30.03.2026 Aufrufe

bauMAGAZIN April 2026

Das Fachmagazin für die Baubranche. Galabau & Kommunal, Schalung, Gerüste & Betonbau, Wartung, Pflege & Instandhaltung, Bau- & Nutzfahrzeuge, Fachtagung Abbruch Titelstory: Schwing Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau

Das Fachmagazin für die Baubranche.
Galabau & Kommunal, Schalung, Gerüste & Betonbau, Wartung, Pflege & Instandhaltung, Bau- & Nutzfahrzeuge, Fachtagung Abbruch
Titelstory: Schwing
Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

2026

04

Das Magazin & Fachportal für

Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge

SCHWING

Performant und zuverlässig

Neue »Blueline«-Autobetonpumpen für Europa

START-UP-ZONE

BLICKPUNKT

SONDERTHEMA

CORE SENSING

Schraubfundamente mit Echtzeit-

Daten setzen statt nach Gefühl

COREUM

Björn Hickmann und Kathrin Kiesel

zum aktuellen Stand der Dinge

SCHALUNG

Smart, nachhaltig und modular:

Was Schaltechnik heute drauf hat


Kohler Engines is now

Power that

crushes

expectations.

engines.rehlko.com

Because performance isn’t promised, it’s proven.

For over a century, we’ve supported OEMs with

high-performance engines up to 112 kW, engineered

for efficiency, compliance, and durability.

Backed by decades of engineering expertise,

our engines integrate seamlessly—built for OEMs

who demand reliability without compromise.


A LONG WAY

TOGETHER

WO IMMER SIE SIND, BKT IST BEI IHNEN

BKT hat Spezialreifen für Maschinen entwickelt, die in Materialrecycling- und Abfallentsorgungsanlagen

eingesetzt werden. BKTs Recycling-Sortiment umfasst Reifen für Radlader, Skid-Steer- und

Teleskoplader, die eine breite Palette von Anwendungen in anspruchsvollen Umgebungen abdecken.

Erhältlich in zahlreichen Größen und Varianten erfüllen sie auch die anspruchsvollsten Anforderungen.

VERTRIEB FÜR DEUTSCHLAND

Dieselstr. 14, 49076 Osnabrück

Telefon: +49 (0) 541 121 63-0

Fax: +49 (0) 541 121 63-944

www.bohnenkamp.de

Entdecken Sie

das BKT-Sortiment

April 2026


35

INHALT26

33

04/2026

8 | Editorial

10 | Zum Titel – Schwing | Mit der »Blueline«

stellt Schwing eine neue Baureihe im Segment

der Autobetonpumpen vor, die wirtschaftlich

arbeitet, zuverlässig ist und mit einer einfachen

Bedienung punkten kann.

12 | Namen und Neuigkeiten |

Baubranche aktuell

16 | bauGEFLÜSTER | Die bauMAGAZIN-Kolumne

ist brachial ehrlich, auf Krawall gebürstet

und hoch subjektiv. Mit »bauGEFLÜSTER«

rücken wir die wichtigsten News und Streit-

Themen der Branche klar in den Mittelpunkt.

BLICKPUNKT

18 | Coreum | Seit mittlerweile acht

Jahren existiert das Coreum in Stockstadt

am Rhein. Das bauMAGAZIN wollte

wissen, ob der Plan für dieses Großprojekt

aufgegangen ist. Hierzu wurden die

Geschäftsführer Kathrin Kiesel und Björn

Hickmann befragt.

1 GALABAU & KOMMUNAL

22 | Holp | Erfolgreicher Einsatz von

»RotoTop« bei Garten- und Landschaftsbauern:

Gezeigt hat sich, dass mit dem richtigen Equipment

die Produktivität deutlich steigen kann

24 | Develon | Neuer elektrischer Minibagger

»DX23E-7« ergänzt Elektro-Produktpalette

und kann mitunter durch hohe Präzision,

Zuverlässigkeit sowie mehr Effizienz punkten

25 | Westtech | Kürzlich wurde der bislang

kleinste Schneidkopf aus der »Woodcracker«-

Serie vorgestellt – ein Leichtgewicht,

das durch starke Leistungsdaten überzeugt

26

26 | Sany | Knapp 1 200 Akazien mussten mit

dem »SY215C« samt Fällschere gefällt werden,

was nicht nur viel Mühe, sondern auch zuverlässige

und starke Maschinenpower abverlangt

28 | Riedelsberger | Ein kluges Update, um die

Effizienz nochmals zu steigern: Weiterentwicklung

bewährter Baumscheren vorgestellt

34

32 | DMS | Hohe Flexibilität, gute Handhabung

und stolze Performance: die Vorzüge eines Rotatorlöffels

an Kompaktbaggern auf Baustellen

33 | MB Crusher | Kleiner, smarter und

effizienter: ein Brecherlöffel als Alternative zu

stationären Anlagen für Recyclingarbeit

34 | Hydrema | Ein neu entwickelter

Knick-Dumper soll nun für mehr Stabilität,

Traktion und Komfort stehen – und gleichzeitig

die Produktivität am Bau erhöhen

35 | Wirtgen Group | Auf einer interessanten

Pilotbaustelle wurden ein batterieelektrischer

Vögele-Fertiger und eine E-Walze von Hamm

eingesetzt

29 | Wilmers | Sinnig, smart und konsequent:

Die aktuelle Produktpalette wurde jetzt gezielt

um einen weiteren »Schnitt-Griffy« erweitert

30 | HS-Schoch | Ein klar gestecktes Ziel bei

der Entwicklung: Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit

werden gleichermaßen gestärkt

VOR ORT

36 | Bema | Im Rahmen der »Winter

Action Days« hat die Redaktion

sich die aktuellen Winterdienst-

Anbaugeräte von Bema und

Amazone im Detail angeschaut.

4 April 2026

Inhaltsverzeichnis


39

25 54

38 | Probst | Lässt sich per Hand oder als Anbaugerät

nutzen: der neue »M-Jet-250« für das Verlegen von

Platten – mit höherer Effizienz und besserer Präzision

39 | Milwaukee | Für den professionellen

Holzbau wurde kürzlich eine leistungsstarke

Akku-Kreissäge im »M18 Fuel«-Sortiment aufgezeigt

40 | Manitou | Zuverlässig, einfach in der Handhabung

und effizient: Teleskoplader für Einsätze der Feuerwehren

und Hilfsorganisationen wie THW oder DLRG

56 | Moravia Akademie | An die wirklich

wichtigen Themen denken: Fachwissen und

Rechtsgrundlagen zur Gerüstprüfung vermitteln

57 | Mayer | Innovative und wirtschaftliche

Schalungssysteme sollen für einen echten Vorteil

im täglichen Einsatz auf der Baustelle stehen

58 | Meva | Eine durchdachte Lösung – anwendernah

entwickelt: neues Schalelement für Sichtbetonwände,

das mit einfacher Handhabung und Vielfalt punktet

59 | Alkus | Ein großes Infrastrukturprojekt in

Südostasien konnte mit Beteiligung von »alkus«-

Vollkunststoffplatten erfolgreich umgesetzt werden

59

2 SONDERTHEMA:

SCHALUNG, GERÜSTE & BETONBAU

42 | bauMAGAZIN | Die Geschichte der Schalung –

von damals bis heute: Was sich verändert hat und auf

welche smarten Lösungen wir heute zurückgreifen

48 | Doka | Eine Herausforderung, die nach klugen

und zuverlässigen Lösungen schreit: Beim komplexen

Brückenbau kamen individuelle Doka-Lösungen

zum Einsatz

50 | Peri | Entwickelt wurden kluge und flexible

Systemlösungen für die drängendsten Herausforderungen

bei Brückensanierung und -neubau

53 | Herud | Reparieren statt entsorgen: Eine kluge

und zuweilen nachhaltige Idee wurde vorgestellt, um

Schalung künftig ein neues Leben einzuhauchen

54 | Paschal | Ein herausforderndes Bauprojekt

gemeistert: 530 m langer Kontrollgang wurde in

offener Tunnelbauweise in Ortbeton erstellt

START-UP-

ZONE

60 | Core Sensing | Einfach integrierbare

Sensoren ermöglichen das Setzen von

Schraubfundamenten nicht mehr nach Gefühl,

sondern auf Basis von Echtzeitdaten – und das

wiederholbar und dokumentiert. Erfasst werden

Einschraubmoment, Rotationsgeschwindigkeit,

Fortschrittsverhältnis und die Tiefe.

Inhaltsverzeichnis

April 2026


3 OEM & AFTERMARKET

62 | bauMAGAZIN | Eine Baumaschine

besteht aus Tausenden Einzelteilen. Die wahre

Ingenieurskunst beginnt deshalb bereits bei den

vielen Zulieferern, welche die finale Endproduktion

eines Baggers überhaupt erst ermöglichen

65 | SKF | Lösungen zur stationären und

mobilen Zustandsüberwachung von Anlagen –

ein smarter Helfer für die Baubranche

66

66 | Perkins | Neu vorgestellt: Antriebssysteme

auf Basis von Verbrenner- und Wasserstofftechnologie

sowie batterieelektrischer Aggregate

68 | Zeppelin | Ein Serviceversprechen, das

kostenintensive Stillstandszeiten verringern soll:

Reparaturen innerhalb von zwei Werktagen

69 | Kränzle | Reinigungsarbeiten auch

dort erledigen, wo z. B. kein Strom- bzw.

Wasseranschluss vorhanden ist

70 | Kärcher | Ein leistungsstarker Hochdruckreiniger

erhält ein nützliches und vielseitiges

Heißwasser-Update

72 | Webtec | Weiterentwickelt und smart:

dritte Generation des tragbaren digitalen

Hydraulikmultimeters (DHM) vorgestellt

82

74 | Southco | Frisch aus der Entwicklerschublade:

Southco hat einen neuen Drehverschluss

für Kabinentürsysteme vorgestellt

74 | Temposonics | Neuer Positionssensor

soll einen schnellen und einfachen Austausch

der Elektronik ermöglichen

75 | Nordic Lights | Die neu konzipierte und

kürzlich vorgestellte »Scorpius Pro«-Serie –

starke Arbeitsscheinwerfer für den Dauereinsatz

84 | Bohnenkamp | Unterstützung für die Baumaschinenbranche:

Bohnenkamp stellt Reifen

für den harten Einsatz im Recyclingsektor vor

70

4 BAU- & NUTZFAHRZEUGE

78 | Max Wild | Klug weitergedacht:

einen E-Lkw künftig mit maßgeschneidertem

Fahrzeugaufbau realisieren

80 | Mercedes-Benz | Ein Fahrzeug mit

Kultfaktor: Präsentiert werden aktuell neue

Van-Sondermodelle für gewerbliche Nutzer

81 | Krampe | Mitgedacht und weiterentwickelt:

Erweiterung der Hakenlift-Serie durch das

Modell »THL 20L« in Individualbauweise

82 | Daimler Truck | Insgesamt 40 » Arocs«-

Fahrgestelle des Typs »3148 AK 6x4/4«

sollen im Winterdienst unterstützen

84| TII Scheuerle | Smarte Technologie

im Einsatz: »COG Easy Mode« erleichtert

die Beurteilung komplexer Lastverhältnisse

85 | Webfleet | Für die Zukunft mitgedacht:

Das Jahr 2026 als Wendepunkt für vorausschauendes

Flottenmanagement wahrnehmen

RÜCK

BLICK

86 | Deutscher Abbruchverband

| Zur Fachtagung Abbruch

waren über 1 300 Fachbesucher

sowie 125 Aussteller

nach Berlin gekommen, um

über die Zukunft der Branche

zu sprechen.

76

RUBRIKEN

92 | Aktuelles |

94 | Impressum |

94 | Redaktionsverzeichnis A – Z |

95 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |

6 April 2026

Inhaltsverzeichnis


April 2026


04/26

EDITORIAL

PETRA REGER

Kleine Messen, ganz groß

Vor gut einem Jahr herrschte nicht nur in der Redaktion des bauMAGZIN

Ausnahmezustand, sondern in der gesamten Baubranche: Die Bauma als

flächenmäßig größte Messe der Welt stand kurz vor dem Start. Nun ist das

erste Quartal dieses Jahres bereits wieder vorbei – und gefühlt war in den

letzten drei Monaten kaum weniger los. An die Stelle einer Großveranstaltung,

die wie ein großes schwarzes Loch die komplette Aufmerksamkeit

auf einen Punkt konzentriert, sind viele kleinere Veranstaltungen getreten.

Den Auftakt machte das 38. Oldenburger

Rohrleitungsforum, über das wir in der

kommenden Ausgabe ausführlicher

berichten, gefolgt vom VDBUM-Großseminar

(siehe den Nachbericht im bau-

»Kleinere Messen

bieten eine klare

Fokussierung auf ein

bestimmtes Thema.«

MAGAZIN 03/26 ab Seite 22) und den Deutschen

Asphalttagen im Februar. Der gerade vergangene

März war darüber hinaus mit Veranstaltungen wie

den Betontagen, der Fachtagung Abbruch (in dieser

Ausgabe ab Seite 86), der BeBoSa, digitalBau

und Logimat ebenfalls üppig gefüllt. Hand aufs

Herz: Ich fühle mich grundsätzlich auf allen Veranstaltungen

wohl und natürlich

auch auf der Bauma. Denn nur

dort präsentiert sich die komplette

Baubranche und es gibt

keine bessere Möglichkeit, wirklich

alles zu sehen. Im Vergleich

zu dieser Messe mit Wiesn-Charakter

haben jedoch auch die eher gemütlicheren

»Stadtfeste«, wie die Veranstaltungen im März, ihre

Vorteile. Denn kleinere Messen bieten eine klare

Fokussierung auf ein bestimmtes Thema, was

sich oft in neuen Rekorden bei den Besucherzahlen

widerspiegelt. Beispielsweise trafen sich auf

der BeBoSa 2023 knapp 2 300 Besucher und dieses

Jahr über 2 500. Diese Entwicklung verwundert

nicht: Angesprochen wird hier wie dort ein Fachpublikum,

das gezielt nach Lösungen und Kontakten

sucht. Reine »Spaziergänger« sind da eher

Fehlanzeige. Das freut insbesondere die Aussteller:

Statt Small Talk und Standverteidigung sind dort

Fachgespräche auf Augenhöhe und Handschlag-

Verträge an der Tagesordnung.

So mancher Dialog kann dort aber mitunter

auch schmerzhaft werden, wenn blumige Marketingversprechen

an knallharten Nachfragen eines

Profis mit langjähriger Praxiserfahrung zerschellen.

Soll heißen: Wer dort ausstellt, sollte wirklich

Ahnung von dem haben, was er da verkauft

oder vorzeigt. Schön für die Besucher ist allerdings,

dass es über die reinen Schauwerte hinaus

auf Fachmessen obendrein top aktuelle Neuigkeiten

gibt. Abseits der Produkte und Stände können

sich die Besucher in praxisorientierten Workshops

und Fachvorträgen auf den neuesten Wissensstand

zur Technik, Anwendung und Gesetzgebung bringen

lassen. Wie sehr die Veranstalter ihr Ohr am

Puls der Branche haben, zeigt exemplarisch ein

Blick auf die Themen der digitalBAU in Köln, die

vom 24. bis 26. März ihre Tore öffnete: Im Hinblick

auf nachhaltiges Bauen standen die »Kreislaufwirtschaft

im Bauwesen« ebenso auf der Agenda wie die

»Digitale Bauprozessoptimierung« und die »Digitalisierung

für den Bestand«. Natürlich durfte auch

der Dauerbrenner in Form der künstlichen Intelligenz

mit »Gamechanger KI: Bauen für die Zukunft«

nicht fehlen. Mein Plädoyer für den Besuch kleiner

Fachmessen schließt daher mit einer klaren Empfehlung:

Wer anstelle von Tragetaschen voller Werbeprospekte

lieber knallharte Fakten und Tipps

für die Praxis mit nach Hause nimmt, sollte einen

Besuch auf jeden Fall erwägen – also nichts wie hin!

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht

Thomas Seibold

Redakteur

8

April 2026

Editorial


..

Wir konnen Bausoftware

.. ..

Davon mochten wir Sie uberzeugen!

Bau-Lohn

Besuchen Sie uns auf diesen Messen

Ostbau

18. - 20.06.2026

.. ..

Ernst-Thalmann-Str. 3c / OT Bornicke

16321 Bernau

..

Stand: Flache B

Nordbau

09. - 13.09.2026

Justus-von-Liebig-Strasse 2-4

..

24537 Neumunster

Stand: Halle 1 - 1213

..

GaLaBau Nurnberg 2026

15. - 18.09.2026

Messezentrum 1

..

90471 Nurnberg

Stand: Halle 4 / 4-626

Kalkulation

Abrechnung

Jetzt mehr erfahren:

Bau-Finanzbuchhaltung

Bau-Betriebssteuerung

Materialwirtschaft

..

Gerateverwaltung

BauSU®

mobil

+

www.bausu.de

April 2026


ZUM TITEL

Die »Blueline«-Reihe – eine

wirtschaftliche Lösung im

Standardsortiment von Schwing.

»Blueline«: Schwing

startet mit neuer

Pumpenreihe in Europa

SCHWING (3)

SCHWING – Mit der Einführung der neuen »Blueline« erweitert Schwing

das Portfolio im Segment der Autobetonpumpen. Die neue Baureihe soll noch

im ersten Quartal auf den europäischen Markt kommen. Den Auftakt bildet

die »XS37-5RZ«, eine 37-m-Autobetonpumpe mit starken Leistungsdaten.

»Blueline«

Mit der »XS37-5RZ« eröffnet

Schwing die Einführung der

neuen »Blueline«-Reihe im

europäischen Markt. Ziel ist es,

eine technisch solide, servicegestützte

Lösung im Standardspektrum

der 37-m-Klasse

anzubieten. Weitere Maschinen

mit anderen Reichweiten folgen.

Mit seiner »Blueline« richtet Schwing den Blick

auf eine wirtschaftliche Lösung im Standardsortiment,

ohne dabei auf bewährte Sicherheits-

und Servicekonzepte zu verzichten. Die Baureihe

ist laut Hersteller auf zuverlässigen Betrieb, einfache

Bedienung und flexible Einsatzmöglichkeiten

auf unterschiedlich strukturierten Baustellen ausgelegt.

Die »XS37-5RZ« ist mit einer S-Rohr-Betonventiltechnik

ausgestattet und arbeitet mit einem

offenen Hydrauliksystem. Zur Leistungsübersicht:

Das Modell verfügt über eine maximale Fördermenge

von 165 m³/h, einen Förderdruck von bis zu

85 bar sowie eine maximale Hubzahl von 26 1/min.

Die Kombination aus Fördermenge und -druck positioniert

die Maschine im typischen Leistungsbereich

urbaner Hoch- und Ingenieurbauprojekte.

Bewährtes S-Rohr-Ventil

Bereits im Jahr 1960 meldete Friedrich Wilhelm

Schwing das sogenannte S-Rohr als Ausprägung

einer Rohrweichenpumpe zum Patent an. Das

schwenkbare Rohrstück im Einfülltrichter verbindet

abwechselnd einen der beiden Förderzylinder

mit der Betonförderleitung. Durch das Umschalten

nach jedem Kolbenhub entsteht ein nahezu kontinuierlicher

Betonfluss – ein Funktionsprinzip, das

bis heute in vielen Zweizylinder-Betonpumpen Anwendung

findet.

Fünfteiliger RZ-Verteilermast

Ausgestattet ist die Maschine mit einem fünfteiligen

RZ-Mast in DN-125-Förderleitungsdimension.

Die maximale Reichhöhe beträgt 36,1 m, während

die Ausfalthöhe 7 m beträgt. Die gewählte Faltungsart

ermöglicht laut Schwing kompakte Transportmaße

bei gleichzeitig hoher Flexibilität im Arbeitsbereich.

Teilabstützungssysteme, wie das »Partial

Support System«, ermöglichen einen sicheren

und effizienten Einsatz auch auf Baustellen mit

stark beengten Verhältnissen, etwa in innerstädtischen

Straßen, bei Nachbarbebauung oder eingeschränkten

Zufahrten. Statt alle Abstützungen vollständig

auszufahren, können einzelne Stützen verkürzt

oder in mehreren Stufen positioniert werden,

sodass die Pumpe trotz Hindernissen standsicher

10

April 2026

Zum Titel


arbeitet. Dadurch lassen sich deutlich mehr Aufstellpositionen

realisieren, was laut Hersteller

die Flexibilität erhöht, Wartezeiten und Umsetzvorgänge

reduziert und die Betonierleistung auf

schwierigen Baustellen spürbar verbessert.

SCHWING

Merkmal der »Blueline«

Ein wichtiger Punkt der neuen Baureihe ist die umfangreiche

Serienausstattung. Sie basiert auf einer

intensiven Auseinandersetzung mit den Anforderungen

und Rückmeldungen von Anwendern aus

dem praktischen Baustellenbetrieb und greift zugleich

auf Erfahrungen zurück, die Schwing über

Jahrzehnte in der Entwicklung und im Einsatz von

Betonpumpen gesammelt hat. Zur praxisorientierten

Ausstattung zählen mehrere Details, die den

täglichen Betrieb vereinfachen sollen. Eine Reinigungsöffnung

ermöglicht das Entnehmen des Reinigungsballs

ohne Demontage des letzten Rohrbogens.

Für die Reinigung wichtiger Komponenten steht ein

Hochdruckreiniger zur Verfügung, der das Spülen

der Beton führenden Bauteile direkt auf der Baustelle

unterstützt und so zu einer schnellen Wiederherstellung

der Einsatzbereitschaft beiträgt. Eine Zentralschmieranlage

versorgt relevante Schmierstellen

automatisch und trägt damit zur Reduzierung

von Wartungsaufwand sowie zur gleichmäßigen

Schmierung der mechanischen Komponenten bei.

Zusätzlich ist eine Rohrablage vorgesehen, die das

sichere Verstauen von Förderrohren und Zubehör

erleichtert. Ein Endschlauchsperrventil verhindert

das unkontrollierte Austreten von Beton bei Pumpenstillstand

und unterstützt einen gleichmäßigen

Betonfluss bei Wiederaufnahme des Pumpbetriebs.

Offener Hydraulikkreislauf

Der offene Hydraulikkreislauf bietet eine effektive

Kühlung des Hydrauliköls, da es nach dem Arbeitsprozess

in den Tank zurückgeführt wird und dort

Wärme abgeben kann. Gleichzeitig wird das gesamte

Öl im Rücklauf kontinuierlich gefiltert, wodurch

Abrieb und Schmutzpartikel zuverlässig entfernt

werden. Das sorgt für eine hohe Betriebssicherheit

und eine lange Lebensdauer der Hydraulikkomponenten.

Zudem können robuste und kostengünstige

Standardkomponenten eingesetzt werden, was Wartung

und Betrieb wirtschaftlicher macht. Unterstützt

wird der Einsatz der Maschine zudem durch das internationale

Servicenetz von Schwing, das Wartung,

Ersatzteilversorgung und technischen Support in vielen

Einsatzregionen ermöglicht.

NOx-Emissionen auch unter

hoher Dauerlast und bei realen Fahrbedingungen

zuverlässig niedrig gehalten, was langfristig die

Einsatzsicherheit in Umwelt- und Innenstadtzonen

stärkt. Gleichzeitig sind die schweren Baureihen

wie der Arocs auf sehr hohe Fahrgestell-Tragfähigkeiten,

mehrachsige Konfigurationen und Umbaufähigkeit

ausgelegt, sodass selbst extrem große Betonpumpen

mit bis zu rund 70 t technischer Chassis-Last

und komplexen Lenkachs-Kombinationen

realisiert werden können. Das Zusammenspiel aus

robuster Rahmenskonstruktion, hoher Achslastreserve

und einer auf anspruchsvolle Bauanwendungen

ausgelegten Antriebs- und Kühltechnik macht

diese Euro-6e-Fahrgestelle für Pumpenhersteller besonders

attraktiv, weil sie hohe Reichweite des Auslegers,

Stabilität im Betrieb und Einhaltung aktueller

Emissionsstandards in einem Paket kombinieren.

Auftakt einer neuen Baureihe

Die Blueline-Baureihe ergänzt das bestehende Portfolio

des Herstellers, das bislang vor allem durch

die Premium-Autobetonpumpen von Schwing geprägt

ist. Während diese auf ein Höchstmaß an Individualisierung,

technischer Ausstattung und Leistungsfähigkeit

ausgelegt sind, richtet sich die neue

Baureihe laut Hersteller an Kunden, die eine wirtschaftliche

und standardisierte Lösung für typische

Baustellenanwendungen suchen.

d

Ausgelegt ist die »Blueline«

auf hohe Zuverlässigkeit,

gute Bedienung und flexible

Einsatzmöglichkeiten.

Die Fahrgestellbasis

Mercedes-Benz-Fahrgestelle

mit Euro-6e-Norm bieten für

Autobetonpumpen mehrere

praxisrelevante Vorteile:

Durch die konsequent

weiterentwickelte

Abgasnachbehandlung

werden

Zum Titel April 2026 11


NAMEN & NEUIGKEITEN

Henrik de Koning wurde zum neuen

Head OEM Europe bei BKT Europe ernannt

BKT – Der Spezialist für Off-Highway-Reifen setzt mit der Ernennung von Henrik de Koning

zum Head OEM Europe & Key Account bei BKT Europe einen weiteren Schritt in Richtung

seiner Wachstumsstrategie für 2030. In dieser Position wird er laut Unternehmen die strategische

Präsenz von BKT im OE-Markt stärken und eine Schlüsselrolle dabei übernehmen, die

Kundenbeziehungen auf ein neues Niveau zu heben.

Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Off-Highway-Reifenindustrie bei führenden Unternehmen

der Branche und fundiertem Fachwissen im Agrarsegment tritt Henrik de Koning

nun bei BKT ein, um die Expansion der Gruppe im europäischen Erstausrüstungssektor voranzutreiben.

Darüber hinaus werden nach Ansicht von BKT seine umfassenden Kenntnisse im

Bereich Agrar- und OTR-Reifen »entscheidend dazu beitragen, die kontinuierliche Entwicklung

des Markts zu begleiten und Kundenanfragen mit einem maßgeschneiderten Ansatz zu begegnen«.

In einem Statement von Henrik de Koning heißt es: »Ich freue mich sehr, BKT in dieser

spannenden Phase seiner Entwicklung beizutreten. Ich bin tief beeindruckt von dem Weg, den

BKT bisher beschritten hat, und fühle

mich geehrt, dass ich einen Beitrag zu

seiner Wachstumsvision 2030 leisten

darf.« Er fährt fort: »Gemeinsam mit

dem BKT-Team und unseren bewährten

Partnern freue ich mich darauf, unsere

Präsenz in den Schlüsselmärkten Europas

weiter zu stärken.«

Henrik de Koning.

d

JOINT VENTURE

Bosch Rexroth unterzeichnet

Joint Venture mit Xi’an IF Intelligent Equipment

BOSCH REXROTH – Die beiden Unternehmen Bosch Rexroth und Xi’an IF Intelligent

Equipment planen, ihre Kräfte für die Entwicklung und den Vertrieb von elektromechanischen

Aktuatoren (EMA) für den Off-Highway-Weltmarkt zu bündeln.

Als Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnik ist Bosch Rexroth seit 1978 in China

tätig. Xi’an IF Intelligent Equipment, eine 2001 gegründete hundertprozentige Tochtergesellschaft

von Xi’an Huaou Transmission, ist hingegen auf die Herstellung und den Vertrieb

von Kugelgewindetrieben spezialisiert und fertigt auch elektromechanische Achsen. Die

Vereinbarung zur Gründung des Joint Ventures unter industrieller Führung von Bosch

Rexroth wurde im Januar in Xi’an unterzeichnet. Diese steht unter dem Vorbehalt der

Freigabe verschiedener internationaler Kartellbehörden sowie anderer staatlicher Stellen

in China. »Der Markt für elektromechanische Aktuatoren für Off-Highway-Fahrzeuge

entwickelt sich in China sehr schnell und bietet weltweit hohes Wachstumspotenzial. Wir

wollen in diesem Markt von Anfang an erfolgreich sein. Dafür benötigen wir eine schnelle

Produktentwicklung zu nachhaltig wettbewerbsfähigen Kosten. Von der Bündelung

unserer technischen und vertrieblichen Kompetenzen bei elektromechanischen Achsen

profitieren unsere Kunden und unsere jeweiligen Unternehmen«, sagt Steffen Haack,

Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. Xi’an IF Intelligent Equipment hat seine hohe

technische Kompetenz im Bereich Kugelgewindetriebe – der Schlüsselkomponente für

elektromechanische Aktuatoren – bereits unter Beweis gestellt. »Diese Zusammenarbeit

ist nicht nur eine strategische Partnerschaft zwischen zwei Unternehmen, sondern auch

eine klare Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse unserer Kunden. Zusammen mit Bosch

Rexroth bringen wir einen kraftvollen, intelligenten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten

Impuls in den weltweiten Off-Highway-Markt und wir wollen einen Meilenstein auf dem Weg

zu einer emissionsarmen Zukunft für mobile Anwendungen setzen.«

d

BKT

DYNAPAC

Sönke Demuth ist neuer

Director of Marketing

DYNAPAC – Kürzlich gab Dynapac die Ernennung

von Sönke Demuth zum neuen Director of Marketing

bekannt. In dieser Funktion soll er die strategische

Ausrichtung der Produkte verantworten

und die Marktpräsenz weiter stärken.

Sönke Demuth.

Sönke Demuth gilt als erfahrener Branchenexperte.

Er kam bereits während seines Universitätsstudiums

zu Dynapac und arbeitete zunächst als Entwicklungsingenieur

im Bereich Bohlen-Technologie. Anschließend

übernahm er Positionen als Product Manager

und zuletzt als Head of Product Management Paving,

wo er die Produktentwicklung laut Unternehmen

maßgeblich vorantrieb. Dabei setzte er wichtige

strategische Initiativen um, wie die Digitalisierung der

Straßenfertiger-Flotte, einschließlich Open Interface,

das neue Betriebssystems »Pave OS Pro« sowie das

»Nexus«-Jobsite-Management.

d

Nachhaltigere Energieund

Infrastrukturlösungen

LIEBHERR-COMPONENTS – Mit der Gründung

der Liebherr Energy Solutions GmbH erweitert

Liebherr das Portfolio im Bereich Digitalisierung

und nachhaltigeren Energiemanagements.

Das neue Unternehmen verbindet bestehende

Kernkompetenzen im Bereich von Energiespeichertechnologien

sowie Energieplanungs- und -management-Software.

Langfristig ist geplant, das Lösungsangebot

um Energiedienstleistungen zu erweitern.

Das innovative Lösungsportfolio soll den Energieverbrauch

sowie die CO₂-Emissionen auf Baustellen

weiter senken und die Elektrifizierung von Bau- und

Nutzfahrzeugen voranbringen. Liebherr Energy Solutions

geht aus dem Produktsegment Liebherr‐Komponenten

hervor und fokussiert sich auf Energiespeichertechnologien

sowie dazugehörige, eigens

entwickelte Softwarelösungen. Der mobile, batteriebasierte

Energiespeicher »Liduro Power Port«, kurz

»LPO«, dient einer stabilen und lokal emissionsfreien

Stromversorgung auf der gesamten Baustelle. d

12

April 2026

Namen & Neuigkeiten


Volvo CE stellt das Rokbak-Geschäft ein

VOLVO CE – ROKBAK – Aufgrund steigender Kosten und globaler Handelsherausforderungen

wird Volvo CE sein Geschäft mit Rokbak-Knickgelenk-Muldenkippern

einstellen und seine Ressourcen auf sein Portfolio an

anderen Transportlösungen konzentrieren. Seit mehr als vier Jahrzehnten

liefert Rokbak, ehemals Terex Trucks, zuverlässig Off-Highway-Knickgelenk-Dumper

an Kunden weltweit. Steigende Betriebs- und Lieferkettenkosten

in Verbindung mit globalen Handelsherausforderungen wie den

US-Zöllen haben jedoch die finanzielle Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt,

sodass ein Weiterbetrieb nicht mehr tragbar ist. Die Produktion

der Rokbak-Knickgelenk-Dumper wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte

des Jahres 2026 eingestellt, vorbehaltlich eines Konsultationsprozesses.

Das Rokbak-Geschäft wird eingestellt.

ROKBAK

Volvo CE setzt sich laut eigener Aussage nun für den anhaltenden Erfolg

der Kunden und Händlerpartner von Rokbak ein. Es werde eine engagierte

Unterstützung in Form eines Kernteams bereitgestellt – Kunden sowie Händler

sollen von diesem während der gesamten Übergangsphase und zukünftig

weiterhin Aftermarket-Dienstleistungen wie Ersatzteile, Vertrieb, technischen

Support und Schulungen erhalten. »Dies ist eine unglaublich schwierige Zeit für

unser gesamtes Unternehmen, unsere geschätzten Mitarbeiter sowie unsere

treuen Kunden und Partner«, sagt Rokbak-Geschäftsführer Paul Douglas. »Wir

sind äußerst dankbar für all die Unterstützung, die wir im Laufe der Jahre

erhalten haben. Unser Fokus liegt nun darauf, einen reibungslosen Übergang

zu gewährleisten, unserem fantastischen Team, unseren Kunden und Partnern

weiterhin Unterstützung zu bieten und unsere Verpflichtungen zu erfüllen.« Im

Jahr 2014 übernahm die Volvo Group die Offroad-Produktlinie von Terex Trucks

und gründete eine neue Sparte innerhalb von Volvo CE. Nach sieben Jahren

der Investition wurde die Marke Rokbak im September 2021 mit den Knickgelenk-Muldenkippern

»RA30« und »RA40« eingeführt. Seitdem überzeugen

die robusten Lkw laut Unternehmen auf anspruchsvollen Baustellen weltweit

durch zuverlässige und kraftstoffsparende Leistung. »Unsere Muldenkipper

werden in Schottland entwickelt und gebaut und sind geprägt von jahrzehntelanger

Erfahrung und Stolz«, fasst Paul zusammen. »Als wir die Marke Rokbak

auf den Markt brachten, war sie weltweit ein Erfolg und wurde begeistert

aufgenommen. Das macht es umso schwerer, unsere Pläne zur Schließung

des Geschäfts bekannt zu geben, aber trotz umfangreicher Bemühungen ist

der weitere Betrieb leider nicht mehr tragbar.« Die Schließung des Standorts

Rokbak steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses eines kollektiven Konsultationsverfahrens,

das voraussichtlich bis zum dritten Quartal abgeschlossen

sein wird. Volvo CE möchte laut eigener Aussage eng mit Gewerkschaften,

Regierungsvertretern und Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um einen

verantwortungsvollen und unterstützenden Übergang für die von dieser Entscheidung

betroffenen Mitarbeiter zu gewährleisten.

d

KRAFT, DIE PLATZ SPART.

Kompaktmaschinen für Profis

www.kiesel.net

Unsere Kompaktmaschinen und Anbaugeräte verbinden moderne

Assistenzsysteme, hohe Effizienz und präzises Handling in jeder

Situation. Dank breitem Portfolio, starken Marken und verlässlichem

Service erhalten Sie Lösungen, die Leistung und Wirtschaftlichkeit

ideal vereinen – vom ersten Einsatz an.

Namen & Neuigkeiten April 2026 13


Stefan Hartung übernimmt die Gebietsverkaufsleitung

für Ruthmann Holdings GmbH in Ostdeutschland

Kompletter Neubau

in Koblenz geplant.

RUTHMANN – Verstärkung für Ruthmann: Seit Februar ist Stefan Hartung als

Gebietsverkaufsleiter für Ostdeutschland bei der Ruthmann Holdings GmbH tätig.

Damit hat sich das Unternehmen einen erfahrenen Branchenkenner ins Boot geholt.

Der in Erfurt ansässige Vertriebsexperte verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Land- und

Baumaschinenvertrieb. Seine umfassende Marktkenntnis erstreckt sich über die Bundesländer

Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin-Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, wie

Ruthmann Holdings erklärt. In diesen Regionen ist Stefan Hartung nunmehr zentraler Ansprechpartner

für den Ruthmann-Kundenstamm. Zum Start im Februar wurde Stefan Hartung laut Aussage

des Unternehmens intensiv eingearbeitet und umfassend mit dem Produktportfolio, den internen

Prozessen sowie den Service- und Vertriebsstrukturen des Unternehmens vertraut gemacht. Jens

Westermann, Vertriebsleiter Deutschland bei Ruthmann, hierzu: »Mit Stefan Hartung verstärken

wir unser Vertriebsteam mit einem äußerst

erfahrenen Branchenkenner. Seine langjährige

Tätigkeit in den östlichen Bundesländern

und seine Nähe zum Markt sind eine wertvolle

Basis für die weitere Zusammenarbeit

mit unseren Kunden und Partnern.« Die

Ruthmann Holdings ist eine der führenden

Marken im Bereich der Hubarbeitsbühnen

und Teil der Time Manufacturing Company.

Zurückgreifen kann das Unternehmen auf

über 125 Jahre an Branchenerfahrung. d Stefan Hartung.

NEUER HÄNDLER

Zusätzliche Verstärkung: Axial Landtechnik

startet als neuer Hyundai-Händler in Ost-Österreich

HD HYUNDAI – Das 1991 gegründete Handelsunternehmen Axial Landtechnik mit neuer

5 000 m 2 großer Niederlassung in Bruck an der Leitha startet neben seinen umfangreichen

Aktivitäten im Landmaschinen-Sektor nun mit Hyundai Construction Equipment

eine eigene Business-Unit »Baumaschinen« unter Leitung von Yusuf Saykili.

Seit Februar ist Axial Landtechnik offizieller Händler für das gesamte Hyundai-CE-

Baumaschinenprogramm in den Regionen Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten

und Steiermark. Axial beschäftigt elf Mitarbeiter und ist ISO-9001-zertifiziert. »Mit

Hyundai Construction Equipment haben wir einen starken, technologisch führenden

Partner an unserer Seite. Unser Ziel ist es, die Marke Hyundai in Ost-Österreich nachhaltig

zu etablieren – mit hoher Servicequalität, Kundennähe und langfristigen Partnerschaften«,

so Yusuf Saykili, Divisionsleiter Baumaschinen. Ende Februar lud Axial

Landtechnik zudem zu den »Open Days« ein – eine ideale Gelegenheit, sich vor Ort über

das Hyundai-CE-Programm zu informieren, das Team persönlich kennenzulernen und

sich individuell beraten zu lassen, wie das Unternehmen mitteilt. Hyundai Construction

Equipment Europe zählt zu den wichtigsten und größten Baumaschinenherstellern am

europäischen Baumaschinenmarkt. Durch hohe Werksautomatisierung, ein Null-Toleranz-Qualitätskontrollsystem

und innovative Technik bietet das Unternehmen laut eigener

Aussage eine breite Palette von Baumaschinen an. »Für unseren Geschäftsbereich

Baumaschinen stellen wir schweres Gerät her, darunter Hydraulikbagger und Radlader.

In unserem Geschäftsbereich Material-Handling bieten wir eine breite Palette von Gabelstaplern

und Lagerausrüstungen an, um die ständig wachsenden Anforderungen unserer

Kunden zu erfüllen.« Ein weiterer wichtiger Faktor dürfte sein, dass Hyundai Construction

Equipment Europe seine Produkte über ein qualifiziertes Netz von über 140 Händlern in

mehr als 30 Ländern vertreiben kann und die Märkte damit breit abdeckt. Hinzu kommt,

dass HD Hyundai dadurch für die Anwender in greifbarer Nähe bleibt.

d

RUTHMANN

DAIMLER TRUCK

Daimler Truck investiert in

modernes Nutzfahrzeugzentrum

DAIMLER TRUCK – Auf dem bestehenden Gelände

des Nutzfahrzeugzentrums »Mercedes-Benz

Koblenz« entsteht ein vollständiger Neubau. Die

Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.

Kundenorientierung soll für Mercedes-Benz Trucks

an oberster Stelle stehen und ist laut eigener Aussage

der zentrale Baustein der Geschäftsfeldstrategie.

Dem Eigenvertrieb, auch als Own Retail bezeichnet,

kommt dabei aufgrund des direkten Kontakts zwischen

Unternehmen und Kunden eine wesentliche

Rolle zu. Investitionen in das Own-Retail-Netz sollen

dazu beitragen, den Serviceanteil und damit die Resilienz

von Mercedes-Benz Trucks zu steigern. Neben

neuen Standorten (München-Aschheim), Erweiterungen

bestehender Standorte (Würzburg) oder

Übernahmen bestehender Betriebe (Passau) gehört

auch das Nutzfahrzeugzentrum »Mercedes-Benz

Koblenz« zu den zentralen Own-Retail-Projekten:

Auf dem südlichen Teil des Geländes an der Friedrich-Mohr-Straße

entsteht ab Herbst ein kompletter

Neubau. Dafür wird das dortige Gebäude aus dem

Jahr 1963, das zuletzt als Logistikhalle genutzt wurde,

seit diesem Frühjahr zurückgebaut. Die eigentliche

Niederlassung auf dem nördlichen Geländeteil bleibt

bis zur Inbetriebnahme des Neubaus für Kunden

geöffnet. Auf rund 4 000 m 2 bebauter Grundfläche

sollen in Koblenz ab Anfang 2028 Vertrieb und

Service von Lkw der Marke Mercedes-Benz sowie

Service von Bussen der Marken Mercedes-Benz

und Setra angeboten werden. Das neue Nutzfahrzeugzentrum

wird zudem ein zentraler Anlaufpunkt

für das Finanzdienstleistungsgeschäft von Daimler

Truck Financial Services Deutschland (DTFSD) und

Mietstützpunkt für CharterWay-Fahrzeuge. Stina

Fagerman, Leiterin Marketing, Vertrieb und Services

Mercedes-Benz Trucks: »Das Lkw-Geschäft ist von

hoher Komplexität, intensivem Beratungsbedarf und

starken Kundenbeziehungen geprägt. Über unsere

konzerneigenen Handelsbetriebe und Standorte

pflegen wir einen engen Dialog mit unseren Kunden

und entwickeln Produkte wie Services kontinuierlich

weiter. Wir planen, unser Own-Retail-Netz bis 2030

um über 60 Prozent auszubauen.«

d

14

April 2026

Namen & Neuigkeiten


Neuer Vertriebsleiter bei Rädlinger Maschinenbau

soll Kunden- und Prozessfokus stärken

Peter Schrader.

RÄDLINGER– Mit Ralf Haberl erweitert Rädlinger Maschinenbau die Vertriebsorganisation

und stärkt die Verzahnung von Vertrieb, Konstruktion und Fertigung – als Basis für schnellere,

anwendungsnahe Lösungen, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

Ralf Haberl ist neuer Taktgeber im Vertrieb bei der Rädlinger Maschinenbau GmbH: Der

46-Jährige hat es sich zum Ziel gesetzt, die Rolle des Unternehmens als Problemlöser für

Endkunden weiter auszubauen. »Wir haben ein sehr breites und tiefes Portfolio, in dem unterschiedliche

Anbaugeräte ideal zusammenspielen – genau das, was die Branche aktuell benötigt.

