26. März 2026
- 70 Prozent Ja zum Harmsdorf-ORF-Viertel - GRAZER MITTE will Innenstadt staufrei machen - Graz 99ers am Sonntag bereits als neuer Meister ins Semifinale
- 70 Prozent Ja zum Harmsdorf-ORF-Viertel
- GRAZER MITTE will Innenstadt staufrei machen
- Graz 99ers am Sonntag bereits als neuer Meister ins Semifinale
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Grazer26. MÄRZ 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
7°
Kalt und
windig,
Regenschauer
wahrscheinlich.
Die
Temperaturen
liegen morgen Freitag zwischen
4 und 7 Grad.
Mobilität
Neues Konzept für weniger Stau und
mehr Lebensqualität im Stadtzentrum
durch vier Verkehrs-Sektoren. 2
Emotionen
Erster historischer Meistertitel fixiert!
Jetzt wartet das Halbfinale im ausverkauften
„Bunker“. 9
Mehr Lebensqualität
70 Prozent Ja zum
Harmsdorf-ORF-Viertel
BLOOMING CITIES, GEPA, KK
BÜRGERBETEILIGUNG. 8.000 Anrainer planten mit: Ab April startet in Graz ein historisches Verkehrsprojekt. 70 Prozent der Bewohner stimmten
für das Paket aus Gehweg-Lückenschlüssen, Entsiegelungen und sicheren Kreuzungen, um die Lebensqualität im Viertel zu steigern. SEITE 3
2 graz
www.grazer.at 26. MÄRZ 2026
GRAZER MITTE
will Innenstadt
staufrei machen
Seien Sie in Wäldern, Parks und
Alleen besonders wachsam. GETTY
Warnung vor
starkem Wind
■ Im Tagesverlauf lebt
heute der Nordwind in der
gesamten Steiermark allmählich
stürmisch auf.
Auch in der Landeshauptstadt
Graz muss man ab
dem Abend mit Windspitzen
um 80 km/h in höheren,
exponierten Lagen auch bis
100 km/h rechnen. Im Süden
werden etwas geringere
Windspitzen erwartet.
Da aber zahlreiche – der
durch die starken Schneefälle
im Februar beschädigten
– Bäume noch nicht
gänzlich aufgearbeitet werden
konnten, besteht auch
hier ein hohes Windbruchrisiko.
Es muss daher in der
gesamten Steiermark mit
Beeinträchtigungen der
Verkehrsinfrastruktur und
der Energieversorgung gerechnet
werden.
Der Leiter der Fachabteilung
Katastrophenschutz
des Landes Steiermark, Harald
Eitner, appelliert an
die Bevölkerung, zumindest
bis Samstag keine Waldgebiete
und Parkanlagen zu
betreten und lose Gegenstände
auf Terrassen und
Balkonen, wie zum Beispiel
Mülltonnen, Blumenkübel
und Gartenmöbel, nach
Möglichkeit zu fixieren.
Die GRAZER MITTE will die Grazer Innenstadt in vier Sektoren einteilen, zwischen denen mit öffentlichen Verkehrsmitteln,
dem Rad oder zu Fuß direkt gewechselt werden kann. Auto-Wege führen dabei über den Gürtel. BLOOMING CITIES
VERKEHR. Die GRAZER MITTE setzt sich das Ziel, die Innenstadt staufrei zu
machen und für mehr Verkehrssicherheit und Belebung zu sorgen.
Von Anna Stocker
anna.stocker@grazer.at
Trotz der guten Lebensqualität
in Graz gibt es Herausforderungen
für die Stadt:
Viele Menschen leiden unter
Verkehrslärm, schlechter Luft
und mangelnder Verkehrssicherheit.
Busse und Straßenbahnen
stehen im Stau und Kinder
kommen an vielen Orten nicht
sicher und selbstständig in die
Schule. Doch das Budget für teure
Einzelmaßnahmen ist nicht
vorhanden. „GRAZER MITTE“,
ein Plan für ein lebendiges Graz,
beschäftigt sich damit, wie die
Stadt staufrei, belebter und verkehrssicherer
wird.
