10. März 2026
- Starke Bilanz der AK: 102 Millionen Euro für steirische Arbeitnehmer - Plan für Laimburggasse steht - Trennen ist "gar nicht retro"
- Starke Bilanz der AK: 102 Millionen Euro für steirische Arbeitnehmer
- Plan für Laimburggasse steht
- Trennen ist "gar nicht retro"
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Grazer10. MÄRZ 2026, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
15°
Sonne und
Wolken wechseln
sich ab, es
bleibt trocken.
Die Temperaturen
in Graz liegen morgen Mittwoch
zwischen 3 und 15 Grad.
Neue Wege
Ab Sommer 2026 verwandelt sich die
Laimburggasse in eine moderne und
sichere Fahrradstraße. 2
Neue Leitung
Autohaus Robinson: Sanjin Arkus
übernimmt als Prokurist die operative
Leitung des Automobilbereichs. 6
Starke Bilanz der AK
102 Millionen
Euro für
steirische
Arbeitnehmer
AK STMK/DERLER
Sicherer Rückhalt. Ob bei Lohnfragen, Pensionen oder Konsumentenschutz: Mit 304.000 Beratungen und 92 % gewonnenen Verfahren sorgten die
Experten der Arbeiterkammer Steiermark im Vorjahr für faire Verhältnisse. SEITE 7
2 graz
www.grazer.at 10. MÄRZ 2026
Plan für Laimburggasse steht
Ab Sommer 2026
wird die Laimburggasse
zur
grünen Fahrradstraße.
Elf neue
Bäume, breitere
Gehwege und
entsiegelte Flächen
sorgen dann
für mehr Sicherheit
und ein besseres
Klima im
Viertel. ARTGINEERING
VIERTEL-UPGRADE. Die Würfel für eines der größten Gestaltungsprojekte in Geidorf sind gefallen.
Ab Sommer 2026 verwandelt sich die Laimburggasse in eine moderne Fahrradstraße.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Rund 800 Meter misst die
wichtige Verbindung zwischen
Wickenburggasse
und Heinrich-Casper-Gasse. Täglich
nutzen bereits 2.000 Radfahrer
und 1.000 Autos diese Strecke.
Da sich entlang der Laimburggasse
zahlreiche Bildungseinrichtungen
– vom Kindergarten bis zur
Hochschule – aneinanderreihen,
stand bei der nun abgeschlossenen
Planung ein Ziel über allem:
die Sicherheit der Kinder.
Fahrradstraße
Herzstück des Projekts ist die Einrichtung
einer verkehrsberuhigten
Fahrradstraße. Radfahrende haben
hier künftig Vorrang und dürfen
nebeneinander fahren. Autos
bleiben weiterhin erlaubt, es gilt
wie bisher Tempo 30, wobei eine
ausgeweitete Einbahnführung für
zusätzliche Beruhigung sorgen
soll.
„Gerade rund um Schulen und
Kindergärten ist es wichtig, dass
sich Familien sicher bewegen können“,
betont Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner. Auch Bezirksvorsteher
Hanno Wisiak verweist
auf die unterschiedlichen Interessen
im Viertel: „Die Laimburggasse
ist Wohngebiet und Schulweg
zugleich. Den Wunsch nach Sicherheit
und den Bedarf an Parkplätzen
unter einen Hut zu bringen,
ist im Beteiligungsprozess
bestmöglich gelungen.“
Was sich ändert
Die Neugestaltung umfasst ein
ganzes Bündel an Maßnahmen für
mehr Lebensqualität:
■
Sicher zu Fuß: Gehsteige werden
verbreitert, neue Schutzwege
und Gehsteigvorziehungen
an Kreuzungen verkürzen
die Wege für Fußgänger.
■ Kühlung im Sommer: Elf neue
Bäume, Blühwiesen und entsiegelte
Flächen sollen gegen
die Hitze helfen.
■ Verweilqualität: Neue Sitzmöglichkeiten
und Trinkbrunnen
laden zum Pausieren
ein.
