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10. März 2026

- Starke Bilanz der AK: 102 Millionen Euro für steirische Arbeitnehmer - Plan für Laimburggasse steht - Trennen ist "gar nicht retro"

- Starke Bilanz der AK: 102 Millionen Euro für steirische Arbeitnehmer
- Plan für Laimburggasse steht
- Trennen ist "gar nicht retro"

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Grazer10. MÄRZ 2026, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

15°

Sonne und

Wolken wechseln

sich ab, es

bleibt trocken.

Die Temperaturen

in Graz liegen morgen Mittwoch

zwischen 3 und 15 Grad.

Neue Wege

Ab Sommer 2026 verwandelt sich die

Laimburggasse in eine moderne und

sichere Fahrradstraße. 2

Neue Leitung

Autohaus Robinson: Sanjin Arkus

übernimmt als Prokurist die operative

Leitung des Automobilbereichs. 6

Starke Bilanz der AK

102 Millionen

Euro für

steirische

Arbeitnehmer

AK STMK/DERLER

Sicherer Rückhalt. Ob bei Lohnfragen, Pensionen oder Konsumentenschutz: Mit 304.000 Beratungen und 92 % gewonnenen Verfahren sorgten die

Experten der Arbeiterkammer Steiermark im Vorjahr für faire Verhältnisse. SEITE 7


2 graz

www.grazer.at 10. MÄRZ 2026

Plan für Laimburggasse steht

Ab Sommer 2026

wird die Laimburggasse

zur

grünen Fahrradstraße.

Elf neue

Bäume, breitere

Gehwege und

entsiegelte Flächen

sorgen dann

für mehr Sicherheit

und ein besseres

Klima im

Viertel. ARTGINEERING

VIERTEL-UPGRADE. Die Würfel für eines der größten Gestaltungsprojekte in Geidorf sind gefallen.

Ab Sommer 2026 verwandelt sich die Laimburggasse in eine moderne Fahrradstraße.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Rund 800 Meter misst die

wichtige Verbindung zwischen

Wickenburggasse

und Heinrich-Casper-Gasse. Täglich

nutzen bereits 2.000 Radfahrer

und 1.000 Autos diese Strecke.

Da sich entlang der Laimburggasse

zahlreiche Bildungseinrichtungen

– vom Kindergarten bis zur

Hochschule – aneinanderreihen,

stand bei der nun abgeschlossenen

Planung ein Ziel über allem:

die Sicherheit der Kinder.

Fahrradstraße

Herzstück des Projekts ist die Einrichtung

einer verkehrsberuhigten

Fahrradstraße. Radfahrende haben

hier künftig Vorrang und dürfen

nebeneinander fahren. Autos

bleiben weiterhin erlaubt, es gilt

wie bisher Tempo 30, wobei eine

ausgeweitete Einbahnführung für

zusätzliche Beruhigung sorgen

soll.

„Gerade rund um Schulen und

Kindergärten ist es wichtig, dass

sich Familien sicher bewegen können“,

betont Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner. Auch Bezirksvorsteher

Hanno Wisiak verweist

auf die unterschiedlichen Interessen

im Viertel: „Die Laimburggasse

ist Wohngebiet und Schulweg

zugleich. Den Wunsch nach Sicherheit

und den Bedarf an Parkplätzen

unter einen Hut zu bringen,

ist im Beteiligungsprozess

bestmöglich gelungen.“

Was sich ändert

Die Neugestaltung umfasst ein

ganzes Bündel an Maßnahmen für

mehr Lebensqualität:

Sicher zu Fuß: Gehsteige werden

verbreitert, neue Schutzwege

und Gehsteigvorziehungen

an Kreuzungen verkürzen

die Wege für Fußgänger.

■ Kühlung im Sommer: Elf neue

Bäume, Blühwiesen und entsiegelte

Flächen sollen gegen

die Hitze helfen.

■ Verweilqualität: Neue Sitzmöglichkeiten

und Trinkbrunnen

laden zum Pausieren

ein.

