27.04.2026 Aufrufe

PuK - Prozesstechnik & Komponenten 2026

Eine seit mehr als 60 Jahren bestehende Fachzeitschrift mit Themen rund um Einsatz von Pumpen, Kompressoren und Komponenten.

Eine seit mehr als 60 Jahren bestehende Fachzeitschrift mit Themen rund um Einsatz von Pumpen, Kompressoren und Komponenten.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

<strong>2026</strong><br />

Wasser Abwasser Umwelttechnik<br />

Energie Öl Gas Wasserstoff<br />

Maschinenbau Schiffbau Schwerindustrie<br />

Chemie Pharma Biotechnik<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

GEA Ventile: jetzt<br />

auch hydraulisch<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUT<br />

EUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTS<br />

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH D<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUT<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH D<br />

TSC<br />

gea.com/contact<br />

<strong>2026</strong>-GEA-coverPuk_02.indd 1 12/02/<strong>2026</strong> 13:39<br />

Unabhängiges Fachmagazin für Pumpen, Kompressoren und prozesstechnische <strong>Komponenten</strong>


DAS MESSERSCHARFE MAXIMUM<br />

EASY MAINTENANCE MAZERATOR<br />

Verlängerte Standzeit<br />

um bis zu 100 %<br />

Der neue SEEPEX Easy Maintenance Mazerator ist die Antwort auf die steigenden<br />

Anforderungen moderner Förderprozesse und feststoffbesetzter Medien. Er vereint<br />

präzise Schneidtechnik mit maximaler Wartungsfreundlichkeit – für mehr Effizienz,<br />

längere Standzeiten und höchste Betriebssicherheit.<br />

SEEPEX GmbH<br />

T +49 2041 996-0<br />

www.seepex.com<br />

IHRE VORTEILE<br />

• Easy Maintenance: Klappbare Schneideinheit für einfachen<br />

Zugang zu den Messern<br />

• Optimiertes Schnittergebnis durch spiralförmige Geometrie<br />

der Schneidplatte<br />

• Doppelte Standzeit: Wendbare Schneidplatte ermöglicht verlängerte<br />

Standzeit um bis zu 100 %<br />

• Anti-Blockade-Funktion: Reversierbetrieb zur Richtungsänderung<br />

löst Blockaden im laufenden Betrieb


Mit Wärmerückgewinnung nachhaltig<br />

Energie sparen<br />

Bei der Nutzung von Schraubenkompressoren, Nachverdichtern und Gebläsen geht ein beträchtlicher Teil der erzeugten Energie in Form von<br />

Wärme verloren. Doch das muss nicht sein: Dank innovativer Wärmerückgewinnungssysteme von KAESER KOMPRESSOREN kann diese Wärme<br />

wiedergewonnen und sinnvoll genutzt werden.<br />

Wärmerückgewinnung – Die richtige Entscheidung<br />

Energieeffizienz: Durch die Rückgewinnung der Abwärme können Sie Ihre Energiekosten erheblich senken. Die<br />

gewonnene Wärme kann zur Beheizung von Räumen, zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung industrieller<br />

Prozesse verwendet werden. So nutzen Sie Ihre Energie doppelt und sparen gleichzeitig bares Geld.<br />

Nachhaltigkeit: Indem Sie die Abwärme der Druckluftversorgung nutzen, reduzieren Sie erheblich den CO2 - Ausstoß.<br />

Die Wärmerückgewinnung trägt aktiv zum Klimaschutz bei und unterstützt Ihr Unternehmen dabei, nachhaltiger zu<br />

agieren.<br />

Langlebigkeit: Durch die Reduzierung der Betriebstemperatur des Kompressors wird dessen Lebensdauer deutlich<br />

verlängert. Die Wärmerückgewinnung schont somit nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch Ihre Investition.<br />

Flexibilität: Wärmerückgewinnungssysteme von KAESER können an nahezu jeden Kompressor angepasst werden.<br />

Egal, ob Sie bereits eine bestehende Anlage haben oder eine neue installieren möchten, unsere innovative Technologie<br />

lässt sich problemlos integrieren.<br />

Fördermöglichkeiten: Es gibt staatliche Förderprogramme für energieeffiziente Maßnahmen.<br />

Informieren Sie sich über mögliche finanzielle Unterstützung und profitieren Sie noch heute.<br />

www.kaeser.com


ca. 5 % ca. 15 % ca. 76 %<br />

Abwärme vom<br />

Antriebsmotor<br />

durch Kühlung der Druckluft<br />

rückgewinnbare Wärmeleistung<br />

durch Kühlung des Fluids<br />

rückgewinnbare Wärmeleistung<br />

100 % ca. 96 %<br />

gesamte elektrische<br />

Leistungsaufnahme<br />

nutzbare Wärme<br />

ca. 2 % ca. 2 % ca. 4 %<br />

Wärmeleistung, die in<br />

der Druckluft verbleibt nicht nutzbare Wärme<br />

Wärmeabgabe der Kompressoranlage<br />

an die Umgebung<br />

Wärmerückgewinnungssysteme –<br />

Flexibel für jeden Bedarf<br />

Heizungsluft zur Raumheizung: Luftgekühlte Schraubenkompressoren, Nachverdichter und Gebläse von KAESER<br />

eignen sich als Komplettanlage hervorragend für die Wärmerückgewinnung zur Beheizung von Räumen oder für<br />

andere Warmluftanwendungen. Die direkte Nutzung der Abwärme über ein Abluftkanalsystem erschließt das hohe<br />

Wiederverwertungspotenzial von 96 % der eingesetzten Energie.<br />

Heißwassererzeugung: Für Anwendungen mit Heißwasserbedarf bietet KAESER Wärmerückgewinnungssysteme<br />

mit speziellen Wärmetauschern an. Damit kann – abhängig von der Ausführung – bis zu 70°C heißes Prozess-,<br />

Brauch- und Trinkwasser erzeugt werden. Die indirekte Nutzung der Abwärme über Wärmetauschersysteme nutzt bis<br />

zu 76 % der zugeführten elektrischen Leistung der Druckluftversorgung.<br />

Hier kommt Wärmerückgewinnung zum Einsatz:<br />

● Einspeisung in Zentralheizungen<br />

● Warmwasser für sanitäre Anlagen<br />

● Trocknungs- und Sterilisationsprozesse<br />

● Nutzwasser für Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

● Brauchwasser für Textilindustrie<br />

● Prozesswasser für Fertigungsindustrie<br />

Sie möchten mehr über unsere innovativen Wärmerückgewinnungssysteme erfahren?<br />

Dann folgen Sie dem QR-Code.<br />

P-119D.19/24


Editorial<br />

Gasteditorial<br />

von Stephan Brand,<br />

Director Marketing<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />

Wasser. Energie. Zukunft.<br />

Abwasseraufbereitung neu<br />

gedacht.<br />

Wasser ist kostbar – und knapper<br />

als gedacht. Klimawandel, Bevölkerungswachstum<br />

und steigende<br />

Anforderungen an Umwelt- und<br />

Gesundheitsschutz erhöhen den<br />

Druck auf Wasserressourcen<br />

weltweit. Innovative Technologien<br />

zur Wasseraufbereitung sind<br />

deshalb von zentraler Bedeutung<br />

– heute und in Zukunft.<br />

Die Wasser- und Abwasserwirtschaft<br />

steht dabei im Fokus einer<br />

entscheidenden Transformation.<br />

Hier wirken Klimaschutz, Energieeffizienz<br />

und Ressourcenschonung<br />

unmittelbar zusammen.<br />

Besonders Kläranlagen bieten enorme<br />

Innovations- und Einsparpotentiale.<br />

Als große kommunale<br />

Energieverbraucher verfügen sie<br />

über ideale Voraussetzungen,<br />

sich zum Energieerzeuger zu entwickeln.<br />

Effiziente Gebläse- und Belüftungssysteme,<br />

intelligente Steuerungs-<br />

und Regelungstechnik<br />

sowie eine ganzheitliche Prozessoptimierung<br />

ermöglichen deutliche<br />

Reduktionen von Energieverbrauch<br />

und CO 2<br />

-Emissionen.<br />

Moderne Belüftungs- und Regelungskonzepte<br />

ermöglichen es,<br />

biologische Reinigungsprozesse<br />

präzise an den tatsächlichen und<br />

individuellen Bedarf einer Kläranlage<br />

anzupassen. In der Summe<br />

entstehen Energieeinsparungen,<br />

die nicht nur Betriebskosten senken,<br />

sondern auch die Klimabilanz<br />

der Anlagen nachhaltig verbessern.<br />

Die Vision der energieautarken<br />

Kläranlage ist dabei längst mehr<br />

als ein Zukunftsbild. Bis 2045 fordert<br />

die EU energieneutrale kommunale<br />

Kläranlagen. Dieses Ziel<br />

markiert einen klaren Paradigmenwechsel.<br />

Durch hocheffiziente<br />

Technik insbesondere in der<br />

Belüftung, Faulgasverstromung,<br />

Abwärmenutzung sowie durch<br />

den Einsatz erneuerbarer Energien<br />

können sich Kläranlagen zu<br />

klimaneutralen Energieerzeugern<br />

entwickeln. Die technischen Lösungskonzepte<br />

sind schon heute<br />

existent.<br />

Parallel rücken weitere Anforderungen<br />

in den Fokus: Die vierte<br />

Reinigungsstufe zur Entfernung<br />

von Mikroschadstoffen ist ein<br />

wesentlicher Beitrag zum Gewässerschutz<br />

und erfordert zugleich<br />

innovative, energieeffiziente Lösungen.<br />

Auch die nachhaltige<br />

und umweltgerechte Verwertung<br />

von Klärschlamm bleibt ein zentraler<br />

Baustein moderner Anlagenkonzepte.<br />

Zusammenfassend ist klar:<br />

Wasser und seine Aufbereitung<br />

sind entscheidend für Leben,<br />

Gesundheit und Umweltschutz.<br />

Ein verantwortungsvoller Umgang<br />

mit Wasser sowie gezielte<br />

Investitionen in moderne Aufbereitungstechnologien<br />

sind unverzichtbar<br />

für eine nachhaltige<br />

Zukunft. Die Transformation der<br />

Kläranlage vom Energieverbraucher<br />

zum Energieerzeuger hat<br />

begonnen – sichtbar, messbar<br />

und gestaltbar. Spätestens mit<br />

Blick auf die IFAT <strong>2026</strong> wird deutlich:<br />

Die Zukunft der Wasserwirtschaft<br />

ist jetzt.<br />

In diesem Sinne freuen wir uns<br />

auf eine spannende und zukunftsweisende<br />

IFAT <strong>2026</strong>!<br />

Stephan Brand<br />

Director Marketing<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

5


PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

Redaktionsbeirat<br />

Redaktionsbeirat <strong>2026</strong><br />

Prof. Dr.-Ing. Andreas Brümmer, Leiter Fachgebiet Fluidtechnik, TU Dortmund<br />

Prof. Dr.-Ing. Andreas Brümmer, Jahrgang 1963, studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Braunschweig und promovierte<br />

dort am Institut für Strömungsmechanik auf dem Gebiet des Vogelfluges. Seine industrielle Tätigkeit begann er 1997 als Fachbereichsleiter<br />

Strömungsdynamik in der Firma KÖTTER Consulting Engineers KG. Hier sammelte er Erfahrungen hinsichtlich der<br />

physi kalischen Analyse und Beseitigung von strömungsinduzierten Schwingungen an Industrieanlagen. Im Jahre 2005 übernahm<br />

er die Technische Leitung der Firma. Seit dem Jahr 2006 ist er Professor und Leiter des Fachgebietes Fluidtechnik der TU Dortmund.<br />

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die theoretische und experimentelle Analyse von Schraubenmaschinen sowohl in der<br />

Kompressoranwendung (z. B. Kälte- und Druckluftkompressoren, Vakuumpumpen) als auch in der Expanderanwendung (z. B. Abwärmenutzung).<br />

Darüber hinaus erforscht er pulsierende Strömungen im Umfeld von Verdrängermaschinen und Kreiselpumpen. In der Zeit von 2008<br />

bis 2011 war er Prodekan und Dekan der Fakultät Maschinenbau und von 2012 bis 2014 Senator an der TU Dortmund. Er ist Reviewer verschiedener<br />

internationaler Journale, in industriellen Beiräten und wissenschaftlichen Gremien tätig und wissenschaftlicher Leiter der „International Conference<br />

on Screw Machines (ICSM)“, die seit 1984 regelmäßig an der TU Dortmund abgehalten wird.<br />

Dipl.-Ing. (FH) Gerhart Hobusch, Projektingenieur, KAESER KOMPRESSOREN SE, Coburg<br />

Gerhart Hobusch, Jahrgang 1964, studierte Maschinenbau an der FH Schweinfurt, Nordbayern. Er graduierte als Diplom-Ingenieur<br />

im Maschinenbau und absolvierte ein Aufbaustudium mit dem Abschluss Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH). Seit 1989 ist er bei der<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE, Coburg, als Projektingenieur tätig. Seine Zuständigkeit umfasst die Projektierung von Druckluftstationen,<br />

die Entwicklung von wirtschaftlichen, energiesparenden Konzepten für Druckluftstationen und die weltweite Schulung der KAESER-<br />

Projektingenieure. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er an Forschungsprojekten wie der Kampagne „Druckluft-effizient“, dem Verbundprojekt<br />

EnEffAH, sowie bei FOREnergy und Green Factory Bavaria mit gearbeitet und ist im VDMA in der Fachabteilung Drucklufttechnik<br />

aktiv. Die normgerechte Durchführung von Volumenstrom- und Leistungsmessungen an Kompressoren auch im Zusammenhang<br />

mit China Energy Label Effizienzanforderungen sowie Druckluft-Qualitätsmessungen gemäß den ISO-Normen zählen ebenso zu seinen<br />

Aufgaben. Neben den im Lauf der Jahre gehaltenen Fachvorträgen über Drucklufttechnik kam die Entwicklung des Blended Learning Konzepts bei<br />

KAESER mit Entwicklung von E-Learnings und der Durchführung von Online-Schulungen hinzu.<br />

Dipl.-Ing. (FH) Johann Vetter, Leiter integrierte Managementsysteme, NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH, Waldkraiburg<br />

Johann Vetter, Jahrgang 1966, studierte Maschinenbau an der FH Regensburg. Seine Diplomarbeit behandelte das Thema<br />

„Filter und Filter-Materialien“ in der Umwelt- und Verfahrenstechnik. Vor dem Studium hatte Herr Vetter eine Ausbildung zum<br />

Maschinenschlosser abgeschlossen und schuf sich so eine praxisnahe Basis für seine späteren Tätigkeiten in der Automobilbranche,<br />

wo er über 16 Jahre hinweg als Qualitätsingenieur, Entwicklungsingenieur, Projektleiter und Abteilungsleiter für<br />

Airbag Systeme arbeitete. 2013 startete Herr Vetter bei NETZSCH Pumpen & Systeme als Leiter Projektmanagement und war für<br />

Sonderprojekte hauptsächlich für die Öl- und Gasindustrie und übernahm dort nach 3 Jahren die Stelle als Qualitätsleiter. Seit<br />

Oktober 2019 ist er für den Bereiche integrierte Managementsysteme zuständig und sitzt zudem in der Geschäftsleitung der<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme. Aktuell ist er auch noch als Projektleiter für die Nachhaltigkeit der NETZSCH-Gruppe zuständig.<br />

Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Oberbeck, Global Head of Product Group Valves, Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions, Asslar<br />

Sebastian Oberbeck, Jahrgang 1970, studierte an der THM Mittelhessen Maschinenbau und graduierte in der Fachrichtung Feinwerktechnik.<br />

Er begann seine Laufbahn 1996 am Institut für Mikrotechnik Mainz (heute Fraunhofer IMM) als Projektingenieur, später als<br />

Projektleiter im Bereich Mikropumpen, Mikroventile und Mikrosystemtechnik. Ab 1998 war er bei der Nanosensors GmbH für den<br />

Bereich Fertigung nanotechnischer Sonden für die Rasterkraftmikroskopie verantwortlich. 1999 wurde er Gründungsmitglied und<br />

aktiver Gesellschafter der CPC Cellular Chemistry Systems GmbH und leitete die Produktentwicklung mikro reaktionstechnischer<br />

Laborsysteme für Chemie und Pharmaanwendungen. 2004 wurde er Produktmanager für Daimler Chrysler und Getrag im Bereich<br />

Getriebekomponenten bei der Selzer Fertigungstechnik GmbH in Driedorf. Von 2009 bis 2019 verantwortete er die Entwicklung und<br />

Grundlagenentwicklung im Bereich Vorpumpen und Systeme bei Pfeiffer Vacuum GmbH. Von 2020 bis 2022 war er für Pfeiffer Vacuum Nordamerika<br />

verantwortlich für den Aufbau und die Leitung des Silicon Valley Innovation Center in San Jose, Kalifornien. Von Anfang 2023 bis April 2025 war er als<br />

