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26. März 2026

- 70 Prozent Ja zum Harmsdorf-ORF-Viertel - GRAZER MITTE will Innenstadt staufrei machen - Graz 99ers am Sonntag bereits als neuer Meister ins Semifinale

- 70 Prozent Ja zum Harmsdorf-ORF-Viertel
- GRAZER MITTE will Innenstadt staufrei machen
- Graz 99ers am Sonntag bereits als neuer Meister ins Semifinale

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Grazer26. MÄRZ 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG

Getty

Quelle: GeoSphere Austria

Kalt und

windig,

Regenschauer

wahrscheinlich.

Die

Temperaturen

liegen morgen Freitag zwischen

4 und 7 Grad.

Mobilität

Neues Konzept für weniger Stau und

mehr Lebensqualität im Stadtzentrum

durch vier Verkehrs-Sektoren. 2

Emotionen

Erster historischer Meistertitel fixiert!

Jetzt wartet das Halbfinale im ausverkauften

„Bunker“. 9

Mehr Lebensqualität

70 Prozent Ja zum

Harmsdorf-ORF-Viertel

BLOOMING CITIES, GEPA, KK

BÜRGERBETEILIGUNG. 8.000 Anrainer planten mit: Ab April startet in Graz ein historisches Verkehrsprojekt. 70 Prozent der Bewohner stimmten

für das Paket aus Gehweg-Lückenschlüssen, Entsiegelungen und sicheren Kreuzungen, um die Lebensqualität im Viertel zu steigern. SEITE 3


2 graz

www.grazer.at 26. MÄRZ 2026

GRAZER MITTE

will Innenstadt

staufrei machen

Seien Sie in Wäldern, Parks und

Alleen besonders wachsam. GETTY

Warnung vor

starkem Wind

■ Im Tagesverlauf lebt

heute der Nordwind in der

gesamten Steiermark allmählich

stürmisch auf.

Auch in der Landeshauptstadt

Graz muss man ab

dem Abend mit Windspitzen

um 80 km/h in höheren,

exponierten Lagen auch bis

100 km/h rechnen. Im Süden

werden etwas geringere

Windspitzen erwartet.

Da aber zahlreiche – der

durch die starken Schneefälle

im Februar beschädigten

– Bäume noch nicht

gänzlich aufgearbeitet werden

konnten, besteht auch

hier ein hohes Windbruchrisiko.

Es muss daher in der

gesamten Steiermark mit

Beeinträchtigungen der

Verkehrsinfrastruktur und

der Energieversorgung gerechnet

werden.

Der Leiter der Fachabteilung

Katastrophenschutz

des Landes Steiermark, Harald

Eitner, appelliert an

die Bevölkerung, zumindest

bis Samstag keine Waldgebiete

und Parkanlagen zu

betreten und lose Gegenstände

auf Terrassen und

Balkonen, wie zum Beispiel

Mülltonnen, Blumenkübel

und Gartenmöbel, nach

Möglichkeit zu fixieren.

Die GRAZER MITTE will die Grazer Innenstadt in vier Sektoren einteilen, zwischen denen mit öffentlichen Verkehrsmitteln,

dem Rad oder zu Fuß direkt gewechselt werden kann. Auto-Wege führen dabei über den Gürtel. BLOOMING CITIES

VERKEHR. Die GRAZER MITTE setzt sich das Ziel, die Innenstadt staufrei zu

machen und für mehr Verkehrssicherheit und Belebung zu sorgen.

Von Anna Stocker

anna.stocker@grazer.at

Trotz der guten Lebensqualität

in Graz gibt es Herausforderungen

für die Stadt:

Viele Menschen leiden unter

Verkehrslärm, schlechter Luft

und mangelnder Verkehrssicherheit.

Busse und Straßenbahnen

stehen im Stau und Kinder

kommen an vielen Orten nicht

sicher und selbstständig in die

Schule. Doch das Budget für teure

Einzelmaßnahmen ist nicht

vorhanden. „GRAZER MITTE“,

ein Plan für ein lebendiges Graz,

beschäftigt sich damit, wie die

Stadt staufrei, belebter und verkehrssicherer

wird.

