Alster Magazin 03_2026
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
ALSTER
LOCAL | PEOPLE | LIFESTYLE | 03 2026
MAGAZIN
WASSERWELTEN
MEERESBIOLOGE ULI KUNZ
über Seegraswiesen, Mönchsrobben & Co.
GRENZEN SPRENGEN
SAXOPHONISTIN ASYA FATEYEVA
über die Geschichte ihres Instrumentes
© www.marcoborggreve.com
Besuchen Sie unsere
Ausstellung:
Mo-Do 7-17 Uhr,
Fr 7-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr
ÜBER UNS:
Claudia Lehfeld-Senn und Mathias Senn leiten
das Hansa Engel-Werk nun schon in driier
Generaaon. Seit über 90 Jahren sind individuelle
Beratung, liebevolle
Handarbeit und hochwerrge
Materialien
die wichhgsten
Faktoren für den
Umgang mit
zufriedenen
Kunden.
UNSER SORTIMENT:
• BETTEN
• BOXSPRINGBETTEN
• SENIORENN UND PFLEGEBETTEN
• BETTSOFAS
• KOPFTEILE
• BETTFÜSSE UND ROLLEN
• LATTENROSTE
• MATRATZEN
• MATRATZENSCHUTZ
• ZUDECKEN & KISSEN
WERFEN SIE EINEN BLICK IN
UNSERE WERKSTATT
Persönliche Beratung, liebevolle
Handarbeit und perfekt
auf Sie abgessmmte
Materialien
gewährleisten
gesunden und
erholsamen
Schlaf zu vernünnigen
Preisen.
Weidende 5 • 22395 Hamburg-Poppenbüüel
Tel. 601 85 27 • www.hansa-engel.de
meinDepot
Dein Geld.
Dein Move.
Morgen
kann kommen.
Wir machen den Weg frei.
Das crazy! meinDepot,
ohne Kosten,
mit Beratung!
Dein sicherer und einfacher Einstieg -
investiere in deine Zukunft, begleitet
von Profis, die deine Ziele verstehen.
meinDepot für junge Kunden - ohne
Kosten * . Wir beraten dich gern!
www.hamburger-volksbank.de/depot
Komal,
Beraterin Di@log
* Kostenfrei bis 30 Jahre
KOLUMNE
LIEBE LESERINNEN & LIEBE LESER
Es wird wieder wärmer, die Sonne hat schon
ordentlich Kraft und die Winterkälte scheint
endlich überwunden. Da denken sich vermutlich
viele schon in den kommenden Sommerurlaub,
vielleicht ja an die Küsten von Nord- und Ostsee oder des
Mittelmeers. Die wenigsten werden wissen, wie es unter
der Meeresoberfläche aussieht. Gut, dass es Menschen
wie den Hamburger Biologen Uli Kunz gibt - seit Jahren
taucht er in allen Meeren der Welt, um den Menschen
deren unbekannte Lebensgemeinschaften nahezubringen,
schreibt Bücher, macht Filme und unterstützt Umweltprojekte.
Mehr dazu und einige seiner faszinierenden Unterwasseraufnahmen
gibt es auf Seite 24.
Um spannende Fotos geht es auch bei der Hamburgerin
Katrin Jakobsen. In einer eindringlichen Fotoserie, die
gerade im Mahnmal St. Nikolai zu sehen ist, setzt sich die
Fotokünstlerin mit dem Schweigen ihres Vaters über seine
Jugend im Nationalsozialismus und seiner Zeit in russischer
Kriegsgefangenschaft auseinander (S. 12). Quasi genau das
Gegenteil aus der eigenen Familiengeschichte bringt die
Choreografin Jenny Beyer mit Tanz zum Ausdruck: Ihr
Großvater war kommunistischer Widerstandskämpfer gegen
die Nationalsozialisten. In einem Tanzsolo auf Kampnagel
beschäftigt sie sich durch seine Vergangenheit mit der Frage
nach Erbe, Erinnerungskultur und der Relevanz individueller
Geschichten für die aktuelle Zeit (S. 22).
Dazu haben wir wieder viele Termine und Tipps im
Magazin, beispielsweise Konzerte der Saxophonistin
Asya Fateyeva, mit der wir über ihre Liebe zur Musik und
die Besonderheiten ihres Instrumentes sprachen (S. 14).
Lohnenswert ist auch die Charity-Osterhasenaktion in
der Europa Passage, bei der alle auf ihre Kosten kommen
werden. Mehr dazu auf Seite 10.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und jede Menge
Inspirationen.
Wählen Sie aus unserem reichhaltigen
Buffet ... soviel Sie wollen!
inkl. einem Glas Prosecco oder Orangensaft
zur Begrüßung. Kaffee, Tee und heiße Schokolade
sind bis 13 Uhr im Preis enthalten.
34,90 €
Pro Person
Ostersonntag 5. April | Ostermontag 6. April
Von 10 bis 13 Uhr | ab 12 Uhr durchgehend a la Carte
Alter Teichweg 63 • 22049 Hamburg
Tel.: 040 - 611 820 78 • Mobil: 0171 / 20 24 670
www.sanitaertechnik-lind.de • info@sanitaertechnik-lind.de
Änderungsatelier & Maßanfertigung
„Wir nehmen uns die Zeit, um Ihre
Vorstellung in das perfekte Kleidungsstück
zu verwandeln.“
Meisterberieb Schneiderei Ehmadi
Isarstr. 86, Tel: 040 - 64 53 10 55
Mo.-Fr. 10-18 Uhr + Sa. 10-14 Uhr
Kai Wehl,
Chefredakteur
Taucht seit seinem
14. Lebensjahr: Uli Kunz,
Terra X Moderator und
Deutschlands bekanntester
Forschungstaucher. S. 24
© Bjørnar Torvholm Sævik / Uli Kunz
>>> optimierungsbedarf ????
intensiv-fortbildung
für Ihre Reinigungskräfte
NEU!
Info &
anmeldung
auf
www.luxury-CleanUP.de
Telefon 0173.920 1704
luxury cleanUp
ALSTER | 3
INHALT
14
BERICHTET SPANNENDES
ÜBER DAS SAXOPHON:
ASYA FATEYEVA
INHALT
© Marco Borggreve
03 EDITORIAL
06 NEWS
Italienischer Genussabend an der Alster, Kunst in
Harvestehude und Fortbildung für Reinigungspersonal
08 NEWS
Über Hamburg zeigt Kunst, CD-Tipp: For a better world
und Heaven can wait Chor sucht Nachwuchs
10 EUROPAPASSAGE
Feiert 20-jährigen Jubiläum & Charity Osterhasen
12 NEWS
Sonderausstellung der Fotokünstlerin Katrin Jakobsen und
Aufruf zu mehr Kinderschutz
14 INTERVIEW
Saxophonistin Asya Fateyeva über ihre Liebe zur Musik
16 PREMIERE
Sabine Kaack mit Gastauftritt im Ohnsorg-Theater
17 ANLAGETIPPS
Chancen nutzen, Resilienz leben
18 VERANSTALTUNGSTIPPS
Von Lesungen bis Kammerchor-Festival
20 BUCH-TIPP
Hamburg - Kleine Stadtgeschichte
21 VERMÖGENSAUFBAU
Finanztipps für junge Anleger
22 KAMPNAGEL
Tanzsolo mit Geschichte von Jenny Beyer
24 MEERESBOTSCHAFTER
Biologe Uli Kunz möchte mit Shows und Vorträgen
Einblicke in die Meeres-Welt geben und sie schützen
28 HILFE FÜR KINDER
Fünfzig Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-
Zentrum Hamburg e.V. - Knack den Krebs
29 GESUNDHEIT
Unterstützende App „Mobile Retter“ für
Rettungsdienste
30 WINTERGARTEN
Wintergarten als Stimmungsaufheller
31 IMMOBILIEN
Preise steigen fast überall wieder
32 KLEINANZEIGEN/ IMPRESSUM
34 WHAT‘S UP IN TOWN
Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum und
Neujahresempfang der Stiftung Kinderjahre
4 | ALSTER
INHALT
Stilleuchten Götzl
Lampen und Schirme
Fasanenweg 2, 22145 HH
040/644 85 79
www.stilleuchten-goetzl.de
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 9-18 Uhr, Sa. 9-14 Uhr
28
DR. HOLGER IVERSEN
ÜBER „KNACK DEN
KREBS“
© Ronald Frommann
GESCHICHTS-
BUCH-TIPP
20
© Uli Kunz
24Lorem Ipsum
GESPRÄCH ÜBER
SCHÜTZENSWERTES
MONTAG
Polo T-Shirt 5,80€
Pullover/Strickjacke 6,00€
DIENSTAG
Sakko/Blazer 9,50€
Rock (glatt)/Seidenbluse 9,50€
MITTWOCH
Wollmantel/Anorak 19,50€
Jacke (keine Daunen) 19,50€
DONNERSTAG
Hose/Weste/Schal/Tuch 7,00€
FREITAG
Anzug/Kostüm/Skikleidg. 16,00€
SAMSTAG
Krawatte/Bluse (Baumw.) 6,00€
Bettdecke (keine Daunen) 34,00€
• Änderungsschneiderei
• Mangel/Wäscherei
• Hemden-Service • Brautkleider
• Gardinen • Vorhänge • Polsterbezug
• Bettwaren • Matratzenbezüge
• Lederreinigung • Spezialreinigung
• Teppichreinigung
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 8.00-19.00 Uhr
Sa. 8.00-15.00 Uhr
Sierichstraße 30
22301 Hamburg
Tel. 040-279 42 48
ALSTER | 5
LOCAL NEWS PEOPLE
ADVERTORIALS
In der eleganten
Location Goldene Zeiten
an der Alster, gibt es
regelmäßig Specials für
Feinschmecker.
EDLE WEINE & SPEISEN AUS ITALIEN
Am 26. März ist es wieder so weit: Nicole Valentiner präsentiert in
ihrer Location Goldene Zeiten in Harvestehude erneut einen Abend
voller Genuss und Eleganz. Diesmal mit italienischer Lebensfreude,
denn es wartet eine Auswahl exklusiver und herausragender Weine
aus Italien auf die maximal 26 Gäste - sorgfältig kuratiert und präsentiert
von einem italienischen Sommelier. Begleitet werden die
edlen Tropfen von fein abgestimmten kulinarischen Köstlichkeiten,
die die Vielfalt und Raffinesse der italienischen Küche widerspiegeln.
„Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem besonderen
Genussabend in den Goldenen Zeiten willkommen zu heißen und
gemeinsam mit Ihnen eine Reise durch Italien zu unternehmen“,
erklärt Gastgeberin Nicole Valentiner.
GENUSSABEND
Was: Edle italienische Weine & Speisen, 150€ p.P.
Wann: 26. März, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Wo: Location Goldene Zeiten, Harvestehuder Weg 48
Anmeldung: nv@villa-goldenezeiten.de, Tel. 040 34 999 585
© David Valentiner
© Stephan Wallocha
KUNSTEVENT
Künstlerin Egzona Popovici
und der kosovarische Generalkonsul
Mizbah Mustafa
IN HARVESTEHUDE
Anfang Februar hat die Hamburger
Künstlerin Egzona
Popovici im Generalkonsulat
der Republik Kosovo in Harvestehude
ihr neues Projekt
„Healing Art Concepts“ vorgestellt.
Rund 100 geladene
Gäste aus Politik, Kunst,
Wirtschaft und Gesellschaft –
darunter Peter Tamm (IMMH),
Medienprofi Kimberley Schulz
und Kiki Fehlauer (Hamburger
Sternschnuppe) - nahmen an
der Eröffnung teil und erhielten
erstmals Einblick in die
neuen Arbeiten. „Mit Healing
Art Concepts verfolge ich
das Ziel, Kunst als bewusst
gestaltetes Element im Raum
zu verstehen. Im Fokus steht
die Frage, wie Atmosphäre
geschaffen und emotionale
Prozesse positiv unterstützt
werden können, insbesondere
in sensiblen Umfeldern wie
Gesundheitseinrichtungen
oder Rückzugsräumen“,
erklärt Egzona Popovici.
INTENSIV-FORTBILDUNG
FÜR IHRE REINIGUNGSKRAFT!
Ein unterschiedliches Verständnis für Sauberkeit & Ordnung zwischen
Reinigungskräften und ihren Auftraggebern ... ein Problem,
das häufig vorkommt und gerade im Segment Luxusvillen und
-wohnungen ärgerlich ist. Der Unternehmer Martin Schiemann
hat sich daher mit einer erfahrenen Reinigungskraft Gedanken
gemacht, wie man durch einen systematischen Trainingsprozess
das Reinigungsniveau deutlich anhebt. Ergebnis ist ein 10stündiges
Training, das alle Facetten im Luxusbereich beleuchtet,
Problemstellen analysiert, Zeit- & Arbeitspläne erstellt, Effizienz
und gegenseitiges Verständnis zwischen Auftraggeber und Reinigungskraft
fördert. Gedacht für alle, die mit den Ergebnissen
ihrer Reinigungskraft nicht zufrieden sind. Es lohnt sich, denn
unterstützt durch Videos und Training in 9 Sprachen gibt es ein
Zertifikat, ein Handbuch und einen Spezial-Putzmittelkorb ...
und gute Laune! Mehr Infos auf www.Luxury-CleanUp.de
© SDX Schiemann Design Xplorers GmbH & Co. KG
6 | ALSTER
WEISS IMMOBILIEN
Was ist der wahre Wert Ihrer Immobilie?