Diese Lösungen möchte ich unseren Kunden stärker präsentieren«, erklärt er sein Ziel für das

bayerische Unternehmen. Als Vertriebsleiter ist er zuständig für den gesamten Vertrieb des

Unternehmens und Bindeglied zwischen Geschäftsbereichsleitung und Innen- wie Außendienst.

Ralf Haberl bringt Führungserfahrung aus anderen

Branchen mit zu Rädlinger: »Aus meinem bisherigen

Werdegang nehme ich drei zentrale Punkte

mit: konsequente Kundenorientierung, ein klares

Verständnis von Kosten- und Preislogik sowie den

Anspruch, Vertrieb, Technik und Fertigung als eine

Einheit zu denken. Ich habe die Baumaschinenbranche

als anwendungsnah und partnerschaftlich

kennengelernt. Besonders fasziniert mich die

Verbindung aus Hightech und robuster Mechanik –

massiver Stahl, der digital millimetergenau gesteuert

wird«, beschreibt Haberl seine Eindrücke. d

RÄDLINGER

Ralf Haberl.

Kobelco eröffnet europäische Zentrale

samt Technologiezentrum in Lelystad

KOBELCO – Der Baumaschinenhersteller Kobelco erreicht mit der offiziellen Eröffnung

seines neuen europäischen Hauptsitzes und Technologiezentrums in Lelystad einen weiteren

wichtigen Meilenstein. Die feierliche Veranstaltung Ende Januar würdigte nicht nur die

Fertigstellung einer hochmodernen Anlage, sondern auch das langfristige Engagement von

Kobelco für Innovation, Zusammenarbeit und nachhaltiges Wachstum in Europa.

An der Eröffnungsfeier nahmen rund 70 VIP-Gäste teil, darunter Vertreter des Bauunternehmens

und des Architekten, wichtige Partner von Kobelco, benachbarte Unternehmen und regionale

Interessengruppen. Unter den hochrangigen Teilnehmern befanden sich Repräsentanten

der Provinz Flevoland und die Bürgermeisterin von Lelystad, Mieke Baltus, was die starke lokale

und regionale Unterstützung für den neuen Hauptsitz unterstreicht. Darüber hinaus nahmen alle

Mitarbeiter von KCME an der Veranstaltung teil, gemeinsam mit einer Gruppe von rund 147 Kobelco-Händlern

aus ganz Europa, was die Veranstaltung laut Kobelco zu einem wahrhaft internationalen

Treffen machte. Makoto Kato, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer bei KCME, eröffnete

die Veranstaltung mit einem Einblick in die Entwicklung des Unternehmens und bedankte sich bei

den Mitarbeitern, Partnern und Interessengruppen, die zum Erfolg der europäischen Organisation

beigetragen haben. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der neuen Anlage als Grundlage

für die nächste Wachstumsphase. Die Eröffnung in Lelystad dürfte damit auch Sinnbild für die

Zukunft sein: Man geht die Zukunft an und setzt dabei auf langfristig gedachte Ziele. Christa de

Kemp, Geschäftsführerin von Dujat, betonte in ihrer Rede die Bedeutung der starken japanisch-europäischen

Geschäftsbeziehungen und die positiven Auswirkungen der Investition von Kobelco auf

die niederländische und europäische Industrielandschaft. Die Eröffnung stellt laut Aussage des

Unternehmens eine bedeutende Investition in die Zukunft dar. Sie unterstreiche das Engagement

von Kobelco für seine Partner, Händler und Mitarbeiter und stärke gleichzeitig seine Position auf

dem europäischen Markt.

d

ANDREAS GEBERT

Peter Schrader ist neuer Leiter

der strategischen Geschäftseinheit

ZEPPELIN RENTAL – Seit Februar hat Peter

Schrader, seit über 20 Jahren Geschäftsführer der

deutschen Zeppelin Rental GmbH, zusätzlich die

Leitung der strategischen Geschäftseinheit Rental

des Zeppelin-Konzerns übernommen. Er folgt in

dieser Position auf Arne Severin, der den Zeppelin-Konzern

auf eigenen Wunsch verlassen hat.

In einem Statement heißt es: »Peter Schrader genießt

unser volles Vertrauen«, so Matthias Benz, Vorsitzender

der Geschäftsführung des Zeppelin-Konzerns

und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zeppelin Rental

GmbH. »Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung

wird er die strategische Geschäftseinheit Rental auch

in einem herausfordernden europäischen Marktumfeld

zukunftssicher aufstellen. Im Fokus stehen die

noch stärkere Zusammenführung der internationalen

Geschäftstätigkeiten unter Berücksichtigung der

länderspezifischen Besonderheiten sowie die Harmonisierung

von Prozessen für weiteres profitables

Wachstum.« In der strategischen Geschäftseinheit

Rental bündelt der Zeppelin-Konzern alle Aktivitäten

in der Maschinen- und Gerätevermietung, der temporären

Infrastruktur sowie der Baulogistik in den

Märkten Deutschland, Österreich, Tschechien, der

Slowakei, Dänemark, Schweden, Norwegen und den

Niederlanden. Peter Schrader ist seit über 35 Jahren

in verschiedenen Positionen im Konzern tätig. Über

Stationen als Verkaufs- und Niederlassungsleiter,

Vertriebsdirektor und Generaldirektor für Russland

und Gesamtverantwortlicher für die CIS-Staaten

leitete er ab 2003 den Zeppelin-Mietservice und

wurde ein Jahr später zum Geschäftsführer der neu

gegründeten MVS Zeppelin GmbH & Co. KG, der heutigen

Zeppelin Rental GmbH, ernannt. »Ich freue mich

sehr auf die erweiterte Aufgabe und nehme sie mit

einer großen Portion Motivation und Leidenschaft

an«, so Peter Schrader. »Vielen Dank für die Bestätigung

und die Wertschätzung. Gemeinsam mit

der Geschäftsleitung und dem Management-Team

arbeiten wir bereits intensiv an internen Weiterentwicklungen.«

d

Namen & Neuigkeiten April 2026 15


BAU

GEFLÜSTER

Künstliche Intelligenz –

ein menschlicher Denkfehler

Willkommen im Zeitalter der

künstlichen Intelligenz (KI) –

der wohlgemerkt vierten industriellen

Revolution, die in

immer mehr Bereichen das

Steuer übernimmt und den Menschen vom

Fahrersitz auf die Rücksitzbank verbannt. Von

dort aus bleibt ihm nur übrig zu beobachten,

mit welch wahnwitzig hoher Geschwindigkeit es auf der

linken Spur vorwärtsgeht – und das öfter mal in die falsche

Richtung. Da stellt sich mir die Frage: Hat hier

wirklich niemand das Kleingedruckte gelesen!?

Die Devise lautet: Noch mehr (von allem)

Eine Klarstellung vorweg: KI ist ein wahrer Gamechanger.

Wir erleben den Aufstieg einer weiteren Technologie,

welche die Menschheitsgeschichte maßgeblich verändert.

Denn bereits die Zielsetzung von »Industry 4.0«

war die Vernetzung und Automatisierung aller Dinge.

Und jetzt kommt auch noch künstliche Intelligenz dazu,

die nunmehr fünfte industrielle Revolution, auch »Industry

5.0« genannt. Einher geht das für die Bauwirtschaft

mit flächendeckender Digitalisierung, der Vernetzung

(IoT), selbstlernenden Systemen sowie der Verwendung

KI-gesteuerter Produktion. Für die Baubranche

heißt das: Echtzeitüberwachung, Remote-Zugang,

automatisierte Analyse, Anpassung und Kontrolle, Bürokratieabbau

sowie die Nutzung autonomer bzw. teilautonomer

Maschinen. Letztlich soll KI dazu beitragen,

dass die Produktivität (noch mehr)

erhöht, Fehler- und Nachtragungsquoten

(noch mehr) verringert, (noch

mehr) Planungssicherheit geschaffen

und der Mensch (noch mehr)

entlastet wird – zeitlich, physisch,

aber auch finanziell. Kurz und

knapp: KI ist spitze! Wäre da nur

nicht dieses nervige »Aber«!

Denn, gerade bei generativer

Dan Windhorst

KI, die neue Inhalte wie Texte, Softwarecodes

oder Bilder erstellt und der breiten Öffentlichkeit

zugänglich ist, hat sich ein markanter

Fehlgedanke eingeschlichen. Überspitzt lässt

sich behaupten, dass der Mensch gerade dabei

ist, seinen Kopf auf »Auto-Pilot« zu stellen,

indem er seine Frage an einen Chatbot richtet

und die generierte Lösung nicht zu hinterfragen

scheint. Das Problem ist, egal was du fragst, die KI

hat immer eine Antwort parat. Und bevor die KI nichts

sagt, lügt sie lieber. Was viele nicht wissen: Die am häufigsten

verwendeten Chatbots am Markt greifen auf eine

veraltete Datenbank zurück. Darüber hinaus ist das Wissen,

auf das sie zugreifen, fehlerhaft.

KI ist nicht immer gleich KI

Letztlich überlassen wir das Finden von Wahrheiten einem

heillos überforderten Taschenrechner. Deswegen

sollte das erste Gesetz im Umgang mit KI lauten: »Wisse

mehr über das Thema als die KI selbst!« Gerade mit Blick

auf die Baubranche muss man differenzieren: Der Einsatz

KI-basierter Telematik, mitdenkender Assistenzsysteme,

von Building Information Modeling (BIM), smarter

Dokumentenanalyse, autonomer Roboter, KI-optimierter

Baustellenlogistik und Risikobewertung sowie intelligenter

Wartungsanalyse basiert im weitesten

Sinne auf »Private AI«, einer

internen künstlichen Intelligenz,

die in einem geschlossenen System

geschaffen wurde. Die Unternehmen

greifen dabei auf Daten innerhalb

der eigenen Sicherheitsarchitektur zurück. Anders

bei Systemen wie Gemini AI oder ChatGPT. Sie nutzen

Sprachmodelle (LLMs), sprich, sie wurden auf riesige

Datenmengen an Texten trainiert, die sich z. B. aus Büchern,

Artikeln und Web-Einträgen zusammensetzen.

Und jetzt folgt das Negativbeispiel: Um meinen Beitrag

»Wisse mehr

über das Thema

als die KI selbst!«

zur neu entwickelten Planierraupe von Liebherr zu verfassen,

bedarf es mitunter tagelanger Recherchearbeit.

16 April 2026

bauMagazin Kolumne


Ich rufe das Entwicklerteam an, spreche mit Konstrukteuren,

dem Marketing und Anwendern. Ich grabe mich

mühselig durch Datenblätter, um vom hydro statischen

Antrieb über das Kettenlaufwerk bis hin zum Heckaufreißer

in Erfahrung zu bringen, welche Informationen

meine Leser wirklich brauchen. Mit der Nutzung von

Chatbots gelingt mir die Texterstellung in unter drei Minuten

– selbst zu recherchieren, zu schreiben, zu korrigieren

und zu setzen kann im Gegenzug drei Tage beanspruchen.

Das Presseglück in die Hände eines »Toasters« legen

Man könnte also sagen: Journalismus ohne Journalisten

wäre endlich mal effizient. Und den Texterstellern

aus der PR-Abteilung ergeht es nicht anders. Hohe Kosten,

langwierige Freigabeprozesse – das ist nervig und

zuweilen hochunproduktiv, weshalb immer mehr Unternehmen

auf den teuren PR-Texter verzichten und

ihr Marketing- und Presseglück stattdessen in die Hände

eines smarten »Toasters« legen, der zwar keine Ahnung

von »Richtig« und »Falsch« hat, dir das Gegenteil

aber gut vorgaukeln kann. Die Folge des KI-Wandels

ist, zumindest bislang, dass wir bequem werden

und uns Stichhaltigkeit aufgrund von selbstauferlegtem

Zeit- und Kostendruck nicht mehr leisten wollen.

Noch stecken wir in den KI-Kinderschuhen. Aktuell ist

es so naheliegend, KI-Bots als Ideengeber, als Kreativwerkzeug

oder als Arbeitswerkzeug zu nutzen. Aber die

Befürchtung ist, dass wir die Gefahr verkennen, dass

KI die Wahrheit verwässert und in Zukunft auf immer

mehr falsche Informationen zurückgreift, die sie selbst

in Umlauf gebracht hat. Ein Hoffnungsschimmer ist,

dass es bei der aktuellen Vernetzung und Automatisierung

aller Dinge nicht bleiben wird. Mit dem nahenden

Übergang zu »Industry 5.0« werden wir die Zusammenarbeit

von Mensch und Maschine erleben, eine KI-Kollaboration,

bei der KI-gesteuerte Roboter menschliche

Tätigkeiten ergänzen, statt sie blindlings zu ersetzen.

Eine wichtige Frage bleibt jedoch, ob wir uns bis dahin

nicht längst unser persönliches Wissen durch KI verfälscht

haben.

Hatten wir das nicht schon mal?!

Eine zutiefst beunruhigende Tatsache ist in diesem Zusammenhang,

dass uns das nicht zum ersten Mal passiert.

Erinnern Sie sich noch an Brockhaus? Das waren

diese klobigen, verstaubten Enzyklopädien, die man

sowohl bei denen im Bücherschrank fand, die sich Intellektuelle

schimpften, als auch bei jenen, die das gern

gewesen wären. Und dann kam das Internet. Innerhalb

weniger Jahre entwickelte sich Wikipedia zum größten

Nachschlagewerk der Welt – ein kollaboratives Machwerk,

das von freiwilligen Autoren geschrieben, bearbeitet

und aktualisiert wird. Und obwohl Wikipedia

heute durchaus kluge Kontrollsysteme verwendet, war

die Gefahr groß, dass Wissen verfälscht wird. In Zeiten

von »ich google das mal kurz«

gab es fortan immer eine Antwort

auf unsere Fragen. Aber

nur wenige haben den Wahrheitsgehalt

hinterfragt. Zugegeben,

es hat zum Glück nicht

lange gedauert, bis Dozenten ihren Studierenden verboten

hatten, Wikipedia als seriöse Quelle zu verwenden,

und auch in der breiten Masse setzte sich die Gewissheit

durch, dass nicht alles, was im Internet steht,

auch wirklich der Wahrheit entspricht. Und plötzlich

stehen wir beim Einsatz von KI (mal wieder) vor dem

identischen Problem. Natürlich könnte man jetzt sagen,

dass es der Menschheit doch bitte schön zumutbar

sei, dass sie KI-Informationen kritisch beleuchtet. Das

Problem ist nur: Wen sollen wir in Zukunft nach der

Wahrheit fragen? Haben Sie noch Ihre Brockhaus-Enzyklopädie

im Haus? Abschließend will ich es mal mit

den Worten eines »Terminator«-Cineasten versuchen:

Ganz ehrlich? Wir hätten »Cyberdyne Systems« verdammt

noch mal daran hindern sollen, »Skynet« wirklich

anzuschalten...

»Wen sollen wir in

Zukunft nach der

Wahrheit fragen?«

d

bauMagazin Kolumne April 2026

17


IM BLICKPUNKT

»Das Coreum-Konzept

basiert auf Zuhören«

COREUM – Auf dem Papier ist das Coreum ein Treffpunkt für die Bau-, Materialumschlag-

und Recyclingbranche. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir es in

Stockstadt am Rhein mit einem millionenschweren Großprojekt zu tun haben, für

das es in Europa nichts Vergleichbares gibt. Auf knapp 120 000 m 2 Fläche lassen

sich 365 Tage im Jahr Hunderte Exponate vor Ort testen, Anwendertrainings

abhalten und Veranstaltungen besuchen, die branchenübergreifendes Netzwerken

ermöglichen. Nicht zu vergessen: ein hauseigenes Hotel, riesige Seminarräume,

voll ausgestattete Werkstätten, eine weitläufige Expo-Halle, 50 feste Partnerschaften

und ein 572 m 3 fassender »Inhouse-Sandkasten«, in dem sogar ein haushoher

50-t-Kettenbagger Platz finden würde. Das alles wirkt gewaltig – und das ist es

auch. Mittlerweile ist die feierliche Eröffnung des Coreums knapp acht Jahre her.

Und im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Björn Hickmann und Kathrin

Kiesel stellte sich die Frage: »Ist der Plan wirklich aufgegangen?«

Viel Platz zum »Austoben«: Auf über

120 000 m 2 Fläche bietet das Coreum

Hunderte Exponate, Seminarräume, ein

Hotel, eine Expo-Halle sowie Werkstätten

und einen riesigen Inhouse-Sandkasten.

Dan Windhorst

Zu den Praxistagen stellen die 50 Partner

ihre neuesten Lösungen im Coreum vor.

Zur Wahrheit gehört: In den Anfängen klang die

Vision vom Coreum ein Stück weit nach Größenwahn.

Ein riesiges Kompetenz- und Erlebniszentrum

für Baumaschinen und Bauprozesse, das

365 Tage im Jahr geöffnet hat – und das mitten in

Deutschland. Mit Blick auf die beachtlichen Umsatz-

und Besucherzahlen wollte das bauMAGAZIN

erfahren, was das Coreum letztlich so erfolgreich

macht. Wir wollten wissen: Was hat den Ausschlag

dafür gegeben, dass sich diese professionelle »Spielwiese«

für Maschinen und Technik derart stark halten

kann?

»Im Coreum gibt es eine Sache, die man hier

ganz sicher nicht findet: ein Schild, auf dem ›Bit-

te nicht anfassen‹ steht«, so Björn Hickmann. Im

Mittelpunkt des Konzepts stehe, dass jedermann

die Maschinen und Technik direkt vor Ort erleben

und testen kann. »Aus Erfahrung wissen wir, dass

ein Maschinist oder Bauunternehmer die Praxis

braucht: Um herauszufinden, wie sich Arbeitsprozesse

durch neue Technik und Verfahren weit effizienter

gestalten lassen, muss man die Dinge selbst erleben

– und genau dafür haben wir das Coreum aus

dem Boden gestampft«, wie Kathrin Kiesel anfügt.

Was auf der »Tageskarte« steht

Im Repertoire hat das Coreum seit seiner Gründung

das »365«-Format: Das ganze Jahr über können

18

April 2026

Im Blickpunkt


COREUM

sich Interessierte kostenlos anmelden und das Gelände

erkunden – mit allen Maschinen und allen

Geräten, die von den insgesamt 50 Partnern permanent

im Expo-Park ausgestellt werden. Hinzu

kommt, dass das »Bitte nicht anfassen«-Schild tatsächlich

nicht existiert: Man darf testen – und deshalb

lässt sich das Coreum auch nicht nur als Informationszentrum,

sondern vielmehr als Erlebniswelt

begreifen. »Mit ›365‹ haben wir ein Format

gefunden, das sehr gut angenommen wird: Unterschiedlichste

Firmen nehmen das in Anspruch –

vom kleinen Zweimann-Betrieb über Mittelständler

bis zum Großkonzern. Sie alle wollen gleichermaßen

wissen, wie sich die Maschine oder das Gerät

unter realistischen Einsatzbedingungen verhält.

›365‹ hat sich dadurch wirklich positiv entwickelt«,

wie Kathrin Kiesel klarstellt. »Ein Beispiel: Vor wenigen

Tagen war ein Baumaschinenhändler vor Ort,

um sich digitale Lösungen anzuschauen, sich beraten

zu lassen und die Systeme auszuprobieren.«

Gleichzeitig müsse man das Coreum als Treffpunkt

für die eigenen Events begreifen, beispielsweise für

die jährlich stattfindenden »Praxistage«, an denen

die Branche in Stockstadt zusammenfindet, um innovative

Neuentwicklungen aufzuzeigen. Flankiert

werde das mit der alle zwei Jahre stattfindenden

»Zukunftskonferenz«: Neben Impulsvorträgen, die

sich beispielsweise mit aktuellen Themen wie der

Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Elektrifizierung

befassen, lässt sich das, worüber auf der Bühne

philosophiert wird, direkt im Anschluss im Freigelände

ausprobieren. »Das war von Beginn an ein

Eckpfeiler für uns: Wir wollten alte

Muster aufbrechen und einen Ort

schaffen, wo Theorie und Praxis knallhart

aufeinandertreffen«, sagt Björn Hickmann.

Er fügt an: »Und dieses Konzept wird angenommen.

Seit mittlerweile acht Jahren verzeichnen

wir starke Besucherzahlen – im vergangenen

Jahr hatten wir rund 20 000 Besucher im Coreum.«

Akademie mit hohem Zulauf

Seit Jahren profitiert das Coreum allerdings auch

von guter Akademie-Arbeit. Die Rede ist von praxisnaher

Weiterbildung: »Die Idee für unsere Akademie

ist, dass wir neueste Technik, echte Maschinenpower

und Expertenwissen aufeinanderprallen

COREUM (4)

Bitte nicht

anfassen!

Im Coreum ist das Schild

»Bitte nicht anfassen«

ganz sicher nicht zu finden:

Das Konzept basiert darauf,

Maschinen, Technik und Geräte

direkt vor Ort auszuprobieren.

Mehr Anwendernähe

geht nicht: Die Akademie

vermittelt Theorie praxisnah

direkt an der Maschine.

Im Blickpunkt April 2026 19


IM BLICKPUNKT

120 000

Quadratmeter

Auf knapp 120 000 m 2 Fläche

lassen sich 365 Tage im Jahr

Hunderte Exponate vor Ort

testen, Anwendertrainings

abhalten und Veranstaltungen

besuchen, die branchenübergreifendes

Netzwerken ermöglichen.

Im Training durfte bauMAGAZIN-

Redakteur Thomas Seibold sein Können

im Abbruchbagger »KMC600« von KTEG

unter Beweis stellen – eine Maschine, die

bis zu 86 t mit sich bringen kann.

lassen. Wir bieten Trainings für jedermann an –

vom Maschinisten, Mechaniker und Servicearbeiter

über den Polier bis zum Geschäftsführer«, so Björn

Hickmann. Im vergangenen Jahr verzeichnete die

Akademie laut Kathrin Kiesel über 2 000 Teilnehmer:

»Durch die vielen Rückmeldungen der Teilnehmer

wissen wir: Die Mischung macht's. Unsere Ausbilder

kommen selbst aus der Praxis und können neben

unserem modernen Schulungszentrum auf einen

Maschinenpark zurückgreifen, der aus über zwölf

verschiedenen Themenwelten und Aktionsflächen

besteht.« Tatsächlich gelingt es der Akademie, jede

Theorieeinheit mit einer kräftigen Praxisnote zu

»würzen«. Und seien wir mal ehrlich: Über einen

Bagger, ein Anbaugerät oder digitale Tools zu philosophieren,

ist etwas anderes, als diese auch tatsächlich

unter realistischen Einsatzbedingungen vor Ort

zu testen. »Unabhängig davon, ob wir nun von einem

Event, einem Training, den ›Praxistagen‹ oder

einem Rundgang sprechen: Wichtig ist, dass die Besucher

wiederkommen – und das tun sie«, wie Kathrin

Kiesel klarstellt. »Das begründet sich zum einem

im Coreum selbst, zum anderen aber auch stark in

den Partnern und der Veranstaltungsvielfalt. Wir

bilden eine breite Palette an Themen und Lösungen

aus der Branche ab. Die größte Stärke im Coreum

ist aus meiner Sicht aber das Wohlfühlen: Man

wird mit einem freundlichen Lächeln empfangen,

man kümmert sich und schafft eine glaubwürdige

und angenehme Atmosphäre.«

Existiert ein Zehn-Jahres-Plan?

Auf die Frage hin, ob es weitere Pläne für das Coreum

gibt oder ob das Projekt an sich abgeschlossen

sei, antworteten die beiden Geschäftsführer

mit einem großen Lächeln: »Ich glaube, die Arbeit

wird uns so schnell nicht ausgehen. Das Coreum

hat im Grunde gerade erst angefangen«, so

DAN WINDHORST

DAN WINDHORST

Kathrin Kiesel. »Die Zukunft ist geplant: Wir halten

an unserer Zielsetzung ›2030‹ fest – das beinhaltet

weitere Partner und die Erweiterung unserer

Themenwelt durch mineralisches Recycling sowie

Transport und Mobilität. Wir möchten diese Teilbereiche

in Zukunft im Coreum abbilden, um eine

realistische Kreislaufwirtschaft aufzuzeigen«,

ergänzte Hickmann. Mut dürfte in diesem Zusammenhang

auch machen, dass die Branche offenbar

explizit nach Orten wie dem Coreum sucht. »Dadurch,

dass wir so anwendernah arbeiten, erhalten

wir direktes Feed back und wissen, dass gerade

Bauunternehmer und Maschinisten keine nett klingende

Produktbroschüre brauchen: Sie wollen die

Maschinen und Geräte live vor Ort erleben und genau

wissen, worauf sie sich da einlassen«, so Kathrin

Kiesel. »Und das ist gerade in unsicheren Zeiten

ein zentraler Faktor«, wie Hickmann ergänzt. »In

den vergangenen Jahren musste die Baubranche

durchaus Federn lassen, weshalb die Betriebe ganz

genau hingeschaut haben, wenn es um die Investitionen

in neue Technik ging. Wir erleben im Coreum,

dass sich die Unternehmen für die Zukunft wappnen.«

Festzumachen sei das an zwei Dingen: Zum

20

April 2026

Im Blickpunkt


COREUM

einen werde in den Trainings der Akademie explizit

nach State-of-the-Art-Lösungen gefragt, um die

Produktivität des eigenen Fuhrparks bei möglichst

hoher Kosteneffizienz zu steigern. Zum anderen investiere

man in das eigene Personal, um die eigenen

Fachkräfte aus- und weiterzubilden.

Zum Stand der Dinge

Im Gespräch mit der Geschäftsführung wurde klar,

dass die Weichen für das Coreum gestellt sind. Die

Events sind gut besucht, die vorhandenen Partnerschaften

gefestigt und auch die Akademie wächst

von Jahr zu Jahr. Kurzum: Das Coreum funktioniert.

»Was man in diesem Zusammenhang aber

nicht vergessen darf: Auch wir müssen uns ständig

weiterentwickeln. Das Coreum basiert auf ›Zuhören‹

und passt sich der Marktentwicklung und

den Anforderungen an, die unsere Besucher an uns

stellen«, sagt Kathrin Kiesel. Aktuell erlebt die Bau-

und Baumaschinenbranche einen Aufwind. Aus

den Gesamtzahlen des Baujahrs 2025 ist ersichtlich,

dass die Bauwirtschaft erstmals nach fünf Jahren

wieder ein solides Umsatzplus von (preisbereinigt)

2,5 Prozent verzeichnet hat. Das bekommt natürlich

auch das Coreum zu spüren. »Die Auftragslage

der Unternehmen ist gut. Wir spüren, dass die

Branche wieder stärker in Bewegung gerät und das

Coreum gezielt ansteuert, um sich über das eigene

Entwicklungspotenzial sowie technische Neuerungen

zu informieren«, wie Björn Hickmann abschließend

zusammenfasst.

d

Der Inhouse-Sandkasten

bietet genug Platz, um selbst

schweres Gerät auszutesten.

Björn Hickmann und

Kathrin Kiesel,

Geschäftsführer der

Coreum GmbH.

Im Blickpunkt April 2026 21


1

GALABAU & KOMMUNAL

Arbeiten in beengten

Räumen oder entlang von

Wegen stellt durch die große

Flexibilität des Baggerarms

kein Problem dar.

HOLP (2)

»RotoTop«:

Schnell und leistungsstark

HOLP – Das richtige Equipment ist entscheidend – auch

und gerade beim Bagger. Jan Sauter, Geschäftsführer der

Froschkönig Gärten, rüstet seit 2016 beispielsweise alle

neuen Bagger direkt mit dem »RotoTop« von Holp aus, um

die Arbeitsleistung zu erhöhen und um sicherzustellen, dass

seine Bagger schnell, präzise und zuverlässig arbeiten können.

Flexibilität

Mit »RotoTop« verfügt der

Bagger über hohe Flexibilität

– ebenso ist sicheres, schnelles

und effizientes Arbeiten möglich.

Das Gartenbauunternehmen

Froschkönig Gärten in Emmendingen

besteht bereits in

der dritten Generation und bietet

nicht nur die komplette Gestaltung

von Gärten, sondern

auch den Bau von Schwimmteichen,

die Pflege von Grünanlagen

und Arbeiten zur Renaturierung

von Flächen an. Dabei werden

die Projekte aus einer Hand

komplett geplant und auch umgesetzt:

Dazu gehören neben allen

Gestaltungs- und Pflanzarbeiten

auch das Erstellen von

Terrassen, Treppen, Pflasterflächen,

Teichen und Natursteinmauern

ebenso wie der Einbau

von automatischen Bewässerungssystemen

und individuellen

Beleuchtungskonzepten.

Auf Präzision setzen

Es liegt auf der Hand, dass einige

dieser Arbeiten mit viel Handarbeit

und Fingerspitzengefühl

umgesetzt werden müssen, da

sie nicht von Maschinen übernommen

werden können. Somit

ergibt es Sinn, wenn schwere Erdarbeiten

wie das Planieren und

Modellieren von Flächen und Abhängen

oder das Setzen von Steinen

durch die präzise Arbeit des

Baggers erledigt werden können,

sodass sich Mitarbeiter auf andere

Aufgaben konzentrieren kön-

Die großen Bewegungsmöglichkeiten nützen auch in schwierigen

Situationen wie über Begrenzungen hinweg oder an Steigungen.

nen. Daher hat Jan Sauter alle seine

Bagger von Bobcat, die in den

Gewichtsklassen zwischen 1 und

9 t liegen, mit einem »RotoTop«

ausgestattet. Der »E80« stammt

dabei aus dem Jahr 2016, sodass

Sauter inzwischen gut neun Jahre

Erfahrung mit dem Drehantrieb

von Holp hat. Schon vor mehr als

zehn Jahren ist Jan Sauter auf einer

GaLaBau-Messe auf den »Rototop«

gestoßen und hat sich seinerzeit

von Günter Holp die Idee

der Endlosdrehung und der damit

verbundenen Flexibilität

22

April 2026

GaLaBau & Kommunal


erklären lassen. Danach verging

noch einige Zeit, bis er 2016 den

ersten Bagger mit »RotoTop« ausstattete.

Hohe Flexibilität

Ein Vorteil dürfte sicherlich sein,

dass die Anbaugeräte durch die

endlose Drehung hohe Flexibilität

schaffen, ohne dass das Gerät

zu hoch aufbaut oder der Bagger

an Leistung verliert. »Wenn wir

noch mehr Bewegungsmöglichkeiten

brauchen, was sehr selten

der Fall ist, dann nehmen wir

einfach einen Schwenklöffel mit

seiner Tiltfunktion dazu«, so Sauter.

Durch den »RotoTop« könne

man viel leichter planieren, da

die Schaufel drehe und damit von

sich wegarbeite. Ähnliches gilt

für das Ziehen von Gräben für die

Be- und Entwässerung und die Erstellung

von Drainagen: Hier sei

es oft nötig, seitwärts vom Bagger

zu arbeiten. Ecken und Kanten

könne man wesentlich sauberer

ausgraben oder auch Schächte

freilegen, weil man den Löffel

im Graben drehen könne und in

alle Ecken des Arbeitsbereiches

gelange.

künftig keinen Bagger mehr ohne

einen ›RotoTop‹.« Für das System

spricht laut Jan Sauter auch, dass

es in den gut neun Jahren keinerlei

Probleme mit den Drehantrieben

von Holp gegeben habe, sodass

die Qualität ihn überzeuge.

Durch die kompakte Bauweise

ohne Zylinder und ohne überstehende

Schläuche würden auch etwaige

selbstverschuldete Defekte

vermieden.

MAXIMALE POWER

BEI MINIMALEM

GEWICHT.

d

DER TB 225

Kompakt, aber kraftvoll: Mit nur 2,4 Tonnen

bringt der TB 225 mehr Power mit als

mancher 3-Tonner. Dank seines geringen

Gewichts kann der Minibagger samt Ausrüstung

bequem auf einem Pkw-Anhänger

mit Zulassung bis 3,5 Tonnen transportiert

werden. Das teleskopierbare Laufwerk

garantiert Stabilität, und bis zu vier Zusatzsteuerkreise

machen ihn flexibel einsetzbar.

TB 225 von Takeuchi – perfekt für alle,

die produktiv arbeiten möchten.

Klug kombiniert

Beim Bauen von Natursteinmauern

setzt Sauter auf die Kombination

von RotoTop und dem Spezialanbaugerät

»MultiGrip«, das

Greifer und Löffel in einem Gerät

vereint. So kann sein Team die

Steine nicht nur sicher im »MultiGrip«

transportieren, sondern

auch exakt positionieren. Auch

das Abladen von Material erfolgt

laut eigener Aussage schneller, da

der große Bagger, mit der Palettengabel

ausgestattet, ohne Probleme

ganze Paletten mit Steinen

vom Lkw abladen und dorthin

transportieren kann, wo sie

benötigt werden. Diese und weitere

Arbeiten im Gartenbau werden

viel schneller erledigt, da der

Bagger nicht nur seltener versetzt

werden muss, sondern auch die

bisherige Handarbeit fast vollständig

durch die Maschinen

übernommen wird. Genau beziffern

kann Jan Sauter die Leistungssteigerung

nicht, aber sein

State ment ist klar: »Bei uns gibt es

Zum TB 225 Video

Zur Takeuchi Range

GaLabau & Kommunal April 2026 23


Zuwachs für Elektro-Portfolio:

Minibagger »DX23E-7« vorgestellt

DEVELON – Hohe

Ladegeschwindigkeit und die

höchste Batteriekapazität

der Klasse: Das verspricht der

neue elektrisch betriebene

Minibagger »DX23E-7« mit

geschlossener Kabine, den

Develon nun auf den Markt

gebracht hat. Der Minibagger

ergänzt die schnell wachsende

Palette der elektrischen Bagger

des Unternehmens.

Geräuschpegel

Der neue »DX23E-7« kombiniert

einen niedrigen Betriebsgeräuschpegel

für eine ruhige und

komfortable Umgebung mit lokal

null Emissionen.

Der »DX23E-7« bietet mit

32 kWh serienmäßig die größte

Batteriekapazität seiner Klasse.

Zusätzlich ist eine Version mit einer

noch höheren Batteriekapazität

von 40 kWh erhältlich. Neben

dem alternativen 40-kWh-Batteriepack

bietet der »DX23ZE-7«

auch die Option einer Schnellkupplungsleitung

für die Arbeit

mit Anbaugeräten. Alle elektrischen

Systeme und Komponenten

des neuen Modells sind für

den Einsatz in rauen Umgebungen

optimiert. Dazu bietet der

Minibagger eine hohe Ladegeschwindigkeit,

die selbst bei

langsamen Ladeeinrichtungen

schnell genug für den Einsatz am

nächsten Tag ist.

Pumpen und

Umwelttechnik

Live erleben: IFAT + Steinexpo +

Galabau + Nordbau 2026

Ganztägiger Einsatz

Der »DX23E-7« ist für den ganztägigen

Einsatz ausgelegt. Die Standardausführung

bietet eine ungefähre

Laufzeit von acht Stunden,

je nach Anwendung, und eine

ungefähre Ladezeit von sechs

bis zehn Stunden bei normaler

Ladung (3 kW/6 kW) und eineinhalb

Stunden bei Schnellladung

(15 kW) bis zu 100 Prozent. Bei

der 40-kWh-Einheit sollte sich,

so Develon, die Arbeitszeit je

nach Anwendung auf zehn Stunden

erhöhen, wobei das Aufladen

auf 100 Prozent unter norma-

Sofort ab Lager!

Vom Marktführer im Baugewerbe

500 Modelle bis 30.000 l/min oder 216 m Höhe

24/7 Dauerbetrieb. Kraftvoll. Trockenlaufsicher.

Effizient. Wartungen selbst erledigen.

VIDEO

SCHULUNG

STRONGER FOR LONGER

Jetzt informieren: vertrieb@tsurumi.eu

Dank seiner einziehbaren Raupenketten kann der »DX23ZE-7« enge Durchgänge und

Ein- und Ausfahrten passieren und eignet sich somit ideal für Arbeiten auf engem Raum.

len Ladebedingungen sieben bis

zwölf Stunden und mit Schnellladung

(15 kW) zweieinhalb Stunden

bis 80 Prozent dauert. Darüber

hinaus kombiniert der neue

»DX23E-7« einen niedrigen Betriebsgeräuschpegel

für eine

ruhige und komfortable Umgebung

mit lokal null Emissionen.

Leistungsstarke Maschine

Der »DX23E-7« bietet im Vergleich

zum Develon-Dieselbagger

»DX19-7« eine um fünf Prozent

höhere Hubkraft sowie weitere

Verbesserungen wie eine

bessere

MINIBAGGER »DX23E-7«

Technische Daten

Nennleistung Elektromotor

Batteriekapazität

Betriebsgewicht

Maximale Grabtiefe

Maximale Reichweite (Boden)

Maximale Ladehöhe

Arbeits- / Fahrleistung

und eine erhöhte Stabilität. Bei

der Entwicklung des elektrischen

Antriebssystems (EPS) im

»DX23E-7« wurde die Rahmenquerplatte

aus dem »DX19-7«

entfernt und der hintere Wenderadius

(+35 mm) vergrößert,

um Platz für den Einbau des Akkupacks

zu schaffen. Da Elektrobagger

keinen Motor haben,

ist der Aufwand für regelmäßige

Wartungsarbeiten beim »DX-

23ZE-7« im Vergleich zum Dieselbagger

»DX19-7« deutlich geringer.

Es sind lediglich hydraulikbezogene

Wartungsarbeiten

in Intervallen von 1 000 Stunden

erforderlich.

16 kW

Dank seiner einziehbaren

Raupenketten kann der neue

Elektrobagger »DX23ZE-7« enge

Durchgänge sowie Ein- und

Ausfahrten passieren und eignet

sich somit ideal für Arbeiten

auf engem Raum oder in Innenräumen,

z. B. bei Abbruch- und

Bauarbeiten. Sobald der Bagger

den Arbeitsbereich erreicht hat,

kann der Fahrer die Raupenketten

ausfahren, um die Stabilität

und Hubkraft zu verbessern.

Mit seinen Abmessungen

ist der »DX23E-7« eine optimale

Lösung für Bauunternehmen,

die in sensiblen Bereichen arbeiten,

wo geräuscharmes Arbeiten

oder Nachtarbeit nötig ist.

32 kWh / 40 kWh

2 230 kg / 2 296 kg

2 340 mm

3 940 mm

2440 mm

DEVELON

j

24

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Der »CL140«: Ein

kompaktes Leichtgewicht

mit hoher Wendigkeit und

Leistung.

Die Box, die

mehr kann!

Der kleine

Schneidkopf

WESTTECH

WESTTECH – Mit dem »CL140« hat

Westtech kürzlich seinen bislang kleinsten

Schneidkopf der »Woodcracker«-Serie vorgestellt

– entwickelt wurde das kompakte

Leichtgewicht für maximale Wendigkeit,

um auch auf engem Raum hohe Leistung

und Produktivität bieten zu können.

Die »Woodcracker CL«-Serie umfasst

nun vier Maschinengrößen und überzeugt

laut Aussage des Herstellers insbesondere

durch leichte, vielseitige und leistungsstarke

Schneidköpfe. Das geringe Eigengewicht

soll für maximale Flexibilität

sorgen. Das mache die Modelle ideal für

Landschaftsgärtner,

Privatwaldbesitzer,

Forst- und Lohnunternehmer sowie kommunale

Profis in der Landschaftspflege.

Geeignet für Bagger-Trägerfahrzeuge von

1 bis 20 t, deckt die »CL«-Serie ein breites

Einsatzspektrum ab. Von der schnellen

Ernte kleiner Bäume, Sträucher und

Kurzumtriebsplantagen bis hin zu Kultivierungsarbeiten,

Landschaftspflege und

Pflegemaßnahmen in Sumpfgebieten oder

entlang von Bachböschungen. Der neue

»Wood cracker CL140«, so der Hersteller,

verfügt über einen Schneiddurchmesser

von bis zu 180 mm im Weichholz und bis

zu 150 mm im Hartholz. Er hat eine Greiferöffnung

von bis zu 440 mm und sein

Eigengewicht liegt bei knapp 110 kg. Der

Schneidkopf ist passend für Mini-Bagger

mit einem Dienstgewicht von 1 bis 4 t. Und:

Wie alle Schneidköpfe der Serie ist auch der

»CL140« aus hochfestem Hardox-Stahl gefertigt,

mit einer kathodischen Tauchlackierung

grundiert und lässt sich mittels

Plug-and-Play-System einfach anschließen.

Der optional erhältliche Autospeed sorgt

nach Angaben von Westtech für ein schnelleres

Schließen des Schneidwerks, steigert

die Ernteleistung und reduziert gleichzeitig

den Kraftstoffverbrauch.

20

Tonnen

Geeignet für Bagger-Trägerfahrzeuge

von 1 bis 20 t, deckt die

»CL«-Serie ein breites Einsatzspektrum

ab.

GaLabau & Kommunal April 2026 25

d


Hat im Einsatz überzeugt – der

»SY215C« von Sany in Kombination

mit einer »C550«-Fällschere

von Westtech.

1 200 Bäume

in nur einer Woche

SANY – Zwischen Abbauflächen, sandigem Untergrund und dichtem Baumbestand

hat man einen wunderschönen Blick über die Quarzsandgrube. Und davor ein

Kettenbagger von Sany, der mühelos eine 10 m hohe Akazie vor sich herträgt, als

wäre es ein Zahnstocher. In Uhry arbeitet sich ein Forstteam Stück für Stück um das

Becken der Sandgewinnung. Rund 1 200 bis 1 300 Akazien sollen hier innerhalb einer

Woche gefällt werden. Kein einfacher Einsatzort, sondern schwieriges Terrain mit teils

starken Stämmen und beengten Arbeitsbereichen.

Insgesamt sollten zwischen

1 200 und 1 300 Akazien innerhalb

einer Woche gefällt werden.

Für die Aufgabe setzt die Firma »Starke Baumfällung«

aus Braunschweig auf einen »SY215C« von

Sany in Kombination mit einer »C550«-Fällschere

von Westtech. »Wir fällen hier hauptsächlich Akazien,

die rund um das Sandbecken wachsen«, erklärt

Moritz Starke, Geschäftsführer des forstwirtschaftlichen

Unternehmens. Die Anforderungen

sind klar definiert. Die Bäume müssen kontrolliert

und punktgenau abgelegt werden. Teilweise

sind die Stämme dick und gleichzeitig ist der Untergrund

anspruchsvoll, weil der lockere Sand das

hohe Gewicht des Baggers schlecht trägt und er deshalb

leicht einsinken oder instabil stehen kann. Die

angebaute Fällschere »C550« kann Bäume mit einem

Durchmesser von bis zu 60 cm schneiden. Um

dieses Anbaugerät sicher zu bedienen, braucht es

eine Maschine mit entsprechenden Kraftreserven

und hoher Standfestigkeit.

Warum 23 t entscheidend sind

Bereits seit mehreren Jahren arbeitet das Unternehmen

mit einem »135C«, einem Bagger der 15-t-Klasse

mit einem »350«er-Woodcracker als Anbauteil.