Das Konzept basiert auf den
Erfahrungen und Erfolgen von
Städten wie Barcelona oder Gent
und baut auf bereits gesetzten
ambitionierten Zielen der Stadt
Graz auf. Es wird direkt bei der
Maßnahme „Neuordnung des
Straßennetzes“ im Mobilitätsplan
angesetzt und verdeutlicht, wie
dieses wirkungsvoll umgesetzt
werden kann. Die Innenstadt
wird dazu in vier Sektoren aufgeteilt,
zwischen denen mit öffentlichen
Verkehrsmitteln, dem Rad
oder zu Fuß gewechselt werden
kann. Alle Stadtteile bleiben auch
mit dem Auto erreichbar, aber
nicht mehr überall am direktesten
Weg: Auto-Wege zwischen
den Vierteln sollen über den Gürtel
führen und Graz somit vom
Durchzugsverkehr befreien.
„Die GRAZER MITTE kann die
Lebensqualität im Herzen unserer
Stadt auf ein neues Level
heben. Die Maßnahmen sind
verblüffend einfach und kostengünstig
zu realisieren. Jetzt ist es
wieder an der Zeit, einen richtungsweisenden
Schritt zu ma-
chen“, so Karl Reiter, Verkehrsexperte.
Vorteile
Die GRAZER MITTE bringt viele
Vorteile mit sich: Die Verkehrssicherheit
für Kinder, Menschen
mit Behinderung und Ältere wird
erhöht und weniger Lärm, eine
bessere Luftqualität und Platz für
Grünräume fördern ein gesundes
Leben. Durch das Verschwinden
des Durchzugsverkehrs müssen
auch öffentliche Verkehrsmittel
nicht weiter im Stau verweilen.
„Die Bürgerinitiative GRAZER
MITTE wird von ehrenamtlichen
Bürgern getragen und von Experten
und Organisationen unterstützt“,
so Pressesprecher Tristan
Schachner. Eine Petition an den
Gemeinderat will einer Umsetzung
im Rahmen der Neuordnung
des Grazer Straßennetzes nun Rückenwind
geben.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15
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316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-
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26. März 2026 www.grazer.at
graz 3
Neuer Schwung für ORF-Viertel
VERKEHRSPLANUNG. 8.000 Grazer planten mit – Start für mehr Sicherheit für Kinder und
Senioren im April. 70 Prozent Zustimmung für mehr Lebensqualität im gesamten Viertel.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Die Stadt Graz setzt im
Harmsdorf-ORF-Viertel
neue Maßstäbe. Über
8.000 Anrainer wurden in das
Verkehrskonzept eingebunden,
das nun von 70 Prozent unterstützt
wird. Ziel ist es, die Sicherheit
für Kinder und Senioren zu
erhöhen und die Lebensqualität
durch weniger Durchzugsverkehr
sowie gezielte Entsiegelungen
spürbar zu steigern.
Maßnahmen
Ab Ende April starten die ersten
Umsetzungen. Das Paket umfasst
generelle Gehsteig-Lückenschlüsse
sowie neue Gehwege in
der Harmsdorfgasse, am Neufeldweg,
in der Scheiger- und
Emil-Ertl-Gasse.
Besonderes Augenmerk liegt
auf dem Neufeldweg, der als
Hauptradroute sicherer gestaltet
wird. Hier werden unbefestigte
Ränder geordnet, Gehbereiche
abgegrenzt und neue Grünflächen
geschaffen. Zudem wird
die Rechts-vor-Links-Regel auf
sechs Kreuzungen ausgeweitet.
Die Fahrradstraße in der Marburger
Straße bleibt ein Schlüsselelement
zur Entlastung der
Wohnstraßen. Laut Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner
bilden die Ergebnisse eine solide
Grundlage für mehr Sicherheit
im Viertel. Alle Maßnahmen werden
nach einem Jahr evaluiert
und die Parkraumbewirtschaftung
im Bereich wird überprüft.
Mit dem Start im April macht
Graz einen wichtigen Schritt hin
zu einem sichereren und lebenswerteren
Wohnviertel.
Anrainer informierten sich in der Planungsausstellung direkt vor Ort über
das neue Verkehrsmodell für das gesamte Viertel.
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4 graz
www.grazer.at 26. MÄRZ 2026
Dreierlei vom Fisch als Gruß aus der Küche.
Fast zu schön zum Essen.
Zur Goldenen Birn
Carabinero auf Krustentierschaum mit Gänseleber
und Brandade.
