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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2026

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ISSN 2197-5450 MÄRZ | APRIL 2026

SCHWACHHAUSEN

RÄUME NEU GEDACHT

Interior, Architektur & Atmosphäre – das ATRIO

MADAME COOKIE

Schwachhausens süßester Treffpunkt

DIE WACHMANNSTRASSE E.V.

Neuer Schwung für die Wachmannstraße

KUNST NEU BETRACHTET

Kunstgeschichte trifft Künstliche Intelligenz

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Weil’s um mehr als Geld geht.


EDITORIAL

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Sebastian Stern

Geschäftsführer Bremen 1860

wenn ich heute auf unseren Verein schaue,

dann tue ich das mit einem veränderten Blick.

Seit ich 2025 erneut Vater geworden bin,

entdecke ich das Angebot von Bremen 1860

täglich neu – durch die Augen meines Sohnes

und mit dem Bewusstsein, welche große Rolle

Sport und Bewegung beim Aufwachsen spielen.

Diese Erfahrung hat mir noch deutlicher

gezeigt, welche Rolle wir als moderner Sportverein

in Bremen einnehmen. Wir bieten nicht

nur Sport, sondern schaffen Räume, in denen

Kinder sich entwickeln können, Familien entlastet

werden und Gemeinschaft entsteht.

Diese Perspektive ist besonders wertvoll, da

sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

verändern. Mit der Einführung der Ganztagsschule

in Bremen stehen Bildung, Betreuung

und Bewegungsförderung stärker denn je

miteinander in Verbindung. Für uns bedeutet

das: Wir wollen und wir müssen aktiver Partner

in diesem Prozess sein. Als Sportverein sehen

wir darin eine große Chance. Wir möchten

Mitgestalter sein – mit neuen Formaten, engen

Kooperationen und Angeboten, die sich an den

realen Bedürfnissen der Familien orientieren.

Dafür stellen wir uns derzeit strategisch neu

auf. Wir packen es an und bereiten unseren

Verein auf die Zukunft vor.

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war im

Jahr 2026 die Einführung von KURABU als

neue digitale Vereins- und Mitgliederplattform.

Dieser Schritt in Richtung Digitalisierung war

bewusst gewählt – und er zeigt, dass wir nicht

nur über moderne Vereinsstrukturen sprechen,

sondern sie aktiv umsetzen. Transparentere

Abläufe, weniger Bürokratie und ein zeitgemäßer

Zugang für unsere Mitglieder sind Ergebnisse,

die sich bereits jetzt bemerkbar machen.

Besonders stolz macht mich, dass wir gleichzeitig

mutig neue Wege gehen. Mit unserem

neuen Standort auf der Überseeinsel, der von

Anfang an auf einem klaren Nachhaltigkeitskonzept

basiert, schaffen wir einen Ort, an

dem zukunftsorientierter Sport und verantwortungsvolles

Handeln zusammenkommen. Die

Eisbahn ist die erste Fläche, die wir an diesem

Standort nutzen, und sie zeigt bereits, wie

nachhaltige Lösungen im Sport konkret aussehen

können. Der ressourcenschonende Betrieb,

die effi ziente Technik und die positiven

Rückmeldungen der Besucher:innen bestärken

uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

Die vielen strahlenden Gesichter, die große

Resonanz und das wachsende Miteinander

zeigen uns deutlich: Wir sind auf einem sehr

guten Weg.

Ich freue mich auf alles, was vor uns liegt – mit

Energie, Optimismus und der Überzeugung,

dass wir gemeinsam viel bewegen können.

Herzliche Grüße

COOLE BRILLEN

EXKLUSIV BEI STILPLUS

LOOK GOOD.

SEE BETTER.

Unser Lieben Frauen Kirchhof 9

28195 Bremen

0421 - 3 64 93 93

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INHALTSVERZEICHNIS

ATRIO

FRISCHE IDEEN

IM QUARTIER

FRANK BRUNNÉE

22 34

28

52

MEDIEN-

KOMPETENZ

48

OHREN AUF

46

THEATER

BREMEN

40

MADAME COOKIE

4

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


FRISCH GEMISCHTES

06​ Aktuell, informativ, menschlich: unser buntes

Stadtteilleben

ATRIO

22 Mit ATRIO hat Lars Tyca gemeinsam mit seiner Frau

Joana und seiner Mutter Beate in Schwachhausen

einen besonderen Ort für Design, Interior und individuelle

Raumplanung geschaffen.

DIE WACHMANNSTRASSE E. V.

28 Mit einem neu aufgestellten Vorstand startet der Verein

„Die Wachmannstraße“ ins Jahr 2026 und setzt

auf klare Strukturen, frische Ideen und mehr Begegnungen

im Quartier.

FRANK BRUNNÉE

34 Der Bremer Kreative Frank F. Brunnée verbindet in

seinem Buch „Digitale Kunstgeschichte“ klassische

Kunstwerke mit den Werkzeugen der digitalen Gegenwart.

Mit Humor und gestalterischem Feingefühl

integriert er Laptop, Smartphone oder Headset in

berühmte Bildwelten – als wären sie schon immer

Teil der Kunstgeschichte gewesen.

MADAME COOKIE

40 Mit Madame Cookie haben Ebrahim Mohammadi

und Yuna Beyranvandi in Schwachhausen ein Café

geschaffen, das für hochwertige Cookies, guten Kaffee

und echte Gastfreundschaft steht

14. März

11.30 Uhr I 13.30 Uhr

MODENSCHAU

Die Modenschau findet

draußen statt.

(Fällt bei Regen aus!)

THEATER BREMEN

46​ Die Reise nach Reims

Komische Oper von Gioachino Rossini

KUNSTHALLE

47​ Remix. Photographie – Fiktion und Wahrheit

RUNDUM GESUND

48​ Hören ist weit mehr als laut oder leise – es ist ein Zusammenspiel

aus Ohr, Nerven und Gehirn. Wir erklären

wie dieser komplexe Prozess funktioniert, warum

Hörverlust oft schleichend entsteht und welche Rolle

Lärm, Psyche und Alltag dabei spielen.

FAMILIE & CO

52 Kein Social Media für unter 16-Jährige – Frankreich,

Spanien und Großbritannien planen ähnliche Regelungen

und auch in Deutschland wird das Thema diskutiert.

Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt,

beantwortet wichtige Fragen zum Thema.

SPORT IM STADTTEIL

62 Bremen 1860

IMPRESSUM

66 Wer, was und wann

Borgfelder Heerstrasse 42c | 28357 Bremen

T 0421 83 500 66

follow us on instagram @arivamode

AMERICAN VINTAGE | COMO NO1 | OOLEY | COSTER

COPENHAGEN | ELIAS RUMELIS | BLONDENO8

ESISTO | I HEART | JAPAN TKY | PUR SCHÖN | LOVE

JOY VICTORY | MILANO ITALY | MOS MOSH | NARLI |

OAKWOOD | OPUS | RAFFAELLO ROSSI | RIANI |

ROBELL | S. MARLON | SUMMUM | VETONO | UNIO

| LAKRIDS BY BÜLOW | MY ESSENTIAL WARDROBE |

10DAYS | SOFIE SCHNOOR | JC SOPHIE | PLACE DU

SOLEIL | GITTA BANKO | COPENHAGEN STUDIOS

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 5


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Das neue Habitat Café von Mirko Mischkowski, Lisa Haar &

Luisa Rudolph

Direkt am Concordia-Tunnel entsteht ein neuer Ort für bewusste Auszeiten:

das Habitat – Café, Yoga- und (Reformer-)Pilates-Studio in einem. Ein

Raum, der Bewegung, Begegnung und Genuss verbindet.

Habitat versteht sich als Rückzugsort vom Alltag, als Treffpunkt für alle,

die Körper und Geist gleichermaßen nähren möchten. Im lichtdurchfl u-

teten Studio fi nden täglich Yoga- und Reformer-Pilates-Kurse statt – mal

kraftvoll und dynamisch, mal ruhig und regenerativ. Ergänzt wird das

Programm durch besondere Formate wie Kakaozeremonien, Soundbaths

oder Community-Events. Die Kurse sind fl exibel über Eversports buchbar

und fi nden teilweise auch außerhalb der regulären Cafézeiten statt – für

alle, die den Tag mit einer frühen Einheit beginnen oder ihn entspannt

ausklingen lassen möchten.

Ein Ort für bewusste Auszeiten: das Habitat – Café, Yoga- und Pilates-

Studio in einem.

Neu in Schwachhauen: Habitat

Ein Café das Bewegung, Begegnung und Genuss verbindet

Auch kulinarisch setzt Habitat auf Qualität und Achtsamkeit. Serviert

werden Specialty Coffee und fein abgestimmter Matcha, dazu ein liebevoll

kuratiertes Frühstücksangebot, herzhafte Snacks sowie hausgemachte

Kuchen und Cookies. Kombucha und ausgewählte Naturweine

runden das Angebot ab. Alles wird mit Fokus auf hochwertige Zutaten

und Handwerk zubereitet – unkompliziert, aber mit Anspruch.

Das Café ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet

und lädt zum Verweilen, Arbeiten oder Austausch ein.

Instagram: hihabitat

6

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


OSTERN LIEGT IN DER LUFT

Im Namen aller Mitarbeitenden

präsentieren sie stolz den Holiday-

Check Gold Award 2026 für das

Munte-Wellnesshotel am Stadtwald:

Christina Bolt (Küchenchefin des

Restaurant Wels), Rezeptionistin

Ilaria Consoli und Betriebsleiter

Luca Pauls.

Stellvertretend für alle Mitarbeitenden präsentiert leiterin Franziska Arndt den HolidayCheck Gold Award 2026

Betriebsfür

das 7THINGS hotel & apartment.

HolidayCheck Gold Award 2026

für Munte-Wellnesshotel am

Stadtwald und 7 THINGS hotel

& apartment

Einzige Gold-Gewinner in der

Stadt Bremen

Das Munte-Wellnesshotel am Stadtwald, Parkallee 299, und das Hotel 7

THINGS, Universitätsallee 4, wurden zum achten Mal mit dem Holiday-

Check Gold Award ausgezeichnet. Diese besondere Auszeichnung wird

in diesem Jahr vergeben, wenn ein Hotel seit 2019 mindestens fünfmal

den HolidayCheck Award erhält.

Benquestraße 49 · 28209 Bremen

Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr

www.gans-glueckselig.de gansglueckselig

Alle Osterfeiertage

inkl.

Karfreitag von

10-18 Uhr

geöffnet

Die beiden Häuser unter Leitung der Brüder Detlef und Jan Pauls haben

das erreicht, und das auch noch als einzige der Hansestadt. „Wir freuen

uns sehr, diesen großen Zuspruch zu erhalten, was auch dem großartigen

Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken

ist“, freut sich Detlef Pauls. Auch in jüngster Vergangenheit haben die

Brüder Pauls weiter investiert. So wurde soeben die neue Premium Suite

fertiggestellt, die auf 67 qm zwei Räume, ein geräumiges Bad und ein

Gäste-WC bietet.

»»» hotel-munte.de

»»» 7things-hotel.de

Wüstestätte 1

28195 Bremen

Tel. (0421) 32 38 67

Landherrnamt 4

28195 Bremen

Tel. (0421) 32 38 67

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 7


Jo Thompson

FRISCH GEDRUCKT

Der neue

romantische Garten

Inspiration direkt aus der Praxis

Dieses opulent gestaltete Buch

führt in die Welt von 30 Gärten,

die Tradition und Moderne auf

einzigartige Weise verbinden.

Die renommierte Gartendesignerin

Jo Thompson zeigt, wie

klassische englische Elemente

durch nachhaltige Praktiken und

Biodiversität neu interpretiert

werden – weniger streng, dafür

umso romantischer. Jeder Garten

entfaltet dabei seine eigene

Stimmung, von wild-poetisch

bis elegant zurückhaltend. Mit

detailreichen Fallstudien, praktischen

Gestaltungsideen und

einer Fülle atmosphärischer Fotografi en

bietet „Der neue romantische Garten“ nicht nur Inspiration und verspielte

Ideenansätze, sondern wird zu einem unverzichtbaren Standardwerk

für alle, die ihre Gärten lebendig und unverwechselbar gestalten

möchten.

Ausstattung: Gebunden

mit Hochprägung und

Heißfolie

Seitenanzahl: 248

ISBN:

978-3-7667-2896-8

Preis: 39,95 Euro

»»» callwey.de

Verlosung!

2 x „Der neue

romantische Garten“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@magazine-bremen.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Claudia Spörri und Katharina Hoffmann bringen die bewegende Geschichte

von Hans Pinneberg und Lämmchen auf die Bühne – ein zeitloses

Porträt vom Kampf um Würde und Hoffnung

Kleiner Mann – was nun?

Figurentheater mit Live-Musik

Nach dem Weltbestseller von

Hans Fallada

Die Geschichte erzählt vom Verkäufer Hans Pinneberg und seiner Frau

Lämmchen. Von ihrem alltäglichen Kampf um ein bisschen Würde und

Glück in Zeiten von Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und dem

Erstarken der Nationalsozialisten.

Pinnebergs wachsende Verzweiflung und Lämmchens unerschütterlicher

Optimismus zeichnen ein anrührendes Bild vom „kleinen Mann“,

das bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Es spielen Claudia Spörri sowie Katharina Hoffmann, die außerdem Klavier

spielt. Regie und Stückfassung übernimmt Thomas Weber-Schallauer.

Für die Ausstattung verantwortlich ist Anna Siegrot.

Die Dauer beträgt 120 Minuten (mit Pause).

Termin: Fr., 16. April | 19.30 Uhr

Eintritt: 25,– Euro | 15,– Euro ermäßigt (inklusive Getränk)

»»» menschpuppe.de

ATLANTIC Hotel Universum GmbH | Tel. +49 (0) 421 2467-533 | campus@atlantic-hotels.de | Wiener Straße 4 | 28359 Bremen

Ostersonntag

05.04.2026

11–15 Uhr

Genießen Sie den Ostersonntag beim vielfältigen Brunchbuffet für € 56,00 pro Person

inkl. Aperitif, Kaffee- und Teespezialitäten, Wasser und Säften. Kinder bis 5 Jahre sind

kostenfrei zu Gast, Kinder von 6 bis 12 Jahren zum halben Buffetpreis.

Reservierung erforderlich.

8

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Heiner Thiel – Stille Präsenz

Wandobjekte bis 19. April

Heiner Thiels Oeuvre umfasst dreidimensionale, aus Aluminiumplatten

geschaffene Wandobjekte. Mit nur wenigen Schnitten greift der Künstler

in das Material ein, um daraus elementare, unverwechselbare Formen zu

entwickeln. Anschließend werden sie konkav gebogen. Mit kraftvollen

oder sanften Wölbungen, Spitzen und Kanten ragen sie souverän in den

Raum hinein – hinterfangen von einer prägnanten Schattenzone scheinen

sie in stiller Balance von Kontur und Proportion vor der Wand zu

schweben.

Das Kolorit konzentriert Heiner Thiel auf jeweils eine Farbe, die mit

dem silbernen Glanz der polierten Randgestaltung interagiert. Die nuancenreich

schimmernde Farbgebung erfolgt in einem elektrochemischen

Eloxierungsverfahren. Dafür wählt der Künstler sowohl intensive, als

auch zarte schimmernde Töne. Die hohlspiegelartige Grundform der

Kunstwerke leitet das Licht auf vielfältige Weise über ihre geschwungenen

Oberfl ächen, wodurch changierende, geheimnisvoll aufl euchtende

Farbräume entstehen.

RESTAURANT

EVENT |VENUE

Kulminierend in hellen refl ektierenden oder tief dunklen, das Licht

absorbierenden Bereichen bewirken die Bildobjekte eine erhöhte Konzentration

des Blicks. Indem sie sich in den Raum hinein erstrecken,

werden sie zu einem organischen Teil ihrer Umgebung. Ihre stillen Flächen

ziehen den Vorübergehenden an und bieten einen Moment ruhigen

Verweilens – für eine stillen, meditative Annäherung oder zum vergleichenden

Betrachten. In der Verwendung von Metall als zentralem Material,

das im künstlerischen Prozess sowie durch Licht und Bewegung

eine faszinierende Metamorphose erfährt, treten Heiner Thiels Arbeiten

in einen wunderbaren Dialog mit den beweglichen, poetisch schwingenden

Skulpturen von Martin Willing, die zeitgleich in der Galerie Corona

Unger präsentiert werden.