Für die größere Fällschere war jedoch mehr Maschinengewicht

erforderlich. »Um die große Schere

bedienen zu können, braucht man einfach einen

passenden Bagger dahinter«, so Starke. Die Wahl

fiel auf den 23-Tonner, den »SY215C«. Besonders

entscheidend bei der Baumfällung sind eine hohe

Standfestigkeit im unebenen Gelände, ausreichende

Kraftreserven – vor allem bei starken Stämmen –

sowie eine präzise Steuerbarkeit beim Ablegen der

KETTENBAGGER

»SY215C« von Sany

Einsatzgewicht (t) 21,9

Löffelvolumen (m 3 ) 0,93

Motorleistung (kW) 118

Abmessungen (mm) L x H x B 9 68 x 3 440 x 2 980

Grabkraft (kN) 148

26

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Bäume. »Für uns ist neben dem Preis die Standfestigkeit

eines Kettenbaggers das Wichtigste. Und die

ist in dieser Tonnenklasse einfach da.«

Präzision statt Spiel

Bei der Fällung zählt jeder Handgriff. Ein Baum

muss exakt geführt und abgelegt werden. Unkontrollierte

Bewegungen sind keine Option. »Wir brauchen

eine sehr genaue Kontrolle über den Baum,

vor allem beim Ablegen. Das muss punktgenau passieren«,

beschreibt Starke den Arbeitsalltag. Die

Feinfühligkeit der Maschine bewertet er als sehr

gut. Trotz ihrer Größe vermittelt sie laut seiner Aussage

nicht das Gefühl, auf einem »riesigen Gerät« zu

sitzen. Gleichzeitig wird deutlich, welche Kräfte der

Bagger freisetzen kann, wenn es darauf ankommt.

Ersatzteile im Forstalltag

Forstarbeit bedeutet Belastung für eine Vielzahl

von Komponenten: Hydraulikschläuche können

beschädigt werden, Leitungen abreißen. Entsprechend

wichtig ist eine funktionierende Ersatzteilversorgung.

Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag: Eine

Hydraulikleitung, die im harten Einsatz beschädigt

wurde, war kurzfristig und kostengünstig verfügbar.

»Da war ich positiv überrascht. Ich hätte mit

deutlich höheren Kosten gerechnet.« Neben dem

Preis-Leistungs-Verhältnis sei für Moritz Starke vor

allem eines entscheidend, nämlich, dass die Ersatzteile

schnell verfügbar sind.

Eine Grundsatzentscheidung

Betreut wird das Unternehmen durch den Händler

Klarmann Lindern in Westerstede. »Der Service ist

sehr gut. Es geht immer jemand ans Telefon, das ist

ja nicht mehr überall der Fall. Die Kommunikation

ist schnell und unkompliziert. Ersatzteile kommen

prompt.« Gerade bei terminlich gebundenen

Einsätzen sei ein verlässlicher Partner unabdingbar.

Fällarbeiten erfolgen häufig unter zeitlichen Vorgaben,

etwa wenn Verkehrsflächen gesichert oder

gesperrt sind. Stillstand bedeutet hier unmittelbaren

Zeitdruck.

SANY (4)

Anfängliche Skepsis

Auf die Marke Sany wurde das Unternehmen ursprünglich

durch einen befreundeten Unternehmer

aufmerksam. Anfangs gab es im Umfeld durchaus

Vorbehalte gegenüber einem chinesischen Hersteller.

Mit zunehmender Einsatzzeit seien diese

Stimmen jedoch leiser geworden. Ausschlaggebend

waren die Praxiserfahrungen. Und hier überzeugte

der Sany-Bagger mit geringen Ausfallzeiten,

mit stabiler Leistung im Dauereinsatz und mit wirtschaftlichen

Betriebskosten. Der Einsatz im Quarzsandwerk

Uhry zeigt, worauf es im forstwirtschaftlichen

Alltag ankommt: Standfestigkeit im schwierigen

Gelände, kontrollierte Kraft bei starken Stämmen

und eine präzise Steuerung beim Ablegen der

Bäume. Für Moritz Starke lässt sich die Erfahrung

zusammenfassen: »Besser als erwartet, wirtschaftlich

überzeugend.«

d

Starke Leistung: Der Sany-

Bagger hat das Unternehmen

aufgrund seiner Produktivität,

Wirtschaftlichkeit und

Zuverlässigkeit überzeugt.

Jetzt vollverzinkt!

Die neuen MultiClean Schiebebesen

LANGLEBIG &

MULTIFUNKTIONAL

bema-multiclean.de

Film ab! Entdecke die vollverzinkten Schiebebesen

bema 11 MultiClean und bema 6 MultiClean.

GaLabau & Kommunal April 2026 27


Die Baumscheren

haben ein Update erhalten.

RIEDELSBERGER

»Stump

Spray«

Für die gezielte Bekämpfung von

Pestiziden und einen besseren

Schutz des Baumbestands

wird nach jedem Schnittvorgang

automatisch ein Spray auf den

Baumstamm gesprüht.

»Next Generation«-Baumscheren

RIEDELSBERGER – Die von TMK Machinery aus Finnland produzierten

Baumscheren waren die ersten auf dem Markt mit nur einem

beweglichen Greifarm – einer festverschweißten Bodenschneide,

aufgebaut in einer Kapselstruktur. Diese Features bieten eine Überlegenheit

in Bezug auf Stärke, Robustheit und Langlebigkeit. Dieser

bewährte Aufbau wurde nun nach fast 15 Jahren auf dem Markt mit

der »Next Generation« an einigen Stellen optimiert, verstärkt und

mit einer doppelt angeschliffenen Bodenschneide ausgestattet.

Über die Jahre hinweg hat

TMK Machinery viele Ausstattungsoptionen

entwickelt,

die aufgrund des modularen Designs

auch später an den Baumscheren

nachgerüstet werden

können. Eine patentierte Sammelfunktion,

die keinen zusätzlichen

Hydraulik- oder Elektroanschluss

benötigt (die Baum-

schere mit Sammelfunktion

braucht nur einen doppelwirkenden

Steuerkreis), ein 360°-Rotator,

eine 2 x 90°-Schwenkeinheit

oder auch ein hydraulischer

Ausschub für den Profiforsteinsatz

können je nach Bedarf

und zukünftigen Arbeitseinsätzen

nachgerüstet werden.

Eine Neuheit ist die Option

»Stump Spray«, verfügbar für

die Typen »TMK200«, »TMK250«,

»TMK300« und »TMK400«. Für

die gezielte Bekämpfung von

Pestiziden und einen besseren

Schutz des jeweiligen Baumbestands

wird nach jedem Schnittvorgang

automatisch ein Spray,

das aus der Unterseite der

Baumschere austritt, auf den

Baumstamm gesprüht. Dadurch

wird dieser laut Aussage des Unternehmens

versiegelt und werden

Pestizide bekämpft, die den

vorhandenen Baumbestand angreifen

und schädigen können.

Durch die Gegenschneide, die

am unteren Teil des Greifarmes

verschweißt ist, schneidet

selbst der Typ »TMK400«, der

für den groben Forsteinsatz bis

40 cm Schnittleistung geeignet

ist, auch fingerdickes Material

und kleinste Äste sauber ab.

Das schafft Leistungskraft und

Effizienz bei großer Flexibilität

mit vielen Einsatzmöglichkeiten.

d

Leistungsstarke Mähraupen &

Geräteträger für Ihren

nächsten Einsatz

Herder CR 10 variabler Geräteträger

Timan RC 1000s Mähraupe

Kersten HyCut Mähraupe

SCAN MICH!

wilmers-kommunaltechnik.de

28

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Neue »Schnitt-Griffy«-

Baumschere bei Wilmers

WILMERS – Der Baumscheren-Hersteller Hans Habbig Maschinenbau

hat seine Produktpalette um einen weiteren »Schnitt-Griffy«

erweitert. Die neue »HS 700 SE« ist sowohl handlich als auch robust

und für kleinere Bagger von 5 bis 10 t geeignet.

Die neue »HS 700 SE« ist

für kleinere Bagger von

5 bis 10 t geeignet.

WILMERS (2)

Der »Schnitt-Griffy HS 700 SE«

verfügt über eine neue Greiferansteuerung,

wodurch das

Schnittgut zur Mitte des Messers

zentriert wird. Aufgrund der neuen

sowie offeneren Konstruktion

und der Verwendung hochwertiger

Materialien hat die Schere

laut Aussage des Herstellers

ein deutlich geringeres Eigengewicht.

Trotzdem wird durch die

nunmehr optimale Greiferansteuerung

nach Herstellerangaben

die Schnittleistung maximiert.

Dadurch ist Weichholzmaterial

mit bis zu 25 cm Durchmesser

kein Problem. Somit deckt

das System eine breite Palette

an Einsatzmöglichkeiten ab. Darüber

hinaus gestaltet sich aufgrund

der offenen Bauweise die

Wartung der Maschine deutlich

einfacher. Der »Schnitt-Griffy

HS 700 SE« ist außerdem mit einem

Druckfolgeventil ausgerüs-

Über die neue Greiferansteuerung

wird das

Schnittgut zur Mitte des

Messers zentriert.

tet, welches sicherstellt, dass der

Greifer das Schnittgut noch vor

dem Abschneiden sicher festhält.

Wichtige Features

Zudem verfügt die »HS 700 SE«

über eine Schwenk einheit, die

beidseitig 55° beträgt. Optional

erhältlich ist der »Schnitt-Griffy«

ebenfalls mit Sammelgreifer

(SG). Dieser lässt sich aufgrund

der modularen Bauweise aber

auch einfach und unkompliziert

nachrüsten, wie das Unternehmen

mitteilt. So kann der Unternehmer

sich auch nachträglich

für eine solche Lösung entscheiden.

Die neue Baumschere

ist ab sofort bei Wilmers Kommunaltechnik

im Sortiment. s

Erfolg beginnt mit der

richtigen Technik.

HKS Anbaugeräte stehen für höchste Qualität und

Langlebigkeit. Dadurch werden Stillstandzeiten reduziert

und die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht. Zudem profitieren

Sie von höheren Schwenkwinkeln, mehr Flexibilität und

wartungsfreien Schwenkeinheiten. Seit über 20 Jahren sind

unsere Anbaugeräte weltweit im Einsatz!

HKS. Besser ohne Zylinder.

GaLabau & Kommunal April 2026 29


DMS Technologie GmbH

Investition in moderne

Produktion und

Digitalisierung

Mach ihn zu

deinem Dreh- und

Angelpunkt.

Der DMS Rotatorlöffel

HS-SCHOCH – Die HS-Schoch-Gruppe

richtet ihren Blick konsequent nach vorn.

Mit einer klaren strategischen Planung für

dieses Jahr werden gezielt Schwerpunkte

in moderne Produktionsprozesse, digitale

Technologien und neue Berufsfelder gesetzt.

Ziel ist es, Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit

gleichermaßen zu stärken.

Zusammen entwickeln, produzieren und regenerieren

die zur Gruppe gehörende HS-Schoch

GmbH & Co. KG, ZFE GmbH und bsg GmbH Anbaugeräte

für Baumaschinen wie Löffel, Schaufeln und

Greifer. Indem die Kompetenzen aus Stahlbau, Metallverarbeitung,

Konstruktion und Engineering gebündelt

werden, schafft die HS-Schoch-Gruppe Synergien

in Form kurzer Abstimmungswege, einer

hohen Fertigungstiefe sowie großen Flexibilität im

Projektgeschäft. Dadurch sollen sich individuelle

Kundenanforderungen präzise und wirtschaftlich

umsetzen lassen.

Ein zentrales Projekt für dieses Jahr ist die Weiterentwicklung

der Serienfertigungsstruktur innerhalb

der Gruppe. So wird u. a. die Roboterschweißanlage

ausgebaut, um eine konstant hohe Präzision

sicherzustellen und die Qualität der Schweißnähte

nachhaltig zu verbessern. Ergänzend wurde eine

12 m lange ESAB-Brennschneideanlage angeschafft.

Sie ermöglicht präzise Zuschnitte auch in besonders

großen Dimensionen und bildet die Grundlage

für eine moderne sowie leistungsfähige Vorfertigung.

Dadurch erhöhen sich sowohl Produktionskapazität

als auch Prozesssicherheit.

Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung

der Produktion hat die HS-Schoch-Gruppe am

Standort Achern ihre Fertigung um eine moderne

Rundbiegemaschine erweitert. Mit dieser Investition

wird die Fertigungstiefe gezielt ausgebaut: Zentrale

Bearbeitungsschritte lassen sich künftig im eigenen

Werk abbilden. Bislang wurden gebogene

Blechteile teilweise von externen Zulieferern bezogen.

Durch die neue Rundbiegemaschine können

diese Bauteile nun intern gefertigt werden. Die Anlage

ermöglicht das exakte Rundbiegen von Stahl-,

Feinkorn- und Verschleißblechen in unterschiedlichen

Materialstärken. Dank moderner Steuerungstechnik

lassen sich wiederholgenaue Radien sowie

konische Formen wirtschaftlich herstellen. Dies

steigert die Maßgenauigkeit, reduziert Nacharbeit

und verkürzt Montagezeiten.

scannen & entdecken

Kurze Abstimmungswege, eine hohe

Fertigungstiefe sowie große Flexibilität

im Projektgeschäft ermöglichen es,

individuelle Kundenanforderungen

präzise und wirtschaftlich umzusetzen.

30

April 2026

GaLaBau & Kommunal


HS-SCHOCH (2)

Mit der Integration dieses zusätzlichen Fertigungsschritts

wächst der Anteil der Eigenwertschöpfung

deutlich. Gleichzeitig reduziert sich die Abhängigkeit

von externen Lieferanten und damit das Beschaffungsrisiko.

Kürzere Durchlaufzeiten, höhere

Flexibilität bei kurzfristigen Kundenanforderungen

sowie eine verbesserte Qualitätskontrolle durch

interne Prüfprozesse sollen die Wettbewerbsfähigkeit

nachhaltig stärken. Zudem wird die Prozessintegration

zwischen Zuschnitt, Biegen, Schweißen

und Montage weiter optimiert. Gerade in Zeiten

schwankender Lieferketten und steigender Materialpreise

stellt diese Unabhängigkeit nach Einschätzung

des Unternehmens einen entscheidenden

strategischen Vorteil dar.

Neben wirtschaftlichen Effekten wirkt sich die

erhöhte Fertigungstiefe auch positiv auf die Nachhaltigkeit

aus. Kürzere Transportwege reduzieren

CO₂-Emissionen, während eine optimierte Materialausnutzung

den Verschnitt minimiert. Moderne

Maschinen entfalten ihr Potenzial erst durch eine

leistungsfähige digitale Infrastruktur. Daher werden

Cloud- und ERP-Anwendungen auf den neuesten

Stand gebracht und interne Abläufe mithilfe angepasster

Workflow-Tools digital koordiniert. Das

Ergebnis sind transparente Prozesse und eine optimierte

Ressourcenplanung. Ein weiterer wichtiger

Schritt ist die Einführung neuer Berufsfelder innerhalb

der Gruppe. Als Bindeglied zwischen Produktion

und Digitalisierung übernehmen künftig

Supervisoren eine zentrale Rolle. Sie überwachen

Prozesse, koordinieren Abläufe in automatisierten

Fertigungszonen und stellen einen reibungslosen

Produktionsfluss sicher. Damit reagiert HS-Schochauf

die steigenden Anforderungen vernetzter und

automatisierter Fertigungsumgebungen.

s

Auf der neuen 12 m langen

ESAB-Brennschneideanlage

entstehen präzise Zuschnitte

auch in besonders

großen Dimensionen. Das

bildet die Grundlage für eine

moderne und leistungsfähige

Vorfertigung

HYDREMA DEMO-TAGE

08. + 09. MAI

BITTE DEN TERMIN VORMERKEN

NUR FÜR ANGEMELDETES FACHPUBLIKUM

GEBOTEN WIRD:

DER EINBLICK IN DIE PRODUKTION

EINES PREMIUM-HERSTELLERS

Achtung: Nur für vorher angemeldete Besucher.

Bitte melden Sie sich über Ihren Hydrema-Kontakt

mindestens 3 Wochen vor der Veranstaltung an!

EUROPA-VORSTELLUNG

DES NEUEN DT22

AUSGIEBIGE TESTFAHRT

DES MX-RAIL H-DRIVE AUF

DEM WERKSGLEIS

PROBEFAHRT ALLER HYDREMA - MASCHINEN

IM WERKSGELÄNDE

WIR FREUEN UNS AUF SIE

KROMSDORFER STR. 18. DE-99427 WEIMAR

GaLabau & Kommunal April 2026 31


Mit dem Rotatorlöffel

erweitert DMS die

Möglichkeiten von

Kompaktbaggern um eine

entscheidende Funktion:

Rotation direkt im Löffel.

Rotatorlöffel: Mehr Bewegungsfreiheit

für Kompaktbagger

DMS – Mit seinem Rotatorlöffel

möchte DMS Technologie

eine Lösung bieten, die die

Beweglichkeit von Kompaktbaggern

deutlich erweitern soll

– und damit neue Möglichkeiten

auf der Baustelle schafft. Durch

die integrierte Drehfunktion

kombiniert das Anbaugerät

die Vorteile eines klassischen

Planierlöffels mit zusätzlicher

Flexibilität bei Modellier-,

Planier- und Aushubarbeiten.

ROTATORLÖFFEL

Der zentrale Vorteil des Rotatorlöffels

liegt in seiner

360°-Drehbarkeit. Dadurch lässt

sich der Löffel unabhängig von

der Position des Baggers exakt

ausrichten. Für den Fahrer bedeutet

das: Viele Arbeitsschritte

können direkt aus einer Position

heraus erledigt werden, ohne die

Maschine ständig neu umzusetzen.

Gerade bei beengten Baustellen,

etwa im urbanen Tiefbau,

im Garten- und Landschaftsbau

oder bei Sanierungsarbeiten,

spielt diese zusätzliche Beweglichkeit

ihre Stärken aus. Planierarbeiten

entlang von Mauern,

das Profilieren von Böschungen

oder das präzise Hinterfüllen

von Gräben lassen sich deutlich

kontrollierter durchführen. In

Kombination mit einem vorhandenen

Powertilt oder Schwenkantrieb

entsteht sogar eine Beweglichkeit,

die sich funktional

in Richtung eines Tiltrotators

entwickelt.

Kompakte Bauweise

Ein wesentliches Entwicklungsziel

bei der Konstruktion war

es, die Drehfunktion möglichst

platzsparend zu integrieren.

Beim Rotatorlöffel befindet sich

der Drehantrieb direkt im Löffelkörper.

Dadurch bleibt die Bauhöhe

gering und die Stielspitze

des Baggers schlank. Für den

Anwender hat das mehrere Vorteile,

etwa eine bessere Grabgeometrie,

uneingeschränkte Reißkräfte,

eine optimale Sicht auf

den Arbeitsbereich sowie ein

geringes zusätzliches Gewicht.

Die kompakte Bauform sorgt zudem

dafür, dass auch tiefere Gräben

problemlos erreicht werden

können – ein laut DMS wichtiger

Robust konstruiert

Neben der Funktionalität stand

auch die Langlebigkeit im harten

Baustelleneinsatz im Fokus der

Entwicklung. Der Rotatorlöffel

ist deshalb mit einem robusten

Schneckengetriebe

Faktor bei klassischen Tiefbauarbeiten.

ausgestattet,

das hohe Kräfte aufnehmen

kann. Die Konstruktion schützt

die sensiblen Komponenten gezielt

vor äußeren Einflüssen.

Staub, Erde oder Steine gelangen

nicht an die zentrale Antriebstechnik,

was die Betriebssicherheit

deutlich erhöht. Zu den konstruktiven

Merkmalen zählen u.

anderem ein gekapseltes Getriebegehäuse,

integrierte Ölkanäle,

großzügige Revisionsöffnung für

Wartungsarbeiten sowie gut erreichbare

Schmierstellen.

Der Rotatorlöffel wurde für

vielseitige Anwendungen entwickelt.

Besonders häufig kommt

er bei Arbeiten zum Einsatz, bei

denen präzise Formgebung oder

exaktes Planieren gefragt sind.

Typische Einsatzbereiche sind

Modellier- und Planierarbeiten,

Profilieren, Hinterfüllen, Verfüllen

und Einsanden von Leitungsgräben

oder auch Arbeiten

auf engen Baustellen.

Modellvariante »RL2590« »RL40100« »RL70120« »RL100140«

Baggerdienstgewicht (t) 1 bis 2,5 2,5 bis 4 4 bis 7 7 bis 10

Schnittbreite (mm) 900 1 000 1 200 1 400

Eigengewicht (kg) 101 115 217 305

Maximales Drehmoment (Nm) 1 337 1 337 6 960 8 460

Literleistung drehen (l/min) 12 bis 16 16 bis 20 35 bis 45 50 bis 60

Betriebsdruck drehen (bar) 210 210 210 210

DMS (2)

d

32

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Einsatzbereit, wenn

er gebraucht wird: Ein

Brecherlöffel hat den

Vorteil, flexibel, kompakt

und leistungsstark zu sein.

Die »Recyclingfabrik«

am Baggerarm

MB CRUSHER – Wer Material nicht direkt weiterverarbeitet,

riskiert überfüllte Bauhöfe oder verschwendet Lagerfläche. Das ist

aus zwei Gründen ineffizient. Zum einen werden Lagerkapazitäten

blockiert oder müssen erweitert werden. Zum anderen ließe sich

direkt recyceltes Material immer dann weiterverwenden, wenn es

tatsächlich benötigt wird. Gelingen kann das durch die Nutzung von

Brecherlöffeln. Die sind kompakt, leistungsstark und flexibel.

Flexibel

Gegenüber stationärer

Anlagen haben Brecherlöffel

den Vorteil, vielseitig und

flexibel einsetzbar zu sein.

Der Idealfall ist, wenn gar kein

Abfall auf Baustellen liegen

bleibt, sondern immer dann direkt

recycelt wird, wenn das Material

oder der jeweilige Lagerplatz

benötigt wird. So ging es

auch einem deutschen Erdbauunternehmen,

das bisher einmal

im Jahr eine große Brech-

anlage nutzte, um das angesammelte

Material in bis zu drei Tagen

zu brechen. Der Nachteil

war hierbei, dass während des

Jahres viel Platz benötigt wurde

und Material zugekauft werden

musste, anstatt das Material,

das eigentlich bereits vorhanden

war, zu nutzen. Es war nur eben

nicht passend aufbereitet.

MB CRUSHER

Brecherlöffel als Alternative

Das Unternehmen wollte aus diesem

Grund einen Brecherlöffel

ausprobieren und mietete sich

einen »BF70.2« von MB Crusher.

Der Backenbrecherlöffel wurde

an einem Liebherr-Mobilbagger

des Typs »918« verwendet und

arbeitete sich erfolgreich durch

die angesammelten Restbaustoffe.

Der Brecherlöffel überzeugte

laut Aussage des Unternehmens

vor allem durch seine

Flexibilität und Leistungsstärke,

denn er könne Material brechen,

wann und wo immer es notwendig

sei – ganz gleich, ob kleinere

oder größere Mengen. Ein weiterer

Vorteil: Zur Nutzung wird nur

der Bagger als Trägergerät benötigt.

Dieser lässt sich in der Regel

gleichzeitig für viele andere Aufgaben

verwenden. Früher waren

stationäre Anlagen die einzige

Möglichkeit, um Bauschutt, Beton

und Asphalt aufzubereiten.

Der Nachteil: Das gesamte

Material musste oft mit hohem

Aufwand und über weite Strecken

zu den Aufbereitungsanlagen

transportiert werden. Alternativ

wurden die Baurestemassen

entsorgt – eine wenig nachhaltige

Lösung im Hinblick auf

die Ressourcenschonung. Um

jedoch Transportkosten und

-aufwand zu reduzieren sowie

das Lkw-Verkehrsaufkommen

zu minimieren, gibt es seit 2001

den MB-Crusher-Backenbrecherlöffel,

der sich laut Hersteller

im modernen Baustoffrecycling

etabliert hat. Der MB-Brecherlöffel

überzeuge durch Produktivität

und Flexibilität. Es

rechne sich schlichtweg, wenn

man das Material auf der Baustelle

brechen und gleich wieder

einbauen könne.

d

STÜTZWÄNDE FÜR

GALABAU

funktional, flexibel und harmonisch in jede

Umgebung integrierbar

Haben Sie weitere Fragen?

Tel: +49 (0)2821-9783740

E-mail: infra@boschbeton.de

BUILDING A

GaLabau SOLID & FUTURE Kommunal Mehr Erfahren?

April 2026 33


Neuer Knick-Dumper

»DT22« entwickelt

HYDREMA – Die Einsatzmöglichkeiten von knickgelenkten Muldenkippern

sind vielseitig. Beim »DT22« handelt sich um die nächste Generation

dieser Maschinengattung. Sie legt laut Hydrema die Messlatte für

Stabilität, Traktion und Bedienkomfort in der 20-t-Nutzlastklasse höher.

Zweiter Sitz

Der »DT22« verfügt über eine

größere ROPS-Kabine mit einem

zusätzlichen Sitz, der den

genehmigten Personentransport

ermöglicht.

Die Demo-Tage

von Hydrema

Am 8. und 9. Mai wird

Hydrema im Rahmen seiner

Demo-Tage »ein wahres Feuerwerk

an Neuvorstellungen«

bieten. In Weimar wird u. a. der

neue »DT22«-Dumper seine

Europapremiere feiern. Die

Fachbesucher erhalten darüber

hinaus die Möglichkeit, sich im

Demo-Gelände an das Steuer

des Hydrema-Citybaggers zu

setzen – eine ultrakompakte

Maschine, die für Leistungskraft

und Fahrerkomfort bekannt ist.

Mit von der Partie sind außerdem

zahlreiche hydraulische

Anbaugeräte der Systempartner,

ein Zweiwegebagger und viele

weitere Hydrema-Maschinen, die

ausgiebig getestet werden können.

Gleichzeitig bietet sich die

Möglichkeit, hinter die Kulissen

zu blicken und dem Produktionswerk

einen Besuch abzustatten.

Die Anmeldung zum Event sowie

zum Werksrundgang und der

Maschinen-Demo erfolgt per

Mail an vpr@hydrema.com, um

sich einen Platz zu sichern.

Entworfen unter entsprechend realen Baustellenanforderungen,

kombiniert der »DT22« das

Gelenkfahrgestellkonzept von Hydrema mit einer

neuen, größeren Kabine, verbesserter Antriebssteuerung

und einer modernen Bedienoberfläche

– entwickelt, um die Produktivität auf unebenem Gelände

und weichen Böden hochzuhalten.

Ein neuer Führerstand

Der »DT22« verfügt über eine größere ROPS-Kabine

mit einem zusätzlichen Sitz, der den genehmigten

Personentransport ermöglicht und die tägliche

Benutzerfreundlichkeit weiter optimiert. Im Inneren

erhalten die Bediener einen 10-Zoll-Touchscreen

mit Kameraansicht, erweiterte Menüs für

persönliche Einstellungen und erweiterte Funktionen.

»Mit dem ›DT22‹ haben wir uns auf die Details

konzentriert, die Bediener jeden Tag spüren:

Zugang, Sicht, Komfort und intuitive Steuerung,

während gleichzeitig die Hydrema-DNS von Stabilität

und Mobilität erhalten bleibt«, sagt dazu Lars

Kristensen, Projektleiter und verantwortlich für

das »DT22«-Update.

Stabilität, Traktion, Kontrolle

Im Kern des »DT22« befindet sich ein gelenkiges

Fahrgestell mit einer Pendelstange und doppelten

hydraulischen Stabilisatoren im Mitteldrehpunkt.

Dieses Fahrgestell bietet sowohl beim Fahren

als auch beim Entladen hohe Stabilität. Der

»DT22« verfügt außerdem über eine Proportionalbremse

für eine sanfte, kontrollierbare Verzögerung,

was laut Hersteller besonders bei Steigungen

und auf variablen Bodenbedingungen besonders

wertvoll ist.

Das Retarder-System kombiniert Motorbremsen

mit einem proportionalen hydraulischen Retarder,

das über ein Pedal gesteuert wird und somit

bis zu 230 kW Retarder-Leistung liefert. Die Traktionsunterstützung

umfasst halbautomatische Differenzialverriegelungen

in den Achsen und Achsdrehzahlsensoren,

die die Radrotationsgeschwindigkeit

überwachen. Die Vorderachse verfügt über

eine elektronisch gesteuerte Federung mit Pegelregelung

und einer verbesserten Differenzialverriegelung

mit 75-Prozent-Verriegelung.

Der neue knickgelenkte Muldenkipper von Hydrema

soll mit hoher Leistung, gutem Fahrerkomfort sowie

Zuverlässigkeit und Effizienz punkten.

Gebaut, um länger zu arbeiten

Der »DT22« ist mit einem verbesserten Beleuchtungskonzept

ausgestattet, darunter 16 LED-Arbeitsleuchten

zur optimalen Verteilung. Der Servicezugang

und die täglichen Überprüfungen werden

vereinfacht, mit einfachen Zugangspunkten

und einem Führerstands-Layout, das die praktische

Anwendung im Baustelleneinsatz unterstützt.

Wichtige sicherheitsbezogene Systeme sind u. a.

ein Indikator für Überhitzungsrisiko der Bremsen,

eine Rückfahrkamera zur Verbesserung der Sichtbarkeit,

ein Notfallknopf, um das Fahrzeug kontrolliert

anzuhalten, sowie eine Überwachung des

Kippkörpers mittels Winkelsensor zur Unterstützung

der Überschlagsicherheit und eine Einstellung

der Kipp-Höhenbegrenzung.

Bewährter Antriebsstrang

Der neue Knickdumper wird von einem Sechszylinder-Cummins-Motor

des Typs »B6,7« (Stage V)

mit DOC, DPF und SCR angetrieben, der 231 kW

bei 2 200 U/min und 1 288 Nm bei 1 500 U/min leistet.

Der Antriebsstrang verfügt über ein »ZF Ergopower

6WG-210«-Automatikgetriebe mit sechs Vorwärts-

und drei Rückwärtsgängen und 100-Prozent-Verriegelung

in allen Gängen, mit einer Höchstgeschwindigkeit

von 50 km/h vorwärts und 31 km/h

rückwärts.

HYDREMA (2)

d

34

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Vollelektrisch

einbauen und verdichten

WIRTGEN GROUP – Bei einer

Maßnahme zur Netzverstärkung

im baden-württembergischen

Rangendingen kamen

ausschließlich elektrische

Baumaschinen zum Einsatz,

darunter auch der Radfertiger

»Mini 502e« von Vögele und die

Hamm-Tandemwalze »HD 12e

VT«. Die Pilotbaustelle war Teil

der »Netzbaustelle der Zukunft«,

ein Programm der Netze

BW. Dabei wird getestet, mit

welchen Maßnahmen das Bauen

von morgen emissionsärmer,

leiser, digitaler und sicherer

durchgeführt werden kann.

Unmittelbar hinter dem

Vögele-Fertiger verdichtete

die batterieelektrische

Hamm-Walze »HD 12e VT«

den eingebauten Asphalt.

Für den Einbau und die Verdichtung der Asphaltschicht

kamen mit der Hamm-Tandemwalze

»HD 12e VT« und dem Vögele-Radfertiger »Mini

502e« zwei neue Maschinen zum Einsatz. Beide

arbeiten geräuscharm und lokal emissionsfrei

– ideal für Innenstädte mit strengen Emissionsvorschriften.

Ihre Fahr- und Förderaggregate sowie die

Bohlenheizung des Radfertigers werden vollständig

elektrisch betrieben und zeichnen sich durch

einen niedrigen Energieverbrauch aus.

Laufzeit von bis zu zwei Einbautagen

Fertiger und Walze starteten ihren Arbeitstag mit

über Nacht aufgeladenen Batterien. Mit einer Speicherkapazität

von 22 kWh beim »Mini 502e« und

23,4 kWh bei der Tandemwalze steht ausreichend

Energie für eine Laufzeit von bis zu zwei Einbautagen

zur Verfügung. Außerdem konnte das Einbauteam

die Stromverteilerkästen vor Ort nutzen, um

WIRTGEN GROUP

sich mit dem Ladevorgang vertraut zu machen. Den

jeweiligen Ladestand hatten die Bediener über die

Displays an den Bedienkonsolen immer im Blick.

Zügiger Einbau der neuen Asphaltschicht

Der »Mini 502e« übernahm den Einbau der 290 m langen

und 1 bis 1,30 m breiten Deckschicht. Mit einer

Grundbreite von nur 0,90 m und Arbeitsbreiten von

0,25 m bis 1,8 m eignete er sich optimal für die Instandsetzung

des schmalen, teils kurvigen Gehwegs

auf der Königsberger Straße. Der kompakte Radfertiger

benötigt wenig Platz zum Rangieren und hat einen

sehr kleinen Wenderadius. So konnte das Team

die Deckschicht effizient und hochwertig einbauen.

Der große Materialbehälter mit breiter trichterförmiger

Öffnung des »Mini 502e« wurde seitlich komfortabel

und sauber von einem Radlader beschickt. Die

Mischgutverteilung erfolgte über zwei elektrisch angetriebene

Verteilerschnecken über die gesamte Einbaubreite.

Unmittelbar hinter dem Vögele-Fertiger

verdichtete die Hamm-Walze »HD 12e VT« den eingebauten

Asphalt. Sehr leise im Betrieb und komfortabel

in der Handhabung, überzeugte sie mit einer

großen Verdichtungskraft und hohen Präzision.

Die kleine elektrische Walze kann exakt bis zum

Rand verdichten. Wie häufig bei kleineren Baustellen,

spielte sie auch ihre Stärken als Kombiwalze

aus. Die Verbindung aus dynamischer Verdichtung

über die Glattbandage mit der Knet- und Walkwirkung

der Gummiräder ermöglichte nicht nur eine

schnelle Verdichtungszunahme, sondern auch eine

gleichmäßige Oberflächenversiegelung. Nach

Abschluss der Baumaßnahme war die Bilanz positiv:

Die elektrisch angetriebenen Straßenfertiger

und Walzen sind leistungsstark, einfach zu bedienen

und bieten eine gute Energiebilanz. Sie verbrauchen

nur dann Energie, wenn sie tatsächlich

im Einsatz sind.

j

„save the date“

Neumünster

9.-13. September

2026

Nürnberg

15.-18. September

2026

GaLabau & Kommunal April 2026 35


Die »Winter

Action Days«: Gezeigt

wurden zahlreiche

Lösungen von Bema

und Amazone.

»Winter Action Days«:

»Vorne räumen,

hinten streuen«

BEMA – Die Vorbereitungsphase ist eingeläutet: Nachdem die Wintermonate

nun hinter uns liegen, beginnen die Betriebe und Kommunen damit,

ihren Maschinen- und Anbaugerätepark zu überprüfen –und insbesondere

mit neuer Technik aufzurüsten. Im Rahmen der »Winter Action Days« hat

sich das bauMAGAZIN kürzlich ein genaues Bild von Winterdienstlösungen

gemacht, die von Bema und Amazone vorgestellt wurden – darunter im

Übrigen ein interessanter neuer Prototyp, der ein Schneeschild mit einer

dahinter gelagerten Kehrmaschine vereint.

Tim Knott

Getreu dem Slogan »vorne räumen, hinten streuen«

haben sich mit Bema und Amazone zwei

Branchengrößen zusammengetan, um hohe Produktivität,

technischen Fortschritt und gesteigerte

Leistungskraft in den Mittelpunkt zu rücken. Die

Partnerschaft zwischen der Bema GmbH Maschinenfabrik

und der Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH

& Co. KG besteht seit Mai 2024. Und seither hat

dieses Bündnis beachtliche technische Synergien

mit sich gebracht, welche die Redaktion nun in den

Berchtesgadener Alpen genau unter die Lupe nehmen

konnte.

Auf kluge Kombination gesetzt

Mittlerweile wurden zahlreiche Maschinengespanne

zusammengestellt. Und die tatsächlichen Vorzüge

dieser Zusammenarbeit lassen sich auf den ersten

Blick erkennen. An der Front sorgen Bema-Schneeschilder

für starke Räumleistung, während die Amazone-Streuer

im Heck auf ein präzises Streubild und

große Flächenleistung setzen. »Wir haben Schilder

in allen Breiten dabei. Von unserem Kleinsten, dem

›550‹, über das ›700‹ bis ›1100‹«, berichtet Bema-Geschäftsführerin

Sonja Koopmann. Um die neuen und

bewährten Lösungen im Einsatz zu zeigen, wurden

sie anlässlich der »Winter Action Days« auf einem

nahe gelegenen Waldweg getestet. Angeschlossen

an einen Fendt des Typs »516 Vario« sowie einen

»314 Vario«, sorgten die Schildermodelle »1100« und

»V800« für hohe Räumeffizienz. Doch auch die Bema-Kehrmaschinen

sollten offenbar nicht zu kurz

kommen: Gerade um die Aufnahme von abstumpfenden

Streumitteln zu demonstrieren, wurden diese

nahe des Vorführorts ausgebracht und schließlich

36

April 2026

GaLaBau & Kommunal


mittels einer »580er«-Kehrmaschine wieder aufgesammelt.

Ebenfalls waren die Maschinen vor Ort,

um den Einsatz bei der Schwarzräumung zu demonstrieren.

»Gerade bei wenig Schnee lassen sich

mit dem Kehrmaschinen-Einsatz Taumittel einsparen«,

erklärte Sonja Koopmann. Letzteres sei gerade

bei Zuständen, wie wir sie im zurückliegenden Winter

erlebt haben, von großer Bedeutung. Neben dem

Räumen sollte auch das Streuen zur Geltung kommen.

Deshalb fuhren die Mitarbeiter von Amazone

auch ihr komplettes Portfolio auf. »Von unserem

kleinsten Streuer, dem ›EKS‹-Streuer mit 370 l Behältervolumen,

bis zum ›Ice Tiger‹ mit 1 900 l können

wir alles vorführen«, so Elias Windmüller, Produktmarketing

Kommunaltechnik bei Amazone. Beim

»Ice Tiger« gibt es im Übrigen eine kleine Neuerung.

So ist der Streuer nun auch in der »Innox«-Variante

erhältlich, bei der der ganze Streugut-Behälter und

nicht nur die Streukomponenten aus Edelstahl gefertigt

sind. Dies biete laut Hersteller zusätzlichen

Korrosionsschutz.

TIM KNOTT (3)

VOR ORT

Volle Räumung: Das

»1100«-Schild bietet

eine breite Räumfläche.

Prototyp vorgestellt

Allerdings war der Streuer nicht die einzige Neuerung,

die getestet wurde. Mit der sogenannten

»SnowCombi« wurde ein interessanter Prototyp

nach Österreich gebracht. Das Konzept besteht

aus einem Schneeschild mit einer dahinter gelagerten

Kehrmaschine vom Typ »580« und kommt

ursprünglich aus dem Flughafen-Bereich. »Jetzt erproben

wir gerade den Kommunal-Einsatz«, berichtet

Frank Blömer, Business Development bei Bema.

Bei den gefahrenen Tests machte das Gerät einen

guten Ersteindruck. Allerdings wären schneereichere

Zustände sicherlich wünschenswert gewesen,

um die Leistung besser zu beurteilen. Vielleicht ist

dies aber bald in anderem Rahmen möglich. Denn:

»Wir evaluieren gerade, ob wir das Produkt zeitnah

marktreif machen können.« Die Grundidee für eine

»SnowCombi« in dieser Größe besteht schon

seit einigen Jahren, wie Sonja Koopmann mitteilte.

»Es gab auch immer mal wieder Anfragen, deswegen

haben wir uns im vergangenen Jahr intensiv

mit der Konstruktion eines Prototypen beschäftigt.«

Wie auch bei den Kehrmaschinen liegt der

Fokus hier auf einer Verringerung der benötigten

Streumittel. Das Fazit lautet: Die Technik von Bema

und Amazone hat überzeugt. Und zur Wahrheit gehört

auch, dass die Zusammenführung dieser beiden

»Entwicklerschubladen« sinnige, nachhaltige

und vor allem technisch weitergedachte Lösungen

auf den Weg gebracht hat. k

Kombiniert

An der Front sorgen

Bema-Schneeschilder für starke

Räumleistung, während die

Amazone-Streuer im Heck auf

ein präzises Streubild und große

Flächenleistung setzen.

Ein Prototyp: Das Konzept der

»SnowCombi« stammt ursprünglich aus

dem Flughafenbereich und soll nun für

den Kommunaleinsatz erprobt werden.

ONLINE

In der aktuellen

Podcast-Folge

von »Stadt, Land,

Straße« erfahren Sie

mehr zu den »Winter

Action Days«.

GaLabau & Kommunal April 2026 37


Born to

transform.

Built to

last.

Neues Vakuum-Handverlegegerät

für Platten bis 250 kg

Seit 40 Jahren ist

Rototilt® führend in

der Entwicklung von

Tiltrotatoren – und hat

damit die Arbeitsweise

von Bedienern sowie das

Potenzial von Baggern

verändert. Während

wir diesen Meilenstein

feiern, streben wir weiter

nach Innovationen in

der Branche. Ein Hoch

auf das nächste Kapitel

des Wandels.

Mehr Info unter

rototilt.com

Schnell, einfach und präzise: das Handverlegegerät von Probst.

PROBST

rototilt.com

PROBST – Kabellos, flexibel

und vielseitig einsetzbar, per

Hand oder als Anbaugerät: Mit

dem neuen »M-Jet-250«-Vakuum-Handverlegegerät

erweitert

Probst das Sortiment um einen

kompakten und leistungsstarken

Vakuumheber für das

sichere und ergonomische

Verlegen schwerer Platten.

250

Kilogramm

Der nur 16 kg leichte

»M-Jet-250« hebt

Elemente bis 250 kg.

Ob Natursteinplatten, Betonplatten,

Fliesen, Waschbetonplatten

oder andere poröse

Baustoffe: Der nur 16 kg leichte

»M-Jet-250« hebt Elemente bis

250 kg zuverlässig und arbeitet

dank

18 V/10-Ah-CAS-Akkutechnik

komplett kabellos. Damit ist

der »M-Jet-250« besonders flexibel

einsetzbar und unabhängig

von externen Stromquellen.

Er lässt sich zudem ideal an unterschiedliche

Baustellensituationen

anpassen. Zwei Personen

können das Gerät komfortabel

über ergonomisch verstellbare

Handgriffe bedienen. Eine kabelgebundene

Fernbedienung ermöglicht

es, das Vakuum direkt

per Knopfdruck zu lösen. Alternativ

kann der »M-Jet-250« über die

integrierte Aufhängeöse auch an

Baggern, Radladern oder anderen

Trägergeräten eingesetzt werden.

Dadurch ist der Vakuumheber sowohl

im Handbetrieb als auch als

Anbaugerät einsetzbar.