■ Service für Radler: Zusätzliche
Abstellplätze und eine eigene
Service-Station ergänzen das
Angebot.
Bürgerbeteiligung
Die Umgestaltung erfordert Platz:
Rund 25 Prozent der Parkflächen
fallen weg, um Raum für Bäume,
breitere Gehwege und Versickerungsflächen
zur besseren Regenwasserableitung
zu schaffen. Parkmöglichkeiten
entlang der Straße
bleiben jedoch weiterhin bestehen.
Besonders hervorzuheben ist die
breite Einbindung der Bevölkerung
im Jahr 2025: Über 1.100 Menschen
beteiligten sich aktiv, gaben
314 Fragebögen ab oder hinterließen
rund 150 Kommentare auf der
Online-Plattform mitgestalten.at.
Sogar eigene Workshops mit Schülerinnen
und Schülern wurden
durchgeführt, um deren täglichen
Weg zur Schule direkt in die Planung
einfließen zu lassen.
Start im Sommer
Insgesamt werden 790.000 Euro
in das Projekt investiert, wobei ein
Großteil in die Aufwertung des öffentlichen
Raums fließt. Sobald
das behördliche Bewilligungsverfahren
abgeschlossen ist, sollen die
Bagger auffahren – voraussichtlich
im Sommer 2026.
Das Projekt zeigt deutlich, dass die
Laimburggasse künftig mehr ist als
nur eine Durchzugsstrecke – sie
wird zu einem sichereren Lebensraum
für Kinder und einem kühleren
Ort zum Verweilen.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr
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(0664/80 666 6538), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena
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Trennen ist „gar nicht retro“
Auslöser
Holding Graz
CEO Gert Heigl,
Vorstandsdirektorin
Alice
Loidl und Beteiligungsstadtrat
Manfred Eber
(v.l.) FOTO FISCHER
WICHTIG. Von Mitte März bis Mitte April setzt die Holding Graz im gesamten Grazer Stadtgebiet eine
umfassende Informationskampagne zum Thema „Richtig entsorgen und Brände vermeiden“.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Ziel der Kampagne ist es,
die getrennte Sammlung
und die Kreislaufwirtschaft
zu stärken und auf die
erhebliche Brandgefahr durch
falsch entsorgte Lithiumbatterien
aufmerksam zu machen. Die
Gefahr, dass sich Lithiumakkus
bei Beschädigung oder Kurzschluss
entzünden und Brände
in Müllfahrzeugen oder Anlagen
verursachen, ist sehr hoch.
Auslöser
Eine Studie der Montanuniversität
Leoben belegt, dass Batterien
zu den häufigsten Brandursachen
in der Abfallwirtschaft zählen.
Besonders betroffen dabei
sind gemischte Abfallfraktionen
wie Restmüll, Sperrmüll und Gewerbeabfälle.
Gerade in Abfallanlagen
können sich gefährliche
Brände rasch ausbreiten. Auch
die Holding Graz ist regelmäßig
mit dieser Problematik konfrontiert:
Mehrmals pro Woche gibt
es in der Abfallbehandlungsanlage
der Holding Graz Feueralarm.
Klare Botschaft
Hier setzt die Kampagne in den
kommenden Wochen mit folgender
zentraler Botschaft an:
„Batterien und Akkus gehören
nicht in den Restmüll. Wer sie
richtig entsorgt, schützt Umwelt
und Menschen – und verhindert
Brände.“ Dabei werden
die zentralen Aspekte Brandgefahr,
Sicherheit, Umweltschutz
sowie Förderung der Kreislaufwirtschaft
über unterschiedliche
Kommunikationskanäle
an die Bevölkerung kommuniziert.
„Die nunmehrige Kampagne
soll das Bewusstsein
schärfen, dass korrekt getrennter
Abfall ein wichtiger Teilbereich
für eine funktionierende
Kreislaufwirtschaft ist und insbesondere
die richtige Entsorgung
von Lithiumakkus und
Batterien für die Sicherheit und
den Umweltschutz bedeutend
sind“, so Holding Graz CEO
Gert Heigl.
