Bertel-Express 61
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
1
EDITORIAL
Inhaltsverzeichnis
Liebe Leserinnen und Leser,
Willkommen zur 61. Ausgabe des Bertel-Expresses,
in dieser Ausgabe findet sich die Fortsetzung des Comics „Phantomias und die Feinde des
Chaos“, gezeichnet von Miguel Ángel Cañero. Auf dieser Geschichte basiert das von Niccolò
Mori gestaltete Titelbild dieses Magazins.
Ein weiterer Comic trägt den Titel „Dagoberton“, umgesetzt von Rumpelstilzchen. Hierbei
handelt es sich um eine Adaption der Kurzgeschichte „Dagon“ von H. P. Lovecraft.
Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen!
Die Bertel-Express-ReDUCKtion
2
3
25
32
45
53
54
55
EDITORIAL
COMIC: Die Saga des Dimensionen-Verzerrers:
Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
ARTIKEL: Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
COMIC: Dagoberton
COMIC: Onkel Grizzly
KUNSTWERK
INTERNES
IMPRESSUM
2
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
Story und Zeichnungen: Miguel Ángel Cañero; Kolorierung: Nuria Heras;
Übersetzung: David Bühring; Lettering: Luis Bärenfaller (Entstehung: 2022)
3
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
4
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
5
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
6
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
7
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
8
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
9
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
10
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
11
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
12
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
13
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
14
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
15
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
16
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
17
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
18
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
19
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
20
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
21
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
22
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
23
COMIC
Die Saga des Dimensionen-Verzerrers: Phantomias und die Feinde des Chaos – Teil 2
24
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
KLASSISCHE TEXTGESCHICHTEN
SPEZIAL:
"HOLLYWOOD CHATTER"
Einleitung von David Bühring
Die US-amerikanische, monatliche
Heftreihe „Walt Disney's Comics and
Stories“, kurz WDC, veröffentlichte genau
das, was im Titel stand: Comic- und Textgeschichten
mit bekannten, unbekannten
und neuen Disney-Figuren. Gelegentlich gab
es noch Rätsel und Wettbewerbe, doch auch
im Vergleich zu diesen stachen die Textseiten
„Hollywood Chatter by Minnie Mouse“ hervor.
Die Seiten verwischten etwas die Grenze zwischen
der realen Welt und der Fiktion der Disney-Figuren,
denn als fiktiver Autor des
Hollywood-Klatschs wurde Minnie Maus genannt.
Die erste dieser Klatsch-Seiten wurde
von Minnie mit einer Erklärung ihrer Prämisse
eingeleitet: „Ich rede nicht gern über mich
selbst – Micky übernimmt das meistens für
mich –, aber ich möchte nur sagen, dass ich
euch von nun an jeden Monat alle Neuigkeiten
über die Jungs und Mädels aus Movieland
erzählen werde. Ich werde euer
Hollywood-Klatschmaul sein und verspreche
euch, euch alle spannenden Geschichten
aus der Welt der jungen Hollywoodstars zu
erzählen.“ (Alle Zitate sind in diesem Artikel
für die einfachere Lesbarkeit natürlich übersetzt
worden.)
