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Wiesner_Hager_concept #41

Die Zukunft der Zusammenarbeit ist inklusiv. Wer jetzt Office-Kultur neu denkt und gestaltet, gewinnt im War for Talents und stärkt Potentiale.

Die Zukunft der Zusammenarbeit ist inklusiv. Wer jetzt Office-Kultur neu
denkt und gestaltet, gewinnt im War for Talents und stärkt Potentiale.

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#41

Team

Inklusiv

KOLLABORATION HAT VIELE FACETTEN.

Die Zukunft der Zusammenarbeit ist inklusiv. Wer jetzt Office-Kultur neu

denkt und gestaltet, gewinnt im War for Talents und stärkt Potentiale.

O F F I C E W O R K S T Y L E T R E N D S


concept

concept

Content

S E I T E 0 3

EDITORIAL

Teamwork auf die Eins!

TEAMWORK AUF

DIE EINS!

S E I T E 0 4

WORK RELOADED

Ein Schreibtisch fürs Supertalent

S E I T E 0 9

ASKING 2 GENERATIONS

Was ist Ihnen wichtig,

damit Zusammenarbeit gelingt?

S E I T E 1 0

OFFICE LIFE

Alles inklusiv

S E I T E 1 2

OFFICE LIFE

Spielraum für kreative Zusammenarbeit

E D I T O R I A L

S E I T E 1 4

OFFICE TALKS

Zusammenarbeit ist kein Zufall

S E I T E 1 8

GLOBAL OFFICE VIEWS

Wo die Kaffeehäferln in Kniehöhe wohnen

S E I T E 2 2

SHARING DESKS

Ein Zwilling fürs Büro

Ein Schreibtisch fürs Supertalent

Immer mehr Unternehmen erkennen, wie sehr sie von der Anstellung neurodivergenter

Mitarbeiter profitieren können. Doch wie sieht ein neurodivers inklusives Büro aus?

Und worauf ist in der Gestaltung zu achten?

Seite 04

Ich komme morgens ins Büro und unterhalte mich am Weg zu meinem Schreibtisch mit Kollegen. Dann der erste

Teams-Call, gefolgt von einer schnellen Steh-Besprechung im Working Café. Jetzt aber flott in den Meetingraum –

den Rest des Vormittags wird diskutiert, überlegt, notiert. Mittags eine kurze Auszeit, bevor es in den Workshop

Space geht – Brainstorming mit der Produktentwicklung. Für Fokus-Arbeit ziehe ich mich zwischendurch in mein

Büro zurück. Wenn ich das Office am Ende des Arbeitstages verlasse, habe ich unzählige Formen der Zusammenarbeit

erlebt – mit verschiedensten Menschen in verschiedensten Räumen, unter verschiedensten Bedingungen.

Sie scheint selbstverständlich, alltäglich. Dabei ist gelungene Zusammenarbeit weder Zufall noch Routine. Sie ist

das Ergebnis von Empathie und Teamspirit in Kombination mit durchdachter Raumplanung und Kommunikationstechnik.

S E I T E 2 5

Wir beleuchten in dieser concept-Ausgabe die vielen Facetten der Zusammenarbeit und denken dabei mit, welche

Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit wirklich alle ihr Potential im Unternehmen entfalten können.

SHOWROOMS

The Art of Collaboration

concept

online

Nehmen Sie sich einen Augenblick für sich alleine, um zu lesen, wie Sie im Team gemeinsam stark werden.

IMPRESSUM

Laura Wiesner

Herausgeber: Wiesner-Hager Möbel GmbH, Linzer Straße 22, 4950 Altheim, Österreich

T: +43 (0)7723 460-0, altheim@wiesner-hager.com, wiesner-hager.com

Konzept & Redaktion: Wiesner-Hager, Bazzoka Creative

Layout: Bazzoka Creative, bazzoka-creative.com

Gastautor: Wojciech Czaja I Satz- & Druckfehler vorbehalten I Stand: 02/2026

Foto S. 2: Paul Ott

Foto: Bazzoka Creative

3



EIN SCHREIB-

concept

TISCH

Was gestern der Zappelphilipp

war, ist heute eine heiß begehrte

Arbeitskraft: Immer mehr Unternehmen

erkennen, wie sehr sie

von der Anstellung neurodivergenter

Mitarbeiter profitieren können.

Doch wie sieht ein neurodivers inklusives

Büro aus? Und worauf ist

in der Gestaltung zu achten?

Sein Blick geht ins Leere, kein Augenkontakt, monotone Roboterstimme,

null Gesichtsregungen, empathisches Niemandsland. Doch so unbeholfen

er in Sachen Kommunikation und Emotionskompetenz ist, so sehr ist

Shaun Murphy, ein junger Chirurg mit Autismus und Savant-Syndrom, der

aus dem fernen Wyoming ans renommierte Saint Bonaventure Hospital im

Silicon Valley bestellt wird, ein medizinisches Ausnahme-Genie – und damit

auch zentrales Kapital des gesamten Krankenhauses. Die Fernsehserie

The Good Doctor, gespielt vom damals nur 25-jährigen Freddie Highmore

in der Hauptrolle, schaffte es auf einen Schlag, das Thema Neurodiversität

in die breite Öffentlichkeit zu bringen und die Inselbegabungen neurodivergenter

Menschen sichtbar zu machen.

„Autismus ist nichts, was man hat oder an dem man leidet“, sagt der

US-amerikanische Aktivist und Buchautor Jim Sinclair. „Autismus ist eine

Identität, und als solche ist sie allgegenwärtig, färbt jedes Erlebnis, jede

Empfindung, jede Wahrnehmung, einfach alles unserer eigenen Existenz.“

Autismus ist eine Identität,

und als solche ist sie allgegenwärtig,

färbt jedes Erlebnis,

jede Empfindung, jede

Wahrnehmung, einfach alles

unserer eigenen Existenz.

W O R K R E L O A D E D

FÜRS

SUPERTALENT

Und die australische Soziologin Judy Singer, selbst im autistischen

Spektrum beheimatet, prägte 1998 den Begriff der Neurodiversität – und

schaffte auf diese Weise die Entstigmatisierung und zugleich Etablierung

einer Sichtweise, die erstmals nicht auf Symptome und Diagnosen abzielt,

sondern auf die Akzeptanz heterogener Sinneswahrnehmungen.

„Neurodiversität ist der Oberbegriff dafür, dass wir alle im Gehirn unterschiedlich

verdrahtet sind und daher auch unterschiedlich funktionieren“,

erklärt die Grazer Arbeitspsychologin Julie Simstich, die eine eigene Praxis

unter dem Namen Hirnzigartig! leitet. „Und in diese Neurodiversität fallen

nicht nur der Zappelphilipp und das verträumte Mädchen, wie wir früher gesagt

haben, sondern auch neurodivergente Menschen mit Dyspraxie, Dyskalkulie,

Legasthenie, Hochsensitivität, ADHS, Autismus und Asperger-Syndrom.“

Schönheit für alle

Jeder Mensch ist im Gehirn anders verdrahtet: Der eine braucht Ruhe, der andere soziale Stimulation. Die Königsdisziplin ist, ein

Büro für alle Bedürfnisse zu schaffen. So wie hier: MAM Headquarter im Burgenland, INNOCAD Architecture.

Fotos: Paul Ott

5



concept

concept

Doch wie gestaltet

man ein Büro im

Sinne der Inklusion

und Neurodiversität?

Die meisten Menschen in

einem neurodivergenten

Spektrum brauchen Ruhe

und tolerieren weder

Ablenkung noch

Orientierungslosigkeit.