■ Service für Radler: Zusätzliche

Abstellplätze und eine eigene

Service-Station ergänzen das

Angebot.

Bürgerbeteiligung

Die Umgestaltung erfordert Platz:

Rund 25 Prozent der Parkflächen

fallen weg, um Raum für Bäume,

breitere Gehwege und Versickerungsflächen

zur besseren Regenwasserableitung

zu schaffen. Parkmöglichkeiten

entlang der Straße

bleiben jedoch weiterhin bestehen.

Besonders hervorzuheben ist die

breite Einbindung der Bevölkerung

im Jahr 2025: Über 1.100 Menschen

beteiligten sich aktiv, gaben

314 Fragebögen ab oder hinterließen

rund 150 Kommentare auf der

Online-Plattform mitgestalten.at.

Sogar eigene Workshops mit Schülerinnen

und Schülern wurden

durchgeführt, um deren täglichen

Weg zur Schule direkt in die Planung

einfließen zu lassen.

Start im Sommer

Insgesamt werden 790.000 Euro

in das Projekt investiert, wobei ein

Großteil in die Aufwertung des öffentlichen

Raums fließt. Sobald

das behördliche Bewilligungsverfahren

abgeschlossen ist, sollen die

Bagger auffahren – voraussichtlich

im Sommer 2026.

Das Projekt zeigt deutlich, dass die

Laimburggasse künftig mehr ist als

nur eine Durchzugsstrecke – sie

wird zu einem sichereren Lebensraum

für Kinder und einem kühleren

Ort zum Verweilen.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr

8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Sabrina Naseradsky

(0664/80 666 6538), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION:

Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö. ÖAK 2.HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


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4 graz

www.grazer.at 10. MÄRZ 2026

Trennen ist „gar nicht retro“

Auslöser

Holding Graz

CEO Gert Heigl,

Vorstandsdirektorin

Alice

Loidl und Beteiligungsstadtrat

Manfred Eber

(v.l.) FOTO FISCHER

WICHTIG. Von Mitte März bis Mitte April setzt die Holding Graz im gesamten Grazer Stadtgebiet eine

umfassende Informationskampagne zum Thema „Richtig entsorgen und Brände vermeiden“.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Ziel der Kampagne ist es,

die getrennte Sammlung

und die Kreislaufwirtschaft

zu stärken und auf die

erhebliche Brandgefahr durch

falsch entsorgte Lithiumbatterien

aufmerksam zu machen. Die

Gefahr, dass sich Lithiumakkus

bei Beschädigung oder Kurzschluss

entzünden und Brände

in Müllfahrzeugen oder Anlagen

verursachen, ist sehr hoch.

Auslöser

Eine Studie der Montanuniversität

Leoben belegt, dass Batterien

zu den häufigsten Brandursachen

in der Abfallwirtschaft zählen.

Besonders betroffen dabei

sind gemischte Abfallfraktionen

wie Restmüll, Sperrmüll und Gewerbeabfälle.

Gerade in Abfallanlagen

können sich gefährliche

Brände rasch ausbreiten. Auch

die Holding Graz ist regelmäßig

mit dieser Problematik konfrontiert:

Mehrmals pro Woche gibt

es in der Abfallbehandlungsanlage

der Holding Graz Feueralarm.

Klare Botschaft

Hier setzt die Kampagne in den

kommenden Wochen mit folgender

zentraler Botschaft an:

„Batterien und Akkus gehören

nicht in den Restmüll. Wer sie

richtig entsorgt, schützt Umwelt

und Menschen – und verhindert

Brände.“ Dabei werden

die zentralen Aspekte Brandgefahr,

Sicherheit, Umweltschutz

sowie Förderung der Kreislaufwirtschaft

über unterschiedliche

Kommunikationskanäle

an die Bevölkerung kommuniziert.

