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fng Tabak Profi 2026

Tabaktrends 2026

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THEMENHEFT 1–26 I EURO 5,00 CHF 4,00 I ISSN 0949-3581 I ZKZ14137 I DR. HARNISCH VERLAG<br />

TABAK PROFI<br />

<strong>Tabak</strong>trends <strong>2026</strong><br />

THEMENHEFT 1 – <strong>2026</strong>


EDITORIAL<br />

Der Klassiker verliert,<br />

neue Produkte boomen,<br />

und der Staat kassiert<br />

Neulich war in einem ARD-Krimi ein in unserer<br />

Zeit ungewöhnliches Bild zu sehen:<br />

Im Gespräch mit zwei Kommissaren zündete<br />

sich im Büro die Staatsanwältin eine Zigarette<br />

an. Früher war sowas ein klassisches Stilelement<br />

in fast jedem Film. Das waren noch Zeiten! Heute<br />

werden die Anhänger des blauen Dunstes für<br />

ihren Genuss vor die Türen getrieben. So ist das<br />

Rauchverbot in Räumen neben den immer neuen<br />

staatlichen Restriktionen, den hohen Preisen<br />

und dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein<br />

in unserer Gesellschaft ebenfalls Grund für den<br />

enormen Rückgang des <strong>Tabak</strong>konsums.<br />

2025 kamen in Deutschland rund 66,4 Milliarden<br />

versteuerte Zigaretten auf den Markt,<br />

0,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auf den ersten<br />

Blick sieht das nach einer stabilen Lage<br />

aus. Doch der langjährige Trend verrät eine andere<br />

Geschichte. Denn seit den 90er Jahren hat<br />

sich der Absatz mehr als halbiert. Die klassische<br />

Zigarette verliert - wie auch andere <strong>Tabak</strong>produkte,<br />

etwa Feinschnitt und Zigarren – stetig<br />

an Bedeutung.<br />

Wichtigster Treiber dieses Wandels ist die<br />

Steuerpolitik. Rund 70 Prozent des Verkaufspreises<br />

einer Zigarettenpackung gehen an den<br />

Staat. Die <strong>Tabak</strong>steuer spült dem Fiskus jährlich<br />

um die 15 Milliarden Euro in die Kasse. Und es<br />

werden immer mehr. Denn auch in diesem Jahr<br />

hat der Gesetzgeber abermals an der Steuerschraube<br />

gedreht. 12,28 Cent pro Zigarette<br />

fließen neuerdings ins Staatssäckel, das sind<br />

19,84 Prozent.<br />

Und weitere Erhöhungen sind in der Diskussion.<br />

Im Gespräch ist zum Beispiel eine Preiserhöhung<br />

pro Zigarettenschachtel um zwei Euro.<br />

Aber dies ist aus Sicht von Konsumenten, Handel<br />

und Produzenten zum Glück noch längst nicht in<br />

trockenen Tüchern.<br />

Übrigens auch an den Alternativprodukten,<br />

auf die viele Hersteller zunehmend setzen,<br />

verdient der Staat kräftig mit. So beträgt die<br />

Liquidsteuer bei E-Zigaretten mittlerweile 3,20<br />

Euro für die 10ml-Flasche.<br />

Für die Packung klassischer Zigaretten muss<br />

der Verbraucher gegenwärtig acht, neun und<br />

bei einigen Sorten sogar noch mehr Euro berappen.<br />

Da ist es kein Wunder, dass sich immer mehr<br />

Raucher anderen Nikotin-Produkten zuwenden.<br />

So wachsen die Märkte für E-Zigaretten etwa<br />

oder für <strong>Tabak</strong>erhitzer, auch Heat-not-burn genannt,<br />

rasant, weil sich die Produzenten längst<br />

auf diesen Trend eingestellt haben und an immer<br />

neuen Geschmacksrichtungen und Techniken<br />

werkeln.<br />

Fazit: Der Geruch von <strong>Tabak</strong> schwebt zwar<br />

immer noch in der Luft, doch der Markt dahinter<br />

verändert sich radikal. Steuerpolitik, neue<br />

Nikotinangebote und ein sich veränderndes<br />

Konsumverhalten führen zu einem Wandel, der<br />

die <strong>Tabak</strong>industrie grundlegend umkrempelt.<br />

Vieles, was die Branche an Neuem zu bieten hat,<br />

finden Sie in dieser Ausgabe.<br />

Viel Freude an der Lektüre!<br />

Sabine Kröll<br />

<strong>fng</strong>-Chefredaktion<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

3


TABAK PROFI | AUSGABE 1 | <strong>2026</strong><br />

Lesen Sie in dieser Ausgabe…<br />

Regierung fordert Verbot von Aromastoffen in E-Zigaretten<br />

Die deutsche E-Zigarettenbranche steht vor einem regulatorischen Umbruch:<br />

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft plant<br />

ein weitreichendes Verbot von Menthol und weiteren Inhaltsstoffen. Für<br />

die Branche käme das einem „Aromenverbot durch die Hintertür“ gleich.<br />

Lesen Sie mehr auf Seite 7<br />

Schwarzmarkt für Nikotinbeutel floriert<br />

Das Institut Ipsos hat im Auftrag von Philip Morris International von<br />

Juli bis August 2025 1.256 kleine unabhängige Verkaufsstellen und<br />

<strong>Tabak</strong>fachgeschäfte in 24 Städten untersucht, um die Verfügbarkeit von<br />

tabakfreien Nikotinbeuteln zu ermitteln.<br />

Lesen Sie mehr auf Seite 8<br />

INHALT<br />

TOBACCO<br />

3 EDITORIAL<br />

6 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN RÜCKNAHMEPFLICHT FÜR E-ZIGARETTEN<br />

7 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN VERBOT VON AROMASTOFFEN IN E-ZIGARETTEN<br />

8 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN SCHWARZMARKT FÜR NIKOTINBEUTEL<br />

10 TABAKWISSEN DIE WELT DER TABAKSTICKS<br />

12 TABAKWISSEN STEUERERHÖHUNGEN<br />

14 TABAKWISSEN DREHTABAK IM TREND<br />

16 TABAKWISSEN E-ZIGARETTENVERGLEICH<br />

15 NACHHALTIGKEIT<br />

18 PORTFOLIO PÖSCHL<br />

19 PORTFOLIO LANDEWYCK<br />

20 PORTFOLIO BRITISH AMERICAN TOBACCO<br />

22 PORTFOLIO PHILIP MORRIS<br />

23 IMPRESSUM<br />

24 KONTRAPUNKT<br />

4 TABAK PROFI


GRAU<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

5


AKTUELLE ENTWICKLUNG<br />

Rücknahmepflicht für gebrauchte<br />

E-Zigaretten ab Juli <strong>2026</strong><br />

Seit Januar <strong>2026</strong> ist<br />

die Novelle des<br />

Elektro- und Elektronikgerätegesetzes<br />

(ElektroG) in Kraft.<br />

Für den stationären<br />

Handel bedeutet<br />

das ab Juli eine Rücknahmepflicht<br />

für<br />

E-Zigaretten und<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer, für<br />

die neue rechtliche<br />

Rahmenbedingungen<br />

gelten.<br />

W<br />

arum wird das ElektroG überhaupt geändert?<br />

Ziel der Gesetzesnovelle ist<br />

es, Verbraucherinnen und Verbrauchern eine<br />

vereinfachte Rückgabe von Elektroaltgeräten zu<br />

ermöglichen, das Recycling und die Rückgewinnung<br />

wertvoller Rohstoffe zu unterstützen sowie<br />

die Brandrisiken durch LithiumBatterien zu verringern.<br />

Laut dem Bundesumweltministerium lagern<br />

über 300 Mio. Altgeräte ungenutzt in deutschen<br />

Haushalten – eine unglaublich hohe Zahl!<br />

Die verbesserte Rücknahme soll die Sammelmengen<br />

erhöhen und den Rohstoffkreislauf stärken.<br />

Wer ist von der Neuregelung betroffen?<br />

Bisher beschränkte sich die Pflicht zur Rücknahme<br />

von Altgeräten vorwiegend auf größere<br />

Einzelhändler mit einer Verkaufsfläche von über<br />

400 Quadratmetern. Laut Angaben des Bundesumweltministeriums<br />

(BMUV) fällt die Grenze<br />

für das Segment der E-Zigaretten nun weg. Ab<br />

dem 1. Juli müssen sämtliche Verkaufsstellen, die<br />

Einweg-E-Zigaretten oder <strong>Tabak</strong>erhitzer vertreiben,<br />

die Produkte auch wieder annehmen.<br />

Welche praktischen Änderungen<br />

müssen sichergestellt werden?<br />

Da die neuen Pflichten über die reine Entgegennahme<br />

hinausgehen, sollten <strong>Tabak</strong>-Shops besonders<br />

folgende Punkte sicherstellen:<br />

• Schulung des Personals: Mitarbeiter müssen<br />

über die Annahme und die brandsichere<br />

Lagerung der lithiumhaltigen Geräte instruiert<br />

sein.<br />

• Beschaffung zertifizierter Sammelbehälter:<br />

Es wird dringend zur Nutzung spezieller<br />

Behälter geraten, die für die Sammlung<br />

von Lithium-Ionen-Akkus zugelassen sind,<br />

um das Risiko von Selbstentzündungen zu<br />

minimieren.<br />

• Sichtbare Kommunikation: Neben den gesetzlichen<br />

Vorgaben empfiehlt der Verband<br />

eine deutliche Aufklärung im Shop, um<br />

Fehlwürfe in den Restmüll zu vermeiden.<br />

Was ändert sich konkret für die<br />

Mitarbeiter im <strong>Tabak</strong>shop?<br />

Die Sammelstellen müssen dem Gesetz entsprechend<br />

eingerichtet und korrekt gekennzeichnet<br />

werden. Dazu gehört das Anbringen<br />

des Piktogramms „Elektrogeräte Rücknahme“ gut<br />

sichtbar am Eingang des Geschäfts.<br />

Der Betreiber des <strong>Tabak</strong>shops muss die Logistikprozesse<br />

für Sammlung und Lagerung sicherstellen<br />

sowie eine Information über die ordnungsgemäße<br />

Entsorgung direkt am Verkaufsregal anbringen<br />

– durch das Symbol der durchgestrichenen<br />

Mülltonne.<br />

Eine im unmittelbaren<br />

Sichtfeld der Kunden platzierte<br />

Schrifttafel soll die<br />

Verbraucher darüber hinaus<br />

über den Umgang mit Elektroaltgeräten<br />

aufklären.<br />

Die Umsetzung der erweiterten Rücknahmepflicht<br />

für elektronische Zigaretten und elektronische<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer muss bis 30. Juli <strong>2026</strong> (30<br />