W O R K R E L O A D E D

Im Arbeitskontext seien neurodivergente Menschen unverzichtbar, so

Simstich, und im War for Talents und Employer Branding ein nicht mehr

zu vernachlässigender Faktor. „Doch es gibt ohnehin keine Alternative.

Nachdem der gesellschaftliche Anteil an neurodivergenten Menschen mit

geschätzten 15 bis 20 Prozent um ein Vielfaches höher ist als die österreichische

Arbeitslosenquote, sind diese Menschen schon längst Teil der

Unternehmenswelt. Die Frage ist nur, wie gut wir sie in ihren Bedürfnissen

abholen, und wie sehr wir es schaffen, ihre einzigartigen Talente sichtbar

und nutzbar zu machen.“

Neurodivergente Menschen – das bestätigen zahlreiche Studien und Erfahrungen

namhafter Unternehmen – sind gute Troubleshooter, denken outside the

Box und erkennen im Handumdrehen hochkomplexe Zusammenhänge. Viele

von ihnen werden daher in der Programmierung eingesetzt. Der IT-Consultant

Auticon bietet seit 2009 Neuroinklusions-Trainings an. Der Software-Entwickler

SAP startete 2013 als einer der ersten am Markt ein eigenes Autism

at Work Program. Und der Tech-Riese DELL führte 2018 eine neue Employee

Experience ein, um auf diese Weise neurodivergente Menschen zu rekrutieren

und eine neuroinklusivere Unternehmenskultur zu leben.

Doch wie gestaltet man ein Büro im Sinne der Inklusion und Neurodiversität?

„Die meisten Menschen in einem neurodivergenten Spektrum brauchen Ruhe

und tolerieren weder Ablenkung noch Orientierungslosigkeit“, so Simstich.

„Daher empfehle ich Räume mit ruhigen Farben, neutralen Mustern, warmen

Lichtquellen, geringen Geruchsemissionen und schallschluckenden

Oberflächen. Und für eine gute Konzentrationsfähigkeit braucht es Telefonzellen,

Flüsterkabinen und Escape-Räume. Manchmal hilft auch schon

ein Egg Chair, in dem man sich für ein paar Minuten zurückziehen kann.“

Im Grunde genommen, meint die Arbeitspsychologin, gehe es um eine

gute und gesunde Arbeitsplatzgestaltung, die allen zugutekomme. „Mit

dem einzigen Unterschied, dass neurodivergente noch stärker als neurotypische

Menschen darunter leiden, wenn gewisse selbstverständliche

Qualitätsstandards nicht erfüllt sind. So gesehen sind Mitarbeiter wertvolle

Seismografen, die schnell und direkt Auskunft darüber erteilen, ob

ein Arbeitsraum gut gestaltet ist oder nicht.“

Bernhard Kern, CEO der Roomware Consulting GmbH, gibt zu bedenken,

dass eine inklusive Büroarchitektur aber nicht bedeutet, dass jeder Raum

gleich still, gleich hell und gleich fad ausschauen muss: „Ein inklusives

Büro ist eines, das viele unterschiedliche Stimmungen und Atmosphären

beinhaltet und das Arbeiten in ganz unterschiedlichen Kontexten ermöglicht

– ruhig und ablenkungsarm für die einen, inspirierend und energetisierend

für die anderen.“ Sein Fazit: „Im Zweifelsfall lieber etwas weniger

Durchschnitts-Beige und stattdessen mehr Vielfalt und abwechslungsreiche

Workplaces!“

Der deutsche Futurologe Max Thinius, der im Auftrag der University of

Technology in Nürnberg (UTN) zum Spannungsfeld von Neurodiversität

und digitalen Arbeitswelten forscht, warnt davor, die heterogenen

Ansprüche neurodivergenter Menschen zu pauschalisieren. „Die einen

brauchen eine stille Umgebung, die anderen einen Bildschirm mit hohen

Frequenzen, um das Nervensystem nicht mit niederfrequentem Flackern zu

belasten, wiederum andere sehnen sich nach einer Arbeitsumgebung mit

vielen Sinnesreizen und lebendigen Hintergrundgeräuschen. Niemand ist

Standard!“

Wie so eine kollaborative Bürolandschaft aussehen kann, zeigt sich

beispielsweise im MAM Competence Center in Großhöflein, Burgenland,

das für den Österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit

nominiert war. Das 4.500 Quadratmeter große Büro- und Laborgebäude

der MAM Health & Innovation GmbH, die sich auf die Entwicklung von

Babyartikeln spezialisiert hat, umfasst drei zylindrische Rundbauten mit

hochwertig gestalteten Ruhe- und Bewegungsräumen und wurde als

inklusives, neurodivers barrierefreies Wohlfühlbüro entwickelt.

W O R K R E L O A D E D

Geburtsort von Babyartikeln:

MAM Büro in Großhöflein mit viel Holz, Licht und Textil.

6 7



concept

concept

ASKING

2 GENERATIONS

Was ist Ihnen wichtig,

damit Zusammenarbeit gelingt?

W O R K R E L O A D E D

Das Muster in den Teppichböden, entwickelt von INNOCAD, besteht aus Fraktalmustern,

die erwiesenermaßen das psychische Stressniveau reduzieren können.

„Wichtig war uns, dass jeder Arbeitsplatz eine gewisse Intimität hat und

dass man im Sitzen nie mehr als sechs Meter und im Herumgehen nie

mehr als 30 Meter auf einmal überblickt“, sagt Martin Lesjak, Partner im

zuständigen Architekturbüro INNOCAD, „denn weitere Sichtradien sind

psychologisch unangenehm und sorgen bei vielen Menschen für räumlichen

Stress.“ Auch das Muster in den Teppichböden folgt Prinzipien der

Stressreduktion, wie sie die NASA schon seit vielen Jahrzehnten anwendet,

um Menschen im Weltraum den emotionalen Alltag zu erleichtern,

und umfasst Ornamente mit visuell beruhigenden Fraktalmustern.

Ob ein autistischer Arzt in der Traumfabrik Hollywood, eine geniale

Programmiererin in einem internationalen Software-Konzern oder eine

weiß bekittelte Forscherin, die im burgenländischen Hightech-Labor den

Prototypen für den Beißring von morgen entwickelt: Mitarbeiter mit

Inselbegabungen brauchen, um sich in ihren Supertalenten voll entfalten

zu können, eine inklusive, respektvolle, unterstützende Umgebung.

Davon profitiert nicht nur der Mitarbeiter selbst, sondern letztendlich

auch das Unternehmen – mit Resilienz, mehr Produktivität und

höheren Innovationsraten.

Wojciech Czaja

Ein inklusives, neurodivers barrierefreies Wohlfühlbüro für alle.

Fotos: Dario Zimmerli

Thomas Ruff

Projektleitung Hospitality & Care

Colombo la famiglia

Zusammenarbeit entsteht dort, wo Menschen einander ernst nehmen,

im richtigen Moment handeln und aufeinander eingehen. Auch kurze

Rückmeldungen, ein Anruf oder der persönliche Besuch beim Gegenüber

können hier den Unterschied machen. Mit über 65 Jahren und offiziell

pensioniert, bin ich weiterhin im Projekt- und Beratungsumfeld tätig –

aus Freude an der Arbeit und an der Zusammenarbeit mit Kundinnen und

Kunden, Architektinnen und Architekten, Lieferanten und Partnern.

Der Blick auf Projekte ist heute gelassener als in früheren, sehr intensiven

Berufsjahren. Diese Ruhe hilft besonders bei komplexen Aufgabenstellungen

in den Bereichen Hospitality, Care, Kultur und Education. Entscheidend für

gute Zusammenarbeit sind für mich Vertrauen, echtes Zuhören und die

Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven als Qualität zu verstehen.

