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5. April 2026

- Grazer Erfolgs-Konzept gegen Gewalt an Schulen - Szenekoch Christof Widakovich verrät seine besten Restl-Rezepte nach der Osterjause - Grazer Architekten, Altstadtschützer und Experten kämpfen gegen denAbriss des Scheiner-Dachs

- Grazer Erfolgs-Konzept gegen Gewalt an Schulen
- Szenekoch Christof Widakovich verrät seine besten Restl-Rezepte nach der Osterjause
- Grazer Architekten, Altstadtschützer und Experten kämpfen gegen denAbriss des Scheiner-Dachs

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5. APRIL 2026, AUSGABE 14

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Auftischen

Szenekoch Christof Widakovich verrät

den „Grazer“-Lesern seine besten

Restl-Rezepte nach der Osterjause. 22

Abreißen

Grazer Architekten, Altstadtschützer

und Experten kämpfen gegen den

Abriss des Scheiner-Dachs. 6

Null Suspendierungen:

Grazer Erfolgs-Konzept

gegen Gewalt an Schulen

Vorreiter. Im ganzen Land stöhnt man unter gewaltbereiten Jugendlichen, die Suspendierungen an Schulen erreichen Rekordwerte. An der Sportmittelschule

Graz-Bruckner kennt man diese Sorgen nicht. Dank eines einzigartigen Konzepts gab es seit zehn Jahren keine einzige Suspendierung. SEITEN 4/5

FOTO FISCHER, DER GRAZER (2), KK

Seriös - Einfühlsam - Würdevoll

24h täglich


2 die seite zwei

www.grazer.at 5. APRIL 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Die Fastenzeit

der Stadt

geht weiter

O

stern ist das Fest der

Hoffnung, doch beim

Blick auf den aktuellen

Haushaltsplan benötigt man

schon eine gehörige Portion

christlichen Optimismus. Das

Kontrollamt hat die städtischen

Finanzen wieder unter

die Lupe genommen und

abermals eindringlich vor der

aktuellen Negativ-Entwicklung

gewarnt. Noch im April

werden wir die Schuldenmarke

von zwei Milliarden Euro

überschreiten. Die erhobenen

Zahlen geben aus Sicht von

Kontrollamtsleiter Hans-Georg

Windhaber „weiterhin

Anlass zu erheblicher Sorge“.

Trotz aller Warnungen wird

man jedoch das Gefühl nicht

los, dass man im Rathaus

lieber auf ein Wunder

spekuliert, verzweifelt nach

dem „goldenen Ei“ sucht, das

auf einen Schlag alle Probleme

löst, oder auf eine

rettende Finanzspritze von

Bund oder Land hofft, die das

strukturelle Defizit wie durch

Zauberhand verschwinden

lässt. Ostern hin oder her:

Eine solide Finanzpolitik

braucht keine Wunder,

sondern eine ehrliche

Prioritätensetzung und eine

faire Entlastung der Kommunen

durch die höheren

Ebenen. Sonst bleibt uns

nach den Feiertagen nur eine

Gewissheit: Die Fastenzeit in

der Stadtkasse dauert an –

und ein Ende der Entbehrungen

ist weit und breit nicht in

Sicht. Frohe Ostern trotzdem.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Waltraud Hutter

Am heutigen

Ostersonntag

genießt Waltraud

Hutter

eine Osterjause.

Sonst kommt

Weißbrot mit

Butter und ein

bis zwei starke

Kaffee auf den

Tisch.

LUEF

Die Doyenne der GenussHauptstadt Graz über ihre neue Aufgabe beim

Steiermark-Frühling, das Osterfest und die GenussHauptstadt Graz.

Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?

Das Schönste ist für mich das Frühstück zu Hause.

Egal, wann ich außer Haus muss, gefrühstückt wird

immer. Wenn ich Zeit habe, sitze ich im Bademantel,

lese die Zeitung und genieße mein Frühstück. Obwohl

ich sagen muss, ich hab keine große Frühstückskultur

(lacht). Ich brauche ein, zwei starke Kaffee und ein

Stück Weißbrot mit Butter. Ich bin ein Weißbrot-Junkie.

Was bedeutet Graz für Sie?

Graz ist halt meine Stadt. Ich liebe diese Stadt, weil

sie doch ein bisschen großstädtisch ist, aber auf der

anderen Seite auch sehr intim, und sie hat ein ganz

besonderes Flair. Man trifft immer jemanden, den

man kennt. Es ist alles überschaubar und man kann

fast alles zu Fuß unternehmen. Nicht vergessen darf

man natürlich die Gastronomie. Die strahlt eine

Freundlichkeit aus, und das merken die Gäste, und

jeder, der schon einmal in Graz war, ist davon begeistert.

Ich freue mich auch sehr, dass wir jetzt drei

Sterne-Restaurants in Graz haben. Alle drei Köche

haben es mehr als verdient. Ich bin ja auch Präsidentin

der Grazer Gastwirte-Runde, die es seit 70 Jahren

gibt. Diese Runde hat die Kommunikation unter den

Gastwirten maßgeblich verändert. Wir treffen uns

regelmäßig und unternehmen auch Ausflüge. Heuer

geht’s mit der Koralmbahn nach Klagenfurt, um zu

sehen, was sich dort gastronomisch tut.

Sie sind zurück aus dem „Unruhestand“ und jetzt

Teil des Steiermark-Frühlings. Wie kam’s dazu?

Ja, ich unterstütze die Erlebnisregion Graz bei ihrer

Arbeit für den Steiermark-Frühling und organisiere

dort die Kulinarik. Jeder, der mich kennt, weiß,

dass ich eigentlich sehr, sehr gerne arbeite. Als mich

Sylvia Loidolt und Susanne Haubenhofer von der

Erlebnisregion Graz gefragt haben, ob ich Lust hätte,

mitzuhelfen und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen

vor allem bei der Kulinarik zu unterstützen, habe ich

sehr gerne ja gesagt.

Was dürfen die Gäste beim Steiermark-Frühling

erwarten?

Die Gäste erwartet alles zur Erlebnisregion Graz. An

unseren Stand wird ein Restaurant angeschlossen

sein. Hier findet man Kulinarisches aus der Region,

aber auch Besonderes wie eine urbane Brettljause,

ein Erdäpfelgulasch und eine ganz besondere Wurst,

die Christof Widakovich gemeinsam mit Josef

Mosshammer entwickelt hat. Am ersten Abend gibt

es zudem ein Schaukochen.

Heute ist Ostersonntag. Wie feiern Sie Ostern?

Zu Ostern sind mir Traditionen wichtig. Am Karsamstag

kommt die gesamte Familie zusammen

und es gibt eine spezielle Osterjause, wo Schinken,

Würstl, verschiedene Brote und Eier zu einem Turm

geschichtet werden. Jeder nimmt sich dann das, was

ihm schmeckt. SABRINA NASERADSKY

Waltraud Hutter wurde am 28. Februar 1952 in Graz

geboren. Schon früh entdeckte die ehemalige Bad

Gleichenberger Hotelfachschülerin ihre Liebe zur Gastronomie.

Zahlreiche gastronomische Stationen prägen

ihre Laufbahn. Unter ihrer Ägide wurde das Operncafé

in Graz unter die 50 besten Kaffeehäuser Europas gereiht.

Dank ihrer Initiative darf Graz den Titel Genuss­

Hauptstadt Österreichs tragen. Daher gilt sie nicht umsonst

als Doyenne der GenussHauptstadt Graz.



graz

4 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Die kommende Regierung

wird gefordert sein, erhebliche

Einsparungen im

System vorzunehmen.“

Kontrollamtsleiter Hans-Georg Windhaber KK

Eine Zukunft ohne

Der Prüfbericht stellt der Finanzpolitik

ein hartes Zeugnis aus. GETTY

Kontrollamt

warnt Graz

■ Der neue Bericht des Grazer

Kontrollamts zum Abschluss

2025 liest sich wie eine

Warnung. Denn fast zwei Milliarden

Euro Schulden belasten

das Budget der Stadt Graz

massiv. Mit einer Bilanz von

minus 6,6 Millionen Euro und

schrumpfendem Vermögen

sieht die Prüfinstanz die Stabilität

der Stadt in Gefahr. Die

Prüfer fordern einen Sparkurs,

da bisherige Schritte nicht für

die Absicherung reichen.

Schuldirektor Michael Habjanic und Mutter der „Zukunftswerkstatt“ Ute Bergmoser erzählen von ihrem sozialpädagogischen

Konzept und darüber, wie die Zukunftswerkstatt das Schulklima der Sportmittelschule verändert hat. GRAZER

M. Eber, A. Loidl, M. Gaisch und

R. Haslinger (v. l.) HOLDING GRAZ/FISCHER

Werkstätte

ausgezeichnet

■ Die Kommunalwerkstätte

der Holding Graz zählt zu den

modernsten Werkstätten in

der steirischen Landeshauptstadt.

Nun wurden die 38 Mitarbeiter

für ihre hevorragende

Arbeit mit der ISO 9001:2015

durch die TÜV Austria ausgezeichnet.

Sehr zur Freude

von Stadtrat Manfred Eber,

Holding-Graz-Vorstandsdirektorin

Alice Loidl und Spartenbereichsleiter

Robert Haslinger.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Wissen Sie schon, wen Sie bei der Gemeinderatswahl wählen?

■ Nicht einmal mehr drei Monate

bis zur Gemeinderatswahl

2026. Aus diesem Anlass wollten

wir in dieser Woche von unseren

Lesern wissen, ob sie bereits

eine Vorstellung davon haben,

wem sie ihre Stimme geben werden.

Das Ergebnis fällt durchaus

eindeutig aus: Rund 70 Prozent

gaben an, sich bereits entschieden

zu haben. Gleichzeitig zeigt

die Umfrage aber auch, dass ein

nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung

noch unentschlossen

ist. Immerhin ein Drittel der

Wahlberechtigten weiß derzeit

noch nicht, welche Partei sie

am Wahltag wählen werden. Es

bleibt also noch spannend.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

30,4 %

NEIN

69,6 %

JA

628 Teilnehmer, nicht repräsentativ,

Stand: Freitag, 3. April, 12 Uhr, Foto: Getty


5. APRIL 2026 www.grazer.at

graz 5

TOP

Hohe Aufklärungsquote

Die aktuelle Anzeigenstatistik der

Polizei weist die höchste Aufklärungsquote

seit Jahren aus.

Moderater Anstieg

Auch im vergangenen Monat März

ist die Arbeitslosenquote, wenn

auch moderat, weiter gestiegen.

FLOP

Schul-Suspendierungen

ZUKUNFT. Während

die Suspendierungen an

Schulen weiter steigen,

hat die Sportmittelschule

Graz ein innovatives

Konzept als Lösung.

Von Anna Stocker

anna.stocker@grazer.at

Rekordzahlen bei Suspendierungen

in Schulen

sorgen in der Steiermark

derzeit für Diskussionen. Immer

häufiger müssen Schüler vorübergehend

vom Unterricht ausgeschlossen

werden – doch während

vielerorts nach Lösungen

gesucht wird, zeigt eine Schule,

dass es auch anders gehen kann:

An der Sportmittelschule Graz

gab es seit über zehn Jahren keine

einzige Suspendierung mehr.

Möglich wurde dies durch ein sozialpädagogisches

Konzept – die

„Zukunftswerkstatt“.

Geschützter Raum

„Ich bin seit 21 Jahren Schulleiter

und habe schon alles erlebt“, erzählt

Michael Habjanic, Direktor

der Sportmittelschule. Besonders

die vergangenen Jahre hätten gezeigt,

wie sehr sich das Verhalten

der Schüler verändert habe: „Es

gab vermehrt Aggressivität, der

Unterricht wurde gestört, und es

gab immer wieder Suspendierungen.“

Die Wende kam vor zehn

Jahren mit einem neuen Ansatz

– und mit Ute Bergmoser. „Wir

wollten einen Raum schaffen, in

dem Kinder aufgefangen werden,

bevor Situationen eskalieren“,

erklärt sie. Daraus entstand die

Zukunftswerkstatt: ein geschützter

Raum außerhalb des regulären

Unterrichts, in dem nicht

Leistung, sondern persönliches

Wachstum im Mittelpunkt steht.

Lernen ermöglichen

In kleinen Gruppen haben Schüler

die Möglichkeit, an persönlichen

Themen zu arbeiten und

neue Handlungsstrategien zu

entwickeln. Manchmal nur für

wenige Stunden, manchmal über

Wochen hinweg. „Es geht darum,

einen Rahmen zu schaffen, in

dem Lernen überhaupt wieder

möglich wird“, erklärt Ute Bergmoser.

Der Unterricht findet weiterhin

statt – allerdings angepasst

an die jeweilige Situation und eng

abgestimmt mit den Lehrpersonen.

Gleichzeitig bleibt Zeit für etwas,

das im normalen Schulalltag

oft zu kurz kommt: Gespräche.

„Wir haben Kinder in Ausnahmesituationen,

Kinder mit enormem

Druck oder mit familiären

Problemen – und genau dafür

gibt es die Zukunftswerkstatt“, so

Bergmoser. Kinder können infolgedessen

wieder in den regulären

Schulalltag integriert werden und

erhalten die Chance, die Schule

positiv abzuschließen. Die Maßnahme

wird von den Schülern

nicht als Strafe wahrgenommen

– im Gegenteil: „Der springende

Punkt ist, dass es als Hilfe gesehen

wird“, betont Habjanic.

Erfolgskonzept

Das Unterstützungsangebot ist

Teil eines größeren Systems. „Wir

nutzen alle Ressourcen – von der

Bildungsdirektion bis hin zu Psychologen

und Sozialarbeitern“,

teilt Habjanic. Entscheidend sei

dabei die professionelle Ausbildung,

um in der Zukunftswerkstatt

arbeiten zu können: „Das

kann nicht einfach irgendjemand

machen. Es braucht speziell geschulte

Lehrpersonen.“

Ein erfolgreiches Konzept, das

nicht nur Probleme löst, sondern

die emotionale und soziale

Entwicklung fördert. Oder, wie

Habjanic es auf den Punkt bringt:

„Wir haben tolle Kinder. Manchmal

brauchen sie einfach einen

anderen Rahmen, damit sie ihr

Potenzial zeigen können.“ Für ihn

ist klar: Ohne Zukunftswerkstatt

könnte er sich den Alltag nicht

mehr vorstellen.