Schneller Saugplattenwechsel

Ein wichtiger Vorteil des

»M-Jet-250« ist das optional erhältliche

Schnellwechselsystem

für Saugplatten. Die Saugplatten

lassen sich in kurzer Zeit ohne

Werkzeug austauschen. Das System

ist identisch mit dem des

»Speedy VS«, sodass bereits vorhandene

Saugplatten weiterhin

genutzt werden können. Für den

Baustellenalltag ebenfalls praktisch:

Die umklappbaren Handgriffe

ermöglichen eine stabile

Parkposition, in der das Gerät

sicher steht und die Saugplatte

frei hängt. So bleibt die Saugfläche

sauber, und die Dichtung

wird geschont.

Sicherheit im Blick

Das integrierte Display informiert

jederzeit über den aktuellen

Unterdruck. Zusätzlich zeigen

gut sichtbare LEDs an, ob

das aufgenommene Element sicher

gehalten wird: Grün signalisiert

sicheren Halt, Rot weist auf

unzureichenden Unterdruck hin.

Das erhöht die Arbeitssicherheit

auf der Baustelle. Durch die

CAS-kompatible

Akku-Schnittstelle

kann neben dem Standard-CAS-18-V/10-Ah-Akku

jeder

18-V-CAS-Akku ab 8 Ah verwendet

werden.

j

38

April 2026

GaLaBau & Kommunal


Leistungsstarke Präzision

für den professionellen

Holzbau

Das Stufengetriebe der

neuen Akku-Kreissäge

erlaubt eine maximale

Schnitttiefe von 66 mm.

MILWAUKEE – Mit der

»M18 Fuel«-Akku-Kreissäge

»FCSDC165-552C« stellt Milwaukee

ein neues 18-V-Modell

für präzise und kraftvolle

Sägearbeiten vor. Das Gerät

richtet sich an professionelle

Anwender in Handwerk und

Industrie, die auf der Baustelle

oder in der Werkstatt eine hohe

Schnittleistung mit maximaler

Flexibilität verbinden möchten.

Die Kreissäge mit 165-mm-Sägeblatt

ist konsequent auf

kontrollierte, saubere Schnitte

und effiziente Arbeitsabläufe

ausgelegt.

Kompatibel

Ein zentrales Merkmal der »M18

FCSDC165-552C« ist die Kompatibilität

mit Führungsschienen.

Das Stufengetriebe der neuen

Akku-Kreissäge erlaubt

eine maximale Schnitttiefe

von 66 mm. Dabei arbeitet sich

das 165-mm-Sägeblatt kraftvoll

und schnell durch das Material.

Selbst bei anspruchsvollen

Trennschnitten arbeitet die

Kreissäge laut Milwaukee mit

konstanter

Geschwindigkeit

und ohne zu blockieren oder

zu überhitzen. In Kombination

mit einem 5,5-Ah-»High-Output«-Akku

lassen sich bis zu 400

Schnitte in Kiefernholz mit den

Abmessungen 90 x 35 mm realisieren.

Schrägschnitte sind von

0 bis 45° möglich, zusätzlich erweitert

eine –5°-Einstellung den

Anwendungsbereich. Ein zentrales

Merkmal der »M18 FCS-

DC165-552C« ist die Kompatibilität

mit Führungsschienen, die

für viele Anwendungen im Innenausbau

und im konstrukti-

ven Holzbau entscheidend ist.

Der entsprechende Adapter ermöglicht

exakte Schnitte entlang

der Schiene. Die metrische

Tiefenskala erleichtert dabei die

präzise Einstellung der Schnitttiefe.

Für eine klare Sicht auf die

Schnittlinie sorgen ein integriertes

Staubgebläse sowie ein LED-

Licht zur Ausleuchtung des Ar-

MILWAUKEE

Mit der »M18 FCSDC165-552C« ergänzt Milwaukee seine »M18«-Plattform um ein Werkzeug,

das den hohen Anforderungen professioneller Anwender im Holzbau gerecht wird.

beitsbereichs. Zusätzlich ist die

Kreissäge mit einem schwenkbaren

»DEK 26«-Staubanschluss

ausgestattet. Dieser führt den

Absaugschlauch vom Schnittbereich

weg und verhindert, dass er

am Material hängen bleibt. Der

Adapter passt auf alle Absauger

von Milwaukee und unterstützt

ein sauberes Arbeiten.

j

PLATZ DA!

Container flexibel mieten.

0800 /

501 5627

beutlhauser.de/container

GaLabau & Kommunal April 2026 39


Mit einer einzigen Maschine können

Lasten befördert, Schüttgut transportiert

und Personen zu Lösch- oder Bergungszwecken

gehoben werden.

Spezialumbauten für Rettung

und Katastrophenschutz

MANITOU – Seit einiger Zeit nimmt die Zahl klimabedingter Naturkatastrophen

signifikant zu. Feuerwehren und Hilfsorganisationen

wie THW oder DLRG sehen sich bei Stürmen, Überschwemmungen

oder Bränden mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert.

Für Einsätze wie diese bieten sich Maschinen wie der kompakte

Teleskoplader »MT 730 H« an. Dieser ist in der Lage, sich auf unterschiedlichsten

Böden zu bewegen, große Höhen zu erreichen und

lässt sich zudem für wechselnde Anforderungen schnell umrüsten.

MANITOU (2)

Die Auslieferung von Hilfsgütern

sowie der Transport von Sandsäcken,

Big-Bags und Hochwasserschutzsystemen

sind nur ein Teil des

Aufgabenbereichs der Einsatzkräfte.

Räum- und Bergungsarbeiten

bei Großschadenslagen, Auslieferung

von Hilfsgütern sowie

Hochwassereinsätze – wie der

Transport von Sandsäcken, Big-

Bags und Hochwasserschutzsystemen

– sind nur ein Teil des Aufgabenbereichs

der Einsatzkräfte.

Durch den Einsatz eines Manitou-Teleskopladers

kann die Sicherheit

der Helfer und der betroffenen

Personen verbessert

werden, da sich Gefahrenbereiche

unbedenklicher erreichen

lassen. Um die Situation jederzeit

im Blick zu behalten, bieten

Kameras an Front, Heck und Seite

eine Rundumsicht, und je nach

Modell ist auch eine Steuerung

der Maschine via Funk möglich.

Vielseitig einsetzbar

Für Hilfsorganisationen präsentiert

sich ein Teleskoplader als

ein äußerst vielseitiges Einsatzfahrzeug,

da es sich durch die

unterschiedlichen Anbaugeräte

als Arbeitsbühne für Rettungsaktionen

bis hin zum Transport

von schweren Materialien und

Ausrüstungen nutzen lässt. Aufgrund

der Vielseitigkeit der Maschine

ist ebenfalls eine duale

Nutzung denkbar, bspw. kann sie

auch auf dem Bauhof von Kommunen

eingesetzt werden. Auch

diverse Sonderbauten sind möglich,

auf die sich etwa der Manitou-Vertriebspartner

Hald & Grunewald

GmbH spezialisiert hat.

Nach Angaben von Manitou

eignen sich gleich mehrere Maschinen

für Feuerwehren und

Hilfsorganisationen bzw. können

entsprechend umgebaut

werden. So vereint der Teleskoplader

»MT 625 HA« Kompaktheit

mit Vielseitigkeit. Mit einer

Breite von 1,80 m und einer Höhe

von weniger als 2 m lässt er

sich in engen Bereichen leicht

manövrieren. Durch die standardmäßige

Arbeitsbühnenausstattung

eignet er sich besonders

für Feuerwehren, die einen

vielseitigen Teleskoplader

suchen. Mit einer einzigen Maschine

können Lasten befördert,

Schüttgut transportiert und Personen

zu Lösch- oder Bergungszwecken

gehoben werden. Das

»Flow Sharing«-Steuergerät ermöglicht

die gleichzeitige Ausführung

von Hub- und Ausziehbewegungen

für mehr Produktivität

und Präzision.

Auch der Manitou-Teleskoplader

»MT 730 H« bzw. »MT 930

HA« punktet mit einer Breite und

einer Höhe von 2 x 2 m sowie einem

kurzen Wenderadius von

3,33 m, was eine mühelose Fortbewegung

in engem Gelände

oder Gebäuden ermöglichen soll.

Die Maschine verfügt über eine

Tragkraft von 3 t und eine Hubhöhe

von 6,9 m bzw. 8,85 m. Aufgrund

der Fahrwerkskonstruktion,

der hohen Bodenfreiheit

und aktiven Hinterrad-Pendelachse

sei laut Manitou »ein exzellentes

Fahrverhalten im Gelände

und bei allen Wetterbedingungen

garantiert«. Mit dem Manitou-Schnellwechsler

können

spezielle Anbaugeräte unkompliziert

gewechselt werden, um

flexibel auf verschiedenste Einsätze

reagieren zu können.

Dank seiner Wendigkeit und

Vielseitigkeit eignet sich zudem

der Ultra-Light-Manitou (ULM)

als ultrakompakter Teleskoplader

für unterschiedlichste Feuerwehr-Einsätze.

Er wurde speziell

für Arbeiten in engen und

schwer zugänglichen Bereichen

entwickelt. Mit seinem geringen

Gewicht und seinen kompakten

Abmessungen lässt er

sich mühelos manövrieren und

problemlos auf einem Anhänger

transportieren. Er ist in zwei

Varianten erhältlich – als »ULM

412« und als »ULM 415« –, die

sich durch ihre Leistung und

Tragkraft unterscheiden. Eine

große Auswahl an Anbaugeräten

macht ihn zu einem flexiblen

Allrounder. Trotz seiner

kompakten Größe überzeugt er

mit robuster Bauweise und hoher

Hubleistung.

s

40

April 2026

GaLaBau & Kommunal


SONDER

THEMA

ADOBE STOCK

SCHALUNG,

GERÜSTE & BETONBAU


Konzipiert für große Schalflächen

und schwere Fertigteile: die

Stahlriegel-Deckentische

»Variodeck« von Peri.

Vom Kantholz zur

Systemschalung

Baustelle gespart, trug gleichzeitig aber auch dabauMAGAZIN

– Die Verwendung

von Schalungslösungen

ließe sich vermutlich bis in das

Römische Reich zurückverfolgen

– und ohne sie hätten

wir Menschen auf wahrlich

vieles verzichten müssen. Das

bauMAGAZIN hat sich mit der

Geschichte befasst und wollte

gleichzeitig von Herstellern

der Branche wissen, was die

größten Meilensteine in der

Entwicklung waren.

PERI

Dan Windhorst

Fünf Kanthölzer, drei Sperrholzplatten, ein paar

Bretter und ein bisschen Spanndraht – auf diese

Weise wurde teils bis in die späten 1970er-Jahre

auf deutschen Baustellen geschalt. Statt wie heute

wurde flächendeckend auf Holz gesetzt, was einem

Maurer früher noch viel weitreichenderes handwerkliches

Können abverlangt hat. Später verbreitete

sich der Einsatz von soliden Rahmenschalungen

und Systemlösungen, die, entgegen ihren Holzpendants,

zuverlässiger, langlebiger und zuweilen

wiederverwertbar waren. Der Übergang von handwerklicher

Brettschalung zu standardisierten Rahmenschalungen

dürfte sicherlich der wichtigste

Meilenstein gewesen sein. Die Serienfertigung

wiederverwendbarer Systeme hat viel Zeit auf der

zu bei, den gewaltigen Baubedarf in Deutschland

zu decken. Denn: Spätestens der Nachkriegsboom

hat Großbauprojekte notwendig gemacht, wie wir

sie vorher kaum kannten. Beispielhafte Akteure in

dieser Zeit waren Hersteller wie Peri und Doka. Im

Mittelpunkt standen Kletter- und Gleitschalungen,

etwa für den Bau von Hochhäusern und Brücken,

sowie Verbund- und Mehrwegschalungen aus Stahl

und Aluminium, um die Lebensdauer zu erhöhen.

Stetig weiterentwickelt

Ab den 1990er-Jahren rückten außerdem

Ein-Mann-Schalungssysteme in den Fokus und

auch die CAD-Planung von Schalungseinsätzen

wurde thematisiert. Im Zentrum des Ganzen stand,

dass man Wirtschaftlichkeitsberechnungen für

42

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


Um bei Wand- oder Deckenschalung für verlässlichen

Seitenschutz zu sorgen, hat Paschal mitunter sein »Secuset«

entwickelt – es ist vielfältig einsetzbar, einfach montiert und

erfüllt die hohen Sicherheitsstandards nach DIN EN 13374.

Schalungsarbeit vornehmen konnte und überdies

neuen europäischen Normen entsprechen musste.

Und ab dieser Zeit sprengte der Erfindergeist alle

bisherigen Erwartungen. Sinnbild dafür waren digitale

Schalungsplaner, BIM-Integration, Tracking

von Schalungselementen, Plattformstrategien der

großen Hersteller sowie »Lean Construction«, um

Material- und Zeitverschwendung zu minimieren.

Nachhaltig auf der Baustelle

Seit den 2020er-Jahren begegnet die Schalungsbranche

einer neuen Herausforderung: Bauen

muss künftig nachhaltiger, umweltfreundlicher

und zuweilen automatisierter gelingen. Das betrifft

insbesondere die CO2-Reduktion im Betonbau, den

klaren Fokus auf Kreislaufwirtschaft sowie den Einsatz

von Robotik und 3D-Betondruck, was teils schalungsfrei

geschieht. Große Relevanz haben mitunter

neue Hybridbauweisen sowie Schalhaut-Innovationen,

die aus Kunststoff oder Recyclingmaterial

bestehen.

PASCHAL

zu kommt die Verwendung von CAD/CAM: Darüber

gelingt die Konstruktion von Schalungen in 2D

und 3D. Ebenso lassen sich Daten für die Fertigung

nutzen (CNC-Fräsarbeiten oder Zuschnitte von Alu-

oder Holzplatten). Ein gewaltiger Vorteil ist die optimierte

Wiederverwendbarkeit von Bauteilen. Große

Fortschritte hat es außerdem im Bereich Logistik

und Ressourcenmanagement gegeben. Mittels

RFID, QR-Code oder GPS an den jeweiligen Schalungselementen

gelingt eine Echtzeitübersicht –

jeder weiß letztlich, wo sich welches Element auf

der Baustelle befindet. Das vermeidet beispielsweise

Zeitverzögerungen und Materialengpässe. Digital

lassen sich zudem Just-in-time-Lieferungen ermöglichen

– das spart Lagerfläche und reduziert

Transportkosten.

Automatisierung am Bau

Die nächste Entwicklungsstufe ist die Automatisierung

auf der Baustelle – und die schreitet nicht erst

seit gestern voran. Wir kennen beispielsweise den

Einsatz selbstkletternder Schalungssysteme (SCS):

Hydraulisch betriebene Klettersysteme bewegen

sich ohne Kran von einem Betonierabschnitt zum

nächsten nach oben. Außerdem kennen wir automatisierte

Gleitschalung. Moderne Schalungssysteme

integrieren darüber hinaus Sensorik für die

Überwachung von Betondruck, Temperatur, Hydraulik

und Neigung. Auf diese Weise erhalten wir

ein Frühwarnsystem bei Überlastung. Und auch die

Die Zukunft: Der teilautomatisierte

»Doka-

Xbot«-Lift vereinfacht

Überkopfarbeiten und

sorgt für mehr Sicherheit

und Effizienz auf der

Baustelle.

Smarte Schalungslösungen

Ein Blick auf heutige Baustellen zeigt: Die »Evolution«

von Schalung ist im digitalen Zeitalter angekommen.

Für vieles ist smarte Technik nahezu unverzichtbar

geworden – insbesondere deshalb, weil

digitale Lösungen zu weit höherer Produktivität beitragen.

Das betrifft die Planung, Steuerung sowie

Überwachung und Logistik. An vorderster Front

steht Building Information Modeling (BIM): Neben

digitalen 3D-Modellen von Bauwerk und Schalungselementen

reicht das über Planungssoftware, welche

Rüstzeiten, Lastverteilung und Materialbedarf

simuliert, bis hin zur Kollaboration zwischen Architekt,

Statiker und Schalungshersteller. Geschaffen

wurde damit eine erstaunliche Synergie. Hin-

DOKA

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 43


Eisenbewehrung notwendig macht und die Systeme

vielerorts noch kostenintensiv sind. Aber: Der

3D-Betondruck ist ein stark wachsender Sektor, der

nach Ansicht zahlreicher Verbände, Bauunternehmer

und Betonexperten nicht zu unterschätzen ist.

Um Rechteckstützen

zu schalen, wurde von

Mayer Schaltechnik die

»Pax«-Stützenschalung

entwickelt, was den

Aufwand enorm

verringert.

Robotik erhält Einzug – etwa bei der Vorfertigung.

Zuletzt vorgestellt wurden im Übrigen auch neue

automatisierte Antriebssysteme für die kletterbaren

Schalungslösungen, was das digitale Heben, Positionieren

und Steuern der Wandschalung über eine

App erlaubt. Erklärte Zielsetzung: Reduzierung

manueller Lastarbeit und Erhöhung der Präzision.

Für Aufmerksamkeit sorgt überdies der 3D-Betondruck

und damit ein mitunter schalungsfreies

Verfahren: Hierbei handelt es sich um ein additives

Bauverfahren, bei dem Beton schichtweise direkt

in die gewünschte Form gedruckt wird – man

kann es im Grunde mit einem überdimensionierten

3D-Drucker vergleichen. Festhalten lässt sich,

dass diese Idee ein hohes Automatisierungspotenzial

bei geringerem Materialabfall bietet. Der Stand

der Technik besagt aber, dass das Verfahren zumindest

jetzt noch nachträgliche Installationen wie die

MAYER SCHALTECHNIK

Damals und heute – ein Fazit

Der Wandel von einfachen Holz- und Stahlkonstruktionen

zu hochentwickelten Systemen, die auf

digitale Raffinessen und bessere Materialien setzen,

ist bemerkenswert. So im Übrigen auch bei

Schalungsplatten: Diese sind heute auf extreme

Langlebigkeit ausgelegt. Mit »alkus« findet sich

z. B. eine Vollkunststoffplatte am Markt, die im Betonbau

bis zu 30 Mal länger halten soll als ein Pendant

aus Holz. Während die vergangenen Jahrzehnte

von Schalungslösungen geprägt waren, die sich

einfach montieren, wiederverwenden und modular

nutzen ließen, geht der Trend mittlerweile zur

Automatisierung, Robotik und digitalen Steuerung.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zukunft

des Bauens bei allem Fortschritt nicht auf

menschliche Baukompetenz verzichten kann. Tatsächlich

gehen Experten davon aus, dass es im Kern

um das Zusammenwirken von traditioneller Bauweise

und smarter Technik geht. Künftiges Schalen

soll vorrangig schneller, sicherer und ressourcenschonender

gelingen. Und ein Blick auf den deutschen

Markt zeigt, dass wir hierzulande von Schalungsherstellern

profitieren, die sich seit vielen Jahren

als hochinnovative Vordenker erwiesen haben.

In diesem Zusammenhang hat das bauMAGA-

ZIN die Geschäftsführer der wichtigsten Hersteller

befragt. In den nachfolgenden Statements beschreiben

Alkus, Mayer Schaltechnik, Doka und Paschal

den Wandel von Schaltechnik – und zeigen,

dass die gesamte Branche bereits seit vielen Jahren

von starkem Erfindergeist geprägt ist.

d

Die Zukunft

Künftiges Schalen soll vorrangig

schneller, sicherer und

ressourcenschonender gelingen.

Mit einem unternehmenseigenen

KI-Service ermöglicht

Doka die automatische

Zählung und Identifizierung

von Produkten im Lager.

DOKA

44

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


»Schalung muss sich

auf der Baustelle bewähren«

Schalung kann heute deutlich mehr, als lediglich Beton

in Form zu bringen. Sie ist ein entscheidender Faktor

für Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der

Baustelle. Genau hier hat sich die Branche in den vergangenen

Jahren stark weiterentwickelt. Bauunternehmen

erwarten heute Systeme, die schneller montiert werden

können, die Abläufe vereinfachen und gleichzeitig eine

hohe Ausführungsqualität sichern. Gleichzeitig steigen

der Zeitdruck auf der Baustelle und die Anforderungen

an Flexibilität. Bei Mayer Schaltechnik sehen wir unsere

Aufgabe darin, genau auf diese Anforderungen praxisnahe

Antworten zu geben. Als mittelständischer Hersteller

konzentrieren wir uns bewusst auf besonders innovative

und wirtschaftliche Schalungssysteme, die Bauunternehmen

im täglichen Einsatz einen echten Vorteil bieten.

Unsere Entwicklungen entstehen nicht im Elfenbeinturm,

sondern im engen Austausch mit Anwendern und aus konkreten

Anforderungen der Baupraxis. Entscheidend sind

dabei eine einfache Handhabung, kurze Rüstzeiten und

ein Systemgedanke, der den Baustellenalltag spürbar

erleichtert. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist auch unsere

neue Deckenschalung »klappMAX«. Sie wurde darauf ausgelegt,

Montagezeiten massiv zu reduzieren und Arbeits-

abläufe effizienter zu gestalten.

Durch das klappbare System

lassen sich Decken schneller

und sicherer herstellen, während

Transport und Handling

vereinfacht werden. Gerade in

Zeiten von Fachkräftemangel

MARION MAYER-SORGO –

Geschäftsführerin der Mayer

sind solche Lösungen ein wichtiger

Beitrag, um Baustellen

Schaltechnik GmbH.

produktiver zu machen. Darüber hinaus verändert auch

die Digitalisierung den Bauprozess. Themen wie digitale

Planung, BIM oder softwaregestützte Projektvorbereitung

gewinnen an Bedeutung und führen dazu, dass Schalung

stärker in den gesamten Bauablauf integriert wird. Wir

sehen darin große Chancen, die Prozesse noch besser

zu verzahnen. Trotz aller Entwicklungen bleibt für uns

ein Grundsatz entscheidend: Schalung muss sich auf der

Baustelle bewähren. Wirtschaftlichkeit, einfache Anwendung

und zuverlässige Systeme stehen deshalb weiterhin

im Mittelpunkt. Genau hier sehen wir auch die Stärke mittelständischer

Hersteller – nah an der Praxis, schnell in der

Umsetzung und konsequent am Bedarf der Bauunternehmen

orientiert.

MAYER SCHALTECHNIK

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 45


»Die Kür wird sein, all diese Daten

smart miteinander zu vernetzen«

DOKA

Schalung soll die Idee des Planers

Wirklichkeit werden lassen

und Bauunternehmen das

zusätzliche Quäntchen Wettbewerbsvorteil

bieten. Dieser

Anspruch galt früher wie heute.

Doch die Möglichkeiten haben

sich aufgrund des technologischen

Fortschritts der vergangenen

Jahre und Jahrzehnte

extrem weiterentwickelt. Klar,

bei der Produktwelt zählen nach

JOACHIM IMMERZ – wie vor Langlebigkeit, Schnelligkeit

sowie ein einfacher und

Geschäftsführer Vertrieb bei der

Doka Deutschland GmbH. sicherer Auf- und Abbau der

Schalung, wie bei unserer Wandschalung

»Framax Xlife plus« oder dem Deckenschalungssystem

»DokaXdek«. Was aber immer stärker in den Fokus

der Branche rückt, ist die technische Beratung und Unterstützung,

denn gute Planung ist das A und O. Das merkt

man spätestens auf der Baustelle. Wir bei Doka merken

es daran, dass wir oft schon in der Submissionsphase

hinzugezogen werden. Das heißt, das Engineering rund

um Schalung wird für unsere Kunden immer wichtiger.

Hier zählt neben unserem Know-how auch die Fähigkeit

unserer Teams, sich immer wieder kreative Lösungen zu

überlegen, die überzeugen, weil sie funktionieren. Technisch

entwickelt sich 3D-Planung zum Standard, am besten

gleich modellbasiert via BIM, insbesondere im größeren

Projekt umfeld. Außerdem hält die Digitalisierung auch

auf der Baustelle spürbar Einzug. Beispiel Sensorik: Da

sich Betonmischungen verändern, etwa wenn es um klimafreundlichere

Rezepturen geht, braucht der Markt verlässliche

Daten zum Aushärtungsverhalten dieser Betone. Diese

liefert unser Beton-Monitoringsystem »Concremote«. So

hat man etwa beim Berliner Projekt Edge Friedrichspark

CO 2 -reduzierten Beton eingesetzt. Dessen Temperaturentwicklung,

und damit die Druckfestigkeit, wurden mit den

»Concremote«-Sensoren erfasst und überwacht. Sensorik

spielt aber auch an der Schalung selbst eine Rolle, etwa bei

hohen Betoniergeschwindigkeiten oder massiven Bauteilen.

Dafür haben wir »DokaXact« entwickelt, das verlässliche

Daten zum Betondruck auf Schalung und Anker liefert.

Überhaupt: Die Digitalisierung der Prozesse – von der

Planung über das Bauhofmanagement und die Logistik bis

hin zum Schalungseinsatz auf der Baustelle – gewinnt an

Bedeutung. Die Kür wird sein, all diese Daten smart miteinander

zu vernetzen und unter Einsatz von KI zusätzliche

Wettbewerbsvorteile für sich herauszuziehen. Dann wird

aus dem Quäntchen ein substanzielles Quantum.

»Bauprozesse wirtschaftlicher und

ressourcenschonender gestalten«

Die Anforderungen an Schalungssysteme haben sich

in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während

früher häufig der reine Anschaffungspreis im Vordergrund

stand, rücken heute vor allem Wirtschaftlichkeit

über die gesamte Nutzungsdauer, Nachhaltigkeit

und Prozesssicherheit stärker in den Fokus. Schalung

ist heute weit mehr als ein temporäres Werkzeug auf

der Baustelle – sie wird zunehmend zu einem langlebigen

Produktionsmittel im Bauprozess. Mit der Vollkunststoffplatte

hat alkus bereits im Jahr 2000 eine

Alternative zu klassischen Sperrholz-Schalplatten entwickelt.

Durch ihre mehrschichtige Kunststoff-Sandwichkonstruktion

ist sie formstabil, feuchtigkeitsunempfindlich

und reparierbar. Mehrere Hundert bis über

tausend Einsätze sind möglich – mit konstant hoher

Betonoberflächenqualität. Ein entscheidender Vorteil

liegt in der Reparaturfähigkeit und Wiederverwendbarkeit.

Nach ihrem Einsatz können die Platten weiterverwendet

oder instandgesetzt werden. Dadurch verlängert

sich die Lebensdauer deutlich, während die Kosten pro

Einsatzzyklus erheblich sinken.

Parallel gewinnt auch die Digitalisierung

der Bauprozesse

an Bedeutung – etwa durch

BIM-basierte Planung, digitale

Baustellenlogistik oder

RFID-gestützte Materialverfolgung.

Die Vollkunststoffplatte

von alkus kann dafür

beispielsweise mit RFID-Tags

oder anderen Identifikationssystemen

ausgestattet werden,

um Einsatzzyklen oder

Materialflüsse nachvollzieh-

DANIEL KELLER. –

Geschäftsführer der alkus AG.

bar zu machen. Die Digitalisierung

der Baustelle wird aber nur funktionieren, wenn

auch die eingesetzten Hilfsmittel langfristig und eindeutig

identifizierbar sind. Am Ende geht es darum, Bauprozesse

nicht nur digitaler, sondern vor allem wirtschaftlicher

und ressourcenschonender zu gestalten.

ALKUS

46 April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


»Zukunft der Schalung:

modular und digital«

Die Schalungstechnik hat sich in den vergangenen Jahren

deutlich weiterentwickelt. Heute geht es längst

nicht mehr nur um das reine Betonformwerkzeug, sondern

um ein integriertes System aus Technik, Planung,

Digitalisierung und Service. Bauunternehmen erwarten

Lösungen, die Bauprozesse schneller, sicherer und wirtschaftlicher

machen – und gleichzeitig flexibel genug

sind, um unterschiedlichste Projekte effizient abzubilden.

Bei Paschal sehen wir zwei zentrale Entwicklungen:

Zum einen steigt der Anspruch an Produktivität und zum

anderen an die Ergonomie auf der Baustelle. Systeme

müssen leichter, einfacher zu handhaben und gleichzeitig

leistungsfähig sein. Ein Beispiel dafür ist die Weiterentwicklung

unserer Leichtschalung »NeoR«. Neben

den bewährten Stahlelementen wurde das System um

»NeoR.alu« erweitert. Mit einem Gewicht von nur 23 kg

pro Element ermöglichen sie ergonomisches, kranunabhängiges

Arbeiten, ohne Kompromisse bei Stabilität oder

Präzision einzugehen. Zum anderen wächst die Bedeutung

digitaler Technologien im Betonbau. Digitale Planungstools,

BIM-Anbindungen und intelligente Sensorik

helfen dabei, Bauprozesse transparenter und besser

steuerbar zu machen. Ein Beispiel

ist »Maturix«, ein System

zur Echtzeitüberwachung der

Betonreife. Sensoren liefern

kontinuierlich Daten zur aktuellen

Festigkeit sowie auch zielsichere

Erhärtungsprognosen

des Betons und ermöglichen

so eine präzisere Planung des

PETER FISCHER –

Geschäftsführer

der Paschal-Werk G. Maier GmbH.

Ausschalzeitpunkts sowie eine effizientere Nutzung von

sämtlichen Ressourcen auf der Baustelle. Unsere Erfahrung

zeigt: Für Bauunternehmen zählen neben Innovation

vor allem Zuverlässigkeit, Planungsunterstützung

und partnerschaftlicher Service. Schalung entwickelt

sich deshalb immer stärker zu einer ganzheitlichen

Lösung – bestehend aus leistungsfähiger Technik, digitalen

Werkzeugen und praxisnaher Beratung. Die Zukunft

der Schalung liegt somit in der intelligenten Verbindung

aus bewährter Ingenieurskunst, modularen Systemlösungen

und digitalen Technologien. Ziel ist es, Bauunternehmen

dabei zu unterstützen, Projekte effizienter,

sicherer und wirtschaftlicher umzusetzen.

PASCHAL

ARBEITSSCHUTZ

NEU DEFINIERT!

XPRO - DAS INTELLIGENTE

SICHERHEITSMODUL FÜR

HOCHDRUCKSPRITZPISTOLEN

MAXIMALER SCHUTZ

BESUCHEN SIE UNS!

HALLE C4, STAND 251/350

MODERNSTER SICHERHEITSSENSOR

VOLL INTEGRIERT

Hammelmann GmbH

(0) 25 22 / 76 - 0

Carl-Zeiss-Straße 6-8

mail@hammelmann.de

Sonderthema: Schalung, Gerüste D-59302 & Betonbau Oelde

www.hammelmann.de

April 2026 47


Voll aufgegangen:

Doka-Konzept für komplexes

Brückenbauprojekt

DOKA – An der A 45 bei Sechshelden in Hessen wird die bestehende Autobahnbrücke

bei laufendem Verkehr ersetzt. Beengte Platzverhältnisse in Orts- und Hanglage,

komplexe Pfeilergeometrien sowie ein straffer Bauzeitenplan prägen das Projekt. Den

Anfang der dreiteiligen Umsetzung macht der Unterbau. Für sämtliche Schalungsleistungen

beauftragte die bauausführende Implenia Doka, deren Konzept so überzeugte,

dass man die partnerschaftliche Zusammenarbeit in den weiteren Bauphasen

fortsetzen möchte.

Ersatzneubau Talbrücke

Sechshelden: Abriss und

Neubau bei laufendem

Verkehr, mit beengten

Platzverhältnissen in

Orts- und Hanglage,

erforderten eine

stimmige und exakte

Schalungsplanung.

Eng getakteter Zeitplan

Eine weitere Herausforderung sind die Dimensionen.

Die neue Brücke ist rund 930 m lang, die

neue Fahrbahn ruht auf 14 Pfeilern je Fahrtrichtung,

mit massiven Fundamenten und hohen Widerlagern

mit Vouten an den Überbaufeldern. Das

konstruktive Niveau ist hoch, ebenso wie der Anspruch

an das Schalungsbild bestimmter Bauwerksteile,

besonders an die aufgeweiteten Pfeilerköpfe

mit genau vorgegebener Oberflächenstruktur.

Hinzu kommen ein enger Zeitplan sowie

logistische Einschränkungen. Schalung, Traggerüst

und Sicherheitstechnik – alles muss zur richtigen

Zeit am richtigen Ort sein, und das in enormen

Mengen.

Erfahrungswerte genutzt

Für Implenia als technischer Federführer der Arge

war schnell klar, diese Mammutaufgabe gemeinsam

mit Doka stemmen zu wollen. Schon in

der Submissions- und Angebotsphase hatte man

intensiv zusammengearbeitet. Die Schalungsspezialisten

konnten bereits damals ihre jahrelange

Erfahrung im komplexen Infrastrukturbau einbringen,

etwa wie technische Anforderungen, Logistik

und Timing ineinandergreifen müssen. Genau

diese Erfahrung war auch bei Sechshelden

entscheidend, weshalb man den Schalungsauftrag

für den Unterbau komplett an Doka vergab.

Maßgeschneidert

Um das anspruchsvolle Schalungsbild

zu realisieren, entwickelten

die Doka-Ingenieure maßgeschneiderte

Formholzkästen,

jeweils 8,50 m hoch, mit integrierten

Einlegekästen.

Wie so viele Autobahnbrücken in Deutschland

weist auch die Talbrücke Sechshelden an der

A 45 zwischen Dillenburg und Haiger erhebliche

altersbedingte Abnutzungen auf und muss ersetzt

werden. Die alte Brücke soll im Zuge dessen bei laufendem

Verkehr abgerissen und neu gebaut werden.

Ein Projekt mit zahlreichen Herausforderungen. Eine

davon ist seine Lage: Das Baufeld liegt dicht am

Ortsrand von Sechshelden, teils in steiler Hanglage

und eingerahmt von einer Bahnlinie, dem Fluss Dill

und einer Bundesstraße – was Arbeiten unter äußerst

beengten Platzverhältnissen bedeutet.

Die Sicherheitsanforderungen

Mit Fundamenten, Widerlagern, Stützwänden

und Pfeilern war Doka für sämtliche tragenden

Bauteile der Talbrücke Sechshelden verantwortlich

und deckte von technischer Planung und Statik

über Systembereitstellung bis zu Fertigservice

und Schalungsvormontage nahezu die gesamte

Dienstleistungspalette ab. Wechselnde Gründungsebenen

und Hanglage bestimmten die Anforderungen

an die Fundamente. Diese wurden

mit »Framax Xlife« hergestellt, für die sicheren

Zugänge zu den Arbeitsebenen kamen Grabenbrücken

aus Dokas Modulgerüst »Ringlock« zum

Einsatz. Auch bei den Widerlagern war eine genaue,

sichere Planung wichtig: zum einen aufgrund

der teilweise sehr geringen Abstände zu Bestand

und Straße, auf der der Verkehr weiter fließen

musste; zum anderen wegen der Höhen von

48

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


bis zu 12 m mit anschließenden hohen Stützwänden.

Systemseitig setzte man auf die Trägerschalung

»FF20« mit »Top 50«-Komponenten, um die

gewünschte Brettstruktur in Sichtbeton (SB 2) zu

erzielen. Anzahl und Anspruch machten die Pfeiler

gleich in doppelter Hinsicht zum Prüfstein des

gesamten Unterbaus: 14 Vollpfeiler je Fahrtrichtung,

mit 8 m hohen, muschelartig aufgeweitetem

Kopf. Geschalt wurde hier wiederum mit »FF20«-

und »Top 50«-Komponenten sowie der Sperrenschalung

»D22« unter Einsatz der A-Bock-Bühnen.

Gerade die bewährte sich auf der engen Baustelle,

indem sie sicheres Arbeiten mit deutlich reduziertem

Bühnenaufwand ermöglichte.

Zeit und Kosten gespart

Eine besondere Aufgabe war die Schalungslösung

für die Pfeilerköpfe. Der Bauherr legte hier größten

Wert auf die Optik: eingelegter Brettspiegel,

klar verlaufende Sichtbänder, schräg angeordnete

Fugen. »Für die Schalungsplanung hieß das:

absolute Präzision, nichts dem Zufall überlassen«,

sagt Matthias Urban, einer der leitenden

Projektingenieure bei Doka. Um das anspruchsvolle

Schalungsbild entsprechend zu realisieren,

entwickelten die Doka-Ingenieure maßgeschneiderte

Formholzkästen, jeweils 8,50 m hoch, mit integrierten

Einlegekästen für ein exaktes Brettraster.

Die Kästen wurden komplett inhouse 3D-geplant,

modelliert und vormontiert, bevor sie auf

die Baustelle kamen. Jeder Kasten war ein Unikat

– abgestimmt auf Geometrie, Fugenbild und

Brettstruktur. Darüber hinaus mussten die Kästen

so stabil und robust gebaut werden, dass sie

über die gesamte Bauzeit standhalten. Vorab hatte

man schon in der Planungsphase analysiert und

Mit Fundamenten, Widerlagern,

Stützwänden und Pfeilern war

Doka für sämtliche tragenden

Bauteile der Talbrücke Sechshelden

verantwortlich.

auf Basis dieser Berechnungen gemeinsam entschieden,

die großflächigen Schalungseinheiten,

jeweils rund 65 m 2 , als Ganzes zu versetzen. Dies

übernahm ein Raupenkran mit hoher Tragfähigkeit

sowie Sondertraverse – eine Lösung, die sich

gegenüber dem aufwendigen Zerlegen und Wiederaufbauen

der Einheiten als zeit- und kostensparend

erwies. Den Erstaufbau für Kletterschalung

und Pfeilerköpfe übernahmen die Profis der

Doka-Schalungsvormontage.

Digitale Unterstützung

Zur Qualitätssicherung kamen bei Sechshelden

auch digitale Services zum Einsatz. So konnte

zum einen über die Sensoren von »DokaXact

Pressure« der Betondruck auf die Schalung präzise

überwacht werden. Zum anderen hatte die

Baustelle anhand der Temperaturanalyse per

» Concremote« stets das Aushärtungsverhalten

des Betons im Blick – smarte Technologien,

die Kontrolle und Transparenz in die entscheidenden

Bauphasen brachten. Und einer

von vielen Bausteinen, die das Projekt in seiner

Komplexität beherrschbar machten.d

Um Zeit und Kosten zu sparen,

wurden die großflächigen, vormontierten

Schalungseinheiten

als Ganzes versetzt.

930

Meter

Die neue Brücke ist rund 930 m

lang, die neue Fahrbahn ruht

auf 14 Pfeilern je Fahrtrichtung,

mit massiven Fundamenten

und hohen Widerlagern mit

Vouten an den Überbaufeldern.

Ausbau der Strecke

Der Ersatzneubau der

Talbrücke Sechshelden

ist Teil des sechsspurigen

Ausbaus der A45. Abbruch und

Neubau des ersten Teilbauwerks

(Richtung Frankfurt a. M.)

sind bereits fast abgeschlossen.

Im zweiten Bauabschnitt

erfolgen dann Abbruch und

Neubau in Fahrtrichtung

Dortmund. Die komplette

Fertigstellung des Projekts ist

für Mitte 2030 geplant.

DOKA (3)

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 49


Mit »Variokit«-Lösungen

fließt der Verkehr weiter:

Sie ermöglichen effizientes

Arbeiten von oben, ohne

Eingriffe in den laufenden

Straßen- oder Bahnverkehr.

PERI DEUTSCHLAND (4)

Systemlösungen für

Brückensanierung und -neubau

PERI – Tausende sanierungsbedürftige Brücken, eng getaktete

Bauzeiten, Personalmangel auf allen Ebenen: Der Infrastrukturbau

in Deutschland steht unter Druck. Peri will mit dem »Variokit«-Ingenieurbaukasten

und passenden Services neue Sicherheit in den

Brückenbau bringen. Angeboten werden Systemlösungen für die

drängendsten Herausforderungen bei Sanierung und Neubau.

Deutschlands Brücken werden

alt. Mehr als 25 000 sind

laut Experten dringend sanierungsbedürftig.

Viele sind dabei

so marode, dass Abriss und Neubau

wirtschaftlicher sind als eine

Instandsetzung. Gleichzeitig

steigt der Bedarf an neuen Brücken

– nicht nur für Autobahnen,

sondern auch für die kommunale

Infrastruktur und Bahnstrecken.

Dazu stehen Bauherren,

Planer und Ausführende

vor großen Herausforderungen:

knappe Budgets, zunehmender

Fachkräftemangel, hohe Sicherheitsanforderungen

und ein gestiegenes

öffentliches Interesse

an reibungslosen Abläufen.

Ein Land befindet sich im Sanierungsstau

– und die Frage ist: Wie

bauen wir unsere Zukunft?

Genau hier setzt Peri an. Mit

dem

»Variokit«-Ingenieurbaukasten

bietet der Schalungs- und

Gerüst hersteller ein intelligentes

System, das mehr ist als die

Summe seiner Teile: mietbare

und flexibel kombinierbare Bauteile,

ergänzt durch umfassende

Planungs-, Schulungs- und Supportleistungen

– vom ersten Entwurf

bis zur fertigen Brücke.

Systemintelligenz

statt Einzelbauteile

Ob Sanierung oder Neubau, ob

Bauweise im Stahlverbund oder

Ortbeton – das Grundprinzip

bleibt immer gleich: Mit nur wenigen

Bauteilen decke der »Variokit«-Ingenieurbaukasten

nach

Unternehmensangaben vielfältige

Anwendungsbereiche ab und

sei für fast alle Anforderungen im

Brückenneubau sowie bei der Sanierung

eine wirtschaftliche Lösung.

Damit sollen Bauunternehmen

vor allem von mehr Flexibilität

profitieren – denn 95 Prozent

aller Bauteile sind mietbar, was

kalkulatorischen Spielraum verschafft

und Investitionen variabel

hält. Aber auch beim Kauf zahlt

sich die Investition längerfristig

aus: Die Bauteile aus Stahl lassen

sich wiederverwenden und

bieten Langlebigkeit, wodurch

ganz nebenbei auch ein Beitrag

zur Nachhaltigkeit geleistet wird.

Besonders sticht heraus,

dass die Lösungen aus dem

»Variokit«-Ingenieurbaukasten

Mit mietbaren Systemlösungen aus dem

»Variokit«-Ingenieurbaukasten will Peri

Bauunternehmen dabei helfen, Kosten

zu senken und gleichzeitig flexibel auf

Projektanforderungen zu reagieren.

50

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


nicht nur untereinander flexibel

kombinierbar sind, sondern

auch mit den Bauteilen des Peri-»Up«-Gerüstbaukastens.

Somit

lassen sich exakt zugeschnittene

Lösungen inklusive Zugängen

und Arbeitsplattformen realisieren,

die den Herausforderungen

vor Ort bestmöglich entsprechen.

Denn davon gibt es im Brückenbau

derzeit mehr als genug:

Personalmangel, enge Zeitfenster,

komplexe Verkehrsführungen

und steigender Kostendruck

prägen nahezu jedes Projekt – ob

bei Sanierung oder Neubau. Mit

gezielten Anwendungslösungen

aus dem »Variokit«-Ingenieurbaukasten

will Peri diesen Herausforderungen

konkret und praxisnah

begegnen und dabei nicht

nur technisch überzeugen, sondern

als Partner auf Augenhöhe

auch bei der Planung und Ausführung

entlasten.

