bauMAGAZIN April 2026
Das Fachmagazin für die Baubranche. Galabau & Kommunal, Schalung, Gerüste & Betonbau, Wartung, Pflege & Instandhaltung, Bau- & Nutzfahrzeuge, Fachtagung Abbruch Titelstory: Schwing Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Das Fachmagazin für die Baubranche.
Galabau & Kommunal, Schalung, Gerüste & Betonbau, Wartung, Pflege & Instandhaltung, Bau- & Nutzfahrzeuge, Fachtagung Abbruch
Titelstory: Schwing
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
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2026
04
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
SCHWING
Performant und zuverlässig
Neue »Blueline«-Autobetonpumpen für Europa
START-UP-ZONE
BLICKPUNKT
SONDERTHEMA
CORE SENSING
Schraubfundamente mit Echtzeit-
Daten setzen statt nach Gefühl
COREUM
Björn Hickmann und Kathrin Kiesel
zum aktuellen Stand der Dinge
SCHALUNG
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April 2026
35
INHALT26
33
04/2026
8 | Editorial
10 | Zum Titel – Schwing | Mit der »Blueline«
stellt Schwing eine neue Baureihe im Segment
der Autobetonpumpen vor, die wirtschaftlich
arbeitet, zuverlässig ist und mit einer einfachen
Bedienung punkten kann.
12 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
16 | bauGEFLÜSTER | Die bauMAGAZIN-Kolumne
ist brachial ehrlich, auf Krawall gebürstet
und hoch subjektiv. Mit »bauGEFLÜSTER«
rücken wir die wichtigsten News und Streit-
Themen der Branche klar in den Mittelpunkt.
BLICKPUNKT
18 | Coreum | Seit mittlerweile acht
Jahren existiert das Coreum in Stockstadt
am Rhein. Das bauMAGAZIN wollte
wissen, ob der Plan für dieses Großprojekt
aufgegangen ist. Hierzu wurden die
Geschäftsführer Kathrin Kiesel und Björn
Hickmann befragt.
1 GALABAU & KOMMUNAL
22 | Holp | Erfolgreicher Einsatz von
»RotoTop« bei Garten- und Landschaftsbauern:
Gezeigt hat sich, dass mit dem richtigen Equipment
die Produktivität deutlich steigen kann
24 | Develon | Neuer elektrischer Minibagger
»DX23E-7« ergänzt Elektro-Produktpalette
und kann mitunter durch hohe Präzision,
Zuverlässigkeit sowie mehr Effizienz punkten
25 | Westtech | Kürzlich wurde der bislang
kleinste Schneidkopf aus der »Woodcracker«-
Serie vorgestellt – ein Leichtgewicht,
das durch starke Leistungsdaten überzeugt
26
26 | Sany | Knapp 1 200 Akazien mussten mit
dem »SY215C« samt Fällschere gefällt werden,
was nicht nur viel Mühe, sondern auch zuverlässige
und starke Maschinenpower abverlangt
28 | Riedelsberger | Ein kluges Update, um die
Effizienz nochmals zu steigern: Weiterentwicklung
bewährter Baumscheren vorgestellt
34
32 | DMS | Hohe Flexibilität, gute Handhabung
und stolze Performance: die Vorzüge eines Rotatorlöffels
an Kompaktbaggern auf Baustellen
33 | MB Crusher | Kleiner, smarter und
effizienter: ein Brecherlöffel als Alternative zu
stationären Anlagen für Recyclingarbeit
34 | Hydrema | Ein neu entwickelter
Knick-Dumper soll nun für mehr Stabilität,
Traktion und Komfort stehen – und gleichzeitig
die Produktivität am Bau erhöhen
35 | Wirtgen Group | Auf einer interessanten
Pilotbaustelle wurden ein batterieelektrischer
Vögele-Fertiger und eine E-Walze von Hamm
eingesetzt
29 | Wilmers | Sinnig, smart und konsequent:
Die aktuelle Produktpalette wurde jetzt gezielt
um einen weiteren »Schnitt-Griffy« erweitert
30 | HS-Schoch | Ein klar gestecktes Ziel bei
der Entwicklung: Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit
werden gleichermaßen gestärkt
VOR ORT
36 | Bema | Im Rahmen der »Winter
Action Days« hat die Redaktion
sich die aktuellen Winterdienst-
Anbaugeräte von Bema und
Amazone im Detail angeschaut.
4 April 2026
Inhaltsverzeichnis
39
25 54
38 | Probst | Lässt sich per Hand oder als Anbaugerät
nutzen: der neue »M-Jet-250« für das Verlegen von
Platten – mit höherer Effizienz und besserer Präzision
39 | Milwaukee | Für den professionellen
Holzbau wurde kürzlich eine leistungsstarke
Akku-Kreissäge im »M18 Fuel«-Sortiment aufgezeigt
40 | Manitou | Zuverlässig, einfach in der Handhabung
und effizient: Teleskoplader für Einsätze der Feuerwehren
und Hilfsorganisationen wie THW oder DLRG
56 | Moravia Akademie | An die wirklich
wichtigen Themen denken: Fachwissen und
Rechtsgrundlagen zur Gerüstprüfung vermitteln
57 | Mayer | Innovative und wirtschaftliche
Schalungssysteme sollen für einen echten Vorteil
im täglichen Einsatz auf der Baustelle stehen
58 | Meva | Eine durchdachte Lösung – anwendernah
entwickelt: neues Schalelement für Sichtbetonwände,
das mit einfacher Handhabung und Vielfalt punktet
59 | Alkus | Ein großes Infrastrukturprojekt in
Südostasien konnte mit Beteiligung von »alkus«-
Vollkunststoffplatten erfolgreich umgesetzt werden
59
2 SONDERTHEMA:
SCHALUNG, GERÜSTE & BETONBAU
42 | bauMAGAZIN | Die Geschichte der Schalung –
von damals bis heute: Was sich verändert hat und auf
welche smarten Lösungen wir heute zurückgreifen
48 | Doka | Eine Herausforderung, die nach klugen
und zuverlässigen Lösungen schreit: Beim komplexen
Brückenbau kamen individuelle Doka-Lösungen
zum Einsatz
50 | Peri | Entwickelt wurden kluge und flexible
Systemlösungen für die drängendsten Herausforderungen
bei Brückensanierung und -neubau
53 | Herud | Reparieren statt entsorgen: Eine kluge
und zuweilen nachhaltige Idee wurde vorgestellt, um
Schalung künftig ein neues Leben einzuhauchen
54 | Paschal | Ein herausforderndes Bauprojekt
gemeistert: 530 m langer Kontrollgang wurde in
offener Tunnelbauweise in Ortbeton erstellt
START-UP-
ZONE
60 | Core Sensing | Einfach integrierbare
Sensoren ermöglichen das Setzen von
Schraubfundamenten nicht mehr nach Gefühl,
sondern auf Basis von Echtzeitdaten – und das
wiederholbar und dokumentiert. Erfasst werden
Einschraubmoment, Rotationsgeschwindigkeit,
Fortschrittsverhältnis und die Tiefe.
Inhaltsverzeichnis
April 2026
3 OEM & AFTERMARKET
62 | bauMAGAZIN | Eine Baumaschine
besteht aus Tausenden Einzelteilen. Die wahre
Ingenieurskunst beginnt deshalb bereits bei den
vielen Zulieferern, welche die finale Endproduktion
eines Baggers überhaupt erst ermöglichen
65 | SKF | Lösungen zur stationären und
mobilen Zustandsüberwachung von Anlagen –
ein smarter Helfer für die Baubranche
66
66 | Perkins | Neu vorgestellt: Antriebssysteme
auf Basis von Verbrenner- und Wasserstofftechnologie
sowie batterieelektrischer Aggregate
68 | Zeppelin | Ein Serviceversprechen, das
kostenintensive Stillstandszeiten verringern soll:
Reparaturen innerhalb von zwei Werktagen
69 | Kränzle | Reinigungsarbeiten auch
dort erledigen, wo z. B. kein Strom- bzw.
Wasseranschluss vorhanden ist
70 | Kärcher | Ein leistungsstarker Hochdruckreiniger
erhält ein nützliches und vielseitiges
Heißwasser-Update
72 | Webtec | Weiterentwickelt und smart:
dritte Generation des tragbaren digitalen
Hydraulikmultimeters (DHM) vorgestellt
82
74 | Southco | Frisch aus der Entwicklerschublade:
Southco hat einen neuen Drehverschluss
für Kabinentürsysteme vorgestellt
74 | Temposonics | Neuer Positionssensor
soll einen schnellen und einfachen Austausch
der Elektronik ermöglichen
75 | Nordic Lights | Die neu konzipierte und
kürzlich vorgestellte »Scorpius Pro«-Serie –
starke Arbeitsscheinwerfer für den Dauereinsatz
84 | Bohnenkamp | Unterstützung für die Baumaschinenbranche:
Bohnenkamp stellt Reifen
für den harten Einsatz im Recyclingsektor vor
70
4 BAU- & NUTZFAHRZEUGE
78 | Max Wild | Klug weitergedacht:
einen E-Lkw künftig mit maßgeschneidertem
Fahrzeugaufbau realisieren
80 | Mercedes-Benz | Ein Fahrzeug mit
Kultfaktor: Präsentiert werden aktuell neue
Van-Sondermodelle für gewerbliche Nutzer
81 | Krampe | Mitgedacht und weiterentwickelt:
Erweiterung der Hakenlift-Serie durch das
Modell »THL 20L« in Individualbauweise
82 | Daimler Truck | Insgesamt 40 » Arocs«-
Fahrgestelle des Typs »3148 AK 6x4/4«
sollen im Winterdienst unterstützen
84| TII Scheuerle | Smarte Technologie
im Einsatz: »COG Easy Mode« erleichtert
die Beurteilung komplexer Lastverhältnisse
85 | Webfleet | Für die Zukunft mitgedacht:
Das Jahr 2026 als Wendepunkt für vorausschauendes
Flottenmanagement wahrnehmen
RÜCK
BLICK
86 | Deutscher Abbruchverband
| Zur Fachtagung Abbruch
waren über 1 300 Fachbesucher
sowie 125 Aussteller
nach Berlin gekommen, um
über die Zukunft der Branche
zu sprechen.
76
RUBRIKEN
92 | Aktuelles |
94 | Impressum |
94 | Redaktionsverzeichnis A – Z |
95 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |
6 April 2026
Inhaltsverzeichnis
April 2026
04/26
EDITORIAL
PETRA REGER
Kleine Messen, ganz groß
Vor gut einem Jahr herrschte nicht nur in der Redaktion des bauMAGZIN
Ausnahmezustand, sondern in der gesamten Baubranche: Die Bauma als
flächenmäßig größte Messe der Welt stand kurz vor dem Start. Nun ist das
erste Quartal dieses Jahres bereits wieder vorbei – und gefühlt war in den
letzten drei Monaten kaum weniger los. An die Stelle einer Großveranstaltung,
die wie ein großes schwarzes Loch die komplette Aufmerksamkeit
auf einen Punkt konzentriert, sind viele kleinere Veranstaltungen getreten.
Den Auftakt machte das 38. Oldenburger
Rohrleitungsforum, über das wir in der
kommenden Ausgabe ausführlicher
berichten, gefolgt vom VDBUM-Großseminar
(siehe den Nachbericht im bau-
»Kleinere Messen
bieten eine klare
Fokussierung auf ein
bestimmtes Thema.«
MAGAZIN 03/26 ab Seite 22) und den Deutschen
Asphalttagen im Februar. Der gerade vergangene
März war darüber hinaus mit Veranstaltungen wie
den Betontagen, der Fachtagung Abbruch (in dieser
Ausgabe ab Seite 86), der BeBoSa, digitalBau
und Logimat ebenfalls üppig gefüllt. Hand aufs
Herz: Ich fühle mich grundsätzlich auf allen Veranstaltungen
wohl und natürlich
auch auf der Bauma. Denn nur
dort präsentiert sich die komplette
Baubranche und es gibt
keine bessere Möglichkeit, wirklich
alles zu sehen. Im Vergleich
zu dieser Messe mit Wiesn-Charakter
haben jedoch auch die eher gemütlicheren
»Stadtfeste«, wie die Veranstaltungen im März, ihre
Vorteile. Denn kleinere Messen bieten eine klare
Fokussierung auf ein bestimmtes Thema, was
sich oft in neuen Rekorden bei den Besucherzahlen
widerspiegelt. Beispielsweise trafen sich auf
der BeBoSa 2023 knapp 2 300 Besucher und dieses
Jahr über 2 500. Diese Entwicklung verwundert
nicht: Angesprochen wird hier wie dort ein Fachpublikum,
das gezielt nach Lösungen und Kontakten
sucht. Reine »Spaziergänger« sind da eher
Fehlanzeige. Das freut insbesondere die Aussteller:
Statt Small Talk und Standverteidigung sind dort
Fachgespräche auf Augenhöhe und Handschlag-
Verträge an der Tagesordnung.
So mancher Dialog kann dort aber mitunter
auch schmerzhaft werden, wenn blumige Marketingversprechen
an knallharten Nachfragen eines
Profis mit langjähriger Praxiserfahrung zerschellen.
Soll heißen: Wer dort ausstellt, sollte wirklich
Ahnung von dem haben, was er da verkauft
oder vorzeigt. Schön für die Besucher ist allerdings,
dass es über die reinen Schauwerte hinaus
auf Fachmessen obendrein top aktuelle Neuigkeiten
gibt. Abseits der Produkte und Stände können
sich die Besucher in praxisorientierten Workshops
und Fachvorträgen auf den neuesten Wissensstand
zur Technik, Anwendung und Gesetzgebung bringen
lassen. Wie sehr die Veranstalter ihr Ohr am
Puls der Branche haben, zeigt exemplarisch ein
Blick auf die Themen der digitalBAU in Köln, die
vom 24. bis 26. März ihre Tore öffnete: Im Hinblick
auf nachhaltiges Bauen standen die »Kreislaufwirtschaft
im Bauwesen« ebenso auf der Agenda wie die
»Digitale Bauprozessoptimierung« und die »Digitalisierung
für den Bestand«. Natürlich durfte auch
der Dauerbrenner in Form der künstlichen Intelligenz
mit »Gamechanger KI: Bauen für die Zukunft«
nicht fehlen. Mein Plädoyer für den Besuch kleiner
Fachmessen schließt daher mit einer klaren Empfehlung:
Wer anstelle von Tragetaschen voller Werbeprospekte
lieber knallharte Fakten und Tipps
für die Praxis mit nach Hause nimmt, sollte einen
Besuch auf jeden Fall erwägen – also nichts wie hin!
Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht
Thomas Seibold
Redakteur
8
April 2026
Editorial
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April 2026
ZUM TITEL
Die »Blueline«-Reihe – eine
wirtschaftliche Lösung im
Standardsortiment von Schwing.
»Blueline«: Schwing
startet mit neuer
Pumpenreihe in Europa
SCHWING (3)
SCHWING – Mit der Einführung der neuen »Blueline« erweitert Schwing
das Portfolio im Segment der Autobetonpumpen. Die neue Baureihe soll noch
im ersten Quartal auf den europäischen Markt kommen. Den Auftakt bildet
die »XS37-5RZ«, eine 37-m-Autobetonpumpe mit starken Leistungsdaten.
»Blueline«
Mit der »XS37-5RZ« eröffnet
Schwing die Einführung der
neuen »Blueline«-Reihe im
europäischen Markt. Ziel ist es,
eine technisch solide, servicegestützte
Lösung im Standardspektrum
der 37-m-Klasse
anzubieten. Weitere Maschinen
mit anderen Reichweiten folgen.
Mit seiner »Blueline« richtet Schwing den Blick
auf eine wirtschaftliche Lösung im Standardsortiment,
ohne dabei auf bewährte Sicherheits-
und Servicekonzepte zu verzichten. Die Baureihe
ist laut Hersteller auf zuverlässigen Betrieb, einfache
Bedienung und flexible Einsatzmöglichkeiten
auf unterschiedlich strukturierten Baustellen ausgelegt.
Die »XS37-5RZ« ist mit einer S-Rohr-Betonventiltechnik
ausgestattet und arbeitet mit einem
offenen Hydrauliksystem. Zur Leistungsübersicht:
Das Modell verfügt über eine maximale Fördermenge
von 165 m³/h, einen Förderdruck von bis zu
85 bar sowie eine maximale Hubzahl von 26 1/min.
Die Kombination aus Fördermenge und -druck positioniert
die Maschine im typischen Leistungsbereich
urbaner Hoch- und Ingenieurbauprojekte.
Bewährtes S-Rohr-Ventil
Bereits im Jahr 1960 meldete Friedrich Wilhelm
Schwing das sogenannte S-Rohr als Ausprägung
einer Rohrweichenpumpe zum Patent an. Das
schwenkbare Rohrstück im Einfülltrichter verbindet
abwechselnd einen der beiden Förderzylinder
mit der Betonförderleitung. Durch das Umschalten
nach jedem Kolbenhub entsteht ein nahezu kontinuierlicher
Betonfluss – ein Funktionsprinzip, das
bis heute in vielen Zweizylinder-Betonpumpen Anwendung
findet.
Fünfteiliger RZ-Verteilermast
Ausgestattet ist die Maschine mit einem fünfteiligen
RZ-Mast in DN-125-Förderleitungsdimension.
Die maximale Reichhöhe beträgt 36,1 m, während
die Ausfalthöhe 7 m beträgt. Die gewählte Faltungsart
ermöglicht laut Schwing kompakte Transportmaße
bei gleichzeitig hoher Flexibilität im Arbeitsbereich.
Teilabstützungssysteme, wie das »Partial
Support System«, ermöglichen einen sicheren
und effizienten Einsatz auch auf Baustellen mit
stark beengten Verhältnissen, etwa in innerstädtischen
Straßen, bei Nachbarbebauung oder eingeschränkten
Zufahrten. Statt alle Abstützungen vollständig
auszufahren, können einzelne Stützen verkürzt
oder in mehreren Stufen positioniert werden,
sodass die Pumpe trotz Hindernissen standsicher
10
April 2026
Zum Titel
arbeitet. Dadurch lassen sich deutlich mehr Aufstellpositionen
realisieren, was laut Hersteller
die Flexibilität erhöht, Wartezeiten und Umsetzvorgänge
reduziert und die Betonierleistung auf
schwierigen Baustellen spürbar verbessert.
SCHWING
Merkmal der »Blueline«
Ein wichtiger Punkt der neuen Baureihe ist die umfangreiche
Serienausstattung. Sie basiert auf einer
intensiven Auseinandersetzung mit den Anforderungen
und Rückmeldungen von Anwendern aus
dem praktischen Baustellenbetrieb und greift zugleich
auf Erfahrungen zurück, die Schwing über
Jahrzehnte in der Entwicklung und im Einsatz von
Betonpumpen gesammelt hat. Zur praxisorientierten
Ausstattung zählen mehrere Details, die den
täglichen Betrieb vereinfachen sollen. Eine Reinigungsöffnung
ermöglicht das Entnehmen des Reinigungsballs
ohne Demontage des letzten Rohrbogens.
Für die Reinigung wichtiger Komponenten steht ein
Hochdruckreiniger zur Verfügung, der das Spülen
der Beton führenden Bauteile direkt auf der Baustelle
unterstützt und so zu einer schnellen Wiederherstellung
der Einsatzbereitschaft beiträgt. Eine Zentralschmieranlage
versorgt relevante Schmierstellen
automatisch und trägt damit zur Reduzierung
von Wartungsaufwand sowie zur gleichmäßigen
Schmierung der mechanischen Komponenten bei.
Zusätzlich ist eine Rohrablage vorgesehen, die das
sichere Verstauen von Förderrohren und Zubehör
erleichtert. Ein Endschlauchsperrventil verhindert
das unkontrollierte Austreten von Beton bei Pumpenstillstand
und unterstützt einen gleichmäßigen
Betonfluss bei Wiederaufnahme des Pumpbetriebs.
Offener Hydraulikkreislauf
Der offene Hydraulikkreislauf bietet eine effektive
Kühlung des Hydrauliköls, da es nach dem Arbeitsprozess
in den Tank zurückgeführt wird und dort
Wärme abgeben kann. Gleichzeitig wird das gesamte
Öl im Rücklauf kontinuierlich gefiltert, wodurch
Abrieb und Schmutzpartikel zuverlässig entfernt
werden. Das sorgt für eine hohe Betriebssicherheit
und eine lange Lebensdauer der Hydraulikkomponenten.
Zudem können robuste und kostengünstige
Standardkomponenten eingesetzt werden, was Wartung
und Betrieb wirtschaftlicher macht. Unterstützt
wird der Einsatz der Maschine zudem durch das internationale
Servicenetz von Schwing, das Wartung,
Ersatzteilversorgung und technischen Support in vielen
Einsatzregionen ermöglicht.
NOx-Emissionen auch unter
hoher Dauerlast und bei realen Fahrbedingungen
zuverlässig niedrig gehalten, was langfristig die
Einsatzsicherheit in Umwelt- und Innenstadtzonen
stärkt. Gleichzeitig sind die schweren Baureihen
wie der Arocs auf sehr hohe Fahrgestell-Tragfähigkeiten,
mehrachsige Konfigurationen und Umbaufähigkeit
ausgelegt, sodass selbst extrem große Betonpumpen
mit bis zu rund 70 t technischer Chassis-Last
und komplexen Lenkachs-Kombinationen
realisiert werden können. Das Zusammenspiel aus
robuster Rahmenskonstruktion, hoher Achslastreserve
und einer auf anspruchsvolle Bauanwendungen
ausgelegten Antriebs- und Kühltechnik macht
diese Euro-6e-Fahrgestelle für Pumpenhersteller besonders
attraktiv, weil sie hohe Reichweite des Auslegers,
Stabilität im Betrieb und Einhaltung aktueller
Emissionsstandards in einem Paket kombinieren.
Auftakt einer neuen Baureihe
Die Blueline-Baureihe ergänzt das bestehende Portfolio
des Herstellers, das bislang vor allem durch
die Premium-Autobetonpumpen von Schwing geprägt
ist. Während diese auf ein Höchstmaß an Individualisierung,
technischer Ausstattung und Leistungsfähigkeit
ausgelegt sind, richtet sich die neue
Baureihe laut Hersteller an Kunden, die eine wirtschaftliche
und standardisierte Lösung für typische
Baustellenanwendungen suchen.
d
Ausgelegt ist die »Blueline«
auf hohe Zuverlässigkeit,
gute Bedienung und flexible
Einsatzmöglichkeiten.
Die Fahrgestellbasis
Mercedes-Benz-Fahrgestelle
mit Euro-6e-Norm bieten für
Autobetonpumpen mehrere
praxisrelevante Vorteile:
Durch die konsequent
weiterentwickelte
Abgasnachbehandlung
werden
Zum Titel April 2026 11
NAMEN & NEUIGKEITEN
Henrik de Koning wurde zum neuen
Head OEM Europe bei BKT Europe ernannt
BKT – Der Spezialist für Off-Highway-Reifen setzt mit der Ernennung von Henrik de Koning
zum Head OEM Europe & Key Account bei BKT Europe einen weiteren Schritt in Richtung
seiner Wachstumsstrategie für 2030. In dieser Position wird er laut Unternehmen die strategische
Präsenz von BKT im OE-Markt stärken und eine Schlüsselrolle dabei übernehmen, die
Kundenbeziehungen auf ein neues Niveau zu heben.
Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Off-Highway-Reifenindustrie bei führenden Unternehmen
der Branche und fundiertem Fachwissen im Agrarsegment tritt Henrik de Koning
nun bei BKT ein, um die Expansion der Gruppe im europäischen Erstausrüstungssektor voranzutreiben.
Darüber hinaus werden nach Ansicht von BKT seine umfassenden Kenntnisse im
Bereich Agrar- und OTR-Reifen »entscheidend dazu beitragen, die kontinuierliche Entwicklung
des Markts zu begleiten und Kundenanfragen mit einem maßgeschneiderten Ansatz zu begegnen«.
In einem Statement von Henrik de Koning heißt es: »Ich freue mich sehr, BKT in dieser
spannenden Phase seiner Entwicklung beizutreten. Ich bin tief beeindruckt von dem Weg, den
BKT bisher beschritten hat, und fühle
mich geehrt, dass ich einen Beitrag zu
seiner Wachstumsvision 2030 leisten
darf.« Er fährt fort: »Gemeinsam mit
dem BKT-Team und unseren bewährten
Partnern freue ich mich darauf, unsere
Präsenz in den Schlüsselmärkten Europas
weiter zu stärken.«
Henrik de Koning.
d
JOINT VENTURE
Bosch Rexroth unterzeichnet
Joint Venture mit Xi’an IF Intelligent Equipment
BOSCH REXROTH – Die beiden Unternehmen Bosch Rexroth und Xi’an IF Intelligent
Equipment planen, ihre Kräfte für die Entwicklung und den Vertrieb von elektromechanischen
Aktuatoren (EMA) für den Off-Highway-Weltmarkt zu bündeln.
Als Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnik ist Bosch Rexroth seit 1978 in China
tätig. Xi’an IF Intelligent Equipment, eine 2001 gegründete hundertprozentige Tochtergesellschaft
von Xi’an Huaou Transmission, ist hingegen auf die Herstellung und den Vertrieb
von Kugelgewindetrieben spezialisiert und fertigt auch elektromechanische Achsen. Die
Vereinbarung zur Gründung des Joint Ventures unter industrieller Führung von Bosch
Rexroth wurde im Januar in Xi’an unterzeichnet. Diese steht unter dem Vorbehalt der
Freigabe verschiedener internationaler Kartellbehörden sowie anderer staatlicher Stellen
in China. »Der Markt für elektromechanische Aktuatoren für Off-Highway-Fahrzeuge
entwickelt sich in China sehr schnell und bietet weltweit hohes Wachstumspotenzial. Wir
wollen in diesem Markt von Anfang an erfolgreich sein. Dafür benötigen wir eine schnelle
Produktentwicklung zu nachhaltig wettbewerbsfähigen Kosten. Von der Bündelung
unserer technischen und vertrieblichen Kompetenzen bei elektromechanischen Achsen
profitieren unsere Kunden und unsere jeweiligen Unternehmen«, sagt Steffen Haack,
Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. Xi’an IF Intelligent Equipment hat seine hohe
technische Kompetenz im Bereich Kugelgewindetriebe – der Schlüsselkomponente für
elektromechanische Aktuatoren – bereits unter Beweis gestellt. »Diese Zusammenarbeit
ist nicht nur eine strategische Partnerschaft zwischen zwei Unternehmen, sondern auch
eine klare Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse unserer Kunden. Zusammen mit Bosch
Rexroth bringen wir einen kraftvollen, intelligenten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten
Impuls in den weltweiten Off-Highway-Markt und wir wollen einen Meilenstein auf dem Weg
zu einer emissionsarmen Zukunft für mobile Anwendungen setzen.«
d
BKT
DYNAPAC
Sönke Demuth ist neuer
Director of Marketing
DYNAPAC – Kürzlich gab Dynapac die Ernennung
von Sönke Demuth zum neuen Director of Marketing
bekannt. In dieser Funktion soll er die strategische
Ausrichtung der Produkte verantworten
und die Marktpräsenz weiter stärken.
Sönke Demuth.
Sönke Demuth gilt als erfahrener Branchenexperte.
Er kam bereits während seines Universitätsstudiums
zu Dynapac und arbeitete zunächst als Entwicklungsingenieur
im Bereich Bohlen-Technologie. Anschließend
übernahm er Positionen als Product Manager
und zuletzt als Head of Product Management Paving,
wo er die Produktentwicklung laut Unternehmen
maßgeblich vorantrieb. Dabei setzte er wichtige
strategische Initiativen um, wie die Digitalisierung der
Straßenfertiger-Flotte, einschließlich Open Interface,
das neue Betriebssystems »Pave OS Pro« sowie das
»Nexus«-Jobsite-Management.
d
Nachhaltigere Energieund
Infrastrukturlösungen
LIEBHERR-COMPONENTS – Mit der Gründung
der Liebherr Energy Solutions GmbH erweitert
Liebherr das Portfolio im Bereich Digitalisierung
und nachhaltigeren Energiemanagements.
Das neue Unternehmen verbindet bestehende
Kernkompetenzen im Bereich von Energiespeichertechnologien
sowie Energieplanungs- und -management-Software.
Langfristig ist geplant, das Lösungsangebot
um Energiedienstleistungen zu erweitern.
Das innovative Lösungsportfolio soll den Energieverbrauch
sowie die CO₂-Emissionen auf Baustellen
weiter senken und die Elektrifizierung von Bau- und
Nutzfahrzeugen voranbringen. Liebherr Energy Solutions
geht aus dem Produktsegment Liebherr‐Komponenten
hervor und fokussiert sich auf Energiespeichertechnologien
sowie dazugehörige, eigens
entwickelte Softwarelösungen. Der mobile, batteriebasierte
Energiespeicher »Liduro Power Port«, kurz
»LPO«, dient einer stabilen und lokal emissionsfreien
Stromversorgung auf der gesamten Baustelle. d
12
April 2026
Namen & Neuigkeiten
Volvo CE stellt das Rokbak-Geschäft ein
VOLVO CE – ROKBAK – Aufgrund steigender Kosten und globaler Handelsherausforderungen
wird Volvo CE sein Geschäft mit Rokbak-Knickgelenk-Muldenkippern
einstellen und seine Ressourcen auf sein Portfolio an
anderen Transportlösungen konzentrieren. Seit mehr als vier Jahrzehnten
liefert Rokbak, ehemals Terex Trucks, zuverlässig Off-Highway-Knickgelenk-Dumper
an Kunden weltweit. Steigende Betriebs- und Lieferkettenkosten
in Verbindung mit globalen Handelsherausforderungen wie den
US-Zöllen haben jedoch die finanzielle Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt,
sodass ein Weiterbetrieb nicht mehr tragbar ist. Die Produktion
der Rokbak-Knickgelenk-Dumper wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte
des Jahres 2026 eingestellt, vorbehaltlich eines Konsultationsprozesses.
Das Rokbak-Geschäft wird eingestellt.
ROKBAK
Volvo CE setzt sich laut eigener Aussage nun für den anhaltenden Erfolg
der Kunden und Händlerpartner von Rokbak ein. Es werde eine engagierte
Unterstützung in Form eines Kernteams bereitgestellt – Kunden sowie Händler
sollen von diesem während der gesamten Übergangsphase und zukünftig
weiterhin Aftermarket-Dienstleistungen wie Ersatzteile, Vertrieb, technischen
Support und Schulungen erhalten. »Dies ist eine unglaublich schwierige Zeit für
unser gesamtes Unternehmen, unsere geschätzten Mitarbeiter sowie unsere
treuen Kunden und Partner«, sagt Rokbak-Geschäftsführer Paul Douglas. »Wir
sind äußerst dankbar für all die Unterstützung, die wir im Laufe der Jahre
erhalten haben. Unser Fokus liegt nun darauf, einen reibungslosen Übergang
zu gewährleisten, unserem fantastischen Team, unseren Kunden und Partnern
weiterhin Unterstützung zu bieten und unsere Verpflichtungen zu erfüllen.« Im
Jahr 2014 übernahm die Volvo Group die Offroad-Produktlinie von Terex Trucks
und gründete eine neue Sparte innerhalb von Volvo CE. Nach sieben Jahren
der Investition wurde die Marke Rokbak im September 2021 mit den Knickgelenk-Muldenkippern
»RA30« und »RA40« eingeführt. Seitdem überzeugen
die robusten Lkw laut Unternehmen auf anspruchsvollen Baustellen weltweit
durch zuverlässige und kraftstoffsparende Leistung. »Unsere Muldenkipper
werden in Schottland entwickelt und gebaut und sind geprägt von jahrzehntelanger
Erfahrung und Stolz«, fasst Paul zusammen. »Als wir die Marke Rokbak
auf den Markt brachten, war sie weltweit ein Erfolg und wurde begeistert
aufgenommen. Das macht es umso schwerer, unsere Pläne zur Schließung
des Geschäfts bekannt zu geben, aber trotz umfangreicher Bemühungen ist
der weitere Betrieb leider nicht mehr tragbar.« Die Schließung des Standorts
Rokbak steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses eines kollektiven Konsultationsverfahrens,
das voraussichtlich bis zum dritten Quartal abgeschlossen
sein wird. Volvo CE möchte laut eigener Aussage eng mit Gewerkschaften,
Regierungsvertretern und Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um einen
verantwortungsvollen und unterstützenden Übergang für die von dieser Entscheidung
betroffenen Mitarbeiter zu gewährleisten.
d
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Situation. Dank breitem Portfolio, starken Marken und verlässlichem
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ideal vereinen – vom ersten Einsatz an.
Namen & Neuigkeiten April 2026 13
Stefan Hartung übernimmt die Gebietsverkaufsleitung
für Ruthmann Holdings GmbH in Ostdeutschland
Kompletter Neubau
in Koblenz geplant.
RUTHMANN – Verstärkung für Ruthmann: Seit Februar ist Stefan Hartung als
Gebietsverkaufsleiter für Ostdeutschland bei der Ruthmann Holdings GmbH tätig.
Damit hat sich das Unternehmen einen erfahrenen Branchenkenner ins Boot geholt.
Der in Erfurt ansässige Vertriebsexperte verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Land- und
Baumaschinenvertrieb. Seine umfassende Marktkenntnis erstreckt sich über die Bundesländer
Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin-Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, wie
Ruthmann Holdings erklärt. In diesen Regionen ist Stefan Hartung nunmehr zentraler Ansprechpartner
für den Ruthmann-Kundenstamm. Zum Start im Februar wurde Stefan Hartung laut Aussage
des Unternehmens intensiv eingearbeitet und umfassend mit dem Produktportfolio, den internen
Prozessen sowie den Service- und Vertriebsstrukturen des Unternehmens vertraut gemacht. Jens
Westermann, Vertriebsleiter Deutschland bei Ruthmann, hierzu: »Mit Stefan Hartung verstärken
wir unser Vertriebsteam mit einem äußerst
erfahrenen Branchenkenner. Seine langjährige
Tätigkeit in den östlichen Bundesländern
und seine Nähe zum Markt sind eine wertvolle
Basis für die weitere Zusammenarbeit
mit unseren Kunden und Partnern.« Die
Ruthmann Holdings ist eine der führenden
Marken im Bereich der Hubarbeitsbühnen
und Teil der Time Manufacturing Company.
Zurückgreifen kann das Unternehmen auf
über 125 Jahre an Branchenerfahrung. d Stefan Hartung.
NEUER HÄNDLER
Zusätzliche Verstärkung: Axial Landtechnik
startet als neuer Hyundai-Händler in Ost-Österreich
HD HYUNDAI – Das 1991 gegründete Handelsunternehmen Axial Landtechnik mit neuer
5 000 m 2 großer Niederlassung in Bruck an der Leitha startet neben seinen umfangreichen
Aktivitäten im Landmaschinen-Sektor nun mit Hyundai Construction Equipment
eine eigene Business-Unit »Baumaschinen« unter Leitung von Yusuf Saykili.
Seit Februar ist Axial Landtechnik offizieller Händler für das gesamte Hyundai-CE-
Baumaschinenprogramm in den Regionen Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten
und Steiermark. Axial beschäftigt elf Mitarbeiter und ist ISO-9001-zertifiziert. »Mit
Hyundai Construction Equipment haben wir einen starken, technologisch führenden
Partner an unserer Seite. Unser Ziel ist es, die Marke Hyundai in Ost-Österreich nachhaltig
zu etablieren – mit hoher Servicequalität, Kundennähe und langfristigen Partnerschaften«,
so Yusuf Saykili, Divisionsleiter Baumaschinen. Ende Februar lud Axial
Landtechnik zudem zu den »Open Days« ein – eine ideale Gelegenheit, sich vor Ort über
das Hyundai-CE-Programm zu informieren, das Team persönlich kennenzulernen und
sich individuell beraten zu lassen, wie das Unternehmen mitteilt. Hyundai Construction
Equipment Europe zählt zu den wichtigsten und größten Baumaschinenherstellern am
europäischen Baumaschinenmarkt. Durch hohe Werksautomatisierung, ein Null-Toleranz-Qualitätskontrollsystem
und innovative Technik bietet das Unternehmen laut eigener
Aussage eine breite Palette von Baumaschinen an. »Für unseren Geschäftsbereich
Baumaschinen stellen wir schweres Gerät her, darunter Hydraulikbagger und Radlader.
In unserem Geschäftsbereich Material-Handling bieten wir eine breite Palette von Gabelstaplern
und Lagerausrüstungen an, um die ständig wachsenden Anforderungen unserer
Kunden zu erfüllen.« Ein weiterer wichtiger Faktor dürfte sein, dass Hyundai Construction
Equipment Europe seine Produkte über ein qualifiziertes Netz von über 140 Händlern in
mehr als 30 Ländern vertreiben kann und die Märkte damit breit abdeckt. Hinzu kommt,
dass HD Hyundai dadurch für die Anwender in greifbarer Nähe bleibt.
d
RUTHMANN
DAIMLER TRUCK
Daimler Truck investiert in
modernes Nutzfahrzeugzentrum
DAIMLER TRUCK – Auf dem bestehenden Gelände
des Nutzfahrzeugzentrums »Mercedes-Benz
Koblenz« entsteht ein vollständiger Neubau. Die
Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.
Kundenorientierung soll für Mercedes-Benz Trucks
an oberster Stelle stehen und ist laut eigener Aussage
der zentrale Baustein der Geschäftsfeldstrategie.
Dem Eigenvertrieb, auch als Own Retail bezeichnet,
kommt dabei aufgrund des direkten Kontakts zwischen
Unternehmen und Kunden eine wesentliche
Rolle zu. Investitionen in das Own-Retail-Netz sollen
dazu beitragen, den Serviceanteil und damit die Resilienz
von Mercedes-Benz Trucks zu steigern. Neben
neuen Standorten (München-Aschheim), Erweiterungen
bestehender Standorte (Würzburg) oder
Übernahmen bestehender Betriebe (Passau) gehört
auch das Nutzfahrzeugzentrum »Mercedes-Benz
Koblenz« zu den zentralen Own-Retail-Projekten:
Auf dem südlichen Teil des Geländes an der Friedrich-Mohr-Straße
entsteht ab Herbst ein kompletter
Neubau. Dafür wird das dortige Gebäude aus dem
Jahr 1963, das zuletzt als Logistikhalle genutzt wurde,
seit diesem Frühjahr zurückgebaut. Die eigentliche
Niederlassung auf dem nördlichen Geländeteil bleibt
bis zur Inbetriebnahme des Neubaus für Kunden
geöffnet. Auf rund 4 000 m 2 bebauter Grundfläche
sollen in Koblenz ab Anfang 2028 Vertrieb und
Service von Lkw der Marke Mercedes-Benz sowie
Service von Bussen der Marken Mercedes-Benz
und Setra angeboten werden. Das neue Nutzfahrzeugzentrum
wird zudem ein zentraler Anlaufpunkt
für das Finanzdienstleistungsgeschäft von Daimler
Truck Financial Services Deutschland (DTFSD) und
Mietstützpunkt für CharterWay-Fahrzeuge. Stina
Fagerman, Leiterin Marketing, Vertrieb und Services
Mercedes-Benz Trucks: »Das Lkw-Geschäft ist von
hoher Komplexität, intensivem Beratungsbedarf und
starken Kundenbeziehungen geprägt. Über unsere
konzerneigenen Handelsbetriebe und Standorte
pflegen wir einen engen Dialog mit unseren Kunden
und entwickeln Produkte wie Services kontinuierlich
weiter. Wir planen, unser Own-Retail-Netz bis 2030
um über 60 Prozent auszubauen.«
d
14
April 2026
Namen & Neuigkeiten
Neuer Vertriebsleiter bei Rädlinger Maschinenbau
soll Kunden- und Prozessfokus stärken
Peter Schrader.
RÄDLINGER– Mit Ralf Haberl erweitert Rädlinger Maschinenbau die Vertriebsorganisation
und stärkt die Verzahnung von Vertrieb, Konstruktion und Fertigung – als Basis für schnellere,
anwendungsnahe Lösungen, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.
Ralf Haberl ist neuer Taktgeber im Vertrieb bei der Rädlinger Maschinenbau GmbH: Der
46-Jährige hat es sich zum Ziel gesetzt, die Rolle des Unternehmens als Problemlöser für
Endkunden weiter auszubauen. »Wir haben ein sehr breites und tiefes Portfolio, in dem unterschiedliche
Anbaugeräte ideal zusammenspielen – genau das, was die Branche aktuell benötigt.
Diese Lösungen möchte ich unseren Kunden stärker präsentieren«, erklärt er sein Ziel für das
bayerische Unternehmen. Als Vertriebsleiter ist er zuständig für den gesamten Vertrieb des
Unternehmens und Bindeglied zwischen Geschäftsbereichsleitung und Innen- wie Außendienst.
