QZEIT 04.2026
QNETICS Kundenmagazin
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22 Die Story hinter
Hawkins PP
MAGAZIN FÜR RINDERZUCHT
APRIL 2026
54 Auktionen
mit fulminanten
Ergebnissen
68 Die Jungzüchterfamilie
traf sich in Alsfeld
NACHZUCHTEN
STRAHLEN BEI
ZUKUNFT RIND
SEITE 4
2
INHALT
FRÜHJAHR 2026
IN BEWEGUNG
Liebe Leserschaft,
→ 04 - 15
ZUKUNFT RIND 2026
die ersten Monate des Jahres 2026 liegen
bereits hinter uns – und bei uns war schon
einiges los. Mit dem Tag der Züchterjugend
im November wurde die intensive Veranstaltungsphase
eingeläutet. Seither ging
es Schlag auf Schlag weiter: Kühe wurden
für „Zukunft Rind“ gemeldet, die Angebote
der Sonderkollektion zusammengestellt,
der „Fleischrindertag – Die Auktion“ und die
Bullenauktion in Laasdorf vorbereitet und
durchgeführt. Auch die HeLa lockte zahlreiche
Besucher in die Hessenhalle. Dazwischen
standen Versammlungen, Vorträge und Veranstaltungen
wie „Zukunft Milch“ auf dem
Programm.
Alles in allem blicken wir auf eine arbeitsreiche,
aber auch erfüllende Zeit zurück.
Solche Ereignisse lassen sich nur gemeinsam
bewältigen – als starkes Team. Und genau
diesen Weg gehen wir auch weiterhin zusammen
mit Ihnen, unseren Betrieben.
Das Redaktionsteam und alle Autorinnen
und Autoren haben sich erneut mit großem
Engagement eingebracht und wünschen
Ihnen nun informative und unterhaltsame
Stunden mit unserem Coffee-Table-Magazin
QZEIT, Ausgabe April 2026.
08
30
→ MONIKA SCHMUTZLER
→
SOKO 2026
54
Seite 54
→ 36 - 37
EXTERIEURKRACHER
FLEISCHRINDER
QZEIT APRIL 2026
INHALT
3
INHALT
→ 28 - 29
EXTERIEURKRACHER
MILCHRINDER
04 Nachzuchtpräsentation bei Zukunft Rind
08 Zukunft Rind 2026
16 Die Sieger vor der Kamera
18 Betriebsreportage Agrargen. Friesau eG
21 Nutzungsdauer im Aufwind
22 Die Geschichte von Hawkins PP
24 Das ABC der Gendefekte
26 Aikano-Nachzucht bei der HeLa 2026
27 Hornlosigkeit beim Fleckvieh mit Zuchtfortschritt
28 Exterieurkracher Milchrinder
30 Betriebsreportage Claus Knacker
32 Top-Genetik in unseren Fleischrinderherden
34 Fleischrinder auf nationalem Parkett
36 Exterieurkracher Fleischrinder
38 Alte Kühe – frische Leistung
39 Gendefekt bei Fleckvieh-Simmental
40 Neuordnung des Außendienstes in Thüringen
42 Team Character
43 Nachrufe
43 Zukunft Milch 2025 in Alsfeld
44 Winterversammlungen in Hessen
44 Kreisrinderzucht- und
Kontrollgemeinschaften in Thüringen
46 Rehkitzrettung
48 Hemmstoffe vermeiden
50 Tipps zum Fütterungsmanagement
52 Jahresrückblick Milchkontrolle in Hessen
53 Jahresrückblick Milchkontrolle Thüringen
54 SOKO 2026
58 Rückblick Export 2025
59 Marktlage
60 Zuchtviehauktionen 2025
62 Fleischrindertag - Die Auktion 2026
66 Fleischrinderbullenauktion in Laasdorf
62
68 Tag der Züchterjugend
73 12. Open Junior Show in Montichiari
74 Neues aus den Clubs
75 Ankündigung BJT des VdFJ 2026
76 Jungzüchter-Workshop in Alsfeld
77 Ankündigung des BJT 2026 in Neumünster
78 Infos aus BRS und vit
82 Kurz und knackig
83 Termine
68
QZEIT APRIL 2026
4
SCHAUFENSTER
Bereits am Freitagabend beim Warm-Up
zur SOKO zeigte die Dreier-Gruppe der
Comeback-Töchter, was für eine herausragende
Qualität am Samstag bei der
Nachzuchtpräsentation zu erwarten war.
NACHZUCHTPRÄSENTATION BEI ZUKUNFT RIND
DIE IDEALE
INFORMATIONSBÖRSE
Die Vorstellung aktueller Nachzuchtgruppen verschiedener
Vererber aus dem Qnetics-Zuchtprogramm bei „Zukunft Rind
2026“ war ein beeindruckender Programmpunkt.
Den zahlreichen Besuchern aus dem Qnetics-Gebiet, den
anderen deutschen Zuchtregionen sowie dem benachbarten
Ausland, wurden im Rahmen der gut besuchten
Schau Nachzuchtgruppen der Rassen Deutsche Holstein
und Deutsches Fleckvieh präsentiert.
Mit Spannung erwartet wurde die Vorstellung der Töchter
von Winstar Comeback, der bereits als genomischer
Jungvererber stark eingesetzt wurde und im April seine
ersten töchterbasierten Zuchtwerte erhält. Das Urteil von
Besuchern und Experten fiel einhellig positiv aus. Es ist
ein echtes Alleinstellungsmerkmal, wenn es gelingt, eine
neunköpfige Töchtergruppe von derart herausragender
Qualität zusammenzustellen. Was alle Tiere vereinte,
waren die hoch, fest und breit angesetzten Euter. Darüber
hinaus wurden Töchter des neuen rotbunten Spitzenvererbers
KNS Serge Red präsentiert.
Neben den Deutschen Holstein wird traditionsgemäß
auch die Töchtergruppe eines Fleckvieh-Vererbers im
Ring vorgestellt. In diesem Jahr war es die Nachzucht
des Irregut P*S-Sohnes IQ P*S, ein als genomischer Vererber
bereits intensiv genutzter Bulle der Rasse Deutsches
Fleckvieh.
WINSTAR COMEBACK 619239
COMMITMENT X ENTITY X SPECTRE
Winstar Comeback erfüllt die in ihn als Jungvererber
gesetzten Erwartungen vollkommen. Seine aktuelle
Jungbullenauswertung lässt sowohl in der Leistung als
auch im Exterieur überzeugende Zuchtwerte erwarten.
Im April wird Comeback seinen ersten töchterbasierten
Zuchtwert erhalten.
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
5
Zur 1a-Färse der Comeback-
Töchter kürte Preisrichter Erik
Büscherhoff Ostluft aus dem
Stall Schweinsberger/Dersch.
Die Serge Red-Töchter bewegen sich sehr
gut auf parallel gestellten Hinterbeinen mit
sehr guten Klauen. Unser Foto zeigt die 1a-
Platzierte HLM Kiri von Ralf Hellmuth, Haina.
Comeback stammt aus einem Embryoimport aus den
USA vom Betrieb Winstar in Idaho. Er wurde auf dem
Betrieb der Güterverwaltung Nicolaus Schmidt AG in
Rothenacker geboren und aufgrund seiner hervorragenden
Zuchtwerte für das Zuchtprogramm selektiert.
Comeback ist der einzige Commitment-Sohn und besitzt
damit ein klares Alleinstellungsmerkmal. Im Pedigree
finden sich elf Generationen VG- oder EX-eingestufter
Kühe. Aufgrund seines herausragenden genomischen
Zuchtwertes (RZG 163) wurde Comeback auch als Bullenvater
im Zuchtprogramm eingesetzt. Aktuell sind sieben
Söhne in der Bullendatenbank gelistet, mit Camphell
bei der RSH an der Spitze, der ebenfalls als Bullenvater
genutzt wird.
Dank seines Outcross-Pedigrees kann Comeback vielseitig
eingesetzt werden. Er selbst ist ein typvoller, bestens
entwickelter Bulle mit ausgezeichnetem Fundament. Bei
guter Milchleistung vererbt Comeback deutlich positive
Fett- und Eiweißprozente. Die milchtypischen, rahmigen
Töchter verfügen über gute Stärke und gut gelagerte
Becken. Sie bewegen sich hervorragend auf trockenen,
parallel gestellten Beinen mit sehr guten Klauen und überzeugen
mit drüsigen, hoch und fest aufgehängten Eutern,
die auch für Roboterbetriebe bestens geeignet sind.
Spitzenwerte für Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit und
sämtliche Gesundheitsmerkmale runden sein Profil
ab. Darüber hinaus vererbt Comeback sehr gute Kalbeeigenschaften
sowie eine hervorragende Persistenz und
qualifiziert sich damit als neuer Allrounder.
KNS SERGE RED 924772
SHIMMER RDC X STYX RED X APOLL P
KNS Serge Red ist ein exklusiver Sohn des ABS-Vererbers
Schreur Shimmer RDC, der mit der Kombination Salvatore
RDC x Rubicon x Cashcoin eine interessante Blutführung
für die Red-Holstein-Zucht aufweist.
Aufgrund seines hohen Leistungszuchtwertes und seines
exzellenten Exterieurs wurde Serge Red bereits als
Jungvererber stark eingesetzt und zudem als Bullenvater
genutzt. Mit seinem ersten töchterbasierten Zuchtwert
konnte er sich auf Anhieb mit RZG 134 in der Spitzengruppe
der Topliste auf Rang 13 platzieren.
Die aktuelle Jungbullenauswertung lässt sowohl in der
Leistung als auch im Exterieur in der April-Zuchtwertschätzung
eine weitere Steigerung seines Zuchtwertes
erwarten.
Serge Red wurde auf dem Betrieb KNS Holsteins der
Familie Niermann in Schiplage geboren. Im Rahmen
des Phönix-Zuchtprogramms wurde er aufgrund seiner
hervorragenden Zuchtwerte selektiert.
Er stammt aus der kapitalen Styx-Red-Tochter Daddy
Cool, die bereits als Färse mit VG 85 eingestuft wurde.
Über Apoll P, Balisto, Shamrock und Man-O-Man führt
die Mutterlinie zur Goldwin-Tochter Daybright EX 91, aus
der auch der stark eingesetzte Qnetics-Vererber Surano
stammt. Jeder passionierte Holsteinzüchter in Europa
kennt den D-Stamm von Niermann mit Kuhnamen wie
Dorflady, Darling, Dorfgirl und Dornröschen. Serge Red
macht diese erfolgreiche Kuhfamilie nun auch für die
Red-Holstein-Zucht verfügbar.
Für Preisrichter Michael Schmidt
war IQ-Tochter Helle der Handke GbR
die kompletteste der gezeigten
Zweitkalbsgruppe.
QZEIT APRIL 2026
6
SCHAUFENSTER
Es hat Tradition, dass die Züchter der ausgestellten
Töchter der Qnetics-Vererber zu Zukunft Rind
eingeladen werden. Dr. Hermann Niermann nimmt
ein Foto von KNS Serge Red mit nach Schiplage.
Die Töchter von IQ P*S waren allesamt
bereits in der 2. Laktation und zeigten
eine vorzügliche Euterqualität bei klarem
Fokus auf die Zweinutzung.
↓
Drei Nachzuchtgruppen, die
eindrucksvoll belegen, welches Potenzial
in modernen Vererbern steckt.
Pazifik Red P, die von Thomas Sporleder
angeboten wurde, eröffnet mit ihrem
familiären Background Rotbuntzüchtern
neue Perspektiven. Bei 15.800 € fiel
der Hammer für die frühe, hornlose
Freestyle-Tochter.
der Aisch, Rinderunion Baden-Württemberg, Oberösterreichische
Besamungsstation Hohenzell sowie Rinderzuchtverband
Tirol.
Die neunköpfige Färsengruppe
von Winstar Comeback überzeugte
das Publikum auf ganzer Linie.
Mütterlicherseits entstammt er der bewährten E-Linie des
Betriebes Wagner. Die Stärken dieser Kuhfamilie liegen in
Langlebigkeit, Doppelnutzungscharakter, Exterieur und
Inhaltsstoffen. Der Kuhstamm steht zudem für großes
Potenzial im Schauring: So ist die Siegerkuh der letztjährigen
VFR-Schau eine Halbschwester von IQ.
Serge Red hat sich zu einem kapitalen, fehlerfreien Bullen
weiterentwickelt. Er ist ein guter Spermaproduzent und
wird in verschiedenen europäischen Ländern eingesetzt.
Von Serge Red erwarten wir Töchter mit hohen bis sehr
hohen Milchleistungen bei ausgezeichneter Persistenz,
was insbesondere dem Einfluss von Salvatore RDC und
Apoll P im Pedigree zugeschrieben wird. Seine milchtypischen
Töchter sind rahmig, mit guter Stärke und Körpertiefe.
Sie bewegen sich sehr gut auf parallel gestellten
Hinterbeinen mit sehr guten Klauen. Die drüsigen
Euter sind hoch und fest angesetzt, Strichplatzierung
und Strichlänge sind passend.
Auch für Färsenbesamungen ist Serge Red gut geeignet.
Vielversprechende Werte für Nutzungsdauer und
Gesundheit sowie eine hohe Persistenz und Kälberfitness
sind weitere Pluspunkte und lassen auf einen neuen
Spitzenvererber hoffen.
IQ P*S 881194
IRREGUT P*S X HARIBO X RAU
Der Irregut-Sohn IQ ist ein bewährter, mischerbig hornloser
Vererber. Gezüchtet wurde er vom Betrieb Wagner
in Kolbenhof. Er befindet sich im Gemeinschaftsbesitz
der EUROgenetik-Partner Besamungsverein Neustadt an
IQ gibt die Stärken seines Kuhstammes eindrucksvoll an
seine Töchter weiter. Die bei Zukunft Rind präsentierte
Nachzuchtgruppe bestand ausschließlich aus Zweitkalbskühen
und unterstrich seine Ausnahmequalitäten. Die
Töchter zeigten sich als rahmige Kühe, die den Doppelnutzungstyp
voll verkörpern und entsprechend gut bemuskelt
sind. Sie bewegen sich auf einem soliden Fundament.
Besonders hervorzuheben sind die festen Fesseln und die
hohen Trachten.
Die drüsigen, reinen Euter sind hoch und fest aufgehängt.
Die gewünschte Strichplatzierung vorne wie hinten, eine
gute Strichlänge und -dicke sowie der hohe Melkbarkeitszuchtwert
garantieren eine problemlose Melkarbeit – auch
in automatischen Melksystemen. Der Zuchtwert für Persistenz
bescheinigt den Töchtern einen optimalen Laktationsstart
und ein langes Durchhaltevermögen.
Eine weitere wichtige Eigenschaft des Bullen ist die
sehr gute Mastleistung seiner männlichen Nachkommen.
Gerade bei hohen Fleischpreisen stellt dies einen
wirtschaftlichen Vorteil innerhalb einer Zweinutzungsrasse
dar.
IQ ist ein Bulle mit abgesicherten Zuchtwerten, der klar
für Doppelnutzung steht und maßgeblich zur weiteren
Manifestierung der Hornlosigkeit in der Fleckviehpopulation
beitragen wird.
→ BERND KOCH, ANTON STATT
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
8 SCHAUFENSTER
ZUKUNFT RIND
SPITZENKÜHE IN
BESTFORM BEGEISTERN
ALSFELD
Zukunft Rind in Alsfeld ist am ersten Februarwochenende jedes
Jahres das Schau-Highlight für die Milch- und Zweinutzungsrassen
im Qnetics-Gebiet.
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
9
DIE SIEGER
TITEL
JUNIORCHAMPION
MILCHRASSEN 2026
NR. NAME
9 GWH Nekita
Anton
BESITZER
Gerbothe-Wiesner GbR
Obersachswerfen
CHAMPION
MILCHRASSEN 2026
161 BT Pinacolada
Awesome
Wilfried u. Eckhard Hauck
Schiffelbach
JUNIORCHAMPION
ZWEINUTZUNGSRASSEN 2026
54 Lisa
Wundawuzi
Handke GbR
Leisenwald
CHAMPION
ZWEINUTZUNGSRASSEN 2026
132 Rolly
Inhocsalus
Erich u. André Peter GbR
Schwabenrod
DEUTSCHE HOLSTEIN
SIEGER ALT
161 BT Pinacolada
Awesome
Wilfried u. Eckhard Hauck
Schiffelbach
RESERVESIEGER ALT
150 ZHW Advokat P
Advokat PP
Volke/Hauck GbR
Wetterburg
SIEGER MITTEL
86 GWH Lara
Bennie
Gerbothe-Wiesner GbR
Obersachswerfen
RESERVESIEGER MITTEL
100 GA Daybreak P
Limited-P
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
Cappel
SIEGER JUNG
9 GWH Nekita
Anton
Gerbothe-Wiesner GbR
Obersachswerfen
RESERVESIEGER JUNG
18 FG Pamela
Perennial
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
Cappel
DEUTSCHES FLECKVIEH
SIEGER ALT
132 Rolly
Inhocsalus
Erich u. André Peter GbR
Schwabenrod
RESERVESIEGER ALT
111 Imera
Majestix
Schäfer GbR
Airlenbach
SIEGER JUNG
54 Lisa
Wundawuzi
Handke GbR
Leisenwald
RESERVESIEGER JUNG
47 Lolita
Heiss
Handke GbR
Leisenwald
EUTERSIEGER ALT
132 Rolly
Inhocsalus
Erich u. André Peter GbR
Schwabenrod
EUTERSIEGER JUNG
45 Bombe
Halma
Annahof GbR
Jossa
DEUTSCHES JERSEY
SIEGER
66 RZB Kairalee
Casino
Manfred Uhrig
Sulzbach
BROWN SWISS
SIEGER
107 Lilou
Vance
LT Ulrich GbR
Schmittlotheim
BESTE LEBENSLEISTUNGSKUH
ROTBUNT
165 Eibe
Bama-Red
Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR
Wetterburg
Erich Peter strahlt vor Stolz -
die zwölfjährige Inhocsalus-
Tochter Rolly wird Champion
der Zweinutzungsrassen 2026.
QZEIT APRIL 2026
10
SCHAUFENSTER
DEUTSCHE HOLSTEIN
KLASSE 1
1a
9 GWH Nekita
Gerbothe-Wiesner GbR
KLASSE 5
1a
100 GA Daybreak P
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
Anton
Obersachswerfen
Limited-P
Cappel
1b
18 FG Pamela
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
1b
95 BT Insa
Wilfried u. Eckhard Hauck
Perennial
Cappel
Sidekick
Schiffelbach
1c
17 GWH Nana
Gerbothe-Wiesner GbR
1c
98 ZHW Whisky
Volke/Hauck GbR
Spark Red
Obersachswerfen
Rompen Red
Wetterburg
1d
4 CAS Lilo
Henning u. Nadja Caspar GbR
1d
96 Girlie
Karl-Wilhelm Römer
Allgaud
Heimertshausen
Apple Crisp
Schweinsbühl
1e
5 HLM Lady in Black
Ralf Hellmuth
1e
97 Andora
Marco Hölz
Bullseye
Haina
Ronald
Weinbach
1f
12 BT Telda
Wilfried u. Eckhard Hauck
1f
99 Let it be
Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR
Burgundy
Schiffelbach
Reeve Red
Wetterburg
1g
6 BG O Kamill
Bürger-Grebe GbR
Chief
Helmscheid
KLASSE 6
1a
144 SEI Cheyenne
Ralf Hellmuth
1h
11 Hazel
J. Hamel / S. Römer
Discjockey
Haina
Showtime
Vöhl / Diemelsee
1b
143 HH Spezial One
Manfred Uhrig
1i
13 EHS Royale
Karl-Wilhelm Römer
Amaretto
Sulzbach
Crown-Red
Schweinsbühl
1c
136 BT Pippilotta
Wilfried u. Eckhard Hauck
Ronald
Schiffelbach
KLASSE 2
1a
27 GA Adena
Agrarproduktion Goldene Aue GmbH
1d
140 BT Pia
Wilfried u. Eckhard Hauck
Precision
Görsbach
Thunder Storm
Schiffelbach
1b
26 ZHW Joelle
Volke/Hauck GbR
1e
133 BHJ Dream
Olaf Fackiner
Spoiler
Wetterburg
Stars
Dainrode
1c
21 GTB Lalanda
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
1f
146 CAS Batida
Henning u. Nadja Caspar GbR
Lambda
Cappel
Sidekick
Heimertshausen
1d
19 VOG Jeanette
Jörg Vogel
1g
148 GWH Annika
CPR-Holsteins KG
Ranger Red
Dorfborn
Tatoo
Rhenegge
1e
22 GTB Lazira
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
1h
137 Thalina Red
Laux GbR
Lambda
Cappel
Santorin
Villmar
1f
25 GTB Lyla
Jörg u. Johannes Gertenbach GbR
1i
141 BHE Excalibur
Norbert Breithecker
Lambda
Cappel
Sidekick
Ellar
1g
24 RZB Giggi
Manfred Uhrig
1j
139 Eva
LT Ulrich GbR
Lambda
Sulzbach
Moment PP
Schmittlotheim
1h
29 Sch Ronalda
Olaf Fackiner
Ashton
Dainrode
KLASSE 7
1a
161 BT Pinacolada
Wilfried u. Eckhard Hauck
1i
23 CAS Bärbel
Henning u. Nadja Caspar GbR
Awesome
Schiffelbach
Harris
Heimertshausen
1b
150 ZHW Advokat P
Volke/Hauck GbR
1j
20 BOP Carin
Geisel GbR
Advokat PP
Wetterburg
Gotti
Niederissigheim
1c
162 BHE Merida
Norbert Breithecker
Addiction
Ellar
KLASSE 3
1a
41 BT Rochè
Wilfried u. Eckhard Hauck
1d
160 Havanna
Gerbothe-Wiesner GbR
Lambda
Schiffelbach
Barcley
Obersachswerfen
1b
36 BT Nilana
Wilfried u. Eckhard Hauck
1e
157 GA Dorothea
Agrarproduktion Goldene Aue GmbH
Milano
Schiffelbach
Gymnast
Görsbach
1c
37 Olympia
Ralf Hellmuth
1f
153 LHJ Nightlove
Laux GbR
King Doc
Haina
Euclan
Villmar
1d
38 SEI Kaylee
Seipel Holsteins
1g
151 EHS Rosa
Martin Biederbick
Bullseye
Stumpertenrod
Stormy Red
Sudeck
1e
44 HLM Anja
Ralf Hellmuth
1h
163 Donka P
Pohlmann-Schmidt GbR
Woodman
Haina
Laron P
Welleringhausen
1f
32 BHJ Barbara
Olaf Fackiner
1i
156 Fux Taiga
Winkler GbR
Alpha
Dainrode
King Doc
Braunfels
1g
35 BHJ Barbie
Olaf Fackiner
1j
155 CAS Bahama
Henning u. Nadja Caspar GbR
Alpha
Dainrode
Sidekick
Heimertshausen
1h
1i
1j
39 EHS Mae
Rammstein
43 O Kelani
Freestyle
40 Afrika
Martin Biederbick
Sudeck
Marco Hölz
Weinbach
Schweinsberger/Dersch GbR
BEWÄHRTE
LEBENS-
LEISTUNGS-
KÜHE
1k
1a
159 Babsi
Power
164 CAS Blüte
Power
Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR
Wetterburg
Henning u. Nadja Caspar GbR
Heimertshausen
All-Star
Niederwald
1b
165 Eibe
Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR
Bama-Red
Wetterburg
KLASSE 4
1a
86 GWH Lara
Gerbothe-Wiesner GbR
Bennie
Obersachswerfen
1b
81 BT Paige
Wilfried u. Eckhard Hauck
Unstopabul
Schiffelbach
1c
79 WR Easy Peasy
Volke/Hauck GbR
Mooi P
Wetterburg
1d
77 Oase
Schweinsberger/Dersch GbR
Woodman
Niederwald
1e
78 RZB Andora
Manfred Uhrig
Addison
Sulzbach
1f
83 BT High-Love
Wilfried u. Eckhard Hauck
Unstopabul
Schiffelbach
1g
85 Lady
Manfred Uhrig
Alleyoop
Sulzbach
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
11
Die Zukunftsmacher: Juniorchampion
GHW Nekita der Gerbothe-Wiesner GbR und
Reservesiegerin jung FG Pamela von der
Gertenbach GbR überzeugten den Preisrichter
Erik Büscherhoff (2. v. l.). Die ehrenvolle
Erwähnung geht an BT Rochè vom Betrieb
Hauck.
Vor und hinter den Kulissen wird
alles für einen perfekten Auftritt
passend gemacht.
↓
Richtentscheidungen mit viel
Fingerspitzengefühl
Engagierte Züchter präsentierten ihre hervorragend
vorbereiteten Schautiere im Wettbewerb um Rosetten
und Champion-Schärpen. Erik Büscherhoff richtete
die Holsteins und Jerseys, während Michael Schmidt
die Entscheidungen bei Fleckvieh und Brown Swiss traf.
AUSGEGLICHENE ERSTE KLASSE DER HOLSTEINS
Hygiene für Profis
In drei Klassen starteten die erstkalbigen schwarzund
rotbunten Holsteins. Die erste Richtentscheidung
an diesem Morgen ließ die Besucher bereits erahnen,
auf welch hohem Niveau die Schau ausgetragen wurde.
Preisrichter Erik Büscherhoff nahm sich viel Zeit, um
sich einen Überblick über die im Ring präsentierten
Kühe zu verschaffen.
Auf dem 1a-Platz stand eine Kuh, die in Harmonie und
Milchtyp nur schwer zu schlagen war. Mit einem hervorragend
aufgehängten Hintereuter und einer klaren,
korrekten Bewegung gewann GHW Nekita von der
Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachswerfen, ihre Klasse.
Auf dem 1b-Platz folgte dicht dahinter die Perennial-
Tochter FG Pamela von der Gertenbach GbR, Cappel.
• Boxen hautverträglich
desinfizieren
• Euter und Zitzen pflegen
• Futtertische selber beschichten
Die zweite Klasse der Erstkalbigen überzeugte das Publikum
ebenfalls durch eine hervorragende Qualität. Die
Tiere unterschieden sich nur in Nuancen. Schließlich
setzte sich GA Adena aus dem Betrieb Goldene Aue,
Görsbach, an die Spitze. Ihre Harmonie sowie die gleich-
Info-Telefon: (+49) 06024/6739-0
desical.de
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
QZEIT APRIL 2026
26-3332_HG_AZ_DESICAL RIND_88,5x125_SSP.indd 1 11.03.26 14:16
12 SCHAUFENSTER
mäßige Körperbreite stellten sie vor die 1b-platzierte
ZHW Joelle, eine Spoiler-Tochter der Volke/Hauck GbR,
Wetterburg, die sich auf einem sehr feinen Fundament
bewegte.
In der letzten Klasse boten die etwas älteren Färsen in
unterschiedlichen Laktationsstadien ein anspruchsvolles
Richtbild. Jede Kuh brachte ihre eigenen Vorzüge
mit. Letztlich gelang es der Lambda-Tochter BT Rochè
von Eckhard Hauck, Schiffelbach, sich an die Spitze zu
setzen. Mit ihrem feinen Skelett, der festen Oberlinie
und viel Milchtyp überzeugte sie den Preisrichter. Auf
dem 1b-Platz rangierte ihre Stallgefährtin BT Nilana,
eine mittelrahmige Färse mit breitem Hintereuter und
einem enorm korrekten Fundament.
Zur Endauswahl der Erstkalbigen standen sechs herausragende
Färsen im Ring. Sie bewegten sich allesamt auf
glasklaren Fundamenten und zeigten sehr gute Euteranlagen.
Zum Junior-Champion der Milchrassen wurde
GHW Nekita von der Gerbothe-Wiesner GbR ernannt.
Sie vereint die rassetypischen Merkmale in nahezu perfekter
Harmonie. Reservesiegerin wurde ihre elegante
Klassenkonkurrentin FG Pamela.
STARKE FLECKVIEH-KOLLEKTION IM RING
Bei den Jungkühen hatte Preisrichter Michael Schmidt,
Zuchtberater und Sire Analyst bei der RBW, eine starke
erste Fleckviehklasse zu bewerten.
↑
Anspannung und Freude liegen an so
einem Tag ganz nah beieinander.
Er wählte mit der Wundawuzi-Tochter Lisa von der
Handke GbR, Leisenwald, eine ausgesprochen körperstarke
Kuh mit langem, festem Euter an die Spitze, die
das harmonischste Gesamtbild bot.
→
Jersey, klein,
aber fein
Auf dem 1b-Platz folgte die noch in der Entwicklung
stehende, aber sehr korrekte Heiss-Tochter Lolita aus
demselben Zuchtbetrieb. Nur knapp dahinter rangierte
die Habsburger-Tochter Arianna von Jochen Günther,
Kleinfischbach, die der Vorgängerin lediglich in Nuancen
unterlegen war.
Anschließend betraten die Jerseys den Ring. Eine kleine,
aber qualitativ hochwertige Klasse präsentierte sich
dem Publikum. Allen gemeinsam waren exterieurstarke
Mutterlinien im Pedigree. Den Klassensieg sicherte sich
die Casino-Tochter RZB Kairalee von Andrea Uhrig und
Manfred Uhrig, Sulzbach. Mit der bekannten Schaukuh
Kendra als Großmutter überzeugte sie durch enorme Körpertiefe
und ein beeindruckendes Seitenbild.
Auf dem 1b-Platz folgte BT Vivianne aus dem Zuchtbetrieb
Hauck, Schiffelbach. Den 1c-Platz belegte die Färse
BHJ Vilounie von Olaf Fackiner, Dainrode.
Sieg bei den jungen Fleckvieh-Kühen: Wundawuzi-Tochter
Lisa (54) von der Handke GbR setzt sich vor ihrer Herdengefährtin
Lolita (47) durch. Der Titel „Bestes Euter jung“
geht an Bombe (45) von der Annahof GbR. Es gratulieren
Preisrichter Michael Schmidt (2. v. r.) und Ralf Deckenbach (r.)
vom Sponsor Hochwald Food GmbH.
Bei den Fleckviehkühen mit zwei Abkalbungen stand
die Hokuspokus-Tochter Hanna von Andreas Mötzung,
Obernüst, an der Spitze. Mit ihrer Korrektheit und dem
sehr drüsigen Euter erhielt sie den Vorrang vor der körperstarken
und rumpfigen IQ-Tochter Helle von der
Handke GbR, Leisenwald.
Bei der Vergabe des Siegerpreises entschied sich Michael
Schmidt für die beste Jungkuh Lisa von der Handke
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
13
DEUTSCHES FLECKVIEH
KLASSE 1
1a
54 Lisa
Handke GbR
Wundawuzi
Leisenwald
1b
47 Lolita
Handke GbR
Heiss
Leisenwald
1c
52 Arianna
Jochen Günther
Habsburger
Kleinfischbach
1d
60 Soraja
Stefan Wies
Woward
Ober-Moos
1e
57 Anne
Jochen Günther
Mercedes
Kleinfischbach
1f
45 Bombe
Annahof GbR
Halma
Jossa
1g
53 Goldine
Habermehl GbR
Jedi
Allmenrod
1h
59 Nadira
Walter Lang
Maribor
Stockhausen
1i
49 Ruby P
Habermehl GbR
Vogtherz
Allmenrod
1j
56 Nele
Annahof GbR
Hermelin
Jossa
KLASSE 2
1a
71 Hanna
Andreas Mötzung
Hokuspokus
Obernüst
1b
73 Helle
Handke GbR
IQ PS
Leisenwald
1c
72 Erna
Schäfer GbR
Hokuspokus
Airlenbach
1d
67 Holunder
Erich u. André Peter GbR
Potent
Schwabenrod
1e
75 Henriette
Holger Limpert
Herzbub
Schlitzenhausen
KLASSE 3
1a
111 Imera
Schäfer GbR
GbR und verlieh auch den Reservesiegertitel an diesen
Betrieb für die 1b-platzierte Heiss-Tochter Lolita. Damit
würdigte er die geschlossene und qualitätsvolle Gesamterscheinung
dieser vielversprechenden Zukunftskühe.
Zur Eutersiegerin wurde die jüngste Kuh der Konkurrenz
gewählt: die Halma-Tochter Bombe vom Annahof der
Familie Rainstadtler aus Jossa. In puncto Euterfestigkeit
und Strichverteilung setzte sie Maßstäbe.
1b
1c
1d
1e
1f
1g
Majestix
114 Leni P
Mercedes
116 Heidrun
Mischko
113 Mara
Wüstensohn
115 Bussi
Herzfeuer
117 Blume P
Maybach
118 Rakete
Airlenbach
Christian Zimmermann
Beerfelden
Handke GbR
Leisenwald
Stefan Wies
Ober-Moos
Habermehl GbR
Allmenrod
Christian Zimmermann
Beerfelden
Gabriel Heister
Impossum
Großseelheim
HOLSTEINS DER MITTLEREN KATEGORIE
1h
112 Zofie
Zimt
Holger Limpert
Schlitzenhausen
Nach den Fleckviehkühen betraten die Holsteins der
mittleren Kategorie den Ring. Die erste Klasse war von
äußerst engen Entscheidungen geprägt. Letztlich setzte
sich die lackschwarze Bennie-Tochter GHW Lara von
der Gerbothe-Wiesner GbR an die Spitze. Ihre stärkste
Konkurrentin war die milchtypische Unstopabul-Tochter
BT Paige vom Betrieb Hauck, Schiffelbach.
KLASSE 4
1i
1a
1b
1c
1d
119 Salsa
Sehrgut
132 Rolly
Inhocsalus
124 Friedex
Midwest
126 Liane
Wildgraf
123 Lady
Alexander-Sven Prokasky
Probbach
Erich u. André Peter GbR
Schwabenrod
Schäfer GbR
Airlenbach
Walter Lang
Stockhausen
Erich u. André Peter GbR
Die folgende Klasse führte GA Daybreak, eine Limited-P-
Tochter der Gertenbach GbR, an. Mit feinem Skelett und
fester Oberlinie sicherte sie sich den Klassensieg. Dicht
dahinter rangierte die Sidekick-Tochter BT Insa, vorgestellt
von Eckhard Hauck.
1e
1f
1g
1h
Vollglanz
131 Ramona
Hutera
125 Hanni
Riaza
121 Sarina
Sehrgut
120 Miranda
Schwabenrod
Gabriel Heister
Großseelheim
Annahof GbR
Jossa
Alexander-Sven Prokasky
Probbach
Andreas Mötzung
In einer hochspannenden Endauswahl kämpften vier
Kühe um den Titel in der Kategorie „Kühe mit zwei Kälbern“.
Nach knapper Entscheidung wurde GHW Lara von
der Gerbothe-Wiesner GbR zur Siegerin mittel gekürt.
Ihre besonderen Vorzüge im Milchcharakter sowie das
hoch aufgehängte Hintereuter gaben den Ausschlag.
Mainhattan
Obernüst
Den Reservesieg errang die qualitätsstarke GA Daybreak
von der Gertenbach GbR.
QZEIT APRIL 2026
14
SCHAUFENSTER
Ein beeindruckendes Bild: Diese Klasse
der drittkalbigen Kühe zeigt eindrucksvoll
das hohe züchterische Niveau der
Fleckviehbetriebe im Qnetics-Gebiet.
↓
Im Ring entscheidet
sich alles.
Aufstellung zur Wahl der Siegerkuh
mittel – elektrisierende Spannung
im Ring und auf den Rängen.
BROWN SWISS IM RING
Auch die Rasse Brown Swiss war vertreten. Zwei vielversprechende,
jugendliche Färsen von Gabriel Heister,
Kirchhain, sowie der LT Ulrich GbR, Vöhl, wurden als
Demogruppe präsentiert. Die Siegermedaille sicherte
sich die Vance-Tochter Lilou von der LT Ulrich GbR.
ÄLTERE FLECKVIEH-KÜHE ÜBERZEUGEN
In der ersten Gruppe der älteren Fleckvieh-Kühe stellte
die Schäfer GbR, Airlenbach, mit der harmonischen und
mit einem sehr drüsigen Euter versehenen Majestix-
Tochter Imera die Spitzenkuh. Den 1b-Preis erhielt die
frische, korrekte Mercedes-Tochter Leni P von Christian
Zimmermann, Beerfelden, und qualifizierte sich damit
für die Siegerauswahl.
In der zweiten Gruppe überzeugte die bereits zehnkalbige
Inhocsalus-Tochter Rolly der Familie Peter,
Schwabenrod. Mit exzellentem Fundament und bemerkenswerter
Euterqualität gewann sie ihre Klasse. Auf
dem 1b-Platz folgte die körperstarke Midwest-Tochter
Friedex der Schäfer GbR, gefolgt von der Wildgraf-Tochter
Liane von Walter Lang.
In der Siegerauswahl vergab Michael Schmidt den Titel
des Zweinutzungs-Champions an Rolly und würdigte
damit die außergewöhnliche Frische und Korrektheit
dieser zwölfjährigen Kuh. Der Reservesieg ging an Imera
von der Schäfer GbR. Auch der Titel „Beste Euterkuh der
älteren Klasse“ wurde an Siegerkuh Rolly vergeben.
