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COBURGER – Das Magazin #73

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Nr. 73 | Februar 2026

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.




INHALT

AUSGABE 73 | FEBRUAR 2026

6 EDITORIAL. Widerstand!

10 HOFBERICHT. schoen.frau-Salon.

14 STADTGESPRÄCHE. Ötzi lebt.

96 MONACO FRANKE. Wasser predigen und …

97 AUF EIN WORT. Geistige Selbstverteidigung.

20 UNTRAGBAR.

Der schwere Weg von Fabian Metzner.

24 WEISSABGLEICH.

Fotostrecke Winter in der Region.

30

42

44

48

VOR DER HAUSTÜRE GEHTʼS LOS.

Im März sind Kommunalwahlen.

WIE SORGEN WIR FÜR STABILITÄT?

Sonderthema Resilienz.

VON A BIS Z.

Das Alphabet der Widerstandsfähigkeit.

LÖSUNGSORIENTIERT DENKEN.

Interview mit Max Beyersdorf.

52 MACHER.

Dieses Mal Marcus Geuss.

54 SPANNUNGSGELADEN.

Future Systems aus Rödental.

56

COBURGER WURZELN.

Startup Deutsche Dienstrad.

58 AUSGEZEICHNET.

German Design Award für Markatus.

62 WELTPREMIERE.

Erster Podcast „Zimmergäste“ mit Markus Zimmer.

64 HAIRHOOD.

Aus der Rubrik schoen.frau.

88

FOTOS VON JULE ANICA OHLSEN …

… in der Galerie.

UND VIELES MEHR.

Titel:

"Kampf der Jahreszeiten"

nach einem Foto von Val Thoermer

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026



EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Wenn ein guter Freund eine lebensverändernde Diagnose erhält, wie es so vielen

ergeht irgendwann im Laufe ihres Lebens, stellen sich von einem Tag auf den anderen

- im ja eben letztlich nur vermeintlichen Normalzustand eines über weite

Strecken vor sich hinplätschernden Alltags verdrängte - philosophische Fragen

über das Leben an sich, über Bedeutung oder Bedeutungslosigkeit, über Sinn oder

Sinnlosigkeit, über die Gewissheit dieser uns alle beklemmenden und gleichzeitig

doch auch befreienden alternativlosen Endlichkeit, mündend in der Erkenntnis der

Schönheit des Hier und Jetzt, verdichtend zu kurzen Glücksmomenten, die einen mit ihrer sinnebetörenden

Prallheit und gleichzeitig im Wissen um ihr schnelles, allen Versuchen des Festhaltens trotzendem Verglühen

zu ersticken drohen, uns bewusstmachend, dass durch jeden noch so kleinen Augenblick die Einmaligkeit

des Lebens schimmert, uns auffordernd, es zu leben, es zu lieben, unser Da-Sein.

Machen uns solche Gedanken um die Existenz stabil, resilient, widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen

des Lebens? Dieser Frage stellen wir uns in unserem Sonderthema in diesem Magazin. Unser

großes Resilienz A bis Z versucht sich in einer zweiseitigen Zusammenfassung wichtiger Begrifflichkeiten

und als kleine Lebenshilfe, wir unterhalten uns mit Max Beyersdorf über seine ganz persönliche Idee von

Resilienz, wir fragen uns mit Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Hacker, was man aus juristischer Sicht eigentlich

beachten muss, wenn man seine Widerstandsfähigkeit im Fall des Falles vor Gericht beweisen muss, und

Matheo Fink wirft einen Blick auf Dinge, die wir tun können, um gesund zu bleiben. Auch Fabian Metzner

hat irgendwann beim Aufwachen erkannt, dass er etwas tun muss, um gesund zu bleiben, 277 Kilogramm

hat er da gewogen, zwei Jahre später trat er eine ganz besondere Reise in diese Vergangenheit an. Wir haben

ihn dabei begleitet.

Unser Macher in diesem Magazin ist Marcus Geuss, das künstlerische Multitalent, das mit seinen Programmen

weltweit unterwegs ist. Wir lassen uns von Sebastian Stoll eine spannungsgeladene Geschichte von

einem den Kinderschuhen entwachsenen Startup aus Rödental erzählen. David Schmitt und Julian Schiemann

entführen uns in ein Stück Coburger Geschichte als Fahrradhochburg, die jetzt ihre Fortsetzung in einem

Schweinfurter Unternehmen findet. Markus Zimmer begrüßt ab sofort Zimmergäste, so der Name des

gleichnamigen Podcast, zu dessen Premiere er sich mit Paul Heller unterhält, der das Unternehmen seiner

Eltern übernimmt. Und Sina und Mutter Jessica Heß sind stolz über 40 Jahre Unternehmensgeschichte, die

wir Revue passieren lassen. Friseurmeisterin Conny Probst dagegen startet neu durch und erzählt von sich

und ihrer Liebe zu Coburg und zu ihrem Handwerk in einem ausführlichen Interview.

Wir werfen in unserer Fotostrecke einen Blick zurück auf den mal wieder richtigen Winter, in unserem Hofbericht

einen Blick auf die vielen Gäste beim schoen.frau-Salon, und in einem ausführlichen Sonderteil einen

Blick nach vorne auf die Kommunalwahlen im März.

Und wir erzählen die wechselvolle Geschichte vom Haus in der Ketschengasse 42, das in den letzten Jahren

aufwendig saniert worden ist, zeigen Fotos von Jule Anica Ohlsen in unserer Galerie, reisen in Deutschlands

Südwesten in die schöne Stadt Freiburg in unseren Kultouren und freuen uns auf ein Wiederlesen mit dem

Monaco Franke Wolfram Porr nach eineinhalb Jahren Pause.

So, jetzt sind Sie dran.

P.S. Lesen entspannt in angespannten Zeiten. Ein Plädoyer für diese alte Kulturtechnik in „Auf ein Wort“.

Hilft für mehr Resilienz.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026



INHALT

10 HOFBERICHT

schoen.frau-Salon

20

GRENZERFAHRUNG

Fabian Metzner und sein schwerer Weg

30 KOMMUNALWAHL

Coburg und Landkreis

42

RESILIENZ

52

Wie sorgen wir für Stabilität?

MACHER

Marcus Geuss

58

AUSGEZEICHNET

German Design Award

62

ZIMMERGÄSTE

Erste Folge vom Podcast

88

GALERIE

Jule Anica Ohlsen Fotografie

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


ORTHO SPORT

Advertorial

Karriere mit Prinzip

INDIVIDUELLE KARRIEREWEGE BEI ORTHO SPORT

Wer medizinische Qualität auf höchstem Niveau bieten will, braucht vor

allem eines: ein starkes Team. Die überregionale Gemeinschaftspraxis

ortho sport zählt zu den renommiertesten orthopädisch-unfallchirurgischen

Adressen der Region und ist zugleich einer der größten Arbeitgeber

im medizinischen Bereich. Ein Arbeitgeberporträt.

Mit rund 40 Mitarbeitenden und einem 11-köpfigen Ärzteteam steht ortho

sport in Coburg und mit seinen Standorten in Kronach und Neustadt bei

Coburg für Kompetenz, Verlässlichkeit und ein professionelles Miteinander,

das weit über den Praxisalltag hinausreicht. Die tägliche Arbeit bei ortho

sport ist geprägt von Leidenschaft für den Umgang mit Menschen, fundiertem

Fachwissen und der Offenheit, „jeden Tag ein bisschen besser“ zu werden,

wie der Leitspruch des Teams lautet – ein Anspruch, der sich auch strukturell

widerspiegelt. So bildet die Praxis nicht nur ihre eigenen Nachwuchskräfte

in medizinischen und administrativen Berufsbildern aus, sondern verfügt

ebenfalls über die Weiterbildungsermächtigung für die Facharztausbildung

Orthopädie und Unfallchirurgie.

Dieses auf Qualität abzielende Selbstverständnis gegenüber den Patientinnen

und Patienten zeigt sich auch im Anspruch an die Rolle als Arbeitgeber.

„Unser Erfolg basiert auf den Menschen in unserem Team, die ihre Aufgaben

mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein ausfüllen“, erläutert

Doreen Ganz, Personalbeauftragte bei ortho sport. „Deshalb ist es für uns

selbstverständlich, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeitende fachlich

wie persönlich weiterentwickeln können.“

zu steuerfreien Gratifikationen über die Coburger Jobkarte. Auch das Thema

Gesundheit wird konsequent gelebt – mit betriebsmedizinischer Betreuung,

Gesundheitschecks, Impfangeboten und einer kostenfreien privaten

Krankenzusatzversicherung für alle Mitarbeitenden. Die Wertschätzung zeigt

sich zudem in fairen, überdurchschnittlichen Gehaltsstrukturen in Anlehnung

an den Tarifvertrag, mindestens 28 Urlaubstagen sowie der Möglichkeit,

Überstunden in zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Köpper betont: „Flexible

Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitmodelle – zum Beispiel auch im Rahmen

der Wiedereingliederung nach der Elternzeit - und Home-Office-Optionen

für unsere rein administrativ Tätigen tragen dazu bei, Beruf und Familie

bestmöglich zu vereinbaren.“

Gemeinsam wachsen

Seit der Gründung im Jahr 1998 wächst ortho sport kontinuierlich – getragen

von einem starken Teamgeist und klaren Zukunftsabsichten. Teamevents,

regelmäßige Mitarbeitergespräche und ein offenes Miteinander fördern den

Zusammenhalt und den engen Schulterschluss in der gesamten Mannschaft.

Soviel Teamgeist wird belohnt: Empfehlungen aus den eigenen Reihen

werden mit einem attraktiven Vermittlungsbonus honoriert. „Wir stellen

Menschen mit dem klaren Ziel ein, langfristig zusam-menzuarbeiten“, so die

Personalbeauftragte Ganz. „Wer zu uns kommt, soll gerne bleiben wollen.“

Vielfalt mit hohem Selbstanspruch

Als überregionale Gemeinschaftspraxis bietet ortho sport ein breites Spektrum

an Berufsbildern: von z. B. Medizinisch-technischen Radiologieassistenten

und Pflegefachkräften bis hin zu kaufmännischen, administrativen und

dienstleistungsorientierten Tätigkeiten. Auch die hauseigene Ausbildung von

Medizinischen Fachangestellten sowie Kaufleuten im Gesundheitswesen ist

fest im Konzept verankert. Darüber hinaus sind Abschlüsse aus angrenzenden

medizinischen oder organisatorischen Bereichen ausdrücklich willkommen –

individuelle Ein- und Umstiegsmöglichkeiten werden gemeinsam ausgelotet.

Für Assistenzärzte in der Ausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen wie

auch für erfahrene Fachärzte ist die Praxis aufgrund ihrer breiten fachlichen und

überregionalen Ausrichtung ein äußerst attraktiver Arbeitgeber in der Region.

Ein zentrales Element der Arbeitgeberphilosophie ist die kontinuierliche

Qualifizierung. Interne und externe Fort- und Weiterbildungen gehören ebenso

dazu wie der regelmäßige fachliche Austausch im Team. „Wir möchten, dass

unsere Mitarbeitenden langfristig bei uns Perspektiven sehen“, betont Mandy

Köpper, Praxisleitung bei ortho sport. „Karriere bedeutet bei ortho sport

Entwicklung – abgestimmt auf die persönlichen Ziele und Lebensphasen.“ Ein

Konzept, das besonders für zunehmend digitalisierte Praxisabläufe von großer

Bedeutung ist.

Arbeitsumfeld mit Substanz

Moderne, technisch hochwertig ausgestattete Praxisräume, zentrale

Standorte und ein freundliches Arbeitsambiente bilden die Basis für einen

vielseitigen Arbeitsalltag. Hinzu kommen umfangreiche Benefits: von Parkkostenzuschüssen

über Firmen-Bike und professionelle Praxiskleidung bis hin

Einstieg bei ortho sport

Assistenz-/Facharzt für Orthopädie

und Unfallchirurgi (m/w/d)

Medizinische Fachangestellte

(MFA) (m/w/d)

Bürokauffrau/-mann im

Gesundheitswesen (m/w/d)

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


HOFBERICHT

Fotos: Zineb Akin

ZayPhotography

HOFBERICHT

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht,

allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos.

Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und

das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER

natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann

sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom schoen.frau-Salon

Anfang Februar im Autohaus Wormser. Mehr Informationen dazu ausführlich in unseren

Stadtgesprächen auf Seite 14.

Christina (links) und Senta, die beiden Gründerinnen von

schoen.frau, führten fröhlich durch den Salon-Abend

Mut zum Engagement: Saoussenne (links) und Aleyna vom

Team des Mentoring-Programms "MUTmacherinnen"

Der Star auf jeder Party: die Potzblitz Fotobox

MINI-Liebe:

Die beiden "schoen.frauen" auf

Spritztour - wenn auch nur im Showroom

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


HOFBERICHT

Coole Location: Der 4. schoen.frau-Salon

fand diesmal im Autohaus Wormser statt

Riesig stolz auf MINI-Kooperation: Senta (links) und

Christina mit Marketing-Leiterin Margaretha Hanft

Plus-Size-Fashion im Rampenlicht: Beim schoen.frau-Salon wurde

erstmals das neue Label VPX Senta Steinhauser präsentiert

"Phädra, in Flammen": Schauspielerin

Milena Weber gab erste Einblicke

Talkrunde: Die MUTmacherinnen haben

ihre unterstützenswerte Arbeit vorgestellt

Begeisterte Zuschauerinnen:

(von links) Martina, Iris und Katja

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


HOFBERICHT

Junge Talente sichtbar machen: Künstlerin Julia Zimmer

@paint.and.prejudice zeichnete Frauen in ihren Outfits

Netzwerken macht so viel Spaß: (von links)

Annika, Julia, Regina und Alexandra

Wein-Probe: Andrea (links) und Valerie

vom Weingut Ilmbacher Hof aus Iphofen

So schön, dass auch schon ganz junge Frauen beim schoen.frau-Salon

dabei sind: (von links) Helena, Lucy, Chiara und Linda

Sooo lecker: Das Buffet von Fusion

Catering und Eventservice

Kerstins unter sich: Die beiden Namensvetterinnen

feierten ihr Wiedersehen

Schwestern-Dream-Team:

Maya (links) und Sandra

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


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DARÜBER SPRICHT COBURG

DARÜBER SPRICHT COBURG

ALLES WIRD GUT 1

Händeschütteln als Symbol für Zusammenhalt:

Beim Neujahrsempfang der Stadt Coburg trafen sich

Bürgermeister und Vorstand des größten Arbeitgebers

der Stadt – der HUK-COBURG – in einträchtiger

Eintracht. Kein Wunder, dass der Empfang ausgerechnet

hier dort stattfand. OB Dominik Sauerteig

betonte: „Wir verdanken die hohe Lebensqualität

in Coburg vor allem den starken Unternehmerinnen

und Unternehmern und den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Unternehmen.“ Ein leuchtendes

Beispiel sei die HUK-COBURG: Vorstandssprecher

Klaus-Jürgen Heitmann verkündete stolz, dass

2025 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte

war: „Wir investieren einen wirklich nennenswerten

dreistelligen Millionenbetrag hier in unseren Standort

auf der Bertelsdorfer Höhe. Ja, genau so soll man

das verstehen als Signal, als Symbol für die Zukunft.“

Photovoltaik-Anlagen auf dem Parkplatz sollen künftig

zwei Drittel des Strombedarfs decken, und das

Gebäude selbst wird umfassend modernisiert. Nicht

minder beeindruckend ist die Firma Kaeser, deren

Vorsitzender Thomas Kaeser erklärte: „Unsere Philosophie

ist, hier in Coburg zu investieren und nicht

nach China oder Indien oder USA zu gehen – das hier

ist unsere Heimat.“ Sauerteig hob hervor, wie außergewöhnlich

es sei, dass Unternehmen in einer Zeit

bundesweiter Arbeitsplatzverlagerungen so massiv

am Standort festhalten. Die Botschaft des Abends:

Coburg weiß, bei wem es sich zu bedanken hat. Sparsamkeit

und sinnvolle Investitionen ermöglichen

auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten freiwillige

Leistungen, von denen andere Städte nur träumen.

Dr. Andreas Engel von der IHK betonte: „Wir brauchen

auf jeden Fall erstmal tatsächlich einen Ruck

der Reformen auf allen Ebenen. … Und da muss sich

diese positive Stimmung natürlich dann auch niederschlagen

hier bei uns am Standort.“ Auch Unternehmer

vor Ort zeigten sich optimistisch: „Die Gewerbesteuer

ist sehr niedrig, das ist schon mal das A und

O“, sagte Jessica Heß von Hörgeräte Geuter. Michael

Böhm ergänzte: „Wir profitieren von dem niedrigen

Gewerbesteuersatz und den niedrigen Lebenshaltungskosten.

Darum kriegen wir Fachkräfte aus dem

Umland und aus Großstädten.“ Oliver Löffler von der

Sparkasse Coburg-Lichtenfels resümierte: „Coburg

ist mit seinen reichhaltigen Unternehmen sehr, sehr

gut aufgestellt für die Zukunft.“ Optimismus, Zusammenhalt

und die Botschaft, dass Coburgs Unternehmen

fest in der Stadt verwurzelt sind – der Neujahrsempfang

hat genau das ausgestrahlt.

ALLES WIRD GUT 2

Zum TV-Bericht von iTVCoburg

geht’s hier: www.das-magazin.de/

laecheln-bitte/

Der Neujahrsempfang der Stadt Neustadt bei Coburg

bot auch in diesem Jahr einen würdigen Rahmen für

Rückblick, Ausblick und persönlichen Austausch.

Oberbürgermeister Frank Rebhan begrüßte zahlreiche

Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und dem

gesellschaftlichen Leben der Stadt. In seiner Ansprache

blickte er auf die Herausforderungen und Erfolge

des vergangenen Jahres zurück und würdigte insbesondere

das Engagement der vielen Ehrenamtlichen,

die Neustadt mitprägen. Gleichzeitig richtete Rebhan

den Blick nach vorn und skizzierte zentrale Themen

und Ziele für das neue Jahr. Der Empfang unterstrich

einmal mehr die Bedeutung des Miteinanders

in der Stadtgesellschaft. In angenehmer Atmosphäre

nutzten die Gäste im Anschluss die Gelegenheit zu

Gesprächen und zum Netzwerken – ein gelungener

Start ins neue Jahr für Neustadt bei Coburg.

ALLE ACHTUNG

Coburg kennt sie als Tochter von Michael Stoschek,

dem langjährigen Kopf des weltweit operierenden

Automobilzulieferers Brose. Doch Julia Stoschek hat

sich längst ein eigenes, international renommiertes

Terrain erobert: Die Videokunst. Mit einer der größten

Sammlungen weltweit zieht sie nun in Los Angeles

die Blicke auf sich. „Es war immer mein Traum,

meine Sammlung in L. A. zu präsentieren“, sagt sie in

einem langen Interview mit der „ZEIT“ und betont

die Bedeutung der Stadt für bewegte Bilder: „Von den

Stummfilmen übers Golden Age, von Hollywood bis

zu den digitalen Traumfabriken: L. A. ist die Stadt, in

der moving images produziert, konsumiert, mythologisiert

werden.“ Die Ausstellung „What a Wonderful

World“ ist eine kleine Berliner Berghain-Note in

Hollywood. Kuratiert von Udo Kittelmann, zeigt sie

ein „audiovisuelles Poem“: Jahrhundertalte Stummfilme

treffen auf Arbeiten zeitgenössischer Videokünstler

wie Anne Imhof, Lu Yang oder Arthur Jafa.

„Es ist eine zivilisationskritische Odyssee“, erklärt

Stoschek, „Geschichte, Macht, Kontrolle und natürlich

Liebe – diese Themen ziehen sich durch hundert

Jahre bewegter Bilder.“ Besonders die Konfrontation

von surrealistischen Klassikern mit aktuellen Arbeiten

illustriere, „dass Kunst Gewalt überwindet“.

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


DARÜBER SPRICHT COBURG

Politisch, sensibel, kritisch – Videokunst ist für Stoschek

wie ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen:

„Ich bin konservativ aufgewachsen, aber die

Kunst hat mir Sensibilität und Toleranz vermittelt.“

In L. A. wird die Schau kostenlos zugänglich sein,

um diesen Anspruch zu unterstreichen. Und auf die

Frage nach Hollywoods rotem Teppich antwortet sie

gegenüber dem Wochenmagazin schmunzelnd: „Ich

habe noch keine Einladung zu den Oscars.“

ÜBER ALLE BERGE

Seit einem Jahr arbeitet Ötztal Tourismus im Rahmen

seiner Kampagnen mit dem Wahl-Coburger

Andreas Leopold Schadt zusammen – diese Kooperation

wird nun um ein weiteres Jahr verlängert.

Schadt verkörpert dabei die Rolle des Ötzi und steht

als authentischer Darsteller für eine der bekanntesten

Figuren der Tiroler Geschichte.

Mit Beginn der Winterkampagne 25/26 ist Andreas

Leopold Schadt offiziell das Gesicht der Kampagne.

In der Rolle des Ötzi erkundet er das Ötztal,

besucht besondere Orte der Region und nimmt das

Publikum mit auf eine besondere Reise durch alpine

Landschaften, Traditionen und Erlebnisse. Die Inszenierung

verbindet dabei Geschichte, Gegenwart

und touristische Highlights auf moderne Weise. Aktuell

läuft die erste Winterkampagne, die bereits in

unterschiedlichen Medienformaten ausgespielt wird.

Ab Mai folgt die Veröffentlichung der Sommerkampagne,

die auf internationalen Märkten positioniert

wird und ebenfalls crossmedial umgesetzt ist. Ziel ist

es, die Marke Ötztal mit einer klaren, wiedererkennbaren

Figur weiter zu stärken und die Region emotional

und mit einer guten Prise Humor authentisch

zu präsentieren. Schadt ist in den Medien kein Unbekannter:

Früher ermittelte er als Tatort-Kommissar,

warb als markantes Testimonial für Verivox, den

Verkehrsverbund VGN – und ritt als kerniger Cowboy

für BMW Sperber aus Bamberg auf. Nun also der

Sprung in prähistorische Höhen: Wenn ein Franke

den Ötzi spielt, wird Tirol plötzlich ein kleines bisschen

Coburg.

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


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DARÜBER SPRICHT COBURG

ALLES FRAUEN

Der schoen.frau-Salon lockte dieses Mal fast 100

Frauen in die Räume vom Autohaus Wormser in Coburg.

Die beiden schoen.frau-Gründerinnen Christina

Hauptmann und Senta Steinhauser führten durch

den Abend und freuten sich sichtlich, ihre Philosophie

mit vielen Besucherinnen teilen zu können:

sich zu vernetzen, gegenseitig zu unterstützen und

Frauen mit ihrem Engagement noch sichtbarer zu

machen. Die Darbietungen unterstrichen das Motto

des Abends „Mut für Neues“: ein Live-Talk mit drei

Frauen des Mentoring-Projekts „MUTmacherinnen“

rund um das Thema Unterstützung von Frauen

mit Migrationshintergrund; der beeindruckende

Auftritt von Schauspielerin Milena Weber vom

Coburger Landestheater, die einen Auszug aus dem

aktuellen Stück „Phädra, in Flammen“ zum Besten

gab sowie die Modenschau des neu gegründeten

Plus-Size-Labels vpx Senta Steinhauser. Anregende

Gespräche wurden geführt, neue Kontakte geknüpft

sowie um die Wette gelächelt vor der Fotowand der

Potzblitz-Fotobox. Geschlemmt wurde am Buffet

von @fusion_catering_eventservice, leckeren Wein

gab es vom Weingut Ilmbacher Hof, coole Cocktails

von der Velo.Bar. DJ YELLO @itsyell.o heizte den

Frauen auf dem Dancefloor ein – ein rundum schöner

Abend, der einmal mehr zeigte, wie wichtig und

wohltuend es ist, wenn Frauen sich verbinden.

Mehr Fotos im Hofbericht auf Seite 10.

ALLES GESCHAFFT

Wenn jemand fast fünf Jahrzehnte Berufsleben hinter

sich hat, darf man getrost von einer kleinen Institution

sprechen. Genau das ist Sabine Quinger für die

vbw in Coburg. Zum Jahresende 2025 verabschiedet

sie sich in den Ruhestand – nach 25 Jahren, in denen

sie als Assistentin des Geschäftsführers das Gesicht,

Gedächtnis und organisatorische Rückgrat des Verbandes

war. Am 17. April 2000 begann ihr Kapitel

beim Verband der Bayerischen Wirtschaft vbw. Mit

ihrem Abschied endet eine Ära. Für den neuen Lebensabschnitt

wünscht ihr die vbw vor allem eines:

Zeit für all das, was bisher warten musste.

