24.03.2026 Aufrufe

Triest Reiseführer

Triest offenbart sich als faszinierende Perle an der Adria. Hier verschmelzen die kaiserliche Eleganz Österreichs mit der lebendigen Leidenschaft Italiens. Ein Bummel entlang der beeindruckenden Uferpromenade, stilvolle Kaffeehäuser und ein historischer Hafen ziehen jede Besuchende in ihren Bann. Erleben Sie die besondere Verbindung von österreichisch-ungarischem Glanz und mediterraner Leichtigkeit. Wien und Triest sind durch die täglichen Direktverbindungen mit den zeitgemäßen ÖBB Railjets noch besser miteinander verbunden. Triest – wer diese Stadt einmal besucht hat, behält sie für immer im Herzen.

Triest offenbart sich als faszinierende Perle an der Adria.

Hier verschmelzen die kaiserliche Eleganz Österreichs mit der lebendigen Leidenschaft Italiens. Ein Bummel entlang der beeindruckenden Uferpromenade, stilvolle Kaffeehäuser und ein historischer Hafen ziehen jede Besuchende in ihren Bann.

Erleben Sie die besondere Verbindung von österreichisch-ungarischem Glanz und mediterraner Leichtigkeit.

Wien und Triest sind durch die täglichen Direktverbindungen mit den zeitgemäßen ÖBB Railjets noch besser miteinander verbunden.

Triest – wer diese Stadt einmal besucht hat, behält sie für immer im Herzen.

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mit dem ÖBB railjet nach Triest

1



Die ÖBB

verbinden

Europa

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Tageszüge (RJX, RJ, ICE, EC, IC, IR, D und internationale REX-Züge)

Nachtzüge mit Schlaf-/Liegewagen

BUCUREŞTI

Planungsstand September 2025. Änderungen vorbehalten. Infografik: © heiderklausner

Mit der Bahn nach Triest

Seit der Eröffnung des 33 Kilometer langen Koralmtunnels

bieten die ÖBB täglich direkte Verbindungen vom Wiener

Hauptbahnhof über Graz, Klagenfurt und Udine bis nach Trieste

Centrale an. Die modernen Railjets der ÖBB bringen die

Fahrgäste in knapp sieben Stunden an die Küste des Golfs von

Triest. Mit dieser neuen Verbindung verkürzte sich nicht nur die

Reisezeit erheblich, sondern die Attraktivität des Bahnverkehrs

im Alpen-Adria-Raum wurde nachhaltig gesteigert. Pendler,

Touristen und Geschäftsreisende profitieren gleichermaßen von

d e n k o m f o r t a b l e n u n d u m w e l t f r e u n d l i c h e n

Transportmöglichkeiten, die eine nachhaltige Alternative zum

Auto oder Flugzeug darstellen.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

3


Ciao Trieste

Golf von Triest

Borgo Teresiano

Piazza Unità d’Italia

Castello di San Giusto

Kaffeemetropole

Schloss Miramare

Besonderes

Impressum


Ciao Trieste


Ciao Trieste

Triest ist die Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch

Venetien und beherbergt etwa 200.000 Einwohnerinnen und

Einwohner. Die reizvolle Hafenstadt liegt nahe der slowenischen

Grenze und besticht durch ihr einzigartiges Flair. Die Ursprünge

von Triest lassen sich bis ins Jahr 128 v. Chr. zurückverfolgen.

Über viele Jahrhunderte hinweg gehörte die Stadt zu einem

bedeutenden Teil der Habsburgermonarchie. Die eindrucksvollen

Bauwerke und historischen Denkmäler zeugen von jener

Epoche, in der Triest als wichtiger Handelshafen fungierte und

einer der Stützpunkte der k.u.k. Kriegsmarine war. Seit 1918 ist

Triest Teil Italiens und bewahrt bis heute sein unverwechselbares

Ambiente, das durch das Zusammenwirken verschiedener

Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen geprägt wird.

Triest gilt als „città mitteleuropea“, in der ein kosmopolitisches

und oft mehrsprachiges Umfeld vorherrscht, das an die

glanzvolle Zeit der Habsburgermonarchie bis 1914 erinnert.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

6


Salone degli Incanti

Casa Chiozza

Farmacia Al Redentore

Fontana del Giano Bifronte

mit dem ÖBB railjet nach Triest

7


Golf von Triest


Golf von Triest

Im Golf von Triest begegnet die beeindruckende Adria einer

eleganten Historie. Vom zauberhaften Schloss Miramare, das

strahlend weiß über dem klaren, türkisfarbenen Wasser thront,

bis hin zum lebendigen Zentrum der Hafenstadt Triest erstreckt

sich eine der reizvollsten Küstenabschnitte Norditaliens.

Entlang der Adriaküste können Besucher die stilvolle

Uferpromenade genießen, den unvergleichlichen Ausblick auf

die Bucht bewundern und das besondere Flair einer Stadt

erleben, die zwischen Mitteleuropa und dem Mittelmeer liegt.

Triest zählt außerdem zu den bedeutendsten Kreuzfahrthäfen an

der Adria: Moderne Kreuzfahrtschiffe legen direkt an der

prächtigen Piazza Unità d’Italia an. Die Stadt eignet sich

hervorragend als Start- oder Endpunkt für eine Kreuzfahrt. Von

Triest aus ist Wien mit den modernen ÖBB Railjet-Zügen direkt

erreichbar. Im Golf von Triest vereinen sich Meer, Kultur und

Lebensgefühl auf einzigartige Weise.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

9


Marina San Giusto

Nur wenige Gehminuten vom Piazza Unità d’Italia entfernt,

mitten im historischen Zentrum des Porto Vecchio, befindet

sich die Marina San Giusto. Im älteren Hafenbereich liegen

Segelyachten mit einer Länge von bis zu 15 Metern vor Anker.