Bemerkenswert war zudem das starke Abschneiden der
Bio-Betriebe, die mit rund einem Viertel der ausgestellten
Kühe vertreten waren.
ZUSCHAUER HALTEN DEN ATEM AN
Als die erste Klasse der Holsteinkühe mit mehr als
drei Kälbern den Ring betrat, war die Spannung in der
Hessenhalle greifbar. Die hervorragend vorbereiteten
Kühe aus den Spitzenbetrieben des Qnetics-Gebiets
überzeugten auf ganzer Linie.
Erik Büscherhoff stellte in der ersten Klasse die ausdrucksstarke
Discjockey-Tochter SEI Cheyenne von
Ralf Hellmuth an die Spitze. Auf dem 1b-Platz folgte
die rotbunte HH Spezial One (Amaretto x Awesome)
von Manfred Uhrig aus Sulzbach.
In der zweiten Klasse der älteren Holsteinkühe überzeugte
die Awesome-Tochter BT Pinacolada von Eckhard
Hauck mit ihrem perfekten Seitenbild und wurde vor der
1b-plazierten ZHW Advokat P (Advokat PP x Nordkap) der
Volke/Hauck GbR, die durch ihr überragendes Hintereuter
beeindruckte, zur Siegerkuh alt gekürt.
Zwei Holsteinkühe mit außergewöhnlicher Lebensleistung
wurden ebenfalls ausgezeichnet: Der Ehrenpreis
der Stadt Alsfeld ging an Blüte von der Caspar GbR,
Heimertshausen, die als erste Tochter des Qnetics-Vererbers
Power die Marke von 100.000 Litern überschritt.
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
15
Die rotbunte Bama-Red-Tochter Eibe, vorgestellt von
der Meier GbR, war mit 7.394 kg Fett und Eiweiß die
stärkste Dauerleistungskuh der Schau und erhielt dafür
den Pokal des LLH.
GRAND CHAMPION DER MILCHRASSEN
Mit Spannung wurde die letzte Entscheidung des Tages
erwartet: die Wahl des Grand Champions der Milchrassen.
Dazu betraten die Sieger- und Reservesiegerkühe
der mittleren und älteren Holsteinklassen sowie die
Jersey-Siegerkuh den Ring. Nach sorgfältiger Abwägung
kürte Erik Büscherhoff die außergewöhnlich starke
BT Pinacolada zum Grand Champion. Die Freude im
Betrieb Hauck war groß, denn damit konnte der Titel
aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt werden.
→ MARIE MENSCHING, THEA EBINGER, LLH
JERSEY
1a 66 RZB Kairalee
Casino
1b 63 BT Vivianne
Chrome
1c 62 BHJ Vilounie
Zodi
BROWN SWISS
1a 107 Lilou
Vance
1b 106 Dinella
Aiven
Manfred Uhrig
Sulzbach
Wilfried u. Eckhard Hauck
Schiffelbach
Olaf Fackiner
Dainrode
LT Ulrich GbR
Schmittlotheim
Gabriel Heister
Großseelheim
Das hohe Niveau der Färsenklassen
stellte Preisrichter Erik Büscherhoff vor
keine leichte Entscheidung.
i
GERMAN DAIRY
SHOW 2027
Titelverteidigung gelungen: Eckhard Hauck
holt nach 2025 erneut den Championtitel
der Milchrassen nach Schiffelbach. Die
lackschwarze BT Pinacolada wird 2026 zur
schönsten Kuh von „Zukunft Rind“ gekürt.
Der BRS hat mehrheitlich dafür gestimmt, die
German Dairy Show 2027 in Verden durchzuführen.
Die Masterrind bekommt als Ausrichter und
für den Verzicht auf die Schau der Besten 2027
ein höheres Teilnahmekontingent. Alternative
Standorte und Termine wurden intensiv
geprüft, konnten aber nicht überzeugen.
Die German Dairy Show ist für den 24. und
25.02.2027 geplant. Da es sich nicht, um eine
Verkaufsveranstaltung handelt, kommt auch
die 30-Tage-Regelung nicht zum Tragen.
Folglich können Tiere sowohl an Zukunft Rind
als auch an der German Dairy Show teilnehmen.
Zukunft Rind wird, wie jedes Jahr, am ersten
Februarwochenende am 05.und 06.02.2027
stattfinden.
QZEIT APRIL 2026
16
SCHAUFENSTER
DIE SIEGER VOR
DER KAMERA
ZUKUNFT RIND ’26
Lisa aus dem Stall der Handke GbR wurde von
Preisrichter Michael Schmidt zur schönsten
Fleckvieh-Jungkuh des Tages gekürt.
Bei den Milchrassen begeisterte die sechskalbige
BT Pinacolada aus der Zuchtstätte Hauck Preisrichter
Erik Büscherhoff. Sie sicherte sich die Titel
„Siegerkuh alt“ und „Champion Milchrassen“.
Erich und André Peter sind stolz auf ihre
Inhocsalus-Tochter Rolly. Wer sich
nach zehn Kalbungen noch in dieser Form
präsentiert, trägt verdient den Titel
„Champion Zweinutzungsrassen“.
ZHW Advokat P der Volke/Hauck GbR
beeindruckte mit einem überragenden
Hintereuter und wurde Reservesiegerin
bei den alten Holsteinkühen.
QZEIT APRIL 2026
SCHAUFENSTER
17
Ein gelungener Tagesabschluss: GA Daybreak P
von der Gertenbach GbR überzeugte mit feinem
Skelett und fester Oberlinie und sicherte sich
den Reservesieg in der mittleren Altersklasse.
Den ersten Erfolg des Tages für Familie
Gertenbach aus Cappel machte die Perennial-
Tochter FG Pamela mit dem Reservesieg bei
den Holstein-Färsen klar.
Neues Jahr, gleicher Ort : Majestix-Tochter
Imera wiederholte zur Freude von Moritz Schäfer
ihren Vorjahreserfolg und nahm erneut den
Reservesiegertitel mit nach Oberzent.
Doppelerfolg für die Familie Handke:
Auch der Titel der Reservesiegerin bei den
jungen Kühen geht nach Leisenwald.
Lolita überzeugte mit ihrer Korrektheit
und viel Entwicklungspotenzial.
Die Kendra-Dynastie gilt als Garant im
Schauring. Andrea Uhrig freute sich in diesem
Jahr über die Auszeichnung für die Kendra-
Enkelin und Casino-Tochter RZB Kairalee.
Die Amaretto-Tochter HH Spezial One aus
dem Stall der Familie Uhrig in Sulzbach war in
diesem Jahr die beste Red-Holstein-Kuh.
QZEIT APRIL 2026
18 PASSION MILCHRIND
Am Futtertisch steht jeder Kuh
ausreichend Platz zur Verfügung.
LANDWIRTSCHAFT
ZWISCHEN HÖHENLAGEN
UND ZUKUNFTSFRAGEN
Die Agrargenossenschaft Friesau eG liegt im südöstlichen Thüringen
nahe dem kleinen Städtchen Bad Lobenstein. Bewirtschaftet werden
Flächen in einer Höhenlage zwischen 440 und 580 m ü. NN. Geprägt
ist die Landschaft von einer bewegten Topografie, ausgeprägten Höhenlagen
und einem Mittelgebirgsklima.
Aufgrund dieser Lage ist für den Betrieb die Veredelung
der Feldkulturen über Milch und Fleisch alternativlos.
Im langjährigen Mittel fallen rund 650 mm Niederschlag
pro Jahr. Doch das vergangene Jahr stellte den Betrieb
vor besondere Herausforderungen, wie Geschäftsführer
Christian Korb berichtet. Statt der üblichen 650 mm
fielen lediglich 400 mm – mit empfindlichen Ertragsund
Qualitätseinbußen, insbesondere beim Grünfutter.
Der Silomais konnte jedoch von den – gerade noch
rechtzeitig einsetzenden – Niederschlägen im Juli
profitieren und einen mittleren Ertrag sichern. Damit
war die Grundfutterversorgung letztlich abgesichert.
Der Ackerbau ist vielseitig aufgestellt. Eine breite Fruchtfolge
dient nicht nur der Risikostreuung, sondern auch
der Bodenfruchtbarkeit und einer stabilen betriebseigenen
Futterversorgung. Letztere ist ein zentraler Aspekt,
denn Ziel ist es, Milch und Fleisch nachhaltig und kostengünstig
vom eigenen Acker zu erzeugen.
MILCHVIEHHALTUNG ALS HERZSTÜCK
Das Herzstück des Betriebes ist die Milchviehhaltung.
Hier beginnt der Verantwortungsbereich der Herdenmanagerin
Caroline Elmer. Die zweifache Mutter betreut
mit ihrem Team eine Herde von 360 Holsteinkühen mit
einer durchschnittlichen Milchleistung von 10.550 kg
bei 4,03 % Fett und 3,32 % Eiweiß.
Im Jahr 2020 zogen die Tiere aus der alten Milchviehanlage
aus DDR-Zeiten in einen modernen, großzügig
konzipierten Stall um.
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
19
→
Moderne
Technik für
eine Rundum-
Kontrolle
„Unser neuer Stall wurde
konsequent auf Tierwohl, Arbeitswirtschaftlichkeit
und Zukunftsfähigkeit
ausgerichtet.“
Caroline Elmer
Gemolken wird mit sechs GEA-Automaten. Diese sind in
zwei Gruppen zu je drei Robotern aufgeteilt und melken
jeweils im Durchschnitt 150 Kühe. Gearbeitet wird in
zwei Schichten – morgens und abends. Auch Fütterung
und weitere Stallarbeiten sind entsprechend organisiert.
Dieses System bietet mehrere Vorteile: Niemand arbeitet
allein, was die Sicherheit erhöht und die gegenseitige
Unterstützung erleichtert. Zudem beugt es Überlastungen
vor und stärkt den Teamgedanken.
Ein weiterer Pluspunkt: Es ist kein nächtlicher Bereitschaftsdienst
bei Maschinenalarmen erforderlich. Fällt
ein Roboter aus, kann übergangsweise mit den verbleibenden
weitergearbeitet werden.
Im Jahr 2025 wurden erstmals Strohpellets als Einstreu in
den Abkalbeboxen eingesetzt. Diese bieten zwei wesentliche
Vorteile: Zum einen besitzen sie eine hohe Saugfähigkeit
und reduzieren dadurch den Keimdruck für
Muttertier und Kalb, zum anderen vermindern sie deutlich
die Rutschgefahr und erleichtern das Aufstehen.
Seit der Einführung traten keine „ausgegrätschten“ Kühe
mehr auf – ein klarer Gewinn, zumal es häufig ältere,
leistungsstarke Tiere betrifft.
Die Kalbungen können per Videoüberwachung kontrolliert
werden, sodass jederzeit ersichtlich ist, wo
Unterstützung erforderlich ist. In diesem Stallbereich
sind außerdem ein moderner Klauenstand sowie eine
Separationsbucht mit Halsfangrahmen für Besamung
und tierärztliche Behandlungen integriert.
Die Brunst- und Gesundheitsüberwachung erfolgt über
das Diagnostiksystem GEA CowScout. Dieses arbeitet auf
Basis der Wiederkauaktivität und hat sich über die Jahre
bewährt. Brünstige Kühe werden zuverlässig erkannt,
und gesundheitliche Auffälligkeiten lassen sich frühzeitig
feststellen – „bevor die Kuh die Ohren hängen lässt“.
VIEL PLATZ FÜR DIE KÜHE
Die Kühe sind in geräumigen Liegeboxen untergebracht,
die über ein zentrales Gebläse mit Stroh eingestreut
werden. Die Begrenzungsbügel bestehen aus flexiblem
Kunststoff, um Verletzungen vorzubeugen. Die Laufgänge
sind als Spaltenböden mit darunterliegendem
Güllekeller ausgeführt.
Am großzügigen Futtertisch besteht ein Kuh-Fressplatz-
Verhältnis von 4:1, begrenzt durch Palisaden. Auch der
Abkalbebereich ist weitläufig angelegt und wird ebenfalls
über das Strohgebläse eingestreut.
DIE AUFZUCHT IST AUSGELAGERT
An zwei weiteren Standorten werden die rund 330 Jungtiere
mit 1,5 Arbeitskräften aufgezogen. Vom Kalb bis
zur tragenden Färse befinden sich die Tiere in der alten
Milchviehanlage Friesau. Tragende Tiere werden an
einen zweiten Standort im kleinen Ort Zoppoten verbracht.
Dort finden bis zu 70 Tiere Platz und erhalten über
die Vegetationszeit auch Weidegang rund um die Ufer der
Bleiloch-Talsperre. Abgerundet wird die tierische Produktion
durch die Mast von durchschnittlich 230 Bullen.
Dabei handelt es sich zum Großteil um Holstein-Bullen
und einigen Mastkreuzungen. Gemästet werden diese
Der neue Kuhstall am Ortsrand von
Friesau wurde 2020 eingeweiht.
BETRIEBSSPIEGEL
STANDORT
→
→
→
Saalburg-Ebersdorf
Lage: 440–580 m ü. NN
Niederschlag: 650 mm
FLÄCHENNUTZUNG
→
→
→
Gesamtfläche: 1.012 ha
Grünland: 165 ha
Ackerfläche:
209 ha Winterweizen
90 ha Wintergerste
150 ha Winterraps
141 ha Sommergerste
154 ha Silomais
154 ha Zwischenfrucht
MITARBEITER
→
→
20 Mitarbeiter
2 Auszubildende
QZEIT APRIL 2026
20
PASSION MILCHRIND
auf Spaltenboden. Das Schlachtalter beträgt 20 Monate
bei 1.070 g täglichen Zunahmen. Untergebracht sind sie
ebenfalls in der alten Milchviehanlage. Versorgt werden
sie günstig über das Personal der Milchproduktion. Das
ist einfach und produktiv und passt zur Philosophie des
Betriebes zur effektiven Wertschöpfung aus den vorhandenen
Ressourcen.
↓
Herdenmanagement setzt
auf Qnetics-Know-how
PRAKTISCHE ZUCHTARBEIT
„In der Zucht liegt der Fokus nicht auf kurzfristigen
Spitzenleistungen, sondern auf langlebigen, gesunden
Kühen, die Leistung, Robustheit und eine gute Nutzungsdauer
vereinen“, betont Caroline Elmer.
Die Belegung erfolgt zu 100 % durch künstliche Besamung,
durchgeführt von den Technikern der Qnetics.
Der Bulleneinsatz wird entsprechend den betrieblichen
Anforderungen gemeinsam mit der Herdenmanagerin
geplant. Besonderes Augenmerk liegt auf guten Eutern,
stabilen Fundamenten und hohen Gesundheitswerten.
Zunehmend wird auch auf eine ausgeprägte Körperkapazität
geachtet, um die Grundfutteraufnahme zu verbessern
– ein wesentliches wirtschaftliches Argument
im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Futterverwertung.
Die Auswahl erfolgt über das BAP-Programm auf
Grundlage einer phänotypischen Mängeleinstufung zu
Beginn der Laktation. Dadurch wird Inzucht vermieden
und der Zuchtfortschritt gezielt beschleunigt.
TYPISIERUNG UND KONSEQUENTE SELEKTION
Im Jahr 2024 wurde mit der genomischen Typisierung
begonnen, um die Herde noch gezielter an wirtschaftliche
Anforderungen anzupassen. Die Ergebnisse werden für
Anpaarung und Selektion im Jungviehbereich genutzt.
Derzeit werden Tiere mit einem genomischen RZG von
120 und höher gezielt mit gesextem Sperma von Qnetics-
Spitzenvererbern belegt. Die übrigen Tiere werden konventionell
besamt. Einzelne leistungsstarke Kühe mit
hohen Eigen- oder Mutterleistungen werden ebenfalls
mit gesextem Sperma belegt.
Geplant ist eine noch stärkere Selektion unter Einbeziehung
genomischer Werte und Leistungsdaten. Tiere
mit niedrigeren Zuchtwerten werden künftig verstärkt
mit geeigneten Mastrassen belegt, die Nachkommen
im eigenen Betrieb gemästet. Ziel ist eine zusätzliche
Steigerung der Wertschöpfung in der Mast.
ERFOLGE STELLEN SICH EIN
Im Jahr 2024 konnte eine Rodrigo-Tochter mit einem
RZG von 153 und einem hervorragenden genomischen
Linearprofil für das Zuchtprogramm der Qnetics selektiert
werden.
In Friesau besteht zudem die Möglichkeit der Embryonenübertragung.
Dieses Instrument soll schrittweise ausgebaut
werden, um das Zuchtprogramm zu unterstützen
und die genetische Qualität der Herde weiter zu stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Agrargenossenschaft
Friesau eG befindet sich mit ihrem motivierten
Team auf einem sehr guten Weg. Besonders hervorzuheben
ist die gesteigerte Nutzungseffizienz an einem nicht
leicht zu bewirtschaftenden Standort. Voraussetzung
dafür ist die konsequente Nutzung moderner Technik
– von schlagkräftiger Mechanisierung in Futterernte
und Fütterung über moderne Melksysteme und komfortable
Stallkonzepte bis hin zur
genomischen Selektion und
dem dadurch beschleunigten
Zuchtfortschritt. So sieht sich
der Betrieb gut gerüstet für die
Anforderungen der Zukunft.
Das Team der Qnetics bedankt
sich für die gute und vertrauensvolle
Zusammenarbeit und
wünscht der Agrargenossenschaft
Friesau eG weiterhin
viel Erfolg.
→ MARTIN LINKE
Helligkeit, großzügige Platzverhältnisse
und frische Luft bieten
den Kühen hohen Komfort.
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
21
Abb. 1: Durchschnittliche Nutzungsdauer der Holsteinkühe im Gebiet der Qnetics
Quelle: vit
1150
Nutzungsdauer (in Tagen)
1100
1050
1000
950
Henning Caspar ist stolz auf CAS Blüte, die als
erste Tochter des Qnetics-Vererbers Power die
Marke von 100.000 Litern überschritten hat.
900
2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
Abgangsjahr
→
Eine lange Nutzungsdauer ist
das wirtschaftlich wichtigste
funktionale Merkmal – denn
nur langlebige Kühe verdienen
über Jahre hinweg Geld.
NUTZUNGSDAUER
IM AUFWIND
Jeder Milchkuhhalter wünscht sie sich: Ältere,
vitale Kühe, die Tag für Tag zuverlässig ihre
Leistung bringen und am Ende eine beeindruckende
Lebensleistung vorweisen können.
Gefühlt nimmt die Zahl der Kühe, die eine Gesamtleistung
von 100.000 Mkg erreichen, stetig zu. Doch ist das nur
eine subjektive Wahrnehmung – oder gibt es tatsächlich
einen Anstieg der Kühe, die diese Marke überschreiten?
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die absolute Anzahl der
ausgezeichneten Kühe ist über die Jahre leicht gestiegen,
auch wenn es Schwankungen gibt. Gleichzeitig führt der
Rückgang der Gesamtkuhzahl dazu, dass der prozentuale
Anteil der „100.000-Liter-Kühe“ weiter zunimmt.
Betrachtet man die Entwicklung der Nutzungsdauer –
also den Zeitraum, in dem eine Kuh wirtschaftlich im
Betrieb genutzt wird –, zeigt sich ebenfalls ein kontinuierlicher
Aufwärtstrend (Abb. 1). Die Nutzungsdauer im
abgegangenen Bestand liegt in Hessen bei 38,7 Monaten
und in Thüringen bei 35,6 Monaten.
Durch die verlängerte Nutzungsdauer sowie die in den
vergangenen Jahren gestiegenen Laktationsleistungen
erhöhen sich auch die durchschnittlichen
Lebensleistungen der abgegangenen
Kühe. Im Qnetics-Gebiet lagen diese
im letzten Prüfjahr bei rund 29.460 kg
Milch. Hessen und Thüringen haben
sich dabei zunehmend angeglichen.
Zwar liegen wir noch etwa 2.000 kg
unter dem Bundesdurchschnitt, doch
auch hier ist über die Jahre ein deutlicher
Anstieg erkennbar.
Die Zucht auf Nutzungsdauer und Gesundheit trägt
maßgeblich dazu bei, dass Milchkühe älter werden.
Der genetische Trend ist über die zurückliegenden
Geburtsjahrgänge kontinuierlich ansteigend. Auch
wenn die Heritabilitäten dieser Merkmale vergleichsweise
gering sind und Umweltfaktoren wie Haltung und
Management einen großen Einfluss haben, lässt sich die
Nutzungsdauer züchterisch gezielt verbessern.
Bei den schwarzbunten, töchtergeprüften Bullen gelten
Predar und Esquire als ausgesprochene Spezialisten für
Langlebigkeit. Ihre Nachkommen präsentieren sich als
jugendlich wirkende, nicht zu große Kühe mit hervorragenden
Fundamenten. Diese Bullen werden sich in den
Pedigrees künftiger 100.000-Liter-Kühe wiederfinden.
Im genomischen Bereich stehen die rotbunten Bullen
Clark P und Globed P in der Topliste für Nutzungsdauer
weit oben – Clark P belegt sogar Rang 2. Auch der schwarzbunte
Topvererber Evenstar überzeugt mit einem RZN
von 133 in diesem Merkmal.Aktuell überschreiten immer
mehr Töchter von Big Point die magische Grenze von
100.000 Litern. Bereits in der Zuchtwertschätzung im
August 2014 wies Big Point einen RZN von 134 auf – ein
Wert, der sich nun eindrucksvoll in der Praxis bestätigt.
Sperma von Big Point ist weiterhin verfügbar.
In der Vergangenheit waren es Bullen wie Mascol (ZWS
08/2006: RZN 120), Manager (ZWS 08/2006: RZN 126)
oder Ramos (ZWS 08/2004: RZN 121), die häufig als Vater
oder Muttervater in den Pedigrees ausgezeichneter Kühe
vertreten waren. Töchtergeprüfte Nutzungsdauerzuchtwerte
von 120 und höher galten bereits vor der genomischen
Ära als außergewöhnlich hoch – und zeigen heute
ihre nachhaltige Sicherheit.
Im Bereich der funktionalen Merkmale nimmt die Nutzungsdauer
eine Schlüsselrolle in der Wirtschaftlichkeit
der Milchviehhaltung ein. Langlebige Kühe erreichen
hohe Lebensleistungen und haben ihre Aufzuchtkosten
mehrfach amortisiert. Steigende Einzelleistungen,
verbesserte Haltungsbedingungen, professionelles
Management und vor allem die konsequente Zucht auf
Nutzungsdauer werden diesen positiven Trend weiter
verstärken.
→ MARKUS STREHLKE
QZEIT APRIL 2026
22
PASSION MILCHRIND
→
Bullenvorstellung
für die Praxis
DIE GESCHICHTE
Hinter jeder Bullenauswahl steht eine Geschichte.
So ist es auch bei Hawkins PP.
DER URSPRUNG: EINE WELTCHAMPION-KUH
ALS FUNDAMENT
Als Sire Analyst beschäftigt man sich intensiv mit Kuhfamilien,
ihren Stärken und Schwächen und verfolgt
deren Entwicklung über Generationen hinweg. Die
Geschichte von Hawkins PP beginnt mit der überragenden
Rainyridge Tony Beauty EX 94, die im Alter von
14 Jahren 1999 Grand Champion der World Dairy Expo
in Madison wurde.
Vier Generationen später kaufte unser Züchter Marco
Hellwig, Salzberg, aus der Mr.-Burns-Tochter Rainyridge
Mr. Burns Eara EX 92 Planet-Embryonen. Leider wurde
nur ein Kuhkalb geboren: Rainyridge Planet Elaine. Diese
wurde bei der SOKO 2011 für 7.000 € an Diamond Genetics
und den niederländischen Spitzenbetrieb De Oosterhof
verkauft.
Aus einer Spülung mit Aikman RDC entstand De
Oosterhof DG Ai Elani RDC – jene Kuh, die den Rotfaktor
in die Familie brachte und sich zur einflussreichen Bullenmutter
entwickelte. Ihr Sohn Alaska-Red (v. Pat Red)
bei AI Total wurde hoch platziert und weltweit als
Bullenvater eingesetzt. Ein weiterer Sohn war Elaikan P
(v. Kansas P), den wir für unser Zuchtprogramm selektieren
konnten.
„Erfolgreiche Bullen entstehen
nicht zufällig – sie sind das
Ergebnis konsequenter Familienarbeit
über viele Generationen.“
Um neue Blutlinien zu erschließen, wurde Elani mit dem
damaligen Topvererber Rubicon angepaart. Die daraus
entstandene De Oosterhof DG Rubellia RDC entwickelte
sich ebenfalls zur bedeutenden Bullenmutter. Ihr Argo-
Sohn Rubels Red wurde von ABS angekauft und erlangte
weltweite Bedeutung. Er ist Vater der Bullenväter Ranger
Red (Semex) und Robin Red (ST-Genetics).
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
23
HAWKINS PP 960823
Handout P x De Oosterhof Algarve-Red P VG 85 (v. Cartoon P) – verkauft beim Sunrise Sale 2023
x De Oosterhof DG Athena GP 83 (v. Doble RDC)
x De Oosterhof DG Agriorio Red GP 84 (v. Argo RDC) – Mutter von Donner Red
x De Oosterhof DG Rubellia RDC VG 86 (v. Rubicon) – Mutter von Rubels Red
x De Oosterhof DG Ai Elani RDC (v. Aikman RDC) – Mutter von Alaska-Red und Elaikan P
x Rainyridge Planet Elaine VG 88 (v. Planet) – verkauft bei der SOKO 2011
x Rainyridge Mr. Burns Eara RDC EX 92 (v. Mr. Burns RDC)
x Rainyridge Shottle Etain VG 89 (v. Shottle)
x Rayverley Leader Eva EX 90 (v. Starleader)
x Rayverley Prelude Evelyn EX 90 (v. Prelude)
x Rainyridge Tony Beauty EX 94 (v. Tony)
VON THÜRINGEN ZURÜCK INS
QNETICS-ZUCHTPROGRAMM
Auch die Vollschwester von Rubels Red, De Oosterhof
DG Agriorio Red, wurde sehr erfolgreich. Und hier kommt
unser Mitgliedsbetrieb, die Waisagrund Agrar GmbH
Crock in Thüringen, ins Spiel. Dort wurden über zwei Jahre
Embryonen für Diamond Genetics ausgetragen – darunter
auch Embryonen aus der Anpaarung von Agriorio mit
dem Rotfaktorträger Doble RDC.
Aus den geborenen Kälbern selektierten wir Donner
Red für das Qnetics-Zuchtprogramm, der heute als
erfolgreicher töchtergeprüfter Vererber unser Angebot
bereichert. Zudem fielen zwei Kuhkälber mit außergewöhnlich
hohen genomischen Werten – ein rotbuntes
und ein schwarzbuntes mit Rotfaktor. Beide wiesen einen
beeindruckenden RZG von 160 auf.
Aus der schwarzbunten De Oosterhof DG Athena erhielten
wir fünf Embryonen vom aktuellen Bullenvater Cartoon P.
Diese wurden bei Bernd Michel in Haubern ausgetragen.
Geboren wurden ein schwarzbuntes Bullenkalb, das unsere
Anforderungen nicht erfüllte, sowie ein schwarzbuntes
und ein rotbuntes Kuhkalb.
Das rotbunte Kalb, De Oosterhof Algarve-Red, überzeugte
mit einem überragenden Zuchtwert von RZG 163 und wurde
beim Sunrise Sale 2023 angeboten.Sie ging für einen
Spitzenpreis an den Betrieb Bähnke in Schleswig-Holstein.
Algarve-Red wurde mit verschiedenen Bullen gespült –
die erfolgreichste Kombination war die mit Handout P.
Aus dieser Anpaarung konnten wir Hawkins PP als neuen
Topvererber für das Qnetics-Zuchtprogramm selektieren.
Leider konnten wir keines der Tiere für unsere SOKO
sichern; sie gingen zurück in die Niederlande zu De
Oosterhof und wurden im Rahmen des Phönix-Zuchtprogramms
selektiert.
So schließt sich der Kreis – wie bei so vielen erfolgreichen
Bullen, deren Geschichte ihren Anfang bei der SOKO in
Alsfeld nahm.
→ BERND KOCH
Gemeinsam Zukunft säen
Mit Landwirten gestalten wir eine nachhaltige Zukunft. Wir reagieren verantwortungsvoll auf Veränderungen
und setzen uns für gesunde, hochwertige und erschwingliche Lebensmittel ein. Unsere Mission
„Für die Zukunft unserer Landwirtschaft“ steht für diese starke Partnerschaft.
ForFarmers team agrar Beelitz GmbH • Am Zollhaus 7 • 14547 Beelitz
+49 33204 6332111 info@forfarmersteamagrarbeelitz.de
www.forfarmersteamagrar.de
QZEIT APRIL 2026
24
PASSION MILCHRIND
MEHR ALS 1,5 MIO.
WEIBLICHE TIERE TYPISIERT
Die Genotypisierung weiblicher Holsteins in Deutschland
startete im Jahr 2016 mit dem Projekt KuhVision
und hat nun einen neuen Meilenstein erreicht: Mit
Stand vom 20. Januar 2026 sind bereits über 1,5 Mio.
weibliche Tiere auf RZG-Basis typisiert. Bereits im
August 2023 hatte die Zahl der genotypisierten Tiere
erstmals die Marke von einer Million überschritten.
Unter Berücksichtigung aller weiblichen und männlichen
Tiere aus dem In- und Ausland sind inzwischen in
der „Genom-Datenbank“ des vit DNA-Informationen
von mehr als 2 Mio. Holsteins gespeichert.
Ursprünglich wurde das Projekt KuhVision gestartet,
um eine repräsentative Lernstichprobe für die genomische
Zuchtwertschätzung einschließlich neuer
Gesundheitsmerkmale aufzubauen.
Durch die Vorteile für das betriebliche Herdenmanagement
hat sich die Herdentypisierung inzwischen als
Standardmaßnahme für zukunftsorientierte Milchviehbetriebe
etabliert.
Quelle: BRS
DAS ABC DER GENDEFEKTE
Erbfehler und genetische Merkmale spielen in der Rinderzucht seit langem eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.
Während in der Vergangenheit für jedes Merkmal ein separater Test notwendig war, besteht heute die Möglichkeit,
einen Großteil der Ergebnisse über die SNP-Typisierung zu erhalten.
Ein Großteil der Erbfehler und genetischen Merkmale
ist jeweils in nur einem Gen lokalisiert und tritt meist
nur bei homozygoter Vererbung auf. Mischerbige Tiere
erscheinen phänotypisch gesund, können das Merkmal
jedoch an ihre Nachkommen weitergeben. Aus diesem
Grund werden männliche Trägertiere, die zur Zucht vorgesehen
sind, je nach Erbfehler und Rasse ausselektiert,
während weibliche Tiere gezielt angepaart werden.
Die aktuell verwendeten SNP-Chips liefern neben der
Berechnung von Zuchtwerten und einem Abstammungsabgleich
mit den Eltern zusätzlich Informationen zu
einem Großteil der bekannten Erbfehler und genetischen
Besonderheiten. Diese Auswertungen erfolgen
rassespezifisch. Die Informationen zu vielen Merkmalen
werden direkt beim jeweiligen Tier in der Herdbuchdatenbank
hinterlegt. Dabei handelt es sich um validierte
Merkmale. Für nicht validierte Erbfehler und genetische
Merkmale werden berechnete Ergebnisse (imputet) ausgegeben.
Diese liefern eine Tendenzaussage, müssen
jedoch durch einen gezielten Gentest bestätigt werden.
Die Ausgabe der Ergebnisse aus SNP-Chip oder Gentest
erfolgt in einem international abgestimmten dreistelligen
Buchstabencode. Dieser enthält an den Stellen 1 und
2 das Kürzel für das jeweilige Merkmal und an Stelle 3
den Trägerstatus. Die Kürzel finden sich auf Pedigrees,
Zuchtbescheinigungen sowie Zuchtwertdatenblättern
und werden auch im System netrind dargestellt.
In den Tabellen 1 bis 3 sind die wichtigsten Erbfehler
und genetischen Besonderheiten mit den dazugehörigen
Abkürzungen aufgeführt. Zusätzlich ist ersichtlich, ob
die Ergebnisse aus der SNP-Typisierung in die Herdbuchdatenbank
übernommen werden und somit kein weiterer
Labortest erforderlich ist (Spalte 4).
→ SANDRA WASCHNEWSKI
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
25
GENETISCHE MERKMALE - RASSEÜBERGREIFEND
MILCH- UND ZWEINUTZUNGSRASSEN
MERKMAL
BEZEICHNUNG
MERKMAL
BEZEICHNUNG
Hornstatus
Rotfaktor
Zwicke
FLEISCHRINDER
MERKMAL
Axonopathie
Ataxie
Bulldog
Claudin16 Deficiency CLF
Demetzsyndrom/
Neuropathie
Doppellendergen
nt821
Doppellendergen
Q204X
Doppellendergen
F94L
Doppellendergen
L64P
Dystrophic Epidermolysis
Bullosa
Factor XI
Palatoschisis
Tibiale Hemimelie
Pp
PP
Pp*
PP*
pp*
PS
PS*
pp
P#
Pp#
PP#
pp#
PS#
PPS
RDC
RDF
RBT
RU
SU
UU
ZWI
AXF
AXC
ATF
ATC
ATS
BDF
BDC
BDS
CLC
CLS
NPF
NPC
M1F
M1C
M1S
M2F
M2C
M2S
M3F
M3C
M3S
M4F
M4C
M4S
EBF
EBC
EBS
XIF
XIC
XIS
PAF
PAC
PAS
THF
THC
heterozygot hornlos laut SNP
homozygot hornlos laut SNP
heterozygot hornlos laut Markertest
homozygot hornlos laut Markertest
gehörnt laut Markertest
heterozygot hornlos laut SNP und
phänotypisch Wackelhorn
heterozygot hornlos laut Test und
phänotypisch Wackelhorn
gehörnt laut SNP
phänotypisch hornlos
(Genotyp unbekannt-kein Test)
heterozygot hornlos (Elterninformation, kein Test)
homozygot hornlos (Elterninformation, kein Test)
gehörnt (Elterninformation, kein Test)
kein Test, phänotypisch Wackelhorn
homozygot hornlos laut Test oder SNP
und phänotypisch Wackelhorn
Rotfaktor
reinerbig SBT
reinerbig RBT
Umfärber
Träger des Umfärberfaktors
reinerbig Umfärber
Zwicke
BEZEICHNUNG
Axonopathie frei
Axonopathie-Träger (heterozygot)
Ataxie frei
Ataxie-Träger
Ataxie-Träger (homozygot)
Bulldog frei
Bulldog-Träger (heterozygot)
Bulldog-Träger (homozygot)
CL16 frei
CL16-Träger
CL16-Träger (homozygot)
Demetzsyndrom frei
Demetzsyndrom-Träger (heterozygot)
nt821 Doppellender frei
nt821 Doppellender-Träger (heterozygot)
nt821 Doppellender-Träger (homozygot)
Q204X Doppellender frei
Q204X Doppellender-Träger (heterozygot)
Q204X Doppellender-Träger (homozygot)
F94L Doppellender frei
F94L Doppellender-Träger (heterozygot)
F94L Doppellender-Träger (homozygot)
L64P Doppellender frei
L64P Doppellender-Träger (heterozygot)
L64P Doppellender-Träger (homozygot)
Dystrophic Epidermolysis Bullosa frei
Dystrophic Epidermolysis Bullosa-Träger
Dystrophic Epidermolysis Bullosa-Träger
(homozygot)
Factor XI frei
Factor XI-Träger
Factor XI-Träger (homozygot)
Palatoschisis frei
Palatoschisis-Träger
Palatoschisis-Träger (homozygot)
Tibiale Hemimelie frei
Tibiale Hemimelie-Träger
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Variant Red Gene VRF
VRC
Variant Red Gen frei
Variant Red Gen-Träger (heterozygot)
VRS Variant Red Gen-Träger (homozygot)
VRR Kein Test, Elterninformation
CVM
CVF
CVC
CVM frei (Labortest)
CVM-Träger (Labortest)
BLAD
BLF
BLC
BLAD frei
BLAD-Träger
Brachyspina BYF
BYC
Brachyspina frei (Labortest)
Brachyspina-Träger (Labortest)
BYN Brachyspina frei (imputet)
BYP Brachyspina-Träger (imputet)
Cholesterin
Defizit Defekt
BYH
CDF
CDC
Brachyspina-Träger (homozygot, imputet)
Cholesterin Defizit Defekt frei
Cholesterin Defizit Defekt-Träger (heterozygot)
CDS Cholesterin Defizit Defekt-Träger (homozygot)
BLIRD
LRF
LRC
BLIRD frei
BLIRD-Träger
LRH BLIRD-Träger (homozygot)
LRN BLIRD frei (imputet)
LRP BLIRD-Träger (imputet)
LRS BLIRD-Träger (homozygot, imputet)
Muscle Weakness MWF Muscle Weakness-frei (Test)
MWC Muscle-Weakness-Träger (Test)
MWS Muscle Weakness-Träger (homozygot, Test)
MWF Muscle Weakness-frei
MWC Muscle Weakness-Träger
MWS Muscle Weakness-Träger (homozygot)
Beta Kasein
A11
A12
Beta Kasein A1A1
Beta Kasein A1A2
A13 Beta Kasein A1A3
A23 Beta Kasein A2A3
A22 Beta Kasein A2A2
A33 Beta Kasein A3A3
A1B Beta Kasein A1B
A2B Beta Kasein A2B
A3B Beta Kasein A3B
B_B Beta Kasein B B
Kappa Kasein AA
AB
Kappa Kasein AA
Kappa Kasein AB
BB Kappa Kasein BB
AE Kappa Kasein AE
BE Kappa Kasein BE
EE Kappa Kasein EE
AA* Kappa Kasein AA (Labortest)
AB* Kappa Kasein AB (Labortest)
BB* Kappa Kasein BB (Labortest)
AE* Kappa Kasein AE (Labortest)
BE* Kappa Kasein BE (Labortest)
EE* Kappa Kasein EE (Labortest)
Arachnomelie ARF
ARC
Arachnomelie frei
Arachnomelie-Träger
Fleckvieh-Haplotyp 4 F4F
F4C
Fleckvieh-Haplotyp 4 frei
Fleckvieh-Haplotyp 4-Träger
F4S Fleckvieh-Haplotyp 4-Träger (homozygot)
Fleckvieh-Haplotyp 5 F5F
F5C
Fleckvieh-Haplotyp 5 frei
Fleckvieh-Haplotyp 5-Träger
Männliche
Subfertilität
F5S
MSF
MSC
Fleckvieh-Haplotyp 5-Träger (homozygot)
Männliche Subfertilität frei
Männliche Subfertilität-Träger
MSS Männliche Subfertilität-Träger (homozygot)
Minderwuchs F2F
F2C
Fleckvieh-Haplotyp 2 frei
Fleckvieh-Haplotyp 2-Träger
Spinale
Dysmyelogenese
F2S
SDF
SDC
Fleckvieh-Haplotyp 2-Träger (homozygot)
Spinale Dysmyelogenese frei
Spinale Dysmyelogenese-Träger
Spinale
Muskelatrophie
SDS
SMF
SMC
Spinale Dysmyelogenese Träger (homozygot)
Spinale Muskelatrophie frei
Spinale Muskelatrophie-Träger
SMS Spinale Muskelatrophie-Träger (homozygot)
Thrombopathie TPF
TPC
Thrombopathie frei
Thrombopathie-Träger
TPS Thrombopathie-Träger (homozygot)
Weaver
WEF
WEC
Weaver frei
Weaver-Träger
Zinkdefizit-like
Syndrom
WES
ZLF
ZLC
Weaver-Träger (homozygot)
Zinkdefizit-like Syndrom frei
Zinkdefizit-like Syndrom-Träger
ZLS Zinkdefizit-like Syndrom-Träger (homozygot)
Zwergwuchs DWF
DWC
Zwergwuchs
Zwergwuchs
DWS Zwergwuchs
Braunvieh Haplotyp 2 B2F Braunvieh Haplotyp 2 frei
B2C Braunvieh Haplotyp 2-Träger
B2S Braunvieh Haplotyp 2-Träger (homozygot)
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
QZEIT APRIL 2026
26
PASSION MILCHRIND
AIKANO-NACHZUCHT BEI
DER HELA 2026
Qnetics ist auf der Hessischen Landwirtschaftsmesse in Alsfeld seit Jahren mit einem
attraktiven Portfolio rabattierter Vererber vertreten. Tradition haben dort auch die Töchter
eines Top-Vererbers. In diesem Jahr waren es die Nachzuchten des ATop-Sohnes Aikano,
die viele Besucher an unseren Stand lockten. Drei Tage Messe, viele Gespräche, begeisterte
Besucher und bestens aufgelegte Tiere: Wir nehmen euch mit auf unsere HeLa 2026.
