GSUND-AKTIV-Magazin-MRZ-APR-2026
Lesen Sie in dieser Ausgabe: Was ist dran am Phänomen „Frühlingsgefühle“? Was sagen uns unsere nächtlichen Träume? Ein weiters Thema sind „Superfoods vor unserer Haustür“. In einem großen Sonderteil widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Thema „Pflege“. Hier finden Sie jede Menge Informationen rund um die Soziale Pflegeversicherung, Pflegegrade, Sicherheit im eigenen Heim, pflegebedürftige Kinder und wie Pflege in früheren Zeiten funktionierte .
Lesen Sie in dieser Ausgabe: Was ist dran am Phänomen „Frühlingsgefühle“? Was sagen uns unsere nächtlichen Träume? Ein weiters Thema sind „Superfoods vor unserer Haustür“. In einem großen Sonderteil widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Thema „Pflege“. Hier finden Sie jede Menge Informationen rund um die Soziale Pflegeversicherung, Pflegegrade, Sicherheit im eigenen Heim, pflegebedürftige Kinder und wie Pflege in früheren Zeiten funktionierte .
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02/2026 MRZ/APR
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ZUM
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GSUND-AKTIV-MAGAZIN.DE
Landkreis Freyung-Grafenau
Stadt und Landkreis Passau
Frühlingsgefühle
-
Was ist dran?
Seite 13
Pflege
Großer Sonderteil
ab Seite 39
Wenn die
Nacht uns heilt
Träume sind mehr als
nächtliche Geschichten.
Sie sind ein Spiegel unserer
seelischen Vitalität. Seite 24
Therapieeinfahrt
in Gasteiner
Heilstollen zu
gewinnen. Seite 17
2
Die sanfte Kraft des Neubeginns
Er kommt leise und doch mit großer Kraft. Der Frühling öffnet die Fenster der Welt, lässt Licht
in müde Gedanken fallen und weckt neue Hoffnung in Körper und Geist. Nach der Stille des
Winters beginnt alles wieder zu atmen: Die Natur schlägt ein neues Kapitel auf, und mit ihr
wächst auch in uns der Wunsch nach Aufbruch und Veränderung.
Der Frühling schenkt Gesundheit durch Bewegung, durch frische Luft und durch das Versprechen,
dass jedes Ende zugleich ein Anfang ist. Er stärkt, ohne zu drängen, heilt, ohne laut
zu sein, und erinnert uns daran, wie wohltuend Einfachheit sein kann – ein Spaziergang im
Grünen, die wärmende Sonne auf der Haut, das erste helle Lachen des Jahres.
In seinem Kommen liegt Zuversicht, in seinem Duft neue Energie, in seinem Licht die Einladung,
das Leben wieder mutiger zu umarmen.
Der Frühling ist kein bloßer Wechsel der Jahreszeit, sondern ein stilles Versprechen:
dass Erneuerung immer möglich ist
4,90 € 24,00 €
für 6 Ausgaben
6
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von Presseagenturen oder
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Gsund Aktiv | Inhalt
3
Inhalt
In dieser Ausgabe: Was ist dran am Phänomen „Frühlingsgefühle“? Was sagen uns unsere
nächtlichen Träume? Ein weiters Thema sind „Superfoods vor unserer Haustür“. In einem
großen Sonderteil widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Thema „Pflege“. Hier finden Sie
jede Menge Informationen rund um die Soziale Pflegeversicherung, Pflegegrade, Sicherheit
im eigenen Heim, pflegebedürftige Kinder und wie Pflege in früheren Zeiten funktionierte .
Gewinn für beide Seiten . .Seite 05
Aktiv im Passauer Land . . Seite 06
Fit in die Saison ........ Seite 07
Für mehr Lebensjahre . .. Seite 08
Zweimal gerettet durch
Blutspenden ........... Seite 09
Frühlingsschnupfen .... Seite 10
Nachbarschaftsdienste . . Seite 11
Wenn der Frühling
erwacht ................ Seite 13
Alltag entlasten ......... Seite 15
Gasteiner Heilstollen . ... Seite 17
Frühstückstreff ......... Seite 18
Sniorenarbeit im Wandel . Seite 19
Nervenerkrankung
Gürtelrose ............. Seite 20
Therapie gegen
Alzheimer .............. Seite 21
Echte Therapie mit
Cannabis .............. Seite 22
Wenn Kunst Räume für
Kinder eröffnet ......... Seite 23
Wenn die Nacht uns heilt. Seite 24
Superfoods ............ Seite 26
Zwiebelsäckchen
und mehr .............. Seite 28
Kostenfaktor
Zahngesundheit ........ Seite 29
Wenn der Husten
nicht gehen will ........ Seite 30
Alkoholsucht: Gesellschaftliches
Risiko . ..... Seite 31
Sparmaßnahmen
im Gesundheitswesen . .. Seite 32
40 ist da neue 30........ Seite 33
Falsche Enkel, echte
Gefahr. ................ Seite 34
Sonderteil PFLEGE
. . . . . . . . . . . . . . . Seite 35 - Seite 45
Clowns in der Medizin .. Seite 46
Rückenschmerzen
vorbeugen ............. Seite 47
Der schnelle Weg zur
Wunschfigur ........... Seite 48
Fit auf zwei Rädern ..... Seite 49
So trinkt Deutschland
seinen Kaffee ........... Seite 50
Thema Organspende .... Seite 51
Unterstützung im
eigenen Zuhause ........ Seite 53
Prävention mit
Wohlfühlcharakter ...... Seite 54
Die neue Leichtigkeit
der Schönheit .......... Seite 55
Stottern - weit verbreitet . Seite 56
Bayerns „heißes Herz“ .. Seite 57
Wellness auf
Spitzenniveau .......... Seite 59
Direktvermarktung mit
Vertrauenskasse ........ Seite 61
Grünes Zuhause,
gutes Gefühl ........... Seite 62
Nebel fangen,
Wolken impfen ......... Seite 63
130 Gipfel- und
Naturerlebnisse ........ Seite 64
Gabreta: Zeitreise im
Bayerischen Wald ....... Seite 65
Die 9 schönsten
Tierwanderwege........ Seite 66
Der Frühling zieht ein ... Seite 68
Kochen für‘s Herz ...... Seite 69
Osterlamperl backen .... Seite 70
Schnelles Dinkelbrot .... Seite 71
Büchelsteiner Eintopf ... Seite 72
Rätselspaß ............. Seite 73
Zwischen Felsen
und Feenlicht .......... Seite 74
Notrufnummern ........ Seite 75
Foto: pixabay-jillwellington-daffodils-1316127
4 Gsund Aktiv PR | Anzeige
Anzeige 1
Schmerzen
im Knie?
Wenn die Kniegelenke dauerhaft schmerzen,
knirschen und weniger beweglich sind, greift
man schnell zu Schmerzmitteln. Doch es gibt eine
Therapie ohne Nebenwirkungen: Eine Knieorthese
kann helfen, die Gelenke zu entlasten und zu stabilisieren,
um die Beschwerden zu lindern.
Dauerhafte Knieschmerzen
Chronische Knieschmerzen, etwa beim Gehen oder
Treppensteigen, deuten auf Arthrose hin. Dabei
reiben Knochen aufgrund einer dünner werdenden
Knorpelschicht schmerzhaft aneinander. Die Knieorthese
öffnet den Gelenkspalt und setzt direkt an
dieser Ursache an
Aktiv und mobil
Ein aktiver Lebensstil verzögert das Fortschreiten der
Arthrose und kann Operationen vermeiden. Moderne
Orthesen sind leicht, komfortabel und ermöglichen
schmerzfreie Bewegung im Alltag. Sie werden ärztlich
verschrieben und im Sanitätshaus individuell
angepasst.
Orthesen-Testtage
Testen Sie die Unloader One® X unverbindlich bei uns
und überzeugen Sie sich von der Wirkung. Unsere
Experten beraten Sie gerne zur Kniegesundheit.
Orthopädietechnikermeister Stefan Mais (links) beim Anpassen der Unloader
One X Orthese.
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NEU: Freyung – Stadtplatz 7 – Tel.: 08551 32180
www.rehateammais.de
Gsund Aktiv PR | Regional
5
Ein Gewinn für beide Seiten
Ehrenamt Familienpatenschaft in FRG
Foto: AdobeStock / Lumeez I/peopleimages.com
Einmal pro Woche besucht Familienpatin
Christine „ihre“ Familie
und schenkt ihr zwei Stunden
Zeit. Für die Kinder bedeutet das
Spielen und Bewegung, für die
Mutter eine spürbare Entlastung
im Alltag.
Ob Spielplatz oder Wald – während
Christine sich um die Kinder kümmert,
bleibt den Eltern Raum für das
Baby oder für sich selbst.
Unterstützung für junge
Familien
Im Mittelpunkt des Familienpatenprojekts
der Koordinierenden
Kinderschutzstelle (KoKi) am Landratsamt
Freyung-Grafenau steht die
Entlastung von Eltern und Alleinerziehenden.
Angesprochen sind werdende
Eltern ohne familiäre Unterstützung
sowie Familien mit Kindern
von 0 bis 3 Jahren. Gefördert wird
das Projekt über die Bundesstiftung
Frühe Hilfen sowie durch Mittel des
Bayerischen Staatsministeriums für
Familie, Arbeit und Soziales.
Wenn es einfach passt
Ehrenamtskoordinatorin Martina
Haintze begleitet die Patenschaften
fachlich und betont, wie wichtig
ein gutes Miteinander ist. Stimmen
Patin oder Pate und Familie überein,
profitieren beide Seiten gleichermaßen.
Eine alleinerziehende Mutter
brachte es treffend auf den Punkt:
„Das hat gepasst wie der Deckel auf
den Topf.“
Engagement aus Überzeugung
Langjährige Patinnen wie Hedwig
und Simone berichten von erfüllenden
Erfahrungen. Sie unterstützen
Familien aus Überzeugung und
eigener Lebenserfahrung heraus
und erleben das Vertrauen und die
Dankbarkeit der Eltern als große
Bereicherung. Auf Wunsch geben sie
auch alltagspraktische Hilfestellungen
etwa bei Erziehungsfragen oder
im Haushalt.
Familienpatin oder - pate
werden
Voraussetzung für das Ehrenamt
sind wöchentlich zwei bis drei Stunden
Zeit, Offenheit, Zuverlässigkeit
und die Bereitschaft, sich für sechs
bis zwölf Monate auf eine Familie
einzulassen. Die Patinnen und Paten
werden umfassend vorbereitet, fachlich
begleitet und können an Austauschtreffen
sowie Fortbildungen
teilnehmen.
Kontakt: Familienbüro/Koordinierende
Kinderschutzstelle (KoKi)
am Amt für Kinder und Familie,
Landratsamt Freyung-Grafenau, Grafenauer
Straße 44, 94078 Freyung,
Tel.: 08551 57-2106 oder 08551
57-2118, E-Mail: koki@landratsamtfrg.de
6 Gsund Aktiv PR | Anzeige
Entdecken. Erleben. Genießen.
Aktiv im Passauer Land
Anzeige
1
Der Apfel-Radl-Weg Neuhaus am Inn.
Fotos: Zweckverband TI Passauer Land_Fotografie Beata Kania
Der Apfel-Radl-Weg durch Vornbach.
Der Aussichtsturm Büchlberg.
Wandern zum Hauzenberger Staffelberg.
Mit zwei neuen, kostenlosen Broschüren
lädt das Passauer Land dazu ein, die Region
aktiv zu entdecken: „Wandern im Passauer
Land“ und „Radfahren im Passauer
Land“ bieten umfassende Inspirationen
für naturnahe Erlebnisse zwischen Flusslandschaften
und sanften Hügeln.
Wandern im Passauer Land bedeutet grandiose
Ausblicke, wunderschöne Themenwege
und spannende Lehrpfade. Ob in den
Ausläufern des Bayerischer Wald, entlang
der Donau und des Inn oder durch die weite
Landschaft zwischen Rott und Vils – die
Region begeistert mit Vielfalt. Historische
Pilgerrouten führen zu Kirchen, Klöstern und
Wallfahrtsstätten, während grenzübergreifende
Wege bis in den Böhmerwald und nach
Oberösterreich reichen. Fernwanderwege
wie der Goldsteig, der Donausteig und der
Donau-Panoramaweg verbinden Naturerlebnis
mit beeindruckenden Perspektiven.
Auch Radbegeisterte finden ideale Bedingungen:
Im nördlichen Teil prägen sanfte Hügel
das Bild, im Süden laden flachere Strecken
entlang der Donau, Inn und Rott zum entspannten
Dahingleiten ein. Ein dichtes,
gepflegtes Radwegenetz verbindet erhabene
Burgen und idyllische Orte. Fernradwege wie
der Donauradweg, der Innradweg und der
Römerradweg schaffen grenzüberschreitende
Erlebnisse. Vom sportlich Aktiven über Familien
bis zum Genussradler oder E-Biker – für
jeden Anspruch ist etwas geboten. Einladende
Biergärten und zahlreiche Servicestationen
sorgen für zusätzlichen Komfort.
Aktuelle Rad- und Wandertipps bietet zudem
der monatliche Newsletter (Anmeldung
unter: www.passauer-land.de/newsletter-anmeldung).
Die kostenlosen Broschüren können unter
www.passauer-land.de/service/broschueren
bestellt werden.
Tourismus im Passauer Land
www.passauer-land.de –
tourismus@landkreis-passau.de
Telefon 0851 397-2600
Gsund Aktiv PR | Freizeit
7
Fit in die Saison
So starten Akkus kraftvoll in den Frühling
Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln bringt man die Energiespeicher für E-Bike und Co. gut über die kalte Jahreszeit.
Foto: djd/www.ansmann.de/Getty Images/MixMedia
Mit den ersten warmen Tagen
werden E-Bikes, Gartengeräte und
Powerbanks wieder genutzt.
Nach längerer Pause brauchen Akkus
etwas Aufmerksamkeit, um ihre
volle Leistung zu bringen, erklärt
Sven Plewa vom Akkuspezialisten
Ansmann.
Richtig reinigen und durch Lade-Entlade-Zyklus
kalibrieren
Nach der Winterpause sollte der
Akku vorsichtig mit einem leicht
angefeuchteten Tuch gereinigt werden
– bitte nicht in Wasser tauchen.
Kontakte und Gehäuse auf Korrosion
oder Schäden prüfen. Vor dem Laden
muss der Akku Zimmertemperatur
erreichen; geladen wird idealerweise
mit dem Original-Ladegerät,
das optimal mit dem Batteriemanagement-System
(BMS) kommuniziert.
Anschließend empfiehlt sich
ein Lade-Entlade-Zyklus: Akku fast
leer nutzen (keine Tiefentladung)
und danach wieder aufladen. Das
kalibriert die Anzeige und verbessert
die Leistungsfähigkeit. Wird der
Akku deutlich schneller voll als im
Vorjahr oder treten Reichweitenprobleme
auf, sollte ein Fachhändler die
Kapazität prüfen.
Wintereinlagerung entscheidend
Für einen guten Zustand im Frühjahr
ist die richtige Lagerung
ausschlaggebend. Akkus möglichst
entnehmen und mit 30 bis 70 Prozent
Ladestand trocken, staubfrei
und dunkel bei 5 bis 20 Grad lagern.
Sie sollten nicht dauerhaft am Ladegerät
hängen. Direkte Sonneneinstrahlung
vermeiden, ebenso starke
Kälte oder Hitze. Bei fest verbauten
Akkus gelten diese Bedingungen für
das gesamte Gerät.
Auch im Frühjahr gilt: Bei niedrigen
Temperaturen lässt die Leistung
nach, längere Ladezeiten sind normal.
Akkus möglichst nicht ständig
voll aufladen, sondern erst kurz vor
dem Einsatz. Nach Gebrauch sollten
sie wieder auf Raumtemperatur gebracht
werden, bevor sie ans Ladegerät
kommen. (djd)
8 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Für mehr Lebensjahre
Deutschland braucht den Herz-Kreislauf-Gesundheitscheck
Deutschland braucht standardisierte
Vorsorgeprogramme zur
Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
– der Todesursache
Nummer eins. Deutsche Herzstiftung
und Deutsche Gesellschaft
für Kardiologie setzen sich für
regelmäßige Herz-Kreislauf-Gesundheitschecks
ab 35, spätestens
ab 50, ein.
Der aktuelle Deutsche Herzbericht:
Rund 120.000 Menschen sterben
jährlich an koronarer Herzkrankheit,
davon etwa 44.000 an Herzinfarkt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen kosten
Deutschland wertvolle Lebensjahre
und lassen die Lebenserwartung
trotz hoher Gesundheitsausgaben im
europäischen Vergleich zurückfallen.
Besonders ab 65 steigt das Risiko
drastisch: Bei 65- bis 69-Jährigen
ist die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit
über 60-fach höher als bei 25- bis
29-Jährigen.
„Je früher Prävention und Früherkennung
greifen, desto besser“,
betont Prof. Dr. Stephan Baldus, Mitglied
im Wissenschaftlichen Beirat
der Deutschen Herzstiftung.
Effektive Vorsorge im mittleren Alter
kann die Lebenserwartung erheblich
verlängern: Frauen ohne fünf
zentrale Risikofaktoren sterben im
Schnitt 14,5 Jahre später, Männer
11,8 Jahre.
Deshalb sollten Herz-Kreislauf-
Checks folgende Punkte umfassen:
Blutdruckmessung und -behandlung,
Raucherentwöhnung, Gewichtskontrolle,
EKG zur Erkennung von
Herzrhythmusstörungen, LDL-Cholesterin-
und Blutzuckermessung
sowie Nierenfunktionstests.
In Deutschland stehen zwar kostenfreie
Vorsorgeuntersuchungen
zur Verfügung, sie werden jedoch
selten genutzt. Im Vergleich dazu
lädt Großbritannien Erwachsene
zwischen 40 und 74 Jahren alle fünf
Jahre zu einem umfassenden Check
ein, inklusive individueller Risikoanalyse
und gezielter Beratung.
„Die hohen Herz-Kreislauf-Todeszahlen
zeigen: Deutschland muss
Prävention stärker umsetzen und öffentliche
Aufmerksamkeit erhöhen,
besonders für sozial schwächere
Gruppen“, fordert Prof. Dr. Heribert
Schunkert, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
der Deutschen
Herzstiftung.
Ziel ist es, wieder den Anschluss an
europäische Standards der Herz-
Kreislauf-Vorsorge zu gewinnen.
Infos zur Prävention: herzstiftung.
de/herzgesund-leben
Foto: AdobeStock_442937999_39L
Gsund Aktiv PR | Medizin
9
Zweimal gerettet
durch Blutspenden
Als Beispiel eine Empfängergeschichte des Blutspendedienstes
Foto: pixabay-blood-sample-6200011_1920
Blutspenden retten Leben –
manchmal sogar mehr als einmal.
In einer Empfängergeschichte, die
der Blutspendedienst des Bayerischen
Roten Kreuzes (BSD) in
einem Video unter www.blutspendedienst.com/barbara
veröffentlicht,
erzählt Barbara, wie sie
gleich zweimal auf lebensrettende
Blutkonserven angewiesen war:
nach der Geburt ihrer Tochter
infolge einer schweren Blutung
und Jahre später im Rahmen einer
Lebertransplantation.
Nach der Geburt ihrer Tochter verlor
sie plötzlich eine große Menge
Blut – die Plazenta hatte sich nicht
richtig von der Gebärmutter gelöst.
Nur dank Bluttransfusionen konnte
sie die Notfall-OP überleben. Vier
Jahre später folgte die nächste Krise:
Wegen einer Autoimmunerkrankung
benötigte Barbara eine Lebertransplantation
und erneut waren
Blutspenden entscheidend, um den
Eingriff zu überstehen. Heute ist
Barbara unendlich dankbar, dass
sie ihre Tochter aufwachsen sehen
konnte: „Ich wollte wenigstens erleben,
dass meine Tochter 18 wird.
Jetzt ist sie 18 – und ich merke: Ich
möchte noch so viel mehr.“
Diese emotionale Geschichte steht
stellvertretend für unzählige Menschen
und Schicksale. Sie verdeutlicht
einmal mehr, wie unerlässlich
eine verlässliche Blutversorgung für
das Leben und Überleben tausender
Mitmenschen allein in Bayern ist.
Blut spenden kann jeder gesunde
Mensch ab dem
18. Geburtstag
Frauen können viermal, Männer
sechsmal innerhalb von zwölf Monaten
Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden
muss ein Mindestabstand von
56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen
ist unbedingt ein amtlicher
Lichtbildausweis wie Personalausweis,
Reisepass oder Führerschein (jeweils
das Original) und der Blutspendeausweis.
Bei Erstspendern genügt ein
amtlicher Lichtbildausweis.
Darum ist Blutspenden beim
BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich
etwa 2.000 Blutkonserven benötigt.
Mit einer Blutspende kann bis
zu drei kranken oder verletzten
Menschen geholfen werden. Eine
Blutspende ist Hilfe, die an-kommt
und schwerstkranken Patienten eine
Überlebenschance gibt.
Alle Blutspendetermine und weiterführende
Informationen für Spender
und an der Blutspende Interessierte,
beispielsweise zum kostenlosen
Gesundheitscheck, sind unter der
kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes
0800 11 949 11 (Mo-Do
8.00 bis 17.00 Uhr, Fr 8.00 bis 16.00
Uhr) oder unter www.blutspendedienst.com
im Internet abrufbar. Wir
empfehlen unsere Blutspende-App
für iOS und Android (www.spenderservice.net):
Individuelle Spendeinfos,
Terminerinnerungen und
Blutspende-Forum.
10
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Frühlingsschnupfen,
nein danke!
Diese Tipps schützen jetzt vor Erkältungsviren
Gerade wenn man denkt, die Erkältungszeit
sei vorbei, erwischt
er einen: der Frühlingsschnupfen.
Tatsächlich treiben die häufigsten
Auslöser für eine gewöhnliche
Erkältung, die Rhinoviren, auch
im Herbst und noch im Frühjahr
ihr Unwesen, während andere
Atemwegsinfekte wie Grippe, RSV
oder Corona oftmals den Winter
dominieren.
Die in der kalten Jahreszeit geschwächten
Abwehrkräfte, schwankende
Temperaturen draußen und
trockene Heizungsluft drinnen
können dann eine Ansteckung
begünstigen. Allergiker sind oft doppelt
belastet, denn bei ihnen ist die
Nasenschleimhaut jetzt oft schon
durch die ersten Pollen gereizt. Mit
etwas Vorbeugung lässt sich das große
Schniefen aber oft vermeiden.
Gerüstet für schwankende
Temperaturen
Dazu gehört vor allem flexible
Kleidung. Denn zwischen T-Shirt-geeigneter
Wärme an sonnigen Tagen
und empfindlicher Kühle morgens
und abends können jetzt wahre
Temperaturwelten liegen. Und wenn
der Körper fröstelt, wird die Durchblutung
vermindert und das Immunsystem
geschwächt. Es empfiehlt
sich deshalb, nach dem Zwiebelschalenprinzip
mehrere dünne Lagen
übereinander zu tragen, um weder
ins Schwitzen noch ins Frieren zu
geraten.
Unterstützung für die Nase
Da Erkältungsviren meist über die
Nasenschleimhaut in den Körper
gelangen, sollte diese ebenfalls
geschützt werden. Dafür gilt es vor
allem, viel zu trinken, um sie vor
Austrocknung zu bewahren. Wasser,
Kräuter- und Früchtetees sind be-
sonders geeignet, auch eine Hühnerbrühe
kann guttun. Eine zusätzliche
Abwehrbarriere lässt sich etwa mit
algovir Erkältungsspray aufbauen.
Mit seinem Wirkstoff Carragelose aus
der Rotalge bildet es einen feinen
Schutzfilm auf der Nasenschleimhaut,
der die Erkältungsviren abfangen
und am Eindringen in die Zellen
hindern kann – mehr dazu unter
www.algovir.de. So kann man sich
vor einer Erkältung schützen, bevor
diese überhaupt entsteht. Aber auch
wenn sich schon erste Erkältungsanzeichen
zeigen, kann der vollständige
Ausbruch noch verhindert, Symptome
können gelindert und die Krankheitsdauer
verkürzt werden.