Nicht alles muss ständig ernst genommen werden, um ernsthaft zu sein.

Menschen mit Humor übernehmen oft besonders viel Verantwortung und

schaffen Offenheit im Team. Gerade diese Mischung aus Professionalität,

Menschlichkeit und Leichtigkeit bildet für mich die Grundlage für

erfolgreiche Kollaboration.

Till Cerletti

Einrichtungsberater

Colombo la famiglia

Entscheidend für eine gute Zusammenarbeit sind meiner Meinung nach

vor allem direkte Kommunikationswege. Wenn Informationen ohne

Umwege fließen, lassen sich Entscheidungen schneller treffen und Missverständnisse

vermeiden. Ebenso wichtig ist für mich der regelmäßige

Austausch mit Händlern und Kunden. Sie kennen die Anforderungen

aus dem Alltag, die Bedürfnisse der Nutzer und die Herausforderungen

vor Ort. Dieses Wissen ist für erfolgreiche Projekte unverzichtbar.

Eine gute Zusammenarbeit bedeutet für mich auch, aktiv zuzuhören

– nicht nur auf das Gesagte, sondern auch auf Zwischentöne. Gerade

in sensiblen Bereichen wie Care oder Hospitality entstehen die besten

Lösungen dann, wenn alle Beteiligten ernst genommen werden. Vertrauen,

Offenheit und Dialog auf Augenhöhe bilden für mich die Basis

jedes erfolgreichen Projekts.

A S K I N G 2 G E N E R A T I O N S

8 9



concept

concept

O F F I C E L I F E

A L L E S

I N K L U S

I V

Was passiert, wenn Inklusion nicht nur akzeptiert,

sondern als produktive Kraft begriffen wird? Wenn

Arbeitsräume so gedacht werden, dass sie den

unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden?

Dann rücken Office-Konzepte in den Mittelpunkt,

die weit über flexible Bürolandschaften hinausreichen

– und eine neue Frage stellen: Wie gestaltet

man Arbeitswelten, in denen alle Menschen gut

arbeiten können?

Inklusion beginnt mit Empathie. Sie entsteht, wenn Unternehmen verstehen,

wie unterschiedlich Menschen denken, fühlen und arbeiten. Während der eine

Ruhe braucht, um produktiv zu arbeiten, entstehen für andere wirklich gute

Ideen erst im Austausch. Wieder andere reagieren sensibel auf Reize wie Licht,

Geräusche oder Temperaturen. Besonders sichtbar wird das beim Blick auf die

sensorische und kognitive Vielfalt. In Österreich gelten etwa 15 % der Menschen

als neurodivergent* – ihre Wahrnehmung und Denkweisen weichen

also vom gewohnten „Normal“ ab. Dazu zählen unter anderem Menschen

im Autismus-Spektrum oder mit ADHS. Für sie sind Rückzugsorte, flexible

Strukturen und die Freiheit, im eigenen Rhythmus zu arbeiten, kein Komfort,

sondern die Voraussetzung für produktives Arbeiten.

Menschen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt häufig intensiver wahr.

Reizüberflutung durch grelles Licht, dauerhafte Hintergrundgeräusche oder

visuelle Unruhe führt schneller zu Stress und Erschöpfung. Auch unvorhersehbare

Situationen oder ständiger sozialer Austausch wirken belastend. Räumliche

Lösungen hierfür sind klar abgegrenzte Zonen für die unterschiedlichen

Arbeitsanforderungen sowie blendfreies und indirektes Licht, Lärm dämpfende

Materialien sowie vor allem ruhige Rückzugsräume. Auch das Miteinander

sollte geprägt sein von klaren Strukturen und Transparenz.

Haltung als Voraussetzung

Inklusive Büros sind damit weit mehr als ein Gestaltungsansatz. Sie sind

Ausdruck einer Haltung: Weg vom „alle gleich behandeln“ hin zum „Unterschiede

bewusst berücksichtigen“, denn Vielfalt wird als erfolgsversprechende

Ressource für Unternehmen verstanden. Erfolgreich umgesetzte Strategien für

Vielfalt und Inklusion zeigen messbar Wirkung: Sie erleichtern die Gewinnung

und Bindung von Fachkräften, stärken Kreativität und Innovationskraft, führen

zu höherer Produktivität und reduzieren das Burnout-Risiko um bis zu 48 %**.

Inklusive Office-Konzepte schaffen Bedingungen und Möglichkeiten, in denen

Teams ihre Stärken wahrnehmen können und jeder Einzelne sein Potential

entfalten kann, ganz inklusiv.

Erfolgsfaktor Inklusives Office Design

Produktivität & Gesundheit

Bedürfnisgerechte Arbeitsplätze steigern Wohlbefinden,

Motivation und Leistungsfähigkeit

Innovation & Erfolg

Inklusive Unternehmenskulturen fördern Innovation und

verbessern nachweislich Geschäftsergebnisse

Wettbewerbsvorteil

Neurodiversität bringt besondere Talente mit sich, wie hohe Kreativität

oder die Fähigkeit, komplexe Informationen effizient zu verarbeiten.

Tech-Unternehmen wie Microsoft, SAP oder der Gaming-Hersteller

Activision haben dies als Talentepool erfolgreich erkannt.

O F F I C E L I F E

„Inklusives Office

Design übersetzt

unterschiedliche

Anforderungen und

Bedürfnisse in

Architektur.“

Menschen mit ADHS erleben häufig eine starke innere Unruhe, sind leicht ablenkbar,

gleichzeitig aber sehr kreativ und leistungsfähig, wenn „ihre“ Rahmenbedingungen

stimmen. Zu starre oder monotone Arbeitsplätze erschweren für sie

Arbeiten, während Bewegung und Abwechslung ihren Fokus und ihre Kreativität

fördern können. Abwechslungsreiche Office-Konzepte bieten idealerweise

unterschiedliche Arbeitssettings: höhenverstellbare Möbel, Zonen für Bewegung,

flexible Arbeitsplätze, informelle Meetingzonen und vor allem die Möglichkeit,

zwischen Fokus- und Austauschphasen zu wechseln.

Inklusion heißt auch Barrierefreiheit. Neben neurodiversen Bedürfnissen spielen

körperliche Beeinträchtigungen eine zentrale Rolle im inklusiven Office Design.

Barrierefreiheit bedeutet dabei weit mehr als Rampen und Aufzüge. Sie umfasst

stufenlose Zugänge, höhenverstellbare Arbeitsplätze, kontrastreiche Gestaltung für

Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sowie intuitive Leitsysteme. Auch sanitäre

Einrichtungen, Gemeinschaftszonen und Meetingräume müssen für alle gleichermaßen

nutzbar sein. Ein barrierefreies Büro signalisiert Wertschätzung – und

ermöglicht selbstbestimmtes Arbeiten für alle.

Im Grunde zeigt sich: Eine Arbeitsumgebung, die echte Wahlmöglichkeiten bietet,

tut allen gut. Inklusives Office Design übersetzt diese unterschiedlichen Anforderungen

und Bedürfnisse in Architektur und Innenarchitektur. Sie lässt den Einzelnen

entscheiden, wie viel Reiz, Struktur oder Kontakt gerade gebraucht wird.

Was bedeutet

Neurodiversität?

Als neurodivergent werden Menschen bezeichnet,

deren Wahrnehmung und Informationsverarbeitung

von gesellschaftlichen Erwartungen und neurotypischen

Normen abweichen. Bis zu 20 %*** der

erwachsenen Menschen gelten als neurodivers. Dazu

zählen das Autismus-Spektrum, ADHS, Legasthenie,

Dyslexie, Dyspraxie und Synästhesie.