Entdecken
Entdecken
Sie
Sie
Ihre
Ihre
Möglichkeiten
Möglichkeiten
auf
auf
dem
dem
aktuellen
aktuellen
Markt
Markt
Ob
Ob
Eigentumswohnung,
Eigentumswohnung,
Einfamilienhaus,
Einfamilienhaus,
Stadtvilla,
Stadtvilla,
Mehrfamilienhaus,
Mehrfamilienhaus,
Logistikhalle
Logistikhalle
oder
oder
Bürofläche
Bürofläche –
wir
wir
lieben
lieben
Immobilien.
Immobilien.
Als
Als
Privatpersonen
Privatpersonen
von
von
Geburt
Geburt
an
an
und
und
als
als
Profis
Profis
seit
seit
über
über
30
30
Jahren.
Jahren.
Jede
Jede
Immobilie
Immobilie
ist
ist
einzigartig
einzigartig
und
und
verdient
verdient
es,
es,
auch
auch
so
so
behandelt
behandelt
zu
zu
werden.
werden.
Der
Der
Immobilienmarkt
Immobilienmarkt
ist
ist
stets
stets
in
in
Bewegung
Bewegung
und
und
um
um
in
in
der
der
aktuellen
aktuellen
Marktlage
Marktlage
Erfolge
Erfolge
zu
zu
erzielen,
erzielen,
erfordert
erfordert
es
es
Feingefühl
Feingefühl
und
und
vor
vor
allem
allem
realistische
realistische
Einschätzungen
Einschätzungen
über
über
das
das
Potenzial
Potenzial
einer
einer
Immobilie.
Immobilie.
Wir
Wir
können
können
nicht
nicht
in
in
die
die
Zukunft
Zukunft
schauen,
schauen,
jedoch
jedoch
informieren
informieren
wir
wir
uns
uns
täglich
täglich
über
über
die
die
neuesten
neuesten
Entwicklungen
Entwicklungen
und
und
bilden
bilden
uns
uns
laufend
laufend
weiter,
weiter,
um
um
Sie
Sie
so
so
professionell
professionell
wie
wie
möglich
möglich
beraten
beraten
zu
zu
können.
können.
Damit
Damit
Ihre
Ihre
Immobilie
Immobilie
den
den
Preis
Preis
erzielt,
erzielt,
den
den
sie
sie
verdient
verdient
hat.
hat.
Scannen Sie den QR-Code für eine
Scannen Sie den QR-Code für eine
kostenlose Immobilienbewertung.
kostenlose Immobilienbewertung.
Interessieren
Interessieren
Sie
Sie
sich
sich
für
für
den
den
aktuellen
aktuellen
Wert
Wert
Ihrer
Ihrer
Immobilie
Immobilie
oder
oder
denken
denken
Sie
Sie
darüber
darüber
nach,
nach,
Ihre
Ihre
Immobilie
Immobilie
zu
zu
verkaufen?
verkaufen?
Rufen
Rufen
Sie
Sie
uns
uns
gerne
gerne
an
an
oder
oder
besuchen
besuchen
Sie
Sie
uns
uns
für
für
ein
ein
persönliches
persönliches
Gespräch
Gespräch
in
in
einem
einem
unserer
unserer
Hamburger
Hamburger
Büros.
Büros.
Wir
Wir
freuen
freuen
uns
uns
auf
auf
ein
ein
Kennenlernen.
Kennenlernen.
Ihr
Ihr
Weiss
Weiss
Immobilien
Immobilien
Team
Team
BÜRO ALSTER
BÜRO ALSTER
Rothenbaumchausee 103, 20148 Hamburg
Rothenbaumchausee 103, 20148 Hamburg
BÜRO ALSTERTAL
BÜRO ALSTERTAL
Hummelsbüttler Hauptstraße 59, 22339 Hamburg
Hummelsbüttler Hauptstraße 59, 22339 Hamburg
info@weissimmobilien.com
info@weissimmobilien.com
040
040
53
53
88
88
88
88
88
88
www.weissimmobilien.com
www.weissimmobilien.com
NEWS
ADVERTORIALS
Von Gemälden über
Skulpturen bis hin
zu Installationen,
„Hamburg zeigt Kunst“
bietet Vielfalt pur.
KÜNSTLERISCHE VIELFALT
UND COOLE MITMACHAKTIONEN
Am Samstag, 28. März, verwandelt sich das Cruise Center
Altona in eine große Kunst- und Kulturplattform: Das Festival
„Hamburg zeigt Kunst“ lädt von 10:30 bis 19 Uhr Kunstliebhaber,
Neugierige und Sammler dazu ein, mehr als 100 Künstlerinnen
und Künstler aus unterschiedlichsten Disziplinen zu entdecken.
Neben vielfältigen Kunstwerken dürfen sich Besucher auf ein
abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. Live-Performance,
Schminken und kreative Bastel-Workshops für die kleinen
Besucher laden zum Mitmachen ein. Zudem besteht für Kunstinteressierte
die Möglichkeit, direkt vor Ort einzigartige Werke zu
© Arne Wolf (3)
erwerben. Eine Auswahl an Streetfood und Getränken sorgt für
das leibliche Wohl.
Das Festival „Hamburg zeigt Kunst“ hat sich zum Ziel gesetzt,
Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten und gleichzeitig
einen offenen Austausch zwischen Kreativen und Publikum
zu fördern. Ob etablierte Künstler oder Nachwuchstalente – hier
sind alle willkommen, ihre Werke zu präsentieren.
Tickets für 9 Euro / erm. 7 Euro.
Mehr Infos unter www.hamburg-zeigt-kunst.de
© Kai Weise
Giora Feidman und
Majid Montazer (r.)
EIN PLÄDOYER FÜR FRIEDEN
Giora Feidman ist als „The King of Klezmer“ bekannt und gilt als einer
der bekanntesten Klezmer Musiker der Welt. Anlässlich der Vollendung
seines neunzigsten Lebensjahrs am 25. März, widmete ihm ARTE das
filmische Porträt „Giora Feidman - Seele der Klarinette“, das am
Anfang des Monats im Abaton in Rotherbaum gezeigt wurde. Bei
dieser Premiere war auch der Hamburger Komponist mit iranischen
Wurzeln Majid Montazer dabei, mit dem Feidman zusammen an den
Erfolgsprogrammen “Friendship” und “Revolution of Love”
gearbeitet hat. Am Ende des Abends stand er gemeinsam
mit dem jüdischen Weltklasse-Musiker Hand in Hand auf
der Kinobühne - besonders in Anbetracht der derzeitigen
politischen Situation ein sehr emotionaler Moment.
Mit dem neuen Album „For a Better World“ führen sie
ihre musikalische Botschaft fort: ein leidenschaftliches
Plädoyer für Frieden, Menschlichkeit und Hoffnung.
Montazers Kompositionen bilden das Fundament der
Konzertreihe. Sie verbinden klassische Strukturen mit
persischen Klangfarben, spiritueller Tiefe und kultureller
Offenheit – ein Klangkosmos, wie geschaffen für Feidmans
Klarinette. Gemeinsam tragen sie diese Musik in die
Welt – als emotionales Statement für Verständigung und
Versöhnung. “For a Better World” ist ein musikalisches
Statement zweier Künstler, deren gemeinsame Vision weit
über Noten hinausreicht.
Das Filmporträt ist ab Mitte März in der Arte-Mediathek
zu sehen unter www.arte.tv. Mehr Infos und Konzerttermine
unter www.giorafeidman-online.com
CD-TIPP
For a Better World,
CD, 19,95€,
erhältlich bei
Buschfunk unter
konsum.buschfunk.com
8 | ALSTER
NEWS
NEUE STIMMEN
FÜR DEN HEAVEN CAN WAIT CHOR
© G2 Baraniak
Lust auf‘s Abrocken mit
70+? Dann sind Sie beim
Heaven Can Wait Chor
perfekt aufgehoben!
Es ist einer der coolsten Chöre der Stadt: der Heaven Can Wait
Chor. Denn seine 35 Sänger*innen sind schon im reifen Alter
zwischen 70 und 95 Jahren, rocken aber trotzdem die Songs ihrer
Enkel – frech, laut und mit einem Augenzwinkern. Beeindruckend,
wie viel Power, Humor und Lebenslust in solch hohen Jahrgängen
stecken kann. Haben Sie auch diesen Drive? Jetzt werden neue
Sänger*innen gesucht, die musikbegeistert sind, gern singen und
Lust auf Spaß, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und auch mal
auf eine Reise haben. Perfektion ist unwichtig – Freude am Singen
umso mehr. Was gibt’s dafür? Ganz schön viel: Eine tolle Gemeinschaft,
die zusammenhält, sich unterstützt und gemeinsam lacht.
Singen hält nachweislich gesund, macht glücklich und trainiert
ganz nebenbei Körper und Geist. Dazu gibt es moderate Bewegung
mit altersgerechten Choreos (keine Angst – Hüftschwung ja,
Spagat nein). Chorleiter Jan-Christof Scheibe macht mit Charme,
Motivation und Humor jede Probe zum Erlebnis.
Wer also Lust hat, laut zu singen, das Leben zu feiern und Teil
eines ganz besonderen Chors zu werden, ist hier genau richtig.
Bewerbung an: bewerbung@heaven-can-wait-chor.de
TERMIN-TIPP
Überzeugen Sie sich selbst von der mitreißenden Energie und
der besonderen Atmosphäre! Vom 04. bis 07. Mai steht der
Chor im St. Pauli Theater auf der Bühne. Tickets gibt es unter
www.heaven-can-wait-chor.de sowie über
die Tickethotline Tel. 040 47 11 06 66.
SÄNGER*
INNEN GESUCHT!
Hamburgs coolster Chor sucht neue Sänger*innen ab 70+
04. – 07.05.2026
ST. PAULI THEATER
TICKETS UNTER WWW.ST-PAULI-THEATER.DE
TICKETHOTLINE 040 - 47 11 06 66 UND ÜBER
WWW.HEAVEN-CAN-WAIT-CHOR.DE
Du hast Lust, richtig abzurocken und in einer junggebliebenen
Community Bühnen-Feeling zu erleben? Dann bist du bei uns
genau richtig!
• Spot an. Alltag aus.
• Von Pop bis Punk – Singen ohne Sicherheitsnetz
• Popstar-Vibes statt Chor-Klischee
• Endorphin-Boost, der gesund und glücklich macht
• Chorleiter Jan-Christof Scheibe macht Motivation hörbar
Keine Lust mehr, auf deiner Couch zu sitzen
und Klassikradio zu hören? Dann schreibe an
bewerbung@heaven-can-wait-chor.de
Nähere Infos unter www.heaven-can-wait-chor.de:
ALSTER | 9
Fotos: G2 Baraniak
20 JAHRE
EUROPA
PASSAGE
Wo ganz Hamburg feiert.
© Stephan Wallocha
ADVERTORIAL
LOCAL PEOPLE
Sind auch in diesem Jahr
wieder dabei: Schauspielerin
Sandra Quadflieg,
Julia Wöhlke (Budnianer
Hilfe) und Multitalent
Tetje Mierendorf (v.l.)
PROMINENTER AUFTAKT
ZUM 20-JÄHRIGEN JUBILÄUM DER EUROPA PASSAGE
Wenn goldene Osterhasen Gutes tun, dann ist es in Hamburg wieder Zeit für eine der beliebtesten
Charity-Aktionen der Stadt. Und ein Besuch in der Europa Passage lohnt sich ganz besonders:
Am 19. März um 15 Uhr startet dort die große Oster-Charity –
und gleichzeitig das Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen des Centers.
Gemeinsam mit Lindt, Budni, der Budnianer Hilfe e.V.
und Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V. heißt es:
Spenden, mitfeiern und Promis treffen. Mit dabei sind
unter anderem Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer, Entertainer
Jörg Knör, TV-Persönlichkeit Paul Janke, Reality-Star Julian
F.M. Stoeckel, Architekt Hadi Teherani, Influencerin Jolina Fust,
Musical-Darsteller Tetje Mierendorf, Influencerin Lea Pietsch, DJ
Kai Schwarz, Schauspielerin Sandra Quadflieg sowie viele weitere
bekannte Gesichter. Besucherinnen und Besucher haben die
Möglichkeit, ihre Lindt-Goldhasen signieren zu lassen und mit den
Gästen ins Gespräch zu kommen.
