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8. März 2026

- Teure Stadion-Studie erzürnt Grazer Architekten - 22. Elevate Festival wurde eröffnet - Prominente Grazerinnen mit Statement zum heutigen Internationalen Frauentag

- Teure Stadion-Studie erzürnt Grazer Architekten
- 22. Elevate Festival wurde eröffnet
- Prominente Grazerinnen mit Statement zum heutigen Internationalen Frauentag

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8. MÄRZ 2026, AUSGABE 10

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Eröffnungstag

Das 22. Elevate Festival wurde eröffnet.

Heuer steht alles unter dem Motto „Vital

Signs“ und Lebenszeichen. 20

Kampftag

Wir haben prominente Grazerinnen um

ein Statement zum heutigen Internationalen

Frauentag gebeten. 10/11

450.000 Euro – Planungsbeschluss wohl nicht vor der Wahl

Teure Stadion-Studie

erzürnt Grazer Architekten

Oje. Der renommierte Grazer Architekt Guido Strohecker kritisiert die hohen Kosten für die Machbarkeitsstudien für das Stadion Liebenau, die sich auf insgesamt

450.000 Euro belaufen. Zudem verdichten sich die Anzeichen, dass der Planungsbeschluss nicht vor der Wahl getroffen werden kann. SEITEN 4/5

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www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Die Uhr tickt

seit fünf Jahren

immer lauter

S

eit dem Jahr 2021

begleitet uns das

inzwischen leidige

Thema „Stadion Neu“. Der

damalige SPÖ-Spitzenkandidat

Michael Ehmann nahm das

Thema mit in den Wahlkampf,

und obwohl es keine andere

Partei wirklich interessierte,

durften die Roten als Koalitionspartner

eine (schon zwei

Jahre zuvor fehlgeschlagene)

Standortsuche leiten, Machbarkeitsstudien

in Auftrag

geben und Hoffnungen

schüren (siehe auch Seite 6).

Jetzt, kurz vor dem Ende der

Legislaturperiode, haben wir es

tatsächlich so weit geschafft,

dass es sehr wahrscheinlich ist,

dass vor dem 28. Juni nicht

einmal ein Planungsbeschluss

gefasst werden kann (siehe

Seiten 4/5). Man müsste die

unterschiedlichen Interessen

von Stadt, Land, Sturm und

GAK in kürzester Zeit auf einen

Nenner bringen. Und das wäre,

wenn man sich die vergangenen

fünf Jahre ansieht, wohl

wirklich überraschend. Aber:

Alles, was nicht mehr am

21. Mai im Gemeinderat

beschlossen werden kann, wird

fürs Erste in die Warteschleife

verschoben. Die neue Regierung

kann dann entscheiden,

ob und welche Themen sie

wieder herausholt. Vielleicht

führt diese Drucksituation ja

doch noch zu einem Planungsbeschluss,

manchmal erkennt

man den Wert der Dinge ja

erst, wenn man kurz davor ist,

sie zu verlieren. Bis dahin

tickt aber die Uhr.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Gabi

Hiller

Über den Weltfrauentag,

das

frühe Aufstehen

für den Ö3-Wecker,

ihren „Hawi

D’Ehre“-Podcast

und ihren Bezug

zu Graz.

Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?

Unter der Woche: Kaffee. Wenn ich sehr organisiert

bin – also ungefähr dreimal im Jahr –, gibt’s

Porridge mit Früchten, den ich ins Ö3-Studio

mitnehme. Am Wochenende liebe ich ein ausgedehntes

Frühstück. Gerne süß und herzhaft gemischt.

Auf jeden Fall muss es Eier geben.

Welchen Bezug, außer Paul (Pizzera) und

Philipp (Hansa), haben Sie zu Graz?

Graz ist für mich ein bisschen wie dieser eine

Freund, den man viel zu selten sieht, aber sofort

wieder ins Herz schließt. Gute Leute, gutes Essen,

und ich hab das Gefühl, dort versteht man

meinen Humor noch eine Spur schneller. Außerdem:

Jede Stadt, in der man mit Paul und Philipp

unterwegs war, hat automatisch sehr viele Geschichten

– und ein paar Erinnerungslücken.

Sie sind die Morgenstimme bei Ö3. Wie

schwer fällt das Aufstehen?

Sagen wir so: Mein Wecker und ich führen eine

sehr intensive Beziehung. Er sagt um 3.30 Uhr

„Guten Morgen“, ich sage: „Das ist ein schlechter

Scherz.“ Aber sobald ich im Studio bin und weiß,

ganz Österreich startet mit uns in den Tag, ist das

Aufstehen plötzlich gar nicht mehr so brutal. Ich

moderiere drei Wochen im Monat den Ö3-Wecker,

das heißt, in diesen drei Wochen gibt’s kaum

Treffen mit Freunden, da ich wie ein Kleinkind

um 20 Uhr ins Bett gehe. Ich hole mir die geballte

Dosis Freunde dann am Wochenende – das passt

gut. Und ich darf mit meinem besten Freund Philipp

den Wecker moderieren.

Gemeinsam mit Philipp und Paul haben

Sie einen der erfolgreichsten Podcasts Österreichs.

Hat der Erfolg Sie überrascht?

Total. Wir haben eigentlich nur das gemacht,

was wir immer machen: reden, lachen und uns

Gabi Hiller mit ihrem

liebsten Frühstück:

Kaffee. Am Wochen-

ende gibt’s dann

ein ausgedehntes

Frühstück. Eier müssen

immer dabei sein.

gegenseitig ein bisschen aufziehen. Dass daraus

einer der erfolgreichsten Podcasts in Österreich

mit über zehn Millionen Downloads wird, war

ungefähr so geplant wie mein erster Marathon –

also gar nicht. Aber offenbar gefällt den Hörern

unser authentisches Chaos. Und davon haben

wir genug. Wir hätten uns nicht gedacht, dass das

auch live so gut funktioniert. Es gibt Personen,

die haben uns schon 20-mal live gesehen.

Heute ist Weltfrauentag. Wie wichtig ist

dieses Thema für Sie?

Sehr wichtig. Ich finde, wir sollten an einem Tag

im Jahr besonders laut darüber reden – und an

den anderen 364 einfach konsequent danach

handeln. Gottseidank ändert sich was. Ich habe

das Glück, von starken und inspirierenden Frauen

umgeben zu sein – in der Familie, im Job, im

Freundeskreis. Und ich wünsche mir eine Welt,

in der Mädchen gar nicht mehr darüber nachdenken

müssen, ob ihnen etwas „zusteht“. Sondern

einfach loslegen. Möglichst laut. Und mit

Humor. Frei nach dem Motto: Sei du selbst, alle

anderen gibt es schon (ein Zitat, das oft Oscar

Wilde zugeschrieben wird). Wir spielen auf Ö3

am heutigen Weltfrauentag den ganzen Tag nur

starke Songs von starken Frauen. Auch das soll

uns alle inspirieren.

SABRINA NASERADSKY

Gabi Hiller wurde am 1. August 1985 in Horn geboren.

Nach der Matura studierte sie Betriebswirtschaft

und Journalismus. Seit 2007 ist sie bei

Ö3 tätig. Nach dem Abgang von Robert Kratky

übernahm sie 2025 gemeinsam mit Philipp Hansa

die Hauptmoderation des Ö3-Weckers. Gemeinsam

mit Hansa und Paul Pizzera betreibt sie

den äußert erfolgreichen Podcast „Hawi D’Ehre“.

KK



graz

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Solange Frauen nicht gleichgestellt

sind, brauchen wir über

neue Pflichten nicht reden!“

Klubobfrau KPÖ Claudia Klimt-Weithaler zur

Wehrpflicht für Frauen

KPÖ, FH JOANNEUM, GETTY

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

„Im Stadion wird

Bürgermeisterin Elke Kahr und

Wolfgang Malik

STADT GRAZ/FISCHER

Ehrenzeichen für

Wolfgang Malik

■ Nach mehr als 25 Jahren an

der Spitze der Holding Graz wurde

Wolfgang Malik im Grazer

Rathaus in feierlichem Rahmen

verabschiedet – und für sein

jahrzehntelanges Engagement

mit dem Goldenen Ehrenzeichen

der Stadt Graz ausgezeichnet.

Über 50 Gäste versammelten

sich, um ihm zu danken.

Allen voran dankte Bürgermeisterin

Elke Kahr dem Geehrten

persönlich und fachlich

gleichermaßen.

Solche Renderings wurden bereits gemacht. Wie das Stadion wirklich aussehen soll, weiß man noch nicht.

ZOOM

Bäuerliche Betriebe sollen damit

entlastet werden.

GETTY

Bürokratieabbau

für Landwirte

■ Mit der Novelle des Grundwasserschutzprogramms

Graz

bis Bad Radkersburg wollen

Landesrat Hannes Amesbauer

und Landesrätin Simone

Schmiedtbauer den Schutz

des Grundwassers sichern

und gleichzeitig bäuerliche

Betriebe entlasten.

Dies soll vor allem durch

Bürokratieabbau geschehen,

da die verpflichtende Messung

des Stickstoffgehalts im

Wirtschaftsdünger entfällt.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Sind die Frauenrechte in Österreich ausreichend gewährleistet?

■ Heute ist der internationale

Frauentag – im Zuge dessen

wollten wir von unseren Lesern

wissen, ob die Frauenrechte

in Österreich ausreichend gewährleistet

sind. Das Ergebnis

ist erschreckend: Mehr als

die Hälfte der Teilnehmer, also

fast 56 Prozent, findet, dass die

Frauenrechte in Österreich weiter

ausgebaut werden müssen.

Auf unserem Instagram-

Account @der_grazer haben

wir unsere Follower befragt,

welche Verbesserungen sie sich

für Frauen in Graz wünschen.

Die Antworten können Sie heute

auf unserem Account nachlesen.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

55,8 %

NEIN

44,2 %

JA

1182 Teilnehmer, nicht repräsentativ,

Stand: Freitag, 6. März, 12 Uhr, Foto: Getty


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 5

TOP

Studierendenrekord an FH Joanneum

Die FH Joanneum verzeichnet im

Studienjahr 2025/26 einen Höchststand

von rund 5700 Studierenden.

Gewalt an Frauen nimmt zu

Der Bericht „Steiermark – Gleichstellung

in Zah len 2025“ zeigt, dass die

Gewalt an Frauen ansteigt.

FLOP

nur Steuergeld versenkt“

ARG. Die Studienkosten

zum Stadion stehen

in der Kritik, auch der

Planungsbeschluss

dürfte sich vor der

Wahl nicht ausgehen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

lerersten Ranges! Eine Studie,

die wirklich alle Stückerln spielt,

kostet 50.000 bis vielleicht maximal

70.000 Euro.“

Auch der Umstand, dass zwei

Machbarkeitsstudien zu ein und

demselben Projekt durchgeführt

wurden, ist laut Strohecker nicht

handelsüblich. „So eine Machbarkeitsstudie

der Machbarkeitsstudie

ist ja unlogisch, irgendwo

hat jedes Projekt Grenzen, egal

wie oft man das prüft.“ Um das

Budget von 200.000 Euro kann

ein Architekt ein Jahr lang Vollzeit

nur an dieser einen Detailstudie

arbeiten und damit sehr

gut bezahlt sein. Strohecker:

„Gerade in Zeiten wie diesen, wo

alle sparen müssen, ist das schon

ein starkes Stück.“

Wunschkonzert

Der zuständige Stadtbaudirektor

Bertram Werle betont, dass

man neben den Kosten für einen

Architekten auch noch ein begleitendes

Anwaltsbüro, ein Verkehrsplanungsbüro

und einen

Gastronomie-Experten bezahlen

müsse. „Und natürlich halten wir

uns auch eine gewisse Reserve für

Die Machbarkeitsstudie

nach der Machbarkeitsstudie

zum Grazer Stadion

soll dazu führen, dass im

Mai im Gemeinderat nach knapp

fünfjähriger Diskussion endlich

ein Planungsbeschluss getroffen

werden kann. Ob es sich dabei

um ein Projekt um 70 Millionen

Euro oder eine Sanierung

um 30 Millionen handeln wird,

steht in den Sternen. Nachdem

die erste Studie 250.000 Euro

gekostet hat, überweist die Stadt

für die Detailstudie 200.000 Euro.

Summen, die der Grazer Architekt

Guido Strohecker nicht

nachvollziehen kann. „Das ist

Steuergeldverschwendung alungeplante

Kosten zurück.“ Nachdem

man in der ersten Studie

ein „Wunschkonzert-Stadion mit

23.000 Plätzen“ geprüft hat und

zum Schluss gekommen ist, dass

dieses nicht finanzierbare 150

Millionen Euro kosten würde, liegt

die Vorgabe für die zweite Detailstudie

bei einem Budget für 60 bis

70 Millionen Euro. Ein enormer

Unterschied, durch den man mit

der Planung teilweise wieder bei

null beginnen muss. „Anstelle eines

Neubaus müssen wir jetzt von

einer Modernisierung im Bestand

ausgehen“, erklärt Werle, der die

Architekt Guido Strohecker kritisiert

das Vorgehen beim Stadion.

OTT

Studie mit Ende April abgeschlossen

haben möchte.

Erst nach der Wahl

„Dann bleiben noch drei Wochen

Zeit bis zum Gemeinderat,

in dem über den Planungsbeschluss

abgestimmt wird“, zeigt

man sich im Büro von Finanzstadtrat

Manfred Eber optimistisch.

Allerdings dürfte hier die

Zeit trotzdem knapp werden.

Um über den Planungsbeschluss

seriös abstimmen zu können,

braucht es zusätzlich nämlich ein

Betriebskonzept. In dieses sind

die Finanzdirektion, das Land

und die beiden Vereine Sturm

und GAK mit eingebunden. Auch

wenn derzeit schon Vorgespräche

laufen, wird man erst nach vorgelegter

Machbarkeitsstudie konkret

werden können. Und dafür

wird es laut Insidern noch einige

politische Runden geben müssen.

Womit sich der Planungsbeschluss

für das Stadion trotz aller

investierter Kosten höchstwahrscheinlich

in die nächste Legislaturperiode

verschiebt und damit

alle Karten erst wieder neu gemischt

werden müssen.


202425010

6 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

K O M M E N T A R

von

Sabrina

Naseradsky

✏ sabrina.naseradsky@grazer.at

Eher ein Tag,

sich Gedanken

zu machen

H

eute feiern wir den

Weltfrauentag. Doch ist

es ein Tag zum Feiern,

oder sollten wir uns nicht

eher Gedanken machen? Wir

sind von „Gleicher Lohn für

gleiche Arbeit“ noch weit

entfernt. Der Gender Pay Gap

schließt sich nur langsam.

Nach wie vor leisten Frauen

die meiste Care-Arbeit. Auch

könnte man durch diverse

Strömungen, wie die Trad-

Wife-Bewegung (Leben nach

dem traditionellen Rollenverständnis

unserer Großmütter),

die zu uns schwappen,

den Eindruck gewinnen, dass

wir uns rückwärts statt

vorwärts bewegen. Wir haben

erfolgreiche Grazer Frauen

gefragt, welche Botschaft sie

jungen Frauen mitgeben

wollen (siehe unsere Geschichte

auf Seite 10/11). Und

die meisten haben mit Mut

geantwortet. Mut, die Dinge

anzugehen, Mut, seinen

eigenen Weg zu gehen. Man

kann sich diese Damen ruhig

zum Vorbild nehmen. Viele

von ihnen haben sich in

Männerdomänen durchgesetzt

und auch den Spagat

zwischen Karriere und

Familie erfolgreich gemeistert.

Das zeigt, es muss nicht

heißen „entweder, oder“,

sondern „sowohl als auch“.

