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QZEIT 04.2026

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22 Die Story hinter

Hawkins PP

MAGAZIN FÜR RINDERZUCHT

APRIL 2026

54 Auktionen

mit fulminanten

Ergebnissen

68 Die Jungzüchterfamilie

traf sich in Alsfeld

NACHZUCHTEN

STRAHLEN BEI

ZUKUNFT RIND

SEITE 4


2

INHALT

FRÜHJAHR 2026

IN BEWEGUNG

Liebe Leserschaft,

→ 04 - 15

ZUKUNFT RIND 2026

die ersten Monate des Jahres 2026 liegen

bereits hinter uns – und bei uns war schon

einiges los. Mit dem Tag der Züchterjugend

im November wurde die intensive Veranstaltungsphase

eingeläutet. Seither ging

es Schlag auf Schlag weiter: Kühe wurden

für „Zukunft Rind“ gemeldet, die Angebote

der Sonderkollektion zusammengestellt,

der „Fleischrindertag – Die Auktion“ und die

Bullenauktion in Laasdorf vorbereitet und

durchgeführt. Auch die HeLa lockte zahlreiche

Besucher in die Hessenhalle. Dazwischen

standen Versammlungen, Vorträge und Veranstaltungen

wie „Zukunft Milch“ auf dem

Programm.

Alles in allem blicken wir auf eine arbeitsreiche,

aber auch erfüllende Zeit zurück.

Solche Ereignisse lassen sich nur gemeinsam

bewältigen – als starkes Team. Und genau

diesen Weg gehen wir auch weiterhin zusammen

mit Ihnen, unseren Betrieben.

Das Redaktionsteam und alle Autorinnen

und Autoren haben sich erneut mit großem

Engagement eingebracht und wünschen

Ihnen nun informative und unterhaltsame

Stunden mit unserem Coffee-Table-Magazin

QZEIT, Ausgabe April 2026.

08

30

→ MONIKA SCHMUTZLER

SOKO 2026

54

Seite 54

→ 36 - 37

EXTERIEURKRACHER

FLEISCHRINDER

QZEIT APRIL 2026


INHALT

3

INHALT

→ 28 - 29

EXTERIEURKRACHER

MILCHRINDER

04 Nachzuchtpräsentation bei Zukunft Rind

08 Zukunft Rind 2026

16 Die Sieger vor der Kamera

18 Betriebsreportage Agrargen. Friesau eG

21 Nutzungsdauer im Aufwind

22 Die Geschichte von Hawkins PP

24 Das ABC der Gendefekte

26 Aikano-Nachzucht bei der HeLa 2026

27 Hornlosigkeit beim Fleckvieh mit Zuchtfortschritt

28 Exterieurkracher Milchrinder

30 Betriebsreportage Claus Knacker

32 Top-Genetik in unseren Fleischrinderherden

34 Fleischrinder auf nationalem Parkett

36 Exterieurkracher Fleischrinder

38 Alte Kühe – frische Leistung

39 Gendefekt bei Fleckvieh-Simmental

40 Neuordnung des Außendienstes in Thüringen

42 Team Character

43 Nachrufe

43 Zukunft Milch 2025 in Alsfeld

44 Winterversammlungen in Hessen

44 Kreisrinderzucht- und

Kontrollgemeinschaften in Thüringen

46 Rehkitzrettung

48 Hemmstoffe vermeiden

50 Tipps zum Fütterungsmanagement

52 Jahresrückblick Milchkontrolle in Hessen

53 Jahresrückblick Milchkontrolle Thüringen

54 SOKO 2026

58 Rückblick Export 2025

59 Marktlage

60 Zuchtviehauktionen 2025

62 Fleischrindertag - Die Auktion 2026

66 Fleischrinderbullenauktion in Laasdorf

62

68 Tag der Züchterjugend

73 12. Open Junior Show in Montichiari

74 Neues aus den Clubs

75 Ankündigung BJT des VdFJ 2026

76 Jungzüchter-Workshop in Alsfeld

77 Ankündigung des BJT 2026 in Neumünster

78 Infos aus BRS und vit

82 Kurz und knackig

83 Termine

68

QZEIT APRIL 2026


4

SCHAUFENSTER

Bereits am Freitagabend beim Warm-Up

zur SOKO zeigte die Dreier-Gruppe der

Comeback-Töchter, was für eine herausragende

Qualität am Samstag bei der

Nachzuchtpräsentation zu erwarten war.

NACHZUCHTPRÄSENTATION BEI ZUKUNFT RIND

DIE IDEALE

INFORMATIONSBÖRSE

Die Vorstellung aktueller Nachzuchtgruppen verschiedener

Vererber aus dem Qnetics-Zuchtprogramm bei „Zukunft Rind

2026“ war ein beeindruckender Programmpunkt.

Den zahlreichen Besuchern aus dem Qnetics-Gebiet, den

anderen deutschen Zuchtregionen sowie dem benachbarten

Ausland, wurden im Rahmen der gut besuchten

Schau Nachzuchtgruppen der Rassen Deutsche Holstein

und Deutsches Fleckvieh präsentiert.

Mit Spannung erwartet wurde die Vorstellung der Töchter

von Winstar Comeback, der bereits als genomischer

Jungvererber stark eingesetzt wurde und im April seine

ersten töchterbasierten Zuchtwerte erhält. Das Urteil von

Besuchern und Experten fiel einhellig positiv aus. Es ist

ein echtes Alleinstellungsmerkmal, wenn es gelingt, eine

neunköpfige Töchtergruppe von derart herausragender

Qualität zusammenzustellen. Was alle Tiere vereinte,

waren die hoch, fest und breit angesetzten Euter. Darüber

hinaus wurden Töchter des neuen rotbunten Spitzenvererbers

KNS Serge Red präsentiert.

Neben den Deutschen Holstein wird traditionsgemäß

auch die Töchtergruppe eines Fleckvieh-Vererbers im

Ring vorgestellt. In diesem Jahr war es die Nachzucht

des Irregut P*S-Sohnes IQ P*S, ein als genomischer Vererber

bereits intensiv genutzter Bulle der Rasse Deutsches

Fleckvieh.

WINSTAR COMEBACK 619239

COMMITMENT X ENTITY X SPECTRE

Winstar Comeback erfüllt die in ihn als Jungvererber

gesetzten Erwartungen vollkommen. Seine aktuelle

Jungbullenauswertung lässt sowohl in der Leistung als

auch im Exterieur überzeugende Zuchtwerte erwarten.

Im April wird Comeback seinen ersten töchterbasierten

Zuchtwert erhalten.

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

5

Zur 1a-Färse der Comeback-

Töchter kürte Preisrichter Erik

Büscherhoff Ostluft aus dem

Stall Schweinsberger/Dersch.

Die Serge Red-Töchter bewegen sich sehr

gut auf parallel gestellten Hinterbeinen mit

sehr guten Klauen. Unser Foto zeigt die 1a-

Platzierte HLM Kiri von Ralf Hellmuth, Haina.

Comeback stammt aus einem Embryoimport aus den

USA vom Betrieb Winstar in Idaho. Er wurde auf dem

Betrieb der Güterverwaltung Nicolaus Schmidt AG in

Rothenacker geboren und aufgrund seiner hervorragenden

Zuchtwerte für das Zuchtprogramm selektiert.

Comeback ist der einzige Commitment-Sohn und besitzt

damit ein klares Alleinstellungsmerkmal. Im Pedigree

finden sich elf Generationen VG- oder EX-eingestufter

Kühe. Aufgrund seines herausragenden genomischen

Zuchtwertes (RZG 163) wurde Comeback auch als Bullenvater

im Zuchtprogramm eingesetzt. Aktuell sind sieben

Söhne in der Bullendatenbank gelistet, mit Camphell

bei der RSH an der Spitze, der ebenfalls als Bullenvater

genutzt wird.

Dank seines Outcross-Pedigrees kann Comeback vielseitig

eingesetzt werden. Er selbst ist ein typvoller, bestens

entwickelter Bulle mit ausgezeichnetem Fundament. Bei

guter Milchleistung vererbt Comeback deutlich positive

Fett- und Eiweißprozente. Die milchtypischen, rahmigen

Töchter verfügen über gute Stärke und gut gelagerte

Becken. Sie bewegen sich hervorragend auf trockenen,

parallel gestellten Beinen mit sehr guten Klauen und überzeugen

mit drüsigen, hoch und fest aufgehängten Eutern,

die auch für Roboterbetriebe bestens geeignet sind.

Spitzenwerte für Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit und

sämtliche Gesundheitsmerkmale runden sein Profil

ab. Darüber hinaus vererbt Comeback sehr gute Kalbeeigenschaften

sowie eine hervorragende Persistenz und

qualifiziert sich damit als neuer Allrounder.

KNS SERGE RED 924772

SHIMMER RDC X STYX RED X APOLL P

KNS Serge Red ist ein exklusiver Sohn des ABS-Vererbers

Schreur Shimmer RDC, der mit der Kombination Salvatore

RDC x Rubicon x Cashcoin eine interessante Blutführung

für die Red-Holstein-Zucht aufweist.

Aufgrund seines hohen Leistungszuchtwertes und seines

exzellenten Exterieurs wurde Serge Red bereits als

Jungvererber stark eingesetzt und zudem als Bullenvater

genutzt. Mit seinem ersten töchterbasierten Zuchtwert

konnte er sich auf Anhieb mit RZG 134 in der Spitzengruppe

der Topliste auf Rang 13 platzieren.

Die aktuelle Jungbullenauswertung lässt sowohl in der

Leistung als auch im Exterieur in der April-Zuchtwertschätzung

eine weitere Steigerung seines Zuchtwertes

erwarten.

Serge Red wurde auf dem Betrieb KNS Holsteins der

Familie Niermann in Schiplage geboren. Im Rahmen

des Phönix-Zuchtprogramms wurde er aufgrund seiner

hervorragenden Zuchtwerte selektiert.

Er stammt aus der kapitalen Styx-Red-Tochter Daddy

Cool, die bereits als Färse mit VG 85 eingestuft wurde.

Über Apoll P, Balisto, Shamrock und Man-O-Man führt

die Mutterlinie zur Goldwin-Tochter Daybright EX 91, aus

der auch der stark eingesetzte Qnetics-Vererber Surano

stammt. Jeder passionierte Holsteinzüchter in Europa

kennt den D-Stamm von Niermann mit Kuhnamen wie

Dorflady, Darling, Dorfgirl und Dornröschen. Serge Red

macht diese erfolgreiche Kuhfamilie nun auch für die

Red-Holstein-Zucht verfügbar.

Für Preisrichter Michael Schmidt

war IQ-Tochter Helle der Handke GbR

die kompletteste der gezeigten

Zweitkalbsgruppe.

QZEIT APRIL 2026


6

SCHAUFENSTER

Es hat Tradition, dass die Züchter der ausgestellten

Töchter der Qnetics-Vererber zu Zukunft Rind

eingeladen werden. Dr. Hermann Niermann nimmt

ein Foto von KNS Serge Red mit nach Schiplage.

Die Töchter von IQ P*S waren allesamt

bereits in der 2. Laktation und zeigten

eine vorzügliche Euterqualität bei klarem

Fokus auf die Zweinutzung.

Drei Nachzuchtgruppen, die

eindrucksvoll belegen, welches Potenzial

in modernen Vererbern steckt.

Pazifik Red P, die von Thomas Sporleder

angeboten wurde, eröffnet mit ihrem

familiären Background Rotbuntzüchtern

neue Perspektiven. Bei 15.800 € fiel

der Hammer für die frühe, hornlose

Freestyle-Tochter.

der Aisch, Rinderunion Baden-Württemberg, Oberösterreichische

Besamungsstation Hohenzell sowie Rinderzuchtverband

Tirol.

Die neunköpfige Färsengruppe

von Winstar Comeback überzeugte

das Publikum auf ganzer Linie.

Mütterlicherseits entstammt er der bewährten E-Linie des

Betriebes Wagner. Die Stärken dieser Kuhfamilie liegen in

Langlebigkeit, Doppelnutzungscharakter, Exterieur und

Inhaltsstoffen. Der Kuhstamm steht zudem für großes

Potenzial im Schauring: So ist die Siegerkuh der letztjährigen

VFR-Schau eine Halbschwester von IQ.

Serge Red hat sich zu einem kapitalen, fehlerfreien Bullen

weiterentwickelt. Er ist ein guter Spermaproduzent und

wird in verschiedenen europäischen Ländern eingesetzt.

Von Serge Red erwarten wir Töchter mit hohen bis sehr

hohen Milchleistungen bei ausgezeichneter Persistenz,

was insbesondere dem Einfluss von Salvatore RDC und

Apoll P im Pedigree zugeschrieben wird. Seine milchtypischen

Töchter sind rahmig, mit guter Stärke und Körpertiefe.

Sie bewegen sich sehr gut auf parallel gestellten

Hinterbeinen mit sehr guten Klauen. Die drüsigen

Euter sind hoch und fest angesetzt, Strichplatzierung

und Strichlänge sind passend.

Auch für Färsenbesamungen ist Serge Red gut geeignet.

Vielversprechende Werte für Nutzungsdauer und

Gesundheit sowie eine hohe Persistenz und Kälberfitness

sind weitere Pluspunkte und lassen auf einen neuen

Spitzenvererber hoffen.

IQ P*S 881194

IRREGUT P*S X HARIBO X RAU

Der Irregut-Sohn IQ ist ein bewährter, mischerbig hornloser

Vererber. Gezüchtet wurde er vom Betrieb Wagner

in Kolbenhof. Er befindet sich im Gemeinschaftsbesitz

der EUROgenetik-Partner Besamungsverein Neustadt an

IQ gibt die Stärken seines Kuhstammes eindrucksvoll an

seine Töchter weiter. Die bei Zukunft Rind präsentierte

Nachzuchtgruppe bestand ausschließlich aus Zweitkalbskühen

und unterstrich seine Ausnahmequalitäten. Die

Töchter zeigten sich als rahmige Kühe, die den Doppelnutzungstyp

voll verkörpern und entsprechend gut bemuskelt

sind. Sie bewegen sich auf einem soliden Fundament.

Besonders hervorzuheben sind die festen Fesseln und die

hohen Trachten.

Die drüsigen, reinen Euter sind hoch und fest aufgehängt.

Die gewünschte Strichplatzierung vorne wie hinten, eine

gute Strichlänge und -dicke sowie der hohe Melkbarkeitszuchtwert

garantieren eine problemlose Melkarbeit – auch

in automatischen Melksystemen. Der Zuchtwert für Persistenz

bescheinigt den Töchtern einen optimalen Laktationsstart

und ein langes Durchhaltevermögen.

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Bullen ist die

sehr gute Mastleistung seiner männlichen Nachkommen.

Gerade bei hohen Fleischpreisen stellt dies einen

wirtschaftlichen Vorteil innerhalb einer Zweinutzungsrasse

dar.

IQ ist ein Bulle mit abgesicherten Zuchtwerten, der klar

für Doppelnutzung steht und maßgeblich zur weiteren

Manifestierung der Hornlosigkeit in der Fleckviehpopulation

beitragen wird.

→ BERND KOCH, ANTON STATT

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER


8 SCHAUFENSTER

ZUKUNFT RIND

SPITZENKÜHE IN

BESTFORM BEGEISTERN

ALSFELD

Zukunft Rind in Alsfeld ist am ersten Februarwochenende jedes

Jahres das Schau-Highlight für die Milch- und Zweinutzungsrassen

im Qnetics-Gebiet.

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

9

DIE SIEGER

TITEL

JUNIORCHAMPION

MILCHRASSEN 2026

NR. NAME

9 GWH Nekita

Anton

BESITZER

Gerbothe-Wiesner GbR

Obersachswerfen

CHAMPION

MILCHRASSEN 2026

161 BT Pinacolada

Awesome

Wilfried u. Eckhard Hauck

Schiffelbach

JUNIORCHAMPION

ZWEINUTZUNGSRASSEN 2026

54 Lisa

Wundawuzi

Handke GbR

Leisenwald

CHAMPION

ZWEINUTZUNGSRASSEN 2026

132 Rolly

Inhocsalus

Erich u. André Peter GbR

Schwabenrod

DEUTSCHE HOLSTEIN

SIEGER ALT

161 BT Pinacolada

Awesome

Wilfried u. Eckhard Hauck

Schiffelbach

RESERVESIEGER ALT

150 ZHW Advokat P

Advokat PP

Volke/Hauck GbR

Wetterburg

SIEGER MITTEL

86 GWH Lara

Bennie

Gerbothe-Wiesner GbR

Obersachswerfen

RESERVESIEGER MITTEL

100 GA Daybreak P

Limited-P

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

Cappel

SIEGER JUNG

9 GWH Nekita

Anton

Gerbothe-Wiesner GbR

Obersachswerfen

RESERVESIEGER JUNG

18 FG Pamela

Perennial

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

Cappel

DEUTSCHES FLECKVIEH

SIEGER ALT

132 Rolly

Inhocsalus

Erich u. André Peter GbR

Schwabenrod

RESERVESIEGER ALT

111 Imera

Majestix

Schäfer GbR

Airlenbach

SIEGER JUNG

54 Lisa

Wundawuzi

Handke GbR

Leisenwald

RESERVESIEGER JUNG

47 Lolita

Heiss

Handke GbR

Leisenwald

EUTERSIEGER ALT

132 Rolly

Inhocsalus

Erich u. André Peter GbR

Schwabenrod

EUTERSIEGER JUNG

45 Bombe

Halma

Annahof GbR

Jossa

DEUTSCHES JERSEY

SIEGER

66 RZB Kairalee

Casino

Manfred Uhrig

Sulzbach

BROWN SWISS

SIEGER

107 Lilou

Vance

LT Ulrich GbR

Schmittlotheim

BESTE LEBENSLEISTUNGSKUH

ROTBUNT

165 Eibe

Bama-Red

Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR

Wetterburg

Erich Peter strahlt vor Stolz -

die zwölfjährige Inhocsalus-

Tochter Rolly wird Champion

der Zweinutzungsrassen 2026.

QZEIT APRIL 2026


10

SCHAUFENSTER

DEUTSCHE HOLSTEIN

KLASSE 1

1a

9 GWH Nekita

Gerbothe-Wiesner GbR

KLASSE 5

1a

100 GA Daybreak P

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

Anton

Obersachswerfen

Limited-P

Cappel

1b

18 FG Pamela

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

1b

95 BT Insa

Wilfried u. Eckhard Hauck

Perennial

Cappel

Sidekick

Schiffelbach

1c

17 GWH Nana

Gerbothe-Wiesner GbR

1c

98 ZHW Whisky

Volke/Hauck GbR

Spark Red

Obersachswerfen

Rompen Red

Wetterburg

1d

4 CAS Lilo

Henning u. Nadja Caspar GbR

1d

96 Girlie

Karl-Wilhelm Römer

Allgaud

Heimertshausen

Apple Crisp

Schweinsbühl

1e

5 HLM Lady in Black

Ralf Hellmuth

1e

97 Andora

Marco Hölz

Bullseye

Haina

Ronald

Weinbach

1f

12 BT Telda

Wilfried u. Eckhard Hauck

1f

99 Let it be

Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR

Burgundy

Schiffelbach

Reeve Red

Wetterburg

1g

6 BG O Kamill

Bürger-Grebe GbR

Chief

Helmscheid

KLASSE 6

1a

144 SEI Cheyenne

Ralf Hellmuth

1h

11 Hazel

J. Hamel / S. Römer

Discjockey

Haina

Showtime

Vöhl / Diemelsee

1b

143 HH Spezial One

Manfred Uhrig

1i

13 EHS Royale

Karl-Wilhelm Römer

Amaretto

Sulzbach

Crown-Red

Schweinsbühl

1c

136 BT Pippilotta

Wilfried u. Eckhard Hauck

Ronald

Schiffelbach

KLASSE 2

1a

27 GA Adena

Agrarproduktion Goldene Aue GmbH

1d

140 BT Pia

Wilfried u. Eckhard Hauck

Precision

Görsbach

Thunder Storm

Schiffelbach

1b

26 ZHW Joelle

Volke/Hauck GbR

1e

133 BHJ Dream

Olaf Fackiner

Spoiler

Wetterburg

Stars

Dainrode

1c

21 GTB Lalanda

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

1f

146 CAS Batida

Henning u. Nadja Caspar GbR

Lambda

Cappel

Sidekick

Heimertshausen

1d

19 VOG Jeanette

Jörg Vogel

1g

148 GWH Annika

CPR-Holsteins KG

Ranger Red

Dorfborn

Tatoo

Rhenegge

1e

22 GTB Lazira

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

1h

137 Thalina Red

Laux GbR

Lambda

Cappel

Santorin

Villmar

1f

25 GTB Lyla

Jörg u. Johannes Gertenbach GbR

1i

141 BHE Excalibur

Norbert Breithecker

Lambda

Cappel

Sidekick

Ellar

1g

24 RZB Giggi

Manfred Uhrig

1j

139 Eva

LT Ulrich GbR

Lambda

Sulzbach

Moment PP

Schmittlotheim

1h

29 Sch Ronalda

Olaf Fackiner

Ashton

Dainrode

KLASSE 7

1a

161 BT Pinacolada

Wilfried u. Eckhard Hauck

1i

23 CAS Bärbel

Henning u. Nadja Caspar GbR

Awesome

Schiffelbach

Harris

Heimertshausen

1b

150 ZHW Advokat P

Volke/Hauck GbR

1j

20 BOP Carin

Geisel GbR

Advokat PP

Wetterburg

Gotti

Niederissigheim

1c

162 BHE Merida

Norbert Breithecker

Addiction

Ellar

KLASSE 3

1a

41 BT Rochè

Wilfried u. Eckhard Hauck

1d

160 Havanna

Gerbothe-Wiesner GbR

Lambda

Schiffelbach

Barcley

Obersachswerfen

1b

36 BT Nilana

Wilfried u. Eckhard Hauck

1e

157 GA Dorothea

Agrarproduktion Goldene Aue GmbH

Milano

Schiffelbach

Gymnast

Görsbach

1c

37 Olympia

Ralf Hellmuth

1f

153 LHJ Nightlove

Laux GbR

King Doc

Haina

Euclan

Villmar

1d

38 SEI Kaylee

Seipel Holsteins

1g

151 EHS Rosa

Martin Biederbick

Bullseye

Stumpertenrod

Stormy Red

Sudeck

1e

44 HLM Anja

Ralf Hellmuth

1h

163 Donka P

Pohlmann-Schmidt GbR

Woodman

Haina

Laron P

Welleringhausen

1f

32 BHJ Barbara

Olaf Fackiner

1i

156 Fux Taiga

Winkler GbR

Alpha

Dainrode

King Doc

Braunfels

1g

35 BHJ Barbie

Olaf Fackiner

1j

155 CAS Bahama

Henning u. Nadja Caspar GbR

Alpha

Dainrode

Sidekick

Heimertshausen

1h

1i

1j

39 EHS Mae

Rammstein

43 O Kelani

Freestyle

40 Afrika

Martin Biederbick

Sudeck

Marco Hölz

Weinbach

Schweinsberger/Dersch GbR

BEWÄHRTE

LEBENS-

LEISTUNGS-

KÜHE

1k

1a

159 Babsi

Power

164 CAS Blüte

Power

Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR

Wetterburg

Henning u. Nadja Caspar GbR

Heimertshausen

All-Star

Niederwald

1b

165 Eibe

Karl Friedrich u. Bernd Meier eGbR

Bama-Red

Wetterburg

KLASSE 4

1a

86 GWH Lara

Gerbothe-Wiesner GbR

Bennie

Obersachswerfen

1b

81 BT Paige

Wilfried u. Eckhard Hauck

Unstopabul

Schiffelbach

1c

79 WR Easy Peasy

Volke/Hauck GbR

Mooi P

Wetterburg

1d

77 Oase

Schweinsberger/Dersch GbR

Woodman

Niederwald

1e

78 RZB Andora

Manfred Uhrig

Addison

Sulzbach

1f

83 BT High-Love

Wilfried u. Eckhard Hauck

Unstopabul

Schiffelbach

1g

85 Lady

Manfred Uhrig

Alleyoop

Sulzbach

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

11

Die Zukunftsmacher: Juniorchampion

GHW Nekita der Gerbothe-Wiesner GbR und

Reservesiegerin jung FG Pamela von der

Gertenbach GbR überzeugten den Preisrichter

Erik Büscherhoff (2. v. l.). Die ehrenvolle

Erwähnung geht an BT Rochè vom Betrieb

Hauck.

Vor und hinter den Kulissen wird

alles für einen perfekten Auftritt

passend gemacht.

Richtentscheidungen mit viel

Fingerspitzengefühl

Engagierte Züchter präsentierten ihre hervorragend

vorbereiteten Schautiere im Wettbewerb um Rosetten

und Champion-Schärpen. Erik Büscherhoff richtete

die Holsteins und Jerseys, während Michael Schmidt

die Entscheidungen bei Fleckvieh und Brown Swiss traf.

AUSGEGLICHENE ERSTE KLASSE DER HOLSTEINS

Hygiene für Profis

In drei Klassen starteten die erstkalbigen schwarzund

rotbunten Holsteins. Die erste Richtentscheidung

an diesem Morgen ließ die Besucher bereits erahnen,

auf welch hohem Niveau die Schau ausgetragen wurde.

Preisrichter Erik Büscherhoff nahm sich viel Zeit, um

sich einen Überblick über die im Ring präsentierten

Kühe zu verschaffen.

Auf dem 1a-Platz stand eine Kuh, die in Harmonie und

Milchtyp nur schwer zu schlagen war. Mit einem hervorragend

aufgehängten Hintereuter und einer klaren,

korrekten Bewegung gewann GHW Nekita von der

Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachswerfen, ihre Klasse.

Auf dem 1b-Platz folgte dicht dahinter die Perennial-

Tochter FG Pamela von der Gertenbach GbR, Cappel.

• Boxen hautverträglich

desinfizieren

• Euter und Zitzen pflegen

• Futtertische selber beschichten

Die zweite Klasse der Erstkalbigen überzeugte das Publikum

ebenfalls durch eine hervorragende Qualität. Die

Tiere unterschieden sich nur in Nuancen. Schließlich

setzte sich GA Adena aus dem Betrieb Goldene Aue,

Görsbach, an die Spitze. Ihre Harmonie sowie die gleich-

Info-Telefon: (+49) 06024/6739-0

desical.de

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

QZEIT APRIL 2026

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12 SCHAUFENSTER

mäßige Körperbreite stellten sie vor die 1b-platzierte

ZHW Joelle, eine Spoiler-Tochter der Volke/Hauck GbR,

Wetterburg, die sich auf einem sehr feinen Fundament

bewegte.

In der letzten Klasse boten die etwas älteren Färsen in

unterschiedlichen Laktationsstadien ein anspruchsvolles

Richtbild. Jede Kuh brachte ihre eigenen Vorzüge

mit. Letztlich gelang es der Lambda-Tochter BT Rochè

von Eckhard Hauck, Schiffelbach, sich an die Spitze zu

setzen. Mit ihrem feinen Skelett, der festen Oberlinie

und viel Milchtyp überzeugte sie den Preisrichter. Auf

dem 1b-Platz rangierte ihre Stallgefährtin BT Nilana,

eine mittelrahmige Färse mit breitem Hintereuter und

einem enorm korrekten Fundament.

Zur Endauswahl der Erstkalbigen standen sechs herausragende

Färsen im Ring. Sie bewegten sich allesamt auf

glasklaren Fundamenten und zeigten sehr gute Euteranlagen.

Zum Junior-Champion der Milchrassen wurde

GHW Nekita von der Gerbothe-Wiesner GbR ernannt.

Sie vereint die rassetypischen Merkmale in nahezu perfekter

Harmonie. Reservesiegerin wurde ihre elegante

Klassenkonkurrentin FG Pamela.

STARKE FLECKVIEH-KOLLEKTION IM RING

Bei den Jungkühen hatte Preisrichter Michael Schmidt,

Zuchtberater und Sire Analyst bei der RBW, eine starke

erste Fleckviehklasse zu bewerten.

Anspannung und Freude liegen an so

einem Tag ganz nah beieinander.

Er wählte mit der Wundawuzi-Tochter Lisa von der

Handke GbR, Leisenwald, eine ausgesprochen körperstarke

Kuh mit langem, festem Euter an die Spitze, die

das harmonischste Gesamtbild bot.

Jersey, klein,

aber fein

Auf dem 1b-Platz folgte die noch in der Entwicklung

stehende, aber sehr korrekte Heiss-Tochter Lolita aus

demselben Zuchtbetrieb. Nur knapp dahinter rangierte

die Habsburger-Tochter Arianna von Jochen Günther,

Kleinfischbach, die der Vorgängerin lediglich in Nuancen

unterlegen war.

Anschließend betraten die Jerseys den Ring. Eine kleine,

aber qualitativ hochwertige Klasse präsentierte sich

dem Publikum. Allen gemeinsam waren exterieurstarke

Mutterlinien im Pedigree. Den Klassensieg sicherte sich

die Casino-Tochter RZB Kairalee von Andrea Uhrig und

Manfred Uhrig, Sulzbach. Mit der bekannten Schaukuh

Kendra als Großmutter überzeugte sie durch enorme Körpertiefe

und ein beeindruckendes Seitenbild.

Auf dem 1b-Platz folgte BT Vivianne aus dem Zuchtbetrieb

Hauck, Schiffelbach. Den 1c-Platz belegte die Färse

BHJ Vilounie von Olaf Fackiner, Dainrode.

Sieg bei den jungen Fleckvieh-Kühen: Wundawuzi-Tochter

Lisa (54) von der Handke GbR setzt sich vor ihrer Herdengefährtin

Lolita (47) durch. Der Titel „Bestes Euter jung“

geht an Bombe (45) von der Annahof GbR. Es gratulieren

Preisrichter Michael Schmidt (2. v. r.) und Ralf Deckenbach (r.)

vom Sponsor Hochwald Food GmbH.

Bei den Fleckviehkühen mit zwei Abkalbungen stand

die Hokuspokus-Tochter Hanna von Andreas Mötzung,

Obernüst, an der Spitze. Mit ihrer Korrektheit und dem

sehr drüsigen Euter erhielt sie den Vorrang vor der körperstarken

und rumpfigen IQ-Tochter Helle von der

Handke GbR, Leisenwald.

Bei der Vergabe des Siegerpreises entschied sich Michael

Schmidt für die beste Jungkuh Lisa von der Handke

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

13

DEUTSCHES FLECKVIEH

KLASSE 1

1a

54 Lisa

Handke GbR

Wundawuzi

Leisenwald

1b

47 Lolita

Handke GbR

Heiss

Leisenwald

1c

52 Arianna

Jochen Günther

Habsburger

Kleinfischbach

1d

60 Soraja

Stefan Wies

Woward

Ober-Moos

1e

57 Anne

Jochen Günther

Mercedes

Kleinfischbach

1f

45 Bombe

Annahof GbR

Halma

Jossa

1g

53 Goldine

Habermehl GbR

Jedi

Allmenrod

1h

59 Nadira

Walter Lang

Maribor

Stockhausen

1i

49 Ruby P

Habermehl GbR

Vogtherz

Allmenrod

1j

56 Nele

Annahof GbR

Hermelin

Jossa

KLASSE 2

1a

71 Hanna

Andreas Mötzung

Hokuspokus

Obernüst

1b

73 Helle

Handke GbR

IQ PS

Leisenwald

1c

72 Erna

Schäfer GbR

Hokuspokus

Airlenbach

1d

67 Holunder

Erich u. André Peter GbR

Potent

Schwabenrod

1e

75 Henriette

Holger Limpert

Herzbub

Schlitzenhausen

KLASSE 3

1a

111 Imera

Schäfer GbR

GbR und verlieh auch den Reservesiegertitel an diesen

Betrieb für die 1b-platzierte Heiss-Tochter Lolita. Damit

würdigte er die geschlossene und qualitätsvolle Gesamterscheinung

dieser vielversprechenden Zukunftskühe.

Zur Eutersiegerin wurde die jüngste Kuh der Konkurrenz

gewählt: die Halma-Tochter Bombe vom Annahof der

Familie Rainstadtler aus Jossa. In puncto Euterfestigkeit

und Strichverteilung setzte sie Maßstäbe.

1b

1c

1d

1e

1f

1g

Majestix

114 Leni P

Mercedes

116 Heidrun

Mischko

113 Mara

Wüstensohn

115 Bussi

Herzfeuer

117 Blume P

Maybach

118 Rakete

Airlenbach

Christian Zimmermann

Beerfelden

Handke GbR

Leisenwald

Stefan Wies

Ober-Moos

Habermehl GbR

Allmenrod

Christian Zimmermann

Beerfelden

Gabriel Heister

Impossum

Großseelheim

HOLSTEINS DER MITTLEREN KATEGORIE

1h

112 Zofie

Zimt

Holger Limpert

Schlitzenhausen

Nach den Fleckviehkühen betraten die Holsteins der

mittleren Kategorie den Ring. Die erste Klasse war von

äußerst engen Entscheidungen geprägt. Letztlich setzte

sich die lackschwarze Bennie-Tochter GHW Lara von

der Gerbothe-Wiesner GbR an die Spitze. Ihre stärkste

Konkurrentin war die milchtypische Unstopabul-Tochter

BT Paige vom Betrieb Hauck, Schiffelbach.

KLASSE 4

1i

1a

1b

1c

1d

119 Salsa

Sehrgut

132 Rolly

Inhocsalus

124 Friedex

Midwest

126 Liane

Wildgraf

123 Lady

Alexander-Sven Prokasky

Probbach

Erich u. André Peter GbR

Schwabenrod

Schäfer GbR

Airlenbach

Walter Lang

Stockhausen

Erich u. André Peter GbR

Die folgende Klasse führte GA Daybreak, eine Limited-P-

Tochter der Gertenbach GbR, an. Mit feinem Skelett und

fester Oberlinie sicherte sie sich den Klassensieg. Dicht

dahinter rangierte die Sidekick-Tochter BT Insa, vorgestellt

von Eckhard Hauck.

1e

1f

1g

1h

Vollglanz

131 Ramona

Hutera

125 Hanni

Riaza

121 Sarina

Sehrgut

120 Miranda

Schwabenrod

Gabriel Heister

Großseelheim

Annahof GbR

Jossa

Alexander-Sven Prokasky

Probbach

Andreas Mötzung

In einer hochspannenden Endauswahl kämpften vier

Kühe um den Titel in der Kategorie „Kühe mit zwei Kälbern“.

Nach knapper Entscheidung wurde GHW Lara von

der Gerbothe-Wiesner GbR zur Siegerin mittel gekürt.

Ihre besonderen Vorzüge im Milchcharakter sowie das

hoch aufgehängte Hintereuter gaben den Ausschlag.

Mainhattan

Obernüst

Den Reservesieg errang die qualitätsstarke GA Daybreak

von der Gertenbach GbR.

QZEIT APRIL 2026


14

SCHAUFENSTER

Ein beeindruckendes Bild: Diese Klasse

der drittkalbigen Kühe zeigt eindrucksvoll

das hohe züchterische Niveau der

Fleckviehbetriebe im Qnetics-Gebiet.

Im Ring entscheidet

sich alles.

Aufstellung zur Wahl der Siegerkuh

mittel – elektrisierende Spannung

im Ring und auf den Rängen.

BROWN SWISS IM RING

Auch die Rasse Brown Swiss war vertreten. Zwei vielversprechende,

jugendliche Färsen von Gabriel Heister,

Kirchhain, sowie der LT Ulrich GbR, Vöhl, wurden als

Demogruppe präsentiert. Die Siegermedaille sicherte

sich die Vance-Tochter Lilou von der LT Ulrich GbR.

ÄLTERE FLECKVIEH-KÜHE ÜBERZEUGEN

In der ersten Gruppe der älteren Fleckvieh-Kühe stellte

die Schäfer GbR, Airlenbach, mit der harmonischen und

mit einem sehr drüsigen Euter versehenen Majestix-

Tochter Imera die Spitzenkuh. Den 1b-Preis erhielt die

frische, korrekte Mercedes-Tochter Leni P von Christian

Zimmermann, Beerfelden, und qualifizierte sich damit

für die Siegerauswahl.

In der zweiten Gruppe überzeugte die bereits zehnkalbige

Inhocsalus-Tochter Rolly der Familie Peter,

Schwabenrod. Mit exzellentem Fundament und bemerkenswerter

Euterqualität gewann sie ihre Klasse. Auf

dem 1b-Platz folgte die körperstarke Midwest-Tochter

Friedex der Schäfer GbR, gefolgt von der Wildgraf-Tochter

Liane von Walter Lang.

In der Siegerauswahl vergab Michael Schmidt den Titel

des Zweinutzungs-Champions an Rolly und würdigte

damit die außergewöhnliche Frische und Korrektheit

dieser zwölfjährigen Kuh. Der Reservesieg ging an Imera

von der Schäfer GbR. Auch der Titel „Beste Euterkuh der

älteren Klasse“ wurde an Siegerkuh Rolly vergeben.

