NullZwoSechsEins/01
Neues aus Koblenz und der Region
Neues aus Koblenz und der Region
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UND GEWINNEN
SEITE 45
ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG XX. XXXXXXX 2026
ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG VOM 2. APRIL 2026
THEMENWELTEN.
RHEIN-ZEITUNG.DE
DAS KOBLENZER STADTMAGAZIN
ABSCHIED VOM RATHAUS
Bürgermeisterin Ulrike Mohrs blickt zurück
GÜLSER BLÜTENFEST
Ein Fest, auf das der ganze Ort stolz ist
WIE KOBLENZ NEUE RÄUME GEWINNT
Chantal Oberst im Interview
Verein für Standortmarketing
und Tourismusförderung e.V.
in Koblenz und der Region
Dein Stil.
ella b.
Inhalt
Keine Kompromisse.
Mode für alle, die ihren eigenen Stil haben.
Editorial 4
Stadtgespräch 5
Ulrike Mohrs nimmt Abschied vom Rathaus 5
0261-Glanzlichter 8
Mein Koblenz 9
Kulturfabrik Koblenz – Geschichte zum Anfassen 10
STADTGESPRÄCH
Stadt-Flair 12
Was geht rund um’s Eck? 12
Koblenz blüht bringt Frühlingsleben in die Altstadt 14
Tisch-Gespräch: Bistro Oh là là 16
Stöber-Tour: ella b. 18
Handwerksmesse 2.0: Handwerk hautnah erleben 20
Koblenzer Kulturgeheimnisse 22
Koblenzer Unikate 24
Manfred Gniffke: Der „größte Koblenzer“
bleibt sich auch mit fast 90 treu 24
Familiensinn: Elektro Künster 26
Schon gewusst? 28
Stadtteil-Liebe 32
Güls: Ein Stück Moselromantik 32
Gülser Blütenfest: Ein Fest, auf das der Ort stolz ist 34
Ehrenbreistein: Tief im Fels, nah an der Geschichte 36
Die Schloßstraße erfindet sich neu 37
Stadt-Werk 38
Wie Koblenz neue Räume gewinnt 38
Radfahren in Koblenz macht immer mehr Spaß 41
Wenn Kunst über den Rhein schwebt,
wird Inklusion sichtbar 43
Mitten in der Koblenzer Altstadt wartet ein Laden,
der Mode anders denkt.
Für alle die Mode lieben.
Für alle die ihren eigenen Weg gehen.
Entdecke deinen Look
in unserem Store in der Koblenzer Altstadt, Entenpfuhl 37.
Service 45
Mitmachen & gewinnen 45
Koblenz geht ins Kino 46
Fünfte Auflage: „Koblenz liest ein Buch“ 46
IMPRESSUM
„NullZwoSechsEins“ ist ein Anzeigensonderveröffentlichung
der Rhein-Zeitung vom 2. April 2026.
HERAUSGEBER I Mittelrhein-Verlag GmbH I 56072 Koblenz
Verleger Walterpeter Twer I Geschäftsführer Thomas Regge
ANZEIGEN I rz-Media GmbH I 56072 Koblenz I Geschäftsführer Evangelos Botinos
Leitung regionale Märkte Heike Leuters
REDAKTION I rz-Corporate Service GmbH I 56072 Koblenz I
Christian Koch (V.i.S.d.P.)
KONZEPTION I LAYOUT I sapro GmbH I 56072 Koblenz
DRUCK I rz-Druckhaus I Mittelrheinstraße 2-4 I 56072 Koblenz
ella-b.fashion ellab.fashion ellab.fashion
NullZwoSechsEins –
das Stadtmagazin für Koblenz
Ein neues Format für Geschichten, die zeigen, was in der Stadt gelingt.
GRUSSWORT
4
0261 – für uns ist das weit mehr als
eine Vorwahl. Es ist ein Code für
Zugehörigkeit, für das „Schängel-
Gefühl“ und ein Selbstverständnis,
das Generationen verbindet. Koblenz
verändert sich – oft leise, im
Kleinen, aber stetig. Es ist Zeit für ein
Format, das diesen Wandel nicht nur
begleitet, sondern ihm ein Gesicht
gibt.
Aus Verbundenheit zur Stadt
Dieses Magazin ist für alle gemacht,
die Koblenz im Herzen tragen: vom
engagierten Unternehmer über die
junge Familie in der Vorstadt bis hin
zu den Menschen, die in ihren Vereinen
das Stadtleben erst möglich machen.
Als Medienhaus mit Stammsitz
in Koblenz ist die Rhein-Zeitung seit
jeher tief mit dieser Stadt verwurzelt.
Genau aus dieser engen Verbundenheit
heraus ist es uns ein besonderes
Anliegen, mit „NullZwoSechsEins“
ein neues Format zu präsentieren,
das dort ansetzt, wo Koblenz zu Hause
ist. Was dieses Magazin so besonders
macht? Wir wollen Ihnen nicht
einfach nur zeigen, was passiert.
Unser Anspruch ist es, das Stadtleben
für Sie einzuordnen und Orientierung
zu geben. Wir suchen gezielt
nach den Geschichten, die zeigen,
was in Koblenz wirklich gelingt. Wir
werfen einen Blick auf das Moderne,
auf neue Betriebe und Kultur, ohne
dabei die Traditionen zu vergessen,
die uns ausmachen.
Starke Allianz für ein
starkes Magazin
Ein solches Projekt braucht ein stabiles
Fundament. Wir freuen uns,
dass wir mit dem Stadtmarketing
Koblenz, der Koblenz-Touristik, dem
SMART e.V. und dem Koblenzer Bürgerverein
e.V. Partner an Bord haben,
die das Stadtleben aus den unter-
schiedlichsten Perspektiven kennen.
Diese Zusammenarbeit ist für uns
ein großer Gewinn: Sie schafft Nähe
zu Themen, Ideen und Netzwerken,
die Koblenz prägen. In diesem
gemeinsamen Rahmen geben
Partner und Redaktion wichtige
Impulse. Gleichzeitig garantieren
wir Ihnen als Leser eine
klare redaktionelle Handschrift.
Wir finden das Gute nicht, weil
wir es behaupten, sondern weil
wir mit journalistischer Sorgfalt
danach suchen. So entsteht ein
Magazin, das durch seine Verlässlichkeit
überzeugt und echte Relevanz
bietet.
Ein Format, das wachsen will
Diese erste Ausgabe markiert eine
Geburtsstunde. „NullZwoSechsEins“
soll mit Ihnen wachsen, Ausgabe
für Ausgabe, und dabei auch den
Blick über die Stadtgrenzen hinaus
ins Umland werfen. Wir führen
Heimatverbundenheit und Gegenwart
zusammen, um Raum für die
besten Geschichten unserer Region
zu schaffen.
Herzlich willkommen in Ihrem
neuen Stadtmagazin.
Denn dau bis Kowelenz!
EVANGELOS BOTINOS
Geschäftsführer
der rz Media GmbH
HEIKE LEUTERS
Leiterin Regionale Märkte
der rz Media GmbH
Ulrike Mohrs vor dem Kurfürstlichen Schloss in Koblenz: Die Bürgermeisterin blickt auf ihre Amtszeit zurück und schlägt zugleich
ein neues Kapitel auf. Foto: Stadt Koblenz
Ulrike Mohrs nimmt
Abschied vom Rathaus
Die Bürgermeisterin blickt zurück auf harte Nächte und stille Kraftquellen
Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der
Stadt Koblenz, ist allseits beliebt.
Dennoch tritt sie nicht zur Wiederwahl
an. Wir sprachen mit der noch
amtierenden Bürgermeisterin über
ihre Gründe, über bewegende Momente
ihrer Amtszeit, aber auch über
Privates.
Frau Mohrs, Sie hören gerade viel
Bedauern über Ihren Abschied.
Warum verlassen Sie dieses Amt,
obwohl Sie so beliebt sind?
Ich habe die vergangenen Jahre
wirklich mit Leib und Seele als Bürgermeisterin
gearbeitet. Es war eine
unglaublich wertvolle Erfahrung.
Gerade die Krisen – die Pandemie,
die Ahrflut, die Flüchtlingswelle aus
der Ukraine – haben diese Zeit geprägt.
Und ich habe sie gut bewältigt.
Die Feuerwehr meinte immer zu mir:
„Sie können Krisen.“ Und ich glaube,
das stimmt. Ich habe keine Angst vor
Entscheidungen. Und das war in diesen
Zeiten entscheidend.
Warum jetzt der Rückzug?
Das Amt fordert einen mit Haut und
Haaren. Es ist ein 24/7-Job, gerade
wenn man die Verantwortung für Sicherheit
trägt. Ich bin jetzt 60. Wenn
ich noch einmal angetreten wäre,
wäre ich fast 70 am Ende der Amtszeit.
Und ich finde, man sollte gehen,
wenn die Menschen sagen: „Schade,
dass sie geht“ – und nicht: „Wann
geht sie endlich?“ (lacht).
Außerdem habe ich ein sehr attraktives
Angebot bekommen. Es ist auf
fünf Jahre begrenzt – und ich habe
richtig Lust darauf. Ich werde die
Regionaldirektion Rheinland-Pfalz
der Bundesagentur für Arbeit in
Saarbrücken leiten. Aber ich werde
hier wohnen. Koblenz bleibt mein
Zuhause.
Wenn Sie auf Ihre Amtszeit
zurückblicken: Welche Momente
haben Sie am meisten bewegt?
Ganz klar die Ahrflut. Ich war in der
Leitstelle, habe die Anrufe der Menschen
gehört, die um Hilfe flehten.
Das war emotional kaum auszuhalten.
Auch die Frage, wie wir würdig
mit den Verstorbenen umgehen, hat
mich sehr beschäftigt. Und dann der
Untersuchungsausschuss – noch einmal
alles rechtfertigen zu müssen,
was in dieser Nacht geschehen ist.
Das war belastend.
Und die Pandemie?
Auch das war eine harte Zeit. Die Entscheidung,
die Feuerwehr frühzeitig
zu impfen, war umstritten. Aber sie
STADTGESPRÄCH
5
war richtig. Wäre uns die Hauptwache ausgefallen, hätte
das dramatische Folgen gehabt. Eine wissenschaftliche
Untersuchung hat später bestätigt: Koblenz war eine von
drei Städten, die sehr gut durch das erste Pandemie-Jahr gekommen
ist. Das zeigt mir, dass wir vieles richtig gemacht
haben.
Gab es einen Moment, in dem Sie dachten: Genau
dafür bin ich Bürgermeisterin geworden?
Ja, während der Pandemie. Da habe ich gespürt, warum
ich gerade zu dieser Zeit an diesem Ort bin. Es galt Entscheidungen
zu treffen. Davor habe ich keine Angst. Natürlich
kann man auch eine falsche treffen. Aber ich finde,
das Schlimmste ist, wenn man in solchen Situationen
keine Entscheidungen trifft.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Dass so viele Menschen sagen: „Danke. Es ist schade, dass
Sie gehen.“ In Zeiten, in denen viel geschimpft wird, ist
das nicht selbstverständlich. Ich habe keine einzige negative
Reaktion auf meinen Abschied bekommen. Das hat
mich sehr berührt.
Was werden Sie am meisten vermissen?
Den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Ob auf
dem Bauspielplatz oder beim Vorlesen – diese Offenheit,
diese direkten Fragen, das war immer erfrischend.
Das gibt Kraft. Und wenn ich dann am Rosenmontagszug
oder auch auf der Straße unterwegs bin und da kommen
Jugendliche auf mich zu und sagen, dürfen wir ein
Selfie mit Ihnen machen. Da geht einem schon das Herz
auf.
Wo haben Sie selbst Kraft geschöpft?
In meiner Familie. Ich lebe in einer Großfamilie – das ist
meine Basis. Und ich bin ein gläubiger Mensch. Der sonntägliche
Kirchenbesuch gibt mir Ruhe und Kraft.
auch gelernt, Verantwortung zu
übernehmen. Geben und Nehmen –
das war immer selbstverständlich.
Und mein Glaube begleitet mich bis
heute.
Frau Mohrs, wie verbringen Sie
Ihre Freizeit?
Ich gehe sehr gerne wandern, fahre
Fahrrad – inzwischen auch E-Bike –
reise viel und lese unwahrscheinlich
gerne.
Wandern Sie eher hier in der Region
oder fahren Sie dafür auch weg?
Beides. Unsere Urlaube sind oft Wanderurlaube
– etwa in Südtirol, auf den
Kanaren oder an der See, wo man
stundenlang am Wasser entlanglaufen
kann. Aber auch hier bei uns ist es
wunderschön. Wir haben herrliche
Traumpfade, Traumpfädchen und
tolle Wege entlang der Flüsse. Das ist
jedes Mal wieder eine Kraftquelle.
Wie schnell lesen Sie ein Buch?
Das kommt darauf an. Über Weihnachten
kann ich ein Buch durchaus
in zwei Tagen lesen. Im Alltag lese
ich meist abends – ein paar Seiten
gehören für mich einfach dazu. Ich
sage immer: Jeden Tag etwas Schönes.
Und das kann schon ein Kapitel
in einem Buch sein. Ich lese übrigens
lieber, als dass ich fernsehe. Lesen
gibt mir mehr Ruhe.
Sie lesen unheimlich viel. Stimmt
es, dass es vor allem Krimis sind?
Zur Entspannung lese ich tatsächlich
sehr gern Krimis. Das ist für mich absolute
Erholung. Ich kann komplett
abschalten und bin ganz in der Geschichte.
E-Book oder klassisches Buch?
Beides. Krimis lese ich oft auf dem E-
Book-Reader, gerade im Urlaub – da
braucht man schnell vier oder fünf
Bücher, und der Koffer bleibt leichter.
Aber manche Bücher möchte ich
auch haptisch in der Hand haben.
Greifen Sie auch zu anderer
Literatur?
Ja, gerade habe ich zwei Bücher gelesen,
die keine Krimis sind und die
ich wunderschön fand: Melody von
Martin Suter und Für Polina von Takis
Würger. Beide haben mich sehr
berührt.
Was bedeutet Rübenach für Sie?
Heimat. Ich lebe dort in einem Großfamilienverbund,
teilweise mit drei
Generationen – rund 15 Menschen
auf drei Häuser verteilt, alles nah
beieinander. Im Sommer sitzt immer
irgendwo jemand im Hof, zu dem
man sich dazusetzen kann. Dieses
Miteinander gibt mir viel Halt.
Was wünschen Sie Ihrer designierten
Nachfolgerin?
Von Herzen wünsche ich ihr, dass
sie mit offenen Armen empfangen
wird. Dass sie Unterstützung bekommt
– im eigenen Dezernat, im
Stadtvorstand und von der Politik. Es
gibt viele Themen, die weitergeführt
werden müssen. Dafür braucht es Zusammenarbeit
und einen fairen Umgang
miteinander. Das ist mein größter
Wunsch: dass konstruktiv und
respektvoll miteinander gearbeitet
wird.
Das Gespräch führte Petra Dettmer
Stil ist mehr als Mode. Es ist ein Gefühl.
STADTGESPRÄCH
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Sie sind als Quereinsteigerin ins Amt gekommen,
hatten keine politische Karriere hinter sich.
War das ein Vorteil?
Für das Amt ja. Für einen selbst ist es manchmal hart. Ich
erinnere mich an die erste öffentliche Rücktrittsforderung
– das war schon ein Schock. Aber ich glaube, es tut
der Politik gut, wenn auch Menschen von außen kommen
und Dinge hinterfragen.
Was hat Sie besonders beeindruckt?
Die vielen Ehrenamtlichen. Menschen, die sich im Sport,
im Sozialen oder im Karneval engagieren. Es gibt so viele
„versteckte Helden“, die unsere Stadt tragen.
Wenn Sie auf Ihr Elternhaus schauen –
hat Sie das geprägt?
