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Bertel-Express 61

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EDITORIAL

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen zur 61. Ausgabe des Bertel-Expresses,

in dieser Ausgabe findet sich die Fortsetzung des Comics „Phantomias und die Feinde des

Chaos“, gezeichnet von Miguel Ángel Cañero. Auf dieser Geschichte basiert das von Niccolò

Mori gestaltete Titelbild dieses Magazins.

Ein weiterer Comic trägt den Titel „Dagoberton“, umgesetzt von Rumpelstilzchen. Hierbei

handelt es sich um eine Adaption der Kurzgeschichte „Dagon“ von H. P. Lovecraft.

Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen!

Die Bertel-Express-ReDUCKtion

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EDITORIAL

COMIC: Die Saga des Dimensionen-Verzerrers:

Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2

ARTIKEL: Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

COMIC: Dagoberton

COMIC: Onkel Grizzly

KUNSTWERK

INTERNES

IMPRESSUM

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COMIC

Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2

Story und Zeichnungen: Miguel Ángel Cañero; Kolorierung: Nuria Heras;

Übersetzung: David Bühring; Lettering: Luis Bärenfaller (Entstehung: 2022)

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ARTIKEL

Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

KLASSISCHE TEXTGESCHICHTEN

SPEZIAL:

"HOLLYWOOD CHATTER"

Einleitung von David Bühring

Die US-amerikanische, monatliche

Heftreihe „Walt Disney's Comics and

Stories“, kurz WDC, veröffentlichte genau

das, was im Titel stand: Comic- und Textgeschichten

mit bekannten, unbekannten

und neuen Disney-Figuren. Gelegentlich gab

es noch Rätsel und Wettbewerbe, doch auch

im Vergleich zu diesen stachen die Textseiten

„Hollywood Chatter by Minnie Mouse“ hervor.

Die Seiten verwischten etwas die Grenze zwischen

der realen Welt und der Fiktion der Disney-Figuren,

denn als fiktiver Autor des

Hollywood-Klatschs wurde Minnie Maus genannt.

Die erste dieser Klatsch-Seiten wurde

von Minnie mit einer Erklärung ihrer Prämisse

eingeleitet: „Ich rede nicht gern über mich

selbst – Micky übernimmt das meistens für

mich –, aber ich möchte nur sagen, dass ich

euch von nun an jeden Monat alle Neuigkeiten

über die Jungs und Mädels aus Movieland

erzählen werde. Ich werde euer

Hollywood-Klatschmaul sein und verspreche

euch, euch alle spannenden Geschichten

aus der Welt der jungen Hollywoodstars zu

erzählen.“ (Alle Zitate sind in diesem Artikel

für die einfachere Lesbarkeit natürlich übersetzt

worden.)

Und das tat sie auch: Von WDC-Ausgabe 12

bis 41, also vom September 1941 bis zum

Februar 1944, gab es Klatsch und Tratsch

über damalige Kinderstars, die man teilweise

noch in den Jahrzehnten danach kannte,

wie Mickey Rooney, Shirley Temple, Jackie

Cooper und Judy Garland. Anfangs erschien

Minnies Rubrik mit einem großen, L-förmigen

Logo von WDC 12 bis 38 auf zwei Seiten,

ab Ausgabe 39 wurde sie auf eine Seite

mit einem neuen, rechtecktigen Logo gekürzt,

um dann nach Ausgabe 41 völlig zu

entfallen. Ihren letzten Artikel schließt Minnie

wie alle vorherigen mit dem Satz ab:

„Das sind wohl alle Neuigkeiten, also bis

zum nächsten Monat.“

Wie wahr Minnies Anekdoten über die damaligen

Kinderstars sind, ist fraglich: Dass

Orson Welles während des Drehs von „Die

Waise von Lowood“ („Jane Eyre“, 1943) der

Kinderschauspielerin Peggy Ann Garner

Zaubertricks beibrachte, ist nicht unwahrscheinlich,

aber dass Micky und Minnie sich

ansahen, wie die neunjährige Garner einen

Regenschirm so manipuliert, dass es aussieht,

dass dieser eigenständig gehen kön‐

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ARTIKEL

Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

ne, ist sehr unwahrscheinlich. Nicht wegen

Garners Alter oder der Schwierigkeit des

Tricks, sondern weil Micky und Minnie natürlich

fiktiv sind. Wie erfolgreich bestimmte

Kinderschauspieler waren, konnte man

auch durch die häufige Nennung ihrer Namen

in Minnies Klatschseite erkennen. Bei

einem Artikel sieht sich Minnie genötigt,

klarzustellen, dass sie nicht von Mickey

Rooney, sondern von ihrem Micky, englisch

„Mickey Mouse“ redet.

