16.03.2026 Aufrufe

Verbandsmagazin Frühgeborene | Ausgabe 1 | März 2026

Verbandsmagazin des Bundesverbandes Frühgeborene mit aktuellen Informationen rund um die Verbandsarbeit, Neustem aus Wissenschaft und Forschung, Berichten von Eltern und ehemals zu früh geborenen Erwachsenen, Veranstaltungstipps und für Familien generell interessanten Themen.

Verbandsmagazin des Bundesverbandes Frühgeborene mit aktuellen Informationen rund um die Verbandsarbeit, Neustem aus Wissenschaft und Forschung, Berichten von Eltern und ehemals zu früh geborenen Erwachsenen, Veranstaltungstipps und für Familien generell interessanten Themen.

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1. Ausgabe 2026 | März | gratis

Frühgeborene

Online-Magazin des Bundesverbandes Frühgeborene e.V.

Jetzt neu:

1. Online-Ausgabe

Frühgeb

i

Infos aus dem Verband

Erfahrungsberichte

Frühchen-Wissen

Neues aus

Medizin & Forschung


Hier mehr

erfahren!

Primo-Lacto:

Weil jeder Tropfen Kolostrum zählt

Kolostrum ist die erste – und für den frühen Lebensstart überlebenswichtige – Nahrung

für Neugeborene. Neben vielen Antikörpern und immunwirksamen Inhaltsstoffen hat

es auch eine darmschützende Wirkung. Mit dem Primo-Lacto von Lansinoh ® kann dieses

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2 Frühgeborene 1 · 2026

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Ausstreichtrichter Kolostrumauffänger


In dieser Ausgabe

v

Willkommen 4

!

Õ

In eigener Sache 7

Regionalstellenzuwachs in Weilheim 11

„Einmal Frühchen, immer Frühchen?“ –

Lehrvideo für Lehrkräfte und Eltern 12

"Musik ist eine Ressource, die jeder in sich trägt“ 16

Neuer Name – gleiche Ziele 18

Aktuelle Meldungen 21

Neue Leitlinie zum Beikoststart 22

BVKJ warnt vor unwissenschaftlicher

Beeinflussung von Impfempfehlungen 24

Biomarker im Blut als Frühwarnsystem für drohende

Komplikationen bei Frühgeborenen? 26

UNICEF-Bericht: Weiter zu viele Kinder ohne Perspektive 28

Kurz & knapp 31

Erfahrungsberichte 35

Ich habe ein erfülltes, glückliches und gesegnetes Leben 36

Es gibt immer Wunder, man muss nur ganz fest daran glauben! 39

Nach jedem Sturm kommt ein Regenbogen –

egal, wie lange er braucht... 40

Ein Vogel, der fliegen kann... 42

Viel lief gut, aber Potenzial ist da... 43

Unsere Geschichte zeigt: ein guter Verlauf ist möglich 46

Lesenswert 47

Gut zu wissen 49

Die "Goldene Stunde" in der Frühgeborenenversorgung 50

Zahlen & Fakten 51

Termine 53

?

M

§

Alltag & Familie 57

Ungebetene Gäste im Haar: Läusezeit in Kita & Schule 58

Frühlingsanfang: zwischen Sonne und Statistik 61

Eltern fragen 63

Sollen wir die Frühgeburt in der Schule ansprechen? 64

Ein Gedanke, der bleibt... 65

Impressum 67

Frühgeborene 1 · 2026

3


Willkommen

Willkommen

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der vorliegenden Ausgabe beginnt für diese Publikation ein neues Kapitel. Nach vielen Jahren in

gedruckter Form haben wir uns entschieden, den Schritt vom Print- zum Online-Format zu gehen.

Dieser Wandel ist mehr als eine technische Umstellung – er ist Ausdruck eines veränderten Leseverhaltens,

neuer Kommunikationswege und unseres Anspruchs, Inhalte zeitgemäß, zugänglich und

nachhaltig bereitzustellen.

Das gedruckte Wort hatte stets seinen besonderen Reiz: das Rascheln der Seiten, die Haptik des

Papiers, die bewusste Entschleunigung beim Lesen. All das hat unsere Publikation geprägt und viele

treue Leserinnen und Leser über Jahre begleitet. Dafür sind wir dankbar.

Gleichzeitig eröffnet uns die digitale Veröffentlichung neue Möglichkeiten. Inhalte können aktueller,

flexibler und multimedial aufbereitet werden. Beiträge lassen sich leichter teilen, recherchieren

und archivieren. Zudem erreichen wir ein breiteres Publikum – unabhängig von Ort und Zeit. Nicht

zuletzt trägt der Verzicht auf Druck und Versand zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen

bei.

Unser inhaltlicher Anspruch bleibt unverändert: Qualität, Sorgfalt und Relevanz stehen weiterhin im

Mittelpunkt. Wir verstehen den Wechsel ins Online-Format als Chance, Bewährtes zu bewahren und

zugleich neue Wege zu gehen.

Wir freuen uns, wenn ihr uns auch in dieser neuen Form begleiten werdet – neugierig, kritisch und

im Dialog mit uns.

Herzlichst

Dr. med Maria Hitzschke

Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende

Bundesverband Frühgeborene e.V.

4 Frühgeborene 1 · 2026


An Eurer Seite

von Anfang an

Mit unserem kostenlosen Familienprogramm

begleiten wir die kleinen Wunder des Alltags.

Ob Kinderwunsch, Schwangerschaft oder

junges Familienglück: Freut Euch auf

Willkommens- und Geburtstagsgeschenke

für Euer Kind, wertvolle Vorteils-Coupons

und informative Newsletter.

Gleich kostenlos anmelden:

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Frühgeborene e.V.

Gemeinsam

für die Allerkleinsten

www.fruehgeborene.de

Wir helfen weiter !

• persönliche Beratung

• Informationsbroschüren

• Fortbildungsangebot

• regionale Vernetzung

• Hilfe zur Selbsthilfe

e

Gesprächsbedarf?

kostenfreie Servicenummer

0800 - 875 877 0

mo., di., do., fr.: 9.00 Uhr - 13.00 Uhr

mi.: 16.00 Uhr - 20.00 Uhr

QR-Code einscannen und Nummer

qdirekt aufs Smartphone laden

Bundesverband Frühgeborene e.V.

Überregionaler Zusammenschluss von Elterninitiativen und Fördervereinen

für Frühgeborene und kranke Neugeborene in Deutschland

sowie angrenzenden deutschsprachigen Ländern


In eigener Sache


Herzlich willkommen,

In eigener Sache

Dr. Vitor Paixão Gatinho!

8 Frühgeborene 1 · 2026


In eigener Sache

Gemeinsame Sache mit Dr. Vitor

Paixão Gatinho

Wir freuen uns sehr über einen neuen Unterstützer

unserer Arbeit, den wir gerne an dieser

Stelle kurz vorstellen möchten.

Als Kinderarzt mit langjähriger Erfahrung auf

Kinderintensivstationen kennt Dr. Vitor Paixão

Gatinho die besonderen medizinischen und

emotionalen Herausforderungen rund um Frühgeburtlichkeit

aus nächster Nähe. Auch heute

begleitet er Frühgeborene und ehemalige Frühgeborene

in seiner kinderärztlichen Praxis weiter

und erlebt, wie wichtig eine kontinuierliche,

sensible Betreuung über die ersten Lebensjahre

hinaus ist.

„Ich habe viele Jahre dort gearbeitet, wo

Leben oft viel zu früh beginnt.

Auf Kinderintensivstationen durfte ich Frühgeborene

und ihre Familien in Momenten

begleiten, die voller Hoffnung, aber auch

voller Angst waren. Diese ersten Tage und

Wochen prägen nicht nur die Kinder – sie

prägen ganze Familien.

Zu erleben, wie viel Stärke in so kleinen

Menschen steckt und wie sehr Eltern in

dieser Zeit Halt brauchen, hat meinen Blick

auf Medizin und Menschlichkeit für immer

verändert.“

Dr. Vitor Paixão Gatinho

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit engagiert sich

Dr. Gatinho als einer der bekanntesten medizinischen

Influencer im deutschsprachigen Raum.

Unter dem Namen Kids.Doc erreicht er über

Social Media rund eine Million Menschen mit

verständlicher, evidenzbasierter Aufklärung zu

Kindergesundheit, Prävention und Erster Hilfe.

Er ist Gründer einer eigenen Eltern-App, die Familien

im Alltag begleitet, bietet digitale Kurse

zu Erste Hilfe und Kindergesundheit an und ist

SPIEGEL-Bestseller-Autor mehrerer Ratgeber

für Eltern sowie Kinderbücher, die medizinische

Themen kindgerecht vermitteln.

Als Vater von drei Kindern verbindet er fachliche

Expertise mit persönlicher Perspektive. Für

ihn steht fest: Frühgeborene brauchen nicht nur

medizinische Spitzenversorgung, sondern auch

gut informierte, gestärkte Eltern und ein Umfeld,

das versteht, was diese Familien leisten.

In seiner Rolle als Botschafter des Bundesverbandes

setzt sich Dr. Gatinho dafür ein, das

Bewusstsein für die Situation von Familien mit

Frühgeborenen zu schärfen. Sein Anliegen ist es,

Awareness zu schaffen, Orientierung zu geben

und Eltern frühzeitig den Zugang zu den richtigen

Hilfen zu ermöglichen – damit kein Kind und

keine Familie diesen Weg allein gehen muss.

Hier geht es direkt zum Podcast mit Vitor; „Der

KidsDoc – Mehr Gesundheit für dein Kind“

Folge dem Kids.Doc auf Instagram: https://

www.instagram.com/kids.doc.de/

Frühgeborene 1 · 2026

9


In eigener Sache

Stand: 15. März 2026

10 Frühgeborene 1 · 2026


In eigener Sache

Regionalstellenzuwachs in Weilheim

Mit Freude verkünden wir offiziell unsere 13.

Regionalstelle in Weilheim in Oberbayern.

Initiatorin ist Stefanie Quiring. Sie ist selbst

erwachsene Frühgeborene und möchte Frühchen-Familien

eine regionale Anlaufstelle

bieten. Beginnen sollen die Angebote der

Regionalstelle mit der Raupengruppe, einem

Frühchen-Krabbel-Treff.

Auch über das Einbringen der Elternsicht und

das Mitwirken von Frühchen-Eltern beim Gestalten

der Regionalstellenarbeit würde sich

Stefanie sehr freuen. Interessierte Frühchen-Eltern,

die den Krabbel-Treff besuchen möchten

oder mitwirken wollen, melden sich bitte per E-

Mail unter elternini.weilheim@fruehgeborene.

de oder telefonisch unter 0176 51774537 bei

Stefanie.

Wie die Landkarte auf der linken Seite zeigt,

sind vor allem in den neuen Bundesländern

noch weitere Aktive gefragt, um das hilfreiche

Angebot der lokalen Selbsthilfe auszubauen,

wenn es dort noch nichts Vergleichbares für

betroffene Eltern gibt. Uns bekannte Angebote

findet man auf unserer Webseite unter https://

www.fruehgeborene.de/familie/selbsthilfeinitiativen.htm

Unsere Regionalstellen

Das Regionalstellen-Modell des Bundesverbandes

möchte es an einer lokalen Selbst-

hilfe-Arbeit Interessierten erleichtern,

unkompliziert in ihrer Region für andere

Betroffene aktiv zu werden, wenn es dort

noch kein Angebot einer bereits aktiven

Gruppe gibt. Dabei bleiben ihnen Art und

Umfang der angebotenen Aktivitäten selbst

überlassen. Das kann z.B. ein Elterntreff,

eine Krabbelgruppe, ein telefonischer Aus-

tausch sein.

Mit der Gründung einer Regionalstelle

unter dem Dach des Bundesverbandes ent-

fällt die bürokratisch aufwendige Gründung

eines eigenständigen Vereins, der viele

Verwaltungsaufgaben mit sich bringt. Das

kann in Anbetracht von knappen Zeitressourcen

neben Familienalltag und Berufs-

leben schnell zur persönlichen Überlastung

führen. Deshalb hat der Bundesverband

das Regionalstellen-Modell entwickelt.

Ihr seid an unserem Regionalstellen-Modell

interessiert? Dann schickt uns doch

einfach eine Nachricht an selbsthilfe@

fruehgeborene.de und lasst euch unverbindlich

und kostenfrei über mögliche

Inhalte und das Konzept beraten. Ansprechpartnerin

ist unsere Frankfurter Geschäftsstellenleiterin

Jessica Franz, die eine

Regionalstelle in Gelnhausen aufgebaut

hat.

Frühgeborene 1 · 2026

11


In eigener Sache

„Einmal Frühchen, immer Frühchen?“

– Lehrvideo für Lehrkräfte und Eltern

Frühgeborene e.V.

Frühgeborene Kinder zeigen sehr unterschiedliche

Entwicklungs- und Lernverläufe. Während

einige Kinder im schulischen Kontext kaum Unterstützungsbedarf

haben, können bei anderen

besondere Herausforderungen auftreten. Vor

diesem Hintergrund kann es hilfreich sein, mögliche

Zusammenhänge besser zu verstehen.

Der Vortrag „Einmal Frühchen, immer Frühchen?“

greift diese Thematik auf und vermittelt,

ohne pauschale Aussagen über alle Kinder

zu treffen, ein grundlegendes Verständnis dafür,

wie sich das Lernvermögen frühgeborener

Kinder darstellen kann und welche Rahmenbedingungen

Lernprozesse positiv beeinflussen

können. Ziel ist es, Lehrkräfte und Eltern dabei

zu unterstützen, individuelle Lernvoraussetzungen

wahrzunehmen und Lernumgebungen entsprechend

anzupassen – im Unterricht ebenso

wie beim Lernen zuhause.

Das Lehrvideo ist die professionelle Aufzeichnung

eines Seminars, das am 7. Juli 2025 in

der Essener Grundschule Haarzopf – Haus des

Lernens – durchgeführt wurde.

Es ist in zwei Teile gegliedert:

• Medizinischer Teil: Darstellung möglicher

neurobiologischer Zusammenhänge und

Entwicklungsbesonderheiten.

12 Frühgeborene 1 · 2026


In eigener Sache

• Pädagogischer Teil: Einordnung für den

schulischen Alltag sowie Anregungen, wie

Lernbedingungen individuell angepasst

werden können.

Die Inhalte stehen allen interessierten Lehrkräften

und Eltern über unsere Mediathek

öffentlich und kostenfrei zur Verfügung.

Eine Anerkennung von Fortbildungspunkten ist

mit der Aufzeichnung nicht verbunden.

Zu den Referentinnen:

Dr. med. Britta Hüning ist Mitglied des wissenschaftlichen

Beirats des Bundesverbandes,

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit

Schwerpunkt Neonatologie, Ärztliche Leitung

der Elternberatung sowie der Sozialmedizinischen

Nachsorge am Universitätsklinikum Essen,

Vorstandsmitglied Bundesverband Bunter

Kreis e.V.

Die Schulerfahrungen von Kindern, die zu früh zur Welt kamen, können sehr

unterschiedlich sein. Neben Kindern, die ihre Schullaufbahn „ganz normal“

meistern, gibt es andere, die intensive sonderpädagogische Hilfen benötigen.

Alle Zwischenstufen sind denkbar.

Nicht wenige ehemals Frühgeborene verfügen zwar über eine normale

Intelligenz, haben aber im Schulalltag mit Lernproblemen verschiedener Art

zu kämpfen. Welche Ursachen diesen Lernstörungen zugrunde liegen können,

wie man sie jeweils diagnostizieren, therapeutisch begleiten sowie pädagogisch

auf sie reagieren kann, erläutern kompetente Fachleute knapp und

verständlich.