„Die nunmehrige Kampagne

soll das Bewusstsein

schärfen, dass korrekt getrennter

Abfall ein wichtiger Teilbereich

für eine funktionierende

Kreislaufwirtschaft ist und insbesondere

die richtige Entsorgung

von Lithiumakkus und

Batterien für die Sicherheit und

den Umweltschutz bedeutend

sind“, so Holding Graz CEO

Gert Heigl.

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Quelle: ÖAK, 1. HJ 2025

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10. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 5

Skrupellose Schlepper gefasst

ERFOLG. Europaweite Ermittlungen führten zur Zerschlagung eines internationalen Schleppernetzwerkes.

Mehr als 100.000 Menschen sollen geschleppt worden sein, 1 Milliarde Euro betrug der Gewinn.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Bei einer Pressekonferenz am

Dienstag präsentierte unter

anderem Innenminister

Gerhard Karner den Erfolg der

steirischen Fremdenpolizei. Ausgang

nahmen die Ermittlungen

bei einem Vorfall im Dezember

2023, als ein Schlepperfahrzeug

eine Polizeisperre durchbrach

und mit 100 km/h auf der steirischen

Weinstraße vor der Exekutive

flüchtete. Durch eine

Schussabgabe konnte der Wagen

gestoppt werden. Es folgten bis

2025 rund 130 Festnahmen, die

ein riesen Ausmaß annahmen.

Schließlich gelang es einem Teil

der „brutalen Schlepper-Mafia

das Handwerk zu legen“, berichtet

der Innenminister.

Das Netzwerk soll über 800 Mit-

glieder umfassen, ganz oben steht

der syrische „Al-Sarawi Clan) der

weltweit über 700.000 Mitglieder

hat. Eine Teilorganisation, die

Schlepperei nach Mitteleuropa

organisierte, hatte ihren Sitz in

einem Handyshop in Ottakring,

bei einem Zugriff im Mai 2025

wurden sechs Hauptverdächtige

festgenommen. Sie sind aktuell in

Wien in Untersuchungshaft. Ihnen

untergestellt waren 16 Teamleader,

die die Fahrten selbst

organisierten. Dafür waren über

800 Fahrer an der Ausführung beteiligt.

Enorme Summen

Wer die Dienste dieser Schlepper-

Mafia in Anspruch nahm, musste

10.000-20.000 Euro dafür zahlen. Da

rund 100.000 Personen von diesem

Netzwerk die Dienste in Anspruch

„Menschenleben sind diesen Organisationen völlig egal“, so Innenminister

Gerhard Karner bei der heutigen Pressekonferenz in Graz.

SCHERIAU

nahmen, beläuft sich der Gewinn

auf über eine Milliarde Euro. Brigadier

Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt

forciert nun, dieses

Geld ausfündig zu machen. „Diese

Ermittlung ist noch nicht beendet“,

erklärt er, sie werde noch mehrere

Jahre in Anspruch nehmen.

Für Karner ist weiter wichtig, die

„Pull-Faktoren“ für Schlepper zu

minimieren und betont zusätzlich:

„Die Schlepper haben einen großen

Fehler gemacht: Sie haben Österreich

nicht gemieden.“

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Ein aufregendes Motorsportjahr

2026 wird aufregend und

abwechslungsreich am Red Bull Ring!

LUCAS PRIPFL RED BULL RING

Während sich die Königsklassen

Formel

1 und MotoGP mitten

in ihren Testphasen befinden,

bereitet sich der Spielberg auf

eine aufregende Saison vor:

Das Jahr beginnt, wie das letzte

aufgehört hat: mit der GT3-

Kultserie DTM, die von 24. bis

26. April zum ersten Mal ihren

Saisonauftakt am Spielberg

feiert. Der Motorsport-Sommer

bietet mit Formel 1, Motorrad

Grand Prix (neuer Termin

im Spätsommer: 18. bis 20.

September) und Red Bull Ring

Classics Highlights und wartet

auch dazwischen mit zahlreichen

hochkarätigen PS-Events

auf. Zudem wird im Mai beim

Wings for Life World Run App

Run Event am Red Bull Ring

für alle gelaufen, die es selbst

nicht können.