↓
„Vielen Dank an
Karsten Müller,
dass wir uns
diese tollen
Kühe ausleihen
durften.“
EIN PAAR EINDRÜCKE GIBT ES HIER IN UNSERER FOTOSTORY
TAG 1
Hallo, das sind wir – Qnetics! Heute wurde die HeLa feierlich
eröffnet und wir konnten bereits viele gute Gespräche mit euch
Besuchern an unserem Messestand führen.
Unsere Nachzuchten fühlen sich auf
unserem Tierstand sichtlich wohl und
genießen ihr schmackhaftes Heu.
Die Tierbetreuer putzen die Kühe
äusserst gewissenhaft – aber Hanna legt
lieber selbst noch einmal Zunge an.
TAG 2
Auch der zweite Messetag ist geschafft. Heute waren neben euch
als Fachpublikum viele Familien mit Kindern vor Ort, die unsere
tierischen Grazien Hanna, Heide und Hanuta bestaunt haben.
Leckeres Silo vom Deichhof:
Die Aikano-Töchter stehen
gern am Trog.
„Echt schick!“ und „Oh, echte Kühe!“ war oft zu
hören über die drei roten Schönheiten der Familie
Müller aus Schwabendorf.
TAG 3
Auch am dritten Tag wird stilvoll
Rohfaser verschlungen. Kleine
Besucher helfen gern beim Füttern.
Heide und Hanuta ruhen sich noch ein wenig
aus, bevor sie sich gemeinsam mit Stallgefährtin
Hanna auf den Heimweg machen.
Ende der Hessischen Landwirtschaftsmesse 2026. Wir räumen
noch auf und bringen die Kühe nach Hause. Schön, dass ihr da
wart – ciao und bis zum nächsten Jahr!
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
27
HORNLOSIGKEIT BEIM
FLECKVIEH MIT
ZUCHTFORTSCHRITT
Die Zucht auf hornlose Rinder hat in den vergangenen
Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Beim Fleckvieh
ist Hornlosigkeit kein Nischenthema mehr, sondern
ein zentrales Zuchtziel im Spannungsfeld von Tierwohl,
Arbeitssicherheit, Wirtschaftlichkeit und genetischem
Fortschritt.
AKZEPTANZ IN DER PRAXIS
Die Akzeptanz hornloser Fleckviehtiere ist hoch und
weiter steigend. Viele Betriebe berichten von positiven
Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich:
→
→
→
→
ruhigerer Tiergruppen
geringerem Verletzungsrisiko
Wegfall des Enthornens sowie des damit
verbundenen Arbeits- und Kostenaufwands
einer verbesserten öffentlichen
Wahrnehmung der Tierhaltung
Betriebe mit Laufställen, automatisierten Melksystemen
oder großen Beständen profitieren besonders.
Auch im Hinblick auf mögliche gesetzliche Vorgaben
und gesellschaftliche Erwartungen gilt Hornlosigkeit
zunehmend als zukunftssicheres Zuchtziel. Entscheidend
bleibt jedoch das genetische Niveau: Wo hornlose
Bullen konkurrenzfähige Zuchtwerte aufweisen, werden
sie konsequent eingesetzt.
WORAUF ZU ACHTEN IST
Meganus PP ist ein neuer
euterstarker Allrounder,
der aufgrund seiner Reinerbigkeit
das Hornlos-Gen
schnell in Ihrer Herde
manifestiert.
Traditionell ist das Fleckvieh eine behornte Rasse. In
modernen Laufstall- und Gruppenhaltungssystemen
stellen Hörner jedoch ein erhöhtes Verletzungsrisiko
für Tier und Mensch dar. Das Enthornen, meist im Kälberalter
durchgeführt, steht zunehmend in der Kritik
und ist mit rechtlichen Auflagen, Kosten, Zeitaufwand
und gesellschaftlicher Sensibilität verbunden.
ZUCHTFORTSCHRITT: VON DER NISCHE ZUR BREITE
Der Zuchtfortschritt bei hornlosen Fleckviehtiere hat sich
in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren stark beschleunigt.
Während hornlose Tiere anfangs aus kleinen Populationen
mit begrenztem Leistungsniveau stammten, stehen
heute geprüfte hornlose Besamungsbullen zur Verfügung,
die in vielen Merkmalen mit behornten Spitzenvererbern
konkurrieren.
→
→
→
GENETISCHE VIELFALT ERHALTEN
Die Population hornloser Fleckviehtiere ist weiterhin
kleiner als die behornte Gesamtpopulation. Eine starke
Konzentration auf wenige Linien birgt das Risiko
von Inzucht und genetischer Verengung. Linienvielfalt
ist Voraussetzung für langfristige Stabilität.
GESAMTZUCHTWERTE BERÜCKSICHTIGEN
Hornlosigkeit ist ein Einzelmerkmal und sollte nicht
das alleinige Entscheidungskriterium sein. Ein ausgewogener
Gesamtzuchtwert bleibt entscheidend, um den
betrieblichen Zuchtfortschritt nachhaltig zu sichern.
TIERWOHL GANZHEITLICH BETRACHTEN
Hornlosigkeit allein garantiert kein Tierwohl. Haltung,
Management, Platzangebot und Mensch-Tier-Interaktion
sind weiterhin ausschlaggebend. Hornlosigkeit ersetzt
kein gutes Management.
→ ANTON STATT
PERSPEKTIVEN
BESONDERS HERVORZUHEBEN SIND:
→
→
→
→
Eine breitere genetische Basis
deutliche Leistungssteigerungen
Verbesserungen im Exterieur
Die gezielte Selektion auf PP-Bullen
Moderne Zuchtwertschätzungen und die genomische
Selektion haben maßgeblich dazu beigetragen, den
früheren Rückstand hornloser Linien gegenüber der
Gesamtpopulation zu verringern.
Die Perspektiven für die Hornloszucht beim Fleckvieh sind
positiv. Mit wachsender Population, weiterem genomischem
Fortschritt und klaren Zuchtstrategien wird Hornlosigkeit
zunehmend zum Standardmerkmal, ohne andere Zuchtziele
zu verdrängen. Hornlosigkeit beim Fleckvieh ist kein
kurzfristiger Trend, sondern ein nachhaltiges Zuchtziel mit
hohem Praxisnutzen. Der Zuchtfortschritt der vergangenen
Jahre zeigt, dass Tierwohl, Leistung und Wirtschaftlichkeit
vereinbar sind. Entscheidend ist, Hornlosigkeit konsequent
zu integrieren – nicht dogmatisch zu erzwingen.
QZEIT APRIL 2026
28
PASSION MILCHRIND
EXTERIEURKRACHER
Zeitraum 1. September 2025 bis 31. Januar 2026
Die Einstufung VG 89 in der 2. Laktation nimmt
RZB Stina mit in den Stall von Manfred Uhrig in
Sulzbach.
Cherry entpuppt sich, nicht nur mit ihrer
VG 88-Einstufung, als gelungener Zukauf von
Jochen Geisel in Niedergrenzebach.
Sie beging ihr Schauring-Debüt in diesem
Jahr bei Zukunft Rind: SEI Kaylee von Seipel
Holsteins, Stumpertenrod.
FÜR DIE NACHFOLGENDEN TABELLEN GELTEN
ANGEPASSTE BEWERTUNGSGRENZEN:
→
→
→
HOLSTEIN JÜNGERE KÜHE
Fux Let´s get Loud
GA Limi P
GTB Melania
HQH Alena
RZB Stina RBT
851
CHH Anette RBT
CHH Elsa
CHH N.orma
CHH Nichte
EHS Darling RBT
Feuer Red RBT
GMH Lesslie RBT
GTB 150
GTB 381
GTB Annabell
GTB Melania
GTB Tina
GWH Tanja
Jaffa
NH Zazzle
Raina RBT
RZB Hopefull
RZB Sunrise
Shauna
TSc Grazyna RBT
TWH Lilia
WFD Rouletta
Cherry
SEI Kaylee
GA Dora
GTB Esmeralda
GWH 28800
GWH Nekita
GWH Riga
Insa RBT
RZB Editha
RZB Scara
Bei älteren Holsteinkühen wird die Mindestgrenze auf ≥ 89 Punkte angehoben.
Für Holsteinfärsen gilt eine Mindestgrenze von ≥ 87 Punkten,
ab dem 2. Kalb ≥ 88 Punkte.
Für Fleckvieh beträgt die Mindestgrenze ≥ 86 Punkte, wobei die Bemuskelung
ohne Limit berücksichtigt wird.
DE 14 065 50939
DE 16 045 48033
DE 06 677 69110
DE 16 045 41605
DE 06 676 76103
DE 06 677 82606
DE 06 677 83587
DE 06 676 59831
DE 06 677 83559
DE 06 676 59864
DE 06 678 48174
DE 07 710 73687
DE 06 679 13563
DE 06 677 69209
DE 06 677 69160
DE 06 677 69090
DE 06 677 69006
DE 06 677 69203
DE 16 043 17490
DE 06 677 06319
DE 07 711 97365
DE 06 678 45338
DE 06 676 76115
DE 06 676 76119
DE 03 644 29568
DE 06 678 65211
DE 06 678 45348
DE 06 676 04943
DE 16 046 81710
DE 06 679 54696
DE 16 046 81757
DE 06 677 69330
DE 16 046 49288
DE 16 047 50702
DE 16 046 49287
DE 06 678 96611
DE 06 680 65318
DE 06 678 75178
Gold Chip/Shamrock
Limited-P/Hotspot P
AltaHailed/G Dreams
Picasso-PP/Darlingo
Unstopabul/Colt 45 P
Barcley/Big Point
McDonald/Mark
Barclay/Hotshot
Tropic/Sixpack
Handsome/Solo
Trumpet/Lazar P
Augustus P/Styx Red
Robin Red/Pep Red
AltaReal/Country Ro
AltaReal/Packard
Rubicon/Braxton
Sound System/Attico Red
Stars/Country Ro
Cliff-PP/Raptown
Best Benz/Kingston
AltaZazzle/Merryguy
Freestyle/ATop-Red
Moovin/Diamondbac
Sound System/Solomon
Lambda/Unix
Skye-Red/Mega Watt
Mandela/Balisto
Moovin/Sound System
Destination/Unstopabul
Bullseye/Mirand PP
Harris/Gymnast
King Doc/Victor
Spark Red/Stars
Anton/Stars
Holysmokes/GGA Palmer
Sandro P/Power
Chief/AppleCrisp
Sidekick/Beemer
2 88 90 87 89 89 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
2 90 90 89 89 89 Agrarproduktion Görsbach
2 88 88 89 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
2 90 88 88 89 89 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
2 87 89 89 89 89 Manfred Uhrig, Sulzbach
2 89 90 86 87 88 Bernd Michel, Haubern
2 87 89 89 88 88 Christ GbR, Grüsen
2 86 89 87 88 88 Christ GbR, Grüsen
2 87 87 88 88 88 Christ GbR, Grüsen
2 89 83 87 90 88 Christ GbR, Grüsen
2 86 87 88 88 88 Martin Biederbick, Sudeck
2 88 87 87 90 88 Bohl GbR, Ottrau
2 86 89 88 87 88 Garthe Metz GbR, Ellershausen
2 89 90 88 86 88 Gertenbach GbR, Cappel
2 87 89 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel
2 88 89 87 89 88 Gertenbach GbR, Cappel
2 88 90 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel
2 88 88 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel
2 88 90 87 88 88 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
2 87 88 87 88 88 Frank Kerkmann, Deisfeld
2 87 88 86 89 88 Bohl GbR, Ottrau
2 86 88 87 88 88 Hooß GbR, Schönborn
2 88 88 89 88 88 Manfred Uhrig, Sulzbach
2 88 87 87 88 88 Manfred Uhrig, Sulzbach
2 87 88 87 88 88 Caspar GbR, Heimertshausen
2 86 88 88 89 88 Ochse GbR, Dörnholzhausen
2 86 87 88 88 88 Hooß GbR, Schönborn
2 87 89 87 88 88 Gertenbach GbR, Cappel
1 87 88 87 88 88 Jochen Geisel, Niedergrenzebach
1 87 87 88 88 88 Caspar GbR, Heimertshausen
1 86 87 86 87 87 Agrarproduktion Görsbach
1 86 88 86 87 87 Gertenbach GbR, Cappel
1 86 88 86 87 87 Bohl GbR, Ottrau
1 88 86 87 86 87 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
1 87 87 87 87 87 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
1 85 86 86 88 87 Diehl + Schlosser GbR, Grünberg
1 87 88 87 86 87 Manfred Uhrig, Sulzbach
1 87 88 85 87 87 Manfred Uhrig, Sulzbach
HOLSTEIN ÄLTERE KÜHE
GA Fanta
DE 16 042 95977
Elica P
DE 06 667 70051
CHH Nebraska DE 06 669 78465
GTB Goldenrose DE 06 672 49337
Verita
DE 16 042 16909
26
DE 06 677 21349
CAS Batida
DE 06 676 27499
GA Luiza
DE 16 042 23846
SCH Felicia
AT 374269874
WFD Highlight RBT DE 06 676 04900
GWH Talona DE 16 036 33439
CHH Bärbel DE 06 669 78399
EIF Jupiter RBT DE 06 669 34344
JD Liberty
DE 06 669 86498
RZG Anabell P RBT DE 06 668 73934
SPH Goldstern DE 06 669 59700
CHH Beauty DE 06 673 01414
IVO Denice
DE 06 672 41358
Ornella
DE 06 673 84374
BT Pauline RBT DE 06 674 43034
CAS Donate DE 06 674 85237
CAS Tina
DE 06 675 36298
Elysha
DE 06 673 84016
Faralda
DE 12 613 21133
GMH Maeve DE 06 674 80381
GTB Angelina DE 06 676 04789
GTB Jopi
DE 06 674 16359
GTB Kanada DE 06 674 16417
GTB Ostsee DE 06 674 16291
Pakuna
DE 16 042 16923
EHS Narla RBT DE 06 676 09886
FG Aly
DE 03 637 44226
GMH Molly RBT DE 06 676 21455
GWH Else
DE 16 042 88131
JD Valeska
DE 06 677 62742
Namibia
DE 06 676 52500
NM Amelie Red DE 16 041 66515
Orient
DE 06 676 50686
GMH Maddy RBT DE 06 665 16177
LHJ Linda
DE 06 665 94645
Eriba
DE 16 035 38363
126
DE 06 673 08809
950 RBT
DE 06 673 23187
GTB 399
DE 06 674 16237
GTB Jalla
DE 06 672 49298
Katja
DE 06 673 36258
TWH Mindia DE 06 672 03287
CAS Tina
DE 06 674 16111
CHH Nikita
DE 06 675 39221
EHS Rocca RBT DE 06 674 82714
EHS Rosa RBT DE 06 674 82706
EIF Linda RBT DE 06 674 26611
Unix/Anton
Atwood/Laron P
Adagio/Aikman
Goldwin/Roy
Beart/McCoy
AltaMorris/Bocelli RDC
Sidekick/Defender
Skywalker/Mardi Gras
Bovo Bomba/Sid
Moovin/Humblenkin
Raptown/Sanchez
Board/Mogul
Julandy/Limpurg
County/Krusader
Label P/Laron P
Mission P/Shotglass
Pat/Board
Cameron/Araxis
Gymnast/Background
Apple Pie/Pagewire
Fitz/Mascalese
King Doc/Elude
1st Grade/Mad Max
King Doc/Commander
Bad/Diamondbac
AltaHotjob/Destry
Unix/Artus
Apps/Missouri
Othello/Windhalm
Fitz/McCoy
Arland/MatisseRed
Moovin/Jordy
Crown-Red/Diamondbac
Spark Red/Kerrigan
Proudman/Godewind
Copyright/Outlast
Jordy/Contender
Best Benz/Superhero
Ladd P/Frontrunne
Blue Bay/Ecco
Chevrolet/Epic
County/Maserati
Filou/Sirtaki
Country Ro/Feature
Country Ro/Fontaine
Kingston/Monaco
VH Clark/Corey
Euclan/Fever
Tatoo/Man-O-Man
Crown-Red/Arino Red
Stormy Red/Aximo
Juling/Starfire
QZEIT APRIL 2026
PASSION MILCHRIND
29
Die Chief-Tochter RZB Editha beeindruckte
die Bewertungskommission besonders mit ihrer
Körpertiefe.
3 90 94 91 93 92 Agrarproduktion Görsbach
7 91 88 92 91 91 Hartmut Kalhöfer, Rhadern
6 92 89 91 91 91 Christ GbR, Grüsen
5 90 90 91 91 91 Gertenbach GbR, Cappel
4 90 88 92 91 91 Ellen Hille, Berlingerode
3 93 92 88 91 91 Ochse GbR, Dörnholzhausen
3 89 91 90 91 91 Caspar GbR, Heimertshausen
3 90 93 91 91 91 Agrarproduktion Görsbach
3 91 90 90 92 91 Gertenbach GbR, Cappel
3 92 91 91 91 91 Martin Rübesam, Wiesenfeld
7 89 87 91 92 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
6 91 93 90 89 90 Christ GbR, Grüsen
6 89 91 90 89 90 Eiffert GbR, Breunings
6 91 92 87 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf
6 90 89 92 88 90 Bernd Hochgrebe, Haubern
6 89 90 90 89 90 Jochen Geisel, Niedergrenzebach
5 89 90 89 91 90 Christ GbR, Grüsen
5 91 90 88 91 90 Agrarproduktion Görsbach
5 90 91 91 89 90 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald
4 89 91 88 90 90 Wilf.u.Eckhard Hauck, Schiffelbach
4 89 91 90 89 90 Caspar GbR, Heimertshausen
4 90 91 89 89 90 Caspar GbR, Heimertshausen
4 89 90 88 91 90 Hartmut Kalhöfer, Rhadern
4 89 91 88 90 90 Jochen Metz, Schweinsberg
4 89 91 88 90 90 Garthe Metz GbR, Ellershausen
4 91 90 88 90 90 Gertenbach GbR, Cappel
4 90 88 90 90 90 Gertenbach GbR, Cappel
4 91 92 88 90 90 Gertenbach GbR, Cappel
4 88 91 90 89 90 Gertenbach GbR, Cappel
4 91 93 89 88 90 Ellen Hille, Berlingerode
3 92 90 88 90 90 Martin Biederbick, Sudeck
3 89 88 90 90 90 Manfred Uhrig, Sulzbach
3 91 89 88 92 90 Garthe Metz GbR, Ellershausen
3 92 91 89 89 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
3 89 91 88 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf
3 88 89 90 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf
3 88 90 89 90 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
3 92 91 87 90 90 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald
9 90 91 89 87 89 Garthe Metz GbR, Ellershausen
9 87 87 90 89 89 Laux GbR, Villmar
7 90 87 92 88 89 Agrarproduktion Görsbach
6 88 89 88 89 89 Bernd Hochgrebe, Haubern
5 90 89 88 89 89 Bohl GbR, Ottrau
5 91 89 89 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
5 87 89 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
5 90 91 86 89 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald
5 85 86 88 92 89 Hooß GbR, Schönborn
4 90 90 87 89 89 Caspar GbR, Heimertshausen
4 92 89 87 89 89 Christ GbR, Grüsen
4 92 90 87 90 89 Martin Biederbick, Sudeck
4 87 88 90 89 89 Martin Biederbick, Sudeck
4 87 90 87 91 89 Eiffert GbR, Breunings
Fanta
GMH Paloma RBT
GTB 197
GTB 385
GTB Milanda
GTB Ranuta
GTB Risoldi
188
219
Alisa RBT
Arizona
BT Thessa RBT
CAS Bibbi
CHH Brenda
Davinia
EHS Fara
EHS Jola RBT
Elli
Emmely
Eva
GTB 279
GTB 419
GTB Adriana
Henriette
HSY Heida PP RBT
HSY Ina P RBT
Inge RBT
JD Magda
LHH Admiralrae
Metaxa
Tiktok
JERSEY
Lena
DM Lala
Georgia
RZB Lautamia
Emelie
RZB Chocoshot
FLECKVIEH
Hermine
Helga
DE 06 673 45032
DE 06 674 80384
DE 06 674 16357
DE 06 674 16368
DE 06 674 16307
DE 06 674 16366
DE 06 676 04833
DE 06 674 72245
DE 06 676 11137
DE 06 675 39242
DE 06 676 80845
DE 06 676 46077
DE 06 676 88595
DE 06 675 39236
DE 06 674 48212
DE 06 676 09872
DE 06 676 09905
DE 06 676 50690
DE 06 677 16745
DE 06 676 17788
DE 06 676 04931
DE 06 676 04935
DE 06 676 04795
DE 06 676 82700
DE 06 677 00383
DE 06 677 00387
DE 06 674 34823
DE 06 676 52490
DE 05 410 61295
DE 06 675 07438
CH 12 01 536 77248
DE 06 670 86817
DE 06 673 42065
DE 03 638 35832
DE 06 676 76010
DE 06 676 01480
DE 06 678 75211
DE 06 668 66151
DE 06 677 62555
Carglass/Kairo
NeverAgain/Arino Red
Aristocrat/Flagship
Dateline/Maserati
Crushtime/Bradnick
Dumbledore/Goldday
Thoreau/Octane
Reflector/Awesome
Godewind/Maserati
Mark/Salvatore RDC
Moment PP/Pace Red
Crown-Red/Evolve
Ben-Louis/Amigo
Tatoo/Mogul
King Doc/Gold Chip
Money P/Marsden P
Arland/Tabio
Copyright/Commander
Money P/Gywer RDC
Moment PP/Mareus
Aristocrat/Goldwin
Aristocrat/Sunlight
Nottingham/Attico Red
Belmondo/Mercury
Dubai Red/Ems Red PP
Dubai Red/Popstar PP
Gold PP/Classic PS
Apps/Sunlight
Admiral/Doorman
Martin/Gymnast
Altitude/Gold Chip
Veltins P/Tequila
Action/Valentino
Century/Marlo
V I P/Primero
Hatari/Tango
Chocochip/Showdown
Manigo/Hussl
Ephraim/Magistrat
Mit exzellenten Fundamenten und einem
hervorragenden Euter überzeugte EHS Rosa
von Martin Biederbick, Sudeck.
6
4
3
3
3
2
4 91 91 87 88 89 Wagener GbR, Braunau
4 88 92 87 88 89 Garthe Metz GbR, Ellershausen
4 89 89 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
4
91
89
89
89
89
84
88
91
91 88 89 Gertenbach GbR, Cappel
4 90 91 90 88 89 Gertenbach GbR, Cappel
4 88 90 88 90 89 Gertenbach GbR, Cappel
4 91 90 89 87 89 Gertenbach GbR, Cappel
3 89 91 86 90 89 Hubert Hecker, Geismar
3 88 90 89 88 89 Bernd Hochgrebe, Haubern
3 87 89 88 89 89 Christ GbR, Grüsen
3 88 87 87 91 89 Behle Agrar GbR, Sudeck
3 92 88 88 90 89 Wilf.u.Eckhard Hauck, Schiffelbach
3 91 87 87 91 89 Bernd Hochgrebe, Haubern
3 91 89 88 90 89 Christ GbR, Grüsen
3 90 91 87 88 89 Reinhard Hinz, Grebenstein
3 88 87 88 91 89 Martin Biederbick, Sudeck
3 90 90 87 89 89 Martin Biederbick, Sudeck
3 92 93 87 88 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald
3 87 88 90 88 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald
3
91 89 89 LT Ulrich GbR, Schmittlotheim
3 88 86 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
3
91 89 89 Gertenbach GbR, Cappel
3 88 88 88 91 89 Gertenbach GbR, Cappel
3 89 88 89 90 89 Bohl GbR, Ottrau
3 87 90 89 89 89 Hof Schermuly GbR, Niederbrechen
3 88 87 89 90 89 Hof Schermuly GbR, Niederbrechen
3 87 89 88 89 89 Stiftung Diakonie, Nieder-Ramstadt
3 91 89 88 88 89 Oliver Jäger, Bockendorf
3 92 87 88 90 89 Martin Biederbick, Sudeck
3 93 89 87 90 89 Thomas Sporleder, Sebbeterode
3
91 86 89 Martin Rübesam, Wiesenfeld
88 91 90 92 91 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.
92 90 90 91 91 Michael Mütze, Geismar
88 91 87 91 90 Olaf Fackiner, Dainrode
87 89 90 88 89 Manfred Uhrig, Sulzbach
87 84 88 89 88 Marion Trümner, Schiffelbach
89 87 86 89 88 Manfred Uhrig, Sulzbach
7 89 83 90 89 Martin Hennighausen, Leimsfeld
1 90 80 88 88 Martin Hennighausen, Leimsfeld
↑
Sie wollen Ihre Kühe
auch einstufen lassen?
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QZEIT APRIL 2026
30
PASSION FLEISCHRIND
DAS SCHWARZE GOLD DER
HESSISCHEN RHÖN
Im Biosphärenreservat Rhön liegt der Aberdeen Angus-Zuchtbetrieb
von Claus Knacker. 1991 übernahm der gelernte Gärtner den Betrieb
in Wüstensachsen.
Claus Knacker bewirtschaftet
einen Biobetrieb in der Rhön und
züchtet mit großer Leidenschaft
Aberdeen Angus.
Der ursprünglich auf Eigenversorgung ausgerichtete Hof
mit Milchkühen, Schweinen und Ackerbau wurde neben
seiner hauptberuflichen Tätigkeit grundlegend umstrukturiert
und auf biologische Bewirtschaftung umgestellt.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat
Rhön konnte Knacker zusätzliche Flächen pachten; der
Betrieb wuchs auf 125 Hektar an.
Im Zuge der Umstrukturierung wurde auch das alte
Hofhaus saniert. Heute können Gäste in vier Ferienwohnungen
das Hofleben und die Natur der Rhön erleben.
Aus dem Nebenerwerbsbetrieb entwickelte sich
ein Vollerwerbsbetrieb mit eigener Schlachtung und
Direktvermarktung in weiten Teilen Deutschlands.
Zwanzig Jahre lang wurden die Tiere in Eigenleistung
zerlegt und vermarktet. Inzwischen konzentriert sich
Claus Knacker vollständig auf die Zuchtarbeit und hat
die Direktvermarktung eingestellt.
BEWEIDUNG VERBINDET NATURSCHUTZ UND ZUCHT
Als landwirtschaftlicher Betrieb im Biosphärenreservat
sind bestimmte Auflagen zu erfüllen. Knacker berücksichtigt
diese mit seiner Herde konsequent im Sinne
von Naturschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung.
Die Landschaftspflege bildet das zentrale Standbein
des Betriebs.
Rund 50 Hektar der Fläche – mit Hanglagen, Steinen und
Baumstümpfen – sind reine Weideflächen, auf denen eine
maschinelle Futterbergung nicht möglich ist. Diese Areale
sind ökologisch besonders wertvoll und für die Biodiversität
von großer Bedeutung. Ihre Bewirtschaftung
ist ausschließlich durch Rinder möglich, da teilweise
Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern zu
überwinden sind.
Die übrigen Flächen werden in Eigenleistung bewirtschaftet.
Heu, Stroh und Silage werden mit dem eigenen
Fuhrpark geerntet. Das Stroh wird rund 20 Kilometer entfernt
gepresst und anschließend zum Betrieb transportiert.
Dort, wo keine Futterbergung möglich ist, sichern
die Rinder durch Beweidung den Erhalt der Wiesen.Im
Frühjahr beginnt die Weidesaison. Ein Teil der Herde
weidet auf besonderen Flächen: Während des Zweiten
Weltkriegs wurden dort Fichten als schnell wachsender
QZEIT APRIL 2026
31
Rohstoff angepflanzt. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat
wurden diese Bereiche wieder in Weideland
umgewandelt. Heute haben sie sich zu artenreichen
Grünlandflächen entwickelt.
„Das Land der offenen Ferne“:
Die Rinder tragen maßgeblich dazu
bei, dieses Motto der Rhön mit
Leben zu füllen.
Voraussetzung dafür ist ein makelloses Skelett. Für
Knacker stehen Klauen und Fundament im Fokus, damit
die Tiere den anspruchsvollen Flächen gewachsen sind.
Die eingesetzte Genetik und die konsequente Selektion
zeigen, wie gut sich die Herde an die Standortbedingungen
angepasst hat. Weitere Zuchtziele sind ein funktionales
Euter, Harmonie und ein ausgeprägter Rassetyp.
Auch der Verkauf von Zuchtvieh ist ein wichtiger Betriebszweig.
Die Anguszucht begann eher zufällig mit der Kuh
„Anna“, auf die heute ein Großteil der Herde zurückgeht.
Sie vereinte deutsche und Aberdeen-Genetik und begründete
die A-Linie des Betriebs. Anna war außergewöhnlich
langlebig und brachte 19 Kälber. Dank der Anspruchslosigkeit
der Rasse und leichter Kalbungen etablierte sich
Aberdeen Angus dauerhaft am Standort.
Von Beginn an wurde konsequent mit Aberdeen Angus-
Bullen – beispielsweise Netherton Mr. Rader – besamt. Die
Herde wuchs stetig und entwickelte sich zu einem Bestand
typvoller Kühe mit feinem Skelett und sehr guten Eutern.
Nach Ende der Weidesaison im November selektiert
Knacker seine Herde vor. Deckfähige Färsen gehen
zum selbstgezogenen Färsenbullen, acht bis zehn Kühe
werden künstlich besamt, die übrigen vom Deckbullen
belegt. Nicht tragende Kühe aus der Besamung kommen
anschließend ebenfalls zum Deckbullen, um die Zwischenkalbezeit
kurz zu halten.
Ein besonderer Erfolg ist
„Joker vom Heufelder Hof“,
Bundesreservesieger 2018
und aus der Zucht von Claus
Knacker. Durch den gezielten
Zukauf schottischer
Genetik aus der Moncur-
Herde und die Anpaarung
mit dem irischen Besamungsbullen
Joe entstand
dieser fehlerfreie Bulle, der
deutschlandweit Nachzucht
hinterließ. Joker lebt weiterhin
auf dem Betrieb und
genießt seinen Ruhestand;
zahlreiche bewährte Töchter
stehen noch in der Herde.
Auch „Black Rain“ war lange
im Deckeinsatz. Ein weiterer
Ausnahmebulle aus schottischem
Zukauf ist „Orzo“.
Dessen Großmutter wurde
als Rind zugekauft; aus der
Anpaarung mit Rawburn
Edge entstand eine Tochter,
die noch heute in der Rhön
steht. Deren Tochter Exotic
brachte schließlich Orzo
(Iron Ore x Edge).
Sowohl Joker als auch Orzo
wurden auf der EuroTier präsentiert
und repräsentierten
dort die Rasse Angus – ein
Erfolg, der nicht alltäglich ist.
BETRIEBSREPORTAGE
CLAUS KNACKER
ABERDEEN ANGUS-ZUCHT IN
DER HESSISCHEN RHÖN
BETRIEBSÜBERSICHT
→
rund 125 ha Grünland, arrondiert,
davon ca. 50 ha reine Hutungsfläche
→ Biobetrieb seit 1991
→
→
→
→
→
vier Ferienwohnungen am Hof
Höhenlage: 600 bis 840 m ü. NN
Jahresniederschlag: ca. 900 mm
35 Aberdeen Angus-Kühe
Bekannte Bullen aus der Zucht:
Joker, Orzo, Ballroom B, Jon B Jovi
BULLENEINSATZ
→
→
→
→
→
→
Rawburn Boss Hogg
Morpheus Kodiak
QHF Black Onyx
Rawburn Black Bush
Ballyart Trade Secret
Rawburn Baltimore
Qualität aus eigener Zucht: Claus Knacker
mit seiner Joker-Tochter „Emulsion“ – eine
Kuh ganz nach seinem Zuchtideal.
Heute prägen Bullen wie QHF Dead Center, Rawburn Boss
Hogg, Morpheus Kodiak, QHF Black Onyx, Rawburn Black
Bush und Ballyart Trade Secret die Herde. Aber nicht nur
Besamungsbullen werden eingesetzt.
Auch Jungbullen werden erfolgreich vermarktet, sei es
ab Hof oder über Veranstaltungen wie den Fleischrindertag
in Alsfeld. So wurde der Körsieger 2024, „Ballroom B“
(Baltimore x Joker), für 8.700 Euro ins Ausland verkauft.
2026 sicherte sich eine Besamungsstation
„Jon B Jovi“ (Joker x Black Onyx).
Die positiven Rückmeldungen zu seinen
verkauften Tieren sind für Claus
Knacker Ansporn, seine Herde kontinuierlich
im Sinne seiner Zuchtziele
weiterzuentwickeln.
→ MARIE MENSCHING, LLH
Ehemals bewaldete Flächen werden
heute von den Aberdeen Angus-Rindern
im Sinne des Biosphärenreservats Rhön
offengehalten.
