Next Step März 2026
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
1 | NEXT STEP
NEXT
STEP
Der nächste Schritt ins Berufsleben
25. März 2026
ANDREA GUO
EROBERT DIE FILMWELT
Die Schauspielerin spricht über weltweite
Bekanntheit, aktuelle Projekte und Diversität
VON KOPF BIS FUSS
Azubis aus der Region berichten von ihrem
Joballtag – ganz nah dran an anderen Menschen
ORDNUNG IST DAS
HALBE LEBEN
Den Papierkram in den Griff kriegen:
Eine Expertin erklärt, wie es gelingt
2 | NEXT STEP
NEXT STEP |
3
Foto: Ufuk Arslan
EILEEN
SCHIRLE
REDAKTEURIN
Impressum
KARRIERE MIT
ÜBERRASCHUNGS-
EFFEKT
Next Step – der nächste Schritt ins
Studium oder Berufsleben / 25. März 2026
Verlag | Herausgeber
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe
GmbH & Co. KG
Haalstraße 5 und 7
74523 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791/ 4040
Redaktion
Ulrich Becker (V.i.S.d.P.),
Antonio de Mitri, Alisa Grün,
Claudia Linz, Eileen Schirle und weitere
Fotos
Titelfoto: Vero Bielinski
Fotos wie angegeben: Alisa Grün,
Claudia Linz, Eileen Schirle, Archivund
Agenturfotos, Privatfotos,
Firmenfotos, Adobe Stock
Anzeigen
Vera Epple (verantw.), Ingo Bölz,
Holger Gschwendtner, Martin Haas,
Afsoon Kamrani, Kai Müller,
Martin Naterski, Sebastian Nutsch,
Julia Winterfeldt Weiß
Grafik
Natalia Stawiszynska,
www.mediaservice-ulm.de
Druck
NPG Druckhaus
GmbH & Co. KG, Ulm
Siemensstraße 10
89079 Ulm-Donautal
Zugegeben – dass die Serie „Maxton
Hall“ auf dem deutschen Markt erfolgreich
sein wird, verwundert sicher niemanden.
Schließlich war schon die Romanvorlage
von Autorin Mona Kasten
ein Verkaufsschlager. Dass die Prime-Video-Serie
aber auch international
durch die Decke ging, war nicht abzusehen.
Auch nicht für unseren Coverstar
Andrea Guo, die in „Maxton Hall“ die
Rolle der Lin Wang verkörpert. Was sie
zum Überraschungserfolg, ihrer Vorbildfunktion
als asiatische Schauspielerin
und neuen Projekten erzählt, erfährst
Du im Interview auf Seite 8.
Überraschend war sicher auch die ein
oder andere Entscheidung unserer drei
Macher. Denn manchmal reicht es
nicht, nur engagiert und mutig zu sein,
um beruflich voranzukommen. Es benötigt
auch das eine Quäntchen Glück,
einen kleinen „Schubser“ von Familie
oder Freunden oder aber einen kurzen
Hinweis von Bekannten, damit ein Stein
ins Rollen kommt. Bei Lisa-Marie Konle
war es so. Nur durch Zufall hat sie von
einem Physiotherapeuten gehört, der
seine Praxis gerne abgeben möchte –
und sie hat die Chance ergriffen. Julian
Bauderer hat lange nicht gewusst, was
er mal werden will und hat es schließlich
mit einem Jura-Studium probiert.
Das stellte sich als Glücksgriff heraus.
Heute ist er Richter am Amtsgericht –
sein Traumjob.
Auf dem Weg zum Wunschberuf sind
auch die Auszubildenden und dualen
Studenten, die wir Dir unter „Jobstart“
vorstellen. Sie alle haben einen Beruf
gewählt, bei dem Körperkontakt an der
Tagesordnung steht. Auf ganz unterschiedliche
Weise kommen sie anderen
Menschen näher – und zwar von Kopf
bis Fuß. Sei es, wenn sie als Augenoptiker
Brillen neu einstellen, als Zahnmedizinischer
Fachangestellter bei Behandlungen
im Mund der Patienten
assistieren oder als Pflegefachkraft andere
Menschen beim Essen oder der
Körperhygiene helfen. Jeder Beruf
bringt einzigartige Herausforderungen
mit sich – und überrascht die Auszubildenden
auch jeden Tag aufs Neue.
Zu guter Letzt warten noch jede Menge
spannende Wissens-Themen rund um
Ausbildung und Studium in diesem
Heft auf Dich. Du wolltest schon immer
einmal wissen, was es mit dem Ausbildungsförderungsgesetz
auf sich hat
oder in welchem Beruf man als Azubi
am meisten verdient? Wir verraten es
Dir. Lass Dich überraschen!
Viel Spaß beim Schmökern wünscht
4 | NEXT STEP
Editorial
3
INHALT MACHER
JOBSTART
DIE DURCHSTARTERIN
Andrea Guo erlangt als Serienstar
weltweite Bekanntheit – und möchte
ein Vorbild sein 8
DIE SONNENCREME-POLIZEI
Für Kosmetikerin-Azubine Emma Lang
steht die gesunde Haut im Fokus 10
DER SEHPROFI
Sascha Ziegler sorgt als Optiker-Azubi
für den perfekten Durchblick 12
DER PRÄZISE
Zahnärztlicher Fachangestellter ist
für Maximilian Geist ein Traumjob
14
DIE WISSBEGIERIGE
„Personalisierte Ernährung“
heißt der Studiengang, den
Julia Gunnesch dual studiert 16
DIE KOMMUNIKATIVE
Claudia Dudek lässt sich am
Diak in Schwäbisch Hall zur
Pflegefachfrau ausbilden 18
DER ENTSCHEIDER
Julian Bauderer ist Straf- und
Zivilrichter am Amtsgericht
in Schwäbisch Gmünd 22
DIE SELBSTSTÄNDIGE
Physiotherapeutin Lisa-Marie Konle
hat sich den Traum einer eigenen
Praxis erfüllt 24
DER TÜFTLER
Online-Dating ohne Fake-Profile:
Sam Harjung und seine App
machen es möglich
26
CLAUDIA DUDEK
Foto: Eileen Schirle
NEXT STEP |
5
WISSEN
GUT ZU WISSEN
Sechs kuriose Fakten
über den Menschen 30
KAMPFANSAGE AN
DIE PAPIERSTAPEL
Wichtige Dokumente sortieren
und ablegen: Ordnungsexpertin
Angelika Weidner gibt Tipps
32
DURCHSTARTEN IN
DIE WEITERBILDUNG
Zuschüsse durch das Ausbildungsförderungsgesetz
helfen beim
Erklimmen der Karriereleiter 34
INS GESPRÄCH KOMMEN
Alle Berufsinfotage und Azubi-
Messen auf einen Blick 35
GUT ABGESICHERT
Diese Versicherungen sind
für Azubis und Studenten sinnvoll
36
VERGÜTUNG NACH TARIF
Bei der Berufswahl spielt
auch der Verdienst eine Rolle 38
LUST AUF BERUFSERFAHRUNG
Theorie und Praxis:
So läuft das Duale Studium ab 39
REGIONALE HOCHSCHULEN
Ein Überblick
40
RECHTE UND PFLICHTEN
Diese Vorschriften gelten für Azubis
und Ausbilder 42
Foto: Eileen Schirle
LISA-MARIE KONLE
Foto: Claudia Linz
MAXIMILIAN GEIST
FÜR VIELE IST ES EIN TRAUM, MIT MENSCHEN
ZU ARBEITEN. DOCH IN VIELEN BERUFEN BEDEUTET MIT
GLEICHZEITIG AUCH AM MENSCHEN ZU ARBEITEN.
FÜNF DIESER BERUFE STELLEN WIR DIR AUF DEN KOMMENDEN
SEITEN VOR. IM FOKUS STEHT DABEI GANZ KLAR DER KÖRPER:
VON „KOPF BIS FUSS“ LAUTET DAS TITELTHEMA.
DEN ANFANG MACHT KOSMETIKERIN EMMA LANG, DIE SICH VOR
ALLEM MIT DEM THEMA GESUNDE HAUT AUSEINANDERSETZT.
DAMIT MENSCHEN MIT SEHSCHWÄCHE WIEDER DEN VOLLEN
DURCHBLICK BEKOMMEN, WENDEN SIE SICH AN AUGENOPTIKER
WIE SASCHA ZIEGLER.
DER ZAHNMEDIZINISCHE FACHANGESTELLTE MAXIMILIAN GEIST
WIEDERRUM KÜMMERT SICH UM DIE MUNDHYGIENE SEINER
PATIENTEN.
AUCH EIN DUALES STUDIUM DARF IN DIESER LISTE NICHT FEHLEN:
GANZ NEU IST DER STUDIENGANG „PERSONALISIERTE ERNÄH-
RUNG“ – STUDENTIN JULIA GUNNESCH STELLT IHN NÄHER VOR.
UND LAST BUT NOT LEAST GIBT DIE ANGEHENDE PFLEGEFACH-
KRAFT CLAUDIA DUDEK EINBLICKE IN IHREN BERUFSALLTAG IM
KRANKENHAUS.
NA, NEUGIERIG GEWORDEN?
DANN LERNE DIE AZUBIS UND IHRE JOBS KENNEN.
JOBSTART
Foto: Halfpoint/Adobe Stock
Andrea Guo bei der Premiere
des Films „Love Me Love Me“
in Rom – auch so etwas gehört
inzwischen zum Leben der
jungen Schauspielerin
Fotos: Stefanie Ganschow
Schauspielerin Andrea
Guo wurde mit der
Serie „Maxton Hall“
weltweit bekannt.
Mit uns spricht die
26-Jährige über den
plötzlichen Erfolg,
aktuelle Projekte und
die Diversität in der
Filmbranche.
„WERDE SELBST
DIE REPRÄSENTATION,
DIE DU GEBRAUCHT HAST“
Liebe Andrea, unser Next
Step-Titelthema lautet „Von
Kopf bis Fuß“ und beschäftigt
sich grob gesagt mit Berufen,
die Körperkontakt erfordern.
Gibt es einen Job in
diesem Bereich, den Du
gerne mal ausprobieren
würdest – vielleicht ja
Kosmetikerin, Augenoptikerin
oder Zahnmedizinische
Fachangestellte?
Ja total, ehrlich gesagt würde ich
gerne jeden Beruf mal machen.
Aber ich glaube, als Pflegekraft
würde ich viele verschiedene Geschichten
miterleben können.
Und das wiederum würde mir
wahrscheinlich total viel Inspiration
und Dankbarkeit geben.
Mit Deiner Rolle als Lin Wang
in „Maxton Hall“ hast Du ein
Millionenpublikum erreicht
– die Serie gilt als die erfolgreichste
Prime-Video-Serie
aller Zeiten. Hast Du mit diesem
Mega-Erfolg gerechnet?
Dass es wirklich so ein Mega-Erfolg
wird, damit habe ich nicht gerechnet.
Aber Mona Kasten (Autorin
der Romane, auf welchen die
Serie beruht, Anm. d. Red.) hat ja
auch schon eine mega Fan-Community
mitgebracht und die Geschichte
war ja in Deutschland
auch schon bekannt. Dass es jetzt
in der Welt genauso gut ankommt
und wir so groß gemacht werden,
ist ein riesiges Geschenk.
Wie hat sich Dein Leben
seither verändert?
Einiges hat sich in meinem Leben
geändert. Wir, also mein Team
und ich, arbeiten mehr. Wir fokussieren
uns nicht nur auf mehr Projekte,
sondern filtern auch, um
mehr Qualität zu schaffen. Die internationale
Welt hat sich für
mich mit dem Film „Love Me Love
Me“ (erschienen Februar 2026 bei
Prime Video, Anm. d. Red.) geändert.
Ich treffe auf Menschen, die
ich vorher nur auf Bildschirmen
gesehen habe, weil ich jetzt selbst
ein Teil davon bin. Und das muss
ich mir oft noch selbst vor Augen
halten. Ich werde plötzlich in Gegenwart
meiner Familie erkannt,
was für sie auch komplett neu ist.
Oder in Städten, wo ich vorher
noch nie war, wird man erkannt
und nach Fotos gefragt. Das ist
schon alles echt verrückt.
Wie wählst Du Deine Projekte
aus? Gibt es Themen oder
Rollen, die Dir besonders am
Herzen liegen?
Ich gehe jetzt bewusster an meine
Projekte und besonders span-
NEXT STEP JOBSTART |
9
nend finde ich Rollen, die man
nicht direkt durchschaut. Oder
Rollen, wofür ich mich richtig
reinsteigern muss und eventuell
monatelang einen Skill, eine
Sprache oder eine Sportart lernen
muss. Allerdings, was ich
weiterhin spannend finde, sind
Buchverfilmungen. Sie geben
einfach schon so viel her und
machen die Figurenarbeit einfacher
aber auch spezifischer.
Neben dem Genre
„Young-adult-romance“ hast
Du auch schon in Sci-Fi-Serien
wie „The swarm“ mitgespielt.
Was schätzt Du
besonders an der Vielseitigkeit
deiner Rollen?
Ich liebe es, mich in den verschiedenen
Rollen und Genres
auszuprobieren. Das ist wirklich
das Schönste an meinem Beruf –
diese Vielseitigkeit –, dass ich
mich ständig neu wiederfinden,
in verschiedene Geschichten
eintauchen und mich
mit der Psyche verschiedener
Figuren beschäftigen
muss.
Du bist aktuell im Film
„Love Me Love Me“, einer
italienischen Produktion
in englischer Sprache, zu
sehen. Deine Karriere hat
auch international richtig
Fahrt aufgenommen.
Wie gehst Du mit dem
wachsenden öffentlichen
Interesse um?
Ich versuche, mich nicht zu verstellen
und mir selbst treu zu
bleiben. Klar ist da auch ein
Druck, zu wissen, dass Menschen
auf einen schauen und eine
Erwartungshaltung haben
könnten. Aber umso wichtiger ist
es dann, nicht die Fassung zu
verlieren und weiter dranzubleiben.
Mit einem richtigen Team
und tollen Menschen an meiner
Seite fällt es mir leichter.
Du hast einmal gesagt, dass
Du als Kind kaum asiatische
Vorbilder im deutschen
Fernsehen hattest. Was bedeutet
es Dir persönlich, ein
Zeichen für mehr Diversität
in der deutschen
und internationalen
Filmbranche
zu setzen?
Ich sehe es als
Chance. Mich ehrt
es total, jetzt schon
eine Vorbildfunktion
haben zu
können. Ich
hoffe, dass
ich mit
meiner
Ich werde in Städten erkannt,
in denen ich vorher noch nie war –
das ist schon alles echt verrückt.
DAS IST ANDREA GUO
Andrea Guo ist am 2.2.2000 in Österreich geboren, lebt aber
inzwischen in Deutschland, wo sie auch teilweise aufgewachsen
ist. Ihre Eltern stammen aus dem chinesischen Qingtian
und kamen in den 90er-Jahren nach Europa. Seit ihrer Jugend
verfolgt Andrea intensiv ihren Traum, Schauspielerin zu werden.