Im Bereich für Mega-Yachten können Schiffe mit einer Länge

von bis zu 120 Metern festmachen.

Die Marina San Giusto ist nicht nur der ideale Liegeplatz für

alle, die hier einen Hafenplatz für ihre Yacht suchen – das

Fischrestaurant „Pier the Roof“ verwöhnt Sie zudem mit

delikaten Speisen. In der warmen Jahreszeit genießen Sie an

der Dachbar erfrischende Cocktails in angenehmer

Atmosphäre.

Von diesem Standort aus eröffnet sich Ihnen ein einzigartiger

Ausblick: der San-Giusto-Hügel mit seiner imposanten Burg,

das weiße Märchenschloss Miramare am Horizont sowie das

funkelnde Wasser der Adria.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

10


Acquario Marino della Città di Trieste

Das Civico Acquario Marino della Città di Trieste ist ein

historisches Juwel direkt am Meer und zählt seit 1933 zu den

beliebtesten Ausflugszielen der Stadt. Es gewährt einen

besonderen Einblick in die faszinierende Unterwasserwelt des

Golfs von Triest. In dem charmanten Gebäude der ehemaligen

Pescheria Centrale befanden sich 30 Becken, die die vielfältige

Tierwelt der nördlichen Adria anschaulich präsentierten.

Besonders geschätzt wurden die großen Schauaquarien,

welche das typische Leben am Meeresgrund detailgetreu

darstellten. Das Aquarium wurde gerne von Familien,

Schulklassen und allen, die das Meer schätzen, besucht. Das

Acquario verband Wissensvermittlung, Forschung und eine

tiefe Leidenschaft für den Schutz der Adria. Hier wurde die

einzigartige Artenvielfalt der regionalen Küstenregion

anschaulich vermittelt. Seit 2020 ist das Acquario Marino

a u f g r u n d u m f a n g r e i c h e r R e n o v i e r u n g s - u n d

Modernisierungsmaßnahmen geschlossen. Nach mehreren

Verschiebungen ist die Wiedereröffnung voraussichtlich erst

im Jahr 2027 geplant.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

11


mit dem ÖBB railjet nach Triest

12


Eataly

Im historischen Antico Magazzino Vini, einem ehemaligen

Weinlager aus dem Jahr 1902, entdeckt man die gesamte

Vielfalt der italienischen Genusswelt. Eataly Trieste ist ein

lebendiger Ort der italienischen Esskultur direkt am Wasser –

ein unverzichtbares Ziel für alle, die qualitativ hochwertige

Speisen, authentische Produkte und das besondere Ambiente

von Triest schätzen. Mehrere Restaurants und Bars

präsentieren die Vielfalt der italienischen Küche. Darüber

hinaus gibt es hier einen großen Markt mit erstklassigen

italienischen Spezialitäten: frische Pasta, Käse aus kleinen

Manufakturen, Salami, Olivenöle, Weine (auch aus dem

nahegelegenen Friaul und Slowenien), Brot, Süßwaren und

vieles mehr. Für alle, die tiefer in die Geheimnisse der

italienischen Kochkunst eintauchen möchten, werden im

Eataly regelmäßig Kochkurse angeboten. Ganz gleich, ob Sie

nur rasch einen Kaffee mit Meerblick genießen, regionale

Produkte für zuhause einkaufen oder ausgiebig speisen

möchten – Eataly Trieste verbindet die maritime Atmosphäre

der Stadt mit der Leidenschaft für erstklassiges Essen.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

13


Borgo Teresiano


© trieststorica.it

Triest 1844

Diese sorgfältig ausgearbeitete historische Karte aus dem

„Atlante Geografico dell'Italia“ präsentiert den

topografischen Stadtplan von Triest im 19. Jahrhundert.

Sie veranschaulicht eindrucksvoll die städtebauliche

Entwicklung und kontrastiert das geordnete Straßenraster

des Borgo Teresiano deutlich mit den verwinkelten Gassen

der Altstadt und des San-Giusto-Hügels.

Auch die Hafenanlagen, darunter das Alte und das Neue

Lazarett an der Bucht, sind klar erkennbar.

Mitte des 18. Jahrhunderts ließ Kaiserin Maria Theresia

das Borgo Teresiano errichten. Heute bildet dieses

zusammen mit den Stadtteilen Borgo Giuseppino, Barriera

Nuova, San Vito und Città Vecchia den Stadtbezirk 4

(Circoscrizione IV).

mit dem ÖBB railjet nach Triest

15


Canal Grande di Trieste

Der Canal Grande in Triest – ein venezianisches Juwel im

lebendigen Herzen der Hafenstadt. Zwischen 1754 und

1766 errichtet, diente dieser malerische Kanal einst als

Einfahrt für Handelsschiffe. Heute versprüht er im

habsburgischen Borgo Teresiano authentisches Lagunen-

Flair. Elegante Paläste, farbenfrohe Boote und einladende

Cafés säumen das Ufer, während neoklassizistische

Fassaden und die prächtige Kirche Sant’Antonio Nuovo

sich sanft im ruhigen Wasser spiegeln. Ob im warmen

Licht des Sonnenuntergangs oder am Abend im

stimmungsvollen Glanz der Beleuchtung – hier fühlt man

sich stets geborgen. An der Ponte Rosso erinnert eine

Statue an den irischen Schriftsteller James Joyce, der viele

Jahre in Triest lebte. Auf der gegenüberliegenden Seite

der Brücke begrüßt seit 2023 ein Denkmal in Form einer

riesigen Maria-Theresia-Münze die Besucher.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

16


James Joyce

„Moneta“

James Joyce war häufig an verschiedenen Orten in Triest zu sehen,

etwa an der Berlitz-Schule oder auf der Piazza Ponterosso, wo er

einst wohnte und wo heute seine Bronzestatue steht.