QZEIT APRIL 2026
32 PASSION FLEISCHRIND
TOP-GENETIK IN UNSEREN
FLEISCHRINDERHERDEN
TOP-BULLEN DER ANGUS-ZUCHT
TOP-BULLEN DER LIMOUSIN-ZUCHT
NAME
NKO
TEILZUCHTWERTE
RZF
SI. ZÜCHTER
BESITZER
NAME
NKO
TEILZUCHTWERTE
RZF
SI. ZÜCHTER
BESITZER
Bardolier
9/2
103
118
115
123
83 % Heinz
Heinz
Joel PP
13/1
103
115
115
120
79 % Kohlmann
Dietrich
Travor
6/1
108
112
115
122
76 % Viering
Lumma-Freybott
Icar PP
6/2
101
116
113
119
80 % Frank
Gries GbR
Napoleon
8/1
107
110
110
117
78 % Heinz
Gries GbR
Jojo PP
51/3
102
113
111
116
95 % Hildenbrand
Pflanz
Calif
73/3
112
103
110
116
93 % Keunecke
Kaltwasser
Ralf
8/2
100
116
106
115
75 % Pupkes GbR
Schmidt-Rabenau
Ramos
15/1
107
109
108
116
81 % Sippel
Murjahn
Vigor P
6/1
104
112
108
115
72 % Seum
Seum
Brenton
13/1
97
116
112
115
89 % Grein
Meuser GbR
Luke P
42/1
104
110
109
114
91 % Kohlmann
Dilling
Rochus TK
6/1
105
108
114
115
82 % Knaus
Weise
Patrol PP
6/2
102
106
112
111
78 % Kohlmann
Münchenbernsdorf
Emperor
11/1
98
116
108
114
85 % Bischoff PTR
Born
Irwin P
16/1
114
97
105
110
86 % Kohlmann
Kohlmann
Ilmer
9/1
108
103
111
113
86 % Albrecht GmbH
Bettenhausen
Tintin P
9/1
96
116
103
110
72 % Majerus
Nessel
Lilo
9/2
104
108
108
113
82 % Bauereiß
Viering
Joker P
21/2
95
111
112
109
90 % Niemeier
Wickert
NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS
NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS
Barim
35/2
107
118
121
128
89 % Grein
Milchhof Steinberg
Marvin P
6/1
102
114
122
121
82 % Kohlmann
Kelling
Chaplin
12/1
110
114
117
126
83 % Ruppel
Wieczorek GbR
Ludger P
10/1
92
124
119
120
84 % Kohlmann
Fischer
Remus
13/3
110
111
114
122
82 % Sippel
Ude
Samson P
6/2
113
106
113
120
84 % Pfeifer GbR
Gottschalk
Amitos
58/1
92
122
121
120
89 % Ruppel
Agrarprodukt. Babe
Jimmy PP
15/2
105
109
112
116
83 % Kohlmann
Fehn
Spencer
12/1
101
116
114
119
71 % Ruppel
Kropp
Leo P
29/2
99
116
106
114
86 % Kohlmann
Schürdt GbR
Ceres
23/1
109
106
115
117
82 % Ruppel
Pirower Rinder
El Pais
33/5
99
112
118
116
92 % Bischoff PTR
Heumann
Zenit
Paule
Balu
58/1
76/5
26/1
97
106
103
121
107
110
106
109
108
116
114
114
87 % Sippel
90 % Ruppel
89 % Grein
Schopsdorf e.G.
Simons
Hilgert
TOP-BULLEN DER FLECKVIEH-SIMMENTAL-ZUCHT
NAME
NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER BESITZER
Graf John P
7/4
109
114
122
126
88 % Bunde
Jakob
TOP-BULLEN DER CHAROLAIS-ZUCHT
NAME
NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER
BESITZER
Hawk King PP
Harro PP
Freddy P
Imposant PP
24/4
115/2
57/3
15/4
113
114
96
111
105
103
119
106
113
111
117
111
120
118
118
118
92 % Metz
95 % Müller
93 % Tittel
84 % Jakob
Erlenhof GbR
TP Burla
Schäfer jun.
Grün
Mogador
Tresor
Super Ball
Justus
Sacha
48/1
10/1
14/1
8/1
8/1
110
100
94
112
98
110
116
121
102
115
102
109
106
103
108
116
116
114
113
113
89 % Böhmler
80 % Herdbuch FR
77 % Herdbuch FR
79 % Allmannsberger
67 % Steinhauer
Herchenröder
Reinhard
Reinhard
Ochs
Steinhauer
Rudi PP
Lubentius PP
Bodo P
Levin PP
Giant P
37/1
16/2
12/1
32/1
10/3
115
109
104
110
100
103
109
111
102
113
109
109
111
115
112
118
117
116
115
115
84 % Arndt & Sohn
80 % Ort
77 % Feißel
87 % Petzenberger
82 % Eydner
Vachdorf
TP Burla
Vachdorf
TP Burla
Edelmann
Fürst
Florian
6/1
28/3
107
112
104
99
107
104
112
110
76 % Hasenauer
92 % Hundhausen
Damm
Hofius
NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS
Samboy PP
Tom P
Dodo P
23/1
13/1
12/1
98
102
103
109
104
102
111
113
112
110
109
108
82 % Gabler
85 % Herdbuch FR
80 % Eigenbrod
Fraatz GbR
Döhne
Glaeser
Hades PP
Happy
Ferri
9/1
12/3
13/2
104
107
103
117
109
117
116
118
112
123
120
120
76 % Niederpöllnitz MK Heinke
81 % Schneider Glaser
73 % Warras
Bunde
Dynamite PP
48/2
101
116
113
119
91 % Ort
Glaser
NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS
John PP
24/3
97
114
110
113
88 % Walther
Dettmann
Napoleon
7/1
101
118
111
119
84 % Gries GbR
Haugrund
Sioux
Galileo
Juventus
Amadeus
7/1
20/2
53/4
3/1
97
105
102
100
119
108
109
112
113
107
109
102
118
113
112
110
69 % Bierwirth
79 % Steinhauer
90 % Gries GbR
63 % Rerinhard
Schrell
Schmitz
Stümmler
Huckestein
TOP-BULLEN DER HEREFORD-ZUCHT
NAME
NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER
BESITZER
Tibor PP
47/2
101
115
118
120
88 % Wiegand
Klüber
Oskar PP
12/1
106
109
105
114
75 % Klüber
Murjahn
Luis PP
6/2
102
105
112
110
68 % Eichler
Feucht
TOP-BULLEN DER BLONDE D’AQUITAINE-ZUCHT
NAME
NKO
TEILZUCHTWERTE
RZF
SI. ZÜCHTER
BESITZER
Talis
7/1
100
110
109
111
78 % Schneider
Kupfer
Richelieu P
7/1
101
111
104
111
69 % Peter Kömpel jun. Peter Kömpel jun.
Splash
7/2
102
105
108
108
57 % Earl Michicourt
Peter Kömpel jun.
QZEIT APRIL 2026
PASSION FLEISCHRIND
33
Die Ideal-Tochter Lucie im Besitz von Andreas Bulle, Wenigenhasungen,
führt die Top-Liste der RZF-Kühe an.
Nicht nur leistungsstark, sondern auch erfolgreich
auf Bundesschauen: Nancy von Stefan Kohlmann,
Eiterfeld, ist eine Kuh, auf die man stolz sein kann.
TOP 10 DER ANGUS-KÜHE
NAME
LOM NKO VATER TEILZUCHTWERTE RZF SI. EXTERIEUR BESITZER
Islay
DE 0665471381
3 Bannockburn
104
120
119
126
80 %
8 - 8 - 8 m Pohlmann, Stormbruch
Londinium
DE 0665470435
3 Black Onyx
102
121
117
125
76 %
8 - 7 - 8 g Rohleder, Löhlbach
London
DE 0665462055
5 Black Bush
105
118
114
124
60 %
8 - 8 - 8 g Staatsdomäne Beberbeck
Bonnie
DE 0665478302
2 Calif
108
113
114
123
80 %
8 - 7 - 7 g Ruppel, Eschenrod
Pride Y571
DE 0665479571
2 Baltimore
115
106
115
123
77 %
8 - 8 - 7 g Grein, Holzburg
Blaze
DE 1268664272
4 Black Onyx
111
109
115
122
80 %
8 - 7 - 7 m Viering, Landau
Arizona
DE 0665471283
3 Black Onyx
101
118
119
122
78 %
7 - 7 - 7 g Knacker, Wüstensachsen
Lambada
DE 0665466099
3 Kamillo
105
116
113
122
74 %
7 - 8 - 7 g Fritz GbR, Nonnenroth
Iona
Brunni
DE 0667781814
DE 0665466444
1 Bannockburn
5 Akanji
104
110
116
109
115
115
121
121
85 %
78 %
6 - 8 - 8 m Meuser, Mengeringhausen
8 - 8 - 7 g Ruppel, Eschenrod
SMW Julia der Walther GbR, Frankfurt, gehört zu
den absoluten Spitzenkühen der RZF-Liste.
TOP 10 DER LIMOUSIN-KÜHE
Lucie
DE 0665463340
4 Ideal
109
117
117
127
80 %
7 - 8 - 7 g Bulle, Wenigenhasungen
Josy
DE 0665469601
3 Omer
96
125
119
125
73 %
8 - 8 - 8 g Brandt, Bieberau
Nancy
DE 0665454520
5 Idalgo
101
119
114
122
82 %
8 - 8 - 8 g Kohlmann, Buchenau
Nikita
DE 0665439399
6 Devernois
106
113
115
121
78 %
8 - 8 - 8 m Kohlmann, Buchenau
Jolin
DE 0665439390
7 Devernois
112
108
111
120
81 %
9 - 8 - 8 g Kohlmann, Buchenau
Brenda
DE 0665464692
3 Jelle
106
113
112
120
79 %
8 - 7 - 8 g Jobst, Urzell
Britta
DE 0665405467
11 Erasmus
109
108
111
118
85 %
8 - 8 - 8 g Jobst, Urzell
Romika
DE 0665431437
8 Leon
112
106
105
117
82 %
7 - 8 - 7 g Vackiner, Wohra
Dalia
DE 0665430294
7 Faignant
105
110
113
117
80 %
8 - 7 - 8 g Kohlmann, Buchenau
Carmen
DE 0665425400
6 Ferry
107
109
110
116
85 %
9 - 9 - 8 g Pfeifer GbR, Breidenbach
Der eindrucksvolle, dänisch-französisch gezogene
Richelieu von Peter Kömpel jun., Großenlüder,
überzeugt in Leistung und Exterieur gleichermaßen.
TOP 10 DER CHAROLAIS-KÜHE
Namika
DE 0665448136
7 Ibra Mic
108
113
113
122
81 %
9 - 9 - 8 g Gries GbR, Freienseen
Sissi
DE 0541602322
3 Nirvana
118
105
109
122
74 %
7 - 7 - 7 m Brühl, Laisa
Isis
DE 0665465749
3 Gregor
103
115
106
116
74 %
9 - 8 - 8 g Steinhauer, Ellar
Ouaga RS
FR 8900458239
4 Limburg
111
107
105
116
66 %
8 - 8 - 8 g Hasenauer, Neunkirchen
Aurora
DE 0360314065
6 Japon SC
115
102
106
115
84 %
8 - 8 - 8 g Döhne, Wolfhagen
Tascha
DE 0665457562
4 Chic
98
118
107
115
80 %
8 - 8 - 8 g Brühl, Laisa
Unique
DE 0665427313
9 Hector
99
112
115
115
80 %
8 - 8 - 7 g Bautz, Langenbach
Safari
DE 0665402256
11 Sesame
106
109
106
114
80 %
8 - 8 - 7 g Mauß GbR, Semd
Janet
DE 0665457564
5 Japhet
100
111
113
114
79 %
8 - 8 - 7 g Brühl, Laisa
Hera
DE 0665458186
3 Gregor
102
113
104
114
75 %
8 - 8 - 8 g Steinhauer, Ellar
PHM Hawk King glänzt nicht nur genetisch mit
Outcross-Pedigree sondern auch im Rassetyp.
TOP 10 DER FLECKVIEH-SIMMENTAL-KÜHE
Kyra
DE 0667664658
2 Hamilton
116
116
114
131
79 %
8 - 7 - 8 g Theiß, Rauschenberg
Diva
DE 1504583867
3 Kingston
106
123
116
129
77 %
8 - 7 - 7 g Mausolf, Witzenhausen
Eunice 322L
UK 906234437486
3 Jetstream
109
115
118
126
68 %
8 - 8 - 8 g Walther, Frankfurt
Wolke
DE 0665476891
3 Hans
105
113
123
124
79 %
8 - 7 - 7 g Groß, Ebersburg
Helena
DE 1504583868
3 Kingston
103
118
115
123
76 %
8 - 8 - 8 g Theiß, Rauschenberg
Baathi
DE 1604263402
4 Hamilton
105
116
111
121
78 %
7 - 7 - 8 m Meyer, Marksuhl
Julia
DE 0665471447
3 Las Vegas
104
112
120
120
80 %
8 - 7 - 8 g Walther, Frankfurt
Elektra
DE 1504791753
3 Capercaill
108
111
113
120
77 %
8 - 8 - 7 g Warras, Zettweiler
Jani
DE 0665471450
3 Las Vegas
103
112
118
119
81 %
8 - 7 - 7 g Walther, Frankfurt
Kezzy
DE 0665458951
4 Brain
114
102
117
119
77 %
8 - 7 - 7 g Jakob, Bad Homburg
Siegerbulle und unter den Top Fünf der Fleckvieh-
Simmental-Bullen ist der Fantast-Sohn Freddy.
QZEIT APRIL 2026
34
PASSION FLEISCHRIND
Fleischrinder auf nationalem Parkett
CHAROLAIS
Der Verband Deutscher Charolais-Züchter veranstaltete im
Oktober 2025 in Alsfeld die 37. Bundesjungviehschau.
Bundessiegerin der Jungrinder
wurde die vielversprechende
Ibra Mic-Tochter Stella aus dem
Hause der Gries GbR in Laubach.
Über 100 Tiere sorgten für eine bestens beschickte und erfolgreiche Veranstaltung.
Die vier Richtkategorien – von Kuh- und Bullenkälbern bis zu Jungrindern und Jungbullen
– bewerteten Johann Ebner (AT) und Dr. Wilfried Steinhauer. Ein weiterer
Höhepunkt war der Jungzüchterwettbewerb unter der Leitung von Niklas Sölzer.
In der ersten Kategorie erreichte Stefan Damm (Dautphetal) mit der Fürst-Tochter
Seagirl den 1b-Platz. Bei den Jungrindern überzeugte die hervorragend entwickelte
Ibra Mic-Tochter Stella der Gries GbR (Laubach). Mit viel Länge in der Mittelhand und
großer Ausgeglichenheit sicherte sie sich 1a und den Siegertitel.
Im Ring der Bullenkälber präsentierte sich ein starker Rassetyp. Der Ocean-Sohn
Odin von Martin Bierwirth (Ottrau) gewann seine Klasse. Einen 1b-Platz errangen der
Sicilien P-Sohn Sambuco der Gries GbR sowie Sebastian Brühl (Battenberg) mit dem
Talisman-Sohn Silvester. Jens-Peter Ochs (Grebenhain) sicherte sich gleich zweimal
1a mit seinen Bullenkälbern.
Der vielversprechende Justus-
Sohn Johnny von Jens-Peter Ochs
aus Grebenhain zeigte sich in
allerbester Kondition und wurde
zum Klassensieger ernannt.
Bei den Jungbullen wurde der Ocean-Sohn Othello aus der Bundessiegermutter Namika
(Gries GbR) Reservesieger. Sieger wurde Titanic-Sohn Alegro von Bernfried Brinker
(Legden). Im Jungzüchterwettbewerb gewann Jannik Döhne (Wolfhagen) seine Klasse
und wurde in der Gesamtentscheidung mit dem Reservesieg ausgezeichnet.
→ MARIE MENSCHING, LLH
HIGHLAND-CATTLE
Im September 2025 fand in der Hessenhalle Alsfeld die
Bundesrasseschau der Highland-Cattle statt.
35 Aussteller aus ganz Deutschland präsentierten 87 Tiere. Als Preisrichter wirkte
Matthew Auld aus Schottland. Seine Leidenschaft für Highland-Cattle begleitet
ihn seit Kindheitstagen. Seit 2004 arbeitet er auf der Pollok Farm in Glasgow und
verfügt über umfangreiche internationale Schauerfahrung. Auch Züchter aus
Hessen und Thüringen überzeugten mit zahlreichen 1a- und 1b-Platzierungen.
Bei den Kühen setzte sich die dunfarbene, siebenjährige Una vom Diebeskamm
von Antje und Falk Pommer souverän durch. Mit ausgeprägtem Rassetyp und
einem hervorragend entwickelten Bullenkalb bei Fuß qualifizierte sie sich für
die Wahl zur Gesamtsiegerin.
Una vom Diebeskamm von Antje und Falk
Pommer überzeugte Preisrichter Matthew
Auld mit viel Rassetyp und einem super
entwickelten Bullenkalb bei Fuß.
Am Nachmittag folgte der Höhepunkt: die Entscheidung um die Gesamtsiege.
Gesamtsiegerin weiblich wurde die hervorragend präsentierte dreijährige Färse
Morag 27 vom Lehstener Moor aus der Zucht von Jens Brabander (Friedeburg). Den
Reservesieg errang Familie Bange mit Lady Jane 2th vom Sunderberg samt Kuhkalb.
Zum Gesamtsieger männlich kürte Matthew Auld den Bullen Alexander 7 vom
Kiebitzmoor von Rolf Jamrog (Baden-Württemberg). Reservesieger wurde der
Jungbulle Eoin Mhor 9th of Castle von Severin Brands. Das erfolgreiche Schauwochenende
klang in geselliger Atmosphäre aus.
→ ANTJE POMMER
QZEIT APRIL 2026
PASSION FLEISCHRIND
35
ZWERGZEBU
Anlässlich des Laurentiusmarktes in Usingen fand die
10. Bundesrasseschau der Zwergzebus statt.
Den Auftakt machten die Jungrinder. Einen Klassensieg
errang die ausgeglichene Zeno-Tochter Olivia von
Claudia Rosenkranz (Weilmünster). Wolfgang Lomp
erhielt mit seiner Milo-Tochter eine 1b-Platzierung.
In der Gruppe der Kühe mit Kälbern sicherte sich die
Fero-Tochter Silvie von Martin Giese (Zierenberg) eine
1b-Platzierung und zugleich den Reservesieg. Siegerin
wurde Stella, eine Friedo-Tochter aus dem Betrieb von
Dietmar Winter (Bad Berleburg).
Im anschließenden Jungzüchterwettbewerb überzeugte
Lena Scheffel mit einer souveränen Vorführung und
gewann vor Luisa Eckel.
Bei den Bullen wurde in
drei Klassen gerichtet.
In der jüngsten Kategorie
gewann der Johnny-
Sohn Juwel von Claudia
Rosenkranz. In der mittleren
Klasse erhielt Ferdinand von der Züchtergemeinschaft
Lomp und Giese (Gemünden) eine 1a-Platzierung. Bei den
älteren Bullen siegte Friedo vom Betrieb Winter, während
der Zeno-Sohn Zeus von Martin Giese mit 1b bewertet
wurde. Im Finale setzte sich Friedo als Bundessieger
durch. Reservesieger wurde der typstarke Zeus.
→ MARIE MENSCHING, LLH
Reservesieger der Bundesschau
wurde Zeus, ein Zeno-
Sohn aus dem Betrieb von
Martin Giese, Zierenberg.
LIMOUSIN UND PINZGAUER
Am ersten Oktoberwochenende fand in der Hessenhalle Alsfeld die
Nationalschau der Rassen Limousin und Pinzgauer statt.
Als Preisrichter fungierten die international
anerkannten Experten Frank Recken (Luxemburg)
und Georg Moser (Österreich).
LIMOUSIN
Bei den jüngeren Bullen siegte der breit
angelegte Nibur-Sohn Nachtstolz von André
Schneider (Volkholz). Einen weiteren 1a-Platz
errang der wüchsige Rhin-Sohn Renz P von
Stefan Kohlmann. Zum Klassensieger wurde
Nachtstolz gekürt, der mit Oberkörperbreite
und Bemuskelung überzeugte.
Uranium P der Besitzergruppe Kohlmann/
Nessel setzte sich in der mittleren Altersklasse
dank starker Bemuskelung und exzellentem
Typ knapp gegen den Ideal-Sohn Ido
von Steve Nessel (Ringleben) durch.
Jungbulle Garfield P von der Pfeifer GbR
(Breidenbach) erhielt einen Klassensieg
und den Reserve-Siegertitel. Bei den älteren
Bullen ging der Bundessieg an den harmonischen
Nicelle-Sohn Tango P der ZG
Hildenbrand/Jobst (Steinau). Er setzte sich
gegen den fast achtjährigen Devernois-Sohn
Daniel von Karsten Watz (Vollnkirchen)
durch. Bei den jüngeren Färsen gewann die
Imposant-Tochter Rafael von Robert Brandt
(Modautal) den Bundessieg und wurde von
der EuroLim-Jury als „Bestes Tier der Schau“
ausgezeichnet. Reserve-Siegerin der älteren
Färsen wurde die Gustel-Tochter Katrina
vom Zuchtbetrieb Pfeifer (Breidenbach).
PINZGAUER
Die Pinzgauer-Züchter präsentierten ihre Rasse
eindrucksvoll. Siegerfärse wurde die Benedikt-Tochter
Helena von Markus Mihm (Tann),
die in Körperbau, Festigkeit, Fleischansatz
und Bewegungsablauf Maßstäbe setzte. Der
Reserve-Sieg ging an die Wolfgang-Tochter
Sarita von Michael Schäfer (Erndtebrück). Als
Reservesiegerin der Kühe wurde die typstarke
Maik-Tochter Hellen P von Markus Mihm
ausgezeichnet. Bei den Bullen gewann der
in Österreich gezüchtete Adam-Sohn Achilles
von Matthias Schwarz (Bad Salzungen).
Reservesieger wurde der Maik-Sohn Max P
von Markus Mihm. Zudem stellte der Betrieb
Mihm die siegreiche Betriebssammlung sowie
die erfolgreiche Nachkommengruppe der Kuh
Hanna und unterstrich damit seine hervorragende
züchterische Arbeit.
→ JOST GRÜNHAUPT, MARIE MENSCHING, LLH
Helena ist die schönste Pinzgauer-Färse und
kommt aus dem erfolgreichen Zuchtbetrieb von
Markus Mihm, Tann.
Die Zuchtbetriebe Stefan Kohlmann und Steve
Nessel stellten mit Uranium PS den Siegerbullen
in der mittleren Altersklasse.
Die Imposant-Tochter Raffael von Robert Brandt
wurde von der EuroLim-Kommission zum Limousin-
Gesamtsieger ausgewählt.
QZEIT APRIL 2026
36
PASSION FLEISCHRIND
EXTERIEURKRACHER
Zeitraum 1. September 2025 bis 31. Januar 2026
FLEISCHRINDER
Betina
Eleonora
Bardolia
Bella
Erna
Hella
Maid
Tulla
Ava t.o.
Britta
Holly
Lotte
Naomi
Nobelle
Sanna
Saskia
Sonny
Bell Maid
Blackbird
Hilde
Elsie
Finleigh
Lo.pax
Nona
Quitte
Tilda
Bonita
Bessi
Mina
Regatta
Bellarosa
Minze
Mondschein
Rosi
Tiana
Amadea
Gerte
Rexi
Evi
Holly
Josie
Lieselotte
Dun Joona
Erna
Jondis
Dara
Jane
Bienchen
Dakota 2
Greta
Honey
Doreen
Elena
Elsa
Julia
Lisa
Mischa
Sunny
Amalia
Gala
Carolina
Delorean
Dinette
Dione
Dora
Giella
Jasmina
Jolanda
Maiknospe
Ulla
Ute
Rea
DE 06 654 47890
DE 06 673 79287
DE 06 654 71350
DE 06 654 65402
DE 06 654 57326
DE 06 654 64317
DE 06 654 71346
DE 06 654 55998
DE 06 654 62118
DE 06 654 80631
DE 06 654 74552
DE 06 654 72215
DE 06 654 70339
AT 282566374
DE 06 654 71387
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DE 06 654 70342
DE 06 654 72870
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DE 06 654 84138
DE 06 654 85341
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DE 06 654 86405
DK 07803000834
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DE 06 654 48135
DE 06 654 64327
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DE 06 654 83842
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DE 06 654 87687
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DE 16 045 80002
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DE 06 654 66602
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DE 09 894 11051
DE 06 654 87292
DE 06 654 79936
DE 06 654 79935
DE 16 045 36262
DE 16 044 87826
DE 06 674 86928
DE 06 654 83454
DE 06 654 84640
Rigo/Barndance
Cruise/Iron Ore
Emil/Predominan
Orzo/Unos
Black Bush/Choctaw
Luxor/Izac
Emil/Bl.Market
Kookiep594/Admiral
Time Out/Red Zeus
Marius/Barndance
Nickel/Time on
Denver/Svenson
Denver/ML Louded
Gradeup36g/DK75663 01384
Treasure/Joe
Akanji/Bond Red
Ertel/Bond Red
Black Bush/Bl.Market
War Smith/Edge
Reimar/Roosevelt
Trapattoni/Elgin
Black Rain/Ben
Red Paxton/Edge
Calif/Earl
Denver/Bond Red
Afterchock/Ted
Firebird/Empire
Denver/Elano
Iron Ore/Laudo
Zensus/Pur
Rodger/Emperor
Effenberg/Diamand
Richard/New Mac
Orzo/Ibrahim
Ideal/Silvano
Tamme/Justus
Orzo/Ronaldo
Tassilo/Schiller
Paris/Jogi
Hardi/Vorfevre 3
Namur/Costa
Diego/Everest
Horton/Dun Connor
Superstar/Amor
Horton/Dun Connor
Rufus/Foxy
Horton/Rufus
Mailo/Aragon
Vergil/Taro
Ferdinand/Tamilly
Rural/Heros
Flavio/Iman
Japon SC/Universe
Mogador/Heros
Victor/Uno
Guido/Icaro
Insider/Vergil
Mozart/Vald Or-Ra
Nordstar/Eras
Ninas/Havrais
Ikea P/Rembrandt
Hubert/Levin
Abbadon/Ulli
Mogador/Heros
Ninas/Heros
Fandango/Malik
Mogador/Heros
Phenomene/Impala
Hermes/Markant
Hermes/Iman
Hermes/Haddock
Loki/Verdel
Loki/Merlin
Guido/Colbert
Impa/Capitol
Hermes/Summer
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AA Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge
AA Friedhelm Simon, Bellings
AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen
AA Steffen Grün, Bernsfeld
AA Susanne Krach, Odensachsen
AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid
AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen
AA Christof Jordan, Hofbieber
AA Matthias Rohleder, Löhlbach
AA Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge
AA Friedhelm Simon, Bellings
AA Artur Ruppel, Eschenrod
AA Rücklinger GbR, Eschenrod
AA Susanne Krach, Odensachsen
AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen
AA Rücklinger GbR, Eschenrod
AA Rücklinger GbR, Eschenrod
AA Marc u. Holger Born, Dodenau
AA Marc u. Holger Born, Dodenau
AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid
AA Florian Viering, Landau
AA Nils Schwantes, Wissmar
AA Dirk Haschlar, Löhlbach
AA Artur Ruppel, Eschenrod
AA Rücklinger GbR, Eschenrod
AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid
ANG Steffen Grün, Bernsfeld
ANG Steffen Grün, Bernsfeld
ANG Heike Sauerbier, Grünberg
ANG Angushof Sippel GbR, Helmscheid
ANG Steffen Grün, Bernsfeld
ANG Thomas Wicke, Wolfershausen
ANG Thomas Wicke, Wolfershausen
ANG Matthias Rohleder, Löhlbach
ANG Angushof Sippel GbR, Helmscheid
ANG Christian Kraft, Westuffeln
ANG Matthias Rohleder, Löhlbach
ANG Heiderind GmbH, Oppurg
AU Ralf Herget, Flörsbach
AU Ralf Herget, Flörsbach
BA Klaus Schütz, Steinbach
BGA Berthold Stumpf, Wahlen
BGA Steffi Heller, Hörschel
BGA Steffi Heller, Hörschel
BGA Steffi Heller, Hörschel
BGA Matthias Staubitz, Schönbach
BGA Steffi Heller, Hörschel
CHA Nicole Eigenbrod, Branders
CHA Jost Hofemeister, Todenhausen
CHA Ronald Müller, Gefell
CHA Stefan Damm, Buchenau
CHA Nicole Eigenbrod, Branders
CHA Martin Bierwirth, Weissenborn
CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf
CHA Gerhard Ernst, Bottendorf
CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen
CHA Bernd Gläser, Herolz
CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen
CHA Gerhard Ernst, Bottendorf
CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf
CHA Bernd Gläser, Herolz
CHA Rene Schröder, Büdingen
CHA Hans-Peter Müller, Weipoldshausen
CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf
CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf
CHA Nicole Eigenbrod, Branders
CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf
CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen
CHA Nils Schwantes, Wissmar
CHA Nils Schwantes, Wissmar
CHA Nils Schwantes, Wissmar
CHA Andre Heering, Wenigenlupnitz
CHA Andre Heering, Wenigenlupnitz
CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen
CHA Nicole Eigenbrod, Branders
DEX Jürgen Mark, Breuberg
Hella
Bibbi
Blume
Esmeralda
Dora
Madeleine
Maeve
Manula
Adelheid
Annabell
Anny
Bali
Blume
Felia
Goldi
Henryjette
Hilta
Jacky
Jade
Katja
Liora
Lissy
Livia
Madlen
Missmarple
Penelope
Soraja
Hope 3
Hiltje
Rosa
Freya
Hope 4
Iduna
Jodie
Klina
Thalia
Pearl
Tizia
Myrthe
Sabira
Shila
Zoe
Atlantis
Davina 3.
Murron
Olivia
Olven
Sena
Fellany d
Finnie
Ulla
Carmela
Christine
Dana
Fina
Lisa
Uganderin
Veronique
Ira
Luzi
Bea
Fabiola
Jarmila
Lotte
Lotte
Olivia
Ostara
Paloma
Sanny
Tabea
Thalia
Tizia
DE 06 667 73553
DE 06 672 22448
DE 06 654 47730
DE 06 654 48184
DE 06 654 46269
DE 06 654 58233
DE 16 041 78982
UK 96 36 330 08926
DE 16 040 52849
DE 16 044 71705
DE 16 040 52887
DE 06 654 84501
DE 06 654 84783
DE 06 654 84788
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DE 06 654 76644
DE 16 042 20756
DE 15 054 19032
DE 06 654 87187
DE 06 654 89891
DE 06 654 80134
DE 06 654 81153
DE 15 054 19027
DE 06 654 65315
DE 16 046 77905
DE 16 040 52908
DE 06 654 76650
DE 06 654 81155
DE 16 045 62573
DE 16 045 62558
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DE 06 654 82784
DE 06 654 84342
DE 09 891 40868
DE 16 044 35146
DE 06 654 82878
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DE 03 560 16990
DE 06 654 41088
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DE 16 037 92347
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DE 03 622 77939
DE 06 654 71327
DE 06 654 62620
DE 06 674 50260
DE 06 654 62376
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DE 06 654 41352
DE 06 654 44736
DE 06 654 49373
DE 06 654 52717
DE 06 654 56059
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DE 06 654 54241
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DE 06 654 59601
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DE 06 654 76027
DE 06 654 85314
DE 06 654 71785
DE 06 654 71613
DE 06 654 60477
DE 06 654 80833
DE 06 654 80837
DE 06 654 69610
Carolus/Mika
Enzian/Toto
Escalop 13/Hammer
Claudio/Leon
Totilas/Ruben
Dycus/Sherry
Tram/Posit 4
Isaac/Glenhead
Zitan 1/Tim
Jameson/Tobias
Zitan 1/Alis
Lord Ursus/Escalop 13
Las Vegas/Toto
First/Enzian
Gabor/Alis
Herold/Totilas
Henry/Iron Man
Boddenküst/Hoeness
Jaguar PP/Dragoun
Saphir/Gabor
Anton/Calling
Strabinos/Hillary
Rinaldo/Charlo
Claudio/Rekord
Mozart/Haakon
Zitan 1/Atlas
Hokuspokus/Saky
Anton/Hieronymus
Fernando/Tobias2
Sambalita/Zalu 3
Laddie/B.D.Zodiac
King/Thunder
Barnaby/Unix
Opal/Zebedee
Barnaby/B.D.Zodiac
Rocky/Flavio
Rooney/Feivel
Kito/Sp. Brasil
Devil/Dionysos
Seamus 4th/Seumas.Rua
Devil/Dionysos
Legend/Prince
Outside/Clinton
Carlo/Talisker 2
Prince/Matthew
Conall/Prince
Jamie/Conan Dubh
Orlando/Darius II.
Action/Oswin
Aonchmor/Arthus
Benz Donn/Orlando
Belmondo/Barman
Bautan/Samson
Balthasar/Ignaz
Lenni/Ferry
Ramso/Santaclaus
Gunadarkpo/Balthasar
Terry/Belino
Macht/Crouzillat
Sunnyboy/Unesco
Brooklands/Dominatus
Fredy/Bolto
Filou/Oreon
Ideal/Howlett
Daniel/Goldcard
Melvin/Bolto
Idol/Bronzo
Melvin/Bolto
Melvin/Bolto
Junior/Hidalgo
Ocean/Edgar
Noah/Lambo
Fred/Benny
Nesono/Fredy
Idol/Fredy
Fredy/Bronzo
QZEIT APRIL 2026
PASSION FLEISCHRIND
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Janik Theiß, Ernsthausen
Mausolf GbR, Wendershausen
Markus Rahn, Bobenhausen
Erlenhof GbR, Müs
Strube GbR, Großenritte
Steffen Grün, Bernsfeld
Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren
Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe
Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz
Falk Mehlhorn, Nöbdenitz
Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz
Markus Rahn, Bobenhausen
Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe
Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe
Carsten Jost, Ellar
Carsten Jost, Ellar
Mirko Telle, Laasdorf
Jörg Giebeler, Oberzeuzheim
Andreas Grob, Schlitzenhausen
Carsten Jost, Ellar
Andre Schneider, Volkholz
Erlenhof GbR, Müs
Jörg Giebeler, Oberzeuzheim
Erlenhof GbR, Müs
Manuel Danz, Urnshausen
Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz
Jörg Giebeler, Oberzeuzheim
Erlenhof GbR, Müs
Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren
Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren
Udo Wipfler, Jügesheim
Mützel-Geiger GbR, Bieber
Udo Wipfler, Jügesheim
David Bergmoser, Frankenau
Udo Wipfler, Jügesheim
David Bergmoser, Frankenau
Joachim Stang, Magdala
Mützel-Geiger GbR, Bieber
Kaiser GbR, Falkengesäss
Sascha Lencer, Hausen
Kaiser GbR, Falkengesäss
Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen
Heiko Neugebauer, Rückingen
Schottenhof Jörg Pfeiffer, Remptendorf
Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen
Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen
Dennis Bruce, Hochstadt
Dennis Bruce, Hochstadt
Thorben Dittmar, Goßfelden
Roos GbR, Haine
Friedrich Eick, Hattendorf
Döring GbR, Lautenhausen
Döring GbR, Lautenhausen
Dirk Wickert, Löhlbach
Pfeifer GbR, Wiesenbach
Sven Kloos, Odenhausen
Dirk Wickert, Löhlbach
Robert Brandt, Klein Bieberau
Florian Seum, Langd
Hans-Walter Bopper, Rodenhausen
Erlenhof GbR, Müs
Robert Brandt, Klein Bieberau
Ingmar Dietrich, Wehrheim
Stefan Kohlmann, Buchenau
Hans-Walter Bopper, Rodenhausen
Stahl & Gasteier GbR, Seelbach
Robert Brandt, Klein Bieberau
Stahl & Gasteier GbR, Seelbach
Stahl & Gasteier GbR, Seelbach
Karsten Watz, Vollnkirchen
Hans-Walter Bopper, Rodenhausen
Kistner GbR, Mernes
Markus Möller, Löhlbach
Robert Brandt, Klein Bieberau
Robert Brandt, Klein Bieberau
Robert Brandt, Klein Bieberau
Winnie
Zara
Adlerfee
Beluga pss
Bergei
Elke
Lofa psr
Oriana
Alpia
Naomie
Risa
Ulima
Fietje iii
DE 06 654 76032
DE 06 654 76028
DE 06 654 76026
DE 06 654 61531
DE 06 654 61531
DE 05 414 04587
DE 06 654 70837
DE 06 654 62467
DE 07 708 89616
AT 316918569
AT 534991769
DE 07 708 89610
DE 06 654 65034
DE 06 654 60920
DE 16 045 63500
DE 16 045 63465
DE 06 654 67832
DE 06 654 82543
Melvin/Bolto
Melvin/Filou
Melvin/Bolto
Gerald/Grando
Gerald/Grando
Willi/Rufus
Genius/Konrad
Orbit/Prinz I
Fernando /Ingvar
Otto/Fridhelm
Apollo/Omar I
Isis/Fanfar
Ignaz/Rum
Ingard/Unikat
Itomichi/Hirashiget
Hirashiget/Rueshaw
Perno/Toni
Perno/Pirk
LIEBE FLEISCHRINDERZÜCHTER,
In drei Hallen sowie im Freigelände wird
auf 46.000 Quadratmetern wieder die
Vielfalt der Thüringer Landwirtschaft
transparent, modern, innovativ und
erlebnisreich präsentiert. Während der
Grünen Tage Thüringen 2026 wird es
erneut verschiedene Tierschau-Wettbewerbe
geben.
