3. April 2026
- Stadthaushalt: Die Opposition fordert nach neuem Rechnungsabschluss radikale Reformen - Graz macht Hilfsangebote für die seelische Gesundheit nun besser sichtbar - 42 Millionen Euro werden heuer für Ostern ausgegeben
- Stadthaushalt: Die Opposition fordert nach neuem Rechnungsabschluss radikale Reformen
- Graz macht Hilfsangebote für die seelische Gesundheit nun besser sichtbar
- 42 Millionen Euro werden heuer für Ostern ausgegeben
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Grazer3. APRIL 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
18°
Freundlich,
jedoch großteils
bewölkt.
Die Temperaturen
liegen
morgen Samstag
zwischen 4 und 18 Grad.
Seelenfrieden
Runder Tisch im Rathaus: Graz macht
Hilfsangebote für die seelische Gesundheit
nun besser sichtbar. 4
Frühlingsfreude
Der Handel jubelt: 42 Millionen Euro
werden heuer für Ostern ausgegeben.
Süßes und Eier führen die Hitliste an. 7
Harte Quittung
für Graz
FOTO FISCHER, GETTY (3)
Stadthaushalt. Schuldenrekord und Intransparenz: Das Kontrollamt warnt vor instabilen Finanzen, während die Opposition nach dem
neuen Rechnungsabschluss radikale Reformen, einen sofortigen Förderstopp sowie eine ehrliche Bilanzierung der Stadt fordert. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 3. APRIL 2026
Eva Baumann
bei Holding Graz
■ Die Holding Graz hat die
Position der Managementbereichsleitung
Personal neu
besetzt. Im Rahmen eines
Hearings vor einer breit zusammengesetzten
Kommission
konnte sich Eva Baumann
durchsetzen. Insgesamt stellten
sich rund 80 Bewerber dem
mehrstufigen Verfahren, das
durch eine externe Personalberatung
begleitet wurde. Am
abschließenden Hearing nahmen
sechs Personen teil. Eva
Baumann wurde dabei von der
Kommission als beste Kandidatin
gekührt. Sie überzeugte
insbesondere durch ihre fachliche
Qualifikation, ihre langjährige
Führungserfahrung
sowie ihre strategische Kompetenz.
„Eva Baumann vereint
fundierte juristische Expertise
mit umfassender Erfahrung
im Konzern. Sie bringt damit
beste Voraussetzungen mit,
um die zukünftigen Herausforderungen
im Personalbereich
im Sinne des Unternehmens
und seiner Mitarbeiter:innen
erfolgreich zu gestalten“, betonen
CEO Gert Heigl und
Aufsichtsratsvorsitzender Kurt
Fassl. In dieser Funktion folgt
Eva Baumann auf auf Peter
Stepantschitz, der den Managementbereich
Person über
viele Jahre hinweg begleitet
und geführt hat. Mit ihrer langjährigen
Erfahrung übernimmt
sie nun die Gesamtverantwortung
für den Managementbereich
Personal.
Eva Baumann wird neue Leiterin
des Managementbereichs. FOTO FISCHER
Graz vor harten Reformen?
BUDGET-BEBEN. Nach dem alarmierenden Kontrollamtsbericht hagelt
es Kritik: Die Opposition fordert Reformen und einen Förderstopp.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Der neue Bericht des Grazer
Kontrollamts zum
Rechnungsabschluss
2025 liest sich wie eine unmissverständliche
Warnung an die
politische Führung der Landeshauptstadt.
Mit einem negativen
Ergebnis
von 6,6 Millionen
Euro und einem
kontinuierlich
schrumpfenden
Nettovermögen
sieht die Prüfinstanz
die langfristige
Stabilität von
Graz massiv gefährdet.
Besonders
die dramatische
Kluft zwischen
Neuverschuldung
und
Tilgung sorgt
für Alarmstimmung:
Während
im Jahr 2025
neue Kredite in
Höhe von 250
Millionen Euro
aufgenommen
wurden, konn-
Kaufrausch
Grazer Wohnungsmarkt boomt: 3128
Verkäufe in 2025. Quadratmeterpreise
steigen auf neues Rekordhoch. 7
Grazer2. APRIL 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Bittere Bilanz fürs Rathaus
ten lediglich
27,2 Millionen
Euro zurückgezahlt werden –
ein Ungleichgewicht von mehr
als neun zu eins. Damit kletterte
der Gesamtschuldenstand auf
1,927 Milliarden Euro und übertraf
die ursprüngliche Planung
bereits um 67 Millionen Euro.