Hier gibt es das günstigste
Sternemenü von Graz
Auch optisch wunderschön die Rotbarbe mit
Austern. DER GRAZER (6)
GASTRO. Ab April kann man in Jan Eggers Zur Goldenen Birn auch zu Mittag
ein Sternemenü genießen. Gestartet wird mit dem Royal Fish Lunch.
Es ist das günstigste Sternemenü in ganz Graz.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die Freude war groß bei Küchenchef
Jan Eggers und
Hausherr Philipp Florian
(Parkhotel), als sie am 18. März mit
ihrem ersten Micheline Stern gekrönt
wurden. „Es ist großartig für
den Standort und super, das gleich
drei Lokale ausgezeichnet wurden.
Denn die Menschen, die soetwas
suchen, brauchen mehr als ein
Lokal. Das macht Graz als internationale
Destination bekannt“,
freut sich Florian. „Wir freuen uns
vor allem für Graz, wo nun gleich
drei Sterne hell leuchten. Am Ende
geht es nicht um einzelne Erfolge,
sondern um den Tourismus in der
Stadt! Graz ist nun für Kulinarikbegeisterte
weltweit eine Reise wert“,
ergänzt Eggers.
Kulinarik
Doch was erwartet die Gäste beim
Sterne-Mittagsmenü? Serviert
wird ab April das beste vom Fisch.
„Wir haben jetzt am Samstag in
der Birn auch zu Mittag offen.
Wenn es sich bewährt, werden wir
das sicher weiterverfolgen. Und
uns auch anderen Lebensmittel
widmen. Mit dem Menü wollen
wir auch Menschen ansprechen,
die sich nicht trauen in ein Sterne-
Res- taurant zu gehen. So erhalten
sie Einblick in eine Sterne- und
Hauben-Küche“, erklärt Florian.
Neben „Carabinero mit Gänseleber,
Brandade und Pinienkernen“,
den Erfrischungs-Klassiker
„Sisis Koks“ warten auch „Rotbarbe
mit Austern, Osietra- und
Saiblings-Kaviar“ und als Dessert
„Prinzessin auf der Erbse“auf die
Gäste.
Das Menü kostet zu Mittag 100
Euro inklusive Aperos und Petit
Four. Die Weinbegleitung dazu
kostet 35 Euro.
Noch wird der fixe Platz für die Guide
Michelin Sterneplakette gesucht.
Persönliches Fazit
Kocht ein Sternekoch anders als
ein Haubenkoch – besonders,
wenn es derselbe Koch ist? Die
klare Antwort ist nein, aber vielleicht
schmeckt es dem persönlichen
Gaumen noch besser.
Wenn man in der Goldenen
Birn einkehrt, isst das Auge auch
definitiv mit. Der frisch gekrönte
Sternekoch ist ein Meister der
Präsentation und des Anrichtens.
Seine Gerichte stehen der Optik
jedoch um nichts nach.
Der Gruß aus der Küche bestach
durch die verschiedenen Texturen
und Garmethoden des Fisches,
die knusprigen Fischchips waren
zudem ein Gedicht. Der Carabinero
war perfekt gegart und
herrlich abgeschmeckt. Der Krustentierschaum
präsentiert sich
luftig-leicht. Mittlerweile ein Klassiker
der Birn: Sisis Koks als Zwischengang
serviert, bestach durch
die Frische der Granny Smith Apfel,
die sich als Gel und Stückchen
unter dem Rieslingschnee versteckten.
Krönender Abschluss war aber
das Dessert. Hinter der Prinzessin
auf der Erbse verbargen sich
tatsächlich marinierte Erbsen mit
Sauerrahmmousse und -eis. Erbsen
im Dessert klingt schräger als
es schmeckt. Die Süße der Erbsen
harmonierte perfekt mit der leichten
Säure des Sauerrahms.
Der Royal Fish Lunch ist definitiv
ein Mittagsmenü, dass man
sich öfter gönnen kann.
Sisis Koks: Rieslingschnee unter dem sich
Granny Smith verbirgt.
Prinzessin auf der Erbse mit Sauerrahmeis und
-mousse.
Die Petit Four – passend zu Ostern gibt es
eine Vanillecreme im Ei.
26. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 5
Claesz‘ Stillleben im Fokus
ENTDECKEN. Von 28. März bis 31. Oktober 2026 zeigt die Alte Galerie im Schloss Eggenberg das
Projekt „Kaiserschild Art Defined“. Im Mittelpunkt stehen drei Stillleben des Malers Pieter Claesz.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Im Rahmen des Projekts
„Kaiserschild Art Defined“
präsentiert die Alte Galerie
in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung,
dem Kunsthistorischen
Museum Wien und dem
Kunst Museum Winterthur ab
28. März eine Sonderausstellung
zum niederländischen Barockmaler
Pieter Claesz.
Im Fokus stehen drei Stillleben
des Künstlers, der zu den
einflussreichsten Vertretern der
Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts
zählt.
Multimedial
Das Herzstück der Ausstellung
ist ein Multimedia-Tisch, an
dem die Werke bis ins kleinste
Detail erkundet werden können.
Die drei Gemälde wurden als
High Resolution Multiperspective
Images digital aufbereitet
und erreichen eine Auflösung
im Gigapixel-Bereich. So können
Besuchende selbst feinste
Details wie Struktur und Malweise
analysieren. Ergänzt wird
die Ausstellung durch Filmsequenzen
über Werk und Schaffen
Claesz‘.
„Aus kuratorischer Perspektive
erweist sich der medienübergreifende
Ansatz als zeitgemäß
und essenziell: Malerei, Fotografie
und Film stehen nicht in
Konkurrenz, sondern entfalten
im Zusammenspiel ihr komplementäres
Potenzial. Unser
Anliegen ist es, ein breites Publikum
für die Kunst – insbesondere
für die Alten Meister – zu
begeistern“, betont Kurator Stefan
Albl.
Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alte Galerie und Kurator
Stefan Albl (v.l.) präsentierten heute die neue Ausstellung. UM JOANNEUM/J.J. KUCEK
6 graz
www.grazer.at 26. MÄRZ 2026
Jetzt
mitdiskutieren
www.facebook.com/derGrazer
Ganz im Gegenteil
Im Gegenteil: Trotz der Spritpreise
jetzt wird der Kfz-Verkehr
in Graz immer mehr! Ein Auto
ist wichtiger als ein Fahrrad!
Und ohne die STVO-Strafen
wäre Graz pleite!
Manfred Schellinger
* * *
Nicht notwendig
Also ich komme mittlerweile
seit neun Jahren gut ohne eigenes
Auto aus. Hin und wieder
nehme ich einen Mietwagen,
und mit dem gesparten Geld
geht’s in den fünften Skiurlaub
dieser Saison.
Rei Nie
* * *
Nervig
Und auf die Straßenbahnen
kann man sich nicht verlassen,
und außerdem sind zu lange
Wartezeiten!
Hans Johann Santiago
* * *
Anteil sinkt
Das der VCÖ gerne mal die Zahlen
so dreht wie sie am besten
klingen ist eh klar. Fakt ist, laut
dem letzten Modal Split ist der
Radfahrer-Anteil in Graz gesunken
trotz Millionen an Investitionen.
Das ist der Erfolg der
Grünen in Graz, die Radfahrer
werden wieder weniger.
Christian Jany
* * *
Fraglich
Ist das, was die Grünen da
fabrizieren,eigentlich auch im
Interesse der Frau Kahr, oder
macht da jeder einfach sein
Ding?
Christian Arloff
* * *
Antwort
Das Arrangement ist, so glaube
ich zumindest, jeder darf in
seinem Ressort tun und machen
wie er lustig ist.
Dieter Kaltenbeck
* * *
Sarkasmus
Da ist die Erhöhung
der Fahrpreise die
absolut richtige Entscheidung
und Motivation.
Günther Stark
* * *
Meinung
Dieser Artikel handelt von der
Stadt Graz. Die Stadtregierung
kann nicht das Geringste dafür,
dass auf Landesebene die
Preise angehoben wurden.