Veranstaltungshinweise

Sonntag, 15.03., 15 Uhr Literatursonntag / Lesung

Donnerstag, 02.04., 18 – 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und Aperitif

Sonntag, 19.04., 15 Uhr Rundgang, Sekt und Süßigkeiten zur Finissage

der Ausstellung

Georgische Küche und Wein

Dinner & Dance

Restaurant | Eventlocation | Catering

An der Weide 27, Bremen

Jetzt Tisch reservieren: Instagram @rioniart.restaurant

Bitte beachten Sie: Am 03.04. und 04.04. ist die Galerie nicht geöffnet.

»»» galerie-corona-unger.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 9


Auf der Höhe 4

28357 Bremen

Tel: 0421/ 8 71 66-0

johann-osmers.de

Maßbekleidung von cove

steht für Substanz, Stilbewusstsein

und eine moderne

Klassik, die bleibt

Maßschneider cove

Maßbekleidung und Couture

für Frauen und Männer – jetzt

in der Domshofpassage

WIR BILDEN AUS ...

Fachfrau/mann für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie

| Hotelfachfrau/mann | Köchin/Koch

Was bedeutet Maßbekleidung heute? Vielleicht ist sie mehr als perfekter

Sitz – vielmehr eine bewusste Entscheidung für Qualität, Substanz und

eine Garderobe mit Persönlichkeit.

cove – die Maßschneider interpretieren das europäische Schneiderhandwerk

neu. Zwischen neapolitanischer Lässigkeit und Londoner Noblesse

entsteht eine moderne Klassik, die historische Einflüsse weiterdenkt statt

kopiert. Mit Gespür für Proportion, Stoff und Anlass entwickeln wir zeitlose

Schnitte und moderne Variationen für Kunden mit Anspruch und

Stilbewusstsein.

excite-bremen.de

„Behind the teams“

Vorbeikommen,

kennenlernen, durchstarten.

Kein Termin, keine Verpflichtungen

und ohne Papierkram.

Jeden Donnerstag

von 17:00 - 18:00 Uhr.

Sie möchten in der gehobenen Gastronomie

einen zukunftssicheren Beruf

erlernen, in dem Kreativität, Teamgeist

und Organisationsfähigkeit gefragt

sind? Dann schaffen Sie mit

einer Ausbildung in unserem Haus das

richtige Fundament für Ihre Karriere.

Wir freuen uns auf Ihre schriftliche

Bewerbung an Herrn Detlef Pauls:

bewerbung@hotel-munte.de

Hotel Munte

am Stadtwald

Familie Pauls

Parkallee 299

28213 Bremen

Telefon 0421/2202-0

www.hotel-munte.de

Die Basis bildet eine lebendige Klassik: klare Linien, ausgewogene Silhouetten

und erlesene Tuche renommierter Webereien. Maßbekleidung

von cove ist international tragbar und altersunabhängig. Wertbeständigkeit

und Tragekomfort sind das Ergebnis präziser Handwerkskunst – ein

Anzug von cove ist keine Modeerscheinung, sondern eine langfristige

Begleitung.

Mit misura – cove couture wird diese Haltung konsequent auf die Damenmaßbekleidung

übertragen: feminine Souveränität, präzise Linienführung

und hochwertige Naturmaterialien – maßgeschneidert für Frauen

mit Klarheit und Charakter.

In Bremen hat Maßkultur längst ein Zuhause. Gemeinsam mit Reiner

Hautop führen wir das Atelier in der Carl-Ronning-Straße 9. Nun erweitern

wir unsere Präsenz: In der Domshofpassage entsteht ein weiteres

Atelier, das sich auf zwei Etagen ganz dem feinen Schneiderwerk widmet

– ein klares Bekenntnis zu Bremen und zur Überzeugung, dass gute

Dinge Zeit, Raum und die richtige Adresse brauchen.

»»» cove.de

10

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Verlagssonderseite

Christian und Thomas (l.) Stubbe führten das Familienunternehmen

über drei Jahrzehnte gemeinsam

und prägten mit ihrer Arbeit und ihren Werten die

Ausrichtung des Bestattungshauses

Tradition bewahren, Zukunft gestalten

Ein Bestattungshaus im Wandel

Beim Beerdigungsinstitut Pietät Gebr. Stubbe hat sich in den vergangenen

Monaten viel verändert. Thomas Stubbe ist im April 2025 unerwartet

im Alter von 61 Jahren verstorben. Gemeinsam mit seinem Bruder

Christian hatte er das Unternehmen über 30 Jahre geführt und in dieser

Zeit maßgeblich geprägt. Thomas hat das Haus entscheidend geformt –

durch seine Art zu arbeiten und durch die Werte, die er in den Mittelpunkt

stellte. Heute führt Christian das Unternehmen gemeinsam mit

seinem Sohn Julius und dessen zukünftiger Frau Jule weiter. Zusammen

tragen sie die bewährten Werte Verlässlichkeit, klare Strukturen und eine

respektvolle Begleitung in die Zukunft und sorgen dafür, dass das Bestattungshaus

seinen Charakter bewahrt, während gleichzeitig neue Ideen

und Perspektiven umgesetzt werden.

Die nächste Generation bringt frische Sichtweisen in die tägliche Arbeit

ein, ohne die Tradition zu verändern. Familien möchten heute offener

über Abschied sprechen, individuelle Wünsche einbringen und sich frühzeitig

informieren. Auf diese Bedürfnisse reagiert das Haus gezielt, ohne

seine Grundhaltung zu verlieren.

Christian Stubbe (M.) führt das Familienunternehmen heute gemeinsam mit seinem Sohn

Julius und dessen zukünftiger Frau Jule – zwei Generationen, die Tradition und neue Perspektiven

verbinden

Ein wichtiger Bestandteil dieser Weiterentwicklung ist die Informationsreihe

„Lass uns übers Sterben sprechen“. Die Abende bieten eine offene

Atmosphäre, in der Menschen Fragen rund um das Thema Sterben

stellen und erste Orientierung gewinnen können. Die Vorträge werden

in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern gestaltet, sodass unterschiedliche

Perspektiven und Fachkompetenzen zusammenkommen.

Teilnehmende nutzen die Gelegenheit, das Bestattungshaus erstmals persönlich

kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Der Austausch

ist ehrlich, klar und ohne Tabus. Ziel der Reihe ist es, Unsicherheiten

abzubauen, Orientierung zu geben und zu zeigen, wie viel Entlastung

eine frühzeitige Vorsorge und Planung bieten kann.

Das Unternehmen ist an drei Standorten in Bremen vertreten: dem

Hauptsitz in der Humboldtstraße, der Zweigniederlassung Bischoff & Kathmeyer

in Bremen-Nord und der 2022 eröffneten Filiale in Horn. Dieser

Standort ist bewusst zeitgemäß gestaltet und wirkt auf den ersten Blick

fast wie ein kleines Ladengeschäft – erst die sichtbaren Särge und Urnen

in den großen Schaufenstern machen die Ausrichtung erkennbar.

So verbindet das Unternehmen seit Generationen gelebte Tradition mit

einer klaren, zukunftsorientierten Haltung.

»»» gebr-stubbe.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 11


Yumi Ito erschafft mit ihrer Stimme Welten fern aller Grenzen

Sendesaal Konzert:

Yumi Ito „Distant Voices“

AZ_RA-KorzusPiewack_SM_05-22_Layout 1 16.11.22 11:38 Seite 1

Mit Distant Voices (2026) präsentiert die schweizerisch-polnisch-japanische

Künstlerin Yumi Ito ein neues Konzeptalbum, das Identität, Matriarchat

und Wandel durch starke Natur- und Blütensymbole verbindet.

Zwischen Jazz, Art-Pop und klassischer Klangsprache überschreitet Ito

mühelos stilistische Grenzen. Gemeinsam mit Nadav Erlich (Bass), Iago

Fernández (Schlagzeug) und Alessio Cazzetta (Gitarre) entsteht ein lebendiger,

organischer Bandsound, der ihre charakteristische Stimme und

ihr Pianospiel in den Mittelpunkt stellt. Nach dem Soloalbum Lonely

Island (2025) geht Ito mit Distant Voices auf internationale Tour und lädt

das Publikum am Freitag, 10. April um 19.30 Uhr im Sendesaal Bremen

zu einer intensiven, offenen musikalischen Reise ein.

Denise Fromme

Rechtsanwältin und Notarin

Fachanwältin für Familienrecht

Trentmann PartGmbB Rechtsanwälte

Obernstraße 39-43 | 28195 Bremen

Telefon: (0421) 33947-0 | Telefax: (0421) 33947-80

E-Mail: fromme@trentmann.info

www.trentmann.info

Frau Rechtsanwältin und

Notarin Denise Fromme

berät Sie in allen juristischen

Fragen rund um

die Familie. Ihre Tätigkeit

umfasst die außergerichtliche

und gerichtliche

Vertretung in allen

familienrechtlichen Angelegenheiten.

In Ihrer

Tätigkeit als Notarin steht

sie Ihnen rund um die

Gestaltung von Eheverträgen,

Scheidungsfolgenvereinbarungen

und erbrechtlichen

Gestaltungen beratend

zur Seite.

Yumi Ito erschafft mit ihrer Stimme Welten fern aller Grenzen. Die polnisch-japanisch-stämmige

Schweizerin gilt als eine der herausragendsten

Vertreterinnen der Gesangsimprovisation und bewegt sich mühelos zwischen

Genres sowie ihren Tätigkeiten als Sängerin, Pianistin, Komponistin,

Improvisatorin.

Als Tochter des japanischen Konzertpianisten Suguru Ito und der polnischen

Mezzosopranistin Margo Cadias wurde Yumi Ito, die in der

Schweiz aufwuchs und lebt, die Musik sozusagen in die Wiege gelegt.

Mit dem klassischen Jazzgesang, den sie an der Universität lernte, war

sie nicht glücklich, eine Befreiung war die Entdeckung des Experimentellen,

die ihre Musik zu einem Amalgam aus Jazz, Art-Pop, Electronica

und Neoklassik werden ließ. Heute steht sie in einer Reihe mit außergewöhnlichen

Schweizer Vokalisten wie Christian Zehnder oder Andreas

Schaerer. Mit einer unglaublichen Stimme, die an Kraft, Ausdrucksstärke

und Eindringlichkeit ihresgleichen sucht, gepaart mit einem fulminanten

Improvisationstalent und herausragenden Qualitäten als Komponistin.

Was sie auf der Bühne inzwischen an die Seite von Stars wie Becca Stevens,

Kurt Rosenwinkel oder Mark Turner eindrucksvoll unter Beweis

gestellt hat.

Yumi Ito ist Preisträgerin der Montreux Jazz Vocal Competition 2015.

»»» sendesaal-bremen.de

12

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


AZ_SiebenSachen_FM_02-26_Layout 1 05.03.26 12:55 Seite 1

Frühlingsgefühl!

Bremens

Lieblingsladen

2024 & 2025

Neu im Sortiment

Geballte Kompetenz

im Bereich

Immobilienbetreuung

Bremer Niederlassung der Objekt-

Entwicklung GmbH wächst weiter

Die Bremer Niederlassung der Objekt-Entwicklung Gesellschaft für

Grundstücksentwicklung m.b.H. befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Seit über 50 Jahren befasst sich das Unternehmen mit der Entwicklung

und dem Management von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Der Bremer Standort wurde 1981 im Zuge der Übernahme der Einkaufszentren

Berliner Freiheit, Blockdiek und Marßel gegründet. Seither hat

sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und betreut neben

großen Objekten auch zahlreiche kleinere Immobilien in den Bereichen

Einzelhandel, Büro und Wohnen. In den vergangenen Jahren

kamen unter anderem das Jan-Reiners-Center in Findorff sowie verschiedene

Wohn- und Geschäftshäuser – auch im Eigentum von Wohnungseigentümergemeinschaften

– hinzu.

Hemmstraße 192, 28215 Bremen, Tel. (0421) 37 94 990

Jetzt neu bei uns von

der MIDO in Mailand:

ENIGMA

„Uns ist es wichtig, den Eigentümern ein Rundum-sorglos-Paket zu bieten

– von der Vermietung und kaufmännischen Verwaltung über die

technische Betreuung bis hin zur strategischen Weiterentwicklung der

Immobilie“, erklärt Niederlassungsleiter Frank Springer. „Dabei profitieren

unsere Kunden von der Präsenz aller Mitarbeitenden vor Ort sowie

von einem technischen Rund-um-die-Uhr-Service, der insbesondere

durch die Betreuung der Einkaufszentren gewährleistet ist.“

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt für das Unternehmen in der ganzheitlichen

Betreuung der Immobilien – stets mit Blick auf deren langfristige

Entwicklung.

Mit derzeit 14 festangestellten Mitarbeitenden ist die Bremer Niederlassung

der Objekt-Entwicklung gut für die Zukunft aufgestellt.

»»» objekt-entwicklung.de

Schwachhauser Heerstraße 211

28211 Bremen | Tel.: 0421 .217382

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 13


Frühlingserwachen in der botanika

Vielfältige Veranstaltungen, Sonderausstellungen & Naturerlebnisse

Von blühenden Azaleen über tierische Begegnungen bis hin zu Konzerten und Vorträgen: Die botanika Bremen lädt von April bis Juni 2026 zu

einem abwechslungsreichen Programm für Groß und Klein ein. Neben täglichen Fütterungen und Führungen erwarten die Besucherinnen

und Besucher stimmungsvolle Abendveranstaltungen, spannende Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt sowie besondere Highlights

wie die Lange Nacht der Bremer Museen und die Woche der Botanischen Gärten. Das Frühjahrsprogramm verbindet Natur,

Kultur und Wissen auf einzigartige Weise – mitten im Grünen.

»»» botanika-bremen.de

Täglich um 11.30 Uhr & 15 Uhr

Koi-Fütterung

Gemeinsam mit unseren Gästen füttern

wir die Koi im Japanischen Garten.

Im Eintritt enthalten

Täglich, 14. März bis 3. Mai

Hallo Langohr: Kaninchen &

Küken zum Entdecken

Die Sonderausstellung präsentiert verschiedene

Kaninchenrassen und ihre Besonderheiten;

zusätzlich können täglich Küken beim Schlüpfen

beobachtet werden – ein spannender

Einblick für Groß und Klein.

Im Eintritt enthalten

Täglich um 12.30 Uhr & 15.30 Uhr

Otter-Fütterung

Bei unserer Otter-Fütterung lernen Gäste die

Zwergotter der botanika kennen und erfahren

Wissenswertes über die faszinierenden Tiere.

Im Eintritt enthalten

Jeweils sonntags um 15.30 Uhr

Tiertraining

Beim öffentlichen Training der Weißhandgibbons

und Zwergotter im Außenbereich zeigen

unsere Tierpfleger, wie sie mit ihren Schützlingen

interagieren. Das Training findet nur bei

gutem Wetter statt.

Im Eintritt enthalten

Jeweils samstags um 15 Uhr

Beo, Gibbon & Co.

Im Rahmen einer Führung stellen wir die

tierischen Bewohner der botanika vor. Die

Tour startet im Japanischen Garten mit der

Koi-Fütterung.

Im Eintritt enthalten

Täglich, 14. März bis 3. Mai

Frühlingsblüte mit Azaleen:

Farbenpracht im Japanischen Garten

und im Mendehaus

Zur Azaleenblüte zeigt sich die botanika in

leuchtenden Rot- und Rosatönen. Innerhalb

der Sonderausstellung sorgen wechselnde

Sorten über den gesamten Zeitraum für ein

immer wieder neues Blütenbild.

Im Eintritt enthalten

14

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


12. April, 18.30 bis 20.30 Uhr

Verdi, Jazz & Azaleen

Musik liegt in der Luft: Das Frühlingskonzert

des Bremer Kaffeehaus-Orchesters (BKO) in

der botanika. Im Japanischen Garten erklingen

wieder klassische Melodien und bekannte

Popsongs.

Eintritt 32 €, ermäßigt 16 €

30. Mai, 18 bis 0 Uhr

Lange Nacht der Bremer Museen

Im Rahmen der Langen Nacht der Museen

bietet sich den Besucherinnen und Besuchern

der botanika ein beeindruckendes Naturschauspiel

bei Nacht. Sie können die phänomenale

Pflanzenvielfalt in den Schauhäusern aus

einer völlig neuen Perspektive

entdecken und erleben.

Im Eintritt enthalten

16. April, 16.30 bis 18.30 Uhr

Führung: Azaleen in der botanika

Blütenvielfalt im Fokus: Im Rahmen dieser

Führung begeben sich Besucherinnen und

Besucher auf eine Reise durch rund 200 Jahre

Azaleenzüchtung. Ausgehend von den rosafarbenen

Blüten von Rhododendron simsii wird

die Entwicklung hin zu einer großen Sortenvielfalt

mit unterschiedlichen Farben, Formen

und Blütezeiten anschaulich vermittelt.