Herausforderung

Fachkräftemangel

Die ersten Herausforderungen

bei der Sanierung oder beim Neubau

einer Brücke entstehen meist

noch, bevor überhaupt gebaut

wird. In vielen Ingenieurbüros

fehlen erfahrene Tragwerksplaner,

insbesondere für die Vorplanung

und Ausschreibung. Aufseiten

der Bauunternehmen wiederum

mangelt es an Bauleitern und

Fachkräften mit Spezialwissen.

Peri setzt hier gezielt an – mit einem

umfassenden Leistungspaket

für beide Seiten. Während

Ingenieurbüros durch vollständig

ausformulierte Ausschreibungstexte

und strukturierte Planungsunterlagen

Zeit in der Vorbereitung

reduzieren, profitieren

Bauunternehmen von flexibel

kombinierbaren, mietbaren und

nachhaltigen

Baukastenlösungen.

Entwickelt für reale Baustellenbedingungen

und auf Wunsch

auch vormontiert lieferbar, sorgen

sie für eine deutliche Entlastung

auf der Baustelle. Zusätzlich

qualifiziert Peri mit einem eigenen

Schulungsprogramm Fachpersonal

für den Umgang mit »Variokit«-Anwendungen

– in Theorie

und Praxis, online oder im Peri-Ausbildungszentrum.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei

der Instandsetzung einer Brücke

ist die Gesimskappe von zentraler

Bedeutung, wenn das Ausmaß

des Verfalls noch begrenzt

ist. Die »Variokit«-Gesimskappenschalung

(VGK) wurde genau

für diesen Anwendungsfall

entwickelt. Ihre Einzelteile sind

so leicht, dass sie von nur einer

Person montiert werden können.

Die Konsolen sind flexibel und

stufenlos anpassbar – ohne zeitaufwendige

Umbauten oder erforderliche

Sonderteile. Und die

vormontiert gelieferte Bühneneinheit

spart Zeit für die Montage

vor Ort auf der Baustelle. Zeit,

die sonst von zusätzlichen Fachkräften

vor Ort aufgebracht werden

muss.

Alltag auf der

Baustelle: Zeitdruck

Im Brückenbau werden Zeitfenster

immer enger. Während

mehrere Gewerke parallel arbeiten,

müssen Abläufe reibungslos

funktionieren. Jede Verzögerung

bedeutet hohe Kosten und

organisatorische

Komplikationen.

Peri begegnet diesem Zeitdruck

mit einem durchdachten

Zusammenspiel aus technischer

Lösung, Planung und Logistik:

Für jede »Variokit«-Anwendung

werden auf Wunsch Taktplanung,

Arbeitsvorbereitung und Risikoanalysen

mitgeliefert. Hinzu

kommt die Möglichkeit, die Systeme

bereits vormontiert auf die

Baustelle liefern zu lassen, um

so noch mehr wertvolle Zeit zu

sparen.

Ein weiterer Anwendungsfall:

das »Variokit«-Freivorbaugerät

(VBC), das zum Einsatz

kommt, wenn der Überbau einer

Brücke in Ortbetonbauweise

ohne Hilfsunterstützung im darunterliegenden

Raum realisiert

werden muss – etwa über Gewässern

oder Naturschutzgebieten.

Das System ist hydraulisch verfahr-

und ausrichtbar und benötigt

dabei nur zwei Verankerungen

pro A-Rahmen. Das bedeutet:

minimale Durchdringungen

und ein schneller und reibungsloser

Baufortschritt. Zudem erlaubt

das hochtragfähige System

große Betonierabschnitte von bis

zu 5,75 m, was eine kürzere Gesamtbauzeit

ermöglicht.

Technisch wegweisend ist

laut Peri die innovative und unten

fahrende »Variokit«-Kragarmbahn

(VCT). Speziell entwickelt

für die Herstellung der

Fahrbahnplatte von Stahlverbundbrücken,

wird die VCT am

Tragwerk aus Stahl befestigt, sodass

alle Arbeiten von oben und

frei von Störungen, etwa in Form

von Durchdringungen oder

Fahrschienen eines Verbundschalwagens,

erfolgen können.

Das verbessert die Qualität der

Brücke – und sorgt gleichzeitig

für Effizienz: So können die Betonierarbeiten

für die Fahrbahn

deutlich schneller abgeschlos-

Das selbstfahrende

Freivorbaugerät »VCB«

von Peri ermöglicht

effizientes Arbeiten mit

reduziertem Personalaufwand

– ideal für Brückenbau

in Ortbetonbauweise

und bei engen Ressourcen.

Langzeitpartner

für Ihre Schalung.

www.alkus.com

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 51


während die wiederverwendbaren,

langlebigen Bauteile Nachhaltigkeit

und Effizienz erhöhen.

Die Möglichkeit zur Vormontage

und die schnellere Ausführung

dank flexibler Anpassungsmöglichkeiten

und einfacher Montagelogik

sparen zudem nicht

nur Zeit, sondern auch direkte

Kosten. Dazu kommt: Stammen

Schalung und Gerüst aus einer

Hand, ermöglicht das kurze Abstimmungswege,

nahtlose Prozesse

und minimiert Schnittstellen

– ein nicht zu unterschätzender

Faktor im Baustellenalltag.

Zeitkritische Projekte erfordern systematisches

Bauen. Mit »Variokit«-Lösungen

lässt sich der Baufortschritt effizient

takten – auch bei knappen Zeitfenstern,

wie etwa hier beim Bau der Filstalbrücke.

sen werden. Gerade bei Strecken

mit viel Verkehr ist das ein entscheidender

Vorteil.

Standard: Bauen bei

fließendem Verkehr

Viele Brücken liegen über hochfrequentierten

Autobahnen,

Bahnlinien oder innerstädtischen

Verkehrsachsen. In diesen

Ballungsräumen steigern

Verkehrsbeeinträchtigungen

Sicherheit durch

Weiterbildung

Unsere Themen speziell für die Baubranche:

• Baustellensicherung

• Straßen- und Tiefbau

• Ladungssicherung

• Arbeitsschutz

• Fahrausweise

• HAV

Jetzt neu!

15%

Rabatt

ab drei

Teilnehmern

• Wiederherstellung von Verkehrsflächen (Glasfaserausbau)

• Kontrolle von Gerüsten

Wir bieten Ihnen:

Online-Schulungen

Präsenz-Seminare

Inhouse-Schulungen

Digitale Kurse

Alle Themen und Termine finden Sie unter:

www.moravia-akademie.de

Tel: 0611/9502-360

kontakt@moravia-akademie.de

www.moravia-akademie.de

die CO₂-Belastung um ein Vielfaches,

weswegen das Bauen bei

laufendem Verkehr längst zum

Standard geworden ist – mit entsprechend

komplexen Anforderungen

an Baustellensicherheit

und Logistik.

Peri bietet dafür passgenaue

Lösungen, die den Zugang von

oben ermöglichen, Arbeitsbereiche

absichern und den darunterliegenden

Verkehr unbeeinträchtigt

weiterfließen lassen.

Die

»Variokit«-Gesimskappenschalung

(VGK) beispielsweise

wird mithilfe von Konsolen

an der Brücke aufgehängt, zunächst

die Arbeitsbühne, dann

die Schalungseinheit. Durch die

zwei getrennten Einheiten ist der

Bühnenbelag zu jeder Zeit geschlossen

und damit sicher. Das

Geländer kann zusätzlich mit einer

Volleinhausung ausgestattet

werden, wodurch die unten laufende

Fahrbahn vor herabfallendem

Baumaterial, etwa beim

Kappenabbruch oder Schalungsarbeiten,

geschützt ist.

Allgegenwärtiger

Kostendruck erfordert Effizienz

Nicht nur Zeit und Personal

sind knapp – auch der finanzielle

Spielraum ist begrenzt. Öffentliche

Vergaben orientieren sich

meist am günstigsten Anbieter.

Gleichzeitig steigen die Materialpreise

weiter, insbesondere für

Stahl, Holz und Beton. Der »Variokit«-Ingenieurbaukasten

setzt

hier laut Peri auf »Wirtschaftlichkeit

durch System«: Die Mietoption

hält Investitionen flexibel und

reduziert die Kapitalbindung,

Baukastensystem

als starker Partner

Die Stärke des »Variokit«-Ingenieurbaukastens

liegt nicht nur in

der Technik, sondern im Gesamtkonzept:

Peri denkt ans System –

und denkt mit. »Die größte Herausforderung

im Brückenbau ist

heute nicht die Statik, sondern

die Organisation. Genau hier

setzen wir an: mit einem Baukastensystem,

das Komplexität

reduziert. Und mit einem Team,

das nicht einfach nur liefert, sondern

partnerschaftlich begleitet

– von der Ausschreibung bis zur

letzten Abnahme«, so Christoph

Dilger, Leiter Produktmanagement

bei Peri Deutschland.

Ingenieurbüros profitieren

mit Peri von technisch fundierten

Ausschreibungstexten und

enger Projektunterstützung – für

effizientere

Ausschreibungen,

schnellere Prüfprozesse und

weniger Rückfragen in der Ausführung.

Gleichzeitig entlastet

Peri Bauunternehmen mit vormontiert

verfügbaren, mietbaren

Systemlösungen, die Personal,

Zeit und Kosten sparen – und

begleitet sie mit Planung, Statik,

Schulung und Logistik vom ersten

Takt bis zur fertigen Brücke.

Damit bietet Peri Lösungen, um

die drängendsten Herausforderungen

im Brückenbau gezielt

in Angriff zu nehmen: Fachkräftemangel,

Zeitdruck, Verkehrssicherheit

und Kosteneffizienz.

Und das auf Basis eines durchdachten

Systems, das modular,

wirtschaftlich und praxiserprobt

ist – bereit für die Infrastrukturwende

in Deutschland.

s

52

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


Schalung in

Sekunden reparieren

HERUD (2)

Erneuern statt entsorgen: Herud hat hier eine kluge Lösung entwickelt, die sich als nachhaltig erweist.

HERUD – Als Familienbetrieb legt die

Herud KG großen Wert auf Beständigkeit,

Vertrauen und Weitblick – und ist mit

diesem Grundsatz seit über 28 Jahren

am Markt vertreten. Ein erklärtes Ziel

ist es, das Handwerk nachhaltiger und

effizienter zu gestalten. Dazu gehört

beispielsweise, verwendete Schalung

zu reparieren, statt sie zu entsorgen.

Mit »rondo« sollen sich beschädigte

Schalungsplatten jedes Herstellers in

Sekundenschnelle reparieren lassen.

Wo früher Schaltafeln aufwendig ersetzt

oder entsorgt wurden, setzt

die Herud KG auf gezielte Instandsetzung.

Kratzer, tiefe Schäden oder Nagellöcher

sollen sich mit diesem speziell entwickelten

Verfahren innerhalb von Sekunden

ausbessern lassen, ohne die Stabilität oder

Tragfähigkeit zu beeinträchtigen. »Unsere

Technik spart Zeit, Material und Kosten –

und schont gleichzeitig die Umwelt«, erklärt

Geschäftsführer Adrian Herud. »Jede

reparierte Schalungstafel ist ein Beitrag zu

nachhaltigem Handwerk.« Ob in der Reinigung

auf dem Bauhof, im Werk, der Fertigung

oder auf der Baustelle: Beschädigte

Schalungen können vor Ort instandgesetzt

werden – ohne Ausbau oder Entsorgung.

Das Ergebnis sei laut Aussage von Herud

sofort sichtbar, langlebig und wirtschaftlich

überzeugend. Das Werkzeug- und Materialsystem

ist so konzipiert, dass die Reparatur

schnell, präzise und reproduzierbar

erfolgt.

Ein messbarer Nutzen

Durch das Reparieren statt Ersetzen werden

Rohstoffe wie Birkensperrholz, Nieten,

Schrauben und Silikon geschont. Laut

Unternehmensangaben lassen sich bis zu

80 Prozent an Material einsparen. Hoher

Aufwand bei Arbeitszeit- und Entsorgungskosten

entfällt, die CO₂-Bilanz verbessert

sich und Abfall wird reduziert. Zusammengefasst

bedeutet dies laut Unternehmen

»massive Einsparungen auf mehreren

Ebenen, ohne Qualitätseinbußen und

mit dauerhaft belastbarem Ergebnis«. Mit

ihrer Reparaturtechnik zeigt die Herud KG

durchaus, dass nachhaltige Innovation im

Schalungs- und Betonbau ein Ergebnis von

Erfahrung und technischer Expertise ist.

Schalungen, die früher entsorgt wurden,

erhalten heute ein zweites, drittes, oder

viertes Leben – schnell, ressourcenschonend

und wirtschaftlich.

»Unsere Technik spart

Zeit, Material und

Kosten – und schont

gleichzeitig die Umwelt.«

Adrian Herud,

Geschäftsführer der Herud KG

Ein ganzheitliches

Angebot aus innovativen

Produkten, anwendungsgerechten

Lösungen und

umfassenden Service-

Leistungen für ein

einfaches, schnelles

und sicheres Arbeiten

in der Höhe.

Erfahren Sie mehr

unter layher.com

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 53

d


Sonderschalung unterstützt

Kraftwerk-Wiederbelebung

PASCHAL (3)

Nach dem Herstellen

der Bodenplatte

wurden die 1 m hohen

Seitenwände erstellt,

bevor dann abschließend

der halbkreisförmige

Tunnelbogen mit einem

Durchmesser von 2,20 m

aufgesetzt wurde.

PASCHAL – Um mehr Unabhängigkeit in Sachen Energie und mehr Flexibilität in

Krisenzeiten zu erreichen, wird im bayrischen Happurg ein seit 2011 wegen Schäden

am Oberbecken stillgelegtes Pumpspeicherkraftwerk wieder zum Laufen gebracht.

Im Zuge der Baumaßnahme entsteht unter dem Becken auch ein 530 m langer

Kontrollgang in offener Tunnelbauweise in Ortbeton. Der Schalungshersteller Paschal

aus Steinach hat dafür die Schalung samt Unterstützungskonstruktion geliefert.

Windorf; laut Bauleiter Stefan Louen schon jahrelanger

Paschal-Kunde. Entsprechend wurden

bereits zuvor verschiedene Projekte im Bereich

Sonderschalungsbau erfolgreich miteinander abgeschlossen

– eine gute Voraussetzung auch für

dieses Projekt.

»Durch die Länge des Kontrollgangs und die

große Anzahl an fast baugleichen Abschnitten

musste für den optimalen Bauablauf vor Beginn

der Arbeiten überlegt werden, wie die Herstellung

möglichst schnell, qualitativ gleichbleibend

und einfach in der Handhabung gestaltet werden

kann. Durch die intensiven Abstimmungen mit

der Firma Paschal und eine Feinabstimmung der

Schalung im Werk bei einem Ortstermin konnten

Lösungen für unsere Anforderungen gefunden

und ein gutes Ergebnis erzielt werden. Hervorzuheben

ist das lösungsorientierte Handeln, welches

sich auch bei mehreren Baustellenterminen

zur gemeinsamen ausführungstechnischen Lösungsfindung

gezeigt hat«, so Bauleiter Louen.

Bauabschnitte und Schalungslösung im Detail

Nach dem Herstellen der Bodenplatte wurden im

zweiten Betonierabschnitt die 1 m hohen Seitenwände

erstellt, bevor dann abschließend der halbkreisförmige

Tunnelbogen mit einem Durchmesser

von 2,20 m aufgesetzt wurde. Alle Bauteile haben

eine Dicke von 40 cm. Die Innenschalung des

Bogens wurde bei Paschal als Sonderschalung in

Stahlausführung entwickelt, die zum Ausschalen

und Absenken mit Gelenken ausgestattet war. Als

abstützende Unterkonstruktion wurden Stützen,

Rahmen und Jochträger des Traggerüsts »Gass«

verwendet, die als Serienteile mietbar sind, ebenso

wie die radienverstellbare Trapezträger-Rundschalung,

die als Außenschalung im Einsatz war.

Langzeitpartner

für Ihre Schalung.

www.alkus.com

Die Wiederbelebung des Kraftwerks startete

im Dezember 2024 und das voraussichtliche

Bauende ist für das Frühjahr dieses Jahres

geplant. Nach der für 2028 vorgesehenen Inbetriebnahme

lässt sich in diesem Pumpspeicherkraftwerk

Strom für ca. 160 000 Menschen speichern.

Dazu wird zunächst Wasser aus dem Happurger

See in das Oberbecken hochgepumpt. Bei

wenig Sonneneinstrahlung oder Wind kann der

gespeicherte Strom anschließend wieder erzeugt

werden, indem das Wasser durch Turbinen abgelassen

wird. Das ausführende Bauunternehmen

ist die Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH aus

Bei der Außenschalung kam die

radienverstellbare Trapezträger-Rundschalung

zum Einsatz.

54

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


Innen- und Außenschalung wurden miteinander

verspannt, zum Einbringen des Betons wurden

in den Segmenten der Außenschalung Betonieröffnungen

in regelmäßigen Abständen eingebaut.

Mit der Schalung waren 54 Einsätze mit

Längen zwischen 4 und 12 m geplant. Das Umsetzen

und Verfahren erfolgte durch das Absenken

auf Lenk rollen, die unter dem Traggerüst montiert

waren. Da der Tunnel nahezu immer auf fast

ebenem Untergrund hergestellt wird, konnte die

Schalung ohne zusätzliche technische Hilfsmittel

komplett von Hand verschoben werden – ein

nicht zu unterschätzender Vorteil.

»Nach der Fertigstellung verläuft der Kontrollgang

unter der späteren Beckensohle. Angeschlossen

an diesen Gang sind Drainagerohre,

welche unter der Beckenabdichtungsebene verlegt

werden. Dadurch kann kontrolliert und lokalisiert

werden, ob und an welcher Stelle Wasserverluste

im Becken auftreten«, so Bauleiter Stefan

Louen. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind,

soll in zwei Jahren das stillgelegte Werk in Happurg

wieder laufen. Und das Oberbecken dient

dann wiederum als größter Akku in Bayern. s

Effizienz durch Planung:

Die 54 Schalungseinsätze

sind von Hand

verschiebbar.

54 Einsätze

Mit der Schalung waren

54 Einsätze mit Längen

zwischen 4 und 12 m geplant.

Brückenbau mit

effizienter Schalungslösung

Dank einer durchdachten Schalungsplanung,

dem Einsatz großflächiger »Logo.3«-Elemente

und einer intelligenten Betonüberwachung mit

Paschal »Maturix« wurde das anspruchsvolle

Brückenbauwerk BW13 in Brandenburg zügig und

präzise umgesetzt.

Im Rahmen einer Infrastrukturmaßnahme erstellte

das Land Brandenburg in Potsdam ein Brückenbauwerk

(BW13) über den Horstweg nach Teltow.

Dabei wurde für die beiden Widerlager die Paschal-»Logo.3«-Schalung

verwendet. Für das Bauteil

in Achse 10 wurden 350 m² als Stell- und Schließschalung

vorgehalten und für das gegenüberliegende

Widerlager in Achse 20 waren noch einmal 200 m²

als Stellschalung im Einsatz. Für Projekte dieser Art

passen die Großflächenelemente 240 x 270 cm laut

Paschal »hervorragend« und sie ergeben ein geordnetes

Schalungsbild. Für die Auflagerbänke musste

lediglich einmal aufgestockt werden, um insgesamt

eine Schalhöhe von 5,40 m zu erreichen. Da die

Flügelwände mit unterschiedlichen Abmessungen

noch höher waren, kam dort hauptsächlich eine

weitere Paschal-Standardhöhe mit 1,35 m als dritte

Elementlage zum Einsatz. Die größte Schalhöhe

betrug hier 6,75 m. Aber auch für die spitzwinkligen

Ecken oder den – für eine Flügelwand eher seltenen

– Anschluss an einen Bestand lieferte die Elementsortierung

der »Logo.3«-Schalung die passenden

Elementbreiten inklusive verstellbarer Scharnierecken.

Dadurch konnte auch bei komplizierteren

Geometrien im System ohne kostenintensive bauseitige

Ausgleiche geschalt werden. Bedingt durch

die großen Wandstärken im Bereich zwischen

80 cm und fast 2 m war in den Ecken zwischen der

Auflagerbank und den Flügelwänden die Außenschalung

sehr viel länger als auf der Innenseite.

Dadurch wurde die Positionierung der erforderlichen

Schalungsanker zur Aufnahme der Frischbetondruckkräfte

zu einer Herausforderung. So betrachtete

man die breitere Außenschalung als eine

einseitige Schalung, die mit 4 m hohen Stützböcken,

ebenfalls aus dem Paschal-Programm, abgestützt

wurde. S. Kayatz, Polier der bauausführenden Firma

U&W, Niederlassung Magdeburg, zeigte sich

während der kompletten Planungs- und Bauphase

sehr zufrieden: »Wir erhalten aus dem Hause

Paschal nicht nur termingerecht die Lieferungen.

Schon im Vorfeld einer Baumaßnahme setzen wir

uns zusammen, diskutieren verschiedene Varianten,

um dann die beste Schalungslösung zu finden.

Und der Service aus dem Hause Paschal geht dann

nahtlos in die Baustellenbetreuung über. Auf diese

Weise werden die Schalzeiten und der Materialeinsatz

optimiert sowie die Lohnkosten minimiert.«

Neben der Schalung hatte die U&W noch ein weiteres

Paschal-Produkt aus dem Bereich Beton-Monitoring

im Einsatz. Mit dem Messsystem »Maturix«

kann sich der Anwender über Temperaturmessungen

im Bauteil die tatsächlich vorhandene Betonfestigkeit

berechnen und anzeigen lassen, um dann

beispielsweise den frühestmöglichen Ausschaltermin

zu erhalten. Bei diesem Projekt ging es darum,

die Hydratationswärme zu kontrollieren, die bei der

hohen Masse des eingebauten Betons nicht zu unterschätzen

ist.

s

Für die beiden Widerlager war die

Paschal-»Logo.3«-Schalung im Einsatz.

PASCHAL

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau

April 2026 55


Gerüstprüfung:

Wer ist zuständig?

MORAVIA AKADEMIE – Das Gerüst steht, die Arbeit soll beginnen. Doch

wer hat wirklich geprüft, ob alle Verankerungen sitzen, die Beläge korrekt

liegen und die Nutzung zulässig ist? Auf vielen Baustellen wird diese Verantwortung

unterschätzt. Dabei können bereits kleine Mängel schwere Unfälle,

Baustopps oder empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Hier gilt es, klar

zu unterscheiden: Während die tägliche Inaugenscheinnahme vor Benutzung

durch eine verantwortliche Person oder direkt durch den jeweiligen Benutzer

erfolgen kann, sind die Anforderungen an die regelmäßige Kontrolle strenger.

Dokumentation

Ziel ist es, Checklisten

und die Protokollierung der

Ergebnisse rechtssicher

dokumentieren zu können.

Langzeitpartner

für Ihre Schalung.

www.alkus.com

Die formelle Prüfung des Gerüsts, insbesondere

nach längeren Arbeitsunterbrechungen oder

bei besonderen Witterungsverhältnissen, muss gemäß

DGUV mindestens alle sieben Tage durch eine

»befähigte Person« erfolgen. Spätestens bei einer

Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht oder nach

einem Unfall wird deutlich: Wer ein Gerüst nutzt,

trägt Verantwortung. Fehlt der Nachweis einer regelmäßigen

Prüfung durch eine »befähigte Person«,

drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch der Verlust

des Versicherungsschutzes – mit persönlichen

Konsequenzen für Unternehmer und Verantwortliche.

Eine neue Schulung der Moravia Akademie

soll Mitarbeiter fit für diese verantwortungsvolle

Aufgabe machen.

Rechtliche Grundlagen und Fachwissen vermitteln

Die sogenannte fachgerechte Inaugenscheinnahme

ist weit mehr als ein flüchtiger Blick nach oben.

Sie erfordert fundiertes Wissen über Statik, rechtliche

Grundlagen und die aktuelle »TRBS 2121«.

Ob im Hochbau, Dachdeckerhandwerk, Malereibetrieb

oder als Architekt – wer ein Gerüst betritt,

muss sicherstellen, dass es für den vorgesehenen

Zweck geeignet und technisch einwandfrei ist. Mit

dem Zertifikat der Moravia Akademie hat man die

notwendige Kompetenz und kann die Fachkenntnis

rechtssicher gegenüber der Gewerbeaufsicht

dokumentieren. Die Schulung qualifiziert Teilnehmer

gezielt für die rechtssichere Inaugenscheinnahme

von Gerüsten. Teilnehmer erkennen sicherheitsrelevante

Mängel, beurteilen die Eignung eines

Gerüsts für den jeweiligen Einsatz und dokumentieren

ihre Prüfungen so, dass sie im Ernstfall

Bestand haben.

Vielschichtige Inhalte

In derartigen Seminaren werden die Teilnehmer

umfassend in verschiedenen Themenbereichen

geschult. Dazu zählen beispielsweise die Rechtsgrundlagen:

Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung,

Technische Regeln für Betriebs-

MORAVIA AKADEMIE

Auf jeder Baustelle unverzichtbar: Gerüste sind essenziell,

aber wer überprüft die Sicherheit und ist zuständig?

sicherheit sowie DGUV-Schriften werden vermittelt.

Hinzu kommt die Gefährdungsbeurteilung:

Hier sollen Absturzgefährdungen und Schutzmaßnahmen

ermittelt werden. Darüber hinaus wird

die Eignungsprüfung thematisiert. Das beinhaltet

etwa den Abgleich der Last-, Breiten- und Höhenklassen

mit dem Verwendungszweck. Weiter geht

es mit der konstruktiven Kontrolle: Die Überprüfung

von Belägen, Geländern, Zwischenholmen

und Bordbrettern wird ebenso angesprochen wie

die Dokumentation. Ziel ist es, Checklisten und die

Protokollierung der Ergebnisse rechtssicher dokumentieren

zu können. Unterm Strich haben derartige

Seminare den Vorteil, echte Rechtssicherheit

auf dem Papier festzuhalten – schwarz auf weiß.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten alle Teilnehmer

eine Schulungsbescheinigung für die »befähigte

Person«. Dieser Qualifikationsnachweis ist

dann die Kompetenz zur fachgerechten Prüfung

gemäß »TRBS 2121«.

Wofür das Lernen gedacht ist

Wer Gerüste nutzt, sollte sich nicht auf Routine

verlassen. Eine qualifizierte Inaugenscheinnahme

schützt Mitarbeiter, Unternehmen und Verantwortliche

gleichermaßen. Die neue Schulung der

Moravia Akademie bietet laut eigener Aussage eine

umfassende Ausbildung im Bereich Gerüstkontrolle.

Die Teilnehmer, so die Akademie weiter, erhalten

nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch

die Fähigkeit zur Kontrolle und deren Dokumentation

an Gerüsten. Die Schulung schafft die notwendige

Sicherheit – praxisnah, rechtssicher und anerkannt.

d

56

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


Mehr als nur Beton

in Form zu bringen

MAYER SCHALTECHNIK –

Schalung kann heute deutlich

mehr, als lediglich Beton in

Form zu bringen. Sie ist ein

entscheidender Faktor für

Effizienz, Sicherheit und

Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle.

Genau hier hat sich die

Branche in den vergangenen

Jahren stark weiterentwickelt.

Bauunternehmen erwarten

heute Systeme, die schneller

montiert werden können,

die Abläufe vereinfachen

und gleichzeitig eine hohe

Ausführungsqualität sichern.

Gleichzeitig steigen der Zeitdruck

auf der Baustelle und die

Anforderungen an Flexibilität.

Schnell

und sicher

Durch das klappbare System

lassen sich Decken schneller

und sicherer herstellen.

Die in Bergrheinfeld ansässige

Mayer Schaltechnik

GmbH sieht ihre Aufgabe darin,

genau auf diese Anforderungen

praxisnahe Antworten zu geben.

Als mittelständischer Hersteller

konzentriert sich das Unternehmen

nach eigener Aussage bewusst

»auf besonders innovative

und wirtschaftliche Schalungssysteme,

die Bauunternehmen

im täglichen Einsatz einen echten

Vorteil bieten«. Die Entwicklungen

entstehen dementsprechend

im engen Austausch mit

Anwendern und aus konkreten

Anforderungen der Baupraxis.

Einen zentralen Baustein des

Portfolios stellt die eigene Wandschalung

dar. Hier steht eine robuste,

flexible und gleichzeitig

wirtschaftliche System-Familie

bereit, die sich auf unterschiedlichsten

Baustellen einsetzen

lässt. Entscheidende Punkte bei

der Entwicklung waren eine einfache

Handhabung, kurze Rüstzeiten

und ein Systemgedanke,

der den Baustellenalltag spürbar

erleichtern soll.

Ein Beispiel für diesen Ansatz

ist die neue Deckenschalung

»klappMax«. Sie wurde laut Unternehmen

konsequent darauf

ausgelegt, Montagezeiten massiv

zu reduzieren und Arbeitsabläufe

effizienter zu gestalten. Durch

das klappbare System lassen sich

Decken schneller und sicherer

herstellen, während gleichzeitig

Transport und Handling stark

vereinfacht werden. Gerade in

Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels

sind solche Lösungen

ein wichtiger Beitrag, um Baustellen

produktiver zu machen.

Darüber hinaus verändert

auch die Digitalisierung zunehmend

den Bauprozess. Themen

wie digitale Planung, BIM

oder softwaregestützte Projektvorbereitung

gewinnen an Bedeutung

und führen dazu, dass

MAYER SCHALTECHNIK

Mit der Deckenschalung »klappMax« lassen sich durch das klappbare System nach

Herstellerangaben Decken schneller und sicherer herstellen sowie Transport und

Handling stark vereinfachen.

Schalungssysteme stärker in

den gesamten Bauablauf integriert

werden. Das Unternehmen

sieht große Chancen darin, Planungs-

und Ausführungsprozesse

noch besser miteinander zu

verzahnen.

Trotz aller technologischen

Entwicklungen bleibt für Mayer

Schaltechnik ein Grundsatz

entscheidend: Schalung muss

sich auf der Baustelle bewähren.

Wirtschaftlichkeit, einfache Anwendung

und zuverlässige Systeme

stehen deshalb weiterhin im

Mittelpunkt der Entwicklung.

Genau hier sieht das Unternehmen

auch die Stärke mittelständischer

Hersteller – nah an der

Praxis, schnell in der Umsetzung

und konsequent am Bedarf der

Bauunternehmen orientiert.s

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 57


»Mammut XT«: Neues

Schalelement für Sichtbetonwände

klapp

Die Decken-Schalbox

MEVA – Seit der Gründung der

Solid S.A. im Jahr 2003 setzt das

luxemburgische Bauunternehmen

auf Meva-Schalung. Beim

Bau einer Schule wendete es nun

erstmals die neuen »500/250«

Großflächenelemente der

»Mammut-XT«-Wandschalung an.

KLAPPT EINFACH!

DIE Die

REVOLUTIONÄRE

DECKENSCHALUNG

KLAPPT EINFACH!

Weniger Verluste und Schäden

Einfachere Technik und Logistik

Geringere körperliche Anstrengung

Doppelte Leistung pro Arbeitskraft

Das Großflächenelement

»Mammut-XT«

beweist sich im

Einsatz.

MEVA

Auf dem Campus Bur der Gemeinde

Rosport-Mompach

herrscht reges Treiben. Woche

für Woche sind deutliche

Baufortschritte zu erkennen: Eine

neue Sporthalle und ein Schulgebäude

wachsen. »Es läuft alles

nach Plan«, freut sich Simon

SCAN MICH!

Pint. Der Oberbauleiter hat umfangreiche

Erfahrung in Projekten

dieser Größenordnung und

sein Unternehmen verfügt über

einen entsprechenden Bestand

an Eigenmaterial. Für die Neubauten

nahe dem Fluss Sauer

kommen die Wandschalungssysteme

»Mammut XT« und

»Mammut 350«, »BKB«-Betonierklappbühnen,

»LAB«-Versetztraversen,

Seitenschutzgitter

und »Triplex«-Schrägstützen

von Meva zum Einsatz. Die Decken

werden mit »MevaDec« mit

der zeit- und materialsparenden

Fallkopf-Träger-Element-Methode

(FTE) geschalt, das modulare

Traggerüst »MT 60« unterstützt

bei der Herstellung auskragender

Decken.

Hallenwände in einem Takt

Die knapp 11 m hohen Wände

der Sporthalle hat das Bauteam

mit bewährtem Material

geschalt. Es setzte drei »Mammut-XT«-Elemente

à 3,50 m und

ein 0,25-m-Element übereinander

und betonierte zügig in einem

Takt. An manchen Bereichen

des Projekts wurden die

robusten »Mammut 350« und

»Mammut XT« kombiniert, die

beide einem Frischbetondruck

von 100 kN/m² vollflächig widerstehen.

Schneller Baufortschritt

Solid arbeitet komplett mit Eigenmaterial

und erwarb zuletzt

»Mammut-XT«-Großelemente

des Typs »500/250«, auf

deren Ersteinsatz die Verantwortlichen

laut eigener Aussage

besonders gespannt waren.

Die neue Dimension der

Wandschalung verspricht aufgrund

ihrer Produkteigenschaften

schnellen Baufortschritt.

Entwickelt für den Bau hoher

Wände, lässt »Mammut XT« mit

der im Rahmen voll integrierten

»XT«-Ankerstelle die schnelle

Wahl von ein- oder zweiseitiger

Ankerung zu.

Nur acht Anker für 12,5 m²

Das Element mit 12,5 m² Schalfläche

und nur acht Ankerstellen

lässt sich mit geringem Arbeits-

und Logistikaufwand stellen.

Flanschmuttern,

Rillenrohre

und Werkzeug sind so überflüssig

wie die Montage von Gerüsten

auf der Stellschalungsseite.

Solid hob die Stellschalung per

Kran auf die Deckenschalung

und stützte sie nach innen ab.

Nach Herstellung der Bewehrung

und beim Schließen der

Schalung wurden die Schrägstützen

nach und nach zurückgebaut

sowie die Schließschalung

einseitig geankert.

Somit diente die Wandschalung

praktischerweise gleichzeitig

als Absturzschutz für das

Personal. Teilweise wurden zwei

»500/250«-Elemente nebeneinander

montiert – sicher am Boden

liegend und mit nur wenigen

Schalschlössern. Mittels

Schwerlast-Kranhaken wurden

die nun 5 x 5 m großen Einheiten

zu ihren Einsatzorten gezogen.

Die geforderte Sichtbetonqualität

Q1, das entspricht der

deutschen SB3, wurde mit der

serienmäßig in allen Meva-Schalungen

montierten »alkus«-Vollkunststoff-Platte

hergestellt. Die

Abmessungen der neuen Elemente

und die symmetrischen

eingezogenen Ankerstellen ergeben

ein einheitliches Ankerloch-

und Fugenbild.

d

Meva-Lösungen

Neben den Wandschalungssystemen

»Mammut XT«

und »Mammut 350« kommen

»BKB«-Betonierklappbühnen,

»LAB«-Versetztraversen

sowie Seitenschutzgitter und

»Triplex«-Schrägstützen von

Meva zum Einsatz.

58

April 2026

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau


Für gleichbleibend

hochwertige

Betonoberflächen

ALKUS – In Südostasien

entsteht derzeit ein

grenzüberschreitendes

Schnellbahnsystem, welches

künftig die malaysische Stadt

Johor Bahru direkt mit dem

Stadtstaat Singapur verbindet.

Beim Bau des Johor-Bahru-Singapore-Rapid-Transit-Systems

(RTS), eines der bedeutendsten

Infrastrukturprojekte der

Region, kommen auch

»alkus«-Vollkunststoffplatten

zum Einsatz.

Bei diesem Großprojekt kamen Vollkunststoffplatten

von Alkus zum Einsatz.

Das Projekt wird gemeinsam von den Regierungen

Malaysias und Singapurs realisiert. Ziel ist

es, den stark frequentierten Grenzübergang auf

dem Johor–Singapore-Causeway spürbar zu entlasten.

Die neue Bahnverbindung soll tägliche Staus

reduzieren und den Pendlerverkehr zwischen beiden

Ländern deutlich effizienter gestalten. Hauptauftragnehmer

des Projekts ist das japanische Bauunternehmen

Penta Ocean.

Auch Alkus ist an diesem internationalen Infrastrukturprojekt

beteiligt. Der Vertriebs partner

Formwork Hire S.E.A. aus Singapur ist an der Baustelle

Woodlands North, dem Endpunkt der neuen

Bahnlinie in Singapur, im Einsatz. Dort wird das

Wandschalungssystem »Altrad RMD Kwikform Minima«

verwendet, das mit »alkus«-Vollkunststoffplatten

des Typs »AL12.9« belegt ist. Die Platten ergänzen

das Schalungssystem optimal und unterstützen

eine effiziente sowie zuverlässige Umsetzung

der Betonarbeiten. Aufgrund ihrer hohen

Robustheit und Formstabilität halten sie auch starken

mechanischen Belastungen auf der Baustelle

stand und ermöglichen über viele Einsätze hinweg

gleichbleibend hochwertige Betonoberflächen.

Darüber hinaus sind »alkus«-Vollkunststoffplatten

wasserfest und verrottungsfrei. Im Gegensatz

zu herkömmlichen Holzschalungsplatten lassen

ALKUS AG (2)

Am Endpunkt der neuen Bahnlinie in Singapur, der Baustelle

Woodlands North, wird das Wandschalungssystem »Altrad RMD

Kwikform Minima« verwendet, das mit »alkus«-Vollkunststoffplatten

des Typs »AL12.9« belegt ist.

sie sich vollständig reparieren, wodurch eine besonders

lange Nutzungsdauer erreicht wird. Diese

Eigenschaften ermöglichen einen wirtschaftlichen

und nachhaltigen Einsatz in unterschiedlichsten

Schalungssystemen. Der Einsatz im Rahmen dieses

Großprojekts unterstreicht einmal mehr die Vielseitigkeit

der »alkus«-Vollkunststoffplatten, die sich

weltweit bei zahlreichen Infrastruktur- und Hochbauprojekten

bewährt haben. Die Fertigstellung

des Johor-Bahru-Singapore-Rapid-Transit-Systems

ist derzeit für Dezember 2026 vorgesehen. Kurz danach,

im Januar 2027, soll die Aufnahme des regulären

Betriebs beginnen.

s

an.kox ABDICHTUNGSSYSTEME

Stark. Sicher. Dauerhaft.

Für Sie vor

Ort auf der

Baustelle

Baustelle Eine Marke der

Eine Marke der

an.kox GmbH | Junghansring 52 | 72108 Rottenburg a. N.

Tel.: 07457-94 386 00 | info@an-kox.de | www.an-kox.de

Sonderthema: Schalung, Gerüste & Betonbau April 2026 59

Frischbetonverbund-Systeme | Beschichtete Fugenbleche | Injektionsschlauch-Systeme | Quellbänder | Fugenabdichtungsprofile | Dicht- und Klebmassen


START-UP-ZONE

Mit den einfach integrierbaren

Sensoren von Core Sensing

erfolgt das Setzen der Schraubfundamente

nicht mehr nach

Gefühl, sondern auf Basis von

Echtzeitdaten.

L Baumagazin

ÜBS_58_ÜBS_58

ÜBS_58_ÜBS_58

Wenn Maschinen

TXTVOR_STARTUP

TXTVOR_STARTUP

das Fühlen

TXTVOR_STARTUP

lernen

TXTVOR_STARTUP

TXTINI0 TXTINI0 TXTINI0 TXTINI0 TXTI-

NI0

ZÜB

TXT0

CORE SENSING – Wer TXTsich für Schraubfundamente als Alternative zeit notwendig – und das bei jedem einzelnen Eindrehvorgang.«

Der Grund dafür liegt in der kriti-

zu Betonfundamenten TXT entscheidet, trifft diese Wahl oft nicht nur aus d

Kosten-, sondern auch Nachhaltigkeitsgründen. Allerdings setzt diese schen Abhängigkeit der Tragfähigkeit vom Einbindungsprozess:

Fehl installationen können die Trag-

Methode beim Einbau eine besondere Sorgfalt voraus. Denn die Tragfähigkeit

wird auch durch die Prozessparameter Kraft, Drehmoment fähigkeit um bis zu 70 Prozent mindern.

und Drehzahl signifikant beeinflusst. Um den Bediener sicher durch

den Montagevorgang zu führen, hat das Startup Core Sensing einfach Bisherige Messlösungen messen nur indirekt

integrierbare Sensoren entwickelt. Damit erfolgt das Setzen der In der Regel wird bei einem Bauprojekt mit Schraubfundamenten

im Vorfeld ein Geologe konsultiert,

Schraubfundamente wiederholbar nicht mehr nach Gefühl, sondern

auf Basis von Echtzeitdaten und mit dokumentierter Qualität.

Im Jahr 2019 als Spin-off der TU Darmstadt gegründet,

wurde dem Start-up Core Sensing ein klarer

Fokus in die Wiege gelegt, so CEO und Co-Founder

Simon Krech: »Wir haben uns auf das Thema

kabellose, integrierte Kraft- und Drehmomentmessung

in rotierenden Bauteilen im Realbetrieb spezialisiert.

Deswegen empfehlen sich unsere Sensoren

insbesondere zum Setzen von Schraubfundamenten.

Denn zur Sicherstellung der Tragfähigkeit

des darauf aufbauenden Fundaments ist eine valide

Prozessüberwachung und -dokumentation in Echt-

Core Sensing ist Spezialist für kabellose

Sensoren mit Fokus auf Kraft und Drehmoment

in anspruchsvollem Umfeld. Das

Unternehmen beliefert seit 2019 in erster Linie OEMs

und Maschinenbauer mit kundenspezifischen, integrierten

Sensorlösungen. Zu den namhaften Kunden

der Baubranche gehören HKS-Dreh-Antriebe, Emde

Bohrtechnik, Adler Arbeitsmaschinen. Die Technologie,

bestehend aus Sensor und Telemetrieeinheit, lässt

sich grundsätzlich in alle Anwendungen zur

Erfassung drehender Kräfte integrieren, wie etwa

auch Antriebs- und Kardanwellen.

60 Monat April 2026 2025

Start-up-Zone


gung anschließend nur indirekt über den Hydraulikdruck

abschätzen. Eine Garantie für den Erfolg

entsteht daraus jedoch nicht.

Laut einer Studie der Aalborg University über

die »Ausführung spezieller geotechnischer Arbeiten

– Stahlschraubpfähle (DCE Technical Report

No. 329)« sind »Hydrauliksysteme, die zur Drehmomentmessung

eingesetzt werden, in nicht isolierten

Konfigurationen – in denen der Öldruck auch

die Bewegungen des Turms und der Maschine antreibt

– von Natur aus unzuverlässig. Unter solchen

Bedingungen können die gemessenen Drehmomentwerte

um durchschnittlich 66 Prozent abweichen,

wobei die Spitzenabweichungen während

der Start-Stopp-Phasen der Installation 8 000 Prozent

überschreiten können.«

der den Untergrund beurteilt und entsprechende

Grenzparameter vorgibt. Dafür müssen häufig

sogenannte Pfahlbelastungsproben durchgeführt

werden, welche die Tragfähigkeit bestätigen. Der

Bediener der Baumaschine kann die Kraftübertra-

Jeder einzelne

Eindrehvorgang wird

über den Sensor

erfasst und entsprechend

dokumentiert.