Absolut. Ich sage immer: Mein Elternhaus war ein Sechser
im Lotto. Ich bin behütet aufgewachsen, habe aber
Während ihrer Amtszeit war Ulrike Mohrs regelmäßig Ansprechpartnerin
für die Medien – hier bei einem Pressetermin
in Koblenz. Foto: Stadt Koblenz / Julian Häuser
Wir glauben an Qualität, zeitlosen Stil und daran, dass gute Beratung persönlich sein muss.
Besuchen Sie uns im Altlöhrtor 38 in Koblenz und entdecken Sie Mode, die bleibt.
bonah.fashion
Blumengirlande wird aufgehängt
Florinsmarkt rückt wieder ins Blickfeld
STADTESPRÄCH
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Der Entenpfuhl blüht wieder auf: Im
April 2026 kehrt die Blumengirlande
„Ciel de Fleurs“ in die Koblenzer Altstadt
zurück – pünktlich zum Frühlingsfest
„Koblenz blüht“. Auf 140
Metern spannt sie sich von Am Plan
bis zur Kreuzung Kornpfortstraße/
Firmungsstraße und bleibt dort bis
Oktober.
Mit ihrem Spiel aus Licht und Farben
setzt sie einen auffälligen Akzent in
der Altstadt und soll die Innenstadt
als Ort zum Verweilen attraktiver
machen. So verbindet die Installation
auf spielerische Weise die Flusspromenade
mit dem Herz der Altstadt.
Das „Wunschkind“ am Görresplatz
bleibt der Koblenzer Altstadt erhalten
– aber unter neuem Namen
und mit frischem Wind. Zum Jahresbeginn
2026 hat das beliebte Familien-
und Kindergeschäft in der
Firmungstraße 4 – 6 den Besitzer gewechselt:
Das Unternehmen „Neka“
hat den Laden übernommen und
führt ihn künftig als „Wunschkind by
Neka“ weiter.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt
das Projekt ein Zeichen: Die Blüten
und Girlanden sind vollständig recycelbar
und frei von Schadstoffen wie
Phthalaten oder Chlorverbindungen.
Die erneute Installation ist Teil einer
langfristigen Strategie des Koblenzer
Stadtmarketings zur Belebung und
besseren Vernetzung der Innenstadt.
Umgesetzt wird das Projekt von der
Wirtschaftsförderung Koblenz – gefördert
durch das Landesprogramm
„Innenstadt-Impulse“. red
Foto: Koblenz-Stadtmarketing GmbH
Wunschkind bleibt mit neuem Namen und frischem Wind
Gleiche Gesichter, neuer Name
Neka schließt dafür seine bisherige
Filiale in Andernach und zieht vollständig
in das Ladenlokal ein. Das
bisherige Team wird übernommen –
wer das Wunschkind kennt, wird
also auch die vertrauten Gesichter
wiederfinden und weiterhin auf
persönliche, kompetente Beratung in
gewohnter, familiärer Atmosphäre
vor Ort treffen.
Frl. Diehl zieht um – und macht gleich groß auf
Die Karamellmanufaktur „Frl. Diehl“
hat in die Koblenzer Altstadt gewechselt
– und das gleich mit einem großen
Auftritt. Seit dem 5. Januar 2026 begrüßt
sie ihre Kundschaft An der Liebfrauenkirche
16, am höchsten Punkt
der Altstadt. Die ehemaligen Räume in
der Firmungstraße 19 hat inzwischen
das Kunst- und Keramikgeschäft „Lädjen“
übernommen. Mit dem Umzug
rückt die Manufaktur noch stärker
in der Firmungstraße 19 hat seit Februar
2026 das „Lädjen“ eröffnet – in
den ehemaligen Räumen der Karamellmanufaktur
„Frl. Diehl“. Hinter
dem Konzept steht Jennifer Kluge,
die in Koblenz bereits das „blumenkindjen
ART STUDIO“ betreibt. Im
vorderen Teil des Ladens können Be-
in den Fokus des Altstadtgeschehens.
Der neue Standort bietet nicht nur
eine charmante Kulisse direkt an der
historischen Kirche, sondern auch
deutlich mehr Platz.
Karamell kochen zum Zuschauen
Ein besonderes Highlight ist die gläserne
Manufaktur: Durch die verglaste
Karamellküche können Besucher
live verfolgen, wie aus Zucker,
Wo früher Karamell gekocht wurde, wird jetzt Ton geformt
sucherinnen und Besucher individuelle
Kunstwerke, fertige Keramik und
lokale Koblenz-Artikel erwerben. Der
hintere Teil gehört dem „Open Pottery
Studio“ – dem Herzstück für kreative
Köpfe. Hier können Gäste Rohkeramik
nach eigenen Vorstellungen bemalen,
ob als kreative Auszeit für sich allein
Nachhaltig, hochwertig –
und jetzt noch mehr Auswahl
Das Sortiment bleibt, was es war: bewusst
ausgewählte, langlebige Produkte,
nachhaltiges Spielzeug und
hochwertige Ausstattung für Babys
und Kinder. Ergänzt wird es künftig
durch das bestehende Neka-Sortiment
– und wer nicht in die Altstadt
kommt, kann das Angebot auch bequem
online durchstöbern. red
Butter und Sahne in handwerklicher
Sorgfalt das weiche, goldene Karamell
entsteht. Vom langsamen Rühren
bis zum fertigen Bonbon – der
gesamte Prozess wird zum Erlebnis.
Das Sortiment umfasst saisonal wechselnde
Karamellbonbons – etwa mit
Meersalz, Espresso oder Rosmarin
– sowie Karamellcremes und immer
wieder Neues, je nach Jahreszeit. red
oder gemeinsam bei einem Geburtstag
oder Junggesellenabschied. Die
fertigen Werke werden anschließend
glasiert und gebrannt – und am Ende
nimmt jeder etwas mit, das es kein
zweites Mal gibt. Ein ganz persönliches
Stück mit eigener Handschrift
und bleibender Erinnerung. red
Am Florinsmarkt wird’s wieder städtisch – und zwar
nicht irgendwann, sondern mit klaren nächsten Schritten.
Hinter dem Projekt steht die JL Gruppe aus Ulm, die
das denkmalgeschützte Ensemble (u. a. Bürresheimer
Hof, Altes Kaufhaus, Schöffenhaus und Galeriebau) Ende
2023 übernommen hat. Seit März 2025 liegt die Baugenehmigung
vor – laut JL Gruppe der zentrale Meilenstein
nach weniger als 18 Monaten Planung und Abstimmung.
Für die Umsetzung setzt der Investor auf Partner wie
Goldbeck und serielle Bauweise, um Zeit und Baustellenlogistik
in der engen Altstadt besser in den Griff zu bekommen.
Inhaltlich soll der Florinsmarkt als gemischter
Stadtbaustein zurückkehren: Ein Brauhaus und weitere
Gastronomie sind ebenso vorgesehen wie 65 Limehome-
Appartements. Ergänzend sind Flächen für Feiern, Kultur
und Veranstaltungen geplant – also Nutzungen, die tagsüber
wie abends Frequenz bringen. Ein Glas-Stahl-Verbindungselement
soll die Gebäude intern verknüpfen; als
Zielmarke nennt die JL Gruppe eine Eröffnung 2027.
Direkt daneben läuft auch an der Florinskirche der Übergang
in die nächste Bauphase sichtbar an. Seit September
2024 sorgt ein Schutzgerüst für Verkehrssicherheit. Seit
September 2025 wird es zurückgebaut und durch ein
Arbeitsgerüst ersetzt, damit der 1. Bauabschnitt – die statische
Sanierung der Türme – starten kann. Stand Januar
2026 ist bereits ein weiterer Baustein erledigt: Die Förster-&-Nicolaus-Orgel
wurde gereinigt und eingehaust, um
sie vor Staub und möglichen Schäden während der Arbeiten
zu schützen.
Weitere Infos unter:
www.jl-gruppe.com/news/pressemitteilungflorinmarkt,
www.stiftung-florinskirche.de
Am Florinsmarkt werden die nächsten Schritte sichtbar: Die
Florinskirche wird weiter saniert, auch das benachbarte Ensemble
rückt wieder in den Blick. Foto: Hermann Schäfer
Mein
Koblenz
Ich könnte niemals
von hier wegziehen.
Wenn ich Koblenz mit einem Wein vergleichen
müsste, würde ich sagen: ein traditioneller Riesling
– trocken, klar, aber offen für Neues. Denn
seit der BUGA ist die Stadt frischer geworden,
mutiger. Und trotzdem ist da dieses „Großstädtchen“-Gefühl
geblieben. Das Weinfestival ist
eine tolle Sache und wenn ich einen Schluck
Wein an der Uferbar genieße mit Blick auf die
Festung, dann bin ich schon glücklich, dass ich
dort lebe, wo andere Urlaub machen.
Ich komme aus Güls. Dort ist mein Lebensmittelpunkt.
Koblenz aber genauso. Ich kann das nicht
trennen. Güls, das ist mein Dorf. Ich könnte
mir nie vorstellen, ins benachbarte Moselweiß
oder Metternich zu ziehen. Güls ist meine Heimat.
Hier bin ich verwurzelt. Die Gemeinschaft
ist stark: Wir sind alle bei den Heimatfreunden
aktiv. Mein Vater ist sogar im Vorstand. Wir organisieren
das Blütenfest, im letzten Jahr war
es besonders groß, wegen der 1250-Jahr-Feier
von Güls. Das Heyerbergfest in den Weinbergen
wird immer beliebter. Aber wir mähen auch
Wanderwege und Bänke zum Rastmachen frei.
Hier kennt man sich. Hier trinkt gerne ein Glas
Wein zusammen.
Ich könnte niemals von hier wegziehen, weil
mir alles fehlen würde. Die Mosel vor der Tür.
Die Menschen. Die Geschichte. Und diese Momente
wie in Corona, als wir mit einem alten
Schulfreund und seinem küfernden Opa ein Fass
aus Gülser Eiche gebaut haben. Abends in der
Werkstatt, mitten in einer seltsamen Zeit – und
am Ende stand da unser „Gülser Jungs“-Fass im
Keller. Güls ist und bleibt meine Heimat!
Jonas Spurzem (28),
Winzer aus Güls
STADTGESPRÄCH
9
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Kulturfabrik
Koblenz –
Geschichte
zum Anfassen
Zwischen Industriegeschichte und
lebendigem Kulturzentrum
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Wer zum ersten Mal durch die Türen der Kulturfabrik
in Koblenz-Lützel tritt, braucht einen Moment,
um sich zu orientieren. Die hohen Decken, das alte Mauerwerk,
die Patina eines Ortes, der schon viel gesehen hat
– das ist keine Kulisse, das ist Geschichte zum Anfassen.
Hier, in der Mayer-Alberti-Straße, stand einmal die größte
Briefumschlagfabrik Europas.
Gegründet 1862 von der jüdischen Familie Mayer, war
das Unternehmen ein Stück Koblenzer Wirtschaftsgeschichte.
In der NS-Zeit wurde der Betrieb arisiert, die
Eigentümer zur Flucht in die USA gezwungen. Was zurückblieb,
waren Gebäude und eine andere Zukunft als
gedacht. Das Hauptgebäude diente noch bis 1976 als
Lager für Papier- und Schreibwarenhandel – ein stiller
Nachklang der alten Fabrik, bevor auch das endete und
die Hallen wirklich verstummten.
Dann kam eine Idee, und mit ihr Menschen, die nicht
locker ließen. 1980 versuchte das „Tanztheater Regenbogen“
als erstes, dem Ort neues Leben einzuhauchen.
Als das Projekt Jahre später zu scheitern drohte, griffen
1996 achtzehn Koblenzer Bürgerinnen und Bürger ein –
eine damals bundesweit einmalige Initiative. Sie retteten
die Einrichtung und gründeten die Kulturfabrik GmbH,
die bis heute existiert. Die KuFa war frühe Keimzelle der
ersten Jugendkunstschule in Rheinland-Pfalz – aus ihr
entstand die heutige Jugendkunstwerkstatt Koblenz. Seit
1992 hat das Koblenzer Jugendtheater hier sein Zuhause,
mit eigenen Proberäumen, Werkstätten und Bühne.
Im Theatersaal finden bis zu 350 Gäste Platz. Gespielt
wird so ziemlich alles, was das freie Theater hergibt:
Gastspiele, Tanz, Kleinkunst, Chanson, Musical. Die
monatlichen Bluessessions sind längst Kult. Wer junge
Künstlerinnen und Künstler am Anfang ihrer Karriere
erleben möchte, kommt jeden ersten Donnerstag ins
Nachtcafé. Und wer Kinder hat, findet hier Programme,
die nicht nur unterhalten, sondern etwas hinterlassen.
Das Literaturfestival „ganzOhr“, das Osterferienprojekt
„Grand Hotel Kulturfabrik“ mit seinen Workshops, das
generationenübergreifende „Grand Ensemble“ – das
sind keine Einzelevents, das ist ein Konzept. Am 21. April
machte die „Komische Nacht Koblenz“ Station, eine der
bekanntesten Kleinkunst-Tourneen des Landes.
Kultur fördern?
Machen wir!
Die Sparkasse Koblenz ist einer der
größten Kulturförderer der Region.
Denn es liegt uns am Herzen, dass
Kultur Menschen jeden Alters zugängig
gemacht wird.
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seit 1882
Rheinstraße 28 • Koblenz • Tel.: 0261-33139
www.diehl-naehmaschinen.de
Die KuFa liegt fußläufig vom Bahnhof Lützel, die Bushaltestellen
Balduinbrücke und Rheinkaserne sind in der
Nähe. Wer hinkommt, bleibt meistens länger als geplant.
Manche Orte haben eine Seele. Dieser hier auch. red
sparkasse-koblenz.de/starkmacher
STADT-FLAIR
12
Was geht rund
ums Eck?
April 2026
Osterfest im DB Museum Koblenz
30. Mai 2026 | KOBLENZ COUTURE
ein toller Familienausflug rund um Ostern: Der Osterhase
versteckt Ostereier, Modellbahnen fahren, Fahrsimulatoren
laden zum Mitmachen ein und eine Mitfahreisenbahn
rundet das Programm ab. Der Eintritt
ist kostenlos (einzelne Aktivitäten wie Führerstandmitfahrten
kosten 2 € pro Person).
Koblenz blüht
10. bis 12. April 2026
Unter dem Motto „Wir bringen den Frühling nach Koblenz“
startet die Stadt traditionell mit ihrer ersten
großen Outdoor-Veranstaltung ins Veranstaltungsjahr.
„Koblenz blüht“ steht für blühende Plätze, lebendige
Innenstadtbereiche und ein abwechslungsreiches Programm
für alle Generationen – mit besonderem Fokus
auf Blumen, Gartenfreuden und frühlingshaftem Lebensgefühl.
Die Veranstaltung findet tagsüber statt, ergänzt durch
ein stimmungsvolles Abendprogramm an ausgewählten
Plätzen, etwa mit Musik, Lichtinstallationen und
Walking Acts wie die Gartenparade vom Stelzentheater
„Circolo“. Über das Wochenende erwartet die Besucherinnen
und Besucher ein vielfältiges Markt- und
Aktionsangebot auf mehreren Plätzen in der Koblenzer
Innenstadt:
• Münzplatz: Genussmarkt
• Am Plan: Familienprogramm und Kreativmarkt
• Jesuitenplatz: Blumen- und Kreativmarkt
• Liebfrauenkirche: Denkmal Vibes von Kurioos
• Willi-Hörter-Platz: Weinmarkt vom GenussZimmer
• Eltzerhofstraße: Bar & Beats von Mephisto
• Schlossstraße: Italienischer Markt
Öffnungszeiten:
Freitag, 10. April 2026 14 bis 18 Uhr
(Ausschank bis 22 Uhr)
Samstag, 11. April 2026 10 bis 18 Uhr
(Ausschank bis 22 Uhr)
Sonntag, 12. April 2026 11 bis 17:30 Uhr
Blaulicht
in der Franz-Weis-Straße
25. April 2026 | Einsatzfahrzeuge, Mitmachaktionen
und Infos für die ganze Familie
Am Samstag, 25. April 2026, dreht sich in der Franz-
Weis-Straße alles um Rettung, Hilfe und Sicherheit: Von
10 bis 16 Uhr laden Ford Foerster, BMW HANKO und
Premium Automobile zum Blaulichttag in ihre Autohäuser
und auf die angrenzenden Parkstände ein. Besucher
dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Familientag
mit zahlreichen Einsatzkräften und Organisationen
freuen. Zudem bieten die Autohäuser an diesem Tag besondere
Angebote.
