COBURGER – Das Magazin #73
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Nr. 73 | Februar 2026
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
INHALT
AUSGABE 73 | FEBRUAR 2026
6 EDITORIAL. Widerstand!
10 HOFBERICHT. schoen.frau-Salon.
14 STADTGESPRÄCHE. Ötzi lebt.
96 MONACO FRANKE. Wasser predigen und …
97 AUF EIN WORT. Geistige Selbstverteidigung.
20 UNTRAGBAR.
Der schwere Weg von Fabian Metzner.
24 WEISSABGLEICH.
Fotostrecke Winter in der Region.
30
42
44
48
VOR DER HAUSTÜRE GEHTʼS LOS.
Im März sind Kommunalwahlen.
WIE SORGEN WIR FÜR STABILITÄT?
Sonderthema Resilienz.
VON A BIS Z.
Das Alphabet der Widerstandsfähigkeit.
LÖSUNGSORIENTIERT DENKEN.
Interview mit Max Beyersdorf.
52 MACHER.
Dieses Mal Marcus Geuss.
54 SPANNUNGSGELADEN.
Future Systems aus Rödental.
56
COBURGER WURZELN.
Startup Deutsche Dienstrad.
58 AUSGEZEICHNET.
German Design Award für Markatus.
62 WELTPREMIERE.
Erster Podcast „Zimmergäste“ mit Markus Zimmer.
64 HAIRHOOD.
Aus der Rubrik schoen.frau.
88
FOTOS VON JULE ANICA OHLSEN …
… in der Galerie.
UND VIELES MEHR.
Titel:
"Kampf der Jahreszeiten"
nach einem Foto von Val Thoermer
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Wenn ein guter Freund eine lebensverändernde Diagnose erhält, wie es so vielen
ergeht irgendwann im Laufe ihres Lebens, stellen sich von einem Tag auf den anderen
- im ja eben letztlich nur vermeintlichen Normalzustand eines über weite
Strecken vor sich hinplätschernden Alltags verdrängte - philosophische Fragen
über das Leben an sich, über Bedeutung oder Bedeutungslosigkeit, über Sinn oder
Sinnlosigkeit, über die Gewissheit dieser uns alle beklemmenden und gleichzeitig
doch auch befreienden alternativlosen Endlichkeit, mündend in der Erkenntnis der
Schönheit des Hier und Jetzt, verdichtend zu kurzen Glücksmomenten, die einen mit ihrer sinnebetörenden
Prallheit und gleichzeitig im Wissen um ihr schnelles, allen Versuchen des Festhaltens trotzendem Verglühen
zu ersticken drohen, uns bewusstmachend, dass durch jeden noch so kleinen Augenblick die Einmaligkeit
des Lebens schimmert, uns auffordernd, es zu leben, es zu lieben, unser Da-Sein.
Machen uns solche Gedanken um die Existenz stabil, resilient, widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen
des Lebens? Dieser Frage stellen wir uns in unserem Sonderthema in diesem Magazin. Unser
großes Resilienz A bis Z versucht sich in einer zweiseitigen Zusammenfassung wichtiger Begrifflichkeiten
und als kleine Lebenshilfe, wir unterhalten uns mit Max Beyersdorf über seine ganz persönliche Idee von
Resilienz, wir fragen uns mit Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Hacker, was man aus juristischer Sicht eigentlich
beachten muss, wenn man seine Widerstandsfähigkeit im Fall des Falles vor Gericht beweisen muss, und
Matheo Fink wirft einen Blick auf Dinge, die wir tun können, um gesund zu bleiben. Auch Fabian Metzner
hat irgendwann beim Aufwachen erkannt, dass er etwas tun muss, um gesund zu bleiben, 277 Kilogramm
hat er da gewogen, zwei Jahre später trat er eine ganz besondere Reise in diese Vergangenheit an. Wir haben
ihn dabei begleitet.
Unser Macher in diesem Magazin ist Marcus Geuss, das künstlerische Multitalent, das mit seinen Programmen
weltweit unterwegs ist. Wir lassen uns von Sebastian Stoll eine spannungsgeladene Geschichte von
einem den Kinderschuhen entwachsenen Startup aus Rödental erzählen. David Schmitt und Julian Schiemann
entführen uns in ein Stück Coburger Geschichte als Fahrradhochburg, die jetzt ihre Fortsetzung in einem
Schweinfurter Unternehmen findet. Markus Zimmer begrüßt ab sofort Zimmergäste, so der Name des
gleichnamigen Podcast, zu dessen Premiere er sich mit Paul Heller unterhält, der das Unternehmen seiner
Eltern übernimmt. Und Sina und Mutter Jessica Heß sind stolz über 40 Jahre Unternehmensgeschichte, die
wir Revue passieren lassen. Friseurmeisterin Conny Probst dagegen startet neu durch und erzählt von sich
und ihrer Liebe zu Coburg und zu ihrem Handwerk in einem ausführlichen Interview.
Wir werfen in unserer Fotostrecke einen Blick zurück auf den mal wieder richtigen Winter, in unserem Hofbericht
einen Blick auf die vielen Gäste beim schoen.frau-Salon, und in einem ausführlichen Sonderteil einen
Blick nach vorne auf die Kommunalwahlen im März.
Und wir erzählen die wechselvolle Geschichte vom Haus in der Ketschengasse 42, das in den letzten Jahren
aufwendig saniert worden ist, zeigen Fotos von Jule Anica Ohlsen in unserer Galerie, reisen in Deutschlands
Südwesten in die schöne Stadt Freiburg in unseren Kultouren und freuen uns auf ein Wiederlesen mit dem
Monaco Franke Wolfram Porr nach eineinhalb Jahren Pause.
So, jetzt sind Sie dran.
P.S. Lesen entspannt in angespannten Zeiten. Ein Plädoyer für diese alte Kulturtechnik in „Auf ein Wort“.
Hilft für mehr Resilienz.
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
INHALT
10 HOFBERICHT
schoen.frau-Salon
20
GRENZERFAHRUNG
Fabian Metzner und sein schwerer Weg
30 KOMMUNALWAHL
Coburg und Landkreis
42
RESILIENZ
52
Wie sorgen wir für Stabilität?
MACHER
Marcus Geuss
58
AUSGEZEICHNET
German Design Award
62
ZIMMERGÄSTE
Erste Folge vom Podcast
88
GALERIE
Jule Anica Ohlsen Fotografie
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
ORTHO SPORT
Advertorial
Karriere mit Prinzip
INDIVIDUELLE KARRIEREWEGE BEI ORTHO SPORT
Wer medizinische Qualität auf höchstem Niveau bieten will, braucht vor
allem eines: ein starkes Team. Die überregionale Gemeinschaftspraxis
ortho sport zählt zu den renommiertesten orthopädisch-unfallchirurgischen
Adressen der Region und ist zugleich einer der größten Arbeitgeber
im medizinischen Bereich. Ein Arbeitgeberporträt.
Mit rund 40 Mitarbeitenden und einem 11-köpfigen Ärzteteam steht ortho
sport in Coburg und mit seinen Standorten in Kronach und Neustadt bei
Coburg für Kompetenz, Verlässlichkeit und ein professionelles Miteinander,
das weit über den Praxisalltag hinausreicht. Die tägliche Arbeit bei ortho
sport ist geprägt von Leidenschaft für den Umgang mit Menschen, fundiertem
Fachwissen und der Offenheit, „jeden Tag ein bisschen besser“ zu werden,
wie der Leitspruch des Teams lautet – ein Anspruch, der sich auch strukturell
widerspiegelt. So bildet die Praxis nicht nur ihre eigenen Nachwuchskräfte
in medizinischen und administrativen Berufsbildern aus, sondern verfügt
ebenfalls über die Weiterbildungsermächtigung für die Facharztausbildung
Orthopädie und Unfallchirurgie.
Dieses auf Qualität abzielende Selbstverständnis gegenüber den Patientinnen
und Patienten zeigt sich auch im Anspruch an die Rolle als Arbeitgeber.
„Unser Erfolg basiert auf den Menschen in unserem Team, die ihre Aufgaben
mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein ausfüllen“, erläutert
Doreen Ganz, Personalbeauftragte bei ortho sport. „Deshalb ist es für uns
selbstverständlich, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeitende fachlich
wie persönlich weiterentwickeln können.“
zu steuerfreien Gratifikationen über die Coburger Jobkarte. Auch das Thema
Gesundheit wird konsequent gelebt – mit betriebsmedizinischer Betreuung,
Gesundheitschecks, Impfangeboten und einer kostenfreien privaten
Krankenzusatzversicherung für alle Mitarbeitenden. Die Wertschätzung zeigt
sich zudem in fairen, überdurchschnittlichen Gehaltsstrukturen in Anlehnung
an den Tarifvertrag, mindestens 28 Urlaubstagen sowie der Möglichkeit,
Überstunden in zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Köpper betont: „Flexible
Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitmodelle – zum Beispiel auch im Rahmen
der Wiedereingliederung nach der Elternzeit - und Home-Office-Optionen
für unsere rein administrativ Tätigen tragen dazu bei, Beruf und Familie
bestmöglich zu vereinbaren.“
Gemeinsam wachsen
Seit der Gründung im Jahr 1998 wächst ortho sport kontinuierlich – getragen
von einem starken Teamgeist und klaren Zukunftsabsichten. Teamevents,
regelmäßige Mitarbeitergespräche und ein offenes Miteinander fördern den
Zusammenhalt und den engen Schulterschluss in der gesamten Mannschaft.
Soviel Teamgeist wird belohnt: Empfehlungen aus den eigenen Reihen
werden mit einem attraktiven Vermittlungsbonus honoriert. „Wir stellen
Menschen mit dem klaren Ziel ein, langfristig zusam-menzuarbeiten“, so die
Personalbeauftragte Ganz. „Wer zu uns kommt, soll gerne bleiben wollen.“
Vielfalt mit hohem Selbstanspruch
Als überregionale Gemeinschaftspraxis bietet ortho sport ein breites Spektrum
an Berufsbildern: von z. B. Medizinisch-technischen Radiologieassistenten
und Pflegefachkräften bis hin zu kaufmännischen, administrativen und
dienstleistungsorientierten Tätigkeiten. Auch die hauseigene Ausbildung von
Medizinischen Fachangestellten sowie Kaufleuten im Gesundheitswesen ist
fest im Konzept verankert. Darüber hinaus sind Abschlüsse aus angrenzenden
medizinischen oder organisatorischen Bereichen ausdrücklich willkommen –
individuelle Ein- und Umstiegsmöglichkeiten werden gemeinsam ausgelotet.
Für Assistenzärzte in der Ausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen wie
auch für erfahrene Fachärzte ist die Praxis aufgrund ihrer breiten fachlichen und
überregionalen Ausrichtung ein äußerst attraktiver Arbeitgeber in der Region.
Ein zentrales Element der Arbeitgeberphilosophie ist die kontinuierliche
Qualifizierung. Interne und externe Fort- und Weiterbildungen gehören ebenso
dazu wie der regelmäßige fachliche Austausch im Team. „Wir möchten, dass
unsere Mitarbeitenden langfristig bei uns Perspektiven sehen“, betont Mandy
Köpper, Praxisleitung bei ortho sport. „Karriere bedeutet bei ortho sport
Entwicklung – abgestimmt auf die persönlichen Ziele und Lebensphasen.“ Ein
Konzept, das besonders für zunehmend digitalisierte Praxisabläufe von großer
Bedeutung ist.
Arbeitsumfeld mit Substanz
Moderne, technisch hochwertig ausgestattete Praxisräume, zentrale
Standorte und ein freundliches Arbeitsambiente bilden die Basis für einen
vielseitigen Arbeitsalltag. Hinzu kommen umfangreiche Benefits: von Parkkostenzuschüssen
über Firmen-Bike und professionelle Praxiskleidung bis hin
Einstieg bei ortho sport
Assistenz-/Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgi (m/w/d)
Medizinische Fachangestellte
(MFA) (m/w/d)
Bürokauffrau/-mann im
Gesundheitswesen (m/w/d)
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
HOFBERICHT
Fotos: Zineb Akin
ZayPhotography
HOFBERICHT
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht,
allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos.
Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und
das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER
natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann
sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom schoen.frau-Salon
Anfang Februar im Autohaus Wormser. Mehr Informationen dazu ausführlich in unseren
Stadtgesprächen auf Seite 14.
Christina (links) und Senta, die beiden Gründerinnen von
schoen.frau, führten fröhlich durch den Salon-Abend
Mut zum Engagement: Saoussenne (links) und Aleyna vom
Team des Mentoring-Programms "MUTmacherinnen"
Der Star auf jeder Party: die Potzblitz Fotobox
MINI-Liebe:
Die beiden "schoen.frauen" auf
Spritztour - wenn auch nur im Showroom
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
HOFBERICHT
Coole Location: Der 4. schoen.frau-Salon
fand diesmal im Autohaus Wormser statt
Riesig stolz auf MINI-Kooperation: Senta (links) und
Christina mit Marketing-Leiterin Margaretha Hanft
Plus-Size-Fashion im Rampenlicht: Beim schoen.frau-Salon wurde
erstmals das neue Label VPX Senta Steinhauser präsentiert
"Phädra, in Flammen": Schauspielerin
Milena Weber gab erste Einblicke
Talkrunde: Die MUTmacherinnen haben
ihre unterstützenswerte Arbeit vorgestellt
Begeisterte Zuschauerinnen:
(von links) Martina, Iris und Katja
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
HOFBERICHT
Junge Talente sichtbar machen: Künstlerin Julia Zimmer
@paint.and.prejudice zeichnete Frauen in ihren Outfits
Netzwerken macht so viel Spaß: (von links)
Annika, Julia, Regina und Alexandra
Wein-Probe: Andrea (links) und Valerie
vom Weingut Ilmbacher Hof aus Iphofen
So schön, dass auch schon ganz junge Frauen beim schoen.frau-Salon
dabei sind: (von links) Helena, Lucy, Chiara und Linda
Sooo lecker: Das Buffet von Fusion
Catering und Eventservice
Kerstins unter sich: Die beiden Namensvetterinnen
feierten ihr Wiedersehen
Schwestern-Dream-Team:
Maya (links) und Sandra
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
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DARÜBER SPRICHT COBURG
DARÜBER SPRICHT COBURG
ALLES WIRD GUT 1
Händeschütteln als Symbol für Zusammenhalt:
Beim Neujahrsempfang der Stadt Coburg trafen sich
Bürgermeister und Vorstand des größten Arbeitgebers
der Stadt – der HUK-COBURG – in einträchtiger
Eintracht. Kein Wunder, dass der Empfang ausgerechnet
hier dort stattfand. OB Dominik Sauerteig
betonte: „Wir verdanken die hohe Lebensqualität
in Coburg vor allem den starken Unternehmerinnen
und Unternehmern und den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern der Unternehmen.“ Ein leuchtendes
Beispiel sei die HUK-COBURG: Vorstandssprecher
Klaus-Jürgen Heitmann verkündete stolz, dass
2025 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte
war: „Wir investieren einen wirklich nennenswerten
dreistelligen Millionenbetrag hier in unseren Standort
auf der Bertelsdorfer Höhe. Ja, genau so soll man
das verstehen als Signal, als Symbol für die Zukunft.“
Photovoltaik-Anlagen auf dem Parkplatz sollen künftig
zwei Drittel des Strombedarfs decken, und das
Gebäude selbst wird umfassend modernisiert. Nicht
minder beeindruckend ist die Firma Kaeser, deren
Vorsitzender Thomas Kaeser erklärte: „Unsere Philosophie
ist, hier in Coburg zu investieren und nicht
nach China oder Indien oder USA zu gehen – das hier
ist unsere Heimat.“ Sauerteig hob hervor, wie außergewöhnlich
es sei, dass Unternehmen in einer Zeit
bundesweiter Arbeitsplatzverlagerungen so massiv
am Standort festhalten. Die Botschaft des Abends:
Coburg weiß, bei wem es sich zu bedanken hat. Sparsamkeit
und sinnvolle Investitionen ermöglichen
auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten freiwillige
Leistungen, von denen andere Städte nur träumen.
Dr. Andreas Engel von der IHK betonte: „Wir brauchen
auf jeden Fall erstmal tatsächlich einen Ruck
der Reformen auf allen Ebenen. … Und da muss sich
diese positive Stimmung natürlich dann auch niederschlagen
hier bei uns am Standort.“ Auch Unternehmer
vor Ort zeigten sich optimistisch: „Die Gewerbesteuer
ist sehr niedrig, das ist schon mal das A und
O“, sagte Jessica Heß von Hörgeräte Geuter. Michael
Böhm ergänzte: „Wir profitieren von dem niedrigen
Gewerbesteuersatz und den niedrigen Lebenshaltungskosten.
Darum kriegen wir Fachkräfte aus dem
Umland und aus Großstädten.“ Oliver Löffler von der
Sparkasse Coburg-Lichtenfels resümierte: „Coburg
ist mit seinen reichhaltigen Unternehmen sehr, sehr
gut aufgestellt für die Zukunft.“ Optimismus, Zusammenhalt
und die Botschaft, dass Coburgs Unternehmen
fest in der Stadt verwurzelt sind – der Neujahrsempfang
hat genau das ausgestrahlt.
ALLES WIRD GUT 2
Zum TV-Bericht von iTVCoburg
geht’s hier: www.das-magazin.de/
laecheln-bitte/
Der Neujahrsempfang der Stadt Neustadt bei Coburg
bot auch in diesem Jahr einen würdigen Rahmen für
Rückblick, Ausblick und persönlichen Austausch.
Oberbürgermeister Frank Rebhan begrüßte zahlreiche
Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und dem
gesellschaftlichen Leben der Stadt. In seiner Ansprache
blickte er auf die Herausforderungen und Erfolge
des vergangenen Jahres zurück und würdigte insbesondere
das Engagement der vielen Ehrenamtlichen,
die Neustadt mitprägen. Gleichzeitig richtete Rebhan
den Blick nach vorn und skizzierte zentrale Themen
und Ziele für das neue Jahr. Der Empfang unterstrich
einmal mehr die Bedeutung des Miteinanders
in der Stadtgesellschaft. In angenehmer Atmosphäre
nutzten die Gäste im Anschluss die Gelegenheit zu
Gesprächen und zum Netzwerken – ein gelungener
Start ins neue Jahr für Neustadt bei Coburg.
ALLE ACHTUNG
Coburg kennt sie als Tochter von Michael Stoschek,
dem langjährigen Kopf des weltweit operierenden
Automobilzulieferers Brose. Doch Julia Stoschek hat
sich längst ein eigenes, international renommiertes
Terrain erobert: Die Videokunst. Mit einer der größten
Sammlungen weltweit zieht sie nun in Los Angeles
die Blicke auf sich. „Es war immer mein Traum,
meine Sammlung in L. A. zu präsentieren“, sagt sie in
einem langen Interview mit der „ZEIT“ und betont
die Bedeutung der Stadt für bewegte Bilder: „Von den
Stummfilmen übers Golden Age, von Hollywood bis
zu den digitalen Traumfabriken: L. A. ist die Stadt, in
der moving images produziert, konsumiert, mythologisiert
werden.“ Die Ausstellung „What a Wonderful
World“ ist eine kleine Berliner Berghain-Note in
Hollywood. Kuratiert von Udo Kittelmann, zeigt sie
ein „audiovisuelles Poem“: Jahrhundertalte Stummfilme
treffen auf Arbeiten zeitgenössischer Videokünstler
wie Anne Imhof, Lu Yang oder Arthur Jafa.
„Es ist eine zivilisationskritische Odyssee“, erklärt
Stoschek, „Geschichte, Macht, Kontrolle und natürlich
Liebe – diese Themen ziehen sich durch hundert
Jahre bewegter Bilder.“ Besonders die Konfrontation
von surrealistischen Klassikern mit aktuellen Arbeiten
illustriere, „dass Kunst Gewalt überwindet“.
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
DARÜBER SPRICHT COBURG
Politisch, sensibel, kritisch – Videokunst ist für Stoschek
wie ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen:
„Ich bin konservativ aufgewachsen, aber die
Kunst hat mir Sensibilität und Toleranz vermittelt.“
In L. A. wird die Schau kostenlos zugänglich sein,
um diesen Anspruch zu unterstreichen. Und auf die
Frage nach Hollywoods rotem Teppich antwortet sie
gegenüber dem Wochenmagazin schmunzelnd: „Ich
habe noch keine Einladung zu den Oscars.“
ÜBER ALLE BERGE
Seit einem Jahr arbeitet Ötztal Tourismus im Rahmen
seiner Kampagnen mit dem Wahl-Coburger
Andreas Leopold Schadt zusammen – diese Kooperation
wird nun um ein weiteres Jahr verlängert.
Schadt verkörpert dabei die Rolle des Ötzi und steht
als authentischer Darsteller für eine der bekanntesten
Figuren der Tiroler Geschichte.
Mit Beginn der Winterkampagne 25/26 ist Andreas
Leopold Schadt offiziell das Gesicht der Kampagne.
In der Rolle des Ötzi erkundet er das Ötztal,
besucht besondere Orte der Region und nimmt das
Publikum mit auf eine besondere Reise durch alpine
Landschaften, Traditionen und Erlebnisse. Die Inszenierung
verbindet dabei Geschichte, Gegenwart
und touristische Highlights auf moderne Weise. Aktuell
läuft die erste Winterkampagne, die bereits in
unterschiedlichen Medienformaten ausgespielt wird.
Ab Mai folgt die Veröffentlichung der Sommerkampagne,
die auf internationalen Märkten positioniert
wird und ebenfalls crossmedial umgesetzt ist. Ziel ist
es, die Marke Ötztal mit einer klaren, wiedererkennbaren
Figur weiter zu stärken und die Region emotional
und mit einer guten Prise Humor authentisch
zu präsentieren. Schadt ist in den Medien kein Unbekannter:
Früher ermittelte er als Tatort-Kommissar,
warb als markantes Testimonial für Verivox, den
Verkehrsverbund VGN – und ritt als kerniger Cowboy
für BMW Sperber aus Bamberg auf. Nun also der
Sprung in prähistorische Höhen: Wenn ein Franke
den Ötzi spielt, wird Tirol plötzlich ein kleines bisschen
Coburg.
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DARÜBER SPRICHT COBURG
ALLES FRAUEN
Der schoen.frau-Salon lockte dieses Mal fast 100
Frauen in die Räume vom Autohaus Wormser in Coburg.
Die beiden schoen.frau-Gründerinnen Christina
Hauptmann und Senta Steinhauser führten durch
den Abend und freuten sich sichtlich, ihre Philosophie
mit vielen Besucherinnen teilen zu können:
sich zu vernetzen, gegenseitig zu unterstützen und
Frauen mit ihrem Engagement noch sichtbarer zu
machen. Die Darbietungen unterstrichen das Motto
des Abends „Mut für Neues“: ein Live-Talk mit drei
Frauen des Mentoring-Projekts „MUTmacherinnen“
rund um das Thema Unterstützung von Frauen
mit Migrationshintergrund; der beeindruckende
Auftritt von Schauspielerin Milena Weber vom
Coburger Landestheater, die einen Auszug aus dem
aktuellen Stück „Phädra, in Flammen“ zum Besten
gab sowie die Modenschau des neu gegründeten
Plus-Size-Labels vpx Senta Steinhauser. Anregende
Gespräche wurden geführt, neue Kontakte geknüpft
sowie um die Wette gelächelt vor der Fotowand der
Potzblitz-Fotobox. Geschlemmt wurde am Buffet
von @fusion_catering_eventservice, leckeren Wein
gab es vom Weingut Ilmbacher Hof, coole Cocktails
von der Velo.Bar. DJ YELLO @itsyell.o heizte den
Frauen auf dem Dancefloor ein – ein rundum schöner
Abend, der einmal mehr zeigte, wie wichtig und
wohltuend es ist, wenn Frauen sich verbinden.
Mehr Fotos im Hofbericht auf Seite 10.
