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29. März 2026

- Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl mit Blickpunkt Wirtschaft - Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Körper - Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi verabschiedet sich von ihren Fans in Graz

- Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl mit Blickpunkt Wirtschaft
- Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Körper
- Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi verabschiedet sich von ihren Fans in Graz

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29. MÄRZ 2026, AUSGABE 13

Abschied

Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi

verabschiedet sich mit einer Welttournee

auch von ihren Fans in Graz. 18

Neustart

Alle Jahre wieder kommt die Sommerzeit.

Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die

Auswirkungen auf den Körper. 28/29

Titelrennen

Elefantenrunde. Bei der Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl 2026 stand die Wirtschaft im Blickpunkt. Am Ende des

Abends hatte keiner die Ärmel als Sieger oben. Mehr Überschriften als Inhalte prägten den Auftakt des Titelrennens um den Bürgermeistersessel. SEITEN 4/5

MANIFESTO, LKH GRAZ II, LUEF

GRAZ

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um € 119,–


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www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Wirtschaft

ohne

Wunder

D

ie Podiumsdiskussion

der Spitzenkandidaten

für die Grazer Gemeinderatswahl,

die wir gemeinsam

mit der Wirtschaftskammer

veranstaltet haben,

verlief gelinde gesagt ziemlich

ernüchternd (siehe Seiten

4–6). Der ganze Abend sollte

sich um die „Wirtschaft“

drehen, die in Graz – so die

Kritik der Unternehmer – derzeit

ziemlich stiefmütterlich

behandelt wird. Nach knapp

zwei Stunden Diskussion war

auch klar, warum dem so ist:

Es fehlen hinten und vorne

überzeugende Ideen und

Visionen. Bürgermeisterin

Elke Kahr nimmt sich Kuba

als Vorbild, Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner ließ

zahlreiche Lobreden auf ihre

eigene Arbeit vom Stapel, um

zu zeigen, dass eh alles gut ist,

wie es ist. So weit, so erwartbar.

Dass es allerdings bei den

sogenannten Wirtschaftsparteien

keine spannende Idee

dafür gibt, wie es in Zukunft

mit der Grazer Wirtschaft

weitergehen soll, war dann

doch überraschend. Wirtschaftsstadtrat

Kurt Hohensinner

hielt sich zurück,

sparte sich sein Programm

(siehe Seite 24) für die

Präsentation zwei Tage später

auf. FPÖ-Spitzenkandidat

René Apfelknab hat die Vision

einer „finanziell ausgeglichenen

Stadt“. Das ist zwar alles

gut gemeint und brav, aber

wirklich weit weg von einer

mitreißenden Wirtschaftspolitik.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

„Mit mir darf

man auch reden,

wenn ich noch

keinen Kaffee

getrunken

habe“: Josh.

zeigt sich im

Interview von

seiner privaten

und bodenständigen

Seite. LUEF

... Josh.

Über Vivaldi beim Frühstück, das „Durchspielen“ der Grazer Bühnen

und warum er vor seiner neuen Solo-Tour weiche Knie bekommt.

Wie sieht für dich das ideale Sonntagsfrühstück

aus? Bist du eher der schnelle Kaffeetrinker

oder genießt du das volle Programm?

Also, ich frühstücke schon gern, vor allem sonntags,

falls ich mal zu Hause bin. Wenn Zeit ist,

dann gibt es das volle Programm: mit Spiegeleiern

oder weichem Ei, frischem Brot und allem,

was dazugehört – Käse, Schinken und natürlich

steirischem Kren. Ich bin gar nicht so ein Kaffee-

Junkie, mit mir darf man auch reden, wenn ich

noch keinen getrunken habe. Was die musikalische

Untermalung angeht, ist meine größte Assoziation

das Sonntagsfrühstück mit Vivaldi. Meine

Mutter hat das früher immer gehört. Ich erinnere

mich noch an das leichte Knistern vom Plattenspieler

im Wohnzimmer und wie ich als Kind gerne

die Platten geputzt habe. Das sind sehr starke

Kindheitserinnerungen, die bis heute hängengeblieben

sind.

Du spielst bald im Dom im Berg. Wenn du

an Graz denkst, welches Bild hast du da im

Kopf?

Graz ist für mich der Ort, an dem es schon sehr

früh, so um 2018/19 herum, für die Karriere am

besten funktioniert hat. Nach Wien spiele ich

hier immer meine zweitgrößten Konzerte. Ich

habe das Glück, fast alle hiesigen Bühnen vom

Orpheum bis zur Stadthalle schon bespielt zu

haben. Das Einzige, was mir noch fehlte, war der

Dom im Berg – den bespiele ich jetzt auf der Solo-Tour

am 25. April. Dann habe ich Graz quasi

„durchgespielt“. Ich mag die Stadt sehr, und da

mein Manager von hier kommt, weiß er auch immer,

wo man gut essen gehen kann. In Graz brauchen

wir kein Navi, sagen wir mal so.

Dein neues Album steht in den Startlöchern.

Was erwartet uns hier vom Sound

her und künstlerisch?

Es ist im Vergleich zum Vorgänger wieder einen

Tick fröhlicher geworden. Es gibt sogar wieder

diese leicht witzigen Nonsense-Texte, die einfach

entstehen, wenn man den Kopf frei hat. Nach einer

etwas schwereren Phase ist diese neue Leichtigkeit

zum Glück einfach passiert. Vom Sound

her ist es sehr ehrliche, handgemachte Musik –

viel analog, mit Einflüssen aus den 80ern und sogar

einem Hauch Country, was neu für mich ist.

Ich habe dieses Mal im Studio noch mehr Zeit verbracht,

mehr Instrumente selbst eingespielt und

mich noch intensiver als Produzent eingebracht.

Nach all den Jahren auf den größten Bühnen

– verspürst du vor so einer intimen

Solo­ Tour eigentlich noch Lampenfieber?

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich scheiße mich

richtig an. Es ist eben nicht die gewohnte Komfortzone

mit der Band und der Routine, wo ich

genau weiß, was passiert. Aber genau dieses Kribbeln

vor dem Unbekannten ist ja eigentlich auch

das Schöne am Künstlerleben. DORIAN KROIS

Josh. heißt eigentlich Johannes Sumpich und

kommt aus Wien. Der erfolgreiche Musiker gehört

zu den prägendsten Stimmen der österreichischen

Popmusik und wurde am 22. Juni 1986 in Wien geboren.

Heuer ist Josh. mit den Songs seines vierten

Studioalbums „Wer singt dann Lieder für dich“

auf Solo-Tour. Am 25. April gastiert er in Graz.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 3


graz

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www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Graz ist eine Wundertüte –

sozusagen eine Swingcity.“

Stadtrat Kurt Hohensinner bei der

Präsentation des Wirtschaftsprogramms der

ÖVP zur Gemeinderatswahl 2026 M. JÖBSTL

Von konsumfreien Zonen

Zum Video:

www.grazer.at

Kurt Hohensinner, Claudia Schönbacher, Elke Kahr, Doris Kampus, René Apfelknab, Judith Schwentner und Philipp Pointner (v. l.) diskutierten.

LUEF

WIRTSCHAFT. „der

Grazer“ und die WK

baten die Spitzenkandidaten

für die Grazer

Gemeinderatswahl zur

Podiumsdiskussion.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer

haben

wir die Spitzenkandidaten

für die Grazer Gemeinderatswahl

zur Podiumsdiskussion

zum Thema Wirtschaft

gebeten. Das Interesse seitens

der Unternehmer war enorm:

Die Aula des Campus 02 war

bis auf den letzten Platz gefüllt.

Elke Kahr (KPÖ), Kurt

Hohensinner (ÖVP), Judith

Schwentner (Grüne), Claudia

Schönbacher (KFG), René Apfelknab

(FPÖ), Doris Kampus

(SPÖ) und Philipp Pointner

(Neos) stellten sich den Fragen

des „Grazer“-Geschäftsführers

Gerhard Goldbrich und des

Chefredakteurs der „Steirischen

Wirtschaft“ Mario Lugger.

Entwicklung

Zunächst ging es an die Bestandsaufnahme

der Wirtschaft

in Graz und deren Entwicklung.

Eine Umfrage der WK belegt eine

Unzufriedenheit mit der Entwicklung

der Standortbedingungen

in den letzten fünf Jahren.

Nur 18 Prozent erkennen eine

Verbesserung der wirtschaftspolitischen

Unterstützung

durch die Stadtregierung, nur

13 Prozent eine Verbesserung

der Rahmenbedingungen. Elke

Kahr fand den Schuldigen dafür

sogleich in Übersee im amerikanischen

Präsidenten Donald

Trump und forderte in diesem

Zusammenhang die Unabhängigkeit

vom Energiemarkt. Ein

Thema, das auf Gemeindeebene

wohl nur schwierig zu realisieren

sein wird. Judith Schwentner

ging auf die Befragung nicht

weiter ein, sondern beschwor

die hohe Lebensqualität in Graz

und bestätigte sich selbst damit,

den Breitbandausbau voranzutreiben,

den Bim-Ausbau voranzutreiben

und damit „eigentlich

alle Forderungen der Industrie

zu erfüllen“. Hohensinner hingegen

sah die Hausaufgaben

der Stadt als nicht erledigt und

forderte, alle fünf Jahre sämtliche

Belange und Verfahren der

Stadt auf ihre Wirtschaftlichkeit

zu prüfen. Claudia Schönbacher

plädierte eindringlich für kürzere

Verfahrensdauer und einfachere

Bürokratie.

Attraktivität

Auch der Attraktivität der Stadt

stellten die Befragten der WK-

Studie kein gutes Zeugnis aus.

Während 28 Prozent eine Verbesserung

in den vergangenen fünf

Jahren erkennen konnten, sahen

48 Prozent eine Verschlechterung.

Als besonders wichtige

Maßnahmen für eine Verbesserung

wurden die Belebung des


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 5

TOP

Schmiedgasse wird Fußgängerzone

Gut Ding braucht Weile: Ab 2. April

ist die Schmiedgasse von 9 bis

21 Uhr eine reine Fußgängerzone.

Bandenkriminalität

In Andritz sorgen Schmierereien am

öffentlichen WC und Anzeigen für

Unruhe unter den Bürgern.

FLOP

und „Kuba-Visionen“

Murufers (70 Prozent), die Verlängerung

der Gastgartenöffnungszeiten

im Sommer (64 Prozent)

und eine Belebung durch

neue Veranstaltungsformate (63

Prozent) genannt.

Ohne Rücksicht auf Verluste

plädierte Doris Kampus unter

anderem für konsumfreie Zonen.

Ein gewagter Ansatz für eine Podiumsdiskussion

vor zahlreichen

Unternehmern. Judith Schwentner

monierte, dass der Lebensraum

an der Mur sehr wohl viel

attraktiver geworden ist. Was ihr

umgehend die Replik von René

Apfelknab einbrachte, der darauf

hinwies, dass viele der Attraktivierungen

unter der blauschwarzen

Vorgängerregierung und

gegen den Widerstand der Grünen

durchgesetzt wurden. Ihm

schwebt ein „Murarium“ vor, in

dem der Lebensraum der Mur

mit Amphibien, Fischen und

dergleichen abgebildet werden

soll.

Die vielen dunklen Orte und

das damit einhergehende Unsicherheitsempfinden

schlug

Schwentner mit dem Argument

in den Wind, dass zu starke Beleuchtung

den Tieren schade. Einigkeit

herrschte darin, dass man

auf die Aufenthaltsqualität in der

Innenstadt und den Branchenmix

im Stadtzentrum achten müsse.

Für Irritation sorgte Elke Kahr

mit ihrer Aussage, dass man so

viele Gastgärten bewilligt hat wie

noch nie, um die Aufenthaltsqualität

zu steigern. Dies wurde

per Faktencheck jedoch widerlegt:

Laut Leistungsbilanz des

Haus Graz gab es 2024 noch 265

Gastgärten im Stadtgebiet, 2023

waren’s 296, 2021 gab es 343.

Also gab es von 2021 bis 2024

von Jahr zu Jahr deutlich weniger

Gastgärten. Die Zahlen für 2025

sind noch nicht verfügbar.

Erreichbarkeit

Erstmals etwas emotionaler wurde

es beim Thema „Erreichbarkeit

und Infrastruktur“. Diese ist

laut WK-Studie schlechter geworden:

48 Prozent der Befragten

sind dieser Meinung, während

nur 28 Prozent der Ansicht sind,

dass sich die Situation in den

letzten fünf Jahren verbessert

hat. Kurt Hohensinner präsentierte

einen Plan, mit den Parkplätzen

unter die Erde zu gehen.

Er fordert mehrere Tiefgaragen,

wodurch man einerseits Aufenthaltsqualität

auf ebener Erde

gewinnen und andererseits das

Parkproblem lösen würde. Claudia

Schönbacher ist auch das zu

wenig: „Park and Ride ist zwar

gut und schön, aber anscheinend

zu wenig attraktiv, weil es viele

Leute nicht nutzen.“ Man müsse

zuerst darauf schauen, was die

Menschen brauchen, bevor man

anfängt, etwas um teures Geld

umzusetzen.

Für einen Überraschungsmoment

sorgte Judith Schwentner,

als sie meinte, dass früher zu wenig

gebaut worden sei. Obwohl

genau dies seit Jahren eigentlich

ein Hauptkritikpunkt an der Vorgängerregierung

seitens der Grünen

ist.

Visionen

Bei der Frage nach den Visionen

für die Stadt stach zunächst

Philipp Pointner hervor, der sich

für mehr Mut aussprach und

eine Kunstbiennale am Jochen-

Rindt-Platz vorschlug sowie den

S-Bahn-Tunnel forderte, um eine

direkte Verbindung von Bruck

zur Messe zu haben. Elke Kahr

weigerte sich, Visionen zu haben,

sie bevorzuge ein solides und geplantes

Arbeiten. Darauf angesprochen,

befand sie schließlich

doch, dass ein politisches System

wie etwa in Kuba durchaus ein

Vorbild darstellt.

Judith Schwentner verweigerte

Visionen ebenfalls und

zeigte sich mit dem Status quo

zufrieden. Kurt Hohensinner

hingegen träumt von einer Stadt,

die den Bürgern Möglichkeiten

schafft und nicht sagt, warum

etwas nicht geht. Doris Kampus

wünscht sich, dass „Graz wieder

gestaltet“. Dafür braucht es

sichere Arbeitsplätze und gute

Fachkräfte. Weiters schwebt ihr

eine Attraktivierung der Bezirkszentren

vor. Die Vision von René

Apfelknab – im Brotberuf Buchhalter

– ist eine finanziell ausgeglichene

Stadt. „Die Wirtschaft

zahlt das Soziale, und da braucht

es wieder einen Ausgleich.“


202425010

6 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Graz-Wahl 2026

Analyse zur Elefantenrunde

KRITISCH. „Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer, meinBezirk-Chefredakteur Roland Reischl und

Kommunikationsprofi Thomas Zenz analysierten die erste Elefantenrunde und sparten nicht mit Kritik.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Die erste Runde der Wahlkampfdiskussionen

ist

geschlagen. An der FH

Campus02 luden „der Grazer“

und die Wirtschaftskammer alle

sieben Spitzenkandidaten zur

Diskussion. Ganz besonders im

Fokus stand das Thema Wirtschaft.