ALLES NEU

Wie sieht die Zukunft einer Siedlung aus, die eigentlich

längst zur Vergangenheit gehört? Zwischen Karl-

Türk-Straße und Scheuerfelder Straße erstreckt

sich der Scheuerfelder Hang – eine jener typischen

Zeilenbausiedlungen, wie sie in den 1950er- und

60er-Jahren überall in Deutschland entstanden:

praktisch, schnörkellos, solide. Heute jedoch stellen

sich neue Fragen: Wie lebt man zeitgemäß in solchen

Quartieren? Wie lassen sich alte Strukturen energetisch,

sozial und architektonisch neu beleben? Genau

hier setzt die Ausstellung „Raum für Mehr: Der

Scheuerfelder Hang“ an. Im „Haus am See“ zeigen

13 Architekturstudierende der Hochschule Coburg

ihre Ideen für den Um- und Weiterbau des Viertels.

Keine fertigen Masterpläne, sondern gedankliche

Versuchsfelder: mutige Ergänzungen, überraschende

Umbauten, neue Wege der Nutzung. „Transformation

als gemeinsamer Prozess“ nennt Professorin

Anja Ohliger diesen Ansatz – und tatsächlich wirken

die Entwürfe wie Einladungen zum Weiterdenken.

Organisiert wird die Schau von der Wohnbau Stadt

Coburg, die im Gebiet rund 200 Wohnungen betreut

und nun den nächsten Schritt plant: einen städtebaulichen

Rahmenplan, der in den kommenden Jahren

Grundlage für eine langfristige Entwicklung sein

soll. Zehn bis fünfzehn Jahre, schätzt Technikchef

Ullrich Pfuhlmann, werde die Umsetzung dauern.

Ein Marathon also – aber einer mit Perspektive. Seit

2009 hat sich im Rahmen der „Sozialen Stadt“ bereits

einiges getan: Das Bürgerhaus, neue Arztpraxis, frische

Bauten. Die studentischen Arbeiten knüpfen

daran an und zeigen, dass selbst scheinbar vertraute

Orte noch reichlich Raum für Mehr bereithalten. Die

Ausstellung „Raum für Mehr: Der Scheuerfelder

Hang“ bis 31. März im Haus am See, Wüstenahorn,

zu sehen.

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


DARÜBER SPRICHT COBURG

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Sonderausstattungen.

Manche Gebäude altern, andere werden mit jedem Jahrhundert nur bedeutender.

Die Veste Coburg gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Hoch über der Stadt

thronend, war sie Burg und Residenz der Grafen von Henneberg, kursächsisches

Bergschloss und Luther-Zuflucht, später ernestinische Landesfestung im Dreißigjährigen

Krieg – und schließlich ein Paradebeispiel der Burgenrenaissance.

Kaum ein deutsches Baudenkmal hat so viele Rollen gespielt. Der Name „Koburk“

taucht bereits im 11. Jahrhundert in Urkunden auf, doch erst 1225 wird

eine steinerne Burg erwähnt. Genau in diese Zeit fallen, wie neueste Forschungen

zeigen, die baulichen Anfänge der heutigen Anlage. Das 800-jährige Jubiläum bot

im letzten Jahr Anlass für eine große Ausstellung und jetzt für ein Buch, das die

Geschichte des Festungsbergs noch einmal gründlich unter die Lupe nimmt: Im

umfangreichen Jahrbuch „Burg, Schloss, Fränkische Krone – 800 Jahre Veste Coburg“

zeichnen Fachautoren die Entwicklung von der frühgeschichtlichen Besiedelung

bis zu modernen denkmalpflegerischen Maßnahmen nach. Viele Bauphasen

werden präziser datiert, manche Zusammenhänge erstmals neu gedeutet. Ein

opulentes Werk – und eine würdige Verneigung vor einem Wahrzeichen.

„BURG, SCHLOSS, FRÄNKISCHE KRONE – 800 Jahre Veste Coburg“, Jahrbuch

der Coburger Landesstiftung, 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen,

Preis: 45 Euro.

Autohaus Wormser GmbH Coburg

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


DARÜBER SPRICHT COBURG

Mannschaften in beiden Ligen an, dazu Formationen

der Hobbyliga. Ein prall gefüllter Turniertag also, bei

dem Eleganz, Rhythmusgefühl und Teamgeist im

Mittelpunkt stehen. Für den Gastgeber gehen gleich

zwei Teams an den Start: Das A-Team der Erwachsenen

präsentiert seine neue Choreographie „Don’t

Stop Believing“, während das junge B-Team zu „The

Greatest Showman“ über die Fläche wirbelt. Die

Konkurrenz kommt aus München, Nürnberg, Weiden,

Zürich und weiteren Tanzhochburgen. In der

Regionalliga kämpfen Formationen aus Wasserburg,

Altenburg und anderen Städten um den Sprung in

die 2. Bundesliga – Spannung bis zur letzten Drehung

ist garantiert. Ein Fest für Sportfreunde und

Tanzbegeisterte gleichermaßen.

Es ist nicht so, dass der COBURGER ein Problem

mit Coburger Traditionen hat, ganz und gar nicht,

ganz im Gegenteil: Wir lieben Coburg und seine

Spezialitäten, auch wenn beim aufmerksamen Lesen

und Betrachten der Ausgaben Coburger 71 und

72 der Eindruck entstehen könnte, wir hätten ein gespaltenes

Verhältnis zur Vestestadt: Einmal mogelte

sich ausgerechnet in eine Geschichte über eines der

Nationalgerichte der Coburger, den Coburger Rutscher,

ein falsches Bild, und zwar ein Bild von einem

festen bayerischen Knödel, der so gar nichts mit der

weichen Struktur eines wohlschmeckenden Coburger

Rutschers zu tun hat. Falscher könnte ein Bild

nicht sein, stellte auch (vermutlich nicht nur ein) Leser

fest, in diesem Fall aus Seßlach, der sein erzürntes

Missfallen über unseren Fehler am Telefon nur

Aktuelle Infos und Tickets gibt es unter:

www.tv-ketschendorf.de/tanzen.

ALLES HIN

Wenn das Parkett bebt und Glitzerstaub in der Luft

liegt, dann ist wieder Zeit für Lateintanz in Bestform.

Am 28. März wird Coburg erneut zur Bühne für ein

sportliches Großereignis: Der TV Coburg-Ketschendorf

richtet das Saisonfinale der Landesliga und Regionalliga

Süd Bayern aus – ein echtes Heimspiel

mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. In der

Turnhalle der Pestalozzischule treten jeweils neun

ALLES FALSCH

Falscher Rutscher

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Kasemenstraße 14

96450 Coburg

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Unsere Anwälte

Wolfgang Hörnlein

Dr. Wolfgang Hacker

Dr. Thomas Kunze

Eva Grabolus

Lutz Lindner

Maren Feyler

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Karoline Rink

Jürgen Hopf

* In der Kanzlei vorhandene

Fachanwaltschaft im Sinne der FAO

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


DARÜBER SPRICHT COBURG

mühsam unterdrücken konnte. Wir haben versprochen,

uns dafür in aller Form zu entschuldigen, was

wir hiermit tun. Es soll nicht wieder vorkommen,

Rutscher bleibt Rutscher. Aber als ob es nicht genug

wäre, unterlief uns in der folgenden Ausgabe in unserer

Geschichte über die Coburger Schmätzchen

des Coburger Hoflieferanten Lebkuchen Feyler ein

orthographisches Durcheinander: Im Text tauchte

neben dem richtigen Namen „Feyler“ auch mehrfach

die völlig falsche Schreibweise „Pfeiler“ auf. Die Ursache

war schnell gefunden, die KI hatte bei einem

Korrekturlauf den Text verschlimmbessert, beim

nachfolgenden eigenen Korrigieren haben wir einige

falsche Schreibweisen korrigiert, andere nicht.

Das hätte nicht passieren dürfen, ist es aber doch, dafür

wollen wir uns auch ganz herzlich entschuldigen

und die vielen Köstlichkeiten neben den Coburger

Schmätzchen, vor allem die leckeren Lebkuchen aus

dem Hause Feyler wärmstens empfehlen. Ein Einkauf

online und vor allem auch vor Ort in der Rosengasse

in Konditorei und Café lohnt sich.

Coburger Land. Mit vielen Bildern, die Lust machen

auf einen Besuch in der Region. Herzlich willkommen.

ALLES GUT

Zum Schluss: Danke an die Landlust: „Bilderbuchland“

nennt sie eine ausführliche Geschichte über das

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 19



GRENZERFAHRUNGEN

Redaktion: Wolfram Hegen

Fotos: Julian Barthel

UNTRAGBAR

fabIan MetZneR

unD seIn

schWeReR Weg

Manchmal braucht es keinen großen Plan, sondern nur einen

ersten Schritt. Für Fabian „Fabser“ Metzner wurde der Goldbergsee

zum Wendepunkt seines Lebens. Dort begann er mit

277 Kilogramm seinen besonderen Weg. Eine Geschichte über

Mut, Demut und die Kraft der Ausdauer.

Der Goldbergsee liegt still an diesem kühlen Morgen. Ein paar Enten ziehen ihre Bahnen, dürres

Geäst streckt seine Fühler in den winterlichen Himmel, Spaziergänger umrunden wie jeden Tag

das Wasser. Doch etwas ist anders: Auf dem Parkplatz steht ein kräftiger Zweimeterhüne, vor sich

eine Schubkarre, darin acht Kästen Bier. „Ich wollte mir einfach noch einmal vor Augen führen,

was 110 Kilo wirklich sind”, sagt er. Über einhundert Kilogramm - soviel Gewicht hat er über zwei

Jahre hin abgespeckt. Er atmet tief durch, legt die Hände auf die Griffe, hebt an - und läuft los.

COBURGER | DAS MAGAZIN 21


GRENZERFAHRUNGEN

Vor gut zwei Jahren wog Fabian “Fabser” Metzner 277 Kilogramm. Ein Gewicht,

das sein ganzes Leben bestimmte. „Diese 100 Kilo, die hatte ich ja in jeder

Situation, beim Schuhe anziehen, beim Aufstehen, bei jedem Schritt.“ Der Alltag

war schwer geworden, im wörtlichen Sinn. Energie sparen, Wege vermeiden,

Pausen einlegen – das war Normalität. Bis zu jenem Morgen, an dem er aufwachte

und spürte: Jetzt muss sich etwas ändern. Ohne großen Plan fuhr er damals

zum Goldbergsee. „Ich hatte vorher keinen besonderen Bezug zu diesem Ort“,

sagt er heute. „Ich bin einfach hingefahren und losgelaufen.“ Weit kam er nicht.

Nach wenigen hundert Metern stand er erschöpft am Staudamm.

„Da ging nichts mehr. Ich habe überlegt,

ob ich mir ein Taxi rufe.“

Ein Moment der Verzweiflung – und gleichzeitig der Anfang von allem. Fabian

ging trotzdem weiter. Langsam. Sehr langsam. Und am nächsten Tag wieder.

Und am übernächsten. „Für mich war diese Kontinuität das Entscheidende“,

sagt er. „Ich gehe da jeden Tag hin, komme, was will.“ Kein Alkohol mehr, eine

andere Ernährung – aber vor allem Bewegung, Tag für Tag. Keine Wunderdiät,

keine radikale Kur. Nur viele kleine Schritte. So verlor er innerhalb von zwei

Jahren mehr als hundert Kilogramm. „Die neue Leichtigkeit hat mir möglich gemacht,

dass ich vieles wieder machen konnte, was lange unmöglich war.”

Um sich noch einmal bewusst zu machen, welchen Weg er schon geschafft hatte,

entstand die Idee, das alte Gewicht noch einmal zu spüren. Am gleichen Ort,

bei ähnlichem Wetter, mit den gleichen Gefühlen. Doch die Realität holte ihn

schnell ein. Die acht Bierkästen zu tragen – unmöglich. „Keine Chance. Vielleicht

habe ich es einen Millimeter hochbekommen.“ Auch der Versuch mit einem

schweren mit Bierflaschen vollgepackten Rucksack und zwei Kästen in den

Händen links und rechts scheiterte. Am Ende blieb die Schubkarre. Ein Kompromiss

– und trotzdem ein Kraftakt. Zweieinhalb Kilometer mit über 100 Kilogramm

Mehrgewicht - heute fast untragbar, vor zwei Jahren noch Alltag.

Was er bei seinem Selbstversuch fühlte, überraschte ihn selbst. „Ich bin davon

ausgegangen, dass sich Stolz einstellt“, sagt Fabian. „Das war gar nicht so.“

„Ich war nachhaltig erschüttert,

was ich mir selbst zugemutet habe.“

22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


GRENZERFAHRUNGEN

Die Runde um den See wurde zu einer emotionalen Zeitreise. Erinnerungen an

Tage, an denen jeder Schritt ein Kampf war. An Momente, in denen er glaubte,

es niemals schaffen zu können. Und an die Erkenntnis, wie weit er inzwischen

gekommen ist. „Das war sehr emotional“, sagt er leise. „Das hat mir noch einmal

gezeigt, was ich jahrelang mit mir herumgetragen habe.“

Heute ist Fabian ein anderer Mensch. Leichter, beweglicher, freier. Aber er weiß:

Der Weg ist noch nicht zu Ende. „Ich bin eigentlich mittendrin“, sagt er offen.

Das nächste große Ziel wartet bereits: ein Halbmarathon im März. Seine Reise

will er in einer Dokumentation festhalten. Nicht als Heldengeschichte, sondern

als ehrlichen Bericht. „Ich bin die ersten anderthalb Jahre einfach nur um den

See spaziert. Das ist keine Hochglanz-Sportleistung. Aber es hat funktioniert.“

Er möchte zeigen, dass Veränderung möglich ist – auch ohne perfekte Voraussetzungen.

Dass Ausdauer stärker ist als Motivation. Und dass man sich nicht schämen

muss für einen langen Weg. „Viele fühlen sich inspiriert“, sagt Fabian. „Das

ist mir manchmal noch ein bisschen unangenehm. Aber wenn meine Geschichte

jemandem hilft, dann hat sie einen Sinn.“

Wenn er heute um den Goldbergsee läuft, ohne Last auf den Schultern, dann ist jeder

Schritt ein stiller Sieg. Einer über alte Gewohnheiten, über Zweifel, über Angst.

„Ich hatte keinen Plan –

ich bin einfach losgelaufen.“

Der Link zum Film

auf iTVCoburg:

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 23


Schloss Ahorn


Weißabgleich

Fotostrecke

Winter in der Region

von Val Thoermer


Bei Schloss Hohenstein


Wasserschloss Untersiemau


Die Arkaden in Coburg


Blick in Richtung Herrngasse in Coburg


KOMMUNALWAHLEN

Demokratie beginnt

vor der Haustür

WARUM KOMMUNALWAHLEN MEHR SIND

ALS EIN KREUZ AUF DEM STIMMZETTEL

Wahlen sind das Herzstück jeder Demokratie. Sie sind

Ausdruck des freien Bürgerwillens, geben politischen

Entscheidungen Legitimation und sorgen dafür,

dass Macht nur auf Zeit verliehen wird. Wer wählt,

bestimmt mit – und wer gewählt wird, erhält den

Auftrag, im Namen der Gemeinschaft zu handeln.

Ohne Wahlen gäbe es keine demokratische Kontrolle,

keine Verantwortung und keine Möglichkeit, politische

Richtungen friedlich zu verändern.

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


COBURG

Am unmittelbarsten erleben Menschen Demokratie jedoch nicht im

Bundestag oder im Landtag, sondern vor ihrer eigenen Haustür. Kommunalwahlen

sind die Basis der demokratischen Ordnung. Hier wird

entschieden, wer die Stadt oder Gemeinde in den kommenden Jahren

lenkt – und damit auch, wie das ganz konkrete Lebensumfeld gestaltet

wird. Die Kommune ist in der vertikalen Gewaltenteilung von Bund,

Ländern und Gemeinden die Ebene, die dem Alltag der Menschen am

nächsten ist.

Ob Müllabfuhr, Straßenverkehr, öffentlicher Nahverkehr, schnelles Internet,

Wohnungsbau, Schulen, Kindergärten oder Sportanlagen – kaum

ein Bereich des täglichen Lebens kommt ohne kommunale Entscheidungen

aus. Wenn eine Straße saniert wird, ein neues Baugebiet entsteht

oder ein Kindergartenplatz fehlt, dann sind es Stadt- und Gemeinderäte,

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die darüber entscheiden. Sie legen

fest, wofür Geld ausgegeben wird, welche Prioritäten gesetzt werden

und wie sich ein Ort entwickelt.

Genau deshalb haben Kommunalwahlen eine so große Bedeutung. Sie

bestimmen, wer diese Verantwortung trägt – und welche politischen

Ideen vor Ort umgesetzt werden. Jede Wahl ist damit auch ein Vertrauensvotum:

für Personen, Programme und Zukunftsvorstellungen.

Gleichzeitig erinnern Wahlen die Gewählten daran, dass ihre Macht nur

geliehen ist. Spätestens bei der nächsten Wahl müssen sie sich erneut

dem Urteil der Bürgerinnen und Bürger stellen.

Demokratie lebt vom Mitmachen. Wer nicht wählt, überlässt anderen

die Entscheidung. Wer aber sein Kreuz setzt, gestaltet aktiv mit, wie das

eigene Lebensumfeld aussieht. Gerade auf kommunaler Ebene ist der Zusammenhang

zwischen Stimme und Ergebnis besonders sichtbar. Hier

zeigt sich, dass Politik nichts Abstraktes ist, sondern den Alltag jedes

Einzelnen betrifft.

Kommunalwahlen sind deshalb weit mehr als ein formaler Akt. Sie sind

gelebte Demokratie – dort, wo sie am meisten zählt: im direkten Umfeld

der Menschen.

Am 8. März sind

KOMMUNALWAHLEN.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


KOMMUNALWAHLEN

Ring Frei

SAUERTEIG

SPD

HEEB

PRO

COBURG

OB-KANDIDATEN DUELLIEREN

SICH BEIM REGIONENTALK

Fünf der insgesamt neun OB-Kandidaten hatten die

Gelegenheit, sich beim Regionentalk der Sparkasse Coburg

– Lichtenfels von iTVCoburg in Kooperation mit dem

Coburger Tageblatt und Radio EINS zu präsentieren - die

Kandidaten der Parteien oder Wählergruppierungen, die

in Fraktionsstärke im aktuellen Coburger Stadtrat sitzen.

Die Veranstaltung im Gemeindesaal von St. Augustin stieß

sowohl bei den per Zufallsgenerator aus den mehr als

GUNSENHEIMER

FREIE

WÄHLER

doppelt so vielen Interessenten ausgelosten Gästen im Raum, als auch im Rahmen

der ausführlichen Nachberichterstattung über die drei Coburger Medien auf

großes Interesse. Die über 75 Minuten liefern einen Eindruck, welche Themen den

Kandidaten wichtig sind und vor allem auch wie sie rüberkommen. Hier wichtige

Aussagen aus der fünfköpfigen Kandidatenrunde, redaktionell zur besseren

Lesbarkeit leicht bearbeitet.

HAUPT

DIE GRÜNEN

HARTAN

CSU

Nachtleben

HEEB: Wenn wir junge Menschen anziehen wollen, müssen wir auch

was bieten, wir müssen was im Schaufenster haben. Also wir können

nicht immer nur sagen, ja wir brauchen junge Menschen in der Stadt,

die dürfen wir aber nicht hören, nicht sehen und nicht fühlen, das wird

nicht hinhauen.

HARTAN: Es ist klar, wir sind in der Innenstadt, das ist nicht so

still wie auf dem Land, das muss man wissen, wenn man da hinzieht.

Gleichwohl ist es natürlich ein Geben und ein Nehmen und man muss

es ja auch nicht übertreiben.

SAUERTEIG: Nur ist es halt in einer Gesellschaft auch so, dass man

nur vermitteln kann, wenn Menschen auch tatsächlich gesprächsbereit

sind. Und an dieser Gesprächsbereitschaft, das können sie mir glauben,

daran arbeiten wir mit Engelszungen, dass wir da wieder miteinander

reden und nicht übereinander und nicht gegeneinander und uns nur

vor Gerichten auch tatsächlich treffen.

HAUPT: Junge Leute sind junge Leute, die wollen natürlich auch

mal feiern, und ein attraktiver Studienort ist dann ein attraktiver

Studienort, wenn es auch was gibt, wo man mal abhängen kann,

wo man mal ausgehen kann und so weiter – und da ist der Steinweg

natürlich ein wichtiger Punkt.

GUNSENHEIMER: Ich bin der festen Überzeugung, wir müssen

in ganz bestimmten Bereichen, wie jetzt im Fall Steinweg, viel früher

aufeinander zugehen, weil das, dass irgendwann mal ein Problem

werden kann, hätte man auch schon vor mehr als einem halben Jahr

wissen können.

Sicherheit

HARTAN: Und heutzutage ist es natürlich so, dass man

Überwachungen auch KI-gestützt vornehmen kann, die Polizei

braucht also gar nicht so viel Personal dafür herzunehmen, weil man

natürlich dann, wenn jemand ungewöhnliche Bewegungen macht,

Meldungen bekommt – so etwas gibt es mittlerweile. Und wir sollten

also auch hier, wenn es uns am Bahnhofsplatz geglückt ist, das auch

mit der Polizei in guter Zusammenarbeit am Steinweg hinbekommen.

HAUPT: KI – alles gut und schön, ich kenne das und man kann das

sicher für manches einsetzen, aber ganz zum Schluss muss halt einer

um die Ecke stehen, der sagt: Pass mal auf, Freunde, jetzt ist Ruhe hier.

Und da hilft die Kamera nur mittelmäßig und die KI auch nur ganz

mittelmäßig.

GUNSENHEIMER: Dort, wo wir tatsächlich ein Problem haben,

brauchen wir echte Menschen. Also die Polizei, den Sicherheitsdienst

der Stadt, wo wir sagen: Es muss ein echter Mensch als Ansprechpartner

da sein, der sagt: Hey, pass auf, da passiert gerade was.

HEEB: Und ich persönlich möchte nicht in einer KI-überwachten

Stadt leben, wo ich nicht weiß, was, wann, wo, wie ausgewertet wird.

SAUERTEIG: Wenn die Polizei an der Stelle in ihrer eigenen

Zuständigkeit Maßnahmen ergreifen möchte, dann sind wir als Stadt,

ich als Stadtspitze, als Oberbürgermeister, immer gerne auch bereit,

mit der Polizei sehr konstruktiv zusammenzuarbeiten.

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


COBURG

Wohnen

SAUERTEIG: Wir haben Flächen, die wir rechtzeitig gesichert

haben, und wenn jetzt endlich dann von Bund und Land wieder

Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau und für bezahlbares

Wohnen auf den Markt kommen, dann sind wir natürlich auch

gesprächsbereit, das nicht nur als Wohnbau zu machen, sondern auch

städtische Flächen für Genossenschaften und andere Investoren zur

Verfügung zu stellen.

HARTAN: Ein Mietpreisdeckel ist natürlich kontraproduktiv.

Im Übrigen ginge das ja in Coburg gar nicht, weil wir gar keinen

Mietpreisspiegel haben – den könnten wir also gar nicht einsetzen.

Und alle Städte, die es bislang gemacht haben, sind damit auf die Nase

gefallen.

HEEB: So eine Mietpreisbremse in Coburg kann ich mir nicht

vorstellen aus einem einfachen Grund: Welcher Investor würde da

noch investieren, wenn wir ihm die Mieten vorschreiben?

HAUPT: Wenn wir Energiepreise haben, die steigen, dann kann sich

zwar jemand noch die unter fünf Euro Kaltmiete leisten, aber vielleicht

die Warmmiete nicht mehr. Und deswegen muss man schon immer

auch über die Warmmiete nachdenken.

GUNSENHEIMER: Tatsächlich ist die Baugenehmigungsbehörde

so aufzustellen, dass es zu keinen Verzögerungen in dem Bereich

kommt. Also da muss die Stadt auf jeden Fall sicherstellen, dass es da

entsprechend durchflutscht.

Frauen in der Politik

GUNSENHEIMER: Frauen müssen sich rechtfertigen. Frauen

werden gefragt: Traust du dir das zu? Schaffst du das? Kriegst du das

auf die Reihe? Hast du dir das gut überlegt? Und diese Fragen kommen

von anderen Frauen natürlich, aber vor allem von Männern. Und ganz

ehrlich: Es ist eine Schande für die Männer des 21. Jahrhunderts, dass

wir das heute besprechen müssen.