Tage nach Start der Gesetzesänderung) abgeschlossen<br />

sein.<br />

6 TABAK PROFI


AKTUELLE ENTWICKLUNGEN<br />

Regierung fordert Verbot von<br />

Aromastoffen in E-Zigaretten<br />

Das Bundesministerium für Ernährung und<br />

Landwirtschaft (BMEL) hat im Januar <strong>2026</strong><br />

konkrete Pläne zur Änderung der <strong>Tabak</strong>erzeugnis-Verordnung<br />

vorgestellt, die Einfluss auf die<br />

Verwendung von Aromen in E-Zigaretten haben<br />

werden. Diese Maßnahmen sollen die Attraktivität<br />

von E-Zigaretten für Jugendliche reduzieren<br />

und potenzielle Gesundheitsrisiken begrenzen.<br />

Anstelle eines umfassenden Verbots aller Geschmacksrichtungen<br />

konzentriert sich das Ministerium<br />

auf bestimmte chemische Inhaltsstoffe.<br />

Verbot von 13 Aroma- und<br />

Kühlstoffen gefordert<br />

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass 13 spezifische<br />

Aroma- und Kühlstoffe, die häufig in<br />

Liquids verwendet werden, nicht mehr zulässig<br />

sind. Diese Schwarze Liste umfasst Substanzen,<br />

die für Frische- und Süße-Effekte verantwortlich<br />

sind, darunter:<br />

• Menthol: Ein wesentlicher Bestandteil vieler<br />

Minz- und Fruchtliquids.<br />

• Kühlstoffe: Wie WS-23 und WS-3: Verleihen<br />

Liquids den beliebten Ice-Effekt.<br />

• Sucralose: Ein weit verbreiteter Süßstoff für<br />

Candy-Aromen.<br />

• Eucalyptol und Menthol: Häufig in Kräuterund<br />

Frischearomen enthalten.<br />

Diese Inhaltsstoffe sind in schätzungsweise 80<br />

bis 90 Prozent der derzeitigen Liquids zu finden<br />

und tragen wesentlich zur Geschmacksvielfalt bei.<br />

Das geplante Verbot könnte daher weitreichende<br />

Auswirkungen auf das Angebot von E-Zigaretten-<br />

Liquids haben und wird von einigen als „Aromaverbot<br />

durch die Hintertür“ betrachtet.<br />

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderungen<br />

auf die Branche auswirken werden und<br />

welche Alternativen möglicherweise entwickelt<br />

werden. Allerdings geht es um die gesamte E-Zigarette,<br />

also genau um das Produkt, das nach aktuellem<br />

wissenschaftlichem Kenntnisstand deutlich<br />

weniger schädlich ist als das Rauchen. Verschwindet<br />

diese Alternative vom legalen Markt, könnten<br />

Millionen Konsumenten zurück zur Zigarette oder<br />

direkt in den Schwarzmarkt gedrängt werden.<br />

Warum wird ein Verbot<br />

überhaupt in<br />

Betracht gezogen?<br />

Die Politik und das Bundesinstitut für Risikobewertung<br />

(BfR) führen zwei Hauptgründe ins Feld:<br />

Die deutsche E-Zigarettenbranche steht vor einem<br />

regulatorischen Umbruch: Das Bundesministerium<br />

für Ernährung und Landwirtschaft plant ein weitreichendes<br />

Verbot von Menthol und weiteren Inhaltsstoffen.<br />

Für die Branche käme das einem „Aromenverbot<br />

durch die Hintertür“ gleich – besonders bedroht<br />

wären die beliebten sogenannten „Ice“-Varianten.<br />

Jugendschutz: Der Cooling-Effekt kann das Kratzen<br />

des Nikotins im Hals überdecken, was den Einstieg<br />

für Nichtraucher begünstigen könnte.<br />

Gesundheit: Beim Erhitzen könnten bestimmte<br />

Stoffe, wie Sucralose, schädliche Verbindungen<br />

bilden. Außerdem gibt es Bedenken hinsichtlich<br />

langfristiger Organschäden durch einige Kühlstoffe.<br />

Wann könnte das<br />

Verbot in Kraft treten?<br />

Derzeit befindet sich der Gesetzesvorstoß in<br />

der Anhörungsphase. Ein Verbot wird nicht unmittelbar<br />

in Kraft treten. Der weitere Ablauf sieht<br />

für Frühjahr/Sommer <strong>2026</strong> die politische Abstimmung<br />

und Notifizierung durch die EU vor. Ende<br />

<strong>2026</strong> steht ein möglicher Beschluß an und die Veröffentlichung<br />

im Gesetzesblatt. Das gesamte Jahr<br />

2027 kann voraussichtlich noch als Übergangsfrist<br />

für Produktion und Verkauf genutzt werden.<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

7


Schwarzmarkt für<br />

floriert: Folgen fehle<br />

STARKER<br />

Inhalt<br />

1<br />

,93€<br />

/20<br />

**<br />

STK<br />

Das Institut Ipsos hat im Auftrag von<br />

Philip Morris International von Juli bis<br />

August 2025 1.256 kleine unabhängige<br />

Verkaufsstellen und <strong>Tabak</strong>fachgeschäfte<br />

in 24 Städten untersucht, um die Verfügbarkeit<br />

von tabakfreien Nikotinbeuteln zu<br />

ermitteln. Zusätzlich erfolgten in Stichproben<br />

forensische Untersuchungen. Alle<br />

bundesweiten Schwerpunktgebiete wurden<br />

durch die Untersuchung abgedeckt.<br />

Das Ergebnis: Trotz de-facto Verbot sind<br />

tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland<br />

weit verbreitet – ein Drittel der untersuchten Produkte<br />

sind Fälschungen. Die bestehende Nachfrage<br />

wird nachweislich über inoffizielle Vertriebswege<br />

und den Schwarzmarkt bedient. So belegt<br />

die Untersuchung, dass tabakfreie Nikotinbeutel<br />

bereits in 15,8 Prozent der kleinen unabhängigen<br />

Verkaufsstellen und <strong>Tabak</strong>fachgeschäfte angeboten<br />

werden. In manchen Regionen sind die Produkte<br />

sogar in über 20 Prozent der untersuchten<br />

Verkaufsstellen erhältlich. Hinzu kommt, dass<br />

in 19,1 Prozent der Fälle Nikotinbeutel offen im<br />

Geschäft präsentiert wurden. In 60,3 Prozent der<br />

Fälle wurde eine reguläre Abrechnung über das<br />

Kassensystem angeboten.<br />

Klare Regulierung für effektiven<br />

Jugend- und Verbraucherschutz<br />

1 KG = 217 €<br />

* Verwenden Sie bitte ausschließlich Extra<br />

Filterhülsen. Die tatsächliche Anzahl an Zigaretten,<br />

die aus diesem Volumentabak hergestellt werden kann,<br />

kann deutlich variieren, je nach gewählter Menge an<br />

<strong>Tabak</strong>, der Art des Stopfens, des Fertigungsgerätes sowie<br />

der ausgewählten Filterhülsen.<br />

** Die Preisangabe pro 20 Zigaretten basiert auf der Annahme<br />

von 515 Zigaretten. Da diese Anzahl deutlich variieren kann, kann<br />

auch der Preis pro 20 Stk. deutlich varriieren.<br />

Rauchen ist tödlich<br />

Nur eine sinnvolle staatliche Regelung, inklusive<br />

Nikotinobergrenzen und Bestimmungen<br />

zu Inhaltsstoffen und Verpackungsaufmachung,<br />

garantiert Jugendschutz und die Einhaltung von<br />

Qualitätsstandards. Darüber hinaus sorgt eine angemessene<br />

Besteuerung der Produkte für zusätzliche<br />

Steuereinnahmen für den Bund. Die aktuelle<br />

Situation oder ein Verbot führen nur dazu, dass<br />

die organisierte Kriminalität als Einzige profitiert.<br />

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung konsumierten<br />

2022 bereits zwei Prozent der Bevölkerung<br />

Nikotinbeutel regelmäßig, 14 Prozent<br />

probierten sie schon aus. Das entspricht einer<br />

Anzahl von über 1,5 Millionen regelmäßiger Konsumenten<br />

bzw. über elf Millionen Menschen, die<br />

die Produkte mindestens einmal konsumiert haben.<br />

Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen<br />

8 TABAK PROFI


AKTUELLE ENTWICKLUNG<br />

Nikotinbeutel<br />

nder Regulierung<br />

STARKER<br />

PREIS<br />

58 Stk / 20,00 €<br />

mittlerweile noch angestiegen sind. Verschiedene<br />

Gerichtsurteile und Behörden stufen tabakfreie<br />

Nikotinbeutel rechtlich als Lebensmittel ein, was<br />

ein Verbot darstellt. Dies spielt der Organisierten<br />

Kriminalität in die Hände, die die hohe Nachfrage<br />

bedient und erhebliche Gewinne erzielt.<br />

><br />

=<br />

,90€<br />

6/20<br />

* STK<br />

Schäden für Handel und Verbraucher<br />

Bei gefälschten Produkten handelt es sich<br />

um Erzeugnisse, die unter widrigen Umständen<br />

hergestellt werden und keinerlei Produktionsund<br />

Qualitätskontrollen unterliegen. Für Händler<br />

und Verbraucher ist gleichermaßen meist nicht<br />

erkennbar, ob es sich um gefälschte Produkte<br />

handelt. Zudem liegen die Preise für gefälschte<br />

tabakfreie Nikotinbeutel laut Ipsos-Umfrage<br />

hoch – aktuell über 9,- Euro. Damit werden die<br />

Produkte 50 Prozent teurer verkauft als im benachbarten<br />

Österreich, wo die tabakfreien Nikotinbeutel<br />

schon im Markt erhältlich sind und legal<br />

für 6,- Euro verkauft werden.Das macht sie für<br />

die Organisierte Kriminalität hochprofitabel und<br />

noch interessanter als Zigaretten.<br />

Ohne klare Regulierung bleibt Marktüberwachung<br />

chancenlos<br />

Wie etabliert der Schwarzmarkt für tabakfreie<br />

Nikotinbeutel inzwischen ist, zeigt auch die<br />

Studie. „Die aktuelle Rechtslage ist für Handel,<br />

Behörden und Verbraucher gleichermaßen untragbar“,<br />

so Matthias Junkers, Geschäftsführer vom<br />

Bundesverband Deutscher <strong>Tabak</strong>waren-Großhändler<br />

und Automatenaufsteller e.V. (BDTA). „Wer daran<br />

glaubt, dass die Menschen keine tabakfreien Nikotinbeutel<br />

kaufen, nur weil diese verboten sind,<br />

ist auf dem Holzweg.“<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

* Der Umrechnungspreis bezieht sich auf die Marlboro 7XL Packung.<br />

Rauchen ist tödlich<br />

9


TABAKWISSEN<br />

Die spannende Welt<br />

der <strong>Tabak</strong>sticks<br />

Seit nunmehr zehn<br />

Jahren gibt es<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer in<br />

Deutschland. War<br />

anfangs nur Iqos<br />

von Hersteller<br />

Philip Morris erhältlich,<br />

so zog<br />

nach einigen Jahren<br />

Glo von BAT<br />

nach und nun<br />

schickt sich auch<br />

Hersteller JTI an,<br />

sein Modell Ploom<br />

in den deutschen<br />

Markt einzuführen.<br />

Eines ist allen <strong>Tabak</strong>erhitzern gleich: Wie der<br />

Name verrät, erhitzen sie den <strong>Tabak</strong>, der<br />

sich in einem <strong>Tabak</strong>stick befindet, anstatt ihn - wie<br />

beim Rauchen einer Zigarette - zu verbrennen.<br />

Komplexe,<br />

individuelle Technik<br />

<strong>Tabak</strong>sticks sind technisch deutlich komplexer<br />

als klassische Zigaretten. Für den Einsatz<br />

in <strong>Tabak</strong>erhitzern wird der <strong>Tabak</strong> stark verarbeitet,<br />

