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JOB & CHANCEN Frankfurt/Darmstadt/Wiesbaden Frühjahrs-Ausgabe 2026

Ausbildungsmagazin für Schüler*innen

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JOB & CHANCEN

Frankfurt | Darmstadt | Wiesbaden Frühjahr 2026

Special

Studium:

TOP Studiengänge

BAföG | Studienkredite |

Bewerbung:

Vorstellungsgespräch |

Assessment-Center

Start 2026:

Ausbildungs- und Studienplätze

mit QR-Codes!



REGION FRANKFURT FRÜHJAHR 2026

3

JOB & CHANCEN

AKTUELL:

News zum Thema Ausbildung & Studium 4

BEWERBUNG:

Das Vorstellungsgespräch 6

Absage – was jetzt? 9

Teamwork –oder jeder gegen jeden? 10

Fragen rund ums Vorstellungsgespräch 12

Der erste Eindruck zählt 13

SUCHE: Wo finde ich freie Studien- oder

Ausbildungsplätze?

FREIE STELLEN 2026/2027:

SPECIAL STUDIUM:

Aktuell 14

Top Studiengänge mit Zukunft 16

BAFöG – alle Infos auf einen Blick 18

Beratung Stipendien 19

Wie finde ich den richtigen Studienkredit? 20

Studium im Ausland 22

F+U Fachschulzentrum Darmstadt 23

Deutsche Flugsicherung 24

Kita Frankfurt 26

Landesärztekammer Hessen 28

Ludwig Fresenius Schulen 29

Volunta 34

SERVICE:

Bücher, Spiele, APPs 30

ZUKUNFT & CHANCEN:

Traumjob Influencer? 33

www. job-und-chancen.de


4

AKTUELL

Wenn KI das Denken

ersetzt

Neben Sicherheits- und Datenschutzfragen

weisen Experten zunehmend auf

mögliche psychische Auswirkungen der

KI-Nutzung hin. Studien aus dem arbeitsund

gesundheitswissenschaftlichen Umfeld

zeigen, dass Chatbots nicht nur fehlerhafte

oder widersprüchliche Informationen

liefern, sondern bei intensiver

Nutzung auch die kognitiven Fähigkeiten

junger Menschen beeinflussen. Zu

den möglichen Folgen gehören eine verminderte

Gedächtnisleistung sowie Einschränkungen

bei der Kreativität.

Eure Meinung – Social-Media-Verbot?

Schutz ja – Pauschalverbote nein!

Während Politik und Gesellschaft über mögliche Social-Media-Verbote für Minderjährige

diskutieren, liefert eine bundesweite Befragung von 1.589 Jugendlichen

zwischen 11 und 18 Jahren ein differenziertes Bild: Junge Menschen erkennen

Risiken klar, lehnen jedoch pauschale Verbote mehrheitlich ab.

Social Media ist zentraler Kommunikations- und Entscheidungsraum

Über 75 Prozent der Befragten nutzen soziale Netzwerke täglich zwischen zwei und sechs

Stunden, weitere 8 Prozent der Befragten sogar über sechs Stunden. Die Plattformen Instagram,

TikTok und Snapchat werden von einer deutlichen Mehrheit häufig genutzt.

Social Media ist nicht nur Freizeitkanal, sondern Informations-, Kommunikations- und

Identitätsraum. Konsum- und Lifestyle-Entscheidungen – insbesondere in Bereichen wie

Reisen, Mode und Freizeitgestaltung – werden maßgeblich durch Inhalte und Empfehlungen

in den sozialen Netzwerken beeinflusst.

Was tun?

• Frage dich, wofür du KI nutzt und

welche Erfahrungen du damit

machst.

• Kritisches Denken! KI kann Fehler machen,

Antworten immer überprüfen.

• Grenzen setzen: Klare Regeln zur

Nutzungsdauer und zu erlaubten

Anwendungen helfen, Abhängigkeiten

zu vermeiden.

• Privatsphäre schützen: Persönliche

Daten, Probleme oder Fotos haben

nichts in Chatbots zu suchen.

• Menschlichen Austausch stärken:

Echte Gespräche mit Eltern, Freunden

und Lehrern helfen.

Quelle: ESET Deutschland GmbH

Verbote würden umgangen – Regulierung wird akzeptiert

47 Prozent geben an, ein mögliches Verbot umgehen zu wollen. Nur rund 26 Prozent würden

sich daranhalten. Gleichzeitig sprechen sich über 60 Prozent für stärkere Regulierung

aus – insbesondere gegen Hassrede (85 %), Falschinformationen (79 %), manipulative Mechanismen

wie endloses Scrollen (41 %), gesundheitsgefährdende Inhalte wie Vapes oder

Drogen (72 %).

Wirtschaftliche Relevanz der Debatte

Eine restriktive Regulierung hätte nicht nur gesellschaftliche, sondern auch wirtschaftliche

Auswirkungen. Social Media ist heute ein zentraler Marketing- und Kommunikationskanal

für Unternehmen mit junger Zielgruppe.

„Wer junge Menschen erreichen will, muss ihre Lebensrealität verstehen. Eine pauschale

Abschaltung zentraler Kommunikationsräume würde auch Marktmechanismen verändern“,

so Peter Schuto von ruf Jugendreisen.

Die Studie legt nahe: Nachhaltige Antworten liegen in Medienkompetenz, Plattformverantwortung

und klaren Regeln – nicht in Verboten, die an der Praxis vorbeigehen.

Quelle: ruf Jugendreisen

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AKTUELL 5

Rückenwind für die Reisebranche:

Fachkräfte haben beste Aussichten

Wer schon immer davon geträumt hat, beruflich die Welt zu entdecken und anderen dabei

zu helfen, unvergessliche Reiseerlebnisse zu schaffen, für den könnte der Beruf der

Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen genau das Richtige sein. In einer Branche,

die Menschen zusammenbringt und Träume wahr werden lässt, eröffnen sich vielfältige

Karrierechancen mit echten Zukunftsperspektiven.

Von der Beratung bis zur Buchung: ein Beruf voller Abwechslung

Tourismuskaufleute sind die Architekten unvergesslicher Reiseerlebnisse. Sie jonglieren

geschickt zwischen Kundenträumen und praktischen Lösungen: Heute beraten sie eine

Familie bei der Planung des perfekten Sommerurlaubs, morgen organisieren sie eine

komplexe Geschäftsreise nach Asien. Dabei sind sie nicht nur Reiseexperten, sondern

auch Kaufleute mit Zahlenverständnis, denn von der Preiskalkulation bis zur Gewinnberechnung

gehört alles zum Handwerk. Ob im klassischen Reisebüro, bei internationalen

Fluggesellschaften, innovativen Online-Reisevermittlern oder im dynamischen Geschäftsreise-Management

– die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Reiseziele selbst.

Eine Branche mit Rückenwind und Aufstiegschancen

Trotz digitaler Revolution bleibt der persönliche Touch gefragt: Reisebüros vor Ort reagieren

clever auf den Wandel und kombinieren traditionelle Beratung mit modernen Online-

Services. Qualifizierte Fachkräfte haben daher beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Nach dem Berufsabschluss stehen ihnen alle Türen offen und sie können sich zum Tourismusfachwirt

oder Betriebswirt in Touristik und Reiseverkehr weiterbilden.

Quelle: IBB Institut für Berufliche Bildung AG

Starkes Handwerk sucht junge Köpfe

Die Zahl der Auszubildenden mit Abitur oder Fachhochschulreife ist deutlich gestiegen:

730 Neuverträge bedeuten ein Plus von 17,4 Prozent. Unser Fokus auf die Berufsorientierung

an Gymnasien trägt Früchte. Das Handwerk überzeugt mit Sinn, Sicherheit, guten

Verdienst- und hervorragenden Aufstiegschancen.

2025 starten die meisten Azubis klassischerweise im Kfz-Handwerk (539), in der Sanitär-

Heizungs- und Klimatechnik (452) sowie der Elektrotechnik (423). Friseurinnen und Friseure

verzeichneten mit 43 zusätzlichen Neuverträgen (insgesamt 332) den größten Zuwachs.

Auch die Bau- und Ausbaugewerke entwickeln sich positiv: Mehr junge Menschen

beginnen eine Ausbildung als Maurer/in (+8, 31), Straßenbauer/in (+10, 37), Beton- und

Stahlbetonbauer/in (+5, 38) sowie Stuckateur/in (+19, 76). Besonders erfreulich: Immer

mehr junge Frauen finden ihren Weg ins Handwerk – ihre Zahl stieg leicht auf 845, das

sind neun mehr als im Vorjahr.

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6 BEWERBUNG

Das Vorstellungsgespräch:

kein Grund zur Panik

„... und laden wir Sie ganz herzlich zu einem persönlichen Gespräch am kommenden Donnerstag…“ Geschafft!

Geschafft? Was kann jetzt noch schief gehen? Allerhand! Auf den ersten Jubel und die Begeisterung über diese

gute Nachricht folgen häufig Unsicherheit, Zweifel oder sogar nackte Panik.

Das Vorstellungsgespräch dient dem Betrieb dazu, einen persönlichen

Eindruck von Ihnen zu bekommen. Mit anderen Worten:

Man kann sich durchaus vorstellen, Sie einzustellen, ist

sich aber noch nicht ganz sicher. Auf das Unternehmen, seine

Produkte oder Dienstleistungen, Ihre besonderen Gründe für

Ihre Bewerbung und z.B. die Konkurrenz haben Sie sich bereits

vor der Bewerbung vorbereitet – frischen Sie diese Informationen

auf oder überprüfen Sie sie noch einmal, z.B. im Internet.

Im Vorstellungsgespräch geht es

außerdem um Sie als Persönlichkeit:

Wie verhalten Sie sich? Sind

Sie eher offensiv oder zurückhaltend?

Können Sie sich gewählt

und verständlich ausdrücken? Beherrschen

Sie die Grundregeln der

Höflichkeit? Wissen Sie, was sie

wollen oder ist der Termin für Sie

nur einer unter vielen? Können Sie

zuhören? Sind Sie vorbereitet, motiviert

und strukturiert oder lassen

Sie sich einfach überraschen, was

auf Sie zukommt?

Sie müssen in diesem Gespräch

für sich werben und sich verkaufen

– aber nicht den Showmaster

geben. Seien Sie natürlich, bleiben

Sie ruhig.

Vorbereitung

GUT ZU WISSEN:

Sie haben die ersten Auswahlverfahren erfolgreich überstanden

und jetzt will man Sie näher kennenlernen. Das geht am besten in

einem persönlichen Gespräch.

Ihre Gesprächspartner sind sich im Klaren darüber, dass Sie sich

um einen Ausbildungsplatz bewerben und nicht um den Vorstandsposten

– niemand wird Wunderdinge von Ihnen erwarten.

Sie gehen zu einem Vorstellungsgespräch – nicht zu „Wer wird

Millionär?“. Sie können sich vorbereiten.

Also: kein Grund zur Panik!

bei einer Verschiebung ableiten, welche Prioritäten Sie (derzeit)

setzen – und da sollte der Ausbildungsplatz natürlich ganz oben

stehen. Dass Sie den Termin nicht verpassen, versteht sich

von selbst. Das Gespräch beginnt für Sie gedanklich (und praktisch)

spätestens am Vortag. Eine durchgefeierte Nacht und der

anschließende „Dicke Kopf“ sind nicht die ideale Vorbereitung

auf dieses wichtige Gespräch. Also rechtzeitig ins Bett und ausschlafen.

Kleider machen Leute

Bestätigen Sie den Termin. Ein paar Zeilen per Mail („Vielen

Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch am/um. Ich

freue mich auf das Gespräch!“) oder ein Anruf zeigen, dass Sie

am Thema dran sind. Und geben dem Unternehmen die Sicherheit,

dass die Einladung auch bei Ihnen angekommen ist.

Verschieben Sie den Termin möglichst nicht! Der Betrieb wird

Über 50 % des ersten Eindrucks werden von der äußeren Erscheinung

bestimmt, ca. ein Drittel von Klang und Tonfall der

Stimme, der magere Rest vom Inhalt des Gesagten. Eigentlich

jedes Outfit, das die Zugehörigkeit zu einer Gruppierung oder

eine bestimmte Einstellung oder Haltung zeigt oder vermuten

lässt, ist nicht angebracht. Ob es sich dabei um Streetwear

oder Bomberjacke und Springerstiefel handelt – ab

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BEWERBUNG 7

damit in den Schrank! Auch Highheels, bauchfreie Tops oder

Miniröcke sind nicht geeignet.

Das Unternehmen sieht in Ihnen einen (zukünftigen) Repräsentanten

– entsprechend sollten Sie sich kleiden (und

stylen). Je nach Branche oder angestrebtem Beruf

sind die Anforderungen recht unterschiedlich:

Banken, Versicherungen, Anwaltskanzleien

und viele verkäuferische Berufe bzw.

Tätigkeiten mit direktem Kundenkontakt haben

eher konservative Erwartungen. Anzug oder

eine Kombination aus Sakko und Hose, gebügeltem

Hemd mit Krawatte bzw. Kostüm und

Bluse sind die richtige Wahl. Und je

höher der angestrebte Abschluss bzw. die Karriereaussichten

sind, umso eher sollten Sie Ihr Outfit

an das zukünftige berufliche Umfeld anpassen.

Auf der anderen Seite erwartet niemand,

dass Sie ein Vorstellungsgespräch für

eine handwerkliche Ausbildung im Maßanzug

antreten – eine Hose in Kombination

mit Hemd oder Pullover ist in

Ordnung.

TIPP: Schauen Sie sich einmal an

einem normalen Arbeitstag an,

in welcher Kleidung die Mitarbeiter

Ihrer zukünftigen Firma zur

Arbeit erscheinen oder wie die Firma ihr

Personal im Internet oder in Broschüren

darstellt; so bekommen Sie einen ersten

Eindruck vom Dresscode.

Dass es in kreativen Branchen oder Unternehmen

wie Medien, Werbeagenturen oder

Onlineprovidern lockerer oder toleranter

zugeht, ist übrigens ein Gerücht: Wer dort

wie ein Pausenclown, übertrieben modisch

gekleidet oder extrem durchgestylt

antritt, verbessert seine Chancen keinesfalls.

Jeder Personalchef wird sich fragen:

„Was wollen Sie betonen bzw. erreichen?“

Oder noch schlimmer: „Was wollen Sie

verstecken?“ bzw. „Wovon wollen Sie ablenken?“

Ganz wichtig: Verkleiden Sie sich

nicht! Wer noch nie in seinem Leben eine Krawatte

gebunden hat, wird sich im Anzug mit

Weste und nagelneuen, aber drückenden Schuhen

nicht wirklich wohlfühlen – und das sieht

man Ihnen dann an. Wählen Sie dann besser

einen Kompromiss: Jeans und Jackett, vielleicht

ohne Krawatte, können eine Alternative sein.

Grundsätzlich gilt, dass natürlich alles sauber und

gepflegt ist, also nicht nur frisch gewaschen, sondern

gebügelt, Schuhe geputzt usw. Beim Haarstyling

ist weniger mehr, ebenso bei Parfum und

Aftershave. Gegen Stress vor dem Gespräch hilft

angeblich eine Kippe – besser, Sie unterdrücken

diesen Drang bis nach dem Termin.