Doch dafür müssen wir als

Gesellschaft alle an einem

Strang ziehen und vor allem

der Politik auf die Finger

klopfen, damit sie endlich

Chancengleichheit schafft.

Worüber

Graz spricht ...

redaktion@grazer.at

Der Wahltermin kommt

näher, und die Nerven

liegen blank. So präsentierte

die Bürgermeisterin-Partei KPÖ

ein pipifeines Hochglanzbüchlein

als „Zwischenbericht“. Die

Palette der Kommentare dazu

reicht von überheblich bis hin

zu siegessicher. Fix ist offensichtlich,

dass Elke Kahr mit diesem

„Halbzeitsammelsurium“ zum

Ende der Legislaturperiode

an ihrer Wiederwahl keinen

Zweifel lässt und bereits jetzt die

zweite Hälfte anpfeift. Darüber

hinaus beanspruchen die

Kommunisten die mehr oder

eher weniger spektakulär klingenden

Leistungen auch ihrer

Mitbewerber vom Verkehr bis

zur Bildung in der Publikation

für sich, führen Projekte der Vorgänger

als Erfolgsbilanz.

***

Besonders nervös dürfte es

wohl in der Begegnungszone

der Grünen zugehen. So

versucht man sogar, Meinungsumfragen

aus dem Juni 2025,

die bereits exklusiv in einem

Medium im November vergangenen

Jahres publiziert wurden,

nochmals „topexklusiv“ zu

platzieren. Dabei vergisst man,

dass gerade bei Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner oft

nicht gilt, was vor einem Jahr

noch unverrückbar war. Just

vor der Wahl möchte man nun

die allseits „beliebten“ Poller

in der Marburgerstraße doch

rückbauen, wird trotz angeblich

überzeugender Evaluierung der

Radlobby die Schmiedgasse nun

doch zur verbotenen Zone für

die Pedalritter. Obwohl sie alles

dagegen versuchte, wird jetzt

auch die Unterführung in der

Josef-Huber-Gasse gebaut. Die

echten Leuchttürme wie die Remise

in der Steyrergasse bringen

wegen durch die Verzögerungen

entstandener Mehrkosten maximal

für Baufirmen auch einen

Mehrwert. Von Windrädern

oder Grünoasen am Dach ist

keine Rede mehr.

***

Weitaus ruhiger geht es beim

Dritten im Bunde der Koalition,

der SPÖ, zu. Nachdem

man sich operativ wohl vom

eigenen Wahlkampfschlager, der

Stadionlösung, verabschiedet

hat, plakatiert man zwar die

Spitzenkandidatin Doris Kampus

mit einer großen „1“ zum

Thema Gesundheit, beschränkt

sich aber meist auf Petitionen an

das Land. Dafür glänzt man des

Öfteren beim Enthüllen neuer

Straßen- oder Brückennamen.

Still ist es meist auch in der

ÖVP. Worüber man gerade beim

Kernthema der Schwarzen, der

Wirtschaft, spricht, kann man

Kurt Hohensinner und seinem

Team nicht entlocken. Beharrlich

trommelt man den Wunsch

nach Umbruch, das „Wie“ bleibt

Fantasie.

***

Da ist es im Kreis der Neos

schon lauter, hallte doch

der Ruf des Chefs Philipp Pointner

nach seinem Kumpel Alexis

Pascuttini durchs Rathaus. Und

dieser wechselt, nachdem sein

Werben um ein ÖVP-Ticket nicht

erhört wurde, wieder einmal

die Partei und trägt in Zukunft

womöglich Pink.

Ebenfalls zu einem Wechsel

könnte es bei der Citycom

kommen, denn dort sucht man

eine neue Geschäftsführung.

Interessierte sollten aber aufpassen,

denn so ganz genau ist nicht

klar, wofür man sich da bewerben

würde. Beteiligungsreferent

Manfred Eber hat nämlich einen

sogenannten „Stärkungsprozess“

initiiert, bei dem erst Ende

März herauskommen soll, was

man mit der Citycom vorhat. Bis

zur Ausgliederung ist alles möglich;

ob es dann überhaupt noch

einen Geschäftsführer braucht,

steht in den Sternen.

***

Das mit dem Winter ist auch

so eine Sache. Der kolportierte

Nachfolger von Karl Dreisiebner

als Klubobmann der

Grünen, Tristan Ammerer, hat

das mit dem Klimawandel wohl

noch nicht ganz intus (siehe

Foto). Völlig überraschend gibt’s

in der kältesten Jahreszeit auch

Schnee in Graz. Man darf sich

schon freuen auf die Wandlung,

wenn er linientreu mit seiner

Partei wohlig-warme Wintertage

kritisieren darf.

In Graz fällt Schnee im Winter, man glaubt es kaum. Oder meint Tristan

Ammerer mit „Nein Danke“ doch das kühle Blonde im Hintergrund?

FB

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz;

Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit

Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer

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Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 7

Wüster Wetzelsdorfer Wahlkampf

EMOTIONAL. Auch im Bezirk Wetzelsdorf hat der Wahlkampf begonnen: Bezirksvorsteher-Stv. Peter

Sauermoser kritisiert fehlende Sitzungen, Bezirksvorsteherin Belinda Walkner kontert vehement.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Ich bin seit 1998 im Bezirksrat,

und bis zum Jahr 2021 hat es

das noch nie gegeben, dass

der Bezirksrat nicht beschlussfähig

war. Jetzt haben wir das

seit 13. November nicht mehr

zusammengebracht“, ärgert sich

der Wetzelsdorfer Bezirksvorsteher-Stellvertreter

Peter Sauermoser.

„Bei der letzten Sitzung

am 26. Februar fehlten alle Bezirksräte

der KPÖ und eine von

den Grünen. Damit waren wir

wieder einmal nicht beschlussfähig.

Es herrscht reines Chaos.“

Tatsächlich liest sich die jüngere

Geschichte des Wetzelsdorfer

Bezirksrats turbulent: Bereits

im Oktober 2024 legte Belinda

Walkner (SPÖ), die Christoph

Richter von der KPÖ nachfolg-

te, ihr Amt wie vereinbart zurück.

Ihr sollte Bettina Sticher

(Grüne) folgen. Bei der dementsprechenden

Bezirksratssitzung

waren allerdings die KPÖ-Mandatare

nicht anwesend, weshalb

die nötige Mehrheit nicht gegeben

war. Sie war dann ein Jahr im

Amt, im Dezember 2025 ist allerdings

wieder Walkner gewählt

worden, die schließlich angelobt

wurde.

Gegen die Vorwürfe Sauermosers

wehrt sich Bezirksvorsteherin

Belinda Walkner allerdings

vehement: „Eigentlich kommt

Sauermoser selbst nie zu den Sitzungen,

darum ist der Vorwurf

schon sehr spannend. Bei den

fünf großen Bezirksversammlungen

war er zum Beispiel kein einziges

Mal anwesend. Überhaupt

hat die ÖVP in der ganzen Legislaturperiode

keinen einzigen

Bezirksvorsteherin Belinda Walkner und ihr Stellvertreter Peter Sauermoser

lassen im Bezirk Wetzelsdorf bereits die verbalen Fäuste fliegen. STADT GRAZ (2)

Antrag eingebracht. Das kann

man alles in den Protokollen öffentlich

einsehen. In Wahrheit

war genau ein Bezirksrat im Jahr

2022 aufgrund von Krankheiten

nicht beschlussfähig, sonst alle.“

Der Wahlkampf hat also auch in

Wetzelsdorf offiziell begonnen.

Leider kein Weg

Mit der Sanierung des Spazierwegs am Rand des Stadtparks gegenüber

des Landessportzentrums soll in Kürze begonnen werden.

KK

SPERRE. Am Rand des

Stadtparks soll ein gesperrter

Weg in Kürze

saniert werden.

Wenn es Winter ist in

Graz, sind zahlreiche

Wege und Pfade vor allem

im Stadtpark mit einer Wintersperre

belegt. So auch in der

Jahngasse/Parkstraße wo sich

gegenüber dem Landessportzentrum

ein Spazierweg am Rand

des Stadtparks befindet. Dieser

Weg ist jedoch nicht nur aufgrund

des Winters, sondern aus

Sicherheitsgründen dauerhaft

gesperrt. Obwohl gesperrt, wird

der Weg dennoch von Spaziergängern

genutzt.

Sanierung

Wir haben bei Thomas Fischer,

Leiter des Straßenamtes der

Stadt Graz, nachgefragt: „Ja, der

Weg ist derzeit aus Sicherheitsgründen

gesperrt. Eine Sanierung

des Weges ist in Vorbereitung.“

Diese muss jedoch mit viel

Bedacht vorgenommen werden,

da der Weg Teil des Stadtparks

ist und somit auch unter speziellem

Schutz steht. Die zuständige

Abteilung für Grünraum und Bewässerung

ist hier auch mit dem

Denkmalamt im Austausch.

Derzeit ist der Weg gesperrt.

KK


8 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Ein Grünstreifen der

So soll der Tummelplatz nach dem

Umbau aussehen. TIMMER, FRÖHLICH, KONRAD

Begrünung am

Tummelplatz

■ Mit dem Spatenstich hat

der Umbau des Tummelplatzes

begonnen. Herzstück der

Neugestaltung sind die rund

35 Bäume, die künftig für

Schatten, Abkühlung und ein

deutlich besseres Mikroklima

sorgen werden. Sechs bestehende

Bäume bleiben erhalten

und werden durch 29 weitere

ergänzt. „Aus einer versiegelten

Fläche entsteht ein Stück

Grünraum mitten im Herzen

der Stadt“, freut sich Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

UNSCHÖN. Der Taxi-

Stand in der Koßgasse

verfügt über keine WC-

Anlagen, deswegen

muss der anliegende

Grünstreifen herhalten.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Wenn Taxi-Fahrer auf die

Toilette müssen, sind sie

auf das öffentliche WC-

Netz angewiesen. In Waltendorf

sorgt das allerdings für Probleme.

Vor einigen Jahren wanderte der

Taxi-Stand von der Plüddemannin

die Koßgasse, doch nun reicht es

einer Anwohnerin. „Es ist unmöglich“,

berichtet sie. Die Taxi-Lenker

nützen ihre Pausen an dem Standort

für einen WC-Besuch in der Natur.

„Ich sehe von meinem Balkon

zum Taxi-Stand hinunter“, erzählt

die Anwohnerin: Immer wieder

wählen die Lenker den schnellen

Weg ins Gebüsch, um sich zu erleichtern.

Dabei sollen sowohl kleinere

als auch größere Geschäfte erledigt

werden. „Genau vom ersten

Taxi-Platz führt schon ein Weg hinein“,

weiß sie. Ab und zu werden

dabei auch Papiere und andere unschöne

Reste zurückgelassen.

Lösungen zu teuer

In der Taxi-Branche versteht man

das Problem, in der Vergangenheit

sah man beim Standort in der Plüddemanngasse

(bis 2016) vor dem

Fastfood-Restaurant durchaus Vorteile.

„Dort bestand die Möglichkeit,

kurzzeitig Gastronomieangebote

(z. B. für eine Jause oder einen

Kaffee) sowie vorhandene Sanitäranlagen

zu nutzen“, heißt es aus der

878-Zentrale. Weiters erklärt man,

dass hier bislang kein Problem gemeldet

wurde. „Aus unserer Sicht

bestehen keinerlei Hinweise darauf,

dass derartige Zustände durch

Fahrer unserer Zentrale verursacht

werden.“ Selbstverständlich werden

diese Rückmeldungen ernst

genommen, ein derartiges Verhalten

sei aber „nicht plausibel“. Für

Toilettengänge seien Lenker wie

alle anderen Verkehrsteilnehmer

auf öffentliche Anlagen, Gastro-

Betriebe oder Tankstellen angewiesen.

„Aus unserer Sicht wäre

es wünschenswert, gemeinsam

mit den zuständigen Stellen ein

flächendeckendes System mit Sanitärmöglichkeiten

bei Taxi-Standplätzen

zu prüfen“, erklärt man.

Bei der Wirtschaftskammer hält

man diese Idee durchaus für sinnvoll.

„Wir haben aber kein Budget

dafür“, erklärt Spartengeschäftsführer

Peter Lackner. Sowohl Errichtung

als auch Instandhaltung

seien finanziell nicht zu stemmen.

Vielmehr sieht er die Stadt in der

Pflicht, die WC-Anlagen „im Sinne

der Öffentlichkeit“ auszubauen und

zugänglich zu halten – Stichwort

Lendplatz, wo man mit starken Verschmutzungen

zu kämpfen hat.

Oh, là, là über den Dächern

KULINARISCH. Von 11. bis 28. März verwandelt sich die SkyBar Graz an ausgewählten

Abenden in das „Bistrot Joséphine“ – ein französisches Pop-up.

Daniela Schlüsselberger fordert ein

Gesundheitszentrum für Frauen.SPÖ GR KLUB

Gesundheit der

Frauen im Fokus

■ Frauengesundheit ist ein

oft vernachlässigtes Thema.

SPÖ-Klubvorsitzende Daniela

Schlüsselberger fordert daher

in einer Petition an das Land

Steiermark ein eigenes Gesundheitszentrum

für Frauen in Graz.

Denn laut Schlüsselberger sind

Frauen oft medizinische Randfälle.

Auch die Grazer SPÖ-Vorsitzende

und Spitzenkandidatin

Doris Kampus unterstützt diese

Initiative: „Frauengesundheit

braucht endlich jene Aufmerksamkeit,

die sie verdient.“

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Seit Jahren steht das Restaurant

Schlossberg hoch über

den Dächern von Graz für

außergewöhnliche Kulinarik

und unvergessliche Ausblicke.

Nun verwandelt sich die SkyBar

an ausgewählten Abenden in das

„Bistrot Joséphine“, ein französisches

Pop-up.

Genusswelt

Mit dem Bistrot präsentieren Patron

Christof Widakovich und

Executive Chef Markus Meichenitsch

ein neues Pop-up-Konzept,

das temporäre Genusswelten

entstehen lässt. Den Auftakt

bildet – ganz im französischen Stil

– die Grande Dame der Herzen.

Rot-weiß gedeckte Bistrotische,

weiße Mundservietten und französische

Chansons entführen für

einen Abend nach Paris.

„Das gesamte Schlossberg-

Team ist extra nach Paris geflogen

und hat die französische

Küche aufgesogen“, erzählt

Meichenitsch. Durch die Abende

führt als „Joséphine-Maître“

Marcel Müller. Gemeinsam mit

seinem Team eröffnet er den

Frankreich-Kurztrip mit einem

rollenden Aperitifwagen.

„Die Cuisine Française fasziniert

mich schon ewig. Sie ist das

Fundament der modernen europäischen

Hochküche. Gleichzeitig

ist sie große Kulinarik im Alltagsgewand“,

so Widakovich.

Für nur 99 Euro pro Person lässt

sich das französische 4-Gänge-

Menü genießen und für einen

Abend dem Alltag entfliehen.

Christof Widakovich (r.) und

Markus Meichenitsch KYRILLOS MIKHAIL


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 9

großen Geschäfte

Beim Taxi-Stand in der Koßgasse erleichtern sich Lenker häufig am angrenzenden Grünstreifen (rechts im Bild). LUEF

R. Sommersacher, S. Loseries, A. Reischl,

S. Yorgun, A. Rieger (v. l.) PRESSECLUB

Kommunikation

im Krisenfall

■ Zu einem spannenden Clubabend

lud der Presseclub Steiermark

mit Alexandra Reischl und

der PRVA Steiermark mit Andreas

Rieger. Die Pressesprecher Sabri

Yorgun (Polizei) und Stefan Loseries

(Rotes Kreuz) sowie Roman

Sommersacher (Krisenkommunikation

Stadt Graz) berichteten

über die Kommunikation während

des Amoklaufs in Graz. Sie gewährten

einen interessanten Blick hinter

die Kulissen der Einsatzorganisationen.

