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31. März 2026

- Anzahl der Suchtgiftdelikte gestiegen: Schutzzone verlängert - Grazer Kleinkunstwettbewerb - Bildung als Wirtschaftsmotor

- Anzahl der Suchtgiftdelikte gestiegen: Schutzzone verlängert
- Grazer Kleinkunstwettbewerb
- Bildung als Wirtschaftsmotor

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Grazer31. MÄRZ 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG

Getty

Quelle: GeoSphere Austria

13°

Freundliches

Wetter, aber

wenig Sonne.

Die Temperaturen

liegen

morgen Mittwoch

zwischen 6 und 13 Grad.

Karriere-Schmiede

Warum die Grazer Wirtschaft so stark

von der praxisnahen Ausbildung an der

FH Campus 02 profitiert. 7

Pointen-Schmiede

40 Jahre Kleinkunstvogel: Wie Jonas

Bonas und das Duo Eichberger und

Niemand die Jury verzauberten. 4

Anzahl der Suchtgiftdelikte gestiegen

Schutzzone

verlängert

DER GRAZER

Brennpunkt. Der Metahofpark bleibt für weitere sechs Monate eine Schutzzone. Die Polizei reagiert damit auf die steigenden Deliktzahlen.

Besonders im Bereich Suchtmittel wird der Kontrolldruck hochgehalten, um Anrainer und Parkbesucher zu schützen und die Sicherheit zu festigen.SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 31. MÄRZ 2026

Die Rufnummer 1450 ist bietet

Beratung und Hilfe an.

GETTY

Bereitschaft für

akute Notfälle

■ An den Osterfeiertagen haben

verschiedenste Notdienste

geöffnet und bieten ihre medizinische

Unterstützung bei

Notfällen an.

Die Rufnummer 1450 ist

rund um die Uhr erreichbar.

Die Hotline bietet schnelle,

kostenlose und unbürokratische

Hilfe sowie Beratung

durch medizinisch geschultes

diplomiertes Krankenpflegepersonal.

Auch die Grazer

Apotheken bieten einen Bereitschaftsdienst

an. Die diensthabenden

Apotheken können auf

nachtapotheken.at und apo24.

at gefunden werden. An Wochenenden

und Feiertagen haben

jeweils zwei Kassen- oder

Wahlarztordinationen am Vormittag

von 9 bis 12 Uhr und am

Nachmittag von 15 bis 18 Uhr

geöffnet. Von 9 bis 12 Uhr ist an

Wochenenden und Feiertagen

in Graz eine Kinderordination

geöffnet. Die diensthabenden

(Kinder-)Ordinationen können

auf ordinationen.st gefunden

werden.

Die Notfallambulanz der

Universitätsklinik für Zahnmedizin

und Mundgesundheit hat

an den kommenden Osterfeiertagen

für Schmerzpatienten

beziehungsweise dringende

Notfälle zu folgenden Zeiten

geöffnet: Karfreitag: 8-10 Uhr

und 15-16 Uhr. Karsamstag:

9-11 Uhr und 15-16 Uhr. Ostersonntag:

9-11 Uhr und 15-16

Uhr. Ostermontag: 9-11 Uhr

und 15-16 Uhr.

Landespolizeidir. Gerald Ortner, Christine Krenn (Leitung Kriminalreferat), Rene Kornberger (Leitung LKA) (v.l.) DER GRAZER/DORIAN

Mehr Taten geklärt

KRIMINALSTATISTIK. Die Steirische Polizei meldet für 2025 höchste Aufklärung

seit Jahren trotz Anstieg bei Internet- und Jugend-Delikten.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Die Landespolizeidirektion

präsentierte am 31. März

2026 die Kriminalstatistik

für das abgelaufene Jahr. Trotz eines

Anstiegs der Gesamtkriminalität um

5,1 Prozent auf 61.372 Delikte verzeichnet

die steirische Polizei einen

Erfolg: Fast sechs von zehn Taten

konnten geklärt werden. Mit einer

Quote von 58,7 Prozent wurde der

Vorjahreswert erneut übertroffen.