komprimiert und exakt auf das jeweilige<br />

System abgestimmt. Ziel ist eine gleichmäßige<br />

Aerosolbildung, damit Geschmack und Nikotinabgabe<br />

über die gesamte Nutzungsdauer konstant<br />

bleiben. Das entstehende Aerosol ist ein<br />

feiner Dampf, der Nikotin und Aromen transportiert.<br />

Verwendet werden dabei unter anderem<br />

Feuchthaltemittel, Zellulosefasern und Bindemittel<br />

wie Guarkernmehl. Die jeweiligen Sticks<br />

sind nicht mit Geräten der anderen Hersteller<br />

kompatibel. Umsteiger orientieren sich meist<br />

an der bisherigen Zigarettenmarke.<br />

Mit oder ohne <strong>Tabak</strong>:<br />

BAT setzt auf Vielfalt<br />

Mit dem <strong>Tabak</strong>erhitzer Glo verfolgt BAT eine<br />

zweigleisige Strategie: Die Neo- Sticks stehen mit<br />

fein geschnittenem <strong>Tabak</strong> für klassischen Genuss.<br />

Die sechs Sorten reichen von kräftig-würzig<br />

(„Rich Tobacco“) bis mild-süßlich („Gold Tobacco“).<br />

Anders sieht es bei Veo aus: Hier bildet Rooibos<br />

statt <strong>Tabak</strong> die Basis. Eine Aroma-Kapsel im<br />

Filter sorgt per Klick für zusätzliche Geschmacksimpulse<br />

– von Minze bis Ananas. Damit bietet BAT<br />

bei den VEO-Sticks ein modernes, tabakfreies Erlebnis,<br />

das an die E-Zigarette erinnert.<br />

• NEO <strong>Tabak</strong>sticks: 6 Varianten | 20 St |<br />

KVP 7,00 Euro<br />

• Veo Rooibossticks (ohne <strong>Tabak</strong>):<br />

6 Varianten | 20 St | KVP 7,00 Euro<br />

JTI: Acht Sorten mit klassischem<br />

<strong>Tabak</strong>charakter<br />

Mit den <strong>Tabak</strong>sticks Evo setzt<br />

JTI auf einen klassischen Ansatz:<br />

Die Basis der Sticks für<br />

den <strong>Tabak</strong>erhitzer Ploom bildet<br />

eine Mischung aus Virginia-,<br />

Burley- und Orienttabak. Jede<br />

der sechs Sorten ist auf ein<br />

klares Geschmacksprofil ausgelegt<br />

– von kräftig und würzig<br />

(„Bronze“) bis sanft und kühl („Aquamarine“).<br />

Technisch überzeugend ist das CleanSeal, das den<br />

Stick verschließt, Rückstände im Gerät verhindert<br />

und den Reinigungsaufwand deutlich reduziert.<br />

• EVO Tobacco Sticks: 6 Varianten | 20 Stück |<br />

KVP 7,00 Euro<br />

PMI: Breites Angebot für jeden<br />

Geschmack und Geldbeutel<br />

Die Premiumlinie Terea von Philip Morris bietet<br />

mit zehn Varianten eine große Sortenvielfalt.<br />

Am intensivsten schmeckt Russet mit seinen<br />

Röstaromen. Auf der anderen Seite des Spektrums<br />

stehen Silver und Turquoise mit milden, frischen<br />

Aromen. Die seit Januar 2025 erhältliche<br />

Produktlinie Delia bietet vertraute <strong>Tabak</strong>aromen<br />

zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und<br />

die jüngste Linie Levia (seit Dezember 2025)<br />

kommt ganz ohne <strong>Tabak</strong> aus. Das LEVIA Substrat<br />

besteht aus Cellulose-basierten Fasern, die mit<br />

Aromen und Nikotin angereichert werden.<br />

• Terea <strong>Tabak</strong>sticks: 10 Varianten | 20 Stück |<br />

KVP 7,80 Euro<br />

• Delia <strong>Tabak</strong>sticks: 3 Varianten | 20 Stück |<br />

KVP 7,00 Euro<br />

• Levia Nikotinsticks: 5 Varianten I 20 Stück I<br />

KVP 7,50 Euro<br />

10 TABAK PROFI


TABAKWISSEN<br />

GÖNN DIR MEHR<br />

FÜR WENIGER *<br />

* Im Vergleich zur vorher verkauften Pall Mall Allround Giga Bag 29,95 €/100 g,<br />

Pall Mall Allround Mega Box 34,95 €/120 g, Pall Mall Allround Maxi Box 64,95 €/260 g.<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