SAUERTEIG: Ich glaube, das ist ein Thema, was wir als

Gesamtgesellschaft insgesamt miteinander bereden müssen – ob wir

es nicht auch ermöglichen können, dass man in gewählten Ämtern

eben nicht 24/7, 365 Tage im Jahr erreichbar sein muss und damit den

Rahmen, glaube ich, für alle Männer und Frauen und die, die sich dem

dritten Geschlecht zugeordnet fühlen, besser machen.

HAUPT: Also wir stellen paritätisch auf – und zum Schluss landen

vier Männer und zwei Frauen oder fünf Männer und eine Frau. Und

deswegen geht es schon auch durchaus an die Wählerinnen, vielleicht

auch zu sagen: Mensch, der traue ich das auch zu. Und nicht nur den

grauhaarigen Männern, die wir halt hier so zum Teil auch sitzen.

HARTAN: Und das ist auch ein gesellschaftliches Problem, dass

es heutzutage, gerade in den sozialen Medien, auch schon bei den

Kommunalpolitikern so hoch hergeht, dass dann viele sagen: Nein,

also beim besten Willen, das tue ich mir nicht an.

HEEB: Der Wähler hat es in der Hand – und da kann ich nur

auffordern: Schaut auf die Listen und wählt die Frauen. Und dann sind

sie auch im Stadtrat und dann reden sie auch mit.

Klima

HAUPT: Wir haben ein integriertes Stadtklimakonzept. Wir haben

einen Rahmenplan, wir haben sogar einen Klimaaktionsplan gehabt.

Also wir sind auf dem Papier, sagen wir mal, top. Ich würde mir

wünschen, dass wir davon jetzt auch endlich mal ein bisschen mehr

umsetzen.

HEEB: Die Ungeduld von Wolfram Haupt verstehe ich. Die tut uns

auch gut, weil der schiebt uns immer ein bisschen von hinten, dass wir

das tatsächlich machen. Oder generell – das ist schon richtig. Aber auf

der anderen Seite verstehe ich es natürlich auch: Wir können nicht

alles auf einmal tun.

HARTAN: Wir geben für eine Klima-Unit mit sechs Mitarbeitern

pro Jahr eine Million Euro aus. So, jetzt muss man mal die Bürgerinnen

und Bürger fragen, was davon bei ihnen schon angekommen ist. Was

haben sie gemerkt – außer vielleicht sieben Platanen am Markt, die

dann das Grünflächenamt gepflanzt hat? Aber ist der Aufwand zum

Nutzen gerechtfertigt?

GUNSENHEIMER: Insofern muss man eine sehr deutliche

Absage erteilen an jegliche Streichkonzepte von Seiten des Kollegen

Hartan. Wenn wir was erreichen wollen, muss der Output der Klima-

Unit erhöht werden.

SAUERTEIG: Denn Klimaschutz und Klimafolgenanpassung, das

sind für uns als Kommune, da wären wir wieder bei den freiwilligen

Leistungen, Bereiche, für die es keine ausreichende Finanzierung von

Bund und Land gibt.

Die wichtigsten

Statements:

Die komplette

Sendung:

Die Umfrage:

DEN REGIONENTALK DER SPARKASSE

COBURG – LICHTENFELS VON ITVCOBURG IN

KOOPERATION MIT DEM COBURGER TAGEBLATT

UND RADIO EINS GIBT ES SEIT 2007. ÜBER 40-

MAL HAT ER SEITHER STATTGEFUNDEN. ER IST

DAMIT EINE DER TRADITIONSREICHSTEN UND

ERFOLGREICHSTEN TALKRUNDEN IN BAYERN.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


KOMMUNALWAHLEN

Wo was wann?

KOMMUNALWAHL 2026 IN

STADT UND LANDKREIS COBURG

Am 8. März 2026 entscheiden die Bürgerinnen

und Bürger in Stadt und Landkreis Coburg

über die politische Zukunft ihrer Region. Im

Mittelpunkt steht dabei die Vestestadt Coburg:

Als wirtschaftliches, gesellschaftliches und

kulturelles Oberzentrum ist sie das Zugpferd

für das gesamte Umland. Wer künftig als

Oberbürgermeister die Stadt führt und wie

sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat

gestalten, hat daher Bedeutung weit über die

Stadtgrenzen hinaus.

In Coburg treten mehrere Kandidatinnen und Kandidaten an, um

das höchste kommunale Amt zu übernehmen:

· Dominik Sauerteig (SPD)

· Hans-Herbert Hartan (CSU)

· Wolfram Haupt (Bündnis 90/Die Grünen)

· Jürgen Heeb (ProCoburg)

· Christian Gunsenheimer (Freie Wähler/CSB)

· Erich Wohnig (ÖDP)

· Michael Gebhardt (AfD)

· Joachim Hoppe (Die Linke)

· Michael Zimmermann (FDP)

Insgesamt kämpfen also neun Bewerber um den Chefsessel im

Rathaus. Unter ihnen keine Frau.

SO

funktioniert

DES OBERBÜRGERMEISTERS

DIE WAHL

Die Wahl ist vergleichsweise einfach: Jede wahlberechtigte Person

hat genau eine Stimme. Erhält ein Kandidat im ersten Wahlgang

mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, ist er direkt gewählt.

Gelingt dies niemandem, kommt es am 22. März 2026 zu einer

Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern.

Stadtrat

AUCH DER WIRD NEU GEWÄHLT

Neben dem Oberbürgermeister wird am 8. März auch der Coburger

Stadtrat neu bestimmt. Insgesamt 11 Listen treten an, auf denen

sich zusammen 378 Kandidatinnen und Kandidaten finden. Zu

vergeben sind 40 Sitze. Für die Stadtratswahl stehen jeder Wählerin

und jedem Wähler 40 Stimmen zur Verfügung, die auf einzelne

Personen oder Listen verteilt werden können.

PRAKTISCHE Informationen

FÜR WÄHLERINNEN UND WÄHLER

Damit die Stimmabgabe reibungslos funktioniert, stellt z.B. die

Stadt Coburg umfangreiche Informationen bereit: Dort finden

sich ein Erklärvideo, ein Teststimmzettel, sowie alle Details zu

Wahllokalen und Öffnungszeiten. Auch die Briefwahl kann bequem

online beantragt werden. Die Online-Beantragung ist bis 3. März

2026 möglich. Bis 6. März 2026 können Unterlagen außerdem noch

persönlich im Rathaus abgeholt werden – auf Wunsch kann dort

auch direkt gewählt werden.

Alle Informationen rund um Wahlverfahren,

Stimmabgabe und Serviceangebote finden

sich auf der Website der Stadt Coburg:

WER MÖCHTE

Landrat WERDEN?

Parallel zur Wahl in der Stadt entscheidet auch der Landkreis

Coburg über seine politische Führung. Um den Posten des Landrats

wetteifern:

· Sebastian Straubel (CSU/Landvolk)

· Carsten Höllein (SPD)

· Achim Sandmann (ÖDP)

· Claudia Carl (Die Linke)

Darüber hinaus werden im Landkreis der Kreistag sowie in fast

allen Gemeinden neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

sowie Gemeinde- und Stadträte gewählt.

Am 8. März sind

KOMMUNALWAHLEN.

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


THEMA

Frisch.

Echt.

Sauerteig.

7

OB Dominik Sauerteig –

immer die richtige Wahl.

Liste 5

www.coburgfüralle.de

Politische Werbung – Rechtliche Infos und Transparenzbekanntmachung

Wir sind

Mehr zur CO2-Kompensation unserer Wahlkampagne unter www.coburgfüralle.de/nachhaltigkeit

nach TVO 2024/900 unter www.coburgfüralle.de/kampagneninfos

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


GEMEINSAM KANN COBURG MEHR.

Politik ist ist keine Einzelleistung. Coburg lebt vom Engagement vieler, die anpacken und Verantwortung übernehmen.

Hinter unserem OB-Kandidaten Hans-Herbert Hartan steht ein starkes Team, die Stadtratskandidaten der CSU Coburg

Stadt: engagierte Bürgerinnen und und Bürger, jung und erfahren, aus allen Bereichen unserer Stadt. Gemeinsam treten wir an,

um um Coburg nicht nur nur zu zu verwalten, sondern wieder zu zu gestalten. Für unsere Bürger. Für unsere Zukunft. Für unser

Coburg.

Hans-Herbert

Hans-Herbert

Hartan

Hartan

Anna-Carina

Anna-Carina

Heß

Heß

Kurt

Kurt

Knoch

Knoch

Barbara

Barbara

Kammerscheid

Kammerscheid

Winnie

Winnie

Hannusch

Hannusch

Roland

Roland

Eibl

Eibl

Maximilian

Maximilian

Forkel

Forkel

Terzo

Terzo

Pfadenhauer

Pfadenhauer

Mathias

Mathias

Zimmer

Zimmer

Stefan

Reingruber

Stefan

Reingruber

Clarissa

Schultheiß

Clarissa

Schultheiß

Sebastian

Sebastian

Spindler

Spindler

Anja

Falkowski

Anja

Falkowski

Jens-Uwe

Jens-Uwe

Peter

Peter

Heike

Heike

Meyer

Meyer

Markus

Markus

Seufert

Seufert

Patrick

Patrick Mohr

Mohr

Claus

Glodschei

Claus

Glodschei

Oliver

Oliver Lederer

Lederer

Florian

Florian Freytag

Freytag

Julian

Julian Speer

Speer

Annemarie

Annemarie

Keul-Weber

Keul-Weber

Marco

Cestone Marco

Cestone

Dr. Giorgio

Dr. Cumbat Giorgio

Cumbat

Dr. Peer

Dr. Medau Peer

Medau

Viola

Viola Götzl

Götzl

Dr. Iyad

Dr. Deeb Iyad

Deeb

Prof. Dr. Martin

Prof. Dr. Prechtl Martin

Prechtl

Dr. Rudolf

Dr. Bartunek Rudolf

Bartunek

Holger

Holger Bender

Bender

Helga

Helga Kilian

Kilian

Oliver

Krummholz Oliver

Krummholz

Monty

Monty Hannusch

Hannusch

Dr. Peter

Dr. Peter Neu

Neu

Dr. Stefan

Dr. Stefan Wulf

Wulf

Prosper Bruno

Prosper Iniengo Bruno

Iniengo

Jan

Pussert Jan

Pussert

Dr. Thomas

Dr. Scheller Thomas

Scheller

Stefanie

Schneider

Stefanie

Schneider

Hans-Joachim

Hans-Joachim

Pfadenhauer

Pfadenhauer

AM

AM

8.

8.

MÄRZ

MÄRZ

2026

2026

TEAM TEAM HARTAN HARTAN WÄHLEN! WÄHLEN!

PROGRAMM

PROGRAMM

KANDIDATEN

KANDIDATEN

KONTAKT

KONTAKT

INFOS

INFOS

Politische Werbung. Sponsor: CSU Kreisverband Coburg-Stadt,

36 COBURGER | DAS MAGAZIN

Löwenstraße 11, 96450 Coburg. Transparenz: s. QR-Code

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


OBERBÜRGER-

MEISTER FÜR

COBURG

HANS-HERBERT

HANS-HERBERT

HARTAN

HARTAN

Hans-Herbert Hartan steht für eine Politik, die beim

Hans-Herbert

Menschen ansetzt.

Hartan

Verantwortung

steht für eine

heißt

Politik,

für

die

ihn

beim

zuhören,

Menschen

abwägen und

ansetzt.

dann

Verantwortung

entscheiden – mit

heißt

Herz,

für ihn

Hirn

zuhören,

und

abwägen

Hand. Nicht

und

ideologisch,

dann entscheiden

sondern

ehrlich,

mit Herz,

verlässlich

Hirn und

und

Hand.

vom gesunden

Nicht ideologisch,

Menschenverstand

sondern ehrlich,

geprägt.

verlässlich und

vom gesunden Menschenverstand geprägt.

Politisch setzt er als Oberbürgermeisterkandidat

auf Klartext für Coburg. Auf feste

Politisch setzt er als Oberbürgermeisterkandidat

auf Klartext für Coburg. Auf feste

Werte und den nötigen Weitblick, damit aus

Werte und den nötigen Weitblick, damit aus

Ankündigungen auch Ergebnisse werden. Es

Ankündigungen auch Ergebnisse werden. Es

geht darum, Bewährtes zu erhalten, Gutes

geht darum, Bewährtes zu erhalten, Gutes

besser zu machen und Neues mit Maß

besser zu machen und Neues mit Maß

anzugehen. Pläne umsetzen statt stapeln

anzugehen. Pläne umsetzen statt stapeln

ist dabei kein Slogan, sondern Anspruch.

ist dabei kein Slogan, sondern Anspruch.

Eine starke Wirtschaft ist für ihn die

Eine starke Wirtschaft ist für ihn die

beste Sozialpolitik. Familien zu

beste Sozialpolitik. Familien zu

stärken heißt, Zukunft zu sichern.

stärken heißt, Zukunft zu sichern.

Und Sicherheit ist keine Frage von

Und Sicherheit ist keine Frage von

Symbolen, sondern von

Symbolen, sondern von

Verantwortung. Coburg muss sicher

Verantwortung. Coburg muss sicher

sein, damit sich alle hier zuhause

sein, damit sich alle hier zuhause

fühlen können.

fühlen können.

Gemeinsam mit dem Team Hartan

Gemeinsam mit dem Team Hartan

übernimmt er Verantwortung für

übernimmt er Verantwortung für

Coburg heute und für die

Coburg – heute und für die

kommenden Generationen.

kommenden Generationen.

AM 8. MÄRZ 2026

HANS-HERBERT

HARTAN WÄHLEN!

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


THEMA

JÜRGEN HEEB

Dein Oberbürgermeister für Coburg

SEINE SEINE PRIORITÄTEN FÜR FÜR EIN EIN STARKES COBURG:

Digitale Digitale Verwaltung Verwaltung stärken: stärken: Weniger Weniger Bürokratie, Bürokratie, mehr mehr

Service.

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Anträge

Anträge

und

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Abläufe

Abläufe

sollen

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einfacher,

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schneller

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digital

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Familien

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junge

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Menschen

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gewinnen:

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Bezahlbarer

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Wohnraum,

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gute

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Kitas

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und

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Schulen

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sowie

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ansprechende Freizeitangebote sorgen für Coburgs

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Attraktivität.

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Mutig investieren: Gerade jetzt braucht es Investitionen in

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Infrastruktur, Stadtentwicklung und Digitalisierung, um Arbeitsplätze

und Perspektiven zu sichern.

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und Perspektiven zu sichern.

Transparenz und Bürgernähe: Klare Kommunikation,

Transparenz und Bürgernähe: Klare Kommunikation,

offene Entscheidungen und echte Beteiligung.

offene Entscheidungen und echte Beteiligung.

Sport, Kultur und Freizeit fördern: Mit neuer Floßangerhalle,

Sanierung des Landestheaters und Weiterentwicklung des

Sport, Kultur und Freizeit fördern: Mit neuer Floßangerhalle,

Sanierung des Landestheaters und Weiterentwicklung des

Güterbahnhofsgeländes schaffen wir Orte der Begegnung und

Güterbahnhofsgeländes schaffen wir Orte der Begegnung und

stärken Lebensqualität für alle Generationen.

stärken Lebensqualität für alle Generationen.

Erfahrung, Verlässlichkeit und echtes Interesse an den Menschen

Erfahrung, Verlässlichkeit und echtes Interesse an den Menschen

dieser Stadt – dafür steht Jürgen Heeb. Er hört zu, übernimmt

dieser Stadt – dafür steht Jürgen Heeb. Er hört zu, übernimmt

Verantwortung und hat eine klare Vorstellung davon, wie Coburg

Verantwortung und hat eine klare Vorstellung davon, wie Coburg

zukunftsfähig wird.

zukunftsfähig wird.

Am 8.März Jürgen Heeb wählen.

Am 8.März Jürgen Heeb wählen.

Für ein Coburg, das anpackt,

Für ein Coburg, das anpackt,

zuhört und mutig vorangeht.

zuhört und mutig vorangeht.


KÖPFE machen COBURG

1

2

3

4

5

66

77

88

Jürgen

Heeb

Elektrotechniker

Catrin

Brückner

Referentin Unternehmenskommunikation

Thomas

Apfel

Studioleiter

Tuncer

Yilmaz

Taxiunternehmer

Antoinetta

Bafas

Freischaffende Musikerin

Rico

Böhme

Rundfunkredakteur

Sarah T.P. T.P.

Andiel

Kommunikationstrainerin

Dr. Dr. Andreas

Engel

Unternehmer

9

10

11

12

13

14 14

15 15

16 16

Sabrina

Kerscher

Gastronomin

Uwe

Meyer

Systemtechniker

Dr. Gerolf

Bergenthal

Arzt Arzt

Grit Mara

Walter

Selbstständige Fußpflegerin

Stephan

Kessel

Unternehmer

Oliver

Grambs

Pflegehelfer

Regina

Leybold

Immobilienmaklerin i.R. i.R.

Horst Horst

Geuter

Geschäftsführer i.R. i.R.

17

18

19

20

21 21

22 22

23 23

24 24

David

Meyer

Auszubildender

Auszubildender

Peter

Jurchen

Betriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Steffen

Eberlein

Oliver

Bernhardt

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkraft für Lagerlogistik

Christian

Blankenburg

Diplom-Ingenieur Versorgungstechnik

(FH)

Diplom-Ingenieur Versorgungstechnik

(FH)

Bettina Bettina

Mautner

Projektmanager Bau- und Anlagentechnik

Projektmanager Bau- und Anlagentechnik

Diplom-Kommunikationsdesignerin

(FH)

Diplom-Kommunikationsdesignerin

(FH)

Rüdiger Rüdiger

Trommer

Betriebsrat

Betriebsrat

Andrea Andrea

Haring Haring

Personalsachbearbeiterin

Personalsachbearbeiterin

25

26

27

28 28

29 29

30 30

31 31

32 32

Mehmet

Mehmet

Yilmaz

Yilmaz

Taxifahrer

Taxifahrer

Nicole

Nicole

Schmöe

Schmöe

Architektin

Architektin

Martin

Martin

Jenn

Jenn

Versicherungsfachangestellter

Versicherungsfachangestellter

Katharina

Katharina

Ranzinger

Ranzinger

Interior Designerin

Interior Designerin

Wolfgang

Wolfgang

Kachel

Kachel

Elektromeister i.R.

Elektromeister i.R.

Karin

Karin

Vogt

Vogt

Kaufmännische Fachangestellte

Kaufmännische Fachangestellte

Prof.

Prof.

Dr.

Dr.

Michael

Michael

Heinrich

Heinrich

Professor

Professor

Melike

Melike

Aydin-Jürß

Aydin-Jürß

Erzieherin

Erzieherin

33

34 34

35 35

36 36

37 37

38 38

39 39

40 40

Cornelia

Zeitz

Cornelia

Sozialpädagogin Zeitz

Sozialpädagogin

Karin

Dewitz

Karin

Dewitz

Bankfachwirtin i.R.

Bankfachwirtin i.R.

Roswitha

Kachel

Roswitha

Bürokauffrau Kacheli.R.

Bürokauffrau i.R.

Bogdan

Ner

Bogdan

Ner

Orthopädieschuhmachermeister

Orthopädieschuhmachermeister

Susanne

Wölfert

Susanne

Rentnerin Wölfert

Rentnerin

Michael

Herzog

Michael

Verkaufsleiter Herzog

Verkaufsleiter

Petra

Heeb

Petra

Heeb

Floristmeisterin

Floristmeisterin

Dirk

Ruppenstein

Dirk

Ruppenstein

Verwaltungsfachangestellter

Verwaltungsfachangestellter

Coburg ist mehr als eine Stadt es ist unsere Heimat.

Coburg ist mehr als eine Stadt – es ist unsere Heimat.

Wir von PRO COBURG sind Menschen wie du: unabhängig, überparteilich

und engagiert. Wir hören zu, wir handeln, wir gestal-

Wir von PRO COBURG sind Menschen wie du: unabhängig, überparteilich

und engagiert. Wir hören zu, wir handeln, wir gestalten

– ohne Parteizwang, dafür mit Herz und Verstand. Unsere

ten ohne Parteizwang, dafür mit Herz und Verstand. Unsere

Stärke? Vielfalt und Ehrenamt. Wir sind Angestellte, Unternehmer,

Handwerker, Kulturschaffende, Familienmenschen. Ge-

Stärke? Vielfalt und Ehrenamt. Wir sind Angestellte, Unternehmer,

Handwerker, Kulturschaffende, Familienmenschen. Ge-

meinsam setzen wir uns für ein Coburg ein, das lebenswert

meinsam setzen wir uns für ein Coburg ein, das lebenswert

bleibt – für alle Generationen.

bleibt – für alle Generationen.

Deine Stimme macht den Unterschied. Mach mit, damit

Deine Stimme macht den Unterschied. Mach mit, damit

Coburg Zukunft hat. Wähle am 8. März die Menschen, die du

Coburg Zukunft hat. Wähle am 8. März die Menschen, die du

kennst und denen du vertraust.

kennst und denen du vertraust.

LISTE 6

pro-coburg.de

pro-coburg.de

UNABHÄNGIG • BÜRGERNAH • LÖSUNGSORIENTIERT


Grüne wählen!

Petra Wöhner

Lehrerin

aus Ketschendorf

Michaela Nadj

Apothekerin

aus Creidlitz

Stefan Schwuchow

Sozialbetriebswirt

aus der Innenstadt

Gaby Schuller

Constantin Heinold

Prof. Dr.

Wolfram Haupt

Oberbürgermeister

für Coburg

Nicole Wehrmann

Professor für Informatik

und Simulation, Stadtrat

aus der Innenstadt

Lukas Wölfert

Wir bringen

Coburg

weiter!

Schulsekretärin i. R.

aus dem Pilgramsroth

1 2 3 4 5 38 6

Sozialarbeiterin

Theaterpädagogin

aus der Lossaustr.

Dietrich Pax

Gärtnermeister,

Öko-Lobbyist

vom Callenberg

Sofie Paulus

Student der Archäologie

aus der Innenstadt

Angela Köhn

Leiterin eines Nachhilfeinstituts

aus dem Heimatring

Prof. Dr.

Michael Rossner

Juliane Neumann

Sozialarbeiterin

aus Neuses

Dorothea Weiß Thomas Tippelt

Claudia Böhm

Heli Schönau

Dr. Florian v. Deimling

Kinder- und Jugendarzt

vom Eckardtsberg

Studentin der Medizin

aus dem Pilgramsroth

Lehrerin

vom Marschberg

Prof. Dr.

Susanne Gröne

Professorin für

Soziale Arbeit

aus Beiersdorf

Geschäftsführer

LBV Coburg

aus Ketschendorf

Michael Dorant

Kommunikationsdesigner

aus dem Heimatring

Dr. Hubertus Habel Sarah Baur

Felix Stahl

Stephan Engels

Johannes Wagner

Alexandra Müller

Fachwirtin Gesundheitsund

Sozialwesen

aus Ketschendorf

Mediziner und für uns

Coburger im Bundestag

aus der Innenstadt

Werbetexter

aus Creidlitz

Elektroingenieur

aus Creidlitz

Wirtschaftssinologin

vom Falkenegg

Lisa Fischer Matthias Loßmann

Stephy Beck Regina Frank

Steffi Paulus

Wolfgang Weiß

Johanna Beetz

Betriebswirtin

von der Hut

Förster

aus Rögen

Vertragslehrkraft,

Studentin (Lehramt)

von der Hut

Heilpraktikerin

Omas gegen Rechts

aus der Innenstadt

Frühpädagogin

aus dem Hahnweg

Rechtsanwalt

aus der Innenstadt

Kevin Klüglein

Fachinformatiker im

Öffentlichen Dienst

von der Bertelsdorfer Höhe

7 8 9 10 11

Birgit Rose

Redakteurin

aus der Innenstadt

12 13 14 15 16 17 18

Bernd Leuthäusser

Ingenieur i. R.

aus dem Pilgramsroth

19 20 21 22

Stephan Mertl

Kammerschauspieler i. R.

vom Himmelsacker

23 24 25 26

Rolf Hollering

Key Account Manager,

Student der Theologie

aus der Innenstadt

27 28 29 30 31 32 33

Maria Aufschläger

Physiotherapeutin

vom Judenberg

34 35 36 37 38 39 40

Peter (Fips) Woik

Student der

Innenarchitektur

aus der Innenstadt

Ökologin und

Sportkletterin

von der Hut

Professor für Energie- &

Hochspannungstechnik

vom Falkenegg

Kunsttherapeutin, GF.