* Quelle: Amazing15: www.amazing15.at

** Quelle: Boston Consulting Group (2024). Four Keys to Boosting Inclusion and Beating Burnout.

Studie basierend auf Befragung von 11.000 Arbeitnehmern in acht Ländern.

https://www.bcg.com/publications/2024/four-keys-to-boosting-inclusion-and-beating-burnout

*** Quellen: www.global2000.at/neurodiversitaet-am-arbeitsplatz

https://oe1.orf.at/programm/20241202/778516/Neurodivergent-am-Arbeitsmarkt

10 11



concept

concept

SPIELRAUM

2

DESIGN THINKING ROOM.

FÜR KREATIVE

Eine Spezialform für den Kreativbereich stellt das Design Thinking dar. Es

beschreibt einen strukturierten Ansatz zur Problemlösung und Produktentwicklung.

Hier werden komplexe Aufgabenstellungen mit Hilfe kreativer

Prozesse gelöst

ZUSAMMEN-

Kollaborative Raumkonzepte bilden die Basis, um die verschiedenen Phasen

des Design-Thinking-Prozesses bestmöglich zu unterstützen. Die Teammitglieder

sollen agil zusammenarbeiten, Ideen generieren, Lösungen

entwickeln und Feedbacks besprechen können.

ARBEIT

„Die Möblierung in Design-Thinking-Räumen besteht sowohl aus statischen

als auch mobilen Elementen. Für eine organisierte Erfassung der

Inhalte empfiehlt es sich, viele verschiedene Visualisierungstools einzuplanen“,

betont Kern.

O F F I C E L I F E

Ob Zusammenarbeit gelingt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Eine

wichtige Rolle spielen das Raumangebot und die passende Möblierung. Sie

bilden den kreativen Rahmen, der Ideen, Innovationen und das Miteinander

fördert. Wir präsentieren drei Beispiele für kollaborative Raumkonzepte

abseits der traditionellen Meetingräume.

CREATIVE & WORKSHOP SPACE.

Ein echtes Must-have, wenn es um kreative Ideenfindung geht: Der

Creative & Workshop Space bietet eine inspirierende Umgebung. Ziel ist

es, mit Kreativitätstechniken Innovations-Prozesse in Gang zu bringen oder

Zukunftsszenarien zu entwerfen. Das gelingt am besten durch einen spielerischen

Zugang. Eine möglichst lockere Raumgestaltung und weitgehend

mobile Einrichtung setzen innovative Potentiale frei. Den idealtypischen

Kreativraum gibt es nicht, denn die gestalterischen Freiheiten sind groß.

Jedoch finden sich bestimmte Aspekte, die das schöpferische Arbeiten

unterstützen sollen: „Kreativbereiche versprühen Dynamik und Beweglichkeit.

Sie wirken inspirierend, einladend und stressfrei – gestaltet als lockeres

und flexibles Raumkonzept ohne Zwänge. Das wird zum Beispiel in der

Nutzung unterschiedlicher Ebenen spürbar: vom Couching bis zum Stehen

und Gehen“, fasst Bernhard Kern, Geschäftsführer des Office Consulters

Roomware, das Wesen von Workshop- und Kreativräumen zusammen.

1

Visualisierungstools wie Whiteboards unterstützen die strukturierte Erfassung

der besprochenen Inhalte.

SCRUM ROOM.

Scrum ist eine agile Projektmanagement-Methode, die insbesondere in der

Software-Entwicklung weit verbreitet ist. Der Begriff Scrum kommt aus dem

Englischen und bedeutet Gedränge. Geliehen aus der britischen Sportart

Rugby, wo Scrum eine dichte Ansammlung von Spielern beschreibt, die sich

um das Rugby-Ei rangeln, symbolisiert der Begriff im Projektmanagement

Gedränge im Sinne von enger Zusammenarbeit der Teammitglieder, die in

ständiger Interaktion stehen.

Im Unterschied zum Design Thinking wird bei Scrum nicht streng nach Plan

gearbeitet, sondern man steckt die Köpfe zusammen, um in enger Team-

Abstimmung schnell auf Problemstellungen reagieren zu können.

„Gewöhnlich arbeiten Scrum Teams in einem gemeinsamen Kreativ-Büro

mit sehr mobiler Einrichtung, die sich situativ rasch umstellen lässt. Unterschiedliche

Visualisierungsmöglichkeiten wie beispielsweise Scrum Boards

sorgen für das unkomplizierte Festhalten von Ideen und Inhalten. Daneben

können auch multifunktionale Zonen wie Working Cafés und Lounges für

kleine Meetings zwischendurch, wie täglich stattfindende 15-minütige

Daily Scrums, genutzt werden“, erklärt Bernhard Kern.

Müssen also komplexe Sachverhalte und Problemstellungen gelöst werden,

unterstützen Design-Thinking-Räume eine strukturierte Projektarbeit.

3

O F F I C E L I F E

Für das rasche und unkomplizierte Festhalten und Bewerten von Ideen

sind Kreativräume zudem mit unterschiedlichen Visualisierungstools, wie

(digitale) Whiteboards, Flipcharts oder Pinnwände, ausgestattet.

Somit ist klar: Scrum Rooms pushen Projektteams und erleichtern spontane

und schnelle Abstimmungen.

Fazit: Creative & Workshop Spaces bieten eine lebendige und vielseitige

Umgebung, in der gemeinsame Ideen und Innovationen reifen können.

Moderne Kreativräume bestehen meist aus verschiedenen Zonen.

Von Couch bis Stehtisch ist alles möglich.

Kreative und mobile Möblierung erleichtert die

interaktive Teamarbeit bei Scrum-Meetings.

12 13



concept

concept

ZUSAMMEN-

ARBEIT IST

KEIN ZUFALL

O F F I C E T A L K S

Wann entsteht echte Zusammenarbeit? Wahrscheinlich nicht, wenn das nächste Meeting im Kalender blinkt.

Kollaboration entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen können, wo die persönlichen Rahmenbedingungen

stimmen und das Büro zu einem Ort wird, an dem Arbeit gemeinsam gestaltet wird. Employee

Experience spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie umfasst die Summe aller Erfahrungen, die Mitarbeitende

im Laufe ihres Arbeitslebens mit einem Unternehmen machen. Sie entscheidet, ob Arbeit als sinnvoll erlebt

wird, ob Menschen sich einbringen und ob Teamarbeit mehr ist als reine Koordination von Aufgaben. Unternehmen,

die Employee Experience erfolgreich gestalten, machen sie zu einem strategischen Bestandteil ihrer

Organisation.

O F F I C E T A L K S

Foto: Martin Zorn Photography

Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lässt, zeigen Unternehmen wie UNIQA. Mit einer klaren

„People first & AI everywhere“-Strategie und der Neugestaltung des 16. Stockwerks im UNIQA-Office als

Ort für neues Arbeiten verbindet das Unternehmen Kultur, Raum und Technologie zu einem ganzheitlichen

Ansatz. Wie sich das auf Zusammenarbeit, Führung und Arbeitswelten auswirkt, erläutert Iris Brachmaier,

Group Chief People Officer bei UNIQA, im Interview.

Frau Brachmaier, Sie verfolgen bei UNIQA eine „People first & AI

everywhere“-Strategie. Was verstehen Sie darunter, und wie verändert

dieser Ansatz die Art und Weise, wie Menschen miteinander arbeiten?

