29. März 2026
- Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl mit Blickpunkt Wirtschaft - Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Körper - Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi verabschiedet sich von ihren Fans in Graz
- Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl mit Blickpunkt Wirtschaft
- Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Körper
- Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi verabschiedet sich von ihren Fans in Graz
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29. MÄRZ 2026, AUSGABE 13
Abschied
Die italienische Pop-Ikone Umberto Tozzi
verabschiedet sich mit einer Welttournee
auch von ihren Fans in Graz. 18
Neustart
Alle Jahre wieder kommt die Sommerzeit.
Medizinerin Michaela Matzbacher erklärt die
Auswirkungen auf den Körper. 28/29
Titelrennen
Elefantenrunde. Bei der Diskussion der Spitzenkandidaten zur Grazer Gemeinderatswahl 2026 stand die Wirtschaft im Blickpunkt. Am Ende des
Abends hatte keiner die Ärmel als Sieger oben. Mehr Überschriften als Inhalte prägten den Auftakt des Titelrennens um den Bürgermeistersessel. SEITEN 4/5
MANIFESTO, LKH GRAZ II, LUEF
GRAZ
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um € 119,–
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www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Wirtschaft
ohne
Wunder
D
ie Podiumsdiskussion
der Spitzenkandidaten
für die Grazer Gemeinderatswahl,
die wir gemeinsam
mit der Wirtschaftskammer
veranstaltet haben,
verlief gelinde gesagt ziemlich
ernüchternd (siehe Seiten
4–6). Der ganze Abend sollte
sich um die „Wirtschaft“
drehen, die in Graz – so die
Kritik der Unternehmer – derzeit
ziemlich stiefmütterlich
behandelt wird. Nach knapp
zwei Stunden Diskussion war
auch klar, warum dem so ist:
Es fehlen hinten und vorne
überzeugende Ideen und
Visionen. Bürgermeisterin
Elke Kahr nimmt sich Kuba
als Vorbild, Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner ließ
zahlreiche Lobreden auf ihre
eigene Arbeit vom Stapel, um
zu zeigen, dass eh alles gut ist,
wie es ist. So weit, so erwartbar.
Dass es allerdings bei den
sogenannten Wirtschaftsparteien
keine spannende Idee
dafür gibt, wie es in Zukunft
mit der Grazer Wirtschaft
weitergehen soll, war dann
doch überraschend. Wirtschaftsstadtrat
Kurt Hohensinner
hielt sich zurück,
sparte sich sein Programm
(siehe Seite 24) für die
Präsentation zwei Tage später
auf. FPÖ-Spitzenkandidat
René Apfelknab hat die Vision
einer „finanziell ausgeglichenen
Stadt“. Das ist zwar alles
gut gemeint und brav, aber
wirklich weit weg von einer
mitreißenden Wirtschaftspolitik.
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
„Mit mir darf
man auch reden,
wenn ich noch
keinen Kaffee
getrunken
habe“: Josh.
zeigt sich im
Interview von
seiner privaten
und bodenständigen
Seite. LUEF
... Josh.
Über Vivaldi beim Frühstück, das „Durchspielen“ der Grazer Bühnen
und warum er vor seiner neuen Solo-Tour weiche Knie bekommt.
Wie sieht für dich das ideale Sonntagsfrühstück
aus? Bist du eher der schnelle Kaffeetrinker
oder genießt du das volle Programm?
Also, ich frühstücke schon gern, vor allem sonntags,
falls ich mal zu Hause bin. Wenn Zeit ist,
dann gibt es das volle Programm: mit Spiegeleiern
oder weichem Ei, frischem Brot und allem,
was dazugehört – Käse, Schinken und natürlich
steirischem Kren. Ich bin gar nicht so ein Kaffee-
Junkie, mit mir darf man auch reden, wenn ich
noch keinen getrunken habe. Was die musikalische
Untermalung angeht, ist meine größte Assoziation
das Sonntagsfrühstück mit Vivaldi. Meine
Mutter hat das früher immer gehört. Ich erinnere
mich noch an das leichte Knistern vom Plattenspieler
im Wohnzimmer und wie ich als Kind gerne
die Platten geputzt habe. Das sind sehr starke
Kindheitserinnerungen, die bis heute hängengeblieben
sind.
Du spielst bald im Dom im Berg. Wenn du
an Graz denkst, welches Bild hast du da im
Kopf?
Graz ist für mich der Ort, an dem es schon sehr
früh, so um 2018/19 herum, für die Karriere am
besten funktioniert hat. Nach Wien spiele ich
hier immer meine zweitgrößten Konzerte. Ich
habe das Glück, fast alle hiesigen Bühnen vom
Orpheum bis zur Stadthalle schon bespielt zu
haben. Das Einzige, was mir noch fehlte, war der
Dom im Berg – den bespiele ich jetzt auf der Solo-Tour
am 25. April. Dann habe ich Graz quasi
„durchgespielt“. Ich mag die Stadt sehr, und da
mein Manager von hier kommt, weiß er auch immer,
wo man gut essen gehen kann. In Graz brauchen
wir kein Navi, sagen wir mal so.
Dein neues Album steht in den Startlöchern.
Was erwartet uns hier vom Sound
her und künstlerisch?
Es ist im Vergleich zum Vorgänger wieder einen
Tick fröhlicher geworden. Es gibt sogar wieder
diese leicht witzigen Nonsense-Texte, die einfach
entstehen, wenn man den Kopf frei hat. Nach einer
etwas schwereren Phase ist diese neue Leichtigkeit
zum Glück einfach passiert. Vom Sound
her ist es sehr ehrliche, handgemachte Musik –
viel analog, mit Einflüssen aus den 80ern und sogar
einem Hauch Country, was neu für mich ist.
Ich habe dieses Mal im Studio noch mehr Zeit verbracht,
mehr Instrumente selbst eingespielt und
mich noch intensiver als Produzent eingebracht.
Nach all den Jahren auf den größten Bühnen
– verspürst du vor so einer intimen
Solo Tour eigentlich noch Lampenfieber?
Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich scheiße mich
richtig an. Es ist eben nicht die gewohnte Komfortzone
mit der Band und der Routine, wo ich
genau weiß, was passiert. Aber genau dieses Kribbeln
vor dem Unbekannten ist ja eigentlich auch
das Schöne am Künstlerleben. DORIAN KROIS
Josh. heißt eigentlich Johannes Sumpich und
kommt aus Wien. Der erfolgreiche Musiker gehört
zu den prägendsten Stimmen der österreichischen
Popmusik und wurde am 22. Juni 1986 in Wien geboren.
Heuer ist Josh. mit den Songs seines vierten
Studioalbums „Wer singt dann Lieder für dich“
auf Solo-Tour. Am 25. April gastiert er in Graz.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 3
graz
4 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
4
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Graz ist eine Wundertüte –
sozusagen eine Swingcity.“
Stadtrat Kurt Hohensinner bei der
Präsentation des Wirtschaftsprogramms der
ÖVP zur Gemeinderatswahl 2026 M. JÖBSTL
Von konsumfreien Zonen
Zum Video:
www.grazer.at
Kurt Hohensinner, Claudia Schönbacher, Elke Kahr, Doris Kampus, René Apfelknab, Judith Schwentner und Philipp Pointner (v. l.) diskutierten.
LUEF
WIRTSCHAFT. „der
Grazer“ und die WK
baten die Spitzenkandidaten
für die Grazer
Gemeinderatswahl zur
Podiumsdiskussion.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer
haben
wir die Spitzenkandidaten
für die Grazer Gemeinderatswahl
zur Podiumsdiskussion
zum Thema Wirtschaft
gebeten. Das Interesse seitens
der Unternehmer war enorm:
Die Aula des Campus 02 war
bis auf den letzten Platz gefüllt.
Elke Kahr (KPÖ), Kurt
Hohensinner (ÖVP), Judith
Schwentner (Grüne), Claudia
Schönbacher (KFG), René Apfelknab
(FPÖ), Doris Kampus
(SPÖ) und Philipp Pointner
(Neos) stellten sich den Fragen
des „Grazer“-Geschäftsführers
Gerhard Goldbrich und des
Chefredakteurs der „Steirischen
Wirtschaft“ Mario Lugger.
Entwicklung
Zunächst ging es an die Bestandsaufnahme
der Wirtschaft
in Graz und deren Entwicklung.
Eine Umfrage der WK belegt eine
Unzufriedenheit mit der Entwicklung
der Standortbedingungen
in den letzten fünf Jahren.
Nur 18 Prozent erkennen eine
Verbesserung der wirtschaftspolitischen
Unterstützung
durch die Stadtregierung, nur
13 Prozent eine Verbesserung
der Rahmenbedingungen. Elke
Kahr fand den Schuldigen dafür
sogleich in Übersee im amerikanischen
Präsidenten Donald
Trump und forderte in diesem
Zusammenhang die Unabhängigkeit
vom Energiemarkt. Ein
Thema, das auf Gemeindeebene
wohl nur schwierig zu realisieren
sein wird. Judith Schwentner
ging auf die Befragung nicht
weiter ein, sondern beschwor
die hohe Lebensqualität in Graz
und bestätigte sich selbst damit,
den Breitbandausbau voranzutreiben,
den Bim-Ausbau voranzutreiben
und damit „eigentlich
alle Forderungen der Industrie
zu erfüllen“. Hohensinner hingegen
sah die Hausaufgaben
der Stadt als nicht erledigt und
forderte, alle fünf Jahre sämtliche
Belange und Verfahren der
Stadt auf ihre Wirtschaftlichkeit
zu prüfen. Claudia Schönbacher
plädierte eindringlich für kürzere
Verfahrensdauer und einfachere
Bürokratie.
Attraktivität
Auch der Attraktivität der Stadt
stellten die Befragten der WK-
Studie kein gutes Zeugnis aus.
Während 28 Prozent eine Verbesserung
in den vergangenen fünf
Jahren erkennen konnten, sahen
48 Prozent eine Verschlechterung.
Als besonders wichtige
Maßnahmen für eine Verbesserung
wurden die Belebung des
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 5
➜
TOP
Schmiedgasse wird Fußgängerzone
Gut Ding braucht Weile: Ab 2. April
ist die Schmiedgasse von 9 bis
21 Uhr eine reine Fußgängerzone.
Bandenkriminalität
In Andritz sorgen Schmierereien am
öffentlichen WC und Anzeigen für
Unruhe unter den Bürgern.
FLOP
➜
und „Kuba-Visionen“
Murufers (70 Prozent), die Verlängerung
der Gastgartenöffnungszeiten
im Sommer (64 Prozent)
und eine Belebung durch
neue Veranstaltungsformate (63
Prozent) genannt.
Ohne Rücksicht auf Verluste
plädierte Doris Kampus unter
anderem für konsumfreie Zonen.
Ein gewagter Ansatz für eine Podiumsdiskussion
vor zahlreichen
Unternehmern. Judith Schwentner
monierte, dass der Lebensraum
an der Mur sehr wohl viel
attraktiver geworden ist. Was ihr
umgehend die Replik von René
Apfelknab einbrachte, der darauf
hinwies, dass viele der Attraktivierungen
unter der blauschwarzen
Vorgängerregierung und
gegen den Widerstand der Grünen
durchgesetzt wurden. Ihm
schwebt ein „Murarium“ vor, in
dem der Lebensraum der Mur
mit Amphibien, Fischen und
dergleichen abgebildet werden
soll.
Die vielen dunklen Orte und
das damit einhergehende Unsicherheitsempfinden
schlug
Schwentner mit dem Argument
in den Wind, dass zu starke Beleuchtung
den Tieren schade. Einigkeit
herrschte darin, dass man
auf die Aufenthaltsqualität in der
Innenstadt und den Branchenmix
im Stadtzentrum achten müsse.
Für Irritation sorgte Elke Kahr
mit ihrer Aussage, dass man so
viele Gastgärten bewilligt hat wie
noch nie, um die Aufenthaltsqualität
zu steigern. Dies wurde
per Faktencheck jedoch widerlegt:
Laut Leistungsbilanz des
Haus Graz gab es 2024 noch 265
Gastgärten im Stadtgebiet, 2023
waren’s 296, 2021 gab es 343.
Also gab es von 2021 bis 2024
von Jahr zu Jahr deutlich weniger
Gastgärten. Die Zahlen für 2025
sind noch nicht verfügbar.
Erreichbarkeit
Erstmals etwas emotionaler wurde
es beim Thema „Erreichbarkeit
und Infrastruktur“. Diese ist
laut WK-Studie schlechter geworden:
48 Prozent der Befragten
sind dieser Meinung, während
nur 28 Prozent der Ansicht sind,
dass sich die Situation in den
letzten fünf Jahren verbessert
hat. Kurt Hohensinner präsentierte
einen Plan, mit den Parkplätzen
unter die Erde zu gehen.
Er fordert mehrere Tiefgaragen,
wodurch man einerseits Aufenthaltsqualität
auf ebener Erde
gewinnen und andererseits das
Parkproblem lösen würde. Claudia
Schönbacher ist auch das zu
wenig: „Park and Ride ist zwar
gut und schön, aber anscheinend
zu wenig attraktiv, weil es viele
Leute nicht nutzen.“ Man müsse
zuerst darauf schauen, was die
Menschen brauchen, bevor man
anfängt, etwas um teures Geld
umzusetzen.
Für einen Überraschungsmoment
sorgte Judith Schwentner,
als sie meinte, dass früher zu wenig
gebaut worden sei. Obwohl
genau dies seit Jahren eigentlich
ein Hauptkritikpunkt an der Vorgängerregierung
seitens der Grünen
ist.
Visionen
Bei der Frage nach den Visionen
für die Stadt stach zunächst
Philipp Pointner hervor, der sich
für mehr Mut aussprach und
eine Kunstbiennale am Jochen-
Rindt-Platz vorschlug sowie den
S-Bahn-Tunnel forderte, um eine
direkte Verbindung von Bruck
zur Messe zu haben. Elke Kahr
weigerte sich, Visionen zu haben,
sie bevorzuge ein solides und geplantes
Arbeiten. Darauf angesprochen,
befand sie schließlich
doch, dass ein politisches System
wie etwa in Kuba durchaus ein
Vorbild darstellt.
Judith Schwentner verweigerte
Visionen ebenfalls und
zeigte sich mit dem Status quo
zufrieden. Kurt Hohensinner
hingegen träumt von einer Stadt,
die den Bürgern Möglichkeiten
schafft und nicht sagt, warum
etwas nicht geht. Doris Kampus
wünscht sich, dass „Graz wieder
gestaltet“. Dafür braucht es
sichere Arbeitsplätze und gute
Fachkräfte. Weiters schwebt ihr
eine Attraktivierung der Bezirkszentren
vor. Die Vision von René
Apfelknab – im Brotberuf Buchhalter
– ist eine finanziell ausgeglichene
Stadt. „Die Wirtschaft
zahlt das Soziale, und da braucht
es wieder einen Ausgleich.“
202425010
6 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Graz-Wahl 2026
Analyse zur Elefantenrunde
KRITISCH. „Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer, meinBezirk-Chefredakteur Roland Reischl und
Kommunikationsprofi Thomas Zenz analysierten die erste Elefantenrunde und sparten nicht mit Kritik.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die erste Runde der Wahlkampfdiskussionen
ist
geschlagen. An der FH
Campus02 luden „der Grazer“
und die Wirtschaftskammer alle
sieben Spitzenkandidaten zur
Diskussion. Ganz besonders im
Fokus stand das Thema Wirtschaft.