Globaler Energie Manager bei Pfeiffer Vacuum tätig. Seit Mai 2025 ist er Global Head of Product Group Valves.<br />

6 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


PUMPEN SIND DAS HERZ-<br />

STÜCK IHRER ANLAGE<br />

Pumpentechnik vom Innovations-Leader<br />

Verlassen Sie sich drauf: Industriepumpen von Vogelsang überzeugen durch<br />

ihre überragende Leistung, sind besonders langlebig, einfach zu warten und<br />

können auf Wunsch individuell an nahezu jede Anforderung angepasst werden.<br />

Wenn es um Pumpen geht – Vogelsang.<br />

VOGELSANG – LEADING IN TECHNOLOGY<br />

vogelsang.info


PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

Titel<br />

Mehr Präzision. Weniger Verbrauch.<br />

GEA erweitert sein Ventilportfolio um wasserhydraulische Antriebe<br />

und unterstützt damit eine nachhaltigere, digitalisierte<br />

Getränkeproduktion weltweit<br />

Mit der Übernahme des dänischen Unternehmens Hydract Anfang<br />

<strong>2026</strong> erweitert GEA sein Ventilportfolio. Neben pneumatischen<br />

Antrieben kommt wasserhydraulische Ventilbetätigung hinzu<br />

– und eröffnet neue Möglichkeiten für Energieeffizienz, digitale<br />

Einblicke und präzise Regelung in Getränkeanlagen. (ab Seite 10)<br />

Inhalt<br />

Gasteditorial<br />

Wasser. Energie. Zukunft. Abwasseraufbereitung neu gedacht. 5<br />

Titelgeschichte<br />

Mehr Präzision. Weniger Verbrauch. 10<br />

Umwelttechnik<br />

Die Phosphorressource der Zukunft 14<br />

Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

Prozesssicherheit unter Druck 17<br />

Kreiselpumpen<br />

Flüssigteer: eine dreckige Herausforderung für Pumpen 22<br />

Dosierpumpen<br />

Minimale Pulsation dank Pumpen synchronisation: Kombinationspumpe<br />

mit 6 Pumpenköpfen und Smart Monitoring fördert Wasser<br />

und Schwefelsäure gleichmäßig in den statischen Mischer 24<br />

Mobile Schmierlösung<br />

Der Brennholz-Zauberer aus dem Spessart 26<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Kompakte Pumpentechnik für Tankwagen 28<br />

Sanierung bei laufendem Betrieb: Mobile Pumpe<br />

hält Wanderbaustelle in Kläranlage den Rücken frei 30<br />

Von Membranfiltration bis Mobilpumpe:<br />

Drehkolbenpumpen im Einsatz für höchste Ansprüche 32<br />

Schneckenpumpen<br />

Zuverlässigkeit trifft Effizienz 34<br />

Dosiersysteme<br />

Chemische Konditionierung des Wasser-Dampf-Kreislaufs<br />

für stabile Energieprozesse 36<br />

Mazeratoren<br />

SEEPEX präsentiert seine neue Generation von Zerkleinerern 38<br />

Vakuumtechnik<br />

Vakuumtechnologien<br />

Die Bedeutung der Vakuumtechnologie für ein sicheres<br />

und effizientes Recycling von Batterien 40<br />

Vakuumpumpstand<br />

Hyperloop – mit 1000 Stundenkilometern durchs Vakuum 44<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Pumpen/Vakuumtechnik 46<br />

Inserentenverzeichnis 53<br />

Impressum 53<br />

Messen und Veranstaltungen<br />

IFAT Munich <strong>2026</strong> 54<br />

IVS - INDUSTRIAL VALVE SUMMIT <strong>2026</strong> 56<br />

FILTECH <strong>2026</strong> 57<br />

VALVE WORLD EXPO <strong>2026</strong> 58<br />

Kompressoren und Systeme<br />

Druckluft<br />

Die Alternative für wirtschaftliche Druckluft 60<br />

Atemluftkompressoren<br />

Mit Hochdruck in die Kurve 64<br />

Turbokompressoren<br />

40 Jahre Großwärmepumpen in Schweden:<br />

Von der Ölkrise bis zur Energiewende 66<br />

Stickstoffgeneratoren<br />

Stickstoffreinheit erklärt: Wie man für jede Branche<br />

die richtige Reinheit auswählt 70<br />

Drucklufterzeugung<br />

Druckluft für klimaneutrale Produktion 72<br />

Druckluftkompressoren<br />

Fehlerbehebung bei Druckluftkompressoren:<br />

Ein umfassender Leitfaden zur schnellen Problemlösung 76<br />

Druckluftmanagement<br />

Mit effizientem Druckluftmanagement die Energiekosten<br />

um 50 Prozent reduzieren 80<br />

<strong>Komponenten</strong><br />

Frequenzumrichter<br />

Drei-Level-Frequenzumrichter für einen neuen Turbokompressor 82<br />

Condition Monitoring<br />

Von der normativen Schwingungsbewertung zur lernbasierten<br />

Zustandsüberwachung – Condition Monitoring rotierender<br />

Maschinen mit dynamischen Toleranzbändern und KI 84<br />

Flow Solutions<br />

Von <strong>Komponenten</strong> zu integrierten Flow Solutions –<br />

gemeinsam zuverlässige Wassernetzwerke aufbauen 87<br />

Sensoren<br />

Optimierung der Kühlturm-Effizienz mit<br />

intelligenter Wasserqualitätskontrolle 90<br />

Ventile<br />

Dichtheitsprobleme bei Membranventilen<br />

in biotechnologischen Anwendungen 92<br />

Dichtungen<br />

Langlebiger FKM Allrounder mit NFS-Technologie 94<br />

Innovative Filterelemente<br />

Mit Metalldrahtgewebe zu 90 % weniger Energiebedarf 96<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong> 99<br />

Technische Daten Einkauf 105<br />

8<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


HAMPRO® HOCHDRUCKPUMPEN<br />

PROZESSTECHNIK<br />

In vielen Produktionsprozessen der chemischen und petrochemischen Industrie stellen Hammelmann<br />

Hochdruckpumpen das Fundament für eine effektive und zuverlässige Produktion dar.<br />

Die Hochdruckpumpen der HAMPRO® Serie zeichnen sich gleichermaßen durch eine robuste Bauweise,<br />

einen hohen Sicherheitsstandard und einen schonenden Umgang mit den Ressourcen aus.<br />

Unser erfahrenes Expertenteam hilft Ihnen gerne bei der Konfiguration der passenden<br />

Hochdrucklösung für Ihren Prozess.<br />

HOCHDRUCK-KOLBENPUMPEN<br />

- Ammoniakpumpen<br />

- CO2-Pumpen<br />

- Einspritzpumpen für<br />

Lagerstättenwasser<br />

- Methanolpumpen<br />

- Waschwasserpumpen<br />

Druck:<br />

50 – 4000 bar<br />

Fördermenge: 0,1 – 200 m³/h<br />

MASSGESCHNEIDERT<br />

VOLL INTEGRIERT<br />

Hammelmann GmbH<br />

(0) 25 22 / 76 - 0<br />

Carl-Zeiss-Straße 6-8<br />

pp@hammelmann.de<br />

D-59302 Oelde www.hammelmann-process.com


Titelgeschichte<br />

Mehr Präzision. Weniger Verbrauch.<br />

GEA erweitert sein Ventilportfolio um wasserhydraulische Antriebe<br />

und unterstützt damit eine nachhaltigere, digitalisierte<br />

Getränkeproduktion weltweit<br />

„Die wasserhydraulische<br />

Ventilbetätigung ermöglicht<br />

eine deutlich präzisere Regelung.<br />

Dadurch eröffnen sich<br />

neue Prozessansätze wie die<br />

späte Produktdifferenzierung.<br />

Gleichzeitig entsteht eine<br />

attraktive Nachrüstoption für<br />

bestehende Anlagen – und die<br />

Möglichkeit, CAPEX zu reduzieren,<br />

wenn sich mit dem<br />

neuen Prozesskonzept mit<br />

weniger Tanks mehr erreichen<br />

lässt.“<br />

Bastian Tolle, Head of Business<br />

Development & Digitalization, GEA<br />

Mit der Übernahme des dänischen<br />

Unternehmens Hydract Anfang <strong>2026</strong><br />

erweitert GEA sein Ventilportfolio.<br />

Neben pneumatischen Antrieben<br />

kommt wasserhydraulische Ventilbetätigung<br />

hinzu – und eröffnet<br />

neue Möglichkeiten für Energieeffizienz,<br />

digitale Einblicke und präzise<br />

Regelung in Getränkeanlagen.<br />

Oft sind es die „unsichtbaren“ Aggregate,<br />

die entscheiden, ob eine Schicht<br />

rund läuft. In Brauereien und Softdrink-Anlagen<br />

leisten Prozessventile<br />

im Hintergrund<br />

Schwerstarbeit: Sie<br />

trennen<br />

und<br />

Produkt-<br />

CIP-Medien,<br />

schützen die Qualität<br />

und halten den<br />

Durchfluss stabil.<br />

Je stärker Produktionsanlagen<br />

jedoch<br />

den Energieeinsatz<br />

senken,<br />

Produktwechsel<br />

beschleunigen<br />

und bessere<br />

Daten<br />

gewinnen<br />

wollen, des to weniger<br />

geht es nur um<br />

den<br />

Ventilkörper<br />

– und desto mehr<br />

um die Frage, wie<br />

das Ventil angetrieben<br />

wird. So wächst das Interesse an<br />

hydraulischer Ventiltechnologie als<br />

Alternative zur pneumatischen Ventilbetätigung.<br />

Wenn sich Bastian Tolle, Head of<br />

Business Development & Digitalization<br />

in der GEA-Division Pure Flow<br />

Processing, und Peter Espersen,<br />

Gründer von Hydract, zusammensetzen,<br />

ist die Rollenverteilung klar: Beide<br />

kennen die Ventilwelt in- und auswendig<br />

– Tolle aus der Perspektive<br />

des modularen VARIVENT-Portfolios<br />

für den breiten industriellen Einsatz,<br />

Espersen aus der Realität, eine neue<br />

Technologie gegen Widerstände in<br />

den Markt zu bringen.<br />

Was ist die Kernbotschaft für<br />

Getränkeprofis?<br />

Bastian Tolle: „Es geht darum,<br />

Kunden eine echte Wahl bei der Antriebstechnologie<br />

aus einem Portfolio<br />

zu bieten – das Beste aus zwei Welten.<br />

Die pneumatische Ventiltechnik von<br />

GEA deckt mit VARIVENT hygienische<br />

und mit ASEPTOMAG aseptische Anwendungen<br />

ab. Mit wasserhydraulischer<br />

Ventilbetätigung können wir<br />

eine zusätzliche Antriebsoption für<br />

Einsitz-, Doppelsitz- und Regelventile<br />

anbieten. Ingenieure können so je<br />

nach Anwendung den passenden Ansatz<br />

wählen, ohne Lieferanten oder<br />

Servicemodelle zu wechseln.“<br />

Warum wasserhydraulisch – und<br />

warum gerade jetzt?<br />

Peter Espersen: „2008 war hydraulische<br />

Ventiltechnologie vor allem<br />

eine Energie-Story. Das Wertversprechen<br />

ist gereift. Heute stehen Energie-<br />

und CO 2<br />

-Ziele wieder ganz oben,<br />

Digitalisierung wird vorausgesetzt,<br />

und präzise Regelung kann neue Prozesskonzepte<br />

erschließen. Wir müssen<br />

nicht mehr rechtfertigen, dass<br />

wir eine Alternative anbieten – die<br />

Werke suchen aktiv nach messbaren<br />

Verbesserungen.“<br />

Bastian Tolle: „Aus GEA-Sicht ist der<br />

Fit klar: Wenn wir unseren Anspruch,<br />

Engineering for a better world‘ ernst<br />

nehmen, können wir die Vorteile wasserhydraulischer<br />

Betätigung nicht<br />

ignorieren. Die Technologie unterstützt<br />

Nachhaltigkeit, ermöglicht digitales<br />

Condition Monitoring und<br />

macht jedes Ventil fähig zu stabilen<br />

Zwischenstellungen. Damit wird ein<br />

vermischungssicheres Absperrventil<br />

bei Bedarf zu einem Regelventil im<br />

Prozess. So lassen sich hochpräzise,<br />

kontinuierliche Inline-Mischprozesse<br />

realisieren – eine wichtige Voraussetzung<br />

für späte Produktdifferenzierung.<br />

Nachhaltigkeit, Digitalisierung,<br />

Effizienz, Präzision und Exzellenz – all<br />

das vereint diese Technologie. Und<br />

genau für diese Prinzipien stehen wir<br />

als Unternehmen.”<br />

Was ändert sich ganz praktisch,<br />

wenn Betriebe von Druckluft auf<br />

Wasser umsteigen?<br />

Bastian Tolle: „Der Wechsel von<br />

Druckluft auf Hydraulik verändert<br />

das ganze Umfeld des Ventils. Man<br />

Hydraulische Ventiltechnologie im Überblick<br />

• Antriebsmedium: Wasser statt Druckluft, geringere Abhängigkeit von<br />

Kompressorsystemen.<br />

• Präzision: Stabile Zwischenstellungen unterstützen genaue Regelung.<br />

• Digitalpotential: Stabile Bewegung plus Intelligenz im Antrieb ermöglichen<br />