Bemerkenswert war zudem das starke Abschneiden der

Bio-Betriebe, die mit rund einem Viertel der ausgestellten

Kühe vertreten waren.

ZUSCHAUER HALTEN DEN ATEM AN

Als die erste Klasse der Holsteinkühe mit mehr als

drei Kälbern den Ring betrat, war die Spannung in der

Hessenhalle greifbar. Die hervorragend vorbereiteten

Kühe aus den Spitzenbetrieben des Qnetics-Gebiets

überzeugten auf ganzer Linie.

Erik Büscherhoff stellte in der ersten Klasse die ausdrucksstarke

Discjockey-Tochter SEI Cheyenne von

Ralf Hellmuth an die Spitze. Auf dem 1b-Platz folgte

die rotbunte HH Spezial One (Amaretto x Awesome)

von Manfred Uhrig aus Sulzbach.

In der zweiten Klasse der älteren Holsteinkühe überzeugte

die Awesome-Tochter BT Pinacolada von Eckhard

Hauck mit ihrem perfekten Seitenbild und wurde vor der

1b-plazierten ZHW Advokat P (Advokat PP x Nordkap) der

Volke/Hauck GbR, die durch ihr überragendes Hintereuter

beeindruckte, zur Siegerkuh alt gekürt.

Zwei Holsteinkühe mit außergewöhnlicher Lebensleistung

wurden ebenfalls ausgezeichnet: Der Ehrenpreis

der Stadt Alsfeld ging an Blüte von der Caspar GbR,

Heimertshausen, die als erste Tochter des Qnetics-Vererbers

Power die Marke von 100.000 Litern überschritt.

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

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Die rotbunte Bama-Red-Tochter Eibe, vorgestellt von

der Meier GbR, war mit 7.394 kg Fett und Eiweiß die

stärkste Dauerleistungskuh der Schau und erhielt dafür

den Pokal des LLH.

GRAND CHAMPION DER MILCHRASSEN

Mit Spannung wurde die letzte Entscheidung des Tages

erwartet: die Wahl des Grand Champions der Milchrassen.

Dazu betraten die Sieger- und Reservesiegerkühe

der mittleren und älteren Holsteinklassen sowie die

Jersey-Siegerkuh den Ring. Nach sorgfältiger Abwägung

kürte Erik Büscherhoff die außergewöhnlich starke

BT Pinacolada zum Grand Champion. Die Freude im

Betrieb Hauck war groß, denn damit konnte der Titel

aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt werden.

→ MARIE MENSCHING, THEA EBINGER, LLH

JERSEY

1a 66 RZB Kairalee

Casino

1b 63 BT Vivianne

Chrome

1c 62 BHJ Vilounie

Zodi

BROWN SWISS

1a 107 Lilou

Vance

1b 106 Dinella

Aiven

Manfred Uhrig

Sulzbach

Wilfried u. Eckhard Hauck

Schiffelbach

Olaf Fackiner

Dainrode

LT Ulrich GbR

Schmittlotheim

Gabriel Heister

Großseelheim

Das hohe Niveau der Färsenklassen

stellte Preisrichter Erik Büscherhoff vor

keine leichte Entscheidung.

i

GERMAN DAIRY

SHOW 2027

Titelverteidigung gelungen: Eckhard Hauck

holt nach 2025 erneut den Championtitel

der Milchrassen nach Schiffelbach. Die

lackschwarze BT Pinacolada wird 2026 zur

schönsten Kuh von „Zukunft Rind“ gekürt.

Der BRS hat mehrheitlich dafür gestimmt, die

German Dairy Show 2027 in Verden durchzuführen.

Die Masterrind bekommt als Ausrichter und

für den Verzicht auf die Schau der Besten 2027

ein höheres Teilnahmekontingent. Alternative

Standorte und Termine wurden intensiv

geprüft, konnten aber nicht überzeugen.

Die German Dairy Show ist für den 24. und

25.02.2027 geplant. Da es sich nicht, um eine

Verkaufsveranstaltung handelt, kommt auch

die 30-Tage-Regelung nicht zum Tragen.

Folglich können Tiere sowohl an Zukunft Rind

als auch an der German Dairy Show teilnehmen.

Zukunft Rind wird, wie jedes Jahr, am ersten

Februarwochenende am 05.und 06.02.2027

stattfinden.

QZEIT APRIL 2026


16

SCHAUFENSTER

DIE SIEGER VOR

DER KAMERA

ZUKUNFT RIND ’26

Lisa aus dem Stall der Handke GbR wurde von

Preisrichter Michael Schmidt zur schönsten

Fleckvieh-Jungkuh des Tages gekürt.

Bei den Milchrassen begeisterte die sechskalbige

BT Pinacolada aus der Zuchtstätte Hauck Preisrichter

Erik Büscherhoff. Sie sicherte sich die Titel

„Siegerkuh alt“ und „Champion Milchrassen“.

Erich und André Peter sind stolz auf ihre

Inhocsalus-Tochter Rolly. Wer sich

nach zehn Kalbungen noch in dieser Form

präsentiert, trägt verdient den Titel

„Champion Zweinutzungsrassen“.

ZHW Advokat P der Volke/Hauck GbR

beeindruckte mit einem überragenden

Hintereuter und wurde Reservesiegerin

bei den alten Holsteinkühen.

QZEIT APRIL 2026


SCHAUFENSTER

17

Ein gelungener Tagesabschluss: GA Daybreak P

von der Gertenbach GbR überzeugte mit feinem

Skelett und fester Oberlinie und sicherte sich

den Reservesieg in der mittleren Altersklasse.

Den ersten Erfolg des Tages für Familie

Gertenbach aus Cappel machte die Perennial-

Tochter FG Pamela mit dem Reservesieg bei

den Holstein-Färsen klar.

Neues Jahr, gleicher Ort : Majestix-Tochter

Imera wiederholte zur Freude von Moritz Schäfer

ihren Vorjahreserfolg und nahm erneut den

Reservesiegertitel mit nach Oberzent.

Doppelerfolg für die Familie Handke:

Auch der Titel der Reservesiegerin bei den

jungen Kühen geht nach Leisenwald.

Lolita überzeugte mit ihrer Korrektheit

und viel Entwicklungspotenzial.

Die Kendra-Dynastie gilt als Garant im

Schauring. Andrea Uhrig freute sich in diesem

Jahr über die Auszeichnung für die Kendra-

Enkelin und Casino-Tochter RZB Kairalee.

Die Amaretto-Tochter HH Spezial One aus

dem Stall der Familie Uhrig in Sulzbach war in

diesem Jahr die beste Red-Holstein-Kuh.

QZEIT APRIL 2026


18 PASSION MILCHRIND

Am Futtertisch steht jeder Kuh

ausreichend Platz zur Verfügung.

LANDWIRTSCHAFT

ZWISCHEN HÖHENLAGEN

UND ZUKUNFTSFRAGEN

Die Agrargenossenschaft Friesau eG liegt im südöstlichen Thüringen

nahe dem kleinen Städtchen Bad Lobenstein. Bewirtschaftet werden

Flächen in einer Höhenlage zwischen 440 und 580 m ü. NN. Geprägt

ist die Landschaft von einer bewegten Topografie, ausgeprägten Höhenlagen

und einem Mittelgebirgsklima.

Aufgrund dieser Lage ist für den Betrieb die Veredelung

der Feldkulturen über Milch und Fleisch alternativlos.

Im langjährigen Mittel fallen rund 650 mm Niederschlag

pro Jahr. Doch das vergangene Jahr stellte den Betrieb

vor besondere Herausforderungen, wie Geschäftsführer

Christian Korb berichtet. Statt der üblichen 650 mm

fielen lediglich 400 mm – mit empfindlichen Ertragsund

Qualitätseinbußen, insbesondere beim Grünfutter.

Der Silomais konnte jedoch von den – gerade noch

rechtzeitig einsetzenden – Niederschlägen im Juli

profitieren und einen mittleren Ertrag sichern. Damit

war die Grundfutterversorgung letztlich abgesichert.

Der Ackerbau ist vielseitig aufgestellt. Eine breite Fruchtfolge

dient nicht nur der Risikostreuung, sondern auch

der Bodenfruchtbarkeit und einer stabilen betriebseigenen

Futterversorgung. Letztere ist ein zentraler Aspekt,

denn Ziel ist es, Milch und Fleisch nachhaltig und kostengünstig

vom eigenen Acker zu erzeugen.

MILCHVIEHHALTUNG ALS HERZSTÜCK

Das Herzstück des Betriebes ist die Milchviehhaltung.

Hier beginnt der Verantwortungsbereich der Herdenmanagerin

Caroline Elmer. Die zweifache Mutter betreut

mit ihrem Team eine Herde von 360 Holsteinkühen mit

einer durchschnittlichen Milchleistung von 10.550 kg

bei 4,03 % Fett und 3,32 % Eiweiß.

Im Jahr 2020 zogen die Tiere aus der alten Milchviehanlage

aus DDR-Zeiten in einen modernen, großzügig

konzipierten Stall um.

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

19

Moderne

Technik für

eine Rundum-

Kontrolle

„Unser neuer Stall wurde

konsequent auf Tierwohl, Arbeitswirtschaftlichkeit

und Zukunftsfähigkeit

ausgerichtet.“

Caroline Elmer

Gemolken wird mit sechs GEA-Automaten. Diese sind in

zwei Gruppen zu je drei Robotern aufgeteilt und melken

jeweils im Durchschnitt 150 Kühe. Gearbeitet wird in

zwei Schichten – morgens und abends. Auch Fütterung

und weitere Stallarbeiten sind entsprechend organisiert.

Dieses System bietet mehrere Vorteile: Niemand arbeitet

allein, was die Sicherheit erhöht und die gegenseitige

Unterstützung erleichtert. Zudem beugt es Überlastungen

vor und stärkt den Teamgedanken.

Ein weiterer Pluspunkt: Es ist kein nächtlicher Bereitschaftsdienst

bei Maschinenalarmen erforderlich. Fällt

ein Roboter aus, kann übergangsweise mit den verbleibenden

weitergearbeitet werden.

Im Jahr 2025 wurden erstmals Strohpellets als Einstreu in

den Abkalbeboxen eingesetzt. Diese bieten zwei wesentliche

Vorteile: Zum einen besitzen sie eine hohe Saugfähigkeit

und reduzieren dadurch den Keimdruck für

Muttertier und Kalb, zum anderen vermindern sie deutlich

die Rutschgefahr und erleichtern das Aufstehen.

Seit der Einführung traten keine „ausgegrätschten“ Kühe

mehr auf – ein klarer Gewinn, zumal es häufig ältere,

leistungsstarke Tiere betrifft.

Die Kalbungen können per Videoüberwachung kontrolliert

werden, sodass jederzeit ersichtlich ist, wo

Unterstützung erforderlich ist. In diesem Stallbereich

sind außerdem ein moderner Klauenstand sowie eine

Separationsbucht mit Halsfangrahmen für Besamung

und tierärztliche Behandlungen integriert.

Die Brunst- und Gesundheitsüberwachung erfolgt über

das Diagnostiksystem GEA CowScout. Dieses arbeitet auf

Basis der Wiederkauaktivität und hat sich über die Jahre

bewährt. Brünstige Kühe werden zuverlässig erkannt,

und gesundheitliche Auffälligkeiten lassen sich frühzeitig

feststellen – „bevor die Kuh die Ohren hängen lässt“.

VIEL PLATZ FÜR DIE KÜHE

Die Kühe sind in geräumigen Liegeboxen untergebracht,

die über ein zentrales Gebläse mit Stroh eingestreut

werden. Die Begrenzungsbügel bestehen aus flexiblem

Kunststoff, um Verletzungen vorzubeugen. Die Laufgänge

sind als Spaltenböden mit darunterliegendem

Güllekeller ausgeführt.

Am großzügigen Futtertisch besteht ein Kuh-Fressplatz-

Verhältnis von 4:1, begrenzt durch Palisaden. Auch der

Abkalbebereich ist weitläufig angelegt und wird ebenfalls

über das Strohgebläse eingestreut.

DIE AUFZUCHT IST AUSGELAGERT

An zwei weiteren Standorten werden die rund 330 Jungtiere

mit 1,5 Arbeitskräften aufgezogen. Vom Kalb bis

zur tragenden Färse befinden sich die Tiere in der alten

Milchviehanlage Friesau. Tragende Tiere werden an

einen zweiten Standort im kleinen Ort Zoppoten verbracht.

Dort finden bis zu 70 Tiere Platz und erhalten über

die Vegetationszeit auch Weidegang rund um die Ufer der

Bleiloch-Talsperre. Abgerundet wird die tierische Produktion

durch die Mast von durchschnittlich 230 Bullen.

Dabei handelt es sich zum Großteil um Holstein-Bullen

und einigen Mastkreuzungen. Gemästet werden diese

Der neue Kuhstall am Ortsrand von

Friesau wurde 2020 eingeweiht.

BETRIEBSSPIEGEL

STANDORT

Saalburg-Ebersdorf

Lage: 440–580 m ü. NN

Niederschlag: 650 mm

FLÄCHENNUTZUNG

Gesamtfläche: 1.012 ha

Grünland: 165 ha

Ackerfläche:

209 ha Winterweizen

90 ha Wintergerste

150 ha Winterraps

141 ha Sommergerste

154 ha Silomais

154 ha Zwischenfrucht

MITARBEITER

20 Mitarbeiter

2 Auszubildende

QZEIT APRIL 2026


20

PASSION MILCHRIND

auf Spaltenboden. Das Schlachtalter beträgt 20 Monate

bei 1.070 g täglichen Zunahmen. Untergebracht sind sie

ebenfalls in der alten Milchviehanlage. Versorgt werden

sie günstig über das Personal der Milchproduktion. Das

ist einfach und produktiv und passt zur Philosophie des

Betriebes zur effektiven Wertschöpfung aus den vorhandenen

Ressourcen.

Herdenmanagement setzt

auf Qnetics-Know-how

PRAKTISCHE ZUCHTARBEIT

„In der Zucht liegt der Fokus nicht auf kurzfristigen

Spitzenleistungen, sondern auf langlebigen, gesunden

Kühen, die Leistung, Robustheit und eine gute Nutzungsdauer

vereinen“, betont Caroline Elmer.

Die Belegung erfolgt zu 100 % durch künstliche Besamung,

durchgeführt von den Technikern der Qnetics.

Der Bulleneinsatz wird entsprechend den betrieblichen

Anforderungen gemeinsam mit der Herdenmanagerin

geplant. Besonderes Augenmerk liegt auf guten Eutern,

stabilen Fundamenten und hohen Gesundheitswerten.

Zunehmend wird auch auf eine ausgeprägte Körperkapazität

geachtet, um die Grundfutteraufnahme zu verbessern

– ein wesentliches wirtschaftliches Argument

im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Futterverwertung.

Die Auswahl erfolgt über das BAP-Programm auf

Grundlage einer phänotypischen Mängeleinstufung zu

Beginn der Laktation. Dadurch wird Inzucht vermieden

und der Zuchtfortschritt gezielt beschleunigt.

TYPISIERUNG UND KONSEQUENTE SELEKTION

Im Jahr 2024 wurde mit der genomischen Typisierung

begonnen, um die Herde noch gezielter an wirtschaftliche

Anforderungen anzupassen. Die Ergebnisse werden für

Anpaarung und Selektion im Jungviehbereich genutzt.

Derzeit werden Tiere mit einem genomischen RZG von

120 und höher gezielt mit gesextem Sperma von Qnetics-

Spitzenvererbern belegt. Die übrigen Tiere werden konventionell

besamt. Einzelne leistungsstarke Kühe mit

hohen Eigen- oder Mutterleistungen werden ebenfalls

mit gesextem Sperma belegt.

Geplant ist eine noch stärkere Selektion unter Einbeziehung

genomischer Werte und Leistungsdaten. Tiere

mit niedrigeren Zuchtwerten werden künftig verstärkt

mit geeigneten Mastrassen belegt, die Nachkommen

im eigenen Betrieb gemästet. Ziel ist eine zusätzliche

Steigerung der Wertschöpfung in der Mast.

ERFOLGE STELLEN SICH EIN

Im Jahr 2024 konnte eine Rodrigo-Tochter mit einem

RZG von 153 und einem hervorragenden genomischen

Linearprofil für das Zuchtprogramm der Qnetics selektiert

werden.

In Friesau besteht zudem die Möglichkeit der Embryonenübertragung.

Dieses Instrument soll schrittweise ausgebaut

werden, um das Zuchtprogramm zu unterstützen

und die genetische Qualität der Herde weiter zu stärken.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Agrargenossenschaft

Friesau eG befindet sich mit ihrem motivierten

Team auf einem sehr guten Weg. Besonders hervorzuheben

ist die gesteigerte Nutzungseffizienz an einem nicht

leicht zu bewirtschaftenden Standort. Voraussetzung

dafür ist die konsequente Nutzung moderner Technik

– von schlagkräftiger Mechanisierung in Futterernte

und Fütterung über moderne Melksysteme und komfortable

Stallkonzepte bis hin zur

genomischen Selektion und

dem dadurch beschleunigten

Zuchtfortschritt. So sieht sich

der Betrieb gut gerüstet für die

Anforderungen der Zukunft.

Das Team der Qnetics bedankt

sich für die gute und vertrauensvolle

Zusammenarbeit und

wünscht der Agrargenossenschaft

Friesau eG weiterhin

viel Erfolg.

→ MARTIN LINKE

Helligkeit, großzügige Platzverhältnisse

und frische Luft bieten

den Kühen hohen Komfort.

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

21

Abb. 1: Durchschnittliche Nutzungsdauer der Holsteinkühe im Gebiet der Qnetics

Quelle: vit

1150

Nutzungsdauer (in Tagen)

1100

1050

1000

950

Henning Caspar ist stolz auf CAS Blüte, die als

erste Tochter des Qnetics-Vererbers Power die

Marke von 100.000 Litern überschritten hat.

900

2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024

Abgangsjahr

Eine lange Nutzungsdauer ist

das wirtschaftlich wichtigste

funktionale Merkmal – denn

nur langlebige Kühe verdienen

über Jahre hinweg Geld.

NUTZUNGSDAUER

IM AUFWIND

Jeder Milchkuhhalter wünscht sie sich: Ältere,

vitale Kühe, die Tag für Tag zuverlässig ihre

Leistung bringen und am Ende eine beeindruckende

Lebensleistung vorweisen können.

Gefühlt nimmt die Zahl der Kühe, die eine Gesamtleistung

von 100.000 Mkg erreichen, stetig zu. Doch ist das nur

eine subjektive Wahrnehmung – oder gibt es tatsächlich

einen Anstieg der Kühe, die diese Marke überschreiten?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die absolute Anzahl der

ausgezeichneten Kühe ist über die Jahre leicht gestiegen,

auch wenn es Schwankungen gibt. Gleichzeitig führt der

Rückgang der Gesamtkuhzahl dazu, dass der prozentuale

Anteil der „100.000-Liter-Kühe“ weiter zunimmt.

Betrachtet man die Entwicklung der Nutzungsdauer –

also den Zeitraum, in dem eine Kuh wirtschaftlich im

Betrieb genutzt wird –, zeigt sich ebenfalls ein kontinuierlicher

Aufwärtstrend (Abb. 1). Die Nutzungsdauer im

abgegangenen Bestand liegt in Hessen bei 38,7 Monaten

und in Thüringen bei 35,6 Monaten.

Durch die verlängerte Nutzungsdauer sowie die in den

vergangenen Jahren gestiegenen Laktationsleistungen

erhöhen sich auch die durchschnittlichen

Lebensleistungen der abgegangenen

Kühe. Im Qnetics-Gebiet lagen diese

im letzten Prüfjahr bei rund 29.460 kg

Milch. Hessen und Thüringen haben

sich dabei zunehmend angeglichen.

Zwar liegen wir noch etwa 2.000 kg

unter dem Bundesdurchschnitt, doch

auch hier ist über die Jahre ein deutlicher

Anstieg erkennbar.

Die Zucht auf Nutzungsdauer und Gesundheit trägt

maßgeblich dazu bei, dass Milchkühe älter werden.

Der genetische Trend ist über die zurückliegenden

Geburtsjahrgänge kontinuierlich ansteigend. Auch

wenn die Heritabilitäten dieser Merkmale vergleichsweise

gering sind und Umweltfaktoren wie Haltung und

Management einen großen Einfluss haben, lässt sich die

Nutzungsdauer züchterisch gezielt verbessern.

Bei den schwarzbunten, töchtergeprüften Bullen gelten

Predar und Esquire als ausgesprochene Spezialisten für

Langlebigkeit. Ihre Nachkommen präsentieren sich als

jugendlich wirkende, nicht zu große Kühe mit hervorragenden

Fundamenten. Diese Bullen werden sich in den

Pedigrees künftiger 100.000-Liter-Kühe wiederfinden.

Im genomischen Bereich stehen die rotbunten Bullen

Clark P und Globed P in der Topliste für Nutzungsdauer

weit oben – Clark P belegt sogar Rang 2. Auch der schwarzbunte

Topvererber Evenstar überzeugt mit einem RZN

von 133 in diesem Merkmal.Aktuell überschreiten immer

mehr Töchter von Big Point die magische Grenze von

100.000 Litern. Bereits in der Zuchtwertschätzung im

August 2014 wies Big Point einen RZN von 134 auf – ein

Wert, der sich nun eindrucksvoll in der Praxis bestätigt.

Sperma von Big Point ist weiterhin verfügbar.

In der Vergangenheit waren es Bullen wie Mascol (ZWS

08/2006: RZN 120), Manager (ZWS 08/2006: RZN 126)

oder Ramos (ZWS 08/2004: RZN 121), die häufig als Vater

oder Muttervater in den Pedigrees ausgezeichneter Kühe

vertreten waren. Töchtergeprüfte Nutzungsdauerzuchtwerte

von 120 und höher galten bereits vor der genomischen

Ära als außergewöhnlich hoch – und zeigen heute

ihre nachhaltige Sicherheit.

Im Bereich der funktionalen Merkmale nimmt die Nutzungsdauer

eine Schlüsselrolle in der Wirtschaftlichkeit

der Milchviehhaltung ein. Langlebige Kühe erreichen

hohe Lebensleistungen und haben ihre Aufzuchtkosten

mehrfach amortisiert. Steigende Einzelleistungen,

verbesserte Haltungsbedingungen, professionelles

Management und vor allem die konsequente Zucht auf

Nutzungsdauer werden diesen positiven Trend weiter

verstärken.

→ MARKUS STREHLKE

QZEIT APRIL 2026


22

PASSION MILCHRIND

Bullenvorstellung

für die Praxis

DIE GESCHICHTE

Hinter jeder Bullenauswahl steht eine Geschichte.

So ist es auch bei Hawkins PP.

DER URSPRUNG: EINE WELTCHAMPION-KUH

ALS FUNDAMENT

Als Sire Analyst beschäftigt man sich intensiv mit Kuhfamilien,

ihren Stärken und Schwächen und verfolgt

deren Entwicklung über Generationen hinweg. Die

Geschichte von Hawkins PP beginnt mit der überragenden

Rainyridge Tony Beauty EX 94, die im Alter von

14 Jahren 1999 Grand Champion der World Dairy Expo

in Madison wurde.

Vier Generationen später kaufte unser Züchter Marco

Hellwig, Salzberg, aus der Mr.-Burns-Tochter Rainyridge

Mr. Burns Eara EX 92 Planet-Embryonen. Leider wurde

nur ein Kuhkalb geboren: Rainyridge Planet Elaine. Diese

wurde bei der SOKO 2011 für 7.000 € an Diamond Genetics

und den niederländischen Spitzenbetrieb De Oosterhof

verkauft.

Aus einer Spülung mit Aikman RDC entstand De

Oosterhof DG Ai Elani RDC – jene Kuh, die den Rotfaktor

in die Familie brachte und sich zur einflussreichen Bullenmutter

entwickelte. Ihr Sohn Alaska-Red (v. Pat Red)

bei AI Total wurde hoch platziert und weltweit als

Bullenvater eingesetzt. Ein weiterer Sohn war Elaikan P

(v. Kansas P), den wir für unser Zuchtprogramm selektieren

konnten.

„Erfolgreiche Bullen entstehen

nicht zufällig – sie sind das

Ergebnis konsequenter Familienarbeit

über viele Generationen.“

Um neue Blutlinien zu erschließen, wurde Elani mit dem

damaligen Topvererber Rubicon angepaart. Die daraus

entstandene De Oosterhof DG Rubellia RDC entwickelte

sich ebenfalls zur bedeutenden Bullenmutter. Ihr Argo-

Sohn Rubels Red wurde von ABS angekauft und erlangte

weltweite Bedeutung. Er ist Vater der Bullenväter Ranger

Red (Semex) und Robin Red (ST-Genetics).

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

23

HAWKINS PP 960823

Handout P x De Oosterhof Algarve-Red P VG 85 (v. Cartoon P) – verkauft beim Sunrise Sale 2023

x De Oosterhof DG Athena GP 83 (v. Doble RDC)

x De Oosterhof DG Agriorio Red GP 84 (v. Argo RDC) – Mutter von Donner Red

x De Oosterhof DG Rubellia RDC VG 86 (v. Rubicon) – Mutter von Rubels Red

x De Oosterhof DG Ai Elani RDC (v. Aikman RDC) – Mutter von Alaska-Red und Elaikan P

x Rainyridge Planet Elaine VG 88 (v. Planet) – verkauft bei der SOKO 2011

x Rainyridge Mr. Burns Eara RDC EX 92 (v. Mr. Burns RDC)

x Rainyridge Shottle Etain VG 89 (v. Shottle)

x Rayverley Leader Eva EX 90 (v. Starleader)

x Rayverley Prelude Evelyn EX 90 (v. Prelude)

x Rainyridge Tony Beauty EX 94 (v. Tony)

VON THÜRINGEN ZURÜCK INS

QNETICS-ZUCHTPROGRAMM

Auch die Vollschwester von Rubels Red, De Oosterhof

DG Agriorio Red, wurde sehr erfolgreich. Und hier kommt

unser Mitgliedsbetrieb, die Waisagrund Agrar GmbH

Crock in Thüringen, ins Spiel. Dort wurden über zwei Jahre

Embryonen für Diamond Genetics ausgetragen – darunter

auch Embryonen aus der Anpaarung von Agriorio mit

dem Rotfaktorträger Doble RDC.

Aus den geborenen Kälbern selektierten wir Donner

Red für das Qnetics-Zuchtprogramm, der heute als

erfolgreicher töchtergeprüfter Vererber unser Angebot

bereichert. Zudem fielen zwei Kuhkälber mit außergewöhnlich

hohen genomischen Werten – ein rotbuntes

und ein schwarzbuntes mit Rotfaktor. Beide wiesen einen

beeindruckenden RZG von 160 auf.

Aus der schwarzbunten De Oosterhof DG Athena erhielten

wir fünf Embryonen vom aktuellen Bullenvater Cartoon P.

Diese wurden bei Bernd Michel in Haubern ausgetragen.

Geboren wurden ein schwarzbuntes Bullenkalb, das unsere

Anforderungen nicht erfüllte, sowie ein schwarzbuntes

und ein rotbuntes Kuhkalb.

Das rotbunte Kalb, De Oosterhof Algarve-Red, überzeugte

mit einem überragenden Zuchtwert von RZG 163 und wurde

beim Sunrise Sale 2023 angeboten.Sie ging für einen

Spitzenpreis an den Betrieb Bähnke in Schleswig-Holstein.

Algarve-Red wurde mit verschiedenen Bullen gespült –

die erfolgreichste Kombination war die mit Handout P.

Aus dieser Anpaarung konnten wir Hawkins PP als neuen

Topvererber für das Qnetics-Zuchtprogramm selektieren.

Leider konnten wir keines der Tiere für unsere SOKO

sichern; sie gingen zurück in die Niederlande zu De

Oosterhof und wurden im Rahmen des Phönix-Zuchtprogramms

selektiert.

So schließt sich der Kreis – wie bei so vielen erfolgreichen

Bullen, deren Geschichte ihren Anfang bei der SOKO in

Alsfeld nahm.

→ BERND KOCH

Gemeinsam Zukunft säen

Mit Landwirten gestalten wir eine nachhaltige Zukunft. Wir reagieren verantwortungsvoll auf Veränderungen

und setzen uns für gesunde, hochwertige und erschwingliche Lebensmittel ein. Unsere Mission

„Für die Zukunft unserer Landwirtschaft“ steht für diese starke Partnerschaft.

ForFarmers team agrar Beelitz GmbH • Am Zollhaus 7 • 14547 Beelitz

+49 33204 6332111 info@forfarmersteamagrarbeelitz.de

www.forfarmersteamagrar.de

QZEIT APRIL 2026


24

PASSION MILCHRIND

MEHR ALS 1,5 MIO.

WEIBLICHE TIERE TYPISIERT

Die Genotypisierung weiblicher Holsteins in Deutschland

startete im Jahr 2016 mit dem Projekt KuhVision

und hat nun einen neuen Meilenstein erreicht: Mit

Stand vom 20. Januar 2026 sind bereits über 1,5 Mio.

weibliche Tiere auf RZG-Basis typisiert. Bereits im

August 2023 hatte die Zahl der genotypisierten Tiere

erstmals die Marke von einer Million überschritten.

Unter Berücksichtigung aller weiblichen und männlichen

Tiere aus dem In- und Ausland sind inzwischen in

der „Genom-Datenbank“ des vit DNA-Informationen

von mehr als 2 Mio. Holsteins gespeichert.

Ursprünglich wurde das Projekt KuhVision gestartet,

um eine repräsentative Lernstichprobe für die genomische

Zuchtwertschätzung einschließlich neuer

Gesundheitsmerkmale aufzubauen.

Durch die Vorteile für das betriebliche Herdenmanagement

hat sich die Herdentypisierung inzwischen als

Standardmaßnahme für zukunftsorientierte Milchviehbetriebe

etabliert.

Quelle: BRS

DAS ABC DER GENDEFEKTE

Erbfehler und genetische Merkmale spielen in der Rinderzucht seit langem eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.

Während in der Vergangenheit für jedes Merkmal ein separater Test notwendig war, besteht heute die Möglichkeit,

einen Großteil der Ergebnisse über die SNP-Typisierung zu erhalten.

Ein Großteil der Erbfehler und genetischen Merkmale

ist jeweils in nur einem Gen lokalisiert und tritt meist

nur bei homozygoter Vererbung auf. Mischerbige Tiere

erscheinen phänotypisch gesund, können das Merkmal

jedoch an ihre Nachkommen weitergeben. Aus diesem

Grund werden männliche Trägertiere, die zur Zucht vorgesehen

sind, je nach Erbfehler und Rasse ausselektiert,

während weibliche Tiere gezielt angepaart werden.

Die aktuell verwendeten SNP-Chips liefern neben der

Berechnung von Zuchtwerten und einem Abstammungsabgleich

mit den Eltern zusätzlich Informationen zu

einem Großteil der bekannten Erbfehler und genetischen

Besonderheiten. Diese Auswertungen erfolgen

rassespezifisch. Die Informationen zu vielen Merkmalen

werden direkt beim jeweiligen Tier in der Herdbuchdatenbank

hinterlegt. Dabei handelt es sich um validierte

Merkmale. Für nicht validierte Erbfehler und genetische

Merkmale werden berechnete Ergebnisse (imputet) ausgegeben.

Diese liefern eine Tendenzaussage, müssen

jedoch durch einen gezielten Gentest bestätigt werden.

Die Ausgabe der Ergebnisse aus SNP-Chip oder Gentest

erfolgt in einem international abgestimmten dreistelligen

Buchstabencode. Dieser enthält an den Stellen 1 und

2 das Kürzel für das jeweilige Merkmal und an Stelle 3

den Trägerstatus. Die Kürzel finden sich auf Pedigrees,

Zuchtbescheinigungen sowie Zuchtwertdatenblättern

und werden auch im System netrind dargestellt.

In den Tabellen 1 bis 3 sind die wichtigsten Erbfehler

und genetischen Besonderheiten mit den dazugehörigen

Abkürzungen aufgeführt. Zusätzlich ist ersichtlich, ob

die Ergebnisse aus der SNP-Typisierung in die Herdbuchdatenbank

übernommen werden und somit kein weiterer

Labortest erforderlich ist (Spalte 4).

→ SANDRA WASCHNEWSKI

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

25

GENETISCHE MERKMALE - RASSEÜBERGREIFEND

MILCH- UND ZWEINUTZUNGSRASSEN

MERKMAL

BEZEICHNUNG

MERKMAL

BEZEICHNUNG

Hornstatus

Rotfaktor

Zwicke

FLEISCHRINDER

MERKMAL

Axonopathie

Ataxie

Bulldog

Claudin16 Deficiency CLF

Demetzsyndrom/

Neuropathie

Doppellendergen

nt821

Doppellendergen

Q204X

Doppellendergen

F94L

Doppellendergen

L64P

Dystrophic Epidermolysis

Bullosa

Factor XI

Palatoschisis

Tibiale Hemimelie

Pp

PP

Pp*

PP*

pp*

PS

PS*

pp

P#

Pp#

PP#

pp#

PS#

PPS

RDC

RDF

RBT

RU

SU

UU

ZWI

AXF

AXC

ATF

ATC

ATS

BDF

BDC

BDS

CLC

CLS

NPF

NPC

M1F

M1C

M1S

M2F

M2C

M2S

M3F

M3C

M3S

M4F

M4C

M4S

EBF

EBC

EBS

XIF

XIC

XIS

PAF

PAC

PAS

THF

THC

heterozygot hornlos laut SNP

homozygot hornlos laut SNP

heterozygot hornlos laut Markertest

homozygot hornlos laut Markertest

gehörnt laut Markertest

heterozygot hornlos laut SNP und

phänotypisch Wackelhorn

heterozygot hornlos laut Test und

phänotypisch Wackelhorn

gehörnt laut SNP

phänotypisch hornlos

(Genotyp unbekannt-kein Test)

heterozygot hornlos (Elterninformation, kein Test)

homozygot hornlos (Elterninformation, kein Test)

gehörnt (Elterninformation, kein Test)

kein Test, phänotypisch Wackelhorn

homozygot hornlos laut Test oder SNP

und phänotypisch Wackelhorn

Rotfaktor

reinerbig SBT

reinerbig RBT

Umfärber

Träger des Umfärberfaktors

reinerbig Umfärber

Zwicke

BEZEICHNUNG

Axonopathie frei

Axonopathie-Träger (heterozygot)

Ataxie frei

Ataxie-Träger

Ataxie-Träger (homozygot)

Bulldog frei

Bulldog-Träger (heterozygot)

Bulldog-Träger (homozygot)

CL16 frei

CL16-Träger

CL16-Träger (homozygot)

Demetzsyndrom frei

Demetzsyndrom-Träger (heterozygot)

nt821 Doppellender frei

nt821 Doppellender-Träger (heterozygot)

nt821 Doppellender-Träger (homozygot)

Q204X Doppellender frei

Q204X Doppellender-Träger (heterozygot)

Q204X Doppellender-Träger (homozygot)

F94L Doppellender frei

F94L Doppellender-Träger (heterozygot)

F94L Doppellender-Träger (homozygot)

L64P Doppellender frei

L64P Doppellender-Träger (heterozygot)

L64P Doppellender-Träger (homozygot)

Dystrophic Epidermolysis Bullosa frei

Dystrophic Epidermolysis Bullosa-Träger

Dystrophic Epidermolysis Bullosa-Träger

(homozygot)

Factor XI frei

Factor XI-Träger

Factor XI-Träger (homozygot)

Palatoschisis frei

Palatoschisis-Träger

Palatoschisis-Träger (homozygot)

Tibiale Hemimelie frei

Tibiale Hemimelie-Träger

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Variant Red Gene VRF

VRC

Variant Red Gen frei

Variant Red Gen-Träger (heterozygot)

VRS Variant Red Gen-Träger (homozygot)

VRR Kein Test, Elterninformation

CVM

CVF

CVC

CVM frei (Labortest)

CVM-Träger (Labortest)

BLAD

BLF

BLC

BLAD frei

BLAD-Träger

Brachyspina BYF

BYC

Brachyspina frei (Labortest)

Brachyspina-Träger (Labortest)

BYN Brachyspina frei (imputet)

BYP Brachyspina-Träger (imputet)

Cholesterin

Defizit Defekt

BYH

CDF

CDC

Brachyspina-Träger (homozygot, imputet)

Cholesterin Defizit Defekt frei

Cholesterin Defizit Defekt-Träger (heterozygot)

CDS Cholesterin Defizit Defekt-Träger (homozygot)

BLIRD

LRF

LRC

BLIRD frei

BLIRD-Träger

LRH BLIRD-Träger (homozygot)

LRN BLIRD frei (imputet)

LRP BLIRD-Träger (imputet)

LRS BLIRD-Träger (homozygot, imputet)

Muscle Weakness MWF Muscle Weakness-frei (Test)

MWC Muscle-Weakness-Träger (Test)

MWS Muscle Weakness-Träger (homozygot, Test)

MWF Muscle Weakness-frei

MWC Muscle Weakness-Träger

MWS Muscle Weakness-Träger (homozygot)

Beta Kasein

A11

A12

Beta Kasein A1A1

Beta Kasein A1A2

A13 Beta Kasein A1A3

A23 Beta Kasein A2A3

A22 Beta Kasein A2A2

A33 Beta Kasein A3A3

A1B Beta Kasein A1B

A2B Beta Kasein A2B

A3B Beta Kasein A3B

B_B Beta Kasein B B

Kappa Kasein AA

AB

Kappa Kasein AA

Kappa Kasein AB

BB Kappa Kasein BB

AE Kappa Kasein AE

BE Kappa Kasein BE

EE Kappa Kasein EE

AA* Kappa Kasein AA (Labortest)

AB* Kappa Kasein AB (Labortest)

BB* Kappa Kasein BB (Labortest)

AE* Kappa Kasein AE (Labortest)

BE* Kappa Kasein BE (Labortest)

EE* Kappa Kasein EE (Labortest)

Arachnomelie ARF

ARC

Arachnomelie frei

Arachnomelie-Träger

Fleckvieh-Haplotyp 4 F4F

F4C

Fleckvieh-Haplotyp 4 frei

Fleckvieh-Haplotyp 4-Träger

F4S Fleckvieh-Haplotyp 4-Träger (homozygot)

Fleckvieh-Haplotyp 5 F5F

F5C

Fleckvieh-Haplotyp 5 frei

Fleckvieh-Haplotyp 5-Träger

Männliche

Subfertilität

F5S

MSF

MSC

Fleckvieh-Haplotyp 5-Träger (homozygot)

Männliche Subfertilität frei

Männliche Subfertilität-Träger

MSS Männliche Subfertilität-Träger (homozygot)

Minderwuchs F2F

F2C

Fleckvieh-Haplotyp 2 frei

Fleckvieh-Haplotyp 2-Träger

Spinale

Dysmyelogenese

F2S

SDF

SDC

Fleckvieh-Haplotyp 2-Träger (homozygot)

Spinale Dysmyelogenese frei

Spinale Dysmyelogenese-Träger

Spinale

Muskelatrophie

SDS

SMF

SMC

Spinale Dysmyelogenese Träger (homozygot)

Spinale Muskelatrophie frei

Spinale Muskelatrophie-Träger

SMS Spinale Muskelatrophie-Träger (homozygot)

Thrombopathie TPF

TPC

Thrombopathie frei

Thrombopathie-Träger

TPS Thrombopathie-Träger (homozygot)

Weaver

WEF

WEC

Weaver frei

Weaver-Träger

Zinkdefizit-like

Syndrom

WES

ZLF

ZLC

Weaver-Träger (homozygot)

Zinkdefizit-like Syndrom frei

Zinkdefizit-like Syndrom-Träger

ZLS Zinkdefizit-like Syndrom-Träger (homozygot)

Zwergwuchs DWF

DWC

Zwergwuchs

Zwergwuchs

DWS Zwergwuchs

Braunvieh Haplotyp 2 B2F Braunvieh Haplotyp 2 frei

B2C Braunvieh Haplotyp 2-Träger

B2S Braunvieh Haplotyp 2-Träger (homozygot)

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

QZEIT APRIL 2026


26

PASSION MILCHRIND

AIKANO-NACHZUCHT BEI

DER HELA 2026

Qnetics ist auf der Hessischen Landwirtschaftsmesse in Alsfeld seit Jahren mit einem

attraktiven Portfolio rabattierter Vererber vertreten. Tradition haben dort auch die Töchter

eines Top-Vererbers. In diesem Jahr waren es die Nachzuchten des ATop-Sohnes Aikano,

die viele Besucher an unseren Stand lockten. Drei Tage Messe, viele Gespräche, begeisterte

Besucher und bestens aufgelegte Tiere: Wir nehmen euch mit auf unsere HeLa 2026.

