18.04.2026 Aufrufe

Der GUT ZUM HERZ FRÜHLING 2026

Das kostenfreie Community-Magazin für die Frühlingszeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Frühlingsgefühlen“ – mit Ideen für Aufbruch, Leichtigkeit und alltagstauglichen Impulsen. Gleichzeitig heißt es „Blutdruck – bewusst einordnen“: Wir geben Orientierung dazu, wie Werte verstanden werden können, teilen Anregungen für Bewegung und bewusste Pausen im Frühling und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.

Das kostenfreie Community-Magazin für die Frühlingszeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Frühlingsgefühlen“ – mit Ideen für Aufbruch, Leichtigkeit und alltagstauglichen Impulsen. Gleichzeitig heißt es „Blutdruck – bewusst einordnen“: Wir geben Orientierung dazu, wie Werte verstanden werden können, teilen Anregungen für Bewegung und bewusste Pausen im Frühling und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.

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DER

GUT ZUM

Das Magazin zur Jahreszeit

HERZ

Frühling

Hauptausgabe Frühling 2026 | Kostenfrei für unsere Community

2026

Blutdruck

Bewusst

einordnen

Frühling 2026 | Aktualisiert am 18. April 2026

Wenn Herzen sich berühren

Zwischen Herzklopfen und Herzensruhe


EDITORIAL

Guten Tag, liebe

Leserinnen und Leser,

wenn der Frühling lauter

wird als der Winter und die

ersten warmen Tage uns nach

draußen locken, beginnt

eine Zeit des Aufbruchs, der

Nähe und der neuen Aufmerksamkeit

für das, was

uns guttut. Diese Ausgabe begleitet

Sie mit Orientierung,

alltagstauglichen Impulsen

und Erfahrungen aus unserer

Community – verständlich,

nahbar und mit Blick auf das

echte Leben.

„Wenn Herzen sich berühren“

ist für uns mehr als ein

schöner Titel. Er erzählt von

Begegnungen, von Vertrauen,

von kleinen und großen Momenten,

in denen Menschen

sich aufgehoben fühlen. Gerade

im Frühling wächst bei

vielen der Wunsch, wieder

mehr in Bewegung zu kommen,

Kontakte zu pflegen,

Licht und Luft zu genießen

und das Leben bewusster

wahrzunehmen. Doch zwischen

Herzklopfen und Herzensruhe

liegt oft auch die

Frage: Was tut mir wirklich

gut – und worauf sollte ich

achten?

Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe

ist daher das Thema

Blutdruck. Viele Menschen

kennen ihre Werte, aber nicht

immer ist sofort klar, wie sie

einzuordnen sind und was

sie im Alltag bedeuten. Wir

möchten dazu beitragen, Zusammenhänge

verständlich

zu machen, Fragen zu sortieren

und Anregungen für den

eigenen Weg zu geben. Nicht

mit erhobenem Zeigefinger,

sondern mit ruhiger Sprache,

praktischer Orientierung und

dem Wissen, dass jeder Alltag

anders aussieht.

Daneben richtet diese Frühlingsausgabe

den Blick auf

das, was Herz und Seele leichter

macht: auf Nähe, Lebensfreude,

Bewegung, bewusste

Pausen und kleine Rituale,

die Halt geben. Unsere Beiträge

zeigen, wie wohltuend

es sein kann, auf die eigenen

Bedürfnisse zu hören, Gewohnheiten

neu zu betrachten

und den Frühling als Einladung

zu verstehen – nicht

zur Perfektion, sondern zu

mehr Achtsamkeit.

Auch in dieser Ausgabe finden

Sie wieder Erfahrungen

aus unserer Community. Sie

zeigen, wie unterschiedlich

Wege sein können und wie

viel Kraft darin liegt, sich verstanden

zu fühlen. Niemand

muss alles sofort verändern.

Oft sind es die kleinen Schritte,

die tragen: ein Spaziergang,

ein gutes Gespräch, ein

Moment der Ruhe, ein neuer

Blick auf den eigenen Körper.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende

Frühlingszeit mit

guten Gedanken, berührenden

Momenten und hilfreichen

Impulsen. Nehmen Sie

mit, was zu Ihnen passt und

sprechen Sie neue Routinen

im Zweifel mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt ab.

Herzlichst,

Ihr Matthias Jung und das

GUT ZUM HERZ-Team

2


GLEICH VORWEG

Ich bin Betroffener, kein Arzt

oder Heilpraktiker, und verfüge

über keine medizinische

Ausbildung. Vor etwa

20 Jahren erlitt ich einen

Herzinfarkt und lebe

seitdem mit einer koronaren

Herzerkrankung.

Im Jahr 2004 wurde bei

mir das „Metabolische

Syndrom“ diagnostiziert.

Seitdem beschäftige

ich mich intensiv mit den

Risikofaktoren, die zu diesem

Krankheitsbild beitragen.

Nach Einschätzung meiner behandelnden

Ärzte kann eine gute

Kontrolle des metabolischen Syndroms

das Risiko für einen weiteren

Herzinfarkt verringern. Zusätzlich wird

von ärztlicher Seite betont, dass die Reduktion

von Stress das allgemeine Wohlbefinden

fördern und sich positiv auf die

Lebensqualität auswirken kann.

Allen, die von diesen Erkrankungen betroffen

sind, sollte bewusst sein, dass eine vollständige

Genesung meist nicht möglich ist. Medikamente

bleiben in der Regel notwendig, und die kontinuierliche

Arbeit an den persönlichen Risikofaktoren

begleitet einen dauerhaft.

Wenn ich hier über medizinische Aspekte schreibe

oder spreche, gebe ich sinngemäß die Aussagen

meiner behandelnden Ärzte wieder. Ich erteile

keine medizinischen Ratschläge und gebe keine

Versprechen hinsichtlich einer Heilung oder Verbesserung

des

Gesundheitszustandes

ab.

Mein Ziel ist es,

meinen persönlichen

Weg zu schildern:

was mir geholfen

hat und was bei mir

weniger wirksam war.

Darüber hinaus stellen wir

Produkte und Dienstleistungen

vor, die den Alltag mit dieser Erkrankung

erleichtern oder angenehmer

gestalten können.

Viele Maßnahmen, die bei bestehenden

Herzerkrankungen angewendet werden, können

nach ärztlicher Erfahrung auch zur Förderung

der Herzgesundheit beitragen. Es handelt sich hierbei

jedoch um individuelle Erfahrungen, die nicht

verallgemeinert werden können und keinesfalls

eine ärztliche Beratung ersetzen.

WICHTIG: GUT ZUM HERZ ist für seine Community

kostenfrei. Zur Finanzierung werden im Magazin

Produkte und Dienstleistungen vorgestellt, die

klar und transparent im blauen Rahmen als »WER-

BUNG« oder »ADVERTORIAL« gekennzeichnet

sind. Unsere eigene Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Ihr Matthias Jung

Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss hier.

Impressum

»Der GUT ZUM HERZ Frühling 2026« ist ein Projekt vom JUNG & JUNG Verlag und wird veröffentlicht auf den Portalen von eMagazin.digital

JUNG & JUNG Verlag GbR | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main | Telefon: 0 60 27 – 97 97 60 | Telefax: 0 60 27 – 97 97 -61

E-Mail: office@jungundjungverlag.de | Rechtsform: JUNG & JUNG GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) Umsatzsteuer-ID: DE 322021744

Herausgeber und verantwortlicher Dienstanbieter (§ 5 DDG): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV / Presserecht (V.i.S.d.P.): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Ideen, Inszenierung, Layout und technische Umsetzung: JUNG & JUNG Verlag | Fotos: Matthias Jung, Tina Jung, 123RF und Envato

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Erstveröffentlichung am 20. März 2026 | Alle Rechte vorbehalten.

3


DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN

10.

HERZ & ....

Das Leben im Kontext des Herzens

14. DER GUT ZUM HERZ FRÜHLING

Viel mehr als nur eine Jahreszeit

Inhalt

42. GUT ZUM HERZ IM FRÜHLING

Viele gute Tipps für den Frühling

Informationen

02. EDITORIAL

Wir freuen uns, dass Sie uns als

Leserin und als Leser in dieser

Ausgabe besuchen

03. IMPRESSUM

Im Impressum gibt es viele

rechtliche Informationen zu

dieser Ausgabe

04. INHALT

Hier gibt es einen schnellen

Überblick über die Inhalte in

dieser Ausgabe

184.

ZU GUTER LETZT

Viele, die unsere Ausgaben zu

verschiedenen Themen kennen

und wissen es, ein Rückblick und

Ausblick

96. FRÜHLINGSKRAFT IM GLAS

Spinat, Avocado und Banane in frühlingshafter Frische

4


136. HERZ & Welt

Deutschland im Vergleich zu Italien

20.

PSYCHO-

KARDIOLOGIE

72. 8 TAGE ...GUT ZUM

HERZ - BLUTDRUCK

40. WIR SIND SEHR

VIELE

70. 120 JAHRE BLUT-

DRUCK-MESSUNG

58. VIER MAL 8 TAGE

...GUT ZUM HERZ

80. MIT STEFFEN IM

GESPRÄCH

98. KLINISCHE FORSCHUNG

Was Menschen wissen möchten...

12.

ZEHNTAUSEND MENSCHEN

Unsere Community, digital und im

echten Leben

120.

40 JAHRE OTTAWA - CHARTA

Jetzt zählt die Umsetzung

5


DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN

142.

HERZ & LIEBE THEMENMAGAZIN

Nähe und Vertrauen

136. ESSEN UNTERWEGS

Vom Terminal nach Gateway Gardens

180. DER GUT ZUM HERZ SOMMER 2026

Die Vorschau auf das nächste Magazin

187.

DER NACHRICHTENTEIL

Ab hier beginnt unser

Nachrichtenteil. Wie ein Tagebuch

füllt sich dieser Bereich von nun an

fortlaufend mit neuen Einträgen.

126. ZWISCHEN NORDSEE UND OSTSEE

Eine Reise zu Küstenorten und Promenaden am Meer

Damit Sie nichts verpassen: Auf

unseren Social-Media-Kanälen

erfahren Sie sofort, wenn ein neuer

Eintrag online ist.

6


14. IMMER AM FLUSS ENTLANG

Harmonie zwischen Strömung und Stille

120. DAS PLUS AN SICHERHEIT

Zwölf Mobile Retter in Deutschland

26. GUT ZUM HERZ IM SOMMER

Viele gute Tipps für einen unbeschwerten Sommer

112. HERZ UNTER DRUCK

Arbeitsbelastung bei

Menschen über 50

HERZ

&

Frühling

84. MEDITERRANER GEMÜSEZAUBER

Buntes und gesundes Rezept

124.

GUT ZUM HERZ | AKTUELL

Das Nachrichtenmagazin im Magazin

7


HerzGesund & HerzAktiv

HerzGesund

Mein HerzSchlag gehört mir.

Das Portal GUT

ZUM HERZ gibt

Orientierung

rund um Herzgesundheit

– Schritt für Schritt,

und in verständlicher

Sprache. Im Mittelpunkt

steht der Gedanke:

„Mein HerzSchlag gehört

mir.“ Das heißt:

Sie sollen sich im

Informations-

Dschungel besser

zurechtfinden,

verstehen, was

für Sie wichtig

ist, es einordnen

können – und dann

die nächsten sinnvollen

Schritte gehen. Dafür

bündelt das Konzept

Inhalte, die Menschen

mit Herz-Kreislauf-Risiken

oder Erkrankungen

im Alltag unterstützen:

Begriffe, Werte

und Befunde werden in

MediKlar verständlich

erklärt – klar, sachlich

und nachvollziehbar. Der

11+1-Kompass zeigt typische

Risikofaktoren und

Zusammenhänge, damit

Sie erkennen, worauf Sie

persönlich achten sollten

und welche Themen zusammenhängen.

Ein weiterer

Baustein ist „Wie

sag ich’s meinem Arzt?“:

Hier finden Sie eine klare

Struktur, um Fragen zu

sammeln, Beobachtungen

zu notieren und gut

vorbereitet in den nächsten

Termin zu gehen.

So wird aus „Ich habe

da was gelesen…“

ein geordnetes

Gespräch – und

Sie behalten den

Überblick. Wichtig:

GUT ZUM

HERZ ersetzt keine

ärztliche Beratung.

Es ist ein

Wegweiser, der hilft,

Informationen einzuordnen

– und der Sie dabei

unterstützt, Ihre Fragen

gut vorbereitet in das

Gespräch mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt mitzunehmen.

Mehr dazu ab

Seite 16.

Herz

Schlag

8


HerzAktiv

Wie Orte zu HERZENSORTE werden.

HerzAktiv beginnt

nicht erst im Fitnessstudio

– sondern

dort, wo Sie im Alltag

etwas für sich tun. Ein

Ort wird zum HERZENS-

ORT, wenn er mindestens

eines von vier Herz-

Momenten möglich

macht: Bewegung

– Sie kommen in

Aktivität, gehen

los, bleiben in

Schwung. Begegnung

– Sie sind

nicht allein, erleben

Austausch,

fühlen sich verbunden.

Ruhe – Sie finden

eine Pause, atmen

durch, kommen bei sich

an. Genuss – Sie nehmen

sich Zeit für bewusstes

Essen oder Kochen, ohne

Eile und ohne Druck. Darum

gehören HERZENS-

ORTE zum HerzAktiven

Teil: Sie machen HerzAktiv

sichtbar und machbar

– als Ankerpunkte, die

Sie wiederfinden, wiederholen

und mit anderen

teilen können. Das kann

eine Bank im Park sein,

ein Lieblingsweg, ein

Café um die Ecke – oder

ganz schlicht die eigene

Küche, wenn ein Rezept

aus dem Magazin

zum kleinen Ritual wird.

So sammeln sich Herz-

Momente, die den Alltag

leichter machen und

Schritt für Schritt mehr

HerzAktivität ins Leben

bringen. Wer

mag, macht mit:

Wählen Sie Ihren

HERZENSORT,

nehmen Sie den

Moment mit –

und geben Sie ihn

weiter. Ob Foto,

kurzer Satz oder

Rezeptidee: Teilen

Sie Ihren HerzAktiv-

Moment in der Community

und markieren

Sie GUT ZUM HERZ. So

entsteht aus vielen kleinen

Orten eine große

Karte von verschiedenen

HerzMomenten. Mehr

dazu ab Seite 24.

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

9


HerzNetzwerk | HERZ & ....

Das Format „HERZ & verbindet medizinische Einordnung

mit den Erfahrungen von Menschen, die

mit Herzerkrankungen leben. Denn eine Diagnose

verändert nicht nur Befunde, sondern oft auch den Alltag.

Genau hier setzt HERZ & an: mit Austausch, verständlichen

Informationen und praktischen Anregungen für das

Leben zwischen Unsicherheit, Orientierung und neuen

Routinen.

HERZ & Selbsthilfe – Austausch auf Augenhöhe

In Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen entstehen

Räume für ehrliche Berichte, Gespräche und Begegnungen.

Betroffene teilen, was ihnen im Alltag hilft, welche

Fragen sie beschäftigen und welche Erfahrungen sie gemacht

haben. So wird sichtbar, was Orientierung geben

kann.

HERZ & Podcast „Herzgeflüster“

Im Podcast kommen Betroffene, Ärztinnen und Ärzte

sowie weitere Fachleute miteinander ins Gespräch. Es

geht um Diagnosen, aber auch um das Leben mit der Erkrankung:

um Unsicherheiten, Belastungen, Bewegung,

Ernährung und den Umgang mit Therapien im Alltag.

HE

&

HERZ & Gesundheitswissen

Komplexe Themen werden verständlich aufbereitet – mit

Webinaren, kompakten Übersichten und anschaulichen

Grafiken. Ziel ist es, Zusammenhänge besser einordnen

und Fragen für den eigenen Alltag vorbereiten zu können.

HERZ & die GUT ZUM HERZ-Jahreszeiten

Herzerkrankungen werden im Alltag oft auch durch Wetter,

Belastung und Routinen beeinflusst. Deshalb begleitet

GUT ZUM HERZ durch das Jahr – mit saisonalen Impulsen

für Bewegung, Alltag und Wohlbefinden:

• Winter: Kreislauf, Kälte, Atemwege

• Frühjahr: behutsam wieder aktiver werden

• Sommer: Hitze, Flüssigkeit, Entlastung

• Herbst: Rhythmus, Achtsamkeit, Stabilität

HERZ & neue Ideen

In Workshops mit Betroffenen und Fachleuten können

alltagsnahe Ideen entstehen – etwa für verständlichere

Informationen oder besser zugängliche Angebote. Entscheidend

ist, dass Erfahrungen aus dem Leben mit Erkrankung

mitgedacht werden.

Matthias Jung

Initiator

Ich möchte medizinische

Einordnung und

persönliche Erfahrungen

zusammenbringen.

So entsteht ein Format,

in dem Betroffene

Austausch,

Orientierung und alltagsnahe

Impulse für

ihr Leben mit Herzerkrankung

finden

können.

10


RZ

HERZ & im Überblick

HERZ & MENSCHEN

• Selbsthilfe

• Community

• Experten

• Austausch auf Augenhöhe

HERZ & ORIENTIERUNG

• Gesundheitswissen

• MediKlar

• Jahreszeiten

• Kompass 11+1

• HERZENSORTE

• „Wie sag ich’s meinem Arzt?“

GUT

ZUM

HERZ

Die GUT ZUM HERZ

Community

Mit über 10 000

Mitgliedern liefert

sie Impulse: Sie teilen

persönliche Erfahrungen,

regen

Diskussionen an

und inspirieren Expert:innen

dazu, gemeinsam

innovative

Alltagslösungen zu

entwickeln, die das

Leben mit Herzerkrankungen

nachhaltig

verbessern.

HERZ & FORMATE

• Podcast „Herzgeflüster“

• 8 Tage … gut zum Herz

• Spezials, Workshops

• redaktionelle Produktionen aus dem Studio

Die GUT ZUM HERZ Community

In der Community teilen Menschen ihre Erfahrungen,

geben Impulse und stoßen Gespräche an. So entsteht ein

Austausch, aus dem Fragen, Themen und neue Perspektiven

hervorgehen können.

HERZ & lebt vom Austausch

In der GUT ZUM HERZ Community finden Sie Erfahrungen,

verständliche Einordnung und neue Impulse für den

Alltag mit Herzerkrankung. Hier können Sie Perspektiven

teilen, Fragen mitnehmen und Orientierung gewinnen.

Für Unternehmen: Die Community macht sichtbar,

welche Fragen, Unsicherheiten und Themen Betroffene

tatsächlich bewegen – eine wertvolle Grundlage für patientennahe

und verständliche Kommunikation.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

11


100

GUT ZUM HER

auf der Fanpage be

Facebook-Gruppe u


00

Z - Menschen

i Facebook, in der

nd bei Instagram!


DURCH DIE GUT ZUM HERZ JAHRESZEITEN

DER

GUT ZUM

von Matthias Jung

Frühling

Viel mehr als nur eine Jahreszeit

HERZ

Den Frühling

genießen!

Der Frühling ist heller als

der Winter – und genau

darin liegt seine Chance. Wenn

Tage länger werden, die Luft milder wird

und draußen wieder mehr Bewegung lockt, lohnt

es sich, den eigenen Rhythmus bewusst neu zu

justieren: Was gibt mir Kraft, was bringt mich in

Balance, was tut mir im Alltag wirklich gut?

Für einen herzfreundlichen Frühling braucht es

keine großen Vorsätze. Schon regelmäßige, moderate

Bewegung kann helfen, Kreislauf, Blutdruck

und Wohlbefinden zu unterstützen – zum Beispiel

ein flotter Spaziergang im Tageslicht, erste Gartenarbeit,

kurze Mobilitätsübungen auf dem Balkon

oder das Fahrrad für kleine Wege, wenn es passt.

Wer dabei ungewohnte Beschwerden wie Druck auf

der Brust, stärkere Luftnot, Schwindel oder Herzstolpern

bemerkt, sollte Belastung anpassen und

ärztlichen Rat einholen.

Auch der Übergang in die wärmere Jahreszeit verdient

Aufmerksamkeit. Morgens kann es noch kühl

sein, nachmittags schon deutlich milder. Mehrere

leichte Schichten sind deshalb oft praktischer als zu

warme Kleidung. In der Küche passen jetzt frische,

ausgewogene Mahlzeiten mit Gemüse, Kräutern,

Hülsenfrüchten, Vollkorn und Nüssen gut in den

Alltag.

Ausreichend

zu trinken

bleibt wichtig

– besonders dann, wenn

man wieder aktiver wird.

Frühling ist außerdem eine gute Zeit

zum Sortieren. Wer Medikamente einnimmt,

profitiert häufig von festen Routinen,

einer aktuellen Liste im Portemonnaie und einem

kurzen Check: Sind Rezepte, Messgeräte und anstehende

Termine gut organisiert? Auch ein Blick auf

eigene Gewohnheiten kann helfen: mehr Tageslicht,

etwas mehr Bewegung, bewusste Pausen und verlässliche

Schlafzeiten.

Nicht zuletzt stärkt Frühling Nähe. Ein gemeinsamer

Spaziergang, ein Kaffee in der Sonne oder ein gutes

Gespräch können guttun und entlasten. Teilen Sie

gern Ihre Strategien mit der Community. Das tut gut.

14

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


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uns spannende

Themen zum

Frühling!

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Frühlingsmomente fest. Teilen Sie

Ihre Erlebnisse mit uns – wir freuen

uns auf Ihre Einsendungen! “

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HerzGesund | PATIENT EMPOWERMENT

Mein HerzSchlag

gehört mir!

Verstehen. Einordnen. Handeln.

Wie die HerzSchlag Community Patient

Empowerment im Alltag unterstützt

Manchmal ist es

nur ein Wort

im Befund. Ein

Wert, der plötzlich „auffällig“

ist. Oder eine Diagnose,

die im Kopf nachhallt,

obwohl der Termin

schon vorbei ist.

Viele Menschen mit

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

– oder mit kardiovaskulären

Risiken

– kennen dieses Gefühl:

Man möchte verstehen,

was da steht, aber man

will nicht in Angst abrutschen.

Man sucht Orientierung,

aber keine schnellen

Versprechen. Genau dafür

gibt es HerzSchlag

bei GUT ZUM HERZ: als

Wegweiser, der Wissen

sortiert, Fragen stärkt

und den nächsten Schritt

im Alltag leichter macht.

Orientierung statt

Informationsflut

Im Netz findet man zu

fast allem „irgendetwas“

– und genau das ist das

Problem. Mal klingt es

harmlos, mal alarmistisch,

mal widerspricht

es sich. HerzSchlag setzt

einen roten Faden dagegen:

verständlich, ruhig

nachvollziehbar. Nicht

als Ersatz für Ärztinnen

und Ärzte, sondern als

Vorbereitung

Wenn aus

Informationen

Orientierung wird

HerzSchlag ist so aufgebaut,

dass Sie dort

einsteigen können, wo

Sie gerade stehen: beim

Verstehen, beim Einordnen

oder beim Handeln.

Manche starten mit einem

Begriff („Was heißt

das?“).

Andere merken: „Ich

habe viele Baustellen –

was gehört zusammen?“

Wieder andere haben einen

Termin vor sich und

wollen nichts vergessen.

HerzSchlag bündelt diese

Situationen in einer

klaren Logik, die Sie

wiederverwenden

können – beim nächsten

Befund, beim

nächsten Arztbrief,

beim nächsten „Aha“-

Moment.

VERSTEHEN: MediKlar –

Medizin, die verständlich

wird: MediKlar

übersetzt Fachsprache

in klare Sätze. Was bedeutet

ein Begriff? Wofür

steht ein Laborwert?

Welche Zusammenhänge

sind typisch – und

welche Fragen sind sinnvoll?

Wir erklären, ohne

zu dramatisieren, und

ohne Therapieempfehlungen.

So wird aus einem

„komischen Wort“

ein verständlicher Baustein,

den Sie einordnen

können. Und

manchmal

ist genau

das die

Ent-

16


lastung: zu wissen, was etwas

ist – und was es nicht automatisch

bedeutet.

EINORDNEN: Der 11+1-Kompass

– das große Bild sehen:

Risikofaktoren kommen selten

allein. Blutdruck, Gewicht,

Bewegung, Stress, Schlaf, Alkohol,

Rauchen, Stoffwechsel

– vieles greift ineinander. Der

11+1-Kompass hilft, dieses Zusammenspiel

zu sehen und zu

priorisieren: Was könnte bei

mir eine Rolle spielen? Was gehört

zusammen? Was ist eher

Hintergrundrauschen? Sie bekommen

einen Überblick, der

nicht überfordert, sondern

sortiert. Gerade wenn mehrere

Themen gleichzeitig auftauchen,

ist das wertvoll: nicht

alles auf einmal „lösen“ zu wollen,

sondern Schritt für Schritt

klarer zu sehen.

Der +1-Faktor: Wenn die Seele

mit im Spiel ist: Auch die

mentale Gesundheit kann Teil

des Gesamtbildes sein – zum

Herz

Schlag

Auf einen Blick!

HerzSchlag folgt einem klaren

Konzept: drei Bausteine, die ineinandergreifen

– von der ersten

Frage bis zum nächsten Schritt.

• VERSTEHEN MediKlar erklärt

medizinische Werte

und Begriffe verständlich.

• EINORDNEN Der Herz-

Schlag-Kompass (11+1 Themen)

hilft beim Priorisieren.

• HANDELN „Wie sag ich’s

meinem Arzt?“ gibt Leitfragen

und Gesprächsstruktur.

Sie entscheiden, wo Sie einsteigen

– je nachdem, wo Sie gerade

stehen. Wer einen Begriff nicht

einordnen kann, beginnt mit

MediKlar. Wer wissen möchte,

welche Risikofaktoren gerade relevant

sind, nutzt den 11+1-Kompass.

Und wer einen Termin vor

sich hat, findet in „Wie sag ich‘s

meinem Arzt?“ eine Struktur für

die Vorbereitung.

Jetzt in die Facebook-Gruppe

kommen.

17


Beispiel bei anhaltender Niedergeschlagenheit,

Erschöpfung oder

Rückzug. HerzSchlag benennt das als

+1-Faktor, weil solche Belastungen

den Alltag und die Selbstfürsorge beeinflussen

können. Wichtig: Das ersetzt

keine Diagnose. Wenn Sie sich

betroffen fühlen, sprechen Sie mit

einer Ärztin, einem Arzt oder einer

psychotherapeutischen Fachperson.

HANDELN: „Wie sag ich’s meinem

Arzt?“ – gut vorbereitet ins

Gespräch

Ein guter Termin beginnt oft vorher.

Mit „Wie sag ich’s meinem Arzt?“

sammeln Sie Beobachtungen, notieren

Fragen und bringen Struktur in

das, was sonst im Kopf kreist. Das

Ziel ist nicht „die perfekte Antwort“,

sondern ein Gespräch, in dem Ihre

Punkte vorkommen: Was hat sich verändert?

Was macht Ihnen Sorge? Was

möchten Sie abklären? So wird aus

Unsicherheit eine Agenda. Und aus

„Ich wusste nicht, was ich sagen soll“

wird: „Ich habe drei Fragen und zwei

Beobachtungen – können wir das

kurz durchgehen?“

So nutzen Sie HerzSchlag in wenigen

Minuten: Nehmen Sie sich fünf

Minuten Zeit. Starten Sie mit dem

Begriff oder Thema, das Sie gerade

beschäftigt. Lesen Sie die MediKlar-

Einordnung, klicken Sie im Kompass

das passende Feld an und wählen Sie

daraus zwei, drei Leitfragen, die Sie

wirklich stellen möchten. Wenn Sie

wollen, schreiben Sie sich diese Fragen

direkt auf – als kleine Notiz für

die nächste Gelegenheit. HerzSchlag

soll nicht „mehr Content“ sein, sondern

weniger Chaos im Kopf.

Ihr nächster Schritt: Auf der Kompass-Seite

finden Sie alle 11+1 Themen

im Überblick – mit MediKlar-Erklärungen,

Orientierung zu

Zusammenhängen und Leitfragen

für den nächsten Termin. Wenn Sie

möchten, kommen Sie auch in unsere

Community: Dort teilen Menschen

ihre Erfahrungen, stellen Fragen und

geben praktische Impulse – respektvoll

und moderiert. Wichtig: In der

Community geht es um Austausch,

nicht um Diagnosen oder Therapieanweisungen.

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Dieser Beitrag er

Ihren Arzt. Bitte


setzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HerzGesund | PSYCHOKARDIOLOGIE

Das Herz hört

auf die Seele

von Matthias Jung

Psychokardiologie: Medizin für das ganze Leben

Manche Nächte sind so

still, dass man den eigenen

Herzschlag lauter

wahrnimmt als alles andere. Genau

in solchen Momenten drängen

sich Fragen auf: Ist das nur

Stress – oder steckt das Herz dahinter?

Diese Unsicherheit ist ernst zu

nehmen. Die Psychokardiologie

verbindet klassische Herzmedizin

mit psychosozialer Expertise

und schafft Orientierung, ohne

bewährte Standards zu relativieren.

Warum Herz und Psyche

zusammengehören

Körper und Seele beeinflussen

sich gegenseitig. Nach einem

Herzinfarkt, nach Eingriffen oder

bei Herzschwäche treten nicht selten

depressive Symptome, Ängste

oder dauerhafter Stress auf. Diese

Belastungen wirken sich auf den

Krankheitsverlauf, die Therapietreue

und die Lebensqualität aus.

Das Zusammenspiel ist medizinisch

erklärbar: Stresshormone

steigen, das vegetative Nervensystem

gerät aus dem Gleichgewicht,

Entzündungsprozesse und

Gefäßfunktionsstörungen nehmen

zu. Hinzu kommen Verhaltensfaktoren

wie Schlafmangel,

Bewegungsarmut oder nachlassende

Medikamenteneinnahme.

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft

für Kardiologie (DGK) und

internationale Konsenspapiere

empfehlen deshalb, psychosoziale

Faktoren routinemäßig zu erfassen

und in die Behandlung einzubeziehen.

Screening leicht gemacht

Der Einstieg gelingt einfach und

standardisiert – zum Beispiel in

der Herzsprechstunde. Kurze,

wissenschaftlich geprüfte Fragebögen

helfen, psychische Belastungen

zu erkennen.

• PHQ-2/PHQ-9 für depressive

Symptome

• GAD-2/GAD-7 für Angststörungen

• Zusatzfragen zu Schlaf, Substanzkonsum,

sozialer Unterstützung

und Alltagsbelastung

Wichtig ist die regelmäßige Wiederholung,

etwa in Reha und

Nachsorge. Deutsche Normdaten

erleichtern die Einordnung und

den Verlauf.

Wenn Stress das Herz erfasst –

Takotsubo

Ein bekanntes Beispiel ist das Takotsubo-Syndrom,

auch „Gebrochenes-Herz-Syndrom“

genannt.

Die Symptome ähneln einem

20


WERBUNG

Psycho

kardi

ologie

21


Herzinfarkt, obwohl die Herzkranzgefäße

meist nicht stark

verengt sind. Auslöser sind oft

starke seelische oder körperliche

Belastungen. Auch wenn sich die

Herzfunktion häufig wieder erholt,

sind Komplikationen in der

Akutphase nicht selten. Deshalb

gilt: Abklärung und Überwachung

haben Vorrang. Forschungsprojekte

untersuchen derzeit Marker

und Begleiterkrankungen, um die

Nachsorge noch gezielter zu gestalten.

Was nachweislich hilft

Wirksam ist vor allem die Kombination

verschiedener Maßnahmen:

• Aufklärung und Information

über Zusammenhänge

• Bewegung und angepasstes

Training

• Stressbewältigung und Schlafregeln

• Psychotherapeutische Verfahren

wie kognitive Verhaltenstherapie

oder achtsamkeitsbasierte

Programme

Diese Bausteine sind längst Teil

der kardiologischen Rehabilitation

und verbessern Belastbarkeit,

Symptomkontrolle und Lebensqualität.

Auch Angehörigenarbeit

und Peer-Support spielen eine

wichtige Rolle, weil sie Einsamkeit

und Alltagsstress abfedern können.Wenn

Medikamente gegen

psychische Symptome notwendig

sind, geschieht dies stets interdisziplinär

– also in enger Abstimmung

zwischen Psychiatern, Psychotherapeuten

und Kardiologen.

Generelle Empfehlungen werden

bewusst vermieden, weil Wechselwirkungen

individuell zu prüfen

sind.

Versorgung, die trägt

Strukturen dafür existieren bereits:

• Kliniken bieten psychokardiologische

Konsile und psychosoziale

Begleitung bei Eingriffen.

• Reha-Zentren integrieren

psychologische Module standardmäßig.

• Hausärzte, Internisten und

Kardiologen übernehmen

Screening und koordinieren

die Weiterleitung an Psychotherapie,

Sozialdienste oder

Selbsthilfegruppen.

Besonders wichtig sind feste Kooperationswege,

die Überleitungen

erleichtern und Hemmschwellen

senken. So kann verhindert

werden, dass Patientinnen und

Patientenen mit ihren Sorgen allein

bleiben.

Drei Schritte, die heute

möglich sind

1. Kurzscreening einführen:

PHQ-2/9 und GAD-2/7 routinemäßig

einsetzen, klare Weiterleitung

bei Auffälligkeiten.

2. Reha-Bausteine gezielt nutzen:

Bewegung, Stressmanagement

und Psychoedukation

sind Standard in der

Nachsorge.

3. Netzwerke stärken: Zusammenarbeit

zwischen Kardiologie,

Psychosomatik, Pflege,

Sozialdienst und Selbsthilfe

verbindlich festlegen.

Blick nach vorn

Fachgesellschaften bewerten psychosoziale

Belastungen inzwischen

als beeinflussbare Risikofaktoren.

Internationale Papiere

fordern, Depression, Angst, posttraumatische

Belastung und Einsamkeit

systematisch zu erfassen.

Auch die Situation pflegender Angehöriger

rückt stärker in den Fokus.

Das zentrale Versprechen bleibt

zweifach:

1. Sicherheit zuerst – akute Symptome

werden medizinisch

abgeklärt.

2. Danach die ganze Person sehen

– körperlich und seelisch.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert

journalistisch und ersetzt

keine ärztliche Diagnose oder

Therapie. Entscheidungen über

Behandlung und Medikamente erfolgen

leitlinienorientiert, interdisziplinär

und nach Rücksprache

mit Ärztinnen und Ärzten.

In eigener Sache – ein persönlicher

Einblick

Die Themen der Psychokardiologie

berühren mich auch persönlich.

In meinem entstehenden

Buch erzähle ich meine Geschichte

– mit Höhen, Tiefen und Erfahrungen,

die mein Leben mit Herz

und Seele geprägt haben. Bis zur

Veröffentlichung möchte ich Ihnen

mit dieser Leseprobe schon

einen Einblick geben und zum

Weiterdenken anregen..

Bis es soweit ist, wünsche ich Ihnen

viel Freude und spannende

Einblicke mit dieser Leseprobe.

.

22


WERBUNG

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER. 23


HerzAktiv | DIE HERZENSORTE

HERZENSORTE

entstehen im Alltag

Bewegung. Begegnung. Genuss. Ruhe.

Kleine HerzMomente, die Sie immer

wiederfinden und mitnehmen können.

H

erzAktiv beginnt

nicht erst im Fitnessstudio

– sondern

in den Momenten,

in denen Sie im Alltag

bewusst etwas für sich

tun.

Viele Menschen denken

bei „aktiv“ sofort

an Sportpläne, Geräte

und feste Routinen.

Doch HerzAktiv meint

vor allem: in Bewegung

kommen, in Verbindung

bleiben, Pausen zulassen

und Genuss wieder Platz

geben.

Es sind oft die kleinen,

wiederholbaren Schritte,

die den Unterschied

machen – weil sie nicht

zusätzlich „oben drauf“

kommen, sondern sich

in das einfügen, was ohnehin

da ist: Wege, Orte,

Rituale.

Vier HerzMomente:

Wann ein Ort zum

HERZENSORT wird

Genau hier entstehen

HERZENSORTE. Ein

Ort wird zum HER-

ZENSORT, wenn er

mindestens eines von

vier HerzMomenten

möglich macht: Bewegung

– Sie gehen

los, drehen eine Runde,

nehmen die Treppe,

strecken sich, kommen

in Schwung. Nicht, weil

Sie „müssen“, sondern

weil es machbar ist.

Begegnung – Sie sind

nicht allein, erleben

Austausch, fühlen sich

verbunden: ein kurzer

Plausch, ein gemeinsamer

Spaziergang, ein

Ort, an dem man sich

willkommen fühlt.

Ruhe – Sie finden eine

Pause, atmen durch,

kommen bei sich an: ein

Platz am Fenster, eine

Bank im Park, ein ruhiger

Weg, auf dem die

Gedanken langsamer

werden.

Genuss – Sie nehmen

sich Zeit

für bewusstes

Essen oder

K o c h e n ,

ohne Eile

und ohne

D r u c k :

ein Rezept,

das

gelingt; ein Tee, der

wärmt; ein Moment, der

nicht „nebenbei“ passiert,

sondern wirklich

stattfindet.

Warum

HERZENSORTE zum

HerzAktiven Teil

gehören

Darum gehören HER-

ZENSORTE zum Herz-

Aktiven Teil: Sie machen

HerzAktiv sichtbar

und machbar. HER-

ZENSORTE sind keine

„Sehenswürdigkeiten“,

die man einmal besucht

und dann abhakt. Sie

sind Ankerpunkte, die

Sie wiederfinden,

24


wiederholen und ganz unterschiedlich

nutzen können – je

nachdem, was Ihnen guttut

und was in Ihren Alltag passt.

Beispiele aus dem Alltag:

Bank, Weg, Café – oder die

eigene Küche

Für die eine Person ist es die

Bank am Waldrand, an der

man regelmäßig kurz sitzt und

den Tag sortiert. Für den anderen

ist es ein Lieblingsweg, der

auch dann funktioniert, wenn

wenig Zeit ist. Für manche ist

es das Café um die Ecke, in dem

man nicht anonym bleibt. Und

manchmal ist es ganz schlicht

die eigene Küche: Wenn ein

Rezept aus dem Magazin zum

kleinen Ritual wird, wenn bewusst

eingekauft wird, wenn

man sich Zeit nimmt, etwas

zuzubereiten – dann wird aus

einem funktionalen Raum ein

Ort mit Bedeutung.

Schritt für Schritt: Wie

HerzMomente den Alltag

leichter machen

So sammeln sich HerzMomente,

die den Alltag leichter

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

Auf einen Blick!

HERZENSORTE folgen einem

klaren Konzept: drei Linien, die

zusammenpassen – vom ersten

Impuls bis zur eigenen Routine.

• HERZENSORTE | Zertifiziert

sind ausgewählte Orte,

die sichtbar machen, wie

HerzAktiv im Alltag stattfinden

kann – klar gekennzeichnet

und verlässlich

einzuordnen.