Herzstück der Veranstaltung ist die feierliche Enthüllung einer
überdimensionalen „20“, die von prominenten Persönlichkeiten live
gestaltet wird – als sichtbares Zeichen für Engagement und Zusammenhalt
in der Stadt. Über 5.000 Goldhasen in verschiedenen
Editionen warten auf neue Besitzer:innen – gegen Spende für
Hamburger Kinderprojekte. Direkt im Anschluss startet außerdem
die große „Spenden & Gewinnen“-Buzzer-Aktion mit über
10.000 Preisen, darunter Kosmetik-Sets von budni, iPhones, Dyson-
Produkte, Nintendo-Konsolen, Center-Gutscheine uvm., die bis
zum 4. April läuft.
„20 Jahre Europa Passage – das ist nicht nur ein Jubiläum für
ein Gebäude, sondern für einen lebendigen Ort der Begegnung
im Herzen unserer Stadt. Seit zwei Jahrzehnten schlagen wir die
Brücke zwischen hanseatischer Tradition und modernem Shopping-
Erlebnis. Das Jubiläumsjahr 2026 nutzen wir, um unseren Besucherinnen
und Besuchern ‚Danke‘ zu sagen. Mit zahlreichen Aktionen,
Events und besonderen Highlights wie der traditionellen Osterhasen-Charity
zugunsten der Budnianer Hilfe e.V. und Radio Hamburg
Hörer helfen Kindern e.V. feiern wir gemeinsam mit unseren
Partnern und Kunden dieses besondere Datum“, sagt Karsten
Bärschneider, Center Manager der Europa Passage.
Die Oster-Charity ist dabei nur der Anfang. Unter dem Motto
„Hamburg United“ begleitet die Europa Passage ihr gesamtes
Jubiläumsjahr mit weiteren Aktionen – vom sommerlichen Kletter-
Event an der Alster über die Riesen-Rutsche im Center bis hin zum
großen Finale im Herbst. Alle Initiativen verfolgen dasselbe Ziel:
Spenden zu generieren und gesellschaftliches Engagement sichtbar
zu machen.Wer also Promis erleben, Gutes tun und einen besonderen
Jubiläumsauftakt mitfeiern möchte, sollte sich den 19. März,
15 Uhr, in der Europa Passage vormerken. Ganz Hamburg hilft –
und kann live dabei sein.
Weitere Informationen und laufende Updates zum Jubiläumsjahr
gibt es auf Instagram unter @europa.passage
und über den QR-Code.
EUROPA PASSAGE
Ballindamm 40,
www.europa-passage.de
ALSTER | 11
LOCAL PEOPLE
Das Bild mit
dem Namen
„6.Oktober, Pápa“.
Katrin Jakobsen,
der Spur ihres
Vaters folgend, bei
eine der Stationen.
DEM TAGEBUCH DES VATERS FOLGEN
Noch bis zum 06. April werden im Weinkeller des Mahnmals
St. Nikolai Fotografien der neuen Sonderausstellung „Auf der
Suche nach der verlorenen Erinnerung“ der Hamburger Fotokünstlerin
Katrin Jakobsen gezeigt. In ihrer eindringlichen Fotoserie
setzt sie sich mit dem Schweigen ihres Vaters über seine Jugend im
Nationalsozialismus und seine Zeit in russischer Kriegsgefangenschaft
auseinander. Erst nach seinem Tod stößt die 1958 geborene
Künstlerin auf ein kleines rotes Notizbuch – sein Kriegstagebuch
aus dem Jahr 1945. Ausgehend von diesem Fund folgt sie der Route
des Vaters durch Tschechien, Rumänien, Ungarn und die Ukraine
und schafft zu zentralen Einträgen fotografische Antworten – ein
Dialog über Generationen hinweg. Die Serie ist Teil ihres Projekts
„Vaterland“, das sich kritisch mit deutscher Familiengeschichte und
Erinnerungskultur auseinandersetzt. Der Eintritt ist frei – während
der regulären Öffnungszeiten des Mahnmals St. Nikolai.
Am 01. April findet außerdem um 19 Uhr die Begleitveranstaltung
„Present Past“ im Mahnmal St. Nikolai statt. Wie lässt sich herausfinden,
was die eigenen Vorfahren während des Nationalsozialismus
getan haben? Der Historiker Dr. Johannes Spohr berichtet
über seine Recherchen und über Geschichten von NachfahrInnen,
die sich ihrer Familiengeschichte gestellt haben. An diesem Abend
sprechen Johannes Spohr, Katrin Jakobsen und Paula Mittrowann
(Illustratorin) über persönliche Zugänge, Herausforderungen und
Erkenntnisse bei der Erforschung der NS-Familiengeschichte.
Weitere Infos unter www.mahnmal-st-nikolai.de
© Katrin Jakobsen
AUFRUF ZU MEHR KINDERSCHUTZ
Auf Einladung von Andreas Klitsch, Vorsitzender von Brücken für
Kinder e.V. sowie Frank Otto und Alexandra Wandel, Vorstände von
ALL FOR ONE – Alle Menschen für eine Erde e.V. versammelten sich
über 90 Vertreterinnen von Kinderschutz- und Nachhaltigkeitsorganisationen
sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik im
Hamburger Business Club. Frank Otto unterstrich die besondere
Schutzbedürftigkeit von Kindern: „Sie sind in den aktuellen Krisen
besonders verletzlich. Genau deshalb haben wir in Hamburg wichtige
Nachhaltigkeits- und Kinderschutzorganisationen vernetzt.
Denn wir alle tragen die Verantwortung, die Kleinsten unserer
Gesellschaft vor Kriegen, Gewalt und dem Klimachaos zu schützen.“
12 | ALSTER
© Brücken für Kinder / Wolfgang Schinke
Rolf Zuckowski,
Sandra Quadflieg,
Frank Otto und
Andreas Klitsch (v.l.)
Sandra Quadflieg, Schauspielerin und Vorständin, Benita Quadflieg
Stiftung, appellierte eindringlich an Politik und Gesellschaft: „Wer
Kinder schützt, schützt nicht nur einzelne Schicksale, sondern legt
die Grundlage für eine gerechte, menschliche und zukunftsfähige
Gesellschaft. Kinderschutz heißt hinschauen, handeln und Verantwortung
übernehmen – heute, nicht morgen!“ Ein Highlight des
Abends war die Aufführung der ALL FOR ONE Hymne. Sie wurde
von Kai und Kit Ringler von der Staatlichen Jugendmusikschule
Hamburg, Lucas Etcheverria und Mario Kolbe von der Hochschule
für Musik und Theater aufgeführt. Die Hymne ist ein Appel junger
Menschen für weltweiten Frieden und Klimaschutz.
150
Jahre
Juwelier
IHR JUWELIER IM HERZEN VON HAMBURG
FÜR IMMER
VERBUNDEN
Becker
PURE ELEGANZ FÜR UNENDLICHE LIEBE
Feiern Sie mit uns 150 Jahre Juwelier Becker und Becker erlesene Schmuckstücke der DiamondGroup,
entdecken Sie in unserer exklusiven Trauring-Lounge die für höchste Qualität und zeitlose Eleganz steht.
in Hamburg edle Verlobungs- und Trauringe für den In der nur bei ausgewählten Juwelieren erhältlichen
schönsten Moment im Leben. Unsere Expertin Frau „Premium Edition“ werden ausschließlich vom GIA
Alexandra OSTERANGEBOTE
Leonhardt berät Sie persönlich und mit viel zertifizierte Diamanten ab 0,20 ct. verarbeitet.
Einfühlungsvermögen, um gemeinsam den perfekten
Ring zu finden. Ergänzend präsentiert Juwelier
Ein Symbol für Beständigkeit, Liebe und meisterhafte
Handwerkskunst.
EXKLUSIVE 25 – 40 % AUF ALLE VERFÜGBAREN UHREN DER
und viele MARKEN MAURICE LACROIX, EBEL, MIDO UND RADO
weitere
BIS 30. APRIL.
Einfach scannen und Trauring-Beratungstermin buchen
Juwelier Becker | Gänsemarkt 19 | 20354 Hamburg
juwelier-becker.com
LOCAL PEOPLE
Asya Fateyeva
wechselte mit 10
Jahren vom Klavier
zum Saxophon, weil
sie das „Erlebnis des
Klanges“ faszinierte.
© Marco Borggreve (2)
14 | ALSTER
LOCAL PEOPLE
„MUSIK WAR IMMER DA“
Liebe zur Musik – bei der Saxophonistin Asya Fateyeva, die auch an der HfMT in Rotherbaum unterrichtet,
ist sie in jedem Satz spürbar. Wir haben mit ihr über ihren Weg zum Saxophon, über den besonderen Status ihres Instruments
in der Klassik und über anstehende Konzerte gesprochen – eines ist in der JazzHall an der Alster.
Alster Magazin: Welche Rolle spielte Musik in
Ihrer Kindheit?
Asya Fateyeva: Meine Eltern sind keine Musiker, aber
sie haben das sehr unterstützt. Als Kind habe ich erlebt,
dass mein Vater oft am Klavier saß und für sich spielte, obwohl er
keine Noten lesen konnte. So habe ich mitbekommen, dass Musik
immer da war - als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Das
habe ich mitgenommen, zuerst am Klavier und dann am Saxophon.
Mit zehn Jahren haben Sie dann vom Klavier zum Saxophon
gewechselt. Wie war das für Sie?
Die Entscheidung war leicht, weil Saxophon so eindeutig meins
war. Alles hat gepasst. Das Gefühl, dass ich den Klang physisch
spüren konnte - es wurde sofort laut und leise - hat mich
am Saxophon fasziniert. Am Klavier fehlte mir
wohl dieses Erlebnis des Klanges. Das konnte
ich als Kind nicht verstehen, aber im Nachhinein
versuche ich das für mich zu erklären. Das
Klavier bleibt aber immer in meinem Leben.
„Das Gefühl, dass ich den
Klang physisch spüren konnte
(...) hat mich am Saxophon
fasziniert.“
Die Musikwelt kann für Kinder auch
herausfordernd sein - wie war das für Sie?
Ich habe das gar nicht als schwierig wahrgenommen. Am Klavier
musste man ein bisschen aufpassen, dass ich übe, aber am Saxophon
musste man mich überhaupt nicht dazu zwingen. Es hat einfach
alles gepasst, deswegen war es für mich die beste Zeitverbringung.
Ich habe eher gelitten, als ich mit 14 Jahren aus der Ukraine
nach Deutschland kam und zu einer normalen Realschule ging und
keiner Musikschule. Mit 15 Jahren wurde ich aber glücklicherweise
parallel Jungstudentin in Köln, was wie eine Oase für mich war.
Gab es je Momente, in denen Sie Ihre Entscheidung für das
Saxophon hinterfragt haben? Vor allem in Bezug auf den
Ausnahmestatus des Saxophons in der klassischen Musik.
Ich muss mich da bei meinen Eltern bedanken, denn sie wussten
nicht, dass das Saxophon etwas Besonderes ist und man nicht wie
mit Geige und Klavier solistisch unterwegs sein kann. Ich habe
erst in Deutschland mitbekommen, dass es nicht normal ist, in der
Klassik Saxophon zu spielen. Dann war es irgendwie zu spät… Und
ich bin auch ein bisschen trotzig und habe mir gesagt: „Das geht so
nicht. Man muss nur zeigen, wie schön es klingen kann!“
Sie bewegen sich bewusst zwischen Genres und Epochen.
Warum ist Ihnen dieser offene Zugang wichtig?
Lange Zeit war ich sehr einseitig auf das klassische Saxophon
konzentriert, weil man immer hörte: „Ah, du bist Saxophonistin, du
spielst ja Jazz“. Mit 17/18 Jahren ist man dann ein bisschen beleidigt.
Ich glaube, alle klassischen Saxophonisten kennen das.
Aber ich bin ein neugieriger Mensch und mich interessieren verschiedene
Genres. Musik ist wie eine Sprache, mit der man kommuniziert
und am besten ist es eben keine Trennung der Genres zu
haben. Ich bin meistens mit meinem Saxophon ein Außenseiter, also
stört es mich nicht, wenn es ein Genre mehr ist, zudem ich eigentlich
nicht zugehöre. Ich genieße es, dass ich so zwischen verschiedenen
musikalischen Orten springen kann.
Die einzige Grenze für mich, was Bearbeitungen angeht, setze ich
im 20. Jahrhundert, wo die Komponisten sehr spezifische für die
Instrumente geschrieben haben. Das muss ich nicht unbedingt für
das Saxophon transkribieren oder umschreiben. Aber alles andere,
wo es wirklich nur um Musik geht, passt wunderbar.
Welche Rolle spielt Musik in Ihrer Freizeit?
