achtneun_April2026
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acht.neun
N° 20
APRIL 2026
Dein Stadtmagazin
für Ulm,
Neu-Ulm
und die
Region
CHEFSACHE
Neu-Ulms Oberbürgermeisterin
Katrin Albsteiger ist bereit
für ihre zweite Amtszeit.
Taktvoll
Der erste Kapellmeister
des Theater Ulm Panagiotis
Papadopoulos im Porträt.
Untergrund
Beton, Neonlicht und Parkplatzromantik:
die „Neue
Mitte“ wird zum Laufsteg.
Nachgehakt
Was macht eigentlich
Christoph Geigenberger,
der Gründer der Ulmer
Spielschachtel?
Gartenmöbel Saisoneröffnung
neue Trends entdecken
Große Auswahl auf über 2.600 m
2
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Inhalt
3
acht.neun
Dein Stadtmagazin
für Ulm,
Neu-Ulm
und die
Region
Editorial
5 24 38
6
Ulm Styles
Modisch im Parkhaus Neue Mitte
Was macht eigentlich?
Christoph Geigenberger,
Gründer der Ulmer Spielschachtel
im Porträt
KATRIN ALBSTEIGER
Die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin
im Gespräch.
Spotted
Mode, Beauty, Einrichtung
und Leckereien in Ulm entdeckt
Wir sind Ulm
Im Gepräch mit dem 1. Kapellmeister
des Ulmer Theaters Panagiotis
Papadopoulos
26
30
Genussvolle Randnotiz
Jens Gehlert über Wein,
Reisen und mehr
Veranstaltungen
Wohin in Ulm und um Ulm herum?
Termine für April
42
44
Stadtflimmern
Was gibt es Neues in Ulm, Neu-Ulm
und drumherum?
Pommes & Pommery
Genuss-Gedanken von
Prof. Dr. Martin Hörmann
12
22
Gesundheit - Mit Herz & Hirn
Frühlingsgefühle
36
Bilder sprechen Bände
Gugelfuß Partnertag
und Flohmarkt im Gleis 44
Ich schwör‘s!
Die acht.neun-Kolumne
62
66
acht.neun
Wohnmarktbericht 2026
Editorial : acht.neun
5
April, April haben wir uns dieses Jahr schon im März gedacht.
Nachdem sich unsere Frühjahrsausgabe mit der Titelgeschichte
über Lu Patscheider gerade auf dem Weg zu den
Auslagestellen befand, erreichte uns die Nachricht, dass er
sein veganes Restaurant „Virtshaus“ überraschend geschlossen
hatte. Ob und wie es weitergeht, darüber wurde in der
Folge heftig spekuliert. Bis heute gilt: „Nichts Genaues weiß
man nicht“. Nur wenige Tage vor der Schließung hatten wir
mit dem veganen Koch noch ein ausführliches Gespräch geführt.
Für die spätere Entwicklung gab es keinerlei Anzeichen.
Für einen vorgezogenen Aprilscherz hielt Neu-Ulms Oberbürgermeisterin
Katrin Albsteiger vielleicht auch – einen kurzen
Moment lang – ihr Wahlergebnis. 60 Prozent der Stimmen
konnte die 42-jährige Rathauschefin auf sich vereinen.
Für uns war das natürlich ein Grund, mit ihr über Berufliches
und Privates zu sprechen.
Auch in dieser Ausgabe blicken wir wieder hinter die Kulissen
spannender Persönlichkeiten aus der Region. Für unsere
Rubrik „Was macht eigentlich“ haben wir mit Theatermacher
Christoph Geigenberger gesprochen. Der Pädagoge erzählt
von seinem Weg und der Entstehung des Ulmer Kinder- und
Jugendtheaters „Spielschachtel“ sowie des „Luftikuss“.
In unserer Rubrik „Wir sind Ulm“ stellen wir euch den griechischen
Dirigenten Panagiotis Papadopoulos vor. Die Geschichte
des „1. Kapellmeisters“, so seine offizielle Berufsbezeichnung,
zeigt, wie man sich schon in jungen Jahren ein Ziel
setzen und anschließend konsequent verfolgen kann.
Modebewusst wird es ebenfalls: Unsere Seite „Ulm Styles“
steht diesmal unter dem Motto „Fashion Down Under“. Anlass
ist das 20-jährige Jubiläum des Parkhauses „Neue Mitte“
– eine Location, die wir kurzerhand zum Laufsteg gemacht
haben.
Premiere feiert in dieser Ausgabe die neue Medienseite „Gute
Unterhaltung“. Ab sofort versorgt euch unsere Redaktion monatlich
mit Tipps zu Filmen, Serien, Büchern, Podcasts und
Musik. Eine der Kategorien wird zukünftig von einer Persönlichkeit
aus der Stadt kuratiert. In dieser Ausgabe ist das der
Ulmer Oberbürgermeister Martin Ansbacher.
Und noch eine Neuerung: Die Gesundheitskolumne bekommt
Zuwachs. Neben Orthopäde und Sportmediziner Dr.
Dorfmüller kommen künftig im Wechsel auch die Fachärzte
für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, PD Dr.
Eva Rothermund-Nassir und Prof. Dr. Harald Gündel, zu
Wort. Während Dr. Dorfmüller weiterhin orthopädische Themen
beleuchtet, widmen sich die beiden der seelischen Gesundheit.
Den Auftakt macht das Thema „Frühlingsgefühle“.
Wie immer wüschen wir euch viel Freude beim Lesen dieser
Ausgabe!
acht.neun
6
Titelthema : KATRIN ALBSTEIGER
KATRIN ALBSTEIGER
Zwischen Familienleben,
Podcasts und zweiter Amtszeit
acht.neun: Frau Albsteiger, herzlichen Glückwunsch zum
Wahlsieg. Sie konnten Ihr Ergebnis bei dieser Wahl auf 60
Prozent steigern. Wie groß war der Faktor Albsteiger?
Katrin Albsteiger: Wie viele Kommunen steht auch Neu-
Ulm vor großen Herausforderungen. Unsere Stadt ist jedoch
gut aufgestellt. Als Oberbürgermeisterin habe ich gemeinsam
mit unserer engagierten Verwaltung in den vergangenen Jahren
intensiv an der Zukunftsfähigkeit unserer Stadt gearbeitet.
Ich denke, das wurde von den Bürgerinnen und Bürgern
honoriert. Eine Bürgermeisterwahl ist aber auch immer eine
Persönlichkeitswahl. Die Menschen haben ein gutes Gespür
dafür, ob sich jemand mit der Stadt identifiziert – und das tue
ich voll und ganz. Ich mag und schätze die Menschen, die hier
leben, und versuche, für die unterschiedlichen Interessensgruppen
stets ein offenes Ohr zu haben. Im Übrigen heißt es
auch Bürgermeisterin und nicht Schreibtischmeisterin. Verstehen
Sie mich nicht falsch: Natürlich gehört die Arbeit am
Schreibtisch dazu, aber der direkte Kontakt zu den Menschen
ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. Als Oberbürgermeisterin
bin ich zudem das Bindeglied zwischen Verwaltung,
Bürgerschaft und Stadtrat. Diese Aufgabe erfüllt mich
mit großer Freude und das scheint sich auch im Wahlergebnis
widerzuspiegeln.
Mit welchen Gefühlen sind Sie am Morgen nach der Wahl
aufgewacht?
Einen langen Wahlkampf und das Amt der Oberbürgermeisterin
zu vereinen ist ein kräfteraubender Balanceakt. Für Luftsprünge
war ich am Morgen nach der Wahl deshalb einfach
zu erschöpft. Natürlich war ich glücklich über das fantastische
Wahlergebnis. Vor allem aber dankbar für das Vertrauen, das
mir die Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen haben. Dieses
Vertrauen gilt es jetzt in den nächsten Jahren zu rechtfertigen.
Ich möchte auch nicht verheimlichen, dass mir ein Stein
vom Herzen gefallen ist, dass es zu keiner Stichwahl gekommen
ist.
„In der Politik spielen
viele Faktoren eine
Rolle: die richtige Zeit,
der richtige Ort, die
passende Gelegenheit.“
Ulm und Neu-Ulm sind Schwesterstädte mit gemeinsamen
Anliegen, aber auch eigenständigen Interessen. Wie
würden Sie Ihr Verhältnis zum Ulmer Oberbürgermeister
Martin Ansbacher beschreiben?
Wir haben sowohl auf privater als auch auf beruflicher Ebene
ein sehr gutes Verhältnis. Dieses musste jedoch zunächst
wachsen. Vor seiner Wahl kannten wir uns nur flüchtig, deshalb
mussten wir uns erst kennenlernen und uns aneinander
herantasten. Dabei hat sicherlich geholfen, dass wir uns
in ähnlichen Lebensrealitäten befinden: Wir sind beide verheiratet
und haben Töchter im gleichen Alter. Inzwischen
werden wir von außen als stimmiges Team wahrgenommen,
so wird es zumindest an mich herangetragen. Letztendlich
vertreten wir jedoch die Interessen unserer jeweiligen Städ-
7
te, dafür wurden wir gewählt. Das verläuft nicht immer ganz
konfliktfrei, die Kommunikation bleibt aber stets fair und auf
Augenhöhe. Gunther Czisch, der Vorgänger von Martin Ansbacher,
hat einmal sinngemäß gesagt, dass Ulm und Neu-Ulm
sich nicht einfach scheiden lassen können, letztlich müssen
wir immer im selben Bett schlafen. Deshalb hat die Suche
nach gemeinsamen Lösungen für uns stets Priorität.
Wenn Sie an die nächsten sechs Jahre Ihrer Amtszeit denken:
Welche Aufgaben sehen Sie als vordringlich an?
Bildung, Kinderbetreuung und verlässliche Rahmenbedingungen
für Familien sind mir ein Herzensanliegen. Gleichzeitig
müssen wir beim Wohnungsbau weiter Tempo machen.
Auch die Verkehrsinfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor,
und die Wirtschaft benötigt gerade in diesen Zeiten
Verlässlichkeit sowie ausreichend Entwicklungspotenzial.
Darüber hinaus sind Vereine, Kultur und Ehrenamt tragende
Pfeiler unserer Gesellschaft, die entsprechend unterstützt
werden müssen. Lassen Sie mich aber in aller Deutlichkeit
sagen: An vorderster Stelle stehen die Finanzen. Ohne einen
soliden Haushalt sind wir nicht ausreichend handlungsfähig.
Die Finanzlage der Kommunen ist bundesweit angespannt.
Eine vernünftige Wirtschaftspolitik hat – dort, wo wir sie beeinflussen
können – daher eine sehr hohe Priorität.
Sie haben während Ihres Studiums einige Zeit in Australien
verbracht. Was haben Sie aus dieser Zeit für sich mitgenommen?
Ich habe dort internationale Politik studiert, unter anderem
„Post-Cold War International Relations“. Besonders spannend
war dabei der Blick auf Deutschland von außen. Prä- ▶
Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger
wurde im März zum zweiten Mal gewählt.
Foto: Atelier Schlieper
8 Titelthema : INTERVIEW
KATRIN ALBSTEIGER
Fotos: Atelier Schlieper
9
Der direkte Kontakt zu den
Menschen ist ein wesentlicher
Bestandteil ihrer Arbeit.
Katrin Albsteiger sagt dazu:
„Es heißt ja auch
Bürgermeisterin und nicht
Schreibtischmeisterin.“
gend war diese Zeit vor allem auf persönlicher Ebene. Es war
die einzige Phase in meinem Leben, in der ich ausschließlich
für mich selbst Verantwortung getragen habe. Ich bin zudem
wochenlang allein durchs Land gereist, dabei lernt man sich
selbst ziemlich gut kennen. Man merkt plötzlich, wie weit
man wirklich von zu Hause entfernt ist. In Deutschland konnte
ich meine Eltern jederzeit anrufen, wenn etwas war. Einmal
habe ich tatsächlich meinen Vater angerufen und gesagt:
„Papa, ich habe vergessen zu tanken und stehe jetzt auf der
Autobahn.“ (lacht) In Australien ging das natürlich nicht, am
anderen Ende der Welt musste ich die Dinge selbst lösen, und
das lässt einen schnell erwachsen werden.
Und wie kamen Sie mit den berühmten australischen Tieren
zurecht?
Vor Schlangen habe ich tatsächlich keine Angst – ich habe
mir sogar einmal eine um den Hals legen lassen. Die Spinnen
dort hingegen sind schon eine ganz andere Liga. Daran gewöhnt
man sich allerdings schneller, als man denkt.
Ist Familie Albsteiger heute eine Fernreise-Familie?
Momentan sind wir eher in Europa unterwegs – Kroatien,
Italien oder Österreich. Oft reisen wir dabei auch gemeinsam
mit Freunden. Bevor wir Kinder hatten, sind mein Mann und
ich aber gerne weiter gereist, zum Beispiel nach Kanada. Afrika
oder Asien stehen noch auf unserer Liste, das heben wir
uns für später auf, wenn die Kinder etwas älter sind.
Sind Sie im Urlaub trotzdem immer erreichbar?
Ich habe sehr gute Stellvertreter, die während meiner Abwesenheit
im Dienst sind. Mein Stellvertreter übernimmt dann
die Verantwortung, und das funktioniert sehr gut. Mir ist
wichtig, auch Vertrauen zu haben. Natürlich gibt es Bürgermeisterinnen
und Bürgermeister, die selbst im Urlaub ständig
den Laptop dabeihaben. Ich versuche jedoch, wirklich abzuschalten.
Wenn etwas Dringendes ist, bin ich selbstverständlich
erreichbar. Länger als zehn Tage am Stück Urlaub habe
ich tatsächlich nie gehabt.
Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade reisen oder Politik
machen?
Sport ist für mich der wichtigste Ausgleich. Ich gehe sehr
gerne joggen und mache außerdem Krafttraining und Yoga.
Beim Joggen bin ich ziemlich konsequent – zwei- bis dreimal
pro Woche schaffe ich das meistens. Das brauche ich einfach,
um den Kopf freizubekommen. Außerdem schaue ich sehr
gerne Sport, vor allem Basketball, Fußball und Handball – sowohl
live als auch im Fernsehen. Ich habe auch einen Labrador,
mit dem ich sehr gerne spazieren gehe oder wandere. Viel
Zeit verbringe ich natürlich auch mit meiner Familie.
Lesen gehört ebenfalls dazu?
Ja, am liebsten tatsächlich Thriller. Aber ich lese auch Sachbücher,
Geschichtsbücher oder Biografien. Besonders die Bücher
von Michelle und Barack Obama haben mir sehr gut gefallen.
Außerdem höre ich viele True-Crime-Podcasts, etwa „Mord
auf Ex“, „Zeit Verbrechen“ oder „Mordlust“. Oft beim Joggen
oder im Auto. Letzten Herbst bin ich einmal früh morgens
joggen gegangen, es war sehr neblig, und ich habe ein ziemlich
düsteres Hörbuch gehört. Das war dann doch ein bisschen
gruselig, vielleicht nicht die beste Kombination. (lacht)
2012 schrieb Die Welt über Sie: „Eine Frau, die weiß, was
sie will.“ Fühlen Sie sich gut getroffen?
Das ist eigentlich ganz spannend, denn ich glaube, dass ich
2012 noch gar nicht genau wusste, was ich wollte. (lacht)
▶
acht.neun
10
Titelthema : KATRIN ALBSTEIGER
Heute bin ich über 40, und ich finde, das ist ein großartiges
Alter. Jetzt weiß ich definitiv, was ich will. Wenn diese
Überschrift heute erscheinen würde, würde ich sagen: Ja,
das passt. Rückblickend wirkt mein Weg vielleicht ziemlich
geradlinig. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits verheiratet,
wusste, dass ich eine Familie möchte, und arbeitete im politischen
Umfeld. Der genaue Weg war damals jedoch überhaupt
nicht klar. In der Politik spielen eben viele Faktoren
eine Rolle: die richtige Zeit, der richtige Ort, die passende
Gelegenheit.
Wie wichtig ist dabei Netzwerken?
Das ist sehr hilfreich, ja. Politik funktioniert nicht allein. Man
braucht Menschen, die einen unterstützen – und umgekehrt.
Ein Netzwerk ist auch deshalb wichtig, weil man weiß, wen
man fragen kann. Gleichzeitig ist es keine Einbahnstraße.
Gerade das Zusammenspiel zwischen kommunaler Ebene
und Landes- oder Bundespolitik ist entscheidend. Man darf
jedoch nicht vergessen: Netzwerken kostet Zeit und passiert
selten zwischen neun und fünf.
Nur einer der Gründe für ihren Wahlsieg: Katrin Albsteiger
identifiziert sich voll und ganz mit Neu-Ulm.
Foto: Atelier Schlieper
„Einer Stadt, in der
nur gearbeitet und
gewohnt wird, fehlt es
an Lebensqualität“
Auf Instagram zeigen Sie viel aus Ihrem Alltag als Oberbürgermeisterin.
Warum ist Ihnen das wichtig?
Weil man gerade jüngere Menschen heute anders kaum noch
erreicht. Natürlich wünscht man sich, dass mehr junge Menschen
zu Veranstaltungen kommen. Aber die Realität ist eine
andere. Wenn man sie erreichen und informieren möchte,
muss man auch dort präsent sein, wo sie unterwegs sind –
und das ist eben Social Media.
Betreuen Sie Ihren Account selbst?
Meinen privaten Account betreue ich komplett selbst. Dahinter
steckt mehr Arbeit, als viele denken. Wenn im Alltag
besonders viel los ist, läuft es dort manchmal ruhiger. Mir
ist wichtig, dass alles authentisch bleibt – ich möchte nichts
künstlich inszenieren.
Was macht Neu-Ulm aus Ihrer Sicht besonders?
Einer Stadt, in der am Ende nur gearbeitet und gewohnt wird,
fehlt es an Lebensqualität. Deshalb ist Stadtentwicklung ein
Dauerbrenner, und Neu-Ulm befindet sich hier auf einem
guten Weg. Was unsere Stadt ausmacht, ist diese besondere
Mischung. Wer es urban mag, findet in unserer Innenstadt
ein echtes Großstadtgefühl. Vielleicht nicht wie in einer Metropole,
aber wir sind Teil einer Doppelstadt mit fast 200.000
Einwohnerinnen und Einwohnern, und das spürt man.