Das Immunsystem stärken
Sonnige Frühlingstage bieten die
perfekte Gelegenheit, das erschöpfte
Immunsystem wieder anzukurbeln.
Bewegung im Freien fördert die
Durchblutung und UV-Licht regt die
Produktion von Vitamin D an, das
die Abwehrzellen reguliert.
Zeigt sich das Wetter von der ungemütlichen
Seite, kann ein Saunabesuch
eine angenehme Alternative
sein. Wer dann noch auf eine vitaminreiche
Ernährung mit viel Obst
und Gemüse achtet, hat gute Chancen,
den Frühling ohne Schnupfen
zu überstehen. (djd)
Foto: DJD/Hermes Arzneimittel/Image Source/David Ryle
Gsund Aktiv PR | Regional
11
„Nachbarschaftsdienste“ für
pflegebedürftige Personen
Kostenfreie Schulung im Landratsamt Freyung 23. April 2026
In ländlichen Regionen ist es
selbstverständlich, dass Nachbarn,
Freunde oder Bekannte Menschen
unterstützen, die im Alltag Hilfe
benötigen. Diese sogenannten
Nachbarschaftsdienste erfolgen
häufig unentgeltlich.
Seit 2021 besteht jedoch die Möglichkeit,
solche Unterstützungsleistungen
unter bestimmten Voraussetzungen
über die Pflegekasse
abzurechnen.
Einzelpersonen, die pflegebedürftige
Menschen ab Pflegegrad 1 unterstützen,
können eine finanzielle
Anerkennung erhalten, sofern sie
eine entsprechende Schulung absolvieren.
Voraussetzung ist außerdem,
dass die helfende Person weder verwandt
noch verschwägert bis zum
zweiten Grad ist. Infrage kommen
damit unter anderem Freunde,
Bekannte oder Verwandte ab dem
dritten Grad, etwa Nichten oder
Neffen.
Um interessierten Helferinnen
und Helfern diese Möglichkeit zu
eröffnen, bietet das Landratsamt
Freyung-Grafenau am Donnerstag,
23. April 2026, von 10:00 bis
16:00 Uhr eine kostenfreie Schulung
im großen Sitzungssaal des
Landratsamts Freyung, Grafenauer
Straße 44, an.
Zu den abrechenbaren Tätigkeiten
zählen gemeinsame Spaziergänge,
Gespräche, Vorlesen, Freizeitgestaltung
sowie die Begleitung zu Terminen
oder Veranstaltungen. Bereits
wenige Stunden Unterstützung im
Monat können für pflegebedürftige
Menschen eine große Bereicherung
darstellen. Pro betreuter Person
stehen monatlich bis zu 131 Euro
zur Verfügung; eine Einzelperson
darf maximal drei Pflegebedürftige
unterstützen.
Die Schulung richtet sich sowohl
an neue Interessierte als auch an
Personen, die bereits ehrenamtlich
helfen. Ziel ist es, pflegebedürftigen
Menschen ein möglichst selbstständiges
Leben im gewohnten Umfeld
zu ermöglichen. Angesichts des
steigenden Unterstützungsbedarfs
werden in den Gemeinden weiterhin
engagierte Helferinnen und Helfer
gesucht.
Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen
begrenzt. Anmeldung per E-Mail
an senioren@landkreis-frg.de oder
telefonisch Montag bis Donnerstag
von 08:00 bis 12:00 Uhr unter
08551 / 57-1607.
Die Schulung wird gemeinsam vom
Koordinationsbüro für Senioren und
der Gesundheitsregion plus organisiert.
Weitere Informationen unter
www.einzelperson-bayern.de.
Foto: pixabay/8971834_1920
12 2
Gsund Aktiv PR | Anzeige
Wo Innovation
Zukunft gestaltet
Technologie neu gedacht: Forschung, die Menschen bewegt
Welches Potential sich entfachen
kann, wenn sich zwei umtriebige
Visionäre zufällig treffen, das
zeigt der Wandel, den der Campus
Hutthurm der Technischen
Hochschule Deggendorf zur Zeit
vollzieht. Ursprünglich als Forschungsstandort
für Kunststofftechnik
und Materialforschung
gedacht, vollzieht sich nun ein
Symbiose aus zwei geschaffenen
Instituten: Optimierung von
Materialien und Prozessen in der
Kunststofftechnik und Diagnostik
und Therapie in Bereich Medizin.
Die Köpfe dahinter: Prof. Dr. Thiha
Aung und Prof. Sebastian Kölbl.
Der Campus Hutthurm der Technischen
Hochschule Deggendorf ist
weit mehr als nur ein Forschungsstandort.
Hier treffen Neugier, technisches
Know-how und der Wunsch
aufeinander, die Zukunft aktiv zu
gestalten. Die Vision dahinter ist
klar: vorhandene technologische
Stärken gezielt bündeln und daraus
neue Möglichkeiten für Zukunftsfelder
entwickeln – mit direktem
Nutzen für die Gesellschaft.
Zwei Institute, die unterschiedliche
Schwerpunkte setzen, aber ein gemeinsames
Ziel verfolgen: Wissen in
echte Wirkung zu verwandeln.
Foto v.l.: Prof. Dr. Thiha Aung, Leitung IMSE, Tim Stockbauer, M.Sc., Operative Leitung,
Dr. Valentin Dalbauer, Leitung IKS (Fotos: MuW/KH Schoppa)
IKS – Institut für Kunststofftechnik
und Simulation:
Hier dreht sich alles um die Zukunft
von Materialien. Forschende entwickeln
und optimieren Kunststoffe,
Composites und Produktionsprozesse
mithilfe modernster Simulationstechnologien.
Ziel ist es, Produkte
leistungsfähiger zu machen, Prozesse
effizienter zu gestalten und nachhaltige
Lösungen für die Industrie
zu schaffen.
IMSE – Institut für Medical
Science and Engineering
Am IMSE verbinden sich Ingenieurwissenschaft
und Medizin zu einer
kraftvollen Partnerschaft. Gemeinsam
arbeiten Experten daran, Diagnostik
und Therapie deutlich zu verbessern.
Die Forschung reicht von
KI-gestützter Tumorfrüherkennung
über präzisere Ultraschallanalysen
bis hin zu individuellen 3D-Druck
Lösungen.
Gemeinsame Vision –
Shaping tomorrow‘s world
Technologie ist hier kein Selbstzweck.
Sie schafft echten Mehrwert
– für Unternehmen, für die Region
Prof. Sebastian Kölbl, wissenschaftliche
Leitung am Campus Hutthurm
und vor allem für Menschen. Ob
durch intelligentere Produktionsprozesse,
innovative Materialien oder
präzisere medizinische Diagnosen:
Am Campus Hutthurm wird die
Welt von morgen verantwortungsvoll,
praxisnah und mit spürbarem
gesellschaftlichem Nutzen mitgestaltet.
Partner der heimischen Wirtschaft
Technische Hochschule Deggendorf
Campus Hutthurm
Hochleiten 1 . 94116 Hutthurm
Gsund Aktiv PR | Freizeit
13
Wenn der Frühling erwacht
– und wir mit ihm
Warum der Frühling Körper und Seele in Bewegung bringt
Foto: pixabay-woman-8431035_1920
Kaum werden die Tage länger
und die Sonne gewinnt an Kraft,
verändert sich etwas in uns. Die
schweren Gedanken des Winters
lösen sich, der Blick wird weiter,
die Stimmung leichter. Frühlingsgefühle
sind mehr als ein romantisches
Klischee – sie sind ein
spürbares Signal des Körpers, dass
eine neue Phase beginnt.
Licht, Wärme und frische Luft wirken
wie ein natürlicher Neustart für
Geist und Gemüt, ein Aufbruch im
Kopf und im Herzen
Biochemie des Glücks
Mit zunehmendem Tageslicht drosselt
der Körper die Produktion von
Melatonin, dem „Schlafhormon“,
während gleichzeitig mehr Serotonin
ausgeschüttet wird. Dieses
Hormon hebt die Stimmung, steigert
die Motivation und wirkt sich positiv
auf das allgemeine Wohlbefinden
aus. Kein Wunder also, dass wir im
Frühling aktiver werden, häufiger
lachen und neue Pläne schmieden.
Auch Bewegung an der frischen
Luft verstärkt diesen Effekt – ein
Spaziergang im Grünen kann wahre
Wunder wirken.
Gesundheit in Bewegung
Der Frühling ist die ideale Zeit, um
den Körper sanft aus dem Winterschlaf
zu holen. Wer jetzt wieder
öfter zu Fuß oder mit dem Rad
unterwegs ist, stärkt Herz und Kreislauf,
kurbelt den Stoffwechsel an
und unterstützt das Immunsystem.
Gleichzeitig hilft Bewegung dabei,
Stress abzubauen und den Schlaf zu
verbessern. Besonders wohltuend ist
dabei die Kombination aus Aktivität
und Natur: Vogelgezwitscher,
Blütenduft und frisches Grün wirken
nachweislich entspannend.
Frische Energie für die Seele
Nicht nur der Körper, auch die Seele
profitiert vom Frühling. Viele Menschen
verspüren den Wunsch nach
Veränderung – sei es durch neue
Hobbys, soziale Begegnungen oder
kleine Projekte, die lange liegen geblieben
sind.
Diese innere Aufbruchsstimmung
kann helfen, alte Muster zu durchbrechen
und neue Perspektiven zu
entwickeln. Wichtig ist dabei, auf
die eigenen Bedürfnisse zu hören
und das Tempo selbst zu bestimmen.
Den Frühling bewusst
genießen
Frühlingsgefühle lassen sich nicht
erzwingen, aber achtsam erleben.
Wer sich Zeit nimmt, draußen zu
sein, gesund zu essen und kleine
Momente bewusst wahrzunehmen,
verlängert die positive Wirkung der
Jahreszeit.
Der Frühling erinnert uns daran,
dass Erneuerung möglich ist – leise,
kraftvoll und mit jedem Sonnenstrahl
ein bisschen mehr.
mg.
14
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auf Stressprävention: Thermalwasser,
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helfen, Belastungen abzubauen
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Alltag entlasten, Teilhabe
ermöglichen
Wie die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Passau Familien begleiten und
Lebensqualität schaffen
Bereichsleiterin der Offenen Hilfen: Michaela Spitzenberger. Foto: MuW/K.Krückl
Wenn ein Kind besondere Unterstützung
braucht, verändert sich
der Familienalltag grundlegend.
Organisation, Betreuung und Behördengänge
fordern viel Kraft,
während Zeit für Erholung oft zu
kurz kommt.
Genau hier setzen die Offenen
Hilfen der Lebenshilfe Passau an:
Mit flexiblen, ambulanten Angeboten
unterstützen sie Menschen mit
Behinderung und ihre Angehörigen
dort, wo Unterstützung konkret gebraucht
wird – im Alltag. Ziel ist Stabilität,
Entlastung und ein Umfeld,
in dem Teilhabe selbstverständlich
möglich ist.
Eine starke Gemeinschaft mit
Tradition
Die Lebenshilfe Passau e. V. wurde
1967 von Eltern gegründet und
engagiert sich seitdem für bessere
Lebensbedingungen von Menschen
mit Behinderung. Heute tragen
rund 240 hauptamtliche Mitarbeitende
und etwa 170 Ehrenamtliche
die vielfältigen Angebote. Neben
Wohnformen spielt die ambulante
Unterstützung eine zentrale Rolle.
„Wir möchten Menschen dort unterstützen,
wo sie zuhause sind“, sagt
Michaela Spitzenberger, Bereichsleiterin
der Offenen Hilfen.
Hilfe, die sich an Familien
orientiert
Kernangebot ist der Familienentlastende
Dienst (FED). Nach einem
persönlichen Gespräch wird passgenaue
Unterstützung organisiert
– von Beratung zu Pflegegraden bis
hin zur stundenweisen Betreuung.
Geschulte Kräfte übernehmen Verantwortung
und schaffen Freiräume
für Angehörige. „Schon wenige
Stunden Entlastung können viel bewirken“,
so Spitzenberger. Vertrauen
und eine gute Passung zwischen
Familie und Betreuungskraft stehen
dabei im Mittelpunkt.
Gemeinsam aktiv in der
Freizeit
Ein weiterer Baustein ist die Freizeitbegleitung:
Gruppenangebote,
Ferienprogramme, Ausflüge oder
betreute Urlaube ermöglichen neue
Erfahrungen und soziale Kontakte.
Für Jugendliche stehen Volksfeste
oder Disco-Besuche hoch im Kurs,
Erwachsene nutzen Freizeitclubs,
kreative oder Bildungsangebote.
Ein gelungenes Beispiel für Inklusion
ist der „stufenlose“ Jugendtreff im
Passauer Zeughaus, der Begegnungen
auf Augenhöhe ermöglicht.
Engagement, das trägt
Die Nachfrage nach ambulanten
Hilfen wächst stetig, immer mehr Familien
suchen frühzeitig Unterstützung.
Getragen wird das Angebot
auch durch Ehrenamtliche, ohne die
vieles nicht möglich wäre.
Aktuell sucht die Lebenshilfe Passau
zudem Gastfamilien für betreutes
Wohnen, die erwachsenen Menschen
mit Behinderung ein familiäres
Zuhause auf Zeit bieten möchten.
So bleibt die Lebenshilfe ein verlässlicher
Partner für Teilhabe und
gelebte Inklusion. (kk)
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BALATON & TRADITION: Rundfahrt zum Plattensee mit
Besuch von Schloss Festetics in Keszthely, der Halbinsel
Tihany und der berühmten Porzellanmanufaktur Herend.
BUDAPEST: Große Stadtrundfahrt durch die
Donaumetropole (Parlament, Burgviertel,
Fischerbastei und Heldenplatz).
SOPRON: Erkundung der historischen Altstadt und des
Feuerturms auf der Rückreise.
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Panoramafahrt entlang der Weinstraße mit Weinprobe und Brettljause.
GRAZ: Abschlussbesuch in der Genusshauptstadt mit Führung durch
die Altstadt und Besichtigung moderner Architektur-Highlights
(Murinsel, Kunsthaus).
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18 Gsund Aktiv PR | Regional
Frühstückstreff für
Alleinstehende
Caritas verbindet in Vilshofen Generationen
„Zusammen geht was“ heißt die
Jahreskampagne der Caritas in
Deutschland. Wie die Caritas
Generationen verbindet zeigt sich
in Vilshofen. Konkret beim Frühstückstreff
für Alleinstehende. Seit
März 2012 treffen sich Alleinstehende
immer am ersten Mittwoch des
Monats (außer Januar und August),
im Pfarrsaal. Die Ortscaritas will
der Einsamkeit älterer bzw. alleinstehender
Menschen vorbeugen.
Die Idee dazu hatten damals die
hauptamtlichen Caritas-Mitarbeiterinnen
Petra Liebl und Annemarie
Ritzinger.
Unterstützt wurden sie von Andreas
Kindermann. „Hier geht es nicht
nur um ein liebevoll angerichtetes,
gesundes und abwechslungsreiches
Frühstück,“ so die sechs Damen vom
„Frühstücksteam“, „auch „Hirntraining“
und musikalische Unterhal-
Foto: Josef Rackl/ Peter Schädelbauer
tung werden angeboten.“ Wichtig:
Eine tel. Anmeldung bis spätestens
Freitag vor dem Frühstück ist erforderlich
bei J. Albrecht (08541-
6112).
Wissen statt Tabu
Mit dem Online-Portal drugcom.de bietet das Bundesinstitut für
Öffentliche Gesundheit unabhängige und anonyme Beratung
Was tun, wenn jemand im Freundeskreis
Kokain konsumiert?
Macht Lachgas abhängig? Und
wie reagiert man bei einer Opiat-
Überdosis?
Wissen schützt – denn wer informiert
ist, kann Risiken deutlich senken. Das
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
(BIÖG) bietet mit www.drugcom.
de seit 24 Jahren ein kostenfreies Online-Angebot
zur Aufklärung über legale
und illegale Drogen. Im vergangenen
Jahr verzeichnete die Website fast
sechs Millionen Besucherinnen und
Besucher, rund 16.000 pro Tag. Am
häufigsten wurden Informationen zu
Amphetaminen und Kokain gesucht.
Über Drogen aufklären – bevor
eine Sucht entsteht
Seit 2001 ermöglicht drugcom.de
Ratsuchenden eine anonyme, vertrauliche
und niedrigschwellige Beratung
– ohne moralische Bewertung.
Geschulte Beraterinnen und Berater
beantworten Fragen per Telefon,
E-Mail oder Chat. Im Jahr 2024 standen
insbesondere Abhängigkeit und
Therapieoptionen im Mittelpunkt der
Anfragen. Auch Angehörige nutzten
das Angebot verstärkt. Die meisten
Beratungen bezogen sich auf den
Konsum von Cannabis. Ein Anstieg
der Anfragen nach Einführung des
neuen Cannabisgesetzes (CanG) ist
bislang nicht zu erkennen.
Foto: pixabay-jorono-stop-3541821
Gsund Aktiv PR | Regional
19
Seniorenarbeit
im Wandel der Zeit
Austausch über wachsende Herausforderungen im Landratsamt Passau
Pflege, Prävention und gesellschaftlicher
Zusammenhalt
Auch Landrat Raimund Kneidinger
dankte den Seniorenbeauftragten
für ihre wichtige Arbeit.
Angesichts von Einsamkeit, Personalmangel
in der Pflege und der
zunehmenden Belastung pflegender
Angehöriger sei Prävention ebenso
notwendig wie nachhaltige Unterstützung.
Positiv stellte er heraus,
dass sich rund zwei Drittel der Menschen
im Landkreis ehrenamtlich
engagieren – ein starkes Zeichen für
Zusammenhalt und Gemeinsinn.
Foto: seniorenarbeit-ai-generated01
Die Seniorenvertretungen des
Landkreises Passau haben sich
im Landratsamt getroffen, um
über aktuelle Herausforderungen
der Seniorenarbeit zu beraten.
Themen wie Pflege, Einsamkeit,
barrierefreier Wohnraum und
die Rolle des Ehrenamts standen
dabei im Mittelpunkt.
Vertreter aus Politik, Verwaltung
und Ehrenamt waren sich einig,
dass eine starke Interessenvertretung
für ältere Menschen angesichts
des demografischen Wandels immer
wichtiger wird. Gleichzeitig wurden
Defizite in Gesetzen und Förderprogrammen
offen angesprochen.
Ehrenamt als tragende Säule
Landkreisseniorenbeauftragte Gerlinde
Kaupa betonte, dass Senioren
künftig rund ein Viertel der bayerischen
Bevölkerung ausmachen
werden. Mit dem Landesseniorenrat
gebe es eine parteipolitisch neutrale
und überkonfessionelle Stimme,
die als Bindeglied zwischen älteren
Menschen und der Staatsregierung
fungiere. Besonders hob sie das
ehrenamtliche Engagement hervor,
da Ehrenamtliche nah an den Menschen
seien und deren Bedürfnisse
genau kennen. Dieses Engagement
sei eine zentrale Grundlage für ein
gutes Leben im Alter.
Kritik an Förderlücken und
Gesetzgebung
Kaupa informierte zudem über
Aufgaben und Struktur des Landesseniorenrats
und kritisierte unter
anderem das neue Sportgesetz, in
dem Senioren nicht ausreichend berücksichtigt
würden.
Auch der drastisch reduzierte Fördertopf
für barrierefreie Wohnungsumbauten
bereitet Sorgen, da viele
notwendige Maßnahmen nicht mehr
umgesetzt werden können. Einigkeit
bestand darin, dass solche Investitionen
langfristig Kosten sparen und
den Verbleib im eigenen Zuhause
ermöglichen.
Mehr Mitwirkung vor Ort gefordert
Abschließend forderten die Seniorenvertretungen,
frühzeitig in
kommunale Planungen eingebunden
zu werden. Positive Beispiele
aus einzelnen Gemeinden zeigten,
dass eine enge Zusammenarbeit
zwischen Seniorenbeauftragten und
Kommunalpolitik konkrete Verbesserungen
im Alltag älterer Menschen
bewirken. (hw)
20
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Nervenerkrankung Gürtelrose
wird unterschätzt
„Rund 80 Prozent nehmen die Vorsorgemöglichkeit nicht wahr“
Etwa jeder dritte Erwachsene
erkrankt im Laufe seines Lebens
an Gürtelrose. Das sind rund
400.000 Menschen pro Jahr.
Umso wichtiger ist es, gut über die
Viruserkrankung informiert zu
sein.
„Viele Menschen nehmen Gürtelrose
zunächst nicht ernst, weil sie
sie mit den harmloseren Windpocken
verwechseln oder nur den
Hautausschlag kennen“, erklärt PD
Dr. Michael A. Überall, Präsident
der Deutschen Schmerzliga und
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft
für Schmerzmedizin. Bei
Gürtelrose handelt es sich jedoch
um eine schmerzhafte Nervenerkrankung,
die auch noch lange
Zeit später den Alltag einschränken
kann. „Die Schmerzen bei Gürtelrose
sind meist stark und sehr
charakteristisch. Viele Betroffene beschreiben
sie als brennend, stechend
oder elektrisierend, manche empfinden
sie wie Messerstiche oder ein
dauerhaftes Brennen oder Kribbeln
unter der Haut“, so der Schmerzexperte.
„Viele Patienten beklagen,
dass schon leichte Berührungen
– etwa durch Kleidung oder einen
Windhauch – quälende Schmerzen
oder Missempfindungen auslösen
können.“
Gürtelrose als Folgeerkrankung
der Windpocken
Gürtelrose und Windpocken hängen
eng zusammen, denn die Gürtelrose
ist eine Folgeerkrankung der Windpocken
und wird durch dasselbe
Virus ausgelöst. Der Experte erklärt:
„Nachdem die Windpocken abgeheilt
sind, verschwinden die Viren
nicht vollständig aus dem Körper.
Vielmehr ziehen sie sich in Nervenknoten,
die sogenannten Spinaloder
Hirnnervenganglien, zurück,
wo sie sich vor dem Immunsystem
PD Dr. med. Michael A. Überall, Vizepräsident „Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin
e.V.“ .Foto: DJD/GSK/Flo Huber
verstecken können, und verbleiben
dort in einer Art ‚Schlafzustand‘.“
Ist das Immunsystem geschwächt –
etwa durch höheres Alter, eine chronische
Krankheit oder Stress –, sinkt
die Abwehrkraft des Körpers. Dann
können die Viren reaktiviert werden
und eine Gürtelrose auslösen.
Über Vorsorgemöglichkeiten
sollte man sich informieren
Die Ständige Impfkommission (STI-
KO) empfiehlt eine Impfung gegen
Gürtelrose. „Laut dem aktuellen
Barmer-Arzneimittelreport nehmen
jedoch rund 80 Prozent der Anspruchsberechtigten
diese Möglichkeit
nicht wahr“, konstatiert Dr.
Überall. „Gute Gesundheitsvorsorge
braucht deshalb beides: engagierte
Ärztinnen und Ärzte, die ihre
Patientinnen und Patienten über
Präventionsmöglichkeiten informieren,
und mündige Menschen, die
ihre Gesundheit aktiv mitgestalten.“
Wer also sein Risiko senken und der
schmerzhaften Erfahrung einer Gürtelrose
vorbeugen möchte, sollte in
der hausärztlichen Praxis mögliche
Vorsorgemaßnahmen ansprechen.
(djd)
Gsund Aktiv PR | Regional
21
Therapie gegen Alzheimer
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich trifft Neurologie-Chefarzt
Mehr Zeit für die Patienten
Auch die Digitalisierung schreitet
voran: Die elektronische Patientenakte
wurde auf Normal- und
Intensivstationen eingeführt. Zudem
wird das Programm ICU-Manager
für Intensiv- und Weaningstation
implementiert. Untersuchungsdaten
wie Beatmungsparameter, Sauerstoffsättigung
oder EKG werden
automatisch in die Patientenkurve
übernommen. Das erleichtert die
Dokumentation und schafft mehr
Zeit für die Patienten.