Und das tat sie auch: Von WDC-Ausgabe 12
bis 41, also vom September 1941 bis zum
Februar 1944, gab es Klatsch und Tratsch
über damalige Kinderstars, die man teilweise
noch in den Jahrzehnten danach kannte,
wie Mickey Rooney, Shirley Temple, Jackie
Cooper und Judy Garland. Anfangs erschien
Minnies Rubrik mit einem großen, L-förmigen
Logo von WDC 12 bis 38 auf zwei Seiten,
ab Ausgabe 39 wurde sie auf eine Seite
mit einem neuen, rechtecktigen Logo gekürzt,
um dann nach Ausgabe 41 völlig zu
entfallen. Ihren letzten Artikel schließt Minnie
wie alle vorherigen mit dem Satz ab:
„Das sind wohl alle Neuigkeiten, also bis
zum nächsten Monat.“
Wie wahr Minnies Anekdoten über die damaligen
Kinderstars sind, ist fraglich: Dass
Orson Welles während des Drehs von „Die
Waise von Lowood“ („Jane Eyre“, 1943) der
Kinderschauspielerin Peggy Ann Garner
Zaubertricks beibrachte, ist nicht unwahrscheinlich,
aber dass Micky und Minnie sich
ansahen, wie die neunjährige Garner einen
Regenschirm so manipuliert, dass es aussieht,
dass dieser eigenständig gehen kön‐
25
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
ne, ist sehr unwahrscheinlich. Nicht wegen
Garners Alter oder der Schwierigkeit des
Tricks, sondern weil Micky und Minnie natürlich
fiktiv sind. Wie erfolgreich bestimmte
Kinderschauspieler waren, konnte man
auch durch die häufige Nennung ihrer Namen
in Minnies Klatschseite erkennen. Bei
einem Artikel sieht sich Minnie genötigt,
klarzustellen, dass sie nicht von Mickey
Rooney, sondern von ihrem Micky, englisch
„Mickey Mouse“ redet.
Diese Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion
wird bei anderen Beiträgen auf der
Klatschseite noch weiter überschritten. In
fast allen dieser Seiten taucht neben der
Autorin Minnie noch andere Disneyfiguren
auf, mit denen manchmal aktuelle Trickfilme
beworben werden. In den vier Jahren
bewarb Minnie fleißig die vier Disney-Filme
„Dumbo“, „Bambi“, „Saludos Amigos“ und
„Die drei Caballeros“.
Dumbo
Schon im ersten „Hollywood Chatter“ in
WDC 12 im September 1941, also einen Monat
vor der US-Premiere von „Dumbo“, wurde
der Film mit dem schweigsamen
Elefanten in der Titelrolle angekündigt:
„Wartet, bis ihr den neuen Disney-Star
Dumbo in dem nach ihm benannten Film
‚Dumbo‘ seht. Er ist das süßeste Elefantenbaby,
das ihr je gesehen habt, mit langen,
langen Ohren, und er kann fliegen.“ Damit
selbst die Leser, welche den Film nicht im
Kino sehen, eine angemessene Vorstellung
des Films bekommen, wurden in WDC 14
bis 17 als eine der Textgeschichten Dumbo
abgedruckt. In „Hollywood Chatter“ wurde
der Film erst wieder im Februar 1942 im
WDC 17 genannt, diesmal zusätzlich mit
Dumbos Freund Timothy Maus: „Timothy
Maus, der durch Walt Disneys Film ‚Dumbo‘
über Nacht zum Star wurde, feierte seinen
neuen Ruhm mit dem Kauf eines Motorrollers.
Er nimmt alle seine Freunde auf dem
Rücksitz mit, und einer der lustigsten Dinge,
die ich je gesehen habe, war Dumbo, der
kleine Elefant, der hinter Timothy die Straße
des Studios entlangflitzte, während seine
langen Ohren im Wind flatterten.“ Die Maus
Timothy war bei Micky und Minnie besonders
beliebt, über den kleinen Freund Dumbos
wurde noch zweimal berichtet. Beim
ersten Mal war Timothy Ehrengast bei Micky,
berichtet Minnie in WDC 19: „Micky
Maus gab ein Picknick zu Ehren seines guten
Freundes Timothy Q. Maus, der in ‚Dumbo‘
so einen Erfolg hatte. Nach dem
Mittagessen unterhielt der fliegende Elefant
Dumbo alle kleinen Gäste, darunter Micky
und mich, indem er sie auf eine Spritztour
durch die Luft mitnahm.“ In der nächsten
Ausgabe, WDC 20, klang der Beitrag schon
eher nach Klatsch und Tratsch: „Als Glücksbringer
hat Timothy Q. Maus seine Garderobe
im Walt Disney Studios mit ‚fliegenden
Federn‘ dekoriert, wie sie Dumbo im Film
verwendet hat.“ Dumbo selbst wird noch ein
weiteres Mal in „Hollywood Chatter“ erwähnt,
aber nicht mehr als Werbung zu seinem
eigenen Film.