ALLES GESCHAFFT
Wenn jemand fast fünf Jahrzehnte Berufsleben hinter
sich hat, darf man getrost von einer kleinen Institution
sprechen. Genau das ist Sabine Quinger für die
vbw in Coburg. Zum Jahresende 2025 verabschiedet
sie sich in den Ruhestand – nach 25 Jahren, in denen
sie als Assistentin des Geschäftsführers das Gesicht,
Gedächtnis und organisatorische Rückgrat des Verbandes
war. Am 17. April 2000 begann ihr Kapitel
beim Verband der Bayerischen Wirtschaft vbw. Mit
ihrem Abschied endet eine Ära. Für den neuen Lebensabschnitt
wünscht ihr die vbw vor allem eines:
Zeit für all das, was bisher warten musste.
ALLES NEU
Wie sieht die Zukunft einer Siedlung aus, die eigentlich
längst zur Vergangenheit gehört? Zwischen Karl-
Türk-Straße und Scheuerfelder Straße erstreckt
sich der Scheuerfelder Hang – eine jener typischen
Zeilenbausiedlungen, wie sie in den 1950er- und
60er-Jahren überall in Deutschland entstanden:
praktisch, schnörkellos, solide. Heute jedoch stellen
sich neue Fragen: Wie lebt man zeitgemäß in solchen
Quartieren? Wie lassen sich alte Strukturen energetisch,
sozial und architektonisch neu beleben? Genau
hier setzt die Ausstellung „Raum für Mehr: Der
Scheuerfelder Hang“ an. Im „Haus am See“ zeigen
13 Architekturstudierende der Hochschule Coburg
ihre Ideen für den Um- und Weiterbau des Viertels.
Keine fertigen Masterpläne, sondern gedankliche
Versuchsfelder: mutige Ergänzungen, überraschende
Umbauten, neue Wege der Nutzung. „Transformation
als gemeinsamer Prozess“ nennt Professorin
Anja Ohliger diesen Ansatz – und tatsächlich wirken
die Entwürfe wie Einladungen zum Weiterdenken.
Organisiert wird die Schau von der Wohnbau Stadt
Coburg, die im Gebiet rund 200 Wohnungen betreut
und nun den nächsten Schritt plant: einen städtebaulichen
Rahmenplan, der in den kommenden Jahren
Grundlage für eine langfristige Entwicklung sein
soll. Zehn bis fünfzehn Jahre, schätzt Technikchef
Ullrich Pfuhlmann, werde die Umsetzung dauern.
Ein Marathon also – aber einer mit Perspektive. Seit
2009 hat sich im Rahmen der „Sozialen Stadt“ bereits
einiges getan: Das Bürgerhaus, neue Arztpraxis, frische
Bauten. Die studentischen Arbeiten knüpfen
daran an und zeigen, dass selbst scheinbar vertraute
Orte noch reichlich Raum für Mehr bereithalten. Die
Ausstellung „Raum für Mehr: Der Scheuerfelder
Hang“ bis 31. März im Haus am See, Wüstenahorn,
zu sehen.
16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
DARÜBER SPRICHT COBURG
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CO2-Emissionen kombiniert: 147 g/km; CO2-Klasse: E; Leistung: 115 kW
(156 PS); Hubraum: 1.499 cm; Kraftstoff: Benzin. Abbildung zeigt
Sonderausstattungen.
Manche Gebäude altern, andere werden mit jedem Jahrhundert nur bedeutender.
Die Veste Coburg gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Hoch über der Stadt
thronend, war sie Burg und Residenz der Grafen von Henneberg, kursächsisches
Bergschloss und Luther-Zuflucht, später ernestinische Landesfestung im Dreißigjährigen
Krieg – und schließlich ein Paradebeispiel der Burgenrenaissance.
Kaum ein deutsches Baudenkmal hat so viele Rollen gespielt. Der Name „Koburk“
taucht bereits im 11. Jahrhundert in Urkunden auf, doch erst 1225 wird
eine steinerne Burg erwähnt. Genau in diese Zeit fallen, wie neueste Forschungen
zeigen, die baulichen Anfänge der heutigen Anlage. Das 800-jährige Jubiläum bot
im letzten Jahr Anlass für eine große Ausstellung und jetzt für ein Buch, das die
Geschichte des Festungsbergs noch einmal gründlich unter die Lupe nimmt: Im
umfangreichen Jahrbuch „Burg, Schloss, Fränkische Krone – 800 Jahre Veste Coburg“
zeichnen Fachautoren die Entwicklung von der frühgeschichtlichen Besiedelung
bis zu modernen denkmalpflegerischen Maßnahmen nach. Viele Bauphasen
werden präziser datiert, manche Zusammenhänge erstmals neu gedeutet. Ein
opulentes Werk – und eine würdige Verneigung vor einem Wahrzeichen.
„BURG, SCHLOSS, FRÄNKISCHE KRONE – 800 Jahre Veste Coburg“, Jahrbuch
der Coburger Landesstiftung, 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen,
Preis: 45 Euro.
Autohaus Wormser GmbH Coburg
Niorter Str. 8
96450 Coburg info-co@mini-wormser.de
Tel.: 09561/8725-0
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
DARÜBER SPRICHT COBURG
Mannschaften in beiden Ligen an, dazu Formationen
der Hobbyliga. Ein prall gefüllter Turniertag also, bei
dem Eleganz, Rhythmusgefühl und Teamgeist im
Mittelpunkt stehen. Für den Gastgeber gehen gleich
zwei Teams an den Start: Das A-Team der Erwachsenen
präsentiert seine neue Choreographie „Don’t
Stop Believing“, während das junge B-Team zu „The
Greatest Showman“ über die Fläche wirbelt. Die
Konkurrenz kommt aus München, Nürnberg, Weiden,
Zürich und weiteren Tanzhochburgen. In der
Regionalliga kämpfen Formationen aus Wasserburg,
Altenburg und anderen Städten um den Sprung in
die 2. Bundesliga – Spannung bis zur letzten Drehung
ist garantiert. Ein Fest für Sportfreunde und
Tanzbegeisterte gleichermaßen.
Es ist nicht so, dass der COBURGER ein Problem
mit Coburger Traditionen hat, ganz und gar nicht,
ganz im Gegenteil: Wir lieben Coburg und seine
Spezialitäten, auch wenn beim aufmerksamen Lesen
und Betrachten der Ausgaben Coburger 71 und
72 der Eindruck entstehen könnte, wir hätten ein gespaltenes
Verhältnis zur Vestestadt: Einmal mogelte
sich ausgerechnet in eine Geschichte über eines der
Nationalgerichte der Coburger, den Coburger Rutscher,
ein falsches Bild, und zwar ein Bild von einem
festen bayerischen Knödel, der so gar nichts mit der
weichen Struktur eines wohlschmeckenden Coburger
Rutschers zu tun hat. Falscher könnte ein Bild
nicht sein, stellte auch (vermutlich nicht nur ein) Leser
fest, in diesem Fall aus Seßlach, der sein erzürntes
Missfallen über unseren Fehler am Telefon nur
Aktuelle Infos und Tickets gibt es unter:
www.tv-ketschendorf.de/tanzen.
ALLES HIN
Wenn das Parkett bebt und Glitzerstaub in der Luft
liegt, dann ist wieder Zeit für Lateintanz in Bestform.
Am 28. März wird Coburg erneut zur Bühne für ein
sportliches Großereignis: Der TV Coburg-Ketschendorf
richtet das Saisonfinale der Landesliga und Regionalliga
Süd Bayern aus – ein echtes Heimspiel
mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. In der
Turnhalle der Pestalozzischule treten jeweils neun
ALLES FALSCH
Falscher Rutscher
Hörnlein & Feyler PartmbB
Kasemenstraße 14
96450 Coburg
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Unsere Anwälte
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Fachanwaltschaft im Sinne der FAO
18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
DARÜBER SPRICHT COBURG
mühsam unterdrücken konnte. Wir haben versprochen,
uns dafür in aller Form zu entschuldigen, was
wir hiermit tun. Es soll nicht wieder vorkommen,
Rutscher bleibt Rutscher. Aber als ob es nicht genug
wäre, unterlief uns in der folgenden Ausgabe in unserer
Geschichte über die Coburger Schmätzchen
des Coburger Hoflieferanten Lebkuchen Feyler ein
orthographisches Durcheinander: Im Text tauchte
neben dem richtigen Namen „Feyler“ auch mehrfach
die völlig falsche Schreibweise „Pfeiler“ auf. Die Ursache
war schnell gefunden, die KI hatte bei einem
Korrekturlauf den Text verschlimmbessert, beim
nachfolgenden eigenen Korrigieren haben wir einige
falsche Schreibweisen korrigiert, andere nicht.
Das hätte nicht passieren dürfen, ist es aber doch, dafür
wollen wir uns auch ganz herzlich entschuldigen
und die vielen Köstlichkeiten neben den Coburger
Schmätzchen, vor allem die leckeren Lebkuchen aus
dem Hause Feyler wärmstens empfehlen. Ein Einkauf
online und vor allem auch vor Ort in der Rosengasse
in Konditorei und Café lohnt sich.
Coburger Land. Mit vielen Bildern, die Lust machen
auf einen Besuch in der Region. Herzlich willkommen.
ALLES GUT
Zum Schluss: Danke an die Landlust: „Bilderbuchland“
nennt sie eine ausführliche Geschichte über das
Hörakustikermeisterin
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 19
GRENZERFAHRUNGEN
Redaktion: Wolfram Hegen
Fotos: Julian Barthel
UNTRAGBAR
fabIan MetZneR
unD seIn
schWeReR Weg
Manchmal braucht es keinen großen Plan, sondern nur einen
ersten Schritt. Für Fabian „Fabser“ Metzner wurde der Goldbergsee
zum Wendepunkt seines Lebens. Dort begann er mit
277 Kilogramm seinen besonderen Weg. Eine Geschichte über
Mut, Demut und die Kraft der Ausdauer.
Der Goldbergsee liegt still an diesem kühlen Morgen. Ein paar Enten ziehen ihre Bahnen, dürres
Geäst streckt seine Fühler in den winterlichen Himmel, Spaziergänger umrunden wie jeden Tag
das Wasser. Doch etwas ist anders: Auf dem Parkplatz steht ein kräftiger Zweimeterhüne, vor sich
eine Schubkarre, darin acht Kästen Bier. „Ich wollte mir einfach noch einmal vor Augen führen,
was 110 Kilo wirklich sind”, sagt er. Über einhundert Kilogramm - soviel Gewicht hat er über zwei
Jahre hin abgespeckt. Er atmet tief durch, legt die Hände auf die Griffe, hebt an - und läuft los.
COBURGER | DAS MAGAZIN 21
GRENZERFAHRUNGEN
Vor gut zwei Jahren wog Fabian “Fabser” Metzner 277 Kilogramm. Ein Gewicht,
das sein ganzes Leben bestimmte. „Diese 100 Kilo, die hatte ich ja in jeder
Situation, beim Schuhe anziehen, beim Aufstehen, bei jedem Schritt.“ Der Alltag
war schwer geworden, im wörtlichen Sinn. Energie sparen, Wege vermeiden,
Pausen einlegen – das war Normalität. Bis zu jenem Morgen, an dem er aufwachte
und spürte: Jetzt muss sich etwas ändern. Ohne großen Plan fuhr er damals
zum Goldbergsee. „Ich hatte vorher keinen besonderen Bezug zu diesem Ort“,
sagt er heute. „Ich bin einfach hingefahren und losgelaufen.“ Weit kam er nicht.
Nach wenigen hundert Metern stand er erschöpft am Staudamm.
„Da ging nichts mehr. Ich habe überlegt,
ob ich mir ein Taxi rufe.“
Ein Moment der Verzweiflung – und gleichzeitig der Anfang von allem. Fabian
ging trotzdem weiter. Langsam. Sehr langsam. Und am nächsten Tag wieder.
Und am übernächsten. „Für mich war diese Kontinuität das Entscheidende“,
sagt er. „Ich gehe da jeden Tag hin, komme, was will.“ Kein Alkohol mehr, eine
andere Ernährung – aber vor allem Bewegung, Tag für Tag. Keine Wunderdiät,
keine radikale Kur. Nur viele kleine Schritte. So verlor er innerhalb von zwei
Jahren mehr als hundert Kilogramm. „Die neue Leichtigkeit hat mir möglich gemacht,
dass ich vieles wieder machen konnte, was lange unmöglich war.”
Um sich noch einmal bewusst zu machen, welchen Weg er schon geschafft hatte,
entstand die Idee, das alte Gewicht noch einmal zu spüren. Am gleichen Ort,
bei ähnlichem Wetter, mit den gleichen Gefühlen. Doch die Realität holte ihn
schnell ein. Die acht Bierkästen zu tragen – unmöglich. „Keine Chance. Vielleicht
habe ich es einen Millimeter hochbekommen.“ Auch der Versuch mit einem
schweren mit Bierflaschen vollgepackten Rucksack und zwei Kästen in den
Händen links und rechts scheiterte. Am Ende blieb die Schubkarre. Ein Kompromiss
– und trotzdem ein Kraftakt. Zweieinhalb Kilometer mit über 100 Kilogramm
Mehrgewicht - heute fast untragbar, vor zwei Jahren noch Alltag.
Was er bei seinem Selbstversuch fühlte, überraschte ihn selbst. „Ich bin davon
ausgegangen, dass sich Stolz einstellt“, sagt Fabian. „Das war gar nicht so.“
„Ich war nachhaltig erschüttert,
was ich mir selbst zugemutet habe.“
22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
GRENZERFAHRUNGEN
Die Runde um den See wurde zu einer emotionalen Zeitreise. Erinnerungen an
Tage, an denen jeder Schritt ein Kampf war. An Momente, in denen er glaubte,
es niemals schaffen zu können. Und an die Erkenntnis, wie weit er inzwischen
gekommen ist. „Das war sehr emotional“, sagt er leise. „Das hat mir noch einmal
gezeigt, was ich jahrelang mit mir herumgetragen habe.“
Heute ist Fabian ein anderer Mensch. Leichter, beweglicher, freier. Aber er weiß:
Der Weg ist noch nicht zu Ende. „Ich bin eigentlich mittendrin“, sagt er offen.
Das nächste große Ziel wartet bereits: ein Halbmarathon im März. Seine Reise
will er in einer Dokumentation festhalten. Nicht als Heldengeschichte, sondern
als ehrlichen Bericht. „Ich bin die ersten anderthalb Jahre einfach nur um den
See spaziert. Das ist keine Hochglanz-Sportleistung. Aber es hat funktioniert.“
Er möchte zeigen, dass Veränderung möglich ist – auch ohne perfekte Voraussetzungen.
Dass Ausdauer stärker ist als Motivation. Und dass man sich nicht schämen
muss für einen langen Weg. „Viele fühlen sich inspiriert“, sagt Fabian. „Das
ist mir manchmal noch ein bisschen unangenehm. Aber wenn meine Geschichte
jemandem hilft, dann hat sie einen Sinn.“
Wenn er heute um den Goldbergsee läuft, ohne Last auf den Schultern, dann ist jeder
Schritt ein stiller Sieg. Einer über alte Gewohnheiten, über Zweifel, über Angst.
„Ich hatte keinen Plan –
ich bin einfach losgelaufen.“
Der Link zum Film
auf iTVCoburg:
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 23
Schloss Ahorn
Weißabgleich
Fotostrecke
Winter in der Region
von Val Thoermer
Bei Schloss Hohenstein
Wasserschloss Untersiemau
Die Arkaden in Coburg
Blick in Richtung Herrngasse in Coburg
KOMMUNALWAHLEN
Demokratie beginnt
vor der Haustür
WARUM KOMMUNALWAHLEN MEHR SIND
ALS EIN KREUZ AUF DEM STIMMZETTEL
Wahlen sind das Herzstück jeder Demokratie. Sie sind
Ausdruck des freien Bürgerwillens, geben politischen
Entscheidungen Legitimation und sorgen dafür,
dass Macht nur auf Zeit verliehen wird. Wer wählt,
bestimmt mit – und wer gewählt wird, erhält den
Auftrag, im Namen der Gemeinschaft zu handeln.
Ohne Wahlen gäbe es keine demokratische Kontrolle,
keine Verantwortung und keine Möglichkeit, politische
Richtungen friedlich zu verändern.
30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
COBURG
Am unmittelbarsten erleben Menschen Demokratie jedoch nicht im
Bundestag oder im Landtag, sondern vor ihrer eigenen Haustür. Kommunalwahlen
sind die Basis der demokratischen Ordnung. Hier wird
entschieden, wer die Stadt oder Gemeinde in den kommenden Jahren
lenkt – und damit auch, wie das ganz konkrete Lebensumfeld gestaltet
wird. Die Kommune ist in der vertikalen Gewaltenteilung von Bund,
Ländern und Gemeinden die Ebene, die dem Alltag der Menschen am
nächsten ist.
Ob Müllabfuhr, Straßenverkehr, öffentlicher Nahverkehr, schnelles Internet,
Wohnungsbau, Schulen, Kindergärten oder Sportanlagen – kaum
ein Bereich des täglichen Lebens kommt ohne kommunale Entscheidungen
aus. Wenn eine Straße saniert wird, ein neues Baugebiet entsteht
oder ein Kindergartenplatz fehlt, dann sind es Stadt- und Gemeinderäte,
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die darüber entscheiden. Sie legen
fest, wofür Geld ausgegeben wird, welche Prioritäten gesetzt werden
und wie sich ein Ort entwickelt.
Genau deshalb haben Kommunalwahlen eine so große Bedeutung. Sie
bestimmen, wer diese Verantwortung trägt – und welche politischen
Ideen vor Ort umgesetzt werden. Jede Wahl ist damit auch ein Vertrauensvotum:
für Personen, Programme und Zukunftsvorstellungen.
Gleichzeitig erinnern Wahlen die Gewählten daran, dass ihre Macht nur
geliehen ist. Spätestens bei der nächsten Wahl müssen sie sich erneut
dem Urteil der Bürgerinnen und Bürger stellen.
Demokratie lebt vom Mitmachen. Wer nicht wählt, überlässt anderen
die Entscheidung. Wer aber sein Kreuz setzt, gestaltet aktiv mit, wie das
eigene Lebensumfeld aussieht. Gerade auf kommunaler Ebene ist der Zusammenhang
zwischen Stimme und Ergebnis besonders sichtbar. Hier
zeigt sich, dass Politik nichts Abstraktes ist, sondern den Alltag jedes
Einzelnen betrifft.
Kommunalwahlen sind deshalb weit mehr als ein formaler Akt. Sie sind
gelebte Demokratie – dort, wo sie am meisten zählt: im direkten Umfeld
der Menschen.
Am 8. März sind
KOMMUNALWAHLEN.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 31
KOMMUNALWAHLEN
Ring Frei
SAUERTEIG
SPD
HEEB
PRO
COBURG
OB-KANDIDATEN DUELLIEREN
SICH BEIM REGIONENTALK
Fünf der insgesamt neun OB-Kandidaten hatten die
Gelegenheit, sich beim Regionentalk der Sparkasse Coburg
– Lichtenfels von iTVCoburg in Kooperation mit dem
Coburger Tageblatt und Radio EINS zu präsentieren - die
Kandidaten der Parteien oder Wählergruppierungen, die
in Fraktionsstärke im aktuellen Coburger Stadtrat sitzen.
Die Veranstaltung im Gemeindesaal von St. Augustin stieß
sowohl bei den per Zufallsgenerator aus den mehr als
GUNSENHEIMER
FREIE
WÄHLER
doppelt so vielen Interessenten ausgelosten Gästen im Raum, als auch im Rahmen
der ausführlichen Nachberichterstattung über die drei Coburger Medien auf
großes Interesse. Die über 75 Minuten liefern einen Eindruck, welche Themen den
Kandidaten wichtig sind und vor allem auch wie sie rüberkommen. Hier wichtige
Aussagen aus der fünfköpfigen Kandidatenrunde, redaktionell zur besseren
Lesbarkeit leicht bearbeitet.
HAUPT
DIE GRÜNEN
HARTAN
CSU
Nachtleben
HEEB: Wenn wir junge Menschen anziehen wollen, müssen wir auch
was bieten, wir müssen was im Schaufenster haben. Also wir können
nicht immer nur sagen, ja wir brauchen junge Menschen in der Stadt,
die dürfen wir aber nicht hören, nicht sehen und nicht fühlen, das wird
nicht hinhauen.
HARTAN: Es ist klar, wir sind in der Innenstadt, das ist nicht so
still wie auf dem Land, das muss man wissen, wenn man da hinzieht.
Gleichwohl ist es natürlich ein Geben und ein Nehmen und man muss
es ja auch nicht übertreiben.
SAUERTEIG: Nur ist es halt in einer Gesellschaft auch so, dass man
nur vermitteln kann, wenn Menschen auch tatsächlich gesprächsbereit
sind. Und an dieser Gesprächsbereitschaft, das können sie mir glauben,
daran arbeiten wir mit Engelszungen, dass wir da wieder miteinander
reden und nicht übereinander und nicht gegeneinander und uns nur
vor Gerichten auch tatsächlich treffen.
HAUPT: Junge Leute sind junge Leute, die wollen natürlich auch
mal feiern, und ein attraktiver Studienort ist dann ein attraktiver
Studienort, wenn es auch was gibt, wo man mal abhängen kann,
wo man mal ausgehen kann und so weiter – und da ist der Steinweg
natürlich ein wichtiger Punkt.
GUNSENHEIMER: Ich bin der festen Überzeugung, wir müssen
in ganz bestimmten Bereichen, wie jetzt im Fall Steinweg, viel früher
aufeinander zugehen, weil das, dass irgendwann mal ein Problem
werden kann, hätte man auch schon vor mehr als einem halben Jahr
wissen können.
Sicherheit
HARTAN: Und heutzutage ist es natürlich so, dass man
Überwachungen auch KI-gestützt vornehmen kann, die Polizei
braucht also gar nicht so viel Personal dafür herzunehmen, weil man
natürlich dann, wenn jemand ungewöhnliche Bewegungen macht,
Meldungen bekommt – so etwas gibt es mittlerweile. Und wir sollten
also auch hier, wenn es uns am Bahnhofsplatz geglückt ist, das auch
mit der Polizei in guter Zusammenarbeit am Steinweg hinbekommen.
HAUPT: KI – alles gut und schön, ich kenne das und man kann das
sicher für manches einsetzen, aber ganz zum Schluss muss halt einer
um die Ecke stehen, der sagt: Pass mal auf, Freunde, jetzt ist Ruhe hier.
Und da hilft die Kamera nur mittelmäßig und die KI auch nur ganz
mittelmäßig.
GUNSENHEIMER: Dort, wo wir tatsächlich ein Problem haben,
brauchen wir echte Menschen. Also die Polizei, den Sicherheitsdienst
der Stadt, wo wir sagen: Es muss ein echter Mensch als Ansprechpartner
da sein, der sagt: Hey, pass auf, da passiert gerade was.
HEEB: Und ich persönlich möchte nicht in einer KI-überwachten
Stadt leben, wo ich nicht weiß, was, wann, wo, wie ausgewertet wird.
SAUERTEIG: Wenn die Polizei an der Stelle in ihrer eigenen
Zuständigkeit Maßnahmen ergreifen möchte, dann sind wir als Stadt,
ich als Stadtspitze, als Oberbürgermeister, immer gerne auch bereit,
mit der Polizei sehr konstruktiv zusammenzuarbeiten.
32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
COBURG
Wohnen
SAUERTEIG: Wir haben Flächen, die wir rechtzeitig gesichert
haben, und wenn jetzt endlich dann von Bund und Land wieder
Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau und für bezahlbares
Wohnen auf den Markt kommen, dann sind wir natürlich auch
gesprächsbereit, das nicht nur als Wohnbau zu machen, sondern auch
städtische Flächen für Genossenschaften und andere Investoren zur
Verfügung zu stellen.
HARTAN: Ein Mietpreisdeckel ist natürlich kontraproduktiv.
Im Übrigen ginge das ja in Coburg gar nicht, weil wir gar keinen
Mietpreisspiegel haben – den könnten wir also gar nicht einsetzen.
Und alle Städte, die es bislang gemacht haben, sind damit auf die Nase
gefallen.
HEEB: So eine Mietpreisbremse in Coburg kann ich mir nicht
vorstellen aus einem einfachen Grund: Welcher Investor würde da
noch investieren, wenn wir ihm die Mieten vorschreiben?