Im Eintritt enthalten

26. April, 18.30 bis 20.30 Uhr

Frühlingskonzert Stefanie Golisch

Ein Frühlingskonzert zum Zuhören und

Mitsingen erwartet die Besucherinnen und

Besucher im Japanischen Garten der botanika.

Zwischen blühenden Azaleen gibt Stefanie

Golisch bekannte Frühlingslieder zum Besten

– solistisch und gemeinsam mit dem Publikum.

In der Pause lädt die botanika zu einem

Rundgang ein.

Eintritt 24 €, ermäßigt 20 €

2. Juni, 18.30 bis 20 Uhr

Vortrag Tibetisches Zentrum:

Glück kann man üben!

Glück ist im Buddhismus kein Zufall, sondern

eine durch Geistestraining, Meditation,

Achtsamkeit und Mitgefühl erlernbare innere

Haltung. In seinem Vortrag wird Geshe Sönam

Namgyäl diesen Weg beschreiben und für

Fragen zur Verfügung stehen.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

13. & 14. Juni, 10 bis 18 Uhr

Bonsai-Ausstellung

Der Bonsai-Arbeitskreis Bremen zeigt im Westhaus

und im Japanischen Garten rund 40 bis

50 ausgewählte Bäume aus Norddeutschland.

Die Ausstellung bietet Einblicke in Stilrichtungen,

kulturelle Hintergründe und die Ästhetik

der Bonsai-Kunst und wird durch Informationsangebote

und Kurzberatungen ergänzt.

Im Eintritt enthalten

Täglich, 13. Juni – 21. Juni

Woche der Botanischen Gärten

Die Woche der Botanischen Gärten steht

unter dem Motto „Wilde Vielfalt im Garten“.

Eine Posterausstellung zeigt, wie vielfältig

unsere Gärten sind – und das weit über die

angepflanzte Vielfalt hinaus. Die Ausstellung

stellt diese Lebewesen vor und gibt Tipps, wie

sich auch zu Hause Artenvielfalt fördern lässt.

Im Eintritt enthalten

28. Juni, 18.30 bis 20.30 Uhr

HafenRevueTheater

Ein unvergessliches Sommerabend-Konzert

des HafenRevueTheaters findet im Hofgarten

der botanika statt. Mitglieder des Ensembles

präsentieren Swing-Evergreens sowie Musicalklassiker

aus „Sweet Charity“, „Grease“ und

„Linie 1“. Tickets gibt es im Onlineshop oder

im Vorverkauf an der Kasse der botanika.

Eintritt 29 €, ermäßigt 24 €

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 15


Das Team von "Between The Beats": My Cao (Autorin), Su-Jin Song (Autorin), Lisa Junick (spielt

Isa), Gio Yoo (spielt Sara), Alexander Schmidt (spielt Daniel), Tatjana Wenig (Regisseurin), Etritane

Emini (Kamerafrau), Daniela Zentner (Produzentin) (Foto: Radio Bremen und SR - Markus

Nass)

Abgedreht:

Neue Vertical Drama Series

„Between The Beats“

Rolladen

Markisen

Jalousien

Insektenschutz

Vordächer

Terrassendächer

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Tel: (0421) 6 16 03 32

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Radio Bremen, der Saarländische Rundfunk

und RED PONY haben es „im Kasten“: Die

Dreharbeiten zur neuen Vertical Drama Series

„Between The Beats“ sind abgeschlossen. Die

Serie wird voraussichtlich ab April 2026 auf

TikTok veröffentlicht.

„Formate und Erzählformen ändern sich kontinuierlich

und immer schneller. Radio Bremen

ist traditionell neugierig und experimentierfreudig.

Nach der ersten Mystery-Webserie

Deutschlands ‚Wishlist‘ vor zehn Jahren ist es

höchste Zeit für ein neues Experiment“, sagt

Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio

Bremen. „Wir haben tolle Partner gefunden,

mit denen wir dieses Projekt realisieren.“

Auch für Saxonia Media ist das Format ein

Novum. Sven Sund, CEO des Unternehmens,

erklärt: „Für unser Label RED PONY ist es die

erste plattform-native Produktion dieser Art.

In sozialen Netzwerken müssen wir anders

erzählen – das ist für uns enorm spannend.

Das Format zeigt, wie sich serielle Stoffe an

vertikale Plattformen anpassen lassen.“

Im Mittelpunkt von „Between The Beats“

steht ein Coming-of-Age-Drama im Ballettmilieu,

inspiriert von K-Dramen und südkoreanischer

Popkultur. Die Serie umfasst rund 23

Episoden mit einer Länge von jeweils ein bis

drei Minuten.

Erzählt wird die Geschichte der disziplinierten

Primaballerina Sara, die unter dem hohen Erwartungsdruck

ihrer Eltern lebt und heimlich

von K-Pop und einem Leben in Seoul träumt.

Als sie das Musiktalent Daniel kennenlernt,

geraten ihre Pläne, Gefühle und familiären

Bindungen ins Wanken – ebenso wie die Beziehung

zu ihrer ehrgeizigen Freundin Isa.

Sara muss entscheiden, ob sie für ihre Liebe

und ihre eigenen Träume einsteht. „Between

The Beats“ ist eine Produktion von RED

PONY, einem Label der Saxonia Media, im

Auftrag von Radio Bremen und dem Saarländischen

Rundfunk.

»»» radio-bremen.de

16

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


10 Jahre fitalis

Fitness im Hotel Munte

Was vor zehn Jahren in einem ehemaligen Tagungsraum begann, ist heute

eine feste Größe in Schwachhausen: Das fitalis – Fitness im Hotel

Munte feiert sein 10-jähriges Jubiläum.

Die Entstehungsgeschichte liest sich fast wie ein Zufall – war aber wohl

eher Fügung: Detlef Pauls, Inhaber des Hotel Munte am Stadtwald, wurde

auf Personal Trainerin Sina Cordsen aufmerksam. Ihre Vision von

ganzheitlichem Gesundheitstraining überzeugte, und so entstand in den

Räumen des Hotels ein gemeinsames Fitnesskonzept.

Von Beginn an steht individuelles Personal Training im Mittelpunkt. Ob

Leistungssteigerung, Rehabilitation oder mehr Wohlbefinden: Maßgeschneiderte

Trainingspläne, intensive Einzelbetreuung und persönliche

Begleitung machen bis heute den Unterschied. Das fitalis bietet professionelle

Ernährungsberatung, moderne Diagnostik wie Atemgasanalysen,

Reboots-Regenerationsbehandlungen und Kinesio-Taping. So entsteht ein

ganzheitliches Gesundheitsangebot. Täglich finden Kurse von Kräftigung

über Mobilisation bis hin zu funktionellem Training statt. Besonders

wichtig sind Reha-Sport und Präventionskurse. Das Team ist gewachsen,

darunter auch studierte Fitnessökonomen – mit gemeinsamem Anspruch

an Qualität und persönliche Betreuung.

Sina Cordsen und Lukas Ulbrich: Gemeinsam stehen sie für persönliches

Training, fachliche Kompetenz und die kontinuierliche Weiterentwicklung

des fitalis im Hotel Munte.

Die Verbindung zum Hotel Munte ist dabei mehr als nur räumlich: Auch

Hotelgäste profitieren, etwa durch „bewegte Pausen“ bei Tagungen.

Das Jubiläum ist Anlass zur Dankbarkeit – für das Vertrauen der Mitglieder,

die Unterstützung aus dem Stadtteil und viele Erfolgsgeschichten.

Wer das Jubiläum mitfeiern möchte, profitiert von attraktiven Aktionen

rund um Personal Training, Kurse und Regeneration – inklusive Gratisleistungen

und kleiner Extras.

»»» personaltrainer-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 17


Hol dir den

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Hotline 0800 – 20 366 10 | mail@hornerapotheke.de

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Projektraumkunst Ute Seifert, Foto: Raffaele Horstmann

Villa Sponte: Ausstellung

„Wasser Welten“

Arbeiten zum Element Wasser von

Beate C. Koehler und Ute Seifert

Unter dem Titel „Wasser Welten“ zeigt die Villa Sponte, Osterdeich 59b,

bis einschließlich Sonntag, 29. März, Werke von Beate C. Koehler und

Ute Seifert, die sich auf unterschiedliche Weise dem Element Wasser

widmen. Die Werke sind bis zum 29. März dienstags, sonnabends und

sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

Zwei Künstlerinnen widmen sich in der Ausstellung „Wasser Welten“

dem Element Wasser aus unterschiedlichen, sich ergänzenden Blickwinkeln.

Beate C. Koehler erforscht in ihrem Langzeitprojekt „Water Portraits“

seit 2022 Wasser als Ursprung des Lebens. Auf Reisen zu Seen,

Flüssen und Meeren weltweit sammelt sie fotografische, filmische und

akustische Eindrücke. Ihre Arbeiten führen von Bremer Seen und dem

Main über die Pazifikküste San Franciscos bis nach Spitzbergen und in

arktische Unterwasserwelten. In „Nordland“ zeigt sie die vom Wasser

geformten Landschaften Nordnorwegens, während „Polarlandschaften“

Mondlicht, Polarnacht und Mitternachtssonne auf Spitzbergen einfangen.

Auch in „Walking the Tideline“, einer Installation, die sie am 15.

März zeigt, folgt sie der Gezeitenlinie San Franciscos und dem Zusammenspiel

der Elemente. Am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr präsentiert

die Künstlerin zudem ihre quadrophone Sound-Installation „#hiddenWE-

SERsounds“ mit Tina Badenhop (Tanz).

Ute Seifert setzt Wasser in einen kunsthistorischen und philosophischen

Zusammenhang. Für sie ist Wasser ein zentrales Motiv der Kunstgeschichte

– Allegorie, Symbol, Sehnsuchtsort und Denkraum zugleich.

Wasserlandschaften öffnen imaginative Horizonte, spiegeln menschliche

Erfahrung und verweisen auf das „Alles fließt“ der griechischen Philosophie.

Vom höfischen Garten über die romantische Malerei bis zu modernen

Medienkunstformen zeigt Wasser seine kulturelle Bedeutung als

Element ständiger Bewegung, Tiefe und Erkenntnis. So verbinden beide

Künstlerinnen ästhetische Erfahrung, Naturbeobachtung und geistige Reflexion

zu einem facettenreichen Blick auf die Welten des Wassers.

»»» villa-sponte.de

18

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


After Work Park im Bloom: Wenn warme Sommerabende, gute Musik und kühle Drinks

zusammenkommen, entsteht die besondere Stimmung, für die das Open-Air-Format im Rhododendronpark bekannt ist.

Dance, Drinks & Dreams

Der After Work Park im Bloom eröffnet die Saison – mit

„Tanz in den Mai“ und stilvollen Sommerabenden unter freiem Himmel

Wenn die Sonne langsam hinter den Bäumen des Rhododendronparks

verschwindet und sanfte Beats durch das Grün klingen, beginnt im

Bloom eine besondere Zeit des Jahres. Der After Work Park lädt auch

2026 wieder dazu ein, den Arbeitsalltag dort ausklingen zu lassen, wo

Bremen am schönsten ist: draußen, mitten im Park.

Einmal im Monat verwandelt sich die Fläche vor dem Restaurant Bloom

in eine stimmungsvolle Open-Air-Location. Zum Auftakt beim „Tanz in

den Mai“ stehen bekannte Bremer DJs wie Mark Bale, Chris Packer und

Tobias Meisner an den Decks. Ihr Sound sorgt für genau die richtige Mischung

aus entspanntem Ankommen und tanzbarem Melodien. Dezente

Lichtinstallationen und die beliebten Flame Jets setzen besondere Akzente

und verleihen dem Abend eine festivalartige Atmosphäre.

Fünf Bars garantieren kurze Wege und eine feine Auswahl an Getränken.

Kulinarisch begleiten ausgewählte Foodstände den Abend, darunter neapolitanische

Pizza von Zio Manu di Napoli, bekannt aus dem Reislager

auf der Überseeinsel.

Direkt vor dem Gebäude stehen reservierbare Tischplätze mit Service zur

Verfügung, begehrt und erfahrungsgemäß schnell vergeben. Rund um

die Tanzfl äche laden Liegestühle und stilvolle Sitzecken zum Verweilen

ein. Gespräche, ein gutes Glas in der Hand, Musik im Hintergrund, es

ist diese besondere Mischung aus Leichtigkeit und Niveau, die den After

Work Park ausmacht.

Initiator Amon Rayat führt das Bloom seit 2015 und hat die Veranstaltungsreihe

2019 ins Leben gerufen. Sein Anspruch: Atmosphäre schaffen,

ohne dabei die Umgebung aus dem Blick zu verlieren. Entsprechend

ist das Soundkonzept angepasst, ab 22 Uhr wird die Lautstärke reduziert,

um Mitternacht endet der Abend. Nur in den 1. Mai tanzen wir bis 2

Uhr. Sicherheit und Rücksicht stehen an erster Stelle.

„Bleibt das Wetter auf unserer Seite, entstehen genau die Abende, für

die der After Work Park bekannt ist: voller Leichtigkeit, Begegnungen

und dieser besonderen, kaum greifbaren Stimmung, magische Momente

inklusive“, schwärmt Rayat.

»»» restaurant-bloom.de

After Work Park im Bloom

30. April

25. Juni | 23. Juli | 27. August

Jeweils ab 18 Uhr, Eintritt frei

Die limitierten Tickets für den „Tanz in den Mai“

gibt es online bei hansaticket.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 19


Verlosung!

1x2 Tickets für einen Stadtteilrundgang

nach Wahl

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@magazine-bremen.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Die Stadtteilführer von StattReisen

Bremen hat 23 Stadtteile sowie zahlreiche Ortsteile und Quartiere

– doch wie viele davon kennen Sie wirklich? Im Frühjahr startet das

neue Themenprogramm von StattReisen Bremen e. V., das die eigene

Heimatstadt zwischen Blumenthal im Norden und Obervieland im Süden

erlebbar macht. Abseits der touristischen Pfade warten vergessene

Orte, beeindruckende Persönlichkeiten und amüsante Anekdoten auf

Bremer:innen, die auf den Touren hinter nur scheinbar bekannte Straßenecken

blicken möchten.

Am 1. März ging es mit Stadtführerin Barbara Prüsch zwischen Bürgerpark

und Filmkunsttheater Gondel durch die charmanten Straßen

von Schwachhausen. „Vom Dorf zum wohlhabenden Stadtteil in 150

Jahren“, begeistert sich die Stadtführerin, die seit 17 Jahren Gäste und

Einheimische für StattReisen durch Bremen führt und in der Östlichen

Vorstadt zuhause ist. „Willkommen zu diesem kurzweiligen Rundgang,

Unter dem Motto „Vom Dorf zum wohlhabenden Stadtteil in 150 Jahren“

verband der Rundgang spannende Stationen wie den dicksten Baum, die erste

Straßenbahnlinie und den ersten Kindergarten Bremens

Stadtteilrundgang Schwachhausen

Eine Tour durch die charmanten Straßen im Stadtteil

der den dicksten Baum, die erste Straßenbahnlinie und den ersten Kindergarten

Bremens miteinander verbindet!“

Im Programmkalender von StattReisen Bremen stehen in diesem Jahr

zunächst 13 Stadtteile und Quartiere, die zwischen März und Oktober

entdeckt werden können. In eineinhalb bis zwei Stunden führen lokale

Stadtführer:innen auf barrierearmen Wegen durch Blumenthal, Findorff,

Horn-Lehe, Huchting, Lesum und die Neustadt sowie durch Obervieland,

das Ostertor, den Schnoor, Schwachhausen, das Tabakquartier, die

Überseestadt und Walle.

Tickets: 14 Euro pro Person. Anmeldung über die Webseite.

»»» stattreisen-bremen.de

20

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Frisch entsiegelter Vorgarten (Foto: Klimazone Bremen-Findorff e.V.)

„Bremen pflastert ab!“

Ein Wettbewerb für mehr Grün

und offene Flächen

Ab dem 21.03. startet der Wettbewerb. Angetreten wird gegen die Gewinner

des Vorjahres – Darmstadt, Frankfurt und Hamburg.

Diese drei Großstädte sowie viele andere Kommunen haben 2025 begonnen,

Flächen zu entsiegeln – das bedeutet, Pflaster aufzubrechen und

den Boden aufzulockern, damit wieder Grün wachsen und das Wasser

versickern kann. Auf www.abpflastern.de wird jeder entsiegelte Stein

dokumentiert und nach Ende der Wettbewerbsphase am 31. Oktober

ausgewertet, und die Sieger der drei Kategorien – Groß-, Mittel- und

Kleinstadt – werden gekürt. Dieses Jahr ist erstmalig Bremen mit dabei

und möchte im Nordderby gegen Hamburg den Sieg erringen.