Bambi
Nach „Dumbo“ folgte „Bambi“, aber das
kleine Kitz bekam eine andere Behandlung
als noch der Elefant. Der Film wurde bereits
im WDC 14 angekündigt, etwas weniger als
ein Jahr vor der Filmpremiere von „Bambi“
im August 1942: „Bambi, das kleine gefleck‐
26
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
te Reh, das der Star von Walt Disneys neuem
Film ‚Bambi‘ ist, hat sich zu einem stattlichen
Hirsch entwickelt. Er ist seinem
ersten Zuhause im Studio entwachsen und
hat nun mehr als einen Hektar baumbestandene
Wiese als Spielplatz zur Verfügung.“
Anders als Dumbo erhielt „Bambi“
aber keine zeitnahe Texgeschichten-Adaption
und erhielt nach der Ankündigung auch
nur flüchtige Erwähnungen in anderen
Klatsch-Berichten von Minnie.
Saludos Amigos
Wieder häufig und gerne berichtete Minnie
über Donalds südamerikanischen Freunde,
angefangen mit dem Flugzeug Pedro, dessen
Film „Saludos Amigos“ im WDC 21 angekündigt
wurde: „Dumbo hat jetzt einen
fliegenden Rivalen. Es handelt sich um ein
kleines südamerikanisches Flugzeug namens
Pedro, das kürzlich im Walt Disney
Studio angekommen ist. Immer wenn sie
sich sehen, springen Dumbo und Pedro sofort
in die Luft und rasen über die Dächer
der Studiogebäude. Pedro wird bald in den
Kinos zu sehen sein.“ In einem weiteren
Klatsch-Bericht in WDC 31 geht Minnie genauer
auf die Handlung von Pedros Sequenz
in „Saludos Amigos“ ein: „Was
glaubst du, wen ich letzte Woche getroffen
habe? Pedro, das Babyflugzeug, das in einem
der Filme von Walt Disney mitspielt.
Pedro wurde im fernen Chile geboren und
ist ganz in leuchtendem Rot. Sein Vater ist
ein Postflugzeug. Pedro erzählte mir, dass
er einmal ganz allein die Post über die Berge
transportieren musste, weil sein Vater an
einer Erkältung im Zylinderkopf litt und seine
Mutter hohen Öldruck hatte. Er verirrte
sich und erlebte alle möglichen Abenteuer,
aber schließlich brachte er die Post sicher
ans Ziel. Micky und ich luden ihn zum
Abendessen ein, und er verzehrte unsere
gesamte Benzinration für die Woche, aber
das machte uns nichts aus, weil er so niedlich
war.“ Das hat sich das trinkfeste Flugzeug
wohl gemerkt, denn im WDC 33
berichtet Minnie, wie Pedro Micky und sie
zu Schauspielern und deren Kundern geflogen
hat: „Pedro, das kleine Babyflugzeug
aus Südamerika, das in ‚Saludos‘ seinen
ersten Auftritt auf der Leinwand hat, hat uns
neulich in seinem Notsitz mitgenommen. Er
trägt einen grünen Mantel und eine rote
Mütze, und alle lieben es, ihm dabei zuzusehen,
wie er über die Bäume hinwegfliegt.
Wir haben Maureen besucht, die kleine
Tochter von Jane Wyman und Ronald Reagan.
Danny Milland, der Sohn von Ray Milland,
spielte mit ihr ‚Kaufladen‘. Und als er
ging, bestand sie darauf, ihm ihren Herd zu
schenken! Sie schenkte Pedro eine leuchtend
rote Pfeife, die zu seiner Mütze passte,
und ihr hättet ihn hören sollen, wie er sie
beim Start geblasen hat.“ Im Film ist Pedros
Mütze grün übrigens und somit ein Kontrast
zu seinem restlichen Körper, der rot ist.
