40plus März 2026
Ein Heft voller Eier und Hasen! Eine kulinarische Reise mit Lojze Wieser. Alternative Osterfestlichkeiten mit Sabine Flieser-Just. Wohlfühlostern mit Peter Strasser. Im Wirtschaftstalk mit LH-Stellvertreterin Manuela Khom. Ein Plädoyer für die Energiewende. proPellets: Zeit für die Wärmewende. Dazu gibt’s Flugzeugtreibstoff aus Tomaten.
Ein Heft voller Eier und Hasen! Eine kulinarische Reise mit Lojze Wieser. Alternative Osterfestlichkeiten mit Sabine Flieser-Just. Wohlfühlostern mit Peter Strasser. Im Wirtschaftstalk mit LH-Stellvertreterin Manuela Khom. Ein Plädoyer für die Energiewende. proPellets: Zeit für die Wärmewende. Dazu gibt’s Flugzeugtreibstoff aus Tomaten.
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BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
kommärz
2026
Ein Heft voller Eier und Hasen! Eine kulinarische Reise mit Lojze Wieser.
Alternative Osterfestlichkeiten mit Sabine Flieser-Just. Wohlfühlostern
mit Peter Strasser. Im Wirtschaftstalk mit LH-Stellvertreterin Manuela
Khom. Ein Plädoyer für die Energiewende. proPellets: Zeit für die Wärmewende.
Dazu gibt’s Flugzeugtreibstoff aus Tomaten.
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40plus #1/2026
Inhalt
04 Vom Ottitsch! 05 Editorial
06 Wohlfühlostern mit Peter Strasser. 08 Caravaggio goes Pop.
10 Die Kunst, die Kirche & Ostern.
12 40plus Oster-Talk: Gemma Fleischweihe?
18 Kulinarisch reisen mit Lojze Wieser.
20 Osterferien abseits des Mainstreams.
23 Triest: Schmelztiegel der Religionen.
24 Brainfood mit Tradition. 28 Frühling am Genussgut.
30 Auf zum MediaMarkt Osterhasen.
33 Ab ins Schaffelbad Loipersdorf!
34-38 Immobilien-Projekte. 39 Die Bühnen Graz Card.
40 Im Talk mit LH-Stellvertreterin Manuela Khom.
42 Christian Rakos: Ein Plädoyer für die Energiewende.
44 Kaminholz für höchste Ansprüche.
45 proPellets: Zeit für die Wärmewende. 48 Energie mit Herz!
50 Flugzeugtreibstoff aus Tomaten.
53 Golfen in unberührter Natur.
54 Unter 40. 55 Schachner.
Medieninhaber und Herausgeber: Madison Werbeagentur Marketing- und Werbeberatungs-GmbH, Stiftingtalstraße 60, 8010 Graz, www.madison.at Herausgeber: Gerhard Kroell.
Herstellungsort: Walstead Leykam Druck GmbH, Zweigniederlassung NP Druck, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten, walstead-npdruck.com. Entwicklung und Konzept: Madison Werbeagentur
GmbH und Martin G. Wanko. Chefredaktion: Martin G. Wanko. Beiträge: Clarissa Berner, Georges Desrues, Petra Schachner-Kröll, Julia Strempfl. Cover: Bild KI-generiert mit ChatGPT/Sora und
bearbeitet von Adnan Mujadžić. Editorial Design: Adnan Mujadžić, Roxana Razaghi. Fotos: Die Bildhinweise befinden sich direkt beim jeweilig verwendeten Foto. Entgeltliche Beiträge sind gem.
§ 26 MedienG als „Entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichnet. Interviews, Zitate, Meinungstexte und Gastbeiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion und dem Medieninhaber einhergehen.
Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachform verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für
beiderlei Geschlechter. Bei sämtlichen Gewinnspielen gilt der Ausschluss der Madison-Mitarbeiter*innen und Verwandte, sowie die, der Preisstifter.
40plusInhalt
03
Vom Ottitsch!
Mehr zu Oliver Ottitsch unter:
www.oliverottitsch.com
04
Cartoon
40plus
Ostern
divers
Text: Martin G. Wanko
© CLARISSA BERNER
Ostern
muss Ostern
bleiben, schon
klar, aber die Welt
dreht sich und so
verändern sich auch
die Gewohnheiten
und hiermit auch die
Feste. Am Brauchtum
wollen aber die
meisten festhalten.
Spätestens
jetzt, wenn Sie
dieses Heft in
Ihren Händen
halten, sind
es noch drei
Wochen bis
zum Ostersonntag,
inklusive
Karwoche,
Osternestsuchen
und
dem mehr
oder minder
„großen Fressen“
sowie einem
Zusammentreffen von
Familien und Freunden. Der
Schweinebauer wetzt schon die
Messer und der Einzelhandel
freut sich auf einen anständigen
Reibach. Es soll ihm vergönnt
sein. Laut Statistik macht das in
Summe pro Person € 100,- für
Geschenke und € 59,- für die
Verköstigung. Für den Handel ist
es das zweitwichtigste Geschäft
nach Weihnachten. In Zahlen
betrachtet landen 230 Tonnen
Osterschinken und Fleisch auf
festlich geschmückten Tischen,
laut AMA verspeisen wir 45-60
Mio. Eier, das sind bis zu 40
Eier pro Haushalt, wenn man
es genau wissen will. Es fehlt
uns also an nichts und solange
nicht Geselchtes mit Blattgold
verziert wird und nichts im Müll
verschwindet, sind das schlussendlich
auch nur Statistiken.
Je vielseitiger die Gesellschaft,
desto rosiger ihre Zukunft.
Jedoch ist Ostern natürlich viel
mehr: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
gibt es auch im
kulinarischen Schmelztiegel
zwischen Kärnten, Steiermark,
dem Friaul und Slowenien zu finden,
weiß der Kärntner Gastrosoph
Lojze Wieser zu berichten.
Vom Eierkren bis zum Reindling
lassen sich ganze Regionen erkennen.
Spannend wird es, wenn man
Ostern bezüglich der gesellschaftlichen
Belange hinterfragt.
Ist man noch gläubig und
besucht zur Osterzeit einen
Gottesdienst? Ja, nein oder
mehr denn je? Hier scheiden
sich die Geister. Manche lehnen
vieles ab, andere sagen
zu. Am ehesten trifft man sich
im Brauchtum. Gerade hier
sind Kinder ein verbindendes
Element. Auskunft gibt unser
40plus-Talk. Eines steht zumindest
fest, Ostern wird divers
gefeiert.
Diesbezügliche Antworten sucht
auch die Kunst. Die Kirche war
von jeher ein wichtiger Auftraggeber
für die Kunst, heute sind
die Zugänge zur Kirche vielseitig.
Galerist Gerhard Sommer
hat hier einiges zu berichten.
Hinsichtlich der verschiedenen
Zugänge in der Kunst und in der
Gesellschaft steht fest, dass
Ostern mittlerweile ein äußerst
diverses Fest ist. Übrigens ein
gutes Zeichen, denn je mehr
eine Gesellschaft Vielseitigkeit
zulässt, desto mehr befindet
sie sich laut Soziologie auf dem
richtigen Weg und ist mit ihrer
Entwicklung noch lange nicht am
Ende – in diesem Sinne einmal
frohes Eierpecken!
Bioenergie – jetzt erst recht!
Als ich diese Zeilen verfasste,
begann gerade die kriegerische
Auseinandersetzung zwischen
den USA und Israel mit dem Iran.
Da der Iran eines der wesentlichen
Erdöl exportierenden
Länder der Welt ist, liegt es in
der Natur der Tatsachen, dass
die Energiepreise wieder ansteigen
werden.
Wir haben uns mit diesem Szenario
befasst, einschließlich der
notwendigen drastischen Reduktion
fossiler Energieträger sowie
der Stärkung erneuerbarer
Energie. Heizen mit Pellets aus
Österreich, das ist ein kleiner
aber feiner Beitrag, der in Summe
viel bewegen kann. Dazu gehört
auch immer ein Stück Forschung,
wie zum Beispiel die TU Graz,
die im Zusammenschluss mit
anderen Universitäten aus
Tomatenabfällen nachhaltigen
und wirtschaftlich konkurrenzfähigen
Flugkraftstoff entwickeln
will. Projektstart war am
01.01.2026, die Zukunft hat also
begonnen!
Auf alle Fälle wünsche ich Ihnen
ein frohes Osterfest!
Martin G. Wanko,
Chefredakteur
40plusEditorial
05
Wohlfühlostern
Text: Peter Strasser
BILDER KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
06
Wissen 40plus
Von Jesus sind uns in den
Evangelien letzte Worte am
Kreuz überliefert. Darunter
findet sich, um die neunte
Stunde, der Verzweiflungsschrei:
„Mein Gott, mein Gott,
warum hast du mich verlassen!“
Diese Worte Jesu – zitiert aus
dem 22. Psalm der Bibel –
stehen in einer Frömmigkeitstradition;
es gibt für sie keinen
historischen Beleg. Dazu
bemerkte der Philosoph Hans
Blumenberg sarkastisch:
„Nichts also hat er gesagt.“
© MICHAELA VRETSCHER
Peter Strasser unterrichtete
an der Karl-
Franzens-Universität
in Graz unter anderem
„Religiöses Denken“ und
„Ethik“. Er ist Träger des
Österreichischen Staatspreises
für Kulturpublizistik.
Sein letztes Buch
erschien 2025: „Über
die vorletzten Dinge“. In
den Holl-Books veröffentlichte
er jüngst eine
Neufassung seines Großessays
„Geborgenheit
im Schlechten – Über
die Spannung zwischen
Kunst und Religion“.
In dem Moment, in dem Frömmigkeit
nur noch bedeutet, die
überlieferten Worte auf dem
Papier symbolisch oder sinnbildlich
aufzufassen, verflacht
das Heilsgeschichtliche am
Kreuzestod Jesu. Der Philosoph
Ludwig Wittgenstein hatte sich
gefragt, was ihn dazu veranlasse,
an die Auferstehung Jesu glauben
zu wollen (er konnte aber
nicht glauben). Und er antwortete
sich selbst, dass, wenn Jesus
nicht von den Toten auferstanden
ist, wir wieder „verwaist und
allein“ seien.
In diesem Sinne sind heute die
meisten von uns metaphysisch
verwaist und allein. Die Schöpfung,
wie sie in der Bibel festgeschrieben
wurde, liefere uns
ein Märchen, sagt der Evolutionsbiologe
Richard Dawkins,
kämpferischer Atheist, dessen
Anhänger 2008 auf den Londoner
Bussen affichieren ließen:
„Da ist wahrscheinlich kein Gott.
Hör auf, dir Sorgen zu machen
und genieße dein Leben.“
An den unterschiedlichen Gefühlsmomenten,
wie sie sich bei
Wittgenstein und Dawkins an
den Kreuzestod Jesu und seine
Wiederauferstehung heften,
zeigt sich deutlich, was die
Verflachung des Osterereignisses
bedeutet. Noch immer
feiert die Christenheit das
Ende der 40-tägigen Fastenzeit
von Aschermittwoch bis
Ostern, noch immer läuten in
der Karwoche keine Glocken,
woran nach altem Brauch am
Lande die „Ratschen“ erinnern.
Noch immer werden Ostereier
gefärbt und am Ostersonntag
in den Gärten mitsamt kleinen
Geschenken für die Kinder versteckt;
sie alle hat der Osterhase
gebracht.
Ostern ist zu einem Fest der
Freude geworden, für viele das
Fest der „Wiederauferstehung“
der Natur, überall knospt es und
die ersten Frühlingsblumen –
Narzissen, Primeln, Hyazinthen,
Tulpen – erfreuen das wintermüde
Auge. Das heilgeschichtliche
Drama, demzufolge Christi
Tod und Auferstehung, die die
Wiederversöhnung der erbsündigen
Menschheit mit Gottvater
ermöglichte, ist im Zuge der
Verweltlichung besonders der
städtischen Zivilisation viel eher
– sofern überhaupt eine religiöse
Stimmung aufkommt – zu
einer im Ursprung heidnischen
Regenerationsmythologie des
Lebens geworden. Heutzutage
blüht die Wellnessesoterik.
Aber meistens bildet das Familienfestliche
den Kern von Ostern.
Doch gerade aus den dabei
auftretenden Momenten der
Entspannung und Freude kann
herausgelesen werden, inwieweit
die meisten von uns vom ursprünglichen
Sinn der menschheitserlösenden
Tat Jesu bereits
entfernt sind. Aus der Bibel lernten
einst die Christenmenschen,
dass Ostern die Vorbedingung
für die leibliche Auferstehung
der Toten am Ende aller Zeiten,
die Herabkunft des Neuen
Jerusalem und das ewigwährende
Wohnen bei Gott ist.
Dieser ganze Glaubenskomplex
ist dem 21. Jahrhundert nach
Christi Geburt fremd geworden.
Er bildet nur noch einen
abgelebten, bestenfalls sentimentalen
Hintergrund unserer
westlichen Kultur. Man mag
das beklagen. Man mag kulturpessimistisch
nicht nur von
Verflachung, sondern gleich,
wie Oswald Spengler es tat, vom
Untergang des Abendlandes
sprechen. Aber die, die so sprechen,
sind vorerst – die Zeiten
werden ja wieder fundamentalistisch
– nur wenige.
Man muss sich sogar fragen,
ob wir darüber nicht froh sein
sollten. Denn die Verflachung
dessen, was aus der Tiefe der
Zeiten heraufkam, bedeutet
auch, dass die Menschen nun
einander unmittelbar als
Menschen begegnen können –
ohne Furcht und Zittern vor
dem Richtspruch Gottes, dem
Höllenfeuer und seinen Qualen.
Freilich ermangeln wir fortan
auch eines Trostes, wie ihn nur
die Religion zu spenden vermag.
Die Verflachung der Osterpassion
geht einher mit einer Verflachung
der Osterfreude. Wir
müssen uns selbst genug sein.
Doch unser letztes Kapitel wird
erst geschrieben werden.
40plusWissen
07
08 40plus
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
Caravaggios Gemälde Deposizione
dalla Croce (Kreuzabnahme) –
entstanden zwischen 1602 und
1604 – erfuhr bereits zu Lebzeiten
des Künstlers aufgrund
seines Realismus zahlreiche
Kopien. Unser Chefgrafiker Adnan
hat das Werk nun in die Neuzeit
übertragen, vorstellbar als
Graffiti auf einer Wand in Neapel
oder Rom. Dies verdeutlicht,
dass die Verbindung von Kunst
und Kirche ebenso möglich
ist wie die von Brauchtum und
Mensch. Wie tief diese Verbindung
gehen kann, zeigen die
folgenden Seiten.
Caravaggio 2.0
40plus 09
Die Kunst,
Interview: Martin G. Wanko
die Kirche,
& Ostern.
© GALERIE SOMMER
Die katholische Kirche
prägte die abendländische
Kunstgeschichte
maßgeblich als Förderin
von Architektur, Malerei
und Bildhauerei. Nach
1945 entstanden Spannungen,
da besonders
die „68er-Künstler“ die
Rolle der Kirche während
der NS-Zeit und
ihre reaktionären Züge
kritisierten. Trotz dieser
Diskrepanzen bleiben
christliche Symbole und
Feiertage wie Ostern ein
wichtiges Thema in der
Kunst. Der Grazer Galerist
und Kunstsammler
Gerhard Sommer, Wegbegleiter
von Hermann
Nitsch und Günter Brus,
kennt die Hintergründe
und spricht mit 40plus.
Hermann Nitschs Werk ist tief mit religiösen
Motiven verwoben, und Ostern – als Zeit der
Passion, des Todes und der Auferstehung –
spielt eine zentrale Rolle in seinem Orgien
Mysterien Theater (OMT). Warum eigentlich?
Aus Sicht eines Galeristen ist das nur konsequent.
Hermann Nitsch hat mit seinem
OM-Theater nie bloß provozieren wollen,
sondern ein Gesamtritual geschaffen. Ostern
bündelt zentrale Motive: Opfer, Blut, Leid,
Transformationen und Erlösung. Nitsch hat
diese religiösen Bild- und Handlungscodes
radikalisiert und in eine theatralische Form
überführt. Für den Kunstmarkt wie für das
Publikum ist das hoch spannend.
010
Kunst 40plus
Günter Brus Zitate aus seiner Spontan-
Zeichnung lauten: „Schatzi, die nächsten
Ostern fallen schon wieder auf Sonntag und
Montag.“ Oder „Rohe Ostern“ – die Kirche
bzw. Ostern war auch für Günter Brus ein
Thema, oder?
Brus war nicht religiös. Günter Brus war wie
Nitsch Teil jener Generation, die katholische
Prägung nicht ignorieren konnte. Das ironische
Spiel mit Ostern ist weniger eine theologische
Auseinandersetzung als eine sprachliche
und kulturelle Reibung. Für Sammler
ist gerade diese Ambivalenz interessant:
Brus‘ Werk lebt von der Spannung zwischen
Blasphemie und existentieller Ernsthaftigkeit.
Im Arnulf Rainer Museum, in Baden, gibt es
eine namentliche „Osterwerkstatt“, wo
Kinder basteln, malen und formen. Wäre das
dem kirchenkritischen Künstler recht gewesen?
© TONI MUHR
Arnulf Rainer war kirchenkritisch, ja, aber
nicht spirituell gleichgültig. Seine Übermalungen
von Kreuzen und Christusdarstellungen
sind keine bloße Ablehnung, sondern eine
intensive Auseinandersetzung. „Osterwerkstatt“
für Kinder im Museum sehe ich eher
als Vermittlungsangebot denn als religiöses
Bekenntnis.