Das eindrucksvolle Denkmal in Gestalt eines Maria-Theresien-Talers

ehrt die österreichische Kaiserin, die sich besonders um die

Förderung Triests verdient gemacht hat.

Obelisco di Vetro

Josef Ressel

Der Glasobelisk auf der Piazza Carlo Goldini ist den Opfern

totalitärer Regime gewidmet. Ganz in der Nähe erhebt sich die Scala

dei Giganti, die hinauf zum San-Giusto-Hügel führt.

Josef Ressel, der Erfinder des Schiffspropellers, war Forstbeamter

und Erfinder. Ab dem Jahr 1821 übernahm er in Triest die

Verantwortung für die Wiederaufforstung des Karstes.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

17


Piazza Vittorio Veneto

Im Zuge der Entstehung des Borgo Teresiano wurde der

Platz bereits im 18. Jahrhundert angelegt. Zu jener Zeit

trug er den Namen Piazza della Dogana, da der Palazzo

della Dogana, welcher als Sitz der österreichischungarischen

Verwaltung diente, den Platz überragte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Abriss der

damaligen Gebäude, um an ihrer Stelle ein imposantes

Postgebäude zu errichten. Ab diesem Zeitpunkt war der

Platz unter dem Namen Piazza delle Poste bekannt. Seit

dem Jahr 1919 trägt er schließlich seinen heutigen

Namen. Im Zentrum des Platzes befindet sich der

markante Tritonenbrunnen. Im westlichen Bereich steht

das Postgebäude, in dem das Museo postale e telegrafico

della Mitteleuropa (Post- und Telegrafenmuseum

Mitteleuropas) untergebracht ist. Direkt gegenüber liegt

das Palazzo delle Ferrovie dello Stato, die ehemalige

Verwaltung der Staatsbahnen, welches die Bedeutung der

Eisenbahn in Italien symbolisiert.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

18


Museo Telegrafico e Postale della Mitteleuropa

Das Museum, das in einem Flügel des historischen Palazzo delle

Poste in Triest untergebracht ist, zeigt anschaulich die Entwicklung

des Postwesens von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Ein

besonderer Fokus liegt dabei auf der Zeit der österreichischen

Verwaltung in Friaul-Julisch Venetien. Die Ausstellung gliedert sich

in mehrere Bereiche des Postwesens.

Palazzo delle Ferrovie dello Stato

Der Palast entstand 1894 bis 1895. Zunächst war vorgesehen, das

Gebäude für die Lloyd-Gesellschaft zu verwenden, doch schon

bald diente es als Verwaltungsgebäude, zunächst für die

österreichischen Staatsbahnen und anschließend für die

italienische Ferrovie dello Stato. Derzeit existieren Pläne, das

Bauwerk in ein Hotel, Wohnungen und Geschäfte umzuwandeln.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

19


Piazza della Borsa

Die Piazza della Borsa gilt nach der Piazza Unità d’Italia als

das stilvolle zweite Wohnzimmer von Triest – ein lebhafter

Platz voller Geschichte und Atmosphäre. Seit dem 18.

Jahrhundert bildet dieser Ort das wirtschaftliche Zentrum

Triests: Der beeindruckende neoklassizistische Palazzo

della Borsa Vecchia, der heute die Handelskammer

beherbergt, erhebt sich wie ein antiker Tempel über dem

Platz und erinnert an die glanzvolle Epoche als

bedeutende Handelsmetropole. Umrahmt von prächtigen

Bauwerken aus drei verschiedenen Jahrhunderten –

darunter die verspielte Liberty-Fassade der Casa Bartoli

sowie der ehemalige Palazzo Dreher – pulsiert der

dreieckige Platz mit Leben, zahlreichen Cafés und

stilvollen Boutiquen. Die Fontana del Nettuno aus dem

Jahr 1755 sowie die Statue von Leopold I. verleihen dem

Areal eine majestätische Ausstrahlung.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

20


Casa Bartoli

La Fontana del Nettuno

Die Casa Bartoli, errichtet in den Jahren 1905 bis 1906 nach den

Entwürfen des bedeutenden Architekten Max Fabiani, zählt zu den

herausragendsten Vertretern des Jugendstils in Triest.

Der Neptunbrunnen steht auf der Piazza della Borsa. Das 1750 von

Giovanni Mazzoleni geschaffene Kunstwerk hebt die Rolle der Stadt

als bedeutenden Hafen hervor.

Meridiana interattiva

Imperatore Leopoldo I

Die 12m lange historische Sonnenuhr, die auf dem Boden vor dem

Palazzo della Borsa angebracht ist wurde im Jahr 1820 von Antonio

Sebastianutti geschaffen.

Die eindrucksvolle Leopoldsäule wurde zur Erinnerung an den

Besuch von Leopold I, dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches,

im Jahr 1660 errichtet.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

21


Piazza Unità d’Italia


Palazzo del Municipio

Das prägende Bauwerk der Piazza Unità d'Italia entstand in den

Jahren 1873 bis 1875 und wurde im eklektischen Stil vom

Architekten Giuseppe Bruni gestaltet. An der zentralen Fassade mit

dem Uhrenturm markieren die bronzenen Figuren Micheze und

Jacheze die Stunden. So bildet es einen eindrucksvollen Abschluss

des größten Platzes Europas mit Meerblick.

Palazzo della Luogotenenza austriaca

Der Palazzo wurde zwischen 1901 und 1905 nach den Plänen des

Wiener Architekten Emil Artmann errichtet. Er gehört zu den

imposantesten Bauwerken auf dem Platz. Ursprünglich diente es

als Amtssitz der k.u.k. Statthalterei des Österreichischen

Küstenlands. Der Palazzo della Prefettura dient heutzutage als

eindrucksvoller Standort der Präfektur in Triest.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

23


Fontana dei Quattro Continenti

Der Brunnen der vier Kontinente entstand in den Jahren 1751 bis

1754 durch den Bildhauer Giovanni Battista Mazzoleni. Die

allegorischen Gestalten repräsentieren die damals bekannten vier

Kontinente Europa, Asien, Afrika und Amerika sowie deren

bedeutende Flüsse. Sie verdeutlichen die Rolle Triests als Freihafen

während der Herrschaft der Habsburger.

