20.03.2026 Aufrufe

SOLiNZ - Solidarisches Linz/2026/1

Ausgabe 1/2026 der Zeitung der Kommunalgruppe Linz, Solidarwerkstatt Österreich

Ausgabe 1/2026 der Zeitung der Kommunalgruppe Linz, Solidarwerkstatt Österreich

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

SOLiNZ

Die Nachbarschaftszeitung lesen - hören - schauen und aktiv werden!

Ausgabe 1/2026

Kommt zur Demo!

Fr. 17.4.26, 16:00

ZUKUNFT statt A26-AUTOBAHNBAU!

Fr,17. APRIL 26, Treffpunkt 16h: Volksgarten/Musiktheater

weiter auf Seite 9

IRRWEG

AUTOBAHNEN

Von der autogerechten

zur menschengerechten Mobilität

Vortrag von DI Dr Harald Frey /TU Wien

DO, 26.3.2026, 18 h, Kunstuniversität Linz,

5. OG, Hörsaal C, Hauptplatz 6, 4020 Linz

Weiter auf Seite 32

Aus dem Inhalt:

> Die Entlastungslüge S 2

> Gerichtsverfahren Volksbefragung S 8

> Strukturelle Korruption: „The Mozart“ S 10

> Bis zu 1.000 Euro pro Passagier S 15

> Riesiges Betriebsbaugebiet in Kronstorf S 18

> Best Practice: Vitoria Gasteiz S 20

> Streik der Ordensspitäler S 22

> Neue Innkreisbahn: versteckte Agenda? S 26


DIE ENTLASTUNGSLÜGE

Wie aus einer 32-prozentigen Mehrbelastung eine 12-prozentige Entlastung

gemacht wurde.

Die ASFINAG prognostiziert 2010 für 2030 ein Szenario für den Fall, dass die A26 gebaut

wird. Plus 32 % (als arithmetisches Mittel vieler Straßenzüge – hier die einzelnen

1

Straßenzüge). Nennen wir es Szenario A. Das ist realistisch, weil die Kapazitäten enorm erweitert

werden. Wo Straßen sät, erntet bekanntlich Autoverkehr. Das Problem: Wie soll die

Politik den Menschen eine sündteure Autobahn verkaufen, die enormen Verkehrszuwachs

bringt? Das geht nicht.

Die Lösung: Die ASFINAG entwickelte ein zweites Szenario (=Szenario B) für den

2 Fall, dass die A26 nicht gebaut wird. Sie prognostiziert in diesem Fall einen 44%

Zuwachs bis 2030, und schon hat man die Erzählung, die man jahrelang in die Köpfe reintrommelt:

Die A26 bringt eine Verkehrsentlastung von 12% (44% minus 32%). Dieses

Szenario B ist rein fiktiv und baut von vornherein auf einer Lüge auf: Dass nämlich der

Verkehr auf der Nibelungenbrücke, die ein Nadelöhr darstellt, der Autoverkehr beliebig

gesteigert werden kann. Das geht natürlich nicht. Aber fiktiv kann man diese Zahlen beliebig

hochrechnen: Von 45.000 (wo in etwa die Kapazitätsgrenze erreicht ist) auf 65.000

2


bis 72.000! Die Medien spielen weitgehend mit. Nur einmal rutscht – ausgerechnet - Klaus

Luger, damals noch Verkehrsstadtrat, in einem seltenen Moment der Wahrhaftigkeit die

Wahrheit raus (sh. unten).

Aus: Heute, 25.6.2012

Wir haben jetzt 2026, können also nun feststellen, dass die Zahlen, mit der die A26

3 verkauft wurde, nicht eingetreten sind: Auf der B127 ist der Verkehr nicht – wie prognostiziert

– gewachsen, sondern im Gegenteil sogar zurückgegangen. Um rd. minus 15%.

Szenario B, das nie eintreten konnte, ist auch in der Realität völlig widerlegt.

Mit der Eröffnung der Donautalbrücke im November 2024 hat sich dafür Szenario

4 A bestätigt. Schon die Schaffung einer zusätzlichen Querungsmöglichkeit über die

Donau hat den Verkehr um ca. 15% ansteigen lassen; der Erfolg der Verkehrsabnahme im

letzten Jahrzehnt wurde also wieder zunichte gemacht. Im Vergleich zum Bau der A26-Tunnelautobahn

ist das freilich nur ein laues Lüfterl. Es muss mit einer massiven Verkehrszunahme

gerechnet werden; die plus 32%, die die ASFINAG berechnet hat, sind ein durchaus

realistisches Szenario.

Fazit: Die A26 ist ein auf Lügen aufgebautes Projekt. Noch kann der Bau gestoppt

werden. Der wichtigste und teuerste Teil – die Tunnelautobahn – ist noch

nicht begonnen worden. Ein paar Politiker verlieren damit vielleicht das Gesicht,

wir gewinnen aber (zumindest) eine Milliarde, die wir für sinnvolleres ausgeben

können.

3


Der Bau der

A26, des klimaschädlichsten

Großprojekts in

Oberösterreich,

muss sofort gestoppt

werden!

4

UBA alarmiert: Österreich verfehlt

seine Klimaziele bei weitem

Konsequenz: Der Bau der A26, des klimaschädlichsten Großprojekts in

Oberösterreich, muss sofort gestoppt werden!

Das Umweltbundesamt (UBA) alarmiert in seiner jüngsten Studie: Österreich wird die

Klimaziele deutlich verfehlen. Bis 2030 wird Österreich wahrscheinlich um 20 Millionen

Tonnen CO2 mehr hinausblasen als erlaubt ist. Damit drohen Strafzahlungen der

EU von fast 6 Milliarden Euro. Das UBA fordert daher von der Regierung dringend eine

Kursumkehr, um die Klimaziele doch noch zu erreichen.

Einer der größten Verursacher für klimaschädliche Emissionen ist nach wie vor der Verkehr,

dessen CO2-Ausstoß um fast 50 Prozent über dem Niveau von Anfang der 90er Jahre

liegt. Was wir sofort tun können: klimaschädliche Großprojekte stoppen! Das klimaschädlichste

Großprojekt in unserem Bundesland ist die geplante A26-Autobahn in Linz. Ihr Bau,

der im Sommer 2026 beginnen soll, kann nur als ein Klima-Verbrechen einer Handvoll verantwortungsloser

PolitikerInnen bezeichnet werden, das uns und unseren Kinder im wahrsten

Sinn des Wortes teuer zu stehen kommt. Die Errichtung der Tunnel-Autobahn würde

rd. 200.000 bis 300.000 Tonnen CO2 verursachen. Der Betrieb der Autobahn verschlingt

allein für Belüftung und Beleuchtung die Energie einer Kleinstadt. Gemeinsam mit dem zusätzlichen

Verkehr, der durch diese Autobahn generiert wird, summiert sich das über einen

Zeitraum von 25 Jahren auf rd. 500.000 Tonnen CO2!

Die Botschaft an die Bundes-, Landes- und Stadtpolitik kann deshalb nur sein: Stoppen

Sie den Bau dieses klimaschädlichen Monsterprojekts, das aufgrund des massiven Verfehlens

der Verkehrsprognosen jegliche Berechtigung verloren hat! Investieren Sie stattdessen

in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und den Bau von neuen Radwegen. Das hilft nicht

nur dem Klima und unserer Gesundheit, sondern ist langfristig auch viel billiger. Gabriele

Müller (Initiative Verkehrswende jetzt!): „Wir können uns diese Autobahn nicht leisten –

weder ökologisch noch finanziell. Je früher das die Politik begreift, desto eher können wir

eine Umkehr einleiten.“


Aktueller Kontrollamtsbericht kritisiert hohe

Investitionszuschüsse im Straßenbaubereich.

„Sehr ernste Finanzsituation“

Der aktuelle Kontrollamtsbericht

bringt einen Paukenschlag. Der

Kontrollamtsbericht zum Linzer Rechnungsabschluss

2024 spricht von einer

„sehr ernsten Finanzsituation“ und

kritisiert die hohen Investitionszuschüsse

im Straßenbaubereich. Er empfiehlt,

Großinvestitionen zu stoppen und Förderungen

zu überprüfen.

Die Initiative Verkehrswende jetzt! sieht

sich durch den Kontrollamtsbericht bestätigt

und fordert den sofortigen Ausstieg

der Stadt aus der Finanzierung der

A26-Autobahn. Linz hat sich nämlich dazu

verpflichtet, 5 Prozent der Errichtungskosten

– ohne Deckel! – zu übernehmen.

Bei einer mehr als 10-prozentigen Baukostensteigerung

kann die Stadt allerdings

aus der Finanzierung aussteigen.

Kosten laufen aus dem Ruder

Die Kosten liefen in den letzten Jahren

zunehmend aus dem Ruder. Diese kletterten

von 630 Millionen im Jahr 2007

auf mittlerweile 1,2 Milliarden Euro. Der

Anteil von Linz beträgt also zurzeit mindestens

60 Millionen Euro. Angesichts

der ausufernden Preisentwicklung bei

Energie und Baumaterialien und der extrem

schwierigen Bodenbeschaffenheit im

Freinberg kann davon ausgegangen werden,

dass noch lange nicht das Ende der

Fahnenstange erreicht ist.

