4. März 2026
- Neuer Businessplan für die MCG präsentiert - Elke Kahr und Klaudia Klimt-Weithaler über die Situation von Frauen - Neue Caritas-Wohngruppe MiLa für junge Menschen
- Neuer Businessplan für die MCG präsentiert
- Elke Kahr und Klaudia Klimt-Weithaler über die Situation von Frauen
- Neue Caritas-Wohngruppe MiLa für junge Menschen
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Grazer4. MÄRZ 2026, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
13°
Vorwiegend
bewölkt,
zeitweise auch
Sonnenschein.
Die Temperaturen
in Graz liegen morgen Donnerstag
zwischen 3 und 13 Grad.
Mut machen
Elke Kahr und Klaudia Klimt-Weithaler
sprachen über die Situation von Frauen,
Maßnahmen & Verbesserungen . 4
Hoffnung geben
Die neue Caritas-Wohngruppe MiLa
schenkt jungen Menschen Geborgenheit
und Sicherheit. 5
MCG zündet den
Turbo für Graz
MCG, KPÖ, CARITAS/STREIF
Neuer Businessplan. Mit 25 Millionen Euro für die neue Steiermarkhalle und einer Umsatzverdoppelung bis 2035 festigt die MCG Graz ihre Rolle
als Wirtschaftsmotor. Die neue Strategie soll langfristig die regionale Wertschöpfung von jährlich 100 Millionen Euro sichern und ausbauen. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 4. MÄRZ 2026
Businessplan für die MCG präsentiert:
Neue Halle und
Stadtrat Manfred
Eber(l.) und MCG-
Geschäftsführer
Martin Ullrich
haben durchaus
Großes vor: neben
dem Bau einer
neuen „Steiermarkhalle“
sollen
Umsatz und Deckungsbeitrag
bis
2035 verdoppelt
werden. STADT GRAZ/FOTO
FISCHER
große Visionen
EHRGEIZIG. Mit einem neuen Businessplan will MCG-Boss Martin Ullrich den Standort Graz
international wettbewerbsfähiger machen. Das Ziel: Eine Verdoppelung des Umsatzes und ein
massiver Ausbau des Kongresswesens.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Es ist ein ambitioniertes
Papier, das die MCG am
heutigen Mittwoch der Öffentlichkeit
präsentierte. Bis zum
Jahr 2035 soll das Unternehmen
nicht nur wirtschaftlich auf gesunden
Beinen stehen, sondern
auch den Umsatz verdoppeln,
die regionale Wertschöpfung
für die Steiermark massiv steigern.
Aktuell generiert die Messe
rund 100 Millionen Euro jährlich
für die Region – ein Niveau,
das durch gezielte Investitionen
deutlich übertroffen werden soll.
25 Millionen Euro
Das Herzstück der Strategie ist
der Ausbau der Infrastruktur.
Rund 25 Millionen Euro sollen
in die Erweiterung des Kongresszentrums,
die sogenannte
„Steiermarkhalle“, fließen.
Kalkül hinter diesem Schritt:
Kongressgäste sind lukrativ. Mit
durchschnittlichen Tagesausgaben
von 530 Euro pro Kopf
lassen sie deutlich mehr Geld in
der Stadt als klassische Messetouristen.
Die Erweiterung soll
jährlich rund 132.000 zusätzliche
Besucher nach Graz locken.
Trotz der Investitionen steht die
Konsolidierung im Fokus. Durch
eine Umschuldung bestehender
Verbindlichkeiten in der Höhe
von 20 Millionen Euro (Laufzeit
bis 2050) verschafft sich die MCG
Luft für operative Verbesserungen.
Ab 2032 will das Unternehmen
dauerhaft einen positiven Cashflow
erwirtschaften.