Vor Ort sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz
mit Rettungsdienst, Notarzteinsatzfahrzeug, Krankentransportwagen
und Intensivtransporter, dazu das
Jugendrotkreuz mit dem „Superhelfer“, die Polizeiinspektion
1 Koblenz, die Feuerwehren der Stadt
Koblenz samt Jugendfeuerwehr, die DLRG, die Bundeswehr
mit Sanitätskraftfahrzeug Eagle, ein Infostand
der Caritas Koblenz sowie eine Typisierungsstation der
WSZE.
Geplant sind über den gesamten Tag hinweg verschiedene
Aktionen – darunter Reanimationsübungen, gemeinsame
Rettungseinsätze, Fahrzeugvorstellungen
und Einblicke in die Boote der DLRG. Auch in den Autohäusern
selbst wird es Programm geben. Für Essen und
Getränke zu familienfreundlichen Preisen ist ebenfalls
gesorgt.
Saisoneröffnung
der Koblenzer Gartenkultur
26. April 2026, 11–18 Uhr,
Wiesen am Deutschen Eck
Da das Schloss aufwendig saniert wird, wurde vergangenes
Jahr der traditionelle Veranstaltungsort gewechselt.
Das besondere Ambiente des Deutschen Ecks hat
alle gleichermaßen begeistert. So sind auch in diesem
Jahr Besucherinnen und Besucher aller Altersklassen
auf den Wiesen hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal
eingeladen, zu Verweilen, Genießen, Entdecken, Schlendern
und Kaufen. Offiziell wird die neue Saison um 13
Uhr durch Oberbürgermeister David Langner eröffnet.
Blüten- und Weinfest
Koblenz-Güls
30. April – 1. Mai 2026
Seit 1950 wird es rund um den 1. Mai gefeiert und
im Zentrum steht traditionell die jeweilige Blütenund
Weinkönigin mit ihren Prinzessinnen. Die Besucher
erwartet ein buntes Programm für Jung und
Alt. Während tagsüber der Musikverein bei Kaffee
und Kuchen ein Platzkonzert gibt, der Maibaum gestellt
wird oder Kinderaugen durch Variéte-Künstler
zum Leuchten gebracht werden, heizen dann abends
Bands aus der Region den Festplatz ordentlich ein.
Alle zwei Jahre zieht dann auch der große Festumzug
durch den Ort, an dem sich alle Ortsvereine tatkräftig
beteiligen. Selbstverständlich darf bei diesem vielfältigen
Programm ein gutes Gläschen Wein nicht fehlen,
wofür die vier Blütenfestwinzer jedes Jahr aufs
Neue sorgen.
Eintritt kostenlos. Weitere Infos zum Blüten- und
Weinfest gibt es unter https://heimatfreundeguels.de/bluetenfest
Mai 2026
Weinfestival Koblenz
8. Mai – 11. Juli 2026
Koblenz und der Wein — das gehört eigentlich schon
immer zusammen: Die Römer brachten die ersten
Weinreben vor über 2000 Jahren in die Region. Seither
wird diese alte Tradition gepflegt und manifestiert sich
in der Weinstadt Koblenz in rund einer halben Million
Rebstöcke. In den Koblenz umgebenden Weinanbaugebieten
stellen die Winzerinnen und Winzer ihr herausragendes
Können unter Beweis und präsentieren ihre
erlesen Weine im Rahmen des Koblenzer Weinfestivals.
Vielfältige Veranstaltungen rund um die Weinkultur
der Weinstadt Koblenz sowie der Anbaugebiete Mosel,
Mittelrhein, Ahr und Rheinhessen erwarten die Besucher:
Eröffnungsfeier, Ufer-Bar Im Weinfestival, Electronic
Wine, Festivalwein-Weinproben, PopUp Weinbar
- Blaue Stunde, Stadtteilabende - Vinothek on Tour,
Wein und Beats auf dem Rhein - Wein on the water, Augusta-Fest
& Abschlussveranstaltung - Preisverleihung
WeinKaiserWein.
Weitere Infos unter www.weinfestival-koblenz.de
Dillemarkt - Genuss bis in den Abend
von Mai bis September,
jeweils am zweiten Donnerstag im Monat
Jetzt länger - von 14 bis 20 Uhr. Das neue Veranstaltungsformat
ist eine Kooperation des BID Schloßstraße
e.V. und der Koblenz-Stadtmarketing Gmbh.
Erstmals wurde er in der Schloßstraße im August
2025 durchgeführt. Der Dillemarkt richtet sich an alle,
die Genuss, Begegnung und ein lebendiges Stadtbild
schätzen – ob beim kurzen Zwischenstopp nach dem
Einkauf oder beim geselligen Beisammensein „after
work“.
Blaue Stunde – PopUp Weinbar
14. Mai 2026, 17–22 Uhr,
Vorplatz Rhein-Mosel-Halle
After-Work-Event mit Musik und Wein. Eintritt frei.
(Wein wird kostenpflichtig über das Koblenz-Weinglas
ausgeschenkt.)
Vinothek on Tour –
Schenkendorfplatz
22. & 23. Mai 2026, Schenkendorfplatz
Eintritt frei. Mobile Weinbar mit Musik und Snacks.
Fr: 17–23 Uhr, Sa: 15 Uhr
Neue Fashion-Show
bringt Laufsteg
in die Koblenzer Innenstadt
30. Mai 2026
Mit „KOBLENZ COUTURE – Deine Stadt. Dein Laufsteg.“
erhält die Koblenzer Innenstadt ein neues, außergewöhnliches
Eventformat. Am Samstag, 30. Mai 2026,
verwandelt sich der Josef-Görres-Platz von 11 bis 22
Uhr (im Anschluss mit Aftershow Party im Adaccio) in
einen offenen Laufsteg, auf dem lokale Händlerinnen
und Händler gemeinsam ihre Kollektionen präsentieren.
Mehrere Shows über den Tag verteilt, begleitet
von Musik und Moderation – zum Nachmittag hin mit
der Koblenzer Stilikone Dörthe Dutt – sorgen für ein
besonderes Einkaufserlebnis auf dem historischen
Stadtplatz. Auch Vintage-, Second-Hand- und Nachwuchslabels
sind Teil des Programms.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Mode direkt aus den
Läden der Innenstadt sichtbar und auf die bemerkenswerte
Dichte an stilvollen Modegeschäften aufmerksam
zu machen. Die teilnehmenden Labels und Geschäfte
werden zum Teil auch mit Verkaufsständen vor
Ort sein und das Event durch eigene Aktionen in den
Läden begleiten. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Die Veranstaltung der Koblenz-Stadtmarketing GmbH
wird im Rahmen der Förderinitiative „Innenstadt-
Impulse“ des Landes Rheinland-Pfalz sowie durch
das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Koblenz
unterstützt. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit
der Agentur FAEX, der ActionLight Veranstaltungstechnik
GmbH, der Einstein Gastronomiegruppe,
IKEA Family sowie dem TopMagazin. Bisher haben
sich 15 Läden für die Teilnahme gemeldet.
Juni 2026
Weinfestival Koblenz
bis 11. Juli 2026
Eine vollständige Übersicht aller Veranstaltungen finden
Sie im Veranstaltungskalender der Stadt Koblenz
unter https://visit-koblenz.de. Alle Angaben ohne Gewähr
STADT-FLAIR
13
Koblenz blüht bringt
Frühlingsleben in die Altstadt
Vom 10. bis 12. April verbindet das City-Event Marktflair mit Abendprogramm
Foto: Markus Schoeffler- stock.adobe.com
einzelnen Bereiche zu einem zusammenhängenden Rundgang.
Am Zentralplatz Ost ist zudem eine Autoausstellung
vorgesehen, die den Innenstadtbummel um ein weiteres Angebot
ergänzt. Für die Abendstunden ist ein eigener Schwerpunkt
geplant. Unter dem Label „Bar & Beats“ entsteht rund
um Liebfrauenkirche und Willi Hörter Platz ein Mix aus Musik,
Drinks und kurzer Auszeit mitten in der Altstadt. Tagsüber
prägen Marktstände und Frühlingsstimmung das Bild,
am Freitag und Samstagabend verdichtet sich das Stadtleben
spürbar. Damit verbindet die Veranstaltung klassisches
Markttreiben mit einem Stadtfest Charakter, der den Besuch
nicht nachmittags enden lässt.
Foto: Koblenz-Stadtmarketing GmbH
STADT-FLAIR
Für Handel und Gastronomie gilt das Wochenende zugleich
als Impuls nach den Wintermonaten. Händlergemeinschaften
wie die BI Altstadt nutzen die Veranstaltung erfahrungsgemäß
für Aktionen, verlängerte Öffnungszeiten oder besondere
Angebote. „Koblenz blüht“ ist damit nicht nur ein
Frühlingsfest, sondern auch ein Baustein der Innenstadtbelebung.
Es soll zeigen, dass Koblenz als Einkaufs und Erlebnisstadt
attraktiv ist und dass der Frühling hier nicht nur
in den Beeten sichtbar wird, sondern auch zwischen Marktständen,
Straßencafés und kleinen Bühnen. red
STADT-FLAIR
14
Koblenz startet sichtbar in die warme
Jahreszeit. „Koblenz blüht“
macht die Innenstadt drei Tage lang
zum Treffpunkt für alle, die Lust auf
neue Farben, gute Produkte und entspannte
Abendstunden haben. Zwischen
Münzplatz, Jesuitenplatz und
Zentralplatz entstehen kleine Erlebnisinseln,
die den Stadtbummel leicht
machen und die Altstadt für ein Wochenende
anders wirken lassen.
„Koblenz blüht“ verwandelt die Innenstadt
im April in ein offenes Frühlingswohnzimmer.
Vom 10. bis 12.
April laden Märkte, Genussstände
und ein Abendprogramm dazu ein,
durch die Gassen zu schlendern, Neues
zu entdecken und den Start in die
Foto: Sina Ettmer - stock.adobe.com
Saison mitten in der Stadt zu feiern.
Das Stadtmarketing setzt auf eine
Mischung aus regionalen Produkten,
kreativen Angeboten, Familienaktionen
und einer Atmosphäre, die auch
am Abend trägt. Tagesgäste sollen
ebenso angesprochen werden wie
Einheimische, die ihre Innenstadt für
ein Wochenende neu erleben.
Rund um Münzplatz und Jesuitenplatz
konzentriert sich das Markttreiben,
ergänzt durch weitere Stationen
bis zum Zentralplatz. Auf
dem Münzplatz steht ein Genuss und
Kreativmarkt im Mittelpunkt. Regionale
Manufakturen, Winzer, Feinkostanbieter
und Kunsthandwerker
präsentieren dort ihre Produkte, von
Kulinarik über Handgemachtes bis
zu Ideen für Haus und Garten. Der
Jesuitenplatz setzt Akzente rund um
Garten und Textilangebote. Blumen,
Pflanzen, Frühlingsarrangements
und textile Produkte bringen Farbe
in die Stadt.
Familien und Kinder finden ihren
Schwerpunkt am Plan. Dort ist ein
eigenes Programm angekündigt, mit
Mitmachaktionen, Spielen und Angeboten,
die das Wochenende als Ausflugsziel
stärken. Ergänzt wird das
Marktgeschehen durch Stände und
Gastronomie unter anderem in der
Eltzerhofstraße und in der Schlossstraße.
So werden die Wege zwischen
den Plätzen belebt und verbinden die
Foto: P. M. Ebel - stock.adobe.com
Weitere Infos und Programmdetails unter
www.koblenz-blueht.de
Est.
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Der Frühling kommt nach Koblenz und mit ihm die
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Fotos: Wellington of Bilmore
trinken, sondern ankommen. „Ich möchte, dass die Menschen
sich hinsetzen, durchatmen und genießen – ohne
Stress.“ Kulinarisch orientiert sich das Bistro klar an Frankreich.
Alle Produkte kommen direkt dort her. „Das Cassoulet
zum Beispiel vom Metzger aus meinem Heimatdorf.“
Baguettes und Croissants werden frisch aufgebacken, Käseund
Wurstplatten erinnern an klassische Bistroküche, dazu
kommen kleine warme Gerichte. Besonders beliebt sind die
französischen Spezialitäten aus dem Meer: Austern, gratinierte
Jakobsmuscheln oder eine kräftige Fischsuppe. „Die
wird unheimlich gerne gegessen“, sagt Isabelle Schneider.
Auch beim Aperitif bleibt das Bistro seinem Konzept treu.
Französische Weine – darunter ein Hauswein natürlich aus
Südfrankreich – gehören ebenso dazu wie Café au Lait, heiße
Schokolade oder Cocktails mit Absinth.
Das französische „Laisser-faire“, diese entspannte Gelassenheit,
steht im Mittelpunkt. „Wenn jemand nach zehn Minuten
fragt, wo sein Essen bleibt, dann sage ich ganz ehrlich:
Wir sind kein Fast-Food-Restaurant“, sagt sie lachend. Stattdessen
sollen Gäste sich Zeit lassen – für ein Glas Wein, ein
Gespräch oder einfach für den Moment. „Ich möchte nicht,
dass hier einfach nur Teller auf den Tisch gestellt werden.
Es soll mit Herz sein.“ Besonders am Wochenende wird es
schnell voll. Doch auch dann gilt eine klare Regel: Niemand
soll sich gedrängt fühlen. „Wenn alle Tische besetzt sind, bitten
wir die Leute einfach, später noch einmal zu kommen“,
sagt sie. „Ich möchte nicht, dass Gäste hier sitzen und das Gefühl
haben, sie müssten gleich wieder aufstehen.“
Mit diesem Ansatz hat sich das „Oh là là“ schnell einen
Namen gemacht. Ein Ort, an dem man sich Zeit nehmen
darf – ganz nach französischer Art. Petra Dettmer
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Rosa Blüten, Bistrostühle und entspannte Atmosphäre: Im „Oh là là“ verbindet sich südfranzösisches Flair mit einem Ort
zum Ankommen und Genießen. Foto: Petra Dettmer
Bistro Oh là là – französisches
Lebensgefühl am Rhein
Inhaberin Isabelle Schneider erfüllte sich einen lang gehegten Traum
Zuerst fallen einem die vielen rosa Blüten auf, die
von der Decke hinunterhängen. Und auf den zweiten
Blick die französische Bistroatmosphäre. Im Hintergrund
ertönen französische Lieder. Und das Baguette,
das gerade mit einem freundlichen „Voilà“ serviert wird,
ist riesenlang. Ein Besuch im „Oh là là“ fühlt sich ein
bisschen an wie ein Kurzurlaub im Süden. In der Koblenzer
Altstadt hat sich Inhaberin Isabelle Schneider
einen lang gehegten Traum erfüllt – und bringt seit Mai
vergangenen Jahres ein Stück südfranzösisches Lebensgefühl
an den Rhein.
„Das war schon immer mein Traum: ein eigener Laden“,
erzählt sie. Die Gastronomie kennt sie von Grund
auf, hatte allerdings einige Jahre pausiert. „Irgendwann
habe ich mir gesagt: Jetzt oder nie. Entweder es klappt
– oder eben nicht.“ Heute weiß sie: Es klappt. Das kleine
Bistro im Entenpfuhl wird gut angenommen, viele Gäste
kommen regelmäßig wieder. Der Weg dorthin war allerdings
nicht ganz einfach. Zuerst stand die Idee – ein Bistro,
das sich am französischen Lebensgefühl orientiert.