EIN HÖHEPUNKT IST DIE
LANDES-FLEISCHRINDER-SCHAU
VON QNETICS.
Die Wettbewerbe werden am Freitag,
den 25. September sowie am Samstag,
den 26. September stattfinden. Gerichtet
wird parallel in zwei Ringen. Alle
Fleischrindzüchter sind aufgerufen, das
Leistungsniveau und die Rassevielfalt
der Fleischrinder im Qnetics-Gebiet zu
präsentieren.
1
1
1
4
3
1
1
2
2
2
2
2
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7
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7
G
G
G
G
G
G
G
G
G
G
G
M
G
LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim
LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim
LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim
PIE Hans Georg Schneider, Bottendorf
PIE Hans Georg Schneider, Bottendorf
PIF Dennis Kolb, Heisterberg
PIF Dennis Kolb, Heisterberg
PS Laura Loose, Achenbach
PS Laura Loose, Achenbach
PS Laura Loose, Achenbach
PS Laura Loose, Achenbach
PS Laura Loose, Achenbach
PS Torsten Herchenröder, Altenschlirf
G RHV Bettina Fay, Alsbach-Hähnlein
G WAF Kaiser GbR, Burkhards
M WAF Kaiser GbR, Burkhards
M WGA Thomas Müller, Ober Hörgern
G WGA Thomas Müller, Ober Hörgern
vom 25. bis 27. September 2026 findet auf dem Erfurter Messegelände
zum 13. Mal die Landwirtschaftsmesse Grüne Tage Thüringen statt.
IN FOLGENDEN KATEGORIEN
WIRD GERICHTET:
→
→
→
→
→
Altbullen
Jungbullen
Kuh mit Kalb (Alter Kalb
mind. 4 Wochen)
Jungrinder > 18 Monate
Jungrinder < 18 Monate
Dabei werden die Rasse- und Interbreed-
Sieger je Kategorie sowie der Grand
Champion 2026 ermittelt.
Ihre Anmeldungen der Tiere mit
den Ohrnummern richten Sie bitte
bis zum 31. Juli 2026 per Mail an:
→ Lydia Heyder
l.heyder@qnetics.de
→ Harald Krausmüller
h.krausmueller@qnetics.de
QZEIT APRIL 2026
38 PASSION FLEISCHRIND
ALTE KÜHE –
FRISCHE LEISTUNG
In der Fleischrinderzucht stehen oftmals Absetzergewichte und
Bemuskelung der nächsten Generation im Vordergrund.
Die Limousin-Kuh Motette aus dem
Betrieb von Nicol Dilling, Friedrichsbrück,
zeigt sich auch mit ihrem fünfzehnten
Kalb noch von ihrer besten Seite.
Das ist die Kuh Pia von
Nils Mausolf, die 12 Kälber
gebracht hat.
Die 16-jährige Angus-Kuh Pfanni
von Friedhelm Simon ist noch sehr
gut in Form.
Diese Angus-Kuh von Anette
Wiedelbach hat inzwischen
18mal gekalbt.
Doch ein wesentlicher Teil und ein Erfolgsfaktor im
Bestand sind die älteren Damen im Betrieb, die über
viele Jahre hinweg leistungsstark und zuverlässig
geblieben sind. Sie sind ein eindrucksvoller Beleg
für funktionale Zucht, Anpassungsfähigkeit und
nachhaltiges Management.
Alte Kühe sind häufig auf Mutterkuhbetrieben zu
finden. Sie sind ein Zeichen von Persistenz, sehr
guter Fruchtbarkeit und einem hervorragenden
Management.
Sie bilden die Basis von vielen bewährten Zuchttieren
im Betrieb. Dabei bedeutet Langlebigkeit weit mehr
als nur ein hohes Alter.
Es ist ein Ausdruck robuster Genetik und konstanter
Leistungsfähigkeit unter Praxisbedingungen.
Besonders beeindruckend sind jene Tiere, die auch
im höheren Alter noch Substanz, Harmonie und Ausstrahlung
zeigen, wie diese Kühe im Qnetics-Gebiet.
→ MARIE MENSCHING, LLH
QZEIT APRIL 2026
Der Gendefekt Q204X (M2) ist
aus anderen Fleischrinderrassen
deutlich stärker bekannt. Bei
Fleckvieh-Simmental war er bislang
jedoch nicht nachgewiesen.
↓
Genetische Defekte lassen sich nur durch
Transparenz, Testung und verantwortungsvolle
Anpaarungen nachhaltig kontrollieren.
39
GENDEFEKT BEI
FLECKVIEH-SIMMENTAL
Aktuell wurden in Deutschland erstmals über SNPbasierte
Nachkommenanalysen Trägertiere identifiziert.
Viele dieser Tiere stammen aus Zuchtlinien, die
überwiegend über Zukaufssperma aus England in die
Population gelangt sind.
Bei Q204X handelt es sich um eine Mutation im
Myostatin-Gen. Myostatin ist ein zentraler Regulator des
Muskelwachstums und wirkt im gesunden Organismus
als natürlicher „Muskelbremser“. Wird dieses Gen durch
eine Mutation wie Q204X in seiner Funktion beeinträchtigt,
kann es zu einer verminderten Hemmung des
Muskelaufbaus kommen. Die Folgen reichen – je nach
Ausprägung – von leicht erhöhter Muskelentwicklung
bis hin zum sogenannten „Double-Muscling“-Phänotyp.
Dieser kann mit erhöhtem Kalberisiko, verringerter
Fettabdeckung, ungünstigerem Stoffwechsel und einzelnen
Vitalitätsproblemen einhergehen.
Q204X WIRD AUTOSOMAL REZESSIV VERERBT.
DAS BEDEUTET:
→
→
→
Nur Tiere mit zwei Kopien des defekten Allels
(homozygot) entwickeln die typischen Merkmale
der Mutation.
Heterozygote Tiere tragen das mutierte Gen
zwar, zeigen aber in der Regel keine oder nur
geringe klinische Auffälligkeiten und gelten als
unauffällige Träger.
Besonders wichtig: Frei getestete Nachkommen
von Trägertieren vererben den Defekt nicht
weiter. Ein Tier, das eindeutig als genetisch frei
klassifiziert wurde, kann die Mutation – unabhängig
vom genetischen Status der Eltern – weder
tragen noch weitergeben.
Die Identifikation von Trägertieren bei der Rasse Fleckvieh-Simmental
unterstreicht die Bedeutung einer
vorausschauenden Zuchtplanung und konsequenten
genetischen Kontrolle. Auch wenn die Verbreitung des
Defekts in der Population derzeit noch sehr gering ist,
lässt sich der tatsächliche Umfang bislang nicht abschließend
bestimmen. Beim Zukauf von Zuchttieren sollte
daher besonders auf genetische Besonderheiten und
den Teststatus geachtet werden, um eine ungewollte
Ausbreitung zu verhindern.
MOMENTAN BEKANNTE TRÄGER AUFGRUND VON
POSITIVEN NACHKOMMEN:
→
→
→
→
→
→
Satire Talent
Saltire Impressive
Auchorachan Hercules
Bearna-Dhearg New Way P ET
Denizes Monty
Ballinalare Galaxy
Der Einsatz von Sperma dieser Bullen sollte vermieden
werden. Beim Einsatz oder Zukauf von Nachkommen
dieser Bullen sollte eine Freitestung auf den Gendefekt
(M2F) vorliegen und berücksichtigt werden, um eine
weitere Verbreitung der Mutation in der Simmental-
Population zu verhindern.
Durch konsequente Testung, die Berücksichtigung von
Abstammungslinien sowie eine gezielte Auswahl von
Zuchttieren kann der Gendefekt Q204X im Fleckvieh-
Simmental-Bereich schnell eingedämmt und langfristig
vollständig ausgemerzt werden.
→ TOBIAS PETZENBERGER
QZEIT APRIL 2026
40
INTERNAS
Niedersachsen
Nordhausen
Sachsen-Anhalt
Heilbad Heiligenstadt
1
Sondershausen
Sachsen
Mühlhausen/
Thüringen
Sömmerda
Hessen
Apolda
Bad Salzungen
Eisenach
6
Gotha
ERFURT
Arnstadt
5
Weimar
Jena
Eisenberg
9
Gera
2
Altenburg
8
7
Hessen
3
Meinigen
Suhl
Saalfeld/Salle
Schleiz
4
Greiz
Sachsen
Hildburghausen
Sonneberg
Bayern
Bayern
NEUORDNUNG
DES AUSSENDIENSTES
IN THÜRINGEN
QZEIT APRIL 2026
41
INTERNAS 41
1
2
3
4
5
6
7
8
IHR ANSPRECHPARTNER IN
DER MILCHRINDERZUCHT BEI
FRAGEN ZU ZUCHTBERATUNG
UND SPERMAHANDEL
RALF GRUSCHWITZ
0172 3469591
r.gruschwitz@qnetics.de
Nordthüringen
MARLIES SCHELLER-VEIT
0172 3469597
m.scheller-veit@qnetics.de
Ostthüringen
PEER BAUMANN
0172 3469585
p.baumann@qnetics.de
Süd-West Thüringen
MARTIN LINKE
0172 3469588
m.linke@qnetics.de
Süd-Ost Thüringen
MARCUS GABRIEL
0172 3469598
m.gabriel@qnetics.de
Thüringen Mitte
IHRE ANSPRECHPARTNER IN ALLEN
FRAGEN DER FLEISCHRINDERZUCHT
UND ABSETZERVERMARKTUNG
MARCUS HERBST*
0172 3469584
m.herbst@qnetics.de
Westthüringen
STEFAN STAROSCZIK*
0172 3469594
st.staro@qnetics.de
Ostthüringen
IHRE ANSPRECHPARTNER IN FRAGEN
ZUR VIEHVERMARKTUNG
DANILO BARDEHLE*
0172 3469599
d.bardehle@qnetics.de
Westthüringen
Der Außendienst in Thüringen
wurde in den vergangenen
Monaten neu strukturiert und an
die aktuellen Anforderungen
angepasst.
Mit der Reorganisation kann sich nicht nur der
Ansprechpartner ändern; auch die fachlichen Zuständigkeiten
wurden stärker an Kundenanforderungen und
regionale Gegebenheiten angepasst. Ziel ist es, unsere
Betriebe sowohl fachlich als auch regional noch gezielter
zu betreuen.
Die Anpassung war aufgrund der Veränderungen in
der Landwirtschaft und der neuen Herausforderungen
in unserer Branche längst notwendig. Einige Betriebe
haben aufgegeben oder ihre Milchproduktion eingestellt
und sich neuen Betriebszweigen zugewandt. Dadurch hat
sich auch der Betreuungsbedarf verändert – und damit
die Anforderungen an den Außendienst. Die Rahmenbedingungen
für eine umfassende und fachlich fundierte
Kundenbetreuung haben sich in den vergangenen Jahren
deutlich gewandelt.
„Unser Ziel ist es, mit der neuen
Struktur die Qualität der Beratung
weiter zu steigern und auch
künftig ein verlässlicher Partner
unserer Betriebe in allen Fragen der
Rinderzucht zu sein.“
Mit der Umstrukturierung wurde eine klarere Aufteilung
zwischen den Bereichen Zuchtberatung und Spermahandel,
Fleischrinderzucht sowie Viehvermarktung
geschaffen. Dadurch können Kompetenzen gezielter eingesetzt
und Kundenanliegen noch besser betreut werden.
→ TIMO LEIMBACH
9
TOBIAS PRAGER*
0172 3469592
t.prager@qnetics.de
Ostthüringen
*Die Grenze verläuft hier von Nordhausen über Arnstadt
nach Saalfeld. Tobias Prager deckt gleichzeitig die
Zuchtberatung in der Fleischrinderzucht in Ostthüringen ab.
QZEIT APRIL 2026
42
INTERNAS
TEAM CHARACTER
Neue Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bei Qnetics.
Kay Ehrhardt
Seit 9. Februar 2026 arbeitet Kay Ehrhardt
als Fahrer für Spermalogistik und Probentransport
für uns. Zudem kümmert er
sich um die Instandhaltung und Pflege
des Objektes in Erfurt. Durch seine Vorbeschäftigung
und seine handwerklichen
Fähigkeiten bringt er gute Voraussetzungen
für seinen neuen Aufgabenbereich
mit.
Ralf Erfurt
Ralf Erfurt absolvierte die Ausbildung
zum Zootechniker und arbeitete während
seines bisherigen Berufslebens in einem
großen Thüringer Milchviehbetrieb. Von
daher sind ihm Rinder sowie die Technik
für deren Betreuung vertraut. Seit 1. Oktober
2025 verstärkt er das Stallkollektiv in
unserer Besamungsstation.
Dalil Othman
Seit 15.11.2025 verstärkt Dalil Othman das
Team der Qnetics am Standort Alsfeld. Er
unterstützt nach einer umfangreichen
und gründlichen Einarbeitung das Team
im Stall. Zu den Hauptaufgaben zählen die
Vor- und Nachbereitungen der Stallungen
insbesondere für Auktionen, das Be- und
Entladen sowie die Versorgung der Tiere.
Lydia-Romy Heyder
Seit dem 5. Januar verstärkt Lydia-Romy
Heyder die Abteilung Fleischrinderzucht.
Sie ist für die Herdbuchführung in Thüringen
zuständig. Ihr Studium der Pferdewissenschaften
begann sie an der Veterinärmedizinischen
Universität Wien und
schloss den Bachelor an der Freien Universität
Berlin ab. Anschließend absolvierte
sie ein Masterstudium der Nutztierwissenschaften
an der Justus-Liebig-Universität
Gießen. Berufliche Erfahrungen sammelte
sie in der Herdbuchführung sowie
als Zuchtleiterin im Pferdezuchtverband
Sachsen-Thüringen e.V.
Tetiana Trotskovets
Nach erfolgreich absolviertem Praktikum
hat sich Tetiana Trotskovets für eine Mitarbeit
im HVL-Labor entschieden. Seit Start
im Juli 2025 hat sie sich an den Analysegeräten
gut eingearbeitet und wird durch
ihre engagierte Art schon jetzt sehr
geschätzt. Wir wünschen ihr weiterhin
viel Freude beim Kennenlernen aller
Laborbereiche.
Daniel Winter
Seit dem 1. September ist Daniel Winter
im Team der Melktechnik- und Milchqualitätsberater
in Thüringen. Der ausgebildete
Landwirt qualifizierte sich zudem
zum staatlich geprüften Techniker der
Fachrichtung Landbau. Nach Stationen in
Agrarbetrieben und im Landhandel war
er als Servicetechniker bei namenhaften
Melktechnikfirmen tätig. Mit seiner
Erfahrung unterstützt er Milchviehbetriebe
bei technischen Problemen an
Melkanlagen und führt die jährlichen
DIN-ISO-Messungen aller Hersteller
durch.
QZEIT APRIL 2026
↓
Herzlich willkommen!
ABSCHIED VON PRÄGENDEN PERSÖNLICHKEITEN DES LTR
NACHRUF AUF
INTERNAS
43
Malina Schlosser
Bereits seit Mai wird das Team im HVL-
Labor von Malina Schlosser unterstützt.
Im analytischen Bereich setzt sie ihre
umfangreichen Kenntnisse aus Bachelorund
Masterstudium ein. Wir sind sehr froh
darüber, Malina Schlosser für uns gewonnen
zu haben und wünschen ihr viel Spaß
und Erfolg in der täglichen Laborarbeit.
KLAUS
RICHTER
Am 9. Oktober 2025 verstarb der ehemalige
Vorsitzende des LTR, Klaus
Richter, im Alter von 92 Jahren.
Klaus Richter stand dem Verband seit
seiner Gründung im Jahr 1990 bis Juni
2001 vor und prägte ihn mit seinem
Weitblick und seiner Diplomatie maßgeblich.
Die Thüringer Rinderzüchter
werden Klaus Richter stets ein ehrendes
Andenken bewahren.
DR. HEINZ
EHRHARDT
Kurz vor Vollendung seines 91. Lebensjahres
verstarb am 16. Januar 2026
der ehemalige Abteilungsleiter für
Besamungswesen des Landesverbandes
Thüringer Rinderzüchter (LTR),
Dr. Heinz Ehrhardt. Dr. Ehrhardt übte
diese Tätigkeit bis 1998 aus. Während
seiner aktiven Zeit trug er wesentlich
zum Aufbau und zur Etablierung des
Verbandes bei. Dafür sind und bleiben
ihm die Thüringer Rinderzüchter zu
großem Dank verpflichtet.
→ RONALD BIALEK
ZUKUNFT MILCH 2025 IN ALSFELD
Traditionell am ersten Donnerstag im Dezember fand in der Hessenhalle Alsfeld
die Vortragsveranstaltung „Zukunft Milch“ statt.
Organisiert von Qnetics, dem HVL und dem Innovationsteam
Milch zog die Veranstaltung auch 2025 zahlreiche Landwirte,
Studierende sowie Vertreter aus Behörden und Verbänden an.
Unterstützt von Partnern aus der Futtermittelindustrie und
weiteren Dienstleistern bot das Qnetics-Beraterteam Herdenmanagement
und Fütterung ein vielseitiges Programm.
Im Fokus standen Themen wie Futtereffizienz, Digitalisierung,
Produktionskosten im europäischen Vergleich sowie Entwicklungspotenziale
in Milchviehbetrieben.
→ Die nächste Veranstaltung findet am 3.12.2026
statt – spannende Themen inklusive.
→ DR. UTE PHILIPP
QZEIT APRIL 2026
44 INTERNAS
WINTERVERSAMMLUNGEN IN HESSEN
Im Zeitraum von November bis März fanden die traditionellen
Winterversammlungen von HVL und Qnetics statt.
Nach der Begrüßung durch die Bezirksgruppenvorsitzenden der
jeweiligen Region informierten die Referenten über aktuelle Themen
aus den Verbänden. Dr. Gesine Witzel (Geschäftsführerin
HVL, Qnetics) stellte den MLP-Jahresabschluss 2024/2025 sowie
das neue Angebot der Zelldifferenzierung für MLP-Betriebe vor.
Die Zelldifferenzierung ermöglicht eine noch genauere Beurteilung
der Eutergesundheit von Milchkühen. Anschließend
referierten die Fütterungsberater Martin Janssen und Joachim
Peter-Muth zur Bedeutung der Grundfutterqualität.
Über Entwicklungen in den Bereichen Besamung, Tierseuchen
und Viehvermarktung berichteten die Qnetics-Geschäftsführer
Ronald Bialek und Jens Kirch.
Immer spannend und
horizonterweiternd: Die
Betriebsbesichtigungen.
Die elf Veranstaltungen, die über ganz Hessen verteilt waren,
stießen auf großes Interesse und waren gut besucht. Der HVL stellte
den teilnehmenden Landwirten Teilnahmebescheinigungen
aus, die beispielsweise als Schulungsnachweis im Rahmen von
QM-Milch genutzt werden können.
Ein Vertreter der GHV ergänzte das Programm mit Informationen
zur Ertragsschadenversicherung.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand jeweils die
Besichtigung eines nahegelegenen Milchviehbetriebes auf
dem Programm. Ein herzlicher Dank gilt den Landwirten, die
ihre Betriebe geöffnet und den Besuchern Einblicke in ihre
Arbeit gegeben haben.
→ KATJA MÜTZE
KREISRINDERZUCHT- UND
KONTROLLGEMEINSCHAFTEN
IN THÜRINGEN
Die Würdigung der besten Betriebe
der Landkreise nach Fett- und Eiweiß-
Kilogramm ist fester Bestandteil der
Versammlung.
Im Vermarktungszentrum der Qnetics in Laasdorf fand am
27. Februar die erste Veranstaltung der Kreisrinderzucht- und
Kontrollgemeinschaften Thüringens in diesem Jahr statt.
Vertreten waren Betriebe aus den Landkreisen
Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis,
Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, Gera, Altenburger
Land, Ilmkreis, Weimarer Land, Gotha,
Sömmerda und Erfurt. Die Resonanz war
groß: Die Vermarktungshalle der Qnetics
füllte sich mit zahlreichen interessierten
Zuhörern.
Nach der Begrüßung durch Leistungsinspekteurin
Bettina Freitag begann die Veranstaltung
mit der Auswertung des abgeschlossenen
Milchprüfjahres. Daran schloss sich die
Ehrung der besten Betriebe der einzelnen
Landkreise nach Fett-Eiweiß-Kilogramm an.
Christof Kästner, Geschäftsführer der
Nessetalmilch GmbH in Goldbach, stellte
anschließend praxisnah das erfolgreiche
Fütterungskonzept für Hochleistungskühe
in seinem Betrieb vor. Dem Vortrag folgte
eine lebhafte Diskussion.
Dass die Milchkontrolle weit mehr bietet als
die Auswertung von Milchinhaltsstoffen
und Zellzahlen, zeigte Qnetics-Geschäftsführerin
Dr. Gesine Witzel. Sie stellte die
Auswertungsmodule QCheck und Ketose-
Check vor und gab praktische Hinweise
für deren Nutzung im Betriebsalltag. Mit
großem Interesse wurden auch die Aus-
führungen von Amtstierarzt DVM Matthias
Thurau verfolgt. Neben den Auswirkungen
und der Diagnostik der Blauzungenkrankheit
(BTV-3) in den Jahren 2024/2025 stand
die Beurteilung der Transportfähigkeit von
Nutztieren – insbesondere von Rindern – im
Mittelpunkt.
Bei bester Verpflegung und sonnigem Wetter
nutzten die Landwirte anschließend die
Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Ein
herzlicher Dank gilt den Mitarbeitenden der
Qnetics für die Organisation sowie allen
Referenten für ihre interessanten Beiträge.
→ DR. GESINE WITZEL
QZEIT APRIL 2026
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46 QPRAXIS
EIN BEISPIEL FÜR GELEBTEN TIER- UND
NATURSCHUTZ IN SÜDTHÜRINGEN
REHKITZRETTUNG
Rehkitzrettung ist ein Thema, das in den letzten
Jahren immer wichtiger geworden ist. Dabei geht es
nicht nur um den Schutz von Wildtieren, sondern
auch um die Sicherheit landwirtschaftlicher Nutztiere,
die von unseren Grünlandflächen ihr Futter beziehen.
DIE GEFAHR FÜR REHKITZE AUF UNSEREN WIESEN
Unsere heimischen Frühlingswiesen sind nicht nur
eine Freude für Spaziergänger und Naturliebhaber. Sie
sind Lebensraum, Nahrungsquelle und Schutzgebiet
für zahlreiche Insekten, Bodenbrüter und Wildtiere –
und gleichzeitig Futtermittel für Nutztiere. Oft fällt die
Brut- und Setzzeit der Bodenbrüter und des Rehwildes
mit dem ersten Grünlandschnitt zusammen. Dies stellt
ein erhebliches Risiko für Wild- und Nutztiere dar.
Rehkitze sind Meister der Tarnung: Ihr geflecktes Fell
spiegelt Licht und Schatten wider, sie „drücken“ sich bei
Gefahr an den Boden, laufen nicht weg und haben in
den ersten Lebenswochen keinen Eigengeruch, wodurch
Raubtiere und Suchhunde sie schwer finden. Perfekte
Eigenschaften zum Schutz und Überleben – die ihnen
während der Frühjahrsmahd jedoch zum Verhängnis
werden können. Jedes Jahr werden zahlreiche Rehkitze
von Mähwerken verletzt oder getötet.
Oft lassen sich nach der Mahd Ricken beobachten, die
tagelang nach ihrem Kitz suchen. Der Verlust ist nicht
nur emotional schmerzhaft, auch das Gesäuge der Ricke
kann sich entzünden, wenn kein Jungtier mehr saugt.
„Rehkitzrettung schützt nicht nur
Wildtiere, sondern sichert auch
die Qualität des Grundfutters für
unsere Nutztiere.“
Landwirte sind laut Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz
verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Schutz
der Kitze zu ergreifen. Gleichzeitig haben sie ein berechtigtes
Eigeninteresse: Gelangen die Tierkadaver in das
Grünfutter, kommt es zu Verwesungsprozessen und damit
zur Bildung und Vermehrung des Bakterium Clostridium
botulinum, welches unter Luftabschluss im Silier-Prozess
QZEIT APRIL 2026
QPRAXIS
47
PRAKTISCHE MASSNAHMEN UND EIN
ERFOLGSPROJEKT IN SÜDTHÜRINGEN
das gefährliche Gift „Botulinumtoxin"
bildet. Dieses
Nervengift kann bei Rindern,
Schafen und Pferden zu Lähmungserscheinungen
bis hin
zum Tod führen.
Für Landwirte besteht somit
ein berechtigtes Interesse,
Wiesen vor der Mahd zu kontrollieren
bzw. abzusuchen.
Aber auch Jäger haben im
Rahmen ihrer gesetzlichen
Pflicht zur Hege und Pflege
der Natur die Aufgabe, einen
gesunden Wildtierbestand
zu erhalten und zu fördern.
Landwirte und Jäger teilen
somit das gleiche Ziel – und
bilden eine perfekte Grundlage
für eine erfolgreiche
Zusammenarbeit.
Mittlerweile haben sich verschiedene Methoden zur
Rehkitzrettung etabliert: Drohneneinsatz vor Sonnenaufgang
mit Wärmebildkamera, das Vergrämen 1-2 Tage
vor der Mahd durch Flatterbänder oder akustische Signale,
Suche mit Vorstehhunden und unabhängig von
den zuvor getroffenen Maßnahmen spezielle Mähstrategien
und das Anbringen von akustischen Kitzrettern
am Mähwerk.
Im Jahr 2024 startete Luisa Schleicher als Jungjägerin
gemeinsam mit jungen Landwirten über die Kreisjägerschaft
Meiningen in Südthüringen ein Projekt zur Rehkitzrettung.
Beginnend mit einem externen Drohnenpiloten
konnten die Beteiligten im letzten Jahr bereits
mit einer ersten eigenen Wärmebilddrohne das Projekt
verfolgen.
Mit der Unterstützung von drei Drohnenpiloten und
über 30 freiwilligen Helfern wurden auf den Flächen
von sieben landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis
Schmalkalden-Meiningen bisher über 70 Rehkitze aufgefunden
und gerettet.
Die Tiere wurden vorsichtig mit Handschuhen und
einem Bündel Gras in Boxen gesetzt, um menschliche
Witterung zu vermeiden. Die Ricke würde ihr Kitz bei
Fremdgeruch nicht mehr annehmen. Nach der Mahd
werden die Kitze wieder an den Wiesenrand gelegt, wo
die Ricke sie problemlos wieder annimmt.
Viele Kitze, die bereits mobil sind, können aus den Wiesen
vergrämt werden. Mit mehr als 100 geretteten Rehkitzen
haben die Ehrenamtler das frühe Aufstehen gegen 3:00
Uhr gern in Kauf genommen. Rehkitzrettung ist ein echtes
Herzensprojekt, für das sich alle Strapazen lohnen.
Landwirte und Jäger sowie Helfer aus anderen Bereichen
zeigen jedes Jahr, dass man gemeinsam nicht nur Lebensmittel
erzeugt, sondern durch zahlreiche Maßnahmen
einen erheblichen Beitrag zum Tier- und Naturschutz
leistet.
→ LUISA SCHLEICHER, KREISJÄGERSCHAFT MEININGEN
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QZEIT APRIL 2026
48
QPRAXIS
HEMMSTOFFE VERMEIDEN
Als Hemmstoffe werden alle Substanzen bezeichnet, die das Wachstum
von Lebewesen oder Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten.
Bei der Weiterverarbeitung der Milch in der Molkerei
beeinträchtigen Hemmstoffe die für die Milchverarbeitung
wichtigen Milchsäurebakterien. Weiterhin können
Hemmstoffe ein Risiko für die Gesundheit der Konsumenten
darstellen. Der Einsatz von Tierarzneimitteln,
insbesondere Antibiotika, wird in der Öffentlichkeit teilweise
kritisch gesehen. Um im Sinne des Tierschutzes
die Gesundheit der Tiere zu sichern, kann der gezielte
Einsatz von Tierarzneimitteln jedoch erforderlich sein.
Der Landwirt ist Lebensmittelunternehmer. Er trägt die
Verantwortung dafür, dass die an die Molkerei gelieferte
Milch sowie die Milch aus der Direktvermarktung frei
von Stoffen sind, die die menschliche Gesundheit negativ
beeinträchtigen können. Im Jahr 2025 wurde in Hessen
rund 100-mal Rohmilch mit Hemmstoffen an den Abnehmer
geliefert. Der Eintrag von Hemmstoffen in die Milch
muss daher unbedingt vermieden werden – aber wie?
1. SORGFÄLTIGES
MEDIKAMENTENMANAGEMENT
Bei Tierarzneimitteln sind die Anwendungsvorschriften
hinsichtlich Art, Anwendung und Dosierung zu beachten.
Eine getrennte Lagerung von Medikamenten, Chemikalien
sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ist
ein wichtiger erster Schritt zur Vorbeugung.
Eine lückenlose Dokumentation der Behandlungen ist
unverzichtbar und selbstverständlich. Auch Aushilfsmelkpersonal
sollte durch die Dokumentation oder
andere Methoden (Kennzeichnung, Separierung etc.)
ausreichend über behandelte Kühe informiert werden.
Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig mehrere
Medikamente angewendet werden. Dadurch kann es zu
einer erheblichen Verlängerung der Wartezeit kommen.
Auch bei Eutersalben, Wundsprays oder anderen Präparaten
muss auf die Art der Anwendung geachtet werden,
da diese ebenfalls Wartezeiten auf Milch oder Fleisch
nach sich ziehen können.
Achten Sie beim Einsatz eines Arzneimittels auf eine sachgemäße
Anwendungshygiene, sodass Kontaminationen
durch die Melkerhand am Euter ausgeschlossen werden.
2. MELKEN VON BEHANDELTEN KÜHEN
Noch vor der Behandlung sollte die Kuh durch ein unverwechselbares
System gekennzeichnet werden, zum Beispiel
durch das Anziehen von zwei roten Fesselbändern
an den Hinterbeinen. Ebenfalls geeignet sind Managementprogramme,
in denen eine elektronische Melksperre
für behandelte Kühe eingerichtet werden kann.
Wenn möglich, sollte eine separate Melkroutine eingeführt
werden. Durch das separate Halten einer Gruppe
behandelter Kühe kann es im Melkstand zu keinen
Verwechslungen kommen. Diese Gruppe sollte zuletzt
gemolken werden, damit keine Verschleppung hemmstoffpositiver
Milch in milchführende Teile erfolgt.
QZEIT APRIL 2026
QPRAXIS
49
Ein wichtiger Baustein zur Vermeidung von
Hemmstoffen in der Milch ist die korrekte
Anwendung von Arzneimitteln sowie die eindeutige
Kennzeichnung behandelter Tiere.
Fesselbänder an den Hinterbeinen
ermöglichen eine klare Kennzeichnung
behandelter Kühe.
Behandelte Kühe sollten in einen eigenen Vormelkbecher
vorgemolken werden. Verwenden Sie außerdem
einen separaten Euterlappen und Dippbecher.
Die Milch von hemmstoffpositiven Kühen muss in eine
Separationskanne mit ausreichend großem Fassungsvolumen
(mindestens 30 Liter) mit Trennwanddeckel gemolken
werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das gesamte
Gemelk einer Kuh in die Separationskanne gelangt.
Nach jeder hemmstoffpositiven Kuh müssen das Melkzeug
sowie die milchführenden Teile mit mindestens
50 °C heißem Wasser gründlich gereinigt werden. Die
hemmstoffpositive Milch sollte nicht in der Milchkammer
gelagert werden.
3. EIGENKONTROLLEN DURCHFÜHREN
Wartezeiten müssen strikt eingehalten werden. Die Wartezeit
gilt für das gesamte Gemelk einer Kuh.
Zusätzlich ist bei jeder Einzelkuh ein Hemmstofftest
durchzuführen, bevor das Gemelk der Kuh an den
Abnehmer geliefert wird. Häufig bleibt eine Kuh länger
hemmstoffpositiv, als es die Wartezeit des jeweiligen
Tierarzneimittels für Milch vorgibt.
Es gibt unterschiedliche Hemmstofftestsysteme, die
nach der Rohmilchgüteverordnung (RohmilchGütVO vom
11.01.2021) zugelassen sind. Diese unterscheiden sich hinsichtlich
der Nachweisgrenzen und der nachweisbaren
Substanzen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Molkerei oder
der zuständigen Untersuchungsstelle nach dem eingesetzten
Testsystem.
TESTEN EINER EINZELKUH:
Melken Sie das gesamte Gemelk in eine saubere Separationskanne
und entnehmen Sie daraus die Probe. Das
Vorgemelk ist für eine Probe nicht ausreichend und nicht
repräsentativ.
TESTEN DER TANKMILCH:
Bevor Sie die Probe entnehmen, lassen Sie das Rührwerk
einige Zeit laufen. Die Entnahme der Probe erfolgt mit
einer sauberen Kelle über den Mannlochdeckel.
4. MELKHYGIENE UND TECHNIK
Die Melk- und Reinigungsanlage muss korrekt eingestellt
sein und regelmäßig gewartet sowie kontrolliert
werden. Defekte Zitzengummis müssen umgehend
erneuert werden.
5. ERFAHRUNGEN BEI AUTOMATISCHEN
MELKSYSTEMEN
Zuerst sollten Sie die Kuh im Managementprogramm sperren
– danach behandeln. Kontrollieren Sie anschließend,
ob die richtige Kuh gesperrt wurde (ein kleiner Zahlendreher
kann große Auswirkungen haben). Trockengestellte
Kühe sollten unmittelbar separiert werden. Wichtig ist
beim automatischen Melken vor allem, dass nach dem
Melken einer behandelten Kuh eine Heißwasserspülung
erfolgt. Dabei ist regelmäßig zu überprüfen, ob die Temperatur
ausreichend hoch ist und Reinigungs- sowie Desinfektionsmittel
korrekt dosiert und eingezogen werden.
Wird trotz aller getroffenen Maßnahmen ein positiver
Hemmstoffbefund in der Rohmilch festgestellt, ist diese
nicht verkehrsfähig. Eine Milchlieferung des Betriebes
wird erst wieder möglich, wenn nachgewiesen ist, dass
die erzeugte Rohmilch hemmstofffrei ist.
KONTAKTIEREN SIE UNS BEI FRAGEN
Die Sachbearbeiter Leistungsprüfung und Gütekontrolle
(SBL) des LLH überwachen die Milchleistungsprüfung
sowie die rechtlichen Vorgaben zur Sicherung der Milchgüte.
Wir sind Ansprechpartner für milcherzeugende
Betriebe in Hessen in allen Fragen der Milchgüte, der
Milchuntersuchung und der Qualitätsmilcherzeugung.
Sie können uns daher jederzeit kontaktieren, wenn Sie
Fragen zu den genannten Themen haben oder Unterstützung
bei der Ursachenfindung eines Hemmstofffalls in
Ihrem Betrieb benötigen.
Die Bezirke und Erreichbarkeiten können Sie dem Jahresbericht
des HVL oder der Internetseite des LLH entnehmen.
→ YVONNE KRANCH, HANNAH EIFERT, LLH
↓
Eine Checkliste
mit Managementmaßnahmen
zur Vermeidung
von Hemmstoffen
finden Sie hier.
QZEIT APRIL 2026
50 QPRAXIS
→
Kühe lieben die Routine und danken
es mit Leistung.
DEN FUTTERTISCH
IM BLICK
„Die Kuh soll jederzeit eine
konstante Ration fressen können.“
Milchkühe haben es am liebsten, wenn sich ihre
Umwelt möglichst wenig verändert. Sie mögen
identische Tagesabläufe mit festen Uhrzeiten.
Dazu gehört auch das Fütterungsmanagement.
Das Zusammenspiel von Fütterungsmanagement und
Fressverhalten ist besonders wichtig in den täglichen
Abläufen. Konstanz in diesem Bereich kann zu einer
besseren Pansengesundheit und -funktion, einer höheren
Futteraufnahme, einer verbesserten Milchleistung
und Milchinhaltsstoffen und damit zu einem besseren
IOFC führen. Verschiedene Bereiche im Fütterungsmanagement
müssen im Auge behalten werden, die
alle das übergeordnete Ziel haben:
Die Mischung der Ration ist dabei ein wesentlicher Punkt
im Management. Hier wirken viele Einflüsse zusammen:
Menschen, Maschinen, Arbeitsabläufe, das Futter selbst,
aber auch Witterungseinflüsse wie schwankende Luftfeuchtigkeit,
Wind oder wechselnde Temperaturen.
Das Volumen des Mischwagens muss zur Futtermenge
passen. Auch Mischreihenfolge und Drehzahl spielen
eine wichtige Rolle.