BUND Naturschutz

aus Rögen

gruene-coburg.de

Sie haben 40 Stimmen

Verteilen Sie bis zu jeweils 3 Stimmen auf die Personen Ihres Vertrauens

und kreuzen Sie die Liste 4 – Bündnis 90/Die Grünen an, um keine Stimme

zu verschenken.

Kulturwissenschaftler Sozialarbeiterin

Rechtsanwalt

von der Hut

von der Hut

von der Hut

Liste 4


Wahlwerbung

„Bei der Umsetzung des einstimmig vom Stadtrat

beschlossenen Radverkehrskonzepts muss ein ganz

anderes Tempo aufgenommen werden, damit endlich

auch in Coburg alle Menschen, ob klein oder groß,

nicht Kopf und Kragen riskieren, wenn sie auf das

umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad setzen!“

Interview mit Prof. Dr. Wolfram Haupt,

OB-Kandidat der Coburger Grünen

So könnte die harte Teilung der Stadt durch die Verkehrsachsen B4 und

Bahn überwunden und die Anbindung vor allem zur Hochschule verbessert

werden. Die Grafik zeigt die Idee einer modernen Brücke vom Adamiberg

zum Bahnhof, eine Verbindung, die schon im Radwegekonzept der

Stadt Coburg vorgesehen ist. (Grafik: Anders Macht)

Herr Haupt, stellen Sie sich doch einmal kurz vor:

Ich bin geboren und aufgewachsen im jetzigen Stadtteil Neuund

Neershof. Abi am „Ernes“. Zunächst in Coburg Umwelttechnik

zum Abschluss eines Dipl.-Ing. (FH) studiert, dann

nach Kassel gewechselt, den Dipl.-Ing. in Maschinenbau an

der dortigen Uni erworben – in der Bauphysik promoviert

und in diesem Thema am „Zentrum für Umweltbewusstes

Bauen“, am Fraunhofer-Institut und der TU München gearbeitet.

2009 an die Hochschule Coburg als Professor für

Informatik und Simulation berufen worden – zwischen 2014

und 2025 als Dekan der Naturwissenschaften Mitglied der

Erw. Hochschulleitung. Seit 2020 Mitglied des Stadtrats zu

Coburg, seit Anfang 2025 Fraktionsvorsitzender der Grünen

Fraktion. Alltagsradler und Chorsänger im „Chor Unerhört“.

Apropos Singen, spielt es eine wichtige Rolle für

Sie?

Ja, ich singe schon immer: zunächst im Männergesangsverein

„Eintracht Neu- und Neershof “, bei dem ich noch heute

manchmal aushelfe. In Kassel hatte ich sogar

einen eigenen Chor gegründet und in München

war ich gleich in zwei Chören aktiv. In

Coburg hat mich ein Schulfreund zu „Unerhört“

gebracht. Durch diesen bin ich auch

zum Theater gekommen und habe von „Blues

Brothers“ bis „Die Schatzinsel“ in 9 Produktionen

mitgespielt und häufig auch gesungen.

Wer bei „Radio 1“ gut aufpasst, kann mich da

gemeinsam mit Jule Neumann, der Nummer

3 unserer Liste, unseren Wahlwerbespot singen

hören – für uns ein netter Spaß.

Und wie kamen Sie zur Politik?

Tja, das wurde mir quasi „in die Wiege gelegt“

– schon mein Großvater und mein Vater

haben sich als Bürgermeister der Gemeinde Neu- und

Neershof engagiert. Mein Vater hat vor knapp 50 Jahren

maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass der östlichste Stadtteil

überhaupt nach Coburg kam und er hat langjährig den

dortigen Bürgerverein geführt. Ich war in nahezu allen

Neershofer Vereinen aktiv z.T. auch im Vorstand, war Feuerwehrmann,

Schülersprecher im Gymnasium, Studierendenparlaments-Präsident

an der Uni – kurz, ich habe schon

immer gerne Verantwortung übernommen. Als mich 2019

meine Kollegin und damalige OB-Kandidatin Ina Sinterhauf

gefragt hatte, ob ich mich auf der Liste der Grünen zur Wahl

für den Stadtrat stellen würde, habe ich zugesagt und bin in

den Stadtrat gewählt worden.

Was sind im Stadtrat Ihre Schwerpunkte gewesen?

Ich war durchgängig Mitglied im „Bausenat“ und im AK

Radverkehr, dazu für je ca. drei Jahre im Kultur- und Schulsenat,

im Aufsichtsrat der Wohnbau Stadt Coburg sowie

im Theaterausschuss. In den ersten beiden Gremien war

ein wichtiges Thema die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans

(VEP) für den Radverkehr. An sich hätte

ich es gerne gesehen, den gesamten VEP fortzuschreiben

– das wurde trotz Freigabe der Mittel leider bisher noch

nicht umgesetzt. Bei den Schulen war mir eine zügige und

klimagerechte Sanierung wichtig – es gibt Musterbeispiele

von sehr guter Sanierung, aber auch einen nennenswerten

Sanierungsstau, wie beispielsweise beim noch ausstehenden

Bauabschnitt an der Realschule CO 1. Im Theaterausschuss

war die Neubesetzung von Leitungspositionen die große

Herausforderung der letzten Jahre. Bei der Wohnbau ist

mir die Beibehaltung des bereits verabredeten „Klimapfads“

wichtig gewesen, damit Wohnungen der Wohnbau nicht nur

bezüglich der Kaltmiete, sondern eben auch bei der Warmmiete

preiswert bleiben.

Was sehen Sie als die nennenswertesten Erfolge

Ihrer Fraktion in der vergangenen Wahlperiode?

Nun, eine deutliche Verbesserung des Radverkehrs in Richtung

des Coburger Ostens ergibt sich für mich aus der Freigabe

der breiten Wege im Hofgarten, die

auf unsere Initiative zurückgeht. Auch

die Platanen vor dem Stadthaus sind

unserem Antrag zu verdanken, in der

gesamten Innenstadt mögliche Baumstandorte

zu erheben – derzeit leider nur

in der absoluten Kernstadt fertiggestellt,

aber damit wurde immerhin ein erstes

sichtbares Zeichen gesetzt und wenn sie

in zwei, drei Jahren ein geschlossenes

Blätterdach bilden, sind sie sicherlich ein

im Sommer kühlendes „Highlight“. Auch

das „Osterpaket“ zur Solarförderung, das

wir gemeinsam mit Pro Coburg auf den

Weg gebracht hatten und aus dem letztlich

eine kommunale Förderung für Balkonsolaranlagen

und Speicher bis zur Haushaltskonsolidierung

wurde, kann man als Erfolg aufzählen. Immerhin drei

Grünpfeile für den Radverkehr werden auf unseren Antrag

hin montiert – Bamberg hat davon zwar 125, aber ein Anfang

ist gemacht. So ganz ohne Erfolg waren wir also trotz

unserer Oppositionsrolle im schwarz-rot dominierten Stadtrat

nicht.

Und was sehen Sie als die größten Misserfolge?

Leider sind wir mit unserem Antrag, die städtischen Liegenschaften

innerhalb eines Jahres auf die Eignung für Photovoltaik

zu überprüfen und dann für ein Jahrzehnt jedes Jahr

10% davon umzusetzen, letztlich an der Umsetzung durch

die Verwaltung gescheitert. Und auch bei der Realisierung

weiterer Baumpflanzungen, z.B. auf dem Platz vor dem

„Brünner“, passiert trotz fester Zusagen nichts. Auch der von

uns beantragte Fußgängerüberweg oder andere Optionen

für eine sichere Querung am Landestheater kommen leider

noch nicht voran und dass der 2025er Meilenstein von Prio

1 des Radverkehrsplans mit nicht mal einem Drittel Umsetzung

so eklatant verfehlt wurde, finde ich höchst ärgerlich,

weil das auf Kosten der Sicherheit aller Radfahrenden geht

und selbstständige Mobilität von Schulkindern verhindert.

Was haben Sie sich für die kommende Wahlperiode

vorgenommen?

Wir müssen zunächst sicherstellen, dass wir in sozialer und

wirtschaftlicher Hinsicht als Stadt gut aufgestellt bleiben,

damit die Akzeptanz hoch und unsere Ziele finanzierbar

bleiben. Mit unserem sehr günstigen Gewerbesteuerhebesatz

sollten wir mehr „wuchern“, um weiteres Gewerbe nach

Coburg zu holen. Aber auch das Potenzial der Hochschule

müsste unbedingt stärker gehoben werden – ich kenne etliche

Beispiele, in denen zunächst kleine Ausgründungen und

Start-Ups zu großen Gewerbesteuerzahlern geworden sind.

Vor diesem Hintergrund sehe ich drei Hauptziele unserer

Politik:

Erstens müssen wir insbesondere in der Innenstadt die Aufenthaltsqualität

und Attraktivität erhöhen, durch Entsiegelung,

Begrünung und Schaffung sog. „dritter Orte“, wo man

sich, ohne etwas konsumieren zu müssen, treffen und aufhalten

kann. Leerstand muss durch geschickte Interventionen

bekämpft und für die Stadtgemeinschaft nutzbar gemacht

werden, ob zum Wohnen oder für Bildung, Nachhaltigkeit

und Begegnung. Die Itz soll erlebbar gemacht werden, durch

Stege, die fußläufige Wegeverbindungen abseits der Autostrecken

bieten, durch kleine „Pocket-Parks“ und Herantritte

ans Wasser, die nicht viel Geld kosten.

Zweitens muss bei der Umsetzung des einstimmig vom

Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzepts ein ganz

anderes Tempo aufgenommen werden, damit endlich

auch in Coburg alle Menschen, ob klein oder

groß, nicht Kopf und Kragen riskieren, wenn sie auf

das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad setzen.

Und drittens muss auch im Energiebereich eine progressivere

Linie bei Stadt und SÜC gefahren werden. Andere Stadtwerke

erzeugen bereits über 100% des im Versorgungsgebiet

benötigten Stroms selbst, speichern ihn in Kurz- und Langzeitspeichern,

nutzen die Expertise umliegender Hochschulen

für Forschungsprojekte – da ist in Coburg noch viel „Luft

nach oben“.

Abschließend: was wünschen Sie sich für die bevorstehende

Wahl?

Mein Wunsch wäre, dass die Coburger Wähler*innen sich

umfassend informieren und dann hoffentlich einen Stadtrat

auf demokratischer Basis zusammenstellen, der mutiger und

weitsichtiger in die Umsetzung bereits vorhandener Pläne

als der bisherige geht.

Als OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzender hoffe ich natürlich,

dass unser paritätisches, buntes und vielfältiges Angebot

viele überzeugen kann und wir im Stadtrat mit dem ein

oder anderen Sitz mehr als bisher vertreten wären – ich sage

mal ausnahmsweise ganz unbescheiden: Ich finde, wir verdienen

diese Chance!

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


S O N D E R T H E M A

Resilienz

Wie sorgen wir für Stabilität?


RESILIENZ

Text: Wolfram Hegen

Resilienz ist eines dieser Wörter, die plötzlich überall auftauchen. In Talkshows,

Strategiepapieren, Führungskräfte seminaren und Ratgeberbüchern. Noch vor

zwanzig Jahren hätte man damit außerhalb psychologischer Fachkreise vermutlich

nur fragende Blicke geerntet. Heute dagegen scheint Resilienz das neue Zauberwort

einer Epoche zu sein, die sich selbst als krisenhaft erlebt – und das nicht ohne Grund.

Dabei klingt Resilienz zunächst nüchtern, beinahe technisch. Das lateinische resilire

bedeutet „zurückspringen“ oder „abprallen“. In der Materialkunde beschreibt es die

Fähigkeit eines Stoffes, nach Belastung in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. Die

Psychologie machte daraus ein Bild für menschliche Widerstandskraft – und entdeckte

Erstaunliches. Die Entwicklungspsychologin Emmy Werner, die über Jahrzehnte Kinder

unter extrem schwierigen Lebensbedingungen begleitete, stellte fest:

„Nicht das Ausmaß der Belastung

entscheidet über den Lebensweg,

sondern die Art und Weise, wie

Menschen mit ihr umgehen.“

Auch der Neurobiologe Gerald Hüther widerspricht der Vorstellung vom

unerschütterlichen Menschen: „Resilient ist nicht, wer keine Angst kennt, sondern

wer gelernt hat, mit Angst kreativ umzugehen.“ Aus neurowissenschaftlicher

Sicht seien es vor allem stabile Beziehungen, Sinnorientierung und emotionale

Verbundenheit, die unser Gehirn befähigen, in Stresssituationen flexibel zu reagieren

– statt in Erstarrung zu verfallen.

Resilienz lässt sich jedoch nicht allein individuell denken. Der Soziologe Hartmut

Rosa weist darauf hin, dass moderne Gesellschaften unter permanentem

Beschleunigungsdruck stehen: „Stabilität ist heute kein erreichter Zustand

mehr, sondern etwas, das immer wieder neu hergestellt werden muss.“ Resilienz

wird damit zur sozialen und politischen Aufgabe – zur Frage, wie Institutionen,

Unternehmen und Gemeinschaften so gestaltet werden können, dass sie nicht nur

Krisen überstehen, sondern aus ihnen lernen.

Schon der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky, dessen Salutogenese-Modell in

der deutschen Forschung stark rezipiert wurde, stellte fest: Entscheidend ist nicht,

was uns krank macht, sondern was uns gesund erhält. Sein berühmter Begriff

des „Kohärenzgefühls“ beschreibt das Vertrauen, dass das Leben verstehbar,

handhabbar und sinnvoll bleibt – selbst dann, wenn es ins Wanken gerät.

Vielleicht erklärt genau das die aktuelle Konjunktur der Resilienz. Sie verspricht

keine Unverwundbarkeit. Sie verheißt kein einfaches Zurück zur alten Normalität.

Resilienz meint vielmehr die Fähigkeit, im Ungewissen handlungsfähig zu bleiben –

persönlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Oder, um es mit Gerald Hüther zu sagen:

„Es geht nicht darum, standzuhalten, sondern darum, sich nicht selbst zu verlieren.“

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


DAS GROSSE A BIS Z

Das

große

A bis Z

DER RESILIENZ

26 Tipps für mehr

Widerstandskraft

Resilienz ist eines dieser Worte, das

in Krisenzeiten Konjunktur hat – und

gerade deshalb oft abstrakt bleibt. Dabei

ist Widerstandskraft nichts Mystisches,

sondern entsteht aus vielen kleinen, ganz

konkreten Haltungen, Entscheidungen und

Gewohnheiten. Sie zeigt sich im Alltag,

im Miteinander, in Strukturen und in der

Art, wie wir mit Belastungen umgehen.

Unser Resilienz-A–Z übersetzt das große

Schlagwort in 26 greifbare Begriffe – von

A wie Achtsamkeit bis Z wie Zuversicht –

und macht sichtbar, wie Stabilität wächst:

Buchstabe für Buchstabe.

wie Achtsamkeit:

Achtsamkeit schärft die Wahrnehmung für Belastungen,

bevor sie überfordern, und schafft die Voraussetzung,

rechtzeitig gegenzusteuern – im Kopf wie im System.

wie Balance:

Balance zwischen Anspannung und Entlastung verhindert

Erschöpfung und sorgt dafür, dass Leistungsfähigkeit

nicht auf Kosten der Substanz geht.

wie Coaching:

Coaching eröffnet neue Perspektiven, hilft beim

Sortieren komplexer Situationen und stärkt die

Fähigkeit, aus Krisen lernend hervorzugehen.

wie Dialog:

Dialog schafft Verständnis, baut Spannungen ab und ist

eine der wirksamsten Formen, Konflikte produktiv statt

destruktiv zu lösen.

wie Eigenverantwortung:

Eigenverantwortung macht handlungsfähig, weil sie den

Fokus vom äußeren Druck auf die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten

lenkt.

wie Flexibilität:

Flexibilität ermöglicht Anpassung, ohne den eigenen Kern

aufzugeben, und ist damit eine Schlüsselkompetenz in unsicheren

Zeiten.

wie Gemeinschaft:

Gemeinschaft trägt, wenn Einzelne schwächeln,

und macht Systeme widerstandsfähiger als jede

isolierte Stärke.

wie Hoffnung:

Hoffnung ist kein naiver Optimismus, sondern die

Überzeugung, dass sich Anstrengung lohnt – selbst

unter widrigen Umständen.

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


SONDERTHEMA: RESILIENZ

wie Innovation:

Innovation verwandelt Druck in Fortschritt und sorgt

dafür, dass Herausforderungen nicht nur bewältigt, sondern

genutzt werden.

wie Reflexion:

Reflexion schafft Abstand zum Geschehen und

ermöglicht es, bewusster statt reaktiv zu handeln.

wie Justierung:

Regelmäßige Justierung von Zielen und Strategien

verhindert, dass man an überholten Annahmen festhält

und unnötig Kräfte verbrennt.

wie Selbstwirksamkeit:

Das Erleben von Selbstwirksamkeit stärkt das Vertrauen

in die eigene Handlungsfähigkeit – ein zentraler

Schutzfaktor in Krisen.

wie Kommunikation:

Klare Kommunikation reduziert Unsicherheit,

stärkt Vertrauen und ist essenziell, um gemeinsam

handlungsfähig zu bleiben.

wie TATKRAFT:

Resiliente Menschen bleiben nicht im Grübeln stecken,

sondern werden aktiv und gehen Probleme Schritt für

Schritt an.

wie Lernen:

Lernen aus Fehlern und Krisen macht aus Rückschlägen

Ressourcen für die Zukunft – individuell wie kollektiv.

wie Übung:

Resilienz entsteht nicht im Ernstfall, sondern durch Übung

im Alltag, wenn Belastungen noch überschaubar sind.

wie Mindset:

Ein lösungsorientiertes Mindset entscheidet oft

darüber, ob Belastungen als Bedrohung oder als

Entwicklungsaufgabe wahrgenommen werden.

wie Verantwortung:

Verantwortung zu übernehmen heißt, sich nicht als Opfer

der Umstände zu begreifen, sondern als Teil der Lösung.

wie Netzwerk:

Netzwerke erweitern Handlungsspielräume und bieten

Halt, wenn eigene Ressourcen an Grenzen stoßen.

wie Widerstandskraft:

Widerstandskraft bedeutet nicht Unverwundbarkeit,

sondern die Fähigkeit, nach Belastungen

wieder aufzustehen.

wie Orientierung:

Orientierung durch Werte, Ziele und Leitlinien gibt

Stabilität, wenn äußere Umstände unübersichtlich

werden.

wie Xenialität:

Xenialität – die Verbindung von Gastfreundschaft und

Offenheit – stärkt Beziehungen und fördert Kooperation

über Grenzen hinweg.

wie Prävention:

Prävention stärkt Resilienz, indem sie Risiken

frühzeitig erkennt und Belastungsspitzen abfedert,

bevor Schaden entsteht.

wie Yoga:

Yoga steht exemplarisch für Methoden, die Körper und

Geist regulieren und damit Stressreaktionen nachhaltig

dämpfen können.

wie Qualität:

Qualität in Prozessen, Beziehungen und Entscheidungen

reduziert Fehleranfälligkeit und erhöht die

Robustheit eines Systems.

wie Zuversicht:

Zuversicht verbindet Realismus mit Vertrauen in die Zukunft

und gibt Kraft, auch schwierige Wege weiterzugehen.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


Advertorial

VITADROM

WO FITNESS AUF

WOHLBEFINDEN

TRIFFT

EIN ORT FÜR ALLE, DIE SICH BEWEGEN,

NEUE ENERGIE TANKEN

UND SICH RUNDUM

WOHLFÜHLEN MÖCHTEN

MORGENS KLINGELT DER WECKER. ACHT

STUNDEN GESCHLAFEN – UND TROTZDEM

FEHLT DIE ENERGIE. DER KÖRPER FÜHLT SICH

SCHWER AN, DER TAG BEGINNT SCHON MIT

HEKTIK.

NICHT KRANK. ABER AUCH

NICHT WIRKLICH FIT.

Viele kennen dieses Gefühl

– und glauben, sie müssten

nur härter trainieren oder

sich stärker unter Druck

setzen. Doch genau das

führt selten zu mehr

Wohlbefinden.

Im VitaDROM geht man

deshalb bewusst einen

anderen Weg. Hier steht

nicht Anstrengung im

Mittelpunkt, sondern ein

gutes Körpergefühl. Nicht

Leistungsdruck, sondern

Balance.

Nils und Matheo vom Vitadrom

46 COBURGER | DAS MAGAZIN


FITNESS TRIFFT AUF WOHLBEFINDEN

FITNESS, DIE INS LEBEN PASST

Das VitaDROM ist mehr als ein klassisches

Fitnessstudio. Es ist ein Fitness- und

Gesundheitsclub für Menschen, die aktiv bleiben,

neue Energie tanken und sich in ihrem Körper

rundum wohlfühlen möchten. Bewegung, bewusste

Ernährung und Erholung greifen hier ganz

selbstverständlich ineinander. Kein starres Konzept,

sondern ein natürlicher Rhythmus, der sich dem

Alltag anpasst. Denn echte Gesundheit entsteht

nicht durch Extreme, sondern durch Regelmäßigkeit

– und durch Freude an dem, was man tut.

Für viele Menschen in Coburg ist das VitaDROM

längst ein fester Bestandteil ihres Alltags geworden

– ein vertrauter Ort, an dem man etwas für sich tut

und gleichzeitig neue Energie mitnimmt.

EIN ORT ZUM ANKOMMEN

Was Besucher sofort spüren, ist die besondere

Atmosphäre. Man wird persönlich begrüßt, kennt

sich, kommt ins Gespräch – und fühlt sich vom ersten

Moment an willkommen. Bewegung wird hier nicht

zur Pflicht, sondern zu einer wohltuenden Auszeit

vom Alltag. Modern, entspannt und professionell

begleitet – so entsteht ein Umfeld, in dem man gerne

bleibt.

PERSÖNLICH BETREUT.

INDIVIDUELL BEGLEITET.

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch.

Persönliche Betreuung und individuelle Begleitung

sorgen dafür, dass jedes Training genau zu den

eigenen Zielen, Bedürfnissen und zum persönlichen

Tempo passt. Schritt für Schritt entstehen so mehr

Energie, neue Beweglichkeit und ein rundum gutes

Körpergefühl. Nicht, weil man sich quält. Sondern weil

es gut tut.

„ICH KOMME

HIERHER – UND GEHE

JEDES MAL VOLLER

ENERGIE NACH HAUSE.“

Klaus Lünz

JETZT

BERATUNGSTERMIN

VEREINBAREN

VitaDROM

Gärtnersleite 3

96450 Coburg-Cortendorf

09561 55 50-0

vitadrom.de

mail@vitadrom.de

FÜR EIN GUTES GEFÜHL.

JEDEN TAG.

Fitness und Gesundheit sind kein kurzfristiges

Projekt, sondern ein Lebensstil.

Mehr Vitalität. Mehr Balance.

Mehr Lebensqualität.

GENAU DAFÜR STEHT DAS VITADROM

– FÜR FITNESS, DIE GUTTUT, UND

WOHLBEFINDEN, DAS BLEIBT.

COBURGER | DAS MAGAZIN 47


Advertorial

BAUUNTERNEHMEN OTTO HAUCH

Lösungsorientiert

Denken

RESILIENZ BEI DER

BAUUNTERNEHMUNG OTTO

HAUCH – EIN GESPRÄCH MIT

INHABER MAX BEYERSDORF.

COBURGER: Was verstehen

Sie unter Resilienz?

MAX BEYERSDORF: Resilient zu sein, widerstandsfähig

gegenüber Herausforderungen, bei

Problemen auf einem Weg, den man eingeschlagen

hat, fängt für mich schon vorher an: Ich lasse

von Anfang an immer eine ganze Bandbreite an

möglichen Lösungen zu. Wenn ich nur an einer

möglichen Lösung festhalte, und alle anderen

von vornherein ausschließe, kann ich ja fast nur

enttäuscht werden. Letztlich gibt es aber immer

mehrere Möglichkeiten, an ein Ziel zu kommen.

Erst am Ende eines Weges kann man dann bewerten,

wie es gelaufen ist. Aber gleich alles

schlechtzureden oder Weltuntergangsstimmung

zu verbreiten, nur weil mal etwas nicht so läuft

wie gedacht, das ist mir fremd.

COBURGER: Wie übertragen

Sie diese Haltung auf

Ihre Mitarbeiterführung?