Diese Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion

wird bei anderen Beiträgen auf der

Klatschseite noch weiter überschritten. In

fast allen dieser Seiten taucht neben der

Autorin Minnie noch andere Disneyfiguren

auf, mit denen manchmal aktuelle Trickfilme

beworben werden. In den vier Jahren

bewarb Minnie fleißig die vier Disney-Filme

„Dumbo“, „Bambi“, „Saludos Amigos“ und

„Die drei Caballeros“.

Dumbo

Schon im ersten „Hollywood Chatter“ in

WDC 12 im September 1941, also einen Monat

vor der US-Premiere von „Dumbo“, wurde

der Film mit dem schweigsamen

Elefanten in der Titelrolle angekündigt:

„Wartet, bis ihr den neuen Disney-Star

Dumbo in dem nach ihm benannten Film

‚Dumbo‘ seht. Er ist das süßeste Elefantenbaby,

das ihr je gesehen habt, mit langen,

langen Ohren, und er kann fliegen.“ Damit

selbst die Leser, welche den Film nicht im

Kino sehen, eine angemessene Vorstellung

des Films bekommen, wurden in WDC 14

bis 17 als eine der Textgeschichten Dumbo

abgedruckt. In „Hollywood Chatter“ wurde

der Film erst wieder im Februar 1942 im

WDC 17 genannt, diesmal zusätzlich mit

Dumbos Freund Timothy Maus: „Timothy

Maus, der durch Walt Disneys Film ‚Dumbo‘

über Nacht zum Star wurde, feierte seinen

neuen Ruhm mit dem Kauf eines Motorrollers.

Er nimmt alle seine Freunde auf dem

Rücksitz mit, und einer der lustigsten Dinge,

die ich je gesehen habe, war Dumbo, der

kleine Elefant, der hinter Timothy die Straße

des Studios entlangflitzte, während seine

langen Ohren im Wind flatterten.“ Die Maus

Timothy war bei Micky und Minnie besonders

beliebt, über den kleinen Freund Dumbos

wurde noch zweimal berichtet. Beim

ersten Mal war Timothy Ehrengast bei Micky,

berichtet Minnie in WDC 19: „Micky

Maus gab ein Picknick zu Ehren seines guten

Freundes Timothy Q. Maus, der in ‚Dumbo‘

so einen Erfolg hatte. Nach dem

Mittagessen unterhielt der fliegende Elefant

Dumbo alle kleinen Gäste, darunter Micky

und mich, indem er sie auf eine Spritztour

durch die Luft mitnahm.“ In der nächsten

Ausgabe, WDC 20, klang der Beitrag schon

eher nach Klatsch und Tratsch: „Als Glücksbringer

hat Timothy Q. Maus seine Garderobe

im Walt Disney Studios mit ‚fliegenden

Federn‘ dekoriert, wie sie Dumbo im Film

verwendet hat.“ Dumbo selbst wird noch ein

weiteres Mal in „Hollywood Chatter“ erwähnt,

aber nicht mehr als Werbung zu seinem

eigenen Film.

Bambi

Nach „Dumbo“ folgte „Bambi“, aber das

kleine Kitz bekam eine andere Behandlung

als noch der Elefant. Der Film wurde bereits

im WDC 14 angekündigt, etwas weniger als

ein Jahr vor der Filmpremiere von „Bambi“

im August 1942: „Bambi, das kleine gefleck‐

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ARTIKEL

Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

te Reh, das der Star von Walt Disneys neuem

Film ‚Bambi‘ ist, hat sich zu einem stattlichen

Hirsch entwickelt. Er ist seinem

ersten Zuhause im Studio entwachsen und

hat nun mehr als einen Hektar baumbestandene

Wiese als Spielplatz zur Verfügung.“

Anders als Dumbo erhielt „Bambi“

aber keine zeitnahe Texgeschichten-Adaption

und erhielt nach der Ankündigung auch

nur flüchtige Erwähnungen in anderen

Klatsch-Berichten von Minnie.