Wenn man so viel mit Musik arbeitet, dann genießt man auch die
Natur und die Stille. Aber in meiner Freizeit beschäftige ich mich
oft mit musikalischen Sachen, die mich interessieren, oder ich
spiele ein anderes Instrument - lerne vielleicht sogar ein Neues. Ich
bin gerne Anfänger, um die Frische beizubehalten.
Was lernen Sie denn gerade für ein neues Instrument?
Es ist mir peinlich (lacht), aber seit dem letzten Jahr lerne ich Laute,
wo ich nicht zum Üben komme und kaum Fortschritte mache. Das
ist so anders und schwer, aber dadurch entwickelt man mehr Verständnis
für die eigenen Studenten und wird auch besser in seinem
eigenen Instrument.
Sie setzen sich seit Jahren für eine bessere Wahrnehmung des
Saxophons in der klassischen Musik ein. Haben Sie schon einen
Wandel beobachten können?
Ich muss sagen, es verändert sich kaum etwas. Ich war
am Anfang so naiv zu denken, dass wenn ich ein
bisschen Aufklärungsarbeit leiste, es besser wird.
Was Musikgenre angeht, bin ich selbst ein bisschen
schockiert von dieser falschen Wahrnehmung. Das
Saxophon wurde im 19. Jahrhundert in Paris erfunden und
wenn ich mit Studenten Originalliteratur mache, klingt es sehr klassisch
nach Opern und Paraphrasen. Jazz kam erst 80 Jahre später.
Wenn wir diese Musik hören, denken wir: „Das ist Saxophon?“.
Selbst wir Instrumentalisten haben das als Realität vertrieben.
Und woran arbeiten Sie aktuell?
Es entwickelt sich gerade etwas Neues: Ein Trio mit Klavier, Cello
und Elektronik. „Bach Around Bach“ heißt es - wo wir improvisieren
und die Wurzeln der Barockmusik nehmen, um das Gefühl von
Freiheit darzustellen. Als die Musik geschrieben wurde, war sie frei
und neu und jetzt wirkt sie oft musikalisch verstaubt. Wir nehmen
es als Einladung, die Grenzen zu sprengen und darüber zu kommunizieren.
Es ist spannend zu erkunden, wie man es gestalten kann. lm
TERMINE
12.04. mit dem Aris Quartett in der Elbphilharmonie
02.05. mit Lars Danielsson in der JazzHall
09.09. mit der lautten compagney BERLIN in der Elbphilharmonie
Mehr unter www.asyafateyeva.com
ALSTER | 15
| LOCAL PEOPLE
„Schnell war klar: Das muss
ich auf die Bühne bringen“,
sagt Sabine Kaack über ihre
erste Bühnen-Aufführung als
Produzentin.
© Sinje Hasheider
PREMIERE AN EINEM VERTRAUTEN ORT
Spannung, Schreck und Schadenfreude auf der Bühne des Ohnsorg Theaters: Leidenschaftlich und charmant
arrangiert Schauspielerin Sabine Kaack zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz ihr Literatur-Konzert „Sabine
Kaack & United Baroque - Der Geist der Mirabelle“. Ein Mix aus Humor, Satire, Groteske und großer Live-Musik macht
die plattdeutsche Deutschland-Premiere am 16. März im Ohnsorg Theater einzigartig. Wir verlosen 2x2 Karten.
Alster Magazin: Frau Kaack, Sie erfüllen sich mit
diesem Literatur-Konzert einen lang gehegten
Traum. Was bedeutet es Ihnen ganz persönlich,
die Premiere im Ohnsorg-Theater zu feiern?
Das Ohnsorg Theater ist natürlich die erste Adresse in Deutschland
für die plattdeutsche Sprache. Entsprechend fühle ich mich
sehr geehrt, hier meine Premiere feiern zu dürfen. Nicht zuletzt
habe ich dort schon einige Male auf der Bühne gestanden. Zuallererst
mit 17 Jahren.
Es ist Ihre erste Bühnenproduktion als Produzentin. Was
hat Sie an dieser neuen Aufgabe gereizt – und was hat Sie
vielleicht überrascht?
Eigentlich bin ich mehr oder weniger in die Produzentinnen-
Rolle hineingestolpert. Ich wollte dieses Literatur-Konzert
unbedingt auf die Bühne bringen, aber irgendwo haperte es
immer am Geld. Also habe ich in die eigene Tasche gegriffen.
Überrascht haben mich die zahlreichen Hürden, die den Weg
zur Premiere pflastern.
Obwohl Der Geist der Mirabelle bereits 1975 erschienen ist
– warum wirken die Geschichten heute aktueller denn je?
Siegfried Lenz‘ große Erzählkunst besteht ja in der genauen
Beobachtungsgabe auf die Natur, die Menschen und die Tiere
und deshalb finden wir uns darin immer wieder.
Sie sind in Nortorf aufgewachsen. Wie sehr prägt Ihre
norddeutsche Herkunft Ihre künstlerische Handschrift und
welche Kraft hat die plattdeutsche Sprache in ihren Augen?
Da ich seit 2016 die offizielle Botschafterin der plattdeutschen
Sprache bin, ist es meine Aufgabe, sie am Leben zu halten. Das
tue ich mit Lesungen und Aufführungen, weil es meine Muttersprache
ist und meine Kindheit geprägt hat.
Wie haben Sie für das Stück die Balance zwischen Humor,
Satire und Tragödie für die Bühne umgesetzt?
Ich nutze die gesamte Bandbreite meiner Stimme und meiner
Schauspielkunst, um damit eine besondere Atmosphäre zu
schaffen. Die fantastische Barockmusik von Georg Philipp
Telemann setzt dazu ganz pointierte Akzente.
Und was macht für Sie den besonderen Reiz aus, klassische
Literatur mit klassischer Musik zu verbinden?
Weil es sich noch keiner getraut hat (lacht).
ho
VERLOSUNG
Wir verlosen 2x2 Tickets für die Deutschland-Premiere des
Literatur-Konzerts „Sabine Kaack & United Baroque - Der
Geist der Mirabelle“ am 16. März um 19:30 Uhr im Ohnsorg-
Theater. Schreiben Sie einfach an redaktion@alster-net.de,
um an der Verlosung teilzunehmen.
16 | ALSTER
ADVERTORIAL
HASPA PRIVATE BANKING:
„UNSER MOTTO FÜR DAS BÖRSENJAHR 2026 LAUTET
CHANCEN NUTZEN, RESILIENZ LEBEN“
Wir haben Patrick Klingbeil, Direktor Haspa Private Banking, um einen aktuellen Kapitalmarktausblick
gebeten und wollten von dem Finanzexperten wissen, welche Schlüsse Anleger daraus für die Aufstellung
ihrer Vermögensstruktur ableiten können.
ALSTER MAGAZIN Herr Klingbeil, wie blicken
Sie auf das Börsenjahr 2026?
Patrick Klingbeil: Ein weiteres Rekordjahr für Aktien
liegt hinter uns und mit einem weiteren Rekord
sind wir ins neue Jahr gestartet. Gleichwohl sollte sich die Wegstrecke
in 2026 ruckeliger darstellen als in 2025. Für den DAX
rechnen wir mit einer Kursspanne im Jahresverlauf von 21.000
bis 26.500 Punkten sowie für den Euro Stoxx 50 mit einer
Bandbreite von 5.100 bis 6.300 Punkten im Jahresverlauf 2026.
Wie wird sich denn nach Einschätzung Ihres Hauses das
Kapitalmarktjahr generell entwickeln?
In Deutschland wirkte zuletzt der Beschluss des Fiskalpakets
für Infrastruktur und Verteidigung als konjunktureller Stimmungsaufheller
mit einem Wachstumsplus von 2 Prozent. Hier
rechnen wir mit einem weiteren Wachstum von 1,0 Prozent.
Der Fokus der Kapitalmärkte liegt aber weiterhin auf den USA.
Vor allem das Thema KI sowie die Konsumfreude der reichsten
zehn Prozent der Bevölkerung treiben dort das Wachstum weiter
an. Mit Blick auf China erwarten wir ein Wachstum in Höhe
von ca. 4,5 Prozent. Gold dürfte auch nach zwei Rekordjahren
infolge angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten
seine Rolle als „sicherer Hafen“ behalten.
Kriege, politische Spannungen und technologische Umwälzungen
machen es für Anleger immer unübersichtlicher.
Wo ist mein Geld noch sicher?
Aus Anlegersicht war 2025 das dritte Premium-Jahr in Folge.
Trotz vieler, vor allem großer geopolitischer Krisen und vereinzelten
Turbulenzen ist für die meisten großen börsennotierten
Unternehmen das Jahr 2025 gut gelaufen. Doch da wir in einer
Welt des Umbruchs leben, müssen wir uns auch im Hinblick
auf das Börsenjahr 2026 anpassen. Daher lautet das Anlagemotto
der Haspa: „Chancen nutzen, Resilienz leben“. Dieser
sich verändernden Weltordnung sollten wir mit einer maximalen
Streuung begegnen, sowohl von Anlageklasse zu Anlageklasse
als auch innerhalb der Anlagen. Für uns im Private Banking
ist dabei die individuelle Rendite- und Risikoneigung des
Kunden entscheidend, die optimale Vermögensstruktur
zu finden. Das geht am besten, über ein individuelles Beratungsgespräch.
Dazu laden wir vor allem zum Jahresauftakt
herzlichst ein.
Und welche Trends werden die Märkte beeinflussen?
Die Tech-Unternehmen, die in KI und Automatisierung investieren,
dürften auch 2026 eine große Rolle spielen. Allerdings
müssen die Bewertungen dieser Tech-Unternehmen aufgrund
der hohen Marktkonzentration genau beobachtet werden. Weitere
Trends umfassen die Branchen der Telekommunikation,
Medizintechnik und die Biotechnologie sowie den Pharma- und
Energiesektor.
Vielen Dank für das Gespräch, Herr Klingbeil.
Gerne. Mein Team und ich freuen uns, in einem gemeinsamen
Beratungsgespräch die Anlagestrategie unserer Kundinnen und
Kunden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und ihres
Risikoprofils zu erarbeiten und regelmäßig zu überprüfen.
HASPA PRIVATE BANKING, Patrick Klingbeil
E-Mail: patrick.klingbeil@haspa.de, Tel.: 040 3578-90730
www.haspa.de/privatebanking
ALSTER | 17
VERANSTALTUNGSTIPPS
© Maximilian Gödecke Photography
LESUNGEN
BEIM JÜDISCHEN SALON
Am 17. März im TONALi Seminar wird Tomer Gardi (Bild links) beim Jüdischen
Salon am Grindel zu Gast sein und aus seinem neuen Roman „Liefern“ lesen. In
einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos erzählt der israelische Autor von
Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach
Verbundenheit. Mit dabei ist die Übersetzerin Anne Birkenhauer, die am deutschen
Text mitgearbeitet und einen Teil aus dem Hebräischen übersetzt hat.
Am 27. März wird der serbisch-österreichische Autor Marko Dinić im Warburg-
Haus seinen Roman „Buch der Gesichter“ vorstellen, der 2025 auf der Longlist
des Deutschen Buchpreises war. Um seine Hauptfigur Isak Ras erzählt er die
Geschichte der serbischen Juden und ihres Verschwindens. Serbien galt im
Sommer 1942 als eines der ersten Länder Europas als „judenfrei“. Moderiert wird
der Abend von der Journalistin Vivian Perkovic, die selbst slowenisch-serbische
Wurzeln hat.
JÜDISCHER SALON AM GRINDEL
Beginn: jeweils 19:30 Uhr. Eintritt: 12€, Freundeskreis 8€, erm. 5€.
Mehr unter www.salonamgrindel.de
KÜNSTLERISCHES STATEMENT
Die US-amerikanische Pianistin, Komponistin und Aktivistin
Chloe Flower kommt 2026 für eine exklusive Deutschlandshow
nach Hamburg. Am 27. April gastiert die Ausnahmekünstlerin im
Kleinen Saal der Elbphilharmonie und präsentiert ihr Crossover-
Programm zwischen Klassik, Pop und politischem Bewusstsein.
Chloe Flower steht für die Verbindung aus Virtuosität,
Haltung und Zeitgeist. Sie bewegt sich mühelos zwischen den
musikalischen Welten und bringt Klassik in die Gegenwart. Mit
ihrem aktuellen Projekt „She Composed: The Holidays“ ehrt sie
ausschließlich Werke von Komponistinnen und kombiniert dabei
Weihnachtstraditionen mit orchestraler Tiefe und eigener Handschrift.
Ihr Auftritt in Hamburg ist nicht nur ein Konzert, sondern
ein künstlerisches Statement – kraftvoll und stilprägend.
ELBPHILHARMONIE
Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 19:30 Uhr. Tickets ab 49,45€.