Wie sich Elke Kahr, Judith

Schwentner, Kurt Hohensinner,

Doris Kampus, Claudia

Schönbacher, Philipp Pointner

und René Apfelknab geschlagen

haben, haben „Grazer“-Chefredakteur

Tobit Schweighofer,

meinBezirk-Chefredakteuer Roland

Reischl und Kommunikationsprofi

Thomas Zenz direkt im

Anschluss an die Diskussion im

Gespräch mit Andrea Jerkovic

analysiert.

Kritischer Blick

Für Tobit Schweighofer waren

die ersten Argumente am Beginn

der Diskussion durchaus erwartbar.

„Für mich persönlich war der

Start eher enttäuschend. Bürgermeisterin

Kahr hat Trump herbeizitiert

und sich auf die Weltpolitik

hinausgeredet.“ Roland Reischl

hörte viele Schlagworte, aber nix

Konkretes. „Vor allem die Fragen

zum ersten Diskussionsblock bereiten

mir Sorgen. Hier haben die

Parteien kein gutes Bild abgegeben,

wo die wirtschaftliche Rei-

Zum Video:

www.grazer.at

se der Stadt hingehen soll.“ Auch

für Thomas Zenz war die Diskussion

eher inhaltsarm und langatmig.

„Man hatte den Eindruck,

es herrscht bei den Diskutanten

eine gewisse Verunsicherung, da

sie sich nicht auf heimischem Boden

befinden. Es wurden auch zu

den Unternehmern keine Brücken

gebaut.“

Weggewischt

Heftig diskutiert wurde zu den

Themenblöcken Attraktivität der

Stadt und Erreichbarkeit. „Hier

konnte die Opposition ein wenig

punkten. Dennoch wurden die

Einwände von der Rathauskoalition

weggewischt. Lebensqualität

war eigentlich die Antwort auf

alles. Mutig fand ich Doris Kampus,

die vor Unternehmern das

Wort konsumfreie Zonen benutzte.

Positiv überrascht hat mich

Claudia Schönbacher, die pragmatisch

argumentierte und praktische

Lösungen angeboten hat“,

so Reischl. „Man hat sich schnell

auf den Branchenmix und die

Aufenthaltsqualität geeinigt, damit

war man in der Argumentation

schon fertig. Auch die Aussage

über die gestiegene Anzahl

an Gastgärten konnte nicht gehalten

werden, denn die Zahlen

sprechen eine andere Sprache“,

findet Schweighofer. „Mich hat

die Konzeptlosigkeit erschüttert.

Es hat eigentlich keiner ein Wirtschaftskonzept“,

so Zenz. Einig

Thomas

Zenz,

Andrea Jerkovic,

Tobit

Schweighofer

und

Roland

Reischl

(v. l.) analysierten

die

Elefantenrunde.

LUEF (4)

sind sich alle drei Experten darin,

dass es allen auch an Visionen

für Graz und die Wirtschaft fehlt.

„Niemand hat ein Bild formuliert,

das festsetzt, was Graz eigentlich

sein soll“, analysiert der „Grazer“-

Chefredakteur. „Es ist etwas irritierend,

wenn eine Bürgermeisterin

sagt, sie sieht Kuba auch in

den Visionen. Aber es ist zumindest

mutig. Es muss sich in den

nächsten Wochen noch einiges

ändern, um Unentschlossene zur

Wahlurne zu bringen“, so Zenz.

Reischl: „Die Statements waren

überschaubar. Wenn das so

bleibt, wird das ein Start-Ziel-Sieg

für Elke Kahr, wenn es der Opposition

nicht gelingt, mehr Kante

und mehr Profil zu gewinnen.“

Man hat sich

schnell auf den

Branchenmix und die

Aufenthaltsqualität

geeinigt, damit war

man in der Argumentation

schon fertig.“

„Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer

Es ist etwas

irritierend,

wenn eine Bürgermeisterin

sagt, sie

sieht Kuba als Vorbild.

Aber es ist zumindest

mutig.“

Kommunikationsprofi Thomas Zenz

Lebensqualität

war eigentlich

die Antwort

auf alles. Mutig fand ich

Doris Kampus, die vor

Unternehmern das Wort

konsumfreie Zonen benutzte.“

Roland Reischl, Chefredakteur meinBezirk

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.

0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer

| REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (Stv.-CR, 0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (Leitung Grazer24, 0664/80 666 6533), Leonhard

Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung,

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(0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE AUFLAGE

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Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling



8 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

27-Millionen-Euro-Bau für

Die Baustelle in der Puntigamer Straße dauert bis Ende Oktober.

DER GRAZER

MEGA-BAUSTELLE.

Die Sanierung der sieben

Kilometer langen

Leitung nach Feldkirchen

wird ab morgen

für viel Stau sorgen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Rund 15 Prozent des täglichen

Wasserbedarfs in Graz

werden durch das Wasserwerk

Feldkirchen gedeckt, zu

Spitzenzeiten oder bei Störfällen

sogar bis zu 50 Prozent. Die sieben

Kilometer lange Transportleitung

(TL700), die das Wasserwerk

mit dem Karlauergürtel im Grazer

Stadtgebiet verbindet, wurde bereits

1950 errichtet und muss jetzt

umfassend modernisiert werden.

Die neu verlegten Rohre werden

von der Tiroler Rohre GmbH

(TRM) geliefert und bestehen zu

100 Prozent aus recyceltem Material.

Für ihre Herstellung wird

ausschließlich wiederverwerteter

Stahlschrott verwendet. Nach

Ende ihrer Lebensdauer können

auch diese Rohre erneut vollständig

recycelt werden

Die Holding investiert bis zur

Fertigstellung 2028 rund 27 Millionen

Euro in die Erneuerung;

morgen startet der nächste Bauabschnitt,

der es vor allem verkehrstechnisch

in sich hat: In der

Puntigamer Straße müssen sich

Verkehrsteilnehmer auf deutliche

Einschränkungen einstellen

(siehe Infokasten). Die Bauarbeiten

machen die Straße für mehrere

Monate zur „Staufalle“.

Stolz

„Uns ist wichtig, dass sich die

Grazer jederzeit auf ihre Wasserversorgung

verlassen können“,

meint Beteiligungsstadtrat

500 Gratis-Tiermarken

KONTAKTIEREN. Ab 1. April haben Tierbesitzer die Möglichkeit, eine der

500 kostenlosen, gravierten Tiermarken bei der Firma Mesitz abzuholen.

Der Spaß kam beim Turnier der

„FH-Physios“ nicht zu kurz.

1000 Euro für den

guten Zweck

■ Bereits zum vierten Mal fand

das Benefiz-Handball-Turnier

zugunsten der Steirischen Kinderkrebshilfe

statt. Studierende,

Absolventen und Lehrende (mit

Organisatorin Maria Kleinhappl

und Handball-Legenden) des

Studiengangs Physiotherapie

von der FH Joanneum kämpften

um den Turniersieg und den guten

Zweck. Durch die Unterstützung

von Home4Motion und

Spenden von Teilnehmern und

Zusehern kamen am Mittwochabend

1000 Euro zusammen.

Auch in diesem Jahr wurde von

der Geschäftsführung der FH die

Hallenmiete übernommen.

KK

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Tiermarken können im

Ernstfall entscheidend

dazu beitragen, entlaufene

Tiere rasch ihren Besitzern zuzuordnen.

„Nachdem die Tiermarken

mit den Kontaktdaten des

Besitzers versehen sind, kann

der Besitzer so auf schnelle und

einfache Weise kontaktiert werden

– ohne ein Chip-Auslesegerät

bei der Hand haben oder zum

nächsten Tierarzt fahren zu müssen“,

erklärt Tierschutzstadträtin

Claudia Schönbacher.

Kostenlos

Aus diesem Grund bietet Schönbacher

gemeinsam mit Sigrid

Mesitz 500 kostenlose, gravierte

Tiermarken an. Ab 1. April können

sich Grazer Tierbesitzer eine

Sigrid Mesitz mit Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher (r.)

der 500 Marken bei der Firma

Mesitz, einem Dienstleister für

Gravuren, in der Grazer Mariahilferstraße

12 sichern. Voraussetzung

ist ein entsprechender

STADT GRAZ/FISCHER

Nachweis, etwa die Registrierung

des Tieres, der Impfpass oder der

eigene Meldezettel. Die Aktion

läuft bis Ende des Jahres – solange

der Vorrat reicht.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 9

Wasserleitung

Manfred Eber. „Wasserleitungen

sind vielleicht kein Thema,

über das man täglich nachdenkt,

aber sie sind so etwas wie die

Lebensadern unserer Stadt.“

Holding-CEO Gert Heigl: „Als

kommunaler Dienstleister trägt

die Holding Graz Verantwortung

für die kritische Infrastruktur der

Stadt. Dazu gehört insbesondere

die sichere Versorgung mit

Trinkwasser. Der kontinuierliche

Ausbau und die laufende Wartung

unserer Netze sind wesentliche

Voraussetzungen, um auch

in Zukunft höchste Versorgungsqualität

sicherzustellen.“

Dem schließt sich Holding-

Vorständin Alice Loidl an: „Sowohl

beim Rückbau der alten

Leitung als auch bei der Produktion

der neuen Rohre wird der

industrielle Kreislauf geschlossen.

Ressourcenschonung und

eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur

gehen in Graz Hand

in Hand.“

Alle Fakten

■ Die Bauarbeiten in der

Puntigamer Straße starten

morgen, am 30. März, und

dauern voraussichtlich bis

Ende Oktober 2026.

■ Während der gesamten

Bauzeit steht in der Puntigamer

Straße nur jeweils eine

Fahrspur pro Fahrtrichtung

zur Verfügung.

■ Insbesondere im Berufsverkehr

am Morgen und am

Nachmittag ist mit massiven

Zeitverlusten und Verkehrsbehinderungen

zu rechnen.

■ Parallel zu den Wasserleitungen

errichtet die Energie

Graz in diesem Bereich auch

neue Fernwärmeleitungen,

um spätere Aufgrabungen zu

vermeiden.


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www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

„Dann kandidiere ich in Graz“

Bürgermeister

Franz Tonner im

Gespräch mit

„Grazer“-Redakteur

Dorian Krois

über die Herausforderungen

in

Hart und warum

er – mit einem

Augenzwinkern

– im Falle einer

Eingemeindung

in Graz kandidieren

würde. DER GRAZER

MACHTPOKER. Bürgermeister Franz Tonner (Hart bei Graz) über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit

einer Fusion, das Aus der Live-Streams und die tägliche Herausforderung im Fünf-Parteien-System.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Sie sind jetzt fast ein Jahr im

Amt. Was verbuchen Sie in

dieser Zeit als Ihren größten

Erfolg?

Franz Tonner: Das war sicherlich,

dass ich die Autobahnanschlussstelle

umsetzen konnte.

Ich bin mit dem Versprechen

angetreten und wurde vielfach

belächelt, um nicht zu sagen

ausgelacht. Mein erster Weg war

nach Wien, um mein Netzwerk

aus 30 Jahren Politik zu nutzen.

Exakt sieben Monate nach der

Angelobung kam die Zusage vom

Ministerium. Die Vorprojektphase

dauert jetzt zwei Jahre, danach

weitere zwei Jahre UVP. Baubeginn

ist voraussichtlich 2030.

Ihre parteiübergreifende Arbeitsgemeinschaft

(ARGE Hart 4.0) setzt

sich, inklusive Unterstützung der

Grünen, aus fünf Parteien zusammen.

Ihre eigene Partei, die ÖVP,

erreichte nur vier von 25 Mandaten.

Wie viel Spielraum bleibt da

noch für Ihre ÖVP-Politik?

Franz Tonner: Mit vier Mandaten

ist es natürlich eine große He-

rausforderung. Wir sind aber angetreten

und haben gesagt, Basis

unserer Zusammenarbeit ist ein

Miteinander auf Augenhöhe. Es

ist ein respektvoller Umgang. Es ist

Offenheit und vor allem auch der

klare Wille der Zusammenarbeit.

Das heißt, jede Meinung zählt

gleich viel. Dann wird diskutiert,

und dann gibt es ein Ergebnis.

Es gibt keinen Stärkeren, keinen

Schwächeren. Als ich angetreten

bin, habe ich mir die Programme

der Parteien angeschaut. Ich habe

festgestellt, dass fast alle die gleichen

Programme haben, nämlich

Hart bei Graz weiterzuentwickeln.

Daher haben wir ein gemeinsames

Ziel. An dem arbeiten wir,

und das funktioniert.

Ihr Vorgänger Jakob Frey ist mit

42 Prozent und elf Mandaten der

klare Wahlsieger. Wie gestaltet sich

die Arbeit besonders in den Ausschüssen

mit einer derart starken

Opposition?

Franz Tonner: Leider kostet

das Abwenden von Oppositionspolitik

viel Energie, die ich lieber

in Projekte stecken würde. Da sich

die anderen Parteien schon vor

der Wahl gegen eine Zusammen-

arbeit mit dem Altbürgermeister

ausgesprochen hatten, war der

Zusammenschluss zur Umsetzung

unserer Vorhaben nur konsequent.

Bei Ihrer Angelobung wurde vereinbart,

dass Sie Ihr Amt nach 30

Monaten an Vizebürgermeisterin

Andrea Ohersthaller von der SPÖ

übergeben werden. Werden Sie dieses

Versprechen einhalten?

Franz Tonner: Es hat bis jetzt

alles gehalten, was ausgemacht

wurde. Ich gehe davon aus, dass

das auch in Zukunft so bleibt.

Sie haben die Live-Übertragungen

der Gemeinderatssitzungen

eingestellt und dafür viel Kritik

geerntet. Was ist denn vorgefallen,

dass Sie sich zu diesem drastischen

Schritt gezwungen sahen?

Franz Tonner: Die Live-Übertragung

hat sich leider zu einem

Schauspiel entwickelt und wurde

zur persönlichen Inszenierung

missbraucht. Wir haben sechs- bis

siebenstündige Gemeinderatssitzungen

gehabt, weil sich gewisse

Persönlichkeiten einfach nur darstellen

wollten.

Aber sollte man das nicht den

Bürgern selbst überlassen? Die

Menschen können doch am besten

entscheiden, ob sie sich die Sitzungen

ansehen wollen oder nicht.

Franz Tonner: Die Bürger können

gerne in den Gemeinderat

kommen. Schon vor dem Live-

Stream, der mit Corona eingeführt

wurde, waren regelmäßig zahlreiche

Zuseher anwesend.

Was können Sie eigentlich der

Idee von Bürgermeisterin Elke

Kahr abgewinnen, angrenzende

Gemeinden einzugemeinden?

Franz Tonner: Ich sehe das als

wirtschaftlich sinnvoll an und gehe

davon aus, wenn die Gemeinden

dabei sind, dass wir dann keine

kommunistische Regierung mehr

in Graz haben werden. Ich glaube,

dass es keinen Sinn hat, Grenzen

so zu legen, dass die linke Straßenseite

zu einer anderen Gemeinde

gehört als die rechte Straßenseite.

Ich glaube, dass der Süden von

Graz ein sehr starkes Wachstumspotenzial

hat und die Gemeinden

hier sowieso alle zusammenwachsen

werden. Wenn das in absehbarer

Zeit gemacht werden würde,

dann würde ich mich natürlich

auch als Bürgermeister von Graz

zur Verfügung stellen.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 11


12 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

„Es gab viel

Bürgermeisterin Doris Dirnberger

mit Christian Adamer

MG GR.-STR.