CORE SENSING (4)

Der Sensor sieht und misst selbst unter der Erde

Simon Krech fasst zusammen: »Kurz gesagt, kann

weder der Geologe unter die Erde sehen noch der

Maschinist das Drehmoment genau berechnen –

unser kalibrierter und kabelloser Sensor ›core-

SPC‹ hingegen schon. Denn zusätzlich zur direkten

Drehmoment- und Drehzahlmessung erfasst dieser

– und das ist ein Novum im Vergleich zu anderen Lösungen

am Markt – die Einbindungstiefe mittels eines

Lasers. Sämtliche Daten werden in Echtzeit via

Bluetooth an den Installateur übertragen. Dieser

kann direkt darauf reagieren, da ihm Abweichungen

zu den Vorgaben unmittelbar im Display angezeigt

werden.«

Alle auftretenden Kräfte im Griff

Konkret erfasst werden das Einschraubmoment

(Torque), die Rotationsgeschwindigkeit (RPM), das

Fortschrittsverhältnis (AR) und die Tiefe. In der Regel

treten bei Schraubfundamenten Kräfte von 3 bis

40 Kilonewtonmeter auf. Simon Krech geht ins Detail:

»Wir messen mit Dehnungsmessstreifen das

Drehmoment direkt, kalibrieren die Aufnehmer

rückführbar, messen die Drehzahl direkt über ein

integriertes Gyroskop und haben Lasersensoren

per Bluetooth in unsere App integriert. Unser Sensor

kann einfach per Kabel geladen werden und arbeitet

energieeffizient. Beispielsweise hält der Akku

im Dauerbetrieb mehrere Wochen. Darüber hinaus

ist er im Inneren eines Flansches gut geschützt

und ist staub- sowie wassergeschützt und damit für

die harten Anforderungen der Baustelle bestens geeignet.«

Da sämtliche Daten erfasst werden, kann nach

Abschluss eines Projekts auf Knopfdruck eine ausführliche

Dokumentation mit Informationen zu

jedem einzelnen Schraubvorgang erstellt werden,

aufwendige Nachbearbeitung und Datenanalyse

sind nicht nötig. Falls eine direkte Integration in

die Steuerung der Baumaschinen gewünscht wird,

erfolgt dies meistens über CAN-Bus, aber auch andere

Schnittstellen stehen zur Verfügung.

s

Der Sensor lässt sich einfach

integrieren, per Kabel

laden und der Akku hält

im Dauerbetrieb aufgrund

hoher Energieeffizienz

mehrere Wochen.

»Unsere Sensoren sind

staub- und wassergeschützt

und damit für

die harten Anforderungen

der Baustelle

bestens geeignet.«

Simon Krech,

CEO & Co-Founder Core Sensing

Start-up-Zone Monat April 2026 2025

61


3

OEM & AFTERMARKET

ADOBE STOCK

Eine Baumaschine besteht aus Tausenden

Einzelteilen – erst zusammen

ergeben sie das Meisterwerk.

Eine Baumaschine –

Tausende Komponenten:

Die wahre »Magie«

beginnt beim Zulieferer

liegt bei gerade einmal 0,02 bis 0,06 mm – zum VerbauMAGAZIN

– Die Komplexität einer Baumaschine ist erstaunlich: Ein Hydraulikbagger

besteht aus Tausenden Einzelteilen und setzt sich aus Komponenten zusammen,

die von zahllosen Zulieferern stammen. Der Original Equipment Manufacturer,

kurz OEM, setzt Motor, Einspritzpumpe, Turbolader, Löffel, Kettenlaufwerk, Klimaanlage,

Display, Joystick, Zylinder, Reifen und Ventilblöcke zu einem funktionierenden

Gesamtsystem zusammen. Die tatsächliche »Magie« von Baumaschinen beginnt also

vielmehr in der Entwicklerschublade der Komponentenhersteller.

Dan Windhorst

Das bauMAGAZIN darf seit fast 30 Jahren hinter

die Kulissen der Hersteller blicken – und hat

in dieser Zeit 100 t schwere Großbagger, 90 m hohe

Turmdrehkrane und Motoren in der Fertigung erlebt,

die aus über 1 000 Bauteilen bestanden. Trotz

gewaltiger Abmessungen erweisen sich Baumaschinen

als hochfiligrane Meisterwerke, die auf

Basis jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit nach

Perfektion streben. Glauben Sie mir: Es ist faszinierend,

wie Zahnräder, Kolben, Wellen und Ketten

millimetergenau ineinandergreifen. Zwischen

ihnen liegt nur ein hauchdünner Ölfilm – sie dürfen

sich niemals direkt berühren. Nehmen wir beispielsweise

ein Kurbelwellenlager: Das Lagerspiel

gleich, ein menschliches Haar ist knapp 0,08 mm

dick. Damit »schwimmt« die Kurbelwelle auf einem

Ölfilm, der dünner sein muss als ein Haar.

Geschieht das nicht, frisst sich der Motor fest. Im

Kern lässt sich also festhalten, dass eine Baumaschine

ein Meisterwerk der Ingenieurskunst darstellt

– und niemals ausschließlich aus nur einer

Hand stammt.

Es gibt auch »Vollhersteller«

Liebherr, Komatsu, Caterpillar verfügen über eine

bemerkenswert hohe Fertigungstiefe. Tatsache

bleibt aber auch, dass praktisch kein Unternehmen

dieser Welt zu 100 Prozent unabhängig von Zulieferern

ist. Es wäre schlichtweg zu zeit- und kostenintensiv,

jedes Bedienelement und jede Schraube

im eigenen Haus zu produzieren. Von hoher Fertigungstiefe

lässt sich insbesondere dann sprechen,

wenn der Hersteller beispielsweise auf eigene Motoren,

Hydraulik- und Antriebskomponenten, Steuerungs-

und Telematiklösungen sowie hauseigenen

Stahlbau setzt. Auch Hitachi, Hyundai, XCMG,

Sany oder Sennebogen setzen auf eine möglichst

62

April 2026

OEM & Aftermarket


hohe Fertigungstiefe, verfügen gleichzeitig aber

auch über hervorragende Kooperationen und Zulieferpartnerschaften.

Fakt ist aber: Eine hohe Fertigungstiefe

sagt per se erst mal nichts über die

Qualität der schlussendlichen Maschine aus. Tatsächlich

profitiert der Hersteller hier in erster Linie

davon, weniger abhängig zu sein. Sichtbar wurde

das z. B. während der Corona-Pandemie: Shutdowns

und ein hoher Krankenstand haben für teils

massive Lieferengpässe und gestiegene Materialpreise

gesorgt. So mancher Hersteller hatte zu dieser

Zeit, salopp gesagt, den ganzen Hof voller unfertiger

Maschinen – und das nur, weil beispielsweise

ein Chipsatz, eine Abdichtung oder eine winzige

Schlauchverbindung fehlte.

ADOBE STOCK

Was viele nicht sehen, ist,

dass die wahre Ingenieurskunst

bereits bei kleinsten

Schrauben beginnt.

Von Vielfalt profitieren

Als Komponentenhersteller, Entwickler, Kooperationspartner

oder Start-up profitiert man von der

Spezialisierung: Konzentriert sich ein Unternehmen

fast ausschließlich auf Fertigung und Entwicklung

einzelner Komponenten, fließen Geld,

Zeit und Engagement in nur eine Richtung. Das

Ergebnis ist, dass sie zum Meister ihres Fachs werden.

Und genau das gelingt dem Vollhersteller nur

selten, da hoch spezialisierte Entwicklungsarbeit

viel Aufwand und finanzielle Tragfähigkeit braucht

– hinzu kommt, dass man die richtigen Fachkräfte

benötigt. Natürlich kaufen die großen Namen

gern ein: Die Übernahme kleiner Mittelständler

und Start-ups ist gängige Praxis. Wer aber den Mut,

die Ausdauer und das nötige Kleingeld aufbringen

kann, um sich als unabhängiger Zulieferer zu etablieren,

kann innerhalb der Baumaschinenbranche

wahrlich Großes bewegen. Wir alle profitieren zudem

vom Herzblut: Statt im Großkonzern unterzugehen,

entstehen in der kleinen Garage innovative

Lösungen.

Die Bigplayer der Branche

Zu den Highclass-Zulieferern der Branche zählen

zweifellos die Motorenhersteller: Cummins, Deutz,

Perkins, Kubota, FPT, Volvo oder Yanmar sind gute

Beispiele. Hinzu kommen Hydraulikspezialisten

wie beispielsweise Bosch Rexroth, Linde Hydraulics,

Danfoss oder Parker Hannifin, die mit ihren

Lösungen einen der zentralsten Bereiche für die

Baumaschinenherstellung abdecken. Geht es um

Achsen, Getriebe und Antriebssysteme, sind große

Namen wie ZF, Dana oder Carraro zu nennen

– in der Elektronik und Steuerung setzen hingegen

TTControl, Siemens oder Bosch klare Zeichen.

Und damit überhaupt irgendetwas in der Baubranche

rollt, brauchen wir Unternehmen wie Bridgestone,

BKT, Michelin, Trelleborg oder Continental,

die als Reifenhersteller unerlässlich für den Markt

sind. Auch sie profitieren davon, dass ihr Produktbereich

hoch spezialisiertes Fachwissen und hohe

Fertigungskunst voraussetzt. Nicht zu vergessen ist

0,02

Millimeter

Bei einem Kurbelwellenlager

liegt das Lagerspiel bei gerade

einmal 0,02 bis 0,06 mm –

zum Vergleich, ein menschliches

Haar ist knapp 0,08 mm dick.

Damit »schwimmt« die Kurbelwelle

auf einem Ölfilm, der

dünner sein muss als ein Haar.

Zukunftsweisend

und individuell.

Motorentechnologie, Beratung

und Service abgestimmt

auf Ihre Anwendung.

BU Power Systems GmbH & Co. KG

Perkinsstraße 1, 49479 Ibbenbüren

www.bu-power.com

OEM & Aftermarket April 2026 63


ADOBE STOCK

Höchste Präzision:

Damit Motoren, Getriebe

und Hydrauliksysteme

funktionieren, muss in

Millimeterarbeit agiert

werden.

der Stahl: SSAB, Dillinger der ArcelorMittal. Die Liste

aller Komponentenhersteller wirkt schier endlos –

sie reicht weiter über Hersteller von Displays, Kameras,

Löffeln, Glasscheiben, Fahrersitzen, Kabinen,

Klimaanlagen und sogar Getränkehaltern. Und erstaunlich

viele der hier genannten Hersteller gelten

als systemkritische Zulieferer: Ohne Hydraulik, Antrieb,

Motor oder OTR-Reifen hat die Bauindustrie

schlichtweg keine funktionstüchtigen Maschinen.

Die Tragweite auf einen Blick

Begreifen muss man die Dimension der Zusammenarbeit

zwischen OEM und Zulieferer: Der Dieselmotor

stammt häufig von einem spezialisierten

Motorenhersteller. Turbolader, Einspritzsystem

und Abgasnachbehandlung kommen von weiteren

Technologieanbietern. In der Hydraulik liefern spezialisierte

Unternehmen Pumpen, Ventilblöcke, Zylinder

und Steuerungseinheiten. Achsen und Getriebe

werden ebenso zugekauft wie Reifen oder Kettenlaufwerke.

Die Kabine enthält Sitze, Klimaanlagen,

Displays und Joysticks von jeweils eigenen Herstellern.

Hinzu kommen Steuergeräte, Sensorik, Kabelbäume

und immer komplexere Softwarelösungen,

die ebenfalls häufig von Zulieferern stammen. Der

OEM fügt diese Komponenten schlussendlich zu einem

funktionsfähigen Gesamtsystem zusammen.

Seine Kernkompetenz liegt letztlich in der Integration:

Er definiert das Maschinenkonzept, entwickelt

Rahmen, Ausleger und Strukturbauteile, stimmt Hydraulik,

Antrieb und Steuerung aufeinander ab und

sorgt dafür, dass am Ende eine leistungsfähige, sichere

und wirtschaftliche Maschine entsteht.

Innovationskraft der Zulieferer

Die Frage bleibt: Könnten die OEMs denn alles

selbst produzieren? Die Antwort findet sich in der

zunehmenden technologischen Spezialisierung:

Abgasnormen wie Stage V, komplexe Elektronikarchitekturen

oder Telematik-Systeme erfordern mitunter

enorme Entwicklungsinvestitionen. Ein Motorenhersteller

beispielsweise, der seine Aggregate

in Bau-, Agrar- und Industriemaschinen einsetzt,

kann diese aufkommenden Kosten auf große Stückzahlen

verteilen. Ein einzelner Baggerproduzent

könnte diese Skaleneffekte kaum erreichen. Ähnliches

gilt für Hydraulik, Sensorik oder Leistungselektronik.

Zulieferer sind damit nicht bloß Teilelieferanten,

sondern waschechte Innovationstreiber.

Viele technologische Fortschritte entstehen

im Komponentenmarkt und finden von dort ihren

Weg in die Maschine. Gleichzeitig beschleunigt die

Zusammenarbeit die Time-to-Market: Bestehende

Plattformen und erprobte Systeme verkürzen Entwicklungszeiten

und reduzieren Risiken. Mit der

Elektrifizierung verschiebt sich das Gefüge weiter.

Batterien, Leistungselektronik und Software werden

zu Schlüsseltechnologien. Wer die Batterieplattform

liefert oder die Maschinensteuerung programmiert,

prägt zunehmend die Leistungsfähigkeit

und Differenzierung des jeweiligen Produkts.

Der OEM entwickelt sich immer stärker zum Orchestrator

eines komplexen Technologieverbunds

– und muss zugleich darauf achten, nicht zum reinen

Montagebetrieb zu werden.

Festhalten lässt sich: Moderne Baumaschinen

sind im Grunde klare Netzwerkprodukte. Hinter jeder

Marke steht ein Geflecht aus hoch spezialisierten

Unternehmen, oft mittelständisch geprägt, die

gemeinsam Innovation ermöglichen. Ohne leistungsfähige

Hersteller von Antriebstechnik, Hydraulik,

Elektronik, Reifen oder Stahlbau gäbe es

keine wettbewerbsfähigen Maschinen. Der Mythos

vom alles selbst bauenden Hersteller gehört damit

der Vergangenheit an. Der Erfolg eines OEM bemisst

sich heute nicht nur an eigener Fertigungstiefe,

sondern an seiner Fähigkeit, starke Partner

zu integrieren, Technologien klug zu kombinieren

und aus Tausenden Komponenten ein schlüssiges

Gesamtkonzept zu formen. Der Bagger auf der Baustelle

ist somit weniger das Werk eines einzelnen

Unternehmens – sondern das Ergebnis industrieller

Zusammenarbeit.

Ingenieurskunst

Eine Baumaschine besteht aus Tausenden

Einzelteilen – die Ingenieurskunst beginnt

deshalb bereits bei den vielen Zulieferern.

d

64

April 2026

OEM & Aftermarket


Intelligente Zustandsüberwachung

und Wiederaufbereitung

SKF – Ende Februar stellte SKF auf der Messe Maintenance

in Dortmund seine Lösungen zur stationären und mobilen

Zustandsüberwachung von Anlagen vor, ergänzt um die

Wiederaufbereitung von Wälzlagern. So soll das SKF

»IMx1«-Starterpaket im stationären Einsatz als Einstieg in

die intelligente Anlagenüberwachung überzeugen. Für den

mobilen Einsatz gab es zudem eine neue Version des SKF-

Quick-Collect-Sensors »CMDT 392« zu sehen.

Kosteneffizient, sofort einsatzbereit

und bei Bedarf

skalierbar: Mit diesen Attributen

beschreibt SKF sein Star-

SKF

terpaket. Dank drahtloser

Plug-and-Play-Technologie, der

»Observer«-Mobile-App

und

KI-gestützter Analysen sollen

sich Anomalien frühzeitig ent-

held‐Sensor zur Verfügung, der

sich mit der kostenfreien SKF-

»Quick-Collect«-App auf dem Ta-

Optimiert für den mobilen

Einsatz: der SKF-»Quick

Collect«-Sensor.

Sensortechnik

Der Quick-Collect-Sensor »CMDT

392« ist ein Bluetooth‐fähiger

Handheld-Sensor, der sich

mittels App verbinden lässt.

decken und ungeplante Maschinenstillstände

verhindern lassen.

Nach Unternehmensangaben

spielt es dabei keine Rolle,

ob Motoren, Pumpen oder Ventilatoren

überwacht werden. Das

blet oder Smartphone verbinden

lässt.

Spannend war der Besuch

des SKF-Messestands auch für

alle Anlagenbetreiber mit großen

Wälzlagern. Sie konnten sich

fristen. SKF-Condition-Monitoring-Experte

Benjamin Pfannes

System passt sich laut SKF flexi-

über das breite Angebot zur Wälz-

ist überzeugt: »Wir haben für na-

bel an alle Anforderungen an und

lager-Wiederaufbereitung

bei

hezu alle Anlagenbetreiber nütz-

ist innerhalb kürzester Zeit start-

SKF informieren. Diese Dienst-

liche Werkzeuge und Anwendun-

klar. Für mobile Einsätze steht

leistung spart laut SKF gegenüber

gen, die helfen, Instandsetzungs-

mit der neuen Version des SKF-

dem Wälzlager-Neukauf Kosten,

intervalle besser zu planen und

Quick-Collect-Sensors

»CMDT

bessert die CO2-Bilanz auf und

Maschinenstillstandzeiten

zu

392« ein Bluetooth‐fähiger Hand-

verkürzt häufig auch die Liefer-

verkürzen.«

s

AMSTERDAM

OEM & Aftermarket April 2026 65


Die Leistungsgrenzen erweitern

PERKINS – Im Rahmen der

Conexpo hat Perkins neue

Antriebssysteme vorgestellt,

die auf Verbrenner- und

hybrider Wasserstofftechnologie

sowie batterieelektrischen

Aggregaten basieren.

Eines der Highlights am

Messestand war der neue

»904J-E36TTA«, mit 129 kW

das nun leistungsstärkste

Modell der »904«-Serie.

Ergänzend dazu wurden digitale

Services präsentiert, die

den Kunden Konnektivität

und Daten für die Zustandsüberwachung

bereitstellen.

Robustheit

Der Motor wurde aufgrund

der neuen Leistungsdaten

hinsichtlich seiner Robustheit

verstärkt und ein Doppelturbolader

hinzugefügt.

Die 13-l-Stage-V-Dieselplattform der

»2600«-Serie bietet acht Leistungsstufen

von 340 bis 515 kW und bis zu

3 200 Nm-Spitzendrehmoment.

Mit einem breiten Portfolio will Perkins

den sich wandelnden Anforderungen

der globalen Bauindustrie

nachkommen. Im Zuge dessen soll

mit der neuen Perkins-»904«-Serie

nun ein neuer Standard

für kompakte Aggregate

gesetzt werden. Der

vorgestellte

»904J-E36T-

TA« liefert dazu eine Leistung

von 129 kW und bietet

ein Drehmoment von

740 Nm bei 1 500 U/min,

eine laut Perkins »klassenführende

Leistungsdichte

aus einem 3,6-l-Motor«. Das neue

Aggregat ergänzt eine Motorplattform,

die bereits ein 55-kW-Modell

und die 2025 eingeführte 106-kW-Powerboost-Variante

umfasst.

Die neue Hochleistungsversion erfüllt verschiedene

Emissionsstandards, darunter EU

Stage V, US EPA Tier 4 Final und Korea Stage V. Sie

bietet laut Perkins bis zu 1 000 Betriebsstunden lange

Öl- und Kraftstofffilterintervalle. Dazu kommt eine

größere Flexibilität bei der Auswahl des Kraftstoffs:

Der Motor ist mit B20-Biodieselmischungen

sowie 100-Prozent-HVO und anderen nachhaltigen

Kraftstoffen kompatibel, solange die von Perkins

angegebenen Spezifikationen erfüllt werden.

Um aus der bewährten 3,6-l-Plattform bis zu

129 kW zu erzielen, wurde der Motor aufgrund

der neuen Leistungsdaten hinsichtlich seiner Robustheit

verstärkt und ein Doppelturbolader hinzugefügt.

Dieser soll die Leistungsansprache verbessern.

Angepasst wurde auch das Abgasnachbehandlungssystem,

welches laut Perkins einen

wartungsfreien Betrieb gewährleisten soll. Nicht

zuletzt wurde eine größere Ölwanne eingeführt,

um die verlängerten Serviceintervalle zu unterstützen.

Nach Unternehmensangaben soll das

neue 129-kW-Aggregat die erforderliche Leistung

bei hohen, mittleren und niedrigen Lasten für eine

Vielzahl von Geräten liefern, darunter Mobilbagger,

Muldenkipper, Walzen, Baggerlader, Asphaltfertiger

und Teleskoplader.

Neue hybride Wasserstoff-IOPU

Ebenfalls zu sehen war die neue, mit Wasserstoff

betriebene Industrial Open Power Unit (IOPU), bekannt

als »Project Coeus« (das bauMAGAZIN berichtete

in Ausgabe 04/25 ab Seite 184). Als direkter

Ersatz für eine Diesel-IOPU wurde das Aggregat

in einem dreijährigen Projekt mit den E-Antriebs-Spezialisten

Equipmake und der Wolfson

School of Mechanical, Electrical and Manufacturing

Engineering der Loughborough Universi-

Der neue »904J-E36TTA«-Motor liefert eine Leistung von 129 kW

und bietet ein Drehmoment von 740 Nm bei 1 500 U/min.

ty entwickelt. Die vier Brennstoffe des »Project

Coeus« – Ethanol, Methanol, Biomethan und Wasserstoff

– haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle

fremdgezündet. Um sie nutzen zu können, hat

Perkins eine konfigurierbare Verbrennungsplattform

entwickelt, auf der das Projekt basiert. Daraus

entstand eine hybridisierte IOPU auf Basis der

Perkins-»1200«-Serie. Die ausgestellte »1206«-Wasserstoff-Hybrid-IOPU

erbringt eine Leistung von

379 kW sowie ein Drehmoment von 1 938 Nm bei

1 200 bis 1 500 U/min. Sie besteht aus dem Motor

und der integrierten Motor-Generator-Einheit

(MGU). Ein fortschrittliches Hybrid-Kühlsystem reduziert

laut Perkins den Kraftstoffverbrauch, während

eine bedarfsgesteuerte Kühltechnologie die

Geräuschentwicklung minimiert.

Kraftstoffflexible »2600«-Serie

Außerdem präsentiert wurde die Perkins-»2600«-Serie.

Diese 13-l-Stage-V-Dieselplattform ist laut Hersteller

auf beste Leistungsdichte, Drehmoment,

Kraftstoffeffizienz und Produktivität ausgelegt.

Die neue Baureihe im Bereich mittelgroßer Motoren

ist für Anwendungen im Bauwesen und weiteren

Off-Highway-Szenarien gedacht. Sie bietet

acht Leistungsstufen von 340 bis 515 kW und bis zu

3 200 Nm-Spitzendrehmoment. Auch industriell offene

Leistungseinheiten mit motorseitig montierter

Abgasnachbehandlung und Kühlpaketen werden

66

April 2026

OEM & Aftermarket


verfügbar sein, um Installations- und Validierungskosten

für OEMs zu reduzieren.

Elektrische Plug-and-Play-Unit

Ein weiteres Highlight war das neue batterieelektrische

Aggregat von Perkins, welches bereits auf der

Bauma 2025 zu sehen war (das bauMAGAZIN berichtete

in Ausgabe 05/25 auf Seite 123). Das in einer

McElroy-»TracStar-900i«-Rohrschweißmaschine

präsentierte Plug-and-Play-Aggregat ermöglicht

einen nahtlosen Übergang vom Dieselmotor

zum batterieelektrischen Antriebsstrang. Die Einheit

findet im selben Chassisraum Platz und verfügt

über die gleichen mechanischen Anschlüsse

sowie elektrischen Schnittstellen wie die ersetzte

3,6-l-IOPU. Erzeugt wird eine Leistung von 95,5 kW

und ein Drehmoment von 750 Nm bei 1 200 U/min

mit einer Nenndrehzahl von 2 000 bis 2 200 U/min.

Das System besteht aus einer Perkins-Batterie sowie

Invertern, Motoren und Bordladegeräten – alles

in einem kompakten Drop-in-System für eine

schnelle, sichere und kosteneffiziente Umstellung.

Digitale Lösungen

Mit flexiblen Konnektivitätslösungen und Optionen

zur Zustandsüberwachung will Perkins Ausfallzeiten

reduzieren und die Maschinenverfügbarkeit

steigern. Dazu können Kunden mit Perkins'

»Interlink« oder einer API-basierten Lösung ihre

Perkins-betriebenen Anwendungen einfach verbinden,

überwachen und verwalten. Im Rahmen

der Zustandsüberwachung sollen sich Kunden auf

die Expertise und das globale Supportnetzwerk des

Unternehmens verlassen können, um über Empfehlungen

die Maschinenbetriebszeit zu maximieren.

Die Lösungen sollen Kunden einen klaren

Überblick über erforderliche Maßnahmen für ihren

Motor geben, um ungeplante Ausfallzeiten zu

reduzieren und einen effizienteren Betrieb zu ermöglichen.

s

PERKINS (3)

Kommt mit Ethanol, Methanol,

Biomethan und Wasserstoff zurecht:

die als »Project Coeus« bekannte

Industrial Open Power Unit.

CPV: Maximale Leistung

bei minimalem Platzbedarf

SINGLE

Höchste Flexibilität bei der

Konfiguration

DOUBLE

Effiziente Performance durch

erstklassige Rotationsgruppe

Flexible Montage mit SAE-

Flanschen (2- & 4-Loch)

www.lhy.com

OEM & Aftermarket April 2026 67


Für einen reibungslosen

und sorgenfreien Maschineneinsatz:

Zeppelin will

mit kurzen Reaktionszeiten

im Service punkten.

ZEPPELIN

Stillstand ist keine Option:

Ersatzteile morgen, Reparatur übermorgen

ZEPPELIN – Mit Baumaschinen lässt sich nur Geld verdienen, wenn sie

arbeiten – so lautet eine goldene Regel für den Maschinenpark. Fällt eine

Baumaschine aus, stehen oft ganze Arbeitsschritte still, samt Baukolonne,

Subunternehmern und Lieferketten. Stillstand ist darum keine Option. Genau

an diesem Punkt setzt das Serviceversprechen an, das Zeppelin auf der Bauma

gab und nun zum Jahresauftakt erneuert. Der führende Vertriebs- und Servicepartner

von Caterpillar verpflichtet sich, innerhalb von zwei Werktagen gängige

Reparaturen abzuschließen, um Cat-Baumaschinen schnell einsatzbereit zu

machen. Sonst erhält der Kunde einen Servicegutschein von bis zu tausend Euro.

Stillstand

Nur ein gut funktionierender und

professioneller Service verhindert

kostenintensiven und zeitfressenden

Stillstand von Baumaschinen

auf der Baustelle.

Einzulösen ist dieser entweder im Online-Shop

für Ersatzteile oder er kann auf zukünftige

Dienstleistungen von Zeppelin angerechnet werden.

Darüber hinaus umfasst das neue Serviceversprechen

die Verfügbarkeit von Ersatzteilen am

nächsten Werktag. »Kunden, die von plötzlichen

Ausfällen ihrer Baumaschinen betroffen sind, müssen

schnell handeln und benötigen Ersatzteile, um

die Ausrüstung wieder in Betrieb zu nehmen. Unsere

neue Serviceverpflichtung, gekoppelt an einen

Servicevertrag, bietet genau das: Reparaturen innerhalb

von zwei Werktagen, Ersatzteile am nächsten

Werktag. Daran lassen wir uns messen. Mit dem

Serviceversprechen sorgen wir für einen reibungslosen

und sorgenfreien Maschineneinsatz und bieten

Kunden mit dem Servicevertrag Sicherheit für

ihren Betrieb. Denn so lassen sich Maschinenkosten

planen, da Wartungen, Inspektionen und benötigte

Originalteile klar definiert sind. Servicever-

träge reduzieren Ausfallzeiten, weil Wartungsintervalle

zuverlässig eingehalten werden und Ersatzteile

just in time verfügbar sind. Zudem unterstützen

sie eine höhere Betriebssicherheit, wenn Maschinen

kontinuierlich gewartet werden und Prüfungen

wie die UVV-Kontrolle standardisiert integriert

sind«, erklärt Josef Maurer, der bei Zeppelin alle

zentralen Servicebereiche der Zeppelin Baumaschinen

GmbH leitet.

Schon zur Bauma gab Zeppelin Kunden von

Cat-Baumaschinen ein Serviceversprechen. Kunden

wurde zugesichert, dass sie Wartungsteile für

Inspektionsarbeiten am nächsten Werktag und übliche

Reparaturteile am übernächsten Werktag erhalten.

Das neue Serviceversprechen bezieht sich

auf alle Cat-Kompakt- und -Standardmaschinen,

für die seit 1. Januar ein bestehender Servicevertrag

verlängert oder ein neuer Servicevertrag abgeschlossen

werden muss.

»Die große Stärke bei Zeppelin ist der Service

und das unterstreichen wir mit dem Servicevertrag.

Mit der schnellen Reaktionszeit unserer Servicetechniker

und der hohen Ersatzteilverfügbarkeit

setzen wir ein klares Zeichen und heben uns

deutlich vom Wettbewerb ab. Die Botschaft unseres

Serviceversprechens ist klar: Unsere Kunden können

sich jederzeit auf uns verlassen und bekommen

bei Zeppelin den besten Baumaschinenservice der

Branche«, betont Josef Maurer.

s

68

April 2026

OEM & Aftermarket


Die Kränzle »B«-Serie wurde für Anforderungen

entwickelt, in denen Strom- oder

Wasseranschlüsse nicht vorhanden sind und

Unabhängigkeit gefragt ist.

JOSEF KRÄNZLE GMBH & CO. KG

Produkte &

technische

Lösungen für

Nutzfahrzeuge

Flexibleres Reinigen

KRÄNZLE – Auf Baustellen,

in Rohbauten, auf

weitläufigen Außenanlagen

oder in Maschinenparks

des Baugewerbes müssen

Reinigungsarbeiten häufig

dort stattfinden, wo kein

Strom- bzw. Wasseranschluss

vorhanden ist. Die »B«-Serie

von Kränzle wurde genau

für diese Anforderungen

entwickelt.

Mit der »B«-Serie soll ein breites

Leistungsspektrum abgedeckt werden:

Geliefert werden bis zu 250 bar Arbeitsdruck

sowie eine Wasserleistung

von bis zu 1 200 l pro Stunde.

Ob im Tiefbau, Straßenbau,

auf großflächigen Baustellen

oder an mobilen Arbeitsorten:

Die Kränzle-»B«-Serie ist

überall dort die richtige Lösung,

wo Unabhängigkeit gefragt ist

und Reinigungsleistungen ohne

vorhandene Infrastruktur

erbracht werden müssen. Mit

den vier Modellen »B 170 T«,

»B 230 T«, »B 240 T« und »B 270 T«

deckt die Serie ein breites Leistungsspektrum

ab und liefert

bis zu 250 bar Arbeitsdruck sowie

eine Wasserleistung von bis

zu 1 200 l pro Stunde. Damit lassen

sich Verschmutzungen wie

Staubansammlungen, Öl- und

Fettschichten sowie hartnäckige

Rückstände an Geräten und

Fahrzeugen nach Herstellerangaben

zuverlässig entfernen.

Die Modelle sind mit Honda-Motoren

ausgestattet und

zeichnen sich laut Kränzle durch

hohe Langlebigkeit, Servicefreundlichkeit

und einen zuverlässigen

Kaltstart aus. Eine Ölmangelsicherung

schützt den

Motor zusätzlich, während ab

dem Modell »B 230 T« eine integrierte

Drehzahlregulierung

Lärm und Kraftstoffverbrauch

reduziert. Das ist nicht nur angenehmer

im täglichen Betrieb,

sondern spart auch langfristig

Kosten.

Ein weiterer Vorteil ist die

Direktansaugung: Dank Saugschlauch

und Ansaugfilter benötigen

die Reiniger keinen

Wasser anschluss und können

problemlos aus Tanks, mobilen

Wasserbehältern oder offenen

Gewässern gespeist werden – ein

entscheidendes Plus, insbesondere

bei der Reinigung von Maschinen

und Werkzeugen fernab

fester Baustelleninfrastruktur.

Robuste Bauweise

für harte Einsätze

Auch äußerlich wurde die »B«-Serie

für anspruchsvolle Einsatzbedingungen

auf Baustellen konstruiert.

Das geländegängige Fahrgestell

mit pannensicherer Bereifung

sorgt für sicheren Stand

und einfache Manövrierbarkeit,

selbst auf unebenem Untergrund

oder schlammigem Terrain.

Ein stabiler Rammschutz

schützt die Hochdruckpumpe

vor Beschädigungen, während

ein groß dimensioniertes Edelstahl-Manometer

eine präzise

Kontrolle des Arbeitsdrucks ermöglicht.

Für Ordnung und Komfort im

täglichen Einsatz ist ebenfalls gesorgt:

Die Modelle verfügen über

integrierte Halterungen für Pistole

und Lanzen sowie über eine

platzsparende Schlauchtrommel

mit 20 m Hochdruckschlauch.

Damit bleibt selbst auf engen

Baustellen alles übersichtlich

und schnell griffbereit.

MOTOMETER GmbH

OEM & Aftermarket www.motometer.de

April 2026 69

s

SENSOREN.

DISPLAYS.

ELEKTRONIK.

PRÜFTECHNIK.

PRÄZISION

UND QUALITÄT

SEIT 1912

Zum Produktportfolio


Zuverlässig, schnell und effizient

– die Kärcher-Lösungen

kommen gerade im Bauwesen

häufig zum Einsatz.

KÄRCHER (2)

Heißwasser-Upgrade

für Hochdruckreinigung

KÄRCHER – Mit dem Heißwasser-Generator »HG 64« hat

Kärcher kürzlich eine Heizeinheit vorgestellt, die es professionellen

Anwendern ermöglichen soll, ihre vorhandenen Kaltwasser-Hochdruckreiniger

unkompliziert und kostengünstig in

ein leistungsfähiges Heißwasser-Hochdrucksystem umzuwandeln.

Die Nutzung von Heißwasser führt zu deutlich besseren

Reinigungsergebnissen, da Öle und Fette effektiver

gelöst und emulgiert werden.

Der

Heißwasser-Generator

»HG 64« wird einfach an den

Hochdruckausgang des Kaltwasser-Hochdruckreinigers

angeschlossen.

Die Hochdruckpumpe

des Kaltwassergeräts presst

das Wasser in den Generator, wo

es mithilfe der Kärcher-Brennertechnologie

erhitzt wird. Mit einer

Brennerleistung von 64 kW

kann der »HG 64« eine maximale

Arbeitstemperatur von 80 °C bereitstellen.

Die interne Temperaturbegrenzung

auf 80 °C dient

dem Schutz der Maschine vor

möglichen

Kalkablagerungen,

deren Bildung bereits bei 60 °C

beginnt und exponentiell zunimmt.

Das Gerät ist für den Dau-

HEISSWASSER-GENERATOR

erbetrieb ausgelegt. Ein langlebiger

Stahlrohrrahmen und bewährte

Schutzmechanismen wie

Wassermangel- und Überhitzungsschutz

sorgen laut Kärcher

für ein robustes Gerät mit hoher

Prozesssicherheit. Die intuitive

Bedienung erfolgt über einen

Einknopf-Schalter, was das Risiko

von Anwenderfehlern minimiert.

Der Generator ist dank seiner

Konzeption mit großen Rädern

und Feststellrolle flexibel

und mobil einsetzbar. Laut eigener

Angaben ist Kärcher die aktuell

meistverkaufte Hochdruckreiniger-Marke.

Bereits 1950 erfand

Alfred Kärcher den ersten

Heißwasser-Hochdruckreiniger

Europas, 1984 folgte der erste

tragbare Hochdruckreiniger für

Privat anwender. Damit verkauft

das Unternehmen bereits seit

mehr als 75 Jahren Hochdruckreiniger.

Heute ist »kärchern«

als Synonym für Hochdruckreinigung

etabliert und u. a. sogar

im Duden verzeichnet.

»HG 64« von Kärcher

Typisches Betriebsgewicht (kg) 115

Brennerleistung (kW) 64

Stromversorgung (V, Hz) 220 bis 240, 50/60

Fördermenge (l/h) 400 bis 1 300

maximaler Arbeitsdruck (bar) 220

Abmessungen (mm) L x B x H 880 x 680 x 860

d

70

April 2026

OEM & Aftermarket


Anzeige

Nun macht das schwedische

Unternehmen TYRI Lights einen

großen Schritt in einen neuen Markt.

TYRI verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung

und Produktion hochwertiger Arbeitsbeleuchtung für mobile

Arbeitsmaschinen. Die Herstellung geschieht in den Werken des

Unternehmens in Schweden, Großbritannien und den USA. Entwicklung

und Prüflabore befinden sich im schwedischen Göteborg.

Außerdem stellt das Unternehmen seit gut einem Jahr seine

eigenen Leiterplatten in einem zweiten Werk in Schweden her.

Der nächste Schritt in der Unternehmensentwicklung ist nun der

Einstieg in den stärker regulierten Markt der Fahrscheinwerfer.

Eine Neuheit für den Markt – aber nicht für TYRI.

Tatsächlich arbeitet TYRI seit mehr als einem Jahrzehnt daran,

kundenspezifische Scheinwerferlösungen für führende Fahrzeughersteller

zu entwickeln. Von Valtras innovativer Hybridlösung aus

Fahrscheinwerfer und Arbeitsbeleuchtung (Valtra S-Serie, The Boss)

bis hin zu fortschrittlichen modularen Designs. Die Neuigkeit heute

ist, dass dieses Know-how nun in standardisierte Lösungen für eine

breite Palette von Nutzfahrzeugen einfließt.

„Mit unseren neuen Standardprodukten wollen

wir in einen großen Markt mit hohen Anforderungen

vordringen. Die richtige Qualität ist sehr wichtig –

aber auch der Preis wird entscheidend sein“

reduziert gleichzeitig den Energieverbrauch. Das bedeutet geringere

Belastung für das Bordnetz des Fahrzeugs und einen nachhaltigeren

Betrieb auf lange Sicht. Typische Einsatzbereiche sind Baumaschinen,

landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Schlepper, Busse und

Wohnmobile.

Im kompakten Gehäuse sorgt moderne Bi-LED-Technologie für ein

starkes Licht mit hervorragender Schärfe und Farbqualität. Fahrer

erkennen mehr Details und reagieren schneller auf Hindernisse –

selbst unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig hält das Design

Gewicht und Stromverbrauch niedrig und erfüllt damit moderne OEM-

Anforderungen. Das Ergebnis ist ein Scheinwerfer, der eine optimale

Balance zwischen Leistung, Effizienz und langfristiger Nachhaltigkeit

bietet – zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis.

Die nächste Markteinführung umfasst sowohl einen Kombinationsscheinwerfer

als auch eine einzigartige Tri-LED-Lösung.

„Im Herbst/Winter 2026 bringen wir weitere neue Produkte im Bereich

Fahrlicht auf den Markt. Unter anderem eine Variante des DLM-

09 mit einer patentierten Tri-LED-Lösung, die eine höhere Montage

am Fahrzeug ermöglicht, ohne die Ausleuchtung zu beeinträchtigen.

Eine weitere heiß erwartete Neuheit ist ein völlig neuer, freistehender

Kombinationsscheinwerfer, der an einer Vielzahl unterschiedlicher

Fahrzeuge eingesetzt werden kann. Mehr dazu zu einem späteren

Zeitpunkt“, verspricht Ulrich Frye.

Mehr lesen unter:

www.tyrilights.com

Ulrich Frye, Business Development Manager

für die deutschsprachigen Märkte.

Den Anfang macht ein versenkter 90-mm-Modulscheinwerfer.

Der DLM-09 Bi-LED Fahrscheinwerfer mit Abblend- und Fernlicht

ist ein 90-mm-Modul, das als direkter Ersatz für gängige Produkte

nach Standardmaß konstruiert wurde. Ein Scheinwerfer, der ein intensives

und klares Licht mit hoher Effizienz liefert. Er erzeugt ein

starkes, fokussiertes Lichtbild mit verbesserter Ausleuchtung und

OEM & Aftermarket April 2026 71


WEBTEC

Kürzlich wurde die dritte Generation des tragbaren

digitalen Hydraulikmultimeters (DHM) auf den Markt gebracht.

Neuer digitaler

Hydrauliktester

WEBTEC – Als Spezialist für hydraulische Mess- und Regelungslösungen

bringt Webtec derzeit die dritte Generation seines

tragbaren digitalen Hydraulikmultimeters (DHM) auf den

Markt. Das DHM soll eine schnelle Feldprüfung der Leistung

von Hydraulikpumpen, Motoren, Ventilen und hydrostatischen

Getrieben ermöglichen und genaue Durchfluss-, Druck- und

Temperaturmessungen in digitaler Form anzeigen.

99

Testpunkte

Die Protokollierungsfunktion des

DHM ist ideal für die Erstellung

einer Pumpenleistungskurve

geeignet, da mit einem Tastendruck

bis zu 99 Testpunkte

aufgezeichnet werden können.

Besonders hervorzuheben ist

laut Webtec, dass Anwender

der neuen Testergeneration

auch die Vorteile der »Quick-

Cert+«-App für Smartphones

Flow«-Richtungsanzeige

nutzen können, die den Fernzugriff

auf Live-Messwerte ermöglicht,

während die »True-

einen

guten Überblick über die

Durchflussrichtung bieten soll.

Das DHM wurde für den Einsatz

in der Werkstatt oder im

Freien bei jedem Wetter entwickelt

und eignet sich für die

Prüfung der Hydraulik von Mobil-

und Industriemaschinen.

Die Funktionen des robust und

möglichst anwenderfreundlich

aufgebauten DHM unterstützen

die Anzeige der Leistung und

des volumetrischen Wirkungsgrads

für eine schnellere Fehlerdiagnose.

Schnelle Spitzendruckmessungen,

die 1 000 Mal

pro Sekunde durchgeführt werden,

bedeuten laut Webtec, dass

auch kurze Spitzen nicht übersehen

werden. Schnell reagierende

Balkendiagramme geben

sofortiges visuelles Feedback –

gut geeignet etwa für die Prüfung

des Öffnungsdrucks eines

Überdruckventils.

Nützliche Features verwenden

Die frei verfügbare, mehrsprachige

»QuickCert+«-App kommuniziert

mit dem DHM über

Bluetooth-Funktechnologie.

Die Live-View-Funktion bietet

dem Bediener die Flexibilität,

die DHM-Messwerte auf seinem

Smartphone zu sehen, während

er von einer anderen Position

um das Gerät herum arbeitet.

Mit nur wenigen Tastenanschlägen,

so das Unternehmen,

kann der Bediener mit »Quick-

Cert+« ein PDF-Prüfzertifikat erstellen

und seinem Kunden vor

Ort senden, wobei die auf dem

DHM aufgezeichneten Prüfdaten

verwendet werden.