„Ich bin in Südfrankreich aufgewachsen“, sagt Isabelle
Schneider. Ihre Eltern waren dorthin ausgewandert, als
sie drei Jahre alt war. „Das ist meine Heimat. Und genau
dieses Gefühl wollte ich hierherbringen.“
Entscheidend war deshalb auch der Standort. „Ich wollte
unbedingt in die Koblenzer Altstadt“, sagt sie. „Dieses
Konzept hätte woanders einfach nicht gepasst.“ Als
schließlich passende Räumlichkeiten frei wurden, ging
alles schnell: Zwei ehemalige Ladenlokale wurden zusammengelegt,
mit Hilfe der Familie renoviert und in
nur vier Monaten in ein gemütliches Bistro verwandelt.
Diese familiäre Atmosphäre ist bis heute Teil des Konzepts.
Isabelle Schneider spricht bewusst von „ihrem
Wohnzimmer“. Gäste sollen hier nicht nur essen oder
Im Entenpfuhl hat sich das „Oh là là“ als kleines Stück Frankreich
etabliert – mit Außensitzplätzen, liebevollen Details und viel Altstadtflair.
Foto: Petra Dettmer
21
APRIL
Koblenz
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STADT-FLAIR
18
In der Koblenzer Altstadt gibt es ein
Haus, das Geschichten erzählt. Das
Stammhaus der Familie Bonah. „Wir
sind hier im Entenpfuhl seit 1867 inzwischen
in der fünften Generation“,
sagt die Inhaberin Sabine Bonah und
lächelt. Wo heute trendige Streetwaremode
verkauft wird, begann
alles als evangelischer Händlerstandort
zur Versorgung des preußischen
Heeres. Die Vorfahren der Familie kamen
aus der Region Düsseldorf und
wurden mit dem preußischen Heer
nach Koblenz versetzt. Damals spielte
Religion im Handel noch eine große
Rolle. „Zu der Zeit durften Katholiken
nur bei Katholiken kaufen und
Evangelische nur bei Evangelischen“,
erklärt Sabine Bonah. Um die Versorgung
des überwiegend evangelischen
Militärs zu sichern, wurden entsprechende
Händler angesiedelt.
Zwischen alten Stadtmauerbögen lagern
noch heute Spuren der Vergangenheit:
„Wir haben aus dem Dreißigjährigen
Krieg eine Kanonenkugel in
der Wand gefunden“, erzählt sie. Der
Kurfürst hat dieses Stück Stadtmauer
meinen Vorfahren überlassen –
solange wir sie instand halten. Ein
Pergamentbrief sichert der Familie
bis heute die Nutzung eines Stücks
Stadtmauer – unten gehört der Bogen
dem Geschäft, oben stehen die Garagen
der Nachbarn. „Die Erde ist quasi
doppelt vergeben“, sagt sie lachend.
In den 1960er Jahren galt die Altstadt
nicht mehr als attraktive Einkaufsgegend.
„Hier fuhr früher noch die Straßenbahn,
und es war einfach nicht
mehr die beste Lage für den Einzelhandel“,
erzählt Bonah. Als nach dem
Krieg die Fußgängerzonen modern
wurden, zog die Familie mit einem
zweiten Geschäft Richtung Altlöhrtor.
2008 kam noch die Filiale ella b. hinzu
– ein drittes Geschäft – „weil wir
eine Veränderung der Einzelhandelsstruktur
im Altlöhrtor sahen.“ Später,
als Ein-Euro-Läden drohten, die Straße
zu prägen, entschieden sie sich,
in ihr Stammhaus im Entenpfuhl zu
investieren: Mit der BUGA kam dann
der Rückenwind: Die Altstadt wurde
„aufgehübscht“, die Plätze wachgeküsst
– und das Stammhaus im Entenpfuhl
aufwendig zur modernen
Modefläche umgebaut. Während im
Altlöhrtor fortan die gehobene, elegante
Mode angeboten wurde, zog
ella b. 2016 mit der jungen trendigen
Mode in den Entenpfuhl.
Eingekauft wird direkt bei Herstellern
und auf Fachmessen – nicht
Historische Substanz trifft modernes Ambiente: Im Stammhaus
von ella b. im Entenpfuhl verbindet sich aktuelle Mode
mit einer architektonischen Besonderheit – dem einzigen
schwebenden, freischwingenden Treppenhaus in Rheinland-
Pfalz. Fotos: Petra Dettmer
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Zwei Mal im Jahr veranstaltet Bonah eine Modenschau. Immer am letzten Donnerstag im März und im September in der Filiale
am Altlöhrtor. Es wird Mode in den Größen 36 bis 46 gezeigt. Anmeldungsinfos für die 70 Plätze werde immer rechtzeitig bekannt
gegeben.
über Großhändler. „Wir fahren zu den Firmen und
schauen uns die Kollektionen an“, erklärt Bonah. Mehrmals
pro Saison geht es dafür in Orderzentren oder auf
Modemessen.
„Wir kuratieren die Ware ziemlich genau. Wir wissen,
wer unsere Kunden sind, weil wir selbst viel auf der Fläche
stehen“, sagt die Chefin. Sie erzählt von einer jungen
Frau, die ein Outfit fürs Examen suchte, später für das
Vorstellungsgespräch und Jahre danach für den nächsten
Karriereschritt wiederkam. „Solche Momente liebe
ich – wenn man ein kleines Stück Lebensweg mitgestalten
darf.“
Komödie
VonWilliam Shakespeare
Was inhabergeführte Geschäfte von anonymen Ketten
unterscheidet, spürt man hier sofort: Ausgebildetes Personal,
das nicht nur räumt, sondern berät – manchmal
auch sanft widerspricht. „Eine Brautmutter wollte im
Juni ihre Winterjacke tragen“, erzählt Bonah. „Ich habe
ihr gesagt: Sie sind auf jedem Foto! Sie sollten sich das
überlegen.“ Am Ende ging die Kundin mit einem sommerlichen
Fest-Outfit – und einem sichtbar geretteten
Familienalbum.
25.
April
Bis
13
.
Juni
Und was trägt man in Koblenz im Frühling? „Weite Hosenformen
dominieren: Egg- und O Shape mit weitem
Bein, dazu schlankere, kürzere Oberteile - gerne auch im
Lagenlook“, erklärt die Fachfrau. Feminine Details wie
Stickereien, kleine Rüschenkrägen und Puffärmel ziehen
ein, genauso wie weitschwingende Röcke und durchbrochene
Kleider im Häkellook. Farblich wird es hell: „Gelb
kommt stark, viel Blau – und später im Sommer Café au
lait Töne, unsere Sommerdarks.“ Petra Dettmer
www.theater-koblenz.de
Handwerk hautnah erleben
Handwerksmesse 2.0: Vom 17. bis 19. April wird die Koblenzer Innenstadt
zur Bühne für Betriebe, Berufe und Begegnungen
nicht nur an Fachpublikum, sondern
ausdrücklich auch an Familien, junge
Menschen und alle, die die Vielfalt
des Handwerks neu entdecken
möchten.
STADT-FLAIR
20
Keine abgeschlossene Messehalle, keine langen Gänge,
kein distanziertes Schaufenster-Prinzip: Die kommende
Handwerksmesse in Koblenz will das Handwerk
dorthin bringen, wo täglich Menschen unterwegs sind –
mitten in die Innenstadt. Zwischen Plätzen, Straßen und
leerstehenden Räumen soll so ein Format entstehen, das
nicht nur informiert, sondern zum Entdecken, Ausprobieren
und ins Gespräch kommen einlädt.
Die Handwerksmesse, die vom 17. bis 19. April 2026 in
Koblenz geplant ist, versteht sich als Neustart mit zeitgemäßem
Konzept. Dahinter stehen die Handwerkskammer
Koblenz, die Stadt Koblenz, die Rhein-Zeitung und
die Messe- und Event-Spezialisten der Firma Koenitz.
Ihr gemeinsamer Ansatz: Das Handwerk soll nicht abseits
des Alltags präsentiert werden, sondern dort, wo
Stadtleben sichtbar ist – offen, nahbar und direkt im
Herzen von Koblenz.
Geplant sind mehrere Veranstaltungsinseln in der Innenstadt,
unter anderem rund um Görresplatz, Münzplatz,
Jesuitenplatz, Zentralplatz und „Am Plan“. Hinzu
kommen Pop-up-Werkstätten in zentralen Straßen.
Gerade diese Verteilung macht den Reiz des neuen
Formats aus: Besucher sollen nicht einfach durch eine
Messe laufen, sondern Handwerk im Stadtraum erleben
– beim Bummel durch die City, im direkten Kontakt mit
Betrieben und Gewerken.
Inhaltlich ist die Messe bewusst breit angelegt. Vorgesehen
sind Themen von Mode und Kunsthandwerk über
Kfz-Technik, Metallbearbeitung und Zimmererhandwerk
bis zu Bauen, Wohnen, Einrichten und regionalen
Spezialitäten. Ergänzt werden könnte das Ganze
durch ein Messe-Café mit Bühne, Werkstattkonzerte,
touristische Handwerksführungen und Berufsorientierung
für Schulen. Damit richtet sich die Veranstaltung
Die dunkelrot gekennzeichneten Flächen zwischen Münz-, Görres-, und Zentralplatz sind als Veranstaltungsinseln der
Handwerksmesse 2026 vorgesehen.
Foto: D. Koenitz GmbH. Koblenz Messen & Ausstellungen / © Amt für Stadtvermessung und Bodenmanagement Koblenz
Dass das Konzept ankommt, zeigte
sich bereits im Vorfeld: Nach Angaben
der Veranstalter war Anfang 2026
schon mehr als die Hälfte der Messeflächen
vergeben. Neben klassischen
Gewerken haben auch seltenere
Berufe wie Drechsler, Schneider oder
Kürschner Interesse beziehungsweise
ihre Teilnahme signalisiert.
Das spricht dafür, dass die Messe
nicht nur Bekanntes zeigt, sondern
auch Überraschungen bereithält.
Über die eigentliche Veranstaltung
hinaus steckt in dem Projekt noch
mehr. Die Handwerksmesse soll
auch Impulse für die Innenstadt setzen,
Leerstände neu in den Blick rücken
und zeigen, wie urbanes Leben,
wirtschaftliche Entwicklung und
handwerkliche Qualität zusammenfinden
können. Genau darin liegt
ihre besondere Stärke: Sie macht
sichtbar, wie lebendig, vielfältig und
zukunftsnah das Handwerk heute ist.
red
In der Handwerkskammer Koblenz tauschten sich (von rechts) HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf
Hellrich, die Messe- und Eventveranstalter Marco und Detlef Koenitz, Lars Hennemann als Chefredakteur
der Rhein-Zeitung und Oberbürgermeister David Langner über die für 2026 geplante
Handwerksmesse aus. Foto: HwK Koblenz / Jörg Diester
STADT-FLAIR
21
HAARE GUT
ALLES GUT!
DIE MESSE IN DER STADT
Handwerksmesse
Koblenz 2026
17. – 19.04.2026
Handwerk – hautnah – erleben
Innenstadt Koblenz
Fr. und Sa. 10 – 18 Uhr
So. 11 – 18 Uhr
koenitz-ausstellungen.de
Termine unter 0261-12144 · Gymnasialstraße 9-11
Koblenzer Kulturgeheimnisse
Mit der Stadtrallye die Altstadt neu entdecken
NEUER 208
STADT-FLAIR
22
Ein Wandgemälde, das kaum jemand kennt. Eine Fassade,
an der man hundertmal vorbeigegangen ist –
und nie wirklich hingeschaut hat. Koblenz steckt voller
solcher Momente, man muss sie nur suchen. Genau hier
setzt die Stadtrallye „Koblenzer Kulturgeheimnisse“ an.
Die kostenlose Tour lädt dazu ein, die Koblenzer Altstadt
auf spielerische Weise zu erkunden. Statt eines
gewöhnlichen Stadtbummels wartet eine Mischung
aus Entdeckungstour und Rätselspaß. Die Route führt
durch Gassen und Hinterhöfe – und lenkt den Blick auf
Orte, die erst auf den zweiten Blick ihren Reiz entfalten.
Manches davon kennen nicht einmal Einheimische.
An mehreren Stationen gilt es, abwechslungsreiche
Rätsel zu lösen. Für jede richtige Antwort gibt es einen
Buchstaben – am Ende ergibt sich daraus das gesuchte
Lösungswort. So wird aus dem Rundgang eine kleine
Mission, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in
den Bann zieht und den Spaziergang durch die Altstadt
kurzweilig macht.
Los geht es an der Partnerstadt-Stele auf dem Zentralplatz,
direkt vor der Tourist-Information an der Ecke Casinostraße/Clemensstraße.
Wer mitmachen möchte, braucht den
passenden Flyer – erhältlich im Rathaus am Willi-Hörter-
Platz 1, in der Tourist-Info und online als PDF. Praktisch:
Auf der Rückseite befindet sich ein Stadtplan, der den Weg
zur nächsten Station weist.
Gerade für Familien, Tagesgäste und alle, die Koblenz
einmal anders erleben möchten, ist die Rallye
eine schöne Idee. Frische Luft, kleine Aha-Momente –
und die Erkenntnis, dass selbst vertraute Gassen noch
Überraschungen bereithalten. Auch für Einheimische
lohnt sich der Perspektivwechsel: Die Rallye macht‚ auf
Details aufmerksam, die im Alltag leicht untergehen.
Wer Lust hat, die Stadt auf eigene Faust neu zu entdecken,
findet mit den „Koblenzer Kulturgeheimnissen“
den perfekten Anlass. Flyer einstecken, losschlendern –
und schauen, was Koblenz noch alles versteckt hält. red
Weitere Infos und der Flyer zum Download:
https://kultur.koblenz.de/urban-art/
stadtrallye-koblenzer-kulturgeheimnisse/
flyer-stadtrallye-koblenzerkulturgeheimnisse-1.pdf?cid=3ii9
Foto: Dominik Ketz Koblenz-Touristik GmbH
AB
169 €/Monat 1
36 Monate Laufzeit / 10000 km / 0 € Sonderzahlung / Gültig bis 30.04.2026
zzgl. Überführungs- und Zulassungskosten
Kombinierte Werte gem. WLTP: Kraftstoffverbrauch: 5,2 l/100km; CO₂-
Emissionen: 117 - 118 g/km; CO₂-Klasse: D
¹ Ein Kilometerleasingangebot für den PEUGEOT 208 Business Benzin 100, 74 kW (101 PS) für
Privatkunden (Bonität vorausgesetzt) der Stellantis Bank SA Niederlassung Deutschland,
Siemensstraße 10, 63263 Neu-Isenburg, für die das Autohaus als ungebundener Vermittler tätig
ist. Alle Preise verstehen sich inkl. Mehrwertsteuer. Nach Vertragsende werden Mehr- und
Minderkilometer (Freigrenze jeweils 2.500 km) sowie ggf. vorhandene Schäden abgerechnet. Die
Überführungs- und Zulassungskosten sind nicht in den Raten berücksichtigt und werden
separat in Rechnung gestellt.
Abbildung zeigt Fahrzeug der Baureihe, die Ausstattungsmerkmale des abgebildeten
Fahrzeuges sind nicht Bestandteil des Angebotes.
Autohaus Fröhlich GmbH & Co. KG
Moselring 31-33, 56073 Koblenz
haendler.peugeot.de/froehlich-koblenz;
info@froehlich-mobile.de
Eine kreative Ader hatte er zwar
schon immer – die Pflegeeltern bestanden
aber darauf, dass er eine
Handwerksausbildung macht. „Da
war eine Stelle als Elektriker ausgeschrieben.
Ich habe mich vorgestellt
und wurde genommen. Das hätte
ebensogut ein ganz anderer Beruf
werden können. Aber ich hatte einen
guten Lehrherren, und meine Arbeit
hat mir durchaus gefallen“, sagt er.