FUTTERVERFÜGBARKEIT ALS SCHLÜSSEL
ZUR FUTTERAUFNAHME
Die Verfügbarkeit von Futter ist einer der wichtigsten Faktoren,
um Kühe zum Futtertisch zu motivieren. Auch der
Zeitpunkt der Fütterung kann einen großen Einfluss auf
die Futteraufnahme haben. Wird die Fütterung im Tagesablauf
der Kühe sinnvoll integriert oder zeitlich angepasst,
kann dies die Aktivität am Futtertisch deutlich steigern.
QZEIT APRIL 2026
QPRAXIS
51
Gut organisierte Betriebe schieben das Futter mehrfach
während der täglichen Arbeitszeit an. Außerhalb der
Arbeitszeiten lässt sich dies jedoch nur selten sicherstellen.
Futteranschieben erhöht die Frequenz der Kühe am
Futtertisch und damit die Futteraufnahme erheblich.
Eigene Erfahrungen und Erhebungen aus der Fütterungsberatung
zeigen eine um bis zu 1,5 kg höhere Trockenmasseaufnahme
pro Tier und Tag.
Darüber hinaus reduziert eine kontinuierliche Futterverfügbarkeit
den sozialen Stress innerhalb der Herde.
FRESSVERHALTEN BEOBACHTEN UND
MANAGEMENT VERBESSERN
Futteranschieben und Futterverfügbarkeit beeinflussen
auch das Fressverhalten der Tiere. Je schlechter Futter
verfügbar ist, desto aggressiver wird das Verhalten am
Futtertisch, da dominante Kühe die Fressplätze stärker
beanspruchen.
Konstante Futterverfügbarkeit und
regelmäßiges Anschieben des Futters
fördern die Futteraufnahme und
tragen wesentlich zu Pansengesundheit
und stabilen Milchleistungen bei.
Zusätzliche Probleme entstehen, wenn die vorgelegte
Ration leicht selektiert werden kann. Rangniedere Kühe
nehmen dann häufig weniger Energie auf, während ranghöhere
Tiere unter Umständen zu viel Kraftfutter aufnehmen.
Dadurch kann eine subakute Pansenazidose
entstehen. Niedrige oder schwankende Milchfettgehalte
können ebenfalls ihre Ursache in einer schlecht gemanagten
Futtervorlage haben. Gesundheitliche Probleme
und Leistungsverluste können die Folge sein.
Die Situation am eigenen Futtertisch lässt sich sehr gut
mithilfe einer Kamera überprüfen. Wird der Futtertisch
über mehrere Stunden oder Tage gefilmt und anschließend
im Zeitraffer ausgewertet, lassen sich wichtige
Fragen beantworten:
Beim konventionellen Melken sind Melk- und Fütterungszeiten
häufig miteinander gekoppelt. Eine Trennung
kann zusätzliche Anreize schaffen, damit Kühe
aufstehen und zum Futtertisch gehen. So wird es den
Tieren ermöglicht, mehrere kleinere Futtermengen über
den Tag verteilt aufzunehmen. Das wirkt sich positiv auf
die Gesamtfutteraufnahme und die Pansengesundheit
aus.
→
→
→
Wann wird Futter angeschoben?
Wann erreichen Kühe das Futter nicht mehr?
Wann und wie lange ist kein Futter verfügbar?
Zusätzlich zeigen die Kühe selbst, an welchen Stellen
sie besonders gerne fressen und welche Futterplätze
gemieden werden. Eine Kamera ermöglicht somit eine
objektive Analyse und hilft, Schwachstellen im Fütterungsmanagement
zu erkennen und gemeinsam
Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln.
Eine zu geringe Futteraufnahme oder längere Zeiten
ohne Futter wirken sich dagegen negativ auf den Pansen
aus. Der pH-Wert verändert sich, wodurch die Mikrobenaktivität
beeinträchtigt wird. In der Folge kann sich die
Futtereffizienz deutlich verschlechtern. Schwankende
Bedingungen für die Pansenmikroben führen zudem
häufig zu schwankenden Milchinhaltsstoffen.
Ein wichtiger Zeitpunkt für die Futteraufnahme ist die
Dämmerung. Auch in der Nacht sollte ausreichend Futter
zur Verfügung stehen. Das regelmäßige Anschieben des
Futters – gegebenenfalls auch automatisiert – bietet hier
eine hohe Sicherheit.
Der Futtertisch ist damit ein zentraler Ort zur Beobachtung
und Bewertung des Fütterungsmanagements im
Betrieb. Regelmäßige Kontrollen und standardisierte
Arbeitsabläufe bilden die Grundlage für eine kontinuierliche
Verbesserung und Optimierung der Fütterung.
Ein offenes Auge, ein geschulter Blick und eine vertrauensvolle
innerbetriebliche Kommunikation steigern
Effizienz und Erfolg in der Milchproduktion.
→ JOACHIM PETER-MUTH
QZEIT APRIL 2026
52 QPRAXIS
MILCHKONTROLLE IN HESSEN
JAHRES-
RÜCKBLICK
Auch im Kontrolljahr 2025 bleibt
die Entwicklung hin zu weniger
MLP-Betrieben und MLP-Kühen
unverändert.
Abb. 1 : Ø MLP-Betriebe
- 64 Betriebe
2’037
2.000
1’937
1’793
1’660
1’574
1’482 1’401
1.500
1’330
1’260 1’223
1’159
1.000
500
0
2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Abb. 2 : Ø geprüfte Kühe
- 3.349 Kühe
120.000
126’041 125’063 121’439 120’520 116’387 113’849 111’691 109’012 106’739 102’827 99’478
100.000
80.000
60.000
40.000
Die Anzahl der an der Milchkontrolle teilnehmenden
Betriebe sank im Vergleich zum Vorjahr um 64 Betriebe
auf 1.159 (Abb. 1). Die rückläufigen Zahlen resultieren
überwiegend aus Betriebsaufgaben. Erfreulicherweise
konnten einige neue MLP-Betriebe hinzugewonnen
werden.
20.000
0
2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Abb. 3 : Ø Kuhzahl pro MLP-Betrieb
Auch bei der Anzahl der MLP-Kühe ist im Milchkontrolljahr
2024/2025 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.
Die Zahl der durchschnittlich geprüften Kühe sank um
fast 3.349 Tiere auf 99.478 und unterschritt damit erstmals
die Grenze von 100.000 Kühen (Abb. 2).
Dies hängt vermutlich auch mit den Auswirkungen der
Blauzungenkrankheit zusammen. Aktuell erholt sich
die MLP-Kuhzahl wieder. Die Zahl der abgerechneten
Kühe liegt bei rund 101.600 Kühen.
80
70
60
50
40
30
20
10
0
82.0
84.7 84.1 85.8
79.7
72.6 74.0 76.8
67.7
61.9
64.6
2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Eine Steigerung verzeichnet dagegen die im Betrieb gehaltene
Anzahl an Kühen. Im Schnitt hielten MLP-Betriebe
im abgeschlossenen Kontrolljahr 85,8 Kühe (Abb. 3).
ENTWICKLUNG DER ZELLZAHLEN
Der durchschnittliche Zellgehalt lag im abgeschlossenen
Kontrolljahr bei 267.000 Zellen pro ml Milch und ist
damit um 17.000 Zellen niedriger als im Vorjahr. Ab der
Jahresmitte waren im Kontrolljahr 2023/2024 – vermutlich
bedingt durch die Auswirkungen der Blauzungenkrankheit
– deutlich höhere Zellgehalte zu beobachten
als im zuletzt abgeschlossenen Kontrolljahr 2024/2025
(Abb. 4).
POSITIVE ENTWICKLUNG DER NUTZUNGSDAUER
SETZT SICH FORT
Die Nutzungsdauer der an der Milchkontrolle teilnehmenden
Kühe in Hessen steigt weiterhin kontinuierlich
an. Sie erhöhte sich auf 39,2 Monate (Abb. 5).
→ KATJA MÜTZE
Abb. 4: Entwicklung der Zellzahlen in der Milchkontrolle
340
2024/2025
320
2023/2024
300
290
290
280
296
287
260
280
240
265
257 253
258
251 254
249
220
200
180
Okt. Nov. Dez. Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sept.
Abb. 5: Nutzungsdauer in Monaten (Basis: abgegangene Tiere)
39.2
39
38.8
38.2
38
37.7
37.1
37
36.6 36.7 36.7
36
35
2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
QZEIT APRIL 2026
QPRAXIS
53
MILCHKONTROLLE IN THÜRINGEN
QNETICS JAHRESBERICHT
Die Anzahl der Milcherzeuger sinkt nicht nur in Thüringen seit Jahren.
Obwohl aufgrund einer höheren Effektivität die
Bestandsgrößen in allen Bundesländern steigen, haben
wir in ganz Deutschland eine sinkende Anzahl an Milchkühen
zu verzeichnen. Milcherzeuger sind nicht nur
Lebensmittellieferanten sondern auch Naturschützer,
die mit der Bewirtschaftung des Grünlandes zur Artenvielfalt
und Nachhaltigkeit beitragen. Nur Wiederkäuer
sind in der Lage, aus für den Menschen unverdaulicher
Rohfaser vom Grünland hochwertige Lebensmittel zu
produzieren.
↓
Qnetics-
Jahresbericht
2024/2025,
alle Daten zum
Kontrolljahr
Mit der Haltung und Nutzung von Milchkühen sind wir
unter anderem in der Lage, natürliche Ressourcen für
zukünftige Generationen zu sichern und gleichzeitig
heimische Nahrungsmittel zu erzeugen. Landwirte
benötigen jedoch auch wirtschaftliche Rentabilität,
um ihre Betriebe langfristig erhalten zu können. In der
Milchproduktion ist – neben weiteren Faktoren – eine
hohe Milchleistung, gekoppelt mit einem gesunden
Tierbestand, die Basis für eine gute Wirtschaftlichkeit.
ZUCHTARBEIT UND DATEN AUS DER
MILCHKONTROLLE
Die erfolgreiche Züchtung auf Gesundheit und Robustheit
unserer Milchkühe mithilfe der monatlichen Daten
aus der Milchkontrolle sowie die zahlreichen Informationen
zur Tiergesundheit haben zu einer Population
geführt, die mit steigender Milchleistung zugleich eine
längere Nutzungsdauer erreicht. Anhand der Daten des
Thüringer Milchviehbestandes lässt sich eine positive
Entwicklung der Nutzungsdauer bei gleichzeitig steigender
Milchleistung belegen.
Neben der herausragenden Zuchtarbeit haben die
landwirtschaftlichen Betriebe bewiesen, dass sie mit
modernster Technik und hoch automatisierten Produktionsabläufen
eine hohe Milchleistung von gesunden
Tieren erzielen können.
DIENSTLEISTUNGEN FÜR ERFOLGREICHE
MILCHVIEHBETRIEBE
Als Dienstleister unterstützt Qnetics die Kunden bei
ihrer Zucht- und Managementarbeit. Wir untersuchen
monatlich Milchproben auf gesundheitlich relevante
Inhaltsstoffe, überprüfen die Melktechnik, führen Herdenmanagement-
und Fütterungsberatungen durch,
selektieren Zuchtbullen mit besonderen Zuchtwerten
für Gesundheit und Langlebigkeit, liefern das notwendige
Sperma und übernehmen die gesamte Logistik
sowie Organisation der Milchkontrolle und Zuchtarbeit.
Unsere Milchproduzenten in Thüringen konnten im
Prüfjahr 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr eine stabile
Leistung von 10.471 kg Milch pro Tier erzielen. Die Kühe
sind beim Abgang erneut etwas älter geworden und
die durchschnittliche Zellzahl in der Milchkontrolle
ist weiter gesunken – ein durchweg positiver Trend.
Der Jahresbericht, dem alle Zahlen und Daten aus
Milchkontrolle und Leistungsprüfung zu entnehmen
sind, wird den Milcherzeugern zugesendet und steht
zudem allen Interessierten auf unserer Homepage zur
Verfügung.
Milchleistung in kg/MLP-Jahr
10’400
10’200
10’000
9’800
9’600
9’400
9’200
9’000
8’800
8’600
M+kg
ND lebend
ND Abgang
2013
9’245
24.4
32.6
2014
9’367
24.6
33.1
2015
9’505
25.1
33.0
2016
9’685
24.7
32.4
2017
9’509
24.7
32.7
→ DR. UTE PHILIPP
2018
9’747
24.6
32.9
2019
9’721
24.8
33.1
2020
9’978
25.1
33.0
2021
10’004
25.4
33.4
2022
9’852
25.7
33.6
2023
10’179
26.1
34.0
2024
10’473
26.1
34.8
2025
10’471
26,0
35.6
35
30
25
20
15
10
5
0
Nutzungsdauer in Monaten
QZEIT APRIL 2026
54
MARKTPLATZ
ES WAR EINE FULMINANTE AUKTION MIT EINER
HUNDERTPROZENTIGEN VERKAUFSQUOTE
SOKO 2026
Einmal mehr war es eine grandiose Sonderkollektion,
die im Rahmen der Qnetics-Schau „Zukunft Rind 2026“
am 6. Februar in der Hessenhalle angeboten wurde.
Die Auktion fand erneut am Vorabend der Schau als
Hybrid-Auktion in stilvollem Ambiente vor voll besetzten
Rängen statt.
Das Publikum konnte die hervorragende Präsentation
der Tiere live vor Ort miterleben. Das Team von Farmers-
Bid sorgte für die professionelle Online-Auktionsbegleitung,
als Pedigree-Leser Martin Biederbick und
Auktionator Christian Sölzer kurz nach 20:00 Uhr die
Auktion eröffneten.
Mit der bewährten Mischung aus genomisch hoch veranlagten
Jungrindern und Zuchtkälbern, erstklassigen
abgekalbten Färsen sowie einer starken Kollektion an
Jersey-, Brown Swiss- und Fleckviehzuchttieren wurde
Rinderzüchtern und Freunden schöner Schautiere ein
außergewöhnliches Angebot präsentiert.
Gebote kamen aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden,
Spanien, Italien, Österreich und selbstverständlich
aus ganz Deutschland. Alle Tiere wurden verkauft und
erzielten einen Durchschnittspreis von 7.708 € – acht
davon im fünfstelligen Bereich.
Es ist keine leichte Aufgabe, Jahr für Jahr eine derart
hochwertige Sonderkollektion zusammenzustellen.
QZEIT APRIL 2026
MARKTPLATZ
55
↓
Außergewöhnliche Genetik
erzielt außergewöhnliche
Ergebnisse.
Extrem wichtig ist, dass die Käufer Erfolg mit den erworbenen
Tieren haben, denn dann kommen die Kunden
gerne wieder. Das funktioniert in Alsfeld. Dies bestätigt
der Blick in die Käuferlisten. Dabei zeigt sich, dass viele
Tiere erfolgreiche Bullenmütter geworden sind.
TOPSELLER DER SONDERKOLLEKTION
Topseller war Nr. 7, COL NH Mia Red PP, angeboten von
der Lüpschen GbR und Nici Nosbisch. Die exklusive,
homozygot hornlose Sainz P RDC-Tochter aus einer
aufstrebenden Kuhfamilie weckte bereits im Vorfeld
großes Interesse. Der neue Bullenvater Cox Red PP
stammt aus Großmutter ZFZ Mailand. Bereits vor der
Auktion bestanden Embryonenverträge im Wert von
über 36.000 €. Nach einem intensiven Bieterduell fiel
der Hammer schließlich bei 27.500 €.
Ebenfalls stark nachgefragt war Nr. 15 HWH 3Star
Phiora Red P von Heinrich Weckesser und GenHotel.
Mit RZG 161 und NVI 433 spielt diese Sainz P RDC-Tochter
in der Champions League der Genetik und erzielte
Verträge von 35.000 €. Für 25.500 € wechselte sie den
Besitzer.
Brandaktuelle Genetik verkörperte Alexia P (#14) aus
dem Stall der Perk GbR. Die frühe hornlose Smartie P-
Tochter mit komplettem Vererbungsprofil ist die einzige
Tochter der Nexo-Tochter Alane. Für 18.500 € wurde
dieses genomische Juwel zugeschlagen.
im Pedigree. Für dieses einmalige Angebot einer neuen
Bullenmutter fiel der Hammer bei 16.500 €.
Begehrt waren ebenfalls HZK Widget (#36) und ZHW
Whoopi P (#41). Die Mutter der beiden, HZK Widget, ist
eine der besten Töchter des Qnetics-Vererbers Comeback
und wurzelt in der bewährten Kuhfamilie von Welcome
Stock Farms aus New York. HZK Widget selbst war mit
11.000 € eine der Topsellerinnen der SOKO 2024, die sich
seinerzeit die Volke/Hauck GbR sicherte.
Holger Knauer hatte damals einen Embryonenvertrag
abgeschlossen und Embryonen zurückerhalten. So konnte
er nun die Hadley-Tochter Widget anbieten. Neben
einem RZG von 155 überzeugte sie international mit
hohen Zuchtwerten: TPI 3.221 (USA), ISU 202 (Frankreich),
PFT 5.244 (Italien), PLI 737 (UK) und ISET 1.637
(Schweiz). Dies brachte ihr Embryonenverträge im Wert
von 24.000 € ein.
Nach einem spannenden Bieterduell wechselte sie
für 14.500 € zu einem niederländischen Züchter. Ihre
hornlose Halbschwester von Segway P, ZHW Whoopi P,
angeboten von der Volke/Hauck GbR, stand ihr jedoch in
nichts nach. Mit auch 24.000 € an Embryonenverträgen
wechselte sie für 14.000 € ebenfalls ins Nachbarland.
Auch ZHW Amira Red wurde von der Volke/Hauck GbR
angeboten. Diese einzigartige Skill-Red-Tochter aus der
Golden-N-Oaks-Marabella-Familie verkörpert Potenzial
ohne Limit. Mit RZG 158 ist sie die Nr. 1-Tochter ihres
Vaters. Der kanadische Top-Vererber Westcoast Alcove
stammt ebenfalls aus dieser Familie. Für 7.000 € wechselt
sie zu einem Züchter nach Niedersachsen.
Mit HWH Elea (#6) offerierten Heinrich Weckesser und die
Wilke GbR ein weiteres Highlight. Die dritte Sainz P RDC-
Tochter ist mit ihrem RZG von 162 die Nr. 2 der Sainz P-
Töchter in Deutschland. Mit einem NVI von 479 gehört
sie auch in den Niederlanden zur Spitze. Mit modernem
Pedigree und einer einmaligen Kombination geht sie auf
die bewährte Kuhfamilie von Rainyridge Tony Beauty
EX 94 zurück. Dieses außergewöhnliche Angebot galt es
zu nutzen: Für 17.500 € verbleibt HWH Elea im eigenen
Zuchtgebiet.
Mit Nr. 33, VOG Jelly Red P, bot Jörg Vogel aus Neuhof
eine frühe hornlose Dressman P-Tochter mit Top-Zuchtwert,
modernem Pedigree und einmaliger Kombination
aus der bewährten J-Familie von Jürgen Hintze an. Sie
imponierte mit RZG 157 und NVI 406 und hatte Embryonenverträge
von über 20.000 €. Jelly Red P führt
mütterlicherseits mit Mask Red und Ginger Red zwei
der überragenden Red Holstein-Bullen der Gegenwart
Dem Zuschlag bei 27.500 € für
COL NH Mia Red PP ging ein spannendes
Bieterduell voraus.
QZEIT APRIL 2026
56
MARKTPLATZ
Für 17.500 € verbleibt HWH Elea,
angeboten von Heinrich Weckesser
und der Wilke GbR, im Qnetics-
Zuchtgebiet.
steuerte mit SPH Iberia PP RDC eine hochkarätige, homozygot
hornlose Memphis PP-Tochter bei, die ihre Wurzeln
bei der italienischen Diva AE Inspiration Janette EX 93
hat. Für 7.700 € ging sie an einen Käufer aus Westfalen.
Aus einem anderen Zweig dieser begehrten Kuhfamilie
stammt Iduna Red P, angeboten von der Löwer GbR aus
Herbelhausen. Dieses Potenzial ließ sich ein Käufer für
6.500 € nicht entgehen.
Ebenfalls nach Westfalen geht QNE Leoni PP RDC. Die
Clark P-Tochter aus der Kuhfamilie des Qnetics-Vererbers
Euclan erlöste 7.200 €. Aus derselben Familie stammte
auch Nr. 35, BOP Diadem Red P. Die höchste hornlose
Tochter des Qnetics-Vererbers Skill Red wurde von der
Geisel GbR aus Niederissigheim beigesteuert und erzielte
6.700 €.
Maik Diebel bot mit IVO Australia P die zweite hornlose
Segway P-Tochter an. Sie geht zurück auf die berühmte
Ronelee Outside Dabble EX 91 und kam für 6.500 € unter
den Hammer.
Eine spülfähige hornlose Real Syn-Tochter war Nr. 50,
HWH 3Star Beatrix P, mit RZG 153. Großmutter Babsy
P RDC ist die Vollschwester des Vererbers Globed P.
Heinrich Weckesser und GenHotel erzielten 7.500 €.
Eine interessante Handout P-Tochter im Genomic-
Segment war Nr. 32, CHH Karamel Red P, angeboten von
der Christ GbR aus Grüsen. Sie ist die Vollschwester des
neuen Qnetics-Exterieurstars Hancock. Bei 6.000 € fiel
hier der Hammer.
TOPANGEBOTE FÜR EXTERIEURFANS
Die Mattenhof Harris-Färse CAS
Bärbel VG 87 aus der einflussreichen
Bahama-Familie überzeugte einen
jungen Züchter aus Sachsen.
Auch für Liebhaber exzellenter Typ- und Exterieureigenschaften
hatte die Auktion einiges zu bieten. Ein
überragendes Angebot präsentierte die Volke/Hauck GbR
mit SEI ZHW Elaine. Diese auffällige Tochter von Jerry
Lewis bot die einmalige Chance, einen Nachkommen
aus der sagenumwobenen Wynford Goldwyn Erle EX 95
zu erwerben, die für Schausiege und hohe Lebensleistungen
steht. Ein Züchter aus Westfalen sicherte sie sich
für 4.000 €.
Mit Nr. 17, Secret, und Nr. 43, Samanta P, hatte Florian
Viering aus Landau zwei heiße Eisen aus seiner Arizona-
Tochter Sugar im Angebot. Die überragende Shotglass-
Tochter ZHW Santafee EX 90 steht hier im Background.
Secret ist mit RZG 159 die Nr. 1-Tochter ihres Vaters
Milosch und bietet Bullenmutterpotenzial par excellence.
Für 9.500 € verbleibt sie im eigenen Zuchtgebiet.
Ihre hornlose Halbschwester Samanta P, ebenfalls
die Nr. 1 ihres Vaters Sixx P, verließ für 7.000 € den
Auktionsring.
Dass der Hornloszucht eine große Zukunft gehört, ist
eine unbestreitbare Tatsache – und das Auktionsangebot
wurde diesem Anspruch mehr als gerecht. Jochen Geisel
Mit Nr. 18, MS Anouk RDC, hatten Jörg und Johannes
Gertenbach aus Cappel einen weiteren Leckerbissen
für den Schauring im Angebot. Diese außergewöhnliche
Architect-Tochter eröffnete die seltene Gelegenheit,
einen Nachkommen aus der überragenden Apple EX 96-
Dynastie zu erwerben. Für 4.300 € wechselte sie zu einer
begeisterten Züchterfamilie nach Sachsen.
Mit ALH One Jassy RDC bot die Maschmann KG eine
außergewöhnliche, tragende Rebel Red-Tochter aus einer
der spektakulärsten Kuhfamilien der Welt an. Ihre neue
Heimat liegt in Belgien.
GA Herdis (#29) wurde von der AP Goldene Aue aus
Görsbach präsentiert. Dieses hochkarätige Jungrind
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57
ist eine beeindruckende Tochter des Exterieurstars Hi-
Note und geht über Delta Lambda auf Siemers Doc Hanan
EX 92 zurück. Für 4.000 € wechselte sie zu einem Zuchtbetrieb
in den Schwalm-Eder-Kreis.
Die Chance auf den perfekten Typ, den Nr. 37, SPH Capri
RDC, verkörperte, sicherte sich ein Züchter aus Waldeck.
Die sensationelle Rotfaktor-Hulu-Tochter stammt aus
Blondin Destination Cherry (VG 88) und geht auf Unique
Dempsey Cheers EX 95 zurück. GWH Apple Pie RDC, eine
hochkarätige Ambrose-Tochter aus der Apple-Dynastie,
wurde von der Gerbothe-Wiesner GbR angeboten. Sie
wechselte für 3.400 € in den Vogelsbergkreis.
SCHICKE FÄRSEN ZU ATTRAKTIVEN PREISEN
Auch bei den abgekalbten Färsen verlief die Auktion zur
Zufriedenheit aller Verkäufer. Der Durchschnittspreis
der sechs Färsen lag bei 5.633 €. Den Auftakt machte
GWH Nana RDC, angeboten von der Gerbothe-Wiesner
GbR. Die Spark Red-Tochter aus der Neblina-Familie war
bereits mit VG 87 eingestuft. Ihre Qualitäten stellte sie
mit einem Klassensieg auf der Schau „Holstein Vision“
in Bismark bereits eindrucksvoll unter Beweis. Sie vereinte
starke Kuhfamilie, Leistung und Funktionalität
und wechselte für 5.600 € in den Schwalm-Eder-Kreis.
Herausragend präsentierte sich auch Nr. 22, CAS Bärbel,
angeboten von Henning und Nadja Caspar aus Heimertshausen.
Die kapitale Mattenhof Harris-Tochter aus der
einflussreichen Bahama-Familie überzeugte mit über
43 kg Tagesleistung und tadellosem Exterieur. Ein junger
Züchter aus Sachsen sicherte sie sich für 6.600 €.
Ebenfalls stark gefragt war Nr. 13, KH Patricia, angeboten
von Gerrit Kumlehn aus Holzminden. Auch diese zweite
Mattenhof Harris-Tochter aus einer langlebigen Kuhfamilie
verspricht viel Zukunftspotenzial. Für 6.200 € wechselte
die Schaufärse von morgen ebenfalls nach Sachsen.
Weitere überzeugende Färsen stellten die Gertenbach
GbR aus Cappel, Jörg Vogel aus Neuhof sowie die Volke/
Hauck GbR aus Wetterburg.
Uwe Riebensahm bot mit RCG Nadja eine Tochter des
Ausnahmebullen Wundawerk an. Für 4.200 € trat sie
ihren Weg nach Baden-Württemberg an.
Frank Hofmann aus Gersfeld präsentierte ein interessantes
hornloses Jungrind im spülfähigen Alter. Die Samt-
Tochter Fantasie P ist die Halbschwester des Qnetics-
Exterieurvererbers Megatip. Ein Züchter aus dem Kreis
Fulda investierte 4.600 € in diese erfolgreiche Familie.
Die Jersey-Kollektion bestand in diesem Jahr aus zwei
abgekalbten Färsen. Ingo und Tom Rose aus Calenberg
hatten mit Nr. 11 einen Spross aus der berühmten Brendon
Evita EX 91-Familie im Angebot. Die Färse war bereits mit
VG 86 eingestuft und überzeugte mit über 37 kg Tagesleistung.
Für 3.400 € wechselte sie zu einem Zuchtbetrieb
nach Rheinland-Pfalz.
Mit SPH Kathy bot Jochen Geisel eine schicke
Tochter des kanadischen Top-Vererbers
Boomerang an. Der Nachkomme von Grand
Champion Kendra EX 95 ging für 3.400 € in
den Vogelsberg.
ZHW Laeticia war zudem die einzige Brown-
Swiss-Vertreterin. Ein Züchter aus dem
Kreis Marburg begeisterte sich für das fantastische
Brown Swiss-Kalb aus der Familie der einzigartigen
Lackner Glenn Laos EX 96, das 5.000 € erzielte.
Die engagierten Züchter von Qnetics haben mit der
Sonderkollektion 2026 erneut bewiesen, dass sie ein
besonderes Gespür für Spitzengenetik besitzen. Erfolgreich
unterstützt werden sie dabei von den Anpaarungsspezialisten
des Unternehmens.
→ BERND KOCH, JEANETTE WEINBACH
Die Boss GbR aus Maar stellte mit
der Wasserkraft P-Tochter Livia den
Fleckvieh-Topseller.
←
Wer heute in Spitzengenetik
investiert,
sichert sich den Zuchterfolg
von morgen.
FARBPALETTE KOMPLETTIERT
Auch in diesem Jahr wurden vier hochkarätige Fleckvieh-Jungrinder
im Rahmen der Sonderkollektion
angeboten. Die Boss GbR stellte mit der Wasserkraft P-
Tochter Livia (#24) den Topseller in diesem Segment.
Mit einem GZW von 141 war sie ein hochinteressantes
Angebot mit ausgeprägtem Bullenmutterpotenzial und
überzeugte einen Vogelsberger Züchter, der 11.000 € in
sie investierte.
5.000 € erlösten Michael Mütze und die Lang GbR für
Editha, die mit einem GZW von 140 auf Top-Niveau rangiert
und aus der Kuhfamilie von Manaus, Impossum
und Easylover stammt.
QZEIT APRIL 2026
58 MARKTPLATZ
FLASHBACK IM VERMARKTUNGSGESCHEHEN
EXPORTE 2025 –
WOHIN FÜHRT UNS
DIE REISE?
Die Exportvermarktung musste im vergangenen
Jahr mehrere Einschränkungen hinnehmen.
Abb. 1 : Exportvermarktung aller Holsteinrinder im
Jahresverlauf 2025
Abb. 2 : Empfängerländer der Holsteinexporte aus dem
Qnetics-Gebiet im Jahr 2025
300
200
100
Italien, 44 %
Luxemburg, 1%
Spanien, 1 %
Kroatien, 2 %
Belgien, 15%
0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Tschechische
Republik, 31 %
Kurz nachdem sich die Vermarktung nach dem BTV-
3-Ausbruch im Jahr 2024 erholt hatte, folgte die Maulund
Klauenseuche. Auch wenn der Ausbruch auf
Brandenburg begrenzt blieb, kam der Export dennoch
kurzfristig zum Erliegen.
MILCHRINDER: STARKE INLANDSNACHFRAGE
Mit der Zeit akzeptierten immer mehr Länder der EU die
Ausnahmeregelungen zur Verbringung. Parallel stiegen
jedoch in den Betrieben die Ausfälle durch BTV. Dadurch
war die Inlandsnachfrage so hoch, dass selbst niedertragende
Färsen – einst der klassische „Exportartikel“ der
deutschen Rinderzucht – nun häufiger auf deutschen
Betrieben verblieben. Somit wich die Exportaktivität
verstärkt dem Inlandshandel.
Betrachtet man die Empfängerländer, fällt auf, dass
Ungarn BTV-bedingt fehlt, das im Vorjahr noch zwei
Drittel der Rinder erhalten hatte. Fast die Hälfte unserer
Exportrinder wurde nach Italien verkauft. Sowohl
tragende Färsen im Ankauf über Land als auch abgekalbte
Färsen und Jungkühe von den Alsfelder Auktionen
wurden nach Italien verladen. Die Anzahl der Auktionsrinder
für die Ausfuhr nach Italien verdreifachte
sich und wurde somit fast zur Hälfte auf den Alsfelder
Auktionen ersteigert.
Abgekalbte Färsen wurden auch nach Luxemburg
exportiert. Größere Zahlen tragender Färsen verließen
das Qnetics-Gebiet zu knapp einem Drittel in Richtung
Tschechien und zu 15 % nach Belgien. Es folgte Polen, wo
Jungrinder sowie tragende Färsen gefragt waren. Kleinere
Anzahlen tragender Färsen wurden nach Spanien
und Kroatien gehandelt. Die übrigen Milchrinderrassen
blieben im vergangenen Jahr überwiegend in Deutschland,
mit Ausnahme von 85 tragenden Fleckvieh-Färsen,
die in die Schweiz verbracht wurden.
FLEISCHRINDER: HOHE PREISE
BREMSEN DEN EXPORT
Die genannten Einschränkungen galten auch für Fleischrinderexporte.
Neben dem durch BTV verknappten Angebot
sorgten zusätzlich die sehr hohen Fleischpreise für
einen Rückgang der Exporte. Die mit den Fleischpreisen
gestiegenen Zuchtviehpreise bremsten die Nachfrage.
Zudem konnten wiederholt Anfragen nicht mit einer
ausreichenden Tierzahl bedient werden.
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59
zusammen mit einem Zuchtbullen exportiert. Weiterhin
wurden Angus aus dem Qnetics-Gebiet von Kunden aus
Bosnien (tragende Färsen), Österreich (Jungrinder) und
Tschechien (tragende Färsen) nachgefragt.
Kunden aus der Schweiz fragten auch weitere Fleischrinderrassen
nach, die ins Ausland verbracht wurden:
Kühe mit Kälbern (Fleckvieh-Simmental, Limousin)
sowie Zuchtbullen der Rassen Fleckvieh-Simmental,
Limousin und Hereford.
Insbesondere bei den Intensivrassen ist das Vermarktungspotenzial
von Zuchttieren für das Ausland noch
lange nicht ausgeschöpft. Melden Sie daher frühzeitig
potenzielle Verkaufstiere – so können wir gezielt und
proaktiv werben.
Im Nutztierbereich waren die besseren Qualitäten der
weiblichen Limousin-Absetzer bei italienischen Kunden
stark gefragt – hier konnte das Auktionsangebot den
Bedarf nicht decken.
Beim Zuchtvieh war erneut die Rasse Angus (Deutsch
Angus und Aberdeen Angus) führend. Überwiegend in
die Schweiz wurden vor allem Kühe mit ihren Kälbern
Beim Schreiben dieser Zeilen blicken wir kritisch auf die
aktuellen Milchpreise, die ebenfalls taktgebend für die
Exportvermarktung sind. Sobald dieses Tal durchschritten
ist, wird sich auch der Export von Milchrindern wieder
erholen. Qnetics bleibt dabei Ihr verlässlicher Partner
– und wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im
laufenden Vermarktungsjahr.
→ DANILO BARDEHLE
MARKTLAGE
Mit der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit (BT) des
Serotyps 8 liegt seit Februar auch Alsfeld im Sperrgebiet. Ein
Verkauf von Tieren aus der Sperrzone in freie Gebiete ist nur
unter zusätzlichen Auflagen möglich. Diese erhöhen zwar den
organisatorischen Aufwand, machen den Handel jedoch nicht
unmöglich. Aktuell sind nur noch die nördlichen Bundesländer
frei von BTV-8-Auflagen. Es ist jedoch wahrscheinlich,
dass sich dies im Laufe des Frühjahrs ändern wird. Dann
wären alle Hauptkunden betroffen und der Handel könnte
wieder ohne zusätzliche Auflagen stattfinden.
NACHFRAGE NACH ZUCHTRINDERN STABIL
Da Deutschland im Frühjahr wieder offiziell als MKS-frei gilt,
dürfte auch die Nachfrage nach tragenden Rindern wieder
anziehen. Einige Länder bereiten bereits Exporte für das
späte Frühjahr vor. Das Angebot an tragenden Tieren bleibt
weiterhin knapp, sodass das erhöhte Preisniveau voraussichtlich
gehalten wird.
Die Nachfrage nach abgekalbten Tieren hat durch den Rückgang
der Milchpreise zwar etwas nachgelassen, dürfte sich
aber auf gutem Niveau halten, da auch in diesem Segment
das Angebot begrenzt ist. Gut entwickelte Tiere mit einer
Milchleistung von mehr als 30 kg bleiben gefragt und erzielen
weiterhin gute Preise. Tiere mit offensichtlichen Mängeln
oder dreistrichige Tiere lassen sich dagegen nur schwer
vermarkten.
SCHLACHTVIEHPREIS STÜTZT DAS
ABSETZERGESCHÄFT
Der Schlachtviehpreis bestimmt maßgeblich das Absetzergeschäft.
Bisher sind keine erhöhten Schlachtzahlen festzustellen
und die Nachfrage nach Rindfleisch bleibt stabil. Absetzer
werden daher weiterhin auf hohem Niveau gehandelt. Auch
mittelfristig ist derzeit nicht absehbar, dass sich an diesen
Rahmenbedingungen wesentlich etwas ändern wird.
→ JENS KIRCH
QZEIT APRIL 2026
60
MARKTPLATZ
FLASHBACK IM VERMARKTUNGSGESCHEHEN
ZUCHTVIEH-
AUKTIONEN 2025
Die Zuchtviehvermarktung über Auktionen war im vergangenen Jahr
stark vom Blauzungengeschehen des Jahres 2024 geprägt. Zusätzlich
beeinflussten teilweise sehr hohe Milch- und Schlachtvieherlöse das
Marktgeschehen.
→
Trotz schwieriger
Rahmenbedingungen
blieb die
Nachfrage nach
hochwertigen
Zuchttieren auf
den Auktionen
ungebrochen.
Dennoch kann Qnetics auf ein erfolgreiches Auktionsjahr
zurückblicken. Zu Jahresbeginn mussten sich die
Betriebe allerdings zunächst der Herausforderung des
MKS-Geschehens im Norden des Landes stellen, sodass
die Januar-Auktion vorsorglich kurzfristig abgesagt wurde.