Anlässlich der Arnulf Rainer-Ausstellung
im Wiener Stephansdom (aus der Sammlung
des Unternehmers Werner Trenker) erklärte
Rainers Rechtsvertreter, Rainers Kreuze seien
für den Künstler ein Akt der persönlichen
Befreiung ohne sakralen Bezug. Rainer lehnte
die Ausstellung ab, klagte aber nicht. Die
Werke werden nun seit dem 17. Februar 2026
neben einem Kreuz von Alfred Hrdlicka im
Stephansdom gezeigt. Hätte der nun letztes
Jahr verstorbene Künstler Chancen auf eine
Verhinderung gehabt?
Im Stephansdom Kunst zu zeigen ist immer
symbolisch aufgeladen. Wenn die Werke rechtmäßig
im Besitz einer Sammlung sind, ist
eine Ausstellung grundsätzlich möglich. Ohne
vertragliche Einschränkung oder Urheberrechtsverletzung
wären die Chancen auf eine
Verhinderung eher gering
gewesen. Das Rainers
Kreuze nun neben einem
Werk von Alfred Hrdlicka
gezeigt werden, schafft
allerdings eine kunsthistorisch
spannende Konstellations-Befreiungsgeste
hier, expressiven Realismus
dort. Das ist weniger ein
Skandal als vielmehr eine
spannende Gegenüberstellung
– ein Raum für
Diskussionen, für unterschiedliche
Haltungen und
Sichtweisen. Aus galeristischer
Sicht also: kein Eklat,
sondern ein Dialog.
Es geht auch anders: Alfred Hrdlicka (1928–
2009) war ein österreichischer Bildhauer,
der trotz seines bekennenden Atheismus
eine komplexe und energische Beziehung zur
katholischen Kirche pflegte. Er schuf bedeutende
kirchliche Kunstwerke, darunter die
Skulptur für die NS-Märtyrerin Schwester
Restituta im Wiener Stephansdom. Wie sehen
Sie seinen Zugang?
Alfred Hrdlicka war ein politischer Bildhauer.
Sein Atheismus hat ihn nicht daran gehindert,
religiöse Räume als gesellschaftliche Bühnen
zu begreifen. Hrdlicka verstand die Kirche als
historischen Macht- und Erinnerungsraum.
Für uns im Kunstbetrieb ist das ein Beispiel
dafür, wie produktiv Reibung sein kann –
nicht Anpassung, sondern Konfrontation
schafft Relevanz.
Von Erwin Wurm gibt es den „Hochaltar“ und
den „Fastenpullover“, es zeigt also, dass auch die
jüngere Kunst die Kirche nicht kalt lässt, oder?
Erwin Wurm arbeitet konzeptuell, oft humorvoll.
Werke wie „Hochaltar“ oder „Fastenpullover“
zeigen, dass religiöse Symbolik weiterhin
Resonanzraum ist.
© GALERIE SOMMER
Persönlichkeiten wie der
frühere Domprediger
Monsignore Otto Mauer
oder der heutige Dompfarrer
Anton Faber
konnten und können im
Ausstellungsbereich
Akzente setzen. Finden
Sie den Dialog wichtig?
Unbedingt. Otto Mauer
war eine Schlüsselfigur
für Avantgarde in Österreich.
Und Anton Faber
steht heute für einen
offenen Kulturbegriff.
Und man darf Hermann Glettler nicht vergessen.
Als Stadtpfarrer in Graz hat er die
Andräkirche zu einem Ort avanciert, an dem
zeitgenössische Kunst selbstverständlich Teil
des kirchlichen Lebens wurde. Heute setzt
er als Bischof von Innsbruck österreichweit
beachtete Kunstprojekte um und positioniert
die Kirche als aktiven Kulturträger.
Der Dialog zwischen Kirche und Kunst ist
kein Luxus, sondern kulturelle Notwendigkeit.
Beide Seiten profitieren: Die Kirche bleibt
gegenwartsfähig und die Kunst gewinnt
Resonanzraum.
Gleichzeitig bietet die Kirchengestaltung
Künstlern nach wie vor lukrative Möglichkeiten
zur Mitwirkung. Welche Kirchen sollte
man sich anschauen? (Steiermark, Kärnten,
Rest-Österreich).
Steiermark:
Andräkirche, Graz
Pfarrkirche St. Andrä im Sausal
Hundertwasserkirche Bärnbach
Rest:
Stephansdom, Wien
Wotrubakirche
Pfarrkirche St. Johann im Walde
© NICOLE SOMMER
40plusKunst
011
Moderation: Martin G. Wanko
Gemma
Fleischweihe?
Ostern: Im Wandel zwischen Tradition und Moderne. Das
Brauchtum löst sich teilweise von der kirchlichen Bindung.
Gleichzeitig bedeutet Ostern für viele, besonders in unsicheren
Zeiten, eine Erneuerung und Stärkung des Glaubens sowie
ihrer Grundsätze. Die Traditionspflege ist auf dem Land oft
stärker ausgeprägt als in der Stadt. Darüber hinaus ist Ostern
ein millionenschweres Geschäft. 40plus fragt nach.
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
012
Talk 40plus
Wie viele Messen bzw. Gottesdienste besuchen
Sie in der Osterzeit? Zur Auswahl stehen:
Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag,
Osternacht, Ostermontag.
Wilhelm Krautwaschl: Ich gehe
nicht nur hin, sondern ich feiere
alle mit; heuer in der Stadtkirche
Leoben. Dazu kommt noch die
Chrisam-Messe am Mittwoch in
der Karwoche im Grazer Dom.
Gregor Seberg: Alle. Es sei
denn, es geht sich zeitlich nicht
aus. Dann nicht alle. Also zumeist
schaffe ich keinen Termin.
Frido Hütter: Zu keiner.
Josef Wurm: 0.
Thomas Spann: Palmsonntag
und Osternacht stehen für mich
Jahr für Jahr auf dem Programm.
Claudia Unger: Am Palmsonntag
und in der Osternacht war
ich meistens in der Kirche, die
Fleischweihe am Karsamstag
ist nach wie vor ein Fixpunkt.
Besonders schön ist es auch ab
und zu diese Feiertage in anderen
Ländern zu erleben, weil
trotz sprachlicher Schwierigkeiten
die Liturgie ermöglicht,
alles zu verstehen und zugleich
andere Bräuche zu erleben. Da
hat man als ehemaliges Mitglied
der katholischen Jugend einen
internationalen Orientierungsvorteil.
Feiern Sie die Auferstehung Christi
und wie geht das eigentlich?
Wilhelm Krautwaschl: Natürlich.
Aus christlicher Sicht ist das
vergleichsweise einfach, denn
die Kirche hat dafür eine Feier
mit einem festgelegten Ablauf.
Die Feier findet in der Osternacht
von Karsamstag auf
Ostersonntag statt. Wir feiern
die Auferstehung mit dem Licht
(Osterkerze), mit mehreren
Lesungen aus der Bibel (heuer
mit der Auferstehung aus dem
Matthäus-Evangelium als
Höhepunkt), in der Taufe bzw.
der Tauferneuerung und in der
heiligen Messe – und das alles
in einer Feier.
Gregor Seberg: Auch bei Zombie-
Filmen denke ich mir: ja, aber in
echt gibt es das nicht.
Frido Hütter: Nein.
Josef Wurm: Hm.
Thomas Spann: Ja – neben der
Messe: Osterfeuer plus kunstvolle
bis riesige Lichtinstallationen
auf den südoststeirischen
Osterkreuzen.
Claudia Unger: Das ist ja der
Kern der Osterwoche, der
Grund zu feiern. Ich finde schon,
dass man sich die Frage stellen
muss, wie man die Auferstehung
so übersetzt, dass sie zeitgemäß
verstanden werden kann
und ein Impuls ist. Gefeiert
wird nicht immer gleich, das
hängt ja von vielen Umständen
ab und besteht auch ganz
wesentlich aus einem sozialen
Teil. Für mich ist wichtig, dass
die Familie zusammen ist und
es den Striezel meiner Mutter
gibt. Dann passt der Rest auch.
Am schönsten finde ich Ostertage
am Land, da scheint es mir
noch ein selbstverständlicheres
Element im Jahreskreis zu sein,
das finde ich beneidenswert.
Schauen Sie sich z. B. die Osterweihe in der
Kirche, im Stream bzw. TV oder gar nicht an?
Wilhelm Krautwaschl: Ich nehme
an, es ist von der Osterspeisensegnung
die Rede. Auch diese
feiere ich selbst mit vielen Menschen,
die ihre Osterjause segnen
wollen; heuer in der Wallfahrtskirche
Judendorf-Straßengel.
Die Speisensegnung wird wieder
auf ORF2 zu sehen sein.
Gregor Seberg: Seit Karol
Wojtylasein unnachahmliches
„in espressione tedesco“ nicht
mehr sagt, nicht mehr.
Frido Hütter: Gar nicht, ich bin
Agnostiker.
Josef Wurm: Nein.
Thomas Spann: Live bei der
Kapelle in Raabau/Feldbach.
Claudia Unger: Für mich haben
christliche Feiern sehr viel mit
Gemeinschaft zu tun, deshalb
wenn, dann live, wobei es ja
nicht ums „Anschauen“ geht. Im
besten Fall ist man ja von den
Inhalten, den Ritualen und der
Musik berührt und nicht passive
Zuschauerin. Das setzt natürlich
voraus, dass man sich dafür
interessiert, was das Ganze
eigentlich ist, sonst ist das Erlebnis
ohne Kontextualisierung
im besten Fall eine Aufführung.
Zur Gemeinschaft gehört für
mich auch eine kirchliche Beheimatung,
die bei mir persönlich
schwindet. Das ist durchaus
schmerzlich, besonders zu
solchen Anlässen.
Gefeiert wird nicht immer gleich,
das hängt ja von vielen Umständen
ab und besteht auch ganz wesentlich
aus einem sozialen Teil. Für
mich ist wichtig, dass die Familie
zusammen ist und es den Striezel
meiner Mutter gibt. Dann passt
der Rest auch.
Claudia Unger
Stadträtin
© STADT GRAZ FISCHER
40plusTalk
013
Fasten Sie noch? Wenn „ja“, traditionell oder
modern? Wie funktioniert modernes Fasten?
Wilhelm Krautwaschl: „Fasten“
bedeutet im Wortsinn „sich festmachen“.
Ich möchte mich ganz
bewusst im Glauben vertiefen –
und daher geht es beim Fasten
um Besinnung, also um das
Nachdenken darüber, was gut
ist und was weniger, was Sinn
macht, was uns weiterbringt als
Familie, als Freunde, als Gesellschaft.
Gregor Seberg: Ich mache
Intervallfasten, bestimme die
Intervalle jedoch selbst jeden
Tag neu. Nur ein kurzer Intervall
ist ein guter Intervall.
Frido Hütter: Fasten? Verzicht
auf Hyperkommunikation,
materiell etwas teilen, mit
jemandem Stille erleben, maximale
Liebenswürdigkeit. Aber
ich bin erst dabei, das alles
wirklich umzusetzen.
Josef Wurm: Hab letztes Jahr
unabsichtlich einen Grünspecht
überfahren, zur Buße war ich
vier Monate vegan. Drei Jahre
zuvor überfuhr ich ebenfalls
unabsichtlich ein Huhn, sechs
Monate vegetarisch.
Thomas Spann: Traditionell –
zumindest unternehme ich den
ernsthaften Versuch auf Alkohol
zu verzichten.
Claudia Unger: Ich faste leider
grundsätzlich zu wenig, dabei
ist die Idee der freiwilligen
Selbstdisziplin körperlich und
spirituell richtig und wichtig.
Ich bin also zu undiszipliniert,
allerdings an den strengen
Fasttagen jedes Jahr dabei.
Moderne Formen, wie Verzicht
auf gewisse Genussmittel, mache
ich immer wieder, auch mit
Bezug zu den Fastenzeiten vor
Ostern und Weihnachten, aber
das ist eindeutig ausbaufähig.
Hab letztes Jahr unabsichtlich
einen Grünspecht
überfahren, zur Buße war
ich vier Monate vegan.
Drei Jahre zuvor überfuhr
ich ebenfalls unabsichtlich
ein Huhn, sechs Monate
vegetarisch.
Josef Wurm
Künstler
© MARTIN G. WANKO
Fasten? Verzicht auf
Hyperkommunikation,
materiell etwas teilen, mit
jemandem Stille erleben,
maximale Liebenswürdigkeit,
aber ich bin erst
dabei, das alles wirklich
umzusetzen.
Frido Hütter
Kulturredakteur
© FRIDO HÜTTER
Muss man Katholisch oder Evangelisch sein,
um christlich Ostern zu feiern?
Wilhelm Krautwaschl: Die
Feier der Auferstehung Jesu
zu Ostern ist wesentlicher Teil
unseres Glaubensbekenntnisses,
das alle Christen verbindet:
Katholiken, Evangelische, Orthodoxe,
Freikirchliche … Bei unseren
Feiern sind natürlich alle willkommen,
auch jene, die den
Glauben noch suchen.
Gregor Seberg: Orthodox geht
auch.
Frido Hütter: Vermutlich.
Josef Wurm: Keine Ahnung, wir
feiern wegen der Kinder.
Thomas Spann: Alle Wege
führen nach Rom.
Claudia Unger: Es ist grundsätzlich
hilfreich, wenn man
weiß, warum man etwas feiert,
sonst verliert sich ja jedes Fest
irgendwann in der Beliebigkeit.
Ich finde es wichtig, dass christliche
Feste mehr sind als gemeinsam
essen. Gemeinsam feiern
benötigt allerdings nicht die
religiöse Überzeugung aller,
denn ein Fest lebt ja auch von
Gemütlichkeit und Freude, aber
ich persönlich möchte, dass
Ostern mehr ist als nur ein paar
freie Tage.
014
Talk 40plus
© CHRISTIAN JUNGWIRTH
Vor allem ist es ein Fest der
Hoffnung. Jesus überwindet den
Tod, der Tod ist nicht das Ende des
Lebens, sondern nur des Sterbens.
Da mit dem Sterben die Dimensionen
von Raum und Zeit wegfallen,
leben wir dann mit Gott von
Angesicht zu Angesicht.
Wilhelm Krautwaschl
Bischof
Ostern feiern ohne Auferstehung geht laut
Recherche so: „Unabhängig des Glaubens
ist Ostern auch eine Zeit des Frühlings, der
Familie und des Neubeginns.“ Ist das nun
ein Ersatz für ein christliches Ostern, oder
steckt hier bereits genug christliche Symbolik
darin?
Wilhelm Krautwaschl: Ostern
kann man ohne Auferstehung
nicht feiern, denn Ostern ist
getragen vom Sterben und Auferstehung
Jesu. Nur darum
geht es im Osterfest.
Gregor Seberg: Das haben die
Christen gut gemacht, dass
die Auferstehung zeitgleich
mit dem Frühling stattfindet.
Christliche Symbolik steckt
auch in „Frühjahrsabverkauf
für Dich“.
Frido Hütter: Na ja, das dreht
sich eher um psycho-physische
Wellness als um spirituelle Vertiefung.
Josef Wurm: Keine Ahnung, wir
feiern wegen der Kinder.
Claudia Unger: Mir scheint
zumindest, dass es eine unvollständige
Beschreibung ist.
Es ist ein Fest der Familie im
Frühling, wo zahlreiche Bräuche
gepflegt werden, die mit Neubeginn,
Hoffnung et cetera zu
tun haben. Ja. Aber es ist eben
auch und vor allem ein christliches
Fest, das wir nicht der nur
scheinbar inklusiven Indifferenz
überlassen sollten. So wie zu
Weihnachten manche nur mehr
Season greetings verschicken,
um niemanden mit dem eigentlichen
Anlass zu belästigen,
dienen meines Erachtens auch
diese halbgaren Osterdefinitionen
niemandem. Lieber die
Feste aller Religionen, die in den
selben Zeitraum fallen, nennen
und wertschätzen.
Ostern, ein Fest der Hoffnung, Versöhnung,
Erneuerung. Stimmt das noch?
Wilhelm Krautwaschl: Unbedingt.
Vor allem ist es ein Fest
der Hoffnung. Jesus überwindet
den Tod, der Tod ist nicht das
Ende des Lebens, sondern nur
des Sterbens. Da mit dem Sterben
die Dimensionen von Raum und
Zeit wegfallen, leben wir dann
mit Gott von Angesicht zu Angesicht.
Gregor Seberg: Nur Erneuerung.
Die Supermärkte wickeln Weihnachtsmannfolie
um die Hasen.
Frido Hütter: Leider nicht.
Josef Wurm: Möglich, oder ein
Fest des Selchfleisches, des
Krens und der Eier.
Claudia Unger: Grundsätzlich
ja, das ist dem Inhalt nach
grundgelegt. Manchmal scheint
mir, dass wir zu wenig Umgang
mit religiösen oder spirituellen
Inhalten haben, um mehr als die
Worte zu verstehen. Manchmal
wird einem das schlagartig klar:
Bei einem Aufenthalt in Kairo
habe ich einmal einen Ostergottesdienst
einer koptischen
Gemeinde miterlebt. Das war
ein Jahr nach dem Arabischen
Frühling, man ging durch einen
Metalldetektor in die Kirche,
davor standen Sicherheitsleute.
Dort hatten die Menschen wohl
eine andere Auffassung von
Ostern als Fest der Hoffnung
und der Versöhnung.
