JOB & CHANCEN Stuttgart/Heilbronn/Göppingen Frühjahrs-Ausgabe 2026
Ausbildungsmagazin für Schüler*innen
Ausbildungsmagazin für Schüler*innen
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JOB & CHANCEN
Stuttgart | Heilbronn | Göppingen Frühjahr 2026
Special
Studium:
TOP Studiengänge
BAföG | Studienkredite |
Bewerbung:
Vorstellungsgespräch |
Assessment-Center
Start 2026:
Ausbildungs- und Studienplätze
mit QR-Codes!
REGION STUTTGART FRÜHJAHR 2026
3
JOB & CHANCEN
AKTUELL:
News zum Thema Ausbildung & Studium 4
BEWERBUNG:
Das Vorstellungsgespräch 6
Ständig Absagen – was jetzt? 9
Assessment-Center – wie funktioniert das 10
Fragen rund ums Vorstellungsgespräch 12
Der erste Eindruck zählt 13
SUCHE: Wo finde ich freie Studien- oder
Ausbildungsplätze?
FREIE STELLEN 2026/2027:
SPECIAL STUDIUM:
Aktuell 16
Top Studiengänge mit Zukunft 18
BAFöG – alle Infos auf einen Blick 20
Beratung Stipendien 21
Wie finde ich den richtigen Studienkredit? 22
WG oder Singlebude? 24
Studium im Ausland 25
Bundeswehr 26
DAA – Deutsche Angestellten-Akademie 28
Deutsche Flugsicherung 14
Die TUM School of Management und School of
Computation, Information and Technology 30
Kreissparkasse Ludwigsburg 31
Landesamt für Besoldung 32
LEONHARD WEISS 33
SVLFG – Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau 34
Stuttgarter Bäder 35
SERVICE:
Bücher und APPs 36
ZUKUNFT & CHANCEN:
Traumjob Fotograf*in 39
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4
AKTUELL
Wenn KI das Denken
ersetzt
Neben Sicherheits- und Datenschutzfragen
weisen Experten zunehmend auf
mögliche psychische Auswirkungen der
KI-Nutzung hin. Studien aus dem arbeitsund
gesundheitswissenschaftlichen Umfeld
zeigen, dass Chatbots nicht nur fehlerhafte
oder widersprüchliche Informationen
liefern, sondern bei intensiver
Nutzung auch die kognitiven Fähigkeiten
junger Menschen beeinflussen. Zu
den möglichen Folgen gehören eine verminderte
Gedächtnisleistung sowie Einschränkungen
bei der Kreativität.
Eure Meinung – Social-Media-Verbot
Schutz ja – Pauschalverbote nein
Während Politik und Gesellschaft über mögliche Social-Media-Verbote für Minderjährige
diskutieren, liefert eine bundesweite Befragung von 1.589 Jugendlichen
zwischen 11 und 18 Jahren ein differenziertes Bild: Junge Menschen erkennen
Risiken klar, lehnen jedoch pauschale Verbote mehrheitlich ab.
Social Media ist zentraler Kommunikations- und Entscheidungsraum
Über 75 Prozent der Befragten nutzen soziale Netzwerke täglich zwischen zwei und sechs
Stunden, weitere 8 Prozent der Befragten sogar über sechs Stunden. Die Plattformen Instagram,
TikTok und Snapchat werden von einer deutlichen Mehrheit häufig genutzt.
Social Media ist nicht nur Freizeitkanal, sondern Informations-, Kommunikations- und
Identitätsraum. Konsum- und Lifestyle-Entscheidungen – insbesondere in Bereichen wie
Reisen, Mode und Freizeitgestaltung – werden maßgeblich durch Inhalte und Empfehlungen
in den sozialen Netzwerken beeinflusst.
Was tun?
• Frage dich, wofür du KI nutzt und
welche Erfahrungen du damit
machst.
• Kritisches Denken! KI kann Fehler machen,
Antworten immer überprüfen.
• Grenzen setzen: Klare Regeln zur
Nutzungsdauer und zu erlaubten
Anwendungen helfen, Abhängigkeiten
zu vermeiden.
• Privatsphäre schützen: Persönliche
Daten, Probleme oder Fotos haben
nichts in Chatbots zu suchen.
• Menschlichen Austausch stärken:
Echte Gespräche mit Eltern, Freunden
und Lehrern helfen.
Quelle: ESET Deutschland GmbH
Verbote würden umgangen – Regulierung wird akzeptiert
47 Prozent geben an, ein mögliches Verbot umgehen zu wollen. Nur rund 26 Prozent würden
sich daranhalten. Gleichzeitig sprechen sich über 60 Prozent für stärkere Regulierung
aus – insbesondere gegen Hassrede (85 %), Falschinformationen (79 %), manipulative Mechanismen
wie endloses Scrollen (41 %), gesundheitsgefährdende Inhalte wie Vapes oder
Drogen (72 %).
Wirtschaftliche Relevanz der Debatte
Eine restriktive Regulierung hätte nicht nur gesellschaftliche, sondern auch wirtschaftliche
Auswirkungen. Social Media ist heute ein zentraler Marketing- und Kommunikationskanal
für Unternehmen mit junger Zielgruppe.
„Wer junge Menschen erreichen will, muss ihre Lebensrealität verstehen. Eine pauschale
Abschaltung zentraler Kommunikationsräume würde auch Marktmechanismen verändern“,
so Peter Schuto von ruf Jugendreisen.
Die Studie legt nahe: Nachhaltige Antworten liegen in Medienkompetenz, Plattformverantwortung
und klaren Regeln – nicht in Verboten, die an der Praxis vorbeigehen.
Quelle: ruf Jugendreisen
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AKTUELL 5
Rückenwind für die Reisebranche:
Fachkräfte haben beste Aussichten
Wer schon immer davon geträumt hat, beruflich die Welt zu entdecken und anderen dabei
zu helfen, unvergessliche Reiseerlebnisse zu schaffen, für den könnte der Beruf der
Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen genau das Richtige sein. In einer Branche,
die Menschen zusammenbringt und Träume wahr werden lässt, eröffnen sich vielfältige
Karrierechancen mit echten Zukunftsperspektiven.
Von der Beratung bis zur Buchung: ein Beruf voller Abwechslung
Tourismuskaufleute sind die Architekten unvergesslicher Reiseerlebnisse. Sie jonglieren
geschickt zwischen Kundenträumen und praktischen Lösungen: Heute beraten sie eine
Familie bei der Planung des perfekten Sommerurlaubs, morgen organisieren sie eine
komplexe Geschäftsreise nach Asien. Dabei sind sie nicht nur Reiseexperten, sondern
auch Kaufleute mit Zahlenverständnis, denn von der Preiskalkulation bis zur Gewinnberechnung
gehört alles zum Handwerk. Ob im klassischen Reisebüro, bei internationalen
Fluggesellschaften, innovativen Online-Reisevermittlern oder im dynamischen Geschäftsreise-Management
– die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Reiseziele selbst.
Eine Branche mit Rückenwind und Aufstiegschancen
Trotz digitaler Revolution bleibt der persönliche Touch gefragt: Reisebüros vor Ort reagieren
clever auf den Wandel und kombinieren traditionelle Beratung mit modernen Online-
Services. Qualifizierte Fachkräfte haben daher beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Nach dem Berufsabschluss stehen ihnen alle Türen offen und sie können sich zum Tourismusfachwirt
oder Betriebswirt in Touristik und Reiseverkehr weiterbilden.
Quelle: IBB Institut für Berufliche Bildung AG
Rechtschreibung
wichtig
Jugendliche nehmen korrekte Rechtschreibung
deutlich ernster als allgemein
vermutet. Obwohl die Rechtschreibkompetenz
stetig abnimmt, erachten sie korrektes
Deutsch als wichtigen Faktor für
ihren persönlichen Erfolg.
• 85 % aller befragten Schüler:innen
finden Rechtschreibung wichtig oder
sehr wichtig
• Rund 80 % erwarten, dass Rechtschreibkompetenz
trotz Autokorrektur
und Künstlicher Intelligenz
wichtig bleibt
• 54 % der befragten Mädchen und
Jungen stören sich an Schreibfehlern
in Chats und bei Influencer:innen
• Kinder und Jugendliche verbinden
korrektes Schreiben mit guten
Noten, mit „Ernstgenommen werden“
und mit Karrierechancen.
In Politik und Gesellschaft wird zunehmend
in Frage gestellt, ob Rechtschreibung im
Unterricht überhaupt noch wichtig sei.
Ausbildungsbetriebe schlagen Alarm: Sie
beobachten, dass Schulabgänger:innen
zunehmend Schwierigkeiten mit grundlegenden
Kulturtechniken* haben.
Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren
ist bewusst, dass sie richtig schreiben müssen,
um ernst genommen zu werden und
professionell zu wirken. Gymnasiast:innen
legen überdurchschnittlich großen Wert
auf fehlerfreie Texte.
Überraschenderweise spielt Rechtschreibung
auch im digitalen Alltag eine Rolle:
Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %)
stört sich an Fehlern anderer - selbst bei
Influencerinnen und Influencern, die für
viele eine Vorbildfunktion haben.
Starkes Handwerk sucht junge Köpfe
Die Zahl der Auszubildenden mit Abitur oder Fachhochschulreife ist deutlich gestiegen:
730 Neuverträge bedeuten ein Plus von 17,4 Prozent. Unser Fokus auf die Berufsorientierung
an Gymnasien trägt Früchte. Das Handwerk überzeugt mit Sinn, Sicherheit, guten
Verdienst- und hervorragenden Aufstiegschancen.
2025 starten die meisten Azubis klassischerweise im Kfz-Handwerk (539), in der Sanitär-
Heizungs- und Klimatechnik (452) sowie der Elektrotechnik (423). Friseurinnen und Friseure
verzeichneten mit 43 zusätzlichen Neuverträgen (insgesamt 332) den größten Zuwachs.
Auch die Bau- und Ausbaugewerke entwickeln sich positiv: Mehr junge Menschen
beginnen eine Ausbildung als Maurer/in (+8, 31), Straßenbauer/in (+10, 37), Beton- und
Stahlbetonbauer/in (+5, 38) sowie Stuckateur/in (+19, 76). Besonders erfreulich: Immer
mehr junge Frauen finden ihren Weg ins Handwerk – ihre Zahl stieg leicht auf 845, das
sind neun mehr als im Vorjahr.
Zukunftsbild:
• Rund 80 % glauben, dass Rechtschreibung
auch trotz KI und Autokorrektur
künftig wichtig bleibt.
• Besonders überzeugt (Rechtschreibung
bleibt auf jeden Fall
wichtig): 16-Jährige (57 %) und
Gymnasiast:innen (52 %).
• 23 % der Berufsschüler:innen geben
an, „eher nicht“ überzeugt zu sein.
Chancen für Ausbildung und Beruf:
• 86 % glauben an bessere Chancen in
Ausbildung und Beruf durch korrekte
Rechtschreibung.
• Besonders starke Zustimmung bei
Mädchen (63 %), 15-Jährigen (68 %)
und Gymnasiast:innen (63 %).
Quelle: Studienkreis GmbH
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6 BEWERBUNG
Das Vorstellungsgespräch:
kein Grund zur Panik
„... und laden wir Sie ganz herzlich zu einem persönlichen Gespräch am kommenden Donnerstag…“ Geschafft!
Geschafft? Was kann jetzt noch schief gehen? Allerhand! Auf den ersten Jubel und die Begeisterung über diese
gute Nachricht folgen häufig Unsicherheit, Zweifel oder sogar nackte Panik.
Das Vorstellungsgespräch dient dem Betrieb dazu, einen persönlichen
Eindruck von Ihnen zu bekommen. Mit anderen Worten:
Man kann sich durchaus vorstellen, Sie einzustellen, ist
sich aber noch nicht ganz sicher. Auf das Unternehmen, seine
Produkte oder Dienstleistungen, Ihre besonderen Gründe für
Ihre Bewerbung und z.B. die Konkurrenz haben Sie sich bereits
vor der Bewerbung vorbereitet – frischen Sie diese Informationen
auf oder überprüfen Sie sie noch einmal, z.B. im Internet.
Im Vorstellungsgespräch geht es
außerdem um Sie als Persönlichkeit:
Wie verhalten Sie sich? Sind
Sie eher offensiv oder zurückhaltend?
Können Sie sich gewählt
und verständlich ausdrücken? Beherrschen
Sie die Grundregeln der
Höflichkeit? Wissen Sie, was sie
wollen oder ist der Termin für Sie
nur einer unter vielen? Können Sie
zuhören? Sind Sie vorbereitet, motiviert
und strukturiert oder lassen
Sie sich einfach überraschen, was
auf Sie zukommt?
Sie müssen in diesem Gespräch
für sich werben und sich verkaufen
– aber nicht den Showmaster
geben. Seien Sie natürlich, bleiben
Sie ruhig.
Vorbereitung
GUT ZU WISSEN:
Sie haben die ersten Auswahlverfahren erfolgreich überstanden
und jetzt will man Sie näher kennenlernen. Das geht am besten in
einem persönlichen Gespräch.
Ihre Gesprächspartner sind sich im Klaren darüber, dass Sie sich
um einen Ausbildungsplatz bewerben und nicht um den Vorstandsposten
– niemand wird Wunderdinge von Ihnen erwarten.
Sie gehen zu einem Vorstellungsgespräch – nicht zu „Wer wird
Millionär?“. Sie können sich vorbereiten.
Also: kein Grund zur Panik!
bei einer Verschiebung ableiten, welche Prioritäten Sie (derzeit)
setzen – und da sollte der Ausbildungsplatz natürlich ganz oben
stehen. Dass Sie den Termin nicht verpassen, versteht sich
von selbst. Das Gespräch beginnt für Sie gedanklich (und praktisch)
spätestens am Vortag. Eine durchgefeierte Nacht und der
anschließende „Dicke Kopf“ sind nicht die ideale Vorbereitung
auf dieses wichtige Gespräch. Also rechtzeitig ins Bett und ausschlafen.
Kleider machen Leute
Bestätigen Sie den Termin. Ein paar Zeilen per Mail („Vielen
Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch am/um. Ich
freue mich auf das Gespräch!“) oder ein Anruf zeigen, dass Sie
am Thema dran sind. Und geben dem Unternehmen die Sicherheit,
dass die Einladung auch bei Ihnen angekommen ist.
Verschieben Sie den Termin möglichst nicht! Der Betrieb wird
Über 50 % des ersten Eindrucks werden von der äußeren Erscheinung
bestimmt, ca. ein Drittel von Klang und Tonfall der
Stimme, der magere Rest vom Inhalt des Gesagten. Eigentlich
jedes Outfit, das die Zugehörigkeit zu einer Gruppierung oder
eine bestimmte Einstellung oder Haltung zeigt oder vermuten
lässt, ist nicht angebracht. Ob es sich dabei um Streetwear
oder Bomberjacke und Springerstiefel handelt – ab
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BEWERBUNG 7
damit in den Schrank! Auch Highheels, bauchfreie Tops oder
Miniröcke sind nicht geeignet.
Das Unternehmen sieht in Ihnen einen (zukünftigen) Repräsentanten
– entsprechend sollten Sie sich kleiden (und
stylen). Je nach Branche oder angestrebtem Beruf
sind die Anforderungen recht unterschiedlich:
Banken, Versicherungen, Anwaltskanzleien
und viele verkäuferische Berufe bzw.
Tätigkeiten mit direktem Kundenkontakt haben
eher konservative Erwartungen. Anzug oder
eine Kombination aus Sakko und Hose, gebügeltem
Hemd mit Krawatte bzw. Kostüm und
Bluse sind die richtige Wahl. Und je
höher der angestrebte Abschluss bzw. die Karriereaussichten
sind, umso eher sollten Sie Ihr Outfit
an das zukünftige berufliche Umfeld anpassen.