• HERZENSORTE | Selfi

Point sind Fotopunkte mit

HerzMoment: kurz anhalten,

festhalten, teilen. Sie

machen Mitmachen leicht –

ohne großen Aufwand.

• HERZENSORTE | Alltag

sind Ihre persönlichen

Ankerpunkte: Bank, Weg,

Küche, Lieblingsritual. Nicht

spektakulär – aber wiederholbar

und genau deshalb

wirksam im Alltag.

Sie entscheiden, wo Sie einsteigen

– je nachdem, was gerade zu

Ihnen passt.

Jetzt in die Facebook-Gruppe

kommen.

25


machen. Nicht, weil jeder Tag perfekt

läuft – sondern weil es einen

nächsten, realistischen Schritt gibt.

HERZENSORTE helfen dabei, nicht

im Kopf stecken zu bleiben, sondern

ins Tun zu kommen: heute eine kurze

Runde, morgen ein Gespräch, übermorgen

eine Pause, am Wochenende

ein Gericht, das gut schmeckt.

Mitmachen: Ihre HERZENSORTE

in der Community

Wer mag, macht mit: Wählen Sie Ihren

HERZENSORT, nehmen Sie den

Moment bewusst mit – und geben

Sie ihn weiter. Es muss nichts Großes

sein. Ein Foto, ein kurzer Satz, eine

kleine Rezeptidee, ein Lieblingsweg

oder ein Hinweis, warum genau dieser

Ort für Sie ein HerzMoment ist,

reicht völlig.

Teilen Sie Ihren HerzAktiv-Moment

in der Community und markieren

Sie GUT ZUM HERZ: Wo waren Sie

unterwegs – und was hat Ihnen dort

gutgetan? War es die Bewegung, die

Begegnung, die Ruhe oder der Genuss?

Vielleicht sogar eine Mischung

aus allem. Je konkreter Ihr Hinweis,

desto hilfreicher wird er für andere.

So entsteht Schritt für Schritt aus

vielen persönlichen Orten eine wachsende

Karte von HerzMomenten – als

Einladung, neue Wege auszuprobieren,

alte Rituale wiederzuentdecken

und sich gegenseitig Ideen zu schenken.

Von Menschen für Menschen.

Und falls Sie gerade denken: „Ich

habe doch keinen besonderen Ort“ –

genau dann lohnt sich der Blick auf

die kleinen Dinge. Ein HERZENS-

ORT muss kein Ausflugsziel sein.

Manchmal ist es die Bank an der

Ecke, der Weg zum Bäcker, der ruhige

Platz am Fenster oder die Küche,

in der ein Rezept zum Wochenendritual

wird. Ihr Beitrag kann anderen

helfen, ihren eigenen Startpunkt zu

finden – niedrigschwellig, alltagstauglich

und ohne Druck.

Wichtig: GUT ZUM HERZ ersetzt

keine ärztliche Beratung. Es ist ein

Wegweiser, der hilft, Informationen

einzuordnen – und der Sie dabei unterstützt,

Ihre Fragen gut vorbereitet

in das Gespräch mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt mitzunehmen.

26


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

27


Facebook-Grup

Die

GUT ZUM

HER

Mehr

auf Seite

138.

Die HerzSchlag-Community

als Selbsthilfegruppe

Digitale Gesundheit

Gesundheit

mitges

28

Umfragen, Trends

& Erfahrungsberichte

NichtAlleineSein mit

gemeinsamen Aktivitäten

Fragen &


Z

3500

Mitglieder

pe

Mehr

ab Seite

24.

Mehr

auf Seite

134.

partizipativ

talten

Sich sicher fühlen mit

»HERZENSORTE«

MediKlar & Wie sag ich‘s

meinem Arzt?

Mehr

auf Seite

118.

Mehr

ab Seite

80.

Antworten Gewinnspiel Regionale Gruppen

29


HerzAktiv | TITELTHEMA – WENN HERZEN SICH BERÜHREN

HERZ

&

Liebe

Ausgabe Frühling 2026

Wenn Herzen sich berühren

von Matthias Jung

Zwischen Herzklopfen und Herzensruhe

30


GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

Selfie Point

Ein Augenblick aus

erwachendem Licht

Wenn der Frühling die Welt

mit seinem ersten warmen

Atem berührt, beginnt

eine Zeit des Aufbruchs.

Das sanfte Leuchten über

dem Meer, das Spiel aus

Wind und Weite, und die

Freude, die wir in einem

einzigen bewussten

Moment finden – all das

formt eine Jahreszeit, die

uns öffnet und verbindet.

Seit jeher suchen

Menschen im Frühling

nach neuen Impulsen: in

langen Spaziergängen,

im Licht, das die Haut

weckt, und in kleinen

Ritualen, die Herz und

Sinne beleben. Die Natur

hebt die Stimme wieder an

– und in diesem Erwachen

liegt eine Einladung: zum

Durchatmen, zum Staunen,

zum bewussten Innehalten.

Entdecken Sie die Kraft

des Neubeginns am

HERZENSORTE Selfie

Point im GUT ZUM HERZ

Frühling 2026.

Manche Orte haben eine

besondere Eigenschaft:

Sie lassen uns kurz stehen

bleiben. Nicht, weil dort etwas

„Spektakuläres“ passieren

muss, sondern weil ein Blick,

eine Geste oder ein kleines

Symbol genügt, um einen Moment

bewusst wahrzunehmen.

Genau daraus ist die Idee der

Meine HERZENSORTE | Selfie

Points entstanden: markierte

Fotopunkte, an denen Sie ein

Bild machen können – als Erinnerung,

als Gruß, als kleine

Postkarte an sich selbst oder

an Menschen, die Ihnen nahestehen.

Dabei geht es nicht um Perfektion

und schon gar nicht um

Selbstdarstellung. Es geht um

eine einfache, alltagstaugliche

Handlung: hinfahren, kurz anhalten,

Foto machen. Wer möchte,

teilt das Bild – wer nicht,

nimmt es einfach mit. So wird

aus einem Ausflug ein greifbarer

Moment.

Was ein „Selfie Point“ bei uns

bedeutet

Ein Selfie Point ist in diesem

Format kein Trendwort, sondern

eine praktische Abkürzung:

ein Ort, an dem das Fotografieren

ausdrücklich erwünscht ist.

Häufig steht dort ein Herzmotiv,

manchmal ist es eine kleine Installation,

manchmal eine Perspektive,

die sich für ein Foto

besonders eignet. Wichtig ist:

Der Ort ist gut auffindbar, sicher

erreichbar und für Besucher geeignet.

Die Idee gehört in den HerzAktiven

Teil von GUT ZUM HERZ:

HerzAktiv meint nicht Leistung,

sondern Alltag in Bewegung,

Begegnung, Ruhe und Genuss.

Ein Selfie Point ist dabei kein

„Gesundheitsversprechen“, sondern

ein Anlass, unterwegs zu

sein, sich zu orientieren, die

Umgebung wahrzunehmen und

– wenn es passt – miteinander

ins Gespräch zu kommen.

Warum wir uns beispielhaft

für Fehmarn entschieden

haben

Als zauberhaftes Beispiel haben

wir uns bewusst für Fehmarn

entschieden – genauer: den

Yachthafen in Burgtiefe. Dieser

31


Ort ist ein guter Start, weil er vieles

vereint, was ein Selfie Point leisten

soll: Er ist klar verortet, leicht

zugänglich, und er bietet eine Kulisse,

die ohne Inszenierung wirkt.

Wasser, Boote, Himmel und Weite

schaffen einen Bildmoment, der

nicht laut sein muss, um im Gedächtnis

zu bleiben.

Fehmarn steht damit exemplarisch

für das Prinzip dieses Formats:

Ein Selfie Point ist kein Ersatz

für eine Reise, sondern ein

Impuls, die Reise zu machen –

oder die eigene Umgebung neu zu

entdecken.

Wer an der Hafenkante steht,

merkt schnell, dass es hier nicht

um „das perfekte Foto“ geht. Es

reicht, kurz da zu sein, die Luft zu

spüren und diesen Moment mitzunehmen.

Ein Foto als kleine Erzählung

Ein Bild ist schnell gemacht. Interessant

wird es, wenn ein Foto

mehr ist als ein Schnappschuss.

Darum empfehlen wir eine einfache

Dreierregel für den Text dazu

– klar, knapp und ohne Pathos:

1. Wo war das? (Ort nennen)

2. Was ist der Moment? (Wind,

Licht, Begegnung, Ruhe)

3. Warum bleibt er? (ein Satz,

nicht mehr)

So entsteht eine Mini-Erzählung,

die lesbar bleibt. Wer ein Bild teilt,

hilft anderen, Orte einzuordnen –

nicht als Bewertung, sondern als

Erfahrung.

So machen Sie mit – schlicht

und ohne Aufwand

Schritt 1: Selfie Point besuchen.

Schritt 2: Foto machen – allein

oder gemeinsam.

Schritt 3: Wenn Sie möchten, teilen

Sie es in Social Media oder in

Ihrer Community – mit #HER-

ZENSORTE und Markierung von

GUT ZUM HERZ.

Wichtig ist: Dieses Format ist

freiwillig. Es gibt keine Rankings,

keine „Bestenliste“, keine medizinischen

Aussagen. Wer das Foto

nur für sich behält, ist genauso

dabei.

Von der Insel

bis zum

Mittelgebirge:

warum die

Mischung zählt

Das Spannende an

den Selfie Points

ist ihre Vielfalt.

Manche liegen

am Wasser, andere

mitten in einer

Stadt. Einige sind

Aussichtspunkte,

andere Plätze, an

denen man zufällig

vorbeikommt. Diese

Mischung ist Absicht:

Das Format

soll nicht nur für

große Reisepläne

funktionieren, sondern

auch für das

kleine Unterwegssein

am Wochenende.

Gleichzeitig ist

die Idee so gebaut,

dass sie sich über

das Jahr weiterentwickeln

kann. In der Frühlingsausgabe

steht das Herzmotiv

im Mittelpunkt. In den weiteren

Jahreszeiten kann das „Motiv der

Ausgabe“ wechseln: im Sommer

ein Urlaubsblick, im Herbst ein

Genussmoment, im Winter ein

Ruhepunkt. Entscheidend bleibt

die Mechanik: ein Ort, ein Bild, ein

Moment.

Fehmarn konkret: eine Route,

die ohne Druck funktioniert

Blick auf den HERZENSORTE‐Selfie‐Point

am Wasser von Fehmarn

Vor Ihnen steht ein großes, herzförmiges Kunstobjekt,

dicht gefüllt mit farbigen Liebesschlössern, die im

Sonnenlicht schimmern. Dahinter öffnet sich der

Blick auf den Hafen, ruhiges Wasser, Boote und einen

hölzernen Aussichtsturm, der sich klar gegen den

Himmel abzeichnet. Ein Ort, der sofort Emotion weckt

– und wie geschaffen ist für einen Moment, den man

festhalten möchte.

Wer Fehmarn als Hauptakt wählt,

muss nicht „alles“ sehen. Es reicht,

sich Zeit für wenige Stationen zu

nehmen. Der Yachthafen Burgtiefe

eignet sich als Start, weil er gut

erreichbar ist. Von dort aus kann

man – je nach Tagesform – einen

Spaziergang entlang der Promenade

einbauen, sich eine Bank

mit Blick aufs Wasser suchen oder

in der Umgebung einen kurzen

Stopp einlegen. Der Mehrwert

entsteht nicht durch Kilometer,

sondern durch den klaren Rahmen:

„Ich bin hier, ich nehme diesen

Moment mit.“

32


Hilfreich ist ein einfacher Rhythmus:

ankommen, kurz schauen,

dann erst losgehen. Wer mag,

setzt sich zehn Minuten an den

Rand des Hafens und beobachtet,

wie sich Licht und Wind verändern

– oft entsteht genau dann

das stimmigste Bild. Und wenn

der Tag mehr nach Bewegung ist,

reicht schon eine kleine Runde,

um den Kopf frei zu bekommen

und den Selfie Point als ruhigen

Fixpunkt mitzunehmen.

Wenn Sie das Foto machen, achten

Sie auf das, was im Bild mitschwingt:

Ist es der Wind im Gesicht?

Ist es die Ruhe, obwohl

Menschen vorbeigehen? Ist es

das gemeinsame Lachen, weil der

Auslöser zu früh gedrückt wurde?

Genau diese unperfekten Details

machen Bilder glaubwürdig.

Zusammenarbeit mit Orten:

seriös, transparent, ohne

Missverständnisse

Selfie Points lassen sich nicht nur

besuchen, sie lassen sich auch gemeinsam

entwickeln. Für Orte,

Kommunen oder Betreiber kann

das interessant sein, wenn sie einen

klaren, freundlichen Anker

für Besucher schaffen wollen.

Dafür braucht es Transparenz:

Ein Selfie Point ist

zunächst ein Mitmach-Ort.

Eine

mögliche „HER-

ZENSORTE-Zertifizierung“

wäre

– falls Sie sie anbieten

– ein separates

Verfahren mit

nachvollziehbaren

Kriterien, klarer

Kennzeichnung

und ohne Vermischung

mit redaktionellen

Inhalten.

© Tourismus-Service Fehmarn

Entscheidend ist,

dass ein solches

Format nicht übertreibt.

Es geht nicht

darum, einem Ort

eine medizinische

Wirkung zuzuschreiben.

Es geht

um Orientierung,

Erlebnisqualität

und Community-

Beteiligung. Das ist

journalistisch sauber

und für Leser

nachvollziehbar.

Fehmarn als „Hauptakt“: was

den Ort so anschlussfähig

macht

Der Yachthafen in Burgtiefe ist

nicht nur eine hübsche Kulisse,

sondern auch ein Ort mit klarer

Infrastruktur. Parkplätze, Wegeführung,

Gastronomie und der

Blick aufs Wasser sorgen dafür,

dass man den Selfie Point unkompliziert

in einen Tagesplan einbauen

kann – egal ob Sie bewusst früh

starten oder erst am Nachmittag

ankommen. Für das Format ist das

entscheidend: Ein Selfie Point soll

nicht „noch ein Programmpunkt“

sein, sondern ein leicht erreichbarer

Fixpunkt, der den Ausflug

strukturiert.

Wenn Sie Ihren Besuch planen,

hilft eine einfache Frage: „Was

soll der Tag sein – eher ruhig oder

eher lebendig?“ Wer Ruhe sucht,

kommt oft morgens besser an.

Wer gern Menschen beobachtet,

findet später mehr Bewegung im

Hafen. Beides ist legitim. Das Foto

entsteht nicht durch die Uhrzeit,

sondern durch Aufmerksamkeit:

Licht, Wind, Geräusche, die Weite

über dem Wasser.

Fototipp ohne Technikstress

Viele Menschen glauben, sie

bräuchten für ein gutes Bild ein

besonderes Handy oder eine Kamera.

Für dieses Format ist das

Gegenteil hilfreich: Weniger Technik,

mehr Moment. Drei kleine

Tipps reichen:

• Perspektive wählen: Stellen

Sie sich so, dass das Herzmotiv

und die Umgebung gemeinsam

im Bild sind.

• Ein Schritt zurück: Oft wirkt

das Foto ruhiger, wenn nicht

nur das Gesicht, sondern auch

der Ort sichtbar bleibt.

• Zwei Varianten: Ein Bild mit

Menschen, eins ohne – so haben

Sie beides: Erinnerung

und Kulisse.

Wenn Sie andere Personen fotografieren,

achten Sie auf Rücksicht

und Privatsphäre. In öf-

33


fentlichen Bereichen gilt: Nicht

jeder möchte auf Bildern landen.

Ein kurzer Blickkontakt oder ein

Schritt zur Seite verhindert Missverständnisse.

HerzAktiv heißt: unterwegs

sein – ohne Leistungsdruck

Wir verwenden „HerzAktiv“ bewusst

nicht als Fitness-Versprechen.

Es geht nicht darum, etwas

„leisten“ zu müssen. HerzAktiv

bedeutet: den Tag so gestalten,

dass Bewegung, Begegnung, Ruhe

oder Genuss Platz haben. Ein Selfie

Point ist dafür ein guter Anker,

weil er einen Anlass schafft, überhaupt

loszugehen. Ob das ein

Spaziergang von zehn Minuten

ist oder ein ganzer Tagesausflug,

bleibt Ihre Entscheidung.

Wer mit gesundheitlichen Einschränkungen

unterwegs ist, kann

das Format ebenfalls nutzen – allerdings

mit gesundem Realismus.

Planen Sie Pausen ein, wählen Sie

Wege, die zu Ihnen passen, und

nehmen Sie Unterstützung in Anspruch,

wenn Sie sie brauchen.

Das ist kein medizinischer Rat,

sondern eine praktische Reiseerfahrung:

Ein guter Ausflug berücksichtigt

die eigene Tagesform.

Die Rolle der Community:

Erfahrung statt Bewertung

Uns ist wichtig, dass aus den Selfie

Points keine „Top-Listen“-Kultur

wird. Es geht nicht darum, Orte

gegeneinander auszuspielen. Was

uns interessiert, sind Erfahrungen:

Was macht den Moment vor

Ort aus? Was war überraschend?

Was hat gut funktioniert? Genau

hier entsteht Mehrwert für Leser:

Aus vielen kleinen Perspektiven

wird ein Gesamtbild, das Orientierung

bietet.

Wer ein Foto teilt, kann das mit

einer einfachen, glaubwürdigen

Tonalität tun. Ein Satz reicht oft

völlig: „Fehmarn, Burgtiefe: viel

Wind, viel Weite.“ Oder: „Juist:

kurz still geworden, obwohl viel

los war.“ Solche Mini-Sätze sind

stärker als jede Übertreibung.

Ein Format für vier

Jahreszeiten – ohne sich zu

verbiegen

In der Frühlingsausgabe steht

„Wenn Herzen sich berühren“ im

Mittelpunkt. Das Herzmotiv ist

dafür das offensichtliche Bildsymbol.

Für die weiteren Ausgaben

kann das Format mitwandern,

ohne den Namen zu verlieren.

Entscheidend ist nur, dass Sie das

jeweilige Motto klar benennen:

• Sommer: „Urlaubsmoment“ –

Wasser, Weite, Leichtigkeit.

• Herbst: „Genussmoment“ –

Märkte, Wege, Farben, kleine

Rituale.

• Winter: „Ruhemoment“ – stille

Plätze, Licht, klare Luft.

So bleibt „Selfie Point“ als Rubrik

stabil, während die Bildidee

pro Ausgabe eine neue Farbe bekommt.

Das hilft auch in der Redaktion:

Sie müssen nicht jedes

Mal neu erklären, was ein Selfie

Point ist. Sie erklären nur, welches

Motiv im Fokus steht.

Warum Fehmarn als Start auch

journalistisch sinnvoll ist

Ein Format braucht einen Einstieg,

der gleichzeitig exemplarisch und

konkret ist. Fehmarn erfüllt beides.

Exemplarisch, weil Küste und

Hafen für viele Menschen ein vertrautes

Bild sind. Konkret, weil

Burgtiefe einen eindeutigen Anlaufpunkt

bietet. Für Leser ist das

wichtig: Es ist leichter, ein neues

Format zu verstehen, wenn man

sofort einen Ort vor Augen hat,

den man sich vorstellen kann.

Für eine Magazinreportage lässt

sich Fehmarn außerdem gut erzählen:

Anreise, erster Blick auf

den Hafen, die Geräuschkulisse,

Begegnungen, kurze Beobachtungen.

Das ist nicht „groß“, aber

genau deshalb glaubwürdig. Ein

Selfie Point ist kein spektakuläres

Ereignis – er ist ein kleiner Anlass,

aus dem eine Geschichte werden

kann.

Zusammenarbeit mit Orten:

so bleibt es sauber und

nachvollziehbar

Wenn Sie das Format ausbauen,

wird früher oder später die Frage

auftauchen: Wie können Orte mitmachen

– und was heißt „Zertifizierung“?

Die Antwort sollte immer

transparent bleiben:

1. Selfie Point ist eine offene

Mitmachmarke: Ein Ort ist

dabei, wenn er als Fotopunkt

funktioniert, auffindbar ist

und die Regeln akzeptiert (QR,

Hinweis, respektvolle Nutzung).

2. Zertifizierung ist eine optionale

Qualitätsstufe – aber

nur, wenn Kriterien, Verfahren,

Geltungsdauer und Kennzeichnung

klar sind.

3. Redaktion und Kooperation

bleiben getrennt: Ein redaktioneller

Beitrag beschreibt,

was ist. Eine Kooperation wird

erkennbar gekennzeichnet.

So schützt man das Format vor

falschen Erwartungen. Und so

bleibt es auch rechtlich sauber: Es

gibt keine gesundheitlichen Wirkversprechen,

keine Heilbehauptungen

und keine unzulässigen

Aussagen. Es geht um Orte, Orientierung

und Teilnahme – und um

die Einladung, bewusst einen Moment

festzuhalten, ohne daraus

mehr zu machen, als es ist.

34


35


Ein kleiner Vorschlag für die

Umsetzung vor Ort

Wenn ein Ort offiziell teilnehmen

will, hilft eine einfache, unaufgeregte

Beschilderung: Titel, QR-

Code, eine kurze Erklärung („Foto-Ort“)

und ein knapper Hinweis

zu Rücksicht und Datenschutz.

Mehr braucht es nicht. Je ruhiger

das Schild, desto eher wird es akzeptiert

– auch von Menschen, die

mit Social Media wenig anfangen

können.

Wer möchte, kann zusätzlich mit

präzisen Standortangaben arbeiten

(z. B. Koordinaten oder drei-

Wörter-Adressen). Das ist besonders

dort hilfreich, wo ein Selfie

Point nicht an einer Straße liegt,

sondern an einem Aussichtspunkt

oder am Rand eines Weges. Auch

hier gilt: Es ist ein Service für Or

entierung, keine „Technikshow“.

Die Einladung

Vielleicht ist das der Kern: Diese

Selfie Points sind eine Einladung,

Deutschland in kleinen Etappen

zu entdecken. Nicht als Wettbewerb,

nicht als „Challenge“, sondern

als Sammlung von Momenten.

Fehmarn ist der Auftakt. Die

übrigen Orte sind Türen in andere

Landschaften – Küste, Mittelgebirge,

Städte, Seen. Sie entscheiden,

welche Tür Sie als Nächstes

öffnen.

Mini-Guide: So nutzen Sie die

Liste der 26 Orte

Wenn Sie sich fragen, womit Sie

anfangen sollen, hilft eine pragmatische

Auswahl: Nehmen Sie

einen Ort, der zu Ihrer aktuellen

Stimmung passt. Küste und Inseln

eignen sich, wenn Sie Weite

suchen. Städte passen, wenn Sie

kurze Wege und Infrastruktur

bevorzugen. Seen und Aussichtspunkte

sind gut, wenn Sie Natur

mit einem klaren Ziel verbinden

möchten. Und wenn Sie den Selfie

Point in eine Reise einbauen,

setzen Sie ihn bewusst an den Anfang

oder ans Ende: als Startsignal

(„Jetzt beginnt der Tag“) oder als

Abschluss („Das nehme ich mit“).

Für das Magazin behalten wir die

Liste als wiederkehrendes Element

bei. Sie ist bewusst knapp

gehalten, damit Sie nicht lesen

müssen, sondern losgehen können.

Die Details finden Sie über

den QR-Code – und vor Ort im

eigenen Tempo.

Hinweis zur Sprache

Wir nutzen den Begriff „Selfie

Point“, weil er kurz ist und im

Tourismus inzwischen verbreitet.

Gemeint ist immer dasselbe: ein

Fotopunkt, an dem ein Bild ausdrücklich

erwünscht ist. Wer das

Wort „Selfie“ nicht mag, kann es

gedanklich einfach durch „Herzfoto“

ersetzen. Wichtig ist nicht

der Begriff, sondern der Moment.

Und noch ein praktischer Tipp:

Nehmen Sie sich vor dem Foto 5

Sekunden Zeit. Einmal tief durchatmen,

Blick in die Umgebung,

dann erst auslösen. Diese kleine

Pause macht aus einem Bild einen

Erinnerungsmoment.

Die 26 Meine HERZENSORTE

Selfie Points (Auswahl)

1. Fehmarn – Yachthafen in

Burgtiefe

2. Juist – Strandpromenade

3. Hennigsdorf – Innenstadt

4. Wolfsburg – am Wasserspiel

in der mittleren Porschestraße

5. Magdeburg – Elbauenpark

6. Bramsche – am Hasesee

7. Arnsberg – Schlossberg

8. Bergisch Gladbach – Marktplatz

9. Schwalmtal – Rainrod

10. Bad Honnef – am Kirchplatz

11. Ehrenberg – oberhalb Mariengrotte

Wüstensachsen

12. Bad Salzungen – am Burgsee

13. Schöneck – IFA Hotel & Ferienpark

14. Saarbrücken – Innenstadt

15. Görauer Anger – zwischen

Görau und Thurnau

16. Hof – Untreusee

17. Fichtelgebirge – Wunsiedel

18. Frankenthal – auf dem Rathausplatz

19. Ober-Kainsbach – Reichelsheim

im Odenwald

20. Mückenloch – nach Dilsberg

21. Absberg – Herz-Aussichtspunkt

Brombachsee

22. Pforzheim – Weisenhauserplatz

23. Bodenmais – im Herzen des

Bayerischen Waldes

24. Sasbachwalden – am Hörchenberg

25. Kappelrodeck-Waldulm –

Weinwanderrundweg

26. Tannheimer Tal – Blick auf

den Haldensee

Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen

und Ihren HERZENSORTE-

Moment mit uns teilen.

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HERZ

&

Liebe



HerzInfo | THEMENMAGAZINE

Themenmagazine

Auf der rechten Seite finden Sie unsere digitalen Themenmagazine. Passende Beiträge dazu erwarten

Sie auch in dieser Ausgabe. Wenn ein Thema Ihr besonderes Interesse weckt, gelangen Sie über

die jeweilige Verlinkung direkt zu vertiefenden Einblicken im jeweiligen Magazin.

Übersicht der Themenmagazine

• Menschen – Momentaufnahmen: Persönliche Geschichten und Alltags eindrücke rund um

das Thema Herz. Betroffene kommen selbst zu Wort und schildern ihre Erfahrungen im Alltag

• Reisen – Entspannt unterwegs: Reiseeindrücke kombiniert mit Anregungen für Bewegung

und Erholung unterwegs. Tipps und Inspiration für eine angenehme Reisegestaltung

• Experten – Wissenskompass: Fachbeiträge und Studien einblicke zu aktuellen Entwicklungen

aus Forschung und Praxis. Wissenschaftler:innen erläutern Hintergründe und geben alltagstaugliche

Hinweise.

• Selbsthilfe – Patientinnen und Patienten Empowerment: Informationen zu Online-

Communities und lokalen Gruppen. Anregungen, wie Sie sich vernetzen und eigene Ideen

einbringen können

• Leben – Neues entdecken: Vorstellung verschiedener Angebote wie Achtsamkeitskurse,

Coaching-Programme und technologische Anwendungen mit Blick auf psychisches

Wohlbefinden

• Herzensorte - Resilienz und Wohlbefinden: stellt eine kuratierte Sammlung von Orten mit

besonderen atmosphärischen Qualitäten vor, die zum Entspannen und Innehalten einladen

können

• Gesundheit mitgestalten: Leser:innen sind eingeladen, Themenwünsche und Feedback

einzureichen, um künftige Ausgaben gemeinsam mit der Redaktion zu entwickeln

• Stoffwechsel vital: Anregungen für eine ausgewogene Alltags-Routine mit Rezeptideen,

kurzen Übungs impulsen und Selbst experimenten

• HerzSchlag – Aktionsbündnis: Vernetzung von Initiativen, Patientinnen und

Patienten:innengruppen und Fach kräften. Vorstellung von Projekten und lokalen

Veranstaltungen

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HerzGesund | DAS HERZ IM FRÜHLING

GUT ZUM HERZ

im Frühling

von Matthias Jung

Leichter leben, bewusst handeln – herzbewusst

durch den Frühling

Der Frühling verändert

Licht, Tagesrhythmus und

oft auch die eigene Motivation.

Viele Menschen sind

wieder häufiger draußen,

planen mehr Wege zu Fuß

und nehmen sich vor, nach

den ruhigeren Wintermonaten

aktiver zu werden.

Für Herz und Kreislauf ist

das eine gute Gelegenheit,

Gewohnheiten neu zu sortieren

– nicht mit Druck,

sondern mit einem realistischen

Blick auf den Alltag.

Dieser Beitrag bündelt praktische

Schritte, die Orientierung

geben, ohne medizinische

Abklärung zu ersetzen.

Übergang statt

Überforderung

Mildere Temperaturen laden

dazu ein, sofort mehr zu machen.

Genau hier hilft Zurückhaltung.

Wer über Wochen

wenig Bewegung hatte,

beginnt besser nicht mit langen

oder intensiven Einheiten.

Sinnvoller ist ein sanfter

Einstieg: zügiges Gehen,

lockeres Radfahren, leichte

Gymnastik oder kürzere

Strecken im Alltag einbauen.

Auch Gartenarbeit kann

Bewegung sein, wenn sie dosiert

bleibt. Entscheidend ist

42


weniger der perfekte Plan

als die Frage, was dauerhaft

machbar ist. Für viele

ist es praktikabel, an drei

Tagen pro Woche feste

Zeitfenster einzuplanen

und dazwischen spontane

Bewegung mitzunehmen.

Bewegung mit Maß und

Rhythmus

Der Frühling eignet sich

gut, um Routinen neu aufzubauen.

Wer morgens

oder am frühen Abend

kurze Wege zu Fuß erledigt,

sammelt Bewegung,

ohne extra Trainingszeit

freizuräumen.

Auch einfache Kraftübungen

bleiben sinnvoll, weil

sie Muskulatur, Haltung

und Gleichgewicht unterstützen:

etwa Aufstehen

und Hinsetzen in Serie,

Wandliegestütze oder

Übungen mit dem eigenen

Körpergewicht. Als

alltagstauglicher Maßstab

hilft die Sprechprobe:

Bei moderater

Belastung sollte es noch

möglich sein, ganze Sätze

zu sprechen. Nach Infekten

oder längeren Pausen

gilt weiter: langsam steigern

und Warnzeichen

ernst nehmen.

Essen und Trinken:

leichter, aber nicht

gedankenlos

Mit dem Frühling verändert

sich oft auch der

Speiseplan. Frische Kräuter,

Salate, Spargel, Radieschen

oder erstes regionales

Gemüse bringen

Abwechslung auf den

Teller. Gleichzeitig bleibt

die Grundidee dieselbe:

Allergiker sollten im

Frühling und bei Aktivitäten

im Freien ihre Bewegungseinheiten

an der aktuellen

Pollenbelastung,

Luftqualität und Wetterlage

ausrichten und stark

belastete Zeitfenster meiden.

ausgewogen essen, stark verarbeitete

Produkte nicht zur Routine

werden lassen und Portionsgrößen

im Blick behalten. Wer zu erhöhtem

Blutdruck neigt, sollte auch im

Frühling auf einen bewussten Umgang

mit Salz achten. Praktisch ist

eine einfache Struktur im Alltag:

Gemüse als Basis, dazu Eiweißquellen

und passende Sättigungsbeilagen.

Auch das Trinken verdient

Aufmerksamkeit. Steigende

Temperaturen, mehr Aktivität und

längere Tage lassen den Bedarf oft

unbemerkt wachsen. Für viele ist

es hilfreich, Getränke sichtbar bereitzustellen

und über den Tag zu

verteilen.

43


Schlaf, Licht und

Tagesstruktur

Mehr Helligkeit kann antriebfördernd

wirken, sie

ersetzt aber keinen stabilen

Rhythmus. Wer abends lange

wach bleibt, weil es draußen

noch hell ist, merkt oft

erst nach einigen Tagen, dass

Schlafdauer und Erholung

leiden.

Für Herz und Kreislauf

bleibt Regelmäßigkeit wichtig:

möglichst ähnliche

Schlafenszeiten, kurze Erholungsphasen

im Tagesverlauf

und ausreichend Bewegung

bei Tageslicht.

Gerade im Frühling können

Termine, Familienaktivitäten

und spontane Verabredungen

zunehmen. Umso

hilfreicher ist eine einfache

Frage: Was tut mir wirklich

gut, und was macht meinen Tagesablauf

unnötig unruhig?

Werte kennen, Signale

einordnen

Patient Empowerment beginnt

nicht mit Perfektion, sondern

mit Klarheit. Wer Blutdruck,

Puls oder Gewicht in sinnvollen

Abständen dokumentiert,

erkennt Veränderungen eher

und kann sie im Gespräch besser

einordnen.

Digitale Helfer wie Blutdruckmessgeräte

oder Smartwatches

können dabei unterstützen,

Trends zu beobachten. Sie ersetzen

jedoch keine Diagnose.

Für das nächste Gespräch in

Praxis oder Klinik können drei

Fragen nützlich sein: Welche

Zielwerte sind für mich sinnvoll?

Woran erkenne ich, dass

ich mich überlaste? Und welche

kleine Veränderung ist in den

Im Frühling rückt präventive

Herzgesundheit für

viele stärker in den Blick.

Die helleren Tage und milderen

Temperaturen sind

eine gute Gelegenheit,

einen kardiologischen

Check-up einzuplanen

und bewusster auf das

Herz zu achten.

nächsten vier Wochen realistisch?

Akute Beschwerden

wie Brustschmerzen, Luftnot

in Ruhe, Ohnmacht oder

neurologische Auffälligkeiten

sollten nicht auf später

verschoben, sondern medizinisch

abgeklärt werden.

Frühlingsroutine in 30 Sekunden:

leichter Einstieg,

feste Bewegungsfenster, Gemüse

als Basis, Trinken mit-

denken, Schlafrhythmus stabil halten.

Wer kleine, verlässliche Schritte einübt,

schafft mehr als mit übergroßen Vorsätzen.

Der Frühling ist kein Neustart unter

Zwang, sondern eine gute Zeit, Gewohnheiten

wieder in Bewegung zu bringen.

Hinweis: Dieser Text dient der

Information und ersetzt keine

individuelle medizinische Beratung

oder Behandlung.

44


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

45


Die Deutsche Herzstiftung

leistet einen wertvollen Beitrag

im Kampf gegen Herz-

Kreislauf-Erkrankungen, die

in Deutschland die häufigste

Todesursache darstellen. Ihre

Arbeit konzentriert sich auf

Aufklärung, Prävention und

Forschung. Durch gezielte

Informationskampagnen hilft

sie, das Bewusstsein für Risiken

wie Bluthochdruck und

ungesunde Lebensweise zu

schärfen.

Unterstützen Sie die

Arbeit der Deutschen

Herzstiftung e.V.

Zudem fördert sie Forschungsprojekte,

die innovative

Behandlungsmethoden

entwickeln und somit die Herzmedizin

voranbringen. Jeder

Beitrag stärkt diese Mission:

Indem wir die Deutsche Herzstiftung

unterstützen, tragen

wir dazu bei, Leben zu retten,

die Lebensqualität vieler

Menschen zu verbessern und

die Herzgesundheit in unserer

Gesellschaft zu fördern. Es ist

eine Investition in die Zukunft

– für uns alle.

Werden Sie Mitglied und

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Deutschen Herzstiftung e.V.

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WIR SIND

HerzAktiv | Die HERZENSORTE-COMMUNITY

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

von Matthias Jung

Gründer & Initiator

vom Portal

GUT ZUM HERZ

Ich bin Matthias Jung. Vor einigen

Jahren lag mein BMI bei 35

– Adipositas Grad 2. Viele Jahre

habe ich versucht abzunehmen: Diäten,

die nicht halten, was sie versprechen.

Sportkurse, die ich nach

wenigen Wochen abbreche. Bücher

über Stoffwechsel und Kalorien.

Gut gemeinte Ratschläge von Ärzten,

Therapeuten, Freunden. Und

nichts – wirklich nichts – funktioniert.

Jeder neue Versuch bringt kurz

Hoffnung: „Dieses Mal wird es

anders.“ Danach folgt die Enttäuschung:

„Es ist wieder wie immer.“

Mit der Zeit wird der innere Dialog

zur Qual. Nicht nur das Übergewicht

belastet mich, sondern auch

die Stimme im Kopf: „Es ist deine

Schuld. Du bist willensschwach.

Du versagst.“

Wenn Trauer den Körper

verändert

Die Wendung kommt nicht durch

Motivation, nicht durch eine neue

Diät, kein Fitnessstudio, kein neues

Programm. Sie kommt durch

Trauer.

Der Tod meiner Mutter, zu der ich

48


sehr

eine sehr enge Beziehung hatte,

bricht etwas in mir. Dieser

Schmerz, diese Leere schnürt

mir regelrecht den Hals zu. Essen

wird nebensächlich. Was über

Stoffwechsel und Kalorien gesagt

wird, hat seine Berechtigung.

Gleichzeitig gilt auch: Wenn über

längere Zeit weniger Energie aufgenommen

wird, als der Körper

verbraucht, nimmt man ab – auch

wenn der Auslöser dafür alles andere

als schön ist.

Über einen Zeitraum von rund

drei Jahren verliere ich so von ursprünglich

etwa 105 Kilogramm

VIELE

ungefähr 40 Kilogramm. Kein

spektakulärer Vorher-nachher-

Effekt, sondern eine langsame,

oft schmerzhafte, aber nachhaltige

Veränderung. Sie kommt nicht

aus einem „Plan“, sondern aus

einem Gefühl, das sich niemand

wünscht.

Kleine Siege, große Wirkung

Getragen haben mich dabei die

kleinen Schritte. Immer wenn

etwa zehn Kilogramm geschafft

sind, feiere ich das – nicht mit

Essen, sondern mit einem neuen

Kleidungsstück. Zum ersten Mal

seit Jahren gehe ich wieder gern

einkaufen. Nicht, weil plötzlich

alles perfekt ist, sondern weil ich

sehe: Da tut sich etwas. Jede neue

Hose, jedes neue Hemd wird zum

Symbol für Veränderung.

Parallel dazu spreche ich mit meinen

Ärztinnen und Ärzten über

die Medikation. Ein veränderter

Körper braucht oft andere Dosierungen.

Man glaubt kaum, was

das ausmachen kann – körperlich,

psychisch, emotional. Weniger

Tabletten sind nicht nur eine

Zahl auf dem Rezept, sondern ein

sichtbares Zeichen: Es bewegt sich

49


etwas. Die Medizin reagiert auf

das, was ich mir erarbeitet habe,

und nicht nur auf Laborwerte.

Und doch bleibt ein Gefühl: Ich bin

mit dieser Geschichte oft allein.

Die Umwelt urteilt weiter. Ein unbedachter

Kommentar, ein Blick,

ein Artikel im Netz – und der alte

innere Dialog meldet sich zurück.

In dieser Phase wird mir klar: So

geht es vielen.