Zustimmung

Auch Landesrat Stefan Hermann

ist von dem Konzept überzeugt:

„Es ist großartig, zu sehen, welch

tolle Arbeit das Team an der

Sportmittelschule Graz leistet. Ich

unterstütze jeden Schulstandort,

der dieses innovative Konzept

auch umsetzen möchte.“ Er ist

darum bemüht, das Gespräch

mit dem Ministerium zu suchen,

um Möglichkeiten zu prüfen, das

Konzept in der Steiermark größer

auszurollen.


202425010

6 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit Anna

Schweighofer

Stocker

✏ anna.stocker@grazer.at

tobit.schweighofer@grazer.at

Mehr

Raum für

Unterstützung

D

ie Rekordzahl an

Suspendierungen von

Schülern in der

Steiermark verdeutlicht ein

Problem, welches nicht nur

Einzelne, sondern ein gesamtes

Schulklima betrifft. Gerade

deshalb ist das Konzept der Zukunftswerkstatt

an der

Sportmittelschule Graz so

bewundernswert (siehe Seiten

4/5): Statt auf ein Ausschließen

vom Schulalltag zu setzen, wird

hier auf Verständnis, Begleitung

und Entwicklung gebaut.

Schüler erhalten die Chance,

an sich selbst zu arbeiten,

anstatt einfach aus dem System

entfernt zu werden. Die

Zukunftswerkstatt funktioniert

mit einzigartigem Erfolg – seit

mehr als zehn Jahren gab es an

der Schule keine Suspendierungen

mehr. Auch die Politik

ist von dem Projekt überzeugt:

Bereits Ex-Minister Martin

Polaschek war ein erklärter Fan

und auch Landesrat Stefan

Hermann steht hinter dem

Konzept. Der Erfolg der

Zukunftswerkstatt ist ein klares

Zeichen dafür, dass die Suche

nach nachhaltigen Lösungen

für betroffene Schüler im

Mittelpunkt stehen sollte. Doch

genau dieser Ansatz scheint oft

einmal zu kurz zu kommen.

Umso wichtiger ist es für

Kinder, dass sozialpädagogische

Konzepte, die nachweislich

für bessere Lernbedingungen

und einen respektvollen

Umgang sorgen, zur Regel

werden und keine Ausnahme

bleiben.

Widerstand gegen den Abriss eines Grazer Juwels

Kampf um das

Flugdach Scheiner

Als Reaktion auf einen Artikel im „Grazer“ über den geplanten Abbruch des Flugdachs Scheiner formierte sich die

Initiative „Save built Culture“, die nun massiv dagegen protestiert und eine nachhaltige Sanierung fordert. DER GRAZER

BRISANT. Das Scheiner-Dach am Opernring soll abgerissen werden. Dagegen

formiert sich nun namhafter Widerstand: Architekten, Altstadtschützer

und das Universalmuseum Joanneum kämpfen für das „Kleinod“.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Das Flugdach Scheiner wurde

vor 60 Jahren geplant

und errichtet, um den

Grazern ausgewählte hochwertige

Bauprojekte näherzubringen,

und ist damit seit Jahrzehnten

von hohem Interesse für Architekten,

Bauingenieure und Kunstschaffende.

Jetzt soll das architektonische

Juwel, das derzeit am

Opernring neben dem Opernpavillon

steht, allerdings abgerissen

werden. Wie der „Grazer“ exklusiv

berichtete, wurde der Abbruchbescheid

bereits erlassen.

Dagegen formiert sich nun allerdings

geballter Widerstand.

„Wir haben das gelesen und sind

sofort tätig geworden“, meldet

sich Architekt Guido Strohecker

zu Wort, der gemeinsam mit Kollegen

die Initiative „Save built

Culture“ gründete. „Die Altstadtsachverständigenkommission

ASVK hat dieses Kleinod ja gerade

im Vorjahr unter Schutz gestellt,

um genau diesen Abbruch

zu verhindern und die Stadt an

die Erhaltungs- und Sanierungspflicht

zu erinnern!“ Die Initiative

wird seitens der ASVK, vom Haus

der Architektur, dem Universalmuseum

Joanneum und der Ziviltechnikerkammer

unterstützt.

Gegenmeinung

Tatsächlich wurden zwei Gutachten

von Statikern erstellt, die dem

Objekt keine Sanierungswürdigkeit

attestieren. „Der Inhalt bezieht

sich dabei hauptsächlich

auf die morsche Holzkonstruktion“,

weiß Strohecker, der ge-

meinsam mit dem renommierten

Bauingenieur und Statiker Robert

Wendl eine eigene Besichtigung

durchführte und zu einem gegensätzlichen

Schluss kam. „Die

Holzkonstruktion muss erneuert

werden, aber der Rest ist sehr

wohl sanierbar.“ Die Kosten für

die Wiederherstellung werden bei

circa 100.000 Euro liegen. Diese

müsste die öffentliche Hand aber

wohl gar nicht tragen. „Die Chancen

stehen gut, dass dies über den

Altstadterhaltungsfonds gefördert

werden kann.“

Währenddessen werden bereits

Pläne geschmiedet, das

Scheiner-Dach künftig wieder

mehr zu bespielen. HDA-Leiterin

Karin Oberhuber etwa überlegt,

hier Open Studios und Büros für

junge Architekten während der

Architekturtage einzurichten.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel.

0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer

| REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (Stv.-CR, 0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (Leitung Grazer24, 0664/80 666 6533), Leonhard

Schweighofer (0664/80 666 6490), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung,

0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890), Azra Mehinagic

(0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE AUFLAGE

PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling


5. APRIL 2026 www.grazer.at

graz 7

Ein Murarium für alle

IDEE. FPÖ-Kandidat René Apfelknab möchte den Grazern die Mur mit einem

Murarium näherbringen, in dem die Artenvielfalt des Flusses gezeigt wird.

Vom Sorgenkind zur Lebensader:

Die Mur hat sich

in den letzten Jahren radikal

gewandelt. Revitalisierungsmaßnahmen

und der Bau des

Murkraftwerks haben nicht nur

das Erscheinungsbild des Flusses

geprägt, sondern auch die Tierund

Pflanzenwelt im Stadtgebiet

nachhaltig beeinflusst. Der Spitzenkandidat

der FPÖ für die Gemeinderatswahl

René Apfelknab

möchte deshalb ein Murarium

errichten lassen, um die Artenvielfalt

in der Mur kompakt und

anschaulich darzustellen.

Hinter dem Namen verbirgt

sich kein klassischer Prachtbau,

sondern ein modulares Konzept

aus drei bis vier 40-Fuß-Containern.

Auf rund 100 Quadratmetern

entsteht so ein kompaktes

Naturmuseum. Die Finanzierung

soll über Graz Tourismus

Ein Murarium wie auf diesem von der FPÖ zur Verfügung gestellten KIgenerierten

Bild schwebt deren Spitzenkandidat René Apfelknab vor.FPÖ/CHATGPT

laufen, während der Betrieb

durch einen Mix aus Fachvereinen

– von der Fischerei bis zur

Botanik – gestemmt wird. Der

Clou: Das Murarium ist mobil

und könnte theoretisch seinen

Standort entlang des Flusses

wechseln.

TS

Tanja Grinschgl wurde als Vizebürgermeisterin

gewählt. GEMEINDE GRATKORN

In Gratkorn

wurde gewählt

■ In der Gemeinderatssitzung

der Marktgemeinde Gratkorn am

25. März wurde Tanja Grinschgl

von der SPÖ zur Vizebürgermeisterin

gewählt. Außerdem bestellte

der Gemeinderat Michael

Eisenberger (SPÖ) als neues

Mitglied in den Gemeindevorstand.

Bürgermeister Michael Feldgrill

betonte die Bedeutung einer

guten Zusammenarbeit im

Vorstand und sieht in einem starken

Team die Grundlage für eine

positive Weiterentwicklung.


8 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Ernst Muhr, Geschäftsführer von Fratz Graz, und Familienstadträtin Claudia

Unger mit dem Fratz-Graz-Team am Grazer Schlossberg STADT GRAZ/FISCHER

Zwei Spielräume für

die kalte Jahreszeit

SPASSIG. Bis 13. März konnten Familien die Winterspielräume

nutzen. Nun wurde Bilanz gezogen.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

In den Wintermonaten ist es

draußen oft kalt und nass –

doch die Freude der Kinder,

zu spielen, sich zu bewegen

und dabei andere Kinder zu

treffen, lässt sich auch von den

eisigen Temperaturen nicht

bremsen.

Um den Grazer Kindern auch

in der kalten Jahreszeit Räume

zum Spielen und Entfalten zu

bieten, hat die Stadt Graz in Kooperation

mit dem Verein Fratz

Graz zwei Winterspielräume

eingerichtet. Bis 13. März waren

diese immer freitags und

samstags von 14 bis 17 Uhr für

die kleinen Gäste geöffnet. Ein

Spielraum befand sich im Graz

Museum Schlossberg, der andere,

heuer zum ersten Mal, in

der Tennenmälzerei im Stadtteil

Reininghaus.

Angebot

Die Winterspielräume sind kostenlos

und richten sich an Familien

mit Kindern bis acht Jahren.

Von Krabbeltunneln über

ein Bällebad bis hin zu Bobby

Cars, verschiedenen Brettspie-

len und riesigen Bausteinen –

die beiden Räume bieten Kindern

viele Möglichkeiten zum

Spielen, Entdecken und um

ihrer Kreativität freien Lauf zu

lassen. Die Winterspielräume

sollen aber nicht nur für die

jungen Gäste da sein, sondern

auch als Treffpunkt für Familien

dienen. Dort können neue

Bekanntschaften geschlossen

werden und ein Austausch

zwischen den Begleitpersonen

kann stattfinden.

Bilanz

Nach dem letzten Termin am

13. März wurde die Bilanz der

Winterspielsaison 2025/26 gezogen:

Am Schlossberg besuchten

insgesamt 1204 Kinder und

1228 Begleitpersonen den Winterspielraum.

In der Tennenmälzerei

waren es 807 Kinder

und 848 Begleitpersonen.

„Wenn es draußen kalt ist,

gibt es einen großen Bedarf an

Indoor-Spielplätzen für Kinder

– die Winterspielräume werden

dementsprechend gut angenommen“,

freut sich Familienstadträtin

Claudia Unger über

die veröffentlichten Zahlen und

die Annahme des Projekts.

Bezirksvorsteher Josef Schuster demonstriert am Sternwirtweg die Enge der

Fahrbahn. Besonders für Kinder und Radfahrer höchst gefährlich. DER GRAZER, FPÖ

Sternwirtweg: Stadt

lässt Anrainer warten

ZUFAHRTS-STREIT. Jürgen Angerer (FPÖ) fordert

nun Garantie gegen „Mega-Wohnprojekte“.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Im zähen Ringen um eine

neue Zufahrt am Sternwirtweg

erhärten sich die Fronten.

Neue Details von FPÖ-Ries-

Bezirksparteiobmann Jürgen

Angerer bringen Licht in die

festgefahrene Zuständigkeitsfrage:

Eine Abklärung mit

dem Büro von Landesrätin

Claudia Holzer

ergab, dass eine

Anbindung über

die Riesstraße für

das aktuell geplante

Einfamilienhaus

„fachlich nicht angezeigt“

ist. Die Genehmigungsverantwortung

für diese

Erschließung liege allein bei der

Stadt Graz.

Jürgen Angerer

vember 2025 blieb bis heute

unbeantwortet. Schuster fordert

von Bürgermeisterin Elke Kahr

und Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner endlich Klarheit,

da die Bürger nach Monaten des

Wartens eine Antwort verdient

hätten.

Garantien gefordert

Jürgen Angerer spart nicht

mit deutlichen Worten

Rathaus in der Pflicht

Bezirksvorsteher Josef Schuster

kritisiert die anhaltende Unsicherheit

für die Anwohner massiv.

Besonders schwer wiegt für

ihn die mangelnde Kommunikation:

Ein offizieller Gemeinderatsantrag

zur Entlastung der

Verkehrssituation vom 15. No-

und wirft Schwentner

eine „Drüberfahr-

Mentalität“ vor.

Besonders brisant:

Laut Land wäre bei

größeren Wohnprojekten

eine Anbindung

an die Riesstraße

durchaus neu zu

prüfen – doch eine

solche Kontaktaufnahme durch

die Stadt sei bisher nie erfolgt.

Die FPÖ Graz-Ries verlangt nun

eine verbindliche Garantie, dass

keine „Mega-Wohnprojekte“

mit bis zu 40 Einheiten über den

schmalen Sternwirtweg abgewickelt

werden. „Ohne diese Zusage

ist zu befürchten, dass die Anrainer

vor vollendete Tatsachen

gestellt werden sollen“, so Jürgen

Angerer.



10 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Gräberschändung

Die Grazer Bürgerkorps wurden im

Jahr 1280 gegründet. BEREITGESTELLT

Versammlung

der Bürgerkorps

■ Die alljährliche Mitgliederversammlung

der Grazer

Bürgerkorps fand im Gösser

Bräu statt. Als Ehrengäste

nahmen unter anderen Abgeordneter

zum Nationalrat

Ernst Gödl, Landtagsabgeordneter

Robert Mörth,

Stadträtin Claudia Schönbacher,

Gemeinderat Markus

Huber, Bezirksvorsteher-

Stellvertreter René Apfelknab

sowie der Militärkommandant

der Steiermark,

Heinz Zöllner, teil.

Mit Ostern starteten 183 Trinkbrunnen

in die Sommersaison. STADT GRAZ

Trinkbrunnen

wieder in Betrieb

■ Passend zur Wettervorhersage

für das Osterwochenende

wurden die Grazer Trinkbrunnen

wieder in Betrieb genommen.

Ob im Park oder in der Innenstadt:

183 Standorte bieten

den Grazern jederzeit wieder

kostenloses und frisches Wasser.

„Unsere Trinkbrunnen sind

aus dem Stadtbild nicht mehr

wegzudenken. Immer wieder

wünschen sich Bürger zusätzliche

Standorte, weil sie den

Alltag angenehmer machen“,

betont Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner.

Im Mai vergangenen Jahres wurden mehrere Gräber und Gruften am Friedhof Neuhart aufgebrochen.