HAUPT: Wenn wir Energiepreise haben, die steigen, dann kann sich
zwar jemand noch die unter fünf Euro Kaltmiete leisten, aber vielleicht
die Warmmiete nicht mehr. Und deswegen muss man schon immer
auch über die Warmmiete nachdenken.
GUNSENHEIMER: Tatsächlich ist die Baugenehmigungsbehörde
so aufzustellen, dass es zu keinen Verzögerungen in dem Bereich
kommt. Also da muss die Stadt auf jeden Fall sicherstellen, dass es da
entsprechend durchflutscht.
Frauen in der Politik
GUNSENHEIMER: Frauen müssen sich rechtfertigen. Frauen
werden gefragt: Traust du dir das zu? Schaffst du das? Kriegst du das
auf die Reihe? Hast du dir das gut überlegt? Und diese Fragen kommen
von anderen Frauen natürlich, aber vor allem von Männern. Und ganz
ehrlich: Es ist eine Schande für die Männer des 21. Jahrhunderts, dass
wir das heute besprechen müssen.
SAUERTEIG: Ich glaube, das ist ein Thema, was wir als
Gesamtgesellschaft insgesamt miteinander bereden müssen – ob wir
es nicht auch ermöglichen können, dass man in gewählten Ämtern
eben nicht 24/7, 365 Tage im Jahr erreichbar sein muss und damit den
Rahmen, glaube ich, für alle Männer und Frauen und die, die sich dem
dritten Geschlecht zugeordnet fühlen, besser machen.
HAUPT: Also wir stellen paritätisch auf – und zum Schluss landen
vier Männer und zwei Frauen oder fünf Männer und eine Frau. Und
deswegen geht es schon auch durchaus an die Wählerinnen, vielleicht
auch zu sagen: Mensch, der traue ich das auch zu. Und nicht nur den
grauhaarigen Männern, die wir halt hier so zum Teil auch sitzen.
HARTAN: Und das ist auch ein gesellschaftliches Problem, dass
es heutzutage, gerade in den sozialen Medien, auch schon bei den
Kommunalpolitikern so hoch hergeht, dass dann viele sagen: Nein,
also beim besten Willen, das tue ich mir nicht an.
HEEB: Der Wähler hat es in der Hand – und da kann ich nur
auffordern: Schaut auf die Listen und wählt die Frauen. Und dann sind
sie auch im Stadtrat und dann reden sie auch mit.
Klima
HAUPT: Wir haben ein integriertes Stadtklimakonzept. Wir haben
einen Rahmenplan, wir haben sogar einen Klimaaktionsplan gehabt.
Also wir sind auf dem Papier, sagen wir mal, top. Ich würde mir
wünschen, dass wir davon jetzt auch endlich mal ein bisschen mehr
umsetzen.
HEEB: Die Ungeduld von Wolfram Haupt verstehe ich. Die tut uns
auch gut, weil der schiebt uns immer ein bisschen von hinten, dass wir
das tatsächlich machen. Oder generell – das ist schon richtig. Aber auf
der anderen Seite verstehe ich es natürlich auch: Wir können nicht
alles auf einmal tun.
HARTAN: Wir geben für eine Klima-Unit mit sechs Mitarbeitern
pro Jahr eine Million Euro aus. So, jetzt muss man mal die Bürgerinnen
und Bürger fragen, was davon bei ihnen schon angekommen ist. Was
haben sie gemerkt – außer vielleicht sieben Platanen am Markt, die
dann das Grünflächenamt gepflanzt hat? Aber ist der Aufwand zum
Nutzen gerechtfertigt?
GUNSENHEIMER: Insofern muss man eine sehr deutliche
Absage erteilen an jegliche Streichkonzepte von Seiten des Kollegen
Hartan. Wenn wir was erreichen wollen, muss der Output der Klima-
Unit erhöht werden.
SAUERTEIG: Denn Klimaschutz und Klimafolgenanpassung, das
sind für uns als Kommune, da wären wir wieder bei den freiwilligen
Leistungen, Bereiche, für die es keine ausreichende Finanzierung von
Bund und Land gibt.
Die wichtigsten
Statements:
Die komplette
Sendung:
Die Umfrage:
DEN REGIONENTALK DER SPARKASSE
COBURG – LICHTENFELS VON ITVCOBURG IN
KOOPERATION MIT DEM COBURGER TAGEBLATT
UND RADIO EINS GIBT ES SEIT 2007. ÜBER 40-
MAL HAT ER SEITHER STATTGEFUNDEN. ER IST
DAMIT EINE DER TRADITIONSREICHSTEN UND
ERFOLGREICHSTEN TALKRUNDEN IN BAYERN.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
KOMMUNALWAHLEN
Wo was wann?
KOMMUNALWAHL 2026 IN
STADT UND LANDKREIS COBURG
Am 8. März 2026 entscheiden die Bürgerinnen
und Bürger in Stadt und Landkreis Coburg
über die politische Zukunft ihrer Region. Im
Mittelpunkt steht dabei die Vestestadt Coburg:
Als wirtschaftliches, gesellschaftliches und
kulturelles Oberzentrum ist sie das Zugpferd
für das gesamte Umland. Wer künftig als
Oberbürgermeister die Stadt führt und wie
sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat
gestalten, hat daher Bedeutung weit über die
Stadtgrenzen hinaus.
In Coburg treten mehrere Kandidatinnen und Kandidaten an, um
das höchste kommunale Amt zu übernehmen:
· Dominik Sauerteig (SPD)
· Hans-Herbert Hartan (CSU)
· Wolfram Haupt (Bündnis 90/Die Grünen)
· Jürgen Heeb (ProCoburg)
· Christian Gunsenheimer (Freie Wähler/CSB)
· Erich Wohnig (ÖDP)
· Michael Gebhardt (AfD)
· Joachim Hoppe (Die Linke)
· Michael Zimmermann (FDP)
Insgesamt kämpfen also neun Bewerber um den Chefsessel im
Rathaus. Unter ihnen keine Frau.
SO
funktioniert
DES OBERBÜRGERMEISTERS
DIE WAHL
Die Wahl ist vergleichsweise einfach: Jede wahlberechtigte Person
hat genau eine Stimme. Erhält ein Kandidat im ersten Wahlgang
mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, ist er direkt gewählt.
Gelingt dies niemandem, kommt es am 22. März 2026 zu einer
Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern.
Stadtrat
AUCH DER WIRD NEU GEWÄHLT
Neben dem Oberbürgermeister wird am 8. März auch der Coburger
Stadtrat neu bestimmt. Insgesamt 11 Listen treten an, auf denen
sich zusammen 378 Kandidatinnen und Kandidaten finden. Zu
vergeben sind 40 Sitze. Für die Stadtratswahl stehen jeder Wählerin
und jedem Wähler 40 Stimmen zur Verfügung, die auf einzelne
Personen oder Listen verteilt werden können.
PRAKTISCHE Informationen
FÜR WÄHLERINNEN UND WÄHLER
Damit die Stimmabgabe reibungslos funktioniert, stellt z.B. die
Stadt Coburg umfangreiche Informationen bereit: Dort finden
sich ein Erklärvideo, ein Teststimmzettel, sowie alle Details zu
Wahllokalen und Öffnungszeiten. Auch die Briefwahl kann bequem
online beantragt werden. Die Online-Beantragung ist bis 3. März
2026 möglich. Bis 6. März 2026 können Unterlagen außerdem noch
persönlich im Rathaus abgeholt werden – auf Wunsch kann dort
auch direkt gewählt werden.
Alle Informationen rund um Wahlverfahren,
Stimmabgabe und Serviceangebote finden
sich auf der Website der Stadt Coburg:
WER MÖCHTE
Landrat WERDEN?
Parallel zur Wahl in der Stadt entscheidet auch der Landkreis
Coburg über seine politische Führung. Um den Posten des Landrats
wetteifern:
· Sebastian Straubel (CSU/Landvolk)
· Carsten Höllein (SPD)
· Achim Sandmann (ÖDP)
· Claudia Carl (Die Linke)
Darüber hinaus werden im Landkreis der Kreistag sowie in fast
allen Gemeinden neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister
sowie Gemeinde- und Stadträte gewählt.
Am 8. März sind
KOMMUNALWAHLEN.
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
THEMA
Frisch.
Echt.
Sauerteig.
7
OB Dominik Sauerteig –
immer die richtige Wahl.
Liste 5
www.coburgfüralle.de
Politische Werbung – Rechtliche Infos und Transparenzbekanntmachung
Wir sind
Mehr zur CO2-Kompensation unserer Wahlkampagne unter www.coburgfüralle.de/nachhaltigkeit
nach TVO 2024/900 unter www.coburgfüralle.de/kampagneninfos
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
GEMEINSAM KANN COBURG MEHR.
Politik ist ist keine Einzelleistung. Coburg lebt vom Engagement vieler, die anpacken und Verantwortung übernehmen.
Hinter unserem OB-Kandidaten Hans-Herbert Hartan steht ein starkes Team, die Stadtratskandidaten der CSU Coburg
Stadt: engagierte Bürgerinnen und und Bürger, jung und erfahren, aus allen Bereichen unserer Stadt. Gemeinsam treten wir an,
um um Coburg nicht nur nur zu zu verwalten, sondern wieder zu zu gestalten. Für unsere Bürger. Für unsere Zukunft. Für unser
Coburg.
Hans-Herbert
Hans-Herbert
Hartan
Hartan
Anna-Carina
Anna-Carina
Heß
Heß
Kurt
Kurt
Knoch
Knoch
Barbara
Barbara
Kammerscheid
Kammerscheid
Winnie
Winnie
Hannusch
Hannusch
Roland
Roland
Eibl
Eibl
Maximilian
Maximilian
Forkel
Forkel
Terzo
Terzo
Pfadenhauer
Pfadenhauer
Mathias
Mathias
Zimmer
Zimmer
Stefan
Reingruber
Stefan
Reingruber
Clarissa
Schultheiß
Clarissa
Schultheiß
Sebastian
Sebastian
Spindler
Spindler
Anja
Falkowski
Anja
Falkowski
Jens-Uwe
Jens-Uwe
Peter
Peter
Heike
Heike
Meyer
Meyer
Markus
Markus
Seufert
Seufert
Patrick
Patrick Mohr
Mohr
Claus
Glodschei
Claus
Glodschei
Oliver
Oliver Lederer
Lederer
Florian
Florian Freytag
Freytag
Julian
Julian Speer
Speer
Annemarie
Annemarie
Keul-Weber
Keul-Weber
Marco
Cestone Marco
Cestone
Dr. Giorgio
Dr. Cumbat Giorgio
Cumbat
Dr. Peer
Dr. Medau Peer
Medau
Viola
Viola Götzl
Götzl
Dr. Iyad
Dr. Deeb Iyad
Deeb
Prof. Dr. Martin
Prof. Dr. Prechtl Martin
Prechtl
Dr. Rudolf
Dr. Bartunek Rudolf
Bartunek
Holger
Holger Bender
Bender
Helga
Helga Kilian
Kilian
Oliver
Krummholz Oliver
Krummholz
Monty
Monty Hannusch
Hannusch
Dr. Peter
Dr. Peter Neu
Neu
Dr. Stefan
Dr. Stefan Wulf
Wulf
Prosper Bruno
Prosper Iniengo Bruno
Iniengo
Jan
Pussert Jan
Pussert
Dr. Thomas
Dr. Scheller Thomas
Scheller
Stefanie
Schneider
Stefanie
Schneider
Hans-Joachim
Hans-Joachim
Pfadenhauer
Pfadenhauer
AM
AM
8.
8.
MÄRZ
MÄRZ
2026
2026
TEAM TEAM HARTAN HARTAN WÄHLEN! WÄHLEN!
PROGRAMM
PROGRAMM
KANDIDATEN
KANDIDATEN
KONTAKT
KONTAKT
INFOS
INFOS
Politische Werbung. Sponsor: CSU Kreisverband Coburg-Stadt,
36 COBURGER | DAS MAGAZIN
Löwenstraße 11, 96450 Coburg. Transparenz: s. QR-Code
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
OBERBÜRGER-
MEISTER FÜR
COBURG
HANS-HERBERT
HANS-HERBERT
HARTAN
HARTAN
Hans-Herbert Hartan steht für eine Politik, die beim
Hans-Herbert
Menschen ansetzt.
Hartan
Verantwortung
steht für eine
heißt
Politik,
für
die
ihn
beim
zuhören,
Menschen
abwägen und
ansetzt.
dann
Verantwortung
entscheiden – mit
heißt
Herz,
für ihn
Hirn
zuhören,
und
abwägen
Hand. Nicht
und
ideologisch,
dann entscheiden
sondern
–
ehrlich,
mit Herz,
verlässlich
Hirn und
und
Hand.
vom gesunden
Nicht ideologisch,
Menschenverstand
sondern ehrlich,
geprägt.
verlässlich und
vom gesunden Menschenverstand geprägt.
Politisch setzt er als Oberbürgermeisterkandidat
auf Klartext für Coburg. Auf feste
Politisch setzt er als Oberbürgermeisterkandidat
auf Klartext für Coburg. Auf feste
Werte und den nötigen Weitblick, damit aus
Werte und den nötigen Weitblick, damit aus
Ankündigungen auch Ergebnisse werden. Es
Ankündigungen auch Ergebnisse werden. Es
geht darum, Bewährtes zu erhalten, Gutes
geht darum, Bewährtes zu erhalten, Gutes
besser zu machen und Neues mit Maß
besser zu machen und Neues mit Maß
anzugehen. Pläne umsetzen statt stapeln
anzugehen. Pläne umsetzen statt stapeln
ist dabei kein Slogan, sondern Anspruch.
ist dabei kein Slogan, sondern Anspruch.
Eine starke Wirtschaft ist für ihn die
Eine starke Wirtschaft ist für ihn die
beste Sozialpolitik. Familien zu
beste Sozialpolitik. Familien zu
stärken heißt, Zukunft zu sichern.
stärken heißt, Zukunft zu sichern.
Und Sicherheit ist keine Frage von
Und Sicherheit ist keine Frage von
Symbolen, sondern von
Symbolen, sondern von
Verantwortung. Coburg muss sicher
Verantwortung. Coburg muss sicher
sein, damit sich alle hier zuhause
sein, damit sich alle hier zuhause
fühlen können.
fühlen können.
Gemeinsam mit dem Team Hartan
Gemeinsam mit dem Team Hartan
übernimmt er Verantwortung für
übernimmt er Verantwortung für
Coburg heute und für die
Coburg – heute und für die
kommenden Generationen.
kommenden Generationen.
AM 8. MÄRZ 2026
HANS-HERBERT
HARTAN WÄHLEN!
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
THEMA
JÜRGEN HEEB
Dein Oberbürgermeister für Coburg
SEINE SEINE PRIORITÄTEN FÜR FÜR EIN EIN STARKES COBURG:
Digitale Digitale Verwaltung Verwaltung stärken: stärken: Weniger Weniger Bürokratie, Bürokratie, mehr mehr
Service.
Service.
Anträge
Anträge
und
und
Abläufe
Abläufe
sollen
sollen
einfacher,
einfacher,
schneller
schneller
und
und
digital
digital
werden.
werden.
Familien
Familien
und
und
junge
junge
Menschen
Menschen
gewinnen:
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Bezahlbarer
Bezahlbarer
Wohnraum,
Wohnraum,
gute
gute
Kitas
Kitas
und
und
Schulen
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sowie
sowie
ansprechende Freizeitangebote sorgen für Coburgs
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Attraktivität.
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Mutig investieren: Gerade jetzt braucht es Investitionen in
Mutig investieren: Gerade jetzt braucht es Investitionen in
Infrastruktur, Stadtentwicklung und Digitalisierung, um Arbeitsplätze
und Perspektiven zu sichern.
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Transparenz und Bürgernähe: Klare Kommunikation,
Transparenz und Bürgernähe: Klare Kommunikation,
offene Entscheidungen und echte Beteiligung.
offene Entscheidungen und echte Beteiligung.
Sport, Kultur und Freizeit fördern: Mit neuer Floßangerhalle,
Sanierung des Landestheaters und Weiterentwicklung des
Sport, Kultur und Freizeit fördern: Mit neuer Floßangerhalle,
Sanierung des Landestheaters und Weiterentwicklung des
Güterbahnhofsgeländes schaffen wir Orte der Begegnung und
Güterbahnhofsgeländes schaffen wir Orte der Begegnung und
stärken Lebensqualität für alle Generationen.
stärken Lebensqualität für alle Generationen.
Erfahrung, Verlässlichkeit und echtes Interesse an den Menschen
Erfahrung, Verlässlichkeit und echtes Interesse an den Menschen
dieser Stadt – dafür steht Jürgen Heeb. Er hört zu, übernimmt
dieser Stadt – dafür steht Jürgen Heeb. Er hört zu, übernimmt
Verantwortung und hat eine klare Vorstellung davon, wie Coburg
Verantwortung und hat eine klare Vorstellung davon, wie Coburg
zukunftsfähig wird.
zukunftsfähig wird.
Am 8.März Jürgen Heeb wählen.
Am 8.März Jürgen Heeb wählen.
Für ein Coburg, das anpackt,
Für ein Coburg, das anpackt,
zuhört und mutig vorangeht.
zuhört und mutig vorangeht.
KÖPFE machen COBURG
1
2
3
4
5
66
77
88
Jürgen
Heeb
Elektrotechniker
Catrin
Brückner
Referentin Unternehmenskommunikation
Thomas
Apfel
Studioleiter
Tuncer
Yilmaz
Taxiunternehmer
Antoinetta
Bafas
Freischaffende Musikerin
Rico
Böhme
Rundfunkredakteur
Sarah T.P. T.P.
Andiel
Kommunikationstrainerin
Dr. Dr. Andreas
Engel
Unternehmer
9
10
11
12
13
14 14
15 15
16 16
Sabrina
Kerscher
Gastronomin
Uwe
Meyer
Systemtechniker
Dr. Gerolf
Bergenthal
Arzt Arzt
Grit Mara
Walter
Selbstständige Fußpflegerin
Stephan
Kessel
Unternehmer
Oliver
Grambs
Pflegehelfer
Regina
Leybold
Immobilienmaklerin i.R. i.R.
Horst Horst
Geuter
Geschäftsführer i.R. i.R.
17
18
19
20
21 21
22 22
23 23
24 24
David
Meyer
Auszubildender
Auszubildender
Peter
Jurchen
Betriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender
Steffen
Eberlein
Oliver
Bernhardt
Fachkraft für Lagerlogistik
Fachkraft für Lagerlogistik
Christian
Blankenburg
Diplom-Ingenieur Versorgungstechnik
(FH)
Diplom-Ingenieur Versorgungstechnik
(FH)
Bettina Bettina
Mautner
Projektmanager Bau- und Anlagentechnik
Projektmanager Bau- und Anlagentechnik
Diplom-Kommunikationsdesignerin
(FH)
Diplom-Kommunikationsdesignerin
(FH)
Rüdiger Rüdiger
Trommer
Betriebsrat
Betriebsrat
Andrea Andrea
Haring Haring
Personalsachbearbeiterin
Personalsachbearbeiterin
25
26
27
28 28
29 29
30 30
31 31
32 32
Mehmet
Mehmet
Yilmaz
Yilmaz
Taxifahrer
Taxifahrer
Nicole
Nicole
Schmöe
Schmöe
Architektin
Architektin
Martin
Martin
Jenn
Jenn
Versicherungsfachangestellter
Versicherungsfachangestellter
Katharina
Katharina
Ranzinger
Ranzinger
Interior Designerin
Interior Designerin
Wolfgang
Wolfgang
Kachel
Kachel
Elektromeister i.R.
Elektromeister i.R.
Karin
Karin
Vogt
Vogt
Kaufmännische Fachangestellte
Kaufmännische Fachangestellte
Prof.
Prof.
Dr.
Dr.
Michael
Michael
Heinrich
Heinrich
Professor
Professor
Melike
Melike
Aydin-Jürß
Aydin-Jürß
Erzieherin
Erzieherin
33
34 34
35 35
36 36
37 37
38 38
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Cornelia
Zeitz
Cornelia
Sozialpädagogin Zeitz
Sozialpädagogin
Karin
Dewitz
Karin
Dewitz
Bankfachwirtin i.R.
Bankfachwirtin i.R.
Roswitha
Kachel
Roswitha
Bürokauffrau Kacheli.R.
Bürokauffrau i.R.
Bogdan
Ner
Bogdan
Ner
Orthopädieschuhmachermeister
Orthopädieschuhmachermeister
Susanne
Wölfert
Susanne
Rentnerin Wölfert
Rentnerin
Michael
Herzog
Michael
Verkaufsleiter Herzog
Verkaufsleiter
Petra
Heeb
Petra
Heeb
Floristmeisterin
Floristmeisterin
Dirk
Ruppenstein
Dirk
Ruppenstein
Verwaltungsfachangestellter
Verwaltungsfachangestellter
Coburg ist mehr als eine Stadt es ist unsere Heimat.
Coburg ist mehr als eine Stadt – es ist unsere Heimat.
Wir von PRO COBURG sind Menschen wie du: unabhängig, überparteilich
und engagiert. Wir hören zu, wir handeln, wir gestal-
Wir von PRO COBURG sind Menschen wie du: unabhängig, überparteilich
und engagiert. Wir hören zu, wir handeln, wir gestalten
– ohne Parteizwang, dafür mit Herz und Verstand. Unsere
ten ohne Parteizwang, dafür mit Herz und Verstand. Unsere
Stärke? Vielfalt und Ehrenamt. Wir sind Angestellte, Unternehmer,
Handwerker, Kulturschaffende, Familienmenschen. Ge-
Stärke? Vielfalt und Ehrenamt. Wir sind Angestellte, Unternehmer,
Handwerker, Kulturschaffende, Familienmenschen. Ge-
meinsam setzen wir uns für ein Coburg ein, das lebenswert
meinsam setzen wir uns für ein Coburg ein, das lebenswert
bleibt – für alle Generationen.
bleibt – für alle Generationen.
Deine Stimme macht den Unterschied. Mach mit, damit
Deine Stimme macht den Unterschied. Mach mit, damit
Coburg Zukunft hat. Wähle am 8. März die Menschen, die du
Coburg Zukunft hat. Wähle am 8. März die Menschen, die du
kennst und denen du vertraust.
kennst und denen du vertraust.
LISTE 6
pro-coburg.de
pro-coburg.de
UNABHÄNGIG • BÜRGERNAH • LÖSUNGSORIENTIERT
Grüne wählen!
Petra Wöhner
Lehrerin
aus Ketschendorf
Michaela Nadj
Apothekerin
aus Creidlitz
Stefan Schwuchow
Sozialbetriebswirt
aus der Innenstadt
Gaby Schuller
Constantin Heinold
Prof. Dr.
Wolfram Haupt
Oberbürgermeister
für Coburg
Nicole Wehrmann
Professor für Informatik
und Simulation, Stadtrat
aus der Innenstadt
Lukas Wölfert
Wir bringen
Coburg
weiter!
Schulsekretärin i. R.
aus dem Pilgramsroth
1 2 3 4 5 38 6
Sozialarbeiterin
Theaterpädagogin
aus der Lossaustr.
Dietrich Pax
Gärtnermeister,
Öko-Lobbyist
vom Callenberg
Sofie Paulus
Student der Archäologie
aus der Innenstadt
Angela Köhn
Leiterin eines Nachhilfeinstituts
aus dem Heimatring
Prof. Dr.
Michael Rossner
Juliane Neumann
Sozialarbeiterin
aus Neuses
Dorothea Weiß Thomas Tippelt
Claudia Böhm
Heli Schönau
Dr. Florian v. Deimling
Kinder- und Jugendarzt
vom Eckardtsberg
Studentin der Medizin
aus dem Pilgramsroth
Lehrerin
vom Marschberg
Prof. Dr.