Neu-Ulm bietet kurze Wege, direkte Einkaufsmöglichkeiten,
attraktive Parkanlagen und eine hohe Aufenthaltsqualität.
Wir haben vieles, was Menschen an großen Städten schätzen:
Einkaufserlebnis, Kultur, Konzerte, Veranstaltungen,
Spitzen- und Breitensport und nicht zuletzt ein tolles gastronomisches
Angebot. Viele sagen mir, sie hätten gar nicht gewusst,
dass man in Neu-Ulm so gut essen kann. Da haben
wir beim Image sicher noch Potenzial. Zudem gibt es entlang
der Donau wunderbare Erholungsräume und einen Blick auf
Ulm, der wirklich einzigartig ist. Historie, Architektur, Natur
und Urbanität liegen bei uns sehr nah beieinander. Genau das
macht Neu-Ulm lebenswert.
Interview: Saskia Mohr & Karsten Sander
11
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acht.neun
12
Stadtflimmern : STADTNOTIZEN
Foto: Steffi Müller
Sebastian und Valentina Smajli betreiben seit Dezember
die „Escobar Italia“ in Ulm-Wiblingen.
Wohnzimmerflair in der Escobar Italia
Das Ehepaar Sebastian und Valentina Smajli betreibt seit Dezember
die „Escobar Italia“ in der Biberacher Straße 19 in Ulm-Wiblingen.
Beide sind in Wiblingen aufgewachsen und vermissten während
ihrer Jugendzeit einen Treffpunkt im Ulmer Stadtteil: „Es gab hier
nie irgendetwas, wo alle zusammenkommen konnten, alle waren
überall verteilt – oder man musste nach Ulm reinfahren“, erinnert
sich das Paar. Beide haben schon Erfahrungen in der Gastro. Er als
Aushilfe bei einem befreundeten Gastronomen und sie kellnerte
während ihrer Abizeit. „Sebastian kocht gern, kann gut mit Menschen
– wir sind gern Gastgeber, ein Lokal war schon immer ein
heimlicher Wunsch“, erklärt Valentina Smajli.
Auf der Karte des Lokals steht italienisches Essen: Pasta, Pizza,
Salate – „Italienisch ist unsere Lieblingsküche und Pizza/Pasta
unser Lieblingsessen“, sagen beide auf die Frage, warum sie
sich entschieden haben, italienische Küche anzubieten. Dass die
Preise günstig sind, war ihnen besonders wichtig, damit sie alle
ansprechen, auch die mit weniger Geld in der Tasche.
Kakao und Kaffee im Botanischen Garten probieren
Wo treffen Kaffeebohnen auf Kakaobohnen? Entweder in einer
vorbildlichen Öko-Mischkultur in Südamerika – oder im Botanischen
Garten der Universität Ulm bei einem Workshop. 20 Teilnehmer
standen um einen Kaffeebaum im Gewächshaus, in dem
zu Forschungszwecken Pflanzen des Hochlandregenwaldes kultiviert
werden.
Nele Hönig, Studentin fürs Lehramt Biologie und Chemie, erklärte,
dass die Coffea arabica am besten im Schatten anderer Bäume
gedeiht, „und eben nicht in reinen Plantagen in der vollen Sonne“.
Wie unterschiedlich allein die Arabica-Kaffees schmecken,
weil die Kirschen und Bohnen etwa in Peru, Äthiopien, Brasilien
und Kolumbien jeweils anders behandelt und getrocknet werden,
erfuhren die Workshop-Teilnehmer bei einer Kaffee-Verkostung.
Nele Hönig machte es vor und schlürfte eine Kostprobe geräuschvoll
vom Esslöffel. Der Kaffee aus Kolumbien mundete am
besten, waren sich die Verkoster einig. Neben diesem bietet der
Botanische Garten noch viele weitere Workshops an.
Studentin Nele Hönig erklärte die Biologie des Kaffeebaums
(links).
Foto: Carolin Stüwe
KLOSTER WIBLINGEN
13
ORT ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher
schlemmten sich durch die BROBIERA!
BROBIERA! – Genussmesse in Neu-Ulm
Mitte März fand im und rund um den Neu-Ulmer Wiley
Club die Genussmesse BROBIERA! statt. Die Messe, die
seit Jahren Feinschmecker und Genießer aus der Region
anzieht, bot auch in diesem Jahr ein vielfältiges
Programm aus regionalen Manufakturen und handgemachten
Produkten.
Über 39 Aussteller, darunter Food Trucks, Destillerien
und lokale Händler, präsentierten ihre Köstlichkeiten,
die von Aufstrichen und Kaffee bis hin zu Soßen,
Eis, Wurstwaren, Wein und schwäbischen Spezialitäten
reichten. Die Besucher hatten die Möglichkeit,
die Produkte vor Ort zu probieren und sich direkt mit
den Herstellern über die Herstellung und Zutaten
zu informieren. Ein weiteres Highlight war die Open
Stage Bühne, auf der regionale Künstler und Bands
wie A-Voice, SASSI und DJFUNKED! das Publikum mit
ihrer Musik unterhielten. Die Atmosphäre war ebenso
kulinarisch wie musikalisch ein Genuss.
Die Veranstalter von BROBIERA! haben erneut unter
Beweis gestellt, dass Qualität und Regionalität im
Trend liegen. Die Messe war ein voller Erfolg und bot
eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfalt und Kreativität
der lokalen Manufakturen zu entdecken. Auch
im kommenden Jahr wird es die Messe wieder geben.
Bild: Brobiera!
BIBLIOTHEKSSAAL – MUSEUM IM KONVENTBAU
ÖFFNUNGSZEITEN:
Di bis So und an
Feiertagen 10-17 Uhr
Mach die Welt ein Stück
besser. Dein soziales Ja!
Infotelefon: 0172 / 67 51 283
Gerne auch via WhatsApp
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Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, ambulante und
stationäre Pflege, Krankentransport, Erste Hilfe Ausbildung
www.asb-ulm.org
Frederike.Fink@asb-ulm.org
INFORMATIONEN:
Klosterverwaltung Wiblingen
Schlossstraße 38, 89079 Ulm
Telefon +49 (0) 7 31 . 27 01 35 00
info@kloster-wiblingen.de
www.kloster-wiblingen.de
Arbeiter-Samariter-Bund
Baden-Württemberg e.V.
Region Ulm, Alb Donau,
Heidenheim, Aalen
14 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN
Foto: Steffi Müller
Jiri Grimaldi öffnet die Fabrik am Kepler. Damit öffnet
eine weitere Location im Quartier rund um
den Karlsplatz.
Jiri Grimaldi öffnet Fabrik am Kepler
Wer in Ulm gerne ausgeht, kennt ihn wahrscheinlich: Jiri Grimaldi.
Er arbeitet schon seit Jahren in der Ulmer Gastronomie. So stand
er bereits hinter dem Tresen vom Enchilada, war lange Jahre auch
Barkeeper in der Blaupause. Zuletzt war er im Anoa und in der Mudita
tätig. Nun eröffnete der 31-Jährige seine eigene Bar, die Fabrik
am Kepler in der Keplerstraße.
Hauptberuflich ist Grimaldi Grafiker bei einer Agentur in Ulm und
so hat er dem neuen Laden auch seine eigene Handschrift verpasst.
Das Farbkonzept hat viel Blau, in Anlehnung an den Namen
Fabrik. „Wir arbeiten im Blaumann und produzieren hier ja auch
etwas. Ob ein Getränk oder einen coolen Abend für die Gäste“,
zählt Grimaldi auf. Die blaugekachelte Bar ist das Herzstück. Hier
werden praktisch wie an einem Fließband die Getränke produziert.
Die Fabrik soll vor allem ein Ort werden, an dem Menschen
sich wohlfühlen. „Wir wollen schauen, dass sich eine kleine Community
aufbaut, Leute, die gerne kommen. Wir wollen ein Wohnzimmerfeeling
bekommen“, so Grimaldi
Ein glänzendes Comeback für Ehinger Schwarz
Am Hochsträß hat Ehinger Schwarz seine Büros und Werkstätten.
Die alteingesessene Ulmer Schmuckmanufaktur wurde vor einem
Jahr von der österreichischen Dorotheum-Gruppe übernommen.
Mit Erfolg, wie Karin Saey, die beide Firmen im Bereich Handel
leitet, bestätigt: „Natürlich war es am Anfang eine Herausforderung:
zwei vollkommen unterschiedliche Unternehmen mussten
zusammenwachsen. Aber ich finde, dass sich Ehinger Schwarz
wunderbar in die Dorotheum-Familie eingegliedert hat.“
In der Werkstatt am Hochsträß werden also weiterhin Musterstücke
ausgearbeitet, teilweise auch produziert. „Da haben wir
richtig Gas gegeben, wieder von null auf 100 hochgefahren“,
sagt Sina Geyer, die die operativen Geschäfte leitet. Bei der Anzahl
der Läden von Ehinger Schwarz hat sich nichts verändert,
nach wie vor gibt es acht Stores. Auch die Mitarbeiterzahl ist beständig.
Nach einem Jahr hat Karin Saey gesehen, mit wie viel
Leidenschaft sich die Mitarbeiter engagieren: „Das ist ein guter
Spirit hier vor Ort und in den Stores.“
Karin Saey (rechts) und Sina Geyer in der Werkstatt von
Ehinger Schwarz am Hochsträß. Sie sind stolz auf das,
was im ersten Jahr alles geschafft wurde.
Foto: Steffi Müller
15
Bild: Volkmar Könneke
Der neue „Münsterpass“: Mit der
Stempelkarte können mehrfache
Turmbesteiger die Sanierung unterstützen
und selbst gewinnen.
Besucherrekord! Erneut die Millionen-Marke geknackt
Acht Prozent mehr Menschen als im Vorjahr
waren 2025 im Ulmer Münster. „Das
ist neuer Besucherrekord“, so Iris Ettich,
Leiterin des Besucherbetriebs. In Zahlen
waren es 1.142.834 Menschen, im Durchschnitt
also 3131 Personen täglich.
Aktuell geht es im Turm bis zur zweiten
Besucherebene (102 Meter), das bleibt
auch heuer so. „Wir öffnen den letzten
Abschnitt zur dritten Ebene (142 Meter)
erst zum Münsterjubiläum 2027“, kündigt
Iris Ettrich an. Denn zuvor müssen
die kaputten Stufen der obersten Trep-
penspindel restauriert werden. Um das
Projekt zu unterstützen, gibt es die Aktion
„Mein Turmaufstieg“. Dabei können
Mehrfach-Turmbesteiger beim Turmwart
Stempel sammeln. Den „Münsterpass“,
gibt es im Shop. Bei drei Stempeln
kann man eine Führung über die Dächer
des Münsters gewinnen, bei neun Stempeln
nimmt man an der Verlosung des
„Stein des Jahres 2025“ teil. Der zehnte
Aufstieg ist kostenlos: Wer den absolviert
hat, gehört zur ersten Gruppe, die
2027 auf 142 Meter aufsteigen darf.
dertria : BRETTLE
S SS
Seit Mitte Dezember bringt das Brettle frisches, südländisches Flair in
die Ulmer Innenstadt. Das Bistro mit portugiesischem Ambiente verbindet
entspannte Atmosphäre mit kulinarischer Vielfalt. Reservierungen
sind bequem online möglich, spontane Gäste sind jedoch jederzeit
willkommen – auch einfach auf einen Drink.
Von Dienstag bis Freitag gibt es Frühstück bis 11.30 Uhr, samstags bis
14 Uhr. Besonders beliebt sind die Frühstücksplatten für zwei inklusive
Mimosas – wahlweise klassisch oder vegetarisch. Ab 12 Uhr stehen von
Dienstag bis Samstag mediterran-portugiesische Tapas auf der Karte.
Sie eignen sich ideal zum Teilen, Probieren und entspannten Genießen.
Am Sonntag ergänzt der Tapas-Lunch von 12 bis 18 Uhr das Angebot
und macht das Wochenende kulinarisch komplett. Ein besonderes
Highlight steht am 15. April mit der Terrassen-Eröffnung an. Außerdem
sorgen regelmäßige Events für Abwechslung: Jeden Mittwoch ist etwa
Tapas-Abend - wer zwei Tapas bestellt, bekommet ein Glas Wein aufs
Haus und donnerstags ist Muscheltag. Im Sommer gibt es monatlich
einen Paella-Abend sowie Musik- und DJ-Events. Geschlossene Gesellschaften
ab zehn Personen sind auf Anfrage möglich.
Rabengasse 10 | 89073 Ulm
Tel. 0731 / 378 608 80
www.brettle-ulm.de
Instagram: brettle_ulm
Öffnungszeiten:
Di-Do: 9:30 - 22:30 Uhr
Fr-Sa: 9:30 - 23:30 Uhr
So: 12:00 - 18:00 Uhr
acht.neun
16 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN
Foto: Isa Dahl & Daniel Wagenblast
Im Fruchtkasten kann man Isa Dahls Gemälde und ren von Daniel Wagenblast
Skulptu-
bestaunen.
Ausstellung im Fruchtkasten Ochsenhausen
Die Ausstellung FARB SPUR FERN WEG vereint die beeindruckenden
Werke der Malerin Isa Dahl und des Bildhauers Daniel Wagenblast
in der städtischen Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen.
Gemeinsam erforschen sie die komplexen Fragen von Raum und
Wahrnehmung, die unsere Welt umgeben. Isa Dahls Gemälde begeistern
durch ihre lebendige und strukturierte Malweise, die den
Betrachter in eine sinnliche und tiefgründige Erfahrung zieht. Ihre
dynamische Pinselschrift lädt dazu ein, die Intensität und Bewegung
der Malerei zu entdecken. Daniel Wagenblasts Skulpturen
bieten eine humorvolle und nachdenkliche Auseinandersetzung
mit dem physischen und gedanklichen Unterwegssein. Dynamik,
Witz und Abgründigkeit treffen auf Welten von Harmonie und
Schönheit.
Die Ausstellung läuft bis 10. Mai 2026 und kann donnerstags von 11
Uhr bis 19 Uhr sowie von Freitag bis Sonntag, jeweils von 11 Uhr bis
17 Uhr besucht werden.
Die Aussteiger: Die ungeschönte, aber
schöne Wahrheit über ein Leben im Internat
120 Schüler und Lehrer am Rande der Schwäbischen Alb auf einer
naturnahen Insel. Eigene Turnhalle, Tennisplatz, Billardtisch und
Telefonzelle: Seine Jugend hat Autor Florian Krauss Anfang der
1990er Jahre in Mössingen auf einem Internat verbracht und seine
Erlebnisse 35 Jahre später aufgeschrieben. Und die bieten jede
Menge Zündstoff für lustige und skurrile Geschichten.
Mit viel Humor erzählt Krauss von nächtlichen Ausstiegen aus den
Wohnheimen und drohenden Disziplinarstrafen, von legendären
Partys in der Schülerkneipe „Arche“ und dem Zusammentreffen
der unterschiedlichsten Charaktere, deren wertvolle Freundschaften
bis heute anhalten. Das Buch ist eine kurzweilige und
lustige Zusammenfassung aus autobiografischen Anekdoten und
Erlebnissen.
Florian Krauss wurde 1975 in München geboren. Der Diplom-Betriebswirt
und gelernte Musikalienhändler wohnt und arbeitet als
Fotograf und Ukulele-Dozent in Ulm, spielt in einer Band und hat
mehrere Bücher veröffentlicht.
Fotograf, Musiker, Ukulele-Dozent und Autor.
Florian Krauss hat ein neues Buch veröffentlicht.
Foto: Markus Imhof
dertria : SCHREINEREI NEUENDORF
17
S
Schon als Schüler wollte Max Neuendorf
(Bild Mitte) Schreiner werden. Heute
blickt er auf 60 erfolgreiche Jahre in
diesem Beruf samt eigener Schreinerei
zurück.
Holz bestimmt sein Leben und Holz hat für ihn Leben. Schon für den
zehnjährigen Max Neuendorf stand fest, dass er Schreiner werden
will. Und das wurde er dann auch. Am Anfang standen natürlich drei
Lehrjahre und es folgten fünf Gesellenjahre. 1962 legte der ehrgeizige
Schreiner in Ulm seine Meisterprüfung ab. Für den heute 87-Jährigen
war es schon bald klar, dass er selbst eine Schreinerei führen
will. Sein damaliger Ausbildungsbetrieb hatte finanzielle Probleme.
Der junge Schreinermeister griff zu, als er die Hälfte der Werkstatt
mieten konnte. Doch leider war das keine Lösung auf Dauer. Der Vermieter
des Betriebs in der Ulmer Multscherstraße ging in Insolvenz.
Neuendorf musste sich eine neue Bleibe suchen. Die fand er im Söflinger
Klosterhof. Jetzt hatte er zwar eine neue gemietete Werkstatt
(160 Quadratmeter) aber weder Maschinen noch Hobelbänke oder
gar Werkzeug. Dafür hatte der Schreinermeister Schulden.
Bei der Handwerkskammer Ulm, für die Neuendorf später jahrelang
ehrenamtlich tätig war, ließ man ihn abblitzen. Keine Sicherheiten,
keine Bürgen – kein Kredit. Deswegen musste Neuendorf viele Jahre
seine Schulden abstottern. Aber es kamen die ersten Aufträge
rein. Die fertiggestellten Möbelstücke wurden mit einem alten DKW
und Anhänger ausgeliefert. Schon bald hatte der neue Schreinerbetrieb
vier Mitarbeiter. Die Zuverlässigkeit und Qualität sprachen
sich herum. Es gab immer mehr private Aufträge. Das Spektrum war
zunächst ausschließlich der Innenausbau: Einbauschränke, Türen,
selbst gefertigte Holzdecken, Möbel.
Später kam auch noch der Messebau dazu. Ein Innenarchitekt und
Grafiker hatte den für alles Neue aufgeschlossenen Neuendorf zu
dieser Angebotserweiterung ermutigt. Viele Jahre war die Firma Neuendorf
in großen Messestädten vertreten und sicherte sich Aufträge
von namhaften Firmen im In- und Ausland. Nach 13 Jahren in Söflingen
war die dortige gemietete Werkstatt zu klein geworden. Max
Neuendorf baute von 1977 bis 1978 in Ulm-Jungingen, Franzenhaus-
erweg 8 auf 2700 Quadratmetern seinen heutigen modernen Betrieb.