Nicht zuletzt, weil er bei Reparaturen
viele Häuser und Wohnungen seiner
geliebten Altstadt auch von innen
kennenlernen konnte. „Man kann
sich heute nur noch schwer vorstellen,
wie schlimm es nach dem
Krieg aussah, und wie schlecht der
Zustand von vielen Wohnungen
war. Ich bin sehr stolz darauf, dass
ich dazu beitragen konnte, unsere
schöne Stadt wieder aufzubauen.“
Einblicke in die Häuser hatte er zuvor
schon als Messdiener bekommen
– oft begleitete er Pfarrer auf dem
Weg zu kranken Gemeindemitgliedern.
Im Karneval hat er sich nicht nur
Freunde gemacht. Als Büttenreden
noch die Funktion hatten, die heute
Comedyshows einnehmen, verstand
er es, auszuteilen. Da war er schon
bei der Stadt beschäftigt, und vermutet,
dass seine offenen Worte die
ein oder andere Beförderung verhindert
hat. „Dobei hann ich immer
die Worheit jesoht – on nix, watt geheim
gewese wär“, sagt er.
Seine erste Stadtführung entstand
durch eine spontane Idee – und wurde
auf Anhieb ein riesiger Erfolg.
Seit Jahrzehnten zeigt Gniffke den
Menschen nun die Altstadt, mit der
er seit über 80 Jahren vertraut ist.
Jahreszahlen sind ihm dabei nicht
so wichtig. Im Vordergrund stehen
lebendige Geschichten. „Die Aufgabe
eines Stadtführers ist es, die Stadt zu
verkaufen. Das tue ich, so lange ich
noch kann, mit viel Freude“, sagt er
– und nimmt einen Schluck aus seinem
Bierglas. Denn Wein (den er oft
genug geschenkt bekommt), mag er
gar nicht.
Heute genießt der die Zeit mit seiner
Frau, den beiden Kindern und Enkeln
– und seit kurzem sogar einem
Urenkelchen. In seiner geliebten Altstadt,
wo er auch wohnt, trifft man
ihn weiterhin regelmäßig. Und darf
ihn auch gerne für einen kleinen
Plausch anhalten.
Rainer Claaßen
Manfred Gniffke mit Besuch aus Neuwied
im Jahr 1943 vor dem Koblenzer
Schloss: Ursel Simmes war die Tochter
seiner Pflegeschwester Lotte.
Fotos: Manfred Gniffke
25
KOBLENZER UNIKATE
Seit Jahrzehnten ist Manfred Gniffke eine feste Größe in Koblenz – hier an einem seiner vertrauten Orte, dem Weinhaus Hubertus
am Florinsmarkt. Foto: Rainer Claaßen
Der „größte Koblenzer“ bleibt
sich auch mit fast 90 treu
Manfred Gniffke gehört einfach zur Koblenzer Altstadt
In jeder Ausgabe des neuen Stadtmagazins
stellen wir ein Koblenzer
Original vor. Die Wahl für die Erstausgabe
fiel nicht schwer – es gibt
mit Sicherheit niemanden, der so
wie Manfred Gniffke für diese Stadt
steht. Immerhin wählten die Leser
der Rhein-Zeitung ihn 2003 aus
über 50 Kandidaten zum „Größten
Koblenzer“. Und er hat schon sieben
Bücher über Koblenz und seine Menschen
verfasst. Gniffke gehörte lange
Jahre in verschiedenen Rollen zum
Koblenzer Karneval, war im Stadtrat
aktiv und hat für die Koblenz-
Touristik gearbeitet. Und führt bis
heute Touristen und Koblenzer durch
die Altstadt, und bringt ihnen Historie
wie jüngere Vergangenheit in
lupenreinem „Kowelenzer Platt“ näher.
Der Treffpunkt für unser Gespräch
ist schnell gefunden: Gniffke empfängt
mit 87 Jahren am Stammtisch
des „Weinhauses Hubertus“ am Florinsmarkt.
Hier endeten nicht nur
die sehr beliebten Nachtführungen
mit einem zünftigen Abschluss
bei Kartoffelsuppe und Moselwein.
Bis heute trifft er sich hier auch regelmäßig
mit alten Freunden – wobei
der Kreis immer kleiner wird.
„Ich kann dem Herrgott wirklich
dafür danken, dass ich in meinem
Leben so viel Glück hatte. Und das
tue ich auch regelmäßig“, erklärt er
augenzwinkernd. Im Gespräch fällt
schnell auf, dass er den Dingen gerne
die positiven Seiten abgewinnt.
Das beginnt schon früh in seinem
Leben: Die alleinerziehende Mutter –
der Vater war Soldat – konnte in der
Kriegszeit nicht für mehrere Kinder
sorgen, und gab „Manni“ schon früh
zu Pflegeeltern. „Das waren zwar
auch einfache Leute – aber bei denen
wurde ich wie ein Einzelkind behandelt.
So habe ich mich sehr wohlgefühlt.
Und als meine richtige Mutter
wegen der Bombardierung der Stadt
evakuiert wurde, wollte ich partout
nicht mit ihr und meinen Geschwistern
gehen – die kannte ich ja fast gar
nicht“, erinnert er sich.
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KOBLENZER UNIKATE
26
Bei Elektro Künster wird im Team geplant: Im Besprechungsraum werden gemeinsam die nächsten Schritte eines Projekts abgestimmt.
Fotos: Elektro Künster
Unter Strom –
Seit drei Generationen
Weniger bekannt ist, dass unter dem
Dach von Elektro Künster auch eine
Schreinerei arbeitet. Geleitet wird sie
von Stefan Kraus, Schreinermeister
und Bruder des Geschäftsführers.
Fünf Mitarbeitende fertigen maßgeschneiderte
Einbaumöbel, Küchen
oder Sonderlösungen – oft für
Stammkunden. „Alle Möbel hier im
Haus, auch der wunderschöne Nussbaumtisch,
an dem wir sitzen, sind
aus unserer eigenen Werkstatt“, sagt
Marco Kraus nicht ohne Stolz. Gerade
bei Neubauten lasse sich so Elektrotechnik
und Innenausbau optimal
verzahnen.
Inzwischen ist mit Sohn Pierre Kraus
die nächste Generation eingestiegen.
Der 29-Jährige ist seit 2021 in der
Geschäftsführung und seit diesem
Jahr auch als Gesellschafter beteiligt.
Neue Impulse bringt er vor allem
im Bereich Digitalisierung ein: eine
moderne Branchensoftware, mobile
Auftragsabwicklung per Tablet, digitale
Dokumentation. „Die Jüngeren
finden das super, die Älteren mussten
sich erst daran gewöhnen“, sagt
Pierre schmunzelnd. Auch das Thema
Glasfaser- und Netzwerktechnik
wurde ausgebaut. Heute übernimmt
das Unternehmen die komplette Inhouse-Verkabelung
größerer Gewerbeimmobilien.
Ein besonderes Anliegen
bleibt die Ausbildung. Jährlich
werden sechs Auszubildende eingestellt,
viele später übernommen
und weiterqualifiziert. „Wir wollen
Perspektiven bieten“, betont Pierre
Kraus. „Wer engagiert ist und uns
treu bleibt, kann sich hier entwickeln.“
Zahlreiche Meisterabschlüsse
im eigenen Haus sprechen dafür.
„Generell liegt das Know-how jedes
Handwerksunternehmens in den
Mitarbeitern und hier sind wir besonders
dankbar eine so tolle Truppe
zu haben.“
Und was machen die beiden in ihrer
Freizeit? Sie haben ähnliche Leidenschaften,
sind stark ehrenamtlich
auf beruflicher Ebene engagiert,
aber auch privat. So ist Pierre zum
Beispiel im Vorstand des Dieblicher
Karnevalvereins. Und beide kochen
für ihr Leben gern. Marco für Familie
und Freunde. Und Pierre mit Freunden
in einem Kochclub, „auf Sterneniveau“,
wie er betont.
Trotz Wachstum und neuer Geschäftsfelder
versteht sich Elektro
Starker Auftritt am Standort: Fuhrpark
und Team von Elektro Künster zeigen
die Größe und Einsatzbereitschaft des
Unternehmens.
Künstler Kraus weiterhin als traditionsreicher
Koblenzer Handwerksbetrieb.
„Wir sind stolz auf unsere
Geschichte und bleiben dem Standort
treu“, sagt Marco Kraus.
Petra Dettmer
KOBLENZER UNIKATE
27
Wie Elektro Künster Koblenz versorgt
„Kommen Sie rein“, begrüßt Marco
Kraus mich freundlich. Das Handy
am Ohr winkt er mich lächelnd in
den Besprechungsraum. Seine signalorange
Brille sticht sofort ins Auge.
Wie er später erzählt, ist die Farbe
bewusst gewählt: es die Farbe, mit
der Elektro Künster überall erkannt
wird. „Entschuldigung, das war meine
Frau, da musste ich ran“, sagt
Marco Kraus. Liane Kraus arbeitet
ebenso in der Firma wie Sohn Pierre,
und auch die 76-jährige Mutter
kommt noch zweimal die Woche und
erledigt administrative Dinge.
Seit mehr als sieben Jahrzehnten
steht der Name Künster in
Koblenz für Elektrotechnik – „Der
Grundstein wurde 1955 gelegt“,
erzählt Geschäftsführer Marco
Kraus. Damals gründete Werner
Künster den Betrieb. „1983 stieg
mein Vater Volker als Teilhaber ein,
Anfang der 1990er-Jahre übernahm
unsere Familie schließlich vollständig.“
Aus dem Unternehmen mit
damals rund 30 Mitarbeitenden ist
ein moderner Handwerksbetrieb
mit etwa 70 Beschäftigten geworden.
Gewachsen ist die Firma nicht nur
personell, sondern auch strukturell.
„Früher konnte man vieles direkt auf
der Baustelle lösen. Heute ist die Planung
im Büro mindestens genauso
wichtig wie die Arbeit vor Ort“, sagt
Pierre Kraus, der zu dem Interview
dazugestoßen ist. „Die Projekte sind
deutlich komplexer geworden. Dokumentation
und digitale Prozesse
spielen eine immer größere Rolle.“
Während Elektro Künster früher vor
allem im klassischen Wohnungsbau
tätig war, liegt der Schwerpunkt heute
auf größeren Gewerbeprojekten
– ergänzt durch hochwertige Privatkundenprojekte.
„Aber natürlich
sind auch kleinere Aufträge bei uns
genauso willkommen“, betont Kraus.
Ein zweites starkes Standbein ist seit
Jahrzehnten die Stromversorgung
von Veranstaltungen. Ob Stadtfeste,
Großevents wie „Rhein in Flammen“
– die markanten roten Stromverteiler
und Fahrzeuge mit den orangefarbenen
Akzenten gehören vielerorts
längst zum gewohnten Bild. Hinzu
kommt der klassische Baustromverteiler,
vom Einfamilienhaus bis zur
Großbaustelle.
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Fernsehturm & Fernsicht
schon
gewusst?
Der Fernmeldeturm auf dem Kühkopf ist mit 265,5
Metern das dritthöchste Bauwerk in Rheinland-Pfalz –
wegen seines schlanken Schafts und des Turmkorbs
nennen ihn die Koblenzer liebevoll „Zahnstocher“.
Geplant waren am Fernsehturm einst Restaurant und
Aussichtsplattform, doch die Pläne scheiterten an den
Kosten – heute arbeitet er im Verborgenen als Technikstandort,
prägt aber weithin sichtbar die Koblenzer
Silhouette.
Das Deutsche Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.
Foto:Dominik Ketz Koblenz-Touristik GmbH
Blick auf Schloss Stolzenfels und den Rhein
Foto: Dominik Ketz Koblenz-Touristik GmbH
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Deutsches Eck
Das Deutsche Eck trägt seinen Namen nicht wegen des
Kaiserdenkmals, sondern wegen einer Niederlassung
des Deutschen Ordens, die sich hier bereits im 13. Jahrhundert
befand.
Das Reiterstandbild am Deutschen Eck wurde 1897 als
Monument für Kaiser Wilhelm I. errichtet – die heutige
Anlage mit Aussichtsplattform und Parklandschaft entstand
nach umfassenden Umgestaltungen im 19. Jahrhundert.
Historische Besonderheiten
Die Balduinbrücke über die Mosel stammt aus dem 14.
Jahrhundert und gilt als eine der ältesten erhaltenen
Brücken am Fluss – wer hinüberspaziert, bewegt sich
über mittelalterliches Fundament mitten in der modernen
Stadt.
Die Stadtgeschichte von Koblenz umfasst über 2.000
Jahre – von römischen Militärlagern über kurfürstliche
Residenz bis zur preußischen Festungsstadt; entsprechend
dicht liegen hier unterschiedliche Epochen, oft
nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Koblenz ist das „nördliche Tor“ zum UNESCO-Welterbe
Oberes Mittelrheintal – von hier startet der rund 65 Kilometer
lange Welterbe-Abschnitt bis Bingen und Rüdesheim.
Schloss Stolzenfels vor den Toren von Koblenz gilt als Inbegriff
der Rheinromantik – wer den Blick von dort ins
Tal schweifen lässt, versteht, warum Dichter und Maler
hier ins Schwärmen gerieten. Rund um Koblenz drängen
sich so viele Burgen auf engem Raum, dass Besucher
kaum glauben, dass hier lange Zeit harte Zoll- und
Machtpolitik herrschte – heute wirken die Höhenburgen
wie eine dekorative Kulisse über den Weinbergen.
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Name & Lage
Koblenz verdankt seinen Namen dem Zusammenfluss
von Rhein und Mosel: Aus dem römischen „Castellum
apud Confluentes“ – „Kastell bei den Zusammenfließenden“
– wurde im Laufe der Zeit Koblenz.
Am Deutschen Eck treffen „Vater Rhein“ und „Mutter
Mosel“ aufeinander – diese personifizierten Flussnamen
prägen bis heute viele Stadtführungen und Werbetexte.
Seilbahn & Aussicht
Die Koblenzer Seilbahn gilt mit bis zu 7.600 beförderten
Personen pro Stunde als eine der leistungsstärksten
Luftseilbahnen der Welt. Besonders begehrt ist Kabine
17 der Seilbahn: Ein Glasboden gibt den Blick frei auf
den Rhein – ein Schwebeerlebnis, bei dem viele Fahrgäste
automatisch den Schritt verlangsamen. Die Seilbahn
überwindet in wenigen Minuten rund 112 Höhenmeter
zwischen Rheinufer und Festung Ehrenbreitstein
– ganz ohne Stütze im Fluss, die gesamte Spannweite
von etwa 850 Metern liegt frei über dem Rhein.
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KOBLENZER UNIKATE
Sprache & „Schängel“
Der Schängelbrunnen vor dem Rathaus erinnert an den „Kowelenzer
Lausbub“ – eine Figur, die für den schelmischen,
selbstironischen Charakter der Koblenzer steht.
Foto: Dominik Ketz Koblenz-Touristik GmbH
In Koblenz geboren? Dann bist du ein Schängel – so nennt man hier liebevoll alle Einheimischen, ursprünglich bezog
sich der Begriff nur auf in Koblenz geborene Jungen. Der Name „Schängel“ geht auf die französische Zeit zurück:
Aus dem Vornamen „Jean“, den die Koblenzer als „Schang“ aussprachen, wurde in der Mundart „Schängel“. Vor dem
Rathaus steht der Schängelbrunnen: Alle zwei Minuten spuckt der freche Lausbub einen Wasserstrahl – wer zu nah
kommt, lernt die Koblenzer Art von Humor manchmal ziemlich nass kennen.
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Julian bewertet haben möchten?
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Breitling, Omega, etc.),
Edelsteine, Markenware,
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30
Kuriose Bauwerke & Kunst
Die Historiensäule auf dem Görresplatz erzählt die
komplette Stadtgeschichte auf rund zehn Metern Höhe
– Szene für Szene von der Römerzeit bis ins 20. Jahrhundert,
satirisch, dicht und voller Details. Die Historiensäule
war ein Geschenk des Landes Rheinland-Pfalz
zur 2000-Jahr-Feier der Stadt; entworfen wurde sie vom
Bildhauer Jürgen Weber und erst im Jahr 2000 vollendet.
