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Alster Magazin 03_2026

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ALSTER

LOCAL | PEOPLE | LIFESTYLE | 03 2026

MAGAZIN

WASSERWELTEN

MEERESBIOLOGE ULI KUNZ

über Seegraswiesen, Mönchsrobben & Co.

GRENZEN SPRENGEN

SAXOPHONISTIN ASYA FATEYEVA

über die Geschichte ihres Instrumentes

© www.marcoborggreve.com


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KOLUMNE

LIEBE LESERINNEN & LIEBE LESER

Es wird wieder wärmer, die Sonne hat schon

ordentlich Kraft und die Winterkälte scheint

endlich überwunden. Da denken sich vermutlich

viele schon in den kommenden Sommerurlaub,

vielleicht ja an die Küsten von Nord- und Ostsee oder des

Mittelmeers. Die wenigsten werden wissen, wie es unter

der Meeresoberfläche aussieht. Gut, dass es Menschen

wie den Hamburger Biologen Uli Kunz gibt - seit Jahren

taucht er in allen Meeren der Welt, um den Menschen

deren unbekannte Lebensgemeinschaften nahezubringen,

schreibt Bücher, macht Filme und unterstützt Umweltprojekte.

Mehr dazu und einige seiner faszinierenden Unterwasseraufnahmen

gibt es auf Seite 24.

Um spannende Fotos geht es auch bei der Hamburgerin

Katrin Jakobsen. In einer eindringlichen Fotoserie, die

gerade im Mahnmal St. Nikolai zu sehen ist, setzt sich die

Fotokünstlerin mit dem Schweigen ihres Vaters über seine

Jugend im Nationalsozialismus und seiner Zeit in russischer

Kriegsgefangenschaft auseinander (S. 12). Quasi genau das

Gegenteil aus der eigenen Familiengeschichte bringt die

Choreografin Jenny Beyer mit Tanz zum Ausdruck: Ihr

Großvater war kommunistischer Widerstandskämpfer gegen

die Nationalsozialisten. In einem Tanzsolo auf Kampnagel

beschäftigt sie sich durch seine Vergangenheit mit der Frage

nach Erbe, Erinnerungskultur und der Relevanz individueller

Geschichten für die aktuelle Zeit (S. 22).

Dazu haben wir wieder viele Termine und Tipps im

Magazin, beispielsweise Konzerte der Saxophonistin

Asya Fateyeva, mit der wir über ihre Liebe zur Musik und

die Besonderheiten ihres Instrumentes sprachen (S. 14).

Lohnenswert ist auch die Charity-Osterhasenaktion in

der Europa Passage, bei der alle auf ihre Kosten kommen

werden. Mehr dazu auf Seite 10.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und jede Menge

Inspirationen.

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Chefredakteur

Taucht seit seinem

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ALSTER | 3


INHALT

14

BERICHTET SPANNENDES

ÜBER DAS SAXOPHON:

ASYA FATEYEVA

INHALT

© Marco Borggreve

03 EDITORIAL

06 NEWS

Italienischer Genussabend an der Alster, Kunst in

Harvestehude und Fortbildung für Reinigungspersonal

08 NEWS

Über Hamburg zeigt Kunst, CD-Tipp: For a better world

und Heaven can wait Chor sucht Nachwuchs

10 EUROPAPASSAGE

Feiert 20-jährigen Jubiläum & Charity Osterhasen

12 NEWS

Sonderausstellung der Fotokünstlerin Katrin Jakobsen und

Aufruf zu mehr Kinderschutz

14 INTERVIEW

Saxophonistin Asya Fateyeva über ihre Liebe zur Musik

16 PREMIERE

Sabine Kaack mit Gastauftritt im Ohnsorg-Theater

17 ANLAGETIPPS

Chancen nutzen, Resilienz leben

18 VERANSTALTUNGSTIPPS

Von Lesungen bis Kammerchor-Festival

20 BUCH-TIPP

Hamburg - Kleine Stadtgeschichte

21 VERMÖGENSAUFBAU

Finanztipps für junge Anleger

22 KAMPNAGEL

Tanzsolo mit Geschichte von Jenny Beyer

24 MEERESBOTSCHAFTER

Biologe Uli Kunz möchte mit Shows und Vorträgen

Einblicke in die Meeres-Welt geben und sie schützen

28 HILFE FÜR KINDER

Fünfzig Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-

Zentrum Hamburg e.V. - Knack den Krebs

29 GESUNDHEIT

Unterstützende App „Mobile Retter“ für

Rettungsdienste

30 WINTERGARTEN

Wintergarten als Stimmungsaufheller

31 IMMOBILIEN

Preise steigen fast überall wieder

32 KLEINANZEIGEN/ IMPRESSUM

34 WHAT‘S UP IN TOWN

Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum und

Neujahresempfang der Stiftung Kinderjahre

4 | ALSTER


INHALT

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GESCHICHTS-

BUCH-TIPP

20

© Uli Kunz

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ALSTER | 5


LOCAL NEWS PEOPLE

ADVERTORIALS

In der eleganten

Location Goldene Zeiten

an der Alster, gibt es

regelmäßig Specials für

Feinschmecker.

EDLE WEINE & SPEISEN AUS ITALIEN

Am 26. März ist es wieder so weit: Nicole Valentiner präsentiert in

ihrer Location Goldene Zeiten in Harvestehude erneut einen Abend

voller Genuss und Eleganz. Diesmal mit italienischer Lebensfreude,

denn es wartet eine Auswahl exklusiver und herausragender Weine

aus Italien auf die maximal 26 Gäste - sorgfältig kuratiert und präsentiert

von einem italienischen Sommelier. Begleitet werden die

edlen Tropfen von fein abgestimmten kulinarischen Köstlichkeiten,

die die Vielfalt und Raffinesse der italienischen Küche widerspiegeln.

„Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem besonderen

Genussabend in den Goldenen Zeiten willkommen zu heißen und

gemeinsam mit Ihnen eine Reise durch Italien zu unternehmen“,

erklärt Gastgeberin Nicole Valentiner.

GENUSSABEND

Was: Edle italienische Weine & Speisen, 150€ p.P.

Wann: 26. März, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Wo: Location Goldene Zeiten, Harvestehuder Weg 48

Anmeldung: nv@villa-goldenezeiten.de, Tel. 040 34 999 585

© David Valentiner

© Stephan Wallocha

KUNSTEVENT

Künstlerin Egzona Popovici

und der kosovarische Generalkonsul

Mizbah Mustafa

IN HARVESTEHUDE

Anfang Februar hat die Hamburger

Künstlerin Egzona

Popovici im Generalkonsulat

der Republik Kosovo in Harvestehude

ihr neues Projekt

„Healing Art Concepts“ vorgestellt.

Rund 100 geladene

Gäste aus Politik, Kunst,

Wirtschaft und Gesellschaft –

darunter Peter Tamm (IMMH),

Medienprofi Kimberley Schulz

und Kiki Fehlauer (Hamburger

Sternschnuppe) - nahmen an

der Eröffnung teil und erhielten

erstmals Einblick in die

neuen Arbeiten. „Mit Healing

Art Concepts verfolge ich

das Ziel, Kunst als bewusst

gestaltetes Element im Raum

zu verstehen. Im Fokus steht

die Frage, wie Atmosphäre

geschaffen und emotionale

Prozesse positiv unterstützt

werden können, insbesondere

in sensiblen Umfeldern wie

Gesundheitseinrichtungen

oder Rückzugsräumen“,

erklärt Egzona Popovici.

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Reinigungskräften und ihren Auftraggebern ... ein Problem,

das häufig vorkommt und gerade im Segment Luxusvillen und

-wohnungen ärgerlich ist. Der Unternehmer Martin Schiemann

hat sich daher mit einer erfahrenen Reinigungskraft Gedanken

gemacht, wie man durch einen systematischen Trainingsprozess

das Reinigungsniveau deutlich anhebt. Ergebnis ist ein 10stündiges

Training, das alle Facetten im Luxusbereich beleuchtet,

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und gegenseitiges Verständnis zwischen Auftraggeber und Reinigungskraft

fördert. Gedacht für alle, die mit den Ergebnissen

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NEWS

ADVERTORIALS

Von Gemälden über

Skulpturen bis hin

zu Installationen,

„Hamburg zeigt Kunst“

bietet Vielfalt pur.

KÜNSTLERISCHE VIELFALT

UND COOLE MITMACHAKTIONEN

Am Samstag, 28. März, verwandelt sich das Cruise Center

Altona in eine große Kunst- und Kulturplattform: Das Festival

„Hamburg zeigt Kunst“ lädt von 10:30 bis 19 Uhr Kunstliebhaber,

Neugierige und Sammler dazu ein, mehr als 100 Künstlerinnen

und Künstler aus unterschiedlichsten Disziplinen zu entdecken.

Neben vielfältigen Kunstwerken dürfen sich Besucher auf ein

abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. Live-Performance,

Schminken und kreative Bastel-Workshops für die kleinen

Besucher laden zum Mitmachen ein. Zudem besteht für Kunstinteressierte

die Möglichkeit, direkt vor Ort einzigartige Werke zu

© Arne Wolf (3)

erwerben. Eine Auswahl an Streetfood und Getränken sorgt für

das leibliche Wohl.

Das Festival „Hamburg zeigt Kunst“ hat sich zum Ziel gesetzt,

Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten und gleichzeitig

einen offenen Austausch zwischen Kreativen und Publikum

zu fördern. Ob etablierte Künstler oder Nachwuchstalente – hier

sind alle willkommen, ihre Werke zu präsentieren.

Tickets für 9 Euro / erm. 7 Euro.

Mehr Infos unter www.hamburg-zeigt-kunst.de

© Kai Weise

Giora Feidman und

Majid Montazer (r.)

EIN PLÄDOYER FÜR FRIEDEN

Giora Feidman ist als „The King of Klezmer“ bekannt und gilt als einer

der bekanntesten Klezmer Musiker der Welt. Anlässlich der Vollendung

seines neunzigsten Lebensjahrs am 25. März, widmete ihm ARTE das

filmische Porträt „Giora Feidman - Seele der Klarinette“, das am

Anfang des Monats im Abaton in Rotherbaum gezeigt wurde. Bei

dieser Premiere war auch der Hamburger Komponist mit iranischen

Wurzeln Majid Montazer dabei, mit dem Feidman zusammen an den

Erfolgsprogrammen “Friendship” und “Revolution of Love”

gearbeitet hat. Am Ende des Abends stand er gemeinsam

mit dem jüdischen Weltklasse-Musiker Hand in Hand auf

der Kinobühne - besonders in Anbetracht der derzeitigen

politischen Situation ein sehr emotionaler Moment.