Auch ihre persönlichen

Eindrücke kamen nicht zu kurz.


10 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Liebe junge Frauen, seid

TRAUT EUCH. Zum Internationalen Frauentag haben wir elf erfolgreiche Grazerinnen gefragt,

welche Botschaft sie jungen Frauen mit auf den Weg geben würden. Die Antworten sind eindeutig:

Seid mutig, glaubt an eure Fähigkeiten und geht euren eigenen Weg mit Herz und Lebensfreude!

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten

braucht es Menschen, die mutig und

positiv nach vorne blicken und gestalten.

Liebe junge Frauen: Seid mutig und

selbstbewusst! Traut euch auch in

die erste Reihe, um Verantwortung

für unsere Gesellschaft zu

übernehmen. Mut steckt an. Das

braucht die Gesellschaft: Frauen,

die sich etwas zutrauen, damit die

Welt für uns alle besser wird.“

Nora Tödtling-Musenbichler, Direktorin der Caritas Steiermark

und Präsidentin der Caritas Österreich CARITAS/HARALD EISENBERGER

Ich wünsche jungen Frauen, dass sie den

Mut haben, beruflich das zu tun, was

Freude macht und wovon sie überzeugt

sind. Die Freude am eigenen Tun

sollte immer im Vordergrund

stehen. Ebenso wichtig ist es,

das Miteinander zu pflegen

und Netzwerke zu nutzen, die

stärken und dadurch auch neue

Chancen eröffnen.“

Susanne Haubenhofer, Geschäftsführung Tourismusverband

Region Graz FEDOROVA

Wichtig ist, dass junge Frauen zu ihren Träumen

stehen, diese auch umsetzen und sich von

nichts und niemandem abhalten lassen. Ich

wünsche ihnen den Mut, das alles zu tun,

und eine Mentorin an ihrer Seite, die

sie unterstützt. Unternehmerinnen

sind auf dem Vormarsch. Wenn man

den Wunsch hat, Unternehmerin zu

werden, sollte man das machen.“

Mein Rat an Frauen in der Wissenschaft und

darüber hinaus ist, den eigenen Weg mit

Selbstvertrauen zu gehen und sich nicht entmutigen

zu lassen. Gerade dort, wo Strukturen noch

nicht vollkommen gleichberechtigt sind, braucht es

Mut, sichtbar zu sein, Verantwortung zu übernehmen

und für die eigenen Ziele einzustehen. Und vor

allem: Lassen Sie sich nicht vom Weg

abbringen. Ihre Perspektiven, Ihre

Ideen und Ihre Führung sind für

Wissenschaft und Gesellschaft

unverzichtbar.“

Andrea Kurz, Rektorin der Med Uni Graz

HELMUT LUNGHAMMER

Meine Generation hat im jahrzehntelangen

Kampf für den Feminismus schon viel

erreicht. Ich hoffe, dass viele junge Frauen

weitermachen, weil sie spüren, dass es sich lohnt.

Undogmatisch, aber mit klarer Haltung und viel

Lebensfreude und Widerstandskraft

– gegen tradierte Geschlechtermodelle

und die sich immer wieder

neu formierenden chauvinistischen

Allianzen.“

Ihr könnt das. Traut euch

mehr zu, ihr seid gut.

Die meisten von euch

sind sehr, sehr gut ausgebildet,

das muss ich wirklich sagen.

Und ihr habt das Know-how im

Background. Traut euch zu, das

einzusetzen.“

Andrea Vilter, Intendantin Schauspielhaus

Graz

JOHANNA LAMPRECHT

Gabi Lechner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer

Steiermark ULF THAUSIG

Monika Cisar-Leibetseder, Generaldirektorin der Volksbank

Steiermark

SCHERIAU


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 11

mutig und geht euren Weg

Man darf sich nicht vom Weg abbringen

lassen. Als Frau muss man immer ein

bisserl mehr tun und sich womöglich

mehr anstrengen als die anderen.

Man muss zielstrebig und konsequent

bleiben, darf dabei

aber nicht sein Herz verlieren,

die Empathie zum Beispiel

darf nicht auf der Strecke

bleiben.“

Alice Loidl, Vorständin der Holding Graz

SCHERIAU

Nachdem eines meiner größten

Vorbilder Pippi Langstrumpf

ist, muss es

sein:

Seid frech und wild und

wunderbar! Seid mutig,

selbstbestimmt und geht

euren Weg mit Leidenschaft,

Leichtigkeit und

Neugierde.“

Elisa-Maria Steinberger, Citymanagerin Graz

SCHERIAU

Als einzige Frau im Vorstand eines Fußballvereins

erlebe ich, wie wichtig unterschiedliche

Perspektiven sind. Deshalb möchte ich

jungen Frauen mitgeben: Habt den Mut, Räume zu

betreten, in denen ihr vielleicht zuerst die Einzige

seid – denn genau dort braucht es eure Perspektive.

Glaubt an eure Fähigkeiten, bleibt euch selbst

treu und lasst euch nicht einreden, dass etwas

,nichts für Frauen‘ sei. Veränderungen

beginnen oft mit einer Person, die

den ersten Schritt macht. Unterstützt

euch gegenseitig und geht euren Weg

mit Selbstvertrauen und Leidenschaft.“

Susanne Gorny, Mitglied des Vorstandes des

SK Sturm GrazFEDOROVA

Eure Ideen sind wertvoll, und eure Perspektiven

werden gebraucht. In Forschung,

Unternehmertum und

Kultur entsteht Fortschritt dort,

wo Mut auf Neugier trifft.

Wartet nicht darauf, entdeckt

zu werden – zeigt euch,

vernetzt euch und gestaltet

selbstbewusst mit. Jede

von euch kann Veränderung

anstoßen, und gemeinsam

schaffen wir Räume, in denen

Frauen sichtbar und wirksam sind.“

Kathryn List, CEO der AVL Cultural Foundation GmbH

STADT GRAZ/FOTO FISCHER

Ich wünsche den jungen

Frauen den Mut, neue

Dinge auszuprobieren.

Sowie den Mut, sich dafür

einzusetzen, dass es uns

an 365 Tagen im Jahr gibt.“

Nina Zechner, stellvertretende

Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung

Steiermark

KANIZAJ


12 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Fast täglich gibt es Staus auch Am Lindenkreuz: Die Autos kommen aus

der Franz-Riepl-Gasse. Igel leben hier besonders gefährlich. KK (2)

Anrainer wollen Gasse

für Igel sperren lassen

ZU VIEL VERKEHR. In der Franz-Riepl-Gasse

wird seit Jahren eine Igelschutzzone gefordert.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Wir Anrainer halten diese

Zustände nicht mehr

aus!“, klagt Carmen

Gogg. Je nach Tageszeit wird in

der Franz-Riepl-Gasse im Bezirk

Gries entweder viel zu schnell gerast,

oder es staut sich. „Wir Anrainer

zahlen bis zur Mitte der Straße

Grundsteuer, und die Straße wurde

von uns finanziert! Ursprünglich

war es eine Schotterstraße“,

argumentiert Gogg. Schon ganze

17 Mal sei ein Auto bei einem Ausweichmanöver

in ihr Tor gefahren.

Alle bisherigen Versuche, die

beliebte Durchzugsstraße verkehrszuberuhigen,

haben nicht

gefruchtet: Ein offenes Bücherregal

wurde aufgestellt, Informationstafeln

wurden gekauft und die

Gasse einmal mithilfe der Ini tiative

„Auto frei Tag“ gesperrt. Ein entsprechender

Antrag wurde in der

Bezirksratssitzung im Juli 2025 bereits

beschlossen.

Seither ist nichts passiert. Dabei

kämpft Gogg nicht nur um der

Anrainer selbst willen für weniger

Verkehr, sondern vor allem für

die Igel. Denn in dem Gebiet sind

besonders viele der kleinen Insektenfresser

unterwegs. Mindestens

zehn kommen pro Nacht zum

kleinen Futterhaus – und werden

immer wieder von Autos verletzt.

Gogg pflegt bereits in dritter Generation

Igel bei sich zuhause – unterstützt

vom Verein „Igelfreunde

für ganz Österreich“: 15 sind es

momentan, bald wachen sie aus

dem Winterschlaf auf.

„Es geht ums Überleben! Es geht

um ein lebenswertes Leben von

uns Anrainern! Es geht um Schutz

von Kindern, Radfahrern und Familien!

Es geht um die Vermeidung

von materiellen Schäden!“, appelliert

Gogg noch einmal an die Zuständigen

in der Verkehrsabteilung.

Ihr Vorschlag: „Die Straßensperre

ist sehr günstig und leicht umsetzbar.

Wir brauchen nur zwei Betonsperren.

So können sogar Lkw

umdrehen, Radfahrer vorbeifahren,

und alle Probleme hier wären

endlich gelöst.“

Hinweisschilder

„Wenn Wildtiere wie Igel gefährdet

sind, gilt es, rasch konkrete

Maßnahmen zu setzen, um ihre

Situation zu verbessern. Ich habe

bereits entsprechende Schritte

in Auftrag gegeben“, so Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

„Achtung Igel“-Hinweisschilder

sollen angebracht werden. Auch

Naturschutzbeauftragter Michael

Tiefenbach befürwortet das.

Grazer Designer geht

einen neuen Weg

FRISCHER WIND. Der Modedesigner Manuel Essl

schließt nach zwei Jahren seinen Store in Wien.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Der aus Graz stammende

Designer Manuel Essl

wagte im Jahr 2024 den

Schritt nach Wien, um dort

mit seinem Modelabel neue

Wege einzuschlagen und seiner

kreativen Arbeit ein erweitertes

Umfeld zu geben.

Zwei Jahre später zeichnete

sich erneut ein Wendepunkt

ab: Mit Anfang des neuen Jahres

sollte frischer Wind in sein

Leben kommen, der neue Impulse

für seinen persönlichen

Weg bringt.

Neuer Fokus

Im Jahr 2017 eröffnete der

Grazer Modedesigner sein

Geschäft in der Münzgrabenstraße

5. Fast sieben Jahre

lang war diese Adresse ein fixer

Anlaufpunkt für seine Arbeit

und seine Entwürfe. Um

sich und sein Label weiterzuentwickeln,

ging die Reise

2024 nach Wien.

Wie Essl in den Sozialen

Netzwerken bekanntgab,

schloss er dieses Jahr auch

diesen Store.

„Es ist einfach eine herausfordernde

Zeit, ich bin etwas

Der gebürtige

Grazer

Modedesigner

möchte nun

neue Wege

einschlagen.

Was genau er

vorhat, sagt er

noch nicht.

STEFAN J. WOLF

ausgelaugt von den letzten

Jahren und habe mich für

diesen Schritt entschieden.

Auch, um wieder etwas Alltag

zu bekommen nach all den

Jahren Store-Leben“, erklärte

uns der Designer.

Doch das ist kein Abschied

für immer, Essl möchte neue

Wege einschlagen und Veränderungen

vornehmen, auf die

er selbst schon sehr gespannt

ist.

„Es wird keinen neuen eigenen

Store geben, aber ich

mach weiter mit Manuel Essl

Design. Es wird ein etwas anderes

Konzept geben – nicht

nur Mode – mit einem ,privaten‘

Atelier in der Wohnung

in Wien mit Terminvereinbarung“,

so Essl.

Bis dato lag der Fokus auf

exklusiven Taschen, außergewöhnlicher

Damenmode

sowie handgefertigten Accessoires,

die durch ihre Einzigartigkeit

und Qualität überzeugten.

Auf Essls Homepage besteht

noch die Möglichkeit,

einzelne Kleidungsstücke im

Abverkauf zu erwerben und

sich damit die vorerst letzte

Chance auf eines seiner Teile

zu sichern.


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 13

Neuer Trödlerladen kommt

NEUERÖFFNUNG. In Andritz gibt es einen neuen Secondhand-Laden für Möbel, Bücher und Co. Im

Shopping Nord hat eine Drogerie für Bio-Kosmetik und nachhaltige Mode aufgesperrt.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

ReUse Steiermark eröffnet

am kommenden Samstag

einen neuen Trödlerladen

am Arlandgrund. Auf mehr als

470 Quadratmetern werden Möbel,

Elektrogeräte, Bücher, Geschirr

und Ähnliches angeboten.

Außerdem gibt es einen eigenen

Secondhand-Werkzeugmarkt.

Nicht weit entfernt im Einkaufszentrum

Shopping Nord ist

eine neue Drogerie mit Bio-Kosmetik

am Start: Im Obergeschoss

hat Katy Mina Anfang dieser

Woche die zweite AP-Filiale

(nach der in der Plüddemanngasse)

eröffnet. Man bekommt

dort qualitative Naturkosmetik,

biologische Naturprodukte

und Bio-Lebensmittel. Außerdem

steht auch eine Auswahl an

nachhaltiger Mode, Näh-, Häkelund

Strickarbeiten sowie echtem

Kunsthandwerk zum Verkauf.

In der Merangasse hat kürzlich

ein neues Studio für Thai-Massagen

aufgesperrt. FeelGood nennt

sich der Ort, der seinen Kunden

eine entspannende Auszeit

bieten möchte. In der St.-Peter-

Hauptstraße 79 ist das Nagelstudio

soFine beauty neu dazugekommen.

Graz-Umgebung

Die Rema Handels GmbH hat ihr

Standortnetz erweitert und am

Montag eine neue Filiale in der

Kalsdorfer Straße in Feldkirchen

eröffnet. Seit 1999 werden von

der Firma Profis aus Hochbau,

Tiefbau und Werkzeughandel

beliefert. Der Schwerpunkt des

neuen Standorts liegt auf Dach,

Holzbau und Estrich.

Geschäfts

Börse

www.grazer.at

Neuzugang im Grazer Shopping Nord: Centerleiterin Heike Heinisser (l.)

begrüßt AP-Biokosmetik-Geschäftsführerin Katy Mina.

SHOPPING NORD


14 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Gastro

Börse

www.grazer.at

Regina Teferl mit EfR-Neo-

Eigentümer Jelica Vjekoslav

Neue Führung

bei EfR Graz

RIPIX

■ Einen neuen Eigentümer

hat nun das traditionsreiche

Unternehmen EfR Graz. Mit

Jelica Vjekoslav übernimmt

ein erfolgreicher Unternehmer

den Betrieb. Vjekoslav

will die erfolgreiche Entwicklung

fortsetzen und mit frischem

Elan und klarer Vision

in die Zukunft führen. Ihm zur

Seite steht immer noch unterstützend

Regina Teferl, vormals

Besitzerin von EfR Graz.

Die Centerleiterin des Shopping

Nord Heike Heinisser SHOPPING NORD

Shopping Nord

ist volljährig

■ Das Shoppingcenter Shopping

Nord feiert im März sein

18-jähriges Bestehen mit Angeboten

und einer Geburtstagsfeier.

„Unser 18. Geburtstag ist ein Meilenstein

für das Shopping Nord.

Mit unserem Partyprogramm

möchten wir unseren Kunden etwas

zurückgeben und Danke sagen

– für ihre Treue, ihr Vertrauen

und die vielen gemeinsamen

Jahre“, erklärt Centerleiterin Heike

Heinisser, die sich über das

18-jährige Bestehen freut.

NEU. Coff’n Go ist in die ehemalige Pastaria in der Zinzendorfgasse eingezogen,

Dook’s ins Conte im Styria Center. In Reininghaus gibt’s jetzt Noodle King.