Darüber hinaus erfährt man, wie man sich im eigenen Bundesland über die

Modalitäten der Einschulung sowie der sonderpädagogischen Unterstützung

informieren kann. Finanzielle Hilfen sowie wichtige gesetzliche Regelungen

werden thematisiert.

Ergänzend geben Erfahrungsberichte von Frühgeborenen bzw. ihren Eltern

einen intensiven Einblick in den Alltag betroffener Familien. Sie schildern

z. B. die Themen Schüchternheit, Langsamkeit, Teilleistungsproblematiken,

Aufmerksamkeitsstörungen, geistige oder körperliche Behinderung in ihren

schulischen Auswirkungen von der Phase der Schulwahl bis hin zur Berufsfindung.

Diese umfassende, kompakte und kompetente Zusammenstellung bietet Eltern

und Pädagogen einen ersten Zugriff auf die wichtigsten Informationen

zum Themenfeld „Frühgeborene und Bildung“.

Karin Jäkel ist Mutter eines zu früh geborenen

Sohnes und Oberstudienrätin an einem Gymnasium

im Westerwald. Sie arbeitet seit vielen

Jahren eng mit dem Bundesverband Frühgeborene

e.V. zusammen.

Wir bedanken uns bei der Feith-Stiftung für die

freundliche Unterstützung bei der Realisierung

des Projektes.

Das Video steht allen Interessierten kostenfrei

zur Ansicht auf unserem YouTube Kanal zur

Verfügung. Diesen finden Interessierte hier:

https://www.youtube.com/@fruehgeborene1

Unter folgendem Link kann es auch auf unserer

Homepage direkt aufgerufen werden: https://

www.fruehgeborene.de/mediathek/filme.htm

Frühgeborene & Schule -

ermutigt oder ausgebremst?

Erfahrungen, Hilfen, Tipps

Karin Jäkel u.a.

Frühgeborene und Schule

Ermutigt oder ausgebremst? Erfahrungen, Hilfen, Tipps

Karin Jäkel

u.a.

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Risikogeborene

Kinder

Rheinland-

Pfalz“ e. V.

Karin Jäkel u.a.

Herausgeber: Landesverband „Früh- und

Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz“ e.V.

Broschierte Ausgabe | 440 Seiten

zusätzlich enthalten 1 CD mit dem gesamten

Buchinhalt als interaktive pdf-Datei

Bestellungen bitte nur über das Internet

unter https://shop.fruehgeborene.de/buchfruehgeborene-und-schule-ermutigt-oderausgebremst_sachbuch-12.htm

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ist auch ein kostenloser

Download möglich.

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„Früh- und Risikogeborene

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Frühgeborene 1 · 2026

13


In eigener Sache

EBEDINGUNGEN

Montag (14:00 Uhr) bis Samstag (12:30 Uhr)

minar Sozialrechtliche Beratung

on Montag (14:00 Uhr) bis Samstag (12:30 Uhr)

ogische/r PsychotherapeutIn, CaseManager/In, Diplompsykräfte,

PsychiaterIn, SozialarbeiterIn, SozialpädagogIn und

ssetzung

re; die Teilnehmer/Innen sollten bereits als Elternberatende

entrum tätig sein bzw. vor der konkreten Aufnahme eine

hen.

unter www.fruehgeborene.de

meldung zu Modul 1 sieht automatisch Ihre Teilnahme an

die Zusammensetzung der Teilnehmenden bleibt unveräne

Zusicherung der Teilnahme kann erst nach registriertem

r Teilnahmegebühr erfolgen.

r

r beträgt insgesamt 2.300,- Euro inkl. Unterkunft und Veri

Module. Der gesamte Betrag kann bis zu vier Wochen vor

n überwiesen werden. Die Anzahl der Teilnehmenden ist

ingungen

nmeldebestätigung bis 4 Wochen vor Beginn der Weitern

50 % der Teilnahmegebühr in Rechnung gestellt. Bei

lb von 4 Wochen vor Beginn der Weiterqualifizierung wird

ebühr erhoben.

Weiterqualifizierung

Professionelle psychosoziale

Elternberatung in

der Perinatalmedizin

Weiterqualifizierung

Einführung: Professionelle

psychosoziale Elternberatung

in der Perinatalmedizin

Grundlagen • Kompetenztraining • Praxisbezug

Modul I:

Modul II:

Modul III:

5 Tage (Loccum)

2 Tage (Frankfurt am Main)

5 Tage (Loccum)

Aktuelle Termine

und ausführliche

Infos

zum Programm

sind hier zu

finden.

Unser Newsletter

Jetzt kostenfreien Newsletter des Verbandes

direkt hier abonnieren und informiert

bleiben über unsere Projekte und Angebote

für betroffene Familien und im Bereich

Frühgeborene beruflich Aktive.

Hier geht es direkt

zum Podcast

Veranstalter

Bundesverband Frühgeborene e.V. und

Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische

Intensivmedizin (GNPI)

Zielgruppe

Fachkräfte, die über eine anerkannte berufliche,

beraterische Weiterbildung bzw.

abgeschlossene psychologische und/oder

sozialpädagogische Qualifikation verfügen

oder diese anstreben.

Teilnahmevoraussetzungen

Mindestens 25 Jahre; vorteilhaft ist eine

bereits begonnene Tätigkeit als professionalle

psychiosoziale Elternberatende in

der Perinatalmedizin

Anmeldung

Online per Formular unter folgendem Link

14 Frühgeborene 1 · 2026


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In eigener Sache

"Musik ist eine Ressource, die jeder

in sich trägt“

Ein Gespräch mit Dr. rer. medic. Friederike B. Haslbeck

Der Bundesverband Frühgeborene

e.V. freut sich, Dr. rer. medic.

Friederike B. Haslbeck vorzustellen.

Sie ist Mitglied des

wissenschaftlichen Beirats,

Pionierin der interaktiven neonatologischen

Musiktherapie und

Präsidentin von amiamusica. Im

Interview berichtet sie über ihre jahrzehntelange

Verbindung zum Verband, ihren

ungewöhnlichen Weg in die Neonatologie und

die besondere Kraft der Musik für frühgeborene

Kinder und ihre Familien.

BV: Liebe Friederike, vielen Dank, dass du

dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst. Seit

wann unterstützt du den Bundesverband

Frühgeborene e.V.?

F: Ui, das kann ich gar nicht auf den Tag genau

sagen. Aber es sind definitiv schon über zwanzig

Jahre. Ich glaube, seit 2006 – das heißt, ich

feiere in diesem Jahr sogar mein Jubiläum.

BV: Was bedeutet dir diese lange Zusammenarbeit?

Warum ist es dir so wichtig, den Bundesverband

zu unterstützen?

F: Es gibt zwei prägende Situationen in meinem

Leben, die ich nie vergessen werde. Die erste

liegt weit zurück, da war ich noch Teenager.

Meine Cousine, gleichzeitig meine Patentante,

arbeitete damals auf der Neonatologie. Wir

waren gemeinsam auf einem Sommerfest, als

ihr Pieper ging. Sie musste sofort zurück ins

Krankenhaus und nahm mich ohne zu zögern

mit.

Ich stand dann plötzlich in einer Frühgeborenenstation.

Notfallstimmung, spätes Abendlicht,

winzige Babys und damals waren keine

Eltern zu sehen. Dieses Bild hat mich tief berührt.

Es war ein Moment, der sich eingebrannt

hat und mich nie wieder losgelassen hat.

BV: Wie hat dich dieser Moment weiter begleitet?

F: Ich habe später Geige studiert und bin danach

noch Musiktherapeutin geworden. Das

erste Kind, das ich während meines Musiktherapiestudiums

begleitete, war ein ehemaliges

Frühgeborenes und da kam mir dieses Bild

wieder in den Sinn. Ich wollte der Frage nachgehen,

ob man frühgeborene Kinder und ihre

Familien nicht schon eher und vor allen Dingen

präventiver mit Musiktherapie unterstützen

könnte. Daher habe ich dann in meiner Masterarbeit

theoretisch den Ansatz der Kreativen

Musiktherapie in der Neonatologie entwickelt.

BV: Du hast an vielen Orten der Welt gearbeitet.

Wie kam es dazu?

F: Ja, ich durfte schon mit Menschen aus der

ganzen Welt arbeiten. In Australien, Florida,

New York und an vielen europäischen Zentren.

Über verschiedene Stationen und Projekte

hinweg bin ich schließlich am UniversitätsSpital

Zürich, der Universität Zürich und der Zürcher

Hochschule der Künste gelandet. Dort lebe und

arbeite ich nun schon seit vielen Jahren, klinisch,

forschend und lehrend.

BV: Was ist das Besondere an deiner Arbeit in

der neonatologischen Musiktherapie?

16 Frühgeborene 1 · 2026


In eigener Sache

F: Ich versuche immer die ganze Familie zu sehen

und der Familie zu helfen, an dieser Krise

zu wachsen und nicht an ihr zu zerbrechen.

Musik, vor allen Dingen wenn wir mit und für

die Kinder in der Interaktion und in echter Resonanz

singen, ist dafür ein unglaublich starkes

Medium. Aus diesem Wunsch heraus ist auch

amiamusica entstanden.

BV: Erzähl uns bitte mehr über amiamusica.

F: Ich erlebe immer wieder, dass Eltern gar

nicht wissen, welche kraftvollen Ressourcen sie

in sich tragen. Ihre Stimme ist ein Instrument,

das sie direkt mit ihrem Baby verbindet – emotional,

körperlich und neurologisch. Musiktherapie

hat kaum Nebenwirkungen. Man kann

ein Kind mit sanftem Singen in der Interaktion

kaum„überreizen“, wenn man auf die

Signale des Kindes achtet. Im Gegenteil:

Wenn die Eltern mit ihrem Kind bezogen

sprechen und singen, können sie ihm

damit helfen, sich zu regulieren, sich zu

beruhigen, die Bindung stärken die frühkindliche

Entwicklung fördern.

Dafür möchte ich motivieren und ich

freue mich jedes Mal, wenn Eltern dieses

kleine Samenkorn zum Blühen bringen.

heruntergeladen werden. Er soll Familien, aber

auch Fachpersonen Orientierung geben und

Mut machen, die eigene Stimme bewusst einzusetzen.

BV: Liebe Friederike, vielen Dank für das Gespräch.

F: Danke euch. Ich freue mich immer, wenn ich

etwas über meine Arbeit erzählen und damit

vielleicht Eltern und Fachpersonen inspirieren

kann.

Mehr Infos zum Projekt "Deine Stimme für die

Kleinsten" - Wegweiser für Akustik, Stimme

und Musik auf der Neonatologie, das in Kooperation

mit dem Bundesverband Frühgeborene

e.V. entstanden ist, sind unter https://amiamusica.ch/home/wegweiser/

zu finden.(em)

Deine Stimme für die Kleinsten

WEGWEISER

für Akustik, Stimme und Musik auf der Neonatologie

BV: Du arbeitest nicht nur mit Eltern,

sondern auch mit Fachpersonal, richtig?

F: Ja, ich biete Weiterbildungen für

Musiktherapeut*innen an, um sich für

die Neonatologie und Frühgeborenenversorgung

zu spezialisieren. Wissen weiterzugeben

ist mir ein großes Anliegen,

damit Musiktherapie noch mehr Familien

erreicht.

BV: Und du hast auch noch einen wichtigen

Wegweiser mit entwickelt?

F: Ja, der Wegweiser liegt mir sehr am

Herzen. Er ist kostenlos und kann direkt

über die Webseite von amiamuisca

Für weitere Infos

Frühgeborene 1 · 2026

17


In eigener Sache

Neuer Name –

gleiches Ziel

Frühgeborene e.V.

Sprache prägt Bewusstsein – und Bewusstsein

schafft Veränderung. Deshalb haben wir als

Verband einen wichtigen Schritt vollzogen:

Aus Bundesverband „Das frühgeborene Kind“

e.V. ist Bundesverband Frühgeborene e.V. geworden.

Diese Namensänderung ist weit mehr als eine

formale Anpassung. Sie ist Ausdruck unseres

gewachsenen Selbstverständnisses. "Frühgeborene"

ist keine Bezeichnung für eine kurze

Lebensphase, sie sind Persönlichkeiten mit

eigenen Geschichten, Stärken und Perspektiven.

Vom ersten Lebenstag an und weit darüber

hinaus.

Der bisherige Name stellte das Kind in den

Mittelpunkt. Und das war richtig, denn der

Start ins Leben ist prägend. Doch unsere Arbeit

begleitet Frühgeborene und ihre Familien oft

über viele Jahre hinweg. Mit der neuen Bezeichnung

öffnen wir bewusst den Blick und

machen deutlich: Wir stehen für alle Frühgeborenen

– für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

sowie für ihre Angehörigen.

Für unsere Mitglieder, Partner und Unterstützenden

ändert sich durch die Umbenennung

nichts Grundsätzliches. Es handelt sich weiterhin

um denselben eingetragenen Verein, mit

unveränderter Struktur und Ausrichtung. Lediglich

der Name wurde angepasst.

Wir freuen uns sehr, diesen Weg gemeinsam

mit Ihnen und Euch weiterzugehen. Danke für

das Vertrauen, das Engagement und die Unterstützung,

denn ohne dieses gemeinsame Wir

wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Das Forum für betroffene Väter auf facebook unter

https://www.facebook.com/groups/fruehchenpapas

18 Frühgeborene 1 · 2026


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die Phototherapie

• Aus weichem, gepolstertem Material,

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und erlauben Lidschlag

• Mit einstellbarem Kopfband aus weichem

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(besonders hautschonend)

„... vielleicht können wir damit

ein kleines Schmunzeln trotz

ernster Situation erzeugen ...“

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bleibt möglich.

Mit breitem

Kopfband oder

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1/2 Seite 250,00

1/3 Seite 167,00

1/4 Seite 125,00

1/6 Seite 83,00

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Ansprechpartnerin ist Angelina

Kampfmann in der Frankfurter

Geschäftsstelle per

Mail an fiz@fruehgeborene.

de oder telefonisch zwischen

9.00 und 13.00 Uhr unter

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20 Frühgeborene 1 · 2026


Aktuelle Meldungen


Aktuelle Meldungen

Neue Leitlinie zum Beikoststart

Eine neue S3-Leitlinie empfiehlt das ausschließliche

Stillen bis zum Ende des sechsten Lebensmonats

und die Einführung von Beikost ab Beginn

des siebten Lebensmonats. Damit endet

der umstrittene deutsche Sonderweg.

Zu der Neuerung sagt Kathrin Herold, kommissarische

DHV-Bundesbeauftragte für Stillen und

Ernährung:

„Die neue S3-Leitlinie zur Stilldauer empfiehlt

sechs Monate ausschließliches Stillen und eine

Mindeststilldauer von zwölf Monaten. Das begrüßt

der DHV ausdrücklich. Mit der Veröffentlichung

kehrt Deutschland nach gut 15 Jahren

Sonderweg zur international etablierten WHO-

Empfehlung zurück. Stillen ist ein zentraler physiologischer

Prozess mit erheblicher Bedeutung

für die Gesundheit von Stillenden und Kindern.

Es ist gleichzeitig ein Bereich, in dem gesellschaftlicher

Nutzen oft gegen wirtschaftliche

Interessen verteidigt werden muss. Die Leitlinie

ist damit ein Schritt in die richtige Richtung.”

DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer ergänzt:

22 Frühgeborene 1 · 2026


Aktuelle Meldungen

„Gesamtgesellschaftlich erhoffen wir uns von

der neuen Leitlinie eine Verlängerung der Stilldauer,

die in Deutschland vergleichsweise kurz

ist. Stillen bietet nicht nur zahlreiche gesundheitliche

Vorteile für das Kind, sondern auch für

die Mutter. Im Gesamtkollektiv sind stillende

Mütter, korreliert mit der Stilldauer, auch im

Alter gesünder als Personen, die nicht gestillt

haben. Insofern kann die Neuerung auch die

Frauengesundheit, der leider immer noch viel

zu selten Beachtung geschenkt wird, fördern.”

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt

schon lange, die ersten sechs Lebensmonate

ausschließlich zu stillen und dann ab dem

Beginn des siebten Lebensmonats begleitend

Beikost einzuführen, während bis zum Alter

von zwei Jahren bzw. so lange Mutter und Kind

dies wünschen, weiter gestillt wird. Deutschland

war in den letzten 15 Jahren einen Sonderweg

gegangen.

Dieser empfahl die begleitende Beikosteinführung

nach dem abgeschlossenen vierten

Lebensmonat. Grund dafür waren Studien zur

Allergieprophylaxe, die zu dem Ergebnis kamen,

dass die Beikosteinführung noch während

der Stillzeit erfolgen sollte. Anstatt auf eine

Verlängerung der Stilldauer abzuzielen, wurde

daraufhin die Beikosteinführung nach vorne

gezogen.

Quellen: S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur

Stillförderung

https://hebammenverband.de/neue-s3-leitlinie-stillenbeikost

Leitsätze zur Ernährung von zu früh geborenen Kindern

Die Leitsätze zur Ernährung von zu früh geborenen

Kindern vermitteln wesentliche Aspekte rund um die

Ernährung bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen.

Sie verstehen sich als Handlungsempfehlungen

und wollen das Bewusstsein dafür schärfen, wie komplex

das Thema Ernährung von Frühgeborenen ist.

Leitsätze zur Ernährung

von zu früh geborenen Kindern

Ein Projekt des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V.

1

Die Leitsätze können unter folgendem Link direkt

als PDF kostenfrei heruntergeladen werden:

https://www.fruehgeborene.de/fachdisziplinen/

broschueren.htm

Die dankenswerterweise von der Medela Medizintechnik

GmbH & Co. Handels KG unterstützte Printversion

kann in unserem Shop gegen eine Versandkostenpauschale

von € 3,50 bestellt werden. Der Link zum Shop

lautet: https://shop.fruehgeborene.de/

Frühgeborene 1 · 2026

23


Aktuelle Meldungen

BVKJ warnt vor unwissenschaftlicher

Beeinflussung von Impfempfehlungen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen

e.V. (BVKJ) äußert große Besorgnis

über die jüngsten Entwicklungen in den USA,

wo die Zahl der empfohlenen Kinderimpfungen

drastisch reduziert werden soll. Der Verband

betont nachdrücklich: der unwissenschaftliche

Angriff auf Schutzimpfungen gefährdet die Gesundheit

von Kindern über die USA hinaus.

Das US-Gesundheitsministerium hatte in der

vergangenen Woche bekannt gegeben, die Zahl

der empfohlenen Schutzimpfungen für Kinder

von bislang 17 auf 11 reduzieren zu wollen.

Nach Überzeugung des BVKJ handelt es sich

dabei um eine Entscheidung, die wissenschaftlich

teilweise nicht zu begründen ist.

Dr. Michael Hubmann, Präsident des BVKJ, betont:

„Wir beobachten mit großer Sorge, dass

politische Entscheidungen zunehmend in medizinische

Empfehlungen eingreifen. Impfungen

dürfen nicht nach politischen Mehrheiten bewertet

werden, sondern nach evidenzbasierten

Kriterien, die über Jahrzehnte hinweg Krankheiten

verhindert und Leben gerettet haben.

Jede Streichung von empfohlenen Impfungen

gefährdet die Gesundheit von Kindern sowie

die öffentliche Gesundheit insgesamt.“

Der Berufsverband warnt ausdrücklich davor,

wissenschaftlich fundierte Impfempfehlungen

ohne medizinische Grundlage infrage zu stellen

oder zurückzunehmen. „Solche Entscheidungen

können weitreichende Folgen haben“, so Hubmann

weiter. „Infektionskrankheiten machen

nicht an Landesgrenzen halt. Sinkende Impfquoten

in einem Land können langfristig auch

andere Regionen betreffen – auch Europa und

Deutschland.“

Auch die European Confederation of Primary

Care Pediatricians (ECPCP) hat in einem jüngst

veröffentlichten Statement große Sorge über

die Änderung der US-amerikanischen Empfehlungen

zur Kinderimpfung geäußert. Sie betont,

dass universelle Impfprogramme auf jahrzehntelanger

wissenschaftlicher Evidenz beruhen,

entscheidend für hohe Durchimpfungsraten

sind, Krankheitsausbrüche verhindern, gesundheitliche

Ungleichheiten reduzieren und Vertrauen

in Gesundheitssysteme stärken. Selektive

Impfstrategien seien schwerer umzusetzen,

verstärkten soziale Ungleichheiten und gefährdeten

insbesondere vulnerable Kinder. Aus

kinderrechtlicher Sicht sei Impfen ein zentrales

Instrument von Solidarität und Gerechtigkeit;

eine Abkehr davon stelle einen Rückschritt in

der Prävention dar.

Quelle: https://www.bvkj.de/politik-und-presse/pressemitteilung/bvkj-warnt-vor-unwissenschaftlicher-beeinflussung-von-impfempfehlungen-schutzimpfungen-fuerkinder-sind-unverzichtbar/

24 Frühgeborene 1 · 2026


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ALANA begleitet Familien seit 1986 mit Kindertextilien

aus Bio-Baumwolle und Bio-Wolle.

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steht für eine nachhaltige und sozial gerechte Herstellung.

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Aktuelle Meldungen

Biomarker im Blut als Frühwarnsystem

für drohende Komplikationen

bei Frühgeborenen?

Neonatale Frühgeburtlichkeit führt zu erheblicher

Morbidität und Mortalität, unter anderem

aufgrund erworbener Erkrankungen wie bronchopulmonaler

Dysplasie (BPD), intraventrikulärer

Blutung (IVH), nekrotisierender Enterokolitis

(NEC) und Frühgeborenenretinopathie (ROP).

Standardmäßige, auf Gestationsalter und Geburtsgewicht

basierende Klassifizierungen der

Frühgeburtlichkeit erfassen die Variabilität der

Gesundheitsergebnisse von Neugeborenen nur

unzureichend.

Daher besteht ein dringender Bedarf an Risikostratifizierungsinstrumenten

für vulnerable

Neugeborene, um frühzeitig die jeweils geeignetsten

Behandlungspfade einleiten zu können.

Wir vermuteten, dass die Stoffwechselprofile

von Neugeborenen über die derzeitigen Messgrößen

hinaus zusätzliche Risikoinformationen

liefern.

Insgesamt 13.536 Neugeborenen-Screening-

Bluttests (NBS) von Frühgeborenen in Kalifornien

mit zugehörigen klinischen Folgen der

Frühgeburt wurden verwendet, um einen NBSbasierten

metabolischen Gesundheitsindex zu

entwickeln. Dieser dient der Risikostratifizierung

von Frühgeborenen hinsichtlich BPD, IVH,

NEC und ROP (12.096 Fälle mit einer oder mehreren

Erkrankungen und 1440 Kontrollen).

Hierfür wurde ein Deep-Learning-Modell eingesetzt,

das einen einzelnen Indexwert liefert

und gleichzeitig Subgruppen identifiziert. So

lassen sich Personen mit den stärksten metabolischen

Biomarker-Signalen für negative Folgen

der Frühgeburt ermitteln. Der metabolische

Gesundheitsindex erfasste Risikosignale, die

sich von Gestationsalter und Geburtsgewicht

unterschieden, und übertraf andere Machine-Learning-Algorithmen

sowie auf klinischen

Risikovariablen basierende Modelle bei der Risikostratifizierung

für negative Folgen der Frühgeburt.

Der metabolische Gesundheitsindex wurde extern

in einer unabhängigen retrospektiven Kohorte

von 3299 sehr frühgeborenen Kindern

aus Ontario, Kanada (2117 Fälle und 1182 Kontrollen)

validiert, die gängige metabolische Risikogruppen

widerspiegelte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die

Kombination eines umfassenden Metaboliten-

Screenings mit Deep Learning einen generalisierbaren

biologischen Risikofaktor für Frühgeburtlichkeit

etabliert hat.

Quelle: Chang AL, Reiss JD, Culos A, Becker M, Mayo JA,

Marić I, De Francesco D, Phongpreecha T, Espinosa CA,

Mataraso SJ, Berson E, Kim Y, Xue L, Xie F, Shu CH, Fallahzadeh

R, Bidoki NH, Xenochristou M, Zhang M, Profit J,

Lee HC, Gaudillière B, Angst MS, Hawken S, Wilson K, Stevenson

DK, Shaw GM, Sylvester KG, Aghaeepour N. Quantitative

assessment of neonatal health using dried blood

spot metabolite profiles and deep learning. Sci Transl

Med. 2026 Jan 21;18(833):eadv4942. doi: 10.1126/scitranslmed.adv4942.

Epub 2026 Jan 21. PMID: 41564154.

26 Frühgeborene 1 · 2026


Gemeinsam für den bestmöglichen Start ins Leben

Damit jedes Neugeborene weltweit die bestmögliche Versorgung erhält, verbinden wir Menschen, Expertise

und Engagement über Länder- und Fachgrenzen hinweg.

Werden Sie Teil einer Organisation, die gemeinsam mit betroffenen Familien weltweit Veränderungen bewirkt!

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teilzeit engagierte

Persönlichkeiten, die unsere globale Mission mittragen und aktiv mitgestalten möchten:

Controller (m/w/d)

Sie steuern und überwachen unsere Finanzprozesse, sorgen für Transparenz in Planung und Reporting und

schaffen die Grundlage für nachhaltige, wirkungsorientierte Entscheidungen.

Zur Stellenanzeige

Rechtsanwalt / Volljurist (m/w/d)

Sie verantworten sämtliche rechtliche Fragestellungen der Organisation, prüfen und gestalten Verträge und

sichern die rechtliche Basis unserer internationalen Arbeit.

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Referent der Geschäftsführung (m/w/d)

Sie unterstützen die Geschäftsführung strategisch und operativ, bereiten Entscheidungsgrundlagen vor und

koordinieren zentrale Projekte und Prozesse.

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Über GFCNI

Die Global Foundation for the Care of Newborn Infants (GFCNI) ist die erste globale Organisation und das erste

Netzwerk, das Patient:innen, Familien, Gesundheitsfachkräfte, medizinisches Personal und Wissenschaftler:innen aus

verschiedenen Disziplinen, Fachbereichen und Ländern zusammenbringt – mit dem gemeinsamen Ziel, die Gesundheit

und die Versorgungsqualität von Neugeborenen und ihren Familien weltweit voranzubringen. Wir wünschen

uns eine Zukunft, in der jedes Neugeborene zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Versorgung erhält!

Darauf können Sie sich bei uns freuen:

• Perspektive auf eine langfristige Zusammenarbeit

• Ein engagiertes, effizientes und kollegiales Team

• Eine sinnstiftende Tätigkeit in einer weltweit anerkannten NGO, bei der Ihre Arbeit unmittelbar zur

Verbesserung der Neugeborenengesundheit beiträgt

• Eigenverantwortliches Arbeiten mit großem Gestaltungsspielraum in einem internationalen Umfeld

• Leistungsgerechte Vergütung und transparente Vertragsbedingungen

• Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, in unserem Büro in München oder remote zu arbeiten

(fester Wohnsitz in Deutschland erforderlich)

• 30 Urlaubstage sowie zusätzlich frei am 24. und 31. Dezember

Weitere Informationen zu den Positionen und unserer Stiftung finden Sie unter: www.gfcni.org

global foundation

for the care of

newborn infants

Die im Rahmen des Bewerbungsverfahrens erhobenen personenbezogenen Daten werden

ausschließlich zum Zweck der Durchführung und Bewertung des Bewerbungsprozesses verarbeitet.

Eine Nutzung zu anderen Zwecken erfolgt nicht. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung

ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen) sowie § 26 BDSG.


Aktuelle Meldungen

UNICEF-Bericht: Weiter zu viele Kinder

ohne Perspektive

Belastungen spüren.

Das zeigt sich

zum Beispiel an der

starken Zunahme

von körperlichen

und psychischen

Beschwerden, über

die mittlerweile 40

Prozent der Jugendlichen

berichten.

Wichtige Ergebnisse

des Berichts:

Der neue UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder

2025 in Deutschland zeigt, dass weiterhin viel

zu viele Kinder mit Blick auf ihre Chancen für

ein gutes Aufwachsen und Zukunftsperspektiven

zu stark ins Hintertreffen geraten. Mehr

als einer Million Kinder fehlen wesentliche

Voraussetzungen für Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben und für späteren beruflichen

Erfolg. Sie haben beispielsweise keinen Platz,

um Hausaufgaben zu machen, können sich

kein zweites Paar Schuhe oder vollwertige

Mahlzeiten leisten und nehmen kaum an Freizeitaktivitäten

Gleichaltriger teil. Nach wie

vor entscheidet in Deutschland die familiäre

Situation sehr stark über die Möglichkeit zur

gesellschaftlichen Teilhabe der Kinder.

Der Bericht macht auch deutlich, dass viele

Kinder und Jugendliche in Deutschland große

Die ungleichen materiellen

und sozialen

Voraussetzungen

in den Familien

wirken sich auf alle

Lebensbereiche der Kinder aus. Der Abstand

zwischen bestens unterstützten und besonders

benachteiligten Kindern wächst. Immer

mehr Kinder können beispielsweise nicht gut

lesen (25 Prozent, 5 Prozentpunkte mehr als in

2018). 41 Prozent der Achtklässlerinnen und

Achtklässler verfügen lediglich über rudimentäre

digitale Kompetenzen (2013: 29 %). Dabei

sind Kinder aus finanziell schlechter gestellten

Elternhäusern deutlich überrepräsentiert.

Hinzu kommt, dass insbesondere diese benachteiligten

Kinder und Jugendlichen sich von

ihrem Umfeld, also Eltern und Lehrkräften,

vergleichsweise selten gut unterstützt fühlen.

Jährlich verlassen über 62.000 die Schule ohne

Abschluss.

28 Frühgeborene 1 · 2026



Aktuelle Meldungen

Eine beträchtliche Zahl von Kindern in Deutschland

ist von den konkreten Folgen von Armut

betroffen. So wurden über eine Million Kinder

als depriviert eingestuft, mussten also auf die

Erfüllung grundlegender Bedürfnisse wie den

Ersatz abgetragener Kleidung, eine beheizte

Wohnung oder warme Mahlzeiten verzichten.

44 Prozent der armutsgefährdeten Kinder

leben in überbelegten Wohnungen. Mindestens

130.000 Kinder sind wohnungslos und in

kommunalen Unterkünften untergebracht.

Im internationalen Vergleich ist der Anteil der

Kinder, bei denen grundlegende Bedürfnisse

aus finanziellen Gründen nicht gestillt werden

können, in Deutschland deutlich höher als in

einigen anderen europäischen Ländern. Dazu

gehören wirtschaftlich starke Länder wie Finnland

oder Norwegen, aber auch wirtschaftlich

schwächere, wie Slowenien oder Portugal.

Bei der Bekämpfung von Kinderarmut stagniert

die Entwicklung in Deutschland seit Jahren.