Zustandsüberwachung (z. B. Trends bei Dichtungen).<br />

• Anlagen-Fit: Größter Effekt auf Energieverbrauch und CO 2<br />

-Bilanz,<br />

wenn die Versorgungsmedien entsprechend ausgelegt sind – insbesondere<br />

bei Neubauten und größeren Modernisierungen.<br />

• Einfache Nachrüstung bestehender Ventillösungen, um vorhandene<br />

Anlagen zu einer nachhaltigen, digitalen Lösung weiterzuentwickeln.<br />

10 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Titelgeschichte<br />

kleine Abweichungen erzeugen. Hydraulik<br />

hält Positionen mit hoher Wiederholgenauigkeit<br />

und Stabilität. Das<br />

macht Zustandsüberwachung im Alltag<br />

realistisch – zum Beispiel, wenn<br />

es darum geht, Dichtungszustände zu<br />

verfolgen und verwertbare Daten zu<br />

sammeln.“<br />

Peter Espersen: „Hydraulische Ventilbetätigung<br />

steuert die Bewegung digital<br />

im Antrieb, nicht nur, auf/zu‘. Der<br />

Antrieb fährt von einer Position in die<br />

nächste, zeichnet auf, was passiert,<br />

und kann Muster wie Dichtungsverschleiß<br />

erkennen.<br />

tauscht nicht nur einen Antrieb, sondern<br />

führt ein hydraulisches Versorgungssystem<br />

ein, das zur Anwendung<br />

passen muss – in Auslegung und<br />

Dimensionierung.<br />

Das Umfeld muss ganz einfach zum<br />

Prozess, zur Instandhaltung und zum<br />

Alltag auf dem Standort passen. Genau<br />

deshalb braucht die Technologie<br />

einen Partner mit Applikationswissen,<br />

Engineering-Kompetenz und der<br />

Vertrauensbasis eines etablierten Lieferanten.<br />

Die Chance ist: Wasserhydraulische<br />

Antriebe können den Bedarf an<br />

Druckluft für die Ventilbetätigung<br />

vollständig eliminieren – Luft, die typischerweise<br />

durch energieintensive<br />

Kompressoren erzeugt wird.“<br />

Peter Espersen: „Hydraulik verhält<br />

sich auch anders gegenüber Prozesskräften.<br />

Ein pneumatisches Regelventil<br />

kann durch veränderten Durchfluss<br />

und Druck beeinflusst werden.<br />

Ein hydraulischer Antrieb bleibt dort,<br />

wo er angesteuert wurde, und bewegt<br />

sich in kleinen, kontrollierten<br />

Schritten. Das stabilisiert die Regelung<br />

rund um den Sollwert.“<br />

Und beim Thema Nachhaltigkeit<br />

– wie groß ist das Energiesparpotential?<br />

Bastian Tolle: „Das beginnt mit einer<br />

einfachen Realität: Druckluft hinterlässt<br />

immer einen Energie- und CO 2<br />

-<br />

Fußabdruck, Wasser kann in einem<br />

geschlossenen Kreislauf arbeiten.<br />

Wasserhydraulische Betätigung kann<br />

den Bedarf an Druckluft für Ventilbewegungen<br />

eliminieren – Druckluft,<br />

die in pneumatischen Systemen typischerweise<br />

von Kompressoren erzeugt<br />

wird.<br />

Wenn man eine große Druckluftversorgung<br />

durch ein kompakteres<br />

Hydrauliksystem ersetzt, kann der<br />

Strombedarf deutlich sinken. Insbesondere,<br />

weil sich damit die Verluste<br />

durch Leckagen im Druckluftnetz<br />

vermeiden lassen – Leckagen, die in<br />

praktisch allen Anlagen vorhanden<br />

und beim Rundgang meist sogar hörbar<br />

sind. Wie groß der Effekt genau<br />

ist, hängt von Anlagenlayout, Kompressorenauslegung<br />

und Projektumfang<br />

ab. Am spannendsten ist es bei<br />

Neubauprojekten und größeren Umbauten,<br />

aber auch bei Erweiterungen,<br />

in denen die Druckluftkapazität zum<br />

Engpass wird.<br />

In Modernisierungsprojekten, in<br />

denen Energieverbrauch und CO 2<br />

-<br />

Bilanz über das gesamte Werk optimiert<br />

werden und jeder, versteckte<br />

Verbraucher‘ sich rechtfertigen muss,<br />

wird die Art, wie Ventile angetrieben<br />

werden, plötzlich relevant. Die Richtung<br />

ist klar: Es hilft Kunden dabei,<br />

von Druckluft für die Ventilbetätigung<br />

loszukommen.“<br />

Was heißt „digitaler werden“ auf<br />

Ventilebene konkret?<br />

Bastian Tolle: „Die Basis ist eine<br />

stabile Positionierung. Bei Pneumatik<br />

können Federn und Leitungskräfte<br />

In der Praxis bedeutet das: Wir gehen<br />

weg von, wir glauben, das Ventil ist in<br />

Ordnung‘ hin zu, wir sehen, was sich<br />

verändert, bevor es ausfällt‘ – unter realen<br />

Produktionsbedingungen.<br />

Man kann es mit einer CNC-Maschine<br />

vergleichen: kontrollierte Bewegung,<br />

nachvollziehbares Verhalten, verwertbare<br />

Daten<br />

– mit standardisierten<br />

Schnittstellen<br />

wie IO-Link, je<br />

nach<br />

Fredericia,<br />

in<br />

Anlagenbedarf.<br />

In der Carlsberg-Brauerei<br />

Dänemark,<br />

haben hydraulische<br />

Ventile<br />

kontinuierliche<br />

Inline-Mischung<br />

und späte Produktdifferenzierung<br />

im großen Maßstab ermöglicht. Das<br />

Prinzip ist simpel: Wenn Ventile präzise<br />

und wiederholbar regeln, kann<br />

die Anlage inline mischen und schneller<br />

auf Nachfrage reagieren, statt sich<br />

nur auf viele Einzel-Tanks und Batch-<br />

Staging zu stützen. Statt 50 verschiedene<br />

Biersorten auf Lager zu halten,<br />

reichen möglicherweise 10 oder 12 –<br />

so wie es Carlsberg in Fredericia umgesetzt<br />

hat.“<br />

Bastian Tolle: „Es geht nicht nur um<br />

Geschwindigkeit. Wenn Prozesse und<br />

Tanknutzung sauber optimiert sind,<br />

kann das auch den Reinigungsaufwand<br />

und den Ressourceneinsatz<br />

senken – weil stabile Regelung das<br />

Spektrum der sinnvoll realisierbaren<br />

Anlagenkonzepte erweitert.“<br />

„Hydraulische Ventilbetätigung<br />

steuert die Bewegung<br />

digital im Antrieb, nicht nur<br />

,auf/zu‘. Man kann es mit<br />

einer CNC-Maschine vergleichen:<br />

kontrollierte Bewegung,<br />

nachvollziehbares Verhalten,<br />

verwertbare Daten.“<br />

Peter Espersen, Gründer Hydract<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

11


Titelgeschichte<br />

Wie sieht der Roll-out im<br />

GEA-Portfolio aus?<br />

Bastian Tolle: „Wir fangen dort an,<br />

wo der Effekt sofort spürbar ist. In<br />

der ersten Phase fokussieren wir uns<br />

auf die wichtigsten Typen im bestehenden<br />

VARIVENT-System: N-Typ (Absperrventile),<br />

W-Typ (Wechselventile)<br />

und R-Typ (Doppelsitzventile). Damit<br />

lassen sich 60 bis 70 Prozent der Getränkeanwendungen<br />

abdecken.<br />

Von dort aus wollen wir das Angebot<br />

auf das gesamte VARIVENT-System<br />

ausweiten, so dass hydraulische Betätigung<br />

als Option für hygienische<br />

Ventiltechnik im großen Maßstab verfügbar<br />

wird. Aseptische Ventile stehen<br />

ebenfalls auf der Agenda.<br />

Ein Vorteil bleibt: Die Nachrüstfähigkeit<br />

durch das modulare<br />

VARIVENT-Gehäuse. Unser Anspruch<br />

ist, hydraulische Antriebe als Option<br />

in diese modulare Systemlogik zu integrieren.<br />

So können Kunden zwischen<br />

pneumatischer und hydraulischer Betätigung<br />

wählen und behalten gleichzeitig<br />

konsistente Schnittstellen zu<br />

Engineering, Automation und Service<br />

– sowohl bei Neuanlagen als auch,<br />

und das ist ein entscheidender Vorteil,<br />

bei der Nachrüstung bestehender<br />

Anlagen mit dieser neuen nachhaltigen<br />

Technologie.“<br />

Wie stellt ihr sicher, dass die<br />

Technologie ihre Geschwindigkeit<br />

behält?<br />

Bastian Tolle: „Wir halten das<br />

Hydract-Team als fokussierte, agile<br />

Einheit innerhalb unserer Division<br />

Pure Flow Processing zusammen. Die<br />

Idee ist, das Know-how in hydraulischer<br />

Ventiltechnologie mit dem globalen<br />

Vertriebs-, Engineering- und<br />

Service-Footprint von GEA zu verbinden.“<br />

Zum Schluss noch persönlich: Was<br />

wünschen Sie sich für die nächsten<br />

Jahre?<br />

Peter Espersen: „Nach Jahren, in denen<br />

wir um diese Vision kämpfen<br />

mussten, möchte ich sehen, wie sich<br />

Einschätzung der Experten<br />

Ich plane gerade ein Projekt. Wie gehe ich vor?<br />

die Technologie verbreitet – in Europa<br />

und darüber hinaus. Nicht als Nische,<br />

sondern als ernstzunehmende<br />

Option für moderne Produktion. Mit<br />

den GEA-Ingenieuren und ihrem Ventilportfolio<br />

können wir neue Kundenlösungen<br />

bauen und die Technologie<br />

nahtlos in die Praxis bringen.“<br />

Bastian Tolle: „Wir reden seit Jahrzehnten<br />

darüber, wie die ,nächste<br />

Generation‘ der Ventiltechnologie<br />

aussehen könnte. Ich glaube, das ist<br />

einer der seltenen Schritte, die wirklich<br />

etwas bewegen können – weil<br />

Nachhaltigkeit, Digitalisierung und<br />

präzise Regelung plötzlich in einem<br />

Bauteil greifbar werden, das im Herzen<br />

jeder Getränkeanlage sitzt.“<br />

Mehr erfahren und Anwendungen<br />

mit den GEA-Ventilexperten<br />

diskutieren: www.gea.com/contact<br />

Fangen Sie bei der Anwendung an, nicht beim Bauteil. Wo können stabile<br />

Regelung, Nachhaltigkeits-KPIs oder digitale Überwachung den größten<br />

Mehrwert für die Anlage bringen? Und passt ein hydraulisches Versorgungssystem<br />

zum Projektumfang – Neubau, größerer Umbau oder<br />

Erweiterung?<br />

Denken Sie in Ergebnissen: Energieprofil, Regelbarkeit, Flexibilität.<br />

12 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


SICHER & NACHHALTIG<br />

Bestens aufgestellt, um Ihre Produktionsprozesse<br />

effizienter zu machen.<br />

Für die Industrie sind Druckluft und Industriegase wie Stickstoff<br />

und Sauerstoff unverzichtbare Produktionsfaktoren. Sie müssen<br />

in der richtigen Qualität, zum richtigen Zeitpunkt und mit maximaler<br />

Zuverlässigkeit jederzeit verfügbar sein. Als absolute Spezialisten bieten wir<br />

unseren Kunden die Druckluft- und Spezialgaslösungen, die sie für ihre spezifischen<br />

Anwendungen benötigen – sicher, effizient und maßgeschneidert.<br />

Darüber hinaus garantieren unsere Premium-Services nicht nur jederzeit Versorgungssicherheit,<br />