„People first & AI everywhere“ bedeutet für uns, dass Technologie konsequent

dem Menschen dient und nicht umgekehrt. Wir stellen den Menschen, seine

Fähigkeiten, Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten ins Zentrum und

nutzen gleichzeitig KI und digitale Lösungen dort, wo sie gemeinsames Arbeiten

erleichtern, Prozesse vereinfachen und Freiräume für Wertschöpfung schaffen.

Konkret verändert dieser Ansatz Zusammenarbeit in Richtung mehr Fokus auf

Sinn, Kreativität und Beziehung. Routinetätigkeiten werden zunehmend automatisiert,

während menschliche Stärken wie Urteilskraft, Empathie, Teamarbeit und

Innovationsfähigkeit an Bedeutung gewinnen. Arbeit wird dadurch dialogischer,

vernetzter und stärker auf Wirkung ausgerichtet – über Bereiche, Hierarchien und

Standorte hinweg.

Hybrides Arbeiten ist

kein Kompromiss zwischen

Homeoffice und

Büro, sondern die bewusste

Entscheidung

für den jeweils passenden

Arbeitskontext.

14

15



concept

concept

Was bedeutet das konkret für alle Mitarbeitenden?

Für unsere Mitarbeitenden bedeutet das vor allem mehr Autonomie, Unterstützung und Entwicklungschancen.

KI hilft, Informationen schneller verfügbar zu machen, Entscheidungen vorzubereiten und

administrative Aufgaben zu reduzieren. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Upskilling, Lernangebote

und Führungskräfteentwicklung, damit alle befähigt sind, neue Technologien verantwortungsvoll und

souverän zu nutzen. Entscheidend ist: Technologie ersetzt keine Haltung. Vertrauen, Verantwortung und

das Miteinander bleiben zentrale Elemente unserer People Strategy und unserer Guiding Principles.

Empowerment und selbstbestimmtes Arbeiten sind zentrale Themen. Welche Voraussetzungen

braucht es dafür?

Empowerment braucht Klarheit, Kompetenz und Vertrauen: Klarheit über Ziele und Erwartungen,

Kompetenz durch kontinuierliches Lernen und Vertrauen durch Führung auf Augenhöhe. Führungskräfte

spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie schaffen Orientierung, geben Verantwortung ab und fördern

Selbstorganisation. Unsere People Strategy setzt genau hier an – mit einem starken Fokus auf Leadership,

Lernkultur und individuelle Entwicklung.

O F F I C E T A L K S

Stichwort Employee Experience – wie soll sich „gutes Arbeiten“ idealerweise anfühlen?

Gutes Arbeiten fühlt sich für mich sinnvoll, wirksam und menschlich an. Mitarbeitende sollen erleben,

dass ihre Arbeit einen Beitrag leistet, dass sie gehört werden und dass sie sich entwickeln können.

Employee Experience entsteht dabei nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern entlang der gesamten

Employee Journey – vom Recruiting und Onboarding über Lernen, Kollaboration und Führung bis hin

zu Arbeitsumfeld und Work-Life-Integration. Unsere hybride Arbeitswelt spielt dabei eine zentrale

Rolle: Homeoffice und Büro sind gleichwertige Bestandteile eines modernen Arbeitsverständnisses und

werden je nach Arbeitskontext bewusst genutzt.

Kollaboration entsteht nicht am Meetingtisch. Welche kulturellen oder organisatorischen

Prinzipien müssen heute gegeben sein?

Kollaboration entsteht dort, wo Vertrauen, psychologische Sicherheit und gemeinsame Verantwortung

gelebt werden. Unsere Guiding Principles – wie Zusammenarbeit, Mut, Verantwortung und Integrität

– bilden dafür den kulturellen Rahmen. Organisatorisch braucht es klare Ziele, Transparenz und

Entscheidungsräume. Besonders wichtig sind unsere commUNIties: bereichsübergreifende Netzwerke,

in denen Menschen Wissen teilen, gemeinsam Lösungen entwickeln und voneinander lernen. Dieses

Konzept funktioniert nur in einer hybriden Arbeitswelt, weil es digitale Vernetzung und physische Begegnung

bewusst kombiniert.

Kultur wird nie nur

kommuniziert, sie

wird erlebt. Transparente

Raumkonzepte,

offene

Begegnungszonen

und eine bewusste

Mischung aus

formellen und informellen

Arbeitsbereichen

fördern

Austausch und Augenhöhe.

Fotos: Martin Zorn Photography

Welche strukturellen Entscheidungen haben den größten Einfluss darauf, dass Employee

Experience fester Bestandteil der Unternehmensstrategie wird – und kein reines HR-Projekt

bleibt?

Employee Experience wird dann wirksam, wenn sie als gemeinsame Verantwortung verstanden wird.

Das bedeutet eine klare Verankerung in der Unternehmensstrategie, messbare Ziele und eine enge Kollaboration

zwischen HR, Business, IT und Workplace Management. Bei UNIQA ist Employee Experience

Teil unserer strategischen Steuerung und eng mit unserer Transformation verknüpft. HR versteht sich

dabei als Enabler und strategischer Partner – nicht als alleiniger Eigentümer des Themas.

O F F I C E T A L K S

Welche Rolle spielen Räume, um diese Form von Kollaboration zu ermöglichen?

Räume sind kein Selbstzweck, sondern ein strategisches Instrument. Sie unterstützen unterschiedliche

Arbeitskontexte: konzentriertes Arbeiten, kreativen Austausch, Lernen oder soziale Interaktion. In einer

hybriden Arbeitswelt wird das Büro zum Ort der Begegnung und der kulturellen Identität. Unsere

Arbeitsräume sind daher flexibel, offen und vielfältig gestaltet. Sie laden zur spontanen Zusammenarbeit

ein, ermöglichen Rückzug ebenso wie Austausch und stärken das Zugehörigkeitsgefühl.

Wenn man den Arbeitsplatz als Teil der Unternehmenskultur betrachtet: Wie kann dessen

Gestaltung Werte wie Vertrauen und Offenheit erlebbar machen?

Kultur wird nie nur kommuniziert, sie wird erlebt. Transparente Raumkonzepte, offene Begegnungszonen

und eine bewusste Mischung aus formellen und informellen Arbeitsbereichen fördern Austausch

und Augenhöhe. Vertrauen zeigt sich auch darin, dass Mitarbeitende selbst entscheiden können, wo

und wie sie am besten arbeiten. Diese Freiheit – eingebettet in klare gemeinsame Leitplanken – ist ein

zentraler Ausdruck unserer Unternehmenskultur.

Foto: UNIQA

Employee Experience

Die Summe aller Erfahrungen, Eindrücke und Emotionen entlang

des gesamten Employee Life Cycles. Besonders prägend sind sogenannte

„Moments that matter“, etwa Onboarding, Führungsfeedback

oder Eingliederung nach einer Auszeit.

Employee-Experience-Erfolg in Zahlen

Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitenden arbeiten

bis zu 18 % produktiver und haben eine bis zu 51 %

geringere Mitarbeiterfluktuation.

Als Group Chief People Officer der UNIQA Insurance

Group ist Iris Brachmaier verantwortlich für die konzernweite

Personalstrategie und treibt Organisations- und

Kulturwandel sowie die Transformation von HR im Bereich

der Digitalisierung und AI voran.

Quelle: Gallup Meta-Analyse von 347 Unternehmen mit insgesamt gut 3,3 Millionen

Mitarbeitenden in 53 Branchen und 90 Ländern, Stand: Mai 2024

https://www.personalwirtschaft.de/news/hr-organisation/emotionalemitarbeiterbindung-erreicht-erneut-tiefstand-189069/

Collaboration Area – Meeting-Zone trifft auf agile Sitzlandschaft.