Rauchen ist tödlich.<br />

11


TABAKWISSEN<br />

Besser Steuern schritt<br />

als Schockeffekte<br />

Bereits 2025 gab<br />

es hierzulande<br />

einen Anteil von<br />

knapp 21 Prozent<br />

Zigarettenpackungen<br />

ohne<br />

deutsche Steuerbanderole<br />

– jede<br />

fünfte Packung ist<br />

unversteuert!<br />

Nun stehen Vorschläge führender Gesundheitspolitiker<br />

sowie des Sucht- und Drogenbeauftragten<br />

der Bundesregierung im Raum,<br />

über höhere <strong>Tabak</strong>steuern Beitragserhöhungen<br />

in der gesetzlichen Krankenversicherung abzufedern.<br />

Als Negativbeispiel für eine überhöhte<br />

Besteuerung lohnt ein Blick in die Niederlande.<br />

2024 waren laut einer Studie des niederländischen<br />

Zolls über 45 Prozent der konsumierten<br />

Zigaretten unversteuert; die Steuereinnahmen<br />

seien zwischen 2020 und 2023 um 24 Prozent<br />

zurückgegangen. Drastische Erhöhungen haben<br />

dort zu einer deutlichen Zunahme des illegalen<br />

Handels und zu einem Steuerminus geführt. Verbände<br />

warnen, ein wachsender Schwarzmarkt<br />

gehe zudem zulasten von Gesundheits- und Jugendschutz,<br />

da illegale Produkte weder Qualitäts-<br />

noch Alterskontrollen unterlägen<br />

Langfrist-Trend:<br />

weniger Zigaretten,<br />

aber stabile Umsätze<br />

Der Zigarettenkonsum in Deutschland sinkt<br />

seit Jahrzehnten. Wurden 2002 noch 145,1 Mrd.<br />

Zigaretten verkauft, hat sich das Volumen 2025<br />

mehr als halbiert - auf 66,4 Mrd. Fest steht: Der<br />

<strong>Tabak</strong>markt hat sich verändert, der Wettbewerb<br />

intensiviert. Das verdeutlicht ein Blick auf die<br />

Statistik 2024. Klare Nummer eins ist und bleibt<br />

das Value-for-Money-Segment. Mit einem<br />

Marktanteil von 40,5 Prozent. Auch Handelsmarken<br />

konnten im Vergleich zu 2023 zulegen<br />

– von 14,4 auf 16,7 Prozent. Weil preissensible<br />

Raucher immer stärker in diese beiden Segmente<br />

wechseln, musste die Premium-Preisklasse<br />

mit Marken wie Marlboro, Lucky Strike und<br />

Camel Einbußen hinnehmen. Ihr Anteil ging von<br />

33,7 auf 29,8 Prozent zurück. Die wirtschaftliche<br />

Unsicherheit und ständig steigende Lebenshaltungskosten<br />

sorgen bei den Konsumenten für<br />

einen intensiven Blick auf günstigere Angebote.<br />

Hier kommt das Value-for-Money-Segment ins<br />

Spiel, in dem vor allem Marken positioniert sind,<br />

die ein günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

haben als klassische Premium-Marken. Typisch<br />

sind größere Packungen mit niedrigeren Preisen<br />

pro Zigarette, aber auch eine geringere Marge<br />

für den Händler.<br />

Verluste im Premium-Segment<br />

erfolgreich abgefedert<br />

Marktführer Philip Morris (PMG) spricht von<br />

einem „sehr ungewöhnlichen Schritt für unser<br />

Unternehmen, der den Zigarettenmarkt verändert<br />

hat“. Gemeint ist die im letzten Juli eingeführte<br />

neue Produktlinie Marlboro Crafted im<br />

Value-for-Money-Segment das Konsumenten<br />

Markenqualität zu moderateren Preisen bietet.<br />

In diesem Umfeld möchte Philip Morris mit der<br />

neuen Marlboro Crafted ein Angebot schaffen,<br />

das Verlässlichkeit und Qualität vermittelt. Die<br />

neue „Crafted“ richtet sich speziell an preisbewusste<br />

erwachsene Raucher und gibt gleichzeitig<br />

– durch den Namen Marlboro - ein vertrautes<br />

Markenversprechen, das Sicherheit und Orientierung<br />

gibt. Die Produktlinie Marlboro Crafted<br />

gab es zuvor bereits in Ländern wie Italien,<br />

Spanien und Belgien. Neben der Crafted-Linie<br />

gehören auch die Philip Morris Marken L&M, Chesterfield<br />

und f6 zu den typischen Vertretern des<br />

Value-for-Money-Segments. Und das rechnet<br />

sich! Für die Raucher, aber auch für die Hersteller,<br />

die hohe Absatzzahlen mit günstigeren<br />

Produkten nutzen, um Verluste im Premium-<br />

Bereich abzufedern.<br />

Niedrigpreis-Marken<br />

Sorgen für Furore<br />

Reemtsma bietet seinen Kunden im preisgünstigen<br />

Segment mit JPS eine attraktive Marke<br />

mit Packungsgrößen von 20 bis 60 Stück, die<br />

12 TABAK PROFI


TABAKWISSEN<br />

weise erhöhen,<br />

riskieren<br />

es neben den Varianten Red, Blue, Black, Just Red<br />

und Just Blue, seit März auch in einem besonderen<br />

Zigarettenformat gibt: als Slims-Version. Die<br />

Zigarette ist länger und schlanker als herkömmliche<br />

Produkte und steckt in einer achteckigen<br />

Packung in stylishem Pink und Lila, die im Regal<br />

nicht zu übersehen ist. Auch in Sachen Feinschnitt<br />

ist Reemtsma im Value-for-Money-Segment<br />

gut aufgestellt. Freunde des losen <strong>Tabak</strong>s<br />

können zwischen vier Varianten wählen: JPS Red<br />

Tobacc, XL Volume Tobacco (Red und Blue) sowie<br />

dem zusatzstofffreien Just XL Volume Tobacco. In<br />

unterschiedlichen Verpackungen – vom Beutel<br />

(30 Gramm) bis zur Box mit 100 Gramm. Neu<br />

hinzugekommen ist 2024 die Niedrigpreismarke<br />

Paramount als Zigaretten- und Feinschnittangebot<br />

und hat durch eine<br />

aggressive Preispolitik<br />

schnelle Erfolge erzielt,<br />

aber auch für jede Menge<br />

Furore im Markt geführt.<br />

Winston und Benson & Hedges<br />

in beliebten Großformaten<br />

Das Unternehmen JTI ist mit Winston Volumentabak<br />

die erklärte Nr. 1 in Deutschland. Mit Packungsgrößen<br />

wie der Mega Box (120 Gramm),<br />

der Giant Box (165 Gramm) und der Titan Box<br />

(260 Gramm) hat der Hersteller gleich drei<br />

heiße Eisen im Feuer. Auch bei den Winston Zigaretten<br />

sind jede Menge Großpackungen (bis<br />

60 Zigaretten) für die Kunden erhältlich. Eine<br />

zweite Marke steht bei JTI ebenfalls im Fokus:<br />

Benson & Hedges Feinschnitt mit Stopftabak in<br />

vier Formaten von der Tin als Probiergröße für<br />

9,95 Euro bis hin zur Tera-Box mit 315 Gramm<br />

zu 65,95 Euro, aus der bis zu 700 Zigaretten<br />

hergestellt werden können. Das Sortiment ist<br />

seit Mitte März im Handel und bietet für jeden<br />

Geldbeutel die passende Größe. Und die <strong>Tabak</strong>mischung<br />

aus kräftigen Burley-, Orient- und<br />

Virginia-<strong>Tabak</strong>en ist leicht zu verarbeiten und –<br />

dank längerer Fasern – sowohl zum Stopfen als<br />

auch zum Drehen geeignet.<br />

Inflation befeuert<br />

die Veränderungen<br />

Welche Faktoren beeinflussen die Veränderung<br />

des <strong>Tabak</strong>markts? Hier ist besonders<br />

die steigende Inflation zu nennen, aktuell<br />

befeuert durch Kriege in der Nahostregion.<br />

Aufgrund der weiter steigenden <strong>Tabak</strong>steuer<br />

werden die Preisunterschiede zwischen Premium-<br />

und Handelsmarken drastisch zunehmen.<br />

Die größten Gewinner dieser Entwicklung<br />

sind E-Zigaretten, Vapes, <strong>Tabak</strong>erhitzer und<br />

Nikotinbeutel, obwohl letztere in Deutschland<br />

nicht zugelassen sind, aber bereits in 16<br />

Prozent der Fachhandelsläden verkauft werden<br />

(aktuelle Ipsos-Studie von PMG). Diese <strong>Tabak</strong>alternativprodukte<br />