sondern sie sorgen auch durch intelligente Konzepte zur Wärmerückgewinnung<br />

und digitalen Anlagenüberwachung für deutliche Kosteneinsparungen.<br />

Setzen auch Sie auf ...<br />

boge.com


Umwelttechnik<br />

Die Phosphorressource der Zukunft<br />

Wie Klärschlammasche als Rohstoffquelle die Düngemittelproduktion<br />

nachhaltig verändert<br />

Thomas Lansdorf<br />

Das essentielle Element Phosphor<br />

wird ausschließlich aus Phosphaterzen<br />

gewonnen und zu über 80 %<br />

in der Landwirtschaft eingesetzt. Da<br />

Phosphorquellen endlich sind, hat<br />

der Gesetzgeber ab dem Jahr 2029<br />

eine Rückgewinnung oder Nutzung<br />

von Phosphaten aus Klärschlammasche<br />

vorgeschrieben. Eirich zeigt<br />

ein wirtschaftliches Mobilisierungsverfahren,<br />

bei der die Klärschlammasche<br />

mit Hilfe eines eleganten<br />

Aufschlussverfahren zu einem wertvollen<br />

Phosphatdünger veredelt<br />

werden kann.<br />

Umfangreiche technische Anstrengungen<br />

zur Gewinnung von Phosphor<br />

aus industriellen Abwässern<br />

sind im Gange. Bis zu diesem Zeitpunkt<br />

wurde Phosphor überwiegend<br />

aus Erzen gewonnen. Bedeutende Lagerstätten<br />

dieses Minerals wurden in<br />

Marokko, China, den USA und Russland<br />

identifiziert. In Europa sind bisher<br />

nur kleinere Lagerstätten in Finnland<br />

und Norwegen bekannt [1]. Wie<br />

bei vielen anderen Rohstoffen, die in<br />

der Industrie verwendet werden, sind<br />

die für den Bergbau geeigneten Quellen<br />

zeitlich begrenzt. Folglich hat die<br />

EU Phosphor, ähnlich wie Lithium,<br />

als strategisch bedeutendes Element<br />

eingestuft [2] und sich für dessen<br />

Rückgewinnung aus Klärschlamm<br />

eingesetzt. Dieser Ansatz schont Ressourcen<br />

und, was am wichtigsten ist,<br />

gewährleistet die Unabhängigkeit<br />

von Quellen aus Krisenregionen.<br />

Täglich nehmen Menschen und Tiere<br />

Phosphate über die Nahrung auf<br />

und scheiden sie größtenteils wieder<br />

aus. Die enthaltenen Phosphate<br />

befinden sich schließlich am Ende<br />

des Wasseraufbereitungsprozesses<br />

im kommunalen und industriellen<br />

Abwasserschlamm. Laut der Deutschen<br />

Bundesumweltbehörde [3]<br />

liegt der Phosphorgehalt im getrockneten<br />

Abwasserschlamm zwischen 2<br />

und 55 g Phosphor pro kg. Allein in<br />

Deutschland werden jährlich 1,8 Millionen<br />

Tonnen Abwasserschlamm<br />

produziert (basierend auf Trockensubstanz).<br />

Daher hat sich Deutschland<br />

die Aufgabe gesetzt, diese Phosphorressource<br />

künftig zu nutzen.<br />

Laut der Abwasserschlammverordnung<br />

werden Betreiber von großen<br />

Kläranlagen (>100.000 Einwohnerwerte)<br />

ab 01.01.2029 verpflichtet<br />

sein. Diese Anforderung wird spätestens<br />

2032 auch für kleinere Anlagen<br />

(>50.000 Einwohnerwerte) gelten.<br />

Der im Klärschlamm enthaltene<br />

Phosphor bietet allein in Deutschland<br />

ein Rückgewinnungspotential<br />

von 50.000 Tonnen Phosphor (P)<br />

pro Jahr. Während Deutschland, die<br />

Schweiz (ab <strong>2026</strong>) sowie Österreich<br />

(ab 2033) gesetzliche Vorreiter der<br />

P-Rückgewinnung sind, setzen andere<br />

EU-Staaten auf freiwillige Regelungen<br />

durch wirtschaftliche Anreize.<br />

Die EU-Düngeprodukteverordnung<br />

(Fertilising Products Regulation, FPR)<br />

ist der wichtigste Hebel für eine EUweite<br />

Verbreitung: Sie legalisiert seit<br />

Juli 2022 den Verkauf von P-Rezyklaten<br />

(z. B. Struvit, Phosphorsäure) als<br />

Düngemittel (CE-Kennzeichnung) und<br />

schafft so essentielle Marktanreize.<br />

Warum Klärschlamm nicht mehr<br />

direkt als Dünger verwendet<br />

werden sollte<br />

Noch vor wenigen Jahren wurde Klärschlamm<br />

hauptsächlich in der Landwirtschaft<br />

verwendet und war für<br />

Landwirte eine kostengünstige Alternative<br />

zu mineralischen Düngern. Es<br />

enthält große Mengen an Stickstoff,<br />

Phosphaten, Calcium und Magnesium<br />

und etwa 50 Prozent organische<br />

Verbindungen. Abwasserschlamm ist<br />

jedoch ein Mehrkomponentengemisch<br />

aus gewerblichen und privaten<br />

Quellen, dessen Zusammensetzung<br />

je nach Herkunft und Jahreszeit stark<br />

variieren kann. Diese Mischung enthält<br />

außerdem schädliche Stoffe wie<br />

Schwermetalle, Rückstände von Unkrautvernichtern<br />

und Pestiziden,<br />

pathogene Keime, Arzneimittelrückstände,<br />

PFAS (per- and polyfluoroalkyl<br />

substances) und Mikroplastik.<br />

Tierkrankheiten, insbesondere die<br />

BSE-Krise haben seine Nutzung weiter<br />

eingeschränkt. Abwasserschlamm<br />

verursacht aufgrund seiner biologischen<br />

Aktivität ebenfalls erhebliche<br />

Geruchsstörungen. Aus diesem<br />

Grund wird Klärschlamm zunehmend<br />

in Monoverbrennungsanlagen verbrannt.<br />

Die direkte Verwendung als<br />

Dünger ist in Zukunft nur noch in Einzelfällen<br />

zugelassen. Bereits seit 2022<br />

wurden über 80 Prozent des kommunalen<br />

Klärschlamms in Deutschland<br />

thermisch verwertet. [4]<br />

Monoverbrennungsanlagen für<br />

Klärschlamm<br />

Nach der mechanischen Entwässerung,<br />

z. B. mit einer Kammerfilterpresse<br />

oder eine Dekanter-Zentrifugen,<br />

hat der Klärschlamm eine<br />

erdfeuchte Konsistenz. In dieser erdfeuchten<br />

Konsistenz enthält er jedoch<br />

immer noch 65-75 % Wasser.<br />

Ergänzend ist eine thermische Vortrocknung<br />

erforderlich um einen<br />

Feuchtegehalt von 40-55 % zu erreichen.<br />

Dabei nutzt man effizient die<br />

Abwärme aus der Verbrennung. Zumeist<br />

erfolgt diese in einer stationären<br />

Wirbelschichtfeuerung bei ca.<br />

850°C. Dadurch wird sichergestellt,<br />

dass die Verbrennung vollständig erfolgt<br />

und sich möglichst wenig klimaschädliches<br />

Lachgas (N 2<br />

O) bildet. Die<br />

Klärschlammasche ist nach der Verbrennung<br />

völlig trocken und enthält<br />

ca. 10-25 % P 2<br />

O 5<br />

. Bei sehr modernen<br />

Anlagen können Schwermetalle direkt<br />

bei der Rauchgasreinigung als<br />

Filterstaub abgeschieden werden.<br />

14 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Umwelttechnik<br />

Thermochemische Abreicherung<br />

von Schwermetallen<br />

Die Asche selbst enthält jedoch auch<br />

nach der Verbrennung noch Schwermetalle.<br />

Um diese abzutrennen, kann<br />

eine thermochemische Nachbehandlung<br />

erfolgen. Diese thermochemische<br />

Abreicherung erfolgt zumeist<br />

in einem Drehrohr bei Temperaturen<br />

von 900-1100°C. Es existieren verschiedene<br />

Verfahren, z.B. EuPhoRe ® ,<br />

AshDec ® und Pyrophos ® [5]. Die Zugabe<br />

von Additiven, wie Erdalkalichloride<br />

(CaCl 2<br />

, MgCl 2<br />

) begünstigt zusätzlich<br />

die Bildung von flüchtigen<br />

Schwermetallchloriden (z. B. PbCl 2<br />

und ZnCl 2<br />

), was die Abtrennung vereinfacht.<br />

Die Verweilzeit beträgt dabei<br />

zumeist 30-60 min. Eine Zugabe von<br />

Natriumcarbonat anstelle von Chloriden<br />

kann außerdem die Löslichkeit<br />

der Phosphate positiv beeinflussen<br />

(z. B. im Rhenania-Verfahren), was zur<br />

Bildung von Citrat-löslichem Calcium-<br />

Natrium-Phosphat (CaNaPO 4<br />

) führt.<br />

Ein weiterer Vorteil der Zugabe von<br />

Säure ist die daraus resultierende<br />

Verringerung des pH-Werts. Dies verbessert<br />

die Freisetzung von Nährstoffen<br />

in den Boden, insbesondere<br />

bei stark alkalischem Aschen. Die<br />

Kombination mit Stickstoffkomponenten,<br />

die gezielt zugesetzt werden<br />

können, führt ebenfalls zu einer<br />

bio logisch wertvollen Erhöhung des<br />

Stickstoff-Schwefel-Verhältniss (N-P-<br />

S-Dünger). Zusätzlich erhöhen Kristallisationsprozesse<br />

beim Abbinden<br />

und Trocknen die Grün- und Endfestigkeiten<br />

der Granulate. Die freigesetzte<br />

Reaktionsenthalpie wirkt sich<br />

positiv auf den nachgelagerten Trocknungsprozess<br />

aus. So können einzelne<br />

Pflanzenkonzepte für das Mischen<br />

und Granulieren vollständig automatisch<br />

und kosteneffizient entwickelt<br />

werden, um Düngegranulate für eine<br />

Vielzahl von Anwendungen vollständig<br />

automatisch und kosteneffizient<br />

herzustellen, siehe Abbildung 1.<br />

Detaillierter Reaktionsprozess im<br />

Eirich-Smartmischer<br />

Aschen aus der Wirbelschichtverbrennung,<br />

sind zumeist ausreichend<br />

fein für den Einsatz im Eirich-Intensivmischer.<br />

Sollte die Asche nach der<br />

Verbrennung oder der Thermochemischen<br />

Nachbehandlung zu grob<br />

sein, dann empfiehlt sich eine vorgeschaltete<br />

Mahlung. Diese kann<br />

beispielsweise in einer Kugelmühle<br />

oder einer Orbitmill erfolgen. Dadurch<br />

wird sichergestellt, dass die<br />

Reaktion schnell und vollständig erfolgen<br />

kann. Außerdem wird dadurch<br />

die Festigkeit der erzeugten<br />

Granulate verbessert. Zunächst wird<br />

im Eirich-Smart-Mischer die vorgewogene<br />

Klärschlammasche vorgelegt.<br />

Anschließend wird eine verdünnte<br />

Schwefelsäure zugegeben.<br />

Aufgrund der optimalen Durchmischung<br />

im Eirich-Intensivmischer<br />

können die schwer löslichen Phos-<br />

Von der Klärschlammasche zum<br />

Düngemittel<br />

Bei der Verbrennung von Klärschlamm<br />

entstehen aus den Phosphaten<br />

schwer lösliche, nicht pflanzenverfügbare<br />

Mineralien. Dazu gehören insbesondere<br />

β-TCP (Tricalciumphosphat)<br />

Ca 3<br />

(PO 4<br />

) 2<br />

, Apatit Ca 5<br />

[(OH)(PO 4<br />

) 3<br />

],<br />

Whitlockit Ca 9<br />

(Mg, Fe) [PO 3<br />

OH|(PO 4<br />

) 6<br />

],<br />

Stanfieldit Ca 4<br />

Mg 5<br />

(PO 4<br />

) 6<br />

[6]. Außerdem<br />

enthalten Aschen, die aus der<br />

Fällung mit Eisen- oder Aluminiumsalzen<br />

stammen, schwerlösliches<br />

Eisen(III)-phosphat FePO 4<br />

oder Aluminiumphosphat<br />

AlPO 4<br />

. Zur Verbesserung<br />

der Pflanzenverfügbarkeit können<br />

solche Aschen direkt in einem<br />

Eirich-Mischer mit verdünnter Schwefelsäure<br />

behandelt werden. Dies führt<br />

zu einer deutlichen Verbesserung der<br />

Nährstoffverfügbarkeit, dabei laufen<br />

z. B. folgende Reaktionen ab:<br />

Abb. 1: Arbeitsprinzip des Eirich-Smartmixer, aus Klärschlammasche und verdünnter Schwefelsäure<br />

entstehen in einem Reaktionsschritt Düngemittelgranulate. Optional können weitere<br />

Nährsalze eingemischt werden.<br />

1. Ca 3<br />

(PO 4<br />

) 2<br />

+ 2 H 2<br />

SO 4<br />

+ 4 H 2<br />

O → Ca(H 2<br />

PO 4<br />

) 2<br />

+ 2 CaSO4·2 H2O<br />

β-TCP + Schwefelsäure → Monocalciumphosphat + Gips<br />

2. Ca 5<br />

[(OH)|(PO 4<br />

) 3<br />

] + 5 H 2<br />

SO 4<br />

+ 9 H 2<br />

O→ 3 H 3<br />

PO 4<br />

+ 5 CaSO 4·2 H 2<br />

O<br />

Hydroxylapatit + Schwefelsäure→ Phosphorsäure + Gips<br />

3. 2 FePO 4<br />

+ 3 H 2<br />

SO 4<br />

→ Fe 2<br />

(SO 4<br />

) 3<br />

+ 2 H 3<br />

PO 4<br />

Eisen(III)-phosphat + Schwefelsäure → Eisen(III)-sulfat + Phosphorsäure<br />

phate in wenigen Minuten nahezu<br />

vollständig aufgeschlossen werden.<br />

Außerdem bilden sich dabei<br />

aus den Calcium- und Magnesiumanteilen<br />

Gips (CaSO 4<br />

2 H 2<br />

O), der<br />

die Festigkeit erhöht) und Magnesiumsulfat<br />

(MgSO 4<br />

, Bittersalz). Nach<br />

Abschluss der Reaktion könnten<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