Kompatibel und präzise

Die Protokollierungsfunktion

des DHM ist nach Ansicht von

Webtec ideal für die Erstellung

einer

Pumpenleistungskurve

geeignet, da mit einem Tastendruck

bis zu 99 Testpunkte

aufgezeichnet werden können.

Die Tester der DHM-Serie verwenden

eine Turbinen-Durchflusssensortechnologie

und

bieten hohe Präzision und

72

April 2026

OEM & Aftermarket


Kompatibilität sowie bidirektionale

Durchflussmessung. Die

drahtlose Konnektivität, der interne

Speicher und die Echtzeit-Visualisierung

helfen bei

der erweiterten Diagnose, der

Inbetriebnahme von Hydraulikaufsätzen

und der vorbeugenden

Wartung. Techniker können

mit der »QuickCert+«-App auf

frühere Tests zugreifen, um sich

schnell ein klareres Bild von hydraulischen

Problemen zu verschaffen.

Martin Cuthbert, Geschäftsführer

von Webtec: »Wir

wissen, wie frustrierend es sein

kann, wenn man mit der Fehlersuche

in Hydrauliksystemen zu

kämpfen hat. Wir glauben, dass

unser neuer Hydrauliktester dazu

beitragen kann, die Effizienz,

Genauigkeit und Sicherheit in

diesem Bereich zu verbessern.«

Ihr Nutzen ist unser Antrieb

Progressive Druckbelastung

Wie alle Webtec-Prüfgeräte verfügt

auch das DHM über ein integriertes

Belastungsventil, das eine

progressive Druckbelastung

in beide Richtungen ermöglicht,

wie das Unternehmen an dieser

Stelle mitteilt. Austauschbare

Sicherheitsberstscheiben sind

beispielsweise Teil des »Inter-

pass«-Sicherheitsschutzsys-

tems und werden etwa bei Überschreitung

des Maximaldrucks

aktiviert, wodurch der Durchfluss

zur Rücklaufleitung entlastet

wird. Ersatz-Sicherheitsscheiben

werden in einem internen

Halter aufbewahrt, der

in die Rückseite des Durchflussblocks

eingearbeitet ist. Auch

das zeigt einmal mehr ein Mitdenken

der Konstrukteure. Das

DHM von Webtec – eine durchdachte

Lösung zur schnellen

Feldprüfung der Leistung.

Vier DHM-Modelle

Aktuell sind vier

DHM-Ausführungen am

Markt erhältlich. Der maximale

Nenndruck beträgt bis zu

480 bar (7 000 psi), während

der Durchfluss bis zu 800 l/min

(210 US g/min) beträgt und die

Flüssigkeitstemperatur zwischen

0 und 120 °C (32 bis 250 F) liegt.

d

WELLENKUPPLUNGEN

starr | drehstarr | drehelastisch

www.ringspann.de

OEM & Aftermarket April 2026 73


»R4-50«: Neuer Drehverschluss

für Kabinentürsysteme

SOUTHCO – Erst kürzlich

hat Southco den neuen

»R4-50«-Hochleistungsdrehverschluss

mit Dual-Triggern

vorgestellt, der den Kabinenzugang

vereinfachen und die

Bedienersicherheit erhöhen soll.

Der für Off-Highway-Maschinen

entwickelte Verschluss ermöglicht

eine unabhängige Betätigung

von innen und außen, reduziert

Vibrationen sowie unbeabsichtigtes

Öffnen und bietet

flexible Integrationsoptionen für

Kabinentürsysteme.

»Der neue Verschluss

mit zwei Auslösern bietet

ein komplettes, äußerst

vielseitiges Einstiegssystem

für Kabinentüren,

das in schweren Bauund

Landwirtschaftsfahrzeugen

eingesetzt

werden kann.«

Cynthia Bart,

Globale Produktmanagerin

bei Southco Manufacturing.

Für Bediener von Bau- und Landmaschinen können

Kabinentüren eine tägliche Herausforderung

darstellen. Raue Umgebungen verursachen Vibrationen,

versehentliches Öffnen der Türen gefährdet

die Sicherheit und komplexe Zugangsmechanismen

können die Arbeit auf dem Feld verlangsamen.

Hochleistungsgeräte erfordern ein Verriegelungssystem,

das ebenso robust, zuverlässig und benutzerfreundlich

ist wie die Maschinen, die es schützt.

Southco stellt hierfür zum aktuellen Zeitpunkt eine

neue Lösung vor, die diese Herausforderungen direkt

angehen soll: den »Rotary«-Verschluss »R4-50«

mit zwei Auslösern.

Nützliche Vorteile

Dieses ausgeklügelte System wurde für anspruchsvolle

Bedingungen entwickelt und bietet mitunter

unabhängige Betätigung von innen und außen – für

ein einfacheres und sichereres Ein- und Aussteigen

aus Fahrzeugkabinen sowie einen vorgespannten Innenhandhebel.

Speziell für Umgebungen mit hohen

Belastungen entwickelt, reduziert er Geräusche und

Vibrationen und sorgt für einen reibungsloseren, zuverlässigeren

Betrieb. Darüber hinaus verhindert

diese Lösung laut Southco die unbeabsichtigte Betätigung,

sie minimiert unbeabsichtigte Bewegungen,

um die Sicherheit der Bediener und den Schutz der

Geräte zu gewährleisten. Ebenso bieten sich flexible

Entriegelungsoptionen – einschließlich Fernbetäti-

SOUTHCO

Der »Rotary«-Verschluss

»R4-50«

verfügt über zwei

Auslöser für eine

unabhängige

Betätigung von

innen und außen.

gung über Kabel oder Stange oder direkte Druckentriegelung,

um unterschiedlichen Anforderungen an

die Kabinenkonstruktion gerecht zu werden. Die »R4

Rotary«-Verschluss-Serie von Southco ist laut Hersteller

»äußerst langlebig und in einer Vielzahl von

Konfigurationen erhältlich, die den Kundenanforderungen

mit wenigen bis gar keinen Modifikationen

gerecht werden, darunter kompakte mechanische

und elektromechanische Ausführungen aus langlebigen

Materialien«. Die Verschlüsse »R4-50« mit zwei

Auslösern erfüllen überdies den »FMVSS 206«-Standard

und die Brandschutznorm »EN 45545-3«. Als

Weiterentwicklung der »R4 Rotary«-Verschlussreihe

soll der »R4-50« mit zwei Auslösern Bedienersicherheit,

robuste Haltbarkeit und vereinfachten Zugang

in einem kostengünstigen System punkten.

d

Positionssensor

für Off-Highway-Maschinen

Der Sensorstab ist mit 5 mm

Durchmesser bis zu einer Länge von

1 000 mm sowie mit 7 mm Durchmesser

bis zu 2 500 mm erhältlich.

TEMPOSONICS

TEMPOSONICS – Die Wartung von im Zylinder integrierten Positionssensoren in

Off-Highway-Maschinen war bisher oft mit erheblichem Aufwand verbunden – meist

musste der Zylinder geöffnet werden. Mit der Markteinführung der MH-Serie »Xternal

Mount« bietet Temposonics eine neue Lösung: Dank eines Doppelgehäuse-Designs

sind das im Zylinder montierte Sensorelement und das extern befestigte Elektronikmodul

voneinander getrennt. Diese Bauweise ermöglicht einen schnellen und

einfachen Austausch der Elektronik durch das Lösen nur einer Schraube und das

Trennen eines internen Kabels. Eine sofortige, voll funktionsfähige Inbetriebnahme ist

ohne zusätzliche Kalibrierung oder Programmierung gewährleistet.

Der neue magnetostriktive Sensor für den Einsatz

in Hydraulikzylindern soll nach Unternehmensangaben

die Wartung revolutionieren. »Die externe

Halterung erfüllt höchste Anforderungen an War-

tungsfreundlichkeit selbst in extremen Einsatzbereichen«,

erklärt Lee Aiken, Global Market Segment

Leader Mobile Hydraulics bei Temposonics. »Seit

über 50 Jahren arbeiten wir in den anspruchsvollsten

Umgebungen weltweit. Mit der ›MH-Serie Xternal

Mount‹ reagieren wir direkt auf den Wunsch unserer

Kunden, die Vorteile unserer bewährten ›MH‹-Serie

mit einer noch einfacheren Wartung der Elektronik

zu kombinieren. Das Ergebnis ist ein robustes,

kompaktes und vor Ort wartbares System.« Die neue

»MH«-Serie »Xternal Mount« ist mit einem umfangreichen

Angebot an Schnittstellenoptionen für Integratoren

von Off-Highway-Maschinen sowie für Zylinderhersteller

verfügbar.

s

74

April 2026

OEM & Aftermarket


Arbeitsscheinwerfer

»Scorpius Pro«

NORDIC LIGHTS – Die Anforderungen an Arbeitsscheinwerfer

für den Dauereinsatz in der Baubranche sind hoch. Neben

Robust heit müssen derartige Lösungen mit hoher Zuverlässigkeit

und starker Leistung punkten. Mit seiner neuen »Scorpius

Pro«-Serie möchte Nordic Lights das jetzt untermauern.

Robust

Die »Scorpius Pro«-Serie

soll mit hoher Zuverlässigkeit,

starker Lichtleistung

und Robustheit

überzeugen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind

vielseitig – vom Radlader

über Krane bis hin zu Straßenfertigern

eignen sich die neuen Arbeitsscheinwerfer

der »Scorpius

Pro«-Serie für viele Baumaschinen.

Letztlich wurden sie genau

dafür entwickelt, weshalb sie hohen

Anforderungen gerecht werden

sollen. Das betrifft in erster

Linie die hohe Langlebigkeit,

gefolgt von Effizienz und wichtigen

Sicherheitsaspekten. Grundsätzlich

lässt sich sagen, dass die

neue »Pro«-Serie für alles entwickelt

wurde, was bewegen, pflas-

tern, heben und bauen

kann – der Hersteller geht

sogar so weit und sagt: »Die

›Scorpius Pro‹-Serie ist die neueste

Innovation im Bereich leistungsstarker

Arbeitsscheinwerfer

für die Bauindustrie.« Ein

Blick auf das Papier zeigt: Mit

über 100 lm/W, blendfreien Optionen

für hohen Bedienkomfort

und einem robusten Design,

das Stöße bis zu 60 g und Vibrationen

bis zu 15,44 Grms aushält,

sind diese Scheinwerfer mehr

als offensichtlich für den Dauereinsatz

konzipiert worden – laut

Nordic Lights unabhängig von

den Bedingungen.

Nützliche Features

Zu den wichtigsten Merkmalen

der Arbeitsscheinwerfer zählen

Mit seiner neuen »Scorpius Pro«-Serie

möchte Nordic Lights leistungsstarke

Arbeitsscheinwerfer bieten, die auf

Langlebigkeit und Sicherheit setzen.

NORDIC LIGHTS

die Optimierung für 12–24-V-Systeme,

ein kratzfestes Aluminiumgehäuse

samt Kunststofflinse

sowie eine blendfreie Version

für eine vollständige Ausleuchtung

des Arbeitsbereichs

ohne Blendung der Bediener in

der Nähe – ideal für Baustellen

in der Stadt und gemischte Fahrzeugflotten.

d

Jetzt

240 € bis

1000 €

je 2 Aktionsreifen

sichern *

Harte Einsätze,

hohe Prämien

Die Aktionsbedingungen finden Sie unter:

promotion.michelin.de/infra/de promotion.michelin.at/infra/de-AT

Michelin und die grafische Darstellung des Michelin Manns sind Eigentum

der Compagnie Générale des Etablissements Michelin. Michelin Reifenwerke

AG & Co. KGaA, Michelinstraße 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland, Stand 03/2026

MICHELIN Frühjahrsaktion

EM- und Kranreifen

02.02. – 31.05.2026

* Vollständige Teilnahmebedingungen:

QR-Code scannen

und mehr erfahren

promotion.michelin.de/infra/

OEM & Aftermarket April 2026 75


Im Recyclingbetrieb müssen

Reifen erstaunlicher Belastung

standhalten können, weshalb die

Wahl wohlüberlegt sein sollte.

BOHNENKAMP (3)

»Bock auf Schrott«:

Reifen für Recyclingsektor

BOHNENKAMP – Die Anforderungen sind groß: Schnittfeste

Profile, passgenaue Felgenkonzepte und PU-Füllung für den Pannenschutz

sind nur einige Beispiele dafür, was ein guter Reifen im

Recyclingbetrieb mit sich bringen muss. Als Spezialist für derartige

Herausforderungen kann Bohnenkamp auf ein umfangreiches

Reifenportfolio sowie praxisnahe Einsatzberatung für Recycling,

Abbruch und Schrottumschlag zurückgreifen.

»Recycling stellt teils

extreme Anforderungen

an die Bereifung.

Entscheidend ist die

richtige Lösung für den

konkreten Einsatz.«

Christian Pieper

Produktmanager EM und Industrie bei

Bohnenkamp SE

Recyclinghöfe, Umschlag- und

Schrottplätze stellen Maschinen

und ihre Bereifung vor besondere

Herausforderungen. Wo

Schrott, Abbruchmaterial und

schwere Lasten den Arbeitsalltag

bestimmen, stoßen Standardlösungen

schnell an ihre Grenzen.

Genau hier möchte Bohnenkamp

technisches Know-how

sowie sinnige Lösungen für die

Recyclingbereifung bieten. Die

Herausforderung: Extreme Einsatzbedingungen

erfordern spezialisierte

Lösungen.

Hohe Belastung

Auf Recyclinghöfen und in

vergleichbaren

Einsatzbereichen

herrschen besonders anspruchsvolle

Betriebsbedingungen.

Scharfkantige Materialien,

hohe Einsatzgewichte, permanente

Rangierbewegungen und

wechselnde Untergründe führen

zu außergewöhnlich hohen mechanischen

Belastungen. Dabei

werden Profil, Karkasse und Felgen

kontinuierlich beansprucht,

was den Verschleiß deutlich erhöht.

Ungeplante Maschinenausfälle

wirken sich so unmittelbar

auf Durchsatz, Termintreue

und Wirtschaftlichkeit aus. Umso

wichtiger ist es, die Bereifung

konsequent technisch und wirtschaftlich

auf den jeweiligen Einsatz

abzustimmen, wie Bohnenkamp

klarstellt.

Spezialisierte Lösungen

Bohnenkamp begegnet den hohen

Anforderungen im Recycling

mit einem ganzheitlichen

Ansatz: Im Fokus steht nicht

das einzelne Reifenprofil, sondern

die optimale Gesamtlösung

für Maschine und Einsatz.

Das Portfolio zählt laut eigener

Aussage zu den umfangreichsten

im Markt und reicht

von EM-Radialreifen mit tiefen,

schnittfesten L5- und L5S-Profilen

bis zu Vollgummireifen für

pannenkritische Anwendungen.

Ergänzt wird das durch PU-Füllungen

sowie abgestimmte Felgen-

und Montagekonzepte, die

Betriebssicherheit und Standzeiten

gezielt erhöhen. PU-Füllungen

ermöglichen einen vollständig

pannensicheren Betrieb,

vermeiden luftbedingte

76

April 2026

OEM & Aftermarket


Stillstandsrisiken und wirken

zugleich federungsähnlich, was

einen kontinuierlichen, maschinenschonenden

Einsatz auch

unter extremen Bedingungen

unterstützt.

Tragfähigkeit und Laufleistung

Für die Recyclinganwendungen

steht ein abgestuftes Reifenprogramm

zur Verfügung,

das speziell auf hohe mechanische

Belastungen und stark abrasive

Einsatzbedingungen ausgelegt

ist. EM-Radialreifen wie

»BK Loader 53«, »Earthmax

SR 50«, »Earthmax SR 53« und

» MineXtra MS502« kombinieren

hohe Tragfähigkeit, große Profiltiefen

und verstärkte Karkassen

für maximale Laufleistung.

In besonders verletzungsintensiven

Bereichen kommen Vollgummireifen

wie »Maglift Excavator«,

»Maglift Loader« und

»Maxam MS708 TR AP« zum Einsatz,

die einen wartungsarmen

Betrieb bei gleichzeitig hoher

Belastbarkeit ermöglichen. Damit

deckt Bohnenkamp das gesamte

Spektrum ab: vom wirtschaftlichen

Standardeinsatz

bis zu Speziallösungen für anspruchsvolle

Schrott- und Abbruchsituationen.

Beratung ist wichtiger Faktor

Ein zentraler Aspekt des Bohnenkamp-Angebots

ist die praxisnahe

Beratung. Erfahrene

und spezialisierte Außendienstmitarbeiter

analysieren gemeinsam

mit Handel und Anwendern

die konkreten Einsatzbedingungen

vor Ort. Hierzu gehören beispielsweise

Maschinengewicht,

Untergrund, Fahrzyklen, Verletzungsrisiken

sowie wirtschaftliche

Zielsetzungen.

Auf dieser Grundlage entstehen

individuell abgestimmte

Empfehlungen. Ziel ist es, ungeplante

Stillstände zu vermeiden,

Standzeiten zu erhöhen und die

Betriebskosten langfristig zu optimieren.

»Recycling stellt sehr

spezielle und teils extreme Anforderungen

an die Bereifung.

Entscheidend ist hierbei nicht

das Produkt allein, sondern die

richtige Lösung für den konkreten

Einsatz. Genau hier liegt unsere

Stärke, von der Beratung

bis zur Umsetzung«, sagt Christian

Pieper, Produktmanager

EM und Industrie bei Bohnenkamp

SE.

d

Kombiniert

EM-Radialreifen wie »BK Loader

53«, »Earthmax SR 50«, »Earthmax

SR 53« und »MineXtra

MS502« kombinieren hohe

Tragfähigkeit, große Profiltiefen

und verstärkte Karkassen für

maximale Laufleistung.

DAMIT ES

WEITERGEHT

Euer Partner für Baumaschinenteile:

Schnell, verlässlich und bereit, wenn

es drauf ankommt.

8.000+ Ersatzteile, Hydraulik,

Zubehör & Standardteile.

Alles direkt verfügbar.

KRAMP

für Baumaschinen

Neben der Reifenwahl ist letztlich aber immer auch eine gute Beratung entscheidend.

JETZT ENTDECKEN

OEM & Aftermarket April 2026 77


4

BAU- & NUTZFAHRZEUGE

E-Lkw mit maßgeschneidertem Fahrzeugaufbau:

Diese Lösung bieten Max Wild und Gomm

Fahrzeugbau nun im E-Fahrzeugbau an.

MAX WILD (2)

Sonderbau für E-Lkw

MAX WILD – Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim und

die Gomm Fahrzeugbau GmbH aus Kißlegg möchten erstmals

Lösungen für einen kundenspezifischen Fahrzeugaufbau für

elektrisch betriebene Lkw aufbieten. Ob Abroll- und Absetzkipper,

Lkw-Ladekrane, Abfallsammel-Lkw oder auch Kehrmaschinen

– Max Wild und Gomm liefern nun in Zusammenarbeit

maßgeschneiderte Aufbauten für alle Einsatzbereiche. Das

Besondere: Die abgestimmte Steuerungs- und Regelungstechnik

wird von den Spezialisten von Max Wild flexibel und

möglichst platzeffizient auf den Aufbauten untergebracht.

Platzeffizient

Die Steuerungs- und Regelungstechnik

wird platzeffizient

eingebaut und auch die Leistung

kann je nach Bau- und Motorengröße

angepasst werden.

E-Lkw sind unbestreitbar auf

dem Vormarsch. »Die Herausforderung

bei Aufbauten elektrisch

angetriebener Lastkraftwagen

ist aber: Alle Steuerungen

und Antriebe, die klassischerweise

an den Verbrennungsmotor

angekoppelt werden, müssen

jetzt über die Batterie laufen. Dafür

gab es auf dem Markt bislang

– je nach Anforderung – nur beschränkt

bis keine Lösungen«,

erklärt Daniel Wild, Geschäftsführer

»Die Werkstatt« bei der

Max Wild GmbH. Hier schließen

die Sonderaufbauten für E-Lkw

der beiden baden-württembergischen

Experten laut eigener Aussage

eine Marktlücke. »Ich freue

mich sehr, dass wir mit Max

Wild einen starken Partner für

diesen Bereich gefunden haben.

Gemeinsam leisten wir absolute

Pionierarbeit«, betont Dominikus

Schellhorn, Geschäftsführer

der Gomm Fahrzeugbau GmbH.

Doppelte Kompetenz

Vier E-Lkw haben Gomm Fahrzeugbau

und Max Wild bereits

mit individuellen Aufbauten

ausgerüstet. Gomm Fahrzeugbau

übernimmt als Experte für

maßgeschneiderte

Lösungen

den kundenspezifischen Aufbau.

Die Systementwicklung

der Max Wild GmbH plant und

liefert Komponenten sowie die

Steuerungs- und Regelungstechnik

und plant die Energieversorgung

für die individuellen

Aufbauten. Als Certified

Excellence Partner der Bosch

Rexroth AG kann die Systementwicklung

von Max Wild auf ein

breites Produktportfolio an

Komponenten für E-Mobilität,

wie Motor, Wechselrichter, DC/

DC-Converter und Steuergeräte,

zurückgreifen. »Als Engineering-Abteilung

kümmern wir

uns um die gesamte Kommunikation,

Steuerung und Software

für die Lkw-Aufbauten«, betont

Markus Hörmann, Geschäftsfeldleiter

bei Max Wild.

Systementwicklung

Flexibel und individuell

Der besondere Ansatz von Max

Wild und Gomm Fahrzeugbau

für die Aufbauten für E-Lkw:

Die Steuerungs- und Regelungstechnik

wird platzeffizient eingebaut

und auch die Leistung

kann je nach Bau- und Motorengröße

angepasst werden. »Wir

bauen um die Hauptkomponenten

herum und können unsere

Komponenten sowie die Steue-

78

April 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


rungs- und Regelungstechnik frei

auf dem E-Lkw platzieren. Das ist

auf dem Markt absolut neu und

einzigartig«, so Hörmann.

Für unterschiedliche Einsätze

Alle E-Lkw, die über den reinen

Transport hinaus eingesetzt werden,

benötigen spezielle Aufbauten,

wie sie Gomm Fahrzeugbau

und Max Wild fertigen: Abroll-

und Absetzkipper, Lkw-Ladekrane

oder auch Abfallsammel-Lkw.

»Eigentlich können wir jegliche

Aufbauten für E-Lkw realisieren

und richten uns immer nach den

spezifischen Wünschen und Vorstellungen

unserer Kunden«, betont

Schellhorn. Gomm Fahrzeugbau

hat in Zusammenarbeit

mit Max Wild beispielsweise

einen Aufbau für einen E-Lkw

zum Abladen von Holzpellets in

der Praxis umgesetzt.

Enge Zusammenarbeit

Dass Gomm Fahrzeugbau und

Max Wild die Pionierarbeit in

puncto individuelle Aufbauten

für E-Lkw gemeinsam angehen,

liegt laut eigener Angaben in der

jahrelangen

Zusammenarbeit

der beiden Unternehmen begründet.

Diese Partnerschaft hat

sich seit 2015 mit der Entwicklung

des »Mudcleaners«, eines

Recycling-Lkws für nachhaltige

HDD-Projekte und Geothermiebohrungen,

weiter intensiviert.

»Im Bereich des Fahrzeugbaus

arbeiten wir viel mit Dominikus

Schellhorn und seinem Team zusammen.

Dass wir uns nun gemeinsam

ein ganz neues Feld,

das individueller E-Lkw-Aufbauten,

betreten und dort neue

Benchmarks setzen werden, ist

einfach großartig«, freut sich

Daniel Wild. Grundsätzlich lässt

sich festhalten, dass die Branche

von derartigen Synergien profitiert

– insbesondere deshalb,

weil Lösungen weitergedacht

werden.

d

Bei ihren E-Lkw setzen die

Max Wild GmbH und die

Gomm Fahrzeugbau GmbH

leistungsstarke Motoren

und Generatoren ein.

Bereit für jede

Herausforderung.

Die neuen Baumaschinen- und Maschinentransporter von Böckmann.

Transportlösungen erster Klasse!

www.boeckmann.com

Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 79

Weitere Infos


MERCEDES-BENZ AG (2)

Sondermodelle im

Jubiläumsjahr des

Transporters

Jedes einzelne Modell

wird mit einem speziell für

die Anforderungen seiner

künftigen Nutzer konzipierten

Ausstattungspaket

angeboten, das die

Grundkonfiguration um

häufig gewählte Optionen

ergänzt.

MERCEDES-BENZ – 1896 stellte Carl Benz den ersten Transporter der Welt

vor. Dabei hatte er die Mobilitätsbedürfnisse professioneller Anwender bereits

im Blick: Schließlich bot sich das von ihm zehn Jahre zuvor erfundene Automobil

selbstverständlich auch für den Gütertransport an. Benz kombinierte das Fahrgestell

seines »Velociped« mit einem kubischen Laderaum. So entstand aus dem ersten Serien-Pkw

der Welt das erste leichte Nutzfahrzeug. 130 Jahre später, zum Start dieses

besonderen Jubiläumsjahres, präsentiert Mercedes-Benz Vans nun Sondermodelle

ausgewählter Produkte für gewerbliche Nutzer.

Der Transporter – eine erstaunliche

Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum.

Die Sondermodelle basieren auf den mittelgroßen

und großen Vans »Vito« und »Sprinter«,

sowohl in der Verbrenner- als auch Elektroausführung.

Jedes einzelne Modell wird mit einem speziell

für die Anforderungen seiner künftigen Nutzer

konzipierten Ausstattungspaket angeboten, das

die Grundkonfigurationen der einzelnen Fahrzeuge

um häufig gewählte Optionen ergänzt und damit

Komfort, Funktionalität sowie Wirtschaftlichkeit

vereint.

So ist der »Vito Base Edition« als Kastenwagen

für die Motorleistungen 75 kW und 100 kW in allen

Längen erhältlich. Zusätzlich enthalten sind ein

Holzboden im Laderaum, eine Smartphone-Integration,

ein 70 l fassender Kraftstofftank sowie eine

Beifahrerdoppelsitzbank. Der »eVito Base Edition«

als Kastenwagen wird über die »Base«-Ausstattungslinie

hinaus mit einer Komfort-Dachbedieneinheit,

Schnellladefunktion mit 80 kW (nur

für 85-kW-Elektromotor), Komfort-Fahrer- und

-Beifahrersitz mit Lordosestütze sowie einem Navigationssystem

angeboten. Die »Sprinter Base

Edition« ist erhältlich als Kastenwagen mit 3,5 t

zGG für die Motorleistungen 84 kW und 110 kW

in allen Längen. Basierend auf der Ausstattungslinie

»Base«sind zusätzlich ein Laderaumpaket

und die Smartphone-Integration enthalten. Die

elektrische Variante, der »eSprinter Base Edition«,

ist als Kastenwagen für 3,5 und 4,25 t zGG

mit den Motorleistungen 100 kW oder 150 kW

und 56 kWh, 81 kWh oder 113 kWh Batteriekapazität

in allen Längen verfügbar. Die zusätzlichen

Ausstattungsumfänge umfassen ein Laderaumpaket,

die Smartphone-Integration und das Navigationssystem.

s

80

April 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Hakenlift-Serie erweitert

KRAMPE – Mit dem »THL 20

L« in Individualbauweise erweitert

die Krampe Fahrzeugbau

GmbH derzeit ihr Programm

um eine anpassungsfähige

Lösung für anspruchsvolle

Einsatzbedingungen und

internationale Anforderungen.

Bereits seit 2023 fertigt Krampe

die Modelle »THL 20 L Carrier«

und »THL 20 L Carrier+« in

modularer Bauweise. Dabei wird

das »Hyva«-Hakengerät ohne zusätzlichen

Hilfsrahmen als Einzelkomponente

direkt in das Fahrgestell

integriert. Das reduziert

KRAMPE

Die Hakenlift-Serie:

Individuell auf die Bedürfnisse und

Einsatzanforderungen angepasst.

das Eigengewicht und steigert

die Leistungsfähigkeit. Aufgrund

Normen und Transportaufgaben

schweren Behältern oder Schütt-

der Nachfrage ergänzt Krampe

anzupassen. Zu den erweiterten

gütern, um ein Überlaufen zu re-

nun das Portfolio um den »THL

Ausstattungsoptionen zählen bei-

duzieren. Überdies sind auch die

20 L« als Individualfahrzeug. Das

spielsweise eine große Bremsan-

Achsabstände wählbar (1 570 mm

Modell erreicht ein zulässiges Ge-

lage sowie ein 26-t-Achs aggregat

und 1 810 mm). Damit, so der

samtgewicht von bis zu 24 t und

– ausgelegt auf anspruchsvol-

Hersteller abschließend, lässt

eine Nutzlast ohne Container

le Einsätze, z. B. am Berg. Hin-

sich das Fahrzeug optimal an ver-

von bis zu 18,4 t. Serienmäßig

zu kommen ein Achsquerschnitt

schiedene Hakengerätenormen

ist ein Ankipp-Hilfszylinder ver-

von 150 mm oder auch eine Be-

und länderspezifische Vorschrif-

baut, die Hebekapazität für eben-

reifung bis zu 26,5 Zoll sowie ei-

ten anpassen. Mit dem »THL 20

erdig abgestellte Container liegt

ne elektrische Zwangslenkung.

L Individual« reagiere Krampe

bei etwa 20 t bei 200 bar. Ziel, so

Demnächst soll außerdem eine

auf steigende internationale An-

Krampe, ist eine größere Ausstat-

Schub-Knick-Funktion verfügbar

forderungen sowie den Wunsch

tungs- und Konfigurationsvielfalt,

sein. Diese ermöglicht das Auf-

nach maximaler Konfigurierbar-

um das Fahrzeug optimal an un-

ziehen von Containern in einem

keit bei hoher technischer Leis-

terschiedliche Einsatzregionen,

flacheren Winkel – vorteilhaft bei

tungsfähigkeit.

d

Die leise Revolution des

kartenbasierten Dashboards

Fallstudien entdecken:

So setzen unsere Kunden

Infrakit in der Praxis ein.

infrakit.com/de

Viele Infrastrukturprojekte sind digital

organisiert, doch im Projektalltag fehlt

oft der Überblick über die großen Datenmengen

aus Planung, Vermessung,

Maschinensteuerung und Dokumentation.

Wenn unterschiedliche Projektbeteiligte

mit verschiedenen Datenständen arbeiten,

entstehen typische Reibungsverluste.

1 Intuitive Ordnernavigation

Entscheidungen basieren auf fragmentierten

Informationen, Änderungen werden

verspätet umgesetzt und Fortschritt lässt

sich nur mit zusätzlichem Abstimmungsaufwand

zuverlässig bewerten.

Gerade bei linearen Projektdaten über große

Strecken hinweg wird Transparenz schnell

zur operativen Herausforderung.

4 Georeferenzierte Fotodokumentation

Ein kartenbasiertes Dashboard schafft

hier eine praxistaugliche Grundlage für

die Zusammenarbeit. Es bietet eine

räumliche Gesamtsicht auf das Projekt

und verbindet Daten aus verschiedenen

Quellen in einem aktuellen Gesamtbild.

Dadurch werden Planungsstand,

Umsetzung und möglicher Handlungsbedarf

schneller sichtbar.

Der Mehrwert liegt nicht in einem

weiteren Einzelsystem, sondern in

einer verbindenden Ebene für die

digitale Projektabwicklung.

2 Ortsbezogene Planung

3 Modellüberlagerung aus

Planungsdaten und Orthofoto

Kartenbasiertes Infrakit-Dashboard (Projekt: Wehlener Straße, WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG)

Infrakit vernetzt Menschen, Technologien

sowie Büro und Baustelle, führt

Planungs-, Vermessungs- und

Ausführungsdaten in einer gemeinsamen

Kartenumgebung zusammen und

ermöglicht eine lückenlose, nachweisbare

Dokumentation zur Optimierung von

Prozessen und Durchsetzung von

Nachträgen im Infrastrukturbau.

Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 81


Mit 40 neuen »Arocs«

den Winterdienst im Fokus

DAIMLER TRUCK – Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz

(LBM) hat insgesamt 40 »Arocs«-Fahrgestelle des Typs »3148 AK

6x4/4« bei der Mercedes-Benz Own Retail Deutschland geordert.

Von den Partnern Paul Nutzfahrzeuge, Bucher Municipal, Palfinger

und Meiller kommen An-, Auf- und Umbauten für die speziellen

winterdienstlichen Einsatzbedingungen.

Die Trucks verfügen über eine

lenk- und liftbare dritte

Nachlaufachse, welche die Manövrierbarkeit

in beengten Umgebungen

verbessert und die

Lastverteilung optimiert. Die

Fahrgestelle sind robust konstruiert,

funktional ausgelegt

Technik, Benutzerfreundlichkeit

und Langlebigkeit gefragt

Mike Fensterseifer, Leiter der

Fachgruppe

und auf einen möglichst sicheren

und effizienten Betrieb abgestimmt.

Straßenunterhaltung

und -betrieb beim LBM

DAIMLER TRUCK AG (2)

Rheinland-Pfalz, geht näher

auf die Hintergründe ein der

Neuanschaffung ein: »Der LBM

Rheinland-Pfalz plant, baut und

unterhält den überwiegenden

Teil der Bundes-, Landes- und

Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz.

Bei der Neuanschaffung der dafür

notwendigen Fahrzeuge haben

wir sehr viel Wert auf Technik,

Benutzerfreundlichkeit

und Langlebigkeit gelegt.«

Anpassung an winterdienstliche

Einsatzbedingungen

Mercedes-Benz Trucks hat dazu

gemeinsam mit mehreren Partnern

Lösungen realisiert, die

speziell für die winterdienstlichen

Einsatzbedingungen im

kommunalen Bereich ausgelegt

sind. Der Aufbauherstel-

»eArocs 400« überzeugt bei -20 °Grad

Der neue batterieelektrische

Mercedes-Benz »eArocs 400«

für den urbanen Bauverkehr

hat erfolgreich intensive

Wintertests unter extremen

Bedingungen absolviert. Bei

Temperaturen von bis zu

-20 °C wurde der neue, lokal

CO 2

-e-freie und geräuscharme

E-Lkw Anfang des Jahres am

finnischen Polarkreis gezielt

auf Schnee und Eis erprobt, um

seine Einsatzfähigkeit auch

unter harten winterlichen

Bedingungen sicherzustellen.

Im Fokus der Tests standen u. a. die Traktion und

die Fahrstabilität des »eArocs 400« auf schnee- und

eisbedeckter Fahrbahn, das Kaltstart-, Batterie- und

Ladeverhalten bei extremen Minusgraden sowie

die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebsstrangs

und das Rekuperationsverhalten im Winterbetrieb.

Dazu Michael Kimmich, Entwicklungsleiter

»eArocs 400«: »Die Wintertests in Finnland

stellten den ›eArocs 400‹ unter trockenen, extrem

kalten Bedingungen vor anspruchsvolle Prüfungen,

die er souverän meisterte. Mit stabilem Fahrverhalten

sowie einem Reichweiten- und Ladeprofil innerhalb

der erwarteten Parameter bestätigte er seine

Leistungsfähigkeit.«

Die Erprobung unter winterlichen Extrembedingungen

lieferte den Ingenieuren von Mercedes-Benz

Trucks wichtige Erkenntnisse für die weitere

Optimierung des »eArocs 400« zum Start der

Serienproduktion und unterstreicht die Ambition,

elektrische Nutzfahrzeuge auch für anspruchsvolle

Ganzjahreseinsätze bereitzustellen. Der Verkauf

Am finnischen Polarkreis wurde der

»eArocs 400« gezielt auf Schnee und Eis erprobt.

des »eArocs 400« startet ab Anfang April und die

Produktion des Grundfahrzeugs im dritten Quartal

im Mercedes-Benz-Werk Wörth am Rhein. Der

»eArocs 400« wird zunächst mit einem technisch zulässigen

Gesamtgewicht von 37 und 44 t in der Achsformel

8x4/4 und in vier verschiedenen Radständen

verfügbar sein. Er kann u. a. als Fahrmischer oder

Kipper aufgebaut werden. Somit deckt er wesentliche

Anwendungen für den straßennahen Bauverkehr

ab.

s

82

April 2026 Bau- & Nutzfahrzeuge


ler Paul Nutzfahrzeuge stattet

die Fahrzeuge mit verschiedenen

An-, Auf- und Umbauten

aus, darunter spezielle Kamerasysteme

und eine benutzerfreundliche

elektronische Steuerung

für die Werkzeuge und

Geräte. Bucher Municipal liefert

Winterdienstausrüstungen

und Hydrauliksysteme, Palfinger

hocheffiziente Ladekrane

und robuste Abrollkipper sowie

Meiller Zwei- und Dreiseitenkipper.

Auch das sind wieder

gute Beispiele dafür, warum

die Branche letztlich davon

profitiert, wenn Synergien genutzt

und ohnehin schon kluge

Lösungen noch weiter gedacht

werden.

Partnerschaftliche

Zusammenarbeit

»Mercedes-Benz Own Retail

Deutschland ist sehr stolz, als

Generalunternehmer die Ausschreibung

des LBM Rheinland-Pfalz

gewonnen zu haben.

Mit unseren Fahrzeugen

sorgen wir somit zukünftig für

den ganzjährigen Betrieb und

die Sicherheit auf den Straßen

in Rheinland-Pfalz«, erklärt

René Rudelt, Centerleiter

Mercedes-Benz Own Retail

Deutschland.

»Die neuen Winterdienstfahrzeuge

für den LBM Rheinland-Pfalz

zeigen eindrucksvoll,

Insgesamt umfasst der

Auftrag 40 »Arocs«-Fahrzeuge,

fünf wurden nun

symbolisch übergeben.

was möglich ist, wenn technologische

Innovation, tiefes

Systemverständnis und partnerschaftliche

Zusammenarbeit

zusammenkommen. Unser

Anspruch ist es stets, Technik

neu zu denken und Spezialfahrzeuge

zu realisieren, die

im täglichen Einsatz nicht nur

zuverlässig funktionieren, sondern

echten Mehrwert schaffen«,

ergänzt Bernhard Wasner,

Geschäftsführer der Paul Nutzfahrzeuge

GmbH.

Mercedes-Benz Own

Retail Deutschland

betreibt Standorte

für Vertrieb und Service von

Mercedes-Benz und ist verantwortlich

für die Bereitstellung

von Nutz- und Spezialfahrzeugen

für kommunale und gewerbliche

Anwendungen. Die Organisation

arbeitet eng mit Partnern und

Kunden zusammen, um funktionale

und praxisorientierte Lösungen

für anspruchsvolle

Einsatzbereiche bereitzustellen.

s

KI-Kamera mit

Personenerkennung

• Warnt akustisch und visuell

• Einfache Plug-and-play-Technologie

• Geprüft nach GS-BAU-71

KI-Box für Kameras

• Erweitert analoge Kameras

um Personenerkennung

• Kein Austausch vorhandener

Kameras

• Anschluss mit bestehender

Verkabelung

+49 (0)4321 9655610

brigade-electronics.com/de

Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 83


Der »COG Easy Mode« macht

Schwerpunktverläufe transparent

– am Fahrzeug sowie

optional über »Scheuerle

Connect« mit Live-Übertragung

der Displayinhalte.

SPMT-Erfinder treibt

Weiterentwicklung voran

TII SCHEUERLE

TII SCHEUERLE – Als

Erfinder des Self-Propelled Modular

Transporter, kurz SPMT,

baut TII Scheuerle sein Flaggschiff

weiter aus. Nach

vergangenen Innovationen

wie dem Telematik- und

Flottenmanagementsystem

»Scheuerle Connect« stellt

das Unternehmen nun neue

digitale und sicherheitsrelevante

Features vor.

Transparenz

Ein großer Vorteil: Der »COG Easy

Mode« macht Schwerpunktverläufe

transparent – am Fahrzeug

sowie optional über »Scheuerle

Connect« mit Live-Übertragung

der Displayinhalte.

Der neue »COG Easy Mode« erleichtert nach Ansicht

von TII Scheuerle den Anwendern die Beurteilung

komplexer Lastverhältnisse. Durch die

direkte Visualisierung von Kipplinien am Fahrzeugdisplay

wird der Schwerpunkt des beladenen

SPMT jederzeit nachvollziehbar. In Verbindung mit

»Scheuerle Connect« können relevante Zustandsinformationen

zusätzlich zentral erfasst und ausgewertet

werden.

Bei entsprechender Ausstattung kann zudem

eine Live-Übertragung der Displayinhalte erfolgen.

Das reduziert laut Hersteller die Gefahr des

Kippens, schützt vor möglichen Strukturschäden

und erhöht die Betriebssicherheit. Anwender erhalten

damit ein intuitives Instrument, das eine

Verschiebung der Lastsituationen visuell sichtbar

macht und damit für mehr Sicherheit im Gesamtsystem

sorgt.

TPMS: Reifendruck in Echtzeit überwachen

Das Tire Pressure Monitoring System (kurz: TPMS)

überwacht den Reifendruck aller SPMT-Module

kontinuierlich und in Echtzeit. Dadurch werden

Druckabweichungen sofort erkannt und direkt

am Display des jeweiligen Moduls sowie zusätzlich

über »Scheuerle Connect« visualisiert. Das

macht manuelle Prüfrunden weitgehend überflüssig,

verkürzt die Rüstzeiten und verbessert die Gesamtlebensdauer

der Reifen, da diese kontinuierlich

im optimalen Betriebsfenster gehalten werden.

Fahrer und Flottenmanager gewinnen so eine verlässliche

Transparenz über den Zustand ihrer Bereifung

und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit im

täglichen Einsatz.

Over-the-Air (OTA): Updates in Eigenregie

Mit der Möglichkeit, Software-Updates eigenständig

durchzuführen, vereinfacht TII Scheuerle darüber

hinaus die Softwarepflege der SPMT-Fahr-

zeuge. Aktualisierungen werden Over-the-Air bereitgestellt

und können unabhängig von Ort, Infrastruktur

oder Servicezeiten eingespielt werden.

Dadurch erhalten Fahrzeuge auch nach der Auslieferung

weiterhin neue Funktionen und Verbesserungen,

ohne dass ein Servicetechniker vor Ort

erforderlich ist. Da neue Funktionen und wichtige

Aktualisierungen unmittelbar zur Verfügung stehen,

müssen die jeweiligen Fahrzeuge nicht längere

Zeit aus dem laufenden Betrieb genommen werden.

Der SPMT bleibt dadurch nachhaltig auf dem

neuesten Stand.

Anbindungen von »Scheuerle Connect« nutzen

Alle neuen Funktionen des aktuellen Releases lassen

sich vollständig in »Scheuerle Connect « (inkludiert

ab dem »Advanced«-Paket) integrieren und sind damit

Teil der digitalen Maschinen-Cloud von TII. Dadurch

kömmem alle relevanten Betriebsdaten der

neuen Features zentral eingesehen, analysiert und

langfristig ausgewertet werden. Ob Schwerpunktverlauf

im »COG Easy Mode« oder Reifendruckwerte

aus dem TPMS: Anwender erhalten eine durchgängige

Transparenz über relevante Fahrzeug- und

Zustandsdaten und schaffen die Grundlage für einen

dauerhaft sicheren und effizienten Betrieb.