Garten

Eden in

Eggersdorf

FRÜHLING. Auf der

Pfarrwiese der Pfarre

Eggersdorf entsteht

gerade ein neuer Ort

für Begegnung und

Miteinander.

Passend zu den warmen

Frühlingstemperaturen

gestaltet die Pfarre Eggersdorf

derzeit ihren eigenen

„Garten Eden“. Durch Mittel des

Innovationsfonds der Diözese

kann auf der Pfarrwiese ein Begegnungsraum

entstehen, der

künftig als Treffpunkt für Pfarre

und Gemeinde dienen soll.

Die Firma Tauscher hat diese

Woche mit der Umgestaltung

STREET VEIW

In Eggersdorf bei Graz soll ein neuer Begegnungsort entstehen. GOOGLE STREET VIEW

der unebenen Fläche begonnen.

Es wurden bereits mehrere

Büsche und Pflanzen gesetzt.

Künftig sollen außerdem

neu gestaltete Wege sowie ein

ebener Platz zum Verweilen im

Grünen einladen.

Miteinander

Da die Natur nach der Umgestaltung

Zeit braucht, um zu regenerieren

und anzuwachsen,

bittet die Pfarre um Geduld, bevor

der Platz offiziell von Besuchenden

genutzt und betreten

werden kann.

„Wir hoffen, damit einen

wertvollen Beitrag für die Menschen

in unserer Pfarre und

Gemeinde zu leisten, damit wir

einander an diesem neugestalteten

Platz – unserem Garten

Eden – neu begegnen werden“,

heißt es in einer Ankündigung

der Aktivgruppe „Neues wagen“

der Pfarre Eggersdorf. LS


5. APRIL 2026 www.grazer.at

graz 11

trifft Wetzelsdorf

UNFASSBAR. Letzten

Mai kam es am evangelischen

Friedhof Neuhart

zu einer unglaublichen

Tat, bei der mehr als elf

Gräber betroffen waren.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Im Mai 2025 geschah am

Friedhof Neuhart in Graz-

Wetzelsdorf eine unglaubliche

und mehr als fragwürdige

Tat. Eines Abends

wurden mehr als elf Gräber

und Gruften aufgebrochen,

zerstört und zum Teil auch

durchsucht. Der Beton und

die Grabsteine wurden dabei

beschädigt; wer die Täter

waren und wieso dieser seltsame

Vandalismus begangen

wurde, ist noch immer unklar.

Wenig Auskunft

Auf Nachfrage bei der Polizei,

wieso der Fall nicht öffentlich

bekannt ist, kam die Antwort,

dass es sich dabei nur um eine

kurze Meldung handelte und

bis heute noch nicht klar ist,

wer die Täter sind, ob es sich

überhaupt um mehrere Verdächtige

handelt oder nur

um einen und warum die Tat

begangen wurde, beziehungsweise

was sich die Täter davon

erhofften.

Auffällig ist der zeitliche Zusammenhang

mit ähnlichen

Vorfällen in Wien. Dort waren

kurz davor mehrere Fälle von

Grabschändung auf verschiedenen

Friedhöfen bekannt

geworden. Ob zwischen den

Ereignissen in Wien und in

Wetzelsdorf ein Zusammenhang

besteht, wurde von offizieller

Seite weder bestätigt

noch ausgeschlossen.

Gregor Zaki, Geschäftsfüh-

rer der Bestattung Graz, zeigte

sich auf Nachfrage überrascht

und verwies darauf, dass üblicherweise

keine Wertgegenstände

in Gräbern beigesetzt

werden. Ein mögliches Motiv

im Sinne von Grabräuberei

erscheint aus dieser Perspektive

wenig plausibel.

„Von diesem Vorfall haben

wir bislang nichts gehört. Zudem

erschließt sich mir nicht,

was mögliche Grabräuber sich

davon versprochen haben

könnten. In den Gräbern hier

werden weder Schmuck noch

andere Wertgegenstände beigesetzt,

es gibt dort also nichts

zu holen“, erklärt Zaki.

Vonseiten der evangelischen

Kirche Neuhart liegen

ebenfalls keine weiterführenden

Informationen vor. Insgesamt

bleibt der Vorfall damit

in vielen Punkten ungeklärt,

sowohl hinsichtlich der Täterschaft

als auch der Beweggründe.

Die Ausstellung wird am 8. April

in der Sporgasse eröffnet. PRO MENTE

Pro mente zeigt

Innenwelt VII

■ Kommenden Mittwoch

eröffnet in der Sporgasse

29b die mittlerweile siebte

„Innenwelt“-Kunstausstellung

von pro mente Steiermark

mit dem Schwerpunktthema

„Hoffnung ≠ Zuversicht“, die

sodann einen Monat lang zu

sehen sein wird. Dieses Mal

konfrontieren die Künstler –

Teilnehmer, Kunden und Bewohner

von pro mente Steiermark

– die Betrachter mit der

Passivität des Hoffens, die im

Gegensatz zur aktiven Zuversicht

steht.

Kein „Diener zweier Herren“

ERKLÄRUNG. Alexis Pascuttini ist KFG-Klubobmann, kandidiert bei der Gemeinderatswahl aber für die

Neos. Im Interview stellt er klar, warum er sich für diesen außergewöhnlichen Weg entschieden hat.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Wir befinden uns mitten

im Wahlkampf, Sie sind

KFG-Klubobmann und

Neos-Kandidat. Wie geht sich

das aus?

Alexis Pascuttini: Ich überlege

schon länger, wie es weitergehen

soll. 2022 bin ich aus der

FPÖ ausgeschieden; die Arbeit

in einer Bürgerliste, wo du keine

Partei darüber hast, ist aber

auch einfach sehr arbeitsintensiv.

Ich habe mir seit 2022 schon

Gedanken darüber gemacht, wo

ich hinpassen könnte und wo

meine Themen wie Transparenz,

sauberes Arbeiten mit Steuergeld

und so weiter gut umgesetzt

werden. Und das wird bei den

Neos einfach im höchsten Maße

verwirklicht.

Verstehen Sie, wenn Sie Staunen

und Kritik ausgelöst haben,

innerhalb kürzester Zeit drei

Fraktionen anzugehören?

Pascuttini: Es hätte mich gewundert,

wenn es nicht so gewesen

wäre. Aber ich war bis dato

in einer Partei, nämlich der FPÖ,

bin dem KFG bewusst nie beigetreten,

sondern habe nur für

den Klub gearbeitet, und jetzt

trete ich für die Neos an. Es hat ja

nicht nur Kritiker, sondern auch

viele Befürworter dieses Weges

gegeben.

Sind Sie jetzt eigentlich noch in

die Arbeit des KFG eingebunden?

Pascuttini: Der Klub arbeitet

nach wie vor, aber es war in den

letzten Jahren schon so, dass ich

als Gemeinderat gearbeitet habe

und von Michael (Winter, Anm.

d. Red.) und Astrid (Schleicher,

Anm. d. Red.) sehr, sehr wenig,

was die gemeinderätliche Arbeit

betrifft, gekommen ist. Und das

ist auch jetzt so. Also ja, die Klubarbeit

ist weiterhin da, und ich

trage auch weiterhin Verantwortung

in den ganzen Verfahren.

Ein Bild

aus

gemeinsamen

Zeiten:

KFG-Klubobmann

Alexis

Pascuttini

mit KFG-

Chefin

Claudia

Schönbacher

KK

Das ist ja auch der Grund, warum

ich nicht zurückgelegt habe,

weil alle sagen: Bitte wickle das

organisatorisch und strukturell

gut für uns ab. Also in die Arbeit

des Klubs bin ich eingebunden,

in jene der Bürgerliste nicht.“


12 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Die Miele-Outdoorküche ist individuell

konfigurierbar. BEREITGESTELLT

Jetzt ist Zeit, im

Freien zu kochen

■ Mit den warmen Temperaturen

beginnt auch wieder die

Zeit, im Freien zu kochen und

zu essen und mit den Liebsten

Zeit zu verbringen. Mit der

Miele-Outdoorküche wird die

Miele-Qualität erstmals in den

Garten gebracht. Somit können

die Lieblingsgerichte nun

auch unter freiem Himmel

zubereitet werden. Im Miele

Center Ebner und Spuller ist

die Outdoorküche auf die

individuellen Wünsche der

Kunden konfigurierbar.

J. Pichler, K. Strasser, LR C. Holzer,

P. Kronberger (v. l.) STB / HARRY SCHIFFER

Steiermarkbahn

erweitert Flotte

■ Diese Woche hat die Steiermarkbahn

ihre Flotte um

eine moderne Vectron Dual

Mode von Siemens Mobility

erweitert. Mit dieser

Erweiterung möchte man

ein Zeichen für Innovation,

Nachhaltigkeit und regionale

Wertschöpfung setzen. Unter

anderem wurden die Drehgestelle

der neuen Hybrid-Lok

in Graz gefertigt. Künftig wird

sie im Güterverkehr zwischen

Österreich und Deutschland

im Einsatz sein.

Zahnärztin aus GU

Das jahrelange

Warten auf ein Urteil

SKURRIL. Eine Zahnärztin soll von 2014 bis 2020 bei rund zehn Personen grundlos

Behandlungen durchgeführt haben. Ein rechtskräftiges Urteil gibt es noch immer nicht.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Ein Besuch beim Zahnarzt

wird rasch unangenehm,

selbst mit Termin muss

man teilweise mehrere Stunden

warten, bis man behandelt wird.

In der Natur der (Zahnarzt-)Sache

liegt allerdings noch dazu,

dass sich mit einem Besuch die

Zahnprobleme nicht in Luft auflösen,

sondern noch viele weitere

Termine notwendig sind, sogar

über mehrere Jahre verteilt.

Man könnte meinen, dieser

„Grundsatz“ gilt nicht nur in der

Arztpraxis, sondern auch vor Gericht,

wenn Zahnärzte involviert

sind. Denn jene Zahnärztin aus

Graz-Umgebung, welche Patienten

grundlos behandelt haben

soll (wir berichteten bereits im

März 2021 exklusiv), wartet noch

immer auf ein rechtskräftiges Urteil.

Im November 2023 wurde

die Frau zu zehn Monaten Haft

und einer Geldstrafe verurteilt.

Anschließend wurden Rechtsmittel

erhoben, bis schließlich

beim Obersten Gerichtshof ein

Verfahrensfehler festgestellt wurde.

Nichtigkeit des Urteils – zurück

zum Anfang. Nun ist man

also wieder am Landesgericht für

Strafsachen Graz. Im Jänner 2026

wurde der Prozess von vorne

aufgerollt, Zeugen und die Angeklagte

wurden einvernommen,

nach mehreren Verhandlungstagen

schien man der Ziellinie näherzukommen.

Kurioser Prozess

Am Dienstag fand im großen

Schwurgerichtssaal der sechste

Verhandlungstag des Prozesses

statt. „Vielleicht werden wir heute

schon fertig“, zeigte sich Richter

Erik Nauta vor der Verhandlung

noch zuversichtlich.

Die mittlerweile 56-Jährige

hatte sich im Februar den Fuß gebrochen

und musste vom Roten

Kreuz unter Polizeibegleitung

in den Gerichtssaal gebracht

werden. „In einem anderen Leben

würden sie mir leid tun, in

diesem aber nicht“, meinte ein

Anwalt der Privatbeteiligten anfangs.

Die Angeklagte machte am

Dienstag einen benommenen

Eindruck, sie wurde anschließend

in einem Hinterzimmer des

Gerichtssaals von einem Sachverständigen

untersucht. Während

alle mit einer Beurteilung

des gebrochenen Fußes rechneten,

waren plötzlich Schreie zu

hören. „Sie hyperventiliert gerade“,

schilderte ein Sanitäter den

Anwesenden im Gerichtssaal.

Nach einer guten halben Stunde

war schließlich klar, an diesem

Tag wird nicht mehr verhandelt.

Die 56-Jährige wurde auf

einer Liege nach draußen und

anschließend ins Krankenhaus

gebracht, ganz leise war von ihr

„Hilfe“ zu hören.

Mehrere

Personen

sollen von der

Angeklagten

grundlos

behandelt

worden sein.

Ein rechtskräftiges

Urteil gibt

es nicht, der

Prozess in

Graz wurde

am vergangenen

Dienstag

abermals

vertagt. GETTY

Schauspiel?

Während die Angeklagte bereits

auf dem Weg ins Krankenhaus

war, machte sich bei den Anwälten

der Gegenseite schnell der

Verdacht breit, dass die Probleme

bei der Untersuchung nur simuliert

wurden. Auf mehrmaliges

Nachfragen konnte der Sachverständige

hierzu allerdings keine

Auskunft erteilen, da er nur den

unfallchirurgischen Zustand beurteilen

konnte.

Die Geduldsfäden scheinen bei

den Juristen allmählich zu reißen.

Als der Verteidiger den Wunsch

äußert, dass der Prozess bald

sein Ende nimmt, und dabei das

Wort „Schauspiel“ in den Mund

nimmt, stürzt sich die Gegenseite

wie hungrige Hyänen auf diese

Aussage. Seine Mandantin sei

diejenige, die hier für das Schauspiel

verantwortlich sei.

Seltsame Diagnosen

Aufgekommen war der Fall bereits

2020, als sich Betroffene

bei Anwalt Frank Carlo Gruber

meldeten. „Eine Frau hatte super

Zähne“, erzählt Gruber, als

sie aber von der Angeklagten

untersucht wurden, waren plötzlich

zahlreiche Zähne von Karies

befallen. Eine zweite ärztliche

Meinung widerlegte diese Untersuchung

aber. Ein Berufsverbot

wurde bereits 2021 erteilt. Es gilt

die Unschuldsvermutung.