Die relative Armut von Kindern bewegt sich

konstant um die 15 Prozent, 2023 waren es 14

Prozent. 1,9 Millionen Kinder leben heute von

dem Bürgergeld ihrer Familie. Hinzu kommen

Kinder, die mit Asylbewerberleistungen auskommen

müssen.

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden

regelmäßig an gesundheitlichen Beschwerden.

Im Jahr 2022 gaben 40 Prozent der 11-bis

15-Jährigen an, dass sie mehrfach pro Woche

oder sogar täglich Beschwerden wie Kopfschmerzen,

Bauchschmerzen oder Schlafprobleme

haben. Bei der früheren Erhebung im Jahr

2014 waren es nur 24 Prozent.

Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen

in Deutschland schätzt die eigene psychische

Gesundheit und Lebenszufriedenheit als nicht

gut ein. Auch hier sind die Werte alarmierend:

Sie liegen bei 51 bis 67 von 100 Punkten –

variierend nach Geschlecht und familiärem

Wohlstand. Den niedrigsten Durchschnittswert

haben finanziell benachteiligte Mädchen mit

einem Wert von 51 – das liegt damit nur knapp

über dem Schwellenwert von 50, der als Anzeichen

einer Depression interpretiert wird.

Der UNICEF-Bericht unterstreicht die zentrale

Rolle, die unterstützende Eltern und das weitere

Umfeld für das Aufwachsen von Kindern haben.

Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen

fühlt sich zwar durch ihre Familien unterstützt,

doch fällt Deutschland auch hier im internationalen

Vergleich ab. Nur 54 Prozent der 15-jährigen

Mädchen in Deutschland berichten von

einer hohen familiären Unterstützung; in der

Schweiz liegt der Anteil bei 69 Prozent. Auch

von ihren Lehrkräften fühlen sich die Jugendlichen

eher wenig unterstützt: Nur 26 Prozent

der 15-jährigen Mädchen in Deutschland erleben

die Unterstützung als hoch, in Norwegen

zum Beispiel sind es dagegen 53 Prozent.

Quelle: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/unicef-bericht-zur-lage-der-kinder-indeutschland-2025/385504

UNICEF

UNICEF (United Nations Children's Fund)

ist das 1946 gegründete Kinderhilfswerk

der Vereinten Nationen, das in über 190

Ländern für das Recht jedes Kindes auf

eine Kindheit arbeitet. Mit Fokus auf Gesundheitsversorgung,

Bildung, Schutz vor

Ausbeutung und Nothilfe in Krisengebieten

setzt sich UNICEF weltweit für die Umsetzung

der UN-Kinderrechtskonvention ein.

Mehr Infos unter: https://www.unicef.de/

30 Frühgeborene 1 · 2026


Kurz & knapp

!


!

Kurz & knapp

KI für Frühgeborene im Einsatz

Am Klinikum in Nürnberg soll ein Modellprojekt

mit KI die Chancen von Frühchen verbessern.

Das Projekt soll dazu beitragen, die Sicherheit

für extrem früh geborene Babys durch eine

automatisierte Überwachung mittels Künstlicher

Intelligenz zu verbessern, wie das Gesundheitsministerium

in München mitteilte. Das

laut Ministerium in Deutschland bislang einmalige

Projekt wird vom Freistaat mit 150.000

Euro gefördert. Das Modellprojekt „KI in der

Neonatologie“ beinhaltet drei Themen: KI-gestützte

Patientensicherheit durch automatisierte

Überwachung, KI-optimierte Ernährung zur

Förderung von Wachstum und neurologischer

Entwicklung sowie KI-gestützte Steuerung der

künstlichen Plazenta. Die Projektphase dauert

bis zum 31.01.2028. Dann wird anhand der

Ergebnisse über eine mögliche bayernweite

Anwendung der erarbeiteten KI-Modelle entschieden.

Quelle: https://www.stmgp.bayern.de/gerlach-bayernbaut-engagement-beim-einsatz-kuenstlicher-intelligenzin-der-fruehgeborenen/

Aktuelle Impfempfehlung der STIKO

Die STIKO empfiehlt für Kinder und Jugendliche

im Alter von ≥2 bis einschließlich 17 Jahren mit

folgenden Risikofaktoren für schwere Pneumokokken-Erkrankungen

eine Pneumokokken-

Impfung:

• Angeborene oder erworbene Immundefekte

• Sonstige chronische Krankheiten, die mit

einer erhöhten Gefährdung für Pneumokokken-Infektionen

einhergehen

• Anatomische oder fremdkörperassoziierte

Risiken für eine Pneumokokken-Meningitis.

Die Empfehlung zur Grundimmunisierung von

Säuglingen mit einem 13-valenten oder 15-valenten

PCV (PCV13 oder PCV15) bleibt weiterhin

bestehen und ist nicht Gegenstand der

Aktualisierung.

Quelle: https://www.dgkj.de/aktuelles/news/detail/

post/stiko-aktualisierung-pneumokokken-impfung

Hilfreiche Begleitung in der Schwangerschaft

Eine Frühgeburt kann für Eltern und Kind belastend

sein. Eine britische Studie zeigt nun:

Schwangere, die kontinuierlich von einer Gemeindehebamme

begleitet werden, hatten ein

deutlich geringeres Risiko, ihr Kind zu früh zur

Welt zu bringen.

Quelle: https://www.aponet.de/artikel/fruehgeburt-mithebamme-ist-das-risiko-geringer-32669

750.000 Kinder von Tabakrauch im Auto

betroffen

Eine Sonderanalyse im DAK-Präventionsradar

zeigt: Rauchen im Auto belastet mehr als

750.000 Kinder und Jugendliche. In Deutschland

ist das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln

verboten, im privaten Auto jedoch

erlaubt. Die Folge: Jedes zehnte Schulkind

(10,9 Prozent) ist „oft“ oder „sehr oft“ Tabakrauch

im Auto ausgesetzt. Rund 36 Prozent

geben zudem an, dass sie „manchmal“ oder

„selten“ von Passivrauch betroffen sind. Jugendliche

mit einem niedrigen sozialen Status

fahren häufiger in einem privaten Auto, in dem

geraucht wird, als Teenager aus höheren sozialen

Schichten. Für den DAK-Präventionsradar

hat das IFT-Nord in Kiel im Schuljahr 2024/2025

mehr als 26.500 Schülerinnen und Schüler in

14 Bundesländern befragt. Die Daten zeigen:

32 Frühgeborene 1 · 2026


Kurz & knapp

!

Schulkinder, die Passivrauch im Auto ausgesetzt

sind, konsumieren häufiger selbst Nikotinprodukte.

Experten warnen vor Gesundheitsrisiken

und einer frühen Nikotinabhängigkeit

junger Menschen. DAK-Vorstandschef Storm

und Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin

von der Decken fordern daher ein Rauchverbot

im Auto bei Anwesenheit von Minderjährigen

und werben um mehr Aufmerksamkeit im

privaten Umfeld zum Schutz von Kindern und

Jugendlichen.

Quelle: https://www.dak.de/presse/bundesthemen/

kinder-jugendgesundheit/tabakrauch-im-auto-belastetmehr-als-750-000-kinder-und-jugendliche_161970

Neuer Ratgeber zu Steuerfragen

Ab sofort steht das bewährte Merkblatt des

bvkm wieder als aktuelle barrierefreie Online-

Version zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der jährlich aktualisierte Ratgeber gibt

Steuertipps für Familien mit behinderten Kindern

und folgt Punkt für Punkt dem Aufbau der

Formulare für die Einkommensteuererklärung

2025. Berücksichtigt sind die Erhöhung des

Kinderfreibetrages sowie des Grundfreibetrags.

Auf die Erhöhung der Pendlerpauschale zum 1.

Januar 2026 geht der Ratgeber ebenfalls ein.

Quelle: https://bvkm.de/wp-content/uploads/2026/01/

PM_bvkm_Steuermerkblatt_2026.pdf

HPV Impfung schützt vor Krebs

Seit 2007 ist die Impfung gegen Humane-Papillomviren

(HPV) in Deutschland zugelassen. Um

nachweisen zu können, dass sie Gebärmutterhalskrebs

verhindert, bedarf es langer Beobachtungszeiträume,

denn Krebserkrankungen

entstehen langsam. Zwei Übersichtsarbeiten

und eine jüngst veröffentlichte Bevölkerungsstudie

fassen nun die bisherigen Studiendaten

zusammen. Sie belegen: Die Impfung ist sicher

und kann das Risiko von Gebärmutterhalskrebs

deutlich reduzieren – besonders bei Frauen, die

in jungen Jahren geimpft wurden. In Deutschland

empfiehlt die Ständige Impfkommission

die Impfung für Mädchen und Jungen zwischen

neun und 14 Jahren. Bis zum 18. Geburtstag

kann sie auf Kosten der Gesetzlichen Krankenkassen

nachgeholt werden. Ausführliche Infos

dazu hat das DKFZ hier veröffentlicht.

Quelle: https://www.krebsinformationsdienst.de/krebsvorbeugen/hpv-impfung

Fast Food und Softdrinks mit gefährlichen

Nebenwirkungen

Eine aktuelle Übersichtsarbeit zu ultraverarbeiteten

Lebensmitteln (UPF) und Kindern fasst

Erkenntnisse aus aller Welt zusammen, die

belegen, wie der steigende UPF-Konsum die

Ernährung, Gesundheit und das Wohlbefinden

von Kindern beeinträchtigt. Die Arbeit liefert

starke Hinweise darauf, dass der UPF-Konsum

bei Kindern mit einer schlechten Ernährungsqualität,

Übergewicht und Adipositas sowie

Karies einhergeht. Immer mehr Forschungsergebnisse

bringen den UPF-Konsum bei Kindern

zudem mit Unterernährung, Mikronährstoffmangel,

psychischen Problemen, Stoffwechselveränderungen

und einem erhöhten Risiko für

chronische Erkrankungen im späteren Leben

in Verbindung. Diese Erkenntnisse bilden die

Grundlage für die Forderung bzw. Entwicklung

von stärkeren rechtlichen Maßnahmen und

Richtlinien, um dem Anstieg von UPF in der

Ernährung von Kindern entgegenzuwirken. Ziel

ist es, das Ernährungsumfeld von Kindern zu

schützen und ihre Rechte über kommerzielle

Interessen zu stellen.

Quelle: https://knowledge.unicef.org/resource/ultra-processed-foods-and-children-state-art-review

Frühgeborene 1 · 2026

33


Erhältlich im

Naturkostfachhandel und

im Sonett Online-Shop.

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Anbau. Sonett Produkte sind zu 100 % biologisch abbaubar, effizient in der

Anwendung und äußerst sparsam im Gebrauch. | www.sonett.eu Sonett – so gut.


Erfahrungsberichte


Erfahrungsberichte

Ich habe ein erfülltes, glückliches

und gesegnetes Leben

Ich wurde 1960 nach 24+ 6 SSW zu früh geboren.

Ich war 34 cm klein und habe 1080

Gramm, später 860 Gramm gewogen und

musste 18 Wochen im Inkubator verbringen.

Meine Eltern durften mich in diesen 18 Wochen

nur durch eine Scheibe anschauen… Kein

Kontakt… Gott sei Dank bekam ich die abgepumpte

Muttermilch meiner Mutter.

Auch ich war eine Kämpferin, und ich bin mir

absolut sicher, dass ich es nur durch die Liebe

meiner Eltern, hier insbesondere die seelische

Verbindung zwischen meiner Mutter und mir,

geschafft habe, zu überleben.

Meine Mutter und ich hatten von Anfang an

eine intensive Bindung und Beziehung zueinander,

und ich war die ersten Jahre sehr auf sie

fixiert und habe überhaupt nicht wahrgenommen,

dass da auch noch eine ältere Schwester

ist (9 Jahre älter), die auch ein Anrecht auf

unsere Mutter hat.

Ich hatte einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus,

und so manche Nacht ist meine Mutter

mit mir auf dem Arm durch die Wohnung

gelaufen, weil ich nicht schlafen konnte und geweint

habe. Als ich ungefähr sechs Monate alt

war, stellten meine Eltern fest, dass etwas mit

meinen Augen nicht stimmt und haben einen

Augenarzt aufgesucht. Dieser sagte ihnen, dass

ich blind sei.

Nach Rücksprache mit dem Krankenhaus wurde

meinen Eltern gesagt, dass ich im Inkubator

zu viel Sauerstoff bekommen hätte und dadurch

meine Sehnerven zerstört wurden, aber:

„Sie wollten ja ein Kind, das lebt! Und außerdem

müssen Sie damit rechnen, dass ihr Kind

nicht laufen können, nicht sprechen können

und eine geistige Behinderung haben wird.“

Meinen Eltern wurde hier der Boden unter den

Füßen weggezogen, und sie wurden mit alldem

völlig alleine gelassen. Meine Mutter hatte ihr

ganzes Leben lang Schuldgefühle deswegen.

Sie hat aber von Anfang an versucht, mich

nach ihren Möglichkeiten zu fördern und mich

selbstständig werden zu lassen.

Als kleines Kind spielte ich mit anderen Kindern

vor dem Haus draußen, bin alleine mit meinem

kleinen Fahrrad auf dem Weg vor unserem

Haus gefahren (dass ich dabei auch mal in die

Büsche oder auf den Rasen gefahren bin, tat

meiner Freude keinen Abbruch), ich bin Rollschuhe

gelaufen, habe mit anderen Kindern

verstecken gespielt und so weiter.

Das war für meine Mutter bestimmt nicht so

einfach, mich mit anderen Kindern draußen

spielen zu lassen, aber sie hat es getan, mich

aber auch immer dabei im Auge behalten.

Damals war mir nicht bewusst, dass ich „anders“

bin als die anderen Kinder.

Meine Mutter wusste immer ganz genau, was

für mich gut oder nicht gut war.

Mit drei Jahren besuchte ich dann einen Kindergarten

für blinde und sehbehinderte Kinder

in Hamburg, danach die Vorschule und dann

die Grundschule. In den ersten Jahren war

auch ich ein sehr ängstliches und schüchternes

Kind, hatte aber keinerlei Therapien. So etwas

36 Frühgeborene 1 · 2026


Erfahrungsberichte

gab es damals gar nicht. Die erste Klassenreise

in der Grundschule war für mich eine Strafe,

und ich hatte sehr großes Heimweh.

Nach der Grundschule besuchte ich mit meiner

sehbehinderten Freundin und anderen Kindern

für zweieinhalb Jahre das Heinrich-Hertz-Gymnasium

in Hamburg. Dort wurde 1972 der erste

„Modellversuch“ mit blinden Kindern gestartet,

diese zusammen mit sehenden Kindern

in einem Klassenverband zu unterrichten. Das

war für mich eine ganz wichtige Zeit; hatte ich

doch das Gefühl, nun endlich auf eine „normale“

Schule zu gehen. In unserer Klasse waren 36

Kinder, und meine Freundin und ich waren in

die Klassengemeinschaft voll integriert. Leider

gab es damals noch nicht so viele Hilfsmittel,

wie das heute der Fall ist. Es musste viel zu

Hause nachgearbeitet werden.

Nach den zweieinhalb Jahren wechselte ich

dann zur Realschule und danach besuchte ich

die Handelsschule der Schule am Borgweg.

Danach habe ich 41 Jahre lang in der Stadtverwaltung

unserer Stadt in mehreren Bereichen

Vollzeit gearbeitet. Ich war auch in der Schwerbehindertenvertretung

unserer Stadt aktiv.

In diesem Jahr, 2026, bin ich seit fünf Jahren

eine glückliche Rentnerin, die jeden Tag das

Gefühl hat, Urlaub zu haben und ihr Leben in

vollen Zügen genießt. Gesundheitlich habe ich

keinerlei Beeinträchtigungen.