Saludos Amigos

Wieder häufig und gerne berichtete Minnie

über Donalds südamerikanischen Freunde,

angefangen mit dem Flugzeug Pedro, dessen

Film „Saludos Amigos“ im WDC 21 angekündigt

wurde: „Dumbo hat jetzt einen

fliegenden Rivalen. Es handelt sich um ein

kleines südamerikanisches Flugzeug namens

Pedro, das kürzlich im Walt Disney

Studio angekommen ist. Immer wenn sie

sich sehen, springen Dumbo und Pedro sofort

in die Luft und rasen über die Dächer

der Studiogebäude. Pedro wird bald in den

Kinos zu sehen sein.“ In einem weiteren

Klatsch-Bericht in WDC 31 geht Minnie genauer

auf die Handlung von Pedros Sequenz

in „Saludos Amigos“ ein: „Was

glaubst du, wen ich letzte Woche getroffen

habe? Pedro, das Babyflugzeug, das in einem

der Filme von Walt Disney mitspielt.

Pedro wurde im fernen Chile geboren und

ist ganz in leuchtendem Rot. Sein Vater ist

ein Postflugzeug. Pedro erzählte mir, dass

er einmal ganz allein die Post über die Berge

transportieren musste, weil sein Vater an

einer Erkältung im Zylinderkopf litt und seine

Mutter hohen Öldruck hatte. Er verirrte

sich und erlebte alle möglichen Abenteuer,

aber schließlich brachte er die Post sicher

ans Ziel. Micky und ich luden ihn zum

Abendessen ein, und er verzehrte unsere

gesamte Benzinration für die Woche, aber

das machte uns nichts aus, weil er so niedlich

war.“ Das hat sich das trinkfeste Flugzeug

wohl gemerkt, denn im WDC 33

berichtet Minnie, wie Pedro Micky und sie

zu Schauspielern und deren Kundern geflogen

hat: „Pedro, das kleine Babyflugzeug

aus Südamerika, das in ‚Saludos‘ seinen

ersten Auftritt auf der Leinwand hat, hat uns

neulich in seinem Notsitz mitgenommen. Er

trägt einen grünen Mantel und eine rote

Mütze, und alle lieben es, ihm dabei zuzusehen,

wie er über die Bäume hinwegfliegt.

Wir haben Maureen besucht, die kleine

Tochter von Jane Wyman und Ronald Reagan.

Danny Milland, der Sohn von Ray Milland,

spielte mit ihr ‚Kaufladen‘. Und als er

ging, bestand sie darauf, ihm ihren Herd zu

schenken! Sie schenkte Pedro eine leuchtend

rote Pfeife, die zu seiner Mütze passte,

und ihr hättet ihn hören sollen, wie er sie

beim Start geblasen hat.“ Im Film ist Pedros

Mütze grün übrigens und somit ein Kontrast

zu seinem restlichen Körper, der rot ist.

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Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