Koblenz hat gleich mehrere „Originale“ als Denkmäler:
Besonders beliebt ist das „Pfefferminzje“, eine Süßigkeitenverkäuferin,
die einst mit Pfefferminzbonbons
durch die Koblenzer Gaststätten zog.
Stadtgeschichte im Schnelldurchlauf
Während der französischen Besatzung Ende des 18. und
Anfang des 19. Jahrhunderts änderten sich nicht nur
Grenzen und Herrschaft, sondern auch Sprache und
Alltag – aus dieser Zeit stammen viele französisch geprägte
Familiennamen und Begriffe in Koblenz.
Koblenz war lange eine wichtige Festungsstadt: Noch
heute zeugen die Festung Ehrenbreitstein und zahlreiche
Forts im Stadtgebiet von der militärischen Bedeutung
am Rhein.
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Warum heißt der Dillemarkt
eigentlich Dillemarkt?
IDer Dillemarkt heißt Dillemarkt, weil man dort genau
das macht, was man auf Kowelenzer Art eben macht:
dille! „Dille“ bedeutet im Kowelenzer Dialekt schlicht
und einfach: essen. Oder wie man sagt: „Wat get et Goodes
zo dille?“ *
Unterwegs in Koblenz
Im Romanticum am Koblenzer Rheinufer können Besucher
das Obere Mittelrheintal auf einem virtuellen
Dampfschiff erkunden – eine Ausstellung, die Rheinromantik
und moderne Medientechnik miteinander
verbindet. Hier sprechen Sofas zu den Besuchern, hier
lesen Sessel Gedichte vor, Scheinwerfer erzählen Sagen
und Kameras verraten Geschichten von Burgen und
Schlössern.
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Also ist der Dillemarkt nichts anderes als ein Markt
zum Genießen und Probieren – mit Musik im Ohr und
was Leckerem auf der Hand. Kurz gesagt: Nicht nur
ein Markt zum Bummeln, sondern ein Markt zum
Dille! Charmanter kann ein Name eigentlich kaum
sein.
Ausstellungstücke im Romanticum in Koblenz.
Foto: Dominik Ketz Koblenz-Touristik GmbH
*Wortquelle: Hannelore Kraeber. Neues Wörterbuch der
Koblenzer Mundart. 2. Auflage 1992
Der Weinbau, den wohl schon die
Römer an der Mosel etabliert haben,
prägt Güls seit Jahrhunderten. Noch
heute bewirtschaften mehrere Winzerbetriebe
die Gülser Lagen Königsfels,
Bienengarten und Marienberg.
Riesling, Müller-Thurgau oder Spätburgunder
gedeihen auf den mineralischen
Böden besonders gut. Für
Besucher bietet sich die Gelegenheit,
bei einer Weinprobe die regionalen
Spezialitäten kennenzulernen – oft
direkt beim Erzeuger und in persönlicher
Atmosphäre.
findet sich die Pfarrkirche St. Servatius
mit ihrem Doppelturm und einem
lichtdurchfluteten Innenraum.
Während Kirchenschiffe heute nur
noch selten bis auf den letzten Platz
gefüllt sind, sind Tickets für das Café
Hahn mit seinem bunten Programm
an Konzerten, Varieté und Kleinkunst
oft nur schwer zu ergattern.
Berti Hahn hat das ehemalige Café
seiner Eltern seit 1981 zu einem
Publikumsmagneten gemacht, der
weit über die Region hinaus bekannt
ist.
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Ein Stück Moselromantik
Güls – Weindorf mit Moselblick und lebendiger Tradition
Fährt man von der Koblenzer Innenstadt
auf der gegenüberliegenden
Seite des Flusses moselaufwärts,
erreichte man nach wenigen Minuten
einen Stadtteil mit ganz eigenem
Charakter: Güls. Der traditionsreiche
Ortsteil verbindet dörfliche Atmosphäre
mit stadtnaher Lage – und
ist auch als „Weindorf von Koblenz“
bekannt. Die älteste historische Erwähnung
des bis 1970 eigenständigen
Dorfes stammt aus dem Jahr 775 –
MIT SICHERHEIT EIN GUTER PARTNER
und von keinem Geringeren als Karl
dem Großen. Mit entsprechendem
Aufwand wurde im vergangenen
Jahr das 1250. Jubiläum gefeiert. Funde
deuten allerdings darauf hin, dass
mindestens schon in keltischer Zeit
Menschen hier am Ufer der Mosel
gesiedelt haben. Bei der attraktiven
Lage kein Wunder.
Eingebettet zwischen Weinbergen
und Moselufer dürfte Güls land-
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schaftlich der attraktivste Teil der
Stadt sein. Spaziergänge entlang des
Flusses, Radtouren auf dem Moselradweg
oder Wanderungen durch
die Rebhänge eröffnen immer wieder
weite Blicke ins Moseltal.
Insbesondere in den Abendstunden
bieten sich fantastische Perspektiven.
Versinkt die Sonne hinter den
Hügeln, taucht sie die Weinberge in
warmes Licht.
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Ein Höhepunkt im Jahreslauf ist das
traditionelle Gülser Blütenfest, das
weit über die Stadtgrenzen hinaus
bekannt ist. Jedes Jahr verwandelt
sich der Ortskern Ende April oder
Anfang Mai in eine Festmeile mit
Musik, regionalen Köstlichkeiten und
natürlich viel Moselwein. Hier zeigt
Güls sich von seiner besten Seite –
mit Gemeinschaft, Offenheit und großer
Freude am Feiern.
Nicht nur die Landschaft ist reizvoll.
In Güls erzählen enge Gassen, alte
Winzerhöfe und liebevoll restaurierte
Fachwerkhäuser von der langen
Geschichte des Ortes. Im Mittelpunkt
Das richtige Bettsystem
In der Nacht macht der Rücken Urlaub – allerdings
nur in einem guten Bett. Zu den wichtigsten
Erwartungen an guten Schlaf zählt,
dass sich der Rücken von den Strapazen des
Tages erholt. Das liegt auch daran, dass Rückenschmerzen
zu den am weitesten verbreiteten
Volkskrankheiten in Deutschland zählen.
Neun von zehn Deutschen leiden im Laufe
ihres Lebens unter Rückenschmerzen. Besonders
verhängnisvoll: Die Schmerzen breiten
sich schnell auch auf andere Körperregionen
aus. Viele Verspannungen oder Nacken- und
Kopfschmerzen werden durch schlechten
Trotz seiner gewachsenen Strukturen
ist Güls auch ein moderner und
lebendiger Stadtteil. Vereine, kulturelle
Initiativen und ein aktives Gemeinschaftsleben
sorgen dafür, dass
sich Einheimische wie Neubürger
schnell zuhause fühlen. Etwa 4.000
Menschen leben hier. Viele davon
arbeiten in der Innenstadt, die mit
Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln
oder auch dem Rad in wenigen Minuten
zu erreichen ist.
Egal ob Touristen, Tagesausflügler
oder Einwohner von Güls: Wer nach
einem erlebnisreichen Tag Ruhe
sucht, findet sie am Ufer der Mosel
Schlaf ausgelöst. Aber auch die alltäglichen
Fehlbelastungen, denen unser Körper ausgesetzt
ist, sorgen für Schmerzen und eine
schlechte Haltung: Wir sitzen zu lange und
ergonomisch ungünstig, vor allem bei der Arbeit.
Nur nachts haben wir ausreichend Zeit,
damit sich unser Körper, vor allem der Rücken,
davon erholen kann: „Mit der optimalen
Matratze und dem richtigen Bettrahmen als
Grundlage schafft man die besten Voraussetzungen
für die Erholung“, betont Olaf Schäfer.
Und mit einem individuellen Nackenstützkissen
entlastet man den Nacken. Die Muskulatur
wird gedehnt, wodurch die Wirbelsäule
in Kombination mit dem richtigen Bettsystem
ihre natürliche Haltung einnehmen kann. „Für
uns bei Bettenstudio Schäfer gilt deshalb:
Die Komponenten Rahmen, Matratze und
Nackenstützkissen sind eine Einheit, die man
perfekt und mit dem nötigen Hintergrundwissen
aufeinander abstimmen muss“, fasst der
Inhaber zusammen.
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Fotos: Rainer Claaßem
bei einem Glas Wein mit Blick auf die
vorbeiziehenden Schiffe.
Güls ist damit mehr als nur ein Stadtteil
– es ist ein Stück Moselromantik,
das Tradition und Gegenwart auf besondere
Weise verbindet.
Rainer Claaßen
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Das Team vom Bettenstudio
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Knie und Hüfte etc.) detailliert und
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STADTTEIL-LIEBE
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STADTTEIL-LIEBE
34
andere Aktivitäten im Ort kümmert,
trägt das Fest gemeinsam mit zahlreichen
Ehrenamtlichen. „Es ist bei dieser
Größenordnung alles andere als
selbstverständlich, dass praktisch alles
ehrenamtlich organisiert ist“, sagt
Mitorganisator und Winzer Christoph
Müller. „Aber in Güls haben wir
einen großen Zusammenhalt. Viele
helfen mit – und am Ende entsteht
daraus ein Fest, auf das der ganze Ort
stolz ist.“
Los geht es traditionell am Abend des
30. April mit dem Tanz in den Mai.
Live-Musik sorgt für Stimmung, bevor
am nächsten Tag das Maibaumstellen
zum festen Ritual gehört. Der
Baum wird im Gülser Stadtwald mit
Unterstützung der aktuellen Majestäten
ausgesucht und anschließend
gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr
aufgestellt – ein Programmpunkt,
der jedes Jahr viele Zuschauer
anzieht.
Speziell für Familien wird beim
Blütenfest viel geboten: Am 1. Mai
und am Sonntag stehen Programme
für Kinder auf dem Plan, darunter
ein Mitmach-Zirkus, bei dem junge
Besucher selbst ausprobieren können,
wie Jonglage oder kleine Zaubertricks
funktionieren. Ergänzt
wird das Angebot durch Bastelaktionen
und weitere Aktivitäten, die
gemeinsam mit örtlichen Vereinen
organisiert werden. Wer es gemütlicher
mag, kann sich am Kuchenstand
stärken, der traditionell vom Karnevalsverein
„Gülser Seemöwen“ betreut
wird.
Musikalisch reicht das Programm
von Blasmusik über Guggenmusik bis
zu Cover-Bands, die abends für Party-Stimmung
sorgen. Walking Acts
und Kleinkünstler bringen zusätzlich
Leben auf das Festgelände. Dass das
Konzept funktioniert, zeigt die Resonanz:
Jedes Jahr strömen viele Besucher
aus Koblenz und der gesamten
Region nach Güls. Für die Organisatoren
ist das der schönste Lohn der
Arbeit. „Wenn man am Ende sieht,
dass die Leute zusammen feiern und
Spaß haben, dann weiß man, wofür
Fotos: Godehard Juraschek
Ein besonderer Höhepunkt in diesem
Jahr ist die Proklamation der neuen
Blütenkönigin mit ihren beiden Prinzessinnen.
Das Majestäten-Trio repräsentiert
in den kommenden zwei
Jahren den Ort und das Fest.
man das alles macht“, sagt Müller.
So dürfte auch in diesem Frühjahr
wieder gelten: Wenn am Plan die Musik
spielt und die Gläser klirren, beginnt
in Güls ganz offiziell die Weinfestsaison
an der Mosel.
Rainer Claaßen
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STADTTEIL-LIEBE
Ein Fest, auf das
der ganze Ort stolz ist
Beim Gülser Blütenfest wird „Am Plan“ vom 30. April bis 3. Mai wieder zur Festmeile
Nicht nur der Weinbau hat im
Stadtteil Güls eine lange Tradition.
Auch Kirschen werden an der
Mosel angebaut, deren Blüte im Frühjahr
stets eine Augenweide ist. Güls
war früher einer der wichtigsten
Umschlagplätze für die Früchte – seit
1950 wird deshalb am Wochenende
um den ersten Mai herum das Gülser
Blütenfest gefeiert. Ein Fest, das sich
immer wieder an aktuelle Gegebenheiten
angepasst hat – und heute zu
den größten Publikumsmagneten an
der unteren Mosel zählt. Nach der
Die neue Gülser Blütenkönigin Carolin
Stieffenhofer (Mitte) repräsentiert das
Blütenfest künftig gemeinsam mit ihren
Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz (links)
und Lilli Karbach.
Foto: Heimatfreunde Güls
Jubiläumsveranstaltung im vergangenen
Jahr will der ganze Ort auch 2026
wieder gemeinsam mit vielen Gästen
aus der Umgebung feiern. Vom 30.
April bis zum 3. Mai verwandelt sich
der historische Dorfplatz „Am Plan“
wieder in eine große Festmeile. Vier
Tage lang feiern Winzer, Vereine und
Gäste aus der ganzen Region gemeinsam
den Frühling – mit Wein, Musik
und einem Programm für die ganze
Familie.
Die vier Gülser Weingüter Hähn,
Lunnebach, J. Müller und Spurzem
sorgen dabei für den passenden
Rahmen: Sie liefern die Weine, die
während des Festes ausgeschenkt
werden. Organisiert wird das Ganze
von den Heimatfreunden Güls. Der
Verein, der sich auch um Wanderwege,
Ortsverschönerung und viele
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Tief im Fels, nah an der Geschichte
Die Ortsringvereinigung Ehrenbreitstein wirbt dafür, den Felsenstollen pünktlich zu den Jubiläen 2028
und zur Buga 2029 wieder zugänglich zu machen
Die Schloßstraße erfindet sich neu
Seit Anfang 2024 hat sie ein eigenes Management, neue Märkte und ein frisches Gesicht –
und die Pläne gehen noch weiter
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HISTORIENSPIELE
Festung Ehrenbreitstein, Koblenz, 14.+16. & 17. Mai 2026
TIPP:
Mit der Seilbahn
zur Festung
schweben!
Der Felsenstollen in Ehrenbreitstein ist derzeit geschlossen: Das Foto zeigen die
Anlage von beiden Seiten – vom Eingang Ost auf Koblenzer Stadtseite sowie vom
Eingang am Schrägaufzug im Westen – und machen ihre Lage direkt unterhalb der
Festung sichtbar. Foto: Manfred Diehl
3.000 Jahre Geschichte hautnah erleben:
Kelten, Römer, Ritter, Preußen
www.tor-zum-welterbe.de
Foto: srg werbeagentur Foto: GDKE, U. Pfeuffer
Wer den Felsenstollen in Ehrenbreitstein betritt,
spürt schnell, dass dieser Ort mehr ist als ein
dunkler Gang im Gestein. Tief unterhalb der Festung
liegt eine weitläufige Bunker- und Stollenanlage, die
während des Zweiten Weltkriegs für viele Koblenzer
zur letzten Hoffnung wurde. Zwischen 1941 und 1943
wurden die Gänge in den Fels getrieben, um der Bevölkerung
Schutz vor den schweren Luftangriffen zu
bieten. Historischen Berichten zufolge konnten hier
mehr als 10.000 Menschen Zuflucht finden – damit gehörte
die Anlage zu den größten Luftschutzorten im
Koblenzer Stadtgebiet.
Bis heute erzählen die rohen, oft nur teilweise ausgemauerten
Stollen von den Bedingungen jener Zeit.
Feuchtigkeit zieht durch die kühlen Gänge, nackter
Fels prägt die Wände, das Licht dringt kaum hinein.
Während der Bombennächte harrten hier Menschen
auf engstem Raum aus, mit einfachsten Mitteln und
unter ständiger Angst. Eimer dienten als Toiletten,
einzelne Bereiche wurden als Vorrats- oder Behandlungsräume
genutzt. Vieles war provisorisch, alles
war auf Schutz und Überleben ausgerichtet. Gerade
deshalb ist der Felsenstollen bis heute ein eindrucksvoller
Erinnerungsort: kein geschichtlicher Schauplatz
auf Distanz, sondern ein Ort, an dem sich die Not der
Zivilbevölkerung unmittelbar nachempfinden lässt.