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10. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 5
Skrupellose Schlepper gefasst
ERFOLG. Europaweite Ermittlungen führten zur Zerschlagung eines internationalen Schleppernetzwerkes.
Mehr als 100.000 Menschen sollen geschleppt worden sein, 1 Milliarde Euro betrug der Gewinn.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Bei einer Pressekonferenz am
Dienstag präsentierte unter
anderem Innenminister
Gerhard Karner den Erfolg der
steirischen Fremdenpolizei. Ausgang
nahmen die Ermittlungen
bei einem Vorfall im Dezember
2023, als ein Schlepperfahrzeug
eine Polizeisperre durchbrach
und mit 100 km/h auf der steirischen
Weinstraße vor der Exekutive
flüchtete. Durch eine
Schussabgabe konnte der Wagen
gestoppt werden. Es folgten bis
2025 rund 130 Festnahmen, die
ein riesen Ausmaß annahmen.
Schließlich gelang es einem Teil
der „brutalen Schlepper-Mafia
das Handwerk zu legen“, berichtet
der Innenminister.
Das Netzwerk soll über 800 Mit-
glieder umfassen, ganz oben steht
der syrische „Al-Sarawi Clan) der
weltweit über 700.000 Mitglieder
hat. Eine Teilorganisation, die
Schlepperei nach Mitteleuropa
organisierte, hatte ihren Sitz in
einem Handyshop in Ottakring,
bei einem Zugriff im Mai 2025
wurden sechs Hauptverdächtige
festgenommen. Sie sind aktuell in
Wien in Untersuchungshaft. Ihnen
untergestellt waren 16 Teamleader,
die die Fahrten selbst
organisierten. Dafür waren über
800 Fahrer an der Ausführung beteiligt.
Enorme Summen
Wer die Dienste dieser Schlepper-
Mafia in Anspruch nahm, musste
10.000-20.000 Euro dafür zahlen. Da
rund 100.000 Personen von diesem
Netzwerk die Dienste in Anspruch
„Menschenleben sind diesen Organisationen völlig egal“, so Innenminister
Gerhard Karner bei der heutigen Pressekonferenz in Graz.
SCHERIAU
nahmen, beläuft sich der Gewinn
auf über eine Milliarde Euro. Brigadier
Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt
forciert nun, dieses
Geld ausfündig zu machen. „Diese
Ermittlung ist noch nicht beendet“,
erklärt er, sie werde noch mehrere
Jahre in Anspruch nehmen.
Für Karner ist weiter wichtig, die
„Pull-Faktoren“ für Schlepper zu
minimieren und betont zusätzlich:
„Die Schlepper haben einen großen
Fehler gemacht: Sie haben Österreich
nicht gemieden.“
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Ein aufregendes Motorsportjahr
2026 wird aufregend und
abwechslungsreich am Red Bull Ring!
LUCAS PRIPFL RED BULL RING
Während sich die Königsklassen
Formel
1 und MotoGP mitten
in ihren Testphasen befinden,
bereitet sich der Spielberg auf
eine aufregende Saison vor:
Das Jahr beginnt, wie das letzte
aufgehört hat: mit der GT3-
Kultserie DTM, die von 24. bis
26. April zum ersten Mal ihren
Saisonauftakt am Spielberg
feiert. Der Motorsport-Sommer
bietet mit Formel 1, Motorrad
Grand Prix (neuer Termin
im Spätsommer: 18. bis 20.
September) und Red Bull Ring
Classics Highlights und wartet
auch dazwischen mit zahlreichen
hochkarätigen PS-Events
auf. Zudem wird im Mai beim
Wings for Life World Run App
Run Event am Red Bull Ring
für alle gelaufen, die es selbst
nicht können.
Alle Infos und Tickets gibt es
unter www.redbullring.com.