Doch nicht nur die nackten
Zahlen bereiten Sorgen, auch
die mangelnde Transparenz
steht im Fokus der Kritik. Das
Kontrollamt bemängelt etwa
ein Darlehen über 70 Millionen
Euro zum Rückkauf von Holding-Anteilen,
die sich ohnehin
bereits im Eigentum der Stadt
Kampfgeist
GAK-Coach Feldhofer warnt vor Blau-
Weiß Linz: „100 % Mindset nötig.“ Die
Vorschau zum Heimspiel. 8
Deutlich
freundlicher
mit mehr Sonnenschein.
Die Temperaturen
liegen morgen Freitag
zwischen 6 und 15 Grad.
Die Zwei-Milliarden-Falle
Kassensturz. Der neue Kontrollamtsbericht zum Rechnungsabschluss 2025 der Stadt Graz zeichnet ein düsteres Bild: Mit fast zwei Milliarden Euro
GETTY, REMAX AUSTRIA GEPA
Schulden und einer Neuverschuldung, die die Tilgung um das Neunfache übertrifft, mahnen die Prüfer nun dringend zu radikalen Reformen. SEITE 2
befanden – ein Manöver, das die
Bilanz schwer durchschaubar
macht. Abseits des Kernbudgets
lauern zudem erhebliche Risiken
in den städtischen Betrieben:
„Wohnen Graz“ weist ein
internes Minus von 34,9 Millionen
Euro auf, und die Reserven
der Krankenfürsorgeanstalt
(KFA) liegen bereits unter dem
vorgeschriebenen Limit.
Angesichts
dieser Fakten fordern die Prüfer
nun eine ehrliche Bilanzierung
und einen radikalen Sparkurs,
um die Handlungsfähigkeit für
künftige Generationen zu sichern.
Diese Analyse hat nun
heftige Reaktionen bei den Oppositionsparteien
ausgelöst.
Reformen verschlafen
Für die Grazer Volkspartei ist die
psychologische Grenze überschritten.
„Der Schuldenberg
sprengt die Zwei-Milliarden-
Grenze“, stellt Markus Huber
Que le: GeoSphere Austria
Getty
15°
NEOS: Förderstopp
fest. Er wirft der Koalition vor,
Reformen zur Budgetsanierung
verschlafen und falsche Prioritäten
gesetzt zu haben, etwa beim
8,9 Mio. Euro teuren Umbau der
Kaiserfeldgasse. Diese „Klientelpolitik“
im Sozialbereich hinterlasse
einen „finanziellen Scherbenhaufen“.
NEOS-Gemeinderat Philipp
Pointner sieht die Finanzen
„außer Kontrolle“. Statt geplanter
Überschüsse liefert der
Haushalt ein Minus von 18 Millionen
Euro. Pointner spricht
von einem „Offenbarungseid“,
da die Koalition die Pflicht für
ein Konsolidierungskonzept
eigenmächtig aus der Haushaltsordnung
gestrichen habe.
Er fordert nun einen sofortigen
Förderstopp im Stadtsenat.
FPÖ: Förderdschungel
Auch FPÖ-Bürgermeisterkandidat
René Apfelknab mahnt,
die Warnungen des Kontrollamts
ernst zu nehmen. Er fordert
eine nachhaltige Verwaltungsreform
sowie eine kritische Evaluierung
der unter KPÖ-Ägide
massiv gestiegenen Sozialausgaben.
Die Freiheitlichen treten
für eine Durchforstung des „Förderdschungels“
und einen Stopp
teurer Radwegprojekte ein. Laut
Apfelknab sei bisher kein Umdenken
der Koalition erkennbar:
„Im Juni haben die Grazer die
Möglichkeit, diese Art der Budgetpolitik
abzuwählen.“
Wahlkampf-Zündstoff
Die Veröffentlichung des Rechnungsabschlusses
hat die politischen
Fronten in Graz somit weiter
verhärtet und liefert bereits
Monate vor der Wahl im Juni brisanten
Zündstoff für den kommenden
Wahlkampf.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15
Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria
Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0
316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-
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© Alma Bektas, Image: Erli Gruenzweil
Medieninhaber, Herausgeber, Hersteller: KPÖ Graz, Lagergasse 98a, A-8020 Graz, Verlags- und Herstellungsort: Graz, www.kpoe-graz.at
4 graz
www.grazer.at 3. APRIL 2026
Runder Tisch „Psychosoziale Versorgung Graz“ 2026 mit Stadtrat Robert
Krotzer (2.v.l.) und Amtsleiterin Eva Winter (3.v.l.).