16

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concept

concept

WO DIE KAFFEE-

HÄFERLN IN KNIE-

HÖHE WOHNEN

Das Westpac-Büro am Stadtrand von

Sydney beweist, dass Schönheit,

Inklusion und Barrierefreiheit kein

Widerspruch sein müssen. Ob neurodivergent,

sehbehindert oder im

Rollstuhl sitzend: Die von GSA designte

Arbeitslandschaft ist für alle da.

Man wird in einfachen Worten angesprochen, in den großen Filialen gibt es Dolmetscher*innen

für Gebärdensprache, und bei Bedarf stellt die Bank für Menschen

mit Demenz und deren Angehörige eine kostenlose Beratung für den Umgang mit

Geld und eigenen Ersparnissen zur Verfügung. Für die 2001 eingeführte Kampagne

zur physischen und psychischen Barrierefreiheit wurde die australische Westpac

Banking Corporation, eines von vier großen Geldinstituten in Down Under, erst

kürzlich mit dem Disability Employee Network of the Year Award ausgezeichnet.

G L O B A L O F F I C E V I E W S

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Fotos: Toby Peet, Group GSA

„Wir möchten, dass sich Menschen mit Behinderung wohl fühlen und unseren

Service selbstständig nutzen können“, heißt es im aktuellen Access and

Inclusion Plan, der jährlich aktualisiert und erweitert wird, in großer Schrift und

barrierefreier Sprache. „Selbstständig bedeutet, dass man Dinge alleine machen

kann. Und wir möchten, dass die Orte, wo wir arbeiten, für alle leicht zugänglich

sind. Besuchen Sie uns, wenn Sie etwas brauchen!“ Anthony Miller, CEO der

Westpac Group, bezeichnet die Unternehmenskultur als einen barrierefreien,

sozial-holistischen Ansatz.

„Und genau diese Herangehensweise“, meint Erik Enstrom, Partner im australischen

Architekturbüro GSA Group, das sich unter anderem auf die Gestaltung

privater und öffentlicher Arbeitslandschaften spezialisiert hat, „deckt sich mit

unserer Design-Philosophie. Architektur soll niemanden ausschließen. Architektur

soll die Leute an der Hand nehmen und ein Wohlfühlen für alle ermöglichen

– ganz gleich, ob sie jung oder alt sind, ob sie eine körperliche oder geistige

Behinderung haben, ob sie sich sexuell non-binär identifizieren oder ob sie im

Arbeitsalltag, abhängig davon, wie sie ihre Talente am besten entfalten können,

besondere Bedürfnisse haben.“ Die neue Westpac-Unternehmenszentrale in

Parramatta City am westlichen Stadtrand von Sydney, rund 20 Kilometer vom

berühmten Jørn-Utzon-Opernhaus entfernt, erstreckt sich über acht Geschoße,

beginnend im 29. Stock eines bereits bestehenden Hochhauses, und bietet Platz

für rund 1.400 Mitarbeiter*innen.

Wir möchten, dass

sich Menschen mit

Behinderung wohl

fühlen und unseren

Service selbstständig

nutzen können.



concept

concept

G L O B A L O F F I C E V I E W S

Ein Büro, viele neurodiverse Landschaften: Die kollektiven Brainstorming-Hubs sind bewusst offener und quirliger gestaltet.

Inklusion bezieht sich

aber nicht nur auf das

architektonische Endresultat.

Und schon der erste Blick auf die großen, mit dem Rollstuhl unterfahrbaren

Teeküchen auf jeder Etage, mal königsblau lackiert, mal in ein sattes Salbeigrün

getaucht, offenbart eine viel offenere, inklusivere Herangehensweise als man es

aus klassischen Office-Architekturen gewohnt ist.

„Nicht alle Menschen sind ihr ganzes Leben lang fit auf den Beinen“, sagt

Enstrom. „Aber unabhängig vom gesundheitlichen Zustand wollen alle auch

einmal einen Kaffee zubereiten oder eine mitgebrachte Mahlzeit in die Mikrowelle

schieben. Daher sind barrierefreie Einrichtungen in all unseren größeren

Projekten mittlerweile Standard.“ Statt Griffmulden gibt es breite, gut greifbare

Stangenbeschläge, Elektrogeräte in unterschiedlichen Höhen erleichtern die

Bedienung im Stehen wie auch im Sitzen, einfache Schwarzweiß-Piktogramme

weisen den Weg zu den wichtigsten Zutaten und Küchenutensilien. Da kann es

schon einmal passieren, dass ein Teil der Teebecher und Kaffeetassen in Kniehöhe

verstaut ist.

Ähnlich heterogen und für alle Geschmäcker und Bedürfnisse zugeschnitten sind

auch die Arbeits- und Meeting-Bereiche für die knapp 200 Mitarbeiter*innen

pro Etage. Während die Raumzonen in der Nähe der ostseitig platzierten Küchen

eher quirlig und lebendig gestaltet sind, mit bunten, knalligen, inspirierenden

Farben, fünf Meter langen Landmark Tables und offenen Collaboration Labs mit

Stehtischen und Whiteboards zum schnellen Brainstormen, wird die Raumstimmung

nach Westen hin mit jedem Schritt ein bisschen ruhiger, ein bisschen

konzentrierter, ein bisschen kontemplativer.

„Je nach Arbeit, Tagesverfassung und persönlichem Neurodiversitätsprofil haben

die Mitarbeiter*innen auf diese Weise die Wahl zwischen sehr unterschiedlichen

Designs und Raumsituationen“, erklärt Enstrom. „Auf der einen Seite des

Gebäudes dominieren kräftige Farben, stimulierende Beleuchtungen und offene

Arbeitszonen ohne Türen, alles sehr buzzy, die kreative Energie diffundiert quasi

ungehindert durch die Räume. Auf der anderen Seite hingegen haben wir mit

entsättigten Farben, warmen Lichtquellen, ruhigen Holzoberflächen und schallschluckenden

Bepflanzungen gearbeitet. Hier kann man sich zum fokussierten

Arbeiten zurückziehen.“

Im Sinne einer barrierefreien, neurodiversen Büroraumgestaltung empfiehlt

der Architekt, bei der Zonierung des Büros auf harte Kontraste und abrupte

Übergänge zu verzichten. „Die räumliche Choreografie zwischen laut und leise,

zwischen schrill und still, zwischen dem lebendigen Wir und dem konzentrierten

Ich sollte weich sein und eher sukzessive erfolgen. Im besten Fall folgt

der Grundriss einer intuitiven Logik.“ Zudem kann ein Leitsystem mit großen

Schriften und niederschwelligen Piktogrammen die Orientierung erleichtern –

vor allem dann, wenn man gerade neurologisch überfordert und entsprechend

rückzugsbedürftig ist. Bei größeren Bürolandschaften sollten im Bereich der Lifte

und Stiegenhäuser außerdem taktile Geschoßpläne mit Ausweisungen in Braille-

Schrift angebracht werden.

„Inklusion bezieht sich aber nicht nur auf das architektonische Endresultat“,

sagt Erik Enstrom, „sondern auch auf den sozialen und kommunikativen Prozess.

Und das beinhaltet, dass man die Mitarbeiter*innen in den Planungs- und

Entwicklungsprozess einbindet und sie zu ihren ganz persönlichen Wünschen

und Vorstellungen befragt.“ Beim Westpac-Projekt wurden von jeder Abteilung

sowie von der auf Inklusion und Barrierefreiheit spezialisierten ABLE Employee

Advocacy Group sogenannte Botschafter*innen entsandt, die in der gesamten

Planungs- und Detaillierungsphase in direktem Austausch mit den Projektleiter*innen

der GSA Group gestanden sind.