Auch abseits der großen Events
gibt es nahezu 365 Tage im
Jahr zahlreiche Möglichkeiten,
Motorsport am Spielberg hautnah
zu erleben. Von Events
wie dem Josefimarkt bis hin zu
Adrenalintagen mit Fahrerlebnissen
am Asphalt oder im
Gelände, sowie bei einem exklusiven
Blick hinter die Kulissen
im Rahmen einer Red Bull
Ring Tour – der Red Bull Ring
ist ganzjährig der „Place to be“
für Motorsportfans.
Das Jahr am Red Bull Ring startet mit der GT3-Kultserie DTM.
Die Piloten schenken sich bei den Duellen keinen Millimeter.
6 graz
www.grazer.at 10. März 2026
Spaniel Pongo hat seine Sachen schon gepackt und ist bereit für seinen
Siedel-Urlaub – oder auch für ein Für-immer-Zuhause.
ARCHE NOAH
Baustellenurlaub Hunde
■ Da am 23. März der Baustart
des neuen Hundebereichs
der Arche Noah beginnt,
sucht das Tierheim gerade
Bauzeit-Gastfamilien für seine
Hunde. Damit die Hunde
die Bauphase so stressfrei
wie möglich durchstehen,
wird nach der erfolgreichen
„Weihnachtsurlaub“-Aktion
nun eine „Baustellenurlaub“-
Aktion ins Leben gerufen. Dabei
werden Familien, Paare
oder Einzelpersonen gesucht,
die einen Hund für mehrere
Wochen oder kürzer, je nach
Möglichkeit, aufnehmen können.
„Wir freuen uns riesig, dass
der Umbau endlich starten kann
– gleichzeitig wollen wir alles daransetzen,
dass unsere Hunde
nicht die Leidtragenden der Bauphase
sind“, so die Arche Noah.
Die Fertigstellung der ersten 16
Zwingeranlagen ist für Juni geplant.
Interessierte können sich
bei der Arche Noah melden und
Informationen erhalten.
Sanjin Arkus, Verena Robinson und Heinz Robinson freuen sich darauf, die
118-jährige Geschichte des Autohauses mit Erfolg fortzuführen. BEREITSGESTELLT
Autohaus Robinson Graz
■ Das steirische Familienunternehmen
Autohaus Robinson
mit den Marken Mazda,
Kia und MG hat seit Anfang
März ein neues Mitglied in
der Geschäftsführung. Künftig
übernimmt Mag. Sanjin
Arkus als Managing Director
und Prokurist die Position als
operative Leitung des Automobilbereichs.
Zusammen
mit der geschäftsführenden
Gesellschafterin Mag. Verena
Robinson und dem Handlungsbevollmächtigten
Heinz
Robinson übernimmt er für
die Steuerung des Unternehmens
Verantwortung. Seit rund
20 Jahren ist er im österreichischen
Automobilgeschäft tätig
und bringt Branchenkenntnisse
sowie Führungserfahrung
aus österreichischen Autohandelsgruppen
mit. Die Eigentümerfamilie
Robinson und das
gesamte Team freuen sich auf
die Zusammenarbeit mit dem
neuen Geschäftsleiter.
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10. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 7
AK Leistungsbilanz
102 Millionen Euro geholt
AK-Präsident
Josef Pesserl
(r.) präsentiert
gemeinsam mit
AK-Direktor Johann
Scheuch
die Leistungsbilanz
2025. Die
Arbeiterkammer
holte dabei 102
Millionen Euro für
seine Mitglieder
zurück. AK STMK/DERLER
BILANZ. Heute hat die Arbeiterkammer (AK) Steiermark ihre Leistungsbilanz für 2025 präsentiert. Die Zahlen
können sich sehen lassen: 304.000 Beratungen wurden durchgeführt und 102 Millionen Euro zurückgeholt.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naserdsky@grazer.at
Auch im vergangenen Jahr
gab es für die AK viel zu tun.
Insgesamt 304.000 mal war
die Beratung der AK Experten gefragt.