Fokus Metahofpark

Ein zentrales Signal für die Landeshauptstadt

ist die Verlängerung der

Schutzzone im Metahofpark ab dem

1. April 2026 für weitere sechs Monate.

Da die Suchtmittelkriminalität

mit steiermarkweit 4.205 Anzeigen

ein klassisches Kontrolldelikt bleibt,

setzt die Behörde hier weiterhin auf

proaktive Überwachung. Allein in

Graz wurden 1.947 Anzeigen registriert,

was einem Anstieg von 9,1 %

entspricht. Damit entfallen fast 46,3

% aller steirischen Suchtgiftdelikte

auf die Landeshauptstadt, weshalb

die Polizei die Kontrolldichte in den

Grazer Schutzzonen weiterhin hoch

hält.

Netz-Delikte

Besonders dynamisch entwickelte

sich die Internetkriminalität (+11,3

%), wobei vor allem Cybercrime im

engeren Sinne wie Hacking massiv

zunahm (+27,4 %). Auch im Bereich

der Wirtschaftskriminalität gab es

signifikante Steigerungen, was unter

anderem auf die Arbeit der Task

Force SOLBE zurückzuführen ist,

die beim Sozialleistungsbetrug ein

Anzeigenplus von über 78 Prozent

erwirkte. Die Gewaltkriminalität

stieg auf 10.428 Fälle an, wobei auffällig

bleibt, dass in über 62 Prozent

der Delikte ein Bekanntschaftsverhältnis

zwischen Tätern und Opfern

bestand. Während die Raubüberfälle

um 6,5 Prozent sanken, verzeichnete

die Eigentumskriminalität

einen leichten Zuwachs, wobei

insbesondere öffentliche Plätze und

Kellerabteile im Fokus der Täter

standen.

Bei der Jugendkriminalität zeigt sich

ein gespaltenes Bild: Während die

Zahl der Tatverdächtigen zwischen

14 und 18 Jahren deutlich anstieg,

sank die Zahl bei den unter 14-Jährigen

leicht ab. Die polizeiliche Strategie

für 2026 bleibt klar: Der Kontrolldruck

im öffentlichen Raum

soll hochgehalten werden, um das

Sicherheitsniveau in der Steiermark

weiter zu festigen.

Druck wirkt

„Die Bilanz zeigt deutlich: Unsere

Strategie der Präsenz greift. Dass

wir trotz steigender Zahlen die

höchste Aufklärungsquote der letzten

Jahre erzielen konnten, ist ein

Beleg für die Professionalität und

das unermüdliche Engagement unserer

Polizistinnen und Polizisten.

Wir werden auch 2026 den Druck

hochhalten, um die Sicherheit für

die Menschen auf diesem Niveau

zu halten“, so Landespolizeidirektor

Gerald Ortner.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15

Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria

Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0

316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-

Bruckner (0664 / 80 666 6890), Azra Mehinagic (0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE

AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


www.grazer.at

präsentiert


4 graz

www.grazer.at 31. MÄRZ 2026

Grazer Kleinkunstwettbewerb

GEWINNER. Der Grazer Kleinkunstvogel ist ein wichtiger Nachwuchswettbewerb für Kabarett in Österreich.

Die Gewinner des 40. Grazer Kleinkunstwettbewerbs der Kleinkunstbühne stehen nun fest.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Heuer feierte der Kleinkunstvogel

seinen 40.

Geburtstag und fand von

25. bis 29. März statt. Die Schüler

der Keramikabteilung der Ortweinschule

haben neue Vögel

ausgebrütet, die sie den diesjährigen

Siegern als Trophäen überreichten.

Zahlreiche Teilnehmer

brüteten an ihren Ideen, mit denen

sie den glücksbringenden

Vogel nach Hause führen wollten.

Gewinner

Den Titel des E-Kleinkunstvogels

2026 erbrütete sich Jonas Bonas.

Der Stand-up-Comedian aus

Wels arbeitet zurzeit an seinem

Debütprogramm „Generation

Spielplatz“, in dem er Alltagshumor

aus dem Leben eines jungen

Erwachsenen der Gen Z verarbeitet.