Mit dem neuen Album „For a Better World“ führen sie

ihre musikalische Botschaft fort: ein leidenschaftliches

Plädoyer für Frieden, Menschlichkeit und Hoffnung.

Montazers Kompositionen bilden das Fundament der

Konzertreihe. Sie verbinden klassische Strukturen mit

persischen Klangfarben, spiritueller Tiefe und kultureller

Offenheit – ein Klangkosmos, wie geschaffen für Feidmans

Klarinette. Gemeinsam tragen sie diese Musik in die

Welt – als emotionales Statement für Verständigung und

Versöhnung. “For a Better World” ist ein musikalisches

Statement zweier Künstler, deren gemeinsame Vision weit

über Noten hinausreicht.

Das Filmporträt ist ab Mitte März in der Arte-Mediathek

zu sehen unter www.arte.tv. Mehr Infos und Konzerttermine

unter www.giorafeidman-online.com

CD-TIPP

For a Better World,

CD, 19,95€,

erhältlich bei

Buschfunk unter

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8 | ALSTER


NEWS

NEUE STIMMEN

FÜR DEN HEAVEN CAN WAIT CHOR

© G2 Baraniak

Lust auf‘s Abrocken mit

70+? Dann sind Sie beim

Heaven Can Wait Chor

perfekt aufgehoben!

Es ist einer der coolsten Chöre der Stadt: der Heaven Can Wait

Chor. Denn seine 35 Sänger*innen sind schon im reifen Alter

zwischen 70 und 95 Jahren, rocken aber trotzdem die Songs ihrer

Enkel – frech, laut und mit einem Augenzwinkern. Beeindruckend,

wie viel Power, Humor und Lebenslust in solch hohen Jahrgängen

stecken kann. Haben Sie auch diesen Drive? Jetzt werden neue

Sänger*innen gesucht, die musikbegeistert sind, gern singen und

Lust auf Spaß, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und auch mal

auf eine Reise haben. Perfektion ist unwichtig – Freude am Singen

umso mehr. Was gibt’s dafür? Ganz schön viel: Eine tolle Gemeinschaft,

die zusammenhält, sich unterstützt und gemeinsam lacht.

Singen hält nachweislich gesund, macht glücklich und trainiert

ganz nebenbei Körper und Geist. Dazu gibt es moderate Bewegung

mit altersgerechten Choreos (keine Angst – Hüftschwung ja,

Spagat nein). Chorleiter Jan-Christof Scheibe macht mit Charme,

Motivation und Humor jede Probe zum Erlebnis.

Wer also Lust hat, laut zu singen, das Leben zu feiern und Teil

eines ganz besonderen Chors zu werden, ist hier genau richtig.

Bewerbung an: bewerbung@heaven-can-wait-chor.de

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Überzeugen Sie sich selbst von der mitreißenden Energie und

der besonderen Atmosphäre! Vom 04. bis 07. Mai steht der

Chor im St. Pauli Theater auf der Bühne. Tickets gibt es unter

www.heaven-can-wait-chor.de sowie über

die Tickethotline Tel. 040 47 11 06 66.

SÄNGER*

INNEN GESUCHT!

Hamburgs coolster Chor sucht neue Sänger*innen ab 70+

04. – 07.05.2026

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ALSTER | 9

Fotos: G2 Baraniak


20 JAHRE

EUROPA

PASSAGE

Wo ganz Hamburg feiert.


© Stephan Wallocha

ADVERTORIAL

LOCAL PEOPLE

Sind auch in diesem Jahr

wieder dabei: Schauspielerin

Sandra Quadflieg,

Julia Wöhlke (Budnianer

Hilfe) und Multitalent

Tetje Mierendorf (v.l.)

PROMINENTER AUFTAKT

ZUM 20-JÄHRIGEN JUBILÄUM DER EUROPA PASSAGE

Wenn goldene Osterhasen Gutes tun, dann ist es in Hamburg wieder Zeit für eine der beliebtesten

Charity-Aktionen der Stadt. Und ein Besuch in der Europa Passage lohnt sich ganz besonders:

Am 19. März um 15 Uhr startet dort die große Oster-Charity –

und gleichzeitig das Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen des Centers.

Gemeinsam mit Lindt, Budni, der Budnianer Hilfe e.V.

und Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V. heißt es:

Spenden, mitfeiern und Promis treffen. Mit dabei sind

unter anderem Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer, Entertainer

Jörg Knör, TV-Persönlichkeit Paul Janke, Reality-Star Julian

F.M. Stoeckel, Architekt Hadi Teherani, Influencerin Jolina Fust,

Musical-Darsteller Tetje Mierendorf, Influencerin Lea Pietsch, DJ

Kai Schwarz, Schauspielerin Sandra Quadflieg sowie viele weitere

bekannte Gesichter. Besucherinnen und Besucher haben die

Möglichkeit, ihre Lindt-Goldhasen signieren zu lassen und mit den

Gästen ins Gespräch zu kommen.

Herzstück der Veranstaltung ist die feierliche Enthüllung einer

überdimensionalen „20“, die von prominenten Persönlichkeiten live

gestaltet wird – als sichtbares Zeichen für Engagement und Zusammenhalt

in der Stadt. Über 5.000 Goldhasen in verschiedenen

Editionen warten auf neue Besitzer:innen – gegen Spende für

Hamburger Kinderprojekte. Direkt im Anschluss startet außerdem

die große „Spenden & Gewinnen“-Buzzer-Aktion mit über

10.000 Preisen, darunter Kosmetik-Sets von budni, iPhones, Dyson-

Produkte, Nintendo-Konsolen, Center-Gutscheine uvm., die bis

zum 4. April läuft.

„20 Jahre Europa Passage – das ist nicht nur ein Jubiläum für

ein Gebäude, sondern für einen lebendigen Ort der Begegnung

im Herzen unserer Stadt. Seit zwei Jahrzehnten schlagen wir die

Brücke zwischen hanseatischer Tradition und modernem Shopping-

Erlebnis. Das Jubiläumsjahr 2026 nutzen wir, um unseren Besucherinnen

und Besuchern ‚Danke‘ zu sagen. Mit zahlreichen Aktionen,

Events und besonderen Highlights wie der traditionellen Osterhasen-Charity

zugunsten der Budnianer Hilfe e.V. und Radio Hamburg

Hörer helfen Kindern e.V. feiern wir gemeinsam mit unseren

Partnern und Kunden dieses besondere Datum“, sagt Karsten

Bärschneider, Center Manager der Europa Passage.

Die Oster-Charity ist dabei nur der Anfang. Unter dem Motto

„Hamburg United“ begleitet die Europa Passage ihr gesamtes

Jubiläumsjahr mit weiteren Aktionen – vom sommerlichen Kletter-

Event an der Alster über die Riesen-Rutsche im Center bis hin zum

großen Finale im Herbst. Alle Initiativen verfolgen dasselbe Ziel:

Spenden zu generieren und gesellschaftliches Engagement sichtbar

zu machen.Wer also Promis erleben, Gutes tun und einen besonderen

Jubiläumsauftakt mitfeiern möchte, sollte sich den 19. März,

15 Uhr, in der Europa Passage vormerken. Ganz Hamburg hilft –

und kann live dabei sein.

Weitere Informationen und laufende Updates zum Jubiläumsjahr

gibt es auf Instagram unter @europa.passage

und über den QR-Code.

EUROPA PASSAGE

Ballindamm 40,

www.europa-passage.de

ALSTER | 11


LOCAL PEOPLE

Das Bild mit

dem Namen

„6.Oktober, Pápa“.

Katrin Jakobsen,

der Spur ihres

Vaters folgend, bei

eine der Stationen.

DEM TAGEBUCH DES VATERS FOLGEN

Noch bis zum 06. April werden im Weinkeller des Mahnmals

St. Nikolai Fotografien der neuen Sonderausstellung „Auf der

Suche nach der verlorenen Erinnerung“ der Hamburger Fotokünstlerin

Katrin Jakobsen gezeigt. In ihrer eindringlichen Fotoserie

setzt sie sich mit dem Schweigen ihres Vaters über seine Jugend im

Nationalsozialismus und seine Zeit in russischer Kriegsgefangenschaft

auseinander. Erst nach seinem Tod stößt die 1958 geborene

Künstlerin auf ein kleines rotes Notizbuch – sein Kriegstagebuch

aus dem Jahr 1945. Ausgehend von diesem Fund folgt sie der Route

des Vaters durch Tschechien, Rumänien, Ungarn und die Ukraine

und schafft zu zentralen Einträgen fotografische Antworten – ein

Dialog über Generationen hinweg. Die Serie ist Teil ihres Projekts

„Vaterland“, das sich kritisch mit deutscher Familiengeschichte und

Erinnerungskultur auseinandersetzt. Der Eintritt ist frei – während

der regulären Öffnungszeiten des Mahnmals St. Nikolai.

Am 01. April findet außerdem um 19 Uhr die Begleitveranstaltung

„Present Past“ im Mahnmal St. Nikolai statt. Wie lässt sich herausfinden,

was die eigenen Vorfahren während des Nationalsozialismus

getan haben? Der Historiker Dr. Johannes Spohr berichtet

über seine Recherchen und über Geschichten von NachfahrInnen,

die sich ihrer Familiengeschichte gestellt haben. An diesem Abend

sprechen Johannes Spohr, Katrin Jakobsen und Paula Mittrowann

(Illustratorin) über persönliche Zugänge, Herausforderungen und

Erkenntnisse bei der Erforschung der NS-Familiengeschichte.

