23. März 2026
- Planungskosten - Kontrolle rückt nach verweigerten Zahlen an - Kahrs Fusionsvorstöße löste auch eine Welle an Parteireaktionen aus. - 53-Jähriger wegen Mordes am Grazer Landesgericht nicht rechtskräftig verurteilt.
- Planungskosten - Kontrolle rückt nach verweigerten Zahlen an
- Kahrs Fusionsvorstöße löste auch eine Welle an Parteireaktionen aus.
- 53-Jähriger wegen Mordes am Grazer Landesgericht nicht rechtskräftig verurteilt.
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Grazer23. MÄRZ 2026, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: GeoSphere
15°
Trocken aber
bewölkt, die
Sonne zeigt
sich nur selten.
Die Temperaturen in Graz liegen
morgen Dienstag zwischen
6 und 15 Grad. Lebhafter Wind.
Stadtgrenzen
Unser Leitartikel im „Grazer“ über Kahrs
Fusionsvorstöße löste auch eine Welle
an Parteireaktionen aus. 6
Grenzüberschreitung
Wegen versuchten Mordes wurde ein
53-Jähriger am Grazer Landesgericht
nicht rechtskräftig verurteilt. 4
Planungskosten
Kontrolle rückt nach
verweigerten Zahlen an
GETTY; WEIDINGER; KK
Transparenz-Streit. Die verweigerte Auskunft von Vbgm. Judith Schwentner zu den städtischen Planungskosten alarmiert die Kontrollorgane. Kontrollamtsleiter
Hans-Georg Windhaber fordert klare Zahlen, während die Opposition nun eine offizielle Prüfung der kostspieligen Experten-Honorare einleiten will. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 23. MÄRZ 2026
Besuch der zentralasiatischen
Botschafter in Graz.LAND STEIERMARK / LAIMER
Fünf Botschafter
in Grazer Burg
■ Landeshauptmann Mario
Kunasek hat heute fünf zentralasiatische
Botschafter in
der Grazer Burg willkommen
geheißen. Am Termin nahmen
der Botschafter der Republik
Kasachstan, Mukhtar Tileuberdi,
die Botschafterin der
Kirgisischen Republik, Nurzhan
Shaildabekova, der Botschafter
der Republik Tadschikistan,
Manuchehr Jobir, der
Botschafter von Turkmenistan,
Hemra Amannazarov, sowie
der Botschafter der Republik
Usbekistan, Bakhtiyor Ibragimov,
teil.
Ziel des Treffens war es, die
wirtschaftlichen Beziehungen
zu vertiefen sowie sich über
Kooperationen in den Bereichen
Industrie, Forschung,
Infrastruktur und nachhaltige
Entwicklung auszutauschen.
„Die Steiermark verfügt über
große Stärken in den Bereichen
Industrie, Maschinenbau
und Umwelttechnik, während
Zentralasien über bedeutende
Rohstoffvorkommen und
wachsendes wirtschaftliches
Potenzial verfügt. Daraus ergeben
sich interessante Perspektiven
für Partnerschaften und
Technologietransfer“, betonte
der Landeshauptmann. Weitere
Themen des Austauschs
waren unter anderem die
Bedeutung Zentralasiens als
wachsender Knotenpunkt internationaler
Handelsrouten
und die Möglichkeiten einer
Zusammenarbeit in den Bereichen
Bildung und Forschung.
Gemeinderat will Kontroll-Bericht beantragen
Planungskosten im
Visier der Prüfer
FPÖ-Gemeinderat Günter Wagner will den Zahlungen an externe Gutachter genauer nachgehen.