Wer schafft am meisten Fläche? Hierbei kommt es nicht nur auf die

Kommune, sondern auf jede:n Einzelne:n an. Denn gerade (Vor-)Gärten

bieten viel Potenzial zur Entsiegelung. Der Gewinn? Mehr Schatten und

Kühle in zunehmend heißer werdenden Sommern, besserer Abfluss von

Regenwasser, mehr Grün und Lebensraum für kleine Tiere in sonst oft

trostlosen Betonwüsten. Doch manchmal lässt sich eine Pflasterung beim

besten Willen nicht vermeiden. Die gute Nachricht: Auch teilentsiegelte

Fläche – also zum Beispiel ein Austausch von Pflasterung durch Rasengittersteine

– zählt.

Der Bremer Wettbewerb wird vor allem von den lokalen Initiativen angeführt.

In Findorff steht die Klimazone Bremen-Findorff e. V. schon in

den Startlöchern und freut sich mit vielen Engagierten darauf, Bremen

abzupflastern.

Tipp: Jetzt bei der Bremer Umwelt Beratung über Fördermittel zu Entsiegelung

und Begrünung informieren und Gelder beantragen.

»»» bremer-umwelt-beratung.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 21


ATRIO

Wo Architektur auf Atmosphäre trifft

TEXT | DOREEN VON OESEN

FOTOS | ATRIO, VERA DÖPCKE

Mit ATRIO ist in Schwachhausen ein Ort entstanden, der weit mehr

ist als ein Store: ein stilvoller Raum für Design, Interior und besondere

Fundstücke – und zugleich ein Studio für individuelle Raumplanung.

Hinter dem Konzept steht Lars Tyca. Gemeinsam mit seiner Frau Joana

und seiner Mutter Beate Tyca führt er ATRIO als Familienunternehmen.

Ob private Wohnräume, Ferienwohnungen oder Bürokonzepte – ATRIO

versteht sich als Partner vom ersten Gespräch bis zur finalen Umsetzung.

Der Store ist dabei Inspirationsquelle und Begegnungsort zugleich: Hier

entstehen Gespräche, Ideen und Konzepte, die weit über das Sortiment

hinausgehen. Nach einem Soft Opening Ende November eröffnete AT-

RIO Anfang Dezember offiziell und hat sich seitdem als neue Adresse für

Interior und Raumplanung in Schwachhausen etabliert.

Im Interview spricht Lars über seine Vision, Innenarchitektur zugänglicher

zu machen, über den Anspruch, Räume ganzheitlich zu denken

– und darüber, was es bedeutet, als Familie gemeinsam Verantwortung

zu tragen.

22

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Familienprojekt ATRIO: Lars

Tyca mit seiner Frau Joana

und seiner Mutter Beate

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 23


ATRIO

Blick in den ATRIO-Store mit

ausgewählten Interiorstücken

Lars, stell dich gerne einmal kurz vor.

Ich bin 31 Jahre alt, in Bremen geboren und

habe Architektur studiert. In den vergangenen

Jahren habe ich unterschiedliche Bereiche

durchlaufen – von der Ausführungsplanung

über Bauleitung bis hin zur Projektentwicklung.

In den letzten dreieinhalb Jahren verlagerte

sich mein Schwerpunkt zunehmend auf

die Innenarchitektur – ein Bereich, der mich

schon im Studium besonders fasziniert hat.

Privat habe ich zwei Kinder und wohne mit

meiner Familie in Schwachhausen.

Was ist ATRIO in einem Satz?

ATRIO ist ein Wohlfühlort, der zeigt, wie bedeutsam

ein Raum sein kann.

Mit welchem Gedanken bist du an ATRIO

herangegangen?

Die ursprüngliche Idee war, die Hürde zwischen

Kunde und Innenarchitektur ein Stück

weit zu schließen. Häufig ist es so, dass der

Kontakt mit einem Architekten oder Innenarchitekten

sehr formell, sehr technisch und sehr

kühl wirkt. Bei uns geht es darum, mit den

Menschen ins Gespräch zu kommen, persönlich

zu verstehen, was ihr Anliegen ist und sie

vom ersten Gedanken bis zur finalen Umsetzung

zu begleiten.

Was bedeutet Raum für dich persönlich?

Für mich ist der Raum das Herzstück eines Gebäudes.

Was bringt die schönste Gebäudehülle,

wenn man den Innenraum betritt und diese

Qualität nicht wiederfindet? Gebäude werden

für Menschen gebaut – und Menschen erleben

Architektur von innen. Deshalb denke ich Architektur

immer ganzheitlich, vom Raum aus.

Wie würdest du den Stil und die Atmosphäre

im Store beschreiben?

Sehr ruhig und klar – aber trotzdem losgelöst

und frei. Der Raum ist bewusst reduziert, nicht

überladen, sondern durchdacht gestaltet. Ein

Ort, an dem man sich wohlfühlen und inspirieren

lassen kann. Viele Besucher sagen, es fühle

sich hier gar nicht an, als wäre man gerade in

Bremen. Das freut uns sehr.

Welche Idee steckt hinter dem Namen

ATRIO?

Der Name ist vom Wort Atrium abgeleitet. Wir

haben uns lange überlegt, wie wir den Store

nennen, sind dann aber relativ schnell auf AT-

RIO gekommen. Für mich gibt es da auch eine

persönliche Verknüpfung: In meinem Architekturstudium

habe ich meine Abschlussarbeit

über das Atrium geschrieben. Deshalb war es

24

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Design zum

Entdecken:

kleine Objekte

mit großer

Wirkung.

2 x in

Bremen

für uns eine schöne Geschichte, diesen Bezug

wieder aufzugreifen.

Warum habt ihr euch für Schwachhausen

entschieden?

Wir wohnen selbst in Schwachhausen und haben

hier vor ein paar Jahren ein Haus gekauft.

Unsere Kinder gehen hier zur Kita, wir sind

im Stadtteil verwurzelt – da war für uns klar:

Wenn wir diesen Schritt gehen, dann auch hier.

Das Publikum hier im Stadtteil passt sehr gut

zu unserem Konzept. Wir haben sogar proaktiv

nach einer geeigneten Fläche gesucht. Dass

der Laden nicht direkt an der Hauptstraße liegt,

sondern etwas zurückversetzt ist, fanden wir

sehr passend – es wirkt dadurch ruhiger und

entspricht genau dem, was wir hier schaffen

wollten.

ATRIO ist ein Familienunternehmen. Wie

kam es dazu?

Das hat sich tatsächlich so entwickelt. Meine

Mutter war viele Jahre im Modebereich tätig,

hatte aber schon immer eine große Leidenschaft

für Architektur und Interior – das hat

mich sicher auch geprägt. Meine Frau kommt

aus der Immobilienbranche und war durch unsere

Kinder zunächst stärker zu Hause eingebunden.

Als sich diese Fläche hier ergeben hat,

war für uns der richtige Moment gekommen,

den Schritt gemeinsam zu gehen. Es hat sich

einfach stimmig angefühlt, ATRIO als Familie

aufzubauen.

Wie sind eure Rollen im Unternehmen

verteilt?

Die Rollen sind klar verteilt. Meine Frau und

meine Mutter bespielen den Laden und wechseln

sich zu den Öffnungszeiten ab – da gibt

es feste Pläne. Meine Mutter bringt viel Erfahrung

aus dem Einzelhandel mit, vor allem im

Bereich Kundenbindung und Verkauf. Meine

Frau hat einen starken Marketing-Background

und kümmert sich um Einkauf und Zahlen.

Mein Schwerpunkt liegt in der Beratung, Planung

und Umsetzung. Oft entstehen hier im

Laden erste Gespräche, aus denen sich konkrete

Termine entwickeln – entweder hier im

Store oder direkt vor Ort beim Kunden. So greifen

Laden und Projektgeschäft ineinander.

Was macht euch als Team stark?

Ich denke oft visionär und relativ weit nach

vorne. Meine Frau und meine Mutter bringen

viel Klarheit und Struktur in die Umsetzung.

Sie sorgen dafür, dass die Basis steht und dass

wir Schritt für Schritt vorgehen. Das ist ein gutes

Zusammenspiel: Während ich versuche, die

Marke weiterzuentwickeln und nach vorne zu

Nachhaltige

Damenmode

auch in Plus Size

Adini · Alma & Lovis

Apu Kuntur · Blutsgeschwister

By Basics · GR Nature

Heart · Jalfe · King Louie · KOI

Living Crafts · Mansted · Mazine

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 25


ATRIO

Zeitloses Design statt kurzlebiger Trends

denken, wird hier sehr strukturiert gearbeitet.

Ich glaube, genau dieses Zusammenspiel macht

uns als Team stark.

Wie gestaltet sich der Beratungsprozess

bei euch?

Uns ist wichtig, vom ersten Gespräch bis zur fi -

nalen Umsetzung als Partner mit dabei zu sein.

Es soll nicht so sein, dass wir nur ein schönes

Konzept entwickeln und dann sagen: „Jetzt

bitte loslaufen.“ Wir möchten den Kunden an

die Hand nehmen und ihn durch den gesamten

Prozess begleiten.

Welche Werte prägen eure Arbeit?

Nahbarkeit ist uns sehr wichtig. Man soll hier

keine Hürde spüren, sondern einfach hereinkommen

können – egal, ob es um ein großes

Projekt geht oder nur um eine kleine Idee für

zu Hause. Wir möchten eine Anlaufstelle sein,

unabhängig vom Umfang.

Wir hatten zum Beispiel eine junge Kundin, die

ihre erste Wohnung bezieht und offen gesagt

hat, dass ihr Budget begrenzt ist. Trotzdem haben

wir uns Zeit genommen und gemeinsam

Ideen entwickelt, die sie selbst umsetzen kann.

Genau das ist uns wichtig.

Was macht ATRIO anders als klassische

Einrichtungsläden oder Concept Stores?

Wir sind nicht an bestimmte Hersteller gebunden.

Die Produkte hier im Laden sind eine

Auswahl, hinter der wir stehen. In der Planung

sind wir aber losgelöst und können individuell

auf den Kunden eingehen. Es geht uns nicht

darum, primär ein Möbelstück zu verkaufen,

sondern den Anspruch des Kunden bestmöglich

umzusetzen – vom ersten Gespräch bis zur

fi nalen Umsetzung.

Was bedeutet für dich „kuratiert“?

Kuratiert heißt für mich, eine bewusste Auswahl

an Produkten zu treffen und unserem Stil

treu zu bleiben. Wir springen nicht auf jeden

Hype auf und schauen auch nicht ausschließlich

darauf, was sich am besten verkaufen lässt.

Uns ist wichtig, dass die Dinge zeitlos sind, zu

uns passen und in sich stimmig wirken.

Nach welchen Kriterien wählt ihr Produkte

und Marken aus?

Preis-Leistung spielt für uns eine wichtige Rolle.

Wir wollen hier nicht nur High-End-Produkte

zeigen, sondern auch eine gewisse Nahbarkeit

schaffen. Uns interessiert, wo und wie

etwas gefertigt wird und wie die Qualität ist.

Viele unserer Hersteller kommen aus dem europäischen

Markt, und auch das Thema Nachhaltigkeit

spielt eine Rolle – etwa der Blick auf

Produktionswege und Materialien. Am Ende

muss ein Produkt aber vor allem zu unserem

Stil passen und zeitlos sein.

Was war euer schönster Moment seit der

Eröffnung?

Das direkte Feedback der Menschen. Wenn

Kunden sagen, dass sie sich hier sofort wohlfühlen

oder extra wiederkommen, um einfach

kurz vorbeizuschauen – das bedeutet uns viel.

Was wünschst du dir für die Zukunft von

ATRIO?

Ich wünsche mir, dass wir eine feste Anlaufstelle

werden, wenn es um Raumplanung und

Innenarchitektur geht – hier in Bremen und

perspektivisch auch darüber hinaus. Wir möchten

uns weiterentwickeln, weiterwachsen und

Projekte umsetzen, aber Schritt für Schritt.

Wichtig ist mir, dass wir als Planungsbüro mit

Store wahrgenommen werden – und dass wir

vom ersten Gespräch bis zur fi nalen Umsetzung

als Partner mit dabei sind.

Was möchtest du Menschen in Schwachhausen

mitgeben, die ATRIO noch nicht

kennen?

Die Tür steht offen. Man kann einfach vorbeikommen,

sich inspirieren lassen oder ins Gespräch

kommen – ganz ohne Verpfl ichtung.

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26

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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Wollen die Wachmannstraße noch

lebendiger machen: (v.l.n.r.)

Philipp Seibt, Christoph Blöcher,

Kathrin Kaiser und Patrick Fechner.

28

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Frische Impulse

für die Wachmannstraße

Neuer Vorstand bringt Schwung ins Quartier –

mit klarer Struktur, neuen Formaten und

viel Freude an Begegnungen

TEXT | ANDREAS SCHACK

FOTOS | ALICIA FRANKE, PHILIPP SEIBT & ANDREAS SCHACK

Seit dem 1. Januar 2026 ist der Vorstand

des Vereins „Die Wachmannstraße

e. V.“ neu aufgestellt. Vier Mitglieder

tragen nun die Verantwortung

– mit klaren Zuständigkeiten, festen

Arbeitsgruppen und einer gemeinsamen

Idee: Das Quartier soll lebendig

bleiben. Und noch ein Stück lebendiger

werden.

„Wir wollten mehr Struktur und

gleichzeitig mehr Energie“, sagt der

Vorsitzende Philipp Seibt. „Nicht mehr

jeder macht alles – jeder macht das,

was er am besten kann.“ Die Veränderung

ist bewusst gewählt. Der Vorstand

arbeitet schlanker als früher, Entscheidungswege

sind kürzer, Aufgaben klar

verteilt. Marketing, Mitgliederbetreuung,

Organisation, Finanzen, Feste

und die Begleitung politischer Themen

sind in Teams gebündelt.

Wichtig ist dabei: Die Arbeitsgruppen

bestehen nicht nur aus dem Vorstand

selbst. Sie werden gezielt von Mitgliedern

unterstützt und verstärkt. „Allein

geht das gar nicht“, sagt Seibt. „Wir

leben davon, dass sich Menschen einbringen.“

Einmal im Monat kommt das

Team zusammen, berichtet aus den

Gruppen, entwickelt neue Ideen und

entscheidet, was umgesetzt wird. „So

kommen wir schneller ins Handeln.“

Dass sich dieses Engagement lohnt,

zeigt ein Blick auf die Straße selbst.

Cafés, Restaurants, Fachgeschäfte,

Wochenmarkt, Apotheken und Arztpraxen

– vieles ist fußläufig erreichbar.

„Man braucht das Viertel eigentlich

kaum noch zu verlassen – hier ist alles

da“, sagt Christoph Blöcher, der seit

rund 20 Jahren im Quartier lebt.

Der Verein existiert seit über zwei

Jahrzehnten. Entstanden in einer Phase

des Straßenumbaus, als das Viertel

enger zusammenrücken musste, versteht

er sich bis heute als verbindendes

Element zwischen Anwohnern und

Geschäftsleuten. Rund 100 Mitglieder

engagieren sich – etwa 70 Prozent aus

dem Gewerbe, 30 Prozent Anwohner.

„Es ist keine Werbegemeinschaft“,

betont Blöcher. „Es ist eine Viertelgemeinschaft.“

Diese vier wollen dem Quartier nun

neue Impulse geben: Kathrin Kaiser

zog vor zehn Jahren mit ihren beiden

Töchtern nach Schwachhausen. „Ich

habe hier schnell gemerkt, dass dieser

Stadtteil mehr ist als nur ein Wohnort.

Er ist ein Zuhause geworden“, sagt sie.

Mit ihrem Family Concept Store „Gans

Glückselig“ direkt am Benqueplatz

hat sie einen Ort geschaffen, der weit

mehr ist als ein Geschäft. Vor der Tür

steht eine Bank, auf der man gerne verweilt,

ins Gespräch kommt und über

den Benqueplatz blickt. Begegnung ist

für sie kein Schlagwort, sondern Alltag.

„Ich kann hier keine zehn Meter

gehen, ohne jemanden zu treffen“, erzählt

sie. Genau dieses Gefühl möchte

sie stärken: „Wenn wir aufeinander zugehen

und miteinander ins Gespräch

kommen, entsteht ein starkes Miteinander.“

Philipp Seibt lebt und arbeitet seit 13

Jahren im Wachmannstraßen-Quartier.

Nach über zehn Jahren in Frankfurt

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 29


DIE WACHMANNSTRASSE E. V.