Linz braucht Investitionen im Verkehrsbereich;

diese dürfen aber nicht für

eine Monsterautobahn ausgegeben werden,

die dazu führen, dass die Stadt im

Autoverkehr erstickt, sondern müssen in

den öffentlichen Verkehr und die sanfte

Mobilität fließen, die zu einer wirklichen

Verkehrsentlastung und zu einer klimafreundlichen

Entwicklung beitragen.

„Autobahnmonster beerdigen“

Gertraud Walli von der Initiative Verkehrswende

jetzt!: „Es ist nicht Aufgabe

der Stadt, eine Autobahn zu finanzieren.

Klimakrise und Finanzkrise erfordern den

sofortigen Stopp von Großstraßenprojekten

wie der A26 und klare Priorität auf

Bahn, Bus, Bim, Rad und Fuß. Linz muss

aus der Finanzierung der A26 aussteigen

und damit dieses Autobahnmonster beerdigen.

Denn gegen den Willen von Linz

kann keine Autobahn mitten in der Stadt

errichtet werden.“

5


Das Protestcamp im Bergschlösslpark

wurde geräumt und der

Widerstand gegen die A26 nimmt deshalb

wieder andere Formen an. Projekte

und Ideen, die im Camp begonnen

oder besprochen wurden, gehen deshalb aber nicht verloren. Es haben sich auch Menschen

im Camp angefreundet und zusammengeschlossen. Ich bin zuversichtlich, dass daraus

noch viel entstehen kann und wird. Ein konkretes Projekt darf ich hier vorstellen:

Die Häkelgruppe vom Protestcamp!

Am 22.01.2026 fand das erste Häkeltreffen am Bergschlösslpark statt. In einem randvollen

Innenzeltzelt haben wir gemeinsam losgelegt von Schüler*innen zu Senior*innen war

alles mit dabei. Das Ziel war ein gemeinsamer Baumstumpf, der uns Ende Februar auch

gelungen ist. Das Häkeltreffen hat sich etabliert als Runde, wo Aktivist*innen zusammenkommen

und einer angenehmen Tätigkeit nachgehen. Auch wenn wir nie mehr so vielzählig

waren, wie beim ersten Treffen Ende Jänner, wurde der Häkelkreis von so manchen als

Ausgleich angenommen. Seit der Räumung wurde meist im Wissensturm gehäkelt. Wir

wollen diesen Austauschort auch aufrechterhalten, sobald der Baumstumpf als Projekt vollständig

abgeschlossen ist.

Was genau hat das Häkeln aber mit politischem Engagement zu tun? Zuallererst ist

die Gruppe an einem Ort des Protests entstanden. Es wurde auch deshalb besucht, weil

im Camp eben immer Menschen anwesend sein mussten und wir dadurch einen Beitrag

geleistet haben.

Davon abgesehen ist Regeneration meiner Meinung nach nicht wegzudenken von Aktivismus.

Gemeinsam simplen, angenehmen Tätigkeiten nachzugehen, kann helfen, um

Kraft zu tanken und handlungsfähig zu bleiben. Davon abgesehen hat unser Häkelprojekt

aktionistische Absichten. Details dazu will ich noch nicht preisgeben. Dass Kunst mit

Aktivismus verbunden werden kann, ist aber sowieso klar. Das ist auch unsere Absicht.

Wenn du diese Zeitung liest,

gibt es möglicherweise ein neues

Häkel- bzw. Handarbeitsprojekt.

Vielleicht findest du deinen Weg

zu uns.

Ronnie

Das Häkeltreffen

vom Protestcamp

Videos zum Protestcamp

https://dorftv.at/video/47881

https://dorftv.at/video/47959

6


A26-Wandkalender STOPP A26

Dieser geniale Wandkalender „STOPP A26!“ wird von Teachers for Future, Initiative

Verkehrswende jetzt!, Ja! zum Grüngürtel, Klima Allianz OÖ und Solidarwerkstatt

Österreich herausgegeben. Um 5 Euro pro Stück zu bestellen bei info@verkehrswendejetzt.at

oder T 0664 1540742.

„Dem Argument, dass eine Autobahn mitten durch eine Stadt

im Jahr 2026 durchaus ein anachronistisches Projekt ist, kann

man nur schwerlich widersprechen.“ (Philipp Hirsch, OÖ Nachrichten,

23.1.2026)

„Anarchonistisch“ bedeutet „veraltet, aus der Zeit gefallen“. Bemerkenswert an diesem

Satz ist nicht der Inhalt, sondern der Autor. Er stammt nämlich vom OÖ-Nachrichten

Journalisten Philipp Hirsch. Die OÖ-Nachrichten schrieben bisher immer konsequent

Pro-Autobahn und Pro-A26. Darauf konnte sich Stelzer, Steinkellner und die Autolobby

blind verlassen. Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber langsam

dürfte es sogar im traditionellen Kampfblatt der Autoindustrie zu sickern beginnen, dass

an diesem Projekt etwas gehörig faul ist: dafür dass der Autoverkehr mitten in die Stadt

hereingeholt wird, sollen 1,2 Milliarden ausgegeben werden. Kosten 200.000 Euro pro

Laufmeter! Die wohl teuerste Autobahn Österreichs.

Philipp Hirsch schafft es allerdings im selben Atemzug, den Widerstand gegen

die Autobahn als „lachhaft“ zu denunzieren. Dabei müsste ihm selber bewusst sein:

„Lachhaft“ ist wohl eher sein Versuch, den Bau einer Autobahn zu rechtfertigen, die er

gerade noch als „anachronistisch“ gebrandmarkt hat.

7


GERICHTSVERFAHREN ZUR

A26-VOLKSBEFRAGUNG

Volksbegehrens-Aktivist:innen bei der Gerichtsverhandlung am 11. Februar

Vor dem Linzer Landesverwaltungsgericht

läuft derzeit ein Verfahren

rund um die Frage, ob die Stadt Linz eine

Volksbefragung für den Schutz des Grüngürtels

und gegen die Finanzierung von

Autobahnprojekten wie der A26 zulassen

muss. Die Initiative „Ja zum Grüngürtel”

hat über 7.000 Unterschriften für eine solche

Volksbefragung eingereicht. Die Fragestellung

lautet „Soll die Stadt Linz die

Verbauung unseres Grüngürtels/unserer

Naherholungsgebiete unterbinden – sowie

Zuzahlungen zu allen Autobahnprojekten

einstellen und dieses Geld stattdessen

in öffentlichen Verkehr einsetzen?“

Trotz eines Überhangs von vielen hundert

Unterschriften (6104 sind notwendig)

wurde der Antrag von der Stadt Linz

abgelehnt. Die Fragestellung sei nicht

angemessen und die Anzahl der gültigen

Unterschriften reiche nicht aus. Gegen

beide Punkte hat die Initiative Einspruch

erhoben. Am 11. Februar wurde diese

Rechtsfrage im Rahmen einer mündlichen

Verhandlung vor dem Landesverwaltungsgericht

erörtert. Rechtsanwalt

Dr. Blum, der die Initiative vertritt, argumentierte

ausführlich, dass die rechtlichen

Rahmenbedingungen „demokratiefreundlich“

auszulegen seien. In Bezug

auf die „fehlenden“ Unterschriften musste

der Magistrat schon während der Verhandlung

zugeben, dass einige Personen

doch identifizierbar waren.

Anschließend wurden von Blum 500 Personen

identifiziert, deren Unterschriften

von der Stadt Linz nicht anerkannt wurden,

weil die Namen angeblich nicht lesbar wären

oder Vornamen abgekürzt waren, anstatt

ausgeschrieben. In einigen Fällen war

nicht der Name, sehr wohl aber die Adresse

gut lesbar. In letzteren Fällen weigerte

die Stadt sich, die betreffenden Personen

anhand ihrer Adresse zu identifizieren.

Es zeigt sich deutlich, dass hier – federführend

durch Bürgermeister Dietmar

Prammer – Bürger:innenbeteiligung

verunmöglicht werden soll. Auch noch

nicht sicher ist, wie das Gericht in Bezug

auf diese reklamierten 500 Unterschriften

entscheiden wird: Die Chance auf ein positives

Urteil ist da! Es wäre ein Urteil im

Sinne aller, die sich für eine lebenswerte

und zukunftsfähige Stadt einsetzen – und

auch demokratiepolitisch ein Meilenstein.

Im Fall eines negativen Urteils ist die Initiative

außerdem bereit, in die nächste Instanz

zu gehen.

Andreas Schütz

8


Kommt zur Demo!

Fr. 17.4.26, 16:00

>DEMONSTRATION

ZUKUNFT statt

A26-AUTOBAHNBAU!

Fr,17. . APRIL 26, Treffpunkt 16h: Volksgarten/Musiktheater

>Stopp dem Bau der A26-Autobahn!

>Keine Zuzahlungen von Linz zur Autobahn!

>Die Linzerinnen und Linzer sollen selbst entscheiden: Volksbefragung!