Zurückhaltung ist auch beim Schmuck und

beim Griff in den Schminkkoffer angesagt. Wird

ein Knopf im Ohr oder ein dezenter Ring akzeptiert,

sollten alle sichtbaren Piercings, soweit

möglich, entfernt werden. Gegen sichtbare

Tätowierungen (Gesicht, Hals, Hände und Unterarme)

sowie dauerhafte Piercings und Brandings fällt

uns allerdings auch nichts ein.

Und sonst

Zum Vorstellungsgespräch bringen Sie auf jeden Fall einen Satz

Kopien Ihrer kompletten Bewerbungsunterlagen, die Einladung

zum Gespräch, die Telefonnummer der Firma, Schreibzeug und

Ihr Handy mit. Nicht schaden kann ein Textmarker sowie Taschentücher.

Und das Ganze in einer Mappe oder Aktentasche

– nicht in einer Plastiktüte oder sogar lose in der

Hand.

Anfahrt

Dass Sie auf gar keinen Fall zu spät kommen, ist ebenfalls

eine Selbstverständlichkeit. Informieren Sie sich

rechtzeitig über die genaue Anreise mit öffentlichen

Verkehrsmitteln oder dem eigenen

Fahrzeug (dazu gehört auch die Parkplatzsituation).

Zugverspätungen, verpasste Busse

oder der überraschende Stau auf der B-

Sonstnochwas werden als Entschuldigung

kaum akzeptiert. Also planen Sie ausreichend

Zeit ein und fahren Sie entsprechend

früh los – gehetzt anzukommen

ist schließlich nicht ideal.

Gibt es dennoch eineVerzögerung: Melden

Sie sich in diesem Fall – ein kurzer

Anruf schafft bei allen Beteiligten Klarheit

und ist mehr als höflich.

Es geht los

Vorstellungsgespräche folgen mehr oder weniger

einem immer gleichen „roten Faden“. Zu

Beginn werden Sie begrüßt – grüßen Sie zurück.

Streckt man Ihnen eine Hand entgegen,

greifen Sie zu. Bedanken Sie sich für die Einladung

zum Gespräch. Das Gespräch beginnt

mit Small Talk – gegenseitiger Vorstellung der

anwesenden Personen, das Wetter, Ihrer Anreise.

Achten Sie auf die Namen der Personen,

die Ihnen vorgestellt werden – haben Sie einen

Namen nicht oder nicht richtig verstanden,

fragen Sie sofort nach! Fast alle Menschen reagieren

extrem empfindlich, wenn Sie falsch

angesprochen werden – Mitarbeiter in Personalabteilungen

sind auch nur Menschen. Mitunter

folgt dann eine Präsentation des Unternehmens

– machen Sie sich Notizen, wenn

Sie Fragen dazu haben.

Und erkundigen Sie sich, wann diese Fragen

beantwortet werden. Grundsätzlich ist das

Bewerbungsgespräch ein möglichst aktiver

Dialog – Sie müssen und sollen zwar eine

Menge Fragen beantworten, zeigen jedoch

mit den richtigen eigenen Fragen, dass Sie

sich Gedanken gemacht haben bzw. dem

Gespräch aufmerksam folgen.

Der dann folgende Teil dient zum einen der

Information, zum anderen will Ihr zukünftiger

Arbeitgeber wissen, ob Sie gut vorbereitet

sind. Auch wenn Sie Ihren Werdegang,

Ihre schulische Situation und z.B. Ihre

Hobbies bereits im Lebenslauf angegeben

haben, erläutern Sie das auf entsprechende

Fragen noch einmal. Bleiben

Sie dabei knapp und präzise.

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8 BEWERBUNG

zum angestrebten Job haben. Ihre Stärken und Schwächen haben

Sie bereits vor der Entscheidung für einen bestimmten Berufszweig

analysiert, oder?

Achtung: Männer neigen bei der Selbsteinschätzung eher

zu Übertreibung, während sich Frauen eher zurückhalten –

versuchen Sie, dies möglichst zu berücksichtigen. Spätestens

jetzt müssen Sie auch „Dellen“ in Ihrem Lebenslauf erklären

oder geradebügeln.

„Haben Sie noch Fragen?”

Die „Knackpunkte“

Jetzt beginnt das eigentliche Vorstellungsgsgespräch, man

stellt Ihnen Fragen wie: „Warum wollen Sie... werden?“, Warum

wollen Sie diesen Beruf ausgerechnet in unserem Betrieb lernen?“

oder „Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?“.

Überlegen Sie sich rechtzeitig Antworten auf diese Fragen

– sie kommen garantiert. Bleiben Sie dabei immer sachlich

und ehrlich – man will unter anderem erfahren, ob und wie Sie

sich selbst einschätzen können. Versuchen Sie, jeder Schwäche

möglichst eine Stärke gegenüber zu stellen.

Zum Ende des Gespräches werden Sie garantiert gefragt, ob

Sie selbst noch etwas wissen wollen. Ja, wollen Sie – aber nur,

wenn es wirklich offene Punkte sind. Natürlich ist es sinnvoll,

sich bereits vor dem Gespräch ein paar interessante Fragen zum

Unternehmen selbst oder zur Ausbildung zu überlegen. Stellen

Sie diese Fragen aber nur, wenn sie nicht bereits beantwortet

sind – sonst wird man Ihnen schnell mangelnde Aufmerksamkeit

unterstellen. Und verzichten Sie auf Belanglosigkeiten – wann

der Arbeitstag morgens beginnt und wie die Pausenregelung ist,

erfahren Sie noch früh genug.

Im Zweifel fragen Sie einfach, wie es jetzt weitergeht bzw. wann

Sie wieder vom Unternehmen hören werden. Zum Ende des

Gesprächs bedanken Sie sich noch einmal und verabschieden

sich.

Und prüfen Sie, welche Stärken und Schwächen einen Bezug

TIPPS & STOLPERFALLEN

Jemanden zu unterbrechen, ist generell unhöflich.

Antworten Sie präzise, aber weder

zu ausschweifend noch nur mit „Ja“ oder

„Nein“. Reden Sie nicht zu schnell – Sie haben

ausreichend Zeit und wollen nicht den

Eindruck erwecken, dass Ihnen die Situation

insgesamt unangenehm ist.

Sollten Sie gefragt werden, ob Sie nervös

sind, antworten Sie ehrlich. „Ja, ein bisschen

schon“ nimmt Ihnen jeder ab und niemand

übel, während „Nein, überhaupt nicht“ kaum

glaubwürdig ist, wenn Sie gerade Ihre Fingernägel

bis auf das Nagelbett abknabbern.

Auf die Frage, ob Sie sich auch bei anderen

Unternehmen beworben haben, sollten Sie

einige ausgewählte Firmen parat haben.

Es wird niemanden überraschen, dass Sie

nicht „alles auf eine Karte“ bzw. einen einzigen

Ausbildungsplatz setzen. „Schon mehr

als 100, und zwar bei so ziemlich jeder Firma

in meiner Stadt“ ist aber eindeutig die falsche

Antwort auf diese Frage.

Übung macht den Meister

Scheuen Sie sich nicht, das Bewerbungsgespräch mit

einem Freund oder den Eltern regelrecht zu trainieren! Zum

einen be-kommen Sie ein Feedback, ob Ihre Argumentation

und Antwor-ten „sitzen“ und Sie dabei glaubwürdig wirken.

Zum anderen gewinnen Sie einfach an Sicherheit, wenn Sie

diese für Sie neue Situation regelrecht „durchspielen“ – jeder

Schauspieler macht vor der ersten Vorstellung nichts anderes.

Das hört sich erst mal blöd an, funktioniert aber – versuchen

Sie es einfach einmal!

Eine Checkliste als PDF zum Download

gibt es auf www.job-und-chancen.de

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BEWERBUNG 9

Noch eine Absage?

Da haben Sie viel Zeit und Mühe in Ihre Bewerbungsunterlagen gesteckt, genau geprüft, ob das Unternehmen

für Sie in Frage kommt, das Anschreiben ist natürlich exakt auf den Ausbildungsplatz abgestimmt und dann

das: Eine Absage – was jetzt?

Ganz wichtig: Kopf hoch!

Eine oder mehrere Absagen sind die Regel – aber das muss

gar nicht an Ihnen liegen. Liest man sich die Absage nach dem

ersten Frust genauer durch, fällt schnell auf, dass häufig nicht

viel drin steht. Ein paar Floskeln, gute Wünsche für das weitere

Berufsleben und das war’s – nicht gerade hilfreich. Die Chance,

direkt aus Fehlern zu lernen, weil die Bewerbungsmappe vielleicht

doch Mängel hatte oder die Qualifikation einfach nicht

ausreicht, besteht also nicht mehr.

Denn ein „vergammeltes“ Jahr im Lebenslauf verbessert Ihre

Chancen auf einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr auf keinen

Fall. Achtung: Das „Jobben“ in der Kneipe, im Getränkemarkt

oder wo auch immer bringt zwar Geld in die Kasse, kann

aber im Vergleich mit den o.a. Alternativen nur die schlechtere

Wahl sein – damit überzeugen Sie nämlich keinen Personaler bei

der Bewerbung im nächsten Jahr. Noch schlechter ist nur, gar

nichts zu tun.

Also ab damit in die Mülltonne? Im Prinzip ja – aber: Schauen

Sie sich Ihre Unterlagen noch einmal besonders kritisch an.

Keine Fehler erkennbar? Überzeugendes Anschreiben? Vollständige

und saubere Mappe ggfls. mit vernünftigem Foto?

Wurde Ihnen bereits vor einem persönlichen Vorstellungsgespräch

abgesagt, bedeutet dies in der Regel: Entweder, Sie

erfüllen die geforderte Qualifikation nicht – Schulabschluss,

Prüfungsfächer, Noten usw. oder das Unternehmen ist der

Meinung, dass Sie einfach nicht „passen“. Klingt platt, ist aber

enorm wichtig. Unternehmen suchen in der Regel nämlich nicht

die besten Bewerber:innen aus, sondern diejenigen, die vermeintlich

am besten zum Unternehmen passen! Und das ist ein

Riesenunterschied: Wer eine Absage bekommt, ist nämlich nicht

automatisch schlechter, sondern nur anders. Dazu kommt: In

Personalabteilungen arbeiten auch nur Menschen. Natürlich ist

der Auswahlprozess in der Regel strukturiert, letztendlich ist die

Auswahl immer auch subjektiv – niemand kann allen gefallen.

Häufen sich die Absagen, sollten Sie allerdings, z. B. mit Hilfe der

Berufsberater der Arbeitsagentur, Ihren Berufswunsch prüfen –

nur weil viele Freunde und Klassenkameraden die gleiche Ausbildung

anstreben, muss das nicht auch für Sie die erste Wahl sein.

Nicht anders verhält es sich, wenn Ihnen erst nach einem

Vorstellungsgespräch oder einem Assessment-Center abgesagt

wird: andere Bewerber waren einfach besser – das passiert im

Leben und lässt sich nicht ändern.

Nicht aufgeben

Viel wahrscheinlicher: Andere Bewerber haben besser oder anders

überzeugt. Auch hier gilt: Damit müssen Sie leben. Aber Sie

dürfen nicht resignieren – eine Absage sagt nichts über Sie als

Person, Ihren Charakter, Ihre menschlichen Stärken und Schwächen

aus. Versuchen Sie, sich noch einmal genau an das Gespräch

zu erinnern: Wie war die Atmosphäre insgesamt? Waren

Ihnen der oder die Gesprächspartner sofort sympathisch oder

nicht? Waren Ihnen bestimmte Fragen unangenehm oder wurden

Sie überrascht und hatten nicht gleich eine Antwort parat? Das

können Indikatoren für die Absage sein – müssen es aber nicht.

Rückt der traditionelle Ausbildungsbeginn August/September mit

Riesenschritten näher und Sie haben zwar einen ganzen Stapel

Absagen, aber nicht einen einzigen Termin für eine persönliche

Vorstellung in Aussicht, hilft nur eines: Blick nach vorn! Jetzt

ist es spätestens Zeit, sich zügig Gedanken über eine Alternative

zu machen – Stichwort Freiwilliges Soziales Jahr, Praktikum,

Berufsvorbereitendes Jahr, Auslandsaufenthalt, Einstiegsqualifizierung.

Auch hier helfen die Berater der Agentur für Arbeit.

Der Absagen-Survival-Guide

Absagen sind das Normalste der Welt – suchen Sie in

Ihrem Umfeld mal jemanden, der noch keine Absage

bekommen hat! Ein paar Tipps, die den Umgang erleichtern:

• Absagen sind nicht persönlich gemeint – ein kurzer Blick

in die Bewerbungs-Mappe reicht manchmal schon. Das ist

unfair, aber nicht zu ändern.

• Absagen sagen nichts über Ihre Person aus – schließlich

kennt das Unternehmen Sie ja gar nicht.

• Absagen sagen nicht immer etwas über Ihre Qualifikation

aus – Unternehmen suchen die am besten Passenden, nicht

die besten Bewerber.

• Selbstkritik hilft: Passt mein Berufswunsch? Waren die Bewerbung

und/oder das Vorstellungsgespräch wirklich überzeugend?

• Selbstzweifel sind aber nicht angebracht – kein Grund, den

Kopf in den Sand zu stecken!

• Wenn die Absagen sich häufen: Rechtzeitig Alternativen

prüfen – ein Jahr lässt sich auch ohne Ausbildung sinnvoll

(FSJ/BFD?) oder weniger sinnvoll („Chillen“) nutzen.

KLEINER TIPP FÜRS EGO: Ist das wirklich die Firma, in der Sie

unbedingt arbeiten wollen? Immerhin haben die Ihnen abgesagt.

Ohne überhaupt zu wissen, was ihnen entgeht…

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10 BEWERBUNG

Teamwork oder jeder gegen jeden?

Nicht selten setzen Unternehmen bei der Personalauswahl ein Assessment-Center (AC – von englisch to

assess = beurteilen, auf deutsch etwa Beurteilungszentrum) ein. Nicht immer werden Sie zu einem Assessment-Center

eingeladen – Auswahl- oder Bewerberseminar sind ebenfalls gängige Namen. Aber was passiert

dort? Und warum?

Kurz gesagt: Man setzt Sie unter Druck.

Allein oder in der Gruppe bekommen Sie

unterschiedlichste Aufgaben gestellt,

die im Kern nur eines gemeinsam haben:

Sie sind in der Regel nicht oder in

der zur Verfügung stehenden Zeit nicht

vollständig zu lösen. Und was soll das?

Stress erzeugen. Im AC wird simuliert,

wie Sie sich unter Stress verhalten und

reagieren. Die gestellten Aufgaben rücken

dabei in den Hintergrund – wie viel

Quadratwurzeln Sie in 5 Minuten ziehen

oder welche amerikanischen Bundesstaaten

Sie auf einer Landkarte eintragen

können, ist nebensächlich. Die Beobachter,

die sich übrigens immer im

Hintergrund halten, interessieren ganz

andere Dinge: Wie verhalten Sie sich,

wenn Sie eine Aufgabe nicht lösen können?