FOTO FISCHER
Austausch & Orientierung
■ Ende März fand der Runde Tisch
„Psychosoziale Versorgung Graz“
2026 im Grazer Rathaus statt, dabei
standen die Aspekte Orientierung
und Zugang im Mittelpunkt.
Fachleute aus unterschiedlichen
Bereichen tauschten sich über bestehende
Angebote, strukturelle
Herausforderungen und konkrete
Wege zu mehr Orientierung im
System aus.
Gesundheitsstadtrat Robert
Krotzer und Gesundheitsamtsleiterin
Eva Winter eröffneten die
Veranstaltung. Gleich zu Beginn
wurde klar, dass Graz über viele
Ein Platzerl
für Blue
wichtige psychosoziale Unterstützungsangebote
verfügt. Ein wichtiges
Instrument dafür ist der neue
Grazer Stadtplan Seelische Gesundheit.
Er hilft dabei, Angebote
sichtbar zu machen und Betroffenen,
Angehörigen sowie Fachkräften
erste Orientierung zu geben.
Krotzer: „Psychische Gesundheit
ist eine gemeinsame Aufgabe. In
Graz arbeiten viele engagierte Einrichtungen
daran, Menschen zu
unterstützen. Der Stadtplan hilft
dabei, dieses Netzwerk sichtbar zu
machen und so beim ersten Schritt
zu unterstützen.“
Grazer
Pfoten
Wahlplakate präsentiert
■ Die KPÖ Graz startet mit einer
Plakatserie in den Wahlkampf
und greift dabei Sujets
aus dem Wahlkampfjahr 2021
wieder auf. „Dass wir die gleichen
Sujets nach fünf Jahren
noch einmal plakatieren, soll
zeigen, dass wir auch nach der
Wahl tun, was wir vor der Wahl
gesagt haben“, betont Bürgermeisterin
Elke Kahr, die als
Spitzenkandidatin antritt.
Die Slogans: „Wohnraum
– bezahlbar für alle“, „Lebensraum
vor Investorentraum“
und „Soziales darf nicht untergehen“
werden auf den Wahlplakaten
zu lesen sein und die
KPÖ Graz durch den gesamten
Wahlkampf begleiten.
Im Fokus stehen dabei die
Themen leistbarer Wohnraum,
die Erhaltung von Freiflächen
und Grünraum, eine sorgsame
Gestaltung des Stadtraums
sowie die Unterstützung von
Menschen in Krisensituationen.
Elke Kahr
Wohnraum
bezahlbar für alle
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Die KPÖ hat ihre Wahlplakate mit Sujets aus 2021 präsentiert.
Gemeindewohnungen bauen. Mieten senken.
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3. APRIL 2026 www.grazer.at
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Verlust hat einen Namen
Der Stabilitätsverlust der Stadt
Graz hat einen Namen „Judith
SCHWENTNER“.
Manuela Schmidt
* * *
Bäume reichen nicht
Die KPÖ schafft es nicht, mit
Geld sorgfältig umzugehen und
die Grünen schon gar nicht. Nur
Soziales und nur Radwege und
Bäume sind zu wenig.
Karlheinz Wagemann
* * *
Die Stadt hat Altlasten
Das könnte damit zusammen
hängen das Graz viele Atlasten
hat, aber auch jeden frei Wohnung
bietet der an die Rathaustür
klopft!!
Peter Martinak
* * *
Geld beim Fenster raus
Österreichische Politiker werfen
das Geld mit beiden Händen
zum Fenster raus, als gebe es
kein Morgen. Da stellt sich niemand
die Frage, wie derartige
Schuldenberge (und davon gibt
es in Österreich viele), von zukünftigen
Generationen „abbezahlt“
werden sollen…
René Rainer
* * *
Keine Überraschung
Überraschung! Ein paar völlig
überflüssige Baustellen, um den
Verkehr zu behindern/Staus zu
fördern – für unzählige Millionen
Euro – gehen sich bis Juni
schon noch aus. Ist ja nur unser
Steuergeld, den Grünen ist
bekanntlich egal wo das Geld
herkommt.