Susanne Gröne
Professorin für
Soziale Arbeit
aus Beiersdorf
Geschäftsführer
LBV Coburg
aus Ketschendorf
Michael Dorant
Kommunikationsdesigner
aus dem Heimatring
Dr. Hubertus Habel Sarah Baur
Felix Stahl
Stephan Engels
Johannes Wagner
Alexandra Müller
Fachwirtin Gesundheitsund
Sozialwesen
aus Ketschendorf
Mediziner und für uns
Coburger im Bundestag
aus der Innenstadt
Werbetexter
aus Creidlitz
Elektroingenieur
aus Creidlitz
Wirtschaftssinologin
vom Falkenegg
Lisa Fischer Matthias Loßmann
Stephy Beck Regina Frank
Steffi Paulus
Wolfgang Weiß
Johanna Beetz
Betriebswirtin
von der Hut
Förster
aus Rögen
Vertragslehrkraft,
Studentin (Lehramt)
von der Hut
Heilpraktikerin
Omas gegen Rechts
aus der Innenstadt
Frühpädagogin
aus dem Hahnweg
Rechtsanwalt
aus der Innenstadt
Kevin Klüglein
Fachinformatiker im
Öffentlichen Dienst
von der Bertelsdorfer Höhe
7 8 9 10 11
Birgit Rose
Redakteurin
aus der Innenstadt
12 13 14 15 16 17 18
Bernd Leuthäusser
Ingenieur i. R.
aus dem Pilgramsroth
19 20 21 22
Stephan Mertl
Kammerschauspieler i. R.
vom Himmelsacker
23 24 25 26
Rolf Hollering
Key Account Manager,
Student der Theologie
aus der Innenstadt
27 28 29 30 31 32 33
Maria Aufschläger
Physiotherapeutin
vom Judenberg
34 35 36 37 38 39 40
Peter (Fips) Woik
Student der
Innenarchitektur
aus der Innenstadt
Ökologin und
Sportkletterin
von der Hut
Professor für Energie- &
Hochspannungstechnik
vom Falkenegg
Kunsttherapeutin, GF.
BUND Naturschutz
aus Rögen
gruene-coburg.de
Sie haben 40 Stimmen
Verteilen Sie bis zu jeweils 3 Stimmen auf die Personen Ihres Vertrauens
und kreuzen Sie die Liste 4 – Bündnis 90/Die Grünen an, um keine Stimme
zu verschenken.
Kulturwissenschaftler Sozialarbeiterin
Rechtsanwalt
von der Hut
von der Hut
von der Hut
Liste 4
Wahlwerbung
„Bei der Umsetzung des einstimmig vom Stadtrat
beschlossenen Radverkehrskonzepts muss ein ganz
anderes Tempo aufgenommen werden, damit endlich
auch in Coburg alle Menschen, ob klein oder groß,
nicht Kopf und Kragen riskieren, wenn sie auf das
umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad setzen!“
Interview mit Prof. Dr. Wolfram Haupt,
OB-Kandidat der Coburger Grünen
So könnte die harte Teilung der Stadt durch die Verkehrsachsen B4 und
Bahn überwunden und die Anbindung vor allem zur Hochschule verbessert
werden. Die Grafik zeigt die Idee einer modernen Brücke vom Adamiberg
zum Bahnhof, eine Verbindung, die schon im Radwegekonzept der
Stadt Coburg vorgesehen ist. (Grafik: Anders Macht)
Herr Haupt, stellen Sie sich doch einmal kurz vor:
Ich bin geboren und aufgewachsen im jetzigen Stadtteil Neuund
Neershof. Abi am „Ernes“. Zunächst in Coburg Umwelttechnik
zum Abschluss eines Dipl.-Ing. (FH) studiert, dann
nach Kassel gewechselt, den Dipl.-Ing. in Maschinenbau an
der dortigen Uni erworben – in der Bauphysik promoviert
und in diesem Thema am „Zentrum für Umweltbewusstes
Bauen“, am Fraunhofer-Institut und der TU München gearbeitet.
2009 an die Hochschule Coburg als Professor für
Informatik und Simulation berufen worden – zwischen 2014
und 2025 als Dekan der Naturwissenschaften Mitglied der
Erw. Hochschulleitung. Seit 2020 Mitglied des Stadtrats zu
Coburg, seit Anfang 2025 Fraktionsvorsitzender der Grünen
Fraktion. Alltagsradler und Chorsänger im „Chor Unerhört“.
Apropos Singen, spielt es eine wichtige Rolle für
Sie?
Ja, ich singe schon immer: zunächst im Männergesangsverein
„Eintracht Neu- und Neershof “, bei dem ich noch heute
manchmal aushelfe. In Kassel hatte ich sogar
einen eigenen Chor gegründet und in München
war ich gleich in zwei Chören aktiv. In
Coburg hat mich ein Schulfreund zu „Unerhört“
gebracht. Durch diesen bin ich auch
zum Theater gekommen und habe von „Blues
Brothers“ bis „Die Schatzinsel“ in 9 Produktionen
mitgespielt und häufig auch gesungen.
Wer bei „Radio 1“ gut aufpasst, kann mich da
gemeinsam mit Jule Neumann, der Nummer
3 unserer Liste, unseren Wahlwerbespot singen
hören – für uns ein netter Spaß.
Und wie kamen Sie zur Politik?
Tja, das wurde mir quasi „in die Wiege gelegt“
– schon mein Großvater und mein Vater
haben sich als Bürgermeister der Gemeinde Neu- und
Neershof engagiert. Mein Vater hat vor knapp 50 Jahren
maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass der östlichste Stadtteil
überhaupt nach Coburg kam und er hat langjährig den
dortigen Bürgerverein geführt. Ich war in nahezu allen
Neershofer Vereinen aktiv z.T. auch im Vorstand, war Feuerwehrmann,
Schülersprecher im Gymnasium, Studierendenparlaments-Präsident
an der Uni – kurz, ich habe schon
immer gerne Verantwortung übernommen. Als mich 2019
meine Kollegin und damalige OB-Kandidatin Ina Sinterhauf
gefragt hatte, ob ich mich auf der Liste der Grünen zur Wahl
für den Stadtrat stellen würde, habe ich zugesagt und bin in
den Stadtrat gewählt worden.
Was sind im Stadtrat Ihre Schwerpunkte gewesen?
Ich war durchgängig Mitglied im „Bausenat“ und im AK
Radverkehr, dazu für je ca. drei Jahre im Kultur- und Schulsenat,
im Aufsichtsrat der Wohnbau Stadt Coburg sowie
im Theaterausschuss. In den ersten beiden Gremien war
ein wichtiges Thema die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans
(VEP) für den Radverkehr. An sich hätte
ich es gerne gesehen, den gesamten VEP fortzuschreiben
– das wurde trotz Freigabe der Mittel leider bisher noch
nicht umgesetzt. Bei den Schulen war mir eine zügige und
klimagerechte Sanierung wichtig – es gibt Musterbeispiele
von sehr guter Sanierung, aber auch einen nennenswerten
Sanierungsstau, wie beispielsweise beim noch ausstehenden
Bauabschnitt an der Realschule CO 1. Im Theaterausschuss
war die Neubesetzung von Leitungspositionen die große
Herausforderung der letzten Jahre. Bei der Wohnbau ist
mir die Beibehaltung des bereits verabredeten „Klimapfads“
wichtig gewesen, damit Wohnungen der Wohnbau nicht nur
bezüglich der Kaltmiete, sondern eben auch bei der Warmmiete
preiswert bleiben.
Was sehen Sie als die nennenswertesten Erfolge
Ihrer Fraktion in der vergangenen Wahlperiode?
Nun, eine deutliche Verbesserung des Radverkehrs in Richtung
des Coburger Ostens ergibt sich für mich aus der Freigabe
der breiten Wege im Hofgarten, die
auf unsere Initiative zurückgeht. Auch
die Platanen vor dem Stadthaus sind
unserem Antrag zu verdanken, in der
gesamten Innenstadt mögliche Baumstandorte
zu erheben – derzeit leider nur
in der absoluten Kernstadt fertiggestellt,
aber damit wurde immerhin ein erstes
sichtbares Zeichen gesetzt und wenn sie
in zwei, drei Jahren ein geschlossenes
Blätterdach bilden, sind sie sicherlich ein
im Sommer kühlendes „Highlight“. Auch
das „Osterpaket“ zur Solarförderung, das
wir gemeinsam mit Pro Coburg auf den
Weg gebracht hatten und aus dem letztlich
eine kommunale Förderung für Balkonsolaranlagen
und Speicher bis zur Haushaltskonsolidierung
wurde, kann man als Erfolg aufzählen. Immerhin drei
Grünpfeile für den Radverkehr werden auf unseren Antrag
hin montiert – Bamberg hat davon zwar 125, aber ein Anfang
ist gemacht. So ganz ohne Erfolg waren wir also trotz
unserer Oppositionsrolle im schwarz-rot dominierten Stadtrat
nicht.
Und was sehen Sie als die größten Misserfolge?
Leider sind wir mit unserem Antrag, die städtischen Liegenschaften
innerhalb eines Jahres auf die Eignung für Photovoltaik
zu überprüfen und dann für ein Jahrzehnt jedes Jahr
10% davon umzusetzen, letztlich an der Umsetzung durch
die Verwaltung gescheitert. Und auch bei der Realisierung
weiterer Baumpflanzungen, z.B. auf dem Platz vor dem
„Brünner“, passiert trotz fester Zusagen nichts. Auch der von
uns beantragte Fußgängerüberweg oder andere Optionen
für eine sichere Querung am Landestheater kommen leider
noch nicht voran und dass der 2025er Meilenstein von Prio
1 des Radverkehrsplans mit nicht mal einem Drittel Umsetzung
so eklatant verfehlt wurde, finde ich höchst ärgerlich,
weil das auf Kosten der Sicherheit aller Radfahrenden geht
und selbstständige Mobilität von Schulkindern verhindert.
Was haben Sie sich für die kommende Wahlperiode
vorgenommen?
Wir müssen zunächst sicherstellen, dass wir in sozialer und
wirtschaftlicher Hinsicht als Stadt gut aufgestellt bleiben,
damit die Akzeptanz hoch und unsere Ziele finanzierbar
bleiben. Mit unserem sehr günstigen Gewerbesteuerhebesatz
sollten wir mehr „wuchern“, um weiteres Gewerbe nach
Coburg zu holen. Aber auch das Potenzial der Hochschule
müsste unbedingt stärker gehoben werden – ich kenne etliche
Beispiele, in denen zunächst kleine Ausgründungen und
Start-Ups zu großen Gewerbesteuerzahlern geworden sind.
Vor diesem Hintergrund sehe ich drei Hauptziele unserer
Politik:
Erstens müssen wir insbesondere in der Innenstadt die Aufenthaltsqualität
und Attraktivität erhöhen, durch Entsiegelung,
Begrünung und Schaffung sog. „dritter Orte“, wo man
sich, ohne etwas konsumieren zu müssen, treffen und aufhalten
kann. Leerstand muss durch geschickte Interventionen
bekämpft und für die Stadtgemeinschaft nutzbar gemacht
werden, ob zum Wohnen oder für Bildung, Nachhaltigkeit
und Begegnung. Die Itz soll erlebbar gemacht werden, durch
Stege, die fußläufige Wegeverbindungen abseits der Autostrecken
bieten, durch kleine „Pocket-Parks“ und Herantritte
ans Wasser, die nicht viel Geld kosten.
Zweitens muss bei der Umsetzung des einstimmig vom
Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzepts ein ganz
anderes Tempo aufgenommen werden, damit endlich
auch in Coburg alle Menschen, ob klein oder
groß, nicht Kopf und Kragen riskieren, wenn sie auf
das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad setzen.
Und drittens muss auch im Energiebereich eine progressivere
Linie bei Stadt und SÜC gefahren werden. Andere Stadtwerke
erzeugen bereits über 100% des im Versorgungsgebiet
benötigten Stroms selbst, speichern ihn in Kurz- und Langzeitspeichern,
nutzen die Expertise umliegender Hochschulen
für Forschungsprojekte – da ist in Coburg noch viel „Luft
nach oben“.
Abschließend: was wünschen Sie sich für die bevorstehende
Wahl?
Mein Wunsch wäre, dass die Coburger Wähler*innen sich
umfassend informieren und dann hoffentlich einen Stadtrat
auf demokratischer Basis zusammenstellen, der mutiger und
weitsichtiger in die Umsetzung bereits vorhandener Pläne
als der bisherige geht.
Als OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzender hoffe ich natürlich,
dass unser paritätisches, buntes und vielfältiges Angebot
viele überzeugen kann und wir im Stadtrat mit dem ein
oder anderen Sitz mehr als bisher vertreten wären – ich sage
mal ausnahmsweise ganz unbescheiden: Ich finde, wir verdienen
diese Chance!
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
S O N D E R T H E M A
Resilienz
Wie sorgen wir für Stabilität?
RESILIENZ
Text: Wolfram Hegen
Resilienz ist eines dieser Wörter, die plötzlich überall auftauchen. In Talkshows,
Strategiepapieren, Führungskräfte seminaren und Ratgeberbüchern. Noch vor
zwanzig Jahren hätte man damit außerhalb psychologischer Fachkreise vermutlich
nur fragende Blicke geerntet. Heute dagegen scheint Resilienz das neue Zauberwort
einer Epoche zu sein, die sich selbst als krisenhaft erlebt – und das nicht ohne Grund.
Dabei klingt Resilienz zunächst nüchtern, beinahe technisch. Das lateinische resilire
bedeutet „zurückspringen“ oder „abprallen“. In der Materialkunde beschreibt es die
Fähigkeit eines Stoffes, nach Belastung in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. Die
Psychologie machte daraus ein Bild für menschliche Widerstandskraft – und entdeckte
Erstaunliches. Die Entwicklungspsychologin Emmy Werner, die über Jahrzehnte Kinder
unter extrem schwierigen Lebensbedingungen begleitete, stellte fest:
„Nicht das Ausmaß der Belastung
entscheidet über den Lebensweg,
sondern die Art und Weise, wie
Menschen mit ihr umgehen.“
Auch der Neurobiologe Gerald Hüther widerspricht der Vorstellung vom
unerschütterlichen Menschen: „Resilient ist nicht, wer keine Angst kennt, sondern
wer gelernt hat, mit Angst kreativ umzugehen.“ Aus neurowissenschaftlicher
Sicht seien es vor allem stabile Beziehungen, Sinnorientierung und emotionale
Verbundenheit, die unser Gehirn befähigen, in Stresssituationen flexibel zu reagieren
– statt in Erstarrung zu verfallen.
Resilienz lässt sich jedoch nicht allein individuell denken. Der Soziologe Hartmut
Rosa weist darauf hin, dass moderne Gesellschaften unter permanentem
Beschleunigungsdruck stehen: „Stabilität ist heute kein erreichter Zustand
mehr, sondern etwas, das immer wieder neu hergestellt werden muss.“ Resilienz
wird damit zur sozialen und politischen Aufgabe – zur Frage, wie Institutionen,
Unternehmen und Gemeinschaften so gestaltet werden können, dass sie nicht nur
Krisen überstehen, sondern aus ihnen lernen.
Schon der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky, dessen Salutogenese-Modell in
der deutschen Forschung stark rezipiert wurde, stellte fest: Entscheidend ist nicht,
was uns krank macht, sondern was uns gesund erhält. Sein berühmter Begriff
des „Kohärenzgefühls“ beschreibt das Vertrauen, dass das Leben verstehbar,
handhabbar und sinnvoll bleibt – selbst dann, wenn es ins Wanken gerät.
Vielleicht erklärt genau das die aktuelle Konjunktur der Resilienz. Sie verspricht
keine Unverwundbarkeit. Sie verheißt kein einfaches Zurück zur alten Normalität.
Resilienz meint vielmehr die Fähigkeit, im Ungewissen handlungsfähig zu bleiben –
persönlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Oder, um es mit Gerald Hüther zu sagen:
„Es geht nicht darum, standzuhalten, sondern darum, sich nicht selbst zu verlieren.“
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
DAS GROSSE A BIS Z
Das
große
A bis Z
DER RESILIENZ
26 Tipps für mehr
Widerstandskraft
Resilienz ist eines dieser Worte, das
in Krisenzeiten Konjunktur hat – und
gerade deshalb oft abstrakt bleibt. Dabei
ist Widerstandskraft nichts Mystisches,
sondern entsteht aus vielen kleinen, ganz
konkreten Haltungen, Entscheidungen und
Gewohnheiten. Sie zeigt sich im Alltag,
im Miteinander, in Strukturen und in der
Art, wie wir mit Belastungen umgehen.
Unser Resilienz-A–Z übersetzt das große
Schlagwort in 26 greifbare Begriffe – von
A wie Achtsamkeit bis Z wie Zuversicht –
und macht sichtbar, wie Stabilität wächst:
Buchstabe für Buchstabe.
wie Achtsamkeit:
Achtsamkeit schärft die Wahrnehmung für Belastungen,
bevor sie überfordern, und schafft die Voraussetzung,
rechtzeitig gegenzusteuern – im Kopf wie im System.
wie Balance:
Balance zwischen Anspannung und Entlastung verhindert
Erschöpfung und sorgt dafür, dass Leistungsfähigkeit
nicht auf Kosten der Substanz geht.
wie Coaching:
Coaching eröffnet neue Perspektiven, hilft beim
Sortieren komplexer Situationen und stärkt die
Fähigkeit, aus Krisen lernend hervorzugehen.
wie Dialog:
Dialog schafft Verständnis, baut Spannungen ab und ist
eine der wirksamsten Formen, Konflikte produktiv statt
destruktiv zu lösen.
wie Eigenverantwortung:
Eigenverantwortung macht handlungsfähig, weil sie den
Fokus vom äußeren Druck auf die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten
lenkt.
wie Flexibilität:
Flexibilität ermöglicht Anpassung, ohne den eigenen Kern
aufzugeben, und ist damit eine Schlüsselkompetenz in unsicheren
Zeiten.
wie Gemeinschaft:
Gemeinschaft trägt, wenn Einzelne schwächeln,
und macht Systeme widerstandsfähiger als jede
isolierte Stärke.
wie Hoffnung:
Hoffnung ist kein naiver Optimismus, sondern die
Überzeugung, dass sich Anstrengung lohnt – selbst
unter widrigen Umständen.
44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
SONDERTHEMA: RESILIENZ
wie Innovation:
Innovation verwandelt Druck in Fortschritt und sorgt
dafür, dass Herausforderungen nicht nur bewältigt, sondern
genutzt werden.
wie Reflexion:
Reflexion schafft Abstand zum Geschehen und
ermöglicht es, bewusster statt reaktiv zu handeln.
wie Justierung:
Regelmäßige Justierung von Zielen und Strategien
verhindert, dass man an überholten Annahmen festhält
und unnötig Kräfte verbrennt.
wie Selbstwirksamkeit:
Das Erleben von Selbstwirksamkeit stärkt das Vertrauen
in die eigene Handlungsfähigkeit – ein zentraler
Schutzfaktor in Krisen.
wie Kommunikation:
Klare Kommunikation reduziert Unsicherheit,
stärkt Vertrauen und ist essenziell, um gemeinsam
handlungsfähig zu bleiben.
wie TATKRAFT:
Resiliente Menschen bleiben nicht im Grübeln stecken,
sondern werden aktiv und gehen Probleme Schritt für
Schritt an.
wie Lernen:
Lernen aus Fehlern und Krisen macht aus Rückschlägen
Ressourcen für die Zukunft – individuell wie kollektiv.
wie Übung:
Resilienz entsteht nicht im Ernstfall, sondern durch Übung
im Alltag, wenn Belastungen noch überschaubar sind.
wie Mindset:
Ein lösungsorientiertes Mindset entscheidet oft
darüber, ob Belastungen als Bedrohung oder als
Entwicklungsaufgabe wahrgenommen werden.
wie Verantwortung:
Verantwortung zu übernehmen heißt, sich nicht als Opfer
der Umstände zu begreifen, sondern als Teil der Lösung.
wie Netzwerk:
Netzwerke erweitern Handlungsspielräume und bieten
Halt, wenn eigene Ressourcen an Grenzen stoßen.
wie Widerstandskraft:
Widerstandskraft bedeutet nicht Unverwundbarkeit,
sondern die Fähigkeit, nach Belastungen
wieder aufzustehen.
wie Orientierung:
Orientierung durch Werte, Ziele und Leitlinien gibt
Stabilität, wenn äußere Umstände unübersichtlich
werden.
wie Xenialität:
Xenialität – die Verbindung von Gastfreundschaft und
Offenheit – stärkt Beziehungen und fördert Kooperation
über Grenzen hinweg.
wie Prävention:
Prävention stärkt Resilienz, indem sie Risiken
frühzeitig erkennt und Belastungsspitzen abfedert,
bevor Schaden entsteht.
wie Yoga:
Yoga steht exemplarisch für Methoden, die Körper und
Geist regulieren und damit Stressreaktionen nachhaltig
dämpfen können.
wie Qualität:
Qualität in Prozessen, Beziehungen und Entscheidungen
reduziert Fehleranfälligkeit und erhöht die
Robustheit eines Systems.
wie Zuversicht:
Zuversicht verbindet Realismus mit Vertrauen in die Zukunft
und gibt Kraft, auch schwierige Wege weiterzugehen.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 45
Advertorial
VITADROM
WO FITNESS AUF
WOHLBEFINDEN
TRIFFT
EIN ORT FÜR ALLE, DIE SICH BEWEGEN,
NEUE ENERGIE TANKEN
UND SICH RUNDUM
WOHLFÜHLEN MÖCHTEN
MORGENS KLINGELT DER WECKER. ACHT
STUNDEN GESCHLAFEN – UND TROTZDEM
FEHLT DIE ENERGIE. DER KÖRPER FÜHLT SICH
SCHWER AN, DER TAG BEGINNT SCHON MIT
HEKTIK.
NICHT KRANK. ABER AUCH
NICHT WIRKLICH FIT.
Viele kennen dieses Gefühl
– und glauben, sie müssten
nur härter trainieren oder
sich stärker unter Druck
setzen. Doch genau das
führt selten zu mehr
Wohlbefinden.
Im VitaDROM geht man
deshalb bewusst einen
anderen Weg. Hier steht
nicht Anstrengung im
Mittelpunkt, sondern ein
gutes Körpergefühl. Nicht
Leistungsdruck, sondern
Balance.
Nils und Matheo vom Vitadrom
46 COBURGER | DAS MAGAZIN
FITNESS TRIFFT AUF WOHLBEFINDEN
FITNESS, DIE INS LEBEN PASST
Das VitaDROM ist mehr als ein klassisches
Fitnessstudio. Es ist ein Fitness- und
Gesundheitsclub für Menschen, die aktiv bleiben,
neue Energie tanken und sich in ihrem Körper
rundum wohlfühlen möchten. Bewegung, bewusste
Ernährung und Erholung greifen hier ganz
selbstverständlich ineinander. Kein starres Konzept,
sondern ein natürlicher Rhythmus, der sich dem
Alltag anpasst. Denn echte Gesundheit entsteht
nicht durch Extreme, sondern durch Regelmäßigkeit
– und durch Freude an dem, was man tut.
Für viele Menschen in Coburg ist das VitaDROM
längst ein fester Bestandteil ihres Alltags geworden
– ein vertrauter Ort, an dem man etwas für sich tut
und gleichzeitig neue Energie mitnimmt.
EIN ORT ZUM ANKOMMEN
Was Besucher sofort spüren, ist die besondere
Atmosphäre. Man wird persönlich begrüßt, kennt
sich, kommt ins Gespräch – und fühlt sich vom ersten
Moment an willkommen. Bewegung wird hier nicht
zur Pflicht, sondern zu einer wohltuenden Auszeit
vom Alltag. Modern, entspannt und professionell
begleitet – so entsteht ein Umfeld, in dem man gerne
bleibt.
PERSÖNLICH BETREUT.
INDIVIDUELL BEGLEITET.
Im Mittelpunkt steht immer der Mensch.
Persönliche Betreuung und individuelle Begleitung
sorgen dafür, dass jedes Training genau zu den
eigenen Zielen, Bedürfnissen und zum persönlichen
Tempo passt. Schritt für Schritt entstehen so mehr
Energie, neue Beweglichkeit und ein rundum gutes
Körpergefühl. Nicht, weil man sich quält. Sondern weil
es gut tut.