Allen Beteiligten ist es zu verdanken, dass nahezu
alle vorgesehenen Auktionstiere ab Hof vermarktet
werden konnten.Trotz dieses Starts konnte die Zahl der
über Auktionen vermarkteten Tiere im Vergleich zu 2024
erneut um rund 35 % gesteigert werden.
HOHE NACHFRAGE NACH QUALITÄTSFÄRSEN
Aufgrund der durch das BT-Geschehen negativ beeinflussten
Trächtigkeitsraten im Sommer 2024 war das
Angebot im Juni deutlich verknappt – die Nachfrage nach
abgekalbten Qualitätsfärsen blieb jedoch ungebrochen.
Bereits bei der März-Auktion wurde erstmals die Marke
von 3.000 € im Durchschnittspreis überschritten, im
Juni gipfelte diese Entwicklung in einem Durchschnittspreis
von nahezu 3.200 €.
Der hohe Bedarf setzte sich auch in den Folgemonaten
fort, während die Auftriebszahlen ab der zweiten Jahreshälfte
wieder anstiegen. Ein besonderer Höhepunkt
wurde im November erreicht: Mit der Katalognummer
210 wurde eine Auftriebszahl versteigert, die vor Einführung
des losen Auktionskonzepts kaum vorstellbar
gewesen wäre.
An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank den engagierten
Auktionsbeschickern. Ohne ihr kontinuierliches Engagement
wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen.
Ebenso danken wir den treuen Käufern für ihr Vertrauen
und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Besonders hervorzuheben sind erneut mehrere Betriebskollektionen:
die Betriebe Steinhagen und Scheffer (beide
Grifte), CPR-Holsteins aus Rhenegge (zwei Kollektionen)
sowie der Teilherdenverkauf des Zuchtzentrums
Gleichamberg. Solche Betriebssammlungen steigern das
Interesse potenzieller Käufer deutlich, da sie die Möglichkeit
bieten, mehrere hochwertige Tiere aus einem Bestand
zu erwerben. Gleichzeitig eröffnen Farm-Collections
Verkäufern häufig besonders attraktive Vermarktungschancen
– mit Preissteigerungen von 10 bis über 20 %
gegenüber dem Durchschnittspreis der Auktion. Insgesamt
erzielten 24 Holsteinfärsen beziehungsweise -kühe
Preise zwischen 4.000 € und 4.800 €, häufig im Rahmen
solcher Betriebskollektionen.
RASSEVIELFALT UND STARKE BULLENPREISE
Bei den Spitzenpreistieren der Rasse Holstein waren
unter anderem die Betriebe Volke/Hauck GbR (Wetterburg),
Florian Viering (Landau), Caspar (Heimertshausen),
CPR-Holsteins (Rhenegge) und Wolff (Korbach) erfolgreich
vertreten.
Der Auktionsplatz Alsfeld steht jedoch auch für Rassevielfalt.
Zwei hochqualitative und robotergewöhnte Färsen
der Rasse Angler erzielten Preise von 3.600 € beziehungsweise
3.900 €. Zwei funktionelle Braunviehfärsen
des Betriebes Knaust aus Gudensberg wurden für 3.700 €
und 3.750 € verkauft. Eine Jersey aus einer 91-Punkte-
EX-Mutter vom Betrieb Uhrig (Sulzbach) wechselte für
2.700 € zu einem südhessischen Käufer, während eine
AMS-erprobte Jersey-Färse des Betriebes Florian Viering
aus Landau für 2.900 € einen osthessischen Interessenten
fand.
Auch die Fleckviehzüchter konnten im Jahresverlauf regelmäßig
ansprechende Jungkühe anbieten. Als besonders
aktive Beschicker sind hier erneut die Handke GbR (Leisenwald),
der Betrieb Albus (Bad Wildungen) sowie die Familie
Prokasky (Mengerskirchen) zu nennen. Die Preisspitze
von 3.600 € erzielte eine euterstarke Mischko-Tochter
des Betriebes Günther aus Tann, die ihren genomischen
Milchwert von 111 mit einer Einsatzleistung von über 30 kg
bestätigte. Derselbe Käufer ersteigerte zudem für 3.200 €
eine hornlose Memory-Tochter des Betriebes Hofmann aus
Gersfeld mit ebenfalls einem Milchwert von 111.
QZEIT APRIL 2026
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3.300 € war einem Kunde die IQ PS-Tochter Spille der
Handke GbR wert. Auch der Betrieb Schäfer (Airlenbach)
stellte eine roboter- und weidegewohnte Färse mit einer
Landessiegermutter im Pedigree zum Verkauf, die mit
hohen genomischen Werten und guter Einsatzleistung
einen Käufer aus dem nördlichen Vogelsberg zur Investition
von 3.200 € animierte.
Im Zuchtbullen-Segment bestätigte sich erneut die steigende
Nachfrage nach Hornlosgenetik. Zwölf Bullen
erzielten im Jahresverlauf Steigpreise zwischen 3.100 €
und 3.800 €. Fünf dieser Tiere waren hornlos – ebenso
wie die drei teuersten Bullen des Jahres.
Den Spitzenpreis von 4.700 € erzielte ein Can PP-Sohn aus
einer 85 Punkte Ranger-Red-Mutter mit über 11.000 kg
Milch sowie hohen Inhaltsstoffen und einem RZG von
153 aus dem Betrieb Volke/Hauck GbR (Wetterburg). In
der Preisrangfolge folgten zwei Bullen der CPR-Holstein
KG aus Rhenegge.
CPR Pizza (Big Point x
Gitar x Maserati) war
mit 4.800 € die teuerste
Färse des Jahres 2025.
In schaufertiger Aufmachung
imponiert sie
zudem mit einer Leistung
von über 54 kg Milch.
Leistungsbereite
Färse mit bestem
Euter aus dem Betrieb
Wolff, Korbach, aus
der Qnetics-Anpaarung
Sportsman x
Filou. Für 4.050 € blieb
sie im Zuchtgebiet.
Für 4.200 € wechselte ein homozygot hornloser Mo Red
PP-Sohn aus einer 86 Punkte Cartoon P-Mutter mit
87 Punkte Großmutter und einem genomischen Milchzuchtwert
von +2.138 kg nach Osthessen. Ein heterozygot
gezogener Winston-Sohn aus einer langlebigen,
leistungs- und inhaltsstoffstarken VG 87 Laron P-Mutter
überzeugte mit Typ- und Körperstärke einen Käufer aus
dem Schwalm-Eder-Kreis und erzielte 4.100 €.
Damit bestätigt sich erneut ein Trend der vergangenen
Jahre: Käufer von Zuchtbullen legen besonderen Wert
auf gut entwickelte, spaltenerprobte Tiere mit hohen
Leistungen und Inhaltsstoffen sowie möglichst hoch
eingestuften Müttern und Großmüttern. Ergänzend
gewinnen Hornlosgenetik und passende genomische
Werte zunehmend an Bedeutung.
Nur eine von mehreren hervorragenden
Jungkühen des Betriebs Albus,
Bad Wildungen: die hornlose Hokuspokus-
Tochter aus einer Impossum-Mutter mit
starken 34 kg Einsatzleistung im März.
Eine Tochter des Jungvererbers
Milkland RDC mit Top-Euter –
stellvertretend für zahlreiche
weitere erstklassige Töchter
dieses Bullen, die wiederholt mit
Spitzenpreisen hervorstachen.
Züchter: Hermann Fehrentz,
Laubach.
AUSBLICK AUF DAS NEUE VERMARKTUNGSJAHR
Nachdem im Dezember sinkende Milchpreise den Auktionsverlauf
bei großem Angebot deutlich beeinflussten
und Verkäufer Preisrückgänge hinnehmen mussten,
stabilisierte sich das Marktgeschehen im Januar des
neuen Jahres bei reduziertem Angebot wieder.
Bei rückläufigen Milchauszahlungspreisen agieren Käufer
deutlich qualitätsbewusster als noch im Frühsommer
mit knappem Angebot und hoher Nachfrage. Tiere mit
Auffälligkeiten – etwa erhöhten Zellzahlen, auffälligen
Schalmtests oder eingeschränkter Melkbarkeit – sowie
Mängeln im Exterieur, insbesondere bei Fundament
und Euter, müssen teilweise deutliche Preisabschläge
hinnehmen.
Wie bereits bei mehreren
Auktionen im Jahr 2025 stellte
Michael Knaust, Gudensberg, auch
im Dezember eine schicke,
leistungsbereite Braunvieh-Färse.
Dagegen zeigen sich Kaufinteressenten bei passenden
Qualitäten weiterhin abschlusssicher. Funktionelle, laufstalltaugliche
Färsen mit stabilen Fundamenten, guten
Einsatzleistungen und idealerweise robotergeeigneten
Eutern werden weiterhin stark nachgefragt und entsprechend
honoriert.
→ UWE POHLMANN, HEIKE FLACH
Teuerstes Tier der
Dezember-Auktion
war ein reinerbig
hornloser Mo Red-Sohn
der CPR-Holsteins KG,
Rhenegge.
QZEIT APRIL 2026
62 MARKTPLATZ
SENSATIONELLER VERLAUF
FLEISCHRINDERTAG
DIE AUKTION
Zweifellos waren die Erwartungen der Fleischrinderzüchter beim
Auftrieb in Alsfeld angesichts der aktuellen Marktlage hoch. Doch kaum
jemand hatte mit einer derart phänomenalen Auktion gerechnet.
QZEIT APRIL 2026
MARKTPLATZ
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Mit 15.200 € war der Angusbulle
Klondike der Bischoff PTR aus
Neukirchen der Topseller des Tages.
FLECKVIEH-SIMMENTAL: STARKER AUFTAKT
Den Auktionsstart machte die Rasse Fleckvieh-Simmental.
Der Spitzenbulle Mythos P, ein enorm bemuskelter
Bulle von Michael Jakob, Ober-Erlenbach, wechselte
in eine Herde ins Lahntal. Nachdem der Reservesieger
der Mausolf GbR, Witzenhausen, für einen sehr guten
Preis nach Westdeutschland versteigert wurde, folgte mit
dem Sixtus-Sohn Syrax von Janik Theiß, Rauschenberg,
der Spitzenpreis dieser Rasse: 10.500 €. Ein Züchter aus
Nordhessen investierte diese Summe in den vielversprechenden
Zukunftsbullen. Bei flottem Marktverlauf wurde
die gesamte Kollektion zu einem Durchschnittspreis
von 6.436 € zugeschlagen.
←
Eine Veranstaltung, die in
jeder Hinsicht überzeugen
konnte.
Roland Klüber erlöste bei
der Rasse Hereford 5.500 €
für den Tibor-Sohn HKL Tai.
CHAROLAIS: GLEICHMÄSSIGE PREISE
AUF HOHEM NIVEAU
In vergleichbarer Form verlief der Charolais-Markt. Nachdem
der Siegerbulle von Jens Ochs zunächst in Oberhessen
verblieb, erzielten Michael und Jannik Döhne für ihren
reinerbig hornlosen Tom-Sohn Topas den Spitzenpreis
von 10.600 €, geboten von einer Zuchtgemeinschaft aus
Ostwestfalen. Sebastian Brühl, Laisa, folgte mit 7.000 €
für seinen sehr gut gezogenen Talisman-Sohn, der in
einen Zuchtbetrieb nach Nordhessen wechselte. Es folgten
mehrere sehr gute Bullen aus den Zuchtbetrieben von
Martin Bierwirth, Weissenborn, und Nicole Eigenbrod,
Branders, die sehr zügig ihre Besitzer wechselten. Die
Gesamtkollektion wurde zu gleichmäßigen Preisen mit
einem Mittelwert von 5.950 € verkauft.
Ein Unikat: Für den einzigen
Blonde d'Aquitaine-Bullen Voltron
aus der bekannten Zuchtstätte
Kömpel, Großenlüder, fiel bei
6.500 € der Hammer.
ANGUS: REKORDPREIS NACH
SPANNENDEM BIETERDUELL
Die größte Gruppe stellte die Rasse Angus. An der Spitze
stand der Kodiac-Sohn Klondike von der Bischoff PTR,
Neukirchen – ein Bulle, der in allen Bereichen höchste
Maßstäbe setzte. Erst nach einem langen Bieterduell
QZEIT APRIL 2026
64 MARKTPLATZ
Sixtus-Sohn Syrax von Janik
Theiß, Rauschenberg, erzielte mit
10.500 € den Spitzenpreis bei
Fleckvieh-Simmental.
Bei Charolais glänzte Topas –
der Tom-Sohn aus dem Stall von
Michael Döhne, Wolfhagen, verlies
mit einem Zuschlagspreis von
10.600 € den Ring.
wechselte er für den neuen Rekordpreis von 15.200 € in
den Besitz einer Züchtergruppe aus Osthessen. Ebenfalls
stark gefragt war der Askov-Sohn Anton von Artur
Ruppel, der mit besten Körergebnissen ausgestattet nach
Osteuropa ging.
Der topschicke Duke-Sohn Dylan von Ulrich Heinz,
Wehrda, fand eine neue Heimat in Bayern. Ebenfalls
auf großes Interesse stießen der Black-Rain-Sohn Black
Arrow von Matthias Rohleder aus Löhlbach, der Balu-
Sohn Black Jack von Friedhelm Simon aus Bellings sowie
ein Red-Zampano-Sohn vom Angushof Sippel aus Helmscheid,
die allesamt für 9.000 € zugeschlagen wurden.
Bei konstant starkem Auktionsverlauf lag der Durchschnittspreis
bei 6.738 €, zudem wechselten mehrere
Bullen ins Ausland.
LIMOUSIN: HORNLOSE SPITZENBULLEN
STARK GEFRAGT
Den Abschluss bildete die Limousin-Kollektion. Der Spitzenbulle
Renz P, ein Rhin-Sohn aus einer Spitzenkuh
von Stefan Kohlmann, Buchenau, ging an einen aufstrebenden
Betrieb im Maintal. Noch gefragter war der
reinerbig hornlose Jerome-Sohn Johnny aus dem selben
Betrieb. Mit enormer Bemuskelung ausgestattet, wurde
er für 12.700 € nach Westdeutschland verladen. Weitere
Toppreise erzielten Hakim-Söhne von Stefan Kohlmann
sowie ein Titan-Sohn von Hans Hildenbrand, Steinau.
Aus der Reihe der stark gefragten Bullen ragte zudem
der ebenfalls reinerbig hornlose Pilaf-Sohn von
Christoph Schneider aus Lollar heraus, der inzwischen
im Ausland steht. Der starke Durchschnittspreis von
7.017 € unterstreicht das ausgeprägte Interesse an der
gesamten Kollektion.
WEIBLICHE ELITE: HOHE NACHFRAGE
UND STARKE PREISE
Auch die vorgestellte weibliche Elitegruppe stieß auf
rege Nachfrage. Angeführt wurde sie von der Aubrac-
Kuh Granada P von Florian Viering, Landau, die mit dem
Rekordpreis von 9.500 € verkauft wurde. Große Konkur-
Den Bestpreis von 9.500 € im Segment
der weiblichen Top-Genetik erzielte
Florian Viering für die Aubrac-
Kuh Granada mit Bullenkalb bei Fuß.
Große Interesse herrschte bei
der Ernan-Tochter GAG Duchess
von Lutz Grein, die für 8.500 €
nach Nordhessen ging.
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BESTE PREISE
FÜR JAHRELANGE
ZUCHTARBEIT
Der reinerbig hornlose Jerome-Sohn LK Johnny
aus dem Stall Kohlmann, Eiterfeld, überzeugte
mit super Bemuskelung und setzte mit 12.700 €
die Bestmarke bei Limousin.
Damit wurde das sehr gute Angebot
aller Rassen zu hervorragenden
Preisen zugeschlagen. Die Verkäufer
wurden für die Ergebnisse ihrer jahrelangen
Zuchtarbeit in eindrucksvoller
Weise belohnt.
renz herrschte um die Ernan-Tochter Duchess von Lutz
Grein, Holzburg, die für 8.500 € nach Nordhessen ging.
Das Speckle-Park-Rind Yoko von der Habermehl GbR,
Allmenrod, fand für 6.000 € einen neuen Besitzer in
Norddeutschland. Nicht minder flott verlief der Verkauf
der sehr schicken Chaplin-Tochter Resi von Felix Hoffarth
aus Lohra, die nach Osten verladen wurde, sowie der vielversprechenden
Joker-Tochter Bergzauber von Sebastian
Siebold, die in der Nähe von Alsfeld blieb. Auch die Färsen
wurden durchweg sehr zügig veräußert.
→ JOST GRÜNHAUPT
←
Weibliche Top-Genetik steht bei
den Käufern hoch im Kurs.
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oberen TM-Bereich >35%
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QZEIT APRIL 2026
66
MARKTPLATZ
FLEISCHRINDERBULLENAUKTION IN LAASDORF
SPITZENPREISE ERZIELT
Am 19. Februar 2026 fand im Vermarktungszentrum in
Laasdorf die erste von zwei Zuchtbullenauktionen in diesem Jahr
statt – und erwies sich als echter Besuchermagnet.
Traditionsgemäß ist der Fleckvieh-
Simmental-Block in Laasdorf am
stärksten vertreten.
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MARKTPLATZ
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Den Spitzenpreis des Tages erzielte
der jüngste Bulle: SWZ Killian
von Thomas Warras aus Zettweil.
Nero von Manuel Preiß aus
Wüstheuterode holte sich den
Titel Mr. Dornburg.
Rasse
Auftrieb
Verkauft
Ø Preis
Angus
5
5
3.960 €
Charolais
5
5
4.260 €
Fleckvieh-Simmental
33
33
5.609 €
Limousin
3
3
5.733 €
Gesamt
46
46
5.291 €
Die Auktionshalle war nahezu bis auf den letzten Platz
gefüllt. Zahlreiche Züchter und Kaufinteressenten nutzten
die Gelegenheit, hochwertige Fleischrinderbullen
aus geprüfter Herkunft zu erwerben.
Zum Auftrieb kamen insgesamt 46 Bullen, davon 39 stationsgeprüfte
Tiere der Rassen Angus, Fleckvieh-Simmental
und Charolais. Ergänzt wurde das Auktionslot
durch sieben ausgesuchte, führige, feldgeprüfte Bullen
der Rassen Angus, Fleckvieh-Simmental und Limousin.
Das Angebot überzeugte durch eine breite genetische
Basis, moderne Blutlinien und eine sehr gute körperliche
Entwicklung der Tiere.
KÖRSIEGER GLEICH ZU BEGINN
Gleich der erste Bulle setzte ein Ausrufezeichen und wurde
zum Highlight der gesamten Auktion. SWZ Killian, ein
Kaiser-Sohn, gezogen von Thomas Warras aus Zettweil,
sicherte sich als jüngstes Tier des Auftriebs den Titel des
Körsiegers. Der außergewöhnliche Bulle überzeugte mit einer
hervorragenden Entwicklung, ausgeprägtem Rassetyp
und einer harmonischen, leistungsstarken Bemuskelung.
Kaum war das Tier zum Bieten freigegeben, überschlugen
sich die Gebote. Für den mit den Traumnoten 9/8/7
gekörten Ausnahmebullen entwickelte sich ein lebhaftes
Bieterduell. Erst bei 9.200 € fiel schließlich der Hammer
– damit stellte SWZ Killian zugleich den Spitzenpreis der
gesamten Auktion.
→
„Ein solcher Auftakt zeigt eindrucksvoll,
wie groß das Interesse an leistungsstarker
Fleischrindergenetik derzeit ist.“
HERAUSRAGENDE PRÜFLEISTUNG
Auch in der Eigenleistungsprüfung gab es ein klares
Highlight. Den Titel „Mr. Dornburg“ – vergeben an den
Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme während der
Stationsprüfung – sicherte sich Nero, ein Sohn von New
Way aus der Zucht von Manuel Preiß. Der extrem rahmige
Bulle mit moderner Genetik erreichte am Prüfende eine
beeindruckende tägliche Zunahme von 2.201 Gramm.
Für 6.600 € wechselte Nero schließlich den Besitzer und
unterstrich damit eindrucksvoll den hohen Stellenwert
leistungsgeprüfter Fleischrinderbullen.
LEBHAFTE AUKTION BIS ZUM SCHLUSS
Auch bei den weiteren Tieren ging es zügig und lebhaft
zu. Immer wieder kam es zu spannenden Bieterduellen
zwischen Saal- und Onlinebietern. Die Nachfrage nach
geprüften und genetisch interessanten Bullen blieb bis
zum letzten Tier stabil.
Am Ende der Auktion konnte ein vollständig geräumter
Markt verzeichnet werden. Alle 46 Bullen fanden einen
neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis lag bei starken
5.291 € und bestätigte das insgesamt sehr hohe Niveau
der Auktion.
Wer dieses Mal keinen passenden Vererber gefunden hat,
erhält bald die nächste Gelegenheit: Am 23. April findet die
zweite Zuchtbullenauktion des Jahres im Vermarktungszentrum
in Laasdorf statt. Diese Veranstaltung wird als
reine Präsenzauktion durchgeführt und bietet erneut die
Chance, leistungsstarke Fleischrinderbullen aus geprüfter
Zucht zu erwerben.
→ ULRIKE NIEBLING
Die reinerbige Hornlosigkeit
war ein Pluspunkt für
den führige Limousin-Bullen
Timo von Steve Nessel.
QZEIT APRIL 2026
68
PASSION JUGEND
JUNGZÜCHTERTAG –
SO EIN FAMILIENDING
Einen festen Platz im Terminkalender der Züchterjugend hat
traditionell das letzte Novemberwochenende. Dann gehört
die Hessenhalle in Alsfeld ganz dem motivierten Nachwuchs,
der sich beim Tag der Züchterjugend in zahlreichen Wettbewerben
misst.
QZEIT APRIL 2026
69
PASSION JUGEND 69
Überglücklich fällt
Cecile Ulbert ihrer Samba
um den Hals.
Eike Spangenberg aus Waldeck-Freienhagen ernannt.
Die ehrenvolle Erwähnung sicherte sich SEI Katy von
Seipel Holsteins aus Stumpertenrod.
↓
Der Tag der Züchterjugend zeigt
jedes Jahr aufs Neue, wie
viel Engagement und Fachwissen
im Nachwuchs steckt.
Bei den Fleckvieh-Rindern kürte Preisrichter Michael
Kaufmann die im optimalen Doppelnutzungstyp stehende
Pada vom Betrieb Gabriel Heister aus Kirchhain
zur Siegerin. Der Name war Programm bei der Reservesiegerin
Granate, einer Monopoly-Tochter von Jochen
Günther aus Tann-Kleinfischbach.
Bei den Fleischrindern war das Rassespektrum breit: Von
Galloway über Rotes Höhenvieh und Charolais bis hin
zu Fleckvieh-Simmental war alles vertreten.
Zwei Tage lang stehen Fachwissen, Geschick und Teamgeist
im Mittelpunkt – und natürlich die Leidenschaft
für Rinderzucht.
PRÄZISES ARBEITEN UND LIEBE ZUM DETAIL
Gelungener Einstieg in die
Einzelvorführwettbewerbe:
Maren Strudthoff kürt Philip Tebbe
zum Sieger und Greta Hartmann
zur Reservesiegerin der
Newcomer (v. r. n. l.).
Der Freitagnachmittag startete mit dem Scherwettbewerb.
In begrenzter Zeit versuchen die Teilnehmer,
das Beste aus ihren Rindern herauszuarbeiten und die
Tiere optimal für die kommenden Wettbewerbe vorzubereiten.
Bei den jüngeren Teilnehmern bestand die
Möglichkeit, in Zweierteams zu arbeiten. Den ersten
Platz sicherten sich Helena Wetterhahn und Lia Maxi
Lux. Der Reservesieg ging an Sophie Ohlsen und Helene
Hauptführer, Rang drei belegten Jonathan Hauck und
Zoey Sofie Hartwig.
Bei den älteren Teilnehmern lieferte Leni Breithecker die
souveränste Leistung ab und belegte den ersten Platz,
dicht gefolgt von Hanna Tebbe und Milena Hauck.
DIE SCHÖNSTEN RINDER BEGEISTERN ALSFELD
Am Abend folgte der spannende Typwettbewerb. Preisrichterin
Maren Strudthoff kürte dabei das schickste
Jungrind. Erstmals wurde der Wettbewerb der Milchrinder
in zwei Kategorien aufgeteilt: über und unter einem
Jahr. Den Sieg bei den jüngeren Milchrindern sicherte
sich die JerryLewis-Tochter Santiago aus dem Stall von
Manfred Uhrig aus Sulzbach. Der Reservesieg ging an die
Aircraft-Tochter Madison von Marco Hölz aus Weinbach.
Eine ehrenvolle Erwähnung erhielt die rotbunte BT Easy
aus dem Betrieb Hauck, Schiffelbach.
Strahlende Gesichter nach dem
Wettbewerb: Preisrichterin Carina Nölker
mit der Vorführsiegerin jung Pia Fackiner
und Reservesiegerin Helena Wetterhahn
(v. r. n. l.).
Bei den älteren Milchrindern setzte sich SCJ Marshmallow,
ein Jersey-Jungrind von Paula Weide aus
Steinbach, durch. Mit enormer Körpertiefe setzte die
Trick-Tochter an diesem Abend die Maßstäbe. Zur Reservesiegerin
wurde die Aircraft-Tochter KH Dicklands von
QZEIT APRIL 2026
70
PASSION JUGEND
Aus dem Wettbewerb der Fleckvieh-
Vorführer gingen sie als Tagessieger
hervor: Maren Strudthoff gratuliert
Cecile Ulbert und Lorenz Günther zu
Sieger- und Reservesiegertitel.
Weide aus Steinbach. Einen weiteren Klassensieg holte
Helena Wetterhahn. Sie bewies starke Nerven und ließ
die Preisrichterin nicht aus den Augen. Den 1b-Platz
sicherte sich Marie Pohlmann für ihre präzise Aufstellung.
In der letzten Klasse stand Pia Fackiner mit ihrem
Rind Sch Glory vor Aurelia Grosche und sicherte sich
schließlich auch den Gesamtsieg bei den jungen Vorführern.
Reservesiegerin wurde Helena Wetterhahn.
STARKE LEISTUNGEN IN ALLEN KATEGORIEN
Den Reservesieg sicherte sich die hervorragend vorbereitete
Charolais-Färse Dakota P aus dem Betrieb von
Michael Döhne aus Wolfhagen.
Der Sieg ging jedoch klar an die junge Lord-John-Tochter
Bacardi P der Mausolf GbR aus Witzenhausen, die Preisrichter
Tobias Petzenberger mit ihrer Harmonie und sehr
guten Entwicklung überzeugte.
TIERBEURTEILUNG UND VORFÜHREN
Der Samstag begann mit einer Aufgabe, die viel Beobachtungsgabe
und Konzentration erforderte: der Tierbeurteilung.
Souverän und mit viel Überblick analysierten
die Jungzüchter die vorgestellten Tiere.
Siegerin im Beurteilungswettbewerb der jüngeren Holstein-Jungzüchter
wurde Gesche Köster. In der mittleren
Kategorie setzte sich Milena Hauck durch, während bei
den älteren Jungzüchtern Saskia Römer den ersten Platz
belegte. Bei den Fleckviehkühen konnte sich Johanna
Heister aus Kirchhain an die Spitze setzen. Auch die
Fleischrinder wurden genau unter die Lupe genommen
– hier gewann Emily Jost.
Im anschließenden Vorführwettbewerb war dann das
Geschick am Halfter gefragt. In Ring 2 bewies Emely
Meier mit ihrer NM Bella unter dem wachsamen Blick
von Preisrichterin Carina Nölker aus Melle die beste
Vorführleistung und gewann vor Laura Rosenau. Zoey
Sofie Hartwig setzte sich in ihrer Klasse mit ihrer harmonischen
Vorführleistung durch und gewann vor Paula
Auch die Newcomer – alle Teilnehmer zwischen acht
und 25 Jahren, die erstmals an einem Vorführwettbewerb
teilnahmen – zeigten beeindruckende Leistungen.
Preisrichterin Maren Strudthoff stand vor einer echten
Herausforderung: die Rinder und ihre Vorführer hätten
unterschiedlicher nicht sein können. Schließlich fiel ihre
Entscheidung in Klasse 1 zugunsten von Greta Hartmann
und ihrem Rind Olivia-Nutella. Die beiden bildeten die
harmonischste Einheit und zeigten ein sehr schnelles
Aufstellen. Auf den 1b-Platz kam der achtjährige Phil
Hauck. In der zweiten Klasse setzte sich Philip Tebbe an
die Spitze, der mit seinem Rind Dolores eine sehr gute
Teamleistung ablieferte. Zweite wurde Isabell Christ mit
Karamell. Mit einer sehr gleichmäßigen Vorführleistung
und konstantem Tempo konnte Cecile Hauch mit dem
Rind O’Kona ihre Klasse gewinnen. Ihr folgte auf dem
zweiten Rang Arne Althoff, der sein Rind sehr aufmerksam
vorstellte. Zur Siegerauswahl der Newcomer kamen
die beiden bestplatzierten jeder Klasse noch einmal in
den Ring. In einem starken Wettbewerb ließ Philip Tebbe
die Konkurrenz hinter sich und holte den Siegertitel.
Über den Reservesieg freute sich Greta Hartmann.
Bei den Fleckvieh-Vorführern traten die Teilnehmer
in drei Klassen an. In der ersten Klasse überzeugte
Lorenz Günther mit seinem Rind Adele mit viel Engagement
und sicherem Handling, gefolgt von Kerstin
Hohmann. Die zweite Klasse konnte Jonas Günther
für sich entscheiden. Sein gleichmäßiges Tempo überzeugte
die Preisrichterin. Gleich dahinter folgte Emilie
Hohmann. In der letzten Klasse setzte sich Cecile Ulbert
durch. Sie präsentierte ihre Instyle-Tochter Samba mit
hervorragender Kopfhaltung, optimalem Abstand und
hoher Aufmerksamkeit. Maximilian Hofmann konnte
sich auf 1b platzieren. Nach einem spannenden Finale
wurde Cecile Ulbert zur Siegerin gekürt. Reservesieger
wurde Lorenz Günther.
GRUPPENWETTBEWERB IST EIN BLICKFANG
Kreativ ging es anschließend beim Gruppenwettbewerb
weiter. Insgesamt 16 Teams präsentierten sich
mit viel Einfallsreichtum im Ring. Den Sieg holte sich
schließlich das Team „Jetzt wird ausgemistet – Good bye
Jungzüchter“ mit Sarah Fackiner, Louisa Schwarz und
Milena Hauck. Der Reservesieg ging an das Team „Sie
haben ihren eigenen und wir nur Jersey im Kopf“ mit
Emily Meier, Nicholas Meier und Kim Slacki.
QZEIT APRIL 2026
PASSION MARKTPLATZ JUGEND
71
↓
Neben Ehrgeiz und
Können ist es vor
allem der Teamgeist,
der diesen Tag zu
etwas Besonderem
macht.
„Jetzt wird ausgemistet – Good bye
Jungzüchter“: Mia Ohlsen, Louisa
Schwarz, Sarah Fackiner und Milena
Hauck (v. r. n. l.) freuen sich über
ihren Sieg im Gruppenwettbewerb.
Nach dem kreativen Input ging es im Anschluss mit den
mittleren Vorführern weiter. In der ersten Klasse konnte
sich Lennard Hauck mit seiner ruhigen und kontrollierten
Vorführleistung den Klassensieg holen. Der 1b-Platz
ging an Janne-Friederike Jungermann, die eine ähnlich
ruhige Vorführleistung an den Tag legte. Die nächste
Klasse wurde von Deborah Zey und ihrem Rind Juniper
angeführt, dicht gefolgt von Leni Breithecker mit Lady
Snow. In der dritten und letzten Klasse konnte Milena
Hauck den Klassensieg vor Lena Kästner holen. In einem
spannenden Finale setzte sich Lennard Hauck mit seinem
Brown-Swiss-Rind Alpenpower im Familien-Duell
durch und gewann vor seiner Schwester Milena.
Die älteren Vorführer stellten ihre Vorführleistung
in zwei Klassen unter Beweis. Den ersten Klassensieg
sicherte sich Saskia Römer mit ihrer Unix-Tochter Leaf.
Der harmonische Gesamteindruck des ausgeglichenen
Teams und eine tadellose Umstellung platzierten sie
vor Tabea Kästner, die den 1b-Platz erlangen konnte.
Der zweiten Klassensieg ging an Sarah Fackiner mit
Sch Marylin, einer Lemagic-Tochter. Die Preisrichterin
lobte ihr gleichmäßiges Tempo und einen guten Überblick
im Ring. Knapp dahinter platzierte sich Felix Hoven
mit Rind Alabama. Siegerin der älteren Vorführer wurde
Sarah Fackiner dicht gefolgt von Saskia Römer als
Reservesiegerin.
Da kann auch die Preisrichterin nicht
anders als zu schmunzeln: Der Sieg der
Altersklasse Mittel geht an Lennard
Hauck, Reservesiegerin wird Milena Hauck
– ein Podium ganz in Familienhand.
Saskia Römer freut sich über den Reservesieg
und gönnt Sarah Fackiner die letzte
Siegerschärpe ihrer Jungzüchterlaufbahn.
Preisrichterin Carina Nölker lobt die starken
Leistungen beider.
QZEIT APRIL 2026
72
PASSION JUGEND
Der Lohn harter Arbeit: Milena Hauck aus
Wetterburg wird Champion des Jungzüchtertages
2025. In den Disziplinen Clipping,
Tierbeurteilung und Vorführen sammelt
sie die meisten Punkte und übernimmt den
Wanderpokal.
Die Galloways der Kraft & Bock GbR sind
verlässliche Partner am Halfter: Hannes Wehde
zeichnet Magdalena Bock als Siegerin und
Mia Therese Schmutzler als Reservesiegerin im
Fleischrinder-Vorführwettbewerb aus.
Auch bei den Fleischrindern zeigten die Teilnehmer
großartige Leistungen. Preisrichter Hannes Wehde,
Isernhagen, urteilte an diesem Tag. Den Anfang machte
eine ausgeglichenen Gruppe Jungzüchter. Diese Klasse
entschied Mia Kohlmann mit dem Galloway-Jungrind
Yrem der Kraft und Bock GbR für sich. Den 1b-Platz
sicherte sich Magdalena Bock mit ihrem Jungrind
Ysabella. Den nächsten Klassensieg verbuchte Mia
Therese Schmutzler mit ihrem Gallowayrind Ylse. Auf
1b stand Johanna Bördner mit Fleckviehrind Wolke PP.
In der letzten Klasse konnte sich Jannik Döhne mit
Charolaisrind Dakota P vor Emely Jost mit Fleckviehrind
Juna platzieren. Magdalena Bock überzeugte in der Endauswahl
mit ihrer ruhigen Vorführleistung und einem
guten Überblick und gewann den Vorführwettbewerb
vor Mia Therese Schmutzler.
Den Abschluss der Jungzüchtertage bildete der beliebte
Oldies-Vorführwettbewerb. Bei den Milchrindern
gewann Dorothee Hauck vor ihrem Vater Herbert Volke.
Bei den Fleischrindern sicherte sich Anna Bock den Sieg,
Matthias Ort wurde Reservesieger.
Den Gesamtsieg des Jungzüchtertages 2025 sicherte sich
schließlich Milena Hauck aus Wetterburg. In den drei
Kategorien Clipping, Tierbeurteilung und Vorführen
sammelte sie die meisten Punkte und darf nun bis zum
nächsten Jahr den Wanderpokal ihr Eigen nennen.
→ THEA EBINGER, MARIE MENSCHING, LLH
KLEINE PROFIS AM HALFTER
Im Kälbervorführwettbewerb stellten sich die jüngsten
Teilnehmer mit großer Begeisterung den Aufgaben der
Preisrichter Anne Schäfer und Marcel Löwer. In der ersten
Gruppe platzierte sich Elisabeth Walther mit ihrem Fleckvieh-Simmental
Kalb SMW Sissi an der Spitze. Reservesieger
wurde Fynn Schwalm, dicht gefolgt von Ayk Tamme
Hartwig auf dem Bronze-Rang. In der nächsten Gruppe
konnte Jan-Hendrik Kahler, mit knappem Abstand
Marianne König und Marie Christ hinter sich lassen. Die
letzte Gruppe wurde angeführt von Charlotte Caspar,
dicht gefolgt von Ronja Hübner mit ihrem Roten Höhenviehkalb
Nanu. Den dritten Platz belegte Greta Schütze.
↓
Für einen einfachen Überblick
haben wir unter den QR-Codes die
Ergebnisse zusammengefasst.
Ergebnisse
Typwettbewerb
Ergebnisse
Tag 2
QZEIT APRIL 2026
73
Voll konzentriert beim Clipping: Mit
Erfahrung und sauberer Arbeit erreicht Lena
Laux den fünften Platz in dieser Disziplin.
Sie repräsentierten die deutschen
Farben (v. r. n. l.): Marian Beerepot
(Masterrind), Femke Tammen (VOST),
Laura Köster (RUW), Laura Busse
(Masterrind), Lena Laux (Qnetics) und
Milena Hauck (Qnetics).
Alle Teilnehmer der Altersklasse starteten
gemeinsam im Vorführwettbewerb.