Veranstaltet von

und radlobby LINZ

Guter

Grund

- Arch Pro Linz

- Baumrettungsinitiative

- BI Linz Süd

- OASCH KV

- Baubiologisches Institut Linz

- Bürgerinitiative Linz Süd

9


Strukturelle Korruption

„The Mozart“

An der Ecke Mozart-/Dametzstraße stand bis 2022 das sog. „Hackl-Haus“, ein 160

Jahre altes Gründerzeithaus, in dem zuletzt die Fleichhauerei Hackl untergebracht

war. Als die Fleischhauerei auszog, griff der Investor Christan Lengauer umgehend zu. Er

ließ das „Hackl-Haus“ abreißen und plant, eine 36 Meter hohen Büro- und Wohnturm zu

errichten. Der Bebauungsplan sah eigentlich nur eine zulässige Gebäudehöhe von 16 Meter

vor. Doch solche Regeln gelten für Normalsterbliche, nicht aber für politisch und wirtschaftlich

bestens vernetzte Investoren wie Christian Lengauer, für den der Gemeinderat

im Juni 2025 - mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und ÖVP - umgehend eine Änderung des

Bebauungsplanes mit einer erlaubten Höhe von 36 Meter beschloss.

Von 16 auf 36 Meter

Lengauer ist Geschäftsführer

und Herausgeber

der „Weekend-Mediengruppe“.

Das wichtigste Produkt

ist das Weekend Magazin,

ein kostenlo-

36 Meter soll „The Mozart“ hoch werden.

ses Lifestyle-Magazin

mit einer Auflage von

700.000 Exemplaren.

Der Schwerpunkt liegt

weniger auf politischer

Berichterstattung, aber

allein das Geschäftsmodell

lässt bestimmte

Interessenlagen besonders

hervortreten. Das

Gratismagazin finanziert

sich nämlich vorwiegend

über Inserate und

– nach dem Motto: Wes

Brot ich ess, des Lied

ich sing – sorgen Autoindustrie,

Immobilienentwickler,

Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen und Luxusartikelhersteller für

eine entsprechend „wirtschaftsnahe“ Orientierung, die im „Weekend“ bestens bedient

wird. Darüber hinaus gibt die Mediengruppe für zahlreiche Unternehmen eigene Auftragsmagazine

heraus. Besonders eng sind die Verbindungen mit der Wirtschaftskammer,

mit der sich die Weekend-Mediengruppe auch die Büroräumlichkeiten in „The Mozart“

teilen will. Dass die Wohnungen darüber – ganz den Investorinteressen entsprechend – im

„gehobenen und luxuriösen Segment“ liegen, versteht sich von selbst.

10


Kiosk im Franckviertel gerettet!

Großes Dorffest, 2020

Lange hat es gedauert, viele haben sich dafür engagiert – nun ist es gelungen:

Das KIOSK im Franckviertel wird nicht abgerissen! Seit Jahren haben sich Anrainer:innen

und Stadtteilaktivist:innen für eine Revitalisierung eingesetzt und zahlreiche

Ausstellungen, Feste und andere Gemeinschaftsaktivitäten veranstaltet, um das KI-

OSK zu erhalten. Nun soll saniert und ab Sommer 2027 Bevölkerung und Initiativen

im Stadtteil zur Verfügung stehen. Die neuen Räumlichkeiten können beispielsweise

kostenlos für Lerncafés, Sprachangebote oder Nachbarschaftstreffen genutzt werden.

Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen.

Fortsetzung von Seite 10

Einwendungen von Anrainer:innen

Noch gibt es allerdings zahlreiche Einwendungen von Anrainer:innen im Baubewilligungsverfahren.

Denn das Hochhaus würde zur zunehmenden Beschattung der umliegender

Häuser vor allem in den Wintermonaten und – aufgrund der Baumasse - zu einer

Erhitzung der Wohnumgebung in den Sommermonaten führen. Und natürlich wird es

ein Magnet für zusätzlichen Autoverkehr in der Linzer Innenstadt sein, die ohnehin von

Lärm und Abgasen schwer belastet ist. Der Kampf gegen die „strukturelle Korruption“,

die unsere Stadt immer mehr an die Geschäftsinteressen von Investoren und deren Seilschaften

ausliefert, geht in die nächste Runde.

Gerald Oberansmayr

11


Offener Brief der Bürgerinitiative

„Retten wir den Grüngürtel!“

An

Prof. Dr. Stefanie Lindstaedt

Founding President IT:U – Interdisciplinary Transformation University Austria

Strategische Impulse zur Standortwahl der IT:U

Sehr geehrte Frau Präsidentin Prof. Dr. Lindstaedt,

die Gründung der IT:U ist ein wegweisendes Signal für den Innovationsstandort Oberösterreich.

Als Befürworter einer interdisziplinären und transformativen Universität teilen wir Ihre

Vision einer zukunftsorientierten Bildungsstätte.

Um diesen Erfolg langfristig abzusichern, ist es jedoch unerlässlich, die Standortwahl in

Linz-Auhof einer kritischen fachlichen Prüfung zu unterziehen. In der aktuellen Debatte –

unter anderem Bezug nehmend auf die Reportage im Weekend Magazin vom 17.2.2026 –

wurden entscheidende Faktoren zur Hydrologie, Klimatik und Verkehrslogistik bisher nicht

ausreichend berücksichtigt. Wir erlauben uns daher, Ihnen folgende Fakten darzulegen:

1. Rückblick: Warum der ursprüngliche Standort fachlich nicht haltbar war

Die Entscheidung gegen die erste Planung im Grüngürtel basierte auf fundierten Gutachten:

• Klimatische Barriere: Das Areal ist eine zentrale Kaltluftschneise. Eine Verbauung

hätte die Belüftung der Stadt Linz nachhaltig gestört und Hitzeinseln im Zentrum begünstigt.

• Negatives wasserrechtliches Gutachten: Ein wesentlicher Punkt war die hydrogeologische

Situation. Fachberichte machten deutlich, dass eine Versiegelung am Hang die

natürliche Entwässerung derart gestört hätte, dass das Hochwasserrisiko für die darunterliegenden

Wohnsiedlungen durch unkontrollierte Hangwässer unvertretbar angestiegen

wäre. Eine wasserrechtliche Genehmigung war unter diesen Sicherheitsaspekten

nicht zu rechtfertigen.

2. Der neue Standort: Klimatische und hydrologische Risiken

Auch die aktuelle Ausweichvariante (Bereich Biologiezentrum) birgt erhebliche rechtliche

und technische Gefahren:

12


• Gefährdung der Kaltlufttrasse: Auch dieses Gebiet fungiert als wichtige Luftleitbahn

für den Stadtteil. Eine großflächige Bebauung würde dieses Mikrosystem unterbrechen.

• Die ungelöste „5. Elmberg-Lücke“: Während vier der fünf Elmberggräben bereits

zum Schutz der Bevölkerung hochwassersicher verbaut wurden, bleibt der Graben unmittelbar

oberhalb des geplanten IT:U-Geländes ungesichert. Ohne eine umfassende

und kostenintensive Verbauung der Hangwässer würde man die Universität sowie die

Nachbarschaft bei Starkregenereignissen einem massiven Risiko aussetzen.

• Artenschutz: Das Vorkommen streng geschützter Arten (wie des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings)

stellt eine hohe rechtliche Hürde dar, die zeitnahe Baufortschritte

gefährden könnte.

3. Das logistische Nadelöhr: 5.000 Personen in der 30er-Zone

Eine Universität für Transformation sollte moderne Mobilität vorleben. Die aktuelle Planung

steht dazu im Widerspruch:

• Infrastrukturelle Grenzen: Die Erschließung soll über Nebenstraßen erfolgen, die teilweise

einspurig sind und in einer 30-km/h-Zone liegen.

• Verkehrskollaps: Es ist physikalisch kaum darstellbar, 5.000 Studierende und Mitarbeitende

zusätzlich zum bestehenden JKU-Verkehr durch ein gewachsenes Wohngebiet zu

führen. Allmorgendliche Staus mindern nicht nur die Lebensqualität der Anrainer, sondern

auch die Attraktivität der IT:U für internationale Talente.

• Mangelnder ÖPNV-Anschluss: Eine Randlage ohne direkten, leistungsfähigen Schienenanschluss

fördert den Individualverkehr und widerspricht dem Ziel einer „Green University“.

4. Die Chance: Urbane fehlende Zukunftsperspektive: Keine Expansion, keine Synergien

Ein wesentlicher strategischer Nachteil des geplanten Standorts ist die räumliche Beengtheit:

• Mangelnde Expansionsmöglichkeiten: Der Standort bietet keine Flächen für ein organisches

Wachstum der Universität. Eine spätere Erweiterung der Institute wäre in dieser

Randlage faktisch ausgeschlossen.

• Fehlendes Ökosystem für Innovation: Es gibt vor Ort keinen Raum für die Ansiedlung

von Büros für Start-ups oder kooperierende Unternehmen. Eine Universität für Transformation

lebt jedoch vom direkten Austausch mit der Wirtschaft. Ohne Flächen für Partnerunternehmen

bleibt die IT:U eine isolierte akademische Insel statt ein pulsierender

Innovationsknotenpunkt.

5. Die Chance: Urbane Transformation auf Brachflächen

Wir regen an, die IT:U auf bereits versiegelten Brachflächen im Zentrum (z. B. Postcity am

Hauptbahnhof oder ehemaliges Nestlé-Areal beim neuen ÖPNV Knoten Franckstrasse) zu

realisieren:

• Optimale Industrie-Kooperation: Die Nähe zu Partnern und deren Laboren wird durch

die zentrale Lage und perfekte ÖPNV-Anbindung massiv gestärkt.

• Nachhaltigkeit: Bauen im Bestand schont den Grüngürtel, erhält Kaltlufttrassen und

vermeidet kostspielige Hangwasserverbauungen.