Auf der anderen Seite erwartet niemand,
dass Sie ein Vorstellungsgespräch für
eine handwerkliche Ausbildung im Maßanzug
antreten – eine Hose in Kombination
mit Hemd oder Pullover ist in
Ordnung.
TIPP: Schauen Sie sich einmal an
einem normalen Arbeitstag an,
in welcher Kleidung die Mitarbeiter
Ihrer zukünftigen Firma zur
Arbeit erscheinen oder wie die Firma ihr
Personal im Internet oder in Broschüren
darstellt; so bekommen Sie einen ersten
Eindruck vom Dresscode.
Dass es in kreativen Branchen oder Unternehmen
wie Medien, Werbeagenturen oder
Onlineprovidern lockerer oder toleranter
zugeht, ist übrigens ein Gerücht: Wer dort
wie ein Pausenclown, übertrieben modisch
gekleidet oder extrem durchgestylt
antritt, verbessert seine Chancen keinesfalls.
Jeder Personalchef wird sich fragen:
„Was wollen Sie betonen bzw. erreichen?“
Oder noch schlimmer: „Was wollen Sie
verstecken?“ bzw. „Wovon wollen Sie ablenken?“
Ganz wichtig: Verkleiden Sie sich
nicht! Wer noch nie in seinem Leben eine Krawatte
gebunden hat, wird sich im Anzug mit
Weste und nagelneuen, aber drückenden Schuhen
nicht wirklich wohlfühlen – und das sieht
man Ihnen dann an. Wählen Sie dann besser
einen Kompromiss: Jeans und Jackett, vielleicht
ohne Krawatte, können eine Alternative sein.
Grundsätzlich gilt, dass natürlich alles sauber und
gepflegt ist, also nicht nur frisch gewaschen, sondern
gebügelt, Schuhe geputzt usw. Beim Haarstyling
ist weniger mehr, ebenso bei Parfum und
Aftershave. Gegen Stress vor dem Gespräch hilft
angeblich eine Kippe – besser, Sie unterdrücken
diesen Drang bis nach dem Termin.
Zurückhaltung ist auch beim Schmuck und
beim Griff in den Schminkkoffer angesagt. Wird
ein Knopf im Ohr oder ein dezenter Ring akzeptiert,
sollten alle sichtbaren Piercings, soweit
möglich, entfernt werden. Gegen sichtbare
Tätowierungen (Gesicht, Hals, Hände und Unterarme)
sowie dauerhafte Piercings und Brandings fällt
uns allerdings auch nichts ein.
Und sonst
Zum Vorstellungsgespräch bringen Sie auf jeden Fall einen Satz
Kopien Ihrer kompletten Bewerbungsunterlagen, die Einladung
zum Gespräch, die Telefonnummer der Firma, Schreibzeug und
Ihr Handy mit. Nicht schaden kann ein Textmarker sowie Taschentücher.
Und das Ganze in einer Mappe oder Aktentasche
– nicht in einer Plastiktüte oder sogar lose in der
Hand.
Anfahrt
Dass Sie auf gar keinen Fall zu spät kommen, ist ebenfalls
eine Selbstverständlichkeit. Informieren Sie sich
rechtzeitig über die genaue Anreise mit öffentlichen
Verkehrsmitteln oder dem eigenen
Fahrzeug (dazu gehört auch die Parkplatzsituation).
Zugverspätungen, verpasste Busse
oder der überraschende Stau auf der B-
Sonstnochwas werden als Entschuldigung
kaum akzeptiert. Also planen Sie ausreichend
Zeit ein und fahren Sie entsprechend
früh los – gehetzt anzukommen
ist schließlich nicht ideal.
Gibt es dennoch eineVerzögerung: Melden
Sie sich in diesem Fall – ein kurzer
Anruf schafft bei allen Beteiligten Klarheit
und ist mehr als höflich.
Es geht los
Vorstellungsgespräche folgen mehr oder weniger
einem immer gleichen „roten Faden“. Zu
Beginn werden Sie begrüßt – grüßen Sie zurück.
Streckt man Ihnen eine Hand entgegen,
greifen Sie zu. Bedanken Sie sich für die Einladung
zum Gespräch. Das Gespräch beginnt
mit Small Talk – gegenseitiger Vorstellung der
anwesenden Personen, das Wetter, Ihrer Anreise.
Achten Sie auf die Namen der Personen,
die Ihnen vorgestellt werden – haben Sie einen
Namen nicht oder nicht richtig verstanden,
fragen Sie sofort nach! Fast alle Menschen reagieren
extrem empfindlich, wenn Sie falsch
angesprochen werden – Mitarbeiter in Personalabteilungen
sind auch nur Menschen. Mitunter
folgt dann eine Präsentation des Unternehmens
– machen Sie sich Notizen, wenn
Sie Fragen dazu haben.
Und erkundigen Sie sich, wann diese Fragen
beantwortet werden. Grundsätzlich ist das
Bewerbungsgespräch ein möglichst aktiver
Dialog – Sie müssen und sollen zwar eine
Menge Fragen beantworten, zeigen jedoch
mit den richtigen eigenen Fragen, dass Sie
sich Gedanken gemacht haben bzw. dem
Gespräch aufmerksam folgen.
Der dann folgende Teil dient zum einen der
Information, zum anderen will Ihr zukünftiger
Arbeitgeber wissen, ob Sie gut vorbereitet
sind. Auch wenn Sie Ihren Werdegang,
Ihre schulische Situation und z.B. Ihre
Hobbies bereits im Lebenslauf angegeben
haben, erläutern Sie das auf entsprechende
Fragen noch einmal. Bleiben
Sie dabei knapp und präzise.
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8 BEWERBUNG
zum angestrebten Job haben. Ihre Stärken und Schwächen haben
Sie bereits vor der Entscheidung für einen bestimmten Berufszweig
analysiert, oder?
Achtung: Männer neigen bei der Selbsteinschätzung eher
zu Übertreibung, während sich Frauen eher zurückhalten –
versuchen Sie, dies möglichst zu berücksichtigen. Spätestens
jetzt müssen Sie auch „Dellen“ in Ihrem Lebenslauf erklären
oder geradebügeln.
„Haben Sie noch Fragen?”
Die „Knackpunkte“
Jetzt beginnt das eigentliche Vorstellungsgsgespräch, man
stellt Ihnen Fragen wie: „Warum wollen Sie... werden?“, Warum
wollen Sie diesen Beruf ausgerechnet in unserem Betrieb lernen?“
oder „Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?“.
Überlegen Sie sich rechtzeitig Antworten auf diese Fragen
– sie kommen garantiert. Bleiben Sie dabei immer sachlich
und ehrlich – man will unter anderem erfahren, ob und wie Sie
sich selbst einschätzen können. Versuchen Sie, jeder Schwäche
möglichst eine Stärke gegenüber zu stellen.
Zum Ende des Gespräches werden Sie garantiert gefragt, ob
Sie selbst noch etwas wissen wollen. Ja, wollen Sie – aber nur,
wenn es wirklich offene Punkte sind. Natürlich ist es sinnvoll,
sich bereits vor dem Gespräch ein paar interessante Fragen zum
Unternehmen selbst oder zur Ausbildung zu überlegen. Stellen
Sie diese Fragen aber nur, wenn sie nicht bereits beantwortet
sind – sonst wird man Ihnen schnell mangelnde Aufmerksamkeit
unterstellen. Und verzichten Sie auf Belanglosigkeiten – wann
der Arbeitstag morgens beginnt und wie die Pausenregelung ist,
erfahren Sie noch früh genug.
Im Zweifel fragen Sie einfach, wie es jetzt weitergeht bzw. wann
Sie wieder vom Unternehmen hören werden. Zum Ende des
Gesprächs bedanken Sie sich noch einmal und verabschieden
sich.
Und prüfen Sie, welche Stärken und Schwächen einen Bezug
TIPPS & STOLPERFALLEN
Jemanden zu unterbrechen, ist generell unhöflich.
Antworten Sie präzise, aber weder
zu ausschweifend noch nur mit „Ja“ oder
„Nein“. Reden Sie nicht zu schnell – Sie haben
ausreichend Zeit und wollen nicht den
Eindruck erwecken, dass Ihnen die Situation
insgesamt unangenehm ist.
Sollten Sie gefragt werden, ob Sie nervös
sind, antworten Sie ehrlich. „Ja, ein bisschen
schon“ nimmt Ihnen jeder ab und niemand
übel, während „Nein, überhaupt nicht“ kaum
glaubwürdig ist, wenn Sie gerade Ihre Fingernägel
bis auf das Nagelbett abknabbern.
Auf die Frage, ob Sie sich auch bei anderen
Unternehmen beworben haben, sollten Sie
einige ausgewählte Firmen parat haben.
Es wird niemanden überraschen, dass Sie
nicht „alles auf eine Karte“ bzw. einen einzigen
Ausbildungsplatz setzen. „Schon mehr
als 100, und zwar bei so ziemlich jeder Firma
in meiner Stadt“ ist aber eindeutig die falsche
Antwort auf diese Frage.
Übung macht den Meister
Scheuen Sie sich nicht, das Bewerbungsgespräch mit einem
Freund oder den Eltern regelrecht zu trainieren! Zum einen bekommen
Sie ein Feedback, ob Ihre Argumentation und Antworten
„sitzen“ und Sie dabei glaubwürdig wirken. Zum anderen
gewinnen Sie einfach an Sicherheit, wenn Sie diese für Sie neue
Situation regelrecht „durchspielen“ – jeder Schauspieler macht
vor der ersten Vorstellung nichts anderes. Das hört sich erst mal
blöd an, funktioniert aber – versuchen Sie es einfach einmal!
Eine Checkliste als PDF zum Download
gibt es auf www.job-und-chancen.de
www. job-und-chancen.de
BEWERBUNG 9
Noch eine Absage?
Da haben Sie viel Zeit und Mühe in Ihre Bewerbungsunterlagen gesteckt, genau geprüft, ob das Unternehmen
für Sie in Frage kommt, das Anschreiben ist natürlich exakt auf den Ausbildungsplatz abgestimmt und dann
das: Eine Absage – was jetzt?
Ganz wichtig: Kopf hoch!
Eine oder mehrere Absagen sind die Regel – aber das muss
gar nicht an Ihnen liegen. Liest man sich die Absage nach dem
ersten Frust genauer durch, fällt schnell auf, dass häufig nicht
viel drin steht. Ein paar Floskeln, gute Wünsche für das weitere
Berufsleben und das war’s – nicht gerade hilfreich. Die Chance,
direkt aus Fehlern zu lernen, weil die Bewerbungsmappe vielleicht
doch Mängel hatte oder die Qualifikation einfach nicht
ausreicht, besteht also nicht mehr.
Denn ein „vergammeltes“ Jahr im Lebenslauf verbessert Ihre
Chancen auf einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr auf keinen
Fall. Achtung: Das „Jobben“ in der Kneipe, im Getränkemarkt
oder wo auch immer bringt zwar Geld in die Kasse, kann
aber im Vergleich mit den o.a. Alternativen nur die schlechtere
Wahl sein – damit überzeugen Sie nämlich keinen Personaler bei
der Bewerbung im nächsten Jahr. Noch schlechter ist nur, gar
nichts zu tun.
Also ab damit in die Mülltonne? Im Prinzip ja – aber: Schauen
Sie sich Ihre Unterlagen noch einmal besonders kritisch an.
Keine Fehler erkennbar? Überzeugendes Anschreiben? Vollständige
und saubere Mappe ggfls. mit vernünftigem Foto?
Wurde Ihnen bereits vor einem persönlichen Vorstellungsgespräch
abgesagt, bedeutet dies in der Regel: Entweder, Sie
erfüllen die geforderte Qualifikation nicht – Schulabschluss,
Prüfungsfächer, Noten usw. oder das Unternehmen ist der
Meinung, dass Sie einfach nicht „passen“. Klingt platt, ist aber
enorm wichtig. Unternehmen suchen in der Regel nämlich nicht
die besten Bewerber:innen aus, sondern diejenigen, die vermeintlich
am besten zum Unternehmen passen! Und das ist ein
Riesenunterschied: Wer eine Absage bekommt, ist nämlich nicht
automatisch schlechter, sondern nur anders. Dazu kommt: In
Personalabteilungen arbeiten auch nur Menschen. Natürlich ist
der Auswahlprozess in der Regel strukturiert, letztendlich ist die
Auswahl immer auch subjektiv – niemand kann allen gefallen.
Häufen sich die Absagen, sollten Sie allerdings, z. B. mit Hilfe der
Berufsberater der Arbeitsagentur, Ihren Berufswunsch prüfen –
nur weil viele Freunde und Klassenkameraden die gleiche Ausbildung
anstreben, muss das nicht auch für Sie die erste Wahl sein.
Nicht anders verhält es sich, wenn Ihnen erst nach einem
Vorstellungsgespräch oder einem Assessment-Center abgesagt
wird: andere Bewerber waren einfach besser – das passiert im
Leben und lässt sich nicht ändern.
Nicht aufgeben
Viel wahrscheinlicher: Andere Bewerber haben besser oder anders
überzeugt. Auch hier gilt: Damit müssen Sie leben. Aber Sie
dürfen nicht resignieren – eine Absage sagt nichts über Sie als
Person, Ihren Charakter, Ihre menschlichen Stärken und Schwächen
aus. Versuchen Sie, sich noch einmal genau an das Gespräch
zu erinnern: Wie war die Atmosphäre insgesamt? Waren
Ihnen der oder die Gesprächspartner sofort sympathisch oder
nicht? Waren Ihnen bestimmte Fragen unangenehm oder wurden
Sie überrascht und hatten nicht gleich eine Antwort parat? Das
können Indikatoren für die Absage sein – müssen es aber nicht.
Rückt der traditionelle Ausbildungsbeginn August/September mit
Riesenschritten näher und Sie haben zwar einen ganzen Stapel
Absagen, aber nicht einen einzigen Termin für eine persönliche
Vorstellung in Aussicht, hilft nur eines: Blick nach vorn! Jetzt
ist es spätestens Zeit, sich zügig Gedanken über eine Alternative
zu machen – Stichwort Freiwilliges Soziales Jahr, Praktikum,
Berufsvorbereitendes Jahr, Auslandsaufenthalt, Einstiegsqualifizierung.
Auch hier helfen die Berater der Agentur für Arbeit.
Der Absagen-Survival-Guide
Absagen sind das Normalste der Welt – suchen Sie in
Ihrem Umfeld mal jemanden, der noch keine Absage
bekommen hat! Ein paar Tipps, die den Umgang erleichtern:
• Absagen sind nicht persönlich gemeint – ein kurzer Blick
in die Bewerbungs-Mappe reicht manchmal schon. Das ist
unfair, aber nicht zu ändern.
• Absagen sagen nichts über Ihre Person aus – schließlich
kennt das Unternehmen Sie ja gar nicht.
• Absagen sagen nicht immer etwas über Ihre Qualifikation
aus – Unternehmen suchen die am besten Passenden, nicht
die besten Bewerber.
• Selbstkritik hilft: Passt mein Berufswunsch? Waren die Bewerbung
und/oder das Vorstellungsgespräch wirklich überzeugend?
• Selbstzweifel sind aber nicht angebracht – kein Grund, den
Kopf in den Sand zu stecken!
• Wenn die Absagen sich häufen: Rechtzeitig Alternativen
prüfen – ein Jahr lässt sich auch ohne Ausbildung sinnvoll
(FSJ/BFD?) oder weniger sinnvoll („Chillen“) nutzen.
KLEINER TIPP FÜRS EGO: Ist das wirklich die Firma, in der Sie
unbedingt arbeiten wollen? Immerhin haben die Ihnen abgesagt.
Ohne überhaupt zu wissen, was ihnen entgeht…
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10 BEWERBUNG
Teamwork oder jeder gegen jeden?