Ein weiterer Star aus „Saludos Amigos“ ist

José Carioca, dessen Ankunft im September

1942 im WDC 24 angekündigt wurde, einen

Monat nach der Premiere von „Saludos

Amigos“ im August 1942: „José Carioca ist

aus seiner Heimat Rio de Janeiro in Brasilien

in die Stadt gekommen. Er ist der neue Star

der Walt Disney Südamerika-Filme, und

Donald Duck gab eine Party, um ihn allen

im Studio vorzustellen. Noch bevor der

Abend zu Ende war, nannten wir alle den

fröhlichen und schneidigen José ‚Joe‘.“ Auch

in den beiden folgenden Ausgaben war

José Thema für Minnies Artikel, in WDC 25

aber eher indirekt: „Gestern haben Micky

und ich unsere Einladungen zu Virginia

Weidlers Halloween-Party erhalten. Virginia

hat eine neue Idee für ein Partyspiel. Sie hat

alle Gäste gebeten, Masken zu tragen, die

sie selbst basteln müssen und die wie die

Gesichter bekannter Persönlichkeiten aussehen

sollen. Dann gibt es ein Ratespiel mit

Preisen für die Gäste, die die meisten Masken

richtig benennen können. Außerdem, so

erzählte mir Virginia, gibt es Preise für die

besten Masken. Micky arbeitet bereits an

seiner Bambi-Maske, und ich habe mich für

eine Maske von José Carioca entschieden,

dem fröhlichen Neuling aus Südamerika,

der kürzlich nach Hollywood gekommen ist,

um in Walt-Disney-Filmen mitzuspielen.“

Wie es José selbst in Hollywood geht, wird

in WDC 26 thematisiert: „José Carioca, der

junge Papagei aus Südamerika, der in dieses

Land gekommen ist, um in Walt-Disney-Filmen

mitzuspielen, genießt

Hollywood sichtlich. Joe, wie wir ihn alle

nennen, liebt es, in seinen bunten Kleidern

den Boulevard auf und ab zu stolzieren. Er

trägt immer einen cremefarbenen Mantel,

zitronengelbe Handschuhe, ein leuchtend

blaues Hemd, einen hohen weißen Kragen

mit einer kleinen schwarzen Fliege und einen

flotten Strohhut. Und er hat immer seinen

schwarzen Regenschirm dabei, auf

dem er fröhliche kleine Melodien spielen

kann. Micky sagt, dass er jetzt, da er Joe gesehen

hat, weiß, wie ein brasilianischer Sonnenuntergang

aussieht.“ Im WDC 32 im Mai

1943 ist der Krieg etwas stärker zu spüren,

denn dort pflegen Micky, Minnie und José

ihren „Victory Garden“, mit dem sie ihre Lebensmittel-Vorräte

aufpolstern wollen: „Joe

Carioca, der junge Papagei aus Südamerika,

hilft Micky und mir bei unserem Victory Garden.

Aber wir müssen Joe im Auge behalten,

denn er will alle neuen Gemüsesorten

probieren.“

Drei Caballeros

Nach Josés Auftritt in „Saludos Amigos“

folgte der von Panchito in „Drei Caballeros“.

Nur hieß der im Dezember 1944 erstausgestrahlte

Film im Oktober 1943 noch nicht

„Drei Caballeros“, sondern hatte den Arbeitstitel

„Surprise Package“, der im WDC 37

auch in Minnies Klatschspalte rutschte:

„Was glaubst du, wer ist in der Stadt? Pan‐

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Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

chito, der junge, fröhliche Hahn aus Mexiko,

der in Walt Disneys neuem Film ‚Surprise

Package‘ mitspielt! Panchito trägt immer einen

großen Sombrero und einen Gürtel mit

zwei Halfter für seine Pistolen. Er und Donald

Duck sind gute Freunde geworden,

und Donald trägt jetzt auch einen Sombrero.

Aber Donald kann nicht so laut quaken

wie Panchito krähen kann.“ Doch auch José

ist erneut in „Drei Caballeros“ zu sehen und

verschwand nicht aus Minnies Klatschspalte.

Im WDC 39 unterhielt er die US-amerikanischen

Soldaten auf schlagfertige Art

und Weise: „Neulich unterhielten Donald

Duck und sein Kumpel José Carioca, der

fröhliche junge Papagei aus Brasilien, die

Soldaten in der Hollywood Canteen mit einem

Boxkampf. Das war das Lustigste, was

ich je gesehen habe. Es endete unentschieden

– die beiden hingen sich gegenseitig

um den Hals. Einer der Soldaten, der am

lautesten lachte, war ein Sergeant aus einer

Bomberbesatzung. Sein Flieger heißt DO‐

NALD DUCK und ist in Afrika, Alaska und auf

den Salomonen geflogen. Als Donald den

Sergeant traf und von dem Bomber hörte,

der seinen Namen trägt, war er so stolz,

dass ihm fast die Seitenfedern platzten.“ Als

Weihnachten nahte, hatten die drei Caballeros

auch besondere Pläne, wie im WDC

40 berichtet wurde: „In Hollywood sind alle

in letzter Zeit sehr beschäftigt damit, sich

auf den Besuch des Weihnachtsmanns vorzubereiten.

Donald Duck läuft mit einem

geheimnisvollen Lächeln herum und sagt,

dass er für uns alle großartige Überraschungsgeschenke

plant. Micky und ich

sind natürlich ganz aufgeregt und fragen

uns, was wir wohl geschenkt bekommen

werden. Panchito, der ausgelassene Hahn

aus Mexiko, und José Carioca, der fröhliche

Papagei aus Brasilien, haben uns Geschenke

aus ihren Heimatländern versprochen. Es

sieht also so aus, als würde uns ein Weihnachtsfest

voller Überraschungen erwarten.