2017 begann sie ihr Schauspielstudium in Köln, das sie
2019 abschloss, und war danach in verschiedenen Rollen in
Theater sowie Film und Fernsehen zu sehen. Mit ihrer Rolle als
Lin Wang in der Serie „Maxton Hall“, deren erste Staffel 2024
erschien, wurde Andrea schlagartig einem Millionenpublikum
bekannt. Ende 2025 erschien die zweite Staffel und die dritte
ist bereits abgedreht. Das internationale Projekt „Love Me Love
Me“, in dem sie eine der Hauptrollen übernahm, erschien Anfang
Februar 2026. Zudem feiert die Serie „House of Yang“ Ende
Februar ihre Premiere auf der Berlinale. Parallel dazu arbeitet
sie immer wieder mit Marken wie Bulgari, Louis Vuitton und
Dior zusammen. „Als Kind habe ich kaum asiatische Vorbilder
im deutschen Fernsehen gesehen. Heute möchte ich genau
das für eine neue Generation sein“, sagt Andrea.
Leidenschaft für meinen Beruf
und für meinen Traum einfach
andere dabei unterstützen kann,
auch ihren Weg zu gehen. Vor allem
hoffe ich, dass sich Menschen,
die sich unsichtbar fühlen,
trauen, sich zu zeigen. Denn
es ist möglich, dadurch sogar
selbst ein Vorbild zu werden.
Gab es in Deiner bisherigen
Karriere Momente, in denen
Du Dich aufgrund Deines
asiatischen Hintergrunds
besonders durchsetzen
musstest?
Glücklicherweise gab es nie
grenzüberschreitende Momente
in meiner Laufbahn. Ich weiß
nur von meinen Kollegen und
Kolleginnen, wie sie damals zu
kämpfen hatten. Ich habe
großes Glück, manchmal zur
richtigen Zeit an den richtigen
Orten zu sein.
Welche Botschaft möchtest
Du jungen Menschen mitgeben,
die sich vielleicht
aufgrund ihrer Diversität
nicht gesehen fühlen,
um sich in der Berufswelt
zu behaupten?
Lass Dich nicht kleinreden!
Du bist viel größer, als
Du denkst, und wertvoll,
genau so, wie Du bist.
Und wenn Du es wirklich
willst, dann wirst Du es schaffen.
Wenn Du Dich nicht repräsentiert
fühlst, dann werde selbst
die Repräsentation, die Du gebraucht
hast!
Zum Abschluss noch eine
Schnell-Fragerunde:
Nie wieder zum Friseur oder
nie wieder Make-up tragen?
Nie wieder zum Friseur, ich gehe
eigentlich kaum zum Friseur.
Lieber Süßes oder Salziges
naschen?
Salziges.
Stichwort Mode – welche
Looks stylst Du lieber:
Herbst/Winter oder Frühling/Sommer?
Ich liebe Herbstlooks sehr.
Von Alisa Grün
10| NEXT STEP JOBSTART
SIE FREUT SICH
ÜBER JEDES
NEUE GESICHT
Emma Lang macht bei Silke Schwing in Künzelsau eine dreijährige Ausbildung zur Kosmetikerin.
Im Fokus steht dabei vor allem die gesunde Haut.
Wann fasst man
schon mal einer
anderen Person
ins Gesicht? Daran
habe ich mich natürlich erstmal
gewöhnen müssen!“, sagt
Emma Lang und lacht. Aktuell ist
die 22-Jährige im zweiten Lehrjahr
im Kosmetikstudio von Silke
Schwing in Künzelsau. Dass sie
genau diesen beruflichen Weg
einschlägt, hätte die gebürtige
Hallerin lange selbst nicht gedacht.
„Ich wollte eigentlich
Grundschullehrerin werden,
aber irgendwann habe ich gemerkt,
dass ich nicht fürs Studieren
gemacht bin.“ Die Erkenntnis
kam, als sie nach ihrem Fachabitur
ein FSJ in diesem Bereich
machte – der Spaß sei zwar dagewesen,
aber sie spürte, dass ihr
Herz für das Praktische schlägt.
Bei einem Praktikum in einem
Hotel begleitete sie dann die
Kosmetikerin. „Da hat es für
mich ‚Klick‘ gemacht“, erinnert
sich Emma.
Über die Berufsschule in Stuttgart
kam sie in Kontakt mit Silke
Schwing. „Es gibt nicht viele Kosmetikstudios,
die eine dreijährige
Ausbildung anbieten“, erklärt
die Auszubildende. Die schulische
Ausbildung, die nur ein Jahr
geht, sei verbreiteter. „Ich bin allerdings
froh, die duale Ausbildung
absolvieren zu können – so
lerne ich den Beruf nochmal viel
tiefer kennen.“ Während in der
rein schulischen Ausbildung lediglich
die eigenen Schulkameraden
als „Übungsobjekte“ zur
Verfügung stehen, hat sich Emma
inzwischen schon einen kleinen
Kundenstamm aufbauen
können. „Zu Beginn meiner Ausbildung
habe ich natürlich erstmal
nur zugesehen und mir von
den Kollegen alles in Ruhe zeigen
lassen. Außerdem haben
sich meine Freundinnen als Modelle,
etwa für die Nagelmodellage,
zur Verfügung gestellt.“
Führerschein für Laserund
Ultraschallgeräte
Kosmetikerin = Schickimicki,
schminken und lange Krallen?
„Nein, das Bild entspricht nicht
der Realität“, macht Emma deutlich.
Im Fokus steht vor allem die
gesunde Haut. „Ich habe zusätzlich
noch die NiSV-Ausbildung
gemacht, das ist quasi ein Führerschein
für Laser- und Ultraschall-Geräte.“
So darf sie nun
auch Haarentfernungen vornehmen,
was üblicherweise nicht
Teil der regulären Ausbildung ist.
„Ich finde es aber gut, dass es
hierfür eine gesonderte Qualifikation
gibt – immerhin arbeiten
wir mit dem größten Organ des
Menschen, der Haut, und Geräten,
die falsch angewendet auch
großen Schaden verursachen
können – da muss man genau
wissen, was man tut.“
Generell geht sie nun mit dem
Wissen, das sie in der Ausbildung
vermittelt bekommen hat, ganz
anders durchs Leben. „Für meine
Freunde bin ich inzwischen
NEXT STEP JOBSTART |11
die ‚Sonnencreme-Polizei‘ – ich
erinnere sie immer daran, genügend
Sonnenschutz aufzutragen,
und sie wissen genau, dass ich
immer eine Reisegröße Sonnencreme
in der Handtasche habe“,
sagt Emma. Denn der UV-Schutz
sei enorm wichtig. Die Hintergründe
dafür lernt sie an der Berufsschule
in Stuttgart, die sie
ein- bis zweimal wöchentlich besucht.
Ganzheitlicher Ansatz
fürs Wohlbefinden
Neben Englisch und Wirtschaft
steht Berufstheorie auf ihrem
Stundenplan. Dort erfährt die
22-Jährige etwa, wie der Körper
funktioniere. „Welche Anwendungen
wirken entspannend?
Wann ist der Parasympathikus
aktiv? All das lerne ich, um meine
Kunden später mit fundiertem
Wissen betreuen zu können.“ Genauso
behandeln die Azubis den
Umgang mit Kunden, Warenwirtschaft
und Verkauf.
Das neue Wissen wendet sie
dann umgehend an – ihre Kunden
sind größtenteils weiblich,
aber auch immer mehr Männer
suchen die Expertinnen im Kosmetikstudio
auf. „Viele sind einfach
überfordert mit der eigenen
Haut oder den zig Produkten
und Angeboten auf dem Markt.“
Deshalb führt sie je nach Kundenwunsch
eine Hautanalyse
durch, bespricht anschließend
die Ergebnisse und zeigt einen
Behandlungsplan samt individuell
passender Pflegeprodukte
auf.
„Für mich ist es das Schönste,
wenn ich denjenigen helfen
kann, die einen großen Leidensdruck
verspüren – sei es durch
unreine oder entzündete Haut
im Gesicht oder bei anderen
Themen“, unterstreicht Emma.
Wer sich ebenfalls für die Ausbildung
interessiert, sollte laut ihr
körperlich fit sein, keine Berührungsängste
haben und empathisch
sein. „Wir verbringen
sehr viel Zeit mit unseren Kunden,
teilen Freud und Leid –
wem andere Menschen am Herzen
liegen, ist in diesem
Berufsbild genau richtig.“
Von Alisa Grün
Wir arbeiten mit dem größten Organ
des Menschen, der Haut – da muss
man genau wissen, was man tut.
Emma freut sich jeden Tag darauf,
ihre Kunden auf dem Weg
zu gesunder Haut zu begleiten.
Fotos: privat
NEXT LEVEL
AUSBILDUNG
FÜR ALLE, DIE RICHTIG DURCHZIEHEN WOLLEN.
FEINWERKMECHANIKER
(m/w/d)
ZERSPANUNGSMECHANIKER
(m/w/d)
TECHNISCHER
PRODUKTDESIGNER
(m/w/d)
JOB@AICHELE.DE
KARRIERE.AICHELE.DE
12| NEXT STEP JOBSTART
DER FÜR
DURCHBLICK SORGT
Mit Brillen kennt sich Sascha
aus. Er trägt auch selbst eine.
Vom Lehrerwunsch
zum Optiker mit
Leidenschaft: Sascha
Ziegler macht eine
Ausbildung bei Brillen
Fielmann in
Schwäbisch Hall.
Eigentlich wollte Sascha
Ziegler Lehrer
werden. Doch heute,
mit 26 Jahren, ist er in
einer ganz anderen Welt zu Hause:
Er macht eine Ausbildung
zum Optiker bei Brillen Fielmann
in Schwäbisch Hall – und
könnte über diese Berufswahl
glücklicher kaum sein. „Ich habe
gemerkt, dass mir das praktische
Arbeiten und der direkte Kundenkontakt
viel mehr liegen“,
sagt der junge Mann aus Ulm.
Nach seinem Abitur an der Schule
für Hörgeschädigte St. Josef in
Schwäbisch Gmünd absolvierte
Sascha ein eineinhalbjähriges
Freiwilliges Soziales Jahr an einer
Gemeinschaftsschule in
Ulm, sammelte Erfahrungen im
Umgang mit Schülerinnen und
Schülern und gestaltete selbstständig
den Unterricht. Doch die
aufwändigen Vorbereitungen für
die einzelnen Stunden im Vergleich
zu der Zeit, in der man tatsächlich
vor der Klasse steht, ließen
ihn zweifeln.
Dann fiel sein Blick auf einen
ganz anderen Beruf. Eine Brille
musste her, und wie es der Zufall
wollte, war es die Filiale von Fielmann
in Ulm, die ihm nicht nur
fachlich, sondern auch menschlich
sofort zusagte. „Schon meine
Großeltern und Eltern haben
dort ihre Brillen gekauft und
fühlten sich immer gut beraten“,
erzählt Sascha. Er hat sich um einen
Ausbildungsplatz beworben.
Nach über einem Jahr kennt Sascha
das Geschäft nun nahezu
in- und auswendig. Er lernt nicht
nur das Beraten, Verkaufen und
Anpassen von Brillen, sondern
auch die handwerklichen Tätigkeiten
in der Werkstatt. „Wir haben
zwei Schleifautomaten – einen
großen automatischen und
einen kleineren mit Handbetrieb“,
erzählt er. An letzterem übt
Sascha den manuellen Schliff der
Gläser aus Kunststoff und Echtglas.
Dabei kommt es einerseits
darauf an, dass das Brillenglas
exakt in das jeweilige Gestell
passt. Andererseits müssen die
Rohgläser zentriert werden. Da-
NEXT STEP JOBSTART |13
bei bestimmt der Optiker
den optischen Mittelpunkt
des Glases und richtet ihn
präzise auf die Pupille des
Kunden aus. Diese Tätigkeit
erfordert ein hohes Maß an
Präzision. Deshalb ist Sascha
froh, dass er in der hauseigenen
Schleiferei üben kann, wann immer
es die Zeit erlaubt. Gut findet
er auch die wechselnden Monatsaufgaben
bei Fielmann, die
Einblicke in die verschiedenen
Tätigkeiten eines Optikers geben.
Saschas Wochenarbeitszeit beträgt
39 Stunden – inklusive
Samstag. Unter der Woche hat er
einen Tag frei. Morgens bereitet
der 26-Jährige mit seinen Kollegen
die Geschäftsräume vor,
kontrolliert die Tische und sortiert
die Aufträge. So sind die Unterlagen
griffbereit, wenn die
Kunden zum Termin kommen.
Bei der Beratung, weiß er, spielen
neben der Sehstärke auch die
Gesichtsform und der persönliche
Geschmack eine Rolle. „Bei
einem eckigen Gesicht empfehle
ich eher runde Gestelle, und umgekehrt.“
Aber letztlich entscheide
der Kunde, ob es eher eine
schlichte Brille oder ein auffälliges
Accessoire sein soll. Die Arbeit
macht ihm Freude. „Es ist
toll, wenn ich helfen kann, sei es
bei der Auswahl der richtigen
Fassung oder bei kleineren Reparaturen,
zum Beispiel, wenn
der Bügel einer Brille wieder angelötet
werden muss.“
Die Ausbildung zum Optiker
dauert drei Jahre. Die Berufsschule
besucht Sascha im Blockunterricht
in Leonberg. Dort
lernt er neben allgemeinbildenden
Fächern auch die biologischen
und mathematischen
Grundlagen des Sehens. Zusätzlich
gibt es überbetriebliche
Lehrgänge und eine dreiwöchige
Praxisphase in der Fielmann-Lernwerkstatt
in Offenbach.
Für seine Ausbildung ist Sascha
von Ulm nach Schwäbisch Hall
umgezogen und lebt jetzt in einer
WG. In seiner Freizeit entspannt
er gerne mit Animes,
Computerspielen und Lesen.
Bei einem eckigen Gesicht
empfehle ich runde, bei einem
runden eckige Gestelle.
Am liebsten mag er Fanfiction
und schreibt als Hobbyautor eigene
Geschichten. Sein Fazit
nach fast einem Jahr Ausbildung
ist klar: „Es war die richtige Wahl
und ich fühle mich rundherum
wohl.“
Von Claudia Linz
Starte Deine Zukunft
mit Voith.
Duales Studium
· Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen,
Mechatronik (DHBW Heidenheim)
· Integrated Engineering/Service
(DHBW Mannheim)
· Maschinenbau – Virtual Engineering
(DHBW Mosbach)
voith.com/karriere
Ausbildung zu technischen Berufen
· Industriemechaniker (m/w/d)
· Mechatroniker (m/w/d)
· Technischer Produktdesigner (m/w/d)
Sascha Ziegler
passt eine
Brille an.
Fotos: Claudia Linz
14| NEXT STEP JOBSTART
In einer speziellen Spülmaschine
werden die Instrumente gereinigt.
Fotos: Claudia Linz
EIN HÄNDCHEN
FÜRS LÄCHELN
Maximilian Geist ist einer von wenigen
männlichen Zahnmedizinischen Fachangestellten.