Die Last der Unsichtbarkeit

Viele Menschen mit Adipositas

kennen dieses paradoxe Gefühl:

In einem vollen Raum das Gefühl

zu haben, gleichzeitig unsichtbar

und doch zu sichtbar zu sein. Man

ist da, nimmt Raum

ein – oft buchstäblich

mehr Raum als andere

– und erlebt doch,

auf Kilos reduziert zu

werden.

Blicke, Kommentare,

vermeintliche Witze

hinterlassen Spuren.

Manche ziehen sich

zurück: Sie sagen Einladungen

ab, meiden

Kantinen, wechseln

die Straßenseite, um

Sprüchen aus dem

Weg zu gehen. Manches Kleidungsstück

bleibt im Schrank,

weil schon der Gedanke an die

Umkleidekabine Stress auslöst.

Stigmatisierung von außen kann

sich in Selbststigmatisierung verwandeln.

Aus den Stimmen anderer

wird die innere Stimme: „Sie

haben recht. Du bist selbst schuld.“

Der Teufelskreis der Scham

So entsteht ein Teufelskreis: Stigmatisierung

führt zu Rückzug,

Rückzug zu Einsamkeit, Einsamkeit

zu Stress. Viele versuchen,

diesen Stress mit Essen zu beruhigen.

Emotionales Essen kann zu

weiterer Gewichtszunahme führen

– und die erneute Zunahme

verstärkt die Stigmatisierung.

Hinzu kommt: Menschen mit Adipositas

leiden häufiger unter depressiven

Symptomen, Ängsten

und einem angegriffenen Selbstwertgefühl.

Wer sich ohnehin schämt, geht

oft ungern zum Arzt – erst recht,

wenn er schon einmal Sätze gehört

hat wie: „Essen Sie einfach weniger

und bewegen Sie sich mehr.“

Als wäre das nicht längst versucht

worden. Für manche wird das

Wartezimmer so zu einem Ort der

Anspannung statt der Entlastung.

Wenn Einsamkeit zur Gefahr

wird

Einsamkeit und soziale Isolation

sind keine Randthemen. Sie können

das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

erhöhen und

verstärken seelische Belastungen.

Für Menschen mit Adipositas, die

häufiger mit Bluthochdruck, Diabetes

oder anderen Begleiterkrankungen

leben, kann diese Kombination

besonders schwer wiegen.

So entsteht eine doppelte Last:

körperliche Einschränkungen

durch das Gewicht und seelische

Belastungen durch Einsamkeit,

Scham und Rückzug. Gerade hier

wären Unterstützung und Verständnis

wichtig – und genau hier

setzen Selbsthilfegruppen an.

Selbsthilfegruppen: Orte des

Verstehens

Selbsthilfegruppen für Adipositas

gibt es in vielen Regionen

– in Krankenhäusern, Selbsthilfekontaktstellen,

Gemeindezentren

oder online. Sie sehen

unterschiedlich aus, haben verschiedene

Schwerpunkte, doch

eine Botschaft ist überall ähnlich:

„Bei uns sind Sie mit Ihrer Erkrankung

nicht allein.“

Hier treffen Menschen

aufeinander,

die wissen, wovon sie

sprechen: von unzähligen

Abnehmversuchen,

von Kommentaren

im Alltag, von

medizinischen Terminen,

von Scham, aber

auch von Erfolgen,

Rückfällen und neuen

Anfängen. Dieses

gemeinsame Wissen

schafft etwas, was

kein Ratgeber leisten

kann: das Gefühl,

wirklich verstanden zu werden.

Was in einer Selbsthilfegruppe

passiert

In den meisten Gruppen stehen

drei Dinge im Mittelpunkt:

Erstens: Erfahrungsaustausch.

Betroffene erzählen, wie es ihnen

geht – mit Rückschlägen,

mit Erfolgen, mit Zweifeln, mit

Hoffnung. Fragen, für die in der

Sprechstunde zu wenig Zeit bleibt

oder die man sich dort nicht traut

zu stellen, finden Raum. Es tut gut

zu hören: „Das kenne ich auch.“

Manchmal reicht ein Satz, um das

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Gefühl zu durchbrechen, allein zu

sein.

Zweitens: Motivation. In einer

Gruppe sitzen Menschen an unterschiedlichen

Punkten ihres Weges.

Manche haben bereits Gewicht

verloren, andere beginnen gerade

erst, einige bereiten eine Operation

vor oder leben schon viele Jahre

damit. Allein zu sehen, dass Veränderung

möglich ist – mit ganz

verschiedenen Wegen – kann Mut

machen. Veränderung wird vom

abstrakten Ziel zu etwas, das im

echten Leben vorkommt.

Drittens: Wissen. Viele Gruppen

laden Fachleute ein – Ärztinnen,

Ärzte, Ernährungsfachkräfte

oder Psychologinnen. Es geht um

Zusammenhänge zwischen Adipositas

und Herzgesundheit, um

Therapieoptionen, um Begleiterkrankungen

oder um Strategien

im Umgang mit Stress und Stigmatisierung.

Selbsthilfe ersetzt

keine ärztliche Behandlung, aber

sie hilft, Informationen besser

einzuordnen und Fragen gezielter

zu stellen. Wer gut informiert ist,

kann Entscheidungen gemeinsam

mit dem Behandlungsteam treffen.

Mehr als nur eine Gruppe –

eine Gemeinschaft

Mit der Zeit werden aus Gruppentreffen

oft mehr als nur Termine

im Kalender. Es entstehen Bekanntschaften

und Freundschaften.

Man lacht zusammen über

kleine Alltagsabsurditäten, teilt

Frust, feiert Erfolge. Für viele ist

die Gruppe ein Schutzraum: ein

Ort, an dem man nicht erklären

muss, warum manches schwerfällt,

und an dem niemand perfekt

sein muss.

Selbsthilfegruppen können Rückhalt

bieten – besonders in Phasen,

in denen der eigene Weg ins Stocken

gerät. Sie geben das Gefühl:

„Ich muss das nicht allein schaffen.“

Und genau dieses Gefühl

kann den Unterschied machen

zwischen Aufgeben und Weitermachen.

Wir sind (sehr) viele

Über 16 Millionen Menschen in

Deutschland leben mit Adipositas.

Rechnet man Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, Bluthochdruck,

Diabetes und andere Begleiterkrankungen

hinzu, sind es rund

30 Millionen Menschen, die mit

ähnlichen Herausforderungen zu

tun haben. Wir sind keine Randgruppe.

Wir sind viele – wir sind

sehr viele.

Trotzdem fühlen sich viele Betroffene

allein. Sie schämen sich,

vermeiden Kontakte, halten ihre

Geschichte zurück. Selbsthilfegruppen

und Initiativen wie HER-

ZENSORTE setzen genau hier an:

Sie machen sichtbar, was sonst oft

verborgen bleibt, und geben Erfahrungen

eine Stimme.

Datenbasis: RKI-Gesundheitsmonitoring GEDA 2019/2020

51


HERZENSORTE – Orte, die gut

zum Herz sind

Mit HERZENSORTE möchten

wir Orte sammeln, an denen

Menschen mit Adipositas und

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

gute Erfahrungen gemacht haben:

die Selbsthilfegruppe im

Gemeindezentrum, das Café, in

dem niemand abwertend schaut,

das Fitnessstudio, in dem man

ernst genommen wird, der Park,

in dem der erste längere Spaziergang

möglich war. Solche Orte

sind mehr als nur Punkte auf einer

Landkarte. Sie können Anker sein

in Zeiten, in denen vieles wackelt.

Wenn Betroffene ihre HERZENS-

ORTE teilen, entsteht ein Netzwerk

aus Erfahrungen, das anderen

Mut machen kann: „Da war

jemand vor mir. Vielleicht passt

dieser Ort auch für mich.“ Wer

solche Orte weiterempfiehlt, hilft

mit, dass andere nicht bei null anfangen

müssen, sondern Anknüpfungspunkte

finden.

Ein Aufruf: Trau dich

Wenn du mit Adipositas lebst und

dich oft allein fühlst: Es gibt Menschen,

die verstehen, was du erlebst.

Menschen, die nicht urteilen, sondern

zuhören. Menschen, die selbst

Schritte gegangen sind und wissen,

wie schwer sie manchmal sind.

Sich eine Selbsthilfegruppe zu suchen,

ist kein Zeichen von Schwäche,

sondern von Stärke. Es kann

ein erster Schritt aus der Isolation

sein – hin zu mehr Verständnis,

mehr Austausch und vielleicht

auch mehr Zuversicht. Wenn du

möchtest, kannst du zusätzlich

deinen eigenen HERZENSORTE-

Moment festhalten: einen Ort,

eine Gruppe, einen Menschen, der

dir gut getan hat. Schon das Benennen

kann ein wichtiger Schritt

sein.

Du bist nicht allein. Wir sind viele.

Wir sind sehr viele. Und gemeinsam

kann aus Scham Schritt für

Schritt Selbstachtung werden –

und aus Isolation ein Gefühl von

Gemeinschaft.

...übrigens

Den Erfolg bewusst erleben

Es ist elementar wichtig, zunächst

einen Erfolg zu erleben

– ganz egal, woher er

kommt. Dieser erste Erfolg,

so klein er auch sein mag,

durchbricht die Schleife der

Enttäuschung. Der innere

Dialog, der vorher sagte „Es

ist wieder wie immer“, kann

das nicht mehr behaupten.

Der Schlüssel liegt darin,

diesen ersten Erfolg bewusst

zu würdigen und als Wendepunkt

zu verankern. Jedes

verlorene Kilogramm zählt,

wenn man standhaft bleibt

und nicht mehr aufgibt.

Ihr Matthias Jung

52


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

55


digital

Die ganze Welt der Magazine auf

eMagazin.digital


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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Vier

mal

von Matthias Jung

32 Tage Orientierung im Herzalltag

58


Vier Jahreszeiten, vier mal „8 Tage

...gut zum Herz“, das sind 32 wertvolle

Impulse zum Thema Herzgesundheit.

In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

zu den häufigsten

Gesundheitsherausforderungen zählen,

reichen oberflächliche Informationen oft

nicht aus. Menschen brauchen Zeit – Zeit

zum Verstehen, Zeit zum Verarbeiten, Zeit

zum Austausch mit anderen, die ähnliche

Erfahrungen machen.

Jeden Tag neue Impulse

Das Konzept „8 Tage ...gut zum Herz“

schafft genau diese Struktur. Die Idee dahinter

ist elegant und neu: In acht Tagen

(innerhalb von rund 2 Wochen) wird ein

Herzthema aus verschiedenen Blickwinkeln

beleuchtet. Jeden Tag gibt es neue Impulse,

Informationen und vor allem: Gelegenheiten

zum Austausch. Betroffene

erfahren, was sie wissen müssen – nicht

überfordernd, sondern dosiert und verständlich

aufbereitet.

Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk, in dem

sich Menschen verstanden fühlen, Experten

erreichbar sind und Fachleute aus dem

Gesundheitswesen wertvolle Einblicke in

die Lebenswirklichkeit ihrer Patienten gewinnen.

59


Diese Struktur wird 2026 vier Mal

umgesetzt – als ein ganzjähriges

Programm, das Menschen begleitet

und Herzgesundheit in den

Alltag integriert.

Jede Jahreszeit widmet sich

einem zentralen Risikofaktor

oder Krankheitsbild:

• Frühling – Bluthochdruck:

Hoher Blutdruck ist in

Deutschland weit verbreitet

und gilt als einer der größten

Risikofaktoren für Herzinfarkt

und Schlaganfall. Oft

bleibt er lange unbemerkt,

weil er kaum Beschwerden

macht. Medizinern zufolge

ist Bluthochdruck in Europa

der mit Abstand wichtigste

Risikofaktor – er trägt an fast

einem Viertel aller Todesfälle

und 13 % aller Behinderungen

mit Schuld. Eine konsequente

Kontrolle (z.B. regelmäßige

Blutdruckmessung) und Lebensstil-Anpassungen

(gesunde

Ernährung, Bewegung,

Stressreduktion) können den

Blutdruck senken und das Risiko

deutlich verringern.

• Sommer – Vorhofflimmern:

Diese unregelmäßige Herzschlagfolge

ist die häufigste

Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern

steigert das

Schlaganfallrisiko dramatisch

– bis zu 20 % aller Schlaganfälle

treten bei Patient:innen

mit Vorhofflimmern. Außerdem

führt die Störung langfristig

zu Herzschwäche. Daher

liegt ein Schwerpunkt

darauf, Vorhofflimmern früh

zu erkennen (z.B. per EKG)

und mit Blutverdünnern das

Schlaganfallrisiko zu reduzieren.

Betroffene erfahren, wie

sie Symptome wie Herzstolpern

und Schwindel richtig

einordnen und behandeln lassen

können.

• Herbst – Fettstoffwechselstörung:

Überschüssiges

Cholesterin und hohe Blutfettwerte

gehören zu den unabhängigen

Haupt-Risikofaktoren

für Herzkrankheiten.

Dauerhaft erhöhte Fettwerte

führen zu Arteriosklerose

(Gefäßverkalkung), Arterien

verengen sich – Herzinfarkte

und Schlaganfälle drohen.

Die Patienten-Informationen

betonen: „Eine Fettstoffwechselstörung

klingt harmlos, ist

es aber nicht. Sie gehört zu

den wichtigsten Risikofaktoren

für einen Herzinfarkt oder

Schlaganfall. In den Veranstaltungen

lernen die Teilnehmer,

ihre Blutfettwerte durch

Ernährung, Bewegung und –

wenn nötig – Medikamente zu

senken.

• Winter – Herzinsuffizienz:

Unter der Herzmuskelschwäche

leiden bereits über 4 Millionen

Menschen in Deutschland.

Bei Herzinsuffizienz

kann das Herz nicht mehr genug

Blut pumpen. Es ist heute

die häufigste Ursache für eine

Krankenhauseinweisung und

einer der führenden Gründe

für Sterbefälle. Die Symptome

beginnen oft schleichend mit

Atemnot und Müdigkeit. In

der Themenwoche geht es darum,

Anzeichen früh zu erkennen

und mit Medikamenten,

Reha und Lebensstil-Änderungen

den Verlauf zu bremsen.

Wichtig ist dabei auch die

psychische Komponente: „Die

Diagnose Herzinsuffizienz

kann eine große psychische

Belastung darstellen. […] Professionelle

Hilfe und der Austausch

mit anderen Betroffenen

können dazu beitragen,

dass man sich besser fühlt“.

Vier Mal 8 Tage = 32 Mal

Chancen auf Verständnis und

Vernetzung

Dieser Jahresrhythmus schafft 32

intensive Tage der Auseinandersetzung

mit Herzgesundheit. Das

klingt nach einer großen Zeitinvestition

– und das ist es auch. Aber es

ist eine Investition in sich selbst, in

das eigene Verständnis und in das

Netzwerk von Menschen, die ähnliche

Wege gehen. Für Menschen

wie Markus, die gerade ihre Diagnose

erhalten haben, bietet dieses

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Geschätzte Prävalenz ausgewählter Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland

Abbildung: Geschätzter Anteil von Männern und Frauen in Deutschland, die von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,

Vorhofflimmern oder Herzinsuffizienz betroffen sind. Bluthochdruck: Erwachsene ab 18 Jahren; Fettstoffwechselstörungen:

18–79 Jahre; Vorhofflimmern: Beispiel Altersgruppe 65–74 Jahre; Herzinsuffizienz: ab 30 Jahren. Quellen: Robert Koch-Institut

(GEDA 2014/2015-EHIS, DEGS1), Gesundheitsatlas Deutschland 2023, Stiftung Gesundheitswissen.

Konzept etwas Unbezahlbares: Es

nimmt die Angst vor dem Unbekannten

und ersetzt sie durch klares,

praktisches Wissen. Es zeigt,

dass hinter der medizinischen Diagnose

echte Menschen mit echten

Erfahrungen stecken.

Es verbindet Betroffene mit Experten

– nicht in abstrakten Seminaren,

sondern in echtem Austausch.

Aber auch Menschen, die bereits

länger mit einer Herzdiagnose leben,

finden in diesem Konzept

wertvollen Mehrwert.

Sie können ihr Wissen vertiefen,

erfahren von neuen Entwicklungen

und Erkenntnissen, und vor allem:

Sie können ihr Erfahrungswissen

mit anderen teilen. Sie werden zu

Mentoren, zu Orientierungspunkten

für Neuerkrankte.

Der Aufbau der acht Tage:

Zuhören, Verstehen,

Netzwerken

Jede achtägige Phase folgt einem

bewährten Schema, das

drei zentrale Säulen umfasst:

Zuhören: Echte Geschichten von

Menschen, die ähnliche Diagnosen

haben. Nicht inszeniert, nicht

perfekt – sondern authentisch.

Dies schafft sofortige Verbindung

und das Gefühl, nicht allein zu

sein.

Verstehen: Fundierte, verständlich

aufbereitete Informationen

rund um die jeweilige Erkrankung.

Medizinisches Wissen wird

in Alltagssprache übersetzt. Experten

machen komplexe Zusammenhänge

nachvollziehbar, ohne

dabei zu vereinfachen. So entsteht

Orientierung, die Betroffenen und

Angehörigen hilft, ihre Situation

besser einzuordnen und Fragen an

die behandelnden Ärztinnen und

Ärzte gezielt vorzubereiten.

Netzwerken: Der Austausch zwischen

Betroffenen untereinander

sowie mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen.

Hier entstehen

Verbindungen, Freundschaften

und ein gegenseitiges Verständnis,

das über die acht Tage hinaus bestehen

bleibt. Diese Struktur hat

sich bereits bewährt. Sie schafft

nicht nur Wissensvermittlung,

sondern auch emotionale Sicherheit

– etwas, das Menschen mit

neu diagnostizierten Herzerkrankungen

oft am meisten brauchen.

Für wen ist dieses Programm?

Das Konzept „8 Tage ...gut zum


Herz“ ist primär für Menschen

mit Herzbefunden konzipiert – ob

gerade diagnostiziert oder schon

länger bekannt. Es ist für diejenigen,

die Orientierung suchen, die

verstehen wollen, was in ihrem

Körper passiert, und die von der

Erfahrung anderer Menschen

profitieren möchten.

Aber auch Angehörige finden hier

wertvollen Raum. Partner, Kinder,

enge Vertraute – sie sind oft

die wichtigsten Unterstützer und

brauchen selbst Verständnis für

die Situation, um gut unterstützen

zu können. Darüber hinaus bietet

das Programm für Fachleute aus

Medizin, Pflege und Gesundheitswesen

wertvolle Einblicke. Sie lernen,

wie ihre Patienten ticken,

welche Fragen sie bewegen,

welche Informationen ihnen

wirklich helfen. Dieser

Einblick in die Patientenperspektive

ist oft transformativ

– er humanisiert den

medizinischen Alltag und

schafft eine tiefere Basis für

effektive Zusammenarbeit.

Warum gerade dieses Format?

In einer Welt der Dauererreichbarkeit

und der Informationsüberflutung

schaffen acht fokussierte

Tage etwas Seltenes:

Sie schaffen Raum für tiefe Auseinandersetzung.

Sie sind lang

genug, um wirkliches Verständnis

zu entwickeln, aber nicht so

lang, dass Überforderung eintritt.

Sie sind strukturiert, wodurch

sie Sicherheit geben – aber nicht

so rigid, dass sie die menschliche

Komponente ersticken. Das

Format schafft zudem etwas, das

klassische Patienten-Webseiten

oder Broschüren nicht schaffen:

eine zeitlich begrenzte, gemeinsame

Erfahrung. Alle erleben die

gleiche Information zur gleichen

Zeit, alle sind aufgefordert, ihre

Gedanken und Fragen zu teilen.

Dies erzeugt eine Energie, eine

gegenseitige Unterstützung, die in

Isolation nicht entstehen kann.

Der Jahreskreis als natürlicher

Rhythmus

Der Jahresrhythmus ist bewusst

gewählt. Er verbindet das Programm

mit dem natürlichen

Rhythmus, den Menschen instinktiv

verstehen. Der Frühling ist

Anfang – perfekt für das Thema

Bluthochdruck, oft die erste Herzdiagnose.

Der Sommer ist Aktivität

– passend zu Vorhofflimmern,

das oft bei körperlicher Aktivität

spürbar wird. Der Herbst ist Reflexion

– ideal für das unterschätzte

Thema Fettstoffwechselstörung.

Der Winter ist Rückzug und Anpassung

– passend zu Herzinsuffizienz,

einer Erkrankung, die oft

profundere Lebensstiländerungen

erfordert.

Dieser natürliche Rhythmus hilft

Menschen, sich in einem größeren

Kontext zu verstehen. Die Erkrankung

wird nicht als isoliertes

Schicksal erlebt, sondern als Teil

eines kontinuierlichen Prozesses

der Selbstentwicklung und des

Verständnisses.

Orientierung in einer Welt voller

Unsicherheit

Am Ende ist das, was „8 Tage ...gut

zum Herz“ bietet, etwas sehr Fundamentales:

Orientierung. Menschen,

die eine Herzdiagnose erhalten,

befinden sich oft in einer

Phase großer Unsicherheit. Medizinischer

Jargon, unterschiedliche

Ratschläge, Angst vor der Zukunft

– das alles wirbelt durcheinander.

Das Konzept durchbricht dieses

Chaos mit klarer Struktur, authentischen

Geschichten und dem

Wissen, dass man nicht allein ist.

Für Markus könnte dieses Programm

bedeuten, dass seine Zitterhand

sich beruhigt, weil er

versteht, was Bluthochdruck

wirklich ist. Es könnte bedeuten,

dass er andere trifft, die

ähnliche Fragen haben, und

dass Experten sich Zeit für

ihn nehmen. Es könnte sein,

dass eine achtägige Reise sein

ganzes Verhältnis zu seiner Diagnose

verändert – von Angst zu

Verständnis, von Isolation zu Gemeinschaft,

von Hilflosigkeit zu

Handlungsfähigkeit.

Und genau das ist die Vision von

„8 Tage ...gut zum Herz“: Herzgesundheit

nicht als beängstigender

medizinischer Status, sondern als

ein Aspekt des Lebens, den man

verstehen kann, den man aktiv

mitgestalten kann – in Gemeinschaft

mit anderen.

WICHTIGER HINWEIS: Dieser

Beitrag vermittelt allgemeine

Informationen. Er ersetzt nicht

die Beratung durch medizinische

Fachpersonen. Bei Fragen

zu Ihrer persönlichen Gesundheit

wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin.

62


Die Quellen dieses Beitrags

Bluthochdruck – Prävalenz (GEDA-Studie, RKI)

https://edoc.rki.de/handle/176904/2581

Bluthochdruck – Methodik/Weitere Infos (RKI)

https://edoc.rki.de/handle/176904/1494

Fettstoffwechselstörungen – Verbreitung (DEGS1, RKI)

https://www.gbe-bund.de/pdf/degs1_verbreitung_fettstoffwechselstoerungen.pdf

Health Monitoring – Hintergrund zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (RKI)

https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/Ausgaben/2017/JoHM_Inhalt_17_01.html

Vorhofflimmern – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/vorhofflimmern/allgemeines

Vorhofflimmern – Prävalenzübersicht (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/files/pdf/Pr%C3%A4valenz%20Vorhofflimmern_vf.pdf

Erhöhte Blutfette – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erhoehte-blutfette/hyperlipidaemie

Herzinsuffizienz – Gesundheitsatlas Deutschland

https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/erkrankung/herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz – Patienteninfos (Deutsche Herzstiftung)

https://herzstiftung.de/infos-zu-herzkrankheiten/herzinsuffizienz

Herzstiftung – Jahresbericht (Zahlen & Hintergründe)

https://herzstiftung.de/system/files/2024-06/JB2023-jahresbericht.pdf

WHO – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (europäische Region, Hintergrund & Kennzahlen)

https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/cardiovascular-diseases

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische oder

rechtliche Beratung dar. Für Diagnosen, Therapien oder individuelle Behandlungsentscheidungen konsultieren Sie bitte

stets qualifiziertes Fachpersonal. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen Verfasser und Verlag keine Gewähr für die

Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der dargestellten Informationen. Jegliche Haftung für unmittelbare oder

mittelbare Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist ausgeschlossen.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

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Die

GUT ZUM

Jah

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HERZ

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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Die Geschichte eines

stillen Risikos

von Matthias Jung

Mehr als 120 Jahre Blutdruckmessung

Stellen Sie sich vor: Ein

Arzt legt die Manschette

an, pumpt Luft hinein

und liest den Druck an einer

schlichten Säule ab. Heute ist

das Routine. Vor gut 100 Jahren

war genau diese Messung

ein medizinischer Durchbruch,

der half, eine stille Gefahr

überhaupt sichtbar zu

machen.

Bluthochdruck galt lange nicht

als eigenständige Erkrankung,

sondern eher als Begleiterscheinung

des Alterns oder

als Ausdruck von Nervosität.

Viele Menschen lebten mit erhöhten

Werten, ohne davon zu

wissen. Beschwerden waren

oft unspezifisch: Kopfdruck,

Schwindel, Herzklopfen oder

gar nichts. Gerade das machte

Bluthochdruck so tückisch.

Der Durchbruch der

Messung

Einen Wendepunkt markierte

das Jahr 1896: Der italienische

Arzt Scipione Riva-Rocci

entwickelte eine aufblasbare

Oberarmmanschette, mit der

sich der systolische Blutdruck

erstmals praktikabel

bestimmen ließ. 1905 ergänzte

der russische Arzt Nikolai

Korotkoff die Methode um

das Abhören der typischen

Strömungsgeräusche. Damit

konnten systolischer und

diastolischer Blutdruck zuverlässig

erfasst werden – das

Grundprinzip, das bis heute

gilt.

Frühe Erkenntnisse

Mit der besseren Messbarkeit

wuchs auch das medizinische

Verständnis. Ärztinnen und

Ärzte erkannten zunehmend,

dass dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte

kein harmloses

Phänomen sind. Im Laufe des

20. Jahrhunderts zeigte sich

immer klarer der Zusammenhang

mit Schlaganfall,

Herzinfarkt, Herzschwäche,

Nierenschäden und Gefäßveränderungen.

Aus einer schwer

greifbaren Beobachtung wurde

ein zentraler Risikofaktor

der Herz-Kreislauf-Medizin.

Von der Klinik in den Alltag

Frühe Behandlungen waren

begrenzt und oft belastend.

Empfohlen wurden vor allem

Ruhe, Gewichtsreduktion und

strenge Salzbeschränkung. Seit

den 1950er- und 1960er-Jahren

kamen wirksamere Medikamente

hinzu, später differenzierte

Wirkstoffklassen und

Kombinationstherapien. Dadurch

wurde Bluthochdruck

besser behandelbar – und vor

allem langfristig kontrollierbar.

Heute und morgen

Heute lässt sich Blutdruck

nicht nur in Praxis und Klinik,

sondern auch zu Hause und

ambulant über 24 Stunden

messen. Digitale Geräte erleichtern

die Selbstkontrolle,

Leitlinien sorgen für klarere

Einordnung. Entscheidend ist:

Bluthochdruck ist meist gut

behandelbar, wenn er erkannt

und ernst genommen wird.

Eine stille Gefahr wird

sichtbar

Die Geschichte des Bluthochdrucks

ist keine einzelne

Sensation, sondern die

Geschichte einer präziseren

Wahrnehmung. Was früher

oft unbemerkt blieb, kann

heute gemessen, eingeordnet

und behandelt werden. Genau

darin liegt der Fortschritt:

Aus einer unsichtbaren Gefahr

wurde ein beeinflussbarer

Risikofaktor – und für

viele Menschen die Chance,

schwere Folgeerkrankungen

zu vermeiden. Früh erkannt,

konsequent begleitet und verständlich

erklärt, bleibt Blutdruckmedizin

bis heute ein

Grundpfeiler der Prävention.


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Das

Event!

im Frühling 2026

8 Tage

...gut zum Herz

Herzgesundheit

anders gedacht

ZUHÖREN – VERSTEHEN – NETZWERKEN

von Matthias Jung

In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten

Gesundheitsherausforderungen zählen, braucht es mehr als nur allgemeine

Ratschläge. GUT ZUM HERZ schafft eine einzigartige Plattform,

auf der Betroffene, Experten und Gesundheitsakteure zusammenfinden.

Unser Ziel: Herzgesundheit nicht nur zu verstehen, sondern gemeinsam

zu leben und zu fördern!

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Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden; jede

Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.

WERBUNG

Das Konzept

„8 Tage ...gut zum Herz“

bietet eine strukturierte

Plattform, um die zentralen

Aspekte von Herzkrankheiten

– von Diagnose

über Therapie bis

Prävention – verständlich

darzustellen und durch

den Austausch zwischen

Betroffenen und Experten

neue Impulse für die

Herzgesundheit zu setzen.

Es kombiniert praktische

Informationen, persönliche

Erfahrungsberichte

und interaktive Formate,

um sowohl das Bewusstsein

zu stärken als auch

konkrete Lösungsansätze

zu entwickeln.

Das Konzept „8 Tage ...gut

zum Herz“ erweitert seinen Fokus

und widmet sich im Frühling

2026 einem Thema, das

viele Menschen betrifft und im

Alltag oft zu wenig Beachtung

findet: dem Bluthochdruck.

Die strukturierte Informationsreihe

beleuchtet zentrale

Aspekte rund um Erkennen und

Einordnen erhöhter Blutdruckwerte.

Im Mittelpunkt stehen

Fragen, die viele Betroffene

kennen: Woran merkt man, dass

etwas nicht stimmt? Wer ist in

der Versorgung wofür zuständig?

Und was hilft dabei, aus

Verunsicherung wieder mehr

Orientierung zu gewinnen?

Die Geschichte von Evi

(fiktives Fallbeispiel)

Mit 56 Jahren führte Evi ein

Leben, das nach außen gut

geordnet wirkte. Arbeit, Familie,

Termine, Verpflichtungen

– vieles lief gleichzeitig, vieles

musste funktionieren. Für die

eigenen Bedürfnisse blieb oft

wenig Raum. In den vergangenen

Monaten hatte sie immer

wieder Momente, die sie zwar

wahrnahm, aber nicht weiter

verfolgte: ein Druck im Kopf

am Morgen, innere Unruhe,

eine ungewohnte Kurzatmigkeit

beim Treppensteigen und

das Gefühl, selbst in ruhigeren

Phasen nicht richtig herunter-

73


zukommen. Für Evi klang das zunächst

nach Stress, Schlafmangel

oder den ganz normalen Anforderungen

eines dichten Alltags.

Der Wendepunkt kam nicht

dramatisch, sondern beiläufig.

Bei einem Arzttermin wurde ihr

Blutdruck gemessen – nicht nur

einmal, sondern wiederholt. Die

Werte lagen höher als erwartet.

Plötzlich bekamen die unscheinbaren

Signale einen Zusammenhang.

Evi fragte sich, ob sie die

Warnzeichen zu lange übergangen

hatte. Gleichzeitig stand

eine andere Frage im Raum: Was

bedeutet ein erhöhter Blutdruck

eigentlich konkret für ihren Alltag,

für ihre Zukunft und für das

eigene Sicherheitsgefühl?

Diese Geschichte ist ein fiktives

Fallbeispiel zur Veranschaulichung

möglicher Verläufe. Beschwerden

und Befunde können

sehr unterschiedlich sein. Bei

gesundheitlichen Fragen oder

auffälligen Werten sollte ärztlicher

Rat eingeholt werden.

Diese Geschichte ist kein

Einzelfall

Bluthochdruck gehört zu den

häufigen gesundheitlichen Themen

unserer Zeit. Gerade weil

erhöhte Werte oft über längere

Zeit keine eindeutig zuzuordnenden

Beschwerden verursachen,

bleibt das Thema im Alltag leicht

unscharf. Umso wichtiger sind

verständliche Informationen,

saubere Einordnung und eine

Begleitung, die nicht erst beginnt,

wenn Folgeprobleme bereits

sichtbar geworden sind.

Ein erhöhter Blutdruck ist mehr

als eine einzelne Zahl. Er kann

ein Hinweis darauf sein, dass das

Herz-Kreislauf-System dauerhaft

stärker belastet ist. Für Betroffene

entstehen daraus häufig medizinische

Fragen und Unsicherheit:

Reicht Beobachten? Muss sofort

gehandelt werden? Welche Rolle

spielen Hausarztpraxis, Facharzt,

Apotheke oder das eigene Verhalten

im Alltag? Genau an dieser

Stelle zeigt sich, wie wichtig eine

strukturierte und verständliche

Orientierung ist.

Mehr als nur

Wissensvermittlung

Hier setzt „8 Tage ...gut zum

Herz“ im Frühling 2026 an. Das

Format möchte Informationen

nicht nur sammeln, sondern in

einen Zusammenhang bringen.

Es schafft einen Rahmen, in dem

Betroffene, Fachleute und Gesundheitsakteure

verschiedene

Perspektiven auf das Thema Bluthochdruck

einbringen können.

So entsteht kein Wettbewerb der

Meinungen, sondern ein geordneter

Blick auf ein häufiges, oft

unterschätztes Gesundheitsthema.

Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis,

dass der Umgang mit

Bluthochdruck kein Einzelthema

für nur eine Berufsgruppe ist.

Gute Begleitung entsteht dort, wo

unterschiedliche Zuständigkeiten

nachvollziehbar werden und Betroffene

besser verstehen, welche

Fragen sie stellen können und

welche nächsten Schritte sinnvoll

sind. Es geht ausdrücklich

nicht um Heilversprechen oder

pauschale Lösungen, sondern um

Information, Einordnung und

Gesprächsanlässe.

An acht Tagen innerhalb von zwei

Wochen werden deshalb acht

verschiedene Gesundheitsakteure

vorgestellt, die in Prävention,

Diagnostik, Verlaufskontrolle und

Versorgung eine Rolle spielen

können. Diese mehrperspektivische

Herangehensweise macht

sichtbar, dass Blutdruck nicht

nur ein Messwert ist, sondern

ein Thema, das viele Bereiche des

Lebens berührt – von der ersten

Aufmerksamkeit für Warnsignale

bis zur langfristigen Begleitung

im Alltag.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf

Facebook und Instagram für aktuelle

Updates!

8 Tage ...gut zum Herz“ ist

ein Format, das ein Gesundheitsthema

nicht in nur

einem Beitrag behandelt,

sondern in acht aufeinander

abgestimmten Teilen erklärt.

Jeder Tag beleuchtet einen

anderen wichtigen Aspekt,

zum Beispiel Früherkennung,

Therapie, Prävention,

Versorgung oder Forschung.

Dabei kommen unterschiedliche

Perspektiven zusammen:

Betroffene, Fachleute

und weitere Gesundheitsakteure.

Das Format verbindet Magazin,

Podcast, Social Media

und persönliche Erfahrungsberichte.

So entsteht

kein unübersichtlicher Informationsblock,

sondern

eine Reihe, die ein Thema

Schritt für Schritt verständlicher

macht. Für Leserinnen

und Leser heißt das: mehr

Orientierung, mehr Nähe

zum Alltag und ein klarerer

Blick darauf, wer bei einem

Gesundheitsthema welche

Rolle spielt. Gleichzeitig

bleibt das Thema über mehrere

Tage sichtbar und wird

greifbarer.“

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Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden; jede

Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.

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Wir wünschen

Ihnen und

Ihren Liebsten

schöne, ruhige

und erholsame

Osterfeiertage

2026 – von

Karfreitag,

3. April 2026, bis

Ostermontag, den

6. April 2026.

Das ganze Team von

GUT ZUM HERZ

78


79


HerzAktiv | IM GESPRÄCH

Steffen Morscheck

Im Gespräch

Nach einem Herzereignis wieder in Bewegung kommen

Wer nach einem Herzereignis

wieder in Bewegung

kommen möchte,

braucht oft mehr als gute Vorsätze.

Es braucht Zeit, Orientierung

und das Gefühl, dem eigenen

Körper langsam wieder vertrauen

zu können. Genau dieser Weg

verläuft selten geradlinig. Er besteht

aus Unsicherheit, kleinen

Fortschritten und der Erfahrung,

dass jeder Schritt zählt.

Steffen Morscheck hat diesen Weg

selbst erlebt. In der Winterausgabe

hat er bereits über seine persönliche

Geschichte berichtet; der

Link zu diesem Beitrag findet sich

auf der nächsten Seite im Kasten.

Für diese Ausgabe haben wir noch

einmal mit ihm gesprochen.

Denn inzwischen ist er weitere

Schritte gegangen: Er hat seinen

Lehrgang erfolgreich abgeschlossen,

erste Prüfungen bestanden,

leitet bereits eigenständig Trainings

und begleitet den Fitnessmonat

in der GUT ZUM HERZ

Facebook-Gruppe. Dort bringt er

sich inzwischen auch als Gruppenmoderator

ein.

Im Interview auf der nächsten Seite

erzählt er, was ihm in schwierigen

Phasen geholfen hat, warum

ein sicherer Rahmen so wichtig ist

und was er anderen Menschen mit

auf den Weg geben möchte, die

nach einem Herzereignis wieder

Vertrauen in Bewegung gewinnen

wollen. Zugleich wird deutlich,

wie aus eigener Erfahrung

der Wunsch entstanden ist, heute

auch andere zu begleiten.

80


WERBUNG

In der GUT ZUM HERZ Facebook-

Gruppe stehen Austausch, gegenseitige

Unterstützung und alltagstaugliche

Impulse im Mittelpunkt. Hier können

Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und

neue Motivation für einen herzaktiven

Alltag gefunden werden.

Die Gruppe lädt dazu ein, dranzubleiben,

sich gegenseitig zu stärken und gemeinsam

kleine Schritte zu gehen. Mitmachen ist

kostenlos, unkompliziert und offen für

alle, die Orientierung suchen.

Hier kostenfrei beitreten.

81


Im Gespräch mit

Steffen Morscheck

Steffen, wenn Du auf die Zeit

nach Deinem Herzereignis zurückblickst:

Was war damals

für Dich am schwersten? Am

schwersten war für mich nicht

nur das Körperliche, sondern vor

allem das, was im Kopf passiert.

Ich musste erst einmal wieder

Vertrauen in meinen Körper bekommen.

Vorher macht man vieles

ganz selbstverständlich, und

danach ist plötzlich nichts mehr

selbstverständlich. Es ging für

mich nicht darum, schnell wieder

leistungsfähig zu sein, sondern

überhaupt wieder das Gefühl zu

entwickeln, dass etwas möglich

ist.

Gab es in dieser Phase einen

Moment, in dem Du gemerkt

hast: Ich kann wieder anfangen,

mich zu bewegen? Das war

kein einzelner großer Moment,

sondern eher ein langsamer Prozess.

Es waren viele kleine Erfahrungen,

die mir gezeigt haben,

dass Bewegung nicht automatisch

etwas Bedrohliches sein muss.

Wichtig war für mich, dass der

Rahmen gepasst hat: klare Abläufe,

kein Druck und keine falschen

Erwartungen. So konnte ich

Schritt für Schritt wieder Sicherheit

gewinnen.