Meinen Haushalt erledige ich selbstständig

alleine. Für das Einkaufen nutze ich eine App

oder die Begleitung von Freundinnen, wenn

diese auch etwas erledigen müssen. Widersprechen

möchte ich der Aussage, das Frühgeborene

immer ihr ganzes Leben lang mit den

Auswirkungen zu kämpfen haben. In manchen

Fällen mag das sein, aber es ist sicher nicht bei

allen so.

Auch dass sich einige Institutionen anmaßen,

den Müttern einzureden, eine zu enge Beziehung

zu ihrem Kind zu haben, sollte man

kritisch hinterfragen und immer als Mutter den

eigenen Instinkten und dem eigenen Gefühl

vertrauen. Denn wer kennt sein Kind besser als

die eigene Mutter?

Eine enge und tragfähige Beziehung zwischen

Mutter und Kind ist das Fundament für ein

ganzes Leben und entwickelt sich im Laufe

des Lebens eines Kindes ganz natürlich immer

weiter.

Meine Familie und ich haben alle Herausforderungen

zusammen wunderbar gemeistert.

Mein Blindsein habe ich sehr schnell akzeptiert

und nur ganz selten nach dem Warum gefragt

oder damit gehadert.

Allen, die mich auf meinem Lebensweg begleitet

haben, und hier insbesondere meiner

lieben Mutter und meine gesamte Familie,

danke ich sehr oft, auch im Stillen, von ganzem

Herzen. Ich habe ein erfülltes, glückliches und

gesegnetes Leben.

Christiane Brämer

Social Media

Hier sind wir zu finden

d @bundesverband_fruehgeborene

F www.facebook.com/fruehgeborene

Als Follower auf unseren

Social Media- Kanälen

bleibt ihr immer informiert!

Frühgeborene 1 · 2026

37


Unser Info-Board

austauschen| Kontakte knüpfen | netzwerken

Eltern für Umfrage gesucht?

Ihr braucht noch Feedback von Betroffenen

für eine wissenschaftliche

Studie?

Auch dieses Anliegen findet Platz auf

unserem neuen Info-Board :)

Schreibt uns einfach eine Mail mit allen

relevanten Eckpunkten an

info@fruehgeborene.de

Du suchst andere Betroffene

zum Austausch in deiner

Region? Dann schicke uns

doch gerne eine Nachricht, die

wir hier veröffentlichen und

bestenfalls melden sich dann

schon bald Interessierte auf

deine Nachricht...

Kontakt: info@fruehgeborene.

de

Austausch in SÜW gesucht!

Hallo, wir sind eine kleine, glückliche

Familie mit einem 27Wochen Frühchen,

mittlerweile 1,5 Jahre alt. Unsere Tochter

ist gleichzeitig zu krank & zu gesund als

dass es uns möglich wäre, uns irgendwo

einzuordnen, daher fällt es uns oft

schwer Kontakte zu knüpfen, die halten.

Wir suchen daher Familien, denen es

ähnlich geht für Austausch, nette Treffen,

kleine Ausflüge etc. miteinander. Wir

wohnen im Landkreis SÜW und freuen

uns auf alles was kommt.

Kontakt: 0151-53307959

Aufbau Regionalstelle Würzburg

Wer könnte sich denn vorstellen, in

Würzburg eine Anlaufstelle mit aufzubauen?

Viele Grüße, Michaela Götz

Kontakt: micha.shana.goetz@web.de


Erfahrungsberichte

Es gibt immer Wunder, man muss nur

ganz fest daran glauben!

Es war eine Risikoschwangerschaft, die Cerclage

wurde schon im ersten Trimenon gelegt. Montags

das erste CTG beim Frauenarzt, alles war

super. Dann kam der 10.09.2024, der morgen

fing mit leichten Rückenschmerzen an. Am

Abend waren es starke Wehen mit Abständen

von 3-5 Minuten, wir fuhren ins Krankenhaus.

Erste Lungenreife-Spritze wurde gespritzt. Mit

allen Mitteln wurde versucht die Geburt aufzuhalten

und die Wehen zu stoppen, nichts half.

Meine Entzündungswerte lagen bei 92 (in der

Schwangerschaft höchstens bis 20 normal). Dies

hatte sich auch auf das Baby übertragen.

Am 11.09.24 dann die Entscheidung der Oberärztin,

Kaiserschnitt und zwar sofort. Wir benötigten

beide sofort Antibiotika aufgrund der

schlechten Werte. Da wuchs die Angst, Millionen

Gedanken, wird unsere Tochter gesund

sein, wird sie es schaffen, die Zeit reichte nicht

für die zweite Lungenreife Spritze welche Auswirkungen

hat es. Und plötzlich war sie da. Viel

zu früh, in der SSW 28+2 wurde unsere Tochter

Fiona Luise mit 40 cm und 1240 Gramm geboren.

Der erste Schrei, ein kurzer Moment der

Erleichterung, sie lebt!

Sofort wurde sie versorgt, ein kurzer Blick in

den Inkubator wurde mir ermöglicht danach

wurde sie auf die Neonatologie verlegt. Da lag

ich in meinem Zimmer. Neben mir eine Frau mit

ihrem Neugeborenen im Arm, ich alleine mit

meiner Angst um unsere Tochter.

7 Wochen verbrachte sie im Krankenhaus. Ich

machte täglich den Spagat zwischen zu Hause

bei der 3 jährigen Schwester und Krankenhaus

bei unserer Kämpferin. Tag für Tag machte sie

große Fortschritte. Von den Ärzten wurde sie

immer als „Vorzeige-Frühchen“ bezeichnet.

Wir hatten großes Glück. Sie war kerngesund,

ohne Probleme oder Beeinträchtigungen

musste sie einfach noch etwas reifen und

wachsen. Trotzdem war täglich die Angst da,

dass ihr etwas passieren könnte. Täglich plagte

das schlechte Gewissen egal bei welchem der

Mädchen ich war, das andere gerade „alleine“

lassen zu müssen.

Während der Krankenhauszeit habe ich einfach

nur funktioniert. Zusätzlich alle 2-3 Stunden abgepumpt,

jede Nacht den Wecker gestellt denn

Baby war ja keins da. Es war die schlimmste Zeit

meines Lebens, dennoch bin ich sehr stolz auf

uns und auf unsere Mädchen, wie tapfer und

stark sie das beide durchgestanden haben.

Dann kam endlich der große Tag, am

03.11.2024 durften wir unsere kleine Kämpferin

mit 2212 Gramm mit nach Hause nehmen.

Endlich waren wir alle vier beisammen, endlich

komplett! Doch dann kam auch der Alltag. Und

es kam irgendwann die Zeit zum nachdenken.

Und alles kam hoch, nichts hatte ich verarbeitet,

alles nur verdrängt. Erst jetzt wurde mir

bewusst, was da eigentlich passiert war.

Frühgeborene 1 · 2026

39


Erfahrungsberichte

Und ich möchte andere dazu ermutigen, es ist

keine Schande, sich Hilfe zu suchen, es ist wichtig

zu reden und alles aufzuarbeiten.

Eine Frühgeburt ist alles andere als schön, so

viele Dinge die einem genommen werden, so

viel Angst, Wut, Trauer, Fragen, Zweifel etc., die

entstehen. Aber ihr dürft nie den Glauben verlieren

denn es gibt immer Hoffnung!

Unsere Kleine ist heute 18 Monate alt. Selbst

die Ärzte sagen, es ist Wahnsinn, wie schnell

sie alles aufgeholt hat, denn sie ist sowohl körperlich

(Größe und Gewicht) als auch von ihrer

gesamten Entwicklung her auf dem gleichen

Stand bzw. teilweise sogar weiter entwickelt

wie Gleichaltrige Reifgeborene.

Ich möchte anderen Eltern Mut machen mit

unserer Geschichte. Es war ein viel zu früher

Start ins Leben und doch hat diese frühe Geburt

ihr Leben gerettet und es gibt immer Wunder,

man muss nur ganz fest daran glauben!

Nach jedem Sturm kommt ein Regenbogen

– egal, wie lange er braucht...

Unser Sohn Ayato kam bei 24+4 Schwangerschaftswochen

zur Welt.

Am 15.08. früh morgens wurden wir mit dem

Rettungswagen in die Klinik gebracht – Verdacht

auf einen Blasensprung. Leider bestätigte

sich dieser. Von da an hieß es: liegen, aufstehen

nur noch für den Weg ins Badezimmer,

warten. Hoffen.

Am späten Abend begannen Blutungen. Es ging

in den Kreißsaal, Dauer-CTG, Antibiotika.

Meine Werte wurden schlechter, auch die von

Ayato. Ich erinnere mich noch genau daran,

wie ich zur Hebamme sagte: „Ich halte diese

Ungewissheit nicht aus. Ich brauche klare Entscheidungen,

wie es weitergeht.“

Dann hieß es: Ayato muss jetzt geholt werden.

Und plötzlich ging alles viel zu schnell.

Das Gespräch mit dem Kinderarzt hat mich

zutiefst erschüttert. Zu hören, was passieren

kann, wenn ein Baby so früh auf die Welt

kommt. Die Frage, ob wir eine Maximalversorgung

möchten.

40 Frühgeborene 1 · 2026


Erfahrungsberichte

Die Worte über mögliche Schäden, über das

Risiko, dass er es vielleicht nicht schaffen könnte.Entscheidungen

über Leben und Überleben

treffen zu müssen – das war grausam.

Zwischen Angst und Hoffnung – die Zeit auf

der Neonatologie

Ich weiß noch, dass ich gezögert habe. Ich

konnte mich nicht freuen, aber auch nicht richtig

trauern. Ich war wie in einer anderen Welt.

Ich hatte Angst, Ayato anzufassen.

Am schwersten war es, ihn jeden Tag zurückzulassen.

Während man im Wochenbett eigentlich

kuschelt, ankommt und genießt, bin ich

jeden Tag über eine Stunde gefahren – nur um

zwei Stunden bei meinem Sohn sein zu können.

Der schlimmste Moment war eine Infektion.

Wir wollten Ayato gerade aus dem Bettchen

holen, als er plötzlich nicht mehr richtig atmen

konnte. Tiefe Sättigungsabfälle, hektische

Bewegungen – sogar die Ärztin musste sofort

dazukommen. Am Abend kam der Anruf: Sie

müssten ihn intubieren, um ihn zu stabilisieren.

Ob wir das möchten.

Angst, Machtlosigkeit und Hilflosigkeit begleiteten

mich täglich. Kurz kamen sogar Gedanken,

ob wir diesem kleinen Körper nicht zu viel zumuten.

Heute weiß ich: Diese Gedanken entstanden

aus purer Liebe und Verzweiflung.

Das ständige Auf und Ab war kaum auszuhalten

– ein Schritt nach vorne, zwei zurück. Erst als

Ayato vom CPAP auf High-Flow wechseln konnte,

hatte ich das Gefühl: Es geht voran.

Der Weg nach Hause

Der Tag der Entlassung war geprägt von großer

Freude, aber auch von Vorwürfen aus Teilen

der Familie, die diesen Moment überschatteten.

Deshalb ist dieser Tag bis heute mit gemischten

Gefühlen verbunden.

Der Alltag mit einem so zarten Baby und zwei

größeren Geschwistern war herausfordernd.

Sie liebten Ayato von der ersten Sekunde an,

doch da waren auch viele Termine und die

ständige Angst vor Infekten.

Heute

Heute ist Ayato weiterhin entwicklungsverzögert

und sehr anfällig für Infekte. Aber er ist

vor allem eines: ein freundlicher, lebensfroher

kleiner Junge. Er ist unser Sonnenschein.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich viel

stärker bin, als ich jemals dachte. Dass Vertrauen

wichtig ist. Und dass wir als Familie ein

starkes Team sind.

Meine Botschaft an andere Frühchen-Eltern

Fragt nach. Informiert euch. Seid für euren

kleinen Mini-Menschen da. Lasst alles Schlechte

draußen und geht mit guten Gedanken zu

eurem Kind – sie spüren mehr, als wir glauben.

Vertraut darauf, dass euer Kind seinen eigenen

Weg gehen wird und begleitet es dabei.

Nach jedem Sturm kommt ein Regenbogen –

egal, wie lange er braucht.

Michelle Rothbarth

Erfahrungsberichte gesucht!

Wir freuen uns über eure Beiträge rund

ums Thema Frühgeborene, die wir gerne

in dieser Rubrik abdrucken - auch anonym,

falls gewünscht. Egal, ob anfängliche

Akutphase, Kleinkindzeit, Schulphase oder

Pubertät - lasst uns wissen, was euch bewegt,

was euch Kraft gibt, was euch weitergeholfen

hat und vielleicht noch immer

hilft. Ihr wolltet schon immer mal über eure

Erlebnisse berichten? Dann schickt uns eine

entsprechende Mail mit dem Betreff Erfahrungsbericht

an info@fruehgeborene.de

Frühgeborene 1 · 2026

41


Erfahrungsberichte

Ein Vogel, der fliegen kann...

Ein Vögelchen, wie aus dem Nest gefallen, so

klein so zart. Mir wird ein Foto vom Krankenhausfotografen

überreicht, auf dem meine

Tochter im Inkubator zu sehen ist. Sie liegt

seitlich, eine Sonde, ein Herzpflaster. Ich solle

es immer

beim Abpumpen anschauen, das fördere den

Milchfluss.

Hier gelten Regeln, die mir neu sind. Sätze, die

ich vor ein paar Monaten nicht in meinem Kopf

hatte, wenn ich an die Zeit mit meinem erstgeborenen

Kind dachte.

„So stark, ein Hummelchen. Die Beine strampeln

immer, wenn Sie nicht da sind“, freut sich

die Schwester, wenn ich am Morgen nach der

Desinfektionsschleuse zum Inkubator gehe und

die Tür öffne.

Wörter und Begriffe, die ich neu lerne: Neonatologie,

Lungenreife, Känguruhen. „Sie haben

Glück, es ist ein Mädchen, die sind stärker.“ Ein

Satz, der mir Hoffnung gibt. Und von der Ärztin

gesprochen, die es ja wissen muss.

1070g, sehr klein und sehr leicht, VLBW. Ich

beginne, mir Abkürzungen zu merken. Arbeite

mich ein in Abläufe und Gewichtsdokumentationen

und mit jedem Tag werde ich geübter in

meinen Handgriffen. Es gibt so viel zu tun. Ich

strecke meine riesengroße Hand durch die Tür,

lege sie auf den Rücken und spüre die Fragilität.

Und auch die Kraft, den Atem, den Herzschlag.

Nach wenigen Tagen ist die Plastikfolie, die die

Haut schützt, nur noch eine surreale Erinnerung.

Das erste Mal Känguruhen ist Neuland. So

wie ich vor 10 Jahren als Backpackerin Australien

betreten hatte, ohne zu ahnen, dass die

Beuteltaktik mir und meiner Tochter Nähe in

einem sterilen Umfeld schenken würde. Stunden

voller Wärme, begleitet von einem leisen

Summton, der uns beide beruhigt. Passagen

aus ‚Märchen für mutige Mädchen‘ vorlesend.

Die Bradykardien, eine fiebrige Infektion, Bilirubin-Werte

– alles vergessen, wenn sich unser

Herzschlag synchronisiert. Piepsgeräusche,

Warnlaute und eilige Schritte gelten nicht für

uns, wenn die Flasche leergetrunken wird.

Nach 3 Wochen Neo, zuvor 3 Wochen präpartal

werden wir entlassen. Der Maxi-Cosi steht in

der Wohnung und ich schaue ungläubig auf uns

beide. Und uns drei. Man traut es uns zu.