Palazzo Stratti & Palazzo Modello

Der Palazzo Stratti wurde 1839 im neoklassizistischen Stil vom

Architekten Antonio Buttazzoni für den griechischen Kaufmann

Nicolò Stratti errichtet. Hier befindet sich das bekannte Caffè degli

Specchi. Der Palazzo Modello entstand zwischen 1871 und 1872

nach den Entwürfen von Giuseppe Bruni und diente als stilistisches

Muster für die Umgestaltung des Platzes im 19. Jahrhundert.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

24


Palazzo del Lloyd Triestino

Der Palast wurde zwischen 1880 und 1883 vom Wiener

Architekten Heinrich von Ferstel im eklektischen Baustil errichtet.

Ursprünglich war hier der repräsentative Hauptsitz der k.u.k.

privaten Österreichisch-Ungarischen Dampfschifffahrts-

Gesellschaft (Lloyd Austriaco, später Lloyd Triestino). Heute

residiert hier die Verwaltung der Regione Friuli Venezia Giulia.

Palazzo Pitteri & Grand Hotel Duchi d’Aosta

Der Palast Pitteri, errichtet im 18. Jahrhundert, ist der älteste

Palazzo auf dem Piazza Unità d’Italia. Bei seiner Fertigstellung galt

das Gebäude als ein Musterbeispiel zeitgemäßer Baukunst. Direkt

neben dem Palazzo Pitteri befindet sich das Grand Hotel Duchi

d’Aosta. An dieser Stelle stand bereits im 14. Jahrhundert ein

Hospiz, in dem zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten verweilten.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

25


Molo Audace

Nach dem Ende des Ersten

W e l t k r i e g s l e g t e d e r

italienische Zerstörer

Audace am 3. November

1918 an dieser Mole in

Triest an. Zur Würdigung

d i e s e s b e d e u t e n d e n

Ereignisses erhielt der Pier

anschließend den Namen

Audace.

Wenn man vom Piazza Unità d’Italia direkt in Richtung Meer

schlendert, trifft man auf zwei Skulpturen des Künstlers

Fiorenzo Bacci. Die erste stellt einen Soldaten dar, der eine

Treppe hinaufsteigt – ein Symbol zur Erinnerung an die

Ankunft dieser Militärtruppe in der julischen Stadt. Die zweite

Statue trägt den Titel „Die Mädchen von Triest“ und zeigt

zwei Frauen, die auf einer Mauer sitzen und die italienische

Trikolore nähen.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

26


Castello di San Giusto

Für alle, denen der Weg hinauf

zum Schloss zu ermüdend

e r s c h e i n t , g i b t e s e i n e

komfortable Alternative, um den

Hügel von San Giusto zu

erreichen: Die Buslinie 24 hält

direkt neben der Kathedrale San

Giusto. Zwar verkehrt der Bus nur

alle 40 Minuten, doch ist diese

Anreisemöglichkeit zweifellos die

angenehmste.


Castello di San Giusto

Das Schloss von San Giusto erhebt sich imposant auf dem

namensgebenden Hügel über der Stadt und gewährt

einen spektakulären Ausblick auf die Stadt, den Golf von

Triest sowie das Karst-Hinterland.

Seine Ursprünge lassen sich bis in die Bronzezeit

zurückverfolgen, als an dieser Stelle ein prähistorisches

Castelliere existierte; später wurde der Hügel zum

bedeutenden Zentrum des römischen Tergeste und

beherbergte zudem eine frühchristliche Basilika.

Ab dem Jahr 1468 errichteten die Habsburger unter

Friedrich III. eine befestigte Residenz für den kaiserlichen

Hauptmann, die bis 1636 zu einer markanten dreieckigen

Festung mit drei Bastionen ausgebaut wurde, darunter

die venezianische Rundbastion von 1508/09.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

28


Über die Scala dei Giganti

Vom Piazza Carlo Goldoni aus gelangt man entlang der Via

Silvio Pellico zur Scala dei Giganti, auch bekannt als die

Treppe der Riesen. Der Beiname dieser Treppe bezieht sich

einerseits auf die insgesamt 252 Stufen und andererseits auf

die ungewöhnlich hohe Stufenhöhe.

Auf dem Weg in Richtung Schloss begegnen Besucher der

Fontana di Montuzza, auch bekannt als Fontana di San

Giusto. Dieser Brunnen wurde im Jahr 1938 anlässlich eines

Besuchs von Benito Mussolini in Triest errichtet.

Eine weitere Treppe führt anschließend zum Monumento ai

Caduti di Trieste, einem Denkmal zu Ehren der Gefallenen des

Ersten Weltkriegs, das 1936 in Anwesenheit von König Viktor

Emanuel III feierlich eingeweiht wurde.

Der Fußweg zum Castello di San Giusto über diese

Treppenstrecke misst etwa 650 Meter und lässt sich in rund

15 Minuten bewältigen.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

29


Über die Via della Cattedrale

Von der Via del Teatro Romano gelangt man zur

beeindruckenden Scalinata delle Medaglie d’Oro

(Goldmedaillentreppe), deren Bezeichnung den Trägern der

Goldenen Tapferkeitsmedaillen, der höchsten italienischen

Kriegsauszeichnung, gewidmet ist. Über diese Treppe erreicht

man die barocke Kirche Santa Maria Maggiore.