Das Konzept basiert auf den

Erfahrungen und Erfolgen von

Städten wie Barcelona oder Gent

und baut auf bereits gesetzten

ambitionierten Zielen der Stadt

Graz auf. Es wird direkt bei der

Maßnahme „Neuordnung des

Straßennetzes“ im Mobilitätsplan

angesetzt und verdeutlicht, wie

dieses wirkungsvoll umgesetzt

werden kann. Die Innenstadt

wird dazu in vier Sektoren aufgeteilt,

zwischen denen mit öffentlichen

Verkehrsmitteln, dem Rad

oder zu Fuß gewechselt werden

kann. Alle Stadtteile bleiben auch

mit dem Auto erreichbar, aber

nicht mehr überall am direktesten

Weg: Auto-Wege zwischen

den Vierteln sollen über den Gürtel

führen und Graz somit vom

Durchzugsverkehr befreien.

„Die GRAZER MITTE kann die

Lebensqualität im Herzen unserer

Stadt auf ein neues Level

heben. Die Maßnahmen sind

verblüffend einfach und kostengünstig

zu realisieren. Jetzt ist es

wieder an der Zeit, einen richtungsweisenden

Schritt zu ma-

chen“, so Karl Reiter, Verkehrsexperte.

Vorteile

Die GRAZER MITTE bringt viele

Vorteile mit sich: Die Verkehrssicherheit

für Kinder, Menschen

mit Behinderung und Ältere wird

erhöht und weniger Lärm, eine

bessere Luftqualität und Platz für

Grünräume fördern ein gesundes

Leben. Durch das Verschwinden

des Durchzugsverkehrs müssen

auch öffentliche Verkehrsmittel

nicht weiter im Stau verweilen.

„Die Bürgerinitiative GRAZER

MITTE wird von ehrenamtlichen

Bürgern getragen und von Experten

und Organisationen unterstützt“,

so Pressesprecher Tristan

Schachner. Eine Petition an den

Gemeinderat will einer Umsetzung

im Rahmen der Neuordnung

des Grazer Straßennetzes nun Rückenwind

geben.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15

Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria

Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0

316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-

Bruckner (0664 / 80 666 6890), Azra Mehinagic (0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE

AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


26. März 2026 www.grazer.at

graz 3

Neuer Schwung für ORF-Viertel

VERKEHRSPLANUNG. 8.000 Grazer planten mit – Start für mehr Sicherheit für Kinder und

Senioren im April. 70 Prozent Zustimmung für mehr Lebensqualität im gesamten Viertel.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Die Stadt Graz setzt im

Harmsdorf-ORF-Viertel

neue Maßstäbe. Über

8.000 Anrainer wurden in das

Verkehrskonzept eingebunden,

das nun von 70 Prozent unterstützt

wird. Ziel ist es, die Sicherheit

für Kinder und Senioren zu

erhöhen und die Lebensqualität

durch weniger Durchzugsverkehr

sowie gezielte Entsiegelungen

spürbar zu steigern.

Maßnahmen

Ab Ende April starten die ersten

Umsetzungen. Das Paket umfasst

generelle Gehsteig-Lückenschlüsse

sowie neue Gehwege in

der Harmsdorfgasse, am Neufeldweg,

in der Scheiger- und

Emil-Ertl-Gasse.

Besonderes Augenmerk liegt

auf dem Neufeldweg, der als

Hauptradroute sicherer gestaltet

wird. Hier werden unbefestigte

Ränder geordnet, Gehbereiche

abgegrenzt und neue Grünflächen

geschaffen. Zudem wird

die Rechts-vor-Links-Regel auf

sechs Kreuzungen ausgeweitet.

Die Fahrradstraße in der Marburger

Straße bleibt ein Schlüsselelement

zur Entlastung der

Wohnstraßen. Laut Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner

bilden die Ergebnisse eine solide

Grundlage für mehr Sicherheit

im Viertel. Alle Maßnahmen werden

nach einem Jahr evaluiert

und die Parkraumbewirtschaftung

im Bereich wird überprüft.

Mit dem Start im April macht

Graz einen wichtigen Schritt hin

zu einem sichereren und lebenswerteren

Wohnviertel.

Anrainer informierten sich in der Planungsausstellung direkt vor Ort über

das neue Verkehrsmodell für das gesamte Viertel.

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4 graz

www.grazer.at 26. MÄRZ 2026

Dreierlei vom Fisch als Gruß aus der Küche.

Fast zu schön zum Essen.