Neuer Amtsleiter

vorgestellt

■ In Gratwein-Straßengel

steht die Entscheidung fest:

Christian Adamer wird neuer

Amtsleiter. Der erfahrene

Verwaltungsexperte setzte sich

in einem zweistufigen Auswahlverfahren

durch. Adamer

bringt einschlägige Expertise

als Amtsleiter mit, er hatte diese

Funktion bereits viele Jahre

in Deutschfeistritz inne und

wird seinen Dienst offiziell am

1. Juni 2026 antreten.

zu richten“

Michael Krainer (kl. Bild) verabschiedet sich nach 21 erfolgreichen Jahren als Freizeit-Chef in die Pension.

REGION GRAZ/LAMM

GRATULATION. Nach 21 Jahren beendet Holding-Freizeit-Chef Michael

Krainer seine Arbeit und geht in Pension. In dieser Zeit hat er einiges erlebt,

von der Erschließung des Schöckl bis zu mysteriösen Knochenfunden.

Im Sommer bietet der Sommerflugplan

eine große Auswahl. GETTY

Sommerflugplan

startet heute

■ Direkt von Graz aus um

die ganze Welt: Am heutigen

Sonntag startet am Graz Airport

der abwechslungsreiche

Sommerflugplan. „Mit diesem

umfassenden Angebotsportfolio

positionieren wir uns einmal

mehr als die wichtigste

internationale Mobilitätsdrehscheibe

im Süden Österreichs“,

so Wolfgang Grimus, Geschäftsführer

des Graz Airport.

Auch London steht mit diesem

Jahr als zusätzliche Linienverbindung

auf dem Sommerflugplan.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Wenn man 21 Jahre zurückblickt,

begegnet

man einer anderen

Welt. Als Michael Krainer seinen

Dienst bei der Holding

Freizeit antrat, war die Liste der

Baustellen lang. „Es gab viel zu

richten“, erinnert er sich heute.

Orte wie der Hilmteich, Rosenhain

oder das Schlossbergrestaurant

waren in die Jahre gekommen,

der Glanz vergangener

Tage war verblasst. Doch mit

einem klaren Plan wurde „zügig

Schritt für Schritt“ modernisiert.

Heute, zwei Jahrzehnte später,

herrscht statt Aufbruchstimmung

eine tiefe innere Ruhe. „Es

ist großartig, was uns gemeinsam

mit anderen gelungen ist“, bilanziert

er sichtlich zufrieden. Doch

wo Licht ist, ist auch Schatten –

oder in diesem Fall: eine Lücke

in der Landschaft.

Nicht jedes Herzenspro-

jekt fand ein glückliches Ende.

Besonders die nie realisierte

Plabutsch-Seilbahn schmerzt

Krainer noch heute. Für ihn

bleibt sie eines der wenigen Projekte,

die auch aus heutiger Sicht

„ganz sinnvoll“ gewesen wären,

um die Freizeitqualität der Stadt

nachhaltig zu heben. Ein Kapitel,

das wohl unvollendet bleibt,

während ein anderer Berg bereits

seine Schatten vorauswirft.

Schöckl 2034

Der Schöckl ist nicht nur der

Grazer Hausberg, er ist auch

das „schönste Projekt“ Krainers.

„Man muss einen Grund haben,

warum man da hinauffährt“, lautet

sein Credo. Die Entwicklungen

der letzten 15 Jahre tragen

seine Handschrift, doch die Uhr

tickt. Die aktuelle Seilbahn feiert

ihr 75-jähriges Bestehen, ihre

Tage sind gezählt. Da eine Generalsanierung

rechtlich nicht

möglich ist und die Genehmigungsphase

bald abläuft, muss

bis 2034 eine völlig neue Seilbahn

stehen. Sogar über alternative

Trassenführungen, etwa von

Stattegg aus, wird laut nachgedacht.

Kasematten-Krimi

Dass die Arbeit im Freizeitbereich

auch Züge eines Archäologie-Thrillers

annehmen kann,

zeigte sich bei den Bauarbeiten

an der Drehung der Kasemattenbühne.

Bei Grabungen in zehn

bis 15 Metern Tiefe stieß der

Bagger plötzlich auf Knochen.

„Die Bundesdenkmalschützer

standen um sieben Uhr in der

Früh parat“, erinnert sich Krainer

an die bange Wartezeit. Drei

Stunden lang hielt das Team den

Atem an – drohte ein kompletter

Baustopp? Die Erleichterung

folgte prompt: „Gottseidank nur

Tierknochen.“ Es sind Anekdoten

wie diese, die zeigen, dass hinter

den Kulissen der Grazer Freizeitbetriebe

weit mehr steckt als nur

reine Verwaltung.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

Konflikte mit Hunden

graz 13

Lösung für den Meranpark

PROBLEM. Immer wieder kam es im Meranpark zu Problemen mit freilaufenden Hunden. Auch zwischen

Hundebesitzern und Spaziergängern kam es deswegen zu Konflikten. Nun gibt es eine Lösung.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Hundewiesen sind in Graz

rar gesät. Daher nutzen

viele Hundebesitzer die

Parkanlagen für Bewegung mit

ihren pelzigen Lieblingen an der

frischen Luft.

Das steirische Gesetz zur Hundehaltung

schreibt jedoch vor:

„In öffentlichen Parkanlagen sind

Hunde jedenfalls an der Leine

zu führen. Ausgenommen sind

Flächen, die als Hundewiesen

gekennzeichnet und eingezäunt

sind.“ Zudem müssen Hundebesitzer

dafür sorgen, dass öffentlich

zugängliche Bereiche nicht

verunreinigt werden.

Im Meranpark wurden diese

Regeln von den Hundebesitzern

leider oftmals nicht eingehalten,

wie uns eine verzweifelte Leserin

berichtet hat.

Lösung

Wobei die Verunreinigung die

Leserin noch am wenigsten gestört

hätte. Vielmehr waren es die

vielen freilaufenden Hunde, die

ihr Sorgen bereitet haben. Denn

es kam immer wieder zu unangenehmen

Szenen zwischen angeleinten

und nicht angeleinten

Hunden. Auch Schreiduelle zwischen

den Besitzern soll es gegeben

haben. Die Immobilienverwaltung

Land Steiermark (ILS),

die für den Park zuständig ist,

versprach, sich des Problems anzunehmen.

Und nun gibt es eine

Lösung. Seit vergangenen Freitag

patrouilliert die Ordnungswache.

„Die Ordnungswache wird

vormittags und nachmittags patrouillieren.

Bei Bedarf werden die

Patrouillen ausgeweitet“, heißt es

aus dem Büro des zuständigen

Stadtrats Manfred Eber.

Im Park des Palais Meran, dem sogenannten Meranpark, kam es immer wieder

zu Konflikten mit Hunden. Nun patrouilliert die Ordnungswache. STREET VIEW


14 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Geschäfts

Börse

Gastro &

Geschäfts

Börse

www.grazer.at

www.grazer.at

Auch die Besucherzahlen sind

deutlich gestiegen. CITYPARK_WERNER-KRUG

Umsatzplus für

Citypark

■ Der Citypark darf sich über

ein Umsatzplus von 12,7 Prozent

auf über 155 Millionen Euro

freuen. „Nach einer intensiven

Umbauphase und vielen neuen

zugkräftigen Marken bestätigt

sich, wie stark der Citypark in

Graz und weiten Teilen der Steiermark

verankert ist. Das Umsatz-

und Frequenzplus bestätigt,

dass die Investitionen der

letzten Jahre in Qualität, Angebotsvielfalt

und Aufenthaltsqualität

voll aufgehen“, so Center-

Manager Richard Oswald.

Auch der Murpark hatte ein Umsatzplus

von 2,4 Prozent. MURPARK

Auch Murpark

macht Umsatz

■ Ebenfalls ein erfreuliches

Umsatzplus hat der Murpark

gemacht. Hier ist der Umsatz

um 2,4 Prozent gestiegen. Auch

die Besucherfrequenz blieb

hoch. Sie ist auf dem Niveau

des Vorjahres stabil geblieben.

„Das erfreuliche Umsatzplus

unterstreicht die herausragende

Marktposition des Murpark

in Graz sowie seine hohe Relevanz

für die gesamte Region“,

freut sich Center-Managerin

Carina Weyringer.

Das neue Knirps Café in der Friedrichgasse öffnet am Ostermontag seine Türen für große und kleine Gäste.KNIRPS CAFÉ (3)

Neueröffnung in Graz &

Abschied in Seiersberg

NEU. Gegenüber der ÖGK eröffnet das Knirps Café mit großem Spielbereich

für Kinder. In den Murpark ziehen bald zwei neue Geschäfte. Und in

Seiersberg verabschieden sich die Castello-Chefs nach 18 Jahren.

Von Verena Leitold & Linda Steurer

redaktion@grazer.at

Am Ostermontag (6. April)

ist es so weit: Familien mit

kleinen Kindern dürfen

sich über ein neues Lokal freuen.

Da eröffnen Nikol und Ivan Kromek

nämlich das Knirps Café in

der ehemaligen Hubert-Auer-

Filiale in der Friedrichgasse bei

der ÖGK. Kinder bis sieben Jahre

können dort spielen, während

ihre Eltern einmal durchatmen

dürfen. Zur Verfügung stehen

verschiedenste Spielmöglichkeiten

vorwiegend aus Holz, an

Montessori und Pikler angelehnt.

Frühstück und BLW-freundliche

Snacks werden angeboten, dazu

Kaffee von Paul und Bohne und

natürlich Babyccino.

Für die Kleinen wird ein kleiner

Beitrag als Eintritt verlangt.

Immer wieder sind auch Workshops

und kleine Events wie

Eltern-Kind-Yoga geplant. Außerdem

können private Geburtstagsfeiern

dort veranstaltet werden.

Schluss nach 18 Jahren

Vor 18 Jahren haben Rosemarie

und Michael Schwab das Restaurant

„Castello“ in der Feldkirchnerstraße

in Seiersberg-

Pirka eröffnet. Jetzt möchten

sich die beiden in die Pension

verabschieden und ihr Lokal

an einen Nachfolger übergeben

– am liebsten im laufenden Betrieb

mit aktuell sieben Mitarbeitern

und einer Schar an treuen

Stammgästen.

Neues aus Liebenau

Im Obergeschoss des Shoppingcenters

Murpark eröffnen

in naher Zukunft zwei neue Geschäfte.

Die ehemalige SpielOG

wird von Yoyoso abgelöst, einem

internationalen Lifestyle-Store

mit Produkten von Haushaltswaren

über Modeaccessoires bis

hin zu Schreibwaren. Die Marke

legt besonderen Wert auf die Erschwinglichkeit

ihrer Produkte

und betreibt mittlerweile über

tausend Franchise-Geschäfte in

mehr als 40 Ländern.

Auch das Sportangebot des

Centers wird erweitert: Mit

Laufsport Mangold ergänzt

ab Juni ein Spezialist für den

Laufsport das Angebot. Ob Laufschuhe

oder die passende Bekleidung:

Das Geschäft bietet ein

breites Sortiment und hochwertige

Marken. Zusätzlich werden

individuelle Laufberatungen

und Bewegungsanalysen angeboten.



16 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Strategiewechsel

Die jüngste Umfrage zur Graz-

Wahl sieht die KPÖ aktuell

bei 31 Prozent – während die

Bürgermeisterinnenpartei ihr

Ergebnis der letzten Wahl voraussichtlich

also sogar noch

ausbauen kann, stürzt die ÖVP

auf 20 Prozent ab. Vielleicht

geben diese Zahlen neben der

Volkspartei auch endlich zu

verstehen, dass das ständige

Schlechtreden der Arbeit der

Stadtregierung unter gleichzeitiger

Propagierung von ÖVPnahen

Standpunkten keinen

wirklich positiven Effekt auf

den Wahlkampf der Volkspartei

erzielt. Die Grazer haben die

Misserfolge der ÖVP nach nur

einer Legislaturperiode nicht

vergessen, und daran scheint

auch die wöchentliche Kampfschrift

gegen Kahr, Schwentner

und Co nicht viel zu ändern.

Vielleicht wäre ein Strategiewechsel

angesagt – statt Politik

nur für die Wirtschaftstreibenden

und plumper Versuche, der

aktuellen Stadtregierung über

bestimmte Medien die eigenen

vergangenen Fehlleistungen

anzukreiden, könnte es die ÖVP

ja tatsächlich mit bürgernaher

Politik versuchen. Da dies aber

eine 180-Grad-Wende sämtlicher

Parteiwerte bedeuten würde,

ist damit wohl eher nicht zu

rechnen.

Florian Krapf

* * *

Radler gegen Hunde

In den Zeitungen wird oft über

die Undiszipliniertheit der

Radfahrer geschrieben. Warum

wird so wenig über die

Undiszipliniertheit mancher

Hundebesitzer geschrieben? Etliche

Hundebesitzer lassen auf

Radwegen die Hunde frei laufen

oder führen sie an so einer

langen Leine, dass die Tiere eine

Gefahr für die Radfahrer sind.

Auch liegt überall der Hundekot

herum. Ich habe vor kurzem am

Mariatroster Radweg zwischen

den Haltestellen Wagnesweg

und Teichof 29 Hundehaufen

gezählt, die sich entweder ganz

auf dem Radweg oder knapp

daneben befanden. Aus diesen

Gründen würde ich auch eine

Wiedereinführung der Hundesteuer

begrüßen.

Andreas Loretto

* * *

Mehr Überwachung

Es müssten ein paar Regeln

aufgestellt werden und zur

Überprüfung der Einhaltung

Sittenwächter mit den Öffis mitfahren,

sonst steigen viele Personen

zu, die nicht unbedingt

müssen. Lautes Geschrei, telefonieren,

Musik hören am Handy,

stinkendes Fastfood, Müll auf

den Boden werfen … das alles

muss unbedingt verboten werden,

damit das teure Öffi-Fahren

auch wieder einen Anreiz

bietet. Derzeit graut es einen, in

Stoßzeiten einzusteigen, um von

A nach B zu kommen.

Madeleine Vilain

* * *

Am Parkplatz des Thalersees liegt

immer wieder Müll herum.

KK

Traurig, aber wahr

Schon schlimm genug, dass

es immer noch Mitmenschen

gibt, die zwar die Natur genießen

wollen, aber gleichzeitig

die Natur vermüllen. Und das,

obwohl alle 50 Meter Mistkübel

stehen. Aber genauso finde ich

es nicht in Ordnung, wenn man

die Holding Graz im Herbst

darauf hinweist, dass entlang

des Parkplatzes am Thalbach

entlang Müll herumliegt, und

dann doch nichts passiert. Im

Frühjahr habe ich die Holding

nochmals daraufhin angeschrieben.

Passiert ist wieder

nichts. Somit wird das wohl

wieder das nächste Hochwasser

bereinigen. Traurig, aber offenbar

wahr.

Alfred Kuegerl

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Kontroll-Bericht

■ Die Annenpassage, lange das

Sorgenkind der heimischen Politik,

startet neu durch. Um den Relaunch

komplett neu zu machen,

gibt es nicht nur neue Geschäfte,

sondern auch einen neuen Namen:

Die Annenpassage soll nun

Anna Passage heißen.