„Wir investieren dort, wo die
größte Wertschöpfung entsteht“,
betont MCG-Geschäftsführer
Martin Ullrich. „Unser Anspruch
ist es, den Standort wirtschaftlich
nachhaltig zu stabilisieren und
gleichzeitig gezielt weiterzuentwickeln
und schaffen mit einer
fokussierten Portfolio-Strategie
die Grundlage für langfristige
Wettbewerbsfähigkeit. Dabei
geht es nicht nur um Wachstum,
sondern um Qualität, wirtschaftliche
Resilienz und eine starke
Positionierung im internationalen
Kongress- und Messeumfeld.“
Neuer Name gesucht
Auch inhaltlich wird kräftig um-
gerührt. Während im Messebereich
zunächst bestehende Formate
gestärkt werden, ist ab 2027
der Relaunch pausierter Messen
geplant. Zwei Jahre später sollen
völlig neue Veranstaltungsformate
folgen. Um die Einnahmen zu
diversifizieren, setzt man zudem
auf unkonventionelle Wege: Die
MCG wird künftig selbst Veranstaltungstechnik
verkaufen. Zudem
wird ein zahlungskräftiger
Namenssponsor für die Stadthalle
gesucht.
Beteiligungsstadtrat Manfred
Eber (KPÖ) signalisierte bereits
seine Unterstützung: „Die Stadt
hat die nötigen Mittel freigegeben
und vertraut darauf, dass
die MCG als „Wirtschaftsförderer
und Freizeitmotor“ gestärkt aus
diesem Prozess hervorgeht.“
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr
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4 graz
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Elke Kahr:
„Es ist unsere Aufgabe, den
Frauen Mut zu machen“
Bürgermeisterin und Frauenstadträtin Elke Kahr und KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler luden heute zu einem Pressegespräch. KPÖ (2)
GESPRÄCH. Elke Kahr
und Claudia Klimt-
Weithaler sprachen
heute über die Situation
von Frauen in Graz.
Von Linda Steurer
redaktion@grazer.at
Bürgermeisterin und Frauenstadträtin
Elke Kahr
und KPÖ-Klubobfrau
Claudia Klimt-Weithaler luden
heute zu einem Pressegespräch
zum Thema „Die soziale
Lage von Frauen“. Dabei sprachen
sie über die Situation von
Frauen in Graz und der Steiermark
sowie über Maßnahmen,
mit denen Verbesserungen erreicht
werden könnten.
Kritik
Klimt-Weithaler übte Kritik an
der Landesregierung und bemängelte
den Mangel an frauenpolitischen
Maßnahmen.
Sie verwies auf verschiedene
Kürzungen, unter anderem bei
der Caritas (Diwan), der Fachstelle
für Burschenarbeit oder
der Antidiskriminierungsstelle.
Zudem stellten beide Poli-
tikerinnen klar, dass die KPÖ
eine Wehrpflicht von Frauen
ablehnt: „Solange Frauen nicht
gleichgestellt sind, brauchen
wir nicht über neue Pflichten
reden“, betonte Klimt-Weithaler.
Stadt Graz
„Die Stadt Graz kompensiert
viel von dem, wo Land und
Bund versagen“, erwähnte Bürgermeisterin
Kahr. Als Beispiele
nannte sie die SozialCard,
den Graz-Hilft-Fonds und die
Arbeit für leistbaren Wohnraum.
„Jede Frau, die in eine Situation
kommt, in der sie von heute
auf morgen eine Wohnung
braucht, bekommt in Graz
eine“, erklärte sie.
„Es ist unsere Aufgabe, den
Frauen Mut zu machen und Solidarität
zu stärken. Errungenschaften
für Frauen konnten
auch in der Vergangenheit nur
gemeinsam erreicht werden“,
so die Bürgermeisterin.
„Wenn wir für gleiche Rechte
und Bedingungen für Frauen
kämpfen, meinen wir alle Frauen,
egal, welchen politischen
Hintergrund und welche Herkunft
sie haben“, fügte sie hinzu.