MAX BEYERSDORF: Wenn etwas schiefläuft,

sitzen wir alle in einem Boot. Es geht nie darum,

einem Einzelnen den Fehler zuzuschieben. Wir

machen Fehler gemeinsam und korrigieren sie

auch gemeinsam. So nimmt man den Mitarbeitern

den Druck. Ein bisschen mehr Gleichmut, etwas

mehr Geduld also. Ein Bauprojekt ist ein langer

Prozess, da tauchen immer mal unvorhergesehene

Probleme auf. Jemand wird krank, eine Maschine

funktioniert nicht, Material ist nicht angeliefert

worden – damit muss man umgehen. Das empfehle

ich auch den Bauherren, da sind wir immer in

einem guten konstruktiven Austausch. Ehrlichkeit

ist dabei entscheidend. Ehrliche Kommunikation,

auch wenn es mal Probleme gibt. Die Verbindung

zwischen den Menschen und die Kooperation als

Team ist das Erfolgsrezept.

COBURGER: Sie sprechen viel von Flexibilität.

Wie setzen Sie das konkret um?

MAX BEYERSDORF: Man sollte bei allen Planungen immer im Kopf flexibel bleiben -

Planungen sind für mich ohnehin nur Prognosen. Viele Unwägbarkeiten stehen

oft scheinbar im Weg. Diese sollte man nicht als Bedrohung empfinden, sondern als

Chance, es anders und besser zu machen. Am Ende freuen sich alle, wenn es dennoch

geklappt hat, und das Team wächst an seinen Aufgaben. Auf einer Baustelle gibt es

eigentlich keinen Normalzustand. Jeder Tag ist anders - wie das Leben ja auch: Glück ist

nicht das Ziel, Glück ist der Weg.

COBURGER: Wie gehen Sie mit Kritik um?

MAX BEYERSDORF: Kritik nehme ich mit Handkuss. Ich bin dankbar dafür – sie

macht widerstandsfähiger für die Zukunft. Das vermittle ich auch an meine Mitarbeiter.

Kritik betrifft dabei nicht nur das Handwerkliche, sondern auch unser Auftreten, unser

Verhalten den Kunden gegenüber, die Sauberkeit auf einer Baustelle und vieles mehr.

Kritik ist dabei immer Chefsache.

COBURGER: Viele Menschen tun sich schwer

mit Veränderungen. Warum ist das Thema

Resilienz gerade jetzt so wichtig?

MAX BEYERSDORF: Ich glaube, wir haben uns sehr an den großen Wohlstand

gewöhnt, den wir seit vielen Jahrzehnten genießen - ein nahezu endloses Versprechen,

dass das immer so bleibt. Und jetzt tun wir uns schwer, weil Gewissheiten ins Wanken

geraten sind. Doch Resilienz bedeutet eben Stehvermögen für Anpassungsfähigkeit

und Eigenverantwortung, also ich übernehme Verantwortung für mich selbst und

schaue nicht, was andere oder der Staat für mich tun können, ganz im Gegenteil:

Es ist doch die Frage wie kann ich meinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten,

für Menschen, die das Schicksal schwer getroffen hat. Deswegen empfinde ich

Krisenzeiten als sehr konstruktiv und schöpferisch, weil wir einerseits gefordert

werden unsere menschlichen Fähigkeiten und Talente zu entwickeln, andererseits

aber auch unsere Ansprüche zu überdenken.

COBURGER: Sie sprechen viel über

Unternehmensführung. Gibt es dabei

auch einen privaten Bezug?

MAX BEYERSDORF: Unternehmerische Resilienz ist eng mit der persönlichen

verbunden. Wer flexibel, ehrlich und verantwortungsbewusst handelt, kann auch

privat besser mit Unvorhergesehenem umgehen. Letztlich hängt alles zusammen:

Einstellung, Umgang mit Menschen, Freude am Prozess – das prägt sowohl den

Betrieb als auch das persönliche Leben.

DIE BAUUNTERNEHMUNG OTTO HAUCH:

Ein Familienbetrieb in vierter Generation mit Bau projekten in ganz

Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken

und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer

Bausubstanz. Mehr Informationen unter: www.otto-hauch.com

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


Advertorial

VET-ZENTRUM

Text: Wolfram Hegen

Fotos: Val Thoermer

Gesund ins neue Jahr

mit dem Jahrescheck &

Vorsorge für Ihr Tier

Früh erkennen, lange genießen –

weil Vorsorge die beste Medizin ist!

Unsere Tiere begleiten uns treu durch den Alltag – sie schenken uns

Freude, Nähe und oft das gute Gefühl, einfach „zu Hause“ zu sein.

Umso wichtiger ist es, dass sie gesund bleiben.

Da Hunde und Katzen deutlich schneller altern als wir, lohnt es sich,

das Jahr mit einem gründlichen Gesundheitscheck zu beginnen.

Vorsorge, die Vertrauen schafft

Einmal im Jahr sollte Ihr Tier gründlich untersucht werden. Viele

Krankheiten entstehen schleichend – und Tiere zeigen Beschwerden

oft erst, wenn sie schon fortgeschritten sind. Beim Jahrescheck kontrollieren

wir Herz, Zähne, Haut, Augen, Bewegungsapparat und Gewicht.

Je nach Alter oder Lebenssituation empfehlen wir zusätzlich

Blut- oder Urinuntersuchungen, eine Blutdruckmessung oder eine Ultraschalluntersuchung,

um Veränderungen frühzeitig zu entdecken.

Ein Blick hinter die Kulissen der Gesundheit

Blut- und Urinwerte liefern uns wertvolle Hinweise auf den Zustand

von Organen, Stoffwechsel und Immunsystem. In unserer Praxis steht

dafür ein modernes Inhouse-Labor zur Verfügung – so können wir viele

Ergebnisse direkt vor Ort und innerhalb kurzer Zeit auswerten.

Für spezielle Analysen arbeiten wir eng mit einem professionellen veterinärmedizinischen

Labor zusammen, um höchste Genauigkeit und

umfassende Diagnostik zu gewährleisten.

Impfungen – Schutz, der Leben retten kann

Neben der allgemeinen Untersuchung prüfen wir beim Jahrescheck

auch den Impfschutz Ihres Tieres. Nicht jede Impfung muss jährlich

aufgefrischt werden, aber ein sicherer Grundschutz bleibt entscheidend.

Gemeinsam mit Ihnen planen wir den bestmöglichen Impfschutz

für Ihren Vierbeiner – orientiert an den empfohlenen Impfintervallen

und Herstellerangaben sowie passend zu Alter, Lebensumständen und

Gesundheitszustand.

Ein Termin, der sich lohnt

Ein Jahrescheck ergänzt die regelmäßige Gesundheitsvorsorge und

kann dazu beitragen, das Wohlbefinden Ihres Tieres bestmöglich zu

unterstützen und langfristig zu erhalten. Nutzen Sie die Gelegenheit,

um Fragen zu Ernährung, Verhalten, Parasitenprophylaxe oder Zahnpflege

direkt mit uns zu besprechen – so begleiten wir Sie und Ihr Tier

rundum durchs Jahr.

Unser Praxis-Tipp:

Kombinieren Sie den Gesundheitscheck Ihres Tieres ganz

entspannt mit der jährlichen Impfung – so behalten Sie den

Gesundheitsstatus stets gut im Blick und vergessen weder

Impfungen noch Vorsorgeuntersuchungen. Schon ein kleines

Blutbild kann dabei wertvolle Hinweise liefern!

Gut betreut durchs Jahr – Ihr Team

vom VET-ZENTRUM freut sich auf Sie

und Ihr Tier!

Liebigstr. 3 b | 96465 Neustadt

Telefon: 09568 - 8993750

info@vet-zentrum-neustadt.de

vet-zentrum-neustadt.de

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


RECHTSTIPP

Gesponserter Beitrag

RECHT HABEN UND

BEKOMMEN

RESILIENZ AUS JURISTISCHER SICHT

Resilienz zeigt sich nicht nur darin, Krisen auszuhalten, sondern auch

darin, sich zu wehren, wenn eigene Grenzen überschritten werden. Wer

sein Recht kennt, es einfordert und notfalls auch durchsetzt, stärkt seine

persönliche Widerstandsfähigkeit – gegen Ungerechtigkeit, Überforderung

oder Machtungleichgewichte. Doch wann hat man eigentlich „recht“? Wie

erkennt man einen begründeten Anspruch, und welchen Weg geht man,

um ihn prüfen oder einklagen zu lassen? Ein Rechtsstreit ist dabei nicht

nur eine juristische, sondern oft auch eine emotionale Herausforderung.

Wir haben uns dazu mit Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Hacker von der

Fachanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler unterhalten.

COBURGER: Herr Dr. Hacker, beginnen wir ganz grundsätzlich:

Kann eigentlich jeder, der glaubt, im Recht zu sein, dieses Recht auch

einklagen?

Dr. Wolfgang Hacker: Grundsätzlich ja. In unserem Rechtsstaat hat jeder

die Möglichkeit, einen vermeintlichen Rechtsanspruch von einer neutralen

Stelle überprüfen zu lassen – nämlich von einem Gericht. Gerichte entscheiden

ausschließlich nach Gesetz und Recht, unabhängig von persönlichen

Meinungen oder Emotionen.

COBURGER: Muss man dafür zwingend einen Anwalt einschalten?

Dr. Wolfgang Hacker: Es gibt zwar auch Sonderfälle, aber: Grundsätzlich

kann man bei Streitwerten bis 10.000 Euro in zivilrechtlichen Verfahren

selbst Klage beim Amtsgericht einreichen.

COBURGER: Wie läuft ein solcher Zivilprozess typischerweise ab?

Dr. Wolfgang Hacker: Nach Einreichung der Klage wird diese dem

Beklagten zugestellt. Danach folgt ein schriftlicher Austausch der Positionen,

gegebenenfalls eine Beweisaufnahme, etwa durch Zeugen oder

Sachverständige. Am Ende steht eine gerichtliche Entscheidung. Das

Verfahren ist klar geregelt, aber für juristische Laien oft komplex.

COBURGER: Warum macht es Sinn, einen Anwalt einzuschalten?

Dr. Wolfgang Hacker: Weil wir Fälle nüchtern und professionell bewerten

können. Wir prüfen die Rechtslage sachlich und nach gesetzlichen

Kriterien. Wir kennen juristische Abläufe, wissen, welche Unterlagen

notwendig sind und welches Vorgehen sinnvoll ist. Unser Ziel ist es, realistische

Ziele zu definieren, unnötige Risiken zu vermeiden und natürlich

- wenn möglich - dem Mandanten zu seinem Recht zu verhelfen.

Außerdem läuft der gesamte Schriftverkehr über uns. Wir bereiten Verhandlungen

vor, begleiten sie und kümmern uns um die Nachbereitung.

Das ist eine große Entlastung für den Mandanten.

COBURGER: Was ist, wenn jemand sich einen Anwalt finanziell nicht leisten

kann?

Dr. Wolfgang Hacker: Dafür gibt es staatliche Unterstützungsmöglichkeiten.

Wer seine Einkommensverhältnisse offenlegt, kann Beratungshilfe

oder Prozesskostenhilfe beantragen. Außerdem übernehmen

Rechtsschutzversicherungen häufig die Kosten – auch dann, wenn ein

Verfahren am Ende nicht erfolgreich ist, sofern die Klage als sinnvoll eing

e s t u ftw i r d .

Das Gespräch führte Wolfram Hegen.

COBURGER: Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Dr. Wolfgang Hacker: Gerichtskosten, Kosten für Sachverständige und

gegebenenfalls Anwaltskosten können schnell einen vierstelligen Betrag

erreichen. Grundsätzlich trägt die unterlegene Partei die gesamten Kosten

des Rechtsstreits. Bei einem Vergleich werden die Kosten häufig anteilig

aufgeteilt.

Fachanwaltskanzlei

Hörnlein & Feyler PartmbB

Hörnlein

& Feyler

Fachanwälte

Kasernenstraße 14

96450 Coburg

Tel: (09561) 80 11 0

Fax: (09561) 80 11 20

info@hoernlein-feyler.de

www.hoernlein-feyler.de

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


SONDERTHEMA: RESILIENZ

WELCHE DEFINITIONEN?

Psychologie:

Resilienz ist die psychische Widerstandskraft, mit der Menschen Belastungen, Krisen

und Rückschläge bewältigen und trotz Stress wieder ins Gleichgewicht finden. Resiliente

Menschen zerbrechen nicht an Schwierigkeiten, sondern wachsen an ihnen.

Zahlen

& Fakten

Körper & Psyche:

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, schnell und wirksam emotionale Belastungen zu

überwinden, sich zu erholen und konzentriert zu bleiben.

Systeme:

Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems — sei es Individuum, Organisation oder

Gesellschaft — externe Störungen so zu verkraften, dass wesentliche Funktionen

erhalten bleiben oder wiederhergestellt werden.

WAS MACHT

MENSCHEN RESILIENT?

WAS IST WICHTIG

FÜR STAATEN?

WELCHE ZAHLEN

UND FAKTEN?

Innere Ressourcen:

Optimismus & positive Emotionen

Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen

Problemlösefähigkeit & Akzeptanz

Durchhaltevermögen & Flexibilität

Emotionsregulation

Soziale & externe Einflüsse:

Soziale Unterstützung durch Familie,

Freunde, Netzwerke

Sicherheit und stabile Lebensbedingungen

Zugang zu Bildung und Ressourcen

Gute körperliche Gesundheit &

ausreichender Schlaf

WIE IST ES BEI

JUNGEN MENSCHEN?

Langzeitstudie von Emmy Werner

(Hawaii-Studie):

Bei 698 Kindern aus benachteiligten

Verhältnissen zeigte sich, dass etwa ein

Drittel trotz hoher Belastungen bis ins

Erwachsenenalter erfolgreiche, gesunde

Lebensläufe entwickelte.

Weitere Erkenntnisse:

Soziale Unterstützung, sichere Bindungen

und stabile Umweltbedingungen erhöhen

die Resilienz von jungen Menschen.

Resilienzentwicklung ist eng verbunden mit

emotionaler Regulierung, Selbstwirksamkeit

und Problemlösekompetenz.

Gesundheitssysteme & soziale Sicherung

Bildung & lebenslanges Lernen

Wirtschaftliche Diversifikation & Stabilität

Soziale Bindungen, Vertrauen in

Institutionen, Netzwerke

Flexibilität & Anpassungsfähigkeit von Politik

WELCHE KERNAUSSAGEN

GIBT ES?

Resilienz ist erlernbar und kein

unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal.

Positive soziale Netzwerke,

Selbstwirksamkeit und emotionale

Kompetenzen sind starke Resilienz-

Prädiktoren.

Studien wie die Hawaii-Studie belegen,

dass ein signifikanter Teil junger

Menschen trotz hoher Belastungen

gesunde Lebensverläufe entwickelt.

Auf Organisationsebene sind

Unternehmenskultur, Fehlerkultur und

adaptive Strukturen entscheidend.

Staatliche Resilienz hängt von

Gesundheitssystemen, sozialen

Sicherheitsnetzen und

adaptiven politischen

Prozessen ab.

Die höchste Resilienz zeigt sich bei 65- bis

74-jährigen Frauen, während Männer über

75 Jahre oft niedrigere Werte aufweisen.

Zwei Drittel (66 %) der Menschen in

Deutschland fühlen sich häufig oder

manchmal gestresst, während nur

8 % keinen Stress empfinden.

83 % der Befragten in Deutschland

betrachten Resilienz als eine der

wichtigsten Prioritäten.

Länder wie Australien und Japan gelten als

besonders resilient.

Zu den wesentlichen Faktoren gehören

laut Forschung Selbstwahrnehmung,

Selbstwirksamkeit, Selbststeuerung und

soziale Kompetenzen.

WAS MACHT

UNTERNEHMEN RESILIENT?

Ressourceneffizienz:

Schonung von Ressourcen und Reduzierung

der Abhängigkeit von Rohstoffmärkten

Diversifizierung:

Abhängigkeiten in Beschaffung und

Produktion reduzieren

Reservenbildung:

Schutz vor Lieferengpässen

Arbeitsorganisation und -prozesse:

Steigerung der Flexibilität und

Widerstandsfähigkeit

Digitalisierung / Automatisierung:

Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und

Prozesse beschleunigen.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


Konzeption & Foto: Sebastian Buff

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im

Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.

MACHER

Dieses Mal: Marcus Geuss, Bauchredner, Zauberkünstler, Moderator, Sprecher, im deutschsprachigen Raum und auch weltweit mit seinen Programmen

und als Eventorganisator aktiv.

COBURGER: Sind Sie ein Macher?

Marcus Geuss: Ja – irgendwie schon.

COBURGER: Warum sind Sie ein Macher?

Marcus Geuss: Weil das, was ich mache, für mich Leidenschaft

ist. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Eigentlich

ist es gar kein Beruf, sondern eher eine Berufung. Man muss für

etwas aus tiefstem Herzen brennen, um ein Macher zu sein. Sonst

funktioniert das nicht – sonst ist es nur Arbeit von neun bis fünf.

COBURGER: Was macht das „Machen“ für Sie aus?

Marcus Geuss: Da steckt sehr viel Organisation dahinter, ein

großes Netzwerk und viele Kontakte. In manche Projekte muss

man unfassbar viel Zeit investieren, damit sie am Ende erfolgreich

werden – das sieht das Publikum oft nur zum Teil. Ich bin dankbar

für ein riesiges Künstlernetzwerk. Vieles kann nur stattfinden,

weil die Menschen, mit denen ich arbeite, auch Freunde von mir

sind. Zum Machen gehören Mut, der feste Glaube an das, was

man umsetzen möchte, und natürlich Kreativität. Man muss

immer wieder neue Wege gehen, ohne zu wissen, ob sie beim

Publikum ankommen. Sich auf Bauch und Herz zu verlassen,

kostet ebenfalls Mut. Ich hatte dieses Jahr gleich Anfang Januar

drei große Projekte, die mit heißer Nadel gestrickt waren. Ich

wusste nicht, ob es klappt – aber ich habe es einfach gemacht.

Und es war großartig.

folgten die ersten Auftritte. Später war ich Jugendleiter in der

Siedlergemeinschaft Spittelleite in Coburg und habe dort eine

Showtanzgruppe aufgebaut und geleitet. Da habe ich wirklich

Feuer gefangen, Shows selbst zu entwickeln und durchzuziehen.

Gelernt habe ich ja ursprünglich Schriftsetzer bei der Neuen

Presse, danach war ich Zivildienstleistender beim ASB und bin

dort auch dann erst einmal hängen geblieben. 1998 habe ich

den Ulmer Zauberladen übernommen, später entstand daraus

die „Zauberwelt“ in Grub am Forst. Daraus entwickelte sich

das erste Kleinkunsttheater der Region, das bis 2013 bestand.

Heute bin ich im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs –

mit meinen Programmen und in Showproduktionen. Ich

organisiere Shows wie den „Bal de Culinaire“ in Bad Elster,

den „Binzer Varietézauber“ im Kaiserlichen Kursaal auf Rügen,

das Ostervarieté in Stadtallendorf und trete weltweit auf

Kreuzfahrtschiffen als Bauchredner und Zauberkünstler auf.

COBURGER: Ist die Region Coburg ein guter Ausgangspunkt zum

Machen?

Marcus Geuss: Ja, absolut – aus mehreren Gründen. Die

geografische Lage mitten in Deutschland ist für Künstler ideal.

Außerdem ist es in einer überschaubaren Region leichter,

Netzwerke aufzubauen. Und hier habe ich meinen Förderverein,

der vieles unterstützt. Ohne diese Unterstützung und ohne viele

gute Freunde wäre das alles gar nicht möglich, was wir hier

gemeinsam auf die Beine stellen.

COBURGER: Wie hat das Machen bei Ihnen angefangen?

Marcus Geuss: Als Kind, mit 14, hatte ich meinen ersten

Zauberkasten. Kurz darauf habe ich meinen ersten Zauberkurs

gemacht, damals in Ulm – selbst von meinem Geld bezahlt. Dann

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


Sebastian Stoll,

verantwortlich für Product Management

und Sales bei Future Systems

Das Team von Future Systems

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


FUTURE SYSTEMS

Gesponserter Beitrag

Redaktion: Wolfram Hegen

Best Practice - wie im Digitalen Gründerzentrum von Zukunft.Coburg.Digital innovative Lösungen

und Produkte junger Start-ups entstehen. Eine Reihe präsentiert von der

DIESES MAL: FUTURE SYSTEMS

SPANNUNGSGELADENES STARTUP

Hier geht‘s

zum Film

Sebastian Stoll

„WENN KUNDEN SAGEN,

DAS GEHT NICHT, MACHT ES

ERST RICHTIG SPASS.“

Bis 2019 war Future Systems eine Abteilung des Unternehmens

Wöhner in Rödental. Dann wurde der Platz knapp – und

die Aufgaben spezieller. Also ging man seinen eigenen Weg.

„Wir wurden ausgegründet, um zu wachsen“, erinnert sich

Sebastian Stoll, verantwortlich für Product Management und

Sales. „Deshalb haben wir unseren eigenen Freiraum bekommen

– aber bleiben trotzdem nah am Stammwerk.“

Heute entwickelt Future Systems eigenständig Hardware- und

Softwarelösungen für elektronische Produkte. „Aus der Kombination

von Hardware und Software entstehen intelligente,

vernetzte Produkte – unterm Strich Produkte der Zukunft“, beschreibt

Stoll den Kern der Arbeit. Ob industrielle Steuerungen,

komplexe Elektronikbaugruppen oder hochspezialisierte Anwendungen:

Das Unternehmen versteht sich als Problemlöser für

anspruchsvolle technische Herausforderungen.

Das Team ist seit der Gründung stark gewachsen. „Wir haben mit

vier Mitarbeitern angefangen, heute sind wir 16“, so Stoll. Jung,

dynamisch und schlagkräftig sei die Mannschaft – und technisch

äußerst breit aufgestellt. „Wir fühlen uns mit allem wohl, was mit

Strom und Spannung zu tun hat – von Nanoampere und Mikrovolt

bis hin zu mehreren 100.000 Ampere oder 10.000 Volt.“

Besonders zuhause ist Future Systems in der Leistungselektronik,

also überall dort, wo industrielle Produkte mit großen Spannungs-

und Strombereichen zuverlässig funktionieren müssen.

Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: Einerseits ist Future

Systems weiterhin eng mit Wöhner verbunden und treibt dort

die Digitalisierung und Elektronifizierung des Produktportfolios

voran. Andererseits agiert das Unternehmen als eigenständiger

Entwicklungsdienstleister für externe Kunden. „Wir arbeiten für

Mittelständler, Hidden Champions in Deutschland und Österreich,

teilweise auch für größere Konzerne und Kunden in den

USA“, erläutert Stoll.

Oft tritt Future Systems als flexible Ergänzung bestehender Entwicklungsabteilungen

auf. „Wenn Kapazitäten knapp sind, können

wir schnell und agil eingreifen“, sagt Stoll. Manchmal gehe

es darum, in wenigen Wochen einen Prototypen zu liefern, um

wichtige Meilensteine zu halten. Besonders reizvoll seien Projekte,

die als kaum lösbar gelten: „Wenn der Kunde sagt, es geht

nicht – dann macht es richtig Spaß. Wir kommen als frischer

Wind und zeigen, dass es doch geht.“

Für die Zukunft hat das Unternehmen klare Ziele. Wachstum ja

– aber mit Augenmaß. „Wir wollen organisch wachsen und uns

vor allem im DACH-Raum weiter etablieren“, so Stoll. Der Anspruch:

eine feste Größe in der Elektronikentwicklung der Region

werden – mit konsequentem Fokus auf Qualität, Exzellenz

und spannenden technischen Lösungen.

Ein wichtiger Faktor dafür ist der Standort in der Digitalen Manufaktur

in Rödental, in die Future Systems 2021 eingezogen ist.

„Hier können wir abseits vom Tagesgeschäft unser eigenes Ding

entwickeln“, betont Stoll. Gleichzeitig profitiere man stark vom

Netzwerk vor Ort: vom Austausch mit anderen Unternehmen,

von Veranstaltungen und neuen Impulsen. „Das Zentrum hier ist

super – wir fühlen uns sehr wohl.“

Diese Entwicklung wird auch von Florian Hanf, Geschäftsführer

der Zukunft.Coburg.Digital GmbH, aufmerksam begleitet. „Future

Systems ist Mieter der ersten Stunde. Man kennt sie hier wie

seine eigene Westentasche“, sagt er. In den vergangenen fünf Jahren

habe sich das Unternehmen hervorragend entwickelt – bei

Mitarbeiterzahl, Umsätzen und Büroflächen. „Sie sind ein Paradebeispiel

dafür, wie Gründung funktionieren kann.“

Auch beim Gründerzentrum Zukunft.Coburg.Digital stehen

im Jahr 2026 wieder zahlreiche Angebote auf dem Programm.