Das sind täglich bis zu 1220
Beratungen. „Für die Betroffenen
wäre es natürlich besser, wenn
sie unsere Unterstützung nicht
bräuchten“, so AK Steiermark Präsident
Josef Pesserl.
Viel Geld
Auch finanziell konnte die AK
einiges für ihre Mitglieder herausholen.
„Unsere Leistungsbilanz
zeigt eine deutliche Steigerung gegenüber
2024. Wir konnten 102
Millionen Euro für unsere Mitglieder
zurückholen. Das ist ein Plus
von 12,7 Millionen Euro“, berichtet
AK Direktor Johann Scheuch.
Im Bereich des Arbeitsrechts
musste die AK im vergangenen
Jahr 1168 Klagen einreichen. Dabei
wurden 19,4 Millionen Euro erstritten.
11,2 Millionen Euro davon
mussten gerichtlich durchgesetzt
werden. Ganz oben standen dabei
unverändert Löhne und Gehälter.
Das Gastgewerbe führt auch nach
wie vor die Liste der Problembranchen
an. Gefolgt vom Handel, dem
Baugewerbe und Branchen ohne
Kollektivvertrag.
Für den AK Präsidenten ist es
wichtig, den Vorwurf, dass die AK
gegen Unternehmer ist, zu entkräften:
„Wir wissen genau, dass
wir die Unternehmen brauchen.
Es braucht aber ebenso die Arbeitnehmer.
Eine große Anzahl
von Unternehmen und ihre Verantwortlichen
gehen vorbildhaft
mit den Arbeitnehmern um. Alle
müssen ihre Leistung bringen und
die meisten Unternehmer achten
peinlich genau darauf, dass
alle Ansprüche erfüllt werden. Das
schätzen wir auch.“
Viel zu tun
Einen kleinen Rückgang gab es
im Bereich des Sozialrechts. Hier
wurden 2025 „nur mehr“ 2689
Klagen eingereicht. Im Zuge der
Arbeit der AK Experten konnten
33,3 Millionen Euro für die Mitglieder
erzielt werden. Davon entfielen
25,9 Millionen Euro auf Pensionsleistungen
und 4,5 Millionen
Euro auf erstrittenes Pflegegeld.
„Wir gehen mit dem Thema Klagen
nicht leichtfertig um. Es wird
alles sehr sorgfältig geprüft und
wir pflegen einen gewissenhaften
Umgang mit dem Thema. Wichtig
ist auch zu wissen, dass wir im
Arbeitsrecht nur acht Prozent der
Klagen verloren haben. Das heißt
im Umkehrschluss, dass 92 Prozent
der Verfahren zu 100 Prozent
oder teilweise gewonnen wurden.
Der von der AK und dem ÖGB
getragene „Insolvenzschutzverband
für Arbeitnehmer“ (ISA)
konnte beim Insolvenz-Entgelt-
Fonds für 2825 Betroffene 31 Millionen
Euro erwirken. In der Steiermark
gab es im letzten Jahr 720
Firmeninsolvenzen. Doch nicht
nur mit den erwirkten Leistungen
konnte die AK helfen. So wurde 68
AK-Mitgliedern ein zinsloses Insolvenz-Soforthilfe-Darlehen
in
Höhe von insgesamt rund 220.300
Euro gewährt, um kurzfristige finanzielle
Engpässe zu überbrücken.
„Die Folgen der Inflation
sind weiterhin zu spüren. Es wird
weniger konsumiert und die Kosten
sind nach wie vor hoch“, weiß
Scheuch.
Viel zu tun hat auch der Konsumentenschutz
der AK. Hier wurden
42.400 Beratungen verzeichnet.
Durch Interventionen und
Gerichtsverfahren wurden so 1,6
Millionen Euro zurückgeholt. Vor
allem im Wohnrecht gab es die
meisten Probleme.
Die AK unterstützt ihre Mitglieder
auch beim Steuern sparen. Es
wurden 16,6 Millionen Euro an
Rückzahlungen erzielt.