Vor 19 Jahren war ich noch keine 30 und die

Gynäkologin scherzte, dass ich in Berlin den

Altersdurchschnitt gehörig nach unten korrigierte.

Während des 3. Ultraschalls war die

Unbekümmertheit schnell dahin. Kolleginnen

eilten herbei und ein Notfall wurde ausgerufen.

Dann eine viel zu lang dauernde fassungslose

Autofahrt ins Krankenhaus. Tage voller Verzweiflung,

Tränen und mit wenig Hoffnung.

Eine goldene Regel, die mich eine Hebamme

lehrte und die alles veränderte: an nichts als

ans Jetzt denken. Nicht an den kommenden

Tag. Nicht an die Wochen. Nicht an die Geburt.

Nicht an die Zeit danach. Sich ein Beispiel nehmen

am Straßenfeger, der Momo erklärt, dass

man sich nie die lange Straße vorstellen soll.

42 Frühgeborene 1 · 2026


Erfahrungsberichte

Stattdessen den Blick richten auf den kleinen

Abschnitt, der vor einem liegt. Und diesen mit

Hingabe fegen.

Und wenn man dann 19 Jahre später zurückschaut,

sieht man, was für Meilensteine sich

fast wie von allein ergeben haben: an der Brust

trinken, krabbeln, die ersten Schritte, eine große

Schwester sein, Kinderladen und Schule, ein

Schwimmabzeichen, erste Reisen allein, Gymnasium,

Freunde und Beziehungen, Bühnenauftritte,

Abitur, Führerschein, Auslandsreisen.

Und noch so viel mehr.

Ein Vogel, der fliegen kann.

Ira Lenz

Viel lief gut, aber Potenzial ist da...

Unsere kleine Maus kam ganze 13 Wochen

zu früh per Notkaiserschnitt auf die Welt. Der

Grund war eine Entzündung der Plazenta, die

unbemerkt blieb. Lediglich etwas weißlicher

Ausfluss, den mein Arzt als Pilzinfektion angetan

hat. (Tipp: Zweitmeinung, wenn euch das

komisch vorkommt!!!)

Die Kleine ist unser erstes Kind, daher wusste

ich nicht, dass die Krämpfe in der Nacht schon

die Wehen waren. Am Morgen ging es dann

also mit Notarzt und RTW ins dafür ausgestattete

Krankenhaus (etwa 24 km entfernt vom

Wohnort).

Dort angekommen wurde mitgeteilt, dass

bereits ein Fuß zu ertasten war und die Kleine

sofort geholt werden muss.

Sofort waren etwa 15 Menschen dabei, mich

umzuziehen, Zugänge zu legen, beruhigend auf

mich einzureden und noch eben Allergien abzufragen,

bevor ich schlafen gelegt wurde.

Als ich wach wurde, war da so ein leeres Gefühl.

Ich schluckte und, die anwesende Psychologin

sah mich an und nickte lächelnd. "Es ist

alles gut" und "Wie heißt sie denn?" fragte sie,

während sie mir das erste Foto unseres kleinen

Wunders in die Hand gab. Da traten mir Tränen

in die Augen, ich teilte den Namen mit und

fragte nach meinem Mann. Der war unterwegs

und traf kurz nach der Frage auch ein.

Wir wurden in das Familienzimmer auf der

Wöchnerinnenstation gebracht und nach fünf

Stunden war mein Wochenbett vorbei. Aufstehen,

abpumpen und zum Kind gehen.

Es folgten zwei lange Monate auf der Neointensivstation.

Für mich hieß es alle zwei

Stunden abpumpen für den Milchfluss, für die

Kleine kämpfen und wachsen. Glücklicherweise

hat unser kleiner Sonnenschein einen richtigen

Sturkopf. Sie ist ohne größere Komplikationen

einfach weiter gewachsen. Und hat immer,

wenn sie Veränderungen brauchte, dafür gesorgt:

Sie zog sich irgendwann ständig schreiend

ihren CPAP (Atemmaske) ab, sodass sie am

Frühgeborene 1 · 2026

43


Erfahrungsberichte

HighFlow (Nasenbrille) sein durfte. Natürlich

immer erst mit kurzen Einheiten, aber sie hat

den CPAP kontinuierlich abgezogen. Sie zog sich

irgendwann ständig die Sonde, sodass sie öfter

aus der Flasche trinken durfte, bis sie keine

Sonde mehr brauchte.

Bei allem, was so gut lief, war es für uns als

Eltern trotzdem schwer, sie dort immer liegen

zu lassen. Wir versuchten also so viel Zeit wie

möglich mit Känguru-Kuscheln, Vorlesen am

Inkubator usw. zu verbringen. Auch der Austausch

mit unseren Zimmernachbarn, die regelmäßigen

Gespräche mit der Psychologin oder

mit einigen Mitarbeitenden der Station haben

wirklich geholfen.

Viele hatten tröstende oder aufbauende Worte.

Aber dort ist es, wie überall sonst: Es gibt

die sozialen Menschen, die auch gern mit den

Eltern sprechen und ihnen Dinge zeigen, und

die, die einfach möglichst ohne viel Gerede

ihren Job machen möchten. An manchen Tagen

hat mich das echt getroffen, gerade wenn dann

das Gefühl aufkam, man nervt nur oder macht

nichts richtig... Das war etwas schade, denn so

sehr ich auch verstehe, dass nicht jeder Lust

auf Elterngespräche hat... Gehört das doch gerade

auf der Neo-Intensivstation mit zum Job?

Nach 1,5 Monaten kam der große Tag: Der Umzug

auf die Neugeborenenstation! Dort haben

wir gelernt, auf unser Kind zu achten und nicht

bloß auf den Monitor. Das war vorher gar nicht

so bewusst, das da so eine "Abhängigkeit" da

ist. Aber es hat geklappt. Und nach weiteren

zwei Wochen durften wir nach Hause. Das war

ein sehr besonderer Tag. Und an der Stelle bin

ich sehr dankbar, das unser Kind keinen Anteil

der Entzündung abbekommen hat. Sondern

einfach gewachsen ist!

Leider gab es wenig Angebote zur Nachsorge,

gerade bzgl. Psyche der Eltern. So kämpfe ich

immer noch mit diesem plötzlichen "Verlust"

vom dritten Trimester und den Dingen, die

man da so tut. Damit, dass ich nicht so gebären

konnte, wie ich wollte. Dass ich kein Wochenbett

hatte. Dass ich nicht stillen konnte und

kann... Da wäre wirklich viel Potenzial, dieser

Belastung noch mal anders zu begegnen. So

muss ich das jetzt zusätzlich irgendwie bewältigen,

neben den ganzen Terminen, die für ein

Frühchen halt so anstehen.

Was im Nachhinein auch zweifelhaft war,

waren die ganzen Informationen, die man erst

aus dem Entlassungsbrief erhalten hat: So

wurde uns beispielsweise nicht mitgeteilt, dass

die kleine Maus bei Geburt keinen Herzschlag

mehr hatte und reanimiert wurde. Das wäre

etwas, das ich doch gern irgendwann vorher

in den zwei Monaten mal erfahren hätte, statt

plötzlich mit dieser Information alleine Zuhause

zu sitzen.

Also: Viel lief gut, aber Potenzial ist da. Daher

würde ich sagen, als Lehre oder Tipps:

• Fragt vorher schon mal, wie die Geburt war,

wenn ihr das wissen möchtet.

• Schämt euch nicht, die Akte/Kurve zu verlangen

und zu lesen: Es ist euer Kind! Fragt nach,

wenn ihr etwas in der Kurve lest, was keiner

euch gesagt hat.

• Nehmt es dem Personal nicht übel, wenn sie

"nur" ihren Job machen und keine Lust auf

Gespräche haben.

• Nehmt euch Hilfe, wenn ihr merkt, dass ihr

Hilfe braucht. Das heißt nicht, dass man

schwach ist, sondern stark für sein kleines

Wunder sein möchte!

• Vergleicht euch nicht mit anderen, ihr und

euer Kind seid einzigartig!

• Frühchenvereine machen ganz wunderbare

Arbeit, Unterstützung gibt's dort auf jeden

Fall auch – vergesst aber nicht, zurück zu

unterstützen, wenn ihr könnt!

44 Frühgeborene 1 · 2026


Frühgeborene e.V.

Unsere Nummer gegen

Frühchen-Kummer

Beratungserfahrene Mütter sind montags,

dienstags, donnerstags und freitags in der

Zeit von 9 Uhr bis 13 Uhr und mittwochs

in der Zeit von 16 Uhr bis 20 Uhr zu erreichen,

können oft sofort einen ersten Rat

geben oder an Experten verweisen.

kostenfreie Service-Nummern

für Anrufe aus Deutschland und Österreich

D 0800 – 875 877 0

Au 0800 - 878 877

App für Geschwister

Hallo Frühchen

Die App „Hallo Frühchen“ wurde vorrangig

für Kinder im Vorschulalter konzipiert. Sie

informiert auf kindgerechte Weise anschaulich

sowie erzählerisch über das Thema

Frühgeburt. Damit trägt sie ergänzend

dazu bei, dass Geschwister, aber auch ehemals

zu früh geborene Kinder selbst, ein

besseres Verständnis für die erlebte besondere

Anfangssituation entwickeln können.

Entwickelt wurde die App im Auftrag des

Bundesverbandes Frühgeborene e.V. von

KIDS interactive - der Agentur für junge

Medien mit Sitz in Erfurt.

Die App steht zum kostenlosen Download

für die Betriebssysteme iOS, Android und

Windows zur Verfügung.

Mit freundlicher Unterstützung der

BARMER

Unterstützt durch die Patenschaft von

Experten-Sprechstunde

Information & Aufklärung rund um

entwicklungsrelevante Themen

aktuelle Termine

Kostenfreies

Eltern-Webinar

Frühgeborene 1 · 2026

45


Erfahrungsberichte

Unsere Geschichte zeigt: ein guter

Verlauf ist möglich

Unsere Tochter wurde im März 2023 völlig unerwartet

bei 25 + 6 Schwangerschaftswochen

geboren. Sie wog nur 845 Gramm und war 35

Zentimeter groß. Die Geburt erfolgte spontan

aufgrund eines Amnioninfektionssyndroms –

nichts deutete im Vorfeld darauf hin, und wir

wurden von der Situation vollkommen überrascht.

Nach der Geburt wurde unsere Tochter intensivmedizinisch

auf der Neonatologie versorgt.

Glücklicherweise durften wir sie noch am

selben Tag besuchen, was für uns emotional

unglaublich wichtig war. Sie benötigte eine

Atemunterstützung mit CPAP und konnte

bereits nach vier Wochen auf High-Flow umgestellt

werden. Insgesamt hat sie eine wirklich

bemerkenswerte Entwicklung gezeigt: Zwei

Monate Krankenhausaufenthalt hat sie ohne

Komplikationen überstanden.

Für uns als Eltern war diese Zeit dennoch geprägt

von großen Ängsten, Unsicherheit und

einer enormen emotionalen Belastung. Was

uns sehr geholfen hat, war die Unterstützung

unserer Familie – und vor allem auch die positiven

Mutmachgeschichten anderer Eltern, die

gezeigt haben, dass gute Verläufe möglich sind,

selbst bei extrem frühen Geburten.

Nach zwei Monaten durfte unsere Tochter nach

Hause entlassen werden. Heute, kurz vor ihrem

dritten Geburtstag, ist sie ein völlig normal entwickeltes

kleines Mädchen. In manchen Bereichen

ist sie ihren gleichaltrigen Freunden sogar

voraus: Sie ist größer als viele andere Kinder,

motorisch sehr sicher und sprachlich weiterentwickelt

als manche Gleichaltrige. Dafür

empfinden wir eine tiefe Dankbarkeit.

Uns ist sehr bewusst, dass ein solcher Verlauf

bei einer so frühen Schwangerschaftswoche

keineswegs selbstverständlich ist. Genau deshalb

möchten wir unsere Geschichte teilen – in

der Hoffnung, anderen betroffenen Eltern in

einer sehr schweren Zeit Mut, Zuversicht und

Hoffnung zu geben.

Viel zu früh und viel zu klein, aber nicht allein...

Wir helfen weiter! Auch Du kannst helfen.

Mit einer Spende, die ankommt!

Unser Spendenkonto

SozialBank AG

IBAN: DE 53 3702 0500 0008 6250 00

Hier direkt

online spenden!

46 Frühgeborene 1 · 2026


Lesenswert


Lesenswert

Eine Handvoll Wunder

Mit einem Vorwort von unserer

Vorsitzenden Dr. med. Maria Hitzschke

Eine Handvoll Wunder — Alles über deinen Weg

als Frühchen – mit Platz für deine Erinnerungen

von Alina Stockhaus

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung ab 3 Jahrn

1. Auflage

Erscheinungsdatum: 09.03.2026

Verlag: Ernst Reinhardt Verlag

Seitenzahl: 32

ISBN: 978-3-497-03338-6

Preis: € 23,00

Direkt in

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Web-Shop

bestellen!

Manchmal beginnt das Leben früher als erwartet. Dieses Buch hilft frühgeborenen Kindern, ihren

besonderen Weg ins Leben zu verstehen – und mit den Eltern gemeinsam zu verarbeiten.

Liebevolle Texte und Bilder beschreiben die ersten Lebenswochen, medizinische Maßnahmen und

besondere Herausforderungen. Auf vielen Seiten ist Platz, um eigene Erinnerungen festzuhalten

und Fotos einzukleben: Denn jeder Beginn ist einzigartig. So wird für die ganze Familie deutlich,

was alle gemeinsam geschafft haben und wie viel Stärke in diesen besonderen Kindern steckt.

Alina Stockhaus, M.A., Schleswig, ist freiberufliche Illustratorin und Grafikdesignerin. Persönlich geprägt

ist ihre Arbeit durch die Geburt ihrer Tochter, die als Frühchen zur Welt kam. Aus dieser Erfahrung

entstand der Wunsch, ein Buch zu gestalten, das Familien mit einem ähnlichen Start begleitet

und an die Kraft und den Mut in dieser besonderen Zeit erinnert.

DER

SCHMALE

GRAT

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bestellen!

48 Frühgeborene 1 · 2026


Gut zu wissen

Õ


Õ

Gut zu wissen

Die "Goldene Stunde" in der Frühgeborenenversorgung

Die „Goldene Stunde“ (Golden Hour) bezieht

sich auf die ersten ein bis zwei Stunden nach

der Geburt, eine sensible Phase für die Mutter-

Kind-Bindung und Gesundheit, geprägt durch

ununterbrochenen Haut-zu-Haut-Kontakt, der

Ruhe, Wärme und den Herzschlag des anderen

spüren lässt. Diese Nähe fördert die emotionale

Entwicklung, stabilisiert Herzschlag, Atmung

und Blutzucker des Babys und erleichtert das

Stillen. Störende Eingriffe wie Baden oder Messungen

werden verzögert, was die natürlichen

Instinkte des Neugeborenen unterstützt (Self-

Attachment).

Der Begriff "Goldene Stunde" stammt ursprünglich

aus der Notfallmedizin, wo er die

ersten 60 Minuten nach einem Unfallereignis

bezeichnet. Er wurde in die Geburtshilfe übernommen

und bezog sich zunächst vor allem auf

die Behandlung von Frühgeborenen unmittelbar

nach der Geburt.

Warum ist die „Goldene Stunde“ so wichtig?

• Bindung und Sicherheit: Das Baby fühlt sich

durch den vertrauten Herzschlag und die

Wärme der Mutter sicher und geborgen,

was Stress reduziert und die emotionale

Bindung stärkt.