Mobile Zukunft

■ Die Meldung im „Grazer“

über die verweigerte Auskunft

über die Planungskosten der

Stadt durch Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner ruft nun

unter anderem den Kontrollausschuss

auf den Plan.

Neue Anna Passage

■ Die steirische Mobilität ist in

den vergangenen Jahrzehnten

deutlich spritsparender und gesünder

geworden. Eine aktuelle Analyse

zeigt, dass um einiges weniger

Sprit getankt wird als vor 20 Jahren.

GETTY, SCHWARZWEISS-ARCHITEKTEN, KK


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

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Politische Werbung | nähere Informationen: https://grazer.at/story/de/politische-werbung-aX5nU3x7/

StVP-Landesgeschäftsführer Georg Preßler, Wolfgang Ebner, Denise Schiffrer-Barac und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom

(v. l.) sprachen über die Nutzung von Sozialen Medien, Jugendschutz und die Verantwortung, die Eltern übernehmen müssen.

SteirerTalk: Fokus Social Media

Beim zweiten SteirerTalk der StVP ging es um Social-Media-Nutzung und Jugendschutz. Die

Diskutanten lehnen Handyverbot ab, fordern aber klare Regeln und Verantwortung von Eltern.

Beim zweiten Steirer-

Talk der Steirischen

Volkspartei in Graz

stand mit dem geplanten

Social-Media-Verbot für unter

14-Jährige ein brandaktuelles

Thema im Mittelpunkt.

Landeshauptmann-Stv. Manuela

Khom betonte: „Digitale

Souveränität ist im

Zukunftsland Steiermark eines

unserer zentralen Handlungsfelder.

Dabei müssen

der Schutz und die Entwicklung

unserer Kinder oberste

Priorität sein.“

Denise Schiffrer-Barac, Kinder-

und Jugendanwältin

des Landes Steiermark, und

Wolfgang Ebner, Sektionschef

für Digitalisierung und

E-Government im Bundeskanzleramt,

sprachen sich

gegen ein generelles Handyverbot

aus. Entscheidend

ist eine Beschränkung bei

Plattformen, die Suchtverhalten

mit Algorithmen begünstigen.

Schiffrer-Barac verwies auf

die Verantwortung der Eltern

auch im digitalen Raum.

Ebner trat für klare Altersgrenzen

bei Social-Media-

Plattformen ein. Gleichzeitig

betonten beide, dass jede

Regelung auch rechtlich und

technisch umsetzbar sein

muss.

Für StVP-Landesgeschäftsführer

Georg Preßler ist der

SteirerTalk ein idealer Rahmen

für den Diskurs: „Uns

ist es wichtig, gezielt Debatten

zu Fragen zu eröffnen,

die unser Zukunftsland Steiermark

nachhaltig prägen.“

Der nächste SteirerTalk findet

am 28. April statt und

widmet sich dem Thema Arbeitsmarkt.

STVP (2)

Das Thema fand großen Anklang: Zahlreiche Gäste nahmen

am zweiten SteirerTalk in der StVP-Landesparteizentrale teil.


18

szene

Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Es handelt sich dabei um ein

Haus, das Geschichte atmet.“

Hotelier Philipp Florian über das Restaurant

„Zur Goldenen Birn“ JÜRGEN SCHMÜCKING

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Ein Arrivederci

von Tozzi

Umberto

Tozzi, einer der

erfolgreichsten

italienischen

Musiker, nimmt

nach über

50 Jahren auf

der Bühne mit

einer großen

Welttournee

Abschied vom

Live-Publikum.

COSIMO BUCCOLIERI

LEGENDE. Der italienische

Pop-Rock-

Musiker Umberto Tozzi

nimmt in diesem Jahr

auch in Graz Abschied

von seinen Fans.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

zählt der 74-Jährige über seinen

Abschied und darüber, auf was er

sich in Graz besonders freut.

Signor Tozzi, Sie gehen auf große

Abschiedstour. Warum sollte man

Ihr letztes Österreich-Konzert in

Graz auf keinen Fall verpassen?

Tozzi: Weil es kein gewöhnliches

Konzert sein wird. Es ist ein Moment,

in dem ich ein ganzes Leben

mit meinem Publikum teile.

Jeder Ton, jedes Lied trägt Erinnerungen

– und in Graz wird all das

noch einmal besonders intensiv

spürbar sein. Es ist kein Abschied

mit Traurigkeit, sondern einer mit

Herz.

Wenn Sie an Ihre größten Hits

wie „Ti Amo“ oder „Gloria“ denken

– welche Erinnerungen verbinden

Sie heute ganz persönlich mit diesen

Songs?

Tozzi: „Ti Amo“ ist für mich wie

ein offenes Tagebuch meiner Jugend,

voller Leidenschaft und

Sehnsucht. Und „Gloria“ – das ist

pure Energie, ein Stück Freiheit.

Diese Songs haben mein Leben

verändert, und sie begleiten mich

bis heute wie alte Freunde.

Was bedeutet Ihnen das österreichische

Publikum – und warum

Der italienische Musiker

Umberto Tozzi hat mit

seinen zeitlosen Songs

Generationen von Menschen berührt

und die Popmusik nachhaltig

geprägt. Seine großen Erfolge

wie „Ti amo“ oder „Gloria“ sind

längst zu Klassikern geworden.

Am 26. April wird es in der Grazer

Stadthalle jedoch besonders

bewegend. Tozzi spielt seine Abschiedstournee

und sagt damit

langsam „Arrivederci“ zur großen

Bühne. Für seine Fans ist das

eine einmalige Gelegenheit, ihn

noch einmal live zu erleben, seine

Musik zu feiern und gemeinsam

einen unvergesslichen Abschied

zu gestalten. Im Interview erist

es Ihnen wichtig, gerade in Graz

Abschied zu nehmen?

Tozzi: Österreich war immer ein

ganz besonderer Ort für mich.

Das Publikum hier hat mich von

Anfang an mit offenen Armen

empfangen. Graz fühlt sich warm

und ehrlich an – genau der richtige

Ort, um Danke zu sagen. Ich

war noch nie dort, aber ich höre,

es soll eine wunderbare und sehr

schöne Stadt sein, und ich freue

mich darauf, Graz zu sehen.

Dürfen sich Ihre Fans in Graz auf

besondere Momente oder vielleicht

sogar exklusive Überraschungen

freuen, die es so bei anderen Konzerten

nicht gibt?

Tozzi: Ich möchte nichts vorwegnehmen,

aber sagen wir so: Ein

Abschied ohne Überraschungen

wäre kein echter Abschied. Es

wird Momente geben, die nur diesem

Abend gehören.

Wenn Sie an diesen besonderen

Abend denken: Welche Botschaft

möchten Sie Ihren Fans in Österreich

unbedingt noch mit auf den

Weg geben?

Tozzi: Dass Musik verbindet –

über Zeit, Sprachen und Generationen

hinweg. Musik ist Amore.

Und dass ich ohne sie, ohne dieses

Publikum, nie dieser Künstler

geworden wäre.

Ist diese Tour eher ein Abschied –

oder eine Feier Ihrer Karriere?

Tozzi: Ganz klar: eine Feier. Ich

feiere die Musik, die Menschen

und all die Jahre, die ich auf der

Bühne verbringen durfte.

Wenn Sie einem Ihrer Songs eine

„Fortsetzung“ schreiben müssten –

welcher wäre es und wie würde die

Geschichte weitergehen?

Tozzi: Ich würde „Gloria“ weitererzählen.

Vielleicht ist sie heute

eine Frau, die ihren eigenen Weg

gefunden hat – frei, stark, unabhängig.

Und die Geschichte wäre

nicht mehr nur Sehnsucht, sondern

Erfüllung.

Konzert-Infos

■ Am 26. April haben Fans

die Möglichkeit, einen unvergesslichen

Abend voller

Emotionen, Erinnerungen

und Klassiker zu hören, wenn

Umberto Tozzi in der Grazer

Stadthalle Station macht.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

KK (2)

Amado Rodriguez

Am 31. März feiert der Chef der

Cocktailbar Rangoon seinen Geburtstag.

Happy Birthday.

szene 19

GEBURTSTAGSKINDER

DER WOCHE

Happy Birthday!

Carina Harbisch

Zum 56. Geburtstag am 4. April

wünschen wir der Mode-Expertin

alles Gute.

Pop-up-Club dreht die Zeit zurück

PARTY. Im April steigt in Graz ein großes Pop-up-Clubbing, das zwei Freunde mitsamt Verein auf

die Beine gestellt haben. Wenn es gut angenommen wird, sollen in Zukunft weitere Partys folgen.

Von Leonhard Schweighofer

✏ leonhard.schweighofer@grazer.at

Entstanden ist die Idee der

beiden Freunde Hannes

Koch und Florian Hohl

ganz spontan. Sie wollten fortgehen,

mussten jedoch feststel-

len, dass die Großraumdiscos

ihrer Jugend alle zugesperrt

hatten. Wo andere enttäuscht

von dannen ziehen, dachten die

beiden anders: „Dann machen

wir’s selber“, erklärt Koch.

Kurzerhand wurde der dBmF-

Verein gegründet, kurz für „die

Besten musikalischen Feste“,

bei dem Koch als Obmann und

Hohl als Kassier

fungiert. Und der

Name soll dabei

auch

Programm

sein, das erste Fest

steigt am 25. April.

Ein Pop-up-Club-

bing im Detroit

(Helmut-List-Hal-

le) ist geplant; Hannes Koch (l.) und Florian Hohl wollen mit dem Pop-up-

unter dem Motto Clubbing die 2010er Jahre wieder hochleben lassen.

„Furtgehn“

wol-

len die beiden ein

Feeling wie früher aufkommen

lassen.

aufregender Abend. Musikalisch

heizen die DJs Max Deejay und

Sonic Snares ein, von House

über Hip-Hop bis hin zu Techno

„Furtgehn“ wie früher

wird alles gespielt. „Die Musik

Auf die Gäste wartet dabei ein

soll an dem Abend aber gar nicht

im Vordergrund stehen, sondern

das Feiern“, meint Koch.

Ob es bei einem Pop-up-Club-

bing bleibt oder noch mehr Feste

steigen, wird sich zeigen. „Es ist

wie ein Hobby“, so der Obmann,

der für zukünftige Partys bereits

Ideen hätte, wie ein Clubbing in

einem Maisfeld oder auf einem

Berg in den Sonnenuntergang

feiern.

Karten für „Furtgehn“ am

25. April gibt es im Vorverkauf

bei Ö-Ticket, Koch ist es aber

wichtig, dass das Event leistbar

bleibt. Deshalb gibt es nur noch

ein Ziel: „Schauen, dass wir die

Hütt’n vollkriegen.“

GETTY, KK (2)


Foto: Fotomontage achtzigzehn

Darstellung symbolhaft – kann von tatsächlichem Erscheinungsbild abweichen

Graz baut aus

Die Elisabethinergasse wird modernisiert:

Es entstehen zwei neue Haltestellen für die Linien 40,

67 und N3, sämtliche Leitungen werden erneuert und

Straßenarbeiten durchgeführt.

Auch künftig wird in die Modernisierung

der Infrastruktur

in Graz investiert und wichtige

Projekte werden umgesetzt.

Ab 30. März beginnen in der

Elisabethinergasse umfangreiche

Leitungsarbeiten sowie

der Bau neuer Haltestellen. In

der Puntigamer Straße starten

ebenfalls Leitungsarbeiten, um

die Versorgung mit Fernwärme

und Wasser zu sichern.

Elisabethinergasse: Verkehrsführung während der Bauarbeiten

Idlhofgasse

Prankergasse Prankergasse

Radfahrer:innen

sind von

Einfahrtsverboten

und Einbahn in

der Prankergasse

ausgenommen

Kindermanngasse

Elisabethinergasse

Mühlgang

© openstreetmap/achtzigzehn

Elisabethinergasse

Von 30. März bis 30. Oktober 2026 werden

in der Elisabethinergasse umfassende Infrastrukturarbeiten

durchgeführt. Im Zuge dessen

entstehen zwei barrierefreie Haltestellen.

Gleichzeitig werden zentrale Leitungen für

Fernwärme, Kanal und Wasser erneuert sowie

zusätzliche Stromleitungen verlegt. Fahrbahn

und Gehsteige werden saniert, Ampelanlagen

für mehr Verkehrssicherheit angepasst und

der Grünraum weiter aufgewertet. Im Zuge

der Bauarbeiten wird die Haltestelle „Elisabethinergasse“

für die Linien 40, 67 und N3

in die Rösselmühlgasse verlegt. Richtung

Annenstraße wird der Verkehr als Einbahn

bis zur Prankergasse geführt.

H

H

Idlhofgasse

Ungergasse

Baustellenbereich

Verkehrsführungen

Fußverkehr

Haltestelle

Aufgelassene Haltestelle

Originalhaltestelle

für die Linien 31, 32,

33 und N6

Josef-Huber-Gasse

Ersatzhaltestelle

für die Linien 40, 67

und N3

Kindermanngasse

Elisabethinergasse

Elisabethinergasse

Lazarettgasse

H

H

H

H

Elisabethinergasse

Fahrverbot von hier bis Rösselmühlgasse

– in beide Richtungen

(ausgenommen Anrainer:innen

und Baufahrzeuge)

Elisabethinergasse

Rösselmühlgasse

Mühlgang

H

achtzigzehn | Bezahlte Anzeige


H

H

Baustellenbereich

Verkehrsführungen

Haltestelle

Aufgelassene Haltestelle

Die Haltestelle „Murfelder Straße“

ist während der gesamten

Bauzeit aufgelassen.

Murfelder Straße

H

Murbrücke Puntigam

Mur

© openstreetmap/achtzigzehn

Originalhaltestelle

Schiebestrecke

Gesperrter Übergang

Puchstraße

Phase 2

17. April

bis 10. Juli

2026

Rudersdorfer

Straße

H

Puntigamer Straße

Murfelder Straße

Phase 1

30. März

bis 17. April

2026

Phase 3

10. Juli bis

30. Oktober

2026

Puntigamer Straße

Rudersdorfer

Herrgottwiesgasse

Straße

In Phase 2 ist

das Linksabbiegen –

das gilt auch für

Betriebszufahrten –

in beide Richtungen

nicht möglich.

H

Mur

Puntigamer Straße:

Verkehrsführung während

der Bauarbeiten

Gmeinstr.

Puntigamer Straße

In der Puntigamer Straße werden von

30. März bis 30. Oktober 2026 wichtige Leitungen

für die Grazer Wasser- und Fernwärmeversorgung

erneuert.

Während der Bauzeit bleibt je Richtung eine

Fahrspur für den Verkehr geöffnet.

Änderungen bei der Buslinie 64

Die Haltestelle „Murfelder Straße“ wird

Richtung Westen verlegt. Um auch während

des Bauzeitraums einen konstanten

Fahrplan zu ermöglichen, wird die Linie 64

von 30. März bis 30. Oktober 2026 in zwei

Linienäste geteilt:

Linie 64: Liebenau–Puntigam

Linie 64E: St. Leonhard/LKH Mitte–Liebenau

Die Haltestellen in Liebenau befinden sich

an den gewohnten Abfahrtshaltestellen

nach St. Leonhard/Klinikum Mitte und

nach Puntigam.