Thomas Spann: Jedenfalls! Für
mich persönlich ist Ostern das
Fest der Hoffnung.
40plusTalk
015
Stark verankert scheint das Brauchtum zu
sein. Zum einen Eierfärben, Basteln und
Osterfeuer machen, zum anderen Palmbuschen,
Weihfeuer tragen und Fleischweihe.
Ein gewisser Eventcharakter haftet diesem
schon an. Ist der schädlich, oder sorgt dieser
weiterhin für eine Verankerung?
Frido Hütter: Wir färben Eier
mit den Enkelkindern und
klären sie auf, warum Ostern
gefeiert wird.
Thomas Spann: Mir ist das
gelebte Brauchtum wichtig –
es verankert mich persönlich.
Claudia Unger: Auf keinen Fall
schädlich, das ist ja ein wichtiger
Teil der Osterzeit, der noch
dazu sehr schön, genussvoll
und auch ein Erlebnis ist. Übrigens
ist es sehr interessant,
der Herkunft und Bedeutung
verschiedener Bräuche auf
den Grund zu gehen, da dies ja
oft mit der jeweiligen Region,
Volksglauben und Tradition zu
tun hat. Das sollte man sich bisweilen
vor Augen führen, wenn
man vom österlichen Panettone
schwärmt, bei uns ist das eine
Modeerscheinung, in Italien ist
die Colomba Pasquale symbolisch
aufgeladen.
Dekorieren Sie zu Ostern
Ihr Zuhause oder nicht?
Das gelebte Brauchtum
ist wichtig – weil
es die individuelle
Verankerung stärkt.
Thomas Spann
WKO Generalsekretär
Stellvertreter
© WKÖ/MAREK KNOPP
Wilhelm Krautwaschl: Es gibt
Palmzweige, die gehören zu
Ostern. Die Karwoche beginnt
mit dem Palmsonntag, an dem
viele Menschen gerne gesegnete
Palmzweige für einen Osterstrauß
mit nach Hause nehmen.
Gregor Seberg: Ja. Aber es
kann sein, dass auch Duffy
Duck aus einem Osternestchen
schaut. Warum ist Gustav Gans
eigentlich eine Ente?
Frido Hütter: Ja, mit Palmkätzchen
und Blumen.
Josef Wurm: Wir lassen das
ganze Jahr die Faschingsdeko
hängen, die passt immer.
Thomas Spann: Ja, unbedingt!
Claudia Unger: Ja, ich habe
einen Osterbaum, der vor allem
von den Kunstwerken meiner
Cousine lebt, die die unglaublichsten
Sachen bastelt. Sonst
hängen ganz alte Eier am Baum,
die ich als Kind mit meinen
Schwestern fabriziert habe, die
eindringlichste Erinnerung sind
unsere knallroten Köpfe beim
Ausblasen der Eier.
Der Leidensweg von Jesus oder „Das Leben
des Brian“, was ist für Sie vorrangig?
Wilhelm Krautwaschl: Die
Geschichte Jesu.
Gregor Seberg: Brian.
Frido Hütter: Weder noch. Ein
gemarterter Mensch taugt
nicht für eine (wenn auch noch
so gelungene) Satire.
Josef Wurm: Ohne ersteres
gäbe es diesen wichtigen Film
nicht.
Thomas Spann: Sicher nicht der
Brian!
Claudia Unger: Dies ist ein Beispiel
für Unvergleichbarkeit des
vermeintlich Vergleichbaren.
© MICHAEL SCHNABL
016
Talk 40plus
© JAN FRANKL
Aber Ostern ist in unserer Gesellschaft
nicht so aufgeladen mit
Erwartungen an die eigene
familiäre Glückseligkeit. Zu Ostern
ist man mit einem Badeschlapfen
schon im Freibad, vielleicht ist uns
da vieles einfach wurschter.
Gregor Seberg
Schauspieler
Weihnachtskomödien gibt es zu Hauf,
bei Ostern klemmt das ein bisschen, warum?
Wilhelm Krautwaschl: Diesen
Eindruck habe ich nicht. Immer
wieder gibt es – etwa in den
Passionsspielen an verschiedenen
Orten – auch bei uns
das Nachspielen des Leidens,
Sterbens und Auferstehens
Jesu. Das ist allerdings keine
Komödie.
Gregor Seberg: Das sollte man
ändern. Aber Ostern ist in
unserer Gesellschaft nicht so
aufgeladen mit Erwartungen
an die eigene familiäre Glückseligkeit.
Zu Ostern ist man mit
einem Badeschlapfen schon im
Freibad, vielleicht ist uns da
vieles einfach wurschter.
Frido Hütter: Weil Christkind
und Weihnachtsmann bessere
Vorgaben bieten als ein Hase.
Thomas Spann: Da habt ihr
eine Produktionslücke aufgezeigt
– ich gehe davon aus,
dass Hollywood mitliest.
Claudia Unger: Vermutlich ist
die inhaltliche Anbindung ans
jeweilige Thema unterschiedlich
einfach, vielleicht schauen
die Menschen, wenn's Frühling
wird, weniger fern. Die Frage
ist, ist das überhaupt wichtig?
Viele finden es entspannend, dass Ostern
nicht die Geschenklawine entwickelt, wie
Weihnachten. € 100,- für Geschenke, € 59,-
pro Mann/Frau für Essen ist aber auch nicht
ohne, oder? (Für den stationären Handel ist
es das zweitwichtigste Geschäft nach Weihnachten.
/ Über 270 Mio. Euro. (Statistik:
Handelsverband mit dem Marktforschungsinstitut
Reppublika 2025).
Wilhelm Krautwaschl: Wer gerne
etwas schenken möchte, soll
das ruhigen Gewissens machen.
Im christlichen Sinn ist das
größte Geschenk die Auferstehung
Jesu und die Hoffnung
auf ein tolles, ewiges Leben bei
Gott. Mehr braucht es nicht.
Frido Hütter: Gratulation an
den Handel.
Claudia Unger: Anscheinend
holt Ostern diesbezüglich auf,
für den Handel und viele Unternehmen
ist das eine wichtige
Zeit im Jahr. In meiner Familie
gibt es traditionell nur Schokohasen
und vor allem selbstgefärbte
Eier mit unseren Namen
drauf. Die werden versteckt,
gemeinsam gesucht und nach
dem Eierpecken verspeist.
Thomas Spann: Persönliche
Geschenke haben für mich eh
immer Saison – Ostern passt
daher perfekt!
40plusTalk
017
Eine kulinarische
Reise
Lojze Wieser ist ein in Klagenfurt
sesshafter slowenischsprachiger
österreichischer Autor, Verleger,
Gastrosoph und Kulturvermittler.
Seit September 2013 präsentiert
er gemeinsam mit Martin Traxl
im ORF die Sendereihen „Der
Geschmack Europas“ – eine Reihe
kulinarischer Reisereportagen –
sowie die Reihe „Geschmackshochzeit“,
die den gastronomischen
Reichtum des Alpen-
Adria-Raums in den Fokus
rückt.
Text: Martin G. Wanko
zwischen
Kärnten &
der Steiermark
© KHFESSL
018
Genuss 40plus
Durch den Koralmtunnel nähern sich Kärnten und
die Steiermark geographisch an. Kulinarisch sind
die beiden Bundesländer jedoch schon enger verbunden,
als oft angenommen. Die traditionelle
Osterjause dient als gutes Beispiel dafür. Martin G.
Wanko setzte sich schnell in den Zug nach Kärnten
und beleuchtete in Klagenfurt mit dem Verleger und
Gastrosophen Lojze Wieser die Gemeinsamkeiten.
Die kulinarische Verbindung wird beispielhaft
durch den Eierkren illustriert, einen
pikanten Salat oder Aufstrich. Laut Lojze
Wieser wird Eierkren heute vorwiegend in
Teilen Kärntens und der Steiermark, aber
auch noch in Gebieten von Krain und
Ljubljana, konsumiert.
Die Zubereitungsarten unterscheiden sich
dabei: Beim steirischen Eierkren steht der
„Steirer Kren“ im Mittelpunkt. Das steirische
Rezept beinhaltet hartgekochte Eier,
frischen Kren und Apfelessig, Senf, Salz
sowie weißen Pfeffer und wird gelegentlich
mit Schnittlauch bestreut. Der Kärntner
Eierkren wird oft cremiger zubereitet.
Typische Zutaten sind neben Ei und Kren
Sauerrahm, Essig, Öl, Salz, Pfeffer und
Zucker. Manchmal wird anstelle von Sauerrahm
Crème fraîche verwendet.
Dazu wird in Kärnten gerne Osterschinken
und entweder Reindling oder Pinze/Pohača/
Potica/Gubana gereicht, so Wieser: „Diese
Backwaren sind wahlweise gefüllt mit Rosinen,
Zimt und Johannisbrot oder auch ungefüllt.“
Der Kärntner Reindling, ein süßer Hefeteigkuchen,
bildet hier den klassischen Kontrast
zum salzig-scharfen Eierkren.
Der Osterschinken weist in Kärnten und
der Steiermark keine Unterschiede auf. Es
ist allerdings unklar, wann der geräucherte
Schinken das traditionell zu Ostern verzehrte
Lamm verdrängte: „Vieles deutet darauf
hin, dass dieser Wechsel vom Lamm zum
Schwein mit dem Übergang vom Feudalismus
zur Industrialisierung zusammenhängt.
Der Grund dafür war der steigende Bedarf
an schnell wachsendem, energiereichem
Fleisch sowie der stark erhöhte Schmalzbedarf.
In einigen Regionen wird jedoch aus
traditionellen oder religiösen Gründen
weiterhin das Schöpsernes/Lamm oder auch
Zicklein bevorzugt“, verrät Lojze Wieser.
Sowohl in Graz als auch in Klagenfurt wird
in der Vorbereitung zum Osterfest gerne
auf den Märkten eingekauft. In Graz bietet
sich für einen Besuch der Bauernmarkt am
Kaiser-Josef-Platz in zentraler Lage an,
dieser bietet neben Gemüse vor allem steirische
Spezialitäten. Hervorzuheben sind
hier die Kasalm, Großschädl mit Schinken
und Wurstwaren oder Michis Fische. Auch
wenn der Markt schließt, bleiben die Lokale
in den Kojen am Rand des Platzes geöffnet.
Ein kulinarisches Dreigestirn bilden hier
die Genießerei, Sofisch und Kaisers smoked
BBQ. Der Markt konzentriert sich auf in der
Steiermark angebaute Lebensmittel.
Der Klagenfurter Benediktinermarkt spiegelt
den Alpen-Adria-Raum wider. Lojze Wieser
beschreibt ihn wie folgt: „Diese Stände am
Markt sind das Streetfood von Klagenfurt,
meistens gute Qualität. Rudi ist bodenständig,
gehoben ist Christian Cabaliers Kochwerkstatt.
Auf der anderen Seite Ivo mit der
kroatischen Fischvariante. In Summe
einheimische Kost, dazu ein Ausflug in die
gehobene Küche und das Meer.“
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
© GRAZ TOURISMUS - TOM LAMM
© STADT KLAGENFURT, DIETER KULMER
40plusReininghaus Genuss Gründe
019
Besondere Anlässe
verdienen einen
besonderen Rahmen.
Da sollte nichts dem
Zufall überlassen
werden. Für Gäste
und Gastgeber soll
genügend Zeit für
uneingeschränkten
Genuss bleiben.
Sabine Flieser-Just
übt den Beruf eines
Genusscoaches aus.
Sie lotet mit Freude
die Grenzen des
Genusses aus, das
kann durchaus auch
eine Reduktion
bedeuten. Mit 40plus
denkt sie über die
Möglichkeiten nach,
das kulinarische
Ostern abseits der
Norm neu zu denken.
Essen
Ident
Sabine Flieser-Just kommt aus
einer Grazer Gastro-Familie.
Sie ist Diplom-Sommelière für
Wein und Käse, arbeitet als
Dozentin für Tourismusberufe
und ist selbstständiger Genusscoach.
Zusammen mit Claudia
Rossbacher verfasste sie ein
Genussbuch im Gmeiner-Verlag.
Mehr Infos unter:
www.flieser-just.at
© LUCIJA NOVAK
020
Genuss 40plus
© SABINE FLIESER-JUST
stiftet
ität!
Veganer Flammkuchen
Fasten Sie eigentlich?
Sabine Flieser-Just: Für mich
hat Fasten die Bedeutung von
bewusstem Verzichten in vielen
Bereichen, bewusster zu sein,
weniger Ablenkung, weniger
Beliebigkeit. So verzichte ich in
dieser Zeit gerne auf alles Überflüssige,
konzentriere mich auf
das Wesentliche und freue mich
dadurch auf den Genuss danach
noch intensiver.
Wie feiern Sie Ostern?
Flieser-Just: Ostern ist für mich
ein traditionelles Familienfest.
Es zählt das Zusammenkommen,
die Zeit und gutes Essen. Diese
Zeit beginnt mit dem Palmsonntag.
Die Palmbüscherl werden
selbst gebunden und dekoriert.
Zur Fleischweihe werden in den
Korb auch Wildprodukte gepackt.
Ich bin in der glücklichen Lage,
selbst erlegtes Wild verarbeiten
zu können. Dazu kommt selbst
gebackene Pinze und Osterbrot.
Gleich nach der Fleischweihe
gibt es die große Osterjause im
Familienkreis.
Welche Rolle spielen für Sie
Gründonnerstag und Karfreitag
kulinarisch betrachtet?
Flieser-Just: Der Gründonnerstag
ist kulinarisch wirklich der
grüne Tag in meinem Jahreskalender.
Schon das Frühstück ist
grün, meist ein pochiertes Ei auf
Blattspinat, zu Mittag gibts eine
Kräutercremesuppe aus frischen
Gartenkräutern und abends wird
gefastet. Am Karfreitag setzt sich
das fort, bewusste Zurückhaltung
steht im Vordergrund. Gerne koche
ich da ein Buchweizenrisotto,
das mit Pesto aufgewertet wird,
Hauptsache pure Aromen.
Haben Sie eine Idee, warum der
Glaube scheinbar abnimmt, in
vielen Familien doch stocksteif
an der (kulinarischen) Tradition
festgehalten wird?
Flieser-Just: Essen stiftet Identität.
Daher ist es mir wichtig, dass
gewisse Rituale bestehen bleiben
und fortgeführt werden. Gerade
kulinarische Traditionen geben
ein Gefühl von Zuhause und
schaffen Erinnerungen.
Aber die Tradition verschwindet
auch schleichend: Welche Vorschläge
haben Sie für Veganer
und Vegetarier?
Flieser-Just: Für mich immer vorrangig
entscheidend ist die Wertigkeit
und Herkunft der Produkte.
Regionales hat den Vorrang, alte
Getreidesorten, Fermentiertes
und Frisches vom Markt kann
genauso gut und festlich am
Ostertisch präsentiert werden.
Fällt Ostern später, ist manchmal
auch schon der erste heimische
Spargel zur Verfügung.
40plusGenuss
021
Wenn ich beispielsweise Kaviar
zur Osterjause involviere, könnte
es passieren, dass ich einigen
damit vor den Kopf stoße. Warum
eigentlich?
© SABINE FLIESER-JUST
Osterjause
Wie kann man bezüglich Deko
und Kulinarik Ostern grundsätzlich
bereichern?
Flieser-Just: Ostern ist bunt
und vielfältig, meine Dekorationen
kommen aus der Natur.
Die ersten frischen, grünen
Zweige, etwas von der Alm, meist
frisches Moos als Osternesterln.
Atmosphäre und Stimmung am
Tisch in Harmonie. Wenn Essen
eine Geschichte erzählt, woher
es kommt, warum es am Tisch
steht, wird Ostern besonders.
Wann kann man „sicher“ sein,
dass Gäste eine Osterjause/
Osterdinner nachhaltig in
Erinnerung halten?
Flieser-Just: Wenn sie spüren,
dass nichts zufällig ist. Die
Gesamtkomposition macht es
aus. Bei der Produktauswahl, bei
der Zubereitung, mit der Wahl
des passenden Weines. Erinnerung
entsteht für mich nicht
durch Überfluss, sondern durch
Authentizität.
Flieser-Just: Kaviar kann durchaus
bereichernd sein, solange
er von heimischen Fischen aus
sorgsamer Produktion kommt.
Dazu reiche ich dann gerne
Buchweizenfladen und Sauerrahm.
Aber ehrlich gesagt, stelle
ich Kaviar gerne zu Weihnachten
auf den Tisch und nicht zu
Ostern.
England, Frankreich oder
Griechenland verspeisen am
Sonntag traditionell Lamm.
Hierzulande kommt das Lamm
am ehesten als Schokolade oder
als Hefeteig vor.
Flieser-Just: Auch ich habe
schon öfter Lamm am zweiten
Osterfeiertag auf den Tisch gestellt.
Eine langsam geschmorte
Lammkeule mit jungem Gemüse
ist köstlich. Aber da wir den
Luxus des eigenen Wildfleisches
genießen, kommt bei uns natürlich
Wild auf den Tisch. Und dann
in einer Frühlingsvariante, also
meist in der Art eines gekochten
Wurzelfleisches, oder als gebackene
Rehschnitzerl mit Röhrl-
Erdäpfelsalat.
Die Osterjause ist am Ostermontag
manchen schon zu
monoton. Welche Alternative
haben Sie?
Flieser-Just: Da bin ich naturgemäß
wieder bei Wild. Eine
Wildterrine, ein Wildschinken,
dazu frischer Kren, eingelegtes
Gemüse und ein eleganter Wein,
der das Geschmacksbild abrundet.