Ralf Haberl bringt Führungserfahrung aus anderen
Branchen mit zu Rädlinger: »Aus meinem bisherigen
Werdegang nehme ich drei zentrale Punkte
mit: konsequente Kundenorientierung, ein klares
Verständnis von Kosten- und Preislogik sowie den
Anspruch, Vertrieb, Technik und Fertigung als eine
Einheit zu denken. Ich habe die Baumaschinenbranche
als anwendungsnah und partnerschaftlich
kennengelernt. Besonders fasziniert mich die
Verbindung aus Hightech und robuster Mechanik –
massiver Stahl, der digital millimetergenau gesteuert
wird«, beschreibt Haberl seine Eindrücke. d
RÄDLINGER
Ralf Haberl.
Kobelco eröffnet europäische Zentrale
samt Technologiezentrum in Lelystad
KOBELCO – Der Baumaschinenhersteller Kobelco erreicht mit der offiziellen Eröffnung
seines neuen europäischen Hauptsitzes und Technologiezentrums in Lelystad einen weiteren
wichtigen Meilenstein. Die feierliche Veranstaltung Ende Januar würdigte nicht nur die
Fertigstellung einer hochmodernen Anlage, sondern auch das langfristige Engagement von
Kobelco für Innovation, Zusammenarbeit und nachhaltiges Wachstum in Europa.
An der Eröffnungsfeier nahmen rund 70 VIP-Gäste teil, darunter Vertreter des Bauunternehmens
und des Architekten, wichtige Partner von Kobelco, benachbarte Unternehmen und regionale
Interessengruppen. Unter den hochrangigen Teilnehmern befanden sich Repräsentanten
der Provinz Flevoland und die Bürgermeisterin von Lelystad, Mieke Baltus, was die starke lokale
und regionale Unterstützung für den neuen Hauptsitz unterstreicht. Darüber hinaus nahmen alle
Mitarbeiter von KCME an der Veranstaltung teil, gemeinsam mit einer Gruppe von rund 147 Kobelco-Händlern
aus ganz Europa, was die Veranstaltung laut Kobelco zu einem wahrhaft internationalen
Treffen machte. Makoto Kato, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer bei KCME, eröffnete
die Veranstaltung mit einem Einblick in die Entwicklung des Unternehmens und bedankte sich bei
den Mitarbeitern, Partnern und Interessengruppen, die zum Erfolg der europäischen Organisation
beigetragen haben. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der neuen Anlage als Grundlage
für die nächste Wachstumsphase. Die Eröffnung in Lelystad dürfte damit auch Sinnbild für die
Zukunft sein: Man geht die Zukunft an und setzt dabei auf langfristig gedachte Ziele. Christa de
Kemp, Geschäftsführerin von Dujat, betonte in ihrer Rede die Bedeutung der starken japanisch-europäischen
Geschäftsbeziehungen und die positiven Auswirkungen der Investition von Kobelco auf
die niederländische und europäische Industrielandschaft. Die Eröffnung stellt laut Aussage des
Unternehmens eine bedeutende Investition in die Zukunft dar. Sie unterstreiche das Engagement
von Kobelco für seine Partner, Händler und Mitarbeiter und stärke gleichzeitig seine Position auf
dem europäischen Markt.
d
ANDREAS GEBERT
Peter Schrader ist neuer Leiter
der strategischen Geschäftseinheit
ZEPPELIN RENTAL – Seit Februar hat Peter
Schrader, seit über 20 Jahren Geschäftsführer der
deutschen Zeppelin Rental GmbH, zusätzlich die
Leitung der strategischen Geschäftseinheit Rental
des Zeppelin-Konzerns übernommen. Er folgt in
dieser Position auf Arne Severin, der den Zeppelin-Konzern
auf eigenen Wunsch verlassen hat.
In einem Statement heißt es: »Peter Schrader genießt
unser volles Vertrauen«, so Matthias Benz, Vorsitzender
der Geschäftsführung des Zeppelin-Konzerns
und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zeppelin Rental
GmbH. »Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung
wird er die strategische Geschäftseinheit Rental auch
in einem herausfordernden europäischen Marktumfeld
zukunftssicher aufstellen. Im Fokus stehen die
noch stärkere Zusammenführung der internationalen
Geschäftstätigkeiten unter Berücksichtigung der
länderspezifischen Besonderheiten sowie die Harmonisierung
von Prozessen für weiteres profitables
Wachstum.« In der strategischen Geschäftseinheit
Rental bündelt der Zeppelin-Konzern alle Aktivitäten
in der Maschinen- und Gerätevermietung, der temporären
Infrastruktur sowie der Baulogistik in den
Märkten Deutschland, Österreich, Tschechien, der
Slowakei, Dänemark, Schweden, Norwegen und den
Niederlanden. Peter Schrader ist seit über 35 Jahren
in verschiedenen Positionen im Konzern tätig. Über
Stationen als Verkaufs- und Niederlassungsleiter,
Vertriebsdirektor und Generaldirektor für Russland
und Gesamtverantwortlicher für die CIS-Staaten
leitete er ab 2003 den Zeppelin-Mietservice und
wurde ein Jahr später zum Geschäftsführer der neu
gegründeten MVS Zeppelin GmbH & Co. KG, der heutigen
Zeppelin Rental GmbH, ernannt. »Ich freue mich
sehr auf die erweiterte Aufgabe und nehme sie mit
einer großen Portion Motivation und Leidenschaft
an«, so Peter Schrader. »Vielen Dank für die Bestätigung
und die Wertschätzung. Gemeinsam mit
der Geschäftsleitung und dem Management-Team
arbeiten wir bereits intensiv an internen Weiterentwicklungen.«
d
Namen & Neuigkeiten April 2026 15
BAU
GEFLÜSTER
Künstliche Intelligenz –
ein menschlicher Denkfehler
Willkommen im Zeitalter der
künstlichen Intelligenz (KI) –
der wohlgemerkt vierten industriellen
Revolution, die in
immer mehr Bereichen das
Steuer übernimmt und den Menschen vom
Fahrersitz auf die Rücksitzbank verbannt. Von
dort aus bleibt ihm nur übrig zu beobachten,
mit welch wahnwitzig hoher Geschwindigkeit es auf der
linken Spur vorwärtsgeht – und das öfter mal in die falsche
Richtung. Da stellt sich mir die Frage: Hat hier
wirklich niemand das Kleingedruckte gelesen!?
Die Devise lautet: Noch mehr (von allem)
Eine Klarstellung vorweg: KI ist ein wahrer Gamechanger.
Wir erleben den Aufstieg einer weiteren Technologie,
welche die Menschheitsgeschichte maßgeblich verändert.
Denn bereits die Zielsetzung von »Industry 4.0«
war die Vernetzung und Automatisierung aller Dinge.
Und jetzt kommt auch noch künstliche Intelligenz dazu,
die nunmehr fünfte industrielle Revolution, auch »Industry
5.0« genannt. Einher geht das für die Bauwirtschaft
mit flächendeckender Digitalisierung, der Vernetzung
(IoT), selbstlernenden Systemen sowie der Verwendung
KI-gesteuerter Produktion. Für die Baubranche
heißt das: Echtzeitüberwachung, Remote-Zugang,
automatisierte Analyse, Anpassung und Kontrolle, Bürokratieabbau
sowie die Nutzung autonomer bzw. teilautonomer
Maschinen. Letztlich soll KI dazu beitragen,
dass die Produktivität (noch mehr)
erhöht, Fehler- und Nachtragungsquoten
(noch mehr) verringert, (noch
mehr) Planungssicherheit geschaffen
und der Mensch (noch mehr)
entlastet wird – zeitlich, physisch,
aber auch finanziell. Kurz und
knapp: KI ist spitze! Wäre da nur
nicht dieses nervige »Aber«!
Denn, gerade bei generativer
Dan Windhorst
KI, die neue Inhalte wie Texte, Softwarecodes
oder Bilder erstellt und der breiten Öffentlichkeit
zugänglich ist, hat sich ein markanter
Fehlgedanke eingeschlichen. Überspitzt lässt
sich behaupten, dass der Mensch gerade dabei
ist, seinen Kopf auf »Auto-Pilot« zu stellen,
indem er seine Frage an einen Chatbot richtet
und die generierte Lösung nicht zu hinterfragen
scheint. Das Problem ist, egal was du fragst, die KI
hat immer eine Antwort parat. Und bevor die KI nichts
sagt, lügt sie lieber. Was viele nicht wissen: Die am häufigsten
verwendeten Chatbots am Markt greifen auf eine
veraltete Datenbank zurück. Darüber hinaus ist das Wissen,
auf das sie zugreifen, fehlerhaft.
KI ist nicht immer gleich KI
Letztlich überlassen wir das Finden von Wahrheiten einem
heillos überforderten Taschenrechner. Deswegen
sollte das erste Gesetz im Umgang mit KI lauten: »Wisse
mehr über das Thema als die KI selbst!« Gerade mit Blick
auf die Baubranche muss man differenzieren: Der Einsatz
KI-basierter Telematik, mitdenkender Assistenzsysteme,
von Building Information Modeling (BIM), smarter
Dokumentenanalyse, autonomer Roboter, KI-optimierter
Baustellenlogistik und Risikobewertung sowie intelligenter
Wartungsanalyse basiert im weitesten
Sinne auf »Private AI«, einer
internen künstlichen Intelligenz,
die in einem geschlossenen System
geschaffen wurde. Die Unternehmen
greifen dabei auf Daten innerhalb
der eigenen Sicherheitsarchitektur zurück. Anders
bei Systemen wie Gemini AI oder ChatGPT. Sie nutzen
Sprachmodelle (LLMs), sprich, sie wurden auf riesige
Datenmengen an Texten trainiert, die sich z. B. aus Büchern,
Artikeln und Web-Einträgen zusammensetzen.
Und jetzt folgt das Negativbeispiel: Um meinen Beitrag
»Wisse mehr
über das Thema
als die KI selbst!«
zur neu entwickelten Planierraupe von Liebherr zu verfassen,
bedarf es mitunter tagelanger Recherchearbeit.
16 April 2026
bauMagazin Kolumne
Ich rufe das Entwicklerteam an, spreche mit Konstrukteuren,
dem Marketing und Anwendern. Ich grabe mich
mühselig durch Datenblätter, um vom hydro statischen
Antrieb über das Kettenlaufwerk bis hin zum Heckaufreißer
in Erfahrung zu bringen, welche Informationen
meine Leser wirklich brauchen. Mit der Nutzung von
Chatbots gelingt mir die Texterstellung in unter drei Minuten
– selbst zu recherchieren, zu schreiben, zu korrigieren
und zu setzen kann im Gegenzug drei Tage beanspruchen.
Das Presseglück in die Hände eines »Toasters« legen
Man könnte also sagen: Journalismus ohne Journalisten
wäre endlich mal effizient. Und den Texterstellern
aus der PR-Abteilung ergeht es nicht anders. Hohe Kosten,
langwierige Freigabeprozesse – das ist nervig und
zuweilen hochunproduktiv, weshalb immer mehr Unternehmen
auf den teuren PR-Texter verzichten und
ihr Marketing- und Presseglück stattdessen in die Hände
eines smarten »Toasters« legen, der zwar keine Ahnung
von »Richtig« und »Falsch« hat, dir das Gegenteil
aber gut vorgaukeln kann. Die Folge des KI-Wandels
ist, zumindest bislang, dass wir bequem werden
und uns Stichhaltigkeit aufgrund von selbstauferlegtem
Zeit- und Kostendruck nicht mehr leisten wollen.
Noch stecken wir in den KI-Kinderschuhen. Aktuell ist
es so naheliegend, KI-Bots als Ideengeber, als Kreativwerkzeug
oder als Arbeitswerkzeug zu nutzen. Aber die
Befürchtung ist, dass wir die Gefahr verkennen, dass
KI die Wahrheit verwässert und in Zukunft auf immer
mehr falsche Informationen zurückgreift, die sie selbst
in Umlauf gebracht hat. Ein Hoffnungsschimmer ist,
dass es bei der aktuellen Vernetzung und Automatisierung
aller Dinge nicht bleiben wird. Mit dem nahenden
Übergang zu »Industry 5.0« werden wir die Zusammenarbeit
von Mensch und Maschine erleben, eine KI-Kollaboration,
bei der KI-gesteuerte Roboter menschliche
Tätigkeiten ergänzen, statt sie blindlings zu ersetzen.
Eine wichtige Frage bleibt jedoch, ob wir uns bis dahin
nicht längst unser persönliches Wissen durch KI verfälscht
haben.
Hatten wir das nicht schon mal?!
Eine zutiefst beunruhigende Tatsache ist in diesem Zusammenhang,
dass uns das nicht zum ersten Mal passiert.
Erinnern Sie sich noch an Brockhaus? Das waren
diese klobigen, verstaubten Enzyklopädien, die man
sowohl bei denen im Bücherschrank fand, die sich Intellektuelle
schimpften, als auch bei jenen, die das gern
gewesen wären. Und dann kam das Internet. Innerhalb
weniger Jahre entwickelte sich Wikipedia zum größten
Nachschlagewerk der Welt – ein kollaboratives Machwerk,
das von freiwilligen Autoren geschrieben, bearbeitet
und aktualisiert wird. Und obwohl Wikipedia
heute durchaus kluge Kontrollsysteme verwendet, war
die Gefahr groß, dass Wissen verfälscht wird. In Zeiten
von »ich google das mal kurz«
gab es fortan immer eine Antwort
auf unsere Fragen. Aber
nur wenige haben den Wahrheitsgehalt
hinterfragt. Zugegeben,
es hat zum Glück nicht
lange gedauert, bis Dozenten ihren Studierenden verboten
hatten, Wikipedia als seriöse Quelle zu verwenden,
und auch in der breiten Masse setzte sich die Gewissheit
durch, dass nicht alles, was im Internet steht,
auch wirklich der Wahrheit entspricht. Und plötzlich
stehen wir beim Einsatz von KI (mal wieder) vor dem
identischen Problem. Natürlich könnte man jetzt sagen,
dass es der Menschheit doch bitte schön zumutbar
sei, dass sie KI-Informationen kritisch beleuchtet. Das
Problem ist nur: Wen sollen wir in Zukunft nach der
Wahrheit fragen? Haben Sie noch Ihre Brockhaus-Enzyklopädie
im Haus? Abschließend will ich es mal mit
den Worten eines »Terminator«-Cineasten versuchen:
Ganz ehrlich? Wir hätten »Cyberdyne Systems« verdammt
noch mal daran hindern sollen, »Skynet« wirklich
anzuschalten...
»Wen sollen wir in
Zukunft nach der
Wahrheit fragen?«
d
bauMagazin Kolumne April 2026
17
IM BLICKPUNKT
»Das Coreum-Konzept
basiert auf Zuhören«
COREUM – Auf dem Papier ist das Coreum ein Treffpunkt für die Bau-, Materialumschlag-
und Recyclingbranche. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir es in
Stockstadt am Rhein mit einem millionenschweren Großprojekt zu tun haben, für
das es in Europa nichts Vergleichbares gibt. Auf knapp 120 000 m 2 Fläche lassen
sich 365 Tage im Jahr Hunderte Exponate vor Ort testen, Anwendertrainings
abhalten und Veranstaltungen besuchen, die branchenübergreifendes Netzwerken
ermöglichen. Nicht zu vergessen: ein hauseigenes Hotel, riesige Seminarräume,
voll ausgestattete Werkstätten, eine weitläufige Expo-Halle, 50 feste Partnerschaften
und ein 572 m 3 fassender »Inhouse-Sandkasten«, in dem sogar ein haushoher
50-t-Kettenbagger Platz finden würde. Das alles wirkt gewaltig – und das ist es
auch. Mittlerweile ist die feierliche Eröffnung des Coreums knapp acht Jahre her.
Und im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Björn Hickmann und Kathrin
Kiesel stellte sich die Frage: »Ist der Plan wirklich aufgegangen?«
Viel Platz zum »Austoben«: Auf über
120 000 m 2 Fläche bietet das Coreum
Hunderte Exponate, Seminarräume, ein
Hotel, eine Expo-Halle sowie Werkstätten
und einen riesigen Inhouse-Sandkasten.
Dan Windhorst
Zu den Praxistagen stellen die 50 Partner
ihre neuesten Lösungen im Coreum vor.
Zur Wahrheit gehört: In den Anfängen klang die
Vision vom Coreum ein Stück weit nach Größenwahn.
Ein riesiges Kompetenz- und Erlebniszentrum
für Baumaschinen und Bauprozesse, das
365 Tage im Jahr geöffnet hat – und das mitten in
Deutschland. Mit Blick auf die beachtlichen Umsatz-
und Besucherzahlen wollte das bauMAGAZIN
erfahren, was das Coreum letztlich so erfolgreich
macht. Wir wollten wissen: Was hat den Ausschlag
dafür gegeben, dass sich diese professionelle »Spielwiese«
für Maschinen und Technik derart stark halten
kann?
»Im Coreum gibt es eine Sache, die man hier
ganz sicher nicht findet: ein Schild, auf dem ›Bit-
te nicht anfassen‹ steht«, so Björn Hickmann. Im
Mittelpunkt des Konzepts stehe, dass jedermann
die Maschinen und Technik direkt vor Ort erleben
und testen kann. »Aus Erfahrung wissen wir, dass
ein Maschinist oder Bauunternehmer die Praxis
braucht: Um herauszufinden, wie sich Arbeitsprozesse
durch neue Technik und Verfahren weit effizienter
gestalten lassen, muss man die Dinge selbst erleben
– und genau dafür haben wir das Coreum aus
dem Boden gestampft«, wie Kathrin Kiesel anfügt.
Was auf der »Tageskarte« steht
Im Repertoire hat das Coreum seit seiner Gründung
das »365«-Format: Das ganze Jahr über können
18
April 2026
Im Blickpunkt
COREUM
sich Interessierte kostenlos anmelden und das Gelände
erkunden – mit allen Maschinen und allen
Geräten, die von den insgesamt 50 Partnern permanent
im Expo-Park ausgestellt werden. Hinzu
kommt, dass das »Bitte nicht anfassen«-Schild tatsächlich
nicht existiert: Man darf testen – und deshalb
lässt sich das Coreum auch nicht nur als Informationszentrum,
sondern vielmehr als Erlebniswelt
begreifen. »Mit ›365‹ haben wir ein Format
gefunden, das sehr gut angenommen wird: Unterschiedlichste
Firmen nehmen das in Anspruch –
vom kleinen Zweimann-Betrieb über Mittelständler
bis zum Großkonzern. Sie alle wollen gleichermaßen
wissen, wie sich die Maschine oder das Gerät
unter realistischen Einsatzbedingungen verhält.
›365‹ hat sich dadurch wirklich positiv entwickelt«,
wie Kathrin Kiesel klarstellt. »Ein Beispiel: Vor wenigen
Tagen war ein Baumaschinenhändler vor Ort,
um sich digitale Lösungen anzuschauen, sich beraten
zu lassen und die Systeme auszuprobieren.«
Gleichzeitig müsse man das Coreum als Treffpunkt
für die eigenen Events begreifen, beispielsweise für
die jährlich stattfindenden »Praxistage«, an denen
die Branche in Stockstadt zusammenfindet, um innovative
Neuentwicklungen aufzuzeigen. Flankiert
werde das mit der alle zwei Jahre stattfindenden
»Zukunftskonferenz«: Neben Impulsvorträgen, die
sich beispielsweise mit aktuellen Themen wie der
Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Elektrifizierung
befassen, lässt sich das, worüber auf der Bühne
philosophiert wird, direkt im Anschluss im Freigelände
ausprobieren. »Das war von Beginn an ein
Eckpfeiler für uns: Wir wollten alte
Muster aufbrechen und einen Ort
schaffen, wo Theorie und Praxis knallhart
aufeinandertreffen«, sagt Björn Hickmann.
Er fügt an: »Und dieses Konzept wird angenommen.
Seit mittlerweile acht Jahren verzeichnen
wir starke Besucherzahlen – im vergangenen
Jahr hatten wir rund 20 000 Besucher im Coreum.«
Akademie mit hohem Zulauf
Seit Jahren profitiert das Coreum allerdings auch
von guter Akademie-Arbeit. Die Rede ist von praxisnaher
Weiterbildung: »Die Idee für unsere Akademie
ist, dass wir neueste Technik, echte Maschinenpower
und Expertenwissen aufeinanderprallen
COREUM (4)
Bitte nicht
anfassen!
Im Coreum ist das Schild
»Bitte nicht anfassen«
ganz sicher nicht zu finden:
Das Konzept basiert darauf,
Maschinen, Technik und Geräte
direkt vor Ort auszuprobieren.
Mehr Anwendernähe
geht nicht: Die Akademie
vermittelt Theorie praxisnah
direkt an der Maschine.
Im Blickpunkt April 2026 19
IM BLICKPUNKT
120 000
Quadratmeter
Auf knapp 120 000 m 2 Fläche
lassen sich 365 Tage im Jahr
Hunderte Exponate vor Ort
testen, Anwendertrainings
abhalten und Veranstaltungen
besuchen, die branchenübergreifendes
Netzwerken ermöglichen.
Im Training durfte bauMAGAZIN-
Redakteur Thomas Seibold sein Können
im Abbruchbagger »KMC600« von KTEG
unter Beweis stellen – eine Maschine, die
bis zu 86 t mit sich bringen kann.
lassen. Wir bieten Trainings für jedermann an –
vom Maschinisten, Mechaniker und Servicearbeiter
über den Polier bis zum Geschäftsführer«, so Björn
Hickmann. Im vergangenen Jahr verzeichnete die
Akademie laut Kathrin Kiesel über 2 000 Teilnehmer:
»Durch die vielen Rückmeldungen der Teilnehmer
wissen wir: Die Mischung macht's. Unsere Ausbilder
kommen selbst aus der Praxis und können neben
unserem modernen Schulungszentrum auf einen
Maschinenpark zurückgreifen, der aus über zwölf
verschiedenen Themenwelten und Aktionsflächen
besteht.« Tatsächlich gelingt es der Akademie, jede
Theorieeinheit mit einer kräftigen Praxisnote zu
»würzen«. Und seien wir mal ehrlich: Über einen
Bagger, ein Anbaugerät oder digitale Tools zu philosophieren,
ist etwas anderes, als diese auch tatsächlich
unter realistischen Einsatzbedingungen vor Ort
zu testen. »Unabhängig davon, ob wir nun von einem
Event, einem Training, den ›Praxistagen‹ oder
einem Rundgang sprechen: Wichtig ist, dass die Besucher
wiederkommen – und das tun sie«, wie Kathrin
Kiesel klarstellt. »Das begründet sich zum einem
im Coreum selbst, zum anderen aber auch stark in
den Partnern und der Veranstaltungsvielfalt. Wir
bilden eine breite Palette an Themen und Lösungen
aus der Branche ab. Die größte Stärke im Coreum
ist aus meiner Sicht aber das Wohlfühlen: Man
wird mit einem freundlichen Lächeln empfangen,
man kümmert sich und schafft eine glaubwürdige
und angenehme Atmosphäre.«
Existiert ein Zehn-Jahres-Plan?
Auf die Frage hin, ob es weitere Pläne für das Coreum
gibt oder ob das Projekt an sich abgeschlossen
sei, antworteten die beiden Geschäftsführer
mit einem großen Lächeln: »Ich glaube, die Arbeit
wird uns so schnell nicht ausgehen. Das Coreum
hat im Grunde gerade erst angefangen«, so
DAN WINDHORST
DAN WINDHORST
Kathrin Kiesel. »Die Zukunft ist geplant: Wir halten
an unserer Zielsetzung ›2030‹ fest – das beinhaltet
weitere Partner und die Erweiterung unserer
Themenwelt durch mineralisches Recycling sowie
Transport und Mobilität. Wir möchten diese Teilbereiche
in Zukunft im Coreum abbilden, um eine
realistische Kreislaufwirtschaft aufzuzeigen«,
ergänzte Hickmann. Mut dürfte in diesem Zusammenhang
auch machen, dass die Branche offenbar
explizit nach Orten wie dem Coreum sucht. »Dadurch,
dass wir so anwendernah arbeiten, erhalten
wir direktes Feed back und wissen, dass gerade
Bauunternehmer und Maschinisten keine nett klingende
Produktbroschüre brauchen: Sie wollen die
Maschinen und Geräte live vor Ort erleben und genau
wissen, worauf sie sich da einlassen«, so Kathrin
Kiesel. »Und das ist gerade in unsicheren Zeiten
ein zentraler Faktor«, wie Hickmann ergänzt. »In
den vergangenen Jahren musste die Baubranche
durchaus Federn lassen, weshalb die Betriebe ganz
genau hingeschaut haben, wenn es um die Investitionen
in neue Technik ging. Wir erleben im Coreum,
dass sich die Unternehmen für die Zukunft wappnen.«
Festzumachen sei das an zwei Dingen: Zum
20
April 2026
Im Blickpunkt
COREUM
einen werde in den Trainings der Akademie explizit
nach State-of-the-Art-Lösungen gefragt, um die
Produktivität des eigenen Fuhrparks bei möglichst
hoher Kosteneffizienz zu steigern. Zum anderen investiere
man in das eigene Personal, um die eigenen
Fachkräfte aus- und weiterzubilden.
Zum Stand der Dinge
Im Gespräch mit der Geschäftsführung wurde klar,
dass die Weichen für das Coreum gestellt sind. Die
Events sind gut besucht, die vorhandenen Partnerschaften
gefestigt und auch die Akademie wächst
von Jahr zu Jahr. Kurzum: Das Coreum funktioniert.
»Was man in diesem Zusammenhang aber
nicht vergessen darf: Auch wir müssen uns ständig
weiterentwickeln. Das Coreum basiert auf ›Zuhören‹
und passt sich der Marktentwicklung und
den Anforderungen an, die unsere Besucher an uns
stellen«, sagt Kathrin Kiesel. Aktuell erlebt die Bau-
und Baumaschinenbranche einen Aufwind. Aus
den Gesamtzahlen des Baujahrs 2025 ist ersichtlich,
dass die Bauwirtschaft erstmals nach fünf Jahren
wieder ein solides Umsatzplus von (preisbereinigt)
2,5 Prozent verzeichnet hat. Das bekommt natürlich
auch das Coreum zu spüren. »Die Auftragslage
der Unternehmen ist gut. Wir spüren, dass die
Branche wieder stärker in Bewegung gerät und das
Coreum gezielt ansteuert, um sich über das eigene
Entwicklungspotenzial sowie technische Neuerungen
zu informieren«, wie Björn Hickmann abschließend
zusammenfasst.
d
Der Inhouse-Sandkasten
bietet genug Platz, um selbst
schweres Gerät auszutesten.
Björn Hickmann und
Kathrin Kiesel,
Geschäftsführer der
Coreum GmbH.
Im Blickpunkt April 2026 21
1
GALABAU & KOMMUNAL
Arbeiten in beengten
Räumen oder entlang von
Wegen stellt durch die große
Flexibilität des Baggerarms
kein Problem dar.
HOLP (2)
»RotoTop«:
Schnell und leistungsstark
HOLP – Das richtige Equipment ist entscheidend – auch
und gerade beim Bagger. Jan Sauter, Geschäftsführer der
Froschkönig Gärten, rüstet seit 2016 beispielsweise alle
neuen Bagger direkt mit dem »RotoTop« von Holp aus, um
die Arbeitsleistung zu erhöhen und um sicherzustellen, dass
seine Bagger schnell, präzise und zuverlässig arbeiten können.
Flexibilität
Mit »RotoTop« verfügt der
Bagger über hohe Flexibilität
– ebenso ist sicheres, schnelles
und effizientes Arbeiten möglich.
Das Gartenbauunternehmen
Froschkönig Gärten in Emmendingen
besteht bereits in
der dritten Generation und bietet
nicht nur die komplette Gestaltung
von Gärten, sondern
auch den Bau von Schwimmteichen,
die Pflege von Grünanlagen
und Arbeiten zur Renaturierung
von Flächen an. Dabei werden
die Projekte aus einer Hand
komplett geplant und auch umgesetzt:
Dazu gehören neben allen
Gestaltungs- und Pflanzarbeiten
auch das Erstellen von
Terrassen, Treppen, Pflasterflächen,
Teichen und Natursteinmauern
ebenso wie der Einbau
von automatischen Bewässerungssystemen
und individuellen
Beleuchtungskonzepten.
Auf Präzision setzen
Es liegt auf der Hand, dass einige
dieser Arbeiten mit viel Handarbeit
und Fingerspitzengefühl
umgesetzt werden müssen, da
sie nicht von Maschinen übernommen
werden können. Somit
ergibt es Sinn, wenn schwere Erdarbeiten
wie das Planieren und
Modellieren von Flächen und Abhängen
oder das Setzen von Steinen
durch die präzise Arbeit des
Baggers erledigt werden können,
sodass sich Mitarbeiter auf andere
Aufgaben konzentrieren kön-
Die großen Bewegungsmöglichkeiten nützen auch in schwierigen
Situationen wie über Begrenzungen hinweg oder an Steigungen.
nen. Daher hat Jan Sauter alle seine
Bagger von Bobcat, die in den
Gewichtsklassen zwischen 1 und
9 t liegen, mit einem »RotoTop«
ausgestattet. Der »E80« stammt
dabei aus dem Jahr 2016, sodass
Sauter inzwischen gut neun Jahre
Erfahrung mit dem Drehantrieb
von Holp hat. Schon vor mehr als
zehn Jahren ist Jan Sauter auf einer
GaLaBau-Messe auf den »Rototop«
gestoßen und hat sich seinerzeit
von Günter Holp die Idee
der Endlosdrehung und der damit
verbundenen Flexibilität
22
April 2026
GaLaBau & Kommunal
erklären lassen. Danach verging
noch einige Zeit, bis er 2016 den
ersten Bagger mit »RotoTop« ausstattete.
Hohe Flexibilität
Ein Vorteil dürfte sicherlich sein,
dass die Anbaugeräte durch die
endlose Drehung hohe Flexibilität
schaffen, ohne dass das Gerät
zu hoch aufbaut oder der Bagger
an Leistung verliert. »Wenn wir
noch mehr Bewegungsmöglichkeiten
brauchen, was sehr selten
der Fall ist, dann nehmen wir
einfach einen Schwenklöffel mit
seiner Tiltfunktion dazu«, so Sauter.
Durch den »RotoTop« könne
man viel leichter planieren, da
die Schaufel drehe und damit von
sich wegarbeite. Ähnliches gilt
für das Ziehen von Gräben für die
Be- und Entwässerung und die Erstellung
von Drainagen: Hier sei
es oft nötig, seitwärts vom Bagger
zu arbeiten. Ecken und Kanten
könne man wesentlich sauberer
ausgraben oder auch Schächte
freilegen, weil man den Löffel
im Graben drehen könne und in
alle Ecken des Arbeitsbereiches
gelange.
künftig keinen Bagger mehr ohne
einen ›RotoTop‹.« Für das System
spricht laut Jan Sauter auch, dass
es in den gut neun Jahren keinerlei
Probleme mit den Drehantrieben
von Holp gegeben habe, sodass
die Qualität ihn überzeuge.
Durch die kompakte Bauweise
ohne Zylinder und ohne überstehende
Schläuche würden auch etwaige
selbstverschuldete Defekte
vermieden.
MAXIMALE POWER
BEI MINIMALEM
GEWICHT.
d
DER TB 225
Kompakt, aber kraftvoll: Mit nur 2,4 Tonnen
bringt der TB 225 mehr Power mit als
mancher 3-Tonner. Dank seines geringen
Gewichts kann der Minibagger samt Ausrüstung
bequem auf einem Pkw-Anhänger
mit Zulassung bis 3,5 Tonnen transportiert
werden. Das teleskopierbare Laufwerk
garantiert Stabilität, und bis zu vier Zusatzsteuerkreise
machen ihn flexibel einsetzbar.
TB 225 von Takeuchi – perfekt für alle,
die produktiv arbeiten möchten.
Klug kombiniert
Beim Bauen von Natursteinmauern
setzt Sauter auf die Kombination
von RotoTop und dem Spezialanbaugerät
»MultiGrip«, das
Greifer und Löffel in einem Gerät
vereint. So kann sein Team die
Steine nicht nur sicher im »MultiGrip«
transportieren, sondern
auch exakt positionieren. Auch
das Abladen von Material erfolgt
laut eigener Aussage schneller, da
der große Bagger, mit der Palettengabel
ausgestattet, ohne Probleme
ganze Paletten mit Steinen
vom Lkw abladen und dorthin
transportieren kann, wo sie
benötigt werden. Diese und weitere
Arbeiten im Gartenbau werden
viel schneller erledigt, da der
Bagger nicht nur seltener versetzt
werden muss, sondern auch die
bisherige Handarbeit fast vollständig
durch die Maschinen
übernommen wird. Genau beziffern
kann Jan Sauter die Leistungssteigerung
nicht, aber sein
State ment ist klar: »Bei uns gibt es
Zum TB 225 Video
Zur Takeuchi Range
GaLabau & Kommunal April 2026 23
Zuwachs für Elektro-Portfolio:
Minibagger »DX23E-7« vorgestellt
DEVELON – Hohe
Ladegeschwindigkeit und die
höchste Batteriekapazität
der Klasse: Das verspricht der
neue elektrisch betriebene
Minibagger »DX23E-7« mit
geschlossener Kabine, den
Develon nun auf den Markt
gebracht hat. Der Minibagger
ergänzt die schnell wachsende
Palette der elektrischen Bagger
des Unternehmens.
Geräuschpegel
Der neue »DX23E-7« kombiniert
einen niedrigen Betriebsgeräuschpegel
für eine ruhige und
komfortable Umgebung mit lokal
null Emissionen.
Der »DX23E-7« bietet mit
32 kWh serienmäßig die größte
Batteriekapazität seiner Klasse.
Zusätzlich ist eine Version mit einer
noch höheren Batteriekapazität
von 40 kWh erhältlich. Neben
dem alternativen 40-kWh-Batteriepack
bietet der »DX23ZE-7«
auch die Option einer Schnellkupplungsleitung
für die Arbeit
mit Anbaugeräten. Alle elektrischen
Systeme und Komponenten
des neuen Modells sind für
den Einsatz in rauen Umgebungen
optimiert. Dazu bietet der
Minibagger eine hohe Ladegeschwindigkeit,
die selbst bei
langsamen Ladeeinrichtungen
schnell genug für den Einsatz am
nächsten Tag ist.
Pumpen und
Umwelttechnik
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Galabau + Nordbau 2026
Ganztägiger Einsatz
Der »DX23E-7« ist für den ganztägigen
Einsatz ausgelegt. Die Standardausführung
bietet eine ungefähre
Laufzeit von acht Stunden,
je nach Anwendung, und eine
ungefähre Ladezeit von sechs
bis zehn Stunden bei normaler
Ladung (3 kW/6 kW) und eineinhalb
Stunden bei Schnellladung
(15 kW) bis zu 100 Prozent. Bei
der 40-kWh-Einheit sollte sich,
so Develon, die Arbeitszeit je
nach Anwendung auf zehn Stunden
erhöhen, wobei das Aufladen
auf 100 Prozent unter norma-
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Dank seiner einziehbaren Raupenketten kann der »DX23ZE-7« enge Durchgänge und
Ein- und Ausfahrten passieren und eignet sich somit ideal für Arbeiten auf engem Raum.
len Ladebedingungen sieben bis
zwölf Stunden und mit Schnellladung
(15 kW) zweieinhalb Stunden
bis 80 Prozent dauert. Darüber
hinaus kombiniert der neue
»DX23E-7« einen niedrigen Betriebsgeräuschpegel
für eine
ruhige und komfortable Umgebung
mit lokal null Emissionen.
Leistungsstarke Maschine
Der »DX23E-7« bietet im Vergleich
zum Develon-Dieselbagger
»DX19-7« eine um fünf Prozent
höhere Hubkraft sowie weitere
Verbesserungen wie eine
bessere
MINIBAGGER »DX23E-7«
Technische Daten
Nennleistung Elektromotor
Batteriekapazität
Betriebsgewicht
Maximale Grabtiefe
Maximale Reichweite (Boden)
Maximale Ladehöhe
Arbeits- / Fahrleistung
und eine erhöhte Stabilität. Bei
der Entwicklung des elektrischen
Antriebssystems (EPS) im
»DX23E-7« wurde die Rahmenquerplatte
aus dem »DX19-7«
entfernt und der hintere Wenderadius
(+35 mm) vergrößert,
um Platz für den Einbau des Akkupacks
zu schaffen. Da Elektrobagger
keinen Motor haben,
ist der Aufwand für regelmäßige
Wartungsarbeiten beim »DX-
23ZE-7« im Vergleich zum Dieselbagger
»DX19-7« deutlich geringer.
Es sind lediglich hydraulikbezogene
Wartungsarbeiten
in Intervallen von 1 000 Stunden
erforderlich.
16 kW
Dank seiner einziehbaren
Raupenketten kann der neue
Elektrobagger »DX23ZE-7« enge
Durchgänge sowie Ein- und
Ausfahrten passieren und eignet
sich somit ideal für Arbeiten
auf engem Raum oder in Innenräumen,
z. B. bei Abbruch- und
Bauarbeiten. Sobald der Bagger
den Arbeitsbereich erreicht hat,
kann der Fahrer die Raupenketten
ausfahren, um die Stabilität
und Hubkraft zu verbessern.
Mit seinen Abmessungen
ist der »DX23E-7« eine optimale
Lösung für Bauunternehmen,
die in sensiblen Bereichen arbeiten,
wo geräuscharmes Arbeiten
oder Nachtarbeit nötig ist.
32 kWh / 40 kWh
2 230 kg / 2 296 kg
2 340 mm
3 940 mm
2440 mm
DEVELON
j
24
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Der »CL140«: Ein
kompaktes Leichtgewicht
mit hoher Wendigkeit und
Leistung.
Die Box, die
mehr kann!
Der kleine
Schneidkopf
WESTTECH
WESTTECH – Mit dem »CL140« hat
Westtech kürzlich seinen bislang kleinsten
Schneidkopf der »Woodcracker«-Serie vorgestellt
– entwickelt wurde das kompakte
Leichtgewicht für maximale Wendigkeit,
um auch auf engem Raum hohe Leistung
und Produktivität bieten zu können.
Die »Woodcracker CL«-Serie umfasst
nun vier Maschinengrößen und überzeugt
laut Aussage des Herstellers insbesondere
durch leichte, vielseitige und leistungsstarke
Schneidköpfe. Das geringe Eigengewicht
soll für maximale Flexibilität
sorgen. Das mache die Modelle ideal für
Landschaftsgärtner,
Privatwaldbesitzer,
Forst- und Lohnunternehmer sowie kommunale
Profis in der Landschaftspflege.
Geeignet für Bagger-Trägerfahrzeuge von
1 bis 20 t, deckt die »CL«-Serie ein breites
Einsatzspektrum ab. Von der schnellen
Ernte kleiner Bäume, Sträucher und
Kurzumtriebsplantagen bis hin zu Kultivierungsarbeiten,
Landschaftspflege und
Pflegemaßnahmen in Sumpfgebieten oder
entlang von Bachböschungen. Der neue
»Wood cracker CL140«, so der Hersteller,
verfügt über einen Schneiddurchmesser
von bis zu 180 mm im Weichholz und bis
zu 150 mm im Hartholz. Er hat eine Greiferöffnung
von bis zu 440 mm und sein
Eigengewicht liegt bei knapp 110 kg. Der
Schneidkopf ist passend für Mini-Bagger
mit einem Dienstgewicht von 1 bis 4 t. Und:
Wie alle Schneidköpfe der Serie ist auch der
»CL140« aus hochfestem Hardox-Stahl gefertigt,
mit einer kathodischen Tauchlackierung
grundiert und lässt sich mittels
Plug-and-Play-System einfach anschließen.
Der optional erhältliche Autospeed sorgt
nach Angaben von Westtech für ein schnelleres
Schließen des Schneidwerks, steigert
die Ernteleistung und reduziert gleichzeitig
den Kraftstoffverbrauch.
20
Tonnen
Geeignet für Bagger-Trägerfahrzeuge
von 1 bis 20 t, deckt die
»CL«-Serie ein breites Einsatzspektrum
ab.
GaLabau & Kommunal April 2026 25
d
Hat im Einsatz überzeugt – der
»SY215C« von Sany in Kombination
mit einer »C550«-Fällschere
von Westtech.
1 200 Bäume
in nur einer Woche
SANY – Zwischen Abbauflächen, sandigem Untergrund und dichtem Baumbestand
hat man einen wunderschönen Blick über die Quarzsandgrube. Und davor ein
Kettenbagger von Sany, der mühelos eine 10 m hohe Akazie vor sich herträgt, als
wäre es ein Zahnstocher. In Uhry arbeitet sich ein Forstteam Stück für Stück um das
Becken der Sandgewinnung. Rund 1 200 bis 1 300 Akazien sollen hier innerhalb einer
Woche gefällt werden. Kein einfacher Einsatzort, sondern schwieriges Terrain mit teils
starken Stämmen und beengten Arbeitsbereichen.
Insgesamt sollten zwischen
1 200 und 1 300 Akazien innerhalb
einer Woche gefällt werden.