„Vielen Dank an

Karsten Müller,

dass wir uns

diese tollen

Kühe ausleihen

durften.“

EIN PAAR EINDRÜCKE GIBT ES HIER IN UNSERER FOTOSTORY

TAG 1

Hallo, das sind wir – Qnetics! Heute wurde die HeLa feierlich

eröffnet und wir konnten bereits viele gute Gespräche mit euch

Besuchern an unserem Messestand führen.

Unsere Nachzuchten fühlen sich auf

unserem Tierstand sichtlich wohl und

genießen ihr schmackhaftes Heu.

Die Tierbetreuer putzen die Kühe

äusserst gewissenhaft – aber Hanna legt

lieber selbst noch einmal Zunge an.

TAG 2

Auch der zweite Messetag ist geschafft. Heute waren neben euch

als Fachpublikum viele Familien mit Kindern vor Ort, die unsere

tierischen Grazien Hanna, Heide und Hanuta bestaunt haben.

Leckeres Silo vom Deichhof:

Die Aikano-Töchter stehen

gern am Trog.

„Echt schick!“ und „Oh, echte Kühe!“ war oft zu

hören über die drei roten Schönheiten der Familie

Müller aus Schwabendorf.

TAG 3

Auch am dritten Tag wird stilvoll

Rohfaser verschlungen. Kleine

Besucher helfen gern beim Füttern.

Heide und Hanuta ruhen sich noch ein wenig

aus, bevor sie sich gemeinsam mit Stallgefährtin

Hanna auf den Heimweg machen.

Ende der Hessischen Landwirtschaftsmesse 2026. Wir räumen

noch auf und bringen die Kühe nach Hause. Schön, dass ihr da

wart – ciao und bis zum nächsten Jahr!

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

27

HORNLOSIGKEIT BEIM

FLECKVIEH MIT

ZUCHTFORTSCHRITT

Die Zucht auf hornlose Rinder hat in den vergangenen

Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Beim Fleckvieh

ist Hornlosigkeit kein Nischenthema mehr, sondern

ein zentrales Zuchtziel im Spannungsfeld von Tierwohl,

Arbeitssicherheit, Wirtschaftlichkeit und genetischem

Fortschritt.

AKZEPTANZ IN DER PRAXIS

Die Akzeptanz hornloser Fleckviehtiere ist hoch und

weiter steigend. Viele Betriebe berichten von positiven

Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich:

ruhigerer Tiergruppen

geringerem Verletzungsrisiko

Wegfall des Enthornens sowie des damit

verbundenen Arbeits- und Kostenaufwands

einer verbesserten öffentlichen

Wahrnehmung der Tierhaltung

Betriebe mit Laufställen, automatisierten Melksystemen

oder großen Beständen profitieren besonders.

Auch im Hinblick auf mögliche gesetzliche Vorgaben

und gesellschaftliche Erwartungen gilt Hornlosigkeit

zunehmend als zukunftssicheres Zuchtziel. Entscheidend

bleibt jedoch das genetische Niveau: Wo hornlose

Bullen konkurrenzfähige Zuchtwerte aufweisen, werden

sie konsequent eingesetzt.

WORAUF ZU ACHTEN IST

Meganus PP ist ein neuer

euterstarker Allrounder,

der aufgrund seiner Reinerbigkeit

das Hornlos-Gen

schnell in Ihrer Herde

manifestiert.

Traditionell ist das Fleckvieh eine behornte Rasse. In

modernen Laufstall- und Gruppenhaltungssystemen

stellen Hörner jedoch ein erhöhtes Verletzungsrisiko

für Tier und Mensch dar. Das Enthornen, meist im Kälberalter

durchgeführt, steht zunehmend in der Kritik

und ist mit rechtlichen Auflagen, Kosten, Zeitaufwand

und gesellschaftlicher Sensibilität verbunden.

ZUCHTFORTSCHRITT: VON DER NISCHE ZUR BREITE

Der Zuchtfortschritt bei hornlosen Fleckviehtiere hat sich

in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren stark beschleunigt.

Während hornlose Tiere anfangs aus kleinen Populationen

mit begrenztem Leistungsniveau stammten, stehen

heute geprüfte hornlose Besamungsbullen zur Verfügung,

die in vielen Merkmalen mit behornten Spitzenvererbern

konkurrieren.

GENETISCHE VIELFALT ERHALTEN

Die Population hornloser Fleckviehtiere ist weiterhin

kleiner als die behornte Gesamtpopulation. Eine starke

Konzentration auf wenige Linien birgt das Risiko

von Inzucht und genetischer Verengung. Linienvielfalt

ist Voraussetzung für langfristige Stabilität.

GESAMTZUCHTWERTE BERÜCKSICHTIGEN

Hornlosigkeit ist ein Einzelmerkmal und sollte nicht

das alleinige Entscheidungskriterium sein. Ein ausgewogener

Gesamtzuchtwert bleibt entscheidend, um den

betrieblichen Zuchtfortschritt nachhaltig zu sichern.

TIERWOHL GANZHEITLICH BETRACHTEN

Hornlosigkeit allein garantiert kein Tierwohl. Haltung,

Management, Platzangebot und Mensch-Tier-Interaktion

sind weiterhin ausschlaggebend. Hornlosigkeit ersetzt

kein gutes Management.

→ ANTON STATT

PERSPEKTIVEN

BESONDERS HERVORZUHEBEN SIND:

Eine breitere genetische Basis

deutliche Leistungssteigerungen

Verbesserungen im Exterieur

Die gezielte Selektion auf PP-Bullen

Moderne Zuchtwertschätzungen und die genomische

Selektion haben maßgeblich dazu beigetragen, den

früheren Rückstand hornloser Linien gegenüber der

Gesamtpopulation zu verringern.

Die Perspektiven für die Hornloszucht beim Fleckvieh sind

positiv. Mit wachsender Population, weiterem genomischem

Fortschritt und klaren Zuchtstrategien wird Hornlosigkeit

zunehmend zum Standardmerkmal, ohne andere Zuchtziele

zu verdrängen. Hornlosigkeit beim Fleckvieh ist kein

kurzfristiger Trend, sondern ein nachhaltiges Zuchtziel mit

hohem Praxisnutzen. Der Zuchtfortschritt der vergangenen

Jahre zeigt, dass Tierwohl, Leistung und Wirtschaftlichkeit

vereinbar sind. Entscheidend ist, Hornlosigkeit konsequent

zu integrieren – nicht dogmatisch zu erzwingen.

QZEIT APRIL 2026


28

PASSION MILCHRIND

EXTERIEURKRACHER

Zeitraum 1. September 2025 bis 31. Januar 2026

Die Einstufung VG 89 in der 2. Laktation nimmt

RZB Stina mit in den Stall von Manfred Uhrig in

Sulzbach.

Cherry entpuppt sich, nicht nur mit ihrer

VG 88-Einstufung, als gelungener Zukauf von

Jochen Geisel in Niedergrenzebach.

Sie beging ihr Schauring-Debüt in diesem

Jahr bei Zukunft Rind: SEI Kaylee von Seipel

Holsteins, Stumpertenrod.

FÜR DIE NACHFOLGENDEN TABELLEN GELTEN

ANGEPASSTE BEWERTUNGSGRENZEN:

HOLSTEIN JÜNGERE KÜHE

Fux Let´s get Loud

GA Limi P

GTB Melania

HQH Alena

RZB Stina RBT

851

CHH Anette RBT

CHH Elsa

CHH N.orma

CHH Nichte

EHS Darling RBT

Feuer Red RBT

GMH Lesslie RBT

GTB 150

GTB 381

GTB Annabell

GTB Melania

GTB Tina

GWH Tanja

Jaffa

NH Zazzle

Raina RBT

RZB Hopefull

RZB Sunrise

Shauna

TSc Grazyna RBT

TWH Lilia

WFD Rouletta

Cherry

SEI Kaylee

GA Dora

GTB Esmeralda

GWH 28800

GWH Nekita

GWH Riga

Insa RBT

RZB Editha

RZB Scara

Bei älteren Holsteinkühen wird die Mindestgrenze auf ≥ 89 Punkte angehoben.

Für Holsteinfärsen gilt eine Mindestgrenze von ≥ 87 Punkten,

ab dem 2. Kalb ≥ 88 Punkte.

Für Fleckvieh beträgt die Mindestgrenze ≥ 86 Punkte, wobei die Bemuskelung

ohne Limit berücksichtigt wird.

DE 14 065 50939

DE 16 045 48033

DE 06 677 69110

DE 16 045 41605

DE 06 676 76103

DE 06 677 82606

DE 06 677 83587

DE 06 676 59831

DE 06 677 83559

DE 06 676 59864

DE 06 678 48174

DE 07 710 73687

DE 06 679 13563

DE 06 677 69209

DE 06 677 69160

DE 06 677 69090

DE 06 677 69006

DE 06 677 69203

DE 16 043 17490

DE 06 677 06319

DE 07 711 97365

DE 06 678 45338

DE 06 676 76115

DE 06 676 76119

DE 03 644 29568

DE 06 678 65211

DE 06 678 45348

DE 06 676 04943

DE 16 046 81710

DE 06 679 54696

DE 16 046 81757

DE 06 677 69330

DE 16 046 49288

DE 16 047 50702

DE 16 046 49287

DE 06 678 96611

DE 06 680 65318

DE 06 678 75178

Gold Chip/Shamrock

Limited-P/Hotspot P

AltaHailed/G Dreams

Picasso-PP/Darlingo

Unstopabul/Colt 45 P

Barcley/Big Point

McDonald/Mark

Barclay/Hotshot

Tropic/Sixpack

Handsome/Solo

Trumpet/Lazar P

Augustus P/Styx Red

Robin Red/Pep Red

AltaReal/Country Ro

AltaReal/Packard

Rubicon/Braxton

Sound System/Attico Red

Stars/Country Ro

Cliff-PP/Raptown

Best Benz/Kingston

AltaZazzle/Merryguy

Freestyle/ATop-Red

Moovin/Diamondbac

Sound System/Solomon

Lambda/Unix

Skye-Red/Mega Watt

Mandela/Balisto

Moovin/Sound System

Destination/Unstopabul

Bullseye/Mirand PP

Harris/Gymnast

King Doc/Victor

Spark Red/Stars

Anton/Stars

Holysmokes/GGA Palmer

Sandro P/Power

Chief/AppleCrisp

Sidekick/Beemer

2 88 90 87 89 89 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

2 90 90 89 89 89 Agrarproduktion Görsbach

2 88 88 89 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

2 90 88 88 89 89 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

2 87 89 89 89 89 Manfred Uhrig, Sulzbach

2 89 90 86 87 88 Bernd Michel, Haubern

2 87 89 89 88 88 Christ GbR, Grüsen

2 86 89 87 88 88 Christ GbR, Grüsen

2 87 87 88 88 88 Christ GbR, Grüsen

2 89 83 87 90 88 Christ GbR, Grüsen

2 86 87 88 88 88 Martin Biederbick, Sudeck

2 88 87 87 90 88 Bohl GbR, Ottrau

2 86 89 88 87 88 Garthe Metz GbR, Ellershausen

2 89 90 88 86 88 Gertenbach GbR, Cappel

2 87 89 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel

2 88 89 87 89 88 Gertenbach GbR, Cappel

2 88 90 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel

2 88 88 88 88 88 Gertenbach GbR, Cappel

2 88 90 87 88 88 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

2 87 88 87 88 88 Frank Kerkmann, Deisfeld

2 87 88 86 89 88 Bohl GbR, Ottrau

2 86 88 87 88 88 Hooß GbR, Schönborn

2 88 88 89 88 88 Manfred Uhrig, Sulzbach

2 88 87 87 88 88 Manfred Uhrig, Sulzbach

2 87 88 87 88 88 Caspar GbR, Heimertshausen

2 86 88 88 89 88 Ochse GbR, Dörnholzhausen

2 86 87 88 88 88 Hooß GbR, Schönborn

2 87 89 87 88 88 Gertenbach GbR, Cappel

1 87 88 87 88 88 Jochen Geisel, Niedergrenzebach

1 87 87 88 88 88 Caspar GbR, Heimertshausen

1 86 87 86 87 87 Agrarproduktion Görsbach

1 86 88 86 87 87 Gertenbach GbR, Cappel

1 86 88 86 87 87 Bohl GbR, Ottrau

1 88 86 87 86 87 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

1 87 87 87 87 87 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

1 85 86 86 88 87 Diehl + Schlosser GbR, Grünberg

1 87 88 87 86 87 Manfred Uhrig, Sulzbach

1 87 88 85 87 87 Manfred Uhrig, Sulzbach

HOLSTEIN ÄLTERE KÜHE

GA Fanta

DE 16 042 95977

Elica P

DE 06 667 70051

CHH Nebraska DE 06 669 78465

GTB Goldenrose DE 06 672 49337

Verita

DE 16 042 16909

26

DE 06 677 21349

CAS Batida

DE 06 676 27499

GA Luiza

DE 16 042 23846

SCH Felicia

AT 374269874

WFD Highlight RBT DE 06 676 04900

GWH Talona DE 16 036 33439

CHH Bärbel DE 06 669 78399

EIF Jupiter RBT DE 06 669 34344

JD Liberty

DE 06 669 86498

RZG Anabell P RBT DE 06 668 73934

SPH Goldstern DE 06 669 59700

CHH Beauty DE 06 673 01414

IVO Denice

DE 06 672 41358

Ornella

DE 06 673 84374

BT Pauline RBT DE 06 674 43034

CAS Donate DE 06 674 85237

CAS Tina

DE 06 675 36298

Elysha

DE 06 673 84016

Faralda

DE 12 613 21133

GMH Maeve DE 06 674 80381

GTB Angelina DE 06 676 04789

GTB Jopi

DE 06 674 16359

GTB Kanada DE 06 674 16417

GTB Ostsee DE 06 674 16291

Pakuna

DE 16 042 16923

EHS Narla RBT DE 06 676 09886

FG Aly

DE 03 637 44226

GMH Molly RBT DE 06 676 21455

GWH Else

DE 16 042 88131

JD Valeska

DE 06 677 62742

Namibia

DE 06 676 52500

NM Amelie Red DE 16 041 66515

Orient

DE 06 676 50686

GMH Maddy RBT DE 06 665 16177

LHJ Linda

DE 06 665 94645

Eriba

DE 16 035 38363

126

DE 06 673 08809

950 RBT

DE 06 673 23187

GTB 399

DE 06 674 16237

GTB Jalla

DE 06 672 49298

Katja

DE 06 673 36258

TWH Mindia DE 06 672 03287

CAS Tina

DE 06 674 16111

CHH Nikita

DE 06 675 39221

EHS Rocca RBT DE 06 674 82714

EHS Rosa RBT DE 06 674 82706

EIF Linda RBT DE 06 674 26611

Unix/Anton

Atwood/Laron P

Adagio/Aikman

Goldwin/Roy

Beart/McCoy

AltaMorris/Bocelli RDC

Sidekick/Defender

Skywalker/Mardi Gras

Bovo Bomba/Sid

Moovin/Humblenkin

Raptown/Sanchez

Board/Mogul

Julandy/Limpurg

County/Krusader

Label P/Laron P

Mission P/Shotglass

Pat/Board

Cameron/Araxis

Gymnast/Background

Apple Pie/Pagewire

Fitz/Mascalese

King Doc/Elude

1st Grade/Mad Max

King Doc/Commander

Bad/Diamondbac

AltaHotjob/Destry

Unix/Artus

Apps/Missouri

Othello/Windhalm

Fitz/McCoy

Arland/MatisseRed

Moovin/Jordy

Crown-Red/Diamondbac

Spark Red/Kerrigan

Proudman/Godewind

Copyright/Outlast

Jordy/Contender

Best Benz/Superhero

Ladd P/Frontrunne

Blue Bay/Ecco

Chevrolet/Epic

County/Maserati

Filou/Sirtaki

Country Ro/Feature

Country Ro/Fontaine

Kingston/Monaco

VH Clark/Corey

Euclan/Fever

Tatoo/Man-O-Man

Crown-Red/Arino Red

Stormy Red/Aximo

Juling/Starfire

QZEIT APRIL 2026


PASSION MILCHRIND

29

Die Chief-Tochter RZB Editha beeindruckte

die Bewertungskommission besonders mit ihrer

Körpertiefe.

3 90 94 91 93 92 Agrarproduktion Görsbach

7 91 88 92 91 91 Hartmut Kalhöfer, Rhadern

6 92 89 91 91 91 Christ GbR, Grüsen

5 90 90 91 91 91 Gertenbach GbR, Cappel

4 90 88 92 91 91 Ellen Hille, Berlingerode

3 93 92 88 91 91 Ochse GbR, Dörnholzhausen

3 89 91 90 91 91 Caspar GbR, Heimertshausen

3 90 93 91 91 91 Agrarproduktion Görsbach

3 91 90 90 92 91 Gertenbach GbR, Cappel

3 92 91 91 91 91 Martin Rübesam, Wiesenfeld

7 89 87 91 92 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

6 91 93 90 89 90 Christ GbR, Grüsen

6 89 91 90 89 90 Eiffert GbR, Breunings

6 91 92 87 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf

6 90 89 92 88 90 Bernd Hochgrebe, Haubern

6 89 90 90 89 90 Jochen Geisel, Niedergrenzebach

5 89 90 89 91 90 Christ GbR, Grüsen

5 91 90 88 91 90 Agrarproduktion Görsbach

5 90 91 91 89 90 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald

4 89 91 88 90 90 Wilf.u.Eckhard Hauck, Schiffelbach

4 89 91 90 89 90 Caspar GbR, Heimertshausen

4 90 91 89 89 90 Caspar GbR, Heimertshausen

4 89 90 88 91 90 Hartmut Kalhöfer, Rhadern

4 89 91 88 90 90 Jochen Metz, Schweinsberg

4 89 91 88 90 90 Garthe Metz GbR, Ellershausen

4 91 90 88 90 90 Gertenbach GbR, Cappel

4 90 88 90 90 90 Gertenbach GbR, Cappel

4 91 92 88 90 90 Gertenbach GbR, Cappel

4 88 91 90 89 90 Gertenbach GbR, Cappel

4 91 93 89 88 90 Ellen Hille, Berlingerode

3 92 90 88 90 90 Martin Biederbick, Sudeck

3 89 88 90 90 90 Manfred Uhrig, Sulzbach

3 91 89 88 92 90 Garthe Metz GbR, Ellershausen

3 92 91 89 89 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

3 89 91 88 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf

3 88 89 90 90 90 Oliver Jäger, Bockendorf

3 88 90 89 90 90 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

3 92 91 87 90 90 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald

9 90 91 89 87 89 Garthe Metz GbR, Ellershausen

9 87 87 90 89 89 Laux GbR, Villmar

7 90 87 92 88 89 Agrarproduktion Görsbach

6 88 89 88 89 89 Bernd Hochgrebe, Haubern

5 90 89 88 89 89 Bohl GbR, Ottrau

5 91 89 89 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

5 87 89 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

5 90 91 86 89 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald

5 85 86 88 92 89 Hooß GbR, Schönborn

4 90 90 87 89 89 Caspar GbR, Heimertshausen

4 92 89 87 89 89 Christ GbR, Grüsen

4 92 90 87 90 89 Martin Biederbick, Sudeck

4 87 88 90 89 89 Martin Biederbick, Sudeck

4 87 90 87 91 89 Eiffert GbR, Breunings

Fanta

GMH Paloma RBT

GTB 197

GTB 385

GTB Milanda

GTB Ranuta

GTB Risoldi

188

219

Alisa RBT

Arizona

BT Thessa RBT

CAS Bibbi

CHH Brenda

Davinia

EHS Fara

EHS Jola RBT

Elli

Emmely

Eva

GTB 279

GTB 419

GTB Adriana

Henriette

HSY Heida PP RBT

HSY Ina P RBT

Inge RBT

JD Magda

LHH Admiralrae

Metaxa

Tiktok

JERSEY

Lena

DM Lala

Georgia

RZB Lautamia

Emelie

RZB Chocoshot

FLECKVIEH

Hermine

Helga

DE 06 673 45032

DE 06 674 80384

DE 06 674 16357

DE 06 674 16368

DE 06 674 16307

DE 06 674 16366

DE 06 676 04833

DE 06 674 72245

DE 06 676 11137

DE 06 675 39242

DE 06 676 80845

DE 06 676 46077

DE 06 676 88595

DE 06 675 39236

DE 06 674 48212

DE 06 676 09872

DE 06 676 09905

DE 06 676 50690

DE 06 677 16745

DE 06 676 17788

DE 06 676 04931

DE 06 676 04935

DE 06 676 04795

DE 06 676 82700

DE 06 677 00383

DE 06 677 00387

DE 06 674 34823

DE 06 676 52490

DE 05 410 61295

DE 06 675 07438

CH 12 01 536 77248

DE 06 670 86817

DE 06 673 42065

DE 03 638 35832

DE 06 676 76010

DE 06 676 01480

DE 06 678 75211

DE 06 668 66151

DE 06 677 62555

Carglass/Kairo

NeverAgain/Arino Red

Aristocrat/Flagship

Dateline/Maserati

Crushtime/Bradnick

Dumbledore/Goldday

Thoreau/Octane

Reflector/Awesome

Godewind/Maserati

Mark/Salvatore RDC

Moment PP/Pace Red

Crown-Red/Evolve

Ben-Louis/Amigo

Tatoo/Mogul

King Doc/Gold Chip

Money P/Marsden P

Arland/Tabio

Copyright/Commander

Money P/Gywer RDC

Moment PP/Mareus

Aristocrat/Goldwin

Aristocrat/Sunlight

Nottingham/Attico Red

Belmondo/Mercury

Dubai Red/Ems Red PP

Dubai Red/Popstar PP

Gold PP/Classic PS

Apps/Sunlight

Admiral/Doorman

Martin/Gymnast

Altitude/Gold Chip

Veltins P/Tequila

Action/Valentino

Century/Marlo

V I P/Primero

Hatari/Tango

Chocochip/Showdown

Manigo/Hussl

Ephraim/Magistrat

Mit exzellenten Fundamenten und einem

hervorragenden Euter überzeugte EHS Rosa

von Martin Biederbick, Sudeck.

6

4

3

3

3

2

4 91 91 87 88 89 Wagener GbR, Braunau

4 88 92 87 88 89 Garthe Metz GbR, Ellershausen

4 89 89 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

4

91

89

89

89

89

84

88

91

91 88 89 Gertenbach GbR, Cappel

4 90 91 90 88 89 Gertenbach GbR, Cappel

4 88 90 88 90 89 Gertenbach GbR, Cappel

4 91 90 89 87 89 Gertenbach GbR, Cappel

3 89 91 86 90 89 Hubert Hecker, Geismar

3 88 90 89 88 89 Bernd Hochgrebe, Haubern

3 87 89 88 89 89 Christ GbR, Grüsen

3 88 87 87 91 89 Behle Agrar GbR, Sudeck

3 92 88 88 90 89 Wilf.u.Eckhard Hauck, Schiffelbach

3 91 87 87 91 89 Bernd Hochgrebe, Haubern

3 91 89 88 90 89 Christ GbR, Grüsen

3 90 91 87 88 89 Reinhard Hinz, Grebenstein

3 88 87 88 91 89 Martin Biederbick, Sudeck

3 90 90 87 89 89 Martin Biederbick, Sudeck

3 92 93 87 88 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald

3 87 88 90 88 89 Schweinsb./Dersch GbR, Niederwald

3

91 89 89 LT Ulrich GbR, Schmittlotheim

3 88 86 90 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

3

91 89 89 Gertenbach GbR, Cappel

3 88 88 88 91 89 Gertenbach GbR, Cappel

3 89 88 89 90 89 Bohl GbR, Ottrau

3 87 90 89 89 89 Hof Schermuly GbR, Niederbrechen

3 88 87 89 90 89 Hof Schermuly GbR, Niederbrechen

3 87 89 88 89 89 Stiftung Diakonie, Nieder-Ramstadt

3 91 89 88 88 89 Oliver Jäger, Bockendorf

3 92 87 88 90 89 Martin Biederbick, Sudeck

3 93 89 87 90 89 Thomas Sporleder, Sebbeterode

3

91 86 89 Martin Rübesam, Wiesenfeld

88 91 90 92 91 Gerbothe-Wiesner GbR, Obersachsw.

92 90 90 91 91 Michael Mütze, Geismar

88 91 87 91 90 Olaf Fackiner, Dainrode

87 89 90 88 89 Manfred Uhrig, Sulzbach

87 84 88 89 88 Marion Trümner, Schiffelbach

89 87 86 89 88 Manfred Uhrig, Sulzbach

7 89 83 90 89 Martin Hennighausen, Leimsfeld

1 90 80 88 88 Martin Hennighausen, Leimsfeld

Sie wollen Ihre Kühe

auch einstufen lassen?

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Termin einfach an!

QZEIT APRIL 2026


30

PASSION FLEISCHRIND

DAS SCHWARZE GOLD DER

HESSISCHEN RHÖN

Im Biosphärenreservat Rhön liegt der Aberdeen Angus-Zuchtbetrieb

von Claus Knacker. 1991 übernahm der gelernte Gärtner den Betrieb

in Wüstensachsen.

Claus Knacker bewirtschaftet

einen Biobetrieb in der Rhön und

züchtet mit großer Leidenschaft

Aberdeen Angus.

Der ursprünglich auf Eigenversorgung ausgerichtete Hof

mit Milchkühen, Schweinen und Ackerbau wurde neben

seiner hauptberuflichen Tätigkeit grundlegend umstrukturiert

und auf biologische Bewirtschaftung umgestellt.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat

Rhön konnte Knacker zusätzliche Flächen pachten; der

Betrieb wuchs auf 125 Hektar an.

Im Zuge der Umstrukturierung wurde auch das alte

Hofhaus saniert. Heute können Gäste in vier Ferienwohnungen

das Hofleben und die Natur der Rhön erleben.

Aus dem Nebenerwerbsbetrieb entwickelte sich

ein Vollerwerbsbetrieb mit eigener Schlachtung und

Direktvermarktung in weiten Teilen Deutschlands.

Zwanzig Jahre lang wurden die Tiere in Eigenleistung

zerlegt und vermarktet. Inzwischen konzentriert sich

Claus Knacker vollständig auf die Zuchtarbeit und hat

die Direktvermarktung eingestellt.

BEWEIDUNG VERBINDET NATURSCHUTZ UND ZUCHT

Als landwirtschaftlicher Betrieb im Biosphärenreservat

sind bestimmte Auflagen zu erfüllen. Knacker berücksichtigt

diese mit seiner Herde konsequent im Sinne

von Naturschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung.

Die Landschaftspflege bildet das zentrale Standbein

des Betriebs.

Rund 50 Hektar der Fläche – mit Hanglagen, Steinen und

Baumstümpfen – sind reine Weideflächen, auf denen eine

maschinelle Futterbergung nicht möglich ist. Diese Areale

sind ökologisch besonders wertvoll und für die Biodiversität

von großer Bedeutung. Ihre Bewirtschaftung

ist ausschließlich durch Rinder möglich, da teilweise

Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern zu

überwinden sind.

Die übrigen Flächen werden in Eigenleistung bewirtschaftet.

Heu, Stroh und Silage werden mit dem eigenen

Fuhrpark geerntet. Das Stroh wird rund 20 Kilometer entfernt

gepresst und anschließend zum Betrieb transportiert.

Dort, wo keine Futterbergung möglich ist, sichern

die Rinder durch Beweidung den Erhalt der Wiesen.Im

Frühjahr beginnt die Weidesaison. Ein Teil der Herde

weidet auf besonderen Flächen: Während des Zweiten

Weltkriegs wurden dort Fichten als schnell wachsender

QZEIT APRIL 2026


31

Rohstoff angepflanzt. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat

wurden diese Bereiche wieder in Weideland

umgewandelt. Heute haben sie sich zu artenreichen

Grünlandflächen entwickelt.

„Das Land der offenen Ferne“:

Die Rinder tragen maßgeblich dazu

bei, dieses Motto der Rhön mit

Leben zu füllen.

Voraussetzung dafür ist ein makelloses Skelett. Für

Knacker stehen Klauen und Fundament im Fokus, damit

die Tiere den anspruchsvollen Flächen gewachsen sind.

Die eingesetzte Genetik und die konsequente Selektion

zeigen, wie gut sich die Herde an die Standortbedingungen

angepasst hat. Weitere Zuchtziele sind ein funktionales

Euter, Harmonie und ein ausgeprägter Rassetyp.

Auch der Verkauf von Zuchtvieh ist ein wichtiger Betriebszweig.

Die Anguszucht begann eher zufällig mit der Kuh

„Anna“, auf die heute ein Großteil der Herde zurückgeht.

Sie vereinte deutsche und Aberdeen-Genetik und begründete

die A-Linie des Betriebs. Anna war außergewöhnlich

langlebig und brachte 19 Kälber. Dank der Anspruchslosigkeit

der Rasse und leichter Kalbungen etablierte sich

Aberdeen Angus dauerhaft am Standort.

Von Beginn an wurde konsequent mit Aberdeen Angus-

Bullen – beispielsweise Netherton Mr. Rader – besamt. Die

Herde wuchs stetig und entwickelte sich zu einem Bestand

typvoller Kühe mit feinem Skelett und sehr guten Eutern.

Nach Ende der Weidesaison im November selektiert

Knacker seine Herde vor. Deckfähige Färsen gehen

zum selbstgezogenen Färsenbullen, acht bis zehn Kühe

werden künstlich besamt, die übrigen vom Deckbullen

belegt. Nicht tragende Kühe aus der Besamung kommen

anschließend ebenfalls zum Deckbullen, um die Zwischenkalbezeit

kurz zu halten.

Ein besonderer Erfolg ist

„Joker vom Heufelder Hof“,

Bundesreservesieger 2018

und aus der Zucht von Claus

Knacker. Durch den gezielten

Zukauf schottischer

Genetik aus der Moncur-

Herde und die Anpaarung

mit dem irischen Besamungsbullen

Joe entstand

dieser fehlerfreie Bulle, der

deutschlandweit Nachzucht

hinterließ. Joker lebt weiterhin

auf dem Betrieb und

genießt seinen Ruhestand;

zahlreiche bewährte Töchter

stehen noch in der Herde.

Auch „Black Rain“ war lange

im Deckeinsatz. Ein weiterer

Ausnahmebulle aus schottischem

Zukauf ist „Orzo“.

Dessen Großmutter wurde

als Rind zugekauft; aus der

Anpaarung mit Rawburn

Edge entstand eine Tochter,

die noch heute in der Rhön

steht. Deren Tochter Exotic

brachte schließlich Orzo

(Iron Ore x Edge).

Sowohl Joker als auch Orzo

wurden auf der EuroTier präsentiert

und repräsentierten

dort die Rasse Angus – ein

Erfolg, der nicht alltäglich ist.

BETRIEBSREPORTAGE

CLAUS KNACKER

ABERDEEN ANGUS-ZUCHT IN

DER HESSISCHEN RHÖN

BETRIEBSÜBERSICHT

rund 125 ha Grünland, arrondiert,

davon ca. 50 ha reine Hutungsfläche

→ Biobetrieb seit 1991

vier Ferienwohnungen am Hof

Höhenlage: 600 bis 840 m ü. NN

Jahresniederschlag: ca. 900 mm

35 Aberdeen Angus-Kühe

Bekannte Bullen aus der Zucht:

Joker, Orzo, Ballroom B, Jon B Jovi

BULLENEINSATZ

Rawburn Boss Hogg

Morpheus Kodiak

QHF Black Onyx

Rawburn Black Bush

Ballyart Trade Secret

Rawburn Baltimore

Qualität aus eigener Zucht: Claus Knacker

mit seiner Joker-Tochter „Emulsion“ – eine

Kuh ganz nach seinem Zuchtideal.

Heute prägen Bullen wie QHF Dead Center, Rawburn Boss

Hogg, Morpheus Kodiak, QHF Black Onyx, Rawburn Black

Bush und Ballyart Trade Secret die Herde. Aber nicht nur

Besamungsbullen werden eingesetzt.

Auch Jungbullen werden erfolgreich vermarktet, sei es

ab Hof oder über Veranstaltungen wie den Fleischrindertag

in Alsfeld. So wurde der Körsieger 2024, „Ballroom B“

(Baltimore x Joker), für 8.700 Euro ins Ausland verkauft.

2026 sicherte sich eine Besamungsstation

„Jon B Jovi“ (Joker x Black Onyx).

Die positiven Rückmeldungen zu seinen

verkauften Tieren sind für Claus

Knacker Ansporn, seine Herde kontinuierlich

im Sinne seiner Zuchtziele

weiterzuentwickeln.

→ MARIE MENSCHING, LLH

Ehemals bewaldete Flächen werden

heute von den Aberdeen Angus-Rindern

im Sinne des Biosphärenreservats Rhön

offengehalten.