Welche Rolle hat Deine Frau auf

diesem Weg gespielt? Eine sehr

große. Sie war in einer akuten Situation

meine Lebensretterin, und

das vergisst man natürlich nicht.

Aber auch danach war sie für mich

wichtig. Heute trainieren wir gemeinsam,

und sie begleitet Einheiten

auch als Trainerin. Das gibt

mir bis heute ein gutes Gefühl. Für

mich zeigt das, wie wichtig Vertrauen

und Verlässlichkeit auf so

einem Weg sind.

Du warst 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Was hast Du dort besonders

gelernt? Vor allem, dass nicht

die großen Sprünge entscheidend

sind, sondern Struktur, Dosierung

und Wiederholung. In der Herzsportgruppe

habe ich erlebt, dass

man Schritt für Schritt wieder in

Bewegung kommen kann, ohne

sich zu überfordern. Ich habe dort

aber auch gemerkt, wie wichtig

eine Sprache ist, die motiviert,

ohne zusätzlichen Druck zu machen.

Genau das nehme ich aus

dieser Zeit mit.

Was würdest Du Menschen sagen,

die nach einem Herzereignis

unsicher sind und nicht

wissen, wie sie wieder anfangen

sollen? Ich würde sagen: Nicht

mit dem Anspruch starten, sofort

wieder auf dem alten Stand zu

sein. Es geht zuerst um einen realistischen

Einstieg. Kleine Schritte

sind völlig in Ordnung. Wichtig

ist, sich begleiten zu lassen und

auf einen Rahmen zu achten, in

dem man sich sicher fühlt. Man

muss nicht alles auf einmal schaffen.

Entscheidend ist, überhaupt

wieder anzufangen.

Du hast Dich weiterqualifiziert

und gehst jetzt den Weg Richtung

Übungsleitung und Training.

Warum war Dir das wichtig?

Weil ich gemerkt habe, dass

ich meine eigenen Erfahrungen

sinnvoll weitergeben möchte. Ich

kenne die Perspektive von Betroffenen

nicht nur theoretisch,

sondern aus dem eigenen Leben.

Gleichzeitig war mir wichtig, dass

das Ganze fachlich auf guten Füßen

steht. Deshalb gehören für

mich Erfahrung und Qualifikation

zusammen. Ich habe meinen

Lehrgang erfolgreich abgeschlossen,

die Prüfungen bestanden und

freue mich sehr darüber. Inzwischen

leite ich auch schon Trainings

eigenständig. Das ist für

mich ein schöner nächster Schritt,

weil ich merke, dass ich Menschen

nicht nur Mut machen, sondern

sie auch praktisch begleiten kann.

Was möchtest Du Menschen

vermitteln, wenn sie mit Dir

trainieren oder Deine Übungen

im Fitnessmonat verfolgen?

Mir ist wichtig, dass niemand das

Gefühl hat, mithalten zu müssen.

Es soll alltagstauglich und machbar

bleiben. Bewegung darf motivieren,

aber nicht überfordern. Ich

möchte eher vermitteln: Fang an,

bleib dran, hör auf Deinen Körper

und geh in einem Tempo vor, das

zu Dir passt. Wenn daraus wieder

Vertrauen entsteht, ist schon viel

gewonnen. Und auch in den Trainings,

die ich inzwischen selbst

anleite, merke ich immer wieder,

wie wichtig ein ruhiger und verlässlicher

Rahmen ist.

Du bist jetzt auch Moderator in

der GUT ZUM HERZ Facebookgruppe.

Wie erlebst Du diese

Rolle? Ich finde das schön und

auch verantwortungsvoll. Gerade

in einer Gruppe wie GUT ZUM

HERZ geht es ja nicht nur um Informationen,

sondern auch um

Austausch und gegenseitige Ermutigung.

Ich kenne selbst Phasen,

in denen Orientierung wichtig

war. Deshalb freut es mich, jetzt in

einer Rolle zu sein, in der ich etwas

zurückgeben kann. Wenn ich

mithelfen kann, dass sich Menschen

dort gut aufgehoben fühlen

und vielleicht einen ersten Schritt

mehr wagen, dann ist das für mich

etwas Wertvolles.

Steffen Morschecks Weg zeigt,

dass der Rückweg in die Bewegung

nach einem Herzereignis nicht

von Tempo lebt, sondern von Vertrauen,

Struktur und realistischen

Schritten. Gerade deshalb wirkt

seine Geschichte so nachvollziehbar.

82


WERBUNG

Bewegung aktiv

erleben

Wer wissen möchte, warum

der GUT ZUM HERZ Fitnessmonat

mit Steffen Morscheck

mehr ist als nur ein Gruppenformat,

sollte diesen Beitrag

lesen. Der Text verbindet persönliche

Erfahrung, einen realistischen

Blick auf Bewegung

nach einem Herzereignis und

eine sachliche Einordnung digitaler

Hilfsmittel. Gerade diese

Mischung macht ihn lesenswert.

Es geht nicht um große Vorsätze

oder um schnellen Erfolg, sondern

um die Frage, wie Menschen

wieder Vertrauen in ihren

Körper gewinnen können und

warum dafür oft kleine, machbare

Schritte wichtiger sind als

hohe Erwartungen.

Im Mittelpunkt steht Steffen

Morscheck. Er berichtet nicht

aus theoretischer Distanz, sondern

aus eigener Erfahrung.

Nach einem schweren Herzereignis

musste er seinen Weg zurück

in die Bewegung erst wieder

finden. Der Beitrag zeigt dabei

nicht nur Unsicherheit und vorsichtigen

Neubeginn, sondern

auch, wie wichtig ein sicherer

Rahmen, Verlässlichkeit und

ein gutes Gefühl beim Training

sein können. Gerade weil der

Text nicht überhöht wirkt, sondern

nachvollziehbar und ruhig

erzählt ist, entsteht Nähe. Auch

die Rolle seiner Frau, die in einer

akuten Situation seine Lebensretterin

war und ihn bis heute

begleitet, verleiht dem Beitrag

zusätzliche Tiefe.

Hinzu kommt, dass Steffen

nicht stehen geblieben ist. Der

Beitrag macht deutlich, dass

er über Jahre Erfahrung in der

Herzsportgruppe gesammelt,

sich weiterqualifiziert und neue

Verantwortung übernommen

hat. Dadurch entsteht ein glaubwürdiges

Bild: Hier spricht jemand,

der selbst erlebt hat, wie

schwer erste Schritte sein können,

und der heute andere ermutigen

möchte, ihren eigenen

Weg zu finden.

• Was den Beitrag besonders

interessant macht:

• persönliche Erfahrungen

statt leerer Motivation

• ein realistischer Blick auf

Bewegung nach einem Herzereignis

• ein verständlicher Einstieg

in die Idee des Fitnessmonats

• der Hinweis, dass die täglichen

Übungen ab Januar in

der Facebook-Gruppe stattfinden

• die Verbindung von Gemeinschaft,

Motivation und

Alltagstauglichkeit

HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.

D

er erste Januar hat eine

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller,

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

In seiner Geschichte ist seine

Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin

und war, wie Steffen

erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heute

trainieren beide gemeinsam.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

was wirklich trägt: Struktur,

Dosierung, Wiederholung –

und eine Sprache, die motiviert,

ohne zu überfordern.

Dabei nennt er einen Ort, dem

er viel zuschreibt: den SV Eintracht

Gommern e.V. Dort hat

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

und plant ab Februar 2026 den

nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.

Aus

dieser Mischung – Erfahrung,

• ein zusätzlicher Gastbeitrag

mit sachlicher Einordnung

digitaler Hilfsmittel

Ergänzt wird der Hauptbeitrag

durch einen Gastbeitrag von

Dr. Jana Seuthe. Das erweitert

den Text sinnvoll, weil damit

auch die Rolle von Smartwatches,

Wearables und Gesundheits-Apps

angesprochen wird.

Die Einordnung bleibt dabei

angenehm nüchtern: Solche

Tools können unterstützen, ersetzen

aber keine Diagnose und

keine ärztliche Rücksprache.

Entscheidend ist, ob Daten verständlich

bleiben und im Alltag

helfen, statt zusätzlichen Druck

zu erzeugen.

Genau deshalb macht der Beitrag

neugierig. Er erzählt nicht

nur von Steffens Weg, sondern

erklärt auch, warum das Gruppenformat

sinnvoll aufgebaut

ist und weshalb Gemeinschaft,

Orientierung und ein realistischer

Einstieg für viele wichtiger

sind als jeder perfekte

Trainingsplan. Wer den Fitnessmonat

besser verstehen will, bekommt

hier einen guten, glaubwürdigen

Einstieg.

HIER

den ganzen

Beitrag

lesen.

WERBUNG

Der GUT ZUM HERZ Fitnessmonat

mit Steffen Morscheck, neuem Moderator

unserer Facebook-Gruppe, findet in der

Gruppe statt. Ab dem 1. Januar bekommst

Du dort täglich eine neue Übung von

Steffen – kurz erklärt und ohne Druck.

Teile Deine Erfahrungen, stelle Fragen,

hole Dir Motivation und bleib gemeinsam

mit der Community dran.

Mitmachen ist kostenlos und

alltagstauglich. Jetzt beitreten und den

Januar gemeinsam HerzAktiv

starten! Sei von Tag 1 dabei. Hier

kannst Du kostenfrei beitreten.

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Hyperkaliämie besser

verstehen

Wenn Kaliumwerte Fragen aufwerfen –

Erfahrungen, Einordnung, Mitgestaltung

Kaliumwerte im Blut werfen

bei vielen Patient:innen

zunächst Fragen auf.

Was bedeutet das für die bestehende

Therapie? Muss etwas

verändert werden? Und worauf

kommt es jetzt im Gespräch mit

dem Behandlungsteam an?

Gerade bei Menschen mit Herzschwäche

oder chronischer

Nierenerkrankung kann Hyperkaliämie

eine medizinische

Herausforderung darstellen,

weil Kaliumwerte und Behandlung

im Alltag häufig eng zusammenhängen.

Worum es geht – und warum

es viele Patient:innen betrifft

Ein auffälliger Laborwert allein

erzählt noch nicht die ganze Geschichte.

Entscheidend ist, wie

die individuelle Situation eingeordnet

wird, welche weiteren

Faktoren zu berücksichtigen

sind und welche Möglichkeiten

es gibt, gemeinsam mit Ärzt:innen

einen sinnvollen Weg für

den weiteren Verlauf zu finden.

Hyperkaliämie ist deshalb mehr

als ein Laborbefund. Sie wirft

ganz praktische Fragen auf: Was

bedeutet der Wert für die bestehende

Behandlung, was sollte

im Verlauf beachtet werden –

und was gehört in das nächste

Gespräch mit Ärzt:innen? Dabei

geht es nicht nur um medizinische

Werte, sondern auch um

Sicherheit, Orientierung und

die Frage, wie sich Therapie im

Alltag gut begleiten lässt.

Ein Befund braucht

Einordnung

Im bisherigen Beitrag „Das K

im Blut steht für KALIUM“

(Verlinkung auf der nächsten

Doppelseite) wurde bereits beschrieben,

warum erhöhte Kaliumwerte

im Zusammenhang

mit einer RAAS-Therapie besondere

Aufmerksamkeit erfordern

können und wie wichtig

der offene Dialog mit Kardiologin

oder Kardiologen ist.

Genau dort setzt dieser Beitrag

an. Er verbindet medizinische

Einordnung mit den Erfahrungen

von Betroffenen und greift

die Fragen auf, die im Alltag besonders

häufig entstehen.

Warum der Dialog mit

Ärzt:innen wichtig ist

Gute Information endet nicht

beim Laborwert. Sie beginnt

dort, wo Patient:innen verstehen,

was ein Befund für ihre

Behandlung bedeuten kann,

welche Fragen sich daraus ergeben

und wie Mitgestaltung im

Versorgungsalltag konkret aussehen

kann. Der Beitrag dient

der allgemeinen Information

und soll dabei unterstützen, das

Gespräch mit behandelnden

Ärzt:innen gut vorbereitet und

informierter zu führen.

Was Sie auf den nächsten

Seiten erwartet

Begleitend zum Beitrag „Das

K im Blut steht für KALIUM“

wurde eine kurze, anonyme

Umfrage gestartet, um Erfahrungen,

Fragen und Informationsbedarfe

rund um das Thema

Hyperkaliämie sichtbarer zu

machen. Auf den folgenden Seiten

fassen wir erste Rückmeldungen

in aggregierter Form

zusammen, ordnen sie ein und

zeigen, warum das Thema für

viele Patient:innen im Alltag relevant

bleibt.

Dabei wird auch deutlich, welche

Fragen viele bewegen, wo

weiterer Erklärungsbedarf besteht

und welche Themen im

Gespräch mit Ärzt:innen häufiger

angesprochen werden sollten.

Daraus können neue Gesprächsanlässe,

weiterführende

Inhalte und konkrete Möglichkeiten

zur Mitgestaltung entstehen

– von der weiteren Teilnahme

an der Umfrage über

vertiefende Informationen im

Podcast bis hin zum Expertengremium

mit Betroffenen. Für

alle, die ihre Perspektive einbringen

möchten, ist das eine

echte Chance, Gesundheit mitzugestalten.

84


Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher

Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt

85


Was Rückmeldungen

zum Thema

Hyperkaliämie

sichtbar machen

Die bisherigen Rückmeldungen

machen eines deutlich: Das Thema

betrifft viele, ist aber nicht immer

leicht einzuordnen. „Kalium“

ist vielen als Laborwert vertraut,

der Begriff Hyperkaliämie selbst

hingegen oft weniger. Genau darin

zeigt sich eine Lücke zwischen

medizinischer Fachsprache und

dem, was im Alltag tatsächlich

verstanden und eingeordnet werden

kann. Umso wichtiger ist eine

verständliche Aufbereitung.

Der Beitrag kann Orientierung

geben

Viele Rückmeldungen deuten darauf

hin, dass der Beitrag für Patient:innen

ein hilfreicher erster

Anstoß sein kann. Wer Hintergründe

besser versteht, kann Fragen

klarer formulieren und das

nächste Gespräch mit Ärzt:innen

bewusster vorbereiten. Gute Information

zeigt ihren Wert deshalb

nicht nur im Wissenszuwachs,

sondern auch darin, dass

sie Sicherheit schafft und dazu

ermutigt, die eigene Situation aktiver

anzusprechen.

Wo weiterer Informationsbedarf

sichtbar wird

Zugleich wird deutlich, dass es

weiterhin einen erheblichen Bedarf

an verständlicher Einordnung

gibt. Gerade weiterführende

Möglichkeiten im Umgang mit

erhöhten Kaliumwerten waren

vielen zuvor kaum bekannt. Die

Rückmeldungen zeigen, dass sich

viele Patient:innen konkretere

Orientierung wünschen: Was bedeutet

ein erhöhter Wert im eigenen

Fall? Welche Fragen gehören

in den nächsten Termin? Und wie

lassen sich Therapie und Alltag

gut miteinander vereinbaren?

Hyperkaliämie ist mehr als ein

Laborthema

Ein besonders wichtiger Punkt

betrifft das Arztgespräch. Viele

Rückmeldungen weisen darauf

hin, dass der Wunsch nach regelmäßigen,

offenen Gesprächen

über Kaliumwerte, Therapie und

mögliche nächste Schritte groß ist.

Hyperkaliämie wird damit nicht

nur als Laborbefund sichtbar,

sondern auch als Thema, das Gespräch,

Einordnung und gemeinsame

Entscheidungen im Versorgungsalltag

verlangt.

Verständliche Informationen

bleiben wichtig

Auch die bisherige Informationslage

rund um das Kalium-Management

wird nicht durchgehend

als ausreichend erlebt. Neben

positiven Rückmeldungen zeigt

sich auch ein klarer Wunsch nach

mehr alltagsnaher, verständlicher

und praxisrelevanter Information.

Genau darin liegt die Chance

für Folgebeiträge, MediKlar-Formate

und Gesprächsimpulse, die

Patient:innen helfen, Zusammenhänge

sicherer zu erfassen und

sich besser vorzubereiten.

Offenheit für Mitgestaltung

Auffällig ist zudem die Bereitschaft,

sich einzubringen. Die

Rückmeldungen machen deutlich,

dass viele nicht nur Informationen

erhalten, sondern ihre Perspektiven

auch aktiv teilen möchten.

Das zeigt sich sowohl in der

Bereitschaft, weiter an der Umfrage

teilzunehmen, als auch im Interesse

an einem Expertengremium

mit Betroffenen. Für uns ist das

ein starkes Signal: Patient:innen

möchten mitdenken, mitreden

und dazu beitragen, dass Informationen

noch verständlicher und

relevanter werden.

Was jetzt deutlich wird

Die bisherigen Rückmeldungen

zeigen, dass Hyperkaliämie viele

Patient:innen im Alltag berührt,

zugleich aber häufig Fragen offenlässt.

Verständliche Einordnung,

konkrete Gesprächsvorbereitung

und echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung

treffen deshalb einen

klaren Bedarf. Genau dort setzen

wir an – mit weiteren Inhalten,

mit der laufenden Umfrage und

mit Formaten, in denen Erfahrungen

von Betroffenen sichtbar und

nutzbar gemacht werden können.

Die Umfrage bleibt geöffnet

Auch über diese ersten Rückmeldungen

hinaus bleibt die Umfrage

geöffnet. Sie soll dabei helfen,

Erfahrungen, Fragen und

Informationsbedarfe rund um das

Thema Hyperkaliämie noch besser

zu verstehen und sichtbar zu

machen. So entsteht Schritt für

Schritt ein genaueres Bild davon,

was Patient:innen und Angehörige

im Alltag bewegt, wo weiterer

Erklärungsbedarf besteht und

welche Themen im Gespräch mit

Ärzt:innen häufiger angesprochen

werden sollten.

Wer eigene Erfahrungen, Fragen

oder Hinweise einbringen möchte,

ist deshalb herzlich eingeladen,

weiterhin an der Umfrage teilzunehmen

und so dazu beizutragen,

dass Informationen verständlicher,

alltagsnäher und relevanter

werden.

Den Link zur Umfrage finden

Sie auf der übernächsten Seite.

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Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher

Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt

Hyperkaliämie

besser verstehen

Erhöhte Kaliumwerte im Blut

sind für viele Patient:innen zunächst

schwer einzuordnen.

Gerade bei Menschen mit Herzschwäche

oder chronischer Nierenerkrankung

ist Hyperkaliämie

ein wichtiges Thema, weil

hier mehrere Faktoren zusammenkommen

können: eine eingeschränkte

Nierenfunktion,

Begleiterkrankungen und Therapien,

die medizinisch sinnvoll

und oft unverzichtbar sind, den

Kaliumhaushalt aber beeinflussen

können. Deshalb sollte ein

auffälliger Wert nie isoliert betrachtet,

sondern immer im Gesamtbild

verstanden werden.

Ein Laborwert allein erzählt

noch nicht die ganze Geschichte.

Entscheidend ist, wie die individuelle

Situation eingeordnet

wird: Gibt es vorübergehende

Auslöser? Welche Begleitfaktoren

spielen eine Rolle? Welche

Kontrollen sind sinnvoll? Und

was bedeutet der Befund für die

bestehende Behandlung? Die

Nationale VersorgungsLeitlinie

Chronische Herzinsuffizienz

betont, wie wichtig Verlaufskontrollen

und die sorgfältige Beobachtung

von Nierenfunktion

und Elektrolyten unter der Therapie

sind. Genau diese Einordnung

hilft, vorschnelle Schlüsse

zu vermeiden.

Hyperkaliämie ist deshalb nicht

nur ein Laborthema, sondern

oft auch ein Gesprächsthema.

Viele Patient:innen erleben Verunsicherung,

wenn ein Wert erhöht

ist, aber nicht sofort klar

wird, was das konkret für Alltag,

Therapie und nächste Schritte

bedeutet. Verständliche Informationen

können hier helfen,

Fragen zu sortieren und das Gespräch

mit Ärzt:innen bewusster

zu führen. Das ersetzt keine

individuelle Beratung, schafft

aber Orientierung und kann

dazu beitragen, Unsicherheit zu

verringern.

Zugleich zeigen deutschsprachige

Fachinformationen, dass

erhöhte Kaliumwerte bei Herzinsuffizienz

nicht selten im Zusammenhang

mit genau den

Therapien auftreten, die für viele

Betroffene wichtig sind. Das

macht die Situation anspruchsvoll:

Einerseits sollen wirksame

Medikamente möglichst

erhalten bleiben, andererseits

braucht es ein sicheres Management

erhöhter Werte. Auch deshalb

geht es nicht um schnelle

Automatismen, sondern um ein

abgestimmtes Vorgehen, das

zur jeweiligen gesundheitlichen

Situation passt und gemeinsam

mit dem Behandlungsteam besprochen

wird.

Für Betroffene heißt das vor

allem: erhöhte Kaliumwerte

ernst nehmen, aber nicht in

Panik geraten. Die Deutsche

Herzstiftung weist darauf hin,

dass sowohl zu hohe als auch

zu niedrige Kaliumwerte Herzrhythmusstörungen

begünstigen

können. Umso wichtiger

sind eine ruhige Einordnung,

verlässliche Informationen und

ein offenes Gespräch darüber,

was der Befund im eigenen Fall

tatsächlich bedeutet. Wer besser

versteht, warum Hyperkaliämie

Aufmerksamkeit verlangt,

kann gezielter nachfragen, Zusammenhänge

besser erfassen

und die eigene Gesundheit informierter

mitgestalten. Gerade

deshalb lohnt es sich, Befunde

einzuordnen und offene Fragen

zu klären.

Quellen zu diesem Thema:

• Deutsche Herzstiftung:

„Vorsicht vor zu hohen Kalium-Werten“

• Nationale VersorgungsLeitlinie

Chronische Herzinsuffizienz,

Kurzfassung, Version

4.0 (2023)

• DGK-Stellungnahme / Patiromer

(deutschsprachiges

DGK-Dokument) mit Einordnung

zu Hyperkaliämie

HIER

den ganzen

Beitrag

lesen.

87


Gesundheit

mitgestalten

Gesundheit mitgestalten heißt

für uns: Patient:innen und Angehörige

nicht erst am Ende zu

fragen, sondern ihre Perspektiven

von Anfang an ernst zu

nehmen. Denn Erfahrungen

aus dem Alltag zeigen oft sehr

genau, wo Unsicherheiten bestehen,

welche Informationen

fehlen und welche Fragen im

Gespräch mit Ärzt:innen mehr

Raum brauchen. Genau deshalb

verbindet GUT ZUM HERZ verständliche

Inhalte mit echter

Beteiligung.

Das beginnt mit einer anonymen

Umfrage, in der Rückmeldungen

systematisch gesammelt

und in aggregierter Form

ausgewertet werden. So wird

sichtbar, welche Themen Betroffene

tatsächlich bewegen,

wo weiterer Erklärungsbedarf

besteht und welche Aspekte im

Versorgungskontext stärker berücksichtigt

werden sollten. Aus

einzelnen Erfahrungen entsteht

so ein klareres Bild: nicht über

Einzelfälle, sondern über wiederkehrende

Fragen, Bedürfnisse

und Gesprächsanlässe.

Darauf baut dieses Onlineformat

von GUT ZUM HERZ auf.

Es schafft einen strukturierten

Rahmen, in dem Perspektiven

vertieft, Prioritäten sichtbar

und Inhalte auf Verständlichkeit

geprüft werden können. Es

geht dabei nicht um individuelle

Therapieentscheidungen

oder Produktberatung, sondern

um Orientierung, Sprache, Relevanz

und alltagsnahe Einordnung.

Wer sich beteiligt, hilft also nicht

nur dabei, Fragen offen anzusprechen.

Er oder sie trägt auch

dazu bei, dass Inhalte verständlicher

werden, Folgebeiträge

näher an der Lebensrealität

bleiben und Versorgungskommunikation

dort ansetzt, wo Betroffene

sie wirklich brauchen.

Genau darin liegt die Chance,

Gesundheit aktiv mitzugestalten.

In Kooperation mit einer

Partner-Patientenorganisation

entsteht so ein Format, das

Sichtbarkeit, Transparenz und

fundierte Erkenntnisse miteinander

verbindet und zeigt, was

im Alltag wirklich zählt – und

warum Beteiligung weit über

ein symbolisches Zeichen hinausgeht.

Wenn Sie Interesse an einer

Mitwirkung haben, können

Sie sich über diesen Link ganz

unverbindlich anmelden und

weitere Informationen zum

Onlineformat erhalten.

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Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher

Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt

Informationen

direkt aufs Ohr

Informationen direkt aufs Ohr:

Mit HERZGEFLÜSTER bekommt

das Thema Hyperkaliämie

eine zusätzliche Stimme.

Der Podcast greift zentrale Fragen

aus Beitrag und Umfrage

auf und vertieft sie in einem

verständlichen Gesprächsformat.

So entsteht Raum für Einordnung,

Hintergründe und alltagsnahe

Perspektiven – ohne

Alarmismus, aber mit dem Anspruch,

Orientierung zu geben.

Geplant ist eine Folge passend

zum Schwerpunktthema, veröffentlicht

im Podcast-Umfeld von

GUT ZUM HERZ und verlinkt

aus Magazin, Sonderausgabe

und Portal. Im Mittelpunkt stehen

Fragen, die viele Patient:innen

bewegen: Was bedeutet ein

erhöhter Kaliumwert? Welche

Unsicherheiten entstehen im

Alltag? Und worauf kommt es

im Gespräch mit Ärzt:innen besonders

an?

HERZGEFLÜSTER ergänzt damit

die schriftlichen Inhalte um

eine hörbare Vertiefung. Der

Podcast ersetzt keine individuelle

Beratung, kann aber helfen,

Zusammenhänge besser zu verstehen

und sich auf das nächste

Gespräch informierter vorzubereiten.

So wird aus einem gelesenen

Thema ein weiterführender

Impuls, der auch unterwegs,

zuhause oder zwischen zwei

Terminen Orientierung geben

kann.

Die Folge ist als verständliche

Ergänzung zum Magazin gedacht:

Wer lieber hört als liest

oder Inhalte noch einmal in

Ruhe nachvollziehen möchte,

bekommt hier zentrale Punkte

kompakt aufbereitet. Zugleich

stärkt der Podcast die Verbindung

zwischen Sonderausgabe,

Portal und Community.

Den Podcast finden Sie demnächst

auf allen gängigen

Plattformen – und

natürlich auch hier.

Ihre Erfahrungen mit Hyperkaliämie zählen

Kurze, anonyme Umfrage – helfen Sie uns, Alltag und

Versorgung von Betroffenen besser zu verstehen

Wenn Sie selbst von Hyperkaliämie betroffen sind

oder jemanden mit dieser Erkrankung begleiten,

laden wir Sie herzlich ein, an unserer kurzen Umfrage

teilzunehmen.

Ihre Erfahrungen helfen uns

dabei, den Alltag und die

Versorgung von Menschen

mit Hyperkaliämie besser

zu verstehen und bilden

zugleich eine wichtige Grundlage

für einen geplanten Folgebeitrag.

Die Teilnahme ist freiwillig und

anonym und dient ausschließlich

Informations- und Verständniszwecken

– sie ersetzt nicht das

Gespräch mit Ihrer Ärztin oder

Ihrem Arzt. https://kaliumumfrage.gutzumherz.de/

89


90

HerzInfo | DIE MEDIATHEK VON GUT ZUM HERZ


91


HerzAktiv | HERZ & Liebe

Nähe neu zulassen –

nach einer Herzerkrankung

von Matthias Jung

Vertrauen und Lebensfreude mit einer Herzerkrankung

Wenn das Herz im Alltag

mehr Aufmerksamkeit

verlangt,

verändern sich oft nicht nur

Gewohnheiten, sondern auch

Nähe, Vertrauen und das Gefühl

von Unbeschwertheit. Viele

Menschen mit einer Herz-

Kreislauf-Erkrankung fragen

sich, was ihrem Körper guttut,

was sie sich noch zutrauen können

und wo Sicherheit beginnt.

Dieser Beitrag ordnet Fragen

ein und zeigt, dass Nähe und

Partnerschaft weiter Platz haben.

Wenn mit der Diagnose

Unsicherheit einzieht

Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung

betrifft selten nur Arzttermine,

Befunde und Medikamente.

Sie reicht oft tief in den

Alltag hinein. Plötzlich bekommen

Situationen, die früher

selbstverständlich waren, ein

anderes Gewicht: Belastung,

Aufregung, Erholung, Partnerschaft

und manchmal auch Intimität.

Was vorher leicht war,

wird von Fragen begleitet. Was

ist noch möglich? Was fühlt sich

sicher an?

Mit solchen Gedanken sind Betroffene

nicht allein. Patienteninformationen

weisen seit

Jahren darauf hin, dass Unsicherheit

rund um Sexualität

und Nähe nach einem Herzereignis

oder bei einer chronischen

Herz-Kreislauf-Erkrankung

häufig ist. Gleichzeitig gilt:

Für viele Menschen ist sexuelle

Aktivität bei stabiler Herzsituation

grundsätzlich möglich.

Entscheidend ist nicht Mut um

jeden Preis, sondern eine realistische,

ärztlich eingeordnete

Sicherheit.

Nähe ist mehr als Belastung

Wer über dieses Thema spricht,

sollte es nicht nur auf körperliche

Anstrengung reduzieren.

Nähe bedeutet nicht nur Aktivität,

sondern auch Berührung,

Vertrauen, Zuwendung, Geborgenheit

und das gute Gefühl,

nicht allein zu sein. Gerade nach

einer belastenden Zeit kann das

wichtig werden – nicht als Therapieersatz,

sondern als Teil von

Lebensqualität und Alltag.

Darum hilft es, das Thema nicht

mit Scham oder Alarm zu betrachten,

sondern mit Ruhe.

Patienteninformationen weisen

darauf hin, dass Sex für viele

Menschen mit stabiler Herzerkrankung

kein außergewöhnliches

Sonderrisiko darstellt.

Häufig wird die körperliche

Beanspruchung mit moderater

Alltagsaktivität verglichen. Als

praktische Orientierung gilt oft:

Wer ohne Beschwerden zwei

Stockwerke Treppen steigen

kann, verträgt in vielen Fällen

auch diese Form körperlicher

Nähe. Das ist keine pauschale

Freigabe, sondern eine alltagsnahe

Einordnung.

Blutdruck mitdenken

Gerade im Kontext von Herz-

Gesund gehört auch der Blutdruck

in dieses Thema hinein.

Bluthochdruck bleibt oft lange

unbemerkt, kann aber auf

Dauer Gefäße schädigen und

damit auch das Sexualleben beeinflussen.

Dauerhaft erhöhte

Werte können den Blutfluss beeinträchtigen;

das kann sich bei

Männern wie bei Frauen auf die

sexuelle Funktion auswirken.

Gleichzeitig löst die Diagnose

Bluthochdruck bei manchen

Menschen zusätzliche Verunsicherung

aus. Schon der Gedanke

an körperliche Belastung

kann Angst machen.

Genau deshalb ist Einordnung

so wichtig: Nicht jede Reaktion

des Körpers ist automatisch ein

Warnsignal. Beschwerden wie

Brustschmerz, deutliche Luftnot,

Schwindel, ausgeprägte

Schwäche oder eine instabile

Herz-Kreislauf-Situation gehören

aber in die ärztliche Abklärung.

Wer seinen Blutdruck

kennt, ihn kontrollieren lässt

und die eigene Situation besser

einordnen kann, gewinnt oft

mehr Sicherheit zurück.

92


HERZ

&

Liebe

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

93


Nach Herzinfarkt oder Eingriff

Besonders groß ist die Unsicherheit

oft nach einem Herzinfarkt,

einer Katheterbehandlung oder

einer Operation. Dann braucht

der Körper Zeit – und auch das

Vertrauen in ihn kehrt nicht bei

jedem Menschen gleich schnell

zurück. Eine starre Frist für alle

gibt es nicht. Häufig wird nach

einem Herzinfarkt ein Zeitraum

von etwa zwei bis vier Wochen genannt,

wenn die Erholung gut verläuft;

nach Operationen kann es

länger dauern. Nach herzchirurgischen

Eingriffen, bei denen das

Brustbein heilen muss, werden oft

sechs bis acht Wochen genannt.

Maßgeblich bleibt immer die individuelle

Situation.

Gerade deshalb ist das Gespräch

mit dem Behandlungsteam wichtig.

Nicht, weil Nähe grundsätzlich

gefährlich wäre, sondern weil

gezielte Aufklärung diffuse Angst

kleiner machen kann. Wer weiß,

worauf zu achten ist, gewinnt

häufig ein Stück Sicherheit zurück.

Warnzeichen ernst nehmen

Es ist sinnvoll, auf Warnzeichen

zu achten, ohne jedes Herzklopfen

zu dramatisieren. Treten bei

körperlicher Nähe Beschwerden

auf, die auch sonst Anlass zur Abklärung

wären, sollte die Situation

unterbrochen und ärztlich besprochen

werden.

• Druck oder Schmerzen in der

Brust

• deutliche Atemnot

• Schwindel

• Herzrasen

• starke Schwäche

Genauso wichtig ist: Nicht jeder

Rückzug hat nur körperliche

Gründe. Angst vor einem erneuten

Ereignis, Unsicherheit beim

Partner oder bei der Partnerin, ein

verändertes Körpergefühl oder

Scham können das Erleben von

Nähe stark beeinflussen. Auch das

gehört ernst genommen. Manchmal

beginnt Entlastung mit einem

ehrlichen Gespräch.

Darüber darf gesprochen

werden

Viele Menschen sprechen Fragen

zu Intimität in der Sprechstunde

nicht von sich aus an. Dabei gehört

das Thema zum Leben dazu. Wer

mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

lebt, darf fragen:

• Was ist in meiner Situation

sinnvoll?

• Gibt es nach meinem Eingriff

etwas zu beachten?

• Welche Rolle spielen Blutdruck,

Belastbarkeit oder Medikamente?

• Was ist, wenn sexuelle Funktionsstörungen

hinzukommen?

Gerade bei Arzneimitteln gegen

Erektionsstörungen ist eine klare

Einordnung wichtig. Präparate

wie Sildenafil dürfen nicht zusammen

mit Nitraten eingenommen

werden, weil diese Kombination

zu einem gefährlichen Blutdruckabfall

führen kann. Solche Fragen

sollten ärztlich besprochen werden.

Lebensfreude ohne

Perfektionsdruck

Vielleicht ist das die entlastendste

Botschaft: Nähe muss nicht beweisen,

dass alles wieder ist wie früher.

Sie darf sich verändern. Sie

darf behutsamer werden. Sie darf

langsamer werden. Und sie darf

neu gelernt werden – ohne Erwartungsdruck

und ohne das Gefühl,

funktionieren zu müssen.

Mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

kann das Vertrauen in den

eigenen Körper erschüttert sein.

Umso wertvoller ist es, wenn Menschen

Wege finden, sich wieder

anzunähern: mit Offenheit, Rücksicht,

Humor und ehrlichen Fragen.

Lebensfreude entsteht nicht

erst dort, wo alle Unsicherheit verschwunden

ist. Manchmal beginnt

sie schon dort, wo ein Thema nicht

länger verschwiegen wird.

Was bleibt

Herzgesundheit ist mehr als Blutdruckwerte,

Tablettenpläne und

Kontrolltermine. Sie berührt auch

das, was Menschen miteinander

verbindet: Nähe, Vertrauen und

das Gefühl, im eigenen Leben

nicht nur Patientin oder Patient zu

sein, sondern weiterhin Partner,

Partnerin, Liebender oder geliebter

Mensch.

Wer mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

lebt, muss diese Seite

des Lebens nicht vorschnell aufgeben.

Aber sie verdient Aufmerksamkeit,

gute Information und

– wo nötig – eine individuelle ärztliche

Einordnung.

Denn wenn Herzen sich berühren,

geht es nicht um Leichtsinn.

Es geht um Sicherheit, Würde und

die Frage, wie Lebensfreude ihren

Platz behalten kann.

Quellen, die Orientierung

geben

Wir empfehlen, sich auch mit

den in diesem Beitrag genannten

Quellen zu beschäftigen. Sie helfen

dabei, Zusammenhänge besser

zu verstehen, medizinische

Einordnungen nachzuvollziehen

und die eigene Situation fundierter

einzuordnen. Gerade bei sensiblen

Themen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Blutdruck,

94


Belastbarkeit und Intimität kann

es entlastend sein, auf verlässliche

Informationen zurückzugreifen

und offene Fragen gut vorbereitet

in das Gespräch mit der behandelnden

Ärztin oder dem behandelnden

Arzt mitzunehmen.

Was jetzt tun?

Wer sich intensiver mit diesem

Thema beschäftigen möchte, findet

demnächst im Podcast-Meetup

im JUNG & JUNG STUDIO eine

weiterführende Vertiefung. Dort

wird es um Nähe, Vertrauen, Unsicherheit,

Partnerschaft und Lebensfreude

mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

gehen – also um

Fragen, die viele Menschen im

Alltag beschäftigen, über die aber

oft zu wenig gesprochen wird.

Das Meetup knüpft an die Gedanken

dieses Beitrags an und schafft

Raum für zusätzliche Perspektiven,

persönliche Erfahrungen und

eine sensible Einordnung. So kann

ein Thema weitergedacht werden,

das nicht bei medizinischen Befunden

endet, sondern auch das

Leben zwischen Sicherheit, Beziehung

und Alltag berührt. Mehr

dazu auf Seite 142.

Alles an einem Platz:

Die Quellen dieses Beitrags

Sexualität nach Herzinfarkt, Herz-OP und Herz-Eingriffen

https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/nach-herzinfarkt-sex

Potenzmittel, Herzkrankheit, Sildenafil und ärztliche Einordnung

https://herzstiftung.de/herz-sprechstunde/alle-fragen/herzinfarkt-potenzmittel

Koronare Herzkrankheit allgemein – inklusive körperliche

Belastung, Angst und Sexualität https://www.gesundheitsinformation.de/koronare-herzkrankheit-khk.html

Medikamente bei koronarer Herzkrankheit – inklusive

möglicher sexueller Nebenwirkungen von Betablockern

https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-zurlangfristigen-behandlung-der-koronaren-herzkrankheit.html

Nach Katheterablation – was nach dem Eingriff zu beachten ist,

inklusive Verzicht auf größere Anstrengung und Sex für zwei Tage

https://www.gesundheitsinformation.de/was-passiert-bei-einerkatheterablation.html

Bluthochdruck – Grundlagen, Messung, Zielwerte und Behandlung

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/

BAEK/Patienten/Patienteninformationen/bluthochdruck-kip.

pdf

Bluthochdruck in leichter Sprache – offizielle Patienteninformation

zur NVL Hypertonie https://register.awmf.org/

assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-009kileichte-Sprache_Hypertonie_Bluthochdruck_2024-04.pdf

Bluthochdruck – ausführlicher Patientenleitfaden der

Deutschen Hochdruckliga https://www.hochdruckliga.de/

fileadmin/downloads/patienten/leitfaden/dhl-patientenleitfaden-2024.pdf

Chronische koronare Herzkrankheit – offizielle Patientenleitlinie

zur Nationalen VersorgungsLeitlinie https://

register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-004p1_S3_Chronische-

KHK_2025-03.pdf

Angehörige, Partnerschaft, Unsicherheit und Sexualität

nach einem Herzereignis https://herzstiftung.de/service-undaktuelles/presse/pressemitteilungen/herzpatient-angehoerige

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HerzInfo | FRÜHLINGSHAFTES REZEPT

DIE

GUT ZUM

von Matthias Jung

HERZ

Frühling

Zutaten im Rezept

Spinat

Rezepte schicken

Wenn Sie tolle Rezepte mit den

Zutaten dieser Seite haben, dann

schicken Sie sie uns.