14 graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Problemkind Volksgarten

Ich wollte meine Meinung teilen,

weil ich gegenüber der Kreuzkirche

wohne. Mit „bester“ Aussicht

auf den Volksgarten. Am Tag geht

es eigentlich von der Lautstärke

her, aber sobald es dunkel wird,

ist es echt unangenehm. Fast unmöglich,

die Fenster offen zu haben,

weil es öfter die Woche sehr

laut ist und dann Sirenen und

Blaulicht dazukommen. Wie oft

ich schon unter Blaulicht eingeschlafen

bin, weil draußen Rettung

und Polizei standen, will ich

gar nicht bekanntgeben. Über die

Holzbrücke möchte ich sowieso

nicht gehen, wenn es dunkel ist,

da dort links und rechts meist

mehrere Männer stehen. Stellt

man sich um circa 22 Uhr auf den

Balkon, bekommt man Gespräche

über Suchtmittel mit, als wären

es Gummibärchen. Sehr nervig,

da wird von einer auf die andere

Seite geschrien „Brauchst du was“,

„Besorg’s mir“, „Komm später

wieder“ oder „Mach schnell, bevor

Polizei kommt“. Ich bin froh,

wenn der Mietvertrag im Sommer

2027 ausläuft und ich endlich

umziehen kann und dann hoffentlich

mehr Ruhe finde.

Stefanie Huter

* * *

Frage an die ÖBB

Die steirische Thermenbahn soll

laut jüngsten geheimen ÖBB-

Papieren in Zukunft keinen Personenverkehr

mehr zwischen

Hartberg und Fehring führen. Für

den Güterverkehr soll die Strecke

weiterhin erhalten bleiben. Das

bedeutet, dass die Streckenerhaltungskosten

nur mehr dem Güterverkehr

zugeschrieben werden

und nicht von beiden Bereichen

getragen werden. Die ÖBB hat einen

öffentlichen Auftrag, nämlich

eine Grundversorgung des öffentlichen

Verkehrs zur Verfügung zu

stellen, der durch Subventionen

des Staates und somit mit Steuergeld

mitfinanziert wird. Daher

hat es nicht wie ein Privatunternehmen

nur auf wirtschaftliche

Aspekte zu achten. Ich bin die letzten

Jahre einige Male im Sommer

mit der Thermenbahn gefahren

und die Züge waren gut gefüllt,

sogar so gut, dass mein Fahrrad

im Zug gar keinen Platz hatte,

weil schon ein paar Fahrräder

im Zug waren. Kann mir jemand

der ÖBB erklären, wie in Zukunft

in Bussen der Fahrrad-Transport

möglich ist? Oder ist der Plan

der ÖBB, nach Einstellung den

Güterverkehr auch zu streichen,

weil dieser dann nicht kostendeckend

ist? Frage mich dann nur,

wie die großen und langen Trafos

von Siemens/Elin Weiz transportiert

werden, da diese über Gleisdorf

nur über die Thermenbahn

geführt werden können, weil der

Tunnel in Laßnitzhöhe zu klein

ist und zu enge Radien aufweist.

Und was ist mit den Touristen?

Anton Bacher

* * *

Traumdenken

Endlich entspanntes Durchatmen!

Das dachte ich mir als Bewohner

der Schmiedgasse, nachdem

ich am 2. April nachmittags,

circa fünf Stunden, nachdem also

das neue Fahrverbot für Radfahrer,

E-Scooter, E-Mopeds etc.

in Kraft getreten ist, die Gasse

vom Hauptplatz kommend betreten

hatte. Ich wollte auf dem

Nachhauseweg zum ersten Mal

nach Jahren mitten auf der Straße

im langsamen Flaniermodus

gehen, und was kam dann? Genau:

innerhalb zweier Minuten

zwei Radfahrer von vorne, zwei

Essenszusteller von hinten durch

die Gasse „preschend“. Keine wie

auch immer geartete Präsenz von

zuständigen Organen in Sicht,

Hinweisschilder vorhanden, aber

beim herrschenden „umsichtigen

Miteinander“ und dem sozialen

Empfinden auf den Straßen kann

man sich schon heute ausmalen,

wie sehr diese beachtet werden

dürften. Bin sehr neugierig auf

die „punktuelle“ Kontrolle durch

die Exekutive, die hat auch schon

bisher nicht wirklich gefruchtet

(wie auch nicht der immer wieder

einmal auftauchende Geschwindigkeitsmesspfeil

direkt vor dem

Polizeiwachzimmer). Mein im

Traum stattfindendes „Straßenfest“

zur Feier der neuen Fußgängerzone

wird also weiter Traum

bleiben müssen, fürchte ich, in der

Zwischenzeit ist weiterhin große

Obacht beim Betreten der Gasse

geboten.

Bernd Schimeczek

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Kriminalstatistik

■ Die aktuelle Auswertung der

Arbeitslosenzahlen des AMS Steiermark

zeigt: Die Arbeitslosigkeit

in unserem Land steigt nur moderat.

Im März waren 39.808 Personen

arbeitslos. Das ist ein Plus

von 3 Prozent gegenüber 2025.

Finanz-Alarm

■ Die steirische Polizei meldete

am Dienstag für das Jahr 2025 die

höchste Aufklärung seit Jahren.

Die Suchtmittelkriminalität bleibt

weiterhin ein klassisches Kontrolldelikt.

Ebenso bleibt die Schutzzone

für den Metahofpark für weitere

sechs Monate erhalten.

Arbeitslosenzahlen

■ Der neue Bericht des Grazer

Kontrollamts zum Abschluss 2025

liest sich wie eine Warnung. Mit

einer Bilanz von minus 6,6 Millionen

Euro und schrumpfendem

Vermögen sieht die Prüfinstanz

die Stabilität der Stadt in Gefahr.

GRAZER, AMS TAUSCHER, GETTY


5. APRIL 2026 www.grazer.at

graz 15

Welcher ist Ihr liebster

Bauernmarkt?

www.grazer.at

präsentiert

Von 19. April bis 15. Mai können alle Grazer auf www.grazer.at für ihren liebsten Bauernmarkt voten. Der Sieger wird am 19. Juni bekanntgegeben. BEREITGESTELLT

VOTING. Welcher ist

der beliebteste Bauernmarkt?

Ab 19. April

können Sie voten und

mitbestimmen.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

In Graz gibt es aktuell 18 Bauernmärkte,

die das Stadtbild

prägen und weit mehr sind

als bloße Nahversorger. Sie sind

lebendige Treffpunkte in den Bezirken,

an denen sich Menschen

begegnen, austauschen und das

besondere Flair regionaler Kulinarik

genießen. Rund 280 Beschicker

bieten an diesen Märkten

ihre hochwertigen Lebensmittel

an, vielfach auch an mehreren

Standorten. Zwischen frischem

Obst und Gemüse, duftendem

Brot, hausgemachten Spezialitäten

und saisonalen Köstlichkeiten

wird nicht nur eingekauft,

sondern auch gerne verweilt,

gustiert und geplaudert.

Doch welcher Bauernmarkt ist

der beliebteste? Welcher überzeugt

mit Angebot, Atmosphäre

und besonderem Charme? Genau

das will „der Grazer“ nun

wissen: Alle Grazer können auf

unserer Website ab 19. April ihren

liebsten Bauernmarkt wählen

und damit ihre persönliche Nummer

eins küren.

Beliebtester Markt

Auch Kurt Hohensinner freut

sich als politisch zuständiger

Stadtrat und Bauernmarkt-Liebhaber,

dass die Märkte wieder in

den Mittelpunkt gerückt werden.

„Unsere Bauernmärkte sind ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor und

Garant für frische und saisonale

Produkte von steirischen Bäuerinnen

und Bauern. Ein Einkauf

auf unseren Bauernmärkten ist

regional und nachhaltig“, so Hohensinner.

Ein zentrales Anliegen ist es,

das Angebot auf den Bauernmärkten

laufend weiterzuentwickeln

und zu erweitern. Dazu gehört

auch die Gewinnung neuer

Direktvermarkter, um die Vielfalt

zu erhöhen.

Auf www.grazer.at können Sie

mitbestimmen und von 19. April

bis 15. Mai um 12 Uhr für Ihren

liebsten Bauernmarkt in Graz

voten. Bis dahin haben Sie noch

Zeit, die Märkte genau unter die

Lupe zu nehmen. Am 19. Juni

wird der Sieger beim Lendplatzfest

bekanntgegeben.

Karin Hausegger (Stand Großschädl), Standinhaber Erwin Großschädl,

Stadtrat Kurt Hohensinner, Marktamtsleiter Christian Siedl (v. l.)

GRAZER

Bauernmärkte

■ Triester Markt: Samstag 6–13

Uhr

■ Andritz: Dienstag 9.30–19 Uhr

& Samstag 6–13 Uhr

■ Geidorfplatz: Mittwoch und

Samstag 6–13 Uhr

■ Hasnerplatz: Mittwoch und

Samstag 6–13 Uhr

■ Hofbauerplatz: Mittwoch und

Samstag 6–13 Uhr

■ Kaiser-Josef-Platz: Montag bis

Samstag 6–13 Uhr

■ Mariatrost: Samstag 7–13 Uhr

■ Ragnitz: Dienstag und Freitag

6–13 Uhr

■ Reininghaus: Freitag 13–17 Uhr

■ Shopping Nord/Gösting:

Samstag 7–13 Uhr

■ St. Peter: Dienstag 11.30–19

Uhr und Samstag 6–13 Uhr

■ Straßgang: Samstag 6–13 Uhr

■ Wetzelsdorf: Samstag 6–13

Uhr

■ Lendplatz: Montag bis Samstag

6–13 Uhr

■ Biomarkt am Lendplatz:

Donnerstag 14–18 Uhr

■ Biomarkt Herz-Jesu-Kirche:

Dienstag 14–18 Uhr

■ Bauernmarkt Smartcity:

Mittwoch 15–19 Uhr

■ Liebenauer Bauernmarkt:

Freitag 13–17 Uhr


16

szene

Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Ich würde auf keinen Fall bei jemandem

essen gehen, der nicht zu sich

steht und unauthentisch ist.“

Musiker Paul Pizzera auf die Frage, wo er niemals

hin essen gehen würde RAUCH

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Die Gastgärten rufen

Graz ist im

Frühlingsfieber

Nach Alice im Wonderland lautet das diesjährige Motto in der Katze Katze „Palm Springs“ – dazupassende Cocktails und Dekoration inklusive. LUCIJA NOVAK

SAISONSTART. Die

Gastgartensaison steht

endlich wieder vor der

Tür und bringt so einiges

Neues mit sich.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Mit den ersten warmen

Sonnenstrahlen des

Frühlings erwacht auch

in Graz das Leben im Freien. Die

Gastgärten öffnen wieder ihre

Türen und laden dazu ein, die

milden Temperaturen, das frische

Grün und die besondere Atmosphäre

der Stadt unter freiem

Himmel zu genießen. Ob bei einem

gemütlichen Kaffee, einem

erfrischenden Getränk oder einem

guten Essen – jetzt beginnt

wieder die Zeit, in der sich das

Leben nach draußen verlagert

und Graz sich von seiner besonders

charmanten Seite zeigt.

Palm Springs

Sonne im Glas, Palmen im Kopf

und ein Hauch kalifornische effortless

Coolness: Am 16. April

um 18 Uhr eröffnet die Katze Katze

ihre diesjährige Hofsaison und

bringt dabei ein Stück Kalifornien

mitten nach Graz. Unter dem Motto

„Palm Springs“ verwandelt sich

der Innenhof in eine atmosphärische

Oase, die den Retro-Charme

alter Hollywood-Filmklassiker

mit entspanntem Wüstenflair verbindet.

Einmal im Jahr wird der

Außenbereich komplett neu inszeniert

– heuer inspiriert von ikonischem

Mid-Century-Design,

warmen Farben und lässiger Eleganz.

Kurz davor, am 8. April, startet

um 16 Uhr das Pink Elephant mit

dem Spring Opening unter dem

Motto Tropical Sunset Garden in

die neue Saison. Sektempfang,

Flying-Fingerfood-Kostproben

aus der neuen Speisekarte und

Live-DJ-Sets von Cloud.G und

Cheb Ayoubsi sorgen für ordentlich

Stimmung und good vibes.

Frühlingsgefühle

Auch im vietnamesischen Restaurant

Vina wird nach Ostern,

wenn das Wetter wieder besser

ist, in die Gastgartensaison gestartet.

„Es kommt eine neue Bepflan-

zung und wir eröffnen unsere

neue Cocktail Lounge. Es wird

auch einen eigenen Signaturecocktail

geben; welcher, wird

aber erst bei der Eröffnung verraten“,

erklärt Vina-Eigentümer Robert

Nguyen.

Auch in Dominik Flaßers Napo

ist man bereit für die Gastgartensaison.

„Wir bekommen heuer

zusätzliche Liegestühle, so können

unsere Gäste ebenfalls einfach

einen Cocktail oder einen

Drink genießen. Zudem wird es

bei uns den neuen Campari-Likör

Mondoro geben. Das ist der neue

italienische Hugo“, verrät Napo-

Barchefin Rebekka Eberharter.

Zusätzlich wird es einen Cocktail

aus dem neuen It-Getränk Tatratea

geben. Aber auch eine besondere

Überraschung wartet auf die

Gäste. „Wir haben uns eine Slushi-

Maschine gekauft, damit werden

wir tolle Slushi-Getränke mit oder

ohne Alkohol servieren“, freut sich

Eberharter. Alkoholfrei ist auch

im Napo mittlerweile ein großes

Thema. „Es wird heuer einen von

uns selbst gemachten Orangen-

Thymian-Sirup geben. Den kann

man dann mit Soda oder als Spritzer

genießen. Auch haben wir einen

neuen alkoholfreien Cocktail

als Aperitif kreiert. Generell haben

wir zahlreiche alkoholfreie Cocktails

im Angebot. Auch den neuen

alkoholfreien Tequila von Maskal

kann man bei uns verkosten“,

freut sich die Barchefin.

Auch in den Lokalen der Gastrofamilie

Grossauer/Widakovich

wird die Frühlingssaison

sehnlichst erwartet. Von 27. April

bis 3. Mai findet die Jubiläumswoche

im Gösser Bräu statt. Am

29. April gibt es Grund zu feiern:

Ab 17 Uhr findet die Biergartensaison-Eröffnung

und das Maibaumaufstellen

statt – natürlich

mit Live-Musik. Preise sind dabei

wie anno dazumal. Gleich am

Tag darauf, am 30. April, findet im

Glöckl Bräu der Maibockanstich

statt.

Am 17. Mai findet hoch über

den Dächern von Graz die Biergarten-Eröffnung

am Schlossberg

statt. Ein Tag im Zeichen von kulinarischem

Genuss, Musik und geselligem

Beisammensein.