Alle Infos und Tickets gibt es

unter www.redbullring.com.

Auch abseits der großen Events

gibt es nahezu 365 Tage im

Jahr zahlreiche Möglichkeiten,

Motorsport am Spielberg hautnah

zu erleben. Von Events

wie dem Josefimarkt bis hin zu

Adrenalintagen mit Fahrerlebnissen

am Asphalt oder im

Gelände, sowie bei einem exklusiven

Blick hinter die Kulissen

im Rahmen einer Red Bull

Ring Tour – der Red Bull Ring

ist ganzjährig der „Place to be“

für Motorsportfans.

Das Jahr am Red Bull Ring startet mit der GT3-Kultserie DTM.

Die Piloten schenken sich bei den Duellen keinen Millimeter.


6 graz

www.grazer.at 10. März 2026

Spaniel Pongo hat seine Sachen schon gepackt und ist bereit für seinen

Siedel-Urlaub – oder auch für ein Für-immer-Zuhause.

ARCHE NOAH

Baustellenurlaub Hunde

■ Da am 23. März der Baustart

des neuen Hundebereichs

der Arche Noah beginnt,

sucht das Tierheim gerade

Bauzeit-Gastfamilien für seine

Hunde. Damit die Hunde

die Bauphase so stressfrei

wie möglich durchstehen,

wird nach der erfolgreichen

„Weihnachtsurlaub“-Aktion

nun eine „Baustellenurlaub“-

Aktion ins Leben gerufen. Dabei

werden Familien, Paare

oder Einzelpersonen gesucht,

die einen Hund für mehrere

Wochen oder kürzer, je nach

Möglichkeit, aufnehmen können.

„Wir freuen uns riesig, dass

der Umbau endlich starten kann

– gleichzeitig wollen wir alles daransetzen,

dass unsere Hunde

nicht die Leidtragenden der Bauphase

sind“, so die Arche Noah.

Die Fertigstellung der ersten 16

Zwingeranlagen ist für Juni geplant.

Interessierte können sich

bei der Arche Noah melden und

Informationen erhalten.

Sanjin Arkus, Verena Robinson und Heinz Robinson freuen sich darauf, die

118-jährige Geschichte des Autohauses mit Erfolg fortzuführen. BEREITSGESTELLT

Autohaus Robinson Graz

■ Das steirische Familienunternehmen

Autohaus Robinson

mit den Marken Mazda,

Kia und MG hat seit Anfang

März ein neues Mitglied in

der Geschäftsführung. Künftig

übernimmt Mag. Sanjin

Arkus als Managing Director

und Prokurist die Position als

operative Leitung des Automobilbereichs.

Zusammen

mit der geschäftsführenden

Gesellschafterin Mag. Verena

Robinson und dem Handlungsbevollmächtigten

Heinz

Robinson übernimmt er für

die Steuerung des Unternehmens

Verantwortung. Seit rund

20 Jahren ist er im österreichischen

Automobilgeschäft tätig

und bringt Branchenkenntnisse

sowie Führungserfahrung

aus österreichischen Autohandelsgruppen

mit. Die Eigentümerfamilie

Robinson und das

gesamte Team freuen sich auf

die Zusammenarbeit mit dem

neuen Geschäftsleiter.

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10. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 7

AK Leistungsbilanz

102 Millionen Euro geholt

AK-Präsident

Josef Pesserl

(r.) präsentiert

gemeinsam mit

AK-Direktor Johann

Scheuch

die Leistungsbilanz

2025. Die

Arbeiterkammer

holte dabei 102

Millionen Euro für

seine Mitglieder

zurück. AK STMK/DERLER

BILANZ. Heute hat die Arbeiterkammer (AK) Steiermark ihre Leistungsbilanz für 2025 präsentiert. Die Zahlen

können sich sehen lassen: 304.000 Beratungen wurden durchgeführt und 102 Millionen Euro zurückgeholt.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naserdsky@grazer.at

Auch im vergangenen Jahr

gab es für die AK viel zu tun.