„Die ausgezeichnete Person

besticht mit ihrem authentischen

und durchaus auch kindischen

Approach. Mit souveräner Bühnenpräsenz,

funkensprühender

Fröhlichkeit und ohne Scheu vor

noch so blöden Wortwitzen bietet

sie allen Gen-Z-Klischees mutig

die Stirn. Gratulation an Jonas Bonas,“

erklärte die Jury den Sieg.

Den Titel des Steirerkrone Publikumsvogel

2026 ergatterte sich

Eichberger und Niemand. Dabei

handelt es sich um ein Comedy-Duo,

bei dem nur eine Person

auf der Bühne ist. Ihr Anspruch

ist gute Unterhaltung und Leichtigkeit

auf der Bühne. Eichberger

und Niemand schlüpft immer in

zahlreiche Rollen und hält so der

österreichischen Gesellschaft

den Spiegel vor.

Eichberger und Niemand und Jonas Bonas sind die glücklichen Gewinner

des 40. Grazer Kleinkunstwettbewerbs.

MANFRED KOCH

Ein Zuhause

für Luzifer

Grazer

Pfoten

Nina-Niké Velander und Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Grazer Airports

bei dem traditionellen Treffen.

AIRPORT GRAZ

Sommerflugprogramm

■ Rund 250 Agents und Travel-Manager

aus der Steiermark sowie den

benachbarten Regionen nahmen

am traditionellen Treffen teil, um

sich bei rund 20 Partnern über das

Sommerflugprogramm 2026 des

Graz Airport mit etwa 35 Destinationen

in 14 Ländern zu informieren.

Ebenso wurde zur aktuellen geopolitischen

Situation ausgetauscht

und genetzwerkt.

„Die Reisebranche steht mit dem

Nahostkonflikt wieder einmal vor

einer sehr herausfordernden Situation“,

berichtet Wolfgang Grimus,

Geschäftsführer des Graz Airport.

„Einige beliebte Urlaubsziele in

Asien und dem Mittleren Osten

sind bis auf Weiteres nur schwer

erreichbar, dafür könnte die Nachfrage

nach z.B. Flugzielen am Mittelmeer

weiter steigen. Da sind wir

mit unserem Sommerflugplan mit

7 Zielen in Griechenland, einer

neuen Verbindung nach Olbia und

Klassikern wie Palma, Calvi, Kanaren

und Antalya gut positioniert“,

erklärt Grimus weiter.

Eine strukturierte Umgebung ist für den Rüden essenziell.

Luzifer ist ein temperamentvoller,

lernwilliger und

wachsamer Amstaff-Rüde. Er

sucht eine Bezugsperson, die

ihm klare Aufgaben gibt und

ihn sowohl geistig als auch

körperlich auslastet. Ohne

diese Auslastung sucht er sich

nämlich eigene „Aufgaben“.

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6 graz

www.grazer.at 31. MÄRZ 2026

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Kapazität der S1

Wenn sogar die Asfinag sagt,

dass das unsinnig ist, dann

braucht man da gar nicht

mehr weiter nachdenken. Was

tatsächlich sinnvoll wäre: Kapazitäten

auf der S-Bahn (S1)

bis dahin verdreifachen sowie

einen staufreien Nord-Süd Buskorridor

einrichten, sodass ein

großer Teil des Pendelverkehrs

aus diesen Relationen verlagert

wird. Großer Vorteil: der Effekt

bleibt auch nach der Sanierung

erhalten.

Severin Kann

* * *

Ein Tunnel im Osten

Eine Ausfahrt des Tunnels

Richtung Shopping Nord wäre

mal wichtig und eine direkte

Einfahrt auch. Dann wird der

Knoten Gratkorn entlastet. Ein

Tunnel im Osten von Graz, der

dann da oben wieder rauskommt.

Das würde wirklich etwas

bringen, aber zu teuer.

Stefan Reisenhofer

* * *

April, April

Erster April ist erst am Mittwoch!

Crisu Autriche

* * *

Zusammensetzung

Mich würde interessieren, wie

sich die geschätzten volkswirtschaftlichen

Schäden von rund

140 Millionen Euro jährlich zusammensetzen

beziehungsweise

begründet werden? Klar, dass

man diesen Wert wählt, der etwas

höher ist als die Baukosten

für so eine dritte Tunnelröhre.