Vorbei an der Kirche lässt sich zudem der Arco di Riccardo, ein

antiker Bogen aus etwa 33 v. Chr., besichtigen. Von dort führt

der Weg weiter bergauf, um die Aussicht vom Punto

panoramico del parco (Aussichtspunkt des Gartens) zu

genießen.

Der letzte Abschnitt des Aufstiegs zum Schloss verläuft

entlang einer Allee direkt zur Cattedrale di San Giusto Martire.

Für den Aufstieg empfiehlt sich festes Schuhwerk, da der

Untergrund sehr uneben ist.

Der Fußweg zum Castello di San Giusto auf dieser Route

beträgt circa 500 Meter und ist in etwa 10 Minuten zu

bewältigen.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

30


Basilica cattedrale di San Giusto Martire

Die Basilica Cattedrale di San Giusto Martire ist die

Bischofskirche von Triest und thront eindrucksvoll auf

dem gleichnamigen Hügel. Im 14. Jahrhundert wurden

die beiden älteren Kirchen Santa Maria und San Giusto

miteinander verbunden und durch ein neues Mittelschiff

ergänzt. Dieses Mittelschiff erhielt eine Decke, die an den

Kiel eines Schiffes erinnert. Im Zuge der Umgestaltung

entstand zudem eine neue Sandsteinfassade sowie eine

Fensterrosette aus Karstmarmor. Die Kathedrale besticht

durch byzantinische Mosaiken aus dem 13. Jahrhundert

und beeindruckende Fresken, die ihr eine einzigartige

architektonische Ausstrahlung verleihen. Im Inneren

ziehen die goldglänzenden Mosaiken in den Apsiden, das

Grab des Stadtpatrons San Giusto sowie eine bedeutende

Sammlung romanischer Kunstwerke alle Aufmerksamkeit

auf sich – ein Ort voller Ruhe und spiritueller Atmosphäre.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

31


mit dem ÖBB railjet nach Triest

32


Kaffeemetropole


In der k.u.k. Monarchie war Triest als bedeutender Freihafen

und Tor zur Welt ein lebendiges Zentrum des Kaffeehandels –

Rohkaffee strömte in großen Mengen in die Stadt und

hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die österreichischen

Kaffeehäuser wie das Caffè Tommaseo (seit 1825/1830), das

Caffè degli Specchi oder das berühmte Caffè San Marco

(gegründet 1914) brachten die Wiener Kaffeehauskultur ans

Meer: elegante Einrichtung, Zeitungen, lebhafte intellektuelle

Gepräche und selbstverständlich die bekannte „Melange“.

Diese Cafés waren weit mehr als bloße Treffpunkte – sie waren

Salons der Moderne, in denen Schriftsteller wie Italo Svevo,

Umberto Saba und James Joyce lebten, diskutierten und ihre

Werke schufen. Noch heute steht Kaffee in Triest für Lebensart

und Identität: Mit etwa 1.500 Tassen pro Kopf und Jahr weist

Triest den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch auf und gilt als

unangefochtene Kaffeemetropole. Die traditionellen

Kaffeehäuser sind lebendige Brücken zur k.u.k.-Vergangenheit

– Orte, an denen die Zeit langsamer zu vergehen scheint und

ein guter Espresso bis heute ein kleines Stück kulturelles Erbe

bleibt.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

34


Antico Caffè San Marco

Das Antico Café verkörpert das klassische Literatencafé im Geiste

der Wiener Secession. Bereits seit seiner Eröffnung im Jahr 1914

zählten Größen wie James Joyce, Italo Svevo, Umberto Saba und

Claudio Magris zu seinen Gästen. Einst diente dieses Etablissement

sogar als geheimes Zentrum zur Herstellung gefälschter Pässe für

anti-österreichische Patrioten.

Caffè degli Specchi

Das „Spiegelcafé“ liegt direkt am Piazza Unità d’Italia und wird oft

als der „Salon von Triest“ bezeichnet. Hier kann man nicht nur

hervorragenden Kaffee im pulsierenden Herzen des Platzes

genießen, sondern auch erstklassige Cocktails. Seit seiner Eröffnung

im Jahr 1839 war das Café ein beliebter Treffpunkt bedeutender

Persönlichkeiten wie James Joyce, Franz Kafka und Rainer Maria

Rilke.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

35


Caffè Pasticceria Pirona

Das Pirona wurde im Jahr 1900 eröffnet und gilt als ein Ort von

besonderer literarischer Bedeutung, da James Joyce hier angeblich

mit der Arbeit an „Ulysses“ begann. Vor allem durch seine

traditionelle Wiener Gebäckkunst hat sich die Kaffee- und

Konditorei Pirona zu einer festen Institution in Triest etabliert.

© Kaethe17

Caffè Stella Polare

Die Berlitz-Schule, an der James Joyce lehrte, befand sich ganz in

der Nähe – für ihn war das Stella Polare somit wie ein vertrautes

Stammcafé. Trotz zahlreicher Renovierungen hat das Stella Polare

seinen Belle-Époque-Charme bis heute bewahrt.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

36


Caffè Tergesteo

Das Café wurde im Jahr 1863 eröffnet und avancierte schnell zum

zentralen Begegnungsort für die Intellektuellen von Triest. Der

Dichter Umberto Saba ehrte den Tergesteo mit einem Vers in

seinem Canzoniere.

Caffè Tommaseo

Das Tommaseo, eröffnet im Jahr 1830, ist das älteste noch

bestehende Café der Stadt. Seine neoklassizistische Ausstattung

verleiht dem Haus einen unverwechselbaren Charme. Im Jahr 1845

brachte das Café als erstes in Triest die Eiscreme auf den Markt,

und das Gebäude gehörte zu den ersten, die mit Gasbeleuchtung

ausgestattet wurden.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

37


Caffè Urbanis

Vom Piazza Unità d’Italia zum Piazza della Borsa führt der Weg am

Café Urbanis vorbei. In den warmen Monaten genießen die Gäste

hier erfrischende Getränke, die von großzügigen, kostenfreien

Snacks begleitet werden.