Gute Nachrichten für Grazer

Kaffeeliebhaber: Sie

kommen in gleich zwei

neuen Coffee-Shops auf ihre Kosten.

In der Zinzendorfgasse wird

das Angebot durch „Coff’n Go“

erweitert. Pünktlich zum Semesterstart

an der Uni zog das Lokal

in die ehemaligen Räumlichkeiten

der Pastaria. Serviert werden

neben einer breiten Auswahl an

Kaffee auch kleine Snacks wie

backfrische belegte Kornspitz

oder Käsestangerl.

Der beliebte Grazer Coffeeshop

Dook’s in der Griesgasse 7 hat am

6. März einen zweiten Standort

in der Volksgartenstraße 1 eröffnet.

In den ehemaligen Räumlichkeiten

des Conte gibt es nun

unter anderem klassischen Kaffee

sowie verschiedene Specials

wie Pumpkin Spice Latte oder

Smoothies.

Auch für Matcha-Liebhaber ist

einiges dabei: Der auf Instagram

gehypte Iced Strawberry Matcha

Latte steht ebenfalls auf der Karte.

In der Zinzendorfgasse

hat das

Coff’n Go eröffnet

und serviert den

Studierenden

Kaffee und

Snacks.

Bei Mangolds lädt

der neue Gastgarten

(kl. Bild)

zum Verweilen

ein.

KK, LEX KARELLY

Zwei neue Coffee-Shops

haben in Graz eröffnet

Neuer Noodle King

Über gastronomischen Zuwachs

darf sich jetzt endlich auch der

noch nicht mit breitem Angebot

gesegnete Stadtteil Reininghaus

freuen: An der UNESCO-Esplanade

neben Martin Auer hat die Asia-

Kette Noodle King eröffnet. Anders

als in der bestehenden Filiale in

Puntigam gibt es in dem rund 400

Quadratmeter großen Restaurant

auch zahlreiche Sitzmöglichkeiten

vor Ort. Frische Farben wurden

dafür gewählt: Platz nehmen kann

man auf pinken und hellgrünen

Sesseln. Die Speisen – verschiedene

Sushis und Makis sowie

klassische asiatische Gerichte mit

Nudeln oder Reis – bestellt man an

der knallgrünen Theke.

News vom Mangolds

Auch in der Griesgasse gibt es

Neuigkeiten, denn Mangolds

startet in die Frühjahrs-Saison.

Passend dazu eröffnet kommende

Woche der Gastgarten. Durch

die Neugestaltung der Gasse gibt

es mehr Platz und damit auch einen

neuen Gastgarten des Lokals.

Mit den steigenden Temperaturen

kann man nun auch outdoor

genießen.

Perfekt dafür eignen sich die

Creamy Coffees, die ebenfalls

mit dem Start in die neue Saison

den Weg auf die Speisekarte gefunden

haben. Auf den cremigen

Kaffee kommt als wesentlicher

Geschmacksträger noch Schaum

oben drauf. Neue Sorten für den

Frühling sind Salted Caramel,

Cherry Coffee oder Caramel

Banana, für alle Matcha-Liebhaber

gibt es eine Kombination mit

Mango und Erdbeere.

Beisl zu haben

Dagegen sucht ein alteingesessenes

Beisl in Gösting einen Nachmieter:

Das Café Zunki in der

Augasse von Klaus Karner, der

das Lokal vom ursprünglichen

„Zunki“ Gerhard Zunkovic nach

18 Jahren übernommen hat, wird

schließen.

LEO, VENA, LS


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 15

Brückensperre: Steinbergstraße

SANIERUNG. Ab 7. April wird die Autobahnüberführung zwischen Vasoldsberg und Laßnitzhöhe

komplett gesperrt. Für den Individualverkehr und die Buslinie 440 wird eine Umleitung eingerichtet.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Die Autobahnüberführung

über die A2 in der

Steinbergstraße zwischen

Vasoldsberg und Laßnitzhöhe

wird saniert. Daher

kommt es von 7. April bis voraussichtlich

Mitte September

zu einer Totalsperre der Brücke.

Für den Individualverkehr

und die Busse werden entsprechende

Umleitungen eingerichtet.

Die Marktgemeinden

Vasoldsberg und Laßnitzhöhe

informieren ihre Bewohner

über weitere Entwicklungen

der Baustelle etwa über die Cities-App

oder Facebook.

„Es gab umfangreiche Vorgespräche

mit dem Verkehrsverbund,

dem Busunternehmen

Dr. Richard und den Gemein-

den. Die Buslinien werden in

dieser Zeit eine Umleitung fahren

und auch ein Shuttle einsetzen,

damit jeder zu seinen

Anschlüssen kommt“, heißt es

seitens der ASFINAG.

Umleitung Linie 440

Neben dem Individualverkehr

ist vor allem die RegioBus-

Linie 440 von der Totalsperre

betroffen. Die Busse können

aufgrund der Bauarbeiten

nicht auf der regulären Strecke

über die Steinbergstraße nach

Nestelbach fahren. Bis Mitte

September werden sie daher

ab Pachern über Autal und

Moggau nach Nestelbach umgeleitet.

Zwischen den Haltestellen

Pachern Zentrum und Laßnitzhöhe

Krachelbergweg wird ein

Pendelbus eingerichtet.

Von 7. April bis Mitte September ist die Autobahnüberführung Steinbergstraße

gesperrt. Es wird eine Umleitung eingerichtet. GOOGLE STREET VIEW


16 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Nadelöhr

Sternwirtweg:

Bezirksvorsteher

Josef

Schuster

demonstriert

die

Enge der

Straße.

Ohne Gehweg

wird

hier jedes

zusätzliche

Auto zum

Sicherheitsrisiko

für

Fußgänger.

DER GRAZER/DORIAN

Ärger im Bezirk Ries

KONFLIKTSTOFF. In Ries sorgt eine geplante Zufahrt für Widerstand.

Anrainer und Bezirk fürchten massive Sicherheitsrisiken am Sternwirtweg.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Der Sternwirtweg ist steil,

eng und verfügt über keinen

Gehweg. Somit schon

jetzt eine Herausforderung für

den Anrainerverkehr. Dennoch

soll er nach dem Willen der Stadt

Graz als Hauptzufahrt für neue

Wohnprojekte dienen. Während

die Verwaltung von einer „sachlichen

Lösung“ spricht, herrscht

bei den Anrainern blankes Entsetzen.

Konkret geht es um die Grundstücke

am Südhang der Riesstraße

(Hausnummern 238 bis 248).

Derzeit läuft die Bauverhandlung

für eine Zufahrtsstraße zu einem

geplanten Einfamilienhaus, die

100 Meter lang und sechs Meter

breit werden soll, doch Bezirksvorsteher

Josef Schuster warnt

vor einer „Salami-Taktik“: Ist die

Genehmigung erst einmal erteilt,

könnten auf den benachbarten

Parzellen insgesamt bis zu 40

Wohneinheiten entstehen.

Wolfgang Feigl, Abteilungsleiter

der Grazer Verkehrsplanung,

hält dieser Befürchtung

Folgendes entgegen: Laut aktuellem

Stadtentwicklungskonzept

(STEK) seien auf dem

betroffenen Areal lediglich vier

Bauparzellen mit geringer Dichte

möglich. Die Erschließung

über den Sternwirtweg sieht er

als „zweckmäßig“ an, da viele

Nachbarn diese Gemeindestraße

bereits seit Jahrzehnten nutzen.

Eine Genehmigung für die von

Schuster genannten 40 Wohneinheiten

sieht Feigl somit nicht.

Einer direkten Anbindung an die

Riesstraße erteilt die Stadt eine

Absage. Da es sich um eine Landesstraße

handelt, wäre das Land

Steiermark zuständig – zudem

sei eine Anbindung dort „aus

topografischen Gründen zumindest

sehr herausfordernd“. Bezirksvorsteher

Schuster hält das

für eine bürokratische Ausrede:

„So müssten die neuen Bewohner

einen Kilometer Umweg in

Kauf nehmen. Das widerspricht

jeder ökologischen Vernunft.“

Viele Gefahren

Der Widerstand im Bezirk stützt

sich jedoch auf mehr als nur Umwege.

Die Anrainer verweisen

auf die instabile Lage am Südhang:

In der Vergangenheit kam

es am Sternwirtweg bereits zu

Hangrutschungen, die die Zufahrt

blockierten. „Der Weg ist

unübersichtlich und hat keinen

Gehsteig. Das ist für Kinder auf

dem Schulweg lebensgefährlich“,

betont ein besorgter Vater. Auch

für Radfahrer sei die zusätzliche

Belastung durch Baustellen-, Zustell-

und Anrainerverkehr am

schmalen Weg nicht vertretbar.

Die politische Kritik richtet sich

nun direkt gegen Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

Schuster wirft ihr vor, die Außenbezirke

bei der Verkehrsplanung

zu übergehen. Ein offizieller Gemeinderatsantrag,

eingebracht

durch Gemeinderat Georg Topf

am 13. November 2025, fordert

nun eine Lösung, welche die

Sicherheit der Anwohner priorisiert

und die Bodenversiegelung

durch die geplante neue

Zufahrtsstraße stoppt. Während

die Fachabteilung ihre Position

bereits klargestellt hat, lässt die

Antwort aus dem Büro der Vizebürgermeisterin

noch auf sich

warten. Für die Anwohner am

Sternwirtweg bleibt die Ungewissheit

– und die Angst vor vollendeten

Tatsachen.



18 graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Schneller als davor

Nachdem sich der Radverkehr

in der Schmiedgasse zuletzt

ungefähr halbiert hat

und ab Mai bisher durchfahrende

Liefermopeds nicht

mehr als Fahrräder gelten,

ist nicht nachvollziehbar,

warum Radfahrer ab Ostern

verdrängt werden sollen. Zumal

über Unfälle zwischen

Fußgängern und Radfahrern

nichts bekannt ist und auch

nie versucht wurde, mit Bodenmarkierungen

in Signalfarbe

bewusstseinsfördernd

vorzugehen. Der Umweg über

die von Pkw benutzte Raubergasse

kostet Zeit und erhöht

oder verlagert das Unfallrisiko.

Mancher wird wohl noch

schneller als bisher durch

die Schmiedgasse radeln, um

nicht erwischt zu werden.

Viktor Pölzl

* * *

Leere Worte

Ich habe einige Anmerkungen

zum Interview mit Landeshauptmann

Kunasek. Die

Überschrift soll den Eindruck

erzeugen, dass die FPÖ aktiv

handelt. Ich komme zu einer

anderen Schlussfolgerung:

Das erwähnte erste Deregulierungsgesetz

beinhaltet meist

„heiße Luft“. Der A9-Ausbau

wurde von Minister Hanke

gestartet und nicht von der

Verkehrslandesrätin Holzer.

Es wird keine Flughafen-Haltestelle

der Koralmbahn geben

(das sagt die ÖBB). Und Herr

Apfelknab betet die Forderungen

zu Parkplätzen von Herrn

Hohensinner nach, ohne konkrete

Umsetzungsidee! Fazit:

Die Ansage von Herrn Kunasek

dreht sich um: Die FPÖ

ist die Partei, die redet, ohne

wirklich zu handeln!

Kurt Könighofer

* * *

Dach überm Kopf

Mit großem Interesse verfolge

ich immer wieder Berichte

über die Modernisierung und

Attraktivierung des öffentlichen

Verkehrs in Graz. Umso

unverständlicher ist für mich

jedoch, dass es entlang der

Wienerstraße – konkret im

Bereich der HTL Bulme – bis

heute keine überdachte Haltestelle

gibt.

Ich selbst habe in den 2000er-

Jahren die HTL Bulme besucht,

und bereits damals

mussten die Schüler bei Regen,

Schnee oder großer Hitze ungeschützt

auf den Bus warten.

Mehr als 20 Jahre später hat

sich an dieser Situation nichts

geändert. Das ist besonders irritierend,

wenn man bedenkt,

dass der Klimawandel längst

spürbar ist und Extremwetterereignisse

zunehmen. Starkregen,

Hitze wellen und intensive

Sonneneinstrahlung sind

keine Ausnahmen mehr, sondern

Realität. Gerade entlang

einer stark frequentierten Verkehrsachse

wie der Wienerstraße

wäre es ein wichtiges

Signal, wenn die Holding Graz

hier für angemessene Wartebedingungen

sorgen würde. Es

stellt sich die Frage, warum es

offenbar nicht die Mühe wert

ist, zumindest stark genutzte

Haltestellen zu überdachen –

insbesondere in einem Bereich

mit vielen Jugendlichen und

Berufspendlern. Wenn Graz

den öffentlichen Verkehr weiter

stärken möchte, dann gehört

neben Taktverdichtungen

und Modernisierungen auch

eine grundlegende Infrastruktur

dazu, die Fahrgäste vor

Witterung schützt. Eine einfache

Überdachung sollte im

Jahr 2026 keine Luxusmaßnahme

mehr sein, sondern

Selbstverständlichkeit.

David Magg

* * *

Stärke der Frauen

Nun ist der Frauentag am

8. März. Und wir zitieren deshalb

Seneca: „Wer behauptete,

die Natur habe die Tugenden

der Frauen begrenzt? Sie haben

die gleichen Tugenden,

gleiche Kraft und Fähigkeiten

zu dem Sittlichen, wenn sie

wollen. Schmerz und Anstrengung

ertragen sie auf gleiche

Weise!“ Deshalb setze ich mich

wie bisher für weltweiten Frieden

ein.

Helga Boyer

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Gewalt an Frauen nimmt zu

■ Mit einem neuen Businessplan

will MCG-Boss Martin Ullrich den

Standort Graz international wettbewerbsfähiger

machen. Das Ziel

ist die Verdoppelung des Umsatzes

und ein massiver Ausbau des

Kongresswesens.

Energie-Turbulenzen

■ Am Montag wurden die Zahlen

zu den Geschlechterverhältnissen

in der Steiermark vorgestellt. Der

Bericht zeige in nahezu allen Lebensbereichen

Benachteiligungen

von Frauen auf. Besonders besorgniserregend

ist der zunehmende

Anstieg der Gewalt gegen Frauen.

MCG zündet Turbo für Graz

■ Die jüngsten geopolitischen

Erschütterungen lassen die Weltmärkte

unruhig werden. Finanzstadtrat

Manfred Eber zieht nun die

Reißleine. Es soll ein Paket an zusätzlichen

Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

geschnürt werden.

LAND STMK/LAIMER, STADT GRAZ/FISCHER, GETTY



20

szene

Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Jeder Tropfen Wein in einem

Glas spiegelt unsere Seele und

Region wider.“

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer bei der

Präsentation des Weinjahrganges 2025 SCHERIAU

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Vital Signs bei Elevate

Festival-Mitbegründer und Organisator Bernhard Steirer gab mit Diskurs-Kuratorin Irina Nalis einen Einblick in das Elevate-Festival. LUEF (6)

LEBENSZEICHEN. Am

Donnerstag fand die

Eröffnung des 22. Elevate

Festivals in der

Helmut-List-Halle statt.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

schluss über den Zustand unserer

Gesellschaft geben.

Highlights

Festival-Mitbegründer und Organisator

Bernhard Steirer eröffnete

gemeinsam mit Diskurs-

Kuratorin Irina Nalis den Abend,

dabei gaben sie einen Überblick

über den aktuellen Stand des

Festivals, das Programm und die

Erläuterungen des Festival-Mottos.

„Die Welt ist voller Lösungen,

die Zukunft ist keine Mangelware“,

so Nalis.