Ernst Peter
* * *
Keine Kernkompetenz
War eh klar - Wirtschaften
ist halt nicht die Kernkompetenz
der KPÖ.
Robert Hagenhofer
* * *
An die Wand gefahren
Elke und Judith fahren die Stadt
an die Wand. Aber naja, wählt
sie einfach wieder ....
Mario Karner
* * *
Sehen und handeln
Jeder private verantwortungsvolle
Haushalt hätte das gesehen
und gehandelt. Nicht immer
und ewig sind andere schuld.
Regina Friedmann
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Rechnungsabschluss
Beinahe zwei Milliarden Euro
Schulden belasten das Budget
der Stadt Graz massiv. Die
Prüfer fordern nun einen Sparkurs,
da die bisherigen Schritte
für eine Absicherung nicht gereicht
haben. Das Fazit ist eindeutig:
Wenn es so weitergeht,
steuert Graz auf eine instabile
Zukunft zu. Jetzt sind echte
Transparenz und mutige Reformen
gefordert.
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6 graz
www.grazer.at 3. APRIL 2026
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Mann verunglückt
bei Forstarbeiten
■ Am gestrigen Donnerstag ist
ein 63-jähriger Mann bei Forstarbeiten
tödlich verunglückt.
In den frühen Nachmittagsstunden
war der 63-Jährige aus
dem Bezirk Graz-Umgebung
alleine auf seinem Grundstück
mit Holzschlägerungsarbeiten
beschäftigt. Dabei dürfte er aus
bislang ungeklärter Ursache von
einem Ast getroffen und darunter
eingeklemmt worden sein.
Eine zufällig vorbeikommende
Nachbarin fand den Mann bereits
leblos am Boden liegend
vor und alarmierte die Einsatzkräfte.
Die Polizei, das Rote
Kreuz und der Notarzt konnten
dem 63-Jährigen jedoch nicht
mehr helfen. Hinweise auf ein
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Graz-Wienerstraße
(Tel. 059133/6594) aufgrund der E-Scooter-Lenker zu melden.
Fremdverschulden liegen nach
derzeitigem Ermittlungsstand
nicht vor. Angehörige werden
vom Kriseninterventionsteam
betreut.
E-Scooter-Fahrer
flüchten vor Polizei
■ In Graz flüchtete ein E-Scooter-
Lenker am Donnerstagnachmittag
vor der Polizei und gefährdete
mehrere Passanten. Gegen
15 Uhr wurde die Polizei in die
Janzgasse zum Bad Eggenberg
gerufen. Grund dafür war eine
Gruppe von Jugendlichen, die
mit augenscheinlich getunten E-
Scootern unterwegs war. Als eine
Polizeistreife eintraf, ergriffen die
Jugendlichen die Flucht und fuhren
in verschiedene Richtungen
davon. Die Polizisten nahmen
die Verfolgung auf und folgten
einem jungen Mann quer durchs
Stadtgebiet, der mit 70 km/h unterwegs
gewesen war. Beim Lendkai
verloren sie die Spur. Seither
laufen die Ermittlungen. Der
Jugendliche wird auf ein Alter
zwischen 15 und 20 Jahren geschätzt.
Er war mit einer schwarzen
Oberbekleidung und einem
Motocrosshelm bekleidet. Bei
der Flucht touchierte er mehrere
Fahrzeuge und gefährdete
Passanten. Die Polizei ermittelt
daher unter anderem wegen des
strafrechtlichen Verdachts der
Gefährdung der körperlichen
Sicherheit (§ 89 StGB). Zeugen
und Geschädigte werden nun
ersucht, sich bei der Polizeiinspektion
Graz-Wienerstraße (Tel.
059133/6594) zu melden. Auch
in Wildon wurde die Polizei am
gestrigen Nachmittag mehrfach
wegen auffälliger E-Scooter-
Lenker verständigt. Bei einer
Kontrolle mit Unterstützung
einer Verkehrsstreife stellten
die Beamten anhand eines Rollenprüfstandes
fest, dass vier
der E-Scooter Höchstgeschwindigkeiten
von bis zu 73 km/h
erreichten. Die vier 14-jährigen
Burschen werden nun wegen
mehrerer Verkehrsdelikte
angezeigt.