Triester Café Wörterbuch

Nero

normaler Espresso (in der klassischen Tazzina / Tasse).

Nero in B

Espresso im Glas serviert (B = Bicchiere = Glas; häufig etwas größer

und ästhetisch ansprechender gestaltet).

Deca

Espresso decaffeinato (in der Tasse).

Deca in B

Decaffeinato im Glas.

Capo

Espresso macchiato (mit einem kleinen Klecks Milchschaum;

serviert in der Tasse; vergleichbar mit einem kleinen Cappuccino,

jedoch mit deutlich weniger Milch).

Capo in B

Das charakteristische Getränk aus Triest! Ein Espresso macchiato

wird hier traditionell in einem kleinen Glas serviert und mit einer

Schicht Milchschaum gekrönt – es handelt sich um den

bekanntesten und beliebtesten Kaffee der Stadt. Im Vergleich zu

einem herkömmlichen Macchiato ist er deutlich cremiger, jedoch

weniger milchhaltig als ein Cappuccino.

Capo deca

Macchiato decaffeinato (in der Tasse).

Capo deca in B

Decaffeinato-Macchiato im Glas.

Goccia oder Gocciato

Espresso, der lediglich einen winzigen Tropfen Milchschaum in der

Mitte besitzt – sehr dezent „macchiato“ genannt, nahezu reiner

Espresso mit einem feinen Schimmer von Milch.

Caffèlatte oder Caffelatte

Das, was andernorts als Cappuccino bezeichnet wird, besteht aus

Espresso, einer großen Menge heißer Milch und Milchschaum;

häufig wird er in einer größeren Tasse serviert.

Capo in B tanta

Capo in B mit extra viel Schaum (tanta = viel).

Capo in B special

Cappuccino in B mit einer Schicht Kakao obendrauf (gelegentlich

auch als „tanta special“ bezeichnet, was viel Milchschaum plus

Kakao bedeutet).

Zusätzliche Varianten:

Capo chiaro in B

mit mehr Milch (heller).

Capo scuro in B

mit weniger Milch (dunkler).

mit dem ÖBB railjet nach Triest

38


Schloss Miramare


Castelletto di Miramare

Dieses bezaubernde „kleine Schloss“ im eklektischen Stil,

errichtet zwischen 1856 und 1860 auf dem Gelände vom

Schloss Miramare in Triest, diente Erzherzog Maximilian

von Habsburg und Prinzessin Charlotte von Belgien von

1859 bis 1860 als vorübergehende Residenz, während ihr

Hauptwohnsitz vollendet wurde.

Klein, doch voller Charme wie sein großes Pendant,

eröffnet es einen atemberaubenden Panoramablick auf

den Golf von Triest und den malerischen Hafen von

Grignano.

Das liebevoll restaurierte Schloss ist heute für Besucher

zugänglich: Im Erdgeschoss erwartet Sie ein kleines

Museum mit persönlichen Erinnerungsstücken des Paares,

dem Flämischen Zimmer, dem Maurischen Zimmer sowie

einer kostbaren Porzellansammlung.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

40


Castello di Miramar

Das Schloss Miramare in Triest ist das berühmte weiße

Märchenschloss an der Adria. Erzherzog Maximilian von

Habsburg ließ die romantische Residenz zwischen 1856

und 1860 für sich und Carlotta errichten. Majestätisch

thront das Schloss auf einer Klippe über dem Golf von

Triest. Im eklektischen Stil aus istrischem Stein erbaut,

besticht das Schloss mit seinen Türmen, Arkaden und

originalen Möbeln durch pure habsburgische Eleganz.

Besonders sehenswert sind das Arbeitszimmer

Maximilians sowie das Schlafzimmer von Carlotta, deren

Schicksal eng mit dem Schloss verbunden ist.

Eingebettet in einen 22 Hektar großen Park voller

exotischer Pflanzen zählt es zu den beliebtesten

Ausflugszielen der Region. Die Gärten mit ihrem

einzigartigen Meerblick laden zu traumhaften

Spaziergängen und unvergesslichen Fotos ein.

mit dem ÖBB railjet nach Triest

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mit dem ÖBB railjet nach Triest

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Mit dem Bus zum Miramar

Die öffentliche Buslinie 6 verkehrt zwischen dem Piazzale Gioberti

und Grignano (Miramare). Die Fahrt dauert ungefähr 30 Minuten.

Vor allem im Sommer sind die Busse, die unterwegs an mehreren

Stränden halten, häufig sehr gut ausgelastet.

© Andrzej Otrębski

Mit dem Boot zum Miramar

Die Sommerlinie Triest - Barcola - Grignano - Sistiana legt in der

Nähe des Schlosses Miramare an. Die Fahrtzeit beträgt circa 40

Minuten. Abfahrt ist am Molo Bersaglieri, direkt an der Riva

Nazario Sauro, nur wenige Schritte von der Piazza Unità d’Italia

entfernt.

Vom Busbahnhof oder der Schiffsanlegestelle sind es

rund 750 Meter bis zum Schloss Miramare. Auf dem

sanft ansteigenden Weg hinauf zum Hügel eröffnet sich

ein herrlicher Blick über die Bucht von Grignano und den

Hafen. Der Google-Maps-Link zeigt den genauen

Routenverlauf.

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Massimiliano d’Austria Imperatore del Messico

Maximilian von Habsburg, der jüngere Bruder Kaiser Franz

Josephs I., und Prinzessin Charlotte von Belgien, Tochter

König Leopolds I., ließen sich in Triest nieder.