Beeindruckend
Eine durchwegs positive Gesamtbilanz
zieht daher AK Präsident
Josef Pesserl: „In der Funktionsperiode
der letzten fünf Jahre
(von 2021 bis 2026) haben unsere
Experten 1,4 Millionen Beratungen
und Rechtsauskünfte durchgeführt.
18.000 mal mussten wir
dabei den Weg zum Gericht antreten.
Unsere Mitglieder haben
in der Zeit 396 Millionen Euro zurückerhalten.
Das belegt, welche
Bedeutung die AK hat.“
Die AK in der Steiermark hat
500.000 Mitglieder, die nicht nur
das Beratungsangebot, sondern
auch das Bildungsangebot und
die umfangreiche AK Bibliothek
nutzen.
8 graz
www.grazer.at 10. MÄRZ 2026
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Gartenhütte stand
in Brand
■ Im Bezirk Puntigam kam
es gestern Mittag zu einem
Brand einer Gartenhütte,
welche sich in einer Heimgartenanlage
befand. Als die
Berufsfeuerwehr Graz eintraf,
stand die Gartenhütte
bereits in Vollbrand. Jedoch
konnte ein Übergreifen der
Flammen auf angrenzende
Gebäude verhindert werden.
Bei dem Vorfall wurde niemand
verletzt. Für die Brandbekämpfung
wurden zwei
C-Rohre eingesetzt und auch
die Dachhaut musste geöffnet
werden. Die Löschwasserversorgung
konnte mittels Großtanklöschfahrzeug
sichergestellt
werden. Die genaue
Die Berufsfeuerwehr Graz konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Objekte verhindern.
Ursache für den Brand der
Hütte ist noch unklar und die
Ermittlungen laufen bereits. 5
Fahrzeuge und 18 Mann der
Berufsfeuerwehr Graz standen
im Einsatz.
Kollision zweier
Fahrzeuge
■ Am Montagvormittag kam es
zu einem Zusammenstoß zwischen
einem Lkw und einem
Pkw. Der 61-jähriger Pkw-
BF GRAZ
Lenker und seine Mitfahrerin
waren stadteinwärts auf der
Triester Straße unterwegs. Die
beiden hielten an einer Kreuzung
und warteten auf grünes
Licht. Zur selben Zeit hielt ein
54-jähriger Lkw-Lenker am
linken Fahrstreifen neben dem
Pkw und beabsichtigte ebenfalls,
die Kreuzung zu überqueren.
Nach dem Überqueren
wechselte der Lkw-Lenker auf
den rechten Fahrstreifen und
dürfte dabei den Pkw übersehen
haben, welcher infolgedessen
40 Meter quer über
den Fahrstreifen geschoben
wurde. Der Lkw-Lenker gab
an, einen technischen Defekt
an seinem Fahrzeug vermutet
zu haben. Der 61-jährige
Pkw-Lenker sowie seine Mitfahrerin
erlitten Verletzungen
unbestimmten Grades und
wurden vom Rettungsdienst
in das UKH Graz eingeliefert.
Ein Alkotest verlief bei beiden
Lenkern negativ.
Bezugsperson
für Luzifer
Grazer
Pfoten
Er braucht eine konsequente aber faire Erziehung.
Luzifer ist ein temperamentvoller
Rüde, der sehr
lernwillig und wachsam ist. Er
sucht eine Bezugsperson, die
ihn sowohl körperlich als auch
geistig fordert. Sein großer
Wunsch sind klare Aufgaben
und eine strukturierte Umgebung,
damit er sich keine
eigenen „Jobs“ sucht. Rasseerfahrene
Menschen wären ideal
für ihn.
- 3 Jahre
- weiblich
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- keine Kinder
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ARCHE NOAH
Studienautor Florian Schwillinsky gemeinsam mit Robert Schober, Arnulf
Pascher und Martin Göttl bei der Pressekonferenz.