Wie reagieren Sie, wenn Sie feststellen,

dass die Zeit knapp wird oder

merken, dass Sie einen Fehler gemacht

haben? Es geht also darum, wie Sie mit

Problemen und Druck umgehen – egal,

ob Sie allein im AC sind oder in einer

Gruppe.

Eine beliebte Übung ist z.B. die Postkorb-

Aufgabe („Sortieren Sie diese Eingangspost

nach „Wichtig“, „Unwichtig“, „Sofort

erledigen“ und „Liegen lassen“):

Wie viel Post Sie am Ende der (immer

zu knappen) Zeit sortiert haben, ist fast

Nebensache. Aber: Wie sind Sie vorgegangen?

Systematisch? Alphabetisch?

Nach dem Zufallsprinzip? Haben Sie

sich an Ihr System gehalten? Oder in der

Hektik den roten Faden verloren? Haben

Sie vielleicht mittendrin Ihr System geändert?

Oder alles wieder zusammengeworfen,

um von vorn anzufangen?

Worauf kommt es im AC an?

Wie gesagt, die Allgemeinbildung

oder das Fachwissen stehen nicht

im Mittelpunkt. Die psychologisch

geschulten Beobachter achten

auf Ihre zwischenmenschlichen

Kommunikationsfähigkeiten, auf

bereits erkennbare Führungsqualitäten,

auf die Selbstdarstellung

und Ihre Interaktion mit anderen.

Bei Gruppenübungen wird auf diese Dinge

besonders geachtet:

Wie kommt die Gruppe zu einer Lösung?

Wird demokratisch diskutiert oder zwingt

ein Teilnehmer dem Rest seine Meinung

auf? Wer bestimmt die Diskussion und wer

hält sich im Hintergrund? Wer trägt zur

Problemlösung bei und wer stört nur mit

seinen Beiträgen? Wer ändert ständig seine

Meinung und wer ist überhaupt nicht zu

überzeugen? Wer übernimmt welche Rolle

in der Gruppe?

Wesentliche Kriterien sind:

• Verhandlungsgeschick

• Rhetorische Fähigkeiten

• Belastbarkeit und Ausdauer

• Geduld

• Einfühlungsvermögen/Empathie

• Kritikfähigkeit

• Eigeninitiative

• Problemorientierung

Sie sehen, es geht um Sie als Person oder

Persönlichkeit – aus dem Abschlusszeugnis

sind diese Fähigkeiten oder Charakterzüge

nicht herauszulesen.

Es gibt einige gern eingesetzte Mittel, um

Stress während des AC aufzubauen oder

den Druck weiter zu erhöhen – hier einige

Beispiele:

• Das Thema, auf dass Sie sich 30

Minuten für eine Präsentation vorbereitet

haben, wird direkt vor der

Präsentation durch ein neues ersetzt.

• Aus 10 Minuten Präsentationszeit

werden 3 Minuten (oder 30 Minuten;

das Ziel ist das Gleiche).

• Statt Beamer und PC haben Sie nur

ein Flipchart.

• Mitten im Rollenspiel / in der Gruppendiskussion

werden die Standpunkte

vertauscht – Sie müssen aus

dem Stehgreif die exakt gegenteilige

Position vertreten.

Kaum ein AC gleicht dem anderen – das

hängt mit der Vielzahl von Methoden und

Übungen, aber auch mit der Anzahl der

Testpersonen und den vom Unternehmen

favorisierten Kriterien und Erkenntnissen

über die Kandidaten zusammen.

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BEWERBUNG 11

Häufige Bestandteile:

• strukturierte Interviews

• Gruppenaufgaben, oft mit

anschließender Präsentation der

Ergebnisse

• die oben geschilderte Postkorbübung

oder ähnliche Simulationen

• Rollenspiele (sie sind Kunde

oder Verkäufer oder…)

• Präsentationsaufgaben, einzeln

oder in Kleingruppen

• schriftliche Persönlichkeits- und

Leistungstests mit Zeitlimits

Dauert das AC länger und wird von

einer Mittagspause unterbrochen oder mit

einem gemeinsamen Essen abgeschlossen,

gehört das Essen zum Test! Hier geht

es zwar nicht um den Stress beim Kampf

mit der Hummerzange – Ihre Tischmanieren

werden aber genauso aufmerksam

registriert wie Ihr Small-Talk. Also definitiv

der falsche Zeitpunkt, jetzt über andere

Teilnehmer abzulästern oder den ganzen

Test als solchen in Frage zu stellen.

Kann ich mich vorbereiten?

Die natürliche Reaktion eines Menschen

auf starken Stress ist Flucht oder Angriff

– dieser Instinkt ist angeboren. Auf genau

diesen Reflex setzt ein AC im Prinzip –

und dagegen können Sie erst einmal überhaupt

nichts tun. Die oben genannten Kriterien,

auf die bei einem AC geachtet wird,

können Sie allerdings innerhalb einer

gewissen Bandbreite trainieren – egal ob

Ausdauer, Belastbarkeit oder Ihre Rhetorik.

Innerhalb einer gewissen Bandbreite

bedeutet das, dass noch so viel Training

aus einem introvertierten und schüchternen

Menschen keine „Rampensau“ macht,

die aus dem Stehgreif zum umjubelten

Mittelpunkt jeder Reisegruppe wird.

Und wer sich selbst für die Krönung der

Schöpfung hält, kann zwar an seinem

Einfühlungsvermögen und seiner Fähigkeit

zur Selbstkritik arbeiten – zum zurückhaltenden

Vermittler mit Fingerspitzengefühl

in sensiblen Situationen ist es

aber ein sehr weiter Weg.

Tipps für Teilnehmer:

• Ruhig bleiben. Der Stress ist gewollt,

der Zeitdruck Teil der Methode – alle

Aufgaben zu lösen ist schlicht unmöglich.

• Nicht schauspielern. Es geht

um Ihren Charakter und um Ihre

Persönlichkeit – Teile von Ihnen,

die zu Ihnen „da-zugehören“.

Bleiben Sie natürlich –

alles andere entdecken die Beobachter

sowieso.

• Keine Panik. Die anderen Teilnehmer

haben den gleichen Stress – Sie

sind also sicher nicht der einzige, der

„unter Strom steht“.

• Nicht „festbeißen“. Kommen Sie bei

einer Aufgabe überhaupt nicht weiter,

nehmen Sie die nächste in Angriff,

statt verzweifelt nach einer Lösung

zu suchen – so sammeln Sie auf

jeden Fall mehr Punkte. Sollten Sie am

Ende noch Zeit haben, können Sie die

fiese Nuss“ immer noch knacken.

• Cool bleiben. Lassen Sie sich bei den

Diskussionen nicht von der Gruppendynamik

mitreißen – es geht um den

Weg zur Lösung. Ob die Lösung von

Ihnen kommt, ist nebensächlich. Konkret

bedeutet das, dass die gestellte

Aufgabe sinnlos sein kann („Wieviel

Zeit hat der Weihnachtsmann am

Heiligabend pro Kind?“) – konzentrieren

Sie sich lieber auf die Schritte,

die zu einer (theoretischen) Lösung

führen könnten.

• Höflich bleiben. Im Eifer des Gefechts

nicht die Fassung verlieren.

Sie stehen unter Stress, die Zeit wird

knapp und nur Sie haben die Lösung

erkannt – trotzdem bleiben Sie ruhig

und lassen auch die anderen zu Wort

kommen.

• Fair und neutral bleiben. Natürlich

sind die anderen Wettbewerber

um einen Ausbildungsoder

Studienplatz. Verzichten

Sie trotzdem auf offene Konfrontation

– die Auswahl übernimmt

das Unternehmen noch

früh genug. Wer sich bereits

während des AC als kleiner

Macchiavelli erweist, kommt

nicht weit.

Weiterführende Hilfen:

Wer sich intensiver mit dem Thema

beschäftigen möchte: Es gibt

jede Menge gute Bücher zum Thema

wie z.B. „Assessment- Center

erfolgreich bestehen“ von Johannes

Stärk, Gabal Verlag. Manche

Volkshochschulen bietet Kurse

zum Thema Bewerbertraining und

Vorstellungsgespräch an – das

hilft nicht nur beim AC.

Unter www.planet-beruf.de (Meine

Bewerbung) bietet die Agentur

für Arbeit eine Menge Tipps,

Checklisten, Videos und weitere

Informationen zum Thema Bewerbung,

Vorstellung und AC an – zum

Teil sogar mit interaktiven Übungen.

Spannend und hilfreich sind auch sogenannte

Self Assessment-Center. Wie der

Name schon sagt, bieten Sie die Möglichkeit,

ohne echten Stress virtuelle Erfahrungen

über sich selbst zu sammeln

– ohne echte Beobachter oder Gruppenteilnehmer.

Einfach einmal „Self Assessment“

googeln – die ersten 3 Dutzend

Treffer kommen dann von den Universitäten

(wie z.B. www.studiengangstest.de

mit gleich einem Dutzend Studiengängen).

Auf www.cyquest.de findet sich eine

Vielzahl kostenloser und unverbindlicher

Self-Assessment-Center und Karriereportale

unterschiedlichster Unternehmen

von der der Allianz über Commerzbank,

Edeka, Peek & Cloppenburg, PWC und

Lufthansa bis zu Unilever – klicken und

Ausprobieren ist angesagt!

Und da wir schon im Netz sind, eine

Warnung zum Schluss:

Gerade Standards wie die Postkorbübung

werden im Internet als Übungspakete angeboten

– einzeln oder im Set. Unabhängig

davon, dass die Wahrscheinlichkeit,

exakt auf die angebotene Version auch

im AC zu stoßen, recht gering ist – für

die zum Teil happigen Preise bekommen

Sie mindestens ein sehr gutes Buch, das

dann das gesamte Thema abdeckt und

nicht nur eine Einzelübung.

ISBN 978-3-86936-184-0

Taschenbuch 15,00 €, eBook ab 15,99 €

www. job-und-chancen.de


12 BEWERBUNG

Fragen rund ums Vorstellungsgespräch

Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, weiß meist nicht, was im Job-Interview passieren wird.

Neben den fachlichen Hürden warten auch rechtliche Tücken. Dr. Uwe Schlegel, Rechtsanwalt und Dozent

für Zivil-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht aus Köln, verrät, was sich Arbeitgeber und Bewerber erlauben dürfen.

• Muss ich auf jede Frage antworten?

Darf der Arbeitgeber alles über mich wissen und muss

ich immer korrekt antworten? „Die Grundaussage ist: Der

Arbeitgeber darf jede Frage stellen, an deren Beantwortung

er ein sachlich begründetes Interesse hat“, erklärt Schlegel.

Unproblematisch für den Arbeitgeber sind daher Fragen nach

der beruflichen Qualifikation des Arbeitnehmers, nach dem

Führerschein oder der körperlichen Eignung. Wichtig ist allein

das betriebliche Interesse hieran.„Grundsätzlich nicht erlaubt

sind dagegen die Fragen nach der Schwangerschaft, der

politischen oder sexuellen Ausrichtung des Bewerbers und

dem religiösen Bekenntnis“, sagt Schlegel.

„Es gibt jedoch im Einzelfall Ausnahmen.“ So kann bei der

Einstellung in eine konfessionelle Einrichtung die Frage nach

dem Bekenntnis doch erlaubt sein. Gleiches gilt für Fragen,

die im Mittelfeld liegen. Dazu gehören insbesondere die

Fragen nach Vorstrafen oder einer Behinderung. Diese sind

im Einzelfall jedenfalls dann zulässig, wenn sie präzisiert sind

und sich konkret auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen.

• Darf ich lügen?

„Vom Fragerecht des Arbeitgebers getrennt zu betrachten

ist, ob es eine Offenbarungspflicht des Bewerbers gibt“,

weiß der Experte.

Diese Frage stellte sich auch Diana. Sie wurde bei

ihrem Bewerbungsgespräch gleich zu Beginn vom

Arbeitgeber gefragt, ob sie in nächster Zeit plane, Kinder

zu bekommen und eine Familie zu gründen. Zwar verneinte

sie dies, wusste aber nicht, ob sie das auch durfte, da sie

eigentlich plant, früher oder später schwanger zu werden.

„Das ‚Recht zur Lüge‘ gibt es immer dann, wenn der potentielle

Arbeitgeber eine Frage stellt, die rechtlich nicht zulässig

ist.“

Beantwortet ein Bewerber aber eine zulässige Frage wissentlich

falsch und stellt sich dies erst später heraus, droht

ihm eine Anfechtung des Arbeitsverhältnisses wegen arglistiger

Täuschung, mit der nicht zu spaßen ist. „Dies kann

dann eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses

nach sich ziehen“, sagt Schlegel.

• Kann ich mich auf Versprechungen verlassen?

Gut zu wissen ist auch, dass der Arbeitgeber den Bewerber

nicht mit übertriebenen Versprechungen aus einer bestehenden

Position heraus locken darf:

„Wer einem Bewerber anbietet, das bestehende Gehalt zu

verdoppeln, ihm eine Anstellung auf Lebenszeit zu geben

und dieser später feststellt, dass dies leere Versprechen

waren, macht sich unter Umständen schadensersatzpflichtig“,

weiß der Anwalt.

• Werden meine Fahrtkosten erstattet?

Wer sich in einer anderen Stadt oder in einem anderen

Bundesland bewirbt, hat oft eine lange Anreise zum Ort

des Bewerbungsgesprächs. „Die Reisekosten hat der Arbeitgeber

grundsätzlich zu erstatten“, erklärt Schlegel. „Es

sei denn, er hat vorher darauf hingewiesen, dass derartige

Kosten nicht erstattet werden.“

So sind Fahrtkosten für eine Strecke von Hamburg nach

München ebenso zurückzuzahlen, wie Kosten, die für eine

Strecke innerhalb einer einzigen Stadt anfallen. „Die Höhe

der erstattungsfähigen Reisekosten sind allerdings rechtlich

ebenfalls immer eine Frage des Einzelfalls“, so Schlegel.

„Ob auch Flüge oder Taxikosten vom Arbeitgeber zu bezahlen

sind, kann nicht allgemein bejaht oder verneint werden.“

In allen Fällen gilt aber: es lohnt sich, zu prüfen und beim

Arbeitgeber nachzuhaken.

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BEWERBUNG 13

Der gute, erste Eindruck beim

Vorstellungsgespräch

Ein offenes Lächeln, verschränkte Arme oder ein federnder Gang: Der Körper kommuniziert – auch beim Vorstellungsgespräch.

Wer durch seine Bewerbung mit fachlichen Qualifikationen überzeugt hat, darf im persönlichen

Austausch durch sein Auftreten glänzen. Diese Tipps helfen dabei, Körpersprache gezielt einzusetzen.

Die Begrüßung: Auf den Händedruck kommt es an

Schon der Beginn des Vorstellungsgesprächs ist entscheidend,

denn dabei bildet sich der wichtige erste Eindruck. Zuerst sollte

die ranghöchste Gesprächsperson begrüßt werden, am besten

mit einem festen Händedruck von etwa drei Sekunden. Genauso

wichtig: Wer dabei dem Gegenüber in die Augen blickt und

leicht lächelt, wirkt sofort sympathisch. Nervosität ist ganz normal,

sollte aber nicht zu vorschnellem Handeln ermutigen. Erst

wenn der Recruiter eine Sitzgelegenheit anbietet, sollten Bewerberinnen

und Bewerber Platz nehmen.