Persönliche Begegnungen gehören zur Wachmannstraße wie Cafés und kleine Geschäfte. Sie machen den besonderen Charakter des Viertels aus.

und München ist er bewusst nach Bremen zurückgekehrt. „Für mich

ist Schwachhausen der schönste Stadtteil“, sagt er. Er schätzt die Individualität

der Straße – und sieht zugleich Potenzial: „Unser Viertel kann

noch aktiver und attraktiver sein. Die vielen schönen Seiten dürfen noch

mehr strahlen.“

Patrick Fechner bringt als Konzert- und Eventveranstalter frische Impulse

ein. „Wir wollen nicht nur Veranstaltungen machen, sondern echte Erlebnisse

schaffen“, sagt er. Inspiration holt er sich auch aus anderen Städten

und aus den Niederlanden. „Dort wird Stadtteilkultur selbstverständlich

gelebt. Man denkt weniger in Hürden, mehr in Möglichkeiten.“

Dieses Selbstverständnis möchte er auf die Wachmannstraße übertragen.

Christoph Blöcher wiederum steht für Kontinuität. Seit vielen Jahren

engagiert er sich im Verein. Für ihn ist die Wachmannstraße vor allem

eines: ein Ort, an dem gerne gelebt, gehandelt, gewohnt, gegessen und

getrunken wird.

Was heißt das konkret für 2026?

Den Auftakt macht am 4. April von 12 bis 17 Uhr eine Premiere: die

Osterbäckerei in der Bäckerei Meyer Mönchhof. Kinder können

gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson Plätzchen ausstechen,

verzieren und anschließend mit nach Hause nehmen. Schürzen, Teig

und Dekoration stehen bereit, gebacken wird in festen Zeitfenstern. „Wir

wollten ein Format schaffen, das Familien direkt anspricht“, sagt Kathrin

Kaiser. „Etwas, das Begegnung ganz selbstverständlich entstehen lässt.“

Am 31. Mai folgt auf dem Benqueplatz von 11 bis 16 Uhr der neue

Nachhaltigkeitsmarkt. Im Mittelpunkt steht die Bremer Wärmewende

– mit konkreten Informationen zu Wärmepumpen, modernen Speichersystemen,

Balkonkraftwerken oder Elektromobilität. Fachleute beraten

vor Ort. „Nachhaltigkeit ist kein abstraktes Thema mehr“, sagt Patrick

Fechner. „Viele Menschen fragen sich ganz konkret, was sie an ihrem Zuhause

verändern können. Wir bringen die Experten direkt ins Quartier.“

Für Mitglieder gibt es ein Getränk und eine Bratwurst – vor allem aber

Gelegenheit zum Austausch.

Ende Juni wird es traditionell lebendig. Am 27. Juni findet das Wachmannstraßen-Sommerfest

statt. Musik, Gespräche, Stände und Begegnung

prägen den Tag. „Das ist unsere Hochphase“, sagt Seibt. „Da

kommt das ganze Viertel zusammen.“ Am 28. Juni folgt erstmals ein Human-Table-Soccer-Turnier.

Teams treten im Modus „Jeder gegen jeden“

an. „Wir machen bewusst kein K.-o.-System“, erklärt Fechner. „Jeder soll

bis zum Schluss dabei bleiben.“ Kinderangebote und Moderation sorgen

dafür, dass der Benqueplatz an diesem Wochenende zum Treffpunkt für

alle Generationen wird.

Ein fester Termin im Jahreslauf bleibt das Candlelight-Shopping im

November. Wenn die Wachmannstraße im Sternenlicht erstrahlt, laden

30

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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Das Wachmannstraßen-Sommerfest gehört für viele Bewohner und

Gäste des Quartiers zu den Höhepunkten des Jahres

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 31


DIE WACHMANNSTRASSE E. V.

Veranstaltungen, Musik und gemeinsame Aktionen sorgen dafür, dass

sich in der Wachmannstraße Menschen aller Generationen treffen

können

die Kaufleute zum festlichen Bummel ein. Musik vom Jazz-Duo bis zum

Pop-Xmas-Mix, Adventssingen auf dem Benqueplatz, Kinderschminken

und Laternenbasteln für die Jüngsten, kulinarische Stände und besondere

Aktionen in den Geschäften – die Straße verwandelt sich in einen stimmungsvollen

Treffpunkt. „Das zeigt jedes Jahr, wie vielfältig diese Straße

ist“, sagt Seibt. „Und wie viel Gemeinschaft hier entsteht.“

Neben diesen großen Veranstaltungen plant der Vorstand weitere kleinere

Formate im Jahresverlauf. „Wir wollen jünger werden, ohne unsere

Stammgäste zu verlieren“, sagt Seibt. Es geht um Balance – zwischen

Bewährtem und Neuem. 2026 verspricht also wieder ein Jahr voller

Aktivitäten zu werden – mit Backduft im Frühling, Austausch auf dem

Benqueplatz, Sommerfest und Lichterglanz im Advent.

www.diewachmannstrasse.de

32

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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Frank F. Brunnée und sein Kunstband „Digitale Kunstgeschichte“.

80 Werke, die zeigen, wie Kunst aussehen könnte,

wenn Digitalisierung schon immer dazugehört hätte.


ZWISCHEN

BÜRGERPARK &

BYTECODE

Frank Brunnée betrachtet die

Kunstgeschichte neu

Dabei stellt er Geschichte nicht auf den Kopf. Er verschiebt

jedoch die Perspektive und schaut humorvoll zu, was dann

passiert.

Wer die Parkallee nahe des Bürgerparks entlanggeht, ahnt

kaum, was sich hinter der Fassade eines der Altbremer Häuser

verbirgt. Hier arbeitet Frank F. Brunnée. Seit Jahrzehnten

in Bremen als Marketing-Mensch bekannt. Für viele

überraschend: eben auch Künstler.

„Die meisten kennen mich als Werber“, sagt er mit einem

Lachen. Strategien, Promotions, Corporate Identity. Seit

über 35 Jahren begleitet er mit seinem Agenturteam Unternehmen.

Dass sich hinter diesem Profi l immer auch ein

Künstler verbarg, wissen längst nicht alle.

Von „Hobby im Ruhestand“ kann keine Rede sein. Dafür ist

die Auseinandersetzung zu intensiv. Und zu aktuell.

Zwischen Druckfarbe und Digitalcode

Brunnée wurde klassisch als Druckvorlagenhersteller ausgebildet.

Rasterfolien, Montagekleber, Reprokameras. In

den 1980er-Jahren arbeitete er bereits mit den ersten Macs.

Ganze 10 Megabyte Speicherkapazität – heute fast rührend.

Technologie war für ihn nie Selbstzweck, sondern Werkzeug.

Marketing verstand er stets auch als gestalterische

Disziplin. Digitale Prozesse begleiteten ihn früh – im Agenturalltag

und bei gemeinsam mit der Universität Bremen

entwickelten Softwareanwendungen.

Seit Anfang 2023 arbeitet er intensiv mit Künstlicher Intelligenz.

„Ich habe die Digitalisierung nie erlitten“, sagt er.

„Ich habe sie immer mit großer Neugier genutzt.“

Und genau hier setzt sein neues Buch an.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 35


FRANK BRUNNÉE

Pinsel trifft KI: Die 80 Werke des Buches und viele weitere bekommen am Screen noch ihren letzten Schliff.

Kunstgeschichte mit Augenzwinkern

„Digitale Kunstgeschichte – Ein ironischer Blick auf Kunst und Technologie“

heißt das 168 Seiten starke Werk mit 80 großformatigen Abbildungen.

Kein theoretisches KI-Sachbuch, kein Leitfaden. Ein Kunstband.

Die zitierten Künstler stehen im Mittelpunkt. Und mitten in ihren Werken

sind Laptop, Smartphone, Headset oder digitale Interfaces selbstverständlich

integriert. Nicht wie eingeklebt. Sondern kompositorisch

gesetzt.

Sie folgen Perspektiven und Proportionen. Sie fi nden dort statt, wo sie

stehen würden, wenn Digitalisierung immer Teil der jeweils gezeigten

Epoche gewesen wäre. Renaissance mit Rechner und Headset, Barock

mit Flatscreen und Smartphone, Graphic Novel mit Social Media. In klassischen

wie zeitgenössischen Kompositionen tragen die digitalen Werkzeuge

das Bild mit einem Augenwinkern, ohne es zu stören.

Auch junge Leute fi nden hier einen erstaunlich direkten Zugang zu allen

Kunstepochen. Die begleitenden Texte ordnen fundiert ein und erlauben

sich Ironie – ohne zu dozieren und ohne die Werke zu banalisieren. Die

Arbeiten entstehen nicht „mal eben schnell als Prompt“, sondern aus genauer

Auseinandersetzung mit Stil, Epoche und Bildaufbau. Genau darin

liegt ihre Spannung.

Analog bleibt analog

„Ein Klick macht noch kein Konzept.“ Wer hier ausschließlich Digitales

erwartet, wird beim Blick auf Brunnées Farbstiftzeichnungen und Skulpturen

überrascht sein. Vieles entsteht im Garten, im wechselnden Licht,

mit Geduld und ruhiger Hand.

„Meine analoge Seite überrascht manche“, sagt Brunnée. „Und sie lässt

mich selbst immer am Boden bleiben.“

Es geht ihm nicht um Beweise, sondern um Haltung. Um Können statt

Effekt. Um Freiheit in der Idee und Präzision in der Umsetzung.

Seine Position zur Künstlichen Intelligenz ist weder euphorisch noch kulturpessimistisch.

KI ist für ihn ein wichtiges Werkzeug. Nicht mehr. Aber

auch nicht weniger. Und sie wird bleiben.

Erste Ausstellung – weitere folgen

Eine erste Auswahl seiner Arbeiten wurde im Industrie-Club im Haus am

Markt 1 ausgestellt.

Aus dem Buch sind zudem zwölffarbig gedruckte Fine Art Prints in limi-

36

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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Analoge Erdung: Brunnée bei der Arbeit an einer Skulptur in seinem

Gartenatelier.

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tierter Auflage entstanden. Zwölf Druckfarben ermöglichen feinste Schattierungen

und große Farbtiefe auf baumwollhaltigem Karton. Motive von

den Höhlenmalereien bis zur Moderne – mit digitalen Werkzeugen als

selbstverständlichem Bestandteil der Bildwelt. Die Blätter sind signiert

erhältlich. Weitere Ausstellungen auch außerhalb Bremens sind in Vorbereitung.

Worte und Bilder

Privat lebt Brunnée mit seiner Frau in Horn. Mit ihrem „Textbüro Bremen“

schreibt sie als Ghostwriterin Lebensgeschichten für inhabergeführte

Unternehmen – oft zu Jubiläen, manchmal einfach, damit gelebte

Biografien nicht zwischen Aktendeckeln verschwinden. Er gestaltet daraus

umfangreiche Bildbände.

Die Bremer Stadtmusikanten – immer neu und anders

Für Brunnée als echtem Bremer spielen auch die Stadtmusikanten eine

Rolle. Ohne Folklorefilter. Brunnée interpretiert neu und bricht Sehgewohnheiten

mit Humor auf. Bücher, Kunstdrucke und Postkarten sind

bei Touristen und Bremern beliebt, weil sie das Märchen nicht wiederholen,

sondern immer wieder neu erzählen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 37


FRANK BRUNNÉE

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Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Zwischen Skizzenblock und Monitor: Viele Illustrationen von Brunnée

entstehen ganz klassisch von Hand mit Pinsel und Farbstift.

Und es gibt auch die Zusammenarbeit mit privaten Auftraggebern. Etwa

Motive für die Böttcherstraße oder Werder Bremen. „Lebenslang Grün-

Weiß“ mit den Stadtmusikanten im Werder-Trikot. Ein wenig Humor

schadet bei der aktuellen Tabelle schließlich nicht.

Perspektivwechsel als Prinzip

Wer Brunnée nur aus der Unternehmenswelt kennt – oder bislang gar

nicht – entdeckt eine weitere Facette. Neben dem Marketingstrategen

steht seit Jahrzehnten ein Beobachter visueller Kultur. Einer, der Bild,

Technologie und Wahrnehmung zusammendenkt.

Sein Buch ist keine Abrechnung mit der Gegenwart. Es ist eine Einladung,

sie mit einem inneren Lächeln zu betrachten.

Ein digitaler Blick ins Buch ist auf seiner Website möglich. Wer tiefer eintauchen

möchte, fi ndet „Digitale Kunstgeschichte“ im Buchhandel oder

direkt unter www.brunnee-art.de. Und natürlich kann man auch in der

Parkallee 48 am Stern vorbeischauen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 39


Madame

Cookie

ein Ort,

eine Idee,

ein Keks

TEXT & FOTOS | FRANZISKA THOLEMA

Was passiert, wenn alte Familienrezepte, Fingerspitzengefühl

und echte Gastfreundschaft aufeinandertreffen?

Ein Besuch bei Madame Cookie in Schwachhausen.

Man merkt es sofort: Das hier ist kein Zufall. Keine

nostalgische Backstube, kein süßes Klischee. Madame

Cookie liegt mitten in Schwachhausen – und

fühlt sich an wie ein bewusst gesetzter Punkt im

Stadtteil. Klar, modern, offen. Der Raum ist aufgeräumt,

ruhig, freundlich. Gleich vorne: eine blaue

Couch, nicht als Deko, sondern als Einladung. Setzen,

ankommen, bleiben.

Und dann sind da diese Cookies. Groß, weich, außen

leicht knusprig und innen: warm. Keine dünne,

trockene Massenware, sondern ernst gemeinte

Gebäckstücke. Dick. Üppig. Präzise und gleichzeitig

liebevoll gemacht. Sie sehen gut aus und schmecken

auch so. Double Chocolate, Red Velvet, Matcha Pis-

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Schon lange hatten Ebrahim und Yuna den

Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen. Die Räume

in Schwachhausen waren schließlich ein

Glücksfall. „Hier hat es sich richtig angefühlt.“

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 41


MADAME COOKIE

Madame Cookie in Schwachhausen: kein Zufall, sondern ein bewusst gewählter Ort – klar, offen und mit viel Raum zum Ankommen. Neben ausgezeichneten

Cookies bietet Madame Cookie auch köstliche herzhafte Speisen an.

tachio zum Beispiel – wer die probiert, versteht schnell: Hier liegt kein

Trendprodukt auf dem Teller, sondern ein echtes Versprechen …

Ein eingespieltes Team hinter dem Tresen

Hinter Madame Cookie stehen Ebrahim Mohammadi und seine Frau

Yuna Beyranvandi – und dieser Ort ist kein Projekt, sondern das Ergebnis

ihrer Arbeit, Hingabe und täglichen Einsatzes. „Wir haben erst am 20.

Dezember letzten Jahres eröffnet“, sagt Yuna lächelnd. Seitdem fl ießt

hier alles zusammen: Zeit, Kraft, Erfahrung – und sehr viel Herzblut. Ziel

war nie ein schnelles Konzept, sondern ein Café, das irgendwie anders

ist. Ehrlich. Persönlich. Und genau deshalb so glaubwürdig.

Ebrahim und Yuna stammen ursprünglich aus dem Iran, seit 2019 leben

sie in Bremen. Die Verbindung dorthin ist natürlich geblieben – gerade

jetzt, vor allem emotional. Wenn Ebrahim von seiner Heimat spricht,

wird es kurz still. Man merkt, wie nah ihnen beiden die politische Situation,

die Sorge um Freunde und Familie, besonders im Moment geht.

Das alles ist da, auch hier, auch jetzt. Und fl ießt mit ein – in diesen Ort.

Ein Raum, der Vertrautes aufnimmt: alte Familienrezepte, das Wissen um

qualitativ hochwertiges Essen, eine selbstverständliche Gastfreundschaft,

die sie von zu Hause kennen. Und Yuna ergänzt: „Es soll ein Ort sein, an

dem Menschen gerne sind!“

Traditionelle Rezepte modern gedacht

Alles, was sie mitgebracht haben – Kreativität, Können, Klarheit – spürt

man sofort, sobald man zu Madame Cookie kommt und in einen der

köstlichen Kekse beißt. Die Rezepte hat Yuna von ihrer Mutter weitergegeben

bekommen, hat sie weiterentwickelt und probiert auch immer

wieder Neues. „Normale Cookies gibt es schließlich überall“, sagt Ebrahim.

„Wir wollen etwas machen, das wirklich besonders ist.“ Und besonders

heißt hier zum Beispiel: hochwertige Zutaten, Kaffeebohnen und

Milchprodukte in Bio-Qualität.