UNTER DER LUPE. Die Meldung im „Grazer“ über die verweigerte Auskunft
über die Planungskosten der Stadt durch Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner ruft nun unter anderem den Kontrollausschuss auf den Plan.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Unsere Geschichte im
gestrigen „Grazer“ über
die Nicht-Antwort von
Judith Schwentner auf eine Anfrage
zu den Planungskosten der
Stadt hat durchaus hohe Wellen
geschlagen. FPÖ-Gemeinderat
Günter Wagner wollte die Kosten
für Verkehrsgutachten, Infrastrukturplanungen
im Sinne
von Umbauten und Sanierungsmaßnahmen,
StVO-Planungen,
städtische Konzepte zur Neugestaltung
und Expertisen näher
beleuchtet wissen, da trotz
Personalaufstockungen des Öfteren
externe Büros beauftragt
wurden. Die lapidare Antwort
der Vizebürgermeisterin: „Der
Aufwand für diese Recherche ist
nicht darstellbar, da sowohl der
Zeitraum als auch die angesprochenen
Stellen zu umfangreich
und folglich nicht auswertbar
sind.“
Kontrolle alarmiert
Dies ruft jetzt die Kontrollorgane
auf den Plan. Der Leiter des
Kontrollamts (vormals Stadtrechnungshof)
Hans-Georg
Windhaber kann die Antwort
nicht ganz nachvollziehen: „Ich
würde mich als Antwort nur mit
den Zahlen zufrieden geben.
Denn diese müssten darstellbar
sein, auch wenn der Aufwand sicher
groß ist.“ Wagner wird nun
versuchen, eine Prüfung durch
das Kontrollamt in die Wege zu
leiten.
STADT GRAZ, GETTY
Dafür bräuchte er in einem
ersten Schritt die Unterstützung
von sechs Gemeinderäten, diese
würden einen Antrag an das
Kontrollamt stellen. Windhaber
würde dann selbst entscheiden,
ob geprüft wird oder nicht.
„Wenn das nicht gelingt, werde
ich mich damit an den Kontrollausschuss
wenden“, kündigt
Wagner an. Der Vorsitzende des
Ausschusses Philipp Pointner
(Neos) würde ihn mit offenen
Armen empfangen: „Ich würde
den Antrag sofort auf die Tagesordnung
setzen und darüber
abstimmen lassen!“ Sollte man
dort (oder im Gemeinderat) eine
Mehrheit erreichen, wird dem
Kontrollamt ein Auftrag zur Prüfung
erteilt, die eine Durchführung
verpflichtend vorsieht.
derGrazer
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www.grazer.at
präsentiert
4 graz
www.grazer.at 23. MÄRZ 2026
Am Grazer Landesgericht für Strafsachen fand am Montagvormittag der zweite Verhandlungstag statt. Der Angeklagte wurde - nicht rechtskräftig - verurteilt.
KK
Auf Schwager geschossen: „Es war
nie die Idee, dass ich irgendwen töte“
HEFTIG. Am Grazer Straflandesgericht fand am Montagvormittag der zweite Verhandlungs-Tag über das
Schicksal eines 53-Jährigen statt. Er hat im Vorjahr nach einer Auseinandersetzung auf seinen Schwager
geschossen, er bestreitet aber jegliche Tötungsabsicht, wollte sich nur gegen einen Angriff wehren.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Es fing an mit einem Streit
und hätte in einer Tragödie
enden können, der Abend
des 2. Juli 2025. In Neupirka südlich
von Graz schoss ein 53-Jähriger
mit einer Schreckschusspistole
auf seinen Schwager,
am heutigen Montag wurde am
Grazer Landesgericht für Strafsachen
das Urteil gefällt.
Weil die Ehefrau des Angeklagten
länger gearbeitet hatte und
ihrem Mann nicht Bescheid gab,
soll es laut Staatsanwaltschaft
zum Streit gekommen sein. Dabei
soll dann die Frau gewürgt
worden sein, auch die Tochter
hat einen Schlag abbekommen.
Der Angeklagte spricht beim
Vorfall mit seiner Frau nur von
einem „wegschupfen“.
Daraufhin wollten die Angehörigen
des Angeklagten das
Haus verlassen, die Mutter rief
ihren Bruder, damit dieser sie
abholt. Der Vater hingegen holte
sich eine Jacke und steckte auch
eine Schreckschusspistole ein
und wartete vor dem Haus. Als
sein Schwager dann erschien,
kam es zum Gerangel, durch die
Intervention der Angehörigen
konnten die beiden Streithähne
vorerst getrennt werden.
Zwei Schüsse
Dann zückte der 53-Jährige seine
Waffe, schoss auf seinen Schwager
und traf ihn in der Schulter,
ein weiterer Schuss ging in den
Oberschenkel. Anschließend
kam noch ein Hammer zum Einsatz,
mit dem er auf den Kopf einschlug.