Und bei der Anzahl von 47.000

Fahrzeugen pro Tag würde

mich ebenfalls die Aufschlüsselung

der Tageszeiten interessieren

(Stichwort mögliche Nachtsperre

der Tunnelröhren).

Silke Sladek

* * *

Nicht gut

Haha so ein Blödsinn!

Doris Erber

* * *

Noch etwas anderes?

Sonst noch Wünsche?

Jörg Miklautz

* * *

Woher ist das Geld

Woher haben die Sozialpartner

das Geld dafür? Warum sollten

wieder Milliarden in neue Straßen

versenkt werden und dann

kein Geld für den öffentlichen

Verkehrsmitteln zu haben?

Harald Wasmeyer

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Dritte

Röhre für

Tunnel

Mit einer spannenden Forderung

lassen die Sozialpartner

aufhorchen. Sie

fordern den Bau einer Ersatzröhre

während der Sanierung

des Plabutschtunnels. So soll

wirtschaftlicher Schaden abgewendet

und ein Verkehrskollaps

verhindert werden. Die

ASFINAG erteilt der Idee eine

Absage. Unsere Leser haben auf

Facebook darüber diskutiert.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

Gemeinsam warten in Hart bei Graz Spiel, Spannung, Brauchtum und gemütliches

Beisammensein auf große und kleine Besucher.

GDE HART

Osterfeuer Hart bei Graz

■ Am Karsamstag lädt Hart bei

Graz zum Oster-Orientierungslauf

für Kinder und am Abend

zum traditionellen Osterfeuer

auf der Janischwiese ein. Um

10:00 Uhr startet der beliebte

Lauf. Ausgerüstet mit einem

Stempelpass bewegen sich die

Kinder entlang der „roten Linie“

und sammeln Stempel bei

10 Stationen. Mit vollständig

ausgefülltem Stempelpass wartet

ein Überraschungs-Ostersackerl.

Das Osterfeuer startet

dann um 19:00 Uhr bei der Janischwiese.

Entzündet wird es

gegen 19:30 Uhr von der Feuerwehrjugend.

Ausschließlich

das Brauchtumsfeuer ist erlaubt,

das die Gemeinde veranstaltet

und bei der zuständigen

Bezirkshauptmannschaft

angezeigt hat. Private Brauchtumsfeuer

sind im Umkreis von

Graz aufgrund der Schadstoffbelastung

verboten. Ein Parken

am Gelände, im Bereich der

Pachern-Hauptstraße oder der

Holzerhofstraße, ist behördlich

untersagt.


31. MÄRZ 2026 www.grazer.at

graz 7

Bildung als Wirtschaftsmotor

FH Campus02 Geschäftsführer

Erich

Brugger, FH Campus02

Rek- torin

Kristina Edlinger-

Ploder und WKO

Direktor Karl-

Heinz Dernoscheg

freuen sich über 30

Jahre Campus02

und seine Bedeutung

für die heimische

Wirtschaft.

(v.l.). LUEF

WICHTIG. Seit mittlerweile 30 Jahren steht der FH Campus02 für wirtschaftsnahe Bildung. Die Fachhochschule

hat sich mitlerweile zu einem wichtigen Player in der Ausbildung für die Wirtschaft entwickelt.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naserdsky@grazer.at

Besonders die berufsbegleitende

Ausbildung macht

die FH Campus02 nicht

nur für die Studierenden sondern

auch für Unternehmen so interessant.

Doch auch hier geht es wie bei

vielen anderen Institutionen um

das liebe Geld. „FHs sollen Forschung

betreiben. Da wir aber

keine Forschungsförderung erhalten,

müssen wir uns bei Fördergebern

durchsetzen oder die

direkte Zusammenarbeit mit Unternehmen

suchen. Das stellt uns

vor große Herausforderungen“,

erklärt FH Campus02 Rektorin

Kristina Edlinger-Ploder.

In den letzten fünf Jahren ist es

der FH jedoch gelungen, pro Jahr

eine Million Euro an Drittmittel

einzunehmen. Dadurch konnten

Leitfäden und Programme entwickelt

werden, die besonders

KMUs zugutekommen. „Gerade

kleine und mittlere Betriebe

haben nicht das Personal und

die Kapazitäten, Forschung und

Entwicklung zu betreiben. Daher

sind Forschungsprojekte gerade

für solche Unternehmen so wichtig.