Mehr unter www.elbphilharmonie.de
© WMA
GENREÜBERGREIFENDE FUSION
© Johan Saarela
Wie ein Paukenschlag kommen diese beiden Bands daher – die für
ihre genresprengenden Kollaborationen bekannte Norrbotten Big
Band und das US-Duo KNOWER. Am 23. April treten sie im Nica
Jazz Club auf. KNOWER besteht aus Louis Cole und Genevieve
Artadi, die sich in den 2010er Jahren einen Namen mit Veröffentlichungen
und spektakulären Live-Auftritten machten. Die
Norrbotten Big Band lotet mit bis zu 20 Musikern die Grenzen des
modernen Jazz aus – und überschreitet sie regelmäßig.
Die künstlerische Beziehung der beiden Musik-Acts besteht seit
fast einem Jahrzehnt. Dieses Konzert ist eine Feier dieser tief
verwurzelten, kreativen Bindung und zeigt eine genreübergreifende
Fusion aus elektronischem Funk, Avantgarde-Pop und
zeitgenössischem Big-Band-Jazz.
NICA JAZZ CLUB
Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 20 Uhr.
Mehr unter www.nica-jazzclub.de
18 | ALSTER
HOMMAGE AN
WEIBLICHE STÄRKE
VERANSTALTUNGSTIPPS
Die niederländische Sängerin und Songwriterin NINA JUNE
schreibt cineastische Popsongs, die die Komplexität menschlicher
Beziehungen erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme
verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische
Klangwelten. Am 13. Mai kommt sie mit ihrem neuen Album in die
Nochtwache in Hamburg.
2024 und 2025 arbeitete Nina kontinuierlich an einem neuen
Album, das am 27. März veröffentlicht wird: „Seal Skin - Anthems
of a Woman“. Das Album erkundet die Vielfalt und Komplexität des
Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen
und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage
an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität.
© Hessel Stuut
KAMMERCHOR-FESTIVAL
Vom 24. bis 26. April gibt das Nordklang Festival der Hamburger
Kammerchorszene zum dritten Mal eine gemeinsame Plattform
– mit Konzerten, Workshops und weiteren Angeboten rund ums
Chorsingen. Am 24. April gestalten das NDR Vokalensemble (Bild
rechts), der Neue Kammerchor Hamburg, Cantaloop, der Landesju-
gendchor und der Mädchenchor Hamburg und das Vokalensemble
Consonanz gemeinsam das Eröffnungskonzert in der Laeiszhalle.
18 weitere Chöre sind am 25. April nachmittags im Rahmen von
Begegnungskonzerten in St. Petri Altona und der St. Pauli Kirche.
Ein besonderes Konzerthighlight ist der Auftritt des renommierten
Leipziger Calmus Ensembles in der Hauptkirche St. Jacobi. Neben
Konzerten bietet das Festival auch Workshops sowie einen Meisterkurs
mit dem Münchner Chorleitungsprofessor Martin Steidler.
NORDKLANG
Mehr Informationen unter www.nordklang-festival.de
NOCHTWACHE
Einlass: 19:30 Uhr. Beginn: 20:30 Uhr. Eintritt: VVK 22€ zzgl. Geb.
Mehr unter www.nochtspeicher.de
© Marius Engels
| NDR
© Christoph Behrmann
NEUE PLATTE IM GEPÄCK
Seit 2020 lebt der vielfach ausgezeichnete Schlagzeuger und
Alumnus des Dr. Langner Jazzmasters der HfMT Tobias Frohnhöfer
in Hamburg und hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Szene
entwickelt. Am 28. März tritt er mit dem Tobias Frohnhöfer Quartett
in der JazzHall auf.
Hervorzuheben ist sein Spiel im Trio des renommierten amerikanischen
Pianisten Richie Beirach und seine Zusammenarbeit mit dem
New Yorker Jazztrompeter Alex Sipiagin, der zu den versiertesten
Vertretern seines Instruments zählt. Im Februar 2026 erscheint
die Platte »Dragon Boat« (Laika Records) des Tobias Frohnhöfer
Quartetts, die an diesem Abend mit Alex Sipiagin und Dave Kikoski
in der JazzHall präsentiert wird.
JAZZHALL
Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr. Tickets: 24 €/ 19 €.
Mehr unter jazzhall.hfmt-hamburg.de
ALSTER | 19
LOCAL PEOPLE
Beispielbild: Viele Bilder ähnlich diesem
und Fotografien lassen die Vergangenheit
in dem Buch lebendig werden.
EINE STADT, VIELE GESCHICHTEN
Ob die Hinrichtung des Piraten Störtebeker oder der Große Brand von 1842 - in der Historie der Hansestadt
lauern zahlreiche spannende Momente, die ein facettenreiches Bild der Stadt zeichnen.
Mit „Hamburg - Kleine Stadtgeschichte“ erkundet Autor Matthias Gretzschel diese lebhafte Vergangenheit.
Das ist bereits die vierte Auflage des Buches. Warum
war eine aktualisierte Version notwendig?
Matthias Gretzschel: Als das Buch 2008 erstmalig
erschien, war Ole von Beust Erster Bürgermeister und
die Grundsteinlegung der Elbphilharmonie lag gerade einmal
ein Jahr zurück. 2016, im Jahr der dritten Auflage, konnte sich
noch niemand vorstellen, dass Olaf Scholz vom
Hamburger Rathaus in die Bundesregierung und
schließlich sogar ins Kanzleramt wechseln würde.
Und mit Corona verband man damals vielleicht
eine spanische Biermarke, aber keine weltweite
Pandemie, die auch für Hamburg gravierende
Folgen haben würde. Da es der Anspruch dieser
Stadtgeschichtsreihe ist, auch zeitgeschichtliche
Entwicklungen zu dokumentieren, waren Aktualisierungen
also notwendig.
Welcher Fakt über die Hamburger Geschichte
hat Sie am meisten fasziniert oder überrascht?
Das Thema ist mir vertraut, da ich mich als Journalist
und Buchautor schon seit Jahrzehnten mit der
Hamburger Geschichte beschäftige. Überrascht hat
mich bei der Recherche daher nichts, faszinierend
finde ich aber viele Aspekte der stadtgeschichtlichen
Entwicklung. Etwa Hamburgs Fähigkeit, sich
angesichts veränderter Rahmenbedingungen immer
wieder neu zu erfinden: Wie man zum Beispiel
Dr. theol. Matthias Gretzschel
- und dann natürlich
die Katastrophe des Großen Brandes von 1842 dafür nutzte, eine
auch Niederschlag in der fünften Auf-
lage der „Kleinen Stadtgeschichte“
zukunftsweisende Stadtplanung durchzusetzen und das auch noch
mit großem architektonischem Anspruch. Völlig zu Recht hat finden.
Hamburgs bedeutendster Oberbaudirektor Fritz Schumacher in
diesem Zusammenhang vom „Kunstwerk Hamburg“ gesprochen.
Wie sind Sie mit widersprüchlichen historischen Überlieferungen
umgegangen?
Die Hamburger Stadtgeschichte ist gut erforscht. Dass man jedoch
nicht jede historische Überlieferung für bare Münze nehmen kann,
ist unter Historikern unumstritten. Ein hübsches Beispiel dafür ist
20 | ALSTER
© Michael Zapf
die Dreistigkeit, mit der die Hamburger Stadtväter die von Kaiser
Barbarossa 1189 angeblich mündlich erteilten Privilegien nachträglich
in einem aufwendig gefälschten Freibrief wunschgemäß
fixieren ließen. Dass das Siegel nicht zum Ausstellungsdatum
passt, kam erst Jahrhunderte später heraus. Der Hafengeburtstag
steht also historisch betrachtet auf wackeligen Füßen. Macht aber
nichts, gefeiert wird er trotzdem.
Sie setzen sich schon viele Jahre mit Hamburgs
Geschichte auseinander. Hat sich in dieser Zeit
Entscheidendes verändert?
Die wichtigste Veränderung, die beim Erscheinen
der ersten Auflage noch gar nicht absehbar
war, betrifft Hamburgs Frühgeschichte: Nach der
Auswertung umfangreicher Grabungsergebnisse
wissen wir seit 2014 endlich, wo genau sich die für
die Stadt namensgebende Hammaburg befunden
hat. Das hat sogar zur Umbenennung des traditionsreichen
Domplatzes geführt, der seit 2024
Hammaburg-Platz heißt und damit den historischen
Ursprung Hamburgs verortet. Mal sehen,
welche neuen Erkenntnisse unseren Blick auf
Hamburgs Geschichte
in den nächsten Jahren
erweitern und vielleicht
auch verändern werden
BUCHTIPP
Matthias Gretzschel, Hamburg -
Kleine Stadtgeschichte, Verlag Friedrich
Pustet, 4. akt. Auflage, 168 Seiten, 18€
lm
ADVERTORIAL
FINANZTIPPS FÜR JUNGE ANLEGER
Junge Menschen wünschen sich finanzielle Unabhängigkeit, Renditeorientierung
und Vielfalt in der Geldanlage. Aus diesen Gründen
erfreuen sich ETFs und klassische Fonds wachsender Beliebtheit. Vor
allem, wenn die Depotführung kostenlos ist – inklusive persönlicher
Beratung, online oder in der Filiale. Steven Helmchen von der
Hamburger Volksbank gibt Tipps für den Vermögensaufbau.
Steven Helmchen,
Leiter Private Banking
Laut dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment
schauen 47 Prozent der 20- bis 29-Jährigen optimistisch auf ihre
finanzielle Situation und trotz Herausforderungen wie Inflation
und steigenden Energiepreisen bleibt die Stimmung positiv: Sparen
wird als lohnend empfunden, 89 Prozent der jungen Erwachsenen
erleben es als schönes Gefühl, sich durch Sparen Wünsche erfüllen
zu können. „Junge Anlegerinnen und Anleger setzen klare Prioritäten
bei der Geldanlage und zeigen Weitblick für ihre Zukunft”, sagt
Steven Helmchen, Leiter Private Banking der Hamburger Volksbank.
„Ganz oben auf der Liste steht die finanzielle Unabhängigkeit. Ein
kostenloses Depot bietet eine optimale Basis für den langfristigen
Vermögensaufbau.” Als weitere wichtige Sparziele werden die
Altersvorsorge (85 Prozent) und Rücklagen für Notfälle genannt
(84 Prozent). Bemerkenswert: 62 Prozent der 20- bis 29-Jährigen
sparen bereits gezielt für die eigene Immobilie. Junge Anleger
und Anlegerinnen sind renditeorientiert und setzen auf Sicherheit
und Vielfalt. Dabei sind sie überzeugt, dass aktienbasierte
Anlagen langfristig die besten Erträge bieten. Mit Angeboten wie
„meinDepot“ der Hamburger Volksbank wird der Einstieg in die
Geldanlage für junge Menschen besonders attraktiv: Kostenfreie
Depotführung bis zum 31. Geburtstag, günstige Orderkonditionen
und persönliche Beratung. Bereits ab 10 Euro monatlich können
Aktien, ETFs oder klassische Fonds ab 25 Euro bespart werden. Die
VR Banking App ermöglicht dabei jederzeit den mobilen Zugriff auf
das eigene Depot. „Für einen strukturierten Vermögensaufbau ist
es wichtig, das Kapital mit einer breit diversifizierten Geldanlage
auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien,
Investmentfonds und Zinsprodukte zu verteilen”, so Helmchen:
„Besonders auf Dauer angelegt ETFs und klassische Fondssparpläne
eignen sich als Einstieg für junge Anlegerinnen und Anleger.“
Eine persönliche Beratung, online oder vor Ort, umfasst mögliche
marktbedingte Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken.
Mehr Infos unter www.hamburger-volksbank.de.
Erstklassiges Handwerk für
Heizung · Sanitär · Bad · Dachsysteme
Jens Gottschalk GmbH
Niewisch 2 · 22848 Norderstedt
Tel. 040 528 28 68 · www.jensgottschalk.de
ALSTER | 21
LOCAL PEOPLE
© Julie Nagel (2)
Der Großvater der Hamburger Choreografin Jenny Beyer war Widerstandskämpfer gegen den
Nationalsozialismus. Im Tanzsolo „Zurück zu Ali“ auf Kampnagel beschäftigt sie sich durch seine Vergangenheit
mit der Frage nach Erbe, Erinnerungskultur und der Relevanz individueller Geschichten für die aktuelle Zeit.
Alster Magazin: Wie präsent war die Geschichte Ihres
Großvaters Walter „Ali“ Beyer in Ihrer Kindheit?
Jenny Beyer: Die Geschichte meines Großvaters war in
meiner Kindheit sehr präsent. Meine Eltern und auch er
selbst haben meiner Schwester und mir Schritt für Schritt davon
erzählt. Es war für mich selbstverständlich, dass wir
in unserer Familie offen über die Zeit des Nationalsozialismus
gesprochen haben. Erst später habe ich
gemerkt, dass das keineswegs überall so war.
Gab es einen Moment, in dem Sie wussten: Diese
Geschichte gehört auf die Bühne? Und hatten Sie
Zweifel, ob sie sich durch Tanz erzählen lässt?