Sich offen zeigen und nicht übertreiben

Apropos hinsetzen: Eine kerzengerade Haltung wirkt schnell

angespannt und damit unsicher. Wer schlaff auf dem Stuhl

hängt, könnte beim potenziellen Arbeitgeber einen gleichgültigen

Anschein erwecken. Besser ist eine aufrechte, entspannte

Haltung – keine verschränkten Arme! – mit leicht vorgebeugtem

Oberkörper. Sie signalisiert dem Gegenüber Offenheit und

aufmerksames Zuhören und drückt beim Sprechen nicht auf die

Stimme.

Achtung Freunde großer Gesten: Die Hände untermalen Gesagtes,

wildes Fuchteln könnte aber zu aufgedreht wirken. Auch

der Gesichtsausdruck sollte natürlich bleiben. Bei der Mimik

gilt dasselbe wie bei der Körperhaltung: nicht übertreiben! Ein

freundlicher, offener Blick zeigt Aufgeschlossenheit. Wer beim

Zuhören zudem leicht nickt und Blickkontakt hält, symbolisiert

Interesse am Gesagten.

Nervöse Menschen fassen sich häufig ins Gesicht. Berühren sie

dabei Nase oder Mund, wird das zuweilen als Anzeichen für eine

Lüge gewertet. Nach unten zu schauen, kann außerdem Desinteresse

oder Arroganz signalisieren. Bereits kurz vor dem Vorstellungsgespräch

sollte außerdem das Smartphone in der Tasche

bleiben: Wer beim Warten auf sein Smartphone blickt, senkt sein

Kinn, neigt die Schultern nach vorne und hält die Hände nah beieinander

– das wirkt oft unsicher und verschlossen.

Was zählt noch für einen guten Eindruck?

Wie wichtig ist der erste Eindruck wirklich und wie beeinflusst

das Aussehen unsere Meinung über den Charakter

einer Person? Lenstore hat 1.000 Deutsche befragt, um herauszufinden,

welche Faktoren am wichtigsten sind, wenn

man jemanden zum ersten Mal trifft, und wie sich das auf

die Einschätzung der Person auswirkt.

Das wichtigste, für einen guten ersten Eindruck bei einem Vorstellungsgespräch

ist gute Hygiene und kein Körpergeruch,

das geben 41 % der Befragten an. Es folgt

Aussehen (39 %) und Kleidung/ Stil (24 %). Doch

welche Annahmen werden über die Persönlichkeit

eines Kandidaten geschaffen, auf Grundlage

von körperlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen?

1. So wirkt man intelligent:

1. Das Tragen einer Brille (25 %)

2. Häufiges Lächeln (19 %)

3. Viel Augenkontakt (19 %)

Frauen denken eher, dass Personen mit Brille intelligent sind

(28 % zu 20 %), und Männer sind eher beeindruckt, wenn eine

Person kein Make-up trägt (12 % zu 8 %). Der Faktor, der am

wenigsten Vertrauen in Ihre Intelligenz weckt, ist eine schlechte

Haltung (nur 4 %).

2. So wirkt man vertrauenswürdig:

1. Häufiges Lächeln (32 %)

2. Viel Augenkontakt (29 %)

3. Das Tragen von legerer Kleidung (17 %)

Fast ein Drittel der Befragten beurteilt aufgrund des Lächelns,

ob jemand vertrauenswürdig ist, Frauen jedoch um 10 % mehr

als Männer. Interessanterweise denken 17 %, dass man Vertrauenswürdigkeit

mit legerer Kleidung signalisieren kann.

3. So vermittelt man Selbstvertrauen:

1. Augenkontakt (30 %)

2. Häufiges Lächeln (30 %)

3. Das Tragen von eleganter Kleidung (24 %)

Sowohl Augenkontakt als auch häufiges Lächeln sind laut fast

1/3 der Befragten wichtige Hinweise auf Selbstvertrauen.

4. So wirkt man unsympathisch:

1. Vermeidet Augenkontakt (28 %)

2. Schlechter Körpergeruch (24 %)

3. Lächelt nicht (22 %)

Mehr als ein Viertel der Befragten

sieht das Vermeiden

von Augenkontakt

als ein wichtiges Zeichen,

dass jemand nicht

vertrauenswürdig

ist. Andere

Faktoren, die dazu

beitragen können, dass Ihnen

jemand nicht vertraut,

ist ein zu lockerer oder zu fester

Händedruck oder starkes

Make-up.

Quelle: Recruiting-

Dienstleister IQB

Career Services

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14 SPECIAL STUDIUM

Purpose gewinnt bei

der Jobwahl an

Bedeutung

UniNow-Umfrage: 25 % der Studierenden

nennen Sinn als wichtigsten Faktor,

Gehalt bleibt mit 39 % vorn.

Sinn statt Status: Purpose wird

zum Wettbewerbsfaktor

Purpose, also der wahrgenommene Beitrag

der eigenen Arbeit für Kund:innen,

Gesellschaft oder Umwelt, prägt die Erwartungen

der Gen Z zunehmend. Für Arbeitgebende

bedeutet das: Wer Nachwuchskräfte

gewinnen will, muss den Sinn der

eigenen Arbeit nachvollziehbar machen

– und zwar jenseits von Kampagnen.

Studierende aller Fachrichtungen gestalten

den Staat von morgen

Der Beratungsservice Stipendienkompass weiß, dass Förderer bei der Auswahl ihrer Die öffentliche

Verwaltung gilt vielen als veraltet, umständlich und als notwendiges Übel. Einer,

der das ändern möchte, ist Florian Stupp. Mit seiner Nichtregierungsorganisation (NGO)

„Public Makers“ will er jungen Talenten den Zugang zum öffentlichen Sektor erleichtern.

Das gelingt ihm so gut, dass er vom „Handelsblatt“ mit dem „Young Leaders in GovTech

Award“ ausgezeichnet wurde.

Derzeit studiert Stupp Information Engineering im Bachelor am TUM Campus Heilbronn.

Mit „Public Makers“ möchte der junge Mann neue Zugangswege zum öffentlichen Sektor

für junge Talente schaffen. Der Award ist für ihn Bestätigung und Motivation zugleich: „Die

Auszeichnung erfüllt mich mit großem Stolz und großer Dankbarkeit. Gleichzeitig ist sie

ein wichtiges Signal: Bei der Staatsmodernisierung und dem Thema GovTech müssen wir

Studierende und andere junge Talente viel stärker einbinden.“

Gehalt bleibt wichtig – Flexibilität

folgt

Die Umfrage zeigt zugleich: Klassische

Karriereargumente rangieren deutlich

dahinter. Aufstiegschancen nennen 11 %

als wichtigsten Faktor, Sicherheit 9 %.

Damit liegt der Fokus vieler Studierender

weniger auf Status oder Planbarkeit,

sondern stärker auf persönlicher Sinnhaftigkeit

und Identifikation.

Die Zukunft mit dem

Handy entdecken

Wenn Sie sich zu ihrer eigenen Zukunft

Gedanken machen und Informationen

zu den verschiedenen Themen suchen,

hilft die kostenlose App des Studienkompass

weiter. Das Stipendienprogramm

stellt seine Methoden und Kompetenzen

in der App Studienkompass

to go zur Verfügung.

Technologische Potenziale nutzen

Und da Taten mehr wert sind als Worte, gründete Stupp im Jahr 2024 die NGO Public Makers.

„Wir stehen als Staat und Gesellschaft vor immensen Herausforderungen: vom demografischen

Wandel bis hin zu einer Verwaltung, die gerade erst beginnt, technologische

Potenziale im großen Stil zu nutzen“, sagt Stupp. Das sind große Herausforderungen, die

die junge Generation angehen möchte: „Durch Bildungsformate und gemeinsame Projekte

mit der Verwaltung nutzen wir Innovationspotenziale und begeistern Studierende aller

Fachrichtungen dafür, den Staat von morgen zu gestalten.“

Die nötigen Fähigkeiten erwirbt Stupp am TUM Campus Heilbronn: „Hier lerne ich genau

das, was dem Staat oft fehlt: wie das technologisch Mögliche in reale Lösungen überführt

werden kann.“ Obwohl er gerade mitten in seiner Bachelorarbeit steck, investiert Stupp viel

Zeit in Public Makers. „Wir konnten bereits über 400 Studierende in ganz Deutschland für

unsere Themen begeistern – mit Hackathons, Workshops, Bootcamps, Co-Creation-Formaten

und vielem mehr.“

Bürokratie ist lebenswichtig

Die App unterstützt u.a. bei der Suche

nach einem passenden Studium oder

einer Ausbildung, informiert über Finanzierungsmöglichkeiten

und Auslandsaufenthalte.

Es gibt Podcasts, Videos, Kompetenztrainings,

Erfahrungsberichte und

Rätsel. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf

Kompetenzen, die zukünftig gefragt sind.

In zahlreichen Videos berichten Berufstätige

von ihrem Arbeitsalltag.

Erste Lösungen, die in Formaten wie dem START Public Makers Lab entstanden sind, werden

bereits in reale Anwendungen überführt. Für den Award-Gewinner steht ein Thema ganz

oben auf der Agenda: „Die Digitalisierung erlaubt einen Wandel hin zu einem proaktiven

Staat, der Bedürfnisse erkennt und Leistungen anbietet – eine sogenannte ‚Push-Government‘.“

Ein Allheilmittel sei sie aber nicht, so Stupp: „Bürokratie hat ein Imageproblem, aber

sie erfüllt eine lebenswichtige Funktion: Sie schafft Ordnung und Nachvollziehbarkeit.“ Die

Aufgaben werden also nicht weniger. Wir gratulieren Florian Stupp zu seinem Erfolg und

wünschen dem „Young Leader“ weiterhin so viel Motivation für einen moderneren Staat.

Quelle: Die TUM

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SPECIAL STUDIUM 15

Mehr KI-Kompetenz im Studium

KI-Kompetenz gesucht, aber kaum gelehrt

Nur ein Drittel der befragten Studierenden gibt an, dass KI fester Bestandteil ihres Studiums

ist. Ein Viertel erlebt das Thema bislang gar nicht, weitere 35 % nur am Rande – etwa

in einzelnen Seminaren oder Projekten. Dabei wissen die Studierenden genau, was sie

wollen: 47 % wünschen sich mehr praktische Anwendungen und Tools, ein Viertel möchte

tiefer in Algorithmen, Ethik und gesellschaftliche Folgen eintauchen.

Studieren bei der

Bundeswehr

Ein Studium bei der Bundeswehr ist eng

mit einer Offizierslaufbahn verknüpft.

Du studierst in einem beschleunigten

System (Trimester statt Semester) an

einer der zwei bundeswehreigenen

Universitäten, erhältst ab dem ersten

Tag ein volles Gehalt und verpflichtest

dich im Gegenzug für eine mehrjährige

Dienstzeit.

Fakten im Überblick

Unternehmen müssen nachziehen

Nicht nur Bildungseinrichtungen, auch Unternehmen stehen vor einem Kompetenzproblem.

Laut der Studie AI at Work 2025 der Boston Consulting Group nutzt bereits jede:r

Zweite KI im Job – doch nur ein Drittel fühlt sich dafür ausreichend gewappnet. Fehlende

Schulungen, unklare Richtlinien und eine fehlende strategische Einbindung bremsen die

Entwicklung.

Aus Wissen wird Vorsprung

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Gen Z will KI-Kompetenzen nicht nur theoretisch

verstehen, sondern praktisch anwenden. Hochschulen und Arbeitgebende stehen gleichermaßen

unter Zugzwang.

Frage: „Ist Künstliche Intelligent (KI) bereits Bestandteil

deines Studienlehrplans?“

Ja, KI ist ein fester Bestandteil 30 %

Ja, aber nur punktuell (z.B. eigene Vorlesungen, Pflichtmodule) 35 %

Nein, bislang gar nicht 24 %

Weiß ich nicht/keine Angabe 12 %

Frage: „In welcher Form wünscht du dir KI-Inhalte in deinem Studium?“

Theoretische Grundlagen (z.B. Algorithmen, Ethik) 24 %

Praktische Anwendungen & Tools (z.B. ChatGPT, Bildgeneratoren) 46 %

Projektarbeiten mit Praxisbezug 14 %

Noch keine Meinung dazu 16 %

Quelle: UniNow

• Standorte: Es gibt zwei Universitäten:

Die Helmut-Schmidt-Universität

(Hamburg) und die Universität

der Bundeswehr München.

• Struktur: Das Studium erfolgt in Trimestern

(3 Monate pro Abschnitt).

Ein Bachelor wird in 7, ein Master in

weiteren 5 Trimestern absolviert.

• Finanzielles: Du erhältst ein monatliches

Gehalt (ca. 2.200 € netto

zu Beginn), das mit steigendem

Dienstgrad zunimmt. Studiengebühren

fallen für Soldaten nicht an.

• Verpflichtung: Mit Studienbeginn

verpflichtest du dich in der Regel

für 13 Jahre (Truppendienst), im Sanitätsdienst

(Medizin) für 17 Jahre.

Studienbereiche und Fächer

Über 50 staatlich anerkannte Studiengänge

stehen zur Wahl:

• Technik & IT: Maschinenbau, Elektrotechnik,

Informatik, Luft- und

Raumfahrttechnik.

• Wirtschaft & Recht: BWL, VWL,

Management und Recht.

• Soziales & Geisteswissenschaften:

Psychologie, Pädagogik, Politikwissenschaft,

Geschichtswissenschaft.

• Medizin: Medizinstudierende werden

an zivilen Universitäten ausgebildet,

sind aber als Sanitätsoffizieranwärter

bei der Bundeswehr

angestellt.

Voraussetzungen

• Abschluss: Fachhochschulreife oder

Abitur.

• Staatsbürgerschaft: Deutsche

Staatsangehörigkeit.

• Alter: Mindestens 17 Jahre.

Zivile Optionen

Neben der Offizierslaufbahn bietet die

Bundeswehr auch ein Duales Studium

im Zivilbereich an (z.B. Wehrverwaltung

oder Wehrtechnik), bei dem man Beamter

auf Widerruf wird und keine militärische

Ausbildung absolviert.

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16 SPECIAL STUDIUM

Studieren – aber was?

Top Studiengänge mit Zukunft

Der Schulabschluss steht an und die Frage nach dem

Studiengang stellt sich. Bei der Auswahl fällt die Wahl

nicht unbedingt leicht. Ein Kriterium ist, ob ein Studiengang

Zukunftsaussichten für spätere Jobchancen

hat.

KREATIVE STUDIENGÄNGE

• Lehrer/in: Gute Zukunfstaussichten und guter Verdienst.Kreative

Fächer wie Kunst/Musik/Darstellendes

Spiel sind abwechslungsreich und man kann viel Eigeninitiative

einbringen.