27
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
Ein weiterer Star aus „Saludos Amigos“ ist
José Carioca, dessen Ankunft im September
1942 im WDC 24 angekündigt wurde, einen
Monat nach der Premiere von „Saludos
Amigos“ im August 1942: „José Carioca ist
aus seiner Heimat Rio de Janeiro in Brasilien
in die Stadt gekommen. Er ist der neue Star
der Walt Disney Südamerika-Filme, und
Donald Duck gab eine Party, um ihn allen
im Studio vorzustellen. Noch bevor der
Abend zu Ende war, nannten wir alle den
fröhlichen und schneidigen José ‚Joe‘.“ Auch
in den beiden folgenden Ausgaben war
José Thema für Minnies Artikel, in WDC 25
aber eher indirekt: „Gestern haben Micky
und ich unsere Einladungen zu Virginia
Weidlers Halloween-Party erhalten. Virginia
hat eine neue Idee für ein Partyspiel. Sie hat
alle Gäste gebeten, Masken zu tragen, die
sie selbst basteln müssen und die wie die
Gesichter bekannter Persönlichkeiten aussehen
sollen. Dann gibt es ein Ratespiel mit
Preisen für die Gäste, die die meisten Masken
richtig benennen können. Außerdem, so
erzählte mir Virginia, gibt es Preise für die
besten Masken. Micky arbeitet bereits an
seiner Bambi-Maske, und ich habe mich für
eine Maske von José Carioca entschieden,
dem fröhlichen Neuling aus Südamerika,
der kürzlich nach Hollywood gekommen ist,
um in Walt-Disney-Filmen mitzuspielen.“
Wie es José selbst in Hollywood geht, wird
in WDC 26 thematisiert: „José Carioca, der
junge Papagei aus Südamerika, der in dieses
Land gekommen ist, um in Walt-Disney-Filmen
mitzuspielen, genießt
Hollywood sichtlich. Joe, wie wir ihn alle
nennen, liebt es, in seinen bunten Kleidern
den Boulevard auf und ab zu stolzieren. Er
trägt immer einen cremefarbenen Mantel,
zitronengelbe Handschuhe, ein leuchtend
blaues Hemd, einen hohen weißen Kragen
mit einer kleinen schwarzen Fliege und einen
flotten Strohhut. Und er hat immer seinen
schwarzen Regenschirm dabei, auf
dem er fröhliche kleine Melodien spielen
kann. Micky sagt, dass er jetzt, da er Joe gesehen
hat, weiß, wie ein brasilianischer Sonnenuntergang
aussieht.“ Im WDC 32 im Mai
1943 ist der Krieg etwas stärker zu spüren,
denn dort pflegen Micky, Minnie und José
ihren „Victory Garden“, mit dem sie ihre Lebensmittel-Vorräte
aufpolstern wollen: „Joe
Carioca, der junge Papagei aus Südamerika,
hilft Micky und mir bei unserem Victory Garden.
Aber wir müssen Joe im Auge behalten,
denn er will alle neuen Gemüsesorten
probieren.“
Drei Caballeros
Nach Josés Auftritt in „Saludos Amigos“
folgte der von Panchito in „Drei Caballeros“.
Nur hieß der im Dezember 1944 erstausgestrahlte
Film im Oktober 1943 noch nicht
„Drei Caballeros“, sondern hatte den Arbeitstitel
„Surprise Package“, der im WDC 37
auch in Minnies Klatschspalte rutschte:
„Was glaubst du, wer ist in der Stadt? Pan‐
28
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
chito, der junge, fröhliche Hahn aus Mexiko,
der in Walt Disneys neuem Film ‚Surprise
Package‘ mitspielt! Panchito trägt immer einen
großen Sombrero und einen Gürtel mit
zwei Halfter für seine Pistolen. Er und Donald
Duck sind gute Freunde geworden,
und Donald trägt jetzt auch einen Sombrero.