Zur Goldenen Birn

Carabinero auf Krustentierschaum mit Gänseleber

und Brandade.

Hier gibt es das günstigste

Sternemenü von Graz

Auch optisch wunderschön die Rotbarbe mit

Austern. DER GRAZER (6)

GASTRO. Ab April kann man in Jan Eggers Zur Goldenen Birn auch zu Mittag

ein Sternemenü genießen. Gestartet wird mit dem Royal Fish Lunch.

Es ist das günstigste Sternemenü in ganz Graz.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Die Freude war groß bei Küchenchef

Jan Eggers und

Hausherr Philipp Florian

(Parkhotel), als sie am 18. März mit

ihrem ersten Micheline Stern gekrönt

wurden. „Es ist großartig für

den Standort und super, das gleich

drei Lokale ausgezeichnet wurden.

Denn die Menschen, die soetwas

suchen, brauchen mehr als ein

Lokal. Das macht Graz als internationale

Destination bekannt“,

freut sich Florian. „Wir freuen uns

vor allem für Graz, wo nun gleich

drei Sterne hell leuchten. Am Ende

geht es nicht um einzelne Erfolge,

sondern um den Tourismus in der

Stadt! Graz ist nun für Kulinarikbegeisterte

weltweit eine Reise wert“,

ergänzt Eggers.

Kulinarik

Doch was erwartet die Gäste beim

Sterne-Mittagsmenü? Serviert

wird ab April das beste vom Fisch.

„Wir haben jetzt am Samstag in

der Birn auch zu Mittag offen.

Wenn es sich bewährt, werden wir

das sicher weiterverfolgen. Und

uns auch anderen Lebensmittel

widmen. Mit dem Menü wollen

wir auch Menschen ansprechen,

die sich nicht trauen in ein Sterne-

Res- taurant zu gehen. So erhalten

sie Einblick in eine Sterne- und

Hauben-Küche“, erklärt Florian.

Neben „Carabinero mit Gänseleber,

Brandade und Pinienkernen“,

den Erfrischungs-Klassiker

„Sisis Koks“ warten auch „Rotbarbe

mit Austern, Osietra- und

Saiblings-Kaviar“ und als Dessert

„Prinzessin auf der Erbse“auf die

Gäste.

Das Menü kostet zu Mittag 100

Euro inklusive Aperos und Petit

Four. Die Weinbegleitung dazu

kostet 35 Euro.

Noch wird der fixe Platz für die Guide

Michelin Sterneplakette gesucht.

Persönliches Fazit

Kocht ein Sternekoch anders als

ein Haubenkoch – besonders,

wenn es derselbe Koch ist? Die

klare Antwort ist nein, aber vielleicht

schmeckt es dem persönlichen

Gaumen noch besser.

Wenn man in der Goldenen

Birn einkehrt, isst das Auge auch

definitiv mit. Der frisch gekrönte

Sternekoch ist ein Meister der

Präsentation und des Anrichtens.

Seine Gerichte stehen der Optik

jedoch um nichts nach.

Der Gruß aus der Küche bestach

durch die verschiedenen Texturen

und Garmethoden des Fisches,

die knusprigen Fischchips waren

zudem ein Gedicht. Der Carabinero

war perfekt gegart und

herrlich abgeschmeckt. Der Krustentierschaum

präsentiert sich

luftig-leicht. Mittlerweile ein Klassiker

der Birn: Sisis Koks als Zwischengang

serviert, bestach durch

die Frische der Granny Smith Apfel,

die sich als Gel und Stückchen

unter dem Rieslingschnee versteckten.

Krönender Abschluss war aber

das Dessert. Hinter der Prinzessin

auf der Erbse verbargen sich

tatsächlich marinierte Erbsen mit

Sauerrahmmousse und -eis. Erbsen

im Dessert klingt schräger als

es schmeckt. Die Süße der Erbsen

harmonierte perfekt mit der leichten

Säure des Sauerrahms.

Der Royal Fish Lunch ist definitiv

ein Mittagsmenü, dass man

sich öfter gönnen kann.

Sisis Koks: Rieslingschnee unter dem sich

Granny Smith verbirgt.

Prinzessin auf der Erbse mit Sauerrahmeis und

-mousse.

Die Petit Four – passend zu Ostern gibt es

eine Vanillecreme im Ei.


26. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 5

Claesz‘ Stillleben im Fokus

ENTDECKEN. Von 28. März bis 31. Oktober 2026 zeigt die Alte Galerie im Schloss Eggenberg das

Projekt „Kaiserschild Art Defined“. Im Mittelpunkt stehen drei Stillleben des Malers Pieter Claesz.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Im Rahmen des Projekts

„Kaiserschild Art Defined“

präsentiert die Alte Galerie

in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung,

dem Kunsthistorischen

Museum Wien und dem

Kunst Museum Winterthur ab

28. März eine Sonderausstellung

zum niederländischen Barockmaler

Pieter Claesz.

Im Fokus stehen drei Stillleben

des Künstlers, der zu den

einflussreichsten Vertretern der

Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts

zählt.

Multimedial

Das Herzstück der Ausstellung

ist ein Multimedia-Tisch, an

dem die Werke bis ins kleinste

Detail erkundet werden können.

Die drei Gemälde wurden als

High Resolution Multiperspective

Images digital aufbereitet

und erreichen eine Auflösung

im Gigapixel-Bereich. So können

Besuchende selbst feinste

Details wie Struktur und Malweise

analysieren. Ergänzt wird

die Ausstellung durch Filmsequenzen

über Werk und Schaffen

Claesz‘.

„Aus kuratorischer Perspektive

erweist sich der medienübergreifende

Ansatz als zeitgemäß

und essenziell: Malerei, Fotografie

und Film stehen nicht in

Konkurrenz, sondern entfalten

im Zusammenspiel ihr komplementäres

Potenzial. Unser

Anliegen ist es, ein breites Publikum

für die Kunst – insbesondere

für die Alten Meister – zu

begeistern“, betont Kurator Stefan

Albl.

Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alte Galerie und Kurator

Stefan Albl (v.l.) präsentierten heute die neue Ausstellung. UM JOANNEUM/J.J. KUCEK


6 graz

www.grazer.at 26. MÄRZ 2026

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Ganz im Gegenteil

Im Gegenteil: Trotz der Spritpreise

jetzt wird der Kfz-Verkehr

in Graz immer mehr! Ein Auto

ist wichtiger als ein Fahrrad!

Und ohne die STVO-Strafen

wäre Graz pleite!

Manfred Schellinger

* * *

Nicht notwendig

Also ich komme mittlerweile

seit neun Jahren gut ohne eigenes

Auto aus. Hin und wieder

nehme ich einen Mietwagen,

und mit dem gesparten Geld

geht’s in den fünften Skiurlaub

dieser Saison.

Rei Nie

* * *

Nervig

Und auf die Straßenbahnen

kann man sich nicht verlassen,

und außerdem sind zu lange

Wartezeiten!

Hans Johann Santiago

* * *

Anteil sinkt

Das der VCÖ gerne mal die Zahlen

so dreht wie sie am besten

klingen ist eh klar. Fakt ist, laut

dem letzten Modal Split ist der

Radfahrer-Anteil in Graz gesunken

trotz Millionen an Investitionen.

Das ist der Erfolg der

Grünen in Graz, die Radfahrer

werden wieder weniger.

Christian Jany

* * *

Fraglich

Ist das, was die Grünen da

fabrizieren,eigentlich auch im

Interesse der Frau Kahr, oder

macht da jeder einfach sein

Ding?

Christian Arloff

* * *

Antwort

Das Arrangement ist, so glaube

ich zumindest, jeder darf in

seinem Ressort tun und machen

wie er lustig ist.

Dieter Kaltenbeck

* * *

Sarkasmus

Da ist die Erhöhung

der Fahrpreise die

absolut richtige Entscheidung

und Motivation.

Günther Stark

* * *

Meinung

Dieser Artikel handelt von der

Stadt Graz. Die Stadtregierung

kann nicht das Geringste dafür,

dass auf Landesebene die

Preise angehoben wurden.

Walter Theisl

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Graz setzt

auf Rad &

Schiene

Die steirische Mobilität ist in

den vergangenen zwei Jahrzehnten

deutlich spritsparender,

umweltverträglicher und

gesünder geworden. Eine aktuelle

Analyse des VCÖ zeigt, dass

die steirischen Haushalte zuletzt

viel weniger Sprit tankten als vor

zwanzig Jahren. Ein Treiber dieser

Entwicklung sei der Umstieg

auf alternative Antriebe. Unsere

Leser diskutieren.