Für die Aufgabe setzt die Firma »Starke Baumfällung«
aus Braunschweig auf einen »SY215C« von
Sany in Kombination mit einer »C550«-Fällschere
von Westtech. »Wir fällen hier hauptsächlich Akazien,
die rund um das Sandbecken wachsen«, erklärt
Moritz Starke, Geschäftsführer des forstwirtschaftlichen
Unternehmens. Die Anforderungen
sind klar definiert. Die Bäume müssen kontrolliert
und punktgenau abgelegt werden. Teilweise
sind die Stämme dick und gleichzeitig ist der Untergrund
anspruchsvoll, weil der lockere Sand das
hohe Gewicht des Baggers schlecht trägt und er deshalb
leicht einsinken oder instabil stehen kann. Die
angebaute Fällschere »C550« kann Bäume mit einem
Durchmesser von bis zu 60 cm schneiden. Um
dieses Anbaugerät sicher zu bedienen, braucht es
eine Maschine mit entsprechenden Kraftreserven
und hoher Standfestigkeit.
Warum 23 t entscheidend sind
Bereits seit mehreren Jahren arbeitet das Unternehmen
mit einem »135C«, einem Bagger der 15-t-Klasse
mit einem »350«er-Woodcracker als Anbauteil.
Für die größere Fällschere war jedoch mehr Maschinengewicht
erforderlich. »Um die große Schere
bedienen zu können, braucht man einfach einen
passenden Bagger dahinter«, so Starke. Die Wahl
fiel auf den 23-Tonner, den »SY215C«. Besonders
entscheidend bei der Baumfällung sind eine hohe
Standfestigkeit im unebenen Gelände, ausreichende
Kraftreserven – vor allem bei starken Stämmen –
sowie eine präzise Steuerbarkeit beim Ablegen der
KETTENBAGGER
»SY215C« von Sany
Einsatzgewicht (t) 21,9
Löffelvolumen (m 3 ) 0,93
Motorleistung (kW) 118
Abmessungen (mm) L x H x B 9 68 x 3 440 x 2 980
Grabkraft (kN) 148
26
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Bäume. »Für uns ist neben dem Preis die Standfestigkeit
eines Kettenbaggers das Wichtigste. Und die
ist in dieser Tonnenklasse einfach da.«
Präzision statt Spiel
Bei der Fällung zählt jeder Handgriff. Ein Baum
muss exakt geführt und abgelegt werden. Unkontrollierte
Bewegungen sind keine Option. »Wir brauchen
eine sehr genaue Kontrolle über den Baum,
vor allem beim Ablegen. Das muss punktgenau passieren«,
beschreibt Starke den Arbeitsalltag. Die
Feinfühligkeit der Maschine bewertet er als sehr
gut. Trotz ihrer Größe vermittelt sie laut seiner Aussage
nicht das Gefühl, auf einem »riesigen Gerät« zu
sitzen. Gleichzeitig wird deutlich, welche Kräfte der
Bagger freisetzen kann, wenn es darauf ankommt.
Ersatzteile im Forstalltag
Forstarbeit bedeutet Belastung für eine Vielzahl
von Komponenten: Hydraulikschläuche können
beschädigt werden, Leitungen abreißen. Entsprechend
wichtig ist eine funktionierende Ersatzteilversorgung.
Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag: Eine
Hydraulikleitung, die im harten Einsatz beschädigt
wurde, war kurzfristig und kostengünstig verfügbar.
»Da war ich positiv überrascht. Ich hätte mit
deutlich höheren Kosten gerechnet.« Neben dem
Preis-Leistungs-Verhältnis sei für Moritz Starke vor
allem eines entscheidend, nämlich, dass die Ersatzteile
schnell verfügbar sind.
Eine Grundsatzentscheidung
Betreut wird das Unternehmen durch den Händler
Klarmann Lindern in Westerstede. »Der Service ist
sehr gut. Es geht immer jemand ans Telefon, das ist
ja nicht mehr überall der Fall. Die Kommunikation
ist schnell und unkompliziert. Ersatzteile kommen
prompt.« Gerade bei terminlich gebundenen
Einsätzen sei ein verlässlicher Partner unabdingbar.
Fällarbeiten erfolgen häufig unter zeitlichen Vorgaben,
etwa wenn Verkehrsflächen gesichert oder
gesperrt sind. Stillstand bedeutet hier unmittelbaren
Zeitdruck.
SANY (4)
Anfängliche Skepsis
Auf die Marke Sany wurde das Unternehmen ursprünglich
durch einen befreundeten Unternehmer
aufmerksam. Anfangs gab es im Umfeld durchaus
Vorbehalte gegenüber einem chinesischen Hersteller.
Mit zunehmender Einsatzzeit seien diese
Stimmen jedoch leiser geworden. Ausschlaggebend
waren die Praxiserfahrungen. Und hier überzeugte
der Sany-Bagger mit geringen Ausfallzeiten,
mit stabiler Leistung im Dauereinsatz und mit wirtschaftlichen
Betriebskosten. Der Einsatz im Quarzsandwerk
Uhry zeigt, worauf es im forstwirtschaftlichen
Alltag ankommt: Standfestigkeit im schwierigen
Gelände, kontrollierte Kraft bei starken Stämmen
und eine präzise Steuerung beim Ablegen der
Bäume. Für Moritz Starke lässt sich die Erfahrung
zusammenfassen: »Besser als erwartet, wirtschaftlich
überzeugend.«
d
Starke Leistung: Der Sany-
Bagger hat das Unternehmen
aufgrund seiner Produktivität,
Wirtschaftlichkeit und
Zuverlässigkeit überzeugt.
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GaLabau & Kommunal April 2026 27
Die Baumscheren
haben ein Update erhalten.
RIEDELSBERGER
»Stump
Spray«
Für die gezielte Bekämpfung von
Pestiziden und einen besseren
Schutz des Baumbestands
wird nach jedem Schnittvorgang
automatisch ein Spray auf den
Baumstamm gesprüht.
»Next Generation«-Baumscheren
RIEDELSBERGER – Die von TMK Machinery aus Finnland produzierten
Baumscheren waren die ersten auf dem Markt mit nur einem
beweglichen Greifarm – einer festverschweißten Bodenschneide,
aufgebaut in einer Kapselstruktur. Diese Features bieten eine Überlegenheit
in Bezug auf Stärke, Robustheit und Langlebigkeit. Dieser
bewährte Aufbau wurde nun nach fast 15 Jahren auf dem Markt mit
der »Next Generation« an einigen Stellen optimiert, verstärkt und
mit einer doppelt angeschliffenen Bodenschneide ausgestattet.
Über die Jahre hinweg hat
TMK Machinery viele Ausstattungsoptionen
entwickelt,
die aufgrund des modularen Designs
auch später an den Baumscheren
nachgerüstet werden
können. Eine patentierte Sammelfunktion,
die keinen zusätzlichen
Hydraulik- oder Elektroanschluss
benötigt (die Baum-
schere mit Sammelfunktion
braucht nur einen doppelwirkenden
Steuerkreis), ein 360°-Rotator,
eine 2 x 90°-Schwenkeinheit
oder auch ein hydraulischer
Ausschub für den Profiforsteinsatz
können je nach Bedarf
und zukünftigen Arbeitseinsätzen
nachgerüstet werden.
Eine Neuheit ist die Option
»Stump Spray«, verfügbar für
die Typen »TMK200«, »TMK250«,
»TMK300« und »TMK400«. Für
die gezielte Bekämpfung von
Pestiziden und einen besseren
Schutz des jeweiligen Baumbestands
wird nach jedem Schnittvorgang
automatisch ein Spray,
das aus der Unterseite der
Baumschere austritt, auf den
Baumstamm gesprüht. Dadurch
wird dieser laut Aussage des Unternehmens
versiegelt und werden
Pestizide bekämpft, die den
vorhandenen Baumbestand angreifen
und schädigen können.
Durch die Gegenschneide, die
am unteren Teil des Greifarmes
verschweißt ist, schneidet
selbst der Typ »TMK400«, der
für den groben Forsteinsatz bis
40 cm Schnittleistung geeignet
ist, auch fingerdickes Material
und kleinste Äste sauber ab.
Das schafft Leistungskraft und
Effizienz bei großer Flexibilität
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28
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Neue »Schnitt-Griffy«-
Baumschere bei Wilmers
WILMERS – Der Baumscheren-Hersteller Hans Habbig Maschinenbau
hat seine Produktpalette um einen weiteren »Schnitt-Griffy«
erweitert. Die neue »HS 700 SE« ist sowohl handlich als auch robust
und für kleinere Bagger von 5 bis 10 t geeignet.
Die neue »HS 700 SE« ist
für kleinere Bagger von
5 bis 10 t geeignet.
WILMERS (2)
Der »Schnitt-Griffy HS 700 SE«
verfügt über eine neue Greiferansteuerung,
wodurch das
Schnittgut zur Mitte des Messers
zentriert wird. Aufgrund der neuen
sowie offeneren Konstruktion
und der Verwendung hochwertiger
Materialien hat die Schere
laut Aussage des Herstellers
ein deutlich geringeres Eigengewicht.
Trotzdem wird durch die
nunmehr optimale Greiferansteuerung
nach Herstellerangaben
die Schnittleistung maximiert.
Dadurch ist Weichholzmaterial
mit bis zu 25 cm Durchmesser
kein Problem. Somit deckt
das System eine breite Palette
an Einsatzmöglichkeiten ab. Darüber
hinaus gestaltet sich aufgrund
der offenen Bauweise die
Wartung der Maschine deutlich
einfacher. Der »Schnitt-Griffy
HS 700 SE« ist außerdem mit einem
Druckfolgeventil ausgerüs-
Über die neue Greiferansteuerung
wird das
Schnittgut zur Mitte des
Messers zentriert.
tet, welches sicherstellt, dass der
Greifer das Schnittgut noch vor
dem Abschneiden sicher festhält.
Wichtige Features
Zudem verfügt die »HS 700 SE«
über eine Schwenk einheit, die
beidseitig 55° beträgt. Optional
erhältlich ist der »Schnitt-Griffy«
ebenfalls mit Sammelgreifer
(SG). Dieser lässt sich aufgrund
der modularen Bauweise aber
auch einfach und unkompliziert
nachrüsten, wie das Unternehmen
mitteilt. So kann der Unternehmer
sich auch nachträglich
für eine solche Lösung entscheiden.
Die neue Baumschere
ist ab sofort bei Wilmers Kommunaltechnik
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Erfolg beginnt mit der
richtigen Technik.
HKS Anbaugeräte stehen für höchste Qualität und
Langlebigkeit. Dadurch werden Stillstandzeiten reduziert
und die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht. Zudem profitieren
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GaLabau & Kommunal April 2026 29
DMS Technologie GmbH
Investition in moderne
Produktion und
Digitalisierung
Mach ihn zu
deinem Dreh- und
Angelpunkt.
Der DMS Rotatorlöffel
HS-SCHOCH – Die HS-Schoch-Gruppe
richtet ihren Blick konsequent nach vorn.
Mit einer klaren strategischen Planung für
dieses Jahr werden gezielt Schwerpunkte
in moderne Produktionsprozesse, digitale
Technologien und neue Berufsfelder gesetzt.
Ziel ist es, Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit
gleichermaßen zu stärken.
Zusammen entwickeln, produzieren und regenerieren
die zur Gruppe gehörende HS-Schoch
GmbH & Co. KG, ZFE GmbH und bsg GmbH Anbaugeräte
für Baumaschinen wie Löffel, Schaufeln und
Greifer. Indem die Kompetenzen aus Stahlbau, Metallverarbeitung,
Konstruktion und Engineering gebündelt
werden, schafft die HS-Schoch-Gruppe Synergien
in Form kurzer Abstimmungswege, einer
hohen Fertigungstiefe sowie großen Flexibilität im
Projektgeschäft. Dadurch sollen sich individuelle
Kundenanforderungen präzise und wirtschaftlich
umsetzen lassen.
Ein zentrales Projekt für dieses Jahr ist die Weiterentwicklung
der Serienfertigungsstruktur innerhalb
der Gruppe. So wird u. a. die Roboterschweißanlage
ausgebaut, um eine konstant hohe Präzision
sicherzustellen und die Qualität der Schweißnähte
nachhaltig zu verbessern. Ergänzend wurde eine
12 m lange ESAB-Brennschneideanlage angeschafft.
Sie ermöglicht präzise Zuschnitte auch in besonders
großen Dimensionen und bildet die Grundlage
für eine moderne sowie leistungsfähige Vorfertigung.
Dadurch erhöhen sich sowohl Produktionskapazität
als auch Prozesssicherheit.
Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung
der Produktion hat die HS-Schoch-Gruppe am
Standort Achern ihre Fertigung um eine moderne
Rundbiegemaschine erweitert. Mit dieser Investition
wird die Fertigungstiefe gezielt ausgebaut: Zentrale
Bearbeitungsschritte lassen sich künftig im eigenen
Werk abbilden. Bislang wurden gebogene
Blechteile teilweise von externen Zulieferern bezogen.
Durch die neue Rundbiegemaschine können
diese Bauteile nun intern gefertigt werden. Die Anlage
ermöglicht das exakte Rundbiegen von Stahl-,
Feinkorn- und Verschleißblechen in unterschiedlichen
Materialstärken. Dank moderner Steuerungstechnik
lassen sich wiederholgenaue Radien sowie
konische Formen wirtschaftlich herstellen. Dies
steigert die Maßgenauigkeit, reduziert Nacharbeit
und verkürzt Montagezeiten.
scannen & entdecken
Kurze Abstimmungswege, eine hohe
Fertigungstiefe sowie große Flexibilität
im Projektgeschäft ermöglichen es,
individuelle Kundenanforderungen
präzise und wirtschaftlich umzusetzen.
30
April 2026
GaLaBau & Kommunal
HS-SCHOCH (2)
Mit der Integration dieses zusätzlichen Fertigungsschritts
wächst der Anteil der Eigenwertschöpfung
deutlich. Gleichzeitig reduziert sich die Abhängigkeit
von externen Lieferanten und damit das Beschaffungsrisiko.
Kürzere Durchlaufzeiten, höhere
Flexibilität bei kurzfristigen Kundenanforderungen
sowie eine verbesserte Qualitätskontrolle durch
interne Prüfprozesse sollen die Wettbewerbsfähigkeit
nachhaltig stärken. Zudem wird die Prozessintegration
zwischen Zuschnitt, Biegen, Schweißen
und Montage weiter optimiert. Gerade in Zeiten
schwankender Lieferketten und steigender Materialpreise
stellt diese Unabhängigkeit nach Einschätzung
des Unternehmens einen entscheidenden
strategischen Vorteil dar.
Neben wirtschaftlichen Effekten wirkt sich die
erhöhte Fertigungstiefe auch positiv auf die Nachhaltigkeit
aus. Kürzere Transportwege reduzieren
CO₂-Emissionen, während eine optimierte Materialausnutzung
den Verschnitt minimiert. Moderne
Maschinen entfalten ihr Potenzial erst durch eine
leistungsfähige digitale Infrastruktur. Daher werden
Cloud- und ERP-Anwendungen auf den neuesten
Stand gebracht und interne Abläufe mithilfe angepasster
Workflow-Tools digital koordiniert. Das
Ergebnis sind transparente Prozesse und eine optimierte
Ressourcenplanung. Ein weiterer wichtiger
Schritt ist die Einführung neuer Berufsfelder innerhalb
der Gruppe. Als Bindeglied zwischen Produktion
und Digitalisierung übernehmen künftig
Supervisoren eine zentrale Rolle. Sie überwachen
Prozesse, koordinieren Abläufe in automatisierten
Fertigungszonen und stellen einen reibungslosen
Produktionsfluss sicher. Damit reagiert HS-Schochauf
die steigenden Anforderungen vernetzter und
automatisierter Fertigungsumgebungen.
s
Auf der neuen 12 m langen
ESAB-Brennschneideanlage
entstehen präzise Zuschnitte
auch in besonders
großen Dimensionen. Das
bildet die Grundlage für eine
moderne und leistungsfähige
Vorfertigung
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GaLabau & Kommunal April 2026 31
Mit dem Rotatorlöffel
erweitert DMS die
Möglichkeiten von
Kompaktbaggern um eine
entscheidende Funktion:
Rotation direkt im Löffel.
Rotatorlöffel: Mehr Bewegungsfreiheit
für Kompaktbagger
DMS – Mit seinem Rotatorlöffel
möchte DMS Technologie
eine Lösung bieten, die die
Beweglichkeit von Kompaktbaggern
deutlich erweitern soll
– und damit neue Möglichkeiten
auf der Baustelle schafft. Durch
die integrierte Drehfunktion
kombiniert das Anbaugerät
die Vorteile eines klassischen
Planierlöffels mit zusätzlicher
Flexibilität bei Modellier-,
Planier- und Aushubarbeiten.
ROTATORLÖFFEL
Der zentrale Vorteil des Rotatorlöffels
liegt in seiner
360°-Drehbarkeit. Dadurch lässt
sich der Löffel unabhängig von
der Position des Baggers exakt
ausrichten. Für den Fahrer bedeutet
das: Viele Arbeitsschritte
können direkt aus einer Position
heraus erledigt werden, ohne die
Maschine ständig neu umzusetzen.
Gerade bei beengten Baustellen,
etwa im urbanen Tiefbau,
im Garten- und Landschaftsbau
oder bei Sanierungsarbeiten,
spielt diese zusätzliche Beweglichkeit
ihre Stärken aus. Planierarbeiten
entlang von Mauern,
das Profilieren von Böschungen
oder das präzise Hinterfüllen
von Gräben lassen sich deutlich
kontrollierter durchführen. In
Kombination mit einem vorhandenen
Powertilt oder Schwenkantrieb
entsteht sogar eine Beweglichkeit,
die sich funktional
in Richtung eines Tiltrotators
entwickelt.
Kompakte Bauweise
Ein wesentliches Entwicklungsziel
bei der Konstruktion war
es, die Drehfunktion möglichst
platzsparend zu integrieren.
Beim Rotatorlöffel befindet sich
der Drehantrieb direkt im Löffelkörper.
Dadurch bleibt die Bauhöhe
gering und die Stielspitze
des Baggers schlank. Für den
Anwender hat das mehrere Vorteile,
etwa eine bessere Grabgeometrie,
uneingeschränkte Reißkräfte,
eine optimale Sicht auf
den Arbeitsbereich sowie ein
geringes zusätzliches Gewicht.
Die kompakte Bauform sorgt zudem
dafür, dass auch tiefere Gräben
problemlos erreicht werden
können – ein laut DMS wichtiger
Robust konstruiert
Neben der Funktionalität stand
auch die Langlebigkeit im harten
Baustelleneinsatz im Fokus der
Entwicklung. Der Rotatorlöffel
ist deshalb mit einem robusten
Schneckengetriebe
Faktor bei klassischen Tiefbauarbeiten.
ausgestattet,
das hohe Kräfte aufnehmen
kann. Die Konstruktion schützt
die sensiblen Komponenten gezielt
vor äußeren Einflüssen.
Staub, Erde oder Steine gelangen
nicht an die zentrale Antriebstechnik,
was die Betriebssicherheit
deutlich erhöht. Zu den konstruktiven
Merkmalen zählen u.
anderem ein gekapseltes Getriebegehäuse,
integrierte Ölkanäle,
großzügige Revisionsöffnung für
Wartungsarbeiten sowie gut erreichbare
Schmierstellen.
Der Rotatorlöffel wurde für
vielseitige Anwendungen entwickelt.
Besonders häufig kommt
er bei Arbeiten zum Einsatz, bei
denen präzise Formgebung oder
exaktes Planieren gefragt sind.
Typische Einsatzbereiche sind
Modellier- und Planierarbeiten,
Profilieren, Hinterfüllen, Verfüllen
und Einsanden von Leitungsgräben
oder auch Arbeiten
auf engen Baustellen.
Modellvariante »RL2590« »RL40100« »RL70120« »RL100140«
Baggerdienstgewicht (t) 1 bis 2,5 2,5 bis 4 4 bis 7 7 bis 10
Schnittbreite (mm) 900 1 000 1 200 1 400
Eigengewicht (kg) 101 115 217 305
Maximales Drehmoment (Nm) 1 337 1 337 6 960 8 460
Literleistung drehen (l/min) 12 bis 16 16 bis 20 35 bis 45 50 bis 60
Betriebsdruck drehen (bar) 210 210 210 210
DMS (2)
d
32
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Einsatzbereit, wenn
er gebraucht wird: Ein
Brecherlöffel hat den
Vorteil, flexibel, kompakt
und leistungsstark zu sein.
Die »Recyclingfabrik«
am Baggerarm
MB CRUSHER – Wer Material nicht direkt weiterverarbeitet,
riskiert überfüllte Bauhöfe oder verschwendet Lagerfläche. Das ist
aus zwei Gründen ineffizient. Zum einen werden Lagerkapazitäten
blockiert oder müssen erweitert werden. Zum anderen ließe sich
direkt recyceltes Material immer dann weiterverwenden, wenn es
tatsächlich benötigt wird. Gelingen kann das durch die Nutzung von
Brecherlöffeln. Die sind kompakt, leistungsstark und flexibel.
Flexibel
Gegenüber stationärer
Anlagen haben Brecherlöffel
den Vorteil, vielseitig und
flexibel einsetzbar zu sein.
Der Idealfall ist, wenn gar kein
Abfall auf Baustellen liegen
bleibt, sondern immer dann direkt
recycelt wird, wenn das Material
oder der jeweilige Lagerplatz
benötigt wird. So ging es
auch einem deutschen Erdbauunternehmen,
das bisher einmal
im Jahr eine große Brech-
anlage nutzte, um das angesammelte
Material in bis zu drei Tagen
zu brechen. Der Nachteil
war hierbei, dass während des
Jahres viel Platz benötigt wurde
und Material zugekauft werden
musste, anstatt das Material,
das eigentlich bereits vorhanden
war, zu nutzen. Es war nur eben
nicht passend aufbereitet.
MB CRUSHER
Brecherlöffel als Alternative
Das Unternehmen wollte aus diesem
Grund einen Brecherlöffel
ausprobieren und mietete sich
einen »BF70.2« von MB Crusher.
Der Backenbrecherlöffel wurde
an einem Liebherr-Mobilbagger
des Typs »918« verwendet und
arbeitete sich erfolgreich durch
die angesammelten Restbaustoffe.
Der Brecherlöffel überzeugte
laut Aussage des Unternehmens
vor allem durch seine
Flexibilität und Leistungsstärke,
denn er könne Material brechen,
wann und wo immer es notwendig
sei – ganz gleich, ob kleinere
oder größere Mengen. Ein weiterer
Vorteil: Zur Nutzung wird nur
der Bagger als Trägergerät benötigt.
Dieser lässt sich in der Regel
gleichzeitig für viele andere Aufgaben
verwenden. Früher waren
stationäre Anlagen die einzige
Möglichkeit, um Bauschutt, Beton
und Asphalt aufzubereiten.
Der Nachteil: Das gesamte
Material musste oft mit hohem
Aufwand und über weite Strecken
zu den Aufbereitungsanlagen
transportiert werden. Alternativ
wurden die Baurestemassen
entsorgt – eine wenig nachhaltige
Lösung im Hinblick auf
die Ressourcenschonung. Um
jedoch Transportkosten und
-aufwand zu reduzieren sowie
das Lkw-Verkehrsaufkommen
zu minimieren, gibt es seit 2001
den MB-Crusher-Backenbrecherlöffel,
der sich laut Hersteller
im modernen Baustoffrecycling
etabliert hat. Der MB-Brecherlöffel
überzeuge durch Produktivität
und Flexibilität. Es
rechne sich schlichtweg, wenn
man das Material auf der Baustelle
brechen und gleich wieder
einbauen könne.
d
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BUILDING A
GaLabau SOLID & FUTURE Kommunal Mehr Erfahren?
April 2026 33
Neuer Knick-Dumper
»DT22« entwickelt
HYDREMA – Die Einsatzmöglichkeiten von knickgelenkten Muldenkippern
sind vielseitig. Beim »DT22« handelt sich um die nächste Generation
dieser Maschinengattung. Sie legt laut Hydrema die Messlatte für
Stabilität, Traktion und Bedienkomfort in der 20-t-Nutzlastklasse höher.
Zweiter Sitz
Der »DT22« verfügt über eine
größere ROPS-Kabine mit einem
zusätzlichen Sitz, der den
genehmigten Personentransport
ermöglicht.
Die Demo-Tage
von Hydrema
Am 8. und 9. Mai wird
Hydrema im Rahmen seiner
Demo-Tage »ein wahres Feuerwerk
an Neuvorstellungen«
bieten. In Weimar wird u. a. der
neue »DT22«-Dumper seine
Europapremiere feiern. Die
Fachbesucher erhalten darüber
hinaus die Möglichkeit, sich im
Demo-Gelände an das Steuer
des Hydrema-Citybaggers zu
setzen – eine ultrakompakte
Maschine, die für Leistungskraft
und Fahrerkomfort bekannt ist.
Mit von der Partie sind außerdem
zahlreiche hydraulische
Anbaugeräte der Systempartner,
ein Zweiwegebagger und viele
weitere Hydrema-Maschinen, die
ausgiebig getestet werden können.
Gleichzeitig bietet sich die
Möglichkeit, hinter die Kulissen
zu blicken und dem Produktionswerk
einen Besuch abzustatten.
Die Anmeldung zum Event sowie
zum Werksrundgang und der
Maschinen-Demo erfolgt per
Mail an vpr@hydrema.com, um
sich einen Platz zu sichern.
Entworfen unter entsprechend realen Baustellenanforderungen,
kombiniert der »DT22« das
Gelenkfahrgestellkonzept von Hydrema mit einer
neuen, größeren Kabine, verbesserter Antriebssteuerung
und einer modernen Bedienoberfläche
– entwickelt, um die Produktivität auf unebenem Gelände
und weichen Böden hochzuhalten.
Ein neuer Führerstand
Der »DT22« verfügt über eine größere ROPS-Kabine
mit einem zusätzlichen Sitz, der den genehmigten
Personentransport ermöglicht und die tägliche
Benutzerfreundlichkeit weiter optimiert. Im Inneren
erhalten die Bediener einen 10-Zoll-Touchscreen
mit Kameraansicht, erweiterte Menüs für
persönliche Einstellungen und erweiterte Funktionen.
»Mit dem ›DT22‹ haben wir uns auf die Details
konzentriert, die Bediener jeden Tag spüren:
Zugang, Sicht, Komfort und intuitive Steuerung,
während gleichzeitig die Hydrema-DNS von Stabilität
und Mobilität erhalten bleibt«, sagt dazu Lars
Kristensen, Projektleiter und verantwortlich für
das »DT22«-Update.
Stabilität, Traktion, Kontrolle
Im Kern des »DT22« befindet sich ein gelenkiges
Fahrgestell mit einer Pendelstange und doppelten
hydraulischen Stabilisatoren im Mitteldrehpunkt.
Dieses Fahrgestell bietet sowohl beim Fahren
als auch beim Entladen hohe Stabilität. Der
»DT22« verfügt außerdem über eine Proportionalbremse
für eine sanfte, kontrollierbare Verzögerung,
was laut Hersteller besonders bei Steigungen
und auf variablen Bodenbedingungen besonders
wertvoll ist.
Das Retarder-System kombiniert Motorbremsen
mit einem proportionalen hydraulischen Retarder,
das über ein Pedal gesteuert wird und somit
bis zu 230 kW Retarder-Leistung liefert. Die Traktionsunterstützung
umfasst halbautomatische Differenzialverriegelungen
in den Achsen und Achsdrehzahlsensoren,
die die Radrotationsgeschwindigkeit
überwachen. Die Vorderachse verfügt über
eine elektronisch gesteuerte Federung mit Pegelregelung
und einer verbesserten Differenzialverriegelung
mit 75-Prozent-Verriegelung.
Der neue knickgelenkte Muldenkipper von Hydrema
soll mit hoher Leistung, gutem Fahrerkomfort sowie
Zuverlässigkeit und Effizienz punkten.
Gebaut, um länger zu arbeiten
Der »DT22« ist mit einem verbesserten Beleuchtungskonzept
ausgestattet, darunter 16 LED-Arbeitsleuchten
zur optimalen Verteilung. Der Servicezugang
und die täglichen Überprüfungen werden
vereinfacht, mit einfachen Zugangspunkten
und einem Führerstands-Layout, das die praktische
Anwendung im Baustelleneinsatz unterstützt.
Wichtige sicherheitsbezogene Systeme sind u. a.
ein Indikator für Überhitzungsrisiko der Bremsen,
eine Rückfahrkamera zur Verbesserung der Sichtbarkeit,
ein Notfallknopf, um das Fahrzeug kontrolliert
anzuhalten, sowie eine Überwachung des
Kippkörpers mittels Winkelsensor zur Unterstützung
der Überschlagsicherheit und eine Einstellung
der Kipp-Höhenbegrenzung.
Bewährter Antriebsstrang
Der neue Knickdumper wird von einem Sechszylinder-Cummins-Motor
des Typs »B6,7« (Stage V)
mit DOC, DPF und SCR angetrieben, der 231 kW
bei 2 200 U/min und 1 288 Nm bei 1 500 U/min leistet.
Der Antriebsstrang verfügt über ein »ZF Ergopower
6WG-210«-Automatikgetriebe mit sechs Vorwärts-
und drei Rückwärtsgängen und 100-Prozent-Verriegelung
in allen Gängen, mit einer Höchstgeschwindigkeit
von 50 km/h vorwärts und 31 km/h
rückwärts.
HYDREMA (2)
d
34
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Vollelektrisch
einbauen und verdichten
WIRTGEN GROUP – Bei einer
Maßnahme zur Netzverstärkung
im baden-württembergischen
Rangendingen kamen
ausschließlich elektrische
Baumaschinen zum Einsatz,
darunter auch der Radfertiger
»Mini 502e« von Vögele und die
Hamm-Tandemwalze »HD 12e
VT«. Die Pilotbaustelle war Teil
der »Netzbaustelle der Zukunft«,
ein Programm der Netze
BW. Dabei wird getestet, mit
welchen Maßnahmen das Bauen
von morgen emissionsärmer,
leiser, digitaler und sicherer
durchgeführt werden kann.
Unmittelbar hinter dem
Vögele-Fertiger verdichtete
die batterieelektrische
Hamm-Walze »HD 12e VT«
den eingebauten Asphalt.
Für den Einbau und die Verdichtung der Asphaltschicht
kamen mit der Hamm-Tandemwalze
»HD 12e VT« und dem Vögele-Radfertiger »Mini
502e« zwei neue Maschinen zum Einsatz. Beide
arbeiten geräuscharm und lokal emissionsfrei
– ideal für Innenstädte mit strengen Emissionsvorschriften.
Ihre Fahr- und Förderaggregate sowie die
Bohlenheizung des Radfertigers werden vollständig
elektrisch betrieben und zeichnen sich durch
einen niedrigen Energieverbrauch aus.
Laufzeit von bis zu zwei Einbautagen
Fertiger und Walze starteten ihren Arbeitstag mit
über Nacht aufgeladenen Batterien. Mit einer Speicherkapazität
von 22 kWh beim »Mini 502e« und
23,4 kWh bei der Tandemwalze steht ausreichend
Energie für eine Laufzeit von bis zu zwei Einbautagen
zur Verfügung. Außerdem konnte das Einbauteam
die Stromverteilerkästen vor Ort nutzen, um
WIRTGEN GROUP
sich mit dem Ladevorgang vertraut zu machen. Den
jeweiligen Ladestand hatten die Bediener über die
Displays an den Bedienkonsolen immer im Blick.
Zügiger Einbau der neuen Asphaltschicht
Der »Mini 502e« übernahm den Einbau der 290 m langen
und 1 bis 1,30 m breiten Deckschicht. Mit einer
Grundbreite von nur 0,90 m und Arbeitsbreiten von
0,25 m bis 1,8 m eignete er sich optimal für die Instandsetzung
des schmalen, teils kurvigen Gehwegs
auf der Königsberger Straße. Der kompakte Radfertiger
benötigt wenig Platz zum Rangieren und hat einen
sehr kleinen Wenderadius. So konnte das Team
die Deckschicht effizient und hochwertig einbauen.
Der große Materialbehälter mit breiter trichterförmiger
Öffnung des »Mini 502e« wurde seitlich komfortabel
und sauber von einem Radlader beschickt. Die
Mischgutverteilung erfolgte über zwei elektrisch angetriebene
Verteilerschnecken über die gesamte Einbaubreite.
Unmittelbar hinter dem Vögele-Fertiger
verdichtete die Hamm-Walze »HD 12e VT« den eingebauten
Asphalt. Sehr leise im Betrieb und komfortabel
in der Handhabung, überzeugte sie mit einer
großen Verdichtungskraft und hohen Präzision.
Die kleine elektrische Walze kann exakt bis zum
Rand verdichten. Wie häufig bei kleineren Baustellen,
spielte sie auch ihre Stärken als Kombiwalze
aus. Die Verbindung aus dynamischer Verdichtung
über die Glattbandage mit der Knet- und Walkwirkung
der Gummiräder ermöglichte nicht nur eine
schnelle Verdichtungszunahme, sondern auch eine
gleichmäßige Oberflächenversiegelung. Nach
Abschluss der Baumaßnahme war die Bilanz positiv:
Die elektrisch angetriebenen Straßenfertiger
und Walzen sind leistungsstark, einfach zu bedienen
und bieten eine gute Energiebilanz. Sie verbrauchen
nur dann Energie, wenn sie tatsächlich
im Einsatz sind.
j
„save the date“
Neumünster
9.-13. September
2026
Nürnberg
15.-18. September
2026
GaLabau & Kommunal April 2026 35
Die »Winter
Action Days«: Gezeigt
wurden zahlreiche
Lösungen von Bema
und Amazone.
»Winter Action Days«:
»Vorne räumen,
hinten streuen«
BEMA – Die Vorbereitungsphase ist eingeläutet: Nachdem die Wintermonate
nun hinter uns liegen, beginnen die Betriebe und Kommunen damit,
ihren Maschinen- und Anbaugerätepark zu überprüfen –und insbesondere
mit neuer Technik aufzurüsten. Im Rahmen der »Winter Action Days« hat
sich das bauMAGAZIN kürzlich ein genaues Bild von Winterdienstlösungen
gemacht, die von Bema und Amazone vorgestellt wurden – darunter im
Übrigen ein interessanter neuer Prototyp, der ein Schneeschild mit einer
dahinter gelagerten Kehrmaschine vereint.
Tim Knott
Getreu dem Slogan »vorne räumen, hinten streuen«
haben sich mit Bema und Amazone zwei
Branchengrößen zusammengetan, um hohe Produktivität,
technischen Fortschritt und gesteigerte
Leistungskraft in den Mittelpunkt zu rücken. Die
Partnerschaft zwischen der Bema GmbH Maschinenfabrik
und der Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH
& Co. KG besteht seit Mai 2024. Und seither hat
dieses Bündnis beachtliche technische Synergien
mit sich gebracht, welche die Redaktion nun in den
Berchtesgadener Alpen genau unter die Lupe nehmen
konnte.
Auf kluge Kombination gesetzt
Mittlerweile wurden zahlreiche Maschinengespanne
zusammengestellt. Und die tatsächlichen Vorzüge
dieser Zusammenarbeit lassen sich auf den ersten
Blick erkennen. An der Front sorgen Bema-Schneeschilder
für starke Räumleistung, während die Amazone-Streuer
im Heck auf ein präzises Streubild und
große Flächenleistung setzen. »Wir haben Schilder
in allen Breiten dabei. Von unserem Kleinsten, dem
›550‹, über das ›700‹ bis ›1100‹«, berichtet Bema-Geschäftsführerin
Sonja Koopmann. Um die neuen und
bewährten Lösungen im Einsatz zu zeigen, wurden
sie anlässlich der »Winter Action Days« auf einem
nahe gelegenen Waldweg getestet. Angeschlossen
an einen Fendt des Typs »516 Vario« sowie einen
»314 Vario«, sorgten die Schildermodelle »1100« und
»V800« für hohe Räumeffizienz. Doch auch die Bema-Kehrmaschinen
sollten offenbar nicht zu kurz
kommen: Gerade um die Aufnahme von abstumpfenden
Streumitteln zu demonstrieren, wurden diese
nahe des Vorführorts ausgebracht und schließlich
36
April 2026
GaLaBau & Kommunal
mittels einer »580er«-Kehrmaschine wieder aufgesammelt.
Ebenfalls waren die Maschinen vor Ort,
um den Einsatz bei der Schwarzräumung zu demonstrieren.
»Gerade bei wenig Schnee lassen sich
mit dem Kehrmaschinen-Einsatz Taumittel einsparen«,
erklärte Sonja Koopmann. Letzteres sei gerade
bei Zuständen, wie wir sie im zurückliegenden Winter
erlebt haben, von großer Bedeutung. Neben dem
Räumen sollte auch das Streuen zur Geltung kommen.
Deshalb fuhren die Mitarbeiter von Amazone
auch ihr komplettes Portfolio auf. »Von unserem
kleinsten Streuer, dem ›EKS‹-Streuer mit 370 l Behältervolumen,
bis zum ›Ice Tiger‹ mit 1 900 l können
wir alles vorführen«, so Elias Windmüller, Produktmarketing
Kommunaltechnik bei Amazone. Beim
»Ice Tiger« gibt es im Übrigen eine kleine Neuerung.
So ist der Streuer nun auch in der »Innox«-Variante
erhältlich, bei der der ganze Streugut-Behälter und
nicht nur die Streukomponenten aus Edelstahl gefertigt
sind. Dies biete laut Hersteller zusätzlichen
Korrosionsschutz.
TIM KNOTT (3)
VOR ORT
Volle Räumung: Das
»1100«-Schild bietet
eine breite Räumfläche.
Prototyp vorgestellt
Allerdings war der Streuer nicht die einzige Neuerung,
die getestet wurde. Mit der sogenannten
»SnowCombi« wurde ein interessanter Prototyp
nach Österreich gebracht. Das Konzept besteht
aus einem Schneeschild mit einer dahinter gelagerten
Kehrmaschine vom Typ »580« und kommt
ursprünglich aus dem Flughafen-Bereich. »Jetzt erproben
wir gerade den Kommunal-Einsatz«, berichtet
Frank Blömer, Business Development bei Bema.
Bei den gefahrenen Tests machte das Gerät einen
guten Ersteindruck. Allerdings wären schneereichere
Zustände sicherlich wünschenswert gewesen,
um die Leistung besser zu beurteilen. Vielleicht ist
dies aber bald in anderem Rahmen möglich. Denn:
»Wir evaluieren gerade, ob wir das Produkt zeitnah
marktreif machen können.« Die Grundidee für eine
»SnowCombi« in dieser Größe besteht schon
seit einigen Jahren, wie Sonja Koopmann mitteilte.
»Es gab auch immer mal wieder Anfragen, deswegen
haben wir uns im vergangenen Jahr intensiv
mit der Konstruktion eines Prototypen beschäftigt.«
Wie auch bei den Kehrmaschinen liegt der
Fokus hier auf einer Verringerung der benötigten
Streumittel. Das Fazit lautet: Die Technik von Bema
und Amazone hat überzeugt. Und zur Wahrheit gehört
auch, dass die Zusammenführung dieser beiden
»Entwicklerschubladen« sinnige, nachhaltige
und vor allem technisch weitergedachte Lösungen
auf den Weg gebracht hat. k
Kombiniert
An der Front sorgen
Bema-Schneeschilder für starke
Räumleistung, während die
Amazone-Streuer im Heck auf
ein präzises Streubild und große
Flächenleistung setzen.
Ein Prototyp: Das Konzept der
»SnowCombi« stammt ursprünglich aus
dem Flughafenbereich und soll nun für
den Kommunaleinsatz erprobt werden.
ONLINE
In der aktuellen
Podcast-Folge
von »Stadt, Land,
Straße« erfahren Sie
mehr zu den »Winter
Action Days«.
GaLabau & Kommunal April 2026 37
Born to
transform.
Built to
last.
Neues Vakuum-Handverlegegerät
für Platten bis 250 kg
Seit 40 Jahren ist
Rototilt® führend in
der Entwicklung von
Tiltrotatoren – und hat
damit die Arbeitsweise
von Bedienern sowie das
Potenzial von Baggern
verändert. Während
wir diesen Meilenstein
feiern, streben wir weiter
nach Innovationen in
der Branche. Ein Hoch
auf das nächste Kapitel
des Wandels.
Mehr Info unter
rototilt.com
Schnell, einfach und präzise: das Handverlegegerät von Probst.
PROBST
rototilt.com
PROBST – Kabellos, flexibel
und vielseitig einsetzbar, per
Hand oder als Anbaugerät: Mit
dem neuen »M-Jet-250«-Vakuum-Handverlegegerät
erweitert
Probst das Sortiment um einen
kompakten und leistungsstarken
Vakuumheber für das
sichere und ergonomische
Verlegen schwerer Platten.
250
Kilogramm
Der nur 16 kg leichte
»M-Jet-250« hebt
Elemente bis 250 kg.