Sehr geehrte Frau Präsidentin, wir laden Sie ein, diese Punkte in die weitere Planung einfließen

zu lassen. Eine Universität, die den Wandel lehrt, verdient einen Standort, der technologisch

sicher, ökologisch vorbildlich und logistisch durchdacht ist.

13


Merkursiedlung

„Unser gemeinsames

Engagement hat sich gelohnt.“

„Große Erleichterung und Genugtuung“

Das Immobilienunternehmen WEG-

RAZ versuchte seit Dezember 2024

zum zweiten Mal eine Tiefgarage in der

„Merkur-Siedlung“ am Pöstlingberg zu

errichten. Mitten im Grünland. Die Tiefgarage

sollte 42 Stellplätze und 22 zusätzliche

Oberflächen-Stellplätze umfassen.

Dadurch wären 2.000 Quadratmeter

Boden versiegelt und gesunder Baumbestand

gefährdet worden. Außerdem hätten

die zusätzliche Parkplätze zusätzliche

Autoverkehr angezogen. Laut VCÖ verursacht

jeder zentrumsnahe Parkplatz im

Schnitt 13,6 gefahrene Auto-Kilometer pro

Tag, das sind fast 5.000 Kilometer im Jahr.

Die Grundlage für dieses Bauprojekt

war ein veralteter Bebauungsplan aus

dem Jahr 2006, der mit heutigen Anforderungen

und Erkenntnissen an Klima-,

Bodenschutz, Regenwassermanagement

und städtischer Mobilität nicht mehr vereinbar

ist.

Die Bewohner:innen, die schon 2016

einen ähnlichen Vorstoß der WEGRAZ

verhindert hatten, machten wieder mobil.

Als das Vorhaben bekannt wurde,

stellten sie sich geschlossen gegen das

Projekt, sammelt 700 Unterschriften unter

eine Petition, reichten eine Vielzahl

von Einsprüchen beim Behördenverfahren

ein und machten mit öffentlichen

Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam.

Mit Erfolg. Anfang Februar 2026 informierte

die Bau- und Bezirksverwaltung

(BBV) des Magistrat Linz die Anwohner,

dass es keine Baubewilligung für die

große Tiefgarage der WEGRAZ geben

wird.

Lydia Mauerer freut sich im Namen der

zahlreichen Anwohner:innen: „Dieser

Bescheid ist für uns eine große Erleichterung

und Genugtuung, unser gemeinsames

Engagement hat sich gelohnt.“

14


Bis zu 1.000,- Euro pro Passagier

Koste es, was es wolle! Diese Devise gilt für das Land OÖ nach wir vor – allerdings

nur für den Flugverkehr. Am 25. Oktober 2025 hat die AUA die Flugverbindung

Linz-Frankfurt mangels Bedarf eingestellt. Nun wurde bekannt: Ab 29. März 2026 wird

die dänische Fluglinie DAT Linz-Hörsching wieder mit Frankfurt verbinden. Allerdings,

nur weil das Land Oberösterreich bereit ist, in vier Jahren 36 Millionen Euro, also 9

Millionen pro Jahr, zuzuschießen. Rechnet man das durch, so kommt man auf sage und

schreibe bis zu Eur 1.000,- pro Passagier, die das Land springen lässt, um ein paar überbezahlte

Wichtigtuer am Flughafen Hörsching willkommen zu heißen. Zum Vergleich:

Das Radbudget des Landes OÖ beträgt gerade einmal 2 Millionen Euro jährlich.

Boris Lechthaler

Preiserhöhung beim Klimaticket und

Millionen für fast leere Business-Jets

Die Klima-Allianz OÖ kritisiert, dass das Land Oberösterreich 36 Millionen Euro für

die Subventionierung der Fluglinie Linz – Frankfurt zur Verfügung stellt. Während

tausende Pendler in Oberösterreich mit massiven Preiserhöhungen beim Klimaticket

kämpfen (sh. Petition), fließen Millionen an Steuergeldern in fast leere Business-Jets. Die

empfindliche Verteuerung des Klimatickets von 19% bringt ca. 3 bis 4,5 Millionen Euro

im Jahr, das mehr als Doppelte – 9 Millionen – will das Land OÖ jährlich zur Subventionierung

der Flugverbindung Linz – Frankfurt ausgeben.

Die Klima-Allianz OÖ fragt: „Investieren wir in die Mobilität der Vielen oder in das Privileg

weniger Vielflieger?“ und und stellt klar: „Es ist den Menschen im Land nicht mehr

vermittelbar, warum wir Millionen in eine defizitäre Flugverbindung pumpen, während

die Preise für die Bahn steigen. Wir fordern keine Almosen für das Klima, sondern eine

ehrliche Rechnung: Wer profitiert hier wirklich auf Kosten der Allgemeinheit?“

Der Verkehrssektor bleibt der größte Treibhausgas-Emittent, und gerade Kurzstreckenflüge

nach Frankfurt, die oft durch die Bahn ersetzt werden könnten, sind klimapolitisch

hochproblematisch.

15


Schwarz-blau kürzt Eltern-Kind-Zuschuss

Die schwarz-blaue Landesregierung in Oberösterreich setzt ihren Sparkurs im

Sozialbereich fort: Sie kürzt den Eltern-Kind-Zuschuss von 405 Euro auf 160

Euro zusammen. Ausgerechnet in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen junge

Eltern besonders auf Unterstützung angewiesen wären, kürzen ÖVP und FPÖ bei

Familien.

Kürzung von 405 auf 160 Euro

„Notwendigkeit klarer Prioritäten“

Bisher gab es in Oberösterreich einen Zuschuss für Eltern, wenn alle Untersuchungen

und Impfungen gemäß Eltern-Kind-Pass gemacht wurden. Ziel des Eltern-Kind-Zuschusses

war es, dass die gesundheitliche Vorsorge für Kinder nicht an

den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitert. Zusätzlich sollten diese motiviert

werden, alle Untersuchungen vollständig zu absolvieren – also dass medizinische

Untersuchungen, Beratungen und Begleitungen für Kinder regelmäßig in Anspruch

genommen werden. Dieser Eltern-Kind-Zuschuss wird nun reduziert: von dreimal

135 Euro – also insgesamt 405 Euro – auf einmalig 160 Euro. Diese Kürzung ist am 1.

Jänner 2026 in Kraft getreten.

Das Land erspart sich damit knapp zwei Millionen Euro im Jahr. Und reicht 9 Millionen

pro Jahr zur Subventionierung der Flugverbindung Linz – Frankfurt weiter, damit ein

paar Manager bequem und maximal umweltzerstörend reisen können. Jetzt wissen wir,

was Landeshauptmann Stelzer gemeint hat, als er in seiner Budgetrede von der „Notwendigkeit

klarer Prioritäten“ sprach.

16


Alte Mühlkreisbahn

neue S6,

oder doch beides

Die Errichtung der Stadtbahn wird als Meilenstein und Jahrhundertprojekt von

der Politik und der Schiene OÖ bejubelt. Bei genauerer fachlicher Betrachtung

gibt es einige Stolpersteine und flache Kompromisse. So kritisiert die Verkehrswende

Jetzt die sehr teure und langwierige Tunnellösung, den Parallelbetrieb von O-Bus und

Regio-Tram, die fehlende Durchbindungsmöglichkeit zu den ÖBB-Linien im Ballungsraum,

die Nahverkehrsdrehscheibe Urfahr als Kopfbahnhof für die S7, sowie der Ausbau

der S6 nur bis Kleinzell (Geplantes Stadtbahnsystem Linz - verkehrswende-jetzt!).

Auf letzteren Punkt wird hier genauer eingegangen. Die neue Regional-Stadtbahn

S6 soll die alte Mühlkreisbahn ersetzen. Hierzu wird eine neue Trasse vom Linzer

Hauptbahnhof, größtenteils als Tunnel, gebaut. Ab dem Kaplanhofviertel folgt sie der

ehemaligen Mühlkreisbahn über die Donau ins obere Mühlviertel. Der Ausbau und die

Elektrifizierung der Mühlkreisbahn ist jedoch nur bis Kleinzell geplant. Wie es um die

malerische Trasse durchs Mühltal bestellt ist, wurde noch nicht veröffentlicht. Sollten

auf diesem Teilstück die alten Dieselwagen im Inselbetrieb weiterfahren, wäre das

nicht nur wegen der Umsteigehürde für die Fahrgäste unsinnig, es müssten auch die

Züge für größere Reparatur- und Servicearbeiten auf Spezial-LKWs geladen und nach

Linz in die Werkstatt gefahren werden.

Mühlkreisbahn bis Aigen-Schlägl sichern!

Der Boom Schienentrassen zu Fahrradwegen zu degradieren, wäre die denkbar

kurzsichtigste und schlechteste Option. Genehmigungsverfahren für neue Schienentrassen

sind so aufwendig, dass hier unbedingt eine langfristige Weiternutzung angestrebt

werden muss und der Betrieb nachhaltig gesichert bleibt. Als die beste Variante

erscheinen Tramtrains mit Akkuunterstützung, welche der jetzige Lieferant Stadler

ebenfalls im Programm hat. Diese können während der Fahrt von Linz nach Kleinzell an

der Oberleitung geladen werden und im Akkubetrieb weiter nach Aigen-Schlägl fahren.