Mehr Infos hier.

Spinat bringt in diesem Rezept die

grüne Frische ins Glas: Sein sanfter

Geschmack verbindet sich gut mit

der Cremigkeit von Avocado und der

Süße der Banane. Fein püriert sorgt er

für eine weiche Konsistenz und gibt

dem Smoothie seinen frühlingshaften

Charakter bei jedem Schluck.

Banane

Banane bringt eine milde, natürliche

Süße in den Smoothie und nimmt dem

Spinat jede herbe Spitze. Gleichzeitig

macht sie die Mischung sämiger und

sorgt dafür, dass das Getränk weich

wirkt und sich im Glas angenehm trinken

lässt.

Avocado

Avocado macht den Smoothie besonders

cremig und sorgt für eine weiche,

dichte Textur. Ihr zurückhaltender

Geschmack drängt sich nicht in den

Vordergrund, sondern verbindet Spinat

und Banane zu einem stimmigen Gesamtbild

im Glas. So entsteht ein ruhiger,

runder Eindruck.

96


Frühlingskraft im Glas

Zutaten für 2 Gläser

• 100 g Blattspinat

• 1 Avocado

• 1 große Banane

• 500 ml Mandeldrink,

ungesüßt

• evtl. Agavendicksaft

Weil Spinat, Avocado und Banane frisch, mild

und cremig den Frühling ins Glas holen

Ein cremiger Smoothie aus Blattspinat, Avocado und Banane,

der mit ungesüßtem Mandeldrink in wenigen Minuten

gemixt ist. Die milde Süße der Banane trifft auf die sanfte

Cremigkeit der Avocado, während der Spinat für die frische

grüne Note sorgt und für einen freundlichen Frühlingsmoment

sorgt.

Zubereitung:

Den Blattspinat gründlich waschen, gut abtropfen lassen

und grobe Stiele entfernen. Die Avocado halbieren, entkernen,

das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in Stücke

schneiden. Die Banane schälen und ebenfalls in Stücke

teilen. Alles zusammen mit dem ungesüßten Mandeldrink

in einen Mixer geben und fein pürieren, bis eine cremige

Konsistenz entsteht. Wer es etwas süßer mag, kann nach Geschmack

wenig Agavendicksaft ergänzen und noch einmal

kurz mixen. Den Smoothie direkt in Gläser füllen und möglichst

frisch servieren. Bei Bedarf mit etwas zusätzlichem

Mandeldrink verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz

erreicht ist. Am besten zeitnah servieren.

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HerzGesund | KLINISCHE FORSCHUNG

Herzenssache Forschung

Was Menschen wissen

möchten, bevor sie Ja sagen

von Matthias Jung

Klinische Studien – Vertrauen, Vielfalt und verständliche

Antworten vor einer Entscheidung

K

linische Forschung wirkt

auf viele Menschen zunächst

weit weg: Fachbegriffe,

Studienzentren, Formulare,

Abläufe. Gleichzeitig ist sie

ein zentraler Bestandteil medizinischer

Entwicklung. Ohne

Forschung bleiben wichtige

Fragen offen: Welche Behandlung

hilft wem? Welche Risiken

müssen besser verstanden werden?

Und wie lässt sich Versorgung

so weiterentwickeln, dass

sie nicht nur unter idealen Bedingungen

funktioniert, sondern

im wirklichen Leben?

Offen für Forschung – aber

mit vielen Fragen

Trotzdem ist der Abstand zwischen

grundsätzlicher Offenheit

und tatsächlicher Teilnahme

oft groß. Viele Menschen

sagen nicht grundsätzlich Nein

zur Forschung. Häufiger sagen

sie: Ich weiß zu wenig. Ich bin

unsicher. Ich kann nicht gut

einschätzen, was eine Teilnahme

konkret für meinen Alltag

bedeutet. Und ich frage mich,

ob meine persönliche Situation

in solchen Studien überhaupt

mitgedacht wird.

Genau hier beginnt die eigentliche

Herausforderung. Gute

Forschung braucht nicht nur

gute Wissenschaft. Sie braucht

auch Vertrauen. Und Vertrauen

entsteht nicht erst dann, wenn

jemand eine Einwilligung unterschreibt.

Es entsteht früher:

durch verständliche Sprache,

durch klare Abläufe, durch ehrliche

Aufklärung und durch das

Gefühl, mit den eigenen Fragen

ernst genommen zu werden.

Zwischen Interesse und

Unsicherheit

Wer zum ersten Mal von einer

möglichen Studienteilnahme

hört, denkt selten sofort an

Evidenz oder Studiendesign.

Viel näher liegen andere Fragen:

Was bedeutet das konkret

für mich? Wie oft müsste ich

zu zusätzlichen Terminen? Wer

begleitet mich? Was passiert,

wenn ich mich unwohl fühle

oder abbrechen möchte? Welche

Belastungen kommen auf

mich zu? Was geschieht mit

meinen Daten?

Diese Fragen sind kein Ausdruck

von Ablehnung. Sie zeigen

vielmehr, dass Menschen

verantwortungsvoll entscheiden

wollen. Gerade wer mit

einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

lebt oder ein erhöhtes Risiko

hat, muss im Alltag ohnehin

viele

Dinge einordnen: Beschwerden,

Medikamente, Kontrolltermine,

Informationen aus

Gesprächen und Medien. Wer

in dieser Situation über klinische

Forschung nachdenken

soll, braucht deshalb keine

Hochglanzsprache, sondern

Orientierung.

Ein guter Zugang beginnt nicht

mit Werbung für Forschung,

sondern mit einer einfachen

Haltung: Menschen haben das

Recht, genau zu verstehen, worum

es geht, was bekannt ist,

was offen bleibt und welche

Anforderungen eine Teilnahme

mit sich bringen kann.

Was vor einer Zusage wirklich

wichtig ist

Vor einer möglichen Studienteilnahme

steht selten die Frage,

ob Forschung wichtig ist.

Die meisten Menschen wissen

das längst. Entscheidend ist, ob

die Rahmenbedingungen nachvollziehbar

und fair erscheinen.

Dazu gehört zunächst die Klärung,

um welche Art von Studie

es überhaupt geht. Handelt

es sich um die Prüfung eines

Medikaments, um eine Beobachtungsstudie

oder um ein

Register? Gibt es zusätzliche

Untersuchungen? Wie engmaschig

ist die Betreuung? Und

was unterscheidet die Teilnahme

von der regulären Versorgung?

98


99


Ebenso wichtig ist das Gefühl,

nicht allein gelassen zu werden.

Wer ist Ansprechpartnerin oder

Ansprechpartner? Gibt es ärztliche

Kontakte oder Studienpersonal,

die Fragen verständlich beantworten?

Können Angehörige

einbezogen werden, wenn Unsicherheit

besteht? Solche Punkte

entscheiden oft stärker über Vertrauen

als jede abstrakte Erklärung.

Hinzu kommt eine Sorge, die in

vielen Gesprächen mitschwingt:

die Angst, nur noch als Fall oder

Datensatz wahrgenommen zu

werden. Gerade deshalb ist Sprache

so entscheidend.

Wer verständlich erklärt, respektvoll

bleibt und keine falschen Erwartungen

weckt, zeigt: Hier geht

es nicht nur um Ergebnisse, sondern

auch um Menschen.

Forschung muss zur

Lebensrealität passen

Selbst wenn Menschen einer Teilnahme

grundsätzlich offen gegenüberstehen,

kann der Alltag

zur Hürde werden. Zusätzliche

Wege, mehr Termine, Wartezeiten,

organisatorischer Aufwand

oder Unsicherheit bei der Planung

können schnell dazu führen, dass

eine Studie im realen Leben kaum

machbar erscheint. Was in einem

Studienprotokoll strukturiert aussieht,

kann für Menschen mit Beruf,

Familie, Pflegeverantwortung

oder eingeschränkter Mobilität

eine spürbare Belastung sein.

Deshalb zeigt sich die Qualität klinischer

Forschung nicht nur im

methodischen Aufbau, sondern

auch in der Frage, wie alltagstauglich

eine Teilnahme gedacht ist.

Werden Belastungen realistisch

eingeschätzt? Wird klar erklärt,

wie viel Zeit einzuplanen ist?

Werden praktische Hürden mitgedacht?

Und werden Rückmeldungen

aus Patientensicht ernst

genommen?

Forschung, die Menschen erreichen

will, muss ihre Lebenswirklichkeit

mit einbeziehen. Sonst

bleibt sie zwar wissenschaftlich

sauber, aber zu weit entfernt vom

Alltag.

Frauenherzen: Wer wird

gesehen – und wer zu oft

übersehen?

Besonders deutlich wird diese

Frage beim Blick auf Frauen in der

Medizin. Über lange Zeit wurden

viele medizinische Erkenntnisse

stark an männlich geprägten

Datengrundlagen entwickelt oder

ausgerichtet. Das kann Folgen

für die Wahrnehmung von Beschwerden,

für die Bewertung von

Risiken und für die medizinische

Einordnung haben. Gerade im Bereich

Herz-Kreislauf ist deshalb

ein genauer Blick auf Frauenherzen

wichtig.

Wenn Forschung Vielfalt ernst

nimmt, geht es nicht nur um eine

möglichst breite Beteiligung auf

dem Papier. Es geht um die Qualität

der Erkenntnisse. Denn belastbare

Evidenz entsteht dort, wo

medizinische Wirklichkeit nicht

zu eng gefasst wird. Geschlecht,

Alter, Begleiterkrankungen, Lebenssituation

und Alltagsanforderungen

können beeinflussen,

wie Beschwerden erlebt, Behandlungen

vertragen und Entscheidungen

getroffen werden.

Dass heute stärker über Frauen in

der Medizin gesprochen wird, ist

ein wichtiger Schritt. Entscheidend

ist aber, ob sich diese Aufmerksamkeit

auch in Forschung

und Kommunikation niederschlägt.

Werden Frauen mit ihren

Erfahrungen wirklich mitgedacht?

Wird verständlich erklärt,

warum Repräsentation in Studien

keine Randfrage ist, sondern

ein Qualitätsmerkmal? Und wird

sichtbar, dass gute Forschung Unterschiede

nicht glättet, sondern

ernst nimmt?

Drei Fragen zu diesem Thema

1. Was müsste sich in Forschung

und Kommunikation ändern, damit

Frauen sich medizinisch besser

gesehen fühlen – gerade auch

im Bereich Herz-Kreislauf?

2. Wo erleben Sie aktuell noch

blinde Flecken, wenn es um Frauenherzen,

Symptome und die

Wahrnehmung von Risiken geht?

3. Was brauchen Patientinnen aus

Ihrer Sicht, um Studien und Forschung

besser einordnen zu können:

mehr Information, mehr Ansprache

oder mehr Vertrauen?

Im Frühling greifen wir diese Fragen

deshalb noch einmal gezielt

auf – nicht abstrakt, sondern im

Gespräch mit einem kompetenten

Gesprächspartner, der klinische

Forschung, Versorgungspraxis

und die Perspektive von Patientinnen

und Patienten zusammenführen

kann.

Dabei geht es nicht um Werbung

für Studien, sondern um verständliche

Einordnung: Was bedeutet

Teilnahme konkret? Welche

Rechte haben Betroffene? Wo

liegen Chancen, wo Grenzen und

welche Punkte sollten vor einer

Entscheidung offen angesprochen

werden? Gerade mit Blick auf

Frauenherzen möchten wir genauer

hinschauen, wo Forschung

sensibler werden muss und was

sich ändern sollte.

Die Antworten von

Frau Dr. Martina Kloepfer auf

diese Fragen finden Sie ab Seite

200 in diesem Magazin.

100


Quelle: Jin X. et al. (2020): “Women’s Participation in Cardiovascular Clinical Trials From 2010 to 2017”, Circulation.

Vielfalt stärkt

Evidenz

Hier können Sie den Beitrag aus

dem Wintermagazin noch einmal

lesen – eine persönliche und

zugleich verständliche Annäherung

an die Frage, warum klinische

Forschung für Menschen

mit Herz- und Gefäßerkrankungen

im Alltag relevant ist.

Der Text zeigt, wie aus eigenen

Erfahrungen, Arztgesprächen

und dem Blick auf Medikamente

der Wunsch entstehen kann,

Forschung besser zu verstehen

und mitzugestalten. Im Beitrag

finden Sie unter anderem:

• einen alltagsnahen Einstieg

über den persönlichen Umgang

mit Herzgesundheit

• Einblicke in iCARE4CVD als

europäisches Forschungsprojekt

• Ergebnisse aus der GUT ZUM

HERZ Community-Umfrage zu

Wissen, Sorgen und Teilnahmebereitschaft

• die Frage, warum Frauen, Ältere

und Menschen mit Vorerkrankungen

in Studien stärker

sichtbar werden sollten.

So ordnet der Beitrag klinische

Forschung nicht von außen ein,

sondern nah an der Lebenswirklichkeit

vieler Betroffener

im Alltag.

HIER

den ganzen

Beitrag

lesen.

101




Die

GUT ZUM

Jah

PREVIEW

Die Freischaltung

Exklusiver Conten

Folgen Sie uns auf S

Freischaltung nic

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WERBUNG

LOCKED

erfolgt in Kürze

t bald verfügbar!

ocial Media, um die

ht zu verpassen.

HERZ

reszeiten

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GUT ZUM

Jah

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GUT ZUM HERZ – HERZ & ZUKUNFT – das kostenfreie Community-

Magazin verbindet Herzensperspektive mit klinischer Forschung:

Warum Tabletten ohne Studien nicht denkbar sind, wie Menschen

mit Herz- und Gefäßerkrankungen Forschung mitgestalten können –

und weshalb Vielfalt in Studien die Evidenz für alle Betroffenen stärkt.

Diese Ausgabe wächst in Tagebuch-Form und erscheint fortlaufend

mit u. a. folgenden Beiträgen:

• Titelstrecke: „Herzenssache Forschung – Vielfalt stärkt

Evidenz“ – eine persönliche Reise vom Tabletten-Alltag hin zur

aktiven Rolle in einem Forschungsprojekt und der Frage, was

Studien für uns Betroffene bedeuten.

GUT

ZUM

HERZ

• iCARE4CVD im Blick – wie ein europäisches Forschungsprojekt

Daten und Erfahrungen vieler Herzpatient:innen zusammenführt,

um Versorgung individueller zu machen.

• Community-Umfrage – was die GUT ZUM HERZ Community

wirklich über klinische Studien denkt: Wissen, Ängste, Bereitschaft

zur Teilnahme und der Wunsch nach verständlicher Info ohne

Fachchinesisch.

• Vielfalt in Studien – warum Frauen, Ältere und Menschen mit

mehreren Vorerkrankungen in Studien sichtbarer werden müssen,

damit Ergebnisse im Alltag aller Patient:innen ankommen.

• Selbsthilfe & Studien – wie Gruppen und Patientenorganisationen

zur Brücke zwischen Forschung, Kliniken und Betroffenen werden.

• MediKlar: Studien verständlich erklärt – ethische Prüfung,

Freiwilligkeit, Ausstiegsmöglichkeiten und gute Betreuung: Was

verantwortungsvolle Studien heute ausmacht.

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen

keine ärztliche Beratung. Kooperationen sind klar als Anzeige

bzw. Zusammenarbeit gekennzeichnet. Wir informieren ohne

Wirkversprechen und laden dazu ein, Forschung als Chance auf

mehr Orientierung im Herzalltag zu verstehen.

Das kostenfreie Themenmagazin ist am Freitag, den

27. Februar 2026, erschienen – bitte rechts klicken.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media – so verpassen Sie

keine neuen Tagebuch-Beiträge und die Veröffentlichung dieser

Ausgabe.

111


HERZENSORTE | Sponsoring für Unternehmen

Die unsichtbaren Helden

und ihre Kraftorte

von Matthias Jung

Warum Unternehmen mit Herz Sichtbarkeit ermöglichen – damit

Orte, die Menschen gut tun, gefunden werden, Anerkennung

erhalten und leise, bleibende Wirkung entfalten

Es gibt sie überall in Deutschland.

Orte, an die Menschen

gehen, wenn sie wieder zu

sich selbst finden möchten. Ein

stiller Ort unter alten Bäumen.

Ein Garten, der wie von Zauberhand

gepflegt wird. Ein Platz, an

dem die Hektik des Alltags einfach

stehen bleibt.

Das stille Dilemma

Ein solcher Ort könnte mehr Anerkennung

verdienen. Die

Menschen, die ihn betreuen,

wissen, dass er

etwas Besonderes ist

– aber die Welt weiß

es nicht. Was fehlt

ist Sichtbarkeit.

Eine professionelle

Zertifizierung,

eine hochwertige

Würdigung könnte

vieles verändern.

Plötzlich wäre dieser

Ort nicht mehr

nur ein Geheimtipp,

sondern anerkannt.

Also sichtbar und wertvoll

in den Augen anderer.

Aber die Kosten für so

eine Zertifizierung? Sie übersteigen

das Budget von Ehrenamtlichen

oft um ein Vielfaches.

Es ist ein stilles Dilemma, das sich

an hunderten, vielleicht tausenden

Orten wiederholt. Orte, die

Menschen wirklich gut tun, die

aber nie die professionelle Anerkennung

bekommen, die ihnen

zustehen würde – schlicht weil das

Geld fehlt.

Ein anderer Blick auf

Partnerschaft

Und dann gibt es Unternehmen.

Unternehmen, die verstehen, dass

echte Gesundheit mehr ist als ein

Produkt in einer Packung. Sie wissen,

dass Menschen Orte brauchen,

Ruhe brauchen, Verbindung

brauchen. Sie haben verstanden,

dass Prävention nicht nur in der

Arztpraxis stattfindet, sondern

auch dort, wo Menschen wieder

Kraft tanken können.

Die Geschichte,

die sich selbst

erzählt

Diesen Unternehmen könnte eine

ganz andere Idee in den Sinn kommen:

Was, wenn ich einen dieser

Orte unterstütze? Nicht mit einer

großen Werbekampagne. Nicht

mit meinem Logo überall. Sondern

mit etwas Substanziellerem:

mit der Finanzierung

der Anerkennung, die

dieser Ort verdient. Mit

der Zertifizierung, die

sein Potenzial freisetzt.

Der Ort erhält

seine Zertifizierung.

Er kann sich

neu vorstellen. Die

Menschen, die ihn

betreuen, erhalten

die Anerkennung, auf

die sie lange gewartet haben.

Andere Orte sehen: Das

ist möglich. Das kann auch mir

passieren.

Und das Unternehmen? Es erlebt

etwas, das Werbung niemals leisten

kann: Es wird Teil einer echten

Geschichte. Einer Geschichte,

112


die von authentischen Menschen und echten Orten

handelt. Eine Geschichte, die Menschen bewegt,

weil sie echt ist.

Plötzlich steht dieses Unternehmen für etwas anderes

als nur für seine Produkte. Es steht dafür,

dass es Orte und Menschen unterstützt, die das

tun, was zählt. Es zeigt damit: Hier versteht man,

was Gesundheit wirklich bedeutet. Das ist mehr

als Werbung – es stiftet Glaubwürdigkeit.

Es bleibt etwas Besonderes

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

Solche Partnerschaften sind selten, weil sie etwas

verlangen, das viele Unternehmen nicht geben

wollen: echtes Vertrauen. Nicht in das eigene

Marketing, sondern in die Kraft der Geschichte

selbst. Aber wenn es passiert – wenn ein Unternehmen

einen Ort so sehr sieht und würdigt, dass

es ihm hilft, seine volle Kraft zu entfalten – dann

entsteht etwas, das oft länger nachwirkt als klassische

Kampagnen. Es entsteht Sinn. Spürbare Veränderung.

Und die Erkenntnis, dass die schönsten Geschichten

oft entstehen, wenn zwei Welten sich treffen: die Welt

der stillen Leidenschaft und die Welt der Möglichkeiten.

Orte wie diese verdienen solche Partner. Und solche Partner

verdienen Orte wie diese.

Hinweis: Die HERZENSORTE-Zertifizierung würdigt Engagement,

Qualität und Zugänglichkeit eines Ortes. Sie trifft keine medizinischen

Aussagen und ersetzt keine Beratung, Diagnose oder

Therapie.

Sie kennen einen Ort, der diese Anerkennung verdient? Wir prüfen

Vorschläge vertraulich. Schreiben Sie uns an

info@gutzumherz.de

Jetzt das

ganze Magazin

kostenfrei lesen!

113


114


... am Sonntag, dem 10. Mai 2026

115


HERZ

&

Liebe

H

erz-Kreislauf-Erkrankungen

verändern nicht nur

Werte, Arzttermine und

Gewohnheiten. Sie berühren oft

auch das, worüber viele nur zögerlich

sprechen: Nähe, Partnerschaft,

Intimität, Unsicherheit

und das Vertrauen in den eigenen

Körper. Genau dort setzt unser

Podcast-Meetup im JUNG & JUNG

STUDIO an. Es möchte das Thema

nicht größer machen, als es ist,

ihm aber den Raum geben, den es

verdient.

Worum es in diesem Gespräch

geht

Viele Betroffene erleben nach einer

Diagnose, nach einem Herzereignis

oder im Umgang mit

Bluthochdruck nicht nur medizinische

Fragen, sondern auch

einen veränderten Blick auf den

Alltag. Was ist noch selbstverständlich?

Was fühlt sich sicher

an? Wie spricht man mit dem

Partner oder der Partnerin über

das, was sich verändert hat? Und

wie gelingt es, zwischen berechtigter

Vorsicht und unnötiger

Angst zu unterscheiden? Genau

solche Fragen stehen im Mittelpunkt

dieses Gesprächs.

Bewusst als einzelnes Format

Das Podcast-Meetup ist bewusst

als einzelnes, konzentriertes

Format gedacht. Nicht als endlose

Reihe, nicht als Überangebot,

sondern als gut vorbereiteter Gesprächsraum.

Denn sensible Themen

gewinnen nicht automatisch

an Tiefe, nur weil man sie immer

weiter ausrollt. Manchmal ist ein

gutes Gespräch wertvoller als viele

lose Formate. Entscheidend ist,

dass die richtigen Perspektiven

zusammenkommen und das Thema

ernst genommen wird, ohne

es unnötig aufzublasen.

Was im JUNG & JUNG STUDIO

wichtig ist

Im JUNG & JUNG STUDIO möchten

wir unterschiedliche Blickwinkel

zusammenführen. Dazu

gehören die medizinische Einordnung

ebenso wie persönliche

Erfahrungen und die Lebensrealität

von Menschen, deren Herz

im Alltag mehr Aufmerksamkeit

verlangt. Es geht nicht um

spektakuläre Aussagen, nicht um

Tabubruch um des Effekts willen

und auch nicht um private

Grenzüberschreitungen. Es geht

um Orientierung, um Sprache

und um die Frage, wie ein Thema

sichtbar werden kann, das viele

betrifft, aber oft nur am Rand

vorkommt.

Mehr als Befunde und Risiken

Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

wird viel über Befunde,

Medikamente und Risiken

gesprochen. Deutlich seltener

geht es um das, was zwischen

Diagnose und Alltag liegt: um

Rückzug, Scham, Unsicherheit,

Partnerschaft und die leise Frage,

ob Nähe noch dieselbe Selbstverständlichkeit

haben darf wie früher.

Genau deshalb ist dieses Meetup

wichtig. Es schafft einen Rahmen,

in dem nicht bewertet, sondern

eingeordnet wird. Und in dem

deutlich werden darf, dass Lebensqualität

mehr umfasst als

Werte auf Papier.

116


WERBUNG

Warum dieses Thema zu GUT ZUM HERZ passt

Für uns ist dieses Gespräch auch ein journalistisches Signal.

GUT ZUM HERZ möchte Themen nicht nur dann

aufgreifen, wenn sie laut, technisch oder leicht vermarktbar

sind. Uns interessieren auch die Fragen, die

im echten Leben Gewicht haben. HERZ & Liebe gehört

dazu. Denn wenn Menschen mit einer Herz-Kreislauf-

Erkrankung sich neu orientieren müssen, betrifft das

nicht nur Belastbarkeit und Behandlung, sondern oft

auch das Gefühl von Nähe, Sicherheit und Selbstverständlichkeit.

Die Fortsetzung des Basisbeitrags

Das Podcast-Meetup knüpft direkt an den Basisbeitrag

dieses Themenblocks an. Es setzt nicht noch einmal

bei den Grundlagen an, sondern führt die Gedanken

weiter. Was passiert, wenn der Körper nicht mehr nur

Hintergrund ist, sondern mitredet? Wie verändert das

den Blick auf Beziehung, Intimität und Lebensfreude?

Welche Rolle spielen Offenheit, Rücksicht und ehrliche

Gespräche? Und warum ist es so entlastend, wenn ein

Thema nicht länger zwischen Scham und Schweigen

verschwindet?

Warum wir dieses Format bewusst so setzen

Ein einzelnes Podcast-Meetup hat für dieses Thema

einen Vorteil: Es bündelt Aufmerksamkeit. Statt viele

Unterthemen nebeneinanderzustellen, verdichtet es

das Wesentliche in einem klaren Gesprächsanlass. Das

schützt auch vor Überforderung. Leserinnen und Leser

sollen nicht das Gefühl bekommen, mit immer neuen

Inhalten konfrontiert zu werden. Sie sollen merken:

Dieses Thema wird ernst genommen, aber nicht künstlich

vergrößert.

Zwischen Magazin, Website und Community

JUNG & JUNG STUDIO produziert

crossmediale Gesprächsformate: Podcast

& Podcast-Meetup für tiefgehende

Gespräche, Film für visuelle Erzählungen,

Adboards für Austausch und Media für

digitale Kanäle.

Professionelle Moderation bringt

Experten, Betroffene und Unternehmen

zusammen – wissenschaftlich fundiert,

emotional authentisch, wirtschaftlich

relevant. Jedes Format erreicht seine

Zielgruppe dort, wo sie am liebsten

konsumiert – mobil, visuell oder digital.

So entsteht maximale Reichweite aus

einem Gesprächskonzept. Durch gezielte

Themenauswahl und formatbegleitende

Materialien setzt jede Diskussion

nachhaltige Impulse und wirkt langfristig

nach.

Von HERZENSORTE bis Karriere-

Themen: Unternehmen und

Communities zeigen hier ihre Kompetenz

durch authentische Gespräche statt

klassische Werbung. Live-Sessions

werden fortlaufend auf Social Media

angekündigt – Zuschauer stellen Fragen

und gestalten den Dialog aktiv mit.

„Wo andere werben, führen

wir Gespräche. Wo andere

senden, schaffen wir

Dialog.“

KONZEPT·MEDIA·PODCAST

Zugleich kann ein solches Gespräch eine Brücke schlagen

– zwischen Magazin, Website, Community und

persönlicher Erfahrung. Es macht sichtbar, dass HERZ

& Liebe kein Randthema ist, sondern ein ernstzunehmender

Teil von Lebensqualität. Und es zeigt, dass gute

Einordnung nicht kalt sein muss. Sie darf menschlich

sein, ohne ungenau zu werden. Sie darf offen sein,

ohne Grenzen zu verwischen. Und sie darf Fragen

zulassen, die im Praxisalltag oft keinen eigenen Platz

finden. Genau dafür soll dieses Meetup Raum geben.

Inhalte mit Haltung

117


Das große GUT ZUM HERZ

„Finde die HERZIS“ – Gewinnspiel

HERZI spielt Verstecken – Augen auf beim Blättern. Finden

Sie alle Fundstellen, notieren Sie die Seitenzahlen

und senden Sie uns Ihre Lösung – mit etwas Glück

gewinnen Sie einen von drei Wohlfühlpreisen.

Herzi hat sich in dieser

Frühlingsausgabe gleich

fünfmal versteckt – mal

gut sichtbar, mal eher nebenbei.

Wer beim Lesen aufmerksam

ist, kann alle Fundstellen

entdecken und mit wenigen

Angaben an unserer Verlosung

teilnehmen. Gesucht werden

ausschließlich die fünf Seitenzahlen,

auf denen Herzi abgebildet

ist.

Und so funktioniert´s

Blättern Sie durch das Magazin

und halten Sie Ausschau nach

dem Herzi-Männchen. Sobald

Sie ihn gefunden haben, notieren

Sie die jeweilige Seitenzahl.

Wenn Sie alle fünf Seiten beisammenhaben,

senden Sie Ihre

Lösung per E-Mail an daten@

gutzumherz.de. Bitte nennen

Sie im Mailtext Ihren Vor- und

Nachnamen sowie die fünf Seitenzahlen

in einer Zeile oder als

Liste. Teilnahmeschluss ist der

20. Juni 2026.

Extra-Los in der Facebook-

Gruppe (optional)

Wenn Sie zusätzlich ein Extra-Los

erhalten möchten, besuchen

Sie unsere GUT ZUM

HERZ Facebook-Gruppe und

kommentieren Sie unter dem

angepinnten Gewinnspiel-Post

das Codewort FRÜHLINGS-

HERZI 2026. Damit wir Ihre

Teilnahme eindeutig zuordnen

können, ergänzen Sie in Ihrer

E-Mail bitte Ihren Facebook-

Namen (so wie er dort angezeigt

wird). Die Teilnahme per E-Mail

bleibt selbstverständlich auch

ohne Facebook möglich.

Diese Preise verlosen wir

Unter allen richtigen Einsendungen

verlosen wir drei Preise,

mehr dazu im Kasten rechts.

Hinweis zu Teilnahme und

Datenschutz

Teilnahme ab 18 Jahren. Die Gewinner

werden ausgelost und

per E-Mail benachrichtigt.

Ihre Daten werden ausschließlich

zur Durchführung des Gewinnspiels

verarbeitet und

anschließend gelöscht,

sofern keine gesetzlichen

Pflichten entgegenstehen.

Mehrfachteilnahmen

werden als eine

Teilnahme gewertet; eine

Barauszahlung ist ausgeschlossen,

der Rechtsweg

ebenfalls. Hinweis:

Das Herzi auf dieser Seite

gehört nicht zum Gewinnspiel.

Die Teilnahme ist kostenlos

und nicht an einen Kauf gebunden.

Viel Glück!

Los

gehts ab

jetzt!

118


WERBUNG

Die Preise werden

mit freundlicher

Unterstützung von

zur Verfügung gestellt.

1. Preis

Tischdekobox

„Think Pink“

2. Preis

Tischdekobox

„Es grünt so grün“

Veranstalter:

JUNG & JUNG Verlag

Mauerheimstraße 8

63811 Stockstadt am Main

GUT ZUM HERZ wie auch

CreaTina sind Projekte von

https://jungundjungverlag.de/

3. Preis

Tischdekobox

„Natürlich Schön“

119


HerzInfo | PRÄVENTION

Ottawa weiterdenken

Grundsatz zur praktis

von Matthias Jung

Die Ottawa-Charta wird 2026 vierzig Jahre alt – und jetzt zählt d

I

m Wintermagazin haben wir

auf die Ottawa-Charta geblickt

und auf die Frage, wie Gesundheit

im Alltag entsteht. Gemeint

war damit von Anfang an mehr als

medizinische Versorgung. Es geht

auch um Lebenswelten, Bildung,

Teilhabe, verständliche Informationen

und politische Rahmenbedingungen.

Genau an diesem

Punkt setzt dieser Folgebeitrag an.

Jubiläumsjahr – und Prüfstein

zugleich

Denn 2026 ist für die Ottawa-

Charta nicht nur ein Jubiläumsjahr.

Es ist auch ein Prüfstein:

Was von diesen Grundgedanken

kommt heute tatsächlich im Alltag

an? Der Think Tank Im Puls.

Herz-Kreislauf greift diese Frage

in seiner laufenden Arbeit auf. Bei

der ersten Arbeitssitzung des Jahres

am 5. März 2026 wurden die

Schwerpunkte für die nächsten

Monate weiter geschärft.

Es geht dabei nicht um eine feierliche

Rückschau allein. Spannender

ist die Frage, wie sich die

Grundidee der Gesundheitsförderung

unter heutigen Bedingungen

weiterdenken lässt. Viele He-

120


– vom

chen Arbeit

ie Umsetzung.

rausforderungen sind sichtbarer

geworden: soziale Unterschiede,

Zeitdruck im Alltag, digitale Informationsflut,

sprachliche Hürden

und die Frage, wie Menschen

Orientierung finden, wenn gesundheitliche

Themen komplex

werden. Genau deshalb bleibt die

Ottawa-Charta aktuell. Sie erinnert

daran, dass Gesundheit

nicht zufällig entsteht, sondern

in Strukturen, Beziehungen und

konkreten Lebensbedingungen.

GUT ZUM HERZ bringt

Alltagsperspektiven ein

Für GUT ZUM HERZ ist das mehr

als ein Thema von außen. Ich arbeite

im Think Tank Im Puls. Herz-

Kreislauf in der Arbeitsgruppe

„Entwicklung persönlicher Kompetenzen“

mit und bringe dort die

Perspektive von GUT ZUM HERZ

ein. Gerade das ist aus meiner

Sicht wichtig: Gesundheitsförderung

darf nicht nur in Konzeptpapieren

gut klingen. Sie muss

im Alltag verständlich, erreichbar

und anschlussfähig sein.

Aus unserer Community kennen

wir viele Rückmeldungen, die

121


genau in diese Richtung weisen.

Menschen wünschen sich keine

abstrakten Debatten, sondern

Orientierung, die im echten Leben

trägt. Oft geht es um sehr konkrete

Fragen: Wie ordne ich Informationen

ein? Was bespreche ich in der

Praxis? Wo finde ich verständliche

Erklärungen? Und wie gehe ich

mit Unsicherheit um, wenn Begriffe,

Abläufe oder Zuständigkeiten

unklar bleiben?

Gesundheitskompetenz

entscheidet mit

Besonders relevant ist dabei der

Blick auf Gesundheitskompetenz.

Es geht darum, Informationen

so aufzubereiten, dass Menschen

sie wirklich nutzen können. Verständliche

Sprache, barrierefreie

Kommunikation und der Zugang

zu Gesundheitswissen sind keine

Nebensachen. Sie entscheiden oft

mit darüber, ob Prävention und

Orientierung im Alltag überhaupt

ankommen. Genau diese Richtung

wurde auch in der Arbeitssitzung

erneut betont.

Gesundheitskompetenz bedeutet

eben nicht nur, Informationen irgendwo

bereitzustellen. Sie müssen

auffindbar, verständlich und

im richtigen Moment hilfreich

sein. Gerade bei Herz-Kreislauf-

Themen zeigt sich, wie wichtig das

ist. Wer Symptome, Risiken oder

Zusammenhänge nicht einordnen

kann, erlebt schnell Unsicherheit.

Wer dagegen verständliche Informationen

erhält, kann Fragen

besser formulieren, Gespräche gezielter

führen und Entscheidungen

bewusster vorbereiten.

Gesundheitsförderung

messbar machen

Ob Gesundheitsförderung im

Alltag ankommt, zeigt sich oft

an kleinen, aber entscheidenden

Punkten:

• Informationen sind so formuliert,

dass Menschen sie ohne

Vorwissen verstehen können

• Angebote erreichen auch diejenigen,

die nicht von selbst

den Weg zu ihnen finden

• Prävention wird nicht nur gefordert,

sondern durch passende

Rahmenbedingungen

unterstützt

• Menschen erleben Teilhabe

statt zusätzlicher Hürden

• Gesundheit wird nicht auf Behandlung

reduziert, sondern

als Bestandteil des Alltags

ernst genommen

Gesundheit breiter denken

Spannend ist außerdem, dass der

Think Tank Gesundheit bewusst

breiter denkt. Nicht nur als Frage

von Diagnose und Versorgung,

sondern auch als Frage von Teilhabe,

Lebensqualität und der Fähigkeit,

mit Belastungen umzugehen.

Damit wird der Gedanke der Ottawa-Charta

ins Heute übersetzt:

Gesundheit entsteht nicht nur

in Praxen und Kliniken, sondern

auch dort, wo Menschen wohnen,

arbeiten, lernen und ihren Alltag

organisieren.

Daraus ergibt sich auch ein anderer

Blick auf Verantwortung. Natürlich

spielen medizinische Versorgung,

Fachwissen und Prävention

eine wichtige Rolle. Gleichzeitig

zeigt sich, dass Gesundheit immer

auch von sozialen, sprachlichen

und organisatorischen Voraussetzungen

abhängt.

Wer Termine schwer koordinieren

kann, Informationen nicht versteht

oder sich im System nicht

angesprochen fühlt, hat es deutlich

schwerer, Angebote überhaupt

zu nutzen.

Was wir aus der Community

mitnehmen

Für uns bei GUT ZUM HERZ ist

genau das anschlussfähig. Wir erleben

in der Community immer

wieder, dass Menschen nicht nur

medizinische Informationen suchen,

sondern vor allem Einordnung:

Was bedeutet das für meinen

Alltag? Was ist verständlich

erklärt? Wo fühle ich mich mit

meinen Fragen mitgedacht? Wenn

solche Erfahrungen in die Arbeit

einer Arbeitsgruppe einfließen,

kann daraus etwas entstehen, das

näher an der Lebenswirklichkeit

ist.

Besonders häufig begegnen uns

dabei drei Bedürfnisse:

• verständliche Sprache statt

Fachsprache ohne Einordnung

• Orientierung im Alltag statt

reiner Informationsfülle

• das Gefühl, mit Fragen und

Unsicherheiten ernst genommen

zu werden

Gerade darin liegt eine praktische

Chance. Wenn Erfahrungen aus

der Community nicht nur gesammelt,

sondern auch systematisch

weitergegeben werden, können

sie helfen, Perspektiven zu schärfen

und Themen relevanter aufzubereiten.

Wir arbeiten im Think Tank Im

Puls. Herz-Kreislauf aktiv mit

und bringen dort die Perspektiven

von GUT ZUM HERZ ein.

122


Alles begann 1986

in Ottawa/Kanada

Die Ottawa-Charta wird 2026

vierzig Jahre alt. Doch dieser

Beitrag blickt nicht nur zurück,

sondern fragt, was von ihren

Grundgedanken heute im Alltag

tatsächlich ankommt. Es

geht um die große Frage, wie

Gesundheit entsteht: nicht nur

in Praxen und Kliniken, sondern

auch dort, wo Menschen

wohnen, arbeiten, lernen und

Entscheidungen treffen. Genau

das macht den Beitrag so lesenswert.