Möbel und Innenausbau sind die hauptsächlichen Betätigungsfelder.
Zumeist zehn Mitarbeiter waren und sind für die Qualität und Zuverlässigkeit
im Einsatz. In den nunmehr sechzig Jahren seit der Firmengründung
bildete Max Neuendorf 42 Lehrlinge bzw. Ausbildende
aus. Sieben davon waren junge Frauen. Viele Mitarbeiter Neuendorfs
hatten und haben bei ihm eine berufliche Heimat gefunden. Zwei davon
begleiteten bzw. begleiten den Chef ein ganzes Arbeitsleben. Uli
Gröber war vom Beginn seiner Lehre 1967 bis zur Rente insgesamt 58
Jahre in der Firma. Herbert Ehni begann seine Lehre 1974 und ist heute
noch als Minijobber tätig.
Max Neuendorf - ein „Holzwurm“ mit Leib und Seele. Seine soziale Lebenseinstellung
hat schon vielen Institutionen geholfen. Sein eigenes
kleines Museum „Sammlung aus dem Leben“ hat er in den Betrieb
integriert. Viele Besucher erfreuen sich an jedem dritten Sonntag im
Monat an den liebevoll zusammengestellten Ausstellungsstücken,
die Neuendorf zum großen Teil selbst gefertigt bzw. restauriert hat.
Er bedauert es sehr, dass die Stadt Ulm vor Jahren nicht auf seinen
Vorschlag eingegangen ist, das Museum im alten Söflinger Bahnhof
zu installieren. Der an vielem Interessierte Neuendorf hätte die Ausstellungsräume
im Bahnhof auf eigene Kosten ausgebaut.
Sechzig Jahre Schreinerei Neuendorf. Neben mehreren jahrelangen
Tätigkeiten für die Handwerkskammer war Neuendorf u.a. sechs
Jahre Obermeister und auch fünf Jahre Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses
des Fachverbands der Landesinnung Baden-
Württemberg.
Max Neuendorf hat es nie bereut, Schreiner geworden zu sein.
Schreiner zu sein ist interessant, vielseitig und gestalterisch. Das
Arbeiten mit dem Naturmaterial Holz ist für den 87-jährigen immer
noch enorm wichtig für Leib und Seele.
18 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN
herr GEIS
Voll wertvoll, was du machst“; „Danke fürs Sichtbarmachen“;
„Ohne euch Schulsozialarbeiter wären wir Lehrer aufgeschmissen“
– Kommentare wie diese unter seinen Videos
freuen ihn sehr, sagt Jan Geis. „Denn ich mache das alles mit Leidenschaft.“
Damit meint er seine Arbeit und auch seine Kurzfilme für die
sozialen Medien. Seit Anfang des Jahres ist der 24-Jährige als „Herr
Geis“ auf Instagram und Tiktok unterwegs und postet humorvolle Videos
aus seinem Berufsalltag. Und das mit Erfolg: Seine Filme werden
tausendfach angeklickt, einige haben sogar die Millionengrenze an
Aufrufen geknackt.
Mit Vorurteilen aufräumen
Geis ist Schulsozialarbeiter an den IB Schulen in Ulm, einem privaten
Berufsschulzentrum, an dem schulische und berufliche Abschlüsse
erworben werden können. Aus seiner Erfahrung weiß er: „Sehr viele
Leute haben keine Ahnung, was Schulsozialarbeiter machen.“ So
kursiere etwa die Vorstellung, dass er den ganzen Tag „Chillen und
Billard spielen“ würde. „Oder es wird gefragt, wieso ich dafür studieren
musste.“ Geis will mit Vorurteilen aufräumen, informieren und
aufklären. „Denn der Beruf hat mehr Aufmerksamkeit verdient, als
er bekommt.“ Was aber macht seinen Berufsalltag nun wirklich
aus? „Wichtig ist es vor allem, zuzuhören“, sagt Geis. Von vielen
Schülerinnen und Schüler höre er, dass sie niemanden hätten, mit
dem sie über Probleme sprechen könnten. Und diese seien vielschichtig:
Selbstzweifel, schulischer Druck und Probleme in der Familie
etwa, Liebeskummer, psychische Probleme, soziale Phobien,
Depression. „Wenn jemand reden möchte, bin ich da.“ Doch er sei
kein Psychologe, kein Therapeut, betont er: Seine Aufgabe sei es,
zu beraten, zu unterstützen und etwa Therapiemöglichkeiten oder
andere Hilfen aufzuzeigen.
Ein Begleiter für die Schüler: Jan Geis
Auch die Eltern von minderjährigen Jugendlichen würden gegebenenfalls
mit ins Boot genommen, manchmal – etwa im Fall von
häuslicher Gewalt – auch das Jugendamt. Schicksalsschläge, viele
emotionale Themen – was die Jugendlichen mit sich tragen, wiege
oft schwer. „Auch wenn ich nur begrenzt helfen kann, weil ich dass
System und die Rahmenbedingungen nicht verändern kann, ist es
schön, etwas bewirken zu können.“ Dafür sei viel Beziehungsarbeit
nötig, lockere Gespräche, bei denen die Schüler ihn kennenlernen
und Vertrauen aufbauen können, etwa in der Pause. Und auch präventiv
ist Geis tätig, parallel zu seiner Stelle als Schulsozialarbeiter
gibt er auch Unterricht – der allerdings nicht benotet wird und
in dem es um soziales Lernen und Themen wie Mobbing oder Sucht
geht. Auch berät er die Schüler bei der Suche nach Praktikumsstellen
und auf dem Weg in den Beruf.
Geplatzter Traum
Das sein eigener Weg ihn als Sozialarbeiter in die Schule bringen
würde, hat er selbst lange nicht gewusst. Geis, der in Böfingen in
einer Lehrerfamilie aufgewachsen ist und am Anna-Essinger-Gymnasium
Abitur gemacht hat, wollte eigentlich Profifußballer werden
und spielte in der U19-Bundesliga. Als der Traum zerplatzte, sei
das hart gewesen. „Aber zum Glück hab ich etwas gefunden, was
ich mit eben so großer Leidenschaft mache.“ Nach einem Freiwilligen
Sozialen Jahr wusste er, dass er zwar in der Schule arbeiten,
aber nicht im klassischen Sinne unterrichten wollte und studierte in
Berlin Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Schulsozialarbeit. Nach
dem Abschluss kehrte er nach Ulm zurück. In einem seiner Posts
– 379.000 Aufrufe – thematisiert er seiner Fußballzeit. „Du merkst,
Pläne können sich schneller ändern, als du denkst“, schreibt er dort.
„Heute stehe ich nicht mehr im Stadion, sondern in der Schule. Und
ehrlich? Ich bin sehr glücklich damit.“ Denn: „Träume ändern sich.
Werte bleiben.“
Foto: Sonja Fiedler
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19
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20 Stadtflimmern : STADTNOTIZEN
250 meter ULM
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04
02
Fotos: Karsten Sander
03
05
21
01 | enni
Schon beim Betreten des Ladens steigt einem der Duft Italiens in
die Nase. Antonio Mennillo betreibt das Geschäft für italienische
Spezialitäten schon seit 1997 und ist damit ein Vorreiter der italienischen
Esskultur in Ulm. Im Laden gibt es alles, was Italienliebhaber
das Herz höher schlagen lässt. In der Frischetheke und den Regalen
stehen unter anderem hausgemachte Antipasti, Wurst- und Käsespezialitäten,
Olivenöl, Nudeln, Reis, Kaffeebohnen und natürlich
Vino. La dolce Vita in der Platzgasse.
02 | ieinei
Der renommierte Varta-Führer hat Lieblingseis zu einer der 20 besten
Eisdielen Deutschlands gekürt. Kein Wunder. Die Eis-Manufaktur
verwendet keine Vormischungen oder Fertigprodukte und verzichtet
auf künstliche Volumenverstärker sondern setzen auf pure Cremigkeit
und Intensität. Das Ergebnis sind Eiskompositionen die nicht
einfach süß, sondern intensiv nach echten Zutaten schmecken. Die
Eissaison kann beginnen.
03 | a t
Der Name des Friseursalons in der Platzgasse ist ein Wortspiel und
gleichwohl Programm. Klassische Schnitte und mehr gib es bei Suleiman
Khan, der in Pakistan seinen Beruf erlernt hat. 2023 hat er
dann seinen Friseursalon in der Platzgasse eröffnet. Fade, Strähnen
oder ein komplett neuer Look gehören ebenso zum Repertoire des
Friseurmeisters, wie klassische Haarschnitte. Herren, Damen und
Kinder erhalten im gemütlich eingerichteten Laden einen neuen
Look, oder einen frischen Schnitt.
04 | atrin nditrei
Seit fast einem Jahr werden in dem kleinen Laden kurz vor dem
Münsterplatz wunderbare Naschereien verkauft. Im Vordergrund
stehen Produkte aus klassischem Konditoren-Handwerk mit hohem
Anspruch an Qualität und Nachhaltigkeit. Verarbeitet werden ausschließlich
hochwertige und faire Rohstoffe. Das Sortiment umfasst
unter anderem Pralinen, Baumkuchen und individuelle Schokoladengeschenke.
Für ihre Pralinen wurde die Manufaktur mehrfach
ausgezeichnet, zuletzt 2025 mit Gold beim German Chocolate Award.
05 | irt arr
Das Konzept des modern und stilvoll eingerichteten Restaurants ist
einfach. Auf die Teller kommen Pizzen, die von traditionellen Rezepten
mit authentischen Aromen und handwerklicher Einfachheit
bis zu modernen Varianten mit hochwertigen Zutaten und außergewöhnlichen
Belägen reichen. Auffallend ist die große Auswahl an
Weinen aus verschiedenen Regionen, darunter Entdeckungen aufstrebender
Winzer. Ein Wohlfühl-Ort für Pizza-Liebhaber.
22 Kolumne : POMMES & POMMERY
POMMES & POMMERY
SCHON GEWÄHLT?
Meine Frau wirft mir regelmäßig vor, ich hätte
tausend Gedanken gleichzeitig im Kopf.
Ich widerspreche nicht. Es sind eher elftausend.
Ordentlich Schlange stehen sie jedenfalls
nicht. Eher geht es zu wie morgens im
Frühverkehr am Blaubeurer Ring. Beispiel
gefällig?
Mit dem Kirchengemeinderat saß ich in
Walters Hofwirtschaft in Gögglingen. Spanferkelrollbraten,
Kartoffelsalat. So richtig
herrlich schwäbisch schlonzig. Irgendwann
kamen wir vom Gemeindeleben zum Kino.
Ich sagte, viele neue Filme langweilten mich.
Zu viel Gewalt, zu wenig Zwischenton.
Und dann brach eine Diskussion los, auch
Actionfilme hätten eine theologische Dimension.
Zum Beispiel „Equalizer“. Denzel
Washington stellt seine Gegner stets vor die
Wahl: Entscheidet euch. Kehrt um. Oder ich
erledige das für euch. Dramaturgisch gut –
für die Betroffenen unerquicklich. Wer die
Wahl hat, hat die Qual.
Und plötzlich musste ich an Speisekarten
denken. Speisekartenphobie ist kein offizielles
Leiden. Aber ich kenne Menschen – auch
mich –, die vor einer Karte sitzen wie Hamlet
vor dem Totenschädel. Nicht aus Angst vor
Essen. Sondern aus Angst vor der Entscheidung.
Vor der Möglichkeit, etwas Besseres zu
verpassen. Vor dem Moment, in dem jemand
fragt: „Schon gewählt?“ Dieses „schon“ ist
das Problem.
Martin Hörmann ist
Rechtsanwalt in Ulm.
Tagsüber bewahrt er am
liebsten Unternehmen
vor dem wirtschaftlichen
Untergang. Abends rettet
er als leidenschaftlicher
Genussmensch
gerne Reste vom Teller
und genießt das kulinarische
Angebot seiner
Heimatstadt.
Vielleicht üben
wir an
Speisekarten nur
im Kleinen, was
uns im Großen
schwerfällt
Besonders in asiatischen Restaurants. Gebratene
Nudeln oder Reis? Dazu Optionen
– Tofu, Hähnchen, Rind, knusprige Ente,
Garnelen. Teriyaki, Szechuan, Kokos-Curry,
Süß-Sauer, Erdnuss-Kokos – welche Soße
darf es sein? Man kann kombinieren wie ein
Komponist. Und braucht dafür manchmal
länger als für manche Lebensentscheidung.
Im TO KYO in der Frauenstraße ist das anders.
Vielleicht liegt es am warmen Licht. Am
leisen Klackern der Stäbchen. Oder einfach
daran, dass man hier merkt: Es wird schon
gutgehen.
Und doch: Die Inhaber des TO KYO, Marcel
Flinspach und Besnik Ramadani, trafen eine
Entscheidung, die größer war als jede Soßenfrage.
Statt sicherer Karriere als Maschinenbauingenieure
wählten sie die Gastronomie.
Risiko statt Routine. Das beeindruckt. Lebensläufe,
die nur in eine Richtung verlaufen,
sind sterbenslangweilig.
Vielleicht üben wir an Speisekarten nur im
Kleinen, was uns im Großen schwerfällt:
uns festzulegen. Zu sagen: Das nehme ich
jetzt. Und nicht sofort wieder zu bereuen.
Im TO KYO in der Frauenstraße gelang mir
das erstaunlich gut. Gebratene Undo Nudeln
mit frischem Gemüse und Ei, knusprige
Entenbrust, Soße Süß-Sauer. Für einen
Moment war alles entschieden. Und genau
deshalb gut.
Einfach mal probieren.
23
Gerade im asiatischen Raum
kocht jede Region anders: Mal
scharf und würzig, mal mild und
süß. Das liegt unter anderem an
unterschiedlichen Zutaten, Klimazonen
und Essgewohnheiten.
Kein Wunder, dass die Auswahl
auf der Karte schwerfällt!
Fotos: privat
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acht.neun
24 Ulmstyles : FEEL GOOD
ulmSTYLES
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Fotos: Martina Strilic
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FASHION DOWN UNDER
Zwischen Beton, Neonlicht und Parkplatzromantik wird Ulms schönste Tiefgarage zum Laufsteg. An einem frischen Tag im März griffen noch viele
Nutzer der Garage zum Mantel – aber auch das in einer stylischen Art.
01 | Gutes Team: Renate und Carlo Engelbrecht – sie trägt ein Outfit in verschiedenen Grautönen von Schal über den Mantel, selbst der Regenschirm
ist dazu ein perfektes Match. Er setzt auf einen schlichten schwarzen Mantel mit Cordhose und markanter Schiebermütze 02 | Pink geht immer:
Defne trägt einen auffallenden Blazer, kombiniert mit lockerer Hosen – fröhlich, selbstbewusst und perfekt für den Frühling 03 | Kontraste: Janine
kuschelt sich in ihren blauen Strick-Poncho und kombiniert ihn perfekt mit Rock und braunen Boots – die orangene Haarmähne gibt dem Look den
Farb-Kick 04 | Beige von Kopf bis Fuß: Verena zeigt, wie man Ton-in-Ton so richtig stilvoll trägt. Kuschelmantel, Cordhose, Boots und Mütze – alles
im Einklang 05 | Eleganz pur: Schwarzer Mantel, schwarze Stiefel, blaue Jeans und Lederhandschuhe – Vlatka Kober trägt einen Look, der sitzt
06 | Klassisch: Julia setzt auf Nadelstreifen, einen großen Wollschal und feine Leder-Slipper – ein unkomplizierter Look, der ins Auge fällt 07 | Animal
Print: Marleen trägt ein locker fallendes Kleid im Zebra-Look, das mit kniehohen Stiefeln einen coolen Kontrast und gute Proportionen schafft
08 | Yoga-Look mit Fellpower: Lässig, stilvoll machen sich Kimora und Sohela auf den Weg in die Stadt – und mit zwei vierbeinigen Accessoires, die
jedes Outfit toppen
acht.neun
26 Ulm Styles Spezial : SCHÖNES ENTDECKEN
spotted
GENUSS
Süß trifft stark
Black Orange / 4,40 €
Fruchtig, kräftig und überraschend anders: Der „Black Orange“ kombiniert
frisch gepressten Orangensaft mit einem Espresso und einem Hauch Honig.
Was erst ungewöhnlich klingt, entpuppt sich schnell als echtes Lieblingsgetränk.
Die Süße der Orange trifft auf die herbe Note des Kaffees – perfekt ausbalanciert
und besonders erfrischend mit Eiswürfeln. Genau das Richtige für
die ersten warmen Tage im Jahr.
Genossen im:
Café Pagoni
Pfauengasse 23, Ulm
Instagram: pagoni_cafe
Muntermacher
FASHION
Kopfschmuck
Vintage Caps / 15 - 19 €
Ob in Beige/Creme, Rot oder Grau – diese Caps sind das perfekte
Accessoire, um jedes Outfit aufzuwerten. Locker, lässig und trotzdem
stylisch, so macht der Frühling gleich noch mehr Spaß!
Entdeckt im Café Calvi, wo man nicht nur lecker Café trinken,
sondern auch Vintage-Klamotten und Accessoires shoppen kann.
Gestöbert im:
Café Calvi
Neue Straße 83, Ulm
Instagram: calvi.ulm
27
ACCESSOIRE
Für die Wespentaille
Bestickter Gürtel / 59,90 €
Alles trist und grau? Von wegen – diese knallbunten Schmuckstücke
läuten den Frühling ein. Jeder Gürtel ist ein Unikat und setzt mit
seinen Farben und Mustern ein Statement. Sie werden in Peru von
Hand gefertigt und sind Fairtrade-Produkte.
Umgeschnallt:
Ulmer Weltladen
Pfauengasse 28, Ulm
Instagram: ulmer_weltladen
farbenfroh
GENUSS
Auf die Stulle fertig los!
Aufstriche und mehr / ab 4,90 €
Crunchy Nuss-Nougat, Dark Chocolate, Salzkaramell oder herzhaft: Zucchini Curry - das sind nur einige der feinen Aufstriche
von Principium Genussmanufaktur aus Gingen an der Fils. Die hausgemachten Aufstriche der Krämerei sind ohne künstliche
Zusatzstoffe handwerklich hergestellt.