Saures von Reh und Gams mit Fenchel,
Champignons, Heidelbeeren, rotem
Zwiebel, Äpfeln und frischen Kräutern.
Essig vom Gölles und Kürbiskernöl wird
à Part serviert.
Wenn Geselchtes und Wurst
übrigbleibt, was schlagen Sie
abseits vom Klassiker Schinkenfleckerl
vor?
Flieser-Just: Gerade „Reste“
laden zur Kreativität ein. Dünn
aufgeschnittenes Geselchtes
mit Linsen, Wurzelgemüse und
Kräutern, vielleicht lauwarm
serviert. Oder klein gewürfelt in
einer herzhaften Wild-Quiche,
auch gerne als Belag auf einer
selbstgemachten Pizza. Frohe
und genussvolle Ostern!
© SABINE FLIESER-JUST
022
Genuss 40plus
Text: Georges Desrues
Ostern in
Triest
Die unterschiedlichen Religionen und
ihre Kirchen spiegeln die Geschichte
der multikulturellen Stadt Triest wider,
Georges Desrues geht auf Tuchfühlung.
© MARTIN G. WANKO
Alle Jahre wieder, wenn das katholische
Fest zur Auferstehung Christi bereits einige
Tage beziehungsweise Wochen vorüber ist,
verfällt Triest erneut in Osterstimmung.
Dann feiern nämlich die zwei bedeutendsten
historischen Minderheiten der Stadt ihr
eigenes Fest. Die Rede ist von den Mitgliedern
der griechisch- und der serbischorthodoxen
Kirche, die seit vielen Generationen
in der Hafenstadt beheimatet sind.
Dass ihr Osterfest auf ein anderes Datum
fällt, erklärt sich bekanntlich dadurch,
dass die meisten orthodoxen Kirchen das
Osterdatum nicht nach dem für die Westkirchen
gültigen gregorianischen, sondern
nach dem julianischen Kalender berechnen.
Zudem feiern beide Glaubensgemeinschaften
Ostern am Sonntag nach dem
ersten Frühlingsvollmond. Dadurch kann
es passieren, dass ein Vollmond nach dem
21. März (westlich), aber vor dem 3. April
(orthodox) eintritt. Die Westkirche feiert
dann sofort, während die orthodoxe Kirche
auf den nächsten Vollmond warten muss.
Dadurch kann auch ein Abstand von vier bis
fünf Wochen entstehen.
Für das ansonsten tief katholisch geprägte
Italien ist das alles recht ungewöhnlich. Wer
andere italienische Städte kennt, wird bemerkt
haben, dass die überwiegende Mehrzahl
unter ihnen nach einem sich ähnelnden
Schema organisiert sind. Nämlich mit einer
Piazza – also einem Hauptplatz –, an dem
eine Kathedrale, ein Dom oder zumindest
eine Kirche steht. Nicht so in Triest. Hier wird
die Piazza vom Rathaus und einigen Palazzi
aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt,
Kathedrale ist allerdings weit und breit keine
zu sehen. Die findet sich erst neben der Burg
San Giusto, hoch oben auf einem Hügel.
Die griechisch-orthodoxe Kirche mit ihren
zwei Türmen indessen liegt nur einige
Schritte weiter von der Piazza, direkt an der
Uferpromenade und mit Blick aufs Meer.
Gebaut wurde San Nicolò e della Santissima
Trinità, auch bekannt als San Nicolò dei
Greci – der Griechen – , bereits Ende des 18.
Jahrhunderts. Um 1820 verpasste ihr der
vom Bodensee stammende Architekt Matteo
Pertsch ihre neoklassizistische Fassade.
Wiederum nur ein paar Schritte entfernt,
landeinwärts und entlang dem Canale Grande,
liegt die mächtige serbisch-orthodoxe
Kirche Santissima Trinità e San Spiridione,
die in den 1860er Jahren nach einem Entwurf
des Architekten Carlo Maciachini im
neobyzantinischen Stil errichtet wurde und
zu den bedeutendsten serbisch-orthodoxen
Gotteshäusern außerhalb Serbiens zählt.
Doch gibt es in Triest freilich noch weitere
Religionsgemeinschaften. Darunter die
jüdische Gemeinde, die einst und bis zu den
Verbrechen der Faschisten und Nationalsozialisten
zu den bedeutendsten der Habsburgermonarchie
und später Italiens zählte.
Wie bedeutend die Gemeinde wirklich war,
zeigt sich an der imposanten Synagoge,
die von den Architekten-Brüdern Ruggero
und Arduino Berlam geplant und 1912, also
gleichfalls noch unter den Habsburgern,
eröffnet wurde.
Weitere Gotteshäuser sind die armenische
Kirche, die 1859 geweiht wurde; die evangelisch-lutherische
Kirche in neogotischen
Am Canale Grande von Triest:
Rechts am Foto, die serbischorthodoxe
Kirche Santissima
Trinità e San Spiridione
Stil aus 1870; die anglikanische Kirche in
Form eines kleinen Tempels aus 1831; und
die kleine San Silvestro, die aus dem 11.
Jahrhundert stammt, als älteste Kirche
der Stadt gilt und im Jahr 1785 nach dem
Toleranzpatent von Kaiser Josef II. von der
Helvetischen Gemeinde (Confessio Helvetica
Posterior) ersteigert wurde.
Bleibt noch die bedeutendste sprachliche
Minderheit von allen: Die slowenische. Da
die slowenischen Gläubigen mehrheitlich
Katholiken sind, haben sie allerdings kein
eigenes Gotteshaus, sondern halten ihre
Messen in slowenischer Sprache in diversen
Kirchen der Stadt, darunter etwa in der
Kirche Sant'Antonio Taumaturgo am Ende
des Canale Grande.
Interessanterweise sind all diese Kirchen
und Gotteshäuser unter der Herrschaft der
Habsburger entstanden, als Triest seine
Blütezeit als reicher und größter Hafen
des Kaiserreichs feierte und um ein ganzes
Viertel mehr Einwohner zählte als heute.
Damit erzählt die erstaunliche konfessionelle
Vielfalt auch die beispielhafte Geschichte
einer Stadt, die ihre größten und
glorreichsten Zeiten dann erlebte, wenn sie
sich für Menschen aus anderen Kulturen
und Religionen öffnete.
40plusKolumne
023
Studentenfutter:
024
Fit Your
Body
Brainfood
mit Tradition
BILDER KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
Gesundheit 40plus
Text: Martin G. Wanko
Obwohl körperliche Fitness durch Sport oft
im Fokus steht, ist die geistige Fitness – das
sogenannte Brainfood – mindestens genauso
wichtig für unser Wohlbefinden. Schon seit
dem 17. Jahrhundert wird Studentenfutter
als Nervennahrung geschätzt und besteht
traditionell aus einer Mischung von Trockenfrüchten
und Nüssen.
Nüsse:
Helden für die Konzentration.
Nüsse sind wahre Superstars für unser
Gehirn. Sie sind reich an essenziellen Omega-
3-Fettsäuren, die die Kommunikation der
Gehirnzellen fördern und unsere Konzentrationsfähigkeit
steigern. Besonders empfehlenswert
sind Walnüsse, gefolgt von Mandeln
und Haselnüssen. Diese Nüsse liefern zusätzlich
Vitamin E, das unser Körper nicht selbst
herstellen kann. Vitamin E ist wichtig, da es
die Gehirnzellen schützt und Entzündungen
hemmt. Nüsse lassen sich hervorragend in
Müsli oder Joghurt (z. B. Acidophilusmilch)
untermischen.
Leinsamen und Chiasamen:
Wertvolle Ergänzung.
Obwohl sie kein klassischer Bestandteil des
Studentenfutters darstellen, sind Leinsamen
und Chiasamen eine sinnvolle Ergänzung für
jedes Müsli. Auch sie punkten mit Omega-3-
Fettsäuren und gelten als echte Alleskönner:
Sie wirken regulierend bei Verstopfung, sind
entzündungshemmend im Magen-Darm-
Bereich und können den Blutdruck sowie den
LDL-Cholesterinspiegel senken.
Wichtig: Um die wertvollen Omega-3-Fettsäuren
freizusetzen, müssen Leinsamen und
Chiasamen geschrotet verzehrt werden. Ein
weiterer Unterschied: Chiasamen stammen
aus Südamerika, Leinsamen sind regional
verfügbar, was die nachhaltigere Wahl klar
macht.
Dörrobst:
Natürlicher Energiespender.
Das enthaltene Dörrobst, von der Pflaume bis
zum Pfirsich, dient als natürlicher Süßmacher
und liefert viele Mineralien, insbesondere
Kalium und Eisen. Der Vorteil: Es ist fettfrei.
Der Nachteil: Es enthält viel Zucker, weshalb
es aber auch ein schneller Energielieferant
ist, der wach hält und aktiv macht. Aber eben
nicht zu viel davon naschen. Das traditionelle
Studentenfutter hält übrigens nicht nur
Studenten fit, sondern ist auch eine ideale
Nervennahrung für alle über 40.
40plusGesundheit
025
ADVERTORIAL
VON DAHEIM
SCHMECKT’S
AM BESTEN
Das Gute liegt oft näher, als man denkt.
Diese Produkte von SPAR vereinen
regionale Qualität mit innovativen
Ideen und überraschenden Aromen.
Steirische
Spezialitäten
Eisenerz
Bio-Pilzchips
Floing
Maiwipferl-Sirup
Ilz
Bio-Hanföl &
Bio-Aronia-Pulver
Das Rezept
für die Sellerie-Birnen-Suppe finden
Sie auf s p a r. a t /m a h l ze i t
SCHONEND
HERGESTELLT
Außergewöhnlich und nachhaltig: Die Bio-
Kräuterseitlinge werden in einer bestehenden
Stollenanlage im steirischen Erzberg gezüchtet.
Gemeinsam mit dem Lebensmittelexperten
Wolfgang Mitterbäck kreierten die beiden
Pilzzüchter Andreas und Martin Gremsl die
knusprigen SPAR Vital Bio-Pilzchips, die
sowohl pur als auch als knuspriges Topping für
Suppen und Salate begeistern.
FOTOS: Martin Hofmann, Adobe Stock
026
Genuss 40plus
ADVERTORIAL
ZU 100 % AUS
ÖSTERREICH
Hergestellt wird das SPAR Vital
PURE Bio-Aronia-Pulver von der
Schalk Mühle in der Steiermark.
Die Aroniabeere gilt als heimisches
Superfood und enthält zahlreiche
Vitamine, Spurenelemente und
Mineralien, die dabei helfen
können, den Körper in seiner
natürlichen Funktionsweise zu
unterstützen. Das feine Pulver
kann in Smoothies oder Müslis
gemischt werden und verleiht
eine intensiv violettrote Farbe
ganz ohne künstliche Farbstoffe.
Das Bio-Aronia-Pulver
ist eine wertvoe
Eisenquee.
Die natürliche Trüung des
Sirups ist ein Zeichen von
Qualität.
KRÄFTIG IM
GESCHMACK
FOTOS: Adobe Stock
FOTO: Name, Name
EIN GUTER
TROPFEN
Im SPAR Vital PURE Maiwipferl-
Sirup werden steirische Tannen- und
Fichtenwipferl sowie österreichischer
Rübenzucker verarbeitet. Den
jungen Trieben wird eine antiseptische
Wirkung nachgesagt, was u. a.
eine Reinigung der Atemwege
bewirken soll. Der Sirup kann pur
oder verdünnt mit Wasser bzw. in
Tee oder Getränken eingenommen
werden.
Das SPAR Vital Bio-Hanföl wird
aus österreichischen Hanfsamen
gewonnen und in einem steirischen
Familienbetrieb hergestellt. Der
besondere Geschmack passt zu
Salaten, Suppen, Aufstrichen und
sogar auf Vanilleeis. Ernährungstechnisch
überzeugt das Öl vor allem mit
einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt
und einem hohen Gehalt an
mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Um die wertvoen
Inhaltsstoe zu erhalten,
darf das Hanföl nicht
erhitzt werden.
40plusGenuss
027
028
Genuss 40plus
ADVERTORIAL
Frühlingserwachen
Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen über die sanften
Hügel des steirischen Vulkanlandes ziehen, beginnt im
Reich der Genüsse der Auftakt zur neuen Saison.
Im Weingarten wird mit dem Rebschnitt der
Grundstein für charakterstarke Weine mit
Herkunft und Tiefe gelegt. Was hier wächst,
trägt den unverkennbaren vulkanischen Ursprung
der Region in sich – denn neben dem
Innovationsgeist des Winzers ist es vor allem
die Herkunft, die den Weinen ihren Charakter
verleiht. „Das mineralische Spektrum, welches
das Vulkanland zu bieten hat und aus
dem die Rebwurzeln ihre Nährstoffe ziehen,
ist besonders vielfältig. Die unterschiedlichen
Hangneigungen, Ausrichtungen und
Böden eignen sich für unterschiedliche Sorten.
Während der Muskateller den Rosenberg
braucht, fühlt sich der Grauburgunder am
Hochstrandl wohl“, erzählt der Winzer Stefan
Krispel. Was alle Krispel-Lagen vereint, ist der
Basalt – der Herzschlag der Region, der den
Weinen ihre markante Handschrift verleiht.
Event-Highlights im Frühling.
Bei einem Besuch lassen sich die erlesenen
Weinkreationen verkosten, denn mit dem
Frühling öffnet sich wieder der Vorhang
zum Genusstheater. Im paradiesisch gestalteten
Hof kann man dem regen Treiben
in der Showküche beiwohnen und in eine
Welt voller Gaumenfreuden eintauchen. In
den warmen Monaten warten im Genussgut
Krispel unvergessliche Verwöhnmomente:
An ausgewählten Sonntagen beginnt der Tag
beim Brunch mit einem prickelnden Krispel-
Sekt, gefolgt von kulinarischen Höhepunkten.
Kreativ wird es im März beim „Kulinarik der
Erfinder“-Festival mit Workshops wie „The
Art of Pairing“ und überraschenden Schokoladenexperimenten.
Die „Lange Nacht der
Kulinarik“ begeistert Nachtschwärmer mit
exklusiven Führungen. Am 9. Mai rockt das
legendäre Kellerspektakel, bei dem Gäste
das Genussgut und den Weinkeller erkunden
– begleitet vom Besten vom Wollschwein und
erlesenen Weinen. Kurz gesagt: Fühlen Sie sich
„sauwohl“!
Sommerliche Genusserlebnisse.
Der Sommer bringt italienischen Flair in
die Steiermark bei heißer Pasta & coolen
Beats. Außerdem verwöhnt Küchenchef
Daniel Weißer mit raffinierten Trüffelkreationen.
Im Juni sorgt „Krispel on Fire“ für
Genuss unter der Sonne, wenn das hauseigene
Wollschwein, dry aged, auf offenem
Feuer zubereitet wird – perfekt begleitet von
einem Gläschen Wein. Bei „Krispel & Meer“
versprüht das Genusstheater Urlaubsflair:
laue Sommerabende, handgerolltes Sushi,
Sashimi und Fisch sorgen für kulinarische
Highlights.
Text: Julia Strempfl
Weingut Krispel GmbH
Neusetz 29, 8345 Straden
+43/3473/7862
office@krispel.at
© MICHAEL REIDINGER
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am Genussgut
Brunch im Genusstheater
15.03. | 29.03. | 19.04. | 25.10. | 13.12.2026
An ausgewählten Sonntagen wird im Genusstheater
gebruncht. Ein reichhaltiges Genussfrühstück inkl. einem
Glas Krispel-Sekt zur Begrüßung sowie ein serviertes
Sharing-Menü in drei Gängen erwartet Sie.
© BROBOTERS © BROBOTERS
© GENUSSGUT KRISPEL
Preis:
€ 79,- / Person inkl. einem Glas Krispel-Sekt zur Begrüßung.
Programm:
11:00 Uhr: Führung durch das Genussgut (ca. 45 Min.).
Ab 12:00 Uhr: Serviertes Sharing-Menü aus unser neuen
Speisekarte zum Kennenlernen.
Ende: 14:00 Uhr
Lange Nacht der Kulinarik
21.03.2026
Ein Ticket öffnet die Türen zu über 20 Betrieben! Die
„Lange Nacht der Kulinarik“ markiert den Auftakt der
Genuss-Saison 2026 und bietet vielfältige Erlebnisse.
Komm auch zu uns!
Preis:
Ticket für alle teilnehmenden Betriebe um € 24,- / Person.
Auch bei uns erhältlich!
Programm:
Genussgut-Führungen gibt es um 18:00, 19:30 & 21:00 Uhr.
Kellerspektakel
09.05.2026
Entdecken Sie die kulinarischen Köstlichkeiten vom
Wollschwein und verkosten Sie die erlesenen Weine des
Weinguts. Lernen Sie dabei das Genussgut und den Weinkeller
kennen. Kurz: Fühlen Sie sich „sauwohl“! Klingt gut?
Schmeckt noch besser! Vorbeischauen und genießen!
Das genaue Programm folgt!
Freier Eintritt. Findet bei jeder Witterung statt.
40plusGenuss 029
ADVERTORIAL
Ei, ei, ei,
jetzt kommt der
MediaMarkt
Osterhase!
MediaMarkt Graz ShoppingCity
Seiersberg war schon immer
einer der Impulsgeber auf
dem B2B-Gebiet.
Shopping City Seiersberg 9
8054 Seiersberg
mediamarkt.at/
business
Schweißgebadet erwachte
ich – und direkt vor mir
stand Meister Lampe, genauer
gesagt, der Osterhase!