Ob Natursteinplatten, Betonplatten,
Fliesen, Waschbetonplatten
oder andere poröse
Baustoffe: Der nur 16 kg leichte
»M-Jet-250« hebt Elemente bis
250 kg zuverlässig und arbeitet
dank
18 V/10-Ah-CAS-Akkutechnik
komplett kabellos. Damit ist
der »M-Jet-250« besonders flexibel
einsetzbar und unabhängig
von externen Stromquellen.
Er lässt sich zudem ideal an unterschiedliche
Baustellensituationen
anpassen. Zwei Personen
können das Gerät komfortabel
über ergonomisch verstellbare
Handgriffe bedienen. Eine kabelgebundene
Fernbedienung ermöglicht
es, das Vakuum direkt
per Knopfdruck zu lösen. Alternativ
kann der »M-Jet-250« über die
integrierte Aufhängeöse auch an
Baggern, Radladern oder anderen
Trägergeräten eingesetzt werden.
Dadurch ist der Vakuumheber sowohl
im Handbetrieb als auch als
Anbaugerät einsetzbar.
Schneller Saugplattenwechsel
Ein wichtiger Vorteil des
»M-Jet-250« ist das optional erhältliche
Schnellwechselsystem
für Saugplatten. Die Saugplatten
lassen sich in kurzer Zeit ohne
Werkzeug austauschen. Das System
ist identisch mit dem des
»Speedy VS«, sodass bereits vorhandene
Saugplatten weiterhin
genutzt werden können. Für den
Baustellenalltag ebenfalls praktisch:
Die umklappbaren Handgriffe
ermöglichen eine stabile
Parkposition, in der das Gerät
sicher steht und die Saugplatte
frei hängt. So bleibt die Saugfläche
sauber, und die Dichtung
wird geschont.
Sicherheit im Blick
Das integrierte Display informiert
jederzeit über den aktuellen
Unterdruck. Zusätzlich zeigen
gut sichtbare LEDs an, ob
das aufgenommene Element sicher
gehalten wird: Grün signalisiert
sicheren Halt, Rot weist auf
unzureichenden Unterdruck hin.
Das erhöht die Arbeitssicherheit
auf der Baustelle. Durch die
CAS-kompatible
Akku-Schnittstelle
kann neben dem Standard-CAS-18-V/10-Ah-Akku
jeder
18-V-CAS-Akku ab 8 Ah verwendet
werden.
j
38
April 2026
GaLaBau & Kommunal
Leistungsstarke Präzision
für den professionellen
Holzbau
Das Stufengetriebe der
neuen Akku-Kreissäge
erlaubt eine maximale
Schnitttiefe von 66 mm.
MILWAUKEE – Mit der
»M18 Fuel«-Akku-Kreissäge
»FCSDC165-552C« stellt Milwaukee
ein neues 18-V-Modell
für präzise und kraftvolle
Sägearbeiten vor. Das Gerät
richtet sich an professionelle
Anwender in Handwerk und
Industrie, die auf der Baustelle
oder in der Werkstatt eine hohe
Schnittleistung mit maximaler
Flexibilität verbinden möchten.
Die Kreissäge mit 165-mm-Sägeblatt
ist konsequent auf
kontrollierte, saubere Schnitte
und effiziente Arbeitsabläufe
ausgelegt.
Kompatibel
Ein zentrales Merkmal der »M18
FCSDC165-552C« ist die Kompatibilität
mit Führungsschienen.
Das Stufengetriebe der neuen
Akku-Kreissäge erlaubt
eine maximale Schnitttiefe
von 66 mm. Dabei arbeitet sich
das 165-mm-Sägeblatt kraftvoll
und schnell durch das Material.
Selbst bei anspruchsvollen
Trennschnitten arbeitet die
Kreissäge laut Milwaukee mit
konstanter
Geschwindigkeit
und ohne zu blockieren oder
zu überhitzen. In Kombination
mit einem 5,5-Ah-»High-Output«-Akku
lassen sich bis zu 400
Schnitte in Kiefernholz mit den
Abmessungen 90 x 35 mm realisieren.
Schrägschnitte sind von
0 bis 45° möglich, zusätzlich erweitert
eine –5°-Einstellung den
Anwendungsbereich. Ein zentrales
Merkmal der »M18 FCS-
DC165-552C« ist die Kompatibilität
mit Führungsschienen, die
für viele Anwendungen im Innenausbau
und im konstrukti-
ven Holzbau entscheidend ist.
Der entsprechende Adapter ermöglicht
exakte Schnitte entlang
der Schiene. Die metrische
Tiefenskala erleichtert dabei die
präzise Einstellung der Schnitttiefe.
Für eine klare Sicht auf die
Schnittlinie sorgen ein integriertes
Staubgebläse sowie ein LED-
Licht zur Ausleuchtung des Ar-
MILWAUKEE
Mit der »M18 FCSDC165-552C« ergänzt Milwaukee seine »M18«-Plattform um ein Werkzeug,
das den hohen Anforderungen professioneller Anwender im Holzbau gerecht wird.
beitsbereichs. Zusätzlich ist die
Kreissäge mit einem schwenkbaren
»DEK 26«-Staubanschluss
ausgestattet. Dieser führt den
Absaugschlauch vom Schnittbereich
weg und verhindert, dass er
am Material hängen bleibt. Der
Adapter passt auf alle Absauger
von Milwaukee und unterstützt
ein sauberes Arbeiten.
j
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Container flexibel mieten.
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GaLabau & Kommunal April 2026 39
Mit einer einzigen Maschine können
Lasten befördert, Schüttgut transportiert
und Personen zu Lösch- oder Bergungszwecken
gehoben werden.
Spezialumbauten für Rettung
und Katastrophenschutz
MANITOU – Seit einiger Zeit nimmt die Zahl klimabedingter Naturkatastrophen
signifikant zu. Feuerwehren und Hilfsorganisationen
wie THW oder DLRG sehen sich bei Stürmen, Überschwemmungen
oder Bränden mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert.
Für Einsätze wie diese bieten sich Maschinen wie der kompakte
Teleskoplader »MT 730 H« an. Dieser ist in der Lage, sich auf unterschiedlichsten
Böden zu bewegen, große Höhen zu erreichen und
lässt sich zudem für wechselnde Anforderungen schnell umrüsten.
MANITOU (2)
Die Auslieferung von Hilfsgütern
sowie der Transport von Sandsäcken,
Big-Bags und Hochwasserschutzsystemen
sind nur ein Teil des
Aufgabenbereichs der Einsatzkräfte.
Räum- und Bergungsarbeiten
bei Großschadenslagen, Auslieferung
von Hilfsgütern sowie
Hochwassereinsätze – wie der
Transport von Sandsäcken, Big-
Bags und Hochwasserschutzsystemen
– sind nur ein Teil des Aufgabenbereichs
der Einsatzkräfte.
Durch den Einsatz eines Manitou-Teleskopladers
kann die Sicherheit
der Helfer und der betroffenen
Personen verbessert
werden, da sich Gefahrenbereiche
unbedenklicher erreichen
lassen. Um die Situation jederzeit
im Blick zu behalten, bieten
Kameras an Front, Heck und Seite
eine Rundumsicht, und je nach
Modell ist auch eine Steuerung
der Maschine via Funk möglich.
Vielseitig einsetzbar
Für Hilfsorganisationen präsentiert
sich ein Teleskoplader als
ein äußerst vielseitiges Einsatzfahrzeug,
da es sich durch die
unterschiedlichen Anbaugeräte
als Arbeitsbühne für Rettungsaktionen
bis hin zum Transport
von schweren Materialien und
Ausrüstungen nutzen lässt. Aufgrund
der Vielseitigkeit der Maschine
ist ebenfalls eine duale
Nutzung denkbar, bspw. kann sie
auch auf dem Bauhof von Kommunen
eingesetzt werden. Auch
diverse Sonderbauten sind möglich,
auf die sich etwa der Manitou-Vertriebspartner
Hald & Grunewald
GmbH spezialisiert hat.
Nach Angaben von Manitou
eignen sich gleich mehrere Maschinen
für Feuerwehren und
Hilfsorganisationen bzw. können
entsprechend umgebaut
werden. So vereint der Teleskoplader
»MT 625 HA« Kompaktheit
mit Vielseitigkeit. Mit einer
Breite von 1,80 m und einer Höhe
von weniger als 2 m lässt er
sich in engen Bereichen leicht
manövrieren. Durch die standardmäßige
Arbeitsbühnenausstattung
eignet er sich besonders
für Feuerwehren, die einen
vielseitigen Teleskoplader
suchen. Mit einer einzigen Maschine
können Lasten befördert,
Schüttgut transportiert und Personen
zu Lösch- oder Bergungszwecken
gehoben werden. Das
»Flow Sharing«-Steuergerät ermöglicht
die gleichzeitige Ausführung
von Hub- und Ausziehbewegungen
für mehr Produktivität
und Präzision.
Auch der Manitou-Teleskoplader
»MT 730 H« bzw. »MT 930
HA« punktet mit einer Breite und
einer Höhe von 2 x 2 m sowie einem
kurzen Wenderadius von
3,33 m, was eine mühelose Fortbewegung
in engem Gelände
oder Gebäuden ermöglichen soll.
Die Maschine verfügt über eine
Tragkraft von 3 t und eine Hubhöhe
von 6,9 m bzw. 8,85 m. Aufgrund
der Fahrwerkskonstruktion,
der hohen Bodenfreiheit
und aktiven Hinterrad-Pendelachse
sei laut Manitou »ein exzellentes
Fahrverhalten im Gelände
und bei allen Wetterbedingungen
garantiert«. Mit dem Manitou-Schnellwechsler
können
spezielle Anbaugeräte unkompliziert
gewechselt werden, um
flexibel auf verschiedenste Einsätze
reagieren zu können.
Dank seiner Wendigkeit und
Vielseitigkeit eignet sich zudem
der Ultra-Light-Manitou (ULM)
als ultrakompakter Teleskoplader
für unterschiedlichste Feuerwehr-Einsätze.
Er wurde speziell
für Arbeiten in engen und
schwer zugänglichen Bereichen
entwickelt. Mit seinem geringen
Gewicht und seinen kompakten
Abmessungen lässt er
sich mühelos manövrieren und
problemlos auf einem Anhänger
transportieren. Er ist in zwei
Varianten erhältlich – als »ULM
412« und als »ULM 415« –, die
sich durch ihre Leistung und
Tragkraft unterscheiden. Eine
große Auswahl an Anbaugeräten
macht ihn zu einem flexiblen
Allrounder. Trotz seiner
kompakten Größe überzeugt er
mit robuster Bauweise und hoher
Hubleistung.
s
40
April 2026
GaLaBau & Kommunal
SONDER
THEMA
ADOBE STOCK
SCHALUNG,
GERÜSTE & BETONBAU
Konzipiert für große Schalflächen
und schwere Fertigteile: die
Stahlriegel-Deckentische
»Variodeck« von Peri.
Vom Kantholz zur
Systemschalung
Baustelle gespart, trug gleichzeitig aber auch dabauMAGAZIN
– Die Verwendung
von Schalungslösungen
ließe sich vermutlich bis in das
Römische Reich zurückverfolgen
– und ohne sie hätten
wir Menschen auf wahrlich
vieles verzichten müssen. Das
bauMAGAZIN hat sich mit der
Geschichte befasst und wollte
gleichzeitig von Herstellern
der Branche wissen, was die
größten Meilensteine in der
Entwicklung waren.
PERI
Dan Windhorst
Fünf Kanthölzer, drei Sperrholzplatten, ein paar
Bretter und ein bisschen Spanndraht – auf diese
Weise wurde teils bis in die späten 1970er-Jahre
auf deutschen Baustellen geschalt. Statt wie heute
wurde flächendeckend auf Holz gesetzt, was einem
Maurer früher noch viel weitreichenderes handwerkliches
Können abverlangt hat. Später verbreitete
sich der Einsatz von soliden Rahmenschalungen
und Systemlösungen, die, entgegen ihren Holzpendants,
zuverlässiger, langlebiger und zuweilen
wiederverwertbar waren. Der Übergang von handwerklicher
Brettschalung zu standardisierten Rahmenschalungen
dürfte sicherlich der wichtigste
Meilenstein gewesen sein. Die Serienfertigung
wiederverwendbarer Systeme hat viel Zeit auf der
zu bei, den gewaltigen Baubedarf in Deutschland
zu decken. Denn: Spätestens der Nachkriegsboom
hat Großbauprojekte notwendig gemacht, wie wir
sie vorher kaum kannten. Beispielhafte Akteure in
dieser Zeit waren Hersteller wie Peri und Doka. Im
Mittelpunkt standen Kletter- und Gleitschalungen,
etwa für den Bau von Hochhäusern und Brücken,
sowie Verbund- und Mehrwegschalungen aus Stahl
und Aluminium, um die Lebensdauer zu erhöhen.
Stetig weiterentwickelt
Ab den 1990er-Jahren rückten außerdem
Ein-Mann-Schalungssysteme in den Fokus und
auch die CAD-Planung von Schalungseinsätzen
wurde thematisiert. Im Zentrum des Ganzen stand,
dass man Wirtschaftlichkeitsberechnungen für
42
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Um bei Wand- oder Deckenschalung für verlässlichen
Seitenschutz zu sorgen, hat Paschal mitunter sein »Secuset«
entwickelt – es ist vielfältig einsetzbar, einfach montiert und
erfüllt die hohen Sicherheitsstandards nach DIN EN 13374.
Schalungsarbeit vornehmen konnte und überdies
neuen europäischen Normen entsprechen musste.
Und ab dieser Zeit sprengte der Erfindergeist alle
bisherigen Erwartungen. Sinnbild dafür waren digitale
Schalungsplaner, BIM-Integration, Tracking
von Schalungselementen, Plattformstrategien der
großen Hersteller sowie »Lean Construction«, um
Material- und Zeitverschwendung zu minimieren.
Nachhaltig auf der Baustelle
Seit den 2020er-Jahren begegnet die Schalungsbranche
einer neuen Herausforderung: Bauen
muss künftig nachhaltiger, umweltfreundlicher
und zuweilen automatisierter gelingen. Das betrifft
insbesondere die CO2-Reduktion im Betonbau, den
klaren Fokus auf Kreislaufwirtschaft sowie den Einsatz
von Robotik und 3D-Betondruck, was teils schalungsfrei
geschieht. Große Relevanz haben mitunter
neue Hybridbauweisen sowie Schalhaut-Innovationen,
die aus Kunststoff oder Recyclingmaterial
bestehen.
PASCHAL
zu kommt die Verwendung von CAD/CAM: Darüber
gelingt die Konstruktion von Schalungen in 2D
und 3D. Ebenso lassen sich Daten für die Fertigung
nutzen (CNC-Fräsarbeiten oder Zuschnitte von Alu-
oder Holzplatten). Ein gewaltiger Vorteil ist die optimierte
Wiederverwendbarkeit von Bauteilen. Große
Fortschritte hat es außerdem im Bereich Logistik
und Ressourcenmanagement gegeben. Mittels
RFID, QR-Code oder GPS an den jeweiligen Schalungselementen
gelingt eine Echtzeitübersicht –
jeder weiß letztlich, wo sich welches Element auf
der Baustelle befindet. Das vermeidet beispielsweise
Zeitverzögerungen und Materialengpässe. Digital
lassen sich zudem Just-in-time-Lieferungen ermöglichen
– das spart Lagerfläche und reduziert
Transportkosten.
Automatisierung am Bau
Die nächste Entwicklungsstufe ist die Automatisierung
auf der Baustelle – und die schreitet nicht erst
seit gestern voran. Wir kennen beispielsweise den
Einsatz selbstkletternder Schalungssysteme (SCS):
Hydraulisch betriebene Klettersysteme bewegen
sich ohne Kran von einem Betonierabschnitt zum
nächsten nach oben. Außerdem kennen wir automatisierte
Gleitschalung. Moderne Schalungssysteme
integrieren darüber hinaus Sensorik für die
Überwachung von Betondruck, Temperatur, Hydraulik
und Neigung. Auf diese Weise erhalten wir
ein Frühwarnsystem bei Überlastung. Und auch die
Die Zukunft: Der teilautomatisierte
»Doka-
Xbot«-Lift vereinfacht
Überkopfarbeiten und
sorgt für mehr Sicherheit
und Effizienz auf der
Baustelle.
Smarte Schalungslösungen
Ein Blick auf heutige Baustellen zeigt: Die »Evolution«
von Schalung ist im digitalen Zeitalter angekommen.
Für vieles ist smarte Technik nahezu unverzichtbar
geworden – insbesondere deshalb, weil
digitale Lösungen zu weit höherer Produktivität beitragen.
Das betrifft die Planung, Steuerung sowie
Überwachung und Logistik. An vorderster Front
steht Building Information Modeling (BIM): Neben
digitalen 3D-Modellen von Bauwerk und Schalungselementen
reicht das über Planungssoftware, welche
Rüstzeiten, Lastverteilung und Materialbedarf
simuliert, bis hin zur Kollaboration zwischen Architekt,
Statiker und Schalungshersteller. Geschaffen
wurde damit eine erstaunliche Synergie. Hin-
DOKA
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 43
Eisenbewehrung notwendig macht und die Systeme
vielerorts noch kostenintensiv sind. Aber: Der
3D-Betondruck ist ein stark wachsender Sektor, der
nach Ansicht zahlreicher Verbände, Bauunternehmer
und Betonexperten nicht zu unterschätzen ist.
Um Rechteckstützen
zu schalen, wurde von
Mayer Schaltechnik die
»Pax«-Stützenschalung
entwickelt, was den
Aufwand enorm
verringert.
Robotik erhält Einzug – etwa bei der Vorfertigung.
Zuletzt vorgestellt wurden im Übrigen auch neue
automatisierte Antriebssysteme für die kletterbaren
Schalungslösungen, was das digitale Heben, Positionieren
und Steuern der Wandschalung über eine
App erlaubt. Erklärte Zielsetzung: Reduzierung
manueller Lastarbeit und Erhöhung der Präzision.
Für Aufmerksamkeit sorgt überdies der 3D-Betondruck
und damit ein mitunter schalungsfreies
Verfahren: Hierbei handelt es sich um ein additives
Bauverfahren, bei dem Beton schichtweise direkt
in die gewünschte Form gedruckt wird – man
kann es im Grunde mit einem überdimensionierten
3D-Drucker vergleichen. Festhalten lässt sich,
dass diese Idee ein hohes Automatisierungspotenzial
bei geringerem Materialabfall bietet. Der Stand
der Technik besagt aber, dass das Verfahren zumindest
jetzt noch nachträgliche Installationen wie die
MAYER SCHALTECHNIK
Damals und heute – ein Fazit
Der Wandel von einfachen Holz- und Stahlkonstruktionen
zu hochentwickelten Systemen, die auf
digitale Raffinessen und bessere Materialien setzen,
ist bemerkenswert. So im Übrigen auch bei
Schalungsplatten: Diese sind heute auf extreme
Langlebigkeit ausgelegt. Mit »alkus« findet sich
z. B. eine Vollkunststoffplatte am Markt, die im Betonbau
bis zu 30 Mal länger halten soll als ein Pendant
aus Holz. Während die vergangenen Jahrzehnte
von Schalungslösungen geprägt waren, die sich
einfach montieren, wiederverwenden und modular
nutzen ließen, geht der Trend mittlerweile zur
Automatisierung, Robotik und digitalen Steuerung.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zukunft
des Bauens bei allem Fortschritt nicht auf
menschliche Baukompetenz verzichten kann. Tatsächlich
gehen Experten davon aus, dass es im Kern
um das Zusammenwirken von traditioneller Bauweise
und smarter Technik geht. Künftiges Schalen
soll vorrangig schneller, sicherer und ressourcenschonender
gelingen. Und ein Blick auf den deutschen
Markt zeigt, dass wir hierzulande von Schalungsherstellern
profitieren, die sich seit vielen Jahren
als hochinnovative Vordenker erwiesen haben.
In diesem Zusammenhang hat das bauMAGA-
ZIN die Geschäftsführer der wichtigsten Hersteller
befragt. In den nachfolgenden Statements beschreiben
Alkus, Mayer Schaltechnik, Doka und Paschal
den Wandel von Schaltechnik – und zeigen,
dass die gesamte Branche bereits seit vielen Jahren
von starkem Erfindergeist geprägt ist.
d
Die Zukunft
Künftiges Schalen soll vorrangig
schneller, sicherer und
ressourcenschonender gelingen.
Mit einem unternehmenseigenen
KI-Service ermöglicht
Doka die automatische
Zählung und Identifizierung
von Produkten im Lager.
DOKA
44
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
»Schalung muss sich
auf der Baustelle bewähren«
Schalung kann heute deutlich mehr, als lediglich Beton
in Form zu bringen. Sie ist ein entscheidender Faktor
für Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der
Baustelle. Genau hier hat sich die Branche in den vergangenen
Jahren stark weiterentwickelt. Bauunternehmen
erwarten heute Systeme, die schneller montiert werden
können, die Abläufe vereinfachen und gleichzeitig eine
hohe Ausführungsqualität sichern. Gleichzeitig steigen
der Zeitdruck auf der Baustelle und die Anforderungen
an Flexibilität. Bei Mayer Schaltechnik sehen wir unsere
Aufgabe darin, genau auf diese Anforderungen praxisnahe
Antworten zu geben. Als mittelständischer Hersteller
konzentrieren wir uns bewusst auf besonders innovative
und wirtschaftliche Schalungssysteme, die Bauunternehmen
im täglichen Einsatz einen echten Vorteil bieten.
Unsere Entwicklungen entstehen nicht im Elfenbeinturm,
sondern im engen Austausch mit Anwendern und aus konkreten
Anforderungen der Baupraxis. Entscheidend sind
dabei eine einfache Handhabung, kurze Rüstzeiten und
ein Systemgedanke, der den Baustellenalltag spürbar
erleichtert. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist auch unsere
neue Deckenschalung »klappMAX«. Sie wurde darauf ausgelegt,
Montagezeiten massiv zu reduzieren und Arbeits-
abläufe effizienter zu gestalten.
Durch das klappbare System
lassen sich Decken schneller
und sicherer herstellen, während
Transport und Handling
vereinfacht werden. Gerade in
Zeiten von Fachkräftemangel
MARION MAYER-SORGO –
Geschäftsführerin der Mayer
sind solche Lösungen ein wichtiger
Beitrag, um Baustellen
Schaltechnik GmbH.
produktiver zu machen. Darüber hinaus verändert auch
die Digitalisierung den Bauprozess. Themen wie digitale
Planung, BIM oder softwaregestützte Projektvorbereitung
gewinnen an Bedeutung und führen dazu, dass Schalung
stärker in den gesamten Bauablauf integriert wird. Wir
sehen darin große Chancen, die Prozesse noch besser
zu verzahnen. Trotz aller Entwicklungen bleibt für uns
ein Grundsatz entscheidend: Schalung muss sich auf der
Baustelle bewähren. Wirtschaftlichkeit, einfache Anwendung
und zuverlässige Systeme stehen deshalb weiterhin
im Mittelpunkt. Genau hier sehen wir auch die Stärke mittelständischer
Hersteller – nah an der Praxis, schnell in der
Umsetzung und konsequent am Bedarf der Bauunternehmen
orientiert.
MAYER SCHALTECHNIK
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 45
»Die Kür wird sein, all diese Daten
smart miteinander zu vernetzen«
DOKA
Schalung soll die Idee des Planers
Wirklichkeit werden lassen
und Bauunternehmen das
zusätzliche Quäntchen Wettbewerbsvorteil
bieten. Dieser
Anspruch galt früher wie heute.
Doch die Möglichkeiten haben
sich aufgrund des technologischen
Fortschritts der vergangenen
Jahre und Jahrzehnte
extrem weiterentwickelt. Klar,
bei der Produktwelt zählen nach
JOACHIM IMMERZ – wie vor Langlebigkeit, Schnelligkeit
sowie ein einfacher und
Geschäftsführer Vertrieb bei der
Doka Deutschland GmbH. sicherer Auf- und Abbau der
Schalung, wie bei unserer Wandschalung
»Framax Xlife plus« oder dem Deckenschalungssystem
»DokaXdek«. Was aber immer stärker in den Fokus
der Branche rückt, ist die technische Beratung und Unterstützung,
denn gute Planung ist das A und O. Das merkt
man spätestens auf der Baustelle. Wir bei Doka merken
es daran, dass wir oft schon in der Submissionsphase
hinzugezogen werden. Das heißt, das Engineering rund
um Schalung wird für unsere Kunden immer wichtiger.
Hier zählt neben unserem Know-how auch die Fähigkeit
unserer Teams, sich immer wieder kreative Lösungen zu
überlegen, die überzeugen, weil sie funktionieren. Technisch
entwickelt sich 3D-Planung zum Standard, am besten
gleich modellbasiert via BIM, insbesondere im größeren
Projekt umfeld. Außerdem hält die Digitalisierung auch
auf der Baustelle spürbar Einzug. Beispiel Sensorik: Da
sich Betonmischungen verändern, etwa wenn es um klimafreundlichere
Rezepturen geht, braucht der Markt verlässliche
Daten zum Aushärtungsverhalten dieser Betone. Diese
liefert unser Beton-Monitoringsystem »Concremote«. So
hat man etwa beim Berliner Projekt Edge Friedrichspark
CO 2 -reduzierten Beton eingesetzt. Dessen Temperaturentwicklung,
und damit die Druckfestigkeit, wurden mit den
»Concremote«-Sensoren erfasst und überwacht. Sensorik
spielt aber auch an der Schalung selbst eine Rolle, etwa bei
hohen Betoniergeschwindigkeiten oder massiven Bauteilen.
Dafür haben wir »DokaXact« entwickelt, das verlässliche
Daten zum Betondruck auf Schalung und Anker liefert.
Überhaupt: Die Digitalisierung der Prozesse – von der
Planung über das Bauhofmanagement und die Logistik bis
hin zum Schalungseinsatz auf der Baustelle – gewinnt an
Bedeutung. Die Kür wird sein, all diese Daten smart miteinander
zu vernetzen und unter Einsatz von KI zusätzliche
Wettbewerbsvorteile für sich herauszuziehen. Dann wird
aus dem Quäntchen ein substanzielles Quantum.
»Bauprozesse wirtschaftlicher und
ressourcenschonender gestalten«
Die Anforderungen an Schalungssysteme haben sich
in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während
früher häufig der reine Anschaffungspreis im Vordergrund
stand, rücken heute vor allem Wirtschaftlichkeit
über die gesamte Nutzungsdauer, Nachhaltigkeit
und Prozesssicherheit stärker in den Fokus. Schalung
ist heute weit mehr als ein temporäres Werkzeug auf
der Baustelle – sie wird zunehmend zu einem langlebigen
Produktionsmittel im Bauprozess. Mit der Vollkunststoffplatte
hat alkus bereits im Jahr 2000 eine
Alternative zu klassischen Sperrholz-Schalplatten entwickelt.
Durch ihre mehrschichtige Kunststoff-Sandwichkonstruktion
ist sie formstabil, feuchtigkeitsunempfindlich
und reparierbar. Mehrere Hundert bis über
tausend Einsätze sind möglich – mit konstant hoher
Betonoberflächenqualität. Ein entscheidender Vorteil
liegt in der Reparaturfähigkeit und Wiederverwendbarkeit.
Nach ihrem Einsatz können die Platten weiterverwendet
oder instandgesetzt werden. Dadurch verlängert
sich die Lebensdauer deutlich, während die Kosten pro
Einsatzzyklus erheblich sinken.
Parallel gewinnt auch die Digitalisierung
der Bauprozesse
an Bedeutung – etwa durch
BIM-basierte Planung, digitale
Baustellenlogistik oder
RFID-gestützte Materialverfolgung.
Die Vollkunststoffplatte
von alkus kann dafür
beispielsweise mit RFID-Tags
oder anderen Identifikationssystemen
ausgestattet werden,
um Einsatzzyklen oder
Materialflüsse nachvollzieh-
DANIEL KELLER. –
Geschäftsführer der alkus AG.
bar zu machen. Die Digitalisierung
der Baustelle wird aber nur funktionieren, wenn
auch die eingesetzten Hilfsmittel langfristig und eindeutig
identifizierbar sind. Am Ende geht es darum, Bauprozesse
nicht nur digitaler, sondern vor allem wirtschaftlicher
und ressourcenschonender zu gestalten.
ALKUS
46 April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
»Zukunft der Schalung:
modular und digital«
Die Schalungstechnik hat sich in den vergangenen Jahren
deutlich weiterentwickelt. Heute geht es längst
nicht mehr nur um das reine Betonformwerkzeug, sondern
um ein integriertes System aus Technik, Planung,
Digitalisierung und Service. Bauunternehmen erwarten
Lösungen, die Bauprozesse schneller, sicherer und wirtschaftlicher
machen – und gleichzeitig flexibel genug
sind, um unterschiedlichste Projekte effizient abzubilden.
Bei Paschal sehen wir zwei zentrale Entwicklungen:
Zum einen steigt der Anspruch an Produktivität und zum
anderen an die Ergonomie auf der Baustelle. Systeme
müssen leichter, einfacher zu handhaben und gleichzeitig
leistungsfähig sein. Ein Beispiel dafür ist die Weiterentwicklung
unserer Leichtschalung »NeoR«. Neben
den bewährten Stahlelementen wurde das System um
»NeoR.alu« erweitert. Mit einem Gewicht von nur 23 kg
pro Element ermöglichen sie ergonomisches, kranunabhängiges
Arbeiten, ohne Kompromisse bei Stabilität oder
Präzision einzugehen. Zum anderen wächst die Bedeutung
digitaler Technologien im Betonbau. Digitale Planungstools,
BIM-Anbindungen und intelligente Sensorik
helfen dabei, Bauprozesse transparenter und besser
steuerbar zu machen. Ein Beispiel
ist »Maturix«, ein System
zur Echtzeitüberwachung der
Betonreife. Sensoren liefern
kontinuierlich Daten zur aktuellen
Festigkeit sowie auch zielsichere
Erhärtungsprognosen
des Betons und ermöglichen
so eine präzisere Planung des
PETER FISCHER –
Geschäftsführer
der Paschal-Werk G. Maier GmbH.
Ausschalzeitpunkts sowie eine effizientere Nutzung von
sämtlichen Ressourcen auf der Baustelle. Unsere Erfahrung
zeigt: Für Bauunternehmen zählen neben Innovation
vor allem Zuverlässigkeit, Planungsunterstützung
und partnerschaftlicher Service. Schalung entwickelt
sich deshalb immer stärker zu einer ganzheitlichen
Lösung – bestehend aus leistungsfähiger Technik, digitalen
Werkzeugen und praxisnaher Beratung. Die Zukunft
der Schalung liegt somit in der intelligenten Verbindung
aus bewährter Ingenieurskunst, modularen Systemlösungen
und digitalen Technologien. Ziel ist es, Bauunternehmen
dabei zu unterstützen, Projekte effizienter,
sicherer und wirtschaftlicher umzusetzen.
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April 2026 47
Voll aufgegangen:
Doka-Konzept für komplexes
Brückenbauprojekt
DOKA – An der A 45 bei Sechshelden in Hessen wird die bestehende Autobahnbrücke
bei laufendem Verkehr ersetzt. Beengte Platzverhältnisse in Orts- und Hanglage,
komplexe Pfeilergeometrien sowie ein straffer Bauzeitenplan prägen das Projekt. Den
Anfang der dreiteiligen Umsetzung macht der Unterbau. Für sämtliche Schalungsleistungen
beauftragte die bauausführende Implenia Doka, deren Konzept so überzeugte,
dass man die partnerschaftliche Zusammenarbeit in den weiteren Bauphasen
fortsetzen möchte.
Ersatzneubau Talbrücke
Sechshelden: Abriss und
Neubau bei laufendem
Verkehr, mit beengten
Platzverhältnissen in
Orts- und Hanglage,
erforderten eine
stimmige und exakte
Schalungsplanung.
Eng getakteter Zeitplan
Eine weitere Herausforderung sind die Dimensionen.
Die neue Brücke ist rund 930 m lang, die
neue Fahrbahn ruht auf 14 Pfeilern je Fahrtrichtung,
mit massiven Fundamenten und hohen Widerlagern
mit Vouten an den Überbaufeldern. Das
konstruktive Niveau ist hoch, ebenso wie der Anspruch
an das Schalungsbild bestimmter Bauwerksteile,
besonders an die aufgeweiteten Pfeilerköpfe
mit genau vorgegebener Oberflächenstruktur.
Hinzu kommen ein enger Zeitplan sowie
logistische Einschränkungen. Schalung, Traggerüst
und Sicherheitstechnik – alles muss zur richtigen
Zeit am richtigen Ort sein, und das in enormen
Mengen.
Erfahrungswerte genutzt
Für Implenia als technischer Federführer der Arge
war schnell klar, diese Mammutaufgabe gemeinsam
mit Doka stemmen zu wollen. Schon in
der Submissions- und Angebotsphase hatte man
intensiv zusammengearbeitet. Die Schalungsspezialisten
konnten bereits damals ihre jahrelange
Erfahrung im komplexen Infrastrukturbau einbringen,
etwa wie technische Anforderungen, Logistik
und Timing ineinandergreifen müssen. Genau
diese Erfahrung war auch bei Sechshelden
entscheidend, weshalb man den Schalungsauftrag
für den Unterbau komplett an Doka vergab.
Maßgeschneidert
Um das anspruchsvolle Schalungsbild
zu realisieren, entwickelten
die Doka-Ingenieure maßgeschneiderte
Formholzkästen,
jeweils 8,50 m hoch, mit integrierten
Einlegekästen.
Wie so viele Autobahnbrücken in Deutschland
weist auch die Talbrücke Sechshelden an der
A 45 zwischen Dillenburg und Haiger erhebliche
altersbedingte Abnutzungen auf und muss ersetzt
werden. Die alte Brücke soll im Zuge dessen bei laufendem
Verkehr abgerissen und neu gebaut werden.
Ein Projekt mit zahlreichen Herausforderungen. Eine
davon ist seine Lage: Das Baufeld liegt dicht am
Ortsrand von Sechshelden, teils in steiler Hanglage
und eingerahmt von einer Bahnlinie, dem Fluss Dill
und einer Bundesstraße – was Arbeiten unter äußerst
beengten Platzverhältnissen bedeutet.
Die Sicherheitsanforderungen
Mit Fundamenten, Widerlagern, Stützwänden
und Pfeilern war Doka für sämtliche tragenden
Bauteile der Talbrücke Sechshelden verantwortlich
und deckte von technischer Planung und Statik
über Systembereitstellung bis zu Fertigservice
und Schalungsvormontage nahezu die gesamte
Dienstleistungspalette ab. Wechselnde Gründungsebenen
und Hanglage bestimmten die Anforderungen
an die Fundamente. Diese wurden
mit »Framax Xlife« hergestellt, für die sicheren
Zugänge zu den Arbeitsebenen kamen Grabenbrücken
aus Dokas Modulgerüst »Ringlock« zum
Einsatz. Auch bei den Widerlagern war eine genaue,
sichere Planung wichtig: zum einen aufgrund
der teilweise sehr geringen Abstände zu Bestand
und Straße, auf der der Verkehr weiter fließen
musste; zum anderen wegen der Höhen von
48
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
bis zu 12 m mit anschließenden hohen Stützwänden.
Systemseitig setzte man auf die Trägerschalung
»FF20« mit »Top 50«-Komponenten, um die
gewünschte Brettstruktur in Sichtbeton (SB 2) zu
erzielen. Anzahl und Anspruch machten die Pfeiler
gleich in doppelter Hinsicht zum Prüfstein des
gesamten Unterbaus: 14 Vollpfeiler je Fahrtrichtung,
mit 8 m hohen, muschelartig aufgeweitetem
Kopf. Geschalt wurde hier wiederum mit »FF20«-
und »Top 50«-Komponenten sowie der Sperrenschalung
»D22« unter Einsatz der A-Bock-Bühnen.
Gerade die bewährte sich auf der engen Baustelle,
indem sie sicheres Arbeiten mit deutlich reduziertem
Bühnenaufwand ermöglichte.
Zeit und Kosten gespart
Eine besondere Aufgabe war die Schalungslösung
für die Pfeilerköpfe. Der Bauherr legte hier größten
Wert auf die Optik: eingelegter Brettspiegel,
klar verlaufende Sichtbänder, schräg angeordnete
Fugen. »Für die Schalungsplanung hieß das:
absolute Präzision, nichts dem Zufall überlassen«,
sagt Matthias Urban, einer der leitenden
Projektingenieure bei Doka. Um das anspruchsvolle
Schalungsbild entsprechend zu realisieren,
entwickelten die Doka-Ingenieure maßgeschneiderte
Formholzkästen, jeweils 8,50 m hoch, mit integrierten
Einlegekästen für ein exaktes Brettraster.
Die Kästen wurden komplett inhouse 3D-geplant,
modelliert und vormontiert, bevor sie auf
die Baustelle kamen. Jeder Kasten war ein Unikat
– abgestimmt auf Geometrie, Fugenbild und
Brettstruktur. Darüber hinaus mussten die Kästen
so stabil und robust gebaut werden, dass sie
über die gesamte Bauzeit standhalten. Vorab hatte
man schon in der Planungsphase analysiert und
Mit Fundamenten, Widerlagern,
Stützwänden und Pfeilern war
Doka für sämtliche tragenden
Bauteile der Talbrücke Sechshelden
verantwortlich.
auf Basis dieser Berechnungen gemeinsam entschieden,
die großflächigen Schalungseinheiten,
jeweils rund 65 m 2 , als Ganzes zu versetzen. Dies
übernahm ein Raupenkran mit hoher Tragfähigkeit
sowie Sondertraverse – eine Lösung, die sich
gegenüber dem aufwendigen Zerlegen und Wiederaufbauen
der Einheiten als zeit- und kostensparend
erwies. Den Erstaufbau für Kletterschalung
und Pfeilerköpfe übernahmen die Profis der
Doka-Schalungsvormontage.
Digitale Unterstützung
Zur Qualitätssicherung kamen bei Sechshelden
auch digitale Services zum Einsatz. So konnte
zum einen über die Sensoren von »DokaXact
Pressure« der Betondruck auf die Schalung präzise
überwacht werden. Zum anderen hatte die
Baustelle anhand der Temperaturanalyse per
» Concremote« stets das Aushärtungsverhalten
des Betons im Blick – smarte Technologien,
die Kontrolle und Transparenz in die entscheidenden
Bauphasen brachten. Und einer
von vielen Bausteinen, die das Projekt in seiner
Komplexität beherrschbar machten.d
Um Zeit und Kosten zu sparen,
wurden die großflächigen, vormontierten
Schalungseinheiten
als Ganzes versetzt.
930
Meter
Die neue Brücke ist rund 930 m
lang, die neue Fahrbahn ruht
auf 14 Pfeilern je Fahrtrichtung,
mit massiven Fundamenten
und hohen Widerlagern mit
Vouten an den Überbaufeldern.
Ausbau der Strecke
Der Ersatzneubau der
Talbrücke Sechshelden
ist Teil des sechsspurigen
Ausbaus der A45. Abbruch und
Neubau des ersten Teilbauwerks
(Richtung Frankfurt a. M.)
sind bereits fast abgeschlossen.
Im zweiten Bauabschnitt
erfolgen dann Abbruch und
Neubau in Fahrtrichtung
Dortmund. Die komplette
Fertigstellung des Projekts ist
für Mitte 2030 geplant.
DOKA (3)
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 49
Mit »Variokit«-Lösungen
fließt der Verkehr weiter:
Sie ermöglichen effizientes
Arbeiten von oben, ohne
Eingriffe in den laufenden
Straßen- oder Bahnverkehr.
PERI DEUTSCHLAND (4)
Systemlösungen für
Brückensanierung und -neubau
PERI – Tausende sanierungsbedürftige Brücken, eng getaktete
Bauzeiten, Personalmangel auf allen Ebenen: Der Infrastrukturbau
in Deutschland steht unter Druck. Peri will mit dem »Variokit«-Ingenieurbaukasten
und passenden Services neue Sicherheit in den
Brückenbau bringen. Angeboten werden Systemlösungen für die
drängendsten Herausforderungen bei Sanierung und Neubau.
Deutschlands Brücken werden
alt. Mehr als 25 000 sind
laut Experten dringend sanierungsbedürftig.
Viele sind dabei
so marode, dass Abriss und Neubau
wirtschaftlicher sind als eine
Instandsetzung. Gleichzeitig
steigt der Bedarf an neuen Brücken
– nicht nur für Autobahnen,
sondern auch für die kommunale
Infrastruktur und Bahnstrecken.
Dazu stehen Bauherren,
Planer und Ausführende
vor großen Herausforderungen:
knappe Budgets, zunehmender
Fachkräftemangel, hohe Sicherheitsanforderungen
und ein gestiegenes
öffentliches Interesse
an reibungslosen Abläufen.
Ein Land befindet sich im Sanierungsstau
– und die Frage ist: Wie
bauen wir unsere Zukunft?
Genau hier setzt Peri an. Mit
dem
»Variokit«-Ingenieurbaukasten
bietet der Schalungs- und
Gerüst hersteller ein intelligentes
System, das mehr ist als die
Summe seiner Teile: mietbare
und flexibel kombinierbare Bauteile,
ergänzt durch umfassende
Planungs-, Schulungs- und Supportleistungen
– vom ersten Entwurf
bis zur fertigen Brücke.