Nach der Rezertifizierung der Stroke
Unit 2025 blickt man im Zuge
der Krankenhausreform, bei der
kleinere Zentren wegfallen sollen,
mit gemischten Gefühlen in die
Zukunft. Ein Teil der zunächst mit
Schlaganfallverdacht aufgenommenen
Patienten wird wegen anderer
neurologischer Erkrankungen weiterbehandelt.
Chefarzt Prof. Tobias Schmidt-Wilcke (l.) und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.
Foto: Bezirk Niederbayern, Manuela Lang
Heinrich dankte Schmidt-Wilcke
für seinen Einsatz und die strategische
Weiterentwicklung neuer
Behandlungsangebote, die das hohe
medizinische Niveau in Mainkofen
sichern.
Seit einigen Monaten ist in
Deutschland eine spezielle Alzheimer-Therapie
zugelassen, bei der
Antikörper Amyloid-Ablagerungen
im Gehirn mobilisieren.
Die neurologische Abteilung am
Bezirksklinikum Mainkofen will
das Verfahren im Laufe des Jahres
anbieten.
Derzeit laufen noch Abstimmungen,
wie Chefarzt Prof. Tobias Schmidt-
Wilcke beim Jahresgespräch mit Bezirkstagspräsident
Dr. Olaf Heinrich
erklärte.
Eine Heilung ist nicht möglich,
jedoch kann das Fortschreiten der
Erkrankung verlangsamt werden –
vor allem in frühen Stadien.
2025 rezertifiziert
Auch im Bereich der Immunabsorption
ist Mainkofen gut aufgestellt:
Mit den drittmeisten Behandlungen
zählt man zu den großen Zentren
in Deutschland. Für die Weaning-
Therapie, also die Entwöhnung von
der Beatmung, wurde die Klinik
2025 rezertifiziert; 2026 sollen die
Behandlungszahlen steigen.
Schmidt-Wilcke war zuvor an der
Universität Düsseldorf habilitiert
und außerplanmäßiger Professor.
Nun wechselte er an die Universität
Regensburg, um dort Medizinstudierende
zu unterrichten. Mit Blick auf
den Medizin-Campus Niederbayern
sei dies besonders wertvoll, betonte
Heinrich.
Der Bezirk Niederbayern: Mit den
anderen sechs bayerischen Bezirken
bildet der Bezirk Niederbayern die
dritte kommunale Ebene. Das Bezirksgebiet
umfasst neun Landkreise,
drei kreisfreie Städte und eine Große
Kreisstadt. Die Kernaufgaben umfassen
die Bereiche Soziales, Gesundheit,
Kultur- und Heimatpflege, Bildung
und Jugend sowie die Fachberatung
für Fischerei. Als überörtlicher Träger
der Sozialhilfe unterstützt der Bezirk
Pflegebedürftige, Senioren und Kranke
sowie Menschen mit Behinderungen,
die auf Hilfeleistungen angewiesen
sind. Mit dem Bezirksklinikum Mainkofen
sowie den Bezirkskrankenhäusern
Landshut, Straubing und Passau
sichert der Bezirk die psychiatrische
Versorgung Niederbayerns.
22
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Echte Therapie statt
Freizeitkonsum
Die Cannabis-Reform kommt
Für viele Menschen mit schweren
oder chronischen Erkrankungen
ist medizinisches Cannabis längst
mehr als ein Trend: Es ist eine
dringend benötigte therapeutische
Option, die Lebensqualität
zurückbringen kann. Besonders
Patientinnen und Patienten mit
chronischen Schmerzen, neurologischen
Erkrankungen wie MS,
spastischen Beschwerden, Appetitverlust
oder Übelkeit durch
Chemotherapien profitieren von
sorgfältig dosierbaren Cannabisextrakten.
Doch genau diese Menschen geraten
immer stärker in den Hintergrund
– weil Telemedizinplattformen
vermehrt dazu genutzt werden, sich
rezeptpflichtige Cannabisprodukte
„per Klick“ für den Freizeitkonsum
zu sichern, oft ohne echten Arztkontakt.
Die Folge: unkontrollierte
Mengen, fragwürdige Indikationen
und kaum medizinische Begleitung.
Die vom Bundeskabinett beschlossene
Gesetzesänderung setzt hier an:
Künftig soll Medizinalcannabis nur
nach einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt
verschrieben und
ausschließlich in Apotheken vor Ort
abgegeben werden. Damit soll der
missbräuchliche Online-Bezug eingedämmt
werden – zum Vorteil der
Menschen, die Cannabis tatsächlich
zur Linderung schwerer Symptome
benötigen.
Gezielte Therapie statt anonymer
Online-Abgabe
Für eine wirksame Behandlung
kommt es nicht nur auf das Produkt
an, sondern vor allem auf eine
sichere Dosierung und eine ärztliche
Begleitung. Unter medizinischer
Anleitung können Cannabisarzneien
passgenau eingestellt werden und
helfen, belastende Symptome zu reduzieren.
Sie lassen sich zuverlässig
in bestehende Therapien integrieren,
etwa in der Schmerzbehandlung
oder bei neurologischen Krankheitsbildern.
Genau diese therapeutische
Sicherheit entsteht nur in einem
persönlichen ärztlichen Gespräch.
Anbieter wie Stada betonen deshalb
die Bedeutung einer engmaschigen
Betreuung und unterstützen die geplante
Reform ausdrücklich. Durch
Aufklärung und Arbeitshilfen übernimmt
Stada zusätzlich als Schnittstelle
zwischen Ärzten und Apothekern
Aufklärungsarbeit im immer
noch stigmatisierten Markt.
Therapie braucht Vertrauen –
nicht anonyme Klick-Medizin
Für Betroffene zählt nicht der
schnelle Zugang, sondern die richtige
Therapie: Welche Beschwerden
stehen im Vordergrund? Welche
Wirkstoffe sind geeignet? Welche
Dosierung ist sicher?
All das lässt sich nur im Austausch
mit spezialisierten Ärztinnen und
Ärzten klären, nicht in anonymen
Online-Formularen. Auch Apotheken
vor Ort spielen eine wichtige Rolle:
Sie beraten zur Anwendung, erklären
Dosierungen und begleiten die
Therapiesicherheit. Weitere Informationen
über medizinisch eingesetzte
Cannabisarzneien finden sich etwa
unter canna.stada.de. (djd)
Foto: DJD/STADA Arzneimittel/Getty Images/Portra Images
Gsund Aktiv PR | Regional
23
Wenn Kunst Räume für die
Kinder eröffnet
Kreativer Auftakt zur Caritas-Jahreskampagne
Lino fand es toll, mit dem Pinsel Farben zu verspritzen (Foto: caritas/wd)
Passau. Zum Start der Caritas-Jahreskampagne
2026 „Zusammen
geht was“ haben die Kinder der
Kita St. Stephan in Passau gemeinsam
mit regionalen Künstler:innen
kleine und große Kunstwerke
geschaffen. Inspiriert vom Gedanken,
„den Pinsel in die Hand
zu nehmen“ und den eigenen
Gefühlen zu folgen, entdeckten sie
sich selbst und ihre Umwelt auf
kreative Weise neu.
Mit dabei waren Waltraud Danzig,
Ernst Zahnweh und Hubert Huber,
die den Kindern zeigten, wie aus
einfachen Materialien beeindruckende
Werke entstehen. Für Kita-Leiterin
Constanze Simmel wurde erneut
deutlich, dass Kunst nicht nur Freude
bereitet, sondern auch Fantasie
und Mut fördert.
Kunst als ganzheitliche Bildung
Bei der Vernissage betonte Stefan
Seiderer, Bischöflich Beauftragter
für die Caritas, dass die Ausstellung
weit mehr sei als eine Präsentation
schöner Bilder. Sie stehe beispielhaft
für die ganzheitliche Entwicklung im
Sinne des Bayerischen Bildungs- und
Erziehungsplans: Neben Wissen und
Fertigkeiten würden Persönlichkeit,
soziales Miteinander und kulturelle
Ausdrucksfähigkeit gestärkt.
Kunst eröffne Räume, in denen Kinder
sich selbst erfahren und ihre
Umwelt bewusst wahrnehmen können.
Gedanken, Gefühle und Ideen
würden im kreativen Gestalten sichtbar.
Waltraud Danzig gestaltete mit
den Kindern ein gemeinsames Bild:
Mit Kreide, Walze und Caritas-Rot
lernten sie spielerisch die Grundlagen
einer Drucktechnik – jedes Kind
fand seinen Platz auf dem Papier.
Experimentieren, Drucken und
Upcycling
Ernst Zahnweh initiierte ein Upcycling-Projekt:
Aus gespendeten
Schuhen entstanden fantasievolle
Skulpturen, bei denen Eltern tatkräftig
mithalfen. Und Hubert Huber
begeisterte mit Monotypie und
Frottage – jede Bewegung schuf ein
einzigartiges Werk. Besonders Lino
(5) war begeistert: „Da kann man so
schön mit dem Pinsel spritzen.“
24
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Wenn die Nacht uns heilt
Was unsere Träume über die Gesundheit verraten
ai-generated
Gsund Aktiv PR | Thema
25
Wir träumen jede Nacht, selbst wenn wir es am Morgen vergessen.
Lange galten Träume als zufällige Produkte unseres Gehirns – doch
aktuelle Forschungen zeigen: Sie stärken die emotionale Stabilität,
fördern Regeneration und helfen, Stress zu verarbeiten.
Unsere Nachtgedanken sind also eine Art innere Medizin:
sanft, unbewusst und erstaunlich wirksam.
Foto: pixabay-ai-generated-8200083
Jede Nacht reisen wir in eine Welt
ohne Grenzen. In unseren Träumen
erscheinen vertraute Gesichter,
bizarre Szenen, intensive
Gefühle.
Oft wachen wir verwundert auf
– und doch steckt hinter diesen
nächtlichen Bildern weit mehr als
ein Spiel der Fantasie. Forschende
wissen heute: Träume sind ein
wichtiger Teil psychischer und
körperlicher Gesundheit.
Während der sogenannten REM-
Schlafphase arbeitet das Gehirn
auf Hochtouren. Es verarbeitet
Erinnerungen, ordnet Emotionen
und stärkt neuronale Verbindungen.
Bildgebende Studien zeigen: Das
limbische System – unsere Gefühlszentrale
– ist besonders aktiv, während
jene Regionen, die für rationale
Kontrolle zuständig sind, zur Ruhe
kommen.
Diese Balance erlaubt emotionale
„Reparaturarbeit“. Stress, Angst
und ungelöste Konflikte werden im
Traum neu sortiert – ein natürlicher
Selbstheilungsprozess.
Psychiater Allan Hobson nannte
Träume einst ein „Nebenprodukt
neuronaler Aktivität“. Doch moderne
Forschung widerspricht:
Menschen, die tief und regelmäßig
träumen, zeigen oft eine bessere
emotionale Stabilität und weniger
depressive Symptome. Schlaf- und
Traumforschung sprechen heute
von einer Art „nächtlicher Psychotherapie“.
Im Traum können wir
Erlebtes gefahrlos durchspielen, und
das mindert die Stressreaktion am
Folgetag – messbar in niedrigeren
Cortisolwerten.
Träume sind die Sprache unseres
inneren Gleichgewichts
Auch körperlich wirken Träume stabilisierend.
Gute Traumphasen fördern
die Hormonregulation, stärken
das Immunsystem und unterstützen
die Regeneration des Gehirns. Fehlt
diese Phase, steigt langfristig das
Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen.
Doch Träume sind nicht nur biochemische
Prozesse. Sie sind auch
eine Sprache unseres inneren
Gleichgewichts. Der Psychologe Carl
Gustav Jung sah in ihnen Wegweiser
seelischer Entwicklung. Symbole wie
Wasser, Häuser oder Wege können
Hinweise auf das geben, was uns
bewegt – und wohin wir uns entwickeln
wollen.
Träume sind also mehr als nächtliche
Geschichten. Sie sind ein
Spiegel unserer seelischen Vitalität,
ein stiller Beitrag zu Resilienz und
Wohlbefinden. Wer ihnen Aufmerksamkeit
schenkt, kann besser
verstehen, wie Körper, Geist und
Emotionen zusammenarbeiten.
Und vielleicht liegt genau darin ihr
größter Zauber: dass sie uns zeigen,
wie eng Gesundheit und Seele miteinander
verwoben sind. mg
Fünf Fakten über
unsere Träume
1. Jeder Mensch träumt – jede
Nacht.
Auch wer meint, „nie zu träumen“,
tut es tatsächlich. Die meisten
Menschen haben pro Nacht vier bis
sechs Traumphasen. Nur wer direkt
nach einer REM-Phase wach wird,
erinnert sich daran.
2. Träume fördern emotionale
Balance.
In der REM-Schlafphase sortiert das
Gehirn emotionale Eindrücke neu.
Das senkt Stresshormon-Spiegel und
hilft, Erlebnisse besser zu verarbeiten
– ähnlich wie eine nächtliche
Kurztherapie.
3. Kreativität kommt oft aus dem
Schlaf.
Viele kreative Ideen und wissenschaftliche
Durchbrüche entstanden
im Traum. Das Gehirn verknüpft
dort Inhalte frei und unzensiert – ein
idealer Nährboden für Einfälle.
4. Albträume sind Warnsignale.
Wiederkehrende Albträume können
auf Überlastung, Angst oder ungelöste
Konflikte hinweisen. Wer sie
ernst nimmt und das Thema angeht,
spürt oft eine deutliche seelische
Entlastung.
5. Traumqualität hängt von Schlafqualität
ab.
Zu wenig Schlaf, unregelmäßige
Zeiten oder Alkohol stören die REM-
Phasen. Wer sich ausreichend erholt,
träumt intensiver – und profitiert
stärker von der regenerativen Kraft
des Schlafs.
26 Gsund Aktiv PR | Natur
Superfoods
vor der Haustür:
Die grüne Kraft aus den Inn-Auen
Nur wenn es eindeutig nach Knoblauch duftet, darf es in den Sammelkorb. Fotos: Archiv
Wenn die ersten Sonnenstrahlen
das Eis an Inn und Donau brechen,
erwacht in unserer Region eine
ganz besondere Kraft. Während
viele im Supermarkt zu teuren
Chiasamen oder Avocados greifen,
wächst das wahre „Superfood“
direkt vor unserer Haustür: in den
schattigen Auenwäldern und an
den sonnigen Waldrändern rund
um Passau und Freyung-Grafenau.
Bärlauch: Der Knoblauch des
Waldes
Er ist der unangefochtene König des
Frühlings. Schon von Weitem verrät
sein feiner Duft, wo er zu finden ist.
Bärlauch ist nicht nur eine Delikatesse,
sondern eine echte Wunderwaffe
für die Gefäße. Sein hoher Gehalt
an Allicin wirkt wie ein natürliches
Antibiotikum, reinigt das Blut und
bringt den Stoffwechsel nach dem
Winter so richtig in Schwung.
Brennnessel: Das unterschätzte
Wunderkraut
Lange als lästiges Unkraut verpönt,
ist die junge Brennnessel in
Wahrheit eine Nährstoffbombe. Sie
enthält dreimal so viel Eisen wie
Spinat und deutlich mehr Vitamin C
als Zitrusfrüchte. Als Tee oder Suppe
hilft sie dem Körper beim Entgiften
und sorgt für ein strahlendes Hautbild
– regionaler und gesunder geht
es kaum.
Tipp vom Profi: Sammeln
Sie nur dort, wo keine Autos
fahren und keine Hunde
ausgeführt werden. In den
Inn-Auen finden Sie abseits
der Hauptwege die saubersten
Plätze.
Vorsicht: Nicht verwechseln!
Wer selbst sammelt, sollte genau
hinschauen. Die Blätter des Bärlauchs
ähneln denen der giftigen
Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen.
Ein einfacher Test hilft: Reiben Sie
ein Blatt zwischen den Fingern. Nur
wenn es eindeutig nach Knoblauch
duftet, darf es in den Sammelkorb.
Gsund Aktiv PR | Rezept
27
28
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Zwiebelsäckchen und mehr
Von Hausmittel bis Homöopathie:
Was bei Mittelohrentzündung wirklich hilft
Wenn Kinder nachts plötzlich
weinen und sich ans Ohr fassen,
schrillen bei den meisten Eltern
sofort die Alarmglocken, denn
häufig steckt eine Mittelohrentzündung
dahinter. Gerade in der
kalten Jahreszeit, wenn Erkältungen
Hochsaison haben, entzünden
sich die empfindlichen Schleimhäute
im Ohr leicht.
Denn Kinder sind anfälliger – ihre
Ohrtrompete, also die Verbindung
zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum,
ist kürzer und enger als
bei Erwachsenen. So können Krankheitserreger
schneller ins Mittelohr
gelangen und dort Schmerzen,
Druckgefühl und manchmal Fieber
auslösen.
Antibiotika nicht immer nötig
Zum Glück lässt sich eine akute
Mittelohrentzündung in vielen
Fällen gut behandeln – oft sogar
ohne Antibiotika. Neben Ruhe und
ausreichend Flüssigkeit helfen einfache
Hausmittel, die Beschwerden
zu lindern. Bewährt hat sich seit
Generationen das klassische Zwiebelsäckchen:
Die ätherischen Öle der
Zwiebel können entzündungshemmend,
schleimlösend und durchblutungsfördernd
wirken. Dafür wird
eine frische Zwiebel fein gehackt,
leicht erwärmt und in ein sauberes
Tuch gewickelt. Das angenehm warme
Säckchen wird vorsichtig auf das
betroffene Ohr gelegt – mehrmals
täglich für 20 bis 30 Minuten. Viele
Kinder empfinden die Wärme und
den Duft als wohltuend.
Wärme und natürliche
Arzneimittel
Auch andere Wärmeanwendungen
mit Kirschkernkissen, Wärmflasche
oder einer Rotlichtlampe können
den Schmerz mildern. Wenn die Eltern
für ihre Kleinen darüber hinaus
sanfte Unterstützung von innen suchen,
ist etwa das homöopathische
Komplexmittel Otofren von Pflüger
eine gute Option. Es enthält acht
aufeinander abgestimmte Wirkstoffe,
die die Abheilung der entzündeten
Schleimhäute fördern und Schmerzen
lindern können. Es ist neutral
im Geschmack und ab dem ersten
Lebenstag zugelassen.
Auf freie Nasenwege achten
Nach der Wärme tut auch sanfter
Dampf gut: Kamillendampf-Inhalationen
beruhigen Entzündungen im
Nasen-Rachen-Raum und fördern
das Abschwellen der Schleimhäute.
Unter www.otofren.de finden sich
weitere Tipps rund um natürliche
Heilungsmethoden. Ein mildes
Nasenspray kann zudem helfen,
den Druckausgleich im Ohr wiederherzustellen
– das verschafft häufig
Erleichterung. Damit es gar nicht
erst zu einer Mittelohrentzündung
kommt, lohnt es sich, das Immunsystem
zu stärken. Regelmäßige
Bewegung an der frischen Luft sowie
eine ausreichende Luftfeuchtigkeit
in beheizten Räumen stärken die
Abwehrkräfte, damit kleine Ohren
besser durch die Erkältungszeit
kommen.
Foto: DJD/Homöopathisches Laboratorium/Getty Images/Ivan-balvan
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
29
Zahngesundheit darf keine
Frage des Geldbeutels sein
Soziale Spaltung und Widerspruch zum Solidarprinzip
Foto: pixabay-oswaldoruiz-dentist-1639683
In der aktuellen gesundheitspolitischen
Diskussion wird darüber
nachgedacht, zahnärztliche
Leistungen ganz oder teilweise aus
dem Leistungskatalog der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV)
herauszunehmen.
Dieser Ansatz stößt auf deutliche
Kritik. Denn Zahngesundheit ist
kein Luxus, sondern ein elementarer
Bestandteil der medizinischen
Grundversorgung. Wird sie stärker
privatisiert, trifft das vor allem Menschen
mit niedrigem und mittlerem
Einkommen – und verschärft bestehende
soziale Ungleichheiten.
Hohe Zuzahlungen sind längst
Alltag
Schon heute sind gesetzlich Versicherte
im Zahnbereich mit besonders
hohen Eigenbeteiligungen konfrontiert.
Beim Zahnersatz müssen
Patientinnen und Patienten je nach
Versorgung zwischen 25 und 40
Prozent der Kosten selbst tragen. In
kaum einem anderen medizinischen
Bereich ist die finanzielle Belastung
so hoch. Zum Vergleich: Bei Arzneimitteln,
Heil- oder Hilfsmitteln liegt
die gesetzliche Zuzahlung in der
Regel bei etwa zehn Prozent. Vor
diesem Hintergrund wären weitere
Kürzungen oder Mehrbelastungen
ein deutlicher Rückschritt.
Wenn Geld über Gesundheit
entscheidet
Eine weitere Reduzierung der GKV-
Leistungen hätte gravierende Folgen.
Viele Betroffene würden notwendige
Behandlungen aufschieben oder
ganz darauf verzichten, weil sie sich
diese schlicht nicht leisten können.
Die Folgen sind absehbar: schlechtere
Zahngesundheit, chronische Beschwerden
und ein erhöhtes Risiko
für Folgeerkrankungen. Langfristig
entstehen dadurch höhere Kosten –
für die Betroffenen ebenso wie für
das Gesundheitssystem insgesamt.
Solidarprinzip in Gefahr
Das deutsche Krankenversicherungssystem
beruht auf dem Solidarprinzip:
Alle Versicherten tragen
gemeinsam die Kosten, damit jede
und jeder im Krankheitsfall Zugang
zu notwendiger Versorgung hat.
Werden zahnärztliche Leistungen
aus diesem System herausgelöst,
droht eine schleichende Entwicklung
hin zu einer Zwei-Klassen-Medizin.
Gesundheit würde zunehmend
davon abhängen, wie gut der eigene
Geldbeutel gefüllt ist – ein klarer
Widerspruch zum Anspruch sozialer
Gerechtigkeit.
Zahngesundheit ist Teil der
Gesamtgesundheit
Zähne und Mundgesundheit stehen
in engem Zusammenhang mit dem
allgemeinen Gesundheitszustand.
Entzündungen im Mundraum
können Herz-Kreislauf-Erkrankungen
begünstigen, Diabetes negativ
beeinflussen oder andere ernsthafte
Erkrankungen nach sich ziehen. Eine
solidarisch finanzierte zahnärztliche
Versorgung ist daher kein Sonderfall,
sondern ein zentraler Bestandteil
moderner Gesundheitsvorsorge.
Zahngesundheit darf nicht zum
Sparobjekt werden. Wer hier kürzt,
spart kurzfristig – und zahlt langfristig
einen hohen sozialen und
gesundheitlichen Preis. (mg)
30 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Wenn der Husten nicht
gehen will
Ursachen verstehen und die Beschwerden gezielt lindern
Wenn quälende Hustenattacken nachts den Schlaf stören, sind Maßnahmen gefragt, die den Reiz schnell und gezielt bekämpfen. Foto:
djd/A. Nattermann & Cie./lightfieldstudios/123RF
Trockener Reizhusten hält viele
Menschen noch lange nach einer
Erkältung wach, kratzt in Hals und
Brust und tritt oft nachts auf.
Anders als produktiver Husten, der
Schleim löst, hat Reizhusten keinen
Nutzen: Er entsteht durch überempfindliche
Hustenrezeptoren.
„Nach viralen Infekten reagieren die
Atemwege stärker – schon kalte Luft,
Staub oder Sprechen reichen aus“,
erklärt Lungenfacharzt Dr. Michael
Barczok. Die ständigen Attacken
stören Schlaf und Alltag erheblich.
Schleimlöser sind oft kontraproduktiv
Da beim Reizhusten kein Schleim
vorhanden ist, können Schleimlöser
sogar stören. „Die Ursache
liegt in übererregten Nervenfasern“,
so Barczok. Daher helfen Hustenstiller,
die den Reiz direkt dämpfen.
Mucosilent beispielsweise wirkt mit
Levodropropizin peripher an den
Hustenrezeptoren und nicht über
das Gehirn. „So werden Anzahl und
Intensität der Anfälle reduziert – das
verbessert Schlaf und Lebensqualität“,
betont Pharmakologe Prof.