bieten sehr gute Margen,<br />

besonders bei Vape-Produkten mit 20-40<br />

Prozent. Bei <strong>Tabak</strong>erhitzern rechnet sich die<br />

Marge beim Verkauf der dazugehörigen Nikotinsticks<br />

und fördert gleichzeitig eine starke<br />

Kundenbindung. Und wer Kunden vor sich hat,<br />

die elektronischen Geräten zweifelnd gegenüberstehen,<br />

der kann immer auf eine solide Ersparnis<br />

bei der Nutzung von Dreh- und Stopftabak<br />

hinweisen.<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

13


TABAKWISSEN<br />

Drehtabak – Mehr<br />

Lebensgefühl als Trend<br />

Der klassische Treiber für RYO-<strong>Tabak</strong> ist der<br />

Preis: In vielen EU-Ländern ist die Steuer auf losen<br />

<strong>Tabak</strong> niedriger als auf fertige Zigaretten, mit der<br />

Folge, dass RYO preislich attraktiv bleibt. In der<br />

Folge ist RYO oft 20 bis 40 Prozent günstiger pro<br />

Zigarette als Fertigzigaretten, was besonders das<br />

starke Wachstum in Deutschland und Großbritannien<br />

erklärt. Dabei bleibt RYO-<strong>Tabak</strong> nicht nur<br />

stabil, sondern wächst aufgrund der wirtschaftlichen<br />

Faktoren Preis und Steuern weiterhin, auch<br />

wenn die Gesamtraucherzahlen sinken. Studien<br />

zeigen, dass RYO-<strong>Tabak</strong> besonders attraktiv wird,<br />

weil dieser als „authentischer“ empfunden wird<br />

und Konsumenten die Intensität und Mischung<br />

selbst definieren können. Zudem ist der Preis für<br />

Vielraucher deutlich niedriger im Vergleich zu fabrikfertigen<br />

Zigaretten.<br />

Feinschnitt ist eine Frage<br />

des Geschmacks<br />

Der europäische Markt ist dominierend im<br />

RYO-Segment mit rund 40–65 Prozent Marktanteil<br />

am globalen RYO-Marktwert (RYO = Roll Your Own).<br />

Etwa 10 Prozent der europäischen Raucher nutzen<br />

überwiegend RYO-<strong>Tabak</strong>.<br />

In einigen europäischen Ländern macht RYO-<br />

<strong>Tabak</strong> sogar über 25 Prozent des individuellen<br />

Rauchkonsums aus. Deutschland ist einer<br />

der größten RYO-<strong>Tabak</strong>märkte Europas (RYO =<br />

Roll Your Own) und trägt etwa 36 Prozent am<br />

europäischen Marktumsatz bei. 2023 wurde der<br />

deutsche RYO-Markt mit ca. 5 Milliarden Euro<br />

bewertet.<br />

Attraktiv im Preis durch<br />

geringere Besteuerung<br />

Das <strong>Tabak</strong>drehen bringt nicht nur mehr Kontrolle<br />

über den Geschmack mit sich, sondern auch<br />

über Form und Format. Slim, fest gerollt oder locker,<br />

mit oder ohne Filter – die Gestaltung liegt<br />

in der eigenen Hand. So entsteht jedes Mal ein<br />

neues kleines Produkt, das genau zu Stimmung<br />

und Situation passt. Dazu kommt: Wer dreht, hat<br />

seine <strong>Tabak</strong>auswahl meist sehr bewusst getroffen.<br />

Der Markt für Drehtabak ist heute so vielfältig<br />

wie nie. Doch echte Kenner wissen: Es kommt<br />

nicht nur auf das Aroma an, sondern auch auf<br />

Konsistenz, Feuchtigkeit und Verarbeitbarkeit.<br />

Ein Feinschnitt muss sich gut verarbeiten lassen,<br />

gleichmäßig brennen und einen angenehmen<br />

Rauch entwickeln – ohne scharf zu wirken oder<br />

zu trocken zu sein.<br />

<strong>Tabak</strong> ohne Zusatzstoffe als<br />

feste Größe im Segment<br />

Jede etablierte Zigarettenmarke bietet auch<br />

losen Drehtabak an, um die Zielgruppe der Individualisten<br />

und „Freigeister“ mit Marlboro, Camel<br />

oder Lucky Strike zum Rollen zu begeistern<br />

und an die Marke zu binden. Viele Hersteller<br />

gehen noch einen Schritt weiter und bieten<br />

vermehrt Drehtabake ohne Zusatzstoffe an, wie<br />

Hersteller Pöschl mit der Marke Pueblo. Ganz neu<br />

im Programm ist Pueblo Pink mit 30 Gramm zu<br />

6,75 Euro, der als mildere Variante die bereits<br />

erhältlichen Pueblo Classic und Blue ergänzt. Das<br />

Flaggschiff im Bereich der RYO-<strong>Tabak</strong>e und seit<br />

vielen Jahren im Markt ist American Spirit von<br />

JTI mit den Varianten Red, Blue und Yellow mit<br />

30 Gramm zum Preis von 6,30 Euro. Beliebt ist<br />

auch die Marke Pepe aus dem Hause von Eicken,<br />

erhältlich als Rich Green und Bright mit 30 Gramm<br />

für 6,75 Euro. Seit einigen Jahren schon gibt es<br />

den zusatzstoffreien Maya <strong>Tabak</strong> von Landewyck<br />

sowie die Manitou-Varianten Gold und Green von<br />

Hersteller Von Eicken. Selbstverständlich bieten<br />

auch große Player wie BAT, PMG und Reemtsma<br />

mit Lucky Strike Origins, Chesterfield Unplugged oder<br />

Pielroja und Gauloises Source Varianten ohne Zusatzstoffe<br />

an.<br />

14<br />

TABAK PROFI


Aus Zigarettenkippen<br />

wird Strom!<br />

Etwa 42 Milliarden Zigarettenstummel landen<br />

an Gehwegen, auf Bahngleisen und<br />

schlimmstenfalls in der freien Natur und verursachen<br />

Entsorgungskosten in Höhe von 225 Millionen<br />

Euro. Weltweit ist die Zahl noch krasser:<br />

Die Website der WHO (= Weltgesundheitsorganisation)<br />

vermeldet 4,5 Billionen Zigarettenkippen,<br />

die weltweit jedes Jahr in Seen, Ozeane und auf<br />

Böden „entsorgt“ werden. Das entspricht einem<br />

Volumen von 60.000 Schiffs-Containern - und<br />

das pro Jahr.<br />

Wie giftig sind Zigarettenkippen?<br />

Insgesamt stecken in einem Zigarettenstummel<br />

mehrere tausend Giftstoffe, die von Nikotin<br />

und Blei bis hin zu Arsen oder Benzol reichen.<br />

Je nach Lage und Witterung kann es viele Jahre<br />

dauern, bis sich ein kleiner Stummel vollständig<br />

zersetzt hat. In dieser Zeit werden die Giftstoffe<br />

freigesetzt. Sie gelangen über den Boden bis ins<br />

Grundwasser. So kann laut einer Meeresmüll-Expertin<br />

"eine einzige Zigarettenkippe 1.000 Liter<br />

Wasser für kleine Wassertiere vergiften und unbewohnbar<br />

machen. Darüber hinaus zerfallen die<br />

Zigarettenfilter aus Kunststoff zu Mikroplastik<br />

und schaden unseren Meeren auch so massiv."<br />

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der problematische<br />

Abfallstoff eine unerwartete Anwendung<br />

finden könnte. Zum einen kämpfen Städte<br />

mit der enormen Menge an weggeworfenen Zigarettenfiltern.<br />

Zum anderen steigt mit der En-<br />

ergiewende der Bedarf an Stromspeichern, die<br />

ohne seltene oder umweltschädlich gewonnene<br />

Rohstoffe auskommen. Laut den Forschern<br />

könnten Zigarettenstummel<br />

als Ausgangsmaterial für leistungsfähige<br />

Energiespeicher<br />

dienen, anstatt wie bisher im<br />

Müll zu landen.<br />

Die Filter von Zigaretten<br />

bestehen hauptsächlich<br />

aus Celluloseacetat, einem<br />

Kunststoff aus der Gruppe<br />

kohlenstoffhaltiger Polymere.<br />

Aufgrund ihrer chemischen<br />

Eigenschaften sind sie für die<br />

Materialforschung besonders<br />

interessant. Unter kontrollierten<br />

Bedingungen kann<br />

daraus sogenannter Biochar<br />

erzeugt werden – ein poröser<br />

Kohlenstoff, der elektrische Ladungen<br />

speichern kann.<br />

Hohe Leistung<br />

und lange Lebensdauer<br />

Die Wissenschaftler testeten das neu entwickelte<br />

Material als Elektrode in sogenannten<br />

Superkondensatoren. Diese können sehr schnell<br />

geladen und entladen werden, liefern kurzfristig<br />

hohe Leistung und sind extrem langlebig, da sie<br />

viele Ladezyklen überstehen. In den Tests blieb<br />

selbst nach 10.000 Lade- und Entladezyklen mehr<br />

als 95 Prozent der ursprünglichen Leistung erhalten.<br />

Studienleiter Leichang Cao betont: „Zigarettenkippen<br />

sind nicht nur ein Umweltproblem,<br />

sondern auch eine wertvolle Kohlenstoffquelle.“<br />

Doppelter Nutzen<br />

des Verfahrens<br />

Statt Zigarettenkippen kostenintensiv zu<br />

entsorgen, könnten sie gezielt gesammelt und<br />

als Rohstoff verwendet werden. Dies würde sowohl<br />

die Umweltverschmutzung reduzieren<br />

als auch den Bedarf an Materialien senken, die<br />

bislang aus Holz, Kohle oder Erdöl gewonnen<br />

werden. Gleichzeitig kommen die entwickelten<br />

Elektroden ohne seltene Metalle wie Lithium,<br />

Kobalt oder Nickel aus. Diese Rohstoffe sind<br />

teuer und ihre Gewinnung belastet sowohl die<br />

Umwelt als auch globale Lieferketten. Energiespeicher<br />

aus Zigarettenabfällen könnten daher<br />

nicht nur nachhaltiger sein, sondern auch eine<br />

größere Unabhängigkeit von internationalen<br />

Rohstoffmärkten ermöglichen.<br />

In Deutschland<br />

werden pro Jahr<br />

etwa 64 Milliarden<br />

Zigaretten geraucht<br />

– und laut<br />

Schätzungen zwei<br />

Drittel unsachgemäß<br />

entsorgt.<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

15


E-ZIGARETTEN-VERGLEICH<br />

Vielfalt im Portfolio ist<br />

<strong>Tabak</strong>- und Alternativ<br />

Das Zauberwort<br />

„Multicategory“<br />

spiegelt den Wandel<br />

der Industrie<br />

wider – weg von<br />

ausschließlich<br />

brennbaren Produkten<br />

und hin zu<br />

einem Mix aus klassischen<br />

und schadstoff-reduzierten<br />

Angeboten.<br />

DDiversifikation ist das Zauberwort in der<br />

<strong>Tabak</strong>branche, denn die Industrie steht<br />

global gleich vor mehreren Herausforderungen.<br />

Zum einen sinken die Zigarettenabsätze seit<br />

Jahrzehnten unaufhaltsam, auf der anderen Seite<br />

drohen Politik und Regulierungsbehörden mit<br />

immer neuen Auflagen und Einschränkungen.<br />

Auf der Seite der Konsumenten entsteht ein<br />

wachsendes Gesundheitsbewusstsein und damit<br />

einhergehend eine höhere Präferenz für rauchfreie<br />

Optionen. Zigarettenrauch an der Kleidung<br />

oder im Auto wird immer kritischer gesehen und<br />

von (Ehe-)Partnern oder Familienmitgliedern<br />

nicht mehr im gleichen Maße akzeptiert wie vor<br />

zehn Jahren. Daher investieren große Konzerne<br />

wie Philip Morris, BAT, JTI oder Reemtsma massiv<br />

in Innovationsprodukte wie E-Zigaretten, Vapes,<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer und Nikotinbeutel, um neue Konsumentengruppen<br />

zu erreichen und langfristig<br />

relevant zu bleiben.<br />

Was unterscheidet<br />

E-Zigaretten<br />

und Vapes?<br />

Besonders in der Kategorie der E-Zigaretten<br />

und Vapes scheint es oft, dass man den Wald<br />

vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Hier mach<br />

zunächst eine Konzentration auf die größten<br />

Hersteller und die am meisten nachgefragten<br />

Systeme Sinn. Neben den sogenannten Vapes<br />

(Einweg-E-Zigaretten), die nicht aufgeladen<br />

werden können und somit nach Gebrauch auf<br />

dem Wertstoffhof entsorgt werden müssen,<br />

sind Pod-Systeme die am meisten nachgefragten<br />

E-Produkte bei Umsteigern und Rauchern,<br />

die sich informieren möchten. Die Handhabung<br />

ist einfach, die Geräte ähnlich, aber in<br />

der Geschmacksauswahl und der Preisgestaltung<br />

gibt es deutliche Unterschiede. Ein Vergleich<br />

der vier wichtigsten Geräte, zeigt schnell<br />

die Unterschiede auf und lässt Rückschlüsse auf<br />

verschiedene Zielgruppen erkennen, was im Gespräch<br />

mit den Konsumenten unerlässlich ist.<br />

Wer hat wo die Nase vorn bei Elfbar,<br />

Vuse, Veev und Myblue?<br />

Der aktuelle Marktführer ist die Firma Elfbar<br />

mit ihrem Produkt Elfa. Die Stärke ist eine Riesenauswahl<br />

an Geschmacksrichtungen, die keine<br />

andere Marke bieten kann. Das Gerät ist mit<br />

vielen Pods kompatibel und bietet neben einem<br />

intensiven Geschmack ca. 600 Züge pro Pod mit<br />

2 ml Liquid. Schwachstellen sind der kleine Akku<br />

(500 mAh) und die sehr süßen Frucht-Aromen.<br />

Auf dem zweiten Platz folgt Hersteller BAT<br />

mit den Vuse E-Zigaretten. Im Test war Vuse Pod<br />

Go Reload, das durch eine gute Verarbeitung<br />

überzeugt. Da auch klassische <strong>Tabak</strong>-Aromen<br />

bietet, wird sie häufig von Umsteigern genutzt,<br />

die weiter <strong>Tabak</strong>geschmack genießen und weniger<br />

auf süße Aromen zurückgreifen wollen.<br />

Schwachstellen sind die oft teuren Pods und ein<br />

weniger intensives Aroma.<br />

Die Nr. 3 im Markt ist Veev One von Philip<br />

Morris, mit bis zu 1.000 Zügen pro Pod und einem<br />

450 mAh-Akku der absolute Spitzenreiter, was<br />

die Anzahl der Züge betrifft Popsitiv bewertet<br />

wurde das hochwertige Design (Aluminium-Body)<br />

und das Keramik-Heizelement für gleichmäßigen<br />

Geschmack. Schwachstellen sind deutlich<br />

weniger Geschmacksrichtungen (21 Aromen)<br />

und dass nur die Pods vom Hersteller genutzt<br />

werden können.<br />

Die E-Zigarette Myblu von Reemtsma war früher<br />

sehr verbreitet, wird aber zunehmend von<br />

moderneren Systemen verdrängt. Die Stärken<br />

liegen in der einfachen Bedienung und dem<br />

günstigen Einstiegspreis. Als Schwächen werden<br />

die mit 1,5 ml kleineren Pods gewertet, eine<br />

geringere Geschmacksauswahl und die etwas<br />

veraltete Technik.<br />

In 60 Sekunden das passende<br />

Pod-System finden<br />

Ein kaufwilliger, aber unentschlossener<br />

Kunde und ein Händler, dem langsam die Argumente<br />

ausgehen. Wie kommt man heraus aus<br />

diesem Dilemma und zeigt auf überzeugende<br />

Weise Kompetenz? Mit den nachfolgenden fünf<br />

Fragen kann jeder Händler in 60 Sekunden das<br />

passende Pod-System für seinen Kunden finden.<br />

16 TABAK PROFI


E-ZIGARETTEN-VERGLEICH<br />

das neue Zauberwort -<br />

produkte ergänzen sich<br />

Eine Kurzempfehlung zur<br />

richtigen Geräteauswahl<br />

Natürlich sind die Anforderungen<br />

und Wünsche eines<br />

neuen E-Zigaretten-Kunden<br />

sehr unterschiedlich. Handelt<br />

es sich um einen Raucher, der<br />

umsteigen und gerne weiter<br />

<strong>Tabak</strong>aromen konsumieren<br />

möchte, dann sind die Geräte<br />

von Vuse und Veev mit jeweils<br />

zwei <strong>Tabak</strong>mischungen – klassisch<br />

und mild– die beste Wahl.<br />

Geht es dem Kunden um ein<br />

hochwertiges Gerät mit großen<br />

Pods und vielen Zügen, bietet<br />

sich Veev mit über 20 verschiedenen<br />

Aromen an. Ist der Kunde<br />

ein echter Anfänger und<br />

nicht sehr technikaffin, sollte<br />

man auf Myblue verweisen, das<br />

sehr einsteigerfreundlich ist.<br />

Schätzt der neue Konsument<br />

eine (fast) unbegrenzte Aromenvielfalt<br />

und einen eher<br />

süßen Geschmack, dann sind<br />

die Elfbar Produkte sicherlich<br />

genau richtig.<br />

Was Händler mit Vapes<br />

verdienen können!<br />

1. Wie viele Zigaretten rauchen Sie pro<br />

Tag?<br />

• Bis ca. 10 Zigaretten → niedrigere Nikotinstärke<br />

möglich<br />

• 10–20 Zigaretten → meist 18–20 mg<br />

Nikotinsalz sinnvoll<br />

• Mehr als 20 Zigaretten → starkes Pod-System<br />

mit intensiver Nikotinaufnahme<br />

2. Welche Geschmacksrichtung<br />

bevorzugen Sie?<br />

• Frucht / süß → Systeme mit vielen Aromen<br />

wie Elfbar<br />

• Menthol / frisch → Vuse oder Veev<br />

• <strong>Tabak</strong> → Veev oder Vuse<br />

3. Haben Sie schon Einweg-Vapes<br />

benutzt?<br />

• Ja → Pod-System mit ähnlichem Zuggefühl<br />

(Elfa)<br />

• Nein → eher klassisches System wie Vuse<br />

oder Veev<br />

4. Wie wichtig ist Ihnen die Akkulaufzeit?<br />

• sehr wichtig → größere Akkus oder langlebige<br />

Pods (Veev)<br />

• egal → kleines, leichtes Gerät reicht<br />

(MyBlue oder Elfa)<br />

5. Was ist Ihnen wichtiger: Geschmack<br />

oder Kosten?<br />

• Geschmack → eher moderne Systeme mit<br />

Mesh- oder Keramik-Coils (Veev)<br />

• Kosten → Pod-System mit günstigen Pods<br />

wählen (Elfa)<br />

Jetzt wird es besonders<br />

interessant, denn der Unterschied<br />

in der Marge ist bei<br />

klassischen Zigaretten und Vapes<br />

extrem groß. Während die<br />

Marge bei Premium-Zigaretten<br />

noch bei 8-10 Prozent liegt (bei<br />

Niedrigpreis-Zigaretten nur<br />

noch bei 5-7 Prozent), klettert<br />

sie bei den Pod-Geräten auf<br />

20-35 Prozent, bei den Liquid-<br />

Pods sogar auf 30-50 Prozent.<br />

Ein Gerät für 10 Euro kann also<br />

durchaus einen Rohertrag von<br />

3-4 Euro bringen. Ein umsatzorientierter<br />

Händler sollte<br />

deshalb über die Ergänzung<br />

von E-Zigaretten und Pods im<br />

Regal nachdenken, da der Zigarettenumsatz<br />

– besonders<br />

im Premium-Segment – zurückgeht<br />

und der Umsatz mit<br />

E-Zigaretten und Pods weiter<br />

ansteigt.<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

17


PÖSCHL - PORTFOLIO<br />

<strong>Tabak</strong>genuss kommt<br />

aus dem Hause Pöschl<br />

an Red Bull-Produkten: Halfzware, Zware sowie<br />

Blond Shag, Gold- und Special Blend garantieren,<br />

dass jeder Feinschnitt-Fan seinen Lieblings-<strong>Tabak</strong><br />

findet. Für Dreher gibt es Red Bull in Pouches<br />

zu 40 Gramm für 8,10 Euro, für Stopfer in der<br />

Dose mit 120 Gramm zu 22,95 Euro.<br />

Der naturbelassene Zigarettentabak Pueblo<br />

Burley Blend ohne Zusatzstoffe ist ein dunkelbrauner<br />

Feinschnitt-<strong>Tabak</strong> zum Drehen und<br />

Stopfen von Zigaretten per Hand und mit der<br />

Maschine zu 6,50 Euro für 30 Gramm. Die <strong>Tabak</strong>mischung<br />

aus ganzen <strong>Tabak</strong>blätern der Sorten<br />

Burley und Java wird traditionell aufbereitet.<br />

Pueblo ohne Zusatzstoffe Fine Cut und Blue Fine<br />

Cut (6,75 Euro für 30 Gramm) ist ein mittelbrauner<br />

Feinschnitt-<strong>Tabak</strong> aun Virginia-<strong>Tabak</strong>en zum<br />