Wie sich Elke Kahr, Judith
Schwentner, Kurt Hohensinner,
Doris Kampus, Claudia
Schönbacher, Philipp Pointner
und René Apfelknab geschlagen
haben, haben „Grazer“-Chefredakteur
Tobit Schweighofer,
meinBezirk-Chefredakteuer Roland
Reischl und Kommunikationsprofi
Thomas Zenz direkt im
Anschluss an die Diskussion im
Gespräch mit Andrea Jerkovic
analysiert.
Kritischer Blick
Für Tobit Schweighofer waren
die ersten Argumente am Beginn
der Diskussion durchaus erwartbar.
„Für mich persönlich war der
Start eher enttäuschend. Bürgermeisterin
Kahr hat Trump herbeizitiert
und sich auf die Weltpolitik
hinausgeredet.“ Roland Reischl
hörte viele Schlagworte, aber nix
Konkretes. „Vor allem die Fragen
zum ersten Diskussionsblock bereiten
mir Sorgen. Hier haben die
Parteien kein gutes Bild abgegeben,
wo die wirtschaftliche Rei-
Zum Video:
www.grazer.at
se der Stadt hingehen soll.“ Auch
für Thomas Zenz war die Diskussion
eher inhaltsarm und langatmig.
„Man hatte den Eindruck,
es herrscht bei den Diskutanten
eine gewisse Verunsicherung, da
sie sich nicht auf heimischem Boden
befinden. Es wurden auch zu
den Unternehmern keine Brücken
gebaut.“
Weggewischt
Heftig diskutiert wurde zu den
Themenblöcken Attraktivität der
Stadt und Erreichbarkeit. „Hier
konnte die Opposition ein wenig
punkten. Dennoch wurden die
Einwände von der Rathauskoalition
weggewischt. Lebensqualität
war eigentlich die Antwort auf
alles. Mutig fand ich Doris Kampus,
die vor Unternehmern das
Wort konsumfreie Zonen benutzte.
Positiv überrascht hat mich
Claudia Schönbacher, die pragmatisch
argumentierte und praktische
Lösungen angeboten hat“,
so Reischl. „Man hat sich schnell
auf den Branchenmix und die
Aufenthaltsqualität geeinigt, damit
war man in der Argumentation
schon fertig. Auch die Aussage
über die gestiegene Anzahl
an Gastgärten konnte nicht gehalten
werden, denn die Zahlen
sprechen eine andere Sprache“,
findet Schweighofer. „Mich hat
die Konzeptlosigkeit erschüttert.
Es hat eigentlich keiner ein Wirtschaftskonzept“,
so Zenz. Einig
Thomas
Zenz,
Andrea Jerkovic,
Tobit
Schweighofer
und
Roland
Reischl
(v. l.) analysierten
die
Elefantenrunde.
LUEF (4)
sind sich alle drei Experten darin,
dass es allen auch an Visionen
für Graz und die Wirtschaft fehlt.
„Niemand hat ein Bild formuliert,
das festsetzt, was Graz eigentlich
sein soll“, analysiert der „Grazer“-
Chefredakteur. „Es ist etwas irritierend,
wenn eine Bürgermeisterin
sagt, sie sieht Kuba auch in
den Visionen. Aber es ist zumindest
mutig. Es muss sich in den
nächsten Wochen noch einiges
ändern, um Unentschlossene zur
Wahlurne zu bringen“, so Zenz.
Reischl: „Die Statements waren
überschaubar. Wenn das so
bleibt, wird das ein Start-Ziel-Sieg
für Elke Kahr, wenn es der Opposition
nicht gelingt, mehr Kante
und mehr Profil zu gewinnen.“
Man hat sich
schnell auf den
Branchenmix und die
Aufenthaltsqualität
geeinigt, damit war
man in der Argumentation
schon fertig.“
„Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer
Es ist etwas
irritierend,
wenn eine Bürgermeisterin
sagt, sie
sieht Kuba als Vorbild.
Aber es ist zumindest
mutig.“
Kommunikationsprofi Thomas Zenz
Lebensqualität
war eigentlich
die Antwort
auf alles. Mutig fand ich
Doris Kampus, die vor
Unternehmern das Wort
konsumfreie Zonen benutzte.“
Roland Reischl, Chefredakteur meinBezirk
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.
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Gedruckt nach den
Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
den Richtlinien des
Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens
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„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
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8 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
27-Millionen-Euro-Bau für
Die Baustelle in der Puntigamer Straße dauert bis Ende Oktober.
DER GRAZER
MEGA-BAUSTELLE.
Die Sanierung der sieben
Kilometer langen
Leitung nach Feldkirchen
wird ab morgen
für viel Stau sorgen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Rund 15 Prozent des täglichen
Wasserbedarfs in Graz
werden durch das Wasserwerk
Feldkirchen gedeckt, zu
Spitzenzeiten oder bei Störfällen
sogar bis zu 50 Prozent. Die sieben
Kilometer lange Transportleitung
(TL700), die das Wasserwerk
mit dem Karlauergürtel im Grazer
Stadtgebiet verbindet, wurde bereits
1950 errichtet und muss jetzt
umfassend modernisiert werden.
Die neu verlegten Rohre werden
von der Tiroler Rohre GmbH
(TRM) geliefert und bestehen zu
100 Prozent aus recyceltem Material.
Für ihre Herstellung wird
ausschließlich wiederverwerteter
Stahlschrott verwendet. Nach
Ende ihrer Lebensdauer können
auch diese Rohre erneut vollständig
recycelt werden
Die Holding investiert bis zur
Fertigstellung 2028 rund 27 Millionen
Euro in die Erneuerung;
morgen startet der nächste Bauabschnitt,
der es vor allem verkehrstechnisch
in sich hat: In der
Puntigamer Straße müssen sich
Verkehrsteilnehmer auf deutliche
Einschränkungen einstellen
(siehe Infokasten). Die Bauarbeiten
machen die Straße für mehrere
Monate zur „Staufalle“.
Stolz
„Uns ist wichtig, dass sich die
Grazer jederzeit auf ihre Wasserversorgung
verlassen können“,
meint Beteiligungsstadtrat
500 Gratis-Tiermarken
KONTAKTIEREN. Ab 1. April haben Tierbesitzer die Möglichkeit, eine der
500 kostenlosen, gravierten Tiermarken bei der Firma Mesitz abzuholen.
Der Spaß kam beim Turnier der
„FH-Physios“ nicht zu kurz.
1000 Euro für den
guten Zweck
■ Bereits zum vierten Mal fand
das Benefiz-Handball-Turnier
zugunsten der Steirischen Kinderkrebshilfe
statt. Studierende,
Absolventen und Lehrende (mit
Organisatorin Maria Kleinhappl
und Handball-Legenden) des
Studiengangs Physiotherapie
von der FH Joanneum kämpften
um den Turniersieg und den guten
Zweck. Durch die Unterstützung
von Home4Motion und
Spenden von Teilnehmern und
Zusehern kamen am Mittwochabend
1000 Euro zusammen.
Auch in diesem Jahr wurde von
der Geschäftsführung der FH die
Hallenmiete übernommen.
KK
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Tiermarken können im
Ernstfall entscheidend
dazu beitragen, entlaufene
Tiere rasch ihren Besitzern zuzuordnen.
„Nachdem die Tiermarken
mit den Kontaktdaten des
Besitzers versehen sind, kann
der Besitzer so auf schnelle und
einfache Weise kontaktiert werden
– ohne ein Chip-Auslesegerät
bei der Hand haben oder zum
nächsten Tierarzt fahren zu müssen“,
erklärt Tierschutzstadträtin
Claudia Schönbacher.
Kostenlos
Aus diesem Grund bietet Schönbacher
gemeinsam mit Sigrid
Mesitz 500 kostenlose, gravierte
Tiermarken an. Ab 1. April können
sich Grazer Tierbesitzer eine
Sigrid Mesitz mit Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher (r.)
der 500 Marken bei der Firma
Mesitz, einem Dienstleister für
Gravuren, in der Grazer Mariahilferstraße
12 sichern. Voraussetzung
ist ein entsprechender
STADT GRAZ/FISCHER
Nachweis, etwa die Registrierung
des Tieres, der Impfpass oder der
eigene Meldezettel. Die Aktion
läuft bis Ende des Jahres – solange
der Vorrat reicht.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 9
Wasserleitung
Manfred Eber. „Wasserleitungen
sind vielleicht kein Thema,
über das man täglich nachdenkt,
aber sie sind so etwas wie die
Lebensadern unserer Stadt.“
Holding-CEO Gert Heigl: „Als
kommunaler Dienstleister trägt
die Holding Graz Verantwortung
für die kritische Infrastruktur der
Stadt. Dazu gehört insbesondere
die sichere Versorgung mit
Trinkwasser. Der kontinuierliche
Ausbau und die laufende Wartung
unserer Netze sind wesentliche
Voraussetzungen, um auch
in Zukunft höchste Versorgungsqualität
sicherzustellen.“
Dem schließt sich Holding-
Vorständin Alice Loidl an: „Sowohl
beim Rückbau der alten
Leitung als auch bei der Produktion
der neuen Rohre wird der
industrielle Kreislauf geschlossen.
Ressourcenschonung und
eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur
gehen in Graz Hand
in Hand.“
Alle Fakten
■ Die Bauarbeiten in der
Puntigamer Straße starten
morgen, am 30. März, und
dauern voraussichtlich bis
Ende Oktober 2026.
■ Während der gesamten
Bauzeit steht in der Puntigamer
Straße nur jeweils eine
Fahrspur pro Fahrtrichtung
zur Verfügung.
■ Insbesondere im Berufsverkehr
am Morgen und am
Nachmittag ist mit massiven
Zeitverlusten und Verkehrsbehinderungen
zu rechnen.
■ Parallel zu den Wasserleitungen
errichtet die Energie
Graz in diesem Bereich auch
neue Fernwärmeleitungen,
um spätere Aufgrabungen zu
vermeiden.
10 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
„Dann kandidiere ich in Graz“
Bürgermeister
Franz Tonner im
Gespräch mit
„Grazer“-Redakteur
Dorian Krois
über die Herausforderungen
in
Hart und warum
er – mit einem
Augenzwinkern
– im Falle einer
Eingemeindung
in Graz kandidieren
würde. DER GRAZER
MACHTPOKER. Bürgermeister Franz Tonner (Hart bei Graz) über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit
einer Fusion, das Aus der Live-Streams und die tägliche Herausforderung im Fünf-Parteien-System.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Sie sind jetzt fast ein Jahr im
Amt. Was verbuchen Sie in
dieser Zeit als Ihren größten
Erfolg?
Franz Tonner: Das war sicherlich,
dass ich die Autobahnanschlussstelle
umsetzen konnte.
Ich bin mit dem Versprechen
angetreten und wurde vielfach
belächelt, um nicht zu sagen
ausgelacht. Mein erster Weg war
nach Wien, um mein Netzwerk
aus 30 Jahren Politik zu nutzen.
Exakt sieben Monate nach der
Angelobung kam die Zusage vom
Ministerium. Die Vorprojektphase
dauert jetzt zwei Jahre, danach
weitere zwei Jahre UVP. Baubeginn
ist voraussichtlich 2030.
Ihre parteiübergreifende Arbeitsgemeinschaft
(ARGE Hart 4.0) setzt
sich, inklusive Unterstützung der
Grünen, aus fünf Parteien zusammen.
Ihre eigene Partei, die ÖVP,
erreichte nur vier von 25 Mandaten.
Wie viel Spielraum bleibt da
noch für Ihre ÖVP-Politik?
Franz Tonner: Mit vier Mandaten
ist es natürlich eine große He-
rausforderung. Wir sind aber angetreten
und haben gesagt, Basis
unserer Zusammenarbeit ist ein
Miteinander auf Augenhöhe. Es
ist ein respektvoller Umgang. Es ist
Offenheit und vor allem auch der
klare Wille der Zusammenarbeit.
Das heißt, jede Meinung zählt
gleich viel. Dann wird diskutiert,
und dann gibt es ein Ergebnis.
Es gibt keinen Stärkeren, keinen
Schwächeren. Als ich angetreten
bin, habe ich mir die Programme
der Parteien angeschaut. Ich habe
festgestellt, dass fast alle die gleichen
Programme haben, nämlich
Hart bei Graz weiterzuentwickeln.
Daher haben wir ein gemeinsames
Ziel. An dem arbeiten wir,
und das funktioniert.
Ihr Vorgänger Jakob Frey ist mit
42 Prozent und elf Mandaten der
klare Wahlsieger. Wie gestaltet sich
die Arbeit besonders in den Ausschüssen
mit einer derart starken
Opposition?
Franz Tonner: Leider kostet
das Abwenden von Oppositionspolitik
viel Energie, die ich lieber
in Projekte stecken würde. Da sich
die anderen Parteien schon vor
der Wahl gegen eine Zusammen-
arbeit mit dem Altbürgermeister
ausgesprochen hatten, war der
Zusammenschluss zur Umsetzung
unserer Vorhaben nur konsequent.
Bei Ihrer Angelobung wurde vereinbart,
dass Sie Ihr Amt nach 30
Monaten an Vizebürgermeisterin
Andrea Ohersthaller von der SPÖ
übergeben werden. Werden Sie dieses
Versprechen einhalten?
Franz Tonner: Es hat bis jetzt
alles gehalten, was ausgemacht
wurde. Ich gehe davon aus, dass
das auch in Zukunft so bleibt.
Sie haben die Live-Übertragungen
der Gemeinderatssitzungen
eingestellt und dafür viel Kritik
geerntet. Was ist denn vorgefallen,
dass Sie sich zu diesem drastischen
Schritt gezwungen sahen?
Franz Tonner: Die Live-Übertragung
hat sich leider zu einem
Schauspiel entwickelt und wurde
zur persönlichen Inszenierung
missbraucht. Wir haben sechs- bis
siebenstündige Gemeinderatssitzungen
gehabt, weil sich gewisse
Persönlichkeiten einfach nur darstellen
wollten.
Aber sollte man das nicht den
Bürgern selbst überlassen? Die
Menschen können doch am besten
entscheiden, ob sie sich die Sitzungen
ansehen wollen oder nicht.
Franz Tonner: Die Bürger können
gerne in den Gemeinderat
kommen. Schon vor dem Live-
Stream, der mit Corona eingeführt
wurde, waren regelmäßig zahlreiche
Zuseher anwesend.
Was können Sie eigentlich der
Idee von Bürgermeisterin Elke
Kahr abgewinnen, angrenzende
Gemeinden einzugemeinden?
Franz Tonner: Ich sehe das als
wirtschaftlich sinnvoll an und gehe
davon aus, wenn die Gemeinden
dabei sind, dass wir dann keine
kommunistische Regierung mehr
in Graz haben werden. Ich glaube,
dass es keinen Sinn hat, Grenzen
so zu legen, dass die linke Straßenseite
zu einer anderen Gemeinde
gehört als die rechte Straßenseite.
Ich glaube, dass der Süden von
Graz ein sehr starkes Wachstumspotenzial
hat und die Gemeinden
hier sowieso alle zusammenwachsen
werden. Wenn das in absehbarer
Zeit gemacht werden würde,
dann würde ich mich natürlich
auch als Bürgermeister von Graz
zur Verfügung stellen.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
graz 11
12 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
„Es gab viel
Bürgermeisterin Doris Dirnberger
mit Christian Adamer
MG GR.-STR.