„Ich habe keinen Zweifel
daran, dass er den Schwager töten
wollte“, erklärte die Staatsanwältin
in ihrem Schlussplädoyer. Welche
Rechtfertigungen der Angeklagte
während des Prozesses auch
geliefert hatte, „keine davon ist
glaubwürdig.“
Ganz anders sieht das der 53-Jährige
selbst. Er bestreitet jegliche
Tötungsabsicht: „Es war nie die
Idee, dass ich irgendwen töte“,
meinte der Mann bei der Hauptverhandlung.
Die Kraft der
Schreckschusspistole, mit der er
die Schüsse abgefeuerte, habe
er nicht richtig eingeschätzt.
Tatsächlich, so stellt sich bei
den Erläuterungen der Sachverständigen
dar, hatte die verwendete
Waffe weniger als ein
Fünftel der Kraft einer gewöhnlichen
Polizei-Waffe. Hätte sich
das Opfer anders bewegt oder
die Kugel wäre nur einige Zentimeter
daneben eingeschlagen,
hätten die Schüsse aber durchaus
tödlich sein können. So sah
es auch die Privatbeteiligten-
Vertreterin: „Ich weiß nicht, ob
sie an Schutzengel glauben,
aber die sind an dem Abend alle
gerennt.“
Prozess-Fortsetzung
Bereits vor zwei Monaten wurde
der Sachverhalt am Gericht
verhandelt. Damals wurde der
Prozess vertagt, da der 53-Jährige
nicht mit dem gezeigten
Hammer zugeschlagen haben
will. Ein mithilfe von Proben
erstelltes Gutachten zeigte
aber, es war der Hammer, mit
dem zugeschlagen wurde.
Da alle Zeugen bereits einvernommen
wurden, wurde
am Montagvormittag noch der
Notruf des Vorfalls abgespielt,
den die Tochter an jenem 2. Juli
absetzte. Zuerst berichtete sie
nur von einem Streit, kurz darauf
hieß es dann: „Er hat eine
Waffe“.
Im Hintergrund hörte man
immer wieder laute Schreie,
dem Opfer gelang es mithilfe
seiner Schwester und seiner
Nichte dann zu flüchten. Äußern
wollte sich der Angeklagte
dazu nicht, er plädierte bis zum
Schluss auf Freispruch
Dazu kam es allerdings nicht,
nach Beratung der Geschworenen
wurde der 53-Jährige im
Sinne der Anklage des versuchten
Mordes schuldig gesprochen.
14 Jahre Freiheitsstrafe
wurden ihm auferhängt. Das
Urteil ist nicht rechtskräftig.
23. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 5
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Kein positives Beispiel
Innerhalb weniger Jahre haben
sie eine schöne und lebendige
Stadt in einen Schlafsaal unter
freiem Himmel verwandelt, die
Stadtkasse geplündert und die
Bürger ausgebeutet. Ich glaube
nicht, dass unsere Nachbarn
vorhaben, diesem Beispiel zu
folgen.
Max Reg
* * *
Ein Berg an Schulden
Neben kleinen Verbesserungen
hätten die Gemeinden vor allem
einen Berg von Schulden gewonnen!
So geht‘s uns in Graz wenn
man mit Budget usw. nicht umgehen
kann!
Bernhard Schilcher
* * *
Warnung vor den Wahlen
Die prognostizierte Grazer
Zusatzverschuldung in nur 5
Jahren Amtszeit unter der katastrophalen
kommunistischen
Bürgermeisterin beträgt eine
halbe Mrd. Euro. Liebe Gemeinden,
hütet euch vor den zerstörerischen
Kommunisten! Das gilt
selbstverständlich auch für die
kommende Grazer Wahl.
Eggenberger Strawanzer
* * *
Keine schlechte Idee
Grundidee wäre ja nicht
schlecht! Öffentlicher Verkehr
könnte besser durchdacht und
ausgebaut werden, Einkaufzentren
nicht weiter ausgebaut,
sondern Ortszentren gestärkt
und Zersiedelung eingebremst
werden.