QZEIT APRIL 2026


32 PASSION FLEISCHRIND

TOP-GENETIK IN UNSEREN

FLEISCHRINDERHERDEN

TOP-BULLEN DER ANGUS-ZUCHT

TOP-BULLEN DER LIMOUSIN-ZUCHT

NAME

NKO

TEILZUCHTWERTE

RZF

SI. ZÜCHTER

BESITZER

NAME

NKO

TEILZUCHTWERTE

RZF

SI. ZÜCHTER

BESITZER

Bardolier

9/2

103

118

115

123

83 % Heinz

Heinz

Joel PP

13/1

103

115

115

120

79 % Kohlmann

Dietrich

Travor

6/1

108

112

115

122

76 % Viering

Lumma-Freybott

Icar PP

6/2

101

116

113

119

80 % Frank

Gries GbR

Napoleon

8/1

107

110

110

117

78 % Heinz

Gries GbR

Jojo PP

51/3

102

113

111

116

95 % Hildenbrand

Pflanz

Calif

73/3

112

103

110

116

93 % Keunecke

Kaltwasser

Ralf

8/2

100

116

106

115

75 % Pupkes GbR

Schmidt-Rabenau

Ramos

15/1

107

109

108

116

81 % Sippel

Murjahn

Vigor P

6/1

104

112

108

115

72 % Seum

Seum

Brenton

13/1

97

116

112

115

89 % Grein

Meuser GbR

Luke P

42/1

104

110

109

114

91 % Kohlmann

Dilling

Rochus TK

6/1

105

108

114

115

82 % Knaus

Weise

Patrol PP

6/2

102

106

112

111

78 % Kohlmann

Münchenbernsdorf

Emperor

11/1

98

116

108

114

85 % Bischoff PTR

Born

Irwin P

16/1

114

97

105

110

86 % Kohlmann

Kohlmann

Ilmer

9/1

108

103

111

113

86 % Albrecht GmbH

Bettenhausen

Tintin P

9/1

96

116

103

110

72 % Majerus

Nessel

Lilo

9/2

104

108

108

113

82 % Bauereiß

Viering

Joker P

21/2

95

111

112

109

90 % Niemeier

Wickert

NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS

NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS

Barim

35/2

107

118

121

128

89 % Grein

Milchhof Steinberg

Marvin P

6/1

102

114

122

121

82 % Kohlmann

Kelling

Chaplin

12/1

110

114

117

126

83 % Ruppel

Wieczorek GbR

Ludger P

10/1

92

124

119

120

84 % Kohlmann

Fischer

Remus

13/3

110

111

114

122

82 % Sippel

Ude

Samson P

6/2

113

106

113

120

84 % Pfeifer GbR

Gottschalk

Amitos

58/1

92

122

121

120

89 % Ruppel

Agrarprodukt. Babe

Jimmy PP

15/2

105

109

112

116

83 % Kohlmann

Fehn

Spencer

12/1

101

116

114

119

71 % Ruppel

Kropp

Leo P

29/2

99

116

106

114

86 % Kohlmann

Schürdt GbR

Ceres

23/1

109

106

115

117

82 % Ruppel

Pirower Rinder

El Pais

33/5

99

112

118

116

92 % Bischoff PTR

Heumann

Zenit

Paule

Balu

58/1

76/5

26/1

97

106

103

121

107

110

106

109

108

116

114

114

87 % Sippel

90 % Ruppel

89 % Grein

Schopsdorf e.G.

Simons

Hilgert

TOP-BULLEN DER FLECKVIEH-SIMMENTAL-ZUCHT

NAME

NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER BESITZER

Graf John P

7/4

109

114

122

126

88 % Bunde

Jakob

TOP-BULLEN DER CHAROLAIS-ZUCHT

NAME

NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER

BESITZER

Hawk King PP

Harro PP

Freddy P

Imposant PP

24/4

115/2

57/3

15/4

113

114

96

111

105

103

119

106

113

111

117

111

120

118

118

118

92 % Metz

95 % Müller

93 % Tittel

84 % Jakob

Erlenhof GbR

TP Burla

Schäfer jun.

Grün

Mogador

Tresor

Super Ball

Justus

Sacha

48/1

10/1

14/1

8/1

8/1

110

100

94

112

98

110

116

121

102

115

102

109

106

103

108

116

116

114

113

113

89 % Böhmler

80 % Herdbuch FR

77 % Herdbuch FR

79 % Allmannsberger

67 % Steinhauer

Herchenröder

Reinhard

Reinhard

Ochs

Steinhauer

Rudi PP

Lubentius PP

Bodo P

Levin PP

Giant P

37/1

16/2

12/1

32/1

10/3

115

109

104

110

100

103

109

111

102

113

109

109

111

115

112

118

117

116

115

115

84 % Arndt & Sohn

80 % Ort

77 % Feißel

87 % Petzenberger

82 % Eydner

Vachdorf

TP Burla

Vachdorf

TP Burla

Edelmann

Fürst

Florian

6/1

28/3

107

112

104

99

107

104

112

110

76 % Hasenauer

92 % Hundhausen

Damm

Hofius

NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS

Samboy PP

Tom P

Dodo P

23/1

13/1

12/1

98

102

103

109

104

102

111

113

112

110

109

108

82 % Gabler

85 % Herdbuch FR

80 % Eigenbrod

Fraatz GbR

Döhne

Glaeser

Hades PP

Happy

Ferri

9/1

12/3

13/2

104

107

103

117

109

117

116

118

112

123

120

120

76 % Niederpöllnitz MK Heinke

81 % Schneider Glaser

73 % Warras

Bunde

Dynamite PP

48/2

101

116

113

119

91 % Ort

Glaser

NACHKOMMENPRÜFUNG AUSSERHALB QNETICS

John PP

24/3

97

114

110

113

88 % Walther

Dettmann

Napoleon

7/1

101

118

111

119

84 % Gries GbR

Haugrund

Sioux

Galileo

Juventus

Amadeus

7/1

20/2

53/4

3/1

97

105

102

100

119

108

109

112

113

107

109

102

118

113

112

110

69 % Bierwirth

79 % Steinhauer

90 % Gries GbR

63 % Rerinhard

Schrell

Schmitz

Stümmler

Huckestein

TOP-BULLEN DER HEREFORD-ZUCHT

NAME

NKO TEILZUCHTWERTE RZF SI. ZÜCHTER

BESITZER

Tibor PP

47/2

101

115

118

120

88 % Wiegand

Klüber

Oskar PP

12/1

106

109

105

114

75 % Klüber

Murjahn

Luis PP

6/2

102

105

112

110

68 % Eichler

Feucht

TOP-BULLEN DER BLONDE D’AQUITAINE-ZUCHT

NAME

NKO

TEILZUCHTWERTE

RZF

SI. ZÜCHTER

BESITZER

Talis

7/1

100

110

109

111

78 % Schneider

Kupfer

Richelieu P

7/1

101

111

104

111

69 % Peter Kömpel jun. Peter Kömpel jun.

Splash

7/2

102

105

108

108

57 % Earl Michicourt

Peter Kömpel jun.

QZEIT APRIL 2026


PASSION FLEISCHRIND

33

Die Ideal-Tochter Lucie im Besitz von Andreas Bulle, Wenigenhasungen,

führt die Top-Liste der RZF-Kühe an.

Nicht nur leistungsstark, sondern auch erfolgreich

auf Bundesschauen: Nancy von Stefan Kohlmann,

Eiterfeld, ist eine Kuh, auf die man stolz sein kann.

TOP 10 DER ANGUS-KÜHE

NAME

LOM NKO VATER TEILZUCHTWERTE RZF SI. EXTERIEUR BESITZER

Islay

DE 0665471381

3 Bannockburn

104

120

119

126

80 %

8 - 8 - 8 m Pohlmann, Stormbruch

Londinium

DE 0665470435

3 Black Onyx

102

121

117

125

76 %

8 - 7 - 8 g Rohleder, Löhlbach

London

DE 0665462055

5 Black Bush

105

118

114

124

60 %

8 - 8 - 8 g Staatsdomäne Beberbeck

Bonnie

DE 0665478302

2 Calif

108

113

114

123

80 %

8 - 7 - 7 g Ruppel, Eschenrod

Pride Y571

DE 0665479571

2 Baltimore

115

106

115

123

77 %

8 - 8 - 7 g Grein, Holzburg

Blaze

DE 1268664272

4 Black Onyx

111

109

115

122

80 %

8 - 7 - 7 m Viering, Landau

Arizona

DE 0665471283

3 Black Onyx

101

118

119

122

78 %

7 - 7 - 7 g Knacker, Wüstensachsen

Lambada

DE 0665466099

3 Kamillo

105

116

113

122

74 %

7 - 8 - 7 g Fritz GbR, Nonnenroth

Iona

Brunni

DE 0667781814

DE 0665466444

1 Bannockburn

5 Akanji

104

110

116

109

115

115

121

121

85 %

78 %

6 - 8 - 8 m Meuser, Mengeringhausen

8 - 8 - 7 g Ruppel, Eschenrod

SMW Julia der Walther GbR, Frankfurt, gehört zu

den absoluten Spitzenkühen der RZF-Liste.

TOP 10 DER LIMOUSIN-KÜHE

Lucie

DE 0665463340

4 Ideal

109

117

117

127

80 %

7 - 8 - 7 g Bulle, Wenigenhasungen

Josy

DE 0665469601

3 Omer

96

125

119

125

73 %

8 - 8 - 8 g Brandt, Bieberau

Nancy

DE 0665454520

5 Idalgo

101

119

114

122

82 %

8 - 8 - 8 g Kohlmann, Buchenau

Nikita

DE 0665439399

6 Devernois

106

113

115

121

78 %

8 - 8 - 8 m Kohlmann, Buchenau

Jolin

DE 0665439390

7 Devernois

112

108

111

120

81 %

9 - 8 - 8 g Kohlmann, Buchenau

Brenda

DE 0665464692

3 Jelle

106

113

112

120

79 %

8 - 7 - 8 g Jobst, Urzell

Britta

DE 0665405467

11 Erasmus

109

108

111

118

85 %

8 - 8 - 8 g Jobst, Urzell

Romika

DE 0665431437

8 Leon

112

106

105

117

82 %

7 - 8 - 7 g Vackiner, Wohra

Dalia

DE 0665430294

7 Faignant

105

110

113

117

80 %

8 - 7 - 8 g Kohlmann, Buchenau

Carmen

DE 0665425400

6 Ferry

107

109

110

116

85 %

9 - 9 - 8 g Pfeifer GbR, Breidenbach

Der eindrucksvolle, dänisch-französisch gezogene

Richelieu von Peter Kömpel jun., Großenlüder,

überzeugt in Leistung und Exterieur gleichermaßen.

TOP 10 DER CHAROLAIS-KÜHE

Namika

DE 0665448136

7 Ibra Mic

108

113

113

122

81 %

9 - 9 - 8 g Gries GbR, Freienseen

Sissi

DE 0541602322

3 Nirvana

118

105

109

122

74 %

7 - 7 - 7 m Brühl, Laisa

Isis

DE 0665465749

3 Gregor

103

115

106

116

74 %

9 - 8 - 8 g Steinhauer, Ellar

Ouaga RS

FR 8900458239

4 Limburg

111

107

105

116

66 %

8 - 8 - 8 g Hasenauer, Neunkirchen

Aurora

DE 0360314065

6 Japon SC

115

102

106

115

84 %

8 - 8 - 8 g Döhne, Wolfhagen

Tascha

DE 0665457562

4 Chic

98

118

107

115

80 %

8 - 8 - 8 g Brühl, Laisa

Unique

DE 0665427313

9 Hector

99

112

115

115

80 %

8 - 8 - 7 g Bautz, Langenbach

Safari

DE 0665402256

11 Sesame

106

109

106

114

80 %

8 - 8 - 7 g Mauß GbR, Semd

Janet

DE 0665457564

5 Japhet

100

111

113

114

79 %

8 - 8 - 7 g Brühl, Laisa

Hera

DE 0665458186

3 Gregor

102

113

104

114

75 %

8 - 8 - 8 g Steinhauer, Ellar

PHM Hawk King glänzt nicht nur genetisch mit

Outcross-Pedigree sondern auch im Rassetyp.

TOP 10 DER FLECKVIEH-SIMMENTAL-KÜHE

Kyra

DE 0667664658

2 Hamilton

116

116

114

131

79 %

8 - 7 - 8 g Theiß, Rauschenberg

Diva

DE 1504583867

3 Kingston

106

123

116

129

77 %

8 - 7 - 7 g Mausolf, Witzenhausen

Eunice 322L

UK 906234437486

3 Jetstream

109

115

118

126

68 %

8 - 8 - 8 g Walther, Frankfurt

Wolke

DE 0665476891

3 Hans

105

113

123

124

79 %

8 - 7 - 7 g Groß, Ebersburg

Helena

DE 1504583868

3 Kingston

103

118

115

123

76 %

8 - 8 - 8 g Theiß, Rauschenberg

Baathi

DE 1604263402

4 Hamilton

105

116

111

121

78 %

7 - 7 - 8 m Meyer, Marksuhl

Julia

DE 0665471447

3 Las Vegas

104

112

120

120

80 %

8 - 7 - 8 g Walther, Frankfurt

Elektra

DE 1504791753

3 Capercaill

108

111

113

120

77 %

8 - 8 - 7 g Warras, Zettweiler

Jani

DE 0665471450

3 Las Vegas

103

112

118

119

81 %

8 - 7 - 7 g Walther, Frankfurt

Kezzy

DE 0665458951

4 Brain

114

102

117

119

77 %

8 - 7 - 7 g Jakob, Bad Homburg

Siegerbulle und unter den Top Fünf der Fleckvieh-

Simmental-Bullen ist der Fantast-Sohn Freddy.

QZEIT APRIL 2026


34

PASSION FLEISCHRIND

Fleischrinder auf nationalem Parkett

CHAROLAIS

Der Verband Deutscher Charolais-Züchter veranstaltete im

Oktober 2025 in Alsfeld die 37. Bundesjungviehschau.

Bundessiegerin der Jungrinder

wurde die vielversprechende

Ibra Mic-Tochter Stella aus dem

Hause der Gries GbR in Laubach.

Über 100 Tiere sorgten für eine bestens beschickte und erfolgreiche Veranstaltung.

Die vier Richtkategorien – von Kuh- und Bullenkälbern bis zu Jungrindern und Jungbullen

– bewerteten Johann Ebner (AT) und Dr. Wilfried Steinhauer. Ein weiterer

Höhepunkt war der Jungzüchterwettbewerb unter der Leitung von Niklas Sölzer.

In der ersten Kategorie erreichte Stefan Damm (Dautphetal) mit der Fürst-Tochter

Seagirl den 1b-Platz. Bei den Jungrindern überzeugte die hervorragend entwickelte

Ibra Mic-Tochter Stella der Gries GbR (Laubach). Mit viel Länge in der Mittelhand und

großer Ausgeglichenheit sicherte sie sich 1a und den Siegertitel.

Im Ring der Bullenkälber präsentierte sich ein starker Rassetyp. Der Ocean-Sohn

Odin von Martin Bierwirth (Ottrau) gewann seine Klasse. Einen 1b-Platz errangen der

Sicilien P-Sohn Sambuco der Gries GbR sowie Sebastian Brühl (Battenberg) mit dem

Talisman-Sohn Silvester. Jens-Peter Ochs (Grebenhain) sicherte sich gleich zweimal

1a mit seinen Bullenkälbern.

Der vielversprechende Justus-

Sohn Johnny von Jens-Peter Ochs

aus Grebenhain zeigte sich in

allerbester Kondition und wurde

zum Klassensieger ernannt.

Bei den Jungbullen wurde der Ocean-Sohn Othello aus der Bundessiegermutter Namika

(Gries GbR) Reservesieger. Sieger wurde Titanic-Sohn Alegro von Bernfried Brinker

(Legden). Im Jungzüchterwettbewerb gewann Jannik Döhne (Wolfhagen) seine Klasse

und wurde in der Gesamtentscheidung mit dem Reservesieg ausgezeichnet.

→ MARIE MENSCHING, LLH

HIGHLAND-CATTLE

Im September 2025 fand in der Hessenhalle Alsfeld die

Bundesrasseschau der Highland-Cattle statt.

35 Aussteller aus ganz Deutschland präsentierten 87 Tiere. Als Preisrichter wirkte

Matthew Auld aus Schottland. Seine Leidenschaft für Highland-Cattle begleitet

ihn seit Kindheitstagen. Seit 2004 arbeitet er auf der Pollok Farm in Glasgow und

verfügt über umfangreiche internationale Schauerfahrung. Auch Züchter aus

Hessen und Thüringen überzeugten mit zahlreichen 1a- und 1b-Platzierungen.

Bei den Kühen setzte sich die dunfarbene, siebenjährige Una vom Diebeskamm

von Antje und Falk Pommer souverän durch. Mit ausgeprägtem Rassetyp und

einem hervorragend entwickelten Bullenkalb bei Fuß qualifizierte sie sich für

die Wahl zur Gesamtsiegerin.

Una vom Diebeskamm von Antje und Falk

Pommer überzeugte Preisrichter Matthew

Auld mit viel Rassetyp und einem super

entwickelten Bullenkalb bei Fuß.

Am Nachmittag folgte der Höhepunkt: die Entscheidung um die Gesamtsiege.

Gesamtsiegerin weiblich wurde die hervorragend präsentierte dreijährige Färse

Morag 27 vom Lehstener Moor aus der Zucht von Jens Brabander (Friedeburg). Den

Reservesieg errang Familie Bange mit Lady Jane 2th vom Sunderberg samt Kuhkalb.

Zum Gesamtsieger männlich kürte Matthew Auld den Bullen Alexander 7 vom

Kiebitzmoor von Rolf Jamrog (Baden-Württemberg). Reservesieger wurde der

Jungbulle Eoin Mhor 9th of Castle von Severin Brands. Das erfolgreiche Schauwochenende

klang in geselliger Atmosphäre aus.

→ ANTJE POMMER

QZEIT APRIL 2026


PASSION FLEISCHRIND

35

ZWERGZEBU

Anlässlich des Laurentiusmarktes in Usingen fand die

10. Bundesrasseschau der Zwergzebus statt.

Den Auftakt machten die Jungrinder. Einen Klassensieg

errang die ausgeglichene Zeno-Tochter Olivia von

Claudia Rosenkranz (Weilmünster). Wolfgang Lomp

erhielt mit seiner Milo-Tochter eine 1b-Platzierung.

In der Gruppe der Kühe mit Kälbern sicherte sich die

Fero-Tochter Silvie von Martin Giese (Zierenberg) eine

1b-Platzierung und zugleich den Reservesieg. Siegerin

wurde Stella, eine Friedo-Tochter aus dem Betrieb von

Dietmar Winter (Bad Berleburg).

Im anschließenden Jungzüchterwettbewerb überzeugte

Lena Scheffel mit einer souveränen Vorführung und

gewann vor Luisa Eckel.

Bei den Bullen wurde in

drei Klassen gerichtet.

In der jüngsten Kategorie

gewann der Johnny-

Sohn Juwel von Claudia

Rosenkranz. In der mittleren

Klasse erhielt Ferdinand von der Züchtergemeinschaft

Lomp und Giese (Gemünden) eine 1a-Platzierung. Bei den

älteren Bullen siegte Friedo vom Betrieb Winter, während

der Zeno-Sohn Zeus von Martin Giese mit 1b bewertet

wurde. Im Finale setzte sich Friedo als Bundessieger

durch. Reservesieger wurde der typstarke Zeus.

→ MARIE MENSCHING, LLH

Reservesieger der Bundesschau

wurde Zeus, ein Zeno-

Sohn aus dem Betrieb von

Martin Giese, Zierenberg.

LIMOUSIN UND PINZGAUER

Am ersten Oktoberwochenende fand in der Hessenhalle Alsfeld die

Nationalschau der Rassen Limousin und Pinzgauer statt.

Als Preisrichter fungierten die international

anerkannten Experten Frank Recken (Luxemburg)

und Georg Moser (Österreich).

LIMOUSIN

Bei den jüngeren Bullen siegte der breit

angelegte Nibur-Sohn Nachtstolz von André

Schneider (Volkholz). Einen weiteren 1a-Platz

errang der wüchsige Rhin-Sohn Renz P von

Stefan Kohlmann. Zum Klassensieger wurde

Nachtstolz gekürt, der mit Oberkörperbreite

und Bemuskelung überzeugte.

Uranium P der Besitzergruppe Kohlmann/

Nessel setzte sich in der mittleren Altersklasse

dank starker Bemuskelung und exzellentem

Typ knapp gegen den Ideal-Sohn Ido

von Steve Nessel (Ringleben) durch.

Jungbulle Garfield P von der Pfeifer GbR

(Breidenbach) erhielt einen Klassensieg

und den Reserve-Siegertitel. Bei den älteren

Bullen ging der Bundessieg an den harmonischen

Nicelle-Sohn Tango P der ZG

Hildenbrand/Jobst (Steinau). Er setzte sich

gegen den fast achtjährigen Devernois-Sohn

Daniel von Karsten Watz (Vollnkirchen)

durch. Bei den jüngeren Färsen gewann die

Imposant-Tochter Rafael von Robert Brandt

(Modautal) den Bundessieg und wurde von

der EuroLim-Jury als „Bestes Tier der Schau“

ausgezeichnet. Reserve-Siegerin der älteren

Färsen wurde die Gustel-Tochter Katrina

vom Zuchtbetrieb Pfeifer (Breidenbach).

PINZGAUER

Die Pinzgauer-Züchter präsentierten ihre Rasse

eindrucksvoll. Siegerfärse wurde die Benedikt-Tochter

Helena von Markus Mihm (Tann),

die in Körperbau, Festigkeit, Fleischansatz

und Bewegungsablauf Maßstäbe setzte. Der

Reserve-Sieg ging an die Wolfgang-Tochter

Sarita von Michael Schäfer (Erndtebrück). Als

Reservesiegerin der Kühe wurde die typstarke

Maik-Tochter Hellen P von Markus Mihm

ausgezeichnet. Bei den Bullen gewann der

in Österreich gezüchtete Adam-Sohn Achilles

von Matthias Schwarz (Bad Salzungen).

Reservesieger wurde der Maik-Sohn Max P

von Markus Mihm. Zudem stellte der Betrieb

Mihm die siegreiche Betriebssammlung sowie

die erfolgreiche Nachkommengruppe der Kuh

Hanna und unterstrich damit seine hervorragende

züchterische Arbeit.

→ JOST GRÜNHAUPT, MARIE MENSCHING, LLH

Helena ist die schönste Pinzgauer-Färse und

kommt aus dem erfolgreichen Zuchtbetrieb von

Markus Mihm, Tann.

Die Zuchtbetriebe Stefan Kohlmann und Steve

Nessel stellten mit Uranium PS den Siegerbullen

in der mittleren Altersklasse.

Die Imposant-Tochter Raffael von Robert Brandt

wurde von der EuroLim-Kommission zum Limousin-

Gesamtsieger ausgewählt.

QZEIT APRIL 2026


36

PASSION FLEISCHRIND

EXTERIEURKRACHER

Zeitraum 1. September 2025 bis 31. Januar 2026

FLEISCHRINDER

Betina

Eleonora

Bardolia

Bella

Erna

Hella

Maid

Tulla

Ava t.o.

Britta

Holly

Lotte

Naomi

Nobelle

Sanna

Saskia

Sonny

Bell Maid

Blackbird

Hilde

Elsie

Finleigh

Lo.pax

Nona

Quitte

Tilda

Bonita

Bessi

Mina

Regatta

Bellarosa

Minze

Mondschein

Rosi

Tiana

Amadea

Gerte

Rexi

Evi

Holly

Josie

Lieselotte

Dun Joona

Erna

Jondis

Dara

Jane

Bienchen

Dakota 2

Greta

Honey

Doreen

Elena

Elsa

Julia

Lisa

Mischa

Sunny

Amalia

Gala

Carolina

Delorean

Dinette

Dione

Dora

Giella

Jasmina

Jolanda

Maiknospe

Ulla

Ute

Rea

DE 06 654 47890

DE 06 673 79287

DE 06 654 71350

DE 06 654 65402

DE 06 654 57326

DE 06 654 64317

DE 06 654 71346

DE 06 654 55998

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DE 16 045 40282

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DE 06 654 64404

DE 06 654 65013

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DE 06 654 65241

DE 06 654 65032

DE 06 654 65031

DE 06 654 74424

DE 06 654 65040

DE 09 894 11051

DE 06 654 87292

DE 06 654 79936

DE 06 654 79935

DE 16 045 36262

DE 16 044 87826

DE 06 674 86928

DE 06 654 83454

DE 06 654 84640

Rigo/Barndance

Cruise/Iron Ore

Emil/Predominan

Orzo/Unos

Black Bush/Choctaw

Luxor/Izac

Emil/Bl.Market

Kookiep594/Admiral

Time Out/Red Zeus

Marius/Barndance

Nickel/Time on

Denver/Svenson

Denver/ML Louded

Gradeup36g/DK75663 01384

Treasure/Joe

Akanji/Bond Red

Ertel/Bond Red

Black Bush/Bl.Market

War Smith/Edge

Reimar/Roosevelt

Trapattoni/Elgin

Black Rain/Ben

Red Paxton/Edge

Calif/Earl

Denver/Bond Red

Afterchock/Ted

Firebird/Empire

Denver/Elano

Iron Ore/Laudo

Zensus/Pur

Rodger/Emperor

Effenberg/Diamand

Richard/New Mac

Orzo/Ibrahim

Ideal/Silvano

Tamme/Justus

Orzo/Ronaldo

Tassilo/Schiller

Paris/Jogi

Hardi/Vorfevre 3

Namur/Costa

Diego/Everest

Horton/Dun Connor

Superstar/Amor

Horton/Dun Connor

Rufus/Foxy

Horton/Rufus

Mailo/Aragon

Vergil/Taro

Ferdinand/Tamilly

Rural/Heros

Flavio/Iman

Japon SC/Universe

Mogador/Heros

Victor/Uno

Guido/Icaro

Insider/Vergil

Mozart/Vald Or-Ra

Nordstar/Eras

Ninas/Havrais

Ikea P/Rembrandt

Hubert/Levin

Abbadon/Ulli

Mogador/Heros

Ninas/Heros

Fandango/Malik

Mogador/Heros

Phenomene/Impala

Hermes/Markant

Hermes/Iman

Hermes/Haddock

Loki/Verdel

Loki/Merlin

Guido/Colbert

Impa/Capitol

Hermes/Summer

6

5

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AA Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge

AA Friedhelm Simon, Bellings

AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen

AA Steffen Grün, Bernsfeld

AA Susanne Krach, Odensachsen

AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid

AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen

AA Christof Jordan, Hofbieber

AA Matthias Rohleder, Löhlbach

AA Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge

AA Friedhelm Simon, Bellings

AA Artur Ruppel, Eschenrod

AA Rücklinger GbR, Eschenrod

AA Susanne Krach, Odensachsen

AA Bischoff PTR GmbH, Neukirchen

AA Rücklinger GbR, Eschenrod

AA Rücklinger GbR, Eschenrod

AA Marc u. Holger Born, Dodenau

AA Marc u. Holger Born, Dodenau

AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid

AA Florian Viering, Landau

AA Nils Schwantes, Wissmar

AA Dirk Haschlar, Löhlbach

AA Artur Ruppel, Eschenrod

AA Rücklinger GbR, Eschenrod

AA Angushof Sippel GbR, Helmscheid

ANG Steffen Grün, Bernsfeld

ANG Steffen Grün, Bernsfeld

ANG Heike Sauerbier, Grünberg

ANG Angushof Sippel GbR, Helmscheid

ANG Steffen Grün, Bernsfeld

ANG Thomas Wicke, Wolfershausen

ANG Thomas Wicke, Wolfershausen

ANG Matthias Rohleder, Löhlbach

ANG Angushof Sippel GbR, Helmscheid

ANG Christian Kraft, Westuffeln

ANG Matthias Rohleder, Löhlbach

ANG Heiderind GmbH, Oppurg

AU Ralf Herget, Flörsbach

AU Ralf Herget, Flörsbach

BA Klaus Schütz, Steinbach

BGA Berthold Stumpf, Wahlen

BGA Steffi Heller, Hörschel

BGA Steffi Heller, Hörschel

BGA Steffi Heller, Hörschel

BGA Matthias Staubitz, Schönbach

BGA Steffi Heller, Hörschel

CHA Nicole Eigenbrod, Branders

CHA Jost Hofemeister, Todenhausen

CHA Ronald Müller, Gefell

CHA Stefan Damm, Buchenau

CHA Nicole Eigenbrod, Branders

CHA Martin Bierwirth, Weissenborn

CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf

CHA Gerhard Ernst, Bottendorf

CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen

CHA Bernd Gläser, Herolz

CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen

CHA Gerhard Ernst, Bottendorf

CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf

CHA Bernd Gläser, Herolz

CHA Rene Schröder, Büdingen

CHA Hans-Peter Müller, Weipoldshausen

CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf

CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf

CHA Nicole Eigenbrod, Branders

CHA Torsten Herchenröder, Altenschlirf

CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen

CHA Nils Schwantes, Wissmar

CHA Nils Schwantes, Wissmar

CHA Nils Schwantes, Wissmar

CHA Andre Heering, Wenigenlupnitz

CHA Andre Heering, Wenigenlupnitz

CHA Jens-Peter Ochs, Ilbeshausen

CHA Nicole Eigenbrod, Branders

DEX Jürgen Mark, Breuberg

Hella

Bibbi

Blume

Esmeralda

Dora

Madeleine

Maeve

Manula

Adelheid

Annabell

Anny

Bali

Blume

Felia

Goldi

Henryjette

Hilta

Jacky

Jade

Katja

Liora

Lissy

Livia

Madlen

Missmarple

Penelope

Soraja

Hope 3

Hiltje

Rosa

Freya

Hope 4

Iduna

Jodie

Klina

Thalia

Pearl

Tizia

Myrthe

Sabira

Shila

Zoe

Atlantis

Davina 3.

Murron

Olivia

Olven

Sena

Fellany d

Finnie

Ulla

Carmela

Christine

Dana

Fina

Lisa

Uganderin

Veronique

Ira

Luzi

Bea

Fabiola

Jarmila

Lotte

Lotte

Olivia

Ostara

Paloma

Sanny

Tabea

Thalia

Tizia

DE 06 667 73553

DE 06 672 22448

DE 06 654 47730

DE 06 654 48184

DE 06 654 46269

DE 06 654 58233

DE 16 041 78982

UK 96 36 330 08926

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DE 16 040 52887

DE 06 654 84501

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DE 06 654 76644

DE 16 042 20756

DE 15 054 19032

DE 06 654 87187

DE 06 654 89891

DE 06 654 80134

DE 06 654 81153

DE 15 054 19027

DE 06 654 65315

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DE 16 040 52908

DE 06 654 76650

DE 06 654 81155

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DE 16 045 62558

DE 06 654 54107

DE 06 654 60097

DE 06 654 61438

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DE 06 654 82878

DE 06 654 41084

DE 03 560 16990

DE 06 654 41088

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DE 06 654 44736

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DE 06 654 52717

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DE 06 654 54241

DE 06 654 53038

DE 06 654 59601

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DE 06 654 71613

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DE 06 654 80833

DE 06 654 80837

DE 06 654 69610

Carolus/Mika

Enzian/Toto

Escalop 13/Hammer

Claudio/Leon

Totilas/Ruben

Dycus/Sherry

Tram/Posit 4

Isaac/Glenhead

Zitan 1/Tim

Jameson/Tobias

Zitan 1/Alis

Lord Ursus/Escalop 13

Las Vegas/Toto

First/Enzian

Gabor/Alis

Herold/Totilas

Henry/Iron Man

Boddenküst/Hoeness

Jaguar PP/Dragoun

Saphir/Gabor

Anton/Calling

Strabinos/Hillary

Rinaldo/Charlo

Claudio/Rekord

Mozart/Haakon

Zitan 1/Atlas

Hokuspokus/Saky

Anton/Hieronymus

Fernando/Tobias2

Sambalita/Zalu 3

Laddie/B.D.Zodiac

King/Thunder

Barnaby/Unix

Opal/Zebedee

Barnaby/B.D.Zodiac

Rocky/Flavio

Rooney/Feivel

Kito/Sp. Brasil

Devil/Dionysos

Seamus 4th/Seumas.Rua

Devil/Dionysos

Legend/Prince

Outside/Clinton

Carlo/Talisker 2

Prince/Matthew

Conall/Prince

Jamie/Conan Dubh

Orlando/Darius II.

Action/Oswin

Aonchmor/Arthus

Benz Donn/Orlando

Belmondo/Barman

Bautan/Samson

Balthasar/Ignaz

Lenni/Ferry

Ramso/Santaclaus

Gunadarkpo/Balthasar

Terry/Belino

Macht/Crouzillat

Sunnyboy/Unesco

Brooklands/Dominatus

Fredy/Bolto

Filou/Oreon

Ideal/Howlett

Daniel/Goldcard

Melvin/Bolto

Idol/Bronzo

Melvin/Bolto

Melvin/Bolto

Junior/Hidalgo

Ocean/Edgar

Noah/Lambo

Fred/Benny

Nesono/Fredy

Idol/Fredy

Fredy/Bronzo

QZEIT APRIL 2026


PASSION FLEISCHRIND

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Janik Theiß, Ernsthausen

Mausolf GbR, Wendershausen

Markus Rahn, Bobenhausen

Erlenhof GbR, Müs

Strube GbR, Großenritte

Steffen Grün, Bernsfeld

Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren

Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe

Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz

Falk Mehlhorn, Nöbdenitz

Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz

Markus Rahn, Bobenhausen

Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe

Jan Hendrik Lölkes, Oberasphe

Carsten Jost, Ellar

Carsten Jost, Ellar

Mirko Telle, Laasdorf

Jörg Giebeler, Oberzeuzheim

Andreas Grob, Schlitzenhausen

Carsten Jost, Ellar

Andre Schneider, Volkholz

Erlenhof GbR, Müs

Jörg Giebeler, Oberzeuzheim

Erlenhof GbR, Müs

Manuel Danz, Urnshausen

Niederpölln.MK GmbH, Niederpöllnitz

Jörg Giebeler, Oberzeuzheim

Erlenhof GbR, Müs

Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren

Pahren Agrar Vermarktungs-GmbH, Pahren

Udo Wipfler, Jügesheim

Mützel-Geiger GbR, Bieber

Udo Wipfler, Jügesheim

David Bergmoser, Frankenau

Udo Wipfler, Jügesheim

David Bergmoser, Frankenau

Joachim Stang, Magdala

Mützel-Geiger GbR, Bieber

Kaiser GbR, Falkengesäss

Sascha Lencer, Hausen

Kaiser GbR, Falkengesäss

Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen

Heiko Neugebauer, Rückingen

Schottenhof Jörg Pfeiffer, Remptendorf

Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen

Karl-Friedrich Roth, Rothenbergen

Dennis Bruce, Hochstadt

Dennis Bruce, Hochstadt

Thorben Dittmar, Goßfelden

Roos GbR, Haine

Friedrich Eick, Hattendorf

Döring GbR, Lautenhausen

Döring GbR, Lautenhausen

Dirk Wickert, Löhlbach

Pfeifer GbR, Wiesenbach

Sven Kloos, Odenhausen

Dirk Wickert, Löhlbach

Robert Brandt, Klein Bieberau

Florian Seum, Langd

Hans-Walter Bopper, Rodenhausen

Erlenhof GbR, Müs

Robert Brandt, Klein Bieberau

Ingmar Dietrich, Wehrheim

Stefan Kohlmann, Buchenau

Hans-Walter Bopper, Rodenhausen

Stahl & Gasteier GbR, Seelbach

Robert Brandt, Klein Bieberau

Stahl & Gasteier GbR, Seelbach

Stahl & Gasteier GbR, Seelbach

Karsten Watz, Vollnkirchen

Hans-Walter Bopper, Rodenhausen

Kistner GbR, Mernes

Markus Möller, Löhlbach

Robert Brandt, Klein Bieberau

Robert Brandt, Klein Bieberau

Robert Brandt, Klein Bieberau

Winnie

Zara

Adlerfee

Beluga pss

Bergei

Elke

Lofa psr

Oriana

Alpia

Naomie

Risa

Ulima

Fietje iii

DE 06 654 76032

DE 06 654 76028

DE 06 654 76026

DE 06 654 61531

DE 06 654 61531

DE 05 414 04587

DE 06 654 70837

DE 06 654 62467

DE 07 708 89616

AT 316918569

AT 534991769

DE 07 708 89610

DE 06 654 65034

DE 06 654 60920

DE 16 045 63500

DE 16 045 63465

DE 06 654 67832

DE 06 654 82543

Melvin/Bolto

Melvin/Filou

Melvin/Bolto

Gerald/Grando

Gerald/Grando

Willi/Rufus

Genius/Konrad

Orbit/Prinz I

Fernando /Ingvar

Otto/Fridhelm

Apollo/Omar I

Isis/Fanfar

Ignaz/Rum

Ingard/Unikat

Itomichi/Hirashiget

Hirashiget/Rueshaw

Perno/Toni

Perno/Pirk

LIEBE FLEISCHRINDERZÜCHTER,

In drei Hallen sowie im Freigelände wird

auf 46.000 Quadratmetern wieder die

Vielfalt der Thüringer Landwirtschaft

transparent, modern, innovativ und

erlebnisreich präsentiert. Während der

Grünen Tage Thüringen 2026 wird es

erneut verschiedene Tierschau-Wettbewerbe

geben.