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4. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 5
Wohngruppe MiLa eröffnet
MITEINANDER LACHEN. Die neue Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Caritas in Graz-
Eggenberg wurde Anfang März eröffnet. Der Name „MiLa“ soll Programm sein.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Der Name MiLa steht kurz
für „Miteinander Lachen“
- der Name soll in
der neu eröffneten Wohngruppe
Programm sein. „Lachen
sendet eine positive Botschaft,
und wir setzen uns gemeinsam
für eine positive Zukunft
von Kindern ein, die aus einer
schwierigen Situation heraus
ein neues Zuhause finden sollen“,
so Caritasdirektorin Nora
Tödtling-Musenbichler.
Unterstützung
Die Wohngruppe bietet Platz
für bis zu neun Kinder und Jugendliche
zwischen fünf und
15 Jahren, die mit herausfordernden
Situationen konfrontiert
sind und deswegen nicht
zu Hause aufwachsen können.
Das Ziel der Wohngruppe MiLa
ist es, den Kindern und Jugendlichen
ein Zuhause zu geben, welches
sie bei ihrer Entwicklung
bestmöglich unterstützt.
„Unsere Zeit ist stark von
Ängsten und Krisen geprägt,
Kinder sind dann oft die Leidtragenden,
wenn Familien unter
Druck geraten und den Eltern
die Situation aus den Händen
gleitet. Wir möchten dafür sorgen,
dass diese Kinder einen geschützten
Raum finden und sich
in Sicherheit und Geborgenheit
gut entwickeln können“, erklärt
Tödtling-Musenbichler.
Um dies zu ermöglichen, sorgt
ein Team aus Sozialpädagogen
rund um die Uhr dafür, dass sich
Kinder und Jugendliche gesehen,
aufgenommen und sicher
fühlen können.
Ein Team mit Fachwissen und warmherziger Haltung sorgt dafür, dass Kinder
und Jugendliche einen sicheren Platz bekommen.
CARITAS/STREIF
Zukunft in einem Job mit Sinn
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Städte und Regionen müssen ihre Mobilität auf die umweltfreundliche Schiene verlagern.
SIEMENS
Straßenbahnen, U-Bahnen,
Intercity-Züge, Highspeed-Züge,
Lokomotiven
und die dazu gehörige Leittechnik
tragen wesentlich dazu bei,
die CO 2
-Emissionen von Metropolen
rund um den Globus
zu minimieren und die Umwelt
zu schützen. Als führender Anbieter
im Bereich nachhaltiger
Mobilitätslösungen hat es sich
Siemens Mobility zur Aufgabe
gemacht, mehr Menschen und
Güter auf die Schiene zu bringen.
Gerade das Weltkompetenzzentrum
für Zug-Fahrwerke
in Graz liefert täglich wichtige
Beiträge für leistungsfähige,
innovative und wirtschaftliche
Schienenfahrzeuge.
„Eine Lehre in diesem Unternehmen
bietet somit die Möglichkeit,
aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz
zu leisten und dabei
die eigene berufliche Zukunft zu
sichern. Mit insgesamt 18 Ausbildungsberufen
und verschiedenen
Ausbildungskonzepten gibt
es ein breites Spektrum an technischen
und kaufmännischen
Karrierewegen“, ist man sich
unter den Auszubildenden einig.
Theorie trifft Praxis
Am Standort Graz werden beispielsweise
die Lehrberufe
Elektrotechnik, Metalltechnik-Schweißtechnik
und Mechatronik
ausgebildet. Das Lehrkonzept
setzt hierbei auf Innovation,
Vielfalt und individuelle Förderung.
Was die Lehrlinge besonders
schätzen: „Durch die enge
Verknüpfung von Theorie und
Praxis können wir schon während
der Ausbildung aktiv an der
Produktion mitarbeiten und
lernen, Verantwortung zu
übernehmen.“ Zudem werden
in der Steiermark zwei
hochmoderne Trainingscenter
betrieben. Eines
davon ist speziell auf die
nachhaltige Schienenfahrzeugindustrie
ausgerichtet,
das andere legt Schwerpunkte
auf Elektrifizierung, Automatisierung
und Digitalisierung.