Klaus Höllbacher
* * *
Gemeinden für Graz
Es wird Zeit, dass Gemeinden zu
Graz gehören. Zumindest: Fernitz-Mellach,
Seiersberg-Pirka,
Feldkirchen und Raaba-Grambach
und Gratkorn.
Florian Haider
* * *
Neid beim Futtertrog
Warum wundert es mich
nicht, dass die Ortskaiser dagegen
sind? Keiner will weg vom
Futtertrog.
Maximilian Rombold
* * *
Ein unattraktives Graz
Das ist ja nicht neu, hat schon
der Nagel versucht, damit sie
noch mehr Geld verplempern
können und Graz noch UNAT-
TRAKTIVER wird, mehr geht
eigentlich fast nicht mehr.
Christine Luttenberger
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Stadt-
Grenzen
sprengen
Bürgermeisterin Elke Kahr
will angrenzende Ortschaften
in Graz eingemeinden,
doch diese blocken entrüstet
ab. „Wir haben rund um Graz
Gemeinden, die eigentlich eingemeindet
gehören“, forderte
sie. Kostenlose Infrastrukturen,
Arbeitsplätze und Hochschulen
sollen dabei zur Verfügung
gestellt werden. Die Stadt stöße
an ihre Grenzen, so Elke Kahr.
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6 graz
www.grazer.at 23. März 2026
Eingemeindungspläne spalten
Grazer Parteienlandschaft
Umkämpfter Speckgürtel:
Das eng
verflochtene Grazer
Umland steht nun
im Zentrum hitziger
Eingemeindungsdebatten.
KK, GETTY (3)
Oha. Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr erhalten möchte größere die Grenzen Kommunen der Stadt auf die pro angrenzenden Lösung für Gemeinden die Grazer ausdehnen. Finanzprobleme
reagieren darstelle. zunächst alles andere als erfreut. position SEITEN 4/5 und den Umlandge-
Die Zahl der der Einwohner Grazer Stadtspitze, der Op-
wird immer größer, der Platz immer knapper.
Kopf
Die
mehr
Bürgermeister
Bundesmittel.
der betroffenen
Eine
Vororte
Fusion würde somit mehr Geld
meinden
LUEF, KK, GETTY
verlaufen.
(3)
in die gesamte Region spülen NEOS orten Nebelgranate
und teure Doppelgleisigkeiten Die NEOS schlagen leisere, aber
sowie die Konkurrenz zwischen dennoch kritische Töne an.
den Nachbarn beenden.
Fraktionsvorsitzender Philipp
GRENZDEBATTE. Nach
unserem Bericht im
Seriös - Einfühlsam - Würdevoll
„Grazer“ lösten Kahrs
Fusionsvorstöße eine
massive Welle an Parteireaktionen
aus.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at 24h täglich
Graz wächst und platzt aus
allen Nähten – doch wo
ziehen wir in Zukunft die
Grenzen? Bürgermeisterin Elke
Kahrs Vorstoß, Umlandgemeinden
wie Seiersberg oder Feldkirchen
schlicht einzugemeinden,
hat ein politisches Beben ausgelöst.
Während die Stadtspitze auf
die hohen Infrastrukturkosten
für Pendler verweist, formiert
sich in der Politik massiver Widerstand.
Rückendeckung von KPÖ
Rückendeckung erhält die Stadtchefin
von KPÖ-Finanzstadtrat
Manfred Eber. Er betont, dass
die aktuellen Grenzen die Lebensrealität
längst nicht mehr
abbilden. Fragen der Raumplanung,
des leistbaren Wohnens
und der Verkehrsorganisation
ließen sich nicht an Gemeindegrenzen
trennen. Neben dem
Schutz von Grünräumen sieht
Eber vor allem finanzielle Vorteile:
Durch den Finanzausgleich
Kritik von ÖVP, FPÖ & KFG
Die Opposition sieht das völlig
anders. Für VP-Obmann Stadtrat
Kurt Hohensinner ist die Debatte
ein reines „Ablenkungsmanöver“
von Baustellen bei Wirtschaft
und Kinderbetreuung.
Statt „Zwangseingemeindungen“
fordert er eine echte Regionalstrategie,
etwa bei der Koralmbahn
oder Park-and-Ride-Offensiven.