Neben bewährten Formaten wie dem Hackathon oder dem Pitchwettbewerb

"Pitch and Beer“ stehen dieses Jahr zahlreiche

neue Angebote, etwa der „AI Breakfast Club“, das Revivial des

"Gründersalons" sowie eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten

für Unternehmen auf dem Programm. „Wir haben dieses Jahr

viel vor“, so Hanf.

Für Future Systems bedeutet das: beste Voraussetzungen, um weiter

zu wachsen – und von Rödental aus auch künftig innovative elektronische

Lösungen für die Industrie von morgen zu entwickeln.

FUTURE SYSTEMS GMBH & CO. KG

Coburger Straße 7

96472 Rödental

www.future.systems

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


David Schmitt und

Julian Schiemann

www.existenzgruendung-in-coburg.de

Existenzgründung in Coburg?

Egal ob Startup, Handwerker oder Dienstleister: In

der Region Coburg finden Existenzgründer aus

allen Bereichen ein passendes Angebot aus

Beratung, Netzwerk und Infrastruktur vor. Die

Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt

Coburg mbH freut sich, in dieser Serie Existenzgründer

aus der Region zu präsentieren,

die zeigen, dass die Existenzgründung

in Coburg eine echte Alternative darstellt.

Zusammen mit den Partnern aus dem Existenzgründernetzwerk

Coburg steht die

Wirtschaftsförderung allen Gründern

und Interessierten mit Rat und

Tat zur Seite.


DEUTSCHE DIENSTRAD

Gesponserter Beitrag

Redaktion: Wolfram Hegen

Digitaler Rückenwind

fürs Dienstrad

DAS SCHWEINFURTER UNTERNEHMEN

DEUTSCHE DIENSTRAD REVOLUTIONIERT DEN

LEASINGMARKT – UND COBURG SPIELT DABEI

EINE WICHTIGE ROLLE

Ein Start-up mit über 100 Jahren Fahrrad-DNA, gegründet mitten in der Corona-

Krise, heute 140 Mitarbeiter und 280 Millionen Euro Umsatz: Die Deutsche Dienstrad

verbindet Familientradition mit digitaler Innovation. Und auch Coburg ist enger mit der

Erfolgsgeschichte verbunden, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Ein Fahrrad zu leasen, sollte eigentlich so einfach sein wie

das Aufpumpen eines Reifens. Doch bis vor wenigen Jahren

bedeutete Dienstrad-Leasing vor allem eines: Papierformulare,

komplizierte Abrechnungen und viel Verwaltungsaufwand.

Genau das wollte Christina Puello ändern – und

gründete 2020 die Firma Deutsche Dienstrad.

Die gebürtige Werneckerin hat Wurzeln in Coburg: Ihr

Vorfahre Carl Greif war ein Visionär des kollektiven Fortschritts.

Als Mitbegründer des RV 1888 Aarau Coburg holte

er 1894 ein Weltereignis nach Coburg: den 7. Congress der

Allgemeinen Radfahrer Union (ARU). Es war die damals

mächtigste Radsportvereinigung, und Coburg wurde zum

Epizentrum einer technologischen und gesellschaftlichen

Aufbruchstimmung. Dieses Erbe floss durch ihre Mutter

und die Fahrrad-Familie schließlich nach Schweinfurt, wo

Marken wie Winora, Staiger und Haibike über Generationen

das Bild der Branche prägten. Dann aber folgte eine

Zäsur: der Verkauf der Unternehmensgruppe. So saß Christina

Puello im Jahr 2020 dann vor einem weißen Blatt Papier,

ein Neuanfang mit einer ganz besonderen Idee: Ein

transparentes, schnelles und vor allem digitales Leasingmodell

für Fahrräder – „ohne den ganzen Papierkram“,

beschreibt Julian Schiemann, Chief Product Officer, die

ersten Schritte. Heute funktioniert das Geschäftsmodell

nach einem einfachen Prinzip: Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten

Diensträder an, Händler liefern Beratung und

Service, und Deutsche Dienstrad stellt die Plattform bereit,

über die alles abgewickelt wird. Von der Auswahl des Fahrrads

über den Leasingvertrag bis zur Abrechnung läuft alles

digital – direkt angebunden an die HR- & Finanzsysteme

der Unternehmen. Dass Coburg dabei eine wichtige Rolle

spielt, liegt auch an den persönlichen Wurzeln. Neben den

Vorfahren der Gründerin stammen weitere Schlüsselpersonen

aus der Vestestadt: David Schmitt, Pressesprecher, und

Julian Schiemann selbst. Schiemann pendelt regelmäßig

zwischen Schweinfurt und Coburg und nutzt einen Arbeitsplatz

im Coworking Space von Zukunft.Coburg.Digital.

„Dieses Umfeld ist ideal, um neue Geschäftsfelder zu erschließen“,

sagt er. „Hier gibt es kreative Menschen, Nähe

zur Hochschule und ein starkes Netzwerk rund um KI und

Digitalisierung.“ Auch nach dem Bau des neuen Hauptsitzes

– des DD Mobility Campus im Schweinfurter Maintal – hält

das Unternehmen bewusst an der Präsenz in Coburg fest.

Trotz aller Digitalisierung bleibt ein Grundsatz zentral:

„Fachhandel first.“ Fahrradhändler vor Ort sind unverzichtbare

Partner, wenn es um Beratung, Wartung und Reparatur

geht. Über einen eigenen digitalen Marktplatz werden

sie direkt in den Prozess eingebunden. Online-Technik

ja – aber immer mit lokalem Service. Der Erfolg gibt dem

Konzept recht. Aus einem Start-up in der Pandemie ist ein

wachsendes Familienunternehmen geworden. Rund 140

Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Deutsche Dienstrad,

der Umsatz 2024 liegt bei rund 280 Millionen Euro. Seit

2022 gibt es sogar einen eigenen Bike-Shop, den MobilityHub.

Für Schiemann ist die Reise damit längst nicht zu

Ende: „Wir verstehen uns als Mobility-Tech-Unternehmen.

Das Fahrrad ist ein wichtiger Baustein – aber Mobilität wird

künftig viel breiter gedacht.“ Kooperationen mit Bahnunternehmen

oder digitale Mobilitätsbudgets seien nur einige

der nächsten Schritte.

So schließt sich der Kreis: Aus Coburger Wurzeln, fränkischem

Unternehmergeist und moderner Technologie ist ein

Unternehmen entstanden, das zeigt, wie nachhaltige Mobilität

im 21. Jahrhundert funktionieren kann – effizient, digital

und erstaunlich unkompliziert.

DD Deutsche Dienstrad GmbH

Straßburgstraße 32

97424 Schweinfurt

www.deutsche-dienstrad.de

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


GERMAN DESIGN AWARD 2026

AUSGEZEICHNET

GERMAN DESIGN AWARD FÜR DIE MARKATUS GMBH

Ein historischer VW-Käfer, Big-Band-Sound, eine Dampflok, ein Gast aus den 1950ern: Was

klingt wie die Premiere eines Theaterabends, war in Wahrheit ein Firmenjubiläum: „75 Jahre

HUK in COBURG“. Für die ungewöhnliche und bis ins letzte gestalterische Detail durchgeplante

Inszenierung aus dem Sommer 2025 wurde die Rödentaler Agentur Markatus GmbH

mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet – als „Winner“ in der Kategorie

„Excellent Communications Design – Event“.

Stolz auf den German Design Award:

Julian Barthel, Theresa Heeb, Wolfram Hegen, Dominik Novotny von Markatus

und Lea Lutz von der HUK-COBURG


Über 3900 Einreichungen aus 57 Ländern wurden in diesem Jahr

registriert, mehr als die Hälfte davon international. Die „Winner“-

Auszeichnung erhalten nur Projekte, die als gestalterisch wegweisend

gelten. Überreicht wurde die Auszeichnung im Februar in Frankfurt

am Main im Rahmen der Messe Ambiente – hier versammelt sich

traditionell einmal jährlich die internationale Designszene. 2026 ist

Frankfurt RheinMain zudem „World Design Capital“, ein Jahr lang

globales Schaufenster für Innovation und kreative Transformation.

Für Markatus ist der Preis eine weitere Bestätigung für die kreative

und organisatorische Leistungsfähigkeit der Agentur. „Der German

Design Award ist etwas ganz Besonderes,“ sagt Markatus-

Geschäftsführer Dominik Novotny, der die Auszeichnung in Frankfurt

gemeinsam mit Projektleiterin Theresa Heeb entgegengenommen

hat, „er ist eine der angesehensten Auszeichnungen der

Branche und für uns eine Riesenehre und zugleich Ansporn, auf

unserem Weg weiterzugehen.“

„Das ist eine Riesenehre für uns und Ansporn zugleich“

(Dominik Novotny, einer der Geschäftsführer

der Markatus GmbH)

Die Aufgabe lautete, gemeinsam mit der HUK-COBURG zum

75-jährigen Bestehen in Coburg ein besonderes Erlebnis zu erzeugen,

das über eine klassische Jubiläumsfeier weit hinausreicht.

„Wir haben uns vorgenommen, ein Event zu veranstalten, das

in Erinnerung bleibt und an das sich jeder Gast noch lange zurückerinnert.

Das ist uns gemeinsam mit Markatus gelungen“,

erinnert sich Lea Lutz aus der Unternehmenskommunikation

der HUK-COBURG.

Statt PowerPoint und Grußworten setzte man auf Dramaturgie.

Ein Schauspieler erzählte die Geschichte des Versicherungsunternehmens

nach – begleitet von Filmen, Musik aus den jeweiligen

Jahrzehnten und eben jenem liebevoll restaurierten Käfer. „Die gemeinsame

Grundidee war es, unsere HUK-Firmengeschichte überraschend

echt zu erzählen – am Ende war es beinahe ein Theaterstück“,

so Lutz. „Viele kleine Elemente haben unsere Historie zum Leben erweckt.“

„Eine starke Inszenierung, von der alle begeistert waren.“

(Lea Lutz, HUK-COBURG)

Markatus betreute das Projekt ganzheitlich: vom Einladungsmanagement,

dem Drehbuch über die Live-Regie und Filmproduktionen

hin zu einer eigenen Website und den visuellen Eventelementen.

Genau dieser interdisziplinäre Ansatz über alle Abteilungen des

30-köpfigen Markatus-Teams hinweg überzeugte auch die Jury. „Das

Besondere war, dass alle Abteilungen mitgearbeitet haben“, freut sich

Theresa Heeb, bei der alle Fäden zusammenliefen. „Es war eine sehr

intensive Zusammenarbeit im Team und mit den Verantwort lichen

der HUK-COBURG, die gezeigt hat, was wir gemeinsam schaffen

können. Ich bin total stolz.“

„Ich bin wahnsinnig stolz auf das ganze Team.“

(Projektleiterin Theresa Heeb)

So ist aus einem Firmenjubiläum ein preisgekröntes Gesamtkunstwerk

geworden – eines, das zeigt, wie lebendig Kommunikation sein

kann, wenn Mut, Kreativität und Teamgeist zusammentreffen. Oder

wie Novotny es formuliert: „Ein Projekt, das beweist, was möglich

ist, wenn viele Kompetenzen zu einer gemeinsamen Idee werden.“

Hier geht’s zum Film:

www.itv-coburg.de/german-design-award

Fotos: Julian Barthel



GERMAN DESIGN AWARD 2026

Der preisgekrönte Event

Das Jubiläum „75 Jahre HUK-COBURG in Coburg“ war bewusst

nicht als gewöhnlicher Festakt angelegt, sondern als lebendige Inszenierung.

Ein filmischer Rückblick, Musik aus der Wirtschaftswunderzeit

und ein historischer VW-Käfer bildeten den Rahmen

für eine emotionale Zeitreise. Schauspieler Andreas Leopold Schadt

ließ den früheren Vorstand Paul Brendel wieder aufleben und den

mutigen Neuanfang von 1950 wie ein Bühnenstück erzählen. Kinder

trugen Gedichte vor, Wegbegleiter erzählten von ihrer Verbindung

zum Unternehmen, der Oberbürgermeister sang ein Ständchen, und

sogar Ministerpräsident Markus Söder übermittelte Glückwünsche.

Statt Redemarathon entstand ein dramaturgisch aufgebautes Erlebnis

mit wechselnden Szenen und Bildern. So wurde die Unternehmensgeschichte

spürbar und unterhaltsam erzählt – als kreatives

Gemeinschaftserlebnis für alle Gäste.

Das sagt die Jury

„Mit einer charismatischen Verbindung aus emotionaler Zeitreise

und ortsbezogener Inszenierung überzeugt »75 Jahre HUK in CO-

BURG«. Die ikonische Präsenz des historischen VW Käfer als Leitmotiv,

die prägnanten szenischen Beiträge und die Einbindung

gesellschaftlicher Akteur*innen schaffen ein identitätsstiftendes

Erlebnis.

Die konsequente Gestaltung wirkt kraftvoll, relevant und nachhaltig

– eine eindrucksvolle Benchmark für Veranstaltungen mit kultureller

Tiefe.“

Der German Design Award

Der German Design Award ist der internationale Premiumpreis des

German Design Council - Rat für Formgebung. Mit seinem weltweiten

Spektrum und seiner internationalen Strahlkraft zählt er zu den

angesehensten Auszeichnungen der Designlandschaft. Seit 2012 identifiziert

der Award maßgebliche Gestaltungstrends, macht sie sichtbar

und zeichnet sie aus. Jährlich werden herausragende Arbeiten aus den

Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Architektur

prämiert. Als Plattform für Connecting Global Excellence bringt der

German Design Award die besten internationalen Gestaltungsleistungen

zusammen und macht ihre Wirkung weltweit sichtbar.

Die Jury des German Design Award 2026 setzt sich aus renommierten

Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Lehre, Wissenschaft und der

Gestaltungsindustrie zusammen. Siebzehn Nationalitäten sind vertreten.

Sie steht exemplarisch für das Prinzip Connecting Global

Excellence: Internationale Expertise trifft auf kulturelle Vielfalt, um

Qualität und Relevanz im Design weltweit zu sichern.


ZIMMERGÄSTE

ERSTE FOLGE VOM PODCAST „ZIMMERGÄSTE –

MARKUS ZIMMER VOM GOLDENEN KREUZ IM

GESPRÄCH MIT SEINEN GÄSTEN“ MIT PAUL

HELLER, DER NÄCHSTEN GENERATION

DER GLASEREI UND GALERIE SPÄTH.

SCHAU MAL REIN

Markus: Hallo und herzlich willkommen zum ersten

Podcast Zimmergäste im Goldenen Kreuz Paul Heller von

der Galerie und Glaserei Späth. Paul, was ist deine Aufgabe

hier in der Stadt?

Paul: Also, ich bin 32 Jahre jung, und übernehme die Firma

Glaserei und Galerie Späth hier in Coburg. Es ist quasi ein

Generationenwechsel, auf den ich mich sehr freue. Und neue

Aufgaben, neue Herausforderungen, ich freue mich drauf.

Markus: Was hast du vorher gemacht, wo warst du

unterwegs?

Paul: Ich hatte mal ein Gastspiel in Würzburg, hab dort

drei Jahre als Projektleiter gelernt und gearbeitet in einer

großen Firma. Und davor habe ich meinen Glasbautechniker

gemacht in der Nähe von Passau. Gelernt habe ich vor

zehn Jahren in Dieburg bei Darmstadt in der Nähe, also in

Südhessen. Und habe dort meine Erfahrungen sammeln

dürfen. Und bin seit fünf Jahren wieder zurück. Und die

Eindrücke, die man so über die letzten zehn Jahre dann

gesammelt hat, die prägen einen.

Markus: Ja, jetzt übernimmst du natürlich die Firma von

deinen Eltern, also einmal die Glaserei Späth und einmal die

Galerie Späth. Wo sind da so eure Schwerpunkte?

Paul: Genau, ja, grundsätzlich, mein Vater hat die Firma

vor 30 Jahren, 32 Jahren gegründet. Hat angefangen mit

Altbausanierungen, Fensterrestaurationen und so weiter.

Dann hat sich da draus Fensterbau entwickelt und ich

habe quasi in den letzten zehn Jahren Glasbau gelernt. Das

heißt, Fassade, Treppengeländer, Bürotrennwände und all

das, was man sich mit Glas, Flachglas wohlgemerkt, keine

Hohlkörper, vorstellen kann.

MARKUS ZIMMER

PAUL HELLER

Markus: Und Eure Zukunft? Dein Ziel ist es, den

Glasbau weiter nach vornezubringen und mit der Galerie

renommierte Künstler nach Coburg zu holen.

Paul: Ja genau, also grundsätzlich ist immer das Thema,

wo will man hin, was hat man gelernt. Natürlich ist es auch

das Ziel, aus einem kleinen Betrieb einen Vorzeigebetrieb

zu machen, zu entwickeln mit neuen Ideen. Strukturen

vielleicht auch aufzubrechen, die nicht mitentwickelt

wurden, weil die Entwicklungen der Industrie ziemlich

schnell gehen und das Handwerk immer mit einem Bein

dahinter hängt.

Den komplette Podcast

„Gästezimmer“ zum Schauen und

Hören auf itv-coburg.de, auf youtube,

überall wo es Podcasts gibt oder zum

Lesen auf www.das-magazin.de

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


PAULS LIEBLINGSESSEN

Advertorial

Das Goldene Kreuz

DAS ÄLTESTE GASTHAUS COBURG IST ZEUGE

VIELER JAHRHUNDERTE COBURGER GESCHICHTE:

SEIT 1508 WERDEN HIER GÄSTE BEWIRTET.

Markus: Das ist ja bei uns so ähnlich in der Gastro. Du

musst dich immer wieder ein bisschen neu erfinden, freilich

die alten Klassiker kochen. Aber für uns ist es genauso: Auf

Messe, auf Weiterbildungen gehen und schauen, wie geht es

weiter mit uns.

Markus: Paul, mal ganz schnell fünf Fragen, kurze

Antwort, knappe Antwort. Kaffee oder Tee?

Paul:K a ff e e .

Markus: Frühaufsteher oder Nachtmensch?

Paul: Nachtmensch.

Markus: Meer oder Berge?

Paul: Berge.

Markus: Süß oder salzig?

Paul: Salzig.

Markus: Und jetzt in drei Worten, wie würdest du dich

beschreiben?

Paul: Offen, kommunikativ, sportlich. Sportlich, weil ich

jeden Dienstag noch mit meinen alten Lehrern zusammen

Volleyball spielen darf, Fußball spielen darf, im Sommer

Paddel spiele und im Winter regelmäßig Ski fahre.

Markus: Nicht schlecht und das noch als Selbstständiger

nebenbei doch auf die Reihe zu kriegen, alle Achtung.

Paul: Ja, der Sport ist auch gut für den Geist und das ist

eine gute Abwechslung mal zum Alltag, dass man mal

rauskommt.

Markus: Genau, ich glaube das braucht jeder, wenn er in

seinem Job sehr eingespannt ist, irgendwo einen Ausgleich.

Ich baue meine Eisenbahn daheim auf und lasse dann meine

Piko-Züge fahren. Paul, über was wollen wir reden? Reden

wir über die Events in der Stadt oder reden wir über schöne

Plätze in der Stadt?

Paul: Ich würde mich für die Events entscheiden heute.

HIER ONLINE

WEITERLESEN:

Neben der stolzen Geschichte ist es vor allem das

Zusammenspiel von Ambiente und herausragender Küche,

das das Goldene Kreuz zu einem besonderen Ort macht:

Die geschmackvolle Einrichtung für jeden Anlass, der

überdachte Innenhof, in dem man sich ganzjährig wie

in einer gemütlichen Taverne fühlt, ein Saal im ersten

Obergeschoss und ein neuer großer Saal im Erdgeschoss

für bis zu 120 Personen für Veranstaltungen, Familien- oder

Firmenfeste. Nicht umsonst zählt das Goldene Kreuz damit

nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den schönsten

Gasthäusern Deutschlands.

Die besondere Küche des 25köpfigen Teams rund um Wirt

und Küchenchef Markus Zimmer lässt keine Wünsche

offen, ob vegan, vegetarisch, fränkisch oder im gehobenen

Gourmetbereich. Auf der Speisekarte stehen Sauerbraten,

Schäufele oder Bauernente genauso wie die veganen

Spinatknödel oder die Bouillabaisse. Und natürlich gehören

die traditionellen, samtig weichen Coburger Klöße dazu, die

Rutscher.

Das Goldene Kreuz setzt dabei immer mehr auf regionale

Produkte, baut sein Netzwerk mit Bauern und

Lieferanten aus Franken und vor allem aus der

Genussregion Coburger Land immer weiter aus.

Die Spezialitäten werden u.a. auf handgefertigten

Tellern und Schalen der Kronacher

Keramikwerkstatt Schäuble serviert und geben

damit den Speisen einen besonderen Auftritt.

Traditionell. Modern. Fränkisch.

Goldenes Kreuz

Herrngasse 1 | Coburg

Öffnungszeiten

Montag - Samstag

11 30 Uhr - 14 00 Uhr | Küche bis 13 30 Uhr

17 30 Uhr - 22 00 Uhr | Küche bis 21 00 Uhr

Sonntag, Ruhetag

Ausnahmen Ostern, Pfingsten, Familienfeiern usw.

11 30 Uhr - 14 00 Uhr | Küche bis 13 30 Uhr

Reservierung

Telefonisch unter 09561/ 513407 oder

per E-Mail info@goldenes-kreuz-coburg.de

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


Advertorial

HAIRHOOD

Fotografin:

@juleanicaohlsenfotografie

eine junge Friseurmeisterin, startete schon Ende

letzten Jahres ihre berufliche Selbstständigkeit im

Hairhood. Wie das genau aussieht? Jede Stylistin,

jeder Stylist zahlt Miete für den eigenen Stuhl –

und kann ganz individuell arbeiten: mit eigenem

Zeitmodell, eigenen Produkten, eigenen Preisen,

persönlichem Stil. Und gleichzeitig ist jede und

jeder Teil der Gemeinschaft, Teil des Hairhoods.

Das klingt sehr innovativ. Siehst du es als

Modell der Zukunft?

Definitiv. Wer seinen Meister macht, kann sich nicht

immer einen eigenen Salon leisten – weder von der

Investition her noch vom Zeitaufwand. Ein Co-

Working-Space bietet flexibles Arbeiten und ein unkompliziertes

wirtschaftliches Modell. Und noch so

viel mehr: Austausch, Miteinander, gute Stimmung…

Apropos Stimmung: Ende vergangenen Jahres

hat bei dir zum Beispiel die Rock&Beer Cut

Night speziell für Männer stattgefunden.

Ich habe schon immer Spaß daran gehabt, meine

Arbeit mit Leichtigkeit und Freude zu praktizieren,

natürlich dabei mit nicht weniger Präzision

und Qualität. Ein bisschen Party geht immer,

und da sind solche Events einfach etwas, was die

Menschen mögen (lächelt), ich lasse mir da gerne

immer mal etwas einfallen.

„Willkommen

im Hairhood!“

Schnipp schnapp: Bevor die Haare fallen, gibt

es bei der erfahrenen Friseurmeisterin Conny

immer erst eine individuelle Beratung.

Conny Probst ist eine Frohnatur

aus Günzburg, die es der Liebe

wegen nach Coburg verschlagen

hat. Hier hat sie sich vom ersten

Tag an so wohl gefühlt, dass sie

schnell den Beschluss fasste,

einen eigenen Salon zu eröffnen.

Die Erfahrung hatte sie im Gepäck,

bereits in der schwäbischen

Heimat war sie als Friseurmeisterin

17 Jahre Inhaberin eines Geschäfts.

Warum in ihrem „Hairhood“ alles

ein bisschen anders ist – und

ganz neu für Coburg? Warum

Naturlocken ihr Spezialgebiet sind?

Das beantwortet sie im Gespräch

– und verrät außerdem ihren

ungewöhnlichen Spitznamen.

Conny, was genau ist eigentlich dein

Hairhood?

Macht das denn der Name nicht deutlich? (lacht).

Es geht um Haare und um Gemeinschaft, wie in

einer Hood eben (lächelt). Okay, zugegeben, da

steckt noch ganz viel mehr drin. Hinter dem Namen

meines Salons steht ein besonderes Konzept:

Im Hairhood gibt es nicht nur Hairstyling und

Wohlgefühl von höchster Qualität, sondern ich

biete zusätzlich eine Academy an und die Möglichkeit,

hier als Friseurinnen und Friseure auch

gemeinschaftlich zu arbeiten.

Du möchtest einen Co-Working-Space im

Bereich Haarstyling etablieren?