Manfred Schubert-Zsilavecz.
Hilfe zur Selbsthilfe
Zusätzlich können einfache Maßnahmen
die Atemwege entlasten.
Wichtig sind ausreichendes Trinken,
regelmäßiges Lüften und das Befeuchten
trockener Raumluft. Reizstoffe
wie Rauch oder Staub sollte
man meiden. Sport ist erst sinnvoll,
wenn der Husten vollständig abgeklungen
ist, um die empfindlichen
Atemwege nicht weiter zu belasten.
Weitere Tipps finden sich unter
www.mucosolvan.com
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
31
Ein gesellschaftliches
Risiko mit ernsten Folgen
Ab wann gilt man als alkoholabhängig
und wie viele sind in Bayern betroffen?
Alkohol ist in Bayern wie im Rest
Deutschlands ein alltäglicher Begleiter
– und zugleich ein unterschätztes
Gesundheitsrisiko.
Laut einer aktuellen Auswertung
des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung
waren im Jahr
2023 mehr als 212.000 Menschen in
Bayern wegen Alkoholsucht ärztlich
behandelt worden. Das entspricht
etwa 1,6 Prozent der Bevölkerung
im Freistaat und liegt leicht unter
dem Bundesdurchschnitt. Tatsächlich
dürfte die Zahl der Betroffenen
aber noch höher sein, da nicht alle
mit einem Alkoholproblem ärztlich
erfasst werden.
Was bedeutet
Alkoholabhängigkeit?
Alkoholabhängigkeit, umgangssprachlich
oft „Alkoholiker“ genannt,
wird nicht allein über die Menge des
Konsums definiert, sondern anhand
bestimmter Verhaltens- und Körpermerkmale.
Als abhängig gilt nach
medizinischen Kriterien, wer über
einen längeren Zeitraum ein starkes
Verlangen nach Alkohol, Kontrollverlust
über Menge und Dauer des
Trinkens, Toleranzentwicklung, körperliche
Entzugserscheinungen oder
fortgesetzten Konsum trotz schädlicher
Folgen zeigt. Wenn mehrere
dieser Kriterien erfüllt sind, kann
eine Diagnose gestellt werden.
Diese Abgrenzung erklärt, warum
nicht jeder, der häufig trinkt,
automatisch alkoholabhängig ist.
Dennoch konsumieren viele Menschen
regelmäßig gesundheitlich
riskante Mengen – weit mehr, als
Experten empfehlen. Schon am zwei
Tagen pro Woche ohne Alkohol festzumachen,
wie Gesundheitsratgeber
raten, zeigt, wie schnell bei regelmäßigem
Trinken die Schwelle zur
Risikogröße erreicht werden kann.
Warum ist das wichtig?
Alkoholabhängigkeit ist eine ernsthafte,
chronische Erkrankung mit
weitreichenden Folgen für Körper
und Psyche. Langfristiger übermäßiger
Alkoholkonsum erhöht das Risiko
für zahlreiche Krankheiten – von
Leberzirrhose über Herz-Kreislauf-
Erkrankungen bis hin zu verschiedenen
Krebsarten – und wirkt sich
negativ auf soziale Beziehungen,
Arbeitsleben und Lebensqualität aus.
Obwohl Bayern im deutschlandweiten
Vergleich moderatere Zahlen
aufweist, bleibt die Prävention
wichtig: Aufklärung über Risiken,
frühzeitige Intervention und niedrigschwellige
Hilfsangebote können
helfen, gefährlichen Konsum zu
reduzieren und Betroffenen Wege
aus der Sucht aufzuzeigen. (mg)
Foto: pixabay-jarmoluk-428392_1920
32 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Sparmaßnahmen im
Gesundheitswesen
Wie weit ist die Patientenversorgung bedroht?
Fast jede zweite Krankenkasse hat
zum Jahreswechsel die Beiträge
erhöht. Der durchschnittliche Satz
liegt bei 17,5 Prozent – Tendenz
steigend. Prognosen zufolge könnten
die Beiträge der gesetzlichen
Krankenversicherung bis 2035 auf
über 20 Prozent klettern, falls sich
die Finanzlage nicht entspannt. Im
Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung
daher die Einberufung
der Finanzkommission Gesundheit
angekündigt, die bis März
2026 Vorschläge zur Stabilisierung
vorlegen soll.
Der Bundesverband deutscher
Physiotherapeuten – IFK e. V. warnt
jedoch vor alten Sparinstrumenten,
die sich bereits früher als problematisch
erwiesen hätten. Die GKV
steckt in einer anhaltenden Krise
mit stark steigenden Ausgaben.
Der GKV-Spitzenverband und der
Verband der Ersatzkassen fordern
unter anderem eine strikte Ausgabenbegrenzung
sowie die Rückkehr
zur Grundlohnsummenbindung.
Das würde bedeuten, dass Vergütungen
für Physiotherapeuten nur
im Rahmen der durchschnittlichen
Lohnentwicklung steigen dürften.
Chronische Verläufe drohen
„Diesen Mechanismus hatten wir
schon – mit der Folge deutlich
schlechterer Einkommensentwicklungen
und massiver Nachwuchsprobleme“,
betont Ute Repschläger,
Vorstandsvorsitzende des IFK.
Eine Rückkehr würde den Fachkräftemangel
verschärfen und
Versorgungslücken vergrößern.
Längere Wartezeiten und steigende
Folgekosten wären die Konsequenz.
Werden Beschwerden nicht rechtzeitig
physiotherapeutisch behandelt,
drohen chronische Verläufe oder
kostenintensive Operationen.
Auch Leistungskürzungen sieht der
IFK kritisch: Wenn Therapien oder
Behandlungseinheiten reduziert
oder nicht mehr erstattet werden,
verlieren Patienten den Zugang zur
notwendigen Versorgung. Am Beispiel
eines Kreuzbandrisses werde
deutlich, dass verkürzte Nachbehandlung
das Risiko für Folgeschäden
wie Arthrose erhöhe – mit
zusätzlichen Kosten durch Operationen,
Medikamente und Arbeitsausfälle.
Kurzfristige Einsparungen
führten so langfristig zu höheren
Belastungen.
Versorgung nachhaltig sichern
Stattdessen fordert der IFK strukturelle
Reformen: bessere Abstimmung
aller Akteure, verbindliche Regeln
für interdisziplinäre Zusammenarbeit
und einen effizienteren Informationsaustausch.
Zudem sollten Heilmittelerbringer
perspektivisch selbst Verordnungen
ausstellen dürfen, um Ressourcen
besser zu nutzen. Nur wenn alle Beteiligten
ihre Expertise einbringen,
lasse sich die Versorgung nachhaltig
sichern.
Foto: pixabay-pevah-physiotherapy-8626304
Gsund Aktiv PR | Gesellschaft
33
40 ist das neue 30
Frauen leben so lange wie nie zuvor
Die herCAREER Expo am 22. und 23. Oktober 2026 in München ist eine Karriereplattform, die alle Aspekte einer weiblichen Karriereplanung,
einschließlich der familiären Aspekte, einschließt. Foto: herCAREER – Franz Pfluegl
Auf der herCAREER Expo 2026 in
München spricht Dr. med. Sandra
Eifert, Kardiologin und Autorin
von „Wie Frauen länger leben.
Das Geheimnis weiblicher Longevity“,
über die körperlichen und
seelischen Faktoren eines langen
Lebens.
Im Gespräch mit herCAREER-Redakteurin
Kristina Appel betont sie:
„Wer sich mit der Lebenserwartung
von Frauen beschäftigt, muss fragen,
wie Frauen leben – körperlich wie
emotional.“
Biologisch sind Frauen für ein
langes Leben bestens
ausgestattet
Frauen seien oft stärkerem Stress
ausgesetzt, weil sie sich zu viele Sorgen
machten. „Stress beschleunigt
den Alterungsprozess“, so Eifert.
Gleichzeitig seien Frauen biologisch
gut auf Langlebigkeit vorbereitet:
Zwei X-Chromosomen bieten Schutz
für Herz-, Hirn- und Immunfunktion,
da eines ausgleichen kann, wenn
das andere beeinträchtigt ist. Auch
weibliche Hormone wie Östrogene
schützen lange vor altersbedingten
Erkrankungen – bis die Wechseljahre
das Gleichgewicht verändern.
Umso wichtiger sei es, informiert zu
bleiben und selbstbestimmt vorzusorgen.
Psychische Gesundheit spielt
eine Schlüsselrolle
Jede Frau könne im Alltag viel für
ihre Gesundheit tun: Bewegung sei
entscheidend, insbesondere Ausdauertraining
und Muskelaufbau. „Mit
dem Verlust von Östrogen geht auch
Muskelmasse verloren – Bewegung
ist daher das Allerwichtigste.“ Ergänzend
spielen Ernährung (antientzündlich,
Omega-3-Fettsäuren,
gesundes Darmmikrobiom) und
psychische Gesundheit eine zentrale
Rolle. „Soziale Einbindung und eine
sinnvolle Aufgabe sind für Frauen
essenziell“, so Eifert.
Selbstfürsorge dürfe kein Luxus sein,
sondern müsse als Stärke verstanden
werden. Viele Frauen nähmen sich
zu wenig Zeit für Sport, Erholung
oder emotionale Entlastung. Eifert
plädiert dafür, mit dem eigenen
Körper in Dialog zu treten und Vorsorge
ernst zu nehmen – etwa durch
regelmäßige Herzchecks ab 50, die
Kontrolle von Blutfetten, Blutdruck,
Blutzucker, Knochendichte und Entzündungswerten.
Beim Authors-MeetUp auf der her-
CAREER Expo am 22. und 23. Oktober
2026, einer Karriereplattform,
die alle Aspekte einer weiblichen
Karriereplanung, einschließlich der
familiären Aspekte einschließt, wird
Dr. Sandra Eifert ihr Longevity-Konzept
vorstellen und Fragen aus dem
Publikum beantworten.
34 Gsund Aktiv PR | Thema
Falsche Enkel, echte Gefahr
Telefonbetrug rechtzeitig durchschauen
Foto: pixabay-15181329-fatigue-4844167
Ob „Enkeltrick“, „Schockanruf“
oder falsche Amtspersonen: Kriminelle
nutzen gezielt Methoden
des Social Engineering. Dabei
werden Emotionen und Zeitdruck
instrumentalisiert, um Menschen
am Telefon zu verunsichern und
an Geld, sensible Daten oder Wertsachen
zu gelangen.
Die Polizeiliche Kriminalprävention
und kartensicherheit.de klären über
die Maschen auf und geben Hilfestellung
für die richtige Reaktion.
Täuschung über emotionale
Nähe und Autorität
Beim klassischen Enkeltrick beginnt
das Gespräch oft mit „Rate mal, wer
dran ist?“ oder einer Nachricht wie
„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt,
das ist meine neue Nummer“.
Unter dem Vorwand eines finanziellen
Engpasses werden Betroffene
zu Bargeldübergaben oder Blitzüberweisungen
gedrängt. Besonders
perfide: Mittels Künstlicher Intelligenz
lassen sich Stimmen von Angehörigen
täuschend echt imitieren,
was den emotionalen Druck massiv
erhöht.
Forderungen unter Zeitdruck
Beim Schockanruf setzen Kriminelle
hingegen auf Angst. Sie geben sich
als Polizei, Staatsanwaltschaft oder
Klinikpersonal aus und berichten
von dramatischen Unfall- oder Haftgeschichten
naher Verwandter. Um
Konsequenzen abzuwenden, wird
unter Zeitdruck die Übergabe von
Geld, Zahlungskarten oder Wertsachen
verlangt. Durch Rufnummern-
Manipulation (Caller ID Spoofing)
erscheint oft eine echte Behördennummer
im Display. Dies ist jedoch
keine Garantie für die Echtheit des
Anrufs.
Sensibilisierung der
Öffentlichkeit
„Telefonbetrug, insbesondere der
Schockanruf, verursacht nicht nur
hohe finanzielle Schäden, sondern
belastet Menschen von jung bis alt
psychisch schwer. Die Täter passen
ihre Maschen immer wieder gezielt
an die jeweilige Lebenslage und
Verletzlichkeit potenzieller Opfer
an. Mit unserer bundesweiten
Kampagne ‚CESA‘ (Callcenterbetrug,
Enkeltrick, SchockAnruf) und
Informationsmaterial für Betroffene
und deren Umfeld wollen wir die Öffentlichkeit
sensibilisieren und wirksam
schützen“, so Sabrina Krenzler,
Geschäftsführerin der Polizeilichen
Kriminalprävention der Länder und
des Bundes.
Kampagnen-Inhalte zum Download
unter: www.polizei-beratung.de/
schockanrufe.
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
35
Pflege zu Hause braucht
starke Partnerschaften
Warum häusliche Kranken- und Seniorenpflege nur mit verlässlicher
Unterstützung langfristig gelingt
Die häusliche Kranken- und Seniorenpflege
ist für viele Familien
längst zur zentralen Säule der
Versorgung geworden. Sie ermöglicht
es Menschen, auch bei
Krankheit oder im Alter in ihrer
vertrauten Umgebung zu bleiben
– ein Wunsch, der eng mit
Würde, Selbstbestimmung und
Lebensqualität verbunden ist.
Gleichzeitig stellt diese Form der
Pflege hohe Anforderungen an alle
Beteiligten.
Pflegende Angehörige übernehmen
Verantwortung rund
um die Uhr.
Sie koordinieren Termine, leisten
körperlich und emotional anspruchsvolle
Arbeit und bewegen
sich oft in einem komplexen Geflecht
aus medizinischen, organisatorischen
und finanziellen Fragen.
Die Herausforderung besteht darin,
diese Aufgaben dauerhaft zu bewältigen,
ohne dabei die eigene
Gesundheit und Belastbarkeit aus
den Augen zu verlieren.
Gleichzeitig bietet die häusliche
Pflege große Chancen.
Sie schafft Nähe, stärkt familiäre
Bindungen und erlaubt eine individuelle
Betreuung, die auf persönliche
Bedürfnisse eingeht. Moderne
Pflegekonzepte, technische Hilfsmittel
und flexible Unterstützungsangebote
können den Alltag deutlich
erleichtern – vorausgesetzt, man
weiß, wo man sie findet und wie
man sie sinnvoll nutzt.
Genau hier zeigt sich, wie entscheidend
die richtigen Partner
sind. Professionelle Pflegedienste,
Beratungsstellen und erfahrene
Ansprechpartner geben Sicherheit,
Orientierung und praktische Unterstützung.
Sie stehen mit fachlichem
Rat zur Seite, helfen bei Anträgen,
entlasten im Alltag und sorgen
dafür, dass Pflege nicht zur Überforderung
wird.
Häusliche Pflege gelingt dann am
besten, wenn sie als Gemeinschaftsaufgabe
verstanden wird. Wer sich
frühzeitig vernetzt und auf verlässliche
Partner setzt, schafft die Grundlage
für eine Pflege, die menschlich,
kompetent und nachhaltig ist – zum
Wohl der Pflegebedürftigen und
derer, die für sie da sind. (mg)
Foto: pixabay-hands-4052473
36 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
Beratung bei Pflegegeldbezug
sinnvoll nutzen
So können sich Betroffene vorbereiten und
praktische Unterstützung erhalten
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
In einer Pflegesituation ist eine
fachkundige Beratung immer
sinnvoll, besonders dann, wenn
sie gemeinsam mit An- oder Zugehörigen
durchgeführt wird.
Viele Pflegebedürftige kommen im
Alltag kaum mit Fachpersonen in
Kontakt, denn sie werden ausschließlich
zu Hause versorgt und
beziehen dafür Pflegegeld.
Um auch dieser Gruppe regelmäßige
Unterstützung zu sichern, sind in Paragraf
37 Absatz 3 Sozialgesetzbuch
XI obligatorische Beratungseinsätze
bei Pflegegeldbezug vorgesehen, die
von der Pflegeversicherung getragen
werden. Seit dem 1.1.2026 gilt: Bei
den Pflegegraden 2 bis 5 erfolgt die
Beratung halbjährlich. Bisher musste
die Beratung bei Pflegegrad 4 und 5
vierteljährlich stattfinden. Freiwillig
ist dies weiterhin möglich.
Konkrete Tipps und Hilfen
Die Beratungseinsätze sollen die
Qualität der Pflege sichern und die
Angehörigen entlasten – mehr Informationen
dazu gibt es unter www.
pflegeberatung.de. „So wird zum Beispiel
geschaut, ob die Situation für
alle Beteiligten gut gestaltet ist, oder
ob es irgendwo hakt“, erklärt Marie-
Luise Raupach von der Pflegeberatung
compass. „Dann gibt es konkrete
Pflege- und Entlastungstipps
sowie bei Bedarf die Empfehlung
weiterer Leistungen wie Pflegehilfsmittel
oder wohnumfeldverbessernde
Maßnahmen. Auch Ängste und
Sorgen können adressiert werden.“
Beim ersten Termin und danach bei
jedem zweiten ist ein Hausbesuch
vorgeschrieben, dazwischen kann
die Beratung auch als Videogespräch
stattfinden, was für entfernt lebende
Angehörige oft einfacher ist.
Vorbereitet sein: Vorab Fragen
überlegen und Situation realistisch
darstellen.
Um aus den Beratungseinsätzen
möglichst viel Nutzen zu ziehen, ist
Vorbereitung sinnvoll. „Beim ersten
Besuch sollte man das Versicherungsschreiben,
die Versichertennummer
und den Pflegegrad parat
haben“, rät die Expertin.
Bei späteren Terminen könne man
vorab überlegen, wie sich die Lage
seit der letzten Beratung verändert
hat und ob es neue Fragen oder
Probleme gibt. Nicht empfehlenswert
sei dagegen, sich selbst und
die Wohnung aufwendig „aufzupolieren“,
um die Situation positiv
darzustellen. „Das verhindert eine
realistische Einschätzung und womöglich
wichtige Unterstützung“, so
die Expertin. (djd)
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
37
Einfach erklärt:
Soziale Pflegeversicherung
Grundlage der Pflegeabsicherung in Deutschland
Das Elfte Buch des Sozialgesetzbuches
(SGB XI) ist das zentrale
Gesetz, das die soziale Pflegeversicherung
in Deutschland regelt.
Es wurde 1995 eingeführt, um
Menschen zu unterstützen, die
aufgrund von Krankheit, Behinderung
oder Alter dauerhaft auf Hilfe
bei alltäglichen Verrichtungen angewiesen
sind. Ziel ist es, pflegebedürftigen
Personen eine würdige
Versorgung zu ermöglichen, ohne
sie oder ihre Angehörigen finanziell
zu überlasten.
Die Pflegeversicherung ist die „fünfte
Säule“ der Sozialversicherung
– neben Kranken‐, Renten‐, Unfallund
Arbeitslosenversicherung. Sie
ist gesetzlich verpflichtend für alle,
die in der gesetzlichen Krankenversicherung
versichert sind. Arbeitnehmerinnen,
Rentnerinnen und viele
Selbstständige zahlen automatisch
Beiträge über ihre Krankenkasse ein.
Wer privat krankenversichert ist,
muss auch eine private Pflegepflichtversicherung
abschließen.
Das SGB XI legt genau fest, wer als
pflegebedürftig gilt, wie Leistungen
beantragt werden und welche Ansprüche
bestehen. Entscheidend ist
die Einstufung in einen Pflegegrad
(1 bis 5). Diese erfolgt nach einem
Gutachten des Medizinischen Dienstes
und richtet sich nicht mehr nur
nach körperlichen Einschränkungen,
sondern auch nach der Selbstständigkeit
und der geistigen oder
psychischen Verfassung.
Angehörigenpflege und
Pflegesachleistungen
Die Pflegeversicherung unterscheidet
zwischen Pflege zuhause (ambulant)
und Pflege in Einrichtungen
(stationär). Zu den wichtigsten
Leistungen zählen das Pflegegeld
für Angehörigenpflege, Pflegesachleistungen
für ambulante Dienste,
Entlastungsleistungen von monatlich
125 Euro sowie Zuschüsse für
Wohnraumanpassungen und Pflegehilfsmittel.
Für stationäre Pflege
übernimmt die Versicherung einen
pauschalen Teil der Kosten, abhängig
vom Pflegegrad.
Ein zentrales Ziel des SGB XI ist die
Stärkung der häuslichen Pflege, da
die meisten Menschen in vertrauter
Umgebung bleiben möchten. Daher
fördert das Gesetz auch Verhinderungs‐
und Kurzzeitpflege, Tagespflege
sowie Angebote zur Unterstützung
im Alltag.
Solidarische Finanzierung
der Pflege
Das Gesetz wurde in den letzten
Jahren mehrfach reformiert – zuletzt
durch das Pflegeunterstützungsund
‐entlastungsgesetz (PUEG), das
ab 2025 das neue Entlastungsbudget
einführt. Damit sollen pflegende
Angehörige stärker entlastet und die
Nutzung von Hilfsangeboten vereinfacht
werden.
Insgesamt schafft das SGB XI
einen gesetzlichen Rahmen, der
Pflegebedürftigen Sicherheit gibt,
Angehörige unterstützt und eine
solidarische Finanzierung der Pflege
in Deutschland gewährleistet. Es ist
damit eines der wichtigsten sozialen
Schutzgesetze unseres Landes.(mg)
Grafik:ai-generated
38 Gsund Aktiv PR | Regional
Ein Zuhause,
das Hoffnung schenkt
Wie eine Familie Kindern im Albert-Schweitzer-Kinderdorf
neue Perspektiven gibt
Foto: djd-k/www.albert-schweitzer-verband.de
Daniel und Vanessa Allig aus Beilstein
sind Eltern von vier Kindern
– und seit Sommer 2025 Hauseltern
im Albert-Schweitzer-Kinderdorf
Waldenburg in Baden-Württemberg.
Neben den eigenen kümmern sie
sich dort auch um Kinder aus schwierigen
familiären Situationen, die
hier ein liebevolles Zuhause finden.
„Das Haus wurde dank Spendengeldern
so eingerichtet, wie wir es
uns gewünscht haben“, so Vanessa.
Das Kinderdorf Waldenburg zählt
zum Verband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer
und Familienwerke,
die bundesweit Kinder, Jugendliche
und Familien in Not begleiten. Infos:
www.albert-schweitzer-verband.
de. Bundesweit engagieren sich
über 2.500 Menschen in rund 500
Einrichtungen – in Kinderdörfern,
Familienhilfen, Schulen, Kitas sowie
in Projekten der Alten-, Behindertenund
Jugendhilfe. (djd-k)
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Susi‘s ambulanter Pflegedienst
Im Mittelpunkt steht der
zu pflegende Mensch
Unsere Leistungen:
Pflegeberatungsgespräche
Unterstützung und Übernahme der Grundpflege,
Hilfestellung beim Waschen, Duschen, Baden
hauswirtschaftliche Tätigkeiten aller Art
Vermittlung von Hausnotrufsystem
Durchführung von Behandlungspflege
z.B. Wundversorgung, Insulingabe, Blutzuckermessung usw.
Stomaversorgung
Sondennahrung verabreichen bei Magensonden
Beratungsgespräche für Krankenkassen
Häusliche Betreuung
Susanne Weiß
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Wir beraten Sie und helfen
Ihnen in Ihrer schweren Situation.
Wir wollen, dass Sie sich zu Hause wohlfühlen.
Unser Einzugsgebiet ist:
Grainet, Altreichenau, Neureichenau, Jandelsbrunn,
Breitenberg und Haidmühle.
Wenn Sie Hilfe im Alltag benötigen oder eine Beratung, dann melden Sie sich bei uns.
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Gsund Aktiv PR | Sonderthema
39
Der Pflegegrad ist bewilligt
– wie geht es nun weiter?
Hilfebedarf klären, Rat holen, vorsorgen:
Das hilft bei der Pflegeorganisation
Es ist geschafft: Nach Antragstellung
und Begutachtungstermin ist
der Bescheid über den Pflegegrad
endlich da, und es stehen Leistungen
der Pflegeversicherung zur
Verfügung. Aber wie geht es jetzt
weiter?