„Du musst mir helfen!“, flehte
er, „die Kinder brauchen
andere Geschenke als nur
bunte Eier oder Schokohasen.
Sonst habe ich gegen
den Weihnachtsmann keine
Chance mehr und bald bin
ich Geschichte!“ Ehe ich
mich versah, drehte er sich
um und war verschwunden.
Aber was ich gesehen
hatte, hatte ich gesehen.
Und wenn ich helfen kann,
tue ich das gerne – deshalb
kommt jetzt der Media-
Markt Osterhase!
Mit drei eigenen und zwei
Nichten/Neffen sind schon
fünf Geschenke nötig. Zählt
man meinen Bruder, meine
Frau und mich selbst dazu,
sind es insgesamt acht Präsente.
Der MediaMarkt
Osterhase hat also alle
Hände voll zu tun!
Unsere Tochter Rebecca zieht gerade
aus und bekommt vom Osterhasen
die DE LONGHI EC 9885.M LA
SPECIALISTA MAESTRO
Siebträger geschenkt. Diese
Siebträgermaschine ermöglicht
das perfekte
Barista-Kaffeeerlebnis
für zu Hause. Mit einfach
auszuwählenden, voreingestellten
Getränken
und einem Advanced
Thermoblock für schnelles
Aufheizen macht das
Aufstehen gleich doppelt
so viel Spaß.
© DE LONGHI
Für Sohnemann Adrian gibt es einen
neuen Scooter: den NINEBOT
BY SEGWAY Ninebot F3 Pro E
Kick-Scooter. Er überzeugt
nicht nur durch sein cooles
Design, sondern auch durch
seine Leistung – dank des
1200 W-Motors hat er
ordentlich Power und die
Hochleistungs-Scheibenbremsen
sorgen für
zuverlässiges Bremsen.
© NINEBOT
030
Wirtschaft
40plus
40plusWirtschaft
031
Josephine, die Nichte, hegt eine große
Leidenschaft: Alles rund ums Telefonieren.
Dieses Jahr überrascht
sie der MediaMarkt Osterhase
mit dem SAMSUNG Galaxy
S26 Ultra (512 GB, Black,
Dual SIM). „Das Samsung
Galaxy S26 Ultra ist kein
Smartphone“, raunt der
Osterhase. „Es ist ein
kosmisches Ereignis
mit USB-C-Anschluss
und superschneller
Performance!“
Da Neffe Ernesto sich auf seinen
ersten Halbmarathon vorbereitet,
gibt es kaum etwas
Besseres als die GARMIN
fenix® 8 Pro AMOLED, 51
mm, Sapphire Graphit/
Schwarz Titan. Diese
Smartwatch ist die
erste von Garmin,
die mit integrierter
inReach-Technologie
für Satelliten- und
LTE-Verbindung
ausgestattet ist. Dadurch
kann Ernesto
sein Mobiltelefon
beim Training endlich
zu Hause lassen.
ADVERTORIAL
© GARMIN
© SAMSUNG
Damit sie alles im Blick hat, schenke ich
meiner Frau eine Drohne. Genauer
gesagt die DJI Mini 5 Pro Fly
More Combo – sie überzeugt mit
starker Bildqualität, flexiblen
Videomodi und einer langen
Flugzeit von 36 Minuten
sowie einer Reichweite von
bis zu 30 km.
Damit sich mein Bruder Hannes nicht
langweilt, schenkt ihm der Media-
Markt Osterhase das GOOGLE
Pixel 10 Pro Fold 256 GB,
Moonstone, Dual SIM. Es
verfügt über eine Pixel-
Kamera und Gemini, den
integrierten KI-Assistenten
von Google.
© DJI
Mit dem MediaMarkt Osterhasen
sichere ich mir den BOWERS &
WILKINS Px8 S2 Over-Ear-
Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung
in Onyx Black.
Die Hersteller bezeichnen
ihn als ihren hochwertigsten
Kopfhörer überhaupt.
Angesichts des
ganzen „Geräusch-Labels“
am Ostersonntag
hier in diesem Haus,
ist die Geräuschunterdrückung
genau das
Richtige für mich.
Das passt ideal zu unserer halbwüchsigen
Party-Hannah: Für
sie hat der MediaMarkt
Osterhase die JBL Party-
Box 720 versteckt. Dieser
Bluetooth-Lautsprecher
liefert mit 800 W RMS,
8-Zoll-Tieftönern und
2,75-Zoll-Hochtönern
einen kraftvollen,
mitreißenden
Sound. Die Party
kann sechs Stunden
dauern – die Nachbarn
sind hiermit
vorgewarnt!
© JBL
© BOWERS & WILKINS
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Offline.
Im Schaffelbad.
Stille statt Scrollen
Im Schaffelbad findest du einen Rückzugsort, der dich zur Ruhe kommen lässt –
mit 14 Saunen, 14 Becken, exklusiven Ruhezonen, regionaler Kulinarik und Zeit
nur für dich. Hier darfst du loslassen – auch das, was dich sonst ständig begleitet.
Für dich, für euch und für alle ab 16.
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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
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Mehr als 19.000 Mitarbeitende der KAGes sorgen tagtäglich dafür,
dass alle Steirer*innen medizinisch und pflegerisch versorgt sind. An
20 LKH-Standorten und drei Landespflegezentren. Rund um die Uhr.
Jährlich stehen 1,8 Millionen ambulante Kontakte, 210.000 stationäre
Aufenthalte mit 85.500 Operationen für gelebte Verantwortung,
professionelles Miteinander und eine Versorgung, die den
Menschen in den Mittelpunkt stellt – ganz nach dem Leitbild der
Steiermärkischen Krankenanstalten:
Menschen helfen
Menschen
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032
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Manchmal meldet sich ein leises Bedürfnis nach Stille. Nach einer bewussten Auszeit.
Nach warmem Wasser auf der Haut und heißem Dampf zum Abschalten. Das
Schaffelbad, das Adults-only-Premium-Spa des Thermenresorts Loipersdorf, ist
genau so ein Rückzugsort zum Ankommen und Wohlfühlen.
Schaffelbad
Wo der
Alltag leiser
wird
© THERMENRESORT LOIPERSDORF
Raum für Wellness.
„Nicht müssen. Einfach sein.“
So lässt sich ein Aufenthalt im
Schaffelbad am treffendsten beschreiben.
Auf 15.000 m² Wellnessfläche
verteilen sich Thermalpools
mit wohlig-warmem
Heilwasser aus 1.200 Metern
Tiefe – vom stilvollen Atriumbecken
über das in die Naturkulisse
eingebettete Felsenbad bis zum
Whirlpool am Seepavillon.
Im Mittelpunkt stehen 14 Saunen,
die Wärme zum Erlebnis machen:
vom Römischen Bereich mit seinen
Dampfbädern über das Saunieren
im Steirischen Bereich bis
zu den Aufgusssaunen im Freien
– darunter der urige Schwitzstadl
und die Panorama-Sauna. Dort
werden täglich Spezialaufgüsse
zelebriert, von fruchtig-frisch bis
Honig auf der Haut. Ohne Extrakosten,
dafür mit weitem Blick und
großzügigem Kaltwasserbecken.
Wer noch tiefer eintauchen möchte,
findet im monatlichen Mini-Retreat
„Mindful Escape“ einen stimmigen
Rahmen: geführte Bewegungseinheiten
und bewusste Impulse für
mehr Achtsamkeit im Alltag.
Alles für die besondere Auszeit.
Es darf auch ein bisschen mehr
sein. Mehr Komfort. Mehr Aufmerksamkeit
für Details. Genau
dafür gibt es im Schaffelbad
durchdachte Day-Spa-Pakete
von „Easy Comfort“ über „Tasty
Moments“ bis hin zu „Spa Kisses“
– alle mit spürbarem Mehrwert.
Denn schon das Ankommen
fühlt sich anders an: Der Parkplatz
direkt vor dem Eingang
ist reserviert. Drinnen wartet
die eigene Kuschelliege, je nach
Paket ergänzt durch kulinarische
Highlights in der „Speiserei“ oder
zusätzliche Extras wie das verführerische
Schokoladenfondue,
die den Aufenthalt noch entspannter
machen.
Ein besonderes Erlebnis ist das
Private Spa im Schaffelbad: eigener
Thermalwasserpool, absolute
Privatsphäre – und das Gefühl,
einen Wellnessbereich ganz für
sich zu haben.
Bühne frei für erstklassige Aufgüsse.
Saunakultur auf höchstem Niveau
wird im Schaffelbad ganzjährig
gelebt – und an ausgewählten
Wochenenden zelebriert. Von
20. bis 22. März 2026 trifft sich
hier bei der Qualifikation zum
„Modern Classic Cup“ die österreichische
Aufguss-Elite.
Fixpunkte im Kalender sind auch
die Saunafestivals am 17. bis 19.
April sowie von 9. bis 11. Oktober
2026. Dann wird das Schaffelbad
zur Bühne für außergewöhnliche
Aufgüsse – von tiefenwirksamen
Kräuterzeremonien bis zu hochkarätig
inszenierten Show-Aufgüssen
mit Kostüm und theatralischem
Einsatz.
TIPP: Wer das Saunafestival
mit reservierter Kuschelliege und
fixem Platz bei allen Kulinarikaufgüssen
erleben möchte,
sichert sich am besten frühzeitig
den Festival Pass Gold.
LTR Thermenresort Loipersdorf GmbH
Thermenstraße 152,
8282 Bad Loipersdorf
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40plusFreizeit
033
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Nachhaltigkeit
kein leeres Versp
Die heutige Zeit ist durch einen
Wandel geprägt, bei dem
Seriosität wieder an Bedeutung
gewinnt. Das gilt insbesondere
für langfristige Entscheidungen
wie die Anmietung einer
Wohnung. 40plus spricht mit
Manfred Stranz, dem Vorstandsvorsitzenden
der GRAWE
Immo AG, über das Verhältnis
zwischen Mieter und Vermieter
sowie das Bewusstsein, Teil
der Stadt zu sein, und die damit
verbundene Verantwortung.
034
Wohnen 40plus
ist für uns
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© MICHAELA LORBER
rechen.
Eine Marke der GRAWE IMMO AG
Kaiser-Josef-Platz 1 | 8010 Graz
+43 316 83 23 39
office@grawewohnen.at
Herr Stranz, was darf man sich unter
Ihrem Motto „fair mieten“ vorstellen?
Manfred Stranz: Wir begegnen unseren
Kunden auf Augenhöhe. Ziel ist es, langfristig
eine auf Vertrauen basierende Kundenbeziehung
herzustellen. Dazu gehört eine angemessene
Miete, Dienstleistungsbereitschaft
und ein offenes Ohr, wenn Probleme zu lösen
sind.
„Verlässlicher Versicherungsschutz für alle“
war das Motto Erzherzog Johanns, als er
im Jahre 1828 die Grazer Wechselseitige
Versicherung gründete. Gilt dies auch für
„GRAWEwohnen?“
Stranz: Selbstverständlich ist es uns ein Anliegen,
dass unsere Kunden „ruhig schlafen“
können. Wir bieten daher bei Anmietung eine
umfassende Haushaltsversicherung an, in
der wir im 1.Hj. auf die Versicherungsprämie
verzichten.
Was unterscheidet „GRAWEwohnen“
von anderen Anbietern?
Stranz: Wir bieten unseren Kunden unbefristete
Mietverträge an. Somit entscheidet der
Mieter, wann er ausziehen möchte. Unsere
Renditeerwartung ist langfristig ausgelegt.
Dadurch ist es uns möglich, ein äußerst faires
Preis-Leistungs-Verhältnis sicherzustellen.
Die Qualität unserer Wohnungen liegt uns
sehr am Herzen. Ebenso sind wir laufend
bemüht, bei Altbauten die bestehende Infrastruktur
zu verbessern. Die Optimierung
durch Zubau von Balkonen sowie der Einbau
von Aufzügen ist unser stetiges Ziel.
40plusWohnen
„Plötzlich war ein Rohrbruch und keiner
war zuständig!“ – Das kann einem mit
„GRAWEwohnen“ nicht passieren, oder?
Stranz: In der Versicherung kümmern sich
hauptberufliche Außendienstmitarbeiter um
die Anliegen ihrer Kunden. Bei GRAWEwohnen
sind es unsere Immobilienmanager, die unseren
Kunden als persönliche Ansprechpartner
zur Verfügung stehen. Sollte ein Rohrbruch
klassischerweise am Wochenende passieren,
so haben unsere Mieter direkten Kontakt mit
unseren Professionisten. Dadurch ist eine
umgehende Behebung möglich und gleichzeitig
wird eine ordnungsgemäße Abwicklung
gewährleistet.
„GRAWEwohnen“ sieht sich auch als
Erhalter der Altstadt bezüglich der
Renovierung von Wohnungen, oder?
Stranz: Wir sehen es als gesellschaftliche
Verpflichtung, unseren Beitrag zu leisten.
Wir vermieten ausschließlich Wohnungen
mit qualifizierten Standards. Es ist jedoch
auch unser Anspruch die Allgemeinteile einer
Liegenschaft, wie Fassade, Stiegenhaus etc.,
in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten.
Nachhaltigkeit ist für uns kein leeres
Versprechen. Vielmehr ist es uns ein Bedürfnis
Altbestand zu entwickeln. Der Ausbau von
Dachböden schafft neuen Wohnraum speziell
in zentralen Lagen und verhindert weitere
Bodenversiegelung. Vorhandene Infrastruktur
wie Kanalanschluss, Heizung, Wasser,
Strom etc. kann genutzt werden. Natürlich
bedarf es in diesen Fällen auch der behördlichen
Unterstützung, um Altstadt- und Denkmalschutz
zu berücksichtigen.
Wie sichert man langfristig den Wert
von Mietwohnungen?
Stranz: Immobilien sind eine langfristige Investition.
Eigentum verpflichtet. Daher ist es
bereits bei Erwerb erforderlich, auch künftige
Kosten für die Instandhaltung zu berücksichtigen.
Was bedeutet für Sie „leistbarer Wohnraum“?
Stranz: Das bedeutet für mich eine laufende
Evaluierung der Bewirtschaftungskosten
sowie eine Miete, die auf eine langfristige
Investition aufbaut.
Gewinnt durch das vom Nationalrat beschlossene
5. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz
(5. MILG) die Miete an Attraktivität?
Stranz: Eingriffe in den Markt müssen wohl
überlegt sein. Die Rahmenbedingungen für
Investitionen in den Immobilienmarkt haben
sich deutlich verschlechtert. Daher ist es anzunehmen,
dass sich das Angebot verringert.
Das 5. MILG wird daher m.E. keine Attraktivierung
der Miete hervorrufen.
Wenn Sie Wohnungssuchender sind,
was sollte man nicht außer Acht lassen?
Stranz: Wohnen ist ein Grundbedürfnis.
Daher sollte ich mir genau überlegen, wie
ich leben möchte. Zentral, alleine, wie lange,
zu welchem Zweck etc. Ein unbefristetes
Mietverhältnis ist jedenfalls zu empfehlen.
Da macht eine Investition in die Wohnung
nachhaltig Sinn und es obliegt meiner Entscheidung,
wann ich kündigen möchte.
035
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Graz wartet
Traumkombination aus Altstadtlage
mit Neubaukomfort:
Drei Penthäuser mit Blick auf
die Herz-Jesu Kirche und die
Dachlandschaft von Graz
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Jede Stadt hat ihr alteingesessenes
Wohnviertel, das zentral
liegt, wo man Freude am Wohnen
hat und ein nobles Leben führt:
In Graz ist das unumstritten das
Herz-Jesu-Viertel, das Viertel aus
der eleganten Gründerzeit, der
zentrale Ruhebereich im Herzen
der quirligen Mur-Metropole.
Hier entsteht gerade ein exklusives
Neubau Wohnprojekt.
Der Rohbau ist bereits fertig,
die Wohnungen können schon
besichtigt werden, der Bezug
ist ab Herbst 2026 möglich. Zu
haben sind noch die Kronjuwelen
des Neubaus: Drei der vier Penthäuser
zwischen 84 m 2 und 124 m 2
Größe mit großen Dachterrassen,
mit dem Blick über die Dächer
von Graz auf die Herz-Jesu-
Kirche, um die sehr gerne die
Turmfalken kreisen, können noch
gekauft werden. Wer kann da
schon nein sagen?
Einzigartiges Lebensgefühl.
Genießen Sie z. B. in der rd. 90 m²
großen 3-Zimmer Penthouse
Wohnung Top 51-H1 mir ihren
beiden rd. 76 m² großen Dachterrassen
den sensationellen
Blick auf die Herz-Jesu-Kirche
und die Umgebung. Die Wohnung
bietet Ihnen u. a. ein großzügiges,
lichtdurchflutetes, ca. 39 m²
großes Wohn-Esszimmer, einen
Master-Bedroom mit anschließendem
Schrankraum und Bad,
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weiteres Bad und einen Schrankraum.
Die beiden Dachterrassen
bieten ausreichend Platz für Ihre
Wohlfühl-Momente und dank
ihrer unterschiedlichen Ausrichtung
je nach Wunsch sonnige und
schattige Plätze. Die Wohnung
ist selbstverständlich mit Klimaanlage,
Landhausdielen-Böden,
großformatigen Fliesen und einzelraumgeregelter
Fußbodenheizung
ausgestattet, die großzügigen
Balkontüren und Fenster-Elemente
sorgen für ein lichtdurchflutetes
Zuhause, elektrische Raffstores
für die gewünschte, unkomplizierte
Beschattung.