Entdeckt bei:
K14 Concept Store/ Kapellengasse 14 / Ulm-Söflingen
Instagram: K14 Concept Store Ulm
Fotos: acht-neun
acht.neun
28 Medien : GUTE UNTERHALTUNG
GUTE UNTERHALTUNG
Was liest, hört oder sieht die Redaktion gerade. Auf dieser Seite findet ihr jeden Monat unsere Tipps für
längere Autofahrten oder eine Auszeit auf dem Sofa.
reingeschaut
reingelesen
Eine kalkuliert kontroverse Werbekampagne sorgte dafür,
dass die jüngste Verfilmung des Literaturklassikers
Wuthering Heights zu Beginn des Jahres in aller Munde
war. Doch hinterlässt die sehr lose und reduzierte
Adaption des komplizierten Stoffs etwas Bleibendes?
Mich überzeugten vor allem die ästhetischen Entscheidungen:
die starke, gerne irritierende Bildsprache, die
anachronistischen, völlig übertriebenen Kostüme, die
Künstlichkeit der Kulissen, die düstere Musik – ganz
im Dienst dieser grausamen, gänzlich unromantischen
Liebesgeschichte. // reingeschaut von Julika
Das Schweigen meiner Freundin von Giulia Baldelli
war für mich ein Highlight. Mir gefällt es, wie die Autorin
mit Zeitsprüngen spielt. Die Übergänge sind so
nachvollziehbar gestaltet, dass ich nie den Faden verloren
habe. Die kleine italienische Stadt, in der die Geschichte
einer schwierigen aber langen Freundschaft
zweier Frauen spielt, hatte ich beim Lesen wie einen
Film vor Augen: Altstadt-Gassen, sommerliche Hitze
und das Gefühl, dass dort jeder jeden kennt. Und
auch wenn das Ende nicht alles auflöst, fand ich die Geschichte
wunderschön. // reingelesen von Ulrike
reingehorcht
Mit ihrem Album Lux vermischt Rosalía orchestrale Dramatik, Chöre und elektronische
Klänge. Besonders der Song „Berghain“ hat mich überrascht: Es geht weniger um den Club,
sondern nutzt den Namen als Metapher für einen inneren Zustand, Sehnsucht und flüchtige
Momente. Die Mischung aus klassischer Wucht und mehrsprachigen Vocals wirkt unerwartet
und mutig. Das kunstvoll inszenierte Musikvideo macht den Track für mich zu einem
kleinen Kunstwerk. // reingehorcht von Saskia
reingehört
Podcasts sind für mich maximale Entspannung und Horizonterweiterung
zugleich. Besonders gern höre ich „Verbrechen“
(ZEIT), „Crime History“ (rbb), „Akte Südwest“ (SWP)
und „Das Wissen“ (SWR). Das Medium begeistert mich so
sehr, dass ich selbst zum Mikro gegriffen habe, unter anderem
für mein Format „HereinSpatziert“ sowie als Gast beim
städtischen „Ulmer Spatzengezwitscher“ und Regio TV.
// der Tipp
von OB Martin
Ansbacher
29
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30 Wir sind Ulm : PORTRÄTS INTERNATIONALER ULMER
Streben
nach
Perfektion
Panagiotis Papadopoulos im Porträt
Es scheint, als versinke Panagiotis Papadopoulos beim Dirigieren in eine Welt
aus Musik und Emotionen. Es ist eine eindrucksvolle Choreografie, unter Einsatz
seines ganzen Körpers. Während die rechte Hand der Musik mit dem Taktstock
Struktur und Ordnung verleiht, haucht die Hand der Herzseite dem Werk seine
Seele ein. Es sind mal sanfte, dann wieder energische Gesten. Großen ausschweifenden
folgen kleine, fast zackige. Papadopoulos Oberkörper wiegt sich im Meer
der Töne, neigt sich, verharrt und richtet sich im Takt der Musik wieder auf. Immer
wieder sucht er den Blickkontakt zum Orchester, findet ihn und taucht dann
wieder ab in die Partitur.
„Deutsch war
und ist für mich
die Sprache der
Musik.“
Foto: Tobias Rägle
Der erste Kapellmeister des „Theater Ulm“ ist ein Besessener, das spürt man sofort.
Aber er ist es auf eine sanftmütige, stille und bemerkenswert angenehme
Art. Panagiotis Papadopoulos ist ein auffallend freundlicher Mensch. Es fügt sich
ins Bild, dass er zum Gespräch auf die Sekunde pünktlich erscheint. Auf Fragen
antwortet der Dirigent nie spontan. Meist überlegt er kurz, schaut seinem Gegenüber
dabei in die Augen, so als wolle er die Dramaturgie des Gespräches mit dieser
Geste aufrechterhalten. Für seine Antworten wählt er die Worte mit Bedacht,
kein unüberlegter Satz kommt über seine Lippen.
Der heute 48-Jährige ist in der griechischen Hafenstadt Alexandroupolis als Sohn
eines Musiklehrers und einer Physiklehrerin zur Welt gekommen. Hier, kurz vor
der türkischen Grenze, verbrachte er eine unbeschwerte Kindheit und Jugend. Im
Hafen schaukelten die Fischerboote sanft auf den Wellen, der nahe gelegene lange
Sandstrand war ein nicht enden wollender Abenteuerspielplatz und der strahlend
blaue Himmel ein steter Begleiter dieser sorgenfreien Tage. Zog es Panagiotis Papadopoulos
einmal nicht ans Meer, spielte er mit seinen Freunden Fußball oder
stöberte in der umfangreichen Schallplattensammlung seines Vaters. Diese umfasste
ausschließlich klassische Werke und Jazz. Schon seit seiner Kindheit, in der
er Topfdeckel als Becken und Kochlöffel als Taktstöcke einsetzte, faszinierte ihn
31
Panagiotis Papadopoulos wurde in
Alexandroupolis, Griechenland geboren.
Sein Weg führte ihn über Thessaloniki,
Berlin und Lübeck, bis er 2022 nach Ulm
kam.
Foto: Asa Westerlund
vor allem die klassische Musik. Mit sieben Jahren konnte er
die Küchenutensilien endlich gegen ein Klavier eintauschen.
Keine vier Jahre später, in einem Alter, in dem andere Jungs
davon träumen Polizist oder Pilot zu werden, stand sein Entschluss
fest: Er wollte Musiker werden.
Stundenlang tanzten seine Finger täglich über die 52 weißen
und 36 schwarzen Tasten des Pianos. Zu dieser Zeit begann er
zudem mit einer Privatlehrerin Deutsch zu lernen. Die Frage,
warum er sich in diesem Alter für das Erlernen der fremden
Sprache entschied, beantwortet er ohne eine Sekunde zu
zögern: „Deutsch war und ist für mich die Sprache und das
Land der Musik“. Die Tage bis zu seinem Abitur verbrachte
er am Klavier, genoss das Leben am Strand und paukte Vokabeln.
Für sein Studium der Musikwissenschaften an der Aristoteles-Universität
zog er in die drei Autostunden entfernte
Metropole Thessaloniki. Die war das genaue Gegenteil seiner
Geburtsstadt. Die Millionenstadt war agil, umtriebig und laut,
nur das Meer erinnerte an vergangene Tage in Alexandroupolis.
Das Studium war fordernd. Zu Hause galt er als Talent, der
Zuspruch war ihm sicher, an der Uni aber waren alle talentiert
und ehrgeizig. Wer den anspruchsvollen Anforderungen der
Aufnahmeprüfung gerecht wurde, befand sich auf einem sehr
hohen Niveau. Über Erfolg und Misserfolg entschieden Nuancen.
Es sei eine harte aber glückliche Zeit gewesen.
„Ich fühlte mich schon früh zur deutschen, humanistischen
Tradition hingezogen, Kant, Goethe, Humboldt und vor allem
die klassische Musik haben mich geprägt“, sagt Panagio-
tis Papadopoulos und erinnert sich: „meine Freunde hielten
mich eh für einen Deutschen“.
Sein nächster Schritt führte ihn dann folgerichtig in die Bundesrepublik,
genauer gesagt nach Berlin. Nur wenige Jahre
nach dem Mauerfall wehte ein Wind der Veränderung durch
die Hauptstadt. Alles schien möglich, alles war in Bewegung.
Der 27-Jährige genoss die Aufbruchstimmung und pendelte
sein Leben zwischen Disziplin und Nachtleben aus. In der
Stadt an der Spree erwarb er sein Diplom im Studienfach
„Dirigieren“ an der „Universität der Künste“ und erste praktische
Erfahrungen sammelte er an der „Komischen Oper
Berlin“.
Der Versuch, die erste Festanstellung zu finden, glich dann
der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Deutschland verfügt
zwar über eine der dichtesten Orchesterlandschaften
der Welt, dennoch ist der Weg ans Dirigentenpult hart umkämpft.
Einer großen Zahl von Bewerbern stehen nur wenige
freie Stellen gegenüber. Eine dieser begehrten Stellen war
am „Theater Lübeck“ vakant. Nach einem anspruchsvollen
Bewerbungsprozess, der mit einem Probedirigat am Klavier
endete, erhielt Panagiotis Papadopoulos eine Anstellung als
„Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung“.
Mit Mitte dreißig hatte er den für ihn so wichtigen ersten
Schritt auf der Karriereleiter getan. In der Geburtsstadt der
Nobelpreisträger Thomas Mann und Willy Brandt fühlte er
sich von Beginn an heimisch. Die Nähe zum Meer, der skan-
acht.neun
32 Wir sind Ulm : PORTRÄTS INTERNATIONALER ULMER
dinavisch angehauchte Hafenstadt-Charme und das freundliche
„Moin, Moin“, das einem überall zur Begrüßung begegnet,
schufen schnell ein Gefühl von Heimat. Wenn er
über seine Zeit in der Hansestadt spricht, hat es fast etwas
Schwärmerisches. Lübeck und Papadopoulos – das schien
zu passen. Dennoch zog es ihn nach vier Jahren weiter, die
nächste Stufen der Karriereleiter musste erklommen werden.
„Ich fühlte mich schon
früh zur deutschen,
humanistischen
Tradition hingezogen.“
Am „Landestheater Mecklenburg-Strelitz“ sowie am „Theater
für Niedersachsen, Hildesheim“, bevor er sich 2022 in
Ulm auf die Stelle des ersten Kapellmeisters bewarb. Genaugenommen
ist das nicht ganz richtig. Schon vier Jahre zuvor
hatte er sich auf diese Stelle beworben, wurde aber nicht
eingeladen. Das konnte den zielstrebigen Musiker jedoch
nicht von einer erneuten Bewerbung abhalten. Beim zweiten
Anlauf lief es besser. Der Bewerbungsprozess umfasste
zwei Runden. Die erste bestand aus einer dreißigminütigen
Probe mit Orchester und Sängern. Die zweite war ein Überraschungsei.
Ohne Vorbereitung sollte er Verdis „Rigoletto“
dirigieren. Das Werk gehört zu den populärsten Opern
der Welt. Was aber für das Publikum leicht und melodisch
wirkt, verlangt vom Dirigenten höchste Präzision und ein
feines Gespür für dramatische Spannung. Dennoch, Panagiotis
Papadopoulos freute sich über die Aufgabe. Von Dirigenten
wird erwartet, dass sie nahezu aus dem Stand dirigieren
können, das gehört zu ihren Kernkompetenzen. Deshalb
sei er „cool, aber mit dem nötigen Respekt vor der Herausforderung“
an das Pult getreten. Außerdem, so sagt der gebürtige
Grieche, erfordere sein Beruf „Inspiration, Gespür
für das Unmögliche und das Streben nach Perfektion“. Damit
überzeugte Papadopoulos die Entscheidungsträger und
wurde 2022 mit einhelligem Votum zum 1. Kapellmeister
am Theater Ulm gewählt.
Er wurde einstimmig gewählt: Seit 2022 ist Panagiotis
Papadopoulos 1. Kapellmeister am Theater Ulm.
Seitdem wohnt er mit seiner Frau, einer Psychotherapeutin,
in der Münsterstadt. Ihre jetzt einjährige Tochter kam hier
zur Welt, sie sei eine „echte Ulmerin“, sagt der Familienvater
und bittet ausdrücklich darum zu betonen, wie wohl sich die
Familie in Ulm fühle.
Ins Donaustadion hat es der bekennende Borussia Dortmund-Fan
bislang noch nicht geschafft. Dafür aber ins Sternerestaurant
„Bibraud“. Bei einem Spaziergang sind er und
seine Frau am Restaurant vorbeigeschlendert. „Es hat so toll
gerochen, da haben wir spontan reserviert, das Essen war
dann eine Offenbarung. Alina Meissner-Bebrout vereint wie
ein Dirigent Handwerk und Kunst“, sagt Papadopoulos und
formuliert so ganz nebenbei das Selbstverständnis seines
Berufes.
Text: Karsten Sander
Fotos: Marc Lontzek
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Gemeinsam im Team betreuen wir Sie qualitativ
hochwertig und individuell. Ihre Gesundheit und
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acht.neun
34 Advertorial : Leben Wohnen Freizeit
VIER TAGE VOLLER IDEEN, INSPIRATIONEN UND ÜBERRASCHUNGEN
„LEBEN, WOHNEN, FREIZEIT“ KOMMT
Direkt nach den Osterferien heißt es wieder: schlendern,
entdecken und inspirieren lassen. Von Donnerstag, 16. April,
bis Sonntag, 19. April, öffnet die große Verbrauchermesse
„Leben, Wohnen, Freizeit“ ihre Tore auf dem Ulmer Messegelände.
Fünf Hallen, über 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und
ein buntes Bühnenprogramm machen die Messe zu einem Treffpunkt
für alle, die Lust auf neue Ideen rund um Alltag, Zuhause
und Freizeit haben.
Die Besucherinnen und Besucher können sich auf vier abwechslungsreiche
Messetage freuen – mit Tanztees, Lesungen, Modenschauen,
Mitmachaktionen und vielen Begegnungen. Auch zahlreiche
Vereine aus der Region präsentieren sich: vom Kampfsport
über Ropeskipping bis hin zur Rettungshundestaffel. Der Sonntag
steht ganz im Zeichen der Familie – mit Zaubershows, Kinderschminken
und einem Mitmach-Zirkus.
Fünf Hallen, viele Themen
Die Messe ist übersichtlich nach Themenbereichen gegliedert. In
Halle 7 dreht sich alles um Familie und Freizeit. Dort findet auch
die FAMfair statt – eine kleine „Messe in der Messe“, auf der
kreative Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region
ihre Ideen und Produkte speziell für Familien vorstellen. In Halle
6 wartet der größte Ausstellungsbereich: Bauen, Sanieren und
Wohnen. Mehr als 60 Anbieter zeigen hier Lösungen rund um Haus und
Zuhause – vom modernen Wohnkonzept bis zu aktuellen Technologien
für Heizung und Energie. Gerade das Thema Energie spielt eine große
Rolle: Viele Aussteller präsentieren Möglichkeiten, Energie selbst zu
erzeugen, effizient zu nutzen und Kosten zu sparen.
Mobilität, Outdoor und Probefahrten
Halle 4 gehört der Bewegung: Caravaning, Camping und Outdoor stehen
hier im Mittelpunkt. Dazu gibt es eine große Fahrzeug-Sonderschau.
Wer Lust hat, selbst aktiv zu werden, kann auf einem Parcours
verschiedene Fahrräder testen – darunter auch E-Bikes. Auch Segway-Scooter
laden zum Ausprobieren ein.
Genuss, Lifestyle und Haushalt
In Halle 3 dreht sich alles um Haushalt, Gesundheit, Mode und Lifestyle.
Und wer zwischendurch eine Pause braucht: Ein eigener Bereich
ist ganz dem Thema Essen, Trinken und Genießen gewidmet.
Eine Bühne für Begegnungen
Das Herz des Rahmenprogramms schlägt in Halle 5 auf der großen
Showbühne – jeden Tag mit einem eigenen Schwerpunkt:
• Donnerstag – Tag der Begegnung: Tanztee, Autorenlesungen
und Vorträge zu Gesundheit, Sicherheit und Reisen.
35
ZURÜCK NACH ULM
Fotos: RVG/Alexander Kaya (1,2,3); RVG/Felix Kästle (4)
• Freitag – Tag der nachhaltigen Mode: Modenschauen, Workshops
und Gespräche rund um nachhaltige Kleidung im
Rahmen der Fashion Revolution Week Ulm.
• Samstag – Tag der Vereine: Vereine aus der Region zeigen
ihr Können – mit Tanz, Kampfsport, Ropeskipping und vielen
weiteren Vorführungen.
• Sonntag – Familientag: Zaubershow, Mitmach-Zirkus, Seifenblasen-Show
und eine große Erlebniswelt für Kinder.
Zurück zum traditionellen Termin
„Vier sehr bunte Tage werden das“, sagt Stephan Drescher, Geschäftsführer
der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft (RVG).
„Eine Verbrauchermesse ist immer ein bisschen wie eine Wundertüte
– beim Bummeln entdeckt man oft Dinge, mit denen man gar nicht
gerechnet hat.“
Die Messe kehrt 2026 außerdem zu ihrem traditionellen Termin im April
zurück. „Viele Jahre fand sie genau um diese Zeit statt, und so kennen
sie die Menschen in der Region“, erklärt Drescher. „Wir erwarten
deshalb deutlich mehr Besucher als im vergangenen Jahr.“
Vier Euro Rabatt mit Postkarte
Wer beim Eintritt sparen möchte, sollte in den kommenden Wochen in
der Ulmer Innenstadt die Augen offen halten: Dort verteilt das Messeteam
lilafarbene Postkarten mit dem Messe-Logo. Wer eine dieser
Karten an der Tageskasse vorzeigt, erhält vier Euro Rabatt
auf den regulären Eintrittspreis.
Infos zur Messe
Die „Leben, Wohnen, Freizeit“ findet vom 16. bis 19. April
2026 auf dem Ulmer Messegelände statt. Geöffnet ist täglich
von 10 bis 18 Uhr.
Tickets gibt es bereits im Online-Vorverkauf.