• Kunst/Musiktherapie: Ebenfalls haben Kunst- und Musiktherapie

gute Zukunftssicherheit und sind sehr kreative

Studiengänge/Jobs.

• Schmuckdesign: Auch wenn Schmuckdesign durch

Massenproduktion nicht mehr so beliebt ist wie früher,

schätzen viele Kund:innen die Handarbeit. Besonders,

wenn es um Einzelstücke wie Hochzeitsringe oder Andenken

geht, gehen die meisten lieber zu Künstler bzw.

Künstlerinnen.

• Medien/Grafikdesign: Besonders in der heutigen Zeit

sind Medien und Grafikdesign äußerst beliebt.

• Medienmanagement: Social Media und andere Medien sind

nicht mehr wegzudenken, weshalb Studiengänge in der

Medienbranche als zukunftssicher gelten. Dazu sind sie,

besonders wenn es um Social Media Management geht,

äußerst kreativ und innovativ.

• Architektur: Architektur verbindet künstlerische und

mathematische Themen. Architekten und Architektinnen

sind gefragte Jobs, die gut bezahlt sind.

NATURWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE

• Humanmedizin: Hat viele MINT Anteile und gilt als einer

der gefragtesten Jobs. Jedoch ist das Studium sehr anspruchsvoll.

• Zahnmedizin: Auch die Zahnmedizin ist sehr gefragt und

zukunftssicher.

• Veterinärmedizin: Hat einen hohen MINT Anteil, auch

später im Job haben viele Tierärzte- und Ärztinnen ihre

eigenen Labore und Analyseverfahren.

• Pharmazie: Hoher Chemie-Anteil. Ein sehr gefragter

Job mit guten Gehaltsaussichten.

• Lehrer/in für Mathe/Chemie/Physik/Biologie: Lehrende

haben viel Zukunftssicherheit und werden gut bezahlt.

Es können im Lehramt Studium auch mehrere MINT Fächer

verbunden werden.

• Chemieingenieurwesen: Schnittstelle zwischen Chemie

und Prozesswissenschaften. Inhalte sind besonders Mathematik,

Physik und Chemie. Der Studiengang ist sehr

gefragt und hat gute Aufstiegschancen.

• Verfahrenstechnik: Verbindet chemische und technischphysische

Prozesse. Man verbringt viel Zeit im Labor,

aber zeichnet auch Bauteilen oder plant Baukonzepte.

INGENIEUR STUDIENGÄNGE

• Maschinenbau: Beliebter Studiengang mit guten Zukunftsaussichten.

Hier geht es bspw. um Flugzeugtriebwerke

oder Roboter für Lebensmittelproduktionen.

Quelle: StudySmarter

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SPECIAL STUDIUM 17

Schwerpunkte sind z. B. Mechanik, Elektrotechnik &

Thermodynamik.

• Bauingenieurwesen: Zählt zu den klassischen und beliebtesten

Ingenieurwissenschaften. Die Einsatzmöglichkeiten

sind groß und beinhalten alles vom Planen zur

Konstruktion und Instandhaltung von Bauwerken.

• Elektrotechnik: In der heutigen Zeit dreht sich alles um

Elektrizität und Energie. Durch den technischen Fortschritt

entstehen ständig neue Anwendungsbereiche.

Die Schwerpunkte sind Elektronik, Informatik, Messund

Regeltechnik.

• Wirtschaftsingenieurwesen: Verbindet Technik und

BWL. Die begehrten Fachkräfte sind in der Logistik, Vertrieb

und Marketing oder Produktion zu finden.

SOZIALE STUDIENGÄNGE

• Psychologie: Das klassische Psychologie-Studium ist

zwar anspruchsvoll, jedoch hat man als Psycholog:in

sehr gute Berufsaussichten.

• Pädagogik: Unter den Pädagogikschirm fallen viele Erziehungsberufe

wie z. B. Sonderpädagogik oder Medienpädagogik.

Jobs gibt es in vielen verschiedenen Gebieten.

• Soziale Arbeit: Beliebter Studiengang mit breitem Anwendungsgebiet,

z. B. Hilfe in Krisensituationen oder

Präven-tionsarbeit.

• Ergotherapie: Unterstützt Menschen, eine durch Verletzung,

Krankheit oder Behinderung verlorengegangene

oder noch nicht erlernte Fähigkeit zu erlangen.

• Gesundheitsmanagement: Verbindet ökonomische und

gesundheitswissenschaftliche Inhalte. Die stetig neuen

medizintechnischen Entwicklungen müssen mit dem

vorhandenen Pflegepersonal gemanagt werden.

GEISTESWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE

• Journalismus: Oft werden im Journalismus nach Leuten

mit einem Studium der Sprach-, Literatur- oder Kulturwissenschaften

gesucht.

• Jura: Gehört zu den Geisteswissenschaften und ist ein

sehr gefragtes, aber auch sehr schwieriges Studium.

• Kommunikations- und Medienwissenschaften: Hier beschäftigt

man sich mit der menschlichen Kommunikation

und der Funktion, Wirkung und Einflüssen von Medien

auf die Gesellschaft.

• Verlagswesen: Im Verlagswesen arbeiten viele Sprachwissenschaftler

und -wissenschaftlerinnen. Man begegnet

Fachgebieten wie Lektorat, Vertrieb, Presse oder

Rechte und Lizenzen.

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT

• Wirtschaftsinformatik: Verbindet Informatik mit wirtschaftswissenschaftlichen

Themen. Typische wirtschaft-liche

Schwerpunkte wie Unternehmensführung,

Marketing und Vertrieb und Informatikschwerpunkte

wie Webtechnologien, Betriebssysteme oder Softwaretechnik.

• BWL: Damit stehen viele Türen offen, da es eine Vielzahl

von Schwerpunkten, wie Projektmanagement,

Marketing oder Unternehmensführung gibt. Auf dem

Arbeitsmarkt wird man mit BWL einen guten Job finden.

• Data Science: Bei Data Science werden große Datenmengen

analysiert und für Firmen aufgearbeitet. Hier

erwarten dich vor allem Themen mit Mathematik, Programmierung,

Informatik und Statistik. Jobs in verschiedenen

Bereichen wie Marketing oder Medizin arbeiten.

• Marketing/Digitales Marketing: Das Studium ist sehr

vielfältig und hat ein breites Anwendungsgebiet. Besonders

Online Marketing wird auch in Zukunft stark gebraucht

und gilt als sicherer Job.

• Digital Transformation: Hier geht es um die digitale

Transformierung von Unternehmen, was in der heutigen

Zeit ein Muss ist. Jobs in diesem Gebiet sind deshalb

sehr gefragt.

• Wirtschaftspsychologie: Ähnlich wie BWL ein sehr vielseitiges

Studium, das Wirtschaft und Psychologie verbindet.

Spätere Jobs gibt es z. B. im Marketing, Change

Management oder PR.

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18 SPECIAL STUDIUM

BAföG – auf einen Blick!

Das BAföG ermöglicht es Jugendlichen und jungen Erwachsenen, eine ihrer Eignung und Neigung entsprechende

Ausbildung zu absolvieren – auch wenn die Eltern diese Ausbildung nicht finanzieren können. Eine gute Ausbildung

ist die Basis für beruflichen Erfolg.

Ziel ist es, allen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben,

unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation

eine Ausbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen

entspricht. Damit über einen BAföG-Antrag entschieden

werden kann, sind folgende Fragen zu klären:

• Ist die gewählte Ausbildung förderungsfähig?

• Erfüllt die Antragstellerin oder der Antragsteller die persönlichen

Förderungsvoraussetzungen?

• Ist der Ausbildungsbedarf nicht durch eigenes Einkommen

und Vermögen sowie durch das Einkommen von Eltern gedeckt?

Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich, ob jemand

BAföG erhalten kann und wie hoch die monatliche Förderung

ist. Mit der BAföG-Reform 2022 haben noch mehr Menschen

Anspruch auf die Förderung, da unter anderem die Freibeträge

vom Einkommen angehoben wurden. Das sind zum Beispiel

die Einkommensbeträge, die die Eltern nach dem BAföG nicht

für die Ausbildung ihrer Kinder einsetzen müssen. Es lohnt sich

also, zu prüfen, ob eine Förderung möglich ist.

Für eine verbindliche Klärung individueller

Fragen lassen Sie sich am besten frühzeitig

beim zuständigen Amt für

Ausbildungsförderung beraten.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Mit dem BAföG fördert der Staat die erste Ausbildung an berufsbildenden

Schulen, Colleges, Akademien und Hochschulen.

Seit der BAföG-Novelle 2019 kann auch ein Studium an einer

privaten Berufsakademie gefördert werden.

Ausbildungsförderung wird gemäß § 2 BAföG geleistet für den

Besuch von:

• weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z. B. Haupt-,

Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10.

• Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene

Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der

Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B.

Berufsvorbereitungsjahr), ab Klasse 10.

• Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene

Berufsausbildung nicht voraussetzt.

• Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch

eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt,

sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang

einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln.

• Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene

Berufsausbildung voraussetzt.

• Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen,

Abendgymnasien und Colleges, höheren Fachschulen

und Akademien, Hochschulen,

privaten Berufsakademien.

WER WIRD GEFÖRDERT?

Ob BAföG gewährt werden kann, hängt auch von den persönlichen

Voraussetzungen ab: Relevant sind die Staatsangehörigkeit

bzw. der aufenthaltsrechtliche Status, das

Alter und die Eignung für die gewünschte Ausbildung

sowie privates Einkommen und Vermögen.

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SPECIAL STUDIUM 19

BAföG NICHT NUR FÜR DEUTSCHE

Wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, kann grundsätzlich

BAföG erhalten. Aber auch Bürger der Europäischen

Union, Migrant/*innen und Geflüchtete, die in Deutschland

leben, können BAföG als finanzielle Unterstützung während des

Studiums oder der Schulzeit erhalten. Als Grundregel gilt: Haben

Ausländer/*innen eine Bleibeperspektive in Deutschland und sind

sie gesellschaftlich integriert, gelten sie als förderberechtigt.

ACHTUNG ALTERSGRENZE

Studierende, Schülerinnen und Schüler können nur gefördert

werden, wenn sie ihr Studium oder ihre schulische Ausbildung

vor Vollendung des 45. Lebensjahres beginnen. In einigen Fällen

gibt es Ausnahmen von dieser Regel.

DER ABSCHLUSS MUSS DAS ZIEL SEIN

Wer BAföG bekommen möchte, sollte natürlich grundsätzlich in

der Lage sein, das angestrebte Ausbildungsziel auch tatsächlich

zu erreichen. Ein gesonderter Nachweis ist dafür nicht erforderlich,

in der Regel genügt die Aufnahme an der Hochschule oder

Schule.

Beratung im

Stipendiendschungel

Viele Studierende suchen nach Finanzierungsmöglichkeiten

für ihr Studium. Die erste Suche geht meist

in Richtung Nebenjob, BAföG oder Studienkredite. Die

Möglichkeiten von Stipendien werden zunächst außer

Acht gelassen. Viele Studierende wissen nicht, dass

Stipendien nicht nur an die Besten eines Jahrgangs vergeben

werden, sondern dass besonders auch soziale

Aspekte wie Herkunft und Bildungsgrad der Eltern sowie

gesellschaftliches Engagement eine wichtige Rolle

spielen.

Neben den bekannteren 13 Begabtenförderungswerken gibt es

eine Vielzahl regionaler und fachspezifischer Stipendien, bei denen

sich die Auswahlkriterien stark unterscheiden können und

die Studierende z. B. am Anfang oder Ende des Studiums, in

einem Auslandssemester oder bei einem besonderen Vorhaben

unterstützen.

Auszubildende an höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen

müssen allerdings einen Leistungsnachweis vorlegen,

wenn sie ab dem fünften Fachsemester weiter gefördert werden

wollen. In einigen Fällen schreiben die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen

eine Zwischenprüfung oder einen anderen Leistungsnachweis

schon vor dem dritten Fachsemester vor. Dann

müssen diese Zeugnisse auch beim Amt für Ausbildungsförderung

vorgelegt werden, damit BAföG bewilligt werden kann.

Quelle: Bundesministerium

für Bildung und Forschung

DIGITALE ANTRAGSTELLUNG

Beim bundesweit einheitlichen Online-Antrag „BAföG-Digital“

musste für eine gültige Antragstellung bisher der digitale Antrag

entweder mit der e-Id-Funktion des Personalausweises bestätigt

oder ausgedruck und unterschrieben an das zuständige Amt für

Ausbildungsförderung gesendet werden. Jetzt reicht die Einrichtung

eines einfachen Nutzerkontos aus und der digitale Antrag

kann direkt abgeschickt werden.

Übrigens: Studierende, Schülerinnen und Schüler, die das

15. Lebensjahr vollendet haben, können den BAföG-Antrag

selbst stellen.

Je nach Ausbildungsart sind unterschiedliche Stellen für die

Beantragung von BAföG zuständig:

• Für Studierende das Studierendenwerk am Ort der Hochschule,

an der sie immatrikuliert sind.

• Für Schülerinnen und Schüler an Abendgymnasien, Colleges,

höheren Fachschulen und Akademien das Amt für Ausbildungsförderung

der Stadt- oder Kreisverwaltung, in

dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet.

• Für alle anderen Schülerinnen und Schüler das Amt für

Ausbildungsförderung der Stadt- oder Kreisverwaltung am

Wohnort der Eltern, in Einzelfällen am Wohnort des Auszubildenden.

!

Mehr Infos, Adressen und Formblätter auf

www.bafög.de

Der unabhängige Stipendienberatungsservice Elternkompass hat

es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende und Studieninteressierte

sowie ihre Eltern bei der Recherche und im Bewerbungsprozess

zu unterstützen. Das Team findet in der individuellen

Beratung passende Stipendien und bietet regelmäßig Onlineseminare

zu den Themen Stipendienprogramme, Recherche, Bewerbungsverfahren

und Auswahlprozess an.

Eine direkte Orientierung im Stipendiendschungel und Unterstützung

bei der Stipendiensuche bietet außerdem das Angebot

Stipendium-O-Mat. Interessenten werden anhand von anonymisierten

Antworten durch den Stipendienfindungsprozess geführt

und bekommen eine grobe Richtung aufgezeigt, welche Stipendien

in Frage kommen könnten.

Das Team ist für eine ausführliche Beratung unter der Telefonnummer

030 / 27 89 06 - 777 zu erreichen. Fragen können darüber

hinaus per E-Mail an service@elternkompass.info gestellt

werden.

Über den Elternkompass

Der Elternkompass ist ein unabhängiges, kostenfreies Informations-

und Beratungsangebot der Stiftung der Deutschen Wirtschaft

(sdw). Das Team bietet Orientierung in der deutschen

Stipendienlandschaft, zeigt Stipendienmöglichkeiten auf und

informiert über Bewerbungsverfahren. Mehr Informationen zum

Elternkompass sowie den kostenlosen Informationsflyer finden

Sie unter www.elternkompass.info

www. job-und-chancen.de


20 SPECIAL STUDIUM

Wie finde ich den richtigen Studienkredit?