REAKTIONEN & KOMMENTARE


26. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 7

Wirtschaftsfaktor Maturaball

ERFREULICH. Die Maturaball-Saison 2025/26 hat sich einmal mehr als wichtiger Wirtschaftsfaktor für

Graz erwiesen. Insgesamt wurden geschätzte 25 Millionen Euro an Wertschöpfung erwirtschaftet.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Eine der größten und beliebtesten

Balllocations von

Graz ist der Congress. Daher

hat sich das Team des Congress

gemeinsam mit Claudia

Brandstätter von bmm - Brandstätter

Markt- & Marktforschung

die Mühe gemacht, die Gäste bei

den Maturabällen im Congress zu

befragen.

Fazit

Befragt wurden insgesamt 610

Gäste. Rund 90 Prozent der Gäste

kommen aus der Steiermark,

mehr als die Hälfte ist unter 30

Jahre alt, und viele reisen in

Gruppen an – durchschnittlich

fünf Personen. Der wichtigste

Grund für den Besuch ist die

persönliche Beziehung zu den

Maturanten. Pro Abend geben

die Gäste im Schnitt 321 Euro

aus. Rechnet man das auf die

40.00 Besucher pro Saison hoch,

ergibt das rund 12,5 Millionen

Euro. Die gesamte wirtschaftliche

Wertschöpfung rund um

Anreise, Vorbereitung, Kleidung

oder Dienstleistungen wird sogar

auf mindestens 25 Millionen

Euro geschätzt. Die Analyse

zeigt also, dass Maturabälle

ein bedeutendes Format für den

Veranstaltungsstandort sind.

„Die letzte Maturaballsaison

hat eindrucksvoll gezeigt, wie

hoch die Qualität und der Anspruch

mittlerweile sind. Von

Jahr zu Jahr entwickeln sich die

Bälle weiter und genau diese

Entwicklung zu begleiten, macht

unsere Arbeit so besonders“, so

Katharina Zita, Projektleitung

Maturabälle im Congress.

Im wunderschönen Ambiente des Grazer Congress finden zahlreiche Maturabälle

statt. Diese generieren eine hohe Wertschöpfung für die Stadt. SCHERIAU

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Bürgermeisterin Elke Kahr, Dietmar Wiener, Peter Wiener, Uni-Graz-Rektor Peter Riedler

und Maximilian Mazelle, Abteilungsleiter Abteilung für Kommunikation (v.l.) STADT GRAZ/FISCHER

Dorit-Wiener-Stipendium

■ Die Stadt Graz und die Universität

Graz setzen mit der Unterzeichnung

des Dorit-Wiener-

Gedenkstipendiums ein starkes

Zeichen der Erinnerung und der

Zukunftsperspektive.

Das Stipendium ist der verstorbenen

Grazer Lehrerin Dorit Wiener

gewidmet, die beim Amoklauf

im Juni 2025 ihr Leben verlor. Im

Grazer Rathaus wurde die Vereinbarung

nun offiziell besiegelt, im

Beisein ihrer Familie. Das Gedenkstipendium

baut auf der Städtepartnerschaft

zwischen Graz und

Montclair auf und ermöglicht vor

allem Lehramtsstudierenden internationale

Erfahrungen.

„Mit dem Dorit-Wiener-Gedenkstipendium

verbinden die

Stadt Graz und Universität Graz

Erinnerung mit Zukunft: Wir eröffnen

unseren Studierenden die

Möglichkeit, internationale Erfahrungen

zu sammeln, Horizonte

zu erweitern und den Gedanken

von Menschlichkeit, Bildung

und Austausch weiterzutragen“,

so Peter Riedler, Rektor der Universität

Graz.

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ anna.stocker@grazer.at

Wohnungsbrand

in Gösting

■ Mittwochnachmittag kam

es gegen 12:30 Uhr im Bezirk

Gösting, Graz, zu einem Wohnungsbrand.

Im Zuge der Brandbekämpfung

wurde durch die

Berufsfeuerwehr Graz der leblose

Körper eines 78-jährigen Grazers

aufgefunden und geborgen.

Der anwesende Notarzt konnte

nur mehr den Tod des Mannes

feststellen. Die Ermittlungen

wurden vom Landeskriminalamt

Steiermark sowie einem Sachverständigen

der Landesstelle für

Brandverhütung durchgeführt.