• Erwachsene: 9 Euro
• Jugendliche ab 14 Jahren: 5 Euro
• Kinder bis 13 Jahre: Eintritt frei
Anfahrt: Vom Ulmer Hauptbahnhof aus erreicht man das
Messegelände in etwa zehn Minuten mit der Straßenbahn
(Linie 1). Für Autofahrer stehen rund
3.500 Parkplätze direkt am Gelände
zur Verfügung.
Scannen Sie für weitere Infos einfach
den nebenstehenden QR-Code.
acht.neun
36 Gesundheit : MIT HERZ & HIRN
FRÜHLINGSGEFÜHLE
An dieser Stelle schreiben
PD Dr. Eva Rothermund-Nassir und
Prof. Dr. Harald Gündel, Fachärzte
für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie, im Wechsel über
Psychosomatik und seelische
Gesundheit.
Der Hauptbahnhof Ulm an einem Frühlingsmorgen:
Menschen eilen, Koffer
rollen, Lautsprecherdurchsagen. Dann
plötzlich – zwei Personen erkennen sich,
bleiben stehen, lächeln, umarmen sich.
Ein kurzer Augenblick, der alles innehalten
lässt, als hätte die Welt verstanden,
worum es geht: Begegnungen.
Wenn im April die Sonne scheint und alles
heller klingt, kribbelt es nicht nur in
der Luft, sondern auch in uns – wir erleben
„Frühlingsgefühle“. Vielleicht ist das
kein jahreszeitliches Phänomen, sondern
die Erinnerung daran, wie sehr unser Leben
davon lebt, geteilt zu werden.
Der Philosoph Michael Zichy macht es
konkret mit seiner Teilhabetheorie: Sinn
entsteht am intensivsten, wenn wir anderen
wichtig sind – nicht aus Berechnung,
sondern weil man füreinander gut ist, weil
man einander die Mühe wert ist. Es geht
dabei nicht um die Suche nach Anerkennung,
sondern um ehrliches Interesse aneinander.
Am deutlichsten spüren wir das
im Verliebtsein: Wir fühlen uns gesehen,
gebraucht, verbunden.
Sinn ist kein Privileg der Liebe, sondern
eine Qualität jedes echten Miteinanders.
Guter Rückhalt in der Familie, Hilfe von
Freundinnen in einer Krise, Kolleginnen,
die Rückhalt geben, Nachbarn, die sich
Sinn durch
Beziehungen
macht
gesund und
lebendig.
unterstützen – all das sind Formen gelebter
Teilhabe.
Die Psychologin Tatjana Schnell hat herausgefunden:
Menschen, die Sinn in mehreren
Lebensbereichen erfahren – Arbeit,
Beziehung, Engagement – sind psychisch
widerstandsfähiger. Sinn wirkt wie ein seelisches
Immunsystem. Wer etwas beiträgt
und gleichzeitig eingebunden ist, bleibt stabiler,
zufriedener, gesünder. Als besonders
sinnstiftend hat sich Generativität herausgestellt:
das bedeutet, etwas für kommende
Generationen zu tun, zum Beispiel für die
Kinder, oder Enkel, oder für Schüler (zum
Beispiel Vorlesen…). Bei solchen Aktivitäten
blüht die Psyche auf. Vielfältige Sinnquellen
wie Familie, Hobbys oder ehrenamtliches
Engagement puffern Belastungen
ab – das sind Fakten aus Schnells Studien.
Auch die Harvard Grant Study belegt: Tiefe
Bindungen schützen besser als Geld vor
Erkrankungen und frühem Tod. Dabei
zählt Qualität: Drei echte Freunde lindern
Stress wirksamer als 100 Likes.
In diesem Sinn kann man „Frühlingsgefühle“
als mehr als Verliebt-Sein einordnen.
Sie erinnern uns daran, dass Leben
dort aufblüht, wo wir einander wichtig
werden. Lächeln Sie jemanden an, üben
Sie Zuhören. Sinn durch Beziehungen
macht gesund und lebendig.
37
So unterstützen Sie Frühlingsgefühle:
1. Aktives Zuhören: Legen Sie Ihr Handy weg, wenn
jemand Ihnen etwas erzählt, und sehen Sie Ihr
Gegenüber an. Probieren Sie mal aus, dem anderen
Gesprächsraum zu geben, indem Sie nicht sofort
etwas sagen, nachdem Sie eine Frage gestellt haben.
Versuchen Sie, drei Sekunden Gesprächspause
auszuhalten und erkunden Sie, was vom Anderen
kommt.
2. Neugierig für die Sicht des/der Anderen, auch
wenn´s schwer fällt: Versuchen Sie in Konfliktsituationen
einen weiten Blick zu bekommen und neugierig
zu werden auf die Sicht Ihres Gegenübers.
Fragen wie: „Was war da mit Dir los?“, oder „Was
hat Dich bewegt?“, oder „Was ging da in Dir vor?“,
können helfen diese Haltung einzunehmen.
3. Wertschätzung üben: Üben Sie positive Dinge an
anderen wahrzunehmen. Indem Sie sich z.B. vornehmen
fünf positive Dinge am Partner oder an der
Partnerin, an Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen
wahrzunehmen. Allein das Nachdenken wird
Sie bereits verändern. Wenn Sie so weit gehen, jemandem
etwas Positives zu sagen, dann setzt das
Oxytocin frei, was Bindung stärkt und besonders
gut für Ihre Herzmuskeln ist – und für die Ihres
Gegenübers.
Kolumne: Eva Rothermund-Nassir
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acht.neun
38
Ulmerinnen und Ulmer im Porträt : NACHGEFRAGT
eigentlich...
Christoph Geigenberger
Foto: Ulrike Hoche
Unzählige Kinder – und auch
Erwachsene – hat der Pädagoge
Christoph Geigenberger
im Luftikuss und in der
Spielschachtel unterhalten:
als Schauspieler, „Direktor“,
Musiker, Sänger und Puppenspieler.
Fotos: SWP-Archiv
Für das Treffen mit dem Theatermann Christoph Geigenberger
wäre das Stadthaus-Café die richtige Wahl gewesen. Nicht,
weil er da von allen Seiten gesehen wird, sondern weil dort an
der Decke ein riesiger fast originaler Nachbau des Schneiders
von Ulm hängt. „Den hat der Techniker von der Ulmer Spielschachtel
gemacht“, sagt Christoph Geigenberger – und schon
sind wir gelandet – mitten in der Vergangenheit. Doch wir
lassen den Schneider in aller Ruhe segeln und treffen uns im
Café Davina. Der bestellte Chai Latte kommt auf den kleinen
Tisch, und da ist auch noch genug Platz für die vielen lebhaften
Erinnerungen des studierten Pädagogen.
Mit einem leisen Lächeln im Gesicht rührt Geigenberger im
Glas, streut ein wenig Zucker auf den Milchschaum und legt
los … er erzählt von Situationen, die er heute schon erlebt hat.
Von Menschen, die er gerne beobachtet – und auch mal anspricht.
„Da sitzt doch immer eine Dame auf dem Münsterplatz,
die Kleinigkeiten verkauft. Wenn ich sie auf russisch
anspreche, leuchten ihre Augen und sie zitiert Gedichte aus
ihrem Heimatland, das ist eine hochgebildete Frau.“ Weshalb
kann er russisch? „Sprache ist mir unglaublich wichtig. Sprache
ist der Schlüssel für jede gute Begegnung. Meine Mutter
hatte in Belgrad studiert und serbisch gelernt. Von ihr habe
ich den Satz ,Wir sind gute Freunde‘ auf serbisch gelernt. Dieser
Satz ist für mich immer wieder eine Brücke bei Begegnungen.“
Förster wollte er werden, der junge Waldorfschüler, oder Bauer
oder Arzt oder Lehrer. Der gebürtige Münchner studierte
nach dem Abitur zunächst Philosophie sowie Biologie und
Kunst auf Lehramt. Nach dem Abschluss sollte es ans Medi-
zinstudium gehen und er bewarb sich um einen Studienplatz
in München. „Einer meiner Lieblingslehrer rief mich damals
an und überredete mich, für ein halbes Jahr nach Bremen an
eine Waldorfschule zu kommen. Ich habe zugesagt, denn dass
es mit dem Medizinstudium aufs erste Mal klappt, das glaubte
ich selbst nicht“, erinnert sich der heute 79-Jährige. Doch es
hatte geklappt, die Zusage fürs zweite Studium lag schon im
„Sprache ist der
Schlüssel für jede
gute Begegnung.“
Postkasten. „Aber ich wollte die Schule im Norden nicht im
Stich lassen – versprochen ist versprochen!“ Von Bremen ging
es nach dem halben Jahr an eine Schule in Neu-Ulm, da wollte
er maximal ein Jahr bleiben. Dann klopfte die Ulmer Waldorfschule
an … „Und hier war ich dann wirklich angekommen
bei meiner ersten Klasse, die ich übernommen habe“,
erzählt Geigenberger rückblickend. 14 Jahre lang unterrichtete
er Klasse 1 bis 12 an der Waldorfschule. „Zu der Zeit hatte
ich mit meiner damaligen Frau in Hausen ob Urspring einen
abgebrannten Bauernhof erstanden und als „Jugendhof “ aufgebaut.
In dem Sozialprojekt fanden im Sommer Jugendlager
statt, es kamen Jugendliche aus der halben Welt und ich habe
oft auch den Unterricht für eine Woche dorthin verlegt, das
acht.neun
40 Ulmerinnen und Ulmer im Porträt : NACHGEFRAGT
war bei meinen Schülern sehr beliebt. Doch irgendwann standen
sowohl das Projekt als auch meine Ehe vor dem Aus.“ Es
folgten drei Freijahre, heute würde man Sabbaticals sagen, in
denen sich der Pädagoge der Kunst widmen wollte. Stammt er
doch aus einer Familie, in der Kunst schon immer eine große
Rolle spielte. Großvater Otto Geigenberger beispielsweise war
ein bekannter Maler, der der Münchner sowie der Berliner Secession
angehörte und mit Max Liebermann und Leo Putz befreundet
war. „In meinen Freijahren habe ich viel gezeichnet.
Um Geld zu verdienen habe ich auch einen Job als Reiseleiter
an der vh Ehingen übernommen. Mein Vater hatte ja ein großes
Reisebüro in München, von ihm bekam ich mit 16 meine
erste Reise geschenkt, eine Kreuzfahrt nach Griechenland.
Kein Zufall, dass die erste Reise, die er selbst leitete, ebenfalls
in dieses Land führte. Und wenn der Zufall schon hinterfragt
wird: „Bei dieser Reise habe ich meine heutige Frau kennen
gelernt“, so Christoph Geigenberger lächelnd.
Foto: Ulrike Hoche
Foto: privat
Immer wieder wurde in der Zeit an ihn herangetragen, dass
in Ulm ein Kinder- und Jugendtheater fehle. „Ich wurde regelrecht
bedrängt, ob ich das nicht machen könne!“ 1986 hat
er die Idee schließlich in die Tat umgesetzt, die Spielschachtel
gegründet und dafür, wie er selbst sagt, alle privaten Mittel
aufgebraucht. Drei Sparten wurden es, Figurentheater, Puppentheater
und das Kinder- und Jugendtheater als Personentheater.
Los ging es im Ballettzentrum am Willy-Brandt-Platz
bei Klaus Dilger, doch schon bald erfolgte der Umzug ins „Alte
Theater“ in die Wagnerstraße. „Da haben wir auch das dort
bestehende alte Marionettentheater übernommen“, schwärmt
der Gründer mit leuchtenden Augen.
Die Schneekönigin,
Urmel aus dem Eis, der Schneider
von Ulm – das sind nur einige der Stücke, die
die Ulmer Spielschachtel erfolgreich aufführte.
Haus, Hof, Hühner: Christoph Geigenberger, der Gründer
der Ulmer Spielschachtel kann überall Räume entdecken
und schaffen, und wenn es „nur“ eine Gartenlaube ist.
Rund 50 Klassiker und eigene Theaterstücke wurden über die
Jahre aufgeführt – nicht nur im Theater selbst, sondern auch
in Schulen und Kindergärten. Ganze Generationen erinnern
sich heute noch an „Urmel aus dem Eis“, „Teddy feiert Weihnachten“
und „Karius und Baktus“. Stücke, die sie in ihrer
Kindheit begeistert gesehen hatten, sei es in der Spielschachtel
oder im Luftikuss, der Sommerbühne mit Spielwiese an der
Donau. Immer aber blieb der Leiter des Theaters auch Pädagoge.
„Wenn wir Schulen oder Einrichtungen besuchten, habe
ich oft den Kindern vor der Vorstellung die Hand gegeben,
um Kontakt herzustellen. Da habe ich schon bemerkt, wer
Angst hatte, und wer unerschrocken war. Dementsprechend
verteilte ich dann die Rolle der „Helfer“ beim Stück, damit
sich jedes Kind sicher und wohl fühlte.“
Die Rubrik in diesem Stadtmagazin heißt „Was macht eigentlich“
und nicht „Was machte“. Das kann man leicht vergessen
in Gegenwart dieses eloquenten, lächelnden Theatermenschen
Christoph Geigenberger. Sein leises Lächeln war ihm
vergangen, als nach 25 Jahren und rund 600 000 Zuschauern
die Zuwendungen der Stadt gestrichen wurden und das damals
größte Kinder- und Familientheater Süddeutschlands
Fotos: privat
41
schließen musste. Heute erinnert er sich noch gut an gelungene
Aufführungen und schöne Begegnungen – aber auch an
den großen wirtschaftlichen Druck Monat um Monat. „Wenn
das Wetter schlecht war während der Luftikuss-Wochen, war
plötzlich jede Kalkulation Makulatur.“
Was macht er heute – ohne all den Druck, aber auch ohne die
begeisterten Zuschauer? „Ich schaffe Räume, das wollte ich immer
tun. Das Theater war so ein Raum, in dem sich Menschen
selbst finden können und inspiriert werden. Räume schaffen –
das zieht sich durch mein ganzes Leben“, sagt er nachdenklich.
„Ich arbeite jeden Tag – sei es künstlerisch oder handwerklich
KAUFEN oder MIETEN
VERKAUFEN oder VERMIETEN
BEWERTEN
Grundstück VERMITTELN
„Ich möchte jeden
Tag etwas positiv
verändern“
– und erschaffe Räume in Haus und Garten. Das sind die physischen
Räume, die ich mit Antiquitäten und Sammelstücken
gestalten kann. Dazu lasse ich mich auf Reisen und von der
Kunst inspirieren.“ Und er schreibt Geschichten, auch das sind
für Christoph Geigenberger Räume, denn jede Geschichte hat
eine Tür − einen Eingang und Ausgang. Die seelischen Räume
findet er in der tagtäglichen Beobachtung von Menschen und
Situationen. Neben so vielen scheinbar normalen Situationen,
sagt er, liegt etwas Absurdes, etwas Humorvolles – das sind
Miniaturgeschichten, fast schon Theaterstücke. „Heute Morgen
zum Beispiel war ich auf der Bank, da standen zwei Mitarbeiter
am weit geöffneten Geldautomaten und saugten diesen
gründlich aus. Ich sprach sie an: ,Das ist ja auch eine Art Geld
abzuheben, ich nehme da meine EC-Karte‘. Einer der beiden
antwortete schlagfertig: ,Das Kleingeld geht auch damit‘ und
hob den Staubsauger hoch. Wir lachten alle drei herzlich und
ich setzte meinen Weg fort. Ich liebe es einfach viel mit Menschen
zu sprechen, in Kontakt zu kommen.“ Sprechen, das ist
ihm wichtig, daher verwundert es auch nicht, wenn Christoph
Geigenberger leichthin sagt, dass er jetzt die Zeit und Ruhe
hat, um täglich seine Sprachen zu pflegen: englisch, französisch,
italienisch und russisch. Seine persönliche Maxime lebt
er ganz unabhängig von der Sprache: „Ich möchte jeden Tag
etwas positiv verändern“.
Text: Ulrike Hoche
„Nicht nur ein Makler,
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42 Kolumne : GENUSSVOLLE RANDNOTIZ
LOHNT SICH
TEURES SALZ
WIRKLICH?
Jens Gehlert, KSM-Verlag-Gründer und ehemaliger Spazz-Herausgeber,
lebt heute mit seiner Frau sowohl im Piemont als auch in Ulm.
Test, Theorie und Tücken - die große Salzfrage
Es gibt im Leben bedeutende Fragen: Gibt es intelligentes Leben
im Universum? Warum verschwinden einzelne Socken
in der Waschmaschine? Und: Warum kostet Salz manchmal
39 Cent – und manchmal 14,90 Euro?
Seit Jahrtausenden tut Salz im Wesentlichen zwei Dinge:
salzen und rieseln. Trotzdem hat es eine Karriere hingelegt,
die man sonst nur von Wein oder Olivenöl kennt. Es gibt
Salz mit Herkunft, Charakter, Mineralität und – wenn man
den Verpackungen glaubt – einer fast spirituellen Tiefe. Und
nichts liebt die Industrie mehr, als ein simples Produkt mit
gnadenloser Poesie zum Wohle des finanziellen Ertrages zu
überhöhen. Dabei kommt Salz im Grunde nur in drei Ursprüngen
vor: aus dem Gestein (verschwundene Meere), aus
dem Meer oder aus der Siedepfanne der Industrie.
Steinsalz – das geologische Salz: Entsteht aus uralten Meeren,
die vor Millionen Jahren verdunsteten. Das Salz lagert
heute als Gestein unter der Erde und wird bergmännisch
abgebaut. Oft mit Mineralien versetzt. Beispiele: klassisches
Speisesalz, Himalaya-Salz, sündhaft teures persisches Blausalz.
Meersalz – das verdunstete Salz: Gewonnen aus Wüstenseen
und Meerwasser aller Art. Durch Sonne und Wind
verdunstet es in Salinen. Die Kristalle werden anschließend
gesammelt. Beispiele: Atlantik-Meersalz, Mittelmeer-Meersalz,
Wüstensalze; als feine Spezialität auch Fleur de Sel, das
– natürlich – nur bei bestimmter Wetterlage in Salinen sehr
vorsichtig abgeschöpft wird.