Drehen und Stopfen von Zigaretten per Hand<br />

und mit der Maschine.<br />

Die Pöschl Tobacco<br />

Group ist ein<br />

deutsches mittelständisches<br />

<strong>Tabak</strong>-Familienunternehmen<br />

mit<br />

Sitz in Geisenhausen<br />

bei Regensburg,<br />

wurde 1949<br />

gegründet und gehört<br />

heute zu den<br />

bedeutendsten Anbietern<br />

klassischer<br />

<strong>Tabak</strong>waren im<br />

deutschsprachigen<br />

Raum.<br />

Pöschl ist kein großer multinationaler Konzern,<br />

sondern fokussiert sich auf klassische<br />

<strong>Tabak</strong>produkte, traditionelle Genuss-Segmente<br />

und Marken mit einem starken regionalen und<br />

nationalen <strong>Profi</strong>l. Im Gegensatz zu internationalen<br />

Branchengrößen legt Pöschl keinen Schwerpunkt<br />

auf rauchfreie Zukunftsprodukte (wie<br />

E-Zigaretten, <strong>Tabak</strong>erhitzer oder Nikotinbeutel).<br />

Pueblo - Zigarettenfamilie<br />

ohne Zusatzstoffe<br />

Die wichtigste Zigarettenmarke aus dem<br />

Hause Pöschl in Deutschland ist die beliebte<br />

Pueblo-Markenfamilie, die durch ihre natürlichen<br />

Inhaltsstoffe und den Verzicht auf jegliche Zusatzstoffe<br />

überzeugt. Pueblo Zigaretten in den Varianten<br />

Classic, Green, Blue und Orange mit 20 Zigaretten<br />

zu 7,50 Euro werden ausschließlich aus erlesenen<br />

Virginia-<strong>Tabak</strong>en hergestellt. Pueblo Classic<br />

ohne Zusätze ist die Zigarette für alle, die beim<br />

Rauchen Wert auf ein vollkommen unverfälschtes<br />

<strong>Tabak</strong>aroma aus 100 % naturreinen <strong>Tabak</strong>blättern<br />

mit einem hohen Nikotingehalt legen. Auf eine<br />

zusätzliche Aromatisierung, Feuchthaltemittel,<br />

chemische Konservierungsstoffe und Abbrennhilfen<br />

wird komplett verzichtet.<br />

Hochwertige <strong>Tabak</strong>e zum<br />

Drehen und Stopfen<br />

Red Bull, eine der größten Marken des Herstellers,<br />

ist sowohl für Stopfer als auch für Dreher<br />

geeignet. Beachtlich ist die große Auswahl<br />

Das <strong>Tabak</strong>-Familienunternehmen Pöschl setzt<br />

ganz besonders auf die Qualität und eine hochwertige<br />

Verarbeitung des <strong>Tabak</strong>s – auch im Value-for-Money-Segment,<br />

um ihn extra ergiebig<br />

und ideal zum Stopfen herzustellen. Die drei Black<br />

Hawk-Produkte werden in den Verpackungsformaten<br />

30, 90 und 230 Gramm, angeboten.<br />

Schnupf & Pfeifentabak:<br />

aus Bayern in die ganze Welt<br />

Pöschl ist der weltweit größte Hersteller von<br />

Schnupftabak und liefert seine Produkte aus<br />

Bayern in die ganze Welt. Die traditionellen Produkte<br />

werden nach klassischer Rezeptur hergestellt<br />

und in den Kategorien Schnupftabak (z.B.<br />

Gletscherprise, Ozona), Schmalzler und tabakfreier<br />

Schnupftabak angeboten. Zudem bietet Pöschl<br />

klassischen Pfeifentabak und Cigarillo Formate<br />

an - vor allem für Konsumenten traditioneller<br />

<strong>Tabak</strong>waren, die insbesondere im Fachhandel<br />

und bei klassischen Rauchergemeinschaften<br />

gefragt sind.<br />

18 TABAK PROFI


175 Jahre <strong>Tabak</strong>-Expertise<br />

und Liebe zum Detail<br />

Heute gehört Landewyck<br />

zu den etablierten europäischen<br />

<strong>Tabak</strong>herstellern mit<br />

einer breiten Marken und Produktpalette,<br />

die in mehr als 30<br />

Märkten weltweit vertrieben<br />

werden. Das Firmenportfolio<br />

unterscheidet fünf Kategorien:<br />

LANDEWYCK - PORTFOLIO<br />

Zigaretten –<br />

Elixyr und Fargo im<br />

Fokus<br />

Landewyck produziert zahlreiche<br />

Zigarettenmarken, die<br />

in unterschiedlichen Preis und<br />

Marktsegmenten angeboten<br />

werden. Eine der Hauptmarken<br />

ist Elixyr (z. B. Elixyr Red, Blue,<br />

Green von 20-37 Zigaretten),<br />

die speziell für preissensible<br />

Konsumenten und das Valuefor-Money-Segment<br />

eingeführt<br />

wurde. Exemplarisch für<br />

die wachsende Relevanz und<br />

das Potenzial des Value-for-Money-Segments<br />

steht auch die Marke Fargo von Hersteller Landewyck.<br />

Gestartet wurde 2023, mit einer Zigarette,<br />

die auf Anhieb den Nerv der Zeit getroffen hat.<br />

Mit zwei Geschmacksrichtungen - Die Rote und<br />

Die Blaue - einem klaren, reduzierten Design und<br />

einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Folglich konnte sich die nur in Deutschland<br />