Madame Cookie ist aber kein reines Cookie-Café. Morgens kommen

Menschen auf einen schnellen Kaffee vorbei – sehr guten Kaffee, auch

hier mit hohem Qualitätsanspruch – und nehmen einen warmen Cookie

dazu auf die Hand. Andere bleiben zum Frühstück. Das Brot wird warm

und frisch serviert, liebevoll angerichtet. Die Marmeladen wie Quitte

42

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


oder grüne Walnuss sind extravagant, ungewöhnlich und absolut köstlich

– nichts wird beiläufi g gemacht, alles und alle bekommen hier verdiente

Aufmerksamkeit.

Was Madame Cookie besonders macht, ist eben nicht nur das Angebot,

sondern die Haltung dahinter. Gastfreundschaft ist hier kein Buzzword.

„Wir haben das von klein auf so gelernt“, erklärt Ebrahim. „Man besucht

sich, man lädt ein, man ist und isst gerne zusammen.“ Das soll auch

Madame Cookie vermitteln und den Gästen das Gefühl geben, richtig zu

sein – richtig da zu sein.

Und dass das nicht nur Theorie ist, zeigt sich ganz praktisch, im Kleinen,

im Alltag. Ein Mann steckt müde den Kopf zur Tür herein, in der

Hoffnung, einen guten Kaffee auf den Weg mitnehmen zu können – obwohl

heute, am Montag, eigentlich Ruhetag, eigentlich geschlossen ist.

Ebrahim sieht ihn an, zögert nicht, winkt ihn zum Tresen und macht

ihm einen. Kein großes Ding. Einfach menschlich. Der pausenlos, wichtig

telefonierende Geschäftsmann? Willkommen. Zwei tobende Kinder?

Willkommen. Und genau solche Momente erzählen hier mehr über diesen

Ort als jedes Konzeptpapier.

Familienleben und Geschäftsführung mit Herz

Apropos Kinder: Ebrahim und Yuna haben selbst zwei kleine Kinder.

Manchmal sitzen sie an einem der Nebentische und malen, während der

Betrieb weiterläuft. „Unser Einsatz hier ist groß“, sagt Yuna. „Aber es ist

Die Rezepte stammen aus der Familie, wurden weiterentwickelt und

neu gedacht – Tradition trifft Trend

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 43


MADAME COOKIE

Die großen Cookies werden aus hochwertigen Zutaten und nach einem Familienrezept gemacht. Und: Sie sind warm.

auch ein Geschenk. Wir verbringen viel Zeit zusammen, und die beiden

können auch mal bei uns sein, während wir arbeiten.“ Und so werden

bei Madame Cookie Kinder ganz grundsätzlich nicht vertröstet oder an

den Rand geschoben – sie gehören selbstverständlich dazu. Gutes, ehrliches

Essen darf hier nämlich nicht nur richtig gut aussehen, sondern

auch den Jüngsten gut schmecken. „Das Herz ist eben wichtig“, sagt

Ebrahim. Ein schlichter Satz, der vieles an dieser Stelle zusammenfasst.

Madame Cookie ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Ab März planen Ebrahim und Yuna ein Frühstücksbuffet am Wochenende

– ein Tisch, viel Zeit, keinen Stress. „Lieber klein und fein“, sagt

Ebrahim, Qualität vor Wachstum eben. Beide stehen selbst nicht gern im

Vordergrund, und auch dieser Ort drängt sich nicht auf. Er wirkt leise

und bleibt gerade deshalb im Gedächtnis. Wer einmal hier war, kommt

wieder. Garantiert. Wegen der Cookies, ja – aber vor allem wegen des

Gefühls, einfach willkommen zu sein.

Instagram: madame_cookie.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026



THEATER BREMEN

Die Reise nach Reims

Komische Oper von Gioachino Rossini

Text von Giuseppe Luigi Balocchi

In einer Dialogfassung von Anna Weber

In italienischer Sprache mit deutschem Übertext

Verlosung!

2 x 2 Karten für „Die Reise nach

Reims“ am 26. April um 18.00 Uhr im

Theater am Goetheplatz.

Einfach eine E-Mail bis zum

15. April:

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Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Alle wollen reisen in Rossinis Krönungsoper, doch keiner kommt wirklich

vom Fleck. Gestrandet im Hotel „Zur goldenen Lilie“ muss die aus

allerhand skurrilen Figuren zusammengewürfelte Reisegruppe bald feststellen,

dass es keinen Ausweg aus ihrer Situation gibt: kein geschultes

Hotelpersonal, keine Pferdekutschen für den Shuttle zum Bahnhof. In

ihrem immer länger werdenden Aufenthalt tragen sich seltsame Ereignisse

zu und sie werden allmählich von ihrer dunklen Vergangenheit

eingeholt, die bald einen Namen bekommt: Corinna, die einstige Rivalin.

Rossinis „Die Reise nach Reims“ entstand anlässlich der Krönungsfeier

von Karl X. Der Komponist schrieb eine Posse, die sich nicht nur über die

Oberfl ächlichkeiten des Adels, sondern auch über Opernklischees erhebt

und schuf dabei mit großer Leichtigkeit eine Opera buffa mit schönsten

Belcanto-Arien und absurdem Humor. Das Team um Regisseurin Anna

Weber macht aus dem Stoff eine skurrile und surrealistische Krimikomödie,

ergänzt durch weitere Musik des Komponisten.

Besetzung:

Musikalische Leitung: Sasha Yankevych

Regie: Anna Weber

Bühne: Stella Lennert

Kostüme: Hanna Rode

Video: Cantufan Klose

Video und Livekamera: Lio Klose

Mit: Elisa Birkenheier, Fabian Düberg, Arvid Fagerfjäll, Elias Gyungseok

Han, Christoph Heinrich, Yoona Jang, María Martín González, Nathalie

Mittelbach, Adèle Lorenzi, Sunwoong Park, Jasin Rammal-Rykała, Daniel

Ratchev, Diana Schnürpel, Oliver Sewell, Jörg Sändig sowie dem Opernchor

des Theater Bremen, der Statisterie des Theater Bremen und den

Bremer Philharmonikern

Vorstellungen:

Freitag, 13. März, 19.00 Uhr

Sonntag, 22. März, 15.30 Uhr

Sonntag, 5. April, 18.00 Uhr

Sonntag, 26. April, 18.00 Uhr

www.theaterbremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Richard Mosse, If I Ran the Zoo, 2012

Digitaler C-Print, 210,82 x 533,4 cm

Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in

Bremen, © Richard Mosse

Remix.

Photographie –

Fiktion und Wahrheit

Ab Frühjahr 2026 erweitert die Kunsthalle Bremen ihre Sammlungsausstellung

Remix mit einer Auswahl historischer und

zeitgenössischer Photographie. In vier großen Ausstellungsräumen

werden Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Candida

Höfer, Richard Mosse, Sebastian Riemer, Ricarda Roggan,

Thomas Ruff, August Sander, Taryn Simon, Thomas Struth und

Heinrich Zille präsentiert. Die Photographien sind teils Neuzugänge

aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, teils Dauerleihgaben

aus der Sammlung Ültzen sowie Leihgaben aus der

Sammlung Lothar Schirmer.

Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf die traditionelle

Vorstellung der Photographie als objektives Abbild, als verlässliche

Dokumentation der Wirklichkeit oder sogar als Beweismittel

bei der Aufdeckung von Straftaten. Die ausgewählten

Photographien stellen auf unterschiedliche Weise diese Ideen

in Frage und zeigen Photographie als Medium, in dem sich

Wahrheit und Fiktion verwischen können. Dabei werden auch

hochaktuelle Themen aufgegriffen wie die digitale Bilderfl ut

im Internet und die Frage der Glaubwürdigkeit von Photographie

in Zeiten von KI.

www.kunsthalle-bremen.de

Thomas Ruff, Substrat 18 l, 2003, C-Print, 256 x 186 cm

Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © VG Bild-Kunst, Bonn

2026, Foto: Thomas Ruff

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 47


Hören ist eng mit unserer Psyche und

unserem Gehirn verknüpft. Geräusche liefern

Orientierung, Sicherheit und soziale Nähe.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


OHREN AUF!

Warum gutes Hören mehr ist als nur laut und leise

Wie funktioniert Hören?

Hören ist ein erstaunlich komplexer Prozess, der weit über das Ohr hinausgeht. Alles beginnt mit

Schallwellen: Luftschwingungen, die durch Geräusche entstehen. Diese werden vom äußeren

Ohr aufgefangen und durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Das Trommelfell gerät in

Schwingung und überträgt diese Bewegungen auf die drei kleinsten Knochen des menschlichen

Körpers – Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie wirken wie ein Verstärker und leiten die Schwingungen

weiter ins Innenohr, genauer gesagt in die Cochlea (Hörschnecke). Dort befinden sich

Tausende feiner Sinneszellen, sogenannte Haarzellen, die mechanische Schwingungen in elektrische

Signale umwandeln. Diese Signale werden über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet,

wo sie schließlich als Sprache, Musik oder Geräusch interpretiert werden. Hören ist also keine

rein mechanische, sondern vor allem eine neuronale Leistung.

Wie, wodurch und wann entsteht Hörverlust?

Hörverlust kann viele Ursachen haben und schleicht sich oft unbemerkt ein. Eine der häufigsten

Formen ist der altersbedingte Hörverlust (Presbyakusis), der meist ab dem fünften oder sechsten

Lebensjahrzehnt auftritt. Dabei gehen nach und nach Haarzellen im Innenohr verloren – und

das ist irreversibel, denn diese Zellen regenerieren sich nicht. Doch auch Lärm ist ein zentraler

Faktor: Dauerhafte oder sehr laute Geräusche können die empfindlichen Haarzellen schädigen.

Das betrifft nicht nur Baustellen oder Maschinen, sondern auch Konzerte, Clubs oder laute

Musik über Kopfhörer. Weitere Ursachen sind Infektionen, genetische Veranlagung, bestimmte

Medikamente (ototoxische Substanzen), Durchblutungsstörungen oder plötzliche Ereignisse wie

ein Hörsturz. Wichtig ist: Hörverlust entsteht nicht immer „plötzlich alt“, sondern oft schon

deutlich früher.

Hören, Psyche und Gehirn – eine enge Verbindung

Hören ist eng mit unserer Psyche und unserem Gehirn verknüpft. Geräusche liefern Orientierung,

Sicherheit und soziale Nähe. Wenn das Hören schlechter wird, muss das Gehirn mehr

leisten, um Informationen zu entschlüsseln. Dieses permanente „Mitdenken“ kostet Energie.

Gleichzeitig kann eingeschränktes Hören zu Unsicherheit, sozialem Rückzug oder sogar depressiven

Verstimmungen führen. Studien zeigen, dass unbehandelter Hörverlust das Risiko

für kognitive Einschränkungen erhöhen kann. Das Gehirn bekommt weniger akustische Reize,

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 49


Ein bewusster Umgang mit Lautstärke, Technik und der eigenen Wahrnehmung ist entscheidend, um das Gehör langfristig zu schützen

bestimmte Areale werden weniger genutzt – und bauen langfristig ab.

Umgekehrt beeinflussen Stress, Angst oder Erschöpfung auch das Hören:

Wer psychisch belastet ist, nimmt Geräusche oft als lauter oder unangenehmer

wahr.

Wie laut ist zu laut?

Eine zentrale Frage in einer lauten Welt. Grundsätzlich gilt: Ab etwa

85 Dezibel kann es bei längerer Einwirkung zu Hörschäden kommen.

Das entspricht ungefähr starkem Straßenverkehr. Musik über Kopfhörer

erreicht oft 90 bis 100 Dezibel – und das direkt am Ohr. Viele Menschen

hören dauerhaft zu laut, ohne es zu merken. Ein Warnsignal ist, wenn

nach dem Musikhören ein Pfeifen (Tinnitus) auftritt oder Gespräche

plötzlich „dumpf“ wirken. Auch die sogenannte 60/60-Regel ist hilfreich:

maximal 60 % der Lautstärke für höchstens 60 Minuten am Stück.

Laut heißt nicht besser – das Gehirn gewöhnt sich nur an die Lautstärke

und verlangt mit der Zeit immer mehr.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Wenn mini

maximal

begeistert

Gutes Hören bedeutet nicht nur besseres Verstehen – sondern auch

mehr Energie, Klarheit und Lebensfreude

Kopfhörer & Noise Cancelling – Fluch oder Segen?

Kopfhörer sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Noise Cancelling

kann dabei tatsächlich ein Segen sein, weil Umgebungsgeräusche reduziert

werden. Dadurch muss die Musik nicht so laut eingestellt werden

– ein klarer Vorteil für das Gehör. Problematisch wird es, wenn Noise

Cancelling genutzt wird, um noch lauter zu hören oder sich komplett

von der Umwelt abzuschotten. Besonders In-Ear-Kopfhörer sitzen sehr

nah am Trommelfell und können bei hoher Lautstärke schnell Schaden

anrichten. Entscheidend ist also nicht die Technik selbst, sondern der

bewusste Umgang damit.

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Warum schlechtes Hören müde, gereizt oder unkonzentriert

macht

Wer schlecht hört, hört nicht einfach „weniger“ – er hört anstrengender.

Das Gehirn versucht ständig, Lücken zu füllen: Was wurde gesagt? War

das ein Wort oder nur ein Geräusch? Diese dauerhafte kognitive Mehrbelastung

führt zu schneller Ermüdung, Konzentrationsproblemen und

Reizbarkeit. Viele Betroffene berichten, dass sie sich nach Gesprächen

ausgelaugt fühlen oder soziale Situationen meiden. Das ist kein Zeichen

von Unlust, sondern von Überforderung. Gutes Hören bedeutet Entlastung

– für Kopf und Seele.

Wann ein Hörtest sinnvoll ist

Ein Hörtest ist meist früher sinnvoll, als man denkt. Nicht erst, wenn

„nichts mehr geht“, sondern schon bei ersten Anzeichen: häufiges

Nachfragen, das Gefühl, andere nuscheln, Probleme beim Verstehen in

geräuschvoller Umgebung oder schnelle Erschöpfung bei Gesprächen.

Auch Menschen ohne offensichtliche Beschwerden profitieren von regelmäßigen

Checks, besonders bei hoher Lärmbelastung im Beruf oder

Alltag. Ein Hörtest ist einfach, schmerzfrei und liefert wertvolle Informationen.

Früh erkannt, lässt sich Hörverlust besser ausgleichen – und

Lebensqualität erhalten.

Fazit

Hören ist weit mehr als ein Sinn: Es verbindet uns mit Menschen, Emotionen

und unserer Umwelt. Ein bewusster Umgang mit Lautstärke,

Technik und der eigenen Wahrnehmung ist entscheidend, um das Gehör

langfristig zu schützen. Denn gutes Hören bedeutet nicht nur besseres

Verstehen – sondern auch mehr Energie, Klarheit und Lebensfreude.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 51


„Familie & Co“

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

Kein Social Media

für unter 16-Jährige.

Frankreich, Spanien und Großbritannien planen

ähnliche Regelungen und auch in Deutschland

wird das Thema diskutiert.

Ein Interview mit Cornelia Holsten

(Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt)

INTERVIEW | CORNELIA HOLSTEN

FOTO | BRITTA GOTTSCHALK

52

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


„Familie & Co“

Frau Holsten, meinen Sie,

dass die Nutzung von Social

Media erst ab 16 Jahren

erlaubt sein sollte?

So sehr wir uns wünschen, unsere

Kinder vor Gefahren auf Social Media

schützen zu können - Verbote wecken bei Kindern zunächst den Reiz,

es erst recht machen zu wollen. Das gilt um so mehr, wenn Kinder sehen,

dass ihre Eltern auf Social-Media unterwegs sind. Plattformen wie

Instagram und TikTok sind nach den Nutzungsbedingungen schon heute

erst ab 13 Jahren erlaubt. Gleichwohl nutzen viele jüngere Kinder diese

Plattformen. Daran sieht man: Das Recht ist immer nur so gut, wie seine

Durchsetzung. Als Medienaufsicht ist mir wichtig, die Plattformen, die

mit den Interessen der Nutzenden ihr Geld verdienen, nicht aus ihrer

Verantwortung zu entlassen.

Das australische Verbot gilt übrigens nicht für Whatsapp oder für Plattformen,

deren Inhalte man auch ohne Registrierung nutzen kann, in

Deutschland beispielsweise TikTok und YouTube. Ohne eigene Inhalte

hochzuladen, dürfte man also fröhlich weiterscrollen.

Der Schlüssel im bewussten Umgang. Wie funktionieren Algorithmen?

Was triggert mich? Wie kann ich meine Privatsphäre schützen? Wir müssen

aufklären und Medienkompetenz fördern – in Familien, in Schulen,

in der gesamten Gesellschaft.

Welche Auswirkungen hat Ihrer Meinung nach eine intensive

Social-Media-Nutzung auf das „echte Leben draußen“, etwa

auf Bewegung, Freundschaften und Freizeitaktivitäten von Kindern

und Jugendlichen?

