Der GUT ZUM HERZ FRÜHLING 2026
Das kostenfreie Community-Magazin für die Frühlingszeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Frühlingsgefühlen“ – mit Ideen für Aufbruch, Leichtigkeit und alltagstauglichen Impulsen. Gleichzeitig heißt es „Blutdruck – bewusst einordnen“: Wir geben Orientierung dazu, wie Werte verstanden werden können, teilen Anregungen für Bewegung und bewusste Pausen im Frühling und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.
Das kostenfreie Community-Magazin für die Frühlingszeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Frühlingsgefühlen“ – mit Ideen für Aufbruch, Leichtigkeit und alltagstauglichen Impulsen. Gleichzeitig heißt es „Blutdruck – bewusst einordnen“: Wir geben Orientierung dazu, wie Werte verstanden werden können, teilen Anregungen für Bewegung und bewusste Pausen im Frühling und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.
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DER
GUT ZUM
Das Magazin zur Jahreszeit
HERZ
Frühling
Hauptausgabe Frühling 2026 | Kostenfrei für unsere Community
2026
Blutdruck
Bewusst
einordnen
Frühling 2026 | Aktualisiert am 18. April 2026
Wenn Herzen sich berühren
Zwischen Herzklopfen und Herzensruhe
EDITORIAL
Guten Tag, liebe
Leserinnen und Leser,
wenn der Frühling lauter
wird als der Winter und die
ersten warmen Tage uns nach
draußen locken, beginnt
eine Zeit des Aufbruchs, der
Nähe und der neuen Aufmerksamkeit
für das, was
uns guttut. Diese Ausgabe begleitet
Sie mit Orientierung,
alltagstauglichen Impulsen
und Erfahrungen aus unserer
Community – verständlich,
nahbar und mit Blick auf das
echte Leben.
„Wenn Herzen sich berühren“
ist für uns mehr als ein
schöner Titel. Er erzählt von
Begegnungen, von Vertrauen,
von kleinen und großen Momenten,
in denen Menschen
sich aufgehoben fühlen. Gerade
im Frühling wächst bei
vielen der Wunsch, wieder
mehr in Bewegung zu kommen,
Kontakte zu pflegen,
Licht und Luft zu genießen
und das Leben bewusster
wahrzunehmen. Doch zwischen
Herzklopfen und Herzensruhe
liegt oft auch die
Frage: Was tut mir wirklich
gut – und worauf sollte ich
achten?
Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe
ist daher das Thema
Blutdruck. Viele Menschen
kennen ihre Werte, aber nicht
immer ist sofort klar, wie sie
einzuordnen sind und was
sie im Alltag bedeuten. Wir
möchten dazu beitragen, Zusammenhänge
verständlich
zu machen, Fragen zu sortieren
und Anregungen für den
eigenen Weg zu geben. Nicht
mit erhobenem Zeigefinger,
sondern mit ruhiger Sprache,
praktischer Orientierung und
dem Wissen, dass jeder Alltag
anders aussieht.
Daneben richtet diese Frühlingsausgabe
den Blick auf
das, was Herz und Seele leichter
macht: auf Nähe, Lebensfreude,
Bewegung, bewusste
Pausen und kleine Rituale,
die Halt geben. Unsere Beiträge
zeigen, wie wohltuend
es sein kann, auf die eigenen
Bedürfnisse zu hören, Gewohnheiten
neu zu betrachten
und den Frühling als Einladung
zu verstehen – nicht
zur Perfektion, sondern zu
mehr Achtsamkeit.
Auch in dieser Ausgabe finden
Sie wieder Erfahrungen
aus unserer Community. Sie
zeigen, wie unterschiedlich
Wege sein können und wie
viel Kraft darin liegt, sich verstanden
zu fühlen. Niemand
muss alles sofort verändern.
Oft sind es die kleinen Schritte,
die tragen: ein Spaziergang,
ein gutes Gespräch, ein
Moment der Ruhe, ein neuer
Blick auf den eigenen Körper.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende
Frühlingszeit mit
guten Gedanken, berührenden
Momenten und hilfreichen
Impulsen. Nehmen Sie
mit, was zu Ihnen passt und
sprechen Sie neue Routinen
im Zweifel mit Ihrer Ärztin
oder Ihrem Arzt ab.
Herzlichst,
Ihr Matthias Jung und das
GUT ZUM HERZ-Team
2
GLEICH VORWEG
Ich bin Betroffener, kein Arzt
oder Heilpraktiker, und verfüge
über keine medizinische
Ausbildung. Vor etwa
20 Jahren erlitt ich einen
Herzinfarkt und lebe
seitdem mit einer koronaren
Herzerkrankung.
Im Jahr 2004 wurde bei
mir das „Metabolische
Syndrom“ diagnostiziert.
Seitdem beschäftige
ich mich intensiv mit den
Risikofaktoren, die zu diesem
Krankheitsbild beitragen.
Nach Einschätzung meiner behandelnden
Ärzte kann eine gute
Kontrolle des metabolischen Syndroms
das Risiko für einen weiteren
Herzinfarkt verringern. Zusätzlich wird
von ärztlicher Seite betont, dass die Reduktion
von Stress das allgemeine Wohlbefinden
fördern und sich positiv auf die
Lebensqualität auswirken kann.
Allen, die von diesen Erkrankungen betroffen
sind, sollte bewusst sein, dass eine vollständige
Genesung meist nicht möglich ist. Medikamente
bleiben in der Regel notwendig, und die kontinuierliche
Arbeit an den persönlichen Risikofaktoren
begleitet einen dauerhaft.
Wenn ich hier über medizinische Aspekte schreibe
oder spreche, gebe ich sinngemäß die Aussagen
meiner behandelnden Ärzte wieder. Ich erteile
keine medizinischen Ratschläge und gebe keine
Versprechen hinsichtlich einer Heilung oder Verbesserung
des
Gesundheitszustandes
ab.
Mein Ziel ist es,
meinen persönlichen
Weg zu schildern:
was mir geholfen
hat und was bei mir
weniger wirksam war.
Darüber hinaus stellen wir
Produkte und Dienstleistungen
vor, die den Alltag mit dieser Erkrankung
erleichtern oder angenehmer
gestalten können.
Viele Maßnahmen, die bei bestehenden
Herzerkrankungen angewendet werden, können
nach ärztlicher Erfahrung auch zur Förderung
der Herzgesundheit beitragen. Es handelt sich hierbei
jedoch um individuelle Erfahrungen, die nicht
verallgemeinert werden können und keinesfalls
eine ärztliche Beratung ersetzen.
WICHTIG: GUT ZUM HERZ ist für seine Community
kostenfrei. Zur Finanzierung werden im Magazin
Produkte und Dienstleistungen vorgestellt, die
klar und transparent im blauen Rahmen als »WER-
BUNG« oder »ADVERTORIAL« gekennzeichnet
sind. Unsere eigene Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
Ihr Matthias Jung
Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss hier.
Impressum
»Der GUT ZUM HERZ Frühling 2026« ist ein Projekt vom JUNG & JUNG Verlag und wird veröffentlicht auf den Portalen von eMagazin.digital
JUNG & JUNG Verlag GbR | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main | Telefon: 0 60 27 – 97 97 60 | Telefax: 0 60 27 – 97 97 -61
E-Mail: office@jungundjungverlag.de | Rechtsform: JUNG & JUNG GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) Umsatzsteuer-ID: DE 322021744
Herausgeber und verantwortlicher Dienstanbieter (§ 5 DDG): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV / Presserecht (V.i.S.d.P.): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Ideen, Inszenierung, Layout und technische Umsetzung: JUNG & JUNG Verlag | Fotos: Matthias Jung, Tina Jung, 123RF und Envato
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Erstveröffentlichung am 20. März 2026 | Alle Rechte vorbehalten.
3
DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN
10.
HERZ & ....
Das Leben im Kontext des Herzens
14. DER GUT ZUM HERZ FRÜHLING
Viel mehr als nur eine Jahreszeit
Inhalt
42. GUT ZUM HERZ IM FRÜHLING
Viele gute Tipps für den Frühling
Informationen
02. EDITORIAL
Wir freuen uns, dass Sie uns als
Leserin und als Leser in dieser
Ausgabe besuchen
03. IMPRESSUM
Im Impressum gibt es viele
rechtliche Informationen zu
dieser Ausgabe
04. INHALT
Hier gibt es einen schnellen
Überblick über die Inhalte in
dieser Ausgabe
184.
ZU GUTER LETZT
Viele, die unsere Ausgaben zu
verschiedenen Themen kennen
und wissen es, ein Rückblick und
Ausblick
96. FRÜHLINGSKRAFT IM GLAS
Spinat, Avocado und Banane in frühlingshafter Frische
4
136. HERZ & Welt
Deutschland im Vergleich zu Italien
20.
PSYCHO-
KARDIOLOGIE
72. 8 TAGE ...GUT ZUM
HERZ - BLUTDRUCK
40. WIR SIND SEHR
VIELE
70. 120 JAHRE BLUT-
DRUCK-MESSUNG
58. VIER MAL 8 TAGE
...GUT ZUM HERZ
80. MIT STEFFEN IM
GESPRÄCH
98. KLINISCHE FORSCHUNG
Was Menschen wissen möchten...
12.
ZEHNTAUSEND MENSCHEN
Unsere Community, digital und im
echten Leben
120.
40 JAHRE OTTAWA - CHARTA
Jetzt zählt die Umsetzung
5
DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN
142.
HERZ & LIEBE THEMENMAGAZIN
Nähe und Vertrauen
136. ESSEN UNTERWEGS
Vom Terminal nach Gateway Gardens
180. DER GUT ZUM HERZ SOMMER 2026
Die Vorschau auf das nächste Magazin
187.
DER NACHRICHTENTEIL
Ab hier beginnt unser
Nachrichtenteil. Wie ein Tagebuch
füllt sich dieser Bereich von nun an
fortlaufend mit neuen Einträgen.
126. ZWISCHEN NORDSEE UND OSTSEE
Eine Reise zu Küstenorten und Promenaden am Meer
Damit Sie nichts verpassen: Auf
unseren Social-Media-Kanälen
erfahren Sie sofort, wenn ein neuer
Eintrag online ist.
6
14. IMMER AM FLUSS ENTLANG
Harmonie zwischen Strömung und Stille
120. DAS PLUS AN SICHERHEIT
Zwölf Mobile Retter in Deutschland
26. GUT ZUM HERZ IM SOMMER
Viele gute Tipps für einen unbeschwerten Sommer
112. HERZ UNTER DRUCK
Arbeitsbelastung bei
Menschen über 50
HERZ
&
Frühling
84. MEDITERRANER GEMÜSEZAUBER
Buntes und gesundes Rezept
124.
GUT ZUM HERZ | AKTUELL
Das Nachrichtenmagazin im Magazin
7
HerzGesund & HerzAktiv
HerzGesund
Mein HerzSchlag gehört mir.
Das Portal GUT
ZUM HERZ gibt
Orientierung
rund um Herzgesundheit
– Schritt für Schritt,
und in verständlicher
Sprache. Im Mittelpunkt
steht der Gedanke:
„Mein HerzSchlag gehört
mir.“ Das heißt:
Sie sollen sich im
Informations-
Dschungel besser
zurechtfinden,
verstehen, was
für Sie wichtig
ist, es einordnen
können – und dann
die nächsten sinnvollen
Schritte gehen. Dafür
bündelt das Konzept
Inhalte, die Menschen
mit Herz-Kreislauf-Risiken
oder Erkrankungen
im Alltag unterstützen:
Begriffe, Werte
und Befunde werden in
MediKlar verständlich
erklärt – klar, sachlich
und nachvollziehbar. Der
11+1-Kompass zeigt typische
Risikofaktoren und
Zusammenhänge, damit
Sie erkennen, worauf Sie
persönlich achten sollten
und welche Themen zusammenhängen.
Ein weiterer
Baustein ist „Wie
sag ich’s meinem Arzt?“:
Hier finden Sie eine klare
Struktur, um Fragen zu
sammeln, Beobachtungen
zu notieren und gut
vorbereitet in den nächsten
Termin zu gehen.
So wird aus „Ich habe
da was gelesen…“
ein geordnetes
Gespräch – und
Sie behalten den
Überblick. Wichtig:
GUT ZUM
HERZ ersetzt keine
ärztliche Beratung.
Es ist ein
Wegweiser, der hilft,
Informationen einzuordnen
– und der Sie dabei
unterstützt, Ihre Fragen
gut vorbereitet in das
Gespräch mit Ihrer Ärztin
oder Ihrem Arzt mitzunehmen.
Mehr dazu ab
Seite 16.
Herz
Schlag
8
HerzAktiv
Wie Orte zu HERZENSORTE werden.
HerzAktiv beginnt
nicht erst im Fitnessstudio
– sondern
dort, wo Sie im Alltag
etwas für sich tun. Ein
Ort wird zum HERZENS-
ORT, wenn er mindestens
eines von vier Herz-
Momenten möglich
macht: Bewegung
– Sie kommen in
Aktivität, gehen
los, bleiben in
Schwung. Begegnung
– Sie sind
nicht allein, erleben
Austausch,
fühlen sich verbunden.
Ruhe – Sie finden
eine Pause, atmen
durch, kommen bei sich
an. Genuss – Sie nehmen
sich Zeit für bewusstes
Essen oder Kochen, ohne
Eile und ohne Druck. Darum
gehören HERZENS-
ORTE zum HerzAktiven
Teil: Sie machen HerzAktiv
sichtbar und machbar
– als Ankerpunkte, die
Sie wiederfinden, wiederholen
und mit anderen
teilen können. Das kann
eine Bank im Park sein,
ein Lieblingsweg, ein
Café um die Ecke – oder
ganz schlicht die eigene
Küche, wenn ein Rezept
aus dem Magazin
zum kleinen Ritual wird.
So sammeln sich Herz-
Momente, die den Alltag
leichter machen und
Schritt für Schritt mehr
HerzAktivität ins Leben
bringen. Wer
mag, macht mit:
Wählen Sie Ihren
HERZENSORT,
nehmen Sie den
Moment mit –
und geben Sie ihn
weiter. Ob Foto,
kurzer Satz oder
Rezeptidee: Teilen
Sie Ihren HerzAktiv-
Moment in der Community
und markieren
Sie GUT ZUM HERZ. So
entsteht aus vielen kleinen
Orten eine große
Karte von verschiedenen
HerzMomenten. Mehr
dazu ab Seite 24.
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
9
HerzNetzwerk | HERZ & ....
Das Format „HERZ & verbindet medizinische Einordnung
mit den Erfahrungen von Menschen, die
mit Herzerkrankungen leben. Denn eine Diagnose
verändert nicht nur Befunde, sondern oft auch den Alltag.
Genau hier setzt HERZ & an: mit Austausch, verständlichen
Informationen und praktischen Anregungen für das
Leben zwischen Unsicherheit, Orientierung und neuen
Routinen.
HERZ & Selbsthilfe – Austausch auf Augenhöhe
In Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen entstehen
Räume für ehrliche Berichte, Gespräche und Begegnungen.
Betroffene teilen, was ihnen im Alltag hilft, welche
Fragen sie beschäftigen und welche Erfahrungen sie gemacht
haben. So wird sichtbar, was Orientierung geben
kann.
HERZ & Podcast „Herzgeflüster“
Im Podcast kommen Betroffene, Ärztinnen und Ärzte
sowie weitere Fachleute miteinander ins Gespräch. Es
geht um Diagnosen, aber auch um das Leben mit der Erkrankung:
um Unsicherheiten, Belastungen, Bewegung,
Ernährung und den Umgang mit Therapien im Alltag.
HE
&
HERZ & Gesundheitswissen
Komplexe Themen werden verständlich aufbereitet – mit
Webinaren, kompakten Übersichten und anschaulichen
Grafiken. Ziel ist es, Zusammenhänge besser einordnen
und Fragen für den eigenen Alltag vorbereiten zu können.
HERZ & die GUT ZUM HERZ-Jahreszeiten
Herzerkrankungen werden im Alltag oft auch durch Wetter,
Belastung und Routinen beeinflusst. Deshalb begleitet
GUT ZUM HERZ durch das Jahr – mit saisonalen Impulsen
für Bewegung, Alltag und Wohlbefinden:
• Winter: Kreislauf, Kälte, Atemwege
• Frühjahr: behutsam wieder aktiver werden
• Sommer: Hitze, Flüssigkeit, Entlastung
• Herbst: Rhythmus, Achtsamkeit, Stabilität
HERZ & neue Ideen
In Workshops mit Betroffenen und Fachleuten können
alltagsnahe Ideen entstehen – etwa für verständlichere
Informationen oder besser zugängliche Angebote. Entscheidend
ist, dass Erfahrungen aus dem Leben mit Erkrankung
mitgedacht werden.
Matthias Jung
Initiator
Ich möchte medizinische
Einordnung und
persönliche Erfahrungen
zusammenbringen.
So entsteht ein Format,
in dem Betroffene
Austausch,
Orientierung und alltagsnahe
Impulse für
ihr Leben mit Herzerkrankung
finden
können.
10
RZ
HERZ & im Überblick
HERZ & MENSCHEN
• Selbsthilfe
• Community
• Experten
• Austausch auf Augenhöhe
HERZ & ORIENTIERUNG
• Gesundheitswissen
• MediKlar
• Jahreszeiten
• Kompass 11+1
• HERZENSORTE
• „Wie sag ich’s meinem Arzt?“
GUT
ZUM
HERZ
Die GUT ZUM HERZ
Community
Mit über 10 000
Mitgliedern liefert
sie Impulse: Sie teilen
persönliche Erfahrungen,
regen
Diskussionen an
und inspirieren Expert:innen
dazu, gemeinsam
innovative
Alltagslösungen zu
entwickeln, die das
Leben mit Herzerkrankungen
nachhaltig
verbessern.
HERZ & FORMATE
• Podcast „Herzgeflüster“
• 8 Tage … gut zum Herz
• Spezials, Workshops
• redaktionelle Produktionen aus dem Studio
Die GUT ZUM HERZ Community
In der Community teilen Menschen ihre Erfahrungen,
geben Impulse und stoßen Gespräche an. So entsteht ein
Austausch, aus dem Fragen, Themen und neue Perspektiven
hervorgehen können.
HERZ & lebt vom Austausch
In der GUT ZUM HERZ Community finden Sie Erfahrungen,
verständliche Einordnung und neue Impulse für den
Alltag mit Herzerkrankung. Hier können Sie Perspektiven
teilen, Fragen mitnehmen und Orientierung gewinnen.
Für Unternehmen: Die Community macht sichtbar,
welche Fragen, Unsicherheiten und Themen Betroffene
tatsächlich bewegen – eine wertvolle Grundlage für patientennahe
und verständliche Kommunikation.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
11
100
GUT ZUM HER
auf der Fanpage be
Facebook-Gruppe u
00
Z - Menschen
i Facebook, in der
nd bei Instagram!
DURCH DIE GUT ZUM HERZ JAHRESZEITEN
DER
GUT ZUM
von Matthias Jung
Frühling
Viel mehr als nur eine Jahreszeit
HERZ
Den Frühling
genießen!
Der Frühling ist heller als
der Winter – und genau
darin liegt seine Chance. Wenn
Tage länger werden, die Luft milder wird
und draußen wieder mehr Bewegung lockt, lohnt
es sich, den eigenen Rhythmus bewusst neu zu
justieren: Was gibt mir Kraft, was bringt mich in
Balance, was tut mir im Alltag wirklich gut?
Für einen herzfreundlichen Frühling braucht es
keine großen Vorsätze. Schon regelmäßige, moderate
Bewegung kann helfen, Kreislauf, Blutdruck
und Wohlbefinden zu unterstützen – zum Beispiel
ein flotter Spaziergang im Tageslicht, erste Gartenarbeit,
kurze Mobilitätsübungen auf dem Balkon
oder das Fahrrad für kleine Wege, wenn es passt.
Wer dabei ungewohnte Beschwerden wie Druck auf
der Brust, stärkere Luftnot, Schwindel oder Herzstolpern
bemerkt, sollte Belastung anpassen und
ärztlichen Rat einholen.
Auch der Übergang in die wärmere Jahreszeit verdient
Aufmerksamkeit. Morgens kann es noch kühl
sein, nachmittags schon deutlich milder. Mehrere
leichte Schichten sind deshalb oft praktischer als zu
warme Kleidung. In der Küche passen jetzt frische,
ausgewogene Mahlzeiten mit Gemüse, Kräutern,
Hülsenfrüchten, Vollkorn und Nüssen gut in den
Alltag.
Ausreichend
zu trinken
bleibt wichtig
– besonders dann, wenn
man wieder aktiver wird.
Frühling ist außerdem eine gute Zeit
zum Sortieren. Wer Medikamente einnimmt,
profitiert häufig von festen Routinen,
einer aktuellen Liste im Portemonnaie und einem
kurzen Check: Sind Rezepte, Messgeräte und anstehende
Termine gut organisiert? Auch ein Blick auf
eigene Gewohnheiten kann helfen: mehr Tageslicht,
etwas mehr Bewegung, bewusste Pausen und verlässliche
Schlafzeiten.
Nicht zuletzt stärkt Frühling Nähe. Ein gemeinsamer
Spaziergang, ein Kaffee in der Sonne oder ein gutes
Gespräch können guttun und entlasten. Teilen Sie
gern Ihre Strategien mit der Community. Das tut gut.
14
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uns spannende
Themen zum
Frühling!
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Frühlingsmomente fest. Teilen Sie
Ihre Erlebnisse mit uns – wir freuen
uns auf Ihre Einsendungen! “
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HerzGesund | PATIENT EMPOWERMENT
Mein HerzSchlag
gehört mir!
Verstehen. Einordnen. Handeln.
Wie die HerzSchlag Community Patient
Empowerment im Alltag unterstützt
Manchmal ist es
nur ein Wort
im Befund. Ein
Wert, der plötzlich „auffällig“
ist. Oder eine Diagnose,
die im Kopf nachhallt,
obwohl der Termin
schon vorbei ist.
Viele Menschen mit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
– oder mit kardiovaskulären
Risiken
– kennen dieses Gefühl:
Man möchte verstehen,
was da steht, aber man
will nicht in Angst abrutschen.
Man sucht Orientierung,
aber keine schnellen
Versprechen. Genau dafür
gibt es HerzSchlag
bei GUT ZUM HERZ: als
Wegweiser, der Wissen
sortiert, Fragen stärkt
und den nächsten Schritt
im Alltag leichter macht.
Orientierung statt
Informationsflut
Im Netz findet man zu
fast allem „irgendetwas“
– und genau das ist das
Problem. Mal klingt es
harmlos, mal alarmistisch,
mal widerspricht
es sich. HerzSchlag setzt
einen roten Faden dagegen:
verständlich, ruhig
nachvollziehbar. Nicht
als Ersatz für Ärztinnen
und Ärzte, sondern als
Vorbereitung
Wenn aus
Informationen
Orientierung wird
HerzSchlag ist so aufgebaut,
dass Sie dort
einsteigen können, wo
Sie gerade stehen: beim
Verstehen, beim Einordnen
oder beim Handeln.
Manche starten mit einem
Begriff („Was heißt
das?“).
Andere merken: „Ich
habe viele Baustellen –
was gehört zusammen?“
Wieder andere haben einen
Termin vor sich und
wollen nichts vergessen.
HerzSchlag bündelt diese
Situationen in einer
klaren Logik, die Sie
wiederverwenden
können – beim nächsten
Befund, beim
nächsten Arztbrief,
beim nächsten „Aha“-
Moment.
VERSTEHEN: MediKlar –
Medizin, die verständlich
wird: MediKlar
übersetzt Fachsprache
in klare Sätze. Was bedeutet
ein Begriff? Wofür
steht ein Laborwert?
Welche Zusammenhänge
sind typisch – und
welche Fragen sind sinnvoll?
Wir erklären, ohne
zu dramatisieren, und
ohne Therapieempfehlungen.
So wird aus einem
„komischen Wort“
ein verständlicher Baustein,
den Sie einordnen
können. Und
manchmal
ist genau
das die
Ent-
16
lastung: zu wissen, was etwas
ist – und was es nicht automatisch
bedeutet.
EINORDNEN: Der 11+1-Kompass
– das große Bild sehen:
Risikofaktoren kommen selten
allein. Blutdruck, Gewicht,
Bewegung, Stress, Schlaf, Alkohol,
Rauchen, Stoffwechsel
– vieles greift ineinander. Der
11+1-Kompass hilft, dieses Zusammenspiel
zu sehen und zu
priorisieren: Was könnte bei
mir eine Rolle spielen? Was gehört
zusammen? Was ist eher
Hintergrundrauschen? Sie bekommen
einen Überblick, der
nicht überfordert, sondern
sortiert. Gerade wenn mehrere
Themen gleichzeitig auftauchen,
ist das wertvoll: nicht
alles auf einmal „lösen“ zu wollen,
sondern Schritt für Schritt
klarer zu sehen.
Der +1-Faktor: Wenn die Seele
mit im Spiel ist: Auch die
mentale Gesundheit kann Teil
des Gesamtbildes sein – zum
Herz
Schlag
Auf einen Blick!
HerzSchlag folgt einem klaren
Konzept: drei Bausteine, die ineinandergreifen
– von der ersten
Frage bis zum nächsten Schritt.
• VERSTEHEN MediKlar erklärt
medizinische Werte
und Begriffe verständlich.
• EINORDNEN Der Herz-
Schlag-Kompass (11+1 Themen)
hilft beim Priorisieren.
• HANDELN „Wie sag ich’s
meinem Arzt?“ gibt Leitfragen
und Gesprächsstruktur.
Sie entscheiden, wo Sie einsteigen
– je nachdem, wo Sie gerade
stehen. Wer einen Begriff nicht
einordnen kann, beginnt mit
MediKlar. Wer wissen möchte,
welche Risikofaktoren gerade relevant
sind, nutzt den 11+1-Kompass.
Und wer einen Termin vor
sich hat, findet in „Wie sag ich‘s
meinem Arzt?“ eine Struktur für
die Vorbereitung.
Jetzt in die Facebook-Gruppe
kommen.
17
Beispiel bei anhaltender Niedergeschlagenheit,
Erschöpfung oder
Rückzug. HerzSchlag benennt das als
+1-Faktor, weil solche Belastungen
den Alltag und die Selbstfürsorge beeinflussen
können. Wichtig: Das ersetzt
keine Diagnose. Wenn Sie sich
betroffen fühlen, sprechen Sie mit
einer Ärztin, einem Arzt oder einer
psychotherapeutischen Fachperson.
HANDELN: „Wie sag ich’s meinem
Arzt?“ – gut vorbereitet ins
Gespräch
Ein guter Termin beginnt oft vorher.
Mit „Wie sag ich’s meinem Arzt?“
sammeln Sie Beobachtungen, notieren
Fragen und bringen Struktur in
das, was sonst im Kopf kreist. Das
Ziel ist nicht „die perfekte Antwort“,
sondern ein Gespräch, in dem Ihre
Punkte vorkommen: Was hat sich verändert?
Was macht Ihnen Sorge? Was
möchten Sie abklären? So wird aus
Unsicherheit eine Agenda. Und aus
„Ich wusste nicht, was ich sagen soll“
wird: „Ich habe drei Fragen und zwei
Beobachtungen – können wir das
kurz durchgehen?“
So nutzen Sie HerzSchlag in wenigen
Minuten: Nehmen Sie sich fünf
Minuten Zeit. Starten Sie mit dem
Begriff oder Thema, das Sie gerade
beschäftigt. Lesen Sie die MediKlar-
Einordnung, klicken Sie im Kompass
das passende Feld an und wählen Sie
daraus zwei, drei Leitfragen, die Sie
wirklich stellen möchten. Wenn Sie
wollen, schreiben Sie sich diese Fragen
direkt auf – als kleine Notiz für
die nächste Gelegenheit. HerzSchlag
soll nicht „mehr Content“ sein, sondern
weniger Chaos im Kopf.
Ihr nächster Schritt: Auf der Kompass-Seite
finden Sie alle 11+1 Themen
im Überblick – mit MediKlar-Erklärungen,
Orientierung zu
Zusammenhängen und Leitfragen
für den nächsten Termin. Wenn Sie
möchten, kommen Sie auch in unsere
Community: Dort teilen Menschen
ihre Erfahrungen, stellen Fragen und
geben praktische Impulse – respektvoll
und moderiert. Wichtig: In der
Community geht es um Austausch,
nicht um Diagnosen oder Therapieanweisungen.
18
Dieser Beitrag er
Ihren Arzt. Bitte
setzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
19
HerzGesund | PSYCHOKARDIOLOGIE
Das Herz hört
auf die Seele
von Matthias Jung
Psychokardiologie: Medizin für das ganze Leben
Manche Nächte sind so
still, dass man den eigenen
Herzschlag lauter
wahrnimmt als alles andere. Genau
in solchen Momenten drängen
sich Fragen auf: Ist das nur
Stress – oder steckt das Herz dahinter?
Diese Unsicherheit ist ernst zu
nehmen. Die Psychokardiologie
verbindet klassische Herzmedizin
mit psychosozialer Expertise
und schafft Orientierung, ohne
bewährte Standards zu relativieren.
Warum Herz und Psyche
zusammengehören
Körper und Seele beeinflussen
sich gegenseitig. Nach einem
Herzinfarkt, nach Eingriffen oder
bei Herzschwäche treten nicht selten
depressive Symptome, Ängste
oder dauerhafter Stress auf. Diese
Belastungen wirken sich auf den
Krankheitsverlauf, die Therapietreue
und die Lebensqualität aus.
Das Zusammenspiel ist medizinisch
erklärbar: Stresshormone
steigen, das vegetative Nervensystem
gerät aus dem Gleichgewicht,
Entzündungsprozesse und
Gefäßfunktionsstörungen nehmen
zu. Hinzu kommen Verhaltensfaktoren
wie Schlafmangel,
Bewegungsarmut oder nachlassende
Medikamenteneinnahme.
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft
für Kardiologie (DGK) und
internationale Konsenspapiere
empfehlen deshalb, psychosoziale
Faktoren routinemäßig zu erfassen
und in die Behandlung einzubeziehen.
Screening leicht gemacht
Der Einstieg gelingt einfach und
standardisiert – zum Beispiel in
der Herzsprechstunde. Kurze,
wissenschaftlich geprüfte Fragebögen
helfen, psychische Belastungen
zu erkennen.
• PHQ-2/PHQ-9 für depressive
Symptome
• GAD-2/GAD-7 für Angststörungen
• Zusatzfragen zu Schlaf, Substanzkonsum,
sozialer Unterstützung
und Alltagsbelastung
Wichtig ist die regelmäßige Wiederholung,
etwa in Reha und
Nachsorge. Deutsche Normdaten
erleichtern die Einordnung und
den Verlauf.
Wenn Stress das Herz erfasst –
Takotsubo
Ein bekanntes Beispiel ist das Takotsubo-Syndrom,
auch „Gebrochenes-Herz-Syndrom“
genannt.
Die Symptome ähneln einem
20
WERBUNG
Psycho
kardi
ologie
21
Herzinfarkt, obwohl die Herzkranzgefäße
meist nicht stark
verengt sind. Auslöser sind oft
starke seelische oder körperliche
Belastungen. Auch wenn sich die
Herzfunktion häufig wieder erholt,
sind Komplikationen in der
Akutphase nicht selten. Deshalb
gilt: Abklärung und Überwachung
haben Vorrang. Forschungsprojekte
untersuchen derzeit Marker
und Begleiterkrankungen, um die
Nachsorge noch gezielter zu gestalten.
Was nachweislich hilft
Wirksam ist vor allem die Kombination
verschiedener Maßnahmen:
• Aufklärung und Information
über Zusammenhänge
• Bewegung und angepasstes
Training
• Stressbewältigung und Schlafregeln
• Psychotherapeutische Verfahren
wie kognitive Verhaltenstherapie
oder achtsamkeitsbasierte
Programme
Diese Bausteine sind längst Teil
der kardiologischen Rehabilitation
und verbessern Belastbarkeit,
Symptomkontrolle und Lebensqualität.
Auch Angehörigenarbeit
und Peer-Support spielen eine
wichtige Rolle, weil sie Einsamkeit
und Alltagsstress abfedern können.Wenn
Medikamente gegen
psychische Symptome notwendig
sind, geschieht dies stets interdisziplinär
– also in enger Abstimmung
zwischen Psychiatern, Psychotherapeuten
und Kardiologen.
Generelle Empfehlungen werden
bewusst vermieden, weil Wechselwirkungen
individuell zu prüfen
sind.
Versorgung, die trägt
Strukturen dafür existieren bereits:
• Kliniken bieten psychokardiologische
Konsile und psychosoziale
Begleitung bei Eingriffen.
• Reha-Zentren integrieren
psychologische Module standardmäßig.
• Hausärzte, Internisten und
Kardiologen übernehmen
Screening und koordinieren
die Weiterleitung an Psychotherapie,
Sozialdienste oder
Selbsthilfegruppen.
Besonders wichtig sind feste Kooperationswege,
die Überleitungen
erleichtern und Hemmschwellen
senken. So kann verhindert
werden, dass Patientinnen und
Patientenen mit ihren Sorgen allein
bleiben.
Drei Schritte, die heute
möglich sind
1. Kurzscreening einführen:
PHQ-2/9 und GAD-2/7 routinemäßig
einsetzen, klare Weiterleitung
bei Auffälligkeiten.
2. Reha-Bausteine gezielt nutzen:
Bewegung, Stressmanagement
und Psychoedukation
sind Standard in der
Nachsorge.
3. Netzwerke stärken: Zusammenarbeit
zwischen Kardiologie,
Psychosomatik, Pflege,
Sozialdienst und Selbsthilfe
verbindlich festlegen.
Blick nach vorn
Fachgesellschaften bewerten psychosoziale
Belastungen inzwischen
als beeinflussbare Risikofaktoren.
Internationale Papiere
fordern, Depression, Angst, posttraumatische
Belastung und Einsamkeit
systematisch zu erfassen.
Auch die Situation pflegender Angehöriger
rückt stärker in den Fokus.
Das zentrale Versprechen bleibt
zweifach:
1. Sicherheit zuerst – akute Symptome
werden medizinisch
abgeklärt.
2. Danach die ganze Person sehen
– körperlich und seelisch.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert
journalistisch und ersetzt
keine ärztliche Diagnose oder
Therapie. Entscheidungen über
Behandlung und Medikamente erfolgen
leitlinienorientiert, interdisziplinär
und nach Rücksprache
mit Ärztinnen und Ärzten.
In eigener Sache – ein persönlicher
Einblick
Die Themen der Psychokardiologie
berühren mich auch persönlich.
In meinem entstehenden
Buch erzähle ich meine Geschichte
– mit Höhen, Tiefen und Erfahrungen,
die mein Leben mit Herz
und Seele geprägt haben. Bis zur
Veröffentlichung möchte ich Ihnen
mit dieser Leseprobe schon
einen Einblick geben und zum
Weiterdenken anregen..
Bis es soweit ist, wünsche ich Ihnen
viel Freude und spannende
Einblicke mit dieser Leseprobe.
.
22
WERBUNG
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER. 23
HerzAktiv | DIE HERZENSORTE
HERZENSORTE
entstehen im Alltag
Bewegung. Begegnung. Genuss. Ruhe.
Kleine HerzMomente, die Sie immer
wiederfinden und mitnehmen können.
H
erzAktiv beginnt
nicht erst im Fitnessstudio
– sondern
in den Momenten,
in denen Sie im Alltag
bewusst etwas für sich
tun.
Viele Menschen denken
bei „aktiv“ sofort
an Sportpläne, Geräte
und feste Routinen.
Doch HerzAktiv meint
vor allem: in Bewegung
kommen, in Verbindung
bleiben, Pausen zulassen
und Genuss wieder Platz
geben.
Es sind oft die kleinen,
wiederholbaren Schritte,
die den Unterschied
machen – weil sie nicht
zusätzlich „oben drauf“
kommen, sondern sich
in das einfügen, was ohnehin
da ist: Wege, Orte,
Rituale.
Vier HerzMomente:
Wann ein Ort zum
HERZENSORT wird
Genau hier entstehen
HERZENSORTE. Ein
Ort wird zum HER-
ZENSORT, wenn er
mindestens eines von
vier HerzMomenten
möglich macht: Bewegung
– Sie gehen
los, drehen eine Runde,
nehmen die Treppe,
strecken sich, kommen
in Schwung. Nicht, weil
Sie „müssen“, sondern
weil es machbar ist.
Begegnung – Sie sind
nicht allein, erleben
Austausch, fühlen sich
verbunden: ein kurzer
Plausch, ein gemeinsamer
Spaziergang, ein
Ort, an dem man sich
willkommen fühlt.
Ruhe – Sie finden eine
Pause, atmen durch,
kommen bei sich an: ein
Platz am Fenster, eine
Bank im Park, ein ruhiger
Weg, auf dem die
Gedanken langsamer
werden.
Genuss – Sie nehmen
sich Zeit
für bewusstes
Essen oder
K o c h e n ,
ohne Eile
und ohne
D r u c k :
ein Rezept,
das
gelingt; ein Tee, der
wärmt; ein Moment, der
nicht „nebenbei“ passiert,
sondern wirklich
stattfindet.
Warum
HERZENSORTE zum
HerzAktiven Teil
gehören
Darum gehören HER-
ZENSORTE zum Herz-
Aktiven Teil: Sie machen
HerzAktiv sichtbar
und machbar. HER-
ZENSORTE sind keine
„Sehenswürdigkeiten“,
die man einmal besucht
und dann abhakt. Sie
sind Ankerpunkte, die
Sie wiederfinden,
24
wiederholen und ganz unterschiedlich
nutzen können – je
nachdem, was Ihnen guttut
und was in Ihren Alltag passt.
Beispiele aus dem Alltag:
Bank, Weg, Café – oder die
eigene Küche
Für die eine Person ist es die
Bank am Waldrand, an der
man regelmäßig kurz sitzt und
den Tag sortiert. Für den anderen
ist es ein Lieblingsweg, der
auch dann funktioniert, wenn
wenig Zeit ist. Für manche ist
es das Café um die Ecke, in dem
man nicht anonym bleibt. Und
manchmal ist es ganz schlicht
die eigene Küche: Wenn ein
Rezept aus dem Magazin zum
kleinen Ritual wird, wenn bewusst
eingekauft wird, wenn
man sich Zeit nimmt, etwas
zuzubereiten – dann wird aus
einem funktionalen Raum ein
Ort mit Bedeutung.
Schritt für Schritt: Wie
HerzMomente den Alltag
leichter machen
So sammeln sich HerzMomente,
die den Alltag leichter
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Auf einen Blick!
HERZENSORTE folgen einem
klaren Konzept: drei Linien, die
zusammenpassen – vom ersten
Impuls bis zur eigenen Routine.
• HERZENSORTE | Zertifiziert
sind ausgewählte Orte,
die sichtbar machen, wie
HerzAktiv im Alltag stattfinden
kann – klar gekennzeichnet
und verlässlich
einzuordnen.
• HERZENSORTE | Selfi
Point sind Fotopunkte mit
HerzMoment: kurz anhalten,
festhalten, teilen. Sie
machen Mitmachen leicht –
ohne großen Aufwand.
• HERZENSORTE | Alltag
sind Ihre persönlichen
Ankerpunkte: Bank, Weg,
Küche, Lieblingsritual. Nicht
spektakulär – aber wiederholbar
und genau deshalb
wirksam im Alltag.