Die Brandausbruchsstelle konnte

in der Küche der Wohnung

lokalisiert werden. Es ist davon

auszugehen, dass der Brand im

Bereich des E-Herdes seinen

Der Brand in Gösting ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich des E-

Herds ausgebrochen. Die Berufsfeuerwehr Graz war im Einsatz.

BF GRAZ

Ausgang genommen hat und im

Zuge der Zubereitung von Speisen

entfacht wurde. Die Todesursache

dürfte im Zusammenhang

mit dem Brandereignis stehen.

Es entstand ein Sachschaden in

beträchtlicher Höhe. Weitere Personen

oder Tiere wurden nicht

verletzt.

Picknick löste

Waldbrand aus

■ Die Einsatzkräfte wurden am

Mittwoch zu einem Waldbrand

im Radegunder Ortsteil Rinnegg

alarmiert. Eine bislang unbekannte

Frau dürfte ein Picknick

abgehalten und den Brand ausgelöst

haben. Aufgrund des trockenen

Laubes und Buschwerks

breitete sich das Feuer aus und

erfasste eine Fläche von rund

einem Hektar. Die unbekannte

Frau verständigte die Einsatzkräfte

und verließ anschließend

die Örtlichkeit. Es standen über

zwölf Freiwillige Feuerwehren

mit insgesamt 55 Einsatzkräften,

die Waldbrandstaffel des

Bereichsfeuerwehrverbandes

Graz-Umgebung sowie eine

Feuerwehrdrohne im Einsatz.

Zudem wurde der Polizeihubschrauber

herangezogen. Der

Brand konnte unter Kontrolle

gebracht werden. Im Zuge der

Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann

Verletzungen

unbestimmten Grades.

Fahrerflucht

nach Unfall

■ Am Mittwochabend war

ein Pkw-Lenker am Spitzäckerweg

in Graz-Puntigam

unterwegs. Aus unbekannter

Ursache kam er von der Fahrbahn

ab, beschädigte einen

Zaun und blieb in Folge in einer

Garage stecken. Danach

flüchtete er. Später konnten

Beamte den Pkw-Lenker, einen

55-Jährigen aus dem Bezirk

Graz-Umgebung, ausforschen.

Ein Alkotest ergab eine

leichte Alkoholisierung. Er

wird angezeigt.


26. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 9

Als Meister ins Semifinale

ZIELE. Weil mit dem KAC die letzte österreichische Mannschaft ausgeschieden ist, gehen die Graz

99ers am Sonntag bereits als neuer österreichischer Meister in die Halbfinal-Serie gegen Fehervar.

Paul Stapelfeldt (links) und Frank Hora (rechts) wollen am Sonntag zum

Semifinal-Start KAC-Bezwinger Fehervar in die Zange nehmen.

GEPA

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Auf der Couch sind die

Graz 99ers erstmals österreichischer

Eishockeymeister

geworden. Weil

Fehervar den KAC in sechs

Spielen aus dem Viertelfinale

geworfen hat und Lukas Haudum

und Konsorten damit im

Semifinale das einzige österreichische

Team sind. Auch wenn

der ersten Titel der Vereinsgeschichte

und der erste Meistertitel

für eine Grazer Eishockeymannschaft

seit 1978, als der

ATSE triumphierte, ein Meilenstein

sind – zufrieden geben

wird man sich von Präsident

Herbert Jerich abwärts aber

sich nicht zufrieden geben.

Im Halbfinale wartet nun just

der KAC-Bezwinger. Denn: die

Ungarn sind das Semifinalteam,

das nach dem Grunddurchgang

am schlechtesten platziert war

und damit Gegner des Siegers,

also Graz. „Wir freuen uns, im

Semifinale die Cracks aus Fehervar

am Sonntag bei uns im

Bunker begrüßen zu dürfen“,

verlautbaren die Grazer in einem

offiziellen Statement.

Zwei Heimspiele sind den

99ers in der „Best of seven“-

Serie sicher und diese beiden

fixen Partien waren am Montag

innerhalb weniger Minuten

ausverkauft – obwohl da der

Gegner für die Duelle noch gar

nicht feststand. Wer kein Ticket

mehr ergattern konnte, kann

das Auftaktspiel am Sonntag

übrigens live vor dem Fernseher

mitverfolgen. ORF1 überträgt

das Match, das schon um

15.15 Uhr beginnt.

Jetzt zählt nur noch der Sieg

HANDBALL. Die HLA Meisterliga biegt auf die Zielgerade und die HSG Graz hat immer noch die

Chance auf einen Platz im Viertelfinale. Dafür ist am Freitag aber ein Sieg gegen Schwaz Pflicht.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Jetzt geht es ans Eingemachte.