036
Wohnen 40plus
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Wohnen in einer
Stadtvilla gewünscht?
Gegenüber dem Neubau befinden
sich zwei Bestandshäuser, die
ursprünglich zwischen 1870
und 1900 für die Wagenfabrik
Gustav Koller errichtet worden
sind. Diese Häuser, die typische
Merkmale des damaligen Architekturstils
zeigen, stehen unter
besonderem Schutz der Altstadtkommission.
Die Gebäude
werden in gewohnter BEWO-
Qualität sorgfältigst saniert und
behalten dabei die historischen
Fassadenelemente des vor-bzw.
frühindustriellen Gewerbebaus,
während im Innenausbau
mit moderner Ausstattung und
Technik ein zeitgemäßer, angenehmer
Wohnkomfort erzeugt
wird. Eigengärten, Terrassen,
Tiefgaragen-Stellplätze im Neubau
runden das Angebot noch
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Hektik am Grazer Rosenberg.
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Am Rosenberg, in einer der exklusivsten
und begehrtesten Wohnlagen
in Graz ist dieses erstklassige
Wohnprojekt mit 16 hochwertigen
Neubau-Wohnungen geplant,
die über großzügige Freiflächen
wie Gärten, Terrassen, Balkone,
Dachterrassen und eine Tiefgarage
verfügen. Hier finden
Sie Luxus auf „allen Ebenen“, für
Strahlkraft sorgen außergewöhnliche
Wohnungsgrößen, bis zu
165 m 2 , die Lage und die Architektur,
zum Beispiel Maisonetten
mit Freiflächen auf allen Ebenen,
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037
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Stadtteil Graz
Reininghaus:
Leben, Arbeiten & vernetzt
in alle Richtungen
Aktuell leben bereits 4.000 Menschen
im Stadtteil, 2.500 Wohneinheiten
sind fertig gestellt, 875
befinden sich gerade in Bau. Der
Wohnraum in Reininghaus wird
überwiegend von gemeinnützigen
Wohnbauträgern wie ÖSW AG,
ENW und ÖWG Wohnbau errichtet
und richtet sich bewusst an Endverbraucher:innen.
Im Fokus steht
leistbarer, qualitativ hochwertiger
Wohnraum für Menschen, die hier
langfristig leben möchten. Ein
besonderer Schwerpunkt liegt auf
großzügig geschnittenen Wohnungen,
die flexible Grundrisse
für unterschiedliche Lebensphasen
bieten. Der 55 ha große
Stadtteil ist bewusst verkehrsberuhigt
gestaltet mit Carsharing-
Angeboten pro Quartier. „Kurz
nach meinem Einzug 2022 verkaufte
ich mein Auto. Die Anbindung
ist großartig, die Innenstadt
nur einen Katzensprung entfernt.
Alles erledige ich zu Fuß oder mit
den Öffis – das gibt mir ein Gefühl
von Freiheit und Leichtigkeit
im Alltag“, so Pensionistin Pauline
Urban.
Stellplätze sind fast ausschließlich
in den Tiefgaragen zu finden.
Das bedeutet eine hohe Aufenthaltsqualität,
viel Freiraum und
begrünte Flächen für sicheres
Spielen und Begegnungen. „Es ist
sehr entspannt. Ich lebe gern hier
und bin schon in die 2. Wohnung
innerhalb von RH gezogen“, so
eine junge Bewohnerin.
In Reininghaus
wachsen Wohnen,
Arbeiten, Bildung,
Kultur und Nahversorgung
Schritt
für Schritt zusammen,
getragen von
der Idee kurzer
Wege und hoher
Lebensqualität.
Die AREA Süd und Slowenien
vor der Haustür, mit den Öffis
in die Innenstadt.
Mit der Koralmbahn als verbindendes
Element dauert die
Fahrt nun nur noch etwa 41
Minuten nach Klagenfurt. Damit
rücken die beiden Landeshauptstädte
enger zusammen. Mit der
neuen Südbahnstrecke durch den
Koralmtunnel wird Reininghaus
endgültig zu einem Knotenpunkt
im Süden Österreichs. Und das
bringt spürbare Vorteile für
Bewohner:innen, Unternehmen
sowie Aus- und Ein-Pendler:innen.
Darüber hinaus ist über die A9
Slowenien und der Ballungsraum
Maribor in unter 45 Minuten erreichbar.
Mit der Straßenbahn ist der
Bahnhof von Reininghaus aus
in acht Minuten erreichbar. Mit
dem Fahrrad dauert es rund fünf
Minuten, in die Grazer Innenstadt
sind es etwa zehn Minuten. „Wir
begrüßen den geplanten Baustart
© STELLA
für die Unterführung der Josef-
Huber-Gasse, der 2026 erfolgen
soll. Damit wird Reininghaus noch
besser mit der Grazer Innenstadt
verbunden – sowohl mit dem Rad
als auch mit dem Auto“, betont Mag.
Alexander Daum, Vorstand des
Vereins Stadtteil Graz Reininghaus.
Arbeiten in Reininghaus –
wohnen in einer (anderen) Stadt.
Gerade für Fachkräfte aus dem
Alpen-Adria-Raum wird Reininghaus
damit zu einem attraktiven
Arbeitsstandort. Die gute Erreichbarkeit
erweitert den Arbeitsmarkt
in beide Richtungen –
Unternehmen finden qualifizierte
Mitarbeiter:innen über Landesgrenzen
hinweg, Pendler:innen
profitieren so von neuen beruflichen
Chancen. Da wundert es
nicht, dass vor allem Unternehmen
aus dem IT-Bereich, wie Xitrust
oder Dynatrace, sich im stetig
weiterentwickelnden Stadtteil
(mit bis zu 10.000 Bewohner:innen
bei Fertigstellung) ansiedeln.
Geschichte (Tennenmälzerei)
trifft auf nachhaltige Bauweise
(Green Tower)
Rawezh Salim arbeitet
in Reininghaus, für die
BERNARD Gruppe:
„Was für mich einst ein
ferner, unbedeutender
Stadtteil war, ist heute das
Zentrum meines Alltags.
Hier arbeite ich, finde Erholung
im Park, genieße meinen
Kaffee und kümmere
mich um meine Gesundheit.
Beeindruckend, wie schnell
Reininghaus für mich zu
einem unverzichtbaren Teil
geworden ist.“
Förderverein
Stadtteil Graz Reininghaus
reininghausgruende.at
038
Wohnen 40plus
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© BÜHNEN GRAZ
EINE KARTE.
ALLE BÜHNEN.
Sie möchten öfter ins Theater gehen, ohne sich
an feste Abotermine binden zu müssen? Dann
ist die Bühnen Graz Card genau das Richtige
für Sie! Denn damit genießen Sie nicht nur attraktive
Ermäßigungen, sondern auch die Freiheit,
selbst zu entscheiden, wann und wo Sie
die kulturelle Vielfalt der Bühnen Graz erleben
möchten – ob Oper Graz, Schauspielhaus Graz
oder Next Liberty, sowie zahlreiche weitere
Möglichkeiten. Flexibel, einfach und lohnend!
Die Bühnen Graz Card hat’s tatsächlich in
sich: Mit einer Jahresgebühr von € 70,-, 30 %
Ermäßigung auf den Vollpreis bei allen Vorstellungen
auf den Hauptbühnen in Oper
Graz und Schauspielhaus Graz, 10 % Ermäßigung
auf Eintrittskarten für die Opernredoute
und vieles mehr.
Smarter Kulturgenuss im Überblick,
tauchen Sie ein!
Bühnen Graz GmbH
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40plusKunst
039
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Starke Wirtscha
Frau Landeshauptmann-Stv., Sie
sprechen davon, dass die Wirtschaft
ein „Schicksalsthema“
für die Steiermark ist. Warum
ist dieses Thema gerade jetzt so
entscheidend für unser Land?
Manuela Khom: Wirtschaft bedeutet
Arbeit. Arbeit bedeutet
Arbeitsplatz. Und Arbeitsplätze
ermöglichen ein selbstbestimmtes
Leben, schaffen Wohlstand
und sichern unseren Sozialstaat.
An einer starken Wirtschaft
hängt also unglaublich viel.
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden
Zeiten entscheidet
sich, ob wir mutig in die Zukunft
investieren oder in alten Strukturen
verharren. Die Steiermark
hat enormes Potenzial – von
Industrie über Innovation bis
Energie. Wenn wir jetzt die
richtigen Rahmenbedingungen
setzen, können wir unsere Stärke
als Chancenregion voll ausspielen.
Beim Wirtschaftsforum wurden
sieben zentrale Handlungsfelder
vorgestellt. Wenn Sie es auf den
Punkt bringen: Wo setzen Sie
konkret an, um Arbeitsplätze zu
sichern?
Khom: Wir setzen dort an, wo die
Zukunft entsteht: bei Energie,
Innovation, Infrastruktur und
Internationalisierung. Der Ausbau
erneuerbarer Energien ist
eine wirtschaftliche Notwendigkeit.
Gleichzeitig investieren wir
in Forschung und Entwicklung,
stärken unsere Regionen und
treiben zentrale Infrastrukturprojekte
voran. Unser Ziel ist
klar: ermöglichen statt verhindern.
Denn nur wenn Unternehmen
investieren und wachsen
können, entstehen sichere
Arbeitsplätze.
Viele Menschen fragen sich
derzeit, wie stabil ihre berufliche
Zukunft ist. Was sagen Sie jenen,
die sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz
machen?
Khom: Ich nehme diese Sorgen
sehr ernst. Genau deshalb
widmen wir in der Steirischen
Volkspartei dem Thema Wirtschaft
im Jahr 2026 unsere
zentrale Aufmerksamkeit. Unser
Auftrag ist es, zuzuhören und
gleichzeitig konkrete Lösungen
umzusetzen. Mit gezielten
Investitionsimpulsen, einem
steirischen Investitionsfonds und
einer klaren Standortpolitik
wollen wir Wachstum ermöglichen.
Denn eine starke Wirtschaft ist
die beste Garantie für sichere
Arbeitsplätze.
Infrastruktur gilt als Schlüssel
für wirtschaftlichen Erfolg – von
der Koralmbahn bis zum Flughafen
Graz. Warum sind diese
Projekte so wichtig für unseren
Standort?
Khom: Eine starke Wirtschaft
braucht eine starke Infrastruktur.
Mit der Koralmbahn ist die Steiermark
noch besser angebunden
und rückt näher an zentrale
Märkte heran. Aber das allein
wird nicht reichen. Projekte wie
der zweigleisige Ausbau Richtung
Maribor oder der Flughafen
Graz sind entscheidend, um Südösterreich
als Wirtschaftsraum
weiterzuentwickeln. Wenn wir
diese Achsen stärken, wird die
Steiermark zum zentralen Knotenpunkt
Richtung Südosteuropa.
Das schafft neue Chancen für
Betriebe und Beschäftigte.
Die Zahl der Lehrstellen sinkt,
gleichzeitig suchen mehr junge
Menschen einen Ausbildungsplatz.
Sie fordern eine maßvolle
Flexibilisierung der Arbeitszeit
für minderjährige Lehrlinge.
Warum ist das aus Ihrer Sicht
notwendig – und wie profitieren
sowohl Betriebe als auch Jugendliche
davon?
Khom: Wir sehen derzeit zwei
Entwicklungen: Betriebe bilden
aufgrund der wirtschaftlichen
Lage vorsichtiger aus und
gleichzeitig finden mehr junge
Menschen keinen Ausbildungsplatz.
Wenn wir die Lehre stärken
wollen, müssen wir sie an
die Realität moderner Betriebe
anpassen.
Meine Forderung ist daher klar:
mehr Flexibilität bei gleichbleibender
40-Stunden-Woche. In
vielen Unternehmen sind flexible
Arbeitszeitmodelle längst gelebte
Praxis – etwa in der
Gastronomie, im Außendienst
oder bei Montagen. Es ist weder
wirtschaftlich sinnvoll noch
pädagogisch überzeugend, wenn
erwachsene Mitarbeiter in einer
Vier-Tage-Woche zehn Stunden
pro Tag im Einsatz sind, Lehrlinge
diese Flexibilität aber nicht
haben und die Lehrlingsausbildung
somit für Unternehmen
nicht attraktiv ist.
Mit einer maßvollen Anpassung
schaffen wir Planbarkeit für
Betriebe und ermöglichen gleichzeitig
Modelle wie eine Vier-Tage-
Woche für Lehrlinge. Das stärkt
die Attraktivität der dualen
Ausbildung, ohne Schutzbestimmungen
auszuhöhlen. Wer
unseren Standort stärken will,
muss Ausbildung und betriebliche
Realität zusammenbringen.
Genau darum geht es.
= siche
040
Energie 40plus
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ft
Interview: Martin G. Wanko
Beim Wirtschaftsforum des Landtagsklubs
der Steirischen Volkspartei wurden
sieben zentrale Handlungsfelder für den
Standort Steiermark definiert. 40plus
traf Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom im Anschluss zum
Gespräch. Sie erklärt, warum die Wirtschaft
für sie ein „Schicksalsthema“
ist und wie Energie, Innovation, Infrastruktur
und Ausbildung zu sicheren
Arbeitsplätzen führen sollen.
© MICHAELA LORBER
re Arbeitsplätze
40plusEnergie
041
Ein Plädoyer
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
für die
Energiewende
Interview: Martin G. Wanko
© PRO PELLETS AUSTRIA
042
Energie 40plus
Der Physiker Christian Rakos war
maßgeblich an der Gründung des
Europäischen Pelletverbandes beteiligt
und war auch dessen erster Präsident.
Heute ist er Präsident des Weltbiomasseverbands,
mit Sitz in Stockholm.
40plus bat ihn zum Gespräch.
Sehen Sie die Aufweichung der
„Klimaziele 2040“ als Rückschritt?
Christian Rakos: Offen gesagt nein,
denn unrealistische Ziele sind aus
meiner Sicht nicht besser, nur weil
sie ambitionierter sind. Unter den
gegenwärtigen Rahmenbedingungen
wird es nicht möglich sein, die
Pariser Klimaziele zu erreichen.
Natürlich müssen wir trotzdem so
ambitioniert wie möglich an der
Energiewende arbeiten, denn unkontrollierte
weitere CO 2
-Emissionen
würden unabsehbare Folgen
haben.
40plusEnergie
Rechte Politik in den USA ist die
Politik der Klimawandelleugner.
Nun erlebten die USA einen sehr
harten Winter. Ändert das nicht
auch die Meinungen so mancher
US-Bürger?
Rakos: Die amerikanische Gesellschaft
ist in einem derart hohen
Maß von Desinformation geprägt,
dass ich wenig Hoffnung habe,
dass sich in diesem Land etwas
tut, bevor sie merken, dass ihnen
der Rest der Welt mit erneuerbarer
Energie das Wasser abgräbt
bzw. dass sie mit ihrer Politik
plötzlich alleine und ohne Verbündete
dastehen.
Sie sind Präsident der Weltorganisation
für Bioenergie. Ziel ist die
Nutzung von festen Biobrennstoffen
und Biogasen. Wie schaut es in der
Beliebtheit bzw. Verfügbarkeit von
Bio-Solar- und Windenergie aus?
Rakos: Die Beliebtheit von erneuerbarer
Energie ist grundsätzlich
gegeben, es herrscht ein breiter
Konsens in der Bevölkerung, dass
es eine Energiewende geben
muss. Jenseits dieses grundsätzlichen
Konsens gibt es aber auch
bei uns eine Fülle an Desinformation,
leider zum Teil auch von
Umweltorganisationen verbreitet,
die Zweifel an allen möglichen
Lösungen hegen, mit zum Teil
nachweislich falschen Argumenten.
Hinter der Desinformation – auch
der durch Umweltorganisationen
– steckt meiner Meinung nach die
fossile Energiewirtschaft und sehr
viel Geld aus Amerika.
China ist weltweit führend beim
Ausbau erneuerbarer Energien
und hat 2024 mit 277 GW Solarund
79 GW Windkraft Rekordwerte
erreicht, wodurch Ziele für 2030
vorzeitig übertroffen wurden.
Bezüglich der Effizienz: Was haben
die Chinesen, was uns fehlt?
Rakos: China geht strategisch und
konsequent vor – beides könnte bei
uns ausgeprägter sein. Dazu kommt
eine extreme Form der Leistungsgesellschaft,
von der ich froh bin,
dass es sie bei uns nicht gibt.
Mittlerweile ist es möglich, Holzbrennstoffe
so gut wie emissionslos
zu verbrennen: Daten des
Umweltbundesamt zeigen, dass
durch den Einsatz von Biomassekessel
bis 2050 Staubemissionen
um 90 % sinken werden. Stimmt
Sie das positiv?
Rakos: Grundsätzlich ja, das sind
die Fakten, aber die weitverbreitete
Meinung ist trotzdem, dass
elektrisch heizen mit Wärmepumpen
besser ist. Ich denke, da wird
es noch ein großes Aufwachen
geben, wenn die Strompreise im
Winter immer höher werden.
Sie kritisieren die Auswirkungen
des Ukraine-Krieges auf den
Energiemarkt, insbesondere den
verstärkten Zukauf von Flüssiggas
(LNG) aus den USA um 40 bis
50 Milliarden US-Dollar jährlich.
Wäre es nicht intelligenter gewesen,
auf heimische Energie zu
setzen, u. a. Bioenergie?
Rakos: Ja, absolut. Verrückterweise
lief gerade in der Anfangsphase
des Ukraine Kriegs eine sehr
aggressive PR Kampagne gegen
Bioenergie, die dazu führte, dass
die EU ihre Prioritäten anders gestaltete.