Sie entscheiden, wo Sie einsteigen
– je nachdem, was gerade zu
Ihnen passt.
Jetzt in die Facebook-Gruppe
kommen.
25
machen. Nicht, weil jeder Tag perfekt
läuft – sondern weil es einen
nächsten, realistischen Schritt gibt.
HERZENSORTE helfen dabei, nicht
im Kopf stecken zu bleiben, sondern
ins Tun zu kommen: heute eine kurze
Runde, morgen ein Gespräch, übermorgen
eine Pause, am Wochenende
ein Gericht, das gut schmeckt.
Mitmachen: Ihre HERZENSORTE
in der Community
Wer mag, macht mit: Wählen Sie Ihren
HERZENSORT, nehmen Sie den
Moment bewusst mit – und geben
Sie ihn weiter. Es muss nichts Großes
sein. Ein Foto, ein kurzer Satz, eine
kleine Rezeptidee, ein Lieblingsweg
oder ein Hinweis, warum genau dieser
Ort für Sie ein HerzMoment ist,
reicht völlig.
Teilen Sie Ihren HerzAktiv-Moment
in der Community und markieren
Sie GUT ZUM HERZ: Wo waren Sie
unterwegs – und was hat Ihnen dort
gutgetan? War es die Bewegung, die
Begegnung, die Ruhe oder der Genuss?
Vielleicht sogar eine Mischung
aus allem. Je konkreter Ihr Hinweis,
desto hilfreicher wird er für andere.
So entsteht Schritt für Schritt aus
vielen persönlichen Orten eine wachsende
Karte von HerzMomenten – als
Einladung, neue Wege auszuprobieren,
alte Rituale wiederzuentdecken
und sich gegenseitig Ideen zu schenken.
Von Menschen für Menschen.
Und falls Sie gerade denken: „Ich
habe doch keinen besonderen Ort“ –
genau dann lohnt sich der Blick auf
die kleinen Dinge. Ein HERZENS-
ORT muss kein Ausflugsziel sein.
Manchmal ist es die Bank an der
Ecke, der Weg zum Bäcker, der ruhige
Platz am Fenster oder die Küche,
in der ein Rezept zum Wochenendritual
wird. Ihr Beitrag kann anderen
helfen, ihren eigenen Startpunkt zu
finden – niedrigschwellig, alltagstauglich
und ohne Druck.
Wichtig: GUT ZUM HERZ ersetzt
keine ärztliche Beratung. Es ist ein
Wegweiser, der hilft, Informationen
einzuordnen – und der Sie dabei unterstützt,
Ihre Fragen gut vorbereitet
in das Gespräch mit Ihrer Ärztin
oder Ihrem Arzt mitzunehmen.
26
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
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27
Facebook-Grup
Die
GUT ZUM
HER
Mehr
auf Seite
138.
Die HerzSchlag-Community
als Selbsthilfegruppe
Digitale Gesundheit
Gesundheit
mitges
28
Umfragen, Trends
& Erfahrungsberichte
NichtAlleineSein mit
gemeinsamen Aktivitäten
Fragen &
Z
3500
Mitglieder
pe
Mehr
ab Seite
24.
Mehr
auf Seite
134.
partizipativ
talten
Sich sicher fühlen mit
»HERZENSORTE«
MediKlar & Wie sag ich‘s
meinem Arzt?
Mehr
auf Seite
118.
Mehr
ab Seite
80.
Antworten Gewinnspiel Regionale Gruppen
29
HerzAktiv | TITELTHEMA – WENN HERZEN SICH BERÜHREN
HERZ
&
Liebe
Ausgabe Frühling 2026
Wenn Herzen sich berühren
von Matthias Jung
Zwischen Herzklopfen und Herzensruhe
30
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Selfie Point
Ein Augenblick aus
erwachendem Licht
Wenn der Frühling die Welt
mit seinem ersten warmen
Atem berührt, beginnt
eine Zeit des Aufbruchs.
Das sanfte Leuchten über
dem Meer, das Spiel aus
Wind und Weite, und die
Freude, die wir in einem
einzigen bewussten
Moment finden – all das
formt eine Jahreszeit, die
uns öffnet und verbindet.
Seit jeher suchen
Menschen im Frühling
nach neuen Impulsen: in
langen Spaziergängen,
im Licht, das die Haut
weckt, und in kleinen
Ritualen, die Herz und
Sinne beleben. Die Natur
hebt die Stimme wieder an
– und in diesem Erwachen
liegt eine Einladung: zum
Durchatmen, zum Staunen,
zum bewussten Innehalten.
Entdecken Sie die Kraft
des Neubeginns am
HERZENSORTE Selfie
Point im GUT ZUM HERZ
Frühling 2026.
Manche Orte haben eine
besondere Eigenschaft:
Sie lassen uns kurz stehen
bleiben. Nicht, weil dort etwas
„Spektakuläres“ passieren
muss, sondern weil ein Blick,
eine Geste oder ein kleines
Symbol genügt, um einen Moment
bewusst wahrzunehmen.
Genau daraus ist die Idee der
Meine HERZENSORTE | Selfie
Points entstanden: markierte
Fotopunkte, an denen Sie ein
Bild machen können – als Erinnerung,
als Gruß, als kleine
Postkarte an sich selbst oder
an Menschen, die Ihnen nahestehen.
Dabei geht es nicht um Perfektion
und schon gar nicht um
Selbstdarstellung. Es geht um
eine einfache, alltagstaugliche
Handlung: hinfahren, kurz anhalten,
Foto machen. Wer möchte,
teilt das Bild – wer nicht,
nimmt es einfach mit. So wird
aus einem Ausflug ein greifbarer
Moment.
Was ein „Selfie Point“ bei uns
bedeutet
Ein Selfie Point ist in diesem
Format kein Trendwort, sondern
eine praktische Abkürzung:
ein Ort, an dem das Fotografieren
ausdrücklich erwünscht ist.
Häufig steht dort ein Herzmotiv,
manchmal ist es eine kleine Installation,
manchmal eine Perspektive,
die sich für ein Foto
besonders eignet. Wichtig ist:
Der Ort ist gut auffindbar, sicher
erreichbar und für Besucher geeignet.
Die Idee gehört in den HerzAktiven
Teil von GUT ZUM HERZ:
HerzAktiv meint nicht Leistung,
sondern Alltag in Bewegung,
Begegnung, Ruhe und Genuss.
Ein Selfie Point ist dabei kein
„Gesundheitsversprechen“, sondern
ein Anlass, unterwegs zu
sein, sich zu orientieren, die
Umgebung wahrzunehmen und
– wenn es passt – miteinander
ins Gespräch zu kommen.
Warum wir uns beispielhaft
für Fehmarn entschieden
haben
Als zauberhaftes Beispiel haben
wir uns bewusst für Fehmarn
entschieden – genauer: den
Yachthafen in Burgtiefe. Dieser
31
Ort ist ein guter Start, weil er vieles
vereint, was ein Selfie Point leisten
soll: Er ist klar verortet, leicht
zugänglich, und er bietet eine Kulisse,
die ohne Inszenierung wirkt.
Wasser, Boote, Himmel und Weite
schaffen einen Bildmoment, der
nicht laut sein muss, um im Gedächtnis
zu bleiben.
Fehmarn steht damit exemplarisch
für das Prinzip dieses Formats:
Ein Selfie Point ist kein Ersatz
für eine Reise, sondern ein
Impuls, die Reise zu machen –
oder die eigene Umgebung neu zu
entdecken.
Wer an der Hafenkante steht,
merkt schnell, dass es hier nicht
um „das perfekte Foto“ geht. Es
reicht, kurz da zu sein, die Luft zu
spüren und diesen Moment mitzunehmen.
Ein Foto als kleine Erzählung
Ein Bild ist schnell gemacht. Interessant
wird es, wenn ein Foto
mehr ist als ein Schnappschuss.
Darum empfehlen wir eine einfache
Dreierregel für den Text dazu
– klar, knapp und ohne Pathos:
1. Wo war das? (Ort nennen)
2. Was ist der Moment? (Wind,
Licht, Begegnung, Ruhe)
3. Warum bleibt er? (ein Satz,
nicht mehr)
So entsteht eine Mini-Erzählung,
die lesbar bleibt. Wer ein Bild teilt,
hilft anderen, Orte einzuordnen –
nicht als Bewertung, sondern als
Erfahrung.
So machen Sie mit – schlicht
und ohne Aufwand
Schritt 1: Selfie Point besuchen.
Schritt 2: Foto machen – allein
oder gemeinsam.
Schritt 3: Wenn Sie möchten, teilen
Sie es in Social Media oder in
Ihrer Community – mit #HER-
ZENSORTE und Markierung von
GUT ZUM HERZ.
Wichtig ist: Dieses Format ist
freiwillig. Es gibt keine Rankings,
keine „Bestenliste“, keine medizinischen
Aussagen. Wer das Foto
nur für sich behält, ist genauso
dabei.
Von der Insel
bis zum
Mittelgebirge:
warum die
Mischung zählt
Das Spannende an
den Selfie Points
ist ihre Vielfalt.
Manche liegen
am Wasser, andere
mitten in einer
Stadt. Einige sind
Aussichtspunkte,
andere Plätze, an
denen man zufällig
vorbeikommt. Diese
Mischung ist Absicht:
Das Format
soll nicht nur für
große Reisepläne
funktionieren, sondern
auch für das
kleine Unterwegssein
am Wochenende.
Gleichzeitig ist
die Idee so gebaut,
dass sie sich über
das Jahr weiterentwickeln
kann. In der Frühlingsausgabe
steht das Herzmotiv
im Mittelpunkt. In den weiteren
Jahreszeiten kann das „Motiv der
Ausgabe“ wechseln: im Sommer
ein Urlaubsblick, im Herbst ein
Genussmoment, im Winter ein
Ruhepunkt. Entscheidend bleibt
die Mechanik: ein Ort, ein Bild, ein
Moment.
Fehmarn konkret: eine Route,
die ohne Druck funktioniert
Blick auf den HERZENSORTE‐Selfie‐Point
am Wasser von Fehmarn
Vor Ihnen steht ein großes, herzförmiges Kunstobjekt,
dicht gefüllt mit farbigen Liebesschlössern, die im
Sonnenlicht schimmern. Dahinter öffnet sich der
Blick auf den Hafen, ruhiges Wasser, Boote und einen
hölzernen Aussichtsturm, der sich klar gegen den
Himmel abzeichnet. Ein Ort, der sofort Emotion weckt
– und wie geschaffen ist für einen Moment, den man
festhalten möchte.
Wer Fehmarn als Hauptakt wählt,
muss nicht „alles“ sehen. Es reicht,
sich Zeit für wenige Stationen zu
nehmen. Der Yachthafen Burgtiefe
eignet sich als Start, weil er gut
erreichbar ist. Von dort aus kann
man – je nach Tagesform – einen
Spaziergang entlang der Promenade
einbauen, sich eine Bank
mit Blick aufs Wasser suchen oder
in der Umgebung einen kurzen
Stopp einlegen. Der Mehrwert
entsteht nicht durch Kilometer,
sondern durch den klaren Rahmen:
„Ich bin hier, ich nehme diesen
Moment mit.“
32
Hilfreich ist ein einfacher Rhythmus:
ankommen, kurz schauen,
dann erst losgehen. Wer mag,
setzt sich zehn Minuten an den
Rand des Hafens und beobachtet,
wie sich Licht und Wind verändern
– oft entsteht genau dann
das stimmigste Bild. Und wenn
der Tag mehr nach Bewegung ist,
reicht schon eine kleine Runde,
um den Kopf frei zu bekommen
und den Selfie Point als ruhigen
Fixpunkt mitzunehmen.
Wenn Sie das Foto machen, achten
Sie auf das, was im Bild mitschwingt:
Ist es der Wind im Gesicht?
Ist es die Ruhe, obwohl
Menschen vorbeigehen? Ist es
das gemeinsame Lachen, weil der
Auslöser zu früh gedrückt wurde?
Genau diese unperfekten Details
machen Bilder glaubwürdig.
Zusammenarbeit mit Orten:
seriös, transparent, ohne
Missverständnisse
Selfie Points lassen sich nicht nur
besuchen, sie lassen sich auch gemeinsam
entwickeln. Für Orte,
Kommunen oder Betreiber kann
das interessant sein, wenn sie einen
klaren, freundlichen Anker
für Besucher schaffen wollen.
Dafür braucht es Transparenz:
Ein Selfie Point ist
zunächst ein Mitmach-Ort.
Eine
mögliche „HER-
ZENSORTE-Zertifizierung“
wäre
– falls Sie sie anbieten
– ein separates
Verfahren mit
nachvollziehbaren
Kriterien, klarer
Kennzeichnung
und ohne Vermischung
mit redaktionellen
Inhalten.
© Tourismus-Service Fehmarn
Entscheidend ist,
dass ein solches
Format nicht übertreibt.
Es geht nicht
darum, einem Ort
eine medizinische
Wirkung zuzuschreiben.
Es geht
um Orientierung,
Erlebnisqualität
und Community-
Beteiligung. Das ist
journalistisch sauber
und für Leser
nachvollziehbar.
Fehmarn als „Hauptakt“: was
den Ort so anschlussfähig
macht
Der Yachthafen in Burgtiefe ist
nicht nur eine hübsche Kulisse,
sondern auch ein Ort mit klarer
Infrastruktur. Parkplätze, Wegeführung,
Gastronomie und der
Blick aufs Wasser sorgen dafür,
dass man den Selfie Point unkompliziert
in einen Tagesplan einbauen
kann – egal ob Sie bewusst früh
starten oder erst am Nachmittag
ankommen. Für das Format ist das
entscheidend: Ein Selfie Point soll
nicht „noch ein Programmpunkt“
sein, sondern ein leicht erreichbarer
Fixpunkt, der den Ausflug
strukturiert.
Wenn Sie Ihren Besuch planen,
hilft eine einfache Frage: „Was
soll der Tag sein – eher ruhig oder
eher lebendig?“ Wer Ruhe sucht,
kommt oft morgens besser an.
Wer gern Menschen beobachtet,
findet später mehr Bewegung im
Hafen. Beides ist legitim. Das Foto
entsteht nicht durch die Uhrzeit,
sondern durch Aufmerksamkeit:
Licht, Wind, Geräusche, die Weite
über dem Wasser.
Fototipp ohne Technikstress
Viele Menschen glauben, sie
bräuchten für ein gutes Bild ein
besonderes Handy oder eine Kamera.
Für dieses Format ist das
Gegenteil hilfreich: Weniger Technik,
mehr Moment. Drei kleine
Tipps reichen:
• Perspektive wählen: Stellen
Sie sich so, dass das Herzmotiv
und die Umgebung gemeinsam
im Bild sind.
• Ein Schritt zurück: Oft wirkt
das Foto ruhiger, wenn nicht
nur das Gesicht, sondern auch
der Ort sichtbar bleibt.
• Zwei Varianten: Ein Bild mit
Menschen, eins ohne – so haben
Sie beides: Erinnerung
und Kulisse.
Wenn Sie andere Personen fotografieren,
achten Sie auf Rücksicht
und Privatsphäre. In öf-
33
fentlichen Bereichen gilt: Nicht
jeder möchte auf Bildern landen.
Ein kurzer Blickkontakt oder ein
Schritt zur Seite verhindert Missverständnisse.
HerzAktiv heißt: unterwegs
sein – ohne Leistungsdruck
Wir verwenden „HerzAktiv“ bewusst
nicht als Fitness-Versprechen.
Es geht nicht darum, etwas
„leisten“ zu müssen. HerzAktiv
bedeutet: den Tag so gestalten,
dass Bewegung, Begegnung, Ruhe
oder Genuss Platz haben. Ein Selfie
Point ist dafür ein guter Anker,
weil er einen Anlass schafft, überhaupt
loszugehen. Ob das ein
Spaziergang von zehn Minuten
ist oder ein ganzer Tagesausflug,
bleibt Ihre Entscheidung.
Wer mit gesundheitlichen Einschränkungen
unterwegs ist, kann
das Format ebenfalls nutzen – allerdings
mit gesundem Realismus.
Planen Sie Pausen ein, wählen Sie
Wege, die zu Ihnen passen, und
nehmen Sie Unterstützung in Anspruch,
wenn Sie sie brauchen.
Das ist kein medizinischer Rat,
sondern eine praktische Reiseerfahrung:
Ein guter Ausflug berücksichtigt
die eigene Tagesform.
Die Rolle der Community:
Erfahrung statt Bewertung
Uns ist wichtig, dass aus den Selfie
Points keine „Top-Listen“-Kultur
wird. Es geht nicht darum, Orte
gegeneinander auszuspielen. Was
uns interessiert, sind Erfahrungen:
Was macht den Moment vor
Ort aus? Was war überraschend?
Was hat gut funktioniert? Genau
hier entsteht Mehrwert für Leser:
Aus vielen kleinen Perspektiven
wird ein Gesamtbild, das Orientierung
bietet.
Wer ein Foto teilt, kann das mit
einer einfachen, glaubwürdigen
Tonalität tun. Ein Satz reicht oft
völlig: „Fehmarn, Burgtiefe: viel
Wind, viel Weite.“ Oder: „Juist:
kurz still geworden, obwohl viel
los war.“ Solche Mini-Sätze sind
stärker als jede Übertreibung.
Ein Format für vier
Jahreszeiten – ohne sich zu
verbiegen
In der Frühlingsausgabe steht
„Wenn Herzen sich berühren“ im
Mittelpunkt. Das Herzmotiv ist
dafür das offensichtliche Bildsymbol.
Für die weiteren Ausgaben
kann das Format mitwandern,
ohne den Namen zu verlieren.
Entscheidend ist nur, dass Sie das
jeweilige Motto klar benennen:
• Sommer: „Urlaubsmoment“ –
Wasser, Weite, Leichtigkeit.
• Herbst: „Genussmoment“ –
Märkte, Wege, Farben, kleine
Rituale.
• Winter: „Ruhemoment“ – stille
Plätze, Licht, klare Luft.
So bleibt „Selfie Point“ als Rubrik
stabil, während die Bildidee
pro Ausgabe eine neue Farbe bekommt.
Das hilft auch in der Redaktion:
Sie müssen nicht jedes
Mal neu erklären, was ein Selfie
Point ist. Sie erklären nur, welches
Motiv im Fokus steht.
Warum Fehmarn als Start auch
journalistisch sinnvoll ist
Ein Format braucht einen Einstieg,
der gleichzeitig exemplarisch und
konkret ist. Fehmarn erfüllt beides.
Exemplarisch, weil Küste und
Hafen für viele Menschen ein vertrautes
Bild sind. Konkret, weil
Burgtiefe einen eindeutigen Anlaufpunkt
bietet. Für Leser ist das
wichtig: Es ist leichter, ein neues
Format zu verstehen, wenn man
sofort einen Ort vor Augen hat,
den man sich vorstellen kann.
Für eine Magazinreportage lässt
sich Fehmarn außerdem gut erzählen:
Anreise, erster Blick auf
den Hafen, die Geräuschkulisse,
Begegnungen, kurze Beobachtungen.
Das ist nicht „groß“, aber
genau deshalb glaubwürdig. Ein
Selfie Point ist kein spektakuläres
Ereignis – er ist ein kleiner Anlass,
aus dem eine Geschichte werden
kann.
Zusammenarbeit mit Orten:
so bleibt es sauber und
nachvollziehbar
Wenn Sie das Format ausbauen,
wird früher oder später die Frage
auftauchen: Wie können Orte mitmachen
– und was heißt „Zertifizierung“?
Die Antwort sollte immer
transparent bleiben:
1. Selfie Point ist eine offene
Mitmachmarke: Ein Ort ist
dabei, wenn er als Fotopunkt
funktioniert, auffindbar ist
und die Regeln akzeptiert (QR,
Hinweis, respektvolle Nutzung).
2. Zertifizierung ist eine optionale
Qualitätsstufe – aber
nur, wenn Kriterien, Verfahren,
Geltungsdauer und Kennzeichnung
klar sind.
3. Redaktion und Kooperation
bleiben getrennt: Ein redaktioneller
Beitrag beschreibt,
was ist. Eine Kooperation wird
erkennbar gekennzeichnet.
So schützt man das Format vor
falschen Erwartungen. Und so
bleibt es auch rechtlich sauber: Es
gibt keine gesundheitlichen Wirkversprechen,
keine Heilbehauptungen
und keine unzulässigen
Aussagen. Es geht um Orte, Orientierung
und Teilnahme – und um
die Einladung, bewusst einen Moment
festzuhalten, ohne daraus
mehr zu machen, als es ist.
34
35
Ein kleiner Vorschlag für die
Umsetzung vor Ort
Wenn ein Ort offiziell teilnehmen
will, hilft eine einfache, unaufgeregte
Beschilderung: Titel, QR-
Code, eine kurze Erklärung („Foto-Ort“)
und ein knapper Hinweis
zu Rücksicht und Datenschutz.
Mehr braucht es nicht. Je ruhiger
das Schild, desto eher wird es akzeptiert
– auch von Menschen, die
mit Social Media wenig anfangen
können.
Wer möchte, kann zusätzlich mit
präzisen Standortangaben arbeiten
(z. B. Koordinaten oder drei-
Wörter-Adressen). Das ist besonders
dort hilfreich, wo ein Selfie
Point nicht an einer Straße liegt,
sondern an einem Aussichtspunkt
oder am Rand eines Weges. Auch
hier gilt: Es ist ein Service für Or
entierung, keine „Technikshow“.
Die Einladung
Vielleicht ist das der Kern: Diese
Selfie Points sind eine Einladung,
Deutschland in kleinen Etappen
zu entdecken. Nicht als Wettbewerb,
nicht als „Challenge“, sondern
als Sammlung von Momenten.
Fehmarn ist der Auftakt. Die
übrigen Orte sind Türen in andere
Landschaften – Küste, Mittelgebirge,
Städte, Seen. Sie entscheiden,
welche Tür Sie als Nächstes
öffnen.
Mini-Guide: So nutzen Sie die
Liste der 26 Orte
Wenn Sie sich fragen, womit Sie
anfangen sollen, hilft eine pragmatische
Auswahl: Nehmen Sie
einen Ort, der zu Ihrer aktuellen
Stimmung passt. Küste und Inseln
eignen sich, wenn Sie Weite
suchen. Städte passen, wenn Sie
kurze Wege und Infrastruktur
bevorzugen. Seen und Aussichtspunkte
sind gut, wenn Sie Natur
mit einem klaren Ziel verbinden
möchten. Und wenn Sie den Selfie
Point in eine Reise einbauen,
setzen Sie ihn bewusst an den Anfang
oder ans Ende: als Startsignal
(„Jetzt beginnt der Tag“) oder als
Abschluss („Das nehme ich mit“).
Für das Magazin behalten wir die
Liste als wiederkehrendes Element
bei. Sie ist bewusst knapp
gehalten, damit Sie nicht lesen
müssen, sondern losgehen können.
Die Details finden Sie über
den QR-Code – und vor Ort im
eigenen Tempo.
Hinweis zur Sprache
Wir nutzen den Begriff „Selfie
Point“, weil er kurz ist und im
Tourismus inzwischen verbreitet.
Gemeint ist immer dasselbe: ein
Fotopunkt, an dem ein Bild ausdrücklich
erwünscht ist. Wer das
Wort „Selfie“ nicht mag, kann es
gedanklich einfach durch „Herzfoto“
ersetzen. Wichtig ist nicht
der Begriff, sondern der Moment.
Und noch ein praktischer Tipp:
Nehmen Sie sich vor dem Foto 5
Sekunden Zeit. Einmal tief durchatmen,
Blick in die Umgebung,
dann erst auslösen. Diese kleine
Pause macht aus einem Bild einen
Erinnerungsmoment.
Die 26 Meine HERZENSORTE
Selfie Points (Auswahl)
1. Fehmarn – Yachthafen in
Burgtiefe
2. Juist – Strandpromenade
3. Hennigsdorf – Innenstadt
4. Wolfsburg – am Wasserspiel
in der mittleren Porschestraße
5. Magdeburg – Elbauenpark
6. Bramsche – am Hasesee
7. Arnsberg – Schlossberg
8. Bergisch Gladbach – Marktplatz
9. Schwalmtal – Rainrod
10. Bad Honnef – am Kirchplatz
11. Ehrenberg – oberhalb Mariengrotte
Wüstensachsen
12. Bad Salzungen – am Burgsee
13. Schöneck – IFA Hotel & Ferienpark
14. Saarbrücken – Innenstadt
15. Görauer Anger – zwischen
Görau und Thurnau
16. Hof – Untreusee
17. Fichtelgebirge – Wunsiedel
18. Frankenthal – auf dem Rathausplatz
19. Ober-Kainsbach – Reichelsheim
im Odenwald
20. Mückenloch – nach Dilsberg
21. Absberg – Herz-Aussichtspunkt
Brombachsee
22. Pforzheim – Weisenhauserplatz
23. Bodenmais – im Herzen des
Bayerischen Waldes
24. Sasbachwalden – am Hörchenberg
25. Kappelrodeck-Waldulm –
Weinwanderrundweg
26. Tannheimer Tal – Blick auf
den Haldensee
Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen
und Ihren HERZENSORTE-
Moment mit uns teilen.
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Business-Coaching
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HERZ
&
Liebe
HerzInfo | THEMENMAGAZINE
Themenmagazine
Auf der rechten Seite finden Sie unsere digitalen Themenmagazine. Passende Beiträge dazu erwarten
Sie auch in dieser Ausgabe. Wenn ein Thema Ihr besonderes Interesse weckt, gelangen Sie über
die jeweilige Verlinkung direkt zu vertiefenden Einblicken im jeweiligen Magazin.
Übersicht der Themenmagazine
• Menschen – Momentaufnahmen: Persönliche Geschichten und Alltags eindrücke rund um
das Thema Herz. Betroffene kommen selbst zu Wort und schildern ihre Erfahrungen im Alltag
• Reisen – Entspannt unterwegs: Reiseeindrücke kombiniert mit Anregungen für Bewegung
und Erholung unterwegs. Tipps und Inspiration für eine angenehme Reisegestaltung
• Experten – Wissenskompass: Fachbeiträge und Studien einblicke zu aktuellen Entwicklungen
aus Forschung und Praxis. Wissenschaftler:innen erläutern Hintergründe und geben alltagstaugliche
Hinweise.
• Selbsthilfe – Patientinnen und Patienten Empowerment: Informationen zu Online-
Communities und lokalen Gruppen. Anregungen, wie Sie sich vernetzen und eigene Ideen
einbringen können
• Leben – Neues entdecken: Vorstellung verschiedener Angebote wie Achtsamkeitskurse,
Coaching-Programme und technologische Anwendungen mit Blick auf psychisches
Wohlbefinden
• Herzensorte - Resilienz und Wohlbefinden: stellt eine kuratierte Sammlung von Orten mit
besonderen atmosphärischen Qualitäten vor, die zum Entspannen und Innehalten einladen
können
• Gesundheit mitgestalten: Leser:innen sind eingeladen, Themenwünsche und Feedback
einzureichen, um künftige Ausgaben gemeinsam mit der Redaktion zu entwickeln
• Stoffwechsel vital: Anregungen für eine ausgewogene Alltags-Routine mit Rezeptideen,
kurzen Übungs impulsen und Selbst experimenten
• HerzSchlag – Aktionsbündnis: Vernetzung von Initiativen, Patientinnen und
Patienten:innengruppen und Fach kräften. Vorstellung von Projekten und lokalen
Veranstaltungen
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HerzGesund | DAS HERZ IM FRÜHLING
GUT ZUM HERZ
im Frühling
von Matthias Jung
Leichter leben, bewusst handeln – herzbewusst
durch den Frühling
Der Frühling verändert
Licht, Tagesrhythmus und
oft auch die eigene Motivation.
Viele Menschen sind
wieder häufiger draußen,
planen mehr Wege zu Fuß
und nehmen sich vor, nach
den ruhigeren Wintermonaten
aktiver zu werden.
Für Herz und Kreislauf ist
das eine gute Gelegenheit,
Gewohnheiten neu zu sortieren
– nicht mit Druck,
sondern mit einem realistischen
Blick auf den Alltag.
Dieser Beitrag bündelt praktische
Schritte, die Orientierung
geben, ohne medizinische
Abklärung zu ersetzen.
Übergang statt
Überforderung
Mildere Temperaturen laden
dazu ein, sofort mehr zu machen.
Genau hier hilft Zurückhaltung.
Wer über Wochen
wenig Bewegung hatte,
beginnt besser nicht mit langen
oder intensiven Einheiten.
Sinnvoller ist ein sanfter
Einstieg: zügiges Gehen,
lockeres Radfahren, leichte
Gymnastik oder kürzere
Strecken im Alltag einbauen.
Auch Gartenarbeit kann
Bewegung sein, wenn sie dosiert
bleibt. Entscheidend ist
42
weniger der perfekte Plan
als die Frage, was dauerhaft
machbar ist. Für viele
ist es praktikabel, an drei
Tagen pro Woche feste
Zeitfenster einzuplanen
und dazwischen spontane
Bewegung mitzunehmen.
Bewegung mit Maß und
Rhythmus
Der Frühling eignet sich
gut, um Routinen neu aufzubauen.
Wer morgens
oder am frühen Abend
kurze Wege zu Fuß erledigt,
sammelt Bewegung,
ohne extra Trainingszeit
freizuräumen.
Auch einfache Kraftübungen
bleiben sinnvoll, weil
sie Muskulatur, Haltung
und Gleichgewicht unterstützen:
etwa Aufstehen
und Hinsetzen in Serie,
Wandliegestütze oder
Übungen mit dem eigenen
Körpergewicht. Als
alltagstauglicher Maßstab
hilft die Sprechprobe:
Bei moderater
Belastung sollte es noch
möglich sein, ganze Sätze
zu sprechen. Nach Infekten
oder längeren Pausen
gilt weiter: langsam steigern
und Warnzeichen
ernst nehmen.
Essen und Trinken:
leichter, aber nicht
gedankenlos
Mit dem Frühling verändert
sich oft auch der
Speiseplan. Frische Kräuter,
Salate, Spargel, Radieschen
oder erstes regionales
Gemüse bringen
Abwechslung auf den
Teller. Gleichzeitig bleibt
die Grundidee dieselbe:
Allergiker sollten im
Frühling und bei Aktivitäten
im Freien ihre Bewegungseinheiten
an der aktuellen
Pollenbelastung,
Luftqualität und Wetterlage
ausrichten und stark
belastete Zeitfenster meiden.
ausgewogen essen, stark verarbeitete
Produkte nicht zur Routine
werden lassen und Portionsgrößen
im Blick behalten. Wer zu erhöhtem
Blutdruck neigt, sollte auch im
Frühling auf einen bewussten Umgang
mit Salz achten. Praktisch ist
eine einfache Struktur im Alltag:
Gemüse als Basis, dazu Eiweißquellen
und passende Sättigungsbeilagen.
Auch das Trinken verdient
Aufmerksamkeit. Steigende
Temperaturen, mehr Aktivität und
längere Tage lassen den Bedarf oft
unbemerkt wachsen. Für viele ist
es hilfreich, Getränke sichtbar bereitzustellen
und über den Tag zu
verteilen.
43
Schlaf, Licht und
Tagesstruktur
Mehr Helligkeit kann antriebfördernd
wirken, sie
ersetzt aber keinen stabilen
Rhythmus. Wer abends lange
wach bleibt, weil es draußen
noch hell ist, merkt oft
erst nach einigen Tagen, dass
Schlafdauer und Erholung
leiden.
Für Herz und Kreislauf
bleibt Regelmäßigkeit wichtig:
möglichst ähnliche
Schlafenszeiten, kurze Erholungsphasen
im Tagesverlauf
und ausreichend Bewegung
bei Tageslicht.
Gerade im Frühling können
Termine, Familienaktivitäten
und spontane Verabredungen
zunehmen. Umso
hilfreicher ist eine einfache
Frage: Was tut mir wirklich
gut, und was macht meinen Tagesablauf
unnötig unruhig?
Werte kennen, Signale
einordnen
Patient Empowerment beginnt
nicht mit Perfektion, sondern
mit Klarheit. Wer Blutdruck,
Puls oder Gewicht in sinnvollen
Abständen dokumentiert,
erkennt Veränderungen eher
und kann sie im Gespräch besser
einordnen.
Digitale Helfer wie Blutdruckmessgeräte
oder Smartwatches
können dabei unterstützen,
Trends zu beobachten. Sie ersetzen
jedoch keine Diagnose.
Für das nächste Gespräch in
Praxis oder Klinik können drei
Fragen nützlich sein: Welche
Zielwerte sind für mich sinnvoll?
Woran erkenne ich, dass
ich mich überlaste? Und welche
kleine Veränderung ist in den
Im Frühling rückt präventive
Herzgesundheit für
viele stärker in den Blick.
Die helleren Tage und milderen
Temperaturen sind
eine gute Gelegenheit,
einen kardiologischen
Check-up einzuplanen
und bewusster auf das
Herz zu achten.
nächsten vier Wochen realistisch?
Akute Beschwerden
wie Brustschmerzen, Luftnot
in Ruhe, Ohnmacht oder
neurologische Auffälligkeiten
sollten nicht auf später
verschoben, sondern medizinisch
abgeklärt werden.
Frühlingsroutine in 30 Sekunden:
leichter Einstieg,
feste Bewegungsfenster, Gemüse
als Basis, Trinken mit-
denken, Schlafrhythmus stabil halten.
Wer kleine, verlässliche Schritte einübt,
schafft mehr als mit übergroßen Vorsätzen.
Der Frühling ist kein Neustart unter
Zwang, sondern eine gute Zeit, Gewohnheiten
wieder in Bewegung zu bringen.
Hinweis: Dieser Text dient der
Information und ersetzt keine
individuelle medizinische Beratung
oder Behandlung.
44
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
45
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47
WIR SIND
HerzAktiv | Die HERZENSORTE-COMMUNITY
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
von Matthias Jung
Gründer & Initiator
vom Portal
GUT ZUM HERZ
Ich bin Matthias Jung. Vor einigen
Jahren lag mein BMI bei 35
– Adipositas Grad 2. Viele Jahre
habe ich versucht abzunehmen: Diäten,
die nicht halten, was sie versprechen.
Sportkurse, die ich nach
wenigen Wochen abbreche. Bücher
über Stoffwechsel und Kalorien.
Gut gemeinte Ratschläge von Ärzten,
Therapeuten, Freunden. Und
nichts – wirklich nichts – funktioniert.
Jeder neue Versuch bringt kurz
Hoffnung: „Dieses Mal wird es
anders.“ Danach folgt die Enttäuschung:
„Es ist wieder wie immer.“
Mit der Zeit wird der innere Dialog
zur Qual. Nicht nur das Übergewicht
belastet mich, sondern auch
die Stimme im Kopf: „Es ist deine
Schuld. Du bist willensschwach.
Du versagst.“
Wenn Trauer den Körper
verändert
Die Wendung kommt nicht durch
Motivation, nicht durch eine neue
Diät, kein Fitnessstudio, kein neues
Programm. Sie kommt durch
Trauer.
Der Tod meiner Mutter, zu der ich
48
sehr
eine sehr enge Beziehung hatte,
bricht etwas in mir. Dieser
Schmerz, diese Leere schnürt
mir regelrecht den Hals zu. Essen
wird nebensächlich. Was über
Stoffwechsel und Kalorien gesagt
wird, hat seine Berechtigung.
Gleichzeitig gilt auch: Wenn über
längere Zeit weniger Energie aufgenommen
wird, als der Körper
verbraucht, nimmt man ab – auch
wenn der Auslöser dafür alles andere
als schön ist.
Über einen Zeitraum von rund
drei Jahren verliere ich so von ursprünglich
etwa 105 Kilogramm
VIELE
ungefähr 40 Kilogramm. Kein
spektakulärer Vorher-nachher-
Effekt, sondern eine langsame,
oft schmerzhafte, aber nachhaltige
Veränderung. Sie kommt nicht
aus einem „Plan“, sondern aus
einem Gefühl, das sich niemand
wünscht.
Kleine Siege, große Wirkung
Getragen haben mich dabei die
kleinen Schritte. Immer wenn
etwa zehn Kilogramm geschafft
sind, feiere ich das – nicht mit
Essen, sondern mit einem neuen
Kleidungsstück. Zum ersten Mal
seit Jahren gehe ich wieder gern
einkaufen. Nicht, weil plötzlich
alles perfekt ist, sondern weil ich
sehe: Da tut sich etwas. Jede neue
Hose, jedes neue Hemd wird zum
Symbol für Veränderung.
Parallel dazu spreche ich mit meinen
Ärztinnen und Ärzten über
die Medikation. Ein veränderter
Körper braucht oft andere Dosierungen.
Man glaubt kaum, was
das ausmachen kann – körperlich,
psychisch, emotional. Weniger
Tabletten sind nicht nur eine
Zahl auf dem Rezept, sondern ein
sichtbares Zeichen: Es bewegt sich
49
etwas. Die Medizin reagiert auf
das, was ich mir erarbeitet habe,
und nicht nur auf Laborwerte.
Und doch bleibt ein Gefühl: Ich bin
mit dieser Geschichte oft allein.
Die Umwelt urteilt weiter. Ein unbedachter
Kommentar, ein Blick,
ein Artikel im Netz – und der alte
innere Dialog meldet sich zurück.
In dieser Phase wird mir klar: So
geht es vielen.
Die Last der Unsichtbarkeit
Viele Menschen mit Adipositas
kennen dieses paradoxe Gefühl:
In einem vollen Raum das Gefühl
zu haben, gleichzeitig unsichtbar
und doch zu sichtbar zu sein. Man
ist da, nimmt Raum
ein – oft buchstäblich
mehr Raum als andere
– und erlebt doch,
auf Kilos reduziert zu
werden.
Blicke, Kommentare,
vermeintliche Witze
hinterlassen Spuren.
Manche ziehen sich
zurück: Sie sagen Einladungen
ab, meiden
Kantinen, wechseln
die Straßenseite, um
Sprüchen aus dem
Weg zu gehen. Manches Kleidungsstück
bleibt im Schrank,
weil schon der Gedanke an die
Umkleidekabine Stress auslöst.
Stigmatisierung von außen kann
sich in Selbststigmatisierung verwandeln.
Aus den Stimmen anderer
wird die innere Stimme: „Sie
haben recht. Du bist selbst schuld.“
Der Teufelskreis der Scham
So entsteht ein Teufelskreis: Stigmatisierung
führt zu Rückzug,
Rückzug zu Einsamkeit, Einsamkeit
zu Stress. Viele versuchen,
diesen Stress mit Essen zu beruhigen.
Emotionales Essen kann zu
weiterer Gewichtszunahme führen
– und die erneute Zunahme
verstärkt die Stigmatisierung.
Hinzu kommt: Menschen mit Adipositas
leiden häufiger unter depressiven
Symptomen, Ängsten
und einem angegriffenen Selbstwertgefühl.
Wer sich ohnehin schämt, geht
oft ungern zum Arzt – erst recht,
wenn er schon einmal Sätze gehört
hat wie: „Essen Sie einfach weniger
und bewegen Sie sich mehr.“
Als wäre das nicht längst versucht
worden. Für manche wird das
Wartezimmer so zu einem Ort der
Anspannung statt der Entlastung.
Wenn Einsamkeit zur Gefahr
wird
Einsamkeit und soziale Isolation
sind keine Randthemen. Sie können
das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
erhöhen und
verstärken seelische Belastungen.