Weitere Infos unter www.mahnmal-st-nikolai.de

© Katrin Jakobsen

AUFRUF ZU MEHR KINDERSCHUTZ

Auf Einladung von Andreas Klitsch, Vorsitzender von Brücken für

Kinder e.V. sowie Frank Otto und Alexandra Wandel, Vorstände von

ALL FOR ONE – Alle Menschen für eine Erde e.V. versammelten sich

über 90 Vertreterinnen von Kinderschutz- und Nachhaltigkeitsorganisationen

sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik im

Hamburger Business Club. Frank Otto unterstrich die besondere

Schutzbedürftigkeit von Kindern: „Sie sind in den aktuellen Krisen

besonders verletzlich. Genau deshalb haben wir in Hamburg wichtige

Nachhaltigkeits- und Kinderschutzorganisationen vernetzt.

Denn wir alle tragen die Verantwortung, die Kleinsten unserer

Gesellschaft vor Kriegen, Gewalt und dem Klimachaos zu schützen.“

12 | ALSTER

© Brücken für Kinder / Wolfgang Schinke

Rolf Zuckowski,

Sandra Quadflieg,

Frank Otto und

Andreas Klitsch (v.l.)

Sandra Quadflieg, Schauspielerin und Vorständin, Benita Quadflieg

Stiftung, appellierte eindringlich an Politik und Gesellschaft: „Wer

Kinder schützt, schützt nicht nur einzelne Schicksale, sondern legt

die Grundlage für eine gerechte, menschliche und zukunftsfähige

Gesellschaft. Kinderschutz heißt hinschauen, handeln und Verantwortung

übernehmen – heute, nicht morgen!“ Ein Highlight des

Abends war die Aufführung der ALL FOR ONE Hymne. Sie wurde

von Kai und Kit Ringler von der Staatlichen Jugendmusikschule

Hamburg, Lucas Etcheverria und Mario Kolbe von der Hochschule

für Musik und Theater aufgeführt. Die Hymne ist ein Appel junger

Menschen für weltweiten Frieden und Klimaschutz.


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LOCAL PEOPLE

Asya Fateyeva

wechselte mit 10

Jahren vom Klavier

zum Saxophon, weil

sie das „Erlebnis des

Klanges“ faszinierte.

© Marco Borggreve (2)

14 | ALSTER


LOCAL PEOPLE

„MUSIK WAR IMMER DA“

Liebe zur Musik – bei der Saxophonistin Asya Fateyeva, die auch an der HfMT in Rotherbaum unterrichtet,

ist sie in jedem Satz spürbar. Wir haben mit ihr über ihren Weg zum Saxophon, über den besonderen Status ihres Instruments

in der Klassik und über anstehende Konzerte gesprochen – eines ist in der JazzHall an der Alster.

Alster Magazin: Welche Rolle spielte Musik in

Ihrer Kindheit?

Asya Fateyeva: Meine Eltern sind keine Musiker, aber

sie haben das sehr unterstützt. Als Kind habe ich erlebt,

dass mein Vater oft am Klavier saß und für sich spielte, obwohl er

keine Noten lesen konnte. So habe ich mitbekommen, dass Musik

immer da war - als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Das

habe ich mitgenommen, zuerst am Klavier und dann am Saxophon.

Mit zehn Jahren haben Sie dann vom Klavier zum Saxophon

gewechselt. Wie war das für Sie?

Die Entscheidung war leicht, weil Saxophon so eindeutig meins

war. Alles hat gepasst. Das Gefühl, dass ich den Klang physisch

spüren konnte - es wurde sofort laut und leise - hat mich

am Saxophon fasziniert. Am Klavier fehlte mir

wohl dieses Erlebnis des Klanges. Das konnte

ich als Kind nicht verstehen, aber im Nachhinein

versuche ich das für mich zu erklären. Das

Klavier bleibt aber immer in meinem Leben.

„Das Gefühl, dass ich den

Klang physisch spüren konnte

(...) hat mich am Saxophon

fasziniert.“

Die Musikwelt kann für Kinder auch

herausfordernd sein - wie war das für Sie?

Ich habe das gar nicht als schwierig wahrgenommen. Am Klavier

musste man ein bisschen aufpassen, dass ich übe, aber am Saxophon

musste man mich überhaupt nicht dazu zwingen. Es hat einfach

alles gepasst, deswegen war es für mich die beste Zeitverbringung.

Ich habe eher gelitten, als ich mit 14 Jahren aus der Ukraine

nach Deutschland kam und zu einer normalen Realschule ging und

keiner Musikschule. Mit 15 Jahren wurde ich aber glücklicherweise

parallel Jungstudentin in Köln, was wie eine Oase für mich war.

Gab es je Momente, in denen Sie Ihre Entscheidung für das

Saxophon hinterfragt haben? Vor allem in Bezug auf den

Ausnahmestatus des Saxophons in der klassischen Musik.

Ich muss mich da bei meinen Eltern bedanken, denn sie wussten

nicht, dass das Saxophon etwas Besonderes ist und man nicht wie

mit Geige und Klavier solistisch unterwegs sein kann. Ich habe

erst in Deutschland mitbekommen, dass es nicht normal ist, in der

Klassik Saxophon zu spielen. Dann war es irgendwie zu spät… Und

ich bin auch ein bisschen trotzig und habe mir gesagt: „Das geht so

nicht. Man muss nur zeigen, wie schön es klingen kann!“

Sie bewegen sich bewusst zwischen Genres und Epochen.

Warum ist Ihnen dieser offene Zugang wichtig?

Lange Zeit war ich sehr einseitig auf das klassische Saxophon

konzentriert, weil man immer hörte: „Ah, du bist Saxophonistin, du

spielst ja Jazz“. Mit 17/18 Jahren ist man dann ein bisschen beleidigt.

Ich glaube, alle klassischen Saxophonisten kennen das.

Aber ich bin ein neugieriger Mensch und mich interessieren verschiedene

Genres. Musik ist wie eine Sprache, mit der man kommuniziert

und am besten ist es eben keine Trennung der Genres zu

haben. Ich bin meistens mit meinem Saxophon ein Außenseiter, also

stört es mich nicht, wenn es ein Genre mehr ist, zudem ich eigentlich

nicht zugehöre. Ich genieße es, dass ich so zwischen verschiedenen

musikalischen Orten springen kann.

Die einzige Grenze für mich, was Bearbeitungen angeht, setze ich

im 20. Jahrhundert, wo die Komponisten sehr spezifische für die

Instrumente geschrieben haben. Das muss ich nicht unbedingt für

das Saxophon transkribieren oder umschreiben. Aber alles andere,

wo es wirklich nur um Musik geht, passt wunderbar.

Welche Rolle spielt Musik in Ihrer Freizeit?

Wenn man so viel mit Musik arbeitet, dann genießt man auch die

Natur und die Stille. Aber in meiner Freizeit beschäftige ich mich

oft mit musikalischen Sachen, die mich interessieren, oder ich

spiele ein anderes Instrument - lerne vielleicht sogar ein Neues. Ich

bin gerne Anfänger, um die Frische beizubehalten.

Was lernen Sie denn gerade für ein neues Instrument?

Es ist mir peinlich (lacht), aber seit dem letzten Jahr lerne ich Laute,

wo ich nicht zum Üben komme und kaum Fortschritte mache. Das

ist so anders und schwer, aber dadurch entwickelt man mehr Verständnis

für die eigenen Studenten und wird auch besser in seinem

eigenen Instrument.

Sie setzen sich seit Jahren für eine bessere Wahrnehmung des

Saxophons in der klassischen Musik ein. Haben Sie schon einen

Wandel beobachten können?

Ich muss sagen, es verändert sich kaum etwas. Ich war

am Anfang so naiv zu denken, dass wenn ich ein

bisschen Aufklärungsarbeit leiste, es besser wird.

Was Musikgenre angeht, bin ich selbst ein bisschen

schockiert von dieser falschen Wahrnehmung. Das

Saxophon wurde im 19. Jahrhundert in Paris erfunden und

wenn ich mit Studenten Originalliteratur mache, klingt es sehr klassisch

nach Opern und Paraphrasen. Jazz kam erst 80 Jahre später.

Wenn wir diese Musik hören, denken wir: „Das ist Saxophon?“.

Selbst wir Instrumentalisten haben das als Realität vertrieben.

Und woran arbeiten Sie aktuell?

Es entwickelt sich gerade etwas Neues: Ein Trio mit Klavier, Cello

und Elektronik. „Bach Around Bach“ heißt es - wo wir improvisieren

und die Wurzeln der Barockmusik nehmen, um das Gefühl von

Freiheit darzustellen. Als die Musik geschrieben wurde, war sie frei

und neu und jetzt wirkt sie oft musikalisch verstaubt. Wir nehmen

es als Einladung, die Grenzen zu sprengen und darüber zu kommunizieren.

Es ist spannend zu erkunden, wie man es gestalten kann. lm

TERMINE

12.04. mit dem Aris Quartett in der Elbphilharmonie

02.05. mit Lars Danielsson in der JazzHall

09.09. mit der lautten compagney BERLIN in der Elbphilharmonie

Mehr unter www.asyafateyeva.com

ALSTER | 15


| LOCAL PEOPLE

„Schnell war klar: Das muss

ich auf die Bühne bringen“,

sagt Sabine Kaack über ihre

erste Bühnen-Aufführung als

Produzentin.

© Sinje Hasheider

PREMIERE AN EINEM VERTRAUTEN ORT

Spannung, Schreck und Schadenfreude auf der Bühne des Ohnsorg Theaters: Leidenschaftlich und charmant

arrangiert Schauspielerin Sabine Kaack zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz ihr Literatur-Konzert „Sabine

Kaack & United Baroque - Der Geist der Mirabelle“. Ein Mix aus Humor, Satire, Groteske und großer Live-Musik macht

die plattdeutsche Deutschland-Premiere am 16. März im Ohnsorg Theater einzigartig. Wir verlosen 2x2 Karten.

Alster Magazin: Frau Kaack, Sie erfüllen sich mit

diesem Literatur-Konzert einen lang gehegten

Traum. Was bedeutet es Ihnen ganz persönlich,

die Premiere im Ohnsorg-Theater zu feiern?

Das Ohnsorg Theater ist natürlich die erste Adresse in Deutschland

für die plattdeutsche Sprache. Entsprechend fühle ich mich

sehr geehrt, hier meine Premiere feiern zu dürfen. Nicht zuletzt

habe ich dort schon einige Male auf der Bühne gestanden. Zuallererst

mit 17 Jahren.

Es ist Ihre erste Bühnenproduktion als Produzentin. Was

hat Sie an dieser neuen Aufgabe gereizt – und was hat Sie

vielleicht überrascht?