„ICH KOMME
HIERHER – UND GEHE
JEDES MAL VOLLER
ENERGIE NACH HAUSE.“
Klaus Lünz
JETZT
BERATUNGSTERMIN
VEREINBAREN
VitaDROM
Gärtnersleite 3
96450 Coburg-Cortendorf
09561 55 50-0
vitadrom.de
mail@vitadrom.de
FÜR EIN GUTES GEFÜHL.
JEDEN TAG.
Fitness und Gesundheit sind kein kurzfristiges
Projekt, sondern ein Lebensstil.
Mehr Vitalität. Mehr Balance.
Mehr Lebensqualität.
GENAU DAFÜR STEHT DAS VITADROM
– FÜR FITNESS, DIE GUTTUT, UND
WOHLBEFINDEN, DAS BLEIBT.
COBURGER | DAS MAGAZIN 47
Advertorial
BAUUNTERNEHMEN OTTO HAUCH
Lösungsorientiert
Denken
RESILIENZ BEI DER
BAUUNTERNEHMUNG OTTO
HAUCH – EIN GESPRÄCH MIT
INHABER MAX BEYERSDORF.
COBURGER: Was verstehen
Sie unter Resilienz?
MAX BEYERSDORF: Resilient zu sein, widerstandsfähig
gegenüber Herausforderungen, bei
Problemen auf einem Weg, den man eingeschlagen
hat, fängt für mich schon vorher an: Ich lasse
von Anfang an immer eine ganze Bandbreite an
möglichen Lösungen zu. Wenn ich nur an einer
möglichen Lösung festhalte, und alle anderen
von vornherein ausschließe, kann ich ja fast nur
enttäuscht werden. Letztlich gibt es aber immer
mehrere Möglichkeiten, an ein Ziel zu kommen.
Erst am Ende eines Weges kann man dann bewerten,
wie es gelaufen ist. Aber gleich alles
schlechtzureden oder Weltuntergangsstimmung
zu verbreiten, nur weil mal etwas nicht so läuft
wie gedacht, das ist mir fremd.
COBURGER: Wie übertragen
Sie diese Haltung auf
Ihre Mitarbeiterführung?
MAX BEYERSDORF: Wenn etwas schiefläuft,
sitzen wir alle in einem Boot. Es geht nie darum,
einem Einzelnen den Fehler zuzuschieben. Wir
machen Fehler gemeinsam und korrigieren sie
auch gemeinsam. So nimmt man den Mitarbeitern
den Druck. Ein bisschen mehr Gleichmut, etwas
mehr Geduld also. Ein Bauprojekt ist ein langer
Prozess, da tauchen immer mal unvorhergesehene
Probleme auf. Jemand wird krank, eine Maschine
funktioniert nicht, Material ist nicht angeliefert
worden – damit muss man umgehen. Das empfehle
ich auch den Bauherren, da sind wir immer in
einem guten konstruktiven Austausch. Ehrlichkeit
ist dabei entscheidend. Ehrliche Kommunikation,
auch wenn es mal Probleme gibt. Die Verbindung
zwischen den Menschen und die Kooperation als
Team ist das Erfolgsrezept.
COBURGER: Sie sprechen viel von Flexibilität.
Wie setzen Sie das konkret um?
MAX BEYERSDORF: Man sollte bei allen Planungen immer im Kopf flexibel bleiben -
Planungen sind für mich ohnehin nur Prognosen. Viele Unwägbarkeiten stehen
oft scheinbar im Weg. Diese sollte man nicht als Bedrohung empfinden, sondern als
Chance, es anders und besser zu machen. Am Ende freuen sich alle, wenn es dennoch
geklappt hat, und das Team wächst an seinen Aufgaben. Auf einer Baustelle gibt es
eigentlich keinen Normalzustand. Jeder Tag ist anders - wie das Leben ja auch: Glück ist
nicht das Ziel, Glück ist der Weg.
COBURGER: Wie gehen Sie mit Kritik um?
MAX BEYERSDORF: Kritik nehme ich mit Handkuss. Ich bin dankbar dafür – sie
macht widerstandsfähiger für die Zukunft. Das vermittle ich auch an meine Mitarbeiter.
Kritik betrifft dabei nicht nur das Handwerkliche, sondern auch unser Auftreten, unser
Verhalten den Kunden gegenüber, die Sauberkeit auf einer Baustelle und vieles mehr.
Kritik ist dabei immer Chefsache.
COBURGER: Viele Menschen tun sich schwer
mit Veränderungen. Warum ist das Thema
Resilienz gerade jetzt so wichtig?
MAX BEYERSDORF: Ich glaube, wir haben uns sehr an den großen Wohlstand
gewöhnt, den wir seit vielen Jahrzehnten genießen - ein nahezu endloses Versprechen,
dass das immer so bleibt. Und jetzt tun wir uns schwer, weil Gewissheiten ins Wanken
geraten sind. Doch Resilienz bedeutet eben Stehvermögen für Anpassungsfähigkeit
und Eigenverantwortung, also ich übernehme Verantwortung für mich selbst und
schaue nicht, was andere oder der Staat für mich tun können, ganz im Gegenteil:
Es ist doch die Frage wie kann ich meinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten,
für Menschen, die das Schicksal schwer getroffen hat. Deswegen empfinde ich
Krisenzeiten als sehr konstruktiv und schöpferisch, weil wir einerseits gefordert
werden unsere menschlichen Fähigkeiten und Talente zu entwickeln, andererseits
aber auch unsere Ansprüche zu überdenken.
COBURGER: Sie sprechen viel über
Unternehmensführung. Gibt es dabei
auch einen privaten Bezug?
MAX BEYERSDORF: Unternehmerische Resilienz ist eng mit der persönlichen
verbunden. Wer flexibel, ehrlich und verantwortungsbewusst handelt, kann auch
privat besser mit Unvorhergesehenem umgehen. Letztlich hängt alles zusammen:
Einstellung, Umgang mit Menschen, Freude am Prozess – das prägt sowohl den
Betrieb als auch das persönliche Leben.
DIE BAUUNTERNEHMUNG OTTO HAUCH:
Ein Familienbetrieb in vierter Generation mit Bau projekten in ganz
Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken
und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer
Bausubstanz. Mehr Informationen unter: www.otto-hauch.com
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
Advertorial
VET-ZENTRUM
Text: Wolfram Hegen
Fotos: Val Thoermer
Gesund ins neue Jahr
mit dem Jahrescheck &
Vorsorge für Ihr Tier
Früh erkennen, lange genießen –
weil Vorsorge die beste Medizin ist!
Unsere Tiere begleiten uns treu durch den Alltag – sie schenken uns
Freude, Nähe und oft das gute Gefühl, einfach „zu Hause“ zu sein.
Umso wichtiger ist es, dass sie gesund bleiben.
Da Hunde und Katzen deutlich schneller altern als wir, lohnt es sich,
das Jahr mit einem gründlichen Gesundheitscheck zu beginnen.
Vorsorge, die Vertrauen schafft
Einmal im Jahr sollte Ihr Tier gründlich untersucht werden. Viele
Krankheiten entstehen schleichend – und Tiere zeigen Beschwerden
oft erst, wenn sie schon fortgeschritten sind. Beim Jahrescheck kontrollieren
wir Herz, Zähne, Haut, Augen, Bewegungsapparat und Gewicht.
Je nach Alter oder Lebenssituation empfehlen wir zusätzlich
Blut- oder Urinuntersuchungen, eine Blutdruckmessung oder eine Ultraschalluntersuchung,
um Veränderungen frühzeitig zu entdecken.
Ein Blick hinter die Kulissen der Gesundheit
Blut- und Urinwerte liefern uns wertvolle Hinweise auf den Zustand
von Organen, Stoffwechsel und Immunsystem. In unserer Praxis steht
dafür ein modernes Inhouse-Labor zur Verfügung – so können wir viele
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Für spezielle Analysen arbeiten wir eng mit einem professionellen veterinärmedizinischen
Labor zusammen, um höchste Genauigkeit und
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aufgefrischt werden, aber ein sicherer Grundschutz bleibt entscheidend.
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Gesundheitsstatus stets gut im Blick und vergessen weder
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Blutbild kann dabei wertvolle Hinweise liefern!
Gut betreut durchs Jahr – Ihr Team
vom VET-ZENTRUM freut sich auf Sie
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Liebigstr. 3 b | 96465 Neustadt
Telefon: 09568 - 8993750
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 49
RECHTSTIPP
Gesponserter Beitrag
RECHT HABEN UND
BEKOMMEN
RESILIENZ AUS JURISTISCHER SICHT
Resilienz zeigt sich nicht nur darin, Krisen auszuhalten, sondern auch
darin, sich zu wehren, wenn eigene Grenzen überschritten werden. Wer
sein Recht kennt, es einfordert und notfalls auch durchsetzt, stärkt seine
persönliche Widerstandsfähigkeit – gegen Ungerechtigkeit, Überforderung
oder Machtungleichgewichte. Doch wann hat man eigentlich „recht“? Wie
erkennt man einen begründeten Anspruch, und welchen Weg geht man,
um ihn prüfen oder einklagen zu lassen? Ein Rechtsstreit ist dabei nicht
nur eine juristische, sondern oft auch eine emotionale Herausforderung.
Wir haben uns dazu mit Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Hacker von der
Fachanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler unterhalten.
COBURGER: Herr Dr. Hacker, beginnen wir ganz grundsätzlich:
Kann eigentlich jeder, der glaubt, im Recht zu sein, dieses Recht auch
einklagen?
Dr. Wolfgang Hacker: Grundsätzlich ja. In unserem Rechtsstaat hat jeder
die Möglichkeit, einen vermeintlichen Rechtsanspruch von einer neutralen
Stelle überprüfen zu lassen – nämlich von einem Gericht. Gerichte entscheiden
ausschließlich nach Gesetz und Recht, unabhängig von persönlichen
Meinungen oder Emotionen.
COBURGER: Muss man dafür zwingend einen Anwalt einschalten?
Dr. Wolfgang Hacker: Es gibt zwar auch Sonderfälle, aber: Grundsätzlich
kann man bei Streitwerten bis 10.000 Euro in zivilrechtlichen Verfahren
selbst Klage beim Amtsgericht einreichen.
COBURGER: Wie läuft ein solcher Zivilprozess typischerweise ab?
Dr. Wolfgang Hacker: Nach Einreichung der Klage wird diese dem
Beklagten zugestellt. Danach folgt ein schriftlicher Austausch der Positionen,
gegebenenfalls eine Beweisaufnahme, etwa durch Zeugen oder
Sachverständige. Am Ende steht eine gerichtliche Entscheidung. Das
Verfahren ist klar geregelt, aber für juristische Laien oft komplex.
COBURGER: Warum macht es Sinn, einen Anwalt einzuschalten?
Dr. Wolfgang Hacker: Weil wir Fälle nüchtern und professionell bewerten
können. Wir prüfen die Rechtslage sachlich und nach gesetzlichen
Kriterien. Wir kennen juristische Abläufe, wissen, welche Unterlagen
notwendig sind und welches Vorgehen sinnvoll ist. Unser Ziel ist es, realistische
Ziele zu definieren, unnötige Risiken zu vermeiden und natürlich
- wenn möglich - dem Mandanten zu seinem Recht zu verhelfen.
Außerdem läuft der gesamte Schriftverkehr über uns. Wir bereiten Verhandlungen
vor, begleiten sie und kümmern uns um die Nachbereitung.
Das ist eine große Entlastung für den Mandanten.
COBURGER: Was ist, wenn jemand sich einen Anwalt finanziell nicht leisten
kann?
Dr. Wolfgang Hacker: Dafür gibt es staatliche Unterstützungsmöglichkeiten.
Wer seine Einkommensverhältnisse offenlegt, kann Beratungshilfe
oder Prozesskostenhilfe beantragen. Außerdem übernehmen
Rechtsschutzversicherungen häufig die Kosten – auch dann, wenn ein
Verfahren am Ende nicht erfolgreich ist, sofern die Klage als sinnvoll eing
e s t u ftw i r d .
Das Gespräch führte Wolfram Hegen.
COBURGER: Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Dr. Wolfgang Hacker: Gerichtskosten, Kosten für Sachverständige und
gegebenenfalls Anwaltskosten können schnell einen vierstelligen Betrag
erreichen. Grundsätzlich trägt die unterlegene Partei die gesamten Kosten
des Rechtsstreits. Bei einem Vergleich werden die Kosten häufig anteilig
aufgeteilt.
Fachanwaltskanzlei
Hörnlein & Feyler PartmbB
Hörnlein
& Feyler
Fachanwälte
Kasernenstraße 14
96450 Coburg
Tel: (09561) 80 11 0
Fax: (09561) 80 11 20
info@hoernlein-feyler.de
www.hoernlein-feyler.de
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
SONDERTHEMA: RESILIENZ
WELCHE DEFINITIONEN?
Psychologie:
Resilienz ist die psychische Widerstandskraft, mit der Menschen Belastungen, Krisen
und Rückschläge bewältigen und trotz Stress wieder ins Gleichgewicht finden. Resiliente
Menschen zerbrechen nicht an Schwierigkeiten, sondern wachsen an ihnen.
Zahlen
& Fakten
Körper & Psyche:
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, schnell und wirksam emotionale Belastungen zu
überwinden, sich zu erholen und konzentriert zu bleiben.
Systeme:
Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems — sei es Individuum, Organisation oder
Gesellschaft — externe Störungen so zu verkraften, dass wesentliche Funktionen
erhalten bleiben oder wiederhergestellt werden.
WAS MACHT
MENSCHEN RESILIENT?
WAS IST WICHTIG
FÜR STAATEN?
WELCHE ZAHLEN
UND FAKTEN?
Innere Ressourcen:
Optimismus & positive Emotionen
Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen
Problemlösefähigkeit & Akzeptanz
Durchhaltevermögen & Flexibilität
Emotionsregulation
Soziale & externe Einflüsse:
Soziale Unterstützung durch Familie,
Freunde, Netzwerke
Sicherheit und stabile Lebensbedingungen
Zugang zu Bildung und Ressourcen
Gute körperliche Gesundheit &
ausreichender Schlaf
WIE IST ES BEI
JUNGEN MENSCHEN?
Langzeitstudie von Emmy Werner
(Hawaii-Studie):
Bei 698 Kindern aus benachteiligten
Verhältnissen zeigte sich, dass etwa ein
Drittel trotz hoher Belastungen bis ins
Erwachsenenalter erfolgreiche, gesunde
Lebensläufe entwickelte.
Weitere Erkenntnisse:
Soziale Unterstützung, sichere Bindungen
und stabile Umweltbedingungen erhöhen
die Resilienz von jungen Menschen.
Resilienzentwicklung ist eng verbunden mit
emotionaler Regulierung, Selbstwirksamkeit
und Problemlösekompetenz.
Gesundheitssysteme & soziale Sicherung
Bildung & lebenslanges Lernen
Wirtschaftliche Diversifikation & Stabilität
Soziale Bindungen, Vertrauen in
Institutionen, Netzwerke
Flexibilität & Anpassungsfähigkeit von Politik
WELCHE KERNAUSSAGEN
GIBT ES?
Resilienz ist erlernbar und kein
unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal.
Positive soziale Netzwerke,
Selbstwirksamkeit und emotionale
Kompetenzen sind starke Resilienz-
Prädiktoren.
Studien wie die Hawaii-Studie belegen,
dass ein signifikanter Teil junger
Menschen trotz hoher Belastungen
gesunde Lebensverläufe entwickelt.
Auf Organisationsebene sind
Unternehmenskultur, Fehlerkultur und
adaptive Strukturen entscheidend.
Staatliche Resilienz hängt von
Gesundheitssystemen, sozialen
Sicherheitsnetzen und
adaptiven politischen
Prozessen ab.
Die höchste Resilienz zeigt sich bei 65- bis
74-jährigen Frauen, während Männer über
75 Jahre oft niedrigere Werte aufweisen.
Zwei Drittel (66 %) der Menschen in
Deutschland fühlen sich häufig oder
manchmal gestresst, während nur
8 % keinen Stress empfinden.
83 % der Befragten in Deutschland
betrachten Resilienz als eine der
wichtigsten Prioritäten.
Länder wie Australien und Japan gelten als
besonders resilient.
Zu den wesentlichen Faktoren gehören
laut Forschung Selbstwahrnehmung,
Selbstwirksamkeit, Selbststeuerung und
soziale Kompetenzen.
WAS MACHT
UNTERNEHMEN RESILIENT?
Ressourceneffizienz:
Schonung von Ressourcen und Reduzierung
der Abhängigkeit von Rohstoffmärkten
Diversifizierung:
Abhängigkeiten in Beschaffung und
Produktion reduzieren
Reservenbildung:
Schutz vor Lieferengpässen
Arbeitsorganisation und -prozesse:
Steigerung der Flexibilität und
Widerstandsfähigkeit
Digitalisierung / Automatisierung:
Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und
Prozesse beschleunigen.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
Konzeption & Foto: Sebastian Buff
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im
Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.
MACHER
Dieses Mal: Marcus Geuss, Bauchredner, Zauberkünstler, Moderator, Sprecher, im deutschsprachigen Raum und auch weltweit mit seinen Programmen
und als Eventorganisator aktiv.
COBURGER: Sind Sie ein Macher?
Marcus Geuss: Ja – irgendwie schon.
COBURGER: Warum sind Sie ein Macher?
Marcus Geuss: Weil das, was ich mache, für mich Leidenschaft
ist. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Eigentlich
ist es gar kein Beruf, sondern eher eine Berufung. Man muss für
etwas aus tiefstem Herzen brennen, um ein Macher zu sein. Sonst
funktioniert das nicht – sonst ist es nur Arbeit von neun bis fünf.
COBURGER: Was macht das „Machen“ für Sie aus?
Marcus Geuss: Da steckt sehr viel Organisation dahinter, ein
großes Netzwerk und viele Kontakte. In manche Projekte muss
man unfassbar viel Zeit investieren, damit sie am Ende erfolgreich
werden – das sieht das Publikum oft nur zum Teil. Ich bin dankbar
für ein riesiges Künstlernetzwerk. Vieles kann nur stattfinden,
weil die Menschen, mit denen ich arbeite, auch Freunde von mir
sind. Zum Machen gehören Mut, der feste Glaube an das, was
man umsetzen möchte, und natürlich Kreativität. Man muss
immer wieder neue Wege gehen, ohne zu wissen, ob sie beim
Publikum ankommen. Sich auf Bauch und Herz zu verlassen,
kostet ebenfalls Mut. Ich hatte dieses Jahr gleich Anfang Januar
drei große Projekte, die mit heißer Nadel gestrickt waren. Ich
wusste nicht, ob es klappt – aber ich habe es einfach gemacht.
Und es war großartig.
folgten die ersten Auftritte. Später war ich Jugendleiter in der
Siedlergemeinschaft Spittelleite in Coburg und habe dort eine
Showtanzgruppe aufgebaut und geleitet. Da habe ich wirklich
Feuer gefangen, Shows selbst zu entwickeln und durchzuziehen.
Gelernt habe ich ja ursprünglich Schriftsetzer bei der Neuen
Presse, danach war ich Zivildienstleistender beim ASB und bin
dort auch dann erst einmal hängen geblieben. 1998 habe ich
den Ulmer Zauberladen übernommen, später entstand daraus
die „Zauberwelt“ in Grub am Forst. Daraus entwickelte sich
das erste Kleinkunsttheater der Region, das bis 2013 bestand.
Heute bin ich im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs –
mit meinen Programmen und in Showproduktionen. Ich
organisiere Shows wie den „Bal de Culinaire“ in Bad Elster,
den „Binzer Varietézauber“ im Kaiserlichen Kursaal auf Rügen,
das Ostervarieté in Stadtallendorf und trete weltweit auf
Kreuzfahrtschiffen als Bauchredner und Zauberkünstler auf.
COBURGER: Ist die Region Coburg ein guter Ausgangspunkt zum
Machen?
Marcus Geuss: Ja, absolut – aus mehreren Gründen. Die
geografische Lage mitten in Deutschland ist für Künstler ideal.
Außerdem ist es in einer überschaubaren Region leichter,
Netzwerke aufzubauen. Und hier habe ich meinen Förderverein,
der vieles unterstützt. Ohne diese Unterstützung und ohne viele
gute Freunde wäre das alles gar nicht möglich, was wir hier
gemeinsam auf die Beine stellen.
COBURGER: Wie hat das Machen bei Ihnen angefangen?
Marcus Geuss: Als Kind, mit 14, hatte ich meinen ersten
Zauberkasten. Kurz darauf habe ich meinen ersten Zauberkurs
gemacht, damals in Ulm – selbst von meinem Geld bezahlt. Dann
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
Sebastian Stoll,
verantwortlich für Product Management
und Sales bei Future Systems
Das Team von Future Systems
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
FUTURE SYSTEMS
Gesponserter Beitrag
Redaktion: Wolfram Hegen
Best Practice - wie im Digitalen Gründerzentrum von Zukunft.Coburg.Digital innovative Lösungen
und Produkte junger Start-ups entstehen. Eine Reihe präsentiert von der
DIESES MAL: FUTURE SYSTEMS
SPANNUNGSGELADENES STARTUP
Hier geht‘s
zum Film
Sebastian Stoll
„WENN KUNDEN SAGEN,
DAS GEHT NICHT, MACHT ES
ERST RICHTIG SPASS.“
Bis 2019 war Future Systems eine Abteilung des Unternehmens
Wöhner in Rödental. Dann wurde der Platz knapp – und
die Aufgaben spezieller. Also ging man seinen eigenen Weg.
„Wir wurden ausgegründet, um zu wachsen“, erinnert sich
Sebastian Stoll, verantwortlich für Product Management und
Sales. „Deshalb haben wir unseren eigenen Freiraum bekommen
– aber bleiben trotzdem nah am Stammwerk.“
Heute entwickelt Future Systems eigenständig Hardware- und
Softwarelösungen für elektronische Produkte. „Aus der Kombination
von Hardware und Software entstehen intelligente,
vernetzte Produkte – unterm Strich Produkte der Zukunft“, beschreibt
Stoll den Kern der Arbeit. Ob industrielle Steuerungen,
komplexe Elektronikbaugruppen oder hochspezialisierte Anwendungen:
Das Unternehmen versteht sich als Problemlöser für
anspruchsvolle technische Herausforderungen.
Das Team ist seit der Gründung stark gewachsen. „Wir haben mit
vier Mitarbeitern angefangen, heute sind wir 16“, so Stoll. Jung,
dynamisch und schlagkräftig sei die Mannschaft – und technisch
äußerst breit aufgestellt. „Wir fühlen uns mit allem wohl, was mit
Strom und Spannung zu tun hat – von Nanoampere und Mikrovolt
bis hin zu mehreren 100.000 Ampere oder 10.000 Volt.“
Besonders zuhause ist Future Systems in der Leistungselektronik,
also überall dort, wo industrielle Produkte mit großen Spannungs-
und Strombereichen zuverlässig funktionieren müssen.
Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: Einerseits ist Future
Systems weiterhin eng mit Wöhner verbunden und treibt dort
die Digitalisierung und Elektronifizierung des Produktportfolios
voran. Andererseits agiert das Unternehmen als eigenständiger
Entwicklungsdienstleister für externe Kunden. „Wir arbeiten für
Mittelständler, Hidden Champions in Deutschland und Österreich,
teilweise auch für größere Konzerne und Kunden in den
USA“, erläutert Stoll.
Oft tritt Future Systems als flexible Ergänzung bestehender Entwicklungsabteilungen
auf. „Wenn Kapazitäten knapp sind, können
wir schnell und agil eingreifen“, sagt Stoll. Manchmal gehe
es darum, in wenigen Wochen einen Prototypen zu liefern, um
wichtige Meilensteine zu halten. Besonders reizvoll seien Projekte,
die als kaum lösbar gelten: „Wenn der Kunde sagt, es geht
nicht – dann macht es richtig Spaß. Wir kommen als frischer
Wind und zeigen, dass es doch geht.“
Für die Zukunft hat das Unternehmen klare Ziele. Wachstum ja
– aber mit Augenmaß. „Wir wollen organisch wachsen und uns
vor allem im DACH-Raum weiter etablieren“, so Stoll. Der Anspruch:
eine feste Größe in der Elektronikentwicklung der Region
werden – mit konsequentem Fokus auf Qualität, Exzellenz
und spannenden technischen Lösungen.