Wir arbeiten als Hochschule

daher direkt mit der steirischen

Wirtschaft zusammen“, so die

Rektorin.

Realität

„Jedes Jahr werden 200 Unternehmen

durch unsere Forschung

unterstützt. Die Ergebnisse der

Forschungsprojekte gehen auch

direkt in die Lehre. Wichtig ist,

dass die Studierende in Unternehmen

direkt etwas umsetzen können“,

weiß Erich Brugger, Geschäftsführer

der FH Campus02.

Denn immerhin sind 75 Prozent

der Studierenden berufstätig. Was

sie also in ihrem Studium lernen,

können sie direkt in ihren Unternehmen

umsetzen.

„Wir fragen auch immer wieder

bei den Arbeitgebern nach: ´Wie

gut sind unsere Studierenden?`

Da bekommen wir eine Zufriedenheitsrate

von 90 Prozent. Auch

die Umsetzungs- und Lösungsorientierung

wird hervorgehoben“,

so der Campus02 Geschäftsführer.

Rund 22 Prozent, die an der FH

Campus02 ein Studium beginnen,

haben bereits eine Führungsposition.

Nach Abschluss des Studiums

verdoppelt sich diese Zahl.

Eine Studie aus München bescheinigt

zudem der Hochschule

eine hohe Zahl an Gründungen.

„Wir sind hier die Nummer eins

in Österreich, wo aus dem Studium

heraus eine Gründung entsteht.

Ganz nach unserem Motto:

„Wo aus Wissen Können wird“, so

Brugger.

„Es macht uns als WKO natürlich

sehr stolz, dass aus der Idee

heraus – berufsbegleitende Studien

zu machen – eine 30-jährige Erfolgsgeschichte

der FH Campus02

geworden ist, die sich sehen lassen

kann. Es werden die Menschen

ausgebildet, die in der Wirtschaft

verankert sind. Die Führungskräfte

für die Wirtschaft“, ist WKO Steiermark

Direktor Karl-Heinz Dernoscheg

stolz. Für ihn sind die

Hochschulen der Steiermark ein

bedeutender Wirtschaftsfaktor.

„Insgesamt haben 65.000 Studierende

in der Steiermark. In den

letzten zehn Jahren sind rund 14

Prozent dazugekommen. Auch

15400 Personen sind in diesem

Bereich beschäftigt. Die Hochschulen

sichern auch in schwierigen

Zeiten den Standort ab“, weiß

der WK Direktor. Besonders an

Forschung und Entwiclung hat der

FH Campus02 einen unverzichtbaren

Anteil

Lücke

„Unsere Studienplätze sind gut

besetzt. Vor allem bei den MINT-

Fächern haben wir in den letzten

zehn Jahren ein Plus von 19 Prozent

verzeichnen können. Dennoch

gibt es in Österreich hier eine

Lücke. Zudem ist das Studienangebot

gewachsen, aber Bewerber

zu finde, wird immer schwerer.“, so

Kristina Edlinger-Ploder. Auch der

FH Campus02 merkt die demographische

Talsohle bei den Studierenden.

Man spürt den fehlenden

Optimismus in der Wirtschaft.

„Die Angst um den Job lässt die

Weiterbildung ins Stocken geraten“,

weiß Edlinger-Ploder.

Für die Campus02 Rektorin stellt

sich auch die Frage, ob es in Österreich

wirklich 77 Hochschulen

braucht. Eine Zusammenlegung

würde das internationale Ranking

sicher verbessern, das wäre dann

aber Aufgabe der Politik.


8 graz

www.grazer.at 31. MÄRZ 2026

Das Lokal INDIE BURGER schließt nach drei Jahren - nun eröffnet Florian

Weizer Ende April das „GRAZIE ROMA“ im Hotel Daniel Graz. ANDRAS ISTVAN VARGA

INDIE Burger schließt

■ Nach mehr als drei Jahren Betrieb

schließt INDIE BURGER

in der Grazer Sporgasse seine

Tore. Das Konzept fand zwar Zuspruch,

war jedoch wirtschaflich

nicht mehr tragfähig. „Ich habe

einmal gehört, Scheitern sei die

kleine Schwester der Innovation“,

sagt Florian Weitzer. „Wir

haben es versucht, es war schön

und hat super geschmeckt – aber

am Ende hat es einfach nicht geklappt.