Ganzheitliche Förderung
Was die Nachwuchskräfte besonders
attraktiv finden: „Wir
erhalten hier eine fundierte Berufsvorbereitung
und einige weitere
Vorteile: Der Fokus liegt auf
der ganzheitlichen Förderung
der persönlichen und beruflichen
Entwicklung der Fachkräfte
von morgen. Das reicht von einem
attraktiven Gehalt und vergünstigtem
Mittagessen in den
Siemens-Mitarbeiterrestaurants
bis hin zu Prämien bei besonderen
Lehrabschlusserfolgen und
freien Fenstertagen. Je nach
Ausbildungsrichtung erhalten wir
Zugang zu persönlichen und digitalen
Seminaren, die fachliche
und persönliche Kompetenzen
stärken. Durch vielfältige Events
tauchen wir von Anfang an in
die Unternehmenskultur ein
und erfahren vom ersten Tag an
ein wertschätzendes Umfeld.“
6 graz
www.grazer.at 4. MÄRZ 2026
Weltfrauentag 8. März
Angela Kramer übernimmt die HR-
Agenden bei Merkur. MERKUR VERSICHERUNG
Neue HR-Chefin
bei Merkur
■ Seit Anfang März hat die
Merkur Versicherung eine neue
Personalchefin. Angela Kramer
übernimmt die Leitung Human
Resources der Merkur Gruppe
und wird damit die strategische
und operative Gesamtverantwortung
für alle Personalagenden
tragen. „Mit Angela Kramer
gewinnen wir eine erfahrene
HR-Expertin mit ausgeprägter
strategischer Kompetenz und
internationaler Führungserfahrung“,
so Vorstandsdirektor
Christian Kladiva.
Das Mandat von Joachim Schönbeck
wurde verlängert. ANDRITZ AG
Vertrag wurde
verlängert
■ Der Aufsichtsrat der Andritz-
Gruppe hat einstimmig einer
Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden
Joachim
Schönbeck zugestimmt. Das
derzeitige Mandat wurde um
weitere fünf Jahre bis April 2032
verlängert. „Der Aufsichtsrat
hat volles Vertrauen in die Führungsqualitäten
von Joachim
Schönbeck, der nachhaltiges
Wachstum mit einer weiteren
Verbesserung der Profitabilität
verbindet“, sagt Wolfgang Leitner,
Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Von der Teilzeit in
die Altersarmut
Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, dass kann fatale Auswirkungen auf ihre Finanzen in der Pension haben. GETTY, CHRIS ZENZ
JOBS. Anlässlich des
Weltfrauentages hat
das AMS Steiermark
einen Blick auf die
Frauen am steirischen
Arbeitsmarkt geworfen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Am 8. März ist Weltfrauentag.
Das AMS Steiermark
nimmt den Tag zum Anlass,
einen genaueren Blick auf
Frauen am steirischen Arbeitsmarkt
zu werfen.
Besonders stark zeigen sich
die Unterschiede zwischen Männern
und Frauen bei bestimmten
Indikatoren wie die Teilhabe
an Beschäftigung, Ausbildung,
Geschlechterverteilung bei Hierarchie
und Branchen sowie
bei dem sogenannten Gender
Pay Gap, den Einkommensunterschieden
zwischen Männern
und Frauen.
Zahlen
Insgesamt waren 2025 50.459
Frauen in der Steiermark zumindest
einen Tag von Arbeitslosigkeit
betroffen. Das sind um 1258 mehr
als noch 2024. Damit stieg die Arbeitslosenquote
im vergangenen
Jahr auf 6,1 Prozent.
Zeitgleich stieg aber auch die
Zahl der unselbständig beschäftigten
Frauen. Im Schnitt waren
254.016 Frauen unselbständig beschäftigt.
Die Frauenquote der un-
selbständig beschäftigten Frauen
lag damit bei 46,7 Prozent. Somit
ist fast jede zweite unselbständig
beschäftigte Person eine Frau.
Armutsfalle
Eine Zahl, die jedoch
zum Nachdenken anregen
sollte. Die Teilzeitquote
bei Frauen
erreicht mit 55 Prozent
einen neuen Höchststand.