Ja, was in vielen deutschen Großstädten schon ein

sehr gut funktionierendes Salonmodell ist, besitzt

auch in Coburg seine Berechtigung. Karolina,

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


SCHOEN.FRAU

Ich fasse mal zusammen: Hier gibt´s coole

Events, Co-Working-Spaces und du hast

eingangs auch etwas von einer Academy

erzählt?

Zusätzlich zu meiner Arbeit als Dienstleisterin

möchte ich meinen Salon gerne als Wissens- und

Kompetenzzentrum für Haare und Styling positionieren.

Ich habe dafür hier im Hairhood einen extra

Schulungsraum geschaffen, in dem ich Workshops

anbiete, die von externen renommierten Dozentinnen

und Dozenten gehalten werden. Zielgruppe

sind dabei in erster Linie Menschen aus der Branche,

die sich rund um neue Techniken, Trends und

innovative Produkte fortbilden möchten.

Die Verbindung zu anderen Menschen, die

Gemeinschaft, liegt dir offensichtlich am

Herzen.

Ich glaube, dass gemeinsam so viel mehr geht als

einsam. Ich wünsche mir sehr, dass mein Hairhood

tagtäglich mit viel Leben erfüllt ist und neue

Kontakte entstehen dürfen. Das erste halbe Jahr

ist fast rum, ich habe seither schon so viele schöne

Begegnungen gehabt (strahlt). Das Interesse an

meiner Arbeit und meinem Modell ist da, das Konzept

geht auf, auch wenn es sicherlich etwas Zeit

braucht, bis es sich überall rumgesprochen hat.

Coburg hat mich

in seinen Bann

gezogen.

Du bist recht neu in der Stadt – und wer

dir bereits auf Insta folgt, bekommt mit, du

mischst schon überall mit.

(lacht) Ich habe mich hier von Anfang an so richtig

wohl gefühlt, Coburg hat mich in seinen Bann

gezogen. Und weil ich eine kontaktfreudige und

interessierte Person bin, habe ich auch schon viele

andere Händlerinnen und Händler in der Stadt

kennenlernen dürfen. Einerseits durch mein eigenes

Engagement, weil ich einfach von Geschäft zu

Geschäft gelaufen bin und mich vorgestellt habe

– andererseits waren mir die „Stadtmacher“ mit

ihren Veranstaltungen dabei sehr behilflich, es war

dadurch so viel leichter, sich untereinander kennenzulernen.

Echt toll, dass es hier in Coburg so

etwas gibt! Und wie schön auch, dass ich dich und

Senta kennenlernen durfte. Euer schoen.frau-Konzept

des Vernetzens und gegenseitigen Unterstützens

passt richtig gut zu meiner eigenen Überzeugung,

wie Erfolg gelingen kann.

Das freut uns sehr zu hören. Wir erinnern

uns noch gerne an die Einladung zu deiner

Salon-Eröffnung im Oktober. Schon

damals wollte ich dich etwas fragen: Sind

deine wunderschönen Locken echt?

Die sind sowas von echt (lacht). Und ich mag sie

auch richtig gerne, auch wenn das nicht immer so

war. Es hat lange gebraucht, bis ich einen Friseur gefunden

habe, der mit meinen Naturlocken klar kam

und sie entsprechend geschnitten und gestylt hat

– viele wollten sie damals einfach nur glattföhnen.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus habe ich mich

selbst zur Lockenspezialistin weitergebildet. Wer

also Naturlocken hat, ist im Hairhood genau richtig.

Bei mir gibt es einen perfekten Lockenschnitt inklusive

ausführlicher Anleitung zur richtigen Pflege

und zum unkomplizierten Styling. Nicht umsonst

nennen mich meine Freunde in der alten Heimat

alle „Lockenlotte“ (lacht wieder herzlich).

Lest hier gerne online weiter,

wie Conny selbst Energie tankt,

und wie sie mit Veränderungen

im Leben umgeht.

Worauf legst du bei Pflege- und Stylingprodukten

Wert?

Das nachhaltige Konzept der italienischen Marke

Davines hat mich überzeugt, sie verwenden in

ihrer Herstellung ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe,

was die Produkte biologisch abbaubar

macht. Ich bin begeistert davon, erst recht nach

dem persönlichen Kennenlernen der Produktionsstätte

in Parma in diesem Sommer. Dort wird voller

Transparenz und mit viel Liebe zum Detail und

zur Natur gearbeitet.

Dein Salon wirkt wie ein kleines Paradies,

ich spüre bei allem die Liebe zum Detail.

Besonders gut gefällt mir auch dein kreatives

Logo, wie ist das entstanden?

Diese schöne Umsetzung habe ich Jessica von Grafikgold

zu verdanken. Sie hat sofort verstanden,

was ich ausdrücken möchte: Willkommen im Hairhood

– ganz gleich, welcher

Typ du bist und welche

Haarstruktur du hast. Wir

lieben individuelles Styling

– und die Gemeinschaft.

Natürlich wohlfühlen und genießen:

Conny hat das „Hairhood“ mit viel Holz

und Pflanzen eingerichtet, auch beim

Verwenden von Produkten denkt sie

umweltbewusst.

Das Interview

führte Christina,

die findet, dass Conny #ganz_schön_

schoenfrau ist. Mit kreativen Ideen bewegt

sie was - mit Leidenschaft und Liebe zu

ihrer Berufung geht sie mutig neue Wege –

und das sogar in einer neuen Stadt. Wie

schön, dass Conny dabei auch gleich das

Engagement von schoen.frau entdeckt hat!

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


Advertorial

HÖRGERÄTE GEUTER

40

SEIT

JAHREN EIN

OFFENES OHR

Redaktion: Wolfram Hegen

Das aktuelle Team von Hörgeräte Geuter

Es fehlt nur die Coburger Auszubildende Anna Marinos

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


40 JAHRE

DREI STANDORTE, DREI GENERATIONEN, EIN VERSPRECHEN:

HÖRGERÄTE GEUTER FEIERT JUBILÄUM – UND BLEIBT EIN

FAMILIENUNTERNEHMEN MIT HERZ.

Wenn Technik auf Menschlichkeit trifft, entsteht

Vertrauen. Genau darauf baut Hörgeräte Geuter seit

vier Jahrzehnten. Aus einem kleinen Fachgeschäft in

Coburg ist ein regionales Kompetenzzentrum mit drei

Standorten und 20 Mitarbeitenden geworden – geprägt

von persönlicher Beratung, moderner Hörakustik und

einer bemerkenswert treuen Kundschaft.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


25131_H

HÖRGERÄTE GEUTER

WIR SIND EINE

GEUTER-FAMILIE

Manchmal beginnt eine Erfolgsgeschichte mit einer

einfachen Entscheidung. „Ich bin ein Typ Mensch, der

gerne selbst entscheidet und eigene Ideen verwirklicht“,

erinnert sich Hörgeräteakustikmeister Horst Geuter an

den November 1986. Damals eröffnete er in Coburg

sein erstes eigenes Fachgeschäft – mit viel Mut, noch

mehr Engagement und einer klaren Vision: Menschen

zu besserem Hören zu verhelfen.

Leicht war der Start nicht. Ein passendes Ladengeschäft,

die Finanzierung, der Aufbau eines funktionierenden

Betriebs – all das kostete Nerven. „Da hatte ich schon

den einen oder anderen Schweißausbruch“, gesteht

Geuter lachend. Doch der Erfolg ließ nicht lange

auf sich warten. Kunden schätzten die kompetente

Beratung und die persönliche Art des Gründers. Gute

Kontakte nach Kronach und Lichtenfels führten bald

dazu, dass auch dort Filialen entstanden: vor 30 Jahren

in Kronach, vor über 25 Jahren in Lichtenfels.

Heute, 40 Jahre später, ist Hörgeräte Geuter weit mehr als

ein Fachbetrieb. Es ist ein echtes Familienunternehmen

– im wörtlichen Sinn. 2009 übernahm Jessica Heß,

Tochter des Gründers, die Geschäftsführung. „Es

waren große Fußstapfen“, sagt sie rückblickend, „aber

mein Vater hat mir einen riesigen Vertrauensbonus

gegeben.“ Inzwischen führt sie den Betrieb gemeinsam

mit ihrer Tochter Sina Heß, die im Dezember ihren

Meistertitel erwarb und damit die dritte Generation im

Unternehmen repräsentiert.

Die beiden aktuellen Geschäftsführerinnen Sina und Jessica Heß

Das Leistungsspektrum ist mit den Jahren gewachsen.

„Wir sind DER Ansprechpartner für alle Fragen rund ums

gute Hören“, erklärt Jessica Heß. Hörgeräteversorgung,

Gehörschutz, Tinnitus-Beratung, Hörtraining,

Betreuung von Cochlea-Implantat-Trägern bis hin

zur Kinderakustik – an allen drei Standorten wird

Rundum-Service großgeschrieben.

Besonders stolz ist man auf die Menschen hinter dem

Unternehmen. 20 Mitarbeitende arbeiten heute bei

Geuter, darunter sechs Meister, mehrere Gesellen und

Fachassistenten und zwei Auszubildende. Viele sind

seit Jahrzehnten dabei. Ein leuchtendes Beispiel ist

Alexandra Schillig, 1990 die zweite Auszubildende des

Betriebs – und heute noch immer im Team. „Sie betreut

inzwischen Kinder, deren Eltern sie früher versorgt hat“,

erzählt Jessica Heß begeistert. Auch die Betriebsleiter

Drei Generationen Hörakustikmeister

(Jessica Heß, Horst Geuter, Sina Heß)

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


40 JAHRE

Tinnitus, Stress, Genuschel?

Wir horen genau hin.

LEISTUNGEN IM ÜBERBLICK

Wenn Gespräche anstrengend werden, der Fernseher undeutlich klingt oder ein

Tinnitus den Alltag belastet, leidet oft die Lebensqualität. Dabei ist gutes Hören

• Kostenloser Hörtest

heute keine Frage

• Tinnitusberatung

des Alters – sondern moderner Technik, individueller Beratung

und ganzheitlicher • Maßgeschneiderte Versorgung. Bei Hörlösungen Hörgeräte Geuter aus erhalten Sie mehr als nur

ein Hörgerät: Sie Meisterhand

gewinnen ein Stück Lebensfreude zurück.

• Hohe Expertise für

Im-Ohr-Hörsysteme

Wer schlecht hört, fühlt sich schnell außen vor – beim Familienfest,

• Pädakustik (Kinderversorgungen)

im Restaurant oder beim Lieblingsfilm. Manche Menschen haben

das Gefühl, dass • die Gehörschutz anderen „nuscheln“. und Tatsächlich In-Ear-Monitoring

lässt das Gehör

oft schleichend

• terzo® Gehörtherapie

nach. Die gute Nachricht: Heute gibt es

moderne Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen,

sondern für Cochlea-Implantate

fast unsichtbar sind.

• Partner

• TV-Sets/ Hörverstärker mit

Sprachverstärker

Moderne Technik –

oder

diskret und stark

Ob Im-Ohr-Hörsystem, Bluetooth-Funktion

kabellose Kopfhörer

oder Streaming – moderne Hörgeräte bieten

• Lichtsignalanlagen maximalen Komfort. oder Auch bei hochgradiger

Vibrationskissen Schwerhörigkeit helfen (z.B. fortschrittliche für

Syste-

Wecker/Türklingel/Rauchmelder)

wie Cochlea-Implantate weiter.

• Mehr Hausbesuche als ein Hörgerät bei eingeschränkter

Bei Hörgeräte Mobilität Geuter stehen Sie im Mittelpunkt. Wir

bieten Ihnen kostenfreie • Vakuum-Trocknung Hörtests, eine umfassende, von Hörsystemen

herstellerunabhängige

Beratung inklusive 6 Jahre Nachbetreuung und druckfreie,

digitale 3D-Ohr-Scans • Leihgeräte statt Abdruckmasse. während Hausbesuche der Reparaturzeit

nach Bedarf

und eine Hörgeräteversicherung • Günstige Hörgeräteversicherung

runden das Angebot ab. Und für

alle, die es ganz genau wissen wollen: Mit dem Video-Otoskop

• Eigenes Labor und Werkstatt

• Und vieles mehr rund ums Hören

sind echte Geuter-Urgesteine: Tim Bachmann in

Lichtenfels seit 30 Jahren, Konstantin Schemberger

in Coburg seit 25 Jahren, Simon Krakau in Kronach

ebenfalls mit jahrzehntelanger Verbundenheit.

Diese Beständigkeit prägt den Geist des Unternehmens.

„Wir sind eine Geuter-Familie“, sagt Sina Heß.

Trotz moderner Strukturen und der Größen- und

Leistungsvorteile dreier Standorte sei der familiäre

Kern immer erhalten geblieben. Gleichzeitig hat sich

die Technik rasant verändert. Jessica Heß erinnert

sich schmunzelnd an frühere Zeiten: „Da gab es noch

können

Taschengeräte

Kundinnen und

mit

Kunden

Kabel ins

sogar

Ohr.

einen

Zur Überprüfung

Blick ins eigene Ohr

werfen

mussten

– ein Service,

die Damen

der Vertrauen

erst mal

schafft.

ihr Oberteil aufknöpfen

– das war schon abenteuerlich.“ Heute sind Hörgeräte

Tinnitus

winzig,

im Blick

nahezu unsichtbar, mit Akku, Bluetooth und

Viele Menschen

modernster

leiden

AuraCast-Technologie

unter Ohrgeräuschen.

ausgestattet.

Unsere Tinnitus

Für

beratung

zeigt Wege

viele

auf,

langjährige

die Belastung

Kunden

zu mindern

ein enormer

– etwa

Fortschritt

mit speziellen

Hörsystemen

manche

oder der

werden

begleitenden

seit Jahrzehnten

terzo®Gehörtherapie.

begleitet.

Technik,

Auch

die Ihren

gesellschaftlich

Alltag erleichtert

engagiert sich Hörgeräte

Egal ob

Geuter

TV-Hörverstärker,

stark: als Sponsor

Lichtsignalanlagen

lokaler Vereine,

für Türklingel

durch

oder

Rauchmelder,

Spendenaktionen,

Gehörschutz

Gesundheitstage

für die Arbeit und Freizeit

und sogar

oder In-Ear-

Monitoring

gesponserte

für Musiker

Sitzbänke

– bei uns

im

erhalten

Stadtgebiet.

Sie alles

Verwurzelung

aus einer Hand.

in der Region gehört zur Firmenphilosophie.

Jetzt Termin vereinbaren

Lassen

Und

Sie Ihr

wie

Gehör

feiert

testen

man

ein

in Coburg,

solches Jubiläum? Natürlich

Kronach

gemeinsam.

oder Lichtenfels.

Im Sommer

Wir

geht

hören

es mit dem gesamten Team

genau hin

auf große

für mehr

Reise

Lebensqualität.

nach Kopenhagen – als Dank für Einsatz

und Treue. Im November folgt dann ein Kunden-Event:

ein Jazz-Frühschoppen in der Domäne Sonnefeld mit

Musik, Frühstück und vielen Begegnungen.

Kostenfreier

Hörtest:

Jetzt Termin

vereinbaren!

Vierzig Jahre Hörgeräte Geuter – das sind nicht nur

Zahlen, sondern Geschichten, Gesichter und ganz viel

Herz. Oder wie es im Unternehmen heißt: gutes Hören

beginnt mit gutem Zuhören.

GESTERN

HEUTE

terzo-Zentrum Coburg

Mohrenstraße 18

96450 Coburg

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


Kultouren

DER COBURGER AUF REISEN


FREIBURG

Redaktion: Wolfram Hegen

Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem

Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit

dem Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar

Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und

erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an

Natur, Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung

an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem

Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-Kultouren. In

jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen,

und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie

dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.

FREIBURG


KULTOUREN

Ein paar Stunden Fahrt – ob mit Auto oder Zug – trennen

Oberfranken von Deutschlands südwestlicher Ecke, doch wer sie

in Kauf nimmt, wird reich belohnt. Freiburg, sonnendurchflutet

und von Weinbergen umarmt, empfängt Besucher mit fast

mediterraner Leichtigkeit. Schon die Ankunft vermittelt das

Gefühl, in eine andere, sanftere Welt einzutreten: historische

Gassen, das Plätschern der Bächle, die Silhouette des Münsters

vor dem Schwarzwaldhorizont. Wer sich Zeit nimmt, die Stadt zu

Fuß zu erkunden, entdeckt nicht nur mittelalterliche Architektur

und charmante Plätze, sondern auch die lebendige Gegenwart:

Cafés, kleine Boutiquen, Märkte voller Düfte und Farben. Und wer

über den Stadtrand hinausblickt, findet eine Landschaft, die zu

Ausflügen einlädt, die Natur zu spüren und Genuss zu verbinden –

vom Schwarzwald bis zu den sanften Hügeln des Breisgaus.

WO DER BLICK SCHWEIFT

Wer Freiburg verstehen will, muss ihm einmal von

oben ins Herz schauen. Der Schlossberg, jener bewaldete

Rücken, der sich wie selbstverständlich an die

Altstadt schmiegt, ist dafür der ideale Ort. Schon die

Fahrt mit der Schlossbergbahn ist mehr als ein praktischer

Aufstieg: Lautlos gleitet die Kabine aus dem

urbanen Gewimmel hinaus, über Dächer und Gassen

hinweg, hinein in eine andere Perspektive. Unten

klirren Gläser, oben rascheln Blätter. Am Berg angekommen,

öffnet sich Freiburg in alle Richtungen.

Der Schlossbergturm, schlank und modern, wirkt

fast wie ein Gegenentwurf zur historischen Stadt unter

ihm – und ist doch ihr bester Beobachter. Wer die

Stufen erklimmt, wird belohnt mit einem Panorama,

das Weite wagt: die roten Dächer der Altstadt, der

Münsterturm als steinerner Fixpunkt, dahinter das

Rheintal, bei klarem Wetter sogar die Vogesen. Und

nach Osten hin erhebt sich der Schwarzwald, dunkelgrün

und still. Der Schlossberg ist kein Ort des

Spektakels, sondern der Konzentration. Hier oben

verlangsamt sich der Blick, ordnet sich der Tag. Spazierwege

führen durch lichte Wälder, Bänke laden

zum Verweilen ein – und immer wieder öffnet sich

eine neue Aussicht.

72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


FREIBURG

WO DAS HERZ SCHLÄGT

Wer Freiburg entdecken will, beginnt am besten

mitten in der Stadt: am Münsterplatz, wo das Freiburger

Münster mit seinem filigranen Turm in den

Himmel ragt. Stein auf Stein erzählt von Jahrhunderten:

von gotischer Geduld, von Handwerkern,

deren Hände Figuren und Spitzbögen aus Sandstein

formten, die noch heute den Atem anhalten lassen.

Unter dem Turm pulsieren die Wochenmärkte, farbenprächtig

und duftend, ein Kontrast zwischen

mittelalterlicher Architektur und lebendiger Gegenwart.

Die Innenstadt rund um das Münster lädt zum

Schlendern ein. Kopfsteinpflaster, schmale Gassen,

elegante Fassaden – jeder Schritt ist ein Spaziergang

durch Geschichte und Gegenwart zugleich.

Besonders das historische Kaufhaus

zieht den Blick auf sich: Rot gestrichene Wände,

filigrane Erker, Zeichen des Wohlstands und der

Handelsmacht Freiburgs im 16. Jahrhundert. Heute

flanieren hier Einheimische und Reisende, bewundern

die Renaissance-Architektur, lassen sich treiben

zwischen Boutiquen, Cafés und kleinen Kunsthandwerksläden.

Freiburgs Innenstadt ist kein

Museum, sondern ein lebendiger Raum, in dem sich

Geschichte und Alltag begegnen.

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0 (g/km); CO₂-Klasse: A.

**Die staatliche Förderung ist eine freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Gewährung erfolgt durch das BAFA im

Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel für Privatpersonen bei Neuzulassung ab dem 01.01.2026. Die Höhe der Prämie ist vom zu versteuernden

Haushaltseinkommen (zvE) abhängig: Basisförderung 3.000,– € (BEV) bzw. 1.500,– € (PHEV) bei einem zvE bis 80.000,– €; zzgl. bis zu 2.000,– € einkommensabhängiger

Bonus sowie bis zu 1.000,– € Kinderbonus (500,– €/Kind, max. 2 Kinder). Mindesthaltedauer: 36 Monate. Details zu den Voraussetzungen

und zum voraussichtlichen Antragsstart (Mai 2026) unter https://www.bundesumweltministerium.de/foerderung/fragen-und-antwortenzur-e-auto-foerderung

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


KULTOUREN

WO DIE SEELE SCHWELGT

Es sind die leisen Orte, die einer Stadt ihr Gedächtnis bewahren. Freiburgs Klein-

Venedig gehört dazu. Wo sich heute Spaziergänger am Wasser niederlassen und

Gläser im Abendlicht klingen, arbeiteten einst Handwerker, deren Alltag vom

Rhythmus der Dreisam bestimmt war. Gerber, Färber und Fischer nutzten die

schmalen Wasserarme, die sich hier durch die Stadt ziehen – das Wasser war Werkzeug,

Antrieb und Lebensader zugleich. Noch heute lässt sich diese Geschichte erahnen.

Zwischen schlichten Häuserfassaden und alten Bäumen fließt das Wasser

ruhig dahin, spiegelt Himmel und Zeit. Die Wege entlang der Kanäle laden zum

Flanieren ein, fast beiläufig, ohne Hast. Man geht hier nicht zielstrebig, sondern

mit offenen Sinnen – auf der Suche nach einem freien Tisch, einem Platz in der

Sonne, einem Moment, der bleibt. Cafés und Restaurants schmiegen sich ans Ufer,

ihre Terrassen öffnen sich zum Wasser. Freiburg zeigt sich hier von einer seiner

freundlichsten Seiten: geerdet, genussvoll, geschichtsbewusst. Ein Ort, an dem das

Flanieren zur Kunst wird – und die Vergangenheit leise mitspaziert.

KAUM VERLÄSST MAN DAS

STÄDTISCHE PFLASTER, ÖFFNET SICH

DER SCHWARZWALD WIE EIN GRÜNES

PANORAMA VOLLER MÖGLICHKEITEN.

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


FREIBURG

WO DER GEIST ATMET

Freiburg ist nicht nur Stadt, sondern Ausgangspunkt in eine Landschaft, die

man sich erwandern, erradeln oder schlicht ansehen sollte. Kaum verlässt

man das städtische Pflaster, öffnet sich der Schwarzwald wie ein grünes

Panorama voller Möglichkeiten. Sanfte Hügel, dunkle Tannenwälder,

klare Bäche – jeder Weg scheint ein Versprechen auf Entdeckung und

Ruhe zugleich. Für Wanderer lockt der Schauinsland, dessen Gipfel man

über historische Seilbahnen oder verwunschene Pfade erreicht. Oben

eröffnet sich ein Blick, der sich bis in die Vogesen und das Rheintal verliert,

als wolle die Natur die Perspektive Freiburgs erweitern. Radfahrer und

Genussmenschen finden auf den gut ausgeschilderten Strecken durch

Rebhänge und entlang der Dreisam eine Kombination aus sportlicher

Bewegung und kulinarischem Vergnügen: Winzerhöfe bieten badische

Spezialitäten, kleine Gasthäuser laden zu regionalen Köstlichkeiten.

Auch für Familien hält das Umland Überraschungen bereit: Tierparks,

Baumwipfelpfade, traditionelle Schwarzwaldhöfe. Freiburgs Umland ist

nicht nur Kulisse, sondern Erlebnis.

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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 75



HIER WOHNTEN ...

Fotos: Rainer Brabec

HIER WOHNTEN…

… HANDWERKER.

Aus der Ketschengasse, da, wo der Platz sich gemütlich weitet, fällt der Blick auf Nummer 42 –

ein Haus mit Ecken und Kanten, aber auch mit einer Seele, die Geschichten flüstert. Johann

Anton Sturm, ein Leineweber mit Wurzeln in einer bierbrauenden Familie, sozusagen der

Vorvater der Sturms Brauerei, ließ es 1800 umbauen. Aber die Geschichte dieses Fleckchens

Erde reicht noch weiter zurück, denn seine Familie hatte den Altbau schon 1793 in ihre Obhut

genommen. Der älteste Teil des Hauses reicht sogar in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück.

Wenn man in den Archiven blättert, staunt man. Im 19. Jahrhundert

klapperten hier die Webstühle. Später, ab 1907, duftete

es nach frischen Lebensmitteln, als die Familie Schramm

ihren Laden eröffnete. Davor war es eher staubig: Johann

Schramm ließ 1902 das Haus zur Schreinerei umbauen. Otto

Leheis schwang den Hammer, und später legte Witwe Schramm

noch Hand an. Schon zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert

muss hier ein reges Treiben geherrscht haben. Mal

war’s eine Korbwarenfabrik, dann wieder was anderes. Ständiges

An- und Umbauen, das war hier die Devise.