„Als erstes sollte man klären, an
welchen Stellen der größte Hilfebedarf
besteht“, rät Constanze
Weinert, Beraterin bei der compass
Pflegeberatung. „Helfen kann dabei
das Pflegeprotokoll, das man für
die Begutachtung geführt hat. Auch
im Gutachten selbst steht, wo die
Selbstständigkeit besonders eingeschränkt
ist. In diesen Bereichen
sollte man ansetzen.“ Das beginne
mit einfachen Maßnahmen, wie in
der Küche den Kühlschrank höher
zu stellen, um das Bücken zu ersparen,
oder im Haus das Schlafzimmer
nach unten zu verlegen.
Beratung hilft bei Auswahl der
Leistungen
Schon ab Pflegegrad 1 steht außerdem
der Entlastungsbetrag von 131
Euro im Monat zur Verfügung, der
zum Beispiel für Hilfe im Haushalt,
Alltagsbegleitung oder Gruppenangebote
eingesetzt werden kann.
Auch zu Umbauten in der Wohnung
– etwa für eine bodengleiche
Dusche – zahlt die Pflegeversicherung
einen Zuschuss. Ab Pflegegrad
2 gibt es dann Pflegegeld für die
häusliche Pflege oder die Pflegesachleistung
für einen Pflegedienst,
außerdem weitere Leistungen wie
Tages- und Nachtpflege, Verhinderungs-
und Kurzzeitpflege. Unter
www.pflegeberatung.de finden sich
Anbieter in der eigenen Region. Wie
man die verschiedenen Leistungen
für die eigenen Bedürfnisse am
besten nutzen kann, lässt sich mit
fachlichem Rat im Rahmen einer
Pflegeberatung klären – unabhän-
gige, neutrale und kostenfreie Beratung
für jeden Anrufer bietet etwa
compass unter der Service-Nummer
0800 - 101 88 00. Für privat
Versicherte stellt das Unternehmen
das gesamte gesetzliche Beratungsangebot.
Sozialkontakte nicht vergessen
Neben praktischen Hilfen sollte
auch auf das Aufrechterhalten
sozialer Kontakte geachtet werden.
„Dieser Punkt ist für das gesamte
Wohlbefinden sehr wichtig“, betont
Weinert. Deshalb möglichst nie ganz
alleine pflegen, sondern weitere
Angehörige einbinden, Freunde
und Bekannte informieren und bei
Kontakten unterstützen. „So ermöglicht
vielleicht ein Rollator, das Haus
wieder zu verlassen und spazieren
zu gehen oder Nachbarn zu treffen,
ein Hörgerät kann Telefonate erleichtern“,
erklärt die Fachfrau.
Nicht zuletzt sei auch Vorsorge
wichtig: „In einen Notfallpass kann
man Krankheiten und Kontaktpersonen
eintragen sowie auf bestehende
Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten
hinweisen. Auch für
den Pflegenden ist so ein Notfallpass
sinnvoll, damit pflegebedürftige
Angehörige nicht unversorgt bleibt,
falls einmal etwas passiert.“
(djd)
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
40 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
Tagespflege als Entlastung
für pflegende Angehörige
Menschen mit Pflegegrad erhalten eigenes Budget
feste Struktur benötigen, jedoch
keine Rund-um-die-Uhr-Versorgung
brauchen. Besonders Menschen mit
Demenz profitieren vom geregelten
Ablauf und vertrauten Bezugspersonen.
Pflegende Angehörige gewinnen
Zeit für Beruf und private Verpflichtungen
und wissen ihre Angehörigen
gut betreut.
Zugang und Bedeutung
v.l.: Michael Schmid (Leitung Tagespflege Rosenium Freyung), Marco Binder (Leitung
Tagespflege Caritas Waldkirchen und Freyung), Elisabeth Moser (Leitung Tagespflege
Curare Waldkirchen), Foto: Landkreis Freyung-Grafenau
Eine teilstationäre Tagespflegeeinrichtung
betreut pflegebedürftige
Menschen tagsüber, während sie
weiterhin zu Hause leben. Sie richtet
sich vor allem an Senioren mit
körperlichen Einschränkungen,
Demenz oder sozialer Isolation
sowie an pflegende Angehörige,
die Entlastung benötigen. Ziel ist
es, ein möglichst langes, selbstbestimmtes
Leben in der eigenen
Wohnung zu ermöglichen.
Im Landkreis Freyung-Grafenau stehen
fünf Tagespflegeeinrichtungen
unter drei Trägern zur Verfügung.
Damit ist eine wohnortnahe, flächendeckende
Versorgung gewährleistet.
Tagesablauf und Angebote
Der Tag beginnt meist morgens mit
einem Fahrdienst. Nach einer herzlichen
Begrüßung und einem gemeinsamen
Frühstück folgen aktivierende
Angebote wie Gymnastik, Gedächtnistraining,
kreative Tätigkeiten,
Musik oder Gesprächsrunden.
Mittags wird ein warmes Essen
serviert, anschließend gibt es
eine Ruhephase. Am Nachmittag
schließen sich weitere Aktivitäten
oder Spaziergänge an. Gegen späten
Nachmittag bringt der Fahrdienst
die Gäste wieder sicher nach Hause.
Finanzierung
Die Tagespflege wird über die
Pflegeversicherung nach § 41 SGB
XI finanziert. Menschen mit Pflegegrad
erhalten dafür ein eigenes
Budget, das zusätzlich zu Pflegegeld
oder Pflegesachleistungen genutzt
werden kann.
Die Pflegekasse übernimmt Kosten
für Betreuung, pflegerische Leistungen
und Fahrten. Ein Teil der Unterkunfts-
und Investitionskosten kann
privat anfallen. Da keine Kürzung
anderer Leistungen erfolgt, bleibt
das Angebot für viele Familien gut
finanzierbar.
Für wen ist Tagespflege
geeignet?
Geeignet ist die Tagespflege für ältere
Menschen, die tagsüber Unterstützung,
soziale Kontakte und eine
Der Zugang ist unkompliziert:
Interessierte können direkt Kontakt
aufnehmen und häufig einen Probetag
vereinbaren. Die Einrichtungen
unterstützen bei der Klärung mit
der Pflegekasse. Die Nutzung ist
flexibel – von einzelnen Tagen bis
zu mehreren Tagen pro Woche.
Tagespflege bildet ein wichtiges
Bindeglied zwischen häuslicher und
vollstationärer Pflege. Sie stärkt
Fähigkeiten, fördert soziale Kontakte
und entlastet Angehörige – ein
entscheidender Baustein, um Pflege
zu Hause langfristig zu ermöglichen.
Leistungen nach Pflegegrad:
PG1: –
PG2: 721,00 €
PG3: 1357,00 €
PG4: 1685,00 €
PG5: 2085,00 €
Tagespflegen:
Curare Tagespflege Waldkirchen
+49 8581 9891343
Caritas Tagespflege Waldkirchen
+49 8581 9882-100
Rosenium Tagespflege Freyung
+49 8551 91618250
Caritas Tagespflege Freyung
+49 8551 917843-0
Caritas Tagespflege Grafenau
+49 8552 40888-12
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
41
Mehr Sicherheit im
eigenen Heim
Wie technische Helfer die Selbstständigkeit im Alter stärken
In ihrer Wohnung
allein lebend, setzt
auch die bekannte
Schauspielerin
Marie-Luise Marjan
auf technische
Unterstützung.
Foto: DJD/Vitakt Hausnotruf/tim-tiehl.de
Allein in den eigenen vier Wänden
zu leben – für die meisten älteren
Menschen ist das ein wichtiges
Stück Freiheit. Die vertraute Umgebung,
der gewohnte Tagesrhythmus
und die Selbstbestimmtheit
schaffen Sicherheit und Lebensqualität.
Doch zugleich kennen viele diese
leise Stimme im Hinterkopf: Was,
wenn etwas passiert und niemand
in der Nähe ist? Diese Sorge teilen
sowohl Betroffene als auch Angehörige,
die oft nicht rund um die Uhr
erreichbar sein können.
Ein Funksignal meldet Notfälle
Gerade deshalb gewinnen technische
Helfer an Bedeutung, die im
Ernstfall zuverlässig unterstützen.
Eine bewährte Lösung sind Hausnotrufsysteme.
Am Handgelenk oder an
einer Halskette getragen, wird im
Notfall per Knopfdruck ein Funksignal
ausgelöst. Die Basisstation
stellt daraufhin eine Verbindung
zur Notrufzentrale her - schnell und
unkompliziert. Der Anbieter Vitakt
beispielsweise versorgt bundesweit
Kundinnen und Kunden und
hat seit der Gründung mehr als
340.000 Menschen unterstützt. Bei
dem Dienstleister liegen die Vorteile
besonders in der Individualisierung.
Nutzer können eine persönliche
Kontaktliste hinterlegen, die neben
der örtlichen Rettungsleitstelle
genau die Personen umfasst, die im
Notfall helfen sollen – vom Pflegedienst
über Nachbarn bis hin zu
Familienmitgliedern.
Rund um die Uhr erreichbar
Das ist vor allem dann sinnvoll,
wenn diese Vertrauenspersonen über
Vorerkrankungen oder Medikationen
informiert sind. Die rund um die Uhr
besetzte Notrufzentrale erkennt bei
jedem eingehenden Signal sofort,
wer Hilfe braucht und welche Besonderheiten
zu beachten sind.
Schauspielerin Marie-Luise Marjan,
die selbst ein solches System nutzt,
sagt: „Ein Knopfdruck und Hilfe
naht – und man hat immer das Gefühl:
Du passt gut auf dich auf.“ Ein
weiterer Pluspunkt: Ab Pflegegrad
1 kann bei der Pflegekasse ein Antrag
auf Kostenübernahme gestellt
werden. Unter www.vitakt.de gibt es
weitere Informationen zur Beantragung
und zum Service. Ergänzend
bietet eine App die Möglichkeit, dass
Angehörige wichtige Informationen
austauschen – für noch mehr Sicherheit.
Die Wohnung sicher gestalten
Zusätzlich zu technischen Helfern
sollte der Wohnraum entsprechend
gestaltet werden. Mehr Sicherheit
entsteht bereits durch kleine Veränderungen:
Eine gut beleuchtete,
stolperfreie Wohnung und einfache
Anpassungen im Bad wie rutschfeste
Matten oder Haltegriffe senken das
Risiko von Unfällen deutlich. Regelmäßige
Bewegung stärkt Gleichgewicht
und Muskulatur und trägt
damit zur Sturzprävention bei. Nicht
zuletzt bleibt ein verlässliches soziales
Umfeld wichtig. Menschen, die
erreichbar sind und zwischendurch
nachfragen, geben oft genauso viel
Halt wie technische Unterstützung.
(djd)
42 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
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1
Pflegeaufgaben fair
verteilen
Auch aus der Distanz können Angehörige unterstützen
Die Pflege eines Angehörigen sollte niemand
ganz allein schultern müssen. Doch oft leben
einige Familienmitglieder weit entfernt,
während eines vor Ort alles stemmt – und sich
allein gelassen fühlt.
Um das zu vermeiden, ist es laut Annika Wissen
von der Pflegeberatung compass wichtig, dass
Angehörige auch aus der Distanz ihren Beitrag
leisten – etwa indem sie Organisatorisches wie
Recherchen oder Anträge übernehmen. Bei den
Absprachen kann eine Pflegeberatung helfen.
„Bewährt hat sich bei compass hier die Beratung
per Videogespräch, die auch entfernt lebende
Verwandte schnell an einen Tisch bringt“, so Wissen.
compass ist für privat Versicherte zuständig,
bietet aber unter der kostenfreien Servicenummer
0800 101 88 00 Pflegeberatung für alle an
– mehr unter www.pflegeberatung.de (djd)
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
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Gsund Aktiv PR | Sonderthema
43
Wenn pflegebedürftige
Kinder erwachsen werden
Eltern sollten sich rechtzeitig auf das Loslassen vorbereiten
Fachkundige Beratung kann pflegebedürftigen Jugendlichen und ihren Eltern helfen, sich auf das Erwachsenwerden vorzubereiten.
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
Pflege betrifft nicht nur ältere
Menschen: Laut Bundesgesundheitsministerium
sind sieben
Prozent der Pflegebedürftigen in
Deutschland Kinder und Jugendliche
unter 20 Jahren – mehr als
390.000 junge Menschen.
Meist werden sie über viele Jahre
hinweg von ihren Eltern zu Hause
versorgt. Diese bewältigen komplexe
Krankheitsbilder, organisieren Übergänge
in Kita und Schule, kämpfen
mit Behörden – oft zusätzlich zum
Beruf. Die Frage, wie es nach dem
Erwachsenwerden weitergeht, gerät
dabei leicht in den Hintergrund.
Rechtzeitig die Zukunft planen
Spätestens mit dem 18. Geburtstag
ändern sich rechtliche Rahmenbedingungen
grundlegend. Auch
pflegebedürftige junge Menschen
sollen Schritt für Schritt selbstständiger
werden und perspektivisch ohne
Eltern leben können. „Darüber sollte
man unbedingt frühzeitig sprechen“,
rät Tina Land von der compass
private pflegeberatung. Vielen Eltern
falle das schwer, weil Zukunftsplanung
auch Loslassen bedeute und
an die eigene Endlichkeit erinnere.
Fachkundige Beratung könne hier
entlasten. Unter der kostenfreien
Servicenummer 0800 101 88 00 bietet
compass Beratung an; für privat
Versicherte wird das gesamte gesetzliche
Beratungsspektrum abgedeckt.
Auch Selbsthilfegruppen können
helfen, Erfahrungen auszutauschen
und Perspektiven zu entwickeln.
Entscheidungen von Wohnen
bis Beruf
Mit Eintritt der Volljährigkeit sollten
rechtliche Fragen geklärt sein. Kann
der oder die junge Erwachsene Entscheidungen
nicht allein treffen, ist
eine Vorsorgevollmacht sinnvoll. Ist
dies nicht möglich, können Eltern
beim Betreuungsgericht eine ehrenamtliche
Betreuung beantragen.
Dabei gilt stets: Die Wünsche des
jungen Menschen stehen im Mittelpunkt.
Zu klären sind zentrale Lebensfragen:
Wo soll künftig gewohnt werden
– in einer Einrichtung, Wohngruppe
oder mit ambulanter Unterstützung
in einer eigenen Wohnung? Welche
beruflichen Möglichkeiten gibt es,
welche Förderprogramme kommen
infrage? Und wer übernimmt langfristig
Verantwortung, wenn die
Eltern ausfallen? „Wer früh plant und
ein tragfähiges Netzwerk aufbaut,
kann der Zukunft seines pflegebedürftigen
Kindes gelassener entgegensehen“,
so Land. (djd)
44 Gsund Aktiv PR | Sonderthema
Gut versorgt in der letzten
Lebensphase
Wie palliativmedizinische Angebote einen würdevollen
Abschied ermöglichen
Eine gute Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase kann Schwerkranken vieles erleichtern.
Foto: DJD/compass private pflegeberatung
Nicht jede Krankheit ist heilbar.
Doch auch bei einer finalen Diagnose
kann Medizin viel leisten:
Palliativversorgung lindert Symptome,
erhält Lebensqualität und
ermöglicht einen würdevollen
Abschied.
Häufig beginnt die Begleitung
bereits früh im Krankheitsverlauf.
Daher ist es sinnvoll, sich rechtzeitig
über Angebote und Ansprüche zu
informieren.
Anspruch auf Versorgungsplanung
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch
auf eine „gesundheitliche
Versorgungsplanung für die letzte
Lebensphase“.
Dieses Angebot können sie über vollstationäre
Pflegeeinrichtungen oder
Einrichtungen der Eingliederungshilfe
nutzen. Für privat Versicherte
bietet die compass private pflegeberatung
eine vergleichbare Beratung
an. Zudem erhalten alle Ratsuchenden
unter 0800 101 88 00 kostenfreie
telefonische Unterstützung.
Zu Hause oder im Hospiz
„Palliativversorgung kann ambulant
oder stationär erfolgen“, erklärt
compass-Experte Thomas Gmeinder.
Die Betreuung zu Hause übernimmt
die spezialisierte ambulante Palliativversorgung
(SAPV). Bei gesetzlich
Versicherten rechnen die Anbieter
meist direkt mit der Krankenkasse
ab. Privat Versicherte sollten die
Kostenübernahme vorab mit ihrer
Versicherung klären, da sie vom gewählten
Tarif abhängt.
Unabhängig von der Versicherungsart
umfasst der Leistungsanspruch
auch die spezialisierte stationäre
Palliativversorgung (SSPV) in Hospizen
oder auf Palliativstationen im
Krankenhaus. Diese Einrichtungen
sind jedoch keine „Endstation“: Ziel
ist eine wirksame Symptomkontrolle,
sodass Betroffene nach Möglichkeit
wieder entlassen werden und
bei stabiler Lebensqualität möglichst
lange selbstbestimmt leben können.
Teilstationär im Tageshospiz
Eine weitere Option ist das Tageshospiz.
Dort erhalten schwerstkranke
Menschen lindernde Therapien,
psychosoziale Begleitung und soziale
Teilhabe, während Angehörige zeitweise
entlastet werden. Informationen
zu Angeboten finden sich etwa
über die Pflegesuche auf pflegeberatung.de.
Bei der Finanzierung bestehen
Unterschiede: In der gesetzlichen
Krankenversicherung ist sie über §
39a SGB V geregelt. In der privaten
Pflegepflichtversicherung erfolgt
die Erstattung über Leistungen der
Tages- oder Verhinderungspflege, in
der Regel mit einem Eigenanteil von
fünf Prozent. (djd)
Gsund Aktiv PR | Sonderthema
45
Wenn das Dorf die
Familie war
Wie Angehörigenpflege in ländlichen Gemeinschaften einst funktionierte
EIn früheren Zeiten, besonders bis
weit ins 20. Jahrhundert hinein,
war Pflege kein professionelles
Dienstleistungsfeld, sondern
eine Herzensangelegenheit – und
eine Selbstverständlichkeit. Auf
dem Land lebten mehrere Generationen
unter einem Dach oder
zumindest in unmittelbarer Nachbarschaft.
Großeltern, Eltern,
Kinder – sie bildeten eine Schicksalsgemeinschaft,
in der jeder
wusste: Wenn einer schwächer
wird, tragen die anderen ihn mit.
Die Pflege alter oder kranker Angehöriger
war dabei eng mit dem
Alltag verflochten. Die bäuerliche
Arbeit ließ sich selten von der Sorge
um die Familie trennen: Der kranke
Vater saß am warmen Ofen, während
die Bäuerin zwischen Stall und
Stube pendelte; die Kinder halfen
beim Anreichen von Wasser oder
beim Einheizen. „Versorgt werden“
bedeutete, im häuslichen Leben
eingebunden zu bleiben – nicht
abgesondert, sondern mitten im
Geschehen.
Frauen als stille Hüterinnen
Der Mittelpunkt dieser Fürsorge war
meist die Frau. Ehefrauen, Töchter
und Schwiegertöchter trugen den
größten Teil der Pflege. Sie wussten,
wie man Wunden versorgt, Fieber
senkt oder das Bett richtet – Wissen,
das nicht aus Büchern, sondern aus
Erfahrung weitergegeben wurde.
Meist war es eine Pflicht ohne Diskussion,
denn Fürsorge gehörte zur
weiblichen Lebensaufgabe.
Doch hinter der scheinbaren Selbstverständlichkeit
lag oft eine enorme
Belastung. Pflege bedeutete körperliche
Arbeit, Schlafmangel und emotionale
Kraftakte – ohne finanzielle
Absicherung und ohne gesellschaftliche
Anerkennung. Trotzdem galt:
Wer seine Angehörigen gut versorgte,
genoss Respekt. Das Wohl des Alten
oder Kranken war ein Ausdruck
gemeinschaftlicher Würde.
Gemeinschaft als Rückgrat
Was die einzelnen Familien nicht
leisten konnten, glich das Dorf aus.
Nachbarn halfen, wenn eine Pflegeperson
erkrankte, übernahmen Besorgungen
oder versorgten das Vieh.
Pfarrer, Heilerinnen oder Hebammen
spielten ebenfalls eine wichtige
Rolle – sie verbanden praktische
Unterstützung mit seelischem Trost.
In manchen Regionen entstanden
kleine Pflegezirkel aus Verwandten
und Nachbarn, lange bevor der Begriff
„ambulante Hilfe“ existierte.
Diese dichte Form der sozialen
Einbettung machte es möglich,
dass alte Menschen bis zuletzt im
vertrauten Umfeld bleiben konnten.
Sie starben meist zu Hause, umgeben
von Familie, Nachbarn, sogar
den Tieren des Hofes – ein Bild, das
heute fast rührend wirkt, aber einst
selbstverständlich war.
Zwischen Vergangenheit und
Zukunft
Heute übernehmen professionelle
Pflegedienste vieles, was früher
Familien und Dorfgemeinschaften
leisteten. Doch die alten Strukturen
zeigen, wie wertvoll Nähe, Verlässlichkeit
und gegenseitige Verantwortung
sind. Vielleicht liegt in der
Erinnerung an diese Zeit nicht die
Sehnsucht nach Rückkehr, sondern
der Schlüssel zu einem neuen Verständnis:
Pflege als gemeinschaftliche
Aufgabe, die Menschlichkeit
über Effizienz stellt. mg
Foto: ai-generated
46 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Clowns in Medizin und
Pflege Deutschland
Zusammenschluss regional arbeitender Klinikclowns-Vereine
Foto: Dachverband Clowns
Der Dachverband Clowns in Medizin
und Pflege Deutschland e.V.
freut sich über Verstärkung: Seit
Januar 2026 ist der Verein Clowns
mit Herz Rems-Murr e.V. neues
Verbandsmitglied - das zwanzigste
im bundesweiten Zusammenschluss
regional arbeitender
Klinikclowns-Vereine.
18 professionelle Klinikclowns vom
Verein Clowns mit Herz Rems-Murr
e.V. besuchen regelmäßig die Kinderstationen
der Rems-Murr Kliniken
in Winnenden und zwölf Pflegeeinrichtungen
für Seniorinnen und
Senioren im Rems-Murr Kreis. Mit
ihrem unverwechselbaren Charme
und sensiblem Einfühlungsvermögen
erleichtern sie den kleinen Patientinnen
und Patienten den oft schwer
belastenden Klinikaufenthalt und
sorgen für mehr Lebensqualität und
neue Energien im Alltag pflegebedürftiger
und demenziell erkrankter
älterer Menschen.
Fortbildung und Förderprojekte
Mit dem Neumitglied Clowns mit
Herz Rems-Murr e.V. sind im Dachverband
Clowns in Medizin und
Pflege Deutschland e.V. 20 Vereine
zusammengeschlossen, die den
Einsatz professioneller Clowns in
Kliniken, Pflegeheimen, Hospizen
und therapeutischen Einrichtungen
organisieren.
Ausgehend von der Prämisse, dass
Clownerie im Gesundheitswesen
professionell sein muss, verfolgt der
Dachverband Clowns in Medizin
und Pflege das Ziel, einen einheitlich
hohen Qualitätsstandard der
Clownsarbeit in deutschen Kliniken
und Pflegeeinrichtungen zu gewährleisten
und eine flächendeckende
Finanzierung dafür zu schaffen.
Mit Fortbildungen und Förderprojekten
unterstützt er über die
eigenen Grenzen hinaus auch
Klinikclowns, die nicht Verbandsmitglieder
sind. Spendern und
Sponsoren bietet er die Möglichkeit,
sich überregional für Klinikclowns
zu engagieren. Ausführliche
Informationen und sämtliche
Einsatzorte der Clowns findet man
unter www.dachverband-clowns.de
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
47
Rück(en)sicht
im Berufsalltag
Wie sich jobbedingten Rückenschmerzen vorbeugen lässt
sitzenden Tätigkeiten, etwa im Büro
oder in der IT, sind Fehlhaltungen
und mangelnde Bewegung häufige
Auslöser. Mehr Aktivität im Arbeitsalltag
– etwa Aufstehen bei Telefonaten,
kurze Wege oder regelmäßiges
Rückentraining – kann effektiv
helfen. Bei bestehenden Beschwerden
ist Physiotherapie sinnvoll.