Die Folgen davon
sind gravierend und haben direkte
Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse
der Frauen. So sind Teilzeitbeschäftigte
kaum in der Lage,
die Kosten für ihre Lebensführung
zu decken.
Aber auch langfristig tappen
Frauen in die Teilzeitfalle. Denn
dies wirkt sich direkt auf die Existenzsicherung
in der Pension aus.
„Der Unterschied zwischen
Frauen- und Männerpensionen
betrug 2025 39,7 Prozent. In etwa
1000 Euro pro Monat haben Frauen
in der Pension weniger als Männer.
Das AMS Steiermark wird nicht
müde, über die Auswirkungen von
Teilzeitarbeit zu informieren. Sind
jedoch Kinderbetreuungs- und
Pflegeplätze Mangelware bzw. mit
hohen Kosten verbunden, dann
haben Frauen keine reale Entscheidungsfreiheit“,
zeigt die stellvertretende
Landesgeschäftsführerin des
AMS Steiermark Yvonne Popper-
Pieber die Probleme auf. Und sie
ergänzt: „Wenn Bürgermeister entscheiden,
ob Frauen arbeiten gehen
können, dann entscheiden sie
nicht nur über den Wohlstand von
Familien in ihrer Gemeinde. Sie
entscheiden über die Altersarmut
von Frauen, die Entwicklung der
Gemeinden – über Zuzug oder
Abwanderung! Bei Frauenarbeit
geht es schon
lange nicht mehr um
`Selbstverwirklichung`
oder ‚Aufbesserung
des Familieneinkommens‘.
Es geht um Existenzsicherung
– für
die Frauen, die Familien,
für die Gemeinden
und Unternehmen.“
Qualifizierung
Ein wirksames Gegenmittel, bei
dem auch das AMS helfen kann,
die Chancen am Arbeitsmarkt zu
erhöhen sind Qualifizierungen
und hier vor allem in Berufsfeldern
mit hoher Nachfrage, guten Einkommen-
und Aufstiegschancen
und geringen Risiko von Arbeitslosigkeit
betroffen zu sein. 4576
Frauen haben im Jahresschnitt
Aus- und Weiterbildungsangebote
des AMS an. Die Maßnahmen
schlagen zudem die berühmten
zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits
sichert es die Zukunft der
Frauen ab, andererseits gelingt es
so, den Fachkräftemangel in den
Unternehmen zu mildern.
Zu einer der erfolgreichsten
Maßnahmen gehört das vom AMS
geförderte Ausbildungsformat der
Arbeitsplatznahen Qualifizierung.
Hier wird passgenau und effizient
in enger Kooperation mit dem
künftigen Arbeitgeber ausgebildet.
2025 nahmen 780 Frauen diese
Ausbildungvariante in Anspruch.
Yvonne Popper-Pieber
4. MÄRZ 2026 www.grazer.at
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Blödes Zurückreden
Jetzt werden sie vermehrt
mit ihren E-Fahrrädern und
Motorrollern herumdüsen
und blöd zurückreden, wenn
man was sagt.
Gerd Edgar
* * *
Antwort an
Gerd Edgar
Dann red sie halt nicht blöd
an. Dann werden sie auch
nichts sagen.
Hans Reiter
* * *
Enten sind
im Nachteil
Die armen Enten!
* * *
Tho Ri
Eigenständiges Malen
Also malt jemand illegal einen
Radstreifen auf die Fahrbahn,
der anschließend auf
Kosten der Allgemeinheit
entfernt werden muss – und
Schwentner wertet das offenbar
sofort als politischen
Handlungsauftrag.
Würde ebenso rasch reagiert
werden, wenn jemand eigenmächtig
Parkplätze oder eine
Fußgängerzone auf die Straße
malen würde? Fraglich.
Genau das zeigt jedoch, wo
die Prioritäten liegen und in
welche ideologische Richtung
die Verkehrspolitik tendiert.
Bemerkenswert ist zudem,
dass Schwentner ihr
eigenes Kernklientel
nun ausdrücklich
um
Rücksicht ersuchen
muss.