Sie lesen hier keinen rückwärtsgewandten

Jubiläumstext, sondern

eine Einordnung mit Blick

auf heute. Der Beitrag zeigt,

warum die Ottawa-Charta bis

heute als Kompass für Gesundheitsförderung

gilt und weshalb

ihre Gedanken gerade bei Herz-

Kreislauf-Themen so aktuell

bleiben. Gesundheit wird darin

als Querschnittsaufgabe verstanden

– geprägt von Bildung,

Wohnumfeld, Arbeit, Mobilität,

sozialer Sicherheit und Teilhabe.

• Sie bekommen einen verständlichen

Überblick über die fünf

Handlungsfelder der Ottawa-

Charta – von gesundheitsförderlicher

Politik über unterstützende

Lebenswelten bis hin zu

verständlicher Information und

neu ausgerichteten Gesundheitsdiensten.

• Sie sehen, warum Prävention

im Alltag oft dort beginnt, wo

Rahmenbedingungen verändert

werden: etwa durch sichere

Wege, niedrigschwellige Beratung,

verständliche Kennzeichnung

oder bessere Zugänge zu

Informationen.

• Sie lesen, welche Herausforderungen

in Deutschland bestehen:

gute Ansätze sind da,

aber föderale Zuständigkeiten,

Projektlogiken und Personalmangel

können die Umsetzung

erschweren. Gleichzeitig entstehen

vielerorts Modelle, die

Gesundheitsförderung in Kitas,

Schulen, Betrieben und Pflege

konkreter machen.

• Sie erfahren auch, warum der

Think Tank Im Puls. Herz-Kreislauf

solche Fragen in Arbeitsgruppen

vertieft bearbeitet und

weshalb GUT ZUM HERZ dort

aktiv mitarbeitet. Eingebracht

wird die Betroffenensicht aus

der Community: Wo hakt es an

Übergängen? Was ist zu kompliziert?

Welche Sprache hilft

wirklich weiter, ohne zu überversprechen?

Gerade dadurch wird der Beitrag

stark: Er verbindet Grundsatz,

Gegenwart und praktische

Relevanz. Am Ende bleiben drei

zentrale Fragen stehen: Erreichen

wir Menschen mit hohem

Risiko wirklich? Wird Zusammenarbeit

so organisiert, dass

sie nicht an Zuständigkeiten

scheitert? Und lernen wir aus

Erfahrungen und Daten, ohne

die Praxis mit Bürokratie zu

überladen? Genau diese Fragen

machen neugierig auf den gesamten

Beitrag.

Quellen zu diesem Thema:

• BZgA / Leitbegriffe der

Gesundheitsförderung –

„Gesundheitsförderung 1:

Grundlagen“

• Robert Koch-Institut (RKI)

– „Gesundheitskompetenz /

Health Literacy“

• BMG – „Das Präventionsgesetz“

Besonders spannend ist, dass

der Beitrag konkrete Linien in

die Gegenwart zieht:

• Sie erfahren, warum Gesundheitsförderung

mehr ist als ein

Appell an individuelles Verhalten.

Entscheidend sind oft auch

Regeln, Strukturen und Lebenswelten,

die gesundes Handeln

überhaupt erst möglich machen.

• Photo: City of Ottawa

HerzInfo | PRÄVENTION

Am Rideau Canal

begann ein Umdenken

von Matthias Jung

Die Ottawa-Charta wird 2026 vierzig Jahre alt – und die Frage bleibt: Wie entsteht Gesundheit im Alltag?

ttawa, Mitte November

1986. Kalte, klare Luft, frü-

Dämmerung, das Licht Ohe

flach über den Steinfassaden der

Innenstadt. Wer zwischen zwei

Sitzungen kurz den Kopf frei bekommen

wollte, musste nicht weit

gehen: In der Nähe des Parliament

Hill liegt am nördlichen Ende des

Rideau Canal ein Ort, an dem

Wasser, Wege und Stadt aufeinandertreffen

– Schleusen, Uferkanten,

ein offener Blick in den Himmel

über der Hauptstadt.

Drinnen: ein anderer Blick auf

Gesundheit

Man kann sich vorstellen, wie

Tagungsteilnehmende dort für

einen Moment stehen bleiben:

nicht, um Antworten zu finden,

sondern um die Gedanken zu sortieren.

Drinnen geht es um mehr

als Programme und Zuständigkeiten.

Es geht um die Frage, wie

Gesellschaften Gesundheit überhaupt

denken – nicht als reine

Aufgabe von Praxen und Kliniken,

sondern als Thema, das auch

in Schulen, Betrieben, Kommunen,

Verkehr, Ernährung, Medien

und Politik mitentschieden wird.

17. bis 21. November 1986 – und

der Blick auf 2026

HIER

den ganzen

Beitrag

lesen.

Vom 17. bis 21. November 1986 traf

sich in Ottawa die erste internationale

Konferenz zur Gesundheitsförderung.

Am 21. November

wurde die Ottawa-Charta als

Handlungsrahmen vorgestellt

– ein Text, der Gesundheitsförderung

bis heute prägt, weil er Verantwortung

breiter fasst und Zusammenarbeit

einfordert.

2026 wird dieses Dokument 40

Jahre alt. Diese Zeitspanne ist

ein guter Anlass, zurückzublicken:

Was damals als Leitidee formuliert

wurde, ist heute eine konkrete

Frage an Entscheidungen außerhalb

des Gesundheitswesens

– überall dort, wo Alltag entsteht.

Warum dieser Moment

nachwirkt

Vielleicht ist es genau dieser Kontrast,

der den Ort so passend macht:

Draußen fließt das Wasser durch

ein System, das nur funktioniert,

wenn alle Elemente zusammenspielen.

Drinnen wird ein Gedanke

greifbar, der ähnlich gebaut ist

– nicht als Versprechen, sondern

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

123



WERBUNG


HerzAktiv | HERZENSORTE Tour

Zwischen Nordsee

und Ostsee

Eine Reise zu Küstenorten, Promenaden und

HERZENSORTE-Momenten am Meer

von Matthias Jung

Eine Reise zwischen Nordsee und Ostsee ist die ideale Bühne, um

HERZENSORTE erlebbar zu machen – und mit Juist beginnt sie an einem Ort,

der Ruhe, Weite und Promenadengefühl auf besondere Weise verbindet. Im

Zentrum steht die Strandpromenade der Nordseeinsel als Sinnbild dafür, wie

Küste, Bewegung und bewusste Momente zusammenwirken.

Mit Juist beginnt eine Idee,

die mehr sein kann als

ein einzelner Ausflug.

Die Strandpromenade der Nordseeinsel

steht für Weite, Wind,

klare Luft und das Gefühl, dass ein

Ort den eigenen Takt verändert.

Wer dort ankommt, merkt schnell,

dass es nicht viel braucht: ein Blick

aufs Meer, ein kurzer Weg entlang

der Promenade, ein Foto, das den

Moment festhält. Genau darin

liegt der Reiz dieser Route zwischen

Nordsee und Ostsee.

HerzAktiv ohne Eile

Für GUT ZUM HERZ ist das kein

touristischer Pflichtkatalog, sondern

ein HerzAktiv-Format mit

eigener Haltung. Es geht nicht darum,

möglichst viele Orte in kurzer

Zeit abzuhaken.

Es geht um bewusst gewählte Stationen,

an denen man innehält,

schaut und ein Stück Küste mitnimmt.

Juist setzt dafür den richtigen

Auftakt. Die Insel steht nicht

für Tempo, sondern für Ruhe,

Horizont und das Gefühl von Ankunft.

Fehmarn als zweiter Pol

Fehmarn bildet dazu einen zweiten

Pol. Der Yachthafen in Burgtiefe

erzählt eine andere Küstengeschichte:

offener, bewegter,

maritimer.

Boote, Promenade, Wasser und

Hafenatmosphäre schaffen dort

einen Rahmen, der Aufbruch und

Orientierung zugleich vermittelt.

126


Photo: Lars Wehrmann

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

Selfie Point

Juist und Fehmarn zeigen, dass

Nordsee und Ostsee nicht dieselbe

Stimmung transportieren, sondern

zwei unterschiedliche Charaktere.

Aus einem Ort wird eine Route

Daraus entsteht eine Reiseidee,

die nicht auf Leistung, sondern

auf Wahrnehmung setzt. Ein Selfie

Point ist hier kein Selbstzweck,

sondern ein Anlass, einen Ort

bewusst zu erleben. Aus einem

Fotopunkt wird ein Erinnerungsmoment.

Aus einem Bild wird eine

kleine Erzählung. Und aus einzelnen

Stationen wächst Schritt für

Schritt eine Küstenlinie aus HER-

ZENSORTE-Momenten, die Menschen

nicht belehren, sondern begleiten.

Wie es weitergeht

Die Tour verbindet Promenade,

Hafenblick, Inselgefühl und Horizont.

Sie beginnt mit Juist, führt

weiter nach Fehmarn und bleibt

offen für weitere Orte, die diese

Linie sinnvoll ergänzen. So wird

aus zwei starken Küstenorten ein

Format, das sich weitererzählen

lässt – ruhig und nah an dem, was

unterwegs wirklich zählt.

Begleiten Sie uns auf unserer

Tour und erleben Sie mit uns

die einzelnen Stationen zwischen

Nordsee und Ostsee hautnah.

Mehr dazu demnächst auf

den nächsten Seiten.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

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Die

GUT ZUM

Jahr

PREVIEW

Die Freischaltu

Exklusiver Conten

Folgen Sie uns auf S

Freischaltung nic

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LOCKED

ng erfolgt bald

t bald verfügbar!

ocial Media, um die

ht zu verpassen.

HERZ

eszeiten

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Die

GUT ZUM

Jahr

PREVIEW

Die Freischaltu

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LOCKED

ng erfolgt bald

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ht zu verpassen.

HERZ

eszeiten

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HerzInfo | DIE KOLUMNE

von Matthias Jung

Liebe und ich

Früher war Nähe einfacher – heute ist sie vielleicht bewusster

Ich hätte früher nicht gedacht, dass das

Herz so weit in mein Leben hineinwirkt.

Für mich war es lange Medizin: Puls,

Belastung, Untersuchung, Blutdruck. Mehr

nicht. Dass es irgendwann auch mit Nähe,

Unsicherheit und Selbstverständlichkeit zu

tun haben könnte, hätte ich so nicht gesagt.

Heute sehe ich es anders. Seit ich gemerkt

habe, dass der Körper nicht einfach nur

mitläuft, hat sich mein Blick verändert.

Nicht schlagartig, aber deutlich genug.

Man denkt anders über Belastung,

Sicherheit und das, was früher einfach

lief. Irgendwann merkt man: Es geht nicht

nur um Gesundheit, sondern auch um

Auftreten, Souveränität, Beziehung und

Nähe. Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung

verändert Termine, Befunde und Routinen.

Sie rückt einem näher und mischt sich ein.

Nicht laut, aber spürbar. Auf einmal ist der

eigene Körper nicht mehr nur da, sondern

ein Faktor. Ich bin vorsichtiger. Nicht

ängstlich. Aber wachsamer.

Das betrifft nicht nur körperliche

Belastung, sondern auch die Frage, wie

frei man sich noch fühlt und was das mit

Nähe macht, wenn Sicherheit nicht mehr

vorausgesetzt werden kann. Darüber

spricht man als Mann nicht gern. Man will

nicht klein wirken, nicht empfindlich, nicht

ausgebremst. Also macht man weiter, sagt

wenig, spielt manches herunter. Ich kenne

diesen Reflex und halte ihn nicht für klug.

Wegdrücken hilft nicht. Man wird dadurch

höchstens ungenauer. Ich glaube, ein klarer

Blick auf die eigene Situation hat mehr

mit Stärke zu tun als jedes Durchhalten um

jeden Preis. Für mich hat das mit Nähe zu

tun. Nicht sentimental, sondern praktisch.

Nähe braucht Grundvertrauen, in den

anderen Menschen und in den eigenen

Körper.

Wenn dieses Vertrauen Risse bekommt,

wird nichts unmöglich. Aber es wird

anders, weniger gedankenlos, weniger

selbstverständlich, vielleicht auch weniger

leicht. Das sollte man ernst nehmen. Reden

hilft. Aber zuerst hilft Ehrlichkeit: der Satz

an sich selbst, dass etwas nicht mehr so ist

wie früher. Darin steckt für mich nicht nur

Verlust. Es steckt auch etwas Nüchternes,

fast Befreiendes. Ich muss nichts beweisen.

Vielleicht geht es irgendwann nicht mehr

darum, unangreifbar zu erscheinen,

sondern darum, sich selbst ernst zu

nehmen. Das verändert auch den Blick auf

Nähe. Sie wird dadurch nicht größer oder

romantischer. Aber ehrlicher und klarer. Ich

finde, das ist kein schlechter Tausch. Früher

war Nähe einfacher. Aber vielleicht war sie

auch gedankenloser.

Heute ist sie für mich stärker mit Vertrauen

verbunden: mit dem Gefühl, dass man

nichts vorspielen muss. Am Ende ist das

die eigentliche Veränderung. Dass ich mich

nicht mehr darüber definiere, alles im Griff

zu haben, sondern darüber, genauer zu

wissen, was ich mir zutraue, was mir guttut

und wo ich ehrlich mit mir selbst sein muss.

Ihr Matthias Jung

132

Hinweis: Die hier beschriebenen Erfahrungen sind persönlich und nicht auf andere übertragbar.

Medizinische Fragen sollten immer individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.


HERZ & Welt

Die Serie geht weiter in dieser Ausgabe

Bei GUT ZUM HERZ schauen

wir in jeder Ausgabe darauf,

wie Herzversorgung in

Deutschland im Alltag ankommt

– mit all ihren Stärken, aber auch

mit den typischen Bruchstellen

zwischen Praxis, Klinik und Nachsorge.

Gleichzeitig erreichen uns immer

wieder Fragen aus der Community:

Wie lösen andere Länder diese

Übergänge? Was funktioniert dort

besser – und was eher nicht?

HERZ & Welt bleibt deshalb ein

fester Bestandteil unseres Jahreszeitenmagazins.

Viermal im Jahr

vergleichen wir die deutsche Herzversorgung

mit einem anderen

Land und ordnen ein, was Betroffene

daraus ableiten können – ohne

Idealisierung und ohne Bashing.

Dieses Mal: Deutschland und

Italien. Zwei Länder mit leistungsfähigen

Gesundheitssystemen,

die auf den ersten Blick

durchaus vergleichbar wirken –

und sich im Detail doch spürbar

unterscheiden: etwa bei der Rolle

der hausärztlichen Versorgung,

bei regionalen Versorgungsstrukturen

und bei der Frage, wie eng

Nachsorge, Rehabilitation und

Koordination im Alltag miteinander

verzahnt sind.

Unser Anspruch bleibt dabei derselbe:

sachlich, realistisch,

nachvollziehbar. Wir zeigen

Stärken und Schwächen beider

Länder, benennen offene Punkte

und konzentrieren uns auf das,

was für HerzPatientinnen und

-Patienten wirklich zählt: Orientierung,

verständliche Information

und eine Versorgung, die auch

nach dem Klinikaufenthalt trägt.

Den Beitrag finden Sie ab Seite

154 in diesem Magazin. Dort

zeigen wir, wie Deutschland

und Italien Herzversorgung im

Alltag organisieren, an welchen

Stellen sich die Systeme unterscheiden.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

133


PATIENT EMPOWERMENT

Gute Entscheidungen beginnen damit, medizinische Informationen

zu verstehen – und im Arztgespräch die richtigen Fragen zu stellen.

Unter dem Dach „Patient Empowerment“ finden Sie bei GUT ZUM

HERZ zwei Formate, die Sie dabei unterstützen.

MediKlar

MediKlar macht Medizin verständlich:

Komplexe Themen werden in klarer

Sprache erklärt, ohne unnötigen

Fachjargon. Begriffe, Befunde und

Untersuchungen werden eingeordnet,

typische Zusammenhänge erläutert

und Grenzen von Einzelwerten

sichtbar gemacht. Im Mittelpunkt

stehen Orientierung und Einordnung:

Was heißt das konkret, welche Fragen

entstehen daraus, und welche Punkte

sollten geklärt werden? MediKlar ersetzt

keine ärztliche Beratung, Diagnose

oder Therapieempfehlung. Quellen

und weiterführende Hinweise werden

transparent benannt; Fakten und

Einordnungen sind klar getrennt.

Wie sag ich’s

meinem Arzt?

Anleitungen zur Vorbereitung auf den

Arztbesuch: Anliegen strukturieren,

Symptome verständlich beschreiben

und Fragen priorisieren. Es geht um

allgemeine Orientierung: Welche Angaben

sind oft hilfreich (Beginn, Verlauf,

Auslöser, Begleitbeschwerden),

wie lassen sich Medikamente und Vorerkrankungen

übersichtlich notieren

und Unterlagen geordnet mitnehmen?

Ergänzend gibt es neutrale Formulierungsbeispiele

sowie eine kurze Checkliste,

um am Ende des Gesprächs die

wichtigsten Punkte für sich festzuhalten.

Keine individuelle Beratung, Diagnose

oder Therapieempfehlung; nur

Hilfe zur Vorbereitung.

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135


Essen unterwegs -

ohne den Autopiloten

Vom Terminal nach Gateway Gardens

von Matthias Jung

Lena, Vielfliegerin, landet in Frankfurt und nutzt HERZENSORTE als

Orientierung. Ihr Ziel: schnell satt werden – und trotzdem bewusst

auswählen. Station: The Italian in Gateway Gardens.

Lena ist viel unterwegs.

Flughäfen

kennt sie wie andere

ihre Stammstraße: Gate,

Gepäckband, kurzer Blick

aufs Handy, weiter. An

diesem Abend landet sie

in Frankfurt, der Tag war

eng getaktet, der Kopf voll,

der Magen leer. Hunger ist

kein Problem. Die Frage

ist eher: Was esse ich jetzt

– ohne dass es wieder nur

„irgendwas“ wird?

Warm, süß und fettig

Früher lief das bei ihr oft

nach dem gleichen Muster:

schnell, warm, süß oder

fettig, Hauptsache sofort.

Danach: Müdigkeit. Heute

möchte sie es anders machen.

Nicht kompliziert,

nicht dogmatisch. Einfach

eine bessere Wahl, wenn

sie die Möglichkeit hat.

Während sie Richtung

Ausgang läuft, fällt ihr

ein Begriff ein, den sie

vor kurzem entdeckt hat:

HERZENSORTE. Ein Format

von GUT ZUM HERZ,

das Orte sammelt, an denen

man bewusste Auswahl

im Alltag leichter

findet – gerade dann, wenn

Zeit und Umgebung eigentlich

dagegenarbeiten.

Kein Versprechen, kein

„Wundermenü“. Eher eine

Orientierung: Wo kann ich

hingehen, wenn ich nicht

jedes Mal neu anfangen

will?

Lena tippt sich durch die

Seite. Frankfurt, Gateway

Gardens. Ein Treffer: The

Italian. Nicht weit weg, gut

erreichbar. Sie speichert

den Ort, steckt das Handy

weg und merkt: Allein die

Entscheidung fühlt sich

schon besser an als der Autopilot.

Lenas 60-Sekunden-

Check (für unterwegs)

Ohne Fachsprache, ohne

Nährwerttabellen – nur

drei schnelle Fragen:

• Gibt es etwas, das nicht

„frittiert oder süß“ ist,

sondern ausgewogen

wirkt?

• Kann ich anpassen – z.

B. Soße separat, extra

Gemüse, kleinere Portion?

• Ist es ein Ort, an dem

Nachfragen normal ist

– ohne dass man sich

erklären muss?

„Ich brauche jetzt etwas,

das mich nicht umhaut“,

sagt Lena halblaut zu sich

selbst. Dann lächelt sie.

„Und ich will satt werden –

nicht belehrt.“

Gateway Gardens: The

Italian – ein Ort, an dem

Nachfragen dazugehört

Gateway Gardens wirkt

wie eine Zwischenwelt

zwischen Stadt und

Terminal: modern,

aufgeräumt, mit dem

Gefühl, dass hier viele

Menschen unterwegs

sind – so wie Lena. Sie

136


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Phot0: FRAPORT (KI-GENERIERT)

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

137


kommt bei The Italian an, bleibt

kurz stehen und schaut durch die

Scheiben. Drinnen: Betrieb, aber

kein Stress. Draußen: Plätze, an

denen man auch mit Trolley sitzen

kann, ohne im Weg zu sein.

Lena setzt sich, atmet durch und

merkt: Jetzt ist der Moment, in

dem sich entscheidet, ob „bewusst“

im Alltag funktioniert – oder ob

es doch wieder ein Kompromiss

wird. Sie öffnet die Karte nicht,

um Kalorien zu zählen.

Sie sucht nach Logik: eine Basis, die

satt macht, etwas Frisches dazu,

und die Möglichkeit, die „Extras“

zu steuern. Als die Bedienung

kommt, formuliert Lena ihre

Fragen so, wie sie sie auch im Job

stellen würde: klar, freundlich,

ohne langen Vortrag.

• „Könnte ich die Soße separat

bekommen?“

• „Ist es möglich, mehr Gemüse

statt einer schweren Beilage zu

nehmen?“

• „Und wenn es passt: eine kleinere

Portion – ich nehme lieber später

noch etwas Kleines als jetzt zu viel.“

Die Antworten kommen ohne

Augenrollen. Genau das ist für

Lena der Unterschied: Nicht das

perfekte Gericht, sondern ein

Umfeld, in dem Anpassungen

selbstverständlich sind.

So bestelle ich unterwegs

bewusster (Lenas Praxis-Tipps)

• Soßen und Dressing separat:

Dann entscheidet man selbst

über die Menge.

• Gemüse als „Plus“: Nachfragen,

ob man Gemüse, Salat oder

Antipasti ergänzen kann.

• Portion steuerbar:

Halbportion, Teilen, oder

„kleiner, dafür passend“.

Getränke simpel halten: Wasser,

ungesüßt – nicht als Regel, sondern

als Alltags-Hack. Satt werden,

nicht „überladen“: lieber ein klarer

Teller als drei Baustellen.

Drei Beispiele, wie „bewusst“

aussehen kann

The Italian steht für Genuss zu

jeder Tageszeit: morgens, mittags,

abends – und wenn es passt,

auch dazwischen. Die Beispiele

auf der übernächsten Seite

zeigen, wie vielseitig das Konzept

ist: vom frischen Frühstück

mit Lachs über ein leichtes

Spargelgericht zum Mittag bis

zum bunten Salat am Abend.

Dazu finden Sie weitere Ideen,

Kombinationsmöglichkeiten und

kleine Hinweise für die Auswahl:

mehr Gemüse, Dips und Käse

bewusst dosiert – und als Begleiter

am besten Wasser oder ungesüßter

Tee. So bleibt alles alltagstauglich,

ohne dass der Genuss zu kurz

kommt.

Ob für die kurze Pause

zwischendurch oder fürs Essen

in geselliger Runde: Die Gerichte

sind so gedacht, dass Sie sie nach

Appetit zusammenstellen können.

unkompliziert und genau passend

für den Moment.

138


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139


morgens mittags abends

Lachs trifft auf viel

Frisches am Morgen

Auf diesem Teller stehen

(Räucher-)Lachs und viel

Frisches wie Blattsalat, Gurke,

Tomaten und Zitrone im

Mittelpunkt. Ergänzt wird das

Ganze durch Brot sowie kleine

Portionen von Aufstrichen und

Käse – eine Kombination, die

gut in einen ausgewogenen

Ernährungsstil passen kann.

Wer die Herzgesundheit im

Blick hat, setzt häufig auf

viel Pflanzliches als Basis,

ergänzt durch passende

Eiweißquellen und eine

bewusste Auswahl an Fetten.

Sinnvoll ist außerdem der Blick

auf Salz und Portionsgrößen,

denn Räucherfisch, Käse und

cremige Dips unterscheiden

sich je nach Produkt deutlich.

Praktisch: lieber Vollkornbrot

wählen, Dips sparsam

einsetzen und mit extra

Gemüse ausgleichen. Wasser

oder ungesüßter Tee rundet die

Mahlzeit ab. Wer empfindlich

auf Salz reagiert, greift zu

weniger salzigen Varianten

und prüft: Nährwertangaben.

Entscheidend bleibt die

Gesamternährung über den Tag

hinweg.

Spargel & Rucola:

Leicht, würzig, klar

Weißer Spargel mit Rucola

und gehobeltem Hartkäse:

eine leichte Kombination,

die viel Gemüse und frische

Aromen auf den Teller

bringt. Spargel und Rucola

liefern Ballaststoffe sowie

verschiedene Mikronährstoffe

und pflanzliche Inhaltsstoffe

und passen damit gut in eine

herzbewusste, ausgewogene

Ernährung. Entscheidend ist

wie immer das Gesamtbild:

viel Pflanzliches als Basis, ein

maßvoller Umgang mit Salz

und ein Dressing, das nicht zu

schwer ausfällt. Als Begleiter

passen z. B. Kartoffeln oder

Vollkornbrot; den Käse besser

fein dosieren, weil er je nach

Sorte deutlich salzreich sein

kann. Wer wegen Nierenoder

Stoffwechselthemen

bestimmte Nährstoffe beachten

muss, klärt individuelle

Empfehlungen ärztlich oder

ernährungsmedizinisch. Tipp:

Mit Kräutern, Zitronensaft

und etwas Olivenöl entsteht

viel Geschmack ohne stark

nachzusalzen. Ab April 2026,

dem Start in die Spargelzeit

wieder im Angebot.

Bunter Avocado-Salat

zum Dinner

Ein gemischter Blattsalat mit

Tomatenstücken, Avocado-

Spalten und Sprossen: knackig,

aromatisch und angenehm

leicht. Solche Kombinationen

bringen Vielfalt auf den Teller

und liefern Ballaststoffe

sowie eine breite Mischung an

Vitaminen, Mineralstoffen und

sekundären Pflanzenstoffen.

Die Avocado sorgt für

eine cremige Komponente

und ergänzt den Salat mit

überwiegend ungesättigten

Fetten – gut, wenn man

bewusst kombiniert. Für eine

herzbewusste Auswahl zählt

vor allem das Gesamtbild:

viel Pflanzliches als Basis, ein

Dressing ohne unnötig viel Salz

oder Zucker und bei Bedarf ein

sättigender Zusatz. Gut passen

zum Beispiel Kichererbsen,

Bohnen, ungesalzene Nüsse

oder eine Eiweißquelle wie

Joghurt, Ei oder Fisch. So bleibt

der Teller alltagstauglich. Wer

Salz sparen will, würzt mit

Kräutern, Zitrone oder Pfeffer.

So bleibt der Geschmack, ohne

nachzusalzen, auch unterwegs.

... immer

140


WERBUNG

Wichtige Informationen

Location:

Adresse:

Kontakt:

Wo ist das?

The Italian – Frankfurt am Main

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7, 60549 Frankfurt am Main (Stadtteil

Flughafen, Quartier Gateway Gardens)

Telefon: +49 69 78803199 Web: the-italian-frankfurt.de

Das Restaurant liegt im neuen Quartier Gateway Gardens unmittelbar

am Flughafen Frankfurt (FRA). Die S-Bahn-Station „Gateway Gardens“

der Linien S8/S9 ist nur wenige Schritte entfernt; von dort sind es zwei

Minuten bis Terminal 1 und rund zehn Minuten bis zum Hauptbahnhof.

Als Orientierungspunkt: Gegenüber befindet sich das Park Inn by

Radisson Frankfurt Airport (Hausnummer 10 in derselben Straße).

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet: Mo–Sa: 10:00–00:00, So: 10:00–22:00

Küche: täglich 11:30–22:00. Ausnahmen gibt es lediglich an Weihnachten und Silvester

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HERZ & LIEBE

Nähe, Vertrauen und das, was oft unausgesprochen bleibt

Nicht alles, was Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung beschäftigt,

steht in Arztbriefen, Laborwerten oder Medikamentenplänen.

Oft sind es die stilleren Fragen, die den Alltag prägen: Wie verändert

sich das Gefühl von Sicherheit? Was passiert mit Nähe und

Partnerschaft? Und wie gelingt es, dem eigenen Körper wieder mehr

zu vertrauen?

Mit HERZ & LIEBE widmet sich GUT ZUM HERZ einem Themenfeld,

das viele betrifft und über das dennoch oft zu wenig gesprochen wird.

Das Magazin verbindet medizinische Einordnung mit Lebensrealität

und richtet den Blick auf das, was zwischen Befund und Alltag liegt:

Unsicherheit, Rückzug, Vertrauen und die Frage, wie Lebensfreude

ihren Platz behalten kann.

GUT

ZUM

HERZ

Dabei geht es nicht um einfache Antworten und nicht um zugespitzte

Botschaften. Es geht um Orientierung, um sensible Sprache und um

einen Rahmen, der dem Thema gerecht wird. HERZ & LIEBE möchte

zeigen, dass Herzgesundheit mehr ist als medizinische Kontrolle. Sie

berührt auch das, was Menschen miteinander verbindet und was im

Alltag oft schwerer anzusprechen ist, als es von außen wirkt..

Das kostenfreie Themenmagazin

»HERZ & LIEBE« von GUT ZUM HERZ

erscheint am Dienstag, dem 7. April 2026

Ein Themenmagazin über Nähe, Sicherheit und Lebensfreude

mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media –

so verpassen Sie keine neuen Tagebuch-Beiträge

und die Veröffentlichung dieser Ausgabe.

143


Herzschlag-Patientenstimme

144

Gesundheit

mitgestalten

Ihre Stimme zählt

Erklärung des

partizipativen

Konzepts

Jetzt mitreden

Das partizipative

Prinzip beschreibt

einen HERZ ist die Community

Für uns bei GUT ZUM

Ansatz, bei dem das Herzstück. Erfahren

Menschen an

Sie hier links, wie

Entscheidungen

das geht.

mitwirken, die sie

betreffen. Betroffene

und weitere Beteiligte

werden in Planung,

Gestaltung und Umsetzung von

Projekten und Maßnahmen einbezogen

– transparent, fair, auf

Augenhöhe. So fließen Erfahrungen,

Bedürfnisse und unterschiedliche

Sichtweisen in die Ergebnisfindung

ein. Der Ansatz orientiert

sich an demokratischen Grundgedanken

und betont Gleichberechtigung

und Verantwortung. Er

kann Engagement und Akzeptanz

stärken und die Qualität von Ergebnissen

verbessern, weil Ideen

gesammelt, abgewogen und begründet

entschieden werden. Partizipation

ist kein Erfolgsversprechen,

sondern ein klarer Prozess,

der Beteiligung ermöglicht und

gemeinsames Lernen fördert.

“Wir möchten unserer

Community hier

Gesichter geben. Schickt

uns Fotos von Euch und

wir ersetzen die Platzhalter

auf der rechten Seite.

GUT ZUM HERZ hebt sich durch sein partizipatives

Prinzip von anderen Gesundheitsportalen

ab. Kern dieses Ansatzes ist die aktive

Einbindung der Community in ihre Gesundheitsgestaltung.

Dieses Prinzip basiert auf der

Überzeugung, dass jeder Mensch ein tiefes Verständnis

seiner eigenen Gesundheit besitzt und

durch aktive Teilnahme am Portalprozess dieses

Wissen erweitern und teilen kann.

Wir ermöglichen es unserer Community, sich

durch persönliche Beiträge, Diskussionen und

Feedback aktiv an der Gestaltung von Inhalten

zu beteiligen. Dies fördert nicht nur die Gemeinschaftsbildung,

sondern auch das individuelle

Gesundheitsbewusstsein. Das Portal

kombiniert Nutzererfahrungen mit fachlichem

Expertenwissen, was zu einer umfassenden

und vielschichtigen Darstellung von Gesundheitsthemen

führt, ob präventiv oder korrektiv.

Damit diese Stimmen nicht nur gehört werden,

sondern tatsächlich zu Verbesserungen führen,

arbeiten wir zusätzlich mit verschiedenen Organisationen

und Akteuren zusammen, die im

gesundheitspolitischen Berlin aktiv sind. So

fließen Erfahrungen aus der Community in einen

größeren Kontext ein: Welche Rahmenbedingungen

helfen Prävention und Versorgung

im Alltag – und wo braucht es konkrete Veränderungen?

Mehr zu diesen Kooperationen und

zum Hintergrund des Ansatzes finden Sie ab

Seite 130 im Magazin.

Außerdem greifen wir dieses Thema im Herzgeflüster-Podcast

auf: Gemeinsam mit Steffen

Morscheck aus der Herzschlag-Community

zeichnen wir demnächst eine Folge auf, in der

es darum geht, wie Patient:innenstimmen gezielt

an die richtigen Stellen gelangen – in die

gesundheitspolitische Debatte, in die Versorgungspraxis

bei Ärztinnen und Ärzten sowie

in die Entscheidungswege von Krankenkassen.

Wir sprechen darüber, welche Formate und

„Übersetzungen“ nötig sind, damit Erfahrungen

nicht als Einzelfälle verpuffen, sondern als

HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

konkreter Impuls für bessere Prävention,

verständliche Kommunikation

und praktikable Ver-

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

sorgung wirken.

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

Mehr 31 Tage. 31 über Übungen. Steffen Ein Einstieg, der Morscheck

bleibt.

er erste Januar hat eine erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heu-

er viel zuschreibt: den SV Ein-

Dabei nennt er einen Ort, dem

auf DSeite 80 diesem Magazin.

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller, te trainieren beide gemeinsam. tracht Gommern e.V.. Dort hat

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

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HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

WERBUNG

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.

D

er erste Januar hat eine

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller,

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

In seiner Geschichte ist seine

Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin

und war, wie Steffen

erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heute

trainieren beide gemeinsam.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

was wirklich trägt: Struktur,

Dosierung, Wiederholung –

und eine Sprache, die motiviert,

ohne zu überfordern.

Dabei nennt er einen Ort, dem

er viel zuschreibt: den SV Eintracht

Gommern e.V.. Dort hat

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

und plant ab Februar 2026 den

nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.

Aus

dieser Mischung – Erfahrung,

90 9

145


HERZ

&

...Nähe



Wellbeing by

GUT ZUM HERZ

von Matthias Jung

Die Natur bietet Menschen Momente

der Ruhe, der Bereicherung und

des achtsamen Erlebens. Für Menschen

ab 50 eröffnen sich in bewussten

Begegnungen mit dem Grünen

vielfältige Wege, den Alltag entspannter

und erfüllter zu gestalten.

Hinausgehen und durchatmen

Ein Spaziergang durch den Wald,

das sanfte Plätschern eines Bachs

oder der weite Blick über eine Wiese

laden zu wertvollen Momenten des

Verweilens ein. Diese natürlichen

Begegnungen ermöglichen es, das

Tempo zu verlangsamen und aufmerksam

wahrzunehmen, was sich

um uns entfaltet. Die Vielfalt an Eindrücken

kann dazu beitragen, den

Tag bewusster und erfüllter zu gestalten.

Bewegung in natürlicher

Leichtigkeit

In der Natur bewegen wir uns oft

ganz selbstverständlich: Ein sanfter

Pfad, ein gemütlicher Rundweg oder

ein stiller Waldweg laden dazu ein,

das eigene Tempo zu finden und der

persönlichen Neigung zu folgen. Die

wechselnde Umgebung wirkt anregend

und macht körperliche Aktivität

zu einer angenehmen Auszeit. So

kann die Freude am Gehen bewahrt

werden, weil jeder seinen eigenen

Rhythmus und seine bevorzugte

Strecke wählen darf.

Entspannung inmitten des

Lebendigen der Jahreszeiten

Ein bewusster Aufenthalt im Freien

schenkt kleine Auszeiten,

die beim Loslassen helfen

können. Vogelgesang,

das Rauschen

der Blätter

oder das Spiel

des Lichts

in den

Baumkronen

bieten

Gelegenheiten,

d e n

Geist

z u r

Ruhe

kommen

zu

lassen

und neue

Aufmerksamkeit

zu

gewinnen.

Auch wenige

Minuten im Grünen

können als persönliche

Pause erlebt

werden, die zur inneren

Ausgeglichenheit beitragen.

Gemeinsam unter freiem Himmel

Natur verbindet Menschen auf natürliche

Weise. Ob bei einem gemeinsamen

Spaziergang, in kleiner

Runde mit vertrauten Menschen

Wellbe

GUT ZUM


ing by

oder beim stillen Austausch an einem

See – Aktivitäten im Grünen

fördern Gespräche, schaffen Anregungen

und stärken soziale Verbindungen.

Gerade für Menschen ab 50

kann das Gemeinschaftserlebnis

in der Natur bereichernd sein

und den Alltag auf wohltuende

Weise bereichern.

Die Achtsamkeit

im Wandel

der Jahreszeiten.

Die Natur

zeigt

sich in

jeder

Jahreszeit

von

einer

anderen

Seite:

Zarte

Frühlingsknospen,

warmes

Sommerlicht,

leuchtende

Herbstfarben

und die

stille Schönheit winterlicher

Landschaften

laden dazu ein, die Fülle

des Lebendigen bewusst zu

erleben. Wer sich Zeit nimmt, diese

Veränderungen wahrzunehmen,

kann kleine Momente der Achtsamkeit

in den Alltag einweben – eine

Einladung, das Leben in seiner natürlichen

Vielfalt zu würdigen.

HERZ

Kleine Naturerlebnisse bewusst

integrieren

Wellbeing by GUT ZUM HERZ lädt

dazu ein, kleine Naturerlebnisse

regelmäßig in den Alltag zu integrieren.

Ob ein kurzer Spaziergang

in der Mittagspause, das achtsame

Verweilen im Garten oder eine stille

Rast am Flussufer – solche Schritte

lassen sich einfach verwirklichen

und können das persönliche Wohlbefinden

nähren. Jede Begegnung

mit der Natur ist eine Gelegenheit,

sich Zeit für sich selbst zu nehmen

und den Moment in seiner Einzigartigkeit

zu würdigen.

Lesen Sie im Themenmagazin »REI-

SEN« noch mehr darüber, wie Naturerlebnisse

und bewusste Auszeiten

unterwegs zu mehr Wohlbefinden

und innerer Balance beitragen können.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


Die

GUT ZUM

Jah

PREVIEW

Die Freischaltung

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HERZ

reszeiten

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Die

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reszeiten

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HerzInfo | HERZ ...weltweit

DEUTSCHLAND / ITALIEN

Deutschland und Italien

stehen beide für leistungsfähige

Gesundheitssysteme,

setzen aber unterschiedliche

Schwerpunkte.

Ein Vergleich hilft, typische

Hürden im Alltag besser

zu verstehen – und gute

Ansätze schneller zu erkennen.

Versorgung und Zugang

Deutschland: Der Zugang

ist grundsätzlich gut. Viele

Betroffene erleben die Versorgung

dennoch als Weg

über mehrere Stationen:

Hausarztpraxis, Facharzt,

Klinik, Reha. Nicht immer ist

klar, wer koordiniert. Wenn

Informationen an Übergängen

nicht sauber weitergegeben

werden, entsteht

Unsicherheit: Wer behält eigentlich

den Überblick?