Ein wichtiger Faktor dafür ist der Standort in der Digitalen Manufaktur
in Rödental, in die Future Systems 2021 eingezogen ist.
„Hier können wir abseits vom Tagesgeschäft unser eigenes Ding
entwickeln“, betont Stoll. Gleichzeitig profitiere man stark vom
Netzwerk vor Ort: vom Austausch mit anderen Unternehmen,
von Veranstaltungen und neuen Impulsen. „Das Zentrum hier ist
super – wir fühlen uns sehr wohl.“
Diese Entwicklung wird auch von Florian Hanf, Geschäftsführer
der Zukunft.Coburg.Digital GmbH, aufmerksam begleitet. „Future
Systems ist Mieter der ersten Stunde. Man kennt sie hier wie
seine eigene Westentasche“, sagt er. In den vergangenen fünf Jahren
habe sich das Unternehmen hervorragend entwickelt – bei
Mitarbeiterzahl, Umsätzen und Büroflächen. „Sie sind ein Paradebeispiel
dafür, wie Gründung funktionieren kann.“
Auch beim Gründerzentrum Zukunft.Coburg.Digital stehen
im Jahr 2026 wieder zahlreiche Angebote auf dem Programm.
Neben bewährten Formaten wie dem Hackathon oder dem Pitchwettbewerb
"Pitch and Beer“ stehen dieses Jahr zahlreiche
neue Angebote, etwa der „AI Breakfast Club“, das Revivial des
"Gründersalons" sowie eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten
für Unternehmen auf dem Programm. „Wir haben dieses Jahr
viel vor“, so Hanf.
Für Future Systems bedeutet das: beste Voraussetzungen, um weiter
zu wachsen – und von Rödental aus auch künftig innovative elektronische
Lösungen für die Industrie von morgen zu entwickeln.
FUTURE SYSTEMS GMBH & CO. KG
Coburger Straße 7
96472 Rödental
www.future.systems
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 55
David Schmitt und
Julian Schiemann
www.existenzgruendung-in-coburg.de
Existenzgründung in Coburg?
Egal ob Startup, Handwerker oder Dienstleister: In
der Region Coburg finden Existenzgründer aus
allen Bereichen ein passendes Angebot aus
Beratung, Netzwerk und Infrastruktur vor. Die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt
Coburg mbH freut sich, in dieser Serie Existenzgründer
aus der Region zu präsentieren,
die zeigen, dass die Existenzgründung
in Coburg eine echte Alternative darstellt.
Zusammen mit den Partnern aus dem Existenzgründernetzwerk
Coburg steht die
Wirtschaftsförderung allen Gründern
und Interessierten mit Rat und
Tat zur Seite.
DEUTSCHE DIENSTRAD
Gesponserter Beitrag
Redaktion: Wolfram Hegen
Digitaler Rückenwind
fürs Dienstrad
DAS SCHWEINFURTER UNTERNEHMEN
DEUTSCHE DIENSTRAD REVOLUTIONIERT DEN
LEASINGMARKT – UND COBURG SPIELT DABEI
EINE WICHTIGE ROLLE
Ein Start-up mit über 100 Jahren Fahrrad-DNA, gegründet mitten in der Corona-
Krise, heute 140 Mitarbeiter und 280 Millionen Euro Umsatz: Die Deutsche Dienstrad
verbindet Familientradition mit digitaler Innovation. Und auch Coburg ist enger mit der
Erfolgsgeschichte verbunden, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Ein Fahrrad zu leasen, sollte eigentlich so einfach sein wie
das Aufpumpen eines Reifens. Doch bis vor wenigen Jahren
bedeutete Dienstrad-Leasing vor allem eines: Papierformulare,
komplizierte Abrechnungen und viel Verwaltungsaufwand.
Genau das wollte Christina Puello ändern – und
gründete 2020 die Firma Deutsche Dienstrad.
Die gebürtige Werneckerin hat Wurzeln in Coburg: Ihr
Vorfahre Carl Greif war ein Visionär des kollektiven Fortschritts.
Als Mitbegründer des RV 1888 Aarau Coburg holte
er 1894 ein Weltereignis nach Coburg: den 7. Congress der
Allgemeinen Radfahrer Union (ARU). Es war die damals
mächtigste Radsportvereinigung, und Coburg wurde zum
Epizentrum einer technologischen und gesellschaftlichen
Aufbruchstimmung. Dieses Erbe floss durch ihre Mutter
und die Fahrrad-Familie schließlich nach Schweinfurt, wo
Marken wie Winora, Staiger und Haibike über Generationen
das Bild der Branche prägten. Dann aber folgte eine
Zäsur: der Verkauf der Unternehmensgruppe. So saß Christina
Puello im Jahr 2020 dann vor einem weißen Blatt Papier,
ein Neuanfang mit einer ganz besonderen Idee: Ein
transparentes, schnelles und vor allem digitales Leasingmodell
für Fahrräder – „ohne den ganzen Papierkram“,
beschreibt Julian Schiemann, Chief Product Officer, die
ersten Schritte. Heute funktioniert das Geschäftsmodell
nach einem einfachen Prinzip: Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten
Diensträder an, Händler liefern Beratung und
Service, und Deutsche Dienstrad stellt die Plattform bereit,
über die alles abgewickelt wird. Von der Auswahl des Fahrrads
über den Leasingvertrag bis zur Abrechnung läuft alles
digital – direkt angebunden an die HR- & Finanzsysteme
der Unternehmen. Dass Coburg dabei eine wichtige Rolle
spielt, liegt auch an den persönlichen Wurzeln. Neben den
Vorfahren der Gründerin stammen weitere Schlüsselpersonen
aus der Vestestadt: David Schmitt, Pressesprecher, und
Julian Schiemann selbst. Schiemann pendelt regelmäßig
zwischen Schweinfurt und Coburg und nutzt einen Arbeitsplatz
im Coworking Space von Zukunft.Coburg.Digital.
„Dieses Umfeld ist ideal, um neue Geschäftsfelder zu erschließen“,
sagt er. „Hier gibt es kreative Menschen, Nähe
zur Hochschule und ein starkes Netzwerk rund um KI und
Digitalisierung.“ Auch nach dem Bau des neuen Hauptsitzes
– des DD Mobility Campus im Schweinfurter Maintal – hält
das Unternehmen bewusst an der Präsenz in Coburg fest.
Trotz aller Digitalisierung bleibt ein Grundsatz zentral:
„Fachhandel first.“ Fahrradhändler vor Ort sind unverzichtbare
Partner, wenn es um Beratung, Wartung und Reparatur
geht. Über einen eigenen digitalen Marktplatz werden
sie direkt in den Prozess eingebunden. Online-Technik
ja – aber immer mit lokalem Service. Der Erfolg gibt dem
Konzept recht. Aus einem Start-up in der Pandemie ist ein
wachsendes Familienunternehmen geworden. Rund 140
Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Deutsche Dienstrad,
der Umsatz 2024 liegt bei rund 280 Millionen Euro. Seit
2022 gibt es sogar einen eigenen Bike-Shop, den MobilityHub.
Für Schiemann ist die Reise damit längst nicht zu
Ende: „Wir verstehen uns als Mobility-Tech-Unternehmen.
Das Fahrrad ist ein wichtiger Baustein – aber Mobilität wird
künftig viel breiter gedacht.“ Kooperationen mit Bahnunternehmen
oder digitale Mobilitätsbudgets seien nur einige
der nächsten Schritte.
So schließt sich der Kreis: Aus Coburger Wurzeln, fränkischem
Unternehmergeist und moderner Technologie ist ein
Unternehmen entstanden, das zeigt, wie nachhaltige Mobilität
im 21. Jahrhundert funktionieren kann – effizient, digital
und erstaunlich unkompliziert.
DD Deutsche Dienstrad GmbH
Straßburgstraße 32
97424 Schweinfurt
www.deutsche-dienstrad.de
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
GERMAN DESIGN AWARD 2026
AUSGEZEICHNET
GERMAN DESIGN AWARD FÜR DIE MARKATUS GMBH
Ein historischer VW-Käfer, Big-Band-Sound, eine Dampflok, ein Gast aus den 1950ern: Was
klingt wie die Premiere eines Theaterabends, war in Wahrheit ein Firmenjubiläum: „75 Jahre
HUK in COBURG“. Für die ungewöhnliche und bis ins letzte gestalterische Detail durchgeplante
Inszenierung aus dem Sommer 2025 wurde die Rödentaler Agentur Markatus GmbH
mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet – als „Winner“ in der Kategorie
„Excellent Communications Design – Event“.
Stolz auf den German Design Award:
Julian Barthel, Theresa Heeb, Wolfram Hegen, Dominik Novotny von Markatus
und Lea Lutz von der HUK-COBURG
Über 3900 Einreichungen aus 57 Ländern wurden in diesem Jahr
registriert, mehr als die Hälfte davon international. Die „Winner“-
Auszeichnung erhalten nur Projekte, die als gestalterisch wegweisend
gelten. Überreicht wurde die Auszeichnung im Februar in Frankfurt
am Main im Rahmen der Messe Ambiente – hier versammelt sich
traditionell einmal jährlich die internationale Designszene. 2026 ist
Frankfurt RheinMain zudem „World Design Capital“, ein Jahr lang
globales Schaufenster für Innovation und kreative Transformation.
Für Markatus ist der Preis eine weitere Bestätigung für die kreative
und organisatorische Leistungsfähigkeit der Agentur. „Der German
Design Award ist etwas ganz Besonderes,“ sagt Markatus-
Geschäftsführer Dominik Novotny, der die Auszeichnung in Frankfurt
gemeinsam mit Projektleiterin Theresa Heeb entgegengenommen
hat, „er ist eine der angesehensten Auszeichnungen der
Branche und für uns eine Riesenehre und zugleich Ansporn, auf
unserem Weg weiterzugehen.“
„Das ist eine Riesenehre für uns und Ansporn zugleich“
(Dominik Novotny, einer der Geschäftsführer
der Markatus GmbH)
Die Aufgabe lautete, gemeinsam mit der HUK-COBURG zum
75-jährigen Bestehen in Coburg ein besonderes Erlebnis zu erzeugen,
das über eine klassische Jubiläumsfeier weit hinausreicht.
„Wir haben uns vorgenommen, ein Event zu veranstalten, das
in Erinnerung bleibt und an das sich jeder Gast noch lange zurückerinnert.
Das ist uns gemeinsam mit Markatus gelungen“,
erinnert sich Lea Lutz aus der Unternehmenskommunikation
der HUK-COBURG.
Statt PowerPoint und Grußworten setzte man auf Dramaturgie.
Ein Schauspieler erzählte die Geschichte des Versicherungsunternehmens
nach – begleitet von Filmen, Musik aus den jeweiligen
Jahrzehnten und eben jenem liebevoll restaurierten Käfer. „Die gemeinsame
Grundidee war es, unsere HUK-Firmengeschichte überraschend
echt zu erzählen – am Ende war es beinahe ein Theaterstück“,
so Lutz. „Viele kleine Elemente haben unsere Historie zum Leben erweckt.“
„Eine starke Inszenierung, von der alle begeistert waren.“
(Lea Lutz, HUK-COBURG)
Markatus betreute das Projekt ganzheitlich: vom Einladungsmanagement,
dem Drehbuch über die Live-Regie und Filmproduktionen
hin zu einer eigenen Website und den visuellen Eventelementen.
Genau dieser interdisziplinäre Ansatz über alle Abteilungen des
30-köpfigen Markatus-Teams hinweg überzeugte auch die Jury. „Das
Besondere war, dass alle Abteilungen mitgearbeitet haben“, freut sich
Theresa Heeb, bei der alle Fäden zusammenliefen. „Es war eine sehr
intensive Zusammenarbeit im Team und mit den Verantwort lichen
der HUK-COBURG, die gezeigt hat, was wir gemeinsam schaffen
können. Ich bin total stolz.“
„Ich bin wahnsinnig stolz auf das ganze Team.“
(Projektleiterin Theresa Heeb)
So ist aus einem Firmenjubiläum ein preisgekröntes Gesamtkunstwerk
geworden – eines, das zeigt, wie lebendig Kommunikation sein
kann, wenn Mut, Kreativität und Teamgeist zusammentreffen. Oder
wie Novotny es formuliert: „Ein Projekt, das beweist, was möglich
ist, wenn viele Kompetenzen zu einer gemeinsamen Idee werden.“
Hier geht’s zum Film:
www.itv-coburg.de/german-design-award
Fotos: Julian Barthel
GERMAN DESIGN AWARD 2026
Der preisgekrönte Event
Das Jubiläum „75 Jahre HUK-COBURG in Coburg“ war bewusst
nicht als gewöhnlicher Festakt angelegt, sondern als lebendige Inszenierung.
Ein filmischer Rückblick, Musik aus der Wirtschaftswunderzeit
und ein historischer VW-Käfer bildeten den Rahmen
für eine emotionale Zeitreise. Schauspieler Andreas Leopold Schadt
ließ den früheren Vorstand Paul Brendel wieder aufleben und den
mutigen Neuanfang von 1950 wie ein Bühnenstück erzählen. Kinder
trugen Gedichte vor, Wegbegleiter erzählten von ihrer Verbindung
zum Unternehmen, der Oberbürgermeister sang ein Ständchen, und
sogar Ministerpräsident Markus Söder übermittelte Glückwünsche.
Statt Redemarathon entstand ein dramaturgisch aufgebautes Erlebnis
mit wechselnden Szenen und Bildern. So wurde die Unternehmensgeschichte
spürbar und unterhaltsam erzählt – als kreatives
Gemeinschaftserlebnis für alle Gäste.
Das sagt die Jury
„Mit einer charismatischen Verbindung aus emotionaler Zeitreise
und ortsbezogener Inszenierung überzeugt »75 Jahre HUK in CO-
BURG«. Die ikonische Präsenz des historischen VW Käfer als Leitmotiv,
die prägnanten szenischen Beiträge und die Einbindung
gesellschaftlicher Akteur*innen schaffen ein identitätsstiftendes
Erlebnis.
Die konsequente Gestaltung wirkt kraftvoll, relevant und nachhaltig
– eine eindrucksvolle Benchmark für Veranstaltungen mit kultureller
Tiefe.“
Der German Design Award
Der German Design Award ist der internationale Premiumpreis des
German Design Council - Rat für Formgebung. Mit seinem weltweiten
Spektrum und seiner internationalen Strahlkraft zählt er zu den
angesehensten Auszeichnungen der Designlandschaft. Seit 2012 identifiziert
der Award maßgebliche Gestaltungstrends, macht sie sichtbar
und zeichnet sie aus. Jährlich werden herausragende Arbeiten aus den
Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Architektur
prämiert. Als Plattform für Connecting Global Excellence bringt der
German Design Award die besten internationalen Gestaltungsleistungen
zusammen und macht ihre Wirkung weltweit sichtbar.
Die Jury des German Design Award 2026 setzt sich aus renommierten
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Lehre, Wissenschaft und der
Gestaltungsindustrie zusammen. Siebzehn Nationalitäten sind vertreten.
Sie steht exemplarisch für das Prinzip Connecting Global
Excellence: Internationale Expertise trifft auf kulturelle Vielfalt, um
Qualität und Relevanz im Design weltweit zu sichern.
ZIMMERGÄSTE
ERSTE FOLGE VOM PODCAST „ZIMMERGÄSTE –
MARKUS ZIMMER VOM GOLDENEN KREUZ IM
GESPRÄCH MIT SEINEN GÄSTEN“ MIT PAUL
HELLER, DER NÄCHSTEN GENERATION
DER GLASEREI UND GALERIE SPÄTH.
SCHAU MAL REIN
Markus: Hallo und herzlich willkommen zum ersten
Podcast Zimmergäste im Goldenen Kreuz Paul Heller von
der Galerie und Glaserei Späth. Paul, was ist deine Aufgabe
hier in der Stadt?
Paul: Also, ich bin 32 Jahre jung, und übernehme die Firma
Glaserei und Galerie Späth hier in Coburg. Es ist quasi ein
Generationenwechsel, auf den ich mich sehr freue. Und neue
Aufgaben, neue Herausforderungen, ich freue mich drauf.
Markus: Was hast du vorher gemacht, wo warst du
unterwegs?
Paul: Ich hatte mal ein Gastspiel in Würzburg, hab dort
drei Jahre als Projektleiter gelernt und gearbeitet in einer
großen Firma. Und davor habe ich meinen Glasbautechniker
gemacht in der Nähe von Passau. Gelernt habe ich vor
zehn Jahren in Dieburg bei Darmstadt in der Nähe, also in
Südhessen. Und habe dort meine Erfahrungen sammeln
dürfen. Und bin seit fünf Jahren wieder zurück. Und die
Eindrücke, die man so über die letzten zehn Jahre dann
gesammelt hat, die prägen einen.
Markus: Ja, jetzt übernimmst du natürlich die Firma von
deinen Eltern, also einmal die Glaserei Späth und einmal die
Galerie Späth. Wo sind da so eure Schwerpunkte?
Paul: Genau, ja, grundsätzlich, mein Vater hat die Firma
vor 30 Jahren, 32 Jahren gegründet. Hat angefangen mit
Altbausanierungen, Fensterrestaurationen und so weiter.
Dann hat sich da draus Fensterbau entwickelt und ich
habe quasi in den letzten zehn Jahren Glasbau gelernt. Das
heißt, Fassade, Treppengeländer, Bürotrennwände und all
das, was man sich mit Glas, Flachglas wohlgemerkt, keine
Hohlkörper, vorstellen kann.
MARKUS ZIMMER
PAUL HELLER
Markus: Und Eure Zukunft? Dein Ziel ist es, den
Glasbau weiter nach vornezubringen und mit der Galerie
renommierte Künstler nach Coburg zu holen.
Paul: Ja genau, also grundsätzlich ist immer das Thema,
wo will man hin, was hat man gelernt. Natürlich ist es auch
das Ziel, aus einem kleinen Betrieb einen Vorzeigebetrieb
zu machen, zu entwickeln mit neuen Ideen. Strukturen
vielleicht auch aufzubrechen, die nicht mitentwickelt
wurden, weil die Entwicklungen der Industrie ziemlich
schnell gehen und das Handwerk immer mit einem Bein
dahinter hängt.
Den komplette Podcast
„Gästezimmer“ zum Schauen und
Hören auf itv-coburg.de, auf youtube,
überall wo es Podcasts gibt oder zum
Lesen auf www.das-magazin.de
62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
PAULS LIEBLINGSESSEN
Advertorial
Das Goldene Kreuz
DAS ÄLTESTE GASTHAUS COBURG IST ZEUGE
VIELER JAHRHUNDERTE COBURGER GESCHICHTE:
SEIT 1508 WERDEN HIER GÄSTE BEWIRTET.
Markus: Das ist ja bei uns so ähnlich in der Gastro. Du
musst dich immer wieder ein bisschen neu erfinden, freilich
die alten Klassiker kochen. Aber für uns ist es genauso: Auf
Messe, auf Weiterbildungen gehen und schauen, wie geht es
weiter mit uns.
Markus: Paul, mal ganz schnell fünf Fragen, kurze
Antwort, knappe Antwort. Kaffee oder Tee?
Paul:K a ff e e .
Markus: Frühaufsteher oder Nachtmensch?
Paul: Nachtmensch.
Markus: Meer oder Berge?
Paul: Berge.
Markus: Süß oder salzig?
Paul: Salzig.
Markus: Und jetzt in drei Worten, wie würdest du dich
beschreiben?
Paul: Offen, kommunikativ, sportlich. Sportlich, weil ich
jeden Dienstag noch mit meinen alten Lehrern zusammen
Volleyball spielen darf, Fußball spielen darf, im Sommer
Paddel spiele und im Winter regelmäßig Ski fahre.
Markus: Nicht schlecht und das noch als Selbstständiger
nebenbei doch auf die Reihe zu kriegen, alle Achtung.
Paul: Ja, der Sport ist auch gut für den Geist und das ist
eine gute Abwechslung mal zum Alltag, dass man mal
rauskommt.
Markus: Genau, ich glaube das braucht jeder, wenn er in
seinem Job sehr eingespannt ist, irgendwo einen Ausgleich.
Ich baue meine Eisenbahn daheim auf und lasse dann meine
Piko-Züge fahren. Paul, über was wollen wir reden? Reden
wir über die Events in der Stadt oder reden wir über schöne
Plätze in der Stadt?
Paul: Ich würde mich für die Events entscheiden heute.
HIER ONLINE
WEITERLESEN:
Neben der stolzen Geschichte ist es vor allem das
Zusammenspiel von Ambiente und herausragender Küche,
das das Goldene Kreuz zu einem besonderen Ort macht:
Die geschmackvolle Einrichtung für jeden Anlass, der
überdachte Innenhof, in dem man sich ganzjährig wie
in einer gemütlichen Taverne fühlt, ein Saal im ersten
Obergeschoss und ein neuer großer Saal im Erdgeschoss
für bis zu 120 Personen für Veranstaltungen, Familien- oder
Firmenfeste. Nicht umsonst zählt das Goldene Kreuz damit
nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den schönsten
Gasthäusern Deutschlands.
Die besondere Küche des 25köpfigen Teams rund um Wirt
und Küchenchef Markus Zimmer lässt keine Wünsche
offen, ob vegan, vegetarisch, fränkisch oder im gehobenen
Gourmetbereich. Auf der Speisekarte stehen Sauerbraten,
Schäufele oder Bauernente genauso wie die veganen
Spinatknödel oder die Bouillabaisse. Und natürlich gehören
die traditionellen, samtig weichen Coburger Klöße dazu, die
Rutscher.
Das Goldene Kreuz setzt dabei immer mehr auf regionale
Produkte, baut sein Netzwerk mit Bauern und
Lieferanten aus Franken und vor allem aus der
Genussregion Coburger Land immer weiter aus.
Die Spezialitäten werden u.a. auf handgefertigten
Tellern und Schalen der Kronacher
Keramikwerkstatt Schäuble serviert und geben
damit den Speisen einen besonderen Auftritt.
Traditionell. Modern. Fränkisch.
Goldenes Kreuz
Herrngasse 1 | Coburg
Öffnungszeiten
Montag - Samstag
11 30 Uhr - 14 00 Uhr | Küche bis 13 30 Uhr
17 30 Uhr - 22 00 Uhr | Küche bis 21 00 Uhr
Sonntag, Ruhetag
Ausnahmen Ostern, Pfingsten, Familienfeiern usw.
11 30 Uhr - 14 00 Uhr | Küche bis 13 30 Uhr
Reservierung
Telefonisch unter 09561/ 513407 oder
per E-Mail info@goldenes-kreuz-coburg.de
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 63
Advertorial
HAIRHOOD
Fotografin:
@juleanicaohlsenfotografie
eine junge Friseurmeisterin, startete schon Ende
letzten Jahres ihre berufliche Selbstständigkeit im
Hairhood. Wie das genau aussieht? Jede Stylistin,
jeder Stylist zahlt Miete für den eigenen Stuhl –
und kann ganz individuell arbeiten: mit eigenem
Zeitmodell, eigenen Produkten, eigenen Preisen,
persönlichem Stil. Und gleichzeitig ist jede und
jeder Teil der Gemeinschaft, Teil des Hairhoods.
Das klingt sehr innovativ. Siehst du es als
Modell der Zukunft?
Definitiv. Wer seinen Meister macht, kann sich nicht
immer einen eigenen Salon leisten – weder von der
Investition her noch vom Zeitaufwand. Ein Co-
Working-Space bietet flexibles Arbeiten und ein unkompliziertes
wirtschaftliches Modell. Und noch so
viel mehr: Austausch, Miteinander, gute Stimmung…
Apropos Stimmung: Ende vergangenen Jahres
hat bei dir zum Beispiel die Rock&Beer Cut
Night speziell für Männer stattgefunden.
Ich habe schon immer Spaß daran gehabt, meine
Arbeit mit Leichtigkeit und Freude zu praktizieren,
natürlich dabei mit nicht weniger Präzision
und Qualität. Ein bisschen Party geht immer,
und da sind solche Events einfach etwas, was die
Menschen mögen (lächelt), ich lasse mir da gerne
immer mal etwas einfallen.