Siedesalz (Vakuumsalz) – das technisch erzeugte Salz:
Hier wird eine Salzlösung (Sole) industriell eingedampft.
Das Ergebnis ist besonders reines, feinkörniges Salz. Beispiele:
Tafelsalz, jodiertes Speisesalz.
Und schließlich gibt es noch die kreative Abteilung: aromatisierte
Salze. Geräuchertes Salz, mit Kohle versetztes Hawaii
Salz, Zitronensalz, Kräutersalz, Chilisalz. Salz mit Dingen
drin, die selbst schon Geschmack haben – ein Konzept, das
kulinarisch und kaufmännisch erstaunlich solide funktioniert.
So weit die Theorie. In der Praxis stellt sich aber die
eigentliche Frage: Schmeckt das alles wirklich anders?
Das große Salzcasting
Auf zum Selbstversuch. 24 Salzsorten, vom Discounter bis
zum Feinkostladen. Der Aufbau war simpel: Erst der Pur-
Test mit leicht angefeuchtetem Finger. Dann Kartoffeln,
Butter, Salz. Denn wenn irgendwo Unterschiede auffallen
sollten, dann auf einer unschuldig gekochten Kartoffel. Lehnen
Sie sich entspannt zurück. Schon die Lektüre der folgenden
Produkt-Namen, die zum Test antraten,
ist ein gesalzenes Gedicht: Schwarzes
Hiwa Kai Lava Salz (mit Aktivkohle
versetzt); pakistanisches Dark Pink
Salz; bolivianisches Rosésalz; Halit
Salz aus Pakistan; Uyuni Wüstensalz
aus Bolivien; Totes-Meersalz
aus Jordanien; Kala Namak
aus Indien (schwefelig mit Eiergeruch,
beliebt bei Veganern); südafri-
43
kanisches Kalahari-Wüstensalz; Afrikanisches Perlensalz;
Thar Wüstensalz; Inka Sonnensalz aus Peru; Maldon Meersalzflocken
aus England (Fleur de Sel ähnlich); Celtic Breton
Grey Sea Salt (mein Platz 2 im Test, 10 Euro 900gr, rundes
Aroma, weniger aggressiv); aus Sizilien IGP Sale Marino Di
Trapani (in grob oder mittelfein, mein Testsieger Platz 1, ca.
1,50 Euro pro Kilo, weicheres Gaumengefühl); Fleur de Sel
de Camargue und Fleur de Sel de Guérande.
Erste Erkenntnis: Salz schmeckt salzig
Der erste Durchgang verlief ernüchternd. Die Kartoffel mit
Discounter-Salz: salzig. Die Kartoffel mit Meersalz: ebenfalls
salzig. Die Kartoffel mit Himalaya-Salz: überraschenderweise
auch salzig. Der Fingertest: Mal mehr oder weniger
aggressiv am Gaumen, eher von der Kristallgröße und dem
Mahlgrad abhängig. Ein Blindtest würde im Desaster enden.
Zweite Erkenntnis: Struktur und Farbe ist alles
Wo Unterschiede wirklich auftauchten, war nicht unbedingt
der Geschmack, sondern die Textur. Grobes Salz wie Fleur
de Sel bricht fein und angenehm wie Kristallblüten zwischen
den Zähnen. Aromatisierte Salze bringen natürlich ihr zugesetztes
Aroma mit. Ich nenne es unnötigen Betrug am
Salz. Schwarze Kohle-Salze oder auch andere mit Farb- oder
Mineralien zugesetzte Salze mögen auf der gelben Kartoffel
hübsch aussehen, Geschmack bringt es quasi keinen.
Hier zeigt sich: Manche Salze funktionieren eher wie Gewürzdekoration.
Sie geben Crunch, Optik und ein Gefühl
von kulinarischer Ernsthaftigkeit. Salze erzählen beeindruckende
Geschichten. Jahrtausendealte Lagerstätten. Von
Hand geerntete Kristalle. Wind, Sonne, Tradition. Marketing
ist ein starkes Mineral!
allem als Finish auf einem fertigen Gericht. Da knistert es
schön, sieht gut aus und gibt einem kurz das Gefühl, ein sehr
kontrolliertes kulinarisches Leben zu führen. Aber sobald
das Salz im Topf landet – im Nudelwasser, in der Suppe oder
im Kartoffelkochwasser – passiert etwas Magisches: Es löst
sich auf. Und wird… Salz.
Chemisch betrachtet bleibt es eben bei einer recht simplen
Formel: Natriumchlorid. Zwei Elemente, die sich gefunden
und beschlossen haben, gemeinsam Kartoffeln, Nudeln und
Pommes zu retten. Mit unterschiedlich hübschen Kristallen
und unterschiedlich gutem Story-Telling. Man kann dafür
39 Cent bezahlen. Oder 14,90 Euro. Beides hat einen erstaunlich
ähnlichen Effekt: Das Essen schmeckt salziger.
Und manchmal ist das
vielleicht die ehrlichste
kulinarische Erfahrung
von Allen.
Herzliche
Frühlingsgrüße
aus dem
Seniorenzentrum
Weststadt!
Das Ergebnis des großen Tests
Nach 24 Salzsorten, mehreren Kartoffeln und einer leicht
überforderten Zunge lässt sich das Ergebnis überraschend
klar zusammenfassen: Teures Salz kann Spaß machen. Vor
Seniorenzentrum Weststadt
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acht.neun
44 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
Ulm...
und um
Ulm
herum
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01 MI
BÜHNE
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Mephisto
Ulm, Theater Ulm, 20.00
18. APRIL | 20 UHR
ULM | ROXY
Unser TIPP
Josef Hader
„Immer is irgendwas. Entweder die Füße schlafen mir ein. Oder
sie jucken. Dann krieg ich wieder keine Luft, wenn ich schneller
geh. Oder ich hab einen Schweißausbruch. Dann friert mich wieder.
Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen
sind zu eng. Was is das bitte?“
Das aktuelle Kabarett-Soloprogramm des österreichischen Künstlers
Josef Hader ist ein komischer, abgründiger Marathon, der die
Lebenslügen der Generationen seziert.
KINDER
Kasperle trifft den Osterhasen
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00-15.40
FÜHRUNG
Nachtwächter-Führung
Erlebnisführung
Ulm, Treff Gerberhaus, 21.00-
22.30
02 DO
BÜHNE
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
45
Step for Two
tänzerische Duette
Ulm, Theater Ulm, 19.30
LIVE MUSIK
Gospelchor Neu-Ulm
Easter – and me?
Neu-Ulm, Petruskirche,
19.00
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Donnerstagsgeschichten
Vorlesen und Basteln für
Kinder ab 4 Jahren
Ulm, Stadtteilbibliothek
Weststadt, 15.00-17.00
Kasperle trifft
den Osterhasen
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00-15.40
FÜHRUNG
Tschernobyl, Fotoausstellung
aus Anlass des 40.
Jahrestages der Katastrophe
vom 26. April 1986
Ulm, Stadthaus, 18.00
Ulms vergessene Mühlen:
Vom klösterlichen Schrot
und Korn zum Warenhaus
Ulmer Extras
Ulm, Treffpunkt: Schwörhaus,
Weinhof, 16.00-
18.00
03 FR
LIVE MUSIK
Passionskonzert zur Sterbestunde
Jesu – Vokalensemble
Belcanto
Biberach, Heilig-Geist-
Kirche, 15.00
Was macht die
Katze da im Radio
Ein Cat-Stevens-Abend
von und mit Boris Rosenberger
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
19.00
NACHTLEBEN
Afterwork-Party
Ulm, Medienschmiede,
18.00
KINDER
Kasperle trifft
den Osterhasen
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00-15.40
SONSTIGES
Lebendiger Kreuzweg Via
Crucis Vivente
Neu-Ulm, Start Rathausplatz
Neu-Ulm, 18.00
04 SA
BÜHNE
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
LIVE MUSIK
Jesus George
immerguttrocken
Ulm, Eselsberg, FUE
event, 20.00
Turmblasen – Posaunenchor
Langenau
Ulm, Ulmer Münster,
Hauptturm, 9.00
Was macht die Katze da im
Radio
Ein Cat-Stevens-Abend
von und mit Boris Rosenberger
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
20.00
AN DER BLAUBEURER STRASSE
Tel.: 0731-9342180
Mo-Fr 9-18Uhr Sa 9-15Uhr
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Cyberkids: Arduino Wetterstation
Ulm, Verschwörhaus,
13.00-17.00
Kasperle trifft
den Osterhasen
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00-15.40
Jetzt hat Gärtnern Hochsaison:
Gemüse, Kräuter, Obst und Beeren
– pflanz dir jetzt die Ernte!
46 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
23.-30. APRIL
ULM
Unser TIPP
EngagierDich-Woche
Orientierung fürs Ehrenamt: Die EngagierDich-
Woche Ulm findet in diesem Jahr vom 23. bis 30.
April statt. Es geht an diesen acht Tagen darum,
Interessierten die Türen zu verschiedenen Organisationen
und Vereinen zu öffnen und konkrete
Einblicke in Engagement-Möglichkeiten zu
geben.
Ob Führungen, Mitmachaktionen oder kurze
Speeddatings mit Ansprechpartnern: Die Teilnehmenden
können bei den Schnupperangeboten
direkt erleben, was freiwilliges Engagement
bewirken kann. Viele Ulmerinnen und Ulmer
möchten sich engagieren, sind jedoch oft unsicher,
was zu ihren Möglichkeiten und Interessen
passt. Die Angebote während der Woche sollen
Interessierten den ersten Schritt erleichtern.
Das umfassende Programm der Woche wird im
Internet veröffentlicht und liegt auch gedruckt
aus. Die EngagierDich-Woche wird von der Freiwilligenagentur
„engagiert in ulm“ organisiert. Sie
findet im Wechsel zur Engagementmesse Ulm/
Neu-Ulm statt, die nach der erfolgreichen Premiere
2025 dann 2027 wieder ihre Tore öffnet.
Weitere Informationen und das Porgramm gibt
es unter: engagiert-in-ulm.de/engagierdich-woche
Foto: engagiert in ulm e.V.
FÜHRUNG
Mit Agathe Streicher, der
ersten Ärztin, durch Ulm
Kinder- und Jugendführung
im historischen
Gewand
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 11.00-
12.00
Willi Siber – „Cosmos
Color“
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
14.00
SONSTIGES
Osterfeuer
Senden, Reitplatz des Reitund
Fahrverein Senden,
18.00-21.00
05 SO
LIVE MUSIK
Osterkonzert der Stadtkapelle
Illertissen, Vöhlinhalle,
19.00
Schlagerschlampen
Schlager goes Rock
Pfaffenhofen, Fiddler's
Green Irishpub, 20.30
KINDER
Kasperle trifft
den Osterhasen
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00-15.40
FÜHRUNG
Bunte Blüten
statt bunter Eier
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Treff
Eingang Gewächshäuser,
14.15
Die Würde des Menschen
ist unantastbar
Ulm, Dokumentationszentrum
Oberer Kuhberg,
KZ-Gedenkstätte, 14.30
Donauschwaben. Aufbruch
und Begegnung
Ulm, Donauschwäbisches
Zentralmuseum, 14.00
Unterwegs mit dem Ausscheller
Spatzameetz
Erlebnisführung
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 16.30-
18.00
06 MO
FÜHRUNG
Was war zuerst da – die
Henne oder das Ei?
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Treff
Gewächshäuser, 14.15
07 DI
VORTRAG
Prälatin in Ulm, eine erfüllende
Aufgabe
VortragGabriele Wulz
Ulm, Haus der Begegnung,
15.00
47
08 MI
LIVE MUSIK
Christian Krischkowsky
Quartet – Discovery Of
Lightness
Ulm, Roxy, 20.00
KINDER
Cyberkids: Tüfteltag
Programmieren, Basteln
oder Lasern
Ulm, Verschwörhaus,
17.00-20.00
Pflanzen-Detektive unterwegs
– Wer erkennt die 25
häufigsten Pflanzen?
Artenkenntnis für Kinder
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Treff
Eingang Gewächshäuser,
14.00
Schnuffi auf Safari
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Das tapfere Schneiderlein
von Ulm
Familienführung
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 10.00-
11.30
Nachtwächter-Führung
Erlebnisführung
Ulm, Treff Gerberhaus,
21.00-22.30
09 DO
BÜHNE
Beat it! – Die Erfolgsshow
über den King of Pop
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 20.00
Katrin Bauerfeind: Halftime-Show
– Jetzt oder Nie
Ulm, Roxy, 20.00
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
LIVE MUSIK
50 Jahre Pink Floyd’s The
Dark Side of the Moon –
Live in Concert!
Neu-Ulm, Edwin-Scharff-
Haus, 21.00
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Donnerstagsgeschichten
Ulm, Stadtteilbibliothek
Weststadt, 15.00-17.00
Schnuffi auf Safari
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Ulmer Lach- und Sachgeschichten
– Wissen und
hULMor to go
Ulmer Extras
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 18.00
10 FR
BÜHNE
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
Kleine Schritte
Berührende Geschichte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
Mephisto
Nach dem Roman von
Klaus Mann
Ulm, Theater Ulm, 20.00
JETZT TICKETS SICHERN!
Für die
Tickets
ab 61 €
VIP-TICKETS
164 €
BEAT IT! – DIE SHOW
ÜBER DEN KING OF POP!
Do, 9. April 2026 | 20:00 Uhr
Tickets
ab 52,50 €
VIP-TICKETS
164 €
THE DARK TENOR
ROCK MEETS KLASSIK
So, 12. April 2026 | 19:00 Uhr
LIVE MUSIK
Brot und Rosen – mit
Christa Mayerhofer und
Andy Bigos
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
EASY EASY – Alles so Leid
World Tour 2026
Ulm, Roxy, 20.00
Samuel Restle Oktett
Biberach, Biberacher Jazzkeller,
20.30
NORÐIR
Sci-Fi-Rock-Band
Ulm, Frau Berger Night
Club, 21.00
Tickets
ab 89,90 €
COMFORT SEATS
125 €
VIP-TICKETS
164 €
Tickets sind erhältlich unter www.ulmtickets.de und in den
ulmtickets-Vorverkaufsstellen in der ratiopharm arena in
Neu-Ulm und in der Tourist-Information im Stadthaus in Ulm.
in Neu-Ulm:
THE WORLD OF HANS ZIMMER
THE IMMERSIVE SYMPHONY
Fr, 10. April 2026 | 19:30 Uhr
Tickets
ab 63,90 €
COMFORT SEATS
89,90 €
VIP-TICKETS
164 €
ABBAMANIA THE SHOW
WITH ORCHESTRA & BAND
So, 26. April 2026 | 19:00 Uhr
48 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
The World of Hans Zimmer
– The Immersive Symphony
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 20.00
Trinity
Akustik Trio
Pfaffenhofen, Fiddler's
Green Irishpub, 21.30-
23.00
NACHTLEBEN
70er/80er-Party mit DJ
Roland
Biberach , Kulturhalle
Abdera, 20.00
KINDER
Freitagsvorlesen mit
Abenteuer Lesen
Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek
Ulm, 15.30-16.30
Schnuffi auf Safari
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Der Grüne Hof
Ulmer Extras
Ulm, Reichenauer Hof,
16.00-18.00
Hofnarr in Ulm,
Narr ohne Hof
Erlebnisführung im historischen
Gewand
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 17.00-
18.30
SONSTIGES
2. Demenz Meet Ulm: Meine
Kraft – was mich trägt
für Menschen mit Demenz,
Angehörige und
Interessierte
Ulm, Haus der Begegnung,
9.00-16.30
11 SA
BÜHNE
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
Kleine Schritte
Berührende Geschichte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
Playground8 – „Auf ein
Neues“
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
Poetry Slam – Große Worte
auf der großen Bühne
Moderation: Ko Bylanzky
Ulm, Roxy, 20.00
The Turn of the Screw
Kammeroper in englischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
Ulm, Theater Ulm, Großes
Haus, 19.00
LIVE MUSIK
Till Brönner – Italia Live
Ulm, Congress Centrum
Ulm (CCU), 20.00
FreeFlow Bandcontest
die spannendsten Nachwuchs-Acts
der Region
Biberach , Kulturhalle
Abdera, 19.30
Landesjazzfestival Biberach
2026: Olivia Trummer
Trio
Biberach, Biberacher Jazzkeller,
20.30
MiU vor Ort in Wiblingen:
Doppelkonzert mit FLAWI +
BLUE NOSE
Ulm, Wiblingen, Bürgerzentrum
Wiblingen, 20.00
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
Kraut & Krempel
Illertissen, Staudengärtnerei
Gaißmayer, 9.00-16.00
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
15.00
Schnuffi auf Safari
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Natur, Kultur, Geschichte
am Oberlauf des Söflinger
Blau-Kanals
Roland Maier führt durch
Söflingen
Ulm, Söflingen, Treff Straßenbahn-Endhaltestelle
Söflingen, 13.30
Willi Siber – Cosmos Color
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
14.00
SONSTIGES
50 Jahre Modellsportverein
Langenau – Jubiläums
– Modellbauausstellung
Langenau, Stadthalle Langenau,
13.00-18.00
Auf einen Kaffee mit...
– Kabarettistin Marlies
Blume zu Gast
Ulm, Ulmer Weltladen,
11.00-13.00
Boule Freizeitsport für
Jedermann
Ehingen, Wolfert-Park,
14.30
Familientag – Schäferhund
Verein OG Ulm-Söflingen
Ulm, SV OG Ulm-Söflingen,
10.00-15.00
Wildkräutersalz und Pesto-Kurs
Langenau, Naturfreundehaus,
11.00-13.30
12 SO
LIVE MUSIK
6. Kammerkonzert 2026
Mozart meets Ligeti meets
Françaix Theater Ulm
meets Bläserquintett!