Nicht selten setzen Unternehmen bei der Personalauswahl ein Assessment-Center (AC – von englisch to
assess = beurteilen, auf deutsch etwa Beurteilungszentrum) ein. Nicht immer werden Sie zu einem Assessment-Center
eingeladen – Auswahl- oder Bewerberseminar sind ebenfalls gängige Namen. Aber was passiert
dort? Und warum?
Kurz gesagt: Man setzt Sie unter Druck.
Allein oder in der Gruppe bekommen Sie
unterschiedlichste Aufgaben gestellt,
die im Kern nur eines gemeinsam haben:
Sie sind in der Regel nicht oder in
der zur Verfügung stehenden Zeit nicht
vollständig zu lösen. Und was soll das?
Stress erzeugen. Im AC wird simuliert,
wie Sie sich unter Stress verhalten und
reagieren. Die gestellten Aufgaben rücken
dabei in den Hintergrund – wie viel
Quadratwurzeln Sie in 5 Minuten ziehen
oder welche amerikanischen Bundesstaaten
Sie auf einer Landkarte eintragen
können, ist nebensächlich. Die Beobachter,
die sich übrigens immer im
Hintergrund halten, interessieren ganz
andere Dinge: Wie verhalten Sie sich,
wenn Sie eine Aufgabe nicht lösen können?
Wie reagieren Sie, wenn Sie feststellen,
dass die Zeit knapp wird oder
merken, dass Sie einen Fehler gemacht
haben? Es geht also darum, wie Sie mit
Problemen und Druck umgehen – egal,
ob Sie allein im AC sind oder in einer
Gruppe.
Eine beliebte Übung ist z.B. die Postkorb-
Aufgabe („Sortieren Sie diese Eingangspost
nach „Wichtig“, „Unwichtig“, „Sofort
erledigen“ und „Liegen lassen“):
Wie viel Post Sie am Ende der (immer
zu knappen) Zeit sortiert haben, ist fast
Nebensache. Aber: Wie sind Sie vorgegangen?
Systematisch? Alphabetisch?
Nach dem Zufallsprinzip? Haben Sie
sich an Ihr System gehalten? Oder in der
Hektik den roten Faden verloren? Haben
Sie vielleicht mittendrin Ihr System geändert?
Oder alles wieder zusammengeworfen,
um von vorn anzufangen?
Worauf kommt es im AC an?
Wie gesagt, die Allgemeinbildung
oder das Fachwissen stehen nicht
im Mittelpunkt. Die psychologisch
geschulten Beobachter achten
auf Ihre zwischenmenschlichen
Kommunikationsfähigkeiten, auf
bereits erkennbare Führungsqualitäten,
auf die Selbstdarstellung
und Ihre Interaktion mit anderen.
Bei Gruppenübungen wird auf diese Dinge
besonders geachtet:
Wie kommt die Gruppe zu einer Lösung?
Wird demokratisch diskutiert oder zwingt
ein Teilnehmer dem Rest seine Meinung
auf? Wer bestimmt die Diskussion und wer
hält sich im Hintergrund? Wer trägt zur
Problemlösung bei und wer stört nur mit
seinen Beiträgen? Wer ändert ständig seine
Meinung und wer ist überhaupt nicht zu
überzeugen? Wer übernimmt welche Rolle
in der Gruppe?
Wesentliche Kriterien sind:
• Verhandlungsgeschick
• Rhetorische Fähigkeiten
• Belastbarkeit und Ausdauer
• Geduld
• Einfühlungsvermögen/Empathie
• Kritikfähigkeit
• Eigeninitiative
• Problemorientierung
Sie sehen, es geht um Sie als Person oder
Persönlichkeit – aus dem Abschlusszeugnis
sind diese Fähigkeiten oder Charakterzüge
nicht herauszulesen.
Es gibt einige gern eingesetzte Mittel, um
Stress während des AC aufzubauen oder
den Druck weiter zu erhöhen – hier einige
Beispiele:
• Das Thema, auf dass Sie sich 30
Minuten für eine Präsentation vorbereitet
haben, wird direkt vor der
Präsentation durch ein neues ersetzt.
• Aus 10 Minuten Präsentationszeit
werden 3 Minuten (oder 30 Minuten;
das Ziel ist das Gleiche).
• Statt Beamer und PC haben Sie nur
ein Flipchart.
• Mitten im Rollenspiel / in der Gruppendiskussion
werden die Standpunkte
vertauscht – Sie müssen aus
dem Stehgreif die exakt gegenteilige
Position vertreten.
Kaum ein AC gleicht dem anderen – das
hängt mit der Vielzahl von Methoden und
Übungen, aber auch mit der Anzahl der
Testpersonen und den vom Unternehmen
favorisierten Kriterien und Erkenntnissen
über die Kandidaten zusammen.
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BEWERBUNG 11
Häufige Bestandteile:
• strukturierte Interviews
• Gruppenaufgaben, oft mit
anschließender Präsentation der
Ergebnisse
• die oben geschilderte Postkorbübung
oder ähnliche Simulationen
• Rollenspiele (sie sind Kunde
oder Verkäufer oder…)
• Präsentationsaufgaben, einzeln
oder in Kleingruppen
• schriftliche Persönlichkeits- und
Leistungstests mit Zeitlimits
Dauert das AC länger und wird von
einer Mittagspause unterbrochen oder mit
einem gemeinsamen Essen abgeschlossen,
gehört das Essen zum Test! Hier geht
es zwar nicht um den Stress beim Kampf
mit der Hummerzange – Ihre Tischmanieren
werden aber genauso aufmerksam
registriert wie Ihr Small-Talk. Also definitiv
der falsche Zeitpunkt, jetzt über andere
Teilnehmer abzulästern oder den ganzen
Test als solchen in Frage zu stellen.
Kann ich mich vorbereiten?
Die natürliche Reaktion eines Menschen
auf starken Stress ist Flucht oder Angriff
– dieser Instinkt ist angeboren. Auf genau
diesen Reflex setzt ein AC im Prinzip –
und dagegen können Sie erst einmal überhaupt
nichts tun. Die oben genannten Kriterien,
auf die bei einem AC geachtet wird,
können Sie allerdings innerhalb einer
gewissen Bandbreite trainieren – egal ob
Ausdauer, Belastbarkeit oder Ihre Rhetorik.
Innerhalb einer gewissen Bandbreite
bedeutet das, dass noch so viel Training
aus einem introvertierten und schüchternen
Menschen keine „Rampensau“ macht,
die aus dem Stehgreif zum umjubelten
Mittelpunkt jeder Reisegruppe wird.
Und wer sich selbst für die Krönung der
Schöpfung hält, kann zwar an seinem
Einfühlungsvermögen und seiner Fähigkeit
zur Selbstkritik arbeiten – zum zurückhaltenden
Vermittler mit Fingerspitzengefühl
in sensiblen Situationen ist es
aber ein sehr weiter Weg.
Tipps für Teilnehmer:
• Ruhig bleiben. Der Stress ist gewollt,
der Zeitdruck Teil der Methode – alle
Aufgaben zu lösen ist schlicht unmöglich.
• Nicht schauspielern. Es geht
um Ihren Charakter und um Ihre
Persönlichkeit – Teile von Ihnen,
die zu Ihnen „da-zugehören“.
Bleiben Sie natürlich –
alles andere entdecken die Beobachter
sowieso.
• Keine Panik. Die anderen Teilnehmer
haben den gleichen Stress – Sie
sind also sicher nicht der einzige, der
„unter Strom steht“.
• Nicht „festbeißen“. Kommen Sie bei
einer Aufgabe überhaupt nicht weiter,
nehmen Sie die nächste in Angriff,
statt verzweifelt nach einer Lösung
zu suchen – so sammeln Sie auf
jeden Fall mehr Punkte. Sollten Sie am
Ende noch Zeit haben, können Sie die
fiese Nuss“ immer noch knacken.
• Cool bleiben. Lassen Sie sich bei den
Diskussionen nicht von der Gruppendynamik
mitreißen – es geht um den
Weg zur Lösung. Ob die Lösung von
Ihnen kommt, ist nebensächlich. Konkret
bedeutet das, dass die gestellte
Aufgabe sinnlos sein kann („Wieviel
Zeit hat der Weihnachtsmann am
Heiligabend pro Kind?“) – konzentrieren
Sie sich lieber auf die Schritte,
die zu einer (theoretischen) Lösung
führen könnten.
• Höflich bleiben. Im Eifer des Gefechts
nicht die Fassung verlieren.
Sie stehen unter Stress, die Zeit wird
knapp und nur Sie haben die Lösung
erkannt – trotzdem bleiben Sie ruhig
und lassen auch die anderen zu Wort
kommen.
• Fair und neutral bleiben. Natürlich
sind die anderen Wettbewerber
um einen Ausbildungsoder
Studienplatz. Verzichten
Sie trotzdem auf offene Konfrontation
– die Auswahl übernimmt
das Unternehmen noch
früh genug. Wer sich bereits
während des AC als kleiner
Macchiavelli erweist, kommt
nicht weit.
Weiterführende Hilfen:
Wer sich intensiver mit dem Thema
beschäftigen möchte: Es gibt
jede Menge gute Bücher zum Thema
wie z.B. „Assessment- Center
erfolgreich bestehen“ von Johannes
Stärk, Gabal Verlag. Manche
Volkshochschulen bietet Kurse
zum Thema Bewerbertraining und
Vorstellungsgespräch an – das
hilft nicht nur beim AC.
Unter www.planet-beruf.de (Meine
Bewerbung) bietet die Agentur
für Arbeit eine Menge Tipps,
Checklisten, Videos und weitere
Informationen zum Thema Bewerbung,
Vorstellung und AC an – zum
Teil sogar mit interaktiven Übungen.
Spannend und hilfreich sind auch sogenannte
Self Assessment-Center. Wie der
Name schon sagt, bieten Sie die Möglichkeit,
ohne echten Stress virtuelle Erfahrungen
über sich selbst zu sammeln
– ohne echte Beobachter oder Gruppenteilnehmer.
Einfach einmal „Self Assessment“
googeln – die ersten 3 Dutzend
Treffer kommen dann von den Universitäten
(wie z.B. www.studiengangstest.de
mit gleich einem Dutzend Studiengängen).
Auf www.cyquest.de findet sich eine
Vielzahl kostenloser und unverbindlicher
Self-Assessment-Center und Karriereportale
unterschiedlichster Unternehmen
von der der Allianz über Commerzbank,
Edeka, Peek & Cloppenburg, PWC und
Lufthansa bis zu Unilever – klicken und
Ausprobieren ist angesagt!
Und da wir schon im Netz sind, eine
Warnung zum Schluss:
Gerade Standards wie die Postkorbübung
werden im Internet als Übungspakete angeboten
– einzeln oder im Set. Unabhängig
davon, dass die Wahrscheinlichkeit,
exakt auf die angebotene Version auch
im AC zu stoßen, recht gering ist – für
die zum Teil happigen Preise bekommen
Sie mindestens ein sehr gutes Buch, das
dann das gesamte Thema abdeckt und
nicht nur eine Einzelübung.
ISBN 978-3-86936-184-0
Taschenbuch 15,00 €, eBook ab 15,99 €
www. job-und-chancen.de
12 BEWERBUNG
Fragen rund ums Vorstellungsgespräch
Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, weiß meist nicht, was im Job-Interview passieren wird.
Neben den fachlichen Hürden warten auch rechtliche Tücken. Dr. Uwe Schlegel, Rechtsanwalt und Dozent
für Zivil-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht aus Köln, verrät, was sich Arbeitgeber und Bewerber erlauben dürfen.
• Muss ich auf jede Frage antworten?
Darf der Arbeitgeber alles über mich wissen und muss
ich immer korrekt antworten? „Die Grundaussage ist: Der
Arbeitgeber darf jede Frage stellen, an deren Beantwortung
er ein sachlich begründetes Interesse hat“, erklärt Schlegel.
Unproblematisch für den Arbeitgeber sind daher Fragen nach
der beruflichen Qualifikation des Arbeitnehmers, nach dem
Führerschein oder der körperlichen Eignung. Wichtig ist allein
das betriebliche Interesse hieran.„Grundsätzlich nicht erlaubt
sind dagegen die Fragen nach der Schwangerschaft, der
politischen oder sexuellen Ausrichtung des Bewerbers und
dem religiösen Bekenntnis“, sagt Schlegel.
„Es gibt jedoch im Einzelfall Ausnahmen.“ So kann bei der
Einstellung in eine konfessionelle Einrichtung die Frage nach
dem Bekenntnis doch erlaubt sein. Gleiches gilt für Fragen,
die im Mittelfeld liegen. Dazu gehören insbesondere die
Fragen nach Vorstrafen oder einer Behinderung. Diese sind
im Einzelfall jedenfalls dann zulässig, wenn sie präzisiert sind
und sich konkret auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen.
• Darf ich lügen?
„Vom Fragerecht des Arbeitgebers getrennt zu betrachten
ist, ob es eine Offenbarungspflicht des Bewerbers gibt“,
weiß der Experte.
Diese Frage stellte sich auch Diana. Sie wurde bei
ihrem Bewerbungsgespräch gleich zu Beginn vom
Arbeitgeber gefragt, ob sie in nächster Zeit plane, Kinder
zu bekommen und eine Familie zu gründen. Zwar verneinte
sie dies, wusste aber nicht, ob sie das auch durfte, da sie
eigentlich plant, früher oder später schwanger zu werden.
„Das ‚Recht zur Lüge‘ gibt es immer dann, wenn der potentielle
Arbeitgeber eine Frage stellt, die rechtlich nicht zulässig
ist.“
Beantwortet ein Bewerber aber eine zulässige Frage wissentlich
falsch und stellt sich dies erst später heraus, droht
ihm eine Anfechtung des Arbeitsverhältnisses wegen arglistiger
Täuschung, mit der nicht zu spaßen ist. „Dies kann
dann eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses
nach sich ziehen“, sagt Schlegel.
• Kann ich mich auf Versprechungen verlassen?
Gut zu wissen ist auch, dass der Arbeitgeber den Bewerber
nicht mit übertriebenen Versprechungen aus einer bestehenden
Position heraus locken darf:
„Wer einem Bewerber anbietet, das bestehende Gehalt zu
verdoppeln, ihm eine Anstellung auf Lebenszeit zu geben
und dieser später feststellt, dass dies leere Versprechen
waren, macht sich unter Umständen schadensersatzpflichtig“,
weiß der Anwalt.
• Werden meine Fahrtkosten erstattet?
Wer sich in einer anderen Stadt oder in einem anderen
Bundesland bewirbt, hat oft eine lange Anreise zum Ort
des Bewerbungsgesprächs. „Die Reisekosten hat der Arbeitgeber
grundsätzlich zu erstatten“, erklärt Schlegel. „Es
sei denn, er hat vorher darauf hingewiesen, dass derartige
Kosten nicht erstattet werden.“
So sind Fahrtkosten für eine Strecke von Hamburg nach
München ebenso zurückzuzahlen, wie Kosten, die für eine
Strecke innerhalb einer einzigen Stadt anfallen. „Die Höhe
der erstattungsfähigen Reisekosten sind allerdings rechtlich
ebenfalls immer eine Frage des Einzelfalls“, so Schlegel.
„Ob auch Flüge oder Taxikosten vom Arbeitgeber zu bezahlen
sind, kann nicht allgemein bejaht oder verneint werden.“
In allen Fällen gilt aber: es lohnt sich, zu prüfen und beim
Arbeitgeber nachzuhaken.
www. job-und-chancen.de
BEWERBUNG 13
Der gute, erste Eindruck beim
Vorstellungsgespräch
Ein offenes Lächeln, verschränkte Arme oder ein federnder Gang: Der Körper kommuniziert – auch beim Vorstellungsgespräch.
Wer durch seine Bewerbung mit fachlichen Qualifikationen überzeugt hat, darf im persönlichen
Austausch durch sein Auftreten glänzen. Diese Tipps helfen dabei, Körpersprache gezielt einzusetzen.