GRAZER
Ambulatorien entlasten
■ Physikalische Ambulatorien
sind ein wichtiger Faktor
für Gesundheitssystem und
Wirtschaft in der Steiermark.
Die Einrichtungen bieten
unter einem Dach unter anderem
Logopädie, Ergotherapie
und Physiotherapie und
tragen dazu bei, Operationen
zu vermeiden und Krankenhäuser
zu entlasten. Bei der
heutigen Pressekonferenz
zeigt eine aktuellen Studie
des Instituts economixs,
dass in den 54 Ambulatorien
der Steiermark jährlich rund
67.000 Patienten behandelt
und über 1,1 Millionen Therapien
durchgeführt werden.
Durch die Behandlungen
können jährlich etwa 335.800
Krankenstandstage vermieden
werden. Für steirische
Unternehmen bedeutet dies
eine Entlastung von rund
83,9 Millionen Euro pro Jahr.
Insgesamt entstehen durch
Ambulatorien ein wirtschaftlicher
Mehrwert von etwa
107,3 Millionen Euro.
10. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 9
Jetzt
mitdiskutieren
www.facebook.com/derGrazer
Eine Saustelle
Unfassbar! Nun wird bekannt,
dass für den angeblichen Ausbau
der Linie 1 auch der Baumbestand
in der Hilmteichstraße gerodet
werden soll. Damit ist die
antidemokratische Saustelle um
einen weiteren - nämlich einen
ökologischen - Skandal reicher.
Neben sensationell langer Bauzeit,
Aussparung (Ignorieren)
der Bevölkerung und utopischen
Kosten wird der Baumbestand
an Altbäumen wieder massiv
reduziert. Was die Bevölkerung
dazu sagen würde, interessiert
dabei offenbar wieder einmal -
wie für Graz mittlerweile typisch
- offenbar keine Sau.
Markus Zeitlhofer
* * *
Dauert zu lange
Bis diese Bäume Schatten spenden
können wir bereits den
Wurzeln beim Wachsen zusehen.....
Gitti Ks
* * *
Wahlen in Frage gestellt
Und dann noch GRÜN wählen!
Ulrike Schwey
* * *
Bäume müssen leiden
Und wieder werden alte ausgewachsenen
Bäume - Opfer des
Ideologischen Verkehrswahn
Schwentners. Dafür setzen wir
aber paar kleine wieder. So
lässt sich eine Statistik auch
verschönen, mit der man dann
hausieren geht
Christian Jany
* * *
Antwort auf Christian J.
Wieder mal direkt einen super
schlauen Kommentar rausgehauen
– natürlich ohne den Artikel
gelesen zu haben. Respekt!
Sie sind da wirklich etwas ganz
Heißem auf der Spur. Herr, lass
Hirn regnen… aber bitte mit extra
Portion für die Kommentarspalten.
Manche schaffen es
eben immer wieder, ihre „Intelligenz“
mit solchen Posts
eindrucksvoll unter Beweis
zu stellen.
Trevor Waldorf
* * *
Antwort auf Christian J.
Die Mehrzahl gleicht es wieder
aus
Andrea Kallinger
* * *
Positv eingestellt
Exzellent!
Isabel Baumann
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Baumarbeiten
gestartet
m Zuge des geplanten zweigleisigen
Ausbaus der Stra-
I
ßenbahnlinie 1 haben am Montag,
dem 9. März, vorbereitende
Baum- und Gehölzrodungsarbeiten
entlang der Hilmteichstraße
begonnen. Die Maßnahmen
schaffen die Grundlage für
die Bauarbeiten zur Modernisierung
und Kapazitätserweiterung
der Verbindung Richtung
Mariatrost.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
10. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 11
Bilanz: Gesundheitsdrehscheibe
VERSORGUNG. Drei Jahre nach dem Start der Gesundheitsdrehscheibe Graz wurde Bilanz gezogen.