Die individuelle Finanzierung eines Studiums erfolgte in den letzten Jahren aufgrund eines politisch bewirkten

Bedeutungsverlustes des BAföG zunehmend durch finanzielle Unterstützungsleistungen der Elternhäuser sowie

durch Erwerbstätigkeit der Studierenden während des Hochschulstudiums.

Ist ein Studienkredit das Mittel der Wahl, um das Studium weiterführen

und erfolgreich abschließen zu können? Wenn ja: Welcher

Studienkredit empfiehlt sich?

GRUNDTYPEN

Das im CHE-Studienkredit-Test berücksichtigte Portfolio von

Studienkrediten lässt sich in vier Grundtypen unterteilen:

• Angebote zur allgemeinen Studienfinanzierung zielen auf

Lebenshaltungskosten und eventuell anfallende Studiengebühren.

Die Rückzahlung erfolgt nach dem Abschluss

über monatliche Tilgungsraten.

• Bei den Bildungsfonds-Konzepten von Deutsche Bildung

und Brain Capital handelt es sich nicht um einen klassischen

Kredit: Aus den Mitteln eines Fonds werden ausgewählte

Studierende gefördert. Nach Abschluss des Studiums zahlen

diese für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten

Prozentsatz ihres Einkommens zurück.

• Überbrückungs-, Zwischen- und Abschlussfinanzierungskredite

des Bundesverwaltungsamtes, der Studentenwerke

sowie der E. W. Kuhlmann-Stiftung dienen dazu, kurz vor

dem Examen stehenden Studierenden für eine begrenzte

Zeit finanzielle Unterstützung zu gewähren. Sie zeichnen

sich durch besonders günstige Zinssätze aus (teilweise sind

sie sogar zinsfrei!).

• Hochschulspezifische Angebote zielen meist auf eine Finanzierung

der Studiengebühren an privaten Hochschulen

(Ausnahme: der Studienfonds der Universität zu Lübeck.

Viele dieser Angebote sind, ähnlich wie Bildungsfonds, mit

einkommensabhängiger Rückzahlung gestaltet.

Im Internet finden sich weitere Anbieter, die (etwa als

Peer-to-Peer-Kredit-Vermittler) sogenannte „Studienkredite“

anbieten. Hier ist größte Vorsicht geboten!

Diese Modelle sind mitunter überhaupt nicht an studentischen

Bedürfnissen orientiert und meist überteuert.

Das teilweise angeführte Argument der schnellen

und „unbürokratischen Bearbeitung“ macht diese

Nachteile nicht wett.

WAS WURDE BEWERTET?

1. Zugang: Unter welchen Voraussetzungen ist das Kreditangebot

wo und für wen verfügbar? Wie leicht ist der Kredit

erhältlich, bestehen Hürden für bestimmte Studierende?

2. Kapazität: Ermöglicht der Studienkredit die Finanzierungdes

Studiums über einen ausreichend langen

Zeitraum?Ermöglicht der maximale Auszahlungsbetrag

– auch wenn diese Möglichkeit nicht in jedem Fall

und durchgehend aus-geschöpft werden muss – eine

angemessene Finanzierung der entstehenden Kosten?

3. Kosten: Zu welchen finanziellen Bedingungen wird der Kredit

ewährt, welche Gesamtkosten entstehen?

4. Risikobegrenzung: Wie wird das individuelle Risiko begrenzt,

dass bei Zinsänderungen, Arbeitslosigkeit oder Ähnlichem

den Studierenden ein Schuldenberg „über den Kopf wächst“?

5. Flexibilität: Bindet das Angebot Studierende an ein zunächst

gewähltes Fach bzw. an die zunächst gewählte

Hochschule, oder sind Fach- und Ortswechsel sowie Auslandsaufenthalte

möglich? Existiert die Möglichkeit, den

Auszahlungsbetrag bedarfsgerecht zu variieren oder eine Einmalzahlung

(z.B. für einen Laptop) in Anspruch zu nehmen?

www. job-und-chancen.de


SPECIAL STUDIUM 21

Vier Tipps zur Entscheidung:

SCHRITT 1: Den wirklichen Bedarf kalkulieren! Die grundsätzliche

Frage, ob die Aufnahme eines Darlehens überhaupt notwendig

ist, muss selbstkritisch beantwortet werden. Verschiedene

Aspekte spielen dabei eine Rolle:

• Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellen. Im kompletten

Test (Download siehe unten) ist eine Tabelle abgebildet,

die die persönliche Finanzkalkulationerleichtern kann.

• Es ist sind zuerst alle Möglichkeiten ohne oder mit geringer

Rückzahlungsverpflichtung (Jobben, Stipendien, BAföG, Unterstützung

durch die Eltern) auszuschöpfen. Bereits durch

BAföG Geförderte können über einen Aktualisierungsantrag

eine Berücksichtigung möglicherweise gesunkener Elterneinkommen

bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs

erreichen. Es eröffnet sich damit für zahlreiche betroffene

Studierende neu die Möglichkeit, Anspruch auf BAföG

geltend machen zu können bzw. die Möglichkeit, höhere

Fördersummen zu erhalten.

• Ein studienfachnaher Nebenjob kann in vielen Fällen ein großes

„Plus“ für den Berufseinstieg bedeuten und sinnvoller

als ein Kredit sein.

Eventuell unklare Begriffe können im Glossar des PDF nach-geschlagen

werden. Es gilt herauszufinden, welche Angebote den

individuellen Anforderungen genügen.

Nachdem potenziell passende Anbieter herausgefiltert wurden,

sollten alle in Frage kommenden Anbieter auch bezüglich ihrer

übrigen Konditionen untersucht werden. Gibt es „K.O.-Kriterien“

wie etwa Altersgrenzen etc., die das Angebot unattraktiv oder

sogar nicht nutzbar machen? Sind weitere Nachteile/Hürden erkennbar?

Eventuell macht es Sinn, sich weiterführende Informationen

bezüglich der ausgewählten Angebote zu besorgen.

Attraktive Zinssätze sollten durch einen festen

Zinssatz gesichert werden.

SCHRITT 4: Anbieter kontaktieren! Im letzten Schritt sollte man

sich von den verbliebenen Anbietern ein konkretes, verbindliches

Angebot erstellen lassen. Im Beratungsgespräch können

weitere Details geklärt werden. Vielleicht sind – obwohl nicht

in Veröffentlichungen angegeben – flexible Lösungen möglich.

• Die Dauer der Inanspruchnahme ist zu definieren: Ist ein

Studienkredit nur für eine bestimmte Phase (zur Konzen-tration

auf das Studium, z.B. in der Studienabschluss-Phase)

nötig oder wirklich für den kompletten Studienverlauf?

• Naturgemäß ist der Lebensstandard in Ausbildungsphasen

nicht vergleichbar mit dem Lebensstandard von Berufstätigen.

Überdimensionale Ansprüche auf Kosten der Zukunft

sollten hinterfragt werden.

Generell gilt als Faustregel: so wenig Kredit

aufnehmen wie möglich, aber so viel wie für

ein reibungsloses Studium erforderlich!

SCHRITT 2: Anforderungen klären! Die unterschiedlich ausgestalteten

Kreditangebote sind für verschiedene „Studierendentypen“

auch unterschiedlich attraktiv. Entscheidend ist nicht nur

der Zinssatz. Wer beispielsweise besonderen Wert auf Flexibilität

oder Förderung beim Auslandsstudium legt, muss eventuell

höhere Kosten in Kauf nehmen, um die Mittel auch so einsetzen

zu können, wie er/sie es vorhat.

Der CHE-Studienkredit-Test verzichtet daher bewusst auf die

Ermittlung eines besten Angebots. Durch die Bewertung in fünf

verschiedenen Dimensionen – Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung,

Flexibilität – bietet der Test die Möglichkeit,

sich über die individuell wichtigen Kriterien zu informieren. Persönliche

Zukunftspläne, soweit absehbar, sind dabei besonders

zu berücksichtigen.

Gerade wenn längere Auslandsaufenthalte eingeplant sind oder

die Hochschule gewechselt werden soll, muss darauf geachtet

werden, dass der Kreditgeber nicht gerade das ausschließt.

SCHRITT 3: Angebote vergleichen! Wenn die persönliche Situation

klar ist, individuelle Planungen und besondere Präferenzen

definiert sind, können geeignete Angebote herausgefiltertwerden.

Im dritten Schritt geht es daher vor allem darum, die

gelisteten Angebote unter die Lupe zu nehmen. Kriterien, die

aufgrund der persönlichen Lage besonders relevant sind (Schritt

2), sollte bei der Betrachtung der Bewertung der einzelnen Angebote

besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Genau so wichtig ist es, im Beratungsgespräch den aktuellen

Stand der Konditionen einzuholen.

Dann gilt es, die verschiedenen Angebote zu vergleichen (nicht

sofort unterschreiben!). Gute Ansprechpartner für externen Rat

sind Studierende, die schon Erfahrungen mit Krediten haben,

Eltern sowie die Finanzierungsberatung des örtlichen Studentenwerks.

Man sollte keine teuren Extras (z.B. zusätzliche

Versicherungen u. Ä.) akzeptieren, wenn sie nicht

unbedingt nötig sind – im Zweifelsfall lieber noch

einmal drüber schlafen und Rat einholen.

Den kompletten Test gibt es kostenlos zum Download unter

https://www.che.de/download/check-studienfinanzierung-2026/

www. job-und-chancen.de


22 SPECIAL STUDIUM

Studium im Ausland

Interesse an einem Auslandssemester oder einem kompletten

Studium im Ausland? Rechzeitig informieren ist ganz wichtig.

Gründe für einen Auslandsaufenthalt sind z. B.:

• du vertiefst deine Kenntnisse in einer anderen Sprache,

• du lernst eine fremde Kultur kennen und knüpfst Kontakte,

• deine Persönlichkeit entwickelt sich weiter,

• du wirst selbstständiger und

• viele Arbeitgeber schätzen Auslandserfahrung.

Der beste Zeitpunkt für ein Auslandssemester

• Ein Sprachkurs für ein sprachwissenschaftliches Studium

ist in der Regel zu Studienbeginn sinnvoll.

• Möchtest du deine Studienkenntnisse vertiefen, bietet sich

das vierte oder fünfte Semester an.

• Willst du für deine Abschlussarbeit im Ausland recherchieren?

Dann ist natürlich die Vorbereitungsphase für die Arbeit

der optimale Zeitpunkt.

Die Studienberatung deiner Hochschule hilft dir gerne weiter.

Bei internationalen Studiengängen sind der

Zeitpunkt und die Dauer oft vorgeschrieben.

Das steht dann in der Prüfungsordnung.

Der einfachste Weg ins Ausland

Viele Hochschulen haben Austauschprogramme mit Hochschulen

in anderen Ländern. Über eine solche Kooperation ins Ausland

zu gehen hat viele Vorteile. Meistens ist es so leichter, sich

Leistungen aus dem Auslandssemester anrechnen zu lassen.

Außerdem ist es organisatorisch weniger Aufwand für dich.

Innerhalb von Europa hilft dir zudem das Programm Erasmus+.

Welche Partner deine Hochschule hat, weiß das Akademische

Auslandsamt. Dieses findest du an deiner Hochschule. Dort

kannst du dich auch beraten lassen.

Es gibt kombinierte Auslandsaufenthalte, bei

denen das Auslandssemester durch ein

Praktikum im Ausland ergänzt wird. Falls du das

planst: Informiere dich vorher bei deinem

Prüfungsamt, was dabei zu beachten ist.

Teil keinen N.C. auf Fächer wie Medizin.

Gibt es BAföG im Ausland?

Wenn du mindestens 6 Monate oder ein Semester im Ausland

studierst, ist BAföG möglich. Innerhalb der EU und der Schweiz

kann das Studium auch von Anfang an gefördert werden, also

nicht nur für ein Auslandssemester.

In Nicht-EU-Staaten geht das nicht. Dort gilt: Gehst du über

eine Kooperation deiner Hochschule ins Ausland, kannst du für

die Dauer des Aufenthalts gefördert werden. Wenn du deinen

Auslandsaufenthalt unabhängig von einem Austauschprogramm

deiner Hochschule als sogenannter „Freemover“ organisierst,

kannst du maximal ein Jahr lang gefördert werden.

Wie beim Inlands-BAföG gibt es einen Teil als Zuschuss und

einen Teil als zinsloses Darlehen, das du zurückzahlen musst.

Den Antrag solltest du mindestens ein halbes Jahr vor deinem

Auslandsaufenthalt stellen.

Alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen und zum

Antrag findest du auf bafög.de: Ausland – Studium, schulische

Ausbildung, Praktika.

Stipendien fürs Auslandsstudium

Viele Organisationen, aber auch Hochschulen, Unternehmen

oder Länder vergeben auch Stipendien für Auslandsaufenthalte.

Manche richten sich an eine große Zielgruppe. Andere sind für

einen eingeschränkten Kreis bestimmt, zum Beispiel Studierende

eines bestimmten Faches.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat dazu eine Stipendiendatenbank

zusammengestellt.

Viele weitere Informationen rund um das Thema Ausland findest

du auch auf der Seite studienwahl.de: Studieren im Ausland.

Beratung und Information

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

www.daad.de

Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)

Telefon 0228 / 502 08 29 02, Montag bis Freitag 8 – 18 Uhr

Mail: ZAV@arbeitsagentur.de

www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/wege-ins-ausland-imstudium

Komplettes Studium im Ausland

Gründe für ein komplettes Studium im Ausland können

etwa besondere fachliche Ausrichtungen sein.

Auch der Ruf oder das internationale Ranking bestimmter

Hochschulen können bei der Entscheidung

eine Rolle spielen.

Natürlich entscheiden sich aber auch manche für diesen

Weg, um Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen

zu umgehen. So gibt es in anderen Ländern zum

Du solltest dich vorher unbedingt absichern,

dass der Abschluss in Deutschland auch anerkannt

wird.

www. job-und-chancen.de


Unternehmensporträt – Anzeige 23

Krisensichere Zukunft: Ausbildung im Bereich

Gesundheit und Pflege

Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe bieten krisensichere

Beschäftigungsmöglichkeiten mit hoher gesellschaftlicher

Relevanz und vielfältigen Spezialisierungen.

Die zentrale, dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum

Pflegefachmann ist generalistisch, ergänzt

durch Spezialisierungen (Alten-/Kinderkrankenpflege).

Helferaus-bildungen (1-2 Jahre) und duale

Studiengänge runden die Karriereoptionen in Krankenhäusern,

Heimen und ambulanten Diensten ab.

Die 2020 reformierte, generalistische Pflegeausbildung ermöglicht

den Wechsel zwischen den Pflegebereichen und steigert

die berufliche Mobilität. Aufgrund des demografischen Wandels

sind Pflegefachkräfte stark nachgefragt.

Ausbildungsformen & -inhalte.

• Pflegefachkraft (dreijährig): Umfassende Pflege, medizinische

Behandlungspflege (Spritzen, Verbände), Beratung

und Dokumentation.

• Pflegehelfer/-assistent (1-2 Jahre): Grundpflege, Unterstützung

bei Körperpflege/Nahrungsaufnahme, Dokumentation.

• Duales Studium: Pflegeausbildung in Kombination mit einem

Bachelor-Studium (z. B. für Leitungspositionen oder

Pflegewissenschaft).