Die aktuelle JIM-Studie zeigt: 95 Prozent der 12- bis 19-Jährigen haben

ein eigenes Smartphone. Mehr als die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen ist

täglich online. Insgesamt verbringen Kinder und Jugendliche im Durchschnitt

täglich knapp vier Stunden am Bildschirm, 12-Jährige weniger,

18-Jährige mehr. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Jugendlichen vier

Stunden täglich stumpf durch TikTok scrollen. Viele nutzen Social Media

auch als Informationsquelle. Die gute Nachricht: außerhalb der Mediennutzung

stehen auf Platz 1 der Freizeitaktivitäten Sport (69%) und auf

Platz 2 Treffen mit Freundinnen und Freunden (64%). Das „echte Leben

draußen“ findet also nach wie vor statt. Es hat sich nur verändert.

Wo sehen Sie bei Kindern und Jugendlichen die größten Probleme

im Umgang mit Social Media?

Zwei Drittel der Jugendlichen fällt es laut der JIM-Studie schwer, die

eigene Bildschirmzeit zu regulieren, obwohl sie die Nachteile kennen.

Sozial-Media Nutzung von Jugendlichen

an gewöhnlichen Wochentagen

(14 bis 20 Jahre)

Bis 3-4 Stunden

Nie

Weniger als 2 Stunden

Bis 2 Stunden

29 %

42 %

Bis 5-7 Stunden

19 %

Bis 7 Stunden und mehr

8 %

1 %

1 %

Quelle: Repräsentative Studie "Zwischen Bildschirmzeit und Selbstregulation

- soziale Medien im Alltag von Jugendlichen" der Vodafone

Stiftung Deutschland gGmbH, September 2025.

Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 53


„Familie & Co“

Das hat auch mit dem Aufbau von Social Media zu tun: Der Feed ist

niemals zu Ende. Das Gehirn wird somit kaum noch trainiert und der

Übergang in die Mediensucht ist fließend. Hinzu kommt: Jugendliche

suchen in dieser Lebensphase nach ihrer Identität und sind anfällig für

falsche Vorbilder. Die bekommen sie auf Social Media im Überangebot.

Längst nicht alles, was auf Social Media präsentiert wird, ist echt. Wir sehen

makellose Körper, ein aufgeräumtes Zuhause, einen perfekten Alltag

- so läuft aber kein Leben wirklich ab. Kinder und Jugendliche können

das möglicherweise noch nicht kritisch hinterfragen und versuchen, dem

„perfekten“ Leben ihrer Idole nachzueifern. Das kann enorm viel Druck

erzeugen und ungesund sein.

Ein weiteres Problem sind Fake News. Das Netz ist überflutet mit falschen

Nachrichten, Verschwörungstheorien und Desinformationskampagnen.

Junge Menschen, die sich hauptsächlich auf Social Media informieren,

verfügen nicht immer über eine ausgereifte Nachrichtenkompetenz

und sind leichter anfällig für Fake News.

Soziale Medien und die Anonymität des Internets sind der perfekte Nährboden

für Hassrede, Cybermobbing und Cybergrooming. Für die Opfer

kann das gravierende Folgen haben.

Wie kann Social Media Detox wirkungsvoll umgesetzt werden?

Es ist wie immer: die Dosis macht das Gift. Ich habe gerade den schönen

Satz gehört: „Kein Wisch bei Tisch“, also keine Smartphones, wenn gemeinsam

gegessen wird. Warum nicht einfach mal ausprobieren? Es hilft

immer zu schauen: Wie viel Bildschirmzeit habe ich selbst eigentlich?

Was passiert, wenn ich vor dem Einschlafen ein Buch lese, anstatt zu

scrollen? Man muss sich selbst regulieren können und wollen. Echtes

Glück ist online nicht zu finden. Wenn ich mir ein Video anschaue, wie

jemand einen Kuchen backt, schüttet das zwar Dopamin aus. Aber wahres

Glück erfahre ich erst, wenn ich diesen Kuchen selbst backe und

vielleicht sogar mit Freunden genieße.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Kontrolle und Begleitung

der Social-Media-Nutzung ihrer Kinder?

Eltern und Bezugspersonen unterschätzen leicht, wie sehr sie Vorbilder

für ihre Kinder sind. Das eigene Verhalten prägt also schon früh den Umgang

mit Medien. Wenn Kleinkinder sehen, dass ihre Eltern immer auf

das Smartphone schauen, dann werden sie es vermutlich genauso tun.

Haben Sie einen Rat/Tipp für Eltern, was diese unterstützend

tun können?

Das Wichtigste: Eltern sollten in Kontakt mit ihren Kindern bleiben und

auf Augenhöhe kommunizieren. Es hilft nichts, die Mediennutzung der

Kinder pauschal zu verurteilen („Bist du schon wieder am Daddeln?“).

Bleiben Sie neugierig und lassen Sie sich das aktuelle Lieblingsspiel oder

die Influencer-Idole zeigen. Dabei kann man übrigens eine Menge lernen!

Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der begleitete Umgang. Klei-

Insgesamt verbringen Kinder und Jugendliche im Durchschnitt täglich knapp vier Stunden am Bildschirm. Die gute Nachricht: Außerhalb der Mediennutzung

stehen auf Platz 2 der Freizeitaktivitäten Treffen mit Freunden.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


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„Familie & Co“

Zwei Drittel der Jugendlichen fällt es schwer, die eigene Bildschirmzeit

zu reduzieren, obwohl sie die Nachteile kennen

ne Kinder sollten niemals allein im Netz gelassen werden. Eltern müssen

hinschauen und mit ihren Kindern auch über mögliche Gefahren sprechen.

Last, but not least: Es gibt bereits zahlreiche Kindersicherungen, die man

am Smartphone oder an der Spielkonsole aktivieren kann!

Sollte Deutschland dem Beispiel Australiens und Frankreichs

folgen, oder gibt es bessere Alternativen, um eine ungesunde

Social-Media-Nutzung bei jungen Menschen zu verhindern?

Ein Verbot allein ist selten der richtige Ansatz, weil es die tieferliegenden

Probleme nicht löst. Was wir brauchen, sind Aufklärung und effektive

Schutzmechanismen – insbesondere eine wirksame Altersverifikation.

Und wir dürfen die Plattformen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.

Der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag sieht einen Jugendschutz

der Ebene der Betriebssysteme bei allen neuen Smartphones und Spielekonsolen

ab Dezember 2027 vor. So können jugendgefährdende Inhalte

begrenzt werden, indem beispielsweise Browser nur mit sicherer Suchfunktion

genutzt werden können. Auch wenn das komplizierter klingt

als ein einfacher Verbots-Knopf: unsere Kinder sollten es uns wert sein.

Gemeinsame

Sache

AOK Bremen/Bremerhaven und

Bremen 1860 bilden ein Team

Alle Versicherten der AOK Bremen/Bremerhaven

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Bremen 1860 gleich von mehreren Vorteilen:

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 55


„Familie & Co“

Ostereier färben

ganz natürlich

Farben auf natürlicher Basis färben Ostereier schön, nachhaltig und lebensmittelecht

– und stammen oft aus Lebensmitteln, die vielleicht sowieso

schon im Vorratsschrank stehen. Ein besonders toller Nebeneffekt:

Die oft etwas ungleichmäßigeren und teilweise pastelligen Färbungen

sehen natürlicher aus als die mit synthetischen Farben gefärbten Eier.

Für die meisten natürlichen Farben sollten die weißen Ostereier vorgekocht

werden. Den Farbsud (dafür Pflanzenteile in Wasser einweichen,

aufkochen, abkühlen lassen und Stückchen absieben und etwas Essig

hinzugeben) in Schüsseln oder kleinen Töpfen bereitstellen und die gekochten

Eier je nach Farbwunsch bis zu einer halben Stunde darin baden.

Dabei immer wieder mit einem Löffel bewegen, damit die Farben

gleichmäßig einziehen.

Für lindgrüne bis olivfarbene Eier bietet sich Matetee an, aber auch Petersilie,

Spinat und Gras. Dazu die Zutaten der Wahl in einem halben

Liter Wasser etwa 10 Minuten kochen.

Rote Bete, Apfelbaumrinde und roter Malventee werden zum Rotfärben

von Ostereiern verwendet.

Wer sich über sonnen- bis goldgelbe Ostereier freuen will, sollte mit Kurkumapulver

färben. Doch Vorsicht, die Farbe färbt auch vom trockenen Ei ab.

Der Klassiker für orangefarbene Eier sind Zwiebelschalen, die weiße Eier

aber im Zweifel einfach auch in braune Eier verwandeln.

Heidelbeeren und Holunderbeeren erzeugen einen blass- bis starkblauen

Farbton auf weißen Eiern.

Noch ein Klassiker: Rotkohl färbt Eier blau bis lila. Dazu die gekochten

Eier in einem Sud oder einer Portion gekochten Rotkohlblättern wälzen,

bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Beim Wälzen können auch tolle

Muster entstehen.

Der entstehende Farbton ist übrigens nicht nur von der Farbe der Eier

abhängig, sondern auch von der Stärke und Beschaffenheit der Schale sowie

der Herkunft der Eier. Deshalb nach dem ersten Versuch nicht gleich

aufgeben und auch mal mit mehreren Ingredienzien experimentieren.

Maria Nilsson Thore

Iris Schubert

Wenn ich groß bin

Gemeinsam wachsen

„Wann bin ich endlich groß?“, fragt das Mädchen in dieser Geschichte.

Denn dann wird alles anders sein: Wenn man groß ist, traut man sich

mehr, wird gesehen, darf entscheiden. So stellt sich das jedenfalls das

Mädchen vor. Doch was, wenn das Größerwerden gar nicht alles löst?

Wenn Mut und Stärke auch ins Kleine passen? Ein leises, starkes Bilderbuch

über Selbstvertrauen und über das Wachsen - innen wie außen. Mit

feinem Humor, viel Poesie und ausdrucksstarken Illustrationen, die das

Herz treffen.

Produktdetails

Gebundenes Buch

ISBN: 978-3-7512-0788-1

Umfang: 40 Seiten

Verlag: Oetinger

Altersempfehlung:

ab 4 Jahren

Preis: 15,– Euro

»»» oetinger.de

Verlosung!

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zum 15. April an:

gewinnen@magazine-bremen.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

56

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


„Familie & Co“

Fliesen und Jugendstil-

Motive selbst gestalten

Kreativer Osterferienkursus

im Focke-Museum

Zu Beginn steht eine Reise durch das Haus Riensberg auf dem Programm,

wo Portraits von Bremer und Bremerinnen, Möbel, Kleidung, Glaskunst

und handbemalte niederländische Fliesen zu sehen sind, die früher die

Bremer Häuser geschmückt haben. Inspiriert durch die Ausstellung werden

unter der Anleitung der Künstlerin Gabriele Kroll Karten und Bilder

mit selbst hergestellten Stempeln und Jugendstil-Stempeln bedruckt.

Weiße Fliesen werden mit eigenen Motiven bemalt. Alle Ergebnisse dürfen

mit nach Hause genommen werden.

Der Kurs geht von Dienstag bis Donnerstag, 24. März bis 26. März,

10.30 bis 13 Uhr. Anmeldeschluss ist der 17. März.

Anmeldung unter anmeldung@focke-museum.de oder per Telefon

(0421) 699 600 51.

»»» focke-museum.de

Nach einer Entdeckungstour durch das Haus Riensberg werden Kinder

kreativ: Inspiriert von historischen Fliesen und Jugendstil-Motiven

gestalten sie unter Anleitung der Künstlerin Gabriele Kroll eigene Karten,

Bilder und bemalte Fliesen, die sie anschließend mit nach Hause

nehmen dürfen.

An diesen Orten

ermög lichen wir

regel mäßig allen

unter 18 Jahren

den KOSTENLOSEN

Besuch.

Eintritt frei!

Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:

www.sparkasse-bremen.de/vorteile

Stark. Fair. Hanseatisch.

Kunsthalle

Bremen

Übersee-

Museum*

Universum ®

Bremen*

kek

Kindermuseum*

Museen

Böttcherstraße

Weserburg

Focke-Museum

Hafenmuseum

botanika*

Wilhelm

Wagenfeld Haus

Atlantis

Filmtheater*

Schulmuseum

Bremen

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 57


„Familie & Co“

An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesus Christus. Es ist das älteste

christliche Fest und soll den Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn

eines Lebens verstehen.

Wenn der Frühling beginnt und die ersten Blumen blühen, feiern Christen

auf der ganzen Welt ein ganz besonderes Fest: Ostern. Vor dem fröhlichen

Osterfest liegt jedoch eine wichtige Zeit, die Karwoche. In diesen

Tagen erinnern sich Christen an die letzten Tage im Leben von Jesus

Christus. Jeder Tag hat dabei eine eigene Bedeutung.

Am Gründonnerstag denken Christen an das letzte Abendmahl. An diesem

Abend aß Jesus mit seinen zwölf Jüngern zusammen. Dieses gemeinsame

Mahl ist für Christen sehr wichtig, weil Jesus dabei Brot und

Wein teilte. Viele Kirchen feiern deshalb an diesem Tag einen besonderen

Gottesdienst.

Der Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag. Das Wort „Kar“

kommt vom alten Wort „chara“ und bedeutet Trauer. Zusammen mit

„Freitag“ heißt es also so viel wie „Trauer-Freitag“. An diesem Tag gedenken

Christen dem Tod von Jesus am Kreuz. Es ist ein stiller und ernster

Tag. Man nennt ihn auch „Stillen Freitag“ oder „Hohen Freitag“. In

den Kirchen gibt es ruhige Gottesdienste, oft ohne festliche Musik. Viele

Menschen nehmen sich Zeit zum Nachdenken.

Am Karsamstag endet die 40-tägige Fastenzeit. Dieser Tag ist ebenfalls

ruhig. In der Nacht zum Ostersonntag beginnt die Osternacht. Traditionell

wird draußen ein Osterfeuer entzündet. In der Kirche wird die

Osterkerze angezündet. Das Licht ist ein Zeichen für Hoffnung und für

Jesus Christus.

Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung von Jesus Christus.

Er ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Es ist

ein fröhlicher Feiertag. Viele Familien gehen in die Kirche. Kinder freuen

sich besonders darauf, Ostereier zu suchen.

Die Osterzeit dauert insgesamt 50 Tage und endet an Pfingsten.

»»» lernspass-fuer-kinder.de

Ostern?

Was wird eigentlich an

Ostern gefeiert?

Süße, süße Osterkekse

Leckereien zu Ostern

Kekse zu Ostern? Kein Problem! Schnell, einfach und bunt ist das

Osterkekse-Rezept – und beim Verzieren kann man der Fantasie freien

Lauf lassen!

Zutaten für 2 Bleche

300 g Mehl

200 g Butter (in Stücken)

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz 1

Bio-Ei (Kl. M)

250 g Puderzucker

2 EL Zitronensaft

1 EL Wasser

Lebensmittelfarbe (beliebige Farben)

Zuckerperlen (bunt)

1. Mehl, Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und das Ei in eine Schüssel

geben und mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig

verkneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca.

1 Stunde kühlen.

2. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5 cm dick

ausrollen und mit Osterformen wie Ostereier, Küken, Blumen oder Osterhasen

die Osterkekse ausstechen. Auf mit Backpapier belegte Backbleche

legen. Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen

und 8–12 Min. goldgelb backen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

3. Puderzucker mit Zitronensaft und Wasser glatt rühren und mit

Lebensmittelfarbe einfärben. Zuckerguss in einen Einwegspritzbeutel

füllen und die Spitze nur wenige Millimeter breit abschneiden. Jetzt

können die Osterkekse nach Belieben mit Zuckerguss und Perlen verziert

werden. Vollständig trocknen lassen.

58

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


„Familie & Co“

Benjamin Biehn

Die Geschichte

von Bommels Ostermission

Oder die Suche nach den Farben

des Frühlings

Gerade als Bommel beschlossen hat, den restlichen Winter in seinem

Bau zu verbringen, wird er von einem alten Hasen namens Pinsel um

Hilfe gebeten: dessen Existenz als Osterhase hängt davon ab! Während

Bommel noch zögert, ist seine beste Freundin, die mutige Maus Pippa,

sofort Feuer und Flamme. Zögerlich machen sie sich auf ...

Nicolas Alexander Böll erzählt warm und unaufgeregt die zeitlose Ostergeschichte

für die ganze Familie. Versiert tupft er stimmlich die Farben

in die Geschichte und macht sie so unterhaltsam bunt wie ein Hörspiel.