• Gesundheitliche Vorteile: Haut-zu-Haut-

Kontakt hilft, die Körpertemperatur, Herzund

Atemfrequenz des Babys zu stabilisieren

und senkt das Stresslevel.

• Erfolgreicher Stillstart: Der direkte Kontakt

fördert Reflexe, die das Baby zur Brust führen,

was den Beginn des Stillens erleichtert

und die Stillrate erhöht.

• Minimierung von Störungen: Untersuchungen

und medizinische Prozeduren werden

auf ein Minimum reduziert, um die ungestörte

Zeit zu schützen.

Was beinhaltet die „Goldene Stunde“?

• Haut-zu-Haut-Kontakt (Kangaroo Care): Das

Baby wird, oft nur mit einer Decke bedeckt,

direkt auf die nackte Brust der Mutter gelegt.

• Verzögerte Maßnahmen: Baden, Impfungen

oder Fußabdrücke werden aufgeschoben,

bis die erste Stillmahlzeit stattgefunden hat.

• Geduld und Ruhe: Die erste Stunde ist eine

Zeit des Kennenlernens und der Erholung

für Mutter und Kind, auch bei einem Kaiserschnitt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass

diese Maßnahmen mit einer besseren Wärmeregulierung

des Neugeborenen, geringerem

Stressniveau der Mutter und des Kindes sowie

längerfristig mit einer höheren Stillrate und

einer längeren Stilldauer in Verbindung gebracht.

Ist die „Goldene Stunde“ immer möglich?

Krankenhäuser und Geburtszentren streben

danach, diese Stunde zu ermöglichen, da sie

entscheidend für das Wohlbefinden von Mutter

und Kind ist.

Ausnahmen: Bei medizinischen Komplikationen

kann der Hautkontakt unterbrochen werden,

aber das Ziel bleibt, Mutter und Kind so schnell

wie möglich zu vereinen.

50 Frühgeborene 1 · 2026


Gut zu wissen

Õ

Die „Goldene Stunde“ legt den Grundstein

für eine gesunde Entwicklung und eine starke

Eltern-Kind-Beziehung, aber die Nähe und das

Bonding setzen sich über die ersten Tage und

Wochen fort.

Die "Goldene Stunde" in der Frühgeborenenversorgung

Bei der nachgeburtlichen Versorgung von

Frühgeborenen hat die "Goldene Stunde" noch

eine andere Bedeutung. Studien haben gezeigt:

Auch bei ihnen spielt diese erste Phase unmittelbar

nach der Geburt eine maßgebliche Rolle,

vor allem was weitere Prognosen betrifft.

Nur wenn in dieser sogenannten „Golden

Hour“ die Erstversorgungsmaßnahmen schnell

und kompetent durchgeführt werden können,

lassen sich insbesondere bei extrem unreif geborenen

Kindern irreversible Langzeitschäden

verhindern. Unterkühlung (Hypothermie) und

Unterzucker (Hypoglykämie) sind gefürchtete

Risiken für diese extrem unreifen Neugeborenen.

Einer US-Klinik gelang es, mithilfe einer

Qualitätsinitiative diese Problematik zu reduzieren.

Das evidenzbasierte, strukturierte

Protokoll für die ersten 60 Minuten nach der

Geburt zielt darauf ab, durch optimierte Atemwegsunterstützung,

Thermoregulation, Infektionsprophylaxe

und frühe Stabilisierung (Hautzu-Haut,

verzögerte Abnabelung) Morbiditäten

wie Hirnblutungen und BPD zu senken.

Quellen: Neonatologie Scan 2020; 09(03): 181

DOI: 10.1055/a-1078-3852

Reynolds RD, Pilcher J, Ring A, Johnson R, McKinley P.

The Golden Hour: care of the LBW infant during the first

hour of life one unit's experience. Neonatal Netw. 2009

Jul-Aug;28(4):211-9; quiz 255-8. doi: 10.1891/0730-

0832.28.4.211. PMID: 19592362.

Harriman TL, Carter B, Dail RB, Stowell KE, Zukowsky

K. Golden Hour Protocol for Preterm Infants:

A Quality Improvement Project. Adv Neonatal

Care. 2018 Dec;18(6):462-470. doi: 10.1097/

ANC.0000000000000554. PMID: 30212389.

Doyle KJ, Bradshaw WT. Sixty golden minutes. Neonatal

Netw. 2012 Sep-Oct;31(5):289-94. doi: 10.1891/0730-

0832.31.5.289. PMID: 22908049.

Zahlen & Fakten

Die

Kaiserschnittquote

lag

2024 in Deutschland

bei 34,11 %.

Im

Jahr 2024

kamen insgesamt

664.366

Kinder zur Welt.

661.591 davon

lebend.

49.485

dieser Kinder

wurden als

Frühgeborene vor

der 37.SSW geboren

*Quelle: Bundesauswertung AJ 2025 nach DeQS-RL PM-GEBH

Frühgeborene 1 · 2026

51


Jetzt Mitglied werden!

Gemeinsam für die Allerkleinsten!

Jedes Jahr kommen in Deutschland tausende Kinder zu früh zur Welt.

Für betroffene Familien beginnt damit eine herausfordernde Zeit

voller Sorgen, Fragen – aber auch Hoffnung.

Genau hier setzt der Bundesverband Frühgeborene e.V. an:

Wir stehen Familien mit früh- und risikogeborenen Kindern

zur Seite, geben Orientierung, vermitteln Austausch und vertreten

ihre Interessen in Politik und Gesellschaft. Doch unsere

Stimme wird stärker mit jeder Familie, die sich uns anschließt.

Warum Mitglied werden?

Gemeinschaft erleben

Mit anderen Betroffenen austauschen, die Deine Situation verstehen – ehrlich, einfühlsam und

auf Augenhöhe.

Wissen erhalten

Von fundierten Informationen, Beratungsangeboten und praxisnahen Materialien rund um

Frühgeburt, Nachsorge und Entwicklung profitieren.

Interessen vertreten

Gemeinsam setzen wir uns für bessere Versorgungsstrukturen, familienfreundliche Rahmenbedingungen

und mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit ein.

Netzwerk stärken

Unterstützt ein bundesweites Netzwerk aus Elterninitiativen, Fachkräften und Helfenden, das

Familien in einer sensiblen Lebensphase auffängt.

Eure Mitgliedschaft macht den Unterschied

Mit Eurem Beitritt helft Ihr nicht nur Eurer eigenen Familie, sondern auch vielen anderen. Ihr

stärkt unsere Arbeit langfristig und tragt dazu bei, dass Frühgeborene und ihre Familien die

Unterstützung bekommen, die sie verdienen.

Werdet Teil einer starken Gemeinschaft – für unsere Kinder. Für unsere Familien. Für eine bessere

Zukunft.

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Gemeinsam geben wir den Kleinsten eine laute Stimme.


Termine


Termine

Vorschau

Unsere Bilderserie

Walter Schels: Über|Leben

Teil 1-3

26.-27. März 2026

Münchner Symposium Frühförderung 2026

17.-19. Juni 2026

52. Jahrestagung GNPI in Mannheim

26.-27. September 2026

Forum Frühgeborene | Voneinander lernen -

miteinander wachsen | Interdisziplinäre Fachtagung

| Ernährung von Frühgeborenen in

Frankfurt/Main

21-24. Oktober 2026

66. DGGG-Kongress in München

15. November 2026

Welt-Frühgeborenen-Tag

Die Bilderserie begleitet sechs zu früh geborene

Kinder in regelmäßigen Abständen

seit ihrer Geburt mit der Kamera. Zum

ersten Mal wurden die Kinder während

der Akutphase auf der neonatologischen

Intensivstation fotografiert. Weitere Aufnahmen

folgten im Alter von zwei und fünf

Jahren. Entstanden sind beeindruckende

Aufnahmen, die wohl keinen Betrachter

unberührt lassen...

Walter Schels, geboren 1936 in Landshut,

ist ein leidenschaftlicher Erforscher der

menschlichen Physiognomie. Ihm geht es

darum, Wesen und Persönlichkeit eines

Motivs in der Fotografie sichtbar zu machen.

Bekannt wurde er mit Charakterstudien

von Künstlern und Politikern, von

Prominenten der Kultur- und Geisteswelt.

Für seine Arbeiten erhielt er u.a. den

»Hansel-Mieth-Preis«, die Goldmedaille

des Art Directors Club für Deutschland,

den »Lead Award« der Akademie für neue

Bildsprache und den »World Press Photo

Award«. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen

Ausstellungen im In- und Ausland

gezeigt. Mehr Infos zum Projekt

54 Frühgeborene 1 · 2026


Save the date!

Termine

Forum Frühgeborene

Voneinander lernen - miteinander wachsen!

GEMEINSAM FÜR DIE ALLERKLEINSTEN * GEMEINSAM FÜR DIE ALLERKLEINSTEN *

Interdisziplinäre Fachtagung

Ernährung von Frühgeborenen

am 26. und 27. September 2026

in Frankfurt am Main

Zusammenhänge verstehen

Probleme erkennen

Situationen einordnen

Eltern begleiten

Familien entlasten

Weitere Infos und Anmeldung

Impulsvorträge | Diskussionsrunden

Workshops | World Café

Eine Veranstaltung des Bundesverbandes Frühgeborene e.V.

Frühgeborene 1 · 2026

55


Überarbeitete Auflage

ELTERN AUF DER NEO-INTENSIVSTATION

Ein Feedback für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unsere zwischenzeitlich vergriffenes

Eltern-Feedback ist nach

einer Überarbeitung und inhaltlichen

Erweiterung um die

Themen Hygiene sowie Trauerund

Sterbebegleitung ab sofort

wieder im Online-Shop des

Bundesverbandes unter www.

fruehgeborene.de erhältlich.

ELTERN AUF DER

NEO-INTENSIVSTATION

Ein Feedback für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bundesverband

„Das frühgeborene Kind” e.V.

In Originalzitaten schildern

Eltern ihre persönlichen Erlebnisse

während der Akutphase

und geben einen ungewöhnlich

direkten Einblick in die Gefühlslage

von frisch betroffenen

Familien.

Die Broschüre ist nicht nur bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den neonatologischen

Stationen gefragt, sondern erfreut sich auch in der Pflegeausbildung großer Beliebtheit. Sie

kann unter https://shop.fruehgeborene.de/eltern-auf-der-neointenivstation-ein-feedback_

neoteam-01.htm bestellt oder unter https://www.fruehgeborene.de/fachdisziplinen/publikationen.htm

kostenfrei heruntergeladen werden.

Mit dem Oktopus durchs Liedermeer

Das Buch kann direkt in unserem Frühchen-Shop bestellt

werden.

Der Preis beläuft sich derzeit auf 15,00 Euro pro Stück zzgl.

Versandkosten, der zu 100% in die nächste Auflage dieses

schönen Liederbuchs fließt.

Gerne hat unser Verband die Erstauflage mit einem Testimonial

und einem Liedbeitrag unterstützt :)

Hier geht es direkt zum Liederbuch


Alltag & Familie


Alltag & Familie

Ungebetene Gäste im Haar: Läusezeit

in Kita & Schule

Plötzlich juckt es am Kopf und beim genaueren

Hinsehen zeigen sich kleine ungebetene

Gäste im Haar. Oh Schreck, ein Läusebefall!

Dieser kommt oft überraschend. Besonders

Kinder sind häufig betroffen. Kopfläuse sind

zwar lästig, aber kein Grund zur Panik. Wissen

und richtiges Handeln helfen schnell weiter.

Es beginnt meist harmlos. Das Kind kratzt sich

häufiger am Kopf, wirkt unruhig und dann der

Schreck beim Nachsehen. Kopfläuse! Gerade

bei Kindern sind die winzigen Krabbler schnell

unterwegs. So unangenehm der Gedanke ist:

Läuse sind kein Drama. Mit Ruhe, Wissen und

den richtigen Schritten lässt sich das Problem

gut lösen.

Kopfläuse sind kleine, flügellose Parasiten,

die ausschließlich auf dem menschlichen Kopf

leben. Sie werden nur wenige Millimeter groß,

sind grau bis bräunlich gefärbt und ernähren

sich mehrmals täglich von Blut aus der Kopfhaut.

Besonders wohl fühlen sie sich in warmen

Bereichen wie hinter den Ohren, im Nacken

oder an den Schläfen. Dort legen sie auch ihre

Eier ab, die sogenannten Nissen. Diese kleben

fest am Haaransatz und entwickeln sich innerhalb

weniger Tage zu neuen Läusen.

Am häufigsten betroffen sind Kinder im Kindergarten-

und Grundschulalter. Der Grund dafür

ist nicht mangelnde Hygiene, sondern der enge

Kontakt beim Spielen, Toben oder Kuscheln.

Kopfläuse werden fast ausschließlich durch

direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt übertragen. Sie

können weder springen noch fliegen. Außerhalb

des menschlichen Körpers überleben

Läuse nur ein bis zwei Tage, weshalb Haustiere

keine Rolle bei der Übertragung spielen.

Woran man einen Läusebefall erkennt

Das häufigste Anzeichen für Kopfläuse ist starker

Juckreiz. Dieser entsteht durch eine allergische

Reaktion auf den Speichel der Läuse, der

beim Blutsaugen in die Haut gelangt. Allerdings

tritt Juckreiz nicht immer sofort auf – besonders

bei einem erstmaligen Befall kann er erst

nach Tagen oder Wochen einsetzen. Deshalb

bleibt ein Läusebefall manchmal zunächst unbemerkt.

Neben Juckreiz können Rötungen, kleine Kratzwunden

oder nässende Stellen auf der Kopfhaut

auftreten. In seltenen Fällen kommt es zu

bakteriellen Infektionen, wenn sich die Haut

entzündet. Zur sicheren Diagnose reicht ein

bloßes Hinschauen oft nicht aus. Empfohlen

wird das gründliche Auskämmen der feuchten

Haare mit einem speziellen Läusekamm. Besonders

effektiv ist diese Methode in Kombination

mit einer Pflegespülung, da sich die Läuse

so schlechter festhalten können. Lebende

Läuse oder fest am Haaransatz haftende Nissen

sind ein eindeutiger Hinweis auf einen Befall.

Das ist nun zu tun

Wird ein Läusebefall festgestellt, sollte umgehend

gehandelt werden. In Apotheken sind

geprüfte Läusemittel erhältlich, die entweder

chemisch oder physikalisch wirken. Physikalische

Mittel umhüllen die Läuse und ersticken

sie, während chemische Präparate in ihr Ner-

58 Frühgeborene 1 · 2026


Alltag & Familie

Kopfläuse - lästig, aber harmlos

vensystem eingreifen. Entscheidend ist, das

Mittel exakt nach Packungsbeilage anzuwenden.

Ebenso wichtig wie die Erstbehandlung ist die

Wiederholungsbehandlung nach etwa 8 bis 10

Tagen. Sie stellt sicher, dass auch Läuse abgetötet

werden, die zwischenzeitlich aus den Nissen

geschlüpft sind. Zusätzlich sollte das Haar in

den folgenden zwei bis drei Wochen regelmäßig

nass ausgekämmt werden. So lässt sich ein

erneuter Befall frühzeitig erkennen.

Auch das Umfeld sollte berücksichtigt werden:

Bettwäsche, Handtücher, Mützen, Schals und

Kleidung, die engen Kontakt zum Kopf hatten,

sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen

werden. Nicht waschbare Textilien können für

drei Tage luftdicht verpackt oder alternativ für

kurze Zeit eingefroren werden. Kämme, Bürsten

und Haarspangen sollten gründlich mit heißem

Wasser und Seife gereinigt werden, damit

Nissen keine Chance haben.