Eigentlich bin ich mehr oder weniger in die Produzentinnen-

Rolle hineingestolpert. Ich wollte dieses Literatur-Konzert

unbedingt auf die Bühne bringen, aber irgendwo haperte es

immer am Geld. Also habe ich in die eigene Tasche gegriffen.

Überrascht haben mich die zahlreichen Hürden, die den Weg

zur Premiere pflastern.

Obwohl Der Geist der Mirabelle bereits 1975 erschienen ist

– warum wirken die Geschichten heute aktueller denn je?

Siegfried Lenz‘ große Erzählkunst besteht ja in der genauen

Beobachtungsgabe auf die Natur, die Menschen und die Tiere

und deshalb finden wir uns darin immer wieder.

Sie sind in Nortorf aufgewachsen. Wie sehr prägt Ihre

norddeutsche Herkunft Ihre künstlerische Handschrift und

welche Kraft hat die plattdeutsche Sprache in ihren Augen?

Da ich seit 2016 die offizielle Botschafterin der plattdeutschen

Sprache bin, ist es meine Aufgabe, sie am Leben zu halten. Das

tue ich mit Lesungen und Aufführungen, weil es meine Muttersprache

ist und meine Kindheit geprägt hat.

Wie haben Sie für das Stück die Balance zwischen Humor,

Satire und Tragödie für die Bühne umgesetzt?

Ich nutze die gesamte Bandbreite meiner Stimme und meiner

Schauspielkunst, um damit eine besondere Atmosphäre zu

schaffen. Die fantastische Barockmusik von Georg Philipp

Telemann setzt dazu ganz pointierte Akzente.

Und was macht für Sie den besonderen Reiz aus, klassische

Literatur mit klassischer Musik zu verbinden?

Weil es sich noch keiner getraut hat (lacht).

ho

VERLOSUNG

Wir verlosen 2x2 Tickets für die Deutschland-Premiere des

Literatur-Konzerts „Sabine Kaack & United Baroque - Der

Geist der Mirabelle“ am 16. März um 19:30 Uhr im Ohnsorg-

Theater. Schreiben Sie einfach an redaktion@alster-net.de,

um an der Verlosung teilzunehmen.

16 | ALSTER


ADVERTORIAL

HASPA PRIVATE BANKING:

„UNSER MOTTO FÜR DAS BÖRSENJAHR 2026 LAUTET

CHANCEN NUTZEN, RESILIENZ LEBEN“

Wir haben Patrick Klingbeil, Direktor Haspa Private Banking, um einen aktuellen Kapitalmarktausblick

gebeten und wollten von dem Finanzexperten wissen, welche Schlüsse Anleger daraus für die Aufstellung

ihrer Vermögensstruktur ableiten können.

ALSTER MAGAZIN Herr Klingbeil, wie blicken

Sie auf das Börsenjahr 2026?

Patrick Klingbeil: Ein weiteres Rekordjahr für Aktien

liegt hinter uns und mit einem weiteren Rekord

sind wir ins neue Jahr gestartet. Gleichwohl sollte sich die Wegstrecke

in 2026 ruckeliger darstellen als in 2025. Für den DAX

rechnen wir mit einer Kursspanne im Jahresverlauf von 21.000

bis 26.500 Punkten sowie für den Euro Stoxx 50 mit einer

Bandbreite von 5.100 bis 6.300 Punkten im Jahresverlauf 2026.

Wie wird sich denn nach Einschätzung Ihres Hauses das

Kapitalmarktjahr generell entwickeln?

In Deutschland wirkte zuletzt der Beschluss des Fiskalpakets

für Infrastruktur und Verteidigung als konjunktureller Stimmungsaufheller

mit einem Wachstumsplus von 2 Prozent. Hier

rechnen wir mit einem weiteren Wachstum von 1,0 Prozent.

Der Fokus der Kapitalmärkte liegt aber weiterhin auf den USA.

Vor allem das Thema KI sowie die Konsumfreude der reichsten

zehn Prozent der Bevölkerung treiben dort das Wachstum weiter

an. Mit Blick auf China erwarten wir ein Wachstum in Höhe

von ca. 4,5 Prozent. Gold dürfte auch nach zwei Rekordjahren

infolge angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten

seine Rolle als „sicherer Hafen“ behalten.

Kriege, politische Spannungen und technologische Umwälzungen

machen es für Anleger immer unübersichtlicher.

Wo ist mein Geld noch sicher?

Aus Anlegersicht war 2025 das dritte Premium-Jahr in Folge.

Trotz vieler, vor allem großer geopolitischer Krisen und vereinzelten

Turbulenzen ist für die meisten großen börsennotierten

Unternehmen das Jahr 2025 gut gelaufen. Doch da wir in einer

Welt des Umbruchs leben, müssen wir uns auch im Hinblick

auf das Börsenjahr 2026 anpassen. Daher lautet das Anlagemotto

der Haspa: „Chancen nutzen, Resilienz leben“. Dieser

sich verändernden Weltordnung sollten wir mit einer maximalen

Streuung begegnen, sowohl von Anlageklasse zu Anlageklasse

als auch innerhalb der Anlagen. Für uns im Private Banking

ist dabei die individuelle Rendite- und Risikoneigung des

Kunden entscheidend, die optimale Vermögensstruktur

zu finden. Das geht am besten, über ein individuelles Beratungsgespräch.

Dazu laden wir vor allem zum Jahresauftakt

herzlichst ein.

Und welche Trends werden die Märkte beeinflussen?

Die Tech-Unternehmen, die in KI und Automatisierung investieren,

dürften auch 2026 eine große Rolle spielen. Allerdings

müssen die Bewertungen dieser Tech-Unternehmen aufgrund

der hohen Marktkonzentration genau beobachtet werden. Weitere

Trends umfassen die Branchen der Telekommunikation,

Medizintechnik und die Biotechnologie sowie den Pharma- und

Energiesektor.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Klingbeil.

Gerne. Mein Team und ich freuen uns, in einem gemeinsamen

Beratungsgespräch die Anlagestrategie unserer Kundinnen und

Kunden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und ihres

Risikoprofils zu erarbeiten und regelmäßig zu überprüfen.

HASPA PRIVATE BANKING, Patrick Klingbeil

E-Mail: patrick.klingbeil@haspa.de, Tel.: 040 3578-90730

www.haspa.de/privatebanking

ALSTER | 17


VERANSTALTUNGSTIPPS

© Maximilian Gödecke Photography

LESUNGEN

BEIM JÜDISCHEN SALON

Am 17. März im TONALi Seminar wird Tomer Gardi (Bild links) beim Jüdischen

Salon am Grindel zu Gast sein und aus seinem neuen Roman „Liefern“ lesen. In

einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos erzählt der israelische Autor von

Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach

Verbundenheit. Mit dabei ist die Übersetzerin Anne Birkenhauer, die am deutschen

Text mitgearbeitet und einen Teil aus dem Hebräischen übersetzt hat.

Am 27. März wird der serbisch-österreichische Autor Marko Dinić im Warburg-

Haus seinen Roman „Buch der Gesichter“ vorstellen, der 2025 auf der Longlist

des Deutschen Buchpreises war. Um seine Hauptfigur Isak Ras erzählt er die

Geschichte der serbischen Juden und ihres Verschwindens. Serbien galt im

Sommer 1942 als eines der ersten Länder Europas als „judenfrei“. Moderiert wird

der Abend von der Journalistin Vivian Perkovic, die selbst slowenisch-serbische

Wurzeln hat.

JÜDISCHER SALON AM GRINDEL

Beginn: jeweils 19:30 Uhr. Eintritt: 12€, Freundeskreis 8€, erm. 5€.

Mehr unter www.salonamgrindel.de

KÜNSTLERISCHES STATEMENT

Die US-amerikanische Pianistin, Komponistin und Aktivistin

Chloe Flower kommt 2026 für eine exklusive Deutschlandshow

nach Hamburg. Am 27. April gastiert die Ausnahmekünstlerin im

Kleinen Saal der Elbphilharmonie und präsentiert ihr Crossover-

Programm zwischen Klassik, Pop und politischem Bewusstsein.

Chloe Flower steht für die Verbindung aus Virtuosität,

Haltung und Zeitgeist. Sie bewegt sich mühelos zwischen den

musikalischen Welten und bringt Klassik in die Gegenwart. Mit

ihrem aktuellen Projekt „She Composed: The Holidays“ ehrt sie

ausschließlich Werke von Komponistinnen und kombiniert dabei

Weihnachtstraditionen mit orchestraler Tiefe und eigener Handschrift.

Ihr Auftritt in Hamburg ist nicht nur ein Konzert, sondern

ein künstlerisches Statement – kraftvoll und stilprägend.

ELBPHILHARMONIE

Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 19:30 Uhr. Tickets ab 49,45€.

Mehr unter www.elbphilharmonie.de

© WMA

GENREÜBERGREIFENDE FUSION

© Johan Saarela

Wie ein Paukenschlag kommen diese beiden Bands daher – die für

ihre genresprengenden Kollaborationen bekannte Norrbotten Big

Band und das US-Duo KNOWER. Am 23. April treten sie im Nica

Jazz Club auf. KNOWER besteht aus Louis Cole und Genevieve

Artadi, die sich in den 2010er Jahren einen Namen mit Veröffentlichungen

und spektakulären Live-Auftritten machten. Die

Norrbotten Big Band lotet mit bis zu 20 Musikern die Grenzen des

modernen Jazz aus – und überschreitet sie regelmäßig.

Die künstlerische Beziehung der beiden Musik-Acts besteht seit

fast einem Jahrzehnt. Dieses Konzert ist eine Feier dieser tief

verwurzelten, kreativen Bindung und zeigt eine genreübergreifende

Fusion aus elektronischem Funk, Avantgarde-Pop und

zeitgenössischem Big-Band-Jazz.

NICA JAZZ CLUB

Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 20 Uhr.

Mehr unter www.nica-jazzclub.de

18 | ALSTER


HOMMAGE AN

WEIBLICHE STÄRKE

VERANSTALTUNGSTIPPS

Die niederländische Sängerin und Songwriterin NINA JUNE

schreibt cineastische Popsongs, die die Komplexität menschlicher

Beziehungen erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme

verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische

Klangwelten. Am 13. Mai kommt sie mit ihrem neuen Album in die

Nochtwache in Hamburg.