Insgesamt 304.000 mal war

die Beratung der AK Experten gefragt.

Das sind täglich bis zu 1220

Beratungen. „Für die Betroffenen

wäre es natürlich besser, wenn

sie unsere Unterstützung nicht

bräuchten“, so AK Steiermark Präsident

Josef Pesserl.

Viel Geld

Auch finanziell konnte die AK

einiges für ihre Mitglieder herausholen.

„Unsere Leistungsbilanz

zeigt eine deutliche Steigerung gegenüber

2024. Wir konnten 102

Millionen Euro für unsere Mitglieder

zurückholen. Das ist ein Plus

von 12,7 Millionen Euro“, berichtet

AK Direktor Johann Scheuch.

Im Bereich des Arbeitsrechts

musste die AK im vergangenen

Jahr 1168 Klagen einreichen. Dabei

wurden 19,4 Millionen Euro erstritten.

11,2 Millionen Euro davon

mussten gerichtlich durchgesetzt

werden. Ganz oben standen dabei

unverändert Löhne und Gehälter.

Das Gastgewerbe führt auch nach

wie vor die Liste der Problembranchen

an. Gefolgt vom Handel, dem

Baugewerbe und Branchen ohne

Kollektivvertrag.

Für den AK Präsidenten ist es

wichtig, den Vorwurf, dass die AK

gegen Unternehmer ist, zu entkräften:

„Wir wissen genau, dass

wir die Unternehmen brauchen.

Es braucht aber ebenso die Arbeitnehmer.

Eine große Anzahl

von Unternehmen und ihre Verantwortlichen

gehen vorbildhaft

mit den Arbeitnehmern um. Alle

müssen ihre Leistung bringen und

die meisten Unternehmer achten

peinlich genau darauf, dass

alle Ansprüche erfüllt werden. Das

schätzen wir auch.“

Viel zu tun

Einen kleinen Rückgang gab es

im Bereich des Sozialrechts. Hier

wurden 2025 „nur mehr“ 2689

Klagen eingereicht. Im Zuge der

Arbeit der AK Experten konnten

33,3 Millionen Euro für die Mitglieder

erzielt werden. Davon entfielen

25,9 Millionen Euro auf Pensionsleistungen

und 4,5 Millionen

Euro auf erstrittenes Pflegegeld.

„Wir gehen mit dem Thema Klagen

nicht leichtfertig um. Es wird

alles sehr sorgfältig geprüft und

wir pflegen einen gewissenhaften

Umgang mit dem Thema. Wichtig

ist auch zu wissen, dass wir im

Arbeitsrecht nur acht Prozent der

Klagen verloren haben. Das heißt

im Umkehrschluss, dass 92 Prozent

der Verfahren zu 100 Prozent

oder teilweise gewonnen wurden.

Der von der AK und dem ÖGB

getragene „Insolvenzschutzverband

für Arbeitnehmer“ (ISA)

konnte beim Insolvenz-Entgelt-

Fonds für 2825 Betroffene 31 Millionen

Euro erwirken. In der Steiermark

gab es im letzten Jahr 720

Firmeninsolvenzen. Doch nicht

nur mit den erwirkten Leistungen

konnte die AK helfen. So wurde 68

AK-Mitgliedern ein zinsloses Insolvenz-Soforthilfe-Darlehen

in

Höhe von insgesamt rund 220.300

Euro gewährt, um kurzfristige finanzielle

Engpässe zu überbrücken.

„Die Folgen der Inflation

sind weiterhin zu spüren. Es wird

weniger konsumiert und die Kosten

sind nach wie vor hoch“, weiß

Scheuch.

Viel zu tun hat auch der Konsumentenschutz

der AK. Hier wurden

42.400 Beratungen verzeichnet.

Durch Interventionen und

Gerichtsverfahren wurden so 1,6

Millionen Euro zurückgeholt. Vor

allem im Wohnrecht gab es die

meisten Probleme.

Die AK unterstützt ihre Mitglieder

auch beim Steuern sparen. Es

wurden 16,6 Millionen Euro an

Rückzahlungen erzielt.