Einen konkreten Moment kann ich nicht benennen,
die Idee ist über Jahre gewachsen. Aber ich erinnere
mich an einen Augenblick: Ich war allein im Studio,
habe die Augen geschlossen und mir vorgenommen,
nur mit dem Gedanken an meinen Opa zu tanzen.
Das war sehr emotional – und danach wusste ich,
dass ich an diesem Thema weiterarbeiten möchte.
Zweifel, ob sich diese Geschichte durch Tanz erzählen
lässt, gab es von Anfang an und sie sind bis heute
da. Es ist eine Herausforderung. Aber Tanz ist meine
Sprache. Wenn ich von ihm erzählen will, dann muss ich tanzen.
Wie sah der Entstehungsprozess aus?
Das Stück speist sich aus unterschiedlichen Quellen: aus meinen
eigenen Erinnerungen an meinen Opa, aus den Erzählungen meiner
Mutter über ihre Kindheit, die Nachkriegszeit und ihr Erleben als
Tochter – und aus dem, was er mir selbst erzählt hat. Ich sehe ihn
noch vor mir, wie wir bei ihm im Wohnzimmer saßen und er berichtete.
Eine weitere wichtige Ebene sind seine schriftlichen Erinnerungen
aus den 1980er-Jahren, ein transkribiertes Interview und
historische Dokumente. Im Entstehungsprozess geht es für mich
darum, diese persönlichen und historischen Ebenen miteinander zu
verbinden. Ich recherchiere weiter, überprüfe Details und entdecke
immer wieder neue Aspekte. Das empfinde ich als besonders spannend
– auch wenn die Auswahl eine große Verantwortung bedeutet.
22 | ALSTER
„MICH BESCHÄFTIGT, WAS MENSCHEN DAZU
BEFÄHIGT, WIDERSTAND ZU LEISTEN“
Durch die Familiengeschichte
inspiriert: Jenny Beyer
Der Großvater Ihres Vaters war auf der „anderen Seite“.
Ja, mein anderer Großvater war Soldat in der Wehrmacht und hat
sich zeitlebens nicht von der Ideologie des Nationalsozialismus
distanziert. Ich habe miterlebt, wie sich die beiden Großväter
tatsächlich auseinandergesetzt haben. Mein Großvater Ali fragte
immer wieder: „Was habt ihr im Krieg getan?“
Durch sein eigenes bewusstes Handeln hat er den
Mythos vom „Wir haben von nichts gewusst“ klar
widerlegt. Widerstand war für ihn keine spontane
Reaktion, sondern eine Entscheidung, die aus
Überzeugung getroffen wurde. Mich beschäftigt bis
heute, was Menschen dazu befähigt, Widerstand zu
leisten – und warum der eine Großvater Verantwortung
übernahm, während der andere es nicht tat.
Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Widerstandsbiografie
Ihres Großvaters für die heutige Zeit?
Eine Erinnerung, die mein Großvater aufgeschrieben
hat, betrifft die Räumung des KZ Neuengamme.
Als Häftling konnte er kurz vorm Ende des Krieges
heimlich in das Krematorium hineinschauen. Was
er dort sah, war ein vollständig gereinigter Raum.
Die Nationalsozialisten hatten alles getan, um ihre
Verbrechen zu vertuschen, Spuren zu beseitigen, Zeug*innen zu
ermorden. Es ist so wichtig, weiterzuerzählen. Wenn heute – etwa
von der AfD – Gedenkstätten infrage gestellt oder historische Verbrechen
relativiert werden, knüpft das an genau dieses Verdrängen
an. „ZURÜCK ZU ALI“ versteht Erinnerung als etwas Aktives und
Gegenwärtiges. Die Auseinandersetzung mit der Widerstandsbiografie
meines Großvaters ist auch eine Konfrontation mit mir selbst:
Wer bin ich als politischer Mensch in einer Zeit, in der rechte Ideologien
erstarken? Diese Fragen betreffen uns alle.
lm
TERMIN-TIPP
25. -28. März, Kampnagel, 20 Uhr, Tickets: 18 €, erm. 9 €. Das
Stück wird mit Audiodeskription gezeigt. Zuvor findet eine
Tastführung statt. Mehr unter www. kampnagel.de
NEUE
KUNDEN
GEWINNEN
INSPIRATIONEN
FÜR HAMBURGERINNEN
Die Frühlings-Ausgabe unseres Magazins HAMBURG WOMAN erscheint am 29. Mai.
Mit Frauen, die etwas bewegen, Wellnesshotels, Mode & Beauty, Rezepten sowie Sommerideen.
Eine tolle Möglichkeit, in diesen Segmenten neue Kund*innen für Ihr Unternehmen zu gewinnen.
Sie möchten in die 2025er Ausgaben schauen? Kein Problem,
es gibt HAMBURG WOMAN auch online: den QR-Code scannen
oder unter www.hamburg-woman.de auf das Cover klicken!
Sie möchten bei uns Anzeigen schalten? Infos: Tel. 040 538 930 00
HAMBURG WOMAN kommt aus dem Hause des ALSTER MAGAZINS.
© Ulrich Kunz
„MEIN BÜRO
IST DAS MEER“
Sagt der Biologe Uli Kunz. Dort sammelt der Hamburger Bilder und Geschichten,
um Menschen in Shows und Vorträgen Einblicke in eine Welt zu geben, die sie nicht kennen und deren Schutz
er durch Wissensvermittlung fördern möchte - als Meeres-Botschafter.
Fortsetzung auf S. 26
LOCAL PEOPLE
„MEIN BÜRO
IST DAS MEER“
Fortsetzung von S. 25
Das Leben an den Riffen der
kalten Nordsee (Borkum)
findet Kunz so spannend wie
in den Ozeanen der Welt, z.B.
vor Australien mit einem
Großen Fetzenfisch (unten).
Alster Magazin: Wie kam es dazu, dass Wasser so
eine große Bedeutung in deinem Leben gewonnen
hat?
Uli Kunz: Man entscheidet sich in seiner Kindheit, ob
man irgendwie in die Luft will oder in die Berge oder ins Wasser.
Bei mir waren es am Anfang tatsächlich die Berge, bis ich mit
meinem Vater erste Schnorchel-Tauchgänge im Bodensee absolviert
habe. Da war ich sechs oder sieben Jahre alt, mit 14 habe ich
dann meinen Tauchschein gemacht.
Du hättest es beim Hobbytauchen belassen können. Warum
dann Forschungstaucher?
Mein Vater war Biologielehrer und hat mir schon in meiner Kindheit
seine Begeisterung für Tiere vermittelt, egal ob sie fliegen,
tauchen oder kriechen. Später habe ich mich dann nach einem
kleinen Abstecher in die Medizin für ein Studium der Meeresbiologie
entschieden. Ich wollte nicht nur eine Art kennenlernen,
den Menschen, sondern alle Lebewesen. Vor allem in den
Ozeanen, wollte verstehen, wie dort alles zusammenhängt. Und
so bin ich Forschungstaucher geworden und führe mit meiner
Tauchgruppe Submaris für Institute oder Universitäten Experimente
durch, erstelle Umweltgutachten, bringe Messgeräte aus,
untersuche versunkene Wracks oder tauche nach Geisternetzen.
Irgendwann kamen dann Fotografie und die Filmarbeit dazu. Ich
habe Bücher geschrieben und wurde Moderator bei Terra X im
ZDF. Und diese wilde Mischung mache ich immer noch.
Du schreibst auch für die Reihe „Was ist Was?“ - sehr cool,
das waren wichtige Bücher in meiner Kindheit...
Ja, die sind nach einem Relaunch richtig gut geworden. Ich habe
aber festgestellt, dass es aus dem Unterwasserbereich sehr wenig
gab. Dann habe ich mit einem Kumpel zusammen vier davon
geschrieben zu Themen wie Tiefsee oder Quallen. Um auch den
Kindern zu zeigen, auf was es da ankommt. Kinder und Jugendliche
über das Leben unter Wasser zu informieren liegt mir sehr
am Herzen. Deswegen gebe ich große
Live Shows, moderiere fürs Fernsehen
oder arbeite als Lehrer in Schulen,
beispielsweise für das Programm ZDF
goes Schule.
Ein großes Thema ist in diesem
Zusammenhang der Klimawandel.
Du „sitzt quasi an der Quelle“, wie
nimmst du ihn wahr?
Er ist leider viel schlimmer, als man
denkt. Vor 20 Jahren bin ich erstmals
für das Alfred Wegener Institut in der
Arktis getaucht. Da gab es noch wahnsinnig
viel Eis, aber mittlerweile hat es
sich dort so krass erwärmt, laut Experten
teils drei, vier, fünf Mal so schnell wie
der Rest der Welt, dass das Eis sichtbar
abnimmt. Es gibt immer mal wieder
Jahre, in denen das Eis wieder zunimmt.
Aber da reden wir nicht von Klima, sondern von lokalen Wettererscheinungen,
die nicht überdecken können, dass sich die
Ökosysteme verändern. So gibt es entlang der Küste Norwegens
Arten, die normalerweise weiter südlich vorkamen wie etwa
Thunfische. Kälteliebende Arten zieht es in den Norden.
Auch in der Ostsee verändern sich Flora und Fauna. Um dem
entgegenzuwirken pflanzt du Seegras an.
Richtig, Seegraswiesen sind extrem produktive Lebensräume und
ein sehr wichtiges Ökosystem der Ostsee, das in den letzten Jahrzehnten
sehr stark zurückgegangen ist. Wir möchten einerseits
den Tieren und Pflanzen wieder eine neue Heimat bieten und
andererseits auch dafür sorgen, dass mehr CO2 im Meeresboden
gespeichert wird. Das Seegras kann mit seinem Wurzelwerk
enorme Mengen an Kohlenstoff binden.
© Uli Kunz (5)
26 | ALSTER
LOCAL PEOPLE
Seenelken sind Bestandteil der
Kaltwasser-Ökosysteme und
bilden oft faszinierende „Blumenfelder“,
hier vor Norwegen.
Gutes tun für das Meer: Der Wellingsbüttler
beteiligt sich an Seegras-
Anpflanzungs-Projekten.
Taucht seit seinem 14. Lebensjahr:
Uli Kunz, Terra X Moderator und Deutschlands
bekanntester Forschungstaucher.
Wie wirkt sich da der Klimawandel aus? Zieht es sich ähnlich
wie die Fische in kältere Regionen zurück?
Der Klimawandel ist in dem Fall gar nicht das Hauptproblem,
sondern die Überdüngung. Durch die Landwirtschaft werden zu
viele Nährstoffe in die Ostsee eingetragen und das begünstigt
die Algenblüten. Durch die explosionsartige Vermehrung der
Mikroalgen geht die Sichtweite zurück und es kommt weniger
Licht am Meeresboden an, sodass das Seegras nicht mehr so tief
wachsen kann, wie das früher der Fall war. Seit 2021 läuft dazu
das Forschungsprojekt „SeaStore“.
Seegras ist eines von vielen Projekten. Was gibt es Neues?
Anfang Mai kommen die neuen Folgen von Terra X ins Fernsehen
und sind im ZDF Stream zu sehen - über die pazifische
Inselwelt und das Mittelmeer. Beides war faszinierend, aber
gerade das Mittelmeer habe ich von einer Seite kennengelernt,
die wahrscheinlich die wenigsten Leute kennen. Wir waren
unter anderem an einer spannenden Expedition mit dem neuen
Forschungssegelschiff Malizia Explorer von Boris Herrmann
beteiligt und konnten Finnwale beobachten, die in unfassbarer
Geschwindigkeit die Küste Spaniens entlangziehen. Dann haben
wir Blauhaie vor Mallorca beobachten können. Das war auch ein
sensationelles Erlebnis, weil sie sehr stark bedroht und selten
sind. Das gilt erst recht für die Mönchsrobbe vor Griechenland.
Von ihr gibt es nur noch 400 bis 500 Tiere im ganzen Mittelmeer.
Es lohnt sich, das anzuschauen!
kw
Weitere Projekte und Fotos gibt es auf www.uli-kunz.com
ALSTER | 27
GESUNDHEIT
© Kinderkrebs-Zentrum Hamburg gGmbH (2)
Aufgrund der geringen
Fallzahlen sind
die Mittel und die
öffentliche Aufmerksamkeit
begrenzt, die
Kinderkrebsforschung
ist daher in besonderem
Maße auf die
Unterstützung durch
Spender angewiesen.
50 JAHRE HILFE
FÜR AN KREBS
ERKRANKTER KINDER
Vor fünfzig Jahren wurde die Fördergemeinschaft
Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. von
betroffenen Eltern gegründet und steht seitdem
als spendensammelnder Verein fest an der Seite der Klinik
für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf (UKE).