Inzwischen zählen ja auch
die USA, die heute rund 50 % der
Importe von verflüssigtem Erdgas
nach Europa liefern, zu den problematischen
Partnern, auf die man
sich nicht mehr verlassen kann.
Angesichts der täglichen Willkür
und Machtpolitik von Ost und
West – getrieben durch Öl und
Gas als fossile Kriegsressourcen –
erhöht jeder Ölkessel die Anfälligkeit
Österreichs und die Wertschöpfung
kriegführender Länder.
Im Gegensatz dazu stabilisiert
und stärkt jede heimische Wärmeund
Energiequelle, die wir noch
dazu speichern können, das
Land. Sehen Sie das auch so?
Rakos: Ja, wobei ich die Abhängigkeit
von Erdgas für ebenso problematisch
halte. In der Ukraine sehen
wir zudem, wie sehr die Versorgung
mit Strom zum Ziel einer kriegerischen
Auseinandersetzung
werden kann und ich denke, das
sollte jedem zu denken geben, der
bei der Wärmeversorgung alles
auf die Karte Wärmepumpe setzt
oder setzen will.
Was sagt die Zukunft?
Rakos: Wir sind als menschliche
Zivilisation in einen labilen Zustand
geraten und ich kann noch
keine Anzeichen erkennen, dass
wir bereits auf eine neue Stabilität
zusteuern. Das bedeutet, dass
wir beweglich bleiben müssen, um
auf neue Überraschungen flexibel
reagieren zu können. Es bedeutet
auch, dass wir uns den kritischen
und gut informierten Blick auf
das Geschehen bewahren müssen
und nicht dem manipulierten
Geschwätz der sozialen Medien
auf den Leim gehen sollten. Guter
Journalismus ist daher wichtiger
denn je und wir können dankbar
sein, dass wir in Österreich dafür
noch einigermaßen intakte Strukturen
haben.
043
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Qualitätsstandards bei reduziertem
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Kroell beschäftigt sich seit 1995
mit Holzpellets und hat 2012 das
Unternehmen gegründet, weil
er im nachwachsenden Rohstoff
Holz eine echte Alternative zu
fossilen Brennstoffen, wie Öl und
Gas, gesehen hat. Seitdem suche
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Optimum für Umwelt und Natur
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044
Energie 40plus
Kleine Energiehelden –
große Sicherheit
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für Österreich
tModeration: Julia S
rempfl
In Zeiten des Ukraine-
Russland-Konflikts, Nahost-
Krise sowie zunehmender
geopolitischer Spannungen
wird deutlich, wie verletzlich
internationale Abhängigkeiten
sind. Umso mehr
stellt sich die Frage: Wie
sichern wir unsere Unabhängigkeit?
Ein großer
Schritt in diese Richtung
gelingt mit den erneuerbaren
Energieträgern
Pellets – heimisch, krisensicher
und zukunftsweisend.
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ZEHN JAHRE PROPELLETS AUSTRIA.
40plusEnergie
WIR LADEN EIN.
045
ADVERTORIAL
Als gänzlich heimisches Produkt
machen die kleinen Heizhelden
Österreich resilienter gegenüber
globalen Krisen und stärken
zugleich Wertschöpfung und Versorgungssicherheit
im eigenen
Land. Die 40plus-Redaktion hat
ExpertInnen aus der Branche zum
Interview gebeten.
© PROPELLETS
Mag. a Doris Stiksl ist Geschäftsführerin
von proPellets Austria,
dem Branchenverband der
österreichischen Pelletwirtschaft,
der sich vor allem dafür einsetzt,
fossile Energieträger durch erneuerbare
Energie zu ersetzen.
Frau Mag. a Doris Stiksl, die kleinen
„Heizhelden“ der nachhaltigen
Biomasse haben bisher in Österreich
eine Erfolgsgeschichte geschrieben.
Innerhalb des letzten
Jahrzehnts hat sich die Produktion
mehr als verdoppelt. Wie sehen
Sie die Versorgungssicherheit
langfristig? Könnte die steigende
Nachfrage Herausforderungen
für die Eigenversorgung mit sich
bringen?
Der Blick aufs Ganze
das Gebot der Stunde, den Wald
nachhaltig zu bewirtschaften und
Holz stofflich zu nutzen. Je mehr
Holzprodukte wir verwenden,
desto besser fürs Klima und die
heimische Wirtschaft – und aus
dem, was beim Holzschnitt anfällt,
damit ersetzen wir Öl und Gas
und machen uns ein Stück unabhängiger.
Welche Rolle spielen Pellets nicht
nur für den Klimaschutz, sondern
Welche Heizform ist die klimafreundlichste? Doris Stiksl: In Österreich Die Landesinnung gibt auch der für Sanitär-, die heimische Heizungs- Wirtschaft? und
mittlerweile rund 55 Produktionsstätten
und es wird deutlich mehr Stiksl: Von der Verarbeitung des
Lüftungstechniker Steiermark ist dieser Frage in einer Pilotstudie auf den Grund gegangen. Sie hat
den CO2-Fußabdruck verschiedener
produziert,
Heizsysteme
als im
von
eigenen
der Herstellung
Land Rohstoffs
über den
über
Betrieb
Holzspäne
bis zur
und
Entsorgung
(„Cradle-to-Grave“) analysiert. benötigt Die wird. Basis Der heimische der Berechnung: Sägemehl Ein typisches bis hin Einfamilienhaus
zur Herstellung
(Bj. 1980, 150 m², 4 Personen) beim Bedarf Tausch liegt eines bei etwa alten 1,5 Ölkessels. Millionen der Pellets selbst werden zahlreiche
Arbeitsplätze in Österreich
Tonnen, während die Produktion
über 2 Millionen Tonnen beträgt – gesichert. In der Pelletwertschöpfungskette
sind über 28.000
die Kapazitäten sind noch höher.
Österreich ist ein Waldland. Es ist Personen beschäftigt. Zählt man
Die Nutzungsphase entscheidet
auch die Installateure hinzu,
sind es über 55.000 gesicherte
Arbeitsplätze.
Sie sprechen von Österreichs
Pionierarbeit in Sachen Pellets. In
welcher Hinsicht ist das gelungen –
und worin unterscheiden sich die
österreichischen Qualitätsstandards
im Vergleich zu anderen
Ländern?
Stiksl: Abgesehen von der starken
heimischen Wertschöpfungskette
hat sich der österreichische Pelletmarkt
auch fest im europäischen
Warenverkehr etabliert. Besonders
in Nachbarländern wie Italien sind
unsere Pellets „the most wanted“.
Das liegt vor allem an den hohen
Qualitätsstandards des ENplus-
Qualitätszertifizierungssystems.
Entscheidende Kriterien sind
unter anderem ein niedriger
Staubanteil, geringe Ruß- und
Ascherückstände sowie ein hoher
Brennwirkungsgrad.
De
Im
mo
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die dominante Rolle der Nutzungsphase für die Treibhausgasbilanz.
Herstellung und Entsorgung der Anlagen fallen im Vergleich zum jahrzehntelangen
Betrieb kaum ins Gewicht.
Treibhausgasbilanz kg Co 2 e Heizsysteme absolut
0,00 50.000,00 100.000,00 150.000,00 200.000,00 250.000,00
Öl-Heizung (Weiterbetrieb)
Öl-Brennwert (Austausch)
Fernwärme AT (Austausch)
Fernwärme Graz (Austausch)
Pellets (Austausch)
Luft-Wasser-WP 45°C (Flächen)
Luft-Wasser-WP 55°C (Radiatoren)
Herstellung / Einbau / Upstream (kg CO 2 e) Nutzung / Core (kg CO 2 e) Entsorgung / Downstream (kg CO 2 e)
Lu
Luft
QUELLE: NACHHALTIGE WIRTSCHAFT – CO 2 -VERGLEICH VON HEIZSYSTEMEN: PELLETS UND WÄRMEPUMPE WEIT VORAUS,
STEIRISCHE INSTALLATEURE | WKO SANITÄR • HEIZUNG • LÜFTUNG STEIERMARK, 2025
Der Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme bietet drei Vorteile:
046 1. Langfristige Kostensicherheit und Unabhängigkeit von fossilen Preisen.
Energie 40plus
2. Enormer ökologischer Hebel zur sofortigen, massiven CO2-Senkung.
Vo
iben
Platz 3: Fernwärme 77,5 % Einsparung (Anschluss Fernwärme Graz).
Der österreichische Fernwärme-Mix liegt im Schnitt bei 56,8 %.
Abgeschlagen: Öl-Brennwert. Ein Austausch auf moderne Öl-Technik
bringt lediglich 14,3 % Reduktion.
ADVERTORIAL
00
Einsparung über Lebensdauer absolut in kg Co 2 e und Prozent
0,00 50.000,00 100.000,00 150.000,00 200.000,00 250.000,00
Öl-Heizung (Weiterbetrieb)
Öl-Brennwert (Austausch)
Fernwärme AT (Austausch)
Fernwärme Graz (Austausch)
Pellets (Austausch)
Luft-Wasser-WP 45°C (Flächen)
Luft-Wasser-WP 60°C (Radiatoren)
0,00 %
14,3 %
56,8 %
77,5 %
91,1 %
84,0 %
78,3 %
Einsparung Lebensdauer absolut
QUELLE: NACHHALTIGE WIRTSCHAFT – CO 2 -VERGLEICH VON HEIZSYSTEMEN: PELLETS UND WÄRMEPUMPE WEIT VORAUS,
STEIRISCHE INSTALLATEURE | WKO SANITÄR • HEIZUNG • LÜFTUNG STEIERMARK, 2025
Volkswirtschaftlicher Nutzen
Der Frage nach der klimafreundlichsten
Heizlösung ist auch
die Landesinnung der Sanitär-,
Heizungs- und Lüftungstechniker
Steiermark im Rahmen einer
Pilotstudie auf den Grund gegangen.
Untersucht wurde der
CO 2
-Fußabdruck verschiedener
Heizsysteme über den gesamten
Lebenszyklus hinweg – von der
Produktion über den laufenden
Betrieb bis hin zur Entsorgung.
Mit einem Einsparpotenzial von
91,1 % sind Pelletheizungen als
klarer Spitzenreiter hervorgegangen.
Ing. Anton Berger, Bundesinnungsmeister
der Sanitär-,
Heizungs- und Lüftungstechniker*innen,
legt in seiner Arbeit
besonderen Wert auf nachhaltige
Heizlösungen und zukunftsweisende
Perspektiven – auch für
den Nachwuchs in der Branche.
Neben dem Klimaschutz ergeben sich auch ökonomische Vorteile: Durch den Ersatz von fossilen
Herr Ing. Berger, spiegelt das Inwiefern verändern solche seitens der Politik, die Planungssicherheit
schaffen – etwa durch
Systemen bleiben die Wertschöpfung der Energieträger sowie Arbeitsplätze größtenteils in
Ergebnis der Studie Ihre tägliche
Erfahrung während in der die Praxis Abhängigkeit als des Installateurs von Energieimporten – und machen sinkt. gezielte Förderungen. Jeder Euro
Studienergebnisse das Berufsbild
Österreich,
Installateur wider – insbesondere nachhaltige Heizsysteme den in erneuerbare Energie rechnet
des sich Fachverbandes ein zig-faches für Mineral-
den
Wie bei der drängend Empfehlung dies von ist, Pelletheizungen?
zeigen aktuelle Beruf Zahlen: auch für Laut den Markteinschätzung Nachwuchs
(FVMI) betrug der Heizölverbrauch attraktiver? 2024 ca. 631.000 Tonnen Staatshaushalt, – davon mussten unabhängig mindestens von
ölindustrie
600.000 Tonnen importiert werden. Ein Heizungstausch wirkt diesem den massiven dadurch gesicherten Importbedarf Arbeitsplätzen
direkt
und (errichtet der Wertschöpfung vor 2000) ein
entgegen. Anton Berger: Allein Die in Studie der Steiermark und das Berger: besteht Unser bei rund Job stellt 45.000 eine alten sehr Ölheizungen
daraus hervorgerufene Ergebnis sinnstiftende und nachhaltige Tätigkeit
dar, er ist krisensicher und
im Lande.
enormes Austauschpotenzial.
beschreibt die CO 2
-Emissionen
und stellt auch anderen Systemen,
hat immense Chancen im Zuge Als Fachkraft kennen Sie die
wie Wärmepumpe, ein sehr der Energietransformation. Jede unterschiedlichsten Heizsysteme.
gutes Zeugnis aus. Das Ergebnis Tonne CO 2
die eingespart wird, ist Sie haben betont, dass Pellets insbesondere
stärkt unsere Motivation zur CO 2
- ökologisch eine gute. Wichtig ist,
in der Gebäudesanie-
Reduktion und stellt uns als Installateure
dass dies auch ökonomisch funktirung
Vorteile bieten. Warum?
als wichtigster Partner oniert. Es braucht gute Fachkräfte
zur Klimaneutralität dar. Mit den und diese kommen dann, wenn Berger: Der entscheidende Vorteil
geringsten Aufwänden erzielen das Berufsbild attraktiv ist. Es ist, dass für Pelletsheizungen die
wir mit unserer Arbeit den größten
braucht gute Produkte seitens der Vorlauftemperaturen des Hei-
Erfolg. Das kann sich ja sehen Industrie und die haben wir – und zungssystems nahezu irrelevant
lassen, oder?
es braucht Rahmenbedingungen sind, was die Effizienz der Wärmeerzeugung
betrifft. Wenn es
darum geht, fossile Energieträger
durch erneuerbare zu ersetzen,
gibt es meiner Meinung nach
kaum eine vergleichbare Lösung
wie Pellets.
© ANTON BERGER
Wie steht es um Neubauten, die
oftmals keinen Keller mehr haben.
Welche Pelletheizsysteme eignen
sich unter diesen Voraussetzungen
besonders gut?
Berger: Kein Keller stellt kein Hindernis
für Pelletheizsysteme dar:
Diese lassen sich auch in einem
Erdtank sehr gut lagern – die Industrie
bietet hier Top-Produkte.
40plusEnergie
047
ADVERTORIAL
ZUKUNFT
gestalten mit
HERZ.
Text: Julia Strempfl
Sicher, verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert – das sind nicht nur
zentrale Werte in bewegten Zeiten, sondern auch die Erfolgsformel modernen
Unternehmertums. Es sind die Werte, die sich die HERZ Gruppe auf die Fahne
geschrieben hat – und die sich konsequent in ihren Produkten widerspiegeln.
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
048
Energie 40plus
40plusEnergie
049
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pelletstar CONDENSATION
10-101 kW
Monoblock-Luft/Wasser-
Wärmepumpe commotherm
AWP Baureihe eco 6–20 kW
HERZ Energietechnik GmbH
Herzstraße 1, 7423 Pinkafeld
+43 3357 / 42840 – 0
office-energie@herz.eu
Die HERZ Gruppe ist eine breit aufgestellte
und international erfolgreiche Unternehmensgruppe
mit klarem Fokus auf Energieeffizienz
und moderne Gebäudetechnik. Im
Jahr 1989 übernahm Geschäftsführer Dr.
Gerhard Glinzerer die damalige Armaturenfirma
und baute sie zu einem Komplettanbieter
für erneuerbare Energiesysteme aus, der
sich nachhaltig am Markt etabliert hat. Heute
ist HERZ weltweit tätig, betreibt 44 Produktionsstätten
in 12 europäischen Ländern und
beschäftigt über 3.100 Mitarbeiter*innen.
Nachhaltiges Unternehmertum &
gesellschaftliche Verantwortung.
Nach 36 Jahren an der Spitze überführt Dr.
Gerhard Glinzerer die HERZ Gruppe nun in
eine gemeinnützige Stiftung. Ziel ist es, die
langfristige Ausrichtung des Unternehmens
zu sichern und für kommende Generationen
zu bewahren – ein starkes Bekenntnis zu Stabilität,
Verantwortung und Zukunft. „Zahlreiche
Mitarbeiter hatten am Erfolg mitgewirkt
und ich fühlte mich ihnen auch verbunden.
Das übliche ‚Köpfe rollen‘ nach Firmenübernahmen
wollte ich vermeiden und so kam die
Idee einer gemeinnützigen Stiftung ins Spiel
und wurde umgesetzt,“ erzählt Dr. Gerhard
Glinzerer. Ein klarer Kreislaufgedanke sorgt
dafür, dass Gewinne aus der Geschäftstätigkeit
direkt in die Branche zurückfließen – so
bleiben die zentralen Werte und Ziele des
Unternehmens auch für kommende Generationen
erhalten.
Hohe Qualitätsansprüche &
eine lebenswerte Zukunft.
Werte, die sich auch in den Produkten widerspiegeln:
Enorme Wertschöpfungstiefe und
ressourcenschonende Technologien waren
schon immer Leitgedanken des Unternehmens.
Aus diesem Antrieb heraus entstehen
innovative Heizlösungen, die die Umwelt
sowie die Geldbörse schonen. „In einer
Branche, in der Effizienz, Nachhaltigkeit und
Versorgungssicherheit entscheidend sind,
bedeutet Qualität für uns vor allem Verlässlichkeit.
Wir setzen auf hochwertige Komponenten,
präzise Ausführung und qualifizierte
Fachkräfte. Dabei legen wir großen Wert auf
kontinuierliche Weiterbildung, strukturierte
Prozesse und eine enge Abstimmung mit
unseren Kund*innen und Partner*innen,“ so
DI Manuel Höller, Vertriebsleiter von HERZ
Energietechnik.