Seine dreijährige Ausbildung
absolviert er im ZIM in Gaildorf und ist dort
manchmal auch Protagonist bei den Reels
des Praxisteams auf Instagram.
Maximilian Geist
boxt gerne – und
schreddert mit
Leidenschaft Zähne.
Beides hat nichts miteinander
zu tun. Das erste ist Freizeitsport,
das zweite eine seiner
Lieblingstätigkeiten im Zentrum
für Implantologie & Mundgesundheit,
Dr. Missy, Kotsaridis &
Kollegen, in Gaildorf. Nach der
Mittleren Reife an der Gesamtschule
in Schorndorf absolviert
der 18-Jährige dort seine Ausbildung
zum Zahnmedizinischen
Fachangestellten. Ja, richtig gelesen!
Zusammen mit einem weiteren
Azubi in der Berufsschulklasse
ist Maximilian ein
männliches „Ausnahmetalent“.
Aber das, würde Karlsson vom
Dach sagen, „stört keinen großen
Geist“. Die Ausbildung bereitet
ihm so viel Spaß, dass er
erwägt, sich später in Dentalhygiene
fortzubilden oder sogar
Zahnmedizin zu studieren. Aber
der Reihe nach!
Eigentlich hat Maximilians Vater
den Berufswunsch seines Sohnes
befördert. „Er war ein typischer
Angstpatient“, erzählt Maximilian.
„Ursache war ein
Zahnarzttrauma in der Kindheit“,
schiebt der junge Mann die
Erklärung hinterher. Erst in der
Praxis in Gaildorf verlor sich dieses
Trauma nach und nach.
Mehr noch, es entwickelte sich
eine Freundschaft zwischen ihm
und Dr. Thomas Missy. Nach einem
ersten Praktikum bei einem
Schreiner hat das Maximilian bewogen,
Zahnarztpraxisluft zu
schnuppern. Dann bewarb er
sich um den Ausbildungsplatz
und wurde prompt eingestellt.
Fit im Zahnarzttalk
Inzwischen im zweiten Lehrjahr,
kennt er sich schon ganz gut aus
im Zahnarzttalk. Das Gebiss wird
Maximilian Geist assistiert Dr. Thomas
Missy am Behandlungsstuhl.
in vier Bereiche, sogenannte
Quadranten, eingeteilt. Der erste
Quadrant ist der Oberkiefer
rechts, der zweite der Oberkiefer
links, und so weiter – betrachtet
gegen den Uhrzeigersinn aus der
Sicht des Patienten. „Mesial“
und „distal“ bezeichnen die Stellen
zur Mitte des Zahnbogens
hin und davon weg, „okklusal“
bedeutet auf der Kaufläche und
„palatinal“ zum Gaumen hin am
NEXT STEP JOBSTART |15
Man lernt viel. Wir haben aber auch
Spaß, zum Beispiel bei den Reels,
die regelmäßig gedreht werden.
Oberkiefer. Die Fachbegriffe
muss Maximilian kennen, will
er die Befunde während der
Kontrolluntersuchung am PC in
die digitale Patientenakte eingeben.
Zu seinen weiteren Aufgaben
gehört es, den Patienten in
das Behandlungszimmer zu begleiten,
den Papierlatz umzulegen
und dem Arzt bei der Behandlung
zu assistieren.
Maximilian reicht Dr. Missy den
Spiegel oder die Sonde, mit der
Karies ertastet wird, und bereitet
Füllungen vor. Seinen Chef beschreibt
der 18-Jährige als sehr
gut und anspruchsvoll. „Man
lernt viel. Wir haben aber auch
Spaß, zum Beispiel bei den Reels,
die regelmäßig gedreht werden.“
Sie sind auf Instagram unter
@zim_gaildorf zu sehen und geben
informative und lustige Einblicke
in die Praxis und die Zahngesundheit.
Hat Maximilian Frühschicht, beginnt
sein Arbeitstag um 6.30 Uhr
und endet um 14.30 Uhr. In der
Praxis wechselt er zunächst die
Kleidung und zieht seine weiße
Arzthelferhose und sein schwarzes
Poloshirt mit Praxisaufdruck
an. Danach bereitet er die Behandlungszimmer
vor und ergänzt
fehlende Materialien, etwa
Kunststoff für die Füllungen, Instrumente,
Halter für die Röntgenbilder,
Bohrer oder Handschuhe.
Bevor die ersten Patienten um
sieben Uhr eintreffen, bespricht
er mit dem Arzt, welche Behandlungen
geplant sind. Mittags trägt
er die Instrumente nach oben,
räumt sie in eine spezielle Spülmaschine
und schaltet sie an.
Später säubert er die Behandlungszimmer.
Zu seinen speziellen
Aufgaben in der Praxis gehört
es, die Modelle für den Zahnersatz
zu archivieren. Hat Maximilian
Spätschicht, arbeitet er von 12
bis 19.30 Uhr.
Besonders spannend findet der
18-Jährige die Chirurgie. Dann
kann es zu seinen Aufgaben gehören,
Zähne erst zu beschleifen
und danach zu „schreddern“.
Echt jetzt? Das sei eine Methode,
bei der eigene, aber nicht mehr
erhaltenswerte Zähne des Patienten
gezogen und in einer speziellen
Maschine zu feinen Partikeln
verarbeitet werden, erklärt der
Azubi. Dieses körpereigene Ersatzmaterial
soll den Kieferknochen
an der Stelle aufbauen, an
der das Implantat eingesetzt wird.
Soziale Berufe:
Bunt wie das Leben
• Heilerziehungspfleger*in
• Heilerziehungspflegeassistent*in
• Erzieher*in
• Duales Studium Soziale Arbeit
Drei Jahre dauert die duale Ausbildung.
Immer freitags und alle
vierzehn Tage montags besucht
er die Berufsschule in
Schorndorf, wo neben „normalen“
Fächern zum Beispiel die
Starte mit einer tollen Ausbildung durch als
Noch Fragen? Wir helfen gerne weiter:
unterschiedlichen Behandlungen
wie Füllungen, Wurzelbehandlungen
und Chirurgie auf
dem Stundenplan stehen. In
seiner Freizeit macht Maximilian
Kraft- und Ausdauertraining,
geht schwimmen, boxt
ein bisschen – und er gibt besser
auf seine Zahnhygiene acht als
früher. „Die Zahnzwischenräume
reinige ich jetzt besonders
gründlich mit kleinen Bürsten.“
Von Claudia Linz
• Kinderpfleger*in
• Pädagogische Fachkraft
• Pflegefachfrau*mann
• Pflegefachhelfer*in Altenpflege
Bereich Heilerziehungspflege/pädagogische Berufe
Patricia Danner
Tel.: +49 160 7855618
E-Mail: patricia.danner@diakoneo.de
Bereich Senioren
Anna Präger
Tel.: +49 9874 8-2350
E-Mail: anna.praeger@diakoneo.de
Wir bieten
auch das
FSJ an!
16| NEXT STEP JOBSTART
MIT MUT UND
EINEM GROSSEN
WISSENSDURST
Julia Gunnesch hat durch verschiedene
Erlebnisse ihre Affinität für Ernährung
und Bewegung entdeckt. Nun legt sie auch
beruflich den Fokus darauf. Foto: Alisa Grün
„Personalisierte Ernährung“ heißt der Studiengang, den Julia Gunnesch dual absolviert – an der
DHBW Heilbronn und bei MensSana in Forchtenberg. Die Inhalte sind überraschend vielfältig.
Einfach mal die Initiative
ergreifen und sich
das Partnerunternehmen
fürs duale Studium
selbst suchen? Funktioniert!
Julia Gunnesch aus Waldenburg
hat es vorgemacht. Sie studiert
seit Oktober an der Dualen
Hochschule Baden-Württemberg
(DHBW) Heilbronn das
Fach „Personalisierte Ernährung“
und bei MensSana in
Forchtenberg. Das Unternehmen
ist auf Nahrungsergänzungsmittel
spezialisiert.
„Ich kannte MensSana schon, da
ich mich dort für ein Praktikum
interessierte. Das kam leider
nicht zustande, weil es bei mir
zeitlich nicht hinhaute“, erinnert
sich die 19-Jährige. Dass sie beruflich
in die Gesundheits- und
Ernährungsbranche eintauchen
möchte, kristallisierte sich nach
ihrem Abitur aber immer mehr
heraus. „Ich hatte schon immer
eine Affinität für Bewegung und
Ernährung, wollte eigentlich
auch mal zur Polizei, aber dafür
sind meine Augen leider zu
schlecht.“ Als dann vor einiger
Zeit ihre Mutter mit Typ-2-Diabetes
diagnostiziert wurde,
fuchsten sich Julia und ihre Mutter
so richtig in die Thematik
rein. „Da wurde bei uns zu Hause
erstmal die gesamte Ernährung
umgekrempelt.“
Neuer Studiengang zum
richtigen Zeitpunkt
Dabei habe sie erstmals so richtig
gemerkt, welchen Einfluss Nahrung
in Kombination mit Sport
NEXT STEP JOBSTART |17
auf die Gesundheit habe – nicht
nur, wenn bereits ein Leiden vorliegt,
sondern vor allem präventiv.
„Da wollte ich unbedingt
dranbleiben und habe mich in
die Recherche gestürzt“, erinnert
sich Julia. Zeitgleich ist ihre Mutter
über den neuen Studiengang
„Personalisierte Ernährung“ gestolpert
– der entstand aus einem
Forschungsprojekt heraus und
wird erst seit Oktober 2025 angeboten.
„Ich habe mir die Inhalte
durchgelesen und relativ schnell
gewusst, dass er das Beste aus allen
Bereichen enthält, die mich
interessieren.“ Nun musste nur
noch der passende duale Partner
her.
Viele Betriebe waren entweder
zu weit weg oder aus Branchen,
die Julia nicht zusagten. Was also
tun? „Dann kam mir MensSana
in den Kopf, zu denen ich ja bereits
mal Kontakt hatte.“ Julia
schrieb ganz mutig eine Initiativbewerbung
und hatte Erfolg.
„Das kann ich jedem empfehlen,
dem es vielleicht ähnlich geht
wie mir damals.“
Überraschung: Sie entdeckt
das Coden für sich
Ab Oktober drückte sie innerhalb
ihrer ersten Theoriephase,
die jeweils zwölf Wochen dauern,
mit nur neun weiteren Kommilitonen
die „Hörsaal-Bank“ in
Heilbronn. Der Lehrplan
enthielt zunächst einmal die
Grundlagen in der Humanernährung,
medizinisches Wissen
zur Anatomie der menschlichen
Organe sowie naturwissenschaftliche
Grundlagen rund um
anorganische und organische
Chemie und Physik. „Was mir
überraschenderweise besonders
Spaß macht, ist der technische
Part meines Studiums“, berichtet
Julia. Dabei stehen
Ernährungs-Apps, Wearables
oder Künstliche Intelligenz (KI)
im Fokus. Die Studierenden lernen
außerdem nach und nach
das Programmieren.
Informatik und Ernährung – wie
soll das denn nun aber zusammenpassen?
„Ganz einfach: Die
Ernährung der Zukunft ist nicht
ohne Technik denkbar. Sie wird
Was mir überraschenderweise
besonders Spaß macht, ist der
technische Part meines Studiums.
GUT ZU WISSEN
Absolventinnen und Absolventen
des Studiengangs
„Personalisierte Ernährung“
sind später beispielsweise
in der Diagnostik,
Therapie und Beratung
tätig und beschäftigen
sich dort mit der Prävention
von ernährungsbedingten
Erkrankungen sowie
mit der Gesundheitsförderung
von bereits erkrankten
oder gefährdeten Personen.
Sie nutzen hierfür
digitale Technologien zur
individuellen Analyse und
Beratung. Weitere Einsatzbereiche:
Leistungssport
und Fitness, Gemeinschaftsverpflegung,
Hotellerie
und Gastronomie, Health
Tech, Betriebliche Gesundheitsförderung
oder
Delivery-/To-go-Handel.
ANLAGENMECHANIKER
(M/W/D)
BAUSCHREINER
(M/W/D)
ELEKTRONIKER
(M/W/D)
ZIMMERER
(M/W/D)
STUCKATEUR
(M/W/D)
MALER & LACKIERER
(M/W/D)
BAUZEICHNER
(M/W/D)
INDUSTRIEKAUFMANN
(M/W/D)
sehr personalisiert, etwa über
Datenmessungen per Smartwatch
oder den Einsatz von KI,
betrachtet.“ Sobald sie den Bachelor-of-Science-Grad
erreicht
haben, sollen die Studierenden
also das Handwerkszeug erlernt
haben, um diese Daten ideal zu
nutzen – „zum Beispiel, indem
wir eine App dafür entwickeln
können.“
Fast jeder Tag bringt einen
Aha-Moment
Insgesamt sechs Semester umfasst
das Studium in Heilbronn.
Ergänzt wird das durch sechs
Praxisphasen beim Partnerunternehmen.
Aktuell ist Julia bei
MensSana für das Erstellen diverser
Blog-Artikel zuständig.
„Ich schreibe für unseren Online-Auftritt
viele Artikel rund
um die Mikronährstoffe, die
FERTIGHAUS-WEISS.DE/KARRIERE/JOBS-FUER-AUSZUBILDENDE
Fertighaus WEISS GmbH
Sturzbergstraße 40-42
74420 Oberrot-Scheuerhalden
auch in unseren Produkten enthalten
sind. Dafür recherchiere
ich zunächst gründlich, wälze
wissenschaftliche Studien – und
bin immer wieder erstaunt, was
ich da Neues lerne.“ Deshalb
postet sie nun auch innerhalb
des MensSana-Teams einen
„Fakt der Woche“, um ihre Erkenntnisse
zu teilen. „Ein Beispiel:
Manche Menschen haben
Gelüste auf Asche, Kalk oder Eiswürfel,
was auf einen sehr starken
Eisenmangel hindeuten
kann – das muss aber natürlich
durch einen Arzt abgeklärt werden.“
Julia wird während ihren Praxisphasen
aber auch noch andere
Bereiche kennenlernen, wie etwa
das Marketing oder den Außendienst.
Sie hat außerdem eine
Betreuerin, die sie regelmäßig
anleitet oder ihr Neues beibringt.
„Ich bin wirklich jeden
Tag begeistert, was ich lernen
darf!“ Wer sich für den Studiengang
interessiert, sollte Julia zufolge
vor allem ganz viel Wissensdurst
auf Ernährung,
Gesundheit, aber auch Naturwissenschaften
und Technik
mitbringen. „Ich bin mir sicher,
dass es nach dem Abschluss später
für jeden Charaktertypen ein
passendes Berufsfeld gibt“, unterstreicht
sie.
Von Alisa Grün
BAU´ MIT UNS DEINE ZUKUNFT!
STARTE 2026
DEINE AUSBILDUNG
Tel. 07977 9777-0
Bewerbung@fertighaus-weiss.de
fertighaus-weiss.de
ODER DEIN STUDIUM
BEI UNS!