Beeindruckend

Eine durchwegs positive Gesamtbilanz

zieht daher AK Präsident

Josef Pesserl: „In der Funktionsperiode

der letzten fünf Jahre

(von 2021 bis 2026) haben unsere

Experten 1,4 Millionen Beratungen

und Rechtsauskünfte durchgeführt.

18.000 mal mussten wir

dabei den Weg zum Gericht antreten.

Unsere Mitglieder haben

in der Zeit 396 Millionen Euro zurückerhalten.

Das belegt, welche

Bedeutung die AK hat.“

Die AK in der Steiermark hat

500.000 Mitglieder, die nicht nur

das Beratungsangebot, sondern

auch das Bildungsangebot und

die umfangreiche AK Bibliothek

nutzen.


8 graz

www.grazer.at 10. MÄRZ 2026

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ anna.stocker@grazer.at

Gartenhütte stand

in Brand

■ Im Bezirk Puntigam kam

es gestern Mittag zu einem

Brand einer Gartenhütte,

welche sich in einer Heimgartenanlage

befand. Als die

Berufsfeuerwehr Graz eintraf,

stand die Gartenhütte

bereits in Vollbrand. Jedoch

konnte ein Übergreifen der

Flammen auf angrenzende

Gebäude verhindert werden.

Bei dem Vorfall wurde niemand

verletzt. Für die Brandbekämpfung

wurden zwei

C-Rohre eingesetzt und auch

die Dachhaut musste geöffnet

werden. Die Löschwasserversorgung

konnte mittels Großtanklöschfahrzeug

sichergestellt

werden. Die genaue

Die Berufsfeuerwehr Graz konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Objekte verhindern.

Ursache für den Brand der

Hütte ist noch unklar und die

Ermittlungen laufen bereits. 5

Fahrzeuge und 18 Mann der

Berufsfeuerwehr Graz standen

im Einsatz.

Kollision zweier

Fahrzeuge

■ Am Montagvormittag kam es

zu einem Zusammenstoß zwischen

einem Lkw und einem

Pkw. Der 61-jähriger Pkw-

BF GRAZ

Lenker und seine Mitfahrerin

waren stadteinwärts auf der

Triester Straße unterwegs. Die

beiden hielten an einer Kreuzung

und warteten auf grünes

Licht. Zur selben Zeit hielt ein

54-jähriger Lkw-Lenker am

linken Fahrstreifen neben dem

Pkw und beabsichtigte ebenfalls,

die Kreuzung zu überqueren.

Nach dem Überqueren

wechselte der Lkw-Lenker auf

den rechten Fahrstreifen und

dürfte dabei den Pkw übersehen

haben, welcher infolgedessen

40 Meter quer über

den Fahrstreifen geschoben

wurde. Der Lkw-Lenker gab

an, einen technischen Defekt

an seinem Fahrzeug vermutet

zu haben. Der 61-jährige

Pkw-Lenker sowie seine Mitfahrerin

erlitten Verletzungen

unbestimmten Grades und

wurden vom Rettungsdienst

in das UKH Graz eingeliefert.

Ein Alkotest verlief bei beiden

Lenkern negativ.

Bezugsperson

für Luzifer

Grazer

Pfoten

Er braucht eine konsequente aber faire Erziehung.

Luzifer ist ein temperamentvoller

Rüde, der sehr

lernwillig und wachsam ist. Er

sucht eine Bezugsperson, die

ihn sowohl körperlich als auch

geistig fordert. Sein großer

Wunsch sind klare Aufgaben

und eine strukturierte Umgebung,

damit er sich keine

eigenen „Jobs“ sucht. Rasseerfahrene

Menschen wären ideal

für ihn.

- 3 Jahre

- weiblich

- lernwillig

- keine Kinder

Kontakt: Arche Noah

www.aktivertierschutz.at

Tel. 0676 84 24 17 437

ARCHE NOAH

Studienautor Florian Schwillinsky gemeinsam mit Robert Schober, Arnulf

Pascher und Martin Göttl bei der Pressekonferenz.