EIN HÖHEPUNKT IST DIE

LANDES-FLEISCHRINDER-SCHAU

VON QNETICS.

Die Wettbewerbe werden am Freitag,

den 25. September sowie am Samstag,

den 26. September stattfinden. Gerichtet

wird parallel in zwei Ringen. Alle

Fleischrindzüchter sind aufgerufen, das

Leistungsniveau und die Rassevielfalt

der Fleischrinder im Qnetics-Gebiet zu

präsentieren.

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G

LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim

LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim

LIM Ingmar Dietrich, Wehrheim

PIE Hans Georg Schneider, Bottendorf

PIE Hans Georg Schneider, Bottendorf

PIF Dennis Kolb, Heisterberg

PIF Dennis Kolb, Heisterberg

PS Laura Loose, Achenbach

PS Laura Loose, Achenbach

PS Laura Loose, Achenbach

PS Laura Loose, Achenbach

PS Laura Loose, Achenbach

PS Torsten Herchenröder, Altenschlirf

G RHV Bettina Fay, Alsbach-Hähnlein

G WAF Kaiser GbR, Burkhards

M WAF Kaiser GbR, Burkhards

M WGA Thomas Müller, Ober Hörgern

G WGA Thomas Müller, Ober Hörgern

vom 25. bis 27. September 2026 findet auf dem Erfurter Messegelände

zum 13. Mal die Landwirtschaftsmesse Grüne Tage Thüringen statt.

IN FOLGENDEN KATEGORIEN

WIRD GERICHTET:

Altbullen

Jungbullen

Kuh mit Kalb (Alter Kalb

mind. 4 Wochen)

Jungrinder > 18 Monate

Jungrinder < 18 Monate

Dabei werden die Rasse- und Interbreed-

Sieger je Kategorie sowie der Grand

Champion 2026 ermittelt.

Ihre Anmeldungen der Tiere mit

den Ohrnummern richten Sie bitte

bis zum 31. Juli 2026 per Mail an:

→ Lydia Heyder

l.heyder@qnetics.de

→ Harald Krausmüller

h.krausmueller@qnetics.de

QZEIT APRIL 2026


38 PASSION FLEISCHRIND

ALTE KÜHE –

FRISCHE LEISTUNG

In der Fleischrinderzucht stehen oftmals Absetzergewichte und

Bemuskelung der nächsten Generation im Vordergrund.

Die Limousin-Kuh Motette aus dem

Betrieb von Nicol Dilling, Friedrichsbrück,

zeigt sich auch mit ihrem fünfzehnten

Kalb noch von ihrer besten Seite.

Das ist die Kuh Pia von

Nils Mausolf, die 12 Kälber

gebracht hat.

Die 16-jährige Angus-Kuh Pfanni

von Friedhelm Simon ist noch sehr

gut in Form.

Diese Angus-Kuh von Anette

Wiedelbach hat inzwischen

18mal gekalbt.

Doch ein wesentlicher Teil und ein Erfolgsfaktor im

Bestand sind die älteren Damen im Betrieb, die über

viele Jahre hinweg leistungsstark und zuverlässig

geblieben sind. Sie sind ein eindrucksvoller Beleg

für funktionale Zucht, Anpassungsfähigkeit und

nachhaltiges Management.

Alte Kühe sind häufig auf Mutterkuhbetrieben zu

finden. Sie sind ein Zeichen von Persistenz, sehr

guter Fruchtbarkeit und einem hervorragenden

Management.

Sie bilden die Basis von vielen bewährten Zuchttieren

im Betrieb. Dabei bedeutet Langlebigkeit weit mehr

als nur ein hohes Alter.

Es ist ein Ausdruck robuster Genetik und konstanter

Leistungsfähigkeit unter Praxisbedingungen.

Besonders beeindruckend sind jene Tiere, die auch

im höheren Alter noch Substanz, Harmonie und Ausstrahlung

zeigen, wie diese Kühe im Qnetics-Gebiet.

→ MARIE MENSCHING, LLH

QZEIT APRIL 2026


Der Gendefekt Q204X (M2) ist

aus anderen Fleischrinderrassen

deutlich stärker bekannt. Bei

Fleckvieh-Simmental war er bislang

jedoch nicht nachgewiesen.

Genetische Defekte lassen sich nur durch

Transparenz, Testung und verantwortungsvolle

Anpaarungen nachhaltig kontrollieren.

39

GENDEFEKT BEI

FLECKVIEH-SIMMENTAL

Aktuell wurden in Deutschland erstmals über SNPbasierte

Nachkommenanalysen Trägertiere identifiziert.

Viele dieser Tiere stammen aus Zuchtlinien, die

überwiegend über Zukaufssperma aus England in die

Population gelangt sind.

Bei Q204X handelt es sich um eine Mutation im

Myostatin-Gen. Myostatin ist ein zentraler Regulator des

Muskelwachstums und wirkt im gesunden Organismus

als natürlicher „Muskelbremser“. Wird dieses Gen durch

eine Mutation wie Q204X in seiner Funktion beeinträchtigt,

kann es zu einer verminderten Hemmung des

Muskelaufbaus kommen. Die Folgen reichen – je nach

Ausprägung – von leicht erhöhter Muskelentwicklung

bis hin zum sogenannten „Double-Muscling“-Phänotyp.

Dieser kann mit erhöhtem Kalberisiko, verringerter

Fettabdeckung, ungünstigerem Stoffwechsel und einzelnen

Vitalitätsproblemen einhergehen.

Q204X WIRD AUTOSOMAL REZESSIV VERERBT.

DAS BEDEUTET:

Nur Tiere mit zwei Kopien des defekten Allels

(homozygot) entwickeln die typischen Merkmale

der Mutation.

Heterozygote Tiere tragen das mutierte Gen

zwar, zeigen aber in der Regel keine oder nur

geringe klinische Auffälligkeiten und gelten als

unauffällige Träger.

Besonders wichtig: Frei getestete Nachkommen

von Trägertieren vererben den Defekt nicht

weiter. Ein Tier, das eindeutig als genetisch frei

klassifiziert wurde, kann die Mutation – unabhängig

vom genetischen Status der Eltern – weder

tragen noch weitergeben.

Die Identifikation von Trägertieren bei der Rasse Fleckvieh-Simmental

unterstreicht die Bedeutung einer

vorausschauenden Zuchtplanung und konsequenten

genetischen Kontrolle. Auch wenn die Verbreitung des

Defekts in der Population derzeit noch sehr gering ist,

lässt sich der tatsächliche Umfang bislang nicht abschließend

bestimmen. Beim Zukauf von Zuchttieren sollte

daher besonders auf genetische Besonderheiten und

den Teststatus geachtet werden, um eine ungewollte

Ausbreitung zu verhindern.

MOMENTAN BEKANNTE TRÄGER AUFGRUND VON

POSITIVEN NACHKOMMEN:

Satire Talent

Saltire Impressive

Auchorachan Hercules

Bearna-Dhearg New Way P ET

Denizes Monty

Ballinalare Galaxy

Der Einsatz von Sperma dieser Bullen sollte vermieden

werden. Beim Einsatz oder Zukauf von Nachkommen

dieser Bullen sollte eine Freitestung auf den Gendefekt

(M2F) vorliegen und berücksichtigt werden, um eine

weitere Verbreitung der Mutation in der Simmental-

Population zu verhindern.

Durch konsequente Testung, die Berücksichtigung von

Abstammungslinien sowie eine gezielte Auswahl von

Zuchttieren kann der Gendefekt Q204X im Fleckvieh-

Simmental-Bereich schnell eingedämmt und langfristig

vollständig ausgemerzt werden.

→ TOBIAS PETZENBERGER

QZEIT APRIL 2026


40

INTERNAS

Niedersachsen

Nordhausen

Sachsen-Anhalt

Heilbad Heiligenstadt

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Sondershausen

Sachsen

Mühlhausen/

Thüringen

Sömmerda

Hessen

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Bad Salzungen

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Gotha

ERFURT

Arnstadt

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Jena

Eisenberg

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Gera

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Altenburg

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Hessen

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Meinigen

Suhl

Saalfeld/Salle

Schleiz

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Greiz

Sachsen

Hildburghausen

Sonneberg

Bayern

Bayern

NEUORDNUNG

DES AUSSENDIENSTES

IN THÜRINGEN

QZEIT APRIL 2026


41

INTERNAS 41

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4

5

6

7

8

IHR ANSPRECHPARTNER IN

DER MILCHRINDERZUCHT BEI

FRAGEN ZU ZUCHTBERATUNG

UND SPERMAHANDEL

RALF GRUSCHWITZ

0172 3469591

r.gruschwitz@qnetics.de

Nordthüringen

MARLIES SCHELLER-VEIT

0172 3469597

m.scheller-veit@qnetics.de

Ostthüringen

PEER BAUMANN

0172 3469585

p.baumann@qnetics.de

Süd-West Thüringen

MARTIN LINKE

0172 3469588

m.linke@qnetics.de

Süd-Ost Thüringen

MARCUS GABRIEL

0172 3469598

m.gabriel@qnetics.de

Thüringen Mitte

IHRE ANSPRECHPARTNER IN ALLEN

FRAGEN DER FLEISCHRINDERZUCHT

UND ABSETZERVERMARKTUNG

MARCUS HERBST*

0172 3469584

m.herbst@qnetics.de

Westthüringen

STEFAN STAROSCZIK*

0172 3469594

st.staro@qnetics.de

Ostthüringen

IHRE ANSPRECHPARTNER IN FRAGEN

ZUR VIEHVERMARKTUNG

DANILO BARDEHLE*

0172 3469599

d.bardehle@qnetics.de

Westthüringen

Der Außendienst in Thüringen

wurde in den vergangenen

Monaten neu strukturiert und an

die aktuellen Anforderungen

angepasst.

Mit der Reorganisation kann sich nicht nur der

Ansprechpartner ändern; auch die fachlichen Zuständigkeiten

wurden stärker an Kundenanforderungen und

regionale Gegebenheiten angepasst. Ziel ist es, unsere

Betriebe sowohl fachlich als auch regional noch gezielter

zu betreuen.

Die Anpassung war aufgrund der Veränderungen in

der Landwirtschaft und der neuen Herausforderungen

in unserer Branche längst notwendig. Einige Betriebe

haben aufgegeben oder ihre Milchproduktion eingestellt

und sich neuen Betriebszweigen zugewandt. Dadurch hat

sich auch der Betreuungsbedarf verändert – und damit

die Anforderungen an den Außendienst. Die Rahmenbedingungen

für eine umfassende und fachlich fundierte

Kundenbetreuung haben sich in den vergangenen Jahren

deutlich gewandelt.

„Unser Ziel ist es, mit der neuen

Struktur die Qualität der Beratung

weiter zu steigern und auch

künftig ein verlässlicher Partner

unserer Betriebe in allen Fragen der

Rinderzucht zu sein.“

Mit der Umstrukturierung wurde eine klarere Aufteilung

zwischen den Bereichen Zuchtberatung und Spermahandel,

Fleischrinderzucht sowie Viehvermarktung

geschaffen. Dadurch können Kompetenzen gezielter eingesetzt

und Kundenanliegen noch besser betreut werden.

→ TIMO LEIMBACH

9

TOBIAS PRAGER*

0172 3469592

t.prager@qnetics.de

Ostthüringen

*Die Grenze verläuft hier von Nordhausen über Arnstadt

nach Saalfeld. Tobias Prager deckt gleichzeitig die

Zuchtberatung in der Fleischrinderzucht in Ostthüringen ab.

QZEIT APRIL 2026


42

INTERNAS

TEAM CHARACTER

Neue Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bei Qnetics.

Kay Ehrhardt

Seit 9. Februar 2026 arbeitet Kay Ehrhardt

als Fahrer für Spermalogistik und Probentransport

für uns. Zudem kümmert er

sich um die Instandhaltung und Pflege

des Objektes in Erfurt. Durch seine Vorbeschäftigung

und seine handwerklichen

Fähigkeiten bringt er gute Voraussetzungen

für seinen neuen Aufgabenbereich

mit.

Ralf Erfurt

Ralf Erfurt absolvierte die Ausbildung

zum Zootechniker und arbeitete während

seines bisherigen Berufslebens in einem

großen Thüringer Milchviehbetrieb. Von

daher sind ihm Rinder sowie die Technik

für deren Betreuung vertraut. Seit 1. Oktober

2025 verstärkt er das Stallkollektiv in

unserer Besamungsstation.

Dalil Othman

Seit 15.11.2025 verstärkt Dalil Othman das

Team der Qnetics am Standort Alsfeld. Er

unterstützt nach einer umfangreichen

und gründlichen Einarbeitung das Team

im Stall. Zu den Hauptaufgaben zählen die

Vor- und Nachbereitungen der Stallungen

insbesondere für Auktionen, das Be- und

Entladen sowie die Versorgung der Tiere.

Lydia-Romy Heyder

Seit dem 5. Januar verstärkt Lydia-Romy

Heyder die Abteilung Fleischrinderzucht.

Sie ist für die Herdbuchführung in Thüringen

zuständig. Ihr Studium der Pferdewissenschaften

begann sie an der Veterinärmedizinischen

Universität Wien und

schloss den Bachelor an der Freien Universität

Berlin ab. Anschließend absolvierte

sie ein Masterstudium der Nutztierwissenschaften

an der Justus-Liebig-Universität

Gießen. Berufliche Erfahrungen sammelte

sie in der Herdbuchführung sowie

als Zuchtleiterin im Pferdezuchtverband

Sachsen-Thüringen e.V.

Tetiana Trotskovets

Nach erfolgreich absolviertem Praktikum

hat sich Tetiana Trotskovets für eine Mitarbeit

im HVL-Labor entschieden. Seit Start

im Juli 2025 hat sie sich an den Analysegeräten

gut eingearbeitet und wird durch

ihre engagierte Art schon jetzt sehr

geschätzt. Wir wünschen ihr weiterhin

viel Freude beim Kennenlernen aller

Laborbereiche.

Daniel Winter

Seit dem 1. September ist Daniel Winter

im Team der Melktechnik- und Milchqualitätsberater

in Thüringen. Der ausgebildete

Landwirt qualifizierte sich zudem

zum staatlich geprüften Techniker der

Fachrichtung Landbau. Nach Stationen in

Agrarbetrieben und im Landhandel war

er als Servicetechniker bei namenhaften

Melktechnikfirmen tätig. Mit seiner

Erfahrung unterstützt er Milchviehbetriebe

bei technischen Problemen an

Melkanlagen und führt die jährlichen

DIN-ISO-Messungen aller Hersteller

durch.

QZEIT APRIL 2026


Herzlich willkommen!

ABSCHIED VON PRÄGENDEN PERSÖNLICHKEITEN DES LTR

NACHRUF AUF

INTERNAS

43

Malina Schlosser

Bereits seit Mai wird das Team im HVL-

Labor von Malina Schlosser unterstützt.

Im analytischen Bereich setzt sie ihre

umfangreichen Kenntnisse aus Bachelorund

Masterstudium ein. Wir sind sehr froh

darüber, Malina Schlosser für uns gewonnen

zu haben und wünschen ihr viel Spaß

und Erfolg in der täglichen Laborarbeit.

KLAUS

RICHTER

Am 9. Oktober 2025 verstarb der ehemalige

Vorsitzende des LTR, Klaus

Richter, im Alter von 92 Jahren.

Klaus Richter stand dem Verband seit

seiner Gründung im Jahr 1990 bis Juni

2001 vor und prägte ihn mit seinem

Weitblick und seiner Diplomatie maßgeblich.

Die Thüringer Rinderzüchter

werden Klaus Richter stets ein ehrendes

Andenken bewahren.

DR. HEINZ

EHRHARDT

Kurz vor Vollendung seines 91. Lebensjahres

verstarb am 16. Januar 2026

der ehemalige Abteilungsleiter für

Besamungswesen des Landesverbandes

Thüringer Rinderzüchter (LTR),

Dr. Heinz Ehrhardt. Dr. Ehrhardt übte

diese Tätigkeit bis 1998 aus. Während

seiner aktiven Zeit trug er wesentlich

zum Aufbau und zur Etablierung des

Verbandes bei. Dafür sind und bleiben

ihm die Thüringer Rinderzüchter zu

großem Dank verpflichtet.

→ RONALD BIALEK

ZUKUNFT MILCH 2025 IN ALSFELD

Traditionell am ersten Donnerstag im Dezember fand in der Hessenhalle Alsfeld

die Vortragsveranstaltung „Zukunft Milch“ statt.

Organisiert von Qnetics, dem HVL und dem Innovationsteam

Milch zog die Veranstaltung auch 2025 zahlreiche Landwirte,

Studierende sowie Vertreter aus Behörden und Verbänden an.

Unterstützt von Partnern aus der Futtermittelindustrie und

weiteren Dienstleistern bot das Qnetics-Beraterteam Herdenmanagement

und Fütterung ein vielseitiges Programm.

Im Fokus standen Themen wie Futtereffizienz, Digitalisierung,

Produktionskosten im europäischen Vergleich sowie Entwicklungspotenziale

in Milchviehbetrieben.

→ Die nächste Veranstaltung findet am 3.12.2026

statt – spannende Themen inklusive.

→ DR. UTE PHILIPP

QZEIT APRIL 2026


44 INTERNAS

WINTERVERSAMMLUNGEN IN HESSEN

Im Zeitraum von November bis März fanden die traditionellen

Winterversammlungen von HVL und Qnetics statt.

Nach der Begrüßung durch die Bezirksgruppenvorsitzenden der

jeweiligen Region informierten die Referenten über aktuelle Themen

aus den Verbänden. Dr. Gesine Witzel (Geschäftsführerin

HVL, Qnetics) stellte den MLP-Jahresabschluss 2024/2025 sowie

das neue Angebot der Zelldifferenzierung für MLP-Betriebe vor.

Die Zelldifferenzierung ermöglicht eine noch genauere Beurteilung

der Eutergesundheit von Milchkühen. Anschließend

referierten die Fütterungsberater Martin Janssen und Joachim

Peter-Muth zur Bedeutung der Grundfutterqualität.

Über Entwicklungen in den Bereichen Besamung, Tierseuchen

und Viehvermarktung berichteten die Qnetics-Geschäftsführer

Ronald Bialek und Jens Kirch.

Immer spannend und

horizonterweiternd: Die

Betriebsbesichtigungen.

Die elf Veranstaltungen, die über ganz Hessen verteilt waren,

stießen auf großes Interesse und waren gut besucht. Der HVL stellte

den teilnehmenden Landwirten Teilnahmebescheinigungen

aus, die beispielsweise als Schulungsnachweis im Rahmen von

QM-Milch genutzt werden können.

Ein Vertreter der GHV ergänzte das Programm mit Informationen

zur Ertragsschadenversicherung.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand jeweils die

Besichtigung eines nahegelegenen Milchviehbetriebes auf

dem Programm. Ein herzlicher Dank gilt den Landwirten, die

ihre Betriebe geöffnet und den Besuchern Einblicke in ihre

Arbeit gegeben haben.

→ KATJA MÜTZE

KREISRINDERZUCHT- UND

KONTROLLGEMEINSCHAFTEN

IN THÜRINGEN

Die Würdigung der besten Betriebe

der Landkreise nach Fett- und Eiweiß-

Kilogramm ist fester Bestandteil der

Versammlung.

Im Vermarktungszentrum der Qnetics in Laasdorf fand am

27. Februar die erste Veranstaltung der Kreisrinderzucht- und

Kontrollgemeinschaften Thüringens in diesem Jahr statt.

Vertreten waren Betriebe aus den Landkreisen

Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis,

Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, Gera, Altenburger

Land, Ilmkreis, Weimarer Land, Gotha,

Sömmerda und Erfurt. Die Resonanz war

groß: Die Vermarktungshalle der Qnetics

füllte sich mit zahlreichen interessierten

Zuhörern.

Nach der Begrüßung durch Leistungsinspekteurin

Bettina Freitag begann die Veranstaltung

mit der Auswertung des abgeschlossenen

Milchprüfjahres. Daran schloss sich die

Ehrung der besten Betriebe der einzelnen

Landkreise nach Fett-Eiweiß-Kilogramm an.

Christof Kästner, Geschäftsführer der

Nessetalmilch GmbH in Goldbach, stellte

anschließend praxisnah das erfolgreiche

Fütterungskonzept für Hochleistungskühe

in seinem Betrieb vor. Dem Vortrag folgte

eine lebhafte Diskussion.

Dass die Milchkontrolle weit mehr bietet als

die Auswertung von Milchinhaltsstoffen

und Zellzahlen, zeigte Qnetics-Geschäftsführerin

Dr. Gesine Witzel. Sie stellte die

Auswertungsmodule QCheck und Ketose-

Check vor und gab praktische Hinweise

für deren Nutzung im Betriebsalltag. Mit

großem Interesse wurden auch die Aus-

führungen von Amtstierarzt DVM Matthias

Thurau verfolgt. Neben den Auswirkungen

und der Diagnostik der Blauzungenkrankheit

(BTV-3) in den Jahren 2024/2025 stand

die Beurteilung der Transportfähigkeit von

Nutztieren – insbesondere von Rindern – im

Mittelpunkt.

Bei bester Verpflegung und sonnigem Wetter

nutzten die Landwirte anschließend die

Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Ein

herzlicher Dank gilt den Mitarbeitenden der

Qnetics für die Organisation sowie allen

Referenten für ihre interessanten Beiträge.

→ DR. GESINE WITZEL

QZEIT APRIL 2026


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46 QPRAXIS

EIN BEISPIEL FÜR GELEBTEN TIER- UND

NATURSCHUTZ IN SÜDTHÜRINGEN

REHKITZRETTUNG

Rehkitzrettung ist ein Thema, das in den letzten

Jahren immer wichtiger geworden ist. Dabei geht es

nicht nur um den Schutz von Wildtieren, sondern

auch um die Sicherheit landwirtschaftlicher Nutztiere,

die von unseren Grünlandflächen ihr Futter beziehen.

DIE GEFAHR FÜR REHKITZE AUF UNSEREN WIESEN

Unsere heimischen Frühlingswiesen sind nicht nur

eine Freude für Spaziergänger und Naturliebhaber. Sie

sind Lebensraum, Nahrungsquelle und Schutzgebiet

für zahlreiche Insekten, Bodenbrüter und Wildtiere –

und gleichzeitig Futtermittel für Nutztiere. Oft fällt die

Brut- und Setzzeit der Bodenbrüter und des Rehwildes

mit dem ersten Grünlandschnitt zusammen. Dies stellt

ein erhebliches Risiko für Wild- und Nutztiere dar.

Rehkitze sind Meister der Tarnung: Ihr geflecktes Fell

spiegelt Licht und Schatten wider, sie „drücken“ sich bei

Gefahr an den Boden, laufen nicht weg und haben in

den ersten Lebenswochen keinen Eigengeruch, wodurch

Raubtiere und Suchhunde sie schwer finden. Perfekte

Eigenschaften zum Schutz und Überleben – die ihnen

während der Frühjahrsmahd jedoch zum Verhängnis

werden können. Jedes Jahr werden zahlreiche Rehkitze

von Mähwerken verletzt oder getötet.

Oft lassen sich nach der Mahd Ricken beobachten, die

tagelang nach ihrem Kitz suchen. Der Verlust ist nicht

nur emotional schmerzhaft, auch das Gesäuge der Ricke

kann sich entzünden, wenn kein Jungtier mehr saugt.

„Rehkitzrettung schützt nicht nur

Wildtiere, sondern sichert auch

die Qualität des Grundfutters für

unsere Nutztiere.“

Landwirte sind laut Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz

verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Schutz

der Kitze zu ergreifen. Gleichzeitig haben sie ein berechtigtes

Eigeninteresse: Gelangen die Tierkadaver in das

Grünfutter, kommt es zu Verwesungsprozessen und damit

zur Bildung und Vermehrung des Bakterium Clostridium

botulinum, welches unter Luftabschluss im Silier-Prozess

QZEIT APRIL 2026


QPRAXIS

47

PRAKTISCHE MASSNAHMEN UND EIN

ERFOLGSPROJEKT IN SÜDTHÜRINGEN

das gefährliche Gift „Botulinumtoxin"

bildet. Dieses

Nervengift kann bei Rindern,

Schafen und Pferden zu Lähmungserscheinungen

bis hin

zum Tod führen.

Für Landwirte besteht somit

ein berechtigtes Interesse,

Wiesen vor der Mahd zu kontrollieren

bzw. abzusuchen.

Aber auch Jäger haben im

Rahmen ihrer gesetzlichen

Pflicht zur Hege und Pflege

der Natur die Aufgabe, einen

gesunden Wildtierbestand

zu erhalten und zu fördern.

Landwirte und Jäger teilen

somit das gleiche Ziel – und

bilden eine perfekte Grundlage

für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit.

Mittlerweile haben sich verschiedene Methoden zur

Rehkitzrettung etabliert: Drohneneinsatz vor Sonnenaufgang

mit Wärmebildkamera, das Vergrämen 1-2 Tage

vor der Mahd durch Flatterbänder oder akustische Signale,

Suche mit Vorstehhunden und unabhängig von

den zuvor getroffenen Maßnahmen spezielle Mähstrategien

und das Anbringen von akustischen Kitzrettern

am Mähwerk.

Im Jahr 2024 startete Luisa Schleicher als Jungjägerin

gemeinsam mit jungen Landwirten über die Kreisjägerschaft

Meiningen in Südthüringen ein Projekt zur Rehkitzrettung.

Beginnend mit einem externen Drohnenpiloten

konnten die Beteiligten im letzten Jahr bereits

mit einer ersten eigenen Wärmebilddrohne das Projekt

verfolgen.

Mit der Unterstützung von drei Drohnenpiloten und

über 30 freiwilligen Helfern wurden auf den Flächen

von sieben landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis

Schmalkalden-Meiningen bisher über 70 Rehkitze aufgefunden

und gerettet.

Die Tiere wurden vorsichtig mit Handschuhen und

einem Bündel Gras in Boxen gesetzt, um menschliche

Witterung zu vermeiden. Die Ricke würde ihr Kitz bei

Fremdgeruch nicht mehr annehmen. Nach der Mahd

werden die Kitze wieder an den Wiesenrand gelegt, wo

die Ricke sie problemlos wieder annimmt.

Viele Kitze, die bereits mobil sind, können aus den Wiesen

vergrämt werden. Mit mehr als 100 geretteten Rehkitzen

haben die Ehrenamtler das frühe Aufstehen gegen 3:00

Uhr gern in Kauf genommen. Rehkitzrettung ist ein echtes

Herzensprojekt, für das sich alle Strapazen lohnen.

Landwirte und Jäger sowie Helfer aus anderen Bereichen

zeigen jedes Jahr, dass man gemeinsam nicht nur Lebensmittel

erzeugt, sondern durch zahlreiche Maßnahmen

einen erheblichen Beitrag zum Tier- und Naturschutz

leistet.

→ LUISA SCHLEICHER, KREISJÄGERSCHAFT MEININGEN

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QZEIT APRIL 2026


48

QPRAXIS

HEMMSTOFFE VERMEIDEN

Als Hemmstoffe werden alle Substanzen bezeichnet, die das Wachstum

von Lebewesen oder Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten.

Bei der Weiterverarbeitung der Milch in der Molkerei

beeinträchtigen Hemmstoffe die für die Milchverarbeitung

wichtigen Milchsäurebakterien. Weiterhin können

Hemmstoffe ein Risiko für die Gesundheit der Konsumenten

darstellen. Der Einsatz von Tierarzneimitteln,

insbesondere Antibiotika, wird in der Öffentlichkeit teilweise

kritisch gesehen. Um im Sinne des Tierschutzes

die Gesundheit der Tiere zu sichern, kann der gezielte

Einsatz von Tierarzneimitteln jedoch erforderlich sein.

Der Landwirt ist Lebensmittelunternehmer. Er trägt die

Verantwortung dafür, dass die an die Molkerei gelieferte

Milch sowie die Milch aus der Direktvermarktung frei

von Stoffen sind, die die menschliche Gesundheit negativ

beeinträchtigen können. Im Jahr 2025 wurde in Hessen

rund 100-mal Rohmilch mit Hemmstoffen an den Abnehmer

geliefert. Der Eintrag von Hemmstoffen in die Milch

muss daher unbedingt vermieden werden – aber wie?

1. SORGFÄLTIGES

MEDIKAMENTENMANAGEMENT

Bei Tierarzneimitteln sind die Anwendungsvorschriften

hinsichtlich Art, Anwendung und Dosierung zu beachten.

Eine getrennte Lagerung von Medikamenten, Chemikalien

sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ist

ein wichtiger erster Schritt zur Vorbeugung.

Eine lückenlose Dokumentation der Behandlungen ist

unverzichtbar und selbstverständlich. Auch Aushilfsmelkpersonal

sollte durch die Dokumentation oder

andere Methoden (Kennzeichnung, Separierung etc.)

ausreichend über behandelte Kühe informiert werden.

Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig mehrere

Medikamente angewendet werden. Dadurch kann es zu

einer erheblichen Verlängerung der Wartezeit kommen.

Auch bei Eutersalben, Wundsprays oder anderen Präparaten

muss auf die Art der Anwendung geachtet werden,

da diese ebenfalls Wartezeiten auf Milch oder Fleisch

nach sich ziehen können.

Achten Sie beim Einsatz eines Arzneimittels auf eine sachgemäße

Anwendungshygiene, sodass Kontaminationen

durch die Melkerhand am Euter ausgeschlossen werden.

2. MELKEN VON BEHANDELTEN KÜHEN

Noch vor der Behandlung sollte die Kuh durch ein unverwechselbares

System gekennzeichnet werden, zum Beispiel

durch das Anziehen von zwei roten Fesselbändern

an den Hinterbeinen. Ebenfalls geeignet sind Managementprogramme,

in denen eine elektronische Melksperre

für behandelte Kühe eingerichtet werden kann.

Wenn möglich, sollte eine separate Melkroutine eingeführt

werden. Durch das separate Halten einer Gruppe

behandelter Kühe kann es im Melkstand zu keinen

Verwechslungen kommen. Diese Gruppe sollte zuletzt

gemolken werden, damit keine Verschleppung hemmstoffpositiver

Milch in milchführende Teile erfolgt.

QZEIT APRIL 2026


QPRAXIS

49

Ein wichtiger Baustein zur Vermeidung von

Hemmstoffen in der Milch ist die korrekte

Anwendung von Arzneimitteln sowie die eindeutige

Kennzeichnung behandelter Tiere.

Fesselbänder an den Hinterbeinen

ermöglichen eine klare Kennzeichnung

behandelter Kühe.

Behandelte Kühe sollten in einen eigenen Vormelkbecher

vorgemolken werden. Verwenden Sie außerdem

einen separaten Euterlappen und Dippbecher.

Die Milch von hemmstoffpositiven Kühen muss in eine

Separationskanne mit ausreichend großem Fassungsvolumen

(mindestens 30 Liter) mit Trennwanddeckel gemolken

werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das gesamte

Gemelk einer Kuh in die Separationskanne gelangt.

Nach jeder hemmstoffpositiven Kuh müssen das Melkzeug

sowie die milchführenden Teile mit mindestens

50 °C heißem Wasser gründlich gereinigt werden. Die

hemmstoffpositive Milch sollte nicht in der Milchkammer

gelagert werden.

3. EIGENKONTROLLEN DURCHFÜHREN

Wartezeiten müssen strikt eingehalten werden. Die Wartezeit

gilt für das gesamte Gemelk einer Kuh.

Zusätzlich ist bei jeder Einzelkuh ein Hemmstofftest

durchzuführen, bevor das Gemelk der Kuh an den

Abnehmer geliefert wird. Häufig bleibt eine Kuh länger

hemmstoffpositiv, als es die Wartezeit des jeweiligen

Tierarzneimittels für Milch vorgibt.

Es gibt unterschiedliche Hemmstofftestsysteme, die

nach der Rohmilchgüteverordnung (RohmilchGütVO vom

11.01.2021) zugelassen sind. Diese unterscheiden sich hinsichtlich

der Nachweisgrenzen und der nachweisbaren

Substanzen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Molkerei oder

der zuständigen Untersuchungsstelle nach dem eingesetzten

Testsystem.

TESTEN EINER EINZELKUH:

Melken Sie das gesamte Gemelk in eine saubere Separationskanne

und entnehmen Sie daraus die Probe. Das

Vorgemelk ist für eine Probe nicht ausreichend und nicht

repräsentativ.

TESTEN DER TANKMILCH:

Bevor Sie die Probe entnehmen, lassen Sie das Rührwerk

einige Zeit laufen. Die Entnahme der Probe erfolgt mit

einer sauberen Kelle über den Mannlochdeckel.

4. MELKHYGIENE UND TECHNIK

Die Melk- und Reinigungsanlage muss korrekt eingestellt

sein und regelmäßig gewartet sowie kontrolliert

werden. Defekte Zitzengummis müssen umgehend

erneuert werden.

5. ERFAHRUNGEN BEI AUTOMATISCHEN

MELKSYSTEMEN

Zuerst sollten Sie die Kuh im Managementprogramm sperren

– danach behandeln. Kontrollieren Sie anschließend,

ob die richtige Kuh gesperrt wurde (ein kleiner Zahlendreher

kann große Auswirkungen haben). Trockengestellte

Kühe sollten unmittelbar separiert werden. Wichtig ist

beim automatischen Melken vor allem, dass nach dem

Melken einer behandelten Kuh eine Heißwasserspülung

erfolgt. Dabei ist regelmäßig zu überprüfen, ob die Temperatur

ausreichend hoch ist und Reinigungs- sowie Desinfektionsmittel

korrekt dosiert und eingezogen werden.

Wird trotz aller getroffenen Maßnahmen ein positiver

Hemmstoffbefund in der Rohmilch festgestellt, ist diese

nicht verkehrsfähig. Eine Milchlieferung des Betriebes

wird erst wieder möglich, wenn nachgewiesen ist, dass

die erzeugte Rohmilch hemmstofffrei ist.

KONTAKTIEREN SIE UNS BEI FRAGEN

Die Sachbearbeiter Leistungsprüfung und Gütekontrolle

(SBL) des LLH überwachen die Milchleistungsprüfung

sowie die rechtlichen Vorgaben zur Sicherung der Milchgüte.

Wir sind Ansprechpartner für milcherzeugende

Betriebe in Hessen in allen Fragen der Milchgüte, der

Milchuntersuchung und der Qualitätsmilcherzeugung.

Sie können uns daher jederzeit kontaktieren, wenn Sie

Fragen zu den genannten Themen haben oder Unterstützung

bei der Ursachenfindung eines Hemmstofffalls in

Ihrem Betrieb benötigen.

Die Bezirke und Erreichbarkeiten können Sie dem Jahresbericht

des HVL oder der Internetseite des LLH entnehmen.

→ YVONNE KRANCH, HANNAH EIFERT, LLH

Eine Checkliste

mit Managementmaßnahmen

zur Vermeidung

von Hemmstoffen

finden Sie hier.

QZEIT APRIL 2026


50 QPRAXIS

Kühe lieben die Routine und danken

es mit Leistung.

DEN FUTTERTISCH

IM BLICK

„Die Kuh soll jederzeit eine

konstante Ration fressen können.“

Milchkühe haben es am liebsten, wenn sich ihre

Umwelt möglichst wenig verändert. Sie mögen

identische Tagesabläufe mit festen Uhrzeiten.

Dazu gehört auch das Fütterungsmanagement.

Das Zusammenspiel von Fütterungsmanagement und

Fressverhalten ist besonders wichtig in den täglichen

Abläufen. Konstanz in diesem Bereich kann zu einer

besseren Pansengesundheit und -funktion, einer höheren

Futteraufnahme, einer verbesserten Milchleistung

und Milchinhaltsstoffen und damit zu einem besseren

IOFC führen. Verschiedene Bereiche im Fütterungsmanagement

müssen im Auge behalten werden, die

alle das übergeordnete Ziel haben:

Die Mischung der Ration ist dabei ein wesentlicher Punkt

im Management. Hier wirken viele Einflüsse zusammen:

Menschen, Maschinen, Arbeitsabläufe, das Futter selbst,

aber auch Witterungseinflüsse wie schwankende Luftfeuchtigkeit,

Wind oder wechselnde Temperaturen.

Das Volumen des Mischwagens muss zur Futtermenge

passen. Auch Mischreihenfolge und Drehzahl spielen

eine wichtige Rolle.

FUTTERVERFÜGBARKEIT ALS SCHLÜSSEL

ZUR FUTTERAUFNAHME

Die Verfügbarkeit von Futter ist einer der wichtigsten Faktoren,

um Kühe zum Futtertisch zu motivieren. Auch der

Zeitpunkt der Fütterung kann einen großen Einfluss auf

die Futteraufnahme haben. Wird die Fütterung im Tagesablauf

der Kühe sinnvoll integriert oder zeitlich angepasst,

kann dies die Aktivität am Futtertisch deutlich steigern.