Ulm, Theater Ulm, Foyer,
19.30
49
Landesjazzfestival Biberach
2026: Eröffnung des
LJFBW BC 2026 und Jazzrausch
Bigband
Biberach, Stadthalle Biberach,
18.00
The Dark Tenor – Symphonic
Evolution – Rock meets
Klassik
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 19.00
The Infamous Her
Gypsy Americana Rock
Pfaffenhofen, Fiddler's
Green Irishpub, 19.00-
21.15
MÄRKTE
Langenauer Frühlingsmarkt
Langenau, Burghof und
Burghofstraße, 11.00-
18.00
KINDER
Rotz und Wasser
Clownstheater
Langenau, Pfleghof, 15.00
Schnuffi auf Safari
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Die Würde des Menschen
ist unantastbar
Ulm, Dokumentationszentrum
Oberer Kuhberg,
KZ-Gedenkstätte, 14.30
Willi Siber – Cosmos Color
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
14.00
Tschernobyl, Fotoausstellung
aus Anlass des 40.
Jahrestages der Katastrophe
vom 26. April 1986
Ulm, Stadthaus, 11.30
Wer jetzo zieht ins Ungarland...
Schauspielführung
Ulm, Donauschwäbisches
Zentralmuseum, 14.00
SONSTIGES
50 Jahre Modellsportverein
Langenau – Jubiläums
– Modellbauausstellung
Langenau, Stadthalle,
10.00-16.00
13 MO
SONSTIGES
„Die Verhaftung Mengeles“
Szenische Lesung mit
Musik
Langenau, Pfleghof, 19.30
Gedenkveranstaltung
zum Todestag von Francis
Bioret
Langenau, Marktplatz,
18.30
14 DI
LIVE MUSIK
Landesjazzfestival Biberach
2026: Ralf Dombrowski
Biberach , Stadtbücherei,
20.00
LANGER
ABEND
DER
WISSEN-
SCHAFT
Unser Leistungsspektrum
• Individuelle Orthetik & Prothetik
• Reha- & Pflegeprodukte
• Kompression, Lip- & Lymphödem Versorgungen
• Einlagen, auch für Arbeitssicherheitsschuhe
• Ganganalysen
• Diabetische Fuß- und Schuhversorgungen
• MammaCare
• Sanitätsfachhandel
• Skoliose Korsette
• Wohnumfeldberatungen
Hartlieb Zentrale
Esslinger Straße 8
73037 Göppingen
07161-910110
8. Mai 2026
16 - 20 Uhr
Universität Ulm
www.uni-ulm.de/lawi
50 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
LITERATUR
FÜHRUNG
LIVE MUSIK
FÜHRUNG
Lesekreis
Ulm, Aegis Café, 19.30
SONSTIGES
Volkstanzabend
Langenau, Stadthalle Langenau,
20.00-21.30
15 MI
BÜHNE
Funken
Ehingen, Lindenhalle,
10.00
The Turn of the Screw
Kammeroper in englischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
Ulm, Theater Ulm, 20.00
LIVE MUSIK
ENGIN
Sag Mir Almanya Tour
2026
Ulm, Roxy, 20.00
MÄRKTE
Ostermarkt
Weißenhorn, Altstadt,
8.00-18.00
KINDER
Kleine Leseratz
Langenau, StadtBücherei
im Pfleghof, 10.00
Leseclub Bücherchecker
Langenau, StadtBücherei
im Pfleghof, 14.30-16.00
Baustellenführung
Gänstorbrücke
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 14.00-
15.00
Nachtwächter-Führung
Erlebnisführung
Ulm, Treff Gerberhaus,
21.00-22.30
SONSTIGES
Nelio Biedermann – Lazar
Lesung Nelio Biedermann
Langenau, Pfleghof, 20.00
16 DO
BÜHNE
Das Kriminal Dinner – Krimidinner
für Jung & Alt
(mit Anmeldung!)
Ulm, Krone, 19.00
Der Koffer – Ein Theaterstück
in russischer Sprache
mit Alexey Kortnev
Neu-Ulm, Edwin-Scharff-
Haus, 19.30
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Happy Konfetti mit Tina
Häussermann
Ulm, KCC Theater, 18.30
The Turn of the Screw
Kammeroper in englischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
Ulm, Theater Ulm, 20.00
KlangHaus 2026 – Human
Endeavor
Tickets am Ticketschalter
der Ulm/Neu-Ulm Touristik
GmbH im Stadthaus
oder online bei ulmtickets
Ulm, Stadthaus, 19.00
Klavierkonzert mit Lee EL:
Klassik trifft Jazz & Tango
Ulm, EinsteinHaus, vh
Ulm, 19.30
Konzert Gismo Graf Trio
Gypsy Jazz Konzert
Blaustein, Herrlingen,
Theaterei Herrlingen,
19.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Quadro Nuevo
– Happy Deluxe
Biberach, Schützenkellerhalle,
20.00
LITERATUR
Nelio Biedermann: Lázár
Autorenlesung und Gespräch
Ulm, Donauschwäbisches
Zentralmuseum, 19.00
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Donnerstagsgeschichten
Vorlesen und Basteln
Ulm, Stadtteilbibliothek
Weststadt, 15.00-17.00
Botanische Mittagspause:
Pflanzen im Mittelalter
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Treff
Eingang Gewächshäuser,
12.15-12.45
SONSTIGES
Art & Apéro
Kurzführungen, leckeren
Drinks und Specials
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
17.00-20.00
17 FR
BÜHNE
Die Tanzstunde
von Mark St.Germain
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
19.00-20.30
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Improtheater – Die wolln
doch nur spieln e. V.
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
Mephisto
Ulm, Theater Ulm, 20.00
51
kulturGUT
Atlantis – Versunkene Welten
Spiegelnde Wasseroberflächen, aus Mauern
wachsende Wurzeln, Türen, die sich in leere
Räume öffnen: Die Ausstellung erzählt von Orten, die
verschwunden sind – und von den Geschichten, die mit
ihnen untergingen.
Der Verlust tausender europäischer Siedlungen zählt zu
den tiefgreifendsten Umbrüchen und Traumata des 20.
und 21. Jahrhunderts. Die Gründe für die Entvölkerung
und Aufgabe ganzer Dörfer sind vielfältig. Sie reichen
von sozialen, politischen und demografischen Veränderungen
bis hin zu Naturkatastrophen.
„Atlantis“ ist eine Ausstellungsreihe, die den Spuren vergangener
Orte in Südosteuropa nachgeht. Für das DZM
wurde die Ausstellung neu konzipiert und rückt Siedlungen
in den Fokus, in denen einst deutsche oder andere
Minderheiten lebten – kulturell vielfältige Dörfer und
Gemeinden, die heute nicht mehr existieren. Mit ihrem
Verschwinden ging auch ihre Vielfalt verloren.
Atlantis – Versunkene Welten / Donauschwäbisches Zentralmuseum /
Schillerstraße 1 / 89077 Ulm
die Ausstellung ist bis 20. August zu sehen.
Öffnungszeiten: Di - Fr: 11 – 17 Uhr I Sa, So: 10 – 18 Uhr
www.dzm-museum.de
Foto: Frank Gaudlitz
Geballte Schönheit
Zu sehen sind bei dieser kunsthandwerklichen Ausstellung
handgefertigte Einzelmöbel aus Massivholz, wie Stühle und
Schaukelstühle, ein Bett, ein Sekretär, Schreibtische und Beistelltische.
Ferner eine Dreifachkommode und einen Multifunktionssarg.
Die Einzelstücke haben wunderschöne Details wie Schubkastenvollauszüge
aus Holz, Gratfederverbindungen, Schwalbenschwanz-Zinken,
sowie Intarsien und Einlagen aus Leder und Metall. Hin und wieder
entdecken die Besucher bestenfalls ein Geheimfach. Neben den Möbeln
sind Skulpturen, gedrechselte Schreibgeräte, Schneidebretter,
ein selbstgemachtes Würfelspiel, ein Backgammon-Spielekoffer, und
Dekorationsartikel, sowie die Ausrüstung eines Wandergesellen zu sehen.
Auch für Schulklassen sind nach Vereinbarung und Anmeldungen
Führungen mit Holz-, und Werkzeugkunde möglich.
Foto: Veranstalter
Geballte Schönheit - Kunsthandwerkliche Ausstellung / NEUE 8 / Neue Straße 8 / 89077 Ulm (beim Ehinger Tor)
die Ausstellung findet vom 30. April bis 9. Mai statt / Öffnungszeiten: Do, Fr: 11 - 18 Uhr | Sa: 11 - 17 Uhr
www.der-abenteurer.com
52 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
LIVE MUSIK
Elements Duo
Ulm, EinsteinHaus, vh
Ulm, Club Orange, 19.30
Jiving Sister Fanny – It´s
only Rock´n´roll but we
like it
Langenau, Café Kapilio,
21.00
Christian Benning Percussion
Group
Ulm, Stadthaus, 19.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Jazz Poetry
Slam
Spoken Beats & funky
Poetry mit vier Poet/innen
Biberach, Schützenkellerhalle,
20.00
Heiteres mit Musik –
g'zupft, g'songa ond
g'lesa
schwäbischer Abend
Ulm, Museum Ulm, 20.00
LITERATUR
Kellertänzer
Lesung Nils Jockel
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 18.00
Nicht von dieser Welt
... Flora galactica var.
fictionalis
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Freigelände,
17.00
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
16.00
Freitagsvorlesen
Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek
Ulm, 15.30-16.30
FÜHRUNG
Känguru-Kunst
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
11.00
SONSTIGES
Bike Film Tour Season 2
Ulm, Kornhaus, 19.30
Schwaben Darts Gala
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 19.00
Mario Kart Turnier
Langenau, StadtBücherei
im Pfleghof, 15.00-16.00
18 SA
BÜHNE
Die Tanzstunde
von Mark St.Germain
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
20.00-20.30
Fräulein Julie
von August Strindberg
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Jedermann – Ulmer Theatergruppe
„Die Versbrecher“
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
Josef Hader
HADER ON ICE
Ulm, Roxy, 20.00
Kind zu verschenken 2.0
Ulm, KCC Theater, 18.30
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
Öffentliche Bühnenprobe:
Creative Dialogues
Ulm, Theater Ulm, Treff
Bühnenpforte, 11.15
The Turn of the Screw
Ulm, Theater Ulm, 19.00
LIVE MUSIK
A-cappella Pop voller
Klangfarben, Groove und
Stimmenvielfalt
Ulm, Haus der Begegnung,
19.00
Big Gunz – The Final Show
AC/DC Tribute
Biberach , Kulturhalle
Abdera, 19.00
Field Commander C. – The
songs of Leonard Cohen
Ulm, Pauluskirche, 19.30
Frühjahrskonzert
Langenau, Stadthalle,
19.00
KlangHaus 2026 – Durations
& Transformations
Ulm, Stadthaus, 19.00
Knudsen Fessele Streit
Trio
Langenau, Göttingen,
Zehntstadel, 20.00
Andreas Schaerer &
a novel of Anomaly
Biberach, Schützenkellerhalle,
20.00
Rock Unlimited
Ulm, Eselsberg, FUE
event, 20.00
Salut Salon – „Heimat“
Neu-Ulm, Edwin-Scharff-
Haus, 20.00
VORTRAG
Faszination Island
Multivisionsshow
Senden, Heining-Saal,
19.00
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
15.00
FÜHRUNG
Die Überläufer-Tour – von
Schwaben nach Bayern,
von Bayern nach Schwaben
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 16.00-
17.30
Willi Siber – Cosmos Color
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
14.00
Advertorial : BAUPLUS
53
BAUPLUS ULM AM 25. UND 26. APRIL 2026
DER TREFFPUNKT FÜR ALLES RUND UMS PLANEN, RENOVIEREN UND ENERGIESPAREN
Auf rund 6.000
Quadratmeter
präsentieren sich
im Foyer und Halle
1 der Ulm-Messe
wieder zahlreiche
Aussteller.
Wenn die Tage länger werden und der Frühling neue Impulse bringt,
beschäftigen sich viele Menschen mit den eigenen Wohnträumen. Die
Baumesse BAUPLUS am 25. und 26. April 2026 lädt alle Interessierten
herzlich ein, sich rund um die Themen Bauen, Renovieren, Wohnen,
Garten und Energiesparen zu informieren. Auf dem Ulmer Messegelände
im Foyer und Halle 1 präsentieren namhafte Unternehmen ihre
Produkte, Dienstleistungen, Innovationen und informieren über die
Trends zu Haus und Heim.
Ob Neubau, Sanierung oder kleine Veränderungen im eigenen Zuhause
– auf der Messe finden Besucherinnen und Besucher zahlreiche
Ideen, praktische Lösungen und kompetente Ansprechpartner. Regionale
Unternehmen und Fachleute präsentieren innovative Produkte,
moderne Baustoffe und aktuelle Trends für die eignen vier
Wände und den Garten. Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen
Baumesse liegt auf der Energieberatung. Angesichts steigender
Energiekosten und wachsender Anforderungen an nachhaltiges Bauen
gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung. Fachkundige
Energieberater stehen vor Ort bereit, um individuelle Fragen zu beantworten
und Wege aufzuzeigen, wie sich Energie effizient nutzen
und langfristig Kosten sparen lassen. Besucher erhalten wertvolle
Tipps zu Themen wie Wärmedämmung, Heizungswahl, erneuerbare
Energien und Fördermöglichkeiten.
Informative und praxisnahe Fachvorträge, etwa zum Thema Energie
oder Garten, geben den Besuchern eine zusätzliche Möglichkeit,
ihre Kenntnisse aufzufrischen, sich mit Experten auszutauschen und
dienen als Entscheidungshilfe. Die Baumesse richtet sich bewusst an
alle Interessierten – vom zukünftigen Bauherrn über Eigentümer mit
Renovierungsplänen bis hin zu Menschen, die einfach neue Ideen für
ihr Zuhause suchen. In angenehmer Atmosphäre bietet die Veranstaltung
die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, Kontakte zu
knüpfen und sich persönlich beraten zu lassen.
Der April ist die perfekte Zeit, um neue Projekte zu starten – und die
BAUPLUS liefert dafür Inspiration, Wissen und die richtigen Partner.
Die Besucher erwartet eine informative und inspirierende Veranstaltung
rund ums Bauen, Renovieren, Wohnen, Garten und Energiesparen.
Die BAUPLUS und das Hausbaucenter haben an beiden Messetagen
von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt und die Fachvorträge
sind frei. Für das leibliche Wohl sorgt gastromenü mit einem leckeren
Speiseplan.
Weitere Informationen zur Messe finden Sie unter:
www.bauplus-messe.de
www.instagram.com/baumesse.bauplus
www.mema-neu-ulm.de
www.facebook.com/bauplus.bau.und.einrichtungsmesse
Öffnungszeiten der Messe:
Samstag und Sonntag, 25./26. April:
jeweils von 10 - 18 Uhr
54 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
SONSTIGES
Offenes Atelier für Jugendliche
und Erwachsene
mit Christine Söffing
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 13.00-17.00
19 SO
BÜHNE
Die Tanzstunde
von Mark St.Germain
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
17.00-20.30
Frl. Wommy Wonder und
Elfriede Schäufele: Aber
hallo!
Ehingen, Lindenhalle,
18.00
Matinée: Creative
Dialogues
Ulm, Theater Ulm, 11.00
Mephisto
Ulm, Theater Ulm, 19.00
Musical goes Symphonic
Ulm, Congress Centrum
Ulm (CCU), 18.00
Showtanz-Gala TSV Langenau:
Nebula – Zwischen
Traum und Wirklichkeit
Langenau, Pfleghof, 15.00
LIVE MUSIK
Frühlingskonzert mit dem
Ulmer Zupforchester
Blaustein, Weidach, Naturfreundehaus
Spatzennest,
11.00
herrH – Das KinderMitmachKonzert
für die ganze
Familie
Ulm, Roxy, 15.00
KlangHaus 2026 – Palace
of Sound
Ulm, Stadthaus, 18.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Monotape
Biberach, Schützenkellerhalle,
19.00
Scherer-Ensemble: Komponistenporträt
Carlhans
Filius
Ulm, Söflingen, Mariä
Himmelfahrt, 11.00-12.45
Sinfonisches
Blasorchester Ulm
Neu-Ulm, Edwin-Scharff-
Haus, 18.30
Vanja Sky
Pfaffenhofen, Fiddler's
Green Irishpub, 19.00-
21.15
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
15.00
FÜHRUNG
Die Würde des Menschen
ist unantastbar
Ulm, Dokumentationszentrum
Oberer Kuhberg,
KZ-Gedenkstätte, 14.30
Frauen geben den Ton an
Ulm, Donauschwäbisches
Zentralmuseum, 14.00
Kunsthistorischer Rundgang
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 11.30
Willi Siber – Cosmos Color
Ulm, Kunsthalle Weishaupt,
14.00
SONSTIGES
Musikfrühstück
Blaustein, Spielburg Cafe,
10.00
20 MO
BÜHNE
Open Stage
Ulm, Roxy, 20.00
LIVE MUSIK
Landesjazzfestival Biberach
2026: Joo's Music
Lesson
Biberach, Volkshochschule,
19.00
MÄRKTE
Frühjahrsmarkt
Dornstadt, Tomerdingen,
8.00-16.00
21 DI
LITERATUR
Medulla
Lesung Verena Güntner
Ulm, Aegis Café, 19.30
22 MI
BÜHNE
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 18.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Schlesinger,
Lackerschmid & von
Studnitz
Biberach, Stadtbuchhandlung,
19.00
LIVE MUSIK
Pavel Haas Quartet
Ulm, Stadthaus, 20.00
KINDER
Cyberkids: Tüfteltag
Programmieren, Basteln
oder Lasern
Ulm, Verschwörhaus,
17.00-20.00
Geschichten aus der Kiste
Langenau, StadtBücherei
im Pfleghof, 15.00
Kasperle und der Schatz
in der Räuberhöhle
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Nachtwächter-Führung
Erlebnisführung
Ulm, Treff Gerberhaus,
21.00-22.30
55
KLOSTERHOF
OPEN AIRS
WINCENT WEISS
26.06.2026
MONTEZ
27.06.2026
@kesterday
DEEP PURPLE
28.06.2026
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56 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
23 DO
BÜHNE
Die Nina Simone Story –
Ihre Musik, ihr Leben, ihre
Zeit: Fola Dada
Ehingen, Lindenhalle,
19.30
LIVE MUSIK
Landesjazzfestival Biberach
2026: SWR Bigband
mit Ida Sand & Thorsten
Wollmann
Biberach, Stadthalle Biberach,
20.00
WKO & Herbert Schuch –
(Fast) nur Beethoven
Ulm, Kornhaus, 19.30-
21.30
MÄRKTE
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Donnerstagsgeschichten
Vorlesen und Basteln
Ulm, Stadtteilbibliothek
Weststadt, 15.00-17.00
Kasperle und der Schatz
in der Räuberhöhle
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
SONSTIGES
Arena Run – Business-Lauf
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 19.00
24 FR
BÜHNE
Chris Tall 2026 – Keep
Laughing
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 20.00
Die Tanzstunde
von Mark St.Germain
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
19.00-20.30
Die Versbrecher
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
The Turn of the Screw
Kammeroper in englischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
Ulm, Theater Ulm, 20.00
LIVE MUSIK
Andreas Schaerer & A
Novel of Anomaly
Langenau, Pfleghof, 20.00
Duo Rita Nakad
& Franz Raml
Ulm, Haus der Museumsgesellschaft
Ulm, 19.30
Fortuna Ehrenfeld – Live!