Walter Theisl
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Graz setzt
auf Rad &
Schiene
Die steirische Mobilität ist in
den vergangenen zwei Jahrzehnten
deutlich spritsparender,
umweltverträglicher und
gesünder geworden. Eine aktuelle
Analyse des VCÖ zeigt, dass
die steirischen Haushalte zuletzt
viel weniger Sprit tankten als vor
zwanzig Jahren. Ein Treiber dieser
Entwicklung sei der Umstieg
auf alternative Antriebe. Unsere
Leser diskutieren.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
26. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 7
Wirtschaftsfaktor Maturaball
ERFREULICH. Die Maturaball-Saison 2025/26 hat sich einmal mehr als wichtiger Wirtschaftsfaktor für
Graz erwiesen. Insgesamt wurden geschätzte 25 Millionen Euro an Wertschöpfung erwirtschaftet.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Eine der größten und beliebtesten
Balllocations von
Graz ist der Congress. Daher
hat sich das Team des Congress
gemeinsam mit Claudia
Brandstätter von bmm - Brandstätter
Markt- & Marktforschung
die Mühe gemacht, die Gäste bei
den Maturabällen im Congress zu
befragen.
Fazit
Befragt wurden insgesamt 610
Gäste. Rund 90 Prozent der Gäste
kommen aus der Steiermark,
mehr als die Hälfte ist unter 30
Jahre alt, und viele reisen in
Gruppen an – durchschnittlich
fünf Personen. Der wichtigste
Grund für den Besuch ist die
persönliche Beziehung zu den
Maturanten. Pro Abend geben
die Gäste im Schnitt 321 Euro
aus. Rechnet man das auf die
40.00 Besucher pro Saison hoch,
ergibt das rund 12,5 Millionen
Euro. Die gesamte wirtschaftliche
Wertschöpfung rund um
Anreise, Vorbereitung, Kleidung
oder Dienstleistungen wird sogar
auf mindestens 25 Millionen
Euro geschätzt. Die Analyse
zeigt also, dass Maturabälle
ein bedeutendes Format für den
Veranstaltungsstandort sind.
„Die letzte Maturaballsaison
hat eindrucksvoll gezeigt, wie
hoch die Qualität und der Anspruch
mittlerweile sind. Von
Jahr zu Jahr entwickeln sich die
Bälle weiter und genau diese
Entwicklung zu begleiten, macht
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Katharina Zita, Projektleitung
Maturabälle im Congress.
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Bürgermeisterin Elke Kahr, Dietmar Wiener, Peter Wiener, Uni-Graz-Rektor Peter Riedler
und Maximilian Mazelle, Abteilungsleiter Abteilung für Kommunikation (v.l.) STADT GRAZ/FISCHER
Dorit-Wiener-Stipendium
■ Die Stadt Graz und die Universität
Graz setzen mit der Unterzeichnung
des Dorit-Wiener-
Gedenkstipendiums ein starkes
Zeichen der Erinnerung und der
Zukunftsperspektive.
Das Stipendium ist der verstorbenen
Grazer Lehrerin Dorit Wiener
gewidmet, die beim Amoklauf
im Juni 2025 ihr Leben verlor. Im
Grazer Rathaus wurde die Vereinbarung
nun offiziell besiegelt, im
Beisein ihrer Familie. Das Gedenkstipendium
baut auf der Städtepartnerschaft
zwischen Graz und
Montclair auf und ermöglicht vor
allem Lehramtsstudierenden internationale
Erfahrungen.
„Mit dem Dorit-Wiener-Gedenkstipendium
verbinden die
Stadt Graz und Universität Graz
Erinnerung mit Zukunft: Wir eröffnen
unseren Studierenden die
Möglichkeit, internationale Erfahrungen
zu sammeln, Horizonte
zu erweitern und den Gedanken
von Menschlichkeit, Bildung
und Austausch weiterzutragen“,
so Peter Riedler, Rektor der Universität
Graz.
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Wohnungsbrand
in Gösting
■ Mittwochnachmittag kam
es gegen 12:30 Uhr im Bezirk
Gösting, Graz, zu einem Wohnungsbrand.
Im Zuge der Brandbekämpfung
wurde durch die
Berufsfeuerwehr Graz der leblose
Körper eines 78-jährigen Grazers
aufgefunden und geborgen.
Der anwesende Notarzt konnte
nur mehr den Tod des Mannes
feststellen. Die Ermittlungen
wurden vom Landeskriminalamt
Steiermark sowie einem Sachverständigen
der Landesstelle für
Brandverhütung durchgeführt.