Wer seine „Hausaufgaben“
in Graz nicht erledige, werde
auch mit größeren Grenzen keine
besseren Ergebnisse erzielen.
Ähnlich reagiert die FPÖ: Die
Abgeordneten Markus Konrad
und Robert Mörth orten einen
„Zentralisierungsreflex“. Man
wolle florierende Umlandgemeinden
zur Budgetsanierung
heranziehen und zerstöre damit
die bewusste Entscheidung der
Bürger für das Leben im Grünen.
Auch KFG-Stadträtin Claudia
Schönbacher findet klare Worte:
Wer von Eingemeindung spricht,
wenn ihm finanziell das Wasser
bis zum Hals steht, sucht keine
Partner, sondern Zahler.“.
KFG-Gemeinderat Michael
Winter ergänzt, dass eine
Zwangsfusion keine dauerhafte
Pointner sieht in Kahrs Vorstoß
eine „Nebelgranate“, die von
Versäumnissen der Stadtregierung
ablenken soll. Dennoch fordert
er ein Ende des politischen
„Kirchturmdenkens“. Statt bloßer
Grenzverschiebungen brauche
es laut Pointner reale Lösungen
für den Pendlerverkehr, wie den
massiven Ausbau von Park-and-
Ride-Anlagen und Straßenbahnen,
die über die Stadtgrenze
hinausreichen. Die Aufteilung
der Aufgaben müsse zwar neu
verhandelt werden, aber auf Basis
von Kooperation statt Zwang.
Ob der „rustikale Vorstoß“ der
Bürgermeisterin tatsächlich
Früchte trägt oder an der geschlossenen
Front der Umlandgemeinden
und Opposition
scheitert, wird sich wohl erst
nach den kommenden Wahlen
zeigen.
Die Debatte verdeutlicht
jedoch schon jetzt, wie
tief die Gräben zwischen
Vorstoß mit Zündstoff:
Bürgermeisterin Elke Kahr
stieß mit ihren Eingemeindungsplänen
eine
heftige Debatte an.
WEIDINGER
Klarheit über die künftige
Marschrichtung könnte die
Diskussion der Spitzenkandidaten
am kommenden Mittwoch,
25. März, ab 18 Uhr
bringen, bei der das Thema
Eingemeindung bestimmt weiter
Thema sein wird. Zu sehen
live und in voller Länge auf
www.grazer.at und auf der Seite
der Wirtschaftskammer.
23. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 7
Großes Interesse am Gründen
BILANZ. Mit über 1000 Besuchern setzt die Gründermesse 2026 ein starkes Zeichen für die Selbstständigkeit.
Mehr als 60 Aussteller standen für Fragen und Beratungsgespräche bereit.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Der Gründerboom ist in der
Steiermark ungebrochen.
Das zeigt auch die Bilanz
der Gründermesse 2026. Mehr als
1000 Besucher ließen sich an den
Ständen der 60 Aussteller beraten.
Innovativ
Auf großes Interesse stießen die
Vorträge von Elke Rock und Daniel
Cronin, die von zahlreichen
Nachfragen der Besucher begleitet
wurden. „Es ist wichtig, dass man
schnell und einfach an Informationen
kommt. Nicht nur beim Thema
Gründung und Startup, sondern
auch beim Thema Nachfolge
ist komprimierte Information entscheidend“,
so MCG Geschäftsführer
Martin Ullrich. Jakob Taibinger
von der WKO Steiermark: „Mit
rund 14 Neugründungen täglich
zeigt sich die Steiermark als starker
Gründungsstandort. Messe, Stadt
und Land unterstützen gemeinsam
den gesamten Weg – von der Idee
bis zur Umsetzung.“ „28.000 Betriebe
treiben die Entwicklung unserer
Stadt voran – neue Unternehmen
müssen daher gezielt unterstützt
und willkommen geheißen werden.
Dafür gilt es auch, Bürokratie
abzubauen und die Vernetzung
von Wirtschaft und Wissenschaft
weiter zu stärken“, weiß Stadtrat
Kurt Hohensinner. Landesrat Willibald
Ehrenhöfer unterstreicht:
„Gründungen bringen Innovation,
Wachstum und Arbeitsplätze und
sind ein zentraler Faktor für die
Weiterentwicklung unseres Standorts.