at the Hollywood Bowl
Tour 2026
Ulm, Roxy, 20.00
Johanna Dömötör
& Emiko Uchiyama
Ulm, Musikschule der
Stadt Ulm, 19.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Konzert – Alexandra
Lehmler und Matthias
Debus mit „Tandem“
– offener Soundcheck für
Kids & Eltern
Biberach, Biberacher Jazzkeller,
19.00
No Sports und Meltepid &
them Soul Ska Farmers
Ulm, Hemperium, 20.00
KINDER
Bunt ist meine
Lieblingsfarbe
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 14.30-17.30
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
16.00
Freitagsvorlesen
Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek
Ulm, 15.30-16.30
Kasperle und der Schatz
in der Räuberhöhle
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Frühlingsfit mit wilden
Kräutern
Ulm, Botanischer Garten
der Universität Ulm, Treff
Eingang Gewächshäuser,
17.00
25 SA
BÜHNE
Die Tanzstunde
von Mark St.Germain
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
20.00-20.30
Die Welle
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 19.00-20.45
Mephisto
Ulm, Theater Ulm, 19.00
LIVE MUSIK
Buntspecht – K5 – Tour
Ulm, Roxy, 20.00
Gemeinschaftskonzert
Stadtkapelle Ulm und
Junge Bläserphilharmonie
Ulm
Ulm, Pauluskirche, 19.00
Landesjazzfestival Biberach
2026: Finale mit Kurzkonzert
des Jakob Manz
Project
Biberach, Stadthalle Biberach,
18.00
Lovesongs by Pietels,
Flugfish und Hanna
Chansons, Smooth Jazz &
Schnulzen der Weltmusik
Ulm, Theaterwerkstatt
Ulm, 20.00
Wanted
Pfaffenhofen, Fiddler's
Green Irishpub, 20.30-
22.45
Geschichten aus dem Pflegealltag
Du überzeugst
mit Worten und
mit Können.
adk-gesichter.de
58 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
kulturGUT
Tschernobyl
Am 26. April 1986 erschütterte die Nuklearkatastrophe
von Tschernobyl die Welt. Eine aus
Reaktor 4 in die Atmosphäre hinausgeschleuderte radioaktive
Wolke zog über ganz Europa hinweg. Ein Gebiet mit
einem Radius von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk
wurde zur Sperrzone erklärt. Mittlerweile erobert sich die
Natur den von Menschen verlassenen Ort so still wie hartnäckig
zurück. Einige Künstlerinnen und Künstler nehmen
die Entwicklung genauer in Augenschein.
„Rückblickend hat die Atomkatastrophe der natürlichen
Umwelt weniger geschadet als der anhaltende Einfluss
des Menschen“, rekapituliert Kurator und Fotograf Volker
Kreidler mit seiner Arbeit „Dritte Landschaft“ eine der wissenschaftlichen
Thesen.
Foto: Pierpaolo Mittica, 2015
Tschernobyl - Fotoausstellung / Stadhaus Ulm
die Ausstellung läuft bis 25. Mai
www.stadthaus.ulm.de
Maria verließ ihr Haus in dem verlassenen Dorf Paryshev
nicht. Sie starb 2016 im Alter von 78 Jahren.
Salut Salon
„Heimat“ – ein Thema, das die vier Musikerinnen von Salut Salon
persönlich verbindet: Ihre Wurzeln liegen zwischen Hamburg und Estland,
der Ukraine und den USA. Heute bereisen sie gemeinsam die Welt, immer
begleitet von ihrer Musik – ihrer vielleicht größten Heimat. Auf diesen Reisen
haben sie musikalische Schätze gesammelt. In unverwechselbarer Manier
bringen sie diese nun auf die Bühne: Werke von Mozart, Saint-Saëns oder Copland,
Lieder aus Finnland, Frankreich und Ägypten, Bekanntes, Unbekanntes,
Eigenkompositionen – und natürlich, wie in jedem ihrer Programme: Tango Nuevo
von Astor Piazzolla.
Und mit der traumwandlerischen Leichtigkeit, mit der die vier Virtuosinnen
diese Vielfalt zu einem stimmigen Musikkosmos verbinden, geben sie ihre ganz
eigene Antwort: Salut Salon sind in der Welt zu Hause – und ihre Heimat ist die
Musik.
Foto: GABO Quartett
Salut Salon - Heimat / Edwin-Scharff-Haus / Silcherstraße 40 /
89231 Neu-Ulm / 18. April / 20 Uhr
www.salutsalon.de
NACH DEM ROMAN VON
KLAUS MANN
BÜHNENFASSUNG FÜR
DAS THEATER ULM
VON MALTE KREUTZFELDT
Foto: © Theater Ulm / Jochen Klenk
PREMIERE DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 2026,
19.30 UHR, GROßES HAUS
NÄCHSTE VORSTELLUNGEN
Mi, 25.3. / Fr, 27.3. / Mi, 1.4. / Fr, 10.4. / Fr, 17.4. / So, 19.4. /
Sa, 25.4. / So, 3.5. / Sa, 9.5. / So, 17.5. / Do, 11.6.2026
Mit freundlicher Unterstützung
der »Freunde & Förderer
des Ulmer Theaters e.V.«
www.theater-ulm.de
60 Veranstaltungskalender : DA MÜSST IHR HIN
NACHTLEBEN
+/- 35 Party
Biberach , Kulturhalle
Abdera, 21.00
MÄRKTE
Bauplus Ulm
Baumesse – alles rund
ums Haus
Ulm, Ulm-Messe, 10.00-
18.00
Flohmarkt
Senden, Festplatz, 7.00-
15.00
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
15.00
Kasperle und der Schatz
in der Räuberhöhle
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Brunnenmeister Heiner –
seine Wasser sind reiner
Ulm, Mitte, Wassermuseum,
15.00-16.30
26 SO
BÜHNE
ABBAMANIA The Show –
Dancing Queen – Tour 2026
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 19.00
Anny Hartmann – Klima-
Ballerina
Ulm, Roxy, 19.00
Frank und Frei mit August
I.Duo
Blaustein, Theaterei Herrlingen,
11.00
Kleine Schritte
Neu-Ulm, Theater Neu-
Ulm, 16.00-17.45
Tanzworkshop mit Karolin
Stächele / DAGADA Dance
Company
Ulm, Roxy, 18.00
LIVE MUSIK
Das Lied, es ist des Herzens
Brot
Liedermorgen mit Werken
von Robert Schumann,
Richard Strauss, Claude
Debussy u.a.
Ulm, Theater Ulm, Foyer,
11.00
Symphonic B(r)ass mit der
Brass Band Unterallgäu
Illertissen, Au, Josef-
Weikmann-Halle, 19.00
MÄRKTE
Bauplus Ulm
Baumesse – alles rund
ums Haus
Ulm, Ulm-Messe, 10.00-
18.00
Marktsonntag
Vöhringen, Innenstadt,
10.00-17.00
Verschenke-Flohmarkt –
Nachhaltig verschenken
statt wegwerfen
Langenau, Stadtgebiet
Langenau, Albeck, Göttingen
und Hörvelsingen,
12.00-18.00
KINDER
Das tapfere Schneiderlein
Vöhringen, Kulturzentrum
Wolfgang-Eychmüller-Haus,
15.00
Kasperle und der Schatz
in der Räuberhöhle
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Die Sprachen des Tanzes
literarischer Spaziergang
durch die Ausstellung
„Tanze Dein Leben
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 15.30
Die Würde des Menschen
ist unantastbar
Ulm, Dokumentationszentrum
Oberer Kuhberg,
KZ-Gedenkstätte, 14.30
Donau. Flussgeschichten
Ulm, Donauschwäbisches
Zentralmuseum, 14.00
27 MO
VORTRAG
Stark gegen Sucht – wie
wir unsere Kinder schützen
können
Ulm, m25, 19.00
FÜHRUNG
Kleine Erlebniswelt-Tour
in der Seeberger Genusswelt
Ulm, Seeberger Genusswelt
GmbH, 10.00-10.45
28 DI
BÜHNE
Die Welle
Ulm, Theater Ulm, 11.00
LIVE MUSIK
ENNIO – „HAIFISCHBECKEN“
TOUR 2026
Ulm, Roxy, 20.00
FÜHRUNG
Ulmer Berühmtheiten
Erlebnisführung
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 18.00-
19.30
29 MI
BÜHNE
The Turn of the Screw
Kammeroper in englischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
Ulm, Theater Ulm, 20.00
LIVE MUSIK
Huebner Brothers – A
Family Affair
Ulm, Kunstverein Ulm,
Schuhhaussaal, 20.00
61
NACHTLEBEN
Tanz dein Leben – Tanze
Dich selbst, Latin Party
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 18.00-22.00
KINDER
Kasperle und
das Zauberduell
Ulm, Erstes Ulmer Kasperletheater,
15.00
FÜHRUNG
Baustellenführung Gänstorbrücke
Ulm, Tourist-Information
Ulm/Neu-Ulm, 14.00-
15.00
Nachtwächter-Führung
Erlebnisführung
Ulm, Treff Gerberhaus,
21.00-22.30
SONSTIGES
art.mosphere
Neu-Ulm, Edwin Scharff
Museum, 18.00
Infopoint Energie und
Umwelt
Ulm, Stadt- und Kinderbibliothek
Ulm, 14.00-18.00
30 DO
BÜHNE
Creative Dialogues
Tanztheater
Ulm, Theater Ulm, 19.30
Die Welle
Ulm, Theater Ulm, 11.00
Pit Hartling – Pit Hartling
wirkt Wunder
Langenau, Pfleghof, 19.00
Torsten Sträter – Mach mal
das große Licht an
Neu-Ulm, ratiopharm
arena, 20.00
LIVE MUSIK
JESUS GEORGE
Neu-Ulm, Rathausplatz,
Johannesplatz, 18.00
IMPRESSUM
Herausgeber:
Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG
Frauenstraße 77 | 89073 Ulm
www.acht-neun.de
Anzeigen:
Stefan Schaumburg (verantwortlich),
Anschrift wie Verlag
Tel: 0731 156-442
anzeigen@acht-neun.de
Redaktion:
Tobias Lehmann (verantwortlich),
Ulrike Hoche, Saskia Mohr, Julika Nehb,
Dominik Schele, Heike Viefhaus sowie
Karsten Sander
SVH GmbH & Co. KG
Frauenstraße 77 | 89073 Ulm
redaktion@acht-neun.de
Gestaltung:
stacheder und sander
Cover: Atelier Schlieper
S. 3: abybak, vectorstock.com
S. 22: AltoClassic, stock.adobe.com
S. 22: suricoma, vectorstock.com
Datenschutz:
datenschutz@n-pg.de
Druck:
Druckerei R. le Roux GmbH
Daimlerstr. 4-6 | 89155 Erbach
KEINE
PARTY OHNE
GEORG
HERRLICH SÜFFIG
62
People : BILDER SPRECHEN BÄNDE
flohMARKT
❢ Anna-Lea und Leo können auf gute
Geschäfte anstoßen.
❢ DJ Sam Travolta (Samuel) an den Turntables
schafft Clubatmosphäre.
SCHNÄPPCHEN
Beim Flohmarkt
im Gleis 44 gab es
neben Kleidung,
Kunst und Krempel
auch nette Gespräche
und gute
Musik.
❢ Nathalia bringt mit ihren bunten Kleidungsstücken
Farbe für die Kunden mit.
❢ Simon, Lena, Max und Janica sind das erfolgreiche Verkaufsquartett beim
Flohmarkt im Ulmer Gleis 44.
Fotos: Andreas Brücken
❢ Aaron will sich von seiner
E-Gitarre trennen.
❢ Auch Salome und Jessica freuen sich
über die vielfältige Auswahl.
❢ Karo, Sarah und Andi freuen sich über die entspannten
Kundinnen und Kunden.
❢ Isabel und Paula auf der Suche nach den besonderen Stücken. ❢ Annika und Maria sind auf der Suche nach Schnäppchen.
63
64
People : BILDER SPRECHEN BÄNDE
gugelfuss PARTNERTAG
❢ Denis Senay, Viktoria Karetnikova und
Frank Töpfer
❢ Jaqueline und Philip Fetzer
❢ Esra und Bekir Cam
PARTNERSCHAFT
Der Gugelfuss
Partnertag stand
unter dem Motto:
„Zukunft gestalten -
Impulse aufnehmen
und weitertragen“.
Mit Mario Basler
hatte das Event in der
Neu-Ulmer Oldtimer
Fabrik einen ganz
besonderen Gast am
Start.
❢ Für musikalische Untermalung sorgte
„Singing DJane“ Grazia Gioffrè
❢ Martin Gugelfuss, Martin Hörmann, Matthias Stelzer, Mario Basler,
Susanne Dannerbauer-Gugelfuss, Max Gugelfuss und Anton Gugelfuss
Fotos: Tobias Lehmann
❢ Paulina Gugelfuss, Renate App-Gugelfuss, Simone Gugelfuss und
Viktoria Gugelfuss
❢ Andreas Schöberl, Renate App-Gugelfuss und Sandra Hörmann
65
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66 Kolumne : ICH SCHWÖR‘S
BEIM SSV
HOLLYWOOD 1846
„Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es war.“ –
was für ein schöner Satz?! Beim SSV Ulm 1846 Fußball hat
ihn offenbar noch niemand entdeckt. Dabei passt die Weisheit,
die in diesen zehn Worten des Stuttgarter Fußball-Philosophen
Fredi Bobic steckt, so wunderbar zur Situation der
Spatzen. Die Kicker aus Ulm stehen im letzten Viertel einer
miserablen Drittliga-Saison mitten im Abstiegskampf, wollen
aber partout nicht zurückschauen. Nein, die Verantwortlichen
schauen leeren Blickes nach vorne.
„Wir müssen die Saison mit Niveau und Anstand zu Ende
spielen. Wenn der Worst Case eintritt, dann ist es so. Dann
müssen wir uns schütteln und weiterarbeiten“, sagt Dominik
Schwärzel. Der denkbar schlechteste Ausgang, von dem der
Vorsitzende des Vereins spricht, gilt in Ulm schon als sicher.
Er heißt: Abstieg! Weshalb man sich statt auf die Schönfärberei
so langsam mal auf die Abgründe fokussieren sollte.
Wie konnte es passieren, dass die langersehnte Rückkehr in
den Profifußball so schnell wieder verzockt wurde?
Die Antwort ist kurz: Größenwahn und Missmanagement.
Im Donaustadion gibt es jetzt zwar eine Rasenheizung, die
den Spielern im Winter mehr Bodenhaftung verschaffen
sollte. Die Bodenständigkeit des SSV ging in der zweiten
Liga aber verloren. Statt den nach der letzten Insolvenz eingeschlagenen
Weg der Bescheidenheit und Kontinuität weiterzugehen,
wandelte sich der Verein unter Kontrollverlust
von Aufsichtsrat und Vorstand in einen FC - oder besser
SSV - Hollywood für Anfänger.
Der viel zu spät geschasste Geschäftsführer Markus Thiele
breitete den Deckmantel der Professionalisierung über die
weitreichenden Fehlentscheidungen. Ein Leichtes für ihn,
weil Verein und Aufsichtsrat zuließen, dass er zeitgleich
Geschäftsführer und Vorstand wurde. Compliance-Note?
Sechs!
Trainer Thomas Wörle, der den Erfolg von zwei Aufstiegen
in Folge erst möglich machte, wurde vom Hof gejagt, zwei
unerfahrene Trainer in der Nachfolge verschlissen. In einem
Jahr Zweite Liga hat der SSV Ulm sein - über Jahre hinweg
Schritt für Schritt wieder aufgebautes - Fundament selbst
untergraben. Ulmer DNA, Vertrauen und Sympathien gingen
verloren.
So musste auch der ausgerufene Neustart nach der Ära Thiele
scheitern. In sportlicher Hinsicht hat der mittlerweile in
Saarbrücken beschäftigte Ex-Geschäftsführer einen verunsicherten,
in weiten Teilen seelenlosen und schon gar nicht
ligatauglichen Kader hinterlassen. Und auch strukturell und
atmosphärisch scheint es Hinterlassenschaften zu geben, die
dazu führten, dass sein Nachfolger Stefan Schwarz schon
nach drei Monaten abheuerte. Mit dem expliziten Statement
übrigens, dass er in Ulm nicht das vorgefunden habe, was
sein Vorgänger öffentlich geordnete Verhältnisse genannt
hatte. Eben keine heile Fußball-Welt.
Zu Schade! Jetzt geht alles von vorne los. Und zum Schluss
bleibt allenfalls ein versöhnlicher Satz. Von einem anderen
Fußball-Philosophen – Lukas Podolski: „Wir müssen jetzt
die Köpfe hochkrempeln – und die Ärmel auch.“
Ich schwör’s!
Text:
Die acht.neun-Redaktion
Institut für Rechtsmedizin
Prof. Dr. Sebastian Kunz
Prittwitzstraße 6, 89075 Ulm
Gewaltopferambulanz Ulm
Vertrauliche Dokumentation und
Spurensicherung nach Gewalt
kostenlos – ohne Polizei
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Sie erreichen uns von
Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und
Freitag von 9 bis 14 Uhr.
Telefon 0731 500 65009
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Die Gewaltopferambulanz wird gefördert durch das Ministerium für Soziales,
Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg
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