Für Menschen mit Adipositas, die
häufiger mit Bluthochdruck, Diabetes
oder anderen Begleiterkrankungen
leben, kann diese Kombination
besonders schwer wiegen.
So entsteht eine doppelte Last:
körperliche Einschränkungen
durch das Gewicht und seelische
Belastungen durch Einsamkeit,
Scham und Rückzug. Gerade hier
wären Unterstützung und Verständnis
wichtig – und genau hier
setzen Selbsthilfegruppen an.
Selbsthilfegruppen: Orte des
Verstehens
Selbsthilfegruppen für Adipositas
gibt es in vielen Regionen
– in Krankenhäusern, Selbsthilfekontaktstellen,
Gemeindezentren
oder online. Sie sehen
unterschiedlich aus, haben verschiedene
Schwerpunkte, doch
eine Botschaft ist überall ähnlich:
„Bei uns sind Sie mit Ihrer Erkrankung
nicht allein.“
Hier treffen Menschen
aufeinander,
die wissen, wovon sie
sprechen: von unzähligen
Abnehmversuchen,
von Kommentaren
im Alltag, von
medizinischen Terminen,
von Scham, aber
auch von Erfolgen,
Rückfällen und neuen
Anfängen. Dieses
gemeinsame Wissen
schafft etwas, was
kein Ratgeber leisten
kann: das Gefühl,
wirklich verstanden zu werden.
Was in einer Selbsthilfegruppe
passiert
In den meisten Gruppen stehen
drei Dinge im Mittelpunkt:
Erstens: Erfahrungsaustausch.
Betroffene erzählen, wie es ihnen
geht – mit Rückschlägen,
mit Erfolgen, mit Zweifeln, mit
Hoffnung. Fragen, für die in der
Sprechstunde zu wenig Zeit bleibt
oder die man sich dort nicht traut
zu stellen, finden Raum. Es tut gut
zu hören: „Das kenne ich auch.“
Manchmal reicht ein Satz, um das
50
Gefühl zu durchbrechen, allein zu
sein.
Zweitens: Motivation. In einer
Gruppe sitzen Menschen an unterschiedlichen
Punkten ihres Weges.
Manche haben bereits Gewicht
verloren, andere beginnen gerade
erst, einige bereiten eine Operation
vor oder leben schon viele Jahre
damit. Allein zu sehen, dass Veränderung
möglich ist – mit ganz
verschiedenen Wegen – kann Mut
machen. Veränderung wird vom
abstrakten Ziel zu etwas, das im
echten Leben vorkommt.
Drittens: Wissen. Viele Gruppen
laden Fachleute ein – Ärztinnen,
Ärzte, Ernährungsfachkräfte
oder Psychologinnen. Es geht um
Zusammenhänge zwischen Adipositas
und Herzgesundheit, um
Therapieoptionen, um Begleiterkrankungen
oder um Strategien
im Umgang mit Stress und Stigmatisierung.
Selbsthilfe ersetzt
keine ärztliche Behandlung, aber
sie hilft, Informationen besser
einzuordnen und Fragen gezielter
zu stellen. Wer gut informiert ist,
kann Entscheidungen gemeinsam
mit dem Behandlungsteam treffen.
Mehr als nur eine Gruppe –
eine Gemeinschaft
Mit der Zeit werden aus Gruppentreffen
oft mehr als nur Termine
im Kalender. Es entstehen Bekanntschaften
und Freundschaften.
Man lacht zusammen über
kleine Alltagsabsurditäten, teilt
Frust, feiert Erfolge. Für viele ist
die Gruppe ein Schutzraum: ein
Ort, an dem man nicht erklären
muss, warum manches schwerfällt,
und an dem niemand perfekt
sein muss.
Selbsthilfegruppen können Rückhalt
bieten – besonders in Phasen,
in denen der eigene Weg ins Stocken
gerät. Sie geben das Gefühl:
„Ich muss das nicht allein schaffen.“
Und genau dieses Gefühl
kann den Unterschied machen
zwischen Aufgeben und Weitermachen.
Wir sind (sehr) viele
Über 16 Millionen Menschen in
Deutschland leben mit Adipositas.
Rechnet man Herz-Kreislauf-
Erkrankungen, Bluthochdruck,
Diabetes und andere Begleiterkrankungen
hinzu, sind es rund
30 Millionen Menschen, die mit
ähnlichen Herausforderungen zu
tun haben. Wir sind keine Randgruppe.
Wir sind viele – wir sind
sehr viele.
Trotzdem fühlen sich viele Betroffene
allein. Sie schämen sich,
vermeiden Kontakte, halten ihre
Geschichte zurück. Selbsthilfegruppen
und Initiativen wie HER-
ZENSORTE setzen genau hier an:
Sie machen sichtbar, was sonst oft
verborgen bleibt, und geben Erfahrungen
eine Stimme.
Datenbasis: RKI-Gesundheitsmonitoring GEDA 2019/2020
51
HERZENSORTE – Orte, die gut
zum Herz sind
Mit HERZENSORTE möchten
wir Orte sammeln, an denen
Menschen mit Adipositas und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
gute Erfahrungen gemacht haben:
die Selbsthilfegruppe im
Gemeindezentrum, das Café, in
dem niemand abwertend schaut,
das Fitnessstudio, in dem man
ernst genommen wird, der Park,
in dem der erste längere Spaziergang
möglich war. Solche Orte
sind mehr als nur Punkte auf einer
Landkarte. Sie können Anker sein
in Zeiten, in denen vieles wackelt.
Wenn Betroffene ihre HERZENS-
ORTE teilen, entsteht ein Netzwerk
aus Erfahrungen, das anderen
Mut machen kann: „Da war
jemand vor mir. Vielleicht passt
dieser Ort auch für mich.“ Wer
solche Orte weiterempfiehlt, hilft
mit, dass andere nicht bei null anfangen
müssen, sondern Anknüpfungspunkte
finden.
Ein Aufruf: Trau dich
Wenn du mit Adipositas lebst und
dich oft allein fühlst: Es gibt Menschen,
die verstehen, was du erlebst.
Menschen, die nicht urteilen, sondern
zuhören. Menschen, die selbst
Schritte gegangen sind und wissen,
wie schwer sie manchmal sind.
Sich eine Selbsthilfegruppe zu suchen,
ist kein Zeichen von Schwäche,
sondern von Stärke. Es kann
ein erster Schritt aus der Isolation
sein – hin zu mehr Verständnis,
mehr Austausch und vielleicht
auch mehr Zuversicht. Wenn du
möchtest, kannst du zusätzlich
deinen eigenen HERZENSORTE-
Moment festhalten: einen Ort,
eine Gruppe, einen Menschen, der
dir gut getan hat. Schon das Benennen
kann ein wichtiger Schritt
sein.
Du bist nicht allein. Wir sind viele.
Wir sind sehr viele. Und gemeinsam
kann aus Scham Schritt für
Schritt Selbstachtung werden –
und aus Isolation ein Gefühl von
Gemeinschaft.
...übrigens
Den Erfolg bewusst erleben
Es ist elementar wichtig, zunächst
einen Erfolg zu erleben
– ganz egal, woher er
kommt. Dieser erste Erfolg,
so klein er auch sein mag,
durchbricht die Schleife der
Enttäuschung. Der innere
Dialog, der vorher sagte „Es
ist wieder wie immer“, kann
das nicht mehr behaupten.
Der Schlüssel liegt darin,
diesen ersten Erfolg bewusst
zu würdigen und als Wendepunkt
zu verankern. Jedes
verlorene Kilogramm zählt,
wenn man standhaft bleibt
und nicht mehr aufgibt.
Ihr Matthias Jung
52
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
53
54
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
55
digital
Die ganze Welt der Magazine auf
eMagazin.digital
WERBUNG
HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz
Vier
mal
von Matthias Jung
32 Tage Orientierung im Herzalltag
58
Vier Jahreszeiten, vier mal „8 Tage
...gut zum Herz“, das sind 32 wertvolle
Impulse zum Thema Herzgesundheit.
In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zu den häufigsten
Gesundheitsherausforderungen zählen,
reichen oberflächliche Informationen oft
nicht aus. Menschen brauchen Zeit – Zeit
zum Verstehen, Zeit zum Verarbeiten, Zeit
zum Austausch mit anderen, die ähnliche
Erfahrungen machen.
Jeden Tag neue Impulse
Das Konzept „8 Tage ...gut zum Herz“
schafft genau diese Struktur. Die Idee dahinter
ist elegant und neu: In acht Tagen
(innerhalb von rund 2 Wochen) wird ein
Herzthema aus verschiedenen Blickwinkeln
beleuchtet. Jeden Tag gibt es neue Impulse,
Informationen und vor allem: Gelegenheiten
zum Austausch. Betroffene
erfahren, was sie wissen müssen – nicht
überfordernd, sondern dosiert und verständlich
aufbereitet.
Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk, in dem
sich Menschen verstanden fühlen, Experten
erreichbar sind und Fachleute aus dem
Gesundheitswesen wertvolle Einblicke in
die Lebenswirklichkeit ihrer Patienten gewinnen.
59
Diese Struktur wird 2026 vier Mal
umgesetzt – als ein ganzjähriges
Programm, das Menschen begleitet
und Herzgesundheit in den
Alltag integriert.
Jede Jahreszeit widmet sich
einem zentralen Risikofaktor
oder Krankheitsbild:
• Frühling – Bluthochdruck:
Hoher Blutdruck ist in
Deutschland weit verbreitet
und gilt als einer der größten
Risikofaktoren für Herzinfarkt
und Schlaganfall. Oft
bleibt er lange unbemerkt,
weil er kaum Beschwerden
macht. Medizinern zufolge
ist Bluthochdruck in Europa
der mit Abstand wichtigste
Risikofaktor – er trägt an fast
einem Viertel aller Todesfälle
und 13 % aller Behinderungen
mit Schuld. Eine konsequente
Kontrolle (z.B. regelmäßige
Blutdruckmessung) und Lebensstil-Anpassungen
(gesunde
Ernährung, Bewegung,
Stressreduktion) können den
Blutdruck senken und das Risiko
deutlich verringern.
• Sommer – Vorhofflimmern:
Diese unregelmäßige Herzschlagfolge
ist die häufigste
Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern
steigert das
Schlaganfallrisiko dramatisch
– bis zu 20 % aller Schlaganfälle
treten bei Patient:innen
mit Vorhofflimmern. Außerdem
führt die Störung langfristig
zu Herzschwäche. Daher
liegt ein Schwerpunkt
darauf, Vorhofflimmern früh
zu erkennen (z.B. per EKG)
und mit Blutverdünnern das
Schlaganfallrisiko zu reduzieren.
Betroffene erfahren, wie
sie Symptome wie Herzstolpern
und Schwindel richtig
einordnen und behandeln lassen
können.
• Herbst – Fettstoffwechselstörung:
Überschüssiges
Cholesterin und hohe Blutfettwerte
gehören zu den unabhängigen
Haupt-Risikofaktoren
für Herzkrankheiten.
Dauerhaft erhöhte Fettwerte
führen zu Arteriosklerose
(Gefäßverkalkung), Arterien
verengen sich – Herzinfarkte
und Schlaganfälle drohen.
Die Patienten-Informationen
betonen: „Eine Fettstoffwechselstörung
klingt harmlos, ist
es aber nicht. Sie gehört zu
den wichtigsten Risikofaktoren
für einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall. In den Veranstaltungen
lernen die Teilnehmer,
ihre Blutfettwerte durch
Ernährung, Bewegung und –
wenn nötig – Medikamente zu
senken.
• Winter – Herzinsuffizienz:
Unter der Herzmuskelschwäche
leiden bereits über 4 Millionen
Menschen in Deutschland.
Bei Herzinsuffizienz
kann das Herz nicht mehr genug
Blut pumpen. Es ist heute
die häufigste Ursache für eine
Krankenhauseinweisung und
einer der führenden Gründe
für Sterbefälle. Die Symptome
beginnen oft schleichend mit
Atemnot und Müdigkeit. In
der Themenwoche geht es darum,
Anzeichen früh zu erkennen
und mit Medikamenten,
Reha und Lebensstil-Änderungen
den Verlauf zu bremsen.
Wichtig ist dabei auch die
psychische Komponente: „Die
Diagnose Herzinsuffizienz
kann eine große psychische
Belastung darstellen. […] Professionelle
Hilfe und der Austausch
mit anderen Betroffenen
können dazu beitragen,
dass man sich besser fühlt“.
Vier Mal 8 Tage = 32 Mal
Chancen auf Verständnis und
Vernetzung
Dieser Jahresrhythmus schafft 32
intensive Tage der Auseinandersetzung
mit Herzgesundheit. Das
klingt nach einer großen Zeitinvestition
– und das ist es auch. Aber es
ist eine Investition in sich selbst, in
das eigene Verständnis und in das
Netzwerk von Menschen, die ähnliche
Wege gehen. Für Menschen
wie Markus, die gerade ihre Diagnose
erhalten haben, bietet dieses
60
Geschätzte Prävalenz ausgewählter Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland
Abbildung: Geschätzter Anteil von Männern und Frauen in Deutschland, die von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,
Vorhofflimmern oder Herzinsuffizienz betroffen sind. Bluthochdruck: Erwachsene ab 18 Jahren; Fettstoffwechselstörungen:
18–79 Jahre; Vorhofflimmern: Beispiel Altersgruppe 65–74 Jahre; Herzinsuffizienz: ab 30 Jahren. Quellen: Robert Koch-Institut
(GEDA 2014/2015-EHIS, DEGS1), Gesundheitsatlas Deutschland 2023, Stiftung Gesundheitswissen.
Konzept etwas Unbezahlbares: Es
nimmt die Angst vor dem Unbekannten
und ersetzt sie durch klares,
praktisches Wissen. Es zeigt,
dass hinter der medizinischen Diagnose
echte Menschen mit echten
Erfahrungen stecken.
Es verbindet Betroffene mit Experten
– nicht in abstrakten Seminaren,
sondern in echtem Austausch.
Aber auch Menschen, die bereits
länger mit einer Herzdiagnose leben,
finden in diesem Konzept
wertvollen Mehrwert.
Sie können ihr Wissen vertiefen,
erfahren von neuen Entwicklungen
und Erkenntnissen, und vor allem:
Sie können ihr Erfahrungswissen
mit anderen teilen. Sie werden zu
Mentoren, zu Orientierungspunkten
für Neuerkrankte.
Der Aufbau der acht Tage:
Zuhören, Verstehen,
Netzwerken
Jede achtägige Phase folgt einem
bewährten Schema, das
drei zentrale Säulen umfasst:
Zuhören: Echte Geschichten von
Menschen, die ähnliche Diagnosen
haben. Nicht inszeniert, nicht
perfekt – sondern authentisch.
Dies schafft sofortige Verbindung
und das Gefühl, nicht allein zu
sein.
Verstehen: Fundierte, verständlich
aufbereitete Informationen
rund um die jeweilige Erkrankung.
Medizinisches Wissen wird
in Alltagssprache übersetzt. Experten
machen komplexe Zusammenhänge
nachvollziehbar, ohne
dabei zu vereinfachen. So entsteht
Orientierung, die Betroffenen und
Angehörigen hilft, ihre Situation
besser einzuordnen und Fragen an
die behandelnden Ärztinnen und
Ärzte gezielt vorzubereiten.
Netzwerken: Der Austausch zwischen
Betroffenen untereinander
sowie mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen.
Hier entstehen
Verbindungen, Freundschaften
und ein gegenseitiges Verständnis,
das über die acht Tage hinaus bestehen
bleibt. Diese Struktur hat
sich bereits bewährt. Sie schafft
nicht nur Wissensvermittlung,
sondern auch emotionale Sicherheit
– etwas, das Menschen mit
neu diagnostizierten Herzerkrankungen
oft am meisten brauchen.
Für wen ist dieses Programm?
Das Konzept „8 Tage ...gut zum
Herz“ ist primär für Menschen
mit Herzbefunden konzipiert – ob
gerade diagnostiziert oder schon
länger bekannt. Es ist für diejenigen,
die Orientierung suchen, die
verstehen wollen, was in ihrem
Körper passiert, und die von der
Erfahrung anderer Menschen
profitieren möchten.
Aber auch Angehörige finden hier
wertvollen Raum. Partner, Kinder,
enge Vertraute – sie sind oft
die wichtigsten Unterstützer und
brauchen selbst Verständnis für
die Situation, um gut unterstützen
zu können. Darüber hinaus bietet
das Programm für Fachleute aus
Medizin, Pflege und Gesundheitswesen
wertvolle Einblicke. Sie lernen,
wie ihre Patienten ticken,
welche Fragen sie bewegen,
welche Informationen ihnen
wirklich helfen. Dieser
Einblick in die Patientenperspektive
ist oft transformativ
– er humanisiert den
medizinischen Alltag und
schafft eine tiefere Basis für
effektive Zusammenarbeit.
Warum gerade dieses Format?
In einer Welt der Dauererreichbarkeit
und der Informationsüberflutung
schaffen acht fokussierte
Tage etwas Seltenes:
Sie schaffen Raum für tiefe Auseinandersetzung.
Sie sind lang
genug, um wirkliches Verständnis
zu entwickeln, aber nicht so
lang, dass Überforderung eintritt.
Sie sind strukturiert, wodurch
sie Sicherheit geben – aber nicht
so rigid, dass sie die menschliche
Komponente ersticken. Das
Format schafft zudem etwas, das
klassische Patienten-Webseiten
oder Broschüren nicht schaffen:
eine zeitlich begrenzte, gemeinsame
Erfahrung. Alle erleben die
gleiche Information zur gleichen
Zeit, alle sind aufgefordert, ihre
Gedanken und Fragen zu teilen.
Dies erzeugt eine Energie, eine
gegenseitige Unterstützung, die in
Isolation nicht entstehen kann.
Der Jahreskreis als natürlicher
Rhythmus
Der Jahresrhythmus ist bewusst
gewählt. Er verbindet das Programm
mit dem natürlichen
Rhythmus, den Menschen instinktiv
verstehen. Der Frühling ist
Anfang – perfekt für das Thema
Bluthochdruck, oft die erste Herzdiagnose.
Der Sommer ist Aktivität
– passend zu Vorhofflimmern,
das oft bei körperlicher Aktivität
spürbar wird. Der Herbst ist Reflexion
– ideal für das unterschätzte
Thema Fettstoffwechselstörung.
Der Winter ist Rückzug und Anpassung
– passend zu Herzinsuffizienz,
einer Erkrankung, die oft
profundere Lebensstiländerungen
erfordert.
Dieser natürliche Rhythmus hilft
Menschen, sich in einem größeren
Kontext zu verstehen. Die Erkrankung
wird nicht als isoliertes
Schicksal erlebt, sondern als Teil
eines kontinuierlichen Prozesses
der Selbstentwicklung und des
Verständnisses.
Orientierung in einer Welt voller
Unsicherheit
Am Ende ist das, was „8 Tage ...gut
zum Herz“ bietet, etwas sehr Fundamentales:
Orientierung. Menschen,
die eine Herzdiagnose erhalten,
befinden sich oft in einer
Phase großer Unsicherheit. Medizinischer
Jargon, unterschiedliche
Ratschläge, Angst vor der Zukunft
– das alles wirbelt durcheinander.
Das Konzept durchbricht dieses
Chaos mit klarer Struktur, authentischen
Geschichten und dem
Wissen, dass man nicht allein ist.
Für Markus könnte dieses Programm
bedeuten, dass seine Zitterhand
sich beruhigt, weil er
versteht, was Bluthochdruck
wirklich ist. Es könnte bedeuten,
dass er andere trifft, die
ähnliche Fragen haben, und
dass Experten sich Zeit für
ihn nehmen. Es könnte sein,
dass eine achtägige Reise sein
ganzes Verhältnis zu seiner Diagnose
verändert – von Angst zu
Verständnis, von Isolation zu Gemeinschaft,
von Hilflosigkeit zu
Handlungsfähigkeit.
Und genau das ist die Vision von
„8 Tage ...gut zum Herz“: Herzgesundheit
nicht als beängstigender
medizinischer Status, sondern als
ein Aspekt des Lebens, den man
verstehen kann, den man aktiv
mitgestalten kann – in Gemeinschaft
mit anderen.
WICHTIGER HINWEIS: Dieser
Beitrag vermittelt allgemeine
Informationen. Er ersetzt nicht
die Beratung durch medizinische
Fachpersonen. Bei Fragen
zu Ihrer persönlichen Gesundheit
wenden Sie sich an Ihren
Arzt oder Ihre Ärztin.
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Die Quellen dieses Beitrags
Bluthochdruck – Prävalenz (GEDA-Studie, RKI)
https://edoc.rki.de/handle/176904/2581
Bluthochdruck – Methodik/Weitere Infos (RKI)
https://edoc.rki.de/handle/176904/1494
Fettstoffwechselstörungen – Verbreitung (DEGS1, RKI)
https://www.gbe-bund.de/pdf/degs1_verbreitung_fettstoffwechselstoerungen.pdf
Health Monitoring – Hintergrund zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (RKI)
https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/Ausgaben/2017/JoHM_Inhalt_17_01.html
Vorhofflimmern – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/vorhofflimmern/allgemeines
Vorhofflimmern – Prävalenzübersicht (Stiftung Gesundheitswissen)
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/files/pdf/Pr%C3%A4valenz%20Vorhofflimmern_vf.pdf
Erhöhte Blutfette – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erhoehte-blutfette/hyperlipidaemie
Herzinsuffizienz – Gesundheitsatlas Deutschland
https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/erkrankung/herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz – Patienteninfos (Deutsche Herzstiftung)
https://herzstiftung.de/infos-zu-herzkrankheiten/herzinsuffizienz
Herzstiftung – Jahresbericht (Zahlen & Hintergründe)
https://herzstiftung.de/system/files/2024-06/JB2023-jahresbericht.pdf
WHO – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (europäische Region, Hintergrund & Kennzahlen)
https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/cardiovascular-diseases
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische oder
rechtliche Beratung dar. Für Diagnosen, Therapien oder individuelle Behandlungsentscheidungen konsultieren Sie bitte
stets qualifiziertes Fachpersonal. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen Verfasser und Verlag keine Gewähr für die
Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der dargestellten Informationen. Jegliche Haftung für unmittelbare oder
mittelbare Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist ausgeschlossen.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
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Die
GUT ZUM
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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz
Die Geschichte eines
stillen Risikos
von Matthias Jung
Mehr als 120 Jahre Blutdruckmessung
Stellen Sie sich vor: Ein
Arzt legt die Manschette
an, pumpt Luft hinein
und liest den Druck an einer
schlichten Säule ab. Heute ist
das Routine. Vor gut 100 Jahren
war genau diese Messung
ein medizinischer Durchbruch,
der half, eine stille Gefahr
überhaupt sichtbar zu
machen.
Bluthochdruck galt lange nicht
als eigenständige Erkrankung,
sondern eher als Begleiterscheinung
des Alterns oder
als Ausdruck von Nervosität.
Viele Menschen lebten mit erhöhten
Werten, ohne davon zu
wissen. Beschwerden waren
oft unspezifisch: Kopfdruck,
Schwindel, Herzklopfen oder
gar nichts. Gerade das machte
Bluthochdruck so tückisch.
Der Durchbruch der
Messung
Einen Wendepunkt markierte
das Jahr 1896: Der italienische
Arzt Scipione Riva-Rocci
entwickelte eine aufblasbare
Oberarmmanschette, mit der
sich der systolische Blutdruck
erstmals praktikabel
bestimmen ließ. 1905 ergänzte
der russische Arzt Nikolai
Korotkoff die Methode um
das Abhören der typischen
Strömungsgeräusche. Damit
konnten systolischer und
diastolischer Blutdruck zuverlässig
erfasst werden – das
Grundprinzip, das bis heute
gilt.
Frühe Erkenntnisse
Mit der besseren Messbarkeit
wuchs auch das medizinische
Verständnis. Ärztinnen und
Ärzte erkannten zunehmend,
dass dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte
kein harmloses
Phänomen sind. Im Laufe des
20. Jahrhunderts zeigte sich
immer klarer der Zusammenhang
mit Schlaganfall,
Herzinfarkt, Herzschwäche,
Nierenschäden und Gefäßveränderungen.
Aus einer schwer
greifbaren Beobachtung wurde
ein zentraler Risikofaktor
der Herz-Kreislauf-Medizin.
Von der Klinik in den Alltag
Frühe Behandlungen waren
begrenzt und oft belastend.
Empfohlen wurden vor allem
Ruhe, Gewichtsreduktion und
strenge Salzbeschränkung. Seit
den 1950er- und 1960er-Jahren
kamen wirksamere Medikamente
hinzu, später differenzierte
Wirkstoffklassen und
Kombinationstherapien. Dadurch
wurde Bluthochdruck
besser behandelbar – und vor
allem langfristig kontrollierbar.
Heute und morgen
Heute lässt sich Blutdruck
nicht nur in Praxis und Klinik,
sondern auch zu Hause und
ambulant über 24 Stunden
messen. Digitale Geräte erleichtern
die Selbstkontrolle,
Leitlinien sorgen für klarere
Einordnung. Entscheidend ist:
Bluthochdruck ist meist gut
behandelbar, wenn er erkannt
und ernst genommen wird.
Eine stille Gefahr wird
sichtbar
Die Geschichte des Bluthochdrucks
ist keine einzelne
Sensation, sondern die
Geschichte einer präziseren
Wahrnehmung. Was früher
oft unbemerkt blieb, kann
heute gemessen, eingeordnet
und behandelt werden. Genau
darin liegt der Fortschritt:
Aus einer unsichtbaren Gefahr
wurde ein beeinflussbarer
Risikofaktor – und für
viele Menschen die Chance,
schwere Folgeerkrankungen
zu vermeiden. Früh erkannt,
konsequent begleitet und verständlich
erklärt, bleibt Blutdruckmedizin
bis heute ein
Grundpfeiler der Prävention.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz
Das
Event!
im Frühling 2026
8 Tage
...gut zum Herz
Herzgesundheit
anders gedacht
ZUHÖREN – VERSTEHEN – NETZWERKEN
von Matthias Jung
In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten
Gesundheitsherausforderungen zählen, braucht es mehr als nur allgemeine
Ratschläge. GUT ZUM HERZ schafft eine einzigartige Plattform,
auf der Betroffene, Experten und Gesundheitsakteure zusammenfinden.
Unser Ziel: Herzgesundheit nicht nur zu verstehen, sondern gemeinsam
zu leben und zu fördern!
72
Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden; jede
Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.
WERBUNG
Das Konzept
„8 Tage ...gut zum Herz“
bietet eine strukturierte
Plattform, um die zentralen
Aspekte von Herzkrankheiten
– von Diagnose
über Therapie bis
Prävention – verständlich
darzustellen und durch
den Austausch zwischen
Betroffenen und Experten
neue Impulse für die
Herzgesundheit zu setzen.
Es kombiniert praktische
Informationen, persönliche
Erfahrungsberichte
und interaktive Formate,
um sowohl das Bewusstsein
zu stärken als auch
konkrete Lösungsansätze
zu entwickeln.
Das Konzept „8 Tage ...gut
zum Herz“ erweitert seinen Fokus
und widmet sich im Frühling
2026 einem Thema, das
viele Menschen betrifft und im
Alltag oft zu wenig Beachtung
findet: dem Bluthochdruck.
Die strukturierte Informationsreihe
beleuchtet zentrale
Aspekte rund um Erkennen und
Einordnen erhöhter Blutdruckwerte.
Im Mittelpunkt stehen
Fragen, die viele Betroffene
kennen: Woran merkt man, dass
etwas nicht stimmt? Wer ist in
der Versorgung wofür zuständig?
Und was hilft dabei, aus
Verunsicherung wieder mehr
Orientierung zu gewinnen?
Die Geschichte von Evi
(fiktives Fallbeispiel)
Mit 56 Jahren führte Evi ein
Leben, das nach außen gut
geordnet wirkte. Arbeit, Familie,
Termine, Verpflichtungen
– vieles lief gleichzeitig, vieles
musste funktionieren. Für die
eigenen Bedürfnisse blieb oft
wenig Raum. In den vergangenen
Monaten hatte sie immer
wieder Momente, die sie zwar
wahrnahm, aber nicht weiter
verfolgte: ein Druck im Kopf
am Morgen, innere Unruhe,
eine ungewohnte Kurzatmigkeit
beim Treppensteigen und
das Gefühl, selbst in ruhigeren
Phasen nicht richtig herunter-
73
zukommen. Für Evi klang das zunächst
nach Stress, Schlafmangel
oder den ganz normalen Anforderungen
eines dichten Alltags.
Der Wendepunkt kam nicht
dramatisch, sondern beiläufig.
Bei einem Arzttermin wurde ihr
Blutdruck gemessen – nicht nur
einmal, sondern wiederholt. Die
Werte lagen höher als erwartet.
Plötzlich bekamen die unscheinbaren
Signale einen Zusammenhang.
Evi fragte sich, ob sie die
Warnzeichen zu lange übergangen
hatte. Gleichzeitig stand
eine andere Frage im Raum: Was
bedeutet ein erhöhter Blutdruck
eigentlich konkret für ihren Alltag,
für ihre Zukunft und für das
eigene Sicherheitsgefühl?
Diese Geschichte ist ein fiktives
Fallbeispiel zur Veranschaulichung
möglicher Verläufe. Beschwerden
und Befunde können
sehr unterschiedlich sein. Bei
gesundheitlichen Fragen oder
auffälligen Werten sollte ärztlicher
Rat eingeholt werden.
Diese Geschichte ist kein
Einzelfall
Bluthochdruck gehört zu den
häufigen gesundheitlichen Themen
unserer Zeit. Gerade weil
erhöhte Werte oft über längere
Zeit keine eindeutig zuzuordnenden
Beschwerden verursachen,
bleibt das Thema im Alltag leicht
unscharf. Umso wichtiger sind
verständliche Informationen,
saubere Einordnung und eine
Begleitung, die nicht erst beginnt,
wenn Folgeprobleme bereits
sichtbar geworden sind.
Ein erhöhter Blutdruck ist mehr
als eine einzelne Zahl. Er kann
ein Hinweis darauf sein, dass das
Herz-Kreislauf-System dauerhaft
stärker belastet ist. Für Betroffene
entstehen daraus häufig medizinische
Fragen und Unsicherheit:
Reicht Beobachten? Muss sofort
gehandelt werden? Welche Rolle
spielen Hausarztpraxis, Facharzt,
Apotheke oder das eigene Verhalten
im Alltag? Genau an dieser
Stelle zeigt sich, wie wichtig eine
strukturierte und verständliche
Orientierung ist.
Mehr als nur
Wissensvermittlung
Hier setzt „8 Tage ...gut zum
Herz“ im Frühling 2026 an. Das
Format möchte Informationen
nicht nur sammeln, sondern in
einen Zusammenhang bringen.
Es schafft einen Rahmen, in dem
Betroffene, Fachleute und Gesundheitsakteure
verschiedene
Perspektiven auf das Thema Bluthochdruck
einbringen können.
So entsteht kein Wettbewerb der
Meinungen, sondern ein geordneter
Blick auf ein häufiges, oft
unterschätztes Gesundheitsthema.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis,
dass der Umgang mit
Bluthochdruck kein Einzelthema
für nur eine Berufsgruppe ist.
Gute Begleitung entsteht dort, wo
unterschiedliche Zuständigkeiten
nachvollziehbar werden und Betroffene
besser verstehen, welche
Fragen sie stellen können und
welche nächsten Schritte sinnvoll
sind. Es geht ausdrücklich
nicht um Heilversprechen oder
pauschale Lösungen, sondern um
Information, Einordnung und
Gesprächsanlässe.
An acht Tagen innerhalb von zwei
Wochen werden deshalb acht
verschiedene Gesundheitsakteure
vorgestellt, die in Prävention,
Diagnostik, Verlaufskontrolle und
Versorgung eine Rolle spielen
können. Diese mehrperspektivische
Herangehensweise macht
sichtbar, dass Blutdruck nicht
nur ein Messwert ist, sondern
ein Thema, das viele Bereiche des
Lebens berührt – von der ersten
Aufmerksamkeit für Warnsignale
bis zur langfristigen Begleitung
im Alltag.
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Facebook und Instagram für aktuelle
Updates!
8 Tage ...gut zum Herz“ ist
ein Format, das ein Gesundheitsthema
nicht in nur
einem Beitrag behandelt,
sondern in acht aufeinander
abgestimmten Teilen erklärt.
Jeder Tag beleuchtet einen
anderen wichtigen Aspekt,
zum Beispiel Früherkennung,
Therapie, Prävention,
Versorgung oder Forschung.
Dabei kommen unterschiedliche
Perspektiven zusammen:
Betroffene, Fachleute
und weitere Gesundheitsakteure.
Das Format verbindet Magazin,
Podcast, Social Media
und persönliche Erfahrungsberichte.
So entsteht
kein unübersichtlicher Informationsblock,
sondern
eine Reihe, die ein Thema
Schritt für Schritt verständlicher
macht. Für Leserinnen
und Leser heißt das: mehr
Orientierung, mehr Nähe
zum Alltag und ein klarerer
Blick darauf, wer bei einem
Gesundheitsthema welche
Rolle spielt. Gleichzeitig
bleibt das Thema über mehrere
Tage sichtbar und wird
greifbarer.“
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Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden; jede
Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.
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75
Wir wünschen
Ihnen und
Ihren Liebsten
schöne, ruhige
und erholsame
Osterfeiertage
2026 – von
Karfreitag,
3. April 2026, bis
Ostermontag, den
6. April 2026.
Das ganze Team von
GUT ZUM HERZ
78
79
HerzAktiv | IM GESPRÄCH
Steffen Morscheck
Im Gespräch
Nach einem Herzereignis wieder in Bewegung kommen
Wer nach einem Herzereignis
wieder in Bewegung
kommen möchte,
braucht oft mehr als gute Vorsätze.
Es braucht Zeit, Orientierung
und das Gefühl, dem eigenen
Körper langsam wieder vertrauen
zu können. Genau dieser Weg
verläuft selten geradlinig. Er besteht
aus Unsicherheit, kleinen
Fortschritten und der Erfahrung,
dass jeder Schritt zählt.
Steffen Morscheck hat diesen Weg
selbst erlebt. In der Winterausgabe
hat er bereits über seine persönliche
Geschichte berichtet; der
Link zu diesem Beitrag findet sich
auf der nächsten Seite im Kasten.
Für diese Ausgabe haben wir noch
einmal mit ihm gesprochen.
Denn inzwischen ist er weitere
Schritte gegangen: Er hat seinen
Lehrgang erfolgreich abgeschlossen,
erste Prüfungen bestanden,
leitet bereits eigenständig Trainings
und begleitet den Fitnessmonat
in der GUT ZUM HERZ
Facebook-Gruppe. Dort bringt er
sich inzwischen auch als Gruppenmoderator
ein.
Im Interview auf der nächsten Seite
erzählt er, was ihm in schwierigen
Phasen geholfen hat, warum
ein sicherer Rahmen so wichtig ist
und was er anderen Menschen mit
auf den Weg geben möchte, die
nach einem Herzereignis wieder
Vertrauen in Bewegung gewinnen
wollen. Zugleich wird deutlich,
wie aus eigener Erfahrung
der Wunsch entstanden ist, heute
auch andere zu begleiten.
80
WERBUNG
In der GUT ZUM HERZ Facebook-
Gruppe stehen Austausch, gegenseitige
Unterstützung und alltagstaugliche
Impulse im Mittelpunkt. Hier können
Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und
neue Motivation für einen herzaktiven
Alltag gefunden werden.
Die Gruppe lädt dazu ein, dranzubleiben,
sich gegenseitig zu stärken und gemeinsam
kleine Schritte zu gehen. Mitmachen ist
kostenlos, unkompliziert und offen für
alle, die Orientierung suchen.
Hier kostenfrei beitreten.
81
Im Gespräch mit
Steffen Morscheck
Steffen, wenn Du auf die Zeit
nach Deinem Herzereignis zurückblickst:
Was war damals
für Dich am schwersten? Am
schwersten war für mich nicht
nur das Körperliche, sondern vor
allem das, was im Kopf passiert.
Ich musste erst einmal wieder
Vertrauen in meinen Körper bekommen.
Vorher macht man vieles
ganz selbstverständlich, und
danach ist plötzlich nichts mehr
selbstverständlich. Es ging für
mich nicht darum, schnell wieder
leistungsfähig zu sein, sondern
überhaupt wieder das Gefühl zu
entwickeln, dass etwas möglich
ist.
Gab es in dieser Phase einen
Moment, in dem Du gemerkt
hast: Ich kann wieder anfangen,
mich zu bewegen? Das war
kein einzelner großer Moment,
sondern eher ein langsamer Prozess.
Es waren viele kleine Erfahrungen,
die mir gezeigt haben,
dass Bewegung nicht automatisch
etwas Bedrohliches sein muss.
Wichtig war für mich, dass der
Rahmen gepasst hat: klare Abläufe,
kein Druck und keine falschen
Erwartungen. So konnte ich
Schritt für Schritt wieder Sicherheit
gewinnen.
Welche Rolle hat Deine Frau auf
diesem Weg gespielt? Eine sehr
große. Sie war in einer akuten Situation
meine Lebensretterin, und
das vergisst man natürlich nicht.
Aber auch danach war sie für mich
wichtig. Heute trainieren wir gemeinsam,
und sie begleitet Einheiten
auch als Trainerin. Das gibt
mir bis heute ein gutes Gefühl. Für
mich zeigt das, wie wichtig Vertrauen
und Verlässlichkeit auf so
einem Weg sind.
Du warst 3,5 Jahre selbst Teilnehmer
einer Herzsportgruppe.
Was hast Du dort besonders
gelernt? Vor allem, dass nicht
die großen Sprünge entscheidend
sind, sondern Struktur, Dosierung
und Wiederholung. In der Herzsportgruppe
habe ich erlebt, dass
man Schritt für Schritt wieder in
Bewegung kommen kann, ohne
sich zu überfordern. Ich habe dort
aber auch gemerkt, wie wichtig
eine Sprache ist, die motiviert,
ohne zusätzlichen Druck zu machen.
Genau das nehme ich aus
dieser Zeit mit.
Was würdest Du Menschen sagen,
die nach einem Herzereignis
unsicher sind und nicht
wissen, wie sie wieder anfangen
sollen? Ich würde sagen: Nicht
mit dem Anspruch starten, sofort
wieder auf dem alten Stand zu
sein. Es geht zuerst um einen realistischen
Einstieg. Kleine Schritte
sind völlig in Ordnung. Wichtig
ist, sich begleiten zu lassen und
auf einen Rahmen zu achten, in
dem man sich sicher fühlt. Man
muss nicht alles auf einmal schaffen.
Entscheidend ist, überhaupt
wieder anzufangen.
Du hast Dich weiterqualifiziert
und gehst jetzt den Weg Richtung
Übungsleitung und Training.
Warum war Dir das wichtig?
Weil ich gemerkt habe, dass
ich meine eigenen Erfahrungen
sinnvoll weitergeben möchte. Ich
kenne die Perspektive von Betroffenen
nicht nur theoretisch,
sondern aus dem eigenen Leben.
Gleichzeitig war mir wichtig, dass
das Ganze fachlich auf guten Füßen
steht. Deshalb gehören für
mich Erfahrung und Qualifikation
zusammen. Ich habe meinen
Lehrgang erfolgreich abgeschlossen,
die Prüfungen bestanden und
freue mich sehr darüber. Inzwischen
leite ich auch schon Trainings
eigenständig. Das ist für
mich ein schöner nächster Schritt,
weil ich merke, dass ich Menschen
nicht nur Mut machen, sondern
sie auch praktisch begleiten kann.