Das tut weh, aber jetzt

steht im Vordergrund, dass wir

uns gut um all unsere Mitarbeiter

kümmern. Selbstverständlich

wird nach Weitzer-Art niemand

zurückgelassen – auch unsere

Partner nicht.“ Von Rückschlägen

lässt sich Florian Weitzer jedoch

nicht bremsen: Ende April eröffnet

er im Hotel Daniel Graz das

neue „GRAZIE ROMA - Pizza con

Cucina“. Das neue Lokal bringt

römisches Lebensgefühl nach

Graz und soll mit authentischer

Küche und offener Atmosphäre

ein Ort der Begegnung werden.

Der International Day of Zero Waste machte dieses Jahr darauf aufmerksam,

wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann.

GETTY

Zero Waste Day 2026

■ Gestern fand weltweit der International

Day of Zero Waste

statt. Laut UN fallen jährlich

weltweit rund eine Milliarde

Tonnen Lebensmittelabfälle an.

Daher stand der Aktionstag dieses

Jahr unter dem Thema Lebensmittelverschwendung

und

rückte nachhaltige Konsum- und

Produktionsmuster in den Vordergrund.

Im Zuge dessen hat

die UN mehrere Tipps für Konsumenten

herausgegeben, die

dabei helfen sollen, weniger Lebensmittel

zu verschwenden.

1. Lebensmittel sollen bewusst

geplant, gekauft und gelagert

werden, um Verschwendung zu

reduzieren.

2. Initiativen, die zur Rettung,

Weitergabe und Kompostierung

von Lebensmitteln beitragen,

sollen unterstützt werden.

3. Durch das tägliche Handeln

der Konsumenten soll dazu beigetragen

werden, dass Lebensmittelverschwendung

gesellschaftlich

inakzeptabel wird.

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31. MÄRZ 2026 www.grazer.at

Das Landeszeughaus gilt als größte erhaltene historische Waffenkammer der

Welt. Zu sehen sind rund 32.000 Objekte aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. UMJ

graz 9

Ausblick

Was am Mittwoch

in Graz wichtig ist

■ Am morgigen Mittwoch öffnen sich die Tore zur größten erhaltenen

historischen Waffenkammer der Welt wieder: Das Grazer Zeughaus

meldet sich zurück. Rund 430 Lampen wurden in den letzten

Wochen auf LED umgerüstet. So wird der Energieverbrauch gesenkt.

■ Das neue Wohnunterstützungsgesetz des Landes tritt in Kraft. Im

Ausnahmetatbestand sind Menschen mit Behinderung explizit erfasst.

Der Kreis der Anspruchsberechtigten ist aber kleiner geworden:

Subsidiäre Schutzberechtigte können nicht mehr ansuchen.

■ Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl lädt um 17 Uhr alle Priester

und Diakone sowie alle Gläubigen zur Weihe des Chrisam-Öls in den

Grazer Dom. Während das Katechumenen- und das Krankenöl auch ein

Priester weihen dürfte, steht die Chrisamweihe allein dem Bischof zu.

■ Mitten im Spiegelfoyer der Oper Graz findet morgen ein Kurzkonzert

statt. Das Espressokonzert bietet ab 14.30 Uhr ein musikalisches

Intermezzo. Auf der Bühne stehen Mitglieder des Balletts Graz und

Musiker der Grazer Philharmoniker - der Eintritt ist frei.

■ Das Schlossbergmuseum war von 16. bis 31. März aufgrund von

Umbauarbeiten geschlossen und öffnet morgen wieder seine Tore.

Der Eintritt in den Wundergarten ist zwei Stunden vor der Öffnung

und zwei Stunden nach der Schließung des Museums frei.

■ Nach monatelanger Sperre ist die Grazer Rettenbachklamm für

Besucher wieder zugänglich. Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen.

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