Gleichzeitig richtet sich der Blick inzwischen wieder
nach vorn. Die Ortsringvereinigung Ehrenbreitstein
hat bei einem Spitzengespräch mit Oberbürgermeister
David Langner im Januar 2026 erneut dafür geworben,
den Felsenstollen bis zum Jubiläumsjahr 2028 und mit
Blick auf die Buga 2029 zugänglich zu machen. Die
Idee: Das Land Rheinland-Pfalz als Eigentümer stellt
die Nutzung des Stollens als Durchgangsweg für die
Stadt Koblenz in Aussicht, während Vereinsmitglieder
und engagierte Bürgerinnen und Bürger das tägliche
Öffnen und Schließen übernehmen.
Damit könnte der Felsenstollen schon bald mehr sein
als ein verborgenes Relikt im Berg. Er würde zu einem
öffentlich erlebbaren Stück Stadtgeschichte – passend
zu einem Jahr, in dem Ehrenbreitstein mehrere prägende
Jubiläen feiert: 200 Jahre preußische Festung,
250 Jahre Clemens Brentano und 125 Jahre Joseph
Breitbach. Die Öffnung des Stollens wäre dann nicht
nur ein praktischer Weg, sondern auch ein starkes Zeichen
dafür, Geschichte dort sichtbar zu machen, wo
sie sich tatsächlich eingeschrieben hat. red
Weitere Informationen zum Ortsring
Ehrenbreitstein finden sich unter:
www.ortsring-ehrenbreitstein.de
Seit dem 1. Januar 2024 gibt es für die Schlossstraße
in Koblenz eine neue Instanz: das BID,
kurz für Business Improvement District. Ein BID ist
grundsätzlich auf eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt,
mit der Möglichkeit, gemeinsam mit den Eigentümern,
die es finanzieren, in weitere Laufzeiten
zu gehen. Die Koblenzer Schlossstraße ist dabei das
erste BID in Rheinland-Pfalz. Schon nach den ersten
beiden Jahren zeigt sich, dass das Projekt mehr ist
als ein organisatorischer Rahmen.
Sichtbar wurde das zunächst durch ein neues Corporate
Design, das inzwischen in der Straße angekommen
ist. Hinzu kommen ein überarbeiteter Internetauftritt
und ein zusätzlicher Reinigungsservice,
der dazu beiträgt, dass die Schlossstraße gepflegter
wirkt als zuvor. Kleine Maßnahmen vielleicht - in
ihrer Wirkung auf das Straßenbild aber durchaus
spürbar.
Auch städtebaulich hat sich bereits etwas getan.
Gemeinsam mit der Stadt Koblenz wurde im Kreuzungsbereich
an der Casinostraße die Fußgängerzone
in Richtung Schlossrondell erweitert. Weniger
Verkehr, mehr Raum, weniger Gedränge: Diese Veränderung
ist für Anwohner und Besucher im Alltag
direkt erlebbar. Zugleich ist das nicht das einzige
Projekt, das innerhalb der fünfjährigen Laufzeit
gemeinsam mit der Stadt angestoßen wird. Im Gespräch
sind weitere Maßnahmen, etwa eine erweiterte
Beleuchtung, die die Straße vor allem in den
Wintermonaten heller und einladender machen soll.
Belebt wird die Straße auch durch Veranstaltungen:
Der Wochenmarkt findet zweimal wöchentlich statt,
der Kunsthandwerkermarkt vom 18. bis 20. September.
Neu hinzugekommen sind der Nachmittagsmarkt
„Dillemarkt“ am 11. Juni, 9. Juli, 13. August und 10.
September, der in diesem Jahr jeweils bis 20 Uhr verlängert
wird, ein italienischer Markt vom 8. bis 13.
April, der erstmals stattfindet, sowie eine Veranstaltung
zum Human Duty Day am 10. Juli. Formate wie
diese zeigen, dass die Schlossstraße gezielt neue Anlässe
schafft, um Menschen in die Innenstadt zu holen.
Daneben kümmert sich das BID um Themen, die
im Alltag oft unsichtbar bleiben - etwa die Vermittlung
leerstehender Ladenflächen oder die Vernetzung
der ansässigen Betriebe. Wer die Schlossstraße
als Ganzes stärken will, muss eben auch hinter die
Kulissen schauen.
Als nächsten Schritt plant das BID die Einführung
eines Frequenzmesssystems. Damit lässt sich künftig
genauer verfolgen, wie sich die Besucherzahlen
entwickeln und an welchen Stellen noch nachgesteuert
werden kann. Die Daten sollen eine verlässliche
Grundlage für Entscheidungen liefern, die die Straße
langfristig weiterbringen.
Zwischen Marktständen, Gesprächen und Innenstadtpublikum zeigt sich, wie der
Kunsthandwerkermarkt die Schlossstraße als lebendigen Ort zum Bummeln und
Verweilen belebt. Foto: Sarah Reuther / Fotostudio Reuther
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STADTTEIL-LIEBE
37
Wie Koblenz neue
Räume gewinnt
Leerstandsmanagerin Chantal Oberst bringt Eigentümer,
Ideen und Perspektiven zusammen
Leere Schaufenster, ungenutzte
Flächen, große Chancen: Seit fast einem
Jahr kümmert sich Chantal Oberst
darum, brachliegende Immobilien
in Koblenz wieder mit Leben zu füllen.
Im Interview spricht sie über Geduld,
gute Ideen, mutige Nutzungen und
darüber, warum Leerstandsmanagement
weit mehr ist als reine Vermittlung.
Ein Gespräch über kreative
Konzepte, überraschend engagierte
Eigentümer – und die Frage, wie die
Innenstadt von morgen aussehen
kann.
Sie sind seit fast einem Jahr
als Leerstandsmanagerin aktiv –
was war Ihr erstes Projekt,
das Sie besonders bewegt hat?
Ganz am Anfang – ich war vielleicht
zwei Monate im Job – habe ich sehr
viel Energie, Zeit und Ideen in ein
Projekt gesteckt. Es ging um ein Gebäude
mitten in der Innenstadt mit einem
Innenhof und mehreren Nutzungseinheiten.
Das steht schon lange leer, und
leider gibt es dort auch immer wieder
Probleme mit Verschmutzung. Damals
hatten wir eine konkrete Anfrage
für eine Kindertagesstätte. Das war
natürlich eine richtig schöne Perspektive
für das Gebäude – und auch
für die Innenstadt. Ich habe versucht,
darzustellen, wie sich das Objekt dafür
entwickeln könnte und welche
Möglichkeiten es gibt. Am Ende ist
daraus leider doch nichts geworden.
Trotzdem war das für mich eine unglaublich
wichtige Erfahrung. Ich
habe dabei viel gelernt – und auch gemerkt,
wie wichtig Geduld in diesem
Job ist. Im Leerstandsmanagement
braucht man die auf jeden Fall. Mit
der Eigentümerin bin ich übrigens
bis heute in Kontakt. Und ehrlich gesagt:
Die Hoffnung habe ich noch nicht
aufgegeben. Vielleicht schaffen wir es
ja irgendwann doch noch, aus dem Gebäude
etwas richtig Gutes für die Innenstadt
zu machen.
Welches Projekt oder welche
Vermittlung macht Sie bisher
besonders stolz – und warum?
Ich freue mich natürlich grundsätzlich
immer, wenn ich Anfragen von
Menschen mit tollen Ideen für die
Innenstadt bekomme. Ganz besonders
gefreut habe ich mich aber, als
Tini Schmidt, die dann letzten Herbst
ihr Geschäft „Cuplenz“ eröffnet hat,
auf mich zukam. Kurz zuvor hatte ich
mich noch mit einer Kollegin unterhalten,
dass unsere Stadt unbedingt
einen Keramikbemal-Laden braucht,
wie man ihn auch aus anderen Städten
kennt. Wochenlang waren Frau
Schmidt und ich im engen Austausch
was Leerstände und Umnutzungsmöglichkeiten
angeht. Letztendlich hat
sie dann in der Markstraße 9 das
perfekte Ladenlokal für sich gefunden
und es läuft nach wie vor richtig
gut.
Wie gehen Sie vor, wenn Sie einen
leerstehenden Laden wieder mit
Leben füllen möchten?
Wenn ich von einem Leerstand erfahre
– oder sehe, dass ein Ladengeschäft
bald frei wird – schaue ich mir zuerst
ganz genau den Standort an. Liegt er in
der Fußgängerzone oder eher in einer
Nebengasse? Wie ist die Sichtbarkeit?
Und wer befindet sich eigentlich in
der direkten Nachbarschaft? Danach
prüfe ich, ob eine der vielen Anfragen,
die ich nahezu täglich bekomme, gut
zu diesem Leerstand passen könnte.
Dabei spielt auch das Innenstadtkonzept
eine wichtige Rolle: Also zum
Beispiel die Frage, ob an diesem Standort
vielleicht eine private Kita möglich
wäre oder ein Lernort für Studierende.
Außerdem schaue ich mir natürlich
an, was die Innenstadt an dieser Stelle
noch gut gebrauchen könnte – also
welche Art von Gewerbe oder Dienstleistung
fehlt. In manchen Fällen spre-
Als Leerstandsmanagerin der Koblenz-Stadtmarketing GmbH arbeitet Chantal
Oberst daran, neue Perspektiven für ungenutzte Flächen in der Innenstadt zu entwickeln.
Foto: Koblenz-Stadtmarketing GmbH
che ich dann auch gezielt Unternehmen
an und frage, ob sie sich vorstellen können,
hier zu expandieren. Ein weiterer
wichtiger Punkt ist der Austausch mit
den Eigentümerinnen und Eigentümern.
Dabei geht es zum Beispiel darum:
Ist die geforderte Miete realistisch?
Gibt es Spielraum oder ein Entgegenkommen?
Und wie ist eigentlich der
Zustand der Immobilie – beziehungsweise
wer übernimmt mögliche Umbaukosten?
Und manchmal denke
ich auch bewusst kurzfristig: Könnte
der Leerstand vielleicht als Pop-up-
Fläche genutzt werden? Es gibt viele
tolle Start-ups, für die so eine niedrigschwellige
Möglichkeit ideal ist, um
ihr Konzept erst einmal auszuprobieren.
Und nicht selten entstehen daraus
langfristige Geschäfte für die Innenstadt.
Was hat Sie an der Zusammenarbeit
mit Eigentümerinnen, Eigentümern
oder Nutzenden positiv
überrascht?
Es gibt immer noch Eigentümerinnen
und Eigentümer, die zum Glück
nicht nur an der großen Miete interessiert
sind, sondern auch daran, dass
sich die Vermietung für die Stadt zur
Belebung lohnt. Das freut mich
dann immer ganz besonders, weil sie
auch meist diejenigen sind, die aktiv
auf mich zukommen und wirklich an
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Gab es einen Leerstand, der als
schwierig galt – und der nun eine
neue Perspektive hat?
Aktuell gibt es tatsächlich ein größeres
Projekt, das sowohl für die Innenstadt
als Gewerbestandort als auch für die
Besucherinnen und Besucher einen
großen Mehrwert bringen wird. Geplant
ist das Ganze in bester Lage
– nämlich in der Löhrstraße. Leider
kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch
nicht näher darauf eingehen, weil wir
noch kein finale Zusage haben. Aber
ich kann schon sagen: Ich freue mich
sehr, sollte es umgesetzt werden und
bin überzeugt, dass das Projekt der Innenstadt
richtig guttun wird.
Welche Branchen oder Nutzungsideen
erleben Sie aktuell als besonders
gefragt in unserer Stadt?
Besonders gefragt sind meiner Meinung
nach eher trendige Sachen wie
Süßigkeitenläden mit Produkten aus
Amerika oder Asien, Lables, die vorwiegend
Mode für ein sehr junges
Publikum herstellen, aber auch Sportangebote
wie Kletterhallen in der
Innenstadt. Alles, was nicht „mainstream“
ist, ist momentan sehr im
Trend. Vor kurzem haben wir das
Stadtmarketing in Köln besucht, da
wurde das noch mal sehr eindrucksvoll
bestätigt. Hier hat man zum Beispiel
Leerstand mitten in der City in
eine Boulderhalle umgewandelt. Das
Unternehmen möchte bald einen
zweiten Standort entwickeln.
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Was wünschen Sie sich für die
nächsten Monate – wo sehen Sie
das größte Potenzial?
Für die nächsten Monate wünsche
ich mir vor allem, dass sich unsere
digitale Plattform LeAn®, die wir
gerade einrichten, zu einem starken
Werkzeug im Leerstandsmanagement
entwickelt. Mein Ziel ist, dass
wir damit Leerstände künftig noch
schneller vermitteln – oder im besten
Fall sogar ganz vermeiden können.
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung
war bereits der bundesweite
Anwendertag am 4. März. Dazu sind
städtische Vertreterinnen und Vertreter
aus ganz Deutschland nach
Koblenz gekommen, um sich über
ihre Erfahrungen mit LeAn auszutauschen.
Wir durften Gastgeber sein
und konnten dabei auch ein konkretes
Beispiel aus der Praxis zeigen: Gemeinsam
mit dem Projektentwickler
Jan Leis haben wir den Florinsmarkt
besichtigt und konnten gemeinsam
zeigen, wie sich dieser Standort entwickeln
wird.
Der Tag an sich hat auch gezeigt, wie
wertvoll der Austausch zwischen den
Städten ist – und wie viel Potenzial
in neuen digitalen Werkzeugen für
das Leerstandsmanagement steckt.
Für mich war das ein sehr gelungener
Auftakt und ein schönes Signal,
dass Koblenz auch in diesem Themenfeld
bundesweit wahrgenommen
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Die nächste Ausgabe erscheint am 11. Juni 2026.
Anzeigenschluss ist am 21. Mai 2026.
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Radfahren in Koblenz macht
immer mehr Spaß
Die Stadt schafft die Voraussetzungen dafür: Seit einigen Jahren wird intensiv
an der Rad-Infrastruktur gebaut
„Kommen Sie rein“, begrüßt Marco
Kraus mich freundlich. Das Handy
am Ohr winkt er mich lächelnd in
den Besprechungsraum. Seine signalorange
Brille sticht sofort ins Auge.
Wie er später erzählt, ist die Farbe
bewusst gewählt: es die Farbe, mit
der Elektro Künster überall erkannt
wird. „Entschuldigung, das war meine
Frau, da musste ich ran“, sagt
Marco Kraus. Liane Kraus arbeitet
ebenso in der Firma wie Sohn Pierre,
und auch die 76-jährige Mutter
kommt noch zweimal die Woche und
erledigt administrative Dinge.
Besucher und Einwohner der Stadt
Koblenz schätzen die Lage in den
beiden Flusstälern. Für die Mobilität
bedeutet sie aber auch große
Herausforderungen – viele Verkehrsteilnehmer
konkurrieren um wenig
Platz. Lange Zeit kamen die Radfahrer
dabei schlecht weg. Doch das
änderte sich in den letzten Jahren.
Die Bürgerinitiative „Radentscheid
Koblenz“ hat einen Stein ins Rollen
gebracht, der so schnell wohl nicht
aufzuhalten ist. Entsprechend dem
Verkehrsentwicklungsplan und kla-
Fortsetzung nächste Seite
Direkt am Wasser unterwegs: Der ausgebaute Weg am Theodor-Heuss-Ufer macht
das Radfahren in Koblenz komfortabler und attraktiver.
Foto: Stadt Koblenz - Ralf Emmerich
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STADT-WERK
42
ren Entscheidungen des Stadtrates,
wird seit einigen Jahren intensiv an
der Rad-Infrastruktur gebaut. Und
die Resultate sind sicht- und fühlbar.
Das belegt der Jahresbericht zum
Radverkehr, in dem das Team um
den Radverkehrsbeauftragten der
Stadt, Tobias Weiß-Bollin, sowohl abgeschlossene
Maßnahmen als auch
Projekte in Umsetzung dokumentieren.
37 Seiten umfasst der Bericht
für das Jahr 2025 – und zeigt einige
Meilensteine.