Was möchtest Du Menschen
vermitteln, wenn sie mit Dir
trainieren oder Deine Übungen
im Fitnessmonat verfolgen?
Mir ist wichtig, dass niemand das
Gefühl hat, mithalten zu müssen.
Es soll alltagstauglich und machbar
bleiben. Bewegung darf motivieren,
aber nicht überfordern. Ich
möchte eher vermitteln: Fang an,
bleib dran, hör auf Deinen Körper
und geh in einem Tempo vor, das
zu Dir passt. Wenn daraus wieder
Vertrauen entsteht, ist schon viel
gewonnen. Und auch in den Trainings,
die ich inzwischen selbst
anleite, merke ich immer wieder,
wie wichtig ein ruhiger und verlässlicher
Rahmen ist.
Du bist jetzt auch Moderator in
der GUT ZUM HERZ Facebookgruppe.
Wie erlebst Du diese
Rolle? Ich finde das schön und
auch verantwortungsvoll. Gerade
in einer Gruppe wie GUT ZUM
HERZ geht es ja nicht nur um Informationen,
sondern auch um
Austausch und gegenseitige Ermutigung.
Ich kenne selbst Phasen,
in denen Orientierung wichtig
war. Deshalb freut es mich, jetzt in
einer Rolle zu sein, in der ich etwas
zurückgeben kann. Wenn ich
mithelfen kann, dass sich Menschen
dort gut aufgehoben fühlen
und vielleicht einen ersten Schritt
mehr wagen, dann ist das für mich
etwas Wertvolles.
Steffen Morschecks Weg zeigt,
dass der Rückweg in die Bewegung
nach einem Herzereignis nicht
von Tempo lebt, sondern von Vertrauen,
Struktur und realistischen
Schritten. Gerade deshalb wirkt
seine Geschichte so nachvollziehbar.
82
WERBUNG
Bewegung aktiv
erleben
Wer wissen möchte, warum
der GUT ZUM HERZ Fitnessmonat
mit Steffen Morscheck
mehr ist als nur ein Gruppenformat,
sollte diesen Beitrag
lesen. Der Text verbindet persönliche
Erfahrung, einen realistischen
Blick auf Bewegung
nach einem Herzereignis und
eine sachliche Einordnung digitaler
Hilfsmittel. Gerade diese
Mischung macht ihn lesenswert.
Es geht nicht um große Vorsätze
oder um schnellen Erfolg, sondern
um die Frage, wie Menschen
wieder Vertrauen in ihren
Körper gewinnen können und
warum dafür oft kleine, machbare
Schritte wichtiger sind als
hohe Erwartungen.
Im Mittelpunkt steht Steffen
Morscheck. Er berichtet nicht
aus theoretischer Distanz, sondern
aus eigener Erfahrung.
Nach einem schweren Herzereignis
musste er seinen Weg zurück
in die Bewegung erst wieder
finden. Der Beitrag zeigt dabei
nicht nur Unsicherheit und vorsichtigen
Neubeginn, sondern
auch, wie wichtig ein sicherer
Rahmen, Verlässlichkeit und
ein gutes Gefühl beim Training
sein können. Gerade weil der
Text nicht überhöht wirkt, sondern
nachvollziehbar und ruhig
erzählt ist, entsteht Nähe. Auch
die Rolle seiner Frau, die in einer
akuten Situation seine Lebensretterin
war und ihn bis heute
begleitet, verleiht dem Beitrag
zusätzliche Tiefe.
Hinzu kommt, dass Steffen
nicht stehen geblieben ist. Der
Beitrag macht deutlich, dass
er über Jahre Erfahrung in der
Herzsportgruppe gesammelt,
sich weiterqualifiziert und neue
Verantwortung übernommen
hat. Dadurch entsteht ein glaubwürdiges
Bild: Hier spricht jemand,
der selbst erlebt hat, wie
schwer erste Schritte sein können,
und der heute andere ermutigen
möchte, ihren eigenen
Weg zu finden.
• Was den Beitrag besonders
interessant macht:
• persönliche Erfahrungen
statt leerer Motivation
• ein realistischer Blick auf
Bewegung nach einem Herzereignis
• ein verständlicher Einstieg
in die Idee des Fitnessmonats
• der Hinweis, dass die täglichen
Übungen ab Januar in
der Facebook-Gruppe stattfinden
• die Verbindung von Gemeinschaft,
Motivation und
Alltagstauglichkeit
HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR
Der GUT ZUM HERZ
Fitnessmonat
JANUAR 2026
mit Steffen Morscheck
31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.
D
er erste Januar hat eine
besondere Stimmung:
Draußen ist es stiller,
im Kopf oft lauter. Viele nehmen
sich viel vor – und spüren
gleichzeitig, wie schnell aus
einem Vorsatz Druck werden
kann. Für Steffen Morscheck
aus Gommern ist genau dieser
Unterschied entscheidend.
Nach einem schweren Herzereignis
ging es für ihn nicht
darum, „wieder auf Niveau“ zu
kommen, sondern überhaupt
wieder Vertrauen aufzubauen:
in den Körper, in die eigenen
Grenzen – und in die Idee, dass
Bewegung wieder etwas Gutes
sein darf.
In seiner Geschichte ist seine
Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin
und war, wie Steffen
erzählt, in einer akuten Situation
seine Lebensretterin. Heute
trainieren beide gemeinsam.
Sie begleitet die Einheiten auch
als Trainerin – und sie steht
für etwas, das in diesem Monat
mitschwingen soll: Sicherheit
entsteht nicht durch große
Worte, sondern durch klare Abläufe
und einen realistischen
Rahmen.
Vom Teilnehmer zum
Übungsgeber
Steffen kennt die Perspektive der
Betroffenen nicht nur aus Theorie.
Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer
einer Herzsportgruppe.
Diese Zeit hat ihm gezeigt,
was wirklich trägt: Struktur,
Dosierung, Wiederholung –
und eine Sprache, die motiviert,
ohne zu überfordern.
Dabei nennt er einen Ort, dem
er viel zuschreibt: den SV Eintracht
Gommern e.V. Dort hat
ihn der Rehasport in den letzten
Jahren begleitet – nach Steffens
Worten mit verlässlicher Organisation
und ärztlicher Begleitung
in den Einheiten. Außerdem
unterstützt der Verein ihn,
indem er seine Ausbildung zum
Rehatrainer „Innere Medizin“
mitträgt. Für Steffen ist das
keine Randnotiz, sondern ein
wesentlicher Teil seines Weges
zurück in Bewegung.
Auf dieser Grundlage hat er
sich zusätzlich qualifiziert (u.
a. B-Lizenz im Group-Fitness-
Training und Personaltraining)
und plant ab Februar 2026 den
nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.
Aus
dieser Mischung – Erfahrung,
• ein zusätzlicher Gastbeitrag
mit sachlicher Einordnung
digitaler Hilfsmittel
Ergänzt wird der Hauptbeitrag
durch einen Gastbeitrag von
Dr. Jana Seuthe. Das erweitert
den Text sinnvoll, weil damit
auch die Rolle von Smartwatches,
Wearables und Gesundheits-Apps
angesprochen wird.
Die Einordnung bleibt dabei
angenehm nüchtern: Solche
Tools können unterstützen, ersetzen
aber keine Diagnose und
keine ärztliche Rücksprache.
Entscheidend ist, ob Daten verständlich
bleiben und im Alltag
helfen, statt zusätzlichen Druck
zu erzeugen.
Genau deshalb macht der Beitrag
neugierig. Er erzählt nicht
nur von Steffens Weg, sondern
erklärt auch, warum das Gruppenformat
sinnvoll aufgebaut
ist und weshalb Gemeinschaft,
Orientierung und ein realistischer
Einstieg für viele wichtiger
sind als jeder perfekte
Trainingsplan. Wer den Fitnessmonat
besser verstehen will, bekommt
hier einen guten, glaubwürdigen
Einstieg.
HIER
den ganzen
Beitrag
lesen.
WERBUNG
Der GUT ZUM HERZ Fitnessmonat
mit Steffen Morscheck, neuem Moderator
unserer Facebook-Gruppe, findet in der
Gruppe statt. Ab dem 1. Januar bekommst
Du dort täglich eine neue Übung von
Steffen – kurz erklärt und ohne Druck.
Teile Deine Erfahrungen, stelle Fragen,
hole Dir Motivation und bleib gemeinsam
mit der Community dran.
Mitmachen ist kostenlos und
alltagstauglich. Jetzt beitreten und den
Januar gemeinsam HerzAktiv
starten! Sei von Tag 1 dabei. Hier
kannst Du kostenfrei beitreten.
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83
Hyperkaliämie besser
verstehen
Wenn Kaliumwerte Fragen aufwerfen –
Erfahrungen, Einordnung, Mitgestaltung
Kaliumwerte im Blut werfen
bei vielen Patient:innen
zunächst Fragen auf.
Was bedeutet das für die bestehende
Therapie? Muss etwas
verändert werden? Und worauf
kommt es jetzt im Gespräch mit
dem Behandlungsteam an?
Gerade bei Menschen mit Herzschwäche
oder chronischer
Nierenerkrankung kann Hyperkaliämie
eine medizinische
Herausforderung darstellen,
weil Kaliumwerte und Behandlung
im Alltag häufig eng zusammenhängen.
Worum es geht – und warum
es viele Patient:innen betrifft
Ein auffälliger Laborwert allein
erzählt noch nicht die ganze Geschichte.
Entscheidend ist, wie
die individuelle Situation eingeordnet
wird, welche weiteren
Faktoren zu berücksichtigen
sind und welche Möglichkeiten
es gibt, gemeinsam mit Ärzt:innen
einen sinnvollen Weg für
den weiteren Verlauf zu finden.
Hyperkaliämie ist deshalb mehr
als ein Laborbefund. Sie wirft
ganz praktische Fragen auf: Was
bedeutet der Wert für die bestehende
Behandlung, was sollte
im Verlauf beachtet werden –
und was gehört in das nächste
Gespräch mit Ärzt:innen? Dabei
geht es nicht nur um medizinische
Werte, sondern auch um
Sicherheit, Orientierung und
die Frage, wie sich Therapie im
Alltag gut begleiten lässt.
Ein Befund braucht
Einordnung
Im bisherigen Beitrag „Das K
im Blut steht für KALIUM“
(Verlinkung auf der nächsten
Doppelseite) wurde bereits beschrieben,
warum erhöhte Kaliumwerte
im Zusammenhang
mit einer RAAS-Therapie besondere
Aufmerksamkeit erfordern
können und wie wichtig
der offene Dialog mit Kardiologin
oder Kardiologen ist.
Genau dort setzt dieser Beitrag
an. Er verbindet medizinische
Einordnung mit den Erfahrungen
von Betroffenen und greift
die Fragen auf, die im Alltag besonders
häufig entstehen.
Warum der Dialog mit
Ärzt:innen wichtig ist
Gute Information endet nicht
beim Laborwert. Sie beginnt
dort, wo Patient:innen verstehen,
was ein Befund für ihre
Behandlung bedeuten kann,
welche Fragen sich daraus ergeben
und wie Mitgestaltung im
Versorgungsalltag konkret aussehen
kann. Der Beitrag dient
der allgemeinen Information
und soll dabei unterstützen, das
Gespräch mit behandelnden
Ärzt:innen gut vorbereitet und
informierter zu führen.
Was Sie auf den nächsten
Seiten erwartet
Begleitend zum Beitrag „Das
K im Blut steht für KALIUM“
wurde eine kurze, anonyme
Umfrage gestartet, um Erfahrungen,
Fragen und Informationsbedarfe
rund um das Thema
Hyperkaliämie sichtbarer zu
machen. Auf den folgenden Seiten
fassen wir erste Rückmeldungen
in aggregierter Form
zusammen, ordnen sie ein und
zeigen, warum das Thema für
viele Patient:innen im Alltag relevant
bleibt.
Dabei wird auch deutlich, welche
Fragen viele bewegen, wo
weiterer Erklärungsbedarf besteht
und welche Themen im
Gespräch mit Ärzt:innen häufiger
angesprochen werden sollten.
Daraus können neue Gesprächsanlässe,
weiterführende
Inhalte und konkrete Möglichkeiten
zur Mitgestaltung entstehen
– von der weiteren Teilnahme
an der Umfrage über
vertiefende Informationen im
Podcast bis hin zum Expertengremium
mit Betroffenen. Für
alle, die ihre Perspektive einbringen
möchten, ist das eine
echte Chance, Gesundheit mitzugestalten.
84
Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt
85
Was Rückmeldungen
zum Thema
Hyperkaliämie
sichtbar machen
Die bisherigen Rückmeldungen
machen eines deutlich: Das Thema
betrifft viele, ist aber nicht immer
leicht einzuordnen. „Kalium“
ist vielen als Laborwert vertraut,
der Begriff Hyperkaliämie selbst
hingegen oft weniger. Genau darin
zeigt sich eine Lücke zwischen
medizinischer Fachsprache und
dem, was im Alltag tatsächlich
verstanden und eingeordnet werden
kann. Umso wichtiger ist eine
verständliche Aufbereitung.
Der Beitrag kann Orientierung
geben
Viele Rückmeldungen deuten darauf
hin, dass der Beitrag für Patient:innen
ein hilfreicher erster
Anstoß sein kann. Wer Hintergründe
besser versteht, kann Fragen
klarer formulieren und das
nächste Gespräch mit Ärzt:innen
bewusster vorbereiten. Gute Information
zeigt ihren Wert deshalb
nicht nur im Wissenszuwachs,
sondern auch darin, dass
sie Sicherheit schafft und dazu
ermutigt, die eigene Situation aktiver
anzusprechen.
Wo weiterer Informationsbedarf
sichtbar wird
Zugleich wird deutlich, dass es
weiterhin einen erheblichen Bedarf
an verständlicher Einordnung
gibt. Gerade weiterführende
Möglichkeiten im Umgang mit
erhöhten Kaliumwerten waren
vielen zuvor kaum bekannt. Die
Rückmeldungen zeigen, dass sich
viele Patient:innen konkretere
Orientierung wünschen: Was bedeutet
ein erhöhter Wert im eigenen
Fall? Welche Fragen gehören
in den nächsten Termin? Und wie
lassen sich Therapie und Alltag
gut miteinander vereinbaren?
Hyperkaliämie ist mehr als ein
Laborthema
Ein besonders wichtiger Punkt
betrifft das Arztgespräch. Viele
Rückmeldungen weisen darauf
hin, dass der Wunsch nach regelmäßigen,
offenen Gesprächen
über Kaliumwerte, Therapie und
mögliche nächste Schritte groß ist.
Hyperkaliämie wird damit nicht
nur als Laborbefund sichtbar,
sondern auch als Thema, das Gespräch,
Einordnung und gemeinsame
Entscheidungen im Versorgungsalltag
verlangt.
Verständliche Informationen
bleiben wichtig
Auch die bisherige Informationslage
rund um das Kalium-Management
wird nicht durchgehend
als ausreichend erlebt. Neben
positiven Rückmeldungen zeigt
sich auch ein klarer Wunsch nach
mehr alltagsnaher, verständlicher
und praxisrelevanter Information.
Genau darin liegt die Chance
für Folgebeiträge, MediKlar-Formate
und Gesprächsimpulse, die
Patient:innen helfen, Zusammenhänge
sicherer zu erfassen und
sich besser vorzubereiten.
Offenheit für Mitgestaltung
Auffällig ist zudem die Bereitschaft,
sich einzubringen. Die
Rückmeldungen machen deutlich,
dass viele nicht nur Informationen
erhalten, sondern ihre Perspektiven
auch aktiv teilen möchten.
Das zeigt sich sowohl in der
Bereitschaft, weiter an der Umfrage
teilzunehmen, als auch im Interesse
an einem Expertengremium
mit Betroffenen. Für uns ist das
ein starkes Signal: Patient:innen
möchten mitdenken, mitreden
und dazu beitragen, dass Informationen
noch verständlicher und
relevanter werden.
Was jetzt deutlich wird
Die bisherigen Rückmeldungen
zeigen, dass Hyperkaliämie viele
Patient:innen im Alltag berührt,
zugleich aber häufig Fragen offenlässt.
Verständliche Einordnung,
konkrete Gesprächsvorbereitung
und echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung
treffen deshalb einen
klaren Bedarf. Genau dort setzen
wir an – mit weiteren Inhalten,
mit der laufenden Umfrage und
mit Formaten, in denen Erfahrungen
von Betroffenen sichtbar und
nutzbar gemacht werden können.
Die Umfrage bleibt geöffnet
Auch über diese ersten Rückmeldungen
hinaus bleibt die Umfrage
geöffnet. Sie soll dabei helfen,
Erfahrungen, Fragen und
Informationsbedarfe rund um das
Thema Hyperkaliämie noch besser
zu verstehen und sichtbar zu
machen. So entsteht Schritt für
Schritt ein genaueres Bild davon,
was Patient:innen und Angehörige
im Alltag bewegt, wo weiterer
Erklärungsbedarf besteht und
welche Themen im Gespräch mit
Ärzt:innen häufiger angesprochen
werden sollten.
Wer eigene Erfahrungen, Fragen
oder Hinweise einbringen möchte,
ist deshalb herzlich eingeladen,
weiterhin an der Umfrage teilzunehmen
und so dazu beizutragen,
dass Informationen verständlicher,
alltagsnäher und relevanter
werden.
Den Link zur Umfrage finden
Sie auf der übernächsten Seite.
86
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Hyperkaliämie
besser verstehen
Erhöhte Kaliumwerte im Blut
sind für viele Patient:innen zunächst
schwer einzuordnen.
Gerade bei Menschen mit Herzschwäche
oder chronischer Nierenerkrankung
ist Hyperkaliämie
ein wichtiges Thema, weil
hier mehrere Faktoren zusammenkommen
können: eine eingeschränkte
Nierenfunktion,
Begleiterkrankungen und Therapien,
die medizinisch sinnvoll
und oft unverzichtbar sind, den
Kaliumhaushalt aber beeinflussen
können. Deshalb sollte ein
auffälliger Wert nie isoliert betrachtet,
sondern immer im Gesamtbild
verstanden werden.
Ein Laborwert allein erzählt
noch nicht die ganze Geschichte.
Entscheidend ist, wie die individuelle
Situation eingeordnet
wird: Gibt es vorübergehende
Auslöser? Welche Begleitfaktoren
spielen eine Rolle? Welche
Kontrollen sind sinnvoll? Und
was bedeutet der Befund für die
bestehende Behandlung? Die
Nationale VersorgungsLeitlinie
Chronische Herzinsuffizienz
betont, wie wichtig Verlaufskontrollen
und die sorgfältige Beobachtung
von Nierenfunktion
und Elektrolyten unter der Therapie
sind. Genau diese Einordnung
hilft, vorschnelle Schlüsse
zu vermeiden.
Hyperkaliämie ist deshalb nicht
nur ein Laborthema, sondern
oft auch ein Gesprächsthema.
Viele Patient:innen erleben Verunsicherung,
wenn ein Wert erhöht
ist, aber nicht sofort klar
wird, was das konkret für Alltag,
Therapie und nächste Schritte
bedeutet. Verständliche Informationen
können hier helfen,
Fragen zu sortieren und das Gespräch
mit Ärzt:innen bewusster
zu führen. Das ersetzt keine
individuelle Beratung, schafft
aber Orientierung und kann
dazu beitragen, Unsicherheit zu
verringern.
Zugleich zeigen deutschsprachige
Fachinformationen, dass
erhöhte Kaliumwerte bei Herzinsuffizienz
nicht selten im Zusammenhang
mit genau den
Therapien auftreten, die für viele
Betroffene wichtig sind. Das
macht die Situation anspruchsvoll:
Einerseits sollen wirksame
Medikamente möglichst
erhalten bleiben, andererseits
braucht es ein sicheres Management
erhöhter Werte. Auch deshalb
geht es nicht um schnelle
Automatismen, sondern um ein
abgestimmtes Vorgehen, das
zur jeweiligen gesundheitlichen
Situation passt und gemeinsam
mit dem Behandlungsteam besprochen
wird.
Für Betroffene heißt das vor
allem: erhöhte Kaliumwerte
ernst nehmen, aber nicht in
Panik geraten. Die Deutsche
Herzstiftung weist darauf hin,
dass sowohl zu hohe als auch
zu niedrige Kaliumwerte Herzrhythmusstörungen
begünstigen
können. Umso wichtiger
sind eine ruhige Einordnung,
verlässliche Informationen und
ein offenes Gespräch darüber,
was der Befund im eigenen Fall
tatsächlich bedeutet. Wer besser
versteht, warum Hyperkaliämie
Aufmerksamkeit verlangt,
kann gezielter nachfragen, Zusammenhänge
besser erfassen
und die eigene Gesundheit informierter
mitgestalten. Gerade
deshalb lohnt es sich, Befunde
einzuordnen und offene Fragen
zu klären.
Quellen zu diesem Thema:
• Deutsche Herzstiftung:
„Vorsicht vor zu hohen Kalium-Werten“
• Nationale VersorgungsLeitlinie
Chronische Herzinsuffizienz,
Kurzfassung, Version
4.0 (2023)
• DGK-Stellungnahme / Patiromer
(deutschsprachiges
DGK-Dokument) mit Einordnung
zu Hyperkaliämie
HIER
den ganzen
Beitrag
lesen.
87
Gesundheit
mitgestalten
Gesundheit mitgestalten heißt
für uns: Patient:innen und Angehörige
nicht erst am Ende zu
fragen, sondern ihre Perspektiven
von Anfang an ernst zu
nehmen. Denn Erfahrungen
aus dem Alltag zeigen oft sehr
genau, wo Unsicherheiten bestehen,
welche Informationen
fehlen und welche Fragen im
Gespräch mit Ärzt:innen mehr
Raum brauchen. Genau deshalb
verbindet GUT ZUM HERZ verständliche
Inhalte mit echter
Beteiligung.
Das beginnt mit einer anonymen
Umfrage, in der Rückmeldungen
systematisch gesammelt
und in aggregierter Form
ausgewertet werden. So wird
sichtbar, welche Themen Betroffene
tatsächlich bewegen,
wo weiterer Erklärungsbedarf
besteht und welche Aspekte im
Versorgungskontext stärker berücksichtigt
werden sollten. Aus
einzelnen Erfahrungen entsteht
so ein klareres Bild: nicht über
Einzelfälle, sondern über wiederkehrende
Fragen, Bedürfnisse
und Gesprächsanlässe.
Darauf baut dieses Onlineformat
von GUT ZUM HERZ auf.
Es schafft einen strukturierten
Rahmen, in dem Perspektiven
vertieft, Prioritäten sichtbar
und Inhalte auf Verständlichkeit
geprüft werden können. Es
geht dabei nicht um individuelle
Therapieentscheidungen
oder Produktberatung, sondern
um Orientierung, Sprache, Relevanz
und alltagsnahe Einordnung.
Wer sich beteiligt, hilft also nicht
nur dabei, Fragen offen anzusprechen.
Er oder sie trägt auch
dazu bei, dass Inhalte verständlicher
werden, Folgebeiträge
näher an der Lebensrealität
bleiben und Versorgungskommunikation
dort ansetzt, wo Betroffene
sie wirklich brauchen.
Genau darin liegt die Chance,
Gesundheit aktiv mitzugestalten.
In Kooperation mit einer
Partner-Patientenorganisation
entsteht so ein Format, das
Sichtbarkeit, Transparenz und
fundierte Erkenntnisse miteinander
verbindet und zeigt, was
im Alltag wirklich zählt – und
warum Beteiligung weit über
ein symbolisches Zeichen hinausgeht.
Wenn Sie Interesse an einer
Mitwirkung haben, können
Sie sich über diesen Link ganz
unverbindlich anmelden und
weitere Informationen zum
Onlineformat erhalten.
88
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Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt
Informationen
direkt aufs Ohr
Informationen direkt aufs Ohr:
Mit HERZGEFLÜSTER bekommt
das Thema Hyperkaliämie
eine zusätzliche Stimme.
Der Podcast greift zentrale Fragen
aus Beitrag und Umfrage
auf und vertieft sie in einem
verständlichen Gesprächsformat.
So entsteht Raum für Einordnung,
Hintergründe und alltagsnahe
Perspektiven – ohne
Alarmismus, aber mit dem Anspruch,
Orientierung zu geben.
Geplant ist eine Folge passend
zum Schwerpunktthema, veröffentlicht
im Podcast-Umfeld von
GUT ZUM HERZ und verlinkt
aus Magazin, Sonderausgabe
und Portal. Im Mittelpunkt stehen
Fragen, die viele Patient:innen
bewegen: Was bedeutet ein
erhöhter Kaliumwert? Welche
Unsicherheiten entstehen im
Alltag? Und worauf kommt es
im Gespräch mit Ärzt:innen besonders
an?
HERZGEFLÜSTER ergänzt damit
die schriftlichen Inhalte um
eine hörbare Vertiefung. Der
Podcast ersetzt keine individuelle
Beratung, kann aber helfen,
Zusammenhänge besser zu verstehen
und sich auf das nächste
Gespräch informierter vorzubereiten.
So wird aus einem gelesenen
Thema ein weiterführender
Impuls, der auch unterwegs,
zuhause oder zwischen zwei
Terminen Orientierung geben
kann.
Die Folge ist als verständliche
Ergänzung zum Magazin gedacht:
Wer lieber hört als liest
oder Inhalte noch einmal in
Ruhe nachvollziehen möchte,
bekommt hier zentrale Punkte
kompakt aufbereitet. Zugleich
stärkt der Podcast die Verbindung
zwischen Sonderausgabe,
Portal und Community.
Den Podcast finden Sie demnächst
auf allen gängigen
Plattformen – und
natürlich auch hier.
Ihre Erfahrungen mit Hyperkaliämie zählen
Kurze, anonyme Umfrage – helfen Sie uns, Alltag und
Versorgung von Betroffenen besser zu verstehen
Wenn Sie selbst von Hyperkaliämie betroffen sind
oder jemanden mit dieser Erkrankung begleiten,
laden wir Sie herzlich ein, an unserer kurzen Umfrage
teilzunehmen.
Ihre Erfahrungen helfen uns
dabei, den Alltag und die
Versorgung von Menschen
mit Hyperkaliämie besser
zu verstehen und bilden
zugleich eine wichtige Grundlage
für einen geplanten Folgebeitrag.
Die Teilnahme ist freiwillig und
anonym und dient ausschließlich
Informations- und Verständniszwecken
– sie ersetzt nicht das
Gespräch mit Ihrer Ärztin oder
Ihrem Arzt. https://kaliumumfrage.gutzumherz.de/
89
90
HerzInfo | DIE MEDIATHEK VON GUT ZUM HERZ
91
HerzAktiv | HERZ & Liebe
Nähe neu zulassen –
nach einer Herzerkrankung
von Matthias Jung
Vertrauen und Lebensfreude mit einer Herzerkrankung
Wenn das Herz im Alltag
mehr Aufmerksamkeit
verlangt,
verändern sich oft nicht nur
Gewohnheiten, sondern auch
Nähe, Vertrauen und das Gefühl
von Unbeschwertheit. Viele
Menschen mit einer Herz-
Kreislauf-Erkrankung fragen
sich, was ihrem Körper guttut,
was sie sich noch zutrauen können
und wo Sicherheit beginnt.
Dieser Beitrag ordnet Fragen
ein und zeigt, dass Nähe und
Partnerschaft weiter Platz haben.
Wenn mit der Diagnose
Unsicherheit einzieht
Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung
betrifft selten nur Arzttermine,
Befunde und Medikamente.
Sie reicht oft tief in den
Alltag hinein. Plötzlich bekommen
Situationen, die früher
selbstverständlich waren, ein
anderes Gewicht: Belastung,
Aufregung, Erholung, Partnerschaft
und manchmal auch Intimität.
Was vorher leicht war,
wird von Fragen begleitet. Was
ist noch möglich? Was fühlt sich
sicher an?
Mit solchen Gedanken sind Betroffene
nicht allein. Patienteninformationen
weisen seit
Jahren darauf hin, dass Unsicherheit
rund um Sexualität
und Nähe nach einem Herzereignis
oder bei einer chronischen
Herz-Kreislauf-Erkrankung
häufig ist. Gleichzeitig gilt:
Für viele Menschen ist sexuelle
Aktivität bei stabiler Herzsituation
grundsätzlich möglich.
Entscheidend ist nicht Mut um
jeden Preis, sondern eine realistische,
ärztlich eingeordnete
Sicherheit.
Nähe ist mehr als Belastung
Wer über dieses Thema spricht,
sollte es nicht nur auf körperliche
Anstrengung reduzieren.
Nähe bedeutet nicht nur Aktivität,
sondern auch Berührung,
Vertrauen, Zuwendung, Geborgenheit
und das gute Gefühl,
nicht allein zu sein. Gerade nach
einer belastenden Zeit kann das
wichtig werden – nicht als Therapieersatz,
sondern als Teil von
Lebensqualität und Alltag.
Darum hilft es, das Thema nicht
mit Scham oder Alarm zu betrachten,
sondern mit Ruhe.
Patienteninformationen weisen
darauf hin, dass Sex für viele
Menschen mit stabiler Herzerkrankung
kein außergewöhnliches
Sonderrisiko darstellt.
Häufig wird die körperliche
Beanspruchung mit moderater
Alltagsaktivität verglichen. Als
praktische Orientierung gilt oft:
Wer ohne Beschwerden zwei
Stockwerke Treppen steigen
kann, verträgt in vielen Fällen
auch diese Form körperlicher
Nähe. Das ist keine pauschale
Freigabe, sondern eine alltagsnahe
Einordnung.
Blutdruck mitdenken
Gerade im Kontext von Herz-
Gesund gehört auch der Blutdruck
in dieses Thema hinein.
Bluthochdruck bleibt oft lange
unbemerkt, kann aber auf
Dauer Gefäße schädigen und
damit auch das Sexualleben beeinflussen.
Dauerhaft erhöhte
Werte können den Blutfluss beeinträchtigen;
das kann sich bei
Männern wie bei Frauen auf die
sexuelle Funktion auswirken.
Gleichzeitig löst die Diagnose
Bluthochdruck bei manchen
Menschen zusätzliche Verunsicherung
aus. Schon der Gedanke
an körperliche Belastung
kann Angst machen.
Genau deshalb ist Einordnung
so wichtig: Nicht jede Reaktion
des Körpers ist automatisch ein
Warnsignal. Beschwerden wie
Brustschmerz, deutliche Luftnot,
Schwindel, ausgeprägte
Schwäche oder eine instabile
Herz-Kreislauf-Situation gehören
aber in die ärztliche Abklärung.
Wer seinen Blutdruck
kennt, ihn kontrollieren lässt
und die eigene Situation besser
einordnen kann, gewinnt oft
mehr Sicherheit zurück.
92
HERZ
&
Liebe
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
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Nach Herzinfarkt oder Eingriff
Besonders groß ist die Unsicherheit
oft nach einem Herzinfarkt,
einer Katheterbehandlung oder
einer Operation. Dann braucht
der Körper Zeit – und auch das
Vertrauen in ihn kehrt nicht bei
jedem Menschen gleich schnell
zurück. Eine starre Frist für alle
gibt es nicht. Häufig wird nach
einem Herzinfarkt ein Zeitraum
von etwa zwei bis vier Wochen genannt,
wenn die Erholung gut verläuft;
nach Operationen kann es
länger dauern. Nach herzchirurgischen
Eingriffen, bei denen das
Brustbein heilen muss, werden oft
sechs bis acht Wochen genannt.
Maßgeblich bleibt immer die individuelle
Situation.
Gerade deshalb ist das Gespräch
mit dem Behandlungsteam wichtig.
Nicht, weil Nähe grundsätzlich
gefährlich wäre, sondern weil
gezielte Aufklärung diffuse Angst
kleiner machen kann. Wer weiß,
worauf zu achten ist, gewinnt
häufig ein Stück Sicherheit zurück.
Warnzeichen ernst nehmen
Es ist sinnvoll, auf Warnzeichen
zu achten, ohne jedes Herzklopfen
zu dramatisieren. Treten bei
körperlicher Nähe Beschwerden
auf, die auch sonst Anlass zur Abklärung
wären, sollte die Situation
unterbrochen und ärztlich besprochen
werden.
• Druck oder Schmerzen in der
Brust
• deutliche Atemnot
• Schwindel
• Herzrasen
• starke Schwäche
Genauso wichtig ist: Nicht jeder
Rückzug hat nur körperliche
Gründe. Angst vor einem erneuten
Ereignis, Unsicherheit beim
Partner oder bei der Partnerin, ein
verändertes Körpergefühl oder
Scham können das Erleben von
Nähe stark beeinflussen. Auch das
gehört ernst genommen. Manchmal
beginnt Entlastung mit einem
ehrlichen Gespräch.
Darüber darf gesprochen
werden
Viele Menschen sprechen Fragen
zu Intimität in der Sprechstunde
nicht von sich aus an. Dabei gehört
das Thema zum Leben dazu. Wer
mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
lebt, darf fragen:
• Was ist in meiner Situation
sinnvoll?
• Gibt es nach meinem Eingriff
etwas zu beachten?
• Welche Rolle spielen Blutdruck,
Belastbarkeit oder Medikamente?
• Was ist, wenn sexuelle Funktionsstörungen
hinzukommen?
Gerade bei Arzneimitteln gegen
Erektionsstörungen ist eine klare
Einordnung wichtig. Präparate
wie Sildenafil dürfen nicht zusammen
mit Nitraten eingenommen
werden, weil diese Kombination
zu einem gefährlichen Blutdruckabfall
führen kann. Solche Fragen
sollten ärztlich besprochen werden.
Lebensfreude ohne
Perfektionsdruck
Vielleicht ist das die entlastendste
Botschaft: Nähe muss nicht beweisen,
dass alles wieder ist wie früher.
Sie darf sich verändern. Sie
darf behutsamer werden. Sie darf
langsamer werden. Und sie darf
neu gelernt werden – ohne Erwartungsdruck
und ohne das Gefühl,
funktionieren zu müssen.
Mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
kann das Vertrauen in den
eigenen Körper erschüttert sein.
Umso wertvoller ist es, wenn Menschen
Wege finden, sich wieder
anzunähern: mit Offenheit, Rücksicht,
Humor und ehrlichen Fragen.
Lebensfreude entsteht nicht
erst dort, wo alle Unsicherheit verschwunden
ist. Manchmal beginnt
sie schon dort, wo ein Thema nicht
länger verschwiegen wird.
Was bleibt
Herzgesundheit ist mehr als Blutdruckwerte,
Tablettenpläne und
Kontrolltermine. Sie berührt auch
das, was Menschen miteinander
verbindet: Nähe, Vertrauen und
das Gefühl, im eigenen Leben
nicht nur Patientin oder Patient zu
sein, sondern weiterhin Partner,
Partnerin, Liebender oder geliebter
Mensch.
Wer mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
lebt, muss diese Seite
des Lebens nicht vorschnell aufgeben.
Aber sie verdient Aufmerksamkeit,
gute Information und
– wo nötig – eine individuelle ärztliche
Einordnung.
Denn wenn Herzen sich berühren,
geht es nicht um Leichtsinn.
Es geht um Sicherheit, Würde und
die Frage, wie Lebensfreude ihren
Platz behalten kann.
Quellen, die Orientierung
geben
Wir empfehlen, sich auch mit
den in diesem Beitrag genannten
Quellen zu beschäftigen. Sie helfen
dabei, Zusammenhänge besser
zu verstehen, medizinische
Einordnungen nachzuvollziehen
und die eigene Situation fundierter
einzuordnen. Gerade bei sensiblen
Themen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Blutdruck,
94
Belastbarkeit und Intimität kann
es entlastend sein, auf verlässliche
Informationen zurückzugreifen
und offene Fragen gut vorbereitet
in das Gespräch mit der behandelnden
Ärztin oder dem behandelnden
Arzt mitzunehmen.
Was jetzt tun?
Wer sich intensiver mit diesem
Thema beschäftigen möchte, findet
demnächst im Podcast-Meetup
im JUNG & JUNG STUDIO eine
weiterführende Vertiefung. Dort
wird es um Nähe, Vertrauen, Unsicherheit,
Partnerschaft und Lebensfreude
mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
gehen – also um
Fragen, die viele Menschen im
Alltag beschäftigen, über die aber
oft zu wenig gesprochen wird.
Das Meetup knüpft an die Gedanken
dieses Beitrags an und schafft
Raum für zusätzliche Perspektiven,
persönliche Erfahrungen und
eine sensible Einordnung. So kann
ein Thema weitergedacht werden,
das nicht bei medizinischen Befunden
endet, sondern auch das
Leben zwischen Sicherheit, Beziehung
und Alltag berührt. Mehr
dazu auf Seite 142.
Alles an einem Platz:
Die Quellen dieses Beitrags
Sexualität nach Herzinfarkt, Herz-OP und Herz-Eingriffen
https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/nach-herzinfarkt-sex
Potenzmittel, Herzkrankheit, Sildenafil und ärztliche Einordnung
https://herzstiftung.de/herz-sprechstunde/alle-fragen/herzinfarkt-potenzmittel
Koronare Herzkrankheit allgemein – inklusive körperliche
Belastung, Angst und Sexualität https://www.gesundheitsinformation.de/koronare-herzkrankheit-khk.html
Medikamente bei koronarer Herzkrankheit – inklusive
möglicher sexueller Nebenwirkungen von Betablockern
https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-zurlangfristigen-behandlung-der-koronaren-herzkrankheit.html
Nach Katheterablation – was nach dem Eingriff zu beachten ist,
inklusive Verzicht auf größere Anstrengung und Sex für zwei Tage
https://www.gesundheitsinformation.de/was-passiert-bei-einerkatheterablation.html
Bluthochdruck – Grundlagen, Messung, Zielwerte und Behandlung
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/
BAEK/Patienten/Patienteninformationen/bluthochdruck-kip.
Bluthochdruck in leichter Sprache – offizielle Patienteninformation
zur NVL Hypertonie https://register.awmf.org/
assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-009kileichte-Sprache_Hypertonie_Bluthochdruck_2024-04.pdf
Bluthochdruck – ausführlicher Patientenleitfaden der
Deutschen Hochdruckliga https://www.hochdruckliga.de/
fileadmin/downloads/patienten/leitfaden/dhl-patientenleitfaden-2024.pdf
Chronische koronare Herzkrankheit – offizielle Patientenleitlinie
zur Nationalen VersorgungsLeitlinie https://
register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-004p1_S3_Chronische-
KHK_2025-03.pdf
Angehörige, Partnerschaft, Unsicherheit und Sexualität
nach einem Herzereignis https://herzstiftung.de/service-undaktuelles/presse/pressemitteilungen/herzpatient-angehoerige
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
95
HerzInfo | FRÜHLINGSHAFTES REZEPT
DIE
GUT ZUM
von Matthias Jung
HERZ
Frühling
Zutaten im Rezept
Spinat
Rezepte schicken
Wenn Sie tolle Rezepte mit den
Zutaten dieser Seite haben, dann
schicken Sie sie uns.
Mehr Infos hier.
Spinat bringt in diesem Rezept die
grüne Frische ins Glas: Sein sanfter
Geschmack verbindet sich gut mit
der Cremigkeit von Avocado und der
Süße der Banane. Fein püriert sorgt er
für eine weiche Konsistenz und gibt
dem Smoothie seinen frühlingshaften
Charakter bei jedem Schluck.