Aber Donald kann nicht so laut quaken
wie Panchito krähen kann.“ Doch auch José
ist erneut in „Drei Caballeros“ zu sehen und
verschwand nicht aus Minnies Klatschspalte.
Im WDC 39 unterhielt er die US-amerikanischen
Soldaten auf schlagfertige Art
und Weise: „Neulich unterhielten Donald
Duck und sein Kumpel José Carioca, der
fröhliche junge Papagei aus Brasilien, die
Soldaten in der Hollywood Canteen mit einem
Boxkampf. Das war das Lustigste, was
ich je gesehen habe. Es endete unentschieden
– die beiden hingen sich gegenseitig
um den Hals. Einer der Soldaten, der am
lautesten lachte, war ein Sergeant aus einer
Bomberbesatzung. Sein Flieger heißt DO‐
NALD DUCK und ist in Afrika, Alaska und auf
den Salomonen geflogen. Als Donald den
Sergeant traf und von dem Bomber hörte,
der seinen Namen trägt, war er so stolz,
dass ihm fast die Seitenfedern platzten.“ Als
Weihnachten nahte, hatten die drei Caballeros
auch besondere Pläne, wie im WDC
40 berichtet wurde: „In Hollywood sind alle
in letzter Zeit sehr beschäftigt damit, sich
auf den Besuch des Weihnachtsmanns vorzubereiten.
Donald Duck läuft mit einem
geheimnisvollen Lächeln herum und sagt,
dass er für uns alle großartige Überraschungsgeschenke
plant. Micky und ich
sind natürlich ganz aufgeregt und fragen
uns, was wir wohl geschenkt bekommen
werden. Panchito, der ausgelassene Hahn
aus Mexiko, und José Carioca, der fröhliche
Papagei aus Brasilien, haben uns Geschenke
aus ihren Heimatländern versprochen. Es
sieht also so aus, als würde uns ein Weihnachtsfest
voller Überraschungen erwarten.
Nächsten Monat erzähle ich euch dann alles
darüber.“ In der nächsten Ausgabe erzählte
Minnie aber nichts davon, keine
Geschichte im Heft referierte diese Geschenke,
und in der Ausgabe danach wurde
kein „Hollywood Chatter“ mehr abgedruckt.
The Gremlins
Manche geplanten Disney-Filme wurden
nie umgesetzt. 1943 veröffentlichten die
Disney-Studios das Buch „The Gremlins“
von Roald Dahl, in dem er die urbane Legende
der Gremlins, welche Flugzeuge
zerlegen, in ein Kriegsabenteuer verarbeitet.
Das Buch sollte auch von den Disney-Studios
verfilmt werden, das wurde aber nie
umgesetzt. Da Walt Disney befürchtete,
dass die urbane Legende der Gremlins eher
in Großbritannien als in den USA bekannt ist,
veröffentlichte er bei der Werbung zu den
Figuren immer eine Erklärung, so auch im
WDC 29: „Ich habe gerade die aufregendste
Neuigkeit gehört. Die Gremlins kommen ins
Walt Disney Studio, um einen Film zu drehen.
Ihr wisst ja, wer die Gremlins sind. Das
sind diese schelmischen kleinen Kobolde,
die den Piloten der Royal Air Force das Leben
schwer machen sollen. Sie streuen Eis
auf die Flügel der Flugzeuge, blockieren die
Geschütze mitten im Kampf und treiben alle
möglichen Streiche. Die Gremlins sind etwa
15 cm groß. Sie tragen grüne Mäntel, rote
Hosen, Melonenhüte und schwarze Stiefel.