Nächsten Monat erzähle ich euch dann alles

darüber.“ In der nächsten Ausgabe erzählte

Minnie aber nichts davon, keine

Geschichte im Heft referierte diese Geschenke,

und in der Ausgabe danach wurde

kein „Hollywood Chatter“ mehr abgedruckt.

The Gremlins

Manche geplanten Disney-Filme wurden

nie umgesetzt. 1943 veröffentlichten die

Disney-Studios das Buch „The Gremlins“

von Roald Dahl, in dem er die urbane Legende

der Gremlins, welche Flugzeuge

zerlegen, in ein Kriegsabenteuer verarbeitet.

Das Buch sollte auch von den Disney-Studios

verfilmt werden, das wurde aber nie

umgesetzt. Da Walt Disney befürchtete,

dass die urbane Legende der Gremlins eher

in Großbritannien als in den USA bekannt ist,

veröffentlichte er bei der Werbung zu den

Figuren immer eine Erklärung, so auch im

WDC 29: „Ich habe gerade die aufregendste

Neuigkeit gehört. Die Gremlins kommen ins

Walt Disney Studio, um einen Film zu drehen.

Ihr wisst ja, wer die Gremlins sind. Das

sind diese schelmischen kleinen Kobolde,

die den Piloten der Royal Air Force das Leben

schwer machen sollen. Sie streuen Eis

auf die Flügel der Flugzeuge, blockieren die

Geschütze mitten im Kampf und treiben alle

möglichen Streiche. Die Gremlins sind etwa

15 cm groß. Sie tragen grüne Mäntel, rote

Hosen, Melonenhüte und schwarze Stiefel.

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Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

Niemand hat jemals einen Gremlin gesehen,

deshalb kann ich es kaum erwarten,

bis sie im Studio ankommen.“

Und weitere

Im WDC 18 steht etwas für die Zeit Ungewöhnliches

im „Hollywood Chatter“: „Wusstest

du, dass Donald Ducks drei kleine

Neffen Tick, Trick und Track eigentlich sehr

gut erzogene Entchen sind, wenn sie ihrem

Onkel Donald keine Streiche spielen?“ Zum

Veröffentlichungsjahr 1942 waren die Drillinge

in den Cartoons und Comics noch Satansbraten,

zu Musterknaben wurden sie

erst richtig mit der Einführung des Fähnlein

Fieselschweifs 1951. Aber tatsächlich sahen

die Drillinge in den Klatschspalten ihre Verantwortung

während der Kriegsjahre. Während

José den Victory Garden von Micky

und Minnie plündern will, verschenken die

Ducks ihre Ernte laut WDC 23: „Donald Duck

und seine drei Neffen Tick, Trick und Track

kommen jeden Morgen mit Körben voller

Frühlingszwiebeln und Bohnen aus ihrem

Victory Garden ins Studio. Sie versorgen alle

ihre Freunde mit diesem selbst angebauten

Gemüse.“ WDC 27 berichtet: „Wusstest du,

dass Donald Ducks drei kleine Neffen Tick,

Trick und Track im Studio als junge Luftschutzwächter

tätig sind?“ Und auch Donald

sieht sich im WDC 35 in der

Verantwortung: „Der arme Donald Duck

hatte neulich einen Beinahe-Unfall. Er arbeitete

an einem Ausbildungsfilm für die

Armee, in dem er Soldaten zeigte, wie man

richtig mit Waffen umgeht. Donalds Waffe

ging los, aber nicht richtig. Und Donald hätte

fast seine Schwanzfedern verloren.“ Kein

Wunder also, dass Donald seine Neffen

schätzt und ehrt, zumindest laut WDC 13:

„Donald Duck hat Einladungen zu einem

Picknick zu Ehren seiner drei kleinen Neffen

verschickt. Ich hoffe, sie kommen nicht vor

mir an das Eis.“ Und laut WDC 16 tragen Donald

und die Jungs für Maskenpartys auch

Partner-Kostüme: „Letzte Woche gab Klarabella

Kuh eine Maskenparty in ihrem Haus

auf dem Hinterhof des Walt Disney Studios.