Die Brandausbruchsstelle konnte
in der Küche der Wohnung
lokalisiert werden. Es ist davon
auszugehen, dass der Brand im
Bereich des E-Herdes seinen
Der Brand in Gösting ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich des E-
Herds ausgebrochen. Die Berufsfeuerwehr Graz war im Einsatz.
BF GRAZ
Ausgang genommen hat und im
Zuge der Zubereitung von Speisen
entfacht wurde. Die Todesursache
dürfte im Zusammenhang
mit dem Brandereignis stehen.
Es entstand ein Sachschaden in
beträchtlicher Höhe. Weitere Personen
oder Tiere wurden nicht
verletzt.
Picknick löste
Waldbrand aus
■ Die Einsatzkräfte wurden am
Mittwoch zu einem Waldbrand
im Radegunder Ortsteil Rinnegg
alarmiert. Eine bislang unbekannte
Frau dürfte ein Picknick
abgehalten und den Brand ausgelöst
haben. Aufgrund des trockenen
Laubes und Buschwerks
breitete sich das Feuer aus und
erfasste eine Fläche von rund
einem Hektar. Die unbekannte
Frau verständigte die Einsatzkräfte
und verließ anschließend
die Örtlichkeit. Es standen über
zwölf Freiwillige Feuerwehren
mit insgesamt 55 Einsatzkräften,
die Waldbrandstaffel des
Bereichsfeuerwehrverbandes
Graz-Umgebung sowie eine
Feuerwehrdrohne im Einsatz.
Zudem wurde der Polizeihubschrauber
herangezogen. Der
Brand konnte unter Kontrolle
gebracht werden. Im Zuge der
Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann
Verletzungen
unbestimmten Grades.
Fahrerflucht
nach Unfall
■ Am Mittwochabend war
ein Pkw-Lenker am Spitzäckerweg
in Graz-Puntigam
unterwegs. Aus unbekannter
Ursache kam er von der Fahrbahn
ab, beschädigte einen
Zaun und blieb in Folge in einer
Garage stecken. Danach
flüchtete er. Später konnten
Beamte den Pkw-Lenker, einen
55-Jährigen aus dem Bezirk
Graz-Umgebung, ausforschen.
Ein Alkotest ergab eine
leichte Alkoholisierung. Er
wird angezeigt.
26. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 9
Als Meister ins Semifinale
ZIELE. Weil mit dem KAC die letzte österreichische Mannschaft ausgeschieden ist, gehen die Graz
99ers am Sonntag bereits als neuer österreichischer Meister in die Halbfinal-Serie gegen Fehervar.
Paul Stapelfeldt (links) und Frank Hora (rechts) wollen am Sonntag zum
Semifinal-Start KAC-Bezwinger Fehervar in die Zange nehmen.
GEPA
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Auf der Couch sind die
Graz 99ers erstmals österreichischer
Eishockeymeister
geworden. Weil
Fehervar den KAC in sechs
Spielen aus dem Viertelfinale
geworfen hat und Lukas Haudum
und Konsorten damit im
Semifinale das einzige österreichische
Team sind. Auch wenn
der ersten Titel der Vereinsgeschichte
und der erste Meistertitel
für eine Grazer Eishockeymannschaft
seit 1978, als der
ATSE triumphierte, ein Meilenstein
sind – zufrieden geben
wird man sich von Präsident
Herbert Jerich abwärts aber
sich nicht zufrieden geben.
Im Halbfinale wartet nun just
der KAC-Bezwinger. Denn: die
Ungarn sind das Semifinalteam,
das nach dem Grunddurchgang
am schlechtesten platziert war
und damit Gegner des Siegers,
also Graz. „Wir freuen uns, im
Semifinale die Cracks aus Fehervar
am Sonntag bei uns im
Bunker begrüßen zu dürfen“,
verlautbaren die Grazer in einem
offiziellen Statement.
Zwei Heimspiele sind den
99ers in der „Best of seven“-
Serie sicher und diese beiden
fixen Partien waren am Montag
innerhalb weniger Minuten
ausverkauft – obwohl da der
Gegner für die Duelle noch gar
nicht feststand. Wer kein Ticket
mehr ergattern konnte, kann
das Auftaktspiel am Sonntag
übrigens live vor dem Fernseher
mitverfolgen. ORF1 überträgt
das Match, das schon um
15.15 Uhr beginnt.
Jetzt zählt nur noch der Sieg
HANDBALL. Die HLA Meisterliga biegt auf die Zielgerade und die HSG Graz hat immer noch die
Chance auf einen Platz im Viertelfinale. Dafür ist am Freitag aber ein Sieg gegen Schwaz Pflicht.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Jetzt geht es ans Eingemachte.