Ökologisch heizen –
mit regionalem Bezug.
Das breite Portfolio von HERZ bietet moderne,
effiziente und umweltfreundliche Heizlösungen.
Alle Produkte werden vorwiegend
in Österreich gefertigt, um höchste Qualitätsstandards
zu erfüllen. Dazu gehören Pelletsund
Hackschnitzelanlagen bis 1.500 kW, Holzvergaserkessel
bis 40 kW sowie Wärmepumpen
bis 30 kW. Sie überzeugen durch hohen
Komfort, einfache Bedienung und innovative
Technologie. Ein Beispiel ist die Monoblock-
Luft/Wasser-Wärmepumpe commotherm
AWP Baureihe eco 6–20 kW. Dank Inverter-
Technologie passt sie ihre Heizleistung präzise
an die Vorlauftemperaturen an und arbeitet
auch bei niedrigen Außentemperaturen – dank
natürlichem Kältemittel R290 – besonders
energieeffizient. Als All-in-One-Lösung eignet
sie sich zum Heizen, Kühlen und zur Warmwasseraufbereitung
und besticht zudem
durch smarte Steuerungsmöglichkeiten.
Modernste Technologie trifft
Nachhaltigkeit.
Hat man ausreichend Platz zur Verfügung,
um einen Lagerraum für Biomasse einzurichten,
sind Pelletsanlagen ein heißes Thema.
„Unsere innovativen Pellets-Brennwertanlagen
punkten vor allem mit höchster Effizienz, da
sie den höchsten Wirkungsgrad bei niedrigen
Emissionen aufweisen,“ betont HERZ-Fachmann
Wolfram Lampel, der Kund*innen seit
18 Jahren zu Wärmepumpen und Biomasseanlagen
berät. In Pelletheizungen zu investieren
bedeutet langfristig Geld zu sparen
und die Umwelt zu entlasten. „Hat man eine
Richtung gefunden, ist es die Konfiguration
einer individuellen Gesamtlösung, welche
unsere Produkte zulassen, die sie zur optimalen
Heizlösung machen. So kann ich das
Optimum für die jeweilige Situation zum
Vorteil meiner Kund*innen erreichen,“ freut
sich Wolfram Lampel.
TU Graz:
Flugzeugtreibstoff
Text: TU Graz, Red.
Es klingt wie ein Zauber:
Restbiomasse aus der
Tomatenproduktion wird
zu klimafreundlichen Flugkraftstoff:
Ziel des EU-
Projekts ToFuel ist ein abfallfreies
und CO 2
-neutrales
Bioraffineriekonzept, bei
dem nachhaltiger und wirtschaftlich
konkurrenzfähiger
Flugkraftstoff entsteht.
aus Tomatenresten
Aus Resten der Tomatenproduktion soll
nachhaltiger Flugzeugtreibstoff werden.
© LUNGHAMMER – TU GRAZ
050
Energie 40plus
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
Unter der Leitung der TU Graz entwickelt das
EU-Projekt ToFuel ein neues Bioraffineriekonzept,
das Tomatenreste in nachhaltigen
Flugkraftstoff sowie in Dünger, Tierfutter
und Speiseöl und so Reststoffe als wertvolle
Ressource umwandelt.
Weltweit sind Tomaten nach Kartoffeln das
am zweithäufigsten konsumierte Gemüse.
Die EU ist mit rund 17 Megatonnen geernteter
Tomaten der drittgrößte Produzent. Die Reste
der Tomatenproduktion, etwa Stängel, Blätter
und unreife Früchte, werden größtenteils als
Agrarabfall verbrannt oder teuer entsorgt.
Gleichzeitig hängt das Ziel der europäischen
Klimaneutralität und damit einhergehend die
Reduktion von CO 2
-Emissionen des Luftfahrtsektors
ganz wesentlich an der Produktion
nachhaltiger und konkurrenzfähiger
Flugtreibstoffe (Sustainable Aviation Fuels;
SAF) aus erneuerbaren Rohstoffen.
„Aus der EU-weit anfallenden Menge an
sogenanntem Tomatentrester, also den Rückständen
aus der Tomatenverarbeitung,
ließen sich Schätzungen zufolge rund 3 % der
bis 2030 in Europa benötigten Sustainable
Aviation Fuels decken“, führt Projektleiterin
Marlene Kienberger vom Institut für Chemische
Verfahrenstechnik und Umwelttechnik
der TU Graz aus.
Von der Pflanze zum Öl zum Flugtreibstoff.
40plusEnergie
Damit aus Tomatenresten ein hochwertiger
Treibstoff entsteht, muss die Biomasse
zuerst so aufbereitet werden, dass Mikroorganismen
sie effizient verwerten können.
ToFuel untersucht dafür zwei moderne
Fraktionierungstechnologien. Bei der Extrusion
wird die Biomasse unter Wärme und
Druck behandelt und anschließend durch
einen abrupten Druckabfall in ihre zellulären
Bestandteile aufgebrochen. So entsteht
eine optimal aufgeschlossene Biomasse für
die folgende Fermentation, bei der Mikroorganismen
Lipide produzieren, die später
zu Flugtreibstoff verarbeitet werden. Bei
der zweiten Fraktionierungstechnologie, der
hydrothermalen Verflüssigung, wird die Biomasse
unter hohem Druck und hohen Temperaturen
in Bioöl und Biokohle umgewandelt.
Die im Projekt entwickelten Verfahren werden
schrittweise auf einen vorindustriellen
Maßstab hochskaliert und umfassend getestet.
Konsortialführerin Marlene Kienberger
betont: „Unser klares Ziel ist es, nachhaltigen
Flugkraftstoff auf Basis von Tomatenresten
um einen konkurrenzfähigen Verkaufspreis
zu produzieren. Nachhaltige Flugzeugtreibstoffe
müssen sich letztendlich einfach auch
wirtschaftlich lohnen.“ Zusätzlich analysiert
das Projektteam die ökologischen, ökonomischen
und sozialen Auswirkungen der
Technologien. Die Nutzung von Tomatenresten
schafft zudem neue Einnahmequellen für
die Lebensmittelverarbeitung.
ToFuel-Projektleiterin Marlene Kienberger vom Institut für Chemische
Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz.
Starkes europäisches Konsortium.
Offizieller Projektstart von „ToFuel – An integrated
Biorefinery for Sustainable Aviation
Fuel Production from Tomato Residues“ fand
am Anfang des Jahres statt. Insgesamt elf
Partner aus sieben europäischen Ländern
arbeiten an ToFuel. Neben der TU Graz gehören
dazu unter anderem das portugiesische
Forschungsinstitut LNEG, die Universität
Zagreb, die TU Wien, die Technische Universität
Lappeenranta in Finnland, die Montanuniversität
Leoben und die Fraunhofer-
Gesellschaft. Die Industriepartner Mutti und
Podravka stellen Tomatenreste bereit und
bringen ihr langjähriges Know-how in der
Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe ein.
Extrahierte Tomatenreste im Schütteltrichter.
© LUNGHAMMER – TU GRAZ © LUNGHAMMER – TU GRAZ
051
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Putting- und Chipping-Areas zur Verfügung,
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hat auch überdachte Abschlagplätze und
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Der Einsatz der Greenkeeper unter der Leitung
von „Franz“ sorgt schon zu Saisonstart für einen
erstklassigen Platzzustand und präsentiert so
einen hohen Standard von Fairways und Grüns –
was in Bewertungen und Beschreibungen immer
wieder gelobt wird. Dadurch macht das Spielen
einfach mehr Spaß und man hat ein echtes
„Turnier-Feeling“ – egal ob man für sich spielt
oder bei einem Wettbewerb dabei ist.
40plusFreizeit
Der GC Gut Freiberg ist „fast“
das ganze Jahr offen – auch für Gäste.
Wir freuen uns über Greenfeespieler*innen.
Es gibt verschiedene Preisoptionen (18-Loch,
11-Loch kürzer, Sunset-Greenfee) und auch
Vergünstigungen für Jugendliche und Senioren.
Gastspieler benötigen ein Handicap (HCP) bis
54,0. Seit der Wintersaison 2024/25 ist die
Anlage durchgehend, außer bei extremem
Frost und Schnee, zu besonders günstigen
Konditionen bespielbar.
Und nach der Runde:
ab ins Clubrestaurant.
Nach der Runde bietet das Clubhaus ein
Restaurant mit großer Terrasse und Panoramablick
über das Gelände – ein schöner Ort, um
den Golftag ausklingen zu lassen.
BILD KI-GENERIERT
MIT CHAT-GPT
© JEANNETTE KRÖLL
Aktion gültig bis 15.04.2026
Kurszeit: 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Termine auf: www.golf.at/golfclubs/
gc-gut-freiberg/610/events
Anmeldung: im Sekretariat
des GC Gut Freiberg
(10.00 bis 16.00 Uhr)
Tel: +43 3112 6270
Mitgliedschaft
und Vorteile
Wir bieten verschiedene Mitgliedschaftsmodelle
im GC Gut Freiberg sowie im GC
Klockerhof (Modern Golf) mit attraktiven
Vorteilen an.
Mitgliedschaftsmodelle, u. a.:
• Vollmitgliedschaft
• Wochentagsmitgliedschaft
• Spezial- oder Jugendmitgliedschaft
• Fernmitgliedschaft (für Spieler über
150 km entfernt)
Jetzt Vorteile sichern, u. a.:
• Vorteilsheft mit einem Mehrwert von
€ 500,- sowie das Golf Member Plus
Gutscheinheft mit einem Mehrwert von
über € 2.000,-.
• Ermäßigungen auf Greenfees
bei Partnerclubs.
Infos: im Sekretariat
des GC Gut Freiberg
(10.00 bis 16.00 Uhr)
Tel: +43 3112 6270 oder auf
www.gc-gut-freiberg.at/
golfclub/mitgliedschaft
053
Rund um die Welt
BILD KI-GENERIERT MIT CHAT-GPT
unter40
Der Frühling erwacht: Die ersten
Knospen sprießen, die Tage werden
heller und der trübe Winterblues
gehört der Vergangenheit
an. Aber was gehört
auch zu einem typischen
österreichischen Frühling?
Natürlich: Die ersten
Spritzer im Gastgarten.
Das stimmt schon, aber
ich will auf etwas anderes
hinaus: Ostern.
Ostern ist für mich ein
typisch österreichisches
Fest, dabei wird es so gut
wie auf der ganzen Welt
gefeiert. In Schweden ähnelt
Ostern Halloween. Am Gründonnerstag
soll die Osterhexe
Påskkärring auf den Hexenberg
Blåkulla fliegen. So verkleiden sich
die schwedischen Kinder als Hexen und
gehen mit einer leeren Kaffeekanne in der
Hand von Tür zu Tür und tauschen selbst
geschriebene Briefe gegen Süßigkeiten.
Auch die Dänen schreiben zu Ostern Briefe
– dort heißen sie „Narren-“ oder „Geheimbriefe“.
Der Empfänger muss nun erraten,
von wem er das verzierte Kunstwerk erhalten
hat – schafft er es, bekommt er ein Osterei,
misslingt es ihm, ist er dem Absender ein
Schokoladenei schuldig. Die Finnen hingegen
sind sehr makaber: Am Palmsonntag werden
Hiebe mit einer Birkenrute an Freunde und
Familie verteilt und am Ostersonntag ziehen
Kinder durch die Straßen und vertreiben die
bösen Wintergeister mit Trommeln, Dosen
und Lärm. Was an unsere Perchten erinnert,
soll in Finnland Glück für das neue Jahr bringen.
In Frankreich bleibt es wie bei uns still:
Von Gründonnerstag bis Karsamstag läuten
die Kirchenglocken nicht, denn sie reisen an
diesen Tagen nach Rom, um den Papst zu
besuchen. Am Ostersonntag kehren sie von
ihrer Reise zurück und bringen Ostereier
und Süßigkeiten als Souvenir zurück. So wie
wir die Italiener kennen, wird auch zu Ostern
Kulinarik groß geschrieben: Am Ostermontag
sitzen die Südländer mit Osterlamm,
Reiskuchen und Colomba zusammen mit
Text: Clarissa Berner
der Familie bei einem Picknick im Grünen
oder am Strand. Engländer tätscheln ihre
Liebsten mit Weidenkätzchenzweigen und
verteilen Glückwünsche. Und in Irland findet
das symbolische Heringsbegräbnis statt. So
wird die Fastenzeit beendet. Verstärkt wird
das durch traditionelle Tanzwettbewerbe auf
Irlands Straßen.
Und wie sieht es bei uns aus? Auch wir haben
unsere Brauchtümer: Neben Ratschen, die
von Gründonnerstag bis Karsamstag als
„Glockenersatz“ laut wirbeln und die bösen
Geister vertreiben sollen, Osterfeuer,
brennende Osterkreuze, auch bekannt als
„Kreuzhoaz'n“ und der Schwammweihe ist
der geläufigste Brauch, ob gläubig oder nicht,
tatsächlich die traditionelle Fleischweihe in
der Kirche – oder auch die Bier-Kisten-Weihe.
Trotzdem: Ostern ist definitiv entspannter
und weniger künstlich aufgeladen als Weihnachten
und Adventszeit. Ostern ist ein
sehr individuelles Fest – jeder feiert Ostern
irgendwie anders. Das, was aber die meisten
machen, ist eine Osterjause gemeinsam mit
Familie und Freunden. Natürlich würde ich
gerne als Hexe verkleidet Süßigkeiten sammeln,
österliche Hiebe sind mir eher suspekt,
aber auch am Meer bei italienischen Köstlichkeiten
ist es sicherlich schön und irische
Tanzwettbewerbe haben bestimmt seinen
Scharm, aber in Wahrheit gibt es für mich
nichts schöneres, als während der Osterfeiertage
eine schöne Zeit mit meiner Familie
zu verbringen. Deshalb mag ich Ostern. Und
natürlich darf der anschließende Spritzer im
Gastgarten nicht fehlen.
© CLARISSA BERNER
054
Kolumne 40plus
Text: Petra Schachner-Kröll
Zu Unrecht
erklärte Verluste
sind seit 2026
Abgabenhinterziehung!
Durch das Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 wurde eine zentrale Bestimmung
im Finanzstrafrecht geändert. Wurde bisher nur die vorsätzliche Verkürzung
von Abgaben als Abgabenhinterziehung verfolgt, ist seit 1. Jänner 2026 auch
bereits die Erklärung zu Unrecht geltend gemachter Verluste mit Strafe bedroht.
Nach der derzeit bisherigen Definition des
zentralen Finanzstraftatbestandes der Abgabenhinterziehung
nach § 33 Abs 1 Finanzstrafgesetz
(FinStrG) „macht sich schuldig, wer
vorsätzlich unter Verletzung einer abgabenrechtlichen
Anzeige-, Offenlegungs- oder Wahrheitspflicht
eine Abgabenverkürzung bewirkt.“ Eine
Bestrafung setzt also – neben der Erfüllung
der übrigen Tatbestandsmerkmale – das
Bewirken einer Abgabenverkürzung voraus.
Unter einer „Verkürzung“ wird dabei jedes
Zurückbleiben einer Ist-Einnahme hinter der
Soll-Einnahme verstanden, was immer dann
eintritt, wenn der Fiskus zum maßgeblichen
Zeitpunkt weniger einnimmt als ihm nach
dem Gesetz zustünde.
In Verlustjahren hat dies dazu geführt, dass
zu Unrecht steuermindernd geltend gemachte
Aufwendungen bzw. Ausgaben zum Zeitpunkt
ihrer Nichtanerkennung keine Strafbarkeit
bewirkten. Dies deshalb, weil Steuerpflichtige,
die in einem Veranlagungsjahr ohnedies
einen Verlust erzielen, tatsächlich (noch) keine
Steuer (bzw. im Falle von Körperschaften
allenfalls die Mindestkörperschaftsteuer) zu
bezahlen hat.
„Der Abgabenhinterziehung macht sich schuldig,
wer vorsätzlich unter Verletzung einer abgabenrechtlichen
Anzeige-, Offenlegungs- oder Wahrheitspflicht
eine Abgabenverkürzung bewirkt oder
zu Unrecht Verluste erklärt, die in zukünftigen
Veranlagungszeiträumen einkommensmindernd
geltend gemacht werden könnten.“
Beispiel: Erzielt ein Steuerpflichtiger z. B.
einen rechtmäßigen bzw. korrekten Verlust
iHv € 10.000,- und vergrößert er diesen Verlust
durch unrechtmäßige Geltendmachung
weiterer Aufwendungen bzw. Ausgaben auf
z. B. insgesamt € 50.000,-, so gilt der Absolutbetrag
von € 40.000,- als „maßgebender
Wert“, worauf sodann der einschlägige Steuertarif
anzuwenden ist.
Bei natürlichen Personen ist dies der progressive
Einkommensteuertarif. Bei juristischen
Personen (GmbHs) ist der einschlägig
anzuwendende Tarif in Höhe von 23 % anzuwenden.
© FLORIAN LIERZER
Der Rechnungshof bemängelte die vorstehend
geschilderte Systematik bereits im Jahr
2023. Die Empfehlung des Rechnungshofes
aufgreifend, wurde mit dem Betrugsbekämpfungsgesetz
2025 nunmehr der maßgebliche
§ 33 Abs 1 FinStrG wie folgt novelliert:
40plusKolumne
Schachner & Partner Wirtschaftsprüfung
und Steuerberatung GmbH & Co KG
Rechbauerstraße 31 | 8010 Graz
+43 316 323566
office@schachner-partner.at
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