Banane
Banane bringt eine milde, natürliche
Süße in den Smoothie und nimmt dem
Spinat jede herbe Spitze. Gleichzeitig
macht sie die Mischung sämiger und
sorgt dafür, dass das Getränk weich
wirkt und sich im Glas angenehm trinken
lässt.
Avocado
Avocado macht den Smoothie besonders
cremig und sorgt für eine weiche,
dichte Textur. Ihr zurückhaltender
Geschmack drängt sich nicht in den
Vordergrund, sondern verbindet Spinat
und Banane zu einem stimmigen Gesamtbild
im Glas. So entsteht ein ruhiger,
runder Eindruck.
96
Frühlingskraft im Glas
Zutaten für 2 Gläser
• 100 g Blattspinat
• 1 Avocado
• 1 große Banane
• 500 ml Mandeldrink,
ungesüßt
• evtl. Agavendicksaft
Weil Spinat, Avocado und Banane frisch, mild
und cremig den Frühling ins Glas holen
Ein cremiger Smoothie aus Blattspinat, Avocado und Banane,
der mit ungesüßtem Mandeldrink in wenigen Minuten
gemixt ist. Die milde Süße der Banane trifft auf die sanfte
Cremigkeit der Avocado, während der Spinat für die frische
grüne Note sorgt und für einen freundlichen Frühlingsmoment
sorgt.
Zubereitung:
Den Blattspinat gründlich waschen, gut abtropfen lassen
und grobe Stiele entfernen. Die Avocado halbieren, entkernen,
das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in Stücke
schneiden. Die Banane schälen und ebenfalls in Stücke
teilen. Alles zusammen mit dem ungesüßten Mandeldrink
in einen Mixer geben und fein pürieren, bis eine cremige
Konsistenz entsteht. Wer es etwas süßer mag, kann nach Geschmack
wenig Agavendicksaft ergänzen und noch einmal
kurz mixen. Den Smoothie direkt in Gläser füllen und möglichst
frisch servieren. Bei Bedarf mit etwas zusätzlichem
Mandeldrink verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz
erreicht ist. Am besten zeitnah servieren.
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HerzGesund | KLINISCHE FORSCHUNG
Herzenssache Forschung
Was Menschen wissen
möchten, bevor sie Ja sagen
von Matthias Jung
Klinische Studien – Vertrauen, Vielfalt und verständliche
Antworten vor einer Entscheidung
K
linische Forschung wirkt
auf viele Menschen zunächst
weit weg: Fachbegriffe,
Studienzentren, Formulare,
Abläufe. Gleichzeitig ist sie
ein zentraler Bestandteil medizinischer
Entwicklung. Ohne
Forschung bleiben wichtige
Fragen offen: Welche Behandlung
hilft wem? Welche Risiken
müssen besser verstanden werden?
Und wie lässt sich Versorgung
so weiterentwickeln, dass
sie nicht nur unter idealen Bedingungen
funktioniert, sondern
im wirklichen Leben?
Offen für Forschung – aber
mit vielen Fragen
Trotzdem ist der Abstand zwischen
grundsätzlicher Offenheit
und tatsächlicher Teilnahme
oft groß. Viele Menschen
sagen nicht grundsätzlich Nein
zur Forschung. Häufiger sagen
sie: Ich weiß zu wenig. Ich bin
unsicher. Ich kann nicht gut
einschätzen, was eine Teilnahme
konkret für meinen Alltag
bedeutet. Und ich frage mich,
ob meine persönliche Situation
in solchen Studien überhaupt
mitgedacht wird.
Genau hier beginnt die eigentliche
Herausforderung. Gute
Forschung braucht nicht nur
gute Wissenschaft. Sie braucht
auch Vertrauen. Und Vertrauen
entsteht nicht erst dann, wenn
jemand eine Einwilligung unterschreibt.
Es entsteht früher:
durch verständliche Sprache,
durch klare Abläufe, durch ehrliche
Aufklärung und durch das
Gefühl, mit den eigenen Fragen
ernst genommen zu werden.
Zwischen Interesse und
Unsicherheit
Wer zum ersten Mal von einer
möglichen Studienteilnahme
hört, denkt selten sofort an
Evidenz oder Studiendesign.
Viel näher liegen andere Fragen:
Was bedeutet das konkret
für mich? Wie oft müsste ich
zu zusätzlichen Terminen? Wer
begleitet mich? Was passiert,
wenn ich mich unwohl fühle
oder abbrechen möchte? Welche
Belastungen kommen auf
mich zu? Was geschieht mit
meinen Daten?
Diese Fragen sind kein Ausdruck
von Ablehnung. Sie zeigen
vielmehr, dass Menschen
verantwortungsvoll entscheiden
wollen. Gerade wer mit
einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
lebt oder ein erhöhtes Risiko
hat, muss im Alltag ohnehin
viele
Dinge einordnen: Beschwerden,
Medikamente, Kontrolltermine,
Informationen aus
Gesprächen und Medien. Wer
in dieser Situation über klinische
Forschung nachdenken
soll, braucht deshalb keine
Hochglanzsprache, sondern
Orientierung.
Ein guter Zugang beginnt nicht
mit Werbung für Forschung,
sondern mit einer einfachen
Haltung: Menschen haben das
Recht, genau zu verstehen, worum
es geht, was bekannt ist,
was offen bleibt und welche
Anforderungen eine Teilnahme
mit sich bringen kann.
Was vor einer Zusage wirklich
wichtig ist
Vor einer möglichen Studienteilnahme
steht selten die Frage,
ob Forschung wichtig ist.
Die meisten Menschen wissen
das längst. Entscheidend ist, ob
die Rahmenbedingungen nachvollziehbar
und fair erscheinen.
Dazu gehört zunächst die Klärung,
um welche Art von Studie
es überhaupt geht. Handelt
es sich um die Prüfung eines
Medikaments, um eine Beobachtungsstudie
oder um ein
Register? Gibt es zusätzliche
Untersuchungen? Wie engmaschig
ist die Betreuung? Und
was unterscheidet die Teilnahme
von der regulären Versorgung?
98
99
Ebenso wichtig ist das Gefühl,
nicht allein gelassen zu werden.
Wer ist Ansprechpartnerin oder
Ansprechpartner? Gibt es ärztliche
Kontakte oder Studienpersonal,
die Fragen verständlich beantworten?
Können Angehörige
einbezogen werden, wenn Unsicherheit
besteht? Solche Punkte
entscheiden oft stärker über Vertrauen
als jede abstrakte Erklärung.
Hinzu kommt eine Sorge, die in
vielen Gesprächen mitschwingt:
die Angst, nur noch als Fall oder
Datensatz wahrgenommen zu
werden. Gerade deshalb ist Sprache
so entscheidend.
Wer verständlich erklärt, respektvoll
bleibt und keine falschen Erwartungen
weckt, zeigt: Hier geht
es nicht nur um Ergebnisse, sondern
auch um Menschen.
Forschung muss zur
Lebensrealität passen
Selbst wenn Menschen einer Teilnahme
grundsätzlich offen gegenüberstehen,
kann der Alltag
zur Hürde werden. Zusätzliche
Wege, mehr Termine, Wartezeiten,
organisatorischer Aufwand
oder Unsicherheit bei der Planung
können schnell dazu führen, dass
eine Studie im realen Leben kaum
machbar erscheint. Was in einem
Studienprotokoll strukturiert aussieht,
kann für Menschen mit Beruf,
Familie, Pflegeverantwortung
oder eingeschränkter Mobilität
eine spürbare Belastung sein.
Deshalb zeigt sich die Qualität klinischer
Forschung nicht nur im
methodischen Aufbau, sondern
auch in der Frage, wie alltagstauglich
eine Teilnahme gedacht ist.
Werden Belastungen realistisch
eingeschätzt? Wird klar erklärt,
wie viel Zeit einzuplanen ist?
Werden praktische Hürden mitgedacht?
Und werden Rückmeldungen
aus Patientensicht ernst
genommen?
Forschung, die Menschen erreichen
will, muss ihre Lebenswirklichkeit
mit einbeziehen. Sonst
bleibt sie zwar wissenschaftlich
sauber, aber zu weit entfernt vom
Alltag.
Frauenherzen: Wer wird
gesehen – und wer zu oft
übersehen?
Besonders deutlich wird diese
Frage beim Blick auf Frauen in der
Medizin. Über lange Zeit wurden
viele medizinische Erkenntnisse
stark an männlich geprägten
Datengrundlagen entwickelt oder
ausgerichtet. Das kann Folgen
für die Wahrnehmung von Beschwerden,
für die Bewertung von
Risiken und für die medizinische
Einordnung haben. Gerade im Bereich
Herz-Kreislauf ist deshalb
ein genauer Blick auf Frauenherzen
wichtig.
Wenn Forschung Vielfalt ernst
nimmt, geht es nicht nur um eine
möglichst breite Beteiligung auf
dem Papier. Es geht um die Qualität
der Erkenntnisse. Denn belastbare
Evidenz entsteht dort, wo
medizinische Wirklichkeit nicht
zu eng gefasst wird. Geschlecht,
Alter, Begleiterkrankungen, Lebenssituation
und Alltagsanforderungen
können beeinflussen,
wie Beschwerden erlebt, Behandlungen
vertragen und Entscheidungen
getroffen werden.
Dass heute stärker über Frauen in
der Medizin gesprochen wird, ist
ein wichtiger Schritt. Entscheidend
ist aber, ob sich diese Aufmerksamkeit
auch in Forschung
und Kommunikation niederschlägt.
Werden Frauen mit ihren
Erfahrungen wirklich mitgedacht?
Wird verständlich erklärt,
warum Repräsentation in Studien
keine Randfrage ist, sondern
ein Qualitätsmerkmal? Und wird
sichtbar, dass gute Forschung Unterschiede
nicht glättet, sondern
ernst nimmt?
Drei Fragen zu diesem Thema
1. Was müsste sich in Forschung
und Kommunikation ändern, damit
Frauen sich medizinisch besser
gesehen fühlen – gerade auch
im Bereich Herz-Kreislauf?
2. Wo erleben Sie aktuell noch
blinde Flecken, wenn es um Frauenherzen,
Symptome und die
Wahrnehmung von Risiken geht?
3. Was brauchen Patientinnen aus
Ihrer Sicht, um Studien und Forschung
besser einordnen zu können:
mehr Information, mehr Ansprache
oder mehr Vertrauen?
Im Frühling greifen wir diese Fragen
deshalb noch einmal gezielt
auf – nicht abstrakt, sondern im
Gespräch mit einem kompetenten
Gesprächspartner, der klinische
Forschung, Versorgungspraxis
und die Perspektive von Patientinnen
und Patienten zusammenführen
kann.
Dabei geht es nicht um Werbung
für Studien, sondern um verständliche
Einordnung: Was bedeutet
Teilnahme konkret? Welche
Rechte haben Betroffene? Wo
liegen Chancen, wo Grenzen und
welche Punkte sollten vor einer
Entscheidung offen angesprochen
werden? Gerade mit Blick auf
Frauenherzen möchten wir genauer
hinschauen, wo Forschung
sensibler werden muss und was
sich ändern sollte.
Die Antworten von
Frau Dr. Martina Kloepfer auf
diese Fragen finden Sie ab Seite
200 in diesem Magazin.
100
Quelle: Jin X. et al. (2020): “Women’s Participation in Cardiovascular Clinical Trials From 2010 to 2017”, Circulation.
Vielfalt stärkt
Evidenz
Hier können Sie den Beitrag aus
dem Wintermagazin noch einmal
lesen – eine persönliche und
zugleich verständliche Annäherung
an die Frage, warum klinische
Forschung für Menschen
mit Herz- und Gefäßerkrankungen
im Alltag relevant ist.
Der Text zeigt, wie aus eigenen
Erfahrungen, Arztgesprächen
und dem Blick auf Medikamente
der Wunsch entstehen kann,
Forschung besser zu verstehen
und mitzugestalten. Im Beitrag
finden Sie unter anderem:
• einen alltagsnahen Einstieg
über den persönlichen Umgang
mit Herzgesundheit
• Einblicke in iCARE4CVD als
europäisches Forschungsprojekt
• Ergebnisse aus der GUT ZUM
HERZ Community-Umfrage zu
Wissen, Sorgen und Teilnahmebereitschaft
• die Frage, warum Frauen, Ältere
und Menschen mit Vorerkrankungen
in Studien stärker
sichtbar werden sollten.
So ordnet der Beitrag klinische
Forschung nicht von außen ein,
sondern nah an der Lebenswirklichkeit
vieler Betroffener
im Alltag.
HIER
den ganzen
Beitrag
lesen.
101
Die
GUT ZUM
Jah
PREVIEW
Die Freischaltung
Exklusiver Conten
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ht zu verpassen.
HERZ
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GUT ZUM HERZ – HERZ & ZUKUNFT – das kostenfreie Community-
Magazin verbindet Herzensperspektive mit klinischer Forschung:
Warum Tabletten ohne Studien nicht denkbar sind, wie Menschen
mit Herz- und Gefäßerkrankungen Forschung mitgestalten können –
und weshalb Vielfalt in Studien die Evidenz für alle Betroffenen stärkt.
Diese Ausgabe wächst in Tagebuch-Form und erscheint fortlaufend
mit u. a. folgenden Beiträgen:
• Titelstrecke: „Herzenssache Forschung – Vielfalt stärkt
Evidenz“ – eine persönliche Reise vom Tabletten-Alltag hin zur
aktiven Rolle in einem Forschungsprojekt und der Frage, was
Studien für uns Betroffene bedeuten.
GUT
ZUM
HERZ
• iCARE4CVD im Blick – wie ein europäisches Forschungsprojekt
Daten und Erfahrungen vieler Herzpatient:innen zusammenführt,
um Versorgung individueller zu machen.
• Community-Umfrage – was die GUT ZUM HERZ Community
wirklich über klinische Studien denkt: Wissen, Ängste, Bereitschaft
zur Teilnahme und der Wunsch nach verständlicher Info ohne
Fachchinesisch.
• Vielfalt in Studien – warum Frauen, Ältere und Menschen mit
mehreren Vorerkrankungen in Studien sichtbarer werden müssen,
damit Ergebnisse im Alltag aller Patient:innen ankommen.
• Selbsthilfe & Studien – wie Gruppen und Patientenorganisationen
zur Brücke zwischen Forschung, Kliniken und Betroffenen werden.
• MediKlar: Studien verständlich erklärt – ethische Prüfung,
Freiwilligkeit, Ausstiegsmöglichkeiten und gute Betreuung: Was
verantwortungsvolle Studien heute ausmacht.
Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen
keine ärztliche Beratung. Kooperationen sind klar als Anzeige
bzw. Zusammenarbeit gekennzeichnet. Wir informieren ohne
Wirkversprechen und laden dazu ein, Forschung als Chance auf
mehr Orientierung im Herzalltag zu verstehen.
Das kostenfreie Themenmagazin ist am Freitag, den
27. Februar 2026, erschienen – bitte rechts klicken.
Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media – so verpassen Sie
keine neuen Tagebuch-Beiträge und die Veröffentlichung dieser
Ausgabe.
111
HERZENSORTE | Sponsoring für Unternehmen
Die unsichtbaren Helden
und ihre Kraftorte
von Matthias Jung
Warum Unternehmen mit Herz Sichtbarkeit ermöglichen – damit
Orte, die Menschen gut tun, gefunden werden, Anerkennung
erhalten und leise, bleibende Wirkung entfalten
Es gibt sie überall in Deutschland.
Orte, an die Menschen
gehen, wenn sie wieder zu
sich selbst finden möchten. Ein
stiller Ort unter alten Bäumen.
Ein Garten, der wie von Zauberhand
gepflegt wird. Ein Platz, an
dem die Hektik des Alltags einfach
stehen bleibt.
Das stille Dilemma
Ein solcher Ort könnte mehr Anerkennung
verdienen. Die
Menschen, die ihn betreuen,
wissen, dass er
etwas Besonderes ist
– aber die Welt weiß
es nicht. Was fehlt
ist Sichtbarkeit.
Eine professionelle
Zertifizierung,
eine hochwertige
Würdigung könnte
vieles verändern.
Plötzlich wäre dieser
Ort nicht mehr
nur ein Geheimtipp,
sondern anerkannt.
Also sichtbar und wertvoll
in den Augen anderer.
Aber die Kosten für so
eine Zertifizierung? Sie übersteigen
das Budget von Ehrenamtlichen
oft um ein Vielfaches.
Es ist ein stilles Dilemma, das sich
an hunderten, vielleicht tausenden
Orten wiederholt. Orte, die
Menschen wirklich gut tun, die
aber nie die professionelle Anerkennung
bekommen, die ihnen
zustehen würde – schlicht weil das
Geld fehlt.
Ein anderer Blick auf
Partnerschaft
Und dann gibt es Unternehmen.
Unternehmen, die verstehen, dass
echte Gesundheit mehr ist als ein
Produkt in einer Packung. Sie wissen,
dass Menschen Orte brauchen,
Ruhe brauchen, Verbindung
brauchen. Sie haben verstanden,
dass Prävention nicht nur in der
Arztpraxis stattfindet, sondern
auch dort, wo Menschen wieder
Kraft tanken können.
Die Geschichte,
die sich selbst
erzählt
Diesen Unternehmen könnte eine
ganz andere Idee in den Sinn kommen:
Was, wenn ich einen dieser
Orte unterstütze? Nicht mit einer
großen Werbekampagne. Nicht
mit meinem Logo überall. Sondern
mit etwas Substanziellerem:
mit der Finanzierung
der Anerkennung, die
dieser Ort verdient. Mit
der Zertifizierung, die
sein Potenzial freisetzt.
Der Ort erhält
seine Zertifizierung.
Er kann sich
neu vorstellen. Die
Menschen, die ihn
betreuen, erhalten
die Anerkennung, auf
die sie lange gewartet haben.
Andere Orte sehen: Das
ist möglich. Das kann auch mir
passieren.
Und das Unternehmen? Es erlebt
etwas, das Werbung niemals leisten
kann: Es wird Teil einer echten
Geschichte. Einer Geschichte,
112
die von authentischen Menschen und echten Orten
handelt. Eine Geschichte, die Menschen bewegt,
weil sie echt ist.
Plötzlich steht dieses Unternehmen für etwas anderes
als nur für seine Produkte. Es steht dafür,
dass es Orte und Menschen unterstützt, die das
tun, was zählt. Es zeigt damit: Hier versteht man,
was Gesundheit wirklich bedeutet. Das ist mehr
als Werbung – es stiftet Glaubwürdigkeit.
Es bleibt etwas Besonderes
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Solche Partnerschaften sind selten, weil sie etwas
verlangen, das viele Unternehmen nicht geben
wollen: echtes Vertrauen. Nicht in das eigene
Marketing, sondern in die Kraft der Geschichte
selbst. Aber wenn es passiert – wenn ein Unternehmen
einen Ort so sehr sieht und würdigt, dass
es ihm hilft, seine volle Kraft zu entfalten – dann
entsteht etwas, das oft länger nachwirkt als klassische
Kampagnen. Es entsteht Sinn. Spürbare Veränderung.
Und die Erkenntnis, dass die schönsten Geschichten
oft entstehen, wenn zwei Welten sich treffen: die Welt
der stillen Leidenschaft und die Welt der Möglichkeiten.
Orte wie diese verdienen solche Partner. Und solche Partner
verdienen Orte wie diese.
Hinweis: Die HERZENSORTE-Zertifizierung würdigt Engagement,
Qualität und Zugänglichkeit eines Ortes. Sie trifft keine medizinischen
Aussagen und ersetzt keine Beratung, Diagnose oder
Therapie.
Sie kennen einen Ort, der diese Anerkennung verdient? Wir prüfen
Vorschläge vertraulich. Schreiben Sie uns an
info@gutzumherz.de
Jetzt das
ganze Magazin
kostenfrei lesen!
113
114
... am Sonntag, dem 10. Mai 2026
115
HERZ
&
Liebe
H
erz-Kreislauf-Erkrankungen
verändern nicht nur
Werte, Arzttermine und
Gewohnheiten. Sie berühren oft
auch das, worüber viele nur zögerlich
sprechen: Nähe, Partnerschaft,
Intimität, Unsicherheit
und das Vertrauen in den eigenen
Körper. Genau dort setzt unser
Podcast-Meetup im JUNG & JUNG
STUDIO an. Es möchte das Thema
nicht größer machen, als es ist,
ihm aber den Raum geben, den es
verdient.
Worum es in diesem Gespräch
geht
Viele Betroffene erleben nach einer
Diagnose, nach einem Herzereignis
oder im Umgang mit
Bluthochdruck nicht nur medizinische
Fragen, sondern auch
einen veränderten Blick auf den
Alltag. Was ist noch selbstverständlich?
Was fühlt sich sicher
an? Wie spricht man mit dem
Partner oder der Partnerin über
das, was sich verändert hat? Und
wie gelingt es, zwischen berechtigter
Vorsicht und unnötiger
Angst zu unterscheiden? Genau
solche Fragen stehen im Mittelpunkt
dieses Gesprächs.
Bewusst als einzelnes Format
Das Podcast-Meetup ist bewusst
als einzelnes, konzentriertes
Format gedacht. Nicht als endlose
Reihe, nicht als Überangebot,
sondern als gut vorbereiteter Gesprächsraum.
Denn sensible Themen
gewinnen nicht automatisch
an Tiefe, nur weil man sie immer
weiter ausrollt. Manchmal ist ein
gutes Gespräch wertvoller als viele
lose Formate. Entscheidend ist,
dass die richtigen Perspektiven
zusammenkommen und das Thema
ernst genommen wird, ohne
es unnötig aufzublasen.
Was im JUNG & JUNG STUDIO
wichtig ist
Im JUNG & JUNG STUDIO möchten
wir unterschiedliche Blickwinkel
zusammenführen. Dazu
gehören die medizinische Einordnung
ebenso wie persönliche
Erfahrungen und die Lebensrealität
von Menschen, deren Herz
im Alltag mehr Aufmerksamkeit
verlangt. Es geht nicht um
spektakuläre Aussagen, nicht um
Tabubruch um des Effekts willen
und auch nicht um private
Grenzüberschreitungen. Es geht
um Orientierung, um Sprache
und um die Frage, wie ein Thema
sichtbar werden kann, das viele
betrifft, aber oft nur am Rand
vorkommt.
Mehr als Befunde und Risiken
Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
wird viel über Befunde,
Medikamente und Risiken
gesprochen. Deutlich seltener
geht es um das, was zwischen
Diagnose und Alltag liegt: um
Rückzug, Scham, Unsicherheit,
Partnerschaft und die leise Frage,
ob Nähe noch dieselbe Selbstverständlichkeit
haben darf wie früher.
Genau deshalb ist dieses Meetup
wichtig. Es schafft einen Rahmen,
in dem nicht bewertet, sondern
eingeordnet wird. Und in dem
deutlich werden darf, dass Lebensqualität
mehr umfasst als
Werte auf Papier.
116
WERBUNG
Warum dieses Thema zu GUT ZUM HERZ passt
Für uns ist dieses Gespräch auch ein journalistisches Signal.
GUT ZUM HERZ möchte Themen nicht nur dann
aufgreifen, wenn sie laut, technisch oder leicht vermarktbar
sind. Uns interessieren auch die Fragen, die
im echten Leben Gewicht haben. HERZ & Liebe gehört
dazu. Denn wenn Menschen mit einer Herz-Kreislauf-
Erkrankung sich neu orientieren müssen, betrifft das
nicht nur Belastbarkeit und Behandlung, sondern oft
auch das Gefühl von Nähe, Sicherheit und Selbstverständlichkeit.
Die Fortsetzung des Basisbeitrags
Das Podcast-Meetup knüpft direkt an den Basisbeitrag
dieses Themenblocks an. Es setzt nicht noch einmal
bei den Grundlagen an, sondern führt die Gedanken
weiter. Was passiert, wenn der Körper nicht mehr nur
Hintergrund ist, sondern mitredet? Wie verändert das
den Blick auf Beziehung, Intimität und Lebensfreude?
Welche Rolle spielen Offenheit, Rücksicht und ehrliche
Gespräche? Und warum ist es so entlastend, wenn ein
Thema nicht länger zwischen Scham und Schweigen
verschwindet?
Warum wir dieses Format bewusst so setzen
Ein einzelnes Podcast-Meetup hat für dieses Thema
einen Vorteil: Es bündelt Aufmerksamkeit. Statt viele
Unterthemen nebeneinanderzustellen, verdichtet es
das Wesentliche in einem klaren Gesprächsanlass. Das
schützt auch vor Überforderung. Leserinnen und Leser
sollen nicht das Gefühl bekommen, mit immer neuen
Inhalten konfrontiert zu werden. Sie sollen merken:
Dieses Thema wird ernst genommen, aber nicht künstlich
vergrößert.
Zwischen Magazin, Website und Community
JUNG & JUNG STUDIO produziert
crossmediale Gesprächsformate: Podcast
& Podcast-Meetup für tiefgehende
Gespräche, Film für visuelle Erzählungen,
Adboards für Austausch und Media für
digitale Kanäle.
Professionelle Moderation bringt
Experten, Betroffene und Unternehmen
zusammen – wissenschaftlich fundiert,
emotional authentisch, wirtschaftlich
relevant. Jedes Format erreicht seine
Zielgruppe dort, wo sie am liebsten
konsumiert – mobil, visuell oder digital.
So entsteht maximale Reichweite aus
einem Gesprächskonzept. Durch gezielte
Themenauswahl und formatbegleitende
Materialien setzt jede Diskussion
nachhaltige Impulse und wirkt langfristig
nach.
Von HERZENSORTE bis Karriere-
Themen: Unternehmen und
Communities zeigen hier ihre Kompetenz
durch authentische Gespräche statt
klassische Werbung. Live-Sessions
werden fortlaufend auf Social Media
angekündigt – Zuschauer stellen Fragen
und gestalten den Dialog aktiv mit.
„Wo andere werben, führen
wir Gespräche. Wo andere
senden, schaffen wir
Dialog.“
KONZEPT·MEDIA·PODCAST
Zugleich kann ein solches Gespräch eine Brücke schlagen
– zwischen Magazin, Website, Community und
persönlicher Erfahrung. Es macht sichtbar, dass HERZ
& Liebe kein Randthema ist, sondern ein ernstzunehmender
Teil von Lebensqualität. Und es zeigt, dass gute
Einordnung nicht kalt sein muss. Sie darf menschlich
sein, ohne ungenau zu werden. Sie darf offen sein,
ohne Grenzen zu verwischen. Und sie darf Fragen
zulassen, die im Praxisalltag oft keinen eigenen Platz
finden. Genau dafür soll dieses Meetup Raum geben.
Inhalte mit Haltung
117
Das große GUT ZUM HERZ
„Finde die HERZIS“ – Gewinnspiel
HERZI spielt Verstecken – Augen auf beim Blättern. Finden
Sie alle Fundstellen, notieren Sie die Seitenzahlen
und senden Sie uns Ihre Lösung – mit etwas Glück
gewinnen Sie einen von drei Wohlfühlpreisen.
Herzi hat sich in dieser
Frühlingsausgabe gleich
fünfmal versteckt – mal
gut sichtbar, mal eher nebenbei.
Wer beim Lesen aufmerksam
ist, kann alle Fundstellen
entdecken und mit wenigen
Angaben an unserer Verlosung
teilnehmen. Gesucht werden
ausschließlich die fünf Seitenzahlen,
auf denen Herzi abgebildet
ist.
Und so funktioniert´s
Blättern Sie durch das Magazin
und halten Sie Ausschau nach
dem Herzi-Männchen. Sobald
Sie ihn gefunden haben, notieren
Sie die jeweilige Seitenzahl.
Wenn Sie alle fünf Seiten beisammenhaben,
senden Sie Ihre
Lösung per E-Mail an daten@
gutzumherz.de. Bitte nennen
Sie im Mailtext Ihren Vor- und
Nachnamen sowie die fünf Seitenzahlen
in einer Zeile oder als
Liste. Teilnahmeschluss ist der
20. Juni 2026.
Extra-Los in der Facebook-
Gruppe (optional)
Wenn Sie zusätzlich ein Extra-Los
erhalten möchten, besuchen
Sie unsere GUT ZUM
HERZ Facebook-Gruppe und
kommentieren Sie unter dem
angepinnten Gewinnspiel-Post
das Codewort FRÜHLINGS-
HERZI 2026. Damit wir Ihre
Teilnahme eindeutig zuordnen
können, ergänzen Sie in Ihrer
E-Mail bitte Ihren Facebook-
Namen (so wie er dort angezeigt
wird). Die Teilnahme per E-Mail
bleibt selbstverständlich auch
ohne Facebook möglich.
Diese Preise verlosen wir
Unter allen richtigen Einsendungen
verlosen wir drei Preise,
mehr dazu im Kasten rechts.
Hinweis zu Teilnahme und
Datenschutz
Teilnahme ab 18 Jahren. Die Gewinner
werden ausgelost und
per E-Mail benachrichtigt.
Ihre Daten werden ausschließlich
zur Durchführung des Gewinnspiels
verarbeitet und
anschließend gelöscht,
sofern keine gesetzlichen
Pflichten entgegenstehen.
Mehrfachteilnahmen
werden als eine
Teilnahme gewertet; eine
Barauszahlung ist ausgeschlossen,
der Rechtsweg
ebenfalls. Hinweis:
Das Herzi auf dieser Seite
gehört nicht zum Gewinnspiel.
Die Teilnahme ist kostenlos
und nicht an einen Kauf gebunden.
Viel Glück!
Los
gehts ab
jetzt!
118
WERBUNG
Die Preise werden
mit freundlicher
Unterstützung von
zur Verfügung gestellt.
1. Preis
Tischdekobox
„Think Pink“
2. Preis
Tischdekobox
„Es grünt so grün“
Veranstalter:
JUNG & JUNG Verlag
Mauerheimstraße 8
63811 Stockstadt am Main
GUT ZUM HERZ wie auch
CreaTina sind Projekte von
https://jungundjungverlag.de/
3. Preis
Tischdekobox
„Natürlich Schön“
119
HerzInfo | PRÄVENTION
Ottawa weiterdenken
Grundsatz zur praktis
von Matthias Jung
Die Ottawa-Charta wird 2026 vierzig Jahre alt – und jetzt zählt d
I
m Wintermagazin haben wir
auf die Ottawa-Charta geblickt
und auf die Frage, wie Gesundheit
im Alltag entsteht. Gemeint
war damit von Anfang an mehr als
medizinische Versorgung. Es geht
auch um Lebenswelten, Bildung,
Teilhabe, verständliche Informationen
und politische Rahmenbedingungen.
Genau an diesem
Punkt setzt dieser Folgebeitrag an.
Jubiläumsjahr – und Prüfstein
zugleich
Denn 2026 ist für die Ottawa-
Charta nicht nur ein Jubiläumsjahr.
Es ist auch ein Prüfstein:
Was von diesen Grundgedanken
kommt heute tatsächlich im Alltag
an? Der Think Tank Im Puls.
Herz-Kreislauf greift diese Frage
in seiner laufenden Arbeit auf. Bei
der ersten Arbeitssitzung des Jahres
am 5. März 2026 wurden die
Schwerpunkte für die nächsten
Monate weiter geschärft.
Es geht dabei nicht um eine feierliche
Rückschau allein. Spannender
ist die Frage, wie sich die
Grundidee der Gesundheitsförderung
unter heutigen Bedingungen
weiterdenken lässt. Viele He-
120
– vom
chen Arbeit
ie Umsetzung.
rausforderungen sind sichtbarer
geworden: soziale Unterschiede,
Zeitdruck im Alltag, digitale Informationsflut,
sprachliche Hürden
und die Frage, wie Menschen
Orientierung finden, wenn gesundheitliche
Themen komplex
werden. Genau deshalb bleibt die
Ottawa-Charta aktuell. Sie erinnert
daran, dass Gesundheit
nicht zufällig entsteht, sondern
in Strukturen, Beziehungen und
konkreten Lebensbedingungen.
GUT ZUM HERZ bringt
Alltagsperspektiven ein
Für GUT ZUM HERZ ist das mehr
als ein Thema von außen. Ich arbeite
im Think Tank Im Puls. Herz-
Kreislauf in der Arbeitsgruppe
„Entwicklung persönlicher Kompetenzen“
mit und bringe dort die
Perspektive von GUT ZUM HERZ
ein. Gerade das ist aus meiner
Sicht wichtig: Gesundheitsförderung
darf nicht nur in Konzeptpapieren
gut klingen. Sie muss
im Alltag verständlich, erreichbar
und anschlussfähig sein.
Aus unserer Community kennen
wir viele Rückmeldungen, die
121
genau in diese Richtung weisen.
Menschen wünschen sich keine
abstrakten Debatten, sondern
Orientierung, die im echten Leben
trägt. Oft geht es um sehr konkrete
Fragen: Wie ordne ich Informationen
ein? Was bespreche ich in der
Praxis? Wo finde ich verständliche
Erklärungen? Und wie gehe ich
mit Unsicherheit um, wenn Begriffe,
Abläufe oder Zuständigkeiten
unklar bleiben?
Gesundheitskompetenz
entscheidet mit
Besonders relevant ist dabei der
Blick auf Gesundheitskompetenz.
Es geht darum, Informationen
so aufzubereiten, dass Menschen
sie wirklich nutzen können. Verständliche
Sprache, barrierefreie
Kommunikation und der Zugang
zu Gesundheitswissen sind keine
Nebensachen. Sie entscheiden oft
mit darüber, ob Prävention und
Orientierung im Alltag überhaupt
ankommen. Genau diese Richtung
wurde auch in der Arbeitssitzung
erneut betont.
Gesundheitskompetenz bedeutet
eben nicht nur, Informationen irgendwo
bereitzustellen. Sie müssen
auffindbar, verständlich und
im richtigen Moment hilfreich
sein. Gerade bei Herz-Kreislauf-
Themen zeigt sich, wie wichtig das
ist. Wer Symptome, Risiken oder
Zusammenhänge nicht einordnen
kann, erlebt schnell Unsicherheit.
Wer dagegen verständliche Informationen
erhält, kann Fragen
besser formulieren, Gespräche gezielter
führen und Entscheidungen
bewusster vorbereiten.
Gesundheitsförderung
messbar machen
Ob Gesundheitsförderung im
Alltag ankommt, zeigt sich oft
an kleinen, aber entscheidenden
Punkten:
• Informationen sind so formuliert,
dass Menschen sie ohne
Vorwissen verstehen können
• Angebote erreichen auch diejenigen,
die nicht von selbst
den Weg zu ihnen finden
• Prävention wird nicht nur gefordert,
sondern durch passende
Rahmenbedingungen
unterstützt
• Menschen erleben Teilhabe
statt zusätzlicher Hürden
• Gesundheit wird nicht auf Behandlung
reduziert, sondern
als Bestandteil des Alltags
ernst genommen
Gesundheit breiter denken
Spannend ist außerdem, dass der
Think Tank Gesundheit bewusst
breiter denkt. Nicht nur als Frage
von Diagnose und Versorgung,
sondern auch als Frage von Teilhabe,
Lebensqualität und der Fähigkeit,
mit Belastungen umzugehen.
Damit wird der Gedanke der Ottawa-Charta
ins Heute übersetzt:
Gesundheit entsteht nicht nur
in Praxen und Kliniken, sondern
auch dort, wo Menschen wohnen,
arbeiten, lernen und ihren Alltag
organisieren.
Daraus ergibt sich auch ein anderer
Blick auf Verantwortung. Natürlich
spielen medizinische Versorgung,
Fachwissen und Prävention
eine wichtige Rolle. Gleichzeitig
zeigt sich, dass Gesundheit immer
auch von sozialen, sprachlichen
und organisatorischen Voraussetzungen
abhängt.
Wer Termine schwer koordinieren
kann, Informationen nicht versteht
oder sich im System nicht
angesprochen fühlt, hat es deutlich
schwerer, Angebote überhaupt
zu nutzen.
Was wir aus der Community
mitnehmen
Für uns bei GUT ZUM HERZ ist
genau das anschlussfähig. Wir erleben
in der Community immer
wieder, dass Menschen nicht nur
medizinische Informationen suchen,
sondern vor allem Einordnung:
Was bedeutet das für meinen
Alltag? Was ist verständlich
erklärt? Wo fühle ich mich mit
meinen Fragen mitgedacht? Wenn
solche Erfahrungen in die Arbeit
einer Arbeitsgruppe einfließen,
kann daraus etwas entstehen, das
näher an der Lebenswirklichkeit
ist.
Besonders häufig begegnen uns
dabei drei Bedürfnisse:
• verständliche Sprache statt
Fachsprache ohne Einordnung
• Orientierung im Alltag statt
reiner Informationsfülle
• das Gefühl, mit Fragen und
Unsicherheiten ernst genommen
zu werden
Gerade darin liegt eine praktische
Chance. Wenn Erfahrungen aus
der Community nicht nur gesammelt,
sondern auch systematisch
weitergegeben werden, können
sie helfen, Perspektiven zu schärfen
und Themen relevanter aufzubereiten.
Wir arbeiten im Think Tank Im
Puls. Herz-Kreislauf aktiv mit
und bringen dort die Perspektiven
von GUT ZUM HERZ ein.
122
Alles begann 1986
in Ottawa/Kanada
Die Ottawa-Charta wird 2026
vierzig Jahre alt. Doch dieser
Beitrag blickt nicht nur zurück,
sondern fragt, was von ihren
Grundgedanken heute im Alltag
tatsächlich ankommt. Es
geht um die große Frage, wie
Gesundheit entsteht: nicht nur
in Praxen und Kliniken, sondern
auch dort, wo Menschen
wohnen, arbeiten, lernen und
Entscheidungen treffen. Genau
das macht den Beitrag so lesenswert.
Sie lesen hier keinen rückwärtsgewandten
Jubiläumstext, sondern
eine Einordnung mit Blick
auf heute. Der Beitrag zeigt,
warum die Ottawa-Charta bis
heute als Kompass für Gesundheitsförderung
gilt und weshalb
ihre Gedanken gerade bei Herz-
Kreislauf-Themen so aktuell
bleiben. Gesundheit wird darin
als Querschnittsaufgabe verstanden
– geprägt von Bildung,
Wohnumfeld, Arbeit, Mobilität,
sozialer Sicherheit und Teilhabe.
• Sie bekommen einen verständlichen
Überblick über die fünf
Handlungsfelder der Ottawa-
Charta – von gesundheitsförderlicher
Politik über unterstützende
Lebenswelten bis hin zu
verständlicher Information und
neu ausgerichteten Gesundheitsdiensten.
• Sie sehen, warum Prävention
im Alltag oft dort beginnt, wo
Rahmenbedingungen verändert
werden: etwa durch sichere
Wege, niedrigschwellige Beratung,
verständliche Kennzeichnung
oder bessere Zugänge zu
Informationen.
• Sie lesen, welche Herausforderungen
in Deutschland bestehen:
gute Ansätze sind da,
aber föderale Zuständigkeiten,
Projektlogiken und Personalmangel
können die Umsetzung
erschweren. Gleichzeitig entstehen
vielerorts Modelle, die
Gesundheitsförderung in Kitas,
Schulen, Betrieben und Pflege
konkreter machen.