QZEIT APRIL 2026


QPRAXIS

51

Gut organisierte Betriebe schieben das Futter mehrfach

während der täglichen Arbeitszeit an. Außerhalb der

Arbeitszeiten lässt sich dies jedoch nur selten sicherstellen.

Futteranschieben erhöht die Frequenz der Kühe am

Futtertisch und damit die Futteraufnahme erheblich.

Eigene Erfahrungen und Erhebungen aus der Fütterungsberatung

zeigen eine um bis zu 1,5 kg höhere Trockenmasseaufnahme

pro Tier und Tag.

Darüber hinaus reduziert eine kontinuierliche Futterverfügbarkeit

den sozialen Stress innerhalb der Herde.

FRESSVERHALTEN BEOBACHTEN UND

MANAGEMENT VERBESSERN

Futteranschieben und Futterverfügbarkeit beeinflussen

auch das Fressverhalten der Tiere. Je schlechter Futter

verfügbar ist, desto aggressiver wird das Verhalten am

Futtertisch, da dominante Kühe die Fressplätze stärker

beanspruchen.

Konstante Futterverfügbarkeit und

regelmäßiges Anschieben des Futters

fördern die Futteraufnahme und

tragen wesentlich zu Pansengesundheit

und stabilen Milchleistungen bei.

Zusätzliche Probleme entstehen, wenn die vorgelegte

Ration leicht selektiert werden kann. Rangniedere Kühe

nehmen dann häufig weniger Energie auf, während ranghöhere

Tiere unter Umständen zu viel Kraftfutter aufnehmen.

Dadurch kann eine subakute Pansenazidose

entstehen. Niedrige oder schwankende Milchfettgehalte

können ebenfalls ihre Ursache in einer schlecht gemanagten

Futtervorlage haben. Gesundheitliche Probleme

und Leistungsverluste können die Folge sein.

Die Situation am eigenen Futtertisch lässt sich sehr gut

mithilfe einer Kamera überprüfen. Wird der Futtertisch

über mehrere Stunden oder Tage gefilmt und anschließend

im Zeitraffer ausgewertet, lassen sich wichtige

Fragen beantworten:

Beim konventionellen Melken sind Melk- und Fütterungszeiten

häufig miteinander gekoppelt. Eine Trennung

kann zusätzliche Anreize schaffen, damit Kühe

aufstehen und zum Futtertisch gehen. So wird es den

Tieren ermöglicht, mehrere kleinere Futtermengen über

den Tag verteilt aufzunehmen. Das wirkt sich positiv auf

die Gesamtfutteraufnahme und die Pansengesundheit

aus.

Wann wird Futter angeschoben?

Wann erreichen Kühe das Futter nicht mehr?

Wann und wie lange ist kein Futter verfügbar?

Zusätzlich zeigen die Kühe selbst, an welchen Stellen

sie besonders gerne fressen und welche Futterplätze

gemieden werden. Eine Kamera ermöglicht somit eine

objektive Analyse und hilft, Schwachstellen im Fütterungsmanagement

zu erkennen und gemeinsam

Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln.

Eine zu geringe Futteraufnahme oder längere Zeiten

ohne Futter wirken sich dagegen negativ auf den Pansen

aus. Der pH-Wert verändert sich, wodurch die Mikrobenaktivität

beeinträchtigt wird. In der Folge kann sich die

Futtereffizienz deutlich verschlechtern. Schwankende

Bedingungen für die Pansenmikroben führen zudem

häufig zu schwankenden Milchinhaltsstoffen.

Ein wichtiger Zeitpunkt für die Futteraufnahme ist die

Dämmerung. Auch in der Nacht sollte ausreichend Futter

zur Verfügung stehen. Das regelmäßige Anschieben des

Futters – gegebenenfalls auch automatisiert – bietet hier

eine hohe Sicherheit.

Der Futtertisch ist damit ein zentraler Ort zur Beobachtung

und Bewertung des Fütterungsmanagements im

Betrieb. Regelmäßige Kontrollen und standardisierte

Arbeitsabläufe bilden die Grundlage für eine kontinuierliche

Verbesserung und Optimierung der Fütterung.

Ein offenes Auge, ein geschulter Blick und eine vertrauensvolle

innerbetriebliche Kommunikation steigern

Effizienz und Erfolg in der Milchproduktion.

→ JOACHIM PETER-MUTH

QZEIT APRIL 2026


52 QPRAXIS

MILCHKONTROLLE IN HESSEN

JAHRES-

RÜCKBLICK

Auch im Kontrolljahr 2025 bleibt

die Entwicklung hin zu weniger

MLP-Betrieben und MLP-Kühen

unverändert.

Abb. 1 : Ø MLP-Betriebe

- 64 Betriebe

2’037

2.000

1’937

1’793

1’660

1’574

1’482 1’401

1.500

1’330

1’260 1’223

1’159

1.000

500

0

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Abb. 2 : Ø geprüfte Kühe

- 3.349 Kühe

120.000

126’041 125’063 121’439 120’520 116’387 113’849 111’691 109’012 106’739 102’827 99’478

100.000

80.000

60.000

40.000

Die Anzahl der an der Milchkontrolle teilnehmenden

Betriebe sank im Vergleich zum Vorjahr um 64 Betriebe

auf 1.159 (Abb. 1). Die rückläufigen Zahlen resultieren

überwiegend aus Betriebsaufgaben. Erfreulicherweise

konnten einige neue MLP-Betriebe hinzugewonnen

werden.

20.000

0

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Abb. 3 : Ø Kuhzahl pro MLP-Betrieb

Auch bei der Anzahl der MLP-Kühe ist im Milchkontrolljahr

2024/2025 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Die Zahl der durchschnittlich geprüften Kühe sank um

fast 3.349 Tiere auf 99.478 und unterschritt damit erstmals

die Grenze von 100.000 Kühen (Abb. 2).

Dies hängt vermutlich auch mit den Auswirkungen der

Blauzungenkrankheit zusammen. Aktuell erholt sich

die MLP-Kuhzahl wieder. Die Zahl der abgerechneten

Kühe liegt bei rund 101.600 Kühen.

80

70

60

50

40

30

20

10

0

82.0

84.7 84.1 85.8

79.7

72.6 74.0 76.8

67.7

61.9

64.6

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Eine Steigerung verzeichnet dagegen die im Betrieb gehaltene

Anzahl an Kühen. Im Schnitt hielten MLP-Betriebe

im abgeschlossenen Kontrolljahr 85,8 Kühe (Abb. 3).

ENTWICKLUNG DER ZELLZAHLEN

Der durchschnittliche Zellgehalt lag im abgeschlossenen

Kontrolljahr bei 267.000 Zellen pro ml Milch und ist

damit um 17.000 Zellen niedriger als im Vorjahr. Ab der

Jahresmitte waren im Kontrolljahr 2023/2024 – vermutlich

bedingt durch die Auswirkungen der Blauzungenkrankheit

– deutlich höhere Zellgehalte zu beobachten

als im zuletzt abgeschlossenen Kontrolljahr 2024/2025

(Abb. 4).

POSITIVE ENTWICKLUNG DER NUTZUNGSDAUER

SETZT SICH FORT

Die Nutzungsdauer der an der Milchkontrolle teilnehmenden

Kühe in Hessen steigt weiterhin kontinuierlich

an. Sie erhöhte sich auf 39,2 Monate (Abb. 5).

→ KATJA MÜTZE

Abb. 4: Entwicklung der Zellzahlen in der Milchkontrolle

340

2024/2025

320

2023/2024

300

290

290

280

296

287

260

280

240

265

257 253

258

251 254

249

220

200

180

Okt. Nov. Dez. Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sept.

Abb. 5: Nutzungsdauer in Monaten (Basis: abgegangene Tiere)

39.2

39

38.8

38.2

38

37.7

37.1

37

36.6 36.7 36.7

36

35

2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024

QZEIT APRIL 2026


QPRAXIS

53

MILCHKONTROLLE IN THÜRINGEN

QNETICS JAHRESBERICHT

Die Anzahl der Milcherzeuger sinkt nicht nur in Thüringen seit Jahren.

Obwohl aufgrund einer höheren Effektivität die

Bestandsgrößen in allen Bundesländern steigen, haben

wir in ganz Deutschland eine sinkende Anzahl an Milchkühen

zu verzeichnen. Milcherzeuger sind nicht nur

Lebensmittellieferanten sondern auch Naturschützer,

die mit der Bewirtschaftung des Grünlandes zur Artenvielfalt

und Nachhaltigkeit beitragen. Nur Wiederkäuer

sind in der Lage, aus für den Menschen unverdaulicher

Rohfaser vom Grünland hochwertige Lebensmittel zu

produzieren.

Qnetics-

Jahresbericht

2024/2025,

alle Daten zum

Kontrolljahr

Mit der Haltung und Nutzung von Milchkühen sind wir

unter anderem in der Lage, natürliche Ressourcen für

zukünftige Generationen zu sichern und gleichzeitig

heimische Nahrungsmittel zu erzeugen. Landwirte

benötigen jedoch auch wirtschaftliche Rentabilität,

um ihre Betriebe langfristig erhalten zu können. In der

Milchproduktion ist – neben weiteren Faktoren – eine

hohe Milchleistung, gekoppelt mit einem gesunden

Tierbestand, die Basis für eine gute Wirtschaftlichkeit.

ZUCHTARBEIT UND DATEN AUS DER

MILCHKONTROLLE

Die erfolgreiche Züchtung auf Gesundheit und Robustheit

unserer Milchkühe mithilfe der monatlichen Daten

aus der Milchkontrolle sowie die zahlreichen Informationen

zur Tiergesundheit haben zu einer Population

geführt, die mit steigender Milchleistung zugleich eine

längere Nutzungsdauer erreicht. Anhand der Daten des

Thüringer Milchviehbestandes lässt sich eine positive

Entwicklung der Nutzungsdauer bei gleichzeitig steigender

Milchleistung belegen.

Neben der herausragenden Zuchtarbeit haben die

landwirtschaftlichen Betriebe bewiesen, dass sie mit

modernster Technik und hoch automatisierten Produktionsabläufen

eine hohe Milchleistung von gesunden

Tieren erzielen können.

DIENSTLEISTUNGEN FÜR ERFOLGREICHE

MILCHVIEHBETRIEBE

Als Dienstleister unterstützt Qnetics die Kunden bei

ihrer Zucht- und Managementarbeit. Wir untersuchen

monatlich Milchproben auf gesundheitlich relevante

Inhaltsstoffe, überprüfen die Melktechnik, führen Herdenmanagement-

und Fütterungsberatungen durch,

selektieren Zuchtbullen mit besonderen Zuchtwerten

für Gesundheit und Langlebigkeit, liefern das notwendige

Sperma und übernehmen die gesamte Logistik

sowie Organisation der Milchkontrolle und Zuchtarbeit.

Unsere Milchproduzenten in Thüringen konnten im

Prüfjahr 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr eine stabile

Leistung von 10.471 kg Milch pro Tier erzielen. Die Kühe

sind beim Abgang erneut etwas älter geworden und

die durchschnittliche Zellzahl in der Milchkontrolle

ist weiter gesunken – ein durchweg positiver Trend.

Der Jahresbericht, dem alle Zahlen und Daten aus

Milchkontrolle und Leistungsprüfung zu entnehmen

sind, wird den Milcherzeugern zugesendet und steht

zudem allen Interessierten auf unserer Homepage zur

Verfügung.

Milchleistung in kg/MLP-Jahr

10’400

10’200

10’000

9’800

9’600

9’400

9’200

9’000

8’800

8’600

M+kg

ND lebend

ND Abgang

2013

9’245

24.4

32.6

2014

9’367

24.6

33.1

2015

9’505

25.1

33.0

2016

9’685

24.7

32.4

2017

9’509

24.7

32.7

→ DR. UTE PHILIPP

2018

9’747

24.6

32.9

2019

9’721

24.8

33.1

2020

9’978

25.1

33.0

2021

10’004

25.4

33.4

2022

9’852

25.7

33.6

2023

10’179

26.1

34.0

2024

10’473

26.1

34.8

2025

10’471

26,0

35.6

35

30

25

20

15

10

5

0

Nutzungsdauer in Monaten

QZEIT APRIL 2026


54

MARKTPLATZ

ES WAR EINE FULMINANTE AUKTION MIT EINER

HUNDERTPROZENTIGEN VERKAUFSQUOTE

SOKO 2026

Einmal mehr war es eine grandiose Sonderkollektion,

die im Rahmen der Qnetics-Schau „Zukunft Rind 2026“

am 6. Februar in der Hessenhalle angeboten wurde.

Die Auktion fand erneut am Vorabend der Schau als

Hybrid-Auktion in stilvollem Ambiente vor voll besetzten

Rängen statt.

Das Publikum konnte die hervorragende Präsentation

der Tiere live vor Ort miterleben. Das Team von Farmers-

Bid sorgte für die professionelle Online-Auktionsbegleitung,

als Pedigree-Leser Martin Biederbick und

Auktionator Christian Sölzer kurz nach 20:00 Uhr die

Auktion eröffneten.

Mit der bewährten Mischung aus genomisch hoch veranlagten

Jungrindern und Zuchtkälbern, erstklassigen

abgekalbten Färsen sowie einer starken Kollektion an

Jersey-, Brown Swiss- und Fleckviehzuchttieren wurde

Rinderzüchtern und Freunden schöner Schautiere ein

außergewöhnliches Angebot präsentiert.

Gebote kamen aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden,

Spanien, Italien, Österreich und selbstverständlich

aus ganz Deutschland. Alle Tiere wurden verkauft und

erzielten einen Durchschnittspreis von 7.708 € – acht

davon im fünfstelligen Bereich.

Es ist keine leichte Aufgabe, Jahr für Jahr eine derart

hochwertige Sonderkollektion zusammenzustellen.

QZEIT APRIL 2026


MARKTPLATZ

55

Außergewöhnliche Genetik

erzielt außergewöhnliche

Ergebnisse.

Extrem wichtig ist, dass die Käufer Erfolg mit den erworbenen

Tieren haben, denn dann kommen die Kunden

gerne wieder. Das funktioniert in Alsfeld. Dies bestätigt

der Blick in die Käuferlisten. Dabei zeigt sich, dass viele

Tiere erfolgreiche Bullenmütter geworden sind.

TOPSELLER DER SONDERKOLLEKTION

Topseller war Nr. 7, COL NH Mia Red PP, angeboten von

der Lüpschen GbR und Nici Nosbisch. Die exklusive,

homozygot hornlose Sainz P RDC-Tochter aus einer

aufstrebenden Kuhfamilie weckte bereits im Vorfeld

großes Interesse. Der neue Bullenvater Cox Red PP

stammt aus Großmutter ZFZ Mailand. Bereits vor der

Auktion bestanden Embryonenverträge im Wert von

über 36.000 €. Nach einem intensiven Bieterduell fiel

der Hammer schließlich bei 27.500 €.

Ebenfalls stark nachgefragt war Nr. 15 HWH 3Star

Phiora Red P von Heinrich Weckesser und GenHotel.

Mit RZG 161 und NVI 433 spielt diese Sainz P RDC-Tochter

in der Champions League der Genetik und erzielte

Verträge von 35.000 €. Für 25.500 € wechselte sie den

Besitzer.

Brandaktuelle Genetik verkörperte Alexia P (#14) aus

dem Stall der Perk GbR. Die frühe hornlose Smartie P-

Tochter mit komplettem Vererbungsprofil ist die einzige

Tochter der Nexo-Tochter Alane. Für 18.500 € wurde

dieses genomische Juwel zugeschlagen.

im Pedigree. Für dieses einmalige Angebot einer neuen

Bullenmutter fiel der Hammer bei 16.500 €.

Begehrt waren ebenfalls HZK Widget (#36) und ZHW

Whoopi P (#41). Die Mutter der beiden, HZK Widget, ist

eine der besten Töchter des Qnetics-Vererbers Comeback

und wurzelt in der bewährten Kuhfamilie von Welcome

Stock Farms aus New York. HZK Widget selbst war mit

11.000 € eine der Topsellerinnen der SOKO 2024, die sich

seinerzeit die Volke/Hauck GbR sicherte.

Holger Knauer hatte damals einen Embryonenvertrag

abgeschlossen und Embryonen zurückerhalten. So konnte

er nun die Hadley-Tochter Widget anbieten. Neben

einem RZG von 155 überzeugte sie international mit

hohen Zuchtwerten: TPI 3.221 (USA), ISU 202 (Frankreich),

PFT 5.244 (Italien), PLI 737 (UK) und ISET 1.637

(Schweiz). Dies brachte ihr Embryonenverträge im Wert

von 24.000 € ein.

Nach einem spannenden Bieterduell wechselte sie

für 14.500 € zu einem niederländischen Züchter. Ihre

hornlose Halbschwester von Segway P, ZHW Whoopi P,

angeboten von der Volke/Hauck GbR, stand ihr jedoch in

nichts nach. Mit auch 24.000 € an Embryonenverträgen

wechselte sie für 14.000 € ebenfalls ins Nachbarland.

Auch ZHW Amira Red wurde von der Volke/Hauck GbR

angeboten. Diese einzigartige Skill-Red-Tochter aus der

Golden-N-Oaks-Marabella-Familie verkörpert Potenzial

ohne Limit. Mit RZG 158 ist sie die Nr. 1-Tochter ihres

Vaters. Der kanadische Top-Vererber Westcoast Alcove

stammt ebenfalls aus dieser Familie. Für 7.000 € wechselt

sie zu einem Züchter nach Niedersachsen.

Mit HWH Elea (#6) offerierten Heinrich Weckesser und die

Wilke GbR ein weiteres Highlight. Die dritte Sainz P RDC-

Tochter ist mit ihrem RZG von 162 die Nr. 2 der Sainz P-

Töchter in Deutschland. Mit einem NVI von 479 gehört

sie auch in den Niederlanden zur Spitze. Mit modernem

Pedigree und einer einmaligen Kombination geht sie auf

die bewährte Kuhfamilie von Rainyridge Tony Beauty

EX 94 zurück. Dieses außergewöhnliche Angebot galt es

zu nutzen: Für 17.500 € verbleibt HWH Elea im eigenen

Zuchtgebiet.

Mit Nr. 33, VOG Jelly Red P, bot Jörg Vogel aus Neuhof

eine frühe hornlose Dressman P-Tochter mit Top-Zuchtwert,

modernem Pedigree und einmaliger Kombination

aus der bewährten J-Familie von Jürgen Hintze an. Sie

imponierte mit RZG 157 und NVI 406 und hatte Embryonenverträge

von über 20.000 €. Jelly Red P führt

mütterlicherseits mit Mask Red und Ginger Red zwei

der überragenden Red Holstein-Bullen der Gegenwart

Dem Zuschlag bei 27.500 € für

COL NH Mia Red PP ging ein spannendes

Bieterduell voraus.

QZEIT APRIL 2026


56

MARKTPLATZ

Für 17.500 € verbleibt HWH Elea,

angeboten von Heinrich Weckesser

und der Wilke GbR, im Qnetics-

Zuchtgebiet.

steuerte mit SPH Iberia PP RDC eine hochkarätige, homozygot

hornlose Memphis PP-Tochter bei, die ihre Wurzeln

bei der italienischen Diva AE Inspiration Janette EX 93

hat. Für 7.700 € ging sie an einen Käufer aus Westfalen.

Aus einem anderen Zweig dieser begehrten Kuhfamilie

stammt Iduna Red P, angeboten von der Löwer GbR aus

Herbelhausen. Dieses Potenzial ließ sich ein Käufer für

6.500 € nicht entgehen.

Ebenfalls nach Westfalen geht QNE Leoni PP RDC. Die

Clark P-Tochter aus der Kuhfamilie des Qnetics-Vererbers

Euclan erlöste 7.200 €. Aus derselben Familie stammte

auch Nr. 35, BOP Diadem Red P. Die höchste hornlose

Tochter des Qnetics-Vererbers Skill Red wurde von der

Geisel GbR aus Niederissigheim beigesteuert und erzielte

6.700 €.

Maik Diebel bot mit IVO Australia P die zweite hornlose

Segway P-Tochter an. Sie geht zurück auf die berühmte

Ronelee Outside Dabble EX 91 und kam für 6.500 € unter

den Hammer.

Eine spülfähige hornlose Real Syn-Tochter war Nr. 50,

HWH 3Star Beatrix P, mit RZG 153. Großmutter Babsy

P RDC ist die Vollschwester des Vererbers Globed P.

Heinrich Weckesser und GenHotel erzielten 7.500 €.

Eine interessante Handout P-Tochter im Genomic-

Segment war Nr. 32, CHH Karamel Red P, angeboten von

der Christ GbR aus Grüsen. Sie ist die Vollschwester des

neuen Qnetics-Exterieurstars Hancock. Bei 6.000 € fiel

hier der Hammer.

TOPANGEBOTE FÜR EXTERIEURFANS

Die Mattenhof Harris-Färse CAS

Bärbel VG 87 aus der einflussreichen

Bahama-Familie überzeugte einen

jungen Züchter aus Sachsen.

Auch für Liebhaber exzellenter Typ- und Exterieureigenschaften

hatte die Auktion einiges zu bieten. Ein

überragendes Angebot präsentierte die Volke/Hauck GbR

mit SEI ZHW Elaine. Diese auffällige Tochter von Jerry

Lewis bot die einmalige Chance, einen Nachkommen

aus der sagenumwobenen Wynford Goldwyn Erle EX 95

zu erwerben, die für Schausiege und hohe Lebensleistungen

steht. Ein Züchter aus Westfalen sicherte sie sich

für 4.000 €.

Mit Nr. 17, Secret, und Nr. 43, Samanta P, hatte Florian

Viering aus Landau zwei heiße Eisen aus seiner Arizona-

Tochter Sugar im Angebot. Die überragende Shotglass-

Tochter ZHW Santafee EX 90 steht hier im Background.

Secret ist mit RZG 159 die Nr. 1-Tochter ihres Vaters

Milosch und bietet Bullenmutterpotenzial par excellence.

Für 9.500 € verbleibt sie im eigenen Zuchtgebiet.

Ihre hornlose Halbschwester Samanta P, ebenfalls

die Nr. 1 ihres Vaters Sixx P, verließ für 7.000 € den

Auktionsring.

Dass der Hornloszucht eine große Zukunft gehört, ist

eine unbestreitbare Tatsache – und das Auktionsangebot

wurde diesem Anspruch mehr als gerecht. Jochen Geisel

Mit Nr. 18, MS Anouk RDC, hatten Jörg und Johannes

Gertenbach aus Cappel einen weiteren Leckerbissen

für den Schauring im Angebot. Diese außergewöhnliche

Architect-Tochter eröffnete die seltene Gelegenheit,

einen Nachkommen aus der überragenden Apple EX 96-

Dynastie zu erwerben. Für 4.300 € wechselte sie zu einer

begeisterten Züchterfamilie nach Sachsen.

Mit ALH One Jassy RDC bot die Maschmann KG eine

außergewöhnliche, tragende Rebel Red-Tochter aus einer

der spektakulärsten Kuhfamilien der Welt an. Ihre neue

Heimat liegt in Belgien.

GA Herdis (#29) wurde von der AP Goldene Aue aus

Görsbach präsentiert. Dieses hochkarätige Jungrind

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ist eine beeindruckende Tochter des Exterieurstars Hi-

Note und geht über Delta Lambda auf Siemers Doc Hanan

EX 92 zurück. Für 4.000 € wechselte sie zu einem Zuchtbetrieb

in den Schwalm-Eder-Kreis.

Die Chance auf den perfekten Typ, den Nr. 37, SPH Capri

RDC, verkörperte, sicherte sich ein Züchter aus Waldeck.

Die sensationelle Rotfaktor-Hulu-Tochter stammt aus

Blondin Destination Cherry (VG 88) und geht auf Unique

Dempsey Cheers EX 95 zurück. GWH Apple Pie RDC, eine

hochkarätige Ambrose-Tochter aus der Apple-Dynastie,

wurde von der Gerbothe-Wiesner GbR angeboten. Sie

wechselte für 3.400 € in den Vogelsbergkreis.

SCHICKE FÄRSEN ZU ATTRAKTIVEN PREISEN

Auch bei den abgekalbten Färsen verlief die Auktion zur

Zufriedenheit aller Verkäufer. Der Durchschnittspreis

der sechs Färsen lag bei 5.633 €. Den Auftakt machte

GWH Nana RDC, angeboten von der Gerbothe-Wiesner

GbR. Die Spark Red-Tochter aus der Neblina-Familie war

bereits mit VG 87 eingestuft. Ihre Qualitäten stellte sie

mit einem Klassensieg auf der Schau „Holstein Vision“

in Bismark bereits eindrucksvoll unter Beweis. Sie vereinte

starke Kuhfamilie, Leistung und Funktionalität

und wechselte für 5.600 € in den Schwalm-Eder-Kreis.

Herausragend präsentierte sich auch Nr. 22, CAS Bärbel,

angeboten von Henning und Nadja Caspar aus Heimertshausen.

Die kapitale Mattenhof Harris-Tochter aus der

einflussreichen Bahama-Familie überzeugte mit über

43 kg Tagesleistung und tadellosem Exterieur. Ein junger

Züchter aus Sachsen sicherte sie sich für 6.600 €.

Ebenfalls stark gefragt war Nr. 13, KH Patricia, angeboten

von Gerrit Kumlehn aus Holzminden. Auch diese zweite

Mattenhof Harris-Tochter aus einer langlebigen Kuhfamilie

verspricht viel Zukunftspotenzial. Für 6.200 € wechselte

die Schaufärse von morgen ebenfalls nach Sachsen.

Weitere überzeugende Färsen stellten die Gertenbach

GbR aus Cappel, Jörg Vogel aus Neuhof sowie die Volke/

Hauck GbR aus Wetterburg.

Uwe Riebensahm bot mit RCG Nadja eine Tochter des

Ausnahmebullen Wundawerk an. Für 4.200 € trat sie

ihren Weg nach Baden-Württemberg an.

Frank Hofmann aus Gersfeld präsentierte ein interessantes

hornloses Jungrind im spülfähigen Alter. Die Samt-

Tochter Fantasie P ist die Halbschwester des Qnetics-

Exterieurvererbers Megatip. Ein Züchter aus dem Kreis

Fulda investierte 4.600 € in diese erfolgreiche Familie.

Die Jersey-Kollektion bestand in diesem Jahr aus zwei

abgekalbten Färsen. Ingo und Tom Rose aus Calenberg

hatten mit Nr. 11 einen Spross aus der berühmten Brendon

Evita EX 91-Familie im Angebot. Die Färse war bereits mit

VG 86 eingestuft und überzeugte mit über 37 kg Tagesleistung.

Für 3.400 € wechselte sie zu einem Zuchtbetrieb

nach Rheinland-Pfalz.

Mit SPH Kathy bot Jochen Geisel eine schicke

Tochter des kanadischen Top-Vererbers

Boomerang an. Der Nachkomme von Grand

Champion Kendra EX 95 ging für 3.400 € in

den Vogelsberg.

ZHW Laeticia war zudem die einzige Brown-

Swiss-Vertreterin. Ein Züchter aus dem

Kreis Marburg begeisterte sich für das fantastische

Brown Swiss-Kalb aus der Familie der einzigartigen

Lackner Glenn Laos EX 96, das 5.000 € erzielte.

Die engagierten Züchter von Qnetics haben mit der

Sonderkollektion 2026 erneut bewiesen, dass sie ein

besonderes Gespür für Spitzengenetik besitzen. Erfolgreich

unterstützt werden sie dabei von den Anpaarungsspezialisten

des Unternehmens.

→ BERND KOCH, JEANETTE WEINBACH

Die Boss GbR aus Maar stellte mit

der Wasserkraft P-Tochter Livia den

Fleckvieh-Topseller.

Wer heute in Spitzengenetik

investiert,

sichert sich den Zuchterfolg

von morgen.

FARBPALETTE KOMPLETTIERT

Auch in diesem Jahr wurden vier hochkarätige Fleckvieh-Jungrinder

im Rahmen der Sonderkollektion

angeboten. Die Boss GbR stellte mit der Wasserkraft P-

Tochter Livia (#24) den Topseller in diesem Segment.

Mit einem GZW von 141 war sie ein hochinteressantes

Angebot mit ausgeprägtem Bullenmutterpotenzial und

überzeugte einen Vogelsberger Züchter, der 11.000 € in

sie investierte.

5.000 € erlösten Michael Mütze und die Lang GbR für

Editha, die mit einem GZW von 140 auf Top-Niveau rangiert

und aus der Kuhfamilie von Manaus, Impossum

und Easylover stammt.

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58 MARKTPLATZ

FLASHBACK IM VERMARKTUNGSGESCHEHEN

EXPORTE 2025 –

WOHIN FÜHRT UNS

DIE REISE?

Die Exportvermarktung musste im vergangenen

Jahr mehrere Einschränkungen hinnehmen.

Abb. 1 : Exportvermarktung aller Holsteinrinder im

Jahresverlauf 2025

Abb. 2 : Empfängerländer der Holsteinexporte aus dem

Qnetics-Gebiet im Jahr 2025

300

200

100

Italien, 44 %

Luxemburg, 1%

Spanien, 1 %

Kroatien, 2 %

Belgien, 15%

0

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Tschechische

Republik, 31 %

Kurz nachdem sich die Vermarktung nach dem BTV-

3-Ausbruch im Jahr 2024 erholt hatte, folgte die Maulund

Klauenseuche. Auch wenn der Ausbruch auf

Brandenburg begrenzt blieb, kam der Export dennoch

kurzfristig zum Erliegen.

MILCHRINDER: STARKE INLANDSNACHFRAGE

Mit der Zeit akzeptierten immer mehr Länder der EU die

Ausnahmeregelungen zur Verbringung. Parallel stiegen

jedoch in den Betrieben die Ausfälle durch BTV. Dadurch

war die Inlandsnachfrage so hoch, dass selbst niedertragende

Färsen – einst der klassische „Exportartikel“ der

deutschen Rinderzucht – nun häufiger auf deutschen

Betrieben verblieben. Somit wich die Exportaktivität

verstärkt dem Inlandshandel.

Betrachtet man die Empfängerländer, fällt auf, dass

Ungarn BTV-bedingt fehlt, das im Vorjahr noch zwei

Drittel der Rinder erhalten hatte. Fast die Hälfte unserer

Exportrinder wurde nach Italien verkauft. Sowohl

tragende Färsen im Ankauf über Land als auch abgekalbte

Färsen und Jungkühe von den Alsfelder Auktionen

wurden nach Italien verladen. Die Anzahl der Auktionsrinder

für die Ausfuhr nach Italien verdreifachte

sich und wurde somit fast zur Hälfte auf den Alsfelder

Auktionen ersteigert.

Abgekalbte Färsen wurden auch nach Luxemburg

exportiert. Größere Zahlen tragender Färsen verließen

das Qnetics-Gebiet zu knapp einem Drittel in Richtung

Tschechien und zu 15 % nach Belgien. Es folgte Polen, wo

Jungrinder sowie tragende Färsen gefragt waren. Kleinere

Anzahlen tragender Färsen wurden nach Spanien

und Kroatien gehandelt. Die übrigen Milchrinderrassen

blieben im vergangenen Jahr überwiegend in Deutschland,

mit Ausnahme von 85 tragenden Fleckvieh-Färsen,

die in die Schweiz verbracht wurden.

FLEISCHRINDER: HOHE PREISE

BREMSEN DEN EXPORT

Die genannten Einschränkungen galten auch für Fleischrinderexporte.

Neben dem durch BTV verknappten Angebot

sorgten zusätzlich die sehr hohen Fleischpreise für

einen Rückgang der Exporte. Die mit den Fleischpreisen

gestiegenen Zuchtviehpreise bremsten die Nachfrage.

Zudem konnten wiederholt Anfragen nicht mit einer

ausreichenden Tierzahl bedient werden.

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zusammen mit einem Zuchtbullen exportiert. Weiterhin

wurden Angus aus dem Qnetics-Gebiet von Kunden aus

Bosnien (tragende Färsen), Österreich (Jungrinder) und

Tschechien (tragende Färsen) nachgefragt.

Kunden aus der Schweiz fragten auch weitere Fleischrinderrassen

nach, die ins Ausland verbracht wurden:

Kühe mit Kälbern (Fleckvieh-Simmental, Limousin)

sowie Zuchtbullen der Rassen Fleckvieh-Simmental,

Limousin und Hereford.

Insbesondere bei den Intensivrassen ist das Vermarktungspotenzial

von Zuchttieren für das Ausland noch

lange nicht ausgeschöpft. Melden Sie daher frühzeitig

potenzielle Verkaufstiere – so können wir gezielt und

proaktiv werben.

Im Nutztierbereich waren die besseren Qualitäten der

weiblichen Limousin-Absetzer bei italienischen Kunden

stark gefragt – hier konnte das Auktionsangebot den

Bedarf nicht decken.

Beim Zuchtvieh war erneut die Rasse Angus (Deutsch

Angus und Aberdeen Angus) führend. Überwiegend in

die Schweiz wurden vor allem Kühe mit ihren Kälbern

Beim Schreiben dieser Zeilen blicken wir kritisch auf die

aktuellen Milchpreise, die ebenfalls taktgebend für die

Exportvermarktung sind. Sobald dieses Tal durchschritten

ist, wird sich auch der Export von Milchrindern wieder

erholen. Qnetics bleibt dabei Ihr verlässlicher Partner

– und wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im

laufenden Vermarktungsjahr.

→ DANILO BARDEHLE

MARKTLAGE

Mit der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit (BT) des

Serotyps 8 liegt seit Februar auch Alsfeld im Sperrgebiet. Ein

Verkauf von Tieren aus der Sperrzone in freie Gebiete ist nur

unter zusätzlichen Auflagen möglich. Diese erhöhen zwar den

organisatorischen Aufwand, machen den Handel jedoch nicht

unmöglich. Aktuell sind nur noch die nördlichen Bundesländer

frei von BTV-8-Auflagen. Es ist jedoch wahrscheinlich,

dass sich dies im Laufe des Frühjahrs ändern wird. Dann

wären alle Hauptkunden betroffen und der Handel könnte

wieder ohne zusätzliche Auflagen stattfinden.

NACHFRAGE NACH ZUCHTRINDERN STABIL

Da Deutschland im Frühjahr wieder offiziell als MKS-frei gilt,

dürfte auch die Nachfrage nach tragenden Rindern wieder

anziehen. Einige Länder bereiten bereits Exporte für das

späte Frühjahr vor. Das Angebot an tragenden Tieren bleibt

weiterhin knapp, sodass das erhöhte Preisniveau voraussichtlich

gehalten wird.

Die Nachfrage nach abgekalbten Tieren hat durch den Rückgang

der Milchpreise zwar etwas nachgelassen, dürfte sich

aber auf gutem Niveau halten, da auch in diesem Segment

das Angebot begrenzt ist. Gut entwickelte Tiere mit einer

Milchleistung von mehr als 30 kg bleiben gefragt und erzielen

weiterhin gute Preise. Tiere mit offensichtlichen Mängeln

oder dreistrichige Tiere lassen sich dagegen nur schwer

vermarkten.

SCHLACHTVIEHPREIS STÜTZT DAS

ABSETZERGESCHÄFT

Der Schlachtviehpreis bestimmt maßgeblich das Absetzergeschäft.

Bisher sind keine erhöhten Schlachtzahlen festzustellen

und die Nachfrage nach Rindfleisch bleibt stabil. Absetzer

werden daher weiterhin auf hohem Niveau gehandelt. Auch

mittelfristig ist derzeit nicht absehbar, dass sich an diesen

Rahmenbedingungen wesentlich etwas ändern wird.

→ JENS KIRCH

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MARKTPLATZ

FLASHBACK IM VERMARKTUNGSGESCHEHEN

ZUCHTVIEH-

AUKTIONEN 2025

Die Zuchtviehvermarktung über Auktionen war im vergangenen Jahr

stark vom Blauzungengeschehen des Jahres 2024 geprägt. Zusätzlich

beeinflussten teilweise sehr hohe Milch- und Schlachtvieherlöse das

Marktgeschehen.

Trotz schwieriger

Rahmenbedingungen

blieb die

Nachfrage nach

hochwertigen

Zuchttieren auf

den Auktionen

ungebrochen.

Dennoch kann Qnetics auf ein erfolgreiches Auktionsjahr

zurückblicken. Zu Jahresbeginn mussten sich die

Betriebe allerdings zunächst der Herausforderung des

MKS-Geschehens im Norden des Landes stellen, sodass

die Januar-Auktion vorsorglich kurzfristig abgesagt wurde.

Allen Beteiligten ist es zu verdanken, dass nahezu

alle vorgesehenen Auktionstiere ab Hof vermarktet

werden konnten.Trotz dieses Starts konnte die Zahl der

über Auktionen vermarkteten Tiere im Vergleich zu 2024

erneut um rund 35 % gesteigert werden.