Italien: Auch dort ist die

Versorgung im Rahmen des

Servizio Sanitario Nazionale

breit angelegt. Eine zentrale

Rolle spielt der medico di

medicina generale, also der

Hausarzt. Vieles läuft über

ihn als erste Anlaufstelle und

als Bezugspunkt für weitere

Schritte. Das kann Orientierung

schaffen. Gleichzeitig

zeigen sich deutliche regionale

Unterschiede, die den

Zugang im Alltag spürbar

prägen.

Entlassung und

Rehabilitation

Deutschland: Die Rehabilitation

ist in vielen Indikationen

fest verankert. Aus

Sicht der Patientinnen und

Patienten entscheidet der

Alltag aber oft direkt nach

der Entlassung. Wenn Medikation,

Kontrolltermine, Belastungsgrenzen

und Warnzeichen

nicht verständlich

dokumentiert sind, wird

Selbstmanagement unnötig

riskant.

Italien: Auch in Italien gibt

es Rehabilitation und Nachsorge.

Im Alltag ist der Weg

danach jedoch stärker an die

regional organisierte Primärversorgung

zurückgebunden.

Das kann ein Vorteil

sein, wenn Hausarzt, wohnortnahe

Angebote und Nachsorge

gut ineinandergreifen.

Wo regionale Unterschiede

groß sind, kann genau dieser

Übergang aber auch holprig

wirken.

Selbstmanagement und

Kommunikation

Deutschland: Viele Patientinnen

und Patienten haben

vergleichsweise viel Raum

für Rückfragen und Mitgestaltung.

Das ist eine Stärke.

Gleichzeitig fällt fehlende

Koordination dadurch besonders

auf: beim Medikationsplan,

bei Zuständigkeiten

und bei der Frage, wer medizinische

Informationen verständlich

einordnet.

Italien: Die stärkere Verankerung

in der Primärversorgung

kann entlastend wirken.

Für chronisch Kranke

kommen zudem geregelte

Ansprüche wie Ticket-Befreiungen

hinzu. Solche Regelungen

können finanzielle

Hürden senken und Versor-

HERZ &

Herzgesundh

154


Welt

eit ...weltweit gung planbarer machen.

Entscheidend bleibt aber,

dass Betroffene verstehen,

welche Leistungen konkret

abgedeckt sind und wie regionale

Abläufe funktionieren.

Kultur und

Alltagswirkung

Deutschland: Mehr Beteiligung

funktioniert gut, wenn

Informationen verständlich

sind und Übergänge verlässlich

geregelt werden. Sonst

entsteht ein Paradox: Man

soll mitgestalten, bekommt

aber zu wenig Orientierung.

Italien: Die stärkere Rolle

des Hausarztes kann im Alltag

Struktur geben. Gleichzeitig

hängt viel davon ab,

wie gut Primärversorgung,

Fachtermine und regionale

Angebote tatsächlich verfügbar

sind. Das macht das

System nicht grundsätzlich

schlechter, aber oft ungleicher

in der Alltagserfahrung.

Netzwerke und Zentren

Deutschland: hohe Leistungsdichte,

starke Spezialisierung

und ein enges Netz

im Klinik- und Interventionsbereich.

Italien: ebenfalls spezialisierte

Zentren, aber stärker

verbunden mit regionalen

Versorgungswegen und

wohnortnaher Primärversorgung.

Wege zur Verbesserung

Deutschland könnte von

noch klareren Lotsenrollen

profitieren, besonders nach

Klinikaufenthalten und bei

komplexen Verläufen.

Italien könnte von einer regional

gleichmäßigeren Verfügbarkeit

der Primärversorgung

profitieren.

Beide Systeme gewinnen,

wenn Nachsorge, Rehabilitation

und verständliche Kommunikation

nicht als Zusatz,

sondern als fester Teil der

Behandlungskette verstanden

werden. Gerade in der

Herzversorgung reicht gute

Medizin allein nicht, wenn

Übergänge, Zuständigkeiten

und Erklärungen im Alltag

unklar bleiben.

Neugierig, wie Präventionsgeschichte

begann und warum

sie 2026 wieder hochaktuell

ist? Ab Seite XX

nehmen wir Sie mit nach

Ottawa – vom Rideau Canal

bis zu den Kernideen der Ottawa-Charta.

Wir zeigen, was daraus international

entstanden ist, wie

Deutschland Gesundheitsförderung

heute organisiert

und warum die Perspektive

der Betroffenen dabei eine

wichtige Rolle spielt. Lesen

Sie rein und gewinnen Sie

Orientierung darüber, wie

Gesundheit im Alltag auch

politisch mitgestaltet wird.

Vielleicht erkennen Sie

dabei auch, wie eng Gesundheit

im Alltag mit

gesellschaftlichen und

politischen Rahmenbedingungen

verbunden ist.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HERZ

Teilnehmende Organisationen

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Erfahrung zählt!“

Wir machen Magazine,

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authentisch, praxisnah,

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HERZ

&

...Freude

162


163


Wir wünschen unseren Le

schönes Pfingstwochenen

Pfingsten fällt in diesem Jahr auf den 24. un

Mögen die freien Tage Gelegenheit bieten, d

Das ganze Team von GUT ZUM HERZ

164


serinnen und Lesern ein

de.

d 25. Mai 2026.

urchzuatmen und neue Energie zu sammeln.

165


Der Runde Tisch

Herzschwäche

2026

166


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167


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GUT ZUM HERZ im Herzmonat November 2025 - das kostenfreie

Community-Magazin beantwortet Ihre Fragen rund um Herzgesundheit.

In dieser Sonderausgabe zum Herzmonat steht das Thema Blut

als Schlüssel zum Herz-Kreislauf-System im Fokus: Sie erhalten praxisnahe

Tipps, wie Sie Ihr Blutbild im Blick behalten und mit einfachen

Maßnahmen Ihr persönliches Gesundheits-Management unterstützen

können.

Das Magazin wächst in den kommenden Wochen weiter und erscheint

in Tagebuch-Form mit folgenden Beiträgen:

GUT

ZUM

HERZ

• Bertelsmann Stiftung: Befunddolmetscher verstehen

• Anleitung: Blutdruckmessgerät korrekt anwenden

• SONDERTHEMA „Cholesterin“

• LDL vs. HDL – Grundlagen und Hintergründe

• Die Kolumne von Matthias Jung und seinen eigenen Erfahrungen

• Smartwatches und Herzgesundheit: Wie Assistenzsysteme helfen

können

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine

ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden

wenden Sie sich bitte an Ihre medizinischen Fachkräfte.

Folgen Sie uns auf Social Media, um keine Neuerscheinung zu

verpassen.

169


DER SPÄTERE

RUHESTAND ALS

LEBENSBOOST

B

MGjobs-im-fokus.de

R E I F E

LEISTUNG

Der Podcast

Der demografische Wandel in Deutschland stellt

das Rentensystem vor erhebliche Herausforderungen.

Angesichts einer alternden Bevölkerung und

steigender Lebenserwartung wird es zunehmend

notwendig, das Renteneintrittsalter entsprechend

anzupassen. Um diese verlängerte Erwerbsphase gesund und

produktiv zu gestalten, sind präventive Maßnahmen und ein bewusster

Lebensstil unerlässlich.

Gesundheitstipps für ältere Berufstätige

Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse unseres

Körpers. Es wird immer wichtiger, gesunde Gewohnheiten

zu pflegen, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und

Stressbewältigung sind hierbei entscheidend. Diese Maßnahmen

helfen nicht nur, die allgemeine Gesundheit zu

erhalten, sondern auch, den Anforderungen eines längeren

Berufslebens gerecht zu werden.

Lebenslanges Lernen und Anpassungsfähigkeit

Die Arbeitswelt verändert sich ständig, und die Einführung

neuer Technologien erfordert kontinuierliches Lernen. Für

Berufstätige über 50 ist es wichtig, sich diesen Veränderungen

zu stellen und neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies

fördert nicht nur die geistige Fitness, sondern erhöht auch

die Beschäftigungsfähigkeit und Zufriedenheit im Beruf.

Netzwerken und Beziehungsmanagement

Ein starkes berufliches Netzwerk ist ein wesentlicher Bestandteil

für den Erfolg und die Zufriedenheit im Beruf. Für

ältere Berufstätige ist es besonders wichtig, Beziehungen

Die NEue Bewegung für ein

gesundes Arbeiten und Leben!


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zu pflegen und auszubauen, um sich in

einer sich ständig verändernden Arbeitswelt

zurechtzufinden und weiterzuentwickeln.

Der »7 Jahre Workshop«: Prävention

und Gesundheitsförderung

Ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement

(BGM) kann maßgeblich

dazu beitragen, die Gesundheit

der Mitarbeitenden zu fördern und

somit die Produktivität und Motivation

zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist der

»7 Jahre Workshop«, der auf meinen

eigenen Erfahrungen basiert. Als Herausgeber,

Matthias Jung, stehe ich kurz

vor meinem 56. Geburtstag und hoffe,

mit meinem Weg ein gutes Beispiel geben

zu können. Nach einem Herzinfarkt

und der Diagnose des metabolischen

Syndroms habe ich über sieben Jahre an

meiner Genesung gearbeitet. Mein Ziel

war es, die Grundlagen für ein gesundes

Leben zu schaffen, und genau darauf

basiert der Workshopp. Er bietet praxisnahe

Werkzeuge, um gesundheitliche

Risikofaktoren zu reduzieren, und zeigt

Wege auf, wie man nicht nur präventiv,

sondern auch korrektiv an der eigenen

Gesundheit arbeiten kann.

Eine Bewegung für mehr Gesundheit

und Verantwortung

Ich möchte nicht nur informieren,

sondern eine Bewegung lostreten: eine

Bewegung für mehr Verantwortung,

Gesundheit und Prävention. Es geht

darum, gemeinsam Lösungen zu finden,

wie wir den Herausforderungen eines

längeren Berufslebens begegnen können,

ohne die Gesundheit aufs Spiel zu

setzen. Es ist mein Anliegen, Menschen

zu inspirieren, aktiv zu werden und sich

für eine bessere Zukunft einzusetzen –

für sich selbst, für die Gesellschaft und

für kommende Generationen.

Die Anpassung des Renteneintrittsalters

an die steigende Lebenserwartung

ist eine realistische Notwendigkeit.

Um diese Herausforderung erfolgreich zu

meistern, sollten sowohl Arbeitnehmer als auch

Arbeitgeber proaktiv Maßnahmen ergreifen, die

Gesundheit und Weiterbildung fördern. Ein bewusster

Lebensstil, kontinuierliches Lernen und

ein starkes Netzwerk sind Schlüssel, um auch in

einem längeren Berufsleben gesund und erfüllt

zu bleiben.

Der »7 Jahre Workshop« zeigt, wie persönlicher

Einsatz und zielgerichtete Maßnahmen nicht nur

die eigene Gesundheit verbessern, sondern auch

eine neue Bewegung für ein gesundes und erfülltes

Leben ins Rollen bringen können.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Bewegung starten

und Verantwortung übernehmen – für eine

gesunde und starke Zukunft! Mehr dazu auf der

nächsten Seite.


7 Jahre, der Workshop

...der wertvolle Zeit spart

»7 Jahre, der Workshop« basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Autors des Buches ›HERZENSSA-

CHEN‹. Nach einem Herzinfarkt und der Diagnose metabolisches Syndrom im Jahr 2004 und eines depressiven

Erschöpfungssyndroms im Jahr 2006, arbeitete der Autor sieben Jahre lang an seiner Genesung. Der

Workshop zielt darauf ab, Teilnehmenden Zeit zu sparen, indem er über Risikofaktoren für Herzerkrankungen

aufklärt und Werkzeuge zur Verbesserung der Gesundheit vorstellt, präventiv wie auch korrektiv. Es geht um

die 10 + 1 Risikofaktoren, wie man sie selbst erkennt und wie man daran gezielt arbeitet.

Das Ziel

In diesem Workshop soll auf die Risiken aufmerksam gemacht werden, die zu einer

Herzerkrankung führen und Wege zeigen, um

• Alkoholkonsum zu reduzieren

• Bewegung, mehr Sport und Krafttraining

• Bluthochdruck verringern

• Diabetes verhindern oder damit zu leben

• Genetische und erbliche Faktoren verstehen

• Ernährung an die eigenen individuellen Bedürfnisse anzupassen

• Fettstoffwechselstörungen verstehen und Risiken zu reduzieren

• Rauchfrei zu leben

• Stress zu mindern

• Übergewicht zu reduzieren

• den +1 Risikofaktor, die Depression zu erkennen

Zielgruppe

Geeignet für

Wir möchten Menschen erreichen, denen die eigene Gesundheit wichtig ist.

Gerade Mitarbeitende sind ein wertvolles Gut und gesunde und zufriedene

Mitarbeitende sind leistungsfähiger.

Der Workshop richtet sich an Einzelpersonen und an Organisationen und Unternehmen,

die die Gesundheit ihrer Mitglieder oder Mitarbeitenden fördern möchten.


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Ablauf

8:00 - 10:00 Uhr ANKUNFT Die Teilnehmenden kommen ganz entspannt an. Wichtig

für die Blutanalyse ist, dass die Teilnehmenden nüchtern sind. Danach erfolgt der Quick

Check und nach ca. 8 Minuten steht schon das Ergebnis bereit (außer Eisenstatus, erst

nach ca. 48 Stunden). Kleines Frühstück und gegenseitiges Kennenlernen. Jeder Teilnehmende

erhält sein in DIN-A4-gedrucktes Workbook.

10:00 - 12:30 Uhr 7 JAHRE, DIE STORY Dieser Teil des Workshops hat zum Ziel, mit der

Geschichte des Autors auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die zu seiner Herzerkrankung

geführt haben. Außerdem zeigt Matthias Jung seinen Weg, wie er seine Risikofaktoren

so bewältigt hat, dass er heute sehr gut und voll leistungsfähig damit leben kann.

Im Dialog mit den Teilnehmenden geht es darum, eigene der 10 + 1 Risikofaktoren zu

erkennen.

12:30 - 13:00 Uhr MITTAGSPAUSE

13:00 - 13:30 Uhr SELBSTREFLEXION Hier hat jeder Teilnehmende die Möglichkeit, in

seinem Workbook eigene Notizen zu seinen möglichen Risikofaktoren festzuhalten – natürlich

streng vertraulich und nur für den persönlichen Gebrauch.

13:30 - 14:00 Uhr VORTRAG EINES EXTERNEN GASTES

14:00 - 16:00 Uhr DIE WERKZEUGE In diesem Teil des Workshops stellen wir verschiedene

Werkzeuge vor, mit denen sich an den Risikofaktoren, die zu einer Herzerkrankung

führen, arbeiten lässt.

16:00 - 16:15 Uhr Eine kleine Stärkung mit Kuchenstücken und herzhaftem Gebäck in

unserem Coffee Point.

16:15 - 17:00 Uhr FRAGEN und ANTWORTEN Die Antworten vieler Fragen, die sich

mancher im Laufe des Tages gestellt hat, könnten auch für andere Teilnehmende interessant

sein. Wir möchten keine Fragen unbeantwortet lassen.

17:00 - 18:00 Uhr ENTSPANNTES NETZWERKEN UND VERABSCHIEDUNG Wir lassen

gemeinsam in entspannter Atmosphäre den Tag nochmals vorüberziehen und nutzen die

Zeit zum Austausch und zur Vernetzung.

Jobs im Fokus

Büro Frankfurt:

Matthias Jung

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7

60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)

Telefon 0 171 - 40 77 217

matthias@jungjung.de

www.jobs-im-fokus.de

JETZT EINEN TERMIN VEREINBAREN!


Prävention JETZT

Warum Vorbeugen mehr ist als ein guter Vorsatz

Prävention beginnt nicht erst

mit einer Diagnose. Sie beginnt

oft viel früher: mit Aufmerksamkeit,

Aufklärung und dem Wissen,

dass Gesundheit nicht selbstverständlich

ist. Genau deshalb ist

Prävention so wichtig. Sie will Erkrankungen

möglichst vermeiden

helfen, Risiken sichtbarer machen

und Menschen darin stärken, früher

zu handeln statt erst dann,

wenn Beschwerden den Alltag

bestimmen.

Mehr als nur Vorsorge

Viele denken bei Prävention zuerst

an Vorsorge. Das gehört

dazu, greift aber zu kurz. Prävention

ist weiter gefasst. Sie kann

bedeuten, Belastungen zu verringern,

Warnzeichen ernster zu

nehmen, Schutzmöglichkeiten zu

nutzen oder sich frühzeitig Unterstützung

zu holen. Prävention

ist deshalb nicht nur ein medizinischer

Begriff, sondern auch

eine Haltung: hinschauen, einordnen,

nachfragen und nicht alles

auf später verschieben.

Nicht erst reagieren, wenn es

kritisch wird

Im Alltag werden Gesundheitsthemen

häufig vertagt. Erst ist

anderes wichtiger, dann fehlt die

Zeit, dann scheint es nicht dringend

genug. Genau hier setzt

Prävention an. Sie erinnert daran,

dass es sinnvoll sein kann, Entwicklungen

früher wahrzunehmen.

Nicht aus Angst, sondern

aus Verantwortung sich selbst

gegenüber. Wer Hinweise rechtzeitig

ernst nimmt, kann oft besser

einschätzen, wann ein Gespräch,

eine Kontrolle oder eine

genauere Beobachtung sinnvoll

ist.

Prävention hat viele Ebenen

Prävention ist nicht für alle Menschen

gleich. Für manche bedeutet

sie, Risiken möglichst gar

nicht erst entstehen zu lassen.

Für andere geht es darum, Auffälligkeiten

früh zu erkennen. Und für

Menschen, die bereits mit einer

Erkrankung leben, kann Prävention

heißen, Komplikationen zu

vermeiden, Belastungen zu begrenzen

und Verschlechterungen

möglichst früh wahrzunehmen.

Prävention endet also nicht mit

einer Diagnose.

Auch mit Erkrankung bleibt

Vorbeugung wichtig

Gerade bei chronischen Erkrankungen

wird häufig unterschätzt,

wie bedeutsam Prävention im

weiteren Verlauf bleibt. Wer

schon gesundheitlich belastet ist,

profitiert weiterhin davon, Entwicklungen

aufmerksam zu begleiten.

Prävention kann dann

helfen, Krisen möglichst zu vermeiden,

Warnzeichen besser einzuordnen

und den Alltag stabiler

zu gestalten. Sie ist damit kein

Gegensatz zur Behandlung, sondern

eine sinnvolle Ergänzung.

Prävention braucht

Verständlichkeit

Viele Menschen wissen grundsätzlich,

dass Vorbeugung sinnvoll

ist. Schwieriger ist oft die Frage,

was im eigenen Fall wirklich relevant

ist. Welche Informationen

sind hilfreich? Welche Maßnahmen

passen zur eigenen Lebenssituation?

Und wann ist

es sinnvoll, ärztlichen

Rat einzuholen?

Gute Prävention

braucht

deshalb eine

Sprache, die

verständlich

bleibt.

Denn nur

wer Informationen

einordnen

kann, hat

überhaupt

die Chance,

daraus sinnvolle

nächste

Schritte abzuleiten.

Zwischen Alltag und

Überforderung

Präve

Jet

Eine Initia

Gesundheit findet nicht im luftleeren

Raum statt. Sie steht im

Zusammenhang mit Beruf, Familie,

Belastungen, Gewohnheiten,

Unsicherheiten und manchmal

auch mit Erschöpfung.

Darum funktioniert Prävention

nicht über Druck oder moralische

Appelle. Sie funktioniert dann,

wenn sie realistisch bleibt, wenn

sie Menschen dort abholt, wo sie

gerade stehen und wenn sie Orientierung

gibt statt zu belehren.

Und sie wirkt, wenn sie Freiräume

schafft, in denen Menschen ohne

&


Bewertung über ihre Bedürfnisse

sprechen können. So entsteht

Vertrauen.

Schutz kann unterschiedlich

aussehen

Prävention hat viele Gesichter.

Für die einen geht es um Untersuchungen,

für andere um Aufklärung,

für wieder andere um

Schutzmaßnahmen, Impfungen,

bessere Selbstbeobachtung oder

das frühere Erkennen möglicher

Belastungen. Entscheidend ist

nicht, dass es für alle denselben

Weg gibt. Entscheidend ist, dass

Menschen verstehen, warum

Vorbeugung in ihrer jeweiligen Situation

eine Rolle spielen kann.

ntion

zt

tive von

Gemeinsam

Verantwortung

tragen

Prävention

ist nie nur

Privatsache.

Sie ist

auch eine

Aufgabe

von Versorgung,

Aufklärung,

Selbsthilfe

und gesellschaftlicher

Verantwortung.

Ärztinnen

und Ärzte, Pflege,

Patientenorganisationen,

Kliniken, Krankenkassen,

Fachgesellschaften und weitere

Akteure können dazu beitragen,

dass Menschen früher Orientierung

bekommen. Gute Prävention

entsteht dort, wo Wissen nicht

isoliert bleibt, sondern geteilt

wird.

Warum Initiativen wichtig sind

Genau an diesem Punkt werden

Initiativen bedeutsam. Sie schaffen

Sichtbarkeit für Themen, die

im Alltag sonst leicht untergehen.

Sie bündeln Informationen, machen

Zusammenhänge greifbarer

und geben einem wichtigen Anliegen

einen klaren Rahmen. Eine

Initiative kann helfen, Prävention

nicht nur als abstrakten Begriff zu

verstehen, sondern als etwas, das

Menschen konkret betrifft.

PRÄVENTION JETZT als

gemeinsamer Rahmen

PRÄVENTION JETZT will Prävention

sichtbar machen: als Thema,

das nicht irgendwann wichtig

wird, sondern heute. Gemeint ist

nicht der erhobene Zeigefinger,

sondern eine verständliche Einladung,

Gesundheit ernster zu

nehmen. Es geht um Vorbeugen,

Früherkennen und das Vermeiden

von Komplikationen. Es geht

darum, Wissen zugänglicher zu

machen und Menschen darin zu

unterstützen, ihre eigene Situation

besser einordnen zu können.

Was jetzt zählt

Prävention ist kein Versprechen

auf ein vollkommen risikofreies

Leben. Ihr Wert liegt woanders:

darin, Chancen früher zu erkennen,

Entwicklungen zu begleiten

und nicht erst dann zu handeln,

wenn Handlungsdruck entsteht.

Genau deshalb gehört Prävention

in die Mitte gesundheitlicher

Aufklärung. Sie braucht Aufmerksamkeit

Sprache und verlässliche

Orientierung. Und sie verdient einen

Platz im Alltag – nicht irgendwann,

sondern jetzt.

Hier finden Sie Orientierung

Bei dieser Initiative finden Sie Informationen,

die helfen können,

Prävention besser zu verstehen

und einzuordnen. Ziel ist es,

Zusammenhänge verständlicher

zu machen, unterschiedliche Perspektiven

sichtbar werden zu lassen

und Anregungen für den eigenen

Alltag zu geben. Die Inhalte

wollen Orientierung bieten, ohne

zu überfordern – als Einladung,

sich mit dem Thema Prävention

bewusster auseinanderzusetzen.

Demnächst

mehr in diesem

Magazin.


Urlaub – und

trotzdem keine

Ruhe im

Kopf

Wenn Food-Noise der Erholung im Wege steht

Food-Noise beschreibt ständige,

unerwünschte Gedanken

an Essen, die sich aufdrängen,

schwer abschalten lassen und

den Alltag belasten können. Für

viele Menschen mit Adipositas ist

das eine Erfahrung, die in ganz

unterschiedlichen Situationen

mitschwingt – zu Hause, unterwegs

und auch im Urlaub. Von

außen bleibt das oft unsichtbar.

Innen kann es viel Kraft kosten.

Erholung mit einer zweiten

Spur im Kopf

Das Hotel ist ruhig, draußen

scheint die Sonne, der Tag könnte

leicht beginnen. Trotzdem sitzt

er morgens auf der Bettkante und

schaut auf sein Tablet. Nicht, weil

er alles perfekt planen will. Sondern

weil die Gedanken schon

wieder beim Essen sind. Wann

gibt es Frühstück? Reicht das bis

später? Was ist, wenn unterwegs

nichts Passendes zu finden ist?

Für ihn fühlt sich das nicht nach

Organisation an, sondern nach

Anspannung. Nach einem inneren

Druck, der den Tag mitlenkt, noch

bevor er richtig begonnen hat.

Seine Begleitung würde am liebsten

spontan losgehen: ein bisschen

Stadt, vielleicht Strand, später

noch ein Ausflug. Er möchte

das auch. Aber dann meldet sich

diese zweite Spur im Kopf. Sie

fragt, was später möglich ist, ob

genug zu Essen da sein wird und

wie sich der Tag gestalten lässt,

ohne dass die Gedanken daran

die Oberhand gewinnen. So wird

aus etwas Schönem ein ständiges

Mitdenken. Nicht aus mangelnder

Disziplin, sondern weil das Thema

Essen gedanklich immer wieder

Raum einnimmt.

Wenn Gedanken an Essen den

Alltag mitbestimmen

Food-Noise hat nicht nur mit

Hunger zu tun. Viele Betroffene

beschreiben vielmehr ein anhaltendes

Kreisen im Kopf: Gedanken

an das nächste Essen, an Verfügbarkeit,

an Situationen, in denen

etwas fehlen könnte, oder an die

Frage, wie sich innere Unruhe für

einen Moment beruhigen lässt.

Selbst schöne Momente werden

dadurch anstrengender. Während

andere am Strand abschalten oder

einen Ausflug genießen, bleibt bei

Betroffenen oft ein Teil der Aufmerksamkeit

am Essen hängen.

Genau das macht Food-Noise so

belastend. Es geht nicht nur darum,

was gegessen wird, sondern

darum, wie stark Essen gedanklich

den Alltag mitbestimmt. Das

kann Konzentration, Spontanität,

Stimmung und Lebensqualität beeinträchtigen.

Viele sprechen erst

spät darüber, weil sie befürchten,

nicht verstanden oder vorschnell

bewertet zu werden. Umso wichtiger

ist es, das Thema ernst zu nehmen

– nicht als Charakterfrage,

sondern als Teil einer Erkrankung,

die medizinisch eingeordnet werden

sollte.

Mehr als ein Missverständnis

über Willenskraft

Von außen kommen oft einfache

Urteile: Man müsse sich nur besser

zusammenreißen, konsequenter

sein oder sich stärker ablenken.

Solche Reaktionen greifen zu kurz.

Sie übersehen, dass Adipositas eine

chronische Erkrankung ist und

dass Food-Noise für viele Betroffene

eine reale Belastung darstellen

kann. Wer sich ständig mit aufdrängenden

Gedanken an Essen

auseinandersetzen muss, erlebt

nicht einfach nur „zu viel Appetit“.

Es geht um innere Anspannung,

Scham, Rückzug und das Gefühl,

selbst in entspannten Situationen

nicht wirklich zur Ruhe zu kommen.

Weg von Schuld, hin zu

Orientierung

Moralisieren hilft hier nicht weiter.

Sinnvoller ist eine sachliche

Einordnung: Was belastet mich

genau? Wie stark beeinflusst es

meinen Alltag? Und welche Unterstützung

kann dazu passen? Schon


Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher

Unterstützung von Novo Nordisk Pharma GmbH erstellt


dieser Perspektivwechsel kann

entlasten, weil aus diffusem Druck

ein Thema wird, das benannt und

besprochen werden darf.

Warum ärztliche

Unterstützung wichtig ist

Viele Menschen mit Adipositas

erleben, dass ihre Belastung im

Gespräch zu schnell auf „weniger

essen“ und „mehr Bewegung“

verkürzt wird. Doch wenn ständige

Gedanken an Essen den Alltag

mitbestimmen, reicht diese

Verkürzung oft nicht aus. Umso

wichtiger ist es, z. B. auf ÜBER-

GEWICHT.DE qualifizierte

Ärztinnen und Ärzte zu

finden, die Adipositas

als chronische Erkrankung

einordnen

und die Lebensrealität

der Betroffenen

mitdenken.

Entscheidend ist

ein Gespräch, in

dem zugehört,

ernst genommen

und gemeinsam

überlegt wird,

welche nächsten

Schritte sinnvoll

sein können.

Nicht jedes erste Gespräch

führt sofort weiter.

Das bedeutet jedoch nicht,

dass die eigene Wahrnehmung

falsch ist. Wer sich nicht verstanden

fühlt, darf das ernst nehmen

und gezielt nach ärztlicher Unterstützung

weitersuchen. Gerade

darin kann ein wichtiger Schritt

liegen: nicht allein mit dem Gedankenkarussell

zu bleiben, sondern

sich medizinisch begleiten

zu lassen.

So kann man es im

Arztgespräch ansprechen

Wer sich in solchen Situationen

wiedererkennt, muss keine perfekte

Erklärung parat haben. Es

reicht, das eigene Erleben klar zu

benennen. Zum Beispiel so: „Ich

denke oft an Essen und kann das

nur schwer abschalten.“ Oder: „Im

Urlaub dreht sich bei mir vieles

darum, ob und wann Essen verfügbar

ist.“ Oder: „Mich belastet

das, und ich möchte besprechen,

welche Unterstützung für mich

sinnvoll sein kann.“

Solche Sätze machen sichtbar, worum

es eigentlich geht: nicht nur

um Gewicht oder Ernährung, sondern

um die Frage, wie stark Food-

Noise den Alltag beeinflusst. Genau

dort kann ein gutes Gespräch

ansetzen. Ziel ist nicht, Schuld zu

verteilen, sondern gemeinsam zu

klären, welche Form der Unterstützung

zur persönlichen Situation

passt.

Nicht allein mit Food-Noise

Für viele Betroffene ist es entlastend

zu erfahren, dass dieses

dauernde Kreisen im Kopf einen

Namen hat. Food-Noise ist kein

persönlicher Sonderfall und kein

Beleg für mangelnde Willenskraft.

Es ist ein Phänomen, das

bei Adipositas auftreten kann und

ernst genommen werden sollte.

Wer sich darin wiedererkennt, ist

damit nicht allein.

Den passenden Weg zur

Unterstützung finden

Wer merkt, dass ständige Gedanken

an Essen den Alltag mitbestimmen,

muss das nicht einfach

hinnehmen. Food-Noise verdient

Aufmerksamkeit, eine sachliche

Einordnung und ärztliche

Unterstützung, die

zur persönlichen Situation

passt. Der erste

Schritt muss nicht

groß sein. Oft beginnt

er damit,

das Erlebte ohne

Scham klar zu benennen

und sich

gezielt Hilfe zu

suchen.

Eines der größten

Probleme für Menschen

mit Adipositas

ist oft, geeignete

Ärztinnen und Ärzte

zu finden. Der Adipositas-Spezialist:innenfi

n -

der auf ÜBER-GEWICHT.

DE unterstützt bei der Suche

nach einer ärztlichen Videosprechstunde

oder einem Termin

vor Ort.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der

Orientierung und ersetzt keine

medizinische Beratung. Bei anhaltender

Belastung oder gesundheitlichen

Fragen sollte ärztlicher Rat

eingeholt werden. Auch die Hausärztin

oder der Hausarzt kann im

Akutfall eine wichtige erste Anlaufstelle

sein. Gerade bei plötzlicher

Unsicherheit kann ein erstes

ärztliches Gespräch helfen, die

nächsten Schritte einzuordnen.


WERBUNG

WENN

FOOD NOISE

VERSTUMMT, KANN ICH DEN MOMENT GENIESSEN.

Ständig kreisende Gedanken ums Essen können ein Symptom

von Adipositas sein und das Essverhalten beeinflussen.

Finde ärztliche Unterstützung auf ÜBER-GEWICHT.DE

Starkes Übergewicht ist eine chronische

Erkrankung, die behandelt werden kann.

ÜBER-GEWICHT.DE


HerzInfo | VORSCHAU

Sommer-

Leichtigkeit

Was uns bewegt – und wie wir gut mit uns umgehen

Tauchen Sie ein in die

Sommerausgabe 2026 von

GUT ZUM HERZ mit dem

Thema Sommerleichtigkeit.

Ab

21. Juni 2026

Im Titelthema

„Sommerleichtigkeit“

geht es um kleine Auszeiten

fürs Leben, um Momente

des Durchatmens und

darum, wie das Herz im

Sommer Raum für mehr

Leichtigkeit im Alltag

finden kann.

Im HerzGesund-

Schwerpunkt

„Vorhofflimmern besser

verstehen“ finden Sie

Orientierung: was hinter

Vorhofflimmern steckt, wie

Beschwerden eingeordnet

werden können und welche

Fragen im Arztgespräch

weiterhelfen.

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Ihre Werte, Leistungen und

Besonderheiten im passenden

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Leserschaft an. So entsteht ein

authentischer Auftritt, der Ihre

Sichtbarkeit stärkt und Ihre

Marke nachhaltig in den Fokus

rückt.

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HerzInfo | EIN RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Zu guter Letzt

Es ist eine gute Tradition, an dieser Stelle

werfen wir einen Blick zurück und einen

Blick nach vorn. Wir wünschen viel

Vergnügen.

Wenn der Frühling wieder Farbe in

den Alltag bringt, die Tage heller

werden und die ersten warmen

Stunden nach draußen locken, begleitet uns

in dieser Ausgabe eine Frage, die auch unser

Editorial trägt: Was tut mir gut – ganz konkret,

in meinem Alltag, mit meiner Diagnose

und in meinem eigenen Tempo? Genau

darum kreist diese Frühlingsausgabe. Sie

möchte Orientierung geben, ohne zu belehren,

und Impulse setzen, die nicht nach

Perfektion klingen, sondern nach echtem

Leben.

In den vergangenen Wochen haben wir Themen

gesammelt, neu gewichtet und immer

wieder geprüft, was Leserinnen und Lesern

im Alltag tatsächlich weiterhelfen kann. Es

geht um Nähe, Bewegung, bewusste Pausen,

Lebensfreude und um die Frage, wie sich neue

Leichtigkeit zulassen lässt, ohne die eigenen

Grenzen aus dem Blick zu verlieren. Hinter

jeder Seite stand dabei dieselbe Haltung: Inspiration

ja – aber ohne Übertreibung, ohne

große Versprechen und so, dass sich das Gelesene

im wirklichen Leben einordnen lässt.

Ein roter Faden war uns dabei besonders

wichtig. Der Frühling gilt vielen als Zeit des

Aufbruchs. Doch mit mehr Licht, mehr Aktivität

und neuer Energie

entstehen auch neue Fragen:

Was gibt mir Sicherheit?

Was bringt mich in

Bewegung, ohne mich zu

überfordern? Was tut mir

gut, wenn Herzklopfen

und Herzensruhe manchmal

nah beieinanderliegen?

Deshalb finden Sie

in dieser Ausgabe nicht

nur Stimmungsbilder,

sondern auch praktische

Anregungen. Unser

Schwerpunkt zum Blutdruck

soll dabei helfen,

Werte besser einzuordnen,

Zusammenhänge

verständlicher zu machen

und Fragen für das Arztgespräch

zu sortieren.

Viele Impulse kommen

auch aus der Community.

Es sind Berichte, die

nicht so tun, als gäbe es

den einen richtigen Weg,

sondern zeigen, wie unterschiedlich

Menschen

ihren Alltag gestalten, wie

kleine Routinen entstehen

und wie viel Kraft darin

liegen kann, sich verstanden

zu fühlen. Genau

hier treffen sich für uns

Editorial und Heft: Nähe,

Achtsamkeit und Orientierung

gehören zusammen.

Niemand muss alles sofort

verändern, aber niemand

muss mit seinen Fragen allein

bleiben.

Wenn Sie diese Seiten

schließen, wünschen wir

uns, dass etwas bleibt: ein

freundlicherer Blick auf

sich selbst, gute Gedanken

für diese Jahreszeit und

das Gefühl, dass kleine

Schritte viel bewirken können.

Nehmen Sie mit, was

zu Ihnen passt, und sprechen

Sie neue Routinen im

Zweifel mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt ab. Danke,

dass Sie uns begleiten.

Schreiben Sie uns, was Ihnen

gutgetan hat – und

was Sie sich für die nächste

Ausgabe wünschen.

Herzliche Grüße,

Matthias Jung und

das GUT ZUM HERZ-Team

Wir freuen uns auf Ihr

Feedback!

info@gutzumherz.de

184


185


Nachrichtenmagazin

Hier endet unser Hauptmagazin, und

das Nachrichtenmagazin beginnt! Ab

sofort halten wir euch mit jeder neuen

Story auf dem Laufenden – aktuell,

spannend und immer dann, wenn es wirklich

etwas zu berichten gibt. Bleibt dran und verpasst

keine Neuigkeiten. Das Nachrichtenmagazin füllt

sich wie ein Tagebuch!

GUT ZUM HERZ

Büro Frankfurt:

Matthias Jung

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7

60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)

Telefon 0 171 - 40 77 217

info@gut-zum-herz.de

www.gut-zum-herz.de

GUT ZUM HERZ ist ein Projekt vom

JUNG & JUNG Verlag | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Telefon 0 60 27 - 97 97 60 | Telefax 0 60 27 - 97 97 61 | office@jungundjungverlag.de | www.jungundjungverlag.de


Der

GUT ZUM

Das Nachrichtenmagazin | Kostenfrei für unsere Community

HERZ

Frühling

Aktuell

News & Events


Po

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen in unserem neuen Nach-

21. richtenmagazin. Dezember

Als Herausgeber freue ich

mich, Ihnen hier Geschichten rund um die

2024

Herzgesundheit mit Texten, Fotos, Filmen und

Podcasts zu erzählen, die oft über das hinausgehen,

was Sie auf den ersten Blick in den

Nachrichten sehen.

Unser Ziel ist es, Themen aufzugreifen, die im

Alltag oft untergehen, und sie so zu beleuchten,

dass sie neue Perspektiven eröffnen. Dabei

geht es nicht nur um große Ereignisse, sondern

auch um die kleinen, oft unscheinbaren

Momente, die trotzdem viel aussagen.

Die Mischung aus Artikeln, Bildern und Podcasts

erlaubt uns, Themen aus verschiedenen

Blickwinkeln zu betrachten und Sie, liebe

Leserinnen und Leser, auf eine Art und Weise

mitzunehmen, die im Gedächtnis bleibt.

Wir möchten, dass Sie beim Lesen, Zuhören

oder Ansehen etwas mitnehmen können – ob

es Anregungen, neue Einblicke oder einfach

nur ein Moment des Innehaltens ist.

Viel Freude beim Entdecken!

Matthias Jung

F

Los

geht`s

mit neuen

Beiträgen im

Herbst

2025!

188


dcasts

Texte

oto

Film

AdBoards


2026/02/13 // Frankfurt am Main // HERZENSORTE-Zertifizierung von

von Matthias Jung

Ausgezeichnet als

HERZENSORT

Zertifiziert in der Kategorie Gastronomie-

& Genussorte – am Frankfurter Airport.