Auch die Fans des Viertel4 können

sich freuen – die Sommerlounge

eröffnet am 13. Mai und

hat für alle Cocktailfans etwas Erfrischendes

dabei.


5. APRIL 2026 www.grazer.at

szene graz 17

GRAZER VP, SCIENCE BUSTERS

Albert Kriwetz

GEBURTSTAGSKINDER

Am 8. April feiert das Gastro- DER WOCHE

Urgestein seinen 60. Geburtstag. Wir

wünschen alles Gute!

DeZwa sorgten für beste Stimmung beim legendären Osterkonzert im San

PIetro. Die Gäste tanzten und sangen, was das Zeug hielt.

KK

Lend wieder unter Strom

■ Die beliebte Veranstaltungsreihe

Lendstrom startet am 18. April

in ihr zweites Jahr. Es warten Neuerungen,

wie Veranstalter Bernhard

Bauer verrät: „Gemeinsam mit der

Lendcrew, bestehend aus Tamás

Eröss sowie den DJs NoSirNo, Lil

Smörk und Bandersnt, ist es gelungen,

auch das p.p.c. mit ins Boot

zu holen. Nach Gastgartenschluss

wird im p.p.c. weitergefeiert.“ Auch

steht jede Veranstaltung unter

einem eigenen Motto. Der Startschuss

findet im Rahmen des Styrian

Sound Festivals statt. „Unser Ziel

ist es, Lendplatz und den Bezirk

Lend noch lebendiger und attraktiver

zu machen – von der Nachbarschaft

für die Nachbarschaft. Darum

gilt seit Tag eins: Gemeinschaft

statt Profit – alle Veranstaltungen

sind kostenlos“, so Bauer.

Happy Birthday!

Martin Puntigam

Happy Birthday auch an den Kabarettisten

der Science Busters am

Donnerstag, dem 9. April.

Legendäres Osterkonzert

■ Am 2. April verwandelte sich

das San Pietro einmal mehr in

eine Bühne für ein besonderes

musikalisches Highlight: Das legendäre

Osterkonzert zog zahlreiche

Besucher an und begeisterte

von der ersten Minute an mit seiner

einzigartigen Atmosphäre.

Um 20.30 Uhr begann ein

Abend, der ganz im Zeichen großartiger

Live-Musik von DeZwa

stand. Mit viel Energie, Leidenschaft

und musikalischem Feingefühl

schaffte es die Band, das

Publikum sofort in ihren Bann zu

ziehen. Die mitreißenden Klänge

und die spürbare Freude auf der

Bühne sorgten dafür, dass der

Funke schnell auf die Gäste übersprang.

Bernhard Bauer (l.) freut sich gemeinsam mit seinem Team auf das zweite

Jahr von Lendstrom. Gestartet wird heuer am 18. April.

B. GASSER

Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, Doyen Rudi Roth, Konsul Konstanze

Röhrs zusammen mit dem steirischen und Kärntner Konsularischen Korps LK

Größtes Wandprojekt

■ Die österreichische Künstlerin

Carola Deutsch verwandelte im

Februar innerhalb von drei intensiven

Wochen die Eingangshalle

des Hilti-Logistikstandorts in

Nendeln in ein beeindruckendes

Gesamtkunstwerk. Auf einer Fläche

von über 150 Quadratmetern

entstand ihr großformatiges Werk

zum Thema „Raum für Visionen“.

Mit mehr als 130 Litern Farbe und

einer Deckenhöhe von über sechs

Metern stellte das Projekt höchste

Anforderungen an Präzision und

Ausdauer. Am 13. März wurde

dieses bislang größte Wandbild

der Künstlerin feierlich eröffnet.

Ein weiterer bedeutender künstlerischer

Meilenstein, mit dem

Deutsch international Spuren hinterlässt.

„Die Besonderheit dieses

Projekts lag für mich darin, den

Raum nicht nur farblich zu gestalten,

sondern ihn als lebendiges

Ganzes zu verstehen“, erklärt die

Künstlerin.

Bilaterales Konsultreffen

■ Vergangene Woche kam es zu

einem bedeutenden Austausch

zwischen dem steirischen und

dem Kärntner Konsularischen

Korps. Auf Einladung des Kärntner

Landtagspräsidenten, Bürgermeister

Andreas Scherwitzl, reiste

die steirische Delegation mit der

neuen Koralmbahn nach Kärnten.

Im Mittelpunkt des Treffens

stand die gemeinsame Vision, die

„AREA SÜD“ als starken Zukunftsraum

weiterzuentwickeln. Durch

eine intensivere Zusammenarbeit

sollen insbesondere wirtschaftliche

Chancen genutzt, kulturelle

Initiativen gefördert und die internationale

Präsenz der Region

nachhaltig gestärkt werden. In

einer seiner letzten Amtshandlungen

lud auch Landeshauptmann

Peter Kaiser zu einem Empfang.

Als Gastgeschenk wurde eine Steiermark-Torte

überreicht.

Dieser Auftrag war in seiner Dimension außergewöhnlich: Es ist das

bisher flächengrößte Wandbild der Künstlerin.

KARIN NUSSBAUMER


18

eco

graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Sabrina Naseradsky

18 sabrina.naseradsky@grazer.at

Der Plabutschtunnel ist eine zentrale

Schlagader für die steirische

Wirtschaft.“

Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk zur Forderung

der Sozialpartner zu einer Ersatzröhre WOLF

Immer mehr

steirische Patente

Nellie Simon

Das Europäische Patentamt in München verzeichnet immer mehr europäische Patentanmeldungen aus Österreich und der Steiermark. EUROPEAN PATENT OFFICE (2)

TOP. Wir haben mit

Nellie Simon, Vizepräsidentin

des Europäischen

Patentamts, über

die steigende Zahl von

Patenten gesprochen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

ermark und steirische Unternehmen

befinden sich hier unter den

Spitzenreitern. Unter den Topzehn-Unternehmen

bei den Patentanmeldungen

befinden sich

mit ams Osram, Andritz und AVL

List gleich drei Unternehmen aus

Graz und Umgebung.

Österreich verzeichnet ein Plus

von fünf Prozent bei Patentanmeldungen.

Das liegt über dem EU-

Schnitt. Wie steht die Steiermark

im europäischen Ranking da?

Nellie Simon: „Unternehmen

und Forscher aus der Steiermark

haben im vergangenen Jahr

352 Patentanmeldungen beim

EPA eingereicht. Das entspricht

einem Zuwachs von 5,4 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr. Damit

liegt die Steiermark landesweit

auf Platz 3 hinter Wien (550 Patentanmeldungen

beim EPA

im Jahr 2025, +3,6 Prozent) und

Oberösterreich (449, +10,6 Prozent).

Im europaweiten Ranking

liegt die Steiermark auf Rang 53.“

Welche Faktoren machen Universitäten

und Forschungsstandorte

besonders erfolgreich bei Patentanmeldungen?

Welche Rolle

spielen Kooperationen mit der

Industrie oder regionale Innovationsökosysteme

dabei?

Simon: „Eine EPA-Studie

zum Thema zeigt, dass es neben

Insgesamt gab es aus Österreich

im vergangenen Jahr

2253 europäische Patentanmeldungen

beim Europäischen

Patentamt (EPA). Auch die Steider

Qualität der Forschung an

Universitäten und Forschungseinrichtungen

vor allem deren

Fähigkeit ist, die nötigen Mittel

für die Finanzierung von Patentanmeldungen

und letztlich

auch eine klare Strategie zur

Verwertung ihrer Erfindungen

zu generieren. Dabei können

Kooperationen mit der Industrie

oder spezielle Einrichtungen für

den Technologie-Transfer sehr

hilfreich sein. Universitäten sind

besonders dort erfolgreich, wo sie

eng mit Unternehmen, Start-ups

und anderen Forschungseinrichtungen

vernetzt sind. In solchen

Clustern entstehen mehr Patente

und mehr erfolgreiche Ausgründungen.

Umgekehrt fällt es Regionen

mit schwächer entwickelten

Ökosystemen oft schwerer, wissenschaftliche

Erkenntnisse in

wirtschaftliche Anwendungen zu

überführen.“

In welchem Technologiebereich

gab es die meisten Anmeldungen?

Simon: „Die Computertechnik

war auch 2025 das Top-Segment

(+6,1 Prozent gegenüber 2024)

bei europäischen Patentanmeldungen,

getrieben durch einen

Anstieg KI-bezogener Technologien

(+9,5 Prozent) und den stark

wachsenden Bereich der Quantentechnologien

(+37,9 Prozent).

Digitale Kommunikation, einschließlich

der Mobilfunknetze,

liegt auf Rang zwei und verzeichnet

das schnellste Wachstum

(+11,4 Prozent) der führenden Bereiche,

was zum Teil auf den globalen

Wettlauf um die Entwicklung

von 6G-Technologien zurückzuführen

ist. Elektrische Maschinen,

Geräte und Energie belegen den

dritten Platz (+5,3 Prozent) und

profitieren von einem starken

Wachstum bei Batterieinnovationen

(+14,6 Prozent).“

Gibt es so etwas wie eine Boom-

Branche bei Patentanmeldungen?

Simon: „Die drei bereits genannten

Bereiche gehören zugleich

zu den dynamischsten

Technologiefeldern der letzten

zehn Jahre. Diese Felder verzeichnen

seit 2016 Wachstumsraten

von deutlich über 60 Prozent.

Auch Halbleitertechnologien entwickeln

sich sehr stark. Insofern

gehen wir davon aus, dass sich

dieser Trend – beispielsweise in

der Computertechnik, getrieben

durch Künstliche Intelligenz,

sowie im Bereich elektrischer

Maschinen – durch den Boom

bei Batterietechnologien weiter

fortsetzt und digitale Technologien

auch künftig zu den großen

Wachstumstreibern zählen werden.“


5. 5. APRIL APRIL 2026 2026 www.grazer.at

www.grazer.at graz eco 19

TEURER

GETTY (2)

Backwaren +5,5 %

Schlechte Nachrichten für alle, die

Osterbrot lieben: Backwaren sind um

5,5 Prozent teurer geworden.

Saatgut –14,4 %

Gute Nachrichten für alle Bauern:

Saatgut ist im Jahresvergleich um

14,4 Prozent günstiger geworden.

BILLIGER

W I R T S C H A F T

EcoNews

Vorsicht für Trade-

Republic-Kunden

sabrina.naseradsky@grazer.at

Hohe Zufriedenheit

mit dem AMS

■ Eine neue repräsentative

Studie des unabhängigen

Meinungsforschungsinstituts

„marketmind“ stellt dem AMS

Steiermark bei der Kundenzufriedenheit

ein positives Gesamtbild

aus. Laut Studienautorin

Klara Kögerler sind 81,5 Prozent

der befragten Arbeitsuchenden

und Unternehmen mit

der Arbeit des steirischen AMS

zufrieden. Mehr als 90 Prozent

der Unternehmen sind mit der

Zusammenarbeit zufrieden und

97,9 Prozent heben ausdrücklich

die Freundlichkeit hervor.

Leder & Schuh und damit Humanic

bleiben bestehen. ADVANCE CAPITAL

Übernahme nun

abgeschlossen

■ Nach Genehmigung durch

die Wettbewerbsbehörde ist die

Übernahme von Leder & Schuh

durch Advance Capital Partners

und die Mass-Gruppe nun abgeschlossen.

Die neue Gruppe ist in

neun Märkten tätig und zählt mit

einem Jahresumsatz von mehr

als 400 Millionen Euro zu den

zehn größten Schuhhändlern

Europas. Leder & Schuh bleibt

als eigenständiges Unternehmen

mit Sitz in Graz bestehen.

■ Die Polizei warnt die Kunden

der Online-Bank Trade Republic

vor gefälschten Anrufen. Die

Betrüger gehen äußerst professionell

vor: Den Opfern wird –

oft per SMS – suggeriert, dass ihr

Depot oder Konto bei „Trade Republic“

durch einen unbefugten

Zugriff gefährdet sei. Sie werden

aufgefordert, ihr Geld zum

Schutz auf ein Konto im Ausland

zu überweisen. Das sollte man

jedoch auf keinen Fall tun, sondern

die Polizei informieren.

Die Polizei warnt Trade-Republic-

Kunden vor neuer Betrugsmasche. GETTY

In Graz wurden 2025 mehr Wohnungen

verkauft.

REMAX AUSTRIA

Mehr Wohnungen

verkauft

■ Die neueste Auswertung

der Immobilienprofis von Remax

zeigt: 2025 wurden in Graz

zwei- bis viermal so viele Eigentumswohnungen

gehandelt wie

in Salzburg, Linz, Innsbruck,

Klagenfurt oder Bregenz. Insgesamt

wurden im Jahr 2025

3128 Wohnungen verkauft, das

ist ein Plus von 38,9 Prozent.

Der Quadratmeterpreis liegt bei

3340 Euro – ein Plus von 4,2 Prozent

gegenüber 2024.


eco

20 www.grazer.at 5. APRIL 2026

Arbeitslosenzahlen

Moderater Anstieg im März

STATISTIK. Die aktuelle Auswertung der Arbeitslosenzahlen des AMS Steiermark zeigt: Die Arbeitslosigkeit

steigt nur moderat. Im März waren 39.808 Personen arbeitslos. Das ist ein Plus von 3 Prozent gegenüber 2025.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Rechnet man die 8531 Personen

dazu, die sich in einer

Schulung befinden, sind

insgesamt 48.339 Menschen in

unserem Land ohne Beschäftigung.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer

stieg um 1164 Personen

oder 3 Prozent. Die geschätzte Arbeitslosenquote

liegt bei 6,9 Prozent

und damit um 0,2 Prozentpunkte

über dem Vorjahreswert.

In Graz waren im März 20.587

ohne Job. Das ist ein Plus von

3,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum

des Vorjahres.

Auch ist hier die Zahl der Arbeitslosen

am höchsten.

Frauen betroffen

Das Plus in der Gesamtarbeitslosigkeit

betrifft besonders Frauen.

Im Jahresvergleich stieg die Zahl

der arbeitslosen Frauen um 1112

oder 6,9 Prozent. Auch die Zahl

der Langzeitarbeitslosen hat zugenommen.