GRAZER

Ambulatorien entlasten

■ Physikalische Ambulatorien

sind ein wichtiger Faktor

für Gesundheitssystem und

Wirtschaft in der Steiermark.

Die Einrichtungen bieten

unter einem Dach unter anderem

Logopädie, Ergotherapie

und Physiotherapie und

tragen dazu bei, Operationen

zu vermeiden und Krankenhäuser

zu entlasten. Bei der

heutigen Pressekonferenz

zeigt eine aktuellen Studie

des Instituts economixs,

dass in den 54 Ambulatorien

der Steiermark jährlich rund

67.000 Patienten behandelt

und über 1,1 Millionen Therapien

durchgeführt werden.

Durch die Behandlungen

können jährlich etwa 335.800

Krankenstandstage vermieden

werden. Für steirische

Unternehmen bedeutet dies

eine Entlastung von rund

83,9 Millionen Euro pro Jahr.

Insgesamt entstehen durch

Ambulatorien ein wirtschaftlicher

Mehrwert von etwa

107,3 Millionen Euro.


10. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 9

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Eine Saustelle

Unfassbar! Nun wird bekannt,

dass für den angeblichen Ausbau

der Linie 1 auch der Baumbestand

in der Hilmteichstraße gerodet

werden soll. Damit ist die

antidemokratische Saustelle um

einen weiteren - nämlich einen

ökologischen - Skandal reicher.

Neben sensationell langer Bauzeit,

Aussparung (Ignorieren)

der Bevölkerung und utopischen

Kosten wird der Baumbestand

an Altbäumen wieder massiv

reduziert. Was die Bevölkerung

dazu sagen würde, interessiert

dabei offenbar wieder einmal -

wie für Graz mittlerweile typisch

- offenbar keine Sau.

Markus Zeitlhofer

* * *

Dauert zu lange

Bis diese Bäume Schatten spenden

können wir bereits den

Wurzeln beim Wachsen zusehen.....

Gitti Ks

* * *

Wahlen in Frage gestellt

Und dann noch GRÜN wählen!

Ulrike Schwey

* * *

Bäume müssen leiden

Und wieder werden alte ausgewachsenen

Bäume - Opfer des

Ideologischen Verkehrswahn

Schwentners. Dafür setzen wir

aber paar kleine wieder. So

lässt sich eine Statistik auch

verschönen, mit der man dann

hausieren geht

Christian Jany

* * *

Antwort auf Christian J.

Wieder mal direkt einen super

schlauen Kommentar rausgehauen

– natürlich ohne den Artikel

gelesen zu haben. Respekt!

Sie sind da wirklich etwas ganz

Heißem auf der Spur. Herr, lass

Hirn regnen… aber bitte mit extra

Portion für die Kommentarspalten.

Manche schaffen es

eben immer wieder, ihre „Intelligenz“

mit solchen Posts

eindrucksvoll unter Beweis

zu stellen.

Trevor Waldorf

* * *

Antwort auf Christian J.

Die Mehrzahl gleicht es wieder

aus

Andrea Kallinger

* * *

Positv eingestellt

Exzellent!

Isabel Baumann

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Baumarbeiten

gestartet

m Zuge des geplanten zweigleisigen

Ausbaus der Stra-

I

ßenbahnlinie 1 haben am Montag,

dem 9. März, vorbereitende

Baum- und Gehölzrodungsarbeiten

entlang der Hilmteichstraße

begonnen. Die Maßnahmen

schaffen die Grundlage für

die Bauarbeiten zur Modernisierung

und Kapazitätserweiterung

der Verbindung Richtung

Mariatrost.

REAKTIONEN & KOMMENTARE



10. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 11

Bilanz: Gesundheitsdrehscheibe

VERSORGUNG. Drei Jahre nach dem Start der Gesundheitsdrehscheibe Graz wurde Bilanz gezogen.