Lena trat gegen 22 Konkurrenten im Ring
an und erreichte Platz sechs.
12. OPEN JUNIOR SHOW
IN MONTICHIARI
Europäischer Jungzüchterwettbewerb erneut mit Teilnahme einer
Qnetics-Jungzüchterin
Vom 22. bis 25. Oktober 2025 fand im Rahmen der italienischen
Landwirtschaftsmesse FAZI in Montichiari die
12. Open Junior Show statt. Wie bereits in den vergangenen
Jahren entsandte der Verband Deutscher Jungzüchter
vier Teilnehmer zu diesem internationalen Wettbewerb.
Die Qualifikation dafür erfolgte beim BJT 2025 in Verden.
Dort konnte sich die Qnetics-Jungzüchterin Lena Laux
einen der begehrten Startplätze in der Altersklasse Junior
sichern. Zur Betreuung und Unterstützung begleitete
Milena Hauck aus dem hessischen Jungzüchtervorstand
die Gruppe nach Italien.
Bei insgesamt 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus
verschiedenen europäischen Ländern konnten sich alle
deutschen Starterinnen unter den ersten elf platzieren
– ein starkes Ergebnis für das deutsche Team. Im Clipping-Wettbewerb
überzeugte Lena Laux mit sauberer
Arbeit und viel Erfahrung. Dafür wurde sie mit einem
hervorragenden fünften Platz belohnt. Auch im Vorführwettbewerb
zeigte sie eine starke Leistung.
Alle Teilnehmer ihrer Altersklasse starteten gemeinsam
im Ring – für Lena bedeutete das 22 Konkurrenten gleichzeitig
im Sägemehl. Diese Herausforderung meisterte sie
souverän und erreichte einen sehr guten sechsten Platz.
Die Teilnahme an einer internationalen Veranstaltung,
wie der Open Junior Show, bietet eine besondere Gelegenheit,
neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu
sammeln und über sich selbst hinauszuwachsen.
DER ABLAUF IN KÜRZE
→ TAG 1
→
→
→
Begrüßung durch den italienischen
Zuchtverband ANAFIBJ
Besprechung mit Preisrichter Attilio Tocchi
Zulosen der Rinder, erstes Kennenlernen
und Training
→ TAG 2
→
→
→
→
Clipping-Wettbewerb
Bewertung des Clipping im Ring
Quiz zum Thema Zucht
Rangierwettbewerb mit Kommentierung
(fünf Färsen)
→ TAG 3
→
Typwettbewerb - Die Jungzüchter stellten
die ihnen zugelosten Rinder vor
→ TAG 4
→
Vorführwettbewerb
Für viele Jungzüchter ist es zudem ein Privileg, die eigene
Nation bei einem solchen Wettbewerb vertreten zu dürfen.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die diese Teilnahme
ermöglicht haben.
→ MILENA HAUCK
QZEIT APRIL 2026
74 PASSION JUGEND
LANDJUGENDVERBAND
THÜRINGEN
NEUES
AUS DEN
CLUBS
Auch in den Wintermonaten waren
die Jungzüchterclubs alles andere
als inaktiv: Zahlreiche Veranstaltungen
und Aktionen sorgten für
rege Beteiligung und wurden vom
Nachwuchs sehr gut angenommen.
Im Rahmen der Landesmitgliederversammlung am
2. Dezember 2025 wurde ein neuer, deutlich erweiterter
Vorstand gewählt. Zu Vorsitzenden wurden Hannes Hornschu
und Anja Brückner bestimmt. Der neue Vorstand hat
sich zum Ziel gesetzt, das Veranstaltungs- und Aktivitätenprogramm
weiter auszubauen. Geplant sind unter anderem
Betriebsbesichtigungen, Landjugendpartys sowie verstärkte
Angebote im Bereich Networking und Austausch
innerhalb der Landwirtschaft und des ländlichen Raums.
Wir freuen uns auf frische Ideen, neue Impulse und eine
aktive Zukunft der Landjugend Thüringen.
LIMBURG-WEILBURG
Ein herzliches Dankeschön an alle,
die sich – auf welche Weise auch
immer – für die Förderung der
nächsten Generation engagieren.
Im Folgenden ein Überblick über
die Aktivitäten der Jungzüchter.
Ein großes Anliegen der Mitglieder ist es, regionale
Viehmärkte und Bezirkstierschauen wiederzubeleben.
So konnte beim Dauborner Markt am 4. September eine
Jungzüchterklasse im Vorführwettbewerb präsentiert
werden. Beim Steinbacher Markt am 7. Oktober gelang
ein besonderer Meilenstein: Erstmals seit Bestehen des
Jungzüchterwettbewerbs konnten drei Vorführklassen
gestellt werden. Ziel bleibt es, noch mehr Kinder und
Jugendliche für die Teilnahme zu begeistern.
MAIN-KINZIG
Am 9. November fand auf dem Weidenhof in Neudorf
eine Tierbeurteilung mit anschließendem Grillen statt.
Die Veranstaltung war offen für alle und bot eine gute
QZEIT APRIL 2026
PASSION JUGEND
75
Gelegenheit für Austausch und geselliges Beisammensein
– generationsübergreifend. Zu Beginn des Jahres wurde
zudem die Jahreshauptversammlung im Landgasthof
„Zur Quelle“ in Aufenau abgehalten. Dabei wurde der
Vorstand verjüngt: Zwei langjährige Mitglieder wurden
verabschiedet, zwei neue konnten begrüßt werden.
FULDA-HÜNFELD
Vom 12. bis 14. Dezember führte die Jungzüchterfahrt
in die Region Oldenburg. Auf dem Programm standen
mehrere Betriebsbesichtigungen: Am Freitag wurde
Bahlmann-Kalb in Lindern besucht – ein Kälbermastbetrieb
mit eigenem Schlachthof und Mischfutterwerk.
Am Wochenende folgten Einblicke in die Milchviehbetriebe
Doden GbR, Hobbie Holsteins in Wangerland sowie
den Hof Bünkemühle der Familie Derboven in Warpe.
Die Teilnehmer konnten viele interessante Eindrücke
sammeln und wertvolle Erfahrungen mitnehmen.
WALDECK-FRANKENBERG &
MARBURG-BIEDENKOPF
BUNDES-
WETTBEWERB DES
VDFJ
Die Elite der Fleischrinder-Jungzüchter trifft
sich vom 28. bis 30. August 2026 in Laasdorf
Am letzten Augustwochenende haben Fleischrinder-
Jungzüchter aus ganz Deutschland die Gelegenheit, ihr
Können unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr ist es
nochmal etwas ganz Besonderes – denn der Bundesjungzüchterwettbewerb
findet bei Qnetics im Vermarktungszentrum
Laasdorf statt.
Auf dem Programm stehen die Disziplinen Vorführen,
Tierbeurteilung und Rangieren. Wir freuen uns auf zahlreiche
motivierte Teilnehmer aus den Reihen unseres
Nachwuchses.
Der traditionelle Scherwettbewerb zwischen Weihnachten
und Silvester fand diesmal auf dem Milchviehbetrieb
der Familie Garthe-Metz statt. Für den Wettbewerb
standen acht besonders ruhige Tiere zur Verfügung. Insgesamt
nahmen acht Teams mit je zwei Personen teil.
Bewertet wurden unter anderem die Sauberkeit der
Schur, das Herausarbeiten der Vorzüge der Tiere sowie
Details wie die Euterschur. Der Jungzüchterclub sorgte
für die Verpflegung, während zahlreiche Zuschauer die
Gelegenheit nutzten, das Jahr in geselliger Atmosphäre
ausklingen zu lassen.
Newcomer: 1. Hanna Theiß & Marie-Luise Obermann – 2. Zoey Hartwig
& Mia Schmutzler – 3. Jan Hendrik Kahler & Amelie Hartwig (beide
8 Jahre), Erfahrene: 1. Leni Breithecker & Deborah Zey – 2. Saskia Römer
& Mattis Wiesemann
→ CLUBVORSTÄNDE
Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des
BRS. Sobald die Anmeldung freigeschaltet ist, informieren
wir euch über unsere Kanäle. Auch Zuschauer sind
herzlich willkommen – wir freuen uns auf ein begeistertes
Publikum vor Ort.
↓
WEITERE INFORMATIONEN:
Anna Bock / a.bock@qnetics.de
0 170 / 63 27 127
→ MONIKA SCHMUTZLER
Monika Schmutzler / m.schmutzler@qnetics.de
0 170 / 63 28 496
QZEIT APRIL 2026
76
PASSION JUGEND
FAZIT DER
BETREUER
„Wir freuen uns über den
großen Zuspruch. Es macht
große Freude, unsere Erfahrungen
an motivierte Jungzüchter
weiterzugeben.“
Auch die Teilnehmer zeigten
sich begeistert: „Das waren
zwei richtig starke Tage.
Zahlreiche motivierte Teilnehmer
nutzten das Wochenende in Alsfeld,
um sich intensiv mit Rindern und
Kälbern zu beschäftigen.
Es hat viel Spaß gemacht,
mit den Tieren zu arbeiten
und Neues zu lernen –
wir sehen uns beim Tag der
Züchterjugend!“
JUNGZÜCHTER-WORKSHOP IN ALSFELD
BESTENS VORBEREITET
FÜR DIE JUNGZÜCHTER-
WETTBEWERBE
Am 11. und 12. Oktober wurde der Exportstall von Qnetics in Alsfeld
zum Treffpunkt des Züchternachwuchses. Insgesamt 23 Teilnehmer
im Alter von 7 bis 25 Jahren kamen zusammen, um sich gezielt auf den
Tag der Züchterjugend vorzubereiten.
Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Jungzüchter
nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und
praktische Fähigkeiten auszubauen. Viele Teilnehmer
brachten ihre Schautiere direkt mit.
Unterstützt wurden sie von einem engagierten Betreuerteam:
Leni Breithecker, Milena Hauck, Maximilian
Hofmann, Felix Hoven, Wiebke Pohlmann, Monika
Schmutzler, Cecile Ulbert, Lara Weigel und Deborah Zey
begleiteten den Nachwuchs mit Erfahrung und Fachwissen.
Nach einer gemeinsamen Begrüßung wurden
die Gruppen eingeteilt.
Auf dem Programm standen das Waschen der Tiere, das
Herrichten der Stroh-Betten, Tierbeurteilung sowie theoretische
Grundlagen zu Auswahl, Haltung und Fütterung.
Die Inhalte wurden altersgerecht vermittelt. Der Vorführring
und die Scherplätze wurden vorbereitet, bevor der Tag
mit einem gemeinsamen Grillabend, Spielen und Stockbrot
ausklang. Übernachtet wurde im Campingstil direkt
vor Ort – inklusive Nachtschicht bei den Tieren, ganz wie
bei einer echten Schau.
Am zweiten Tag starteten die Teilnehmer nach dem Frühstück
mit weiteren Schwerpunkten: Schau-Equipment,
QZEIT APRIL 2026
PASSION JUGEND
77
←
„Zwei Tage voller
Praxis, Teamgeist und
Leidenschaft – genau
das, was Jungzüchter
stark macht.“
BUNDES
JUNGZÜCHTER
TREFFEN
02.-04. Juli 2026
Holstenhallen Neumünster
Die Königsdisziplin: das sichere
und korrekte Vorführen im
Schauring – dafür wird intensiv
trainiert.
Gründliches Waschen ist
die Basis für ein sauberes
Scherbild – Übung und
Leidenschaft machen den
Unterschied.
Nach der Theorie blieb
ausreichend Zeit für Fragen,
Austausch und kreative
Pausen.
BJT 2026 IN
NEUMÜNSTER
Triff die Crème de la Crème der
Milchrinder-Jungzüchter.
Sei dabei, wenn sich unser Nachwuchs auf
den Weg in den Norden macht, um beim
Bundestreffen des Verbandes deutscher
Jungzüchter für frischen Wind zu sorgen!
Die Veranstaltung findet vom 2. bis 4. Juli
2026 in den Holstenhallen in Neumünster
statt. Ein abwechslungsreiches Programm
mit verschiedenen Wettbewerbsdisziplinen
erwartet die Teilnehmer. Die Startplätze
für den Clipping- und Vorführwettbewerb
wurden bereits beim Tag der
Züchterjugend im November vergeben.
korrektes Verhalten im Ring, Theorie und Praxis des
Vorführens sowie das Scheren der Rinder. Besonders
bei den praktischen Übungen zeigten die Jungzüchter
großen Einsatz. Die Betreuer gingen individuell auf den
jeweiligen Kenntnisstand ein.
Ein spätes Mittagessen und die Übergabe der Teilnahmebescheinigungen
bildeten den Abschluss eines intensiven
Wochenendes. Nach dem gemeinsamen Aufräumen
und Verladen der Tiere traten alle die Heimreise an.
→ MONIKA SCHMUTZLER
Am Tierbeurteilungs- und Rangierwettbewerb
kann hingegen jeder Jungzüchter
teilnehmen. Besonders gefragt sind engagierte
Teilnehmer für den Teamwettbewerb
– hier zählen Einsatz, Teamgeist und
Begeisterung!
→ MONIKA SCHMUTZLER
↓
Du hast Lust, dabei zu sein und
gemeinsam mit uns ein starkes Team
zu bilden? Dann melde dich gerne bei:
Monika Schmutzler
m.schmutzler@qnetics.de
0 170 / 63 28 496
QZEIT APRIL 2026
INFOS
aus BRS und vit
German Dairy Show meets Schau der Besten
Zwei herausragende Highlights der deutschen Rinderzucht auf einer Bühne vereint: Die besten Holsteinkühe Deutschlands
treffen im Februar 2027 auf die einzigartige Kulisse der bekanntesten Schaubühne des Landes – die Niedersachsenhalle
in Verden. Mit einem neuen Konzept und dem Spirit und Design der German Dairy Show wird die berühmte
Schau der Besten im kommenden Jahr zum Austragungsort der Nationalschau.
■ 24.–25. Februar 2027 in Verden
■ mit MASTERRIND EXCLUSIVE –
Die Auktion & Züchterabend
Während der Bundesverband Rind
und Schwein (BRS) die nationale
Schaukompetenz bündelt und den
Wettbewerb über das Zuchtgebiet
der Masterrind hinaus öffnet, bringt
Masterrind die langjährige Erfahrung
und bewährte Infrastruktur am Standort
Verden ein. Diese Kooperation
verspricht spannende Wettbewerbe,
höchste Qualität und ein einzigartiges
Event für Züchter und Kuhbegeisterte
aus dem In- und Ausland.
Nach der Weiterentwicklung des rasseübergreifenden
Konzepts der German
Dairy Show in den Jahren 2019 und
2023, feiert bereits in diesem Jahr ein
neues nationales Event seine Premiere
– die 1. Deutsche Brown Swiss Schau in
Unterthingau am 15. März. Im Februar
kommenden Jahres öffnet sich die
Bühne dann erneut für Kühe aus allen
deutschen Zuchtgebieten sowie aus
Luxemburg und Österreich mit Fokus
auf Holsteins und Red Holsteins.
Mit dem Start in Verden soll die Nationalschau
zukünftig alle zwei Jahre
rotierend im Rahmen einer der deutschen
Verbandsschauen stattfinden
– jeweils mit einem individuellen Konzept
sowie angepasst an Termin und
Kapazitäten der ausrichtenden Organisation.
Freuen Sie sich auf Spitzenkühe, spannende
Begegnungen und eine einzigartige
Kulisse!
Katrin Hilbk-Kortenbruck, BRS
Statistiken rund um die
Holsteinzucht und
Zuchtviehvermarktung
finden Sie online auf
www.richtigzüchten.de.
Weitere
Infos
©Mathias Penn
April 2026
INFOS
aus BRS und vit
Tierverhalten am AMS – Auch eine Frage der Gene?
Automatische Melksysteme (AMS) werden seit Jahren immer populärer – insbesondere aufgrund von fehlendem Personal
für die Melkarbeit – und sind aus vielen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Entscheidend für einen problemlosen Melkablauf
sind neben technischen Voraussetzungen wie einem reibungslosen Ansetzen der Melkbecher das Verhalten der Kühe
in Bezug auf Akzeptanz und Besuchsfrequenz der Melkeinheiten. Freiwillige Melkfrequenzen von deutlich über 2 × täglich
reduzieren nicht nur die Arbeitsbelastung für das Stallpersonal, sondern begünstigen auch eine höhere Milchleistung und
bessere Eutergesundheit. Probleme ergeben sich heute überwiegend aus Störungen des notwendigen zügigen Tierverkehrs.
„Blockaden“ vor und hinter den Melkeinheiten sollten vermieden werden. Sie entstehen durch Rangordnungsverhalten innerhalb
der Gruppe sowie durch Kühe, die die Melkeinheit nur zögernd betreten oder blockieren. Dieses Verhalten hängt
weniger mit dem bei der Exterieurbeurteilung abgefragten „Melkverhalten“ oder „Temperament“ zusammen, sondern ist
vielmehr dem Lernverhalten zuzurechnen. In der Praxis wird von „doofen“ Kühen die „geholt werden müssen“, gesprochen.
Auch Aggressivität, Schreckhaftigkeit und das Verhalten gegenüber Menschen spielen neben dem Temperament eine Rolle.
Aus zahlreichen Untersuchungen zum Verhalten von Säugetieren
inkl. des Menschen ist seit langem bekannt, dass das Verhalten
neben anderen Faktoren auch einem deutlichen Einfluss
der Genetik unterliegt. Diese fundamentale Erkenntnis bildete
den Ausgangspunkt für ein DFG-gefördertes Projekt der Arbeitsgruppen
von Prof. König (Gießen) und der Tierzucht-AG in Halle,
in welchem neben AMS-Informationen auch Verhaltenstests
einbezogen werden. Die hier beschriebenen Ergebnisse gehen
auf die AG Tierzucht in Halle und von AMS erfasste Daten ein.
Aus 24 Betrieben mit AMS der Firma Lely wurden von mehr als
15.000 Kühen mit über 41.000 Laktationen Daten erfasst, dies
entspricht insgesamt rund 12 Millionen Kuh-AMS-Tages-Interaktionen.
Die vom AMS automatisch erfassten Merkmale „Verweigerung
des Melkanrechtes“ (VM) und „Besuchsintervall“ (BI)
standen dabei im Fokus, da sie wichtige Hinweise auf das Lernverhalten
der Kühe und die Nutzung des AMS liefern.
Auf 18 der 24 Betriebe erhielten Färsen die Möglichkeit, sich
bereits vor der ersten Abkalbung mit dem Melkroboter vertraut
zu machen. Diese Gewöhnungsphase fand wenige Tage
bis Wochen vor dem Kalbetermin statt und umfasste das Betreten
der AMS-Einheit sowie die Aufnahme von Kraftfutter.
Eine Auswertung der Variablen VM und BI in der ersten Laktation
zeigt einen erheblichen Einfluss der Gewöhnungsphase
(Abb. 1). So zeigten Färsen mit mehr als 7 Gewöhnungsbesuchen
die meisten VM und die kürzesten BI – ein Hinweis darauf,
dass diese Tiere möglicherweise „zu gut“ an das AMS gewöhnt
wurden. Färsen mit weniger als sieben Gewöhnungsbesuchen
sowie Tiere ohne Gewöhnungsphase schnitten deutlich besser
ab (weniger VM und längere BI).
Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden die weiteren Analysen
ausschließlich mit Daten von Kühen ohne Gewöhnungsphase
durchgeführt. Diese zeigten in den ersten 25 Tagen am AMS bis
zu 4,8 VM pro Tag und einen durchschnittlichen BI von 6,3 Stunden.
Im weiteren Verlauf der ersten Laktation reduzierten sich
die VM auf etwa 3,3 pro Tag, während der BI mit 6,2 Stunden in
etwa gleichblieb. In späteren Laktationen sanken die VM auf 1–2
pro Tag und die BI verkürzten sich auf ca. 5 – 5,7 Stunden. Entgegen
der erwarteten gegenläufigen Entwicklung von VM und BI
deutet dieses Muster darauf hin, dass erfahrene Kühe ihre AMS-
Besuche gleichmäßiger über 24 Stunden verteilen.
Abb. 1: Phänotypwerte für die Merkmale „Verweigerung des
Melkanrechtes“ (VM) und „Besuchsintervall“ (BI) für Färsen
in ihrer 1. Laktation in Abhängigkeit von der bereits am
AMS erlebten Zeit und der vorherigen Gewöhnung.
VM (Anzahl pro Tag)
BI (Minuten)
6
4
2
0
500
400
300
200
0 100 200 300 400
Melktage am AMS
0 100 200 300 400
Melktage am AMS
<7 AMS-Besuchen in der Gewöhnungsphase
keine Gewöhnungsphase
>7 AMS-Besuchen in der Gewöhnungsphase
Genetische Analysen ergaben moderate Heritabilitäten von 0,1
für VM und 0,25 für BI sowie eine hohe genetische Korrelation
zwischen beiden Merkmalen. Die genomweite Assoziationsstudie
(GWAS) identifizierte mehrere relevante Regionen, die
Gene enthalten, die bereits mit Lern- und Gedächtnisfunktionen
in Verbindung gebracht wurden.
Beide Merkmale stehen eng mit Kuhverkehr und Arbeitsaufwand
am AMS in Zusammenhang, erfassen jedoch unterschiedliche
Verhaltensaspekte. Niedrige VM-Werte und mittlere
BI gelten als günstig. Während viele Verweigerungen oder
sehr kurze Besuchsintervalle Stress und Störungen verursachen
können, lassen sich über BI auch Kühe identifizieren, die
das AMS zu selten aufsuchen. Daher liefern beide Merkmale
komplementäre Informationen und sind für züchterische Entscheidungen
relevant.
Julia Stuhlträger und Hermann Swalve, Universität Halle
April 2026
INFOS
aus BRS und vit
Beef-on-Dairy:
Mehr Erlös beim Kalb – mehr Belastung für die Kuh?
Die Anpaarung von Milchkühen mit Fleischrassebullen, bekannt als Beef-on-Dairy (BoD), wird auf deutschen Milchviehbetrieben
immer beliebter. Im Jahr 2025 lag der Anteil der BoD-Besamungen bei Deutschen Holsteins bei rund 25 %. Ziel von
BoD ist es, besser vermarktbare Mastkälber zu erzeugen, besonders von Kühen, die züchterisch weniger interessant sind.
Doch welche Auswirkungen hat die Kalbung
mit einem Kreuzungskalb auf den
Geburtsverlauf und die Abgangsrate
der Milchkuh? Um diese Frage zu beantworten,
wurden über zwei Millionen
Kalbungen von Deutschen Holsteins aus
den Jahren 2016 bis 2024 ausgewertet.
Untersucht wurde, wie sich verschiedene
Fleischrassen als Vatertiere auf den
Geburtsverlauf und die Abgangsrate der
Kühe auswirken. Die Daten wurden statistisch
analysiert, wobei zum Beispiel
auf die Einflüsse von Betrieb, Kalbejahr,
Kalbesaison sowie Zuchtwert der Tiere
korrigiert wurden.
Abbildung 1: Risiko für eine schwere Kalbung in Abhängigkeit der eingesetzten
Besamungsrasse im Vergleich zur Reinzucht-Kalbung mit Holstein
Schwarzbunt (türkise Linie, SBT).
SBT
Angus
Limousin
2,5
2,6
INRA95
Uckermärker
3,0
3,2
Weißblaue Belgier
4,8
Charolais
6,0
0 1 2 3 4 5 6
Risiko für schwere Kalbung im Vergleich zu Holstein SBT
Kühe, die mit Fleischrassebullen besamt
wurden, zeigen ein erhöhtes
Risiko für schwere Geburten.
April 2026
©Anke Rolfes
Die Ergebnisse zeigen, dass Kühe, die
mit Fleischrassebullen besamt wurden,
ein erhöhtes Risiko für schwere Geburten
zeigen. Besonders auffällig waren
Charolais und Weißblaue Belgier, bei denen
das Risiko für Schwergeburten rund
fünf- bis sechsmal höher im Vergleich zu
Holstein-Abkalbungen lag (Abbildung 1).
Neben dem Geburtsverlauf wurden
auch die Abgangswahrscheinlichkeiten
in drei Abschnitten der Laktation untersucht
(Tag 0–50, Tag 51–250 und nach
Tag 250). Die Ergebnisse zeigen, dass
Kühe, die ein Kreuzungskalb geboren
haben, sowohl im ersten als auch im
letzten Laktationsabschnitt höhere Abgangsraten
aufweisen (Abbildung 2). Die
erhöhten Abgänge zu Beginn der Laktation
lassen sich durch die Folgen eines
erschwerten Geburtsverlaufs und damit
verbundene Erkrankungen wie Milchfieber
oder Ketose erklären. Im letzten
Drittel der Laktation werden erhöhte
Abgangsraten dagegen meist durch Managementmaßnahmen
(Remontierung)
und weniger durch gesundheitliche Probleme
der Tiere verursacht.
Neue BoD-Zuchtwerte
Die Auswertungen zeigen: Die Vaterrasse
des Kalbes hat einen klaren Einfluss
auf den Geburtsverlauf und damit auch
auf die Abgangswahrscheinlichkeit der
Kuh. Um die richtige Rasse bzw. den
richtigen Bullen für BoD auszuwählen
und damit negative Auswirkungen auf
die Kuh zu vermeiden, stehen seit 2025
Zuchtwerte für Kalbeverlauf (KVd) und
Totgeburten (TGd) zur Verfügung. Zusätzlich
werden neue Zuchtwerte für
Kalbgewicht und Kalberlös veröffentlicht.
Diese geben an, welches wirtschaftliche
Potenzial die Nachkommen
eines Bullen erwarten lassen.
Alle Zuchtwerte werden auf einer eigenen
BoD-Basis berechnet, die BoD-Kälber
der letzten fünf Jahre umfasst. Zu
den BoD-Rassen zählen: Weißblaue
Belgier, Fleckvieh Fleisch, Angus, Limousin,
Charolais, Uckermärker, Blonde
d’Aquitaine und INRA 95. Mit der
BoD-Basis sind faire Vergleiche möglich,
sowohl innerhalb einer Rasse als
auch zwischen verschiedenen Fleischrassen.
Neben dem eigentlichen Zuchtwert
wird bei den Abkalbezuchtwerten
Kalbeverlauf und Totgeburten auch die
Abweichung vom jeweiligen Rassenmittel
angegeben. Das erleichtert die
Einordnung: Liegt ein Bulle zum Beispiel
im Kalbeverlauf bei 90 mit einer
Abweichung von +5, dann ist er um fünf
INFOS
aus BRS und vit
Abbildung 2: Abgangsraten der Kuh in drei verschiedenen Abschnitten der
zweiten Laktation (Tag 0–50, Tag 51–250, nach Tag 250) nach einer Kalbung
mit einem Reinzucht-Kalb (SBT) oder einem Kreuzungskalb.
Abgangswahrscheinlichkeit (%)
18
16
15,9
14
12,6
12
10
9,4
8,5
8,8
8
6,6
6
4,8
4
3,2
2,3
2
14,0 13,2
12,9
10,9
8,7
8,0
7,4
7,0
4,2
2,6
3,1
3,0
0
SBT Angus Charolais INRA95 Limousin Uckermärker Weißblaue
Belgier
Tag 0–50 Tag 51–250 Tag >250
Punkte besser als der Durchschnitt seiner
Rasse.
Für die Praxis heißt das: Mit den neuen
BoD-Zuchtwerten können Landwirte
gezielt Bullen auswählen, die zum
eigenen Betrieb, zur Herde und zum
Management passen – für problemlose
Geburten und wirtschaftlich starke
Kälber.
Luise Völker & Christin Schmidtmann, vit
Aktuelle Trends im Exterieur
Im Rahmen der Nachzuchtbewertung wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.151 Färsen zusätzlich zur linearen Beschreibung in zwölf
Merkmalen vermessen. Eine vergleichbare Vermessung von Färsen wurde zuletzt im Jahr 2014 durchgeführt. Ziel dieser Erhebung
war es, die Linearnoten mit objektiven Messwerten abzugleichen.
Wie erwartet, hat sich die Population in
diesem Zeitraum weiterentwickelt. Das
Mittelwerte der Merkmale, die 2025
gemessenen wurden.
Merkmal
Mittelwert
Min Max
Kreuzbeinhöhe (cm) 152,03 137 171
Körpertiefe (cm) 82,94 52 101
Stärke (cm) 24,24 11 45
Beckenbreite (cm) 21,14 8 29,5
Beckenlänge (cm) 55,04 26 68
Umdreher (cm) 23,26 13 36
Hintereuterhöhe (cm) 17,7 8 30,5
Zentralband (mm) 30,63 –1 72
Eutertiefe (cm) 16,88 3 42
Strichlänge vorne (mm) 49,83 20 95
Strichlänge hinten
(mm)
38,21 15 72
Strichdicke vorne (mm) 21,95 11 43
Strichdicke hinten
(mm)
21,34 10 40
aktuelle Mittel der Kreuzbeinhöhe liegt
bei 152,03 cm. Dieser Wert hat sich jedoch
– erfreulicherweise – in den letzten
zwei Jahren in den Daten der Nachzuchtbewertung
nicht weiter erhöht,
sodass der Trend einer kontinuierlichen
Größenzunahme derzeit gestoppt zu
sein scheint. Im Merkmal Stärke haben
die Färsen durchschnittlich etwa 1 cm
an Breite zugelegt. Auch bei der Beckenbreite
und der Körpertiefe lässt sich ein
leichtes Plus von jeweils rund 1 cm verzeichnen.
Darüber hinaus zeigt sich bei
den Färsen eine deutliche Zunahme der
Hintereuterhöhe, was im langfristigen
Verlauf der Datenentwicklung ebenfalls
zu erwarten war.
Für viele Betriebe ist die Strichlänge der
vorderen Striche besonders interessant.
Diese liegt mit 4,98 cm – entsprechend
den Lineardaten – genau im Mittel. Über
die letzten 20 Jahre hinweg ist in diesem
Merkmal im Durchschnitt kein Trend zu
kürzeren Strichen zu erkennen. Die mittlere
Länge der hinteren Striche beträgt
aktuell 3,82 cm (Mittelwert 2014: 3,7 cm).
Erstmals wurde zudem versuchsweise
© Dorothee Warder
sowohl der Durchmesser der vorderen
als auch der hinteren Striche, also die
Strichdicke erfasst.
Die erhobenen Daten werden derzeit im
Rahmen einer Masterarbeit an der Universität
Halle weiter ausgewertet. In diesem
Zusammenhang erfolgen zusätzliche
Untersuchungen sowie Vergleiche mit
dem Datenmaterial aus dem Jahr 2014.
Dorothee Warder, BRS
Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS)
Adenauerallee 174 | 53113 Bonn
info@rind-schwein.de | www.rind-schwein.de
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.
Heinrich-Schröder-Weg 1 | 27283 Verden
info@vit.de | www.vit.de
April 2026
82
25. JAHRESTAGUNG
DER WGM
↑
HESSISCHER
BAUERNVERBANDPREIS
2025 GEHT AN
FAMILIE WOLTERT
Die Wissenschaftliche Gesellschaft der Milcherzeugerberater
e. V. (WGM) fördert den Wissenstransfer in der Milcherzeugerberatung
und legt dabei besonderen Wert auf Aus- und
Weiterbildung sowie fachlichen Austausch.
Die 25. Jahrestagung fand vom 7. bis 9. Oktober 2025 am Landwirtschaftszentrum
Eichhof in Bad Hersfeld statt. Den Auftakt
bildete die Besichtigung eines Batch-Milking-Systems bei der
Agrargenossenschaft Diedorf/Eichsfeld in Thüringen.
Im weiteren Verlauf nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit,
sich in Fachvorträgen und themenspezifischen Seminaren
weiterzubilden und auszutauschen. Im Fokus standen
unter anderem Themen wie Liegeflächenhygiene, Energieeffizienz,
dynamisches Melken, Laufverhalten, Künstliche
Intelligenz und Nachhaltigkeitsbewertungen. Weitere Informationen
und Inhalte zur Tagung sind unter www.wgmev.de
verfügbar.
→ DR. UTE PHILIPP
Anfang März wurde der HBV-Ehrenpreis an
den Milchviehbetrieb der Familie Woltert in
Sickendorf verliehen. HBV-Präsident
Karsten Schmal (l.) übergab die Auszeichnung
persönlich auf dem Betrieb.
Der Betrieb Woltert zählt zu den wenigen fast ausschließlich
rotbunten Holstein-Herden in Hessen und
nimmt seit Beginn am Projekt „Kuhvision“ teil.
Durch die Typisierung der weiblichen Nachzucht und
die Erfassung wichtiger Gesundheitsdaten leistet
die Familie einen wertvollen Beitrag zur modernen
Zuchtarbeit und zum Herdenmanagement.
Erfolgreich zeigen Wolterts immer wieder die
Qualität ihrer Kühe bei Ausstellungen. Mit Unterstützung
der gesamten Familie konnte Andreas Woltert
bereits mehrfach die Sieger-Betriebssammlung beim
Prämienmarkt in Lauterbach stellen. Wir sagen
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung.
→ HBV, THEA EBINGER (LLH)
MARPON ÜBERZEUGT IN BELGIEN
Marpon überzeugt nicht nur in Deutschland – auch in Belgien zeigt
man sich begeistert. Das berichtet Pierre Creppe von awé (Association
Wallonne des Éleveurs).
Ein Beispiel ist Dorure du Try Moussoux, die auf der „Schep Farm“
in Philippeville steht. In ihrer zweiten Laktation erreicht sie eine
305-Tage-Leistung (proj.) von 14.616 kg Milch bei 4,04 % Fett und
3,41 % Eiweiß.
Züchter Timo Schep beschreibt die Marpon-Töchter so: „Marpon-
Töchter sind sehr leistungsstark, robust und effizient. Sie bewähren
sich täglich in einer Herde mit über 300 Kühen. Wir sind mit dieser
Genetik sehr zufrieden.“ Marpon steht für Gesundheit und hohe
Inhaltsstoffe. Sein Sperma ist über den Spermashop in Alsfeld sowie
das Spermadepot in Erfurt erhältlich.
→ JEANETTE WEINBACH
QZEIT APRIL 2026
KURZ UND KNACKIG
83
FETT- UND
EIWEISS-GIGANTEN
↓
Wieder einmal konnte der Betrieb Holschuh in Erbach
die Galerie seiner Lebensleistungskühe erweitern:
Acht 100.000 Liter-Kühe wurden zum Fototermin in
bester Manier vorgestellt. Fünf weitere Kühe erhielten
die Urkunden für 10.000 kg Fett & Eiweiß.
→ THEA EBINGER, LLH
UNSERE HIGHLIGHTS FÜR 2026
AUKTIONSTERMINE ALSFELD
AUKTIONSTERMINE LAASDORF
HOLSTEINS (SCHWARZ- UND ROTBUNT),
FLECKVIEH
Mi. 29.04.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 27.05.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 24.06.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 22.07.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 26.08.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 23.09.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 21.10.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 18.11.2026 Holsteins, Fleckvieh
Mi. 16.12.2026 Holsteins, Fleckvieh
ABSETZERAUKTIONEN
Mi. 06.05.2026
Mi. 10.06.2026
Mi. 29.07.2026
Mi. 02.09.2026
Mi. 30.09.2026
Mi. 14.10.2026
Mi. 04.11.2026
Mi. 09.12.2026
Absetzer
Absetzer
Absetzer
Absetzer
Absetzer
Absetzer
Absetzer
Absetzer
FLEISCHRINDER
Do. 23.04.2026
ABSETZERAUKTIONEN
Mi. 19.08.2026
Mi. 16.09.2026
Mi 28.10.2026
→
FLEISCHRINDERTAG
Fleischrinderbullenauktion
Absetzer
Absetzer
Absetzer
–
DIE SCHAU
25. und 26.09.2026
TERMINE ZUM VORMERKEN
21.04.2026
Best of Färsenchampionat
→
Groß Kreutz
IMPRESSUM
25.04.-04.05.2026
20.05.2026
23.06.2026
25.06.2026
02.07.-04.07.2026
28.08.-30.08.2026
25.09.-27.09.2026
02.10.-04.10.2026
09.10.-11.10.2026
23.10.-25.10.2026
30.10.-01.11.2026
10.11.-13.11.2026
27.11.-29.11.2026
03.12.2026
Mannheimer Maimarkt
Fleischrinder-Vortragsveranstaltung
Generalversammlungen LTR und TVL
Mitgliederversammlungen HVL und ZBH
Bundesjungzüchtertreffen des VdJ
Bundesjungzüchtertreffen des VdFJ
Grüne Tage (geplant mit Fleischrinderschau)
Bundesschau Highland-Cattle
Bundesschau Charolais
Bulldog Messe
Herbstmesse
EuroTier
Tag der Züchterjugend
Vortragstagung Zukunft Milch
→
→
→
→
→
→
→
→
→
→
→
→
→
→
Mannheim
Walldorf
Laasdorf
Alsfeld
Neumünster
Laasdorf
Erfurt
Alsfeld
Alsfeld
Alsfeld
Alsfeld
Hannover
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