Neuer Amtsleiter
vorgestellt
■ In Gratwein-Straßengel
steht die Entscheidung fest:
Christian Adamer wird neuer
Amtsleiter. Der erfahrene
Verwaltungsexperte setzte sich
in einem zweistufigen Auswahlverfahren
durch. Adamer
bringt einschlägige Expertise
als Amtsleiter mit, er hatte diese
Funktion bereits viele Jahre
in Deutschfeistritz inne und
wird seinen Dienst offiziell am
1. Juni 2026 antreten.
zu richten“
Michael Krainer (kl. Bild) verabschiedet sich nach 21 erfolgreichen Jahren als Freizeit-Chef in die Pension.
REGION GRAZ/LAMM
GRATULATION. Nach 21 Jahren beendet Holding-Freizeit-Chef Michael
Krainer seine Arbeit und geht in Pension. In dieser Zeit hat er einiges erlebt,
von der Erschließung des Schöckl bis zu mysteriösen Knochenfunden.
Im Sommer bietet der Sommerflugplan
eine große Auswahl. GETTY
Sommerflugplan
startet heute
■ Direkt von Graz aus um
die ganze Welt: Am heutigen
Sonntag startet am Graz Airport
der abwechslungsreiche
Sommerflugplan. „Mit diesem
umfassenden Angebotsportfolio
positionieren wir uns einmal
mehr als die wichtigste
internationale Mobilitätsdrehscheibe
im Süden Österreichs“,
so Wolfgang Grimus, Geschäftsführer
des Graz Airport.
Auch London steht mit diesem
Jahr als zusätzliche Linienverbindung
auf dem Sommerflugplan.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Wenn man 21 Jahre zurückblickt,
begegnet
man einer anderen
Welt. Als Michael Krainer seinen
Dienst bei der Holding
Freizeit antrat, war die Liste der
Baustellen lang. „Es gab viel zu
richten“, erinnert er sich heute.
Orte wie der Hilmteich, Rosenhain
oder das Schlossbergrestaurant
waren in die Jahre gekommen,
der Glanz vergangener
Tage war verblasst. Doch mit
einem klaren Plan wurde „zügig
Schritt für Schritt“ modernisiert.
Heute, zwei Jahrzehnte später,
herrscht statt Aufbruchstimmung
eine tiefe innere Ruhe. „Es
ist großartig, was uns gemeinsam
mit anderen gelungen ist“, bilanziert
er sichtlich zufrieden. Doch
wo Licht ist, ist auch Schatten –
oder in diesem Fall: eine Lücke
in der Landschaft.
Nicht jedes Herzenspro-
jekt fand ein glückliches Ende.
Besonders die nie realisierte
Plabutsch-Seilbahn schmerzt
Krainer noch heute. Für ihn
bleibt sie eines der wenigen Projekte,
die auch aus heutiger Sicht
„ganz sinnvoll“ gewesen wären,
um die Freizeitqualität der Stadt
nachhaltig zu heben. Ein Kapitel,
das wohl unvollendet bleibt,
während ein anderer Berg bereits
seine Schatten vorauswirft.
Schöckl 2034
Der Schöckl ist nicht nur der
Grazer Hausberg, er ist auch
das „schönste Projekt“ Krainers.
„Man muss einen Grund haben,
warum man da hinauffährt“, lautet
sein Credo. Die Entwicklungen
der letzten 15 Jahre tragen
seine Handschrift, doch die Uhr
tickt. Die aktuelle Seilbahn feiert
ihr 75-jähriges Bestehen, ihre
Tage sind gezählt. Da eine Generalsanierung
rechtlich nicht
möglich ist und die Genehmigungsphase
bald abläuft, muss
bis 2034 eine völlig neue Seilbahn
stehen. Sogar über alternative
Trassenführungen, etwa von
Stattegg aus, wird laut nachgedacht.
Kasematten-Krimi
Dass die Arbeit im Freizeitbereich
auch Züge eines Archäologie-Thrillers
annehmen kann,
zeigte sich bei den Bauarbeiten
an der Drehung der Kasemattenbühne.
Bei Grabungen in zehn
bis 15 Metern Tiefe stieß der
Bagger plötzlich auf Knochen.
„Die Bundesdenkmalschützer
standen um sieben Uhr in der
Früh parat“, erinnert sich Krainer
an die bange Wartezeit. Drei
Stunden lang hielt das Team den
Atem an – drohte ein kompletter
Baustopp? Die Erleichterung
folgte prompt: „Gottseidank nur
Tierknochen.“ Es sind Anekdoten
wie diese, die zeigen, dass hinter
den Kulissen der Grazer Freizeitbetriebe
weit mehr steckt als nur
reine Verwaltung.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
Konflikte mit Hunden
graz 13
Lösung für den Meranpark
PROBLEM. Immer wieder kam es im Meranpark zu Problemen mit freilaufenden Hunden. Auch zwischen
Hundebesitzern und Spaziergängern kam es deswegen zu Konflikten. Nun gibt es eine Lösung.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Hundewiesen sind in Graz
rar gesät. Daher nutzen
viele Hundebesitzer die
Parkanlagen für Bewegung mit
ihren pelzigen Lieblingen an der
frischen Luft.
Das steirische Gesetz zur Hundehaltung
schreibt jedoch vor:
„In öffentlichen Parkanlagen sind
Hunde jedenfalls an der Leine
zu führen. Ausgenommen sind
Flächen, die als Hundewiesen
gekennzeichnet und eingezäunt
sind.“ Zudem müssen Hundebesitzer
dafür sorgen, dass öffentlich
zugängliche Bereiche nicht
verunreinigt werden.
Im Meranpark wurden diese
Regeln von den Hundebesitzern
leider oftmals nicht eingehalten,
wie uns eine verzweifelte Leserin
berichtet hat.
Lösung
Wobei die Verunreinigung die
Leserin noch am wenigsten gestört
hätte. Vielmehr waren es die
vielen freilaufenden Hunde, die
ihr Sorgen bereitet haben. Denn
es kam immer wieder zu unangenehmen
Szenen zwischen angeleinten
und nicht angeleinten
Hunden. Auch Schreiduelle zwischen
den Besitzern soll es gegeben
haben. Die Immobilienverwaltung
Land Steiermark (ILS),
die für den Park zuständig ist,
versprach, sich des Problems anzunehmen.
Und nun gibt es eine
Lösung. Seit vergangenen Freitag
patrouilliert die Ordnungswache.
„Die Ordnungswache wird
vormittags und nachmittags patrouillieren.
Bei Bedarf werden die
Patrouillen ausgeweitet“, heißt es
aus dem Büro des zuständigen
Stadtrats Manfred Eber.
Im Park des Palais Meran, dem sogenannten Meranpark, kam es immer wieder
zu Konflikten mit Hunden. Nun patrouilliert die Ordnungswache. STREET VIEW
14 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Geschäfts
Börse
Gastro &
Geschäfts
Börse
www.grazer.at
www.grazer.at
Auch die Besucherzahlen sind
deutlich gestiegen. CITYPARK_WERNER-KRUG
Umsatzplus für
Citypark
■ Der Citypark darf sich über
ein Umsatzplus von 12,7 Prozent
auf über 155 Millionen Euro
freuen. „Nach einer intensiven
Umbauphase und vielen neuen
zugkräftigen Marken bestätigt
sich, wie stark der Citypark in
Graz und weiten Teilen der Steiermark
verankert ist. Das Umsatz-
und Frequenzplus bestätigt,
dass die Investitionen der
letzten Jahre in Qualität, Angebotsvielfalt
und Aufenthaltsqualität
voll aufgehen“, so Center-
Manager Richard Oswald.
Auch der Murpark hatte ein Umsatzplus
von 2,4 Prozent. MURPARK
Auch Murpark
macht Umsatz
■ Ebenfalls ein erfreuliches
Umsatzplus hat der Murpark
gemacht. Hier ist der Umsatz
um 2,4 Prozent gestiegen. Auch
die Besucherfrequenz blieb
hoch. Sie ist auf dem Niveau
des Vorjahres stabil geblieben.
„Das erfreuliche Umsatzplus
unterstreicht die herausragende
Marktposition des Murpark
in Graz sowie seine hohe Relevanz
für die gesamte Region“,
freut sich Center-Managerin
Carina Weyringer.
Das neue Knirps Café in der Friedrichgasse öffnet am Ostermontag seine Türen für große und kleine Gäste.KNIRPS CAFÉ (3)
Neueröffnung in Graz &
Abschied in Seiersberg
NEU. Gegenüber der ÖGK eröffnet das Knirps Café mit großem Spielbereich
für Kinder. In den Murpark ziehen bald zwei neue Geschäfte. Und in
Seiersberg verabschieden sich die Castello-Chefs nach 18 Jahren.
Von Verena Leitold & Linda Steurer
redaktion@grazer.at
Am Ostermontag (6. April)
ist es so weit: Familien mit
kleinen Kindern dürfen
sich über ein neues Lokal freuen.
Da eröffnen Nikol und Ivan Kromek
nämlich das Knirps Café in
der ehemaligen Hubert-Auer-
Filiale in der Friedrichgasse bei
der ÖGK. Kinder bis sieben Jahre
können dort spielen, während
ihre Eltern einmal durchatmen
dürfen. Zur Verfügung stehen
verschiedenste Spielmöglichkeiten
vorwiegend aus Holz, an
Montessori und Pikler angelehnt.
Frühstück und BLW-freundliche
Snacks werden angeboten, dazu
Kaffee von Paul und Bohne und
natürlich Babyccino.
Für die Kleinen wird ein kleiner
Beitrag als Eintritt verlangt.
Immer wieder sind auch Workshops
und kleine Events wie
Eltern-Kind-Yoga geplant. Außerdem
können private Geburtstagsfeiern
dort veranstaltet werden.
Schluss nach 18 Jahren
Vor 18 Jahren haben Rosemarie
und Michael Schwab das Restaurant
„Castello“ in der Feldkirchnerstraße
in Seiersberg-
Pirka eröffnet. Jetzt möchten
sich die beiden in die Pension
verabschieden und ihr Lokal
an einen Nachfolger übergeben
– am liebsten im laufenden Betrieb
mit aktuell sieben Mitarbeitern
und einer Schar an treuen
Stammgästen.
Neues aus Liebenau
Im Obergeschoss des Shoppingcenters
Murpark eröffnen
in naher Zukunft zwei neue Geschäfte.
Die ehemalige SpielOG
wird von Yoyoso abgelöst, einem
internationalen Lifestyle-Store
mit Produkten von Haushaltswaren
über Modeaccessoires bis
hin zu Schreibwaren. Die Marke
legt besonderen Wert auf die Erschwinglichkeit
ihrer Produkte
und betreibt mittlerweile über
tausend Franchise-Geschäfte in
mehr als 40 Ländern.
Auch das Sportangebot des
Centers wird erweitert: Mit
Laufsport Mangold ergänzt
ab Juni ein Spezialist für den
Laufsport das Angebot. Ob Laufschuhe
oder die passende Bekleidung:
Das Geschäft bietet ein
breites Sortiment und hochwertige
Marken. Zusätzlich werden
individuelle Laufberatungen
und Bewegungsanalysen angeboten.
16 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Strategiewechsel
Die jüngste Umfrage zur Graz-
Wahl sieht die KPÖ aktuell
bei 31 Prozent – während die
Bürgermeisterinnenpartei ihr
Ergebnis der letzten Wahl voraussichtlich
also sogar noch
ausbauen kann, stürzt die ÖVP
auf 20 Prozent ab. Vielleicht
geben diese Zahlen neben der
Volkspartei auch endlich zu
verstehen, dass das ständige
Schlechtreden der Arbeit der
Stadtregierung unter gleichzeitiger
Propagierung von ÖVPnahen
Standpunkten keinen
wirklich positiven Effekt auf
den Wahlkampf der Volkspartei
erzielt. Die Grazer haben die
Misserfolge der ÖVP nach nur
einer Legislaturperiode nicht
vergessen, und daran scheint
auch die wöchentliche Kampfschrift
gegen Kahr, Schwentner
und Co nicht viel zu ändern.
Vielleicht wäre ein Strategiewechsel
angesagt – statt Politik
nur für die Wirtschaftstreibenden
und plumper Versuche, der
aktuellen Stadtregierung über
bestimmte Medien die eigenen
vergangenen Fehlleistungen
anzukreiden, könnte es die ÖVP
ja tatsächlich mit bürgernaher
Politik versuchen. Da dies aber
eine 180-Grad-Wende sämtlicher
Parteiwerte bedeuten würde,
ist damit wohl eher nicht zu
rechnen.
Florian Krapf
* * *
Radler gegen Hunde
In den Zeitungen wird oft über
die Undiszipliniertheit der
Radfahrer geschrieben. Warum
wird so wenig über die
Undiszipliniertheit mancher
Hundebesitzer geschrieben? Etliche
Hundebesitzer lassen auf
Radwegen die Hunde frei laufen
oder führen sie an so einer
langen Leine, dass die Tiere eine
Gefahr für die Radfahrer sind.
Auch liegt überall der Hundekot
herum. Ich habe vor kurzem am
Mariatroster Radweg zwischen
den Haltestellen Wagnesweg
und Teichof 29 Hundehaufen
gezählt, die sich entweder ganz
auf dem Radweg oder knapp
daneben befanden. Aus diesen
Gründen würde ich auch eine
Wiedereinführung der Hundesteuer
begrüßen.
Andreas Loretto
* * *
Mehr Überwachung
Es müssten ein paar Regeln
aufgestellt werden und zur
Überprüfung der Einhaltung
Sittenwächter mit den Öffis mitfahren,
sonst steigen viele Personen
zu, die nicht unbedingt
müssen. Lautes Geschrei, telefonieren,
Musik hören am Handy,
stinkendes Fastfood, Müll auf
den Boden werfen … das alles
muss unbedingt verboten werden,
damit das teure Öffi-Fahren
auch wieder einen Anreiz
bietet. Derzeit graut es einen, in
Stoßzeiten einzusteigen, um von
A nach B zu kommen.
Madeleine Vilain
* * *
Am Parkplatz des Thalersees liegt
immer wieder Müll herum.
KK
Traurig, aber wahr
Schon schlimm genug, dass
es immer noch Mitmenschen
gibt, die zwar die Natur genießen
wollen, aber gleichzeitig
die Natur vermüllen. Und das,
obwohl alle 50 Meter Mistkübel
stehen. Aber genauso finde ich
es nicht in Ordnung, wenn man
die Holding Graz im Herbst
darauf hinweist, dass entlang
des Parkplatzes am Thalbach
entlang Müll herumliegt, und
dann doch nichts passiert. Im
Frühjahr habe ich die Holding
nochmals daraufhin angeschrieben.
Passiert ist wieder
nichts. Somit wird das wohl
wieder das nächste Hochwasser
bereinigen. Traurig, aber offenbar
wahr.
Alfred Kuegerl
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Vergangene Woche
im täglichen E-Paper
Kontroll-Bericht
■ Die Annenpassage, lange das
Sorgenkind der heimischen Politik,
startet neu durch. Um den Relaunch
komplett neu zu machen,
gibt es nicht nur neue Geschäfte,
sondern auch einen neuen Namen:
Die Annenpassage soll nun
Anna Passage heißen.