Die Aufgabe damals wie heute: die Versorgung an Krebs
erkrankter Kinder in Hamburg zu verbessern und die
Erforschung von Krebserkrankungen und deren Therapie
bei Kindern zu fördern. Der gemeinnützige Verein
wurde Mitte der 1970er Jahre in einer Zeit gegründet, als der
erfolgreiche Einsatz der Chemotherapie zu einem unvorbereitet
hohen Versorgungsaufwand führte. „Damals mussten in Hamburg
an Krebs erkrankte Kinder noch in den Kellerräumen des UKE
behandelt werden: keine Räumlichkeiten existierten, kein spezialisiertes
Personal, keine wirklich wirksamen Therapien – die Mortalität
war entsprechend hoch. Seitdem ist viel passiert, und unsere
Fördergemeinschaft hat einen nicht unerheblichen Beitrag dazu
geleistet. Darauf sind wir sehr stolz“, erklärt
Dr. Holger Iversen, seit über 25 Jahren Vereinsvorstand.
Durch Spenden werden heute die Rahmenbedingungen
für eine optimale Behandlung am
Kinderkrebs-Zentrum Hamburg geschaffen.
Die Fördergemeinschaft hilft dort, wo Lücken
bleiben und entscheidet jeweils über die Förderung
von Projekten, z.B. zusätzliche Arztstellen und
28 | ALSTER
© Ronald Frommann
Dr. Holger Iversen, Vorstand
Fördergemeinschaft
Pflegepersonal, die Anschaffung von medizinischen
Geräten, eine neue Ausstattung für Spiel- und
Aufenthaltsräume oder die Förderung von Pilotprojekten
wie die Nachsorgesprechstunde TIDE oder
eine Brückenärztin für die palliative Versorgung.
„Darüber hinaus“, so Iversen, „trägt die Fördergemeinschaft
seit vielen Jahren die Personalkosten
u.a. für einen Musiktherapeuten, eine Kunsttherapeutin,
einen Medienpädagogen, einen Psychologen, eine
Sozialpädagogin, einen Sporttherapeuten und eine Erzieherin
im Psychosozialen Team des Kinderkrebs-Zentrums Hamburg.“
Und die Hilfe geht noch weiter: die Fördergemeinschaft unterstützt
hilfsbedürftige Familien, die durch die Erkrankung ihres
Kindes in finanzielle Not geraten sind. „Über 80 % der an Krebs
erkrankten Kinder können heute glücklicherweise geheilt werden.
Aber zu viele Kinder schaffen es leider immer noch nicht und die
Spätfolgen der Behandlung sind teilweise gravierend. Nur Forschung
kann dieses zum Besseren wenden. Deshalb haben wir
2006 das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg
gegründet“, sagt Iversen. Aufgrund der geringen Fallzahlen sind
die Mittel und die öffentliche Aufmerksamkeit
begrenzt, die Kinderkrebsforschung ist daher in
besonderem Maße auf die Unterstützung durch
Spender angewiesen. Das Institut mit etwa 50 Mitarbeitern
finanziert sich allein aus Spenden und
eingeworbenen Forschungsgeldern. Seit 20 Jahren
forschen die Wissenschaftler zu den Themen, die
in der Pädiatrischen Onkologie eine zentrale Rolle
spielen: Leukämien, Hirntumoren sowie
Stammzelltransplantation und Immuntherapien.
Denn die Wissenschaftler wollen zukünftig auch die
20% der Kinder heilen, für die bislang keine effektiven
Therapien zur Verfügung stehen.
Mehr Infos unter
www.kinderkrebs-hamburg.de
Siehe auch S. 34
GESUNDHEIT
Kieferorthopädie mit Herz & Technologie
für Kinder, Jugendliche & Erwachsene
Jelena
Tomic
• Sanfte, digitale Behandlung
• Ästhetische & unauffällige
Zahnkorrektur
• Unsichtbare Zahnschienen
(Invisalign)
• Keramik- & Mini-
Metallbrackets
• Frühbehandlung
• Langzeitstabilisierung
(Retainer)
ERSTE HILFE DURCH
MOBILE RETTER
Bei einem medizinischen Notfall zählt
jede Sekunde - Rettungsdienste können aber
oft erst nach mehreren Minuten vor Ort sein. Das kann
in manchen Fällen kritisch werden, deshalb werden an
manchen Orten Rettungsdienste durch die
App „Mobile Retter“ unterstützt.
Ca. 120.000 Menschen jährlich erleiden laut dem
Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) einen
Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses
- nur 10% der Betroffenen überleben das. Dem
Bundesministerium für Gesundheit zufolge wird nur in 55,4
Prozent der Fälle eine Reanimation durch Laien begonnen,
denn viele haben eine Scheu davor, Wiederbelebungsmaßnahmen
durchzuführen. Viele werden also erst zu spät eingeleitet.
Rettungsdienste sind in der Regel nach 8 bis 12 Minuten am
Einsatzort - auf dem Land kann es sogar noch länger dauern.
Bei Herz-Kreislauf-Stillständen zählt jedoch jede Sekunde,
weshalb das fatale Folgen haben kann.
Mit der App „Mobile Retter“ gibt es seit 2014 ein besonderes
Projekt, das zur flächendeckenden und schnellen medizinischen
Erstversorgung beiträgt. Sogenannte Mobile Retter, u.a. Rettungsdienstler,
ÄrztInnen, Feuerwehrleute, BetriebssanitäterInnen,
ArzthelferInnen und PflegerInnen, können sich registrieren
und außerhalb ihrer Arbeit bei Notfällen durch die Leitstelle des
Rettungsdienstes geortet und durch die App kontaktiert werden.
Durch ihre örtliche Nähe können sie oft schnell am Notfallort
sein und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bereits qualifizierte
lebensrettende Maßnahmen einleiten. Als Ergänzung
zum bestehenden Rettungsdienst kann das System somit für eine
schnellere und flächendeckendere Erstversorgung sorgen - was
auch Laien am Notfallort unterstützt, da sie schnell Hilfe durch
fachkundiges Personal erhalten.
Auch in der Metropolregion Hamburg – konkret im Landkreis
Harburg – gibt es das Projekt. Seit 2023 wird das Mobile Retter-
System in Zusammenarbeit mit den lokalen Hilfsorganisationen,
Feuerwehren, Krankenhäusern und weiteren Organisationen
betrieben. Derzeit engagieren sich dort 1.451 aktive Mobile
Retter, die im Durchschnitt nach 3:03 Minuten am Notfallort
eingetroffen sind. Laut Einsatzstatistiken kann ein positiver
Einfluss der Mobile Retter-Initiative belegt werden. Durch die
Helfenden entsteh ein größeres Sicherheitsgefühl der EinwohnerInnen
der Region. Vielleicht ist das sogar bald an weiteren
Orten in Hamburg möglich! Mehr unter www.mobile-retter.de
Kieferorthopädie Klostersternspangen
Jungfrauenthal 9 · 20149 Hamburg · Tel: 040/4102266
Termin vereinbaren: www.kloster-stern-spangen.de
ALSTER MAGAZIN ALS E-PAPER
Sie möchten kein Magazin verpassen? Dann jetzt unser ePaper bestellen
und Sie erhalten immer die aktuelle Ausgabe – digital, kostenlos und pünktlich!
www.magazine.hamburg/e-paper
10 JAHRE
„Gemeinsam für das Leben“
Seit 2007 gemeinsam für die Gesundheit
• Radiochirurgie - CyberKnife
•
•
Hochpräzise Strahlentherapie (IMRT/ (IMRT) VMAT)
Behandlung von chronischen Gelenkbeschwerden
(z.B. Tennis-/Golferarm, Tennis-/Golfer-Arm, Arthrose, Fersensporn - als - als Kassenleistung)
STRAHLENZENTRUM HAMBURG MVZ
cyberknife center hamburg
Langenhorner Chaussee 369 • l 22419 Hamburg
Tel.: 040 - Tel: 244040 245 80 - 244 • Fax: 245 040 8-0 - 244 l mail@szhh.de
245 869 • mail@szhh.de
www.strahlenzentrum-hamburg.de
Agnes-Karll-Allee 21 l 25337 Elmshorn
Tel: 04121 103 15-0 l info@stelm.info
www.strahlenzentrum-hamburg.de
ALSTER | 29
WINTERGÄRTEN
Ein zusätzlicher, flexibler
Lebensraum: Esszimmer, Atelier,
Yogazone oder Spielbereich – je
nach Bedarf und Lebensphase.
EIN RAUM, DER LEBENSQUALITÄT VERSPRICHT
Wer einen hat, weiß es: ein Wintergarten ist mehr als ein
lichtdurchfluteter Raum – er ist ein Stimmungsaufheller,
ein Gesundheitsbooster, ein täglicher Kurzurlaub.
Dort, wo Glas den Himmel hereinlässt und Grün das Auge
beruhigt, geschieht etwas Besonderes: Der Rhythmus verlangsamt
sich, die Atmung wird tiefer, der Kopf wird klarer.
Wintergärten,
Türen und Fenster aus
Aluminium-Profilen,
Blecharbeiten,
Geländer,
Metallbau
und Schlosserarbeiten
jeglicher Art!
Schlosserei - Metallbau
Alter Teichweg 67 • 22049 Hamburg • Tel.: 54 57 92
Fax: 54 57 51• www.ff-metallbau.de • info@ff-metallbau.de
Licht ist dabei der stärkste Verbündete. Schon wenige
zusätzliche Minuten in natürlichem Tageslicht
unterstützen die Bildung von Vitamin D, regulieren
den Schlaf-Wach-Rhythmus und können saisonale
Stimmungstiefs abfedern. Wer seinen Morgenkaffee im
Wintergarten trinkt, schenkt dem Körper einen sanften Start –
biologisch sinnvoll und emotional wohltuend.
Das helle, offene Ambiente schafft Weite im Inneren, wenn
draußen die Tage kurz und eng wirken.
Ebenso wirksam ist die Nähe zur Natur. Pflanzen im Wintergarten
filtern Schadstoffe, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und
sorgen für ein Mikroklima, das die Atemwege entlasten kann.
Der Blick ins Grün senkt nachweislich Stressmarker, die
Herzfrequenz stabilisiert sich, die Muskulatur entspannt.
Es ist die stille Psychologie der Biophilie: Wir fühlen uns
verbunden und geborgen, wenn wir Natur spüren – selbst
hinter Glas. Dazu kommt die Qualität der Zeit, die hier entsteht.
Ein Wintergarten lädt zu Ritualen ein: Lesen im Nachmittagssonnenfleck,
gemeinsames Abendessen im Dämmerlicht,
ein stiller Tee, wenn der Schnee fällt.
Solche Inseln der Achtsamkeit halten im Alltag zusammen,
sie geben dem Tag Struktur und der Seele Halt.
Am Ende ist ein Wintergarten eine Einladung: hinauszuschauen,
nach innen zu spüren und beides miteinander zu
versöhnen. Er macht die dunkle Jahreszeit heller, die kalten
Tage wärmer – und das Leben im eigenen Zuhause ein Stück
leichter. In seinem milden Licht finden Körper und Geist,
was sie im Winter am meisten brauchen: Ruhe, Klarheit und
sanfte Zuversicht.
30 | ALSTER
IMMOBILIEN
WOHNUNGSPREISE FAST ÜBERALL GESTIEGEN
Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten haben sich in den vergangenen
12 Monaten fast flächendeckend erhöht. In 71 von 80 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern verteuerten
sich Bestandswohnungen gegenüber dem Vorjahr.
Fortsetzung auf S. 32
Sorgenfrei verkaufen: Dafür sorgen wir.
Wir finden zuverlässig den passenden Käufer für Ihre Immobilie – reibungslos und
zum besten Verkaufspreis. Ihr Makler für höchste Ansprüche rund um die Alster: www.ev-alster.com
HAMBURG ALSTER
040 471 00 50 | alster@engelvoelkers.com
E+V Hamburg Immobilien GmbH | Lizenzpartner der Engel & Völkers Residential GmbH | Immobilienmakler
engelvoelkers.com/alster | Eppendorfer Baum 11 | 20249 Hamburg
ALSTER | 31
KLEINANZEIGEN/JOBS
GROSSER
OSTER-
MARKT
21. + 22. März
Osterhase, Ponyreiten
PERSONALSUCHE:
Für unser Büro am Mittelweg suchen wir ab sofort in Vollzeit eine
kompetente und freundliche
Mitarbeiterin für unseren Empfang (m/w/d).
Sie sind erste/r AnsprechpartnerIn für unsere Gäste vor Ort und am
Telefon. Sie unterstützen unser Team bei Büroarbeiten und über-
nehmen das Einladungsmanagement und die Vorbereitung für
unsere Veranstaltungsreihe „Literatursalon“ im Mikado Medienhaus.
Ganz besonders freuen wir uns auf ältere BewerberInnen, die mit
persönlichem Engagement Teil unseres kleinen Teams werden
möchten.