„Willkommen
im Hairhood!“
Schnipp schnapp: Bevor die Haare fallen, gibt
es bei der erfahrenen Friseurmeisterin Conny
immer erst eine individuelle Beratung.
Conny Probst ist eine Frohnatur
aus Günzburg, die es der Liebe
wegen nach Coburg verschlagen
hat. Hier hat sie sich vom ersten
Tag an so wohl gefühlt, dass sie
schnell den Beschluss fasste,
einen eigenen Salon zu eröffnen.
Die Erfahrung hatte sie im Gepäck,
bereits in der schwäbischen
Heimat war sie als Friseurmeisterin
17 Jahre Inhaberin eines Geschäfts.
Warum in ihrem „Hairhood“ alles
ein bisschen anders ist – und
ganz neu für Coburg? Warum
Naturlocken ihr Spezialgebiet sind?
Das beantwortet sie im Gespräch
– und verrät außerdem ihren
ungewöhnlichen Spitznamen.
Conny, was genau ist eigentlich dein
Hairhood?
Macht das denn der Name nicht deutlich? (lacht).
Es geht um Haare und um Gemeinschaft, wie in
einer Hood eben (lächelt). Okay, zugegeben, da
steckt noch ganz viel mehr drin. Hinter dem Namen
meines Salons steht ein besonderes Konzept:
Im Hairhood gibt es nicht nur Hairstyling und
Wohlgefühl von höchster Qualität, sondern ich
biete zusätzlich eine Academy an und die Möglichkeit,
hier als Friseurinnen und Friseure auch
gemeinschaftlich zu arbeiten.
Du möchtest einen Co-Working-Space im
Bereich Haarstyling etablieren?
Ja, was in vielen deutschen Großstädten schon ein
sehr gut funktionierendes Salonmodell ist, besitzt
auch in Coburg seine Berechtigung. Karolina,
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
SCHOEN.FRAU
Ich fasse mal zusammen: Hier gibt´s coole
Events, Co-Working-Spaces und du hast
eingangs auch etwas von einer Academy
erzählt?
Zusätzlich zu meiner Arbeit als Dienstleisterin
möchte ich meinen Salon gerne als Wissens- und
Kompetenzzentrum für Haare und Styling positionieren.
Ich habe dafür hier im Hairhood einen extra
Schulungsraum geschaffen, in dem ich Workshops
anbiete, die von externen renommierten Dozentinnen
und Dozenten gehalten werden. Zielgruppe
sind dabei in erster Linie Menschen aus der Branche,
die sich rund um neue Techniken, Trends und
innovative Produkte fortbilden möchten.
Die Verbindung zu anderen Menschen, die
Gemeinschaft, liegt dir offensichtlich am
Herzen.
Ich glaube, dass gemeinsam so viel mehr geht als
einsam. Ich wünsche mir sehr, dass mein Hairhood
tagtäglich mit viel Leben erfüllt ist und neue
Kontakte entstehen dürfen. Das erste halbe Jahr
ist fast rum, ich habe seither schon so viele schöne
Begegnungen gehabt (strahlt). Das Interesse an
meiner Arbeit und meinem Modell ist da, das Konzept
geht auf, auch wenn es sicherlich etwas Zeit
braucht, bis es sich überall rumgesprochen hat.
Coburg hat mich
in seinen Bann
gezogen.
Du bist recht neu in der Stadt – und wer
dir bereits auf Insta folgt, bekommt mit, du
mischst schon überall mit.
(lacht) Ich habe mich hier von Anfang an so richtig
wohl gefühlt, Coburg hat mich in seinen Bann
gezogen. Und weil ich eine kontaktfreudige und
interessierte Person bin, habe ich auch schon viele
andere Händlerinnen und Händler in der Stadt
kennenlernen dürfen. Einerseits durch mein eigenes
Engagement, weil ich einfach von Geschäft zu
Geschäft gelaufen bin und mich vorgestellt habe
– andererseits waren mir die „Stadtmacher“ mit
ihren Veranstaltungen dabei sehr behilflich, es war
dadurch so viel leichter, sich untereinander kennenzulernen.
Echt toll, dass es hier in Coburg so
etwas gibt! Und wie schön auch, dass ich dich und
Senta kennenlernen durfte. Euer schoen.frau-Konzept
des Vernetzens und gegenseitigen Unterstützens
passt richtig gut zu meiner eigenen Überzeugung,
wie Erfolg gelingen kann.
Das freut uns sehr zu hören. Wir erinnern
uns noch gerne an die Einladung zu deiner
Salon-Eröffnung im Oktober. Schon
damals wollte ich dich etwas fragen: Sind
deine wunderschönen Locken echt?
Die sind sowas von echt (lacht). Und ich mag sie
auch richtig gerne, auch wenn das nicht immer so
war. Es hat lange gebraucht, bis ich einen Friseur gefunden
habe, der mit meinen Naturlocken klar kam
und sie entsprechend geschnitten und gestylt hat
– viele wollten sie damals einfach nur glattföhnen.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus habe ich mich
selbst zur Lockenspezialistin weitergebildet. Wer
also Naturlocken hat, ist im Hairhood genau richtig.
Bei mir gibt es einen perfekten Lockenschnitt inklusive
ausführlicher Anleitung zur richtigen Pflege
und zum unkomplizierten Styling. Nicht umsonst
nennen mich meine Freunde in der alten Heimat
alle „Lockenlotte“ (lacht wieder herzlich).
Lest hier gerne online weiter,
wie Conny selbst Energie tankt,
und wie sie mit Veränderungen
im Leben umgeht.
Worauf legst du bei Pflege- und Stylingprodukten
Wert?
Das nachhaltige Konzept der italienischen Marke
Davines hat mich überzeugt, sie verwenden in
ihrer Herstellung ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe,
was die Produkte biologisch abbaubar
macht. Ich bin begeistert davon, erst recht nach
dem persönlichen Kennenlernen der Produktionsstätte
in Parma in diesem Sommer. Dort wird voller
Transparenz und mit viel Liebe zum Detail und
zur Natur gearbeitet.
Dein Salon wirkt wie ein kleines Paradies,
ich spüre bei allem die Liebe zum Detail.
Besonders gut gefällt mir auch dein kreatives
Logo, wie ist das entstanden?
Diese schöne Umsetzung habe ich Jessica von Grafikgold
zu verdanken. Sie hat sofort verstanden,
was ich ausdrücken möchte: Willkommen im Hairhood
– ganz gleich, welcher
Typ du bist und welche
Haarstruktur du hast. Wir
lieben individuelles Styling
– und die Gemeinschaft.
Natürlich wohlfühlen und genießen:
Conny hat das „Hairhood“ mit viel Holz
und Pflanzen eingerichtet, auch beim
Verwenden von Produkten denkt sie
umweltbewusst.
Das Interview
führte Christina,
die findet, dass Conny #ganz_schön_
schoenfrau ist. Mit kreativen Ideen bewegt
sie was - mit Leidenschaft und Liebe zu
ihrer Berufung geht sie mutig neue Wege –
und das sogar in einer neuen Stadt. Wie
schön, dass Conny dabei auch gleich das
Engagement von schoen.frau entdeckt hat!
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 65
Advertorial
HÖRGERÄTE GEUTER
40
SEIT
JAHREN EIN
OFFENES OHR
Redaktion: Wolfram Hegen
Das aktuelle Team von Hörgeräte Geuter
Es fehlt nur die Coburger Auszubildende Anna Marinos
66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
40 JAHRE
DREI STANDORTE, DREI GENERATIONEN, EIN VERSPRECHEN:
HÖRGERÄTE GEUTER FEIERT JUBILÄUM – UND BLEIBT EIN
FAMILIENUNTERNEHMEN MIT HERZ.
Wenn Technik auf Menschlichkeit trifft, entsteht
Vertrauen. Genau darauf baut Hörgeräte Geuter seit
vier Jahrzehnten. Aus einem kleinen Fachgeschäft in
Coburg ist ein regionales Kompetenzzentrum mit drei
Standorten und 20 Mitarbeitenden geworden – geprägt
von persönlicher Beratung, moderner Hörakustik und
einer bemerkenswert treuen Kundschaft.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
25131_H
HÖRGERÄTE GEUTER
„
WIR SIND EINE
GEUTER-FAMILIE
“
Manchmal beginnt eine Erfolgsgeschichte mit einer
einfachen Entscheidung. „Ich bin ein Typ Mensch, der
gerne selbst entscheidet und eigene Ideen verwirklicht“,
erinnert sich Hörgeräteakustikmeister Horst Geuter an
den November 1986. Damals eröffnete er in Coburg
sein erstes eigenes Fachgeschäft – mit viel Mut, noch
mehr Engagement und einer klaren Vision: Menschen
zu besserem Hören zu verhelfen.
Leicht war der Start nicht. Ein passendes Ladengeschäft,
die Finanzierung, der Aufbau eines funktionierenden
Betriebs – all das kostete Nerven. „Da hatte ich schon
den einen oder anderen Schweißausbruch“, gesteht
Geuter lachend. Doch der Erfolg ließ nicht lange
auf sich warten. Kunden schätzten die kompetente
Beratung und die persönliche Art des Gründers. Gute
Kontakte nach Kronach und Lichtenfels führten bald
dazu, dass auch dort Filialen entstanden: vor 30 Jahren
in Kronach, vor über 25 Jahren in Lichtenfels.
Heute, 40 Jahre später, ist Hörgeräte Geuter weit mehr als
ein Fachbetrieb. Es ist ein echtes Familienunternehmen
– im wörtlichen Sinn. 2009 übernahm Jessica Heß,
Tochter des Gründers, die Geschäftsführung. „Es
waren große Fußstapfen“, sagt sie rückblickend, „aber
mein Vater hat mir einen riesigen Vertrauensbonus
gegeben.“ Inzwischen führt sie den Betrieb gemeinsam
mit ihrer Tochter Sina Heß, die im Dezember ihren
Meistertitel erwarb und damit die dritte Generation im
Unternehmen repräsentiert.
Die beiden aktuellen Geschäftsführerinnen Sina und Jessica Heß
Das Leistungsspektrum ist mit den Jahren gewachsen.
„Wir sind DER Ansprechpartner für alle Fragen rund ums
gute Hören“, erklärt Jessica Heß. Hörgeräteversorgung,
Gehörschutz, Tinnitus-Beratung, Hörtraining,
Betreuung von Cochlea-Implantat-Trägern bis hin
zur Kinderakustik – an allen drei Standorten wird
Rundum-Service großgeschrieben.
Besonders stolz ist man auf die Menschen hinter dem
Unternehmen. 20 Mitarbeitende arbeiten heute bei
Geuter, darunter sechs Meister, mehrere Gesellen und
Fachassistenten und zwei Auszubildende. Viele sind
seit Jahrzehnten dabei. Ein leuchtendes Beispiel ist
Alexandra Schillig, 1990 die zweite Auszubildende des
Betriebs – und heute noch immer im Team. „Sie betreut
inzwischen Kinder, deren Eltern sie früher versorgt hat“,
erzählt Jessica Heß begeistert. Auch die Betriebsleiter
Drei Generationen Hörakustikmeister
(Jessica Heß, Horst Geuter, Sina Heß)
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
40 JAHRE
Tinnitus, Stress, Genuschel?
Wir horen genau hin.
LEISTUNGEN IM ÜBERBLICK
Wenn Gespräche anstrengend werden, der Fernseher undeutlich klingt oder ein
Tinnitus den Alltag belastet, leidet oft die Lebensqualität. Dabei ist gutes Hören
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des Alters – sondern moderner Technik, individueller Beratung
und ganzheitlicher • Maßgeschneiderte Versorgung. Bei Hörlösungen Hörgeräte Geuter aus erhalten Sie mehr als nur
ein Hörgerät: Sie Meisterhand
gewinnen ein Stück Lebensfreude zurück.
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Im-Ohr-Hörsysteme
Wer schlecht hört, fühlt sich schnell außen vor – beim Familienfest,
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im Restaurant oder beim Lieblingsfilm. Manche Menschen haben
das Gefühl, dass • die Gehörschutz anderen „nuscheln“. und Tatsächlich In-Ear-Monitoring
lässt das Gehör
oft schleichend
• terzo® Gehörtherapie
nach. Die gute Nachricht: Heute gibt es
moderne Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen,
sondern für Cochlea-Implantate
fast unsichtbar sind.
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Sprachverstärker
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kabellose Kopfhörer
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Vibrationskissen Schwerhörigkeit helfen (z.B. fortschrittliche für
Syste-
Wecker/Türklingel/Rauchmelder)
wie Cochlea-Implantate weiter.
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Bei Hörgeräte Mobilität Geuter stehen Sie im Mittelpunkt. Wir
bieten Ihnen kostenfreie • Vakuum-Trocknung Hörtests, eine umfassende, von Hörsystemen
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digitale 3D-Ohr-Scans • Leihgeräte statt Abdruckmasse. während Hausbesuche der Reparaturzeit
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runden das Angebot ab. Und für
alle, die es ganz genau wissen wollen: Mit dem Video-Otoskop
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sind echte Geuter-Urgesteine: Tim Bachmann in
Lichtenfels seit 30 Jahren, Konstantin Schemberger
in Coburg seit 25 Jahren, Simon Krakau in Kronach
ebenfalls mit jahrzehntelanger Verbundenheit.
Diese Beständigkeit prägt den Geist des Unternehmens.
„Wir sind eine Geuter-Familie“, sagt Sina Heß.
Trotz moderner Strukturen und der Größen- und
Leistungsvorteile dreier Standorte sei der familiäre
Kern immer erhalten geblieben. Gleichzeitig hat sich
die Technik rasant verändert. Jessica Heß erinnert
sich schmunzelnd an frühere Zeiten: „Da gab es noch
können
Taschengeräte
Kundinnen und
mit
Kunden
Kabel ins
sogar
Ohr.
einen
Zur Überprüfung
Blick ins eigene Ohr
werfen
mussten
– ein Service,
die Damen
der Vertrauen
erst mal
schafft.
ihr Oberteil aufknöpfen
– das war schon abenteuerlich.“ Heute sind Hörgeräte
Tinnitus
winzig,
im Blick
nahezu unsichtbar, mit Akku, Bluetooth und
Viele Menschen
modernster
leiden
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unter Ohrgeräuschen.
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die Belastung
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terzo®Gehörtherapie.
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Alltag erleichtert
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durch
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Gesundheitstage
für die Arbeit und Freizeit
und sogar
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Monitoring
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in der Region gehört zur Firmenphilosophie.
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Vierzig Jahre Hörgeräte Geuter – das sind nicht nur
Zahlen, sondern Geschichten, Gesichter und ganz viel
Herz. Oder wie es im Unternehmen heißt: gutes Hören
beginnt mit gutem Zuhören.
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
Kultouren
DER COBURGER AUF REISEN
FREIBURG
Redaktion: Wolfram Hegen
Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem
Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit
dem Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar
Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und
erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an
Natur, Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung
an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem
Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-Kultouren. In
jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen,
und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie
dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
FREIBURG
KULTOUREN
Ein paar Stunden Fahrt – ob mit Auto oder Zug – trennen
Oberfranken von Deutschlands südwestlicher Ecke, doch wer sie
in Kauf nimmt, wird reich belohnt. Freiburg, sonnendurchflutet
und von Weinbergen umarmt, empfängt Besucher mit fast
mediterraner Leichtigkeit. Schon die Ankunft vermittelt das
Gefühl, in eine andere, sanftere Welt einzutreten: historische
Gassen, das Plätschern der Bächle, die Silhouette des Münsters
vor dem Schwarzwaldhorizont. Wer sich Zeit nimmt, die Stadt zu
Fuß zu erkunden, entdeckt nicht nur mittelalterliche Architektur
und charmante Plätze, sondern auch die lebendige Gegenwart:
Cafés, kleine Boutiquen, Märkte voller Düfte und Farben. Und wer
über den Stadtrand hinausblickt, findet eine Landschaft, die zu
Ausflügen einlädt, die Natur zu spüren und Genuss zu verbinden –
vom Schwarzwald bis zu den sanften Hügeln des Breisgaus.
WO DER BLICK SCHWEIFT
Wer Freiburg verstehen will, muss ihm einmal von
oben ins Herz schauen. Der Schlossberg, jener bewaldete
Rücken, der sich wie selbstverständlich an die
Altstadt schmiegt, ist dafür der ideale Ort. Schon die
Fahrt mit der Schlossbergbahn ist mehr als ein praktischer
Aufstieg: Lautlos gleitet die Kabine aus dem
urbanen Gewimmel hinaus, über Dächer und Gassen
hinweg, hinein in eine andere Perspektive. Unten
klirren Gläser, oben rascheln Blätter. Am Berg angekommen,
öffnet sich Freiburg in alle Richtungen.
Der Schlossbergturm, schlank und modern, wirkt
fast wie ein Gegenentwurf zur historischen Stadt unter
ihm – und ist doch ihr bester Beobachter. Wer die
Stufen erklimmt, wird belohnt mit einem Panorama,
das Weite wagt: die roten Dächer der Altstadt, der
Münsterturm als steinerner Fixpunkt, dahinter das
Rheintal, bei klarem Wetter sogar die Vogesen. Und
nach Osten hin erhebt sich der Schwarzwald, dunkelgrün
und still. Der Schlossberg ist kein Ort des
Spektakels, sondern der Konzentration. Hier oben
verlangsamt sich der Blick, ordnet sich der Tag. Spazierwege
führen durch lichte Wälder, Bänke laden
zum Verweilen ein – und immer wieder öffnet sich
eine neue Aussicht.
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
FREIBURG
WO DAS HERZ SCHLÄGT
Wer Freiburg entdecken will, beginnt am besten
mitten in der Stadt: am Münsterplatz, wo das Freiburger
Münster mit seinem filigranen Turm in den
Himmel ragt. Stein auf Stein erzählt von Jahrhunderten:
von gotischer Geduld, von Handwerkern,
deren Hände Figuren und Spitzbögen aus Sandstein
formten, die noch heute den Atem anhalten lassen.
Unter dem Turm pulsieren die Wochenmärkte, farbenprächtig
und duftend, ein Kontrast zwischen
mittelalterlicher Architektur und lebendiger Gegenwart.
Die Innenstadt rund um das Münster lädt zum
Schlendern ein. Kopfsteinpflaster, schmale Gassen,
elegante Fassaden – jeder Schritt ist ein Spaziergang
durch Geschichte und Gegenwart zugleich.
Besonders das historische Kaufhaus
zieht den Blick auf sich: Rot gestrichene Wände,
filigrane Erker, Zeichen des Wohlstands und der
Handelsmacht Freiburgs im 16. Jahrhundert. Heute
flanieren hier Einheimische und Reisende, bewundern
die Renaissance-Architektur, lassen sich treiben
zwischen Boutiquen, Cafés und kleinen Kunsthandwerksläden.
Freiburgs Innenstadt ist kein
Museum, sondern ein lebendiger Raum, in dem sich
Geschichte und Alltag begegnen.
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**Die staatliche Förderung ist eine freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Gewährung erfolgt durch das BAFA im
Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel für Privatpersonen bei Neuzulassung ab dem 01.01.2026. Die Höhe der Prämie ist vom zu versteuernden
Haushaltseinkommen (zvE) abhängig: Basisförderung 3.000,– € (BEV) bzw. 1.500,– € (PHEV) bei einem zvE bis 80.000,– €; zzgl. bis zu 2.000,– € einkommensabhängiger
Bonus sowie bis zu 1.000,– € Kinderbonus (500,– €/Kind, max. 2 Kinder). Mindesthaltedauer: 36 Monate. Details zu den Voraussetzungen
und zum voraussichtlichen Antragsstart (Mai 2026) unter https://www.bundesumweltministerium.de/foerderung/fragen-und-antwortenzur-e-auto-foerderung
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
KULTOUREN
WO DIE SEELE SCHWELGT
Es sind die leisen Orte, die einer Stadt ihr Gedächtnis bewahren. Freiburgs Klein-
Venedig gehört dazu. Wo sich heute Spaziergänger am Wasser niederlassen und
Gläser im Abendlicht klingen, arbeiteten einst Handwerker, deren Alltag vom
Rhythmus der Dreisam bestimmt war. Gerber, Färber und Fischer nutzten die
schmalen Wasserarme, die sich hier durch die Stadt ziehen – das Wasser war Werkzeug,
Antrieb und Lebensader zugleich. Noch heute lässt sich diese Geschichte erahnen.
Zwischen schlichten Häuserfassaden und alten Bäumen fließt das Wasser
ruhig dahin, spiegelt Himmel und Zeit. Die Wege entlang der Kanäle laden zum
Flanieren ein, fast beiläufig, ohne Hast. Man geht hier nicht zielstrebig, sondern
mit offenen Sinnen – auf der Suche nach einem freien Tisch, einem Platz in der
Sonne, einem Moment, der bleibt. Cafés und Restaurants schmiegen sich ans Ufer,
ihre Terrassen öffnen sich zum Wasser. Freiburg zeigt sich hier von einer seiner
freundlichsten Seiten: geerdet, genussvoll, geschichtsbewusst. Ein Ort, an dem das
Flanieren zur Kunst wird – und die Vergangenheit leise mitspaziert.
KAUM VERLÄSST MAN DAS
STÄDTISCHE PFLASTER, ÖFFNET SICH
DER SCHWARZWALD WIE EIN GRÜNES
PANORAMA VOLLER MÖGLICHKEITEN.
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
FREIBURG
WO DER GEIST ATMET
Freiburg ist nicht nur Stadt, sondern Ausgangspunkt in eine Landschaft, die
man sich erwandern, erradeln oder schlicht ansehen sollte. Kaum verlässt
man das städtische Pflaster, öffnet sich der Schwarzwald wie ein grünes
Panorama voller Möglichkeiten. Sanfte Hügel, dunkle Tannenwälder,
klare Bäche – jeder Weg scheint ein Versprechen auf Entdeckung und
Ruhe zugleich. Für Wanderer lockt der Schauinsland, dessen Gipfel man
über historische Seilbahnen oder verwunschene Pfade erreicht. Oben
eröffnet sich ein Blick, der sich bis in die Vogesen und das Rheintal verliert,
als wolle die Natur die Perspektive Freiburgs erweitern. Radfahrer und
Genussmenschen finden auf den gut ausgeschilderten Strecken durch
Rebhänge und entlang der Dreisam eine Kombination aus sportlicher
Bewegung und kulinarischem Vergnügen: Winzerhöfe bieten badische
Spezialitäten, kleine Gasthäuser laden zu regionalen Köstlichkeiten.
Auch für Familien hält das Umland Überraschungen bereit: Tierparks,
Baumwipfelpfade, traditionelle Schwarzwaldhöfe. Freiburgs Umland ist
nicht nur Kulisse, sondern Erlebnis.
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 75
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Fotos: Rainer Brabec
HIER WOHNTEN…
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Aus der Ketschengasse, da, wo der Platz sich gemütlich weitet, fällt der Blick auf Nummer 42 –
ein Haus mit Ecken und Kanten, aber auch mit einer Seele, die Geschichten flüstert. Johann
Anton Sturm, ein Leineweber mit Wurzeln in einer bierbrauenden Familie, sozusagen der
Vorvater der Sturms Brauerei, ließ es 1800 umbauen. Aber die Geschichte dieses Fleckchens
Erde reicht noch weiter zurück, denn seine Familie hatte den Altbau schon 1793 in ihre Obhut
genommen. Der älteste Teil des Hauses reicht sogar in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück.
Wenn man in den Archiven blättert, staunt man. Im 19. Jahrhundert
klapperten hier die Webstühle. Später, ab 1907, duftete
es nach frischen Lebensmitteln, als die Familie Schramm
ihren Laden eröffnete. Davor war es eher staubig: Johann
Schramm ließ 1902 das Haus zur Schreinerei umbauen. Otto
Leheis schwang den Hammer, und später legte Witwe Schramm
noch Hand an. Schon zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert
muss hier ein reges Treiben geherrscht haben. Mal
war’s eine Korbwarenfabrik, dann wieder was anderes. Ständiges
An- und Umbauen, das war hier die Devise.