Der Gründergeist und die Aufbruchsstimmung
zeigen, wie viel
Potenzial in der Szene steckt.“
Martin Ullrich, Willibald Ehrenhöfer, Dagmar Eigner -Stengg, Kurt Hohensinner,
Christoph Ludwig und Jakob Taibinger (v.l.).
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Jacob
Italiano
Sportler
des
Wochenendes
Was diese Woche
im Sport passiert
■ Freitag: Die Fußball-Bundesliga pausiert, das Nationalteam
bestreitet ab 18 Uhr im Ernst-Happel-Stadion ein freundschaftliches
Länderspiel gegen Ghana. Im Kader stehen die Grazer Michael Gregoritsch,
Romano Schmid, Marcel Sabitzer sowie die Ex-Sturm-
Spieler Alexander Prass und David Affengruber.
■ Freitag: Will man doch noch den Sprung ins Viertelfinale schaffen,
brauchen die Handballer der HSG Graz in der HLA Meisterliga
einen Heimsieg gegen Schwaz (Sportpark, 19 Uhr).
■ Freitag: In der Basketball-Superliga der Herren muss der UBSC
Graz bei den Flyers in Wels antreten (18 Uhr).
Aller guten Dinge sind auch für GAK-Verteidiger Italiano drei.
Beim 5:1-Kantersieg des GAK bei der
WSG Tirol glänzte der australische
Teamspieler als dreifacher Torschütze.
Tore schießen steht in der Job
Description eines Abwehrspielers
eigentlich nicht ganz
oben. Linksverteidiger Jacob
Italiano hat beim 5:1 des GAK
bei der WSG Tirol in Innsbruck
aber genau das gemacht – und
zwar gleich dreimal. „Was für
ein Tag. Das war mein erster
Doppelpack und mein erster
Hattrick“, sagt der 24-Jährige
strahlend. Seinen ersten Treffer
erzielte Italian per Dropkick
nach einem kurz abgewehrten
Kopfball von kurz außerhalb
des Strafraums zum 1:1-Ausgleich
(23.). Sein Tor zum 4:1
in der 65. Minute verdient das
Prädikat sehenswert und könnte
ein Kandidat für das Tor des
Jahres sein. Aus 20 Metern
übernahm er den Ball volley
und knallte ihn unhaltbar ins
Tevin Brewer
Mit 35 Punkten hatte der Guard
des UBSC Graz wieder einmal
großen Anteil am 105:80-Sieg
im Steirer-Derby gegen die
Kapfenberg Bulls. Mit dem Sieg
gegen den Leader schoben sich
die Grazer auf den zweiten Platz
der Basketball-Superliga vor.
GEPA
Tor. Sein Elfmeter in der 85. Minute,
den er nachgerade lässig
verwertet hat, war dann nur
noch Draufgabe, die Partie im
Tivoli-Stadion längst zugunsten
der Grazer entschieden.
Trainer Ferdinand Feldhofer
lobte danach nicht nur Italiano
und Ramiz Harakate,
der die anderen beiden Tore
erzielte, sondern die ganze
Mannschaft. „Großes Kompliment.
Wir haben wirklich
nur auf uns geschaut und uns
selber gepusht“, sagt Feldhofer.
„Wir haben uns auch nach
dem 0:1 nicht beirren lassen
und unser Ding durchgezogen.“
Damit haben die „Rotjacken“
auf Platz drei der Qualifikationsrunde
schon sechs Punkte
Vorsprung auf Tabellenschlusslicht
BW Linz.
Weiters positiv aufgefallen sind:
Conny Hütter
Mit den Plätzen acht (Abfahrt)
und fünf (Super G) hat die Kumbergerin
die Weltcup-Saison
2025/26 beendet. Ob sie noch
eine weitere Saison anhängen
wird, oder die Karriere beendet,
ließ Hütter offen. „Die Chancen
stehen 50:50.“
■ Samstag: Die Volleyballer des UVC Graz treffen ab 19 Uhr im
Sportpark im Kampf um die Plätze fünf bis acht der AVL Volley
League auf Amstetten.