Systemintelligenz
statt Einzelbauteile
Ob Sanierung oder Neubau, ob
Bauweise im Stahlverbund oder
Ortbeton – das Grundprinzip
bleibt immer gleich: Mit nur wenigen
Bauteilen decke der »Variokit«-Ingenieurbaukasten
nach
Unternehmensangaben vielfältige
Anwendungsbereiche ab und
sei für fast alle Anforderungen im
Brückenneubau sowie bei der Sanierung
eine wirtschaftliche Lösung.
Damit sollen Bauunternehmen
vor allem von mehr Flexibilität
profitieren – denn 95 Prozent
aller Bauteile sind mietbar, was
kalkulatorischen Spielraum verschafft
und Investitionen variabel
hält. Aber auch beim Kauf zahlt
sich die Investition längerfristig
aus: Die Bauteile aus Stahl lassen
sich wiederverwenden und
bieten Langlebigkeit, wodurch
ganz nebenbei auch ein Beitrag
zur Nachhaltigkeit geleistet wird.
Besonders sticht heraus,
dass die Lösungen aus dem
»Variokit«-Ingenieurbaukasten
Mit mietbaren Systemlösungen aus dem
»Variokit«-Ingenieurbaukasten will Peri
Bauunternehmen dabei helfen, Kosten
zu senken und gleichzeitig flexibel auf
Projektanforderungen zu reagieren.
50
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
nicht nur untereinander flexibel
kombinierbar sind, sondern
auch mit den Bauteilen des Peri-»Up«-Gerüstbaukastens.
Somit
lassen sich exakt zugeschnittene
Lösungen inklusive Zugängen
und Arbeitsplattformen realisieren,
die den Herausforderungen
vor Ort bestmöglich entsprechen.
Denn davon gibt es im Brückenbau
derzeit mehr als genug:
Personalmangel, enge Zeitfenster,
komplexe Verkehrsführungen
und steigender Kostendruck
prägen nahezu jedes Projekt – ob
bei Sanierung oder Neubau. Mit
gezielten Anwendungslösungen
aus dem »Variokit«-Ingenieurbaukasten
will Peri diesen Herausforderungen
konkret und praxisnah
begegnen und dabei nicht
nur technisch überzeugen, sondern
als Partner auf Augenhöhe
auch bei der Planung und Ausführung
entlasten.
Herausforderung
Fachkräftemangel
Die ersten Herausforderungen
bei der Sanierung oder beim Neubau
einer Brücke entstehen meist
noch, bevor überhaupt gebaut
wird. In vielen Ingenieurbüros
fehlen erfahrene Tragwerksplaner,
insbesondere für die Vorplanung
und Ausschreibung. Aufseiten
der Bauunternehmen wiederum
mangelt es an Bauleitern und
Fachkräften mit Spezialwissen.
Peri setzt hier gezielt an – mit einem
umfassenden Leistungspaket
für beide Seiten. Während
Ingenieurbüros durch vollständig
ausformulierte Ausschreibungstexte
und strukturierte Planungsunterlagen
Zeit in der Vorbereitung
reduzieren, profitieren
Bauunternehmen von flexibel
kombinierbaren, mietbaren und
nachhaltigen
Baukastenlösungen.
Entwickelt für reale Baustellenbedingungen
und auf Wunsch
auch vormontiert lieferbar, sorgen
sie für eine deutliche Entlastung
auf der Baustelle. Zusätzlich
qualifiziert Peri mit einem eigenen
Schulungsprogramm Fachpersonal
für den Umgang mit »Variokit«-Anwendungen
– in Theorie
und Praxis, online oder im Peri-Ausbildungszentrum.
Ein Beispiel aus der Praxis: Bei
der Instandsetzung einer Brücke
ist die Gesimskappe von zentraler
Bedeutung, wenn das Ausmaß
des Verfalls noch begrenzt
ist. Die »Variokit«-Gesimskappenschalung
(VGK) wurde genau
für diesen Anwendungsfall
entwickelt. Ihre Einzelteile sind
so leicht, dass sie von nur einer
Person montiert werden können.
Die Konsolen sind flexibel und
stufenlos anpassbar – ohne zeitaufwendige
Umbauten oder erforderliche
Sonderteile. Und die
vormontiert gelieferte Bühneneinheit
spart Zeit für die Montage
vor Ort auf der Baustelle. Zeit,
die sonst von zusätzlichen Fachkräften
vor Ort aufgebracht werden
muss.
Alltag auf der
Baustelle: Zeitdruck
Im Brückenbau werden Zeitfenster
immer enger. Während
mehrere Gewerke parallel arbeiten,
müssen Abläufe reibungslos
funktionieren. Jede Verzögerung
bedeutet hohe Kosten und
organisatorische
Komplikationen.
Peri begegnet diesem Zeitdruck
mit einem durchdachten
Zusammenspiel aus technischer
Lösung, Planung und Logistik:
Für jede »Variokit«-Anwendung
werden auf Wunsch Taktplanung,
Arbeitsvorbereitung und Risikoanalysen
mitgeliefert. Hinzu
kommt die Möglichkeit, die Systeme
bereits vormontiert auf die
Baustelle liefern zu lassen, um
so noch mehr wertvolle Zeit zu
sparen.
Ein weiterer Anwendungsfall:
das »Variokit«-Freivorbaugerät
(VBC), das zum Einsatz
kommt, wenn der Überbau einer
Brücke in Ortbetonbauweise
ohne Hilfsunterstützung im darunterliegenden
Raum realisiert
werden muss – etwa über Gewässern
oder Naturschutzgebieten.
Das System ist hydraulisch verfahr-
und ausrichtbar und benötigt
dabei nur zwei Verankerungen
pro A-Rahmen. Das bedeutet:
minimale Durchdringungen
und ein schneller und reibungsloser
Baufortschritt. Zudem erlaubt
das hochtragfähige System
große Betonierabschnitte von bis
zu 5,75 m, was eine kürzere Gesamtbauzeit
ermöglicht.
Technisch wegweisend ist
laut Peri die innovative und unten
fahrende »Variokit«-Kragarmbahn
(VCT). Speziell entwickelt
für die Herstellung der
Fahrbahnplatte von Stahlverbundbrücken,
wird die VCT am
Tragwerk aus Stahl befestigt, sodass
alle Arbeiten von oben und
frei von Störungen, etwa in Form
von Durchdringungen oder
Fahrschienen eines Verbundschalwagens,
erfolgen können.
Das verbessert die Qualität der
Brücke – und sorgt gleichzeitig
für Effizienz: So können die Betonierarbeiten
für die Fahrbahn
deutlich schneller abgeschlos-
Das selbstfahrende
Freivorbaugerät »VCB«
von Peri ermöglicht
effizientes Arbeiten mit
reduziertem Personalaufwand
– ideal für Brückenbau
in Ortbetonbauweise
und bei engen Ressourcen.
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Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 51
während die wiederverwendbaren,
langlebigen Bauteile Nachhaltigkeit
und Effizienz erhöhen.
Die Möglichkeit zur Vormontage
und die schnellere Ausführung
dank flexibler Anpassungsmöglichkeiten
und einfacher Montagelogik
sparen zudem nicht
nur Zeit, sondern auch direkte
Kosten. Dazu kommt: Stammen
Schalung und Gerüst aus einer
Hand, ermöglicht das kurze Abstimmungswege,
nahtlose Prozesse
und minimiert Schnittstellen
– ein nicht zu unterschätzender
Faktor im Baustellenalltag.
Zeitkritische Projekte erfordern systematisches
Bauen. Mit »Variokit«-Lösungen
lässt sich der Baufortschritt effizient
takten – auch bei knappen Zeitfenstern,
wie etwa hier beim Bau der Filstalbrücke.
sen werden. Gerade bei Strecken
mit viel Verkehr ist das ein entscheidender
Vorteil.
Standard: Bauen bei
fließendem Verkehr
Viele Brücken liegen über hochfrequentierten
Autobahnen,
Bahnlinien oder innerstädtischen
Verkehrsachsen. In diesen
Ballungsräumen steigern
Verkehrsbeeinträchtigungen
Sicherheit durch
Weiterbildung
Unsere Themen speziell für die Baubranche:
• Baustellensicherung
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die CO₂-Belastung um ein Vielfaches,
weswegen das Bauen bei
laufendem Verkehr längst zum
Standard geworden ist – mit entsprechend
komplexen Anforderungen
an Baustellensicherheit
und Logistik.
Peri bietet dafür passgenaue
Lösungen, die den Zugang von
oben ermöglichen, Arbeitsbereiche
absichern und den darunterliegenden
Verkehr unbeeinträchtigt
weiterfließen lassen.
Die
»Variokit«-Gesimskappenschalung
(VGK) beispielsweise
wird mithilfe von Konsolen
an der Brücke aufgehängt, zunächst
die Arbeitsbühne, dann
die Schalungseinheit. Durch die
zwei getrennten Einheiten ist der
Bühnenbelag zu jeder Zeit geschlossen
und damit sicher. Das
Geländer kann zusätzlich mit einer
Volleinhausung ausgestattet
werden, wodurch die unten laufende
Fahrbahn vor herabfallendem
Baumaterial, etwa beim
Kappenabbruch oder Schalungsarbeiten,
geschützt ist.
Allgegenwärtiger
Kostendruck erfordert Effizienz
Nicht nur Zeit und Personal
sind knapp – auch der finanzielle
Spielraum ist begrenzt. Öffentliche
Vergaben orientieren sich
meist am günstigsten Anbieter.
Gleichzeitig steigen die Materialpreise
weiter, insbesondere für
Stahl, Holz und Beton. Der »Variokit«-Ingenieurbaukasten
setzt
hier laut Peri auf »Wirtschaftlichkeit
durch System«: Die Mietoption
hält Investitionen flexibel und
reduziert die Kapitalbindung,
Baukastensystem
als starker Partner
Die Stärke des »Variokit«-Ingenieurbaukastens
liegt nicht nur in
der Technik, sondern im Gesamtkonzept:
Peri denkt ans System –
und denkt mit. »Die größte Herausforderung
im Brückenbau ist
heute nicht die Statik, sondern
die Organisation. Genau hier
setzen wir an: mit einem Baukastensystem,
das Komplexität
reduziert. Und mit einem Team,
das nicht einfach nur liefert, sondern
partnerschaftlich begleitet
– von der Ausschreibung bis zur
letzten Abnahme«, so Christoph
Dilger, Leiter Produktmanagement
bei Peri Deutschland.
Ingenieurbüros profitieren
mit Peri von technisch fundierten
Ausschreibungstexten und
enger Projektunterstützung – für
effizientere
Ausschreibungen,
schnellere Prüfprozesse und
weniger Rückfragen in der Ausführung.
Gleichzeitig entlastet
Peri Bauunternehmen mit vormontiert
verfügbaren, mietbaren
Systemlösungen, die Personal,
Zeit und Kosten sparen – und
begleitet sie mit Planung, Statik,
Schulung und Logistik vom ersten
Takt bis zur fertigen Brücke.
Damit bietet Peri Lösungen, um
die drängendsten Herausforderungen
im Brückenbau gezielt
in Angriff zu nehmen: Fachkräftemangel,
Zeitdruck, Verkehrssicherheit
und Kosteneffizienz.
Und das auf Basis eines durchdachten
Systems, das modular,
wirtschaftlich und praxiserprobt
ist – bereit für die Infrastrukturwende
in Deutschland.
s
52
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Schalung in
Sekunden reparieren
HERUD (2)
Erneuern statt entsorgen: Herud hat hier eine kluge Lösung entwickelt, die sich als nachhaltig erweist.
HERUD – Als Familienbetrieb legt die
Herud KG großen Wert auf Beständigkeit,
Vertrauen und Weitblick – und ist mit
diesem Grundsatz seit über 28 Jahren
am Markt vertreten. Ein erklärtes Ziel
ist es, das Handwerk nachhaltiger und
effizienter zu gestalten. Dazu gehört
beispielsweise, verwendete Schalung
zu reparieren, statt sie zu entsorgen.
Mit »rondo« sollen sich beschädigte
Schalungsplatten jedes Herstellers in
Sekundenschnelle reparieren lassen.
Wo früher Schaltafeln aufwendig ersetzt
oder entsorgt wurden, setzt
die Herud KG auf gezielte Instandsetzung.
Kratzer, tiefe Schäden oder Nagellöcher
sollen sich mit diesem speziell entwickelten
Verfahren innerhalb von Sekunden
ausbessern lassen, ohne die Stabilität oder
Tragfähigkeit zu beeinträchtigen. »Unsere
Technik spart Zeit, Material und Kosten –
und schont gleichzeitig die Umwelt«, erklärt
Geschäftsführer Adrian Herud. »Jede
reparierte Schalungstafel ist ein Beitrag zu
nachhaltigem Handwerk.« Ob in der Reinigung
auf dem Bauhof, im Werk, der Fertigung
oder auf der Baustelle: Beschädigte
Schalungen können vor Ort instandgesetzt
werden – ohne Ausbau oder Entsorgung.
Das Ergebnis sei laut Aussage von Herud
sofort sichtbar, langlebig und wirtschaftlich
überzeugend. Das Werkzeug- und Materialsystem
ist so konzipiert, dass die Reparatur
schnell, präzise und reproduzierbar
erfolgt.
Ein messbarer Nutzen
Durch das Reparieren statt Ersetzen werden
Rohstoffe wie Birkensperrholz, Nieten,
Schrauben und Silikon geschont. Laut
Unternehmensangaben lassen sich bis zu
80 Prozent an Material einsparen. Hoher
Aufwand bei Arbeitszeit- und Entsorgungskosten
entfällt, die CO₂-Bilanz verbessert
sich und Abfall wird reduziert. Zusammengefasst
bedeutet dies laut Unternehmen
»massive Einsparungen auf mehreren
Ebenen, ohne Qualitätseinbußen und
mit dauerhaft belastbarem Ergebnis«. Mit
ihrer Reparaturtechnik zeigt die Herud KG
durchaus, dass nachhaltige Innovation im
Schalungs- und Betonbau ein Ergebnis von
Erfahrung und technischer Expertise ist.
Schalungen, die früher entsorgt wurden,
erhalten heute ein zweites, drittes, oder
viertes Leben – schnell, ressourcenschonend
und wirtschaftlich.
»Unsere Technik spart
Zeit, Material und
Kosten – und schont
gleichzeitig die Umwelt.«
Adrian Herud,
Geschäftsführer der Herud KG
Ein ganzheitliches
Angebot aus innovativen
Produkten, anwendungsgerechten
Lösungen und
umfassenden Service-
Leistungen für ein
einfaches, schnelles
und sicheres Arbeiten
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Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 53
d
Sonderschalung unterstützt
Kraftwerk-Wiederbelebung
PASCHAL (3)
Nach dem Herstellen
der Bodenplatte
wurden die 1 m hohen
Seitenwände erstellt,
bevor dann abschließend
der halbkreisförmige
Tunnelbogen mit einem
Durchmesser von 2,20 m
aufgesetzt wurde.
PASCHAL – Um mehr Unabhängigkeit in Sachen Energie und mehr Flexibilität in
Krisenzeiten zu erreichen, wird im bayrischen Happurg ein seit 2011 wegen Schäden
am Oberbecken stillgelegtes Pumpspeicherkraftwerk wieder zum Laufen gebracht.
Im Zuge der Baumaßnahme entsteht unter dem Becken auch ein 530 m langer
Kontrollgang in offener Tunnelbauweise in Ortbeton. Der Schalungshersteller Paschal
aus Steinach hat dafür die Schalung samt Unterstützungskonstruktion geliefert.
Windorf; laut Bauleiter Stefan Louen schon jahrelanger
Paschal-Kunde. Entsprechend wurden
bereits zuvor verschiedene Projekte im Bereich
Sonderschalungsbau erfolgreich miteinander abgeschlossen
– eine gute Voraussetzung auch für
dieses Projekt.
»Durch die Länge des Kontrollgangs und die
große Anzahl an fast baugleichen Abschnitten
musste für den optimalen Bauablauf vor Beginn
der Arbeiten überlegt werden, wie die Herstellung
möglichst schnell, qualitativ gleichbleibend
und einfach in der Handhabung gestaltet werden
kann. Durch die intensiven Abstimmungen mit
der Firma Paschal und eine Feinabstimmung der
Schalung im Werk bei einem Ortstermin konnten
Lösungen für unsere Anforderungen gefunden
und ein gutes Ergebnis erzielt werden. Hervorzuheben
ist das lösungsorientierte Handeln, welches
sich auch bei mehreren Baustellenterminen
zur gemeinsamen ausführungstechnischen Lösungsfindung
gezeigt hat«, so Bauleiter Louen.
Bauabschnitte und Schalungslösung im Detail
Nach dem Herstellen der Bodenplatte wurden im
zweiten Betonierabschnitt die 1 m hohen Seitenwände
erstellt, bevor dann abschließend der halbkreisförmige
Tunnelbogen mit einem Durchmesser
von 2,20 m aufgesetzt wurde. Alle Bauteile haben
eine Dicke von 40 cm. Die Innenschalung des
Bogens wurde bei Paschal als Sonderschalung in
Stahlausführung entwickelt, die zum Ausschalen
und Absenken mit Gelenken ausgestattet war. Als
abstützende Unterkonstruktion wurden Stützen,
Rahmen und Jochträger des Traggerüsts »Gass«
verwendet, die als Serienteile mietbar sind, ebenso
wie die radienverstellbare Trapezträger-Rundschalung,
die als Außenschalung im Einsatz war.
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Die Wiederbelebung des Kraftwerks startete
im Dezember 2024 und das voraussichtliche
Bauende ist für das Frühjahr dieses Jahres
geplant. Nach der für 2028 vorgesehenen Inbetriebnahme
lässt sich in diesem Pumpspeicherkraftwerk
Strom für ca. 160 000 Menschen speichern.
Dazu wird zunächst Wasser aus dem Happurger
See in das Oberbecken hochgepumpt. Bei
wenig Sonneneinstrahlung oder Wind kann der
gespeicherte Strom anschließend wieder erzeugt
werden, indem das Wasser durch Turbinen abgelassen
wird. Das ausführende Bauunternehmen
ist die Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH aus
Bei der Außenschalung kam die
radienverstellbare Trapezträger-Rundschalung
zum Einsatz.
54
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Innen- und Außenschalung wurden miteinander
verspannt, zum Einbringen des Betons wurden
in den Segmenten der Außenschalung Betonieröffnungen
in regelmäßigen Abständen eingebaut.
Mit der Schalung waren 54 Einsätze mit
Längen zwischen 4 und 12 m geplant. Das Umsetzen
und Verfahren erfolgte durch das Absenken
auf Lenk rollen, die unter dem Traggerüst montiert
waren. Da der Tunnel nahezu immer auf fast
ebenem Untergrund hergestellt wird, konnte die
Schalung ohne zusätzliche technische Hilfsmittel
komplett von Hand verschoben werden – ein
nicht zu unterschätzender Vorteil.
»Nach der Fertigstellung verläuft der Kontrollgang
unter der späteren Beckensohle. Angeschlossen
an diesen Gang sind Drainagerohre,
welche unter der Beckenabdichtungsebene verlegt
werden. Dadurch kann kontrolliert und lokalisiert
werden, ob und an welcher Stelle Wasserverluste
im Becken auftreten«, so Bauleiter Stefan
Louen. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind,
soll in zwei Jahren das stillgelegte Werk in Happurg
wieder laufen. Und das Oberbecken dient
dann wiederum als größter Akku in Bayern. s
Effizienz durch Planung:
Die 54 Schalungseinsätze
sind von Hand
verschiebbar.
54 Einsätze
Mit der Schalung waren
54 Einsätze mit Längen
zwischen 4 und 12 m geplant.
Brückenbau mit
effizienter Schalungslösung
Dank einer durchdachten Schalungsplanung,
dem Einsatz großflächiger »Logo.3«-Elemente
und einer intelligenten Betonüberwachung mit
Paschal »Maturix« wurde das anspruchsvolle
Brückenbauwerk BW13 in Brandenburg zügig und
präzise umgesetzt.
Im Rahmen einer Infrastrukturmaßnahme erstellte
das Land Brandenburg in Potsdam ein Brückenbauwerk
(BW13) über den Horstweg nach Teltow.
Dabei wurde für die beiden Widerlager die Paschal-»Logo.3«-Schalung
verwendet. Für das Bauteil
in Achse 10 wurden 350 m² als Stell- und Schließschalung
vorgehalten und für das gegenüberliegende
Widerlager in Achse 20 waren noch einmal 200 m²
als Stellschalung im Einsatz. Für Projekte dieser Art
passen die Großflächenelemente 240 x 270 cm laut
Paschal »hervorragend« und sie ergeben ein geordnetes
Schalungsbild. Für die Auflagerbänke musste
lediglich einmal aufgestockt werden, um insgesamt
eine Schalhöhe von 5,40 m zu erreichen. Da die
Flügelwände mit unterschiedlichen Abmessungen
noch höher waren, kam dort hauptsächlich eine
weitere Paschal-Standardhöhe mit 1,35 m als dritte
Elementlage zum Einsatz. Die größte Schalhöhe
betrug hier 6,75 m. Aber auch für die spitzwinkligen
Ecken oder den – für eine Flügelwand eher seltenen
– Anschluss an einen Bestand lieferte die Elementsortierung
der »Logo.3«-Schalung die passenden
Elementbreiten inklusive verstellbarer Scharnierecken.
Dadurch konnte auch bei komplizierteren
Geometrien im System ohne kostenintensive bauseitige
Ausgleiche geschalt werden. Bedingt durch
die großen Wandstärken im Bereich zwischen
80 cm und fast 2 m war in den Ecken zwischen der
Auflagerbank und den Flügelwänden die Außenschalung
sehr viel länger als auf der Innenseite.
Dadurch wurde die Positionierung der erforderlichen
Schalungsanker zur Aufnahme der Frischbetondruckkräfte
zu einer Herausforderung. So betrachtete
man die breitere Außenschalung als eine
einseitige Schalung, die mit 4 m hohen Stützböcken,
ebenfalls aus dem Paschal-Programm, abgestützt
wurde. S. Kayatz, Polier der bauausführenden Firma
U&W, Niederlassung Magdeburg, zeigte sich
während der kompletten Planungs- und Bauphase
sehr zufrieden: »Wir erhalten aus dem Hause
Paschal nicht nur termingerecht die Lieferungen.
Schon im Vorfeld einer Baumaßnahme setzen wir
uns zusammen, diskutieren verschiedene Varianten,
um dann die beste Schalungslösung zu finden.
Und der Service aus dem Hause Paschal geht dann
nahtlos in die Baustellenbetreuung über. Auf diese
Weise werden die Schalzeiten und der Materialeinsatz
optimiert sowie die Lohnkosten minimiert.«
Neben der Schalung hatte die U&W noch ein weiteres
Paschal-Produkt aus dem Bereich Beton-Monitoring
im Einsatz. Mit dem Messsystem »Maturix«
kann sich der Anwender über Temperaturmessungen
im Bauteil die tatsächlich vorhandene Betonfestigkeit
berechnen und anzeigen lassen, um dann
beispielsweise den frühestmöglichen Ausschaltermin
zu erhalten. Bei diesem Projekt ging es darum,
die Hydratationswärme zu kontrollieren, die bei der
hohen Masse des eingebauten Betons nicht zu unterschätzen
ist.
s
Für die beiden Widerlager war die
Paschal-»Logo.3«-Schalung im Einsatz.
PASCHAL
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
April 2026 55
Gerüstprüfung:
Wer ist zuständig?
MORAVIA AKADEMIE – Das Gerüst steht, die Arbeit soll beginnen. Doch
wer hat wirklich geprüft, ob alle Verankerungen sitzen, die Beläge korrekt
liegen und die Nutzung zulässig ist? Auf vielen Baustellen wird diese Verantwortung
unterschätzt. Dabei können bereits kleine Mängel schwere Unfälle,
Baustopps oder empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Hier gilt es, klar
zu unterscheiden: Während die tägliche Inaugenscheinnahme vor Benutzung
durch eine verantwortliche Person oder direkt durch den jeweiligen Benutzer
erfolgen kann, sind die Anforderungen an die regelmäßige Kontrolle strenger.
Dokumentation
Ziel ist es, Checklisten
und die Protokollierung der
Ergebnisse rechtssicher
dokumentieren zu können.
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Die formelle Prüfung des Gerüsts, insbesondere
nach längeren Arbeitsunterbrechungen oder
bei besonderen Witterungsverhältnissen, muss gemäß
DGUV mindestens alle sieben Tage durch eine
»befähigte Person« erfolgen. Spätestens bei einer
Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht oder nach
einem Unfall wird deutlich: Wer ein Gerüst nutzt,
trägt Verantwortung. Fehlt der Nachweis einer regelmäßigen
Prüfung durch eine »befähigte Person«,
drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch der Verlust
des Versicherungsschutzes – mit persönlichen
Konsequenzen für Unternehmer und Verantwortliche.
Eine neue Schulung der Moravia Akademie
soll Mitarbeiter fit für diese verantwortungsvolle
Aufgabe machen.
Rechtliche Grundlagen und Fachwissen vermitteln
Die sogenannte fachgerechte Inaugenscheinnahme
ist weit mehr als ein flüchtiger Blick nach oben.
Sie erfordert fundiertes Wissen über Statik, rechtliche
Grundlagen und die aktuelle »TRBS 2121«.
Ob im Hochbau, Dachdeckerhandwerk, Malereibetrieb
oder als Architekt – wer ein Gerüst betritt,
muss sicherstellen, dass es für den vorgesehenen
Zweck geeignet und technisch einwandfrei ist. Mit
dem Zertifikat der Moravia Akademie hat man die
notwendige Kompetenz und kann die Fachkenntnis
rechtssicher gegenüber der Gewerbeaufsicht
dokumentieren. Die Schulung qualifiziert Teilnehmer
gezielt für die rechtssichere Inaugenscheinnahme
von Gerüsten. Teilnehmer erkennen sicherheitsrelevante
Mängel, beurteilen die Eignung eines
Gerüsts für den jeweiligen Einsatz und dokumentieren
ihre Prüfungen so, dass sie im Ernstfall
Bestand haben.
Vielschichtige Inhalte
In derartigen Seminaren werden die Teilnehmer
umfassend in verschiedenen Themenbereichen
geschult. Dazu zählen beispielsweise die Rechtsgrundlagen:
Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung,
Technische Regeln für Betriebs-
MORAVIA AKADEMIE
Auf jeder Baustelle unverzichtbar: Gerüste sind essenziell,
aber wer überprüft die Sicherheit und ist zuständig?
sicherheit sowie DGUV-Schriften werden vermittelt.
Hinzu kommt die Gefährdungsbeurteilung:
Hier sollen Absturzgefährdungen und Schutzmaßnahmen
ermittelt werden. Darüber hinaus wird
die Eignungsprüfung thematisiert. Das beinhaltet
etwa den Abgleich der Last-, Breiten- und Höhenklassen
mit dem Verwendungszweck. Weiter geht
es mit der konstruktiven Kontrolle: Die Überprüfung
von Belägen, Geländern, Zwischenholmen
und Bordbrettern wird ebenso angesprochen wie
die Dokumentation. Ziel ist es, Checklisten und die
Protokollierung der Ergebnisse rechtssicher dokumentieren
zu können. Unterm Strich haben derartige
Seminare den Vorteil, echte Rechtssicherheit
auf dem Papier festzuhalten – schwarz auf weiß.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten alle Teilnehmer
eine Schulungsbescheinigung für die »befähigte
Person«. Dieser Qualifikationsnachweis ist
dann die Kompetenz zur fachgerechten Prüfung
gemäß »TRBS 2121«.
Wofür das Lernen gedacht ist
Wer Gerüste nutzt, sollte sich nicht auf Routine
verlassen. Eine qualifizierte Inaugenscheinnahme
schützt Mitarbeiter, Unternehmen und Verantwortliche
gleichermaßen. Die neue Schulung der
Moravia Akademie bietet laut eigener Aussage eine
umfassende Ausbildung im Bereich Gerüstkontrolle.
Die Teilnehmer, so die Akademie weiter, erhalten
nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch
die Fähigkeit zur Kontrolle und deren Dokumentation
an Gerüsten. Die Schulung schafft die notwendige
Sicherheit – praxisnah, rechtssicher und anerkannt.
d
56
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Mehr als nur Beton
in Form zu bringen
MAYER SCHALTECHNIK –
Schalung kann heute deutlich
mehr, als lediglich Beton in
Form zu bringen. Sie ist ein
entscheidender Faktor für
Effizienz, Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle.
Genau hier hat sich die
Branche in den vergangenen
Jahren stark weiterentwickelt.
Bauunternehmen erwarten
heute Systeme, die schneller
montiert werden können,
die Abläufe vereinfachen
und gleichzeitig eine hohe
Ausführungsqualität sichern.
Gleichzeitig steigen der Zeitdruck
auf der Baustelle und die
Anforderungen an Flexibilität.
Schnell
und sicher
Durch das klappbare System
lassen sich Decken schneller
und sicherer herstellen.
Die in Bergrheinfeld ansässige
Mayer Schaltechnik
GmbH sieht ihre Aufgabe darin,
genau auf diese Anforderungen
praxisnahe Antworten zu geben.
Als mittelständischer Hersteller
konzentriert sich das Unternehmen
nach eigener Aussage bewusst
»auf besonders innovative
und wirtschaftliche Schalungssysteme,
die Bauunternehmen
im täglichen Einsatz einen echten
Vorteil bieten«. Die Entwicklungen
entstehen dementsprechend
im engen Austausch mit
Anwendern und aus konkreten
Anforderungen der Baupraxis.
Einen zentralen Baustein des
Portfolios stellt die eigene Wandschalung
dar. Hier steht eine robuste,
flexible und gleichzeitig
wirtschaftliche System-Familie
bereit, die sich auf unterschiedlichsten
Baustellen einsetzen
lässt. Entscheidende Punkte bei
der Entwicklung waren eine einfache
Handhabung, kurze Rüstzeiten
und ein Systemgedanke,
der den Baustellenalltag spürbar
erleichtern soll.
Ein Beispiel für diesen Ansatz
ist die neue Deckenschalung
»klappMax«. Sie wurde laut Unternehmen
konsequent darauf
ausgelegt, Montagezeiten massiv
zu reduzieren und Arbeitsabläufe
effizienter zu gestalten. Durch
das klappbare System lassen sich
Decken schneller und sicherer
herstellen, während gleichzeitig
Transport und Handling stark
vereinfacht werden. Gerade in
Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels
sind solche Lösungen
ein wichtiger Beitrag, um Baustellen
produktiver zu machen.
Darüber hinaus verändert
auch die Digitalisierung zunehmend
den Bauprozess. Themen
wie digitale Planung, BIM
oder softwaregestützte Projektvorbereitung
gewinnen an Bedeutung
und führen dazu, dass
MAYER SCHALTECHNIK
Mit der Deckenschalung »klappMax« lassen sich durch das klappbare System nach
Herstellerangaben Decken schneller und sicherer herstellen sowie Transport und
Handling stark vereinfachen.
Schalungssysteme stärker in
den gesamten Bauablauf integriert
werden. Das Unternehmen
sieht große Chancen darin, Planungs-
und Ausführungsprozesse
noch besser miteinander zu
verzahnen.
Trotz aller technologischen
Entwicklungen bleibt für Mayer
Schaltechnik ein Grundsatz
entscheidend: Schalung muss
sich auf der Baustelle bewähren.
Wirtschaftlichkeit, einfache Anwendung
und zuverlässige Systeme
stehen deshalb weiterhin im
Mittelpunkt der Entwicklung.
Genau hier sieht das Unternehmen
auch die Stärke mittelständischer
Hersteller – nah an der
Praxis, schnell in der Umsetzung
und konsequent am Bedarf der
Bauunternehmen orientiert.s
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 57
»Mammut XT«: Neues
Schalelement für Sichtbetonwände
klapp
Die Decken-Schalbox
MEVA – Seit der Gründung der
Solid S.A. im Jahr 2003 setzt das
luxemburgische Bauunternehmen
auf Meva-Schalung. Beim
Bau einer Schule wendete es nun
erstmals die neuen »500/250«
Großflächenelemente der
»Mammut-XT«-Wandschalung an.
KLAPPT EINFACH!
DIE Die
REVOLUTIONÄRE
DECKENSCHALUNG
KLAPPT EINFACH!
Weniger Verluste und Schäden
Einfachere Technik und Logistik
Geringere körperliche Anstrengung
Doppelte Leistung pro Arbeitskraft
Das Großflächenelement
»Mammut-XT«
beweist sich im
Einsatz.
MEVA
Auf dem Campus Bur der Gemeinde
Rosport-Mompach
herrscht reges Treiben. Woche
für Woche sind deutliche
Baufortschritte zu erkennen: Eine
neue Sporthalle und ein Schulgebäude
wachsen. »Es läuft alles
nach Plan«, freut sich Simon
SCAN MICH!
Pint. Der Oberbauleiter hat umfangreiche
Erfahrung in Projekten
dieser Größenordnung und
sein Unternehmen verfügt über
einen entsprechenden Bestand
an Eigenmaterial. Für die Neubauten
nahe dem Fluss Sauer
kommen die Wandschalungssysteme
»Mammut XT« und
»Mammut 350«, »BKB«-Betonierklappbühnen,
»LAB«-Versetztraversen,
Seitenschutzgitter
und »Triplex«-Schrägstützen
von Meva zum Einsatz. Die Decken
werden mit »MevaDec« mit
der zeit- und materialsparenden
Fallkopf-Träger-Element-Methode
(FTE) geschalt, das modulare
Traggerüst »MT 60« unterstützt
bei der Herstellung auskragender
Decken.
Hallenwände in einem Takt
Die knapp 11 m hohen Wände
der Sporthalle hat das Bauteam
mit bewährtem Material
geschalt. Es setzte drei »Mammut-XT«-Elemente
à 3,50 m und
ein 0,25-m-Element übereinander
und betonierte zügig in einem
Takt. An manchen Bereichen
des Projekts wurden die
robusten »Mammut 350« und
»Mammut XT« kombiniert, die
beide einem Frischbetondruck
von 100 kN/m² vollflächig widerstehen.
Schneller Baufortschritt
Solid arbeitet komplett mit Eigenmaterial
und erwarb zuletzt
»Mammut-XT«-Großelemente
des Typs »500/250«, auf
deren Ersteinsatz die Verantwortlichen
laut eigener Aussage
besonders gespannt waren.
Die neue Dimension der
Wandschalung verspricht aufgrund
ihrer Produkteigenschaften
schnellen Baufortschritt.
Entwickelt für den Bau hoher
Wände, lässt »Mammut XT« mit
der im Rahmen voll integrierten
»XT«-Ankerstelle die schnelle
Wahl von ein- oder zweiseitiger
Ankerung zu.
Nur acht Anker für 12,5 m²
Das Element mit 12,5 m² Schalfläche
und nur acht Ankerstellen
lässt sich mit geringem Arbeits-
und Logistikaufwand stellen.
Flanschmuttern,
Rillenrohre
und Werkzeug sind so überflüssig
wie die Montage von Gerüsten
auf der Stellschalungsseite.
Solid hob die Stellschalung per
Kran auf die Deckenschalung
und stützte sie nach innen ab.
Nach Herstellung der Bewehrung
und beim Schließen der
Schalung wurden die Schrägstützen
nach und nach zurückgebaut
sowie die Schließschalung
einseitig geankert.
Somit diente die Wandschalung
praktischerweise gleichzeitig
als Absturzschutz für das
Personal. Teilweise wurden zwei
»500/250«-Elemente nebeneinander
montiert – sicher am Boden
liegend und mit nur wenigen
Schalschlössern. Mittels
Schwerlast-Kranhaken wurden
die nun 5 x 5 m großen Einheiten
zu ihren Einsatzorten gezogen.
Die geforderte Sichtbetonqualität
Q1, das entspricht der
deutschen SB3, wurde mit der
serienmäßig in allen Meva-Schalungen
montierten »alkus«-Vollkunststoff-Platte
hergestellt. Die
Abmessungen der neuen Elemente
und die symmetrischen
eingezogenen Ankerstellen ergeben
ein einheitliches Ankerloch-
und Fugenbild.
d
Meva-Lösungen
Neben den Wandschalungssystemen
»Mammut XT«
und »Mammut 350« kommen
»BKB«-Betonierklappbühnen,
»LAB«-Versetztraversen
sowie Seitenschutzgitter und
»Triplex«-Schrägstützen von
Meva zum Einsatz.
58
April 2026
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau
Für gleichbleibend
hochwertige
Betonoberflächen
ALKUS – In Südostasien
entsteht derzeit ein
grenzüberschreitendes
Schnellbahnsystem, welches
künftig die malaysische Stadt
Johor Bahru direkt mit dem
Stadtstaat Singapur verbindet.
Beim Bau des Johor-Bahru-Singapore-Rapid-Transit-Systems
(RTS), eines der bedeutendsten
Infrastrukturprojekte der
Region, kommen auch
»alkus«-Vollkunststoffplatten
zum Einsatz.
Bei diesem Großprojekt kamen Vollkunststoffplatten
von Alkus zum Einsatz.
Das Projekt wird gemeinsam von den Regierungen
Malaysias und Singapurs realisiert. Ziel ist
es, den stark frequentierten Grenzübergang auf
dem Johor–Singapore-Causeway spürbar zu entlasten.
Die neue Bahnverbindung soll tägliche Staus
reduzieren und den Pendlerverkehr zwischen beiden
Ländern deutlich effizienter gestalten. Hauptauftragnehmer
des Projekts ist das japanische Bauunternehmen
Penta Ocean.
Auch Alkus ist an diesem internationalen Infrastrukturprojekt
beteiligt. Der Vertriebs partner
Formwork Hire S.E.A. aus Singapur ist an der Baustelle
Woodlands North, dem Endpunkt der neuen
Bahnlinie in Singapur, im Einsatz. Dort wird das
Wandschalungssystem »Altrad RMD Kwikform Minima«
verwendet, das mit »alkus«-Vollkunststoffplatten
des Typs »AL12.9« belegt ist. Die Platten ergänzen
das Schalungssystem optimal und unterstützen
eine effiziente sowie zuverlässige Umsetzung
der Betonarbeiten. Aufgrund ihrer hohen
Robustheit und Formstabilität halten sie auch starken
mechanischen Belastungen auf der Baustelle
stand und ermöglichen über viele Einsätze hinweg
gleichbleibend hochwertige Betonoberflächen.
Darüber hinaus sind »alkus«-Vollkunststoffplatten
wasserfest und verrottungsfrei. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Holzschalungsplatten lassen
ALKUS AG (2)
Am Endpunkt der neuen Bahnlinie in Singapur, der Baustelle
Woodlands North, wird das Wandschalungssystem »Altrad RMD
Kwikform Minima« verwendet, das mit »alkus«-Vollkunststoffplatten
des Typs »AL12.9« belegt ist.
sie sich vollständig reparieren, wodurch eine besonders
lange Nutzungsdauer erreicht wird. Diese
Eigenschaften ermöglichen einen wirtschaftlichen
und nachhaltigen Einsatz in unterschiedlichsten
Schalungssystemen. Der Einsatz im Rahmen dieses
Großprojekts unterstreicht einmal mehr die Vielseitigkeit
der »alkus«-Vollkunststoffplatten, die sich
weltweit bei zahlreichen Infrastruktur- und Hochbauprojekten
bewährt haben. Die Fertigstellung
des Johor-Bahru-Singapore-Rapid-Transit-Systems
ist derzeit für Dezember 2026 vorgesehen. Kurz danach,
im Januar 2027, soll die Aufnahme des regulären
Betriebs beginnen.
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Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 59
Frischbetonverbund-Systeme | Beschichtete Fugenbleche | Injektionsschlauch-Systeme | Quellbänder | Fugenabdichtungsprofile | Dicht- und Klebmassen
START-UP-ZONE
Mit den einfach integrierbaren
Sensoren von Core Sensing
erfolgt das Setzen der Schraubfundamente
nicht mehr nach
Gefühl, sondern auf Basis von
Echtzeitdaten.
L Baumagazin
ÜBS_58_ÜBS_58
ÜBS_58_ÜBS_58
Wenn Maschinen
TXTVOR_STARTUP
TXTVOR_STARTUP
das Fühlen
TXTVOR_STARTUP
lernen
TXTVOR_STARTUP
TXTINI0 TXTINI0 TXTINI0 TXTINI0 TXTI-
NI0
ZÜB
TXT0
CORE SENSING – Wer TXTsich für Schraubfundamente als Alternative zeit notwendig – und das bei jedem einzelnen Eindrehvorgang.«
Der Grund dafür liegt in der kriti-
zu Betonfundamenten TXT entscheidet, trifft diese Wahl oft nicht nur aus d
Kosten-, sondern auch Nachhaltigkeitsgründen. Allerdings setzt diese schen Abhängigkeit der Tragfähigkeit vom Einbindungsprozess:
Fehl installationen können die Trag-
Methode beim Einbau eine besondere Sorgfalt voraus. Denn die Tragfähigkeit
wird auch durch die Prozessparameter Kraft, Drehmoment fähigkeit um bis zu 70 Prozent mindern.
und Drehzahl signifikant beeinflusst. Um den Bediener sicher durch
den Montagevorgang zu führen, hat das Startup Core Sensing einfach Bisherige Messlösungen messen nur indirekt
integrierbare Sensoren entwickelt. Damit erfolgt das Setzen der In der Regel wird bei einem Bauprojekt mit Schraubfundamenten
im Vorfeld ein Geologe konsultiert,
Schraubfundamente wiederholbar nicht mehr nach Gefühl, sondern
auf Basis von Echtzeitdaten und mit dokumentierter Qualität.