Vier Runden sind im

Grunddurchgang der HLA

Meisterliga noch zu spielen,

dann wird abgerechnet und

die ersten acht Teams bestreiten

das Viertelfinale. Dorthin

will es die HSG Graz auch noch

schaffen. Aktuell ist man zwar

Elfter und Vorletzter, liegt aber

nur drei Punkte hinter den

Bruck-Trofaiach Füchsen auf

Platz acht.

Am Freitag um 19 Uhr muss

dafür gegen Schwaz im Sportpark

aber ein Sieg her. Beide

Teams mussten vor der Länderspielpause

einen Dämpfer

einstecken. Schwaz musste sich

in Hollabrunn 28:32 geschlagen

geben, die Grazer von Trainer

Spyros Balomenos haben in

Krems 28:29 verloren – denkbar

knapp und gegen den amtierenden

Meister eigentlich ein achtbares

Ergebnis. „Die Niederlage

hat weh getan“, sagt HSG-Spieler

Markus Höfer. „Trotzdem

haben wir noch die Chance auf

ein Ticket für das Viertelfinale“,

ist er kämpferisch und verspricht

im selben Atemzug: „In

den letzten Runden werden wir

alles geben, um uns das Ticket

zu sichern. Am Freitag gegen

Schwaz wollen wir den ersten

Schritt setzen.“

Nach dem Gang gegen

Schwaz warten noch zwei weitere

Heimspiele gegen Hollabrunn

und Vöslau auf die Grazer

(11. bzw. 18. April), sowie

dazwischen das schwere Auswärtsspiel

bei Bregenz am 14.

April.

Markus Höfer (links) und die HSG Graz wollen am Freitag gegen Schwaz einen

wichtigen Schritt Richtung Platz acht und Viertelfinale machen. GEPA


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10 graz

www.grazer.at 26. MÄRZ 2026

Morgen eröffnet Manufactum im ehemaligen K&Ö Home im Jugendstilhaus

in der Sackstraße. Es ist der zweite Standort in Österreich nach Wien. MANUFACTUM

Ausblick

Was am Freitag in

Graz wichtig ist

■ Manufactum sperrt am morgigen Freitag im Jugendstilhaus von

Kastner&Öhler in der Murgasse auf. Das neue Warenhaus wird auf

mehr als 500 Quadratmetern im Erdgeschoss des ehemaligen Home-

Bereichs eine breite Auswahl anbieten: von Heimtextilien über Küchenutensilien

und Gartenbedarf bis hin zu Büroartikeln, Körperpflege,

Lebensmitteln und Bekleidung. Das Angebot reicht von der Armbanduhr

bis zur Aufschnittmaschine, von der Gartenschere bis zur Gesichtsseife,

vom Notizbuch bis zur Nachttischleuchte oder von der Daunenjacke

aus Recyclingfaser bis zum Reparaturservice.

■ Bewusster Blick auf die Mur: WB-Graz-Obmann Bernhard Bauer

präsentiert gemeinsam mit ÖVP-Stadtparteiobmann Kurt Hohensinner

die Schwerpunkte des neuen Wirtschaftsprogrammes für Graz.

■ Eier sind knapp: Die Landwirtschaftskammer informiert über Hintergründe

zum (Oster)eiermarkt, zur möglichen Erweiterung der Kapazitäten

und was die Produzenten dazu benötigen.

■ Die Grünen Kumberg laden zu einem Nachmittag rund ums Rad,

den Garten und das Miteinander ein. Beim Radcheck von 15 bis 18

Uhr am Parkplatz Loder beim Bauernmarkt kümmern sich professionelle

Fahrradmechaniker um Fahrräder aller Art.

■ Verkehrsexperten erwarten die erste Osterferien-Reisewelle.

In Graz ist vor allem im Baustellenbereich zwischen Webling und

Schwarzlsee mit Staus zu rechnen.

UMBERTO TOZZI

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26 | 04 | 2026

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