Von Altenpflege über Ergotherapie bis Physiotherapie

Die Ausbildung zu den nichtakademischen Heilberufen, den

Pflegeberufen und den sozialen Berufen findet in Deutschland

in der Regel an staatlichen Berufsfachschulen oder an staatlich

genehmigten, anerkannten Ersatzschulen auf Fachschulniveau

statt.

Voraussetzung ist in der Regel a) ein Realschulabschluss oder

ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder b) ein

Hauptschulabschluss und zusätzlich eine abgeschlossene mindestens

zwei Jahre dauernde Ausbildung.

Arbeiten, wo du Leben

berührst:

» Altenpflegehilfe

» Pflegefachkraft

» Ergotherapie*

» Physiotherapie*

» u.v.m.

*Ausbildung

plus

Studium

Informiere dich hier:

Deine Ausbildung.

Deine Zukunft.

fachschulzentrum.de

ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB & CHANCEN” nicht vergessen!


24 ORIENTIERUNG

Deine Zukunft: Die Sicherheit am Himmel

Flugsicherung dient der Lenkung und Sicherung des Luftverkehrs. In Anspruch genommen werden die Dienste vor allem von Linienflügen,

aber auch von militärischen Einsatzflügen. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH sorgt dafür, dass Jahr für Jahr Millionen

Fluggäste sicher und zuverlässig an ihr Ziel kommen. Denn wir kontrollieren den Flugverkehr im deutschen Luftraum, einem der

verkehrsreichsten der Welt.

DFS steht für Deutsche Flugsicherung. Genau das ist unsere

Mission und Passion. Als Team sorgen wir dafür, dass auf mehr

als 10.000 Flügen pro Tag alle Reisenden sicher und pünktlich

ans Ziel kommen. Mit diesem spannenden Auftrag bieten wir

dir alle Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft – in einem

familiären Umfeld mit sinnstiftenden Aufgaben und besten Perspektiven

für deine Entwicklung.

Fluglotsinnen und Fluglotsen spielen bei der DFS eine entscheidende

Rolle. Doch bei uns ziehen noch viel mehr Bereiche und

Berufe an einem Strang. Entsprechend groß sind deine Möglichkeiten,

bei uns durchzustarten.

Ausbildung

Klar, wir sind hier die Heimat aller neuen Fluglotsinnen und -lotsen

– aber wir sind auch versierter Ausbilder für Fachinformatik,

Büromanagement oder eine andere Flugsicherungs-Karriere.

Duales Studium

Zwischen Himmel und Erde passen einige kombinierte Studiengänge:

Fluglotse mit Studium, Flugsicherungsingenieur, Informatik

oder Luftverkehrsmanagement. Verbinde Theorie und Praxis

in einer besonders spannenden Umgebung.


ORIENTIERUNG

25

dene Kurse: Von Kommunikationstechnik über Datenverarbeitung

bis zu Safety & Security. Schritt für Schritt erwerben sie

die Berechtigungen, die sie später für ihren Job brauchen.

Gemeinsam für die Sicherheit

Teamarbeit spielt dabei eine große Rolle. Ingenieure arbeiten

eng mit Fluglotsen und vielen anderen Fachbereichen zusammen.

So entsteht ein Sicherheitsnetz, das den Luftverkehr in

Deutschland reibungslos und sicher macht.

Warum sollten sich Abiturienten bewerben?

„Mich hat immer schon die Kombination

aus Technik und Luftfahrt fasziniert. Und

bei der DFS kann ich beides verbinden

und weiß gleichzeitig, dass meine Arbeit

später echte Bedeutung hat.”

Charlotte – Duales Studium Flugischerungsingenieurin

Ohne uns läuft kein Radar – Wie Flugsicherungsingenieure

den Job der Fluglotsen möglich

machen

Als Kind wollte Charlotte eigentlich Fluglotsin werden, so wie

ihr Onkel. Am Ende hat sich unsere Kollegin aber doch für ein

duales Studium entschieden: Flugsicherungsingenieurin bei der

DFS.

Was macht eigentlich eine Flugsicherungs-ingenieurin?

Kurz gesagt: Sie sorgt dafür, dass Fluglotsen ihre Arbeit überhaupt

machen können. Alle Systeme, die Lotsen brauchen, vom

Radarschirm über Funkverbindungen bis hin zur Darstellung von

Flugplandaten, müssen zuverlässig laufen. Und genau hier kommen

die Ingenieure ins Spiel: Sie entwickeln, warten und testen

die Technik im Hintergrund.

„Luftfahrt ist ein superspannendes Umfeld und die DFS

ist ein Arbeitgeber, der einen wirklich unterstützt. Man

ist hier nicht nur eine Arbeitskraft, sondern bekommt die

besten Bedingungen, um sich zu entwickeln.“

• Außerdem bietet das duale Studium gleich mehrere

Vorteile:

• Ein sicherer Job mit Perspektive

• Studium plus Gehalt von Anfang an

• Direkter Praxisbezug, statt nur grauer Theorie

• Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: vom Bürojob bis

zur Arbeit draußen an den Anlagen

Fazit

Wer Technik liebt, Teamwork schätzt und gleichzeitig etwas

Sinnvolles machen möchte, ist bei uns genau richtig. Ohne die

Arbeit unserer Flugsicherungsingenieure könnten Fluglotsen

ihren Job nicht ausüben.

© Günter Wicker

„Wenn die Lotsen nichts von uns hören, dann läuft alles perfekt.

Unsere Aufgabe ist es, Störungen zu verhindern oder sie so

schnell wie möglich zu beheben.“

Studium plus Praxis – die perfekte Mischung

Das duale Studium bei der DFS kombiniert klassische Vorlesungen

in Mathe, Physik und Elektrotechnik mit Praxisphasen an

echten Flughäfen und Systemen.

„Besonders cool fand ich, dass wir direkt an den Anlagen waren,

teilweise sogar nachts auf der Startbahn. Da sieht man

sofort, wie wichtig unsere Arbeit für den sicheren Betrieb ist.“

Während der Ausbildung durchlaufen die Studierenden verschie-

Hier bewerben

https://karriere.dfs.de/de


26 Unternehmensporträt – Anzeige

Starte in dein Abenteuer als Erzieher:in

Gemeinsam mit Kita Frankfurt

Du suchst nach einem Job mit Herz und Verstand? Du möchtest

eine Ausbildung machen, die krisensicher, nachhaltig

und sinnvoll ist? Und mit der du einen echten Beitrag für die

Zukunft unserer Gesellschaft leisten kannst? Willkommen in

der Ausbildung zum/zur Erzieher:in!

Als Pädagogische Fachkraft bist du Gestalter:in einer

inspirierenden Stadt.

Als Erzieher:in wirst du ein Vorbild für soziale Verantwortung

sein. Du wirst lernen, wie man Themen wie Diversität, Inklusion

und Nachhaltigkeit in den Alltag integriert, um eine inklusive und

gerechte Gesellschaft von morgen zu gestalten. In der Ausbildung

wirst du außerdem lernen, wie man Medien und Technologien

sinnvoll und verantwortungsbewusst in die pädagogische

Arbeit einbezieht.

Als Pädagogische Fachkraft bist du Wegbegleiter:in

für die Kleinsten in Frankfurt.

Das wird schon in der Ausbildung deutlich: Kinder besitzen einzigartige

Talente und Interessen, die wir erkennen und fördern.

Du wirst lernen, wie man kreative Lernumgebungen schafft, in

denen jedes Kind ermutigt wird, seine eigenen Wege zu entdecken

und zu gehen. Von Kunst über Sport bis hin zu den Naturwissenschaften

– als Erzieher:in wirst du zum Schlüssel für die

Entfaltung von Potentialen.

Als Pädagogische Fachkraft schreibst du deine Geschichte

immer wieder neu.

Als Erzieher:in wirst du nicht nur anderen beim Wachsen helfen,

sondern auch selbst unaufhörlich wachsen. Dabei verdient

Bildung natürlich die besten Rahmenbedingungen. Neben einem

zukunftssicheren Job mit gutem Gehalt, einem kostenfreien

Jobticket und allen Leistungen des Öffentlichen Dienstes bieten

wir dir vor allem umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten,

um deine Fähigkeiten und Arbeitsbereiche

ständig zu erweitern. So stellst du deine eigene pädagogische

Arbeit auf sichere Beine und gestaltest dein eigenes

berufliches Abenteuer immer wieder neu. Wir freuen uns darauf,

diesen Weg gemeinsam mit dir zu gehen.

Alle Infos findest du online.

Wir freuen uns auf dich:

jobs.kitafrankfurt.de

ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB & CHANCEN” nicht vergessen!


Wir

Frankfurt

Wo du dich jeden Tag

für gute Bildung stark machst.

Krisensicher, nachhaltig, sinnvoll:

Dein Einsatz. Als Pädagogische Fachkraft. Für unsere Krippen.

In multiprofessionellen Teams, die so bunt sind wie unsere

wunderschöne Stadt!

Gute Bildung verdient die besten Rahmenbedingungen:

Unbefristete Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst

Jobsicherheit mit echten Zukunftsperspektiven

TVöD SuE, S8b – Klartext: 3.708,– € Einstiegsgehalt nach einem Jahr einschlägiger

Berufserfahrung, z.B. nach dem Anerkennungsjahr

Mit unseren 148 Einrichtungen sind wir ein starker Partner für 13.000 Kinder und ihre Familien.

Wir setzen uns aktiv für Bildung, Erziehung und Betreuung ein und machen Frankfurt zu einer

inspirierenden Stadt zum Leben und Lernen.

Gestalte als Pädagogische Fachkraft

die Zukunft unserer Stadt:

jobs.kitafrankfurt.de


28 Unternehmensporträt – Anzeige

Medizinische/r Fachangestellte/r – attraktiv und vielseitig

Der Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten bietet eine

Menge Pluspunkte: Hohes Berufsimage, eigenverantwortliches

Arbeiten, abwechslungsreiches Aufgabengebiet, langfristige

Berufsperspektiven. Wichtige Voraussetzungen der Bewerberin/

des Bewerbers sind persönliches Engagement, Leistungsbereitschaft,

Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Die Arbeit in der Praxis ist Teamarbeit. Deshalb sind

Eigenschaften wie Flexibilität, rasche Auffassungsgabe und

Zuverlässigkeit ebenfalls von Bedeutung. Auch sind Verschwiegenheit

und persönliche Hygiene der Bewerberin/des Bewerbers

notwendig.

Eine wichtige Aufgabe der Medizinischen

Fachangestellten liegt in der Vermittlung

zwischen Arzt und Patienten.

Die/Der Medizinische Fachangestellte

ist erste Ansprechperson

für die Patienten.

Oft müssen Medikamente

und Dosierungen

erklärt oder Termine vereinbart

werden. Voraussetzung

ist hierbei unbedingt

die Freude am Umgang mit

anderen Menschen und die

Bereitschaft, sich auf die individuellen

Bedürfnisse der Patienten einzustellen.

Die Ausbildung hat zwei Schwerpunkte: Medizin und Verwaltung.

Die/der Medizinische Fachangestellte ist die „rechte Hand“

des Arztes, sie/er assistiert bei Behandlungen. Dafür sind gute

medizinische Kenntnisse notwendig. Sie/Er begleitet diagnostische

und therapeutische Maßnahmen des Arztes, z. B. Handhabung

verschiedener medizinischer Geräte und Apparaturen,

Umgang mit wertvollen Seren und Impfstoffen, Laborarbeiten

und Anlegen von Verbänden. Schließlich leistet sie/er Hilfe

bei Notfällen. Zur kompetenten Unterstützung des Arztes sind

außerdem Kenntnisse im medizinischen Fachvokabular notwendig.

Zum Bereich Verwaltung gehört die Praxisverwaltung und das

Praxismanagement sowie das Abrechnen der ärztlichen Leistungen

mit gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern.

Wer sich für den Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten

entscheidet, kann aus einer breiten Palette von Möglichkeiten

wählen. Es gibt Fachärzte für die unterschiedlichsten Bereiche,

insgesamt ca. 40 medizinische Fachrichtungen, für die sich

der Bewerber/die Bewerberin entscheiden kann. Abhängig von

persönlichen und medizinischen Interessen kann man z. B. in einer

Kinderarztpraxis oder einer Hals-Nasen-Ohrenarztpraxis lernen.

Die/der examinierte Medizinische Fachangestellte

findet seinen Aufgabenbereich auch in

Krankenhäusern und Kliniken, Kureinrichtungen

und Sanatorien, bei Gesundheitsämtern und in

Rehabilitationszentren sowie bei Krankenkassen,

Krankenversicherungen, Kassenärztlichen

Vereinigungen und Ärztekammern.

Landesärztekammer Hessen

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Als Medizinische/r Fachangestellte/r

in den Beruf starten

Interessiert?

Für weitere Informationen über die Ausbildung wende

dich an die Abteilung MFA-Ausbildungswesen unter

www.laekh.de

Dieser Ausbildungsberuf passt zu dir, wenn...

• du Interesse an Naturwissenschaften, Medizin und Verwaltungsarbeiten

hast,

• dich der Umgang mit medizintechnischen und bürotechnischen

Geräten reizt,

• du Freude an der Arbeit mit und am Menschen hast,

• du kommunikativ und empathisch bist,

• du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen,

• du gerne organisierst,

• du gerne im Team arbeitest.

Das solltest du mitbringen:

• Mindestens einen qualifi zierten Hauptschulabschluss

• Gute Deutsch-, Rechtschreib- und Rechenkenntnisse

(Sprachniveau B2)

Die Ausbildung dauert drei Jahre und fi ndet im dualen Ausbildungssystem

abwechselnd in einer Arztpraxis mit einer

Fachrichtung deiner Wahl und in der Berufsschule statt.

ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB & CHANCEN” nicht vergessen!


Unternehmensporträt – Anzeige 29

Ausbildungen mit Spaß und Perspektive

in Frankfurt und Idstein

Wer gerne mit Menschen zusammenarbeiten möchte, hat an den

Ludwig Fresenius Schulen in Frankfurt am Main und Idstein die

Möglichkeit, einen Ausbildungsberuf zu erlernen, der zur eigenen

Persönlichkeit passt und auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gesundheits- und

Sozialwesen ist groß – nicht nur in der Pflege, sondern auch in

den Bereichen Ergo- und Physiotherapie. Ebenso mangelt es in

vielen Einrichtungen für Kinder und Jugendlichen an pädagogischem

Fachpersonal. Je nach Schwerpunkt und Interesse können

Ort und Art der medizinisch-therapeutischen, pflegerischen

und pädagogischen Arbeit sehr unterschiedlich sein. Dabei haben

sie eines gemeinsam: Sie helfen Menschen durch ihre Tätigkeit

und unterstützen sie in ihrer Lebensgestaltung und Entwicklung.

Neben umfangreichen Fachkenntnissen werden an den

Ludwig Fresenius Schulen deshalb auch soziale Kompetenzen

vermittelt, die für eine professionelle Arbeit mit Menschen aller

Altersgruppen benötigt werden. In den jeweils speziell ausgestatteten

Lehr- und Praxisräumen der Schulen wird das erworbene

Know-how regelmäßig praktisch umgesetzt und vertieft.