■ Sonntag: Der Gegner steht noch nicht fest. Fix ist dagegen, dass
die Graz 99ers zum Wochenausklang um 17.30 Uhr vor eigenem Anhang
ins Semifinale der ICE Hockey League starten.
■ Sonntag: Zum Abschluss des Grunddurchgangs in der Damen-
Basketball-Superliga gibt es das Grazer Derby zwischen UBI Graz
und UBSC-DBBC. Los geht es schon um 16 Uhr.
Freitag,
19.00 Uhr:
HSG Graz vs.
Schwaz
Pauf Offner und die HSG Graz empfangen in der HLA Meisterliga Schwaz
aus Tirol - ein Sieg ist für einen Platz im Viertelfinale Pflicht. GEPA
23. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 9
präsentiert
Graz im Fokus
Der Frühling ist da und auch die
Gastgärten öffnen wieder ihre
Pforten. Mit einem kleinen Blumengruß
wie hier im Tscheppe
ums Eck werden die Gäste in
Frühlingslaune versetzt. Der Grazer
10 graz
www.grazer.at 23. MÄRZ 2026
Ein Platzerl
für Tequilla
Grazer
Pfoten
Tequilla ist ein unsicherer Kater, der trotzdem neugierig ist.
Tequilla ist ein eineinhalbjähriger
Kater, der ein Zu-
- 1,5 Jahre
Katzen mag er.
hause mit oder ohne Freigang
sucht. Derzeit ist er noch sehr
unsicher und braucht etwas
Zeit sowie eine ruhigere Umgebung,
- männlich
- neugierig
- Wohnung / Freigang
- mag andere Katzen
um sich wohlzufüh-
len. Trotz seiner Unsicherheit
ist der Kater neugierig und
Kontakt: Arche Noah
www.aktivertierschutz.at
entdeckungsfreudig. Andere Tel. 0676 84 24 17 437
ARCHE NOAH
Michael Gradischnig, Gernot Reiter, Jörg Ehtreiber, Barbara Gartner-Hofbauer,
Simone-Stefanie Steinberger, Markus Ritter und Mark Perz.
KINDERMUSEUM GRAZ
Museum FRida & freD
■ Auch in diesem Jahr ist die
Holding Graz wieder Partner des
preisgekrönten Kindermuseums
FRida & freD. Die Holding Graz
ist seit der Eröffnung im Jahr 2003
eine der fünf Hauspartner des
Museums. Für 2026 sind im Zuge
der Kooperation erneut zwei
Workshops für die kleinen Entdecker
geplant - „Die Tüftelmäuse“
und „Die Tüftelgenies“ aus dem
Bereich der Erfindung. Eröffnet
wurden beide Ausstellungen am
21. März. Bei der Vorstellung
der heurigen Ausstellungen war
auch Holding Graz-Vorstandsdirektor
Mark Perz vor Ort. „Auch
hinter der Entwicklung vom
ersten Fahrzeug bis zu heutigen
hochkomplexen Technologien
steckt enorme Tüftelarbeit. Genau
diesen Innovationsgeist fördern
die Ausstellungen im Kindermuseum
FRida & freD. Das ist
entscheidend, um auch im internationalen
Wettbewerb, etwa mit
dem asiatischen Raum, konkurrenzfähig
zu bleiben“, so Perz.
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Pferd aus einem
Pool gerettet
■ Zu einem nicht alltäglichen
Einsatz wurde die Grazer Berufsfeuerwehr
am Samstag gerufen.
Ein Pferd war in einen Pool gestürzt
und musste gerettet werden.
Aufgrund der tiefen Wassertemperaturen
musste der Pool
mittels Unterwasserpumpen abgepumpt
werden. Parallel dazu
wurde das Tier durch die Einsatzkräfte
sowie durch den Besitzer
beruhigt. Zusätzlich wurde der
Wärmeerhalt des durchnässten
Tiers mittels Decken sichergestellt.
Das Pferd musste durch die
Tierärztin sediert werden. Für die
schonende Rettung wurde der
Kran des schweren Rüstfahrzeuges
eingesetzt. Das Pferd wurde
behutsam angehoben und aus
Im Verlauf der Großtierrettung standen seitens der Berufsfeuerwehr Graz
insgesamt 13 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge im Einsatz.