In Berufen mit langen Fahrzeiten,
etwa bei Lkw- oder Busfahrern,
führen langes Sitzen, Vibrationen
und gleichbleibende Haltungen zu
Verspannungen. Ergonomische Sitze,
Mobilisationsübungen während
Pausen und ausreichendes Trinken
unterstützen die Rückengesundheit,
da Flüssigkeit die Elastizität der
Bandscheiben erhält.
Dr. Munther Sabarini, Avicenna Klinik. Foto: Borgmeier Public Relations
Ob stundenlanges Stehen, einseitige
Belastungen oder das
Heben schwerer Lasten in gebückter
Haltung – viele Deutsche
leiden durch ihren Arbeitsalltag
unter Rückenschmerzen. Laut der
„Global Burden of Disease“-Studie
(2019) gehen rund 41 Prozent
der Beschwerden auf Rauchen,
Übergewicht und berufliche Belastungen
zurück.
„Grundsätzlich gibt es zwei Hauptursachen
für arbeitsbedingte Rückenschmerzen:
Fehlbelastungen bei
körperlicher oder einseitiger Arbeit
sowie Bewegungsmangel, etwa bei
überwiegend sitzender Tätigkeit“,
erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg
und Gründer der Avicenna
Klinik in Berlin.
Rückenschmerzen als Folge
des Berufsalltags
Um Rückenbeschwerden vorzubeugen,
empfiehlt Sabarini je nach
Beruf gezielte Maßnahmen. Bei
Rückenschmerzen als Folge
des Berufsalltags
Bei körperlich schweren Tätigkeiten
wie im Bau- oder Handwerksbereich
ist eine rückenschonende Hebetechnik
entscheidend: Lasten aus
den Beinen heben, nah am Körper
halten, ruckartige Bewegungen
vermeiden und gleichmäßig belasten.
Ergänzend stärken gezieltes
Training oder Physiotherapie die
Muskulatur.
Warum Ausgleich und Abwechslung
entscheidend sind
Auch Berufe mit einseitigen oder
verkrampften Haltungen, etwa
Friseure oder Zahnärzte, profitieren
von regelmäßigen Haltungswechseln
und kurzen Pausen zum
Dehnen.
Insgesamt gilt: Ein ausgewogener
Wechsel zwischen Sitzen, Stehen
und Bewegung sowie sportlicher
Ausgleich in der Freizeit sind der
Schlüssel zu einem gesunden Rücken.
Weitere Informationen unter
www.avicenna-klinik.com
48 Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Der schnelle Weg zur
Wunschfigur
Wie gut helfen Abnehmspritzen wirklich?
Abnehmspritzen als neuer Hoffnungsträger:
Zu Beginn eines neuen
Jahres fassen viele Menschen
den Vorsatz, abzunehmen und
ihre Wunschfigur zu erreichen.
Bleiben Erfolge trotz Sport und
bewusster Ernährung aus, greifen
manche zu medizinischen oder
ästhetischen Maßnahmen wie
Fettabsaugungen oder seit einigen
Jahren zu sogenannten Abnehmspritzen.
Wirkstoffe wie Semaglutid
und Tirzepatid, ursprünglich
zur Behandlung von Typ-2-Diabetes
entwickelt, sind seit 2023 in
Deutschland auch zur Therapie
von Übergewicht zugelassen und
erfreuen sich großer Nachfrage
– nicht zuletzt durch prominente
Anwender.
Laut Prof. Dr. med. Mehmet Atila,
Facharzt für Plastische und Ästhetische
Chirurgie, ermöglichen sie Gewichtsverluste
von bis zu 15 Prozent
des Ausgangsgewichts innerhalb
weniger Monate, jedoch nicht ohne
Risiken.
Schnelle Wirkung – nicht ohne
Nebenwirkungen
Prof. Dr. med. Mehmet Atila, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Foto: Medical-Inn
Die Medikamente wirken appetithemmend,
fördern ein schnelleres
Sättigungsgefühl und reduzieren
das Hungergefühl im Gehirn.
Dadurch essen Anwender weniger,
ohne starkes Hungergefühl zu
verspüren, was zu einem raschen
Kaloriendefizit führt. In der ästhetischen
Chirurgie werden die
Spritzen teilweise auch vorbereitend
vor Eingriffen eingesetzt, um das
Ausgangsgewicht zu verbessern. Zu
den häufigsten Nebenwirkungen
zählen jedoch Übelkeit, Durchfall,
Erbrechen, Flüssigkeitsmangel und
Unterzuckerungen. Zudem kann der
schnelle Gewichtsverlust zu sichtbaren
Veränderungen wie eingefallenen
Wangen, Hauterschlaffung und
Muskelabbau führen.
Nur sinnvoll mit nachhaltiger
Lebensstiländerung
Ein entscheidender Nachteil ist, dass
die Spritzen dauerhaft angewendet
werden müssen, um das reduzierte
Gewicht zu halten. Nach dem Absetzen
kommt es häufig zu einer erneuten
Gewichtszunahme, da Appetit
und Verdauung sich rasch normalisieren.
Hinzu kommen hohe monatliche
Kosten. Prof. Dr. Atila empfiehlt
daher, Abnehmspritzen nur zeitlich
begrenzt und als Unterstützung für
eine langfristige Umstellung von
Ernährung und Bewegung einzusetzen.
Erst in Kombination mit einem
aktiven Lebensstil können sie einen
nachhaltigen Beitrag zur Gewichtsabnahme
leisten. Weitere Informationen
unter www.medical-inn.com
Gsund Aktiv PR | Fitness
49
Fit auf zwei Rädern
Mit Leasingbikes den Arbeitsweg zum Fitnessprogramm machen
Foto: DJD/BusinessBike/Halfpoint-stock.adobe.com
Fünf Kilometer zur Arbeit – für die
meisten eine Autofahrt, für immer
mehr Menschen eine Trainingseinheit.
Der Trend zum Radpendeln
wächst, und das aus gutem
Grund: Wer morgens aufs Rad
steigt statt ins Auto, hat sein Fitnessprogramm
oft schon erledigt,
bevor der Arbeitstag beginnt. Besonders
Leasingbikes machen den
Umstieg attraktiv – hochwertige
Räder, die für viele erschwinglich
sind.
Viele Menschen bewegen sich im
Alltag zu wenig. Lange Arbeitszeiten,
volle Terminkalender und
bequeme Routinen lassen für Sport
kaum Platz. Je mehr Aufgaben am
Bildschirm erledigt werden, desto
länger sitzen die Menschen, oft
stundenlang und ohne Ausgleich.
Bewegungsmangel wirkt sich jedoch
spürbar auf Gesundheit, Wohlbefinden
und Leistungsfähigkeit aus. Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
stuft körperliche Inaktivität als einen
der wichtigsten Risikofaktoren ein
und sieht darin eine wesentliche Ursache
für zahlreiche Krankheiten wie
Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme,
Diabetes Typ 2, bestimmte
Krebsarten sowie Beschwerden des
Muskel- und Skelettsystems. Kleine
Veränderungen können schon große
Wirkung entfalten, etwa regelmäßiges
Radfahren.
Wie viel Bewegung
brauchen wir?
Die WHO empfiehlt Erwachsenen
mindestens 150 Minuten körperliche
Aktivität pro Woche. Dazu zählen
nicht nur Sportarten wie Laufen
oder Fitnessstudio, sondern auch
Alltagsbewegung wie Radfahren
oder zügiges Gehen. Diese regelmäßigen
Aktivitäten helfen, gesundheitlichen
Problemen vorzubeugen
und körperliche sowie mentale
Belastbarkeit zu steigern.
In Deutschland erreichen viele Menschen
dieses Mindestmaß nicht: Laut
WHO bewegt sich fast die Hälfte zu
wenig. Gerade im Alltag sind kleine,
regelmäßige Einheiten entscheidend
für nachhaltige Effekte. Der Weg zur
Arbeit bietet dafür großes Potenzial:
Viele Pendelstrecken sind kurz
genug, um sie täglich mit dem Rad
zurückzulegen und lang genug, um
der Gesundheit etwas Gutes zu tun.
Schon kurze Strecken stärken das
Herz-Kreislauf-System und wirken
Bewegungsmangel entgegen.
Der Schlüssel: Hochwertige
Räder zum kleinen Preis
Wer an fünf Tagen pro Woche
jeweils rund 15 Minuten Fahrrad
fährt, kommt durch den Arbeitsweg
schon auf die empfohlenen 150
Minuten Bewegung. Damit der Einstieg
leichter fällt, setzen viele auf
Leasingangebote für hochwertige
Fahrräder und E-Bikes.
So ermöglicht beispielsweise BusinessBike
den Zugang zu Markenrädern
mit flexiblen Konditionen und
einem vollständig digitalen Ablauf,
inklusive Vollkaskoversicherung,
Mobilitätsgarantie und Neuradabdeckung.
Unter www.businessbike.
de etwa gibt es mehr Informationen
und Tipps dazu, wie Radfahren zur
zuverlässigen und stressfreien Basis
für einen aktiveren Lebensstil werden
kann. (djd)
50 Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
So trinkt Deutschland
seinen Kaffee
Studie: Der Osten konsumiert mehr Koffein als der Süden
Einen Cappuccino mit leckerem Milchschaum mögen viele Deutsche. Foto: DJD/Aral/franz12 - stock.adobe.com
Dass viele Menschen echte Kaffeeliebhaber
sind, belegt eine
aktuelle repräsentative Umfrage:
92 Prozent der Deutschen
trinken das Heißgetränk gern,
68 Prozent sogar täglich. Dabei
zeigen sich deutliche regionale
Unterschiede.
Im Süden sind es am wenigsten
Für die Kaffeestudie von Aral wurden
1.100 Personen zwischen 18
und 75 Jahren im Rahmen einer Online-Befragung
des Marktforschungsinstituts
Ipsos Observer interviewt.
Das Ergebnis: In Ostdeutschland ist
die Begeisterung besonders groß
– 73 Prozent trinken dort täglich
Kaffee. Im Süden sind es mit 64 Prozent
deutlich weniger.
Bei der Zubereitung ist Deutschland
vielseitig: 38 Prozent bevorzugen
Vollmilch, 26 Prozent fettarme
Milch, 25 Prozent trinken schwarz.
Pflanzliche Alternativen wie Haferoder
Sojamilch liegen vor allem bei
Jüngeren im Trend – jeder Vierte
unter 35 nutzt sie regelmäßig. Zucker
verliert an Bedeutung: 60 Prozent
verzichten ganz darauf, Männer
süßen häufiger als Frauen.
Coffee-to-go ist ebenfalls
beliebt
Die meisten kommen auf zwei bis
drei Tassen täglich, fast ein Drittel
sogar auf vier oder mehr – typischerweise
morgens, am Vormittag und
nach dem Mittagessen. Mit zunehmendem
Alter steigt der Konsum,
doch auch unter 35-Jährige greifen
wieder häufiger zur Tasse.
Beliebte Sorten sind Cappuccino,
Café Crema, Milchkaffee und klassischer
Filterkaffee. Über 40 Prozent
holen sich ihren Kaffee zudem gern
unterwegs. Besonders häufig wird
dafür an Tankstellen gestoppt. Mit
mehr als 2.400 Verkaufsstellen
und über 30 Millionen verkauften
Kaffees pro Jahr an eigenen Stationen
ist Aral nach eigenen Angaben
Deutschlands größter Coffee-to-go-
Anbieter.
Wichtiger Bestandteil des
Tages
Für viele ist Kaffee fester Bestandteil
des Alltags. Bleibt der gewohnte
Koffeinschub aus, macht sich das bemerkbar:
Rund jeder Zehnte meint,
ein Verzicht wirke sich negativ auf
sein Umfeld aus.
Zwölf Prozent berichten sogar von
Entzugserscheinungen ohne den täglichen
Wachmacher. (djd)
Gsund Aktiv PR | Medizin
51
Informationen, die Leben
verändern
Dokumentierte Entscheidungen zur Organspende entlasten Angehörige
Aktuell hoffen rund 8.600 Menschen
in Deutschland auf ein
Spenderorgan, das ihr Leben
retten könnte. Im Jahr 2024 standen
jedoch nur 2.855 Organe von
postmortalen Spenderinnen und
Spendern zur Verfügung – viel zu
wenige, um den Bedarf zu decken.
Für viele Betroffene bedeutet dies
lange Wartezeiten, geprägt von Unsicherheit
und enormer Belastung
für sie und ihre Familien. Experten
führen die geringe Spendebereitschaft
in Deutschland auch darauf
zurück, dass zu wenig Wissen rund
um die Organspende vorhanden ist.
Aufklärung ist wichtig
Um diesem Informationsdefizit zu
begegnen, startet das Westdeutsche
Zentrum für Organtransplantation
(WZO) unter der Leitung von Dr.
Ebru Yildiz gemeinsam mit Partnern
wie Chiesi jetzt die bundesweite
Kampagne „DeutschlandEntscheidetSich“.
Ziel ist es, über Organspende
aufzuklären, Unsicherheiten
zu reduzieren und Wissen bereitzustellen,
das eine selbstbestimmte
Haltung ermöglicht.
Unter www.deutschlandentscheidetsich.de
gibt es alle Informationen
dazu. Dort kann man sich auch
einen Organspendeausweis selbst
ausfüllen, herunterladen und ausdrucken.
Informationen als Grundlage
für Klarheit
„Nur, wer sich ausreichend informiert
fühlt, kann eine Entscheidung
mit einem sicheren Gefühl treffen
– unabhängig davon, wie diese Entscheidung
ausfällt“, betont Nicole
Seeligmüller, Brand & Customer
Managerin Care bei Chiesi. Ob für
oder gegen eine Spende: Ein solcher
Entschluss ist sehr persönlich und
sollte verbindlich festgehalten
werden. Dafür gibt es verschiedene
Möglichkeiten: Ein klassischer
Organspendeausweis schafft Klarheit,
ebenso das seit dem 18. März
2024 verfügbare Online-Register
für Erklärungen zur Organ- und
Gewebespende. Dort lässt sich die
persönliche Entscheidung digital
eintragen – ein Schritt, der Transparenz
schafft und im Ernstfall die
Angehörigen entlastet.
Auch die elektronische Patientenakte
bietet zunehmend Möglichkeiten,
die eigene Einstellung zu dokumentieren.
Krankenkassen fördern
diese Optionen, um Angehörige in
Notfällen zu entlasten und ihnen
Sicherheit in einer ohnehin belastenden
Situation zu geben.
Gemeinsames Engagement für
mehr Transparenz
Begleitet wird die Kampagne von
Partnern aus dem Gesundheitssektor,
die Aufklärungsarbeit als
Schlüssel für eine verbesserte Organspendekultur
sehen. Die Bundesgesundheitsministerin
Nina Warken
ist Schirmherrin der Kampagne.
Nur wer gut informiert ist, kann
Entscheidungen treffen, die sich
stimmig anfühlen – unabhängig
davon, wie sie ausfallen. (djd)
Foto: DJD/Chiesi/Getty Images/Halfpoint
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Medien
Gsund Aktiv PR | Senioren
53
Unterstützung im
eigenen Zuhause
Senioren-Assistenz als Chance zur Selbstständigkeit
Foto: Heide Volz/akz-o
Die Nachfrage von Senioren nach
Unterstützung im eigenen Zuhause
steigt – und mit ihr das Interesse
an einem Berufsfeld, das nicht nur
gebraucht wird, sondern echte Erfüllung
bietet: Senioren-Assistenz.
Dabei geht es nicht um Pflege, sondern
um alltagsnahe Begleitung, Gespräche,
Organisation von Terminen,
Förderung der Selbstständigkeit und
Entlastung der Angehörigen.
Mit Konzept in die Selbstständigkeit
Wer sich beruflich neu orientieren
und dabei selbstständig arbeiten
möchte, findet in der Senioren-Assistenz
nach dem Plöner Modell eine
durchdachte Ausbildung mit klarer
Ausrichtung auf Existenzgründung.
Entwickelt wurde das Modell von
Ute Büchmann, die mit ihrem
staatlich anerkannten Bildungsträger
Büchmann Seminare KG seit
2007 Menschen auf dem Weg in
ein selbstbestimmtes Berufsleben
begleitet.
Fachwissen und unternehmerisches
Know-how inklusive
Die 12-tägige Ausbildung – angeboten
u.a. in Kiel, Hamburg, Berlin,
NRW und Nürnberg – vermittelt
nicht nur seniorenrelevantes Wissen,
sondern bereitet gezielt auf den
Aufbau einer eigenen Tätigkeit vor:
vom Selbstständigkeitstraining über
Abrechnungsmöglichkeiten bis hin
zu rechtlichen Grundlagen. Schon
während der Ausbildung werden unternehmerische
Fähigkeiten gestärkt,
um typische Hürden der Selbstständigkeit
gar nicht erst entstehen zu
lassen. Mehr Informationen unter
www.senioren-assistentin.de
Stark durch Netzwerk und
Nachbetreuung
Nach Abschluss der Weiterbildung
steht niemand allein da:
Absolvent:innen werden Teil eines
großen, aktiven Netzwerks professioneller
Senioren-Assistent:innen.
Regionalgruppen, Austauschforen
und kollegiale Unterstützung sorgen
für Orientierung und Sicherheit.
Über das bundesweite Vermittlungsportal
können sich Absolvent:innen
kostenlos präsentieren – ein
wichtiges Marketinginstrument, das
eigene Webseiten oft überflüssig
macht. „Viele unserer Leistungen
sind typische Franchiseleistungen,
mit dem Unterschied, dass die
Seminarteilnehmer nicht monatlich
dafür zahlen müssen“, erklärt die
Gründerin.
Ein Beruf mit Wirkung – auf
allen Ebenen
„Viele finden über die Senioren-Assistenz
nicht nur eine neue Tätigkeit,
sondern eine echte Berufung“, sagt
Ute Büchmann. Die Arbeit nah am
Menschen schenkt Sinn, Dankbarkeit
– und die Freiheit, selbstbestimmt
tätig zu sein. Auch Senioren und
Angehörige profitieren. Die Älteren
bekommen einen Kümmerer an die
Seite gestellt. Sie erhalten Anerkennung,
Wertschätzung und soziale
Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben. Angehörige werden entlastet
und haben mehr Zeit für berufliche
und private Dinge. (akz-o)
54 Gsund Aktiv PR | Wellness
Prävention mit
Wohlfühlfaktor
Die heilsame Wirkung der Sauna
Saunieren stärkt das Herz-Kreislauf-System, entspannt die Muskulatur und steigert das Wohlbefinden – eine wohltuende Auszeit für
Körper und Seele. Foto: Nicole Kaiser
Ein Saunabesuch ist weit mehr als
ein Moment der Entspannung – er
ist ein wahres Training für Körper
und Seele.
Die wohltuende Wärme lässt den
Alltag für eine Weile in den Hintergrund
treten, während das Herz-
Kreislaufsystem sanft gefordert
und gestärkt wird.
Studien zeigen: Regelmäßige Saunagänge
können präventiv vor Herz-
Kreislauferkrankungen schützen,
die Abwehrkräfte steigern und das
allgemeine Wohlbefinden nachhaltig
fördern.
So geht der perfekte Saunagang
Vor dem ersten Aufguss empfiehlt
es sich, kurz zu duschen und den
Körper gründlich abzutrocknen. Anschließend
startet man mit dem ersten
Saunagang. Ein Aufenthalt von 8
bis 15 Minuten in der heißen Kabine
bringt den Kreislauf in Schwung.
Danach sorgt frische Luft, eine kalte
Dusche oder ein Tauchbecken für die
belebende Abkühlung. Wer später
eine Ruhepause einlegt, gibt dem
Körper Zeit, die positiven Effekte
voll zu entfalten. Zwei bis drei
solcher Durchgänge sind ideal für
einen gelungenen Saunabesuch.
Sauna-Erlebnis zum Genießen
– in der Wohlfühl-Therme
In der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach
erwartet die Besucher ein kleiner
aber feiner Saunabereich. In drei
verschiedenen Saunen mit 60 °C, 75
°C und 95 °C kommt jeder Hitze-Typ
zu seinem Genuss. Ein Innen- sowie
ein weiterer Außenwhirlpool, Kalt-
Warm Duschen, ein Eisbrunnen und
verschiedene Ruhebereiche (innen
wie auch außen) runden das Angebot
ab. Als besonderes Extra können
Gäste im Saunabereich - auch spontan
- wohltuende Massagen buchen.
Ideal, um die Entspannung noch zu
vertiefen.
Gsund Aktiv PR | Medizin
55
Die neue Leichtigkeit der
Schönheit
Trends 2026
Stammzellen sowie ausgewogener
Lebensstil mit Ernährung, Schlaf
und Hautpflege stehen im Vordergrund.
Schönheit wird als nachhaltiges
Anti-Aging-Konzept verstanden.
Foto: pixabay-people-2598486_1920
Präventive Eingriffe, sanfte
Methoden und natürliche Ergebnisse
bestimmen die Ära nach dem
Perfektionswahn. Natürlichkeit,
Prävention und technologische
Präzision prägen das Schönheitsjahr
2026. Statt extremer Veränderungen
wünschen sich Patienten
Ergebnisse, die harmonisch,
dezent und nachhaltig wirken.
Prof. CH Dr. med. Mehmet Atila,
Direktor der „Medical Inn“-Klinik
in Düsseldorf, beobachtet: „Immer
mehr Menschen wollen nicht anders
aussehen – sondern so, als wären sie
ausgeruht, gesund und zufrieden.
Die neue Ästhetik ist leiser, smarter
und langfristiger.“
Trend 1: Präventive Eingriffe
statt späten Korrigierens
Der Wunsch nach Veränderung
beginnt zunehmend früher. Sanfte
Facelifts, Lidstraffungen oder Botoxund
Hyaluronbehandlungen verlangsamen
die Hautalterung, ohne
sie zu verstecken. Kleine, planvolle
Eingriffe ersetzen radikale Korrekturen
und erzeugen einen natürlichen
Look.
Trend 2: Schönheit als ganzheitliches
Konzept
Der Longevity-Trend betont Hautgesundheit,
Zellregeneration und
Vitalität. Regelmäßige minimalinvasive
Behandlungen, Infusionen mit
Trend 3: Hybridkonzepte – OP
trifft „minimalinvasiv“
Chirurgische Methoden verschmelzen
mit minimalinvasiven Verfahren,
um natürliche Übergänge und
kurze Regenerationszeiten zu erzielen.
Facelifts kombinieren Laseroder
Radiofrequenzbehandlungen;
Brust- und Gesäßimplantate werden
gezielt mit Eigenfett ergänzt. So
entstehen subtile, harmonische Ergebnisse
bei schonender Heilung.
Trend 4: Natürlichkeit ist das
neue Luxusideal
Überkorrektur-Looks sind passé.
Gefragt sind authentische Ästhetik
und individuell abgestimmte
Korrekturen, wie dezente Filler,
sanfte Nasenkorrekturen oder subtile
Jawline-Konturierungen. Wer
gut aussieht, ohne dass der Eingriff
auffällt, setzt ein modernes Schönheitsstatement.
Trend 5: Körperästhetik im
Fokus
Neben Gesicht rückt der Körper
stärker ins Blickfeld. Ultraschallund
Radiofrequenz-Behandlungen,
Fett-weg-Injektionen sowie
modernisierte klassische Eingriffe
wie Bauchdeckenstraffung sorgen
für natürliche Formen, Balance und
gesunde Proportionen.
Weitere Informationen unter www.
medical-inn.com
56
Gsund Aktiv PR | Gesundheit
Stottern – weit verbreitet,
aber oft missverstanden
Welche Mythen und Vorurteile noch immer gängig sind
Stottern ist eine weltweit auftretende
Sprechstörung, die alle
Altersgruppen und Sprachen
betrifft. In Deutschland sind etwa
800.000 Menschen betroffen,
Männer etwa viermal häufiger als
Frauen. Dennoch bestehen viele
Missverständnisse über Ursachen
und Hintergründe.
Rund fünf Prozent aller Kinder
beginnen bis zum sechsten Lebensjahr
zu stottern. Bei vielen Kindern
bildet sich das Stottern von selbst
zurück; nach der Pubertät ist eine
Rückbildung selten.