Infos zu diesen Projekten finden Sie unter:

holding-graz.at/grazbautaus

Die Puntigamer Straße bleibt während der

Arbeiten sowohl für Autofahrer:innen als

auch Radfahrer:innen befahrbar.

Foto: Holding Graz

Weitere Infos

gibt’s hier

Verkehrsführung während

der Bauarbeiten:

Phase 1: Bauabschnitt zwischen Murbrücke

Puntigam und Puchstraße, Sperre beider

Fahrstreifen Richtung Westen auf Höhe der

aufgelassenen Haltestelle Murfelder Straße,

Umleitung über den Fahrstreifen Richtung

Osten.

Phase 2: Sperre von jeweils einem Fahrstreifen

Richtung Osten und Westen, einspurige

Verkehrsführung zwischen Murbrücke

Puntigam und Puchstraße.

Phase 3: Sperre beider Fahrstreifen Richtung

Osten zwischen Herrgottwiesgasse und

Puchstraße, Umleitung über den Fahrstreifen

Richtung Westen, einspurige Verkehrsführung

Richtung Osten und Westen.

Eine Zusammenarbeit von

Holding Graz und Stadt Graz


22 szene

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

German Design Award für Schullin

■ Ein kraftvolles Symbol für Zusammenhalt,

Liebe und Frieden:

Schullin wurde mit dem German

Design Award 2026, einer der

angesehensten internationalen

Auszeichnungen der Designlandschaft,

ausgezeichnet. Gewürdigt

wurde der Ring „TOGETHER“,

ein besonderes Schmuckstück,

das starke Symbolik mit höchster

handwerklicher Qualität verbindet.

Rubine und Diamanten

in Herzform, gefasst in 18 Karat

Fairtrade-Gold, vereinen sich zu

drei Ringen in den Farben Österreichs.

Gemeinsam stehen sie für

Zusammenhalt und die Kraft des

Miteinanders. „Dass gerade

der Ring TOGETHER mit

einem so renommierten internationalen

Designpreis

ausgezeichnet wird, erfüllt

uns mit großer Freude. Es

zeigt, dass Schmuck nicht nur

schön sein kann, sondern auch

eine Botschaft trägt, die Menschen

verbindet“, so Anne Marie

und Hans Schullin.

Jutta Hofmann (l.) und Gert Maria Hofmann (r.) gratulierten Philine

Hofmann (M.) zur gelungenen Aufführung des Kurzfilms „Moskito“.

PRIVAT

Anne Marie und Hans Schullin freuen sich über den Award und zeigen damit, dass

außergewöhnliches Design aus Graz internationale Strahlkraft besitzt.STEFAN LEITNER, CROCE

Grazer Kameratalent bei Diagonale

■ Unter den neugierigen Zuschauern

der Diagonale26 sah

man heuer auch den Künstler

Gert Maria Hofmann, da

Tochter-Tochter Philine Hofmann

für die Kameraführung

des sehenswerten Kurzfilms

„Moskito“ verantwortlich

zeichnete, der im Annenhofkino

gezeigt wurde. Philine hat

sich inzwischen einen Namen

als selbstständige Kamerafrau

in der Branche gemacht. Zuletzt

saß sie auch in der Jury

eines Filmfestivals in Salzburg

und bemerkte einmal, „früher

wollte ich eher vor der Kamera

agieren, habe aber dann mein

Talent hinter der Kamera entdeckt“.

Nachgefeiert wurde die

gelungene Vorführung später in

der neu umgebauten Welscher

Stub’n in der Grazer Innenstadt.

Mit dabei auch die Frau des

Künstlers Jutta Hofmann und

Branchenkollege Patrick.

Neuer Raum für Fantasie und Ideen

■ Am Donnerstag, dem 26.

März, fand die Eröffnungsfeier

von PAFF by Brickcomplete

statt. Der Fachhandel für kreatives

Spielzeug sowie Bastelund

Künstlerbedarf bereichert

nun den Jakominiplatz in der

Grazer Innenstadt.

Geschäftsführer Martin Buritsch

und sein Team gaben

Einblicke in die Entwicklung

von Brickcomplete bis hin zu

PAFF by Brickcomplete und beleuchteten

die Vision von der

Verbindung von Handel, Kreativität

und Kunst.

Bei der Eröffnung waren unter

anderen Landesrat Willibald

Ehrenhöfer, Stadtrat Kurt

Hohensinner, Vorsitzende der

SPÖ Graz Doris Kampus,

Alle Fotos auf

Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer

www.grazer.at

Steiermark

Gabriele Lechner und Graz-

Citymanagerin Elisa-Maria

Steinberger mit dabei.

Stadtrat K. Hohensinner, Vizepräsidentin WK Steiermark G. Lechner, Landesrat

W. Ehrenhöfer, GF M. Buritsch und Vorsitzende der SPÖ Graz D. Kampus (v. l.)LUEF

Kastner&Öhler-GF Martin Wäg, „Grazer“-GF Gerhard Goldbrich, Graz-

Citymanagerin Elisa-Maria Steinberger und Unternehmer Hans SchullinGRAZER

Manufactum nun in Graz zu Hause

■ Die „guten Dinge“ haben nun

auch in Graz ein neues Zuhause gefunden:

Am 27. März eröffnete das

deutsche Omnichannel-Handelsunternehmen

Manu factum sein

neues Warenhaus in der Murgasse

10. Der neue Standort befindet

sich im traditionsreichen Jugendstilhaus

von Kastner&Öhler

und ist das zweite Warenhaus des

Unternehmens in Österreich. Auf

über 500 Quadratmetern lädt ein

sorgfältig ausgewähltes Sortiment

zum Stöbern ein. Nach der ersten

Elefantenrunde des „Grazer“ und

der WKO blieb auch hier das Thema

Wirtschaft im Fokus, nicht zuletzt

durch den Besuch von Graz

Citymanagerin Elisa-Maria Steinberger,

die einen Aufschwung

der Innenstadt anstrebt. Ebenso

bei der Eröffnung dabei waren

Kastner&Öhler-Geschäftsführer

Martin Wäg, „Grazer“-Geschäftsführer

Gerhard Goldbrich sowie

Unternehmer Hans Schullin.



eco

Sabrina Naseradsky

24

sabrina.naseradsky@grazer.at

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Dieses Wachstum bestätigt den erfolgreichen

Kurs und die enge Zusammenarbeit

aller Partner im Land.“

Landeshauptmann Mario Kunasek zu den positiven Zahlen

der Wintersaison des steirischen Tourismus ANDREAS HOFER

„Wir holen 1000

Der steirische Tourismus verzeichnet

ein deutliches Plus. STMK-TOURISMUS/KARUS

Positive Bilanz

im Tourismus

■ Der positive Trend im steirischen

Tourismus hat sich

auch in der aktuellen Wintersaison

fortgesetzt. Das zeigt

die vorläufige Hochrechnung

der Landesstatistik von November

bis Februar. Nach vier

von sechs Wintermonaten

verzeichnet die Steiermark

ein deutliches Plus. Insgesamt

konnten 1,3 Millionen Ankünfte

und 4,4 Millionen Nächtigungen

verzeichnet werden.

Das ist ein Plus von drei Prozent

bei Ankünften und Nächtigungen

gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem die internationalen

Gäste sorgen für ein Wachstum.

So stiegen die Ankünfte aus

internationalen Märkten um

7,3 Prozent und die Nächtigungen

um 6,2 Prozent.

Parkplätze zurück!“

Kurt Hohensinner (l.) und Bernhard Bauer haben das neue Wirtschaftsprogramm des Wirtschaftsbunds präsentiert.

ANSAGE. Stadtrat

Kurt Hohensinner und

WB-Obmann Bernhard

Bauer haben ihr

Wirtschaftsprogramm

präsentiert.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Die Wirtschaftspolitik in

Graz ist nicht nur zu Beginn

des Wahlkampfes

ein sehr brisantes Thema. Daher

hat der Wirtschaftsbund-

Obmann Graz Bernhard Bauer

gemeinsam mit ÖVP-Stadparteiobmann

und Wirtschaftsstadtrat

Kurt Hohensinner nun

das Wirtschaftsprogramm des

Wirtschaftsbunds (WB) und der

Grazer ÖVP präsentiert.

„Wir sind die einzige Partei,

die ein eigenes Wirtschaftsprogramm

hat“, betont Hohensinner.

Und Bauer betont: „Die Politik

muss ein Umfeld für Unternehmer

schaffen, dass sie sich

wieder gerne in Graz ansiedeln.

Sie sollen nicht weiter als

Feindbilder gesehen werden.“

Eine aktuelle Umfrage zeigt

zudem, dass nur 18 Prozent der

Unternehmer mit der aktuellen

Rathauskoalition zufrieden

sind.

Klare Ansage

Für den Stadtrat ist klar: „Die

Wirtschaft beeinflusst alle Grazer.

Daher braucht es ein klares

Programm, Projekte und Maßnahmen.“

Vor allem die Erreichbarkeit

der Innenstadt ist ein zentrales

Thema. „Die Erreichbarkeit

mit den Öffis ist sehr wichtig, es

braucht aber auch Parkplätze. In

Graz wurden in den letzten Jahren

2000 Parkplätze weggenommen.

Wir werden eine Taskforce einsetzen,

damit 1000 Parkplätze sowohl

an der Oberfläche als auch im Untergrund

wieder aktiviert werden“,

erklärt Hohensinner.

Sollte der Stadtrat nach der Wahl

noch mehr Verantwortung in der

Stadt übernehmen, dann werden

Beschlüsse, die nun beschlossen

wurden, auch wieder zurückgenommen.

Als Beispiel nennt er hier

die Laimburggasse. „Es werden

800.000 Euro für eine Fahrradstraße

ausgegeben, die keiner braucht

und keiner will. Es gibt in unmittelbarer

Umgebung zwei Radwege.“

Lebensader Mur

Für Bauer und Hohensinner ist zudem

klar: Die Mur muss dringend

attraktiviert werden. „Graz ist die

einzige Stadt, die das Mur ufer nicht

nutzt. Die Surfwelle im Volksgarten

ist sicher nett, aber die Surfwelle

in der Mur wäre ein maßgeblicher

Frequenzbringer für die Innenstadt.

Es muss auch wieder Spaß

FISCHER

machen, im öffentlichen Raum was

zu veranstalten. Dazu gehört auch

die Ausweitung der Öffnungszeiten

der Gastgärten. Wir sind die einzige

Stadt in ganz Österreich, die ihre

Gastgärten vor 24 Uhr schließt“, ist

der WB-Obmann überzeugt. Auch

sind 70 Prozent der befragten Unternehmer

für eine Aufwertung der

Mur. Welche Ideen Bauer und Hohensinner

noch zur Attraktivierung

der Mur haben, werden sie in rund

zwei Wochen präsentieren.

Aus Bauers Sicht muss der

Standort gestärkt und die Genehmigungsverfahren

müssen

beschleunigt werden. „Mit dem

neuen Citymanagement wurde

der erste Schritt getan. Es ist eine

Schlüsselposition in der Stadt. Hier

fordere ich ganz klar mehr Budget

und mehr Personal.“ Ähnlich sieht

es Kurt Hohensinner: „Das Service

muss rauf und die Bürokratie muss

runter. Verordnungen müssen regelmäßig

geprüft und entrümpelt

werden. Außerdem muss die Politik

ein klares Bekenntnis zur Wirtschaft

abgeben. Aus meiner Sicht

müssen wir eine Ansiedelungsagentur

schaffen, damit Unternehmen

wieder nach Graz kommen.“

In den letzten zwei Jahrzehnten

ist das Kommunalsteueraufkommen

der Stadt um nur sechs Prozent

gewachsen, während es in

Graz-Umgebung um 84 Prozent

gestiegen ist. Da muss laut Bauer

und Hohensinner gegengesteuert

werden.


29.

29.

MÄRZ

MÄRZ

2026

2026

www.grazer.at

www.grazer.at

graz eco 25

TEURER

GETTY (2)

Feste Brennstoffe +8,5 %

Jetzt, wo es wieder kälter ist, keine

guten Nachrichten: Feste Brennstoffe

sind um 8,5 Prozent teurer geworden.

Leder –5,1 %

Gute Nachrichten für die Autoindustrie:

Leder ist im Jahresvergleich um

5,1 Prozent günstiger geworden.

Werden Lebensmittel teurer?

SORGE. Mit dem Steigen der Spritpreise wuchs auch die Sorge der Menschen, dass auch die Lebensmittel

teurer werden könnten. Wir haben bei den drei größten heimischen Händlern nachgefragt.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Mit einer Zweidrittelmehrheit

hat der Nationalrat

die Spritbreisbremse

beschlossen, doch

bleiben dadurch auch die Lebensmittelpreise

stabil? Denn

der Krieg im Iran bleibt weiter

unberechenbar.

Rundruf

„Hofer verfolgt stets das Ziel, seinen

Kunden dauerhaft bestmögliche

Qualität zum bestmöglichen

Preis anzubieten. Bevor es

zu Preiserhöhungen unserer Ar-

tikel kommt, prüfen wir zunächst

alle Möglichkeiten, diese Mehrkosten

anderweitig aufzufangen.

Derzeit sehen wir keinen Anlass,

die volatilen Treibstoffpreise in

unseren Verkaufspreisen abzubilden“,

heißt es vonseiten des

Discounters.

„Die Lebensmittelpreise sind

von den Preisen entlang des gesamten

Entstehungsprozesses

eines Produktes abhängig – und

vieles davon ist besonders energieintensiv:

Düngemittel und

Produktionsprozesse zum Beispiel.

Dann kommen noch weitere

Rohstoffe dazu, Verpackungsmaterial,

Zwischenlagerung und

Transporte – um nur einiges zu

nennen. Wie sich das alles entwickeln

wird, kann man nicht voraussehen“,

so Spar-Pressesprecherin

Nicole Berkmann.

Billa-Vertriebsdirektor Peter

Gschiel: „Wir beobachten

die Marktpreise sehr genau und

kämpfen für die besten Preise für

unsere Kunden. Zudem versuchen

wir, aktive tolle Preise anzubieten.

Bei den Ostereiern haben

wir nur heimische Eier im Angebot.

Das ist den guten Beziehungen

mit unseren Produzenten

geschuldet. Bei uns werden die

Kunden keine ausländischen Ostereier

finden.“

BILLIGER

Wie werden sich die Lebensmittelpreise

entwickeln? GETTY


26 graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Wirtschaftsfaktor Maturaball

ERFREULICH. Die Maturaball-Saison 2025/26 hat sich einmal mehr als wichtiger Wirtschaftsfaktor für

Graz erwiesen. Insgesamt wurden geschätzte 25 Millionen Euro an Wertschöpfung erwirtschaftet.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Eine der größten und beliebtesten

Ball-Locations von

Graz ist der Congress. Daher

hat sich das Team des Congress

gemeinsam mit Claudia Brandstätter

von bmm – Brandstätter

Markt- & Marktforschung die

Mühe gemacht, Gäste bei Maturabällen

im Congress zu befragen.