B. ENG.
BAUINGENIEURWESEN/
PROJEKTMANAGEMENT
(M/W/D)
B. ENG. HOLZTECHNIK
(M/W/D)
B.A. BWL/INDUSTRIE
(M/W/D)
Mit über 400 Kolleginnen und Kollegen
planst und baust du bei uns die Häuser
der Zukunft – nachhaltig, energieeffizient
und immer einzigartig.
18| NEXT STEP JOBSTART
Den theoretischen Teil ihrer
Ausbildung absolviert Claudia
an der Berufsfachschule für
Pflege in der Haller Innenstadt.
Hier lernt sie alles rund um den
menschlichen Körper.
Fotos: Eileen Schirle
Pflegefachfrau. Der praktische
Teil dieser Lehre umfasst alle Bereiche
der Pflege: die Arbeit im
Krankenhaus, im Seniorenwohnheim
sowie im ambulanten
Pflegedienst. „Die Ausbildung
gibt einem einen wirklich allumfassenden
Einblick und man
kann herausfinden, welcher Bereich
einem besonders liegt“, erläutert
Claudia.
VON DEN
LEHRKRÄFTEN
INSPIRIERT
In wenigen Monaten schließt Claudia Dudek ihre Ausbildung zur
Pflegefachfrau ab. Anschließend möchte sie ihr Wissen weiter vertiefen
und Pflegepädagogik studieren.
Wenn man Claudia
Dudek nach
dem Grund
fragt, warum sie
sich für die generalistische Pflegeausbildung
entschieden hat,
muss sie nicht lange überlegen:
„Meine Lehrer haben mich inspiriert“,
lautet ihre Antwort. Damit
gemeint sind die Lehrer an
der Karoline-Breitinger-Schule
in Künzelsau, an der Claudia ihr
Fachabitur machte und gleichzeitig
einen Abschluss als Assistentin
im Gesundheits- und Sozialwesen
erwarb. Obwohl
Claudia schon früh mit dem Pflegeberuf
in Berührung kam – ihre
Mutter und ihre Tante arbeiten
als Krankenschwestern – war für
sie lange nicht klar, dass auch sie
diesen Karriereweg einschlagen
möchte. Erst an der Schule in
Künzelsau hat es so richtig
„Klick“ gemacht. „Die Lehrer haben
viel von ihren Erlebnissen
aus der Praxis und dem Pflegealltag
erzählt. Das hat mir einfach
imponiert und mich letztendlich
dazu ermutigt, die
Ausbildung zu machen“, erzählt
die 24-Jährige.
Da sie selbst einmal als Patientin
im Diak war, dort nur positive Erfahrungen
gemacht hatte und
sich sehr für die Arbeit in einem
Krankenhaus interessiert, hat sie
sich für das Diak Klinikum in
Schwäbisch Hall als Ausbildungsbetrieb
entschieden. Seit
knapp drei Jahren absolviert sie
nun dort die Ausbildung zur
Einfühlsam und
kommunikativ
In ihrem Arbeitsalltag unterstützt
die Künzelsauerin die Patienten
bei der Nahrungsaufnahme
und der Körperpflege.
Außerdem muss sie deren Vitalzeichen
überprüfen: Sie misst
Puls, Blutdruck, Temperatur und
Atemfrequenz, dokumentiert die
Ergebnisse und meldet Auffälligkeiten.
Auch Wunden zu versorgen,
Infusion anzuhängen sowie
Medikamente zu verabreichen,
gehören zu ihren Tätigkeiten. Zu
Beginn und am Ende einer jeden
Schicht gibt es ein Übergabegespräch
mit den Kollegen, sodass
alle wissen, welche Aufgaben anstehen
und worauf bei den Patienten
besonders geachtet werden
muss. Als Auszubildende ist
Claudia voll in den Betrieb integriert
und übernimmt nicht nur
Früh- und Spät-, sondern auch
Nachtschichten. Ganz wichtig in
ihrem Job ist Kommunikation.
„Wir arbeiten ganz nah am und
mit den Menschen. Wir wollen,
dass sich die Patienten wohlfühlen
und versuchen durch einfühlsame
Gespräche mehr über
ihr aktuelles Empfinden,
Schmerzen und Unwohlsein herauszufinden“,
sagt Claudia.
NEXT STEP JOBSTART |19
Zu Claudias Job gehört es auch, die Medikamente
der Patienten vorzubereiten und zu verabreichen.
Der theoretische Teil der Ausbildung
findet an der Berufsfachschule
für Pflege in Schwäbisch
Hall statt. Anstatt Schulfächer
werden die Unterrichtsinhalte
hier in Modulen vermittelt. Die
Auszubildenden lernen Pflegeprozesse,
Krankheitsbilder und
Diagnostikmöglichkeiten genauer
kennen und bekommen
Kommunikations- und Interaktionstechniken
vermittelt. Ebenso
Es ist ein sehr
dankbarer Job.
stehen Gesetze, Verordnungen
sowie Berufsethik und -verantwortung
auf dem Lehrplan.
Claudia hat den Beruf in ihrer
Ausbildungszeit sehr zu schätzen
gelernt: „Es ist ein sehr
dankbarer Job.“ Natürlich gebe
es auch negative Erlebnisse – unfreundliche
Patienten beispielsweise.
Auch der Tod gehört dazu.
Doch für die Auszubildende
überwiegen die positiven Erfahrungen:
„Ein ,Dankeschön‘, kleine
Geschenke oder ein Lob für
die geleistete Arbeit machen einfach
glücklich.“ Zudem haben
das eigene Leben und vor allem
die eigene Gesundheit durch den
Beruf für sie einen ganz neuen
Stellenwert bekommen.
In Kürze steht für Claudia Dudek
das Examen an – doch die 24-Jährige
weiß schon genau, wie es für
sie nach der Ausbildung weitergehen
wird: Sie möchte Pflegepädagogik
studieren, idealerweise
berufsbegleitend. „Ich möchte
weiter in diesem Bereich arbeiten,
Menschen helfen und mich
fortbilden. Und gleichzeitig
möchte ich mein Wissen weitergeben,
ohne den Bezug zur Praxis
zu verlieren. Das berufsbegleitende
Fernstudium ist die
perfekte Mischung“, schwärmt
sie. Eines Tages wird sie dann
vielleicht selbst Schüler unterrichten
und sie – wie ihre Lehrkräfte
damals – für den Pflegeberuf
begeistern.
Von Eileen Schirle
LANDRATSAMT
HOHENLOHEKREIS:
Große Ausbildungsmöglichkeiten
beim kleinsten Landkreis in
Baden-Württemberg.
GROSSE ZUKUNFT
beim kleinen kreis!
Wir stellen ein:
Ausbildungsberufe:
Beamter (m/w/d) im mittleren
Verwaltungsdienst
Verwaltungsfachangestellter (m/w/d)
Kaufmann (m/w/d) für
Büromanagement
Vermessungstechniker (m/w/d)
Geomatiker (m/w/d)
Fachinformatiker (m/w/d)
Straßenwärter (m/w/d)
Hauswirtschafter (m/w/d)
Duale Studiengänge:
Public Management
Digitales Verwaltungsmanagement
Soziale Dienste in der Jugend-,
Familien- & Sozialhilfe
BWL - Technical Management,
Wertstoffmanagement und Recycling
Bauingenieurwesen, Öffentliches Bauen
To-Do-
Listen-
SchreiberIn
Ordnung ist unser ganzes Leben. Geht es dir genauso?
Schau jetzt auf unserem Karriereportal
unter www.bott.de/karriere vorbei und informiere dich
über unsere aktuellen Ausbildungsangebote.
Jetzt bewerben!
karriere.hohenlohekreis.de
EHRGEIZ, MUT UND ZIELSTREBIGKEIT: VON ALL DEM BESITZEN DIE
DREI MACHER, DIE WIR DIR IN DIESER AUSGABE VORSTELLEN,
JEDE MENGE. SIE SIND BERUFLICH VOLL DURCHGESTARTET, HABEN
HÜRDEN GENOMMEN, GRENZEN VERSCHOBEN UND LETZT-
ENDLICH IHRE TRÄUME VERWIRKLICHT.
JULIAN BAUDERER IST RICHTER AM AMTSGERICHT IN SCHWÄBISCH
GMÜND. LISA-MARIE KONLE HAT IHRE EIGENE PHYSIOTHERAPIE-
PRAXIS ERÖFFNET. UND SAM HARJUNG HAT EINE EIGENE
DATING-APP ENTWICKELT. DIE DREI BEISPIELE ZEIGEN, WAS MIT
ENGAGEMENT BERUFLICH ALLES MÖGLICH IST.
LASS DICH VON IHREN LEBENSLÄUFEN INSPIRIEREN – VIELLEICHT
SCHREIBST DU JA DIE NÄCHSTE ERFOLGSGESCHICHTE?
MACHER
Foto: opolja/Adobe Stock
Bei Verhandlungen ist die
schwarze Robe für Julian Pflicht.
Fotos: Eileen Schirle
Stationen durchlief. Julian war einige
Zeit beim Landgericht und
bei der Staatsanwaltschaft in Ellwangen
tätig, ebenso absolvierte
er einen Teil der Praxisphase
beim Bauamt in Ellwangen. Zum
Referendariat gehören auch zwei
Stationen bei praktizierenden
Rechtsanwälten. Der 30-Jährige
hat diese bei Großkanzleien in
Frankfurt am Main und Stuttgart
verbracht. „Die Vorstellung, Anwalt
in einer mächtigen, großen
Wirtschaftskanzlei zu sein, hat
mich fasziniert – wie in der Serie
Suits. Die Arbeitsweisen und
-zeiten in der Serie sind dabei
ziemlich realistisch dargestellt.
Zwölf-Stunden-Tage waren dort
die Regel.“ Auf Dauer war das
nicht mit seiner Vorstellung von
Familienleben vereinbar, weswegen
er sich in seinem Wunsch zur
Justiz zu gehen, bestätigt sah. Er
absolvierte das zweite Staatsexamen
– acht Klausuren à fünf
Stunden und eine umfangreiche
mündliche Prüfung. „Man steht
hier schon ganz schön unter
Druck“, berichtet Julian. „Denn
ehrlich gesagt: Für die Justiz zählen
die Noten im Staatsexamen
JURIST MIT
LEIDENSCHAFT
Julian Bauderer wurde kürzlich zum Straf- und Zivilrichter ernannt. Am
Amtsgericht in Schwäbisch Gmünd leitet er eigenständig Verhandlungen
und entscheidet über Recht und Unrecht.
Gekonnt wirft sich
Julian Bauderer seine
schwarze Richterrobe
um. Gleich
steht eine Urteilsverkündung an.
Mit seinem Laptop setzt er sich
im kleinen Gerichtssaal im Amtsgericht
in Schwäbisch Gmünd an
den Tisch und wartet einige Minuten.
Es erscheint niemand –
„das ist üblich“, weiß der 30-Jährige.
Julian unterschreibt das
Urteil digital, somit ist es wirksam.
Die beteiligten Parteien bekommen
nun eine Meldung, wie
das Verfahren ausging. „Damit ist
der Fall für mich abgeschlossen.“
Damit Julian heute hier in Robe
sitzen und über Schuld und Strafe
entscheiden kann, musste er
hart arbeiten und sich viel Wissen
aneignen. Nach dem Abitur
und einem FSJ, begann er in Erlangen
Jura zu studieren. Das
Studium gliedert sich in ein
Grundlagenstudium, bestehend
aus vier Semestern und einem
Hauptstudium ab Semester fünf.
Abschließend folgt das erste
Staatsexamen. Sechs aufeinanderfolgende
Klausuren à fünf
Stunden sowie eine große mündliche
Prüfung müssen dafür absolviert
werden. Doch das reichte
Julian noch nicht: „Wer vor Gericht
auftreten möchte – und das
war mein Ziel – benötigt zwingend
das zweite Staatsexamen.“
Von der Serie „Suits“
inspiriert
Sein Studium ging also weiter. Es
folgte ein zweijähriges Referendariat,
bei dem er mehrere
ZIVIL- VS.
STRAFRECHT
Das Zivilrecht regelt das
Verhältnis von Bürgerinnen
und Bürgern untereinander.
Hier geht es beispielsweise
um Ansprüche aus Verträgen
oder Schadensersatzansprüche.
Vor Gericht
stehen sich dann die betroffenen
Parteien gegenüber.
Beim Strafprozess geht es
um strafbare Handlungen
wie zum Beispiel Körperverletzung
oder Raub, an
deren Verfolgung der Staat
ein Interesse hat. Hier gibt
es einen oder mehrere Angeklagte
sowie die Staatsanwaltschaft.
alles. Man muss einen bestimmten
Punkteschnitt erreichen, um
überhaupt für eine Richterstelle
infrage zu kommen.“
Ihm gelang es. Julian bewarb sich
für den höheren Justizdienst und
wurde dem Landgericht Ellwangen
zugeordnet, genauer dem
dazugehörigen Amtsgericht in
Schwäbisch Gmünd. Nun befindet
er sich in der vierjährigen Assessorenzeit.
Zwei Jahre lang arbeitet
er als Richter „auf Probe“
am Amtsgericht, anschließend
verbringt er zwei Jahre bei der
Staatsanwaltschaft. Erst danach
kann er als Richter auf Lebenszeit
ernannt werden.
Nun gilt es, möglichst viel Erfahrung
im Beruf zu sammeln. Bereits
jetzt darf der Ellwanger eigenständig
Verhandlungen
führen und Entscheidungen treffen.
Sein offizieller Titel lautet
Straf- und Zivilrichter. „Zu meinen
typischen Verhandlungen
gehören beispielsweise Klagen
im Mietrecht. Ruhestörungen,
NEXT STEP MACHER |23
Zahlungsverzug oder Probleme
mit Räumungen beispielsweise.
Aber auch Unterlassungsansprüche
kommen öfter vor – wenn
zum Beispiel ein Unternehmen
möchte, dass negative und angeblich
unwahre Google-Rezensionen
gelöscht werden sollen“,
berichtet Julian. Auch Verkehrsunfälle
sowie Beleidigungen landeten
schon auf seinem Tisch.
Hoher Anspruch
an sich selbst
Bevor es zu einer Verhandlung
kommt, sichtet der junge Richter
die Prozessakten und macht sich
mit dem jeweiligen Fall vertraut.
Erweist sich ein Sachverhalt als
unklar, muss Julian eine Beweisaufnahme
anordnen. Dann sind
die Parteien dazu aufgefordert,
mithilfe von Zeugen oder Sachverständigenaussagen
zur Klärung
des Falls beizutragen.
Dienstags und donnerstags hat
der 30-Jährige Sitzungstage – Verhandlungen
mit ihm als
Richter finden an diesen
Tagen statt. Im Zivilrecht
steht zuerst immer eine
Güteverhandlung an. Hier
wird besprochen, ob die
Parteien eine Einigung finden,
um damit den Rechtsstreit
sofort zu beenden. Wird
kein Konsens gefunden, folgt
die mündliche Verhandlung.