6955 Betroffene bedeuten

einen Anstieg um 1628

Personen bzw. +30,6 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. Karl-Heinz

Snobe, Landesgeschäftsführer

AMS Steiermark: „Der steirische

Arbeitsmarkt zeigt sich im März

sehr verhalten. Das starke Plus

bei Frauenarbeitslosigkeit hat einerseits

mit dem höheren Pensionsantrittsalter

zu tun, weil mehr

Frauen am Arbeitsmarkt auch die

Arbeitslosigkeit steigen lassen.

Dazu kommt, dass die ,Frauenbranchen‘

Handel, Verwaltung/

Büro, Gesundheit und Reinigung

eine starke Zunahme der Arbeitslosigkeit

erfahren. Diese Entwicklung

zeigt sich mit Ausnahme von

Kärnten in ganz Österreich.

AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe muss vor allem bei der

Frauenarbeitslosigkeit ein Plus verzeichnen.

AMS/TAUSCHER, SCHERIAU

Bienenweiden für Biodiversität

FLEISSIG. BeeWild möchte Landwirte dabei unterstützen, Bienenweiden anzulegen. Diese sichern

Nahrung für Insekten, die wiederum die Kulturpflanzen bestäuben und für Biodiversität sorgen.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

BeeWild, eine Artenschutz-

Initiative, gegründet von

Frutura-Geschäftsführer

Manfred Hohensinner, hat die

Studie „Feeding Biodiversity“

durchführen lassen. Nun wurden

erste Ergebnisse präsentiert:

Landwirtschaftliche Flächen

bieten Bestäubern zu wenige

Nahrungsmöglichkeiten.

Erste Ergebnisse

Untersucht wurden zwölf Standorte

in der Steiermark und in

Niederösterreich über den Zeitraum

2024 bis 2026. Dabei wurden

Blütenzahlen, Nektar- und

Pollenmengen sowie Blütenbesucher

erfasst. Die Studie wurde von

der steirischen Biologin Kathrin

Grobbauer geleitet und vom Bestäuberexperten

Robert Brod-

schneider fachlich begleitet.

Erste Ergebnisse zeigen, dass

auf den BeeWild-Bienenweiden

durchschnittlich 37-mal mehr

Blüten als auf vergleichbaren

Ackerflächen gezählt wurden – in

Spitzenzeiten sind es bis zu 2000-

mal mehr. Rund 75 Prozent der

Kulturpflanzen sind aber

auf die Bestäubung angewiesen.

„Ohne Bestäuber

gefährden

wir die heimische

Lebensmittelversorgung

massiv“,

erklärt Hohensinner.

BeeWild möchte daher

auf praxisnahe Lösungen

setzen und Landwirte

unterstützen, mindestens zehn

Prozent ihrer Betriebsfläche als

mehrjährige Bienenweiden anzulegen.

Diese sichern Nahrung für

die Bestäuber und leisten damit

einen Beitrag zur Biodiversität.

Manfred Hohensinner, Ariane Pfleger, Kathrin Grobbauer, Elisabeth Pölzler-

Schalk und Robert Brodschneider (v. l.) bei der Pressekonferenz DIE MOSBACHERS, GETTY


5. APRIL 2026 www.grazer.at eco

21

FH-Campus02-Geschäftsführer Erich Brugger, FH-Campus02-Rektorin

Kristina Edlinger-Ploder und WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v. l.)LUEF

Bildung als Grazer

Wirtschaftsmotor

TOP. Seit 30 Jahren ist die FH Campus02 eine der

wichtigsten Bildungsstätten für die Wirtschaft.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Besonders die berufsbegleitende

Ausbildung macht

die FH Campus02 nicht nur

für die Studierenden, sondern

auch für Unternehmen so interessant.

Doch auch hier geht es wie bei

vielen anderen Institutionen um

das liebe Geld. „FHs sollen Forschung

betreiben. Da wir aber

keine Forschungsförderung erhalten,

müssen wir uns bei Fördergebern

durchsetzen oder die

direkte Zusammenarbeit mit Unternehmen

suchen. Das stellt uns

vor große Herausforderungen“,

erklärt FH-Campus02-Rektorin

Kristina Edlinger-Ploder.

In den letzten fünf Jahren ist es

der FH jedoch gelungen, pro Jahr

eine Million Euro an Drittmitteln

einzunehmen. Dadurch konnten

Leitfäden und Programme entwickelt

werden, die besonders

KMUs zugutekommen. „Gerade

kleine und mittlere Betriebe

haben nicht das Personal und

die Kapazitäten, Forschung und

Entwicklung zu betreiben. Daher

sind Forschungsprojekte gerade

für solche Unternehmen so wichtig.

Wir arbeiten als Hochschule

daher direkt mit der steirischen

Wirtschaft zusammen“, so die

Rektorin.

Wichtig

„Jedes Jahr werden 200 Unternehmen

durch unsere Forschung

unterstützt. Die Ergebnisse der

Forschungsprojekte gehen auch

direkt in die Lehre. Wichtig ist,

dass die Studierenden in Unternehmen

direkt etwas umsetzen

können“, weiß Erich Brugger, Geschäftsführer

der FH Campus02.

Denn immerhin sind 75 Prozent

der Studierenden berufstätig. Was

sie also in ihrem Studium lernen,

können sie direkt in ihren Unternehmen

umsetzen.

„Es macht uns als WKO natürlich

sehr stolz, dass aus der Idee

heraus, berufsbegleitende Studien

zu machen, eine 30-jährige Erfolgsgeschichte

der FH Campus02

geworden ist, die sich sehen lassen

kann. Es werden die Menschen

ausgebildet, die in der Wirtschaft

verankert sind. Die Führungskräfte

für die Wirtschaft“, ist WKO-Steiermark-Direktor

Karl-Heinz Dernoscheg

stolz.


22

viva

Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Solidarität und Zusammenhalt

sind Grundpfeiler unserer

Gesellschaft.“

Julia Zotter, GF von Zotter Schokolade, spricht über die

Zusammenarbeit mit den VinziWerken. SPAR AG / WERNER KRUG

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Kochen mit Osterresten

Ines Brunner und Thomas Mühlbacher

von Feelgood

FEELGOOD

Neue Geräte für

Seiersberg-Pirka

■ Feelgood ist ein Bewegungsstudio

für Gesundheit und

Mobilität bis ins hohe Alter.

Derzeit gibt es zwei Standorte,

einen in Seiersberg-Pirka

und einen in Kalsdorf, mit insgesamt

rund 700 Mitgliedern.

Aufgrund der hohen Nachfrage

wird der Standort Seiersberg-

Pirka um einen weiteren Gerätesatz

erweitert. Dadurch sollen

Wartezeiten reduziert und der

Trainingskomfort verbessert

werden. Die Lieferung der Geräte

erfolgt in der Woche nach

Ostern. Mit diesem Ausbau

wird das Studio in Seiersberg-

Pirka zum ersten Feelgood-

Doppelstudio in Österreich.

Am Freitag, dem 10. April, von

9 bis 17 Uhr sowie am Samstag,

dem 11. April, von 9 bis 12 Uhr

finden Tage der offenen Tür

statt. Interessierte haben die

Möglichkeit, das Studio kennenzulernen

und ein Probetraining

zu absolvieren.

NACHHALTIG.Wir haben den renommierten Grazer Szenekoch Christof

Widakovich nach seinen besten Restl-Rezepten nach der Osterjause gefragt.

WEISSE KRENSUPPE

MIT KNUSPRIGEM

OSTERSCHINKEN

Zutaten (für ca. 4 Personen):

• 1 Zwiebel, fein gehackt

• 150 g Sellerieknolle, klein gewürfelt

• 1 EL Butter + 1 EL Öl

• 100 ml Weißwein

• 700 ml Gemüsefond

• 250 ml Schlagobers

• Salz, weißer Pfeffer

• frisch geriebene Muskatnuss

Zum Abschmecken:

ca. 2–4 EL frisch geriebener Kren (je

nach gewünschter Schärfe)

Einlage: 100–150 g Osterschinken,

klein gewürfelt, frische Frühlingskräuter

(z. B. Schnittlauch, Petersilie)

Zubereitung:

Zwiebel und Sellerie in Butter und Öl

bei mittlerer Hitze sanft anschwitzen

lassen, ohne dass sie Farbe nehmen.

Mit Weißwein ablöschen und einige

Minuten einkochen lassen, bis die

Flüssigkeit deutlich reduziert ist.

Den Gemüsefond zugießen und alles

etwa 15–20 Minuten leise köcheln

lassen, bis der Sellerie weich ist. Anschließend

das Obers einrühren und

die Suppe fein pürieren. Für eine besonders

elegante Textur durch ein

feines Sieb passieren. Nun mit Salz,

weißem Pfeffer und etwas frisch geriebener

Muskatnuss abschmecken.

Erst ganz zum Schluss den frisch

geriebenen Kren einrühren und die

Suppe nochmals kurz aufmixen – so

bleibt seine feine Schärfe erhalten.

Währenddessen den gewürfelten

Osterschinken in einer Pfanne ohne

zusätzliches Fett knusprig braten.

Die Suppe in vorgewärmten Tellern

oder Schalen anrichten, mit den

knusprigen Schinkenwürfeln und frischen

Kräutern vollenden und sofort

servieren.

Hinweis:

Die Balance dieser Suppe lebt vom

Zusammenspiel aus Milde und

Schärfe: Lieber den Kren schrittweise

zugeben und abschmecken,

als ihn von Anfang an zu stark zu

dosieren.

MAYONNAISE AUS GEKOCHTEN EIERN

Zutaten (für ca. 1 kleines Glas):

• 2 hart gekochte Eier

• 1 TL Senf

• 1–2 TL Zitronensaft oder milder Essig

• ca. 80–120 ml neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)

• Salz, frisch gemahlener Pfeffer

• optional:

• 1–2 EL Naturjoghurt oder etwas Wasser (für eine leichtere Konsistenz)

Zubereitung:

Die Eier schälen und die Eigelbe vorsichtig vom Eiweiß trennen. Die Eigelbe möglichst

fein zerdrücken – idealerweise durch ein Sieb streichen oder mit einer Gabel sehr

glatt arbeiten. Eigelb mit Senf und Zitronensaft zu einer homogenen Paste verrühren.

Nun das Öl zunächst tropfenweise, dann in einem feinen Strahl unter ständigem

Rühren oder Mixen einarbeiten. So entsteht nach und nach eine stabile, cremige

Emulsion. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte die Konsistenz zu fest sein, lässt

sich die Mayonnaise mit etwas Wasser oder Joghurt behutsam glätten.

STEIRISCHE OSTERSCHINKENKNÖDEL

mit brauner Butter und Asmonte

Zutaten (für ca. 4 Personen):

• 400 g Osterbrot (nicht zu süß), in

grobe Würfel geschnitten

• 150 g Osterschinken, fein gewürfelt

• 1 kleine Zwiebel, fein gehackt

• ca. 30 g Butter (für die Masse)

• 125–180 ml Milch (je nach Trockenheit

des Brotes)

• 4 Eier

• Salz, frisch gemahlener Pfeffer

• frisch geriebene Muskatnuss

• ggf. 1–2 EL Semmelbrösel

Zum Servieren:

• ca. 70–100 g Butter (für die braune

Butter)

• frisch geriebener Asmonte

Zubereitung:

Das gewürfelte Osterbrot in eine große Schüssel geben.

Die Zwiebel in der Butter bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Den gewürfelten

Schinken hinzufügen und kurz mitdünsten, bis er aromatisch ist. Anschließend mit

der Milch aufgießen, leicht erwärmen und mit etwas Salz, Pfeffer und frisch geriebener

Muskatnuss würzen.

Die warme Mischung gleichmäßig über das Brot gießen und vorsichtig vermengen.

Die Eier hinzufügen und alles locker, aber gründlich

unterheben.

Nun den Teig etwa 10–15 Minuten ruhen lassen,

damit das Brot

die Flüssigkeit aufnehmen kann. Danach die Kon­ sistenz prüfen:

Die Masse soll saftig, aber formbar sein. Ist sie zu feucht, etwas

Semmelbrösel einarbeiten; wirkt sie zu trocken,

vorsichtig noch

etwas Milch ergänzen. Mit angefeuchteten Händen

gleichmäßige Knödel formen.

In einem großen Topf Salzwasser zum Sieden

bringen und die Knödel darin 10–12 Minuten

sanft ziehen lassen (nicht sprudelnd kochen),

bis sie an die Oberfläche steigen. Währenddessen

die Butter in einer Pfanne langsam

erhitzen, bis sie goldbraun wird und nussig

duftet. Die Knödel aus dem Wasser heben,

gut abtropfen lassen, auf vorgewärmten Tellern

anrichten und großzügig mit brauner Butter

übergießen. Mit frisch geriebenem Asmonte

vollenden und sofort servieren.

KK

GETTY


5. APRIL 2026 www.grazer.at

graz viva 23

IN

GETTY (2)

Zoltan Galamb bei einem seiner zahlreichen Auftritte in einem Pflegewohnheim.

Die Konzerte stärken das Gemeinschaftsgefühl. FOTO FISCHER / STADTGRAZ

Konzerte im Pflegeheim

Straight-Fit-Jeans

Die Silhouetten werden dieses Jahr

wieder enger. Auch bei Jeans wird vermehrt

zu engeren Varianten gegriffen.

■ „Musik erreicht Menschen

auf eine Weise, die Worte oft

nicht können. Sie schafft Nähe,

weckt Erinnerungen und bringt

Freude in den Alltag. Gerade im

Pflegebereich ist das von unschätzbarem

Wert“, erklärt Pflegestadtrat

Robert Krotzer. Viele

ältere Menschen können selbst

keine Konzerte mehr besuchen.

Darum führt die Stadt Graz das

Projekt „Musik im Pflegewohnheim“

weiter fort. Das Projekt

soll sowohl ein kulturelles Angebot

schaffen als auch ein

gemeinsames Erlebnis für die

Bewohner bieten. Professionelle

Musiker bringen ihre Musik

– von Operette bis hin zu Volksliedern

– direkt in die Pflegewohnheime

und tragen so dazu

bei, das Gemeinschaftsgefühl

zu stärken und Erinnerungen zu

aktivieren.

Baggy Pants

Wide-Leg-Fits und Baggy Pants werden

nach mehreren Jahren heuer durch

schmale Silhouetten ersetzt.