erhältliche Marke in Deutschland rasch etablieren.<br />

Sowohl im Handel als auch bei Rauchern.<br />

Weitere Marken, die auch in anderen europäischen<br />

Ländern beliebt sind: Austin, Ducal, Maya<br />

(ohne Zusatzstoffe). Außerdem befinden sich<br />

unter dem Markendach von Landewyck auch kleinere<br />

Marken, die teilweise nur regional vertrieben<br />

werden wie Maryland, Bentley oder Che.<br />

Dreh- und Stopftabak<br />

Landewyck bietet <strong>Tabak</strong> sowohl in klassischen<br />

Pouches als auch in größeren Dosen an. Wie<br />

Elixyr+ <strong>Tabak</strong>, eine kräftige American-Blend Mischung<br />

für Selbstdreher und Stopfer in den Farben<br />

Rot, Blau und Grün. Auch der jüngste Streich<br />

– Fargo zum Drehen und Stopfen in Rot und<br />

Blau – ist als 30 Gramm Pouch oder 122 Gramm<br />

Dose erhältlich und spricht ein preissensibles<br />

Stopferpublikum an. Fargo <strong>Tabak</strong> in Orange ist<br />

in fünf Formaten erhältlich, von der Stopftüte<br />

mit 52 Gramm für 9,95 Euro bis zur Fargo Stopfbox<br />

XXXL (Eimer) mit 420 Gramm für 79,00 Euro. Das<br />

zeigt, dass Landewyck für RYO und MYO-Konsumenten<br />

sowohl preisbewusste Alltagslösungen<br />

als auch kräftigere <strong>Tabak</strong> optionen anbietet. Ein<br />

Landewyck Tobacco S.A. ist ein traditionsreiches,<br />

unabhängiges europäisches <strong>Tabak</strong>unternehmen mit<br />

über 175 Jahren Erfahrung. Das Unternehmen verbindet<br />

Tradition, Qualitätsfertigung und ein vielfältiges<br />

Portfolio, das sowohl klassische Raucher als auch Preis<br />

und Geschmacksbewusste im Segment bedient.<br />

Überraschungssieg gelang Landewyck 2025 mit der Einführung des<br />

Drehtabak-Klassikers Rothfuchs, der über Jahrzehnte nicht mehr<br />

erhältlich war und nun ein Comeback erlebt.<br />

Pfeifentabak, Zigarren und E-Zigaretten<br />

Landewyck produziert auch Pfeifentabak in klassischen Mischungen,<br />

die sich an traditionelle Genusstraditionen orientieren. Das<br />

Unternehmen hat außerdem<br />

im Portfolio kleinere Formate<br />

wie Zigarren und Zigarillos, die<br />

sowohl im Alltags als auch im<br />

Premiumsegment angesiedelt<br />

sein können. In jüngster Zeit hat<br />

Landewyck zusätzlich rauchfreie<br />

Alternativen ins Sortiment aufgenommen<br />

(z. B. eine aufladbare<br />

E-Zigarette namens RELX);<br />

allerdings ist der Fokus insgesamt<br />

klassischer als bei großen<br />

Konzernen.<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

19


BRITISH AMERICAN TOBACCO<br />

Die Zukunft beginnt jetzt –<br />

BAT hat sich über mehr<br />

als ein Jahrhundert vom<br />

klassischen Zigarettenhersteller<br />

zu einem <strong>Tabak</strong> und Nikotinportfolio<br />

Anbieter entwickelt<br />

und engagiert sich beim Aufbau<br />

einer rauchfreien Welt, also<br />

eines Marktes mit rauchfreien,<br />

alternativen Nikotinprodukten.<br />

Von klassisch<br />

bis rauchfrei<br />

British American<br />

Tobacco ist eines<br />

der weltweit<br />

größten <strong>Tabak</strong><br />

und Nikotinunternehmen<br />

mit Sitz<br />

in Hamburg. Das<br />

Unternehmen ist in<br />

180 Ländern weltweit<br />

aktiv, produziert<br />

und verkauft<br />

Zigaretten, Feinschnittprodukte<br />

und zunehmend<br />

auch rauchfreie Alternativ-Produkte.<br />

Die klassischen Zigarettenprodukt<br />

sind nach wie vor<br />

zentrale Umsatzträger, auch<br />

wenn sie in der Firmenstrategie<br />

langfristig immer mehr<br />

an Bedeutung verlieren. BAT’s<br />

wichtigste Marken sind Lucky<br />

Strike, Pall Mall und Dunhill. Seit<br />

fast 150 Jahren überzeugt die<br />

Marke Lucky Strike durch Qualität<br />

und authentischen <strong>Tabak</strong>.<br />

1989 wurde sie auf dem<br />

deutschen Markt eingeführt<br />

und bietet seitdem facettenreichen<br />

Genuss. Dank des breiten<br />

Produktportfolios bedient<br />

Lucky Strike jeden Geschmack<br />

– egal, ob klassische Zigaretten<br />

oder Drehtabak. Die lange Tradition der<br />

Marke ist geprägt von Individualität, Innovation<br />

und Unangepasstheit. Diese Tugenden machen<br />

Lucky Strike zu einer der erfolgreichsten Zigarettenmarken<br />

auf dem deutschen Markt.<br />

Für Genuss sorgt Pall Mall schon seit 1989<br />

und ist innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einer<br />

der führenden Zigarettenmarken im Value-for-<br />

Money-Segment geworden. Die Produkte aus<br />

dem breit gefächerten Sortiment sorgen für genussvolle<br />

Momente bei konstant hoher Qualität<br />

zu fairen Preisen. Gleichzeitig steht Pall Mall wie<br />

kaum eine andere Marke für Geselligkeit und Bodenständigkeit.<br />

Risikoreduzierte Produkte in<br />

verschiedenen Produktlinien<br />

BAT hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatzanteil<br />

von rauchfreien Produkten deutlich zu erhöhen<br />

– mittelfristig auf 50 Prozent der Gesamtumsätze<br />

bis 2035. Bereits heute tragen Produkte<br />

wie Vuse (E-Zigarette), Glo (<strong>Tabak</strong>erhitzer) und<br />

Velo (Nikotinbeutel) maßgeblich zum Wachstum<br />

bei und ergänzen das klassische <strong>Tabak</strong>geschäft.<br />

Damit verfolgt BAT eine Multikategorie-Strategie,<br />

um Konsumenten eine breite Auswahl an<br />

Nikotinprodukten zu bieten – von traditionell bis<br />

modern. Das Portfolio ist so aufgebaut, dass es<br />

klassische Raucher anspricht und diese zu rauchfreien<br />

Alternativen führen soll, um neue Nutzersegmente<br />

zu erreichen.<br />

Vape – Die Entstehung von Vuse<br />

Im Juli 2013 führte die BAT-Gruppe erstmals<br />

eine E-Zigarette in Großbritannien ein. Diese<br />

wurde von BAT auf Basis der über 100-jährigen<br />

Expertise im Hinblick auf die Bedürfnisse von<br />

Rauchern entwickelt. Um die bestmöglichen<br />

Dampfprodukte zu erschaffen, werden hochmoderne<br />

Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen<br />

genutzt. Die BAT-Gruppe beschäftigt<br />

mehr als 1.500 Wissenschaftler aus vielen verschiedenen<br />

Bereichen, von der Toxikologie und<br />

der Herstellung von Medizinprodukten über<br />

Bio wissenschaften bis hin zu analytischem Computing.<br />

Ende 2015 trat BAT mit dem Vertrieb<br />

der Marke Vype (2021 wurde Vype zu Vuse) auch<br />

in Deutschland in den stark wachsenden Markt<br />

der E-Zigaretten ein. Die von BAT Germany vertriebenen<br />

E-Liquids enthalten Glycerin, Wasser,<br />

Propylenglykol und je nach Variante Nikotin. Diese<br />

Inhaltsstoffe sind alle von pharmazeutischer<br />

Qualität, wie in der Standardmonografie des<br />

Europäischen Arzneibuchs festgelegt, und werden<br />

aus der Europäischen Union bezogen. Mit<br />

Hinblick auf die Aromen von Vuse werden ausschließlich<br />

Aromastoffe in Lebensmittelqualität<br />

20 TABAK PROFI


BRITISH AMERICAN TOBACCO - PORTFOLIO<br />

mit Vuse und Glo!<br />

und der Boost-<br />

Modus wählen,<br />

ein Easy-View-Display<br />

zeigt alle wichtigen Informationen<br />

an. Das Gerät ermöglicht<br />

bis zu 20 Nutzungen pro<br />

Ladung. Der Glo Hyper x2 Air überzeugt<br />

durch sein besonders leichtes, schlankes<br />

Design. Auch hier stehen zwei Heizmöglichkeiten<br />

zur Verfügung und ein<br />

Slider schützt das Gerät vor Staub.<br />

Eine Akkuladung reicht ebenfalls<br />

für bis zu 20 Sessions. Beide Geräte<br />

sind mit Neo-<strong>Tabak</strong>sticks, Lucky Strike<br />

for Glo und den tabakfreien Veo-<br />

Click-Sticks kompatibel.<br />

Einmal wechseln –<br />

und für immer treu bleiben<br />

verwendet, die ebenfalls aus der EU stammen<br />

und die beim Verdampfen hitzebeständig sind.<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer –<br />

Glo + Neo Sticks = Erfolg!<br />

Der <strong>Tabak</strong>erhitzer Glo mit neuer Erhitzungs-<br />

Technologie ist ein batteriebetriebenes Gerät,<br />

das speziell entwickelte Tobacco Sticks auf etwa<br />

270 Grad Celsius erhitzt. Bei diesem Vorgang wird<br />

ein nikotinhaltiges Aerosol mit <strong>Tabak</strong>geschmack<br />

erzeugt, das der Nutzer inhaliert. Da die Tobacco<br />

Sticks Neo und Veo nicht verbrannt werden, entsteht<br />

keine Asche. Bei Glo wird die hochmoderne<br />

Technologie der Induktionserhitzung eingesetzt.<br />

Nutzer von <strong>Tabak</strong>erhitzern gelten als besonders<br />

loyal. Viele bleiben ihrem System treu, sobald<br />

sie das passende Gerät und die geeignete Stick-<br />

Intensität gefunden haben. Ein Vorteil für Shops,<br />

die ein klar aufgebautes Sortiment anbieten. Die<br />

wichtigsten Verkaufsargumente sind Funktionen,<br />

Bedienkomfort, Stick-Vielfalt, Akkulaufzeit und<br />

Preis. Bei <strong>Tabak</strong>erhitzern ist die Sortenauswahl<br />

jedoch gesetzlich begrenzt: Aromatisierte Sticks<br />

sind verboten. Unterschiede entstehen daher vor<br />

allem über verschiedene Intensitäten. Eine Ausnahme<br />

bilden die tabakfreien Veo-Sticks, die eine<br />

Aromakapsel enthalten dürfen. Da viele Raucher<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer noch nicht kennen, bleibt die Beratung<br />

absolut entscheidend. Oft hilft der Hinweis,<br />

die Sticks nach der gewohnten Zigarettenmarke<br />

auszuwählen – so gelingt der Umstieg<br />

leichter.<br />

Glo – nutzerfreundlich<br />

und leistungsstark<br />

Für viele Umsteiger von Zigaretten zu Alternativprodukten<br />

ist vor allem wichtig, dass das Gerät<br />

einfach funktioniert – hier spielt Glo seine Stärken<br />

aus. Die Modelle Glo Hyper Pro und Glo Hyper X2<br />

Air sind kompakt, leicht zu bedienen und bieten<br />

flexible Heizmöglichkeiten. Sie richten sich an Erwachsene,<br />

die ein benutzerfreundliches System<br />

mit guter Leistung zu einem attraktiven Preis suchen.<br />

Der Glo Hyper Pro nutzt die Heat-Boost-Technologie<br />

für einen intensiveren Geschmack. Über<br />

den Taste-Select-Regler lassen sich der Stand ard-<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