Auch das ist
durchaus bezeichnend.
Christian Jany
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Unfälle
werden steigen
Viele werden sich nicht an
die Zeiten halten und da sind
Unfälle vorprogrammiert.
Andrea Kallinger
Neue Rad-
Ausweichroute
Beim Hillmteich wurde eine
provisorische Rad-Ausweichroute
eingerichtet. Diese ist während
der Bauarbeiten täglich von
21 bis 9 Uhr befahrbar und wurde
zusätzlich beleuchtet, um die Sicherheit
zu erhöhen. Radfahrer
werden von der Stadt Graz darum
gebeten, langsamer zu fahren und
besonders auf Fußgänger Rücksicht
zu nehmen.
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www.grazer.at 4. MÄRZ 2026
Zwei Halbe werden ein Ganzer
LAUFSPORT. Der Koralmbahn sei Dank: aus den Halbmarathons am Wörthersee und in Graz wird
heuer der neue „Area Süd Marathon“ - inklusive Startnummernabholung am Renntag im Zug.
Organisator Michael Kummerer am Grazer Hauptbahnhof mit „Area Süd
Marathon“-Testimonial und Österreichs Rekordhalterin Julia Mayer. GEPA
Verschmuster
Bud sucht Heim Grazer
Pfoten
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Lob kommt aus berufenem
Munde. „Eine richtig coole
Sache ist der Area Süd
Marathon“, sagt Julia Mayer,
österreichische Rekordhalterin
auf der klassischen Distanz
über 42,195 Kilometer. „Weil
Stillstand für uns Rückschritt
ist, haben wir uns wieder etwas
Neues überlegt“, erklärt Michael
Kummerer, mit seinem
Team Veranstalter von „Kärnten
läuft“ am 30. August und
vom Graz-Marathon am 11.
Oktober. bei dem neuen Event
werden die Zeiten der beiden
Halbmarathon-Bewerbe
addiert und in einer eigenen
Wertung aufgelistet. „Uns war
schnell klar, dass wird den neuen
Wirtschaftsraum, der durch
die Koralmbahn entstanden ist,
nutzen wollen“, sagt Kummerer.
Und so geht es von Graz in
knapp einer Stunde bis nach
Velden, wo der Start zu Kärnten
läuft erfolgt. Stolz ist Kummerer
auch auf eine besondere Novität:
„Wer am Renntag mit dem
Zug um 7.03 Uhr von Graz zum
Start fährt, kann die Startnummer
direkt im Zug abholen.“
Mit dem neuen Marathon wolle
man Halbmarathon-Läufern
die Möglichkeit bieten, aus
zwei Halben einen Ganzen zu
machen.
Julia Mayer wird bei beiden
Rennen am Start stehen.
„Kärnten ist nach meinem Sieg
2021 Pflicht und Graz seit 2025
der schnellste Halbmarathon
Österreichs“, sagt die 33-Jährige
die ab sofort alles dem Ziel
Olympia 2028 unterordnet.
Um in das Tierschutzheim
zu
gelangen, wurde
ein Fenster
aufgebrochen.
ARCHE NOAH
Bud ist neugierig und freut sich, die Welt zu entdecken.
Bud ist zwar etwas schüchtern,
besitzt jedoch ein
sanftes und liebevolles Herz
und sehnt sich nach einer - 6 Jahre
schweren Zeit nach Geborgenheit
und Sicherheit. Mit etwas - verspielt
- männlich
Geduld zeigt er seine treue,
verschmuste Seite und freut
sich über ein ländliches, ruhiges
Zuhause und über eine
Bezugsperson, die ihm viele
Kuscheleinheiten schenkt.
Kontakt: Arche Noah
www.aktivertierschutz.at
Tel. 0676 84 24 17 437
ARCHE NOAH
Einbruch in Arche Noah
■ In der Nacht von gestern auf
heute wurde im Tierschutzheim
Arche Noah eingebrochen.