Hier können die Parteien Anträge
stellen und es findet die Beweisaufnahme
statt. Mit den
vorliegenden Fakten entscheidet
Julian dann, ob er die Klage
abweist oder zulässt und fällt,
sollte letzteres der Fall sein, ein
Urteil. Manchmal sei die Sachlage
eindeutig, bei anderen Fällen
müsse er abwägen, berichtet
er. „Mein Anspruch an mich
selbst ist, mich so gut vorzubereiten
und die Rechtslage so gut
zu durchdringen, dass ich nachher
sagen kann: Ich bin mit meiner
Entscheidung absolut fein.“
Rückblickend kann
ich sagen: Die Mühe
lohnt sich auf jeden Fall!
Bevor es zur Verhandlung kommt, studiert Julian Bauderer die Akten.
Der 30-Jährige hat seinen
Traumberuf gefunden. „Das
selbstständige Arbeiten, die Unabhängigkeit,
das tolle Miteinander
mit den Kollegen und
auch die moderne Arbeitsweise
mit digitalen Akten sind großartig“,
sagt er und fügt hinzu: „Das
Jura-Studium war hart und man
kommt an seine Belastungsgrenzen.
Aber rückblickend
kann ich sagen: Die Mühe lohnt
sich auf jeden Fall!“
Von Eileen Schirle
Menschlich. Sinnvoll. Vielseitig.
Dein Job bei uns.
Egal ob du ins Berufsleben starten
willst oder bei einem Freiwilligendienst
erst einmal reinschnuppern möchtest:
Jetzt
bewerben!
Für eine Ausbildung
zum/zur Heilerziehungspfleger*in
oder im
Freiwilligendienst
(FSJ/BFD) als
Vorpraktikum
Komm in unser Team und lerne tolle Menschen und spannende
Aufgaben kennen. In der LebensWerkstatt an den Standorten
in Schwäbisch Hall und Crailsheim entwickelst du dich
persönlich weiter und tust etwas Gutes.
Für Menschen mit Behinderung und für dich!
Dein Weg beginnt hier:
die-lebenswerkstatt.de/mitarbeiten
Dein nächster Schritt
kann Großes bewegen!
Starte deine Ausbildung oder dein
Studium bei den Stadtwerken
Schwäbisch Hall und wachse über
dich hinaus.
Bei Fragen wende Dich gerne an unser
Ausbildungsteam, Rufnummer 0791 401-915.
Mehr Infos
stadtwerkesha
www.stadtwerke-hall.de/ausbildung
24| NEXT STEP MACHER
Für Lisa-Marie Konle war
die Praxisübernahme ein
echter Glücksgriff.
Foto: Eileen Schirle
Lisa-Marie Konle hat sich einen Traum erfüllt:
eine eigene Praxis. In Stimpfach behandeln sie
und ihr Team Patienten auf einer Fläche von
rund 200 Quadratmetern.
Stolz führt Lisa-Marie
Konle durch die helle
und einladende Praxis:
Fünf Behandlungsräume,
ein großzügiger Empfangsbereich,
Platz für Fitness- und
Trainingsgeräte sowie ein großer
Kursraum mit moderner Ausstattung.
Seit Januar 2026 gehört
die Praxis der ausgebildeten
Physiotherapeutin. „Damit geht
ein echter Traum für mich in Erfüllung“,
sagt sie.
Dass sie in ihrem Berufsleben etwas
mit Menschen machen
möchte, war für die 26-Jährige
schon früh klar. Ihre Begeisterung
für die Physiotherapie hat
sie bei einem freiwilligen Praktikum
im Krankenhaus entdeckt.
Es sei eine schöne und erfüllende
Aufgabe, Patienten über einen
längeren Zeitraum zu begleiten
und bei körperlichen
Leiden oder Einschränkungen
weiterzuhelfen, berichtet Lisa-Marie.
Nach ihrem Realschulabschluss
hat sie sich deshalb für
eine Ausbildung zur Physiotherapeutin
entschieden. Dafür besuchte
sie die Bernd-Blindow-
Schule in Aalen. Die schulische
Ausbildung dauert drei Jahre
und kostet – wenn man eine Privatschule
besucht, wie Lisa-Marie
es getan hat – auch Schulgeld.
„Zu meiner Zeit waren es mehrere
hundert Euro im Monat, was
schon einiges ist. Mittlerweile
JUNGE
PHYSIOTHERAPEUTIN
STARTET DURCH
wurden die Kosten aber glücklicherweise
deutlich gesenkt.“
Während der Ausbildung lernte
Lisa-Marie alles rund um den
menschlichen Körper. Beispielsweise
wie der Bewegungsapparat
eines Menschen aufgebaut
ist. Außerdem standen die Fächer
physiotherapeutische Befund-
und Untersuchungs- sowie
Behandlungstechniken auf
dem Stundenplan. Neben der
Theorie beinhaltete die Ausbildung
auch viel Praxis. Lisa-Marie
sammelte viele Erfahrungen in
diversen Praxen, Krankenhäusern
und Rehakliniken, um das
Gelernte direkt an Patienten anzuwenden.
„Das Schöne ist, dass
man in dieser Zeit einen Einblick
in ganz verschiedene Richtungen
bekommt – Orthopädie, Chirurgie,
Neurologie, Gynäkologie,
Pädiatrie, innere Medizin. Die
Ausbildung ist wirklich umfassend“,
erzählt sie. Nach ihrem
Abschluss im Jahr 2019 arbeitete
sie mehrere Jahre als angestellte
Physiotherapeutin in einer Praxis
in Satteldorf. Währenddessen
standen für sie immer wieder
umfangreiche Fortbildungen an,
„denn in diesem Beruf gibt es
keinen Stillstand“, merkt Lisa-Marie
an.
Ein echter Volltreffer
Dass sie nun heute Besitzerin einer
eigenen Praxis ist, ist dem Zufall
geschuldet. Über Bekannte
hat sie 2023 erfahren, dass Physiotherapeut
Roland Leitner seine
Praxis in Stimpfach altersbedingt
abgeben möchte. „Ich
komme ja auch aus Stimpfach
und wusste eigentlich schon immer,
dass ich mich irgendwann
einmal selbständig machen
möchte. Als ich von Rolands Plänen
erfahren habe, dachte ich
mir: Das könnte was für mich
sein“, erinnert sich die 26-Jährige.
Sie fasste sich ein Herz, rief einfach
in der Praxis an und bat den
Chef um ein unverbindliches Gespräch.
„Als er mich dann durch
die Praxis führte, hatte ich schon
erste Visionen im Kopf. Ich wusste,
das könnte ein echter Volltreffer
sein.“ Da Lisa-Marie bereits
viele wichtige Fortbildungen und
Scheine absolviert hatte, konnte
sie sich ganz auf die Praxis konzentrieren
– und so stand auch
für Roland Leitner fest, dass sie
seine Nachfolgerin werden soll.
Um Lisa-Marie den Schritt in die
Selbstständigkeit so angenehm
wie möglich zu gestalten, vereinbarten
sie eine Übergangszeit
von einem Jahr. Rückblickend,
sagt die Stimpfacherin, sei das
NEXT STEP MACHER |25
der absolut richtige Weg gewesen:
„Ich konnte das Team und
die Praxisabläufe kennenlernen
und hatte Zeit, die Räume etwas
zu modernisieren und alles Mögliche
für die Übergabe in die Wege
zu leiten.“ Seit 1. Januar 2026
ist sie nun offiziell die Geschäftsführerin
von „PHYSIO Stimpfach,
Therapie & Bewegung“ und
führt ein achtköpfiges Team aus
Physiotherapeuten, Empfangsund
Büromitarbeitern.
Zum Neustart wurden nicht nur
der Name und das Logo angepasst,
sondern auch die Behandlungsräume
auf Vordermann gebracht.
Frische weiße Farbe ziert
jetzt die Wände, teilweise wurde
ein neuer Fußboden verlegt. Zudem
hat Lisa-Marie einige neue
Geräte angeschafft. Seit kurzem
bietet sie auch Kurse wie beispielsweise
Pilates oder Rückenfit
an. Einige Extras, beispielsweise
die Behandlung mit
Naturfango, ein mit zahlreichen
Ich wusste schon immer,
dass ich mich irgendwann
einmal selbstständig
machen möchte.
Mineralien angereicherter
Schlamm, hat sie von ihrem
Vorgänger beibehalten.
Unterstützung der Familie
Doch natürlich läuft bei einer
solchen Praxisübernahme nicht
alles reibungslos und Lisa-Marie
musste sich in einige Themen einarbeiten.
„Die Bürokratie war
sicherlich die größte Herausforderung“,
erinnert sie sich. Sie
musste mit diversen Ämtern
kommunizieren, Anträge stellen,
Dokumente anfordern, und und
und. „Roland, mein Freund und
auch unsere Familie haben mich
hier sehr unterstützt. Dafür bin
ich sehr dankbar“, so Lisa-Marie.
Durch zahlreiche Fortbildungen hat sich Lisa-Marie viel Wissen
angeeignet – das half ihr auch bei der Praxisübernahme. Foto: privat
In Zukunft gilt es, die Praxis weiter
zu digitalisieren. Unter anderem
sollen neue Softwareprogramme
die Kommunikation mit
Ärzten verbessern und das Auslesen
der Patienten-E-Akte möglich
machen. Zudem möchte sich
die Physiotherapeutin weiter
fortbilden und das Behandlungsspektrum
um weitere Therapiemöglichkeiten
erweitern.
Von Eileen Schirle
Starte bei uns
deine Ausbildung
nach Maß!
Durchstarter gesucht!
Schulabschluss geschafft? Dann starte jetzt durch und
werde Teil unseres Teams! Engagement & Motivation ermöglichen
dir tolle Entwicklungsmöglichkeiten in unserem
traditionsreichen Unternehmen. Du hast die Berufswahl:
Industriekaufmann (m/w/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Holzbearbeitungsmechaniker (m/w/d)
Feinwerkmechaniker (m/w/d)
Und das bieten wir dir:
abwechslungsreiche Tätigkeiten
umfangreiches Vergütungssystem
Fahrgeldzuschuss
Förderung einer Weiterbildung
Lernen leicht gemacht mit
Wir freuen
uns auf
Dich!
Scan mich!
Hier erfährst du alles über
deinen neuen Wunschberuf!
Heilbronner Str. 60 | 74535 Mainhardt | Tel. 07903-150-0 | www.adga.de
26| NEXT STEP MACHER
Mit Sam Harjungs Algorithmus erstellt
die App aus den Social-Accounts der
User Matching-Profile. Foto: privat
EINE DATING-APP
OHNE FAKE-PROFILE
Irgendwann fand
ich Tinder nur noch
anstrengend.
Vom Studium zum Start-up: Sam Harjung aus Bühlerzimmern lernte Informatik an der Dualen
Hochschule – und programmierte irgendwann eine völlig neuartige Dating-App. Mit Erfolg.
Dass er es damit so
weit bringen würde,
hätte der 28-Jährige
nicht gedacht. An einem
Nachmittag im September
vergangenen Jahres fand sich
Sam mit seinem Kommilitonen
Lukas Sanwald am Campus Künzelsau
vor einer Jury wieder und
präsentierte dort: „Mutually“, eine
App, die Dating zu einem völlig
neuen Erlebnis machen soll.
Worum es geht, beschreibt Sam
aus eigener, leidvoller Erfahrung.
„Irgendwann fand ich Tinder nur
noch anstrengend“, erinnert er
sich. Diese Oberflächlichkeit,
der zeitliche Aufwand und vor allem:
„Immer auch diejenigen,
die sich um Jahre jünger machen
in ihrem Profil.“
Der Prof war begeistert
Das muss doch besser gehen,
dachte er sich. Das war 2018.
Sam studierte damals Informatik
an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg
in Mannheim
und arbeitete parallel bei Syntegon
in Crailsheim in der Software-Entwicklung.
Aus erstem
abendlichen Herumprogrammieren
wurde bald ernst: Sam
schlug die Entwicklung der neuen
App seinem Prof als Thema für
eine Studienarbeit vor – und der
war sofort begeistert. Ebenfalls
dabei: zwei weitere Kommilitonen,
wie Sam auch Dualstudenten
bei Syntegon. Sören Krüger
und Jens Langkammerer machten
beim Schreiben der Studienarbeit
mit.
Inzwischen ist aus dem Dreierteam
die Connecture UG mit Sitz
in Bühlerzimmern hervorgegangen,
und die App ist live. Mutually
gibt es jetzt im Play Store und
demnächst auch im App Store.
Wenn man sie auf sein Smartphone
lädt, versteht man schnell,
worin sich Mutually von bisheri-
NEXT STEP MACHER |27
gen Dating-Apps unterscheidet.
Wer hier sein Profil faken will, hat
keine Chance. Der Grund: Mutually
funktioniert völlig anders.
Anstatt beliebige Interessensgebiete
vorzugeben, verknüpft der
Nutzer sein Profil mit bestehenden
Social-Media-Accounts:
Über Schnittstellen, die in der
Software hinterlegt sind, kann
der User so seine Profile auf
Plattformen wie Reddit, Steam,
Spotify, Youtube oder Twitch
freischalten und seinem Mutually-Profil
hinzufügen.
Die App vergleicht die verknüpften
Social-Media-Profile und
sucht nach Usern, die zusammenpassen.
Konkret: Beim klassischen
Swipen sieht man, ob ein
anderer User ähnliche Interessen
auf diesen Plattformen teilt.
Mehr noch: Mutually zeigt sogar
einen Score an. Zum Beispiel 23
Prozent Übereinstimmung zwischen
Julia und Tom. „Und das
ist echt schon ein guter Wert“,
ordnet Sam ein.
Sieger bei
Hohenlohe 4 Talents
Den Algorithmus hat er selbst geschrieben,
als Teil seiner Masterarbeit
im Wintersemester
2023/2024. Als die fertig war, trafen
die drei Kommilitonen wichtige
Entscheidungen: Sie gründeten
die UG, also eine sogenannte
Unternehmergesellschaft, und
holten einen vierten Partner an
Bord: Lukas Sanwald aus Schwäbisch
Hall, Freund von Sam aus
Grundschultagen und studierter
Wirtschaftswissenschaftler. „Unser
Mann fürs Business“, meint
Sam augenzwinkernd. Er kümmert
sich bei dem jungen Startup
ums Kaufmännische und um
Vermarktungsfragen.
Und die Sache am Campus Künzelsau,
letzten September?
„Richtig“, sagt Sam, und kann es
immer noch nicht glauben:
„Das war der Ideenwettbewerb
Hohenlohe 4 Talents.“ Lukas‘
Spürsinn war es zu verdanken,
dass sich das Team bei dem begehrten
Contest des Netzwerks
Hohenlohe Plus bewarb. Und
prompt gewann. Mit den einmalig
5000 Euro plus ein Jahr
lang 900 Euro monatlich für die
Arbeit von zwei Gründern ausgestattet,
wollen die jungen Macher
durchstarten: „Da wir
selbst programmieren und uns
noch keine Gehälter auszahlen,
können wir mit dem Geld eine
Menge anfangen“, freut sich
Sam. Vor allem Marketing ist
jetzt angesagt, und so soll bald
schon eine erste Werbekampagne
auf Instagram starten. Die
Ziele sind ambitioniert: 75.000
monatliche User binnen zwei
Jahren halten die vier für absolut
machbar.