„Es gibt ganz viele Höhepunkte

bei diesem Festival. Angefangen

bei der heutigen Eröffnung

über die Redebeiträge, unter anderem

von Seyda Kurt, und natürlich

das Konzert am Sonntag

Zum 22. Mal lud am Donnerstag,

dem 5. März,

das Elevate Festival ein,

die Lebenszeichen unserer Gegenwart

zu lesen. Das Festival

widmete sich unter dem Motto

„Vital Signs“ jenen politischen,

sozialen, technologischen und

kulturellen Zuständen, die Aufvon

niemand Geringerem als

Marc Almond“, so Steirer.

Gut besucht

Nicht entgehen ließen sich die

Eröffnung unter anderen Kulturlandesrat

Karlheinz Kornhäusl,

Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner, der ehemalige

Rennfahrer und Hotelier Helmut

Marko, die Kulturstadträtin

Claudia Unger, Stadtrat Robert

Krotzer, der Grüne Klubobmann

Karl Dreisiebner, der Nationalratsabgeordnete

Werner

Kogler, steirischer-herbst-Intendantin

Ekaterina Degot, die

KPÖ-Klubobfrau Sahar Mohsenzada,

Gemeinderätin Anna

Robosch und Literaturhaus-

Chef Klaus Kastberger.

Der ehemalige Rennfahrer und

Hotelier Helmut Marko

Alle Fotos auf

www.grazer.at

KPÖ-Klubobfrau Sahar Mohsenzada

und Stadtrat Robert Krotzer

Karl Dreisiebner, Vizebürgermeisterin

J. Schwentner, W. Kogler (v. l.)

Stadträtin Claudia Unger (l.) mit

herbst-Intendantin Ekaterina Degot

Landesrat Karlheinz Kornhäusl (r.)

mit Klaus Kastberger (Literaturhaus)


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

szene graz 21

FUCHS, STEIRISCHER LANDTAG

Reinhart Grundner

GEBURTSTAGSKINDER

Wir wünschen dem Moderator und DER WOCHE

Regisseur alles Gute zum 78. Geburtstag

am 9. März.

Happy Birthday!

Alexia Getzinger

Happy Birthday zum 59. Geburtstag

am 12. März an die Kulturmanagerin

und Politikerin.

Kino wird zum Resonanzraum

FILMREIF. Der Filmwettbewerb bildet auch diesmal das Herzstück der Diagonale: Am 23. März vergeben internationale

Jurys Österreichs höchstdotierte Filmpreise an Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und innovative Filme.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Die Diagonale – Festival des

österreichischen Films

geht 2026 in seine 29. Runde

und wird von 18. bis 23. März

in Graz veranstaltet. Unter der

künstlerischen Leitung des Intendanten-Duos

Dominik Kamalzadeh

und Claudia Slanar wird

das Festival auch im dritten gemeinsamen

Jahr als lebendiger

Treffpunkt für Filmschaffende

und Publikum gestaltet und wird

zu einem Raum für Austausch,

überraschende Begegnungen

und neue Perspektiven. Den Auftakt

bildet die Österreichpremiere

von Markus Schleinzers neuem

Spielfilm „Rose“.

Facettenreich

Von den insgesamt 149 Produk-

tionen, die bei dem Filmfestival

gezeigt werden, sind 77 Österreich-

oder Weltpremieren. Das

Herzstück des Festivals ist der

Filmwettbewerb. 82 Filme konkurrieren

heuer um die Diagonale-Preise.

Der Fokus liegt erneut

auf Care-Arbeit, wie zum

Beispiel in der Doku „Mein halber

Vater“ von Viki Kühn, die die

Zuschauer an einer emotionalen

Reflexion über das Erwachsenwerden

teilhaben lässt.

Auch die Diagonale spürt die

Folgen des jüngsten Krieges:

Zwei beteiligte Künstler sitzen

derzeit im Iran fest. Regisseur Faraz

Fesharaki kann deshalb nicht

wie geplant in der Filmjury mitwirken,

und zu Massoud Bakhshi,

dessen Film „All My Sisters“

im Programm ist, ist der Kontakt

abgebrochen. Das Intendanten-

Duo hofft, dass es ihm gut geht.

Österreichs Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska (r.) designte das diesjährige

Eis-Gemälde für den Grazer Eiskönig Charly Temmel.

SCHERIAU

Die Intendanten Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar (v. l.)

Mit Spannung erwartet

man Jahr für Jahr nicht

nur den Start der Eissaison

mit Neuerungen, sondern

auch den Start ins Jahr des Eissalons

Temmel in der Herrengasse.

Eiskönig Charly Temmel präsentierte

auch heuer wieder einen

Star, der ein Gemälde im Zeichen

des Eises designte. Diesmal hat

er einen besonders prominenten

„Künstler“ gefunden: Österreichs

Jahrhundertfußballer Herbert

Prohaska.

„So talentiert ich im Fußball

war, so untalentiert war ich im

Zeichnen“, gestand Prohaska.

LIPPZAHNSCHIRM

Temmel eröffnet

ANPFIFF. Eiskönig

Charly Temmel eröffnete

am Montag mit Stargast

Herbert Prohaska.

Für das Gemälde für seinen „lieben

Freund“ Charly Temmel hat

er einen anderen guten Freund,

nämlich den Wiener Maler Rudi

Holdhaus, bemüht. „Ich habe ihn

gebeten, ob er mir ein paar Sachen

zeichnet, und das hab ich dann

halt nachgemalt.“ Auf das Temmel-

Eis ist Prohaska über den Fußball

gestoßen: „Das Eis vom Charly hab

ich schon gekannt, da hab ich ihn

noch gar nicht gekannt. Zu meiner

Zeit als Teamchef war ich in Graz

in der Gruabn, und in der Pause

hat es einen Eisbecher gegeben,

und das war einfach nur großartig.“

Großartig soll es für Temmel

auch in diesem Sommer laufen:

„Wir haben diesen Sommer drei

neue Sorten: Apfelstrudel, Zimt-

Karamell und Marzipan. Gleich

bleibt der Preis, die Kugel Eis wird

wie im Vorjahr 2,40 Euro kosten“,

verrät der Eiskönig. TS


22 szene

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Obmann Wein Stmk. S. Potzinger, Agrarlandesrätin S. Schmiedtbauer, Marketingleitung

Wein Stmk. A. Jöbstl-Prattes, GF Wein Stmk. M. Palz (v. l.) DERGRAZER

„Wir trinken steirisch“:

fruchtig und lebendig

TRINKFREUDIG. Der Jahrgang 2025 verspricht

leichtere, fruchtbetonte und reife Weine.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Seit 1. März sind die Gebietsweine

2025 aus den DAC-

Gebieten Südsteiermark,

Vulkanland Steiermark und Weststeiermark

erhältlich und wurden

bei der Pressekonferenz am 3. März

vorgestellt. Der Jahrgang verspricht

wieder Leichtigkeit und Trinkvergnügen,

steirische Frische und natürliche

Lebendigkeit sowohl bei

Sauvignon Blanc und Muskateller

wie auch bei den Burgundersorten.

„2025 ist ein wunderbarer, typisch

steirischer Weinjahrgang,

der knackig-frische und zugleich

hochelegante Weine verspricht“,

erklärt Stefan Potzinger, Obmann

Wein Steiermark.

Typisch steirisch

Die Steiermark ist der wichtigste

Markt für steirischen Wein, denn

hier wird der Großteil der steirischen

Weine getrunken und auch

verkauft. Die Statistik Austria weist

für die Steiermark eine Gesamternte

von 244.700 Hektolitern und

damit rund 18 Prozent mehr als

der Frühjahrsschnitt auf.

„Der Weinjahrgang 2025 verspricht

Leichtigkeit und lebendige Frische,

leicht verständliche Gebietsweine

mit ausgeprägter Sortentypizität

ebenso wie Kraft und Ausdruck bei

den Orts- und Riedenweinen“, so

Martin Palz, Geschäftsführer der

Wein Steiermark.

Die neue Initiative „Wir trinken

steirisch“ soll sich Schritt für

Schritt zu einer Bewegung entwickeln

und folgt vier klaren Prinzipien:

kulinarische Verankerung,

den Kreislauf verstehen, Erlebnis

und Geselligkeit und sichtbare

Weinkompetenz. Im Mittelpunkt

steht der Kreislauf zwischen Wirt,

Winzer und Genießer.

„Der steirische Wein ist weit

mehr als ein Genussmittel – er ist

Botschafter unseres Landes und

Ausdruck von Leidenschaft, Handwerkskunst

und Innovationskraft

unserer Winzer. Gerade nach einem

herausfordernden Weinjahr

zeigt der heurige Jahrgang eindrucksvoll,

wie viel Know-how,

Einsatz und Herzblut in jeder einzelnen

Flasche steirischen Weins

steckt“, so Agrarlandesrätin Simone

Schmiedtbauer.

Am 8. April findet die Präsentation

des steirischen Weins in der

Grazer Stadthalle statt und verspricht

sortentypische Fruchtigkeit

in Kombination mit Rasse im Glas.


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at szene

23

Suppe für den guten Zweck

■ Die Katholische Frauenbewegung,

die Katholische Kirche Steiermark

und die steirische Landesregierung

luden am 4. März

erneut in den barocken Speisesaal

des Grazer Priesterseminars

zur Benefizsuppe in der Fastenzeit.

Mehr als 200 Gäste ließen

sich die Spendenmöglichkeit für

ein Frauenprojekt in Indien nicht

entgehen.

Soziallandesrat Hannes Amesbauer

und Landwirtschaftslandesrätin

Simone Schmiedtbauer

ließen sich die Veranstaltung

nicht entgehen. „Wie viel Kraft

in gemeinschaftlichem Engagement

steckt! Sehen wir dieses

Benefizsuppenessen als Moment

der Dankbarkeit und als klares

Bekenntnis, dass wir in unserem

Land füreinander einstehen und

im Rahmen unserer Möglichkeiten

dort unterstützen, wo unsere

Hilfe gebraucht wird“, freut sich

Amesbauer.

www.grazer.at

präsentiert

Das Schokoladefestival in Graz ist ein einzigartiges Event für alle Schokoladen-

und Süßwarenliebhaber und kann heute noch besucht werden. DERGRAZER

Besonders viel Anklang fanden die beiden köstlichen Suppen der Schüler

der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft St. Martin in Graz. NEUHOLD

Naschkatzen im Grazer Schlaraffenland

Seit 6. März ist die Messe

Graz das Paradies für alle

Naschkatzen: Mehr als 70

Aussteller aus aller Welt präsentieren

beim Schokoladefest

2026 ihre außergewöhnlichsten

und einzigartigen Schokoladenkreationen.

Die Auswahl kann

sich sehen lassen – von Schokoladenwein

und Schokobier bis

hin zu süßen Streetfood-Variationen

ist für jeden Geschmack

garantiert etwas dabei.

Ein besonderes Highlight

ist heuer der neue „Bean to

Bar“-Bereich. Dort wird live gezeigt,

wie aus der Kakaobohne

eine fertige Schokoladentafel

entsteht, und das Schritt für

Schritt.

Zusätzlich werden viele spannende

Workshops und Live-Vorführungen

mit renommierten

Pâtissiers angeboten. Das Schokoladefest

kann heute noch von

10 bis 17 Uhr besucht werden.


24

eco

graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Sabrina Naseradsky

24 sabrina.naseradsky@grazer.at

Berufsorientierung darf kein Zufall

mehr sein – sie ist eine strategische

Investition in unseren Standort.“

WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk bei den „Skills

Activity Days“ vergangene Woche

OLIVER WOLF

Frauen müssen sich trauen

Volksbank-Steiermark-Generaldirektorin

Monika

Cisar-Leibetseder

appelliert an alle

Frauen, sich mehr

zu trauen. Man

kann mit Mut

alles schaffen.

Auch den Spagat

zwischen Karriere

und Familie.

SCHERIAU

GESPRÄCH. Anlässlich des heutigen Weltfrauentags haben wir Volksbank-Steiermark-Generaldirektorin

Monika Cisar-Leibetseder zum Interview über Frauen in Wirtschaft und Finanzwelt getroffen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Heute ist Weltfrauentag.

Wie wichtig ist dieser Tag

für Frauen in der Wirtschaft?

Monika Cisar-Leibetseder:

„Ich bin ehrlich gesagt kein Fan

von solchen Frauentagen. Mein

Wunschtraum wäre es, dass

es diesen Tag gar nicht geben

müsste und wir alle einfach die

gleichen Chancen haben. Bis

wir dort sind, wird es aber noch

dauern. Auf diesen Tag hingegen

freu ich mich und hoffe, dass ich

ihn noch erleben werde.“

Sie sind eine von nur drei Bankenvorständinnen

in der Steiermark.

Besteht hier Handlungsbedarf?

Cisar-Leibetseder: „Auf jeden

Fall. Ich war in unserem

Volksbankenverbund bis letzten

Herbst sogar die einzige Frau im

Vorstand. Aus meiner Erfahrung

heraus ist ein gemischter Vorstand

für die Teams, die Steuerung

und den Umgang miteinander

sehr wichtig. Ich merke

immer wieder, dass mein Vorstandskollege

Hannes Zwanzger

und ich unterschiedliche

Zugänge zu Problemen haben.

Wir kommen aus verschiedenen

Ecken – einer von links, einer

von rechts –, und am Ende haben

wir eine tolle Lösung. Und

genau deswegen sind für mich

gemischte Teams nicht nur in

der Gleichbehandlung so wichtig,

sondern auch im Ergebnis.

Ich kann nur an alle Banken appellieren,

darauf zu achten, dass

der Vorstand zumindest ausgeglichen

ist.“

Wie schwierig ist es, als Frau gerade

in der Finanzwelt die berühmte

gläserne Decke zu durchstoßen?

Cisar-Leibetseder: „In der Finanzwelt

ist es wahrscheinlich

noch schwieriger. Wobei ich sagen

muss, mir persönlich ist die

gläserne Decke nie untergekommen.

Mein Ziel war es eigentlich

immer, so viel wie möglich zu

erreichen und viele Gestaltungsmöglichkeiten

in der Bank zu erlangen.

Ich wollte aber auch immer

den klassischen Traum von

Familie, Kindern und Hund. Mir

war gleichzeitig immer wichtig,

auch meinen Job zu machen.

Tatsächlich ist mir das sehr gut

gelungen. Meine Tochter ist jetzt

28, und wir haben ein sehr gutes

Verhältnis. Sie hat nie darunter

gelitten, dass ich eine arbeitende

Mama war. Und das sei vielleicht

auch den Working Moms ins

Stammbuch geschrieben: Wenn

man die Zeit, die man hat, qualitativ

mit den Kindern und der

Familie nützt, passiert gar nichts.

Die Nachrede hat man sowieso

immer. Wenn man arbeiten geht,

ist man eine Rabenmutter, wenn

man es nicht tut, ist man das

Hausmütterchen.“

Was würden Sie jungen Frauen,

die in der Finanzwelt Fuß fassen

wollen, raten?

Cisar-Leibetseder: „Mutig

sein. Man muss ein bisschen aus

der Komfortzone kommen. Vor

allem darf man keine Zweifel

haben, dass man es kann. Denn

welcher Mann kann alles? Die

können ja auch nicht alles, haben

aber das Selbstbewusstsein,

zu sagen, ich kann das. Da müssen

wir schon noch sehr viel Motivationsarbeit

bei Frauen leisten.

Dass sie sich einfach mehr

zutrauen und sich auch auf die

Führungspositionen bewerben.“


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz eco 25

TEURER

GETTY (2)

Süßwaren +6,5 %

Schlechte Nachrichten für alle

Naschkatzen. Süßwaren sind um

6,5 Prozent teurer geworden.

Saatgut –13,1 %

Gute Nachrichten für alle Bauern:

Saatgut ist im Jahresvergleich um

13,1 Prozent günstiger geworden.