Besonders alarmierend: Ziel
des Einbruchs war nicht die übliche
„Beute“ wie Geld, technische
Geräte oder Wertgegenstände,
sondern die Buchhaltung des
Vereins. Das Wichtigste: Den
Tieren wurde zum Glück kein
Schaden zugefügt und alle sind
wohlauf.
„Wir sind fassungslos. Wie
kommt man auf die Idee, in ein
Tierheim einzubrechen – in einen
Ort, an dem Tag und Nacht
für Tiere in Not gearbeitet wird?“,
so die Arche Noah.
Die Polizei wurde umgehend
verständigt. Nach derzeitigem
Stand wurden keine Wertsachen,
Computer oder Geld entwendet.
Ob Unterlagen fehlen oder etwaige
Inhalte abfotografiert wurden,
ist bis dato noch unbekannt. Alle
Hinweise sind erbeten und können
direkt bei der Polizei eingebracht
werden.
4. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 9
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Kollision zweier
Radfahrer
■ Am Dienstagabend wurden
bei dem Zusammenstoß zweier
Fahrradfahrer beide Lenker
verletzt. In der Eggenberger-
Straße kam es gegen 19:15 Uhr
auf einem Geh- und Radweg zu
einer Kollision. Ein 52-jähriger
Wiener wollte einen langsam
fahrenden Radfahrer überholen
und stieß dabei mit einer
25-jährigen Grazerin zusammen,
welche gerade mit ihrem
Rennrad entgegen kam. Die
beiden Personen stürzten, wobei
die Frau leichte Verletzungen
erlitt, während der Mann
sich schwer verletzte. Die beiden
wurden in das LKH Graz
eingeliefert. Die Polizei bittet
Zeugen nun, sich unter 059133-
Die Berufsfeuerwehr Graz hat heute einen Trafobrand in der Sandgasse gelöscht.
4 Fahrzeuge und 17 Personen waren im Einsatz.
BERUFSFEUERWEHR GRAZ
65-4110 mit Hinweisen zu melden.
E-Bike-Unfall mit
Fahrerflucht
■ Am Dienstagnachmittag
wurde eine 67-jährige E-Bike-
Fahrerin bei einem Verkehrsunfall
verletzt und ins UKH Graz
geführt. Die Frau war auf der
B7 unterwegs, wo sie im Kreuzungsbereich
mit der Dorfstraße
von einem schwarzen BMW-
SUV am Vorderrad erfasst wur-
de, stürzte und Verletzungen
unbestimmten Grades erlitt. Der
Lenker beging Fahrerflucht, die
Fahndung verlief bislang erfolglos.
Die Polizeiinspektion Unterpremstätten
bittet um Hinweise
unter 059133-60-6164.
Brand verletzt
Techniker
■ In der Sandgasse gab es Mittwochfrüh
einen Trafobrand. In
einer Hochspannungsanlage
kam es während Wartungsarbeiten
plötzlich zu einem starken
Lichtbogen, welcher zwei Techniker
unbestimmten Grades
verletzt hat. Die beiden Verletzen
wurden vom Rettungsdienst
versorgt und anschließend ins
LKH gebracht. Der Brand wurde
von der FF Graz gelöscht,
die Anlage stromlos geschalten
und der Traforaum gelüftet. Die
Aufzüge wurden in den naheliegenden
Gebäuden aufgrund
der Stromabschaltung kontrolliert.
Zwei Verdächtige
festgenommen
■ Nach einem versuchten Raub
auf einen 18-Jährigen in Eggenberg
am 4.Februar 2026 wurden
zwei Tatverdächtige ausgeforscht
und anschließend festgenommen.
Bei der Tat wurde
das Opfer leicht verletzt. Die
Täter attackierten das Opfer mit
einem Pfefferspray und Gewalt,
allerdings flüchteten sie ohne
eine Beute. Beide Tatverdächtigen
befinden sich nun der Justizanstalt
Graz-Jakomini.