Selbstbetroffener und Ärztlicher Leiter Dr. Alexander Wolff von Gudenberg.
Foto: KST Institut GmbH
„Stottern ist keine Frage der Erziehung
oder Willenskraft, sondern
eine komplexe Sprechstörung mit
nachweisbaren neurologischen
Grundlagen. Mit gezielter Therapie
können Betroffene ihre Sprechfähigkeit
verbessern und flüssiger sprechen“,
erklärt Dr. Alexander Wolff
von Gudenberg, selbst betroffen
und Ärztlicher Leiter der Kasseler
Stottertherapie.
Wissenschaftlich gelten zwei Ursachen
als gesichert: genetische
Faktoren und neurophysiologische
Besonderheiten. In bis zu 80 Prozent
der Fälle tritt Stottern familiär
gehäuft auf. Genetische Veränderungen,
unter anderem auf dem männlichen
X-Chromosom, erklären die
höhere Betroffenheit von Männern.
Bildgebende Verfahren wie fMRT
zeigen, dass bei stotternden Menschen
Hirnareale, die für Planung,
Steuerung und Koordination von
Sprechbewegungen zuständig sind,
anders arbeiten. Dies kann dazu
führen, dass Sprechbewegungen
nicht exakt aufeinander abgestimmt
sind.
Psychische Faktoren wie Stress oder
Aufregung sind keine Ursachen,
können jedoch den Verlauf beeinflussen
und verstärkend wirken.
Weitere Informationen unter www.
kasseler-stottertherapie.de
Auflösung der Rätsel von Seite 73
Gsund Aktiv PR | Wellness
57
Bayerns „heißes Herz“
Thermenland begeistert mit spektakulären Saunawelten
Jeder dritte Deutsche geht regelmäßig
in die Sauna. Im Bayerischen
Thermenland hat man die
Auswahl aus mehr als 50 spektakulären,
überraschenden und
ungewöhnlichen Saunen.
Vom Duft dampfender Kräuter umhüllt
die Welt vergessen, in einer
Lehmsauna im Paradiesgarten dem
hektischen Strom der Zeit entfliehen,
wärmende Geheimnisse aus
1001 Nacht entdecken und Erfrischung
finden in einer Iglu-Eisgrotte:
Das Bayerische Thermenland ist
Deutschlands Saunaregion Nummer
Eins. Besucher und Besucherinnen
haben die Wahl aus 50 Saunen: Von
A wie Apfelsauna bis Z wie Zirben-
Sauna. Die wertvolle Ergänzung in
den Heil- und Thermalbädern ist das
mineralienreiche Thermalwasser.
Gut jeder dritte Deutsche (rund 37
Prozent) geht regelmäßig in die Sauna,
hat eine Umfrage des Instituts
für Demoskopie Allensbach 2023
ergeben. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Saunieren entspannt, stärkt
das Immunsystem und hilft, gute
Laune zu tanken. In den fünf niederbayerischen
Thermalbädern Bad
Füssing, Bad Birnbach, Bad Griesbach,
Bad Gögging und Bad Abbach
entstanden in den vergangenen
Jahren Saunawelten der Superlative
als Inseln der Ruhe, des Glücks und
des körperlichen Wohlbefindens.
Einzigartige Kombination mit
heilkräftigem Thermalmineralwasser
Die Kombination mit dem heilkräftigen
Thermalwasser, das bis zu
70 Grad heiß und aus bis zu 2.000
Metern Tiefe an die Oberfläche
sprudelt, macht das Saunaerlebnis
im Bayerischen Thermenland einzigartig.
Wie nirgends sonst in Europa bietet
das Bäderquintett fast 20.000 Quadratmeter
Wasserfläche. Die natürlichen
Quellen speisen die Becken mit
fluoridhaltigen Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Wässern.
Dieser
Mineraliencocktail wirkt nachweislich
heilend und wohltuend auf den
gesamten Bewegungsapparat. Ausdauer
und Mobilität werden erhöht.
Zusätzlich hilft es auch, Stress zu
lindern und nachhaltig die Stresstoleranz
zu erhöhen.
Die Saunawelten des Bayerischen
Thermenlands
Im ländlichen Ambiente saunieren
lässt sich im alten Vierseithof, dem
Saunahof der Therme Eins in Bad
Füssing. Das orientalische Hamam
in Bad Griesbach verströmt die Aura
des Morgenlands, während man in
Bad Birnbach unter Polarlichtern
entspannt. Römisches Ambiente
in Bad Gögging erinnert an die
Badekultur des längst vergangenen
Imperium Romanum.(TVO)
Foto: Tourismusverband-Ostbayern/Frank Heuer
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Gsund Aktiv PR | Wellness
59
Wellness auf Spitzenniveau
Bayerischer Wald dominiert Award 2026
Der Jagdhof Röhrnbach belegt Platz 1 in Deutschland. Das Hotel besteht seit 1978 und wird von der Familie Ritzinger geführt. Es
zeichnet sich aus durch 6.500 Quadratmeter Wellness- und Wasserwelt, einer 1.380 Quadratmeter großen Sport- und Fitnesswelt mit
Sportpool sowie 21 neue Luxus-Suiten. Foto: obx-news/Jagdhof Röhrnbach
Der Bayerische Wald behauptet
sich als Top-Region für Wellnessurlaub:
Gleich sechs Häuser aus
der Region landeten beim renommierten
wellness-hotel.info Award
2026 unter den zehn besten Hotels
Deutschlands – und das komplette
Siegerpodest geht nach Ostbayern.
An der Spitze steht das Wellness- &
Sporthotel Jagdhof in Röhrnbach,
gefolgt vom Thula Wellnesshotel in
Lalling und dem Hotel „Zum Bräu“
in Kollnburg. „Dies zeigt die hohe
Kompetenz und Qualität unserer
Spitzenhotels“, freut sich Dr. Michael
Braun, Vorstand des Tourismusverbandes
Ostbayern.
Weitere Top-Platzierungen sichern
den Bayerwald-Hotels mehr als die
Hälfte der Top Ten: das Wellnesshotel
Riedlberg in Drachselsried (Platz
6), der Reischlhof in Wegscheid
(Platz 7) und das Kristall & Vitalhotel
Bergknappenhof in Bodenmais
(Platz 9). Die prämierten Häuser
spiegeln die Vielfalt der Region wider:
großzügige Spa-Landschaften,
Panorama-Pools mit Blick auf Wälder
und Berge sowie regionale Kulinarik
auf höchstem Niveau.
„Der Bayerische Wald beweist
erneut seine Spitzenposition
im Wellnessbereich.
Die Platzierungen bestätigen nicht
nur Qualität und Gästezufriedenheit,
sondern stehen auch für Zusammenhalt
und Stärke der Region“, betont
Braun.
Der wellness-hotel.info Award wird
seit 2021 jährlich vergeben und gilt
als besonders transparent. Bewertet
werden Ausstattung, Wellnessangebot
und Gäste-Feedback von
Plattformen wie Google, TripAdvisor
oder HolidayCheck. Ein spezieller
„No-Fake-Faktor“ verhindert, dass
gekaufte oder manipulierte Bewertungen
Einfluss nehmen.
Hinter dem Award steht das österreichische
Portal wellness-hotel.
info, das über 1.600 Wellnesshotels
in Europa listet – provisionsfrei und
objektiv.
Mit rund einer Million Nutzern pro
Jahr zählt es zu den führenden Plattformen
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Gsund Aktiv PR | Regional
61
Direktvermarktung mit
Vertrauenskasse
Europäische Auszeichnung für „Kleeberger Kistl“ im Lkrs. Passau
Foto: pedagrafie
Markt Ruhstorf a. d. Rott.
Das „Kleeberger Kistl“, ein Forschungsprojekt
der Bayerischen
Landesanstalt für Landwirtschaft
(LfL) zur kooperativen Direktvermarktung,
wurde im Rahmen des
europäischen Projekts COREnet
als „Golden Case“ ausgezeichnet.
Damit ist das Projekt aus Ruhstorf a.
d. Rott das einzige deutsche Beispiel
unter ausgewählten europäischen
Praxisprojekten für erfolgreiche kurze
Lebensmittelversorgungsketten.
Es steht exemplarisch für funktionierende
Direktvermarktung, regionale
Wertschöpfung und innovative Vermarktungslösungen
im ländlichen
Raum.
Kooperative Direktvermarktung
im Praxisbetrieb
Ausgangspunkt war die Frage, wie
landwirtschaftliche Betriebe Verkaufsautomaten
effizienter betreiben
können. Seit 2022 verfolgt das
LfL-Projekt den Ansatz, Automaten
nicht einzeln, sondern gemeinschaftlich
zu betreiben, inklusive digitaler
Selbstbedienungssysteme im
24-Stunden-Betrieb. Zentrales Element
ist der 2023 eröffnete 18 m²-
Verkaufscontainer „Kleeberger Kistl“
mit Automatenverkauf und Vertrauenskasse.
Begonnen haben 15
Direktvermarkter:innen, inzwischen
sind es 21; das Sortiment umfasst
rund 95 Produkte, die ausschließlich
aus regionaler Landwirtschaft
stammen und im Durchschnitt nur
14 km transportiert werden.
Wissenschaftliche Begleitung
und Zielsetzung
Die Begleitforschung, die bis Ende
2026 läuft, erhebt Daten zu Organisation,
Arbeitszeit, Kosten, Sortiment,
Marketing sowie Kund:innenverhalten
und Feedback. Ergänzt
Das Kleeberger Kistl von aussen. Foto: LfL
werden die Praxisdaten durch Online-Befragungen
und Experteninterviews.
Projektleiterin Dr. Sophia
Goßner erklärt: „Ziel ist es, belastbare
Entscheidungsgrundlagen und
praxisnahe Handlungsempfehlungen
über Chancen und Grenzen
kooperativer Direktvermarktung
bereitzustellen.“ Die europäische
Auszeichnung zeige, dass der Ansatz
auch international als zukunftsweisend
anerkannt wird.
62 Gsund Aktiv PR | Freizeit
Grünes Zuhause,
gutes Gefühl
Wie Zimmerpflanzen mit wenig Aufwand mehr Wohnlichkeit,
Ruhe und Lebensqualität schaffen
Nicht nur die Pflanzen selbst prägen
das Wohngefühl. Immer mehr
rückt der Wunsch nach einfachen,
leicht umsetzbaren Konzepten in
den Fokus. Kleine „Indoor-Gärten“
auf Rollwagen, Pflanzengruppen
oder hölzerne Pflanzklötze
mit integrierten Töpfen bringen
Natürlichkeit in den Wohnraum.
So entstehen bewusst gestaltete
grüne Bereiche – vom Fensterbrett
über bepflanzte Regale bis hin zur
gemütlichen Ecke mit Topfpalme
und Sessel als Rückzugsort. Der
Kreativität sind kaum Grenzen
gesetzt.
Stress reduzieren Pflanzen auch,
weil viele von ihnen äußerst pflegeleicht
sind. Besonders geeignet sind
Arten mit festen, wachsigen oder
dickfleischigen Blättern, da sie Wasser
speichern und kleine Gießfehler
verzeihen. Auch Wohnungen mit wenig
Licht bieten gute Bedingungen
für Pflanzen aus Halbschatten-Lebensräumen.
Wer neu einsteigt, beginnt
am besten mit einer einzelnen
Pflanze an einem gut sichtbaren Ort
und ergänzt nach und nach weitere,
wenn die Freude daran wächst.
Zimmerpflanzen lohnen sich:
Sie verbessern das Raumklima,
filtern Staub und erhöhen die Luftfeuchtigkeit
– besonders wichtig in
der trockenen Heizperiode. Zudem
wirken sie als wohltuender
Ausgleich zum ständigen Blick auf
Bildschirme. Wie entschleunigend
das ist, zeigt sich beim Beobachten
einer knospenden Blüte oder eines
neuen Blatts.
Mit Pflanzen entstehen oft neue Rituale:
ein kurzer prüfender Blick am
Morgen, Staub vom Blatt wischen
oder den Topf drehen, damit die
Pflanze gleichmäßig Licht bekommt.
Diese kleine Aufmerksamkeit für
etwas Lebendiges macht Pflanzen im
Zuhause so besonders.
Unterstützung beim Einstieg bieten
Fachleute im Blumenladen oder Gartencenter.
Weitere Inspiration liefert
die Initiative „Blumen – 1000 gute
Gründe“ auf sowie deren Instagramund
Facebook-Accounts mit Wissen,
Deko-Ideen und Beiträgen aus der
grünen Community.
Foto: Blumen – 1000 gute Gründe
Gsund Aktiv PR | Natur
63
Nebel fangen, Wolken impfen,
Eisberge verschleppen?
Ein Überblick zu potenziellen alternativen Trinkwasserquellen
Immer wieder planen Forscher, Eisberge in Folie verpackt von Schiffen in von Dürre geplagte Gegenden zu ziehen. Realisiert wurde die
Idee jedoch nie, denn technisch und finanziell scheint das Ganze nach Ansicht von Experten utopisch. Foto: DJD/Forum Trinkwasser/
vadim.nefedov - stock.adobe.com
Da weltweit immer mehr Hitzetage
auftreten, wird Wasser zunehmend
knapp.
Um Dürren zu begegnen, testen Forschende
neue Wege der Trinkwassergewinnung
– auch in Deutschland.
Nebel fangen
Eine einfache, kostengünstige und
umweltfreundliche Methode ist das
„Melken“ von Nebel mit speziellen
Fangnetzen. Engmaschige Netze
fangen die Feuchtigkeit aus der Luft
ein, der Nebel kondensiert, tropft in
Rinnen und wird gesammelt. Dieses
„Cloudfishing“ wird etwa auf den
Kanarischen Inseln, in Marokko und
in der Atacama-Wüste praktiziert.
Seit Frühjahr 2025 testet auch die
Gemeinde Fröhnd im Landkreis Lörrach
in Baden-Württemberg solche
Anlagen.
Meerwasser entsalzen
Rund 22.000 Anlagen weltweit
gewinnen Trink- oder Brauchwasser
aus Meerwasser. Meist geschieht
dies per Umkehrosmose – also durch
Pressen durch Membranen – oder
durch Verdampfen und anschließendes
Kondensieren. Länder wie
Israel oder Malta decken so nahezu
ihren gesamten Trinkwasserbedarf.
Auch auf Helgoland wird seit 1972
Meerwasser entsalzt. Für die Region
Rostock läuft derzeit eine Machbarkeitsprüfung.
Da Entsalzung deutlich
energieintensiver und umweltschädlicher
ist als herkömmliche Aufbereitung,
gilt sie jedoch als Notlösung.
Eisberge „verschiffen“
Für Deutschland kaum realistisch ist
die Idee, Trinkwasser aus polaren
Eismassen zu gewinnen. Immer
wieder schlagen Forschende vor,
Eisberge in Folie zu verpacken und
per Schiff in dürregeplagte Regionen
zu ziehen. Laut Dr. Stefan Koch vom
Forum Trinkwasser blieb das bislang
Theorie – technische und finanzielle
Hürden machen das Vorhaben
utopisch. (djd)
64 Gsund Aktiv PR | Freizeit
130 Höhepunkte im
Bayerischen Wald
Gipfel- und Naturerlebnisse im grünen Waldgebirge Bayerns
Mit über 130 Bergen über 1.000
Meter Höhe bietet der Bayerische
Wald eine enorme Vielfalt an
Wander- und Naturerlebnissen.
Ein dichtes Wegenetz reicht von
familienfreundlichen Waldpfaden
bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren
und begeistert Genießer wie
sportlich Ambitionierte gleichermaßen.
Besonders beliebt ist
der Fernwanderweg Goldsteig,
der durch abwechslungsreiche
Landschaften mit Felsen, Bächen,
Mooren und Wiesen führt. Auch
barrierearme Wege sowie Angebote
wie Gondel und Aufzug am
Großen Arber ermöglichen Naturgenuss
für alle.
Neue Attraktionen wie die Flyline
am Almberg in Mitterdorf sorgen
zusätzlich für besondere Erlebnisse,
während Klassiker wie der Große
Arber mit seinem Gipfelkreuz auf
1.456 Metern Weitblicke bis zu den
Alpen bieten. Aussichtstürme und
Gipfel wie Haidel, Hirschenstein
oder Gibacht laden zum Innehalten
ein. Goldsteig-Wegemanager Uwe
Stanke empfiehlt, abseits der bekannten
Routen unterwegs zu sein:
„Dort oben genießen Wanderer Freiheit,
Ruhe und Weite.“
Drei Insider-Wandertipps des
Wegemanagers Uwe Stanke
Foto: Goldsteig Wegemanager
Uwe-Stankec/TVO
130 Gipfelhöhepunkte, dazu Aussichtsplattformen
und Türme zeigen
die Vielfalt der Wanderregion Bayerischer
Wald. Jeder Berg hat seine
Geschichte, so wie jede Wandertour
ihre eigene Geschichte schreibt.
Daher gibt Uwe Stanke hier drei
persönliche Wandertipps:
1. Großartig und anspruchsvoll:
Goldsteig N16, Großer
Falkenstein – Rachel
Die 26 Kilometer lange Tour verbindet
die Berge des Nationalparks
Bayerischer Wald, den Großen
Falkenstein (1.315 Meter) mit dem
Rachel (1.453 m). Dabei durchquert
man Filze und Moore sowie
alte Waldweiden. Der wilde und
einsame Rachelnordsteig führt die
Goldsteig Wanderer hinauf zum
Gipfel des Großen Rachel. Einfach
großartig! Gute Kondition ist erforderlich
für die 9:45 Stunden-Wanderung.
2. Fliegen inklusive und mittelschwer:
Goldsteig N19, Mauth-
Philippsreut
Die zehn Kilometer lange Tour verbindet
die Nationalparkgemeinde
Mauth mit dem Almberg (1098 m)
bei Mitterfirmiansreut. Bei gutem
Wetter schweift der Blick weit über
die Donauebene zu den Berchtesgadener
Alpen und über den Böhmerwald.
Am Almberg sollte man
einen Flug mit der längsten Flyline
Europas wagen, weil es Spaß macht,
durch die Baumwipfel zu schweben!
Entspannte Wanderung mit 448
Höhenmetern und 3:30 Stunden
Dauer.
3. Himmelwärts: Auf dem
Gipfelsteig am Hohenbogen im
Naturpark Oberer Bayerischer
Wald
Fast wie bei James Bond mutet das
Areal am Gipfelsteig an. Einst diente
der Turm als Abhörstation. Heute
steigt man vom 1.078 Meter hohen
Schwarzriegel, dem Hauptgipfel
des Bergrückens Hohenbogen, auf
die 75 Meter hohe Plattform, um
eine Rundumaussicht zu genießen.
Schwindelfreiheit erforderlich! Als
18 Kilometer lange mittelschwere
Wanderung oder leichtfüßig über
die Sesselbahn am Hohenbogen ist
die Aussichtsplattform zu erreichen.
Foto: TVO-Fotograf-Frank-Heuer-Photography
Gsund Aktiv PR | Freizeit
65
Zeitreise im
Bayerischen Wald
Einmal leben wie die Kelten
In der nach archäologischen Vorbildern
gebauten Siedlung Gabreta
im Bayerischen Wald tauchen
Besucher in die Eisenzeit vor mehr
als 2.000 Jahren ein.
Die seltene touristische Attraktion
bietet die Möglichkeit, selbst einmal
Kelte auf Zeit zu sein.
Leben wie vor über
2.000 Jahren.
Die Römer nannten sie Celtae, die
Griechen Keltoi – die Tapferen. Lange
vor Beginn unserer Zeitrechnung
prägten keltische Stämme große
Teile Europas. Spuren dieser Kultur
finden sich bis heute auch in Ostbayern.
Im Keltendorf Gabreta nahe
Ringelai im Landkreis Freyung-Grafenau
können Besucher mit allen
Sinnen erleben, wie die Menschen
der Eisenzeit vor mehr als 2.000
Jahren lebten und arbeiteten. In
originalgetreuen Trachten feiern Geschichtsbegeisterte
aus Deutschland
und vielen europäischen Nachbarländern
dort die Feste der Vorfahren
und erfahren hautnah, wie entbehrungsreich
das Leben damals war.
Auslöser für den Bau des Keltendorfs
waren zahlreiche spätkeltische
Fundstücke, die der Landwirt und
Hobbyarchäologe Paul Freund auf
Feldern rund um Ringelai entdeckt
hatte. In Zusammenarbeit mit der
Gemeinde und der Universität
Passau entstand daraus die Idee, archäologische
Erkenntnisse nicht nur
auszustellen, sondern erlebbar zu
machen – als touristische Attraktion
und lebendiger Lernort zugleich.
Ein einzigartiger Ort im
Bayerischen Wald
In dem nach archäologischen Vorbildern errichteten Keltendorf Gabreta nahe dem Ferienort
Ringelai im Bayerischen Wald kann mit allen Sinnen nachempfunden werden, wie die
Menschen der Eisenzeit vor mehr als 2000 Jahren lebten und arbeiteten. Foto: obx-news
Das rund vier Hektar große Keltendorf
Gabreta – benannt nach dem
keltischen Begriff für den Böhmer-
und Bayerwald – besteht aus
sieben rekonstruierten Häusern, die
sich an archäologischen Vorbildern
orientieren. Deutschlandweit gibt es
nur drei solcher Keltendörfer, was
Gabreta zu einem echten Besuchermagneten
macht. Neben Urlaubsgästen
treffen sich hier regelmäßig
Gruppen von sogenannten Hobby-
Kelten aus ganz Europa, um Traditionen
und Bräuche der Eisenzeit
zu pflegen. Auch Besucher können
aktiv mitmachen: Brot aus alten
Getreidesorten backen, schmieden,
töpfern, Glasperlen herstellen oder
Bogenschießen ausprobieren. Dabei
wird deutlich, wie viel aus der keltischen
Zeit bis heute geblieben ist –
vom Wort „Donau“ bis zur Vorliebe
für Bier und deftige Eintöpfe. Das
Keltendorf Gabreta öffnet nach der
Winterpause wieder ab Ostern 2026
seine Tore. (obx)
Mehr Informationen:
www.gabreta.de
66 Gsund Aktiv PR | Freizeit
Familienerlebnis auf den
Spuren von Tieren
Die neun schönsten Tierwanderwege im Bayerischen Wald
Wanderschuhe an und rein ins Abenteuer: Im Bayerischen Wald verwandeln sich Familienwanderungen in
spannende Expeditionen auf den Spuren wilder Tiere. Ob auf Bärenpirsch, auf der Fährte des Luchses oder
beim Watgang durch einen Fluss – hier wird jeder Schritt zur Entdeckungsreise, die Kindern lange in Erinnerung
bleibt.
Foto: TVO-Fotograf-Peter-Auerbeck-20080228_9622
Foto: Woidlife-Photography-Stefanie-Felgenhauer
1. Luchspfad – Auf Samtpfoten
durch den Nationalpark
Der 31,5 Kilometer lange Erlebnisrundweg
zwischen Bayerisch
Eisenstein und Lindberg folgt den
geheimnisvollen Spuren des Pinselohrs,
wie der Luchs auch genannt
wird. Familien können den Weg in
mehrere Etappen aufteilen oder mit
der Waldbahn abkürzen. Die Luchsfährte
führt durch dichte Wälder,
vorbei an der Trifter-Klause Schwellhäusl
bis zum Zwieslerwaldhaus.
Hier taucht man beim Wandern in
die Waldwildnis ein und kommt
sogar an Urwaldrelikten vorbei.
2. Bärenpfad Grafenau – Durch
die Augen von kleinen Bärengeschwistern
Zwischen Grafenau und Neuschönau
begleiten zwei kleine Bärenkinder
erlebnislustige Familien
auf ihrem Pfad. An zahlreichen
Erlebnisstationen erfahren sie, wie
Bären leben, was sie fressen und
warum sie so gute Kletterer sind.