Das Erdgeschoss, ursprünglich symmetrisch angelegt mit
zwei äußeren, rundbogigen Schaufenstern sowie Laden- und
Haustür in der Mitte, wurde 1907 umgestaltet, was zur heutigen
Asymmetrie führte. Zwischen 2017 und 2020 wurde das
Gebäude saniert. Räume für eine Praxis und fünf Wohnungen
entstanden.
Eine bewegte Geschichte eben, die man seitens der Wohnbau
Coburg im Rahmen der Sanierung möglichst bewahren
wollte. Knarrende Holzböden, das Treppengeländer, alte Balken,
die eine oder andere Türe – alles Zeugen vergangener
Zeiten. Ein Balanceakt mit vielen Überraschungen während
der Sanierungsphase, weiß man zu berichten. Der Südgiebel
zum Beispiel hing mehr oder weniger in der Luft. Eine Stahlkonstruktion
hat ihn gerettet.
Auch die 21 regionalen Firmen, die an der Sanierung beteiligt
waren, hatten ihren Spaß, weil keine Wohnung der anderen
gleicht, jede ist individuell geschnitten, die Decken sind
unterschiedlich hoch. Ein Detail aber zieht sich im wahrsten
Sinne des Wortes wie ein roter Faden durch das ganze Haus:
die knallrote Farbe der Haustüre. Auch das Treppengeländer
und der Laubengang zum Innenhof leuchten in diesem Rot,
ein frecher Kontrast zum Grün der Fassade.
Heute ist die Ketschengasse 42 ein Schmuckstück. Ein Haus,
das atmet, das erzählt. Ein Haus mit vielen Besitzern und
noch viel mehr Geschichten. Ein Haus mit Vergangenheit und
Zukunft – mitten in Coburg.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
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78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
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Di bis Fr 13:00 – 16:00 Uhr
Sa/So 11:00 – 16:00 Uhr
GAUDIWURM: IDIS AHOI Coburg Innenstadt 15. Februar 2026 14 Uhr
REEDVOLUTION: SONUS QUINTETT HUK Coburg Bertelsdorfer Höhe 23. Februar 2026 20 Uhr
KLANGGRENZEN 2026: FOLK MUSIC Leise am Markt Coburg 27.Februar 2026 19:30 Uhr
KLANGGRENZEN 2026: BEETHOVEN!
MUSIK UND INSTRUMENTENBAU
Globe Coburg
28. Februar 2026
01. März 2026
20 Uhr
18 Uhr
KLANGGRENZEN 2026: ACHTUNG
ZERBRECHLICH – JUBILÄUMSKONZERT
Museum für modernes Glas Rödental 5. März 2026 19:30 Uhr
KLANGGRENZEN 2026: AQUA VITAE Morizkirche Coburg 13. März 2026 19:30 Uhr
A HEART FULL OF SONG: MAGIE DES MUSICALS Café Victoria Coburg 14. März 2026 19 Uhr
MUSIKFREUNDE NEUSTADT:
SINFONIEKONZERT
Halle an der Heubischer Straße Neustadt 14. März 2026 19 Uhr
SCOTTISH ROOTS: FOLK AUS SCHOTTLAND Naturkunde-Museum Coburg 25. März 2026 19 Uhr
BACH IM GLASMUSEUM: SOLO UND DUO
Europäisches Museum für
Modernes Glas Rödental
26. März 2026 19:30 Uhr
KLANGGRENZEN 2026:
BIG BROTHER! – MUSIK UND POLITIK
Reithalle Coburg
28. März 2026
29 März 2026
21 Uhr
11 Uhr
SCHNUPPERTAGE 2026 Hochschule Coburg 8. April bis 9. April 2026 8:30 Uhr
MICHL MÜLLER: LIMBO OF LIFE Frankenhalle Neustadt 10. April 2026 20 Uhr
JONAS GREINER – AUF AUGENHÖHE St. Augustin Coburg 10. April 2026 20 Uhr
KODÁLY QUARTETT: KAMMERMUSIK HUK-COBURG Bertelsdorfer Höhe 13. April 2026 19:30 Uhr
SOIREE PARISIENNE:
ELISABETH BRAUSS, KLAVIER
HUK-COBURG Bertelsdorfer Höhe 20. April 2026 20 Uhr
Die Kulturtipps – eine Auswahl aus dem Veranstaltungsprogramm in Coburg. Mehr im Netz.
Das Programm des Landestheaters Coburg unter landestheater-coburg.de/besuch/spielplan.
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AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 83
84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
BUCHTIPPS
Advertorial
BUCHEMPFEHLUNG
MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN
Ferdinand von Schirach – Anwalt der moralischen Zwischentöne
Der SPIEGEL nannte ihn einen „großartigen Erzähler“, die NEW YOR TIMES einen „außergewöhnlichen
Stilisten“, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei
„eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur“.
Was von Schirachs Werk auszeichnet, ist die Fähigkeit, juristische Fälle in existenzielle Fragen zu verwandeln.
Er schreibt über Recht und Gerechtigkeit, über die Lücke zwischen beiden und darüber, dass diese Lücke oft
dort entsteht, wo das Leben komplizierter ist als das Gesetz.
Gebundenes Buch
160 Seiten
ISBN: 978-3-328-30481-4
18,00 Euro
eBook:
ISBN: 978-3-641-34290-6
14,99 Euro
Hörbuch (MP3-CD):
Hördauer: 2h 20min
Ungekürzte Lesung
mit Ferdinand von Schirach
ISBN: 978-3-8445-5586-8
18,00 Euro
Hörbuch (Download):
Hördauer: 2h 20min
Ungekürzte Lesung
mit Ferdinand von Schirach
ISBN: 978-3-8445-5586-8
17,95 Euro
Schon sein Debüt aus dem Jahr 2009, „Verbrechen", wurde zum Bestseller. Die Kurzgeschichtensammlung
basiert auf realen Fällen aus seiner Anwaltspraxis und zeichnet ein nüchternes, manchmal verstörendes Bild
menschlicher Abgründe.
Die Theaterstücke „Terror“ und „Gott“ zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, in „Der Fall
Collini" thematisiert er die deutsche NS-Vergangenheit. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu
millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als 40 Ländern. Für sein Werk
wurde der Autor vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet.
Sein Großvater Baldur von Schirach war während der NS-Zeit Reichsjugendführer und später als Gauleiter von
Wien für die Deportation der jüdischen Bevölkerung verantwortlich. Diese Seite seiner Familiengeschichte
thematisiert von Schirach nicht explizit, doch schwingt sie in seinem Werk mit: Die Frage nach Schuld,
Verantwortung und der Komplexität menschlichen Handelns.
Mit „Alexander“ erscheint am 25. Februar sein erstes Kinderbuch. Anhand der Geschichte eines Jungen
aus der antiken Stadt Kaliste erklärt er die Grundzüge der Demokratie und spürt der Frage nach, wie wir
friedlich miteinander leben können.
Obschon das kluge, warmherzige und mit farbigen Zeichnungen des Autors bebilderte Büchlein in der
Antike spielt, behandelt es – wie bei Ferdinand von Schirach nicht anders zu erwarten – hochaktuelle
Themen: Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Und so ist „Alexander“ kein Buch nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene äußerst lesenswert. Bei der
Lektüre wurde mir schmerzhaft bewusst, wie derzeit in vielen Ländern die Grundpfeiler der Demokratie
geschliffen werden und dadurch die regelbasierte Weltordnung zunehmend ins Wanken gerät.
Zum Titel im RIEMANN-Shop:
INHALTSANGABE „ALEXANDER“
Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste
der Auftrag erteilt, „gute Gesetze“ zu finden. Nie wieder soll eine
Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von
Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden.
Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz
unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer,
einem Soldaten und einem echten Philosophen.
Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie
auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König
des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen – und
nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig
gute Gesetze nach Hause bringt.
VITA FERDINAND VON SCHIRACH
geboren 1964 in München, ist einer
der meistgelesenen deutschsprachigen
Gegenwartsautoren. Sein Weg zur Literatur
war ungewöhnlich: Erst nach
jahrzehntelanger Tätigkeit als Strafverteidiger
in Berlin begann er
zu schreiben – und traf damit
einen Nerv. Sein Cousin Benedict
Wells ist ebenfalls ein erfolgreicher
Autor. Ferdinand von
Schirach lebt in Berlin.
©Julia_Sellmann
86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 73/ Februar 2026
13. Jahrgang
Auflage 3.500 Stück
www.das-magazin.de
Verlag:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Coburger Straße 7 (Gebäude 2)
96472 Rödental
Telefon 0 95 61 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber & Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 690 52 84
wh@markatus.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Redaktion/Autoren dieser Ausgabe:
Christina Hauptmann & Senta Steinhauser
Wolfram Hegen
Wolfram Porr
Fotografen dieser Ausgabe:
Yves Alloinde
Julian Barthel
Rainer Brabec
Sebastian Buff
Jule Anica Ohlsen
Val Thoermer
Titelbild:
"Kampf der Jahreszeiten"
nach einem Foto von Val Thoermer
Layout/Illustrationen:
Lisa Geyer
Thea Kröger
Julia Spörl
Grundlayout:
Peter Einheuser
Ehrenredakteurinen:
Gabi Arnold
Heidi Schulz-Scheidt
Anzeigengestaltung:
MARKATUS
Marketing | Film | Social
Anzeigenvertrieb:
Wolfram Hegen
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af@markatus.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2024
Druck:
creo Druck & Medienservice GmbH
Gutenbergstraße 1
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Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.das-magazin.de
Preis inkl. Verpackung
und Versand
innerhalb Deutschlands:
5 Euro inkl. MwSt.
IN EIGENER SACHE
AUF WIEDERSEHEN
Eine treue Seele, von den
ersten Anfängen an beim
COBURGER dabei bis heute,
immer zuverlässig eigene
Ideen findend, dann vor Ort
recherchierend, und schließlich
daraus informative und unterhaltsame Geschichten
bauend, wendet sich ab sofort neuen Aufgaben
zu: Heidi Schulz-Scheidt. Unzählige Geschichten von
besonderen Häusern und ihren Eigentümern hat sie
in „Hier wohnte“ erzählt. Bemerkenswert. Sie hat
diese beliebte Rubrik geprägt und sich damit bleibende
Verdienste um den COBURGER erworben. Danke
dafür und alles Gute. Oder wie sie sagen würde: „Man
sieht sich“. Und „Hier wohnte“ sucht jetzt neue Häuser
und neue Autoren:
info@das-magazin.de
WELCOME BACK
Ein anderer kehrt zurück
in den Kreis der COBUR-
GER-Autoren. Eineinhalb
Jahre Pause hat er eingelegt,
neun Ausgaben lang, für
eine „kreative Pause“, wie er
es nannte, der „Monaco Franke“ alias Wolfram Porr.
Jetzt ist er wieder voller schriftstellerischem Elan,
und seine fränkischen Ansichten zum aktuellen Geschehen
in München und weit über
die bayerische Landeshauptstadt
hinaus sind ja auch gerade in diesen
verrückten Zeiten so notwendig
wie ein oder zwei Seidla Bier. Lesen!
Alle Geschichten, Verteilstellen,
Mediadaten und Kontakte online unter:
www.das-magazin.de
Der COBURGER findet sich als
Coburger/iTVCoburg auch auf
Facebook und auf Insta.
Am besten gleich folgen.
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Besonderen Dank an alle Unternehmen, Organisationen
– und dieses Mal angesichts der bevorstehenden
Kommunalwahlen auch allen Parteien, und vor allem
den Menschen dahinter, die diesen COBURGER
für Ihre Kommunikation benutzen und ihn dadurch
überhaupt erst möglich machen:
Agentur Streckenbach / Autohaus Bender / Autohaus
Max Schultz / Autohaus Wormser / Autoland
Coburg / Buchhandlung Riemann / CSU Coburg /
Die Grünen Coburg / Goldenes Kreuz / Hairhood /
Heimbox / Hörgeräte Geuter / Hommert Auto
Zentrum / Juwelier Schwahn / Kanzlei Hörnlein &
Feyler / Optik Müller / Orthosport / Otto Hauch
Bauunternehmung / ProCoburg / Radio EINS /
Sparkasse Coburg – Lichtenfels / SPD Coburg /
Sportland / Süc//dacor / SÜC / VET-Zentrum /
VIVA Hörakustik / Vitadrom / Wirtschaftsförderungsgesellschaft
WEITERE TERMINE
Und so geht es weiter mit dem COBURGER und seinen
Partner(innen)magazinen LICHTENFELSER und
KRONACHER 2026:
COBURGER # 74 17.04.26
COBURGER # 75 03.06.26
COBURGER # 76 07.08.26
COBURGER # 77 16.10.26
COBURGER # 78 27.11.26
LICHTENFELSER #7 22.05.26
LICHTENFELSER #8 13.11.26
KRONACHER #4 30.04.26
KRONACHER #5 30.10.26
Mediadaten gibt es hier: www.das-magazin.de/mediadaten
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Gerne - Kontakt:
Anke Feuer, af@markatus.de, 0177/ 722 37 73
Tim Birkner, tb@das-magazin.de, 0171/ 483 90 05
Wolfram Hegen, wh@markatus.de, 0171/ 690 52 84
Ideen, interessante Geschichten, Menschen, Themen?
Gerne auch melden: info@das-magazin.de.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
G A L E R I E
JULE ANICA OHLSEN FOTOGRAFIE
Die Fotografie von Jule Anica Ohlsen steht für Echtheit, Nähe
und Gefühl. Sie begleitet Menschen in besonders persönlichen
Momenten – aufmerksam und mit einem feinen Gespür
für Details. Ihre Arbeiten richten sich an die Menschen, die
Natürlichkeit schätzen und zeitlose Erinnerungen suchen.
Bilder, die nicht nur zeigen, wie ein Moment aussah, sondern
bewahren, wie er sich angefühlt hat. Von Coburg aus begleitet
sie Hochzeiten, Elopements & Paarshootings europaweit –
an Orten, die bewusst gewählt sind und eine persönliche
Bedeutung tragen.
www.juleanicaohlsenfotografie.de
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 89
GALERIE
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
JULE ANICA OHLSEN
92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
GALERIE
94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 95
MONACO FRANKE
Für den COBURGER von Wolfram Porr
DER MONACO FRANKE
Pausen machen ist ja neuerdings verpönt. Eine Stunde
mehr arbeiten pro Tag sei „wirklich nicht zu viel verlangt“,
sagt unser Ministerpräsident. Und der Mann,
den er gerne mal ablösen würde, wähnt sich sogar als
Regierungschef eines Landes von notorischen Krankfeierern.
Ja, ist das wirklich notwendig, Leute? Der
Monaco geht jetzt auf jeden Fall mit gutem Beispiel
voran und beendet seine schöpferische Pause – oder
wie Friedrich Merz es nennen würde, seine „Lifestyle-Teilzeit“.
Und ist damit Vorbild für seine
Landsleute, des faule Gsindl!
Und? Habt Ihr mich vermisst? Ich Euch fei
scho, gell! Wobei es auch schön war, sich
mal in der sozialen Hängematte auszuruhen!
Weil in der ganzen Zeit habe ich ja
auf eure Kosten gelebt! Der Chef musste
mich weiterbezahlen - sonst hätt‘ ich a
boar Gschichten vo früher erzählt. Dann
habe ich Bürgergeld beantragt, mir Arbeitslosen-
und Wohngeld auszahlen lassen
und meine Zwei-Zimmerwohnung in
München fürs Doppelte untervermietet.
Da is’ sich’s dann scho allweil ausganga
mit‘m Elfer-Seidla, ehe ich mir dann später
bei der Tafel noch was Leckeres zum
Essen gekauft habe. Kost‘ ja fast nix dort!
Hach, grad schee wor’s!
Ja, gut getan hat es. Auf seine „Work-Life-Balance“
achten, kann ich jedem nur
empfehlen! Der Maggus macht das ja
schon ganz gut. Hat sich ein schönes Hobby
gesucht und teilt das auch noch mit
seinen Insta-Followern. Vorbildlich! Darauf drei im
Weggla, einen Döner in der Mittagspause (Pause wovon
eigentlich?), einen Big Mac oder eine Currywurst
in Berlin! Von Friedrich Merz ist nur überliefert, dass
er einen Pilotenschein hat. Auch ein schönes Hobby!
Aber der Fritze hat dafür natürlich leider kaum Zeit,
so sehr liebt er seine Arbeit.
Aber ehrlich gesagt gibt es beim Bundeskanzler schon
deutliche Anzeichen für einen „Burnout“. Denn seine
Bürger sind ihm nach nur einem Jahr im Amt scheinbar
schon zuwider. Die Deutschen arbeiten zu wenig
und nicht lange genug, feiern zu häufig krank, denken
nur an ihr Vergnügen, und die junge Generation
könnte ruhig auch ein bisschen dankbarer sein. Klingt
nach Erschöpfung, wenn nicht sogar nach einer mindestens
mittelschweren depressiven Episode. Horch,
Jetzt auch in Vollzeit: Life-Life-Balance
Friedrich! Nimm Du Dir amol a Auszeit! So a Dabeedenwechsel
dudd echt gut! Flieg mit deiner Brobellermaschine
irchendwo no, wo des Stadtbild noch zu
deinem Weltbild bassd und du a guts deutsches Brot
kriegst! Kleiner Tipp: Brasilien und Afrika scheiden
da aus. Vielleicht also lieber die Südstaaten, Schlesien
oder Mecklenburg-Vorpommern!
Dem Monaco würden auch direkt noch eine Handvoll
Politikerkollegen einfallen, die Merz gerne mitnehmen
dürfte. Für unser aller Resilienz wäre es jedenfalls
ganz schön, wenn ein paar Nasen eine Weile
von der Bildfläche verschwinden würden. Das gilt für
die Bundes- wie auch für die Kommunalpolitik. Allerdings
sind die Listen für die Kommunalwahlen am
8. März ja längst draußen. Da hilft dann wirklich nur
noch, das Kreuz bei den anderen Namen zu setzen
und zu hoffen, dass man’s in ein paar Monaten
nicht wieder bereut.
Am zufriedensten wirken ja häufig Leute,
die die guten alten Zeiten verklären. Früher
war eben alles besser – die Bahn kam
pünktlich, im Fernsehen lief noch „wos
Gscheids“ und ein Schnitzel war noch
nicht aus Tofu und bezahlbar. So gesehen
hat jetzt das ZDF eine Entscheidung getroffen,
die sogar Friedrich Merz gefallen
dürfte. „Wetten, dass…“ kommt zurück,
und zwar mit Tom und Bill Kaulitz. Das
sind so viele Fliegen mit einer Klappe
geschlagen! Denn es werden alle Nostalgiker
bedient, egal ob sie nun die Achtziger
(Studiooptik und Sounddesign), die
Neunziger ( Julia Roberts und Tom Hanks
sind bei den Zwillingen aus LA sicher
als Wettpaten gesetzt) oder die Nuller
Jahre (die Geburt von Tokio Hotel!) für
die beste Zeit ihres Lebens halten. Noch
dazu läuft die Show natürlich am Samstagabend.
Da arbeiten höchstens Köche,
Kellner und Feuerwehrleute. Der Rest
darf nach einer 40-, 42- oder 45-Stunden-Woche ganz
entspannt die Beine hochlegen und sich berieseln
lassen. Gut für die Resilienz und fürs Bruttosozialprodukt!
Wetten, dass das Friedrich Merz auch gefällt?
Schätzla, schau wie ich schau!
96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
EIN PLÄDOYER FÜRS LESEN
Redaktion: Wolfram Hegen
Krisenzeiten wirken wie Brenngläser. Sie vergrößern,
was zuvor nur schemenhaft zu sehen war: politische
Risse, gesellschaftliche Spannungen, persönliche
Unsicherheiten. Kriege, brüchige Machtverhältnisse,
Angriffe auf demokratische Grundwerte, eine lauter
werdende Kultur des Hasses – und über allem die
bedrohliche Kulisse des Klimawandels. In solchen
Phasen zeigt sich, welche Gesellschaften resilient sind,
also fähig, Erschütterungen auszuhalten und aus ihnen
sogar neue Kraft zu schöpfen. Doch nicht nur Staaten
und Institutionen stehen auf dem Prüfstand. Auch jeder
Einzelne muss sich fragen lassen:
Wie widerstandsfähig bin ich eigentlich?
Resilienz ist kein angeborenes Heldengen. Sie ist ein leises,
alltägliches Training. Sie entscheidet sich daran, wie sehr
wir die Verwerfungen der Welt an uns heranlassen – und
wie gut wir Wege finden, uns vor ihnen zu schützen, ohne
sie zu verleugnen. Genau hier beginnt der schmale Grat
zwischen notwendiger Information und zerstörerischer
Dauererregung. Social Media erweist sich in diesem
Zusammenhang oft als schlechter Begleiter. Seine
Mechanismen leben von Zuspitzung, Empörung und
permanenter Reizüberflutung. Algorithmen belohnen
Extreme, nicht Ausgewogenheit. Wer sich dort allzu
lange aufhält, gerät leicht in Erregungsspiralen und
Meinungsblasen, in denen die Welt düsterer, feindseliger
und auswegloser erscheint, als sie es selbst in schwierigen
Zeiten tatsächlich ist. Das Ergebnis ist selten Erkenntnis,
fast immer Erschöpfung.
Gesund bleibt man so nicht. Zufrieden schon gar nicht.
Resilienz braucht Gegenräume – Zonen, in denen
das innere Nervensystem wieder zur Ruhe kommt.
Ein echtes Gespräch gehört dazu, eines mit Pausen,
Zwischentönen und ehrlichem Zuhören. Begegnungen
mit Freunden, Familie, vertrauten Menschen. Und es
braucht Tätigkeiten, die den Kopf befreien, statt ihn
weiter zu belagern: ein Spaziergang, Bewegung, Natur.
Vor allem aber: Bücher.
Lesen ist Eskapismus im besten Sinn. Wer ein Buch
aufschlägt, entzieht sich nicht der Wirklichkeit, sondern
erweitert sie. Das Gehirn taucht ein in andere Welten,
andere Gedanken, andere Perspektiven. Es lernt, sich
zu konzentrieren, wird langsamer, ruhiger, weiter.
Während digitale Medien uns zerstreuen, sammelt uns
Literatur. Sie ist eine Schule der Empathie und zugleich
eine Oase der Entspannung.
Vielleicht liegt darin ein unterschätztes Geheimnis
persönlicher Widerstandskraft: nicht ständig auf jedes
Beben der Gegenwart zu reagieren, sondern sich bewusst
Inseln der Stille zu schaffen. Nicht aus Gleichgültigkeit,
sondern aus Selbstschutz. Wer immer nur auf den Sturm
starrt, verliert die Fähigkeit, ihn zu überstehen.
Resiliente Menschen sind keine, die nichts mehr berührt.
Es sind jene, die gelernt haben, dosiert zu fühlen, klug
auszuwählen, wann sie kämpfen – und wann sie ein Buch
aufschlagen und für ein paar Stunden verschwinden.
Gerade in unsicheren Zeiten ist das kein Luxus.
Es ist geistige Selbstverteidigung.
AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026 COBURGER | DAS MAGAZIN 97
DAS LETZTE
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder am 17.04.2026
Anzeigenschluss ist
der 03.04.2026
Frühjahrsputz in Coburg
Zitate zum Thema Resilienz sind dieses Mal… das Letzte
„Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“
Friedrich Nietzsche, Philosoph
„Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“
Nelson Mandela, Politiker
„Man muss an sich glauben und daran, dass man für etwas bestimmt ist.“
Marie Curie, Wissenschaftlerin
„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“
Hermann Hesse, Schriftsteller
„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“
Albert Camus, Schriftsteller und Philosoph
„Du magst viele Niederlagen erleben, aber du darfst nicht besiegt werden.“
Maya Angelou, Autorin und Bürgerrechtlerin
„Am Ende des Tages können wir viel mehr ertragen, als wir glauben.“
Frida Kahlo, Künstlerin
„Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen.“
Rainer Maria Rilke, Dichter
„Schwierige Zeiten lassen uns innerlich wachsen.“
Dalai Lama
„Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“
Samuel Beckett, Schriftsteller
98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 73 / FEBRUAR 2026
WINTERZEIT:
DIE COBURGER EHRENBURG
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