Erik Enstroms Lieblingseck im ganzen Haus, verrät er am Ende der Tour, ist

die Rezeption im 29. Stock. Der steinerne Empfangstresen ist ein Kunst-am-

Bau-Projekt eines indigenen Künstlers und soll eine gewisse Erdverbundenheit

suggerieren. „Man steigt aus dem Lift aus und steht direkt vor diesem tonnenschweren,

karmin- und burgunderroten Marmorblock, den man einfach anfassen

und streicheln muss. Ich habe so einen roten Stein noch nie zuvor gesehen.

Allein das schafft schon Ruhe und Wohlbefinden an diesem Ort.“

Wojciech Czaja

G L O B A L O F F I C E V I E W S

Doch wer es bevorzugt, still und konzentriert

zu arbeiten, kann sich andernorts auch in

akustisch abgeschirmte Nischen zurückziehen.

Hier sind die Farben, Oberflächen

und Raumgeometrien bewusst etwas

gediegener und introvertierter gestaltet.

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concept

concept

EIN ZWILLING

FÜRS BÜRO

Paris, 8 Uhr morgens. Salim Azouzis Arbeitstag

beginnt. Er ist zuhause an seinem Schreibtisch,

öffnet sein Notebook, loggt sich ein, und

innerhalb weniger Sekunden befindet er sich im

rund 500 Kilometer entfernten Office in Lyon.

Telepathie? Fast. Salim nutzt einen sogenannten

Telepräsenz-Roboter, der es ihm ermöglicht, aktiv

im Büro anwesend zu sein, sich zu bewegen, mit

Kollegen zu sprechen und am Arbeitsalltag teilzunehmen.

Und das ohne fünfstündigen Fahrtweg.

Der Kopf des Telepräsenz-Roboters besteht aus einem Bildschirm, auf dem Salim

Azouzi zu sehen ist. Und zwar so wie bei ganz normalen Videokonferenzen. Der

entscheidende Vorteil im Vergleich mit regulären Videoconferencing Tools ist die

Mobilität des Roboters. „Ich kann mich frei bewegen und am ganz normalen

Büroalltag teilnehmen“, erklärt Salim Azouzi, Strategic Relations Director beim

Unternehmen Awabot, welches Telepräsenz-Systeme weltweit vertreibt.

Da dem Roboter das Treppensteigen derzeit noch nicht möglich ist, ist bei

Awabot in jedem Stockwerk ein Roboter stationiert, auf den Salim per Knopfdruck

zugreifen kann. „Das erlaubt mir den raschen Ortswechsel für Meetings.

Innerhalb des Stockwerks kann ich mich ungehindert bewegen, suche Kollegen

auf und unterhalte mich am Flur“, so Azouzi. Nur beim Öffnen von Türen ist

Salims Roboter-Double noch auf externe Hilfe angewiesen: „Wir arbeiten

bereits an einer sogenannten Teleoperations-Funktion. Damit können Anlagen

vor Ort bedient und somit auch Türen geöffnet werden. Es ist für mich aber

kein Problem. Bei Bedarf bitte ich einfach meine Kollegen, mir zu helfen. Das

fördert die soziale Interaktion zusätzlich“, bestätigt Salim.

Durch den Roboter bin

ich mitten im Geschehen,

pflege meine Sozialkontakte

und fühle mich integriert.

FACT :

Was ist Telepräsenz?

Von Telepräsenz spricht man, wenn Videokonferenz-Technologie

eingesetzt wird, um

ein Erlebnis zu schaffen, bei dem man das

Gefühl hat, sich mit weit entfernten Personen

im selben Raum zu befinden. Alle Telepräsenz-

Dienste nutzen Videokonferenz-Technologie,

aber die wenigsten Videokonferenzen bieten

ein Telepräsenz-Erlebnis.

S H A R I N G D E S K S

Wie Telepräsenz die (digitale)

Zusammenarbeit belebt.

Fotos: Awabot

Doch, kann diese Form der Telepräsenz die physische Zusammenarbeit im Büro

ersetzen? Oder fehlt irgendwann der echte Kontakt? Salim Azouzi ist mit seiner

Situation zufrieden: „Natürlich ist es einfacher, direkt vor Ort zu sein. Doch

für mich, der 500 Kilometer entfernt wohnt, ist das die beste und effektivste

Lösung. Es fühlt sich an, als wäre ich anwesend, und ich kann auch an informellen

Events teilnehmen.“ Jeden Morgen treffen sich die Kollegen kurz

zum Kaffeetrinken und zum gemeinsamen Austausch: „Ich mache mir meinen

Kaffee zuhause und bin durch den Roboter trotzdem mitten im Geschehen,

pflege meine Sozialkontakte und fühle mich integriert.“

Auch während alltäglicher Fokusarbeit am PC loggt Salim sich ein und ist

mittels Roboter anwesend: „So kann ich viel spontaner reagieren, schnell bei

Kollegen nachfragen und bekomme auch die Office News live mit.“

Für externe Videomeetings oder Telefonate stellt er temporär den Ton aus.

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concept

concept

Ein Roboter, der sich unter die Menschen mischt und sich ganz frei im Büro

bewegt: Das ist für Salims Kollegen schon lange nicht mehr irritierend, sondern

Normalität. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute sich sehr

schnell an den Roboter gewöhnen. Das Display mit der realen menschlichen

Person macht es einfacher.“

Schulen sind Vorreiter, was

den Einsatz dieser Technologie

betrifft. Hier werden die Roboter

für erkrankte Schüler verwendet.

Dennoch sind Telepräsenz-Roboter noch nicht sehr verbreitet. Weltweit sind

zwischen 6.000 und 10.000 Geräte von Awabot im Umlauf. Der Großteil

davon im Bildungsbereich. „Schulen sind Vorreiter, was den Einsatz dieser

Technologie betrifft. Hier werden die Roboter für erkrankte Schüler verwendet,

die nur schwer am Unterricht teilnehmen können“, erklärt Azouzi.

Verbesserte Zusammenarbeit, mehr Realitätsfeeling und die Förderung informeller

Kommunikation: Telepräsenz-Roboter sind eine spannende Technologie,

die für die digitale Zusammenarbeit durchaus Impulse geben kann. Doch, wie

sieht die Zukunft aus? Werden die Roboter bald von Hologramm-Technologien

abgelöst? Wir haben Salim Azouzi abschließend dazu befragt: „Hologramme

sind derzeit noch statisch, können sich nicht an andere Orte bewegen und sind

zudem sehr teuer. Durch die Roboter ist man in gewisser Weise physisch anwesend

und steuert das Gerät auch selbst. Das macht es irgendwie menschlicher.

Trotzdem entwickelt sich natürlich jede Technologie weiter. Wir werden sehen.“

Bis dahin ist Salim Azouzi mehr als zufrieden mit seinem Telepräsenz-Roboter.

Er freut sich bereits auf die nächste Pizza-Party des Unternehmens, wo er

wieder mit seinem technischen Zwilling teilnimmt, mit den Kollegen scherzt,

redet, lacht und gemeinsam seine selbst bestellte Pizza isst. Die darf natürlich

nicht fehlen – sonst fühlt es sich nicht echt an.

Schalenstuhl bloum & Konferenztisch delv:

THE ART OF

COLLABORATION

Awabot vertreibt zurzeit zwei Modelle: den Beam® und den BeamPro®. Der

Beam®-Roboter ist für den Bürobereich gedacht, so wie Salim ihn nutzt. Die

Kosten für das Gerät inklusive Software belaufen sich auf 5.000 Euro. Für

Großevents wie Sportveranstaltungen eignet sich die erweiterte Pro-Version

für 15.000 Euro. „Wenn wir ein neues Gerät für einen Kunden implementieren,

findet auch die gesamte Testung remote statt“, erklärt Salim.