Alle aus dem Studio waren da, sogar der

schüchterne kleine Bambi. Micky und ich

gingen zusammen hin, verkleidet als Romeo

und Julia. Aber Donald Duck und seine

drei kleinen Neffen gewannen den ersten

Preis für die besten Kostüme. Sie kamen

verkleidet als der große böse Wolf und die

drei kleinen Schweinchen.“

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Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“

unterhielt. Mickey und ich begleiteten ihn

zum Lager. Goofy zeigte all seine Zaubertricks,

tat so, als würde er einen Golfschläger

verschlucken, ließ einen Fußball in der

Luft verschwinden und vieles mehr. Dann

führten die Armeehunde zu unserer Unterhaltung

eine wunderbare Übung vor. Diese

großartigen Hunde können fast alles, von

der Wache bis zur Rettung verwundeter

Soldaten.“ Und dank Minnies Klatsch kennt

man nun auch Goofys Alter.

Auch kleine Neuigkeiten sind in „Hollywood

Chatter“ wichtige Neuigkeiten. Im WDC 15

bekam Pluto eine kleine Klatschnachricht:

„Pluto ist in eine schöne neue Hundehütte

im Walt Disney Studio gezogen. Über der

Tür steht sogar sein Name.“ Pluto dankte es

dem Studio offenbar ein paar Jahre später,

wie im WDC 34 berichtet: „Pluto hat derzeit

viel zu tun. Er hat sich selbst zum inoffiziellen

Wächter des Walt Disney Studios ernannt

und verbringt seine gesamte Freizeit

damit, am Haupteingang zu stehen und jeden,

der das Gelände betritt oder verlässt,

aufmerksam zu beobachten.“

Im WDC 41 wurde das letzte Mal „Hollywood

Chatter“ veröffentlicht. Minnie schloss

die Reihe unter anderem mit einer Ehrung

ihres Mickys: „Vor kurzem feierte Micky sein

fünfzehnjähriges Filmjubiläum. Er hat in etwa

fünfhundert Filmen mitgespielt, und ich

war in vielen davon mit ihm zu sehen. Das

Studio veranstaltete eine große Feier mit einer

riesigen Geburtstagstorte und fünfzehn

Kerzen. Natürlich spreche ich von meinem

Micky... Micky Maus“

Das sind wohl alle Neuigkeiten, also bis

zum nächsten Monat, äh, zur nächsten Ausgabe.

Auch Goofy betätigt sich als Unterhaltungsprogramm

für die US-amerikanische Truppe,

laut WDC 38 allerdings für die Hunde:

„Goofy feierte seinen zwölften Geburtstag,

indem er eine Gruppe von Armeehunden

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COMIC

Dagoberton

Story, Zeichnungen und Lettering: Rumpelstilzchen (unduckover.com) (Entstehung: 2021)

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Dagoberton

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Onkel Grizzly

Story und Zeichnungen: Carl Barks; Übersetzung und Lettering: David Bühring (Entstehung: 1947)

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Onkel Grizzly

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Onkel Grizzly

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Onkel Grizzly

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Onkel Grizzly

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KUNSTWERK

Zeichnung: Duck-Mouse-Forscher

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INTERNES

Vorschau

VORSCHAU

BERTEL-EXPRESS 62

ERSCHEINT

VORAUSSICHTLICH

AM 4. JUNI 2026.

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IMPRESSUM

Ausgabe 61 — 05.03.2026

AUSGABE 61 — 05.03.2026

Chefredakteur (V i.S.d P.):

Milian Schwab

Stellvertretung: David Bühring

Mitarbeiter an dieser Ausgabe:

Luis Bärenfaller, David Bühring,

Miguel Ángel Cañero,

Duck-Mouse-Forscher, Nuria Heras,

Alessandro Lamio, Niccolò Mori,

Arne Rieger, Rumpelstilzchen,

Milian Schwab

Gestaltung:

Stefan Binter (Design),

Milian Schwab (Zusammenstellung)

Redaktionsschluss:

4. März 2026

Titelbild:

Idee und Zeichnung: Niccolò Mori

Backcover:

Idee und Zeichnung: Alessandro Lamio

Illustration S. 54:

Idee und Zeichnung:

Arne Rieger (TollesToertchen)

Internet:

bertel-express.wixsite.com/fanzine

www.issuu.com/bertel-express

www.yumpu.com/user/bertelexpress

www.x.com/bertel_express

www.instagram.com/bertel_express

E-Mail:

bertel-express@gmx.net

Dieses Dokument wurde mit Scribus Open-Source Desktop Publishing 1.6.4 erstellt.

Alle Bilder und Zeichnungen, sofern nicht anders angegeben,© The Walt Disney Company

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