Lehrordination Med Uni

OUT

■ Das Institut für Inklusive Medizin

der Barmherzigen Brüder

Kainbach ist nun eine zertifizierte

Lehrordination der Medizinischen

Universität Graz.

Medizinstudierende können somit

im Rahmen ihres Klinisch-

Praktischen Jahres dort einen

Ausbildungsmonat in der Allgemeinmedizin

mit dem Schwerpunkt

Inklusive Medizin absolvieren.

„Ziel ist es, Hemmungen

abzubauen und Kompetenz

aufzubauen – damit inklusive

Gesundheitsversorgung künftig

selbstverständlicher Teil der Regelversorgung

wird“, erklärt Ehrentraud

Roitner, Leiterin des

Instituts für Inklusive Medizin.

Damit wird ein bedeutender

Schritt für die inklusive Gesundheitsversorgung

gesetzt.

Offizielle Anerkennung als Lehrordination: Friedrich Rous, Ehrentraud

Roitner und Frank Prassl präsentieren das Zertifikat. BARMHERZIGE BRÜDER / LYDIA HAIDER


24 viva

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Ab in die Buschenschänken

HERRLICH. Sie geht wieder los, die Buschenschank-Saison. Landauf, landab warten zahlreiche ausgezeichnete

Buschenschänken mit steirischen Köstlichkeiten und herrlichen Weinen auf die Gäste.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Gerade jetzt, wo der Frühling

da ist und die Natur

erwacht, ist die perfekte

Zeit, einen Ausflug zu einer Buschenschank

zu unternehmen.

Wenn man davor noch einen

Spaziergang in der wunderschönen

steirischen Landschaft unternimmt,

hat man sich die Jause

doppelt verdient.

Ausgezeichnet

In der Steiermark gibt es über 800

Weinbaubetriebe, die auch eine

Buschenschank führen. Rund 70

davon dürfen das Prädikat ‚Ausgezeichnete

Buschenschank‘

führen. Diese Buschenschänken

liefern auch das exemplarische

Motto: „Man genießt am besten

vor Ort, denn nur im Zusam­

menspiel von Essen, Menschen,

Kultur und Landschaft zeigt das

Weinland sein ganzes Potenzial.“

Die meisten Buschenschänken

bestechen jedoch nicht nur

mit ihren qualitätsvollen Weinen

und der ausgezeichneten Kulinarik,

sondern auch mit ihrer hervorragenden

Lage und einzigartigen

Ausblicken. Eine davon

ist die Buschenschank Bernhart

im Vul kanland. Von der Terrasse

genießt man einen besonderen

Blick auf die Riegersburg.

Aber auch die kleinen Gäste

kommen nicht zu kurz. Obstsäfte,

Kinderspielplätze und eigene

Kinderoptionen machen den Besuch

auch für die Kleinsten zum

Erlebnis.

Unter steiermark.wine/

buschenschanksuche findet man

die besten Buschenschänken unseres

Landes.

GenussCard wird jetzt digital

Die GenussCard wird digital und bekommt

zwei neue Mitglieder. GENUSS CARD

■ Die GenussCard setzt einen

weiteren Entwicklungsschritt:

Künftig wird die Gästekarte digital

am Smartphone ausgegeben

(„Digital First“) und damit

für Urlaubsgäste noch einfacher

nutzbar. Gleichzeitig wächst das

Partnernetzwerk: Mit dem Vulkanland

Camping Resort Riegersburg

sowie dem Saziani –

Restaurant & Hotel im Weinort

Straden schließen sich zwei weitere

Betriebe der Initiative an.

Nur in der Lieblingsbuschenschank zu finden: eine typisch steirische Jause,

ein gutes Glas Wein und ein herrlicher Ausblick ins Steirerland. STG/TOM LAMM



mobil

graz

26 www.grazer.at 5. APRIL 2026

26

Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Das wird keine Spritpreisbremse,

sondern ein Spritpreistreiber.“

Jürgen Roth, Obmann des Fachverbands Energiehandel,

über die Verordnung der Regierung FISCHER

Sicherer Saisonstart:

Wenn das Visier wieder einrastet,

beginnt für Motorradfans die

schönste Zeit des Jahres. GETTY (2)

KURVENFEELING.

Nach der Winterpause

braucht es wieder

volle Konzentration

und eine perfekt

gewartete Maschine.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Mit Ostern und den ersten

warmen Sonnenstrahlen

erwacht in Graz die

Lust auf die Freiheit auf zwei Rädern.

Traditionell markiert das

Osterwochenende für viele Biker

den offiziellen Startschuss in die

Saison. Doch Vorsicht: Nach der

Winterpause sind Technik und

Routine oft eingerostet und brauchen

Zeit.

Bevor die erste Tour startet, ist

ein gründlicher Check Pflicht.

Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor

der

ÖAMTC-Fahrtechnik, rät:

Prüfen Sie alle Flüssigkeiten

wie Motoröl, Brems- und Hydraulikflüssigkeit

sowie das Kühlmittel

auf Stand und Zustand. Auch die

Elektrik verdient volle Aufmerksamkeit

– Licht, Blinker, Hupe und

das Bremslicht müssen absolut

zuverlässig funktionieren. Nach

der Standzeit benötigt die Batterie

oft eine zusätzliche Ladung. Besonders

wichtig sind die Reifen:

Prüfen Sie Luftdruck und Zustand

genau. Zwar liegt die gesetzliche

Mindesttiefe bei 1,6 mm, doch der

ÖAMTC empfiehlt für die Sicherheit

mindestens 2,0 mm. Werfen

Sie zudem einen Blick auf den Antriebssatz.

Lassen sich Kette oder

Ritzel trotz korrekter Spannung

deutlich abheben, ist ein Tausch

des gesamten Satzes inklusive

Bremse oder Bumerang?

SPRITPREIS-CHECK. Zehn Cent weniger an unseren Zapfsäulen: Warum

der Energiehandel warnt und wozu der ÖAMTC rät, um zu sparen.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Die Spritpreise in Graz erreichten

zuletzt Rekordwerte:

Standard-Diesel

(B7) kletterte im März im Schnitt

um 70 Cent, Benzin um 40 Cent.

Seit 2. April, 12 Uhr, greift die

„Spritpreisbremse“, die in Summe

10 Cent Entlastung bringen

soll. Doch Jürgen Roth, Obmann

des Energiehandels, warnt vor

einem „Bumerang“. Er befürchtet,

dass die verordnete Senkung

den Wettbewerb verzerrt und die

Versorgungssicherheit gefährdet.

Besonders kleine Tankstellen im

steirischen ländlichen Raum

stünden unter enormem

wirtschaftlichen Druck und

hätten existenzielle Ängste, da

sie die Preissenkungen kaum gegenfinanzieren

können.

Tipps für Osterverkehr

Der ÖAMTC bezeichnet die

10 Cent als „keinen großen Wurf“

und rät Reisenden zu einem genauen

Preisvergleich. Wer ins Ausland

fährt, sollte wissen: In Ungarn

und der Slowakei profitieren oft

nur Einheimische von staatlichen

Rabatten – Österreicher zahlen

meist den vollen Preis. Günstiger

könnte es hingegen in Italien,

Slowenien oder Kroatien sein, sofern

man abseits der Autobahnen

tankt. Dort gelten oft staatlich regulierte

Höchstpreise, die deutlich

unter dem heimischen Schnitt

liegen. Allgemein gilt für die Feiertage:

nicht mit der letzten Reserve

losfahren, da vereinzelt mit leergekauften

Tanks zu rechnen ist.

Wer sparen will, sollte zudem

auf eine vorausschauende

Fahrweise und den korrekten

Reifendruck

achten – das reduziert

den

Verbrauch

oft stärker als

jede staatliche

Bremse.

GETTY

Modernstes Ambiente & erstklassiger

Service bei Gady GASSER BENJAMIN

Neueröffnung

bei Toyota Gady

■ Kürzlich feierte Toyota Gady

die Neueröffnung seines umfassend

modernisierten Standorts

in Seiersberg. Zahlreiche

Gäste nutzten die Gelegenheit,

einen Blick auf den neu gestalteten

Schauraum und die

optimierten Servicebereiche

zu werfen. Der Umbau bringt

mehr Komfort, moderne Infrastruktur

und ein noch besseres

Kundenerlebnis – ganz im

Sinne von Qualität, Innovation

und Nachhaltigkeit.

Das Team von Toyota Gady

bedankt sich herzlich für den

zahlreichen Besuch und das

große Interesse.


5. APRIL 2026 www.grazer.at

mobil graz 27

GETTY (2)

... in Graz

Nur 5 Cent beträgt die Steuerreduktion

der „Bremse“, den

Rest tragen die Tankstellen.

SPRIT-STEUER

WER „BREMST“ STÄRKER?

5 Cent : 25 Cent

... in Mailand

Italien hat deutlich mehr

getan, Steuern wurden um

25 Cent pro Liter gesenkt.

Ab auf den Asphalt

Zahnkranz ratsam. Nur ein technisch

einwandfreies Bike garantiert

echten Fahrspaß und die nötige

Sicherheit auf der Straße.

Sicher fahren

Menschliche Routine braucht

Zeit, denn nach der Pause ist man

fehleranfälliger. Fahren Sie daher

besonders defensiv, konzentriert

und kontrolliert, um Risiken auf

den ersten Kilometern zu minimieren.

Ein ausreichender Sicherheitsabstand

verschafft Ihnen

dabei den nötigen Spielraum.

Achtung: Im Frühjahr lauern

Gefahren wie Rollsplitt, Streusalzreste

oder verschmutzte Fahrbahnen,

die vor allem auf wenig befahrenen

Nebenstraßen schnell

zum Risiko werden können.

Kalter Asphalt bietet am Morgen

deutlich weniger Grip, wodurch

sich Bremswege verlängern.

Dunkle Flecken in Kurven

können zudem gefährliche Öloder

Kraftstoffreste sein.

Die ÖAMTC-Fahrtechnik-Zentren

bieten ideale Bedingungen,

um unter professioneller Anleitung

wieder Sicherheit zu gewinnen.

In den speziellen Trainings

werden Kurventechnik, optimale

Blickführung, effektive Notbremsungen

und das rasche Reagieren

auf Gefahren intensiv aufgefrischt.

Es ist der sicherste Weg, das eigene

Können nach dem Winter wieder

auf das gewohnte Level zu bringen

und die Schräglage

sicher zu be-

herrschen. Ein besonderer Anreiz

für heimische Biker: Die Teilnahme

an den Trainings wird finanzi-

ell unterstützt. In der Steiermark

sowie in weiteren Bundesländern

gibt es attraktive Förderungen von

bis zu 100 Euro. So gelingt der Sai-

sonstart nicht nur sicher, sondern

auch kosteneffizient. Infos dazu

gibt es beim ÖAMTC. Denken Sie

immer an die Schutzkleidung und

meiden Sie konsequent den Toten

Winkel anderer Fahrzeuge. Wer

vorausschauend fährt und Ge-

fahren frühzeitig erkennt, kommt

entspannt durch das Jahr.

Genießen Sie den Frühling auf

zwei Rädern und kommen Sie

nach jeder Tour wieder gesund

nach Hause!

Das Zusammenspiel

von Mensch und Technik

macht die Faszination auf

zwei Rädern aus.


28

sport

graz

www.grazer.at 5. APRIL 2026

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

28

Erste von vier

Final-Chancen

■ Nach dem 4:0-Sieg in Graz

stehen die Graz 99ers heute

schon vor dem Einzug ins Finale

der ICE Hockey League. Ab

16.30 Uhr treten Lukas Haudum

und Co wieder in Fehervar

an und könnten dort mit einem

Sieg einen neuerlichen „Sweep“

feiern, also einen 4:0-Sieg in der

„Best of seven“-Serie. Das Spiel

wird live auf ORF Sport+ übertragen.

Bei einer Niederlage in

Ungarn hätten die Grazer aber

weitere drei Chancen auf den

ersten Finaleinzug der 99ers-

Vereinsgeschichte. Am Dienstag

nach Ostern könnte man dann

auf heimischem Eis im Liebenauer

Bunker in die Endspielserie

einziehen.

Es muss sich was ändern.

Das fahrerische Können

muss in den Vordergrund.“

Ex-Red-Bull Motorsportberater Helmut Marko

über das neue Formel-1-Reglement GEPA

Hochspannung trifft

auf HSG-Hoffnung

Markus Höfer und die Handballer der HSG Graz wollen den Sprung ins Viertelfinale unbedingt schaffen. GEPA

Kilian Zündel und Co haben heute

die Chance aufs Finale.

GEPA

ENDSPURT. Spannend

wie noch nie ist die

Handball-Liga heuer.

Vor den letzten drei

Spielen geht es für die

HSG Graz um mehr als

nur das Viertelfinale.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Ein wenig Durchschnaufen

ist in der HLA Meisterliga

an diesem Wochenende

für die HSG Graz angesagt.

Am Samstag, 11. April, geht es

dann in die heiße Schlussphase.

Drei Runden vor dem Ende liegen

Nemanja Belos und Co auf

Platz zehn, nur zwei Zähler hinter

Platz acht und dem Viertelfinale.

„Wenn wir die letzten drei

Spiele gewinnen, sollte alles klar

sein“, sagt „Mister HSG“ Michael

Schweighofer. Zuerst kommt

Hollabrunn in den Sportpark, am

14. April geht es dann in Bregenz

weiter, ehe am 18. Leader Vöslau

nach Graz kommt.

„Die sportliche Entwicklung

passt, die Ergebnisse aber nicht“,

bilanziert Schweighofer. Viele

enge Partien sind knapp verloren

gegangen. „Fünf Punkte mehr

und wir wären ganz woanders.“

Besonders schmerzen den HSG-

Obmann die beiden Steirerderbys

gegen Bruck/Trofaiach und Bärnbach/Köflach.

„In beiden Spielen

haben wir den Gegner bis zur

Halbzeit dominiert, am Ende das

Spiel aber noch verloren.“ Dem

gegenüber steht ein Punktgewinn

in Hard. „Das haben wir auch

ewig nicht geschafft“, sagt Michael

Schweighofer nicht ohne Stolz.

Katastrophe

Eine so spannende Liga wie heuer

hat er jedenfalls noch nie erlebt.

„Bregenz ist aktuell Letzter, und

auch die Fivers könnten noch ins

Abstiegs-Play-off rutschen.“ Womit

wir beim Thema wären. Diese

Runde der letzten vier Teams

gilt es für Schweighofer unter

allen Umständen zu vermeiden.