Die Begrüßung: Auf den Händedruck kommt es an
Schon der Beginn des Vorstellungsgesprächs ist entscheidend,
denn dabei bildet sich der wichtige erste Eindruck. Zuerst sollte
die ranghöchste Gesprächsperson begrüßt werden, am besten
mit einem festen Händedruck von etwa drei Sekunden. Genauso
wichtig: Wer dabei dem Gegenüber in die Augen blickt und
leicht lächelt, wirkt sofort sympathisch. Nervosität ist ganz normal,
sollte aber nicht zu vorschnellem Handeln ermutigen. Erst
wenn der Recruiter eine Sitzgelegenheit anbietet, sollten Bewerberinnen
und Bewerber Platz nehmen.
Sich offen zeigen und nicht übertreiben
Apropos hinsetzen: Eine kerzengerade Haltung wirkt schnell
angespannt und damit unsicher. Wer schlaff auf dem Stuhl
hängt, könnte beim potenziellen Arbeitgeber einen gleichgültigen
Anschein erwecken. Besser ist eine aufrechte, entspannte
Haltung – keine verschränkten Arme! – mit leicht vorgebeugtem
Oberkörper. Sie signalisiert dem Gegenüber Offenheit und
aufmerksames Zuhören und drückt beim Sprechen nicht auf die
Stimme.
Achtung Freunde großer Gesten: Die Hände untermalen Gesagtes,
wildes Fuchteln könnte aber zu aufgedreht wirken. Auch
der Gesichtsausdruck sollte natürlich bleiben. Bei der Mimik
gilt dasselbe wie bei der Körperhaltung: nicht übertreiben! Ein
freundlicher, offener Blick zeigt Aufgeschlossenheit. Wer beim
Zuhören zudem leicht nickt und Blickkontakt hält, symbolisiert
Interesse am Gesagten.
Nervöse Menschen fassen sich häufig ins Gesicht. Berühren sie
dabei Nase oder Mund, wird das zuweilen als Anzeichen für eine
Lüge gewertet. Nach unten zu schauen, kann außerdem Desinteresse
oder Arroganz signalisieren. Bereits kurz vor dem Vorstellungsgespräch
sollte außerdem das Smartphone in der Tasche
bleiben: Wer beim Warten auf sein Smartphone blickt, senkt sein
Kinn, neigt die Schultern nach vorne und hält die Hände nah beieinander
– das wirkt oft unsicher und verschlossen.
Was zählt noch für einen guten Eindruck?
Wie wichtig ist der erste Eindruck wirklich und wie beeinflusst
das Aussehen unsere Meinung über den Charakter
einer Person? Lenstore hat 1.000 Deutsche befragt, um herauszufinden,
welche Faktoren am wichtigsten sind, wenn
man jemanden zum ersten Mal trifft, und wie sich das auf
die Einschätzung der Person auswirkt.
Das wichtigste, für einen guten ersten Eindruck bei einem Vorstellungsgespräch
ist gute Hygiene und kein Körpergeruch,
das geben 41 % der Befragten an. Es folgt
Aussehen (39 %) und Kleidung/ Stil (24 %). Doch
welche Annahmen werden über die Persönlichkeit
eines Kandidaten geschaffen, auf Grundlage
von körperlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen?
1. So wirkt man intelligent:
1. Das Tragen einer Brille (25 %)
2. Häufiges Lächeln (19 %)
3. Viel Augenkontakt (19 %)
Frauen denken eher, dass Personen mit Brille intelligent sind
(28 % zu 20 %), und Männer sind eher beeindruckt, wenn eine
Person kein Make-up trägt (12 % zu 8 %). Der Faktor, der am
wenigsten Vertrauen in Ihre Intelligenz weckt, ist eine schlechte
Haltung (nur 4 %).
2. So wirkt man vertrauenswürdig:
1. Häufiges Lächeln (32 %)
2. Viel Augenkontakt (29 %)
3. Das Tragen von legerer Kleidung (17 %)
Fast ein Drittel der Befragten beurteilt aufgrund des Lächelns,
ob jemand vertrauenswürdig ist, Frauen jedoch um 10 % mehr
als Männer. Interessanterweise denken 17 %, dass man Vertrauenswürdigkeit
mit legerer Kleidung signalisieren kann.
3. So vermittelt man Selbstvertrauen:
1. Augenkontakt (30 %)
2. Häufiges Lächeln (30 %)
3. Das Tragen von eleganter Kleidung (24 %)
Sowohl Augenkontakt als auch häufiges Lächeln sind laut fast
1/3 der Befragten wichtige Hinweise auf Selbstvertrauen.
4. So wirkt man unsympathisch:
1. Vermeidet Augenkontakt (28 %)
2. Schlechter Körpergeruch (24 %)
3. Lächelt nicht (22 %)
Mehr als ein Viertel der Befragten
sieht das Vermeiden
von Augenkontakt
als ein wichtiges Zeichen,
dass jemand nicht
vertrauenswürdig
ist. Andere
Faktoren, die dazu
beitragen können, dass Ihnen
jemand nicht vertraut,
ist ein zu lockerer oder zu fester
Händedruck oder starkes
Make-up.
Quelle: Recruiting-
Dienstleister IQB
Career Services
www. job-und-chancen.de
14 ORIENTIERUNG
Deine Zukunft: Die Sicherheit am Himmel
Flugsicherung dient der Lenkung und Sicherung des Luftverkehrs. In Anspruch genommen werden die Dienste
vor allem von Linienflügen, aber auch von militärischen Einsatzflügen. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
sorgt dafür, dass Jahr für Jahr Millionen Fluggäste sicher und zuverlässig an ihr Ziel kommen. Denn wir kontrollieren
den Flugverkehr im deutschen Luftraum, einem der verkehrsreichsten der Welt.
DFS steht für Deutsche Flugsicherung. Genau das ist unsere
Mission und Passion. Als Team sorgen wir dafür, dass auf mehr
als 10.000 Flügen pro Tag alle Reisenden sicher und pünktlich
ans Ziel kommen. Mit diesem spannenden Auftrag bieten wir
dir alle Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft – in einem
familiären Umfeld mit sinnstiftenden Aufgaben und besten Perspektiven
für deine Entwicklung.
Ausbildung
Klar, wir sind hier die Heimat aller neuen Fluglotsinnen und -lotsen
– aber wir sind auch versierter Ausbilder für Fachinformatik,
Büromanagement oder eine andere Flugsicherungs-Karriere.
Duales Studium
Fluglotsinnen und Fluglotsen spielen bei der DFS eine entscheidende
Rolle. Doch bei uns ziehen noch viel mehr Bereiche und
Berufe an einem Strang. Entsprechend groß sind deine Möglichkeiten,
bei uns durchzustarten.
Zwischen Himmel und Erde passen einige kombinierte Studiengänge:
Fluglotse mit Studium, Flugsicherungsingenieur, Informatik
oder Luftverkehrsmanagement. Verbinde Theorie und Praxis
in einer besonders spannenden Umgebung.
© Bastian Paeper
www. job-und-chancen.de
ORIENTIERUNG
15
Während der Ausbildung durchlaufen die Studierenden verschiedene
Kurse: Von Kommunikationstechnik über Datenverarbeitung
bis zu Safety & Security. Schritt für Schritt erwerben sie
die Berechtigungen, die sie später für ihren Job brauchen.
Gemeinsam für die Sicherheit
Teamarbeit spielt dabei eine große Rolle. Ingenieure arbeiten
eng mit Fluglotsen und vielen anderen Fachbereichen zusammen.
So entsteht ein Sicherheitsnetz, das den Luftverkehr in
Deutschland reibungslos und sicher macht.
Warum sollten sich Abiturienten bewerben?
„Mich hat immer schon die Kombination aus
Technik und Luftfahrt fasziniert. Und bei der
DFS kann ich beides verbinden und weiß
gleichzeitig, dass meine Arbeit später echte
Bedeutung hat.”
Charlotte – Duales Studium Flugischerungsingenieurin
Ohne uns läuft kein Radar – Wie Flugsicherungsingenieure
den Job der Fluglotsen
möglich machen
Als Kind wollte Charlotte eigentlich Fluglotsin werden, so wie
ihr Onkel. Am Ende hat sich unsere Kollegin aber doch für ein
duales Studium entschieden: Flugsicherungsingenieurin bei der
DFS.
Was macht eigentlich eine Flugsicherungsingenieurin?
Kurz gesagt: Sie sorgt dafür, dass Fluglotsen ihre Arbeit überhaupt
machen können. Alle Systeme, die Lotsen brauchen, vom
Radarschirm über Funkverbindungen bis hin zur Darstellung von
Flugplandaten, müssen zuverlässig laufen. Und genau hier kommen
die Ingenieure ins Spiel: Sie entwickeln, warten und testen
die Technik im Hintergrund.
„Luftfahrt ist ein superspannendes Umfeld und die DFS
ist ein Arbeitgeber, der einen wirklich unterstützt. Man
ist hier nicht nur eine Arbeitskraft, sondern bekommt die
besten Bedingungen, um sich zu entwickeln.“
• Außerdem bietet das duale Studium gleich mehrere
Vorteile:
• Ein sicherer Job mit Perspektive
• Studium plus Gehalt von Anfang an
• Direkter Praxisbezug, statt nur grauer Theorie
• Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: vom Bürojob bis
zur Arbeit draußen an den Anlagen
Fazit
Wer Technik liebt, Teamwork schätzt und gleichzeitig etwas
Sinnvolles machen möchte, ist bei uns genau richtig. Ohne die
Arbeit unserer Flugsicherungsingenieure könnten Fluglotsen
ihren Job nicht ausüben.
© Günter Wicker
„Wenn die Lotsen nichts von uns hören, dann läuft alles perfekt.
Unsere Aufgabe ist es, Störungen zu verhindern oder sie so
schnell wie möglich zu beheben.“
Studium plus Praxis – die perfekte Mischung
Das duale Studium bei der DFS kombiniert klassische Vorlesungen
in Mathe, Physik und Elektrotechnik mit Praxisphasen an
echten Flughäfen und Systemen.
„Besonders cool fand ich, dass wir direkt an den Anlagen waren,
teilweise sogar nachts auf der Startbahn. Da sieht man
sofort, wie wichtig unsere Arbeit für den sicheren Betrieb ist.“
Hier bewerben
https://karriere.dfs.de/de
16 SPECIAL STUDIUM
Purpose gewinnt bei
der Jobwahl an
Bedeutung
UniNow-Umfrage: 25 % der Studierenden
nennen Sinn als wichtigsten Faktor,
Gehalt bleibt mit 39 % vorn.
Sinn statt Status: Purpose wird
zum Wettbewerbsfaktor
Purpose, also der wahrgenommene Beitrag
der eigenen Arbeit für Kund:innen,
Gesellschaft oder Umwelt, prägt die Erwartungen
der Gen Z zunehmend. Für Arbeitgebende
bedeutet das: Wer Nachwuchskräfte
gewinnen will, muss den Sinn der
eigenen Arbeit nachvollziehbar machen
– und zwar jenseits von Kampagnen.
Studierende aller Fachrichtungen gestalten
den Staat von morgen
Der Beratungsservice Stipendienkompass weiß, dass Förderer bei der Auswahl ihrer Die öffentliche
Verwaltung gilt vielen als veraltet, umständlich und als notwendiges Übel. Einer,
der das ändern möchte, ist Florian Stupp. Mit seiner Nichtregierungsorganisation (NGO)
„Public Makers“ will er jungen Talenten den Zugang zum öffentlichen Sektor erleichtern.
Das gelingt ihm so gut, dass er vom „Handelsblatt“ mit dem „Young Leaders in GovTech
Award“ ausgezeichnet wurde.
Derzeit studiert Stupp Information Engineering im Bachelor am TUM Campus Heilbronn.
Mit „Public Makers“ möchte der junge Mann neue Zugangswege zum öffentlichen Sektor
für junge Talente schaffen. Der Award ist für ihn Bestätigung und Motivation zugleich: „Die
Auszeichnung erfüllt mich mit großem Stolz und großer Dankbarkeit. Gleichzeitig ist sie
ein wichtiges Signal: Bei der Staatsmodernisierung und dem Thema GovTech müssen wir
Studierende und andere junge Talente viel stärker einbinden.“
Gehalt bleibt wichtig – Flexibilität
folgt
Die Umfrage zeigt zugleich: Klassische
Karriereargumente rangieren deutlich
dahinter. Aufstiegschancen nennen 11 %
als wichtigsten Faktor, Sicherheit 9 %.
Damit liegt der Fokus vieler Studierender
weniger auf Status oder Planbarkeit,
sondern stärker auf persönlicher Sinnhaftigkeit
und Identifikation.
Die Zukunft mit dem
Handy entdecken
Wenn Sie sich zu ihrer eigenen Zukunft
Gedanken machen und Informationen
zu den verschiedenen Themen suchen,
hilft die kostenlose App des Studienkompass
weiter. Das Stipendienprogramm
stellt seine Methoden und Kompetenzen
in der App Studienkompass
to go zur Verfügung.
Technologische Potenziale nutzen
Und da Taten mehr wert sind als Worte, gründete Stupp im Jahr 2024 die NGO Public Makers.
„Wir stehen als Staat und Gesellschaft vor immensen Herausforderungen: vom demografischen
Wandel bis hin zu einer Verwaltung, die gerade erst beginnt, technologische
Potenziale im großen Stil zu nutzen“, sagt Stupp. Das sind große Herausforderungen, die
die junge Generation angehen möchte: „Durch Bildungsformate und gemeinsame Projekte
mit der Verwaltung nutzen wir Innovationspotenziale und begeistern Studierende aller
Fachrichtungen dafür, den Staat von morgen zu gestalten.“
Die nötigen Fähigkeiten erwirbt Stupp am TUM Campus Heilbronn: „Hier lerne ich genau
das, was dem Staat oft fehlt: wie das technologisch Mögliche in reale Lösungen überführt
werden kann.“ Obwohl er gerade mitten in seiner Bachelorarbeit steck, investiert Stupp viel
Zeit in Public Makers. „Wir konnten bereits über 400 Studierende in ganz Deutschland für
unsere Themen begeistern – mit Hackathons, Workshops, Bootcamps, Co-Creation-Formaten
und vielem mehr.“
Bürokratie ist lebenswichtig
Die App unterstützt u.a. bei der Suche
nach einem passenden Studium oder
einer Ausbildung, informiert über Finanzierungsmöglichkeiten
und Auslandsaufenthalte.
Es gibt Podcasts, Videos, Kompetenztrainings,
Erfahrungsberichte und
Rätsel. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf
Kompetenzen, die zukünftig gefragt sind.
In zahlreichen Videos berichten Berufstätige
von ihrem Arbeitsalltag.
Erste Lösungen, die in Formaten wie dem START Public Makers Lab entstanden sind, werden
bereits in reale Anwendungen überführt. Für den Award-Gewinner steht ein Thema ganz
oben auf der Agenda: „Die Digitalisierung erlaubt einen Wandel hin zu einem proaktiven
Staat, der Bedürfnisse erkennt und Leistungen anbietet – eine sogenannte ‚Push-Government‘.“
Ein Allheilmittel sei sie aber nicht, so Stupp: „Bürokratie hat ein Imageproblem, aber
sie erfüllt eine lebenswichtige Funktion: Sie schafft Ordnung und Nachvollziehbarkeit.“ Die
Aufgaben werden also nicht weniger. Wir gratulieren Florian Stupp zu seinem Erfolg und
wünschen dem „Young Leader“ weiterhin so viel Motivation für einen moderneren Staat.
Quelle: Die TUM
www. job-und-chancen.de
SPECIAL STUDIUM 17
Mehr KI-Kompetenz im Studium
KI-Kompetenz gesucht, aber kaum gelehrt
Nur ein Drittel der befragten Studierenden gibt an, dass KI fester Bestandteil ihres Studiums
ist. Ein Viertel erlebt das Thema bislang gar nicht, weitere 35 % nur am Rande – etwa
in einzelnen Seminaren oder Projekten. Dabei wissen die Studierenden genau, was sie
wollen: 47 % wünschen sich mehr praktische Anwendungen und Tools, ein Viertel möchte
tiefer in Algorithmen, Ethik und gesellschaftliche Folgen eintauchen.