Im Jahr 2019 als Spin-off der TU Darmstadt gegründet,
wurde dem Start-up Core Sensing ein klarer
Fokus in die Wiege gelegt, so CEO und Co-Founder
Simon Krech: »Wir haben uns auf das Thema
kabellose, integrierte Kraft- und Drehmomentmessung
in rotierenden Bauteilen im Realbetrieb spezialisiert.
Deswegen empfehlen sich unsere Sensoren
insbesondere zum Setzen von Schraubfundamenten.
Denn zur Sicherstellung der Tragfähigkeit
des darauf aufbauenden Fundaments ist eine valide
Prozessüberwachung und -dokumentation in Echt-
Core Sensing ist Spezialist für kabellose
Sensoren mit Fokus auf Kraft und Drehmoment
in anspruchsvollem Umfeld. Das
Unternehmen beliefert seit 2019 in erster Linie OEMs
und Maschinenbauer mit kundenspezifischen, integrierten
Sensorlösungen. Zu den namhaften Kunden
der Baubranche gehören HKS-Dreh-Antriebe, Emde
Bohrtechnik, Adler Arbeitsmaschinen. Die Technologie,
bestehend aus Sensor und Telemetrieeinheit, lässt
sich grundsätzlich in alle Anwendungen zur
Erfassung drehender Kräfte integrieren, wie etwa
auch Antriebs- und Kardanwellen.
60 Monat April 2026 2025
Start-up-Zone
gung anschließend nur indirekt über den Hydraulikdruck
abschätzen. Eine Garantie für den Erfolg
entsteht daraus jedoch nicht.
Laut einer Studie der Aalborg University über
die »Ausführung spezieller geotechnischer Arbeiten
– Stahlschraubpfähle (DCE Technical Report
No. 329)« sind »Hydrauliksysteme, die zur Drehmomentmessung
eingesetzt werden, in nicht isolierten
Konfigurationen – in denen der Öldruck auch
die Bewegungen des Turms und der Maschine antreibt
– von Natur aus unzuverlässig. Unter solchen
Bedingungen können die gemessenen Drehmomentwerte
um durchschnittlich 66 Prozent abweichen,
wobei die Spitzenabweichungen während
der Start-Stopp-Phasen der Installation 8 000 Prozent
überschreiten können.«
der den Untergrund beurteilt und entsprechende
Grenzparameter vorgibt. Dafür müssen häufig
sogenannte Pfahlbelastungsproben durchgeführt
werden, welche die Tragfähigkeit bestätigen. Der
Bediener der Baumaschine kann die Kraftübertra-
Jeder einzelne
Eindrehvorgang wird
über den Sensor
erfasst und entsprechend
dokumentiert.
CORE SENSING (4)
Der Sensor sieht und misst selbst unter der Erde
Simon Krech fasst zusammen: »Kurz gesagt, kann
weder der Geologe unter die Erde sehen noch der
Maschinist das Drehmoment genau berechnen –
unser kalibrierter und kabelloser Sensor ›core-
SPC‹ hingegen schon. Denn zusätzlich zur direkten
Drehmoment- und Drehzahlmessung erfasst dieser
– und das ist ein Novum im Vergleich zu anderen Lösungen
am Markt – die Einbindungstiefe mittels eines
Lasers. Sämtliche Daten werden in Echtzeit via
Bluetooth an den Installateur übertragen. Dieser
kann direkt darauf reagieren, da ihm Abweichungen
zu den Vorgaben unmittelbar im Display angezeigt
werden.«
Alle auftretenden Kräfte im Griff
Konkret erfasst werden das Einschraubmoment
(Torque), die Rotationsgeschwindigkeit (RPM), das
Fortschrittsverhältnis (AR) und die Tiefe. In der Regel
treten bei Schraubfundamenten Kräfte von 3 bis
40 Kilonewtonmeter auf. Simon Krech geht ins Detail:
»Wir messen mit Dehnungsmessstreifen das
Drehmoment direkt, kalibrieren die Aufnehmer
rückführbar, messen die Drehzahl direkt über ein
integriertes Gyroskop und haben Lasersensoren
per Bluetooth in unsere App integriert. Unser Sensor
kann einfach per Kabel geladen werden und arbeitet
energieeffizient. Beispielsweise hält der Akku
im Dauerbetrieb mehrere Wochen. Darüber hinaus
ist er im Inneren eines Flansches gut geschützt
und ist staub- sowie wassergeschützt und damit für
die harten Anforderungen der Baustelle bestens geeignet.«
Da sämtliche Daten erfasst werden, kann nach
Abschluss eines Projekts auf Knopfdruck eine ausführliche
Dokumentation mit Informationen zu
jedem einzelnen Schraubvorgang erstellt werden,
aufwendige Nachbearbeitung und Datenanalyse
sind nicht nötig. Falls eine direkte Integration in
die Steuerung der Baumaschinen gewünscht wird,
erfolgt dies meistens über CAN-Bus, aber auch andere
Schnittstellen stehen zur Verfügung.
s
Der Sensor lässt sich einfach
integrieren, per Kabel
laden und der Akku hält
im Dauerbetrieb aufgrund
hoher Energieeffizienz
mehrere Wochen.
»Unsere Sensoren sind
staub- und wassergeschützt
und damit für
die harten Anforderungen
der Baustelle
bestens geeignet.«
Simon Krech,
CEO & Co-Founder Core Sensing
Start-up-Zone Monat April 2026 2025
61
3
OEM & AFTERMARKET
ADOBE STOCK
Eine Baumaschine besteht aus Tausenden
Einzelteilen – erst zusammen
ergeben sie das Meisterwerk.
Eine Baumaschine –
Tausende Komponenten:
Die wahre »Magie«
beginnt beim Zulieferer
liegt bei gerade einmal 0,02 bis 0,06 mm – zum VerbauMAGAZIN
– Die Komplexität einer Baumaschine ist erstaunlich: Ein Hydraulikbagger
besteht aus Tausenden Einzelteilen und setzt sich aus Komponenten zusammen,
die von zahllosen Zulieferern stammen. Der Original Equipment Manufacturer,
kurz OEM, setzt Motor, Einspritzpumpe, Turbolader, Löffel, Kettenlaufwerk, Klimaanlage,
Display, Joystick, Zylinder, Reifen und Ventilblöcke zu einem funktionierenden
Gesamtsystem zusammen. Die tatsächliche »Magie« von Baumaschinen beginnt also
vielmehr in der Entwicklerschublade der Komponentenhersteller.
Dan Windhorst
Das bauMAGAZIN darf seit fast 30 Jahren hinter
die Kulissen der Hersteller blicken – und hat
in dieser Zeit 100 t schwere Großbagger, 90 m hohe
Turmdrehkrane und Motoren in der Fertigung erlebt,
die aus über 1 000 Bauteilen bestanden. Trotz
gewaltiger Abmessungen erweisen sich Baumaschinen
als hochfiligrane Meisterwerke, die auf
Basis jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit nach
Perfektion streben. Glauben Sie mir: Es ist faszinierend,
wie Zahnräder, Kolben, Wellen und Ketten
millimetergenau ineinandergreifen. Zwischen
ihnen liegt nur ein hauchdünner Ölfilm – sie dürfen
sich niemals direkt berühren. Nehmen wir beispielsweise
ein Kurbelwellenlager: Das Lagerspiel
gleich, ein menschliches Haar ist knapp 0,08 mm
dick. Damit »schwimmt« die Kurbelwelle auf einem
Ölfilm, der dünner sein muss als ein Haar.
Geschieht das nicht, frisst sich der Motor fest. Im
Kern lässt sich also festhalten, dass eine Baumaschine
ein Meisterwerk der Ingenieurskunst darstellt
– und niemals ausschließlich aus nur einer
Hand stammt.
Es gibt auch »Vollhersteller«
Liebherr, Komatsu, Caterpillar verfügen über eine
bemerkenswert hohe Fertigungstiefe. Tatsache
bleibt aber auch, dass praktisch kein Unternehmen
dieser Welt zu 100 Prozent unabhängig von Zulieferern
ist. Es wäre schlichtweg zu zeit- und kostenintensiv,
jedes Bedienelement und jede Schraube
im eigenen Haus zu produzieren. Von hoher Fertigungstiefe
lässt sich insbesondere dann sprechen,
wenn der Hersteller beispielsweise auf eigene Motoren,
Hydraulik- und Antriebskomponenten, Steuerungs-
und Telematiklösungen sowie hauseigenen
Stahlbau setzt. Auch Hitachi, Hyundai, XCMG,
Sany oder Sennebogen setzen auf eine möglichst
62
April 2026
OEM & Aftermarket
hohe Fertigungstiefe, verfügen gleichzeitig aber
auch über hervorragende Kooperationen und Zulieferpartnerschaften.
Fakt ist aber: Eine hohe Fertigungstiefe
sagt per se erst mal nichts über die
Qualität der schlussendlichen Maschine aus. Tatsächlich
profitiert der Hersteller hier in erster Linie
davon, weniger abhängig zu sein. Sichtbar wurde
das z. B. während der Corona-Pandemie: Shutdowns
und ein hoher Krankenstand haben für teils
massive Lieferengpässe und gestiegene Materialpreise
gesorgt. So mancher Hersteller hatte zu dieser
Zeit, salopp gesagt, den ganzen Hof voller unfertiger
Maschinen – und das nur, weil beispielsweise
ein Chipsatz, eine Abdichtung oder eine winzige
Schlauchverbindung fehlte.
ADOBE STOCK
Was viele nicht sehen, ist,
dass die wahre Ingenieurskunst
bereits bei kleinsten
Schrauben beginnt.
Von Vielfalt profitieren
Als Komponentenhersteller, Entwickler, Kooperationspartner
oder Start-up profitiert man von der
Spezialisierung: Konzentriert sich ein Unternehmen
fast ausschließlich auf Fertigung und Entwicklung
einzelner Komponenten, fließen Geld,
Zeit und Engagement in nur eine Richtung. Das
Ergebnis ist, dass sie zum Meister ihres Fachs werden.
Und genau das gelingt dem Vollhersteller nur
selten, da hoch spezialisierte Entwicklungsarbeit
viel Aufwand und finanzielle Tragfähigkeit braucht
– hinzu kommt, dass man die richtigen Fachkräfte
benötigt. Natürlich kaufen die großen Namen
gern ein: Die Übernahme kleiner Mittelständler
und Start-ups ist gängige Praxis. Wer aber den Mut,
die Ausdauer und das nötige Kleingeld aufbringen
kann, um sich als unabhängiger Zulieferer zu etablieren,
kann innerhalb der Baumaschinenbranche
wahrlich Großes bewegen. Wir alle profitieren zudem
vom Herzblut: Statt im Großkonzern unterzugehen,
entstehen in der kleinen Garage innovative
Lösungen.
Die Bigplayer der Branche
Zu den Highclass-Zulieferern der Branche zählen
zweifellos die Motorenhersteller: Cummins, Deutz,
Perkins, Kubota, FPT, Volvo oder Yanmar sind gute
Beispiele. Hinzu kommen Hydraulikspezialisten
wie beispielsweise Bosch Rexroth, Linde Hydraulics,
Danfoss oder Parker Hannifin, die mit ihren
Lösungen einen der zentralsten Bereiche für die
Baumaschinenherstellung abdecken. Geht es um
Achsen, Getriebe und Antriebssysteme, sind große
Namen wie ZF, Dana oder Carraro zu nennen
– in der Elektronik und Steuerung setzen hingegen
TTControl, Siemens oder Bosch klare Zeichen.
Und damit überhaupt irgendetwas in der Baubranche
rollt, brauchen wir Unternehmen wie Bridgestone,
BKT, Michelin, Trelleborg oder Continental,
die als Reifenhersteller unerlässlich für den Markt
sind. Auch sie profitieren davon, dass ihr Produktbereich
hoch spezialisiertes Fachwissen und hohe
Fertigungskunst voraussetzt. Nicht zu vergessen ist
0,02
Millimeter
Bei einem Kurbelwellenlager
liegt das Lagerspiel bei gerade
einmal 0,02 bis 0,06 mm –
zum Vergleich, ein menschliches
Haar ist knapp 0,08 mm dick.
Damit »schwimmt« die Kurbelwelle
auf einem Ölfilm, der
dünner sein muss als ein Haar.
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OEM & Aftermarket April 2026 63
ADOBE STOCK
Höchste Präzision:
Damit Motoren, Getriebe
und Hydrauliksysteme
funktionieren, muss in
Millimeterarbeit agiert
werden.
der Stahl: SSAB, Dillinger der ArcelorMittal. Die Liste
aller Komponentenhersteller wirkt schier endlos –
sie reicht weiter über Hersteller von Displays, Kameras,
Löffeln, Glasscheiben, Fahrersitzen, Kabinen,
Klimaanlagen und sogar Getränkehaltern. Und erstaunlich
viele der hier genannten Hersteller gelten
als systemkritische Zulieferer: Ohne Hydraulik, Antrieb,
Motor oder OTR-Reifen hat die Bauindustrie
schlichtweg keine funktionstüchtigen Maschinen.
Die Tragweite auf einen Blick
Begreifen muss man die Dimension der Zusammenarbeit
zwischen OEM und Zulieferer: Der Dieselmotor
stammt häufig von einem spezialisierten
Motorenhersteller. Turbolader, Einspritzsystem
und Abgasnachbehandlung kommen von weiteren
Technologieanbietern. In der Hydraulik liefern spezialisierte
Unternehmen Pumpen, Ventilblöcke, Zylinder
und Steuerungseinheiten. Achsen und Getriebe
werden ebenso zugekauft wie Reifen oder Kettenlaufwerke.
Die Kabine enthält Sitze, Klimaanlagen,
Displays und Joysticks von jeweils eigenen Herstellern.
Hinzu kommen Steuergeräte, Sensorik, Kabelbäume
und immer komplexere Softwarelösungen,
die ebenfalls häufig von Zulieferern stammen. Der
OEM fügt diese Komponenten schlussendlich zu einem
funktionsfähigen Gesamtsystem zusammen.
Seine Kernkompetenz liegt letztlich in der Integration:
Er definiert das Maschinenkonzept, entwickelt
Rahmen, Ausleger und Strukturbauteile, stimmt Hydraulik,
Antrieb und Steuerung aufeinander ab und
sorgt dafür, dass am Ende eine leistungsfähige, sichere
und wirtschaftliche Maschine entsteht.
Innovationskraft der Zulieferer
Die Frage bleibt: Könnten die OEMs denn alles
selbst produzieren? Die Antwort findet sich in der
zunehmenden technologischen Spezialisierung:
Abgasnormen wie Stage V, komplexe Elektronikarchitekturen
oder Telematik-Systeme erfordern mitunter
enorme Entwicklungsinvestitionen. Ein Motorenhersteller
beispielsweise, der seine Aggregate
in Bau-, Agrar- und Industriemaschinen einsetzt,
kann diese aufkommenden Kosten auf große Stückzahlen
verteilen. Ein einzelner Baggerproduzent
könnte diese Skaleneffekte kaum erreichen. Ähnliches
gilt für Hydraulik, Sensorik oder Leistungselektronik.
Zulieferer sind damit nicht bloß Teilelieferanten,
sondern waschechte Innovationstreiber.
Viele technologische Fortschritte entstehen
im Komponentenmarkt und finden von dort ihren
Weg in die Maschine. Gleichzeitig beschleunigt die
Zusammenarbeit die Time-to-Market: Bestehende
Plattformen und erprobte Systeme verkürzen Entwicklungszeiten
und reduzieren Risiken. Mit der
Elektrifizierung verschiebt sich das Gefüge weiter.
Batterien, Leistungselektronik und Software werden
zu Schlüsseltechnologien. Wer die Batterieplattform
liefert oder die Maschinensteuerung programmiert,
prägt zunehmend die Leistungsfähigkeit
und Differenzierung des jeweiligen Produkts.
Der OEM entwickelt sich immer stärker zum Orchestrator
eines komplexen Technologieverbunds
– und muss zugleich darauf achten, nicht zum reinen
Montagebetrieb zu werden.
Festhalten lässt sich: Moderne Baumaschinen
sind im Grunde klare Netzwerkprodukte. Hinter jeder
Marke steht ein Geflecht aus hoch spezialisierten
Unternehmen, oft mittelständisch geprägt, die
gemeinsam Innovation ermöglichen. Ohne leistungsfähige
Hersteller von Antriebstechnik, Hydraulik,
Elektronik, Reifen oder Stahlbau gäbe es
keine wettbewerbsfähigen Maschinen. Der Mythos
vom alles selbst bauenden Hersteller gehört damit
der Vergangenheit an. Der Erfolg eines OEM bemisst
sich heute nicht nur an eigener Fertigungstiefe,
sondern an seiner Fähigkeit, starke Partner
zu integrieren, Technologien klug zu kombinieren
und aus Tausenden Komponenten ein schlüssiges
Gesamtkonzept zu formen. Der Bagger auf der Baustelle
ist somit weniger das Werk eines einzelnen
Unternehmens – sondern das Ergebnis industrieller
Zusammenarbeit.
Ingenieurskunst
Eine Baumaschine besteht aus Tausenden
Einzelteilen – die Ingenieurskunst beginnt
deshalb bereits bei den vielen Zulieferern.
d
64
April 2026
OEM & Aftermarket
Intelligente Zustandsüberwachung
und Wiederaufbereitung
SKF – Ende Februar stellte SKF auf der Messe Maintenance
in Dortmund seine Lösungen zur stationären und mobilen
Zustandsüberwachung von Anlagen vor, ergänzt um die
Wiederaufbereitung von Wälzlagern. So soll das SKF
»IMx1«-Starterpaket im stationären Einsatz als Einstieg in
die intelligente Anlagenüberwachung überzeugen. Für den
mobilen Einsatz gab es zudem eine neue Version des SKF-
Quick-Collect-Sensors »CMDT 392« zu sehen.
Kosteneffizient, sofort einsatzbereit
und bei Bedarf
skalierbar: Mit diesen Attributen
beschreibt SKF sein Star-
SKF
terpaket. Dank drahtloser
Plug-and-Play-Technologie, der
»Observer«-Mobile-App
und
KI-gestützter Analysen sollen
sich Anomalien frühzeitig ent-
held‐Sensor zur Verfügung, der
sich mit der kostenfreien SKF-
»Quick-Collect«-App auf dem Ta-
Optimiert für den mobilen
Einsatz: der SKF-»Quick
Collect«-Sensor.
Sensortechnik
Der Quick-Collect-Sensor »CMDT
392« ist ein Bluetooth‐fähiger
Handheld-Sensor, der sich
mittels App verbinden lässt.
decken und ungeplante Maschinenstillstände
verhindern lassen.
Nach Unternehmensangaben
spielt es dabei keine Rolle,
ob Motoren, Pumpen oder Ventilatoren
überwacht werden. Das
blet oder Smartphone verbinden
lässt.
Spannend war der Besuch
des SKF-Messestands auch für
alle Anlagenbetreiber mit großen
Wälzlagern. Sie konnten sich
fristen. SKF-Condition-Monitoring-Experte
Benjamin Pfannes
System passt sich laut SKF flexi-
über das breite Angebot zur Wälz-
ist überzeugt: »Wir haben für na-
bel an alle Anforderungen an und
lager-Wiederaufbereitung
bei
hezu alle Anlagenbetreiber nütz-
ist innerhalb kürzester Zeit start-
SKF informieren. Diese Dienst-
liche Werkzeuge und Anwendun-
klar. Für mobile Einsätze steht
leistung spart laut SKF gegenüber
gen, die helfen, Instandsetzungs-
mit der neuen Version des SKF-
dem Wälzlager-Neukauf Kosten,
intervalle besser zu planen und
Quick-Collect-Sensors
»CMDT
bessert die CO2-Bilanz auf und
Maschinenstillstandzeiten
zu
392« ein Bluetooth‐fähiger Hand-
verkürzt häufig auch die Liefer-
verkürzen.«
s
AMSTERDAM
OEM & Aftermarket April 2026 65
Die Leistungsgrenzen erweitern
PERKINS – Im Rahmen der
Conexpo hat Perkins neue
Antriebssysteme vorgestellt,
die auf Verbrenner- und
hybrider Wasserstofftechnologie
sowie batterieelektrischen
Aggregaten basieren.
Eines der Highlights am
Messestand war der neue
»904J-E36TTA«, mit 129 kW
das nun leistungsstärkste
Modell der »904«-Serie.
Ergänzend dazu wurden digitale
Services präsentiert, die
den Kunden Konnektivität
und Daten für die Zustandsüberwachung
bereitstellen.
Robustheit
Der Motor wurde aufgrund
der neuen Leistungsdaten
hinsichtlich seiner Robustheit
verstärkt und ein Doppelturbolader
hinzugefügt.
Die 13-l-Stage-V-Dieselplattform der
»2600«-Serie bietet acht Leistungsstufen
von 340 bis 515 kW und bis zu
3 200 Nm-Spitzendrehmoment.
Mit einem breiten Portfolio will Perkins
den sich wandelnden Anforderungen
der globalen Bauindustrie
nachkommen. Im Zuge dessen soll
mit der neuen Perkins-»904«-Serie
nun ein neuer Standard
für kompakte Aggregate
gesetzt werden. Der
vorgestellte
»904J-E36T-
TA« liefert dazu eine Leistung
von 129 kW und bietet
ein Drehmoment von
740 Nm bei 1 500 U/min,
eine laut Perkins »klassenführende
Leistungsdichte
aus einem 3,6-l-Motor«. Das neue
Aggregat ergänzt eine Motorplattform,
die bereits ein 55-kW-Modell
und die 2025 eingeführte 106-kW-Powerboost-Variante
umfasst.
Die neue Hochleistungsversion erfüllt verschiedene
Emissionsstandards, darunter EU
Stage V, US EPA Tier 4 Final und Korea Stage V. Sie
bietet laut Perkins bis zu 1 000 Betriebsstunden lange
Öl- und Kraftstofffilterintervalle. Dazu kommt eine
größere Flexibilität bei der Auswahl des Kraftstoffs:
Der Motor ist mit B20-Biodieselmischungen
sowie 100-Prozent-HVO und anderen nachhaltigen
Kraftstoffen kompatibel, solange die von Perkins
angegebenen Spezifikationen erfüllt werden.
Um aus der bewährten 3,6-l-Plattform bis zu
129 kW zu erzielen, wurde der Motor aufgrund
der neuen Leistungsdaten hinsichtlich seiner Robustheit
verstärkt und ein Doppelturbolader hinzugefügt.
Dieser soll die Leistungsansprache verbessern.
Angepasst wurde auch das Abgasnachbehandlungssystem,
welches laut Perkins einen
wartungsfreien Betrieb gewährleisten soll. Nicht
zuletzt wurde eine größere Ölwanne eingeführt,
um die verlängerten Serviceintervalle zu unterstützen.
Nach Unternehmensangaben soll das
neue 129-kW-Aggregat die erforderliche Leistung
bei hohen, mittleren und niedrigen Lasten für eine
Vielzahl von Geräten liefern, darunter Mobilbagger,
Muldenkipper, Walzen, Baggerlader, Asphaltfertiger
und Teleskoplader.
Neue hybride Wasserstoff-IOPU
Ebenfalls zu sehen war die neue, mit Wasserstoff
betriebene Industrial Open Power Unit (IOPU), bekannt
als »Project Coeus« (das bauMAGAZIN berichtete
in Ausgabe 04/25 ab Seite 184). Als direkter
Ersatz für eine Diesel-IOPU wurde das Aggregat
in einem dreijährigen Projekt mit den E-Antriebs-Spezialisten
Equipmake und der Wolfson
School of Mechanical, Electrical and Manufacturing
Engineering der Loughborough Universi-
Der neue »904J-E36TTA«-Motor liefert eine Leistung von 129 kW
und bietet ein Drehmoment von 740 Nm bei 1 500 U/min.
ty entwickelt. Die vier Brennstoffe des »Project
Coeus« – Ethanol, Methanol, Biomethan und Wasserstoff
– haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle
fremdgezündet. Um sie nutzen zu können, hat
Perkins eine konfigurierbare Verbrennungsplattform
entwickelt, auf der das Projekt basiert. Daraus
entstand eine hybridisierte IOPU auf Basis der
Perkins-»1200«-Serie. Die ausgestellte »1206«-Wasserstoff-Hybrid-IOPU
erbringt eine Leistung von
379 kW sowie ein Drehmoment von 1 938 Nm bei
1 200 bis 1 500 U/min. Sie besteht aus dem Motor
und der integrierten Motor-Generator-Einheit
(MGU). Ein fortschrittliches Hybrid-Kühlsystem reduziert
laut Perkins den Kraftstoffverbrauch, während
eine bedarfsgesteuerte Kühltechnologie die
Geräuschentwicklung minimiert.
Kraftstoffflexible »2600«-Serie
Außerdem präsentiert wurde die Perkins-»2600«-Serie.
Diese 13-l-Stage-V-Dieselplattform ist laut Hersteller
auf beste Leistungsdichte, Drehmoment,
Kraftstoffeffizienz und Produktivität ausgelegt.
Die neue Baureihe im Bereich mittelgroßer Motoren
ist für Anwendungen im Bauwesen und weiteren
Off-Highway-Szenarien gedacht. Sie bietet
acht Leistungsstufen von 340 bis 515 kW und bis zu
3 200 Nm-Spitzendrehmoment. Auch industriell offene
Leistungseinheiten mit motorseitig montierter
Abgasnachbehandlung und Kühlpaketen werden
66
April 2026
OEM & Aftermarket
verfügbar sein, um Installations- und Validierungskosten
für OEMs zu reduzieren.
Elektrische Plug-and-Play-Unit
Ein weiteres Highlight war das neue batterieelektrische
Aggregat von Perkins, welches bereits auf der
Bauma 2025 zu sehen war (das bauMAGAZIN berichtete
in Ausgabe 05/25 auf Seite 123). Das in einer
McElroy-»TracStar-900i«-Rohrschweißmaschine
präsentierte Plug-and-Play-Aggregat ermöglicht
einen nahtlosen Übergang vom Dieselmotor
zum batterieelektrischen Antriebsstrang. Die Einheit
findet im selben Chassisraum Platz und verfügt
über die gleichen mechanischen Anschlüsse
sowie elektrischen Schnittstellen wie die ersetzte
3,6-l-IOPU. Erzeugt wird eine Leistung von 95,5 kW
und ein Drehmoment von 750 Nm bei 1 200 U/min
mit einer Nenndrehzahl von 2 000 bis 2 200 U/min.
Das System besteht aus einer Perkins-Batterie sowie
Invertern, Motoren und Bordladegeräten – alles
in einem kompakten Drop-in-System für eine
schnelle, sichere und kosteneffiziente Umstellung.
Digitale Lösungen
Mit flexiblen Konnektivitätslösungen und Optionen
zur Zustandsüberwachung will Perkins Ausfallzeiten
reduzieren und die Maschinenverfügbarkeit
steigern. Dazu können Kunden mit Perkins'
»Interlink« oder einer API-basierten Lösung ihre
Perkins-betriebenen Anwendungen einfach verbinden,
überwachen und verwalten. Im Rahmen
der Zustandsüberwachung sollen sich Kunden auf
die Expertise und das globale Supportnetzwerk des
Unternehmens verlassen können, um über Empfehlungen
die Maschinenbetriebszeit zu maximieren.
Die Lösungen sollen Kunden einen klaren
Überblick über erforderliche Maßnahmen für ihren
Motor geben, um ungeplante Ausfallzeiten zu
reduzieren und einen effizienteren Betrieb zu ermöglichen.
s
PERKINS (3)
Kommt mit Ethanol, Methanol,
Biomethan und Wasserstoff zurecht:
die als »Project Coeus« bekannte
Industrial Open Power Unit.
CPV: Maximale Leistung
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Konfiguration
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OEM & Aftermarket April 2026 67
Für einen reibungslosen
und sorgenfreien Maschineneinsatz:
Zeppelin will
mit kurzen Reaktionszeiten
im Service punkten.
ZEPPELIN
Stillstand ist keine Option:
Ersatzteile morgen, Reparatur übermorgen
ZEPPELIN – Mit Baumaschinen lässt sich nur Geld verdienen, wenn sie
arbeiten – so lautet eine goldene Regel für den Maschinenpark. Fällt eine
Baumaschine aus, stehen oft ganze Arbeitsschritte still, samt Baukolonne,
Subunternehmern und Lieferketten. Stillstand ist darum keine Option. Genau
an diesem Punkt setzt das Serviceversprechen an, das Zeppelin auf der Bauma
gab und nun zum Jahresauftakt erneuert. Der führende Vertriebs- und Servicepartner
von Caterpillar verpflichtet sich, innerhalb von zwei Werktagen gängige
Reparaturen abzuschließen, um Cat-Baumaschinen schnell einsatzbereit zu
machen. Sonst erhält der Kunde einen Servicegutschein von bis zu tausend Euro.
Stillstand
Nur ein gut funktionierender und
professioneller Service verhindert
kostenintensiven und zeitfressenden
Stillstand von Baumaschinen
auf der Baustelle.
Einzulösen ist dieser entweder im Online-Shop
für Ersatzteile oder er kann auf zukünftige
Dienstleistungen von Zeppelin angerechnet werden.
Darüber hinaus umfasst das neue Serviceversprechen
die Verfügbarkeit von Ersatzteilen am
nächsten Werktag. »Kunden, die von plötzlichen
Ausfällen ihrer Baumaschinen betroffen sind, müssen
schnell handeln und benötigen Ersatzteile, um
die Ausrüstung wieder in Betrieb zu nehmen. Unsere
neue Serviceverpflichtung, gekoppelt an einen
Servicevertrag, bietet genau das: Reparaturen innerhalb
von zwei Werktagen, Ersatzteile am nächsten
Werktag. Daran lassen wir uns messen. Mit dem
Serviceversprechen sorgen wir für einen reibungslosen
und sorgenfreien Maschineneinsatz und bieten
Kunden mit dem Servicevertrag Sicherheit für
ihren Betrieb. Denn so lassen sich Maschinenkosten
planen, da Wartungen, Inspektionen und benötigte
Originalteile klar definiert sind. Servicever-
träge reduzieren Ausfallzeiten, weil Wartungsintervalle
zuverlässig eingehalten werden und Ersatzteile
just in time verfügbar sind. Zudem unterstützen
sie eine höhere Betriebssicherheit, wenn Maschinen
kontinuierlich gewartet werden und Prüfungen
wie die UVV-Kontrolle standardisiert integriert
sind«, erklärt Josef Maurer, der bei Zeppelin alle
zentralen Servicebereiche der Zeppelin Baumaschinen
GmbH leitet.
Schon zur Bauma gab Zeppelin Kunden von
Cat-Baumaschinen ein Serviceversprechen. Kunden
wurde zugesichert, dass sie Wartungsteile für
Inspektionsarbeiten am nächsten Werktag und übliche
Reparaturteile am übernächsten Werktag erhalten.
Das neue Serviceversprechen bezieht sich
auf alle Cat-Kompakt- und -Standardmaschinen,
für die seit 1. Januar ein bestehender Servicevertrag
verlängert oder ein neuer Servicevertrag abgeschlossen
werden muss.
»Die große Stärke bei Zeppelin ist der Service
und das unterstreichen wir mit dem Servicevertrag.
Mit der schnellen Reaktionszeit unserer Servicetechniker
und der hohen Ersatzteilverfügbarkeit
setzen wir ein klares Zeichen und heben uns
deutlich vom Wettbewerb ab. Die Botschaft unseres
Serviceversprechens ist klar: Unsere Kunden können
sich jederzeit auf uns verlassen und bekommen
bei Zeppelin den besten Baumaschinenservice der
Branche«, betont Josef Maurer.
s
68
April 2026
OEM & Aftermarket
Die Kränzle »B«-Serie wurde für Anforderungen
entwickelt, in denen Strom- oder
Wasseranschlüsse nicht vorhanden sind und
Unabhängigkeit gefragt ist.
JOSEF KRÄNZLE GMBH & CO. KG
Produkte &
technische
Lösungen für
Nutzfahrzeuge
Flexibleres Reinigen
KRÄNZLE – Auf Baustellen,
in Rohbauten, auf
weitläufigen Außenanlagen
oder in Maschinenparks
des Baugewerbes müssen
Reinigungsarbeiten häufig
dort stattfinden, wo kein
Strom- bzw. Wasseranschluss
vorhanden ist. Die »B«-Serie
von Kränzle wurde genau
für diese Anforderungen
entwickelt.
Mit der »B«-Serie soll ein breites
Leistungsspektrum abgedeckt werden:
Geliefert werden bis zu 250 bar Arbeitsdruck
sowie eine Wasserleistung
von bis zu 1 200 l pro Stunde.
Ob im Tiefbau, Straßenbau,
auf großflächigen Baustellen
oder an mobilen Arbeitsorten:
Die Kränzle-»B«-Serie ist
überall dort die richtige Lösung,
wo Unabhängigkeit gefragt ist
und Reinigungsleistungen ohne
vorhandene Infrastruktur
erbracht werden müssen. Mit
den vier Modellen »B 170 T«,
»B 230 T«, »B 240 T« und »B 270 T«
deckt die Serie ein breites Leistungsspektrum
ab und liefert
bis zu 250 bar Arbeitsdruck sowie
eine Wasserleistung von bis
zu 1 200 l pro Stunde. Damit lassen
sich Verschmutzungen wie
Staubansammlungen, Öl- und
Fettschichten sowie hartnäckige
Rückstände an Geräten und
Fahrzeugen nach Herstellerangaben
zuverlässig entfernen.
Die Modelle sind mit Honda-Motoren
ausgestattet und
zeichnen sich laut Kränzle durch
hohe Langlebigkeit, Servicefreundlichkeit
und einen zuverlässigen
Kaltstart aus. Eine Ölmangelsicherung
schützt den
Motor zusätzlich, während ab
dem Modell »B 230 T« eine integrierte
Drehzahlregulierung
Lärm und Kraftstoffverbrauch
reduziert. Das ist nicht nur angenehmer
im täglichen Betrieb,
sondern spart auch langfristig
Kosten.
Ein weiterer Vorteil ist die
Direktansaugung: Dank Saugschlauch
und Ansaugfilter benötigen
die Reiniger keinen
Wasser anschluss und können
problemlos aus Tanks, mobilen
Wasserbehältern oder offenen
Gewässern gespeist werden – ein
entscheidendes Plus, insbesondere
bei der Reinigung von Maschinen
und Werkzeugen fernab
fester Baustelleninfrastruktur.
Robuste Bauweise
für harte Einsätze
Auch äußerlich wurde die »B«-Serie
für anspruchsvolle Einsatzbedingungen
auf Baustellen konstruiert.
Das geländegängige Fahrgestell
mit pannensicherer Bereifung
sorgt für sicheren Stand
und einfache Manövrierbarkeit,
selbst auf unebenem Untergrund
oder schlammigem Terrain.
Ein stabiler Rammschutz
schützt die Hochdruckpumpe
vor Beschädigungen, während
ein groß dimensioniertes Edelstahl-Manometer
eine präzise
Kontrolle des Arbeitsdrucks ermöglicht.
Für Ordnung und Komfort im
täglichen Einsatz ist ebenfalls gesorgt:
Die Modelle verfügen über
integrierte Halterungen für Pistole
und Lanzen sowie über eine
platzsparende Schlauchtrommel
mit 20 m Hochdruckschlauch.
Damit bleibt selbst auf engen
Baustellen alles übersichtlich
und schnell griffbereit.
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April 2026 69
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Zuverlässig, schnell und effizient
– die Kärcher-Lösungen
kommen gerade im Bauwesen
häufig zum Einsatz.
KÄRCHER (2)
Heißwasser-Upgrade
für Hochdruckreinigung
KÄRCHER – Mit dem Heißwasser-Generator »HG 64« hat
Kärcher kürzlich eine Heizeinheit vorgestellt, die es professionellen
Anwendern ermöglichen soll, ihre vorhandenen Kaltwasser-Hochdruckreiniger
unkompliziert und kostengünstig in
ein leistungsfähiges Heißwasser-Hochdrucksystem umzuwandeln.
Die Nutzung von Heißwasser führt zu deutlich besseren
Reinigungsergebnissen, da Öle und Fette effektiver
gelöst und emulgiert werden.
Der
Heißwasser-Generator
»HG 64« wird einfach an den
Hochdruckausgang des Kaltwasser-Hochdruckreinigers
angeschlossen.
Die Hochdruckpumpe
des Kaltwassergeräts presst
das Wasser in den Generator, wo
es mithilfe der Kärcher-Brennertechnologie
erhitzt wird. Mit einer
Brennerleistung von 64 kW
kann der »HG 64« eine maximale
Arbeitstemperatur von 80 °C bereitstellen.
Die interne Temperaturbegrenzung
auf 80 °C dient
dem Schutz der Maschine vor
möglichen
Kalkablagerungen,
deren Bildung bereits bei 60 °C
beginnt und exponentiell zunimmt.
Das Gerät ist für den Dau-
HEISSWASSER-GENERATOR
erbetrieb ausgelegt. Ein langlebiger
Stahlrohrrahmen und bewährte
Schutzmechanismen wie
Wassermangel- und Überhitzungsschutz
sorgen laut Kärcher
für ein robustes Gerät mit hoher
Prozesssicherheit. Die intuitive
Bedienung erfolgt über einen
Einknopf-Schalter, was das Risiko
von Anwenderfehlern minimiert.
Der Generator ist dank seiner
Konzeption mit großen Rädern
und Feststellrolle flexibel
und mobil einsetzbar. Laut eigener
Angaben ist Kärcher die aktuell
meistverkaufte Hochdruckreiniger-Marke.
Bereits 1950 erfand
Alfred Kärcher den ersten
Heißwasser-Hochdruckreiniger
Europas, 1984 folgte der erste
tragbare Hochdruckreiniger für
Privat anwender. Damit verkauft
das Unternehmen bereits seit
mehr als 75 Jahren Hochdruckreiniger.
Heute ist »kärchern«
als Synonym für Hochdruckreinigung
etabliert und u. a. sogar
im Duden verzeichnet.
»HG 64« von Kärcher
Typisches Betriebsgewicht (kg) 115
Brennerleistung (kW) 64
Stromversorgung (V, Hz) 220 bis 240, 50/60
Fördermenge (l/h) 400 bis 1 300
maximaler Arbeitsdruck (bar) 220
Abmessungen (mm) L x B x H 880 x 680 x 860
d
70
April 2026
OEM & Aftermarket
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Nun macht das schwedische
Unternehmen TYRI Lights einen
großen Schritt in einen neuen Markt.
TYRI verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung
und Produktion hochwertiger Arbeitsbeleuchtung für mobile
Arbeitsmaschinen. Die Herstellung geschieht in den Werken des
Unternehmens in Schweden, Großbritannien und den USA. Entwicklung
und Prüflabore befinden sich im schwedischen Göteborg.
Außerdem stellt das Unternehmen seit gut einem Jahr seine
eigenen Leiterplatten in einem zweiten Werk in Schweden her.
Der nächste Schritt in der Unternehmensentwicklung ist nun der
Einstieg in den stärker regulierten Markt der Fahrscheinwerfer.
Eine Neuheit für den Markt – aber nicht für TYRI.
Tatsächlich arbeitet TYRI seit mehr als einem Jahrzehnt daran,
kundenspezifische Scheinwerferlösungen für führende Fahrzeughersteller
zu entwickeln. Von Valtras innovativer Hybridlösung aus
Fahrscheinwerfer und Arbeitsbeleuchtung (Valtra S-Serie, The Boss)
bis hin zu fortschrittlichen modularen Designs. Die Neuigkeit heute
ist, dass dieses Know-how nun in standardisierte Lösungen für eine
breite Palette von Nutzfahrzeugen einfließt.
„Mit unseren neuen Standardprodukten wollen
wir in einen großen Markt mit hohen Anforderungen
vordringen. Die richtige Qualität ist sehr wichtig –
aber auch der Preis wird entscheidend sein“
reduziert gleichzeitig den Energieverbrauch. Das bedeutet geringere
Belastung für das Bordnetz des Fahrzeugs und einen nachhaltigeren
Betrieb auf lange Sicht. Typische Einsatzbereiche sind Baumaschinen,
landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Schlepper, Busse und
Wohnmobile.