15


Umwelttechnik<br />

bei Bedarf Ammoniumsulfat<br />

((NH 4<br />

) 2<br />

SO 4<br />

) als Stickstoffquelle<br />

und Kaliumsulfat (K 2<br />

SO 4<br />

) als<br />

Kaliumquelle zugesetzt werden.<br />

Dadurch ließe sich in einem Aufbereitungsschritt<br />

ein hochwertiger<br />

Mehrkomponentendünger<br />

(NPK + S + Ca + Mg) erzeugen.<br />

In einem Verfahrensschritt kann<br />

im Eirich-Smartmischer die<br />

Reaktion, das Einmischen von<br />

weiteren Nährsalzen und die<br />

Granulation zu sphärischen und<br />

streufähigen Düngemittelgranulaten<br />

erfolgen. Bei Bedarf könnte<br />

am Ende der Granulation ein<br />

Coating durch Zugabe von Pulveradditiven<br />

erfolgen. Damit<br />

wird zusätzlich die Grünfestigkeit<br />

der Granulate erhöht. Auch ließen<br />

sich die Granulate anfärben,<br />

um eine farbliche Unterscheidung<br />

verschiedener Rezepturen<br />

zu ermöglichen. Nach der Trocknung,<br />

und Siebung können die<br />

Granulate in einheitliche Granulat-Fraktionen<br />

getrennt werden.<br />

Über- und Unterkornfraktionen<br />

können durch Mahlung recycliert<br />

werden und lassen sich als Teilrohstoffkomponente<br />

in den Prozess<br />

rückführen. Abbildung 2<br />

Ein Blick in die Schweiz –<br />

weitere Quellen zur Phosphatgewinnung<br />

Die Schweizer Regierung hat bereits<br />

2016 ein Gesetz beschlossen,<br />

bei dem die Rückgewinnung<br />

von Phosphaten nicht nur aus<br />

Klärschlamm, sondern auch aus<br />

Schlachtabfällen (z. B. Tier- und<br />

Knochenmehl) gesetzlich vorgeschrieben<br />

ist [7]. Sie möchte<br />

auf diese Weise unabhängig<br />

von Importen werden und damit<br />

den nationalen Nährstoffkreislauf<br />

schließen. In der Schweiz ist<br />

eine Nutzung von Klärschlamm<br />

als Dünger bereits seit 2006 nicht<br />

mehr erlaubt. Für die Rückgewinnung<br />

sind Übergangsfristen bis<br />

zum Jahr <strong>2026</strong> vorgesehen. Eirich<br />

hat hierzu bereits erfolgreiche Studien<br />

zur Phosphatmobilisierung<br />

und Granulation von Tiermehlasche<br />

durchgeführt. Somit können<br />

in Zukunft auch alternative Phosphatressourcen<br />

genutzt werden.<br />

Ausblick in die Zukunft<br />

Abb. 2: Anlagenbeispiel, Herstellung von Düngemittelgranulaten mit dem<br />

Eirich-Smartmixer:<br />

1 Anlieferung KS-Asche, 2 Lagerpuffer (Klärschlamm-Asche)<br />

3 Mahlung in Orbitmill, 4 Becherwerk, 5 Zwischenpuffer (Mahlgut),<br />

6. Dosierung und Verwiegung der Asche, 7 Lagerpuffer Additiv,<br />

8 Dosierung, Verwiegung Additiv, 9 Waage Dosierung Schwefelsäure<br />

10 Eirich Smartmixer, 11 Zuführung Trockner<br />

12 Fließbetttrockner mit Filtereinheit, 13 Becherwerk (Zuführung zur Siebung),<br />

14 Taumelsieb, Klassierung Gutkorn, Überkorn,<br />

15 Überkorn zur Mahlung (Recyclat)<br />

Spätestens 2029 wird in Deutschland,<br />

der Schweiz und kurz darauf<br />

auch in Österreich die Rückgewinnung<br />

von Phosphor aus<br />

Abwasserschlamm asche gesetzlich<br />

verpflichtend sein. Es ist davon<br />

auszugehen, dass weitere<br />

EU-Länder folgen werden. Dadurch<br />

werden geopolitische Risiken,<br />

wie die Abhängigkeit von<br />

Importen vermieden.<br />

Außerdem zwingen immer strengere<br />

Gewässerschutzgesetze (Eutrophierung)<br />

weltweit die Kläranlagen<br />

dazu, Phosphor aus<br />

dem Abwasser zu entfernen. In<br />

Deutschland und vielen anderen<br />

Ländern werden derzeit etwa<br />

85 % des verwendeten Phosphors<br />

als Dünger verwendet. Es<br />

ist daher naheliegend, aus den<br />

Klärschlammaschen und anderen<br />

Phosphatquellen hochwertigen<br />

Phosphordünger zu erzeugen.<br />

Eirich hat es sich daher zum<br />

Ziel gesetzt, einen besonders einfachen<br />

und wirtschaftlichen Prozess<br />

mit dem Eirich-Smartmischer<br />

aufzuzeigen, um damit die<br />

Möglichkeit, einen wirtschaftlichen<br />

und nachhaltigen Prozess<br />

anbieten zu können. Das Verfahren<br />

bietet die Option, schwerlösliche<br />

Phosphate in kurzer Zeit<br />

in pflanzenlösliche Phosphatverbindungen<br />

zu überführen.<br />

Gleichzeitig kann die Zugabe von<br />

Nährstoffen, insbesondere Stickstoff-<br />

und Kaliumverbindungen,<br />

die Qualität von mineralischen<br />

Düngemitteln nochmals deutlich<br />

verbessern. Es ist damit möglich,<br />

hochwertige Pflanzendünger<br />

(NPK + S + Ca + Mg) mit Hilfe einer<br />

zeitgemäßen und zukunftssicheren<br />

Anlagentechnik zu erzeugen.<br />

Mittel- bis langfristig ist<br />

davon auszugehen, dass auch in<br />

anderen Ländern ähnliche Verfahren<br />

eingesetzt werden, um<br />

von Importen unabhängiger zu<br />

werden und die wertvolle Ressource<br />

Phosphor in die Kreislaufwirtschaft<br />

einzubinden.<br />

Literaturhinweise<br />

[1] Alexandra Ilina (10.07.2023),<br />

VDI-Verlag: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/<br />

werkstoffe/norwegens-phos-<br />

phorvorkommen-bedeutung-<br />

und-potenzial-eines-rekordver-<br />

daechtigen-fundes/<br />

[Stand 05.07.2024]<br />

[2] Klärschlammverordnung -<br />

AbfKlärV: Verordnung über die<br />

Verwertung von Klärschlamm,<br />

Klärschlammgemisch und<br />

Klärschlammkompost vom<br />

27. September 2017 (BGBI. 1<br />

Nr. 65, S. 3465), 2017.<br />

[3] Andrea Roskosch, Patric<br />

Heidecke, Klärschlamm-Entsorgung<br />

in der Bundesrepublik<br />

Deutschland, Umweltbundesamt,<br />

Fachgebiete III 2.4 – Abfalltechnik,<br />

Abfalltechniktransfer<br />

und III 2.5 [Stand: Okt. 2018]<br />

[4] Sichler Theresa,<br />

Adam Christian, Abschätzung zusätzlich<br />

aus Abwasser und Klärschlämmen<br />

kommunaler und<br />

gewerblicher Herkunft extrahierbarer<br />

Wertstoffe, Umweltbundesamt,<br />

Dessau-Roßlau [Stand:<br />

Dez. 2022]<br />

[5] Lodwig Claudia, LANUV,<br />

Landesamt für Natur, Umwelt<br />

und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen,<br />

Rückgewinnung<br />

von Phosphor aus Klärschlamm<br />

und Klärschlammasche<br />

[Stand: Sept. 2020]<br />

[6] Okrusch Martin, Frimmel<br />

Hartwig E., Mineralogie, Eine Einführung<br />

in die spezielle Mineralogie,<br />

Petrologie und Lagerstättenkunde,<br />

10. Auflage, Springer<br />

Spektrum, 2022<br />

[7] Hartmann Stefan, Phosphorverwertung:<br />

Recyclingdünger<br />

aus Kläranlagen, BAFU Bundesamt<br />

für Umwelt,<br />

https://www.bafu.admin.ch,<br />

Schweiz [Stand 04.12.2019]<br />

Autor:<br />

Thomas Lansdorf,<br />

Senior Manager Düngemittel,<br />

Eirich Maschinenfabrik<br />

Gustav Eirich GmbH & Co KG,<br />

Hardheim, Deutschland<br />

sales@eirich.de<br />

www.eirich.de<br />

16 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

Prozesssicherheit unter Druck<br />

Pumpentechnische Herausforderungen und<br />

Lösungen im Umgang mit Ammoniak<br />

Ammoniak (NH 3<br />

) gilt als Hoffnungsträger<br />

für die Dekarbonisierung<br />

der Industrie. Insbesondere in der<br />

Schifffahrt, in Power-to-X-Prozessen<br />

oder als Transportmedium für Wasserstoff<br />

gewinnt dieser chemische<br />

Stoff an Bedeutung. Doch das Molekül<br />

birgt auch Herausforderungen:<br />

Es ist toxisch, korrosiv und kälteempfindlich<br />

und stellt höchste Anforderungen<br />

an die Fördertechnik.<br />

1. Das Molekül mit Potential – und<br />

Risiko in der Fördertechnik<br />

Ammoniak ist nicht nur ein Grundstoff<br />

der Düngemittelproduktion,<br />

sondern entwickelt sich auch zur<br />

Schlüsselkomponente der Energiewende.<br />

Als „Green Ammonia“, also<br />

aus grünem Wasserstoff gewonnenes<br />

Ammoniak, ist es CO 2<br />

-neutral<br />

herstellbar und kann als Energieträger<br />

oder Treibstoff verwendet werden.<br />

Erste Pilotprojekte im Schiffbau<br />

und in Off-Grid-Energiesystemen zeigen<br />

das Potential dieser Technologie.<br />

Die Handhabung von Ammoniak ist<br />

jedoch mit erheblichen technischen<br />

Anforderungen verbunden. Es handelt<br />

sich um ein toxisches Medium,<br />

das bei Undichtigkeiten gesundheitsschädliche<br />

Dämpfe freisetzt. In<br />

Verbindung mit Luft können zudem<br />

zündfähige Gasgemische entstehen,<br />

wodurch bereits geringe Leckagen<br />

sicherheitsrelevant werden. In Förderprozessen<br />

liegt Ammoniak häufig<br />

in unterkühltem, flüssigem Zustand<br />

vor, was die kontrollierte Förderung<br />

zusätzlich erschwert.<br />

Typische Herausforderungen ergeben<br />

sich aus dem hohen Dampfdruck,<br />

der bereits bei moderaten Umgebungstemperaturen<br />

vorliegt, der<br />

geringen Siedetemperatur sowie der<br />

Neigung zur Kavitation bei lokalen<br />

Druckabfällen. Aufgrund dieser physikalischen<br />

Eigenschaften sind hohe<br />

Anforderungen an die Dichtheit,<br />

Materialbeständigkeit und Regelbarkeit<br />

der eingesetzten Pumpentechnik<br />

zu berücksichtigen. Förderaggregate<br />

müssen daher nicht nur<br />

prozessstabil, sondern auch explosionsgeschützt<br />

(ATEX-konform) ausgelegt<br />

sein, um einen sicheren Betrieb<br />

– selbst unter dynamischen Lastwechseln<br />

oder in Ex-Zonen – zu gewährleisten.<br />

2. Pumpentechnische Herausforderungen<br />

beim Fördern von<br />

Ammoniak<br />

a) Mediumspezifische Eigenschaften<br />

Die Förderung von Ammoniak erfordert<br />

eine sorgfältige technische Auslegung,<br />

die sowohl die Hydraulik als<br />

auch die Werkstoffe berücksichtigt.<br />

Wesentliche Eigenschaften sind:<br />

– Toxizität und chemische Reaktivität:<br />

Bereits kleinste Leckagen können<br />

Mensch und Umwelt gefährden. Die<br />

Reaktion mit Feuchtigkeit führt zur<br />

Bildung von Ammoniumhydroxid, einer<br />

stark ätzenden Verbindung, die<br />

Materialien und Dichtungen angreift.<br />

– Thermische Instabilität: Mit einem<br />

Siedepunkt von −33 °C und einem<br />

Dampfdruck von rund 8,6 bar bei<br />

Eigenschaften von Ammoniak im Detail<br />

Eigenschaft<br />

20 °C kann Ammoniak bereits bei geringem<br />

Druckabfall schlagartig verdampfen.<br />

Dies führt zu volumetrischen<br />

Ausdehnungen und erhöhtem<br />

Anlagenstress.<br />

– Kavitationsneigung: Flüssiges Ammoniak<br />

reagiert besonders empfindlich<br />

auf Druckschwankungen im Einlassbereich<br />

der Pumpe. Wird der<br />

lokale Druck unter den Dampfdruck<br />

abgesenkt, entstehen Dampfblasen,<br />

die bei Implosion Materialschäden an<br />

Ventilen und Plungern verursachen<br />

können.<br />

Diese physikalischen Effekte machen<br />

eine präzise Auslegung der Saugbedingungen<br />

notwendig. Dazu zählen<br />

geringe Strömungsgeschwindigkeiten,<br />

kurze Leitungswege, ein<br />

ausreichender Net Positive Suction<br />

Head Available (NPSHa) sowie der<br />

Einsatz von Pumpen mit einem besonders<br />

niedrigen Net Positive Suction<br />

Head Required (NPSHr). Nur so<br />

lässt sich ein sicherer und dauerhaft<br />

verschleißarmer Betrieb von Hochdrucksystemen<br />

gewährleisten.<br />

b) Werkstoffwahl<br />

Die chemische Reaktivität von Ammoniak,<br />

insbesondere in Gegenwart von<br />

Wasser, stellt hohe Anforderungen<br />

an alle medienberührten <strong>Komponenten</strong><br />

eines Fördersystems. In feuchter<br />

Umgebung bildet sich Ammoniumhydroxid<br />

(NH 4<br />

OH), eine stark alkalische<br />

Lösung, die verschiedene Werkstoffe<br />

Wert<br />

Summenformel NH 3<br />

Siedepunkt (1 bar) –33,3 °C<br />

Dampfdruck (20 °C)<br />

ca. 8,6 bar<br />

Kritische Temperatur 132,4 °C<br />

Explosionsgrenzen (LFL/UFL)<br />

15–28 Vol-%<br />

Selbstentzündungstemperatur ca. 651 °C<br />

Wasserlöslichkeit (20 °C)<br />

Korrosivität<br />

ATEX-Relevanz<br />

529 g/l (stark exotherm)<br />

stark gegenüber Cu, Zn, Al<br />

Zone 2, IIA, T1–T2<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

17


Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

Systeme, die selbst bei wechselnden<br />

Betriebsbedingungen dauerhaft zuverlässig<br />

arbeiten.<br />

Ein etabliertes Konzept ist der Einsatz<br />

von Cartridge-Dichtsystemen.<br />

Dabei handelt es sich um kompakte,<br />

vormontierte Dichtungseinheiten, die<br />

modular in den Pumpenkopf integriert<br />

werden.<br />

Abb. 1: KAMAT K25000: Hochdruck-Plungerpumpe für anspruchsvolle Ammoniak-Anwendungen.<br />

Diese robuste Prozesspumpe wurde für die sichere Förderung und Einspritzung von<br />

flüssigem Ammoniak unter hohem Druck entwickelt. Sie hat sich in industriellen Kühlkreisläufen,<br />

in der chemischen Verfahrenstechnik und in Energieanwendungen bewährt.<br />

angreift, darunter Kupfer, Messing,<br />

Zink und ungeschützte Aluminiumlegierungen.<br />

Aufgrund dieser korrosiven<br />

Mechanismen kommen viele<br />

herkömmliche Materialien von vornherein<br />

nicht in Frage.<br />

Zudem besteht in austenitischen<br />

Stählen das Risiko interkristalliner<br />

Spannungsrisskorrosion (SCC), besonders<br />

bei wechselnden Temperaturen<br />

und in Anwesenheit von chloridhaltigen<br />

Medien.<br />

Für den dauerhaften und sicheren<br />

Betrieb kommen daher nur ausgewählte,<br />

hochbeständige Werkstoffe<br />

in Betracht.<br />

Es werden bevorzugt hochfeste<br />

Werkstoffe wie Superduplex oder Nickelbasislegierungen<br />

eingesetzt, die<br />

auch bei wechselnden Druck- und<br />

Temperaturprofilen eine hohe Si-<br />

Geeignete Werkstoffe im Überblick<br />

Werkstoff<br />

1.4404/AISI 316L<br />

Korrosionsverhalten in<br />

NH 4<br />

-Umgebung<br />

bedingt beständig, korrosionsanfällig<br />

bei SCC<br />

1.4462 (Duplex) sehr gute Beständigkeit<br />

gegen NH 4<br />

OH und<br />

Chloride<br />

1.4410<br />

(Superduplex)<br />

Inconel 625/2.4856<br />

hohe Festigkeit, exzellente<br />

Lochfraß- und SCC-<br />

Resistenz<br />

nahezu inert gegenüber<br />

Ammoniak, temperaturstabil<br />

cherheit gegenüber Rissbildung und<br />

Versprödung bieten. Eine einteilige,<br />

geschmiedete Konstruktion ohne<br />

Flanschverbindungen reduziert potenzielle<br />

Leckagestellen zusätzlich.<br />

c) Dichtungstechnik<br />

Bei der Förderung von Ammoniak<br />

ist die Auswahl und Ausführung der<br />

Dichtungstechnik ein zentraler Faktor<br />

für die Betriebssicherheit. Aufgrund<br />

der hohen Flüchtigkeit, des Dampfdrucks<br />

und der Toxizität des Mediums<br />

sind höchste Anforderungen an<br />

die Dichtheit zu stellen – sowohl aus<br />

Umwelt- und Gesundheitsschutzgründen<br />

als auch zur Wahrung der<br />

Prozessintegrität.<br />

Konventionelle<br />

Eignung<br />

Dichtungslösungen<br />

wie Stopfbuchsen oder einfache<br />

Ringabdichtungen stoßen hier schnell<br />

an ihre Grenzen. Benötigt werden<br />

stattdessen hochdichte, leckagefreie<br />

nur in Ausnahmefällen<br />

verwendbar<br />

Standard in chemischen<br />

Anwendungen<br />

empfohlen bei hoher<br />

Belastung<br />

erste Wahl bei extremen<br />

Bedingungen<br />

Diese Systeme bieten folgende technische<br />

Vorteile:<br />

– Verwendung chemisch beständiger<br />

Dichtwerkstoffe wie PTFE,<br />

FFKM oder speziell formulierten Elastomeren,<br />

die gegenüber Ammoniak<br />

und ammoniakalischen Lösungen<br />

eine hohe Langzeitbeständigkeit aufweisen.<br />

– Keine externe Schmierung erforderlich,<br />

wodurch das Risiko zusätzlicher<br />

Leckagequellen sowie potentieller<br />

Zündquellen in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen reduziert wird.<br />

– Selbsteinstellende Dichtelemente,<br />

die mechanisch nachregulieren und<br />

dadurch auch bei Druck- oder Temperaturänderungen<br />

eine konstante<br />

Dichtwirkung aufrechterhalten.<br />

– Trockenlauffähigkeit für den<br />

kurzzeitigen Betrieb ohne Medium,<br />

z. B. bei Start-Stopp-Förderprozessen<br />

oder während der Inbetriebnahme.<br />

– Servicefreundlichkeit: Die Cartridge-Dichtung<br />

kann mit minimalem<br />

Zeitaufwand gewechselt werden, ohne<br />

dass ein vollständiger Ausbau des<br />

Pumpenkopfes oder eine Demontage<br />

der Hochdruckpumpe erforderlich ist.<br />

Darüber hinaus sind hochwertige<br />

Cartridge-Systeme so ausgelegt, dass<br />

sie auch bei wechselnden Druckverhältnisse<br />

und pulsierendem Betrieb<br />

eine stabile Dichtwirkung gewährleisten.<br />

Dies ist insbesondere bei<br />

Plungerpumpen relevant, bei denen<br />

der Förderstrom konstruktionsbedingt<br />

pulsierend verläuft. In sicherheitskritischen<br />

Anwendungen, beispielsweise<br />

in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen ist zusätzlich eine ATEXkonforme<br />