Studieren bei der
Bundeswehr
Ein Studium bei der Bundeswehr ist eng
mit einer Offizierslaufbahn verknüpft.
Du studierst in einem beschleunigten
System (Trimester statt Semester) an
einer der zwei bundeswehreigenen
Universitäten, erhältst ab dem ersten
Tag ein volles Gehalt und verpflichtest
dich im Gegenzug für eine mehrjährige
Dienstzeit.
Fakten im Überblick
Unternehmen müssen nachziehen
Nicht nur Bildungseinrichtungen, auch Unternehmen stehen vor einem Kompetenzproblem.
Laut der Studie AI at Work 2025 der Boston Consulting Group nutzt bereits jede:r
Zweite KI im Job – doch nur ein Drittel fühlt sich dafür ausreichend gewappnet. Fehlende
Schulungen, unklare Richtlinien und eine fehlende strategische Einbindung bremsen die
Entwicklung.
Aus Wissen wird Vorsprung
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Gen Z will KI-Kompetenzen nicht nur theoretisch
verstehen, sondern praktisch anwenden. Hochschulen und Arbeitgebende stehen gleichermaßen
unter Zugzwang.
Frage: „Ist Künstliche Intelligent (KI) bereits Bestandteil
deines Studienlehrplans?“
Ja, KI ist ein fester Bestandteil 30 %
Ja, aber nur punktuell (z.B. eigene Vorlesungen, Pflichtmodule) 35 %
Nein, bislang gar nicht 24 %
Weiß ich nicht/keine Angabe 12 %
Frage: „In welcher Form wünscht du dir KI-Inhalte in deinem Studium?“
Theoretische Grundlagen (z.B. Algorithmen, Ethik) 24 %
Praktische Anwendungen & Tools (z.B. ChatGPT, Bildgeneratoren) 46 %
Projektarbeiten mit Praxisbezug 14 %
Noch keine Meinung dazu 16 %
Quelle: UniNow
• Standorte: Es gibt zwei Universitäten:
Die Helmut-Schmidt-Universität
(Hamburg) und die Universität
der Bundeswehr München.
• Struktur: Das Studium erfolgt in Trimestern
(3 Monate pro Abschnitt).
Ein Bachelor wird in 7, ein Master in
weiteren 5 Trimestern absolviert.
• Finanzielles: Du erhältst ein monatliches
Gehalt (ca. 2.200 € netto
zu Beginn), das mit steigendem
Dienstgrad zunimmt. Studiengebühren
fallen für Soldaten nicht an.
• Verpflichtung: Mit Studienbeginn
verpflichtest du dich in der Regel
für 13 Jahre (Truppendienst), im Sanitätsdienst
(Medizin) für 17 Jahre.
Studienbereiche und Fächer
Über 50 staatlich anerkannte Studiengänge
stehen zur Wahl:
• Technik & IT: Maschinenbau, Elektrotechnik,
Informatik, Luft- und
Raumfahrttechnik.
• Wirtschaft & Recht: BWL, VWL,
Management und Recht.
• Soziales & Geisteswissenschaften:
Psychologie, Pädagogik, Politikwissenschaft,
Geschichtswissenschaft.
• Medizin: Medizinstudierende werden
an zivilen Universitäten ausgebildet,
sind aber als Sanitätsoffizieranwärter
bei der Bundeswehr
angestellt.
Voraussetzungen
• Abschluss: Fachhochschulreife oder
Abitur.
• Staatsbürgerschaft: Deutsche
Staatsangehörigkeit.
• Alter: Mindestens 17 Jahre.
Zivile Optionen
Neben der Offizierslaufbahn bietet die
Bundeswehr auch ein Duales Studium
im Zivilbereich an (z.B. Wehrverwaltung
oder Wehrtechnik), bei dem man Beamter
auf Widerruf wird und keine militärische
Ausbildung absolviert.
www. job-und-chancen.de
18 SPECIAL STUDIUM
Studieren – aber was?
Top Studiengänge mit Zukunft
Der Schulabschluss steht an und die Frage nach dem
Studiengang stellt sich. Bei der Auswahl fällt die Wahl
nicht unbedingt leicht. Ein Kriterium ist, ob ein Studiengang
Zukunftsaussichten für spätere Jobchancen
hat.
KREATIVE STUDIENGÄNGE
• Lehrer/in: Gute Zukunfstaussichten und guter Verdienst.Kreative
Fächer wie Kunst/Musik/Darstellendes
Spiel sind abwechslungsreich und man kann viel Eigeninitiative
einbringen.
• Kunst/Musiktherapie: Ebenfalls haben Kunst- und Musiktherapie
gute Zukunftssicherheit und sind sehr kreative
Studiengänge/Jobs.
• Schmuckdesign: Auch wenn Schmuckdesign durch
Massenproduktion nicht mehr so beliebt ist wie früher,
schätzen viele Kund:innen die Handarbeit. Besonders,
wenn es um Einzelstücke wie Hochzeitsringe oder Andenken
geht, gehen die meisten lieber zu Künstler bzw.
Künstlerinnen.
• Medien/Grafikdesign: Besonders in der heutigen Zeit
sind Medien und Grafikdesign äußerst beliebt.
• Medienmanagement: Social Media und andere Medien sind
nicht mehr wegzudenken, weshalb Studiengänge in der
Medienbranche als zukunftssicher gelten. Dazu sind sie,
besonders wenn es um Social Media Management geht,
äußerst kreativ und innovativ.
• Architektur: Architektur verbindet künstlerische und
mathematische Themen. Architekten und Architektinnen
sind gefragte Jobs, die gut bezahlt sind.
NATURWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE
• Humanmedizin: Hat viele MINT Anteile und gilt als einer
der gefragtesten Jobs. Jedoch ist das Studium sehr anspruchsvoll.
• Zahnmedizin: Auch die Zahnmedizin ist sehr gefragt und
zukunftssicher.
• Veterinärmedizin: Hat einen hohen MINT Anteil, auch
später im Job haben viele Tierärzte- und Ärztinnen ihre
eigenen Labore und Analyseverfahren.
• Pharmazie: Hoher Chemie-Anteil. Ein sehr gefragter
Job mit guten Gehaltsaussichten.
• Lehrer/in für Mathe/Chemie/Physik/Biologie: Lehrende
haben viel Zukunftssicherheit und werden gut bezahlt.
Es können im Lehramt Studium auch mehrere MINT Fächer
verbunden werden.
• Chemieingenieurwesen: Schnittstelle zwischen Chemie
und Prozesswissenschaften. Inhalte sind besonders Mathematik,
Physik und Chemie. Der Studiengang ist sehr
gefragt und hat gute Aufstiegschancen.
• Verfahrenstechnik: Verbindet chemische und technischphysische
Prozesse. Man verbringt viel Zeit im Labor,
aber zeichnet auch Bauteilen oder plant Baukonzepte.
INGENIEUR STUDIENGÄNGE
• Maschinenbau: Beliebter Studiengang mit guten Zukunftsaussichten.
Hier geht es bspw. um Flugzeugtriebwerke
oder Roboter für Lebensmittelproduktionen.
Quelle: StudySmarter
www. job-und-chancen.de
SPECIAL STUDIUM 19
Schwerpunkte sind z. B. Mechanik, Elektrotechnik &
Thermodynamik.
• Bauingenieurwesen: Zählt zu den klassischen und beliebtesten
Ingenieurwissenschaften. Die Einsatzmöglichkeiten
sind groß und beinhalten alles vom Planen zur
Konstruktion und Instandhaltung von Bauwerken.
• Elektrotechnik: In der heutigen Zeit dreht sich alles um
Elektrizität und Energie. Durch den technischen Fortschritt
entstehen ständig neue Anwendungsbereiche.
Die Schwerpunkte sind Elektronik, Informatik, Messund
Regeltechnik.
• Wirtschaftsingenieurwesen: Verbindet Technik und
BWL. Die begehrten Fachkräfte sind in der Logistik, Vertrieb
und Marketing oder Produktion zu finden.
SOZIALE STUDIENGÄNGE
• Psychologie: Das klassische Psychologie-Studium ist
zwar anspruchsvoll, jedoch hat man als Psycholog:in
sehr gute Berufsaussichten.
• Pädagogik: Unter den Pädagogikschirm fallen viele Erziehungsberufe
wie z. B. Sonderpädagogik oder Medienpädagogik.
Jobs gibt es in vielen verschiedenen Gebieten.
• Soziale Arbeit: Beliebter Studiengang mit breitem Anwendungsgebiet,
z. B. Hilfe in Krisensituationen oder
Präven-tionsarbeit.
• Ergotherapie: Unterstützt Menschen, eine durch Verletzung,
Krankheit oder Behinderung verlorengegangene
oder noch nicht erlernte Fähigkeit zu erlangen.
• Gesundheitsmanagement: Verbindet ökonomische und
gesundheitswissenschaftliche Inhalte. Die stetig neuen
medizintechnischen Entwicklungen müssen mit dem
vorhandenen Pflegepersonal gemanagt werden.
GEISTESWISSENSCHAFTLICHE STUDIENGÄNGE
• Journalismus: Oft werden im Journalismus nach Leuten
mit einem Studium der Sprach-, Literatur- oder Kulturwissenschaften
gesucht.
• Jura: Gehört zu den Geisteswissenschaften und ist ein
sehr gefragtes, aber auch sehr schwieriges Studium.
• Kommunikations- und Medienwissenschaften: Hier beschäftigt
man sich mit der menschlichen Kommunikation
und der Funktion, Wirkung und Einflüssen von Medien
auf die Gesellschaft.
• Verlagswesen: Im Verlagswesen arbeiten viele Sprachwissenschaftler
und -wissenschaftlerinnen. Man begegnet
Fachgebieten wie Lektorat, Vertrieb, Presse oder
Rechte und Lizenzen.
WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT
• Wirtschaftsinformatik: Verbindet Informatik mit wirtschaftswissenschaftlichen
Themen. Typische wirtschaft-liche
Schwerpunkte wie Unternehmensführung,
Marketing und Vertrieb und Informatikschwerpunkte
wie Webtechnologien, Betriebssysteme oder Softwaretechnik.
• BWL: Damit stehen viele Türen offen, da es eine Vielzahl
von Schwerpunkten, wie Projektmanagement,
Marketing oder Unternehmensführung gibt. Auf dem
Arbeitsmarkt wird man mit BWL einen guten Job finden.
• Data Science: Bei Data Science werden große Datenmengen
analysiert und für Firmen aufgearbeitet. Hier
erwarten dich vor allem Themen mit Mathematik, Programmierung,
Informatik und Statistik. Jobs in verschiedenen
Bereichen wie Marketing oder Medizin arbeiten.
• Marketing/Digitales Marketing: Das Studium ist sehr
vielfältig und hat ein breites Anwendungsgebiet. Besonders
Online Marketing wird auch in Zukunft stark gebraucht
und gilt als sicherer Job.
• Digital Transformation: Hier geht es um die digitale
Transformierung von Unternehmen, was in der heutigen
Zeit ein Muss ist. Jobs in diesem Gebiet sind deshalb
sehr gefragt.
• Wirtschaftspsychologie: Ähnlich wie BWL ein sehr vielseitiges
Studium, das Wirtschaft und Psychologie verbindet.
Spätere Jobs gibt es z. B. im Marketing, Change
Management oder PR.
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20 SPECIAL STUDIUM
BAföG – auf einen Blick!
Das BAföG ermöglicht es Jugendlichen und jungen Erwachsenen, eine ihrer Eignung und Neigung entsprechende
Ausbildung zu absolvieren – auch wenn die Eltern diese Ausbildung nicht finanzieren können. Eine gute Ausbildung
ist die Basis für beruflichen Erfolg.
Ziel ist es, allen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben,
unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation
eine Ausbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen
entspricht. Damit über einen BAföG-Antrag entschieden
werden kann, sind folgende Fragen zu klären:
• Ist die gewählte Ausbildung förderungsfähig?
• Erfüllt die Antragstellerin oder der Antragsteller die persönlichen
Förderungsvoraussetzungen?
• Ist der Ausbildungsbedarf nicht durch eigenes Einkommen
und Vermögen sowie durch das Einkommen von Eltern gedeckt?
Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich, ob jemand
BAföG erhalten kann und wie hoch die monatliche Förderung
ist. Mit der BAföG-Reform 2022 haben noch mehr Menschen
Anspruch auf die Förderung, da unter anderem die Freibeträge
vom Einkommen angehoben wurden. Das sind zum Beispiel
die Einkommensbeträge, die die Eltern nach dem BAföG nicht
für die Ausbildung ihrer Kinder einsetzen müssen. Es lohnt sich
also, zu prüfen, ob eine Förderung möglich ist.
Für eine verbindliche Klärung individueller
Fragen lassen Sie sich am besten frühzeitig
beim zuständigen Amt für
Ausbildungsförderung beraten.
WAS WIRD GEFÖRDERT?
Mit dem BAföG fördert der Staat die erste Ausbildung an berufsbildenden
Schulen, Colleges, Akademien und Hochschulen.
Seit der BAföG-Novelle 2019 kann auch ein Studium an einer
privaten Berufsakademie gefördert werden.
Ausbildungsförderung wird gemäß § 2 BAföG geleistet für den
Besuch von:
• weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z. B. Haupt-,
Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10.
• Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene
Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der
Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B.
Berufsvorbereitungsjahr), ab Klasse 10.
• Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene
Berufsausbildung nicht voraussetzt.
• Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch
eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt,
sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang
einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln.
• Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene
Berufsausbildung voraussetzt.
• Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen,
Abendgymnasien und Colleges, höheren Fachschulen
und Akademien, Hochschulen,
privaten Berufsakademien.
WER WIRD GEFÖRDERT?
Ob BAföG gewährt werden kann, hängt auch von den persönlichen
Voraussetzungen ab: Relevant sind die Staatsangehörigkeit
bzw. der aufenthaltsrechtliche Status, das
Alter und die Eignung für die gewünschte Ausbildung
sowie privates Einkommen und Vermögen.
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SPECIAL STUDIUM 21
BAföG NICHT NUR FÜR DEUTSCHE
Wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, kann grundsätzlich
BAföG erhalten. Aber auch Bürger der Europäischen
Union, Migrant/*innen und Geflüchtete, die in Deutschland
leben, können BAföG als finanzielle Unterstützung während des
Studiums oder der Schulzeit erhalten. Als Grundregel gilt: Haben
Ausländer/*innen eine Bleibeperspektive in Deutschland und sind
sie gesellschaftlich integriert, gelten sie als förderberechtigt.
ACHTUNG ALTERSGRENZE
Studierende, Schülerinnen und Schüler können nur gefördert
werden, wenn sie ihr Studium oder ihre schulische Ausbildung
vor Vollendung des 45. Lebensjahres beginnen. In einigen Fällen
gibt es Ausnahmen von dieser Regel.
DER ABSCHLUSS MUSS DAS ZIEL SEIN
Wer BAföG bekommen möchte, sollte natürlich grundsätzlich in
der Lage sein, das angestrebte Ausbildungsziel auch tatsächlich
zu erreichen. Ein gesonderter Nachweis ist dafür nicht erforderlich,
in der Regel genügt die Aufnahme an der Hochschule oder
Schule.
Beratung im
Stipendiendschungel
Viele Studierende suchen nach Finanzierungsmöglichkeiten
für ihr Studium. Die erste Suche geht meist
in Richtung Nebenjob, BAföG oder Studienkredite. Die
Möglichkeiten von Stipendien werden zunächst außer
Acht gelassen. Viele Studierende wissen nicht, dass
Stipendien nicht nur an die Besten eines Jahrgangs vergeben
werden, sondern dass besonders auch soziale
Aspekte wie Herkunft und Bildungsgrad der Eltern sowie
gesellschaftliches Engagement eine wichtige Rolle
spielen.