29
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
Niemand hat jemals einen Gremlin gesehen,
deshalb kann ich es kaum erwarten,
bis sie im Studio ankommen.“
Und weitere
Im WDC 18 steht etwas für die Zeit Ungewöhnliches
im „Hollywood Chatter“: „Wusstest
du, dass Donald Ducks drei kleine
Neffen Tick, Trick und Track eigentlich sehr
gut erzogene Entchen sind, wenn sie ihrem
Onkel Donald keine Streiche spielen?“ Zum
Veröffentlichungsjahr 1942 waren die Drillinge
in den Cartoons und Comics noch Satansbraten,
zu Musterknaben wurden sie
erst richtig mit der Einführung des Fähnlein
Fieselschweifs 1951. Aber tatsächlich sahen
die Drillinge in den Klatschspalten ihre Verantwortung
während der Kriegsjahre. Während
José den Victory Garden von Micky
und Minnie plündern will, verschenken die
Ducks ihre Ernte laut WDC 23: „Donald Duck
und seine drei Neffen Tick, Trick und Track
kommen jeden Morgen mit Körben voller
Frühlingszwiebeln und Bohnen aus ihrem
Victory Garden ins Studio. Sie versorgen alle
ihre Freunde mit diesem selbst angebauten
Gemüse.“ WDC 27 berichtet: „Wusstest du,
dass Donald Ducks drei kleine Neffen Tick,
Trick und Track im Studio als junge Luftschutzwächter
tätig sind?“ Und auch Donald
sieht sich im WDC 35 in der
Verantwortung: „Der arme Donald Duck
hatte neulich einen Beinahe-Unfall. Er arbeitete
an einem Ausbildungsfilm für die
Armee, in dem er Soldaten zeigte, wie man
richtig mit Waffen umgeht. Donalds Waffe
ging los, aber nicht richtig. Und Donald hätte
fast seine Schwanzfedern verloren.“ Kein
Wunder also, dass Donald seine Neffen
schätzt und ehrt, zumindest laut WDC 13:
„Donald Duck hat Einladungen zu einem
Picknick zu Ehren seiner drei kleinen Neffen
verschickt. Ich hoffe, sie kommen nicht vor
mir an das Eis.“ Und laut WDC 16 tragen Donald
und die Jungs für Maskenpartys auch
Partner-Kostüme: „Letzte Woche gab Klarabella
Kuh eine Maskenparty in ihrem Haus
auf dem Hinterhof des Walt Disney Studios.
Alle aus dem Studio waren da, sogar der
schüchterne kleine Bambi. Micky und ich
gingen zusammen hin, verkleidet als Romeo
und Julia. Aber Donald Duck und seine
drei kleinen Neffen gewannen den ersten
Preis für die besten Kostüme. Sie kamen
verkleidet als der große böse Wolf und die
drei kleinen Schweinchen.“
30
ARTIKEL
Klassische Textgeschichten Spezial: „Hollywood Chatter“
unterhielt. Mickey und ich begleiteten ihn
zum Lager. Goofy zeigte all seine Zaubertricks,
tat so, als würde er einen Golfschläger
verschlucken, ließ einen Fußball in der
Luft verschwinden und vieles mehr. Dann
führten die Armeehunde zu unserer Unterhaltung
eine wunderbare Übung vor. Diese
großartigen Hunde können fast alles, von
der Wache bis zur Rettung verwundeter
Soldaten.“ Und dank Minnies Klatsch kennt
man nun auch Goofys Alter.
Auch kleine Neuigkeiten sind in „Hollywood
Chatter“ wichtige Neuigkeiten. Im WDC 15
bekam Pluto eine kleine Klatschnachricht:
„Pluto ist in eine schöne neue Hundehütte
im Walt Disney Studio gezogen. Über der
Tür steht sogar sein Name.“ Pluto dankte es
dem Studio offenbar ein paar Jahre später,
wie im WDC 34 berichtet: „Pluto hat derzeit
viel zu tun. Er hat sich selbst zum inoffiziellen
Wächter des Walt Disney Studios ernannt
und verbringt seine gesamte Freizeit
damit, am Haupteingang zu stehen und jeden,
der das Gelände betritt oder verlässt,
aufmerksam zu beobachten.“
Im WDC 41 wurde das letzte Mal „Hollywood
Chatter“ veröffentlicht. Minnie schloss
die Reihe unter anderem mit einer Ehrung
ihres Mickys: „Vor kurzem feierte Micky sein
fünfzehnjähriges Filmjubiläum. Er hat in etwa
fünfhundert Filmen mitgespielt, und ich
war in vielen davon mit ihm zu sehen. Das
Studio veranstaltete eine große Feier mit einer
riesigen Geburtstagstorte und fünfzehn
Kerzen. Natürlich spreche ich von meinem
Micky... Micky Maus“
Das sind wohl alle Neuigkeiten, also bis
zum nächsten Monat, äh, zur nächsten Ausgabe.