HOHE NACHFRAGE NACH QUALITÄTSFÄRSEN

Aufgrund der durch das BT-Geschehen negativ beeinflussten

Trächtigkeitsraten im Sommer 2024 war das

Angebot im Juni deutlich verknappt – die Nachfrage nach

abgekalbten Qualitätsfärsen blieb jedoch ungebrochen.

Bereits bei der März-Auktion wurde erstmals die Marke

von 3.000 € im Durchschnittspreis überschritten, im

Juni gipfelte diese Entwicklung in einem Durchschnittspreis

von nahezu 3.200 €.

Der hohe Bedarf setzte sich auch in den Folgemonaten

fort, während die Auftriebszahlen ab der zweiten Jahreshälfte

wieder anstiegen. Ein besonderer Höhepunkt

wurde im November erreicht: Mit der Katalognummer

210 wurde eine Auftriebszahl versteigert, die vor Einführung

des losen Auktionskonzepts kaum vorstellbar

gewesen wäre.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank den engagierten

Auktionsbeschickern. Ohne ihr kontinuierliches Engagement

wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen.

Ebenso danken wir den treuen Käufern für ihr Vertrauen

und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Besonders hervorzuheben sind erneut mehrere Betriebskollektionen:

die Betriebe Steinhagen und Scheffer (beide

Grifte), CPR-Holsteins aus Rhenegge (zwei Kollektionen)

sowie der Teilherdenverkauf des Zuchtzentrums

Gleichamberg. Solche Betriebssammlungen steigern das

Interesse potenzieller Käufer deutlich, da sie die Möglichkeit

bieten, mehrere hochwertige Tiere aus einem Bestand

zu erwerben. Gleichzeitig eröffnen Farm-Collections

Verkäufern häufig besonders attraktive Vermarktungschancen

– mit Preissteigerungen von 10 bis über 20 %

gegenüber dem Durchschnittspreis der Auktion. Insgesamt

erzielten 24 Holsteinfärsen beziehungsweise -kühe

Preise zwischen 4.000 € und 4.800 €, häufig im Rahmen

solcher Betriebskollektionen.

RASSEVIELFALT UND STARKE BULLENPREISE

Bei den Spitzenpreistieren der Rasse Holstein waren

unter anderem die Betriebe Volke/Hauck GbR (Wetterburg),

Florian Viering (Landau), Caspar (Heimertshausen),

CPR-Holsteins (Rhenegge) und Wolff (Korbach) erfolgreich

vertreten.

Der Auktionsplatz Alsfeld steht jedoch auch für Rassevielfalt.

Zwei hochqualitative und robotergewöhnte Färsen

der Rasse Angler erzielten Preise von 3.600 € beziehungsweise

3.900 €. Zwei funktionelle Braunviehfärsen

des Betriebes Knaust aus Gudensberg wurden für 3.700 €

und 3.750 € verkauft. Eine Jersey aus einer 91-Punkte-

EX-Mutter vom Betrieb Uhrig (Sulzbach) wechselte für

2.700 € zu einem südhessischen Käufer, während eine

AMS-erprobte Jersey-Färse des Betriebes Florian Viering

aus Landau für 2.900 € einen osthessischen Interessenten

fand.

Auch die Fleckviehzüchter konnten im Jahresverlauf regelmäßig

ansprechende Jungkühe anbieten. Als besonders

aktive Beschicker sind hier erneut die Handke GbR (Leisenwald),

der Betrieb Albus (Bad Wildungen) sowie die Familie

Prokasky (Mengerskirchen) zu nennen. Die Preisspitze

von 3.600 € erzielte eine euterstarke Mischko-Tochter

des Betriebes Günther aus Tann, die ihren genomischen

Milchwert von 111 mit einer Einsatzleistung von über 30 kg

bestätigte. Derselbe Käufer ersteigerte zudem für 3.200 €

eine hornlose Memory-Tochter des Betriebes Hofmann aus

Gersfeld mit ebenfalls einem Milchwert von 111.

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3.300 € war einem Kunde die IQ PS-Tochter Spille der

Handke GbR wert. Auch der Betrieb Schäfer (Airlenbach)

stellte eine roboter- und weidegewohnte Färse mit einer

Landessiegermutter im Pedigree zum Verkauf, die mit

hohen genomischen Werten und guter Einsatzleistung

einen Käufer aus dem nördlichen Vogelsberg zur Investition

von 3.200 € animierte.

Im Zuchtbullen-Segment bestätigte sich erneut die steigende

Nachfrage nach Hornlosgenetik. Zwölf Bullen

erzielten im Jahresverlauf Steigpreise zwischen 3.100 €

und 3.800 €. Fünf dieser Tiere waren hornlos – ebenso

wie die drei teuersten Bullen des Jahres.

Den Spitzenpreis von 4.700 € erzielte ein Can PP-Sohn aus

einer 85 Punkte Ranger-Red-Mutter mit über 11.000 kg

Milch sowie hohen Inhaltsstoffen und einem RZG von

153 aus dem Betrieb Volke/Hauck GbR (Wetterburg). In

der Preisrangfolge folgten zwei Bullen der CPR-Holstein

KG aus Rhenegge.

CPR Pizza (Big Point x

Gitar x Maserati) war

mit 4.800 € die teuerste

Färse des Jahres 2025.

In schaufertiger Aufmachung

imponiert sie

zudem mit einer Leistung

von über 54 kg Milch.

Leistungsbereite

Färse mit bestem

Euter aus dem Betrieb

Wolff, Korbach, aus

der Qnetics-Anpaarung

Sportsman x

Filou. Für 4.050 € blieb

sie im Zuchtgebiet.

Für 4.200 € wechselte ein homozygot hornloser Mo Red

PP-Sohn aus einer 86 Punkte Cartoon P-Mutter mit

87 Punkte Großmutter und einem genomischen Milchzuchtwert

von +2.138 kg nach Osthessen. Ein heterozygot

gezogener Winston-Sohn aus einer langlebigen,

leistungs- und inhaltsstoffstarken VG 87 Laron P-Mutter

überzeugte mit Typ- und Körperstärke einen Käufer aus

dem Schwalm-Eder-Kreis und erzielte 4.100 €.

Damit bestätigt sich erneut ein Trend der vergangenen

Jahre: Käufer von Zuchtbullen legen besonderen Wert

auf gut entwickelte, spaltenerprobte Tiere mit hohen

Leistungen und Inhaltsstoffen sowie möglichst hoch

eingestuften Müttern und Großmüttern. Ergänzend

gewinnen Hornlosgenetik und passende genomische

Werte zunehmend an Bedeutung.

Nur eine von mehreren hervorragenden

Jungkühen des Betriebs Albus,

Bad Wildungen: die hornlose Hokuspokus-

Tochter aus einer Impossum-Mutter mit

starken 34 kg Einsatzleistung im März.

Eine Tochter des Jungvererbers

Milkland RDC mit Top-Euter –

stellvertretend für zahlreiche

weitere erstklassige Töchter

dieses Bullen, die wiederholt mit

Spitzenpreisen hervorstachen.

Züchter: Hermann Fehrentz,

Laubach.

AUSBLICK AUF DAS NEUE VERMARKTUNGSJAHR

Nachdem im Dezember sinkende Milchpreise den Auktionsverlauf

bei großem Angebot deutlich beeinflussten

und Verkäufer Preisrückgänge hinnehmen mussten,

stabilisierte sich das Marktgeschehen im Januar des

neuen Jahres bei reduziertem Angebot wieder.

Bei rückläufigen Milchauszahlungspreisen agieren Käufer

deutlich qualitätsbewusster als noch im Frühsommer

mit knappem Angebot und hoher Nachfrage. Tiere mit

Auffälligkeiten – etwa erhöhten Zellzahlen, auffälligen

Schalmtests oder eingeschränkter Melkbarkeit – sowie

Mängeln im Exterieur, insbesondere bei Fundament

und Euter, müssen teilweise deutliche Preisabschläge

hinnehmen.

Wie bereits bei mehreren

Auktionen im Jahr 2025 stellte

Michael Knaust, Gudensberg, auch

im Dezember eine schicke,

leistungsbereite Braunvieh-Färse.

Dagegen zeigen sich Kaufinteressenten bei passenden

Qualitäten weiterhin abschlusssicher. Funktionelle, laufstalltaugliche

Färsen mit stabilen Fundamenten, guten

Einsatzleistungen und idealerweise robotergeeigneten

Eutern werden weiterhin stark nachgefragt und entsprechend

honoriert.

→ UWE POHLMANN, HEIKE FLACH

Teuerstes Tier der

Dezember-Auktion

war ein reinerbig

hornloser Mo Red-Sohn

der CPR-Holsteins KG,

Rhenegge.

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62 MARKTPLATZ

SENSATIONELLER VERLAUF

FLEISCHRINDERTAG

DIE AUKTION

Zweifellos waren die Erwartungen der Fleischrinderzüchter beim

Auftrieb in Alsfeld angesichts der aktuellen Marktlage hoch. Doch kaum

jemand hatte mit einer derart phänomenalen Auktion gerechnet.

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MARKTPLATZ

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Mit 15.200 € war der Angusbulle

Klondike der Bischoff PTR aus

Neukirchen der Topseller des Tages.

FLECKVIEH-SIMMENTAL: STARKER AUFTAKT

Den Auktionsstart machte die Rasse Fleckvieh-Simmental.

Der Spitzenbulle Mythos P, ein enorm bemuskelter

Bulle von Michael Jakob, Ober-Erlenbach, wechselte

in eine Herde ins Lahntal. Nachdem der Reservesieger

der Mausolf GbR, Witzenhausen, für einen sehr guten

Preis nach Westdeutschland versteigert wurde, folgte mit

dem Sixtus-Sohn Syrax von Janik Theiß, Rauschenberg,

der Spitzenpreis dieser Rasse: 10.500 €. Ein Züchter aus

Nordhessen investierte diese Summe in den vielversprechenden

Zukunftsbullen. Bei flottem Marktverlauf wurde

die gesamte Kollektion zu einem Durchschnittspreis

von 6.436 € zugeschlagen.

Eine Veranstaltung, die in

jeder Hinsicht überzeugen

konnte.

Roland Klüber erlöste bei

der Rasse Hereford 5.500 €

für den Tibor-Sohn HKL Tai.

CHAROLAIS: GLEICHMÄSSIGE PREISE

AUF HOHEM NIVEAU

In vergleichbarer Form verlief der Charolais-Markt. Nachdem

der Siegerbulle von Jens Ochs zunächst in Oberhessen

verblieb, erzielten Michael und Jannik Döhne für ihren

reinerbig hornlosen Tom-Sohn Topas den Spitzenpreis

von 10.600 €, geboten von einer Zuchtgemeinschaft aus

Ostwestfalen. Sebastian Brühl, Laisa, folgte mit 7.000 €

für seinen sehr gut gezogenen Talisman-Sohn, der in

einen Zuchtbetrieb nach Nordhessen wechselte. Es folgten

mehrere sehr gute Bullen aus den Zuchtbetrieben von

Martin Bierwirth, Weissenborn, und Nicole Eigenbrod,

Branders, die sehr zügig ihre Besitzer wechselten. Die

Gesamtkollektion wurde zu gleichmäßigen Preisen mit

einem Mittelwert von 5.950 € verkauft.

Ein Unikat: Für den einzigen

Blonde d'Aquitaine-Bullen Voltron

aus der bekannten Zuchtstätte

Kömpel, Großenlüder, fiel bei

6.500 € der Hammer.

ANGUS: REKORDPREIS NACH

SPANNENDEM BIETERDUELL

Die größte Gruppe stellte die Rasse Angus. An der Spitze

stand der Kodiac-Sohn Klondike von der Bischoff PTR,

Neukirchen – ein Bulle, der in allen Bereichen höchste

Maßstäbe setzte. Erst nach einem langen Bieterduell

QZEIT APRIL 2026


64 MARKTPLATZ

Sixtus-Sohn Syrax von Janik

Theiß, Rauschenberg, erzielte mit

10.500 € den Spitzenpreis bei

Fleckvieh-Simmental.

Bei Charolais glänzte Topas –

der Tom-Sohn aus dem Stall von

Michael Döhne, Wolfhagen, verlies

mit einem Zuschlagspreis von

10.600 € den Ring.

wechselte er für den neuen Rekordpreis von 15.200 € in

den Besitz einer Züchtergruppe aus Osthessen. Ebenfalls

stark gefragt war der Askov-Sohn Anton von Artur

Ruppel, der mit besten Körergebnissen ausgestattet nach

Osteuropa ging.

Der topschicke Duke-Sohn Dylan von Ulrich Heinz,

Wehrda, fand eine neue Heimat in Bayern. Ebenfalls

auf großes Interesse stießen der Black-Rain-Sohn Black

Arrow von Matthias Rohleder aus Löhlbach, der Balu-

Sohn Black Jack von Friedhelm Simon aus Bellings sowie

ein Red-Zampano-Sohn vom Angushof Sippel aus Helmscheid,

die allesamt für 9.000 € zugeschlagen wurden.

Bei konstant starkem Auktionsverlauf lag der Durchschnittspreis

bei 6.738 €, zudem wechselten mehrere

Bullen ins Ausland.

LIMOUSIN: HORNLOSE SPITZENBULLEN

STARK GEFRAGT

Den Abschluss bildete die Limousin-Kollektion. Der Spitzenbulle

Renz P, ein Rhin-Sohn aus einer Spitzenkuh

von Stefan Kohlmann, Buchenau, ging an einen aufstrebenden

Betrieb im Maintal. Noch gefragter war der

reinerbig hornlose Jerome-Sohn Johnny aus dem selben

Betrieb. Mit enormer Bemuskelung ausgestattet, wurde

er für 12.700 € nach Westdeutschland verladen. Weitere

Toppreise erzielten Hakim-Söhne von Stefan Kohlmann

sowie ein Titan-Sohn von Hans Hildenbrand, Steinau.

Aus der Reihe der stark gefragten Bullen ragte zudem

der ebenfalls reinerbig hornlose Pilaf-Sohn von

Christoph Schneider aus Lollar heraus, der inzwischen

im Ausland steht. Der starke Durchschnittspreis von

7.017 € unterstreicht das ausgeprägte Interesse an der

gesamten Kollektion.

WEIBLICHE ELITE: HOHE NACHFRAGE

UND STARKE PREISE

Auch die vorgestellte weibliche Elitegruppe stieß auf

rege Nachfrage. Angeführt wurde sie von der Aubrac-

Kuh Granada P von Florian Viering, Landau, die mit dem

Rekordpreis von 9.500 € verkauft wurde. Große Konkur-

Den Bestpreis von 9.500 € im Segment

der weiblichen Top-Genetik erzielte

Florian Viering für die Aubrac-

Kuh Granada mit Bullenkalb bei Fuß.

Große Interesse herrschte bei

der Ernan-Tochter GAG Duchess

von Lutz Grein, die für 8.500 €

nach Nordhessen ging.

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BESTE PREISE

FÜR JAHRELANGE

ZUCHTARBEIT

Der reinerbig hornlose Jerome-Sohn LK Johnny

aus dem Stall Kohlmann, Eiterfeld, überzeugte

mit super Bemuskelung und setzte mit 12.700 €

die Bestmarke bei Limousin.

Damit wurde das sehr gute Angebot

aller Rassen zu hervorragenden

Preisen zugeschlagen. Die Verkäufer

wurden für die Ergebnisse ihrer jahrelangen

Zuchtarbeit in eindrucksvoller

Weise belohnt.

renz herrschte um die Ernan-Tochter Duchess von Lutz

Grein, Holzburg, die für 8.500 € nach Nordhessen ging.

Das Speckle-Park-Rind Yoko von der Habermehl GbR,

Allmenrod, fand für 6.000 € einen neuen Besitzer in

Norddeutschland. Nicht minder flott verlief der Verkauf

der sehr schicken Chaplin-Tochter Resi von Felix Hoffarth

aus Lohra, die nach Osten verladen wurde, sowie der vielversprechenden

Joker-Tochter Bergzauber von Sebastian

Siebold, die in der Nähe von Alsfeld blieb. Auch die Färsen

wurden durchweg sehr zügig veräußert.

→ JOST GRÜNHAUPT

Weibliche Top-Genetik steht bei

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FLEISCHRINDERBULLENAUKTION IN LAASDORF

SPITZENPREISE ERZIELT

Am 19. Februar 2026 fand im Vermarktungszentrum in

Laasdorf die erste von zwei Zuchtbullenauktionen in diesem Jahr

statt – und erwies sich als echter Besuchermagnet.

Traditionsgemäß ist der Fleckvieh-

Simmental-Block in Laasdorf am

stärksten vertreten.

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MARKTPLATZ

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Den Spitzenpreis des Tages erzielte

der jüngste Bulle: SWZ Killian

von Thomas Warras aus Zettweil.

Nero von Manuel Preiß aus

Wüstheuterode holte sich den

Titel Mr. Dornburg.

Rasse

Auftrieb

Verkauft

Ø Preis

Angus

5

5

3.960 €

Charolais

5

5

4.260 €

Fleckvieh-Simmental

33

33

5.609 €

Limousin

3

3

5.733 €

Gesamt

46

46

5.291 €

Die Auktionshalle war nahezu bis auf den letzten Platz

gefüllt. Zahlreiche Züchter und Kaufinteressenten nutzten

die Gelegenheit, hochwertige Fleischrinderbullen

aus geprüfter Herkunft zu erwerben.

Zum Auftrieb kamen insgesamt 46 Bullen, davon 39 stationsgeprüfte

Tiere der Rassen Angus, Fleckvieh-Simmental

und Charolais. Ergänzt wurde das Auktionslot

durch sieben ausgesuchte, führige, feldgeprüfte Bullen

der Rassen Angus, Fleckvieh-Simmental und Limousin.

Das Angebot überzeugte durch eine breite genetische

Basis, moderne Blutlinien und eine sehr gute körperliche

Entwicklung der Tiere.

KÖRSIEGER GLEICH ZU BEGINN

Gleich der erste Bulle setzte ein Ausrufezeichen und wurde

zum Highlight der gesamten Auktion. SWZ Killian, ein

Kaiser-Sohn, gezogen von Thomas Warras aus Zettweil,

sicherte sich als jüngstes Tier des Auftriebs den Titel des

Körsiegers. Der außergewöhnliche Bulle überzeugte mit einer

hervorragenden Entwicklung, ausgeprägtem Rassetyp

und einer harmonischen, leistungsstarken Bemuskelung.

Kaum war das Tier zum Bieten freigegeben, überschlugen

sich die Gebote. Für den mit den Traumnoten 9/8/7

gekörten Ausnahmebullen entwickelte sich ein lebhaftes

Bieterduell. Erst bei 9.200 € fiel schließlich der Hammer

– damit stellte SWZ Killian zugleich den Spitzenpreis der

gesamten Auktion.

„Ein solcher Auftakt zeigt eindrucksvoll,

wie groß das Interesse an leistungsstarker

Fleischrindergenetik derzeit ist.“

HERAUSRAGENDE PRÜFLEISTUNG

Auch in der Eigenleistungsprüfung gab es ein klares

Highlight. Den Titel „Mr. Dornburg“ – vergeben an den

Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme während der

Stationsprüfung – sicherte sich Nero, ein Sohn von New

Way aus der Zucht von Manuel Preiß. Der extrem rahmige

Bulle mit moderner Genetik erreichte am Prüfende eine

beeindruckende tägliche Zunahme von 2.201 Gramm.

Für 6.600 € wechselte Nero schließlich den Besitzer und

unterstrich damit eindrucksvoll den hohen Stellenwert

leistungsgeprüfter Fleischrinderbullen.

LEBHAFTE AUKTION BIS ZUM SCHLUSS

Auch bei den weiteren Tieren ging es zügig und lebhaft

zu. Immer wieder kam es zu spannenden Bieterduellen

zwischen Saal- und Onlinebietern. Die Nachfrage nach

geprüften und genetisch interessanten Bullen blieb bis

zum letzten Tier stabil.

Am Ende der Auktion konnte ein vollständig geräumter

Markt verzeichnet werden. Alle 46 Bullen fanden einen

neuen Besitzer. Der Durchschnittspreis lag bei starken

5.291 € und bestätigte das insgesamt sehr hohe Niveau

der Auktion.

Wer dieses Mal keinen passenden Vererber gefunden hat,

erhält bald die nächste Gelegenheit: Am 23. April findet die

zweite Zuchtbullenauktion des Jahres im Vermarktungszentrum

in Laasdorf statt. Diese Veranstaltung wird als

reine Präsenzauktion durchgeführt und bietet erneut die

Chance, leistungsstarke Fleischrinderbullen aus geprüfter

Zucht zu erwerben.

→ ULRIKE NIEBLING

Die reinerbige Hornlosigkeit

war ein Pluspunkt für

den führige Limousin-Bullen

Timo von Steve Nessel.

QZEIT APRIL 2026


68

PASSION JUGEND

JUNGZÜCHTERTAG –

SO EIN FAMILIENDING

Einen festen Platz im Terminkalender der Züchterjugend hat

traditionell das letzte Novemberwochenende. Dann gehört

die Hessenhalle in Alsfeld ganz dem motivierten Nachwuchs,

der sich beim Tag der Züchterjugend in zahlreichen Wettbewerben

misst.

QZEIT APRIL 2026


69

PASSION JUGEND 69

Überglücklich fällt

Cecile Ulbert ihrer Samba

um den Hals.

Eike Spangenberg aus Waldeck-Freienhagen ernannt.

Die ehrenvolle Erwähnung sicherte sich SEI Katy von

Seipel Holsteins aus Stumpertenrod.

Der Tag der Züchterjugend zeigt

jedes Jahr aufs Neue, wie

viel Engagement und Fachwissen

im Nachwuchs steckt.

Bei den Fleckvieh-Rindern kürte Preisrichter Michael

Kaufmann die im optimalen Doppelnutzungstyp stehende

Pada vom Betrieb Gabriel Heister aus Kirchhain

zur Siegerin. Der Name war Programm bei der Reservesiegerin

Granate, einer Monopoly-Tochter von Jochen

Günther aus Tann-Kleinfischbach.

Bei den Fleischrindern war das Rassespektrum breit: Von

Galloway über Rotes Höhenvieh und Charolais bis hin

zu Fleckvieh-Simmental war alles vertreten.

Zwei Tage lang stehen Fachwissen, Geschick und Teamgeist

im Mittelpunkt – und natürlich die Leidenschaft

für Rinderzucht.

PRÄZISES ARBEITEN UND LIEBE ZUM DETAIL

Gelungener Einstieg in die

Einzelvorführwettbewerbe:

Maren Strudthoff kürt Philip Tebbe

zum Sieger und Greta Hartmann

zur Reservesiegerin der

Newcomer (v. r. n. l.).

Der Freitagnachmittag startete mit dem Scherwettbewerb.

In begrenzter Zeit versuchen die Teilnehmer,

das Beste aus ihren Rindern herauszuarbeiten und die

Tiere optimal für die kommenden Wettbewerbe vorzubereiten.

Bei den jüngeren Teilnehmern bestand die

Möglichkeit, in Zweierteams zu arbeiten. Den ersten

Platz sicherten sich Helena Wetterhahn und Lia Maxi

Lux. Der Reservesieg ging an Sophie Ohlsen und Helene

Hauptführer, Rang drei belegten Jonathan Hauck und

Zoey Sofie Hartwig.

Bei den älteren Teilnehmern lieferte Leni Breithecker die

souveränste Leistung ab und belegte den ersten Platz,

dicht gefolgt von Hanna Tebbe und Milena Hauck.

DIE SCHÖNSTEN RINDER BEGEISTERN ALSFELD

Am Abend folgte der spannende Typwettbewerb. Preisrichterin

Maren Strudthoff kürte dabei das schickste

Jungrind. Erstmals wurde der Wettbewerb der Milchrinder

in zwei Kategorien aufgeteilt: über und unter einem

Jahr. Den Sieg bei den jüngeren Milchrindern sicherte

sich die JerryLewis-Tochter Santiago aus dem Stall von

Manfred Uhrig aus Sulzbach. Der Reservesieg ging an die

Aircraft-Tochter Madison von Marco Hölz aus Weinbach.

Eine ehrenvolle Erwähnung erhielt die rotbunte BT Easy

aus dem Betrieb Hauck, Schiffelbach.

Strahlende Gesichter nach dem

Wettbewerb: Preisrichterin Carina Nölker

mit der Vorführsiegerin jung Pia Fackiner

und Reservesiegerin Helena Wetterhahn

(v. r. n. l.).

Bei den älteren Milchrindern setzte sich SCJ Marshmallow,

ein Jersey-Jungrind von Paula Weide aus

Steinbach, durch. Mit enormer Körpertiefe setzte die

Trick-Tochter an diesem Abend die Maßstäbe. Zur Reservesiegerin

wurde die Aircraft-Tochter KH Dicklands von

QZEIT APRIL 2026


70

PASSION JUGEND

Aus dem Wettbewerb der Fleckvieh-

Vorführer gingen sie als Tagessieger

hervor: Maren Strudthoff gratuliert

Cecile Ulbert und Lorenz Günther zu

Sieger- und Reservesiegertitel.

Weide aus Steinbach. Einen weiteren Klassensieg holte

Helena Wetterhahn. Sie bewies starke Nerven und ließ

die Preisrichterin nicht aus den Augen. Den 1b-Platz

sicherte sich Marie Pohlmann für ihre präzise Aufstellung.

In der letzten Klasse stand Pia Fackiner mit ihrem

Rind Sch Glory vor Aurelia Grosche und sicherte sich

schließlich auch den Gesamtsieg bei den jungen Vorführern.

Reservesiegerin wurde Helena Wetterhahn.

STARKE LEISTUNGEN IN ALLEN KATEGORIEN

Den Reservesieg sicherte sich die hervorragend vorbereitete

Charolais-Färse Dakota P aus dem Betrieb von

Michael Döhne aus Wolfhagen.

Der Sieg ging jedoch klar an die junge Lord-John-Tochter

Bacardi P der Mausolf GbR aus Witzenhausen, die Preisrichter

Tobias Petzenberger mit ihrer Harmonie und sehr

guten Entwicklung überzeugte.

TIERBEURTEILUNG UND VORFÜHREN

Der Samstag begann mit einer Aufgabe, die viel Beobachtungsgabe

und Konzentration erforderte: der Tierbeurteilung.

Souverän und mit viel Überblick analysierten

die Jungzüchter die vorgestellten Tiere.

Siegerin im Beurteilungswettbewerb der jüngeren Holstein-Jungzüchter

wurde Gesche Köster. In der mittleren

Kategorie setzte sich Milena Hauck durch, während bei

den älteren Jungzüchtern Saskia Römer den ersten Platz

belegte. Bei den Fleckviehkühen konnte sich Johanna

Heister aus Kirchhain an die Spitze setzen. Auch die

Fleischrinder wurden genau unter die Lupe genommen

– hier gewann Emily Jost.

Im anschließenden Vorführwettbewerb war dann das

Geschick am Halfter gefragt. In Ring 2 bewies Emely

Meier mit ihrer NM Bella unter dem wachsamen Blick

von Preisrichterin Carina Nölker aus Melle die beste

Vorführleistung und gewann vor Laura Rosenau. Zoey

Sofie Hartwig setzte sich in ihrer Klasse mit ihrer harmonischen

Vorführleistung durch und gewann vor Paula

Auch die Newcomer – alle Teilnehmer zwischen acht

und 25 Jahren, die erstmals an einem Vorführwettbewerb

teilnahmen – zeigten beeindruckende Leistungen.

Preisrichterin Maren Strudthoff stand vor einer echten

Herausforderung: die Rinder und ihre Vorführer hätten

unterschiedlicher nicht sein können. Schließlich fiel ihre

Entscheidung in Klasse 1 zugunsten von Greta Hartmann

und ihrem Rind Olivia-Nutella. Die beiden bildeten die

harmonischste Einheit und zeigten ein sehr schnelles

Aufstellen. Auf den 1b-Platz kam der achtjährige Phil

Hauck. In der zweiten Klasse setzte sich Philip Tebbe an

die Spitze, der mit seinem Rind Dolores eine sehr gute

Teamleistung ablieferte. Zweite wurde Isabell Christ mit

Karamell. Mit einer sehr gleichmäßigen Vorführleistung

und konstantem Tempo konnte Cecile Hauch mit dem

Rind O’Kona ihre Klasse gewinnen. Ihr folgte auf dem

zweiten Rang Arne Althoff, der sein Rind sehr aufmerksam

vorstellte. Zur Siegerauswahl der Newcomer kamen

die beiden bestplatzierten jeder Klasse noch einmal in

den Ring. In einem starken Wettbewerb ließ Philip Tebbe

die Konkurrenz hinter sich und holte den Siegertitel.

Über den Reservesieg freute sich Greta Hartmann.

Bei den Fleckvieh-Vorführern traten die Teilnehmer

in drei Klassen an. In der ersten Klasse überzeugte

Lorenz Günther mit seinem Rind Adele mit viel Engagement

und sicherem Handling, gefolgt von Kerstin

Hohmann. Die zweite Klasse konnte Jonas Günther

für sich entscheiden. Sein gleichmäßiges Tempo überzeugte

die Preisrichterin. Gleich dahinter folgte Emilie

Hohmann. In der letzten Klasse setzte sich Cecile Ulbert

durch. Sie präsentierte ihre Instyle-Tochter Samba mit

hervorragender Kopfhaltung, optimalem Abstand und

hoher Aufmerksamkeit. Maximilian Hofmann konnte

sich auf 1b platzieren. Nach einem spannenden Finale

wurde Cecile Ulbert zur Siegerin gekürt. Reservesieger

wurde Lorenz Günther.

GRUPPENWETTBEWERB IST EIN BLICKFANG

Kreativ ging es anschließend beim Gruppenwettbewerb

weiter. Insgesamt 16 Teams präsentierten sich

mit viel Einfallsreichtum im Ring. Den Sieg holte sich

schließlich das Team „Jetzt wird ausgemistet – Good bye

Jungzüchter“ mit Sarah Fackiner, Louisa Schwarz und

Milena Hauck. Der Reservesieg ging an das Team „Sie

haben ihren eigenen und wir nur Jersey im Kopf“ mit

Emily Meier, Nicholas Meier und Kim Slacki.

QZEIT APRIL 2026


PASSION MARKTPLATZ JUGEND

71

Neben Ehrgeiz und

Können ist es vor

allem der Teamgeist,

der diesen Tag zu

etwas Besonderem

macht.

„Jetzt wird ausgemistet – Good bye

Jungzüchter“: Mia Ohlsen, Louisa

Schwarz, Sarah Fackiner und Milena

Hauck (v. r. n. l.) freuen sich über

ihren Sieg im Gruppenwettbewerb.

Nach dem kreativen Input ging es im Anschluss mit den

mittleren Vorführern weiter. In der ersten Klasse konnte

sich Lennard Hauck mit seiner ruhigen und kontrollierten

Vorführleistung den Klassensieg holen. Der 1b-Platz

ging an Janne-Friederike Jungermann, die eine ähnlich

ruhige Vorführleistung an den Tag legte. Die nächste

Klasse wurde von Deborah Zey und ihrem Rind Juniper

angeführt, dicht gefolgt von Leni Breithecker mit Lady

Snow. In der dritten und letzten Klasse konnte Milena

Hauck den Klassensieg vor Lena Kästner holen. In einem

spannenden Finale setzte sich Lennard Hauck mit seinem

Brown-Swiss-Rind Alpenpower im Familien-Duell

durch und gewann vor seiner Schwester Milena.

Die älteren Vorführer stellten ihre Vorführleistung

in zwei Klassen unter Beweis. Den ersten Klassensieg

sicherte sich Saskia Römer mit ihrer Unix-Tochter Leaf.

Der harmonische Gesamteindruck des ausgeglichenen

Teams und eine tadellose Umstellung platzierten sie

vor Tabea Kästner, die den 1b-Platz erlangen konnte.

Der zweiten Klassensieg ging an Sarah Fackiner mit

Sch Marylin, einer Lemagic-Tochter. Die Preisrichterin

lobte ihr gleichmäßiges Tempo und einen guten Überblick

im Ring. Knapp dahinter platzierte sich Felix Hoven

mit Rind Alabama. Siegerin der älteren Vorführer wurde

Sarah Fackiner dicht gefolgt von Saskia Römer als

Reservesiegerin.

Da kann auch die Preisrichterin nicht

anders als zu schmunzeln: Der Sieg der

Altersklasse Mittel geht an Lennard

Hauck, Reservesiegerin wird Milena Hauck

– ein Podium ganz in Familienhand.

Saskia Römer freut sich über den Reservesieg

und gönnt Sarah Fackiner die letzte

Siegerschärpe ihrer Jungzüchterlaufbahn.

Preisrichterin Carina Nölker lobt die starken

Leistungen beider.

QZEIT APRIL 2026


72

PASSION JUGEND

Der Lohn harter Arbeit: Milena Hauck aus

Wetterburg wird Champion des Jungzüchtertages

2025. In den Disziplinen Clipping,

Tierbeurteilung und Vorführen sammelt

sie die meisten Punkte und übernimmt den

Wanderpokal.

Die Galloways der Kraft & Bock GbR sind

verlässliche Partner am Halfter: Hannes Wehde

zeichnet Magdalena Bock als Siegerin und

Mia Therese Schmutzler als Reservesiegerin im

Fleischrinder-Vorführwettbewerb aus.

Auch bei den Fleischrindern zeigten die Teilnehmer

großartige Leistungen. Preisrichter Hannes Wehde,

Isernhagen, urteilte an diesem Tag. Den Anfang machte

eine ausgeglichenen Gruppe Jungzüchter. Diese Klasse

entschied Mia Kohlmann mit dem Galloway-Jungrind

Yrem der Kraft und Bock GbR für sich. Den 1b-Platz

sicherte sich Magdalena Bock mit ihrem Jungrind

Ysabella. Den nächsten Klassensieg verbuchte Mia

Therese Schmutzler mit ihrem Gallowayrind Ylse. Auf

1b stand Johanna Bördner mit Fleckviehrind Wolke PP.

In der letzten Klasse konnte sich Jannik Döhne mit

Charolaisrind Dakota P vor Emely Jost mit Fleckviehrind

Juna platzieren. Magdalena Bock überzeugte in der Endauswahl

mit ihrer ruhigen Vorführleistung und einem

guten Überblick und gewann den Vorführwettbewerb

vor Mia Therese Schmutzler.

Den Abschluss der Jungzüchtertage bildete der beliebte

Oldies-Vorführwettbewerb. Bei den Milchrindern

gewann Dorothee Hauck vor ihrem Vater Herbert Volke.

Bei den Fleischrindern sicherte sich Anna Bock den Sieg,

Matthias Ort wurde Reservesieger.

Den Gesamtsieg des Jungzüchtertages 2025 sicherte sich

schließlich Milena Hauck aus Wetterburg. In den drei

Kategorien Clipping, Tierbeurteilung und Vorführen

sammelte sie die meisten Punkte und darf nun bis zum

nächsten Jahr den Wanderpokal ihr Eigen nennen.

→ THEA EBINGER, MARIE MENSCHING, LLH

KLEINE PROFIS AM HALFTER

Im Kälbervorführwettbewerb stellten sich die jüngsten

Teilnehmer mit großer Begeisterung den Aufgaben der

Preisrichter Anne Schäfer und Marcel Löwer. In der ersten

Gruppe platzierte sich Elisabeth Walther mit ihrem Fleckvieh-Simmental

Kalb SMW Sissi an der Spitze. Reservesieger

wurde Fynn Schwalm, dicht gefolgt von Ayk Tamme

Hartwig auf dem Bronze-Rang. In der nächsten Gruppe

konnte Jan-Hendrik Kahler, mit knappem Abstand

Marianne König und Marie Christ hinter sich lassen. Die

letzte Gruppe wurde angeführt von Charlotte Caspar,

dicht gefolgt von Ronja Hübner mit ihrem Roten Höhenviehkalb

Nanu. Den dritten Platz belegte Greta Schütze.

Für einen einfachen Überblick

haben wir unter den QR-Codes die

Ergebnisse zusammengefasst.

Ergebnisse

Typwettbewerb

Ergebnisse

Tag 2

QZEIT APRIL 2026


73

Voll konzentriert beim Clipping: Mit

Erfahrung und sauberer Arbeit erreicht Lena

Laux den fünften Platz in dieser Disziplin.

Sie repräsentierten die deutschen

Farben (v. r. n. l.): Marian Beerepot

(Masterrind), Femke Tammen (VOST),

Laura Köster (RUW), Laura Busse

(Masterrind), Lena Laux (Qnetics) und

Milena Hauck (Qnetics).

Alle Teilnehmer der Altersklasse starteten

gemeinsam im Vorführwettbewerb.

Lena trat gegen 22 Konkurrenten im Ring

an und erreichte Platz sechs.