Auf Drängen Napoleons III. sowie mexikanischer

Konservativer nahmen sie 1864 die Kaiserkrone Mexikos

an: Maximilian wurde zu Kaiser Maximilian I., Charlotte zu

Kaiserin Carlota – ein hoffnungsvoller Traum von

Fortschritt und Liberalismus, der jedoch bald in einen

düsteren Albtraum umschlug.

Als die republikanischen Truppen unter Juárez die

Oberhand gewannen, wurde Maximilian 1867 in

Querétaro hingerichtet. Charlotte, verzweifelt und in

Europa um Hilfe bittend, verfiel in geistige Umnachtung

und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1927 zurückgezogen.

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Besonderes


Arco di Riccardo

Es wird angenommen, dass der Arco di Riccardo

(Richardbogen) zu den römischen Stadttoren der Stadt

Triest gehörte. Errichtet wurde der Bogen in der

Regierungszeit Kaiser Octavian Augustus, und zwar in den

Jahren 33 bis 32 v. Chr. Andere Quellen vertreten

hingegen die Ansicht, dass es sich hierbei um einen der

Zugänge zum Heiligtum der Magna Mater handelte. Der

Name des Bogens geht laut einer Legende auf Richard

Löwenherz zurück. Bei seiner Rückkehr aus dem Heiligen

Land soll Richard Löwenherz auch in Triest gefangen

gehalten worden sein.

Archäologische Untersuchungen und historische Quellen

liefern unterschiedliche Hinweise zur genauen Funktion

und Bedeutung des Bogens, doch steht fest, dass er eine

zentrale Rolle im städtischen Gefüge Triests einnahm.

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Teatro Verdi Trieste

Das Teatro Verdi in Triest ist seit 1801 das legendäre

Opernhaus der Stadt. Entworfen von Gian Antonio Selva,

der auch das berühmte Opernhaus La Fenice in Venedig

schuf, gehört es zu den ältesten noch aktiven

Opernhäusern Italiens.

Die elegante neoklassizistische Fassade an der Piazza

Verdi und der prächtige, rot-goldene Saal mit rund 1.300

Plätzen begeistern jeden Besucher. Genießen Sie

erstklassige Verdi-Opern, Sinfoniekonzerte und das

renommierte Operettenfestival – pure italienische

Leidenschaft! Neben dem prachtvollen Interieur

beeindruckt das Teatro Verdi auch durch seine

erstklassige technische Ausstattung, die sowohl klassische

als auch moderne Inszenierungen ermöglicht.

Ein unverzichtbares Highlight in Triest: Geschichte, Akustik

und Magie direkt am Meer.

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Politeama Rossetti

Das Politeama Rossetti stellt das pulsierende kulturelle

Herz Triests dar – es ist das größte Theater der Stadt und

zugleich der Standort des Teatro Stabile del Friuli Venezia

Giulia. Im Jahr 1878 im eleganten eklektischen Stil erbaut,

beeindruckt die weitläufige Sala Principale (auch bekannt

als Sala Assicurazioni Generali) mit über 1.500 Sitzplätzen.

Sie bietet den perfekten Rahmen für bedeutende

Aufführungen: von intensiven Theaterstücken über

mitreißende Musicals und Ballettvorstellungen bis hin zu

internationalen Konzerten und Tanzveranstaltungen. Das

abgebildete Foto zeigt einen Gastauftritt der k.u.k.

Wiener Regimentskapelle IR4.

Die charmante, kleinere Sala Bartoli ergänzt das Angebot

durch intime Inszenierungen moderner Dramatik und

experimenteller Kunst – hier entsteht eine besondere

Verbindung zwischen Bühne und Publikum.

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Städtische Museen in Triest

An jedem ersten Sonntag im Monat ermöglichen

zahlreiche kulturelle Institutionen in Triest einen

kostenfreien Eintritt. Dazu zählen unter anderem das

Revoltella-Museum, die Burg San Giusto, das Carlo-

Schmidl-Theatermuseum, das Diego-de-Henriquez-

Museum mit dem Schwerpunkt Friedenskrieg sowie das

Naturkundemuseum. Die nachfolgend aufgeführten

Museen sind hingegen das gesamte Jahr über ohne

Eintrittsgeld zugänglich: das Schifffahrtsmuseum, das

Museum für Orientalische Kunst, das Sartorio-Museum,

das J.J. Winckelmann Museum für Antike, die Risiera di

San Sabba, das Dokumentationszentrum Basovizza Foiba,

das Risorgimento-Museum und der Oberdan-Schrein, das

LETS Trieste Literaturzentrum sowie das Petrarchesco

Piccolomineo Museum und d ie wechselnden

Ausstellungen in den Räumen von Warehouse 26.

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Scala di Via Ciamician

Die Scala di Via Ciamician, oft einfach Scala Ciamician

genannt, zählt zu den markantesten und fotogensten

Treppen Triests.

Diese steile, malerische Treppe, einst als Via degli Armeni

bekannt, führt vom historischen Stadtzentrum hinauf zum

Colle d i San V ito und eröffnet dabei einen

atemberaubenden Blick über den Golf von Triest, die

roten Dächer der Altstadt und das Meer. Besonders

Fotografen und Spaziergänger schätzen diesen Ausblick

sehr. Die Treppe befindet sich in einer ruhigen,

authentischen Ecke nahe dem Cavana-Viertel, nur wenige

Schritte vom Zentrum entfernt, und verkörpert ganz den

besonderen Charme der triestinischen „scontrosa

grazia“ – eine spröde, aber faszinierende Anmut.

Ein wahrer Geheimtipp für alle, die Triest von seiner

romantisch-windumtosten Seite kennenlernen möchten.

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Nazario Sauro

Nazario Sauro (1880–1916) war ein italienischer

Irredentist und Seemann. Er wurde in Capodistria

geboren, einer Stadt, die heute als Koper in Slowenien

bekannt ist und damals zum Gebiet Österreich-Ungarns

gehörte.