Der Themenwanderweg verbindet
spielerisches Lernen mit echter
Walderfahrung und macht die
Bärenstadt Grafenau auf besondere
Weise erlebbar. Auch die Grafenauer
Salzsäumer waren im Mittelalter
im Waldgebirge unterwegs. Ihre
Geschichte wird demnächst mit
dem Tierwanderweg verwoben. So
erfährt man zudem Spannendes
über den Salzhandel. Der Bärenpfad
startet im KurErlebnispark BÄREAL
in der Grafenauer Innenstadt und
endet am Bärengehege im Nationalpark
Bayerischer Wald. Mit etwas
Glück kann man die imposanten
Tiere dort auch sehen.
Gsund Aktiv PR | Freizeit
67
3. Eisvogelsteig Nößwartling
– Deutschlands einzigartiger
Flusswanderweg
Im LBV-Zentrum „Mensch und
Natur” bei Arnschwang wartet ein
außergewöhnliches Abenteuer: ausgestattet
mit Wathose, Sicherungsgurt
und Audioguide geht es direkt
durch den Fluss Chamb. Kinder ab
acht Jahren können hier sicher im
Fluss wandern, vorbei an Sandbänken
und kleinen Stromschnellen,
während sie Wissenswertes über
den farbenprächtigen Eisvogel
erfahren. Dieser Klettersteig im
Wasser ist bundesweit einmalig und
verbindet Nervenkitzel mit Naturkunde.
Ein unvergessliches Erlebnis
für aktive Familien, die das Besondere
suchen.
4. Geführte Eselwanderungen
– Langsamen Schritts durch
die Region Sonnenwald
Wer es gemütlicher angehen
möchte, begleitet trittsichere Esel
auf einer geführten Tour durch die
sanfte Hügellandschaft bei Schöllnach.
Die geduldigen Langohren
geben das Tempo vor und zeigen
Kindern, wie bereichernd Entschleunigung
sein kann. Unterwegs gibt
es viel über die eigenwilligen Tiere
zu lernen, und nach der Wanderung
wartet als besonderes Highlight eine
Übernachtung im Tiny House. Die
Streckenlänge wird individuell an
die Familie angepasst.
5. Alpaka-Trekking – Mit den
Andenkönigen unterwegs
An verschiedenen Standorten im
Bayerischen Wald können Familien
mit den sanftmütigen Alpakas
auf Tour gehen. Die flauschigen
Begleiter aus Südamerika ziehen
besonders Kinder magisch an und
vermitteln durch ihre ruhige Art Gelassenheit.
Während der Wanderung
erfahren die Teilnehmer Spannendes
über Haltung, Charakter und
Herkunft der Tiere. Die Touren
dauern meist zwei bis drei Stunden
und werden von erfahrenen Guides
begleitet.
6. Bienenerlebnisweg – Die geheimnisvolle
Welt der fleißigen
Bestäuber
Dieser Themenweg in Freyung
macht die faszinierende Welt der
Honigbienen erlebbar und zeigt, wie
wichtig diese kleinen Insekten für
das Ökosystem sind. An verschiedenen
Stationen geben Übersichtstafeln
Einblick, wie aus Blütennektar
goldener Honig wird. Der Weg ist
besonders im Frühling und Sommer
ein sinnliches Erlebnis, wenn
die Blumenwiesen in voller Pracht
stehen. Sicher beobachtet man nach
der Tour die Honigbienen und Wildbienen
mit ganz anderen Augen.
7. Reptilienpfad Langdorf – Auf
den Spuren der Kreuzotter
Der vier Kilometer lange Erlebnispfad
in Langdorf widmet sich den
faszinierenden Schuppenträgern des
Bayerischen Waldes und räumt mit
Vorurteilen über Schlangen auf. An
interaktiven Stationen lernen Familien
die Schönheit dieser oft missverstandenen
Tiere kennen und erfahren,
wo Kreuzotter, Ringelnatter
und Eidechsen in der Region leben.
Nebenbei gibt es traumhafte Panoramablicke
über den Bayerischen
Wald zu genießen. Ein Kinder-Reptilien-Quiz
macht die Wanderung
zum spannenden Rätselabenteuer
– wer alle Aufgaben löst, erhält in
der Tourist-Information eine kleine
Überraschung.
8. Fledermaus-Lehrpfad –
Nachtjäger am Tag entdecken
Auf dem Fledermaus-Lehrpfad in
Rinchnach dreht sich alles um die
geheimnisvollen Flattertiere, die
erst in der Dämmerung aktiv werden.
Tagsüber können Familien an
informativen Stationen ihr Wissen
über Echoortung, Winterschlaf und
Beutefang erweitern. Lebensgroße
Modelle und interaktive Elemente
machen die Welt der Fledermäuse
begreifbar. Der Weg ist in
das Fledermaus-Waldspielgelände
integriert. Er ist für wissbegierige
Naturforscher und auch Kleinkinder
geeignet.
9. Rundwanderweg Ameise –
Kleine Tiere, große Bauten
Die fleißigen Waldbewohner sind
das Markierungszeichen dieser
familienfreundlichen Wanderung
im Nationalpark Bayerischer Wald.
Die Runde ist drei Kilometer lang
und barrierearm angelegt. So kann
die Tour auch mit Kinderwagen
oder Rollstuhl befahren werden.
Der Weg führt durch das Urwaldgebiet
Mittelsteighütte. Durch seine
reichen Totholzvorkommen ist es
Rückzugsgebiet für seltene Pilz- und
Insektenarten.
Foto: lbv-chamb-arnschwangcerlebe.bayern_Thomas-Linkel
Auf den Tiererlebniswanderwegen des Bayerischen Waldes macht wandern Spaß, denn es sind spannende Expeditionen, zu denen die ganze
Familie gern die Wanderstiefel schnürt. Kinder lernen die heimische Tierwelt kennen und entdecken spielerisch die wilden Bewohner des
größten Waldgebirges Mitteleuropas. Frühling ist die perfekte Zeit dafür, denn zu dieser Zeit sind alle Tiere am aktivsten. Weitere Informationen:
www.bayerischer-wald.de/aktivitaeten/wandern/tiererlebniswanderwege
68 Gsund Aktiv PR | Freizeit
Der Frühling zieht ein
Die ersten Blüten kündigen den Start der wärmeren Jahreszeiten an
Die Tage werden länger, erste Blüten
bringen Farbe in Gärten und
Wohnungen. Frühblüher im Topf
oder in der Vase wecken jetzt ganz
einfach Frühlingsstimmung.
Zu den beliebtesten zählen Primeln,
Narzissen, Hyazinthen, Krokusse,
Traubenhyazinthen – und natürlich
Tulpen. Ob klassische Triumph- und
Darwin-Tulpen, elegante lilienblütige,
romantisch gefüllte, extravagante
Papageien- oder zarte Wildtulpen:
Die Vielfalt bietet für jeden Stil
das Passende.
Frühblüher im Topf
Frühblüher sind kompakt, pflegeleicht
und langlebiger als reine
Schnittblumen. Nach der Blüte
können viele Zwiebeln in Garten
oder Kübel gepflanzt werden. Wichtig
ist ein heller, kühler Standort
ohne direkte Sonne oder Heizungsluft.
Ideal ist es, die Töpfe erst kurz
vor dem Aufblühen ins Warme zu
holen. Gegossen wird sparsam: Die
Erde leicht feucht halten, Staunässe
vermeiden. Blätter erst entfernen,
wenn sie vollständig verwelkt sind –
sie liefern der Zwiebel Kraft für die
nächste Saison.
Schnittblumen richtig pflegen
Tulpen, Narzissen und Ranunkeln
sorgen auch in der Vase für gute
Laune. Ein Tipp für Tulpen: Blütenblätter
vorsichtig nach außen stülpen
– das wirkt besonders opulent.
Generell gilt: kühl stellen, Wasser
regelmäßig wechseln, Stiele schräg
anschneiden. Tulpen brauchen nur
wenig Wasser, Narzissen sollten zunächst
separat stehen, da ihr Pflanzensaft
andere Blumen schädigen
kann. Kaltes Wasser verlängert die
Haltbarkeit. So setzen Frühblüher
ein farbenfrohes Zeichen für Neubeginn
und Lebensfreude.
Niedrige und höhere Frühblüher bilden hier ein stimmiges Bild. Die Pflanzen werden in
eine flache Schale gepflanzt, der Ring aus biegsamen Zweigen bildet ein Frühlingsnest.
Foto: @_wohngefuehl_/ Blumen – 1000 gute Gründe
Tolle Ideen für die Dekoration
hat die Initiative „Blumen – 1000
gute Gründe“ auf der Website
www.1000gutegruende.de und bei
Facebook oder Instagram, zum Beispiel
für einen pastelligen Strauß
oder eine bunte Pflanzschale. Da
kann der Frühling kommen!
Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
69
Kochen für‘s Herz
„Löffelweise Glück“ verspricht Sternekoch Christian Henze
Foto: Deutsche Herzstiftung/S. Schaffer
TV- und Sternekoch Christian
Henze hat exklusiv für die Herzstiftung
80 persönliche Rezepte
der mediterranen Küche erstellt.
Sein Credo: „Herzgesunde Küche
tut nicht nur gut, sie ist auch unfassbar
lecker
Mit dem neuen Kochbuch „Kochen
fürs Herz“ präsentiert die Deutsche
Herzstiftung gemeinsam mit TV- und
Sternekoch Christian Henze 80 alltagstaugliche
Rezepte der mediterranen
Küche.
Ziel ist es, zu zeigen, dass herzgesunde
Ernährung kein Verzicht,
sondern purer Genuss ist. Frischer
Fisch, viel Gemüse, Obst, Kräuter,
Olivenöl und nur kleine Portionen
Fleisch stehen im Mittelpunkt – ausgewogen,
abwechslungsreich und
leicht umsetzbar.
Ernährung, Bewegung und
Herzgesundheit
Das Kochbuch richtet sich sowohl an
Herzpatientinnen und -patienten als
auch an alle, die sich gesund und genussvoll
ernähren möchten. Neben
den Rezepten bietet Henze zahlreiche
Tipps zu Zutaten und Zubereitung,
begleitet von hochwertigen
Food-Fotos. Die Gerichte sind klar
strukturiert, schnell nachkochbar
und reichen von Pasta, Gemüse- und
Fischgerichten über Suppen, Bowls,
Snacks bis hin zu Desserts. Auch vegetarische
und vegane Rezepte sind
fester Bestandteil.
Ergänzt wird der kulinarische Teil
durch einen wissenschaftlichen
Ratgeber. Kardiologen der Universitätsmedizin
Mannheim sowie
Sportkardiologe Prof. Dr. Martin
Halle erläutern verständlich die Zusammenhänge
zwischen Ernährung,
Bewegung und Herzgesundheit.
Sie betonen, dass die mediterrane
Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
senken kann und
am besten mit regelmäßiger Bewegung
sowie dem sozialen Aspekt des
gemeinsamen Kochens wirkt.
„Kochen fürs Herz“ versteht sich
daher nicht nur als Kochbuch,
sondern als ganzheitliches Konzept
für einen herzgesunden Lebensstil.
Hülsenfrüchte, gesunde Fette,
Omega-3-reicher Fisch und frische
Kräuter spielen ebenso eine Rolle
wie Bewegung nach dem Essen und
bewusster Genuss.
Das hochwertig gestaltete Buch
umfasst 216 Seiten, kostet 28 Euro
zuzüglich Versand und ist über die
Deutsche Herzstiftung erhältlich
(https://herzstiftung.de/kochbuch).
70 Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
Osterlamperl backen
Mit Puderzucker verzierte Tradition
Foto: Osterlamperl ai-generated
Für viele Familien gehört das Osterlamperl
oder auch Osterlamm
genannt zum traditionellen Osterfest
einfach dazu. Doch warum
essen wir eigentlich ein „Osterlamm“
an Ostern? Diese Tradition
stammt noch aus den Anfängen
des Christentums. Damals wurde
an Ostern ein Lamm geschlachtet,
in der Kirche geweiht und als
erste Fleischspeise nach der 40-tägigen
Fastenzeit gegessen. Ein
Lamm wurde gewählt, weil es mit
seinem weißen Fell für Reinheit,
Unschuld, Vertrauen und Zeichen
für Jesu Christi ist. Johannes der
Täufer bezeichnete Jesus nämlich
als Lamm Gottes. Auch der Sieg
über den Tod und die damit verbundene
Auferstehung Jesus wird
durch das Lamm symbolisiert.
Denn oft steckt in ihm eine „Siegesfahne“.
Mit der Zeit wurde das
„weniger archaische“ Schlachten
eines gebackten Lammes immer
populärer. Und so werden heute
am Ostersonntag mit Puderzucker
verzierte, gebackene Lämmer in
die Kirche zur Weihe getragen.
Zutaten:
250g Weizenmehl Typ 405
200g Puderzucker
3 Eier
100 ml Speiseöl
1 Packung Vanillezucker
etwas Paniermehl
Puderzucker oder geschmolzene
Schokolade (zum Dekorieren)
Und so geht‘s:
Mehl, den Puderzucker, den Vanillezucker,
die Eier und das Speiseöl
miteinander verrühren, bis ein
glatter Teig entsteht.
Dann die Lammbackform gut einfetten
und mit Paniermehl ausstreuen.
Bei 170 Grad Ober-/Unterhitze wird
das Lamperl dann etwa 30 Minuten
lang gebacken.
Als Dekoration einfach den übrigen
Puderzucker fein über das Osterlamperl
rieseln lassen oder es mit
Schokolade bestreichen.
Quelle: Robert Wittenzellner von
der Dorfbäckerei Bodenmais im Auftrag
von „Echt Bomoas“ / genussregion-niederbayern.de
Gsund Aktiv PR | Essen und Trinken
71
Schnelles Dinkelbrot
Warm, duftend und schneller fertig als gedacht
Foto: SchapfenMühle
Zutaten für ein Brot:
500g Dinkelmehl Type 1050*
50g Sonnenblumenkerne*
50g Sesam
50g Leinsamen*
15g Apfelessig
12g Salz
6 g Trockenhefe (1 Pck.)
500 g Wasser, warm (45 °C)
* z.B. Qualitätsprodukte von der
SchapfenMühle
(www.schapfenmuehle.de)
Zubereitung:
Kerne und Samen in eine Rührschüssel
geben und mit warmem Wasser
übergießen. Die restlichen Zutaten
zugeben und mit dem Handrührgerät
(Knethaken) ca. 6-7 Min. auf
langsamer Stufe zu einem glatten
Teig kneten. Wichtig ist, Trockenhefe
zu verwenden.
Den sehr weichen Teig in eine 25-30
cm lange Backform einfüllen.
Die Backform auf die mittlere
Schiene des noch nicht vorgeheizten
Backofens stellen (wenn zeitlich
möglich, den Teig ca. 30 Min. ruhen
lassen).
Den Backofen auf 190-200 °C (Umluft)
aufheizen und ca. 50 Min.
backen.
Das Dinkelbrot aus der Form nehmen
und auf einem Gitter abkühlen
lassen.
Hinweis: Die Backzeiten und -temperaturen
können je nach Backofen
und Herdeinstellung variieren.
Zubereitungszeit: ca. 15 Min.
Ruhezeit: ca. 30 Min.
Backzeit: ca. 50 Min.
Zubereitungstipp vom Profi:
Die Samen und Kerne können je
nach Geschmack in einem anderen
Mischungsverhältnis zusammengestellt
oder durch andere Kerne und
Samen ersetzt werden.
72 Gsund Aktiv PR | Essen & Trinken
Büchelsteiner Eintopf
nach Augusta Winkler
Foto: ai-generated
Büchelsteiner oder Pichelsteiner? Ganz einig ist man sich nicht, woher der wohl berühmteste Eintopf aus dem
Bayerischen Wald stammt. Sonja Raith aus Grattersdorf hat uns gezeigt, wie in ihrer Heimat am Fuße des Büchelsteins
der Eintopf zubereitet wird – und zwar nach dem Rezept von Augusta Winkler, die im 19. Jahrhundert
als Wirtin in Grattersdorf gearbeitet hat. Seit den 1830er Jahren wird außerdem auch das Büchelsteiner-Fest
der Überlieferung zufolge gefeiert.
Zutaten:
Rindergulasch
Schweinegulasch
Kalbsgulasch
Kartoffeln
Karotten
Petersilienwurzeln
Lauchstangen
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Fleischbrühe
Petersilie
(Mengen laut Original-Rezept
nach Geschmack festlegen)
Zubereitung:
Dreierlei Fleisch von Rind, Schwein
und Kalb, Kartoffeln, gelbe Rüben,
Petersilienwurzeln und Lauchstangen
in kleine Würfel bzw. Scheiben
schneiden. Einen gut verschließbaren
Topf mit hitzebeständigem Fett
ausschmieren. Kartoffeln, Gemüse,
Fleisch und Grünzeug lagenweise
übereinander schichten und mit Salz
und Pfeffer würzen.
Jede zweite Schicht Kartoffeln
kann noch mit Muskatnuss verfeinert
werden. Mit abgeschmeckter
Fleischbrühe nach Bedarf am Topfrand
aufgießen und bei mittlerer
Hitze rund zweieinhalb Stunden
fertig dämpfen. Zwischendrin immer
wieder „rugeln“ (den Topf vorsichtig
hin- und herrütteln, so dass sich
der Topfinhalt dreht und nichts am
Boden oder am Rand des Topfes
anbrennt). Am Schluss mit Petersilie
abschmecken und mit einem Brot
servieren.
Was die Mengen von Fleisch und
Gemüse anbelangt, empfiehlt Sonja
Raith nach eigenem Geschmack vorzugehen:
„Der eine mag mehr Kartoffeln,
der andere mehr Fleisch.“
Gleiches gilt für die Gewürze. Guten
Appetit.
Quelle: Sonja Raith aus Büchelstein,
nach dem Original-Rezept von Augusta
Winkler / genussregion-niederbayern.de
Gsund Aktiv | Rätsel
73
Rätselspaß
Die Auflösung der Rätsel
finden Sie auf Seite 56
74 Gsund Aktiv PR | Einfach zum Nachdenken
Zwischen Felsen
und Feenlicht
Der Elfenkult Islands
Foto: ai-generated
Wie der Glaube an unsichtbare
Wesen die Seele nährt und das
Gleichgewicht mit der Natur bewahrt
- ein Beispiel aus Island.
Es gibt Orte auf dieser Welt, an
denen das Unsichtbare fast greifbar
scheint – Island ist einer davon.
Zwischen Lavafeldern, nebelverhangenen
Moosen und tosenden
Wasserfällen erzählt man von Wesen,
die zwischen den Welten leben:
den Huldufólk, den „verborgenen
Menschen“. Für viele Isländer sind
sie mehr als nur Sagengestalten. Sie
sind Hüter der Natur, Spiegel innerer
Ruhe und Sinnbilder für Achtung
und Achtsamkeit.
Es geht um die Verbindung mit
dem Unfassbaren
Der Elfenkult ist tief in der isländischen
Kultur verwoben. Wenn Straßen
gebaut werden, wird manchmal
innegehalten – nicht aus technischen
Gründen, sondern weil ein Felsen als
Heim eines Elfen gilt.
Ingenieure konsultieren dann „Elfenseher“,
die prüfen, ob die Geister
mit der Veränderung einverstanden
sind. Für Außenstehende mag das
märchenhaft wirken, doch in Island
hat es eine spirituelle Tiefe: Es geht
um die Verbindung mit dem Unfassbaren,
die Wertschätzung einer
lebendigen, beseelten Umwelt.
Jedes Wesen hat Bedeutung
Viele Isländer erzählen, dass der
Glaube an Elfen ihrer Seele Ruhe
schenkt. In einem Land, in dem die
Natur unberechenbar und mächtig
ist, schenkt der Elfenkult Trost – die
Vorstellung, dass man nicht allein
ist, dass jedes Wesen, jeder Stein,
jede Quelle Bedeutung hat. Es ist ein
stilles Verständnis: Wenn man achtsam
durch die Welt geht, antwortet
sie.
Psychologen sehen darin eine Form
kollektiver Meditation. Indem man
Respekt vor dem Unsichtbaren übt,
stärkt man Empathie und inneren
Frieden. Der Glaube wird so zu
einer Brücke zwischen Mensch und
Natur – und in gewisser Weise auch
zwischen Mensch und sich selbst.
Glaube kann heilend sein
An Sommerabenden, wenn das Licht
kaum vergeht und der Wind über die
Hügel streicht, kann man sich leicht
vorstellen, dass dort zwischen den
Felsen etwas flüstert. Vielleicht sind
es nur die Stimmen der Elemente.
Vielleicht aber auch ein Wispern, das
daran erinnert, wie heilend es sein
kann, zu glauben – an das Gute, an
die Schönheit, an das Leben selbst.
Gsund Aktiv | Service
75
Notrufnummern
112 – nutzen Sie diese europaweit kostenfreie
zentrale Notrufnummer für Feuer- oder Rettungsdienste.
Sie funktioniert aus jedem Netz, auch
ohne Vorwahl oder Guthaben. In lebensbedrohlichen
Situationen ist 112 stets die richtige Wahl; bei
Straftaten oder Bedrohung wählen Sie 110
Bei Erkrankungen außerhalb von Praxiszeiten,
die nicht lebensbedrohlich sind, nutzen Sie 116 117
Geben Sie im Notfall stets die „Fünf W“ an:
Wo, Wer, Was, Wie viele, und Warten Sie auf Rückfragen
FEUERWEHR / RETTUNGSDIENST 112
Einheitliche europaweite Notrufnummer für Feuerwehr
und Rettungsdienst
POLIZEI – 110
Einsatzzentrale der Bayerischen Polizei
BUNDESPOLIZEI – Tel.: 0800 6888000
zuständig u. a. für Bahnpolizei
ÄRZTLICHER BEREITSCHAFTSDIENST –
TEL.: 116 117
Vermittlung zu Ärzten außerhalb der normalen Praxiszeiten
(nicht lebensbedrohlich)
GIFTNOTRUF MÜNCHEN – TEL.: 089 19240.
Gift-Notruf mit 24/7-Erreichbarkeit (regional)
KRISENDIENSTE BAYERN – TEL.: 0800 655300
(psychische Hilfe) Kostenfreie Unterstützung für Menschen
in seelischer Krise, bundesweit
TELEFONSEELSORGE – TEL.: 0800 1110111,
0800 1110222, 116123
Angebote evangelisch und katholisch, rund um die Uhr
erreichbar
SUIZIDNOTRUF DEUTSCHLAND
TEL.:0800 8917391
Bundesweit erreichbar, 24 Stunden täglich
GEHÖRLOSENTELEFON / FAX (MÜNCHEN)
TEL.: 089 19294 (Schreibtelefon)
TEL.:089 23534331
(Fax) Spezif. für gehörlose Menschen in München
TELEFONNOTRUF FÜR SUCHTGEFÄHRDETE –
TEL.: 089 282822 (MÜNCHEN)
Hilfe rund um die Uhr für Suchtgefährdete
KINDER- UND JUGENDTELEFON (KINDER-
SCHUTZBUND), TEL.:0800 1110333
Kostenfrei, speziell für Kinder und Jugendliche
sovd-bayern.de
Demenz-Telefon
(Alzheimer Gesellschaft München)
Tel.: 089 475185
Beratungszeiten: Mo/Di/Do/Fr 10–12 Uhr,
Mi/Do 16–18 Uhr
JUGENDSCHUTZSTELLE JUST M
TEL.: 089 82990314
24-Stunden erreichbar für Jugendliche
ANGST-HILFE E. V. MÜNCHEN (MASH)
TEL.: 089 515553-0
Erreichbar Mo 11–13 Uhr & Do 15–18 Uhr
WILDWASSER MÜNCHEN
BERATUNG SEXUALISIERTE GEWALT
TEL.: 089 60039331
.Unterstützung für Betroffene (Frauen und Mädchen)
„CINDERELLA“
ESSSTÖRUNGEN-BERATUNG (MÜNCHEN)
Tel.:089 5021212
Beratungssprechstunden Mo–Do 11–13 & 14–18 Uhr
„DIE ARCHE“ – SUIZIDPRÄVENTION
& LEBENSKRISEN
Tel.: 089 334041
Mo–Fr 9–17 Uhr, 13–14:30 Uhr,
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