Auslegung (z. B. Gerätekategorie<br />

2G oder 3G) erforderlich.<br />

Ebenso muss die Werkstoffauswahl<br />

konsequent auf die jeweiligen Temperatur-<br />

und Explosionsschutzklassen<br />

abgestimmt werden.<br />

18 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

d) Explosionsschutz & ATEX<br />

Bei der Förderung von Ammoniak ist<br />

der Explosionsschutz ein zentraler<br />

Aspekt der sicherheitstechnischen Anlagenplanung.<br />

Ammoniak bildet mit<br />

Luft bei einem Volumenanteil zwischen<br />

ca. 15 % und 28 % ein zündfähiges<br />

Gasgemisch. Die Zündtemperatur<br />

liegt bei etwa 651 °C, wodurch eine<br />

Einstufung in die Explosionsgruppe IIA<br />

und die Temperaturklasse T1 gerechtfertigt<br />

ist. Somit ist Ammoniak insbesondere<br />

in Anlagen mit offenen Entlüftungswegen<br />

oder bei potentiellen<br />

Leckagequellen als explosionsgefährdendes<br />

Medium einzustufen.<br />

Gemäß der europäischen Richtlinie<br />

2014/34/EU (ATEX) müssen Geräte<br />

und Schutzsysteme für den Einsatz<br />

in explosionsgefährdeten Bereichen<br />

entsprechend klassifiziert und ausgelegt<br />

werde. Für die Pumpentechnik<br />

ergibt sich daraus ein mehrstufiges<br />

sicherheitstechnische Konzept:<br />

– Zoneneinteilung gemäß EN 60079-<br />

10-1: Die Einstufung erfolgt in Abhängigkeit<br />

von Freisetzungswahrscheinlichkeit,<br />

Lüftung und Anlagenkonzept.<br />

Bei Ammoniak-Anwendungen liegen<br />

häufig Zone 2 (gelegentlich auftretende<br />

explosionsfähige Atmosphäre)<br />

vor, in Bereichen mit potentiellen Leckagequellen<br />

auch Zone 1.<br />

– Gerätekategorien:<br />

– Kategorie 3G für den Einsatz in<br />

Zone 2.<br />

– Kategorie 2G für den Einsatz in<br />

Zone 1.<br />

– Temperaturklassen: Ammoniak<br />

wird der Temperaturklasse T1 zugeordnet.<br />

Entsprechend dürfen die<br />

maximal zulässigen Oberflächentemperaturen<br />

der eingesetzten <strong>Komponenten</strong><br />

450 °C nicht überschreiten.<br />

– Zündschutzarten (elektrisch): Elektrische<br />

<strong>Komponenten</strong> sind je nach<br />

Zone mit geeigneten Schutzarten<br />

auszuführen, beispielsweise Ex-e (erhöhte<br />

Sicherheit), Ex-d (druckfeste<br />

Kapselung) oder Ex-i (Eigensicherheit).<br />

– Mechanischer Explosionsschutz:<br />

Auch nicht-elektrische <strong>Komponenten</strong><br />

wie Pumpen unterliegen den Anforderungen<br />

der EN ISO 80079-36/-37.<br />

Hier ist insbesondere eine Zündquellenanalyse<br />

durchzuführen, um potentielle<br />

Risiken wie heiße Oberflächen,<br />

Reibung oder mechanisch erzeugte<br />

Funken zu vermeiden.<br />

In der Praxis bedeutet das, dass nicht<br />

nur Motoren, sondern auch Sensorik,<br />

Stellventile, Frequenzumrichter und<br />

Verkabelung in explosionsgeschützter<br />

Ausführung geliefert und dokumentiert<br />

werden müssen. Darüber hinaus<br />

sind zusätzliche Anforderungen an die<br />

Erdung und den Potentialausgleich,<br />

die Vermeidung elektrostatischer Aufladung<br />

sowie die Verwendung leitfähiger<br />

Werkstoffe für Gehäuseteile und<br />

Verbindungen zu beachten.<br />

Auch die mechanischen <strong>Komponenten</strong><br />

einer Hochdruckpumpe, wie beispielsweise<br />

Dichtungen, Plunger und<br />

Verrohrung, fallen unter die ATEX-Bewertung,<br />

wenn sie im Gefahrenbereich<br />

betrieben werden. In diesen Fällen<br />

ist eine Zündquellenanalyse nach<br />

EN ISO 80079-36 erforderlich.<br />

Ein durchgängiges Explosionsschutzkonzept,<br />

das alle relevanten <strong>Komponenten</strong><br />

integriert und normgerecht<br />

dokumentiert, ist somit integraler Be-<br />

Klein, aber<br />

leistungsstark.<br />

LEWA triplex G3E<br />

Prozess­Membranpumpe.<br />

Mit 10 kW hydraulischer Leistung und kompakter Monoblockbauweise<br />

arbeitet die LEWA triplex G3E mit bis zu 350 spm,<br />

benötigt 30 % weniger Platz und eignet sich ideal für Fuel­Gas­<br />

Supply­Systeme sowie Anwendungen mit begrenztem Raum.<br />

Mehr unter: www.lewa.com


Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

standteil einer Ammoniak-führenden<br />

Förderanlage.<br />

e) Regelung und Prozesssteuerung<br />

Bei der Förderung von Ammoniak ist<br />

die präzise Regelung von Druck und<br />

Volumenstrom entscheidend – sowohl<br />

zur Vermeidung von Druckstößen<br />

als auch zur sicheren Beherrschung<br />

von Prozessdynamiken, beispielsweise<br />

bei Batch-Verfahren, Lastwechseln<br />

oder im Start-Stopp-Betrieb. Aufgrund<br />

der physikalischen Eigenschaften von<br />

Ammoniak, insbesondere seiner Verdampfungsneigung<br />

bei Druckabfall,<br />

ist ein gleichmäßiger Förderverlauf<br />

ohne abrupte Druck- oder Volumenänderungen<br />

erforderlich.<br />

in übergeordnete Prozessleitsysteme<br />

ermöglichen – inklusive Fernüberwachung,<br />

Zustandsdiagnostik und<br />

vorausschauender Wartung (Predictive<br />

Maintenance).<br />

In explosionsgefährdeten Bereichen<br />

ist besonders darauf zu achten, dass<br />

der Frequenzumrichter außerhalb<br />

der Ex-Zone installiert wird oder in<br />

einem zertifizierten Schutzgehäuse<br />

betrieben wird. Zusätzlich sind geeignete<br />

Motorschutzkonzepte (z. B.<br />

Temperaturfühler, Drehzahlüberwachung,<br />

Stillstandserkennung) zu implementieren,<br />

um einen sicheren Betrieb<br />

in allen Betriebszuständen zu<br />

gewährleisten.<br />

– Explosionsschutzkonforme Anlagentechnik<br />

nach ATEX-Richtlinie, inklusive<br />

mechanischer Zündquellenbewertung<br />

– Prozessstabile Regelungskonzepte<br />

mit drehzahlvariablen Antrieben zur<br />

Vermeidung dynamischer Lastspitzen<br />

Nur durch die Kombination dieser<br />

Maßnahmen lässt sich ein sicherer,<br />

effizienter und wartungsarmer Betrieb<br />

im industriellen Umfeld realisieren.<br />

Dies ist insbesondere bei dauerhaftem<br />

Hochdruckbetrieb oder in<br />

sicherheitskritischen Bereichen, wie<br />

beispielsweise der Schiffstechnik, der<br />

Offshore-Versorgung oder den Powerto-X-Systemen,<br />

von Bedeutung.<br />

Ein bewährter Lösungsansatz ist die<br />

Verwendung von Frequenzumrichtern<br />

(FU), um die Drehzahl der Pumpe<br />

zu steuern. Damit lassen sich sowohl<br />

der Volumenstrom als auch der Ausgangsdruck<br />

last- und bedarfsgerecht<br />

regulieren, ohne dass zusätzliche Bypass-Systeme<br />

oder Drosselorgane<br />

notwendig sind.<br />

Technische Vorteile der<br />

FU-Regelung<br />

– Druckstoßfreie Förderung: Durch<br />

sanftes Hochfahren der Drehzahl<br />

kann die Anlage kontrolliert in Betrieb<br />

genommen werden – ein wesentlicher<br />

Vorteil bei Medien mit hohem<br />

Dampfdruck wie Ammoniak.<br />

– Lastangepasste Betriebsweise:<br />

Anpassung der Förderleistung an variable<br />

Prozessanforderungen in Echtzeit,<br />

z. B. zwischen 10 % und 100 %<br />

der Nenndrehzahl (abhängig vom<br />

Pumpentyp).<br />

– Reduzierter Energieverbrauch:<br />

Der Betrieb der Pumpe im optimalen<br />

Betriebspunkt ermöglicht eine deutliche<br />

Senkung des Strombedarfs im<br />

Teillastbetrieb.<br />

– Schonung mechanischer <strong>Komponenten</strong>:<br />

Geringere Drehzahlen<br />

entlasten die mechanischen Antriebselemente<br />

und verlängern die<br />

Standzeiten von Lagern, Dichtungen<br />

und Ventilen.<br />

– Schnittstellenintegration: Moderne<br />

Umrichter bieten Kommunikationsschnittstellen<br />

(z. B. Profinet, Modbus,<br />

CANopen), die eine Einbindung<br />

Insgesamt ermöglicht die FU-Regelung<br />

somit eine hohe Prozesssicherheit,<br />

Flexibilität sowie eine energieeffiziente<br />

und verschleißarme<br />

Betriebsweise und ist damit essenziell<br />

für die Förderung anspruchsvoller<br />

Medien wie Ammoniak.<br />

Um eine annähernd vollständige pulsationsfreie<br />

Förderung zu erreichen,<br />

werden bei Bedarf Resonatoren auf<br />

der Saug- und/oder der Druckseite<br />

eingesetzt.<br />

3. Fazit und Ausblick<br />

Die Förderung von Ammoniak stellt<br />

besondere Anforderungen an die<br />

Pumpentechnik, die Werkstoffwahl,<br />

die Dichtungsausführung und die Anlagensicherheit.<br />

Aufgrund seines hohen<br />

Dampfdrucks, seiner toxischen<br />

Wirkung, seiner thermodynamischen<br />

Instabilität und seiner Explosionsgefahr<br />

zählt Ammoniak zu den anspruchsvolleren<br />

Medien im Bereich<br />

der chemischen und energietechnischen<br />

Verfahren.<br />

Für den sicheren und zuverlässigen<br />

Betrieb von Ammoniak-führenden Fördersystemen<br />

sind daher die folgenden<br />

Aspekte technisch entscheidend:<br />

– Auswahl korrosionsbeständiger<br />

Werkstoffe wie Superduplex oder<br />

Nickel basislegierungen<br />

– Einsatz leckagefreier Dichtungssysteme<br />

mit chemisch resistenten<br />

Materialien<br />

Ammoniak als Schlüsselmedium der<br />

Energiewende<br />

Mit der zunehmenden Etablierung<br />

von grünem Ammoniak als CO 2<br />

-freiem<br />

Energieträger gewinnen Anwendungen<br />

außerhalb der klassischen<br />

chemischen Industrie deutlich an Bedeutung.<br />

Insbesondere zeichnen sich folgende<br />

Entwicklungslinien ab:<br />

– Maritime Antriebssysteme: Ammoniak<br />

als emissionsfreier Schiffstreibstoff<br />

(z. B. im Rahmen von IMO-<br />

Vorgaben)<br />

– Power-to-Ammonia-Anlagen:<br />

Speicherung und Rückverstromung<br />

regenerativer Energie in Form chemisch<br />

gebundener Energie<br />

– Brennstoffzellenentwicklung: Einsatz<br />

von Ammoniak als Wasserstoffträger<br />

und Direktmedium in neuartigen<br />

SOFC-Systemen<br />

– Dezentrale Energiespeicherlösungen<br />

in Regionen mit hohem regenerativen<br />

Energieaufkommen<br />

In anspruchsvollen Anwendungen<br />

übernehmen Plungerpumpen eine zentrale<br />

Funktion: Sie ermöglichen die Förderung<br />

von Ammoniak im Hochdruckbereich<br />

und die präzise, volumetrisch<br />

definierte Einspeisung in nachgelagerte<br />

Prozesse, beispielsweise in Verbrennungssysteme.<br />

Aufgrund ihres konstruktionsbedingten,<br />

pulsierenden Förderprinzips<br />

lassen sich Volumenströme exakt do-<br />

20 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

Abb. 2: Realisierte NH 3<br />

-Pumpeneinheit mit K25000.<br />

Aus dem Praxisbeispiel: Hochdruckförderung von Ammoniak<br />

in einer industriellen Kälteanlage mit ATEX-<br />

Ausführung und Druckpulsdämpfer.<br />

sieren und über drehzahlgeregelte Antriebe<br />

flexibel anpassen. In Kombination mit medienbeständigen<br />

Werkstoffen und einer modularen<br />

Systemauslegung eignen sich Plungerpumpen<br />

insbesondere für dynamische,<br />

sicherheitskritische und leistungsintensive<br />

Prozesse.<br />

Maßgeschneiderte Plungerpumpentechnik<br />

für Ammoniak-Anwendungen<br />

Dank seines flexiblen Baukastensystems und<br />

der tiefen Werkstoffkompetenz bietet KAMAT<br />

robuste Lösungen für die kontinuierliche Förderung<br />

und Einspritzung von Ammoniak:<br />

– Pumpenköpfe aus Duplex, Superduplex, Inconel<br />

oder Sonderwerkstoffen<br />

– Cartridge Dichtungssysteme für absolute<br />

Dichtheit bei wechselnden Druck-/Temperaturprofilen<br />

– ATEX-zertifizierte Ausführungen für explosionsgefährdete<br />

Bereiche<br />

– Frequenzgeregelte Antriebe für sanftes<br />

Hochfahren und präzise Druckregelung<br />

– Pulsationsdämpfung durch Resonatoren<br />

– Engineering & Fertigung Made in Germany<br />

– modular, rückverfolgbar, kundenspezifisch<br />

Ob als Teil einer Green-Ammonia-Produktion,<br />

für die maritime Einspritztechnik oder als sichere<br />

Komponente in Power-to-X-Ketten: Mit<br />

Verdrängerpumpen von KAMAT lässt sich die<br />

Prozess sicherheit unter Druck nachhaltig realisieren<br />

– flexibel, präzise und zukunftsfähig.<br />

Praxisbeispiel: Sichere Ammoniakförderung<br />

in der industriellenKältetechnik mithilfe<br />

einer Plunger pumpe<br />

In einer industriellen Kälteanlage für die Lebensmittel-<br />

und Lagerwirtschaft kam es wiederholt<br />

zu Problemen bei der Förderung von<br />

flüssigem Ammoniak (NH 3<br />

). Unkontrollierte<br />

Flash-Bildung, Leckagerisiken und thermisch<br />

belastete Dichtsysteme führten zu einem erhöhten<br />

Wartungsaufwand sowie zu Unsicherheiten<br />

im Dauerbetrieb.<br />

Die Herausforderung<br />

– Förderung eines hochtoxischen, unterkühlten<br />

Mediums mit hohem Dampfdruck<br />

– Minimierung jeglicher Emissionen und<br />

Leckagen<br />

– Sicherer Betrieb bei thermischen Schwankungen<br />

im 24/7-Dauerbetrieb<br />

– Einhaltung von ATEX-Anforderungen,<br />

Druckgeräterichtlinie und kundenspezifischen<br />

Normen<br />

Die Lösung<br />

KAMAT entwickelte ein auf Ammoniak abgestimmtes<br />

Plungerpumpensys tem, das gezielt<br />

für die Anforderungen der NH 3<br />

-Förderung<br />

konzipiert wurde:<br />

– Integrierter Saugkanal zur strömungsoptimierten<br />

Führung und Reduktion kavitationsbedingter<br />

Druckschwankungen<br />

– Spezial-Dichtungssystem für toxische Medien,<br />

mit optionaler Leckage überwachung und<br />

Sperrkammer<br />

– Öl-Luft-Kühlung zur Stabilisierung der Lagertemperatur<br />

und zum Schutz dichtsensibler<br />

<strong>Komponenten</strong><br />

– Sicherheitsüberwachung mit Druck-/Temperatursensorik,<br />

Entlastungsarmaturen und<br />

NH 3<br />

-Gasdetektion<br />

– Servicefreundliche Bauweise: klar definierte<br />

Wartungspunkte, modulare Austauschsysteme<br />

Technische Eckdaten<br />

– Fördermenge: 340 l/min<br />

– Saugdruck: 76 bar<br />

– Differenzdruck: 101 bar<br />

– Medium: unterkühltes flüssiges<br />

Ammoniak gemäß DIN 8949<br />

Ergebnis<br />

Seit der Inbetriebnahme arbeitet die Anlage<br />

stabil im Dauerbetrieb ohne unplanmäßige<br />

Stillstände. Das System erfüllt alle Sicherheitsanforderungen<br />

und durch die planbare<br />

Wartungsstrategie inklusive Leckagefrüherkennung<br />

und geregeltem Temperaturma-<br />

nagement konnten die Serviceeinsätze messbar<br />

reduziert werden.<br />

Fazit<br />

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie ein mediengerechtes<br />

Pumpendesign, eine durchdachte<br />

Sauggeometrie, eine intelligente Dichtungstechnik<br />

und ein Überwachungssystem<br />

auch bei einem so anspruchsvollen Medium<br />

wie Ammoniak für Betriebssicherheit, Verfügbarkeit<br />

und Prozessstabilität sorgen können –<br />

ohne Kompromisse beim Umwelt- oder Personenschutz.<br />

Normen, Richtlinien und technische Regelwerke<br />

1. ATEX-Richtlinie 2014/34/EU: Richtlinie des<br />

Europäischen Parlaments und des Rates über<br />

Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen<br />

Verwendung in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen.<br />

2. DIN EN ISO 80079-36:2016-12: Nicht-elektrische<br />

Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen – Grundlagen und Anforderungen.<br />