Mobile Zukunft
■ Die Meldung im „Grazer“
über die verweigerte Auskunft
über die Planungskosten der
Stadt durch Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner ruft nun
unter anderem den Kontrollausschuss
auf den Plan.
Neue Anna Passage
■ Die steirische Mobilität ist in
den vergangenen Jahrzehnten
deutlich spritsparender und gesünder
geworden. Eine aktuelle Analyse
zeigt, dass um einiges weniger
Sprit getankt wird als vor 20 Jahren.
GETTY, SCHWARZWEISS-ARCHITEKTEN, KK
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
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Politische Werbung | nähere Informationen: https://grazer.at/story/de/politische-werbung-aX5nU3x7/
StVP-Landesgeschäftsführer Georg Preßler, Wolfgang Ebner, Denise Schiffrer-Barac und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom
(v. l.) sprachen über die Nutzung von Sozialen Medien, Jugendschutz und die Verantwortung, die Eltern übernehmen müssen.
SteirerTalk: Fokus Social Media
Beim zweiten SteirerTalk der StVP ging es um Social-Media-Nutzung und Jugendschutz. Die
Diskutanten lehnen Handyverbot ab, fordern aber klare Regeln und Verantwortung von Eltern.
Beim zweiten Steirer-
Talk der Steirischen
Volkspartei in Graz
stand mit dem geplanten
Social-Media-Verbot für unter
14-Jährige ein brandaktuelles
Thema im Mittelpunkt.
Landeshauptmann-Stv. Manuela
Khom betonte: „Digitale
Souveränität ist im
Zukunftsland Steiermark eines
unserer zentralen Handlungsfelder.
Dabei müssen
der Schutz und die Entwicklung
unserer Kinder oberste
Priorität sein.“
Denise Schiffrer-Barac, Kinder-
und Jugendanwältin
des Landes Steiermark, und
Wolfgang Ebner, Sektionschef
für Digitalisierung und
E-Government im Bundeskanzleramt,
sprachen sich
gegen ein generelles Handyverbot
aus. Entscheidend
ist eine Beschränkung bei
Plattformen, die Suchtverhalten
mit Algorithmen begünstigen.
Schiffrer-Barac verwies auf
die Verantwortung der Eltern
auch im digitalen Raum.
Ebner trat für klare Altersgrenzen
bei Social-Media-
Plattformen ein. Gleichzeitig
betonten beide, dass jede
Regelung auch rechtlich und
technisch umsetzbar sein
muss.
Für StVP-Landesgeschäftsführer
Georg Preßler ist der
SteirerTalk ein idealer Rahmen
für den Diskurs: „Uns
ist es wichtig, gezielt Debatten
zu Fragen zu eröffnen,
die unser Zukunftsland Steiermark
nachhaltig prägen.“
Der nächste SteirerTalk findet
am 28. April statt und
widmet sich dem Thema Arbeitsmarkt.
STVP (2)
Das Thema fand großen Anklang: Zahlreiche Gäste nahmen
am zweiten SteirerTalk in der StVP-Landesparteizentrale teil.
18
szene
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Es handelt sich dabei um ein
Haus, das Geschichte atmet.“
Hotelier Philipp Florian über das Restaurant
„Zur Goldenen Birn“ JÜRGEN SCHMÜCKING
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Ein Arrivederci
von Tozzi
Umberto
Tozzi, einer der
erfolgreichsten
italienischen
Musiker, nimmt
nach über
50 Jahren auf
der Bühne mit
einer großen
Welttournee
Abschied vom
Live-Publikum.
COSIMO BUCCOLIERI
LEGENDE. Der italienische
Pop-Rock-
Musiker Umberto Tozzi
nimmt in diesem Jahr
auch in Graz Abschied
von seinen Fans.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
zählt der 74-Jährige über seinen
Abschied und darüber, auf was er
sich in Graz besonders freut.
Signor Tozzi, Sie gehen auf große
Abschiedstour. Warum sollte man
Ihr letztes Österreich-Konzert in
Graz auf keinen Fall verpassen?
Tozzi: Weil es kein gewöhnliches
Konzert sein wird. Es ist ein Moment,
in dem ich ein ganzes Leben
mit meinem Publikum teile.
Jeder Ton, jedes Lied trägt Erinnerungen
– und in Graz wird all das
noch einmal besonders intensiv
spürbar sein. Es ist kein Abschied
mit Traurigkeit, sondern einer mit
Herz.
Wenn Sie an Ihre größten Hits
wie „Ti Amo“ oder „Gloria“ denken
– welche Erinnerungen verbinden
Sie heute ganz persönlich mit diesen
Songs?
Tozzi: „Ti Amo“ ist für mich wie
ein offenes Tagebuch meiner Jugend,
voller Leidenschaft und
Sehnsucht. Und „Gloria“ – das ist
pure Energie, ein Stück Freiheit.
Diese Songs haben mein Leben
verändert, und sie begleiten mich
bis heute wie alte Freunde.
Was bedeutet Ihnen das österreichische
Publikum – und warum
Der italienische Musiker
Umberto Tozzi hat mit
seinen zeitlosen Songs
Generationen von Menschen berührt
und die Popmusik nachhaltig
geprägt. Seine großen Erfolge
wie „Ti amo“ oder „Gloria“ sind
längst zu Klassikern geworden.
Am 26. April wird es in der Grazer
Stadthalle jedoch besonders
bewegend. Tozzi spielt seine Abschiedstournee
und sagt damit
langsam „Arrivederci“ zur großen
Bühne. Für seine Fans ist das
eine einmalige Gelegenheit, ihn
noch einmal live zu erleben, seine
Musik zu feiern und gemeinsam
einen unvergesslichen Abschied
zu gestalten. Im Interview erist
es Ihnen wichtig, gerade in Graz
Abschied zu nehmen?
Tozzi: Österreich war immer ein
ganz besonderer Ort für mich.
Das Publikum hier hat mich von
Anfang an mit offenen Armen
empfangen. Graz fühlt sich warm
und ehrlich an – genau der richtige
Ort, um Danke zu sagen. Ich
war noch nie dort, aber ich höre,
es soll eine wunderbare und sehr
schöne Stadt sein, und ich freue
mich darauf, Graz zu sehen.
Dürfen sich Ihre Fans in Graz auf
besondere Momente oder vielleicht
sogar exklusive Überraschungen
freuen, die es so bei anderen Konzerten
nicht gibt?
Tozzi: Ich möchte nichts vorwegnehmen,
aber sagen wir so: Ein
Abschied ohne Überraschungen
wäre kein echter Abschied. Es
wird Momente geben, die nur diesem
Abend gehören.
Wenn Sie an diesen besonderen
Abend denken: Welche Botschaft
möchten Sie Ihren Fans in Österreich
unbedingt noch mit auf den
Weg geben?
Tozzi: Dass Musik verbindet –
über Zeit, Sprachen und Generationen
hinweg. Musik ist Amore.
Und dass ich ohne sie, ohne dieses
Publikum, nie dieser Künstler
geworden wäre.
Ist diese Tour eher ein Abschied –
oder eine Feier Ihrer Karriere?
Tozzi: Ganz klar: eine Feier. Ich
feiere die Musik, die Menschen
und all die Jahre, die ich auf der
Bühne verbringen durfte.
Wenn Sie einem Ihrer Songs eine
„Fortsetzung“ schreiben müssten –
welcher wäre es und wie würde die
Geschichte weitergehen?
Tozzi: Ich würde „Gloria“ weitererzählen.
Vielleicht ist sie heute
eine Frau, die ihren eigenen Weg
gefunden hat – frei, stark, unabhängig.
Und die Geschichte wäre
nicht mehr nur Sehnsucht, sondern
Erfüllung.
Konzert-Infos
■ Am 26. April haben Fans
die Möglichkeit, einen unvergesslichen
Abend voller
Emotionen, Erinnerungen
und Klassiker zu hören, wenn
Umberto Tozzi in der Grazer
Stadthalle Station macht.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
KK (2)
Amado Rodriguez
Am 31. März feiert der Chef der
Cocktailbar Rangoon seinen Geburtstag.
Happy Birthday.
szene 19
GEBURTSTAGSKINDER
DER WOCHE
Happy Birthday!
Carina Harbisch
Zum 56. Geburtstag am 4. April
wünschen wir der Mode-Expertin
alles Gute.
Pop-up-Club dreht die Zeit zurück
PARTY. Im April steigt in Graz ein großes Pop-up-Clubbing, das zwei Freunde mitsamt Verein auf
die Beine gestellt haben. Wenn es gut angenommen wird, sollen in Zukunft weitere Partys folgen.
Von Leonhard Schweighofer
✏ leonhard.schweighofer@grazer.at
Entstanden ist die Idee der
beiden Freunde Hannes
Koch und Florian Hohl
ganz spontan. Sie wollten fortgehen,
mussten jedoch feststel-
len, dass die Großraumdiscos
ihrer Jugend alle zugesperrt
hatten. Wo andere enttäuscht
von dannen ziehen, dachten die
beiden anders: „Dann machen
wir’s selber“, erklärt Koch.
Kurzerhand wurde der dBmF-
Verein gegründet, kurz für „die
Besten musikalischen Feste“,
bei dem Koch als Obmann und
Hohl als Kassier
fungiert. Und der
Name soll dabei
auch
Programm
sein, das erste Fest
steigt am 25. April.
Ein Pop-up-Club-
bing im Detroit
(Helmut-List-Hal-
le) ist geplant; Hannes Koch (l.) und Florian Hohl wollen mit dem Pop-up-
unter dem Motto Clubbing die 2010er Jahre wieder hochleben lassen.
„Furtgehn“
wol-
len die beiden ein
Feeling wie früher aufkommen
lassen.
aufregender Abend. Musikalisch
heizen die DJs Max Deejay und
Sonic Snares ein, von House
über Hip-Hop bis hin zu Techno
„Furtgehn“ wie früher
wird alles gespielt. „Die Musik
Auf die Gäste wartet dabei ein
soll an dem Abend aber gar nicht
im Vordergrund stehen, sondern
das Feiern“, meint Koch.
Ob es bei einem Pop-up-Club-
bing bleibt oder noch mehr Feste
steigen, wird sich zeigen. „Es ist
wie ein Hobby“, so der Obmann,
der für zukünftige Partys bereits
Ideen hätte, wie ein Clubbing in
einem Maisfeld oder auf einem
Berg in den Sonnenuntergang
feiern.
Karten für „Furtgehn“ am
25. April gibt es im Vorverkauf
bei Ö-Ticket, Koch ist es aber
wichtig, dass das Event leistbar
bleibt. Deshalb gibt es nur noch
ein Ziel: „Schauen, dass wir die
Hütt’n vollkriegen.“
GETTY, KK (2)
Foto: Fotomontage achtzigzehn
Darstellung symbolhaft – kann von tatsächlichem Erscheinungsbild abweichen
Graz baut aus
Die Elisabethinergasse wird modernisiert:
Es entstehen zwei neue Haltestellen für die Linien 40,
67 und N3, sämtliche Leitungen werden erneuert und
Straßenarbeiten durchgeführt.
Auch künftig wird in die Modernisierung
der Infrastruktur
in Graz investiert und wichtige
Projekte werden umgesetzt.
Ab 30. März beginnen in der
Elisabethinergasse umfangreiche
Leitungsarbeiten sowie
der Bau neuer Haltestellen. In
der Puntigamer Straße starten
ebenfalls Leitungsarbeiten, um
die Versorgung mit Fernwärme
und Wasser zu sichern.
Elisabethinergasse: Verkehrsführung während der Bauarbeiten
Idlhofgasse
Prankergasse Prankergasse
Radfahrer:innen
sind von
Einfahrtsverboten
und Einbahn in
der Prankergasse
ausgenommen
Kindermanngasse
Elisabethinergasse
Mühlgang
© openstreetmap/achtzigzehn
Elisabethinergasse
Von 30. März bis 30. Oktober 2026 werden
in der Elisabethinergasse umfassende Infrastrukturarbeiten
durchgeführt. Im Zuge dessen
entstehen zwei barrierefreie Haltestellen.
Gleichzeitig werden zentrale Leitungen für
Fernwärme, Kanal und Wasser erneuert sowie
zusätzliche Stromleitungen verlegt. Fahrbahn
und Gehsteige werden saniert, Ampelanlagen
für mehr Verkehrssicherheit angepasst und
der Grünraum weiter aufgewertet. Im Zuge
der Bauarbeiten wird die Haltestelle „Elisabethinergasse“
für die Linien 40, 67 und N3
in die Rösselmühlgasse verlegt. Richtung
Annenstraße wird der Verkehr als Einbahn
bis zur Prankergasse geführt.
H
H
Idlhofgasse
Ungergasse
Baustellenbereich
Verkehrsführungen
Fußverkehr
Haltestelle
Aufgelassene Haltestelle
Originalhaltestelle
für die Linien 31, 32,
33 und N6
Josef-Huber-Gasse
Ersatzhaltestelle
für die Linien 40, 67
und N3
Kindermanngasse
Elisabethinergasse
Elisabethinergasse
Lazarettgasse
H
H
H
H
Elisabethinergasse
Fahrverbot von hier bis Rösselmühlgasse
– in beide Richtungen
(ausgenommen Anrainer:innen
und Baufahrzeuge)
Elisabethinergasse
Rösselmühlgasse
Mühlgang
H
achtzigzehn | Bezahlte Anzeige
H
H
Baustellenbereich
Verkehrsführungen
Haltestelle
Aufgelassene Haltestelle
Die Haltestelle „Murfelder Straße“
ist während der gesamten
Bauzeit aufgelassen.
Murfelder Straße
H
Murbrücke Puntigam
Mur
© openstreetmap/achtzigzehn
Originalhaltestelle
Schiebestrecke
Gesperrter Übergang
Puchstraße
Phase 2
17. April
bis 10. Juli
2026
Rudersdorfer
Straße
H
Puntigamer Straße
Murfelder Straße
Phase 1
30. März
bis 17. April
2026
Phase 3
10. Juli bis
30. Oktober
2026
Puntigamer Straße
Rudersdorfer
Herrgottwiesgasse
Straße
In Phase 2 ist
das Linksabbiegen –
das gilt auch für
Betriebszufahrten –
in beide Richtungen
nicht möglich.
H
Mur
Puntigamer Straße:
Verkehrsführung während
der Bauarbeiten
Gmeinstr.
Puntigamer Straße
In der Puntigamer Straße werden von
30. März bis 30. Oktober 2026 wichtige Leitungen
für die Grazer Wasser- und Fernwärmeversorgung
erneuert.
Während der Bauzeit bleibt je Richtung eine
Fahrspur für den Verkehr geöffnet.
Änderungen bei der Buslinie 64
Die Haltestelle „Murfelder Straße“ wird
Richtung Westen verlegt. Um auch während
des Bauzeitraums einen konstanten
Fahrplan zu ermöglichen, wird die Linie 64
von 30. März bis 30. Oktober 2026 in zwei
Linienäste geteilt:
Linie 64: Liebenau–Puntigam
Linie 64E: St. Leonhard/LKH Mitte–Liebenau
Die Haltestellen in Liebenau befinden sich
an den gewohnten Abfahrtshaltestellen
nach St. Leonhard/Klinikum Mitte und
nach Puntigam.
Infos zu diesen Projekten finden Sie unter:
holding-graz.at/grazbautaus
Die Puntigamer Straße bleibt während der
Arbeiten sowohl für Autofahrer:innen als
auch Radfahrer:innen befahrbar.