Dazu zählt sicher der Ausbau der
Beatusstraße, die Moselstadtteile und
die Innenstadt miteinander verbindet.
Auf rund zwei Kilometern wurden
Schutzstreifen und Radfahrstreifen
eingerichtet und Einmündungen
rot markiert – das sorgt für mehr
Sicherheit und Komfort für Radfahrende.
Die wichtige Achse im Koblenzer
Radverkehrsnetz soll perspektivisch
noch weiter ausgebaut werden.
Auch entlang der Flüsse wurde einiges
verändert. Im Rahmen einer
„Qualitätsoffensive“ hat die Stadt
mehrere Abschnitte der Leinpfade
an Rhein und Mosel saniert. Insgesamt
rund fünf Kilometer der auch
touristisch wichtigen autofreien
Wege wurden in den letzten zwei
Jahren erneuert, verbreitert oder
neu asphaltiert. Die Strecken werden
auch von vielen Koblenzerinnen und
Koblenzern im Alltag genutzt.
„Nicht zuletzt die Entwicklung von
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mehr Menschen, die im Stadtgebiet
leben und arbeiten, sich dafür entscheiden,
mit dem Rad zu pendeln“,
weiß Tobias Weiß-Bollin. „Das trägt
auch viel dazu bei, dass die Akzeptanz
für die Umgestaltung recht hoch
ist. Immer mehr Menschen erkennen,
dass der Umstieg auf das Rad zu
mehr Lebensqualität führt.“
Auch an der Sicherheit im Straßenraum
wird gearbeitet. Am Peter-Altmeier-Ufer
gilt inzwischen Tempo
30, ergänzt durch geschwindigkeitsdämpfende
Maßnahmen und neue
Querungsmöglichkeiten. Durch die
Maßnahme sollen Konflikte zwischen
Autos, Radfahrenden und Fußgängern
reduziert werden. An der
Unterführung der Kurt-Schumacher-
Brücke wurde ein Bereich für den
Kfz-Verkehr gesperrt, weil es mehrfach
zu gefährlichen Begegnungen
mit Radfahrenden gekommen war.
Viele kleinere Maßnahmen sorgen
für Verbesserungen im Alltag. Einige
Einbahnstraßen wurden für Radverkehr
in Gegenrichtung geöffnet,
Bordsteine abgesenkt, Fahrbahnen
saniert und Markierungen ergänzt.
Auch organisatorische Veränderungen
– etwa die Freigabe des zentralen
Busbahnhofs am Hauptbahnhof für
Radfahrende – tragen dazu bei, das
Radfahren einfacher und sicherer zu
machen.
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pro Person
Größere Infrastrukturprojekte wie
der Ausbau der Südallee zur Fahrradstraße,
die umfassende Erneuerung
des Rad- und Gehwegs auf der
Horchheimer Eisenbahnbrücke und
natürlich der Neubau einer Rad- und
Fußgängerbrücke zwischen Goldgrube
und Rauental verbessern die Situation
der Radfahrer. Und auch bezüglich
des ruhenden Verkehrs sind
die Entwicklungen deutlich erkennbar:
2025 entstanden im Stadtgebiet
über 170 neue Fahrradstellplätze.
Der Aufwärtstrend ist messbar: Dauerzählstellen
erfassen eine stetig steigende
Zahl von Radfahrenden. Das
alles zeigt sich auch im Fahrradklima-Test
des ADFC – hier hat sich die
Stadt Koblenz in den vergangenen
Jahren deutlich nach vorne schieben
können.
Wie in den vergangenen Jahren lädt
die Stadt auch 2026 alle Bürgerinnen
und Bürger ein, die neuen Entwicklungen
im Radwegenetz kennen zu
lernen. Dafür eignet sich besonders
die dreiwöchige Klimaschutzkampagne
„Stadtradeln“, vom 24. August bis
13. September 2026. Auch eine Neuauflage
der Fahrradmesse im Rahmen
des Schängelmarktes mit neuen
und bekannten lokalen Partnern, aktuellen
Fahrradmodellen und Neuigkeiten
zum Radfahren in Koblenz ist
in Vorbereitung. Rainer Claaßen
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Wechselnde Ausstellungen der Galerie
der Künstler z. B.Vera Zahnhausen,
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Kunst ist Inklusion: Die Rhein-Mosel-Werkstatt bringt Werke von Künstlerinnen und Künstlern an besondere Orte in Koblenz – von
den Gondeln der Seilbahn bis zur begleitenden Präsentation im öffentlichen Raum. Fotos: Stephan Eismann / soluto media GmbH
Wenn Kunst
über den Rhein schwebt,
wird Inklusion sichtbar
Die Rhein-Mosel-Werkstatt will ihre kreativen Projekte weiterhin sichtbar machen
und verstärkt in die Öffentlichkeit tragen
In den Gondeln der Koblenzer Seilbahn
wurden im vergangenen Jahr
über mehrere Monate hinweg Werke
von Künstlerinnen und Künstlern
mit Beeinträchtigungen gezeigt. Eine
Aktion, die viel positive Aufmerksamkeit
erhalten hat. Die Ausstellung umfasste
28 Arbeiten in 14 Gondeln – ein
ungewöhnlicher Ort für Kunst, aber
genau der richtige, um viele Menschen
zu erreichen. Entstanden sind
die Bilder in der Rhein-Mosel-Werkstatt,
einer Einrichtung, die schon seit
Jahrzehnten für Teilhabe am Arbeitsleben
steht – nicht nur in klassischen
Beschäftigungen, sondern auch durch
die Förderung kreativer Ausdrucksformen.
zum Konzept der Persönlichkeitsentwicklung.
Die Menschen können auf
diesem Weg eigene Gedanken, Gefühle
und Perspektiven sichtbar machen –
Sprachvermögen und klassische Leistungsmaßstäbe
spielen dabei keine
Rolle. en Impuls für die Ausstellung
in der Seilbahn hatte die Prämierung
einer Arbeit des Gartenbauers Steffen
Kraas gegeben. Eines seiner Werke
war beim österreichischen Kunstpreis
„VOI fesch“ ausgezeichnet worden, und
wurde in Tirol an einer Seilbahngondel
gezeigt. So wurden die Bugafreunde
auf das Engagement der Werkstätten
aufmerksam, und sorgten für die Ausstellung
in der Koblenzer Seilbahn.
Auch wenn es kaum einen weiteren
Ort gibt, an dem sich die Kunstwerke
so eindrucksvoll präsentieren lassen –
ähnliche Projekte sind für die Zukunft
bereits in Planung. Wichtig ist den Verantwortlichen
dabei, dass die Werke
Fortsetzung nächste Seite
STADT-WERK
43
Jeden Mittwoch auf dem
Kapuzinerplatz ...
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Viele Nutzer der Seilbahn, die nicht
auf das Projekt vorbereitet waren,
zeigten sich überrascht, dass Kunst
in einer Werkstatt für Menschen mit
Behinderung eine Rolle spielt. In Koblenz
hat das allerdings schon eine
lange Tradition. In den Werkstätten
erhalten die Beschäftigten nicht nur
berufliche Qualifizierung – kreative
Angebote gehören seit vielen Jahren
STADT-WERK
44
nicht nur in Galerien zu sehen sind,
sondern mitten im öffentlichen Raum,
wo Menschen unterwegs sind – so wie
im Löhr-Center, wo die Werke im Anschluss
an die Seilbahn-Ausstellung zu
sehen waren.
Wie vielseitig die kreative Arbeit der
Rhein-Mosel-Werkstatt ist, zeigt auch
ein aktuelles Projekt mit einem ganz
anderen kulturellen Hintergrund.
Kürzlich waren Vertreter des Karnevalsvereins
„Kapuzenmänner“ aus
Koblenz-Kesselheim zu Gast in der
Werkstatt. Gemeinsam mit dem kreativen
Team der Einrichtung wurde
für ein Projekt geplant, das karnevalistische
Tradition und gelebte Inklusion
miteinander verbinden soll.
Schon beim ersten Treffen zeigte sich,
wie viele Gemeinsamkeiten es gibt:
Kreativität, Gemeinschaftssinn und
die Freude daran, Menschen zusammenzubringen.
Es wurde bereits ein
Inklusionsorden gestaltet – und die
Planungen für ein Sommerkarnevalsfest
in den Koblenzer Werkstätten laufen
bereits – das Prinzenpaar ist auf
jeden Fall auch dabei. Für die Karnevalisten
ist Inklusion dabei selbstverständlich.
„Inklusion ist bei uns kein
Schlagwort, sondern gelebte Praxis –
und zwar das ganze Jahr über“, betont
der Vereinsvorsitzende Oliver Schröder.
Auch in seinem Verein engagieren
sich Menschen mit unterschiedlichen
Voraussetzungen. „Karneval ist für alle
da.“ Noch ist nicht final entschieden,
wie das gemeinsame Projekt konkret
aussehen wird. Klar ist jedoch, dass aus
der Zusammenarbeit etwas entstehen
soll, das sowohl die kreative Energie
der Rhein-Mosel-Werkstatt als auch
den närrischen Geist des Vereins aufgreift.
Begegnungen wie diese zeigen,
wie stark Kunst und Kultur dazu beitragen
können, Menschen miteinander
ins Gespräch zu bringen.
Genau darin liegt auch die Perspektive
für die kommenden Jahre. Die Rhein-
Mosel-Werkstatt will ihre kreativen
Projekte weiterhin sichtbar machen
und verstärkt in die Öffentlichkeit
tragen – sei es durch Ausstellungen,
Kooperationen mit Vereinen oder
Aktionen im Stadtbild. Die Ausstellung
in der Seilbahn hat gezeigt, wie groß
das Interesse daran ist. Gut möglich
also, dass Kunst aus der Rhein-Mosel-Werkstatt
künftig noch öfter an
überraschenden Orten in Koblenz
auftaucht – dort, wo Menschen unterwegs
sind und Begegnungen ganz
selbstverständlich entstehen.
Rainer Claaßen
IN JEDER AUSGABE WERDEN VIER GUTSCHEINE IM WERT VON
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Wie heißt der bekannte Brunnen in der Altstadt,
der als Symbolfigur den „Schängel“ zeigt?
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KESTENHOLZ AUTOMOBIL GMBH | Beatusstraße 20 | 56073 Koblenz
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Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter des Mittelrhein-Verlages und dessen Partnerfirmen,
einschließlich Familienangehörige. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnahmeschluss ist der 16. April 2026. Die Gewinner
werden schriftlich und telefonisch benachrichtigt.
Koblenz geht ins Kino
Von Familienfilm bis Filmkunst: Unsere Empfehlungen für einen entspannten
Besuch im Kinopolis und Odeon-Apollo
SERVICE
46
Wer sich einen Kinobesuch gönnen
will, findet in Koblenz erfreulich
viel Abwechslung. Für Familien
ist „Der Super Mario Galaxy
Film“ im Kinopolis der naheliegende
Osterferientipp: Ab 1. April 2026
schickt das neue Animationsabenteuer
Mario, Luigi und ihre Freunde auf
eine Reise durch die Galaxie – bunt,
rasant und klar auf gemeinsames Familienkino
zugeschnitten.
Auch das Odeon-Apollo hat Kinder
und Eltern im Blick. Dort läuft am
19. April 2026 in der Reihe „Mein erster
Kinobesuch“ „Mullewapp – Das
große Kinoabenteuer der Freunde“
– ausdrücklich als moderierte Vorstellung
für die Kleinsten, mit angepasster
Lautstärke und gedimmtem
Licht. Ein schöner Tipp für alle, die
den ersten Kinobesuch entspannt
angehen möchten. Im Mai folgt mit
„Meine Freundin Conni – Abenteuer
mit Kranich Klaus“ ein weiterer Familientitel
im Odeon-Apollo. Der
Film startet am 9. Mai 2026; erzählt
wird von Conni, deren Eltern verreisen,
während zu Hause schon das
nächste Abenteuer wartet.
Wer es spannender mag, ist im Kinopolis
mit „Sicario“ richtig: Der Thriller
läuft dort in der Reihe „Best of
Cinema“ ab 7. April 2026 und erzählt
von einer FBI-Agentin, die bei einem
Einsatz gegen ein Drogenkartell immer
tiefer in eine undurchsichtige
Mission gerät.
Und für alle, die lieber etwas Besonderes
entdecken, setzt das Odeon-
Apollo mit dem RZ-Filmschatz einen
stilleren Kontrapunkt: Am 1. April
2026 steht dort „Sie glauben an Engel,
Herr Drowak?“ auf dem Programm.
Eine Begegnung verändert alles:
Hugo trifft Lena. Eine emotionale
Fünfte Auflage:
„Koblenz liest ein Buch“
2026 steht „Paradise Garden“ im Mittelpunkt
Foto: Drazen – stock.adobe.com
Reise voller Dunkelheit und Liebe
beginnt. Werden sie ihre Dämonen
besiegen? Beste Aussichten also für
cineastische Frühlingsabende in
Koblenz.
Koblenz macht 2026 wieder gemeinsame
Sache mit der Literatur:
Vom 5. Mai bis 25. Juni rückt bei
„Koblenz liest ein Buch“ der Roman
„Paradise Garden“ von Elena Fischer
ins Zentrum vieler Veranstaltungen
in der Stadt.
Was sonst oft allein auf dem Sofa beginnt,
wird hier zum Gemeinschaftserlebnis.
Über Wochen hinweg gibt
es in Koblenz Lesungen, Gespräche,
kreative Aktionen und besondere
Veranstaltungsorte, die das Buch in
die Stadt tragen. Wer neugierig ist,
kann dem Roman dabei nicht nur in
Veranstaltungen begegnen: An verschiedenen
Orten liegen während
des Aktionszeitraums auch Leseexemplare
zum Reinschauen aus. Initiiert
wird das Projekt vom Kulturund
Schulverwaltungsamt der Stadt
Koblenz gemeinsam mit der Buchhandlung
Reuffel. Dahinter steht die
Idee, Menschen übers Lesen zusammenzubringen,
Austausch anzustoßen
und Literatur aus dem privaten
Raum mitten ins Stadtleben zu holen.
Mit „Paradise Garden“ fiel die Wahl
auf einen Roman, der viele Themen
berührt: Es geht um Erwachsenwerden,
Verlust, Herkunft und darum,
den eigenen Platz im Leben zu finden.
Gerade deshalb bietet das Buch
viel Stoff für Gespräche und neue
Perspektiven. Der Debütroman der
Mainzer Autorin Elena Fischer erschien
2023 im Diogenes Verlag und
stand auf der Nominierungsliste für
den Deutschen Buchpreis.
Wie schon bei den vorherigen Ausgaben
lebt auch „Koblenz liest ein
Buch“ vom Mitmachen. Vereine, Initiativen,
Institutionen, Unternehmen
und engagierte Einzelpersonen sind
eingeladen, sich mit eigenen Ideen,
Lesungen oder besonderen Leseor-
ten zu beteiligen. Wer mitmachen
möchte, kann sich an das Kultur- und
Schulverwaltungsamt wenden.
Kulturdezernent Ingo Schneider
sieht in dem Projekt erneut eine große
Chance, Literatur in Koblenz sichtbar
und erlebbar zu machen. Auch
Robert Duchstein von der Buchhandlung
Reuffel betont, wie sehr Bücher
Menschen verbinden können.
Weitere Informationen
zum Projekt sowie zur
Programmplanung unter
www.koblenz.de/buch
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sind alle verfügbaren Aktionen bereits berücksichtigt. Details erfahren Sie bei uns. *Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide
harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen
allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zu den Verbrauchswerten und Energiekosten finden Sie unter www.ford.de/energie.
**Gemäß Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ist bei voll aufgeladener Batterie eine Reichweite bis zur genannten, zertifizierten elektrischen Reichweite –
je nach vorhandener Serien- und Batterie-Konfiguration – möglich. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren (z.B. Wetterbedingungen, Fahrverhalten,
Streckenprofil, Fahrzeugzustand, Alter, Zustand und Temperatur der Lithium-Ionen-Batterie) variieren.