Von Antonio De Mitri
Wahnsinn, was man
alles schaffen kann.
Wenn man als Team zusammenhält.
Wir bilden aus (m/w/d):
Ausbildung:
• Elektroniker für Automatisierungstechnik
• Fachinformatiker
• Fachkräfte für Lagerlogistik
• Industriekaufleute
• Industriekaufleute mit Zusatzqualifikation
• Industriemechaniker
• Mechatroniker
• Technische Produktdesigner
Duales Studium:
• Elektrotechnik
• Maschinenbau
• Mechatronik
• Wirtschaftsinformatik
• Wirtschaftsingenieurwesen
Kooperatives Studium
Bachelor of Science &
Mechatronik
Jetzt
bewerben!
Für unsere Standorte in
Crailsheim und Schnelldorf
www.groninger-group.com
WIE HEISST ES DOCH SO SCHÖN? WISSEN IST MACHT!
WENN DU ALSO DEMNÄCHST MIT SPANNENDEM
NISCHENWISSEN RUND UM DEN MENSCHEN GLÄNZEN
WILLST, BIST DU AUF DEN KOMMENDEN SEITEN SEHR
GUT AUFGEHOBEN.
WIR HABEN SKURRILE UND ÜBERRASCHENDE FAKTEN
RUND UM DEN KÖRPER ZUSAMMENGETRAGEN.
WENIGER SPANNEND, DAFÜR ABER LEIDER EIN MUSS
IST DER EIGENE PAPIERKRAM – DENN DOKUMENTE
WOLLEN GEORDNET UND ABGELEGT WERDEN, DAMIT
MAN SIE IRGENDWANN WIEDER FINDET. WIE DAS AM
BESTEN GELINGT UND WELCHE TRICKS ES DABEI GIBT,
VERRÄT DIR ORDNUNGSEXPERTIN ANGELIKA
WEIDNER IM INTERVIEW.
DOCH DAS WAR NOCH NICHT ALLES:
EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE AUSBILDUNGSMESSEN IN
DER REGION SOWIE INTERESSANTE TEXTE ÜBER
RECHTE UND PFLICHTEN ALS AZUBIS WARTEN AUF DEN
KOMMENDEN SEITEN EBENFALLS AUF DICH.
WISSEN
Foto: Pixel-Shot/adobe.stock.com
30| NEXT STEP WISSEN
GUT ZU WISSEN
Sechs kuriose Fakten
über den Menschen.
von Alisa Grün
Wachstum
ein Leben lang
Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass
die Ohren offenbar ein Leben lang wachsen
und damit bei älteren Menschen besonders
groß sind. Wie die anderen Körperteile
wachsen Ohren zunächst in der Kindheit
und Jugend, sie werden aber auch im Alter
noch größer und legen während des Erwachsenenlebens
um gut einen Zentimeter
zu. Bei der Nase verhält es sich ähnlich – sie
wächst ab dem 30. Lebensjahr noch um etwa
0,8 Zentimeter weiter.
Foto: deagreez/adobe.stock.com
Ein Nagel Eisen
im Körper
Der menschliche Körper enthält normalerweise
etwa drei bis fünf Gramm Eisen. Diese Menge
reicht tatsächlich aus, um daraus einen kleinen,
handelsüblichen Nagel von rund 7,5 Zentimetern
zu schmieden. Wichtig: Das Spurenelement ist
super wichtig für zahlreiche Funktionen wie etwa
die Zellatmung, der Körper kann es aber nicht
selbst herstellen. Es muss über die Nahrung aufgenommen
werden.
Foto: olhastock/adobe.stock.com
Pump it!
Das menschliche Herz
schlägt im Durchschnitt
etwa 100.000-mal am Tag.
Bei einer normalen Herzfrequenz
von 60 bis 80
Schlägen pro Minute (in
Ruhe) pumpt das Organ
dabei rund vier Tonnen
Blut durch den Körper.
Und wie groß ist das Organ
eigentlich? Als bekannte
und wortwörtliche „Faustformel“
für die Größe des
Herzens kann die eigene
geballte Faust hergenommen
werden. In Zentimeter
wird die durchschnittliche
Herzgröße bei einem
Erwachsenen mit circa 15
x 10 Zentimeter angegeben.
Foto:Guido/adobe.stock.com
Wir essen 30 Tonnen
Lebensmittel
Damit wir existieren können, müssen wir zerstören: Der Körper braucht
Baustoffe und Energie, um zu wachsen, Gewebe zu erneuern und die
komplexe Stoffwechselmaschinerie im Organismus in Gang zu halten.
Das funktioniert nur, wenn wir ständig kalorienreiche Nahrung zu uns
nehmen, sie in ihre Einzelteile zerlegen und diese neu zusammensetzen
oder in unseren Zellen verfeuern. Auf diese Weise schleusen wir im Laufe
eines Lebens gut 30 Tonnen feste Lebensmittel und 50.000 Liter Flüssigkeit
durch den Körper.
Foto: Liubov Levytska/adobe.stock.com
NEXT STEP WISSEN |31
Pobacke, Kaumuskel
oder Zunge?
150 Badewannen
voll Spucke
Wenn man nach der Größe und der Kraft, die auf den Knochen
ausgeübt werden kann, schaut, dann ist der Gluteus Maximus
in der Pobacke der stärkste Muskel im Körper. Dieser
läuft vom Becken bis zum Oberschenkelknochen. Wer nach
dem Muskel sucht, der die meiste Kraft auf ein externes Objekt
ausführen kann, dann ist der Kaumuskel – der Muskel, der
den Unterkiefer bewegt – der Gewinner. Auch die Zunge wird
häufig als stärkster Muskel bezeichnet, was so nicht ganz richtig
ist: Die Zunge ist nämlich kein Muskel, sondern eine
Sammlung von Muskeln.
Foto: anetlanda /adobe.stock.com
Wusstest Du, dass man am Tag 0,5 bis 1,5 Liter Speichel produziert?
Das ist im Durchschnitt hochgerechnet ganz schön viel
– geht man von einer Lebensdauer von rund 80 Jahren und einem
Liter Speichel pro Tag aus, ergibt das 29.200 Liter Spucke.
So viel, wie ungefähr in 150 Badewannen passt. Speichel besteht
übrigens zu über 99 Prozent aus Wasser und enthält Elektrolyte,
Enzyme, Schleimstoffe, Antikörper und Zellen.
Foto: Tatty/adobe.stock.com
Verdiene deine Brötchen
mit Maultaschen!
Weißt du schon, was du nach der Schule machen
möchtest? Wie wäre es mit einer Ausbildung bei uns?
PACK ZU!
UND SCHNAPP DIR
UNSERE BENEFITS.
AUSBILDUNG zur/zum
● Fachkraft für Lebensmitteltechnik
● Maschinen- und Anlagenführer/-in
● Fachlagerist/-in
● Fachkraft für Lagerlogistik
● Elektroniker/-in für Betriebstechnik
● Industriemechaniker/-in
● Industrieelektriker/in
Fachrichtung Betriebstechnik
Mehr zur
Ausbildung bei
BÜRGER findest
du hier:
Wir freuen uns auf deine
geschmackvolle Bewerbung!
Bürger GmbH & Co. KG – Roßfelder Str. 59
D-74564 Crailsheim – Tel. +49 (0) 7951 9362-0
www.buerger.de/azubi – ausbildung@buerger.de
buerger.
karriere
Mit einem Job bei Syntegon arbeitest du an
innovativen Verpackungslösungen für die
Pharma- und Lebensmittelindustrie.
Pack mit uns an:
jobs.syntegon.com
32| NEXT STEP WISSEN
Chaotische Zustände ade: Wer seine Unterlagen
strukturell ordnet, behält den Überblick und hat
mehr Zeit für andere Dinge Foto: Africa Studio/Adobe Stock
KAMPFANSAGE
AN DIE
PAPIERSTAPEL
Zeugnisse, Urkunden, Schreiben von Versicherungen: Unterlagenchaos kennt wohl jeder. Wie behält
man den Überblick über wichtige Dokumente? Ordnungsexpertin Angelika Weidner hat Tipps.
Frau Weidner, was sind die
häufigsten Fehler, die
Schüler und Studierende
beim Umgang mit ihren
Unterlagen machen?
Sie kennen sich oft einfach zu wenig
mit dem Sortieren von Dokumenten
aus. Das ist häufig noch
Sache der Eltern. Und durch das
fehlende Wissen werden dann
einfach alle Papiere und Unterlagen,
die man bekommt, behalten.
Mit der Zeit sammelt sich so
ein großer Stapel an und man ist
mit der Masse überfordert.
Warum ist es überhaupt
wichtig, Ordnung im
Papierkram zu halten?
Weil man dadurch von Anfang an
Stress und den benötigten Zeitaufwand
reduziert. Irgendwann
im Leben kommen entscheidende
Stationen, bei denen man Anträge
stellen muss – beispielsweise
für Bafög oder andere
Zuschüsse. Wer dann seine Unterlagen
im Griff hat, weiß wo alles
abgelegt ist, verfällt nicht in
Panik und hat schnell alles beisammen.
Welche Grundausstattung
empfehlen Sie für die Organisation
von Dokumenten?
Auf jeden Fall einen Locher, einen
Ordner, Trennkarten oder
ein Register sowie einen Scanner
oder eine Scanner-App. Letzteres
ist dafür gedacht, Dokumente zu
digitalisieren. Deswegen empfehle
ich auch, sich eine Cloud
sowie Platz auf einer Hardware –
eine externe Festplatte zum Beispiel
– anzulegen. Digitale Dokumente
sollten immer zweifach
abgespeichert werden, sodass
man einerseits von überall auf
die Unterlagen zugreifen kann
und andererseits ein Backup hat.
Idealerweise pflegt man analog
und digital dieselbe Ordnerstruktur.
Wie entscheidet man überhaupt,
welche Dokumente
wichtig sind und aufgehoben
werden sollten und welche
nicht?
Die gute Nachricht ist: Als Privatperson
hat man kaum Aufbewahrungspflichten.
Nahezu alle
Dokumente kann man von den
DIE EXPERTIN
Angelika Weidner ist zertifizierte
Ordnungsexpertin
mit Schwerpunkt Papierkram.
Sie hilft Menschen
dabei, ihren Papierkram zu
sortieren, reduzieren und
strukturieren. Weidner ist
Mutter von zwei Kindern
und lebt in Sulzbach an
der Murr. Weitere Informationen
zu ihr gibt es online
unter www.ordnungsplatz.
de, auf Instagram
@ordnungsplatz, per
E-Mail an info@ordnungsplatz.de
oder telefonisch
unter 01 57 / 57 40 76 84.
jeweiligen Stellen und Behörden
neu anfordern, sollte man etwas
aus Versehen weggeschmissen
haben. Aufbewahren sollte man
alle Unterlagen, die steuer- oder
rentenrelevant sind: Immatrikulations-
und Exmatrikulationsbescheinigungen,
Abschlusszeugnisse,
Meldebescheinigungen
zur Sozialversicherung und
und und. Falls man eine Steuererklärung
macht, gilt die Richtlinie
Belege vier bis sechs Jahre
lang aufzubewahren. Und was
Unterrichtsmaterialien angeht:
Ich empfehle nichts davon nach
den Prüfungen zu behalten. Viele
denken, man schlägt dort irgendwann
etwas nach – aber das
macht wirklich kaum jemand.
Also lieber Platz schaffen!
Wie sieht denn eine gute
Ordnerstruktur aus?
Am besten teilt man alles in Kategorien
ein. In die Kategorie „Persönliches“
gehören Zeugnisse,
Urkunden, die Patientenverfügung
und weitere persönliche
Unterlagen. Unter „Gesundheit“
fallen Befunde und Krankenversicherungsunterlagen.
Zum
Stichwort „Arbeit“ gehören Arbeitsverträge,
Gehaltsabrechnungen
und Arbeitszeugnisse.
Die Kategorie „Rente“ beinhaltet
alle Unterlagen der Rentenversicherung.
Zu „Finanzen“ zählen
Bankunterlagen, zu „Versicherungen“
dementsprechend alle
Schreiben von Versicherungen,
zu „Steuern“ die Steuerbeschei-
NEXT STEP WISSEN |33
de und alles für die Steuererklärung.
Unter „Rechnungen“
fallen alle Verträge, Kassenbons
und Abos. Weitere Kategorien
wären „Wohnen“ und „Kfz“ –
aber das trifft sicherlich nicht auf
jeden Jugendlichen zu. Natürlich
kann man manche Kategorien
auch zusammenfassen.
Lohnt es sich, digitale
Dokumente zusätzlich
auszudrucken?
Nein. Wenn ich etwas digital
erhalten habe und es online abgespeichert
habe, muss ich es
nicht zusätzlich ausdrucken.
Vielmehr gilt auch: Wenn ich etwas
in Papierform vorliegen habe,
es einscanne und online ablege,
kann ich das Original
vernichten – außer es sind beglaubigte
Urkunden oder ähnliches.
Wichtig ist, dass man seine
digitalen Unterlagen pflegt, sie
richtig benennt und korrekt abspeichert.
Was kann man tun, wenn
sich der Papierstapel immer
wieder anhäuft?
Regelmäßige Routinen sind
wichtig. Jeder sollte sich einmal
in der Woche fünf Minuten oder
einmal im Monat 15 Minuten
Zeit nehmen, aktuelle Unterlagen
einzuscannen beziehungsweise
abzuheften. Dann
bleibt der Stapel
schön klein.
Wie kann
man Ordnung
halten, wenn
man wenig Platz
im Zimmer hat
oder wenn man
zwischen mehreren
Wohnorten pendelt?
Unterlagen digitalisieren! So benötigt
man einfach weniger Ordner
und hat alle wichtigen Dokumente
immer bei sich, egal ob
man nun Zuhause oder unterwegs
ist.
Gibt es eine
goldene Regel
für dauerhafte
Ordnung im
Papierkram?
Routine, Routine,
Routine. Wenn
man sich regelmäßig
Zeit
Wenn ich etwas digital
erhalten habe, muss ich es
nicht zusätzlich ausdrucken.
nimmt und seine Unterlagen gut
strukturiert, hat der Papierstapel
keine Chance immer größer und
größer zu werden.
Von Eileen Schirle
Angelika Weidner ist
zertifizierte Ordnungsexpertin.
Foto: privat
Wir, die RÖTHER-Gruppe, bieten nicht nur
individuelle Mode & Styles für die ganze Familie, sondern
auch eine Ausbildung mit echten
Zukunftschancen.
Finde Deinen Einstieg in die Modewelt und
starte ab September 2026 durch!