Neben den bekannteren 13 Begabtenförderungswerken gibt es
eine Vielzahl regionaler und fachspezifischer Stipendien, bei denen
sich die Auswahlkriterien stark unterscheiden können und
die Studierende z. B. am Anfang oder Ende des Studiums, in
einem Auslandssemester oder bei einem besonderen Vorhaben
unterstützen.
Auszubildende an höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen
müssen allerdings einen Leistungsnachweis vorlegen,
wenn sie ab dem fünften Fachsemester weiter gefördert werden
wollen. In einigen Fällen schreiben die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen
eine Zwischenprüfung oder einen anderen Leistungsnachweis
schon vor dem dritten Fachsemester vor. Dann
müssen diese Zeugnisse auch beim Amt für Ausbildungsförderung
vorgelegt werden, damit BAföG bewilligt werden kann.
Quelle: Bundesministerium
für Bildung und Forschung
DIGITALE ANTRAGSTELLUNG
Beim bundesweit einheitlichen Online-Antrag „BAföG-Digital“
musste für eine gültige Antragstellung bisher der digitale Antrag
entweder mit der e-Id-Funktion des Personalausweises bestätigt
oder ausgedruck und unterschrieben an das zuständige Amt für
Ausbildungsförderung gesendet werden. Jetzt reicht die Einrichtung
eines einfachen Nutzerkontos aus und der digitale Antrag
kann direkt abgeschickt werden.
Übrigens: Studierende, Schülerinnen und Schüler, die das
15. Lebensjahr vollendet haben, können den BAföG-Antrag
selbst stellen.
Je nach Ausbildungsart sind unterschiedliche Stellen für die
Beantragung von BAföG zuständig:
• Für Studierende das Studierendenwerk am Ort der Hochschule,
an der sie immatrikuliert sind.
• Für Schülerinnen und Schüler an Abendgymnasien, Colleges,
höheren Fachschulen und Akademien das Amt für Ausbildungsförderung
der Stadt- oder Kreisverwaltung, in
dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet.
• Für alle anderen Schülerinnen und Schüler das Amt für
Ausbildungsförderung der Stadt- oder Kreisverwaltung am
Wohnort der Eltern, in Einzelfällen am Wohnort des Auszubildenden.
!
Mehr Infos, Adressen und Formblätter auf
www.bafög.de
Der unabhängige Stipendienberatungsservice Elternkompass hat
es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende und Studieninteressierte
sowie ihre Eltern bei der Recherche und im Bewerbungsprozess
zu unterstützen. Das Team findet in der individuellen
Beratung passende Stipendien und bietet regelmäßig Onlineseminare
zu den Themen Stipendienprogramme, Recherche, Bewerbungsverfahren
und Auswahlprozess an.
Eine direkte Orientierung im Stipendiendschungel und Unterstützung
bei der Stipendiensuche bietet außerdem das Angebot
Stipendium-O-Mat. Interessenten werden anhand von anonymisierten
Antworten durch den Stipendienfindungsprozess geführt
und bekommen eine grobe Richtung aufgezeigt, welche Stipendien
in Frage kommen könnten.
Das Team ist für eine ausführliche Beratung unter der Telefonnummer
030 / 27 89 06 - 777 zu erreichen. Fragen können darüber
hinaus per E-Mail an service@elternkompass.info gestellt
werden.
Über den Elternkompass
Der Elternkompass ist ein unabhängiges, kostenfreies Informations-
und Beratungsangebot der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
(sdw). Das Team bietet Orientierung in der deutschen
Stipendienlandschaft, zeigt Stipendienmöglichkeiten auf und
informiert über Bewerbungsverfahren. Mehr Informationen zum
Elternkompass sowie den kostenlosen Informationsflyer finden
Sie unter www.elternkompass.info
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22 SPECIAL STUDIUM
Wie finde ich den richtigen Studienkredit?
Die individuelle Finanzierung eines Studiums erfolgte in den letzten Jahren aufgrund eines politisch bewirkten
Bedeutungsverlustes des BAföG zunehmend durch finanzielle Unterstützungsleistungen der Elternhäuser sowie
durch Erwerbstätigkeit der Studierenden während des Hochschulstudiums.
Ist ein Studienkredit das Mittel der Wahl, um das Studium weiterführen
und erfolgreich abschließen zu können? Wenn ja: Welcher
Studienkredit empfiehlt sich?
GRUNDTYPEN
Das im CHE-Studienkredit-Test berücksichtigte Portfolio von
Studienkrediten lässt sich in vier Grundtypen unterteilen:
• Angebote zur allgemeinen Studienfinanzierung zielen auf
Lebenshaltungskosten und eventuell anfallende Studiengebühren.
Die Rückzahlung erfolgt nach dem Abschluss
über monatliche Tilgungsraten.
• Bei den Bildungsfonds-Konzepten von Deutsche Bildung
und Brain Capital handelt es sich nicht um einen klassischen
Kredit: Aus den Mitteln eines Fonds werden ausgewählte
Studierende gefördert. Nach Abschluss des Studiums zahlen
diese für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten
Prozentsatz ihres Einkommens zurück.
• Überbrückungs-, Zwischen- und Abschlussfinanzierungskredite
des Bundesverwaltungsamtes, der Studentenwerke
sowie der E. W. Kuhlmann-Stiftung dienen dazu, kurz vor
dem Examen stehenden Studierenden für eine begrenzte
Zeit finanzielle Unterstützung zu gewähren. Sie zeichnen
sich durch besonders günstige Zinssätze aus (teilweise sind
sie sogar zinsfrei!).
• Hochschulspezifische Angebote zielen meist auf eine Finanzierung
der Studiengebühren an privaten Hochschulen
(Ausnahme: der Studienfonds der Universität zu Lübeck.
Viele dieser Angebote sind, ähnlich wie Bildungsfonds, mit
einkommensabhängiger Rückzahlung gestaltet.
Im Internet finden sich weitere Anbieter, die (etwa als
Peer-to-Peer-Kredit-Vermittler) sogenannte „Studienkredite“
anbieten. Hier ist größte Vorsicht geboten!
Diese Modelle sind mitunter überhaupt nicht an studentischen
Bedürfnissen orientiert und meist überteuert.
Das teilweise angeführte Argument der schnellen
und „unbürokratischen Bearbeitung“ macht diese
Nachteile nicht wett.
WAS WURDE BEWERTET?
1. Zugang: Unter welchen Voraussetzungen ist das Kreditangebot
wo und für wen verfügbar? Wie leicht ist der Kredit
erhältlich, bestehen Hürden für bestimmte Studierende?
2. Kapazität: Ermöglicht der Studienkredit die Finanzierungdes
Studiums über einen ausreichend langen
Zeitraum?Ermöglicht der maximale Auszahlungsbetrag
– auch wenn diese Möglichkeit nicht in jedem Fall
und durchgehend aus-geschöpft werden muss – eine
angemessene Finanzierung der entstehenden Kosten?
3. Kosten: Zu welchen finanziellen Bedingungen wird der Kredit
ewährt, welche Gesamtkosten entstehen?
4. Risikobegrenzung: Wie wird das individuelle Risiko begrenzt,
dass bei Zinsänderungen, Arbeitslosigkeit oder Ähnlichem
den Studierenden ein Schuldenberg „über den Kopf wächst“?
5. Flexibilität: Bindet das Angebot Studierende an ein zunächst
gewähltes Fach bzw. an die zunächst gewählte
Hochschule, oder sind Fach- und Ortswechsel sowie Auslandsaufenthalte
möglich? Existiert die Möglichkeit, den
Auszahlungsbetrag bedarfsgerecht zu variieren oder eine Einmalzahlung
(z.B. für einen Laptop) in Anspruch zu nehmen?
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SPECIAL STUDIUM 23
Vier Tipps zur Entscheidung:
SCHRITT 1: Den wirklichen Bedarf kalkulieren! Die grundsätzliche
Frage, ob die Aufnahme eines Darlehens überhaupt notwendig
ist, muss selbstkritisch beantwortet werden. Verschiedene
Aspekte spielen dabei eine Rolle:
• Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellen. Im kompletten
Test (Download siehe unten) ist eine Tabelle abgebildet,
die die persönliche Finanzkalkulationerleichtern kann.
• Es ist sind zuerst alle Möglichkeiten ohne oder mit geringer
Rückzahlungsverpflichtung (Jobben, Stipendien, BAföG, Unterstützung
durch die Eltern) auszuschöpfen. Bereits durch
BAföG Geförderte können über einen Aktualisierungsantrag
eine Berücksichtigung möglicherweise gesunkener Elterneinkommen
bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs
erreichen. Es eröffnet sich damit für zahlreiche betroffene
Studierende neu die Möglichkeit, Anspruch auf BAföG
geltend machen zu können bzw. die Möglichkeit, höhere
Fördersummen zu erhalten.
• Ein studienfachnaher Nebenjob kann in vielen Fällen ein großes
„Plus“ für den Berufseinstieg bedeuten und sinnvoller
als ein Kredit sein.
Eventuell unklare Begriffe können im Glossar des PDF nach-geschlagen
werden. Es gilt herauszufinden, welche Angebote den
individuellen Anforderungen genügen.
Nachdem potenziell passende Anbieter herausgefiltert wurden,
sollten alle in Frage kommenden Anbieter auch bezüglich ihrer
übrigen Konditionen untersucht werden. Gibt es „K.O.-Kriterien“
wie etwa Altersgrenzen etc., die das Angebot unattraktiv oder
sogar nicht nutzbar machen? Sind weitere Nachteile/Hürden erkennbar?
Eventuell macht es Sinn, sich weiterführende Informationen
bezüglich der ausgewählten Angebote zu besorgen.
Attraktive Zinssätze sollten durch einen festen
Zinssatz gesichert werden.
SCHRITT 4: Anbieter kontaktieren! Im letzten Schritt sollte man
sich von den verbliebenen Anbietern ein konkretes, verbindliches
Angebot erstellen lassen. Im Beratungsgespräch können
weitere Details geklärt werden. Vielleicht sind – obwohl nicht
in Veröffentlichungen angegeben – flexible Lösungen möglich.
• Die Dauer der Inanspruchnahme ist zu definieren: Ist ein
Studienkredit nur für eine bestimmte Phase (zur Konzen-tration
auf das Studium, z.B. in der Studienabschluss-Phase)
nötig oder wirklich für den kompletten Studienverlauf?
• Naturgemäß ist der Lebensstandard in Ausbildungsphasen
nicht vergleichbar mit dem Lebensstandard von Berufstätigen.
Überdimensionale Ansprüche auf Kosten der Zukunft
sollten hinterfragt werden.
Generell gilt als Faustregel: so wenig Kredit
aufnehmen wie möglich, aber so viel wie für
ein reibungsloses Studium erforderlich!
SCHRITT 2: Anforderungen klären! Die unterschiedlich ausgestalteten
Kreditangebote sind für verschiedene „Studierendentypen“
auch unterschiedlich attraktiv. Entscheidend ist nicht nur
der Zinssatz. Wer beispielsweise besonderen Wert auf Flexibilität
oder Förderung beim Auslandsstudium legt, muss eventuell
höhere Kosten in Kauf nehmen, um die Mittel auch so einsetzen
zu können, wie er/sie es vorhat.
Der CHE-Studienkredit-Test verzichtet daher bewusst auf die
Ermittlung eines besten Angebots. Durch die Bewertung in fünf
verschiedenen Dimensionen – Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung,
Flexibilität – bietet der Test die Möglichkeit,
sich über die individuell wichtigen Kriterien zu informieren. Persönliche
Zukunftspläne, soweit absehbar, sind dabei besonders
zu berücksichtigen.
Gerade wenn längere Auslandsaufenthalte eingeplant sind oder
die Hochschule gewechselt werden soll, muss darauf geachtet
werden, dass der Kreditgeber nicht gerade das ausschließt.
SCHRITT 3: Angebote vergleichen! Wenn die persönliche Situation
klar ist, individuelle Planungen und besondere Präferenzen
definiert sind, können geeignete Angebote herausgefiltertwerden.
Im dritten Schritt geht es daher vor allem darum, die
gelisteten Angebote unter die Lupe zu nehmen. Kriterien, die
aufgrund der persönlichen Lage besonders relevant sind (Schritt
2), sollte bei der Betrachtung der Bewertung der einzelnen Angebote
besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Genau so wichtig ist es, im Beratungsgespräch den aktuellen
Stand der Konditionen einzuholen.
Dann gilt es, die verschiedenen Angebote zu vergleichen (nicht
sofort unterschreiben!). Gute Ansprechpartner für externen Rat
sind Studierende, die schon Erfahrungen mit Krediten haben,
Eltern sowie die Finanzierungsberatung des örtlichen Studentenwerks.
Man sollte keine teuren Extras (z.B. zusätzliche
Versicherungen u. Ä.) akzeptieren, wenn sie nicht
unbedingt nötig sind – im Zweifelsfall lieber noch
einmal drüber schlafen und Rat einholen.
Den kompletten Test gibt es kostenlos zum Download unter
https://www.che.de/download/check-studienfinanzierung-2026/
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24 SPECIAL STUDIUM
Wohngemeinschaft oder Singlebude?
Studienanfänger zieht es im kommenden Semester wieder in die Hochschulstädte. Bezahlbaren Wohnraum zu
finden ist eine große Herausforderung. Sparpotenzial bietet das Leben in einer Wohngemeinschaft oder auch in
einem Studentenwohnheim.
Besonders in den Großstädten mit angespannten Mietmärkten
treffen Erstsemester auf viel Konkurrenz bei der Wohnungssuche.
In einer WG lässt sich sparen. Die größten preislichen
Unterschiede bestehen in teuren Städten wie München oder
Stuttgart. Es ist wichtig, rechtzeitig zu schauen, was für Möglichkeiten
in der gewünschten Stadt gibt und die Kosten zu vergleichen.
so wie das sogenannte „Schwarze Brett“ einer Universität, an
dem in der Regel Aushänge zu freien Studentenwohnungen zu
finden sind. Es lohnt sich in jedem Fall, in der örtlichen Zeitschrift
eine eigene Suchanzeige zu schalten.
Die große Ersparnis in einer WG hängt damit zusammen, dass
der Mietanteil von gemeinsamen Flächen wie Küche, Bad etc.
von mehreren Personen getragen wird. Dazu kommt, dass sich
Studenten auch die Nebenkosten mit den anderen Bewohnern
teilen. Wer alleine wohnt, hat zwar in der Regel mehr Ruhe und
muss sich im Haushalt an keine Regel halten, dafür aber die
Miete vollständig tragen.
GÜNSTIGE MIETEN IM OSTEN
Deutlicher geringer sind die Preisunterschiede hingegen in vielen
ostdeutschen Studentenstädten. Generell wohnen Studenten
im Osten sehr günstig. Unter anderem in Dresden, Leipzig und
Halle gibt es günstige Wohnungen. Aufgrund von renommierten
Universitäten und Hochschulen zieht es auch immer mehr
Studierende in die neuen Bundesländer. Neben den niedrigen
Mieten locken vor allem angesehene Hochschulen und Universitäten
immer mehr junge Menschen in die ostdeutschen Bundesländer.
Gerade wer weit verbreitete Studiengänge wie BWL,
Informatik oder Medizin studieren möchte, kann bei der Wahl
des Wohnorts viel Geld sparen.
DIE SUCHE
Am Besten im Internet schauen, was auf den gängigen Portalen
zu finden ist. Lohnenswert ist es immer, auch die Hinweise und
Hilfestellungen der Universitäten zu beachten. Diese halten zum
Teil eigene Portale vor, in denen Studentenwohnungen vermittelt
werden oder aber an regionale Ansprechpartner vermittelt
wird.