3. DIN EN 1127-1:2019-07: Explosionsfähige<br />

Atmosphären – Grundlagen und Methodik.<br />

4. API Standard 674: Positive Displacement<br />

Pumps – Reciprocating. 4th Edition. American<br />

Petroleum Institute, Washington D.C., 2020.<br />

5. DIN EN ISO 13709:2009-07 (API 610): Prozesspumpen<br />

– Kreiselpumpen für Erdöl-, Petrochemie-<br />

und Gasindustrie.<br />

6. IEC 60079-10-1: Explosionsgefährdete Bereiche<br />

– Teil 10-1: Klassifizierung von Bereichen<br />

– Explosionsgefährdete Atmosphäre<br />

durch Gase.<br />

7. VDMA-Einheitsblatt 24284: Pumpen – Begriffe,<br />

Kenngrößen und Definitionen. VDMA<br />

Verlag, Frankfurt am Main.<br />

8. TRGS 507: Technische Regeln für Gefahrstoffe<br />

– Tätigkeiten mit Ammoniak. Bundesanstalt<br />

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin<br />

(BAuA), 2022.<br />

KAMAT GmbH & Co. KG<br />

Witten,, Deutschland<br />

www.KAMAT.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

21


Pumpen und Systeme<br />

Kreiselpumpen<br />

Flüssigteer:<br />

eine dreckige Herausforderung für Pumpen<br />

Von der hydrodynamischen Abdichtung<br />

zur trockenlaufenden Magnetkupplung<br />

Hans-Wilhelm Möllmann<br />

Flüssigteer ist ein wichtiger Rohstoff<br />

in der chemischen Industrie, auch<br />

wenn sich sein Einsatz historisch<br />

stark verändert hat. Was sich über<br />

die Jahre nicht verändert hat, ist die<br />

Tatsache, dass Flüssigteer besonders<br />

hohe Anforderungen an den<br />

Transport und insbesondere an die<br />

Wellendichtung der eingesetzten<br />

Kreiselpumpen stellt. Viele verarbeitende<br />

Betriebe haben sich damit<br />

abgefunden, dass Leckagen an den<br />

Pumpen unvermeidlich sind. Das<br />

ist allerdings nicht nur unsauber<br />

und gesundheitsgefährdend, sondern<br />

mit den steigenden Umweltauflagen<br />

nicht mehr zu vereinbaren.<br />

Ganz zu schweigen von den Kosten,<br />

die dadurch entstehen, dass sich die<br />

Leckagen an den Pumpen in kurzer<br />

Zeit verschlimmern und die Pumpen<br />

häufig ausgewechselt werden müssen.<br />

Zum Glück gibt es Spezialpumpen,<br />

die die Herausforderungen bei<br />

der Förderung von Flüssigteer problemlos<br />

über viele Jahre bewältigen.<br />

Das Problem<br />

Flüssigteer stellt ein derart großes<br />

Problem für herkömmliche Pumpen<br />

dar, weil er sich an Oberflächen ablagert<br />

und diese verklebt, speziell im<br />

Wellen-Dichtungsbereich der Pumpe.<br />

Auch enthält er meistens abrasive<br />

Partikel und aggressive Inhaltsstoffe.<br />

Darüber hinaus erreicht er in<br />

vielen Szenarien Temperaturen von<br />

bis zu 380 Grad Celsius. Herkömmlicherweise<br />

kommen für die Förderung<br />

von Flüssigteer Pumpen mit<br />

hydrodynamischer Dichtung zum<br />

Einsatz. In diesen Pumpen wird mithilfe<br />

von Laufradrückschaufeln und<br />

einem nachgeschalteten Entlastungsrad<br />

der Wellendurchtritt hydrodynamisch<br />

vom Pumpen- und Zulaufdruck<br />

entlas tet und das Medium so von der<br />

Wellendurchführung ferngehalten.<br />

Diese Art Pumpe ist sehr zuverlässig<br />

und gut genug für den Transport<br />

vieler Medien, die in der chemischen<br />

Industrie, Grundstoffindustrie oder<br />

Umwelttechnik verwendet werden<br />

und nicht der TA-Luft unterliegen. Bei<br />

der Förderung von über 300 Grad heißem<br />

Flüssigteer werden ihre Grenzen<br />

aber überschritten. In der Regel versagen<br />

die Stillstandsabdichtungen,<br />

meist in Form einer Stopfbuchspackung,<br />

und es kommt zu den beschriebenen<br />

Leckagen, insbesondere<br />

beim Abschalten der Pumpen.<br />

Kreiselpumpe mit trockenlaufender<br />

Magnetkupplung<br />

Besondere Bauarten einer Kreiselpumpe<br />

mit Magnetkupplung hingegen<br />

können den Belastungen bei der<br />

Förderung heißen Flüssigteers bzw.<br />

generell heißen und feststoffhaltigen<br />

Flüssigkeiten widerstehen. Grundsätzlich<br />

basieren Magnetkupplungskreiselpumpen<br />

auf dem Prinzip der<br />

berührungslosen Kraftübertragung<br />

durch Magnetfelder. Dabei trägt die<br />

Motorwelle einen Außenmagnetrotor,<br />

welcher die Magnetkräfte durch einen<br />

Spalttopf auf einen Innenmagnetrotor<br />

überträgt. Der Spalttopf arbeitet dabei<br />

als hermetische Barriere und schirmt<br />

das Fördermedium vollständig von<br />

der Umgebung ab.<br />

Das Kernkonzept der Magnetkupplungstechnologie<br />

von Bungartz besteht<br />

in einer strikten physikalischen Trennung<br />

des Förderraums vom Lagerund<br />

Dichtungsbereich. Hierbei laufen<br />

die fettgeschmierten Wälzlager in einer<br />

geschlossenen, vom Fördermedium<br />

unabhängigen Gasatmosphäre,<br />

typischerweise unter Stickstoffeinleitung.<br />

Der entscheidende Unterschied<br />

zu konventionellen Magnetpumpen<br />

liegt im Einsatz eines nicht-metallischen,<br />

wirbelstromfreien Spalttopfs.<br />

Dies ermöglicht eine verlustfreie Magnetfeldübertragung<br />

ohne die problematischen<br />

Wärmeentwicklungen und<br />

Entmagnetisierungsrisiken, die bei metallischen<br />

Spalttöpfen aufträten. Auch<br />

im Fördermedium vorhandene Feststoffe<br />

kommen nicht in diesen Bereich.<br />

22 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Kreiselpumpen<br />

Die Konstruktion verfügt über eine<br />

intelligente Dreifachdichtung, bestehend<br />

aus einer hydrodynamischen<br />

Entlastung über Laufradrückenschaufeln,<br />

einer nicht vom Produkt berührten<br />

Lippendichtung als sekundäre<br />

Sicherheitsebene und einer Sperrgaseinleitung<br />

im Lagerbereich. Dadurch<br />

ist selbst bei Spalttopfbruch kein Produktaustritt<br />

zu befürchten.<br />

Die grundsätzlichen Vorteile dieser<br />

Konstruktion sind beachtlich: Da Lagerung<br />

und Magnetkupplung vollständig<br />

vom Fördermedium separiert sind,<br />

können nahezu alle Flüssigkeitsarten<br />

problemlos gefördert werden, einschließlich<br />

stark verschmutzter, gasbeladener,<br />

siedender oder viskoser<br />

Medien. Die wirbelstromfreie Magnetfeldübertragung<br />

hat keine Energieverluste<br />

und arbeitet vollkommen unabhängig<br />

vom Fördermedium.<br />

Die Lösung:<br />

vertikal mit großem Abstand<br />

Eine Standardmagnetkupplung kann<br />

durchaus für höhere Temperaturen<br />

ausgelegt werden. Aber in der Kombination<br />

mit den herausfordernden Eigenschaften<br />

des flüssigen Teers versagen<br />

herkömmliche Ausführungen.<br />

Bungartz löst dieses Problem in Anlagen<br />

zur Flüssigteerförderung durch<br />

den Einsatz vertikaler Kreiselpumpen<br />

mit trockenlaufender Magnetkupplung,<br />

einer besonders langen Antriebswelle<br />

und einer Wärmebarriere.<br />

Dadurch wird der Abstand zwischen<br />

Lagerung und Förderfluid im Laufrad<br />

so weit erhöht, dass die Lagertemperatur<br />

auch bei einem 380 Grad Celsius<br />

heißen Fördermedium 70 Grad Celsius<br />

nicht überschreitet. Diese Temperatur<br />

stellt für die eingesetzten robusten<br />

Wälzlager kein Problem dar. Weil der<br />

Spalttopf und der große Abstand zwischen<br />

Lager und Laufrad eine thermische<br />

Sperre bilden, kann sogar auf<br />

den Einsatz von Kühlaggregaten verzichtet<br />

werden. Die Umgebungsluft allein<br />

ist ausreichend, um das System zu<br />

kühlen. Das verringert die Komplexität<br />

des Gesamtsystems und somit die<br />

Störanfälligkeit. Pumpen der beschriebenen<br />

Art verrichten bei Kunden von<br />

Bungartz seit vielen Jahren störungs-<br />

und leckagefrei ihren Dienst.<br />

Nicht Teer allein<br />

Spezialkreiselpumpen mit trockenlaufender<br />

Magnetkupplung bieten, je<br />

nach Ausführung in horizontaler Bauweise<br />

oder in vertikaler Bauweise,<br />

viele weitere Vorteile. Dazu gehören<br />

die garantierte Trockenlaufsicherheit<br />

durch das Wälzlagersystem in Gasatmosphäre,<br />

die wartungsfreie Funktion<br />

der Lager- und Kupplungseinheit über<br />

mindestens drei Jahre und die hohe<br />

Eigensicherheit für ATEX-konforme<br />

Anwendungen bis zur Zone 1 ohne zusätzliche<br />

thermische Überwachung.<br />

Ähnlich wie bei der Flüssigteerförderung<br />

machen diese Pumpen ihren<br />

konstruktionsbedingt höheren Einstiegspreis<br />

durch Zuverlässigkeit und<br />

Langlebigkeit mehr als wett. In Spezialbauweise<br />

sind diese Pumpen zudem<br />

zur Förderung von siedenden oder<br />

gashaltigen Medien geeignet.<br />

Autor: Hans-Wilhelm Möllmann,<br />

Leiter Forschung und Entwicklung bei<br />

der PAUL BUNGARTZ GMBH & CO. KG<br />

Düsseldorf, Deutschland<br />

www.bungartz.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

23


Pumpen und Systeme<br />

Dosierpumpen<br />

Minimale Pulsation dank Pumpensynchronisation:<br />

Kombinationspumpe<br />

mit 6 Pumpenköpfen und Smart Monitoring<br />

fördert Wasser und Schwefelsäure<br />

gleichmäßig in den statischen Mischer<br />

Flexible Anpassung der Rezeptur durch<br />

elektrische Hublängeneinstellung<br />

Sauberes Wasser, der wichtigste<br />

Rohstoff der Welt, wird immer mehr<br />

zu einem Luxusgut. Die Wasseraufbereitung<br />

gewinnt daher immer<br />

stärker an Bedeutung. Ein Chemieunternehmen<br />

stellt an seinem<br />

Standort in Schweden zu diesem<br />

Zweck Sulfatgranulat her. Die Anlage,<br />

die Wasser und Schwefelsäure<br />

im Produktionsprozess mischt,<br />

musste erneuert werden. Die bisherigen<br />

Pumpen von LEWA, dem<br />

Pumpenspezialisten mit Sitz in<br />

Leonberg, liefen seit 30 Jahren einwandfrei.<br />

Da der Hersteller die alten<br />

Modelle jedoch nicht mehr im Portfolio<br />

hat, sind auch entsprechende<br />

Ersatzteile kaum noch verfügbar.<br />

Um die Produktion für die nächsten<br />

Jahrzehnte zu sichern, entschied<br />

sich das Chemieunternehmen daher<br />

für den Kauf einer neuen LEWA-<br />

Kombinationspumpe mit insgesamt<br />

sechs Pumpenköpfen: drei vom Typ<br />

LDD3 M9 und drei vom Typ LDE3 M9.<br />

Sie werden durch ein elektronisches<br />

Steuerungssystem mit einer Phasenverschiebung<br />

von 0/120/240<br />

Grad für das Prozesswasser und<br />

60/180/300 Grad für die Säure optimal<br />

miteinander synchronisiert.<br />

Um eine flexible Anpassung der<br />

Mischungsrezeptur zu ermöglichen,<br />

verfügt die Prozesswasserpumpe<br />

LDD3 über eine elektrische<br />

Hublängen einstellung. Darüber<br />

hinaus ist die Kombinationspumpe<br />

mit dem innovativen LEWA Smart<br />

Monitoring ausgestattet, das die<br />

Leistung und den Zustand der Einheiten<br />

rund um die Uhr überwacht.<br />

„Die Herstellung von Sulfatgranulat<br />

für die chemische Wasseraufbereitung<br />

in einem kontinuierlichen<br />

Prozess ist eine sehr heikle Angelegenheit“,<br />

so Torsten Möller, Vertriebsmitarbeiter<br />

von LEWA in Schweden.<br />

Möller leitet das Projekt mit dem<br />

Kunden. Bei der Verdünnung von<br />

konzentrierter Schwefelsäure reagiert<br />

diese stark mit Wasser. In der<br />

statischen Mischanlage können plötzlich<br />

Temperaturen von bis zu 300 °C<br />

entstehen, wobei die Aggressivität<br />

der Säure stetig zunimmt. „Bei Ausfällen,<br />

Defekten oder ungeplanten Stillständen<br />

der Anlage kann es zu einem<br />

Rückfluss aus dem Mischer in die<br />

Pumpen kommen“, so Möller weiter.<br />

„Die Einheiten müssen daher sowohl<br />

der gefährlichen Säure als auch den<br />

hohen Temperaturen und den Druckschwankungen<br />

standhalten und dürfen<br />

keine empfindlichen Dichtungen<br />

haben.“<br />

Am Produktionsstandort in Schweden<br />

waren bereits seit 1989 bzw.<br />

1990 zwei kombinierte LEWA-Pumpensysteme<br />

mit jeweils fünf Pumpenköpfen<br />

für die Produktion von<br />

Sulfatgranulat im Einsatz. Das<br />

Chemie unternehmen ist seit über 30<br />

Jahren mit diesen Pumpen äußerst<br />

zufrieden. Allerdings führt der Pumpenspezialist<br />

mit Sitz in Leonberg diese<br />

älteren Modelle nicht mehr im Programm,<br />

so dass die entsprechenden<br />

Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind.<br />

„Der Kunde war aufgrund seiner langjährigen<br />

Erfahrung von der Zuverläs-<br />

Abb. 1: Um die Produktion für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, entschied sich der Kunde<br />

daher für den Kauf einer neuen LEWA-Kombinationspumpe mit insgesamt sechs Pumpenköpfen:<br />

drei vom Typ LDD3 M9 und drei vom Typ LDE3 M9. Alle Bilder: LEWA<br />

24 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Dosierpumpen<br />

aufeinander kommt das neue System<br />

mit deutlich kleineren Pulsationsdämpfern<br />

aus als bisher.<br />

Smart Monitoring sichert<br />

kontinuierliche Produktion<br />

Abb. 2: Um eine flexible Anpassung der Schwefelsäure-Mischungsrezeptur zu ermöglichen,<br />

verfügt die Prozesswasserpumpe LDD3 über eine elektrische Hublängeneinstellung.<br />

sigkeit und hohen Funktionstüchtigkeit<br />

der LEWA-Pumpen überzeugt,<br />

so dass ich vorschlug, die eingestellten<br />

Modelle durch neue Pumpen desselben<br />

Herstellers zu ersetzen, um<br />

die Produktion für die nächsten Jahrzehnte<br />

zu sichern“, so Möller. „Dies<br />

gab uns auch die Möglichkeit, die Pulsation<br />

und damit die Größe der Pulsationsdämpfer<br />

an den neuen Pumpen<br />

deutlich zu reduzieren.“<br />

Optimale Synchronisation der sechs<br />

Pumpenköpfe über 360 Grad<br />

Speziell für diese hochgradig sensible<br />

Anwendung entwickelte der Pumpenspezialist<br />

LEWA eine ecoflow Kombinationspumpe<br />

mit insgesamt sechs<br />

M900-Pumpenköpfen: jeweils drei für<br />

die Schwefelsäure und das Prozesswasser.<br />

Um die 85- bis 98-prozentige<br />

Schwefelsäure sicher pumpen zu<br />

können, müssen die Einheiten hermetisch<br />

dicht sein. Die Produktlinie<br />

LEWA ecoflow erfüllt diese Anforderung.<br />

Bei der Pumpe für die Säure fiel<br />

die Wahl auf das Modell LDE3, das aus<br />

hochgradig<br />

korrosionsbeständigem<br />

Hastelloy hergestellt wird und somit<br />

dem aggressiven Medium standhält.<br />

Das kleinere Modell LDD3 ist für die<br />

Prozesswasserpumpe<br />

ausreichend.<br />

Um Probleme beim Auftreten eines<br />

Rückflusses von verdünnter Schwefelsäure<br />

aus dem Mischer in die Pumpen<br />

zu vermeiden, wählte der Kunde<br />

als Material den Edelstahl 316L, da<br />

dieser eine gute Säure beständigkeit<br />

aufweist. Um die Schwefel säure je<br />

nach Endprodukt flexibel verdünnen<br />

zu können, weist die LDD3 eine elektrische<br />

Hublängeneinstellung von 0<br />

bis 30 mm auf.<br />

Damit die beiden Medien störungsfrei<br />

in den statischen Mischer gelangen<br />

und keine starken chemischen Reaktionen<br />

auftreten, muss eine kons-<br />

tante Durchflussrate gewährleistet<br />

sein. „Um die Pulsation so niedrig<br />

wie möglich zu halten, haben wir die<br />

Phasen der einzelnen Pumpenköpfe<br />

eines Mediums um jeweils 120 Grad<br />

versetzt“, erklärt Möller. „Darüber<br />

hinaus unterscheiden sich die Frequenzen<br />

der LDD3 und der LDE3 um<br />

60 Grad.“ Die Phasenverschiebung<br />

von 0/120/240 Grad für das Prozesswasser<br />

und 60/180/300 Grad für die<br />

Schwefelsäure führt zu einer nahezu<br />

perfekten Synchronisation der Pumpen<br />

über 360 Grad. Durch die gute<br />

Abstimmung der sechs Pumpenköpfe<br />

Als Herzstück der Anlage stellt die<br />

neue Kombination aus LEWA-Pumpen<br />

die kontinuierliche Produktion von<br />

Sulfatgranulat sicher. Damit nichts<br />

dem Zufall überlassen bleibt, wurden<br />

die Geräte mit dem innovativen LEWA<br />

Smart Monitoring ausgerüstet. Das<br />

System ermöglicht nicht nur eine präzise<br />

Steuerung der Pumpe, sondern<br />

überwacht auch automatisch alle<br />

wichtigen Betriebskennzahlen rund<br />

um die Uhr und erkennt Störungen<br />

und Prozessabweichungen in Echtzeit.<br />

Durch die Kombination von integrierter<br />

Sensortechnologie und kompatibler<br />

Auswertungssoftware erfasst<br />

das System lückenlos z. B. Pulsationsänderungen<br />

oder Verschleißerscheinungen<br />

an den Pumpenventilen. Dabei<br />

werden bis zu 13.000 Werte pro<br />

Sekunde erzeugt, aus denen der<br />

Algorithmus aussagekräftige Kennzahlen<br />

berechnet. So lässt sich auch<br />

nachverfolgen, welche <strong>Komponenten</strong><br />

die festgestellten Abweichungen<br />

verursachen. „Wenn zum Beispiel ein<br />

Ventil nicht mehr richtig funktioniert,<br />

weiß das Wartungspersonal sofort,<br />

welches Ventil in der Pumpe betroffen<br />

ist“, erklärt Möller. „Es ist nicht<br />

mehr nötig, alle zwölf Ventile einzeln<br />

zu öffnen und manuell zu prüfen, was<br />

viel Arbeitszeit spart.“<br />

LEWA Solutions GmbH,<br />

Leonberg, Deutschland<br />

https://www.lewa.com/de-DE/<br />

services/digitale-services/lewa-smartmonitoring<br />

https://www.lewa.com/de-DE/<br />

pumpen/dosierpumpen/lewa-ecoflow<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