S H O W R O O M S

ÜBER AWABOT

Seit über einem Jahrzehnt ist Awabot führend im Bereich der

robotergestützten Telepräsenz und hat sich zum Ziel gesetzt,

soziale Isolation zu verringern und Inklusion durch Fernpräsenz

zu fördern. Die Lösungen ermöglichen globale Verbindungen

zwischen Unternehmen und Einrichtungen. Mit über 8.000

Geräten der Marke Beam® ist Awabot weltweit führend im

Einsatz von Telepräsenz-Robotern. Mehr als 200.000 Nutzer

haben somit die Möglichkeit, sich aus der Ferne zu verbinden,

zusammenzuarbeiten und zu interagieren.

ÜBER SALIM AZOUZI

Salim Azouzi ist Director of Strategic Relations bei Awabot, wo

er die Entwicklung und Verbreitung von Telepräsenz-Lösungen

für Kunden aus den Bereichen Kultur, Sport und Veranstaltungen

leitet. Angetrieben von der Überzeugung, dass Telepräsenz

ein wirkungsvolles Instrument für Inklusion ist, setzt er sich

dafür ein, Menschen mit Einschränkungen einen breiteren

Zugang zu Arbeit, Bildung und bedeutungsvollen Momenten im

Leben zu ermöglichen.

Mit dem Konferenztisch delv und dem Schalenstuhl bloum bringt Wiesner-Hager zwei Neuheiten auf den

Markt, die ganz im Zeichen der Zusammenarbeit stehen. Sie unterstützen eine moderne Kommunikationskultur

und schaffen Räume, in denen Ideen wachsen. Während delv mit seiner modernen, geradlinigen

Gestaltung punktet, stellt bloum eine emotionalere, florale Designsprache entgegen, die einen echten

Kontrapunkt zur techniklastigen Büro- & Objektarchitektur setzt. Beide Programme fügen sich perfekt in

zeitgemäße Büro- und Hospitality-Landschaften ein.

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concept

concept

BLOUM

Schalenstuhl

DELV

Konferenztische

NATÜRLICH GEFORMT.

NACHHALTIG GEDACHT.

REDUKTION

IN PERFEKTION.

bloum stellt dem puristisch-kühlen Design der techniklastigen Büro- und

Objektarchitektur eine emotionalere Sichtweise entgegen. Dabei zielt der

Schalenstuhl auf das Bedürfnis nach biophilen Designelementen ab, indem

er Muster aus der Natur in die räumliche Umgebung einfließen lässt.

S H O W R O O M S

Die klaren Linien und der zeitlose Look machen das Konferenztischprogramm

delv zu einem echten Design-Statement in modernen Meeting- und Conferencing-Umgebungen.

Das Erscheinungsbild ist reduziert und zurückhaltend – für

eine ungestörte Kommunikation. Holz als maßgeblich sichtbares Material sorgt

für stimmige Atmosphäre in Konferenzräumen und bringt mehr Wohnlichkeit

ins Büro.

Die besonderen Merkmale von delv sind die Tischplatte mit einer leichten und

schwebenden Anmutung sowie das A-förmige Gestell. Die zentrale Positionierung

sorgt für exzellente Beinfreiheit und ermöglicht so komfortables Sitzen

sowohl an der Längs- als auch an der Stirnseite.

bloum greift Konturen mit Assoziationen zu Pflanzenblättern und geschwungenen,

organischen Formen auf. Armlehnen, Rückenlehne und die

Sitzfläche gehen fließend ineinander über. Der Stuhl schmiegt sich dem

Körper des Sitzenden an und stützt ihn flexibel, aber dennoch stabil. Die

Einschnitte im Rücken verleihen bloum eine sanfte Beweglichkeit.

Der Stuhl ist aus der Idee geboren, mit einer Schalenform und unterschiedlichen

Gestellvarianten ein breites Einsatzspektrum in der Büround

Objektarchitektur abzudecken. bloum findet man in Lounge-Bereichen,

Working Cafés, Bistros, Hotelzimmern oder Wartebereichen ebenso wie

in Besprechungen, Konferenzen und Büroräumen.

S H O W R O O M S

Verfügbar ist das Gestell wahlweise in Buchen- oder Eichen-Massivholz, aber

auch in einer sachlichen, robusten Aluminium-Variante. Das schräg gestellte

Gestell mit seinem trapezförmigen Profil dockt am oberen Ende an eine

Trägerkonstruktion, welche die Tischplatte aussteift. Insgesamt vermittelt delv

ein kompaktes Gesamtbild.

Mehr Wohnlichkeit im Büro: Die Variante mit Holzgestell sorgt

für eine stimmige Conferencing-Atmosphäre.

Die ungepolsterte matte Kunststoff-Schale wird in den vier Farben Weiß,

Schwarz, Sand und Mokka-Anthrazit angeboten. Perfekt abgestimmte Metallfarben

sorgen für einen stylischen monochromen Look. Drei verschiedene

Polsterversionen erweitern den gestalterischen Spielraum: Mit den

Varianten Sitz gepolstert, Schale innen gepolstert und voll umpolstert kann

man aus dem breiten Spektrum der Wiesner-Hager Kollektion schöpfen.

Das delv Konferenztisch-Programm bietet eine große Bandbreite an Materialund

Farboptionen: Die Tischoberfläche ist in hochwertigem Furnier, strapazierfähigen

Dekoren und robusten HPL-Oberflächen erhältlich. Dadurch bietet delv

flexible Möglichkeiten der Raumgestaltung für die anspruchsvolle Büro- und

Hospitality-Architektur ebenso wie für höhere Bildungseinrichtungen und

öffentliche Objektbauten.

Zur Wahl stehen mehrere Tischformate als kompakte Einzeltische sowie großflächige

Doppeltische mit bis zu 140 x 480 cm für 14 Personen. Der Doppeltisch

wird durch einen Mittelfuß verbunden und garantiert eine hohe Stabilität

des Tischsystems. Eine durchdachte Kabelführung sorgt für die unkomplizierte

Integration moderner Medientechnik – für effiziente Meetings und Videokonferenzen

ohne Kabelsalat.

Biophile Designsprache: bloum greift

Konturen mit Assoziationen zu Pflanzenblättern

und organischen Formen auf.

Die vielen Gestaltungsmöglichkeiten der Schale in Verbindung mit unterschiedlichen

Gestellvarianten – vom klassischen 4-Fuß-Gestell über ein

modernes Drehkreuz auf Gleitern oder Rollen bis hin zu einem Drehkreuz

aus Massivholz Buche oder Eiche – ermöglichen es, bloum flexibel auf die

verschiedenen Einrichtungsbereiche und Nutzungsszenarien abzustimmen.

Die glasfaserverstärkte Polypropylen-Sitzschale in Sandwich-Bauweise

bietet eine hohe Steifigkeit und Robustheit für intensive Nutzung.

Gleichzeitig sorgt der zweigeteilte Rücken für eine angenehme Elastizität

und Beweglichkeit. Der Kunststoff-Anteil besteht zu 100 % aus recyceltem

Polypropylen. All diese Eigenschaften machen bloum zu einem langlebigen

und nachhaltigen Produkt mit ausgesprochen hoher Qualität.

Design: arge2

Design: neunzig° design

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PRODUCT NEWS 2026

Unsere Produktneuheiten 2026 stehen ganz im Zeichen der Kollaboration.

Sie unterstützen eine moderne Kommunikationskultur und schaffen Räume,

in denen Ideen wachsen.

wiesner-hager.com

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