Im kompakten Gehäuse sorgt moderne Bi-LED-Technologie für ein
starkes Licht mit hervorragender Schärfe und Farbqualität. Fahrer
erkennen mehr Details und reagieren schneller auf Hindernisse –
selbst unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig hält das Design
Gewicht und Stromverbrauch niedrig und erfüllt damit moderne OEM-
Anforderungen. Das Ergebnis ist ein Scheinwerfer, der eine optimale
Balance zwischen Leistung, Effizienz und langfristiger Nachhaltigkeit
bietet – zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis.
Die nächste Markteinführung umfasst sowohl einen Kombinationsscheinwerfer
als auch eine einzigartige Tri-LED-Lösung.
„Im Herbst/Winter 2026 bringen wir weitere neue Produkte im Bereich
Fahrlicht auf den Markt. Unter anderem eine Variante des DLM-
09 mit einer patentierten Tri-LED-Lösung, die eine höhere Montage
am Fahrzeug ermöglicht, ohne die Ausleuchtung zu beeinträchtigen.
Eine weitere heiß erwartete Neuheit ist ein völlig neuer, freistehender
Kombinationsscheinwerfer, der an einer Vielzahl unterschiedlicher
Fahrzeuge eingesetzt werden kann. Mehr dazu zu einem späteren
Zeitpunkt“, verspricht Ulrich Frye.
Mehr lesen unter:
www.tyrilights.com
Ulrich Frye, Business Development Manager
für die deutschsprachigen Märkte.
Den Anfang macht ein versenkter 90-mm-Modulscheinwerfer.
Der DLM-09 Bi-LED Fahrscheinwerfer mit Abblend- und Fernlicht
ist ein 90-mm-Modul, das als direkter Ersatz für gängige Produkte
nach Standardmaß konstruiert wurde. Ein Scheinwerfer, der ein intensives
und klares Licht mit hoher Effizienz liefert. Er erzeugt ein
starkes, fokussiertes Lichtbild mit verbesserter Ausleuchtung und
OEM & Aftermarket April 2026 71
WEBTEC
Kürzlich wurde die dritte Generation des tragbaren
digitalen Hydraulikmultimeters (DHM) auf den Markt gebracht.
Neuer digitaler
Hydrauliktester
WEBTEC – Als Spezialist für hydraulische Mess- und Regelungslösungen
bringt Webtec derzeit die dritte Generation seines
tragbaren digitalen Hydraulikmultimeters (DHM) auf den
Markt. Das DHM soll eine schnelle Feldprüfung der Leistung
von Hydraulikpumpen, Motoren, Ventilen und hydrostatischen
Getrieben ermöglichen und genaue Durchfluss-, Druck- und
Temperaturmessungen in digitaler Form anzeigen.
99
Testpunkte
Die Protokollierungsfunktion des
DHM ist ideal für die Erstellung
einer Pumpenleistungskurve
geeignet, da mit einem Tastendruck
bis zu 99 Testpunkte
aufgezeichnet werden können.
Besonders hervorzuheben ist
laut Webtec, dass Anwender
der neuen Testergeneration
auch die Vorteile der »Quick-
Cert+«-App für Smartphones
Flow«-Richtungsanzeige
nutzen können, die den Fernzugriff
auf Live-Messwerte ermöglicht,
während die »True-
einen
guten Überblick über die
Durchflussrichtung bieten soll.
Das DHM wurde für den Einsatz
in der Werkstatt oder im
Freien bei jedem Wetter entwickelt
und eignet sich für die
Prüfung der Hydraulik von Mobil-
und Industriemaschinen.
Die Funktionen des robust und
möglichst anwenderfreundlich
aufgebauten DHM unterstützen
die Anzeige der Leistung und
des volumetrischen Wirkungsgrads
für eine schnellere Fehlerdiagnose.
Schnelle Spitzendruckmessungen,
die 1 000 Mal
pro Sekunde durchgeführt werden,
bedeuten laut Webtec, dass
auch kurze Spitzen nicht übersehen
werden. Schnell reagierende
Balkendiagramme geben
sofortiges visuelles Feedback –
gut geeignet etwa für die Prüfung
des Öffnungsdrucks eines
Überdruckventils.
Nützliche Features verwenden
Die frei verfügbare, mehrsprachige
»QuickCert+«-App kommuniziert
mit dem DHM über
Bluetooth-Funktechnologie.
Die Live-View-Funktion bietet
dem Bediener die Flexibilität,
die DHM-Messwerte auf seinem
Smartphone zu sehen, während
er von einer anderen Position
um das Gerät herum arbeitet.
Mit nur wenigen Tastenanschlägen,
so das Unternehmen,
kann der Bediener mit »Quick-
Cert+« ein PDF-Prüfzertifikat erstellen
und seinem Kunden vor
Ort senden, wobei die auf dem
DHM aufgezeichneten Prüfdaten
verwendet werden.
Kompatibel und präzise
Die Protokollierungsfunktion
des DHM ist nach Ansicht von
Webtec ideal für die Erstellung
einer
Pumpenleistungskurve
geeignet, da mit einem Tastendruck
bis zu 99 Testpunkte
aufgezeichnet werden können.
Die Tester der DHM-Serie verwenden
eine Turbinen-Durchflusssensortechnologie
und
bieten hohe Präzision und
72
April 2026
OEM & Aftermarket
Kompatibilität sowie bidirektionale
Durchflussmessung. Die
drahtlose Konnektivität, der interne
Speicher und die Echtzeit-Visualisierung
helfen bei
der erweiterten Diagnose, der
Inbetriebnahme von Hydraulikaufsätzen
und der vorbeugenden
Wartung. Techniker können
mit der »QuickCert+«-App auf
frühere Tests zugreifen, um sich
schnell ein klareres Bild von hydraulischen
Problemen zu verschaffen.
Martin Cuthbert, Geschäftsführer
von Webtec: »Wir
wissen, wie frustrierend es sein
kann, wenn man mit der Fehlersuche
in Hydrauliksystemen zu
kämpfen hat. Wir glauben, dass
unser neuer Hydrauliktester dazu
beitragen kann, die Effizienz,
Genauigkeit und Sicherheit in
diesem Bereich zu verbessern.«
Ihr Nutzen ist unser Antrieb
Progressive Druckbelastung
Wie alle Webtec-Prüfgeräte verfügt
auch das DHM über ein integriertes
Belastungsventil, das eine
progressive Druckbelastung
in beide Richtungen ermöglicht,
wie das Unternehmen an dieser
Stelle mitteilt. Austauschbare
Sicherheitsberstscheiben sind
beispielsweise Teil des »Inter-
pass«-Sicherheitsschutzsys-
tems und werden etwa bei Überschreitung
des Maximaldrucks
aktiviert, wodurch der Durchfluss
zur Rücklaufleitung entlastet
wird. Ersatz-Sicherheitsscheiben
werden in einem internen
Halter aufbewahrt, der
in die Rückseite des Durchflussblocks
eingearbeitet ist. Auch
das zeigt einmal mehr ein Mitdenken
der Konstrukteure. Das
DHM von Webtec – eine durchdachte
Lösung zur schnellen
Feldprüfung der Leistung.
Vier DHM-Modelle
Aktuell sind vier
DHM-Ausführungen am
Markt erhältlich. Der maximale
Nenndruck beträgt bis zu
480 bar (7 000 psi), während
der Durchfluss bis zu 800 l/min
(210 US g/min) beträgt und die
Flüssigkeitstemperatur zwischen
0 und 120 °C (32 bis 250 F) liegt.
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OEM & Aftermarket April 2026 73
»R4-50«: Neuer Drehverschluss
für Kabinentürsysteme
SOUTHCO – Erst kürzlich
hat Southco den neuen
»R4-50«-Hochleistungsdrehverschluss
mit Dual-Triggern
vorgestellt, der den Kabinenzugang
vereinfachen und die
Bedienersicherheit erhöhen soll.
Der für Off-Highway-Maschinen
entwickelte Verschluss ermöglicht
eine unabhängige Betätigung
von innen und außen, reduziert
Vibrationen sowie unbeabsichtigtes
Öffnen und bietet
flexible Integrationsoptionen für
Kabinentürsysteme.
»Der neue Verschluss
mit zwei Auslösern bietet
ein komplettes, äußerst
vielseitiges Einstiegssystem
für Kabinentüren,
das in schweren Bauund
Landwirtschaftsfahrzeugen
eingesetzt
werden kann.«
Cynthia Bart,
Globale Produktmanagerin
bei Southco Manufacturing.
Für Bediener von Bau- und Landmaschinen können
Kabinentüren eine tägliche Herausforderung
darstellen. Raue Umgebungen verursachen Vibrationen,
versehentliches Öffnen der Türen gefährdet
die Sicherheit und komplexe Zugangsmechanismen
können die Arbeit auf dem Feld verlangsamen.
Hochleistungsgeräte erfordern ein Verriegelungssystem,
das ebenso robust, zuverlässig und benutzerfreundlich
ist wie die Maschinen, die es schützt.
Southco stellt hierfür zum aktuellen Zeitpunkt eine
neue Lösung vor, die diese Herausforderungen direkt
angehen soll: den »Rotary«-Verschluss »R4-50«
mit zwei Auslösern.
Nützliche Vorteile
Dieses ausgeklügelte System wurde für anspruchsvolle
Bedingungen entwickelt und bietet mitunter
unabhängige Betätigung von innen und außen – für
ein einfacheres und sichereres Ein- und Aussteigen
aus Fahrzeugkabinen sowie einen vorgespannten Innenhandhebel.
Speziell für Umgebungen mit hohen
Belastungen entwickelt, reduziert er Geräusche und
Vibrationen und sorgt für einen reibungsloseren, zuverlässigeren
Betrieb. Darüber hinaus verhindert
diese Lösung laut Southco die unbeabsichtigte Betätigung,
sie minimiert unbeabsichtigte Bewegungen,
um die Sicherheit der Bediener und den Schutz der
Geräte zu gewährleisten. Ebenso bieten sich flexible
Entriegelungsoptionen – einschließlich Fernbetäti-
SOUTHCO
Der »Rotary«-Verschluss
»R4-50«
verfügt über zwei
Auslöser für eine
unabhängige
Betätigung von
innen und außen.
gung über Kabel oder Stange oder direkte Druckentriegelung,
um unterschiedlichen Anforderungen an
die Kabinenkonstruktion gerecht zu werden. Die »R4
Rotary«-Verschluss-Serie von Southco ist laut Hersteller
»äußerst langlebig und in einer Vielzahl von
Konfigurationen erhältlich, die den Kundenanforderungen
mit wenigen bis gar keinen Modifikationen
gerecht werden, darunter kompakte mechanische
und elektromechanische Ausführungen aus langlebigen
Materialien«. Die Verschlüsse »R4-50« mit zwei
Auslösern erfüllen überdies den »FMVSS 206«-Standard
und die Brandschutznorm »EN 45545-3«. Als
Weiterentwicklung der »R4 Rotary«-Verschlussreihe
soll der »R4-50« mit zwei Auslösern Bedienersicherheit,
robuste Haltbarkeit und vereinfachten Zugang
in einem kostengünstigen System punkten.
d
Positionssensor
für Off-Highway-Maschinen
Der Sensorstab ist mit 5 mm
Durchmesser bis zu einer Länge von
1 000 mm sowie mit 7 mm Durchmesser
bis zu 2 500 mm erhältlich.
TEMPOSONICS
TEMPOSONICS – Die Wartung von im Zylinder integrierten Positionssensoren in
Off-Highway-Maschinen war bisher oft mit erheblichem Aufwand verbunden – meist
musste der Zylinder geöffnet werden. Mit der Markteinführung der MH-Serie »Xternal
Mount« bietet Temposonics eine neue Lösung: Dank eines Doppelgehäuse-Designs
sind das im Zylinder montierte Sensorelement und das extern befestigte Elektronikmodul
voneinander getrennt. Diese Bauweise ermöglicht einen schnellen und
einfachen Austausch der Elektronik durch das Lösen nur einer Schraube und das
Trennen eines internen Kabels. Eine sofortige, voll funktionsfähige Inbetriebnahme ist
ohne zusätzliche Kalibrierung oder Programmierung gewährleistet.
Der neue magnetostriktive Sensor für den Einsatz
in Hydraulikzylindern soll nach Unternehmensangaben
die Wartung revolutionieren. »Die externe
Halterung erfüllt höchste Anforderungen an War-
tungsfreundlichkeit selbst in extremen Einsatzbereichen«,
erklärt Lee Aiken, Global Market Segment
Leader Mobile Hydraulics bei Temposonics. »Seit
über 50 Jahren arbeiten wir in den anspruchsvollsten
Umgebungen weltweit. Mit der ›MH-Serie Xternal
Mount‹ reagieren wir direkt auf den Wunsch unserer
Kunden, die Vorteile unserer bewährten ›MH‹-Serie
mit einer noch einfacheren Wartung der Elektronik
zu kombinieren. Das Ergebnis ist ein robustes,
kompaktes und vor Ort wartbares System.« Die neue
»MH«-Serie »Xternal Mount« ist mit einem umfangreichen
Angebot an Schnittstellenoptionen für Integratoren
von Off-Highway-Maschinen sowie für Zylinderhersteller
verfügbar.
s
74
April 2026
OEM & Aftermarket
Arbeitsscheinwerfer
»Scorpius Pro«
NORDIC LIGHTS – Die Anforderungen an Arbeitsscheinwerfer
für den Dauereinsatz in der Baubranche sind hoch. Neben
Robust heit müssen derartige Lösungen mit hoher Zuverlässigkeit
und starker Leistung punkten. Mit seiner neuen »Scorpius
Pro«-Serie möchte Nordic Lights das jetzt untermauern.
Robust
Die »Scorpius Pro«-Serie
soll mit hoher Zuverlässigkeit,
starker Lichtleistung
und Robustheit
überzeugen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind
vielseitig – vom Radlader
über Krane bis hin zu Straßenfertigern
eignen sich die neuen Arbeitsscheinwerfer
der »Scorpius
Pro«-Serie für viele Baumaschinen.
Letztlich wurden sie genau
dafür entwickelt, weshalb sie hohen
Anforderungen gerecht werden
sollen. Das betrifft in erster
Linie die hohe Langlebigkeit,
gefolgt von Effizienz und wichtigen
Sicherheitsaspekten. Grundsätzlich
lässt sich sagen, dass die
neue »Pro«-Serie für alles entwickelt
wurde, was bewegen, pflas-
tern, heben und bauen
kann – der Hersteller geht
sogar so weit und sagt: »Die
›Scorpius Pro‹-Serie ist die neueste
Innovation im Bereich leistungsstarker
Arbeitsscheinwerfer
für die Bauindustrie.« Ein
Blick auf das Papier zeigt: Mit
über 100 lm/W, blendfreien Optionen
für hohen Bedienkomfort
und einem robusten Design,
das Stöße bis zu 60 g und Vibrationen
bis zu 15,44 Grms aushält,
sind diese Scheinwerfer mehr
als offensichtlich für den Dauereinsatz
konzipiert worden – laut
Nordic Lights unabhängig von
den Bedingungen.
Nützliche Features
Zu den wichtigsten Merkmalen
der Arbeitsscheinwerfer zählen
Mit seiner neuen »Scorpius Pro«-Serie
möchte Nordic Lights leistungsstarke
Arbeitsscheinwerfer bieten, die auf
Langlebigkeit und Sicherheit setzen.
NORDIC LIGHTS
die Optimierung für 12–24-V-Systeme,
ein kratzfestes Aluminiumgehäuse
samt Kunststofflinse
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OEM & Aftermarket April 2026 75
Im Recyclingbetrieb müssen
Reifen erstaunlicher Belastung
standhalten können, weshalb die
Wahl wohlüberlegt sein sollte.
BOHNENKAMP (3)
»Bock auf Schrott«:
Reifen für Recyclingsektor
BOHNENKAMP – Die Anforderungen sind groß: Schnittfeste
Profile, passgenaue Felgenkonzepte und PU-Füllung für den Pannenschutz
sind nur einige Beispiele dafür, was ein guter Reifen im
Recyclingbetrieb mit sich bringen muss. Als Spezialist für derartige
Herausforderungen kann Bohnenkamp auf ein umfangreiches
Reifenportfolio sowie praxisnahe Einsatzberatung für Recycling,
Abbruch und Schrottumschlag zurückgreifen.
»Recycling stellt teils
extreme Anforderungen
an die Bereifung.
Entscheidend ist die
richtige Lösung für den
konkreten Einsatz.«
Christian Pieper
Produktmanager EM und Industrie bei
Bohnenkamp SE
Recyclinghöfe, Umschlag- und
Schrottplätze stellen Maschinen
und ihre Bereifung vor besondere
Herausforderungen. Wo
Schrott, Abbruchmaterial und
schwere Lasten den Arbeitsalltag
bestimmen, stoßen Standardlösungen
schnell an ihre Grenzen.
Genau hier möchte Bohnenkamp
technisches Know-how
sowie sinnige Lösungen für die
Recyclingbereifung bieten. Die
Herausforderung: Extreme Einsatzbedingungen
erfordern spezialisierte
Lösungen.
Hohe Belastung
Auf Recyclinghöfen und in
vergleichbaren
Einsatzbereichen
herrschen besonders anspruchsvolle
Betriebsbedingungen.
Scharfkantige Materialien,
hohe Einsatzgewichte, permanente
Rangierbewegungen und
wechselnde Untergründe führen
zu außergewöhnlich hohen mechanischen
Belastungen. Dabei
werden Profil, Karkasse und Felgen
kontinuierlich beansprucht,
was den Verschleiß deutlich erhöht.
Ungeplante Maschinenausfälle
wirken sich so unmittelbar
auf Durchsatz, Termintreue
und Wirtschaftlichkeit aus. Umso
wichtiger ist es, die Bereifung
konsequent technisch und wirtschaftlich
auf den jeweiligen Einsatz
abzustimmen, wie Bohnenkamp
klarstellt.
Spezialisierte Lösungen
Bohnenkamp begegnet den hohen
Anforderungen im Recycling
mit einem ganzheitlichen
Ansatz: Im Fokus steht nicht
das einzelne Reifenprofil, sondern
die optimale Gesamtlösung
für Maschine und Einsatz.
Das Portfolio zählt laut eigener
Aussage zu den umfangreichsten
im Markt und reicht
von EM-Radialreifen mit tiefen,
schnittfesten L5- und L5S-Profilen
bis zu Vollgummireifen für
pannenkritische Anwendungen.
Ergänzt wird das durch PU-Füllungen
sowie abgestimmte Felgen-
und Montagekonzepte, die
Betriebssicherheit und Standzeiten
gezielt erhöhen. PU-Füllungen
ermöglichen einen vollständig
pannensicheren Betrieb,
vermeiden luftbedingte
76
April 2026
OEM & Aftermarket
Stillstandsrisiken und wirken
zugleich federungsähnlich, was
einen kontinuierlichen, maschinenschonenden
Einsatz auch
unter extremen Bedingungen
unterstützt.
Tragfähigkeit und Laufleistung
Für die Recyclinganwendungen
steht ein abgestuftes Reifenprogramm
zur Verfügung,
das speziell auf hohe mechanische
Belastungen und stark abrasive
Einsatzbedingungen ausgelegt
ist. EM-Radialreifen wie
»BK Loader 53«, »Earthmax
SR 50«, »Earthmax SR 53« und
» MineXtra MS502« kombinieren
hohe Tragfähigkeit, große Profiltiefen
und verstärkte Karkassen
für maximale Laufleistung.
In besonders verletzungsintensiven
Bereichen kommen Vollgummireifen
wie »Maglift Excavator«,
»Maglift Loader« und
»Maxam MS708 TR AP« zum Einsatz,
die einen wartungsarmen
Betrieb bei gleichzeitig hoher
Belastbarkeit ermöglichen. Damit
deckt Bohnenkamp das gesamte
Spektrum ab: vom wirtschaftlichen
Standardeinsatz
bis zu Speziallösungen für anspruchsvolle
Schrott- und Abbruchsituationen.
Beratung ist wichtiger Faktor
Ein zentraler Aspekt des Bohnenkamp-Angebots
ist die praxisnahe
Beratung. Erfahrene
und spezialisierte Außendienstmitarbeiter
analysieren gemeinsam
mit Handel und Anwendern
die konkreten Einsatzbedingungen
vor Ort. Hierzu gehören beispielsweise
Maschinengewicht,
Untergrund, Fahrzyklen, Verletzungsrisiken
sowie wirtschaftliche
Zielsetzungen.
Auf dieser Grundlage entstehen
individuell abgestimmte
Empfehlungen. Ziel ist es, ungeplante
Stillstände zu vermeiden,
Standzeiten zu erhöhen und die
Betriebskosten langfristig zu optimieren.
»Recycling stellt sehr
spezielle und teils extreme Anforderungen
an die Bereifung.
Entscheidend ist hierbei nicht
das Produkt allein, sondern die
richtige Lösung für den konkreten
Einsatz. Genau hier liegt unsere
Stärke, von der Beratung
bis zur Umsetzung«, sagt Christian
Pieper, Produktmanager
EM und Industrie bei Bohnenkamp
SE.
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Kombiniert
EM-Radialreifen wie »BK Loader
53«, »Earthmax SR 50«, »Earthmax
SR 53« und »MineXtra
MS502« kombinieren hohe
Tragfähigkeit, große Profiltiefen
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OEM & Aftermarket April 2026 77
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BAU- & NUTZFAHRZEUGE
E-Lkw mit maßgeschneidertem Fahrzeugaufbau:
Diese Lösung bieten Max Wild und Gomm
Fahrzeugbau nun im E-Fahrzeugbau an.
MAX WILD (2)
Sonderbau für E-Lkw
MAX WILD – Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim und
die Gomm Fahrzeugbau GmbH aus Kißlegg möchten erstmals
Lösungen für einen kundenspezifischen Fahrzeugaufbau für
elektrisch betriebene Lkw aufbieten. Ob Abroll- und Absetzkipper,
Lkw-Ladekrane, Abfallsammel-Lkw oder auch Kehrmaschinen
– Max Wild und Gomm liefern nun in Zusammenarbeit
maßgeschneiderte Aufbauten für alle Einsatzbereiche. Das
Besondere: Die abgestimmte Steuerungs- und Regelungstechnik
wird von den Spezialisten von Max Wild flexibel und
möglichst platzeffizient auf den Aufbauten untergebracht.
Platzeffizient
Die Steuerungs- und Regelungstechnik
wird platzeffizient
eingebaut und auch die Leistung
kann je nach Bau- und Motorengröße
angepasst werden.
E-Lkw sind unbestreitbar auf
dem Vormarsch. »Die Herausforderung
bei Aufbauten elektrisch
angetriebener Lastkraftwagen
ist aber: Alle Steuerungen
und Antriebe, die klassischerweise
an den Verbrennungsmotor
angekoppelt werden, müssen
jetzt über die Batterie laufen. Dafür
gab es auf dem Markt bislang
– je nach Anforderung – nur beschränkt
bis keine Lösungen«,
erklärt Daniel Wild, Geschäftsführer
»Die Werkstatt« bei der
Max Wild GmbH. Hier schließen
die Sonderaufbauten für E-Lkw
der beiden baden-württembergischen
Experten laut eigener Aussage
eine Marktlücke. »Ich freue
mich sehr, dass wir mit Max
Wild einen starken Partner für
diesen Bereich gefunden haben.
Gemeinsam leisten wir absolute
Pionierarbeit«, betont Dominikus
Schellhorn, Geschäftsführer
der Gomm Fahrzeugbau GmbH.
Doppelte Kompetenz
Vier E-Lkw haben Gomm Fahrzeugbau
und Max Wild bereits
mit individuellen Aufbauten
ausgerüstet. Gomm Fahrzeugbau
übernimmt als Experte für
maßgeschneiderte
Lösungen
den kundenspezifischen Aufbau.
Die Systementwicklung
der Max Wild GmbH plant und
liefert Komponenten sowie die
Steuerungs- und Regelungstechnik
und plant die Energieversorgung
für die individuellen
Aufbauten. Als Certified
Excellence Partner der Bosch
Rexroth AG kann die Systementwicklung
von Max Wild auf ein
breites Produktportfolio an
Komponenten für E-Mobilität,
wie Motor, Wechselrichter, DC/
DC-Converter und Steuergeräte,
zurückgreifen. »Als Engineering-Abteilung
kümmern wir
uns um die gesamte Kommunikation,
Steuerung und Software
für die Lkw-Aufbauten«, betont
Markus Hörmann, Geschäftsfeldleiter
bei Max Wild.
Systementwicklung
Flexibel und individuell
Der besondere Ansatz von Max
Wild und Gomm Fahrzeugbau
für die Aufbauten für E-Lkw:
Die Steuerungs- und Regelungstechnik
wird platzeffizient eingebaut
und auch die Leistung
kann je nach Bau- und Motorengröße
angepasst werden. »Wir
bauen um die Hauptkomponenten
herum und können unsere
Komponenten sowie die Steue-
78
April 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
rungs- und Regelungstechnik frei
auf dem E-Lkw platzieren. Das ist
auf dem Markt absolut neu und
einzigartig«, so Hörmann.
Für unterschiedliche Einsätze
Alle E-Lkw, die über den reinen
Transport hinaus eingesetzt werden,
benötigen spezielle Aufbauten,
wie sie Gomm Fahrzeugbau
und Max Wild fertigen: Abroll-
und Absetzkipper, Lkw-Ladekrane
oder auch Abfallsammel-Lkw.
»Eigentlich können wir jegliche
Aufbauten für E-Lkw realisieren
und richten uns immer nach den
spezifischen Wünschen und Vorstellungen
unserer Kunden«, betont
Schellhorn. Gomm Fahrzeugbau
hat in Zusammenarbeit
mit Max Wild beispielsweise
einen Aufbau für einen E-Lkw
zum Abladen von Holzpellets in
der Praxis umgesetzt.
Enge Zusammenarbeit
Dass Gomm Fahrzeugbau und
Max Wild die Pionierarbeit in
puncto individuelle Aufbauten
für E-Lkw gemeinsam angehen,
liegt laut eigener Angaben in der
jahrelangen
Zusammenarbeit
der beiden Unternehmen begründet.
Diese Partnerschaft hat
sich seit 2015 mit der Entwicklung
des »Mudcleaners«, eines
Recycling-Lkws für nachhaltige
HDD-Projekte und Geothermiebohrungen,
weiter intensiviert.
»Im Bereich des Fahrzeugbaus
arbeiten wir viel mit Dominikus
Schellhorn und seinem Team zusammen.
Dass wir uns nun gemeinsam
ein ganz neues Feld,
das individueller E-Lkw-Aufbauten,
betreten und dort neue
Benchmarks setzen werden, ist
einfach großartig«, freut sich
Daniel Wild. Grundsätzlich lässt
sich festhalten, dass die Branche
von derartigen Synergien profitiert
– insbesondere deshalb,
weil Lösungen weitergedacht
werden.
d
Bei ihren E-Lkw setzen die
Max Wild GmbH und die
Gomm Fahrzeugbau GmbH
leistungsstarke Motoren
und Generatoren ein.
Bereit für jede
Herausforderung.
Die neuen Baumaschinen- und Maschinentransporter von Böckmann.
Transportlösungen erster Klasse!
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Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 79
Weitere Infos
MERCEDES-BENZ AG (2)
Sondermodelle im
Jubiläumsjahr des
Transporters
Jedes einzelne Modell
wird mit einem speziell für
die Anforderungen seiner
künftigen Nutzer konzipierten
Ausstattungspaket
angeboten, das die
Grundkonfiguration um
häufig gewählte Optionen
ergänzt.
MERCEDES-BENZ – 1896 stellte Carl Benz den ersten Transporter der Welt
vor. Dabei hatte er die Mobilitätsbedürfnisse professioneller Anwender bereits
im Blick: Schließlich bot sich das von ihm zehn Jahre zuvor erfundene Automobil
selbstverständlich auch für den Gütertransport an. Benz kombinierte das Fahrgestell
seines »Velociped« mit einem kubischen Laderaum. So entstand aus dem ersten Serien-Pkw
der Welt das erste leichte Nutzfahrzeug. 130 Jahre später, zum Start dieses
besonderen Jubiläumsjahres, präsentiert Mercedes-Benz Vans nun Sondermodelle
ausgewählter Produkte für gewerbliche Nutzer.
Der Transporter – eine erstaunliche
Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum.
Die Sondermodelle basieren auf den mittelgroßen
und großen Vans »Vito« und »Sprinter«,
sowohl in der Verbrenner- als auch Elektroausführung.
Jedes einzelne Modell wird mit einem speziell
für die Anforderungen seiner künftigen Nutzer
konzipierten Ausstattungspaket angeboten, das
die Grundkonfigurationen der einzelnen Fahrzeuge
um häufig gewählte Optionen ergänzt und damit
Komfort, Funktionalität sowie Wirtschaftlichkeit
vereint.
So ist der »Vito Base Edition« als Kastenwagen
für die Motorleistungen 75 kW und 100 kW in allen
Längen erhältlich. Zusätzlich enthalten sind ein
Holzboden im Laderaum, eine Smartphone-Integration,
ein 70 l fassender Kraftstofftank sowie eine
Beifahrerdoppelsitzbank. Der »eVito Base Edition«
als Kastenwagen wird über die »Base«-Ausstattungslinie
hinaus mit einer Komfort-Dachbedieneinheit,
Schnellladefunktion mit 80 kW (nur
für 85-kW-Elektromotor), Komfort-Fahrer- und
-Beifahrersitz mit Lordosestütze sowie einem Navigationssystem
angeboten. Die »Sprinter Base
Edition« ist erhältlich als Kastenwagen mit 3,5 t
zGG für die Motorleistungen 84 kW und 110 kW
in allen Längen. Basierend auf der Ausstattungslinie
»Base«sind zusätzlich ein Laderaumpaket
und die Smartphone-Integration enthalten. Die
elektrische Variante, der »eSprinter Base Edition«,
ist als Kastenwagen für 3,5 und 4,25 t zGG
mit den Motorleistungen 100 kW oder 150 kW
und 56 kWh, 81 kWh oder 113 kWh Batteriekapazität
in allen Längen verfügbar. Die zusätzlichen
Ausstattungsumfänge umfassen ein Laderaumpaket,
die Smartphone-Integration und das Navigationssystem.
s
80
April 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Hakenlift-Serie erweitert
KRAMPE – Mit dem »THL 20
L« in Individualbauweise erweitert
die Krampe Fahrzeugbau
GmbH derzeit ihr Programm
um eine anpassungsfähige
Lösung für anspruchsvolle
Einsatzbedingungen und
internationale Anforderungen.
Bereits seit 2023 fertigt Krampe
die Modelle »THL 20 L Carrier«
und »THL 20 L Carrier+« in
modularer Bauweise. Dabei wird
das »Hyva«-Hakengerät ohne zusätzlichen
Hilfsrahmen als Einzelkomponente
direkt in das Fahrgestell
integriert. Das reduziert
KRAMPE
Die Hakenlift-Serie:
Individuell auf die Bedürfnisse und
Einsatzanforderungen angepasst.
das Eigengewicht und steigert
die Leistungsfähigkeit. Aufgrund
Normen und Transportaufgaben
schweren Behältern oder Schütt-
der Nachfrage ergänzt Krampe
anzupassen. Zu den erweiterten
gütern, um ein Überlaufen zu re-
nun das Portfolio um den »THL
Ausstattungsoptionen zählen bei-
duzieren. Überdies sind auch die
20 L« als Individualfahrzeug. Das
spielsweise eine große Bremsan-
Achsabstände wählbar (1 570 mm
Modell erreicht ein zulässiges Ge-
lage sowie ein 26-t-Achs aggregat
und 1 810 mm). Damit, so der
samtgewicht von bis zu 24 t und
– ausgelegt auf anspruchsvol-
Hersteller abschließend, lässt
eine Nutzlast ohne Container
le Einsätze, z. B. am Berg. Hin-
sich das Fahrzeug optimal an ver-
von bis zu 18,4 t. Serienmäßig
zu kommen ein Achsquerschnitt
schiedene Hakengerätenormen
ist ein Ankipp-Hilfszylinder ver-
von 150 mm oder auch eine Be-
und länderspezifische Vorschrif-
baut, die Hebekapazität für eben-
reifung bis zu 26,5 Zoll sowie ei-
ten anpassen. Mit dem »THL 20
erdig abgestellte Container liegt
ne elektrische Zwangslenkung.
L Individual« reagiere Krampe
bei etwa 20 t bei 200 bar. Ziel, so
Demnächst soll außerdem eine
auf steigende internationale An-
Krampe, ist eine größere Ausstat-
Schub-Knick-Funktion verfügbar
forderungen sowie den Wunsch
tungs- und Konfigurationsvielfalt,
sein. Diese ermöglicht das Auf-
nach maximaler Konfigurierbar-
um das Fahrzeug optimal an un-
ziehen von Containern in einem
keit bei hoher technischer Leis-
terschiedliche Einsatzregionen,
flacheren Winkel – vorteilhaft bei
tungsfähigkeit.
d
Die leise Revolution des
kartenbasierten Dashboards
Fallstudien entdecken:
So setzen unsere Kunden
Infrakit in der Praxis ein.
infrakit.com/de
Viele Infrastrukturprojekte sind digital
organisiert, doch im Projektalltag fehlt
oft der Überblick über die großen Datenmengen
aus Planung, Vermessung,
Maschinensteuerung und Dokumentation.
Wenn unterschiedliche Projektbeteiligte
mit verschiedenen Datenständen arbeiten,
entstehen typische Reibungsverluste.
1 Intuitive Ordnernavigation
Entscheidungen basieren auf fragmentierten
Informationen, Änderungen werden
verspätet umgesetzt und Fortschritt lässt
sich nur mit zusätzlichem Abstimmungsaufwand
zuverlässig bewerten.
Gerade bei linearen Projektdaten über große
Strecken hinweg wird Transparenz schnell
zur operativen Herausforderung.
4 Georeferenzierte Fotodokumentation
Ein kartenbasiertes Dashboard schafft
hier eine praxistaugliche Grundlage für
die Zusammenarbeit. Es bietet eine
räumliche Gesamtsicht auf das Projekt
und verbindet Daten aus verschiedenen
Quellen in einem aktuellen Gesamtbild.
Dadurch werden Planungsstand,
Umsetzung und möglicher Handlungsbedarf
schneller sichtbar.
Der Mehrwert liegt nicht in einem
weiteren Einzelsystem, sondern in
einer verbindenden Ebene für die
digitale Projektabwicklung.
2 Ortsbezogene Planung
3 Modellüberlagerung aus
Planungsdaten und Orthofoto
Kartenbasiertes Infrakit-Dashboard (Projekt: Wehlener Straße, WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG)
Infrakit vernetzt Menschen, Technologien
sowie Büro und Baustelle, führt
Planungs-, Vermessungs- und
Ausführungsdaten in einer gemeinsamen
Kartenumgebung zusammen und
ermöglicht eine lückenlose, nachweisbare
Dokumentation zur Optimierung von
Prozessen und Durchsetzung von
Nachträgen im Infrastrukturbau.
Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 81
Mit 40 neuen »Arocs«
den Winterdienst im Fokus
DAIMLER TRUCK – Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
(LBM) hat insgesamt 40 »Arocs«-Fahrgestelle des Typs »3148 AK
6x4/4« bei der Mercedes-Benz Own Retail Deutschland geordert.
Von den Partnern Paul Nutzfahrzeuge, Bucher Municipal, Palfinger
und Meiller kommen An-, Auf- und Umbauten für die speziellen
winterdienstlichen Einsatzbedingungen.
Die Trucks verfügen über eine
lenk- und liftbare dritte
Nachlaufachse, welche die Manövrierbarkeit
in beengten Umgebungen
verbessert und die
Lastverteilung optimiert. Die
Fahrgestelle sind robust konstruiert,
funktional ausgelegt
Technik, Benutzerfreundlichkeit
und Langlebigkeit gefragt
Mike Fensterseifer, Leiter der
Fachgruppe
und auf einen möglichst sicheren
und effizienten Betrieb abgestimmt.
Straßenunterhaltung
und -betrieb beim LBM
DAIMLER TRUCK AG (2)
Rheinland-Pfalz, geht näher
auf die Hintergründe ein der
Neuanschaffung ein: »Der LBM
Rheinland-Pfalz plant, baut und
unterhält den überwiegenden
Teil der Bundes-, Landes- und
Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz.
Bei der Neuanschaffung der dafür
notwendigen Fahrzeuge haben
wir sehr viel Wert auf Technik,
Benutzerfreundlichkeit
und Langlebigkeit gelegt.«
Anpassung an winterdienstliche
Einsatzbedingungen
Mercedes-Benz Trucks hat dazu
gemeinsam mit mehreren Partnern
Lösungen realisiert, die
speziell für die winterdienstlichen
Einsatzbedingungen im
kommunalen Bereich ausgelegt
sind. Der Aufbauherstel-
»eArocs 400« überzeugt bei -20 °Grad
Der neue batterieelektrische
Mercedes-Benz »eArocs 400«
für den urbanen Bauverkehr
hat erfolgreich intensive
Wintertests unter extremen
Bedingungen absolviert. Bei
Temperaturen von bis zu
-20 °C wurde der neue, lokal
CO 2
-e-freie und geräuscharme
E-Lkw Anfang des Jahres am
finnischen Polarkreis gezielt
auf Schnee und Eis erprobt, um
seine Einsatzfähigkeit auch
unter harten winterlichen
Bedingungen sicherzustellen.
Im Fokus der Tests standen u. a. die Traktion und
die Fahrstabilität des »eArocs 400« auf schnee- und
eisbedeckter Fahrbahn, das Kaltstart-, Batterie- und
Ladeverhalten bei extremen Minusgraden sowie
die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebsstrangs
und das Rekuperationsverhalten im Winterbetrieb.
Dazu Michael Kimmich, Entwicklungsleiter
»eArocs 400«: »Die Wintertests in Finnland
stellten den ›eArocs 400‹ unter trockenen, extrem
kalten Bedingungen vor anspruchsvolle Prüfungen,
die er souverän meisterte. Mit stabilem Fahrverhalten
sowie einem Reichweiten- und Ladeprofil innerhalb
der erwarteten Parameter bestätigte er seine
Leistungsfähigkeit.«
Die Erprobung unter winterlichen Extrembedingungen
lieferte den Ingenieuren von Mercedes-Benz
Trucks wichtige Erkenntnisse für die weitere
Optimierung des »eArocs 400« zum Start der
Serienproduktion und unterstreicht die Ambition,
elektrische Nutzfahrzeuge auch für anspruchsvolle
Ganzjahreseinsätze bereitzustellen. Der Verkauf
Am finnischen Polarkreis wurde der
»eArocs 400« gezielt auf Schnee und Eis erprobt.
des »eArocs 400« startet ab Anfang April und die
Produktion des Grundfahrzeugs im dritten Quartal
im Mercedes-Benz-Werk Wörth am Rhein. Der
»eArocs 400« wird zunächst mit einem technisch zulässigen
Gesamtgewicht von 37 und 44 t in der Achsformel
8x4/4 und in vier verschiedenen Radständen
verfügbar sein. Er kann u. a. als Fahrmischer oder
Kipper aufgebaut werden. Somit deckt er wesentliche
Anwendungen für den straßennahen Bauverkehr
ab.
s
82
April 2026 Bau- & Nutzfahrzeuge
ler Paul Nutzfahrzeuge stattet
die Fahrzeuge mit verschiedenen
An-, Auf- und Umbauten
aus, darunter spezielle Kamerasysteme
und eine benutzerfreundliche
elektronische Steuerung
für die Werkzeuge und
Geräte. Bucher Municipal liefert
Winterdienstausrüstungen
und Hydrauliksysteme, Palfinger
hocheffiziente Ladekrane
und robuste Abrollkipper sowie
Meiller Zwei- und Dreiseitenkipper.
Auch das sind wieder
gute Beispiele dafür, warum
die Branche letztlich davon
profitiert, wenn Synergien genutzt
und ohnehin schon kluge
Lösungen noch weiter gedacht
werden.
Partnerschaftliche
Zusammenarbeit
»Mercedes-Benz Own Retail
Deutschland ist sehr stolz, als
Generalunternehmer die Ausschreibung
des LBM Rheinland-Pfalz
gewonnen zu haben.
Mit unseren Fahrzeugen
sorgen wir somit zukünftig für
den ganzjährigen Betrieb und
die Sicherheit auf den Straßen
in Rheinland-Pfalz«, erklärt
René Rudelt, Centerleiter
Mercedes-Benz Own Retail
Deutschland.
»Die neuen Winterdienstfahrzeuge
für den LBM Rheinland-Pfalz
zeigen eindrucksvoll,
Insgesamt umfasst der
Auftrag 40 »Arocs«-Fahrzeuge,
fünf wurden nun
symbolisch übergeben.
was möglich ist, wenn technologische
Innovation, tiefes
Systemverständnis und partnerschaftliche
Zusammenarbeit
zusammenkommen. Unser
Anspruch ist es stets, Technik
neu zu denken und Spezialfahrzeuge
zu realisieren, die
im täglichen Einsatz nicht nur
zuverlässig funktionieren, sondern
echten Mehrwert schaffen«,
ergänzt Bernhard Wasner,
Geschäftsführer der Paul Nutzfahrzeuge
GmbH.