Sanfte Mobilität für Tourismus, Freizeit und Pendler:innen!

Christian Leckschmidt

Hier nähere Informationen www.solidarwerkstatt.at

17


Riesiges Betriebsbaugebiet in Kronstorf

- enorme Folgen für die Umwelt!

650.000 Quadratmeter fruchtbarer Ackerboden werden verbaut.

Hinter den glanzvollen PR-Meldungen zum Betriebsbaugebiet Kronstorf

stehen massive Eingriffe in die regionale Infrastruktur und Umwelt. Wenn

man die Daten von Google (Alphabet), dm drogerie markt und der APG

zusammenführt, ergibt sich folgendes Gesamtbild für das Jahr 2026:

1. Bodenversiegelung & Natur

(Der „Beton-Check“)

Insgesamt werden etwa 65 Hektar

(650.000 m²) fruchtbares Ackerland beansprucht.

• Google: Besitzt 50 Hektar. In der ersten

Phase werden ca. 4,2 Hektar versiegelt,

langfristig ist jedoch eine Bebauung

des Großteils der Fläche möglich.

• dm: Beansprucht rund 8,4 Hektar,

wovon ca. 5,85 Hektar komplett versiegelt

werden (Hallen, Parkplätze, Verkehrsflächen).

• Kompensation: Als „Pflaster“ dienen

5 Hektar Ersatzaufforstung und Gründächer.

Kritiker bezeichnen dies als „Etikettenschwindel“,

da die natürliche Bodenfunktion

unwiederbringlich verloren geht.

2. Energie & Hitze

(Der „Gigawatt-Hunger“)

• Stromverbrauch: Google allein benötigt

im Endausbau bis zu 1 Gigawatt Strom

– das entspricht theoretisch 12 % des gesamten

österreichischen Verbrauchs.

• Wärmebelastung: Fast die gesamte

18


Energie wird in Wärme umgewandelt. Da

es derzeit keine Fernwärmeleitungen gibt,

muss die Hitze über die Enns (Kühlung)

oder Kühltürme (Luft) abgeführt werden.

• Wasser: Google entnimmt der Enns

täglich ca. 17,5 Millionen Liter. Das Wasser

wird erwärmt zurückgeleitet, was die

Wassertemperatur je nach Pegel um 2 °C

bis 4 °C erhöhen kann.

3. Verkehr: Die Gefahr für das Steyrtal

Die Verkehrsbelastung ist das größte Risiko

für die Lebensqualität der Anwohner.

• LKW-Frequenzen: DM hat für das Genehmigungsverfahren

ein Maximalszenario

von 552 LKW-Fahrten pro Tag eingereicht.

• Transit-Falle: Da DM von hier aus Slowenien

und Italien beliefert, ist der Druck

auf die Route nach Süden enorm.

• Schleichweg-Risiko: Navigationssysteme

könnten LKW massiv durch das Steyrtal

(B140) leiten, um Autobahngebühren

zu sparen oder den Knoten Linz zu umgehen.

Dies erhöht den politischen Druck,

die umstrittene Ostspange Steyr als „Lösung“

durchzusetzen, was wiederum neuen

Transitverkehr anzieht.

4. Arbeitsplätze (Anspruch vs. Realität)

• dm: Schafft 300 Arbeitsplätze, davon

werden 100 Arbeitsplätze durch die Auflösung

von Mietlagern im nahen Enns lediglich

regional verschoben werden.

• Google: Schafft auf der riesigen Fläche

nur ca. 50 direkte Jobs. Das Verhältnis

von versiegeltem Boden zu geschaffenen

Arbeitsplätzen ist hier extrem schlecht.

5. APG (Austrian Power Grid)

fungiert hierbei als „Ermöglicher“: Sie

investiert hunderte Millionen Euro in Umspannwerke

und Leitungen, primär um

diesen enormen Energiehunger und die

industrielle Transformation (z.B. Green

Steel der voestalpine) technisch überhaupt

bewältigen zu können inklusive

keiner Arbeitsplätze.

Gratulation zum „Deal des Jahrhunderts“

Herr Bürgermeister Kolerik!

Dass Sie für läppische 250 Arbeitsplätze

– von denen die Hälfte vermutlich

nur einen Betriebsausflug von Enns nach

Kronstorf macht – mal eben 65 Hektar

Ackerland opfern, zeugt von echtem Unternehmergeist.

Wer braucht schon Brot

vom Feld, wenn er Gewerbesteuer fressen

kann?

Es ist rührend, wie Sie die Enns zur

privaten Thermalquelle für Google umfunktionieren.

Dass die Fische dort künftig

bei kuscheligen Temperaturen gegart

werden, ist doch ein fairer Preis für die

Gewissheit, dass eine US-KI jetzt noch

schneller weiß, was wir morgen kaufen

wollen. Dass die Abwärme mangels Leitungen

einfach verpufft? Geschenkt! Wir

heizen im Winter ja eh lieber mit heißer

Luft aus dem Gemeinderat.

Und ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für

die tägliche LKW-Lawine Richtung Slowenien.

Das Steyrtal hat ohnehin viel zu

viel Ruhe und saubere Luft vertragen. Da

kommt die Ostspange gerade recht – als

goldener Teppich für den Transitverkehr,

den wir uns mit so viel Weitsicht selbst

eingebrockt haben.

Kurz gesagt: Boden weg, Wasser warm,

Tal verstopft – aber Hauptsache, die Statistik

glänzt. Eine wirklich nachhaltige Ruine,

die Sie uns da bauen!

Harald Müllner

19


Best practice

Vitoria-Gasteiz -

Blaupause für lebenswerte Städte

Vitoria-Gasteiz ist die Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland

und der Provinz Álava auf einer Höhe von 525 Metern mit 260.699

Einwohnern. Dank ihrer traumhaften Natur wird die Region auch „Das grüne

Spanien“ genannt und ist ein schönes Beispiel, dass sich eine einst autogeprägte

Stadt, ein Zentrum der Autoproduktion, auch zu einer lebenswerten

Stadt wandeln kann. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer

international beachteten Vorreiter-Stadt für umweltorientierte Verkehrslösungen

entwickelt. Eine Blaupause für lebenswerte Städte auch bei uns.

Seit den 1980er Jahren hat diese Stadt still, aber unerbittlich

ihren öffentlichen Raum neugestaltet, nicht

durch große Gesten, sondern durch jahrzehntelangen anhaltenden

politischen Willen und schrittweise Veränderung.

Erste Superblocks wurden geschaffen, und Vitoria-Gasteiz

hat heute 63 Superblocks und plant weitere 48. In diesen

Bereichen dürfen nur Anrainer und Lieferanten fahren und

sonst sind sie den Menschen vor Ort zu Fuß oder mit dem

Fahrrad vorbehalten. Im Umkreis von 300 Metern findet

man überall in der Stadt einen Park oder eine Grünanlage.

Erweitert man den Radius auf 500 Meter, findet man alles

für den täglichen Gebrauch – Bildung, Gesundheit, Sport

Plaza de la Virgen Blanca, der Hauptplatz in Vitoria-Gasteiz

20


und Kultur, sagt Juan Carlos Escudero, der für

die Umsetzung des nachhaltigen Mobilitätsplans

in der Stadt verantwortlich ist. Sein Fazit:

„In Vitoria Gasteiz braucht man kein Auto.

Die Stadt tut alles dafür, dass das Auto überflüssig

wird.“

„In Vitoria Gasteiz braucht man kein Auto.“

Die Stadt hat traditionell einen Fußverkehr-Anteil

von ca. 50 Prozent und konnte zwischen

2005 und 2015 auch den Anteil an Radfahrenden

von 3,4 auf 12,3 Prozent steigern: 2008 blockierten parkende Autos 64 Prozent der

Straßen und Plätze in der Stadt. Mit der Verabschiedung eines „nachhaltigen Mobilitätsplans“

im selben Jahr sollte den Autos mit einem konsequenten Umbau der Infrastruktur

nur noch 15 bis 20 Prozent des öffentlichen Straßenraums zugestanden werden, die übrige

Fläche sollten sich Radfahrer und Fußgänger teilen.

Die Stadt gehört zu dem Zusammenschluss European

Biking Cities sechs europäischer Städte. Auch der

Schienenverkehr wurde forciert. Im Dezember 2008

wurde die Straßenbahn der Gesellschaft Euskotren

in Betrieb genommen und auch die Bahnstrecke

Madrid–Hendaye verläuft heute durch Vitoria, der Eisenbahnknotenpunkt

Miranda de Ebro liegt rund 35

km entfernt. Viel wurde hier also erreicht und auch

für die Barrierefreiheit getan. Selbst die historische

Altstadt, die auf einem Hügel liegt, ist über ein Netz

aus Rolltreppen und Rampen vollständig erreichbar.

Was Vitoria-Gasteiz jedoch besonders bemerkenswert macht, ist nicht ein einziges Projekt,

sondern der institutionelle Rahmen dahinter. Die Stadt schuf das Centro de Estudios Ambientales

(CEA). Das Zentrum für Umweltstudien (CEA) ist eine autonome Einrichtung der

Stadtverwaltung, die für die Nachhaltigkeit in der Stadt sorgt und ihre nachhaltige Entwicklung

fördert.