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graz 7
42 Millionen Euro für Ostern
AUSGABEN. So viel geben die Steirer im Schnitt für Ostern aus. Das hat die KMU Forschung im
Auftrag der WKO erhoben. Sie geben damit um zwei Millionen Euro mehr aus als noch 2025.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Ostern hat bei uns einen
hohen Stellenwert,
auch was das Schenken
betrifft. 78 Prozent der Steirer
wollen heuer jemanden beschenken.
Zu 55 Prozent werden
Kinder und Enkel beschenkt, in
49 Prozent der Fälle der eigene
Partner.
Mehr ausgeben
Mit 42 Millionen Euro geben die
Steirer zudem in diesem Jahr um
zwei Millionen Euro mehr aus
als noch 2025. Gerhard Wohlmuth,
Obmann der Sparte Handel
in der WKO Steiermark: „78
Prozent der Steirerinnen und
Steirer lassen sich vom schwierigen
internationalen Umfeld
nicht abhalten, ihre Liebsten
zu Ostern beschenken und ihnen
so auch heuer eine Freude
zu machen. Als steirischen Handel
stimmt uns das sehr positiv –
denn in Summe rechnen wir mit
Ausgaben in Höhe von 42 Millionen
Euro. Im Schnitt planen die
Steirerinnen und Steirer, rund 55
Euro für das Osterfest auszugeben.“
Auf Platz 1 bei den Geschenken
nach wie vor Süßigkeiten.
Gefolgt von gefärbten Eiern
und Spielsachen. In der Steiermark
finden rund drei Millionen
Schokohasen ihren Platz im Osternest.
Bei den Ostereiern werden
rund acht Millionen Eier
verschenkt.
87 Prozent der Steirer feiern
Ostern. Dieses wird gemeinsam
mit Familie und Freunden bei
einem Osteressen oder einer Osterjause
begangen.
Die Steirer geben heuer 42 Millionen Euro für das Osterfest aus. Die beliebtesten
Geschenke sind auch heuer wieder Süßigkeiten und gefärbte Eier. GETTY
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26 | 04 | 2026
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Ausblick
Was am Samstag
in Graz wichtig ist
■ Mit dem Osterfeuer am morgigen Karsamstag beginnen für viele Familien
die Feiertage. In Graz müssen sie allerdings darauf verzichten,
denn in der Landeshauptstadt gilt ein generelles Verbot von Brauchtumsfeuern
aller Art. Heuer wäre aufgrund der großen Trockenheit und
der noch immer herrschenden starken Windböen das Entzünden von
offenem Feuer besonders gefährlich. Ein Funkenflug eines Osterfeuers
könnte genügen, um ein größeres Feuer und erheblichen Schaden zu
verursachen – deshalb appelliert das städtische Sicherheitsmanagement
noch einmal an alle, sich unbedingt auch an das Verbot zu halten.
In der Landeshauptstadt sind Osterfeuer verboten. Deshalb werden auch
heuer wieder zahlreiche Grazer dafür in die Umlandgemeinden fahren. GETTY
■ Andernorts ist das Entzünden eines Osterfeuers von Karsamstag, 4.
April, 15 Uhr bis Ostersonntag, 5. April, 3 Uhr früh erlaubt. In einigen
Gemeinden wird ein großes öffentliches Feuer organisiert – private
Feuer sind darüber hinaus nicht zulässig. Für alle, die gerne in eine
der Umlandgemeinden fahren möchten, um ein Osterfeuer zu genießen,
gibt es hier die Termine in GU: Sportplatz Dobl (19 Uhr), Stift
Rein (19 Uhr), Antonienhöhe Frohnleiten (19 Uhr), Kreisverkehr VS
Gössendorf (19.30 Uhr), Lammerwiese Gratwein-Straßengel (18.30
Uhr), Janischwiese Hart bei Graz (19.30 Uhr), Schachenweg Kalsdorf
(18 Uhr), Sportplatz Mellach (18 Uhr), Rüsthaus FF St. Radegund (20
Uhr), Schilift Gedersberg in Seiersberg-Pirka (19 Uhr), Neudorfstraße
147 in Semriach (20 Uhr), Rückhaltebecken Höllbach in Eichberg
in Stattegg (18.30 Uhr), Josef-Krainer-Straße in Raaba-Grambach (19
Uhr), Krebswiese Weinitzen (19 Uhr), Eisstockbahn Werndorf (16
Uhr), Sportplatz Zettling (18 Uhr).
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