• Sie erfahren auch, warum der
Think Tank Im Puls. Herz-Kreislauf
solche Fragen in Arbeitsgruppen
vertieft bearbeitet und
weshalb GUT ZUM HERZ dort
aktiv mitarbeitet. Eingebracht
wird die Betroffenensicht aus
der Community: Wo hakt es an
Übergängen? Was ist zu kompliziert?
Welche Sprache hilft
wirklich weiter, ohne zu überversprechen?
Gerade dadurch wird der Beitrag
stark: Er verbindet Grundsatz,
Gegenwart und praktische
Relevanz. Am Ende bleiben drei
zentrale Fragen stehen: Erreichen
wir Menschen mit hohem
Risiko wirklich? Wird Zusammenarbeit
so organisiert, dass
sie nicht an Zuständigkeiten
scheitert? Und lernen wir aus
Erfahrungen und Daten, ohne
die Praxis mit Bürokratie zu
überladen? Genau diese Fragen
machen neugierig auf den gesamten
Beitrag.
Quellen zu diesem Thema:
• BZgA / Leitbegriffe der
Gesundheitsförderung –
„Gesundheitsförderung 1:
Grundlagen“
• Robert Koch-Institut (RKI)
– „Gesundheitskompetenz /
Health Literacy“
• BMG – „Das Präventionsgesetz“
Besonders spannend ist, dass
der Beitrag konkrete Linien in
die Gegenwart zieht:
• Sie erfahren, warum Gesundheitsförderung
mehr ist als ein
Appell an individuelles Verhalten.
Entscheidend sind oft auch
Regeln, Strukturen und Lebenswelten,
die gesundes Handeln
überhaupt erst möglich machen.
• Photo: City of Ottawa
HerzInfo | PRÄVENTION
Am Rideau Canal
begann ein Umdenken
von Matthias Jung
Die Ottawa-Charta wird 2026 vierzig Jahre alt – und die Frage bleibt: Wie entsteht Gesundheit im Alltag?
ttawa, Mitte November
1986. Kalte, klare Luft, frü-
Dämmerung, das Licht Ohe
flach über den Steinfassaden der
Innenstadt. Wer zwischen zwei
Sitzungen kurz den Kopf frei bekommen
wollte, musste nicht weit
gehen: In der Nähe des Parliament
Hill liegt am nördlichen Ende des
Rideau Canal ein Ort, an dem
Wasser, Wege und Stadt aufeinandertreffen
– Schleusen, Uferkanten,
ein offener Blick in den Himmel
über der Hauptstadt.
Drinnen: ein anderer Blick auf
Gesundheit
Man kann sich vorstellen, wie
Tagungsteilnehmende dort für
einen Moment stehen bleiben:
nicht, um Antworten zu finden,
sondern um die Gedanken zu sortieren.
Drinnen geht es um mehr
als Programme und Zuständigkeiten.
Es geht um die Frage, wie
Gesellschaften Gesundheit überhaupt
denken – nicht als reine
Aufgabe von Praxen und Kliniken,
sondern als Thema, das auch
in Schulen, Betrieben, Kommunen,
Verkehr, Ernährung, Medien
und Politik mitentschieden wird.
17. bis 21. November 1986 – und
der Blick auf 2026
HIER
den ganzen
Beitrag
lesen.
Vom 17. bis 21. November 1986 traf
sich in Ottawa die erste internationale
Konferenz zur Gesundheitsförderung.
Am 21. November
wurde die Ottawa-Charta als
Handlungsrahmen vorgestellt
– ein Text, der Gesundheitsförderung
bis heute prägt, weil er Verantwortung
breiter fasst und Zusammenarbeit
einfordert.
2026 wird dieses Dokument 40
Jahre alt. Diese Zeitspanne ist
ein guter Anlass, zurückzublicken:
Was damals als Leitidee formuliert
wurde, ist heute eine konkrete
Frage an Entscheidungen außerhalb
des Gesundheitswesens
– überall dort, wo Alltag entsteht.
Warum dieser Moment
nachwirkt
Vielleicht ist es genau dieser Kontrast,
der den Ort so passend macht:
Draußen fließt das Wasser durch
ein System, das nur funktioniert,
wenn alle Elemente zusammenspielen.
Drinnen wird ein Gedanke
greifbar, der ähnlich gebaut ist
– nicht als Versprechen, sondern
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
123
WERBUNG
HerzAktiv | HERZENSORTE Tour
Zwischen Nordsee
und Ostsee
Eine Reise zu Küstenorten, Promenaden und
HERZENSORTE-Momenten am Meer
von Matthias Jung
Eine Reise zwischen Nordsee und Ostsee ist die ideale Bühne, um
HERZENSORTE erlebbar zu machen – und mit Juist beginnt sie an einem Ort,
der Ruhe, Weite und Promenadengefühl auf besondere Weise verbindet. Im
Zentrum steht die Strandpromenade der Nordseeinsel als Sinnbild dafür, wie
Küste, Bewegung und bewusste Momente zusammenwirken.
Mit Juist beginnt eine Idee,
die mehr sein kann als
ein einzelner Ausflug.
Die Strandpromenade der Nordseeinsel
steht für Weite, Wind,
klare Luft und das Gefühl, dass ein
Ort den eigenen Takt verändert.
Wer dort ankommt, merkt schnell,
dass es nicht viel braucht: ein Blick
aufs Meer, ein kurzer Weg entlang
der Promenade, ein Foto, das den
Moment festhält. Genau darin
liegt der Reiz dieser Route zwischen
Nordsee und Ostsee.
HerzAktiv ohne Eile
Für GUT ZUM HERZ ist das kein
touristischer Pflichtkatalog, sondern
ein HerzAktiv-Format mit
eigener Haltung. Es geht nicht darum,
möglichst viele Orte in kurzer
Zeit abzuhaken.
Es geht um bewusst gewählte Stationen,
an denen man innehält,
schaut und ein Stück Küste mitnimmt.
Juist setzt dafür den richtigen
Auftakt. Die Insel steht nicht
für Tempo, sondern für Ruhe,
Horizont und das Gefühl von Ankunft.
Fehmarn als zweiter Pol
Fehmarn bildet dazu einen zweiten
Pol. Der Yachthafen in Burgtiefe
erzählt eine andere Küstengeschichte:
offener, bewegter,
maritimer.
Boote, Promenade, Wasser und
Hafenatmosphäre schaffen dort
einen Rahmen, der Aufbruch und
Orientierung zugleich vermittelt.
126
Photo: Lars Wehrmann
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
Selfie Point
Juist und Fehmarn zeigen, dass
Nordsee und Ostsee nicht dieselbe
Stimmung transportieren, sondern
zwei unterschiedliche Charaktere.
Aus einem Ort wird eine Route
Daraus entsteht eine Reiseidee,
die nicht auf Leistung, sondern
auf Wahrnehmung setzt. Ein Selfie
Point ist hier kein Selbstzweck,
sondern ein Anlass, einen Ort
bewusst zu erleben. Aus einem
Fotopunkt wird ein Erinnerungsmoment.
Aus einem Bild wird eine
kleine Erzählung. Und aus einzelnen
Stationen wächst Schritt für
Schritt eine Küstenlinie aus HER-
ZENSORTE-Momenten, die Menschen
nicht belehren, sondern begleiten.
Wie es weitergeht
Die Tour verbindet Promenade,
Hafenblick, Inselgefühl und Horizont.
Sie beginnt mit Juist, führt
weiter nach Fehmarn und bleibt
offen für weitere Orte, die diese
Linie sinnvoll ergänzen. So wird
aus zwei starken Küstenorten ein
Format, das sich weitererzählen
lässt – ruhig und nah an dem, was
unterwegs wirklich zählt.
Begleiten Sie uns auf unserer
Tour und erleben Sie mit uns
die einzelnen Stationen zwischen
Nordsee und Ostsee hautnah.
Mehr dazu demnächst auf
den nächsten Seiten.
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Die
GUT ZUM
Jahr
PREVIEW
Die Freischaltu
Exklusiver Conten
Folgen Sie uns auf S
Freischaltung nic
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LOCKED
ng erfolgt bald
t bald verfügbar!
ocial Media, um die
ht zu verpassen.
HERZ
eszeiten
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Die
GUT ZUM
Jahr
PREVIEW
Die Freischaltu
Exklusiver Conten
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HERZ
eszeiten
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HerzInfo | DIE KOLUMNE
von Matthias Jung
Liebe und ich
Früher war Nähe einfacher – heute ist sie vielleicht bewusster
Ich hätte früher nicht gedacht, dass das
Herz so weit in mein Leben hineinwirkt.
Für mich war es lange Medizin: Puls,
Belastung, Untersuchung, Blutdruck. Mehr
nicht. Dass es irgendwann auch mit Nähe,
Unsicherheit und Selbstverständlichkeit zu
tun haben könnte, hätte ich so nicht gesagt.
Heute sehe ich es anders. Seit ich gemerkt
habe, dass der Körper nicht einfach nur
mitläuft, hat sich mein Blick verändert.
Nicht schlagartig, aber deutlich genug.
Man denkt anders über Belastung,
Sicherheit und das, was früher einfach
lief. Irgendwann merkt man: Es geht nicht
nur um Gesundheit, sondern auch um
Auftreten, Souveränität, Beziehung und
Nähe. Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung
verändert Termine, Befunde und Routinen.
Sie rückt einem näher und mischt sich ein.
Nicht laut, aber spürbar. Auf einmal ist der
eigene Körper nicht mehr nur da, sondern
ein Faktor. Ich bin vorsichtiger. Nicht
ängstlich. Aber wachsamer.
Das betrifft nicht nur körperliche
Belastung, sondern auch die Frage, wie
frei man sich noch fühlt und was das mit
Nähe macht, wenn Sicherheit nicht mehr
vorausgesetzt werden kann. Darüber
spricht man als Mann nicht gern. Man will
nicht klein wirken, nicht empfindlich, nicht
ausgebremst. Also macht man weiter, sagt
wenig, spielt manches herunter. Ich kenne
diesen Reflex und halte ihn nicht für klug.
Wegdrücken hilft nicht. Man wird dadurch
höchstens ungenauer. Ich glaube, ein klarer
Blick auf die eigene Situation hat mehr
mit Stärke zu tun als jedes Durchhalten um
jeden Preis. Für mich hat das mit Nähe zu
tun. Nicht sentimental, sondern praktisch.
Nähe braucht Grundvertrauen, in den
anderen Menschen und in den eigenen
Körper.
Wenn dieses Vertrauen Risse bekommt,
wird nichts unmöglich. Aber es wird
anders, weniger gedankenlos, weniger
selbstverständlich, vielleicht auch weniger
leicht. Das sollte man ernst nehmen. Reden
hilft. Aber zuerst hilft Ehrlichkeit: der Satz
an sich selbst, dass etwas nicht mehr so ist
wie früher. Darin steckt für mich nicht nur
Verlust. Es steckt auch etwas Nüchternes,
fast Befreiendes. Ich muss nichts beweisen.
Vielleicht geht es irgendwann nicht mehr
darum, unangreifbar zu erscheinen,
sondern darum, sich selbst ernst zu
nehmen. Das verändert auch den Blick auf
Nähe. Sie wird dadurch nicht größer oder
romantischer. Aber ehrlicher und klarer. Ich
finde, das ist kein schlechter Tausch. Früher
war Nähe einfacher. Aber vielleicht war sie
auch gedankenloser.
Heute ist sie für mich stärker mit Vertrauen
verbunden: mit dem Gefühl, dass man
nichts vorspielen muss. Am Ende ist das
die eigentliche Veränderung. Dass ich mich
nicht mehr darüber definiere, alles im Griff
zu haben, sondern darüber, genauer zu
wissen, was ich mir zutraue, was mir guttut
und wo ich ehrlich mit mir selbst sein muss.
Ihr Matthias Jung
132
Hinweis: Die hier beschriebenen Erfahrungen sind persönlich und nicht auf andere übertragbar.
Medizinische Fragen sollten immer individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.
HERZ & Welt
Die Serie geht weiter in dieser Ausgabe
Bei GUT ZUM HERZ schauen
wir in jeder Ausgabe darauf,
wie Herzversorgung in
Deutschland im Alltag ankommt
– mit all ihren Stärken, aber auch
mit den typischen Bruchstellen
zwischen Praxis, Klinik und Nachsorge.
Gleichzeitig erreichen uns immer
wieder Fragen aus der Community:
Wie lösen andere Länder diese
Übergänge? Was funktioniert dort
besser – und was eher nicht?
HERZ & Welt bleibt deshalb ein
fester Bestandteil unseres Jahreszeitenmagazins.
Viermal im Jahr
vergleichen wir die deutsche Herzversorgung
mit einem anderen
Land und ordnen ein, was Betroffene
daraus ableiten können – ohne
Idealisierung und ohne Bashing.
Dieses Mal: Deutschland und
Italien. Zwei Länder mit leistungsfähigen
Gesundheitssystemen,
die auf den ersten Blick
durchaus vergleichbar wirken –
und sich im Detail doch spürbar
unterscheiden: etwa bei der Rolle
der hausärztlichen Versorgung,
bei regionalen Versorgungsstrukturen
und bei der Frage, wie eng
Nachsorge, Rehabilitation und
Koordination im Alltag miteinander
verzahnt sind.
Unser Anspruch bleibt dabei derselbe:
sachlich, realistisch,
nachvollziehbar. Wir zeigen
Stärken und Schwächen beider
Länder, benennen offene Punkte
und konzentrieren uns auf das,
was für HerzPatientinnen und
-Patienten wirklich zählt: Orientierung,
verständliche Information
und eine Versorgung, die auch
nach dem Klinikaufenthalt trägt.
Den Beitrag finden Sie ab Seite
154 in diesem Magazin. Dort
zeigen wir, wie Deutschland
und Italien Herzversorgung im
Alltag organisieren, an welchen
Stellen sich die Systeme unterscheiden.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
133
PATIENT EMPOWERMENT
Gute Entscheidungen beginnen damit, medizinische Informationen
zu verstehen – und im Arztgespräch die richtigen Fragen zu stellen.
Unter dem Dach „Patient Empowerment“ finden Sie bei GUT ZUM
HERZ zwei Formate, die Sie dabei unterstützen.
MediKlar
MediKlar macht Medizin verständlich:
Komplexe Themen werden in klarer
Sprache erklärt, ohne unnötigen
Fachjargon. Begriffe, Befunde und
Untersuchungen werden eingeordnet,
typische Zusammenhänge erläutert
und Grenzen von Einzelwerten
sichtbar gemacht. Im Mittelpunkt
stehen Orientierung und Einordnung:
Was heißt das konkret, welche Fragen
entstehen daraus, und welche Punkte
sollten geklärt werden? MediKlar ersetzt
keine ärztliche Beratung, Diagnose
oder Therapieempfehlung. Quellen
und weiterführende Hinweise werden
transparent benannt; Fakten und
Einordnungen sind klar getrennt.
Wie sag ich’s
meinem Arzt?
Anleitungen zur Vorbereitung auf den
Arztbesuch: Anliegen strukturieren,
Symptome verständlich beschreiben
und Fragen priorisieren. Es geht um
allgemeine Orientierung: Welche Angaben
sind oft hilfreich (Beginn, Verlauf,
Auslöser, Begleitbeschwerden),
wie lassen sich Medikamente und Vorerkrankungen
übersichtlich notieren
und Unterlagen geordnet mitnehmen?
Ergänzend gibt es neutrale Formulierungsbeispiele
sowie eine kurze Checkliste,
um am Ende des Gesprächs die
wichtigsten Punkte für sich festzuhalten.
Keine individuelle Beratung, Diagnose
oder Therapieempfehlung; nur
Hilfe zur Vorbereitung.
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135
Essen unterwegs -
ohne den Autopiloten
Vom Terminal nach Gateway Gardens
von Matthias Jung
Lena, Vielfliegerin, landet in Frankfurt und nutzt HERZENSORTE als
Orientierung. Ihr Ziel: schnell satt werden – und trotzdem bewusst
auswählen. Station: The Italian in Gateway Gardens.
Lena ist viel unterwegs.
Flughäfen
kennt sie wie andere
ihre Stammstraße: Gate,
Gepäckband, kurzer Blick
aufs Handy, weiter. An
diesem Abend landet sie
in Frankfurt, der Tag war
eng getaktet, der Kopf voll,
der Magen leer. Hunger ist
kein Problem. Die Frage
ist eher: Was esse ich jetzt
– ohne dass es wieder nur
„irgendwas“ wird?
Warm, süß und fettig
Früher lief das bei ihr oft
nach dem gleichen Muster:
schnell, warm, süß oder
fettig, Hauptsache sofort.
Danach: Müdigkeit. Heute
möchte sie es anders machen.
Nicht kompliziert,
nicht dogmatisch. Einfach
eine bessere Wahl, wenn
sie die Möglichkeit hat.
Während sie Richtung
Ausgang läuft, fällt ihr
ein Begriff ein, den sie
vor kurzem entdeckt hat:
HERZENSORTE. Ein Format
von GUT ZUM HERZ,
das Orte sammelt, an denen
man bewusste Auswahl
im Alltag leichter
findet – gerade dann, wenn
Zeit und Umgebung eigentlich
dagegenarbeiten.
Kein Versprechen, kein
„Wundermenü“. Eher eine
Orientierung: Wo kann ich
hingehen, wenn ich nicht
jedes Mal neu anfangen
will?
Lena tippt sich durch die
Seite. Frankfurt, Gateway
Gardens. Ein Treffer: The
Italian. Nicht weit weg, gut
erreichbar. Sie speichert
den Ort, steckt das Handy
weg und merkt: Allein die
Entscheidung fühlt sich
schon besser an als der Autopilot.
Lenas 60-Sekunden-
Check (für unterwegs)
Ohne Fachsprache, ohne
Nährwerttabellen – nur
drei schnelle Fragen:
• Gibt es etwas, das nicht
„frittiert oder süß“ ist,
sondern ausgewogen
wirkt?
• Kann ich anpassen – z.
B. Soße separat, extra
Gemüse, kleinere Portion?
• Ist es ein Ort, an dem
Nachfragen normal ist
– ohne dass man sich
erklären muss?
„Ich brauche jetzt etwas,
das mich nicht umhaut“,
sagt Lena halblaut zu sich
selbst. Dann lächelt sie.
„Und ich will satt werden –
nicht belehrt.“
Gateway Gardens: The
Italian – ein Ort, an dem
Nachfragen dazugehört
Gateway Gardens wirkt
wie eine Zwischenwelt
zwischen Stadt und
Terminal: modern,
aufgeräumt, mit dem
Gefühl, dass hier viele
Menschen unterwegs
sind – so wie Lena. Sie
136
WERBUNG
Phot0: FRAPORT (KI-GENERIERT)
GUT ZUM HERZ
HERZENSORTE
137
kommt bei The Italian an, bleibt
kurz stehen und schaut durch die
Scheiben. Drinnen: Betrieb, aber
kein Stress. Draußen: Plätze, an
denen man auch mit Trolley sitzen
kann, ohne im Weg zu sein.
Lena setzt sich, atmet durch und
merkt: Jetzt ist der Moment, in
dem sich entscheidet, ob „bewusst“
im Alltag funktioniert – oder ob
es doch wieder ein Kompromiss
wird. Sie öffnet die Karte nicht,
um Kalorien zu zählen.
Sie sucht nach Logik: eine Basis, die
satt macht, etwas Frisches dazu,
und die Möglichkeit, die „Extras“
zu steuern. Als die Bedienung
kommt, formuliert Lena ihre
Fragen so, wie sie sie auch im Job
stellen würde: klar, freundlich,
ohne langen Vortrag.
• „Könnte ich die Soße separat
bekommen?“
• „Ist es möglich, mehr Gemüse
statt einer schweren Beilage zu
nehmen?“
• „Und wenn es passt: eine kleinere
Portion – ich nehme lieber später
noch etwas Kleines als jetzt zu viel.“
Die Antworten kommen ohne
Augenrollen. Genau das ist für
Lena der Unterschied: Nicht das
perfekte Gericht, sondern ein
Umfeld, in dem Anpassungen
selbstverständlich sind.
So bestelle ich unterwegs
bewusster (Lenas Praxis-Tipps)
• Soßen und Dressing separat:
Dann entscheidet man selbst
über die Menge.
• Gemüse als „Plus“: Nachfragen,
ob man Gemüse, Salat oder
Antipasti ergänzen kann.
• Portion steuerbar:
Halbportion, Teilen, oder
„kleiner, dafür passend“.
Getränke simpel halten: Wasser,
ungesüßt – nicht als Regel, sondern
als Alltags-Hack. Satt werden,
nicht „überladen“: lieber ein klarer
Teller als drei Baustellen.
Drei Beispiele, wie „bewusst“
aussehen kann
The Italian steht für Genuss zu
jeder Tageszeit: morgens, mittags,
abends – und wenn es passt,
auch dazwischen. Die Beispiele
auf der übernächsten Seite
zeigen, wie vielseitig das Konzept
ist: vom frischen Frühstück
mit Lachs über ein leichtes
Spargelgericht zum Mittag bis
zum bunten Salat am Abend.
Dazu finden Sie weitere Ideen,
Kombinationsmöglichkeiten und
kleine Hinweise für die Auswahl:
mehr Gemüse, Dips und Käse
bewusst dosiert – und als Begleiter
am besten Wasser oder ungesüßter
Tee. So bleibt alles alltagstauglich,
ohne dass der Genuss zu kurz
kommt.
Ob für die kurze Pause
zwischendurch oder fürs Essen
in geselliger Runde: Die Gerichte
sind so gedacht, dass Sie sie nach
Appetit zusammenstellen können.
unkompliziert und genau passend
für den Moment.
138
WERBUNG
139
morgens mittags abends
Lachs trifft auf viel
Frisches am Morgen
Auf diesem Teller stehen
(Räucher-)Lachs und viel
Frisches wie Blattsalat, Gurke,
Tomaten und Zitrone im
Mittelpunkt. Ergänzt wird das
Ganze durch Brot sowie kleine
Portionen von Aufstrichen und
Käse – eine Kombination, die
gut in einen ausgewogenen
Ernährungsstil passen kann.
Wer die Herzgesundheit im
Blick hat, setzt häufig auf
viel Pflanzliches als Basis,
ergänzt durch passende
Eiweißquellen und eine
bewusste Auswahl an Fetten.
Sinnvoll ist außerdem der Blick
auf Salz und Portionsgrößen,
denn Räucherfisch, Käse und
cremige Dips unterscheiden
sich je nach Produkt deutlich.
Praktisch: lieber Vollkornbrot
wählen, Dips sparsam
einsetzen und mit extra
Gemüse ausgleichen. Wasser
oder ungesüßter Tee rundet die
Mahlzeit ab. Wer empfindlich
auf Salz reagiert, greift zu
weniger salzigen Varianten
und prüft: Nährwertangaben.
Entscheidend bleibt die
Gesamternährung über den Tag
hinweg.
Spargel & Rucola:
Leicht, würzig, klar
Weißer Spargel mit Rucola
und gehobeltem Hartkäse:
eine leichte Kombination,
die viel Gemüse und frische
Aromen auf den Teller
bringt. Spargel und Rucola
liefern Ballaststoffe sowie
verschiedene Mikronährstoffe
und pflanzliche Inhaltsstoffe
und passen damit gut in eine
herzbewusste, ausgewogene
Ernährung. Entscheidend ist
wie immer das Gesamtbild:
viel Pflanzliches als Basis, ein
maßvoller Umgang mit Salz
und ein Dressing, das nicht zu
schwer ausfällt. Als Begleiter
passen z. B. Kartoffeln oder
Vollkornbrot; den Käse besser
fein dosieren, weil er je nach
Sorte deutlich salzreich sein
kann. Wer wegen Nierenoder
Stoffwechselthemen
bestimmte Nährstoffe beachten
muss, klärt individuelle
Empfehlungen ärztlich oder
ernährungsmedizinisch. Tipp:
Mit Kräutern, Zitronensaft
und etwas Olivenöl entsteht
viel Geschmack ohne stark
nachzusalzen. Ab April 2026,
dem Start in die Spargelzeit
wieder im Angebot.
Bunter Avocado-Salat
zum Dinner
Ein gemischter Blattsalat mit
Tomatenstücken, Avocado-
Spalten und Sprossen: knackig,
aromatisch und angenehm
leicht. Solche Kombinationen
bringen Vielfalt auf den Teller
und liefern Ballaststoffe
sowie eine breite Mischung an
Vitaminen, Mineralstoffen und
sekundären Pflanzenstoffen.
Die Avocado sorgt für
eine cremige Komponente
und ergänzt den Salat mit
überwiegend ungesättigten
Fetten – gut, wenn man
bewusst kombiniert. Für eine
herzbewusste Auswahl zählt
vor allem das Gesamtbild:
viel Pflanzliches als Basis, ein
Dressing ohne unnötig viel Salz
oder Zucker und bei Bedarf ein
sättigender Zusatz. Gut passen
zum Beispiel Kichererbsen,
Bohnen, ungesalzene Nüsse
oder eine Eiweißquelle wie
Joghurt, Ei oder Fisch. So bleibt
der Teller alltagstauglich. Wer
Salz sparen will, würzt mit
Kräutern, Zitrone oder Pfeffer.
So bleibt der Geschmack, ohne
nachzusalzen, auch unterwegs.
... immer
140
WERBUNG
Wichtige Informationen
Location:
Adresse:
Kontakt:
Wo ist das?
The Italian – Frankfurt am Main
Amelia-Mary-Earhart-Straße 7, 60549 Frankfurt am Main (Stadtteil
Flughafen, Quartier Gateway Gardens)
Telefon: +49 69 78803199 Web: the-italian-frankfurt.de
Das Restaurant liegt im neuen Quartier Gateway Gardens unmittelbar
am Flughafen Frankfurt (FRA). Die S-Bahn-Station „Gateway Gardens“
der Linien S8/S9 ist nur wenige Schritte entfernt; von dort sind es zwei
Minuten bis Terminal 1 und rund zehn Minuten bis zum Hauptbahnhof.
Als Orientierungspunkt: Gegenüber befindet sich das Park Inn by
Radisson Frankfurt Airport (Hausnummer 10 in derselben Straße).
Öffnungszeiten: Täglich geöffnet: Mo–Sa: 10:00–00:00, So: 10:00–22:00
Küche: täglich 11:30–22:00. Ausnahmen gibt es lediglich an Weihnachten und Silvester
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142
HERZ & LIEBE
Nähe, Vertrauen und das, was oft unausgesprochen bleibt
Nicht alles, was Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung beschäftigt,
steht in Arztbriefen, Laborwerten oder Medikamentenplänen.
Oft sind es die stilleren Fragen, die den Alltag prägen: Wie verändert
sich das Gefühl von Sicherheit? Was passiert mit Nähe und
Partnerschaft? Und wie gelingt es, dem eigenen Körper wieder mehr
zu vertrauen?
Mit HERZ & LIEBE widmet sich GUT ZUM HERZ einem Themenfeld,
das viele betrifft und über das dennoch oft zu wenig gesprochen wird.
Das Magazin verbindet medizinische Einordnung mit Lebensrealität
und richtet den Blick auf das, was zwischen Befund und Alltag liegt:
Unsicherheit, Rückzug, Vertrauen und die Frage, wie Lebensfreude
ihren Platz behalten kann.
GUT
ZUM
HERZ
Dabei geht es nicht um einfache Antworten und nicht um zugespitzte
Botschaften. Es geht um Orientierung, um sensible Sprache und um
einen Rahmen, der dem Thema gerecht wird. HERZ & LIEBE möchte
zeigen, dass Herzgesundheit mehr ist als medizinische Kontrolle. Sie
berührt auch das, was Menschen miteinander verbindet und was im
Alltag oft schwerer anzusprechen ist, als es von außen wirkt..
Das kostenfreie Themenmagazin
»HERZ & LIEBE« von GUT ZUM HERZ
erscheint am Dienstag, dem 7. April 2026
Ein Themenmagazin über Nähe, Sicherheit und Lebensfreude
mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.
Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media –
so verpassen Sie keine neuen Tagebuch-Beiträge
und die Veröffentlichung dieser Ausgabe.
143
Herzschlag-Patientenstimme
144
Gesundheit
mitgestalten
Ihre Stimme zählt
Erklärung des
partizipativen
Konzepts
Jetzt mitreden
Das partizipative
Prinzip beschreibt
einen HERZ ist die Community
Für uns bei GUT ZUM
Ansatz, bei dem das Herzstück. Erfahren
Menschen an
Sie hier links, wie
Entscheidungen
das geht.
mitwirken, die sie
betreffen. Betroffene
und weitere Beteiligte
werden in Planung,
Gestaltung und Umsetzung von
Projekten und Maßnahmen einbezogen
– transparent, fair, auf
Augenhöhe. So fließen Erfahrungen,
Bedürfnisse und unterschiedliche
Sichtweisen in die Ergebnisfindung
ein. Der Ansatz orientiert
sich an demokratischen Grundgedanken
und betont Gleichberechtigung
und Verantwortung. Er
kann Engagement und Akzeptanz
stärken und die Qualität von Ergebnissen
verbessern, weil Ideen
gesammelt, abgewogen und begründet
entschieden werden. Partizipation
ist kein Erfolgsversprechen,
sondern ein klarer Prozess,
der Beteiligung ermöglicht und
gemeinsames Lernen fördert.
“Wir möchten unserer
Community hier
Gesichter geben. Schickt
uns Fotos von Euch und
wir ersetzen die Platzhalter
auf der rechten Seite.
GUT ZUM HERZ hebt sich durch sein partizipatives
Prinzip von anderen Gesundheitsportalen
ab. Kern dieses Ansatzes ist die aktive
Einbindung der Community in ihre Gesundheitsgestaltung.
Dieses Prinzip basiert auf der
Überzeugung, dass jeder Mensch ein tiefes Verständnis
seiner eigenen Gesundheit besitzt und
durch aktive Teilnahme am Portalprozess dieses
Wissen erweitern und teilen kann.
Wir ermöglichen es unserer Community, sich
durch persönliche Beiträge, Diskussionen und
Feedback aktiv an der Gestaltung von Inhalten
zu beteiligen. Dies fördert nicht nur die Gemeinschaftsbildung,
sondern auch das individuelle
Gesundheitsbewusstsein. Das Portal
kombiniert Nutzererfahrungen mit fachlichem
Expertenwissen, was zu einer umfassenden
und vielschichtigen Darstellung von Gesundheitsthemen
führt, ob präventiv oder korrektiv.
Damit diese Stimmen nicht nur gehört werden,
sondern tatsächlich zu Verbesserungen führen,
arbeiten wir zusätzlich mit verschiedenen Organisationen
und Akteuren zusammen, die im
gesundheitspolitischen Berlin aktiv sind. So
fließen Erfahrungen aus der Community in einen
größeren Kontext ein: Welche Rahmenbedingungen
helfen Prävention und Versorgung
im Alltag – und wo braucht es konkrete Veränderungen?
Mehr zu diesen Kooperationen und
zum Hintergrund des Ansatzes finden Sie ab
Seite 130 im Magazin.
Außerdem greifen wir dieses Thema im Herzgeflüster-Podcast
auf: Gemeinsam mit Steffen
Morscheck aus der Herzschlag-Community
zeichnen wir demnächst eine Folge auf, in der
es darum geht, wie Patient:innenstimmen gezielt
an die richtigen Stellen gelangen – in die
gesundheitspolitische Debatte, in die Versorgungspraxis
bei Ärztinnen und Ärzten sowie
in die Entscheidungswege von Krankenkassen.
Wir sprechen darüber, welche Formate und
„Übersetzungen“ nötig sind, damit Erfahrungen
nicht als Einzelfälle verpuffen, sondern als
HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR
konkreter Impuls für bessere Prävention,
verständliche Kommunikation
und praktikable Ver-
Der GUT ZUM HERZ
Fitnessmonat
sorgung wirken.
JANUAR 2026
mit Steffen Morscheck
Mehr 31 Tage. 31 über Übungen. Steffen Ein Einstieg, der Morscheck
bleibt.
er erste Januar hat eine erzählt, in einer akuten Situation
seine Lebensretterin. Heu-
er viel zuschreibt: den SV Ein-
Dabei nennt er einen Ort, dem
auf DSeite 80 diesem Magazin.
besondere Stimmung:
Draußen ist es stiller, te trainieren beide gemeinsam. tracht Gommern e.V.. Dort hat
im Kopf oft lauter. Viele nehmen
sich viel vor – und spüren
gleichzeitig, wie schnell aus
einem Vorsatz Druck werden
kann. Für Steffen Morscheck
aus Gommern ist genau dieser
Unterschied entscheidend.
Nach einem schweren Herzereignis
ging es für ihn nicht
darum, „wieder auf Niveau“ zu
kommen, sondern überhaupt
wieder Vertrauen aufzubauen:
in den Körper, in die eigenen
Grenzen – und in die Idee, dass
Bewegung wieder etwas Gutes
sein darf.
Sie begleitet die Einheiten auch
als Trainerin – und sie steht
für etwas, das in diesem Monat
mitschwingen soll: Sicherheit
entsteht nicht durch große
Worte, sondern durch klare Abläufe
und einen realistischen
Rahmen.
Vom Teilnehmer zum
Übungsgeber
Steffen kennt die Perspektive der
Betroffenen nicht nur aus Theorie.
Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer
einer Herzsportgruppe.
Diese Zeit hat ihm gezeigt,
ihn der Rehasport in den letzten
Jahren begleitet – nach Steffens
Worten mit verlässlicher Organisation
und ärztlicher Begleitung
in den Einheiten. Außerdem
unterstützt der Verein ihn,
indem er seine Ausbildung zum
Rehatrainer „Innere Medizin“
mitträgt. Für Steffen ist das
keine Randnotiz, sondern ein
wesentlicher Teil seines Weges
zurück in Bewegung.
Auf dieser Grundlage hat er
sich zusätzlich qualifiziert (u.
a. B-Lizenz im Group-Fitness-
Training und Personaltraining)
WERBUNG
HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR
WERBUNG
Der GUT ZUM HERZ
Fitnessmonat
JANUAR 2026
mit Steffen Morscheck
31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.
D
er erste Januar hat eine
besondere Stimmung:
Draußen ist es stiller,
im Kopf oft lauter. Viele nehmen
sich viel vor – und spüren
gleichzeitig, wie schnell aus
einem Vorsatz Druck werden
kann. Für Steffen Morscheck
aus Gommern ist genau dieser
Unterschied entscheidend.
Nach einem schweren Herzereignis
ging es für ihn nicht
darum, „wieder auf Niveau“ zu
kommen, sondern überhaupt
wieder Vertrauen aufzubauen:
in den Körper, in die eigenen
Grenzen – und in die Idee, dass
Bewegung wieder etwas Gutes
sein darf.
In seiner Geschichte ist seine
Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin
und war, wie Steffen
erzählt, in einer akuten Situation
seine Lebensretterin. Heute
trainieren beide gemeinsam.
Sie begleitet die Einheiten auch
als Trainerin – und sie steht
für etwas, das in diesem Monat
mitschwingen soll: Sicherheit
entsteht nicht durch große
Worte, sondern durch klare Abläufe
und einen realistischen
Rahmen.
Vom Teilnehmer zum
Übungsgeber
Steffen kennt die Perspektive der
Betroffenen nicht nur aus Theorie.
Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer
einer Herzsportgruppe.
Diese Zeit hat ihm gezeigt,
was wirklich trägt: Struktur,
Dosierung, Wiederholung –
und eine Sprache, die motiviert,
ohne zu überfordern.
Dabei nennt er einen Ort, dem
er viel zuschreibt: den SV Eintracht
Gommern e.V.. Dort hat
ihn der Rehasport in den letzten
Jahren begleitet – nach Steffens
Worten mit verlässlicher Organisation
und ärztlicher Begleitung
in den Einheiten. Außerdem
unterstützt der Verein ihn,
indem er seine Ausbildung zum
Rehatrainer „Innere Medizin“
mitträgt. Für Steffen ist das
keine Randnotiz, sondern ein
wesentlicher Teil seines Weges
zurück in Bewegung.
Auf dieser Grundlage hat er
sich zusätzlich qualifiziert (u.
a. B-Lizenz im Group-Fitness-
Training und Personaltraining)
und plant ab Februar 2026 den
nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.
Aus
dieser Mischung – Erfahrung,
90 9
145
HERZ
&
...Nähe
Wellbeing by
GUT ZUM HERZ
von Matthias Jung
Die Natur bietet Menschen Momente
der Ruhe, der Bereicherung und
des achtsamen Erlebens. Für Menschen
ab 50 eröffnen sich in bewussten
Begegnungen mit dem Grünen
vielfältige Wege, den Alltag entspannter
und erfüllter zu gestalten.
Hinausgehen und durchatmen
Ein Spaziergang durch den Wald,
das sanfte Plätschern eines Bachs
oder der weite Blick über eine Wiese
laden zu wertvollen Momenten des
Verweilens ein. Diese natürlichen
Begegnungen ermöglichen es, das
Tempo zu verlangsamen und aufmerksam
wahrzunehmen, was sich
um uns entfaltet. Die Vielfalt an Eindrücken
kann dazu beitragen, den
Tag bewusster und erfüllter zu gestalten.
Bewegung in natürlicher
Leichtigkeit
In der Natur bewegen wir uns oft
ganz selbstverständlich: Ein sanfter
Pfad, ein gemütlicher Rundweg oder
ein stiller Waldweg laden dazu ein,
das eigene Tempo zu finden und der
persönlichen Neigung zu folgen. Die
wechselnde Umgebung wirkt anregend
und macht körperliche Aktivität
zu einer angenehmen Auszeit. So
kann die Freude am Gehen bewahrt
werden, weil jeder seinen eigenen
Rhythmus und seine bevorzugte
Strecke wählen darf.
Entspannung inmitten des
Lebendigen der Jahreszeiten
Ein bewusster Aufenthalt im Freien
schenkt kleine Auszeiten,
die beim Loslassen helfen
können. Vogelgesang,
das Rauschen
der Blätter
oder das Spiel
des Lichts
in den
Baumkronen
bieten
Gelegenheiten,
d e n
Geist
z u r
Ruhe
kommen
zu
lassen
und neue
Aufmerksamkeit
zu
gewinnen.
Auch wenige
Minuten im Grünen
können als persönliche
Pause erlebt
werden, die zur inneren
Ausgeglichenheit beitragen.
Gemeinsam unter freiem Himmel
Natur verbindet Menschen auf natürliche
Weise. Ob bei einem gemeinsamen
Spaziergang, in kleiner
Runde mit vertrauten Menschen
Wellbe
GUT ZUM
ing by
oder beim stillen Austausch an einem
See – Aktivitäten im Grünen
fördern Gespräche, schaffen Anregungen
und stärken soziale Verbindungen.
Gerade für Menschen ab 50
kann das Gemeinschaftserlebnis
in der Natur bereichernd sein
und den Alltag auf wohltuende
Weise bereichern.
Die Achtsamkeit
im Wandel
der Jahreszeiten.
Die Natur
zeigt
sich in
jeder
Jahreszeit
von
einer
anderen
Seite:
Zarte
Frühlingsknospen,
warmes
Sommerlicht,
leuchtende
Herbstfarben
und die
stille Schönheit winterlicher
Landschaften
laden dazu ein, die Fülle
des Lebendigen bewusst zu
erleben. Wer sich Zeit nimmt, diese
Veränderungen wahrzunehmen,
kann kleine Momente der Achtsamkeit
in den Alltag einweben – eine
Einladung, das Leben in seiner natürlichen
Vielfalt zu würdigen.