Vitoria-Gasteiz ist der Beweis

dafür, dass eine schrittweise,

menschenzentrierte städtische

Transformation nicht

nur möglich, sondern über

Generationen hinweg nachhaltig

ist.

Eveline Steinbacher

Parque de la Florida in Vitoria-Gasteiz

21


SOLIDARITÄT mit

dem STREIK der Beschäftigten

der ORDENSSPITÄLER!

Am 3. März streikten die Beschäftigten der acht Ordensspitäler Oberösterreich

zum zweiten Mal. Die Arbeitgeber haben sich in den Verhandlungen,

vor allem bei der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung, kaum bewegt.

Bei diesem Streik setzen sich die ArbeitnehmerInnen in den Spitälern nicht nur für ihre

berechtigten Forderungen ein, sondern sie kämpfen auch für uns alle, denn letztendlich

sind wir alle – als PatientInnen oder Angehörige von PatientInnen – davon betroffen.

Denn gute Gesundheitsbetreuung und Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen für

die Gesundheits- und PflegearbeiterInnen. Tatsächlich aber ist der Alltag in den Spitälern

von zunehmenden Bettenabbau, Spitalsschließungen, Personalmangel, Leistungsdruck

und Burn-out-Gefahren bestimmt, wodurch sich die Pflegequalität verschlechtert und die

Wartezeiten auf Operationen immer weiter verlängern.

Geld für Gesundheit statt Aufrüstung!

Während bei Gesundheit und Pflege gespart wird, wird für militärische

Aufrüstung das Geld mit vollen Händen ausgegeben.

Im Rahmen der Rearm-Europe-Programms der EU sollen sich in

Österreich die Militärausgaben von 4,8 Milliarden im Jahr 2024

auf fast 11 Milliarden im Jahr 2032 mehr als verdoppeln. Allein

die zusätzlichen Rüstungsausgaben addieren sich in diesem Zeitraum

auf über 27 Milliarden Euro, während – fast im gleichen

Zeitraum – 22 bis 23 Milliarden Euro bei Gesundheit, Pflege, Sozialem

und Klimaschutz gekürzt wird. Diese Kürzungen erfolgen

nicht, um den öffentlichen Haushalt zu sanieren, sondern die ausufernde

Aufrüstung zu finanzieren.

Diese Budgetpolitik halten wir für grundfalsch. Kämpfen

wir gemeinsam für die Umverteilungen des öffentlichen Budgets,

weg von der Rüstung, hin zu Gesundheit, Pflege, Sozialem und Klimaschutz!

Nein zur Zwei-Klassen-Medizin! Solidarität mit den Beschäftigten der Ordensspitäler!

22


Alltag in der NOTAUFNAHME –

Wenn Minuten entscheiden

Bei der Streikkundgebung der Beschäftigten der Ordensspitäler am 3. März

wurde einige Berichte aus dem Spitalsalltag verlesen. Sie zeigen auf, wie fehlende

Ressourcen die Beschäftigten zermürben. Hier einer dieser Berichte.

Dieses Beispiel soll die alltägliche Realität im Tragen- und Untersuchungsbereich einer Notaufnahme

beschreiben – einem Bereich mit den höchsten Anforderungen an Beobachtungsgabe,

klinisches Denken und Reaktionsgeschwindigkeit. Tag für Tag betreten unzählige

Patient:innen die Notaufnahme – schwerkranke ebenso wie scheinbar stabile.

Sie kommen mit den unterschiedlichsten Beschwerden, Diagnosen oder unklaren Symptomen.

Manche wirken bei der Triage zunächst nicht akut krank. Doch im Verlauf ihres Aufenthalts

kann sich ihr Zustand dramatisch verschlechtern – bis hin zur vitalen Bedrohung.

Ein klassisches Beispiel dafür ist die Sepsis, umgangssprachlich „Blutvergiftung“. Die

Sepsis ist ein hochzeitsensitives Krankheitsbild. Jede Stunde zählt. Je später sie erkannt

wird, desto geringer ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Wir sprechen hier nicht von Tagen

– sondern von Stunden. Anhand eines Scores lässt sich mithilfe weniger Vitalparameter

rasch ein Verdacht auf ein septisches Geschehen formulieren. Doch nicht jede Patientin

und nicht jeder Patient zeigt beim Betreten der ZNA bereits eindeutige Symptome.

In diesem Fall handelte es sich um eine Patientin mittleren Alters, die vom Hausarzt aufgrund

eines Harnwegsinfekts und „schlechter Laborwerte“ in die ZNA überwiesen wurde.

Bei Aufnahme war sie vital stabil. Sie erhielt Schmerzmittel, eine Blutabnahme, ein EKG

sowie ein kontinuierliches Monitoring der Vitalfunktionen – Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung

und Blutdruck. Standardversorgung. Dann begann der Strudel des Alltags. Zwei Pflegekräfte

waren für mindestens 18 Tragenplätze sowie zusätzlich für fußläufige Patient:innen

23


im Wartebereich zuständig.

Immer wieder betraten

neue Patient:innen

die Notaufnahme.

CT-Transporte mussten

organisiert werden, erneute

Blutentnahmen

standen an, pflegerische

Maßnahmen waren notwendig,

Toilettengänge

mussten begleitet werden.

Klingeln. Fragen.

Übergaben. Dokumentation.

Zeit wurde zur

knappsten Ressource.

In dieser Phase entwickelte

die Patientin unbemerkt

ein septisches

Krankheitsbild. Die Blutdruckmanschette war verrutscht – der Blutdruck wurde nicht

mehr adäquat gemessen. Bei einer Sepsis spricht man von der „Golden Hour“. Wird

sie innerhalb der ersten Stunde erkannt und konsequent mit Volumengabe und einer

kalkulierten Breitbandantibiose behandelt, sinkt das Risiko für einen septischen Schock

erheblich. Bleibt die Sepsis in dieser entscheidenden Phase unerkannt, steigt das Risiko

für Multiorganversagen dramatisch an.

Vier Stunden nach der Schichtübergabe fand das Pflegepersonal der Spätschicht eine

kaltschweißige Patientin im manifesten septischen Schock vor – bereits im beginnenden

Multiorganversagen. Sie musste noch im Schockraum intubiert und anschließend auf die

Intensivstation verlegt werden. Vier Stunden. Mit ausreichendem Personal wäre es möglich

gewesen, auch Patient:innen ohne aktuell offene ärztliche Arbeitsaufträge regelmäßig

zu re-evaluieren – Vitalparameter zu kontrollieren, subjektives Befinden zu erfragen,

klinische Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Die Sepsis wäre wahrscheinlich

rechtzeitig erkannt worden. Die Verschlechterung wäre aufgefallen. Ein prolongierter

Intensivaufenthalt möglicherweise vermeidbar gewesen.

Auch Patient:innen, die initial nicht schockraumpflichtig sind, können es im Verlauf

werden. Die Notaufnahme ist keine statische Struktur – sie ist ein dynamisches System.

Eine Wundertüte voller unklarer Verläufe. Jede Einschätzung ist eine Momentaufnahme.

Eine Triage ermöglicht eine valide Ersteinschätzung. Doch Notfallpatient:innen müssen

kontinuierlich neu bewertet werden. Das erfordert Zeit. Aufmerksamkeit. Personal.

Eine Betreuungssituation von 1:4 ist notwendig, um dieser Verantwortung gerecht zu

werden – denn grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass jede Person, die

die Notaufnahme betritt, potenziell schwerstkrank sein könnte. Zumindest so lange, bis

Laborwerte – oft erst 90 Minuten nach Blutentnahme – ausgewertet sind und sich das

klinische Bild verdichtet.

Bis dahin bleibt nur eines: Wachsamkeit. Und die braucht Ressourcen.

24


Frauentag in Linz

„Enough – basta – genug!“

5000 Menschen demonstrierten am 8. März, dem internationalen Frauen, in Linz:

Das gemeinsame Motto „Enough – basta – genug!“ Im Aufruf heißt es: „Während

für Bildung, Pflege und soziale Sicherheit gespart wird, fließen Gelder weiterhin

in Aufrüstung und Kriege – Schluss damit – Basta!“ Die Solidarwerkstatt Österreich

beteiligte sich unter der Losung „FEMINISMUS ist ANTIMILITARISMUS!“. Hier einige

Auszüge aus dem Solidarwerkstatt-Flugblatt, das wir am Frauentag verteilten.

„Militarisierung bedeutet schon lange, bevor es zu Kriegen kommt, strukturelle Gewalt.

Militarismus stärkt patriarchale Hierarchien und verstärkt Feindbilder, die den Blick

auf friedliche Konfliktlösungen verstellen. Und Militarisierung verschlingt jene Milliarden,

die uns für soziale Sicherheit, für Gesundheit, Pflege, Bildung und Klimaschutz fehlen. In

diesen Bereichen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, wird gekürzt, während das Füllhorn

über der Rüstungsindustrie ausgeschüttet wird.