Fazit

Befragt wurden insgesamt 610

Gäste. Rund 90 Prozent der

Gäste kommen aus der Steiermark,

mehr als die Hälfte ist unter

30 Jahre alt, und viele reisen

in Gruppen an – durchschnittlich

fünf Personen. Der wichtigste

Grund für den Besuch ist

die persönliche Beziehung zu

den Maturanten. Pro Abend ge-

ben die Gäste im Schnitt 321

Euro aus. Rechnet man das auf

die 40.000 Besucher pro Saison

hoch, ergibt das rund 12,5 Millionen

Euro. Die gesamte wirtschaftliche

Wertschöpfung rund

um Anreise, Vorbereitung, Kleidung

oder Dienstleistungen

wird sogar auf mindestens 25

Millionen Euro geschätzt. Die

Analyse zeigt also, dass Maturabälle

ein bedeutendes Format

für den Veranstaltungsstandort

sind.

„Die letzte Maturaballsaison

hat eindrucksvoll gezeigt, wie

hoch die Qualität und der Anspruch

mittlerweile sind. Von

Jahr zu Jahr entwickeln sich die

Bälle weiter, und genau diese

Entwicklung zu begleiten, macht

unsere Arbeit so besonders“, so

Katharina Zita, Projektleitung

Maturabälle im Congress.

Im wunderschönen Ambiente des Grazer Congress finden zahlreiche Maturabälle

statt. Diese generieren eine hohe Wertschöpfung für die Stadt.SCHERIAU



28

viva

Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Psychische Gesundheit ist eine

gemeinsame Aufgabe.“

Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer bei der

Präsentation des neuen Online-Tools „Grazer Stadtplan

Seelische Gesundheit“

ANTONIA RENNER

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Im Zuge dessen fand auch eine

Jubiläumstagung statt. LKH GRAZ II

40 Jahre Zentrum

für Suchtmedizin

■ Das Zentrum für Suchtmedizin

am LKH Graz II, Standort

Süd, feierte im Rahmen einer

Jubiläumstagung zum Thema

„Von der Abhängigkeit zur Erkenntnis“

sein 40-jähriges Bestehen.

Jährlich werden dort

rund 2400 Patienten stationär

behandelt und mehr als 19.000

ambulante Kontakte verzeichnet.

Bei der Tagung kamen zahlreiche

Fachpersonen aus Medizin,

Wissenschaft und Praxis

im Minoritenzentrum Graz zusammen,

um aktuelle Entwicklungen

und künftige Herausforderungen

zu analysieren und zu

diskutieren. „Die Suchtmedizin

ist ein Fachgebiet im Wandel.

Neue Formen von Abhängigkeit

fordern uns, unsere Angebote

laufend weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig zeigt unser 40-jähriges

Bestehen, wie wichtig Erfahrung,

Kontinuität und Innovation

sind“, betonte der Leiter

des Zentrums Martin Ecker.

Zeitumstellung

Wenn die innere Uhr

aus dem Takt gerät

Laut Schlafmedizinerin Michaela Matzbacher vom LKH Graz II, Standort Enzenbach, kann die Zeitumstellung bei

manchen Menschen eine Art „Mini-Jetlag“ auslösen. Die Anpassung kann bis zu einer Woche dauern. LKH GRAZ II

SOMMERZEIT. Wer hat an der Uhr gedreht? Schlafmedizinerin Michaela

Matzbacher erklärt, wie die Zeitumstellung unseren Körper beeinflusst.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Was passiert im Körper,

wenn wir die Uhr umstellen?

Matzbacher: Zweimal im Jahr

müssen wir unsere Uhren umstellen.

Das kann sich natürlich

auf unseren Schlaf und die

Schlafqualität auswirken. Besonders

im Frühjahr empfinden

viele Menschen es als unangenehm,

wenn sie eine Stunde früher

aufstehen müssen. Unsere

„innere Uhr“ gerät zumindest

kurzfristig aus dem Takt. Es besteht

somit ein vorübergehendes

Missverhältnis zwischen dem

inneren Schlaf-Wach-Rhythmus

und dem Hell-Dunkel-Wechsel.

Wie beeinflusst die Zeitumstellung

unseren Schlaf?

Matzbacher: Je nach Chronotyp

– Abend- oder Morgenmensch

– kann die Zeitumstellung mehr

oder weniger stark belastend

sein. Abendmenschen werden

erst abends aktiv und wachen

morgens später auf, während

Morgenmenschen früh zu Bett

gehen und morgens früher wach

sind.

Warum fällt es vielen Menschen

schwer, sich an die Zeitumstellung

anzupassen?

Matzbacher: Durch die Zeitumstellung

im Frühjahr wird uns

eine Stunde Schlaf „geraubt“.

Für Betroffene fühlt es sich quasi

wie ein „Mini-Jetlag“ an. Der

entscheidende Faktor beziehungsweise

Taktgeber für unsere

„innere Uhr“ ist das Licht, insbesondere

das Sonnenlicht mit

seinem hohen Blaulicht-Anteil

am Morgen.

Wie lange braucht der Körper,

um sich anzupassen?

Matzbacher: Die Anpassung

dauert im Regelfall einige Tage

bis etwa eine Woche.

Sind bestimmte Personengruppen

besonders davon betroffen?

Matzbacher: Insbesondere

Menschen mit Schlafproblemen

spüren die Effekte der Zeitumstellung

stärker. Wie sehr sich

die Umstellung unserer Uhren

auf das Schlafverhalten des Einzelnen

auswirkt, ist sehr individuell.

Gibt es belegte gesundheitliche

Folgen?

Matzbacher: Mögliche gesundheitliche

Beeinträchtigungen

können insomnische (Einschlafund

Durchschlafstörungen)

und/oder hypersomnische (Tagesmüdigkeit)

Beschwerdebilder

sein. Diese äußern sich vor

allem in Form von Müdigkeit,

Gereiztheit, depressiver Verstimmung,

verminderter Konzentrationsfähigkeit,

Beeinträchtigung

der Fahrtauglichkeit und dem

Zuspätkommen zur Arbeit.


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

viva 29

IN

GETTY (2)

Tücher als Accessoire für die Tasche

Tücher liegen derzeit nicht nur modisch

im Trend, sondern sind auch auf

Handtaschen ein echter Hingucker.

Labubus als Bagcharms

Die Aktie des Labubu-Herstellers verliert

derzeit an Wert. Auch als Bagcharm sind

die Monster inzwischen weniger beliebt.

OUT

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Sind Sie für eine Abschaffung der Zeitumstellung?

■ In der Nacht auf heute wurde

die Zeit auf Sommerzeit umgestellt.

Das bedeutet, dass es

abends künftig länger hell ist.

Manche Menschen leiden jedoch

bis zu einer Woche an einem

„Mini-Jetlag“, nachdem an

der Uhr gedreht wurde (S. 28).

Immer wieder wird über eine

Abschaffung der Zeitumstellung

diskutiert. Sowohl eine „Ganzjahreszeit“

als auch der Wechsel

zwischen Sommer- und Winterzeit

hat Vor- und Nachteile.

Im Zuge dessen wollten wir von

unseren Lesern wissen, ob sie

eine Abschaffung befürworten.

73,3 Prozent unserer Leser hätten

gerne eine einheitliche Zeit,

26,7 Prozent sind mit der jetzigen

Situation und dem Wechsel

zufrieden.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

26,7 %

NEIN

73,3 %

JA

860 Teilnehmer, nicht repräsentativ,

Stand: Freitag, 27. März, 12 Uhr, Foto: Getty

Die Alto-Hundepralinen gibt es in

der San Bottega zu kaufen. GETTY

Osterhase für

die Vierbeiner

■ Bald steht Ostern vor der

Tür, und dementsprechend

gibt es auch Produkte für

Haustiere, wie etwa die Alto-

Hundepralinen. Sie werden

aus 100 Prozent Kalbfleisch

hergestellt und können als

kleine Belohnung zu Ostern

verwendet werden. Erhältlich

sind sie in allen Müller-

Filialen, online sowie exklusiv

in der San Bottega in Graz-

St. Peter.

Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alter Galerie, und Kurator

Stefan Albl (v. l.) präsentierten die neue Ausstellung. UM JOANNEUM/J.J. KUCEK

Stillleben im Mittelpunkt

Im Rahmen des Projekts

„Kaiserschild Art Defined“

präsentiert die Alte Galerie

in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung,

dem Kunsthistorischen

Museum Wien und

dem Kunst Museum Winterthur

vom 28. März bis zum 31. Oktober

2026 im Schloss Eggenberg

eine Sonderausstellung zum

niederländischen Barockmaler

Pieter Claesz. Im Fokus stehen

drei Stillleben des Künstlers, der

zu den einflussreichsten Vertretern

der Stilllebenmalerei des

17. Jahrhunderts zählt.

Das Herzstück der Ausstellung

ist ein Multimedia-Tisch, an dem

die Werke bis ins kleinste Detail,

von der Struktur bis zur Malweise,

erkundet werden können. Ergänzt

wird die Ausstellung durch

Filmsequenzen über Werk und

Schaffen Claesz’. „Unser Anliegen

ist es, ein breites Publikum für

die Kunst – insbesondere für die

Alten Meister – zu begeistern“,

betont Kurator Stefan Albl.


30 viva

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Arbeiten mit Menschen:

PFLEGE. Der Bedarf an

Pflegekräften in unserer

Gesellschaft steigt –

wie steht es jedoch um

die Zukunft der wichtigen

Pflegeberufe?

Von Anna Stocker

anna.stocker@grazer.at

Ein steigender Bedarf

und neue Anforderungen

stellen die Pflege vor

Herausforderungen. Wir haben

mit Annika Thonhofer,

Pflegedienstleiterin der Albert

Schweitzer Klinik, und Jörg

Hohensinner, Pflegedienstleiter

der gesamten Geriatrischen

Gesundheitszentren der Stadt

Graz, gesprochen. In einem Interview

über die Pflegeberufe

und deren Zukunft sprechen die

beiden über eine Umbruchszeit,

Zukunftsansichten, aber auch

darüber, warum das Arbeiten mit

Menschen das Erfüllendste und

Schönste in der Pflege ist.

Wie würden Sie den aktuellen

Stand der Pflegeberufe beschreiben?

Jörg Hohensinner: „Wir sind

in einer Umbruchszeit. Durch

die demografische Entwicklung

sind wir in der Pflege damit

konfrontiert, dass immer mehr

ältere Menschen den Jüngeren

gegenüberstehen. Die Versorgung

der immer älter werdenden

Gesellschaft stellt uns vor Herausforderungen.

Da ist höchste

Kreativität gefordert, um dieser

Herausforderung tagtäglich begegnen

zu können.“

Wie sehen Sie die Zukunft der

Pflegeberufe?

Jörg Hohensinner: „Durch

den Generationenwechsel müssen

attraktive Arbeitsbedingungen

geschaffen werden, damit

die Jugend für diesen wunderbaren

Beruf gewonnen werden

kann. Je attraktiver wir von der

Jugend erlebt werden, desto größer

ist die Wahrscheinlichkeit,

dass sich junge Menschen für

unser Unternehmen als Arbeitgeber

entscheiden.“

Welche Herausforderungen

werden in nächsten

Jahren kommen?

Annika Thonhofer:

„Die Gesellschaft

wird immer älter. Es

wird weniger Personal,

aber mehr Pflegebedürftige

geben.

Da braucht es kreative

Ansätze.“

Welche Berufe werden in Zukunft

besonders gefragt sein?

Annika Thonhofer: „Wir haben

eine Vielfalt an Berufen in

Jörg Hohensinner

der Pflege. Man kann aber gar

nicht sagen, welche Berufsgruppe

am wichtigsten

sein wird. Wichtig ist

einfach, dass alle zusammengreifen

und

zusammenarbeiten,

jeder in seiner eigenen

Profession. Da ist niemand

wichtiger als der

andere – es muss ein

Zusammenspiel sein.“

Welche Anforderungen könnten

in Zukunft für Pflegekräfte kommen?

Jörg Hohensinner: „Gefordert

sind wir schon seit Jahren.

Besonders die Interprofessionalität

mit der Physiotherapie,

der Ergotherapie, der Logopädie

– also mit den therapeutischen

Berufsgruppen – wird immer

mehr gefragt sein. Selbstverständlich

dürfen wir

auch nicht auf eine der

wichtigsten Pfleger-

Gruppen in unserem

Gesundheitssystem,

die Ärzte, vergessen.

Der Mensch steht bei

uns im Mittelpunkt

und ist in den besten

Händen. Darum muss

muss an den interprofessionellen

Prozessen und dem Zusammenarbeiten

auf Augenhöhe

permanent gearbeitet werden.

Das ist sicherlich eine Herausforderung

für die Pflege, aber auch

für Ärzte und Therapeuten.“

Welche Maßnahmen

setzen die GGZ, um

Pflegeberufe attraktiv

und zukunftssicher

zu machen?

Annika Thonhofer:

„Die Geriatrischen

Gesundheitszentren

setzen

Annika Thonhofer

hierbei sehr auf die

Auszubildenden. Wir haben Praxisanleiter,

bieten spezielle Traningseinheiten

an und haben

spezielle Praktikumsformen, sogenannte

Expertenpraktika, die

sehr gut angenommen werden.

Eine weitere Säule sind die unterschiedlichen

Karrierewege in

der Pflege – da gibt es sehr viele

Möglichkeiten, entweder die

Fachkarriere oder die Führungskarriere.

Aber auch die lehrende

Tätigkeit darf nicht vergessen

werden – Lehrer an Gesundheits-

und Krankenschulen, an

Fachhochschulen, aber auch

Träger und Praxisanleiter. Wir

wollen die Attraktivität und die

Vielfalt dieser Berufe zeigen.“

Was würden Sie jungen Menschen

mit auf den Weg geben, die

einen Pflegeberuf wählen möchten?

Jörg Hohensinner: „Ich würde

jedem jungen Menschen sagen,

egal, wofür er sich entscheidet,


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

viva 31

Zukunft der Pflegeberufe

dass die Vielfalt in den Gesundheitsberufen

und in der Medizin

so groß ist, dass ihm niemals

langweilig wird. Das Arbeiten mit

Menschen für Menschen ist das

Schönste und Erfüllendste – ich

spreche hier aus über 40 Jahren

Berufserfahrung und kann ehrlich

sagen, dass ich mir keinen

schöneren Beruf vorstellen kann.

Wenn ich das nach 43 Jahren Arbeit

sagen kann, dann weiß ich,

dass ich mich für das Richtige

entschieden habe. Diese Vielfalt

macht es aus – für die jungen

Menschen ist das eine tolle Möglichkeit,

sich permanent weiterzuentwickeln.“

Annika Thonhofer: „Wenn

man in der Patienten- und Bewohnerversorgung

ist, dann

sieht man sofort, was die eigene

Arbeit bewirken kann. Das ist

sehr bereichernd für mich, und

darum ist dieser Beruf für mich

auch einfach so schön.“

Pflegeberufe sind für junge Menschen eine wunderbare Möglichkeit, sich permanent weiterzuentwickeln. Die

beiden Experten Annika Thonhofer und Jörg Hohensinner erzählen von ihrer Liebe zum Beruf. FOTO FURGLER (2), GETTY


32 viva

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Stramme Wadln gehn jetzt

FLOTT. Jetzt, wo die

Tage länger werden

und die Temperaturen

steigen, schwingen sich

wieder immer mehr

Steirer aufs Rad.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Mehr Radwege

www.grazer.at

Der Murradweg führt direkt durch die Erlebnisregion Graz und durch die schöne Landeshauptstadt.