Immer mehr Menschen nehmen die Angebote in Anspruch und nutzen die „offene Beratung“.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Vor drei Jahren startete das
Projekt Gesundheitsdrehscheibe
Graz. Angefangen
als Pilotprojekt, ist sie mittlerweile
ein fester Bestandteil der städtischen
Gesundheitsversorgung.
Ziel ist es, Menschen bei der
Orientierung im Gesundheitssystem
zu helfen und sie zu passender
Unterstützung zu führen.
Die Drehscheibe versteht sich als
Anlaufstelle für alle: „Wir zeigen
den Weg zu mehr Gesundheit, zu
Gesundheitsleistungen und zum
gesunden Verhalten. Und das
mit individueller Starthilfe und
weitgehend ohne Barrieren“, beschreibt
Eva Winter, Leiterin des
Grazer Gesundheitsamtes.
Zudem ist sie Teil des Ansatzes
„Gesundheitsamt vor Ort“.
Dabei beraten die Teams nicht
nur in der offenen Beratung vor
Ort, sondern sind auch mobil im
Stadtgebiet unterwegs. „Nicht jedes
Problem lässt sich rein medizinisch
lösen. Gerade wenn körperliche,
psychische und soziale
Faktoren zusammenkommen, ist
Orientierung entscheidend“, erklärt
Angela Koch, Leiterin der
Gesundheitsdrehscheibe
Nutzung
Im Jahr 2024 nutzten 444 Personen
die „offene Beratung“ der
Gesundheitsdrehscheibe. 2025
gab es bereits ein deutliches
Plus: 853 Beratungen wurden in
Anspruch genommen. In den
beiden Monaten Jänner und Februar
2026 haben bereits jeweils
über 200 Personen das Angebot
genutzt.
Angela Koch, Leiterin der Gesundheitsdrehscheibe, Stadtrat Robert Krotzer
und Eva Winter, Leiterin des Grazer Gesundheitsamtes (v.l.) FOTO FISCHER/STADT GRAZ
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12 graz
www.grazer.at 10. MÄRZ 2026
Femizid im Vergangenen Jahr: 72-Jährige wurde von Nachbar getötet. Am
morgigen Mittwoch beginnt ein aufsehenerregender Mordprozess in Graz. KK
Ausblick
Was am Mittwoch
in Graz wichtig ist
■ Am morgigen Mittwoch beginnt am Straflandesgericht der Prozess
rund um den 53-jährigen Mann, der im Mai vergangenen Jahres mutmaßlich
seine Nachbarin nahe dem ORF-Park umgebracht hat. Ein
Streit über die Terrassennutzung und Ameisen soll der Tat vorausgegangen
sein. Die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen
Zentrum wurde von der Staatsanwaltschaft beantragt.
■ Beim Innovationswettbewerb „Vifzack“ holt die Landwirtschaftskammer
Talente und kreative Köpfe mit ihren erfolgversprechenden
Projekten vor den Vorhang. Die Sieger werden im Steiermarkhof gekürt.
■ Bis 28. März verwandelt sich die SkyBar Graz an ausgewählten
Abenden in das „Bistrot Joséphine“ – ein französisches Pop-up. Für 99
Euro pro Person bekommt man ein 4-Gänge-Menü.
■ Die erste „(Ver-)Führung durch die Grazer Natur“ in diesem Jahr
führt um 16 Uhr zu den Bründlteichen in Straßgang, wo die Laichsituation
für Amphibien unter die Lupe genommen wird.
■ Die Steiermärkische Landesbibliothek lädt um 10 Uhr zur Präsentation
des Buches „Wanda von Sacher-Masoch: Geistvoll, pikant,
talentvoll. Gesammelte Feuilletons, Kurzgeschichten, Novellen“ herausgegeben
von Wulfhard Stahl.
■ Lucky Matra Music entführt im Orpheum mit spirituellen Liedern
auf eine klangliche Reise, die gleichzeitig eine innere Reise zu sich
selbst bedeuten soll. Einlass ist um 18.30 Uhr.
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