Das Studentenwerk kann ein erster Ansprechpartner sein, eben-
ALTERNATIVE STUDENTENWOHNHEIM
Eine mögliche Alternative zur eigenen Studentenwohnung oder
zu einem WG-Zimmer in einer Studentenwohnung kann unter
Umständen ein Zimmer in einem Studentenwohnheim sein. Gerade
im Zuge des verkürzten Abiturs, bei dem mitunter noch
minderjährige Studenten und Studentinnen an die Unis drängen,
kann dies eine gute Übergangslösung darstellen. Die Vorteile
sind, dass man dort in der Regel sehr schnell Anschluss findet
und durch die Heimleitung im Notfall immer ein erwachsener
Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite steht.
Zum Teil werden in Studentenwohnheime auch besondere Angebote
für Studierende mit Kind vorgehalten oder aber Zimmer
können teil- oder vollmöbliert bezogen werden. Die Ausstattungen
variieren unter den Studentenwohnheimen sehr stark und
es lohnt sich immer, sich durch einen Besichtigungstermin ein
eigenes Bild zu machen.
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SPECIAL STUDIUM 25
Studium im Ausland
Interesse an einem Auslandssemester oder einem kompletten
Studium im Ausland? Rechzeitig informieren ist ganz wichtig.
Gründe für einen Auslandsaufenthalt sind z. B.:
• du vertiefst deine Kenntnisse in einer anderen Sprache,
• du lernst eine fremde Kultur kennen und knüpfst Kontakte,
• deine Persönlichkeit entwickelt sich weiter,
• du wirst selbstständiger und
• viele Arbeitgeber schätzen Auslandserfahrung.
Der beste Zeitpunkt für ein Auslandssemester
• Ein Sprachkurs für ein sprachwissenschaftliches Studium
ist in der Regel zu Studienbeginn sinnvoll.
• Möchtest du deine Studienkenntnisse vertiefen, bietet sich
das vierte oder fünfte Semester an.
• Willst du für deine Abschlussarbeit im Ausland recherchieren?
Dann ist natürlich die Vorbereitungsphase für die Arbeit
der optimale Zeitpunkt.
Die Studienberatung deiner Hochschule hilft dir gerne weiter.
Bei internationalen Studiengängen sind der
Zeitpunkt und die Dauer oft vorgeschrieben.
Das steht dann in der Prüfungsordnung.
Der einfachste Weg ins Ausland
Viele Hochschulen haben Austauschprogramme mit Hochschulen
in anderen Ländern. Über eine solche Kooperation ins Ausland
zu gehen hat viele Vorteile. Meistens ist es so leichter, sich
Leistungen aus dem Auslandssemester anrechnen zu lassen.
Außerdem ist es organisatorisch weniger Aufwand für dich.
Innerhalb von Europa hilft dir zudem das Programm Erasmus+.
Welche Partner deine Hochschule hat, weiß das Akademische
Auslandsamt. Dieses findest du an deiner Hochschule. Dort
kannst du dich auch beraten lassen.
Gibt es BAföG im Ausland?
Wenn du mindestens 6 Monate oder ein Semester im Ausland
studierst, ist BAföG möglich. Innerhalb der EU und der Schweiz
kann das Studium auch von Anfang an gefördert werden, also
nicht nur für ein Auslandssemester.
In Nicht-EU-Staaten geht das nicht. Dort gilt: Gehst du über
eine Kooperation deiner Hochschule ins Ausland, kannst du für
die Dauer des Aufenthalts gefördert werden. Wenn du deinen
Auslandsaufenthalt unabhängig von einem Austauschprogramm
deiner Hochschule als sogenannter „Freemover“ organisierst,
kannst du maximal ein Jahr lang gefördert werden.
Wie beim Inlands-BAföG gibt es einen Teil als Zuschuss und
einen Teil als zinsloses Darlehen, das du zurückzahlen musst.
Den Antrag solltest du mindestens ein halbes Jahr vor deinem
Auslandsaufenthalt stellen.
Alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen und zum
Antrag findest du auf bafög.de: Ausland – Studium, schulische
Ausbildung, Praktika.
Stipendien fürs Auslandsstudium
Viele Organisationen, aber auch Hochschulen, Unternehmen
oder Länder vergeben auch Stipendien für Auslandsaufenthalte.
Manche richten sich an eine große Zielgruppe. Andere sind für
einen eingeschränkten Kreis bestimmt, zum Beispiel Studierende
eines bestimmten Faches.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat dazu eine Stipendiendatenbank
zusammengestellt.
Viele weitere Informationen rund um das Thema Ausland findest
du auch auf der Seite studienwahl.de: Studieren im Ausland.
Beratung und Information
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
www.daad.de
Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Telefon 0228 / 502 08 29 02, Montag bis Freitag 8 – 18 Uhr
Mail: ZAV@arbeitsagentur.de
www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/wege-ins-ausland-imstudium
Es gibt kombinierte Auslandsaufenthalte, bei
denen das Auslandssemester durch ein
Praktikum im Ausland ergänzt wird. Falls du das
planst: Informiere dich vorher bei deinem
Prüfungsamt, was dabei zu beachten ist.
Komplettes Studium im Ausland
Gründe für ein komplettes Studium im Ausland können
etwa besondere fachliche Ausrichtungen sein. Auch der
Ruf oder das internationale Ranking bestimmter Hochschulen
können bei der Entscheidung eine Rolle spielen.
Natürlich entscheiden sich aber auch manche für diesen Weg,
um Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen
zu umgehen. So gibt es in anderen Ländern zum Teil keinen
N.C. auf Fächer wie Medizin.
Du solltest dich vorher unbedingt absichern,
dass der Abschluss in Deutschland auch anerkannt
wird.
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zweijährigen kaufmännischen Berufsfachschule (Wirtschaftsschule)
bereiten wir dich auf den Erwerb der Fachschulreife
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hast, kannst du im kaufmännischen Berufskolleg I und II oder im
Berufskolleg Fremdsprachen die Fachhochschulreife und zusätzlich
den Berufsabschluss als Wirtschaftsassistent*in erwerben.
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Foto- und Medientechnik
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Berufsfachschule für sozialpädagogische
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Assistent*in
(Vollzeit und im Direkteinstieg Kita)
Fachschule für Sozialpädagogik – Ausbildung
zum*zur staatlich anerkannten Erzieher*in
(Vollzeit, Teilzeit oder praxisintegriert (PiA)
Alle Schularten und ihre Abschlüsse sind staatlich
anerkannt.
Deutsche Angestellten-Akademie
DAA Stuttgart
Nordbahnhofstraße 147 • 70191 Stuttgart
0711 672359-10
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Studieren am TUM Campus Heilbronn folgt dem Leitgedanken
„For the Digital Age“ – ein Studienort, der exzellente Lehre an
einer der führenden Exzellenzuniversitäten Europas mit Spitzenforschung
und einer engen Vernetzung zum globalen Mittelstand
in einer der innovativsten Regionen Europas vereint.
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und Chancen des digitalen Zeitalters. Als Teil der Technischen
Universität München bietet der Campus Heilbronn fünf erstklassige
Studiengänge – 2 Bachelor- und 3 Masterstudiengänge,
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unterstützen Start-Ups im Frühstadium.
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Besonders wichtig für Unternehmen ist es vor allem technologisches
Know-how mit Managementkompetenzen zu verbinden.
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auf diese Anforderungen vor: Ein familiärer Campus, ein exzellentes
Verhältnis von Studierenden und Professoren und
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nicht nur fachlich ausgebildet, sondern auch in ihrer persönlichen
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Schwerpunkte
Finanzen
Statistik
Personal
Immobilien
Organisation
Staatsu.
Verwaltungsrecht
Public Financial Management
(LL.B.) Studium gD
· Jährlicher Start am 01.09.
· Dauer: 3 Jahre
· Beamtenstatus bereits
während des Studiums
· rd. 1.550€ / Monat
· Studium an der
HVF Ludwigsburg
· Praktischer Teil in
verschiedenen Behörden
Schwerpunkte
Finanzen
Statistik
Personal
Immobilien
Organisation
Staatsu.
Verwaltungsrecht
Wirtschaftsinformatik
(B.Sc.)
· Jährlicher Start am 01.10.
· Dauer: 3 Jahre
· rd. 1.700€ / Monat
· Theoretische Ausbildung:
DHBW in Stuttgart
· Praktische Ausbildung:
LBV in Fellbach
· Kombination aus IT
und Wirtschaft
· Wechsel zw. Theorie
und Praxis
(vierteljährlich)
Schwerpunkte
IT
Wirtschaftsinformatik
Allg. BWL, VWL, Recht
Mathematik
Wissensch. Arbeiten
Landesamt für Besoldung und Versorgung
Landesoberbehörde
Dienstleistungsbehörde für Beschäftigte des Landes Baden-Württemberg
Zuständig u.a. für die Zahlung von Besoldungs- und Versorgungsbezügen,
Entgelt, Reisekosten, Zuschüsse zu Krankenkosten (Beihilfe)
Hauseigener IT-Dienstleister
ca. 1250 Beschäftigte / Gesamtausgaben rund 22 Mrd. € / 469.000 Kundinnen und Kunden
Persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
Zentrale Anbindung an den S-Bahnhof Fellbach
JobTicket BW / JobBike BW
https://lbv.landbw.de/lbv/ausbildung
Unternehmensportrait – Anzeige 33
LEONHARD WEISS – Gemeinsam die Zukunft gestalten.
Kompetenz, Innovation und starke Ausbildung
LEONHARD WEISS wurde 1900 als Gleisbauunternehmen gegründet
und zählt heute mit über 8.200 Mitarbeitenden zu
den führenden Bauunternehmen Deutschlands. Das Familienunternehmen
realisiert Projekte im Straßen- und Netzbau, Ingenieur-
und Schlüsselfertigbau sowie im Gleisinfrastrukturbau. Das
Leistungsspektrum reicht von Einzelleistungen bis zu komplexen
Gesamtlösungen – von Kleinaufträgen bis zu anspruchsvollen
Großprojekten. Über 30 Standorte und 10 Tochterunternehmen
in Deutschland sowie Niederlassungen in Skandinavien, dem Baltikum
und Mittel-/Osteuropa machen LEONHARD WEISS europaweit
präsent. Auftraggeber sind neben namhaften Großunternehmen
auch viele mittelständische Betriebe sowie die öffentliche
Hand. Die Verbindung von Qualität, Innovation und partnerschaftlicher
Zusammenarbeit ist fest im Leitbild des Familienunternehmens
verankert. Termintreue, Schaffung von Werten
und klimabewusstes Bauen bilden die Grundlage des Unternehmenserfolgs.
Ausbildung bei LEONHARD WEISS –
Vielfalt und Perspektiven
Seit 1972 bildet LEONHARD WEISS erfolgreich Nachwuchskräfte
aus und bietet heute 22 Ausbildungsberufe in gewerblichen, technischen
und kaufmännischen Bereichen an. Mit dem modernen
Trainingszentrum setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in der
praxisnahen und innovativen Ausbildung. Hier können Auszubildende
unter realen Bedingungen üben und mit der eigenen
Azubi-Flotte für spätere Baustelleneinsätze trainieren. Begleitet
von erfahrenen Fachkräften erwerben die Auszubildenden nicht
nur fachliches Know-how, sondern auch Teamgeist und soziale
Kompetenzen. Vom ersten Tag an sind sie Teil der „LW-Familie“
und werden durch Einführungs- und Schulungsveranstaltungen
sowie gemeinsame Aktivitäten unterstützt. Highlights der Ausbildung
sind das soziale Azubi-Projekt und die Chance, das „Champmobil“
– ein eigenes Dienstfahrzeug – als Jahrgangsbeste/r zu
nutzen. Mehrfache Auszeichnungen als „TOP-Arbeitgeber Bau“
und „Bester Ausbildungsbetrieb Bau“ sowie zahlreiche Erfolge
auf Landes- und Bundesebene unterstreichen die hohe Qualität
und den Erfolg des Ausbildungskonzepts.
FREUST DU DICH AUCH
AUF DIE ZUKUNFT?
Wir suchen Zukunftsgestalter
am Standort Göppingen
Ausbildungsberufe im Büro (m/w/d):
• Bauzeichner
• Industriekaufmann
• Kaufmann für Büromanagement
• Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen
Ausbildungsberufe in der Werkstatt (m/w/d):
• Elektroniker für Betriebstechnik
• Fachkraft für Lagerlogistik
• Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
• Land- und Baumaschinenmechatroniker
• Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik
Ausbildungsberufe auf der Baustelle (m/w/d):
• Baugeräteführer
• Berufskraftfahrer
• Beton- und Stahlbetonbauer
• Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
• Gleisbauer
• Informationselektroniker
• Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik
• Straßenbauer
Studiengänge (m/w/d):
• Bauingenieurwesen - Projektmanagement
• Kooperatives Studium - Bauingenieur Plus mit
Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer oder
Straßenbauer
• Bau-Projektmanagement / Bauingenieurwesen
Studienmodell „Vertiefte Praxis“
• Wirtschaftsingenieurwesen Maschinentechnik
• BWL – Dienstleistungsmanagement Human Resources
• Kooperatives Studium – Baubetriebswirt Plus mit
Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement oder
Industriekaufmann
Deine Chance: Suchst du mehr als nur einen Job?
Bei uns kannst du die Welt von Morgen bestimmen.
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Stellenangebote und werde Teil
der LEONHARD WEISS-Familie.
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Mit LEONHARD WEISS Freude am Bauen erleben.
Seit über 125 Jahren. Heute und Morgen.
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ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB + CHANCEN" nicht vergessen!
34 Unternehmensportrait – Anzeige
Du möchtest nun eine Ausbildung oder ein
duales Studium beginnen?
Dann bist du bei uns genau richtig!
Das Besondere an uns
Wir bieten als einziger Sozialversicherungsträger Deutschlands
vier gesetzliche Versicherungen aus einer Hand.
Bei uns werden Auszubildende und dual Studierende gleichzeitig
in der Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Alterssicherung
ausgebildet. Das garantiert viel Abwechslung während
der Ausbildung oder des Studiums und bietet Absolventen dazu
noch die Möglichkeit eines sicheren Arbeitsplatzes im Öffentlichen
Dienst. Neben einer attraktiven Bezahlung bieten wir dir
flexible Arbeitszeiten und sorgen auch für die nötige Work-Life-
Balance mit unseren Gesundheitsangeboten.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
(SVLFG) ist ein moderner Dienstleister und bietet 3,2
Mio. Menschen in Deutschland eine optimale Absicherung in
den grünen Berufen. Wir suchen für unsere Geschäftsstelle in
Stuttgart sowie darüber hinaus auch bundesweit Auszubildende
und dual Studierende in verschiedenen Berufen.
„Ich wurde von Anfang an freundlich
aufgenommen. Dank der modernen Arbeitsplatzausstattung
und der professionellen Organisation
verlief mein Start bei der SVLFG ohne Probleme.”
Auszubildende*r
Du willst schnell ins Berufsleben starten, wünschst dir eine sichere
Tätigkeit im Öffentlichen Dienst und arbeitest gerne mit Menschen?
Dann bist du bei der SVLFG richtig!
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sicher & gesund aus einer Hand
Ausbildung & Studium
in der Sozialversicherung
Für unsere Geschäftsstelle in Stuttgart
suchen wir
• Auszubildende zum/-r
Sozialversicherungsfachangestellten (m/w/d)
Fachrichtung Landwirtschaftliche Sozialversicherung
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Diplom-Verwaltungswirt/-in (m/w/d)
Studiengang Landwirtschaftliche Sozialversicherung
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Sozialversicherung für Landwirtschaft,
Forsten und Gartenbau (SVLFG)
Geschäftsstelle Stuttgart I Vogelrainstraße 25 I 70199 Stuttgart
Ansprechpartner: Taner Dagkaya I Telefon: 0561 785-16564
www.svlfg.de/ausbildung-studium
ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB + CHANCEN" nicht vergessen!