2024 und 2025 arbeitete Nina kontinuierlich an einem neuen

Album, das am 27. März veröffentlicht wird: „Seal Skin - Anthems

of a Woman“. Das Album erkundet die Vielfalt und Komplexität des

Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen

und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage

an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität.

© Hessel Stuut

KAMMERCHOR-FESTIVAL

Vom 24. bis 26. April gibt das Nordklang Festival der Hamburger

Kammerchorszene zum dritten Mal eine gemeinsame Plattform

– mit Konzerten, Workshops und weiteren Angeboten rund ums

Chorsingen. Am 24. April gestalten das NDR Vokalensemble (Bild

rechts), der Neue Kammerchor Hamburg, Cantaloop, der Landesju-

gendchor und der Mädchenchor Hamburg und das Vokalensemble

Consonanz gemeinsam das Eröffnungskonzert in der Laeiszhalle.

18 weitere Chöre sind am 25. April nachmittags im Rahmen von

Begegnungskonzerten in St. Petri Altona und der St. Pauli Kirche.

Ein besonderes Konzerthighlight ist der Auftritt des renommierten

Leipziger Calmus Ensembles in der Hauptkirche St. Jacobi. Neben

Konzerten bietet das Festival auch Workshops sowie einen Meisterkurs

mit dem Münchner Chorleitungsprofessor Martin Steidler.

NORDKLANG

Mehr Informationen unter www.nordklang-festival.de

NOCHTWACHE

Einlass: 19:30 Uhr. Beginn: 20:30 Uhr. Eintritt: VVK 22€ zzgl. Geb.

Mehr unter www.nochtspeicher.de

© Marius Engels

| NDR

© Christoph Behrmann

NEUE PLATTE IM GEPÄCK

Seit 2020 lebt der vielfach ausgezeichnete Schlagzeuger und

Alumnus des Dr. Langner Jazzmasters der HfMT Tobias Frohnhöfer

in Hamburg und hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Szene

entwickelt. Am 28. März tritt er mit dem Tobias Frohnhöfer Quartett

in der JazzHall auf.

Hervorzuheben ist sein Spiel im Trio des renommierten amerikanischen

Pianisten Richie Beirach und seine Zusammenarbeit mit dem

New Yorker Jazztrompeter Alex Sipiagin, der zu den versiertesten

Vertretern seines Instruments zählt. Im Februar 2026 erscheint

die Platte »Dragon Boat« (Laika Records) des Tobias Frohnhöfer

Quartetts, die an diesem Abend mit Alex Sipiagin und Dave Kikoski

in der JazzHall präsentiert wird.

JAZZHALL

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr. Tickets: 24 €/ 19 €.

Mehr unter jazzhall.hfmt-hamburg.de

ALSTER | 19


LOCAL PEOPLE

Beispielbild: Viele Bilder ähnlich diesem

und Fotografien lassen die Vergangenheit

in dem Buch lebendig werden.

EINE STADT, VIELE GESCHICHTEN

Ob die Hinrichtung des Piraten Störtebeker oder der Große Brand von 1842 - in der Historie der Hansestadt

lauern zahlreiche spannende Momente, die ein facettenreiches Bild der Stadt zeichnen.

Mit „Hamburg - Kleine Stadtgeschichte“ erkundet Autor Matthias Gretzschel diese lebhafte Vergangenheit.

Das ist bereits die vierte Auflage des Buches. Warum

war eine aktualisierte Version notwendig?

Matthias Gretzschel: Als das Buch 2008 erstmalig

erschien, war Ole von Beust Erster Bürgermeister und

die Grundsteinlegung der Elbphilharmonie lag gerade einmal

ein Jahr zurück. 2016, im Jahr der dritten Auflage, konnte sich

noch niemand vorstellen, dass Olaf Scholz vom

Hamburger Rathaus in die Bundesregierung und

schließlich sogar ins Kanzleramt wechseln würde.

Und mit Corona verband man damals vielleicht

eine spanische Biermarke, aber keine weltweite

Pandemie, die auch für Hamburg gravierende

Folgen haben würde. Da es der Anspruch dieser

Stadtgeschichtsreihe ist, auch zeitgeschichtliche

Entwicklungen zu dokumentieren, waren Aktualisierungen

also notwendig.

Welcher Fakt über die Hamburger Geschichte

hat Sie am meisten fasziniert oder überrascht?

Das Thema ist mir vertraut, da ich mich als Journalist

und Buchautor schon seit Jahrzehnten mit der

Hamburger Geschichte beschäftige. Überrascht hat

mich bei der Recherche daher nichts, faszinierend

finde ich aber viele Aspekte der stadtgeschichtlichen

Entwicklung. Etwa Hamburgs Fähigkeit, sich

angesichts veränderter Rahmenbedingungen immer

wieder neu zu erfinden: Wie man zum Beispiel

Dr. theol. Matthias Gretzschel

- und dann natürlich

die Katastrophe des Großen Brandes von 1842 dafür nutzte, eine

auch Niederschlag in der fünften Auf-

lage der „Kleinen Stadtgeschichte“

zukunftsweisende Stadtplanung durchzusetzen und das auch noch

mit großem architektonischem Anspruch. Völlig zu Recht hat finden.

Hamburgs bedeutendster Oberbaudirektor Fritz Schumacher in

diesem Zusammenhang vom „Kunstwerk Hamburg“ gesprochen.

Wie sind Sie mit widersprüchlichen historischen Überlieferungen

umgegangen?

Die Hamburger Stadtgeschichte ist gut erforscht. Dass man jedoch

nicht jede historische Überlieferung für bare Münze nehmen kann,

ist unter Historikern unumstritten. Ein hübsches Beispiel dafür ist

20 | ALSTER

© Michael Zapf

die Dreistigkeit, mit der die Hamburger Stadtväter die von Kaiser

Barbarossa 1189 angeblich mündlich erteilten Privilegien nachträglich

in einem aufwendig gefälschten Freibrief wunschgemäß

fixieren ließen. Dass das Siegel nicht zum Ausstellungsdatum

passt, kam erst Jahrhunderte später heraus. Der Hafengeburtstag

steht also historisch betrachtet auf wackeligen Füßen. Macht aber

nichts, gefeiert wird er trotzdem.

Sie setzen sich schon viele Jahre mit Hamburgs

Geschichte auseinander. Hat sich in dieser Zeit

Entscheidendes verändert?

Die wichtigste Veränderung, die beim Erscheinen

der ersten Auflage noch gar nicht absehbar

war, betrifft Hamburgs Frühgeschichte: Nach der

Auswertung umfangreicher Grabungsergebnisse

wissen wir seit 2014 endlich, wo genau sich die für

die Stadt namensgebende Hammaburg befunden

hat. Das hat sogar zur Umbenennung des traditionsreichen

Domplatzes geführt, der seit 2024

Hammaburg-Platz heißt und damit den historischen

Ursprung Hamburgs verortet. Mal sehen,

welche neuen Erkenntnisse unseren Blick auf

Hamburgs Geschichte

in den nächsten Jahren

erweitern und vielleicht

auch verändern werden

BUCHTIPP

Matthias Gretzschel, Hamburg -

Kleine Stadtgeschichte, Verlag Friedrich

Pustet, 4. akt. Auflage, 168 Seiten, 18€

lm


ADVERTORIAL

FINANZTIPPS FÜR JUNGE ANLEGER

Junge Menschen wünschen sich finanzielle Unabhängigkeit, Renditeorientierung

und Vielfalt in der Geldanlage. Aus diesen Gründen

erfreuen sich ETFs und klassische Fonds wachsender Beliebtheit. Vor

allem, wenn die Depotführung kostenlos ist – inklusive persönlicher

Beratung, online oder in der Filiale. Steven Helmchen von der

Hamburger Volksbank gibt Tipps für den Vermögensaufbau.

Steven Helmchen,

Leiter Private Banking

Laut dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment

schauen 47 Prozent der 20- bis 29-Jährigen optimistisch auf ihre

finanzielle Situation und trotz Herausforderungen wie Inflation

und steigenden Energiepreisen bleibt die Stimmung positiv: Sparen

wird als lohnend empfunden, 89 Prozent der jungen Erwachsenen

erleben es als schönes Gefühl, sich durch Sparen Wünsche erfüllen

zu können. „Junge Anlegerinnen und Anleger setzen klare Prioritäten

bei der Geldanlage und zeigen Weitblick für ihre Zukunft”, sagt

Steven Helmchen, Leiter Private Banking der Hamburger Volksbank.

„Ganz oben auf der Liste steht die finanzielle Unabhängigkeit. Ein

kostenloses Depot bietet eine optimale Basis für den langfristigen

Vermögensaufbau.” Als weitere wichtige Sparziele werden die

Altersvorsorge (85 Prozent) und Rücklagen für Notfälle genannt

(84 Prozent). Bemerkenswert: 62 Prozent der 20- bis 29-Jährigen

sparen bereits gezielt für die eigene Immobilie. Junge Anleger

und Anlegerinnen sind renditeorientiert und setzen auf Sicherheit

und Vielfalt. Dabei sind sie überzeugt, dass aktienbasierte

Anlagen langfristig die besten Erträge bieten. Mit Angeboten wie

„meinDepot“ der Hamburger Volksbank wird der Einstieg in die

Geldanlage für junge Menschen besonders attraktiv: Kostenfreie

Depotführung bis zum 31. Geburtstag, günstige Orderkonditionen

und persönliche Beratung. Bereits ab 10 Euro monatlich können

Aktien, ETFs oder klassische Fonds ab 25 Euro bespart werden. Die

VR Banking App ermöglicht dabei jederzeit den mobilen Zugriff auf

das eigene Depot. „Für einen strukturierten Vermögensaufbau ist

es wichtig, das Kapital mit einer breit diversifizierten Geldanlage

auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien,

Investmentfonds und Zinsprodukte zu verteilen”, so Helmchen:

„Besonders auf Dauer angelegt ETFs und klassische Fondssparpläne

eignen sich als Einstieg für junge Anlegerinnen und Anleger.“

Eine persönliche Beratung, online oder vor Ort, umfasst mögliche

marktbedingte Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken.