Die EU ist ein Motor des Aufrüstungswahns. Seit einem Jahrzehnt befindet sich die EU

ununterbrochen im Aufrüstungsmodus. Seit 2013 sind die Militärausgaben in der EU real

um 70 Prozent gestiegen. 2024 wurden von den EU-Staaten bereits mehr als 380 Milliarden

Euro ausgegeben. Jetzt will man zum miltärischen „Quantensprung“ (zit. aus einem

EU-Dokument) ansetzen. In den 2030er Jahren will man die Billionengrenze erreichen. (…)

Die immerwährenden Neutralität Österreichs ist eine tragfähige Grundlage, um sich für

diplomatische Vermittlung, Friedensinitiativen, zivile Friedensdienste in Konflikten, internationale

Abrüstung, die Einhaltung des Völkerrechts ohne doppelte Standards und die

Überwindung waffenstarrender Militärblöcke einzusetzen. Glaubwürdigkeit ist dabei von

fundamentaler Bedeutung. Eine glaubwürdige Neutralität ist aber unvereinbar mit dem

Mitmarschieren und Mitrüsten bei einer immer wahnwitzigeren Aufrüstungspolitik der EU.“

>Zum vollständigen Text des Flugblatts

25


Versteckte Agenda

12 Milliarden für

die Militarisierung

der Bahnstrecke

Linz – München?

26

In Oberösterreich sind eigenwillige Projekte

im Öffentlichen Verkehr geplant.

So zum Beispiel wird die Innkreisbahn, die

Linz mit Ried und Braunau im Inn verbindet,

elektrifiziert. Eigentlich eine gute Sache.

Seltsamerweise aber wird die Elektrifizierung

nicht benutzt, um gleichzeitig diese

Strecke entscheidend zu beschleunigen.

Die Bahn zuckelt nämlich seit 150 Jahren

kurvenreich dahin - mit einer Geschwindigkeit

von durchschnittlich 85 km /h. In den

1990er gab es Überlegungen für die Beschleunigung

der Bahnstrecke durch einen

bestandsnahen Ausbau für eine Geschwindigkeit

von bis zu 160 km/h. Doch jetzt,

wo die Elektrifizierung ansteht, ist es vollkommen

ruhig geworden um diese Pläne.

Dabei könnte mit einer Beschleunigung auf

durchschnittlich 120 km/h die Zeit, mit der

man auf der Bahn von Linz nach München

kommt, von 3 auf 2 Stunden verkürzt werden.

Die Kosten dafür würden sich unter 1

Milliarde Euro bewegen.

Die „neue Innkreisbahn“

Während also die Chance, mit relativ geringen

Kosten und wenig Natureingriffen,

die Eisenbahnverbindung Linz – München

attraktiver zu machen, ignoriert wird, ist das

Projekt „Neue Innkreisbahn“ überfallsartig

2024 in den Zielplan 2040 der ÖBB aufgenommen

worden. Diese Hochgeschwindigkeitstrasse

zwischen Linz und München

soll als vollkommen neue, schnurgerade

Strecke mitten durch den Kobernaußer

Wald führen, an den regionalen Zentren

wie Ried und Braunau vorbeigehen - und

unendlich viel kosten. Auf zwischen 9 und

12 Milliarden Euro werden die Kosten jetzt

schon geschätzt. Damit soll die Strecke Linz

– München in 80 bis 90 Minuten bewältigt

werden.

Zerstörung sensibler Ökosysteme

Halten wir also fest und vergleichen

nochmals die beiden Varianten einer Beschleunigung

der Innkreisbahn auf der im

wesentlichen alten Trasse einerseits und der

Errichtung einer vollkommen neuen Trasse

für die „neue Innkreisbahn“ andererseits:

Für die Verkürzung der Fahrzeit von 30

bis 40 Minuten soll statt einer Milliarde bis

zu 12 Milliarden ausgegeben werden. Das

sind zwischen einem Drittel und fast der

Hälfte der gesamten Investitionen für die

Bahn im Zielnetzt 2040. Es solle eine Trasse

errichtet werden, die die regionalen Zentren

umfährt (also für den regionalen Berufsverkehr

unattraktiv ist) und zudem tiefe Einschnitte

in den Natur- und Klimaschutz nach

sich zieht, da im sensiblen Ökosystem des

Kobernaußer Waldes, der zu den letzten

größeren geschossenen Waldkomplexen

des Landes mit hohem Artenreichtum zählt,

eine vollkommen neue Schneise geschlagen

werden müsste. Auf ca. 100 Kilometer

Länge müsste Naturraum von ca. 200 bis

400 Hektar alleine für die Trasse zerstört

werden. Für Infrastrukturflächen (Bahnhöfe,

Umsteigeknoten, Zufahrtswege) erhöht sich

der Bodenverbrauch noch einmal um bis

100 Prozent.

Unzweifelhaft würde es sehr rasch ruhig

werden um die „neue Innkreisbahn“, wenn


die Alternative einer Beschleunigung der

bestehenden Strecke geprüft würde. Eigenartigerweise

ist es aber um diese finanziell

und ökologisch ungleich günstigere Variante

vollkommen ruhig geworden, während

– trotz Finanz- und Klimakrise – mit Hochdruck

an der gigantomanischen „neuen Innkreisbahn“

gearbeitet wird.

Vier prioritäre Militärkorridore

Da kommt der Verdacht auf, dass andere

Interessen dahinterstehen. Ein Verdacht einer

„versteckten Agenda“ erhärtete sich, als

der EU-Rat im März 2025 in einem Anhang

zum Dokument „Military Requirements for

Military Mobility“ vier Hauptkorridore für

militärische Mobilität in Europa festlegte.

Auf diesen prioritären Militärkorridoren soll

die Verkehrsinfrastruktur auf der Straße, der

Bahn, in der Luft und auf den Wasserwegen

so ertüchtigt werden, dass schweres Kriegsgerät

und Truppen rasch Richtung Osten

verlegt werden können. Der Aktionsplan zur

„militärische Mobilität“ war schon vor einigen

Jahren aufgelegt worden, unterstützt

durch das gleichnamige PESCO-Projekt. Im

EU-Haushalt 2021 bis 2027 waren noch relativ

bescheidene 1,69 Milliarden Euro dafür

vorgehen. Nun sollen sich im EU-Haushalt

2024 bis 2034 die Mittel auf 17,6 Milliarden

verzehnfachen.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Folgenreicher ist das „Militärische Mobilitätsversprechen“

(„Military Mobility Pledge“)

vom Mai 2024, mit dem die EU-Mitgliedsstaaten

unter anderem zusagten,

bei der Vergabe ziviler Gelder stets den

militärischen „Nutzen“ zu berücksichtigen,

ja zu priorisieren (1).

Wo verlaufen nun diese vier militärischen

Hauptkorridore? Kurz gesagt:

durch den Norden, den Süden und zwei

durch das Zentrum von Europa, immer

mit Deutschland im Zentrum. Die Informationsstelle

Militarisierung (Tübingen,

BRD) hat diese vier Korridore analytisch

zugespitzt mit Namen versehen (sh. Grafik

Seite 28)

• Grand North: von Deutschland nach

Skandinavien, denn hier grenzen

Finnland und Norwegen an das russische

Territorium

• Grand Quadriga (in Anlehnung an

ein 2024 stattgefundenes Militärmanöver):

von Deutschland ins Baltikum

für allem auf dem Seeweg

• Grand Central: über Deutschland,

Polen ins Baltikum (auf dem Landweg)

• Grand South: von Deutschland

über Österreich ans Schwarze Meer.

Warum es bei diesen Korridoren geht, hat

die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)

ausgeführt: “Verstärkung von Straßen- und

Eisenbahnbrücken für eine höhere Nutzlast

notwendig, sowie die Verbreiterung oder

Erhöhung von (Eisenbahn-)Tunneln. Darüber

hinaus müssen Häfen- und Flughäfen

modernisiert und sogenannte Überholgleise

gebaut werden.“ (2)

Beim Korridor „Grand South“ dürfte der

Abschnitt München – Linz besonders zentral

sein: Für den raschen Transport vom

schwerem Kriegsgerät ist die derzeitige

Schienenverbindung noch wenig geeignet.

Es liegt nahe, dass mit der „neue Innkreisbahn“

eine superschnelle Verbindung ohne

lästige Zwischenstopps für Militärtransporte

geschaffen werden soll.

Aufmarschgebiet = Kriegsziel

Diese Milliardenbeträge für das „Panzerfit“-Machen

der Verkehrsinfrastrukturen

scheinen offiziell nicht als Militärausgaben

auf, dienen aber dazu, Österreich als

Aufmarschgebiet von EU und NATO gen

Osten „kriegstauglich“ zu machen. Die Regierung

will uns erklären: Das müssen wir

tun, denn die Neutralität schützt uns nicht.

Das Gegenteil ist zutreffend: Diese ständige

Demolierung der Neutralität zieht uns

in Kriege hinein und macht uns zu einem

Kriegsziel. Diese Regierungspolitik ist eine

Bedrohung für Frieden und Sicherheit.

27


Vier Hauptkorridore der EU für militärische Mobilität, nach www.imi-info.de

Anmerkungen:

(1) Gemeinsamer Bericht an das Europäische Parlament und den Rat über die Umsetzung des Aktionsplans zur

militärischen Mobilität 2.0, JOIN(2025) 11 final, 20.03.2025

(2)FAZ, 02.04.2025

28


DEMONSTRATION: SA, 11.4.26, TP: 14h, Haus der EU (Wipplingerstr. 2, Wien)

Rüstungsexport für Völkermord!

Profit mit Genozid!

NEUTRALITÄT ERHALTEN!