Auf aggressive Reinigungsmittel oder groß

angelegte Desinfektionsaktionen in der Wohnung

kann verzichtet werden, da diese keinen

zusätzlichen Nutzen bringen. Alle im Haushalt

lebenden Personen sollten kontrolliert werden.

Eine Behandlung ohne nachgewiesenen Befall

ist jedoch nicht notwendig und wird nicht

empfohlen.

Es besteht Meldepflicht

In Kindergärten, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen

besteht eine Meldepflicht

bei Kopfläusen. Eltern sind verpflichtet, die

Einrichtung umgehend zu informieren, damit

andere Familien aufmerksam gemacht werden

können. Ziel ist es, weitere Ansteckungen zu

verhindern und den Befall möglichst schnell

einzudämmen.

Frühgeborene 1 · 2026

59


Alltag & Familie

Das betroffene Kind darf die Einrichtung in

der Regel wieder besuchen, sobald eine sachgerechte

Erstbehandlung durchgeführt wurde.

Eine ärztliche Bescheinigung ist meist nicht erforderlich,

die genauen Regelungen können jedoch

je nach Bundesland unterschiedlich sein.

Offenheit und eine sachliche Kommunikation

helfen, unnötige Ängste oder Stigmatisierung

zu vermeiden.

Umgang mit dem Thema und Prävention

Für viele Familien ist ein Läusebefall emotional

belastend. Scham oder Schuldgefühle

sind jedoch unbegründet. Wichtig ist, Kindern

ruhig zu erklären, was Läuse sind und warum

sie nichts mit „schmutzig sein“ zu tun haben.

Ein entspannter Umgang hilft, Ängste zu reduzieren

und die Behandlung stressfreier zu

gestalten. Zur Vorbeugung können lange Haare

im Alltag zusammengebunden werden. Regelmäßige

Kontrollen, besonders nach Bekanntwerden

eines Befalls in der Einrichtung, sind

sinnvoll. Absoluten Schutz gibt es jedoch nicht

– selbst bei größter Vorsicht kann es jederzeit

zu einer Ansteckung kommen.

Quellen:

pdf

Kopfläuse bei Kindern sind lästig, aber harmlos.

Sie lassen sich mit den richtigen Maßnahmen

zuverlässig behandeln. Entscheidend sind eine

frühe Erkennung, konsequente Anwendung

geeigneter Mittel und eine offene Kommunikation

mit Betreuungseinrichtungen. Mit Wissen,

Gelassenheit und Konsequenz lässt sich ein

Läusebefall schnell und effektiv in den Griff bekommen.(hm)

https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeitenund-Presse/Soziale-Medien/Posts/Kopflauese_Ratgeber.

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankeskind/kopflaeuse/behandlung/

https://www.gesundheit.gv.at/leben/lebenswelt/kindergarten/laeuse.html

https://www.deine-gesundheitswelt.de/krankheit-behandlung-und-pflege/laeuse-bei-kindern

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oder Sponsoren und Förderer?

Dann könnt ihr euer Engagement ab sofort mit

unserem Supporter-Button bspw. auf eurer

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Meldet euch bei Interesse einfach in unserer

Frankfurter Geschäftsstelle per Mail an info@

fruehgeborene.de oder telefonisch unter 069-

58700990.

Wir freuen uns über eure Nachrichten:)

60 Frühgeborene 1 · 2026


Alltag & Familie

Frühlingsanfang: zwischen Sonne

und Statistik

Es wirkt, als hätten wir den kalten Winter

überstanden, denn die Tage werden wieder

länger, die Sonne steht höher und die Natur

erwacht langsam. Doch der Start in den Frühling

richtet sich nicht immer nach denselben

Regeln. Wir erklären, warum das so ist und

welche Daten dabei zählen.

Die Tage werden länger, morgens ist es früher

hell, und die Temperaturen steigen langsam

an. Gleichzeitig taucht in den Nachrichten und

im Wetterbericht häufig eine Meldung auf: Der

Frühling hat begonnen! Das sorgt nicht selten

für Verwirrung. Denn je nachdem, welche Definition

man zugrunde legt, beginnt der Frühling

entweder bereits am 1. März oder erst um den

20. März. Beide Angaben sind korrekt. Sie beziehen

sich jedoch auf unterschiedliche Arten,

den Jahresverlauf einzuordnen.

Tatsächlich gibt es nicht nur einen Frühlingsbeginn.

Man unterscheidet vor allem den meteorologischen

und den kalendarischen bzw.

astronomischen Frühlingsanfang. Beide verfolgen

unterschiedliche Ziele und beruhen auf

verschiedenen Grundlagen.

Jedes Jahr gleich

Der meteorologische Frühling beginnt immer

am 1. März. Dieses Datum ist festgelegt und

ändert sich nicht von Jahr zu Jahr. Der Hintergrund

ist vor allem praktischer Natur. Für

die Auswertung von Wetter- und Klimadaten

braucht es klare, gleich lange Zeiträume. Meteorologen

teilen das Jahr in vier Jahreszeiten

ein, die jeweils drei volle Monate umfassen.

Der meteorologische Frühling besteht aus

März, April und Mai, der Sommer aus Juni, Juli

und August, und so weiter. Diese Einteilung erleichtert

statistische Auswertungen erheblich.

Meteorologen, Klimaforscher und Wetterdienste

müssen riesige Mengen an Daten

vergleichen wie Temperaturen, Niederschläge,

Sonnenstunden oder Extremwerte. Das funktioniert

deutlich besser, wenn Jahreszeiten immer

auf Monatsanfänge fallen und aus ganzen

Monaten bestehen. So lassen sich Mittelwerte,

Summen und Rekorde sauber berechnen und

über viele Jahre hinweg vergleichen.

Für den Alltag bedeutet das: Mit dem Beginn

des Monats März startet offiziell auch der meteorologische

Frühling – unabhängig davon, ob

draußen noch Schnee liegt oder bereits milde

Temperaturen herrschen. Gerade für langfristige

Klimabetrachtungen ist diese feste Regelung

unverzichtbar.

In Mitteleuropa passt dieser Zeitpunkt häufig

recht gut zur tatsächlichen Wetterentwicklung.

Anfang März nimmt die Sonneneinstrahlung

deutlich zu, und auch wenn es noch winterliche

Rückschläge geben kann, steigt die Durchschnittstemperatur

meist langsam an.

Tagundnachtgleiche im März

Der kalendarische, auch astronomische Frühlingsbeginn

richtet sich nicht nach festen

Monatsgrenzen, sondern nach der Stellung

der Erde zur Sonne. Er beginnt mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche,

auch Äquinoktium

Frühgeborene 1 · 2026

61


Alltag & Familie

genannt. An diesem Tag sind Tag und Nacht

nahezu gleich lang. Dieser Zeitpunkt fällt meist

auf den 20. März, kann aber auch auf den 19.

oder 21. März fallen. Ursache dafür ist, dass

ein Sonnenjahr nicht exakt 365 Tage dauert.

Zusätzlich beeinflussen Schaltjahre die genaue

Lage dieses Termins im Kalender. Für Deutschland

gilt zum Beispiel in diesem Jahr der 20.

März, 15:46 Uhr Mitteleuropäischer Zeit als

kalendarischer Frühlingsanfang.

Viele Kalender, Medien und offizielle Stellen

orientieren sich an diesem astronomischen

Ereignis, wenn sie den Frühlingsbeginn angeben.

Auch kulturell und historisch hat die

Tagundnachtgleiche eine große Bedeutung, da

sie einen klaren Wendepunkt im Jahresverlauf

markiert.

Darum gibt es zwei Frühlingsanfänge

Der Grund dafür, weshalb der Frühling zweimal

beginnt, ist einfach. Meteorologie und Astronomie

verfolgen unterschiedliche Ziele. Der meteorologische

Frühling ist ein Ordnungssystem

für Wetter- und Klimadaten. Er ist übersichtlich,

konstant und eignet sich ideal für Vergleiche

über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Der

kalendarische Frühling hingegen beschreibt ein

konkretes astronomisches Ereignis, das sich aus

der Bewegung der Erde um die Sonne ergibt. Er

ist naturwissenschaftlich exakt, aber nicht an

ein festes Datum gebunden.

Vereinfacht gesagt: Der eine Frühlingsbeginn

dient der Statistik, der andere beschreibt die

tatsächliche Position der Erde im Sonnensystem.

Wenn die Natur entscheidet

Neben diesen beiden Definitionen gibt es noch

den phänologischen Frühling. Dabei spielen

weder Kalenderdaten noch astronomische

Berechnungen eine Rolle. Stattdessen wird beobachtet,

wann bestimmte Pflanzen zu blühen

beginnen oder Tiere wieder aktiv werden.

Typische Anzeichen sind etwa die Blüte von Haselnuss

oder Obstbäumen. Der phänologische

Frühling beginnt nicht überall gleichzeitig. In

Städten setzt er oft früher ein als auf dem Land,

im Süden früher als im Norden und im Flachland

früher als im Gebirge. Auch von Jahr zu

Jahr kann es große Unterschiede geben. In milden

Wintern startet der phänologische Frühling

sehr früh, in kälteren Jahren deutlich später.

Ob der Frühling am 1. März oder erst zur Tagundnachtgleiche

beginnt, hängt davon ab, welche

Perspektive man einnimmt. Beide Definitionen

sind korrekt und erfüllen unterschiedliche

Zwecke. Der meteorologische Frühlingsbeginn

hilft dabei, Wetter und Klima systematisch

zu erfassen und vergleichbar zu machen. Der

kalendarische Frühling orientiert sich an astronomischen

Gegebenheiten und markiert einen

wichtigen Punkt im Jahreslauf. Der phänologische

Frühling schließlich zeigt, wie unterschiedlich

Natur auf klimatische Bedingungen

reagiert. Damit wird klar: Der Frühling beginnt

nicht an einem einzigen Tag, sondern auf verschiedene

Weise gleichzeitig.(hm)

Quellen: https://meteonews.ch/de/News/N14977/

Verschiedene-Fr%C3%BChlingsanf%C3%A4ngeim-%C3%9Cberblick

https://de.wikipedia.org/wiki/

Fr%C3%BChlingsanfang

https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2015/3/21.html

62 Frühgeborene 1 · 2026


Eltern fragen

?


?

Eltern fragen

Sollen wir die Frühgeburt in der

Schule ansprechen?

Unsere Tochter wurde vor 7 Jahren in der 29.

SSW geboren und hat sich, abgesehen von anfänglichen

unreifebedingten Anpassungsproblemen,

bisher gut entwickelt. Der niedergelassene

Kinderarzt war begeistert, wie schnell

sie körperlich und kognitiv zu reifgeborenen

Altersgenossen aufgeschlossen hat. Auch die

Schuleingangsuntersuchung hat sie unauffällig

gemeistert. Dennoch sind wir immer wieder

reflexhaft am überlegen, die Klassenlehrerin

prophylaktisch über den zu frühen Start unserer

Tochter zu informieren. Macht das Sinn?

Oder wäre das vielleicht sogar nachteilig? Wir

haben so viel über mögliche Herausforderungen

von Frühgeborenen im schulischen Kontext

gelesen, dass wir ständig in Sorge sind, ob

Themen wie Reizüberflutung, Konzentrationsund

Aufmerksamkeitsprobleme noch auf uns

zukommen.

Das lässt sich pauschal schwer beurteilen.

Wenn es bisher aber keine Anzeichen für Probleme

gibt, dann könnte es auch ratsam sein,

einfach wachsam zu begleiten und sich regelmäßig

ein Feedback der Lehrkräfte einzuholen.

Auch wenn anfangs kleine Frühgeborene wie

Eure Tochter statistisch ein erhöhtes Risiko für

entsprechende Probleme oder Auffälligkeiten

haben, heißt das noch nicht, dass diese Probleme

auch zwangsläufig auftreten werden.

Der niedergelassene Kinderarzt kann in diesem

Zusammenhang ein wertvoller Begleiter sein.

Er kennt die Vorgeschichte und kann bei sich

abzeichnenden Entwicklungsauffälligkeiten

beratend zur Seite stehen. Wenn die Lehrkraft

in Klassenleitungsfunktion vertrauensvoll über

die Sorgen der Eltern informiert ist, dann kann

auch aus dieser Perspektive noch einmal gezielter

nach sich abzeichnenden Auffälligkeiten

geschaut werden, ohne dass gleich zu befürchten

ist, dass vielleicht Defizite gesucht werden,

wo gar keine sind.

Wertvolle Informationen rund ums Thema

Schule sind auch auf unserer Webseite unter

https://www.fruehgeborene.de/familie/schule.

htm zu finden.

Auch ihr habt dringliche Fragen rund ums

Thema Frühgeborene, die wir in dieser Rubrik

veröffentlichen dürfen?

Wir beantworten euch diese mit Unterstützung

unserer Expert:innen im Wissenschaftlichen

Beirat des Bundesverbandes aus

den Bereichen Geburtshilfe, Neonatologie,

Nachsorge an dieser Stelle gerne anonym

und kostenlos.

Schreibt uns einfach per Mail mit dem Betreff:

"Eltern fragen" an

info@fruehgeborene.de

64 Frühgeborene 1 · 2026


Ein Gedanke,

M

der bleibt...

Manchmal sind die kleinsten Meilensteine ​die größten.

Momente der Ruhe, in denen nicht mehr ständig der

Alarmton des Monitors zu hören ist,

der Tag, an dem das Baby nicht mehr von Kabeln und

Schläuchen umgeben ist,

das erste Mal Kangorooing – Haut auf Haut,

der Moment, in dem das Baby zum ersten Mal die

Augen öffnet, wenn es eure Stimme hört...

Auf der NEO sehen Meilensteine ​anders aus.

Sie werden nicht immer mit Luftballons oder Baby-

Büchern gefeiert, sondern mit Tränen der

Erleichterung, Flüstern der Dankbarkeit und dem

leisem Aufatmen, nach einer langen Zeit des Luft

Anhaltens.

Jedes Gramm mehr ist ein Gewinn,

jedes mit der Zeit verzichtbare Kabel ein Geschenk,

jeder bewältigte Tag ein Wunder!


Das rentiert sich!

Deine Mitgliedschaft im Bundesverband bietet viele Vorteile und trägt dazu bei, dass unsere

Stimme für Frühgeborene und deren Familien ein bisschen lauter wird. Ausführliche Infos zur

Mitgliedschaft und ihren Vorteilen sind hier zu finden.

Werdet ein Teil von uns und macht gemeinsame Sache mit uns!


§

Impressum

Kontakt

Bundesverband Frühgeborene e.V.

Darmstädter Landstraße 213

60598 Frankfurt am Main

Telefon FIZ (069) 587 009 90

Montag-Freitag 9.00-13.00 Uhr

Mail: info@fruehgeborene.de

Webseite: www.fruehgeborene.de

Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende: Dr. med. Maria Hitzschke

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende: Britta Bruchhäuser

Herausgeber: Bundesverband Frühgeborene e.V.

Redaktionsteam: Katarina Eglin (ke), Ella Malomo (em), Helena Muhm (hm)

Lektorat: Jessica Franz, Helena Muhm

Gestaltung: Bundesverband Frühgeborene e.V.

Bilderverzeichnis

Titelfoto: © Ondroo - stock.adobe| S. 7 ©id-foto.de - stock.adobe | S. 21 ©Syda Productions - stock.adobe| S.

22 © Julia Suhareva - stock.adobe| S. ©HLPhoto - fotolia.com| S. 26 ©David Carillet - stock.adobe | S. 31 ©Marco2811

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IBAN: DE 53 3702 0500 0008 6250 00 | BIC: BFSW DE33 XXX

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