BILLIGER

W I R T S C H A F T

EcoNews

sabrina.naseradsky@grazer.at

Grow Jobfestival

im Murpark

■ Von Donnerstag, 12., bis Freitag,

13. März, verwandelt sich der

Murpark von 9 bis 19.30 Uhr in

eine Erlebniswelt rund um Ausbildung,

Beruf und Karriere. Beim

Grow Jobfestival treffen Schüler,

Jugendliche und Erwachsene auf

regionale Top-Unternehmen sowie

höhere Schulen aus Graz. Vor

Ort kann man sich über Praktika,

Ferialjobs, Lehrstellen und Arbeitsplätze

informieren. Zudem

ist es die ideale Gelegenheit, sich

über Weiterbildungsmöglichkeiten

und offene Stellenangebote in

der Region zu informieren.

Angela Kramer übernimmt die HR-

Agenden bei Merkur. MERKUR VERSICHERUNG

Neue HR-Chefin bei

der Merkur

■ Seit Anfang März hat die

Merkur Versicherung eine neue

Personalchefin. Angela Kramer

übernimmt die Leitung

Human Resources der Merkur

Gruppe und wird damit

die strategische und operative

Gesamtverantwortung für alle

Personalagenden tragen. „Mit

Angela Kramer gewinnen wir

eine erfahrene HR-Expertin“,

so Vorstandsdirektor Christian

Kladiva.

Vorstandsvertrag

verlängert

■ Der Aufsichtsrat der Andritz-

Gruppe hat einstimmig einer

Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden

Joachim

Schönbeck zugestimmt. „Der

Aufsichtsrat hat volles Vertrauen

in die Führungsqualitäten von Joachim

Schönbeck, der nachhaltiges

Wachstum mit einer weiteren

Verbesserung der Profitabilität

verbindet“, sagt Wolfgang Leitner,

Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Das Mandat wurde auf weitere

fünf Jahre verlängert.

Das Mandat

von Joachim

Schönbeck

wurde verlängert.

ANDRITZ

Yvonne Popper-Pieber warnt vor

der Teilzeit-Armutsfalle.

ZENZ

Teilzeitquote steigt

weiter stark an

■ Anlässlich des heutigen Weltfrauentages

hat das AMS Steiermark

einen Blick auf Frauen am

steirischen Arbeitsmarkt geworfen.

Es zeigt sich, dass der Gender

Pay Gap nach wie vor groß ist und

dass die Teilzeitquote weiterhin

am Steigen ist. Doch heutige Teilzeit

ist oftmals mit Altersarmut in

der Pension verbunden, wie die

stellvertretende Landesgeschäftsführerin

des AMS Steiermark

Yvonne Popper-Pieber weiß.


26

viva

Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Auch 2026 braucht es Menschen,

die Mauern nicht einfach akzeptieren,

nur weil sie schon lange

stehen!“

Katrin Fischer, Felin-GeschäftsführerinLAND STMK /MELANIE LAIMER

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Dabei können verschiedene

Kurse ausprobiert werden.

GETTY

Zweitägiges Yoga-

Festival in Graz

■ Yogafans aufgepasst: Am 21.

und 22. März findet in Graz das

Yoga Weekend statt. An beiden

Tagen erwarten die Teilnehmenden

verschiedene Yoga-

Styles, Meditation und Musik.

Auf dem Programm stehen unter

anderem: Vinyasa Flow und

Yin Yoga, Yoga und Brunch,

Masterclasses mit Mika de

Brito, Pilates, Breathwork und

achtsame Atemarbeit, Healing

und Sound, eine Kakao-Zeremonie,

Fünf-Rhythmen-Dance

– wild and free mit Stefania,

Zeit zum Ankommen, Auftanken

und Loslassen.

Beim zweitägigen Yoga-Festival

sind alle Level willkommen.

Es gibt Wochenend-Tickets,

Tagestickets und Tickets

für Einzelklassen. Das Festival

findet in der Tanzvilla Conny

und Dado statt.

Medizin muss

weiblicher werden

Frauen waren in der medizinischen Forschung über viele Jahrzehnte deutlich unterrepräsentiert.

TALK. Viele Medikamente und Studien basieren auf männlichen Daten. Alexandra

Fuchsbichler, Landespräsidentin der Apothekerkammer, spricht darüber.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Wieso sind Frauen medizinisch

benachteiligt?

Fuchsbichler: „Das ist ein historisches

Thema. Bis in die 1990er

Jahre wurden klinische Studien

hauptsächlich an Männern

durchgeführt. Frauen wurden

häufig ausgeschlossen, etwa wegen

eines möglichen Schwangerschaftsrisikos

oder hormoneller

Schwankungen. Das hätte die

Studie komplexer und komplizierter

gemacht. Deshalb galt der

männliche Körper lange als medizinischer

Standard.“

Warum galt der „männliche Körper“

lange als Standard?

Fuchsbichler: „Vielleicht war

teilweise gar nicht bewusst, dass

Männer und Frauen unterschiedlich

funktionieren. Zudem wurden

viele Studien von Männern

durchgeführt, welche als Studienobjekte

ebenfalls Männer ausgewählt

haben.“

Welche Nachteile ergeben sich daraus

für Frauen?

Fuchsbichler: „Ein großes

Thema sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein Herzinfarkt hat

bei Frauen gänzlich andere

Symptome als bei

Männern. Viele Medikamente

wurden

ursprünglich nur an

männlichen Körpern

getestet. Heute müssen

Studien zwar beide

Geschlechter einbeziehen,

aber die älteren

Medikamente, die noch am

Markt sind, wurden unter anderen

Bedingungen entwickelt. Außerdem

haben Frauen statistisch

gesehen häufiger Nebenwirkungen

bei Medikamenten.

Die Diagnostik, vor allem

bei Schmerzen, ist ein großes

Thema. Ein Beispiel ist Endometriose,

eine Erkrankung, die

starke Schmerzen verursacht.

Überhaupt das gesamte Thema

Forschung zu frauenspezifischen

Krankheiten: Zu Zysten oder Endometriose

gab es lange keine

Studien.“

Was versteht man unter Gendermedizin?

GETTY, SOS KINDERDORF

Fuchsbichler: „Gendermedizin

ist eine geschlechtsspezifische

Medizin. Das heißt, es werden Bereiche

untersucht, in denen

sich Frauen und Männer

unterscheiden, etwa bei

Krankheiten, Symptomen,

Diagnosen

und Behandlungen.

Das sind biologische

und gesellschaftliche

Alexandra Fuchsbichler Faktoren – wie soziale

Rollen oder Verhalten.“

Was sollte sich noch ändern?

Fuchsbichler: „Prinzipiell hat

sich bereits viel getan. Man unterscheidet

heute bewusster und

weiß, dass der weibliche Körper

anders funktioniert. Dennoch

wäre es wichtig, mehr Frauen in

der medizinischen Forschung

zu haben, da sie sich oft stärker

mit Frauenthemen auseinandersetzen.

Die medizinische Ausbildung

sollte die Unterschiede

berücksichtigen, auch braucht es

mehr Forschung zu frauenspezifischen

Krankheiten. Eine getrennte

Datenauswertung für Männer

und Frauen ist sinnvoll. Sie sollte

präziser und individueller sein.“


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

viva 27

IN

GETTY (2)

Pflanzliches Eis

Pflanzliche Eissorten sind mittlerweile

kein Nischenprodukt mehr,

sondern hier, um zu bleiben.

Grazerin berichtet von Delirium:

Eis mit viel Zucker

Sehr zuckerhaltiges Eis ist immer

weniger gefragt, während gesündere

Varianten immer beliebter werden.

„Nie mehr Hubschrauberfliegen!“

SCHWIERIG. Am 13. März ist Welt-Delir-Tag. Auch die Grazerin Heidemarie Ithaler-Muster kämpfte gegen

das akute Verwirrtheitssyndrom. Sie ist auf dem Weg der Besserung und berichtet von ihren Erfahrungen.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Der 13. März soll das Bewusstsein

für Delir, eine

organisch-psychische Störung,

und seine Auswirkungen

auf Patienten, Familien und Gesundheitssysteme

schärfen. Auslöser

sind oft Infektionen, Operationen,

Flüssigkeitsmangel oder

auch verschiedene Medikamente.

Am häufigsten tritt ein Delir bei

älteren Menschen auf, es gibt jedoch

Betroffene in allen Altersstufen.

Während eine Demenz sich

langsam entwickelt, tritt ein Delir

plötzlich und akut auf.

Diese Erfahrung musste auch

die Grazerin Heidemarie Ithaler-Muster

machen: „Es ist nicht

peinlich und sollte nicht tabuisiert

werden. Es kann jeden treffen.

Es ist ein Teil und bleibt wohl

ein Teil von mir.“ Die Rettung

verständigte die 64-Jährige noch

selbst. Das Delirium beschreibt

sie in einem Text so: „Der Geist

wird zum visuellen Bauchladen,

trennt sich von der Seele. Die

Empfindung war bewusst so,

als würde man aus sich herausfallen.“

Im Krankenhaus ging es

weiter: „Ein Hubschrauber mit

meinem Freund als Pilot flog immer

wieder im Landeanflug an

die dicke Glasscheibe von der geschlossenen

Abteilung, er wollte

mich retten. Von außen sah man

mich nur neben dieser Glaswand

liegen, alles andere war Spuk in

meinem Kopf.“ An die tatsächliche

Anwesenheit ihres Mannes

kann sie sich nicht erinnern.

Heute ist Heidemarie Ithaler-

Muster auf dem Weg der Besserung.

„Meinen Hubschrauberpiloten

gibt es noch in meinem

Leben, natürlich auch meinen

lieben Mann. Aber eines weiß

ich: Hubschrauberfliegen will

ich trotzdem nie mehr!“

Der gesamte Text ist auf www.

grazer.at zu lesen.

OUT

Die Grazerin Heidemarie Ithaler-

Muster teilt ihre Delir-Erfahrung.

KK


28 viva

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Kulinarisch in den Frühling

GESCHMACKVOLL. Der Frühling erwacht und mit ihm auch die steirische Kulinarik. Zahlreiche Veranstaltungen

rund um das Thema sorgen landauf, landab für zufriedene Gesichter bei Kulinarik-Fans.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Die Sonne scheint, und

man kann die ersten warmen

Strahlen mit gutem

Essen und einem Glas Wein genießen.

Was gibt es Schöneres?

Gerade im Frühling bieten zahlreiche

Veranstaltungen die Möglichkeit,

die einzigartige steirische

Kulinarik zu genießen.

Fest um Fest

Von 17. bis 22. März lädt das „Kulinarik

der Erfinder“-Festival im

Thermen- & Vulkanland zu einer

außergewöhnlichen Kulinarik-

Woche ein. Eine ganze Woche

lang haben die Betriebe der Region

ihre Pforten für Workshops,

Masterclasses, Spezialführungen,

Verkostungen und exklusive

Dinnerformate geöffnet. Am

21. März findet zudem die Lange

Nacht der Kulinarik statt.

Weinselig wird es am 8. April

in der Grazer Stadthalle. Dort

wird der steirische Wein 2026

präsentiert. Mehr als 100 Winzer

präsentieren bei der Frühjahrspräsentation

den Besuchern

den aktuellen Jahrgang. Auch

Sektspezialitäten können verkostet

werden.

Auf nach Wien heißt es vom

8. bis zum 12. April. Der Steiermark

Frühling gastiert dann

wieder am Wiener Rathausplatz.

Rund 100 Aussteller bringen die

steirische Kulinarik und das Lebensgefühl

des Grünen Herzens

in die Bundeshauptstadt. Auf

die Besucher warten vom Backhendl

über Steirisches Wurzelfleisch

bis hin zur Kernöleierspeis

zahlreiche heimische

Schmankerln.

Feinster handgeschnittener Vulkanlandschinken ist nur eines der kulinarischen

Highlights beim „Kulinarik der Erfinder“-Festival.

STOCK

Rätsel-Lösung vom 1.3.2026

A M I K J T

C L A U D I A U N G E R D

F R E H R A R A A I

R U P E R T I K I R C H E

H E R R E O P H S

D I O E Z E S E A T S E

S M H Z N I L P L

S T R E E T F O O D P A R K

I O N A R I O U I

A N S A G E S M O G N N

G A D O L L A M U N G O

A L L E G O R I E

Lösung:

I O G T

G E L D G E B E R STADT-

P A R I E A SCHREIB-

Lösung:

P O E R N T E N ER STADT-

S E I L B A H N SCHREIBER

Sudoku-Lösung

vom 8.3.2026

6 9 4 7 8 1 5 3 2

7 2 1 4 5 3 9 6 8

5 8 3 2 9 6 4 7 1

2 3 6 5 4 9 8 1 7

1 7 9 3 6 8 2 5 4

8 4 5 1 2 7 3 9 6

9 6 7 8 3 2 1 4 5

4 1 2 9 7 5 6 8 3

3 5 8 6 1 4 7 2 9


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at viva

29

Frühjahrsputz

Pastellige Farben und viel Holz dominieren

die Wohntrends 2026. GETTY

ALLES NEU. Der Frühling

ist die perfekte Zeit,

um sein Zuhause auf

Vordermann zu bringen.

Der Frühling ist der ideale

Zeitraum, um seinem

Zuhause einen neuen Anstrich

zu verpassen. Egal ob eine

neue Farbe an den Wänden oder

neue Möbel, wir haben uns über

die aktuellen Trends schlaugemacht.

Schöner wohnen

In der Küche werden freistehende

Möbelstücke zum Hingucker.

Auch Holz wird im wichtigsten

Raum der eigenen vier Wände

zum wichtigsten Material.

Doch Holz beschränkt sich

nicht nur auf die Küche. Generell

sind dunkle Holztöne wieder

im Kommen. Zuletzt hatten

helle Holztöne den Interieur-

Markt dominiert. Auch bei den

Betten wird wieder mehr Holz

verwendet.

Bei den Farben vereinen sich

im heurigen Jahr die Gegensätze.

So bringen etwa zarte Pastelltöne

wie Lavendel, Blau und

Grün Leichtigkeit und Ruhe in

die Räume. Warme und erdige

Nuancen wie Terrakotta und Safran

fördern Behaglichkeit, setzen

aber auch sonnige Akzente.

Auch ein alter Trend kehrt

wieder zurück. So zeigt sich,

dass die Nachfrage nach textiler

Wandgestaltung steigt. Der gute

alte Wandteppich ist wieder en

vogue.

Schon einmal etwas vom Gelegenheitssofa

gehört? Dieses

interessante Möbelstück steht

im Gegensatz zum klassischen

Sofa nicht im Wohnzimmer,

sondern findet im Flur, in der

Küche oder im Schlafzimmer

seinen Platz. In der Regel ist es

kleiner als ein normales Sofa

und äußerst bequem.

NASA


mobil

Dorian Krois

30

dorian.krois@grazer.at

Dass jetzt die Preise an den

Tankstellen steigen, das kann

mir niemand mit dem Krieg

im Iran erklären.“

Grünen-Chefin Leonore Gewessler Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

www.grazer.at 6. MÄRZ 2026

Millionenwerte schätzen

MOTIONEXPO2026.

Europas bedeutendste

Sammlung klassischer

Automobile öffnet sich

erstmals für eine eigene

Sommerakademie.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Das Nationale Automuseum

in Dietzhölztal in

Mittelhessen beherbergt

die wohl bedeutendste private

Sammlung von herausragenden

Automobilen in Europa. Doch

das Museum präsentiert nicht

nur die schönsten Autos der Welt

im Gesamtwert eines dreistelligen

Millionenbetrages, sondern

es vermittelt auch Menschen

im Rahmen

eines Hochschullehrganges,

wie

man diese

historischen

Fahrzeuge

richtig beurteilt und ihren Wert

erhält.