Seine Verbundenheit mit der Heimat zeigte er, indem er

1915 zur italienischen Marine desertierte. Im

darauffolgenden Jahr wurde er im Rahmen einer

Sabotageaktion gefangen genommen und anschließend

in Pula hingerichtet.

Nazario Sauro gilt als einer der bedeutendsten Märtyrer

des Ersten Weltkriegs.

Besonders in den Regionen, die einst Teil Österreich-

Ungarns waren, gilt Nazario Sauro als Symbol des

Widerstands und der Verbundenheit mit Italien.

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Parrocchia di Santa Maria Maggiore

Die barocke katholische Pfarrkirche Santa Maria Maggiore

wurde im 17. Jahrhundert von der Jesuitengemeinde in

Triest errichtet. Seit dem Jahr 1922 liegt die Betreuung

d i e s e s G o t t e s h a u s e s i n d e n H ä n d e n d e s

Franziskanerordens. Die Kirche zeichnet sich durch ihre

prächtige Innenausstattung aus, die reich an kunstvollen

Stuckverzierungen und barocken Gemälden ist. Besonders

hervorzuheben sind der beeindruckende Hochaltar sowie

die zahlreichen Seitenaltäre, die verschiedenen Heiligen

gewidmet sind und Besuchern einen Einblick in die

religiöse Kunst jener Epoche bieten. Auch die Architektur

der Kirche beeindruckt durch ihre harmonische

Verbindung von klassizistischen und barocken Elementen,

die dem Bauwerk eine majestätische Erscheinung

verleihen. Regelmäßig finden hier zudem musikalische

Veranstaltungen statt.

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mit dem ÖBB railjet nach Triest

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Teatro Romano di Trieste

Das Theater wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts

errichtet. Die Bühne befand sich zu jener Zeit direkt am

Ufer des Meeres. An d iesem Ort fanden d ie

Theateraufführungen statt. Die halbkreisförmige

Zuschauertribüne war durch Treppen in vier keilförmige

Sitzbereiche untergliedert. Das Teatro Romano di Trieste

bot Platz für etwa 3.500 bis 6.000 Zuschauer. Es wird

angenommen, dass das Theater im Jahr 568 von den

Langobarden zerstört wurde, als diese Triest überfielen.

Über viele Jahrhunderte hinweg lagen die Überreste des

Theaters unter der mittelalterlichen Stadtmauer sowie

den angrenzenden Gebäuden verborgen. Im Jahr 1938

wurde das Theater im Zuge eines umfangreichen

städtischen Umbaus wiederentdeckt. Heute sind die

Überreste des Teatro Romano di Trieste ein bedeutendes

archäologisches Denkmal.

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Tram di Opicina

Die Straßenbahnverbindung zwischen Triest und Opicina

wurde im Jahr 1902 in Betrieb genommen. Nach einem

Unfall im Jahr 2016 wurde der Betrieb eingestellt, bevor

er im Jahr 2025 wieder aufgenommen wurde. Da bislang

keine genauen Informationen darüber vorliegen, wann

die Bahn im Jahr 2026 erneut fahren wird, empfiehlt es

sich, die aktuellen Angaben auf der offiziellen Webseite

zu überprüfen. Falls die Bahn nicht in Betrieb ist, steht auf

jeden Fall ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zur

Verfügung. Die Strecke ist etwas mehr als 5 Kilometer

lang und überwindet dabei einen Höhenunterschied von

etwa 340 Metern. Aufgrund der starken Steigung ist ein

Teilabschnitt der Strecke als Seilstrecke ausgelegt. Dabei

wird die Straßenbahn bergauf durch Schieben unterstützt

und bergab mithilfe eines Standseilwagens kontrolliert

abgebremst.

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Obelisco di Opicina

Wer an der Haltestelle Obelisco aussteigt, hat die Möglichkeit, den

Obelisken zu bestaunen, der dem österreichischen Kaiser Franz I.

gewidmet wurde. Von diesem Punkt aus lässt sich ein malerischer

Spaziergang mit herrlicher Aussicht entlang der Vicentinischen

oder Napoleonischen Straße beginnen. Nach Prosecco beträgt die

Entfernung etwas mehr als 5 Kilometer.

Strada Napoleonica

Die Benennung der Straße geht auf eine Legende zurück, die

besagt, dass die napoleonischen Soldaten sie als erste betreten

hätten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Name von dem

Ingenieur Vicenti stammt, der für die Planung der Straße

verantwortlich war. Von Prosecco aus besteht die Möglichkeit, mit

dem Linienbus ins Stadtzentrum zurückzufahren.

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Impressum


Streckenübersicht

ÖBB Nightjet und

ÖBB Nightjet Partner


Erlebe die Züge der ÖBB in 360°.

IT15_Triest_DE © 2026 (Vers. 26.0)

Das Team

Dieses eBook wurde durch die freundliche Unterstützung der

regionalen Tourismusbüros und der ÖBB ermöglicht. Deutsches

Lektorat und Editorial: Martin Andergassen.

Quellenangabe

Alle Texte, Videos und Fotos, wenn nicht anders angegeben:

Rudolf J. Strutz. Fahrpläne und Reiseinformationen: ÖBB.

KI-Unterstützung

Für die Bearbeitung von Bildern, wie etwa das Entfernen

unerwünschter Elemente, kommt teilweise KI-Software zum

Einsatz. Zudem können KI-Programme bei der Verbesserung der

Bildschärfe und der Rauschunterdrückung eingesetzt werden.

ÖBB Railnet

Die Reiseführer stehen auch auf dem Online Portal der ÖBB

Flotte kostenlos zur Verfügung. Das Unterhaltungs- und

Internet Portal railnet ist in allen Fahrzeugen der railjets,

nightjets und cityjets verfügbar.

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Dieses Werk steht unter der Creative Commons-Lizenz. Es darf

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