Die PTA-Ausbildung dauert inklusive Praktika zweieinhalb Jahre

und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Wer sich für

Naturwissenschaften und Medizin interessiert, kann sich noch

auf einen Ausbildungsplatz für den Start am 1. September in

Frankfurt am Main oder am 1. Oktober in Idstein bewerben. Die

Ergotherapie-Ausbildung sowie die Physiotherapie-Ausbildung

in Idstein beginnt im September und endet nach drei Jahren mit

einer staatlichen Abschlussprüfung. Während der Ausbildungszeit

steht eine Vertrauensdozentin zur Verfügung, die bei Bedarf

individuell unterstützen kann. Da die Ergotherapie-Schule offiziell

vom Weltverband der Ergotherapeuten (WFOT) anerkannt

ist, haben die Absolvent:innen zusätzlich die Möglichkeit, ihre

berufliche Tätigkeit auch im Ausland auszuüben. Die Ausbildungen

in Idstein sind schulgeldfrei.

In den Räumlichkeiten des Fachbereichs Pflege und Pädagogik

in Frankfurt erhalten angehende Erzieher:innen und

Sozialassistent:innen während ihrer Ausbildung die Möglichkeit,

über Zusatzkurse gleichzeitig die Fachhochschulreife

(schulisch) zu erwerben. Die Voraussetzungen zur Teilnahme

an der dreijährigen Erzieher-Ausbildung sind vielfältig und reichen

von Mittleren Bildungsabschluss und Berufsausbildung

bis Abitur oder Studium mit sozialpädagogischer Berufserfahrung.

Voraussetzung für die Sozialassistenz-Ausbildung ist ein

Mittlerer Bildungsabschluss. Hauptschulabsolventen können

sich in einem Jahr zu Altenpflegehelfer:innen ausbilden lassen

und sich anschließend im Rahmen der generalistische Pflege-

Ausbildung weiterqualifizieren. Diese beginnt im Oktober und

endet mit der staatlichen Abschlussprüfung zum

Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau.

Weitere Infos gibt es unter

www.ludwig-fresenius.de

ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB & CHANCEN” nicht vergessen!


30 SERVICE

Selbsthilfe von einem Typen,

der auch keine Ahnung hat

„Selbsthilfe ist wie ein Lichtschwertkampf. Im Film sieht‘s top aus,

aber in echt hackt man sich garantiert was ab.“

Dieses Buch ist eine humorvolle, schonungslose Abrechnung mit den Versprechungen

der Self-Help-Industrie. Wir greifen nur zu gern zu den Büchern, die

uns alles erklären: Egal, ob Depression oder Herzprobleme, ob eine Karriere oder

Selbstvertrauen aufgebaut werden sollen, Kindheitstraumata überwunden oder

Familienkatastrophen gemanagt werden müssen – die Lösung aller Probleme

scheint nur einen Handgriff entfernt zu sein. Maxi Gstettenbauer weiß, wie man

Freunde gewinnt und Menschen beeinflusst. Er weiß, wie man reich wird und

die eigenen Überzeugungen reframed. Und trotzdem ließ ihn das Gefühl nicht

los, dass irgendwas nicht mit ihm stimmt. In seinem neuen Buch widmet er

sich in gewohnt schnoddrigem Ton unserem Drang, jedem Problem mit einer

Veränderung unseres Mindsets zu begegnen, die beste Version unserer selbst

sein und dabei noch Magie kreieren zu wollen. Denn, oh Wunder: Davon profitiert

am Ende nur einer – die Self-Help-Industrie.

Dieses Buch ist ein Optimierungs-Detox. Sehr witzig, mit großem Unterhaltungswert

und der einen oder anderen Provokation hält uns der erfolgreiche

Comedian den Spiegel vor – und schont sich selbst dabei kein bisschen …

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Autor*in: Maxi Gstettenbauer

ISBN: 978-3-499-01608-0

256 Seiten

Taschenbuch 14,00 € eBook 10,99 €

Die Wahrheit lauert im Schatten

Die Geschichte beginnt in den Jahren des Krieges. An Friedas sechzehntem

Geburtstag verändert ein Einberufungsbefehl ihr Leben unwiderruflich. Sie

erfährt Liebe und Zuneigung von zwei Män nern, die unterschiedlicher nicht

sein könnten – doch Frieda hat auch Angst, denn Gustav überschattet ihr

Schicksal mit Härte und Gewalt. Zwiespältige Gefühle begleiten sie auf einem

Weg zwischen Hoffnung und Enttäuschung.

Ein wunderbarer Roman – großartig entwickelt, gefühlvoll und tiefgründig.!

Verlag: R. G. Fischer Verlag

Autor*in: KIKO

ISBN: 978-3-8301-1986-9

164 Seiten

Taschenbuch 14,90 € eBook 11,99 €

Praxishilfe für alle, die Gutes tun wollen

Ein Buch für Studierende und Sozialarbeiter, das einen wunderbaren Überblick über das

Thema gibt und dabei Theorie und Praxis verbindet. Sie lernen Handlungsfelder, Akteure

und Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit kennen und gewinnen ein Grundverständnis

von Methoden und Theorien. Zugleich erhalten Sie für Ihren Arbeitsalltag als Sozialarbeiter

Survival Hacks und Überlebenstipps. Daniela Voigt erklärt verständlich und

anhand vieler anschaulicher Beispiele, was Soziale Arbeit ausmacht und wie sie dazu

beitragen kann, Menschen zu unterstützen, gesellschaftliche Probleme zu lösen und die

Welt ein wenig sozialer und gerechter zu machen.

Verlag: Wiley

ISBN: 978-3-527-72139-9

Autorin: Daniela Voigt

274 Seiten

Taschenbuch 22,00 €

www. job-und-chancen.de


SERVICE 31

Persönliche Küchenhilfe

Mit den 100 cleveren KI-Prompts in diesem Buch ist

die persönliche Küchenhilfe ab sofort immer griffbereit!

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten,

passende Rezepte zu entdecken, individuelle Menüs zu

planen und Kochtechniken zu verbessern. Ob schnelle

Alltagsgerichte, Meal-Prep, Resteverwertung oder festliches

Dinner – mit KI wird Kochen einfacher, kreativer

und stressfreier. Auch beim Einkauf und der Auswahl

geeigneter Zutaten, etwa bei Unverträglichkeiten oder

Diätzielen, bietet die KI wertvolle Unterstützung.

Verlag: frechverlag

Autorin: Zoé-Marie Rink

ISBN: 978-3-7358-5456-8

64 Seiten

Taschenbuch 9,99 € eBook 7,99 €

Selbstgespräch mit dem inneren Bullshit

Melanie Dertinger liebt es, Bullshit-Sätze auseinanderzunehmen. Mit Witz, Schärfe

und schonungsloser Ehrlichkeit seziert sie die Parolen, mit denen wir groß geworden

sind. Von „ohne Fleiß kein Preis“ bis „was sollen denn die Leute denken?“.

Mit Szenen aus Biergärten, Teerunden oder Rooftop-Bars hält sie uns den Spiegel

vor: mal schmerzhaft ehrlich, mal urkomisch. Immer erhellend. Und dann ist da noch

Claude, derjenige, der das ausspricht, was wir selbst lieber verschweigen würden.

Dieses Buch ist kein Wellness-Programm. Es ist ein Schlag ins Hamsterrad, ein Augenzwinkern

gegen die Selbstoptimierungsfalle und eine Einladung, sich von altem

Bullshit zu lösen. Wer es liest, braucht Mut. Aber genau der macht frei.

Verlag: R. G. Fischer Verlag

ISBN: 978-3-8301-1989-0

Autorin: Melanie Dertinger

140 Seiten

Taschenbuch 12,90 €

Mehr als nur ein Job - Jim Ayag über die Altenpflege

Wer interessiert sich eigentlich für die Ältesten unserer Gesellschaft, ihre

Bedürfnisse, die Nöte ihrer Angehörigen? Ist in unserer Gesellschaft Raum für

Menschen, die kein Handy mehr bedienen können, das Internet nicht verstehen

oder den Weg nach Hause nicht mehr finden? Und wie ist unser Gesundheitssystem

auf die 1,8 Millionen Betroffenen eingestellt, die über kurz oder lang

hilfsbedürftig sein werden?

TikTok-Star Jim Ayag ist Altenpfleger, und er sagt: So geht es nicht weiter! In

seinen witzigen Videos zeigt er, was auf uns zukommt, wenn eines Tages der

Kopf nicht mehr kann. Einfühlsam, mit dem Herz auf dem rechten Fleck und

fachkundig erzählt er in seinem ersten Buch, was die alten, die dementen Menschen

brauchen – und plädiert für ein neues, menschlicheres Miteinander. In

berührenden Episoden berichtet er von besonderen Momenten mit seiner Lieblingsbewohnerin

Frau Tippelkamp, die für alle anderen wunderbaren Menschen

steht, die ihm in seinem Berufsleben begegnen. Und er zeigt, wie es trotz aller

Einschränkungen möglich ist, sie wertschätzend und würdevoll zu begleiten –

bis zum Schluss.

Verlag: EMF Verlag

Autor*in: Anita Vetter, Jim Ayag

ISBN : 978-3-7459-2326-1

192 Seiten

Taschenbuch 16,00 € eBook 12,99 €

www. job-und-chancen.de


32 VORSCHAU

Im nächsten Heft!

ES GEHT LOS

Ausbildungsvertrag in der Tasche oder die

Einschreibung bei der Wunschuniversität

hat geklappt – war es das jetzt? Was ist

mit Verträgen, Versicherungen, Steuern &

Co.?

Steuern & Finanzamt:

Lohnt sich eine Steuererklärung für Azubis und Studenten?

Was kann man absetzen? Wo bekommt

man eine Lohnsteuerkarte? Welche Höchstbeträge

gelten? Welche Fristen muss man beachten?

26. JUNI 2026

SOMMER-

AUSGABE

Rechte & Pflichten:

Was darf der Auszubildende im Betrieb? Und was

darf er nicht? Wer bestimmt Kleidung, Haarschnitt

und Schmuck? Was ist mit der Vertraulichkeit?

Dazu: Wichtige Tipps für die ersten Tage in der

neuen Firma.

Die wichtigsten Versicherungen:

Was sollte man auf jeden Fall abschliessen? Welche

Versicherungen können noch nützlich sein?

Und was kann warten? Dazu: Die Fallen im Kleingedruckten.

Die erste Wohnung:

Wo findet man günstige Zimmer? Was hat es mit

Maklergebühren und Kaution auf sich? Worauf

muss man beim Einzug in eine WG achten? Die

schlimmsten Fallen im Mietvertrag.

FREIE STELLEN

Unternehmen, Universitäten und Bildungsinstitute

stellen sich vor – mit freien Plätzen und Angeboten

für eine Ausbildung oder ein Studium.

Mit QR-Codes – so kommen Sie direkt auf die

Website, auf das Ausbildungsportal oder z. B.

den Azubi- bzw. Studentenblog.

SERVICE

Bücher, Apps, Spiele

Änderungen vorbehalten

Verlag:

mgs mediengesellschaft stuttgart UG

Lessingstraße 45

71409 Schwaikheim

Chefredaktion (v.i.s.d.P.):

Christine Breitkopf

c.breitkopf@mgs-medien.de

Tel.: 071 95 / 590 78 30

Verantwortlich für Anzeigen:

Christine Breitkopf

E-Paper über job-und-chancen.de und

yumpu.de

Copyright: © 2026 für Texte und gestaltete

Anzeigen beim Verlag.

© Bilder, soweit nicht anders vermerkt,

www.shutterstock.com oder Unternehmen

(Porträts).

Jahrgang: 18. Jahrgang 2026

Erscheinungsweise: viermal jährlich

JOB & CHANCEN wird kostenlos Abschlussklassen

von Realschulen und Gymnasien

zur Verfügung gestellt.

Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Alle Rechte vorbehalten. Keine Gewähr für

unverlangt eingesandte Materialien.

Wegen der leichteren Lesbarkeit wird die

männliche Sprachform bei personenbezogenen

Substantiven und Pronomen verwendet.

Das stellt keine Benachteiligung

des weiblichen oder dritten Geschlechts,

sondern ist im Sinne der sprachlichen Vereinfachung

als geschlechtsneutral zu verstehen.

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber

ausdrücklich ohne jegliche Gewähr.

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ZUKUNFT & CHANCEN

33

TRAUMJOB FOTOGRAF*IN

Geschichten erzählen: gedruckt, digital und audiovisuell

Hochzeiten, Modetrends, Sportevents oder Imagekampagnen – Fotograf*innen setzen alles ins optimale Licht und wissen

über die Kommunikation mit Bildern. Dies gilt für analoge Fotografien, für Videos mit Bild- und Tonaufnahmen oder softwaregestützt

mittels Computer Generated Imagery, das heißt dreidimensionaler animierter Computergrafik. Die analoge

Technik wird in der künstlerischen und freien Fotografie weiter gepflegt.

Storytelling hat eine große Bedeutung

Fotograf*innen beginnen ihre Projekte in der Regel mit einem Kundengespräch, bei dem Bedarf und Interessen ermittelt

werden. Unter Berücksichtigung von Zielgruppen, Corporate Identity und Botschaft werden Entwürfe entwickelt und im Austausch

mit den Auftraggebenden optimiert. In Zeiten von Social Media hat das Storytelling eine große Bedeutung. So gilt es,

mit Bildserien Geschichten medienübergreifend zu kommunizieren, um Emotionen zu wecken und die Aufmerksamkeit der

Zielgruppen zu erlangen. Dabei müssen medienrechtliche Vorschriften, wie Persönlichkeits- und Urheberrechte, aber auch

barrierefreie Nutzungsmöglichkeiten von Medien berücksichtigt werden.

Optimierung mit Software

Arbeitsprozesse müssen geplant und organisiert abgestimmt werden. Den

Schwerpunkt der Tätigkeit bildet die Produktion. Zur kamerabasierten Umsetzung

werden geeignete Beleuchtungsarten ausgewählt, Kamera- und Bilderfassungssysteme

eingesetzt und Aufnahmen erstellt. Die Ergebnisse werden

anschließend mittels Bildbearbeitungssoftware optimiert. Bei der softwaregestützten

Umsetzung von Bildkonzeptionen werden für Stand- und Bewegtbilder

Daten dreidimensional erfasst, Modellierungen vorgenommen und für die

Ausgabe in unterschiedlichen Kommunikationskanälen optimiert. Auch Künstliche

Intelligenz kommt zum Einsatz, um Bildmaterial zu produzieren.

Spezialisierung

Zum Ende der Ausbildung sind auf Grundlage von Wahlqualifikationen Spezialisierungen möglich – Peoplefotografie, Produktfotografie,

Architektur- sowie Industriefotografie, Editorialfotografie sowie Bildredaktion, softwaregestützte Bildgenerierung oder

analoge Fotografie.

www. job-und-chancen.de


BESTE

SCHULE?

DAS

LEBEN

Hol' dir Infos zum

Freiwilligendienst

in Hessen oder weltweit

volunta.de

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

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