Hohe Auszeichnung für Graz
ANERKENNUNG. Die Menschenrechtsstadt Graz wurde mit dem renommierten ECCAR-Award
ausgezeichnet. Eine besondere Ehre zum 25. Jubiläum als Menschenrechtsstadt.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Im Rahmen eines feierlichen
Empfangs im Rathaus übergab
Benedetto Zacchiroli,
Präsident der Europäischen
Städtekoalition gegen Rassismus
(ECCAR), den Preis an
Bürgermeisterin Elke Kahr. Die
Auszeichnung würdigt ein Instrument,
das in Graz bereits seit
2007 Tradition hat: das menschenrechtliche
Wahlkampfmonitoring.
Faire Politik
Kern des prämierten Projekts ist
ein Bewertungssystem, das Wahlkampagnen
kritisch unter die
Lupe nimmt. Experten analysieren
Materialien aus rechtlicher,
soziologischer und sprachlicher
Sicht. Eine „Ampel“ signalisiert
dabei die Qualität des Diskur-
ses: Während Grün für Inklusion
steht, mahnt Rot bei Diskriminierung
oder Menschenrechtsverletzungen.
Das Ziel ist eine „verbale
Abrüstung“ und die Sicherung eines
sachlichen Klimas – auch im
Hinblick auf die kommende Gemeinderatswahl
am 28. Juni 2026.
„Europa braucht Städte wie
Graz“, betonte Zacchiroli bei der
Übergabe. Das Monitoring sei ein
wirksames Mittel gegen jene Politik,
die bewusst auf Ausgrenzung
setzt, um Stimmen zu gewinnen.
Graz, Gründungsmitglied
des ECCAR-Netzwerks, festigt
damit seinen Ruf als internationaler
Vorreiter. Bürgermeisterin
Elke Kahr sieht den Preis als Bestätigung
für den eingeschlagenen
Weg: „Das Monitoring ist ein
Instrument der Selbstdisziplinierung,
damit eine Wahlauseinandersetzung
niemanden diskriminiert.“
ECCAR-Präsident Benedetto Zacchiroli überreicht Bürgermeisterin Elke
Kahr den Award für Menschenrechte.
STADT GRAZ/FISCHER
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graz
10 www.grazer.at 4. MÄRZ 2026
Ausblick
Was am Donnerstag
in Graz wichtig ist
■ Graz wird ab dem morgigen Donnerstag wieder zur Graz Bühne
für Gegenwartskultur: Das diesjährige Elevate Festival wird mit Seyda
Kurt und Martin Moder in der Helmut-List-Halle eröffnet. Als eines
der Highlights kommt neben dem Cabaret Voltaire oder Anika etwa
Marc Almond am letzten Festivaltag, am Sonntag.
■ Vor dem Weltfrauentag stellt die Landwirtschaftskammer besondere
Quereinsteigerinnen vor, die die Landwirtschaft mit erfrischender
Frauen-Power, Kompetenz und klarer Vision aktiv mitgestalten.
■ Der ASVÖ präsentiert das neue Spendentool für Vereine, das
Spendenakquise und -verwaltung automatisiert, digital und rechtssicher
macht. Vereine können so unkompliziert Mittel für Projekte und
Vereinsarbeit generieren.
■ Das Programm der Diagonale wird veröffentlicht. Das Festival des
österreichischen Films unter der Intendanz von Dominik Kamalzadeh
und Claudia Slanar findet vom 18. bis 23. März zum 29. Mal statt.
■ Weiterhin werden dringend Blutspender gesucht. Morgen kann
man zwischen 16 und 19 Uhr in der Rot-Kreuz-Landeszentrale in der
Herrgottwiesgasse etwas Gutes tun.
Von 5. bis 8. März findet in Graz wieder das Elevate Festival statt. Neben den
Musik-Highlights gibt es auch ein buntes Kunst- und Diskursprogramm. ELEVATE
■ In der QL-Galerie wird um 19 Uhr die Ausstellung „Unfolding Horizons
– Female Nigerian Artists in Graz“ von Pamela Cyril-Egware
und Juliet Ezenwa Pearce eröffnet.
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26 | 04 | 2026
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