Mercedes-Benz Own
Retail Deutschland
betreibt Standorte
für Vertrieb und Service von
Mercedes-Benz und ist verantwortlich
für die Bereitstellung
von Nutz- und Spezialfahrzeugen
für kommunale und gewerbliche
Anwendungen. Die Organisation
arbeitet eng mit Partnern und
Kunden zusammen, um funktionale
und praxisorientierte Lösungen
für anspruchsvolle
Einsatzbereiche bereitzustellen.
s
KI-Kamera mit
Personenerkennung
• Warnt akustisch und visuell
• Einfache Plug-and-play-Technologie
• Geprüft nach GS-BAU-71
KI-Box für Kameras
• Erweitert analoge Kameras
um Personenerkennung
• Kein Austausch vorhandener
Kameras
• Anschluss mit bestehender
Verkabelung
+49 (0)4321 9655610
brigade-electronics.com/de
Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 83
Der »COG Easy Mode« macht
Schwerpunktverläufe transparent
– am Fahrzeug sowie
optional über »Scheuerle
Connect« mit Live-Übertragung
der Displayinhalte.
SPMT-Erfinder treibt
Weiterentwicklung voran
TII SCHEUERLE
TII SCHEUERLE – Als
Erfinder des Self-Propelled Modular
Transporter, kurz SPMT,
baut TII Scheuerle sein Flaggschiff
weiter aus. Nach
vergangenen Innovationen
wie dem Telematik- und
Flottenmanagementsystem
»Scheuerle Connect« stellt
das Unternehmen nun neue
digitale und sicherheitsrelevante
Features vor.
Transparenz
Ein großer Vorteil: Der »COG Easy
Mode« macht Schwerpunktverläufe
transparent – am Fahrzeug
sowie optional über »Scheuerle
Connect« mit Live-Übertragung
der Displayinhalte.
Der neue »COG Easy Mode« erleichtert nach Ansicht
von TII Scheuerle den Anwendern die Beurteilung
komplexer Lastverhältnisse. Durch die
direkte Visualisierung von Kipplinien am Fahrzeugdisplay
wird der Schwerpunkt des beladenen
SPMT jederzeit nachvollziehbar. In Verbindung mit
»Scheuerle Connect« können relevante Zustandsinformationen
zusätzlich zentral erfasst und ausgewertet
werden.
Bei entsprechender Ausstattung kann zudem
eine Live-Übertragung der Displayinhalte erfolgen.
Das reduziert laut Hersteller die Gefahr des
Kippens, schützt vor möglichen Strukturschäden
und erhöht die Betriebssicherheit. Anwender erhalten
damit ein intuitives Instrument, das eine
Verschiebung der Lastsituationen visuell sichtbar
macht und damit für mehr Sicherheit im Gesamtsystem
sorgt.
TPMS: Reifendruck in Echtzeit überwachen
Das Tire Pressure Monitoring System (kurz: TPMS)
überwacht den Reifendruck aller SPMT-Module
kontinuierlich und in Echtzeit. Dadurch werden
Druckabweichungen sofort erkannt und direkt
am Display des jeweiligen Moduls sowie zusätzlich
über »Scheuerle Connect« visualisiert. Das
macht manuelle Prüfrunden weitgehend überflüssig,
verkürzt die Rüstzeiten und verbessert die Gesamtlebensdauer
der Reifen, da diese kontinuierlich
im optimalen Betriebsfenster gehalten werden.
Fahrer und Flottenmanager gewinnen so eine verlässliche
Transparenz über den Zustand ihrer Bereifung
und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit im
täglichen Einsatz.
Over-the-Air (OTA): Updates in Eigenregie
Mit der Möglichkeit, Software-Updates eigenständig
durchzuführen, vereinfacht TII Scheuerle darüber
hinaus die Softwarepflege der SPMT-Fahr-
zeuge. Aktualisierungen werden Over-the-Air bereitgestellt
und können unabhängig von Ort, Infrastruktur
oder Servicezeiten eingespielt werden.
Dadurch erhalten Fahrzeuge auch nach der Auslieferung
weiterhin neue Funktionen und Verbesserungen,
ohne dass ein Servicetechniker vor Ort
erforderlich ist. Da neue Funktionen und wichtige
Aktualisierungen unmittelbar zur Verfügung stehen,
müssen die jeweiligen Fahrzeuge nicht längere
Zeit aus dem laufenden Betrieb genommen werden.
Der SPMT bleibt dadurch nachhaltig auf dem
neuesten Stand.
Anbindungen von »Scheuerle Connect« nutzen
Alle neuen Funktionen des aktuellen Releases lassen
sich vollständig in »Scheuerle Connect « (inkludiert
ab dem »Advanced«-Paket) integrieren und sind damit
Teil der digitalen Maschinen-Cloud von TII. Dadurch
kömmem alle relevanten Betriebsdaten der
neuen Features zentral eingesehen, analysiert und
langfristig ausgewertet werden. Ob Schwerpunktverlauf
im »COG Easy Mode« oder Reifendruckwerte
aus dem TPMS: Anwender erhalten eine durchgängige
Transparenz über relevante Fahrzeug- und
Zustandsdaten und schaffen die Grundlage für einen
dauerhaft sicheren und effizienten Betrieb.
Dank Weiterentwicklung einen Schritt voraus
Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass gute
Lösungen nur dann gut bleiben, wenn in die Weiterentwicklung
investiert wird. Und genau hier
scheint TII Scheuerle mit Blick auf seine SPMT konsequent
zu sein. Der Fokus liegt dabei laut Unternehmen
auf Sicherheit, Effizienz und Praxisnähe.
Betreiber investieren in eine moderne Transportlösung,
die kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt
werden soll – mit dem Anspruch, heute und
in Zukunft verlässlich einen Schritt voraus zu sein,
wie Scheuerle mitteilt.
d
84
April 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Flottenmanagement
steht vor
einem Umbruch
WEBFLEET – Der Bereich
Flottenmanagement steht
europaweit vor einem Umbruch.
Steigende Kosten, komplexere
Abläufe und strengere
EU-Vorgaben verändern die
Spielregeln für gewerbliche
Fuhrparks. Nach Ansicht von
Webfleet werden in diesem Jahr
die Flottenunternehmen »den
Takt vorgeben, die komplexe
Informationen direkt in konkrete
Maßnahmen umsetzen
können«. Das Ziel sei, dass
Mitarbeiter smarter, sicherer
und effizienter arbeiten können.
Neuregelung
Ab Juli gelten die EU-Regeln
zu Lenk- und Ruhezeiten
auch für leichte Nutzfahrzeuge
über 2,5 t im grenzüberschreitenden
Verkehr.
Ein entscheidender Hebel für
besseres Flottenmanagement
liegt laut Webfleet in der
intelligenten Verknüpfung von
Daten und KI-gestützten Analysen.
Mit zunehmender Digitalisierung
entsteht in vielen Betrieben
eine regelrechte Datenflut,
weil zu viele uneinheitliche
Systeme oft neben- statt miteinander
arbeiten. Die Integration
aller relevanten Informationen
und eine einheitliche Darstellung
der Betriebsabläufe haben
daher oberste Priorität. Je
benutzerfreundlicher und stärker
automatisiert diese Technologien
werden, desto größer
wird die Rolle sein, die KI im Arbeitsalltag
spielt. Sie soll Rohdaten
richtig gewichten und konkrete
Handlungsschritte ableiten.
Diese reichen von der Routenplanung
über die Einhaltung
gesetzlicher Vorgaben bis hin zu
Kostenanalysen und Prognosen
zum Fahrzeugzustand.
Motorisierte und
nicht motorisierte Assets
Ein weiterer wichtiger Bereich
betrifft das Management komplexer
Logistikvorgänge. Auflieger,
Container sowie motorisierte
und nicht motorisierte Assets
machen inzwischen einen nicht
unerheblichen Anteil der Investitionen
aus. Betreiber benötigen
präzise Informationen darüber,
wo sich ihre Einheiten befinden,
wie sie genutzt werden
und welche Stehzeiten sie während
des gesamten Transport-
wegs aufweisen. Branchenprognosen
gehen von einem anhaltenden
zweistelligen Wachstum
in diesem Segment aus.
WEBFLEET
Regulatorik
als zusätzlicher Treiber
Gesetzliche Vorgaben beschleunigen
Veränderungen: Ab Juli
gelten die EU-Regeln zu Lenk-
und Ruhezeiten auch für leichte
Die Spielregeln für gewerbliche
Fuhrparks verändern sich.
Nutzfahrzeuge über 2,5 t im grenzüberschreitenden
Verkehr. Webfleet
geht davon aus, dass dies zu
einer verstärkten Nutzung digitaler
Tachografen-Management-Tools
über die traditionellen
schweren Lkw-Flotten hinaus
führen wird. Unternehmen können
damit die gesetzlichen Vorgaben
erfüllen, ohne zusätzlichen
administrativen Aufwand zu haben.
Die Elektrifizierung des gewerblichen
Verkehrs nimmt europaweit
durch klarere regulatorische
Rahmenbedingungen
und durch ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele
Fahrt auf. Trotz all
dieser Trends und Entwicklungen
bleibt der Kostendruck nach
Ansicht von Webfleet das beherrschende
Thema im Flottenmanagement.
Steigende Ausgaben
zwingen Unternehmen dazu, den
Einsatz ihrer Fahrzeuge genau zu
analysieren.
VERSTEIGERUNG
Hollander Straßen- & Tiefbau GmbH
Holtkamp 1 ∙ 26556 Westerholt
MI., 15. APRIL 2026 – 09:00 UHR
Zur Versteigerung gelangen ca. 1 150 Positionen, u. a.:
5 Planierraupen Komatsu, 23 Hydraulik-Kettenbagger Doosan,
30 Kompakt- und Minibagger Kubota + Bobcat, 5 große Radlader Doosan +
Atlas + O&K, 48 weitere Radlader, 2 Teleskoplader Claas + Manitou, ca.
350 Anbaugeräte, 14 Walzenzüge Bomag + Atlas, 8 Tandemwalzen Bomag,
8 Pflasterverlegemaschinen Optimas, 4 Arbeitsbühnen, 52 Rüttelplatten,
20 Container, 4 Lasernivelliersteuerungen Topcon, Baulaser,
Stromerzeuger 500 KVA Bj. 2023, Pumpanlagen, mobile Lkw-Wiegeanlage
40 t, 4 Lkw-Kipper 4- und 2-achsig, 10 Sattelzugmaschinen Mercedes-
Benz, 2 Tieflade-Sattelauflieger 58 t / 44 t, 9 Kippmulden-Sattelauflieger,
j
diverse Anhänger, 3 Ackerschlepper John Deere 7920, 2 Dumper,
24 Transporter Mercedes-Benz Doka + Werkstattwagen,
12 Baumaschinentransporter 3,5 t, 2 Pkw Mercedes-Benz S350 CDI +
E200 CDI, 2 Pick-up Mercedes-Benz X250 CDI u. v. a. m.
Besichtigung: 13.04.26 12 – 17 Uhr + 14.04.26 09 – 17 Uhr
sowie am Versteigerungstag von 07 – 8:45 Uhr
Ausführlicher Katalog mit detaillierten Informationen + Fotos
im Internet (www.valcom.de) oder auf Anfrage.
valcom oHG
22085 Hamburg
T: 040 441236-0 • E: info@valcom.de
Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 85
MESSEVOR/RÜCK
RÜCKBLICK
MESSE
Fachtagung Abbruch
in Berlin war voller Erfolg
Dan Windhorst
DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND – Die »Station-Berlin« wurde
im März erneut zum Treffpunkt der Abbruchbranche erklärt – und
angesichts erneut guter Zahlen mit über 1 300 Fachbesuchern sowie
125 Ausstellern war sie das auch. Aber längst nicht nur auf dem Papier:
Das bauMAGAZIN war vor Ort und hat eine Branche für Abbruch,
Recycling und Schadstoffsanierung erlebt, die sich auf die kommenden
Jahre einstellt, wissbegierig ist und optimistisch in die Zukunft blickt.
1 300
Fachbesucher
Zur Fachtagung Abbruch waren
über 1 300 Fachbesucher sowie
125 Aussteller nach Berlin
gekommen, um über die Zukunft
der Branche zu sprechen.
In seiner Eröffnungsrede hob DA-Geschäftsführer
Andreas Pocha die besondere Stärke der Branche
hervor: »Rückbau ist nie ›Standard‹, sondern immer
eine maßgeschneiderte Lösung – sowohl technisch
als auch organisatorisch und rechtlich. Dabei bleibt
eines konstant: die Werte der Branche.« Insgesamt
boten die Abbruchtage zwölf Vorträge: Inhaltlich
reichte das von innovativen Denkanstößen für die
Zukunft der Abbruchbranche bis hin zu anspruchsvollen
Rückbauprojekten, die aufzeigten, wie vielfältig,
flexibel und individuell die Betriebe letztlich
agieren müssen.
Rückbau im Kernkraftwerk
Spannende Einblicke in die Praxis boten mitunter
Thomas Wellmann (ERM GmbH) und Markus
Brilon (RWE Nuclear GmbH). Sie berichteten von
der Sanierung und Entsorgung beim Rückbau
des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis. Im Mittelpunkt
stand der Umgang mit asbesthaltigen Bauteilen
und die daraus folgenden Anforderungen an
Verfahren, Nachweise und Arbeitsschutz. Thematisiert
wurden die prüfende Anwendung gesetzlicher
Grundlagen und Normen, die abgestimmte
Auslegung mit Behörden und ausführenden Unternehmen
sowie die Entwicklung und Genehmigung
geeigneter Vorgehensweisen – inklusive Probesanierungen,
Messungen und messtechnischer
Begleitung.
KI für Stoffströme
»Wissen, was drin ist«, darum ging es bei Hannes
Berteit (Optocycle GmbH). Sein Punkt: Eine funktionierende
Kreislaufwirtschaft im mineralischen
Bereich scheitert oft nicht an fehlender Technik,
sondern an fehlenden, uneinheitlichen Qualitätsdaten.
Genau hier setzt der vorgestellte Ansatz an.
Technisch basiert die Lösung auf multispektraler
Videoerfassung kombiniert mit KI-gestützter Auswertung.
Die Ergebnisse laufen als »Single Source
of Truth« in einer Software zusammen.
Vollelektrischer Rückbau
Und das bauMAGAZIN traf in Berlin auch auf »alte
Bekannte«: Dass vollelektrischer Rückbau bereits
heute machbar ist, zeigten David Porst (MM-
RHP Metzner Recycling GmbH) und Peter Bauer
(Volvo CE Germany GmbH). Im Zentrum stand ein
Pilotprojekt, in dem Rückbau, Aufbereitung und
Logistik konsequent auf Elektrifizierung ausgelegt
wurden – mit dem Ziel, Emissionen und Transporte
deutlich zu reduzieren (das bauMAGAZIN hatte
darüber bereits in der Ausgabe 08/25 ab Seite 44
berichtet). Das Fazit der Referenten: Erfolgsentscheidend
ist ein starkes Netzwerk aus Auftraggeber,
Netzbetreiber, Auftragnehmer und Dienstleistern
– und gerade im innerstädtischen Umfeld sehen
sie großes Potenzial für voll- und teilelektrische
Baustellen.
Die Stärke der Branche
Festhalten lässt sich, dass die Abbruchtage, im Übrigen
wie auch in den Vorjahren, eine vernünftige
Mischung boten – sowohl bei den Ausstellern
als auch den Fachvorträgen, die mit aktuellen Themen
gespickt waren. Gezeigt hat sich, dass der Abbruch
als hochindividuelles Segment innerhalb der
Bauwirtschaft zu betrachten ist und eine Standardlösung
nicht existiert. Geprägt ist der Rückbau in
der Regel von Zeitdruck, baulichen Herausforderungen,
Unvorhersehbarkeiten und der Tatsache,
dass er auf innovativen Erfindergeist angewiesen
ist, um die Effizienz, Präzision, aber auch Sicherheit
am Bau zu steigern. Rückbau erfordert zudem
Erfahrung, Planungstiefe und die Bereitschaft, sich
den Anforderungen neu anzupassen. Die nächste
Ausgabe der Fachtagung Abbruch soll laut Veranstalter
im März 2027 stattfinden.
d
86
April 2026
Messerückblick
Zusätzlich zu den Vorträgen bot die
Fachtagung Abbruch auch einen Ausstellerbereich,
wo neue Entwicklungen der
Branche vorgestellt wurden.
DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND
SBM VERLAG (24)
V. l. n. r.: Technischer Gebietsleiter Nico Brockmann, Gebietsleiterin
Julia Schlattmann-Onal und Verkaufsleiter Björn Sondergeld. Im
November lädt Granit Parts, Teil der Fricke-Gruppe, wieder zur PSW
Parts & Service World, der erfolgreichen Fachmesse für Ersatzteile
und Service nach Kassel ein.
Florian Kappes, Geschäftsführer von Echle Hartstahl,
zeigte auf der Fachtagung Abbruch den FOPS-Kabinenschutz
»Protector E4«. Der patentierte, CE-zertifizierte
Schutz soll durch flachen Aufbau, einfache Montage und
optimale Rundumsicht überzeugen.
Ronja Berg, Marketing & Communication Supervisor
bei Komatsu, stellte auf der Fachtagung Abbruch den
elektrischen Mikrobagger »PC05E-1« vor. Die nur 520 kg
leichte Kompaktmaschine arbeitet bis zu zwei Stunden
lokals emissionsfrei sowie kabellos und deckt ein breites
Einsatzspektrum für die Baubranche ab.
Tim Bendfeld, Serviceleiter bei Steelwrist Deutschland, präsentierte
auf der Fachtagung Abbruch den »SQ«-Schnellwechsler (OS) für
Bagger von 4 bis 70 t. Die neue Lösung soll die Effizienz steigern, hohe
Sicherheit bieten und hohen Bedienkomfort bieten.
Messerückblick April 2026
87
»Maximale Reinigung« verspricht Marcel Schoch, geschäftsführender
Gesellschafter der HS-Schoch GmbH, mit »The Cleaner«. Wichtige
Features seien ein seitlicher Anfahrschutz, Gabelzinkentaschen sowie
Abstellfüße zur schonenden Lagerung.
Am Stand von Liebherr konnten sich die Fachbesucher ein
genaues Bild von den aktuellen Lösungen für Abbruch und
Recycling machen.
Christian Rampp, Entwicklungsleiter, sowie Anna Betz,
Vertrieb bei der Oilquick Deutschland KG, stellten u. a. das
Schnellwechslersystem »OQ 80« vor, das auf Bagger von
25 bis 43 t ausgelegt ist.
Konstruktive Gespräche am Stand der Division »Construction« der
Husqvarna Deutschland GmbH. Ausgestellt wurden einige Exponate
rund um die Themen Betonbearbeitung, lokal emissionsfreier Abbruch
Nadine Lottermoser, Product-Managerin, und Christoph Sauer,
Geschäftsführer der Oilfix GmbH, wurden wahrhaft überrannt
von Anfragen nach den »Oilfix«-Ventilblöcken.
88 April 2026 Bau- & Messerückblick
Nutzfahrzeuge
und Staubbindung.
Cansin Gül, Vertriebsmitarbeiter bei Bps Software, zeigte
uns an seinem Bildschirm die nahezu unendlichen
Softwarelösungen der digitalen Vorarbeiter, die die Bps
den Bauunternehmern zur Verfügung stellen kann.
Christian Hellermann, General Manager Vertrieb, und
Sebastian Denniston, Sales Manager OEM, standen für
jegliche Fragen rund um das Portfolio von Lehnhoff zur
Verfügung.
Tobias Putzmacher, Senior-Produktmanager bei Zeppelin
Baumaschinen, mit dem Cat-Primärpulverisierer »P318«.
Dieser ist für das Schneiden, Brechen und Zerkleinern von
Betonstrukturen bei Abbrucharbeiten konzipiert.
»Daumen hoch« zeigt Oliver Fred Jarmowske,
Vertriebsleiter Region Berlin / Brandenburg/ Magdeburg
bei der Kiesel Nord GmbH, für den kabelgebundenen
vollelektrischen Minibagger »ZE17«.
Jörg Giller, Technical Product Specialist Lead bei
Epiroc, freute sich, uns die Anbaufräse »ERC 650« mit
Hydraulikdrehung vorzustellen. Diese ist ausgelegt für
eine Gewichtsklasse von 15 bis 25 t, punktet mit einem
Betriebsgewicht von 1,76 t sowie einem Betriebsdruck
von 350 bar.
Bau- Messerückblick
& Nutzfahrzeuge April 2026 89
Betriebsleiter Georg Mayer und Vertriebsleiter Tim
Wohlgemuth von Bergauer Regenerierung verlängern
die Lebensdauer teurer Maschinenkomponenten durch
professionelles Aufschweißen, Schleifen und Abdichten,
anstatt diese komplett durch Neuteile zu ersetzen.
Geschäftsführer Klaus Ertmer und Enrico Trender, Sales
Manager DACH-Region von Kemroc, zeigten ihre Anbaufräsen
für Bagger. Durch ihr globales Netzwerk von Partnern und ihre
eigenen Experten ist Kemroc auf allen Kontinenten aktiv.
Michael Köhn, Vertriebsleiter Nord-Ost bei BauSU, der
Bau-Software Unternehmen GmbH, bietet eine modular
aufgebaute ERP-Software.
Meierling Austria by Carster GmbH mit Monika Bachmann und
Markus Rumel bewarben den »Torro«-Dumper, einen hochspezialisierten,
extrem robusten Sattelauflieger-Kipper für den harten
Einsatz im Offroad-Bereich.
Geschäftsführer David Linser (l.)
und Vertriebsleiter Max Henk der
Linser Industrie Service GmbH
stellten u. a. ihre »LIS«-Abbruch- und
Sortiergreifer-Modelle für Bagger mit
0,7 bis 28 t vor.
90 April 2026
Bau- & Messerückblick
Nutzfahrzeuge
Melinda und Michael Schmidt von Aqua Evolution
Systems sind mit »Der Blaue« längst in der Branche
angekommen. Die innovative Ablaufrinne und zugehörige
Wanne gehören zu den Kernprodukten der Allgäuer Firma.
V. l. n. r.: Robin Heisterkamp, Firmengründer Philipp
Ellsäßer und Bianca Voshaar. Die digitalen Typenschilder
von Qiky zielen darauf ab, die klassische
Zettelwirtschaft aus Bestellungen durch eine smarte
Cloud-basierte Lösung zu ersetzen.
Jörg Majoli, Geschäftsführer der Avant Tecno Deutschland GmbH. Der finnische Hersteller verfolgt
seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung von Kompaktladern und entwickelt durch die
eigene Tochtergesellschaft Avant Power spezialisierte Hochkapazitäts-Batterien mit innovativer
Immersionskühlung.
Fischer-Jung-Geschäftsführer Thorsten Plew und
Zemmler-Sales-Manager Jonas Oehmig stellten u. a. ihr
Portfolio im Bereich der Aufbereitungstechnik vor – so
auch mobile Doppeltrommel-Siebanlagen.
Die Peter Barthau Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH
produziert robuste Absetzcontainer und Abrollbehälter
für Abfall, Schüttgut und Spezialtransporte. Hier im Bild:
Gerd Barthau und Doreen Federau.
Bau- Messerückblick
& Nutzfahrzeuge April 2026
91
AKTUELLES
MAN investiert 300 Mio. Euro
in Service-Netzwerk
MAN TRUCK & BUS – Das Unternehmen möchte bis 2030 rund 300 Mio. Euro in den Ausbau
und die Weiterentwicklung seines europäischen Servicenetzes investieren. Es ist das
größte Investment dieser Art in der Geschichte von MAN.
Das Unternehmen will damit in Europa
neue Stützpunkte schaffen, vorhandene
Standorte modernisieren, die regionale
Abdeckung optimieren, die Qualität im Service
weiter verbessern und das Netz so auch
weiter mit Hochdruck für Elektromobilität fit
machen. Das Unternehmen hatte Anfang des
Jahres angekündigt, mit seinem Programm
»MAN2030+« die Kosten senken zu wollen,
»Frauen gestalten den Wandel in der Maschinenbranche«
RITCHIE BROS. – Anlässlich des Weltfrauentags würdigt
Ritchie Bros., Industrieauktionshaus und globaler Anbieter im Asset-
Management, Frauen, die die Zukunft der Maschinenbranche aktiv mitgestalten.
MAN BUS & TRUCK
um erhebliche Investitionen für Wachstum und
Innovationen tätigen zu können. MAN verfügt
laut eigener Aussage bereits heute über ein
außergewöhnlich starkes Netz an Service- und
Vertriebsstandorten. Europaweit gibt es rund
1 200 eigene und Partnerbetriebe mit in Summe
ca. 7 000 Beschäftigten in MAN-Betrieben.
Über den Pannen- und Mobilitätsdienst MAN
Mobile24 sorgen mehr als 2 000 MAN-Servicestützpunkte
und Kooperationspartner für
eine nahtlose Betreuung. »Eine starke Marke
braucht ein starkes Servicenetz. Das haben wir
– und wir machen es jetzt noch stärker. Neben
unserer Vertriebsmannschaft sind unsere
Werkstätten unser Gesicht für unsere Kunden.
Unser starkes Netz ist ein Wettbewerbsvorteil.
Den wollen wir weiter ausbauen«, so Friedrich
Baumann, Vorstand für Sales und Customer
Solutions bei MAN.
d
MAN investiert
und möchte sein
Service-Netzwerk
ausbauen.
Mit globaler Präsenz und einer gelebten Kultur
der Vielfalt fördert das Unternehmen seit
vielen Jahren Chancengleichheit und unterstützt
Frauen dabei, Führungspositionen auf
allen Ebenen einzunehmen. »Frauen übernehmen
verantwortungsvolle Aufgaben in den
Bereichen Operations, Marketing oder Finanzen,
überwinden traditionelle Barrieren und
gestalten die Weiterentwicklung der Branche
maßgeblich mit«, stellt das Unternehmen klar.
Ein Beispiel hierfür ist laut Ritchie Bros. Emma
Tuckley, denn ihr Weg in die Führungsriege des
Unternehmens begann vor fast 30 Jahren eher
unerwartet: Während sie als Kellnerin arbeitete,
entdeckte sie eine Stellenausschreibung von
Ritchie Bros. und entschied sich mutig für einen
Branchenwechsel. Sie startete als Teamassistenz
und entwickelte sich durch Engagement
und Fachkompetenz zur Position »Director of
International Operations Support«. Heute optimiert
sie Systeme und Prozesse im operativen
Bereich über Länder-, Kultur- und Zeitzonengrenzen
hinweg. »Erfolg bedeutet für mich
heute, positiven Wandel mitzugestalten, andere
in ihrer Karriere zu fördern und zu wissen, dass
meine Arbeit einen Unterschied macht«, sagt
Emma Tuckley. »Vielfalt ist für uns ein zentraler
Wert, und wir fördern aktiv die berufliche
Entwicklung unseres Teams. Ihre Talente, ihre
Führungskompetenz, ihre Expertise und ihre
unterschiedlichen Perspektiven prägen nicht
nur unser Unternehmen, sondern auch die
Zukunft der Branche«, so Ghislaine Duijmelings,
CEO von Ritchie Bros. International. d
Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit
Weber-Hydraulik – Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
bleiben herausfordernd: Zölle, anhaltender
Kostendruck und eine schwache Konjunktur prägen
den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Christine
Grotz, Geschäftsführende
Gesellschafterin der
Weber-Hydraulik GmbH,
ordnet die aktuelle Lage
ein und gibt einen Ausblick
auf die Schwerpunkte für
dieses Jahr. »Wir blicken
mit vorsichtigem Optimismus
auf das neue Christine Grotz.
Geschäftsjahr, wissen
aber, dass die Rahmenbedingungen anspruchsvoll
bleiben«, sagt Grotz. Der Fokus liege 2026 klar auf
Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und der konsequenten
Weiterentwicklung des Unternehmens. Mit Blick
auf den Jahresverlauf ist nicht von einer nachhaltigen
Erholung der Märkte auszugehen. Gleichzeitig habe
sich die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr
stabilisiert. »Wir stehen heute stabiler da, weil wir
unsere Hausaufgaben gemacht haben«, so Grotz.
»Aber die stagnierende Wirtschaft, der allgemeine
Kostendruck und hohe Energiepreise kosten uns
weiterhin Kraft.«
d
Tyri unterstützt
Forschungsprojekte
Tyri – Die Lichtplanung
in der Produktentwicklung
spielt sowohl hinsichtlich
der Effizienz als
auch der Umweltbelastung
eine entscheidende
Rolle. Daher untersucht
ein neues Forschungsprojekt
an der Universität
Linköping, wie Arbeitsscheinwerfer
schwerer Maschinen diese Bereiche
beeinflussen. Tyri unterstützt diese Arbeit nun mit
Fachwissen, modernen Testanlagen und langjähriger
Erfahrung in der Lichtplanung. Christian Wadell,
Global R&D bei Tyri: »Wir entwickeln seit über 50 Jahren
Beleuchtungssysteme. Es ist offensichtlich, dass
Beleuchtung zunehmend in das Design und das
Nutzererlebnis integriert wird. Mit diesem Projekt
möchten wir neues Wissen einbringen, das letztendlich
zu besseren, sichereren und ergonomischeren
Arbeitsumgebungen führen kann.« Das Projekt ist
Teil einer Doktorandenstelle an der Universität Linköping.
Es wird von der Lighting Foundation finanziert
und von Torbjörn Andersson von der Universität
Lund geleitet.
d
WEBER-HYDRAULIK
TYRI
Tyri unterstützt das Projekt mit
seinem Fachwissen.
92
April 2026
Aktuelles
BÖCKMANN
Böckmann feiert in diesem Jahr das 70-jährige Bestehen.
70 Jahre Böckmann:
»Gebaut für Generationen«
BÖCKMANN – 70 Jahre Böckmann – das sind über 1 Mio. gebaute Anhänger
seit der Gründung. Als Spezialist für Anhänger und Transportlösungen
beschäftigt das Familienunternehmen aus Lastrup mehr als
500 Mitarbeiter und beliefert weltweit über 300 Fachhändler in mehr
als 30 Ländern. Das Jubiläumsjahr steht laut eigener Aussage »ganz im
Zeichen der Feierlichkeiten und der Dankbarkeit«.
Die Geschichte begann 1956 in einer kleinen Dorfschmiede in Lastrup. Anton
Böckmann reparierte zunächst landwirtschaftliche Maschinen und fertigte
Gitterräder als Zwillingsreifen für Traktoren sowie Gummiwägen für den Transport
von Erntegut. Heute steht der Name Böckmann für langlebige Lösungen,
die durch Sicherheit, Funktionalität und durchdachte Details überzeugen sollen.
Das Motto des Jubiläumsjahres »Gebaut für Generationen« soll die Werte des
Unternehmens widerspiegeln: »Böckmann-Anhänger«, so das Unternehmen,
»sind für ihre Langlebigkeit bekannt und begleiten ihre Besitzer oft über mehrere
Generationen hinweg.« Gleichzeitig ist die Geschäftsführung mit Stella
und Justus Böckmann mittlerweile in der dritten Generation aktiv und viele
Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten Teil des Unternehmens – teilweise sogar in
zweiter Generation. Das ist in der heutigen Zeit keinesfalls eine Selbstverständlichkeit
mehr. Hier wird die Tradition noch immer gelebt, was, wie in diesem Fall,
immer auch mit der Tatsache einhergeht, dass jahrelange Erfahrung in diesem
Segment mitvererbt wird. Auch die Böckmann-Fachhändler tragen diese Tradition
laut Hersteller weiter: Einige von ihnen sind ebenfalls in der nächsten
Generation erfolgreich tätig und stehen für eine vertrauensvolle Partnerschaft
mit Kunden und dem Unternehmen. Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Gelegenheiten,
die Erfolgsgeschichte von Böckmann zu feiern und gleichzeitig allen
Beteiligten – Mitarbeitern, Händlern und Kunden – für ihre langjährige Unterstützung
zu danken. Geplant seien Aktionen und Veranstaltungen, die die Werte
des Unternehmens erlebbar machen und den Zusammenhalt weiter stärken
sollen. »Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein, der das Unternehmen mit Stolz
erfüllt und gleichzeitig motiviert, weiterhin mit Leidenschaft und Innovationskraft
an der Zukunft zu arbeiten«, so Böckmann abschließend.
d
DEUTSCHE ASPHALTTAGE
23. Deutsche Asphalttage in Berchtesgaden
zur Zukunft des Asphaltstraßenbaus
DAV – Rund 1 200 Besucher aus Politik, Verwaltung, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft
berieten im Rahmen der Asphalttage im Februar darüber, wie Verkehrsinfrastruktur
resilient, wirtschaftlich tragfähig und zugleich nachhaltig gestaltet
werden kann – und welche strategischen Weichenstellungen sowie Investitionen
dafür jetzt erforderlich sind.
Seit mehr als vier Jahrzehnten haben sich die Deutschen Asphalttage in Berchtesgaden als
führende Plattform für Wissenstransfer und strategischen Dialog etabliert. Der politisch
bedeutsame Branchentreff verbindet Zukunftsthemen der Infrastruktur mit praxisnahen
Lösungsansätzen und gibt der Branche Orientierung in Zeiten tiefgreifenderTransformation.
Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war die Festrede von Peer
Steinbrück, Bundesminister der Finanzen a.D. In seinem Beitrag ordnete er die aktuellen
Herausforderungen der Infrastrukturpolitik in den größeren wirtschafts- und finanzpolitischen
Kontext ein. Im Anschluss diskutierten Experten in einem hochrangig besetzten
Panel die milliardenschweren Investitionsbedarfe für den Erhalt und die Modernisierung der
Straßeninfrastruktur. Die Diskussion bündelte unterschiedliche Perspektiven und suchte
nach konkreten Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen. »Die Deutschen
Asphalttage bilden das wichtigste technische und strategische Forum unserer Branche.
Gerade angesichts der Transformation von Bauprozessen und Energieversorgung ist der
Austausch zwischen Forschung, Industrie und öffentlicher Hand entscheidend«, betonte
Oliver Nohse, Präsident des Deutschen Asphaltverbandes e. V. (DAV). Ein zentraler Schwerpunkt
der Vortragsveranstaltung lag auf der Digitalisierung. Beiträge zu Smart Construction
zeigten, wie automatisierte und vernetzte Baustellen, Echtzeitdaten sowie künstliche
Intelligenz Logistik, Temperaturmanagement und Verdichtung optimieren können. Erhöht
werden sollen Transparenz, Prozesssicherheit und Ressourceneffizienz.
d
Olsson Parts nimmt
»Kendo« in sein Sortiment auf
OLSSON PARTS – Das Unternehmen erweitert sein
breites Sortiment um »Kendo« – eine Serie von
Handwerkzeugen, die laut Olsson nunmehr Qualität,
Langlebigkeit und ein attraktives Preisniveau vereinen
soll. Die Werkzeuge sind sowohl für Profis als
auch für Heimwerker geeignet und funktionieren in
der Werkstatt genauso gut wie auf dem Feld.
»Kendo« ist eine internationale Marke mit einer wachsenden
Produktpalette, die kontinuierlich für verschiedenste
Arbeiten erweitert wird, wie das Unternehmen
kürzlich mitteilte. »Olsson Parts hatte bisher ein kleines
Sortiment an Handwerkzeugen, aber mit ›Kendo‹ werden
wir deutlich breiter aufgestellt sein. Wenn man ohnehin
Ersatzteile bestellt, kann man sich ganz einfach auch mit
Werkzeugen für die Werkstatt oder das Servicefahrzeug
eindecken«, sagt Fredrik Vikström, Sortimentsentwickler
bei Olsson Parts. Tatsächlich ist die Bandbreite groß:
»Kendo« umfasst alles von Greifwerkzeugen und Drahtbürsten
bis hin zu Werkzeugsätzen, Steckschlüsselsätzen
und Vorschlaghämmern. Jedes Stück Werkzeug sei
laut Aussage des Herstellers ergonomisch gestaltet und
langlebig, sodass man lange und ermüdungsfrei damit
arbeiten könne. Mit »Kendo« stärke Olsson Parts künftig
sein Sortiment. In diesem Zusammenhang, so das Unternehmen
weiter, seien wettbewerbsfähige Preise für das
richtige Werkzeug ebenso ein wichtiger Faktor. d
Aktuelles April 2026 93
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen
Seite
IMPRESSUM
BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH 70
alkus AG 59
Aqua Evolution Systems GmbH / DerBLAUE 91
Avant Tecno Deutschland GmbH 91
Bau-Software Unternehmen GmbH 90
bema GmbH Maschinenfabrik 36
Bergauer Regenerierung GmbH 90
BKT Europe Srl 12
Böckmann Fahrzeugwerke GmbH 93
Bohnenkamp SE 76
Bosch Rexroth AG 12
BPS Software GmbH & Co. KG 89
core sensing GmbH 60
Coreum GmbH 18
Daimler Truck AG 14, 82
Deutscher Abbruchverband e. V. 86
Deutscher Asphaltverband (DAV) e. V. 93
Develon Construction Equipment 24
DMS Technologie GmbH 32
Doka Deutschland GmbH 48
Dynapac GmbH 12
Echle Hartstahl GmbH 87
Epiroc Construction Tools GmbH 89
Fischer Jung MVS GmbH 91
Granit Parts – Wilhelm Fricke SE 87
HD Hyundai Construction Equipment Europe 14
Herud KG 53
Holp GmbH 22
HS-Schoch GmbH 30, 88
Husqvarna Deutschland GmbH 88
Hydrema Baumaschinen GmbH 34
Josef Kränzle GmbH & Co. KG 69
Kemroc Spezialmaschinen GmbH 90
Kiesel GmbH 89
Kobelco Construction Machinery Europe B.V. 15
Komatsu Germany GmbH 87
Krampe Fahrzeugbau GmbH 81
Lehnhoff Hartstahl GmbH 89
Liebherr-Components AG 12
Liebherr-International Deutschland GmbH 88
Linser Industrie Service GmbH 90
Manitou Deutschland GmbH 40
MAN Truck & Bus SE 92
Max Wild GmbH 78
Mayer Schaltechnik GmbH 57
MB S.p.A 33
Meierling Austria 90
Mercedes-Benz AG 80
Meva Schalungs-Systeme GmbH 58
Moravia Akademie + Verlag GmbH 56
Nordic Lights Ltd 75
Oilfix GmbH 88
OilQuick Deutschland KG 88
Olssons i Ellös AB 93
Paschal-Werk G.Maier GmbH 54
Peri GmbH 50
Perkins Engines Company Limited 66
Peter Barthau Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH 91
Probst GmbH 38
Qiky GmbH 91
Rädlinger Maschinenbau GmbH 15
Riedelsberger Baumaschinen GmbH 28
Ritchie Bros. Deutschland GmbH 92
Rokbak – Volvo Construction Equipment 13
Ruthmann Holdings GmbH 14
Sany Europe GmbH 26
Schwing GmbH 10
SKF GmbH 65
Southco Manufacturing Ltd. 74
Steelwrist Deutschland GmbH 87
Techtronic Industries Central Europe GmbH 39
Temposonics GmbH & Co. KG 74
Transporter Industry International GmbH 84
Tyri Sweden AB 92
Weber-Hydraulik GmbH 92
Webfleet Solutions 85
Webtec (Europe) GmbH 72
Westtech Maschinenbau GmbH 25
Wilmers Kommunaltechnik GmbH 29
Wirtgen International GmbH 35
Zeppelin Baumaschinen GmbH 68, 89
Zeppelin Rental GmbH 15
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
baumagazin@sbm-verlag.de
www.baumagazin-online.de
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-0)
Joachim Plath (-0)
Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)
OBJEKTLEITUNG
Tobias Haslach (-39)
REDAKTION
Dan Windhorst (dc)
Thomas Seibold (ts)
Jessy von Berg (jvb)
Tim Knott (tk)
KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT
Norman Zenzinger (-33)
ANZEIGENDISPOSITION
Benjamin Chucholowski (-18)
Emilie ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Plath (-45)
Simon Schmalholz (-13)
1 10.05.21 11:
MAGAZIN-LAYOUT
Lisa Schröder Leitung (-23)
Jessica Grahle (-0)
Imelda Weidhaas (-24)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
LESER- UND ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,
Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de
BANKVERBINDUNG
IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87
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BIC HYVEDEMM428
AUTORENBILDER
Petra Reger
TITELBILDER
Schwing; Core Sensing;
Coreum / Dan Windhorst; Paschal
IVW angeschlossen
ISSN 1610-3785
Alle Rechte vorbehalten.
© Layout-Konzept: Thomas Schürger
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom
1. Januar 2026. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit
Genehmigung des Verlages.
Jahresabonnements können nur bei Einhaltung
der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)
schriftlich beim Verlag gekündigt
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und die Wirtschaftlichkeit zu steigern, gilt es, ein sauberes Arbeitsumfeld zu schaffen
und zu wahren. karcher.de/baustelle-reinigen