Foto: Holding Graz
Weitere Infos
gibt’s hier
Verkehrsführung während
der Bauarbeiten:
Phase 1: Bauabschnitt zwischen Murbrücke
Puntigam und Puchstraße, Sperre beider
Fahrstreifen Richtung Westen auf Höhe der
aufgelassenen Haltestelle Murfelder Straße,
Umleitung über den Fahrstreifen Richtung
Osten.
Phase 2: Sperre von jeweils einem Fahrstreifen
Richtung Osten und Westen, einspurige
Verkehrsführung zwischen Murbrücke
Puntigam und Puchstraße.
Phase 3: Sperre beider Fahrstreifen Richtung
Osten zwischen Herrgottwiesgasse und
Puchstraße, Umleitung über den Fahrstreifen
Richtung Westen, einspurige Verkehrsführung
Richtung Osten und Westen.
Eine Zusammenarbeit von
Holding Graz und Stadt Graz
22 szene
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
German Design Award für Schullin
■ Ein kraftvolles Symbol für Zusammenhalt,
Liebe und Frieden:
Schullin wurde mit dem German
Design Award 2026, einer der
angesehensten internationalen
Auszeichnungen der Designlandschaft,
ausgezeichnet. Gewürdigt
wurde der Ring „TOGETHER“,
ein besonderes Schmuckstück,
das starke Symbolik mit höchster
handwerklicher Qualität verbindet.
Rubine und Diamanten
in Herzform, gefasst in 18 Karat
Fairtrade-Gold, vereinen sich zu
drei Ringen in den Farben Österreichs.
Gemeinsam stehen sie für
Zusammenhalt und die Kraft des
Miteinanders. „Dass gerade
der Ring TOGETHER mit
einem so renommierten internationalen
Designpreis
ausgezeichnet wird, erfüllt
uns mit großer Freude. Es
zeigt, dass Schmuck nicht nur
schön sein kann, sondern auch
eine Botschaft trägt, die Menschen
verbindet“, so Anne Marie
und Hans Schullin.
Jutta Hofmann (l.) und Gert Maria Hofmann (r.) gratulierten Philine
Hofmann (M.) zur gelungenen Aufführung des Kurzfilms „Moskito“.
PRIVAT
Anne Marie und Hans Schullin freuen sich über den Award und zeigen damit, dass
außergewöhnliches Design aus Graz internationale Strahlkraft besitzt.STEFAN LEITNER, CROCE
Grazer Kameratalent bei Diagonale
■ Unter den neugierigen Zuschauern
der Diagonale26 sah
man heuer auch den Künstler
Gert Maria Hofmann, da
Tochter-Tochter Philine Hofmann
für die Kameraführung
des sehenswerten Kurzfilms
„Moskito“ verantwortlich
zeichnete, der im Annenhofkino
gezeigt wurde. Philine hat
sich inzwischen einen Namen
als selbstständige Kamerafrau
in der Branche gemacht. Zuletzt
saß sie auch in der Jury
eines Filmfestivals in Salzburg
und bemerkte einmal, „früher
wollte ich eher vor der Kamera
agieren, habe aber dann mein
Talent hinter der Kamera entdeckt“.
Nachgefeiert wurde die
gelungene Vorführung später in
der neu umgebauten Welscher
Stub’n in der Grazer Innenstadt.
Mit dabei auch die Frau des
Künstlers Jutta Hofmann und
Branchenkollege Patrick.
Neuer Raum für Fantasie und Ideen
■ Am Donnerstag, dem 26.
März, fand die Eröffnungsfeier
von PAFF by Brickcomplete
statt. Der Fachhandel für kreatives
Spielzeug sowie Bastelund
Künstlerbedarf bereichert
nun den Jakominiplatz in der
Grazer Innenstadt.
Geschäftsführer Martin Buritsch
und sein Team gaben
Einblicke in die Entwicklung
von Brickcomplete bis hin zu
PAFF by Brickcomplete und beleuchteten
die Vision von der
Verbindung von Handel, Kreativität
und Kunst.
Bei der Eröffnung waren unter
anderen Landesrat Willibald
Ehrenhöfer, Stadtrat Kurt
Hohensinner, Vorsitzende der
SPÖ Graz Doris Kampus,
Alle Fotos auf
Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer
www.grazer.at
Steiermark
Gabriele Lechner und Graz-
Citymanagerin Elisa-Maria
Steinberger mit dabei.
Stadtrat K. Hohensinner, Vizepräsidentin WK Steiermark G. Lechner, Landesrat
W. Ehrenhöfer, GF M. Buritsch und Vorsitzende der SPÖ Graz D. Kampus (v. l.)LUEF
Kastner&Öhler-GF Martin Wäg, „Grazer“-GF Gerhard Goldbrich, Graz-
Citymanagerin Elisa-Maria Steinberger und Unternehmer Hans SchullinGRAZER
Manufactum nun in Graz zu Hause
■ Die „guten Dinge“ haben nun
auch in Graz ein neues Zuhause gefunden:
Am 27. März eröffnete das
deutsche Omnichannel-Handelsunternehmen
Manu factum sein
neues Warenhaus in der Murgasse
10. Der neue Standort befindet
sich im traditionsreichen Jugendstilhaus
von Kastner&Öhler
und ist das zweite Warenhaus des
Unternehmens in Österreich. Auf
über 500 Quadratmetern lädt ein
sorgfältig ausgewähltes Sortiment
zum Stöbern ein. Nach der ersten
Elefantenrunde des „Grazer“ und
der WKO blieb auch hier das Thema
Wirtschaft im Fokus, nicht zuletzt
durch den Besuch von Graz
Citymanagerin Elisa-Maria Steinberger,
die einen Aufschwung
der Innenstadt anstrebt. Ebenso
bei der Eröffnung dabei waren
Kastner&Öhler-Geschäftsführer
Martin Wäg, „Grazer“-Geschäftsführer
Gerhard Goldbrich sowie
Unternehmer Hans Schullin.
eco
Sabrina Naseradsky
24
sabrina.naseradsky@grazer.at
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Dieses Wachstum bestätigt den erfolgreichen
Kurs und die enge Zusammenarbeit
aller Partner im Land.“
Landeshauptmann Mario Kunasek zu den positiven Zahlen
der Wintersaison des steirischen Tourismus ANDREAS HOFER
„Wir holen 1000
Der steirische Tourismus verzeichnet
ein deutliches Plus. STMK-TOURISMUS/KARUS
Positive Bilanz
im Tourismus
■ Der positive Trend im steirischen
Tourismus hat sich
auch in der aktuellen Wintersaison
fortgesetzt. Das zeigt
die vorläufige Hochrechnung
der Landesstatistik von November
bis Februar. Nach vier
von sechs Wintermonaten
verzeichnet die Steiermark
ein deutliches Plus. Insgesamt
konnten 1,3 Millionen Ankünfte
und 4,4 Millionen Nächtigungen
verzeichnet werden.
Das ist ein Plus von drei Prozent
bei Ankünften und Nächtigungen
gegenüber dem Vorjahr.
Vor allem die internationalen
Gäste sorgen für ein Wachstum.
So stiegen die Ankünfte aus
internationalen Märkten um
7,3 Prozent und die Nächtigungen
um 6,2 Prozent.
Parkplätze zurück!“
Kurt Hohensinner (l.) und Bernhard Bauer haben das neue Wirtschaftsprogramm des Wirtschaftsbunds präsentiert.
ANSAGE. Stadtrat
Kurt Hohensinner und
WB-Obmann Bernhard
Bauer haben ihr
Wirtschaftsprogramm
präsentiert.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die Wirtschaftspolitik in
Graz ist nicht nur zu Beginn
des Wahlkampfes
ein sehr brisantes Thema. Daher
hat der Wirtschaftsbund-
Obmann Graz Bernhard Bauer
gemeinsam mit ÖVP-Stadparteiobmann
und Wirtschaftsstadtrat
Kurt Hohensinner nun
das Wirtschaftsprogramm des
Wirtschaftsbunds (WB) und der
Grazer ÖVP präsentiert.
„Wir sind die einzige Partei,
die ein eigenes Wirtschaftsprogramm
hat“, betont Hohensinner.
Und Bauer betont: „Die Politik
muss ein Umfeld für Unternehmer
schaffen, dass sie sich
wieder gerne in Graz ansiedeln.
Sie sollen nicht weiter als
Feindbilder gesehen werden.“
Eine aktuelle Umfrage zeigt
zudem, dass nur 18 Prozent der
Unternehmer mit der aktuellen
Rathauskoalition zufrieden
sind.
Klare Ansage
Für den Stadtrat ist klar: „Die
Wirtschaft beeinflusst alle Grazer.
Daher braucht es ein klares
Programm, Projekte und Maßnahmen.“
Vor allem die Erreichbarkeit
der Innenstadt ist ein zentrales
Thema. „Die Erreichbarkeit
mit den Öffis ist sehr wichtig, es
braucht aber auch Parkplätze. In
Graz wurden in den letzten Jahren
2000 Parkplätze weggenommen.
Wir werden eine Taskforce einsetzen,
damit 1000 Parkplätze sowohl
an der Oberfläche als auch im Untergrund
wieder aktiviert werden“,
erklärt Hohensinner.
Sollte der Stadtrat nach der Wahl
noch mehr Verantwortung in der
Stadt übernehmen, dann werden
Beschlüsse, die nun beschlossen
wurden, auch wieder zurückgenommen.
Als Beispiel nennt er hier
die Laimburggasse. „Es werden
800.000 Euro für eine Fahrradstraße
ausgegeben, die keiner braucht
und keiner will. Es gibt in unmittelbarer
Umgebung zwei Radwege.“
Lebensader Mur
Für Bauer und Hohensinner ist zudem
klar: Die Mur muss dringend
attraktiviert werden. „Graz ist die
einzige Stadt, die das Mur ufer nicht
nutzt. Die Surfwelle im Volksgarten
ist sicher nett, aber die Surfwelle
in der Mur wäre ein maßgeblicher
Frequenzbringer für die Innenstadt.
Es muss auch wieder Spaß
FISCHER
machen, im öffentlichen Raum was
zu veranstalten. Dazu gehört auch
die Ausweitung der Öffnungszeiten
der Gastgärten. Wir sind die einzige
Stadt in ganz Österreich, die ihre
Gastgärten vor 24 Uhr schließt“, ist
der WB-Obmann überzeugt. Auch
sind 70 Prozent der befragten Unternehmer
für eine Aufwertung der
Mur. Welche Ideen Bauer und Hohensinner
noch zur Attraktivierung
der Mur haben, werden sie in rund
zwei Wochen präsentieren.
Aus Bauers Sicht muss der
Standort gestärkt und die Genehmigungsverfahren
müssen
beschleunigt werden. „Mit dem
neuen Citymanagement wurde
der erste Schritt getan. Es ist eine
Schlüsselposition in der Stadt. Hier
fordere ich ganz klar mehr Budget
und mehr Personal.“ Ähnlich sieht
es Kurt Hohensinner: „Das Service
muss rauf und die Bürokratie muss
runter. Verordnungen müssen regelmäßig
geprüft und entrümpelt
werden. Außerdem muss die Politik
ein klares Bekenntnis zur Wirtschaft
abgeben. Aus meiner Sicht
müssen wir eine Ansiedelungsagentur
schaffen, damit Unternehmen
wieder nach Graz kommen.“
In den letzten zwei Jahrzehnten
ist das Kommunalsteueraufkommen
der Stadt um nur sechs Prozent
gewachsen, während es in
Graz-Umgebung um 84 Prozent
gestiegen ist. Da muss laut Bauer
und Hohensinner gegengesteuert
werden.
29.
29.
MÄRZ
MÄRZ
2026
2026
www.grazer.at
www.grazer.at
graz eco 25
➜
TEURER
GETTY (2)
Feste Brennstoffe +8,5 %
Jetzt, wo es wieder kälter ist, keine
guten Nachrichten: Feste Brennstoffe
sind um 8,5 Prozent teurer geworden.
Leder –5,1 %
Gute Nachrichten für die Autoindustrie:
Leder ist im Jahresvergleich um
5,1 Prozent günstiger geworden.
Werden Lebensmittel teurer?
SORGE. Mit dem Steigen der Spritpreise wuchs auch die Sorge der Menschen, dass auch die Lebensmittel
teurer werden könnten. Wir haben bei den drei größten heimischen Händlern nachgefragt.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mit einer Zweidrittelmehrheit
hat der Nationalrat
die Spritbreisbremse
beschlossen, doch
bleiben dadurch auch die Lebensmittelpreise
stabil? Denn
der Krieg im Iran bleibt weiter
unberechenbar.
Rundruf
„Hofer verfolgt stets das Ziel, seinen
Kunden dauerhaft bestmögliche
Qualität zum bestmöglichen
Preis anzubieten. Bevor es
zu Preiserhöhungen unserer Ar-
tikel kommt, prüfen wir zunächst
alle Möglichkeiten, diese Mehrkosten
anderweitig aufzufangen.
Derzeit sehen wir keinen Anlass,
die volatilen Treibstoffpreise in
unseren Verkaufspreisen abzubilden“,
heißt es vonseiten des
Discounters.
„Die Lebensmittelpreise sind
von den Preisen entlang des gesamten
Entstehungsprozesses
eines Produktes abhängig – und
vieles davon ist besonders energieintensiv:
Düngemittel und
Produktionsprozesse zum Beispiel.
Dann kommen noch weitere
Rohstoffe dazu, Verpackungsmaterial,
Zwischenlagerung und
Transporte – um nur einiges zu
nennen. Wie sich das alles entwickeln
wird, kann man nicht voraussehen“,
so Spar-Pressesprecherin
Nicole Berkmann.
Billa-Vertriebsdirektor Peter
Gschiel: „Wir beobachten
die Marktpreise sehr genau und
kämpfen für die besten Preise für
unsere Kunden. Zudem versuchen
wir, aktive tolle Preise anzubieten.
Bei den Ostereiern haben
wir nur heimische Eier im Angebot.
Das ist den guten Beziehungen
mit unseren Produzenten
geschuldet. Bei uns werden die
Kunden keine ausländischen Ostereier
finden.“
BILLIGER
➜
Wie werden sich die Lebensmittelpreise
entwickeln? GETTY
26 graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Wirtschaftsfaktor Maturaball
ERFREULICH. Die Maturaball-Saison 2025/26 hat sich einmal mehr als wichtiger Wirtschaftsfaktor für
Graz erwiesen. Insgesamt wurden geschätzte 25 Millionen Euro an Wertschöpfung erwirtschaftet.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Eine der größten und beliebtesten
Ball-Locations von
Graz ist der Congress. Daher
hat sich das Team des Congress
gemeinsam mit Claudia Brandstätter
von bmm – Brandstätter
Markt- & Marktforschung die
Mühe gemacht, Gäste bei Maturabällen
im Congress zu befragen.