Auch Goofy betätigt sich als Unterhaltungsprogramm
für die US-amerikanische Truppe,
laut WDC 38 allerdings für die Hunde:
„Goofy feierte seinen zwölften Geburtstag,
indem er eine Gruppe von Armeehunden
31
COMIC
Dagoberton
Story, Zeichnungen und Lettering: Rumpelstilzchen (unduckover.com) (Entstehung: 2021)
32
COMIC
Dagoberton
33
COMIC
Dagoberton
34
COMIC
Dagoberton
35
COMIC
Dagoberton
36
COMIC
Dagoberton
37
COMIC
Dagoberton
38
COMIC
Dagoberton
39
COMIC
Dagoberton
40
COMIC
Dagoberton
41
COMIC
Dagoberton
42
COMIC
Dagoberton
43
COMIC
Dagoberton
44
COMIC
Onkel Grizzly
Story und Zeichnungen: Carl Barks; Übersetzung und Lettering: David Bühring (Entstehung: 1947)
45
COMIC
Onkel Grizzly
46
COMIC
Onkel Grizzly
47
COMIC
Onkel Grizzly
48
COMIC
Onkel Grizzly
49
COMIC
Onkel Grizzly
50
COMIC
Onkel Grizzly
51
COMIC
Onkel Grizzly
52
KUNSTWERK
Zeichnung: Duck-Mouse-Forscher
53
INTERNES
Vorschau
VORSCHAU
BERTEL-EXPRESS 62
ERSCHEINT
VORAUSSICHTLICH
AM 4. JUNI 2026.
54
IMPRESSUM
Ausgabe 61 — 05.03.2026
AUSGABE 61 — 05.03.2026
Chefredakteur (V i.S.d P.):
Milian Schwab
Stellvertretung: David Bühring
Mitarbeiter an dieser Ausgabe:
Luis Bärenfaller, David Bühring,
Miguel Ángel Cañero,
Duck-Mouse-Forscher, Nuria Heras,
Alessandro Lamio, Niccolò Mori,
Arne Rieger, Rumpelstilzchen,
Milian Schwab
Gestaltung:
Stefan Binter (Design),
Milian Schwab (Zusammenstellung)
Redaktionsschluss:
4. März 2026
Titelbild:
Idee und Zeichnung: Niccolò Mori
Backcover:
Idee und Zeichnung: Alessandro Lamio
Illustration S. 54:
Idee und Zeichnung:
Arne Rieger (TollesToertchen)
Internet:
bertel-express.wixsite.com/fanzine
www.issuu.com/bertel-express
www.yumpu.com/user/bertelexpress
www.x.com/bertel_express
www.instagram.com/bertel_express
E-Mail:
bertel-express@gmx.net
Dieses Dokument wurde mit Scribus Open-Source Desktop Publishing 1.6.4 erstellt.
Alle Bilder und Zeichnungen, sofern nicht anders angegeben,© The Walt Disney Company
DANKE AN ALLE, DIE DIESES PROJEKT MÖGLICH MACHEN!
Hast du Lust, etwas zu diesem Magazin beizutragen?
Dann melde dich im Bertel-Express Redaktionsforum an
bertel-express.forumieren.com
oder sende eine Mail an
bertel-express@gmx.net
MACH
MIT!
Die Bertel-Express ReDUCKtion freut sich auf dich!
55
56