Offene Ausbildungsberufe oder duale
Studiengänge in unserer Zentrale in Michelfeld:
· Kaufmann für Büromanagement (m/w/d)
wahlweise auch mit den Schwerpunkten
Einkauf, Personal oder Buchhaltung
· Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d)
· Duales Studium BWL Dienstleistungsmanagement
– Media, Vertrieb und Kommunikation (m/w/d)
Offene Ausbildungsberufe in unseren Filialen:
· Verkäufer mit der Option Kaufmann
im Einzelhandel (m/w/d)
· Managementassistent (m/w/d)
in Baden-Württemberg
MACH‘S MIT UNS!
34| NEXT STEP WISSEN
DURCHSTARTEN
IN DIE WEITER-
BILDUNG
Wer noch nicht am Ende seiner Karriereleiter stehenbleiben will, muss
oft nochmal in der Schule Gas geben. Das Ausbildungsförderungsgesetz
(AFBG) sorgt dafür, dass das eigene Konto geschont wird.
Seit 2009 wird unter anderem
eine zweite
Aufstiegsfortbildung
gefördert:
Die Einführung eines Darlehensteilerlasses
bei bestandener
Prüfung wurde beschlossen, zudem
gab es mehr Anreize zur
Existenzgründung. Sieben Jahre
später wurden die Förderleistungen
des AFBG erneut erhöht.
Im Sinne der Gleichwertigkeit
von allgemeiner und beruflicher
Bildung erhielten Bachelor-Absolventen
und -Absolventinnen
den Zugang zur geförderten Aufstiegsfortbildung.
Aus dem bereits
erfolgreichen Meister-BAföG
wurde das
Aufstiegs-BAföG. Dessen Erfolgsgeschichte
wurde 2020 fortgeschrieben:
Nun wird der Aufstieg
auf der Karriereleiter Schritt
für Schritt auf allen drei Fortbildungsstufen
bis auf das „Master-Niveau“
ermöglicht.
Geförderte freuen sich über höhere
Zuschussanteile, höhere
Freibeträge und höhere Darlehenserlasse.
Die finanzielle Unterstützung
erfuhr eine deutliche
Anhebung, insbesondere
wurde die Unterhaltsförderung
angepasst – sie muss nun nicht
mehr zurückgezahlt werden.
Mehr als drei Millionen Abschlüsse
hat das AFBG damit ermöglicht,
der Staat hat insgesamt
rund zehn Milliarden Euro dafür
zur Verfügung gestellt. Im Laufe
der Jahre hat der Gesetzgeber die
Regelungen kontinuierlich an
gesellschaftliche Entwicklungen
und die Bedarfe angepasst.
Grafik: svtdesign/Adobe Stock
Berufliche und akademische
Bildung sollen gleichgestellt
sein
Schon 1996 war es ein gemeinsames
Anliegen von Bund und
Ländern, die Gleichwertigkeit
von beruflicher und akademischer
Bildung zu installieren,
2002 wurde die Attraktivität des
Förderangebotes ausgebaut. So
wurden die Gesundheits- und
Pflegeberufe und mediengestützter
Unterricht in den Förderbereich
einbezogen. Bereits
damals gab es erste Verbesserungen
für die Förderung von Familien
und Alleinerziehenden.
Zudem wurde das Meisterstück
erstmalig in die Förderung
mit einbezogen.
Wer sich mit einem Lehrgang
oder an einer Fachschule auf eine
anspruchsvolle berufliche
Fortbildungsprüfung in Volloder
Teilzeit vorbereitet, erhält
Beiträge zum Lebensunterhalt
anteilig, Zuschüsse zu Kosten
von Lehrgängen und zinsgünstige
Darlehen. Gefördert werden
Fortbildungen öffentlicher und
privater Träger in Voll- und Teilzeit,
die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche
Prüfungen
nach dem Berufsbildungsgesetz,
der Handwerksordnung oder auf
gleichwertige Abschlüsse nach
Bundes- oder Landesrecht vorbereiten.
Eine Altersgrenze besteht
für die Förderung mit dem
Aufstiegsfortbildungsfördrungsgesetz
nicht. Um die AFBG-Förderung
zu beziehen, müssen die
Voraussetzungen der jeweiligen
Fortbildungsordnung für die
Prüfungszulassung oder die Zulassung
für die angestrebte
fachschulische
Fortbildung
(Vorqualifikation)
erfüllt sein. Auch als
Studienabbrecher oder Abiturient
ohne Erstausbildungsabschluss,
aber mit der von der
Fortbildungsordnung geforderten
Berufspraxis für ihre Fortbildung,
kann eine AFBG-Förderung
erhalten werden.
Voraussetzung ist, dass dies in
der entsprechenden Prüfungsordnung
so vorgesehen
ist.
Förderungen müssen
nicht zurückgezahlt
werden
Die Förderung mit AFBG umfasst
Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt
werden müssen.
Hinzu tritt die Möglichkeit, ein
zinsgünstiges Darlehen bei der
Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) über die Differenz zwischen
Zuschussanteil und maximalem
Förderbetrag abzuschließen.
Die Zuschussanteile
variieren je nach Fördergegenstand.
Von Andreas Brücken
NEXT STEP WISSEN |35
STARTSCHUSS
FÜR DIE
KARRIERE
APRIL
18.04. Berufsinfotag,
Gewerbepark Hohenlohe Waldenburg
21.04. Azubi-Spot, Jobmesse
im Cinemaxx Heilbronn
24.04. Wimpfener Lehrstellenbörse,
Kursaal Bad Wimpfen.
24.04. Karriere-Kick Hohenlohe,
Hochschule Heilbronn – Campus Künzelsau
25.04. Berufsinfotag, Hangar Crailsheim
Direkt mit Ausbildern und Personalverantwortlichen
ins Gespräch kommen, alles über Berufe
und Studiengänge erfahren, einen guten ersten
Eindruck hinterlassen und sich vielleicht auch
gleich einen Praktikumsplatz sichern:
All das ist auf Berufsinfotagen und Bildungsmessen
möglich. Hier sind die wichtigsten
Daten zu den kommenden Infoveranstaltungen
zum Vormerken.
MAI
08.05. Berufsinfotag,
Mehrzweckhalle Rothenburg o.d.T.
09.05. VR Bank Job-Börse,
Kocherwiesen Schwäbisch Hall
28.05. Abi-Zukunft, Konzert- und Kongresszentrum
Harmonie Heilbronn
JUNI
19. & 20.06. Bildungsmesse Heilbronn,
Intersport RedBlue Heilbronn
20.06. Berufsinfotag, Berufsschulzentrum Künzelsau
27.06. Berufsinformationstag (BIT),
Bildungszentrum Bestenheid Wertheim
Foto: Sunlight/Adobe Stock
DEIN START IN DIE ZUKUNFT?
BEI WÜRTH ELEKTRONIK!
Mit über 25 Ausbildungsberufen & Studiengängen in kaufmännischen, technischen und
IT-Berufen eröffnet Würth Elektronik vielfältige Karrierewege. Seit 25 Jahren steht unsere
Ausbildung für Qualität und Verlässlichkeit. Jährlich begleiten wir durchschnittlich 100
Talente auf ihrem Weg – mit einer Übernahmequote von über 90%. Als Dualis-zertifiziertes
Unternehmen und Teil eines familiengeführten Weltkonzerns bieten wir sichere
Perspektiven mit Zukunft.
Die Würth Elektronik Gruppe fertigt und vertreibt elektronische,
elektromechanische Bauelemente, Leiterplatten und intelligente
Power- und Steuerungssysteme.
Jetzt informieren!
we-online.com/karriere
36| NEXT STEP WISSEN
GUT ABGESICHERT:
DIESE FÜNF POLICEN
BRAUCHEN AZUBIS
Mit ihrem Abschluss
tauchen Schülerinnen
und Schüler mehr und
mehr ins Erwachsenenleben
ein. Und dazu
gehört auch der
Kontakt mit Versicherungen.
Doch welche
Policen sind eigentlich
sinnvoll?
STARTE DEINE AUSBILDUNG 2026 ALS:
• ANLAGENMECHANIKER SHK (M/W/D)
• ELEKTRONIKER (M/W/D)
• TECHNISCHER SYSTEMPLANER (M/W/D)
• KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT (M/W/D)
ODER DEIN DUALES STUDIUM IN:
TECHNISCHER GEBÄUDEAUSRÜSTUNG (TGA)
BEWIRB
DICH
JETZT!
BEWERBUNGEN AN JOBS@WINDMUELLER-SHA.DE
WINDMÜLLER TECHNIK • ROBERT-BOSCH-STR. 8 • 74523 SCHWÄBISCH HALL
Der Schulabschluss ist
in der Tasche, der
Start in die Berufsausbildung
steht
kurz bevor. Für junge Leute ändert
sich damit vieles. Sie fangen
an, auf eigenen Beinen zu stehen
– auch was Versicherungsbelange
angeht. Die Verbraucherzentrale
Baden-Württemberg erklärt, welche
fünf Policen Azubis unbedingt
haben sollten.
1. Krankenversicherung
Auszubildende sind in der gesetzlichen
Krankenversicherung
versichert. Doch wer beruflich
oder privat ins Ausland reist,
brauche zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung,
sagt Verbraucherschützerin Martina
Brehme. Eine medizinische
Behandlung oder der Rücktransport
könnten sonst teuer werden.
2. Berufsunfähigkeitsversicherung
Werden Azubis infolge eines Unfalls
oder einer Krankheit berufsoder
erwerbsunfähig, bekommen
sie schon nach kurzer Zeit
kein Krankengeld mehr. „Wer
dauerhaft nicht arbeiten kann,
hat damit ein großes finanzielles
Problem“, sagt Brehme. Auf eine
Erwerbsminderungsrente haben
Azubis meist noch keinen Anspruch,
weil sie sich diesen erst
im Laufe der Arbeitsjahre erarbeiten.
Deswegen sollte der Abschluss
einer Berufsunfähigkeitsversicherung
oberste Priorität
haben. Sie leistet im Idealfall umfassenden
Schutz gegen dauerhaften
Einkommensausfall bei
Krankheiten oder Unfällen. Passiert
der Unfall im betrieblichen
Umfeld, sind Azubis über die Berufsgenossenschaft
abgesichert.
DEINE AUSBILDUNG
AUF DICH ZUGESCHNITTEN
Ausbildung in Oberrot
Holzbearbeitungsmechaniker m / w / d | Industriemechaniker m / w / d
Land- & Baumaschinenmechatroniker m / w / d
Elektroniker f. Betriebstechnik m / w / d | Fachkraft Lagerlogistik m / w / d
Fachinformatiker Systemintegration m / w / d | Industriekaufleute m / w / d
Ausbildungsbeginn 1. September 2026
Duales Studium in Oberrot
Holztechnik B.Eng. | Branchenhandel Holz B.A.
Wirtschaftsinformatik B.Sc.
Ausbildungsbeginn 1. Oktober 2026
www.binderholz.com/karriere
Alle Informationen zu unseren
Ausbildungsberufen
NEXT STEP WISSEN |37
3. Private Haftpflichtversicherung
Die Privathaftpflichtversicherung
springt ein, wenn Versicherte
anderen einen Schaden
zufügen. Viele junge Leute sind
hier über den Tarif ihrer Eltern
mitversichert. Um auf Nummer
sicher zu gehen, sollte das aber
in den Versicherungsunterlagen
geprüft werden. Oft gelten die
Familientarife Brehme zufolge
über die Volljährigkeit hinaus bis
zur Beendigung der ersten Berufsausbildung.
Spätestens nach
dem Ende der Ausbildung brauchen
Azubis aber eine eigene
Privathaftpflichtversicherung.
4. Hausratversicherung
Nicht immer liegt der neue Arbeitgeber
in der Nähe des Elternhauses.
Wer also eine eigene
Wohnung bezieht, für den kann
sich der Abschluss einer Hausratversicherung
lohnen. Die Police
sichert das Wohnungsinventar
bei Beschädigungen zum
Beispiel durch Brand, Leitungswasserschäden,
Sturm, Einbruchdiebstahl,
Vandalismus
oder Raub ab. Verbraucherschützerin
Brehme gibt betroffenen
Azubis eine Faustregel an die
Hand: „Wer zum Beispiel nach
einem Brand den gesamten
Hausrat aus eigenen Mitteln
nicht wiederbeschaffen kann, für
den ist eine Hausratversicherung
sinnvoll.“
Sturm, Hagel und Überschwemmung.
Die teurere Vollkaskoversicherung
leistet zusätzlich zu
den Leistungen der Teilkaskoversicherung
auch für Schäden
durch mut- und böswillige
Handlungen anderer und für
Schäden durch selbst verschuldete
Unfälle.
dpa
Tut gar nicht weh: Einige
Versicherungsabschlüsse sind
für junge Menschen besonders
wichtig. Foto: Christin Klose/dpa-mag
WIR WISSEN NICHT
NUR WIR WIE, WISSEN SONDERN NICHT
NUR AUCH WIE, WARUM. SONDERN
AUCH DU AUCH? WARUM.
DU AUCH?
5. Kfz-Versicherung
Klar, die Kfz-Haftpflicht ist für
die Zulassung eines Autos Pflicht.
Für junge Menschen ergibt es
aus Kostengründen häufig Sinn,
das Auto über die Eltern zu versichern.
Wer ein Neufahrzeug oder
ein wertvolles Gebrauchtfahrzeug
fährt, sollte darüber hinaus
auch eine Kaskoversicherung
abschließen. „Das gilt insbesondere,
wenn Sie das Fahrzeug
über Kredit finanziert haben“,
sagt Martina Brehme. Mit einer
Teilkaskoversicherung ist das eigene
Fahrzeug gegen Beschädigung,
Zerstörung, Totalschaden
oder Verlust versichert – und
zwar in Fällen wie einem Brand,
bei Diebstahl und Unwettern wie
Wir suchen Zukunftsgestalter.
Wir suchen Zukunftsgestalter.
www.leonhard-weiss.jobs
www.leonhard-weiss.jobs
#AUSBILDUNG/ / STUDIUM
#BERUFSEINSTIEG
#NEUORIENTIERUNG
38| NEXT STEP WISSEN
WENN ICH MAL
GROSS BIN,
DANN WERDE ICH…
Dass Geld alleine nicht glücklich macht, ist klar. Doch eine
finanzielle Sicherheit bringt etwas Gleichgewicht ins Leben.
Darum spielt bei der Berufswahl der Verdienst eine gewisse
Rolle, die letztlich jeder für sich selbst entscheiden muss.
Im vergangenen Jahr waren
die beliebtesten Ausbildungsberufe
bei Schulabgängern
der Kraftfahrzeugs
Elektroniker oder im Verkauf
und Handel, so die Zahlen des
Bundesinstituts für Berufsbildung
(BIBB).
Bei der Vergütung
gibt es Unterschiede
Für relativ viele Azubis legt ein
Tarifvertrag fest, wieviel sie während
ihrer Lehre verdienen. 2025
gab es dabei den höchsten Anstieg
bei den tariflichen Ausbildungsvergütungen
seit 1996, wie
das BIBB mitteilt. Azubis in tarifgebundenen
Betrieben haben
2025 demnach im Durchschnitt
über alle Ausbildungsjahre hinweg
1.209 Euro brutto im Monat
und damit rund 76 Euro mehr als
2024 verdient.