Mehr Infos unter www.hamburger-volksbank.de.

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ALSTER | 21


LOCAL PEOPLE

© Julie Nagel (2)

Der Großvater der Hamburger Choreografin Jenny Beyer war Widerstandskämpfer gegen den

Nationalsozialismus. Im Tanzsolo „Zurück zu Ali“ auf Kampnagel beschäftigt sie sich durch seine Vergangenheit

mit der Frage nach Erbe, Erinnerungskultur und der Relevanz individueller Geschichten für die aktuelle Zeit.

Alster Magazin: Wie präsent war die Geschichte Ihres

Großvaters Walter „Ali“ Beyer in Ihrer Kindheit?

Jenny Beyer: Die Geschichte meines Großvaters war in

meiner Kindheit sehr präsent. Meine Eltern und auch er

selbst haben meiner Schwester und mir Schritt für Schritt davon

erzählt. Es war für mich selbstverständlich, dass wir

in unserer Familie offen über die Zeit des Nationalsozialismus

gesprochen haben. Erst später habe ich

gemerkt, dass das keineswegs überall so war.

Gab es einen Moment, in dem Sie wussten: Diese

Geschichte gehört auf die Bühne? Und hatten Sie

Zweifel, ob sie sich durch Tanz erzählen lässt?

Einen konkreten Moment kann ich nicht benennen,

die Idee ist über Jahre gewachsen. Aber ich erinnere

mich an einen Augenblick: Ich war allein im Studio,

habe die Augen geschlossen und mir vorgenommen,

nur mit dem Gedanken an meinen Opa zu tanzen.

Das war sehr emotional – und danach wusste ich,

dass ich an diesem Thema weiterarbeiten möchte.

Zweifel, ob sich diese Geschichte durch Tanz erzählen

lässt, gab es von Anfang an und sie sind bis heute

da. Es ist eine Herausforderung. Aber Tanz ist meine

Sprache. Wenn ich von ihm erzählen will, dann muss ich tanzen.

Wie sah der Entstehungsprozess aus?

Das Stück speist sich aus unterschiedlichen Quellen: aus meinen

eigenen Erinnerungen an meinen Opa, aus den Erzählungen meiner

Mutter über ihre Kindheit, die Nachkriegszeit und ihr Erleben als

Tochter – und aus dem, was er mir selbst erzählt hat. Ich sehe ihn

noch vor mir, wie wir bei ihm im Wohnzimmer saßen und er berichtete.

Eine weitere wichtige Ebene sind seine schriftlichen Erinnerungen

aus den 1980er-Jahren, ein transkribiertes Interview und

historische Dokumente. Im Entstehungsprozess geht es für mich

darum, diese persönlichen und historischen Ebenen miteinander zu

verbinden. Ich recherchiere weiter, überprüfe Details und entdecke

immer wieder neue Aspekte. Das empfinde ich als besonders spannend

– auch wenn die Auswahl eine große Verantwortung bedeutet.

22 | ALSTER

„MICH BESCHÄFTIGT, WAS MENSCHEN DAZU

BEFÄHIGT, WIDERSTAND ZU LEISTEN“

Durch die Familiengeschichte

inspiriert: Jenny Beyer

Der Großvater Ihres Vaters war auf der „anderen Seite“.

Ja, mein anderer Großvater war Soldat in der Wehrmacht und hat

sich zeitlebens nicht von der Ideologie des Nationalsozialismus

distanziert. Ich habe miterlebt, wie sich die beiden Großväter

tatsächlich auseinandergesetzt haben. Mein Großvater Ali fragte

immer wieder: „Was habt ihr im Krieg getan?“

Durch sein eigenes bewusstes Handeln hat er den

Mythos vom „Wir haben von nichts gewusst“ klar

widerlegt. Widerstand war für ihn keine spontane

Reaktion, sondern eine Entscheidung, die aus

Überzeugung getroffen wurde. Mich beschäftigt bis

heute, was Menschen dazu befähigt, Widerstand zu

leisten – und warum der eine Großvater Verantwortung

übernahm, während der andere es nicht tat.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Widerstandsbiografie

Ihres Großvaters für die heutige Zeit?

Eine Erinnerung, die mein Großvater aufgeschrieben

hat, betrifft die Räumung des KZ Neuengamme.

Als Häftling konnte er kurz vorm Ende des Krieges

heimlich in das Krematorium hineinschauen. Was

er dort sah, war ein vollständig gereinigter Raum.

Die Nationalsozialisten hatten alles getan, um ihre

Verbrechen zu vertuschen, Spuren zu beseitigen, Zeug*innen zu

ermorden. Es ist so wichtig, weiterzuerzählen. Wenn heute – etwa

von der AfD – Gedenkstätten infrage gestellt oder historische Verbrechen

relativiert werden, knüpft das an genau dieses Verdrängen

an. „ZURÜCK ZU ALI“ versteht Erinnerung als etwas Aktives und

Gegenwärtiges. Die Auseinandersetzung mit der Widerstandsbiografie

meines Großvaters ist auch eine Konfrontation mit mir selbst:

Wer bin ich als politischer Mensch in einer Zeit, in der rechte Ideologien

erstarken? Diese Fragen betreffen uns alle.

lm

TERMIN-TIPP

25. -28. März, Kampnagel, 20 Uhr, Tickets: 18 €, erm. 9 €. Das

Stück wird mit Audiodeskription gezeigt. Zuvor findet eine

Tastführung statt. Mehr unter www. kampnagel.de


NEUE

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© Ulrich Kunz


„MEIN BÜRO

IST DAS MEER“

Sagt der Biologe Uli Kunz. Dort sammelt der Hamburger Bilder und Geschichten,

um Menschen in Shows und Vorträgen Einblicke in eine Welt zu geben, die sie nicht kennen und deren Schutz

er durch Wissensvermittlung fördern möchte - als Meeres-Botschafter.

Fortsetzung auf S. 26


LOCAL PEOPLE

„MEIN BÜRO

IST DAS MEER“

Fortsetzung von S. 25

Das Leben an den Riffen der

kalten Nordsee (Borkum)

findet Kunz so spannend wie

in den Ozeanen der Welt, z.B.

vor Australien mit einem

Großen Fetzenfisch (unten).

Alster Magazin: Wie kam es dazu, dass Wasser so

eine große Bedeutung in deinem Leben gewonnen

hat?

Uli Kunz: Man entscheidet sich in seiner Kindheit, ob

man irgendwie in die Luft will oder in die Berge oder ins Wasser.

Bei mir waren es am Anfang tatsächlich die Berge, bis ich mit

meinem Vater erste Schnorchel-Tauchgänge im Bodensee absolviert

habe. Da war ich sechs oder sieben Jahre alt, mit 14 habe ich

dann meinen Tauchschein gemacht.

Du hättest es beim Hobbytauchen belassen können. Warum

dann Forschungstaucher?

Mein Vater war Biologielehrer und hat mir schon in meiner Kindheit

seine Begeisterung für Tiere vermittelt, egal ob sie fliegen,

tauchen oder kriechen. Später habe ich mich dann nach einem

kleinen Abstecher in die Medizin für ein Studium der Meeresbiologie

entschieden. Ich wollte nicht nur eine Art kennenlernen,

den Menschen, sondern alle Lebewesen. Vor allem in den

Ozeanen, wollte verstehen, wie dort alles zusammenhängt. Und

so bin ich Forschungstaucher geworden und führe mit meiner

Tauchgruppe Submaris für Institute oder Universitäten Experimente

durch, erstelle Umweltgutachten, bringe Messgeräte aus,

untersuche versunkene Wracks oder tauche nach Geisternetzen.

Irgendwann kamen dann Fotografie und die Filmarbeit dazu. Ich

habe Bücher geschrieben und wurde Moderator bei Terra X im

ZDF. Und diese wilde Mischung mache ich immer noch.

Du schreibst auch für die Reihe „Was ist Was?“ - sehr cool,

das waren wichtige Bücher in meiner Kindheit...

Ja, die sind nach einem Relaunch richtig gut geworden. Ich habe

aber festgestellt, dass es aus dem Unterwasserbereich sehr wenig

gab. Dann habe ich mit einem Kumpel zusammen vier davon

geschrieben zu Themen wie Tiefsee oder Quallen. Um auch den

Kindern zu zeigen, auf was es da ankommt. Kinder und Jugendliche

über das Leben unter Wasser zu informieren liegt mir sehr

am Herzen. Deswegen gebe ich große

Live Shows, moderiere fürs Fernsehen

oder arbeite als Lehrer in Schulen,

beispielsweise für das Programm ZDF

goes Schule.

Ein großes Thema ist in diesem

Zusammenhang der Klimawandel.

Du „sitzt quasi an der Quelle“, wie

nimmst du ihn wahr?

Er ist leider viel schlimmer, als man

denkt. Vor 20 Jahren bin ich erstmals

für das Alfred Wegener Institut in der

Arktis getaucht. Da gab es noch wahnsinnig

viel Eis, aber mittlerweile hat es

sich dort so krass erwärmt, laut Experten

teils drei, vier, fünf Mal so schnell wie

der Rest der Welt, dass das Eis sichtbar

abnimmt. Es gibt immer mal wieder

Jahre, in denen das Eis wieder zunimmt.

Aber da reden wir nicht von Klima, sondern von lokalen Wettererscheinungen,

die nicht überdecken können, dass sich die

Ökosysteme verändern. So gibt es entlang der Küste Norwegens

Arten, die normalerweise weiter südlich vorkamen wie etwa

Thunfische. Kälteliebende Arten zieht es in den Norden.

Auch in der Ostsee verändern sich Flora und Fauna. Um dem

entgegenzuwirken pflanzt du Seegras an.

Richtig, Seegraswiesen sind extrem produktive Lebensräume und

ein sehr wichtiges Ökosystem der Ostsee, das in den letzten Jahrzehnten

sehr stark zurückgegangen ist. Wir möchten einerseits

den Tieren und Pflanzen wieder eine neue Heimat bieten und

andererseits auch dafür sorgen, dass mehr CO2 im Meeresboden

gespeichert wird. Das Seegras kann mit seinem Wurzelwerk

enorme Mengen an Kohlenstoff binden.