12. OPEN JUNIOR SHOW

IN MONTICHIARI

Europäischer Jungzüchterwettbewerb erneut mit Teilnahme einer

Qnetics-Jungzüchterin

Vom 22. bis 25. Oktober 2025 fand im Rahmen der italienischen

Landwirtschaftsmesse FAZI in Montichiari die

12. Open Junior Show statt. Wie bereits in den vergangenen

Jahren entsandte der Verband Deutscher Jungzüchter

vier Teilnehmer zu diesem internationalen Wettbewerb.

Die Qualifikation dafür erfolgte beim BJT 2025 in Verden.

Dort konnte sich die Qnetics-Jungzüchterin Lena Laux

einen der begehrten Startplätze in der Altersklasse Junior

sichern. Zur Betreuung und Unterstützung begleitete

Milena Hauck aus dem hessischen Jungzüchtervorstand

die Gruppe nach Italien.

Bei insgesamt 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus

verschiedenen europäischen Ländern konnten sich alle

deutschen Starterinnen unter den ersten elf platzieren

– ein starkes Ergebnis für das deutsche Team. Im Clipping-Wettbewerb

überzeugte Lena Laux mit sauberer

Arbeit und viel Erfahrung. Dafür wurde sie mit einem

hervorragenden fünften Platz belohnt. Auch im Vorführwettbewerb

zeigte sie eine starke Leistung.

Alle Teilnehmer ihrer Altersklasse starteten gemeinsam

im Ring – für Lena bedeutete das 22 Konkurrenten gleichzeitig

im Sägemehl. Diese Herausforderung meisterte sie

souverän und erreichte einen sehr guten sechsten Platz.

Die Teilnahme an einer internationalen Veranstaltung,

wie der Open Junior Show, bietet eine besondere Gelegenheit,

neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu

sammeln und über sich selbst hinauszuwachsen.

DER ABLAUF IN KÜRZE

→ TAG 1

Begrüßung durch den italienischen

Zuchtverband ANAFIBJ

Besprechung mit Preisrichter Attilio Tocchi

Zulosen der Rinder, erstes Kennenlernen

und Training

→ TAG 2

Clipping-Wettbewerb

Bewertung des Clipping im Ring

Quiz zum Thema Zucht

Rangierwettbewerb mit Kommentierung

(fünf Färsen)

→ TAG 3

Typwettbewerb - Die Jungzüchter stellten

die ihnen zugelosten Rinder vor

→ TAG 4

Vorführwettbewerb

Für viele Jungzüchter ist es zudem ein Privileg, die eigene

Nation bei einem solchen Wettbewerb vertreten zu dürfen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die diese Teilnahme

ermöglicht haben.

→ MILENA HAUCK

QZEIT APRIL 2026


74 PASSION JUGEND

LANDJUGENDVERBAND

THÜRINGEN

NEUES

AUS DEN

CLUBS

Auch in den Wintermonaten waren

die Jungzüchterclubs alles andere

als inaktiv: Zahlreiche Veranstaltungen

und Aktionen sorgten für

rege Beteiligung und wurden vom

Nachwuchs sehr gut angenommen.

Im Rahmen der Landesmitgliederversammlung am

2. Dezember 2025 wurde ein neuer, deutlich erweiterter

Vorstand gewählt. Zu Vorsitzenden wurden Hannes Hornschu

und Anja Brückner bestimmt. Der neue Vorstand hat

sich zum Ziel gesetzt, das Veranstaltungs- und Aktivitätenprogramm

weiter auszubauen. Geplant sind unter anderem

Betriebsbesichtigungen, Landjugendpartys sowie verstärkte

Angebote im Bereich Networking und Austausch

innerhalb der Landwirtschaft und des ländlichen Raums.

Wir freuen uns auf frische Ideen, neue Impulse und eine

aktive Zukunft der Landjugend Thüringen.

LIMBURG-WEILBURG

Ein herzliches Dankeschön an alle,

die sich – auf welche Weise auch

immer – für die Förderung der

nächsten Generation engagieren.

Im Folgenden ein Überblick über

die Aktivitäten der Jungzüchter.

Ein großes Anliegen der Mitglieder ist es, regionale

Viehmärkte und Bezirkstierschauen wiederzubeleben.

So konnte beim Dauborner Markt am 4. September eine

Jungzüchterklasse im Vorführwettbewerb präsentiert

werden. Beim Steinbacher Markt am 7. Oktober gelang

ein besonderer Meilenstein: Erstmals seit Bestehen des

Jungzüchterwettbewerbs konnten drei Vorführklassen

gestellt werden. Ziel bleibt es, noch mehr Kinder und

Jugendliche für die Teilnahme zu begeistern.

MAIN-KINZIG

Am 9. November fand auf dem Weidenhof in Neudorf

eine Tierbeurteilung mit anschließendem Grillen statt.

Die Veranstaltung war offen für alle und bot eine gute

QZEIT APRIL 2026


PASSION JUGEND

75

Gelegenheit für Austausch und geselliges Beisammensein

– generationsübergreifend. Zu Beginn des Jahres wurde

zudem die Jahreshauptversammlung im Landgasthof

„Zur Quelle“ in Aufenau abgehalten. Dabei wurde der

Vorstand verjüngt: Zwei langjährige Mitglieder wurden

verabschiedet, zwei neue konnten begrüßt werden.

FULDA-HÜNFELD

Vom 12. bis 14. Dezember führte die Jungzüchterfahrt

in die Region Oldenburg. Auf dem Programm standen

mehrere Betriebsbesichtigungen: Am Freitag wurde

Bahlmann-Kalb in Lindern besucht – ein Kälbermastbetrieb

mit eigenem Schlachthof und Mischfutterwerk.

Am Wochenende folgten Einblicke in die Milchviehbetriebe

Doden GbR, Hobbie Holsteins in Wangerland sowie

den Hof Bünkemühle der Familie Derboven in Warpe.

Die Teilnehmer konnten viele interessante Eindrücke

sammeln und wertvolle Erfahrungen mitnehmen.

WALDECK-FRANKENBERG &

MARBURG-BIEDENKOPF

BUNDES-

WETTBEWERB DES

VDFJ

Die Elite der Fleischrinder-Jungzüchter trifft

sich vom 28. bis 30. August 2026 in Laasdorf

Am letzten Augustwochenende haben Fleischrinder-

Jungzüchter aus ganz Deutschland die Gelegenheit, ihr

Können unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr ist es

nochmal etwas ganz Besonderes – denn der Bundesjungzüchterwettbewerb

findet bei Qnetics im Vermarktungszentrum

Laasdorf statt.

Auf dem Programm stehen die Disziplinen Vorführen,

Tierbeurteilung und Rangieren. Wir freuen uns auf zahlreiche

motivierte Teilnehmer aus den Reihen unseres

Nachwuchses.

Der traditionelle Scherwettbewerb zwischen Weihnachten

und Silvester fand diesmal auf dem Milchviehbetrieb

der Familie Garthe-Metz statt. Für den Wettbewerb

standen acht besonders ruhige Tiere zur Verfügung. Insgesamt

nahmen acht Teams mit je zwei Personen teil.

Bewertet wurden unter anderem die Sauberkeit der

Schur, das Herausarbeiten der Vorzüge der Tiere sowie

Details wie die Euterschur. Der Jungzüchterclub sorgte

für die Verpflegung, während zahlreiche Zuschauer die

Gelegenheit nutzten, das Jahr in geselliger Atmosphäre

ausklingen zu lassen.

Newcomer: 1. Hanna Theiß & Marie-Luise Obermann – 2. Zoey Hartwig

& Mia Schmutzler – 3. Jan Hendrik Kahler & Amelie Hartwig (beide

8 Jahre), Erfahrene: 1. Leni Breithecker & Deborah Zey – 2. Saskia Römer

& Mattis Wiesemann

→ CLUBVORSTÄNDE

Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des

BRS. Sobald die Anmeldung freigeschaltet ist, informieren

wir euch über unsere Kanäle. Auch Zuschauer sind

herzlich willkommen – wir freuen uns auf ein begeistertes

Publikum vor Ort.

WEITERE INFORMATIONEN:

Anna Bock / a.bock@qnetics.de

0 170 / 63 27 127

→ MONIKA SCHMUTZLER

Monika Schmutzler / m.schmutzler@qnetics.de

0 170 / 63 28 496

QZEIT APRIL 2026


76

PASSION JUGEND

FAZIT DER

BETREUER

„Wir freuen uns über den

großen Zuspruch. Es macht

große Freude, unsere Erfahrungen

an motivierte Jungzüchter

weiterzugeben.“

Auch die Teilnehmer zeigten

sich begeistert: „Das waren

zwei richtig starke Tage.

Zahlreiche motivierte Teilnehmer

nutzten das Wochenende in Alsfeld,

um sich intensiv mit Rindern und

Kälbern zu beschäftigen.

Es hat viel Spaß gemacht,

mit den Tieren zu arbeiten

und Neues zu lernen –

wir sehen uns beim Tag der

Züchterjugend!“

JUNGZÜCHTER-WORKSHOP IN ALSFELD

BESTENS VORBEREITET

FÜR DIE JUNGZÜCHTER-

WETTBEWERBE

Am 11. und 12. Oktober wurde der Exportstall von Qnetics in Alsfeld

zum Treffpunkt des Züchternachwuchses. Insgesamt 23 Teilnehmer

im Alter von 7 bis 25 Jahren kamen zusammen, um sich gezielt auf den

Tag der Züchterjugend vorzubereiten.

Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Jungzüchter

nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und

praktische Fähigkeiten auszubauen. Viele Teilnehmer

brachten ihre Schautiere direkt mit.

Unterstützt wurden sie von einem engagierten Betreuerteam:

Leni Breithecker, Milena Hauck, Maximilian

Hofmann, Felix Hoven, Wiebke Pohlmann, Monika

Schmutzler, Cecile Ulbert, Lara Weigel und Deborah Zey

begleiteten den Nachwuchs mit Erfahrung und Fachwissen.

Nach einer gemeinsamen Begrüßung wurden

die Gruppen eingeteilt.

Auf dem Programm standen das Waschen der Tiere, das

Herrichten der Stroh-Betten, Tierbeurteilung sowie theoretische

Grundlagen zu Auswahl, Haltung und Fütterung.

Die Inhalte wurden altersgerecht vermittelt. Der Vorführring

und die Scherplätze wurden vorbereitet, bevor der Tag

mit einem gemeinsamen Grillabend, Spielen und Stockbrot

ausklang. Übernachtet wurde im Campingstil direkt

vor Ort – inklusive Nachtschicht bei den Tieren, ganz wie

bei einer echten Schau.

Am zweiten Tag starteten die Teilnehmer nach dem Frühstück

mit weiteren Schwerpunkten: Schau-Equipment,

QZEIT APRIL 2026


PASSION JUGEND

77

„Zwei Tage voller

Praxis, Teamgeist und

Leidenschaft – genau

das, was Jungzüchter

stark macht.“

BUNDES

JUNGZÜCHTER

TREFFEN

02.-04. Juli 2026

Holstenhallen Neumünster

Die Königsdisziplin: das sichere

und korrekte Vorführen im

Schauring – dafür wird intensiv

trainiert.

Gründliches Waschen ist

die Basis für ein sauberes

Scherbild – Übung und

Leidenschaft machen den

Unterschied.

Nach der Theorie blieb

ausreichend Zeit für Fragen,

Austausch und kreative

Pausen.

BJT 2026 IN

NEUMÜNSTER

Triff die Crème de la Crème der

Milchrinder-Jungzüchter.

Sei dabei, wenn sich unser Nachwuchs auf

den Weg in den Norden macht, um beim

Bundestreffen des Verbandes deutscher

Jungzüchter für frischen Wind zu sorgen!

Die Veranstaltung findet vom 2. bis 4. Juli

2026 in den Holstenhallen in Neumünster

statt. Ein abwechslungsreiches Programm

mit verschiedenen Wettbewerbsdisziplinen

erwartet die Teilnehmer. Die Startplätze

für den Clipping- und Vorführwettbewerb

wurden bereits beim Tag der

Züchterjugend im November vergeben.

korrektes Verhalten im Ring, Theorie und Praxis des

Vorführens sowie das Scheren der Rinder. Besonders

bei den praktischen Übungen zeigten die Jungzüchter

großen Einsatz. Die Betreuer gingen individuell auf den

jeweiligen Kenntnisstand ein.

Ein spätes Mittagessen und die Übergabe der Teilnahmebescheinigungen

bildeten den Abschluss eines intensiven

Wochenendes. Nach dem gemeinsamen Aufräumen

und Verladen der Tiere traten alle die Heimreise an.

→ MONIKA SCHMUTZLER

Am Tierbeurteilungs- und Rangierwettbewerb

kann hingegen jeder Jungzüchter

teilnehmen. Besonders gefragt sind engagierte

Teilnehmer für den Teamwettbewerb

– hier zählen Einsatz, Teamgeist und

Begeisterung!

→ MONIKA SCHMUTZLER

Du hast Lust, dabei zu sein und

gemeinsam mit uns ein starkes Team

zu bilden? Dann melde dich gerne bei:

Monika Schmutzler

m.schmutzler@qnetics.de

0 170 / 63 28 496

QZEIT APRIL 2026


INFOS

aus BRS und vit

German Dairy Show meets Schau der Besten

Zwei herausragende Highlights der deutschen Rinderzucht auf einer Bühne vereint: Die besten Holsteinkühe Deutschlands

treffen im Februar 2027 auf die einzigartige Kulisse der bekanntesten Schaubühne des Landes – die Niedersachsenhalle

in Verden. Mit einem neuen Konzept und dem Spirit und Design der German Dairy Show wird die berühmte

Schau der Besten im kommenden Jahr zum Austragungsort der Nationalschau.

■ 24.–25. Februar 2027 in Verden

■ mit MASTERRIND EXCLUSIVE –

Die Auktion & Züchterabend

Während der Bundesverband Rind

und Schwein (BRS) die nationale

Schaukompetenz bündelt und den

Wettbewerb über das Zuchtgebiet

der Masterrind hinaus öffnet, bringt

Masterrind die langjährige Erfahrung

und bewährte Infrastruktur am Standort

Verden ein. Diese Kooperation

verspricht spannende Wettbewerbe,

höchste Qualität und ein einzigartiges

Event für Züchter und Kuhbegeisterte

aus dem In- und Ausland.

Nach der Weiterentwicklung des rasseübergreifenden

Konzepts der German

Dairy Show in den Jahren 2019 und

2023, feiert bereits in diesem Jahr ein

neues nationales Event seine Premiere

– die 1. Deutsche Brown Swiss Schau in

Unterthingau am 15. März. Im Februar

kommenden Jahres öffnet sich die

Bühne dann erneut für Kühe aus allen

deutschen Zuchtgebieten sowie aus

Luxemburg und Österreich mit Fokus

auf Holsteins und Red Holsteins.

Mit dem Start in Verden soll die Nationalschau

zukünftig alle zwei Jahre

rotierend im Rahmen einer der deutschen

Verbandsschauen stattfinden

– jeweils mit einem individuellen Konzept

sowie angepasst an Termin und

Kapazitäten der ausrichtenden Organisation.

Freuen Sie sich auf Spitzenkühe, spannende

Begegnungen und eine einzigartige

Kulisse!

Katrin Hilbk-Kortenbruck, BRS

Statistiken rund um die

Holsteinzucht und

Zuchtviehvermarktung

finden Sie online auf

www.richtigzüchten.de.

Weitere

Infos

©Mathias Penn

April 2026


INFOS

aus BRS und vit

Tierverhalten am AMS – Auch eine Frage der Gene?

Automatische Melksysteme (AMS) werden seit Jahren immer populärer – insbesondere aufgrund von fehlendem Personal

für die Melkarbeit – und sind aus vielen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Entscheidend für einen problemlosen Melkablauf

sind neben technischen Voraussetzungen wie einem reibungslosen Ansetzen der Melkbecher das Verhalten der Kühe

in Bezug auf Akzeptanz und Besuchsfrequenz der Melkeinheiten. Freiwillige Melkfrequenzen von deutlich über 2 × täglich

reduzieren nicht nur die Arbeitsbelastung für das Stallpersonal, sondern begünstigen auch eine höhere Milchleistung und

bessere Eutergesundheit. Probleme ergeben sich heute überwiegend aus Störungen des notwendigen zügigen Tierverkehrs.

„Blockaden“ vor und hinter den Melkeinheiten sollten vermieden werden. Sie entstehen durch Rangordnungsverhalten innerhalb

der Gruppe sowie durch Kühe, die die Melkeinheit nur zögernd betreten oder blockieren. Dieses Verhalten hängt

weniger mit dem bei der Exterieurbeurteilung abgefragten „Melkverhalten“ oder „Temperament“ zusammen, sondern ist

vielmehr dem Lernverhalten zuzurechnen. In der Praxis wird von „doofen“ Kühen die „geholt werden müssen“, gesprochen.

Auch Aggressivität, Schreckhaftigkeit und das Verhalten gegenüber Menschen spielen neben dem Temperament eine Rolle.

Aus zahlreichen Untersuchungen zum Verhalten von Säugetieren

inkl. des Menschen ist seit langem bekannt, dass das Verhalten

neben anderen Faktoren auch einem deutlichen Einfluss

der Genetik unterliegt. Diese fundamentale Erkenntnis bildete

den Ausgangspunkt für ein DFG-gefördertes Projekt der Arbeitsgruppen

von Prof. König (Gießen) und der Tierzucht-AG in Halle,

in welchem neben AMS-Informationen auch Verhaltenstests

einbezogen werden. Die hier beschriebenen Ergebnisse gehen

auf die AG Tierzucht in Halle und von AMS erfasste Daten ein.

Aus 24 Betrieben mit AMS der Firma Lely wurden von mehr als

15.000 Kühen mit über 41.000 Laktationen Daten erfasst, dies

entspricht insgesamt rund 12 Millionen Kuh-AMS-Tages-Interaktionen.

Die vom AMS automatisch erfassten Merkmale „Verweigerung

des Melkanrechtes“ (VM) und „Besuchsintervall“ (BI)

standen dabei im Fokus, da sie wichtige Hinweise auf das Lernverhalten

der Kühe und die Nutzung des AMS liefern.

Auf 18 der 24 Betriebe erhielten Färsen die Möglichkeit, sich

bereits vor der ersten Abkalbung mit dem Melkroboter vertraut

zu machen. Diese Gewöhnungsphase fand wenige Tage

bis Wochen vor dem Kalbetermin statt und umfasste das Betreten

der AMS-Einheit sowie die Aufnahme von Kraftfutter.

Eine Auswertung der Variablen VM und BI in der ersten Laktation

zeigt einen erheblichen Einfluss der Gewöhnungsphase

(Abb. 1). So zeigten Färsen mit mehr als 7 Gewöhnungsbesuchen

die meisten VM und die kürzesten BI – ein Hinweis darauf,

dass diese Tiere möglicherweise „zu gut“ an das AMS gewöhnt

wurden. Färsen mit weniger als sieben Gewöhnungsbesuchen

sowie Tiere ohne Gewöhnungsphase schnitten deutlich besser

ab (weniger VM und längere BI).

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden die weiteren Analysen

ausschließlich mit Daten von Kühen ohne Gewöhnungsphase

durchgeführt. Diese zeigten in den ersten 25 Tagen am AMS bis

zu 4,8 VM pro Tag und einen durchschnittlichen BI von 6,3 Stunden.

Im weiteren Verlauf der ersten Laktation reduzierten sich

die VM auf etwa 3,3 pro Tag, während der BI mit 6,2 Stunden in

etwa gleichblieb. In späteren Laktationen sanken die VM auf 1–2

pro Tag und die BI verkürzten sich auf ca. 5 – 5,7 Stunden. Entgegen

der erwarteten gegenläufigen Entwicklung von VM und BI

deutet dieses Muster darauf hin, dass erfahrene Kühe ihre AMS-

Besuche gleichmäßiger über 24 Stunden verteilen.

Abb. 1: Phänotypwerte für die Merkmale „Verweigerung des

Melkanrechtes“ (VM) und „Besuchsintervall“ (BI) für Färsen

in ihrer 1. Laktation in Abhängigkeit von der bereits am

AMS erlebten Zeit und der vorherigen Gewöhnung.

VM (Anzahl pro Tag)

BI (Minuten)

6

4

2

0

500

400

300

200

0 100 200 300 400

Melktage am AMS

0 100 200 300 400

Melktage am AMS

<7 AMS-Besuchen in der Gewöhnungsphase

keine Gewöhnungsphase

>7 AMS-Besuchen in der Gewöhnungsphase

Genetische Analysen ergaben moderate Heritabilitäten von 0,1

für VM und 0,25 für BI sowie eine hohe genetische Korrelation

zwischen beiden Merkmalen. Die genomweite Assoziationsstudie

(GWAS) identifizierte mehrere relevante Regionen, die

Gene enthalten, die bereits mit Lern- und Gedächtnisfunktionen

in Verbindung gebracht wurden.

Beide Merkmale stehen eng mit Kuhverkehr und Arbeitsaufwand

am AMS in Zusammenhang, erfassen jedoch unterschiedliche

Verhaltensaspekte. Niedrige VM-Werte und mittlere

BI gelten als günstig. Während viele Verweigerungen oder

sehr kurze Besuchsintervalle Stress und Störungen verursachen

können, lassen sich über BI auch Kühe identifizieren, die

das AMS zu selten aufsuchen. Daher liefern beide Merkmale

komplementäre Informationen und sind für züchterische Entscheidungen

relevant.

Julia Stuhlträger und Hermann Swalve, Universität Halle

April 2026


INFOS

aus BRS und vit

Beef-on-Dairy:

Mehr Erlös beim Kalb – mehr Belastung für die Kuh?

Die Anpaarung von Milchkühen mit Fleischrassebullen, bekannt als Beef-on-Dairy (BoD), wird auf deutschen Milchviehbetrieben

immer beliebter. Im Jahr 2025 lag der Anteil der BoD-Besamungen bei Deutschen Holsteins bei rund 25 %. Ziel von

BoD ist es, besser vermarktbare Mastkälber zu erzeugen, besonders von Kühen, die züchterisch weniger interessant sind.

Doch welche Auswirkungen hat die Kalbung

mit einem Kreuzungskalb auf den

Geburtsverlauf und die Abgangsrate

der Milchkuh? Um diese Frage zu beantworten,

wurden über zwei Millionen

Kalbungen von Deutschen Holsteins aus

den Jahren 2016 bis 2024 ausgewertet.

Untersucht wurde, wie sich verschiedene

Fleischrassen als Vatertiere auf den

Geburtsverlauf und die Abgangsrate der

Kühe auswirken. Die Daten wurden statistisch

analysiert, wobei zum Beispiel

auf die Einflüsse von Betrieb, Kalbejahr,

Kalbesaison sowie Zuchtwert der Tiere

korrigiert wurden.

Abbildung 1: Risiko für eine schwere Kalbung in Abhängigkeit der eingesetzten

Besamungsrasse im Vergleich zur Reinzucht-Kalbung mit Holstein

Schwarzbunt (türkise Linie, SBT).

SBT

Angus

Limousin

2,5

2,6

INRA95

Uckermärker

3,0

3,2

Weißblaue Belgier

4,8

Charolais

6,0

0 1 2 3 4 5 6

Risiko für schwere Kalbung im Vergleich zu Holstein SBT

Kühe, die mit Fleischrassebullen besamt

wurden, zeigen ein erhöhtes

Risiko für schwere Geburten.

April 2026

©Anke Rolfes

Die Ergebnisse zeigen, dass Kühe, die

mit Fleischrassebullen besamt wurden,

ein erhöhtes Risiko für schwere Geburten

zeigen. Besonders auffällig waren

Charolais und Weißblaue Belgier, bei denen

das Risiko für Schwergeburten rund

fünf- bis sechsmal höher im Vergleich zu

Holstein-Abkalbungen lag (Abbildung 1).

Neben dem Geburtsverlauf wurden

auch die Abgangswahrscheinlichkeiten

in drei Abschnitten der Laktation untersucht

(Tag 0–50, Tag 51–250 und nach

Tag 250). Die Ergebnisse zeigen, dass

Kühe, die ein Kreuzungskalb geboren

haben, sowohl im ersten als auch im

letzten Laktationsabschnitt höhere Abgangsraten

aufweisen (Abbildung 2). Die

erhöhten Abgänge zu Beginn der Laktation

lassen sich durch die Folgen eines

erschwerten Geburtsverlaufs und damit

verbundene Erkrankungen wie Milchfieber

oder Ketose erklären. Im letzten

Drittel der Laktation werden erhöhte

Abgangsraten dagegen meist durch Managementmaßnahmen

(Remontierung)

und weniger durch gesundheitliche Probleme

der Tiere verursacht.

Neue BoD-Zuchtwerte

Die Auswertungen zeigen: Die Vaterrasse

des Kalbes hat einen klaren Einfluss

auf den Geburtsverlauf und damit auch

auf die Abgangswahrscheinlichkeit der

Kuh. Um die richtige Rasse bzw. den

richtigen Bullen für BoD auszuwählen

und damit negative Auswirkungen auf

die Kuh zu vermeiden, stehen seit 2025

Zuchtwerte für Kalbeverlauf (KVd) und

Totgeburten (TGd) zur Verfügung. Zusätzlich

werden neue Zuchtwerte für

Kalbgewicht und Kalberlös veröffentlicht.

Diese geben an, welches wirtschaftliche

Potenzial die Nachkommen

eines Bullen erwarten lassen.

Alle Zuchtwerte werden auf einer eigenen

BoD-Basis berechnet, die BoD-Kälber

der letzten fünf Jahre umfasst. Zu

den BoD-Rassen zählen: Weißblaue

Belgier, Fleckvieh Fleisch, Angus, Limousin,

Charolais, Uckermärker, Blonde

d’Aquitaine und INRA 95. Mit der

BoD-Basis sind faire Vergleiche möglich,

sowohl innerhalb einer Rasse als

auch zwischen verschiedenen Fleischrassen.

Neben dem eigentlichen Zuchtwert

wird bei den Abkalbezuchtwerten

Kalbeverlauf und Totgeburten auch die

Abweichung vom jeweiligen Rassenmittel

angegeben. Das erleichtert die

Einordnung: Liegt ein Bulle zum Beispiel

im Kalbeverlauf bei 90 mit einer

Abweichung von +5, dann ist er um fünf


INFOS

aus BRS und vit

Abbildung 2: Abgangsraten der Kuh in drei verschiedenen Abschnitten der

zweiten Laktation (Tag 0–50, Tag 51–250, nach Tag 250) nach einer Kalbung

mit einem Reinzucht-Kalb (SBT) oder einem Kreuzungskalb.

Abgangswahrscheinlichkeit (%)

18

16

15,9

14

12,6

12

10

9,4

8,5

8,8

8

6,6

6

4,8

4

3,2

2,3

2

14,0 13,2

12,9

10,9

8,7

8,0

7,4

7,0

4,2

2,6

3,1

3,0

0

SBT Angus Charolais INRA95 Limousin Uckermärker Weißblaue

Belgier

Tag 0–50 Tag 51–250 Tag >250

Punkte besser als der Durchschnitt seiner

Rasse.

Für die Praxis heißt das: Mit den neuen

BoD-Zuchtwerten können Landwirte

gezielt Bullen auswählen, die zum

eigenen Betrieb, zur Herde und zum

Management passen – für problemlose

Geburten und wirtschaftlich starke

Kälber.

Luise Völker & Christin Schmidtmann, vit

Aktuelle Trends im Exterieur

Im Rahmen der Nachzuchtbewertung wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.151 Färsen zusätzlich zur linearen Beschreibung in zwölf

Merkmalen vermessen. Eine vergleichbare Vermessung von Färsen wurde zuletzt im Jahr 2014 durchgeführt. Ziel dieser Erhebung

war es, die Linearnoten mit objektiven Messwerten abzugleichen.

Wie erwartet, hat sich die Population in

diesem Zeitraum weiterentwickelt. Das

Mittelwerte der Merkmale, die 2025

gemessenen wurden.

Merkmal

Mittelwert

Min Max

Kreuzbeinhöhe (cm) 152,03 137 171

Körpertiefe (cm) 82,94 52 101

Stärke (cm) 24,24 11 45

Beckenbreite (cm) 21,14 8 29,5

Beckenlänge (cm) 55,04 26 68

Umdreher (cm) 23,26 13 36

Hintereuterhöhe (cm) 17,7 8 30,5

Zentralband (mm) 30,63 –1 72

Eutertiefe (cm) 16,88 3 42

Strichlänge vorne (mm) 49,83 20 95

Strichlänge hinten

(mm)

38,21 15 72

Strichdicke vorne (mm) 21,95 11 43

Strichdicke hinten

(mm)

21,34 10 40

aktuelle Mittel der Kreuzbeinhöhe liegt

bei 152,03 cm. Dieser Wert hat sich jedoch

– erfreulicherweise – in den letzten

zwei Jahren in den Daten der Nachzuchtbewertung

nicht weiter erhöht,

sodass der Trend einer kontinuierlichen

Größenzunahme derzeit gestoppt zu

sein scheint. Im Merkmal Stärke haben

die Färsen durchschnittlich etwa 1 cm

an Breite zugelegt. Auch bei der Beckenbreite

und der Körpertiefe lässt sich ein

leichtes Plus von jeweils rund 1 cm verzeichnen.

Darüber hinaus zeigt sich bei

den Färsen eine deutliche Zunahme der

Hintereuterhöhe, was im langfristigen

Verlauf der Datenentwicklung ebenfalls

zu erwarten war.

Für viele Betriebe ist die Strichlänge der

vorderen Striche besonders interessant.

Diese liegt mit 4,98 cm – entsprechend

den Lineardaten – genau im Mittel. Über

die letzten 20 Jahre hinweg ist in diesem

Merkmal im Durchschnitt kein Trend zu

kürzeren Strichen zu erkennen. Die mittlere

Länge der hinteren Striche beträgt

aktuell 3,82 cm (Mittelwert 2014: 3,7 cm).

Erstmals wurde zudem versuchsweise

© Dorothee Warder

sowohl der Durchmesser der vorderen

als auch der hinteren Striche, also die

Strichdicke erfasst.

Die erhobenen Daten werden derzeit im

Rahmen einer Masterarbeit an der Universität

Halle weiter ausgewertet. In diesem

Zusammenhang erfolgen zusätzliche

Untersuchungen sowie Vergleiche mit

dem Datenmaterial aus dem Jahr 2014.

Dorothee Warder, BRS

Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS)

Adenauerallee 174 | 53113 Bonn

info@rind-schwein.de | www.rind-schwein.de

Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.

Heinrich-Schröder-Weg 1 | 27283 Verden

info@vit.de | www.vit.de

April 2026


82

25. JAHRESTAGUNG

DER WGM

HESSISCHER

BAUERNVERBANDPREIS

2025 GEHT AN

FAMILIE WOLTERT

Die Wissenschaftliche Gesellschaft der Milcherzeugerberater

e. V. (WGM) fördert den Wissenstransfer in der Milcherzeugerberatung

und legt dabei besonderen Wert auf Aus- und

Weiterbildung sowie fachlichen Austausch.

Die 25. Jahrestagung fand vom 7. bis 9. Oktober 2025 am Landwirtschaftszentrum

Eichhof in Bad Hersfeld statt. Den Auftakt

bildete die Besichtigung eines Batch-Milking-Systems bei der

Agrargenossenschaft Diedorf/Eichsfeld in Thüringen.

Im weiteren Verlauf nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit,

sich in Fachvorträgen und themenspezifischen Seminaren

weiterzubilden und auszutauschen. Im Fokus standen

unter anderem Themen wie Liegeflächenhygiene, Energieeffizienz,

dynamisches Melken, Laufverhalten, Künstliche

Intelligenz und Nachhaltigkeitsbewertungen. Weitere Informationen

und Inhalte zur Tagung sind unter www.wgmev.de

verfügbar.

→ DR. UTE PHILIPP

Anfang März wurde der HBV-Ehrenpreis an

den Milchviehbetrieb der Familie Woltert in

Sickendorf verliehen. HBV-Präsident

Karsten Schmal (l.) übergab die Auszeichnung

persönlich auf dem Betrieb.

Der Betrieb Woltert zählt zu den wenigen fast ausschließlich

rotbunten Holstein-Herden in Hessen und

nimmt seit Beginn am Projekt „Kuhvision“ teil.

Durch die Typisierung der weiblichen Nachzucht und

die Erfassung wichtiger Gesundheitsdaten leistet

die Familie einen wertvollen Beitrag zur modernen

Zuchtarbeit und zum Herdenmanagement.

Erfolgreich zeigen Wolterts immer wieder die

Qualität ihrer Kühe bei Ausstellungen. Mit Unterstützung

der gesamten Familie konnte Andreas Woltert

bereits mehrfach die Sieger-Betriebssammlung beim

Prämienmarkt in Lauterbach stellen. Wir sagen

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung.

→ HBV, THEA EBINGER (LLH)

MARPON ÜBERZEUGT IN BELGIEN

Marpon überzeugt nicht nur in Deutschland – auch in Belgien zeigt

man sich begeistert. Das berichtet Pierre Creppe von awé (Association

Wallonne des Éleveurs).

Ein Beispiel ist Dorure du Try Moussoux, die auf der „Schep Farm“

in Philippeville steht. In ihrer zweiten Laktation erreicht sie eine

305-Tage-Leistung (proj.) von 14.616 kg Milch bei 4,04 % Fett und

3,41 % Eiweiß.

Züchter Timo Schep beschreibt die Marpon-Töchter so: „Marpon-

Töchter sind sehr leistungsstark, robust und effizient. Sie bewähren

sich täglich in einer Herde mit über 300 Kühen. Wir sind mit dieser

Genetik sehr zufrieden.“ Marpon steht für Gesundheit und hohe

Inhaltsstoffe. Sein Sperma ist über den Spermashop in Alsfeld sowie

das Spermadepot in Erfurt erhältlich.

→ JEANETTE WEINBACH

QZEIT APRIL 2026


KURZ UND KNACKIG

83

FETT- UND

EIWEISS-GIGANTEN

Wieder einmal konnte der Betrieb Holschuh in Erbach

die Galerie seiner Lebensleistungskühe erweitern:

Acht 100.000 Liter-Kühe wurden zum Fototermin in

bester Manier vorgestellt. Fünf weitere Kühe erhielten

die Urkunden für 10.000 kg Fett & Eiweiß.

→ THEA EBINGER, LLH

UNSERE HIGHLIGHTS FÜR 2026

AUKTIONSTERMINE ALSFELD

AUKTIONSTERMINE LAASDORF

HOLSTEINS (SCHWARZ- UND ROTBUNT),

FLECKVIEH

Mi. 29.04.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 27.05.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 24.06.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 22.07.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 26.08.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 23.09.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 21.10.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 18.11.2026 Holsteins, Fleckvieh

Mi. 16.12.2026 Holsteins, Fleckvieh

ABSETZERAUKTIONEN

Mi. 06.05.2026

Mi. 10.06.2026

Mi. 29.07.2026

Mi. 02.09.2026

Mi. 30.09.2026

Mi. 14.10.2026

Mi. 04.11.2026

Mi. 09.12.2026

Absetzer

Absetzer

Absetzer

Absetzer

Absetzer

Absetzer

Absetzer

Absetzer

FLEISCHRINDER

Do. 23.04.2026

ABSETZERAUKTIONEN

Mi. 19.08.2026

Mi. 16.09.2026

Mi 28.10.2026

FLEISCHRINDERTAG

Fleischrinderbullenauktion

Absetzer

Absetzer

Absetzer

DIE SCHAU

25. und 26.09.2026

TERMINE ZUM VORMERKEN

21.04.2026

Best of Färsenchampionat

Groß Kreutz

IMPRESSUM

25.04.-04.05.2026

20.05.2026

23.06.2026

25.06.2026

02.07.-04.07.2026

28.08.-30.08.2026

25.09.-27.09.2026

02.10.-04.10.2026

09.10.-11.10.2026

23.10.-25.10.2026

30.10.-01.11.2026

10.11.-13.11.2026

27.11.-29.11.2026

03.12.2026

Mannheimer Maimarkt

Fleischrinder-Vortragsveranstaltung

Generalversammlungen LTR und TVL

Mitgliederversammlungen HVL und ZBH

Bundesjungzüchtertreffen des VdJ

Bundesjungzüchtertreffen des VdFJ

Grüne Tage (geplant mit Fleischrinderschau)

Bundesschau Highland-Cattle

Bundesschau Charolais

Bulldog Messe

Herbstmesse

EuroTier

Tag der Züchterjugend

Vortragstagung Zukunft Milch

Mannheim

Walldorf

Laasdorf

Alsfeld

Neumünster

Laasdorf

Erfurt

Alsfeld

Alsfeld

Alsfeld

Alsfeld

Hannover

Alsfeld

Alsfeld

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QZEIT APRIL 2026


RZE 137

EXTERIEURSTAR

AUS DER KANU-

FAMILIE

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→ Genetik ohne Kompromisse.

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