Immer mehr Menschen nehmen die Angebote in Anspruch und nutzen die „offene Beratung“.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Vor drei Jahren startete das

Projekt Gesundheitsdrehscheibe

Graz. Angefangen

als Pilotprojekt, ist sie mittlerweile

ein fester Bestandteil der städtischen

Gesundheitsversorgung.

Ziel ist es, Menschen bei der

Orientierung im Gesundheitssystem

zu helfen und sie zu passender

Unterstützung zu führen.

Die Drehscheibe versteht sich als

Anlaufstelle für alle: „Wir zeigen

den Weg zu mehr Gesundheit, zu

Gesundheitsleistungen und zum

gesunden Verhalten. Und das

mit individueller Starthilfe und

weitgehend ohne Barrieren“, beschreibt

Eva Winter, Leiterin des

Grazer Gesundheitsamtes.

Zudem ist sie Teil des Ansatzes

„Gesundheitsamt vor Ort“.

Dabei beraten die Teams nicht

nur in der offenen Beratung vor

Ort, sondern sind auch mobil im

Stadtgebiet unterwegs. „Nicht jedes

Problem lässt sich rein medizinisch

lösen. Gerade wenn körperliche,

psychische und soziale

Faktoren zusammenkommen, ist

Orientierung entscheidend“, erklärt

Angela Koch, Leiterin der

Gesundheitsdrehscheibe

Nutzung

Im Jahr 2024 nutzten 444 Personen

die „offene Beratung“ der

Gesundheitsdrehscheibe. 2025

gab es bereits ein deutliches

Plus: 853 Beratungen wurden in

Anspruch genommen. In den

beiden Monaten Jänner und Februar

2026 haben bereits jeweils

über 200 Personen das Angebot

genutzt.

Angela Koch, Leiterin der Gesundheitsdrehscheibe, Stadtrat Robert Krotzer

und Eva Winter, Leiterin des Grazer Gesundheitsamtes (v.l.) FOTO FISCHER/STADT GRAZ

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12 graz

www.grazer.at 10. MÄRZ 2026

Femizid im Vergangenen Jahr: 72-Jährige wurde von Nachbar getötet. Am

morgigen Mittwoch beginnt ein aufsehenerregender Mordprozess in Graz. KK

Ausblick

Was am Mittwoch

in Graz wichtig ist

■ Am morgigen Mittwoch beginnt am Straflandesgericht der Prozess

rund um den 53-jährigen Mann, der im Mai vergangenen Jahres mutmaßlich

seine Nachbarin nahe dem ORF-Park umgebracht hat. Ein

Streit über die Terrassennutzung und Ameisen soll der Tat vorausgegangen

sein. Die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen

Zentrum wurde von der Staatsanwaltschaft beantragt.

■ Beim Innovationswettbewerb „Vifzack“ holt die Landwirtschaftskammer

Talente und kreative Köpfe mit ihren erfolgversprechenden

Projekten vor den Vorhang. Die Sieger werden im Steiermarkhof gekürt.

■ Bis 28. März verwandelt sich die SkyBar Graz an ausgewählten

Abenden in das „Bistrot Joséphine“ – ein französisches Pop-up. Für 99

Euro pro Person bekommt man ein 4-Gänge-Menü.

■ Die erste „(Ver-)Führung durch die Grazer Natur“ in diesem Jahr

führt um 16 Uhr zu den Bründlteichen in Straßgang, wo die Laichsituation

für Amphibien unter die Lupe genommen wird.

■ Die Steiermärkische Landesbibliothek lädt um 10 Uhr zur Präsentation

des Buches „Wanda von Sacher-Masoch: Geistvoll, pikant,

talentvoll. Gesammelte Feuilletons, Kurzgeschichten, Novellen“ herausgegeben

von Wulfhard Stahl.

■ Lucky Matra Music entführt im Orpheum mit spirituellen Liedern

auf eine klangliche Reise, die gleichzeitig eine innere Reise zu sich

selbst bedeuten soll. Einlass ist um 18.30 Uhr.

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