Fazit
Befragt wurden insgesamt 610
Gäste. Rund 90 Prozent der
Gäste kommen aus der Steiermark,
mehr als die Hälfte ist unter
30 Jahre alt, und viele reisen
in Gruppen an – durchschnittlich
fünf Personen. Der wichtigste
Grund für den Besuch ist
die persönliche Beziehung zu
den Maturanten. Pro Abend ge-
ben die Gäste im Schnitt 321
Euro aus. Rechnet man das auf
die 40.000 Besucher pro Saison
hoch, ergibt das rund 12,5 Millionen
Euro. Die gesamte wirtschaftliche
Wertschöpfung rund
um Anreise, Vorbereitung, Kleidung
oder Dienstleistungen
wird sogar auf mindestens 25
Millionen Euro geschätzt. Die
Analyse zeigt also, dass Maturabälle
ein bedeutendes Format
für den Veranstaltungsstandort
sind.
„Die letzte Maturaballsaison
hat eindrucksvoll gezeigt, wie
hoch die Qualität und der Anspruch
mittlerweile sind. Von
Jahr zu Jahr entwickeln sich die
Bälle weiter, und genau diese
Entwicklung zu begleiten, macht
unsere Arbeit so besonders“, so
Katharina Zita, Projektleitung
Maturabälle im Congress.
Im wunderschönen Ambiente des Grazer Congress finden zahlreiche Maturabälle
statt. Diese generieren eine hohe Wertschöpfung für die Stadt.SCHERIAU
28
viva
Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Psychische Gesundheit ist eine
gemeinsame Aufgabe.“
Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer bei der
Präsentation des neuen Online-Tools „Grazer Stadtplan
Seelische Gesundheit“
ANTONIA RENNER
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Im Zuge dessen fand auch eine
Jubiläumstagung statt. LKH GRAZ II
40 Jahre Zentrum
für Suchtmedizin
■ Das Zentrum für Suchtmedizin
am LKH Graz II, Standort
Süd, feierte im Rahmen einer
Jubiläumstagung zum Thema
„Von der Abhängigkeit zur Erkenntnis“
sein 40-jähriges Bestehen.
Jährlich werden dort
rund 2400 Patienten stationär
behandelt und mehr als 19.000
ambulante Kontakte verzeichnet.
Bei der Tagung kamen zahlreiche
Fachpersonen aus Medizin,
Wissenschaft und Praxis
im Minoritenzentrum Graz zusammen,
um aktuelle Entwicklungen
und künftige Herausforderungen
zu analysieren und zu
diskutieren. „Die Suchtmedizin
ist ein Fachgebiet im Wandel.
Neue Formen von Abhängigkeit
fordern uns, unsere Angebote
laufend weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig zeigt unser 40-jähriges
Bestehen, wie wichtig Erfahrung,
Kontinuität und Innovation
sind“, betonte der Leiter
des Zentrums Martin Ecker.
Zeitumstellung
Wenn die innere Uhr
aus dem Takt gerät
Laut Schlafmedizinerin Michaela Matzbacher vom LKH Graz II, Standort Enzenbach, kann die Zeitumstellung bei
manchen Menschen eine Art „Mini-Jetlag“ auslösen. Die Anpassung kann bis zu einer Woche dauern. LKH GRAZ II
SOMMERZEIT. Wer hat an der Uhr gedreht? Schlafmedizinerin Michaela
Matzbacher erklärt, wie die Zeitumstellung unseren Körper beeinflusst.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Was passiert im Körper,
wenn wir die Uhr umstellen?
Matzbacher: Zweimal im Jahr
müssen wir unsere Uhren umstellen.
Das kann sich natürlich
auf unseren Schlaf und die
Schlafqualität auswirken. Besonders
im Frühjahr empfinden
viele Menschen es als unangenehm,
wenn sie eine Stunde früher
aufstehen müssen. Unsere
„innere Uhr“ gerät zumindest
kurzfristig aus dem Takt. Es besteht
somit ein vorübergehendes
Missverhältnis zwischen dem
inneren Schlaf-Wach-Rhythmus
und dem Hell-Dunkel-Wechsel.
Wie beeinflusst die Zeitumstellung
unseren Schlaf?
Matzbacher: Je nach Chronotyp
– Abend- oder Morgenmensch
– kann die Zeitumstellung mehr
oder weniger stark belastend
sein. Abendmenschen werden
erst abends aktiv und wachen
morgens später auf, während
Morgenmenschen früh zu Bett
gehen und morgens früher wach
sind.
Warum fällt es vielen Menschen
schwer, sich an die Zeitumstellung
anzupassen?
Matzbacher: Durch die Zeitumstellung
im Frühjahr wird uns
eine Stunde Schlaf „geraubt“.
Für Betroffene fühlt es sich quasi
wie ein „Mini-Jetlag“ an. Der
entscheidende Faktor beziehungsweise
Taktgeber für unsere
„innere Uhr“ ist das Licht, insbesondere
das Sonnenlicht mit
seinem hohen Blaulicht-Anteil
am Morgen.
Wie lange braucht der Körper,
um sich anzupassen?
Matzbacher: Die Anpassung
dauert im Regelfall einige Tage
bis etwa eine Woche.
Sind bestimmte Personengruppen
besonders davon betroffen?
Matzbacher: Insbesondere
Menschen mit Schlafproblemen
spüren die Effekte der Zeitumstellung
stärker. Wie sehr sich
die Umstellung unserer Uhren
auf das Schlafverhalten des Einzelnen
auswirkt, ist sehr individuell.
Gibt es belegte gesundheitliche
Folgen?
Matzbacher: Mögliche gesundheitliche
Beeinträchtigungen
können insomnische (Einschlafund
Durchschlafstörungen)
und/oder hypersomnische (Tagesmüdigkeit)
Beschwerdebilder
sein. Diese äußern sich vor
allem in Form von Müdigkeit,
Gereiztheit, depressiver Verstimmung,
verminderter Konzentrationsfähigkeit,
Beeinträchtigung
der Fahrtauglichkeit und dem
Zuspätkommen zur Arbeit.
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
viva 29
➜
IN
GETTY (2)
Tücher als Accessoire für die Tasche
Tücher liegen derzeit nicht nur modisch
im Trend, sondern sind auch auf
Handtaschen ein echter Hingucker.
Labubus als Bagcharms
Die Aktie des Labubu-Herstellers verliert
derzeit an Wert. Auch als Bagcharm sind
die Monster inzwischen weniger beliebt.
OUT
➜
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Sind Sie für eine Abschaffung der Zeitumstellung?
■ In der Nacht auf heute wurde
die Zeit auf Sommerzeit umgestellt.
Das bedeutet, dass es
abends künftig länger hell ist.
Manche Menschen leiden jedoch
bis zu einer Woche an einem
„Mini-Jetlag“, nachdem an
der Uhr gedreht wurde (S. 28).
Immer wieder wird über eine
Abschaffung der Zeitumstellung
diskutiert. Sowohl eine „Ganzjahreszeit“
als auch der Wechsel
zwischen Sommer- und Winterzeit
hat Vor- und Nachteile.
Im Zuge dessen wollten wir von
unseren Lesern wissen, ob sie
eine Abschaffung befürworten.
73,3 Prozent unserer Leser hätten
gerne eine einheitliche Zeit,
26,7 Prozent sind mit der jetzigen
Situation und dem Wechsel
zufrieden.
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
26,7 %
NEIN
73,3 %
JA
860 Teilnehmer, nicht repräsentativ,
Stand: Freitag, 27. März, 12 Uhr, Foto: Getty
Die Alto-Hundepralinen gibt es in
der San Bottega zu kaufen. GETTY
Osterhase für
die Vierbeiner
■ Bald steht Ostern vor der
Tür, und dementsprechend
gibt es auch Produkte für
Haustiere, wie etwa die Alto-
Hundepralinen. Sie werden
aus 100 Prozent Kalbfleisch
hergestellt und können als
kleine Belohnung zu Ostern
verwendet werden. Erhältlich
sind sie in allen Müller-
Filialen, online sowie exklusiv
in der San Bottega in Graz-
St. Peter.
Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg und Alter Galerie, und Kurator
Stefan Albl (v. l.) präsentierten die neue Ausstellung. UM JOANNEUM/J.J. KUCEK
Stillleben im Mittelpunkt
Im Rahmen des Projekts
„Kaiserschild Art Defined“
präsentiert die Alte Galerie
in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung,
dem Kunsthistorischen
Museum Wien und
dem Kunst Museum Winterthur
vom 28. März bis zum 31. Oktober
2026 im Schloss Eggenberg
eine Sonderausstellung zum
niederländischen Barockmaler
Pieter Claesz. Im Fokus stehen
drei Stillleben des Künstlers, der
zu den einflussreichsten Vertretern
der Stilllebenmalerei des
17. Jahrhunderts zählt.
Das Herzstück der Ausstellung
ist ein Multimedia-Tisch, an dem
die Werke bis ins kleinste Detail,
von der Struktur bis zur Malweise,
erkundet werden können. Ergänzt
wird die Ausstellung durch
Filmsequenzen über Werk und
Schaffen Claesz’. „Unser Anliegen
ist es, ein breites Publikum für
die Kunst – insbesondere für die
Alten Meister – zu begeistern“,
betont Kurator Stefan Albl.
30 viva
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Arbeiten mit Menschen:
PFLEGE. Der Bedarf an
Pflegekräften in unserer
Gesellschaft steigt –
wie steht es jedoch um
die Zukunft der wichtigen
Pflegeberufe?
Von Anna Stocker
anna.stocker@grazer.at
Ein steigender Bedarf
und neue Anforderungen
stellen die Pflege vor
Herausforderungen. Wir haben
mit Annika Thonhofer,
Pflegedienstleiterin der Albert
Schweitzer Klinik, und Jörg
Hohensinner, Pflegedienstleiter
der gesamten Geriatrischen
Gesundheitszentren der Stadt
Graz, gesprochen. In einem Interview
über die Pflegeberufe
und deren Zukunft sprechen die
beiden über eine Umbruchszeit,
Zukunftsansichten, aber auch
darüber, warum das Arbeiten mit
Menschen das Erfüllendste und
Schönste in der Pflege ist.
Wie würden Sie den aktuellen
Stand der Pflegeberufe beschreiben?
Jörg Hohensinner: „Wir sind
in einer Umbruchszeit. Durch
die demografische Entwicklung
sind wir in der Pflege damit
konfrontiert, dass immer mehr
ältere Menschen den Jüngeren
gegenüberstehen. Die Versorgung
der immer älter werdenden
Gesellschaft stellt uns vor Herausforderungen.
Da ist höchste
Kreativität gefordert, um dieser
Herausforderung tagtäglich begegnen
zu können.“
Wie sehen Sie die Zukunft der
Pflegeberufe?
Jörg Hohensinner: „Durch
den Generationenwechsel müssen
attraktive Arbeitsbedingungen
geschaffen werden, damit
die Jugend für diesen wunderbaren
Beruf gewonnen werden
kann. Je attraktiver wir von der
Jugend erlebt werden, desto größer
ist die Wahrscheinlichkeit,
dass sich junge Menschen für
unser Unternehmen als Arbeitgeber
entscheiden.“
Welche Herausforderungen
werden in nächsten
Jahren kommen?
Annika Thonhofer:
„Die Gesellschaft
wird immer älter. Es
wird weniger Personal,
aber mehr Pflegebedürftige
geben.
Da braucht es kreative
Ansätze.“
Welche Berufe werden in Zukunft
besonders gefragt sein?
Annika Thonhofer: „Wir haben
eine Vielfalt an Berufen in
Jörg Hohensinner
der Pflege. Man kann aber gar
nicht sagen, welche Berufsgruppe
am wichtigsten
sein wird. Wichtig ist
einfach, dass alle zusammengreifen
und
zusammenarbeiten,
jeder in seiner eigenen
Profession. Da ist niemand
wichtiger als der
andere – es muss ein
Zusammenspiel sein.“
Welche Anforderungen könnten
in Zukunft für Pflegekräfte kommen?
Jörg Hohensinner: „Gefordert
sind wir schon seit Jahren.
Besonders die Interprofessionalität
mit der Physiotherapie,
der Ergotherapie, der Logopädie
– also mit den therapeutischen
Berufsgruppen – wird immer
mehr gefragt sein. Selbstverständlich
dürfen wir
auch nicht auf eine der
wichtigsten Pfleger-
Gruppen in unserem
Gesundheitssystem,
die Ärzte, vergessen.
Der Mensch steht bei
uns im Mittelpunkt
und ist in den besten
Händen. Darum muss
muss an den interprofessionellen
Prozessen und dem Zusammenarbeiten
auf Augenhöhe
permanent gearbeitet werden.
Das ist sicherlich eine Herausforderung
für die Pflege, aber auch
für Ärzte und Therapeuten.“
Welche Maßnahmen
setzen die GGZ, um
Pflegeberufe attraktiv
und zukunftssicher
zu machen?
Annika Thonhofer:
„Die Geriatrischen
Gesundheitszentren
setzen
Annika Thonhofer
hierbei sehr auf die
Auszubildenden. Wir haben Praxisanleiter,
bieten spezielle Traningseinheiten
an und haben
spezielle Praktikumsformen, sogenannte
Expertenpraktika, die
sehr gut angenommen werden.
Eine weitere Säule sind die unterschiedlichen
Karrierewege in
der Pflege – da gibt es sehr viele
Möglichkeiten, entweder die
Fachkarriere oder die Führungskarriere.
Aber auch die lehrende
Tätigkeit darf nicht vergessen
werden – Lehrer an Gesundheits-
und Krankenschulen, an
Fachhochschulen, aber auch
Träger und Praxisanleiter. Wir
wollen die Attraktivität und die
Vielfalt dieser Berufe zeigen.“
Was würden Sie jungen Menschen
mit auf den Weg geben, die
einen Pflegeberuf wählen möchten?
Jörg Hohensinner: „Ich würde
jedem jungen Menschen sagen,
egal, wofür er sich entscheidet,
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
viva 31
Zukunft der Pflegeberufe
dass die Vielfalt in den Gesundheitsberufen
und in der Medizin
so groß ist, dass ihm niemals
langweilig wird. Das Arbeiten mit
Menschen für Menschen ist das
Schönste und Erfüllendste – ich
spreche hier aus über 40 Jahren
Berufserfahrung und kann ehrlich
sagen, dass ich mir keinen
schöneren Beruf vorstellen kann.
Wenn ich das nach 43 Jahren Arbeit
sagen kann, dann weiß ich,
dass ich mich für das Richtige
entschieden habe. Diese Vielfalt
macht es aus – für die jungen
Menschen ist das eine tolle Möglichkeit,
sich permanent weiterzuentwickeln.“
Annika Thonhofer: „Wenn
man in der Patienten- und Bewohnerversorgung
ist, dann
sieht man sofort, was die eigene
Arbeit bewirken kann. Das ist
sehr bereichernd für mich, und
darum ist dieser Beruf für mich
auch einfach so schön.“
Pflegeberufe sind für junge Menschen eine wunderbare Möglichkeit, sich permanent weiterzuentwickeln. Die
beiden Experten Annika Thonhofer und Jörg Hohensinner erzählen von ihrer Liebe zum Beruf. FOTO FURGLER (2), GETTY
32 viva
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Stramme Wadln gehn jetzt
FLOTT. Jetzt, wo die
Tage länger werden
und die Temperaturen
steigen, schwingen sich
wieder immer mehr
Steirer aufs Rad.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mehr Radwege
www.grazer.at
Der Murradweg führt direkt durch die Erlebnisregion Graz und durch die schöne Landeshauptstadt.
STG | JESSE STREIBL
Jo, mia san mitm Radl do“,
heißt es in einem alten Schlager.
Immer mehr Steirer
entdecken ihre Liebe zum Rad.