Ihre Kurzbewerbung geht an:
Mikado Medienhaus GmbH & Co. KG
Per Telefon: 040-82 22 72-0 (Mo.-Do. von 9:00-15:00)
Per Mail: mail@mikado-asiatica.de
IMPRESSUM
ALSTER MAGAZIN, ALSTERTAL MAGAZIN, HOME & LIFE, AEZ-
INSIDE, HAMBURG WOMAN, alles auch online kostenlos lesbar.
Verlagszentrale:
040 / 538 9 30-0
Mo.- Fr.: 9.00 bis 17.00 Uhr
Buchhaltung:
040 / 538 9 30-0
Redaktion:
040 / 538 9 30-40
E-Mail:
redaktion@alster-net.de
anzeigen@alster-net.de
Verteilung/Vertrieb:
Hamburg Lokal Zeitung GmbH,
info@hamburglokalzeitung.de
Tel: 040 / 668 939 73 oder
040 / 538 9300
Kein Magazin bekommen:
Bitte mit Adresse an:
vertrieb@alster-net.de oder
040 / 538 9300
www.magazine.hamburg
Unser kompetentes ANZEIGEN-VER-
MARKTUNGS-TEAM berät Sie gerne:
Gabriele Bergerhausen,
Tel. 040-538 930-55
g.bergerhausen@alster-net.de
Inke Block,
Tel. 0152 24 27 17 39
VerlagsvertretungHirsch_HH@web.de
Heinke Blume,
Tel. 0151 171 685 74
h.blume@falkemedia.de
Sabine Meyerrose,
Tel. 040-538 930-52
s.meyerrose@alster-net.de
Ann-Katrin Nittscher,
Tel. 040-538 930-17
a.nittscher@alster-net.de
Andreas Rohloff,
Tel. 040-538 930-51
a.rohloff@alster-net.de
Verlagsanschrift: Magazin Verlag Hamburg HMV GmbH, Barkhausenweg 11,
22339 Hamburg | Geschäftsführer: Luka Plepp (v.i.S.d.P.) | Geschäftsführer/Chefredakteur:
Kai Wehl | Redaktion: Luca Mohr, Hanna Odenwald
Produktionsleitung: Birgit Schümann-Nickelsen | Grafik: Juliane Oldhaver,
Susanne Kaps, Sandra Schorr | Titelgestaltung: Sandra Schorr | Fotos: u. a.
Adobe Stock | EDV- und DTP-Beratung: Shared IT | Druck: PerCom Druck und
Vertriebsgesellschaft mbH | Vertrieb: HamburgLokal Zeitung GmbH -
© 2026 Magazin Verlag Hamburg
Das Alster Magazin liegt in ausgewählten Unternehmen (in Eppendorf,
Winterhude, Harvestehude, Uhlenhorst, Pöseldorf, Rotherbaum,
St. Georg, Hafencity) für Sie bereit und ist kostenlos: magazine.hamburg/
sharepoints
Das nächste Alster Magazin erscheint am 10. April 2026
WOHNUNGSPREISE FAST ÜBERALL GESTIEGEN
Fortsetzung von S. 31
Im Durchschnitt zogen die Wohnungspreise in den Großstädten
um 4,0 Prozent an, in der Spitze sogar um knapp
12 Prozent, zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt, in
der die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen
(75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr
1990er-Jahre) zum jeweils 01.02.2026 und 2025 miteinander
verglichen wurden. Trotz der jüngsten Anstiege profitieren
Kaufinteressenten in vielen Großstädten nach wie vor von
niedrigeren Preisen als am bisherigen Höchststand im Sommer
2022. Zudem haben sich die finanziellen Spielräume vieler
Haushalte zuletzt angesichts gestiegener Reallöhne verbessert.
Gleichzeitig spricht wenig dafür, dass sich durch Abwarten
bessere Bedingungen ergeben:
Der Neubau bleibt deutlich hinter dem Bedarf zurück, was
für fortgesetzte Preisanstiege sorgen dürfte, und auch bei den
Bauzinsen ist kurzfristig keine Entlastung zu erwarten. „Eigentumswohnungen
haben sich in den vergangen 12 Monaten in fast
allen Großstädten verteuert“, sagt Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer
von immowelt. „Allerdings können Kaufinteressenten in
Preisverhandlungen nach wie vor spürbare Nachlässe erzielen.
Vor allem abseits der teuren Metropolen eröffnen sich dadurch
weiterhin gute Möglichkeiten für den Immobilienkauf.“
Moderate Anstiege in Metropolen
In den hochpreisigen Metropolen liegen die Preise von
Bestandswohnungen aktuell zumeist leicht über dem Vorjahresniveau.
München, die mit Abstand teuerste deutsche Großstadt,
verzeichnete binnen 12 Monaten einen Anstieg von 2,7 Prozent
auf 8.165 Euro pro Quadratmeter.
Etwas stärker legten hingegen die Wohnungspreise in Hamburg
(+4,5 Prozent auf 6.017 Euro), Frankfurt (+2,9 Prozent
auf 5.568 Euro) und Köln (+3,8 Prozent auf 4.869 Euro) zu.
Größere Preissprünge bleiben in den bevölkerungsreichsten
Städten angesichts des ohnehin sehr hohen Preisniveaus aber
32 | ALSTER
IMMOBILIEN
© Germania-Luxaaex
Lichtsteuerung mit Jalousien Rollos
Plissees
Lamellen
Jalousien
Vorhänge
Insektenschutz
Hoheluftchaussee 30 Mundsburger Damm 54
20253 Hamburg 22087 Hamburg
Tel.: 040 / 42 32 32 15 • post@aktuellrollo.de
Mo.-Fr. 10-18 Uhr, jeden 1.+3. Sa. im Monat 10-14 Uhr
IMMOBILIENANGEBOT:
Wohn-Büro in gepflegter Altbauvilla in der Rothenbaumchaussee
im Herzen von Harvestehude
Vier Zimmer mit Duschbad mit Waschmaschinenanschluss und
Gäste-WC geeignet für Praxis, Büro, Atelier oder Showroom; Einbauschränke
und voll ausgestattete Einbauküche ca. 110 qm; Miete
EUR 2.000; BK/HK EUR 380 pro Monat; Kaution EUR 6.000
Mikado Medienhaus GmbH & Co. KG
Per Telefon: 040-82 22 72-0 (Mo.-Do. von 9:00-15:00)
Per Mail: mail@mikado-asiatica.de
weiterhin aus. Eine Sonderrolle unter den Metropolen nimmt
Berlin ein, wo eine spürbare Erholung des Immobilienmarkts
nach wie vor auf sich warten lässt. Im Vergleich zum Vorjahr
gaben die Angebotspreise in der Hauptstadt sogar um 1,0 Prozent
nach und liegen derzeit bei 4.819 Euro pro Quadratmeter.
Dynamischer als in den Metropolen verlief die Entwicklung in
mehreren kleineren Großstädten.
Am stärksten verteuerten sich Bestandswohnungen in Göttingen
mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 3.261 Euro pro Quadratmeter.
Dahinter folgen Bergisch Gladbach (11,2 Prozent),
Mannheim (+9,9 Prozent), Ulm (+8,9 Prozent) und Rostock
(+8,3 Prozent). Insgesamt verzeichneten 29 Großstädte
Zuwächse von mehr als 5 Prozent. Die Preisentwicklung bei
Eigentumswohnungen dürfte auch mit der angespannten Situation
auf den großstädtischen Mietmärkten zusammenhängen.
So sorgen die deutlichen Mietanstiege in vielen Städten für
ein verstärktes Interesse an einer eigenen Wohnung, was die
Kaufpreise anziehen lässt.
Preisrückgänge schwächen sich ab
Sinkende Preise blieben in den vergangenen 12 Monaten dagegen
die Ausnahme. Lediglich in 9 der 80 Großstädte wurden
Bestandswohnungen günstiger. Die maximalen Abschläge fielen
dabei deutlich geringer aus als in den 12 Monaten zuvor. Während
zwischen Februar 2024 und 2025 noch Preisrückgänge
von bis zu 7,2 Prozent zu beobachten waren, lagen die Verluste
in den letzten 12 Monaten bei maximal 2,6 Prozent. Das unterstreicht
die zunehmende Stabilisierung des Marktes.
Berechnungsgrundlage
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf
immowelt.de inserierte Angebote in den 80 deutschen Großstädten.
Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte
geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75
Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre)
zum 01.02.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum
01.02.2025 wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine
Abschlusspreise.
Stilvoller Altbauklassiker im Herzen
der Stadt – Vermietetes Investment
St. Georg – Repräsentative Anlageimmobilie mit Gründerzeitfassade
und klassischen Stuckornamenten, hochwertiges
Eichenparkett, Bj. 1912, kernsaniert in 2013, 3,5 Zimmer, ca.
109,08 m² Wohnfl., 2. OG, unmittelbare Alsternähe, Lift, V,
79,30 kWh/(m²a), Fernwärme, Kl. C, Faktor 29, KP: 850.000,-
zzgl. 3,57 % Käuferprovision inkl. MwSt.
DAHLER Alster-Ost
Inh.: K&V Immobilien GmbH & Co. KG
T 040 87 87 87 0
E alster-ost@dahler.com
dahler.com/alster-ost
ALSTER | 33
WHAT‘S UP IN
TOWN?
Künstlerin Manuela Rathje
und Schauspielerin Nina Petri (r.)
Prof. Dr. Stefan Rutkowksi (Kinder-Hämatologie und
-Onkologie) und Catwalklegende Jorge González (r.)
Anlässlich ihres 50. Jubiläums lud die Fördergemeinschaft
Kinderkrebs-Zentrum
Hamburg e.V. – „Knack den Krebs“ –
Spender, Unterstützer, Wegbegleiter aus
Wirtschaft und Politik zu einem besonderen
Abend in das Miniatur Wunderland ein.
Vor 50 Jahren wurde der gemeinnützige
Verein von betroffenen Eltern gegründet
und unterstützt seitdem das Kinderkrebs-
Zentrum Hamburg am Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf (UKE). Die
Aufgabe damals wie heute: Mit Spendengeldern
wird die Patientenversorgung verbessert
und die gezielte Erforschung von
Krebs im Kindesalter ermöglicht. Mehr
Infos auf www.kinderkrebs-hamburg.de
und www.alster-aktuell.de (zum Abend).
Moderator Jörg Pilawa, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher
und Gastgeber Dr. Holger Iversen (Vorstand Knack den Krebs, v.l.)
50 JAHRE HILFE
Auf seiner frühen Amerika-Reise
entdeckte er in San Francisco das
cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.
Spitzenkoch Brian Boysen
und Moderatorin Nova Meierhenrich
© Stephan Wallocha
© Knack den Krebs - Förderverein Hamburg e.V.
Gastgeberin und Stifterin Hannelore Lay (l.)
mit Rosita Hagenbeck
„The Madison”-Inhaberin Marlis Head und
Dressurhallen-Betreiber Klaus Gerresheim
Michael Otremba, CEO Hamburg
Tourismus, mit Ehefrau Claudia
Schauspielerin Andrea Lüdke, Chefredakteur Kai
Wehl und PR- und Eventprofi Claudia Schulz (v.l.)
NEUJAHRSEMPFANG
Unter dem Motto „Zukunft gestalten – Glück erleben“ begrüßte Hannelore
Lay, Vorsitzende der Stiftung Kinderjahre, rund 240 Gäste in der Dressurhalle
by Gerresheim zum Neujahrsempfang ihrer Stiftung. Traditionell eine gute
Gelegenheit, dankbar auf erfolgreiche Projekte zurückzublicken, die aufgrund
großzügiger Spenden für Kinder und Jugendliche in der Hansestadt realisiert
werden konnten. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn – auf die gemeinsame
Vision, jungen Menschen Chancen zu eröffnen und ihnen eine bessere Zukunft
zu ermöglichen. „Was Kinder brauchen, sind Menschen, die an sie glauben, ihnen
Mut machen und Räume öffnen. Unsere Themen sind keine bloßen Worte, sondern
Werkzeuge, um ein Versprechen einzulösen – an die Kinder und an unsere
Gesellschaft“, erklärte Hannelore Lay. Mehr Infos: www.stiftung-kinderjahre.de
34 | ALSTER
NEUE
KUNDEN
GEWINNEN
INSPIRATIONEN
FÜR HAMBURG
Die 2026er-Ausgabe unseres Schwester-Magazins HOME & LIFE erscheint am 17. April.
Voller Tipps und Anregungen sowie Topadressen rund um Haus und Garten. Das Magazin bietet Unternehmen
aus diesem Bereich eine fantastische Möglichkeit, unsere treuen Leser*innen als neue Kundschaft zu gewinnen.
Sie möchten in die Ausgabe 2025 schauen - kein Problem, es gibt das HOME & LIFE auch online:
Einfach den QR-Code scannen oder unter www.magazine.hamburg auf das Cover klicken!
Jetzt Ihre Anzeige schalten unter: 040-538 93 00.
HOME & LIFE kommt aus dem Hause des ALSTER MAGAZINS.