Dank Weiterentwicklung einen Schritt voraus

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass gute

Lösungen nur dann gut bleiben, wenn in die Weiterentwicklung

investiert wird. Und genau hier

scheint TII Scheuerle mit Blick auf seine SPMT konsequent

zu sein. Der Fokus liegt dabei laut Unternehmen

auf Sicherheit, Effizienz und Praxisnähe.

Betreiber investieren in eine moderne Transportlösung,

die kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt

werden soll – mit dem Anspruch, heute und

in Zukunft verlässlich einen Schritt voraus zu sein,

wie Scheuerle mitteilt.

d

84

April 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Flottenmanagement

steht vor

einem Umbruch

WEBFLEET – Der Bereich

Flottenmanagement steht

europaweit vor einem Umbruch.

Steigende Kosten, komplexere

Abläufe und strengere

EU-Vorgaben verändern die

Spielregeln für gewerbliche

Fuhrparks. Nach Ansicht von

Webfleet werden in diesem Jahr

die Flottenunternehmen »den

Takt vorgeben, die komplexe

Informationen direkt in konkrete

Maßnahmen umsetzen

können«. Das Ziel sei, dass

Mitarbeiter smarter, sicherer

und effizienter arbeiten können.

Neuregelung

Ab Juli gelten die EU-Regeln

zu Lenk- und Ruhezeiten

auch für leichte Nutzfahrzeuge

über 2,5 t im grenzüberschreitenden

Verkehr.

Ein entscheidender Hebel für

besseres Flottenmanagement

liegt laut Webfleet in der

intelligenten Verknüpfung von

Daten und KI-gestützten Analysen.

Mit zunehmender Digitalisierung

entsteht in vielen Betrieben

eine regelrechte Datenflut,

weil zu viele uneinheitliche

Systeme oft neben- statt miteinander

arbeiten. Die Integration

aller relevanten Informationen

und eine einheitliche Darstellung

der Betriebsabläufe haben

daher oberste Priorität. Je

benutzerfreundlicher und stärker

automatisiert diese Technologien

werden, desto größer

wird die Rolle sein, die KI im Arbeitsalltag

spielt. Sie soll Rohdaten

richtig gewichten und konkrete

Handlungsschritte ableiten.

Diese reichen von der Routenplanung

über die Einhaltung

gesetzlicher Vorgaben bis hin zu

Kostenanalysen und Prognosen

zum Fahrzeugzustand.

Motorisierte und

nicht motorisierte Assets

Ein weiterer wichtiger Bereich

betrifft das Management komplexer

Logistikvorgänge. Auflieger,

Container sowie motorisierte

und nicht motorisierte Assets

machen inzwischen einen nicht

unerheblichen Anteil der Investitionen

aus. Betreiber benötigen

präzise Informationen darüber,

wo sich ihre Einheiten befinden,

wie sie genutzt werden

und welche Stehzeiten sie während

des gesamten Transport-

wegs aufweisen. Branchenprognosen

gehen von einem anhaltenden

zweistelligen Wachstum

in diesem Segment aus.

WEBFLEET

Regulatorik

als zusätzlicher Treiber

Gesetzliche Vorgaben beschleunigen

Veränderungen: Ab Juli

gelten die EU-Regeln zu Lenk-

und Ruhezeiten auch für leichte

Die Spielregeln für gewerbliche

Fuhrparks verändern sich.

Nutzfahrzeuge über 2,5 t im grenzüberschreitenden

Verkehr. Webfleet

geht davon aus, dass dies zu

einer verstärkten Nutzung digitaler

Tachografen-Management-Tools

über die traditionellen

schweren Lkw-Flotten hinaus

führen wird. Unternehmen können

damit die gesetzlichen Vorgaben

erfüllen, ohne zusätzlichen

administrativen Aufwand zu haben.

Die Elektrifizierung des gewerblichen

Verkehrs nimmt europaweit

durch klarere regulatorische

Rahmenbedingungen

und durch ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele

Fahrt auf. Trotz all

dieser Trends und Entwicklungen

bleibt der Kostendruck nach

Ansicht von Webfleet das beherrschende

Thema im Flottenmanagement.

Steigende Ausgaben

zwingen Unternehmen dazu, den

Einsatz ihrer Fahrzeuge genau zu

analysieren.

VERSTEIGERUNG

Hollander Straßen- & Tiefbau GmbH

Holtkamp 1 ∙ 26556 Westerholt

MI., 15. APRIL 2026 – 09:00 UHR

Zur Versteigerung gelangen ca. 1 150 Positionen, u. a.:

5 Planierraupen Komatsu, 23 Hydraulik-Kettenbagger Doosan,

30 Kompakt- und Minibagger Kubota + Bobcat, 5 große Radlader Doosan +

Atlas + O&K, 48 weitere Radlader, 2 Teleskoplader Claas + Manitou, ca.

350 Anbaugeräte, 14 Walzenzüge Bomag + Atlas, 8 Tandemwalzen Bomag,

8 Pflasterverlegemaschinen Optimas, 4 Arbeitsbühnen, 52 Rüttelplatten,

20 Container, 4 Lasernivelliersteuerungen Topcon, Baulaser,

Stromerzeuger 500 KVA Bj. 2023, Pumpanlagen, mobile Lkw-Wiegeanlage

40 t, 4 Lkw-Kipper 4- und 2-achsig, 10 Sattelzugmaschinen Mercedes-

Benz, 2 Tieflade-Sattelauflieger 58 t / 44 t, 9 Kippmulden-Sattelauflieger,

j

diverse Anhänger, 3 Ackerschlepper John Deere 7920, 2 Dumper,

24 Transporter Mercedes-Benz Doka + Werkstattwagen,

12 Baumaschinentransporter 3,5 t, 2 Pkw Mercedes-Benz S350 CDI +

E200 CDI, 2 Pick-up Mercedes-Benz X250 CDI u. v. a. m.

Besichtigung: 13.04.26 12 – 17 Uhr + 14.04.26 09 – 17 Uhr

sowie am Versteigerungstag von 07 – 8:45 Uhr

Ausführlicher Katalog mit detaillierten Informationen + Fotos

im Internet (www.valcom.de) oder auf Anfrage.

valcom oHG

22085 Hamburg

T: 040 441236-0 • E: info@valcom.de

Bau- & Nutzfahrzeuge April 2026 85


MESSEVOR/RÜCK

RÜCKBLICK

MESSE

Fachtagung Abbruch

in Berlin war voller Erfolg

Dan Windhorst

DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND – Die »Station-Berlin« wurde

im März erneut zum Treffpunkt der Abbruchbranche erklärt – und

angesichts erneut guter Zahlen mit über 1 300 Fachbesuchern sowie

125 Ausstellern war sie das auch. Aber längst nicht nur auf dem Papier:

Das bauMAGAZIN war vor Ort und hat eine Branche für Abbruch,

Recycling und Schadstoffsanierung erlebt, die sich auf die kommenden

Jahre einstellt, wissbegierig ist und optimistisch in die Zukunft blickt.

1 300

Fachbesucher

Zur Fachtagung Abbruch waren

über 1 300 Fachbesucher sowie

125 Aussteller nach Berlin

gekommen, um über die Zukunft

der Branche zu sprechen.

In seiner Eröffnungsrede hob DA-Geschäftsführer

Andreas Pocha die besondere Stärke der Branche

hervor: »Rückbau ist nie ›Standard‹, sondern immer

eine maßgeschneiderte Lösung – sowohl technisch

als auch organisatorisch und rechtlich. Dabei bleibt

eines konstant: die Werte der Branche.« Insgesamt

boten die Abbruchtage zwölf Vorträge: Inhaltlich

reichte das von innovativen Denkanstößen für die

Zukunft der Abbruchbranche bis hin zu anspruchsvollen

Rückbauprojekten, die aufzeigten, wie vielfältig,

flexibel und individuell die Betriebe letztlich

agieren müssen.

Rückbau im Kernkraftwerk

Spannende Einblicke in die Praxis boten mitunter

Thomas Wellmann (ERM GmbH) und Markus

Brilon (RWE Nuclear GmbH). Sie berichteten von

der Sanierung und Entsorgung beim Rückbau

des ehemaligen Kernkraftwerks Biblis. Im Mittelpunkt

stand der Umgang mit asbesthaltigen Bauteilen

und die daraus folgenden Anforderungen an

Verfahren, Nachweise und Arbeitsschutz. Thematisiert

wurden die prüfende Anwendung gesetzlicher

Grundlagen und Normen, die abgestimmte

Auslegung mit Behörden und ausführenden Unternehmen

sowie die Entwicklung und Genehmigung

geeigneter Vorgehensweisen – inklusive Probesanierungen,

Messungen und messtechnischer

Begleitung.

KI für Stoffströme

»Wissen, was drin ist«, darum ging es bei Hannes

Berteit (Optocycle GmbH). Sein Punkt: Eine funktionierende

Kreislaufwirtschaft im mineralischen

Bereich scheitert oft nicht an fehlender Technik,

sondern an fehlenden, uneinheitlichen Qualitätsdaten.

Genau hier setzt der vorgestellte Ansatz an.

Technisch basiert die Lösung auf multispektraler

Videoerfassung kombiniert mit KI-gestützter Auswertung.

Die Ergebnisse laufen als »Single Source

of Truth« in einer Software zusammen.

Vollelektrischer Rückbau

Und das bauMAGAZIN traf in Berlin auch auf »alte

Bekannte«: Dass vollelektrischer Rückbau bereits

heute machbar ist, zeigten David Porst (MM-

RHP Metzner Recycling GmbH) und Peter Bauer

(Volvo CE Germany GmbH). Im Zentrum stand ein

Pilotprojekt, in dem Rückbau, Aufbereitung und

Logistik konsequent auf Elektrifizierung ausgelegt

wurden – mit dem Ziel, Emissionen und Transporte

deutlich zu reduzieren (das bauMAGAZIN hatte

darüber bereits in der Ausgabe 08/25 ab Seite 44

berichtet). Das Fazit der Referenten: Erfolgsentscheidend

ist ein starkes Netzwerk aus Auftraggeber,

Netzbetreiber, Auftragnehmer und Dienstleistern

– und gerade im innerstädtischen Umfeld sehen

sie großes Potenzial für voll- und teilelektrische

Baustellen.

Die Stärke der Branche

Festhalten lässt sich, dass die Abbruchtage, im Übrigen

wie auch in den Vorjahren, eine vernünftige

Mischung boten – sowohl bei den Ausstellern

als auch den Fachvorträgen, die mit aktuellen Themen

gespickt waren. Gezeigt hat sich, dass der Abbruch

als hochindividuelles Segment innerhalb der

Bauwirtschaft zu betrachten ist und eine Standardlösung

nicht existiert. Geprägt ist der Rückbau in

der Regel von Zeitdruck, baulichen Herausforderungen,

Unvorhersehbarkeiten und der Tatsache,

dass er auf innovativen Erfindergeist angewiesen

ist, um die Effizienz, Präzision, aber auch Sicherheit

am Bau zu steigern. Rückbau erfordert zudem

Erfahrung, Planungstiefe und die Bereitschaft, sich

den Anforderungen neu anzupassen. Die nächste

Ausgabe der Fachtagung Abbruch soll laut Veranstalter

im März 2027 stattfinden.

d

86

April 2026

Messerückblick


Zusätzlich zu den Vorträgen bot die

Fachtagung Abbruch auch einen Ausstellerbereich,

wo neue Entwicklungen der

Branche vorgestellt wurden.

DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND

SBM VERLAG (24)

V. l. n. r.: Technischer Gebietsleiter Nico Brockmann, Gebietsleiterin

Julia Schlattmann-Onal und Verkaufsleiter Björn Sondergeld. Im

November lädt Granit Parts, Teil der Fricke-Gruppe, wieder zur PSW

Parts & Service World, der erfolgreichen Fachmesse für Ersatzteile

und Service nach Kassel ein.

Florian Kappes, Geschäftsführer von Echle Hartstahl,

zeigte auf der Fachtagung Abbruch den FOPS-Kabinenschutz

»Protector E4«. Der patentierte, CE-zertifizierte

Schutz soll durch flachen Aufbau, einfache Montage und

optimale Rundumsicht überzeugen.

Ronja Berg, Marketing & Communication Supervisor

bei Komatsu, stellte auf der Fachtagung Abbruch den

elektrischen Mikrobagger »PC05E-1« vor. Die nur 520 kg

leichte Kompaktmaschine arbeitet bis zu zwei Stunden

lokals emissionsfrei sowie kabellos und deckt ein breites

Einsatzspektrum für die Baubranche ab.

Tim Bendfeld, Serviceleiter bei Steelwrist Deutschland, präsentierte

auf der Fachtagung Abbruch den »SQ«-Schnellwechsler (OS) für

Bagger von 4 bis 70 t. Die neue Lösung soll die Effizienz steigern, hohe

Sicherheit bieten und hohen Bedienkomfort bieten.

Messerückblick April 2026

87


»Maximale Reinigung« verspricht Marcel Schoch, geschäftsführender

Gesellschafter der HS-Schoch GmbH, mit »The Cleaner«. Wichtige

Features seien ein seitlicher Anfahrschutz, Gabelzinkentaschen sowie

Abstellfüße zur schonenden Lagerung.

Am Stand von Liebherr konnten sich die Fachbesucher ein

genaues Bild von den aktuellen Lösungen für Abbruch und

Recycling machen.

Christian Rampp, Entwicklungsleiter, sowie Anna Betz,

Vertrieb bei der Oilquick Deutschland KG, stellten u. a. das

Schnellwechslersystem »OQ 80« vor, das auf Bagger von

25 bis 43 t ausgelegt ist.

Konstruktive Gespräche am Stand der Division »Construction« der

Husqvarna Deutschland GmbH. Ausgestellt wurden einige Exponate

rund um die Themen Betonbearbeitung, lokal emissionsfreier Abbruch

Nadine Lottermoser, Product-Managerin, und Christoph Sauer,

Geschäftsführer der Oilfix GmbH, wurden wahrhaft überrannt

von Anfragen nach den »Oilfix«-Ventilblöcken.

88 April 2026 Bau- & Messerückblick

Nutzfahrzeuge

und Staubbindung.


Cansin Gül, Vertriebsmitarbeiter bei Bps Software, zeigte

uns an seinem Bildschirm die nahezu unendlichen

Softwarelösungen der digitalen Vorarbeiter, die die Bps

den Bauunternehmern zur Verfügung stellen kann.

Christian Hellermann, General Manager Vertrieb, und

Sebastian Denniston, Sales Manager OEM, standen für

jegliche Fragen rund um das Portfolio von Lehnhoff zur

Verfügung.

Tobias Putzmacher, Senior-Produktmanager bei Zeppelin

Baumaschinen, mit dem Cat-Primärpulverisierer »P318«.

Dieser ist für das Schneiden, Brechen und Zerkleinern von

Betonstrukturen bei Abbrucharbeiten konzipiert.

»Daumen hoch« zeigt Oliver Fred Jarmowske,

Vertriebsleiter Region Berlin / Brandenburg/ Magdeburg

bei der Kiesel Nord GmbH, für den kabelgebundenen

vollelektrischen Minibagger »ZE17«.

Jörg Giller, Technical Product Specialist Lead bei

Epiroc, freute sich, uns die Anbaufräse »ERC 650« mit

Hydraulikdrehung vorzustellen. Diese ist ausgelegt für

eine Gewichtsklasse von 15 bis 25 t, punktet mit einem

Betriebsgewicht von 1,76 t sowie einem Betriebsdruck

von 350 bar.

Bau- Messerückblick

& Nutzfahrzeuge April 2026 89


Betriebsleiter Georg Mayer und Vertriebsleiter Tim

Wohlgemuth von Bergauer Regenerierung verlängern

die Lebensdauer teurer Maschinenkomponenten durch

professionelles Aufschweißen, Schleifen und Abdichten,

anstatt diese komplett durch Neuteile zu ersetzen.

Geschäftsführer Klaus Ertmer und Enrico Trender, Sales

Manager DACH-Region von Kemroc, zeigten ihre Anbaufräsen

für Bagger. Durch ihr globales Netzwerk von Partnern und ihre

eigenen Experten ist Kemroc auf allen Kontinenten aktiv.

Michael Köhn, Vertriebsleiter Nord-Ost bei BauSU, der

Bau-Software Unternehmen GmbH, bietet eine modular

aufgebaute ERP-Software.

Meierling Austria by Carster GmbH mit Monika Bachmann und

Markus Rumel bewarben den »Torro«-Dumper, einen hochspezialisierten,

extrem robusten Sattelauflieger-Kipper für den harten

Einsatz im Offroad-Bereich.

Geschäftsführer David Linser (l.)

und Vertriebsleiter Max Henk der

Linser Industrie Service GmbH

stellten u. a. ihre »LIS«-Abbruch- und

Sortiergreifer-Modelle für Bagger mit

0,7 bis 28 t vor.

90 April 2026

Bau- & Messerückblick

Nutzfahrzeuge


Melinda und Michael Schmidt von Aqua Evolution

Systems sind mit »Der Blaue« längst in der Branche

angekommen. Die innovative Ablaufrinne und zugehörige

Wanne gehören zu den Kernprodukten der Allgäuer Firma.

V. l. n. r.: Robin Heisterkamp, Firmengründer Philipp

Ellsäßer und Bianca Voshaar. Die digitalen Typenschilder

von Qiky zielen darauf ab, die klassische

Zettelwirtschaft aus Bestellungen durch eine smarte

Cloud-basierte Lösung zu ersetzen.

Jörg Majoli, Geschäftsführer der Avant Tecno Deutschland GmbH. Der finnische Hersteller verfolgt

seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung von Kompaktladern und entwickelt durch die

eigene Tochtergesellschaft Avant Power spezialisierte Hochkapazitäts-Batterien mit innovativer

Immersionskühlung.

Fischer-Jung-Geschäftsführer Thorsten Plew und

Zemmler-Sales-Manager Jonas Oehmig stellten u. a. ihr

Portfolio im Bereich der Aufbereitungstechnik vor – so

auch mobile Doppeltrommel-Siebanlagen.

Die Peter Barthau Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH

produziert robuste Absetzcontainer und Abrollbehälter

für Abfall, Schüttgut und Spezialtransporte. Hier im Bild:

Gerd Barthau und Doreen Federau.

Bau- Messerückblick

& Nutzfahrzeuge April 2026

91


AKTUELLES

MAN investiert 300 Mio. Euro

in Service-Netzwerk

MAN TRUCK & BUS – Das Unternehmen möchte bis 2030 rund 300 Mio. Euro in den Ausbau

und die Weiterentwicklung seines europäischen Servicenetzes investieren. Es ist das

größte Investment dieser Art in der Geschichte von MAN.

Das Unternehmen will damit in Europa

neue Stützpunkte schaffen, vorhandene

Standorte modernisieren, die regionale

Abdeckung optimieren, die Qualität im Service

weiter verbessern und das Netz so auch

weiter mit Hochdruck für Elektromobilität fit

machen. Das Unternehmen hatte Anfang des

Jahres angekündigt, mit seinem Programm

»MAN2030+« die Kosten senken zu wollen,

»Frauen gestalten den Wandel in der Maschinenbranche«

RITCHIE BROS. – Anlässlich des Weltfrauentags würdigt

Ritchie Bros., Industrieauktionshaus und globaler Anbieter im Asset-

Management, Frauen, die die Zukunft der Maschinenbranche aktiv mitgestalten.

MAN BUS & TRUCK

um erhebliche Investitionen für Wachstum und

Innovationen tätigen zu können. MAN verfügt

laut eigener Aussage bereits heute über ein

außergewöhnlich starkes Netz an Service- und

Vertriebsstandorten. Europaweit gibt es rund

1 200 eigene und Partnerbetriebe mit in Summe

ca. 7 000 Beschäftigten in MAN-Betrieben.

Über den Pannen- und Mobilitätsdienst MAN

Mobile24 sorgen mehr als 2 000 MAN-Servicestützpunkte

und Kooperationspartner für

eine nahtlose Betreuung. »Eine starke Marke

braucht ein starkes Servicenetz. Das haben wir

– und wir machen es jetzt noch stärker. Neben

unserer Vertriebsmannschaft sind unsere

Werkstätten unser Gesicht für unsere Kunden.

Unser starkes Netz ist ein Wettbewerbsvorteil.

Den wollen wir weiter ausbauen«, so Friedrich

Baumann, Vorstand für Sales und Customer

Solutions bei MAN.

d

MAN investiert

und möchte sein

Service-Netzwerk

ausbauen.

Mit globaler Präsenz und einer gelebten Kultur

der Vielfalt fördert das Unternehmen seit

vielen Jahren Chancengleichheit und unterstützt

Frauen dabei, Führungspositionen auf

allen Ebenen einzunehmen. »Frauen übernehmen

verantwortungsvolle Aufgaben in den

Bereichen Operations, Marketing oder Finanzen,

überwinden traditionelle Barrieren und

gestalten die Weiterentwicklung der Branche

maßgeblich mit«, stellt das Unternehmen klar.

Ein Beispiel hierfür ist laut Ritchie Bros. Emma

Tuckley, denn ihr Weg in die Führungsriege des

Unternehmens begann vor fast 30 Jahren eher

unerwartet: Während sie als Kellnerin arbeitete,

entdeckte sie eine Stellenausschreibung von

Ritchie Bros. und entschied sich mutig für einen

Branchenwechsel. Sie startete als Teamassistenz

und entwickelte sich durch Engagement

und Fachkompetenz zur Position »Director of

International Operations Support«. Heute optimiert

sie Systeme und Prozesse im operativen

Bereich über Länder-, Kultur- und Zeitzonengrenzen

hinweg. »Erfolg bedeutet für mich

heute, positiven Wandel mitzugestalten, andere

in ihrer Karriere zu fördern und zu wissen, dass

meine Arbeit einen Unterschied macht«, sagt

Emma Tuckley. »Vielfalt ist für uns ein zentraler

Wert, und wir fördern aktiv die berufliche

Entwicklung unseres Teams. Ihre Talente, ihre

Führungskompetenz, ihre Expertise und ihre

unterschiedlichen Perspektiven prägen nicht

nur unser Unternehmen, sondern auch die

Zukunft der Branche«, so Ghislaine Duijmelings,

CEO von Ritchie Bros. International. d

Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit

Weber-Hydraulik – Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

bleiben herausfordernd: Zölle, anhaltender

Kostendruck und eine schwache Konjunktur prägen

den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Christine

Grotz, Geschäftsführende

Gesellschafterin der

Weber-Hydraulik GmbH,

ordnet die aktuelle Lage

ein und gibt einen Ausblick

auf die Schwerpunkte für

dieses Jahr. »Wir blicken

mit vorsichtigem Optimismus

auf das neue Christine Grotz.

Geschäftsjahr, wissen

aber, dass die Rahmenbedingungen anspruchsvoll

bleiben«, sagt Grotz. Der Fokus liege 2026 klar auf

Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und der konsequenten

Weiterentwicklung des Unternehmens. Mit Blick

auf den Jahresverlauf ist nicht von einer nachhaltigen

Erholung der Märkte auszugehen. Gleichzeitig habe

sich die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr

stabilisiert. »Wir stehen heute stabiler da, weil wir

unsere Hausaufgaben gemacht haben«, so Grotz.

»Aber die stagnierende Wirtschaft, der allgemeine

Kostendruck und hohe Energiepreise kosten uns

weiterhin Kraft.«

d

Tyri unterstützt

Forschungsprojekte

Tyri – Die Lichtplanung

in der Produktentwicklung

spielt sowohl hinsichtlich

der Effizienz als

auch der Umweltbelastung

eine entscheidende

Rolle. Daher untersucht

ein neues Forschungsprojekt

an der Universität

Linköping, wie Arbeitsscheinwerfer

schwerer Maschinen diese Bereiche

beeinflussen. Tyri unterstützt diese Arbeit nun mit

Fachwissen, modernen Testanlagen und langjähriger

Erfahrung in der Lichtplanung. Christian Wadell,

Global R&D bei Tyri: »Wir entwickeln seit über 50 Jahren

Beleuchtungssysteme. Es ist offensichtlich, dass

Beleuchtung zunehmend in das Design und das

Nutzererlebnis integriert wird. Mit diesem Projekt

möchten wir neues Wissen einbringen, das letztendlich

zu besseren, sichereren und ergonomischeren

Arbeitsumgebungen führen kann.« Das Projekt ist

Teil einer Doktorandenstelle an der Universität Linköping.

Es wird von der Lighting Foundation finanziert

und von Torbjörn Andersson von der Universität

Lund geleitet.

d

WEBER-HYDRAULIK

TYRI

Tyri unterstützt das Projekt mit

seinem Fachwissen.

92

April 2026

Aktuelles


BÖCKMANN

Böckmann feiert in diesem Jahr das 70-jährige Bestehen.

70 Jahre Böckmann:

»Gebaut für Generationen«

BÖCKMANN – 70 Jahre Böckmann – das sind über 1 Mio. gebaute Anhänger

seit der Gründung. Als Spezialist für Anhänger und Transportlösungen

beschäftigt das Familienunternehmen aus Lastrup mehr als

500 Mitarbeiter und beliefert weltweit über 300 Fachhändler in mehr

als 30 Ländern. Das Jubiläumsjahr steht laut eigener Aussage »ganz im

Zeichen der Feierlichkeiten und der Dankbarkeit«.

Die Geschichte begann 1956 in einer kleinen Dorfschmiede in Lastrup. Anton

Böckmann reparierte zunächst landwirtschaftliche Maschinen und fertigte

Gitterräder als Zwillingsreifen für Traktoren sowie Gummiwägen für den Transport

von Erntegut. Heute steht der Name Böckmann für langlebige Lösungen,

die durch Sicherheit, Funktionalität und durchdachte Details überzeugen sollen.

Das Motto des Jubiläumsjahres »Gebaut für Generationen« soll die Werte des

Unternehmens widerspiegeln: »Böckmann-Anhänger«, so das Unternehmen,

»sind für ihre Langlebigkeit bekannt und begleiten ihre Besitzer oft über mehrere

Generationen hinweg.« Gleichzeitig ist die Geschäftsführung mit Stella

und Justus Böckmann mittlerweile in der dritten Generation aktiv und viele

Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten Teil des Unternehmens – teilweise sogar in

zweiter Generation. Das ist in der heutigen Zeit keinesfalls eine Selbstverständlichkeit

mehr. Hier wird die Tradition noch immer gelebt, was, wie in diesem Fall,

immer auch mit der Tatsache einhergeht, dass jahrelange Erfahrung in diesem

Segment mitvererbt wird. Auch die Böckmann-Fachhändler tragen diese Tradition

laut Hersteller weiter: Einige von ihnen sind ebenfalls in der nächsten

Generation erfolgreich tätig und stehen für eine vertrauensvolle Partnerschaft

mit Kunden und dem Unternehmen. Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Gelegenheiten,

die Erfolgsgeschichte von Böckmann zu feiern und gleichzeitig allen

Beteiligten – Mitarbeitern, Händlern und Kunden – für ihre langjährige Unterstützung

zu danken. Geplant seien Aktionen und Veranstaltungen, die die Werte

des Unternehmens erlebbar machen und den Zusammenhalt weiter stärken

sollen. »Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein, der das Unternehmen mit Stolz

erfüllt und gleichzeitig motiviert, weiterhin mit Leidenschaft und Innovationskraft

an der Zukunft zu arbeiten«, so Böckmann abschließend.

d

DEUTSCHE ASPHALTTAGE

23. Deutsche Asphalttage in Berchtesgaden

zur Zukunft des Asphaltstraßenbaus

DAV – Rund 1 200 Besucher aus Politik, Verwaltung, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft

berieten im Rahmen der Asphalttage im Februar darüber, wie Verkehrsinfrastruktur

resilient, wirtschaftlich tragfähig und zugleich nachhaltig gestaltet

werden kann – und welche strategischen Weichenstellungen sowie Investitionen

dafür jetzt erforderlich sind.

Seit mehr als vier Jahrzehnten haben sich die Deutschen Asphalttage in Berchtesgaden als

führende Plattform für Wissenstransfer und strategischen Dialog etabliert. Der politisch

bedeutsame Branchentreff verbindet Zukunftsthemen der Infrastruktur mit praxisnahen

Lösungsansätzen und gibt der Branche Orientierung in Zeiten tiefgreifenderTransformation.

Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war die Festrede von Peer

Steinbrück, Bundesminister der Finanzen a.D. In seinem Beitrag ordnete er die aktuellen

Herausforderungen der Infrastrukturpolitik in den größeren wirtschafts- und finanzpolitischen

Kontext ein. Im Anschluss diskutierten Experten in einem hochrangig besetzten

Panel die milliardenschweren Investitionsbedarfe für den Erhalt und die Modernisierung der

Straßeninfrastruktur. Die Diskussion bündelte unterschiedliche Perspektiven und suchte

nach konkreten Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen. »Die Deutschen

Asphalttage bilden das wichtigste technische und strategische Forum unserer Branche.

Gerade angesichts der Transformation von Bauprozessen und Energieversorgung ist der

Austausch zwischen Forschung, Industrie und öffentlicher Hand entscheidend«, betonte

Oliver Nohse, Präsident des Deutschen Asphaltverbandes e. V. (DAV). Ein zentraler Schwerpunkt

der Vortragsveranstaltung lag auf der Digitalisierung. Beiträge zu Smart Construction

zeigten, wie automatisierte und vernetzte Baustellen, Echtzeitdaten sowie künstliche

Intelligenz Logistik, Temperaturmanagement und Verdichtung optimieren können. Erhöht

werden sollen Transparenz, Prozesssicherheit und Ressourceneffizienz.

d

Olsson Parts nimmt

»Kendo« in sein Sortiment auf

OLSSON PARTS – Das Unternehmen erweitert sein

breites Sortiment um »Kendo« – eine Serie von

Handwerkzeugen, die laut Olsson nunmehr Qualität,

Langlebigkeit und ein attraktives Preisniveau vereinen

soll. Die Werkzeuge sind sowohl für Profis als

auch für Heimwerker geeignet und funktionieren in

der Werkstatt genauso gut wie auf dem Feld.

»Kendo« ist eine internationale Marke mit einer wachsenden

Produktpalette, die kontinuierlich für verschiedenste

Arbeiten erweitert wird, wie das Unternehmen

kürzlich mitteilte. »Olsson Parts hatte bisher ein kleines

Sortiment an Handwerkzeugen, aber mit ›Kendo‹ werden

wir deutlich breiter aufgestellt sein. Wenn man ohnehin

Ersatzteile bestellt, kann man sich ganz einfach auch mit

Werkzeugen für die Werkstatt oder das Servicefahrzeug

eindecken«, sagt Fredrik Vikström, Sortimentsentwickler

bei Olsson Parts. Tatsächlich ist die Bandbreite groß:

»Kendo« umfasst alles von Greifwerkzeugen und Drahtbürsten

bis hin zu Werkzeugsätzen, Steckschlüsselsätzen

und Vorschlaghämmern. Jedes Stück Werkzeug sei

laut Aussage des Herstellers ergonomisch gestaltet und

langlebig, sodass man lange und ermüdungsfrei damit

arbeiten könne. Mit »Kendo« stärke Olsson Parts künftig

sein Sortiment. In diesem Zusammenhang, so das Unternehmen

weiter, seien wettbewerbsfähige Preise für das

richtige Werkzeug ebenso ein wichtiger Faktor. d

Aktuelles April 2026 93


REDAKTIONSVERZEICHNIS

Unternehmen

Seite

IMPRESSUM

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH 70

alkus AG 59

Aqua Evolution Systems GmbH / DerBLAUE 91

Avant Tecno Deutschland GmbH 91

Bau-Software Unternehmen GmbH 90

bema GmbH Maschinenfabrik 36

Bergauer Regenerierung GmbH 90

BKT Europe Srl 12

Böckmann Fahrzeugwerke GmbH 93

Bohnenkamp SE 76

Bosch Rexroth AG 12

BPS Software GmbH & Co. KG 89

core sensing GmbH 60

Coreum GmbH 18

Daimler Truck AG 14, 82

Deutscher Abbruchverband e. V. 86

Deutscher Asphaltverband (DAV) e. V. 93

Develon Construction Equipment 24

DMS Technologie GmbH 32

Doka Deutschland GmbH 48

Dynapac GmbH 12

Echle Hartstahl GmbH 87

Epiroc Construction Tools GmbH 89

Fischer Jung MVS GmbH 91

Granit Parts – Wilhelm Fricke SE 87

HD Hyundai Construction Equipment Europe 14

Herud KG 53

Holp GmbH 22

HS-Schoch GmbH 30, 88

Husqvarna Deutschland GmbH 88

Hydrema Baumaschinen GmbH 34

Josef Kränzle GmbH & Co. KG 69

Kemroc Spezialmaschinen GmbH 90

Kiesel GmbH 89

Kobelco Construction Machinery Europe B.V. 15

Komatsu Germany GmbH 87

Krampe Fahrzeugbau GmbH 81

Lehnhoff Hartstahl GmbH 89

Liebherr-Components AG 12

Liebherr-International Deutschland GmbH 88

Linser Industrie Service GmbH 90

Manitou Deutschland GmbH 40

MAN Truck & Bus SE 92

Max Wild GmbH 78

Mayer Schaltechnik GmbH 57

MB S.p.A 33

Meierling Austria 90

Mercedes-Benz AG 80

Meva Schalungs-Systeme GmbH 58

Moravia Akademie + Verlag GmbH 56

Nordic Lights Ltd 75

Oilfix GmbH 88

OilQuick Deutschland KG 88

Olssons i Ellös AB 93

Paschal-Werk G.Maier GmbH 54

Peri GmbH 50

Perkins Engines Company Limited 66

Peter Barthau Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH 91

Probst GmbH 38

Qiky GmbH 91

Rädlinger Maschinenbau GmbH 15

Riedelsberger Baumaschinen GmbH 28

Ritchie Bros. Deutschland GmbH 92

Rokbak – Volvo Construction Equipment 13

Ruthmann Holdings GmbH 14

Sany Europe GmbH 26

Schwing GmbH 10

SKF GmbH 65

Southco Manufacturing Ltd. 74

Steelwrist Deutschland GmbH 87

Techtronic Industries Central Europe GmbH 39

Temposonics GmbH & Co. KG 74

Transporter Industry International GmbH 84

Tyri Sweden AB 92

Weber-Hydraulik GmbH 92

Webfleet Solutions 85

Webtec (Europe) GmbH 72

Westtech Maschinenbau GmbH 25

Wilmers Kommunaltechnik GmbH 29

Wirtgen International GmbH 35

Zeppelin Baumaschinen GmbH 68, 89

Zeppelin Rental GmbH 15

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

baumagazin@sbm-verlag.de

www.baumagazin-online.de

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-0)

Joachim Plath (-0)

Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)

OBJEKTLEITUNG

Tobias Haslach (-39)

REDAKTION

Dan Windhorst (dc)

Thomas Seibold (ts)

Jessy von Berg (jvb)

Tim Knott (tk)

KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT

Norman Zenzinger (-33)

ANZEIGENDISPOSITION

Benjamin Chucholowski (-18)

Emilie ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Plath (-45)

Simon Schmalholz (-13)

1 10.05.21 11:

MAGAZIN-LAYOUT

Lisa Schröder Leitung (-23)

Jessica Grahle (-0)

Imelda Weidhaas (-24)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,

Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de

BANKVERBINDUNG

IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87

HypoVereinsbank Kempten

BIC HYVEDEMM428

AUTORENBILDER

Petra Reger

TITELBILDER

Schwing; Core Sensing;

Coreum / Dan Windhorst; Paschal

IVW angeschlossen

ISSN 1610-3785

Alle Rechte vorbehalten.

© Layout-Konzept: Thomas Schürger

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom

1. Januar 2026. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages.

Jahresabonnements können nur bei Einhaltung

der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)

schriftlich beim Verlag gekündigt

werden.

Das Jahresabo kostet 55,– Euro

(11 Ausgaben, eine Doppelnummer)

inkl. MwSt. und Versandkosten;

bei Auslandslieferung 89,– Euro inkl. Versand.

Einzelpreis: 8,50 Euro (D), 6,65 SFr

verlag gmbh

94 April 2026

Redaktionsverzeichnis & Impressum


ICARUS 45.17

Tragkraft: 4500 kg

Hubhöhe: 16,4 m

75 PS ohne AdBlue

Inkl. Erdschaufel

& Palettengabeln

88.000€

zzgl. MwSt.

Marktplatz Industriestr.4, 35394 Gießen | +49 641 94464440 | info@dieci.de | www.dieci.com

April 2026 95


MARKTPLATZ

1-65 Teleskoplader Vermietung

... gut drauf

— und dran !

Teleskoplader

Vermietung

❙ alle Größen

❙ alle Tragfähigkeiten

Vertragshändler

www.schoenke.de Tel.: 07807 800 999 5

Seit 1999 Ihr Spezialist

S e i t

1 9 9 9

Telefon: +49 (0) 29 92/97 03-0

wiegers-gabelstapler.de

Besuchen Sie uns

auch im Internet

www.baumagazin-online.de

SOFORT

LIEFERBAR

Tandemkipper

teils mit Rampen

10 bis 19 t

Tridemtieflader 31 t GG

Lenkachse, verbreiterbar,

feuerverzinkt

2-, 3- und 4-Achs-Tieflader-Anhänger

verbreiterbar,

feuerverzinkt

Tandem-Tieflader

10 bis 21 t

Möslein Fahrzeugbau | Gulbranssonstraße | D-97525 Schwebheim

Tel. 00 49-97 23-9 34 60 | Fax 00 49-97 23-93 46 46 | info@moeslein-nfz.de

Hydraulische Generatoren, Hochdruckwasserpumpen,

Kompressoren,

Schweissgeräte, Magnetanlagen,

Straßen- und Rohrreinigungsanlagen,

Vibrationspumpen, Staubbindungs-,

Vakuum-Saugsysteme, Tauchpumpen,

Bohrflüssigkeitspumpen

PT-Hydraulik Vertrieb OHG

Untereggstr. 15 • 86971 Peiting

Tel. +49 88 61/24 69-100 • Fax-109

info@pt-dynaset.de

www.pt-dynaset.de

PROFIS LESEN

DAS BAUMAGAZIN

Erfahren Sie, was

die Baubranche antreibt!

Das bauMAGAZIN zeigt die Themen auf,

die den Markt wirklich bewegen.

EGAL WANN,

EGAL WO

Magazin

Newsletter

Jetzt

abonnieren!

96 April 2026

Marktplatz


Robust. Geprüft.

GEBRAUCHT-

MASCHINEN.

POWERSCREEN TITAN 1800

Raupenmobile Schwerlast-Siebanlage

Baujahr: 2024 I Betriebsstunden: ca. 830

METSO LT120

Raupenmobiler Backenbrecher

Baujahr: 2022 I Betriebsstunden: ca. 2.500

PORTAFILL MR5

Raupenmobile Siebanlage

Baujahr: 2023 I Betriebsstunden: ca. 330

PRONAR MPB14.44

Raupenmobile Trommelsiebanlage

Baujahr: 2022 I Betriebsstunden: ca. 15

MEHR INFOS

& MASCHINEN

koelsch.com/Gebrauchtmaschinen

Zemmler MS 5200-R

Raupenmobile Doppeltrommelsiebanlage

Baujahr: 2021 I Betriebsstunden: ca. 385

JÜRGEN KÖLSCH GMBH

Wildspitzstraße 2

87751 Heimertingen

Marktplatz

08335 9895-0 info@koelsch.com

koelsch.com

April 2026 97


Geldern

Essen

Bergheim

ZANDTcargo

Auflieger ST 480

VERKAUF

VERMIETUNG

SERVICE

T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth

Individuelle Transporttechnik –

seit über 60 Jahren

Verkauf und Vermietung

www.michels-online.de (02831) 131-0

Peter Kröger GmbH · 49429 Rechterfeld

T 04445 9636-0 · www.terraliner.de

Stundenzähler

· Servicezeiten · Ereigniszähler

· Timer · Garantie-Überwachung

N110 Induktiv ??

N151 Vibration ??

N160 Rotating Shaft ??

N330 AC/DC, Induktiv ??

N410 AC/DC, Induktiv ??

N431 AC/DC, Induktiv ??

N510/N530 AC/DC, Induktiv ??

GDI METERS

Das Komplett-Programm vom Weltmarktführer.

Drehzahlmesser/

Stundenzähler

· Servicezeiten · Ereigniszähler

· Timer · Garantie-Überwachung

N110 Induktiv ??

N111 Induktiv ??

N231 AC/DC, Induktiv ??

N310 AC/DC, Induktiv ??

N160 Rotating Shaft ??

Batterie-LED-

Messgeräte

L1J Mini Snap-in ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

L1K Two-Hole ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

L1L Round ??

Batterie-Anzeige, Voltmeter

nachträglicher Aufbau

besonders für

robusten Einsatz!

Multifunktionsmessgeräte

D1N/D5N LED-Batterie-Anzeige/

Voltmeter, Stundenzähler,

Batterie-Shut-Down ??

D1N Kraftstoffanzeige,

Stundenzähler ??

D1N/D5N LED-Batterie-Anzeige,

Voltmeter, Stundenzähler ??

Info: www.imd-europe.com

??

??

Einbau (benötigt Ausschnitt)

TOP CASE PRO

ANBAUGERÄTE

ÜBERWACHEN

...auch wenn‘s

hart kommt!

High Impact Protection Case für GDI

Hour Meters.

Ideal für vibrations-

& rotationsaktivierte

Zähler. ??

Leichte Bedienbarkeit

& Manipulations- und

Diebstahlsicherheit.

· schützt die Zähler wie ein Panzer

· erfasst bezahlbar und sicher

Betriebs- und Servicedaten bei

Anbaugeräten wie z.B. Hydraulikhämmern,

Abbruchzangen, Bohrern, ...

· hilft Serviceintervalle einzuhalten

· erhöht Lebensdauer & Betriebssicherheit

· bezahlt sich quasi selbst

· höchste professionelle Military-Qualität · für Benzin- & Elektro/Dieselmotoren,

· dauerhaft zuverlässig & robust

unmotorisierte, rotierende Anbaugeräte

· autark mit eigener Batterie (12 Jahre) · Funktionsweise über Induktion (für 1- & 2-

98 April 2026

· wasserdicht bis 20m (IP69K)

Zylinder-Motoren), Rotation, Vibration

Marktplatz

N161 Rotating Shaft ?? · Beschleunigung bis 90 G

· hält Hochdruck-Reinigung stand


U3

Kunde


SCHMUTZ

GEFÄHRDET

SICHERHEIT.

Kärcher hat die Lösung. Im Baugewerbe fallen vielfältige Verschmutzungen an – von

feinstem und gesundheitsgefährdendem Staub bis hin zu grobem und hartnäckigem

Schmutz. Nirgendwo sind Sauberkeit und Sicherheit so eng miteinander verbunden

wie auf einer Baustelle oder in einer Werkstatt. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen

und die Wirtschaftlichkeit zu steigern, gilt es, ein sauberes Arbeitsumfeld zu schaffen

und zu wahren. karcher.de/baustelle-reinigen

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!