Unternehmensportrait – Anzeige 35
Stuttgarter Bäder suchen Nachwuchskräfte
Wer Freude an vielseitigen und abwechslungsreichen
Aufgaben hat und zugleich
gerne Verantwortung für andere Menschen
übernimmt, für den ist eine Ausbildung
zum/zur Fachangestellten für
Bäderbetriebe genau das Richtige. Die
Stuttgarter Bäder bilden diese, als Eigenbetrieb
der Landeshauptstadt Stuttgart in
ihren 16 Bäder in und um Stuttgart aus.
Wir bilden 2026 aus:
220111_STBPersonalanzeigeRockerFachangestellter_Job&Chancen113x165.qxp 13.01.22 11:5
Fachangestellte/r für Bäderbetriebe
(m/w/d)
In 3 Jahren lernt ihr alles über:
• die Organisation eines Bäderbetriebes.
• Sicherheit, Erste Hilfe und Wasserrettung.
• Bedienung, Wartung und Reparatur
der Schwimmbadtechnik.
• Animation für alle Altersgruppen
(Schwimmunterricht, Wassergymnastik,
andere Kursangebote, Badspezifische
Veranstaltungen).
Das solltet ihr mitbringen:
Komm
zu uns!
Wir bilden dich aus zum/zur
Fachangestellten
für Bäderbetriebe (m/w/d)
Foto: © Suttgarter Bäder
• Mittlere Reife und gute Noten in den
Fächern Mathematik, Physik, Biologie
und Chemie.
• körperliche Fitness, Belastbarkeit und
gute Schwimmkenntnisse werden
vorausgesetzt.
• sportliches und technisches Interesse.
• Verantwortungsbewusstsein,
Engagement und Kontaktfreude.
Weiterbildungsmöglichkeiten:
Eine höhere Qualifikation kann mit der
Aufstiegsfortbildung zum/zur geprüften
Meister/in (m/w/d) für Bäderbetriebe erreicht
werden. Weitere Informationen
über die Ausbildung zum/zur Fachangestellten
für Bäderbetriebe erhalten Sie auf
der Homepage der Stuttgarter Bäder.
www.stuttgarterbaeder.de
Ausbildungsschwerpunkte:
P Badeaufsicht
P Rettungsschwimmen und Erste Hilfe
P Betreuung der technischen Anlagen
P Schwimmkurse und Animation
Ausbildungsbeginn: 1. September
Ausführliche Bewerbungsunterlagen an:
bewerbung.stb@stuttgart.de
oder Stuttgarter Bäder,
Breitscheidstraße 48, 70176 Stuttgart
Bewirb
dich jetzt!
stuttgarterbaeder.de
ACHTUNG: Bei der Bewerbung den Bezug „JOB + CHANCEN" nicht vergessen!
36 SERVICE
Selbsthilfe von einem Typen,
der auch keine Ahnung hat
„Selbsthilfe ist wie ein Lichtschwertkampf. Im Film sieht‘s top aus,
aber in echt hackt man sich garantiert was ab.“
Dieses Buch ist eine humorvolle, schonungslose Abrechnung mit den Versprechungen
der Self-Help-Industrie. Wir greifen nur zu gern zu den Büchern, die
uns alles erklären: Egal, ob Depression oder Herzprobleme, ob eine Karriere oder
Selbstvertrauen aufgebaut werden sollen, Kindheitstraumata überwunden oder
Familienkatastrophen gemanagt werden müssen – die Lösung aller Probleme
scheint nur einen Handgriff entfernt zu sein. Maxi Gstettenbauer weiß, wie man
Freunde gewinnt und Menschen beeinflusst. Er weiß, wie man reich wird und
die eigenen Überzeugungen reframed. Und trotzdem ließ ihn das Gefühl nicht
los, dass irgendwas nicht mit ihm stimmt. In seinem neuen Buch widmet er
sich in gewohnt schnoddrigem Ton unserem Drang, jedem Problem mit einer
Veränderung unseres Mindsets zu begegnen, die beste Version unserer selbst
sein und dabei noch Magie kreieren zu wollen. Denn, oh Wunder: Davon profitiert
am Ende nur einer – die Self-Help-Industrie.
Dieses Buch ist ein Optimierungs-Detox. Sehr witzig, mit großem Unterhaltungswert
und der einen oder anderen Provokation hält uns der erfolgreiche
Comedian den Spiegel vor – und schont sich selbst dabei kein bisschen …
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Autor*in: Maxi Gstettenbauer
ISBN: 978-3-499-01608-0
256 Seiten
Taschenbuch 14,00 € eBook 10,99 €
Die Wahrheit lauert im Schatten
Die Geschichte beginnt in den Jahren des Krieges. An Friedas sechzehntem
Geburtstag verändert ein Einberufungsbefehl ihr Leben unwiderruflich. Sie
erfährt Liebe und Zuneigung von zwei Män nern, die unterschiedlicher nicht
sein könnten – doch Frieda hat auch Angst, denn Gustav überschattet ihr
Schicksal mit Härte und Gewalt. Zwiespältige Gefühle begleiten sie auf einem
Weg zwischen Hoffnung und Enttäuschung.
Ein wunderbarer Roman – großartig entwickelt, gefühlvoll und tiefgründig.!
Verlag: R. G. Fischer Verlag
Autor*in: KIKO
ISBN: 978-3-8301-1986-9
164 Seiten
Taschenbuch 14,90 € eBook 11,99 €
Praxishilfe für alle, die Gutes tun wollen
Ein Buch für Studierende und Sozialarbeiter, das einen wunderbaren Überblick über das
Thema gibt und dabei Theorie und Praxis verbindet. Sie lernen Handlungsfelder, Akteure
und Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit kennen und gewinnen ein Grundverständnis
von Methoden und Theorien. Zugleich erhalten Sie für Ihren Arbeitsalltag als Sozialarbeiter
Survival Hacks und Überlebenstipps. Daniela Voigt erklärt verständlich und
anhand vieler anschaulicher Beispiele, was Soziale Arbeit ausmacht und wie sie dazu
beitragen kann, Menschen zu unterstützen, gesellschaftliche Probleme zu lösen und die
Welt ein wenig sozialer und gerechter zu machen.
Verlag: Wiley
ISBN: 978-3-527-72139-9
Autorin: Daniela Voigt
274 Seiten
Taschenbuch 22,00 €
www. job-und-chancen.de
SERVICE 37
Persönliche Küchenhilfe
Mit den 100 cleveren KI-Prompts in diesem Buch ist
die persönliche Küchenhilfe ab sofort immer griffbereit!
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten,
passende Rezepte zu entdecken, individuelle Menüs zu
planen und Kochtechniken zu verbessern. Ob schnelle
Alltagsgerichte, Meal-Prep, Resteverwertung oder festliches
Dinner – mit KI wird Kochen einfacher, kreativer
und stressfreier. Auch beim Einkauf und der Auswahl
geeigneter Zutaten, etwa bei Unverträglichkeiten oder
Diätzielen, bietet die KI wertvolle Unterstützung.
Verlag: frechverlag
Autorin: Zoé-Marie Rink
ISBN: 978-3-7358-5456-8
64 Seiten
Taschenbuch 9,99 € eBook 7,99 €
Selbstgespräch mit dem inneren Bullshit
Melanie Dertinger liebt es, Bullshit-Sätze auseinanderzunehmen. Mit Witz, Schärfe
und schonungsloser Ehrlichkeit seziert sie die Parolen, mit denen wir groß geworden
sind. Von „ohne Fleiß kein Preis“ bis „was sollen denn die Leute denken?“.
Mit Szenen aus Biergärten, Teerunden oder Rooftop-Bars hält sie uns den Spiegel
vor: mal schmerzhaft ehrlich, mal urkomisch. Immer erhellend. Und dann ist da noch
Claude, derjenige, der das ausspricht, was wir selbst lieber verschweigen würden.
Dieses Buch ist kein Wellness-Programm. Es ist ein Schlag ins Hamsterrad, ein Augenzwinkern
gegen die Selbstoptimierungsfalle und eine Einladung, sich von altem
Bullshit zu lösen. Wer es liest, braucht Mut. Aber genau der macht frei.
Verlag: R. G. Fischer Verlag
ISBN: 978-3-8301-1989-0
Autorin: Melanie Dertinger
140 Seiten
Taschenbuch 12,90 €
Mehr als nur ein Job - Jim Ayag über die Altenpflege
Wer interessiert sich eigentlich für die Ältesten unserer Gesellschaft, ihre
Bedürfnisse, die Nöte ihrer Angehörigen? Ist in unserer Gesellschaft Raum für
Menschen, die kein Handy mehr bedienen können, das Internet nicht verstehen
oder den Weg nach Hause nicht mehr finden? Und wie ist unser Gesundheitssystem
auf die 1,8 Millionen Betroffenen eingestellt, die über kurz oder lang
hilfsbedürftig sein werden?
TikTok-Star Jim Ayag ist Altenpfleger, und er sagt: So geht es nicht weiter! In
seinen witzigen Videos zeigt er, was auf uns zukommt, wenn eines Tages der
Kopf nicht mehr kann. Einfühlsam, mit dem Herz auf dem rechten Fleck und
fachkundig erzählt er in seinem ersten Buch, was die alten, die dementen Menschen
brauchen – und plädiert für ein neues, menschlicheres Miteinander. In
berührenden Episoden berichtet er von besonderen Momenten mit seiner Lieblingsbewohnerin
Frau Tippelkamp, die für alle anderen wunderbaren Menschen
steht, die ihm in seinem Berufsleben begegnen. Und er zeigt, wie es trotz aller
Einschränkungen möglich ist, sie wertschätzend und würdevoll zu begleiten –
bis zum Schluss.
Verlag: EMF Verlag
Autor*in: Anita Vetter, Jim Ayag
ISBN : 978-3-7459-2326-1
192 Seiten
Taschenbuch 16,00 € eBook 12,99 €
www. job-und-chancen.de
38 VORSCHAU
Im nächsten Heft!
ES GEHT LOS
Ausbildungsvertrag in der Tasche oder die
Einschreibung bei der Wunschuniversität
hat geklappt – war es das jetzt? Was ist mit
Verträgen, Versicherungen, Steuern & Co.?
Steuern & Finanzamt:
Lohnt sich eine Steuererklärung für Azubis und Studenten?
Was kann man absetzen? Wo bekommt
man eine Lohnsteuerkarte? Welche Höchstbeträge
gelten? Welche Fristen muss man beachten?
26. JUNI 2026
SOMMER-
AUSGABE
Rechte & Pflichten:
Was darf der Auszubildende im Betrieb? Und was
darf er nicht? Wer bestimmt Kleidung, Haarschnitt
und Schmuck? Was ist mit der Vertraulichkeit?
Dazu: Wichtige Tipps für die ersten Tage in der
neuen Firma.
Die wichtigsten Versicherungen:
Was sollte man auf jeden Fall abschliessen? Welche
Versicherungen können noch nützlich sein?
Und was kann warten? Dazu: Die Fallen im Kleingedruckten.
Die erste Wohnung:
Wo findet man günstige Zimmer? Was hat es mit
Maklergebühren und Kaution auf sich? Worauf
muss man beim Einzug in eine WG achten? Die
schlimmsten Fallen im Mietvertrag.
FREIE STELLEN
Unternehmen, Universitäten und Bildungsinstitute
stellen sich vor – mit freien Plätzen und Angeboten
für eine Ausbildung oder ein Studium.
Mit QR-Codes – so kommen Sie direkt auf die
Website, auf das Ausbildungsportal oder z. B.
den Azubi- bzw. Studentenblog.
SERVICE
Bücher, Apps, Spiele
Änderungen vorbehalten
Verlag:
mgs mediengesellschaft stuttgart UG
Lessingstraße 45
71409 Schwaikheim
Chefredaktion (v.i.s.d.P.):
Christine Breitkopf
c.breitkopf@mgs-medien.de
Tel.: 071 95 / 590 78 30
Verantwortlich für Anzeigen:
Christine Breitkopf
Druck:
Offizin Scheufele
Druck und Medien GmbH & Co.KG
Tränkestr. 17, 70597 Stuttgart
JOB & CHANCEN wird auf umweltfreundlichem
Recycling Charisma silk FSC gedruckt.
Copyright: © 2026 für Texte und gestaltete
Anzeigen beim Verlag.
© Bilder, soweit nicht anders vermerkt,
www.shutterstock.com oder Unternehmen
(Porträts).
Jahrgang: 18. Jahrgang 2026
Erscheinungsweise: viermal jährlich
JOB & CHANCEN wird kostenlos an die
Abschlussklassen von Realschulen und
Gymnasien verteilt und liegt außerdem in
ausgewählten Berufsinformationszentren
der Agenturen für Arbeit aus.
Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit
schriftlicher Genehmigung des Verlages.
Alle Rechte vorbehalten. Keine Gewähr für
unverlangt eingesandte Materialien.
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben
die Meinung des Autors, nicht aber der
Redaktion wieder.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit
wird die gewohnte männliche Sprachform
bei personenbezogenen Substantiven und
Pronomen verwendet. Dies impliziert keine
Benachteiligung des weiblichen oder dritten
Geschlechts, sondern soll im Sinne der
sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral
zu verstehen sein.
Alle Angaben nach bestem Wissen, aber
ausdrücklich ohne jegliche Gewähr.
www. job-und-chancen.de
ZUKUNFT & CHANCEN
39
TRAUMJOB FOTOGRAF*IN
Geschichten erzählen: gedruckt, digital und audiovisuell
Hochzeiten, Modetrends, Sportevents oder Imagekampagnen – Fotograf*innen setzen alles ins optimale Licht und wissen
über die Kommunikation mit Bildern. Dies gilt für analoge Fotografien, für Videos mit Bild- und Tonaufnahmen oder softwaregestützt
mittels Computer Generated Imagery, das heißt dreidimensionaler animierter Computergrafik. Die analoge
Technik wird in der künstlerischen und freien Fotografie weiter gepflegt.
Storytelling hat eine große Bedeutung
Fotograf*innen beginnen ihre Projekte in der Regel mit einem Kundengespräch, bei dem Bedarf und Interessen ermittelt
werden. Unter Berücksichtigung von Zielgruppen, Corporate Identity und Botschaft werden Entwürfe entwickelt und im Austausch
mit den Auftraggebenden optimiert. In Zeiten von Social Media hat das Storytelling eine große Bedeutung. So gilt es,
mit Bildserien Geschichten medienübergreifend zu kommunizieren, um Emotionen zu wecken und die Aufmerksamkeit der
Zielgruppen zu erlangen. Dabei müssen medienrechtliche Vorschriften, wie Persönlichkeits- und Urheberrechte, aber auch
barrierefreie Nutzungsmöglichkeiten von Medien berücksichtigt werden.
Optimierung mit Software
Arbeitsprozesse müssen geplant und organisiert abgestimmt werden. Den
Schwerpunkt der Tätigkeit bildet die Produktion. Zur kamerabasierten Umsetzung
werden geeignete Beleuchtungsarten ausgewählt, Kamera- und Bilderfassungssysteme
eingesetzt und Aufnahmen erstellt. Die Ergebnisse werden
anschließend mittels Bildbearbeitungssoftware optimiert. Bei der softwaregestützten
Umsetzung von Bildkonzeptionen werden für Stand- und Bewegtbilder
Daten dreidimensional erfasst, Modellierungen vorgenommen und für die
Ausgabe in unterschiedlichen Kommunikationskanälen optimiert. Auch Künstliche
Intelligenz kommt zum Einsatz, um Bildmaterial zu produzieren.
Spezialisierung
Zum Ende der Ausbildung sind auf Grundlage von Wahlqualifikationen Spezialisierungen möglich – Peoplefotografie, Produktfotografie,
Architektur- sowie Industriefotografie, Editorialfotografie sowie Bildredaktion, softwaregestützte Bildgenerierung oder
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