© Uli Kunz (5)

26 | ALSTER


LOCAL PEOPLE

Seenelken sind Bestandteil der

Kaltwasser-Ökosysteme und

bilden oft faszinierende „Blumenfelder“,

hier vor Norwegen.

Gutes tun für das Meer: Der Wellingsbüttler

beteiligt sich an Seegras-

Anpflanzungs-Projekten.

Taucht seit seinem 14. Lebensjahr:

Uli Kunz, Terra X Moderator und Deutschlands

bekanntester Forschungstaucher.

Wie wirkt sich da der Klimawandel aus? Zieht es sich ähnlich

wie die Fische in kältere Regionen zurück?

Der Klimawandel ist in dem Fall gar nicht das Hauptproblem,

sondern die Überdüngung. Durch die Landwirtschaft werden zu

viele Nährstoffe in die Ostsee eingetragen und das begünstigt

die Algenblüten. Durch die explosionsartige Vermehrung der

Mikroalgen geht die Sichtweite zurück und es kommt weniger

Licht am Meeresboden an, sodass das Seegras nicht mehr so tief

wachsen kann, wie das früher der Fall war. Seit 2021 läuft dazu

das Forschungsprojekt „SeaStore“.

Seegras ist eines von vielen Projekten. Was gibt es Neues?

Anfang Mai kommen die neuen Folgen von Terra X ins Fernsehen

und sind im ZDF Stream zu sehen - über die pazifische

Inselwelt und das Mittelmeer. Beides war faszinierend, aber

gerade das Mittelmeer habe ich von einer Seite kennengelernt,

die wahrscheinlich die wenigsten Leute kennen. Wir waren

unter anderem an einer spannenden Expedition mit dem neuen

Forschungssegelschiff Malizia Explorer von Boris Herrmann

beteiligt und konnten Finnwale beobachten, die in unfassbarer

Geschwindigkeit die Küste Spaniens entlangziehen. Dann haben

wir Blauhaie vor Mallorca beobachten können. Das war auch ein

sensationelles Erlebnis, weil sie sehr stark bedroht und selten

sind. Das gilt erst recht für die Mönchsrobbe vor Griechenland.

Von ihr gibt es nur noch 400 bis 500 Tiere im ganzen Mittelmeer.

Es lohnt sich, das anzuschauen!

kw

Weitere Projekte und Fotos gibt es auf www.uli-kunz.com

ALSTER | 27


GESUNDHEIT

© Kinderkrebs-Zentrum Hamburg gGmbH (2)

Aufgrund der geringen

Fallzahlen sind

die Mittel und die

öffentliche Aufmerksamkeit

begrenzt, die

Kinderkrebsforschung

ist daher in besonderem

Maße auf die

Unterstützung durch

Spender angewiesen.

50 JAHRE HILFE

FÜR AN KREBS

ERKRANKTER KINDER

Vor fünfzig Jahren wurde die Fördergemeinschaft

Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. von

betroffenen Eltern gegründet und steht seitdem

als spendensammelnder Verein fest an der Seite der Klinik

für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf (UKE).

Die Aufgabe damals wie heute: die Versorgung an Krebs

erkrankter Kinder in Hamburg zu verbessern und die

Erforschung von Krebserkrankungen und deren Therapie

bei Kindern zu fördern. Der gemeinnützige Verein

wurde Mitte der 1970er Jahre in einer Zeit gegründet, als der

erfolgreiche Einsatz der Chemotherapie zu einem unvorbereitet

hohen Versorgungsaufwand führte. „Damals mussten in Hamburg

an Krebs erkrankte Kinder noch in den Kellerräumen des UKE

behandelt werden: keine Räumlichkeiten existierten, kein spezialisiertes

Personal, keine wirklich wirksamen Therapien – die Mortalität

war entsprechend hoch. Seitdem ist viel passiert, und unsere

Fördergemeinschaft hat einen nicht unerheblichen Beitrag dazu

geleistet. Darauf sind wir sehr stolz“, erklärt

Dr. Holger Iversen, seit über 25 Jahren Vereinsvorstand.

Durch Spenden werden heute die Rahmenbedingungen

für eine optimale Behandlung am

Kinderkrebs-Zentrum Hamburg geschaffen.

Die Fördergemeinschaft hilft dort, wo Lücken

bleiben und entscheidet jeweils über die Förderung

von Projekten, z.B. zusätzliche Arztstellen und

28 | ALSTER

© Ronald Frommann

Dr. Holger Iversen, Vorstand

Fördergemeinschaft

Pflegepersonal, die Anschaffung von medizinischen

Geräten, eine neue Ausstattung für Spiel- und

Aufenthaltsräume oder die Förderung von Pilotprojekten

wie die Nachsorgesprechstunde TIDE oder

eine Brückenärztin für die palliative Versorgung.

„Darüber hinaus“, so Iversen, „trägt die Fördergemeinschaft

seit vielen Jahren die Personalkosten

u.a. für einen Musiktherapeuten, eine Kunsttherapeutin,

einen Medienpädagogen, einen Psychologen, eine

Sozialpädagogin, einen Sporttherapeuten und eine Erzieherin

im Psychosozialen Team des Kinderkrebs-Zentrums Hamburg.“

Und die Hilfe geht noch weiter: die Fördergemeinschaft unterstützt

hilfsbedürftige Familien, die durch die Erkrankung ihres

Kindes in finanzielle Not geraten sind. „Über 80 % der an Krebs

erkrankten Kinder können heute glücklicherweise geheilt werden.

Aber zu viele Kinder schaffen es leider immer noch nicht und die

Spätfolgen der Behandlung sind teilweise gravierend. Nur Forschung

kann dieses zum Besseren wenden. Deshalb haben wir

2006 das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg

gegründet“, sagt Iversen. Aufgrund der geringen Fallzahlen sind

die Mittel und die öffentliche Aufmerksamkeit

begrenzt, die Kinderkrebsforschung ist daher in

besonderem Maße auf die Unterstützung durch

Spender angewiesen. Das Institut mit etwa 50 Mitarbeitern

finanziert sich allein aus Spenden und

eingeworbenen Forschungsgeldern. Seit 20 Jahren

forschen die Wissenschaftler zu den Themen, die

in der Pädiatrischen Onkologie eine zentrale Rolle

spielen: Leukämien, Hirntumoren sowie

Stammzelltransplantation und Immuntherapien.

Denn die Wissenschaftler wollen zukünftig auch die

20% der Kinder heilen, für die bislang keine effektiven

Therapien zur Verfügung stehen.

Mehr Infos unter

www.kinderkrebs-hamburg.de

Siehe auch S. 34


GESUNDHEIT

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ERSTE HILFE DURCH

MOBILE RETTER

Bei einem medizinischen Notfall zählt

jede Sekunde - Rettungsdienste können aber

oft erst nach mehreren Minuten vor Ort sein. Das kann

in manchen Fällen kritisch werden, deshalb werden an

manchen Orten Rettungsdienste durch die

App „Mobile Retter“ unterstützt.

Ca. 120.000 Menschen jährlich erleiden laut dem

Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) einen

Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses

- nur 10% der Betroffenen überleben das. Dem

Bundesministerium für Gesundheit zufolge wird nur in 55,4

Prozent der Fälle eine Reanimation durch Laien begonnen,

denn viele haben eine Scheu davor, Wiederbelebungsmaßnahmen

durchzuführen. Viele werden also erst zu spät eingeleitet.

Rettungsdienste sind in der Regel nach 8 bis 12 Minuten am

Einsatzort - auf dem Land kann es sogar noch länger dauern.

Bei Herz-Kreislauf-Stillständen zählt jedoch jede Sekunde,

weshalb das fatale Folgen haben kann.

Mit der App „Mobile Retter“ gibt es seit 2014 ein besonderes

Projekt, das zur flächendeckenden und schnellen medizinischen

Erstversorgung beiträgt. Sogenannte Mobile Retter, u.a. Rettungsdienstler,

ÄrztInnen, Feuerwehrleute, BetriebssanitäterInnen,

ArzthelferInnen und PflegerInnen, können sich registrieren

und außerhalb ihrer Arbeit bei Notfällen durch die Leitstelle des

Rettungsdienstes geortet und durch die App kontaktiert werden.

Durch ihre örtliche Nähe können sie oft schnell am Notfallort

sein und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bereits qualifizierte

lebensrettende Maßnahmen einleiten. Als Ergänzung

zum bestehenden Rettungsdienst kann das System somit für eine

schnellere und flächendeckendere Erstversorgung sorgen - was

auch Laien am Notfallort unterstützt, da sie schnell Hilfe durch

fachkundiges Personal erhalten.

Auch in der Metropolregion Hamburg – konkret im Landkreis

Harburg – gibt es das Projekt. Seit 2023 wird das Mobile Retter-

System in Zusammenarbeit mit den lokalen Hilfsorganisationen,

Feuerwehren, Krankenhäusern und weiteren Organisationen

betrieben. Derzeit engagieren sich dort 1.451 aktive Mobile

Retter, die im Durchschnitt nach 3:03 Minuten am Notfallort

eingetroffen sind. Laut Einsatzstatistiken kann ein positiver

Einfluss der Mobile Retter-Initiative belegt werden. Durch die

Helfenden entsteh ein größeres Sicherheitsgefühl der EinwohnerInnen

der Region. Vielleicht ist das sogar bald an weiteren

Orten in Hamburg möglich! Mehr unter www.mobile-retter.de

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ALSTER | 29


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Wer einen hat, weiß es: ein Wintergarten ist mehr als ein

lichtdurchfluteter Raum – er ist ein Stimmungsaufheller,

ein Gesundheitsbooster, ein täglicher Kurzurlaub.

Dort, wo Glas den Himmel hereinlässt und Grün das Auge

beruhigt, geschieht etwas Besonderes: Der Rhythmus verlangsamt

sich, die Atmung wird tiefer, der Kopf wird klarer.

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Licht ist dabei der stärkste Verbündete. Schon wenige

zusätzliche Minuten in natürlichem Tageslicht

unterstützen die Bildung von Vitamin D, regulieren

den Schlaf-Wach-Rhythmus und können saisonale

Stimmungstiefs abfedern. Wer seinen Morgenkaffee im

Wintergarten trinkt, schenkt dem Körper einen sanften Start –

biologisch sinnvoll und emotional wohltuend.

Das helle, offene Ambiente schafft Weite im Inneren, wenn

draußen die Tage kurz und eng wirken.