STG | JESSE STREIBL

Jo, mia san mitm Radl do“,

heißt es in einem alten Schlager.

Immer mehr Steirer

entdecken ihre Liebe zum Rad.

Daher setzt der steirische Tourismus

in diesem Sommer ganz

bewusst auf das Fahrrad. Jede

Region hat sich zudem auf ein

Radthema spezialisiert.

Qual der Wahl

Besonders innovativ präsentiert

sich die Erlebnisregion Graz. Mit

der neuen österreichweit ersten

Kulinarik der

Erfinder

Gleich zwei Thermen freuen sich

über eine Auszeichnung.

GETTY

Auszeichnung

für Thermen

■ Das Thermenresort Loipersdorf

wurde beim aktuellen

Branchenmonitor 2026 erneut

zum Branchen-Champion in

der Kategorie Freizeit- und Erlebnisbäder

gekürt.

XUND@NOVA. Unter diesem

Motto setzt das Gesundheitsresort

NOVA seit 2023 konsequent

auf Betriebliche Gesundheitsförderung

und wurde dafür nun

offiziell ausgezeichnet: Am 5.

März durfte das Unternehmen

das BGF-Gütesiegel für den

Zeitraum 2026 bis 2028 entgegennehmen.

■ Um die kulinarische Stärke

des Thermen- und Vulkanlandes

zu präsentieren, haben

sich Betriebe im Thermen- &

Vulkanland zur „Kulinarik der

Erfinder“ zusammengetan. Von

17. bis 22. März luden diese

Betriebe im Rahmen des „Kulinarik

der Erfinder“-Festivals

ein. Zum Auftakt traf man sich

bei Richard Rauch, wo gemeinsam

gekocht wurde. „Die

Kulinarik bringt viele Gäste in

unsere Erlebnisregion“, so Sonja

Skalnik, Vorsitzende des TV

Thermen- & Vulkanland.

Gemeinsam wurde zum Auftakt

gekocht. TVB THERMEN- & VULKANLAND, RENE STRASSER


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at viva

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wieder radln

und einzigartigen virtuellen Raderlebniswelt

hat sie ein innovatives

Angebot, das Bewegung,

Genuss und digitale Erlebnisqualität

vereint. Ausgangspunkte

bilden die bereits etablierten 18

Genussradtouren, die von der

Stadt aus durch abwechslungsreiche

Natur- und Kulturlandschaften

in Graz-Umgebung und

der Lipizzanerheimat führen und

sowohl für Urlaubsgäste als auch

Einheimische ideale Tagesausflüge

ermöglichen.

Bike & Spa heißt es im Thermen-

und Vulkanland. Hier setzt

man bewusst auf die Kombination

aus Radfahren und Thermengenuss.

Rund 6000 Kilometer

markierte Radwege treffen hier

auf sechs Thermen, die entweder

direkt an den Radwegen oder in

kurzer Distanz dazu liegen.

In Erzberg-Leoben werden in

den nächsten beiden Jahren zusätzlich

neue Strecken entstehen.

Bereits jetzt wird ein umfassendes

Projekt zur Digitalisierung,

einheitliche Beschilderung und

Besucherlenkung umgesetzt.

Im Murtal muss man nicht bis

zum berühmten Z’Herbst warten,

um sich aufs Bike zu schwingen.

Die Region bietet auch im

Frühjahr und Sommer attraktive

Radwege und Biketouren.

Die Südsteiermark präsentiert

sich mit Bike & Hike als Bühne

für den Radsport. Im Juli rückt

die Region mit der 75. Tour Austria

auch sportlich ins internationale

Rampenlicht.

In der Region Murau kommen

Radfahrer, Mountainbiker und

Gravelbiker voll auf ihre Kosten.

Ein abwechslungsreiches

Streckennetz bietet entspannte

Fahrten und beeindruckende

Panorama touren.

Der Bikepark Schladming/Planai

bietet 42 Kilometer Trailspaß

voller Action und Abwechslung.

Vom Anfänger bis zum Profi findet

hier jeder den passenden Trail.


mobil

graz

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www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

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Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Jedes Auto in der Steiermark verbraucht

täglich zwei Liter – so viel,

wie wir Wasser trinken sollten.“

Michael Schwendinger vom VCÖ über den Treibstoffverbrauch

der Steirer VCÖ/RITA NEWMAN

Die situative Winterreifenpflicht

gilt in Österreich

noch bis 15. April. GETTY

Sicher in den Frühling

Der Sommerreifen-Check

REIFENWECHSEL.

Der Sommerreifentest

des ÖAMTC zeigt, wie

wichtig Qualität für

Ihre Sicherheit ist.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

sicherungsschutz. Erst wenn

winterliche Bedingungen endgültig

Geschichte sind, schlägt

die Stunde der Sommerpneus.

Die Auswahl ist groß, doch

welcher Reifen hält, was er verspricht?

Der aktuelle ÖAMTC-

Sommerreifentest 2026 liefert

die Fakten: Unter 16 Modellen

der Dimension 225/50 R17

schafften es nur drei Kandidaten

ganz nach oben. Laut den Experten

ist „Ausgewogenheit“ das

Schlagwort der Saison. Nur wer

den Spagat zwischen Sicherheit,

Laufleistung und Effizienz meistert,

glänzt als Testsieger.

Drei Top-Performer

ÖAMTC-Experte Steffan Kerbl

betont: Ein moderner Reifen

Wenn die Temperaturen

steigen, rückt der Radwechsel

in den Fokus.

Doch Vorsicht: In Österreich

gilt bis zum 15. April die situative

Winterreifenpflicht. Wer bei

Schneematsch oder Eis bereits

mit Sommerrädern unterwegs

ist, riskiert Strafen und den Vermuss

mehr können, als nur Grip

bieten. Im Test überzeugte der

Continental PremiumContact 7

als klarer Sieger, gefolgt vom Pirelli

Cinturato (C3) und dem

Goodyear EfficientGrip Performance

2. Dieses Trio sicherte

sich die Note „Gut“, da die Reifen

auf trockener wie nasser Fahrbahn

glänzten und Bestwerte

bei Verschleiß und Effizienz lieferten.

Dahinter folgt ein breites

Mittelfeld mit sechs Modellen

wie dem Firestone Roadhawk 2

oder dem Michelin Primacy 5,

die mit „Befriedigend“ abschnitten.

Während der Michelin bei

der Umweltbilanz punktet, zeigt

er leichte Schwächen auf trockener

Fahrbahn. Ein Blick in die

Details ist ratsam, da schon kleine

Schwächen die Gesamtwertung

spürbar nach unten ziehen.

Auf die Mischung kommt es an.

Eklatante Schwächen

Am Tabellenende wird die Gratwanderung

der Industrie sichtbar:

Drei Modelle kamen über

ein „Genügend“ nicht hinaus.

Besonders drastisch beim Linglong

Sport Master, der zwar den

besten Nassgriff bietet, aber auf

trockener Straße und beim Verschleiß

komplett versagt. Auch

Lassa Revola und Leao Nova-

Force Acro patzten deutlich.

Der Rat von ÖAMTC-Experte

Kerbl: „Nicht nur auf den Preis

schauen. Qualität zahlt sich

durch Sicherheit und eine längere

Haltbarkeit aus.“


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

GETTY (2)

... in Graz

Im Verhältnis zur Größe

muss Graz mehr an Verkehrsfläche

managen.

mobil graz 35

STRASSEN-CHECK

ANZAHL

1542 : 6947

... in Wien

Das Wiener Straßennetz umfasst

6947 Straßen mit 2798

Kilometern Gesamtlänge.

Spritverbrauch sinkt deutlich

MOBILITÄTSPREIS. Sinkende Emissionen und die starke Zunahme des Radverkehrs prägen das neue

Bild der steirischen Mobilität und unterstreichen die Innovationskraft unseres Standorts.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Die steirische Mobilität

ist in den vergangenen

zwei Jahrzehnten deutlich

spritsparender, umweltverträglicher

und gesünder geworden.

Laut einer aktuellen

VCÖ-Analyse tankten steirische

Haushalte zuletzt rund 72 Millionen

Liter weniger Sprit als vor

20 Jahren – eine jährliche Entlastung

von etwa 140 Millionen

Euro.

„Finanzielle Gesundheit

entsteht durch informierte

Entscheidungen“, so Michael

Schwendinger vom VCÖ. Seit

2005 sanken die Treibhausgas-

Emissionen des Verkehrs um

ein Fünftel, die Stickoxid-Emissionen

sogar um fast 70 Prozent.

Auch die Zahl der Verkehrstoten

ging im selben Zeitraum um

47 Prozent zurück.

Ein wesentlicher Treiber ist

der Umstieg auf alternative Antriebe

und das Fahrrad. Allein

2025 sparten Elektro-Pkw in der

Steiermark rund 25 Millionen

Liter Sprit ein. In Graz stieg der

Radverkehrsanteil seit 2004 auf

18 Prozent, während Autofahrten

von 47 auf 38 Prozent zurückgingen.

Landesrätin Claudia Holzer

verweist auf die Innovationskraft:

„Mit einer Forschungsquote

von über fünf Prozent ist

die Steiermark das innovativste

Bundesland Österreichs.“ Dies

spiegelt sich auch im VCÖ-

Mobilitätspreis wider, bei dem

zuletzt jedes fünfte Top-Projekt

aus der Steiermark stammte.

Innovationen für morgen

Unter dem Motto „nachhaltig.

effizient.innovativ“ sucht der

VCÖ erneut zukunftsweisende

Konzepte. Vorzeigeprojekt

ist die Koralmbahn, die Graz

und Klagenfurt in 45 Minuten

verbindet: Während ein Auto

217,3 Gramm CO₂ pro Personenkilometer

verursacht, sind es

beim Zug lediglich 5,71 Gramm.

Peter Wallis (ÖBB-Regionalmanagement)

betont, dass Mobilität

dort entstehe, „wo Innovation

auf Umsetzung trifft“. Gesucht

sind kreative Ansätze für Gütertransport,

Sharing oder digitale

Lösungen. Bis zum 27. Mai

können Unternehmen, Schulen

und Initiativen einreichen, um

den Ausstieg aus der „Erdölfalle“

voranzutreiben. Denn die Mobilität

der Zukunft entscheidet

sich heute durch Mut zu neuen

Wegen.

Landesrätin Claudia Holzer mit Michael Schwendinger (VCÖ) und Peter

Wallis, Leiter Regionalmanagement ÖBB (l.)

DER GRAZER/DORIAN

Rätsel-Lösung vom 22.3.2026

E R O I E

A S C H B A C H E R H O F

T H E A T E R R E N T E

Y O R K R S E C K A U

R R U H R T A K E R

L A N G V I R A L L E

S I O N N E D J R G

S E T L I S T H A L L E

B I T T E S I S I A A B

C A L E C C R E U S E

P A U S H H E R B S T

L A U F I L E R

Lösung:

R D I N O E

A K M E O E H I ALFRED-

A R M S U B STINGL-

Lösung:

Z A R I N S P E

BRÜCKE

ALFRED-STINGL-

S C H A L L E R BRUECKE

Sudoku-Lösung

vom 29.3.2026

5 4 6 2 1 7 9 8 3

2 3 8 4 5 9 1 6 7

9 7 1 8 6 3 4 5 2

4 6 5 7 8 2 3 1 9

7 1 2 9 3 5 6 4 8

8 9 3 6 4 1 2 7 5

1 5 7 3 9 4 8 2 6

3 8 4 5 2 6 7 9 1

6 2 9 1 7 8 5 3 4


36

sport

graz

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

36

Meister startet in

das Semifinale

■ Weil der KAC als letzter heimischer

Verein im Viertelfinale

gescheitert ist, stehen die Graz

99ers als letzter heimischer Klub

im Semifinale bereits als Meister

fest. Als solcher startet die Truppe

von Trainer Dan Lacroix

heute (15.15 Uhr) ins Semifinale

der Liga gegen KAC-Bezwinger

Fehervar. Dieses und auch das

zweite Heimspiel waren bereits

wenige Minuten nach Verkaufsstart

am Montag restlos ausverkauft.

Wer kein Ticket mehr ergattert

hat, kann das erste Spiel

der „Best of seven“-Serie aber

live im ORF mitverfolgen. Los

geht es aufgrund der Übertragung

in der Liebenauer Eishalle

schon um 15.15 Uhr.

Den Titel nehmen wir mit,

aber jetzt wollen wir den

Liga-Pokal umso mehr.“

Herbert Jerich, Präsident der Graz 99ers, ist

nach dem Meistertitel motiviert. GEPA

Der Einzige seiner Art

in der Football-Liga

Korbinian Holzer und Co wollen

heute gegen Fehervar jubeln. GEPA

Bastian Steinmair führt die Graz Giants heute in Prag zum Start der Football-Liga als Quarterback aufs Feld. GEPA

INTERVIEW. Bastian

Steinmair von den Graz

Giants ist der einzige

österreichische Quarterback

der Austrian

Football League, die

heute startet.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Zehn Jahre nach Christoph

Gubisch führt mit Bastian

Steinmair heuer wieder ein

Grazer die Giants auf das Feld der

Austrian Football League. Heute

starten die Giants in Prag, das erste

Heimspiel gegen Salzburg steigt

am 19. April. Im Interview spricht

der 25-Jährige über Druck, Lehrjahre

und darüber, was er sich von

den US-Imports abgeschaut hat.

Wie groß ist der Druck als einziger

österreichischer Quarterback

der Liga?

Bastian Steinmair: „Druck ist

schon da. Aber das ganze Team

steht hinter mir, und alle Teamkollegen

haben mir schon in der

letzten Saison zugeredet. Im Spiel

selbst bin ich voll fokussiert auf

das, was zu tun ist, sodass da gar

kein Druck aufkommt.“

Wie überraschend ist die Entscheidung

denn gekommen?

Steinmair: „Ich habe schon nach

der letzten Saison bei unserem

Abschlussgespräch gefragt, ob

es eine Option wäre, dass ich als

Quarterback beginne. Von da weg

war das immer Thema. Im September

dann ist die Entscheidung

gefallen, und darüber freue ich

mich richtig.“

Warum schaffen es so wenige

Österreicher auf diese Position?

Steinmair: „Also, die Imports

haben schon viel Erfahrung und

sind mit Football aufgewachsen.

Andererseits braucht es Zeit. Ich

bin einige Jahre Back-up in der

Kampfmannschaft gewesen. Viele

haben das nicht gemacht. Die

Zeit braucht es aber. Es war auch

die richtige Entscheidung, dazwischen

zu den Styrian Bears zu gehen,

um Spielpraxis zu sammeln.“

Geduld gehört also dazu.

Steinmair: „Ja, und das war nicht

immer leicht. Viele Kumpels aus

meiner Jugendmannschaft haben

schon früher viel mehr Spielzeit

bekommen und standen auch

schon in der Start-Aufstellung,

während ich die meiste Zeit auf

der Bank gesessen bin. In der Vorsaison

konnte ich beim 20:19-Sieg

bei den Vikings dann zeigen, dass

ich auf dem Level spielen kann.“

Was haben Sie denn von den

US-Amerikanern lernen können?

Steinmair: Technik natürlich und

Warm-up-Routinen. Vor allem

aber hat mir Conor Miller, der

2021 bei uns war, imponiert und

seine Art, wie er auf Leute zugegangen

und mit ihnen umgegangen

ist. Das ist im Football sehr

wichtig.“

Der neue Tight End De’Queze

Fryer hat gemeint: Er tut das, was

Sie wollen.