„Durch die Punkteteilung und

eben weil es so eng ist, starten

dann alle wieder quasi bei null.

Das wird ein richtiges Gemetzel.“

Der Gang in die zweite Liga wäre

vor allem wirtschaftlich eine Katastrophe.

„Wen es da erwischt,

der explodiert“, ist sich Schweighofer

sicher. Denn das würde bedeuten:

weniger Medienpräsenz,

weniger Aufmerksamkeit, weniger

Sponsorgeld in einer ohnehin

angespannten Zeit.

Darum schauen die Grazer

auch von Spiel zu Spiel. Die neuerliche

zweiwöchige Pause zwischen

dem Sieg gegen Schwaz

(bei dem der „Grazer“-VIP-Klub

wieder bestens mit Prominenz

aus Sport und Politik gefüllt war)

und dem nächsten Spiel gegen

Hollabrunn kommt der HSG Graz

sogar ein wenig entgegen. „Nemanja

Belos ist immer noch nicht

ganz bei 100 Prozent und Luki

Schweighofer hat Problemchen

mit den Bandscheiben – da tut die

Pause gut.“

Bürgermeisterin Elke Kahr im VIP-

Klub mit Michi Schweighofer

KK


5. APRIL 2026 www.grazer.at

sport graz 29

OHA!➜

GEPA (2)

Ilzer in der New York Times

Die renommierte Zeitung brachte

in der Länderspiel-Pause eine Story

über Hoffenheim-Coach Chris Ilzer.

Hiobsbotschaft für Sturm

Der überragende Offensivspieler

Otar Kiteishvili fällt den Grazern im

Hit bei Rapid verletzt aus.

OJE!

Das Vorgeplänkel ist beendet

BASKETBALL. UBI Graz startet am Ostermontag gegen die Basket Flames in die Halbfinalserie.

Nach einer klaren Niederlage in der Meisterschaft sind die Grazerinnen jedenfalls gewarnt.

Manchmal kann eine Niederlage

auch etwas Gutes

haben. Im Jänner hat

UBI Graz zu Hause gegen die Basket

Flames eine bittere 45:67-Niederlage

einstecken müssen, die

jetzt vielleicht dazu beiträgt, dass

UBI die Wienerinnen im Semifinale

nicht auf die leichte Schulter

nimmt. „Wir werden versuchen,

sie mit viel Pressing körperlich zu

fordern, denn auch wenn sie drei

sehr gute Spielerinnen haben –

von der Bank haben wir mehr

Qualität“, sagt Trainerin Theresa

Petricevic. Dazu kommt, dass

die Flames auch Ex-UBI-Spielerin

Rebekka Kalaydjiev verloren ha-

ben, die nach Australien gewechselt

ist.

In ihrer Mannschaft ortet Neo-

Coach Petricevic „viel Energie

und große Motivation“ vor dem

Start ins Halbfinale. „Wir wollen

natürlich mit einem Sieg starten,

denn sonst ist der Druck sehr

hoch und du stehst in der ‚Best of

three‘-Serie gleich mit dem Rücken

zur Wand.“ Für Petricevic ist

ihr erstes Play-off-Spiel als Headcoach

„auf alle Fälle etwas Besonderes.

Auch weil das Spiel live

übertragen wird und man bei den

Time-outs hört, was ich sage“, sagt

sie und lacht. Positiv: Simone Sill

ist wieder fit.

KM

Simone Sill (l.) steht UBI zum Semifinalstart wieder zur Verfügung.

GEPA

Strasser siegt bei Unknown Race

Christoph Strasser jubelt in Reus

über den Start-Ziel-Sieg.

STRASSER

■ Unter 48 Stunden wollte

Ultra- Radsport-Ikone Christoph

Strasser beim „Unknown

Race“ in Katalonien bleiben.

Mit einem Tag, 18 Stunden und

55 Minuten blieb er deutlich

darunter und holte nach Platz

zwei im Vorjahr heuer den Sieg

in dem 1000-Kilometer-Rennen.

Der Wahl-Grazer trotzte

den Sturmböen, die ständiger

Begleiter waren, und feierte in

Reus, südlich von Barcelona, einen

Start-Ziel-Sieg.

Rätsel-Lösung vom 29.3.2026

F H A A O

G R A Z G E H T I M M E R

I A E R A D U O D D

S T O E R U S E R T E A

Z E H N M E T E R T U R M

E I S N E N A B M

B I O F E S T D R A M A

R F O R T S W A A L

T I E F W E I H E V O L L

I N N E R E I A G E A E

G I N I N U K L A D E

E T B I S N E

Lösung:

S T A D E C K

O R A N I E R VINZI-

K A N U R I MARKT

H A

R

I N B U C H E

G R U A B N

Lösung:

VINZIMARKT

Sudoku-Lösung

vom 5.4.2026

1 2 9 3 4 5 7 8 6

6 8 4 2 7 9 1 3 5

5 3 7 6 1 8 2 9 4

3 4 5 1 8 6 9 7 2

2 7 1 5 9 4 8 6 3

9 6 8 7 3 2 5 4 1

4 5 2 8 6 7 3 1 9

7 9 3 4 2 1 6 5 8

8 1 6 9 5 3 4 2 7


30 grazer sonntag

www.grazer.at 5. APRIL 2026

SO ISST GRAZ

Der Gasthof Lammer präsentiert ...

... Bärlauchrisotto

mit Garnelen

Küchenchefin Beate Lammer mit

dem Bärlauchrisotto KK (2)

Wer auf der Suche nach klassischer

Wirtshauskultur ist, wird beim

Gasthof Lammer in Gratwein-Straßengel

fündig. Das Lokal in Fußnähe zum

Bahnhof und zur Wallfahrtskirche Maria

Straßengel bietet saisonale und heimische

Speisen. Wer

sich davon überzeugen

möchte,

kann das Bärlauchrisotto

nachkochen.

LEO

Zutaten:

Pesto: 140 g Bärlauch,

25 g Pinienkerne,

1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 250 ml Olivenöl,

1 EL Parmesan (gerieben); Risotto:

2 Zwiebeln, 40 g Butter, 300 g Risottoreis,

ein Schuss Weißwein, 800 ml Gemüsebrühe,

60 g Butter, 800 g Garnelen

(8/12 ohne Kopf und Schale), Öl, Salz,

Pfeffer

Zubereitung:

Für das Bärlauchpesto den Bärlauch waschen

und trockenschütteln. Die Pinienkerne

in einer Pfanne kurz anrösten und

abkühlen lassen. Danach alle Zutaten

mit einem Pürierstab zu einer cremigen

Masse vermengen. Für das Risotto die

Zwiebeln schälen und würfelig schneiden.

Die Butter in einem Topf zerlassen

und die Zwiebeln darin glasig werden

lassen, den Reis einrühren und auch

glasig werden lassen. Mit Weißwein

ablöschen und einkochen lassen. Bei

mittlerer Hitze unter Rühren nach und

nach mit der Gemüsebrühe aufgießen,

bis die gewünschte Konsistenz erreicht

ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, die gewünschte

Menge Pesto unterrühren und

zum Schluss die Butter untermischen.

Die Garnelen mit Salz und Pfeffer würzen,

in einer Pfanne Öl erhitzen und die

Garnelen darin beidseitig anbraten. Das

Risotto anrichten und mit den gebratenen

Garnelen belegen. Mahlzeit!

GRAZWORTRÄTSEL

Grazer

Sängerschaft

seit 1888

"das steirische

Fest in

Graz"

poetisch

für "Wohltat,

Erfrischung"

"schmusen"

in

Kindersprache

italien.

Tenor

† 1921

(Enrico)

flaches,

langes,

schmales

Holzstück

Grazer

Bürgermeisterin

(Elke)

Wasservögel

im

Grazer

Stadtpark

selten

Eroberer

Halbton

über h

zugänglich,

aufgeschlossen

Lösung:

SUDOKU

11

7

pädagog.

Projekt am

Lustbühel

(3 Wörter)

Salzlake

sportlich,

ehrenhaft

3

Berg beim

Isonzo

öst. Arbeitnehmerbund

Zusammenkunft

Zeichen für

Rhodium

Fest in der

Wr. Hofburg

Navigationssystem

öffentliches

Verkehrsmittel

Gemahlin

Thors

10

2

6

brasilian.

Fußballer †

Abgeklärtheit

Verkehrsweg

beim

ORF-Studio

Kurier

12

bildwirksam

Namensgeber

e. Straße

in Jakomini

Riesenspaß

Platzdeckchen

total

verstopft

Zeichen

für Tellur

Gemenge

von Kot,

Harn und

Einstreu

blassrot

modern

Abk. für

"umgangssprachlich"

Zuschauer

am

Tatort

Gangsterboss

bei

Brecht †

(Arturo)

europ. Staatenbündnis

Wortteil

für "Harn"

Feuchtbiotop

an

Flüssen

canceln,

streichen,

abblasen

Zeichen

für Selen

respektlos,

impertinent

13

4

Nutztier

der

Lappen

Muttertier

mit

Ferkeln

Teufel

Museum

in der Herrengasse

5

Opernlied

Dienstraum,

Office,

Kanzlei

in der

Schwebe

Initialen

Gogols †

Zeichen für

Nobelium

Tochter des

Agamemnon

Senkblei

Rätsellösungen: S. 29

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

5 8

4 1 5

8

6 9 7

2 1 9 3

3 2 1

4 8

3 5

8 6 9 4 2

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8


5. APRIL 2026 www.grazer.at

grazer sonntag 31

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 5. APRIL

WOHIN AM SONNTAG

Süditalienisches Fest in Graz

Genuss aus Italien am Karmeliterplatz:

Tipico Eventi kommt zum

ersten Mal mit dem Süditalienischen

Fest nach Österreich, um

die Düfte, Farben und Köstlichkeiten

Süditaliens zu präsentieren.

Heute findet der vierte Tag des

süditalienischen Fests in Graz

statt. Von 11 bis 22 Uhr können

Besucher Streetfood mit süditalienischen

Gerichten genießen,

live bei Produktzubereitungen

zusehen und sich auf eine kleine

Reise nach Süditalien begeben.

Floßfahrten auf der Mur

Um 10 Uhr startet heute am

Stadtstrand die öffentliche Floßfahrt.

Besucher können auf der

Mur ein einmaliges Abenteuer

mit den Floßfahrten der Flößerei

Graz erleben und die entspannte

Atmosphäre auf dem Wasser genießen.

Gemeinsam mit Freunden

und Familie wird Graz aus einer

ganz neuen Perspektive entdeckt.

Der Preis beträgt 22 Euro

pro Person.

The World of Hans Zimmer

In der Stadthalle findet heute ein

ganz besonderes Event statt: Mit

der Konzertreihe „The World of

Hans Zimmer“ hat Hans Zimmer

Live-Erlebnisse geschaffen, die

Fans weltweit auf individuelle und

beeindruckende Weise durch seine

Filmmusik führen – nun kommt

er mit „The immersive Symphony“

nach Graz und begeistert ab

19.30 Uhr mit Musik, die garantiert

unter die Haut geht!

Fabi Rommel – Daheim

Mit „Daheim“ erzählt der Standup-Comedian

Fabi Rommel heute

im Orpheum über Heimweh,

Freunde, Familie, das Leben in der

Großstadt und den Wunsch nach

Natur. Mit seinem humorvollen

Storytelling und ausschließlich

wahren Geschichten aus seinem

Leben bringt Fabi sein Publikum

auch am heutigen Abend wieder

so richtig zum Lachen.

Kunstfilme im Kunstgarten

Internationale Filmkunst, die

Themen wie Menschen- und

Frauenrechte aufgreift, wird auch

heute wieder im Kunstgarten

präsentiert. Um 18 Uhr startet AB-

BRUZZESE – ein preisgekrönter

Film, der über die verflochtenen

Geschichten eines Mitglieds der

französischen Fremdenlegion und

eines Mannes in einem Dorf im

KONZERT:

19.30 Uhr

Stadthalle

Fans von Hans Zimmers Musik haben heute die besondere Gelegenheit,

in die magische Welt des Künstlers einzutauchen. LINUS HARWIG, GETTY

Nigerdelta erzählt. Eingeladen

sind alle Filmbegeisterten!

Circus Louis Knie „Wow“

Der Circus Louis Knie ist in der

Stadt und verzaubert heute um

11 Uhr und um 15 Uhr bei

der Shopping City

Seiersberg Kinder

und Familien.

Louis Knie

bringt Artistik,

Tiere und eine

große Portion

Humor und

schafft einen

klassischen

Zirkusnachmittag

für

alle

Gäste.

Tickets holen und einen unterhaltsamen

Tag mit der ganzen Familie

oder Freunden genießen.

Kein Sonntag ohne Techno

Im Dom am Berg können Besucher

heute ab 21 Uhr eine

unvergessliche Nacht in den verborgenen

Tiefen des Schlossbergs

erleben. Auf zwei Etagen, drinnen

und draußen auf der Terrasse

kann ausgelassen gefeiert werden

– sorgfältig ausgewählte Künstler

liefern dabei die ultimativen

Dancefloor-Hits! Tickets sind ab

15 Euro erhältlich.

BLOOM 2026 in Graz

Mit BLOOM widmen sich das

Universalmuseum Joanneum und

das Kunsthaus Graz der kulturellen,

wissenschaftlichen und

gesellschaftlichen Bedeutung der

Blume. Diesen Sonntag können

im Kunsthaus die Ausstellungen

„Hybrid Pleasures“ und „30% Löwenzahn“

besucht werden.

Eulevoto: Volleyball in Graz

Das Eulevoto, das 35. europäische

Volleyballturnier für Frauen,

Lesben, Inter-, Trans-, nicht binäre

und Agender-Personen findet

heute im Askö Sportcenter

Graz, Eggenberg

statt. Ein spannendes

Volleyballturnier für

alle Alters- und Könnensstufen!

Audiotherapie in der Postgarage

Die Postgarage bietet heute ab

23 Uhr eine „Audiotherapie Volume

XXXIV Ostersitzung“. Eine

Nacht voller Techno, Bounce

und Trance – und mit einer

Menge cooler Line-ups.

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der Grazer

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* Quelle: ÖAK, 2. HJ

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