Sommerakademie

Dazu wurde in den Räumlichkeiten

des Nationalen Automuseums

ein eigener Hochschulcampus

eingerichtet, auf dem man

den Zertifikatslehrgang zum

akademisch geprüften Experten

für historische Fahrzeuge CEHC

absolvieren kann. Und diese

Ausbildung wird nun im Rahmen

einer eigenen Sommerakademie

allen Interessenten und

Oldtimer-Begeisterten zugänglich

gemacht. Präsentiert wird

diese Premiere exklusiv auf der

MotionExpo in Graz.

Hochkarätige Experten

Auf alle, die sich für diesen Zertifikatslehrgang

anmelden,

wartet ein Blick

hinter die Kulissen

einer der

herausragendsten

privaten

Samm-

lungen von Automobilen. Die

verschiedenen Module werden

im Juli des Jahres von einem

Team aus hochkarätigen Experten

unterschiedlicher Fachbereiche

vorgetragen und eröffnen

den Teilnehmern nicht nur eine

spannende fachliche Perspektive,

sondern auch ein herausragendes

Netzwerk an Kennern

und Könnern aller Wissensbereiche

historischer Automobile.

Jeder kann dabei sein

Der Lehrgang findet in den Seminarräumen

und Werkstätten

des Nationalen Automuseums

statt und bietet die Möglichkeit,

seine Kenntnisse anhand der

bedeutendsten und faszinierendsten

Automobile der Welt

zu erwerben. Und das Beste: Die

dabei erworbenen ETCS-Punkte

berechtigen zum akademischen

Abschluss des Certified Expert for

Historic Cars.

Präsentation in Graz

Warum aber wird diese einzigartige

Öffnung der Sammlung ausgerechnet

auf der MotionExpo in

Graz vorgestellt? Der Anlass ist

die brandneue Kooperation des

Museums mit der Messe Graz

und dem Ausstellungsprojekt 100

Jahre Daimler Benz AG. Für diese

Ausstellung zeigt das Nationale

Automuseum drei einzigartige

Automobile vom legendären SSK

aus 1929 über den Le-Mans-Siegerwagen

von 1989 bis hin zum

seltenen Silberpfeil Mercedes SLR

Stirling Moss, der weltweit nur in

75 Exemplaren gebaut wurde.

Termin vormerken

Alle Interessenten und auch

jene, die einfach nur dabei sein

wollen, sollten sich den kommenden

Samstag, 14. März, ab

13 Uhr bei der MotionExpo auf

der Grazer Messe dick im Kalender

anstreichen. Da geht nämlich

das Oldtimer-Symposium Classic

Car Convention über die Bühne,

bei der die Sommerakademie

dann offiziell und eingehend

präsentiert wird. Eine Premiere

für Graz, die es in sich hat. Alle

Infos gibt’s auf der Messe vor Ort.

Der berühmte Ferrari 330P3 ist das Herzstück der bedeutendsten privaten Automobilsammlung in Europa. NATIONALES AUTOMUSEUM (2)


6. MÄRZ 2026 www.grazer.at

mobil 31

Getty/bluejayphoto

... in Graz

Am Freitag, 6. März, kostete

der Liter Diesel (B7) an Grazer

Tankstellen ca. 1,84 Euro.

PREIS AN DER ZAPFSÄULE

DIESEL

1,84 € : 2,10 €

... in Frankfurt/Main

In der Hessen-Metropole waren

zum gleichen Zeitpunkt an

den Zapfsäulen 2,10 Euro fällig

Getty/jotily

lernen

Der Mercedes SLR Stirling Moss wurde weltweit nur 75 Mal gebaut und kommt zur MotionExpo nach Graz.

NATIONALES AUTOMUSEUM


32 mobil

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

HVO100: Warum der

Geschäftsführer Martin Karner

freut sich auf die MotionExpo.

Leapmotor auf

der MotionExpo

■ Das Autohaus Fior präsentiert

exklusiv die innovative

Marke Leapmotor auf der MotionExpo2026

in der Messe

Graz. Mit zukunftsweisenden

Modellen und individueller

Fachberatung setzt das Grazer

Traditionshaus neue Maßstäbe

in der Elektromobilität. Erleben

Sie nachhaltigen Fahrspaß

und modernsten Komfort

hautnah – das Team von Fior

begleitet Sie kompetent bei

Ihrem Start in eine elektrische

Zukunft.

KK

Kostspieliger Klimaschutz: HVO100 an der Zapfsäule wird trotz fehlendem

Erdölanteil teurer. GETTY, FOTO FISCHER (2)

KOSTENEXPLOSION.

Der erdölfreie HVO100-

Diesel ist von den

aktuellen Preisentwicklungen

bei Treibstoffen

ebenfalls betroffen.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Er gilt als einer der wichtigsten

sofort verfügbaren Klimakraftstoffe

im Verkehrsbereich:

HVO100. Doch während

die Nachfrage steigt, wird das Angebot

knapper – mit spürbaren

Folgen an der Zapfsäule. Auch

in Graz hat sich der Preis zuletzt

deutlich erhöht. Warum das so

ist und welche Rolle Verwaltung

und Politik dabei spielen.

HVO (Hydrotreated Vegetable

Oil) ist ein synthetischer

Dieselkraftstoff, der aus bioge-


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at mobil

33

Klimadiesel teurer wird

nen Rest- und Abfallstoffen wie

Altspeiseölen oder tierischen

Fetten hergestellt wird. Je nach

Rohstoffbasis lassen sich damit

Treibhausgasemissionen

um bis zu 90 Prozent gegenüber

fossilem Diesel reduzieren. Der

große Vorteil: HVO100 ist als

sogenannter Drop-in-Kraftstoff

normkonform (EN 15940) und

kann in vielen bestehenden Dieselfahrzeugen

ohne technische

Umrüstung eingesetzt werden.

Gerade für Bestandsflotten in

Logistik, Bauwirtschaft oder bei

kommunalen Fuhrparks bietet

HVO damit eine sofort umsetzbare

Möglichkeit zur CO₂-Reduktion.

Auch die lokale Luftqualität profitiert:

Die Verbrennung ist sauberer,

Ruß- und Partikelemissionen

sinken spürbar.

„HVO ist einer der wenigen

Kraftstoffe, mit denen wir

hier und jetzt massive CO₂-

Reduktionen erzielen können –

ohne neue Fahrzeuge anschaffen

zu müssen“, betont Jürgen Roth,

Obmann des Fachverbandes des

Energiehandels.

Trotz dieser Vorteile steht die

Versorgung mit HVO in Österreich

derzeit unter erheblichem

Druck. Eine Umfrage unter betroffenen

Unternehmen zeigt

lange Genehmigungsdauern,

offene Rohstoffanträge

und massive

Planungsunsicherheit.

Für das Jahr

2026 rechnen viele

Marktteilnehmer mit

Jürgen Roth

deutlichen Mengenrückgängen

– teilweise

bis hin zum vollständigen

Rückzug aus dem HVO-

Geschäft.

Für den Raum Graz bedeutet

das: Zwar ist HVO100 an einzelnen

Tankstellen verfügbar, eine

stabile und flächendeckende

Versorgung kann jedoch nicht

garantiert werden. Kurzfristige

Lieferengpässe und Preisschwankungen

sind die Folge –

unabhängig von der regionalen

Nachfrage.

Was wir derzeit erleben, ist

kein Marktversagen, sondern ein

administrativ verursachter Engpass“,

stellt Roth klar. „Wenn genehmigte

Rohstoffe monatelang

nicht freigegeben werden,

treibt das zwangsläufig

die Preise – auch bei

einem Kraftstoff, der

nichts mit Erdöl zu

tun hat.“

Dass sich HVO100

zuletzt verteuert hat,

obwohl er frei von fossilem

Erdöl ist, wirkt

auf den ersten Blick paradox.

Tatsächlich wird der Preis jedoch

nicht am Rohölmarkt gebildet,

sondern durch verfügbare Mengen,

internationale Nachfrage

und regulatorische Rahmenbedingungen.

Steigt die Nachfrage

bei gleichzeitig eingeschränktem

Angebot, wirkt sich das unmittel-

bar auf den Preis aus.

Damit wird HVO100 zum

Symbol einer größeren Herausforderung

der Energiewende:

Technisch verfügbare Lösungen

scheitern nicht an der Akzeptanz,

sondern an administrativen

Hürden. Dabei könnte der

klimafreundliche Diesel schon

heute einen wesentlichen Beitrag

zur Emissionsreduktion leisten

– auch auf den Straßen rund

um Graz.

Auch ARBÖ begeistert

„Der ARBÖ bewertet den Einsatz

von HVO-Treibstoff grundsätzlich

positiv. Aus Sicht des ARBÖ

stellt HVO eine sinnvolle Möglichkeit

dar, bestehende Dieselfahrzeuge

klimafreundlicher zu

betreiben. Daher unterstützt der

ARBÖ den verstärkten Einsatz

dieses alternativen Kraftstoffs,

sofern Fahrzeuge dafür freigegeben

sind“, so ARBÖ-Schulungsleiter

Rupert Brugger.


34 mobil

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

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VESPA-POWER.

Bernhard Faber feiert

drei Jahrzehnte Erfolg

durch Leidenschaft,

Teamgeist und echtes

Unternehmertum.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Drei Jahrzehnte ungebrochene

Leidenschaft und

positive Unternehmerenergie

haben aus dem einstigen

Insider-Tipp ein Unternehmen

mit 18 Mitarbeitern geformt. Ein

Meilenstein dieser Entwicklung

war das markante Firmenlogo:

eine vom Grazer Karikaturisten

Andreas Maigl entworfene

grüne Vespa mit dem Gesicht

des Gründers. Doch für Bernhard

Faber, stadtbekannt als

„Vespa-Börni“, zählt vor allem

die innere Motivation und der

gelebte Teamgeist. Besonders die

innerbetriebliche Nachhaltigkeit

durch eine intensive Lehrlingsausbildung

wird großgeschrieben.

Aktuell werden vier Lehrlinge

ausgebildet, wobei mit jedem

Saisonbeginn ein neuer Platz geschaffen

wird, um jungen Talen-

Leidenschaft, die bewegt:

Firmenchef Bernhard Faber

KK

ten eine langfristige Perspektive

im „Team Börni“ zu bieten.

Stets anpacken

„30 Jahre – und kein bisschen pleite!“

lautet das stolze Credo zum Jubiläum.

Dahinter steht eine klare

Botschaft an die heimische Wirtschaft:

Schluss mit dem Jammern

über bürokratische Hürden, Fachkräftemangel

oder die kriselnde

Weltwirtschaft. Faber sieht regionale

KMUs in der Pflicht: „Wir

Firmeninhaber sind in der Verantwortung,

vorauszugehen, unsere

Kunden mitzureißen und die

Freude am eigenen Betrieb täglich

vorzuleben.“ Diese regionale Verbundenheit,

gepaart mit Mut zum

Unternehmertum, sei der Garant

für wirtschaftlichen Erfolg.

Liebe begann in Graz

Die Erfolgsgeschichte ist auch

eine Familiengeschichte. Bern-


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

mobil 35

auf zwei Rädern

hard Faber und seine Frau Nina

lernten sich vor über 30 Jahren

– standesgemäß – über die Vespa

kennen. Heute leitet sie den

zweiten Standort in der Harterstraße

5. „Ich liebe Graz, und ich

liebe die Vespa“, fasst der Gründer

seine Motivation zusammen.

Doppel-Jubiläum

Das Timing könnte nicht besser

sein: Während Börni sein 30-jähriges

Bestehen feiert, begeht die

italienische Kultmarke Vespa am

23. April 2026 ihren 80. Geburtstag.

Um beide Meilensteine gebührend

zu feiern, lädt das Team

zum großen Jubiläums-Event.

Jubiläumsfest

Kunden, Partner und Medienvertreter

sind eingeladen, gemeinsam

auf drei Jahrzehnte Leidenschaft

anzustoßen, am 27. und

28. März, jeweils 9 bis 17 Uhr, in

der Harterstraße 110 in Graz.

Gemeinsame

Leidenschaft

für Graz: Nina

und Bernhard

Faber

führen das

Traditionsunternehmen

mit Herz und

steirischem

Unternehmertum.

Das Team von Toyota Gady freut

sich auf die neuen Modelle. GADY

Premiere bei

Toyota Gady

■ Bei Toyota Gady in Graz-Liebenau

feiern gleich drei neue

Modelle ihre Premiere: der

neue Toyota RAV4, der neue

vollelektrische Toyota bZ4X

sowie der neue Toyota Urban

Cruiser. Am 11. März ab 8 Uhr

haben Besucher erstmals die

Möglichkeit, alle drei Neuheiten

im Schauraum live zu erleben

und sich persönlich beraten

zu lassen. Von 13. bis 15.

März sind die Modelle zudem

auf der MotionExpo am Stand

von Toyota Gady zu sehen.


36

sport

graz

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

36

Tennisverband

ehrt die Trainer

Es gibt keinen Grund,

etwas in Frage zu stellen

oder Panik zu bekommen.“

Lukas Kainz über das spezielle Gefühl im

Team der 99ers auch nach Niederlagen GEPA

■ Am Montag um 18 Uhr steigt

unter der Leitung von Präsidentin

Barbara Muhr die Generalversammlung

des Steirischen

Tennisverbands. Neben einem

Rückblick auf das vergangene

Jahr wird Vizepräsident Philipp

Hochstrasser die steiermarkweite

Initiative „Kidsverein

2026“ vorstellen, bei dem die

fünf aktivsten Kidsvereine der

Steiermark einen Materialgutschein

in Höhe von 1000 Euro

bekommen. Zusätzlich werden

im Rahmen der Versammlung

auch jene Trainer geehrt, die

mit ihren A-Kader-Spielerinnen

und -Spielern im abgelaufenen

Jahr Erfolge feiern konnten.

Der Aufholbedarf

ist noch sehr groß

STTV-Präsidentin Barbara Muhr

und Vize Philipp Hochstrasser GEPA

UBI-Topscorerin Simone Sill (Mitte) ortet im Damen-Basketballsport durchaus noch Luft nach oben. GEPA

HINTERGRUND. Die

Richtung stimmt, aber

auch im Basketball

klafft zwischen Frauen

und Männern immer

noch eine ordentliche

finanzielle Lücke.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Die Richtung stimmt. Auch

Frauen-Basketball wird in

Österreich professioneller

und bekommt mehr Aufmerksamkeit.

„Vor zwei Jahren hab ich

gedacht, dass das schneller geht“,

sagt Simone Sill, Topscorerin von

UBI Graz und als Athletiktrainerin

ihres Vereins eine der wenigen

Spielerinnen, die mehr oder weniger

von ihrem Sport leben können.

„Es tut sich was in der Aufmerksamkeit,

und auch die Liga

zieht Cup Final Four und die Playoffs

so auf wie bei den Männern,

aber wir hatten in dieser Saison

kein einziges Live-TV-Spiel im

Grund-Durchgang, während das

bei den Männern regelmäßig der

Fall ist.“

Immerhin hat sich aber der

„Equal Play Day“ nach hinten

verschoben. Nach diesem Tag ist

der Frauensport rein rechnerisch

unsichtbar, weil sich die Berichterstattung

zu fast 80 Prozent auf

Männer konzentriert. „Heuer ist

der Tag am 18. März, davor war er

schon einen Monat früher“, sagt Sill

und spricht von Baby-Steps, den

der Frauensport vorwärts macht.