Steinmair: „Wir reden im Training

viel und er sagt auch immer,

dass er seine Routen so laufen

will, dass er ein leichtes Ziel für

mich ist. Er will mir das Spiel

leichter machen.“

Leicht wird es in der Liga, die

sich wieder verstärkt hat und mit

den Fehervar Enthroners auch ein

Team mit Erfahrung aus der European

League of Football dabei hat,

aber nicht werden.

Steinmair: „Nein, und man kann

auch noch gar nicht einschätzen,

wer wo steht. Insofern ist der Start

mit einem Auswärtsspiel in Prag

gar nicht so schlecht. Auch wenn

ich mich auf das erste Heimspiel

gegen Salzburg natürlich freue.“


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

sport graz 37

OHA!➜

GEPA (2)

Comeback im Tor

Nach wochenlanger Pause wegen

einer Muskelverletzung ist Sturm-

Goalie Daniil Khudyakov wieder fit.

Ausfall im Tor

Kapfenbergs Eishockey-Goalie Felix

Nussbacher aus Graz erlitt einen

Sehnenriss im Mittelfinger.

OJE!

Stolz trotz der Turbulenzen

BASKETBALL. Nach dem jüngsten Trainer-Rauswurf ist Interimstrainerin Theresa Petricevic stolz

auf den Vorstand von UBI Graz – weil es Grenzen gibt und Überschreitungen Konsequenzen haben.

Alle Augen sind im Grazer

Damen-Basketball-Derby

zwischen UBI und UBSC-

DBBC heute auf Theresa Petricevic

gerichtet. Nach der frühen

Trennung von Dejan Rodic und

jetzt von Boris Virag ist sie die

dritte Trainerin der Saison. Und

auch, wenn sie die turbulente

Saison mit Humor nimmt, zieht

sie den Hut vor der Entscheidung.

„Nachdem es schon einmal mit

einem Coach nicht geklappt hat,

jetzt, so kurz vor den Play-offs,

wieder den Trainer zu wechseln,

zeigt, dass es Werte und Grenzen

im Verein gibt. Werden die überschritten,

wird das nicht toleriert

oder unter den Teppich gekehrt“,

sagt Petricevic. „Da bin ich stolz

auf unseren Vorstand.“ Weil es

eben ein Signal an Frauen und

Mädchen sei, dass man sich nicht

alles gefallen lassen muss und

dass man gehört wird.

Petricevic, die auch die U19

coacht, will jetzt „sechs Wochen

bis zum Ende der Saison alles

geben“. Denn allen Turbulenzen

zum Trotz hat sich eines nicht

geändert: „Wir wollen auch weiterhin

den Titel nach Graz holen.“

Ob sie dann als Cheftrainerin im

Amt bleiben wird, ist noch völlig

offen. Dafür habe man jetzt keinen

Kopf. KM

Die Abordnung des steirischen Dortmund-Fanklubs „BVB Maniacs“

übergibt dem Verein Herzfamilie den 3000-Euro-Spendenscheck.

BVB Maniacs spenden

■ Borussia Dortmund hat

Fans weit über die Grenzen des

Ruhrgebiets und Deutschland

hinaus. So gibt es auch in Graz

mit den „BVB Maniacs Steiermark“

einen offiziellen Fanklub

der Schwarz-Gelben. Jedes Jahr

unterstützt der Verein aber

nicht nur Marcel Sabitzer und

Co stimmgewaltig auf den Tribünen

des Signal-Iduna-Parks,

Deutschlands größtem Fußball-Stadion,

sondern ist auch

immer im Einsatz für die gute

Sache.

„So waren wir auch in diesem

Jahr karitativ tätig“, sagt Obmann

Michael Fuchs. „Unser

Spendenscheck in der Höhe von

3000 Euro geht wie immer an

den Verein Herzfamilie am LKH

Graz.“ Und den symbolischen

Scheck hat eine Abordnung der

BVB Maniacs Steiermark um

Obmann Fuchs, Obmann-Stellvertreter

Lukas Ritzinger und

Schriftführer-Stellvertreter Philipp

Flock jetzt auf dem LHK-

Universitätsklinikum vorbeigebracht.

KK

Theresa Petricevic coacht UBI heute im Derby gegen UBSC-DBBC.BERND KOHLMAIER

Strasser startet in Spanien

■ Fix ist, dass Christoph Strasser

am Dienstag um 9 Uhr in

Reus, südlich von Barcelona,

auf sein Rennrad steigt. Danach

geht es ins Ungewisse, denn das

erste Rennen der Saison ist für

den Wahl-Grazer wieder das

„Unknown Race“, bei dem man

nur die Koordinaten des ersten

Checkpoints bekommt und dort

dann die des zweiten und so weiter.

„Darum wird es spannend,

wie die Strecke verläuft“, sagt

Strasser. „In die Berge oder flach

die Küste entlang?“ 2025 hat er

das Unknown Race in Italien als

Zweiter beendet, heuer will er

den Sieg. „Ich habe gut trainiert,

die Leistungsdaten stimmen und

ich bin besser drauf als in den

letzten vier Jahren.“

Für die 1000 Kilometer lange

Strecke plant Strasser eine Zeit

von unter 48 Stunden ein. „Wenn

das Wetter passt.“ Sein Saisonhighlight

ist dann das Transcontinental

Race ab 19. Juli von Norwegen

nach Griechenland.

Ultra-Radsportler Christoph Strasser fährt ab Dienstag 1000 Kilometer

durch Spanien – wo genau, erfährt er aber erst unterwegs.

LEX KARELLY


38 grazer sonntag

www.grazer.at 29. MÄRZ 2026

SO ISST GRAZ

GRAZWORTRÄTSEL

Die Kalte Ente präsentiert ...

... Wilding Sour

Grazer

Kampagne

für mehr

Bewegung

großer

Wanderfisch

8

Einsatz für

Grazer

Frauen mit

Lastenrad

widerstandsfähig

Domäne 453 km langer

Highway

Österreichs

Geistesblitze

durch

f. Drahtesel

Graz

zurückliegend

mit Vergnügen

Hügel im

Grazer

Bergland

Epoche,

Zeitalter

ein "Österreicher"

Gesangspaar

kontinuierlich

5

italien.

für "ich

liebe"

Abk. für

"de dato"

Blechblasinstrument

Anordnung,

Bestellung

"Rückgrat

des Stadtparks"

mit

298 Bäumen

englisch

für "Tee"

Max Lugitsch (Create Tattoo-

Studio) mit Wilding Sour LEX KARELLY

Wer in der Kalten Ente in der Mandellstraße

schon einmal zu Gast

war, weiß, was man bekommt. Kreativität

steht bei den Drinks an oberster

Stelle, und die neuesten haben es in

sich. So treffen bei „Wilding Sour“ zwei

Welten aufeinander. Als Hommage an

den Wilding-Würstelstand am Dietrichsteinplatz

ist dieser Drink entstanden.

In Kooperation mit dem Holy Tiger

Barbershop entstanden noch dazu beeindruckende

Bilder. LEO

Zutaten:

5cl Bacon

Bourbon

3cl frischer

Zitronensaft

1 frisches

Bioeiweiß

1–2 cl Ahornsirup

Als Deko kommt noch ein frisch gebratener

Speckstreifen dazu.

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Shaker kräftig

shaken oder in einem Elektromixer

mixen.

Dieser Drink ist eine absolute Geschmacksexplosion,

da Fett, Zucker

und Alkohol Geschmacksleiter sind.

Beim Ahornsirup gilt: Je dunkler, desto

karamelliger und intensiver ist der

Geschmack. Das Eiweiß sorgt in dem

Drink für die seidige Konsistenz. Ist

aber natürlich auch ohne Eiweiß ein

absoluter Banger. Für den Bacon Bourbon

einige Streifen Speck auf geringer

Hitze in der Pfanne ohne Fett anbraten.

Speck aus der Pfanne und das übrig

gebliebene Fett in ein hitzebeständiges

Gefäß füllen und mit dem Bourbon

aufgießen. Einen Tag stehen lassen,

dann durch einen Kaffeefilter filtern

und in eine saubere Flasche füllen.

Mutprobe

im Freibad

Eggenberg

Gefrorenes

Grazer

Event für

nachhaltige

Kulinarik

ganz

unten,

im Keller

Niere, Milz,

Leber & Co.

Wacholderbranntwein

ein Alien

steir. Ministerialengeschlecht

Kajak,

Kanadier

& Co.

Lösung:

SUDOKU

4

abgereist,

auf Achse

italien. Erdölkonzern

so weit,

so lange

Kosename

des Anton

10

2

heimisches

Birkengewächs

Sportanlage

in

Graz-

Enthüllung

biblischen

Ausmaßes

Computeranwender

chinesisch

für

"Buddha"

erhaben,

würdig,

feierlich

Bewohner

Grönlands

(Einzahl)

w. Vorname

Abk. für

"unter Umständen"

Internetdomäne

für

Brasilien

dt. Popsängerin

bekunden,

bezeigen

Zeichen

für Neon

ungefähr,

etwa

Abk. für

"Südwestafrika"

(heute

Namibia)

engl. für

"Alter"

Froschlurch

Jakomini 3

Rätsellösungen: S. 35

9

altes

KFZ-Kz. für

Hartberg

Schauspiel

geschüttelter

Softdrink

niederländ.

Dynastie

Wappenvogel

französisch

für

"nichts"

7

Schubfach

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

2 1 8 3

2 4 5 1

9

4 2 9

3 6

8 7

1 9 8 2

6 9

2 7 5 41040

Jede

Ziffer darf

in jeder

Reihe in

jedem

Quadrat

nur

einmal

vorkommen.

Bleistift

spitzen,

los geht’s.

Viel Spaß!

Komponist

des Boléro

(Maurice) †

1

Rufname

von

Capone †

Initialen

Einsteins

leicht

krank,

lustlos

G E W I N N S P I E L

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Gewinner werden telefonisch verständigt und

sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

6


29. MÄRZ 2026 www.grazer.at

grazer sonntag 39

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 29. MÄRZ

PSALM „For a Better World“

Passend zum Frühlingsanfang

wollen die Menschen hinaus in die

Natur und das Sonnenlicht genießen.

PSALM 2026 holt die Sonne in

die Grazer Helmut-List-Halle: acht

große Abende, die mit Musik vieler

Nationen und Religionen den Frühling

feiern. Diesen Sonntag startet

die Veranstaltung um 19 Uhr mit

„For a Better World“ – mit Melodien

und Rhythmen des iranischen

Komponisten Majid Montazer

eröffnet der Weltklarinettist Giora

Feidman die Heilige Woche.

7Ray Jazz-Frühstück

Im Schlossberghotel findet heute

ab 11.30 Uhr das „7Ray Jazz-Frühstück“

statt – von Welcome-Drinks,

Kaffee & Tee, Brot- und Gebäckauswahl

bis hin zu Wurst- und

Käsespezialitäten, Aufstrichen

und Gemüse & Obst ist für jeden

Geschmack mit Garantie etwas

dabei. Eine große süße Auswahl

und Musik sorgen für einen einmaligen

Tag im Schlossberghotel. Die

Kosten belaufen sich auf 79 Euro

pro Person.

BLOOM 2026 in Graz

Mit BLOOM widmen sich das

Universalmuseum Joanneum und

das Kunsthaus Graz der kulturellen,

wissenschaftlichen und

gesellschaftlichen Bedeutung der

Blume. Diesen Sonntag können im

Kunsthaus die beiden Ausstellungen

„Hybrid Pleasures“ und

„30% Löwenzahn“ besucht

werden. Ein bunter Strauß

voller Themen, der seine

Gäste dazu einlädt, den

wunderschönen Reiz

der Blume zu entdecken.

KONZERT:

20 Uhr

Orpheum

Die Sängerin Sophia kommt heute mit ihrer Tournee „Durch die

Blume“ ins Orpheum und begeistert mit ihrem Gesang. PAUL HÜTTEMANN, GETTY

Ostermarkt Hauptplatz

Mit dieser Woche startet der

beliebte Ostermarkt am Grazer

Hauptplatz. Die Künstler können

dabei näher kennengelernt

werden und zeigen Einblicke in ihre

sorgfältige Arbeit. Ausgesuchtes

Kunsthandwerk, Workshops für die

Kleinen, Straßentheater und Live-

Musik laden zu einem gemütlichen

Nachmittag ein.

Durch die Blume – Tour

Mit neuer Musik, berührenden

Texten und der Stimme einer

ganzen Generation zählt

Sophia inzwischen zu

den spannendsten

Künstlerinnen der

deutschsprachigen

Popmusik. Heute

um 20 Uhr kommt Sophia mit

ihrer neuen Tournee „Durch die

Blume“ ins Orpheum Graz. Die

Tournee steht ganz im Zeichen von

Aufbruch, Emotion und Weiterentwicklung.

Ein unvergessliches

Konzert mit einer großen Portion

an Gefühlen!

Circus Louis Knie „Wow“

Der Circus Louis Knie ist in der Stadt

und verzaubert heute um 11 Uhr

und um 15 Uhr bei der Shopping

City Seiersberg Kinder und Familien.

Louis Knie bringt Artistik, Tiere

und eine große Portion Humor und

schafft einen klassischen Zirkusnachmittag

für all seine Gäste.

Tickets holen und einen unterhaltsamen

Tag mit der ganzen Familie

oder Freunden genießen.

WOHIN AM SONNTAG

„Die Henne Henriette“

Heute findet im Kindermuseum

Frida&Fred um 16 Uhr ein interaktives

Kindertheater statt: Die

Henne Henriette will ihr schönstes

Ei dem Osterhasen geben – doch

es gibt Hindernisse! Ein Nachmittag

für Kinder zum Mitsingen,

Mitgackern und Mittanzen, denn:

Henriettes Leidenschaft gehört der

Bühne! Der Eintritt kostet 10 Euro

pro Person.

UBI Graz: Heimspiel

Im Raiffeisen Sportpark steht heute

ein spannendes Basketballspiel auf

dem Programm: Die Mannschaft

von UBI Graz empfängt in der win-

2day Basketball Damen Superliga

das Team UBSC-DBBC Graz. Spielbeginn

ist um 16 Uhr. Die Zuschauer

dürfen sich auf ein intensives

Heimspiel freuen, in welchem um

wichtige Punkte gekämpft wird.

Kunst- und Autorenfilme

Ab 17 Uhr werden heute im Kunstgarten

internationale Kunst- und

Autorenfilme gezeigt – entweder

auf der Open-Air-Bühne oder im

Innenraum des Archivs Hortopias.

Die Screenings präsentieren eine

kuratierte Auswahl an Filmen, die

neue Perspektiven eröffnen und

Themen wie Menschen- und Frauenrechte

aufgreifen. Eingeladen

sind alle Filmbegeisterten!

Sunday Bookclub

Das Buchclubtreffen zu „Either/

Or“ von Elif Batuman findet heute

von 16 bis 18 Uhr im schubertNest,

Elisabethstraße 27, statt. Zum

Mitbringen sind Lieblingsgetränke,

eine Ausgabe von Either/Or und

natürlich die Lust und Freude am

Lesen! Der Eintritt ist frei.

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