Vier Runden sind im
Grunddurchgang der HLA
Meisterliga noch zu spielen,
dann wird abgerechnet und
die ersten acht Teams bestreiten
das Viertelfinale. Dorthin
will es die HSG Graz auch noch
schaffen. Aktuell ist man zwar
Elfter und Vorletzter, liegt aber
nur drei Punkte hinter den
Bruck-Trofaiach Füchsen auf
Platz acht.
Am Freitag um 19 Uhr muss
dafür gegen Schwaz im Sportpark
aber ein Sieg her. Beide
Teams mussten vor der Länderspielpause
einen Dämpfer
einstecken. Schwaz musste sich
in Hollabrunn 28:32 geschlagen
geben, die Grazer von Trainer
Spyros Balomenos haben in
Krems 28:29 verloren – denkbar
knapp und gegen den amtierenden
Meister eigentlich ein achtbares
Ergebnis. „Die Niederlage
hat weh getan“, sagt HSG-Spieler
Markus Höfer. „Trotzdem
haben wir noch die Chance auf
ein Ticket für das Viertelfinale“,
ist er kämpferisch und verspricht
im selben Atemzug: „In
den letzten Runden werden wir
alles geben, um uns das Ticket
zu sichern. Am Freitag gegen
Schwaz wollen wir den ersten
Schritt setzen.“
Nach dem Gang gegen
Schwaz warten noch zwei weitere
Heimspiele gegen Hollabrunn
und Vöslau auf die Grazer
(11. bzw. 18. April), sowie
dazwischen das schwere Auswärtsspiel
bei Bregenz am 14.
April.
Markus Höfer (links) und die HSG Graz wollen am Freitag gegen Schwaz einen
wichtigen Schritt Richtung Platz acht und Viertelfinale machen. GEPA
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www.grazer.at 26. MÄRZ 2026
Morgen eröffnet Manufactum im ehemaligen K&Ö Home im Jugendstilhaus
in der Sackstraße. Es ist der zweite Standort in Österreich nach Wien. MANUFACTUM
Ausblick
Was am Freitag in
Graz wichtig ist
■ Manufactum sperrt am morgigen Freitag im Jugendstilhaus von
Kastner&Öhler in der Murgasse auf. Das neue Warenhaus wird auf
mehr als 500 Quadratmetern im Erdgeschoss des ehemaligen Home-
Bereichs eine breite Auswahl anbieten: von Heimtextilien über Küchenutensilien
und Gartenbedarf bis hin zu Büroartikeln, Körperpflege,
Lebensmitteln und Bekleidung. Das Angebot reicht von der Armbanduhr
bis zur Aufschnittmaschine, von der Gartenschere bis zur Gesichtsseife,
vom Notizbuch bis zur Nachttischleuchte oder von der Daunenjacke
aus Recyclingfaser bis zum Reparaturservice.
■ Bewusster Blick auf die Mur: WB-Graz-Obmann Bernhard Bauer
präsentiert gemeinsam mit ÖVP-Stadtparteiobmann Kurt Hohensinner
die Schwerpunkte des neuen Wirtschaftsprogrammes für Graz.
■ Eier sind knapp: Die Landwirtschaftskammer informiert über Hintergründe
zum (Oster)eiermarkt, zur möglichen Erweiterung der Kapazitäten
und was die Produzenten dazu benötigen.
■ Die Grünen Kumberg laden zu einem Nachmittag rund ums Rad,
den Garten und das Miteinander ein. Beim Radcheck von 15 bis 18
Uhr am Parkplatz Loder beim Bauernmarkt kümmern sich professionelle
Fahrradmechaniker um Fahrräder aller Art.
■ Verkehrsexperten erwarten die erste Osterferien-Reisewelle.
In Graz ist vor allem im Baustellenbereich zwischen Webling und
Schwarzlsee mit Staus zu rechnen.
UMBERTO TOZZI
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26 | 04 | 2026
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