BF GRAZ
dem Pool gerettet und zur weiteren
Versorgung an die Tierärztin
übergeben. Kurze Zeit später
konnte das Tier bereits wieder
selbstständig aufstehen. Im Verlauf
der Großtierrettung standen
seitens der Berufsfeuerwehr Graz
insgesamt 13 Einsatzkräfte und
vier Fahrzeuge im Einsatz.
Brennendes E-Bike
im Keller gefunden
■ Am Sonntag wurde die Be-
rufsfeuerwehr Graz zu einem
Kellerbrand in die Prangelgasse
in Graz Eggenberg alarmiert.
Beim Eintreffen zeigte sich,
dass der Kellerabgang stark
verraucht war. Zusätzlich war
das Treppenhaus ab dem 5.
Obergeschoss verraucht. Der
Brand eines E-Bikes im Kellerabgang
wurde unter schwerem
Atemschutz mittels C Rohr
rasch gelöscht. Anschließend
wurde der toxische Brandrauch
mit mehreren Hochleistungslüftern
entfernt. Verletzte gab
es keine.
Fahrerflucht: Hinweise
gesucht
■ Am Freitagabend kam es im
Bezirk Eggenberg zu einem Unfall.
Ein 44-jähriger Grazer war
gegen 20:00 Uhr zu Fuß am Gehweg
in der Vinzenzgasse unterwegs.
Er wollte den Schutzweg
überqueren. Seinen Angaben
zufolge vergewisserte er sich,
dass sich kein Verkehr näherte.
Er gab weiter an, dass beim Betreten
des Schutzweges ein unbekannter
Pkw-Lenker auf der
Vinzenzgasse Richtung Norden
fuhr. Ein Ausweichversuch blieb
erfolglos, weshalb er von dem
Pkw erfasst und leicht verletzt
wurde. Der Pkw, eine schwarze
Limousine, setzte die Fahrt
fort. Der 44-Jährige begab sich
aufgrund der zunehmenden
Schmerzen selbstständig ins
Krankenhaus und erstattete Anzeige.
Die Verkehrsinspektion
Graz-I sucht nun nach Hinweisen
unter 059133/65 4110.
PARTNER:
23. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 11
Ausblick
Was am Dienstag
in Graz wichtig ist
■ Am morgigen Dienstag führt das Referat Sicherheitsmanagement
und Bevölkerungsschutz der Stadt Graz mit zahlreichen Behörden und
Einsatzorganisationen am Buchkogel die größte Waldbrandübung seit
vielen Jahren durch. Damit will sich die Stadt auf etwaige Waldbrandereignisse
vorbereiten, will Einsatzkonzepte und Planungen überprüfen
und weiterentwickeln. Geübt werden zwei realitätsnahe Szenarien: Einerseits
der Einsatz bodengebundener Einsatzkräfte, andererseits mit
dem neuen Bundesheer-Hubschrauber AW 169 „Lion“, der zu seinem
ersten Assistenzeinsatz nach Graz kommt.
■ Die März-Landtagssitzung steht an. Große Themen sind da etwa
die Kulturförderungen 2026, Gewaltschutz und Sexualstrafrecht oder
die Tätigkeiten des Grazer Altstadtanwalts.
■ Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer präsentiert einen neuen Online-Stadtplan
zur psychosozialen Versorgung in Graz.
■ Die Autorin Karin Teigl, bekannt und beliebt als Influencerin
Constantly_K, kommt um 16 Uhr mit ihrem Buch „Träum dich mutig“
in den Murpark und liest daraus vor.
Große Waldbrandübung: Rund 40 Flughelfer der Berufsfeuerwehr Graz
und der Bergrettung werden auf den neuen Hubschrauber eingeschult.GETTY
■ Der britische Dirigent Ben Glassberg, ehemaliger Musikdirektor
der Wiener Volksoper, präsentiert um 19.30 Uhr im Musikverein Graz
gemeinsam mit den Grazer Philharmonikern ein Programm voller romantischer
Melodien und mitreißender Rhythmen.
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