Wie im Vorjahr startet der Liga-

Sponsor bei den Basketballerinnen

auch heuer wieder eine großflächige

Plakat-Kampagne, um den

Frauensport sichtbarer zu machen.

Zwei Klassen

Was die Strukturen betrifft, ist UBI

Graz im Basketball schon länger

die Nummer eins im Land. „Wir

machen das so professionell, wie

es eben gerade möglich ist“, sagt

Sill. „Während die Männer Profis

sind, müssen bei uns aber fast

alle Spielerinnen Vollzeit arbeiten

und können nicht zum Vormittags-Training

kommen.“

Seit kurzem bemüht sich auch

die Liga, das Athletik-Training

der Vereine auf ein einheitliches

Niveau zu heben. „Und vielleicht

wird auch einmal ein verpflichtendes

Krafttraining für die Erst-

Liga-Vereine eingeführt“, hofft

Sill. Am Ende liegt es aber wie so

oft am Geld, um Strukturen zu

verändern und Spielerinnen zumindest

so zu bezahlen, dass sie

mit einem Halbtagsjob über die

Runden kommen.

Dazu kommt aber, dass es in

der Liga zumindest eine Zwei-

Klassen-Gesellschaft gibt. Normalerweise

ist vor dem ersten

Korb der Saison klar, dass am

Ende Klosterneuburg und UBI

im Finale stehen; die mittlerweile

nur noch fünf weiteren Teams

können auf Dauer nicht mithalten.

Für die sportliche Entwicklung

auch nicht die beste Voraussetzung.

Darum spielt UBI seit

Jahren auch international, heuer

in der 2. Liga der „Women’s Adriatic

Basketball Association“ – und

ist dort ausgerechnet durch einen

Sieg gegen Klosterneuburg überraschend

ins Final Four eingezogen.

„Wir hatten viele enge Spiele

und haben daraus viel gelernt“,

sagt Sill. Vor allem der Sieg gegen

den ewigen Liga-Rivalen hat gutgetan.

„Wir haben gesehen, dass

wir sie in einem Spiel, in dem es

für beide um etwas geht, schlagen

können.“ Vielleicht können Sill

und Co den Erfolg dann im Liga-

Finale wiederholen. Dem Sport

würde es sicher guttun.


8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

sport graz 37

OHA!➜

GEPA (2)

Zweimal WM-Bronze

Lena Primus vom BSV Breakpoint

Graz hat bei der Billard-EM in Antalya

zwei Bronzemedaillen geholt.

Nemanja Belos weiter verletzt

Der Rückraum-Spieler der HSG Graz

fällt in der heißen Phase des Grund-

Durchgangs weiterhin verletzt aus.

OJE!

Der Kaiser feiert seinen 80er

JUBILÄUM. Der legendäre Stürmer und Trainer des SK Sturm, Robert Kaiser, feierte seinen achtzigsten

Geburtstag. Eine Abordnung seiner ehemaligen U21-Truppe ließ den Jubilar hochleben.

Wenn ich euch sehe, dann

geht’s mir immer gut“, so

eröffnete Robert Kaiser

das gemütliche Geburtstagstreffen

mit seinen ehemaligen Lieblingskickern.

Zum Jubiläum genehmigte

sich der legendäre Sturmbomber

ein gutes Glaserl Wein,

und wie üblich unter Kickern jagte

eine Schmähattacke die nächste.

Organisator Didi Pegam sorgte

dann für jede Menge Lacher, als er

bei der Festrede zu jedem der 13

älteren Jungs ein Schmankerl präsentierte.

Das Geburtstagsteam

war wie folgt aufgestellt: Franz

Oswald, Michael Kofler, Andi

Lang, Roland Frumen, Mario

Weilguny, Michael Rexeis, Ernst

Weilguny (im Bild oben), Arnold

Wetl, Didi Pegam, Rene Janger,

Gerhard Goldbrich, Christian

Peintinger, Martin Müller (im

Bild unten). Neben dem Spaß

bekam der Jubilar aber auch ein

kollektives Kompliment seiner

Spieler. Denn der ehemalige Trainer

war seiner Zeit weit voraus,

war nicht nur ein hervorragender

Fußballlehrer, sondern gab jedem

einzelnen seiner Protagonisten

viel menschliche Qualität weiter

und vermittelte Werte, die nicht

nur im Fußball, sondern für das

ganze Leben viele Sportler geprägt

haben.

Robert Kaiser feierte im Kreis seiner Lieblingsspieler den runden 80er. KK

Michael Horvath, ASVÖ-Boss Peter Reichl, Manuela Fally, Staatssekretärin

Michaela Schmidt, Sonja Irendorfer und Christian Purrer (v. l.) ASVÖ STEIERMARK

Neues ASVÖ-Spendentool

■ Der Allgemeine Sportverband

Österreichs (ASVÖ) hat ein neues

Spendentool vorgestellt, das

gemeinsam mit dem steirischen

Unternehmen FanInvest entwickelt

wurde und Sportvereinen

die Akquise und Verwaltung

von Spenden für ihre Vereinsprojekte

erleichtert. „Die finanziellen

Herausforderungen und

der administrative Aufwand für

Sportvereine werden immer größer“,

sagt ASVÖ-Steiermark-Geschäftsführerin

Manuela Fally.

„Mit dem Spendentool gehen wir

einen großen Schritt Richtung

Digitalisierung und machen die

Vereinsstrukturen zukunftsfit.“

Erste Projekte laufen schon, und

bei einem Training des Sportvereins

Ruckerlberg auf einem

Ninja-Parcours schaute auch

Sport-Staatssekretärin Michaela

Schmidt vorbei und unterstrich

dabei die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit.

„Unsere Kinder

brauchen regelmäßige Bewegung

für eine gesunde Zukunft.“

714 Schachspieler

aus 55 Nationen

■ Im Hotel Novapark fanden

die 32. Internationalen Schachopen

in Graz statt. Bei dem

Turnier setzten sich in sechs

Kategorien 714 Teilnehmer aus

55 Nationen ans Brett. Den Sieg

in der Gruppe A sicherte sich

der Franzose Loic Travadon.

„Beim Schach werden soziale,

kulturelle und sprachliche

Grenzen spielend überwunden“,

sagt Saubermacher-Gründer

Hans Roth, der das Turnier

als Partner unterstützt.

Hans Roth (l.) unterstützt das

internationale Schachopen.

KK


38 grazer sonntag

www.grazer.at 8. MÄRZ 2026

SO ISST GRAZ

Das Glöckl Bräu präsentiert ...

... gebackenes

Sellerieschnitzel

Küchenchef Hannes Haderspeck

mit dem Sellerieschnitzel KK (2)

Im Glöckl Bräu in der Grazer Innenstadt

bekommt man noch das, was

man sich von einem klassischen Wirtshaus

erwartet. Das Lokal am Glockenspielplatz

verwöhnt mit regionalen

und auch saisonalen Speisen seine

Gäste. Neu auf der Speisekarte ist seit

dieser Woche das Sellerieschnitzel,

das man natürlich vor Ort oder mit

folgendem Rezept genießen

kann. LEO

Zutaten für 4

Portionen:

2 Stück Knollensellerie,

2 Eier,

100 Gramm Mehl,

150 Gramm Semmelbrösel,

Salz, Pfeffer,

Sonnenblumenöl oder Rapsöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Sellerie schälen und in ca. 1 cm dicke

Scheiben schneiden. Die Selleriescheiben

in kochendem Salzwasser ca.

8 Minuten kochen. Den Sellerie kalt abschrecken

und anschließend trockentupfen.

Beide Seiten mit Salz und Pfeffer

würzen. Verquirltes Ei, Mehl und

Brösel jeweils in einen separaten Teller

geben und die Selleriescheiben panieren

(Mehl – Ei – Brösel). Öl in einer

großen Pfanne erhitzen und die Sellerieschnitzel

goldgelb ausbacken. 3–5

Minuten pro Seite. Auf einem Küchenpapier

abtropfen lassen und genießen.

Küchenchef Hannes Haderspeck empfiehlt

dazu einen Erdäpfel-Vogerlsalat,

mit gekochtem Ei und natürlich mit

steirischem Kürbiskernöl. Außerdem

passt eine Zitrone und Sauce Tartare

bestens dazu. Guten Appetit!

GRAZWORTRÄTSEL

SUDOKU

Sportplatz

in Geidorf

(...- Promenade)

Indoor-

Sportstätte

an der

Gaußgasse

Mulde,

Vertiefung

Zuflucht

der Caritas

in der Mesnergasse

Frau im

Paradies

geheimnisvoll

Eggenberg

& Co.

Ausruf der

Empörung

Sologesang

in der

Oper

braunhaarig

Schanktisch,

Theke,

Tresen

sich genetisch

verändern

alter

Grazer

Stadteingang

13

16

8

erfolgreicher

Schlager

"Nuclear Erzfeind

Energy von Batman

Agency" weiblicher

der OECD Vorname

Schiff

Noahs

Namensteil

v. Flüssen

11

größte

Eule

der Welt

15

Abk. für

"heilig"

12

6

Fußrücken

getrocknetes

Gras

nordische

Todesgöttin

total

verrückt

100 Quadratmeter

männliches

Fürwort

dt. Terrorgruppe

persönliche

Note

französ.

für "halb"

UNO-Fernmeldeunion

9

germanische

Gottheit

5 8 4

6 7 8 5 3

2

2 6 1

4 9 8

9 2 4

8

7 8 2

6 3

7

983

6. Ton der

Tonleiter

Abk. für

"zuhanden"

17

Zeichen für

Rubidium

moslem.

Name Jesu

4

locker,

nicht

fest verbunden

Vorsilbe für

"gegen"

Vortrag in

der Schule

Kulturerbe-

Figur in

Murau und

Krakaudorf

2

englisch

für "Ohr"

Straßenbahn

Auerochse

Ausruf der

Erwartung

Vorsilbe

für

"mittel"

Jede

Ziffer darf

in jeder

Reihe in

jedem

Quadrat

nur

einmal

vorkommen.

Bleistift

spitzen,

los geht’s.

Viel Spaß!

14

7

5

Vorsatz,

Wollen,

Zielsetzung

Straße in

Reininghaus

Ruderkriegsschiff

Lanzenreiter

Domäne

des Tschad

zehnter Teil

Grazer TV-

Moderatorin

(Christine)

junge

Ziege

KFZ-Kz. für

1 Kroatien

Zeichen

für Brom

KFZ-Kz. für

Tamsweg

freudiger Religion

Ausruf bei in Japan

Lösung des glitzernde

Problems Dekoration

KFZ-Kz.

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der Leibhaftige

3

ludolfsche

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8. MÄRZ 2026 www.grazer.at

grazer sonntag 39

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 8. MÄRZ

DJs im Stadtpark

Heute ist der letzte Tag des

Elevate Festivals in Graz. Bereits

um 6 Uhr kann der Sonntag im

Parkhouse im Grazer Stadtpark

begonnen werden. Bis 20 Uhr

legen veschiedenste DJs auf.

Closing Concert

Beendet wird das Festival

bei einem Closing Concert im

Orpheum. Mama Feelgood und

Mr. Farmer spielen um 19 Uhr und

sorgen mit Maria Somerville um

20.30 Uhr und Marc Almond um

21.30 Uhr für gute Stimmung und

einen gelungenen Abschluss des

Festivals. Einlass ist um 19 Uhr.

Fest für Naschkatzen

Mehr als 70 Aussteller laden

heute, am letzten Tag des

Schokolade fests, in die Grazer

Messe. Besucher werden in die

Welt der Schokolade entführt

und können von 10 bis 17 Uhr die

Kreationen der verschiedenen

Aussteller begutachten. Für die

kleinen Gäste gibt es ein Kinderprogramm

mit Hüpfburg und

Fahrgeschäften.

Tanzen für alle

Die Oper Graz bietet heute ein

buntes Programm. Angefangen

wird um 10.30 Uhr mit „Tanzen für

alle“ im Ballettsaal des Opernhauses.

Dieses Mal wird mit Rosa

Maria Pace gemeinsam choreographiert.

Es sind keine Vorkenntnisse

notwendig. Um eine

Anmeldung wird gebeten. Die

Kosten liegen bei fünf Euro pro

Teilnehmer.

Konzert der Elemente

Weiter geht es mit dem Familienkonzert

„Der Natur auf der

Spur“ um 11 Uhr. Bei dem Konzert

wird sich auf eine gemeinsame

musikalische Entdeckungsreise

Ekaterina Solunya überzeugt in Giuseppe Verdis Oper „Rigoletto“

als Gilda. Heute zum vorletzten Mal.

WERNER KMETITSCH/OPER GRAZ, GETTY

durch die Welt der vier Elemente

begeben. Die Elemente werden

auf der Bühne sowohl hörbar als

auch sichtbar. Für Kinder von 7 bis

11 Jahren. Karten gibt es online,

beim Ticketzentrum oder unter

Tel. 0 316/8000.

Liebe, Rache und Leid

Um 18 Uhr findet die vorletzte

Vorstellung von Giuseppe

Verdis erfolgreicher

Oper „Rigoletto“

in der Oper Graz

statt. Das Melodrama

behandelt

die Geschichte

Rigolettos, der

seine Tochter

Gilda vor

dem Herzog

und der

Gesellschaft

RIGOLETTO

18 Uhr

Oper Graz

WOHIN AM SONNTAG

versteckt. Doch dann wird Gilda

entführt und Rigoletto hat nur

noch Rache im Sinn. Ein Abend

voller Liebe, Rache und Leid entfaltet

sich auf der Bühne.

Das Zusammenleben

Im Theater der Komödie Graz wird

heute das Stück „Ein seltsames

Paar“ von Neil Simon aufgeführt.

Oskar ist glücklich geschieden

und lebt alleine. Er lädt seinen

Freund Felix ein,

bei ihm zu leben, da

er von seiner Frau

verlassen

wurde.

Turbulenzen

beginnen

und ein

lustiger

Nachmittag

ist somit vorprogrammiert.

Das Theater beginnt um 16.30 Uhr.

Letzte Partie vor Punkteteilung

Für den SK Sturm steht am heutigen

Nachmittag das letzte Spiel

des Grund-Durchgangs auf dem

Programm. Mit dem Gegner haben

die Grazer noch eine Rechnung

offen, verlor man doch gegen den

SCR Altach das Cup-Viertelfinale.

Heute haben die „Blackys“ die

Chance auf Wiedergutmachung,

Ankick ist um 17 Uhr.

Frauen in der Nachkriegszeit

Der März steht im Graz Museum

ganz im Zeichen des Internationalen

Frauentags. Daher gibt

es heute eine Themenführung

zur Ausstellung „Ins Ungewisse.

Graz von 1945–1965“. Die heutige

Führung legt einen Fokus auf die

Frauen in der Nachkriegszeit, auf

ihr Leben, Rollen und Rollenbilder.

Um 15 Uhr. Die Teilnahme ist

kostenlos.

Grazbürsten im Novapark

Die Grazbürsten kommen heute

mit ihrem Programm „Stuhrturm“

in den Novapark in Graz.

In dem Programm wird sowohl

Aktuelles und Politisches als auch

Literarisches und Musikalisches

in kabarettistischer Form auf die

Bühne gebracht. Um 16 Uhr.

Tratsch in Premstätten

Das Theater Kultur Premstätten

bingt heute den zweiaktigen

Schwank „Tratsch – Im Treppenhaus“

von Jens Exler auf die

Bühne des Kultursaals. Im Mittelpunkt

steht ein Mietshaus, in dem

Gespräche zwischen Nachbarn

schnell zu Gerüchten und Missverständnissen

führen, die Folgen mit

sich bringen. Beginn ist um 17 Uhr.

Karten gibt es im Vorverkauf oder

an der Abendkasse.

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