Das Erdgeschoss, ursprünglich symmetrisch angelegt mit

zwei äußeren, rundbogigen Schaufenstern sowie Laden- und

Haustür in der Mitte, wurde 1907 umgestaltet, was zur heutigen

Asymmetrie führte. Zwischen 2017 und 2020 wurde das

Gebäude saniert. Räume für eine Praxis und fünf Wohnungen

entstanden.

Eine bewegte Geschichte eben, die man seitens der Wohnbau

Coburg im Rahmen der Sanierung möglichst bewahren

wollte. Knarrende Holzböden, das Treppengeländer, alte Balken,

die eine oder andere Türe – alles Zeugen vergangener

Zeiten. Ein Balanceakt mit vielen Überraschungen während

der Sanierungsphase, weiß man zu berichten. Der Südgiebel

zum Beispiel hing mehr oder weniger in der Luft. Eine Stahlkonstruktion

hat ihn gerettet.

Auch die 21 regionalen Firmen, die an der Sanierung beteiligt

waren, hatten ihren Spaß, weil keine Wohnung der anderen

gleicht, jede ist individuell geschnitten, die Decken sind

unterschiedlich hoch. Ein Detail aber zieht sich im wahrsten

Sinne des Wortes wie ein roter Faden durch das ganze Haus:

die knallrote Farbe der Haustüre. Auch das Treppengeländer

und der Laubengang zum Innenhof leuchten in diesem Rot,

ein frecher Kontrast zum Grün der Fassade.

Heute ist die Ketschengasse 42 ein Schmuckstück. Ein Haus,

das atmet, das erzählt. Ein Haus mit vielen Besitzern und

noch viel mehr Geschichten. Ein Haus mit Vergangenheit und

Zukunft – mitten in Coburg.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


HIER WOHNTEN…

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


… HANDWERKER.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


KULTURTIPPS

KULTUR

TITEL ORT DATUM UHRZEIT

GLASSJAM.IMPRO: SONDERAUSSTELLUNG Museum für Modernes Glas Rödental bis 08. März 2026

Di bis Fr 13:00 – 16:00 Uhr

Sa/So 11:00 – 16:00 Uhr

GAUDIWURM: IDIS AHOI Coburg Innenstadt 15. Februar 2026 14 Uhr

REEDVOLUTION: SONUS QUINTETT HUK Coburg Bertelsdorfer Höhe 23. Februar 2026 20 Uhr

KLANGGRENZEN 2026: FOLK MUSIC Leise am Markt Coburg 27.Februar 2026 19:30 Uhr

KLANGGRENZEN 2026: BEETHOVEN!

MUSIK UND INSTRUMENTENBAU

Globe Coburg

28. Februar 2026

01. März 2026

20 Uhr

18 Uhr

KLANGGRENZEN 2026: ACHTUNG

ZERBRECHLICH – JUBILÄUMSKONZERT

Museum für modernes Glas Rödental 5. März 2026 19:30 Uhr

KLANGGRENZEN 2026: AQUA VITAE Morizkirche Coburg 13. März 2026 19:30 Uhr

A HEART FULL OF SONG: MAGIE DES MUSICALS Café Victoria Coburg 14. März 2026 19 Uhr

MUSIKFREUNDE NEUSTADT:

SINFONIEKONZERT

Halle an der Heubischer Straße Neustadt 14. März 2026 19 Uhr

SCOTTISH ROOTS: FOLK AUS SCHOTTLAND Naturkunde-Museum Coburg 25. März 2026 19 Uhr

BACH IM GLASMUSEUM: SOLO UND DUO

Europäisches Museum für

Modernes Glas Rödental

26. März 2026 19:30 Uhr

KLANGGRENZEN 2026:

BIG BROTHER! – MUSIK UND POLITIK

Reithalle Coburg

28. März 2026

29 März 2026

21 Uhr

11 Uhr

SCHNUPPERTAGE 2026 Hochschule Coburg 8. April bis 9. April 2026 8:30 Uhr

MICHL MÜLLER: LIMBO OF LIFE Frankenhalle Neustadt 10. April 2026 20 Uhr

JONAS GREINER – AUF AUGENHÖHE St. Augustin Coburg 10. April 2026 20 Uhr

KODÁLY QUARTETT: KAMMERMUSIK HUK-COBURG Bertelsdorfer Höhe 13. April 2026 19:30 Uhr

SOIREE PARISIENNE:

ELISABETH BRAUSS, KLAVIER

HUK-COBURG Bertelsdorfer Höhe 20. April 2026 20 Uhr

Die Kulturtipps – eine Auswahl aus dem Veranstaltungsprogramm in Coburg. Mehr im Netz.

Das Programm des Landestheaters Coburg unter landestheater-coburg.de/besuch/spielplan.

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026



BUCHTIPPS

Advertorial

BUCHEMPFEHLUNG

MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN

Ferdinand von Schirach – Anwalt der moralischen Zwischentöne

Der SPIEGEL nannte ihn einen „großartigen Erzähler“, die NEW YOR TIMES einen „außergewöhnlichen

Stilisten“, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei

„eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur“.

Was von Schirachs Werk auszeichnet, ist die Fähigkeit, juristische Fälle in existenzielle Fragen zu verwandeln.

Er schreibt über Recht und Gerechtigkeit, über die Lücke zwischen beiden und darüber, dass diese Lücke oft

dort entsteht, wo das Leben komplizierter ist als das Gesetz.

Gebundenes Buch

160 Seiten

ISBN: 978-3-328-30481-4

18,00 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-34290-6

14,99 Euro

Hörbuch (MP3-CD):

Hördauer: 2h 20min

Ungekürzte Lesung

mit Ferdinand von Schirach

ISBN: 978-3-8445-5586-8

18,00 Euro

Hörbuch (Download):

Hördauer: 2h 20min

Ungekürzte Lesung

mit Ferdinand von Schirach

ISBN: 978-3-8445-5586-8

17,95 Euro

Schon sein Debüt aus dem Jahr 2009, „Verbrechen", wurde zum Bestseller. Die Kurzgeschichtensammlung

basiert auf realen Fällen aus seiner Anwaltspraxis und zeichnet ein nüchternes, manchmal verstörendes Bild

menschlicher Abgründe.

Die Theaterstücke „Terror“ und „Gott“ zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, in „Der Fall

Collini" thematisiert er die deutsche NS-Vergangenheit. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu

millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als 40 Ländern. Für sein Werk

wurde der Autor vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet.

Sein Großvater Baldur von Schirach war während der NS-Zeit Reichsjugendführer und später als Gauleiter von

Wien für die Deportation der jüdischen Bevölkerung verantwortlich. Diese Seite seiner Familiengeschichte

thematisiert von Schirach nicht explizit, doch schwingt sie in seinem Werk mit: Die Frage nach Schuld,

Verantwortung und der Komplexität menschlichen Handelns.

Mit „Alexander“ erscheint am 25. Februar sein erstes Kinderbuch. Anhand der Geschichte eines Jungen

aus der antiken Stadt Kaliste erklärt er die Grundzüge der Demokratie und spürt der Frage nach, wie wir

friedlich miteinander leben können.

Obschon das kluge, warmherzige und mit farbigen Zeichnungen des Autors bebilderte Büchlein in der

Antike spielt, behandelt es – wie bei Ferdinand von Schirach nicht anders zu erwarten – hochaktuelle

Themen: Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Und so ist „Alexander“ kein Buch nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene äußerst lesenswert. Bei der

Lektüre wurde mir schmerzhaft bewusst, wie derzeit in vielen Ländern die Grundpfeiler der Demokratie

geschliffen werden und dadurch die regelbasierte Weltordnung zunehmend ins Wanken gerät.

Zum Titel im RIEMANN-Shop:

INHALTSANGABE „ALEXANDER“

Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste

der Auftrag erteilt, „gute Gesetze“ zu finden. Nie wieder soll eine

Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von

Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden.

Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz

unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer,

einem Soldaten und einem echten Philosophen.

Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie

auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König

des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen – und

nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig

gute Gesetze nach Hause bringt.

VITA FERDINAND VON SCHIRACH

geboren 1964 in München, ist einer

der meistgelesenen deutschsprachigen

Gegenwartsautoren. Sein Weg zur Literatur

war ungewöhnlich: Erst nach

jahrzehntelanger Tätigkeit als Strafverteidiger

in Berlin begann er

zu schreiben – und traf damit

einen Nerv. Sein Cousin Benedict

Wells ist ebenfalls ein erfolgreicher

Autor. Ferdinand von

Schirach lebt in Berlin.

©Julia_Sellmann

86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 73/ Februar 2026

13. Jahrgang

Auflage 3.500 Stück

www.das-magazin.de

Verlag:

MARKATUS

Marketing | Film | Social

Coburger Straße 7 (Gebäude 2)

96472 Rödental

Telefon 0 95 61 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber & Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 690 52 84

wh@markatus.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Redaktion/Autoren dieser Ausgabe:

Christina Hauptmann & Senta Steinhauser

Wolfram Hegen

Wolfram Porr

Fotografen dieser Ausgabe:

Yves Alloinde

Julian Barthel

Rainer Brabec

Sebastian Buff

Jule Anica Ohlsen

Val Thoermer

Titelbild:

"Kampf der Jahreszeiten"

nach einem Foto von Val Thoermer

Layout/Illustrationen:

Lisa Geyer

Thea Kröger

Julia Spörl

Grundlayout:

Peter Einheuser

Ehrenredakteurinen:

Gabi Arnold

Heidi Schulz-Scheidt

Anzeigengestaltung:

MARKATUS

Marketing | Film | Social

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 69 05 284

wh@markatus.de

Anke Feuer

Telefon 01 77 72 23 773

af@markatus.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2024

Druck:

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Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

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Online über www.das-magazin.de

Preis inkl. Verpackung

und Versand

innerhalb Deutschlands:

5 Euro inkl. MwSt.

IN EIGENER SACHE

AUF WIEDERSEHEN

Eine treue Seele, von den

ersten Anfängen an beim

COBURGER dabei bis heute,

immer zuverlässig eigene

Ideen findend, dann vor Ort

recherchierend, und schließlich

daraus informative und unterhaltsame Geschichten

bauend, wendet sich ab sofort neuen Aufgaben

zu: Heidi Schulz-Scheidt. Unzählige Geschichten von

besonderen Häusern und ihren Eigentümern hat sie

in „Hier wohnte“ erzählt. Bemerkenswert. Sie hat

diese beliebte Rubrik geprägt und sich damit bleibende

Verdienste um den COBURGER erworben. Danke

dafür und alles Gute. Oder wie sie sagen würde: „Man

sieht sich“. Und „Hier wohnte“ sucht jetzt neue Häuser

und neue Autoren:

info@das-magazin.de

WELCOME BACK

Ein anderer kehrt zurück

in den Kreis der COBUR-

GER-Autoren. Eineinhalb

Jahre Pause hat er eingelegt,

neun Ausgaben lang, für

eine „kreative Pause“, wie er

es nannte, der „Monaco Franke“ alias Wolfram Porr.

Jetzt ist er wieder voller schriftstellerischem Elan,

und seine fränkischen Ansichten zum aktuellen Geschehen

in München und weit über

die bayerische Landeshauptstadt

hinaus sind ja auch gerade in diesen

verrückten Zeiten so notwendig

wie ein oder zwei Seidla Bier. Lesen!

Alle Geschichten, Verteilstellen,

Mediadaten und Kontakte online unter:

www.das-magazin.de

Der COBURGER findet sich als

Coburger/iTVCoburg auch auf

Facebook und auf Insta.

Am besten gleich folgen.

WERBEPARTNER COBURGER #73

Besonderen Dank an alle Unternehmen, Organisationen

– und dieses Mal angesichts der bevorstehenden

Kommunalwahlen auch allen Parteien, und vor allem

den Menschen dahinter, die diesen COBURGER

für Ihre Kommunikation benutzen und ihn dadurch

überhaupt erst möglich machen:

Agentur Streckenbach / Autohaus Bender / Autohaus

Max Schultz / Autohaus Wormser / Autoland

Coburg / Buchhandlung Riemann / CSU Coburg /

Die Grünen Coburg / Goldenes Kreuz / Hairhood /

Heimbox / Hörgeräte Geuter / Hommert Auto

Zentrum / Juwelier Schwahn / Kanzlei Hörnlein &

Feyler / Optik Müller / Orthosport / Otto Hauch

Bauunternehmung / ProCoburg / Radio EINS /

Sparkasse Coburg – Lichtenfels / SPD Coburg /

Sportland / Süc//dacor / SÜC / VET-Zentrum /

VIVA Hörakustik / Vitadrom / Wirtschaftsförderungsgesellschaft

WEITERE TERMINE

Und so geht es weiter mit dem COBURGER und seinen

Partner(innen)magazinen LICHTENFELSER und

KRONACHER 2026:

COBURGER # 74 17.04.26

COBURGER # 75 03.06.26

COBURGER # 76 07.08.26

COBURGER # 77 16.10.26

COBURGER # 78 27.11.26

LICHTENFELSER #7 22.05.26

LICHTENFELSER #8 13.11.26

KRONACHER #4 30.04.26

KRONACHER #5 30.10.26

Mediadaten gibt es hier: www.das-magazin.de/mediadaten

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Gerne - Kontakt:

Anke Feuer, af@markatus.de, 0177/ 722 37 73

Tim Birkner, tb@das-magazin.de, 0171/ 483 90 05

Wolfram Hegen, wh@markatus.de, 0171/ 690 52 84

Ideen, interessante Geschichten, Menschen, Themen?

Gerne auch melden: info@das-magazin.de.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


G A L E R I E

JULE ANICA OHLSEN FOTOGRAFIE

Die Fotografie von Jule Anica Ohlsen steht für Echtheit, Nähe

und Gefühl. Sie begleitet Menschen in besonders persönlichen

Momenten – aufmerksam und mit einem feinen Gespür

für Details. Ihre Arbeiten richten sich an die Menschen, die

Natürlichkeit schätzen und zeitlose Erinnerungen suchen.

Bilder, die nicht nur zeigen, wie ein Moment aussah, sondern

bewahren, wie er sich angefühlt hat. Von Coburg aus begleitet

sie Hochzeiten, Elopements & Paarshootings europaweit –

an Orten, die bewusst gewählt sind und eine persönliche

Bedeutung tragen.

www.juleanicaohlsenfotografie.de

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


GALERIE

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026



JULE ANICA OHLSEN

92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026



GALERIE

94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


MONACO FRANKE

Für den COBURGER von Wolfram Porr

DER MONACO FRANKE

Pausen machen ist ja neuerdings verpönt. Eine Stunde

mehr arbeiten pro Tag sei „wirklich nicht zu viel verlangt“,

sagt unser Ministerpräsident. Und der Mann,

den er gerne mal ablösen würde, wähnt sich sogar als

Regierungschef eines Landes von notorischen Krankfeierern.

Ja, ist das wirklich notwendig, Leute? Der

Monaco geht jetzt auf jeden Fall mit gutem Beispiel

voran und beendet seine schöpferische Pause – oder

wie Friedrich Merz es nennen würde, seine „Lifestyle-Teilzeit“.

Und ist damit Vorbild für seine

Landsleute, des faule Gsindl!

Und? Habt Ihr mich vermisst? Ich Euch fei

scho, gell! Wobei es auch schön war, sich

mal in der sozialen Hängematte auszuruhen!

Weil in der ganzen Zeit habe ich ja

auf eure Kosten gelebt! Der Chef musste

mich weiterbezahlen - sonst hätt‘ ich a

boar Gschichten vo früher erzählt. Dann

habe ich Bürgergeld beantragt, mir Arbeitslosen-

und Wohngeld auszahlen lassen

und meine Zwei-Zimmerwohnung in

München fürs Doppelte untervermietet.

Da is’ sich’s dann scho allweil ausganga

mit‘m Elfer-Seidla, ehe ich mir dann später

bei der Tafel noch was Leckeres zum

Essen gekauft habe. Kost‘ ja fast nix dort!

Hach, grad schee wor’s!

Ja, gut getan hat es. Auf seine „Work-Life-Balance“

achten, kann ich jedem nur

empfehlen! Der Maggus macht das ja

schon ganz gut. Hat sich ein schönes Hobby

gesucht und teilt das auch noch mit

seinen Insta-Followern. Vorbildlich! Darauf drei im

Weggla, einen Döner in der Mittagspause (Pause wovon

eigentlich?), einen Big Mac oder eine Currywurst

in Berlin! Von Friedrich Merz ist nur überliefert, dass

er einen Pilotenschein hat. Auch ein schönes Hobby!

Aber der Fritze hat dafür natürlich leider kaum Zeit,

so sehr liebt er seine Arbeit.

Aber ehrlich gesagt gibt es beim Bundeskanzler schon

deutliche Anzeichen für einen „Burnout“. Denn seine

Bürger sind ihm nach nur einem Jahr im Amt scheinbar

schon zuwider. Die Deutschen arbeiten zu wenig

und nicht lange genug, feiern zu häufig krank, denken

nur an ihr Vergnügen, und die junge Generation

könnte ruhig auch ein bisschen dankbarer sein. Klingt

nach Erschöpfung, wenn nicht sogar nach einer mindestens

mittelschweren depressiven Episode. Horch,

Jetzt auch in Vollzeit: Life-Life-Balance

Friedrich! Nimm Du Dir amol a Auszeit! So a Dabeedenwechsel

dudd echt gut! Flieg mit deiner Brobellermaschine

irchendwo no, wo des Stadtbild noch zu

deinem Weltbild bassd und du a guts deutsches Brot

kriegst! Kleiner Tipp: Brasilien und Afrika scheiden

da aus. Vielleicht also lieber die Südstaaten, Schlesien

oder Mecklenburg-Vorpommern!

Dem Monaco würden auch direkt noch eine Handvoll

Politikerkollegen einfallen, die Merz gerne mitnehmen

dürfte. Für unser aller Resilienz wäre es jedenfalls

ganz schön, wenn ein paar Nasen eine Weile

von der Bildfläche verschwinden würden. Das gilt für

die Bundes- wie auch für die Kommunalpolitik. Allerdings

sind die Listen für die Kommunalwahlen am

8. März ja längst draußen. Da hilft dann wirklich nur

noch, das Kreuz bei den anderen Namen zu setzen

und zu hoffen, dass man’s in ein paar Monaten

nicht wieder bereut.

Am zufriedensten wirken ja häufig Leute,

die die guten alten Zeiten verklären. Früher

war eben alles besser – die Bahn kam

pünktlich, im Fernsehen lief noch „wos

Gscheids“ und ein Schnitzel war noch

nicht aus Tofu und bezahlbar. So gesehen

hat jetzt das ZDF eine Entscheidung getroffen,

die sogar Friedrich Merz gefallen

dürfte. „Wetten, dass…“ kommt zurück,

und zwar mit Tom und Bill Kaulitz. Das

sind so viele Fliegen mit einer Klappe

geschlagen! Denn es werden alle Nostalgiker

bedient, egal ob sie nun die Achtziger

(Studiooptik und Sounddesign), die

Neunziger ( Julia Roberts und Tom Hanks

sind bei den Zwillingen aus LA sicher

als Wettpaten gesetzt) oder die Nuller

Jahre (die Geburt von Tokio Hotel!) für

die beste Zeit ihres Lebens halten. Noch

dazu läuft die Show natürlich am Samstagabend.

Da arbeiten höchstens Köche,

Kellner und Feuerwehrleute. Der Rest

darf nach einer 40-, 42- oder 45-Stunden-Woche ganz

entspannt die Beine hochlegen und sich berieseln

lassen. Gut für die Resilienz und fürs Bruttosozialprodukt!

Wetten, dass das Friedrich Merz auch gefällt?

Schätzla, schau wie ich schau!

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

EIN PLÄDOYER FÜRS LESEN

Redaktion: Wolfram Hegen

Krisenzeiten wirken wie Brenngläser. Sie vergrößern,

was zuvor nur schemenhaft zu sehen war: politische

Risse, gesellschaftliche Spannungen, persönliche

Unsicherheiten. Kriege, brüchige Machtverhältnisse,

Angriffe auf demokratische Grundwerte, eine lauter

werdende Kultur des Hasses – und über allem die

bedrohliche Kulisse des Klimawandels. In solchen

Phasen zeigt sich, welche Gesellschaften resilient sind,

also fähig, Erschütterungen auszuhalten und aus ihnen

sogar neue Kraft zu schöpfen. Doch nicht nur Staaten

und Institutionen stehen auf dem Prüfstand. Auch jeder

Einzelne muss sich fragen lassen:

Wie widerstandsfähig bin ich eigentlich?

Resilienz ist kein angeborenes Heldengen. Sie ist ein leises,

alltägliches Training. Sie entscheidet sich daran, wie sehr

wir die Verwerfungen der Welt an uns heranlassen – und

wie gut wir Wege finden, uns vor ihnen zu schützen, ohne

sie zu verleugnen. Genau hier beginnt der schmale Grat

zwischen notwendiger Information und zerstörerischer

Dauererregung. Social Media erweist sich in diesem

Zusammenhang oft als schlechter Begleiter. Seine

Mechanismen leben von Zuspitzung, Empörung und

permanenter Reizüberflutung. Algorithmen belohnen

Extreme, nicht Ausgewogenheit. Wer sich dort allzu

lange aufhält, gerät leicht in Erregungsspiralen und

Meinungsblasen, in denen die Welt düsterer, feindseliger

und auswegloser erscheint, als sie es selbst in schwierigen

Zeiten tatsächlich ist. Das Ergebnis ist selten Erkenntnis,

fast immer Erschöpfung.

Gesund bleibt man so nicht. Zufrieden schon gar nicht.

Resilienz braucht Gegenräume – Zonen, in denen

das innere Nervensystem wieder zur Ruhe kommt.

Ein echtes Gespräch gehört dazu, eines mit Pausen,

Zwischentönen und ehrlichem Zuhören. Begegnungen

mit Freunden, Familie, vertrauten Menschen. Und es

braucht Tätigkeiten, die den Kopf befreien, statt ihn

weiter zu belagern: ein Spaziergang, Bewegung, Natur.

Vor allem aber: Bücher.

Lesen ist Eskapismus im besten Sinn. Wer ein Buch

aufschlägt, entzieht sich nicht der Wirklichkeit, sondern

erweitert sie. Das Gehirn taucht ein in andere Welten,

andere Gedanken, andere Perspektiven. Es lernt, sich

zu konzentrieren, wird langsamer, ruhiger, weiter.

Während digitale Medien uns zerstreuen, sammelt uns

Literatur. Sie ist eine Schule der Empathie und zugleich

eine Oase der Entspannung.

Vielleicht liegt darin ein unterschätztes Geheimnis

persönlicher Widerstandskraft: nicht ständig auf jedes

Beben der Gegenwart zu reagieren, sondern sich bewusst

Inseln der Stille zu schaffen. Nicht aus Gleichgültigkeit,

sondern aus Selbstschutz. Wer immer nur auf den Sturm

starrt, verliert die Fähigkeit, ihn zu überstehen.

Resiliente Menschen sind keine, die nichts mehr berührt.

Es sind jene, die gelernt haben, dosiert zu fühlen, klug

auszuwählen, wann sie kämpfen – und wann sie ein Buch

aufschlagen und für ein paar Stunden verschwinden.

Gerade in unsicheren Zeiten ist das kein Luxus.

Es ist geistige Selbstverteidigung.

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


DAS LETZTE

Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 17.04.2026

Anzeigenschluss ist

der 03.04.2026

Frühjahrsputz in Coburg

Zitate zum Thema Resilienz sind dieses Mal… das Letzte

„Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“

Friedrich Nietzsche, Philosoph

„Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“

Nelson Mandela, Politiker

„Man muss an sich glauben und daran, dass man für etwas bestimmt ist.“

Marie Curie, Wissenschaftlerin

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“

Hermann Hesse, Schriftsteller

„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“

Albert Camus, Schriftsteller und Philosoph

„Du magst viele Niederlagen erleben, aber du darfst nicht besiegt werden.“

Maya Angelou, Autorin und Bürgerrechtlerin

„Am Ende des Tages können wir viel mehr ertragen, als wir glauben.“

Frida Kahlo, Künstlerin

„Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen.“

Rainer Maria Rilke, Dichter

„Schwierige Zeiten lassen uns innerlich wachsen.“

Dalai Lama

„Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“

Samuel Beckett, Schriftsteller

98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026


WINTERZEIT:

DIE COBURGER EHRENBURG

Foto: Yves Alloinde

AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 99


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