KEIN

Fast die Hälfte der israelischen Kriegsdrohnen sind mit

Motoren von Rotax aus Gunskirchen, Oberösterreich,

ausgestattet. Auch in anderen Kriegsdrohnen auf der

ganzen Welt finden sich diese Motoren. Diese Motoren

werden als Herzstück dieser Tötungsmaschinen

bezeichnet. Durch den Einsatz dieser Killerdrohnen

macht sich Österreich an einem Völkermord in Gaza

und an ethnischen Säuberungen in der Westbank/

Palästina mitschuldig. Mit diesen Rüstungsgeschäften

wird nationales Recht, Völkerrecht und das Kriegsvölkerrecht

gebrochen. Unsere Regierung hat dabei

zu- oder wegschaut. Jetzt macht sie das Geschäft mit

dem Töten von Menschen auch zur Grundlage ihrer Industriestrategie.

Die Bundesregierung will das Außenwirtschaftsgesetz

novellieren. Zentraler Punkt ist die

Erleichterung von Genehmigungs- und Kontrollverfahren

bezüglich des Exports sogenannter Dual-Use-Güter.

Österreich soll also – so die Bundesregierung – auf

der weltweiten Aufrüstungswelle mitschwimmen und

in Zukunft leichter Güter exportieren können, die sowohl für zivile als auch für militärische

Zwecke verwendet werden können, womit sehr leicht nicht mögliche Ausfuhrgenehmigungen

in kriegsführende Länder umgangen werden können.

Wir fordern:

• Rotax-Motorenproduktion ausschließlich für lebenserhaltende Drohnen

und nicht für Killerdrohnen!

• Sofortiger Stopp aller Lieferungen von Motoren für Killerdrohnen,

besonders auch an Israel.

• Vollständige Aufklärung über die bisherigen Lieferungen und

strafrechtliche Verfolgung der dafür Verantwortlichen.

• Kein Ankauf von israelischen Drohnen für das Bundesheer!

Keine Rüstungsgeschäfte mit Israel - sofortige Aufkündigung der Rüstungskooperation

Österreichs mit Israel!

• Nein zur Aufweichung des Außenwirtschaftsgesetzes – Keine Profite mit Mord!

• Überprüfung aller Gesetze hinsichtlich einer verschärften Kontrolle von Rüstungsexporten

auf Grundlage des BVG über die immerwährende Neutralität

und völkerrechtlichen Verpflichtung!

Vollständiger Aufruf hier

29


Eine neuerliche Mahnwache findet am Fr, 27.3.2026, 14 Uhr, beim

Friedensdenkmal im Linzer Schillerpark statt.

Motto: „NEIN ZUM KRIEG! VÖLKERRECHT STATT FAUSTRECHT!“

Völkerrecht statt Faustrecht!

Nein zum Krieg!

Am 24. Februar, anlässlich des vierten Jahrestags des Überfalls von Russland auf die

Ukraine, veranstaltete die Solidarwerkstatt Österreich eine Mahnwache unter dem

Motto „Völkerrecht statt Faustrecht!“ im Schillerpark. Im Aufruf heißt es: „Wir stehen vor

dem Zusammenbruch des Völkerrechts. Der völkerrechtswidrige Krieg Russlands in der Ukraine,

aber zuvor auch die völkerrechtswidrigen Kriege westlicher Mächte gegen Jugoslawien,

Afghanistan, Irak, Libyen usw. haben das Vertrauen in das Völkerrecht schwer erschüttert.

Der genozidale Krieg Israels in Gaza, der Überfall auf den Iran oder die gewaltsame

Entführung des venezolanischen Präsidenten durch die USA markieren den drohenden

Absturz in das Recht des Stärkeren vor der Stärke des Rechts. Wir müssen die große Errungenschaft

der UN-Charta, wie sie im Gewaltverbot in den internationalen Beziehungen

zum Ausdruck, verteidigen.“

Nur wenige Tage nach dieser Mahnwache erfolgte der nächste Schlag gegen das Völkerrecht:

Die USA und Israel begannen erneut einen Krieg gegen den Iran, der bereits tausenden

Menschen das Leben kostete, über zehntausend verletzte und Millionen zu Flüchtlingen

machte. Die Bomben und Drohnen treffen nicht nur die Machthaber, sondern auch die

demokratische und fortschrittliche Opposition im Iran, die Rechtsextremen wie Trump und

Netanyahu genauso verhasst ist wie dem reaktionären Mullah-Regime. Die USA und Israel

wollen entweder den autokratischen Shah an die Macht bombardieren oder das Land in

einen Bürgerkrieg stürzen.

Österreich muss endlich seine Stimme gegen die Krieg erheben, statt sich weiterhin feige

wegzuducken oder sogar Waffen an Israel zu liefern und Rüstungsgeschäfte mit Kriegstreibern

abzuschließen. Österreich muss sich endlich wieder eine aktive Friedens- und Neutralitätspolitik

betreiben, die sich für friedliche und völkerrechtskonforme Konfliktregelungen

ohne doppelte Standards und internationale Abrüstung einsetzt. Voraussetzung dafür ist

der Ausstieg aus der EU-Militarisierung ohne Wenn und Aber.

30


Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden!

Am 27. Februar protestierte eine Kundgebung der Österreichisch-Kubanischen-Gesellschaft

auf dem Linzer Taubenmarkt gegen die US-Blockade von Kuba. Mit dieser

Blockade will die US-Regierung Kuba ökonomisch strangulieren. Die US-Blockade

ist völkerrechtswidrig. Die Not der Bevölkerung wird gezielt als Mittel eingesetzt, um

einen Regime-Change zu erzwingen. Die Kundgebung setzte ein Zeichen für Frieden,

die Einhaltung des Völkerrechts, Souveränität und internationale Solidarität.

EINLADUNG zum Seminar

Bedrängnis und

Zuversicht*

veranstaltet von der

Solidarwerkstatt Österreich zur

Vergewisserung in unserem Engagement

Do, 4. Juni 2026, ab 12h bis

So, 7. Juni 2026, 14:00 Uhr

Unterbringung mit Selbstversorgung

im Naturfreundehaus Rannahof (St.

Oswald/Freistadt). Bitte Bettwäsche

oder Schlafsack mitnehmen. Kosten

für vier Tage € 150,- pro Erwachsenen.

Für Kinder kostenlos. Eventuell werden

Kosten für zusätzliches Catering

verrechnet. Durchgehende Anweisenheit

und Anmeldung erforderlich.

Kontakt:boris.lech@outlook.com,

T 0664 7607937

*Programmbroschüre dazu hier bestellen

31


IRRWEG AUTOBAHNEN

Von der autogerechten zur menschengerechten Mobilität

Vortrag mit

DI Dr Harald Frey /TU Wien

DO, 26.3.2026, 18 Uhr

Kunstuniversität Linz, 5. OG

Hörsaal C, Hauptplatz 6, 4020 Linz

Neue Autobahnen sollen gebaut werden, zum Beispiel die A26 in Linz oder die Lobau-Autobahn

in Wien. Ein Irrweg, der mehr Autoverkehr und weniger Lebensqualität

schafft und horrende – finanzielle und ökologische - Kosten verursacht. Wie können

lebens- und umweltfreundliche Alternativen ausschauen, die eine nachhaltige und sozialverträgliche

Mobilität für alle sicherstellen? Und wie können wir diese Verkehrswende

gegen die autozentrierte Politik durchsetzen?

Veranstaltet von: Arch Pro Linz, Baumrettungsinitiative, Grüngürtel statt Westspange,

Initiative Froschberg, Initiative Verkehrswende jetzt!, Ja! zum Grüngürtel, Teachers for

future, Fahrgast OÖ, Radlobby Linz, Radlobby OÖ,

Rettet die Lobau, Solidarwerkstatt Österreich.

SOLiNZ - wir über uns

SOLiNZ – Solidarisches Linz – ist das Online-Medium der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe

Linz. Wir verstehen uns als Nachbarschaftszeitung in mehrfacher Hinsicht:

Unser Schwerpunkt liegt auf Linz und seinen Nachbargemeinden; auch Nachbarschaftsthemen

– was tut sich im Grätzel? – wollen wir ein großes Augenmerk schenken; und wir wollen

gute Nachbarschaft fördern – im Sinne von Zusammenstehen und gemeinsam Handeln

statt sich auseinander dividieren zu lassen. Wir wollen dazu ermutigen, solidarisch für eine

soziale und ökologische Stadtentwicklung, für Demokratie und Selbstbestimmung aktiv zu

werden. Dabei ist es unser Anspruch, mehr als eine Zeitung zum Lesen zu sein, indem wir

Text, Video und Audio miteinander verknüpfen.

Wir sind von Parteien und Konzernen unabhängig. Aber wir sind abhängig davon,

dass Menschen mithelfen, SOLiNZ zu gestalten und zu verbreiten. Wenn auch du dazu

Lust hast, schau bei unseren 14-tägigen Kommunalgruppen-Treffen vorbei oder schick

uns deine Ideen!

KONTAKT:

Solidarwerkstatt-Büro, Waltherstraße 15, 4020 Linz, T 0732 77 10 94 od. 0664 15 40 742.

office@solidarwerkstatt.at, www.solidarwerkstatt.at, www.facebook.com/solidarwerkstatt

Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung für unser Zeitungsprojekt SOLiNZ:

Raiffeisenbank Perg, IBAN: AT42 3477 7000 06274146, BIC: RZOO AT2L 777. Vielen Dank!

32

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!