Frankfurt am Main / Gateway Gardens

– Das Portal GUT ZUM HERZ erweitert

sein Format HERZENSORTE: Das

Restaurant The Italian in Frankfurt-Gateway-Gardens

(Amelia-Mary-Earhart-

Straße 7, 60549 Frankfurt am Main) ist ab

sofort zertifizierter HERZENSORT in der

Kategorie „Gastronomie- & Genussorte“.

Damit gehört The Italian zu den Orten, die

Orientierung im Alltag geben – mit Transparenz,

guter Erreichbarkeit und einem

Service, bei dem Nachfragen ausdrücklich

dazugehören.

Zwischen Terminal und Stadt: bewusster

Genuss – ganz alltagstauglich

Gateway Gardens liegt unmittelbar am

Flughafen Frankfurt (FRA). The Italian versteht

sich als ganztägiger Treffpunkt nach

dem Motto „morgens.mittags.abends.immer“

– für die kurze Pause, das Treffen nach

Feierabend oder den entspannten Stopp

rund um den Airport.

Die S-Bahn-Station „Gateway Gardens“

(S8/S9) ist nur wenige Schritte entfernt;

von dort sind es rund zwei Minuten bis

Terminal 1 und etwa zehn Minuten bis zum

190


»The Italian Frankfurt Airport«

WERBUNG

191


2026/02/13 // Frankfurt am Main // HERZENSORTE-Zertifizierung von

Hauptbahnhof. Gegenüber

liegt das Park Inn by Radisson

Frankfurt Airport (Hausnummer

10 in derselben Straße).

Kurz gesagt: ankommen, hinsetzen,

aufatmen.

Was die Zertifizierung als

HERZENSORT bedeutet

HERZENSORTE sind kein

medizinisches Siegel und

kein Versprechen auf gesundheitliche

Wirkung. Sie sind

ein Wegweiser: Ausgezeichnet

werden Orte, an denen

Menschen im Alltag leichter

passende Entscheidungen

treffen können – durch Übersichtlichkeit,

ein angenehmes

Umfeld und verlässliche Rahmenbedingungen.

• Auswahlmöglichkeiten:

mehrere Gerichte, die

sich in einen bewussten

Ernährungsstil einfügen

können – inklusive

vegetarischer und veganer

Optionen; Anpassungen

(z. B. Beilagen tauschen,

Portionen anpassen, Soßen

separat) sind möglich.

• Servicekompetenz: ein

Team, das Speisen verständlich

erklärt und Fragen

ernst nimmt – ohne

medizinische Bewertung.

• Getränke & Atmosphäre:

alkoholfreie Begleiter

und Bereiche, die ruhige

Gespräche ebenso ermöglichen

wie kleine Runden.

Wer bewusst auswählen

möchte (z. B. bei Zutaten, Portionsgrößen

oder Unverträglichkeiten),

findet hier Strukturen,

die Nachfragen normal

machen – ohne Erklärdruck

und ohne Bewertung.

Warum „The Italian“

überzeugt: Kriterien, die

im Alltag zählen

Als zertifizierter Gastronomie-

& Genussort erfüllt The

Italian die Kriterien, die bei

HERZENSORTE für herzbewusste

Gastronomie angesetzt

werden – darunter:

• Barrierefreiheit & Erreichbarkeit:

barrierefreier

Zugang sowie kurze

Wege zu ÖPNV und Parkmöglichkeiten.

• Transparenz: klare Hinweise

zu Zutaten, Allergenen

und Zusätzen; nachvollziehbare

Auswahl in

der Karte.

„The Italian“ startete

2012 in Wiener

Neustadt nahe

Wien – gegründet

von Freunden mit

Know-how in Gastronomie,

Franchise

und internationalem

Kaffeegeschäft. Aus

dem ersten Standort

wurde ein Franchise-

System: 2017 kam

ein zweites Lokal in

der Merkurcity dazu,

später folgten weitere

Standorte in Österreich,

Deutschland

und Armenien (u.

a. zwei in Jerewan).

Leitidee: ein Ganztages-Treffpunkt

„morgens.mittags.

abends.immer“. In

Österreich:Graz,

Fürstenfeld, Oberwart,

Seiersberg,

Parndorf. Hier mehr.

192


»The Italian Frankfurt Airport«

WERBUNG

Ein Frankfurter Standort mit

Profil

Die Restaurantkette „The Italian“

entstand 2012 und entwickelte

sich zu einem internationalen

Franchise-System. In Frankfurt

öffnete der Standort in Gateway

Gardens am 17. Juni 2021.

Der Standort verbindet moderne

Architektur, großzügige (teils

wettergeschützte) Außenflächen

und eine kosmopolitische Umgebung,

in der Airport-Gäste, Nachbarschaft

und Business-Publikum

zusammenkommen.

Geöffnet ist das Restaurant an

den meisten Tagen im Jahr. Ausnahmen

gibt es lediglich an Weihnachten

und Silvester. Das Motto

passt; morgens, mittags, abends,

immer.

John auf dem Foto:

stellvertretend für den

Servicegedanken

Auf dem Bild zur Bekanntmachung

ist John aus dem Serviceteam

von The Italian zu sehen.

Er steht stellvertretend für den

Kern des HERZENSORTE-Ansatzes:

freundliche Orientierung im

direkten Kontakt. Am Tischaufsteller

können Gäste per QR-Code

in kurzer Zeit Feedback geben;

die Rückmeldungen fließen in die

Weiterentwicklung des Formats

ein.

Öffnungszeiten und Kontakt

The Italian – Frankfurt am Main,

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7,

60549 Frankfurt am Main (Gateway

Gardens), Telefon: +49 69

78803199, the-italian-frankfurt.de

Öffnungszeiten: Mo–Sa 10:00–

00:00 Uhr, So 10:00–22:00 Uhr,

Küche: täglich 11:30–22:00 Uhr

Über HERZENSORTE

HERZENSORTE ist ein Projekt

von GUT ZUM HERZ (JUNG &

JUNG Verlag). Im Mittelpunkt

stehen „Orte, die Kraft schenken“

– durch Atmosphäre, Achtsamkeit,

Begegnung und alltagstaugliche

Orientierung. Die Inhalte

dienen der neutralen Information

und ersetzen keine medizinische

Beratung.

Pressekontakt:

GUT ZUM HERZ | JUNG & JUNG

Verlag GbR, Mauerheimstraße

8, 63811 Stockstadt am Main |

info@gutzumherz.de

193


2026/03/31 // Frankfurt am Main // Daiichi-Sankyo AdBoard

Daiichi-Sankyo ist ein international tätiges Pharmaunternehmen mit ja

Erforschung und Entwicklung innovativer Therapien spezialisiert hat.

Kreislauf-Erkrankungen sowie onkologische Indikationen. Das Unterne

getriebenen Ansatz und investiert kontinuierlich in klinische Forschun

Ziel ist es, therapeutische Optionen zu verbessern und die Patientenver

wickeln. In Deutschland ist Daiichi Sankyo seit vielen Jahren präsent und engagiert sic

auch in der medizinischen Aufklärung. Dabei gewinnt die patientenorientierte Kommu

um komplexe Inhalte verständlich, differenziert und alltagsnah zu vermitteln. Übrigen

werks von Daiichi Sankyo, das den Austausch und die Zusammenarbeit rund um patien

194


von Matthias Jung

Wenn

Pharma

zuhört

Advisory Board „Patientensensitive

Sprache“ von Daiichi-Sankyo

Frankfurt am Main – Es gibt Momente,

in denen sich Perspektiven verschieben. In

denen ein Unternehmen nicht primär sendet,

sondern gezielt zuhört. Das Advisory Board

„Patientensensitive Sprache“ von Daiichi-

Sankyo war ein solcher Moment – geprägt

von einem klaren Anspruch: Kommunikation

so zu gestalten, dass sie Menschen mit Herz-

Kreislauf-Erkrankungen besser erreicht.

Zuhören als Ansatz – nicht als Schlagwort

panischen Wurzeln, das sich auf die

Im Fokus stehen insbesondere Herzhmen

verfolgt einen wissenschaftsg

und strategische Partnerschaften.

sorgung evidenzbasiert weiterzuenth

neben der Arzneimittelentwicklung

nikation zunehmend an Bedeutung,

s, wir sind Teil des O-Mamori-Netztenzentrierte

Ansätze gezielt fördert.

Die zentrale Frage des Workshops wirkt

zunächst einfach: Wie spricht man mit erkrankten

Menschen so, dass Informationen

verständlich, respektvoll und alltagstauglich

sind? In der Praxis zeigt sich schnell, wie

komplex diese Aufgabe ist.

Daiichi-Sankyo hat sich entschieden, diesen

Prozess nicht ausschließlich intern zu gestalten,

sondern Betroffene einzubeziehen. Als

Betreiber von gut-zum-herz.de und selbst

seit über 20 Jahren Patient mit Hyperlipidämie

war ich eingeladen, meine Perspektive

einzubringen.

Auffällig war dabei vor allem die strukturierte

Gesprächsführung: Rückmeldungen wur-

195


2026/03/31 // Frankfurt am Main // Daiichi-Sankyo AdBoard

den nicht nur gesammelt, sondern

diskutiert, hinterfragt und in einen

größeren Kontext eingeordnet.

Rahmen und Atmosphäre

Der Workshop fand im b‘mine Hotel

Frankfurt Airport statt – einer

Location, die durch ihre moderne

Architektur und eine zugleich ruhige,

konzentrierte Atmosphäre

überzeugte. Gerade bei sensiblen

Themen wie der Kommunikation

mit chronisch erkrankten Menschen

spielt auch der Rahmen

eine Rolle. Die Umgebung unterstützte

den offenen Austausch:

funktional, gut organisiert und

ohne unnötige Distanz. Das mag

wie ein Detail erscheinen, ist aber

nicht trivial – denn eine passende

Atmosphäre kann die Qualität von

Gesprächen spürbar beeinflussen.

Kommunikation als Teil der

Versorgung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

zählen weiterhin zu den häufigsten

Todesursachen in Deutschland.

Viele Betroffene leben langfristig

mit erhöhten Blutfettwerten und

einer dauerhaften Therapie. Entsprechend

hoch ist der Bedarf an

Informationen, die nicht überfordern,

sondern Orientierung geben.

Hier setzt das Advisory Board an:

Es geht um die Frage, welche Sprache

Vertrauen schafft – und welche

unbeabsichtigt Distanz erzeugt.

Begriffe, Bildwelten und Tonalitäten

können entscheidend dafür

sein, ob Inhalte verstanden und

angenommen werden.

Dabei wird deutlich: Gute Kommunikation

ersetzt keine Therapie,

kann aber deren Verständnis

und Umsetzung unterstützen.

Unterschiedliche Lebensrealitäten

berücksichtigen

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion:

Die Zielgruppe ist nicht

homogen. Die Bedürfnisse unterscheiden

sich deutlich – je nach

Krankheitsverlauf und persönlicher

Situation.

Menschen mit einer frischen Diagnose

benötigen vor allem Orientierung

und verständliche Einordnung.

Langjährig Erkrankte

196


hingegen erwarten zunehmend

Augenhöhe und die

Anerkennung ihrer Erfahrung.

Materialien müssen diese

Unterschiede berücksichtigen.

Pauschale Ansätze greifen

hier zu kurz – gefragt

sind differenzierte Konzepte,

die verschiedene Perspektiven

einbeziehen.

Ein Leitfaden mit

Anspruch – und offenen

Fragen

Ziel des Advisory Boards ist

die Entwicklung eines Leitfadens

für patientensensitive

Kommunikation. Dieser

soll künftig als Grundlage

für Informationsmaterialien

dienen.

Der Anspruch ist hoch: Inhalte

sollen verständlich, respektvoll

und anschlussfähig

an den Alltag der Betroffenen

sein. Gleichzeitig wird

sich zeigen müssen, wie sich

diese Ansätze in der Praxis

bewähren und in bestehende

Kommunikationsstrukturen

integrieren lassen.

Gleichzeitig bleibt entscheidend,

ob und wie die gewonnenen

Erkenntnisse langfristig

umgesetzt werden.

Denn der eigentliche Maßstab

liegt nicht im Workshop

selbst, sondern in der Qualität

der späteren Kommunikation.

Was bleibt

Der Workshop in Frankfurt

macht deutlich: Verständliche

und respektvolle Kommunikation

ist kein Nebenaspekt,

sondern ein zentraler

Bestandteil im Umgang mit

chronischen Erkrankungen.

Wenn es gelingt, die Perspektiven

von Betroffenen konsequent

einzubeziehen, kann

daraus ein echter Mehrwert

entstehen – für Patienten

ebenso wie für die Qualität

von Gesundheitsinformationen

insgesamt.

Ihr Matthias Jung

Einordnung: Zwischen

Anspruch und Umsetzung

Das Advisory Board zeigt,

dass patientenorientierte

Kommunikation in der Industrie

zunehmend an Bedeutung

gewinnt. Der Ansatz,

Betroffene frühzeitig

einzubeziehen, ist dabei ein

wichtiger Schritt.

197


Fotos: Matthias Jung



2026/04/07// Berlin // Interview mit Frau Dr. Martina Kloepfer von Im P

von Matthias Jung

Drei Fragen

GUT ZUM HERZ

Warum Frauen in der Herzforschung stärker

mitgedacht werden müssen

Berlin – Der Beitrag ab Seite 98 in diesem

Magazin mit dem Titel „Herzenssache

Forschung – Was Menschen wissen möchten,

bevor sie Ja sagen“ macht deutlich,

dass medizinische Forschung nicht nur auf

wissenschaftliche Präzision angewiesen

ist, sondern auch auf Vertrauen, Verständlichkeit

und das Gefühl, in den richtigen

Fragen überhaupt mitgedacht zu werden.

Gerade dann, wenn Menschen vor der Entscheidung

stehen, ob sie sich auf Forschung,

Studien oder medizinische Entwicklungen

einlassen, geht es nicht allein um Fakten.

Es geht auch um Perspektiven, Erfahrungen

und um die Frage, wessen Realität in Medizin

und Kommunikation tatsächlich sichtbar

wird. Besonders im Bereich Herz-Kreislauf

zeigt sich, dass Frauen über lange Zeit

nicht in dem Maß berücksichtigt wurden,

wie es notwendig gewesen wäre – weder in

der Forschung noch in der Beschreibung

von Symptomen noch in der medizinischen

Wahrnehmung ihres Risikos.

Vor diesem Hintergrund ist die Einordnung

von Dr. Martina Kloepfer besonders wertvoll.

In „3 Fragen GUT ZUM HERZ“ spricht

sie darüber, warum Frauen in Forschungs-

200


HerzGesund | KLINISCHE FORSCHUNG

von Matthias Jung

linische Forschung wirkt

auf viele Menschen zunächst

weit weg: Fachbegriffe,

Studienzentren, Formulare,

Abläufe. Gleichzeitig ist sie

ein zentraler Bestandteil medizinischer

Entwicklung. Ohne

Forschung bleiben wichtige

Fragen offen: Welche Behandlung

hilft wem? Welche Risiken

müssen besser verstanden werden?

Und wie lässt sich Versorgung

so weiterentwickeln, dass

sie nicht nur unter idealen Bedingungen

funktioniert, sondern

im wirklichen Leben?

Offen für Forschung – aber

mit vielen Fragen

Trotzdem ist der Abstand zwischen

grundsätzlicher Offenheit

und tatsächlicher Teilnahme

oft groß. Viele Menschen

sagen nicht grundsätzlich Nein

zur Forschung. Häufiger sagen

sie: Ich weiß zu wenig. Ich bin

unsicher. Ich kann nicht gut

einschätzen, was eine Teilnahme

konkret für meinen Alltag

bedeutet. Und ich frage mich,

ob meine persönliche Situation

in solchen Studien überhaupt

mitgedacht wird.

Genau hier beginnt die eigentliche

Herausforderung. Gute

Forschung braucht nicht nur

gute Wissenschaft. Sie braucht

auch Vertrauen. Und Vertrauen

entsteht nicht erst dann, wenn

jemand eine Einwilligung unterschreibt.

Es entsteht früher:

durch verständliche Sprache,

durch klare Abläufe, durch ehrliche

Aufklärung und durch das

Gefühl, mit den eigenen Fragen

ernst genommen zu werden.

Zwischen Interesse und

Unsicherheit

Wer zum ersten Mal von einer

möglichen Studienteilnahme

hört, denkt selten sofort an

Evidenz oder Studiendesign.

Viel näher liegen andere Fragen:

Was bedeutet das konkret

für mich? Wie oft müsste ich

zu zusätzlichen Terminen? Wer

begleitet mich? Was passiert,

wenn ich mich unwohl fühle

oder abbrechen möchte? Welche

Belastungen kommen auf

mich zu? Was geschieht mit

meinen Daten?

Diese Fragen sind kein Ausdruck

von Ablehnung. Sie zeigen

vielmehr, dass Menschen

verantwortungsvoll entscheiden

wollen. Gerade wer mit

einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

lebt oder ein erhöhtes Risiko

hat, muss im Alltag ohnehin

viele

Dinge einordnen: Beschwerden,

Medikamente, Kontrolltermine,

Informationen aus

Gesprächen und Medien. Wer

in dieser Situation über klinische

Forschung nachdenken

soll, braucht deshalb keine

Hochglanzsprache, sondern

Orientierung.

Ein guter Zugang beginnt nicht

mit Werbung für Forschung,

sondern mit einer einfachen

Haltung: Menschen haben das

Recht, genau zu verstehen, worum

es geht, was bekannt ist,

was offen bleibt und welche

Anforderungen eine Teilnahme

mit sich bringen kann.

Was vor einer Zusage wirklich

wichtig ist

Vor einer möglichen Studienteilnahme

steht selten die Frage,

ob Forschung wichtig ist.

Die meisten Menschen wissen

das längst. Entscheidend ist, ob

die Rahmenbedingungen nachvollziehbar

und fair erscheinen.

Dazu gehört zunächst die Klärung,

um welche Art von Studie

es überhaupt geht. Handelt

es sich um die Prüfung eines

Medikaments, um eine Beobachtungsstudie

oder um ein

Register? Gibt es zusätzliche

Untersuchungen? Wie engmaschig

ist die Betreuung? Und

was unterscheidet die Teilnahme

von der regulären Versorgung?

98 99

uls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V.

Herzenssache Forschung

Was Menschen wissen

möchten, bevor sie Ja sagen

Klinische Studien – Vertrauen, Vielfalt und verständliche

Antworten vor einer Entscheidung

K

Antworten auf Fragen

aus diesem Beitrag ab

Seite 98 im Magazin

201


2026/04/07// Berlin // Interview mit Frau Dr. Martina Kloepfer von Im P

vorhaben konsequenter mitgedacht

werden müssen, wo aus ihrer

Sicht weiterhin blinde Flecken

in der Versorgung bestehen und

weshalb Transparenz eine wichtige

Grundlage für Vertrauen ist.

Dabei richtet sie den Blick nicht

nur auf biologische Unterschiede

zwischen Männern und Frauen,

sondern auch auf Kommunikationsmuster,

gesellschaftliche Prägungen

und strukturelle Schwächen

in der medizinischen Praxis.

Frage: Was müsste sich in Forschung

und Kommunikation

ändern, damit Frauen sich medizinisch

besser gesehen

fühlen – gerade auch im

Bereich Herz-Kreislauf?

Antwort: Im Rahmen

von Forschungsvorhaben

sollte stets mitgedacht

werden,

dass es Männer

und Frauen gibt

und dass sie physisch,

physiologisch

und psychisch

unterschiedlich sind.

Jedes medizinische

Forschungsvorhaben

sollte auch nach möglichen

Unterschieden fragen.

Wäre das in der Vergangenheit

geschehen, hätte manche Frau mit

einem Herzinfarkt gerettet werden

können.

Würden Frauen sozusagen selbstverständlicher

in Studien integriert,

würde sich das m. E. auch

auf die Kommunikation auswirken.

So würden die „weiblichen“

Symptome bei einem Herzinfarkt

nicht als „untypisch“ deklariert,

also die Frau als Ausnahme. Denn

was heißt „untypisch“? Dass die

Norm der männliche Körper ist.

Inzwischen hat man herausgefunden,

dass ein männliches und

ein weibliches Herz sich z. B. in

Größe, Gefäßstruktur oder Anzahl

der Herzmuskelzellen unterscheiden.

Welche Auswirkungen

sind aber damit verbunden?

Frage: Wo erleben Sie aktuell

noch blinde Flecken, wenn es

um Frauenherzen, Symptome

und die Wahrnehmung von Risiken

geht?

Antwort: Frauen sehen sich z. T.

bei vielen In-dikationen vor die

Herausforderung gestellt, überhaupt

ernst genommen zu werden,

selbst bei Fragen, die „nur“

Frauengesundheit betreffen. Bei

Herzerkrankungen, wie beispielsweise

einem akuten Herzinfarkt,

kommen sie später in die Notaufnahme

und laufen eher Gefahr

falsch diagnostiziert zu werden,

weil die Symptome teils weniger

dramatisch auftreten als bei

einem Mann oder generell unspezifischer

sein können. Statt eines

massiven Schmerzes der die Hand

zur linken Seite des Torso schnellen

lässt, können Übelkeit oder

allgemeine Erschöpfung über einen

gewissen Zeitraum dominierend

sein. Immer hat eine Frau,

die einen Herzinfarkt erleidet, ein

höheres Risiko daran zu versterben

als ein Mann.

Dazu kommt, dass eine Frau eventuell

anders und teils detaillierter

als ein Mann kommuniziert, da

bestimmte Symptome im Empfinden

stärker hervortreten. Hier

bräuchte es eine (digitale) Unterstützung

für das versorgende

Personal, die auf einen möglichen

Herzinfarkt hinweist.

Oberbauchschmerzen

können auf einen gastroenterologischen

Befund

hinweisen, aber

eben auch auf einen

Herzinfarkt. Zudem

nehmen Frauen ihren

Körper anders

wahr als Männer,

denn die jeweiligen

„biologischen

Biografien“ unterscheiden

sich fundamental.

Dazu kommen

bestimmte Konditionierungen:

Frauen bekommen

bereits in jungen Jahren häufig

zu hören, dass sie sich „nicht

so anstellen“ sollen, wenn es z.

B. um Regelschmerzen oder Unwohlsein

geht.

Über Jahrzehnte führt das dazu,

dass Frauen sich selbst nicht mehr

ernst nehmen und sich bei einem

Herzinfarkt selbst zu spät in Behandlung

begeben. Hier sollte in

der weiteren Forschung der Fokus

nicht allein auf das Organische

gelegt werden, sondern auch auf

das Kommunikationsverhalten.

Auch bedarf es der Aufklärung,

202


uls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V.

dass bestimmte Erkrankungen

wie Diabetes ein deutlich höheres

Risiko für Frauen darstellt, einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall zu

erleiden.

Frage: Was brauchen Patientinnen

aus Ihrer Sicht, um Studien

und Forschung besser einordnen

zu können: mehr Information,

mehr Ansprache oder

mehr Vertrauen?

Antwort: Vertrauen entsteht m. E.

aus Transparenz, d.h. es braucht

Klarheit, dass nicht allein der

„Modellmann“ 35 Jahre, 75 Kilo

in der Studie repräsentiert ist,

sondern eben auch Frauen in den

unterschiedlichen (hormonellen)

Phasen ihres Lebens. Aktuell mutet

das noch als Utopie an, da das

Studiendesign sehr kompliziert

wird und damit sehr teuer. Viele

Medikamente, v.a. die generischen

sind an männlichen Versuchstieren

und in Phase 3 an Männern

getestet worden. In sog. Beobachtungsstudien

werden Wirkung

und Nebenwirkungen eines Medikaments

im Versorgungsalltag beobachtet,

so könnten Dosierungen

und Nebenwirkungen für Frauen

spezifisch erfasst werden.

Im Beipackzettel könnte ein

Hinweis stehen, welche Dosierungsempfehlungen

oder Nebenwirkungsrisiken

für Frauen

besonders zu beachten sind. Ich

erhoffe mir von einer paritätischen

Zusammensetzung in (Entscheidungs-)gremien

eine deutliche

Verbesserung.

Vielen Dank für das Interview

und für die Zeit, die Sie sich dafür

genommen haben. Ihre differenzierten

Antworten und die klaren

Einordnungen sind für uns sehr

wertvoll. Besonders wichtig ist Ihr

Hinweis darauf, dass Frauen in

Forschung, Versorgung und Kommunikation

noch stärker mitgedacht

werden müssen.

Sie leisten damit einen wichtigen

Beitrag zu mehr Verständnis

und Sensibilität im Bereich Herz-

Kreislauf-Gesundheit.

Pressekontakt:

GUT ZUM HERZ | JUNG & JUNG

Verlag GbR, Mauerheimstraße

8, 63811 Stockstadt am Main |

info@gutzumherz.de

203


204

2026/04/08-11 // Mannheim // DGK-Jahrestagung 2026


von Matthias Jung

Was Betroffene

wirklich

interessiert

Wir berichten von der 92. Jahrestagung der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie –

Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Mannheim – Wer den Namen DGK-

Jahrestagung hört, denkt an volle Vortragssäle,

Präsentationen unter Fachleuten und

neue Daten aus der Herzmedizin. Für Menschen

mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

oder mit erhöhtem Risiko stellt sich jedoch

eine andere Frage: Was davon ist für mich

relevant? Genau an diesem Punkt wird

ein solcher Kongress interessant. Vieles,

was dort diskutiert wird, taucht später in

Arztpraxen, Kliniken und Leitlinien wieder

auf. Für Betroffene geht es deshalb nicht

um jedes Detail einer Studie, sondern um

Entwicklungen, die Alltag, Diagnostik und

Versorgung künftig beeinflussen könnten.

Was später im Alltag ankommt

Ein großer Teil der Inhalte eines kardiologischen

Fachkongresses bleibt zunächst

in der Fachwelt. Gleichzeitig ist die Jahrestagung

ein Ort, an dem Themen sichtbar

werden, die später breitere Bedeutung gewinnen.

Das betrifft neue Daten, veränderte

Einordnungen von Risiken und die Frage,

welche Standards in der Versorgung wich-

205


2026/04/08-11 // Mannheim // DGK-Jahrestagung 2026

tiger werden könnten. Für Leserinnen

und Leser von GUT

ZUM HERZ ist genau dieser

Übergang entscheidend: Was

heute unter Fachleuten besprochen

wird, kann morgen

im Gespräch mit Hausarzt

oder Kardiologin eine Rolle

spielen.

Prävention braucht

Übersetzung

Besonders relevant für die

Community sind Themen mit

Alltagsbezug. Prävention gehört

dazu, wird aber oft zu allgemein

behandelt. Auf einem

Kongress gewinnt der Begriff

dann an Wert, wenn er verständlich

übersetzt wird: Was

lässt sich selbst beeinflussen,

wo braucht es ärztliche Begleitung

und welche Faktoren

wirken zusammen? Für viele

Menschen sind Blutdruck, Bewegung,

Ernährung, Gewicht,

Schlaf, Stress oder der Umgang

mit bestehenden Risiken

keine abstrakten Schlagworte,

sondern tägliche Fragen.

Drei Fragen GUT ZUM HERZ

Bei den Pressekonferenzen

der DGK-Jahrestagung 2026

waren wir vor Ort dabei (Prof.

Dr. Christina Magnussen auf

dem Foto rechts). Dort wurden

mehrere Präventionsthemen

angesprochen, die auch für

Betroffene besonders spannend

sind. Drei davon stechen

aus unserer Sicht besonders

heraus, weil sie direkt an

Fragen aus dem Alltag anschließen.

Zucker oder Süßstoff –

worauf kommt es

wirklich an?

Wenn auf einem Fachkongress

Ernährung im Zusammenhang

mit Zucker und

Neue Erkenntnisse

verständlich einordnen

Fachkongresse leben von

Daten, Studien und Spezialbegriffen.

Für ein Patientenportal

ist aber nicht entscheidend,

jede wissenschaftliche

Nuance abzubilden. Wichtiger

ist die verständliche Einordnung:

Was wurde neu diskutiert?

Für wen könnte das

relevant sein? Wo zeigt sich

bereits eine Richtung, und

wo ist noch Zurückhaltung

angebracht? Gerade bei Herz-

Kreislauf-Themen ist eine

nüchterne Übersetzung nötig.

Nicht jede neue Entwicklung

verändert sofort die Versorgung.

Auf der DGK-Jahrestagung

2026 gab es

auch eine Industrieschau

von Pharmaund

MedTech-Unternehmen.

Darüber

berichten wir hier

bewusst nicht produktbezogen.

Für ein

Betroffenenportal ist

gegenüber Laien vor

allem die Werbung

für verschreibungspflichtige

Arzneimittel

rechtlich eng

begrenzt. Möglich

bleibt jedoch eine

sachliche, redaktionelle

Einordnung der

Ausstellung – ohne

Produktwerbung,

Heilversprechen oder

werbliche Hervorhebung

einzelner Angebote

und Aussagen zu

deren Nutzen.

206


Süßstoffen diskutiert wird, geht

es nicht um einfache Verbote.

Interessant ist vielmehr, wie

Ernährung im Gesamtbild der

Herz-Kreislauf-Prävention eingeordnet

wird. Für Leser bleibt die

zentrale Frage: Welche Rolle spielt

der tägliche Umgang mit Süßem

im Zusammenspiel mit Gewicht,

Blutdruck, Stoffwechsel und langfristigem

Risiko?

Können Smartwatches beim

Blutdruck wirklich helfen?

Digitale Begleiter sind für viele

längst Alltag. Umso wichtiger ist

die nüchterne Einordnung: Was

können Wearables tatsächlich

leisten, was können sie ergänzend

anzeigen und was ersetzen

sie nicht? Gerade im Bereich

Blutdruck ist das relevant, weil

Beobachtung hilfreich sein kann,

ohne dass jede Messung sofort

medizinische Bedeutung haben

muss.

Welche Rolle spielt Impfen für

das Herz-Kreislauf-Risiko?

Auch diese Frage zeigt, wie breit

Prävention heute gedacht wird.

Für Betroffene ist wichtig, solche

Themen weder vorschnell abzutun

noch unkritisch zu übernehmen.

Entscheidend ist die verständliche

Einordnung: Für wen

kann ein solches Thema relevant

sein, in welchem Zusammenhang

wird es diskutiert und was sollte

man dazu im Arztgespräch gezielt

ansprechen?

Im Herzgeflüster geht es weiter

Die Fragen aus diesem Beitrag

nehmen wir demnächst auch im

Herzgeflüster-Podcast auf. Dort

greifen wir zentrale Themen der

DGK-Jahrestagung 2026 noch

einmal in Ruhe auf und fragen

nach, was sie für Betroffene bedeuten

können – verständlich,

alltagsnah und ohne Fachsprache.

So wird aus dem Kongressbericht

ein Gespräch, das Orientierung

gibt und den Blick auf das Wesentliche

lenkt.

Was für das

Arztgespräch bleibt

Der Nutzen eines Kongressberichts

liegt nicht nur darin zu

zeigen, dass irgendwo geforscht

wird. Relevant wird er dann,

wenn er hilft, das nächste Arztgespräch

besser vorzubereiten.

Welche Fragen sollte ich stellen?

Welche Werte sollte ich kennen?

Was lässt sich beobachten, ohne

sich unnötig verrückt zu machen?

Und woran merke ich, dass etwas

medizinisch abgeklärt werden

sollte? Ein guter Text ersetzt keine

Diagnose und keine Beratung. Er

kann aber helfen, Zusammenhänge

besser zu verstehen und mit

mehr Klarheit in Gespräche zu

gehen. Eindrücke von der Tagung

auf der nächsten Doppelseite.

207


Fotos: Matthias Jung



2026/04/15-16 // Berlin // Parlamentarisches Frühstück vom ImPuls. Thi

von Matthias Jung

Berlin

diskutiert

Gesundheit

Zwischen Bahnsteig und Berliner Debatte

– von Frankfurt am Main nach Berlin

Berlin – Manchmal fängt ein Termin nicht

erst dort an, wo Namensschilder auf den Tischen

stehen und der Kaffee eingeschenkt

wird. Manchmal beginnt er schon einen Tag

früher – auf dem Weg dorthin. Für mich begann

Berlin in dieser Woche am Mittwochmorgen

im Zug. Und ja: Die Bahn war tatsächlich

mehr als pünktlich. Allein das war

schon ein kleiner, fast ungewohnter guter

Auftakt.

So blieb vor dem eigentlichen Termin am

Donnerstag noch Zeit für zwei weitere Gespräche

in der Hauptstadt. Berlin war in

diesen Stunden nicht nur Kulisse, sondern

wieder einmal das, was diese Stadt oft ist: ein

Ort, an dem Themen, Menschen und Wege

schneller zusammenlaufen, als man es planen

könnte.

Begegnungen, die mehr sind als Zufall

Dazu passte auch eine Begegnung, mit der ich

nicht gerechnet hatte. Mitten in Berlin traf

ich ganz zufällig Melanie Bahlke (Bild auf

Seite 213 oben) von der Adipositaschirurgie-

Selbsthilfe-Deutschland e. V. (AcSDeV). Solche

Momente wirken im ersten Augenblick

wie eine Randnotiz. In Wahrheit erzählen sie

oft mehr über ein Thema als manches Podium.

Mit Johannes Wagner, MdB,

fachlich und politisch zugleic

Bundestages. Gerade bei eine

hältnisse Leben schützen“ wi

Gesundheit, der nicht beim i

schen und strukturellen Bedingungen mitde

Frühstücks: Gesundheit nicht nur als private

Strukturen, politische Verantwortung und g

Prävention nur dann tragfähig wird, wenn P

210


nk Tank Herz-Kreislauf e.V.

hat das parlamentarische Frühstück einen Schirmherrn, der Gesundheitspolitik

h einordnen kann. Der Grünen-Politiker ist Arzt und Mitglied des Deutschen

r Veranstaltung mit dem Titel „Mehr als Eigenverantwortung – Wie gesunde Verrkt

seine Schirmherrschaft deshalb folgerichtig. Sie steht für einen Blick auf

ndividuellen Verhalten stehen bleibt, sondern auch die gesellschaftlichen, politinkt.

Dass Johannes Wagner diesen Rahmen unterstützt, passt zum Anliegen des

Aufgabe zu verstehen, sondern als Thema, das gute Informationen, verlässliche

esundheitsfördernde Lebenswelten braucht. Damit setzt er auch ein Zeichen, dass

olitik, Versorgung und Lebensalltag gemeinsam betrachtet werden.

211


2026/04/15-16 // Berlin // Parlamentarisches Frühstück vom ImPuls. Thi

Denn plötzlich wird sichtbar, dass

Gesundheitsfragen nicht nur in

Vorträgen, Papieren oder politischen

Formaten verhandelt werden,

sondern mitten im Leben, in

Beziehungen, in Selbsthilfe und

im direkten Austausch. Gerade

solche unerwarteten Begegnungen

machen greifbar, wie eng persönliches

Engagement und größere

gesellschaftliche Fragen oft

miteinander verbunden sind.

Ein Frühstück mit klarer

Fragestellung

Am Donnerstagmorgen führte

dieser Weg dann in den Berlin

Capital Club zum Parlamentarischen

Frühstück des Im Puls.

Think Tank Herz-Kreislauf e.

V. Eingeladen hatten Dr. Martina

Kloepfer und Udo Schauder,

Schirmherr der Veranstaltung war

Johannes Wagner, MdB. Schon

der Titel des Frühstücks war präzise

gesetzt: „Mehr als Eigenverantwortung

– Wie gesunde Verhältnisse

Leben schützen“.

Es war einer dieser Titel, bei denen

man sofort merkt, dass es nicht

um die übliche schnelle Schuldzuweisung

an den Einzelnen gehen

soll. Nicht um das bequeme Muster:

Wer gesund leben will, muss

sich eben nur genug anstrengen.

Stattdessen ging es um eine größere

und ehrlichere Frage: Unter

welchen Bedingungen kann Gesundheit

überhaupt entstehen?

Der Impuls von Marit

Derenthal

Den inhaltlichen Impuls gab Marit

Derenthal (Bild unten) vom

DNGf K – Deutschen Netz Gesundheitsfördernder

Krankenhäuser

und Gesundheitseinrichtungen

e. V. Ihr Vortrag

212


nk Tank Herz-Kreislauf e.V.

machte deutlich, dass Gesundheit

nicht erst dort beginnt,

wo das Versorgungssystem

eingreift. Sie entsteht

vielmehr im Alltag – dort, wo

Menschen leben, lernen und

arbeiten. In den Lebenswelten

also, die fördern, entlasten,

überfordern oder ausbremsen

können. Besonders

hängen geblieben ist dabei

der Gedanke, dass Gesundheitsförderung

nur dann

nachhaltig wirkt, wenn sie

nicht beim Verhalten stehen

bleibt.

Es reicht nicht, Menschen

immer wieder zu sagen, was

sie tun sollten. Entscheidend

sind auch die Verhältnisse,

in denen sie sich bewegen:

verständliche Informationen,

erreichbare Angebote,

Strukturen, die Orientierung

geben, und Organisationen,

die Verantwortung nicht nur

formulieren, sondern praktisch

möglich machen.

Als aus dem Vortrag eine

Diskussion wurde

Mehr als ein Termin im

Kalender

Vielleicht war gerade deshalb

diese Reise nach Berlin mehr

als ein Termin im Kalender.

Die pünktliche Anreise, die

Gespräche am Mittwoch, die

zufällige Begegnung mitten

in der Stadt und schließlich

das Frühstück mit seinem

Impuls und der engagierten

Diskussion – all das passte

auf eine fast überraschend

klare Weise zusammen. Berlin

hat mir an diesen beiden

Tagen noch einmal sehr

deutlich gezeigt, dass Gesundheit

mehr ist als Eigenverantwortung.

Sie entsteht

nicht im luftleeren Raum,

sondern dort, wo Menschen

ihren Alltag leben – und dort,

wo Gesellschaft, Politik und

Organisationen Verantwortung

übernehmen.

Ein Termin, der über den

Vormittag hinaus nachwirkt.

Der Vormittag endete nicht

in höflicher Zustimmung,

sondern in einer lebhaften

Diskussion. Genau das

machte den Termin zusätzlich

spannend. Es wurde

nicht nur zugehört, sondern

nachgefragt, eingeordnet

und weitergedacht.

Damit bekam das parlamentarische

Frühstück noch einmal

die Energie, die ein solches

Thema auch braucht.

Denn wer über Gesundheitsförderung,

Lebenswelten

und Verantwortung spricht,

spricht nicht über Nebensächlichkeiten,

sondern

über Fragen, die viele Menschen

unmittelbar betreffen.

213


Fotos: Matthias Jung



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Telefon 0 60 27 - 97 97 60 | Telefax 0 60 27 - 97 97 61 | office@jungundjungverlag.de | www.jungundjungverlag.de

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