Es gibt aber große Unterschiede
je nach Beruf, wie das BIBB in der
Auswertung feststellt. Die im gesamtdeutschen
Durchschnitt
höchste Vergütung nach Tarif
gab es im vergangenen Jahr für
Azubis im Beruf Milchtechnologe
mit monatlich 1.463 Euro. Auf
Platz zwei landete der Kaufmann
für Versicherungen und Finanzanlagen
mit 1.404 Euro.
Handwerks-Berufe oft bei
unter 1.000 Euro pro Monat
Ein Großteil, etwa 56 Prozent der
Auszubildenden, die in einem
tarifgebundenen Betrieb lernten,
erhielt im bundesweiten
Foto: deagreez/Adobe Stock
Durchschnitt eine Ausbildungsvergütung
von mehr als 1.200
Euro, etwa 20 Prozent mehr als
1.350 Euro.
Es gibt aber auch Berufe, bei denen
die tarifliche Ausbildungsvergütung
durchschnittlich unter
1.000 Euro pro Monat liegt.
Für 15 Berufe hat das BIBB einen
bundesweiten Durchschnittswert
von weniger als 1.000 Euro
ermittelt. Ein Großteil dieser Berufe
gehöre zum Handwerk,
heißt es – wie etwa die Ausbildung
zum Maler und Lackierer
die monatliche etwa 985 Euro in
der Tasche haben oder zum Bodenleger
mit 950 Euro. Der Aus-
wertung zufolge ist die Ausbildung
zum Friseur der Beruf mit
den insgesamt niedrigsten tariflichen
Ausbildungsvergütungen
(727 Euro).
Das BIBB wertet jährlich die tariflichen
Ausbildungsvergütungen
zum Stand 1. Oktober aus. In
die Berechnung der gesamtdeutschen
Durchschnittswerte fließen
dabei alle Ausbildungsberufe
ein, für die Daten vorliegen.
Die Werte werden jeweils über
alle Ausbildungsjahre hinweg
angegeben.
Ausbildung ohne
Tarifvertrag:
Mindestvergütung greift
Wichtig: Wer in einem Betrieb
ohne Tarifbindung oder ohne Tarifvertrag
ausgebildet wird, muss
häufig mit einer geringeren Vergütung
rechnen. Die Mindestausbildungsvergütung
legt
aber eine Untergrenze fest, die
Arbeitgeber nicht unterschreiten
dürfen. Die Grenzen werden
jährlich neu festgelegt: Wer zum
Beispiel 2026 eine Ausbildung
beginnt, bekommt demnach im
ersten Ausbildungsjahr mindestens
724 Euro monatlich. Im vierten
Ausbildungsjahr müssen es
dann 1014 Euro ein.
Zusätzlich gilt für nicht tarifgebundene
Betriebe: Die Ausbildungsvergütung
darf die für ihre
Branche und Region geltenden
tariflichen Sätze um maximal 20
Prozent unterschreiten.
dpa
NEXT STEP WISSEN |39
LUST AUF BERUFS-
ERFAHRUNGEN
Das duale Studium
bietet Praxis statt reine
Theorie. Es erfordert
aber auch eine hohe
Belastbarkeit und gute
Organisation.
Ein duales Studium ist
eine Form des Studiums,
bei der theoretische
Lehrveranstaltungen
an einer Hochschule
oder Berufsakademie mit praktischer
Arbeit in einem Unternehmen
kombiniert werden. Dabei
erwerben die Studierenden sowohl
einen akademischen Abschluss
als auch Berufserfahrung.
Der wesentliche Unterschied
zum herkömmlichen Studium
besteht darin, dass die Studierenden
im dualen Studium
direkt in den Arbeitsalltag eines
Unternehmens eingebunden
sind. Sie
wechseln regelmäßig
zwischen Theoriephasen
an
der Hochschule
und Praxisphasen
im Unternehmen.
Dadurch können
sie das erlernte
Wissen direkt in der Praxis
anwenden und umgekehrt theoretische
Kenntnisse aus dem
Studium in die Arbeitswelt einbringen.
Die Vorteile eines dualen Studiums
liegen vor allem in der Kombination
von Theorie und Praxis.
Die Studierenden erhalten frühzeitig
Einblicke in die Berufswelt,
knüpfen wichtige Kontakte
in der Branche und sammeln
wertvolle Erfahrungen. Zudem
Foto: deagreez/Adobe Stock
werden sie während des Studiums
vergütet und haben gute
Chancen auf eine Übernahme
im Unternehmen nach dem Abschluss.
Ein weiterer Vorteil ist
die hohe Praxisrelevanz des Studiums,
da die Unternehmen oft
gezielt auf die Bedürfnisse des
Arbeitsmarktes ausbilden.
Allerdings gibt es auch Nachteile
beim dualen Studium.
Die hohe Belastung
durch die
Kombination von
Studium und Arbeit
kann zu Zeitproblemen
führen
und erfordert eine
gute Organisation. Zudem
ist die Auswahl
an dualen Studiengängen
oft begrenzt
und nicht
in allen Fachrichtungen
verfügbar.
Auch die
Vergütung während
des Studiums
kann je nach Unternehmen und
Branche variieren.
Insgesamt bietet das duale Studium
eine attraktive Möglichkeit,
frühzeitig Berufserfahrung
zu sammeln und den Einstieg ins
Berufsleben zu erleichtern. Es ist
besonders für Studierende geeignet,
die praktisch veranlagt
sind und gerne früh Verantwortung
übernehmen möchten.
Von Andreas Brücken
40| NEXT STEP WISSEN
STUDIEREN IN
NÄCHSTER NÄHE
Baden-Württemberg
bietet viele attraktive
Hochschulen
LEGENDE
Universitäten
Pädagogische Hochschulen
Kunst- und Musikhochschulen
Akademie für Darstellende Kunst
Filmakademie
Popakademie
Hochschulen für
angewandte Wissenschaften
Hauptsitz
Standort
Duale Hochschule BW
Präsidium
Standort
Campus
Nichtstaatliche Hochschulen
Private Universitäten
Offenburg
Schwetzingen
Kehl
Bad Liebenzell
Rottenburg
Mannheim
Karlsruhe
Pforzheim
Hohenheim
Horb
Heidelberg
Mosbach
Backnang
Ludwigsburg
Göppingen
Nürtingen
Tübingen
Heilbronn
Stuttgart
Esslingen
Reutlingen
Bad Mergentheim
Künzelsau
Schwäbisch Hall
Schwäbisch Gmünd
Geislingen
Ulm
Aalen
Heidenheim
Villingen-Schwenningen
Freiburg
Furtwangen
Albstadt
Trossingen Riedlingen
Biberach
Sigmaringen
Tuttlingen
Weingarten
Ravensburg
Lörrach
Konstanz
Friedrichshafen
QUELLE: MWK.BADEN-WU-
ERTTEMBERG.DE/DE/HOCH-
SCHULEN-STUDIUM/
ICH WILL
STUDIEREN!
Detaillierte Infos zu allen
Studienangeboten in
Baden-Württemberg und die
interaktive Hochschulkarte
findest du auf der Internetseite:
www.studieren-in-bw.de
NEXT STEP WISSEN |41
HS HEILBRONN
Hier treffen sich Tüftler, Mathe-Fans
und BWLer: An der Hochschule Heilbronn
gibt es Studiengänge in den
Bereichen Technik, Wirtschaft und
Informatik. Zum Beispiel stehen Maschinenbau,
Robotik und Tourismusmanagement
zur Auswahl.
www.hs-heilbronn.de
KÜNZELSAU
Mit Technik und Wirtschaft haben die
Studiengänge am Campus Künzelsau
der Hochschule Heilbronn zu tun.
Beispiele sind Wirtschaftsingenieurwesen-Energiemanagement,
Elektrotechnik,
BWL und Sozialmanagement
oder BWL und Kultur-,
Freizeit-, Sportmanagement.
www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau
Am Campus Schwäbisch Hall der Hochschule
Heilbronn. Foto: HHN
SCHWÄBISCH HALL
Am Campus Schwäbisch Hall dreht
sich alles ums Management: Von Finanzen
über Personalwesen bis hin
zum klassischen Vertrieb – der familiäre
Campus hat genau darin seine
Stärken.
www.hs-heilbronn.de/campus-schwaebisch-hall
DHBW HEILBRONN
Theoriephasen an der Hochschule
und Praxisphasen im Unternehmen
wechseln sich ab. Angeboten werden
etwa BWL mit Foodmanagement, Handel
und Dienstleistungsmanagement,
Wein – Technologie – Management
sowie BWL – Digital Business Management
und Wirtschaftsinformatik.
www.heilbronn.dhbw.de
Duale Hochschule Baden-Württemberg in
Heilbronn. Foto: Christiane Zahnder
Die Duale Hochschule in Heidenheim.
Foto: DHBW Heidenheim
DHBW HEIDENHEIM
Mehr als 20 national und international
anerkannte Bachelorstudiengänge
aus den Bereichen Gesundheit, Soziale
Arbeit, Technik und Wirtschaft
sind hier im Angebot – darunter
beispielsweise Angewandte Hebammenwissenschaft.
www.heidenheim.dhbw.de
DHBW MOSBACH
Studiengänge rund um die Digitalisierung,
international ausgelegte
Wirtschaftswissenschaften oder
doch eher ein Ingenieurstudium? Die
DHBW Mosbach und ihr Campus
Bad Mergentheim bieten viele duale
Studienmöglichkeiten.
www.mosbach.dhbw.de
HEILBRONN
Durch die Eröffnung des Campus der
TU München kannst du in Heilbronn
Uni-Luft schnuppern. Wenn du Ambitionen
hast, später in die Führungsetage
aufzusteigen, könntest du mit
den Management-Studiengängen hier
goldrichtig liegen.
www.wi.tum.de
Pädagogische Hochschule
Schwäbisch Gmünd. Foto: ph-sg
Hochschule Aalen. Foto: Jan Walford
SCHWÄBISCH GMÜND
Wer sich für Themen wie Bildung,
Gesundheit und Kulturen interessiert,
ist in der Pädagogischen Hochchule
Schwäbisch Gmünd richtig. Dort stehen
Lehramt, Pflegewissenschaft und
Integration zur Wahl.
www.ph-sg.de
AALEN
Die Hochschule Aalen ist eine der
forschungsstärksten Hochschulen in
Deutschland. Mitten im Süden bietet
sie über 60 innovative Studienmöglichkeiten,
darunter Angebote wie
Business Analytics, Digital Health
Management, International Marketing
and Sales, Leichtbau oder Wirtschaftsinformatik.
www.hs-aalen.de
SCHWÄBISCH GMÜND
Wenn du besonders kreativ bist,
dann solltest du die Hochschule
für Gestaltung im Blick behalten. In
Schwäbisch Gmünd lassen sich Produkt-,
Kommunikations- oder Interaktionsgestaltung
sowie das Internet
der Dinge studieren.
www.hfg-gmuend.de
42| NEXT STEP WISSEN
LEHRJAHRE SIND
KEINE HERRENJAHRE
Stimmt das? Während der Berufsausbildung haben sowohl Ausbilder als
auch Azubis Pflichten zu erfüllen und können gleichzeitig ihre Rechte
wahrnehmen.
Als Auszubildender
und Berufseinsteiger
gibt es viel Neues zu
entdecken, Erfahrungen
zu sammeln oder Fertigkeiten
zu erlernen und zu vertiefen.
Das erfordert natürlich viel
Ehrgeiz und Fleiß, bis das Ausbildungsziel
erreicht ist. Manchmal
mögen die gestellten Aufgaben
schwer, ja sogar unlösbar zu
sein. Doch Übung macht den
Meister und besonders auf den
ersten Stufen der Karriereleiter
klappt es nicht immer gleich auf
Anhieb. Davon sollte sich ein
Auszubildender nicht abschrecken
lassen, sondern sich ermutigt
fühlen, sich den Aufgaben
immer wieder aufs Neue zu stellen.
Gleichzeitig erfordert
das nicht selten viel Geduld
des Ausbilders.
Nur wenn beide Seiten an einem
Strang ziehen und offen und ehrlich
über Defizite und Probleme
reden, kann das gemeinsame
Ziel, die erfolgreiche Ausbildung,
erreicht werden. Der Ausbilder
darf dabei dem Auszubildenden
nur Aufgaben
übertragen, die dem Ausbildungszweck
dienen und die seinen
körperlichen Kräften angemessen
sind. Gleichzeitig
verpflichtet sich der Auszubildende,
die Aufgaben
gewissenhaft und
ordentlich durchzuführen.
Das dabei die
Ordungsregeln
und Sicherheitsvorschriften eingehalten
werden, sollte im Interesse
aller Beteiligten selbstverständlich
sein. Ist dafür eine
persönliche Ausrüstung, wie
spezielle Arbeitsschuhe oder ein
Gehörschutz notwendig, muss
dieser vom Ausbildungsbetrieb
zur Verfügung gestellt werden.
Professionelles Equipment ist
hochwertig und teuer und muss
darum mit besonderer Sorgfalt
behandelt werden. Auch als Berufseinsteiger
ist man in Arbeitsabläufe
eingebunden,
die unter Umständen vertraulich
gehalten werden
müssen. Darum ist über
Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse
Stillschweigen zu bewahren.
Auch Klatsch und Tratsch,
wie er vielleicht unter Kollegen
ausgetauscht wird, hat in der Öffentlichkeit
nichts verloren.
Sollte der Auszubildende einmal
krank sein oder aus einem anderen
Grund nicht an seinem Arbeitsplatz
erscheinen können,
ist es nicht nur anständig, sondern
verpflichtend, sich beim
Ausbildungsbetrieb möglichst
umgehend zu melden. Wer
glaubt, dass die Schulzeit mit der
Ausbildung endet, irrt. Auch in
der Lehrzeit sind der Berufsschulunterricht
und alle weiteren
Ausbildungsmaßnahmen sowie
Zwischen- und Abschlussprüfungen
Pflicht.
Von Andreas Brücken
Fotos: Viktor / KMPZZZ / Adobestock
3 | NEXT STEP
Das Jobportal von HALLER TAGBLATT,
HOHENLOHER TAGBLATT und RUNDSCHAU
Dein Jobportal in Baden-Württemberg
unter bw.bluum.de
QR-Code scannen
und Jobs finden!
4 | NEXT STEP
Schule aus.
Zukunft an.
Sichere dir jetzt noch deinen Ausbildungsplatz
oder dein duales Studium für 2026.
Ausbildungsberufe (m/w/d)
Technischer Systemplaner
Fachkraft für Lagerlogistik
Bachelor of Science (m/w/d)
Wirtschaftsinformatik –
Data Science
wuerth.rocks/youngtalent
Würth & DU
JETZT BEWERBEN
Adolf Würth GmbH & Co. KG · 74650 Künzelsau · AWKG.Ausbildung@wuerth.com · www.wuerth.de/karriere