HERZ
Kleine Naturerlebnisse bewusst
integrieren
Wellbeing by GUT ZUM HERZ lädt
dazu ein, kleine Naturerlebnisse
regelmäßig in den Alltag zu integrieren.
Ob ein kurzer Spaziergang
in der Mittagspause, das achtsame
Verweilen im Garten oder eine stille
Rast am Flussufer – solche Schritte
lassen sich einfach verwirklichen
und können das persönliche Wohlbefinden
nähren. Jede Begegnung
mit der Natur ist eine Gelegenheit,
sich Zeit für sich selbst zu nehmen
und den Moment in seiner Einzigartigkeit
zu würdigen.
Lesen Sie im Themenmagazin »REI-
SEN« noch mehr darüber, wie Naturerlebnisse
und bewusste Auszeiten
unterwegs zu mehr Wohlbefinden
und innerer Balance beitragen können.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
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GUT ZUM
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HERZ
reszeiten
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HerzInfo | HERZ ...weltweit
DEUTSCHLAND / ITALIEN
Deutschland und Italien
stehen beide für leistungsfähige
Gesundheitssysteme,
setzen aber unterschiedliche
Schwerpunkte.
Ein Vergleich hilft, typische
Hürden im Alltag besser
zu verstehen – und gute
Ansätze schneller zu erkennen.
Versorgung und Zugang
Deutschland: Der Zugang
ist grundsätzlich gut. Viele
Betroffene erleben die Versorgung
dennoch als Weg
über mehrere Stationen:
Hausarztpraxis, Facharzt,
Klinik, Reha. Nicht immer ist
klar, wer koordiniert. Wenn
Informationen an Übergängen
nicht sauber weitergegeben
werden, entsteht
Unsicherheit: Wer behält eigentlich
den Überblick?
Italien: Auch dort ist die
Versorgung im Rahmen des
Servizio Sanitario Nazionale
breit angelegt. Eine zentrale
Rolle spielt der medico di
medicina generale, also der
Hausarzt. Vieles läuft über
ihn als erste Anlaufstelle und
als Bezugspunkt für weitere
Schritte. Das kann Orientierung
schaffen. Gleichzeitig
zeigen sich deutliche regionale
Unterschiede, die den
Zugang im Alltag spürbar
prägen.
Entlassung und
Rehabilitation
Deutschland: Die Rehabilitation
ist in vielen Indikationen
fest verankert. Aus
Sicht der Patientinnen und
Patienten entscheidet der
Alltag aber oft direkt nach
der Entlassung. Wenn Medikation,
Kontrolltermine, Belastungsgrenzen
und Warnzeichen
nicht verständlich
dokumentiert sind, wird
Selbstmanagement unnötig
riskant.
Italien: Auch in Italien gibt
es Rehabilitation und Nachsorge.
Im Alltag ist der Weg
danach jedoch stärker an die
regional organisierte Primärversorgung
zurückgebunden.
Das kann ein Vorteil
sein, wenn Hausarzt, wohnortnahe
Angebote und Nachsorge
gut ineinandergreifen.
Wo regionale Unterschiede
groß sind, kann genau dieser
Übergang aber auch holprig
wirken.
Selbstmanagement und
Kommunikation
Deutschland: Viele Patientinnen
und Patienten haben
vergleichsweise viel Raum
für Rückfragen und Mitgestaltung.
Das ist eine Stärke.
Gleichzeitig fällt fehlende
Koordination dadurch besonders
auf: beim Medikationsplan,
bei Zuständigkeiten
und bei der Frage, wer medizinische
Informationen verständlich
einordnet.
Italien: Die stärkere Verankerung
in der Primärversorgung
kann entlastend wirken.
Für chronisch Kranke
kommen zudem geregelte
Ansprüche wie Ticket-Befreiungen
hinzu. Solche Regelungen
können finanzielle
Hürden senken und Versor-
HERZ &
Herzgesundh
154
Welt
eit ...weltweit gung planbarer machen.
Entscheidend bleibt aber,
dass Betroffene verstehen,
welche Leistungen konkret
abgedeckt sind und wie regionale
Abläufe funktionieren.
Kultur und
Alltagswirkung
Deutschland: Mehr Beteiligung
funktioniert gut, wenn
Informationen verständlich
sind und Übergänge verlässlich
geregelt werden. Sonst
entsteht ein Paradox: Man
soll mitgestalten, bekommt
aber zu wenig Orientierung.
Italien: Die stärkere Rolle
des Hausarztes kann im Alltag
Struktur geben. Gleichzeitig
hängt viel davon ab,
wie gut Primärversorgung,
Fachtermine und regionale
Angebote tatsächlich verfügbar
sind. Das macht das
System nicht grundsätzlich
schlechter, aber oft ungleicher
in der Alltagserfahrung.
Netzwerke und Zentren
Deutschland: hohe Leistungsdichte,
starke Spezialisierung
und ein enges Netz
im Klinik- und Interventionsbereich.
Italien: ebenfalls spezialisierte
Zentren, aber stärker
verbunden mit regionalen
Versorgungswegen und
wohnortnaher Primärversorgung.
Wege zur Verbesserung
Deutschland könnte von
noch klareren Lotsenrollen
profitieren, besonders nach
Klinikaufenthalten und bei
komplexen Verläufen.
Italien könnte von einer regional
gleichmäßigeren Verfügbarkeit
der Primärversorgung
profitieren.
Beide Systeme gewinnen,
wenn Nachsorge, Rehabilitation
und verständliche Kommunikation
nicht als Zusatz,
sondern als fester Teil der
Behandlungskette verstanden
werden. Gerade in der
Herzversorgung reicht gute
Medizin allein nicht, wenn
Übergänge, Zuständigkeiten
und Erklärungen im Alltag
unklar bleiben.
Neugierig, wie Präventionsgeschichte
begann und warum
sie 2026 wieder hochaktuell
ist? Ab Seite XX
nehmen wir Sie mit nach
Ottawa – vom Rideau Canal
bis zu den Kernideen der Ottawa-Charta.
Wir zeigen, was daraus international
entstanden ist, wie
Deutschland Gesundheitsförderung
heute organisiert
und warum die Perspektive
der Betroffenen dabei eine
wichtige Rolle spielt. Lesen
Sie rein und gewinnen Sie
Orientierung darüber, wie
Gesundheit im Alltag auch
politisch mitgestaltet wird.
Vielleicht erkennen Sie
dabei auch, wie eng Gesundheit
im Alltag mit
gesellschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen
verbunden ist.
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder
Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.
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HERZ
Teilnehmende Organisationen
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162
163
Wir wünschen unseren Le
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Pfingsten fällt in diesem Jahr auf den 24. un
Mögen die freien Tage Gelegenheit bieten, d
Das ganze Team von GUT ZUM HERZ
164
serinnen und Lesern ein
de.
d 25. Mai 2026.
urchzuatmen und neue Energie zu sammeln.
165
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In dieser Sonderausgabe zum Herzmonat steht das Thema Blut
als Schlüssel zum Herz-Kreislauf-System im Fokus: Sie erhalten praxisnahe
Tipps, wie Sie Ihr Blutbild im Blick behalten und mit einfachen
Maßnahmen Ihr persönliches Gesundheits-Management unterstützen
können.
Das Magazin wächst in den kommenden Wochen weiter und erscheint
in Tagebuch-Form mit folgenden Beiträgen:
GUT
ZUM
HERZ
• Bertelsmann Stiftung: Befunddolmetscher verstehen
• Anleitung: Blutdruckmessgerät korrekt anwenden
• SONDERTHEMA „Cholesterin“
• LDL vs. HDL – Grundlagen und Hintergründe
• Die Kolumne von Matthias Jung und seinen eigenen Erfahrungen
• Smartwatches und Herzgesundheit: Wie Assistenzsysteme helfen
können
Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine
ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden
wenden Sie sich bitte an Ihre medizinischen Fachkräfte.
Folgen Sie uns auf Social Media, um keine Neuerscheinung zu
verpassen.
169
DER SPÄTERE
RUHESTAND ALS
LEBENSBOOST
B
MGjobs-im-fokus.de
R E I F E
LEISTUNG
Der Podcast
Der demografische Wandel in Deutschland stellt
das Rentensystem vor erhebliche Herausforderungen.
Angesichts einer alternden Bevölkerung und
steigender Lebenserwartung wird es zunehmend
notwendig, das Renteneintrittsalter entsprechend
anzupassen. Um diese verlängerte Erwerbsphase gesund und
produktiv zu gestalten, sind präventive Maßnahmen und ein bewusster
Lebensstil unerlässlich.
Gesundheitstipps für ältere Berufstätige
Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse unseres
Körpers. Es wird immer wichtiger, gesunde Gewohnheiten
zu pflegen, um fit und leistungsfähig zu bleiben.
Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und
Stressbewältigung sind hierbei entscheidend. Diese Maßnahmen
helfen nicht nur, die allgemeine Gesundheit zu
erhalten, sondern auch, den Anforderungen eines längeren
Berufslebens gerecht zu werden.
Lebenslanges Lernen und Anpassungsfähigkeit
Die Arbeitswelt verändert sich ständig, und die Einführung
neuer Technologien erfordert kontinuierliches Lernen. Für
Berufstätige über 50 ist es wichtig, sich diesen Veränderungen
zu stellen und neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies
fördert nicht nur die geistige Fitness, sondern erhöht auch
die Beschäftigungsfähigkeit und Zufriedenheit im Beruf.
Netzwerken und Beziehungsmanagement
Ein starkes berufliches Netzwerk ist ein wesentlicher Bestandteil
für den Erfolg und die Zufriedenheit im Beruf. Für
ältere Berufstätige ist es besonders wichtig, Beziehungen
Die NEue Bewegung für ein
gesundes Arbeiten und Leben!
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zu pflegen und auszubauen, um sich in
einer sich ständig verändernden Arbeitswelt
zurechtzufinden und weiterzuentwickeln.
Der »7 Jahre Workshop«: Prävention
und Gesundheitsförderung
Ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement
(BGM) kann maßgeblich
dazu beitragen, die Gesundheit
der Mitarbeitenden zu fördern und
somit die Produktivität und Motivation
zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist der
»7 Jahre Workshop«, der auf meinen
eigenen Erfahrungen basiert. Als Herausgeber,
Matthias Jung, stehe ich kurz
vor meinem 56. Geburtstag und hoffe,
mit meinem Weg ein gutes Beispiel geben
zu können. Nach einem Herzinfarkt
und der Diagnose des metabolischen
Syndroms habe ich über sieben Jahre an
meiner Genesung gearbeitet. Mein Ziel
war es, die Grundlagen für ein gesundes
Leben zu schaffen, und genau darauf
basiert der Workshopp. Er bietet praxisnahe
Werkzeuge, um gesundheitliche
Risikofaktoren zu reduzieren, und zeigt
Wege auf, wie man nicht nur präventiv,
sondern auch korrektiv an der eigenen
Gesundheit arbeiten kann.
Eine Bewegung für mehr Gesundheit
und Verantwortung
Ich möchte nicht nur informieren,
sondern eine Bewegung lostreten: eine
Bewegung für mehr Verantwortung,
Gesundheit und Prävention. Es geht
darum, gemeinsam Lösungen zu finden,
wie wir den Herausforderungen eines
längeren Berufslebens begegnen können,
ohne die Gesundheit aufs Spiel zu
setzen. Es ist mein Anliegen, Menschen
zu inspirieren, aktiv zu werden und sich
für eine bessere Zukunft einzusetzen –
für sich selbst, für die Gesellschaft und
für kommende Generationen.
Die Anpassung des Renteneintrittsalters
an die steigende Lebenserwartung
ist eine realistische Notwendigkeit.
Um diese Herausforderung erfolgreich zu
meistern, sollten sowohl Arbeitnehmer als auch
Arbeitgeber proaktiv Maßnahmen ergreifen, die
Gesundheit und Weiterbildung fördern. Ein bewusster
Lebensstil, kontinuierliches Lernen und
ein starkes Netzwerk sind Schlüssel, um auch in
einem längeren Berufsleben gesund und erfüllt
zu bleiben.
Der »7 Jahre Workshop« zeigt, wie persönlicher
Einsatz und zielgerichtete Maßnahmen nicht nur
die eigene Gesundheit verbessern, sondern auch
eine neue Bewegung für ein gesundes und erfülltes
Leben ins Rollen bringen können.
Lassen Sie uns gemeinsam diese Bewegung starten
und Verantwortung übernehmen – für eine
gesunde und starke Zukunft! Mehr dazu auf der
nächsten Seite.
7 Jahre, der Workshop
...der wertvolle Zeit spart
»7 Jahre, der Workshop« basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Autors des Buches ›HERZENSSA-
CHEN‹. Nach einem Herzinfarkt und der Diagnose metabolisches Syndrom im Jahr 2004 und eines depressiven
Erschöpfungssyndroms im Jahr 2006, arbeitete der Autor sieben Jahre lang an seiner Genesung. Der
Workshop zielt darauf ab, Teilnehmenden Zeit zu sparen, indem er über Risikofaktoren für Herzerkrankungen
aufklärt und Werkzeuge zur Verbesserung der Gesundheit vorstellt, präventiv wie auch korrektiv. Es geht um
die 10 + 1 Risikofaktoren, wie man sie selbst erkennt und wie man daran gezielt arbeitet.
Das Ziel
In diesem Workshop soll auf die Risiken aufmerksam gemacht werden, die zu einer
Herzerkrankung führen und Wege zeigen, um
• Alkoholkonsum zu reduzieren
• Bewegung, mehr Sport und Krafttraining
• Bluthochdruck verringern
• Diabetes verhindern oder damit zu leben
• Genetische und erbliche Faktoren verstehen
• Ernährung an die eigenen individuellen Bedürfnisse anzupassen
• Fettstoffwechselstörungen verstehen und Risiken zu reduzieren
• Rauchfrei zu leben
• Stress zu mindern
• Übergewicht zu reduzieren
• den +1 Risikofaktor, die Depression zu erkennen
Zielgruppe
Geeignet für
Wir möchten Menschen erreichen, denen die eigene Gesundheit wichtig ist.
Gerade Mitarbeitende sind ein wertvolles Gut und gesunde und zufriedene
Mitarbeitende sind leistungsfähiger.
Der Workshop richtet sich an Einzelpersonen und an Organisationen und Unternehmen,
die die Gesundheit ihrer Mitglieder oder Mitarbeitenden fördern möchten.
WERBUNG
Ablauf
8:00 - 10:00 Uhr ANKUNFT Die Teilnehmenden kommen ganz entspannt an. Wichtig
für die Blutanalyse ist, dass die Teilnehmenden nüchtern sind. Danach erfolgt der Quick
Check und nach ca. 8 Minuten steht schon das Ergebnis bereit (außer Eisenstatus, erst
nach ca. 48 Stunden). Kleines Frühstück und gegenseitiges Kennenlernen. Jeder Teilnehmende
erhält sein in DIN-A4-gedrucktes Workbook.
10:00 - 12:30 Uhr 7 JAHRE, DIE STORY Dieser Teil des Workshops hat zum Ziel, mit der
Geschichte des Autors auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die zu seiner Herzerkrankung
geführt haben. Außerdem zeigt Matthias Jung seinen Weg, wie er seine Risikofaktoren
so bewältigt hat, dass er heute sehr gut und voll leistungsfähig damit leben kann.
Im Dialog mit den Teilnehmenden geht es darum, eigene der 10 + 1 Risikofaktoren zu
erkennen.
12:30 - 13:00 Uhr MITTAGSPAUSE
13:00 - 13:30 Uhr SELBSTREFLEXION Hier hat jeder Teilnehmende die Möglichkeit, in
seinem Workbook eigene Notizen zu seinen möglichen Risikofaktoren festzuhalten – natürlich
streng vertraulich und nur für den persönlichen Gebrauch.
13:30 - 14:00 Uhr VORTRAG EINES EXTERNEN GASTES
14:00 - 16:00 Uhr DIE WERKZEUGE In diesem Teil des Workshops stellen wir verschiedene
Werkzeuge vor, mit denen sich an den Risikofaktoren, die zu einer Herzerkrankung
führen, arbeiten lässt.
16:00 - 16:15 Uhr Eine kleine Stärkung mit Kuchenstücken und herzhaftem Gebäck in
unserem Coffee Point.
16:15 - 17:00 Uhr FRAGEN und ANTWORTEN Die Antworten vieler Fragen, die sich
mancher im Laufe des Tages gestellt hat, könnten auch für andere Teilnehmende interessant
sein. Wir möchten keine Fragen unbeantwortet lassen.
17:00 - 18:00 Uhr ENTSPANNTES NETZWERKEN UND VERABSCHIEDUNG Wir lassen
gemeinsam in entspannter Atmosphäre den Tag nochmals vorüberziehen und nutzen die
Zeit zum Austausch und zur Vernetzung.
Jobs im Fokus
Büro Frankfurt:
Matthias Jung
Amelia-Mary-Earhart-Straße 7
60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)
Telefon 0 171 - 40 77 217
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Prävention JETZT
Warum Vorbeugen mehr ist als ein guter Vorsatz
Prävention beginnt nicht erst
mit einer Diagnose. Sie beginnt
oft viel früher: mit Aufmerksamkeit,
Aufklärung und dem Wissen,
dass Gesundheit nicht selbstverständlich
ist. Genau deshalb ist
Prävention so wichtig. Sie will Erkrankungen
möglichst vermeiden
helfen, Risiken sichtbarer machen
und Menschen darin stärken, früher
zu handeln statt erst dann,
wenn Beschwerden den Alltag
bestimmen.
Mehr als nur Vorsorge
Viele denken bei Prävention zuerst
an Vorsorge. Das gehört
dazu, greift aber zu kurz. Prävention
ist weiter gefasst. Sie kann
bedeuten, Belastungen zu verringern,
Warnzeichen ernster zu
nehmen, Schutzmöglichkeiten zu
nutzen oder sich frühzeitig Unterstützung
zu holen. Prävention
ist deshalb nicht nur ein medizinischer
Begriff, sondern auch
eine Haltung: hinschauen, einordnen,
nachfragen und nicht alles
auf später verschieben.
Nicht erst reagieren, wenn es
kritisch wird
Im Alltag werden Gesundheitsthemen
häufig vertagt. Erst ist
anderes wichtiger, dann fehlt die
Zeit, dann scheint es nicht dringend
genug. Genau hier setzt
Prävention an. Sie erinnert daran,
dass es sinnvoll sein kann, Entwicklungen
früher wahrzunehmen.
Nicht aus Angst, sondern
aus Verantwortung sich selbst
gegenüber. Wer Hinweise rechtzeitig
ernst nimmt, kann oft besser
einschätzen, wann ein Gespräch,
eine Kontrolle oder eine
genauere Beobachtung sinnvoll
ist.
Prävention hat viele Ebenen
Prävention ist nicht für alle Menschen
gleich. Für manche bedeutet
sie, Risiken möglichst gar
nicht erst entstehen zu lassen.
Für andere geht es darum, Auffälligkeiten
früh zu erkennen. Und für
Menschen, die bereits mit einer
Erkrankung leben, kann Prävention
heißen, Komplikationen zu
vermeiden, Belastungen zu begrenzen
und Verschlechterungen
möglichst früh wahrzunehmen.
Prävention endet also nicht mit
einer Diagnose.
Auch mit Erkrankung bleibt
Vorbeugung wichtig
Gerade bei chronischen Erkrankungen
wird häufig unterschätzt,
wie bedeutsam Prävention im
weiteren Verlauf bleibt. Wer
schon gesundheitlich belastet ist,
profitiert weiterhin davon, Entwicklungen
aufmerksam zu begleiten.
Prävention kann dann
helfen, Krisen möglichst zu vermeiden,
Warnzeichen besser einzuordnen
und den Alltag stabiler
zu gestalten. Sie ist damit kein
Gegensatz zur Behandlung, sondern
eine sinnvolle Ergänzung.
Prävention braucht
Verständlichkeit
Viele Menschen wissen grundsätzlich,
dass Vorbeugung sinnvoll
ist. Schwieriger ist oft die Frage,
was im eigenen Fall wirklich relevant
ist. Welche Informationen
sind hilfreich? Welche Maßnahmen
passen zur eigenen Lebenssituation?
Und wann ist
es sinnvoll, ärztlichen
Rat einzuholen?
Gute Prävention
braucht
deshalb eine
Sprache, die
verständlich
bleibt.
Denn nur
wer Informationen
einordnen
kann, hat
überhaupt
die Chance,
daraus sinnvolle
nächste
Schritte abzuleiten.
Zwischen Alltag und
Überforderung
Präve
Jet
Eine Initia
Gesundheit findet nicht im luftleeren
Raum statt. Sie steht im
Zusammenhang mit Beruf, Familie,
Belastungen, Gewohnheiten,
Unsicherheiten und manchmal
auch mit Erschöpfung.
Darum funktioniert Prävention
nicht über Druck oder moralische
Appelle. Sie funktioniert dann,
wenn sie realistisch bleibt, wenn
sie Menschen dort abholt, wo sie
gerade stehen und wenn sie Orientierung
gibt statt zu belehren.
Und sie wirkt, wenn sie Freiräume
schafft, in denen Menschen ohne
&
Bewertung über ihre Bedürfnisse
sprechen können. So entsteht
Vertrauen.
Schutz kann unterschiedlich
aussehen
Prävention hat viele Gesichter.
Für die einen geht es um Untersuchungen,
für andere um Aufklärung,
für wieder andere um
Schutzmaßnahmen, Impfungen,
bessere Selbstbeobachtung oder
das frühere Erkennen möglicher
Belastungen. Entscheidend ist
nicht, dass es für alle denselben
Weg gibt. Entscheidend ist, dass
Menschen verstehen, warum
Vorbeugung in ihrer jeweiligen Situation
eine Rolle spielen kann.
ntion
zt
tive von
Gemeinsam
Verantwortung
tragen
Prävention
ist nie nur
Privatsache.
Sie ist
auch eine
Aufgabe
von Versorgung,
Aufklärung,
Selbsthilfe
und gesellschaftlicher
Verantwortung.
Ärztinnen
und Ärzte, Pflege,
Patientenorganisationen,
Kliniken, Krankenkassen,
Fachgesellschaften und weitere
Akteure können dazu beitragen,
dass Menschen früher Orientierung
bekommen. Gute Prävention
entsteht dort, wo Wissen nicht
isoliert bleibt, sondern geteilt
wird.
Warum Initiativen wichtig sind
Genau an diesem Punkt werden
Initiativen bedeutsam. Sie schaffen
Sichtbarkeit für Themen, die
im Alltag sonst leicht untergehen.
Sie bündeln Informationen, machen
Zusammenhänge greifbarer
und geben einem wichtigen Anliegen
einen klaren Rahmen. Eine
Initiative kann helfen, Prävention
nicht nur als abstrakten Begriff zu
verstehen, sondern als etwas, das
Menschen konkret betrifft.
PRÄVENTION JETZT als
gemeinsamer Rahmen
PRÄVENTION JETZT will Prävention
sichtbar machen: als Thema,
das nicht irgendwann wichtig
wird, sondern heute. Gemeint ist
nicht der erhobene Zeigefinger,
sondern eine verständliche Einladung,
Gesundheit ernster zu
nehmen. Es geht um Vorbeugen,
Früherkennen und das Vermeiden
von Komplikationen. Es geht
darum, Wissen zugänglicher zu
machen und Menschen darin zu
unterstützen, ihre eigene Situation
besser einordnen zu können.
Was jetzt zählt
Prävention ist kein Versprechen
auf ein vollkommen risikofreies
Leben. Ihr Wert liegt woanders:
darin, Chancen früher zu erkennen,
Entwicklungen zu begleiten
und nicht erst dann zu handeln,
wenn Handlungsdruck entsteht.
Genau deshalb gehört Prävention
in die Mitte gesundheitlicher
Aufklärung. Sie braucht Aufmerksamkeit
Sprache und verlässliche
Orientierung. Und sie verdient einen
Platz im Alltag – nicht irgendwann,
sondern jetzt.
Hier finden Sie Orientierung
Bei dieser Initiative finden Sie Informationen,
die helfen können,
Prävention besser zu verstehen
und einzuordnen. Ziel ist es,
Zusammenhänge verständlicher
zu machen, unterschiedliche Perspektiven
sichtbar werden zu lassen
und Anregungen für den eigenen
Alltag zu geben. Die Inhalte
wollen Orientierung bieten, ohne
zu überfordern – als Einladung,
sich mit dem Thema Prävention
bewusster auseinanderzusetzen.
Demnächst
mehr in diesem
Magazin.
Urlaub – und
trotzdem keine
Ruhe im
Kopf
Wenn Food-Noise der Erholung im Wege steht
Food-Noise beschreibt ständige,
unerwünschte Gedanken
an Essen, die sich aufdrängen,
schwer abschalten lassen und
den Alltag belasten können. Für
viele Menschen mit Adipositas ist
das eine Erfahrung, die in ganz
unterschiedlichen Situationen
mitschwingt – zu Hause, unterwegs
und auch im Urlaub. Von
außen bleibt das oft unsichtbar.
Innen kann es viel Kraft kosten.
Erholung mit einer zweiten
Spur im Kopf
Das Hotel ist ruhig, draußen
scheint die Sonne, der Tag könnte
leicht beginnen. Trotzdem sitzt
er morgens auf der Bettkante und
schaut auf sein Tablet. Nicht, weil
er alles perfekt planen will. Sondern
weil die Gedanken schon
wieder beim Essen sind. Wann
gibt es Frühstück? Reicht das bis
später? Was ist, wenn unterwegs
nichts Passendes zu finden ist?
Für ihn fühlt sich das nicht nach
Organisation an, sondern nach
Anspannung. Nach einem inneren
Druck, der den Tag mitlenkt, noch
bevor er richtig begonnen hat.
Seine Begleitung würde am liebsten
spontan losgehen: ein bisschen
Stadt, vielleicht Strand, später
noch ein Ausflug. Er möchte
das auch. Aber dann meldet sich
diese zweite Spur im Kopf. Sie
fragt, was später möglich ist, ob
genug zu Essen da sein wird und
wie sich der Tag gestalten lässt,
ohne dass die Gedanken daran
die Oberhand gewinnen. So wird
aus etwas Schönem ein ständiges
Mitdenken. Nicht aus mangelnder
Disziplin, sondern weil das Thema
Essen gedanklich immer wieder
Raum einnimmt.
Wenn Gedanken an Essen den
Alltag mitbestimmen
Food-Noise hat nicht nur mit
Hunger zu tun. Viele Betroffene
beschreiben vielmehr ein anhaltendes
Kreisen im Kopf: Gedanken
an das nächste Essen, an Verfügbarkeit,
an Situationen, in denen
etwas fehlen könnte, oder an die
Frage, wie sich innere Unruhe für
einen Moment beruhigen lässt.
Selbst schöne Momente werden
dadurch anstrengender. Während
andere am Strand abschalten oder
einen Ausflug genießen, bleibt bei
Betroffenen oft ein Teil der Aufmerksamkeit
am Essen hängen.
Genau das macht Food-Noise so
belastend. Es geht nicht nur darum,
was gegessen wird, sondern
darum, wie stark Essen gedanklich
den Alltag mitbestimmt. Das
kann Konzentration, Spontanität,
Stimmung und Lebensqualität beeinträchtigen.
Viele sprechen erst
spät darüber, weil sie befürchten,
nicht verstanden oder vorschnell
bewertet zu werden. Umso wichtiger
ist es, das Thema ernst zu nehmen
– nicht als Charakterfrage,
sondern als Teil einer Erkrankung,
die medizinisch eingeordnet werden
sollte.
Mehr als ein Missverständnis
über Willenskraft
Von außen kommen oft einfache
Urteile: Man müsse sich nur besser
zusammenreißen, konsequenter
sein oder sich stärker ablenken.
Solche Reaktionen greifen zu kurz.
Sie übersehen, dass Adipositas eine
chronische Erkrankung ist und
dass Food-Noise für viele Betroffene
eine reale Belastung darstellen
kann. Wer sich ständig mit aufdrängenden
Gedanken an Essen
auseinandersetzen muss, erlebt
nicht einfach nur „zu viel Appetit“.
Es geht um innere Anspannung,
Scham, Rückzug und das Gefühl,
selbst in entspannten Situationen
nicht wirklich zur Ruhe zu kommen.
Weg von Schuld, hin zu
Orientierung
Moralisieren hilft hier nicht weiter.
Sinnvoller ist eine sachliche
Einordnung: Was belastet mich
genau? Wie stark beeinflusst es
meinen Alltag? Und welche Unterstützung
kann dazu passen? Schon
Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von Novo Nordisk Pharma GmbH erstellt
dieser Perspektivwechsel kann
entlasten, weil aus diffusem Druck
ein Thema wird, das benannt und
besprochen werden darf.
Warum ärztliche
Unterstützung wichtig ist
Viele Menschen mit Adipositas
erleben, dass ihre Belastung im
Gespräch zu schnell auf „weniger
essen“ und „mehr Bewegung“
verkürzt wird. Doch wenn ständige
Gedanken an Essen den Alltag
mitbestimmen, reicht diese
Verkürzung oft nicht aus. Umso
wichtiger ist es, z. B. auf ÜBER-
GEWICHT.DE qualifizierte
Ärztinnen und Ärzte zu
finden, die Adipositas
als chronische Erkrankung
einordnen
und die Lebensrealität
der Betroffenen
mitdenken.
Entscheidend ist
ein Gespräch, in
dem zugehört,
ernst genommen
und gemeinsam
überlegt wird,
welche nächsten
Schritte sinnvoll
sein können.
Nicht jedes erste Gespräch
führt sofort weiter.
Das bedeutet jedoch nicht,
dass die eigene Wahrnehmung
falsch ist. Wer sich nicht verstanden
fühlt, darf das ernst nehmen
und gezielt nach ärztlicher Unterstützung
weitersuchen. Gerade
darin kann ein wichtiger Schritt
liegen: nicht allein mit dem Gedankenkarussell
zu bleiben, sondern
sich medizinisch begleiten
zu lassen.
So kann man es im
Arztgespräch ansprechen
Wer sich in solchen Situationen
wiedererkennt, muss keine perfekte
Erklärung parat haben. Es
reicht, das eigene Erleben klar zu
benennen. Zum Beispiel so: „Ich
denke oft an Essen und kann das
nur schwer abschalten.“ Oder: „Im
Urlaub dreht sich bei mir vieles
darum, ob und wann Essen verfügbar
ist.“ Oder: „Mich belastet
das, und ich möchte besprechen,
welche Unterstützung für mich
sinnvoll sein kann.“
Solche Sätze machen sichtbar, worum
es eigentlich geht: nicht nur
um Gewicht oder Ernährung, sondern
um die Frage, wie stark Food-
Noise den Alltag beeinflusst. Genau
dort kann ein gutes Gespräch
ansetzen. Ziel ist nicht, Schuld zu
verteilen, sondern gemeinsam zu
klären, welche Form der Unterstützung
zur persönlichen Situation
passt.
Nicht allein mit Food-Noise
Für viele Betroffene ist es entlastend
zu erfahren, dass dieses
dauernde Kreisen im Kopf einen
Namen hat. Food-Noise ist kein
persönlicher Sonderfall und kein
Beleg für mangelnde Willenskraft.
Es ist ein Phänomen, das
bei Adipositas auftreten kann und
ernst genommen werden sollte.
Wer sich darin wiedererkennt, ist
damit nicht allein.
Den passenden Weg zur
Unterstützung finden
Wer merkt, dass ständige Gedanken
an Essen den Alltag mitbestimmen,
muss das nicht einfach
hinnehmen. Food-Noise verdient
Aufmerksamkeit, eine sachliche
Einordnung und ärztliche
Unterstützung, die
zur persönlichen Situation
passt. Der erste
Schritt muss nicht
groß sein. Oft beginnt
er damit,
das Erlebte ohne
Scham klar zu benennen
und sich
gezielt Hilfe zu
suchen.
Eines der größten
Probleme für Menschen
mit Adipositas
ist oft, geeignete
Ärztinnen und Ärzte
zu finden. Der Adipositas-Spezialist:innenfi
n -
der auf ÜBER-GEWICHT.
DE unterstützt bei der Suche
nach einer ärztlichen Videosprechstunde
oder einem Termin
vor Ort.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der
Orientierung und ersetzt keine
medizinische Beratung. Bei anhaltender
Belastung oder gesundheitlichen
Fragen sollte ärztlicher Rat
eingeholt werden. Auch die Hausärztin
oder der Hausarzt kann im
Akutfall eine wichtige erste Anlaufstelle
sein. Gerade bei plötzlicher
Unsicherheit kann ein erstes
ärztliches Gespräch helfen, die
nächsten Schritte einzuordnen.
WERBUNG
WENN
FOOD NOISE
VERSTUMMT, KANN ICH DEN MOMENT GENIESSEN.
Ständig kreisende Gedanken ums Essen können ein Symptom
von Adipositas sein und das Essverhalten beeinflussen.
Finde ärztliche Unterstützung auf ÜBER-GEWICHT.DE
Starkes Übergewicht ist eine chronische
Erkrankung, die behandelt werden kann.
ÜBER-GEWICHT.DE
HerzInfo | VORSCHAU
Sommer-
Leichtigkeit
Was uns bewegt – und wie wir gut mit uns umgehen
Tauchen Sie ein in die
Sommerausgabe 2026 von
GUT ZUM HERZ mit dem
Thema Sommerleichtigkeit.
Ab
21. Juni 2026
Im Titelthema
„Sommerleichtigkeit“
geht es um kleine Auszeiten
fürs Leben, um Momente
des Durchatmens und
darum, wie das Herz im
Sommer Raum für mehr
Leichtigkeit im Alltag
finden kann.
Im HerzGesund-
Schwerpunkt
„Vorhofflimmern besser
verstehen“ finden Sie
Orientierung: was hinter
Vorhofflimmern steckt, wie
Beschwerden eingeordnet
werden können und welche
Fragen im Arztgespräch
weiterhelfen.
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HerzInfo | EIN RÜCKBLICK UND AUSBLICK
Zu guter Letzt
Es ist eine gute Tradition, an dieser Stelle
werfen wir einen Blick zurück und einen
Blick nach vorn. Wir wünschen viel
Vergnügen.
Wenn der Frühling wieder Farbe in
den Alltag bringt, die Tage heller
werden und die ersten warmen
Stunden nach draußen locken, begleitet uns
in dieser Ausgabe eine Frage, die auch unser
Editorial trägt: Was tut mir gut – ganz konkret,
in meinem Alltag, mit meiner Diagnose
und in meinem eigenen Tempo? Genau
darum kreist diese Frühlingsausgabe. Sie
möchte Orientierung geben, ohne zu belehren,
und Impulse setzen, die nicht nach
Perfektion klingen, sondern nach echtem
Leben.
In den vergangenen Wochen haben wir Themen
gesammelt, neu gewichtet und immer
wieder geprüft, was Leserinnen und Lesern
im Alltag tatsächlich weiterhelfen kann. Es
geht um Nähe, Bewegung, bewusste Pausen,
Lebensfreude und um die Frage, wie sich neue
Leichtigkeit zulassen lässt, ohne die eigenen
Grenzen aus dem Blick zu verlieren. Hinter
jeder Seite stand dabei dieselbe Haltung: Inspiration
ja – aber ohne Übertreibung, ohne
große Versprechen und so, dass sich das Gelesene
im wirklichen Leben einordnen lässt.
Ein roter Faden war uns dabei besonders
wichtig. Der Frühling gilt vielen als Zeit des
Aufbruchs. Doch mit mehr Licht, mehr Aktivität
und neuer Energie
entstehen auch neue Fragen:
Was gibt mir Sicherheit?
Was bringt mich in
Bewegung, ohne mich zu
überfordern? Was tut mir
gut, wenn Herzklopfen
und Herzensruhe manchmal
nah beieinanderliegen?
Deshalb finden Sie
in dieser Ausgabe nicht
nur Stimmungsbilder,
sondern auch praktische
Anregungen. Unser
Schwerpunkt zum Blutdruck
soll dabei helfen,
Werte besser einzuordnen,
Zusammenhänge
verständlicher zu machen
und Fragen für das Arztgespräch
zu sortieren.
Viele Impulse kommen
auch aus der Community.
Es sind Berichte, die
nicht so tun, als gäbe es
den einen richtigen Weg,
sondern zeigen, wie unterschiedlich
Menschen
ihren Alltag gestalten, wie
kleine Routinen entstehen
und wie viel Kraft darin
liegen kann, sich verstanden
zu fühlen. Genau
hier treffen sich für uns
Editorial und Heft: Nähe,
Achtsamkeit und Orientierung
gehören zusammen.
Niemand muss alles sofort
verändern, aber niemand
muss mit seinen Fragen allein
bleiben.
Wenn Sie diese Seiten
schließen, wünschen wir
uns, dass etwas bleibt: ein
freundlicherer Blick auf
sich selbst, gute Gedanken
für diese Jahreszeit und
das Gefühl, dass kleine
Schritte viel bewirken können.
Nehmen Sie mit, was
zu Ihnen passt, und sprechen
Sie neue Routinen im
Zweifel mit Ihrer Ärztin
oder Ihrem Arzt ab. Danke,
dass Sie uns begleiten.
Schreiben Sie uns, was Ihnen
gutgetan hat – und
was Sie sich für die nächste
Ausgabe wünschen.
Herzliche Grüße,
Matthias Jung und
das GUT ZUM HERZ-Team
Wir freuen uns auf Ihr
Feedback!
info@gutzumherz.de
184
185
Nachrichtenmagazin
Hier endet unser Hauptmagazin, und
das Nachrichtenmagazin beginnt! Ab
sofort halten wir euch mit jeder neuen
Story auf dem Laufenden – aktuell,
spannend und immer dann, wenn es wirklich
etwas zu berichten gibt. Bleibt dran und verpasst
keine Neuigkeiten. Das Nachrichtenmagazin füllt
sich wie ein Tagebuch!
GUT ZUM HERZ
Büro Frankfurt:
Matthias Jung
Amelia-Mary-Earhart-Straße 7
60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)
Telefon 0 171 - 40 77 217
info@gut-zum-herz.de
www.gut-zum-herz.de
GUT ZUM HERZ ist ein Projekt vom
JUNG & JUNG Verlag | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main
Telefon 0 60 27 - 97 97 60 | Telefax 0 60 27 - 97 97 61 | office@jungundjungverlag.de | www.jungundjungverlag.de
Der
GUT ZUM
Das Nachrichtenmagazin | Kostenfrei für unsere Community
HERZ
Frühling
Aktuell
News & Events
Po
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen in unserem neuen Nach-
21. richtenmagazin. Dezember
Als Herausgeber freue ich
mich, Ihnen hier Geschichten rund um die
2024
Herzgesundheit mit Texten, Fotos, Filmen und
Podcasts zu erzählen, die oft über das hinausgehen,
was Sie auf den ersten Blick in den
Nachrichten sehen.
Unser Ziel ist es, Themen aufzugreifen, die im
Alltag oft untergehen, und sie so zu beleuchten,
dass sie neue Perspektiven eröffnen. Dabei
geht es nicht nur um große Ereignisse, sondern
auch um die kleinen, oft unscheinbaren
Momente, die trotzdem viel aussagen.
Die Mischung aus Artikeln, Bildern und Podcasts
erlaubt uns, Themen aus verschiedenen
Blickwinkeln zu betrachten und Sie, liebe
Leserinnen und Leser, auf eine Art und Weise
mitzunehmen, die im Gedächtnis bleibt.