21


PHILIP MORRIS - PORTFOLIO<br />

This changes everything –<br />

Philip Morris<br />

International ist<br />

das weltweit größte<br />

Unternehmen<br />

für <strong>Tabak</strong>produkte<br />

und schadstoffreduzierte<br />

Produkte<br />

mit Sitz am Genfer<br />

See. 2014 führte<br />

PMI den <strong>Tabak</strong>erhitzer<br />

Iqos in<br />

Japan ein, 2016 in<br />

Deutschland – und<br />

ist heute weltweiter<br />

Marktführer in<br />

diesem Segment.<br />

D<br />

er <strong>Tabak</strong>erhitzer Iqos wird aktuell in 106<br />

Ländern der Erde verkauft. Zum Jahresende<br />

2025 stammten bereits 42 Prozent der<br />

gesamten weltweiten Nettoumsätze aus rauchfreien<br />

Philip Morris-Produkten. Bis 2030 hat sich<br />

PMI das ehrgeizige Ziel gesetzt, diesen Anteil<br />

auf über zwei Drittel zu steigern.<br />

Klassische <strong>Tabak</strong>produkte als<br />

Eckpfeiler für Forschung<br />

Auch bei Philip Morris sind klassische Zigarettenprodukte,<br />

allen voran Marlboro Zigaretten,<br />

nach wie vor zentrale Umsatzträger, die durch<br />

ihre Umsatzzahlen die Forschung rauchfreier<br />

Produkte unterstützen. Die wichtigsten klassischen<br />

PMI-Marken sind Marlboro, L&M und Chesterfield<br />

– als Zigaretten- und Feinschnitt-Produkte.<br />

Um die Premiummarke Marlboro in Zeiten<br />

preissensibler Kunden zu stützen, wurde im Juli<br />

2025 mit Marlboro Crafted eine preisattraktive<br />

Zigaretten-Produktlinie eingeführt. Zum Jahresende<br />

2025 folgte das erste Feinschnitt-Angebot<br />

der Marlboro Crafted. Auch die Value-for-Money-<br />

Marken L&M und Chesterfield sind wichtige strategische<br />

Pfeiler in einem immer stärker umkämpften<br />

Zigaretten- und Feinschnittmarkt.<br />

Schadstoffreduziert:<br />

<strong>Tabak</strong>erhitzer Iqos<br />

In der Kategorie der schadstoff-reduzierten<br />

Produkte ist der Hersteller mit Iqos Iluma, den<br />

<strong>Tabak</strong>sticks Terea (10 Varianten), Delia (3 Varianten)<br />

und den tabakfreien Nikotinsticks Levia (5<br />

Varianten) erfolgreich im Markt. Die seit Mitte<br />

2025 erhältlichen <strong>Tabak</strong>erhitzer Iqos Iluma i und<br />

i One wurden technisch stark weiterentwickelt<br />

und bieten erstmals einen auffälligen Touchscreen,<br />

der die Bedienung noch intuitiver und<br />

präziser macht. Mit FlexPuff analysiert das Gerät<br />

das individuelle Nutzerverhalten und kann<br />

so – je nach <strong>Profi</strong>l – zusätzliche vier Züge ermöglichen.<br />

Mit dem Pause-Modus kann man die<br />

Erhitzung eines Sticks für bis zu acht Minuten<br />

stoppen, um dann fortzufahren. Aktuell sind die<br />

beiden Modelle in den Farben schwarz und türkis<br />

erhältlich.<br />

Von den Ballungszentren<br />

ins ländliche Umfeld<br />

In Deutschland gehören Terea <strong>Tabak</strong>sticks<br />

bereits zu den fünf meistverkauften <strong>Tabak</strong>marken.<br />

In einer Großstadt wie München kommt das<br />

Unternehmen auf etwa 13 Prozent Marktanteil,<br />

ähnliche Zahlen gibt es aus Hamburg und Stuttgart.<br />

In den Ballungszentren ist Iqos gut sichtbar,<br />

daher konzentriert sich der Konzern seit 2025<br />

auf den weiteren Ausbau der Vertriebsstruktur<br />

in kleineren Städten über sogenannte „Islands“,<br />

also Inseln. Das sind modern gestaltete Verkaufsflächen<br />

in stark frequentierten Shopping<br />

Malls, die mit Verkaufspersonal ausgestattet<br />

sind, das Raucher gezielt anspricht, berät und<br />

den <strong>Tabak</strong>erhitzer probieren lässt. In entspannter<br />

Atmosphäre beim Shoppen am Abend oder<br />

Wochenende kommen so potenzielle Interessenten<br />

mit Iqos in Kontakt.<br />

Später Start mit ausgereiftem<br />

Produkt – Veev E-Zigarette<br />

Relativ viel Zeit hat sich Philip Morris mit der<br />

E-Zigarette Veev gelassen. Laut Firmenleitung war<br />

dies eine bewusste Entscheidung, um mit dem<br />

besten Gesamtangebot auf den Markt zu kommen:<br />

hoher Qualitätsstandard, gutes Design und<br />

22<br />

TABAK PROFI


PHILIP MORRIS - PORTFOLIO<br />

IMPRESSUM<br />

10 Jahre Iqos in<br />

Deutschland<br />

eine Geschmacksvielfalt passend für Raucher<br />

– also auch mit <strong>Tabak</strong>-Liquids, die viele Wettbewerber<br />

gar nicht verkaufen. Vieles spricht für<br />

Veev: das Aluminium-Design liegt gut in der Hand,<br />

die Keramik-Technologie verhindert verbrannten<br />

Geschmack und die meisten der Flavours sind<br />

nicht zu süß, sondern aromatisch-fruchtig oder<br />

dezent-minzig. Die Flavour-Pods von Veev bieten<br />

mit jeweils 1.000 Zügen deutlich mehr an Kapazität<br />

als der Wettbewerb – und der Preis stimmt<br />

ebenfalls. Mittlerweile bietet Veev 17 reguläre<br />

Flavours an und – ganz neu – auch vier Varianten,<br />

die noch intensiver und vollmundiger im<br />

Geschmack sind, die Veev One Extra Produktlinie.<br />

Bei dieser Auswahl ist für jeden<br />

Geschmack etwas dabei: Mit Classic<br />

Tobacco und Balanced Tobacco<br />

auch zwei <strong>Tabak</strong>varianten für die<br />

Umsteiger von der Zigarette, die<br />

sich damit deutlich wohler fühlen<br />

als mit Blueberry und Mango.<br />

Richtige Entsorgung ist<br />

ein wichtiges Anliegen<br />

Ein besonderes Anliegen ist<br />

Philip Morris die Entsorgung von<br />

Iqos und Veev: Mit dem Take-Back-<br />

Programm bietet das Unternehmen<br />

Fachhändlern eine durchdachte<br />

Rücknahme-Infrastruktur,<br />

die jetzt und zukünftig eine<br />

gesetzeskonforme Entsorgung<br />

von Vapes und Pods deutlich erleichtert.<br />

Über einen QR-Code direkt am Sammelbehälter<br />

können Händler unkompliziert eine<br />

Abholung beauftragen. Innerhalb von 3–5 Werktagen<br />

wird das volle Behältnis durch UPS abgeholt<br />

und gleichzeitig durch ein neues ersetzt – so<br />

bleibt die Sammlung unterbrechungsfrei. Dieses<br />

System gilt sowohl für Veev Pods und Vapes als<br />

auch für <strong>Tabak</strong>- und Nikotinsticks sowie Iqos Geräte.<br />

Die Fachhändler leisten mit der Sammlung<br />

und Rückgabe von Vapes und Pods somit einen<br />

aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft – unterstützt<br />

durch ein System, das ihnen die Umsetzung<br />

so einfach wie möglich macht.<br />

„Zigaretten gehören ins Museum“ –<br />

die Transformation<br />

Bemerkenswert ist, dass ein Unternehmen<br />

wie Philip Morris aus einer großen Stärke heraus,<br />

als Marktführer mit Marlboro, einer der stärksten<br />

Marken weltweit, entscheidet: Wir schaffen unsere<br />

eigene Kategorie ab. Der Konzern hat mit<br />

dem Ausstieg aus der Zigarette<br />

begonnen, als es ausgezeichnet<br />

lief. Vielleicht ist das eine Art Geheimrezept:<br />

Wenn man etwas<br />

nicht machen muss, es aber machen<br />

will. Diese Entscheidung<br />

wurde vor vielen Jahren getroffen,<br />

als die Forschung an einem<br />

tabakerhitzenden Gerät begann.<br />

16 Milliarden US-Dollar sind in<br />

die Entwicklung von Iqos geflossen<br />

und haben dazu geführt, dass<br />

diese Transformation mit einer<br />

Stringenz und Klarheit umgesetzt<br />

wurde, die ihresgleichen sucht.<br />

Wirtschaftlich betrachtet, gesellschaftlich<br />

betrachtet, für den<br />

Kunden, für die Händler, für eine<br />

rauchfreie Zukunft.<br />

FNG MAGAZIN ISSN 0949-3581<br />

FOOD, NONFOOD, GETRÄNKE + TOBACCO<br />

Herausgeber:<br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eschenstr. 25, 90441 Nürnberg<br />

Telefon: 09 11 20 18-0, Fax: 09 11 20 18-100<br />

<strong>fng</strong>@harnisch.com I www.<strong>fng</strong>-magazin.de<br />

Geschäftsführer:<br />

Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />

Benno Keller<br />

Chefredaktion:<br />

Sabine Kröll<br />

Redaktion:<br />

Britta Göpfert<br />

Johanna Hofbaur<br />

Büro Hamburg:<br />

Bert Pflüger<br />

bert.pflueger@t-online.de<br />

Büro Leverkusen:<br />

Marie Schäfers<br />

m.schaefers@rheinruhrmedia.de<br />

Büro Offenburg:<br />

Gudrun Schillack<br />

textundpresse@t-online.de<br />

Head of Production:<br />

Britta Göpfert<br />

Technische Leitung:<br />

Armin König<br />

Herstellung:<br />

AKONTEXT s.r.o<br />

Zárydničná 2048 / 7<br />

141 00 Praha 4<br />

CZ47286954<br />

Mediabetreuung:<br />

Anzeigenabteilung:<br />

Telefon: 09 11 2018-240<br />

<strong>fng</strong>@harnisch.com<br />

Thomas Mlynarik<br />

Telefon: 09 11 2018-165<br />

Fax: 09 11 2018-100<br />

mlynarik@harnisch.com<br />

Benjamin Costemend (Frankreich)<br />

Telefon: +33 (0) 675 642 973<br />

benjamin.costemend@gmail.com<br />

Vertrieb:<br />

Sabrina Maasberg<br />

maasberg@harnisch.com<br />

Erscheinungsweise:<br />

5 x jährlich sowie 4 Themenhefte<br />

Bezugspreise:<br />

Einzelheft: 3,- Euro<br />

Jahresabonnement: Inland: 30,- Euro +<br />

18 Euro<br />

Versandkosten (zzgl. MwSt.)<br />

Ausland: 30,- Euro + 27,- Euro Versandkosten<br />

Die Berichterstattung im Magazin unterliegt<br />

einer unabhängigen Redaktion.<br />

Redaktionsschluss 23.03.<strong>2026</strong><br />

REDAKTION<br />

HOTLINE<br />

✆ 0911<br />

20 18-240<br />

<strong>fng</strong>-magazin: Der Markenmonitor<br />

für den Lebensmittelhandel<br />

23


GETRÄNKE<br />

KONTRAPUNKT<br />

von Marie Schäfers<br />

Mehr zahlen lassen und<br />

dann wird alles gut?<br />

FOOD • NONFOOD • GETRÄNKE • TOBACCO<br />

Hauptausgaben<br />

und<br />

Themenhefte<br />

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Und täglich grüßt das Murmeltier:<br />

Um steigende Kosten der<br />

Gesundheitsversorgung unter Kontrolle<br />

zu bringen, sollen wieder mal die Zigaretten<br />

teurer werden. Wenigstens hat<br />

man es nicht mehr einseitig auf den<br />

<strong>Tabak</strong> abgesehen, Alkohol und stark gezuckerte<br />

Getränke sollen ebenfalls mehr<br />

kosten, wenn es zum Beispiel nach dem<br />

Kassenärzte-Chef geht. Und auch hochverarbeitete<br />

Lebensmittel stehen bald<br />

im Fokus. Zumindest scheint man der<br />

Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht<br />

das Rauchen allein Sündenbock ist. Ob<br />

es hilft die Kosten der Kassen niedrig zu<br />

halten? Abwarten …<br />

Das Ding mit den ungesunden Dingen<br />

ist eben Folgendes: Menschen halten<br />

daran fest, weil es für sie etwas Ritualhaftes<br />

hat, etwas Tröstendes, weil es ein<br />

Wohlgefühl auslöst, weil es Verbundenheit<br />

zeigt. Weil man das Gefühl hat, sich<br />

etwas, auf das man gerade Lust hat, zu<br />

gönnen. Ja, es bleibt etwas Ungesundes.<br />

Vorrangig dann, wenn es auch nicht in<br />

Maßen geschieht, sondern im Übermaß.<br />

Wenn er zur Sucht wird.<br />

Teurer ist kein Verbot<br />

Das alles ist nicht neu, nicht neu ist<br />

allerdings auch, dass sich viele immer<br />

mehr und immer weiter bevormundet<br />

fühlen. Jetzt halt auch (oder besser mal<br />

wieder) mit dem Argument, dass man die<br />

Krankenkassen belaste. Wenigstens geht<br />

es jetzt mal nicht über das Verhängen von<br />

Verboten, sondern über den Geldbeutel.<br />

So bleibt eine gewisse Wahlfreiheit. Es ist<br />

kein Stoppschild, nur ein Warnhinweis, ein<br />

teurer, aber er lässt eine eigene Entscheidung<br />

bei erwachsenen Menschen zu.<br />

Wird man da<br />

zwei Mal gemolken?<br />

Wenn all die ungesunden Dinge<br />

teurer werden, die Kassenbeiträge aber<br />

trotzdem steigen (was mit ziemlicher Sicherheit<br />

passieren wird, weil die Kosten<br />

auch steigen, wenn immer mehr Menschen<br />

immer länger Gesundheitsversorgung<br />

in ihrem Leben brauchen – ja, auch<br />

das ist die Wahrheit), dann könnte man<br />

sich ein wenig an zwei Stellen als Melkkuh<br />

fühlen. Solche Vorschläge suggerieren<br />

nämlich immer, dass es nach der<br />

Durchsetzung der Teuerung besser wird.<br />

Billiger an anderer Stelle. Wird es aber<br />

gar nicht.<br />

Smartphone –<br />

auch gar nicht<br />

so gesund<br />

Mit dem gesundheitlichen Risiko<br />

ins Feld zu ziehen, ist sicherlich richtig,<br />

mit dem rein monetären Argument<br />

wird man wohl langfristig nicht punkten<br />

können. Dann muss das Geld mit den<br />

nächsten Ideen reingeholt werden. Viel<br />

bleibt jetzt schon nicht mehr übrig, was<br />

man noch teurer machen kann. Wobei:<br />

Handynutzung macht verdammt viel<br />

mit dem Rücken (kein Wunder, dass<br />

es immer mehr Bandscheibenvorfälle<br />

selbst bei Teenagern gibt) – und „Rücken“<br />

ist Volksleiden Nummer 1, belastet<br />

die Kassen auch sehr stark. Müsste<br />

man auch alles teurer machen, mal abgesehen<br />

von den ganzen psychischen<br />

Effekten durch Social Media und Co. Mal<br />

schauen, wann da das Geldargument ins<br />

Spiel kommt. Einen validen Punkt hätte<br />

man der Logik nach genau wie bei Zigaretten,<br />

Alkohol und Co. auch, oder?<br />

Genusswelt<br />

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24 TABAK PROFI


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