Ebenso wirksam ist die Nähe zur Natur. Pflanzen im Wintergarten

filtern Schadstoffe, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und

sorgen für ein Mikroklima, das die Atemwege entlasten kann.

Der Blick ins Grün senkt nachweislich Stressmarker, die

Herzfrequenz stabilisiert sich, die Muskulatur entspannt.

Es ist die stille Psychologie der Biophilie: Wir fühlen uns

verbunden und geborgen, wenn wir Natur spüren – selbst

hinter Glas. Dazu kommt die Qualität der Zeit, die hier entsteht.

Ein Wintergarten lädt zu Ritualen ein: Lesen im Nachmittagssonnenfleck,

gemeinsames Abendessen im Dämmerlicht,

ein stiller Tee, wenn der Schnee fällt.

Solche Inseln der Achtsamkeit halten im Alltag zusammen,

sie geben dem Tag Struktur und der Seele Halt.

Am Ende ist ein Wintergarten eine Einladung: hinauszuschauen,

nach innen zu spüren und beides miteinander zu

versöhnen. Er macht die dunkle Jahreszeit heller, die kalten

Tage wärmer – und das Leben im eigenen Zuhause ein Stück

leichter. In seinem milden Licht finden Körper und Geist,

was sie im Winter am meisten brauchen: Ruhe, Klarheit und

sanfte Zuversicht.

30 | ALSTER


IMMOBILIEN

WOHNUNGSPREISE FAST ÜBERALL GESTIEGEN

Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten haben sich in den vergangenen

12 Monaten fast flächendeckend erhöht. In 71 von 80 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern verteuerten

sich Bestandswohnungen gegenüber dem Vorjahr.

Fortsetzung auf S. 32

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ALSTER | 31


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Verlagsanschrift: Magazin Verlag Hamburg HMV GmbH, Barkhausenweg 11,

22339 Hamburg | Geschäftsführer: Luka Plepp (v.i.S.d.P.) | Geschäftsführer/Chefredakteur:

Kai Wehl | Redaktion: Luca Mohr, Hanna Odenwald

Produktionsleitung: Birgit Schümann-Nickelsen | Grafik: Juliane Oldhaver,

Susanne Kaps, Sandra Schorr | Titelgestaltung: Sandra Schorr | Fotos: u. a.

Adobe Stock | EDV- und DTP-Beratung: Shared IT | Druck: PerCom Druck und

Vertriebsgesellschaft mbH | Vertrieb: HamburgLokal Zeitung GmbH -

© 2026 Magazin Verlag Hamburg

Das Alster Magazin liegt in ausgewählten Unternehmen (in Eppendorf,

Winterhude, Harvestehude, Uhlenhorst, Pöseldorf, Rotherbaum,

St. Georg, Hafencity) für Sie bereit und ist kostenlos: magazine.hamburg/

sharepoints

Das nächste Alster Magazin erscheint am 10. April 2026

WOHNUNGSPREISE FAST ÜBERALL GESTIEGEN

Fortsetzung von S. 31

Im Durchschnitt zogen die Wohnungspreise in den Großstädten

um 4,0 Prozent an, in der Spitze sogar um knapp

12 Prozent, zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt, in

der die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen

(75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr

1990er-Jahre) zum jeweils 01.02.2026 und 2025 miteinander

verglichen wurden. Trotz der jüngsten Anstiege profitieren

Kaufinteressenten in vielen Großstädten nach wie vor von

niedrigeren Preisen als am bisherigen Höchststand im Sommer

2022. Zudem haben sich die finanziellen Spielräume vieler

Haushalte zuletzt angesichts gestiegener Reallöhne verbessert.

Gleichzeitig spricht wenig dafür, dass sich durch Abwarten

bessere Bedingungen ergeben:

Der Neubau bleibt deutlich hinter dem Bedarf zurück, was

für fortgesetzte Preisanstiege sorgen dürfte, und auch bei den

Bauzinsen ist kurzfristig keine Entlastung zu erwarten. „Eigentumswohnungen

haben sich in den vergangen 12 Monaten in fast

allen Großstädten verteuert“, sagt Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer

von immowelt. „Allerdings können Kaufinteressenten in

Preisverhandlungen nach wie vor spürbare Nachlässe erzielen.

Vor allem abseits der teuren Metropolen eröffnen sich dadurch

weiterhin gute Möglichkeiten für den Immobilienkauf.“

Moderate Anstiege in Metropolen

In den hochpreisigen Metropolen liegen die Preise von

Bestandswohnungen aktuell zumeist leicht über dem Vorjahresniveau.

München, die mit Abstand teuerste deutsche Großstadt,

verzeichnete binnen 12 Monaten einen Anstieg von 2,7 Prozent

auf 8.165 Euro pro Quadratmeter.

Etwas stärker legten hingegen die Wohnungspreise in Hamburg

(+4,5 Prozent auf 6.017 Euro), Frankfurt (+2,9 Prozent

auf 5.568 Euro) und Köln (+3,8 Prozent auf 4.869 Euro) zu.

Größere Preissprünge bleiben in den bevölkerungsreichsten

Städten angesichts des ohnehin sehr hohen Preisniveaus aber

32 | ALSTER


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weiterhin aus. Eine Sonderrolle unter den Metropolen nimmt

Berlin ein, wo eine spürbare Erholung des Immobilienmarkts

nach wie vor auf sich warten lässt. Im Vergleich zum Vorjahr

gaben die Angebotspreise in der Hauptstadt sogar um 1,0 Prozent

nach und liegen derzeit bei 4.819 Euro pro Quadratmeter.

Dynamischer als in den Metropolen verlief die Entwicklung in

mehreren kleineren Großstädten.

Am stärksten verteuerten sich Bestandswohnungen in Göttingen

mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 3.261 Euro pro Quadratmeter.

Dahinter folgen Bergisch Gladbach (11,2 Prozent),

Mannheim (+9,9 Prozent), Ulm (+8,9 Prozent) und Rostock

(+8,3 Prozent). Insgesamt verzeichneten 29 Großstädte

Zuwächse von mehr als 5 Prozent. Die Preisentwicklung bei

Eigentumswohnungen dürfte auch mit der angespannten Situation

auf den großstädtischen Mietmärkten zusammenhängen.

So sorgen die deutlichen Mietanstiege in vielen Städten für

ein verstärktes Interesse an einer eigenen Wohnung, was die

Kaufpreise anziehen lässt.

Preisrückgänge schwächen sich ab

Sinkende Preise blieben in den vergangenen 12 Monaten dagegen

die Ausnahme. Lediglich in 9 der 80 Großstädte wurden

Bestandswohnungen günstiger. Die maximalen Abschläge fielen

dabei deutlich geringer aus als in den 12 Monaten zuvor. Während

zwischen Februar 2024 und 2025 noch Preisrückgänge

von bis zu 7,2 Prozent zu beobachten waren, lagen die Verluste

in den letzten 12 Monaten bei maximal 2,6 Prozent. Das unterstreicht

die zunehmende Stabilisierung des Marktes.

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf

immowelt.de inserierte Angebote in den 80 deutschen Großstädten.

Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte

geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75

Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre)

zum 01.02.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum

01.02.2025 wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine

Abschlusspreise.

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ALSTER | 33


WHAT‘S UP IN

TOWN?

Künstlerin Manuela Rathje

und Schauspielerin Nina Petri (r.)

Prof. Dr. Stefan Rutkowksi (Kinder-Hämatologie und

-Onkologie) und Catwalklegende Jorge González (r.)

Anlässlich ihres 50. Jubiläums lud die Fördergemeinschaft

Kinderkrebs-Zentrum

Hamburg e.V. – „Knack den Krebs“ –

Spender, Unterstützer, Wegbegleiter aus

Wirtschaft und Politik zu einem besonderen

Abend in das Miniatur Wunderland ein.

Vor 50 Jahren wurde der gemeinnützige

Verein von betroffenen Eltern gegründet

und unterstützt seitdem das Kinderkrebs-

Zentrum Hamburg am Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf (UKE). Die

Aufgabe damals wie heute: Mit Spendengeldern

wird die Patientenversorgung verbessert

und die gezielte Erforschung von

Krebs im Kindesalter ermöglicht. Mehr

Infos auf www.kinderkrebs-hamburg.de

und www.alster-aktuell.de (zum Abend).

Moderator Jörg Pilawa, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher

und Gastgeber Dr. Holger Iversen (Vorstand Knack den Krebs, v.l.)

50 JAHRE HILFE

Auf seiner frühen Amerika-Reise

entdeckte er in San Francisco das

cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.

Spitzenkoch Brian Boysen

und Moderatorin Nova Meierhenrich

© Stephan Wallocha

© Knack den Krebs - Förderverein Hamburg e.V.

Gastgeberin und Stifterin Hannelore Lay (l.)

mit Rosita Hagenbeck

„The Madison”-Inhaberin Marlis Head und

Dressurhallen-Betreiber Klaus Gerresheim

Michael Otremba, CEO Hamburg

Tourismus, mit Ehefrau Claudia

Schauspielerin Andrea Lüdke, Chefredakteur Kai

Wehl und PR- und Eventprofi Claudia Schulz (v.l.)

NEUJAHRSEMPFANG

Unter dem Motto „Zukunft gestalten – Glück erleben“ begrüßte Hannelore

Lay, Vorsitzende der Stiftung Kinderjahre, rund 240 Gäste in der Dressurhalle

by Gerresheim zum Neujahrsempfang ihrer Stiftung. Traditionell eine gute

Gelegenheit, dankbar auf erfolgreiche Projekte zurückzublicken, die aufgrund

großzügiger Spenden für Kinder und Jugendliche in der Hansestadt realisiert

werden konnten. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn – auf die gemeinsame

Vision, jungen Menschen Chancen zu eröffnen und ihnen eine bessere Zukunft

zu ermöglichen. „Was Kinder brauchen, sind Menschen, die an sie glauben, ihnen

Mut machen und Räume öffnen. Unsere Themen sind keine bloßen Worte, sondern

Werkzeuge, um ein Versprechen einzulösen – an die Kinder und an unsere

Gesellschaft“, erklärte Hannelore Lay. Mehr Infos: www.stiftung-kinderjahre.de

34 | ALSTER


NEUE

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