Daher setzt der steirische Tourismus
in diesem Sommer ganz
bewusst auf das Fahrrad. Jede
Region hat sich zudem auf ein
Radthema spezialisiert.
Qual der Wahl
Besonders innovativ präsentiert
sich die Erlebnisregion Graz. Mit
der neuen österreichweit ersten
Kulinarik der
Erfinder
Gleich zwei Thermen freuen sich
über eine Auszeichnung.
GETTY
Auszeichnung
für Thermen
■ Das Thermenresort Loipersdorf
wurde beim aktuellen
Branchenmonitor 2026 erneut
zum Branchen-Champion in
der Kategorie Freizeit- und Erlebnisbäder
gekürt.
XUND@NOVA. Unter diesem
Motto setzt das Gesundheitsresort
NOVA seit 2023 konsequent
auf Betriebliche Gesundheitsförderung
und wurde dafür nun
offiziell ausgezeichnet: Am 5.
März durfte das Unternehmen
das BGF-Gütesiegel für den
Zeitraum 2026 bis 2028 entgegennehmen.
■ Um die kulinarische Stärke
des Thermen- und Vulkanlandes
zu präsentieren, haben
sich Betriebe im Thermen- &
Vulkanland zur „Kulinarik der
Erfinder“ zusammengetan. Von
17. bis 22. März luden diese
Betriebe im Rahmen des „Kulinarik
der Erfinder“-Festivals
ein. Zum Auftakt traf man sich
bei Richard Rauch, wo gemeinsam
gekocht wurde. „Die
Kulinarik bringt viele Gäste in
unsere Erlebnisregion“, so Sonja
Skalnik, Vorsitzende des TV
Thermen- & Vulkanland.
Gemeinsam wurde zum Auftakt
gekocht. TVB THERMEN- & VULKANLAND, RENE STRASSER
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at viva
33
wieder radln
und einzigartigen virtuellen Raderlebniswelt
hat sie ein innovatives
Angebot, das Bewegung,
Genuss und digitale Erlebnisqualität
vereint. Ausgangspunkte
bilden die bereits etablierten 18
Genussradtouren, die von der
Stadt aus durch abwechslungsreiche
Natur- und Kulturlandschaften
in Graz-Umgebung und
der Lipizzanerheimat führen und
sowohl für Urlaubsgäste als auch
Einheimische ideale Tagesausflüge
ermöglichen.
Bike & Spa heißt es im Thermen-
und Vulkanland. Hier setzt
man bewusst auf die Kombination
aus Radfahren und Thermengenuss.
Rund 6000 Kilometer
markierte Radwege treffen hier
auf sechs Thermen, die entweder
direkt an den Radwegen oder in
kurzer Distanz dazu liegen.
In Erzberg-Leoben werden in
den nächsten beiden Jahren zusätzlich
neue Strecken entstehen.
Bereits jetzt wird ein umfassendes
Projekt zur Digitalisierung,
einheitliche Beschilderung und
Besucherlenkung umgesetzt.
Im Murtal muss man nicht bis
zum berühmten Z’Herbst warten,
um sich aufs Bike zu schwingen.
Die Region bietet auch im
Frühjahr und Sommer attraktive
Radwege und Biketouren.
Die Südsteiermark präsentiert
sich mit Bike & Hike als Bühne
für den Radsport. Im Juli rückt
die Region mit der 75. Tour Austria
auch sportlich ins internationale
Rampenlicht.
In der Region Murau kommen
Radfahrer, Mountainbiker und
Gravelbiker voll auf ihre Kosten.
Ein abwechslungsreiches
Streckennetz bietet entspannte
Fahrten und beeindruckende
Panorama touren.
Der Bikepark Schladming/Planai
bietet 42 Kilometer Trailspaß
voller Action und Abwechslung.
Vom Anfänger bis zum Profi findet
hier jeder den passenden Trail.
mobil
graz
34
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
34
Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Jedes Auto in der Steiermark verbraucht
täglich zwei Liter – so viel,
wie wir Wasser trinken sollten.“
Michael Schwendinger vom VCÖ über den Treibstoffverbrauch
der Steirer VCÖ/RITA NEWMAN
Die situative Winterreifenpflicht
gilt in Österreich
noch bis 15. April. GETTY
Sicher in den Frühling
Der Sommerreifen-Check
REIFENWECHSEL.
Der Sommerreifentest
des ÖAMTC zeigt, wie
wichtig Qualität für
Ihre Sicherheit ist.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
sicherungsschutz. Erst wenn
winterliche Bedingungen endgültig
Geschichte sind, schlägt
die Stunde der Sommerpneus.
Die Auswahl ist groß, doch
welcher Reifen hält, was er verspricht?
Der aktuelle ÖAMTC-
Sommerreifentest 2026 liefert
die Fakten: Unter 16 Modellen
der Dimension 225/50 R17
schafften es nur drei Kandidaten
ganz nach oben. Laut den Experten
ist „Ausgewogenheit“ das
Schlagwort der Saison. Nur wer
den Spagat zwischen Sicherheit,
Laufleistung und Effizienz meistert,
glänzt als Testsieger.
Drei Top-Performer
ÖAMTC-Experte Steffan Kerbl
betont: Ein moderner Reifen
Wenn die Temperaturen
steigen, rückt der Radwechsel
in den Fokus.
Doch Vorsicht: In Österreich
gilt bis zum 15. April die situative
Winterreifenpflicht. Wer bei
Schneematsch oder Eis bereits
mit Sommerrädern unterwegs
ist, riskiert Strafen und den Vermuss
mehr können, als nur Grip
bieten. Im Test überzeugte der
Continental PremiumContact 7
als klarer Sieger, gefolgt vom Pirelli
Cinturato (C3) und dem
Goodyear EfficientGrip Performance
2. Dieses Trio sicherte
sich die Note „Gut“, da die Reifen
auf trockener wie nasser Fahrbahn
glänzten und Bestwerte
bei Verschleiß und Effizienz lieferten.
Dahinter folgt ein breites
Mittelfeld mit sechs Modellen
wie dem Firestone Roadhawk 2
oder dem Michelin Primacy 5,
die mit „Befriedigend“ abschnitten.
Während der Michelin bei
der Umweltbilanz punktet, zeigt
er leichte Schwächen auf trockener
Fahrbahn. Ein Blick in die
Details ist ratsam, da schon kleine
Schwächen die Gesamtwertung
spürbar nach unten ziehen.
Auf die Mischung kommt es an.
Eklatante Schwächen
Am Tabellenende wird die Gratwanderung
der Industrie sichtbar:
Drei Modelle kamen über
ein „Genügend“ nicht hinaus.
Besonders drastisch beim Linglong
Sport Master, der zwar den
besten Nassgriff bietet, aber auf
trockener Straße und beim Verschleiß
komplett versagt. Auch
Lassa Revola und Leao Nova-
Force Acro patzten deutlich.
Der Rat von ÖAMTC-Experte
Kerbl: „Nicht nur auf den Preis
schauen. Qualität zahlt sich
durch Sicherheit und eine längere
Haltbarkeit aus.“
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
GETTY (2)
... in Graz
Im Verhältnis zur Größe
muss Graz mehr an Verkehrsfläche
managen.
mobil graz 35
STRASSEN-CHECK
ANZAHL
1542 : 6947
... in Wien
Das Wiener Straßennetz umfasst
6947 Straßen mit 2798
Kilometern Gesamtlänge.
Spritverbrauch sinkt deutlich
MOBILITÄTSPREIS. Sinkende Emissionen und die starke Zunahme des Radverkehrs prägen das neue
Bild der steirischen Mobilität und unterstreichen die Innovationskraft unseres Standorts.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Die steirische Mobilität
ist in den vergangenen
zwei Jahrzehnten deutlich
spritsparender, umweltverträglicher
und gesünder geworden.
Laut einer aktuellen
VCÖ-Analyse tankten steirische
Haushalte zuletzt rund 72 Millionen
Liter weniger Sprit als vor
20 Jahren – eine jährliche Entlastung
von etwa 140 Millionen
Euro.
„Finanzielle Gesundheit
entsteht durch informierte
Entscheidungen“, so Michael
Schwendinger vom VCÖ. Seit
2005 sanken die Treibhausgas-
Emissionen des Verkehrs um
ein Fünftel, die Stickoxid-Emissionen
sogar um fast 70 Prozent.
Auch die Zahl der Verkehrstoten
ging im selben Zeitraum um
47 Prozent zurück.
Ein wesentlicher Treiber ist
der Umstieg auf alternative Antriebe
und das Fahrrad. Allein
2025 sparten Elektro-Pkw in der
Steiermark rund 25 Millionen
Liter Sprit ein. In Graz stieg der
Radverkehrsanteil seit 2004 auf
18 Prozent, während Autofahrten
von 47 auf 38 Prozent zurückgingen.
Landesrätin Claudia Holzer
verweist auf die Innovationskraft:
„Mit einer Forschungsquote
von über fünf Prozent ist
die Steiermark das innovativste
Bundesland Österreichs.“ Dies
spiegelt sich auch im VCÖ-
Mobilitätspreis wider, bei dem
zuletzt jedes fünfte Top-Projekt
aus der Steiermark stammte.
Innovationen für morgen
Unter dem Motto „nachhaltig.
effizient.innovativ“ sucht der
VCÖ erneut zukunftsweisende
Konzepte. Vorzeigeprojekt
ist die Koralmbahn, die Graz
und Klagenfurt in 45 Minuten
verbindet: Während ein Auto
217,3 Gramm CO₂ pro Personenkilometer
verursacht, sind es
beim Zug lediglich 5,71 Gramm.
Peter Wallis (ÖBB-Regionalmanagement)
betont, dass Mobilität
dort entstehe, „wo Innovation
auf Umsetzung trifft“. Gesucht
sind kreative Ansätze für Gütertransport,
Sharing oder digitale
Lösungen. Bis zum 27. Mai
können Unternehmen, Schulen
und Initiativen einreichen, um
den Ausstieg aus der „Erdölfalle“
voranzutreiben. Denn die Mobilität
der Zukunft entscheidet
sich heute durch Mut zu neuen
Wegen.
Landesrätin Claudia Holzer mit Michael Schwendinger (VCÖ) und Peter
Wallis, Leiter Regionalmanagement ÖBB (l.)
DER GRAZER/DORIAN
Rätsel-Lösung vom 22.3.2026
E R O I E
A S C H B A C H E R H O F
T H E A T E R R E N T E
Y O R K R S E C K A U
R R U H R T A K E R
L A N G V I R A L L E
S I O N N E D J R G
S E T L I S T H A L L E
B I T T E S I S I A A B
C A L E C C R E U S E
P A U S H H E R B S T
L A U F I L E R
Lösung:
R D I N O E
A K M E O E H I ALFRED-
A R M S U B STINGL-
Lösung:
Z A R I N S P E
BRÜCKE
ALFRED-STINGL-
S C H A L L E R BRUECKE
Sudoku-Lösung
vom 29.3.2026
5 4 6 2 1 7 9 8 3
2 3 8 4 5 9 1 6 7
9 7 1 8 6 3 4 5 2
4 6 5 7 8 2 3 1 9
7 1 2 9 3 5 6 4 8
8 9 3 6 4 1 2 7 5
1 5 7 3 9 4 8 2 6
3 8 4 5 2 6 7 9 1
6 2 9 1 7 8 5 3 4
36
sport
graz
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
36
Meister startet in
das Semifinale
■ Weil der KAC als letzter heimischer
Verein im Viertelfinale
gescheitert ist, stehen die Graz
99ers als letzter heimischer Klub
im Semifinale bereits als Meister
fest. Als solcher startet die Truppe
von Trainer Dan Lacroix
heute (15.15 Uhr) ins Semifinale
der Liga gegen KAC-Bezwinger
Fehervar. Dieses und auch das
zweite Heimspiel waren bereits
wenige Minuten nach Verkaufsstart
am Montag restlos ausverkauft.
Wer kein Ticket mehr ergattert
hat, kann das erste Spiel
der „Best of seven“-Serie aber
live im ORF mitverfolgen. Los
geht es aufgrund der Übertragung
in der Liebenauer Eishalle
schon um 15.15 Uhr.
Den Titel nehmen wir mit,
aber jetzt wollen wir den
Liga-Pokal umso mehr.“
Herbert Jerich, Präsident der Graz 99ers, ist
nach dem Meistertitel motiviert. GEPA
Der Einzige seiner Art
in der Football-Liga
Korbinian Holzer und Co wollen
heute gegen Fehervar jubeln. GEPA
Bastian Steinmair führt die Graz Giants heute in Prag zum Start der Football-Liga als Quarterback aufs Feld. GEPA
INTERVIEW. Bastian
Steinmair von den Graz
Giants ist der einzige
österreichische Quarterback
der Austrian
Football League, die
heute startet.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Zehn Jahre nach Christoph
Gubisch führt mit Bastian
Steinmair heuer wieder ein
Grazer die Giants auf das Feld der
Austrian Football League. Heute
starten die Giants in Prag, das erste
Heimspiel gegen Salzburg steigt
am 19. April. Im Interview spricht
der 25-Jährige über Druck, Lehrjahre
und darüber, was er sich von
den US-Imports abgeschaut hat.
Wie groß ist der Druck als einziger
österreichischer Quarterback
der Liga?
Bastian Steinmair: „Druck ist
schon da. Aber das ganze Team
steht hinter mir, und alle Teamkollegen
haben mir schon in der
letzten Saison zugeredet. Im Spiel
selbst bin ich voll fokussiert auf
das, was zu tun ist, sodass da gar
kein Druck aufkommt.“
Wie überraschend ist die Entscheidung
denn gekommen?
Steinmair: „Ich habe schon nach
der letzten Saison bei unserem
Abschlussgespräch gefragt, ob
es eine Option wäre, dass ich als
Quarterback beginne. Von da weg
war das immer Thema. Im September
dann ist die Entscheidung
gefallen, und darüber freue ich
mich richtig.“
Warum schaffen es so wenige
Österreicher auf diese Position?
Steinmair: „Also, die Imports
haben schon viel Erfahrung und
sind mit Football aufgewachsen.
Andererseits braucht es Zeit. Ich
bin einige Jahre Back-up in der
Kampfmannschaft gewesen. Viele
haben das nicht gemacht. Die
Zeit braucht es aber. Es war auch
die richtige Entscheidung, dazwischen
zu den Styrian Bears zu gehen,
um Spielpraxis zu sammeln.“
Geduld gehört also dazu.
Steinmair: „Ja, und das war nicht
immer leicht. Viele Kumpels aus
meiner Jugendmannschaft haben
schon früher viel mehr Spielzeit
bekommen und standen auch
schon in der Start-Aufstellung,
während ich die meiste Zeit auf
der Bank gesessen bin. In der Vorsaison
konnte ich beim 20:19-Sieg
bei den Vikings dann zeigen, dass
ich auf dem Level spielen kann.“
Was haben Sie denn von den
US-Amerikanern lernen können?
Steinmair: Technik natürlich und
Warm-up-Routinen. Vor allem
aber hat mir Conor Miller, der
2021 bei uns war, imponiert und
seine Art, wie er auf Leute zugegangen
und mit ihnen umgegangen
ist. Das ist im Football sehr
wichtig.“
Der neue Tight End De’Queze
Fryer hat gemeint: Er tut das, was
Sie wollen.