Verlag: Argon Digital

Laufzeit: 3 Stunden 45 Minuten

ISBN: 978-3-7324-4436-6

Autoren: Benjamin Biehn

Sprecher:innen:

Nicolas Alexander Böll

»»» argon-verlag.de

Verlosung!

2 x „Die Geschichte

von Bommels Ostermission“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. April an:

gewinnen@magazine-bremen.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Ostertiere aus

Papprollen

Lustige Dekoidee zu Ostern

Zu Ostern wird es bunt und fröhlich: In diesem Jahr hüpfen Osterhasen,

piepsen kleine Küken und krähen lustige Hähne aus einfachen Klorollen

durch die Wohnung. Mit ein wenig Farbe und Fantasie entstehen

im Handumdrehen niedliche Osterfiguren, die garantiert für gute Laune

sorgen.

Benötigte Materialien:

Leere Klorollen oder halbierte Küchenrollen

Wasserfarben oder Bastelfarben

Pinsel

Wasserbehälter

Bastelkleber

Bastelpapier (z. B. rot, weiß)

Schere

Nach Bedarf: kleine Pompons in verschiedenen Farben

Zunächst werden Farben, Pinsel und Wasser bereitgestellt. Die Klorollen

dürfen nun nach Herzenslust angemalt werden. Anschließend die Farbe

gut trocknen lassen.

Danach beginnt die Gestaltung der Tiere: Aus rotem Bastelpapier wird

eine kleine Raute ausgeschnitten und in der Mitte gefaltet – so entsteht

ein Schnabel. Weiße Kreise mit einem schwarzen Punkt werden zu Augen.

Hasenohren, Hahnenkämme oder Kükenflügel können frei ausgeschnitten

und angepasst werden. Bunte Pompons eignen sich wunderbar

als niedliche Stupsnasen für die Hasen.

Zum Schluss wird alles sorgfältig aufgeklebt. Kurz trocknen lassen – und

schon ist die fröhliche Ostertier-Parade bereit zum Aufstellen oder Verschenken.

Viel Spaß beim Basteln und frohe Ostern!

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 59


„Familie & Co“

Übersee Museum

Schlangensterne – vom

Strand bis in die Tiefsee

„Ich habe keinen Kopf, dafür fünf Kiefer. Ich habe kein Vorne oder Hinten

und schmecke mit meinen Füßen – wer bin ich?“

Schlangensterne sind Verwandte der Seesterne oder Seeigel. Sie sind aber

bei Weitem nicht so bekannt, denn die scheuen Tiere leben sehr zurückgezogen.

Dennoch sind sie in allen Meeresgebieten – vom Strand bis in

die Tiefsee – zu finden.

Die Meeresforscherin Dr. Karin Boos von der Hochschule Bremen berichtet

über das Aussehen und die Lebensweise dieser spannenden Tiere.

Am 21. März von 15 bis 16 Uhr mit Dr. Karin Boos von der Hochschule

Bremen. Der Eintritt für Kinder kostet 4,– Euro, für Erwachsene 4,50

Euro. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

„Ein großer Stuhl macht

noch keinen König“

Wir Menschen sitzen am Tag viele Stunden auf Stühlen und Sesseln,

Bänken und Sofas oder auch auf dem Boden. Hast du dir schon mal

Gedanken darüber gemacht, worauf und wo du sitzt?

In vielen Kulturen Afrikas sagt der jeweilige Sitz viel über seinen Besitzer

aus: Ist er jung oder alt, reich oder arm, männlich oder weiblich?

Silke Seybold, Sachgebietsleitung Afrika am Übersee-Museum, wird u.

a. Hocker aus Mali, den goldenen Stuhl aus Ghana (und aus Bremen!)

sowie Königsthrone aus Kamerun vorstellen. Auch die eine oder andere

Sitzgelegenheit kann ausprobiert werden!

Am 18. April von 15 bis 16 Uhr mit Silke Seybold.

Ohne Anmeldung. Der Eintritt für Kinder kostet 4,– Euro, für Erwachsene

4,50 Euro. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

»»» uebersee-museum.de

Offener Trauertreff

für Jugendliche

& Tag der offenen Tür

Für Jugendliche, bei denen ein wichtiger Mensch gestorben ist, bietet

der gemeinnützige Verein Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder

und Jugendliche e. V. auch 2026 einmal im Monat einen offenen Trauertreff

an. Für den Jugendtreff wird Trauerland e. V. ganz neu die Räume

der Löwenherz-Akademie, Außer der Schleifmühle 46, 28203 Bremen,

nutzen.

Bei dem Trauertreff haben Jugendliche die Gelegenheit, andere trauernde

Jugendliche kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Die Gruppen beginnen und enden gemeinsam. Dazwischen gibt es viel

Raum und Zeit zum Erzählen, Zuhören, Fragen stellen und gemeinsam

Spaß haben. Neben inhaltlichen Angeboten zum Entdecken eigener

Kraftquellen oder dem Bewahren von Erinnerungen an die verstorbene

Person gibt es parallel auch immer die Möglichkeit für Gruppenaktivitäten

wie Kochen, Kickern oder Spiele spielen. Vieles darf, nichts muss.

Das Angebot ist so konzipiert, dass neben den (kreativen) Angeboten zu

den Themen, genug Zeit für den Austausch untereinander bleibt.

Aktuell finden die monatlichen Treffen in den Räumen der Löwenherz-

Akademie, Außer der Schleifmühle 46, 28203 Bremen statt, jeweils an

einem Dienstagnachmittag in der Zeit von 16.30 bis 19 Uhr.

Die nächsten Termine sind:

Dienstag, 12. Mai, 16.30 Uhr bis 19 Uhr

Dienstag, 09. Juni, 16.30 Uhr bis 19 Uhr

Am Freitag, den 08. Mai in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr lädt der

Verein zum Tag der offenen Tür im Trauerland-Beratungszentrum in der

Schwachhauser Heerstraße 268 a ein.

Interessierten Jugendlichen steht es frei, an einem der Treffen teilzunehmen

oder an beliebig vielen. Die Treffen sind kostenfrei. Um Voranmeldung

wird gebeten: entweder über das Beratungstelefon unter (0421)

– 69 66 72 80 oder per Mail an beratung@trauerland.org.

»»» trauerland.org

60

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


„Familie & Co“

Tim Bonin ist Fachtierarzt für Chirurgie der Klein- und Heimtiere und arbeitet seit 2014 in der Tierklinik Posthausen. (Foto: Tierklinik Posthausen)

Was tun die Profis, wenn Samtpfote

und Langohr Hilfe brauchen?

Leiter der Tierklinik Posthausen beantwortet Kinderfragen im

Rahmen der Veranstaltung „Juhuuu, Besuch!“ im Universum®

Gute Pflege, artgerechtes Futter und ganz viel Liebe – das sind die besten

Voraussetzungen für ein glückliches und gesundes Haustier. Doch

was tun, wenn Bello plötzlich in eine Rauferei gerät oder der neugierige

Stubentiger an einer giftigen Pflanze knabbert? In solchen Momenten ist

fachkundiger Rat gefragt – und ein Besuch in der Tierarztpraxis oft unvermeidlich.

Wie dann genau geholfen wird, erläutert Tim Bonin, Fachtierarzt

und Leiter der Tierklinik Posthausen, am Samstag, 25. April, von

15 bis circa 16 Uhr im Universum ® Bremen. Warum werden die Tiere

vor jeder Behandlung gewogen? Bekommen Vögel einen Gips, wenn sie

sich etwas brechen? Wieso kriegen manche Tiere eine Halskrause – und

können sie eigentlich Blut spenden? Anhand echter Fälle aus dem Klinikalltag

veranschaulicht Bonin, wie moderne Tiermedizin funktioniert.

Außerdem hat er Ohrenlampe, Pfotenverband und einen Ringel-Body für

frisch operierte Tiere im Gepäck und erklärt mithilfe eines Kuscheltiers,

wie diese Dinge im Praxisalltag eingesetzt werden. So wird deutlich, wie

viel Wissen, Einfühlungsvermögen und Herz in diesem Beruf stecken –

und vielleicht entdeckt das eine oder andere Kind dabei einen eigenen

Zukunftstraum.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Juhuuu, Besuch!“, bei der Menschen

mit faszinierenden Berufen ins Universum ® kommen und sich in

gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre den Fragen der Kinder stellen.

Aber auch bereits im Vorfeld können Fragen formuliert werden – ganz

einfach als Text, Sprachnachricht oder Kurzvideo an die E-Mail-Adresse

kinderfrage@universum-bremen.de oder über die Social-Media-Kanäle

des Mitmach-Museums.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Universum ® -Ticket enthalten.

Eine vorherige Reservierung unter (0421) 33 46-0 oder im Online-Shop

unter shop.universum-bremen.de ist erforderlich.

»»» universum-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 61


Kinder entdecken im Ganztag spielerisch Bewegung – unterstützt durch die Sportangebote von Bremen 1860

Mehr Bewegung im Schulalltag

Ganztag in Schwachhausen

Der Ganztag an Bremer Grundschulen wird in den kommenden Jahren

deutlich ausgebaut. Mit dem schrittweise eingeführten Rechtsanspruch

auf ganztägige Betreuung stehen Schulen, Träger und Familien vor großen

Veränderungen. Auch im Stadtteil Schwachhausen betrifft das mehrere

Grundschulen, die perspektivisch in den Ganztag wechseln oder

ihre Angebote erweitern werden. Neben organisatorischen Fragen rücken

dabei vor allem Qualität, Personal und sinnvolle Inhalte für Kinder

in den Fokus.

Zentral ist die Frage, wie der lange Schultag so gestaltet werden kann,

dass Kinder nicht nur betreut werden, sondern sich auch bewegen, Gemeinschaft

erleben und neue Interessen entdecken können. Sportvereine

können hier eine wichtige Rolle übernehmen – insbesondere dann,

wenn sie über Erfahrung, qualifi zierte Mitarbeitende und funktionierende

Strukturen verfügen.

Ein Beispiel dafür ist der Sportverein Bremen 1860, der seit mehreren

Jahren im sportlichen Ganztag aktiv ist und aktuell den Auf- und Ausbau

seiner Schulkooperationen vorantreibt. Unter anderem ist der Verein an

der Grundschule Baumschulenweg in den Ganztag eingebunden. Seit

dem vergangenen Jahr ist Niklas Dettlof die zentrale Ansprechperson für

die Schulkooperationen.

Ganztagsschule braucht verlässliche Strukturen und erfahrene

Partner

Herr Dettlof, was ist beim Ausbau von Ganztagskooperationen

besonders wichtig?

„Bremen 1860 bringt bereits langjährige Erfahrung im sportlichen Ganztag

mit. Diese gewachsenen Kooperationen sind eine stabile Grundlage.

62

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Niklas Dettlof setzt sich dafür ein, mehr Bewegung und pädagogische

Qualität in den Schulalltag zu bringen

Beim weiteren Ausbau geht es darum, tragfähige Strukturen zu schaffen

und neue Partnerschaften realistisch und qualitätsvoll aufzubauen.“

Welche Erfahrungen werden an der Grundschule Baumschulenweg

gemacht?

„Die Zusammenarbeit zeigt sehr gut, wie Sportvereine im Ganztag wirken

können. Wir bringen unsere Fachkräfte, unsere Erfahrung und unsere

Vereinsstrukturen ein und entwickeln die Angebote gemeinsam mit

der Schule weiter.“

Sport steht dabei im Mittelpunkt, aber nicht ausschließlich. Warum

ist das wichtig?

„Sport ist ein zentraler Zugang für Kinder. Gleichzeitig verstehen wir den

Ganztag aber ganzheitlich. Unsere Mitarbeitenden bringen auch pädagogische

Kompetenzen ein und greifen Themen wie soziales Miteinander

oder Selbstständigkeit auf.“

Beim Basketballtraining erleben die Kinder, wie Technik, Fairplay und

Bewegung Spaß und Selbstbewusstsein stärken

Ganztag bei Bremen 1860

Bremen 1860 erweitert seine Schulkooperationen im Ganztag

und bringt Bewegung und pädagogische Qualität in den Schulalltag.

Ansprechpartner:

Niklas Dettlof

schule@bremen1860.de

Bei Fragen zum Ganztag oder Interesse an einer Mitarbeit

im schulischen Kontext melden Sie sich gerne.

Gibt es Überlegungen, das Angebot weiter auszubauen?

„Ja, wir sind aktiv auf der Suche nach Kooperationspartnern – gern auch

aus Schwachhausen –, die gemeinsam mit uns Ganztagsangebote umsetzen

möchten. Besonders interessieren uns auch Partner außerhalb des

klassischen Sportbereichs, um mehr Abwechslung in den Schulalltag zu

bringen.“

Welche Rolle spielen Sportvereine künftig im Ganztag?

„Sportvereine haben großes Potenzial, Bewegung dauerhaft in Schulen

zu verankern. Davon profi tieren Kinder, Schulen und Familien gleichermaßen.“

BREMEN 1860

Baumschulenweg 6

28213 Bremen

Tel.: (0421) 21 18 60

www.bremen1860.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 63


CrossFit

Bremen 1860

Kraft. Gemeinschaft.

Gesundheit. Für jedes Alter.

Mitten in Schwachhausen bietet CrossFit Bremen 1860 ein Trainingskonzept,

das weltweit für Effektivität, Vielseitigkeit und Begeisterung

für Bewegung steht – bei uns jedoch in einer besonders persönlichen

und hochwertigen Form. Die stilvoll eingerichtete, familiäre Box schafft

eine Atmosphäre, in der sich Menschen sofort wohlfühlen. Trainiert wird

ausschließlich in Kleingruppen, begleitet von qualifi zierten Coaches, die

jede Bewegung im Blick haben. So profi tieren Einsteiger und Fortgeschrittene

gleichermaßen von sauberer Technik, individueller Betreuung

und spürbaren Fortschritten – unabhängig von Alter oder sportlichem

Hintergrund.

Vielfalt, die bewegt

CrossFit Bremen 1860 bietet weit mehr als das klassische CrossFit-

Workout. Das Programm umfasst:

Ein starkes Debüt: Bela Sobel schnuppert WM-Luft im CrossFit.

· Weightlifting-Classes für Technik, Präzision und Kraftaufbau

· CrossFit 60+, ein sicheres und effektives Konzept für Seniorinnen und

Senioren

· CrossFit mit oder ohne Baby, auch für Schwangere geeignet

· Kids- & Teens-Classes, die die Freude an Bewegung fördern

· Open Gym für individuelles Training

· Wettkämpfe für Jugendliche und Erwachsene, um sportlichen Ehrgeiz

auszuleben

· Professionelle Ernährungsberatung, die Trainingserfolge gezielt unterstützt

64

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026


Alle Formate verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen ganzheitlich stärker,

gesünder und selbstbewusster zu machen – körperlich wie mental.

Erfolgsgeschichten aus der Community

Ein besonderes Highlight der vergangenen Saison: Die Athleten Benno

und Bela qualifi zierten sich für die Weltmeisterschaft 2025 und gingen in

Litauen an den Start. Gegen starke internationale Konkurrenz erkämpften

sie sich Plätze im Mittelfeld – ein beeindruckender Erfolg und ein

Motivationsschub für die gesamte Community. Ihr Weg zeigt, welches

Potenzial in strukturiertem und gut betreutem CrossFit-Training steckt.

Mehr Lebensqualität durch Bewegung

Viele Menschen wünschen sich mehr Fitness, weniger Beschwerden

oder einfach wieder einen regelmäßigen Trainingsrhythmus. Gleichzeitig

fällt der Einstieg oft schwer. Genau hier setzt CrossFit Bremen 1860

an. Durch klare Anleitung, kleine Gruppen und konsequente Skalierung

werden Workouts für jede Person machbar. Niemand muss „fi t genug“

sein, um anzufangen – das Training passt sich an die jeweilige Person an,

nicht umgekehrt.

Die Coaches begleiten jede Trainingssession motivierend, unterstützend

und ohne Leistungsdruck. Die starke Gemeinschaft sorgt dafür, dass man

am Ball bleibt, sich gegenseitig motiviert und das Training wieder Spaß

macht.

Mit fl exiblen Mitgliedschaften, 10er-Karten oder Hansefi t ist der Einstieg

unkompliziert. Mitglieder profi tieren von vergünstigten Konditionen,

Gäste sind jederzeit willkommen.

Mehr Informationen und Anmeldung für Probestunde unter:

crossfit@bremen1860.de

Für alle, die wieder in Bewegung kommen wollen: CrossFit Bremen

1860 ist ein Ort für Gesundheit, neue Energie und echte Gemeinschaft.

Neu bei uns: CrossFit für Schwangere und Mütter. Angela Marulanda ist

schon voller Energie dabei.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März -April 2026 65


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