Wir möchten, dass Sie beim Lesen, Zuhören
oder Ansehen etwas mitnehmen können – ob
es Anregungen, neue Einblicke oder einfach
nur ein Moment des Innehaltens ist.
Viel Freude beim Entdecken!
Matthias Jung
F
Los
geht`s
mit neuen
Beiträgen im
Herbst
2025!
188
dcasts
Texte
oto
Film
AdBoards
2026/02/13 // Frankfurt am Main // HERZENSORTE-Zertifizierung von
von Matthias Jung
Ausgezeichnet als
HERZENSORT
Zertifiziert in der Kategorie Gastronomie-
& Genussorte – am Frankfurter Airport.
Frankfurt am Main / Gateway Gardens
– Das Portal GUT ZUM HERZ erweitert
sein Format HERZENSORTE: Das
Restaurant The Italian in Frankfurt-Gateway-Gardens
(Amelia-Mary-Earhart-
Straße 7, 60549 Frankfurt am Main) ist ab
sofort zertifizierter HERZENSORT in der
Kategorie „Gastronomie- & Genussorte“.
Damit gehört The Italian zu den Orten, die
Orientierung im Alltag geben – mit Transparenz,
guter Erreichbarkeit und einem
Service, bei dem Nachfragen ausdrücklich
dazugehören.
Zwischen Terminal und Stadt: bewusster
Genuss – ganz alltagstauglich
Gateway Gardens liegt unmittelbar am
Flughafen Frankfurt (FRA). The Italian versteht
sich als ganztägiger Treffpunkt nach
dem Motto „morgens.mittags.abends.immer“
– für die kurze Pause, das Treffen nach
Feierabend oder den entspannten Stopp
rund um den Airport.
Die S-Bahn-Station „Gateway Gardens“
(S8/S9) ist nur wenige Schritte entfernt;
von dort sind es rund zwei Minuten bis
Terminal 1 und etwa zehn Minuten bis zum
190
»The Italian Frankfurt Airport«
WERBUNG
191
2026/02/13 // Frankfurt am Main // HERZENSORTE-Zertifizierung von
Hauptbahnhof. Gegenüber
liegt das Park Inn by Radisson
Frankfurt Airport (Hausnummer
10 in derselben Straße).
Kurz gesagt: ankommen, hinsetzen,
aufatmen.
Was die Zertifizierung als
HERZENSORT bedeutet
HERZENSORTE sind kein
medizinisches Siegel und
kein Versprechen auf gesundheitliche
Wirkung. Sie sind
ein Wegweiser: Ausgezeichnet
werden Orte, an denen
Menschen im Alltag leichter
passende Entscheidungen
treffen können – durch Übersichtlichkeit,
ein angenehmes
Umfeld und verlässliche Rahmenbedingungen.
• Auswahlmöglichkeiten:
mehrere Gerichte, die
sich in einen bewussten
Ernährungsstil einfügen
können – inklusive
vegetarischer und veganer
Optionen; Anpassungen
(z. B. Beilagen tauschen,
Portionen anpassen, Soßen
separat) sind möglich.
• Servicekompetenz: ein
Team, das Speisen verständlich
erklärt und Fragen
ernst nimmt – ohne
medizinische Bewertung.
• Getränke & Atmosphäre:
alkoholfreie Begleiter
und Bereiche, die ruhige
Gespräche ebenso ermöglichen
wie kleine Runden.
Wer bewusst auswählen
möchte (z. B. bei Zutaten, Portionsgrößen
oder Unverträglichkeiten),
findet hier Strukturen,
die Nachfragen normal
machen – ohne Erklärdruck
und ohne Bewertung.
Warum „The Italian“
überzeugt: Kriterien, die
im Alltag zählen
Als zertifizierter Gastronomie-
& Genussort erfüllt The
Italian die Kriterien, die bei
HERZENSORTE für herzbewusste
Gastronomie angesetzt
werden – darunter:
• Barrierefreiheit & Erreichbarkeit:
barrierefreier
Zugang sowie kurze
Wege zu ÖPNV und Parkmöglichkeiten.
• Transparenz: klare Hinweise
zu Zutaten, Allergenen
und Zusätzen; nachvollziehbare
Auswahl in
der Karte.
„The Italian“ startete
2012 in Wiener
Neustadt nahe
Wien – gegründet
von Freunden mit
Know-how in Gastronomie,
Franchise
und internationalem
Kaffeegeschäft. Aus
dem ersten Standort
wurde ein Franchise-
System: 2017 kam
ein zweites Lokal in
der Merkurcity dazu,
später folgten weitere
Standorte in Österreich,
Deutschland
und Armenien (u.
a. zwei in Jerewan).
Leitidee: ein Ganztages-Treffpunkt
–
„morgens.mittags.
abends.immer“. In
Österreich:Graz,
Fürstenfeld, Oberwart,
Seiersberg,
Parndorf. Hier mehr.
192
»The Italian Frankfurt Airport«
WERBUNG
Ein Frankfurter Standort mit
Profil
Die Restaurantkette „The Italian“
entstand 2012 und entwickelte
sich zu einem internationalen
Franchise-System. In Frankfurt
öffnete der Standort in Gateway
Gardens am 17. Juni 2021.
Der Standort verbindet moderne
Architektur, großzügige (teils
wettergeschützte) Außenflächen
und eine kosmopolitische Umgebung,
in der Airport-Gäste, Nachbarschaft
und Business-Publikum
zusammenkommen.
Geöffnet ist das Restaurant an
den meisten Tagen im Jahr. Ausnahmen
gibt es lediglich an Weihnachten
und Silvester. Das Motto
passt; morgens, mittags, abends,
immer.
John auf dem Foto:
stellvertretend für den
Servicegedanken
Auf dem Bild zur Bekanntmachung
ist John aus dem Serviceteam
von The Italian zu sehen.
Er steht stellvertretend für den
Kern des HERZENSORTE-Ansatzes:
freundliche Orientierung im
direkten Kontakt. Am Tischaufsteller
können Gäste per QR-Code
in kurzer Zeit Feedback geben;
die Rückmeldungen fließen in die
Weiterentwicklung des Formats
ein.
Öffnungszeiten und Kontakt
The Italian – Frankfurt am Main,
Amelia-Mary-Earhart-Straße 7,
60549 Frankfurt am Main (Gateway
Gardens), Telefon: +49 69
78803199, the-italian-frankfurt.de
Öffnungszeiten: Mo–Sa 10:00–
00:00 Uhr, So 10:00–22:00 Uhr,
Küche: täglich 11:30–22:00 Uhr
Über HERZENSORTE
HERZENSORTE ist ein Projekt
von GUT ZUM HERZ (JUNG &
JUNG Verlag). Im Mittelpunkt
stehen „Orte, die Kraft schenken“
– durch Atmosphäre, Achtsamkeit,
Begegnung und alltagstaugliche
Orientierung. Die Inhalte
dienen der neutralen Information
und ersetzen keine medizinische
Beratung.
Pressekontakt:
GUT ZUM HERZ | JUNG & JUNG
Verlag GbR, Mauerheimstraße
8, 63811 Stockstadt am Main |
info@gutzumherz.de
193
2026/03/31 // Frankfurt am Main // Daiichi-Sankyo AdBoard
Daiichi-Sankyo ist ein international tätiges Pharmaunternehmen mit ja
Erforschung und Entwicklung innovativer Therapien spezialisiert hat.
Kreislauf-Erkrankungen sowie onkologische Indikationen. Das Unterne
getriebenen Ansatz und investiert kontinuierlich in klinische Forschun
Ziel ist es, therapeutische Optionen zu verbessern und die Patientenver
wickeln. In Deutschland ist Daiichi Sankyo seit vielen Jahren präsent und engagiert sic
auch in der medizinischen Aufklärung. Dabei gewinnt die patientenorientierte Kommu
um komplexe Inhalte verständlich, differenziert und alltagsnah zu vermitteln. Übrigen
werks von Daiichi Sankyo, das den Austausch und die Zusammenarbeit rund um patien
194
von Matthias Jung
Wenn
Pharma
zuhört
Advisory Board „Patientensensitive
Sprache“ von Daiichi-Sankyo
Frankfurt am Main – Es gibt Momente,
in denen sich Perspektiven verschieben. In
denen ein Unternehmen nicht primär sendet,
sondern gezielt zuhört. Das Advisory Board
„Patientensensitive Sprache“ von Daiichi-
Sankyo war ein solcher Moment – geprägt
von einem klaren Anspruch: Kommunikation
so zu gestalten, dass sie Menschen mit Herz-
Kreislauf-Erkrankungen besser erreicht.
Zuhören als Ansatz – nicht als Schlagwort
panischen Wurzeln, das sich auf die
Im Fokus stehen insbesondere Herzhmen
verfolgt einen wissenschaftsg
und strategische Partnerschaften.
sorgung evidenzbasiert weiterzuenth
neben der Arzneimittelentwicklung
nikation zunehmend an Bedeutung,
s, wir sind Teil des O-Mamori-Netztenzentrierte
Ansätze gezielt fördert.
Die zentrale Frage des Workshops wirkt
zunächst einfach: Wie spricht man mit erkrankten
Menschen so, dass Informationen
verständlich, respektvoll und alltagstauglich
sind? In der Praxis zeigt sich schnell, wie
komplex diese Aufgabe ist.
Daiichi-Sankyo hat sich entschieden, diesen
Prozess nicht ausschließlich intern zu gestalten,
sondern Betroffene einzubeziehen. Als
Betreiber von gut-zum-herz.de und selbst
seit über 20 Jahren Patient mit Hyperlipidämie
war ich eingeladen, meine Perspektive
einzubringen.
Auffällig war dabei vor allem die strukturierte
Gesprächsführung: Rückmeldungen wur-
195
2026/03/31 // Frankfurt am Main // Daiichi-Sankyo AdBoard
den nicht nur gesammelt, sondern
diskutiert, hinterfragt und in einen
größeren Kontext eingeordnet.
Rahmen und Atmosphäre
Der Workshop fand im b‘mine Hotel
Frankfurt Airport statt – einer
Location, die durch ihre moderne
Architektur und eine zugleich ruhige,
konzentrierte Atmosphäre
überzeugte. Gerade bei sensiblen
Themen wie der Kommunikation
mit chronisch erkrankten Menschen
spielt auch der Rahmen
eine Rolle. Die Umgebung unterstützte
den offenen Austausch:
funktional, gut organisiert und
ohne unnötige Distanz. Das mag
wie ein Detail erscheinen, ist aber
nicht trivial – denn eine passende
Atmosphäre kann die Qualität von
Gesprächen spürbar beeinflussen.
Kommunikation als Teil der
Versorgung
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zählen weiterhin zu den häufigsten
Todesursachen in Deutschland.
Viele Betroffene leben langfristig
mit erhöhten Blutfettwerten und
einer dauerhaften Therapie. Entsprechend
hoch ist der Bedarf an
Informationen, die nicht überfordern,
sondern Orientierung geben.
Hier setzt das Advisory Board an:
Es geht um die Frage, welche Sprache
Vertrauen schafft – und welche
unbeabsichtigt Distanz erzeugt.
Begriffe, Bildwelten und Tonalitäten
können entscheidend dafür
sein, ob Inhalte verstanden und
angenommen werden.
Dabei wird deutlich: Gute Kommunikation
ersetzt keine Therapie,
kann aber deren Verständnis
und Umsetzung unterstützen.
Unterschiedliche Lebensrealitäten
berücksichtigen
Ein zentrales Ergebnis der Diskussion:
Die Zielgruppe ist nicht
homogen. Die Bedürfnisse unterscheiden
sich deutlich – je nach
Krankheitsverlauf und persönlicher
Situation.
Menschen mit einer frischen Diagnose
benötigen vor allem Orientierung
und verständliche Einordnung.
Langjährig Erkrankte
196
hingegen erwarten zunehmend
Augenhöhe und die
Anerkennung ihrer Erfahrung.
Materialien müssen diese
Unterschiede berücksichtigen.
Pauschale Ansätze greifen
hier zu kurz – gefragt
sind differenzierte Konzepte,
die verschiedene Perspektiven
einbeziehen.
Ein Leitfaden mit
Anspruch – und offenen
Fragen
Ziel des Advisory Boards ist
die Entwicklung eines Leitfadens
für patientensensitive
Kommunikation. Dieser
soll künftig als Grundlage
für Informationsmaterialien
dienen.
Der Anspruch ist hoch: Inhalte
sollen verständlich, respektvoll
und anschlussfähig
an den Alltag der Betroffenen
sein. Gleichzeitig wird
sich zeigen müssen, wie sich
diese Ansätze in der Praxis
bewähren und in bestehende
Kommunikationsstrukturen
integrieren lassen.
Gleichzeitig bleibt entscheidend,
ob und wie die gewonnenen
Erkenntnisse langfristig
umgesetzt werden.
Denn der eigentliche Maßstab
liegt nicht im Workshop
selbst, sondern in der Qualität
der späteren Kommunikation.
Was bleibt
Der Workshop in Frankfurt
macht deutlich: Verständliche
und respektvolle Kommunikation
ist kein Nebenaspekt,
sondern ein zentraler
Bestandteil im Umgang mit
chronischen Erkrankungen.
Wenn es gelingt, die Perspektiven
von Betroffenen konsequent
einzubeziehen, kann
daraus ein echter Mehrwert
entstehen – für Patienten
ebenso wie für die Qualität
von Gesundheitsinformationen
insgesamt.
Ihr Matthias Jung
Einordnung: Zwischen
Anspruch und Umsetzung
Das Advisory Board zeigt,
dass patientenorientierte
Kommunikation in der Industrie
zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Der Ansatz,
Betroffene frühzeitig
einzubeziehen, ist dabei ein
wichtiger Schritt.
197
Fotos: Matthias Jung
2026/04/07// Berlin // Interview mit Frau Dr. Martina Kloepfer von Im P
von Matthias Jung
Drei Fragen
GUT ZUM HERZ
Warum Frauen in der Herzforschung stärker
mitgedacht werden müssen
Berlin – Der Beitrag ab Seite 98 in diesem
Magazin mit dem Titel „Herzenssache
Forschung – Was Menschen wissen möchten,
bevor sie Ja sagen“ macht deutlich,
dass medizinische Forschung nicht nur auf
wissenschaftliche Präzision angewiesen
ist, sondern auch auf Vertrauen, Verständlichkeit
und das Gefühl, in den richtigen
Fragen überhaupt mitgedacht zu werden.
Gerade dann, wenn Menschen vor der Entscheidung
stehen, ob sie sich auf Forschung,
Studien oder medizinische Entwicklungen
einlassen, geht es nicht allein um Fakten.
Es geht auch um Perspektiven, Erfahrungen
und um die Frage, wessen Realität in Medizin
und Kommunikation tatsächlich sichtbar
wird. Besonders im Bereich Herz-Kreislauf
zeigt sich, dass Frauen über lange Zeit
nicht in dem Maß berücksichtigt wurden,
wie es notwendig gewesen wäre – weder in
der Forschung noch in der Beschreibung
von Symptomen noch in der medizinischen
Wahrnehmung ihres Risikos.
Vor diesem Hintergrund ist die Einordnung
von Dr. Martina Kloepfer besonders wertvoll.
In „3 Fragen GUT ZUM HERZ“ spricht
sie darüber, warum Frauen in Forschungs-
200
HerzGesund | KLINISCHE FORSCHUNG
von Matthias Jung
linische Forschung wirkt
auf viele Menschen zunächst
weit weg: Fachbegriffe,
Studienzentren, Formulare,
Abläufe. Gleichzeitig ist sie
ein zentraler Bestandteil medizinischer
Entwicklung. Ohne
Forschung bleiben wichtige
Fragen offen: Welche Behandlung
hilft wem? Welche Risiken
müssen besser verstanden werden?
Und wie lässt sich Versorgung
so weiterentwickeln, dass
sie nicht nur unter idealen Bedingungen
funktioniert, sondern
im wirklichen Leben?
Offen für Forschung – aber
mit vielen Fragen
Trotzdem ist der Abstand zwischen
grundsätzlicher Offenheit
und tatsächlicher Teilnahme
oft groß. Viele Menschen
sagen nicht grundsätzlich Nein
zur Forschung. Häufiger sagen
sie: Ich weiß zu wenig. Ich bin
unsicher. Ich kann nicht gut
einschätzen, was eine Teilnahme
konkret für meinen Alltag
bedeutet. Und ich frage mich,
ob meine persönliche Situation
in solchen Studien überhaupt
mitgedacht wird.
Genau hier beginnt die eigentliche
Herausforderung. Gute
Forschung braucht nicht nur
gute Wissenschaft. Sie braucht
auch Vertrauen. Und Vertrauen
entsteht nicht erst dann, wenn
jemand eine Einwilligung unterschreibt.
Es entsteht früher:
durch verständliche Sprache,
durch klare Abläufe, durch ehrliche
Aufklärung und durch das
Gefühl, mit den eigenen Fragen
ernst genommen zu werden.
Zwischen Interesse und
Unsicherheit
Wer zum ersten Mal von einer
möglichen Studienteilnahme
hört, denkt selten sofort an
Evidenz oder Studiendesign.
Viel näher liegen andere Fragen:
Was bedeutet das konkret
für mich? Wie oft müsste ich
zu zusätzlichen Terminen? Wer
begleitet mich? Was passiert,
wenn ich mich unwohl fühle
oder abbrechen möchte? Welche
Belastungen kommen auf
mich zu? Was geschieht mit
meinen Daten?
Diese Fragen sind kein Ausdruck
von Ablehnung. Sie zeigen
vielmehr, dass Menschen
verantwortungsvoll entscheiden
wollen. Gerade wer mit
einer Herz-Kreislauf-Erkrankung
lebt oder ein erhöhtes Risiko
hat, muss im Alltag ohnehin
viele
Dinge einordnen: Beschwerden,
Medikamente, Kontrolltermine,
Informationen aus
Gesprächen und Medien. Wer
in dieser Situation über klinische
Forschung nachdenken
soll, braucht deshalb keine
Hochglanzsprache, sondern
Orientierung.
Ein guter Zugang beginnt nicht
mit Werbung für Forschung,
sondern mit einer einfachen
Haltung: Menschen haben das
Recht, genau zu verstehen, worum
es geht, was bekannt ist,
was offen bleibt und welche
Anforderungen eine Teilnahme
mit sich bringen kann.
Was vor einer Zusage wirklich
wichtig ist
Vor einer möglichen Studienteilnahme
steht selten die Frage,
ob Forschung wichtig ist.
Die meisten Menschen wissen
das längst. Entscheidend ist, ob
die Rahmenbedingungen nachvollziehbar
und fair erscheinen.
Dazu gehört zunächst die Klärung,
um welche Art von Studie
es überhaupt geht. Handelt
es sich um die Prüfung eines
Medikaments, um eine Beobachtungsstudie
oder um ein
Register? Gibt es zusätzliche
Untersuchungen? Wie engmaschig
ist die Betreuung? Und
was unterscheidet die Teilnahme
von der regulären Versorgung?
98 99
uls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V.
Herzenssache Forschung
Was Menschen wissen
möchten, bevor sie Ja sagen
Klinische Studien – Vertrauen, Vielfalt und verständliche
Antworten vor einer Entscheidung
K
Antworten auf Fragen
aus diesem Beitrag ab
Seite 98 im Magazin
201
2026/04/07// Berlin // Interview mit Frau Dr. Martina Kloepfer von Im P
vorhaben konsequenter mitgedacht
werden müssen, wo aus ihrer
Sicht weiterhin blinde Flecken
in der Versorgung bestehen und
weshalb Transparenz eine wichtige
Grundlage für Vertrauen ist.
Dabei richtet sie den Blick nicht
nur auf biologische Unterschiede
zwischen Männern und Frauen,
sondern auch auf Kommunikationsmuster,
gesellschaftliche Prägungen
und strukturelle Schwächen
in der medizinischen Praxis.
Frage: Was müsste sich in Forschung
und Kommunikation
ändern, damit Frauen sich medizinisch
besser gesehen
fühlen – gerade auch im
Bereich Herz-Kreislauf?
Antwort: Im Rahmen
von Forschungsvorhaben
sollte stets mitgedacht
werden,
dass es Männer
und Frauen gibt
und dass sie physisch,
physiologisch
und psychisch
unterschiedlich sind.
Jedes medizinische
Forschungsvorhaben
sollte auch nach möglichen
Unterschieden fragen.
Wäre das in der Vergangenheit
geschehen, hätte manche Frau mit
einem Herzinfarkt gerettet werden
können.
Würden Frauen sozusagen selbstverständlicher
in Studien integriert,
würde sich das m. E. auch
auf die Kommunikation auswirken.
So würden die „weiblichen“
Symptome bei einem Herzinfarkt
nicht als „untypisch“ deklariert,
also die Frau als Ausnahme. Denn
was heißt „untypisch“? Dass die
Norm der männliche Körper ist.
Inzwischen hat man herausgefunden,
dass ein männliches und
ein weibliches Herz sich z. B. in
Größe, Gefäßstruktur oder Anzahl
der Herzmuskelzellen unterscheiden.
Welche Auswirkungen
sind aber damit verbunden?
Frage: Wo erleben Sie aktuell
noch blinde Flecken, wenn es
um Frauenherzen, Symptome
und die Wahrnehmung von Risiken
geht?
Antwort: Frauen sehen sich z. T.
bei vielen In-dikationen vor die
Herausforderung gestellt, überhaupt
ernst genommen zu werden,
selbst bei Fragen, die „nur“
Frauengesundheit betreffen. Bei
Herzerkrankungen, wie beispielsweise
einem akuten Herzinfarkt,
kommen sie später in die Notaufnahme
und laufen eher Gefahr
falsch diagnostiziert zu werden,
weil die Symptome teils weniger
dramatisch auftreten als bei
einem Mann oder generell unspezifischer
sein können. Statt eines
massiven Schmerzes der die Hand
zur linken Seite des Torso schnellen
lässt, können Übelkeit oder
allgemeine Erschöpfung über einen
gewissen Zeitraum dominierend
sein. Immer hat eine Frau,
die einen Herzinfarkt erleidet, ein
höheres Risiko daran zu versterben
als ein Mann.
Dazu kommt, dass eine Frau eventuell
anders und teils detaillierter
als ein Mann kommuniziert, da
bestimmte Symptome im Empfinden
stärker hervortreten. Hier
bräuchte es eine (digitale) Unterstützung
für das versorgende
Personal, die auf einen möglichen
Herzinfarkt hinweist.
Oberbauchschmerzen
können auf einen gastroenterologischen
Befund
hinweisen, aber
eben auch auf einen
Herzinfarkt. Zudem
nehmen Frauen ihren
Körper anders
wahr als Männer,
denn die jeweiligen
„biologischen
Biografien“ unterscheiden
sich fundamental.
Dazu kommen
bestimmte Konditionierungen:
Frauen bekommen
bereits in jungen Jahren häufig
zu hören, dass sie sich „nicht
so anstellen“ sollen, wenn es z.
B. um Regelschmerzen oder Unwohlsein
geht.
Über Jahrzehnte führt das dazu,
dass Frauen sich selbst nicht mehr
ernst nehmen und sich bei einem
Herzinfarkt selbst zu spät in Behandlung
begeben. Hier sollte in
der weiteren Forschung der Fokus
nicht allein auf das Organische
gelegt werden, sondern auch auf
das Kommunikationsverhalten.
Auch bedarf es der Aufklärung,
202
uls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V.
dass bestimmte Erkrankungen
wie Diabetes ein deutlich höheres
Risiko für Frauen darstellt, einen
Herzinfarkt oder Schlaganfall zu
erleiden.
Frage: Was brauchen Patientinnen
aus Ihrer Sicht, um Studien
und Forschung besser einordnen
zu können: mehr Information,
mehr Ansprache oder
mehr Vertrauen?
Antwort: Vertrauen entsteht m. E.
aus Transparenz, d.h. es braucht
Klarheit, dass nicht allein der
„Modellmann“ 35 Jahre, 75 Kilo
in der Studie repräsentiert ist,
sondern eben auch Frauen in den
unterschiedlichen (hormonellen)
Phasen ihres Lebens. Aktuell mutet
das noch als Utopie an, da das
Studiendesign sehr kompliziert
wird und damit sehr teuer. Viele
Medikamente, v.a. die generischen
sind an männlichen Versuchstieren
und in Phase 3 an Männern
getestet worden. In sog. Beobachtungsstudien
werden Wirkung
und Nebenwirkungen eines Medikaments
im Versorgungsalltag beobachtet,
so könnten Dosierungen
und Nebenwirkungen für Frauen
spezifisch erfasst werden.
Im Beipackzettel könnte ein
Hinweis stehen, welche Dosierungsempfehlungen
oder Nebenwirkungsrisiken
für Frauen
besonders zu beachten sind. Ich
erhoffe mir von einer paritätischen
Zusammensetzung in (Entscheidungs-)gremien
eine deutliche
Verbesserung.
Vielen Dank für das Interview
und für die Zeit, die Sie sich dafür
genommen haben. Ihre differenzierten
Antworten und die klaren
Einordnungen sind für uns sehr
wertvoll. Besonders wichtig ist Ihr
Hinweis darauf, dass Frauen in
Forschung, Versorgung und Kommunikation
noch stärker mitgedacht
werden müssen.
Sie leisten damit einen wichtigen
Beitrag zu mehr Verständnis
und Sensibilität im Bereich Herz-
Kreislauf-Gesundheit.
Pressekontakt:
GUT ZUM HERZ | JUNG & JUNG
Verlag GbR, Mauerheimstraße
8, 63811 Stockstadt am Main |
info@gutzumherz.de
203
204
2026/04/08-11 // Mannheim // DGK-Jahrestagung 2026
von Matthias Jung
Was Betroffene
wirklich
interessiert
Wir berichten von der 92. Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie –
Herz- und Kreislaufforschung e.V.
Mannheim – Wer den Namen DGK-
Jahrestagung hört, denkt an volle Vortragssäle,
Präsentationen unter Fachleuten und
neue Daten aus der Herzmedizin. Für Menschen
mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
oder mit erhöhtem Risiko stellt sich jedoch
eine andere Frage: Was davon ist für mich
relevant? Genau an diesem Punkt wird
ein solcher Kongress interessant. Vieles,
was dort diskutiert wird, taucht später in
Arztpraxen, Kliniken und Leitlinien wieder
auf. Für Betroffene geht es deshalb nicht
um jedes Detail einer Studie, sondern um
Entwicklungen, die Alltag, Diagnostik und
Versorgung künftig beeinflussen könnten.
Was später im Alltag ankommt
Ein großer Teil der Inhalte eines kardiologischen
Fachkongresses bleibt zunächst
in der Fachwelt. Gleichzeitig ist die Jahrestagung
ein Ort, an dem Themen sichtbar
werden, die später breitere Bedeutung gewinnen.
Das betrifft neue Daten, veränderte
Einordnungen von Risiken und die Frage,
welche Standards in der Versorgung wich-
205
2026/04/08-11 // Mannheim // DGK-Jahrestagung 2026
tiger werden könnten. Für Leserinnen
und Leser von GUT
ZUM HERZ ist genau dieser
Übergang entscheidend: Was
heute unter Fachleuten besprochen
wird, kann morgen
im Gespräch mit Hausarzt
oder Kardiologin eine Rolle
spielen.
Prävention braucht
Übersetzung
Besonders relevant für die
Community sind Themen mit
Alltagsbezug. Prävention gehört
dazu, wird aber oft zu allgemein
behandelt. Auf einem
Kongress gewinnt der Begriff
dann an Wert, wenn er verständlich
übersetzt wird: Was
lässt sich selbst beeinflussen,
wo braucht es ärztliche Begleitung
und welche Faktoren
wirken zusammen? Für viele
Menschen sind Blutdruck, Bewegung,
Ernährung, Gewicht,
Schlaf, Stress oder der Umgang
mit bestehenden Risiken
keine abstrakten Schlagworte,
sondern tägliche Fragen.
Drei Fragen GUT ZUM HERZ
Bei den Pressekonferenzen
der DGK-Jahrestagung 2026
waren wir vor Ort dabei (Prof.
Dr. Christina Magnussen auf
dem Foto rechts). Dort wurden
mehrere Präventionsthemen
angesprochen, die auch für
Betroffene besonders spannend
sind. Drei davon stechen
aus unserer Sicht besonders
heraus, weil sie direkt an
Fragen aus dem Alltag anschließen.
Zucker oder Süßstoff –
worauf kommt es
wirklich an?
Wenn auf einem Fachkongress
Ernährung im Zusammenhang
mit Zucker und
Neue Erkenntnisse
verständlich einordnen
Fachkongresse leben von
Daten, Studien und Spezialbegriffen.
Für ein Patientenportal
ist aber nicht entscheidend,
jede wissenschaftliche
Nuance abzubilden. Wichtiger
ist die verständliche Einordnung:
Was wurde neu diskutiert?
Für wen könnte das
relevant sein? Wo zeigt sich
bereits eine Richtung, und
wo ist noch Zurückhaltung
angebracht? Gerade bei Herz-
Kreislauf-Themen ist eine
nüchterne Übersetzung nötig.
Nicht jede neue Entwicklung
verändert sofort die Versorgung.
Auf der DGK-Jahrestagung
2026 gab es
auch eine Industrieschau
von Pharmaund
MedTech-Unternehmen.
Darüber
berichten wir hier
bewusst nicht produktbezogen.
Für ein
Betroffenenportal ist
gegenüber Laien vor
allem die Werbung
für verschreibungspflichtige
Arzneimittel
rechtlich eng
begrenzt. Möglich
bleibt jedoch eine
sachliche, redaktionelle
Einordnung der
Ausstellung – ohne
Produktwerbung,
Heilversprechen oder
werbliche Hervorhebung
einzelner Angebote
und Aussagen zu
deren Nutzen.
206
Süßstoffen diskutiert wird, geht
es nicht um einfache Verbote.
Interessant ist vielmehr, wie
Ernährung im Gesamtbild der
Herz-Kreislauf-Prävention eingeordnet
wird. Für Leser bleibt die
zentrale Frage: Welche Rolle spielt
der tägliche Umgang mit Süßem
im Zusammenspiel mit Gewicht,
Blutdruck, Stoffwechsel und langfristigem
Risiko?
Können Smartwatches beim
Blutdruck wirklich helfen?
Digitale Begleiter sind für viele
längst Alltag. Umso wichtiger ist
die nüchterne Einordnung: Was
können Wearables tatsächlich
leisten, was können sie ergänzend
anzeigen und was ersetzen
sie nicht? Gerade im Bereich
Blutdruck ist das relevant, weil
Beobachtung hilfreich sein kann,
ohne dass jede Messung sofort
medizinische Bedeutung haben
muss.
Welche Rolle spielt Impfen für
das Herz-Kreislauf-Risiko?
Auch diese Frage zeigt, wie breit
Prävention heute gedacht wird.
Für Betroffene ist wichtig, solche
Themen weder vorschnell abzutun
noch unkritisch zu übernehmen.
Entscheidend ist die verständliche
Einordnung: Für wen
kann ein solches Thema relevant
sein, in welchem Zusammenhang
wird es diskutiert und was sollte
man dazu im Arztgespräch gezielt
ansprechen?
Im Herzgeflüster geht es weiter
Die Fragen aus diesem Beitrag
nehmen wir demnächst auch im
Herzgeflüster-Podcast auf. Dort
greifen wir zentrale Themen der
DGK-Jahrestagung 2026 noch
einmal in Ruhe auf und fragen
nach, was sie für Betroffene bedeuten
können – verständlich,
alltagsnah und ohne Fachsprache.
So wird aus dem Kongressbericht
ein Gespräch, das Orientierung
gibt und den Blick auf das Wesentliche
lenkt.
Was für das
Arztgespräch bleibt
Der Nutzen eines Kongressberichts
liegt nicht nur darin zu
zeigen, dass irgendwo geforscht
wird. Relevant wird er dann,
wenn er hilft, das nächste Arztgespräch
besser vorzubereiten.
Welche Fragen sollte ich stellen?
Welche Werte sollte ich kennen?
Was lässt sich beobachten, ohne
sich unnötig verrückt zu machen?
Und woran merke ich, dass etwas
medizinisch abgeklärt werden
sollte? Ein guter Text ersetzt keine
Diagnose und keine Beratung. Er
kann aber helfen, Zusammenhänge
besser zu verstehen und mit
mehr Klarheit in Gespräche zu
gehen. Eindrücke von der Tagung
auf der nächsten Doppelseite.
207
Fotos: Matthias Jung
2026/04/15-16 // Berlin // Parlamentarisches Frühstück vom ImPuls. Thi
von Matthias Jung
Berlin
diskutiert
Gesundheit
Zwischen Bahnsteig und Berliner Debatte
– von Frankfurt am Main nach Berlin
Berlin – Manchmal fängt ein Termin nicht
erst dort an, wo Namensschilder auf den Tischen
stehen und der Kaffee eingeschenkt
wird. Manchmal beginnt er schon einen Tag
früher – auf dem Weg dorthin. Für mich begann
Berlin in dieser Woche am Mittwochmorgen
im Zug. Und ja: Die Bahn war tatsächlich
mehr als pünktlich. Allein das war
schon ein kleiner, fast ungewohnter guter
Auftakt.
So blieb vor dem eigentlichen Termin am
Donnerstag noch Zeit für zwei weitere Gespräche
in der Hauptstadt. Berlin war in
diesen Stunden nicht nur Kulisse, sondern
wieder einmal das, was diese Stadt oft ist: ein
Ort, an dem Themen, Menschen und Wege
schneller zusammenlaufen, als man es planen
könnte.
Begegnungen, die mehr sind als Zufall
Dazu passte auch eine Begegnung, mit der ich
nicht gerechnet hatte. Mitten in Berlin traf
ich ganz zufällig Melanie Bahlke (Bild auf
Seite 213 oben) von der Adipositaschirurgie-
Selbsthilfe-Deutschland e. V. (AcSDeV). Solche
Momente wirken im ersten Augenblick
wie eine Randnotiz. In Wahrheit erzählen sie
oft mehr über ein Thema als manches Podium.
Mit Johannes Wagner, MdB,
fachlich und politisch zugleic
Bundestages. Gerade bei eine
hältnisse Leben schützen“ wi
Gesundheit, der nicht beim i
schen und strukturellen Bedingungen mitde
Frühstücks: Gesundheit nicht nur als private
Strukturen, politische Verantwortung und g
Prävention nur dann tragfähig wird, wenn P
210
nk Tank Herz-Kreislauf e.V.
hat das parlamentarische Frühstück einen Schirmherrn, der Gesundheitspolitik
h einordnen kann. Der Grünen-Politiker ist Arzt und Mitglied des Deutschen
r Veranstaltung mit dem Titel „Mehr als Eigenverantwortung – Wie gesunde Verrkt
seine Schirmherrschaft deshalb folgerichtig. Sie steht für einen Blick auf
ndividuellen Verhalten stehen bleibt, sondern auch die gesellschaftlichen, politinkt.
Dass Johannes Wagner diesen Rahmen unterstützt, passt zum Anliegen des
Aufgabe zu verstehen, sondern als Thema, das gute Informationen, verlässliche
esundheitsfördernde Lebenswelten braucht. Damit setzt er auch ein Zeichen, dass
olitik, Versorgung und Lebensalltag gemeinsam betrachtet werden.
211
2026/04/15-16 // Berlin // Parlamentarisches Frühstück vom ImPuls. Thi
Denn plötzlich wird sichtbar, dass
Gesundheitsfragen nicht nur in
Vorträgen, Papieren oder politischen
Formaten verhandelt werden,
sondern mitten im Leben, in
Beziehungen, in Selbsthilfe und
im direkten Austausch. Gerade
solche unerwarteten Begegnungen
machen greifbar, wie eng persönliches
Engagement und größere
gesellschaftliche Fragen oft
miteinander verbunden sind.
Ein Frühstück mit klarer
Fragestellung
Am Donnerstagmorgen führte
dieser Weg dann in den Berlin
Capital Club zum Parlamentarischen
Frühstück des Im Puls.
Think Tank Herz-Kreislauf e.
V. Eingeladen hatten Dr. Martina
Kloepfer und Udo Schauder,
Schirmherr der Veranstaltung war
Johannes Wagner, MdB. Schon
der Titel des Frühstücks war präzise
gesetzt: „Mehr als Eigenverantwortung
– Wie gesunde Verhältnisse
Leben schützen“.
Es war einer dieser Titel, bei denen
man sofort merkt, dass es nicht
um die übliche schnelle Schuldzuweisung
an den Einzelnen gehen
soll. Nicht um das bequeme Muster:
Wer gesund leben will, muss
sich eben nur genug anstrengen.
Stattdessen ging es um eine größere
und ehrlichere Frage: Unter
welchen Bedingungen kann Gesundheit
überhaupt entstehen?
Der Impuls von Marit
Derenthal
Den inhaltlichen Impuls gab Marit
Derenthal (Bild unten) vom
DNGf K – Deutschen Netz Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser
und Gesundheitseinrichtungen
e. V. Ihr Vortrag
212
nk Tank Herz-Kreislauf e.V.
machte deutlich, dass Gesundheit
nicht erst dort beginnt,
wo das Versorgungssystem
eingreift. Sie entsteht
vielmehr im Alltag – dort, wo
Menschen leben, lernen und
arbeiten. In den Lebenswelten
also, die fördern, entlasten,
überfordern oder ausbremsen
können. Besonders
hängen geblieben ist dabei
der Gedanke, dass Gesundheitsförderung
nur dann
nachhaltig wirkt, wenn sie
nicht beim Verhalten stehen
bleibt.
Es reicht nicht, Menschen
immer wieder zu sagen, was
sie tun sollten. Entscheidend
sind auch die Verhältnisse,
in denen sie sich bewegen:
verständliche Informationen,
erreichbare Angebote,
Strukturen, die Orientierung
geben, und Organisationen,
die Verantwortung nicht nur
formulieren, sondern praktisch
möglich machen.
Als aus dem Vortrag eine
Diskussion wurde
Mehr als ein Termin im
Kalender
Vielleicht war gerade deshalb
diese Reise nach Berlin mehr
als ein Termin im Kalender.
Die pünktliche Anreise, die
Gespräche am Mittwoch, die
zufällige Begegnung mitten
in der Stadt und schließlich
das Frühstück mit seinem
Impuls und der engagierten
Diskussion – all das passte
auf eine fast überraschend
klare Weise zusammen. Berlin
hat mir an diesen beiden
Tagen noch einmal sehr
deutlich gezeigt, dass Gesundheit
mehr ist als Eigenverantwortung.
Sie entsteht
nicht im luftleeren Raum,
sondern dort, wo Menschen
ihren Alltag leben – und dort,
wo Gesellschaft, Politik und
Organisationen Verantwortung
übernehmen.
Ein Termin, der über den
Vormittag hinaus nachwirkt.
Der Vormittag endete nicht
in höflicher Zustimmung,
sondern in einer lebhaften
Diskussion. Genau das
machte den Termin zusätzlich
spannend. Es wurde
nicht nur zugehört, sondern
nachgefragt, eingeordnet
und weitergedacht.
Damit bekam das parlamentarische
Frühstück noch einmal
die Energie, die ein solches
Thema auch braucht.
Denn wer über Gesundheitsförderung,
Lebenswelten
und Verantwortung spricht,
spricht nicht über Nebensächlichkeiten,
sondern
über Fragen, die viele Menschen
unmittelbar betreffen.
213
Fotos: Matthias Jung
Lesen Sie mehr über das
kranke oder gesunde Herz
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