Steinmair: „Wir reden im Training
viel und er sagt auch immer,
dass er seine Routen so laufen
will, dass er ein leichtes Ziel für
mich ist. Er will mir das Spiel
leichter machen.“
Leicht wird es in der Liga, die
sich wieder verstärkt hat und mit
den Fehervar Enthroners auch ein
Team mit Erfahrung aus der European
League of Football dabei hat,
aber nicht werden.
Steinmair: „Nein, und man kann
auch noch gar nicht einschätzen,
wer wo steht. Insofern ist der Start
mit einem Auswärtsspiel in Prag
gar nicht so schlecht. Auch wenn
ich mich auf das erste Heimspiel
gegen Salzburg natürlich freue.“
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
sport graz 37
OHA!➜
GEPA (2)
Comeback im Tor
Nach wochenlanger Pause wegen
einer Muskelverletzung ist Sturm-
Goalie Daniil Khudyakov wieder fit.
Ausfall im Tor
Kapfenbergs Eishockey-Goalie Felix
Nussbacher aus Graz erlitt einen
Sehnenriss im Mittelfinger.
OJE!
➜
Stolz trotz der Turbulenzen
BASKETBALL. Nach dem jüngsten Trainer-Rauswurf ist Interimstrainerin Theresa Petricevic stolz
auf den Vorstand von UBI Graz – weil es Grenzen gibt und Überschreitungen Konsequenzen haben.
Alle Augen sind im Grazer
Damen-Basketball-Derby
zwischen UBI und UBSC-
DBBC heute auf Theresa Petricevic
gerichtet. Nach der frühen
Trennung von Dejan Rodic und
jetzt von Boris Virag ist sie die
dritte Trainerin der Saison. Und
auch, wenn sie die turbulente
Saison mit Humor nimmt, zieht
sie den Hut vor der Entscheidung.
„Nachdem es schon einmal mit
einem Coach nicht geklappt hat,
jetzt, so kurz vor den Play-offs,
wieder den Trainer zu wechseln,
zeigt, dass es Werte und Grenzen
im Verein gibt. Werden die überschritten,
wird das nicht toleriert
oder unter den Teppich gekehrt“,
sagt Petricevic. „Da bin ich stolz
auf unseren Vorstand.“ Weil es
eben ein Signal an Frauen und
Mädchen sei, dass man sich nicht
alles gefallen lassen muss und
dass man gehört wird.
Petricevic, die auch die U19
coacht, will jetzt „sechs Wochen
bis zum Ende der Saison alles
geben“. Denn allen Turbulenzen
zum Trotz hat sich eines nicht
geändert: „Wir wollen auch weiterhin
den Titel nach Graz holen.“
Ob sie dann als Cheftrainerin im
Amt bleiben wird, ist noch völlig
offen. Dafür habe man jetzt keinen
Kopf. KM
Die Abordnung des steirischen Dortmund-Fanklubs „BVB Maniacs“
übergibt dem Verein Herzfamilie den 3000-Euro-Spendenscheck.
BVB Maniacs spenden
■ Borussia Dortmund hat
Fans weit über die Grenzen des
Ruhrgebiets und Deutschland
hinaus. So gibt es auch in Graz
mit den „BVB Maniacs Steiermark“
einen offiziellen Fanklub
der Schwarz-Gelben. Jedes Jahr
unterstützt der Verein aber
nicht nur Marcel Sabitzer und
Co stimmgewaltig auf den Tribünen
des Signal-Iduna-Parks,
Deutschlands größtem Fußball-Stadion,
sondern ist auch
immer im Einsatz für die gute
Sache.
„So waren wir auch in diesem
Jahr karitativ tätig“, sagt Obmann
Michael Fuchs. „Unser
Spendenscheck in der Höhe von
3000 Euro geht wie immer an
den Verein Herzfamilie am LKH
Graz.“ Und den symbolischen
Scheck hat eine Abordnung der
BVB Maniacs Steiermark um
Obmann Fuchs, Obmann-Stellvertreter
Lukas Ritzinger und
Schriftführer-Stellvertreter Philipp
Flock jetzt auf dem LHK-
Universitätsklinikum vorbeigebracht.
KK
Theresa Petricevic coacht UBI heute im Derby gegen UBSC-DBBC.BERND KOHLMAIER
Strasser startet in Spanien
■ Fix ist, dass Christoph Strasser
am Dienstag um 9 Uhr in
Reus, südlich von Barcelona,
auf sein Rennrad steigt. Danach
geht es ins Ungewisse, denn das
erste Rennen der Saison ist für
den Wahl-Grazer wieder das
„Unknown Race“, bei dem man
nur die Koordinaten des ersten
Checkpoints bekommt und dort
dann die des zweiten und so weiter.
„Darum wird es spannend,
wie die Strecke verläuft“, sagt
Strasser. „In die Berge oder flach
die Küste entlang?“ 2025 hat er
das Unknown Race in Italien als
Zweiter beendet, heuer will er
den Sieg. „Ich habe gut trainiert,
die Leistungsdaten stimmen und
ich bin besser drauf als in den
letzten vier Jahren.“
Für die 1000 Kilometer lange
Strecke plant Strasser eine Zeit
von unter 48 Stunden ein. „Wenn
das Wetter passt.“ Sein Saisonhighlight
ist dann das Transcontinental
Race ab 19. Juli von Norwegen
nach Griechenland.
Ultra-Radsportler Christoph Strasser fährt ab Dienstag 1000 Kilometer
durch Spanien – wo genau, erfährt er aber erst unterwegs.
LEX KARELLY
38 grazer sonntag
www.grazer.at 29. MÄRZ 2026
SO ISST GRAZ
GRAZWORTRÄTSEL
Die Kalte Ente präsentiert ...
... Wilding Sour
Grazer
Kampagne
für mehr
Bewegung
großer
Wanderfisch
8
Einsatz für
Grazer
Frauen mit
Lastenrad
widerstandsfähig
Domäne 453 km langer
Highway
Österreichs
Geistesblitze
durch
f. Drahtesel
Graz
zurückliegend
mit Vergnügen
Hügel im
Grazer
Bergland
Epoche,
Zeitalter
ein "Österreicher"
Gesangspaar
kontinuierlich
5
italien.
für "ich
liebe"
Abk. für
"de dato"
Blechblasinstrument
Anordnung,
Bestellung
"Rückgrat
des Stadtparks"
mit
298 Bäumen
englisch
für "Tee"
Max Lugitsch (Create Tattoo-
Studio) mit Wilding Sour LEX KARELLY
Wer in der Kalten Ente in der Mandellstraße
schon einmal zu Gast
war, weiß, was man bekommt. Kreativität
steht bei den Drinks an oberster
Stelle, und die neuesten haben es in
sich. So treffen bei „Wilding Sour“ zwei
Welten aufeinander. Als Hommage an
den Wilding-Würstelstand am Dietrichsteinplatz
ist dieser Drink entstanden.
In Kooperation mit dem Holy Tiger
Barbershop entstanden noch dazu beeindruckende
Bilder. LEO
Zutaten:
5cl Bacon
Bourbon
3cl frischer
Zitronensaft
1 frisches
Bioeiweiß
1–2 cl Ahornsirup
Als Deko kommt noch ein frisch gebratener
Speckstreifen dazu.
Zubereitung:
Alle Zutaten in einem Shaker kräftig
shaken oder in einem Elektromixer
mixen.
Dieser Drink ist eine absolute Geschmacksexplosion,
da Fett, Zucker
und Alkohol Geschmacksleiter sind.
Beim Ahornsirup gilt: Je dunkler, desto
karamelliger und intensiver ist der
Geschmack. Das Eiweiß sorgt in dem
Drink für die seidige Konsistenz. Ist
aber natürlich auch ohne Eiweiß ein
absoluter Banger. Für den Bacon Bourbon
einige Streifen Speck auf geringer
Hitze in der Pfanne ohne Fett anbraten.
Speck aus der Pfanne und das übrig
gebliebene Fett in ein hitzebeständiges
Gefäß füllen und mit dem Bourbon
aufgießen. Einen Tag stehen lassen,
dann durch einen Kaffeefilter filtern
und in eine saubere Flasche füllen.
Mutprobe
im Freibad
Eggenberg
Gefrorenes
Grazer
Event für
nachhaltige
Kulinarik
ganz
unten,
im Keller
Niere, Milz,
Leber & Co.
Wacholderbranntwein
ein Alien
steir. Ministerialengeschlecht
Kajak,
Kanadier
& Co.
Lösung:
SUDOKU
4
abgereist,
auf Achse
italien. Erdölkonzern
so weit,
so lange
Kosename
des Anton
10
2
heimisches
Birkengewächs
Sportanlage
in
Graz-
Enthüllung
biblischen
Ausmaßes
Computeranwender
chinesisch
für
"Buddha"
erhaben,
würdig,
feierlich
Bewohner
Grönlands
(Einzahl)
w. Vorname
Abk. für
"unter Umständen"
Internetdomäne
für
Brasilien
dt. Popsängerin
bekunden,
bezeigen
Zeichen
für Neon
ungefähr,
etwa
Abk. für
"Südwestafrika"
(heute
Namibia)
engl. für
"Alter"
Froschlurch
Jakomini 3
Rätsellösungen: S. 35
9
altes
KFZ-Kz. für
Hartberg
Schauspiel
geschüttelter
Softdrink
niederländ.
Dynastie
Wappenvogel
französisch
für
"nichts"
7
Schubfach
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
2 1 8 3
2 4 5 1
9
4 2 9
3 6
8 7
1 9 8 2
6 9
2 7 5 41040
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
spitzen,
los geht’s.
Viel Spaß!
Komponist
des Boléro
(Maurice) †
1
Rufname
von
Capone †
Initialen
Einsteins
†
leicht
krank,
lustlos
G E W I N N S P I E L
2 x 2 Tageskarten
für die Therme Nova Köflach
zu gewinnen!
Wie lautet die Lösung?
E-Mail mit Betreff „Rätsel“,
Lösung und Telefonnummer an:
gewinnspiel@grazer.at
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn
nicht übertragbar. Einsendeschluss: 1.4.2026.
Gewinner werden telefonisch verständigt und
sind mit der Veröffentlichung einverstanden.
6
29. MÄRZ 2026 www.grazer.at
grazer sonntag 39
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 29. MÄRZ
PSALM „For a Better World“
Passend zum Frühlingsanfang
wollen die Menschen hinaus in die
Natur und das Sonnenlicht genießen.
PSALM 2026 holt die Sonne in
die Grazer Helmut-List-Halle: acht
große Abende, die mit Musik vieler
Nationen und Religionen den Frühling
feiern. Diesen Sonntag startet
die Veranstaltung um 19 Uhr mit
„For a Better World“ – mit Melodien
und Rhythmen des iranischen
Komponisten Majid Montazer
eröffnet der Weltklarinettist Giora
Feidman die Heilige Woche.
7Ray Jazz-Frühstück
Im Schlossberghotel findet heute
ab 11.30 Uhr das „7Ray Jazz-Frühstück“
statt – von Welcome-Drinks,
Kaffee & Tee, Brot- und Gebäckauswahl
bis hin zu Wurst- und
Käsespezialitäten, Aufstrichen
und Gemüse & Obst ist für jeden
Geschmack mit Garantie etwas
dabei. Eine große süße Auswahl
und Musik sorgen für einen einmaligen
Tag im Schlossberghotel. Die
Kosten belaufen sich auf 79 Euro
pro Person.
BLOOM 2026 in Graz
Mit BLOOM widmen sich das
Universalmuseum Joanneum und
das Kunsthaus Graz der kulturellen,
wissenschaftlichen und
gesellschaftlichen Bedeutung der
Blume. Diesen Sonntag können im
Kunsthaus die beiden Ausstellungen
„Hybrid Pleasures“ und
„30% Löwenzahn“ besucht
werden. Ein bunter Strauß
voller Themen, der seine
Gäste dazu einlädt, den
wunderschönen Reiz
der Blume zu entdecken.
KONZERT:
20 Uhr
Orpheum
Die Sängerin Sophia kommt heute mit ihrer Tournee „Durch die
Blume“ ins Orpheum und begeistert mit ihrem Gesang. PAUL HÜTTEMANN, GETTY
Ostermarkt Hauptplatz
Mit dieser Woche startet der
beliebte Ostermarkt am Grazer
Hauptplatz. Die Künstler können
dabei näher kennengelernt
werden und zeigen Einblicke in ihre
sorgfältige Arbeit. Ausgesuchtes
Kunsthandwerk, Workshops für die
Kleinen, Straßentheater und Live-
Musik laden zu einem gemütlichen
Nachmittag ein.
Durch die Blume – Tour
Mit neuer Musik, berührenden
Texten und der Stimme einer
ganzen Generation zählt
Sophia inzwischen zu
den spannendsten
Künstlerinnen der
deutschsprachigen
Popmusik. Heute
um 20 Uhr kommt Sophia mit
ihrer neuen Tournee „Durch die
Blume“ ins Orpheum Graz. Die
Tournee steht ganz im Zeichen von
Aufbruch, Emotion und Weiterentwicklung.
Ein unvergessliches
Konzert mit einer großen Portion
an Gefühlen!
Circus Louis Knie „Wow“
Der Circus Louis Knie ist in der Stadt
und verzaubert heute um 11 Uhr
und um 15 Uhr bei der Shopping
City Seiersberg Kinder und Familien.
Louis Knie bringt Artistik, Tiere
und eine große Portion Humor und
schafft einen klassischen Zirkusnachmittag
für all seine Gäste.
Tickets holen und einen unterhaltsamen
Tag mit der ganzen Familie
oder Freunden genießen.
WOHIN AM SONNTAG
„Die Henne Henriette“
Heute findet im Kindermuseum
Frida&Fred um 16 Uhr ein interaktives
Kindertheater statt: Die
Henne Henriette will ihr schönstes
Ei dem Osterhasen geben – doch
es gibt Hindernisse! Ein Nachmittag
für Kinder zum Mitsingen,
Mitgackern und Mittanzen, denn:
Henriettes Leidenschaft gehört der
Bühne! Der Eintritt kostet 10 Euro
pro Person.
UBI Graz: Heimspiel
Im Raiffeisen Sportpark steht heute
ein spannendes Basketballspiel auf
dem Programm: Die Mannschaft
von UBI Graz empfängt in der win-
2day Basketball Damen Superliga
das Team UBSC-DBBC Graz. Spielbeginn
ist um 16 Uhr. Die Zuschauer
dürfen sich auf ein intensives
Heimspiel freuen, in welchem um
wichtige Punkte gekämpft wird.
Kunst- und Autorenfilme
Ab 17 Uhr werden heute im Kunstgarten
internationale Kunst- und
Autorenfilme gezeigt – entweder
auf der Open-Air-Bühne oder im
Innenraum des Archivs Hortopias.
Die Screenings präsentieren eine
kuratierte Auswahl an Filmen, die
neue Perspektiven eröffnen und
Themen wie Menschen- und Frauenrechte
aufgreifen. Eingeladen
sind alle Filmbegeisterten!
Sunday Bookclub
Das Buchclubtreffen zu „Either/
Or“ von Elif Batuman findet heute
von 16 bis 18 Uhr im schubertNest,
Elisabethstraße 27, statt. Zum
Mitbringen sind Lieblingsgetränke,
eine Ausgabe von Either/Or und
natürlich die Lust und Freude am
Lesen! Der Eintritt ist frei.
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* Quelle: ÖAK, 2. HJ
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