25


Pumpen und Systeme<br />

Mobile Schmierlösung<br />

Der Brennholz-Zauberer aus dem Spessart<br />

Damit es im Winter schön warm<br />

ist, versorgt Pascal Hoh Haushalte<br />

mit Kaminholz aus den Wäldern im<br />

Spessart. Von Jahr zu Jahr steigen die<br />

Anfragen. Um auch mit einem kleinen<br />

Team Schritt halten zu können,<br />

setzt der junge Unternehmer auf<br />

moderne Technologie, unter anderem<br />

auf einen mobilen Säge-Spalt-<br />

Automaten und Schmierfettpumpen<br />

von Lutz Pumpen, die sich mit dem<br />

Akkuschrauber antreiben lassen.<br />

Für Pascal Hoh sind die Wälder aus<br />

dem Spessart ein Stück Heimat. Hier<br />

geht der 35-Jährige nicht nur gerne<br />

spazieren, um die Natur zu genießen<br />

und Energie zu tanken. Hier erwirtschaftet<br />

er auch einen Teil seines<br />

Lebensunterhalts. Mit seinem kleinen<br />

Betrieb namens Holz-Hoh aus Altfeld,<br />

ein Gemeindeteil der Stadt Marktheidenfeld<br />

im unterfränkischen Landkreis<br />

Main-Spessart in Bayern, bietet<br />

er, parallel zu seiner Arbeit als Vertriebstechniker,<br />

den Menschen aus<br />

der Region seit 2015 nicht nur Kaminholz<br />

aus den Wäldern für die kalten<br />

Winterabende an. Er unterstützt<br />

die Eigentümergruppen im Spessart<br />

mittlerweile auch mit Forst- und Sägearbeiten.<br />

Ein Angebot, das zunehmende<br />

Nachfrage erfährt. Die Arbeit<br />

nimmt entsprechend von Jahr zu<br />

Jahr zu. Und mit ihr wächst auch der<br />

Fuhrpark, den Pascal Hoh unterhält.<br />

Zu diesem zählen mittlerweile ein<br />

Schlepper mit Forstkran, ein 4-Achs-<br />

Abrollkipper und ein mobiler Säge-<br />

Spalt-Automat. „Im ersten Jahr habe<br />

ich ungefähr 80 Kubikmeter Holz<br />

verkauft“, erinnert sich Pascal Hoh.<br />

„Mittlerweile ist der Absatz auf rund<br />

7.000 Kubikmeter gestiegen.“ Für die<br />

Trocknung des Holzes nutzt Hoh die<br />

Abwärme von vier Biogasanlagen in<br />

der Region, so dass er seine Kunden<br />

ganzjährig versorgen kann. Die Lagerung<br />

erfolgte in der Anfangszeit auf<br />

einer Obstwiese. Mittlerweile hat der<br />

Jungunternehmer dafür ein Gewerbegrundstück<br />

gekauft.<br />

Doch die Expansion bringt auch Herausforderungen<br />

mit sich. Eine von<br />

ihnen ist der Spagat, den Pascal<br />

Hoh zwischen seinen beiden Berufen<br />

macht. Er möchte möglichst viel<br />

Arbeit allein bewältigen, um nicht<br />

das volle Risiko einer größeren Belegschaft<br />

tragen zu müssen. Das<br />

gelingt dank der Unterstützung einiger<br />

Minijobber und Technik, die<br />

den Arbeitsalltag vereinfacht. Ein<br />

großes Beispiel dafür ist der Säge-<br />

Spalt-Automat mit einem Forstkran,<br />

der am Wegesrand gefälltes Stammholz<br />

mit bis zu 70 cm Durchmesser<br />

automatisch zu ofengerechtem<br />

Scheitholz verarbeitet. Ein kleineres<br />

Beispiel ist die Wartung der Fahrzeuge<br />

und Maschinen. „Früher war<br />

es zum Beispiel unglaublich mühsam,<br />

die Zentralschmieranlage des Säge-Spalt-Automaten<br />

mit Schmierfett<br />

zu füllen“, erzählt Pascal Hoh. „Wir<br />

mussten jedes Mal mit einer manuellen<br />

Fettpresse mehrere 400-g-Kartuschen<br />

leeren.“ Die hunderten Hübe<br />

kosteten nicht nur Zeit. Sie konnten<br />

nach wochenlanger Wiederholung<br />

auch zur Überlastung der Hände,<br />

Handgelenke und Unterarme führen.<br />

„Wir haben daher händeringend nach<br />

einer Alternative gesucht, welche die<br />

Wartungsarbeiten vereinfacht.“<br />

Statt ermüdendes Pumpen: Eine<br />

Fettpumpe, die sich mit dem<br />

Akkuschrauber antreiben lässt<br />

Doch was würde die Wartung beschleunigen?<br />

Zunächst dachte Pascal<br />

Hoh an pneumatische Kolbenpumpen,<br />

die mit Druckluft betrieben sind.<br />

Sie hätten zwar den Kraftaufwand<br />

reduziert, wären allerdings zu unflexibel<br />

gewesen, da nicht alle Maschinen<br />

und Fahrzeuge einen Druckluftanschluss<br />

haben. Fündig wurde der<br />

junge Unternehmer schließlich beim<br />

Pumpenhersteller Lutz Pumpen aus<br />

Wertheim in Baden-Württemberg.<br />

Dieser hat ein neues Befüllwerkzeug<br />

namens Lutz Lube Drive entwickelt.<br />

Die Besonderheit des Werkzeugs:<br />

Es braucht weder Muskelkraft noch<br />

einen Pneumatik-Anschluss oder<br />

einen Elektromotor. Vielmehr einen<br />

Gegenstand, der in jedem Betrieb<br />

zur Standardausstattung zählt. „Wir<br />

haben das weltweit erste Exzenterschneckenpumpwerk<br />

entwickelt, das<br />

sich mit einem handelsüblichen Akkuschrauber<br />

antreiben lässt“, sagt<br />

Andreas Rössler, Vertriebsleiter bei<br />

Lutz Pumpen. „Das macht es möglich,<br />

selbst unterwegs im Wald bequem<br />

und ohne körperliche Belastung die<br />

Zentralschmieranlagen von Maschi-<br />

26 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Mobile Schmierlösung<br />

nen und Fahrzeugen mit Schmierfett<br />

nachzufüllen, ohne Stromanschluss<br />

und ohne Pneumatik.“ Geeignet ist<br />

das Befüllwerkzeug für Behälter mit<br />

einem Fassungsvermögen von 10 bis<br />

60 kg und alle handelsüblichen NLGI-<br />

2-Schmierfette.<br />

Die Bedienung der Lube Drive ist bewusst<br />

so einfach wie möglich gestaltet.<br />

Möchte Pascal Hoh im Wald eine<br />

Schmierfettanlage befüllen, stellt er<br />

den Schmierfettbehälter in die Nähe<br />

des Fahrzeugs oder der Maschine.<br />

Das Metallpumpwerk ist mit einer<br />

Halterung im Behälter fixiert. Der<br />

Pumpkopf mit der Antriebsaufnahme<br />

für den Akkuschrauber befindet<br />

sich am oberen Ende. Nun verbindet<br />

Hoh die Schlauchleitung mit der Zentralschmieranlage<br />

und startet den<br />

Akkuschrauber. Das Exzenterschneckenpumpwerk<br />

beginnt mit der Arbeit.<br />

Der exzentrisch laufende Rotor<br />

dreht sich im Stator. Dabei bilden sich<br />

wandernde Kammern, die das zähe<br />

Schmierfett von unten nach oben<br />

transportieren, durch die Leitung<br />

direkt in die Zentralschmieranlage.<br />

„Dieses Funktionsprinzip ermöglicht<br />

eine gleichmäßige, pulsationsarme<br />

Förderung“, betont Andreas Rössler.<br />

Das Fördervolumen liegt bei 2 kg/min.<br />

Das ist laut Pascal Hoh für die Befüllung<br />

der Zentralschmieranlagen ausreichend.<br />

„Seitdem wir die Lube Drive<br />

einsetzen, sind die Wartungsarbeiten<br />

deutlich ergonomischer geworden“,<br />

so Hoh. „Die Möglichkeit, die Pumpe<br />

einfach an einen Akkuschrauber an-<br />

zukuppeln, entlastet Hände, Arme<br />

und Rücken spürbar und beschleunigt<br />

gleichzeitig den Befüllvorgang.“<br />

Akku-Pumpe für Diesel: Wie eine<br />

eigene Tankstelle im Wald<br />

Auch für das Tanken im Wald hat Pascal<br />

Hoh eine Lösung gefunden, welche<br />

die Arbeit vereinfacht. „Wir mussten<br />

früher 30-Liter-Kanister mit Diesel<br />

zum Tankstutzen wuchten, in etwa<br />

auf Hüfthöhe. Das war wie eine unfreiwillige<br />

und ermüdende Krafteinheit<br />

im Fitness-Studio“, erzählt Hoh.<br />

„Diese Arbeit erledigen wir nun mit<br />

der Akku-Kanisterpumpe B2 Battery<br />

von Lutz Pumpen.“ Montiert ist das<br />

Pumpwerk aus Kunststoff in einem<br />

mobilen Dieseltank, den das Team<br />

im Wald auf einem Anhänger immer<br />

dabei hat. Ein akkubetriebener Motor<br />

treibt die Pumpe an, die Diesel aus<br />

dem Behälter ansaugt und durch einen<br />

Schlauch mit Zapfpistole in den<br />

Tank befördert. „Es ist, als hätten wir<br />

mitten im Wald unsere eigene Tankstelle.<br />

Früher wollte diese Arbeit niemand<br />

übernehmen. Mittlerweile melden<br />

sich alle freiwillig.“ Praktisch sei<br />

zudem, dass die B2 Battery modular<br />

aufgebaut ist. Pascal Hoh kann somit<br />

mehrere Pumpwerke fest in verschiedenen<br />

Kanistern installieren, etwa<br />

eines, das speziell für den Umgang<br />

mit AdBlue konzipiert ist. Den Motor<br />

kann er im Alltag bequem an- und abkoppeln,<br />

um die verschiedenen Aufgaben<br />

zu erledigen. Das spart Investitionskosten.<br />

Mittlerweile nutzt der<br />

Betrieb auch das Modell B3 Battery,<br />

um den Öltank des Säge-Spalt-<br />

Automaten zu befüllen und nicht länger<br />

20-Liter-Kanister schleppen zu<br />

müssen. „Die Kanisterpumpen bringen<br />

mit rund 50-60 l/min richtig Leistung<br />

und übertreffen die meisten<br />

fest installierten Dieselpumpen in<br />

Tanks bei weitem. Das alles waren Investitionen,<br />

die unsere Arbeit deutlich<br />

schneller und ergonomischer zugleich<br />

gemacht haben.“<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Wertheim, Germany<br />

www.lutz-jesco.com<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

27


Pumpen und Systeme<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Kompakte Pumpentechnik für Tankwagen<br />

Zuverlässig fördern auf engem Raum<br />

Vanja Cobec<br />

Im Tankwagenbau sind die Anforderungen<br />

an die Pumpentechnik hoch:<br />

Förderprozesse müssen hier unter<br />

beengten Platzverhältnissen zuverlässig<br />

und effizient ablaufen. Ein<br />

pulsationsfreier Lauf und eine stabile<br />

Förderleistung sind entscheidend,<br />

um den Betrieb der Tankfahrzeuge<br />

sicherzustellen und gleichzeitig die<br />

Lebensdauer der <strong>Komponenten</strong> zu<br />

maximieren. Zudem spielen das Gewicht<br />

und die Bauform eine wesentliche<br />

Rolle, da Tankwagen oft nur<br />

begrenzte Einbauräume bieten. Die<br />

Pumpen müssen sich daher flexibel<br />

in bestehende Verladevorgänge integrieren<br />

lassen, ohne die Wartung<br />

und den Betrieb zu erschweren.<br />

Vor diesem Hintergrund sind viele<br />

Tankwagenbauer und Logistikunternehmen<br />

im Bereich Tankfahrzeuge<br />

auf Pumpen angewiesen, die<br />

Abb. 1: Die Drehkolbenpumpe LoadMaster verbindet ein geringes Gewicht mit einem<br />

kompakten Einbaumaß. Alle Bilder: Vogelsang GmbH & Co. KG<br />

– kompakt gebaut sind,<br />

– ein möglichst geringes Eigengewicht<br />

aufweisen,<br />

– pulsationsfrei und gleichmäßig<br />

fördern,<br />

– energieeffizient arbeiten und<br />

– wartungsfreundlich konstruiert<br />

sind.<br />

Pumpe LoadMaster: reduziertes<br />

Eigengewicht, hohe Laufruhe<br />

Für diese Anforderungen hat<br />

Vogelsang die LoadMaster entwickelt.<br />

Die neu konzipierte Drehkolbenpumpe<br />

verbindet eine besonders kompakte<br />

Bauweise mit einem deutlich<br />

reduzierten Gewicht von bis zu 45<br />

Prozent gegenüber vergleichbaren<br />

Vorgängermodellen. Aufgrund der direkt<br />

im Gehäuse angeflanschten Hydraulikmotoren<br />

ist sie zudem bis zu<br />

25 cm kürzer – ein Vorteil insbesondere<br />

beim Einbau in Tankfahrzeugen,<br />

wo der verfügbare Bauraum besonders<br />

begrenzt ist. Die kompakte Bauform<br />

der Pumpe schafft zusätzliche<br />

Abb. 2: Rendering der Drehkolbenpumpe LoadMaster<br />

Konzipiert für lange Standzeiten und einfachen Service<br />

Wartungsfreundlichkeit ist ein entscheidender Faktor, um einen unterbrechungsfreien<br />

Betrieb sicherzustellen. Dies ermöglicht das QuickService-<br />

Konzept, das die Wartung vereinfacht und den Zeitaufwand reduziert.<br />

Zusätzlich ist die Pumpe mit einer vormontierten Quality-Cartridge-Gleitringdichtung<br />

ausgestattet. Diese ermöglicht einen einfachen Austausch<br />

der Wellendichtung und sorgt für eine sichere Wiederinbetriebnahme<br />

nach Wartungstätigkeiten. Die Elementbauweise der Pumpe ermöglicht<br />

es zudem, Wartungsarbeiten gezielt an einzelnen Baugruppen durchzuführen.<br />

Axiale Schutzplatten aus hochverschleißfestem Spezialstahl schützen den<br />

gesamten Pumpenraum zuverlässig. Dadurch verlängern sich die Wartungsintervalle,<br />

während Stillstandszeiten und Betriebskos ten sinken.<br />

28 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Die Drehkolbenpumpe LoadMaster auf einen Blick<br />

– Kompakte Bauweise<br />

Geringes Einbaumaß für einfache Integration in<br />

Tankwagen<br />

– Geringes Gewicht<br />

Erleichtert Einbau, Nachrüstung und konstruktive<br />

Auslegung<br />

– Hohe Laufruhe<br />

Pulsationsfreie Förderung reduziert Vibrationen und<br />

sorgt für einen reibungslosen Förderprozess<br />

– Zuverlässige Förderung<br />

Gleichmäßiger Förderstrom für stabile Prozesse<br />

– Flexibel integrierbar<br />

Geeignet für Tankwagenfahrzeuge und Tankauflieger<br />

14. INTERNATIONALE<br />

FACHMESSE MIT KONGRESS<br />

FÜR INDUSTRIE-ARMATUREN<br />

MAKE YOUR<br />

BUSINESS<br />

FLOW<br />

Platzreserven für ein höheres<br />

Fassvolumen und ermög licht<br />

eine flexible Integration in den<br />

Tankwagen, ohne dass umfangreiche<br />

Anpassungen an den<br />

bestehenden Verladevorgängen<br />

notwendig sind. Neue Synchronisationsscheiben<br />

sorgen<br />

zudem für eine hohe Laufruhe.<br />

Mechanische Belastungen<br />

beispielsweise auf Dichtungen<br />

nehmen deutlich ab.<br />

Für spezifische Prozessanforderungen<br />

lässt sich die Pumpe<br />

optional weiter ausstatten<br />

– beispielsweise mit dem InjectionSystem<br />

für eine bessere<br />

Förderleistung und eine<br />

deutlich längere Lebensdauer<br />

der Pumpe, HiFlo-Drehkolben<br />

für eine besonders pulsationsarme<br />

Förderung oder einem<br />

Drehzahlsensor zur präzisen<br />

Durchflussüberwachung.<br />

Ein Einsatzbeispiel aus der<br />

Industrie zeigt, wie sich die<br />

Eigenschaften der Pumpe<br />

konkret auswirken:<br />

der Pumpe sorgt während<br />

des Abfüllvorgangs für einen<br />

gleichmäßigen<br />

Förderstrom,<br />

reduziert Druckstöße und Vibrationen<br />

und trägt so zu<br />

einem sicheren, kontrollierten<br />

Förderprozess bei.<br />

Kompakte<br />

für mehr Flexibilität<br />

Pumpentechnik<br />

Mit der LoadMaster steht<br />

Herstellern von Tankfahrzeugen<br />

und Anwendern eine<br />

Drehkolbenpumpe zur Verfügung,<br />

die industrielle Förderprozesse<br />

spürbar vereinfacht.<br />

Die Kombination aus kompakter<br />

Bauweise, geringem<br />

Gewicht und hoher Laufruhe<br />

schafft mehr Flexibilität – genau<br />

dort, wo Platz begrenzt<br />

ist und ein stabiler, reibungsloser<br />

Betrieb zählt.<br />

Autor Vanja Cobec,<br />

Director Product<br />

Management bei der<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG,<br />

Essen/Oldb., Deutschland<br />

www.vogelsang.info/de/<br />

DÜSSELDORF<br />

valveworldexpo.com<br />

Anwendungsszenario:<br />

Verlade- und Abfüllprozesse<br />

am Tankwagen<br />

Flüssige und viskose Medien<br />

müssen sich sicher und kontrolliert<br />

verladen und Tankfahrzeuge<br />

damit befüllen lassen.<br />

In diesem Anwendungsfall<br />

fördert die Pumpe LoadMaster<br />

das Medium aus dem Tankfahrzeug<br />

in einen stationären<br />

Lagertank. Die hohe Laufruhe<br />

Good Company


Pumpen und Systeme<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Sanierung bei laufendem Betrieb:<br />

Mobile Pumpe hält Wanderbaustelle<br />

in Kläranlage den Rücken frei<br />

In der Kläranlage Bad Reichenhall<br />

standen dringende Reparaturen<br />

am Vorklärbecken und den Rohrleitungen<br />

an – aber Stillstand war<br />

keine Option. Mit dem TORNADO ®<br />

Mobil von NETZSCH gelang es, das<br />

Rohabwasser zuverlässig über eine<br />

Strecke von 200 Metern umzuleiten.<br />

Die mobile Pumpe lässt sich flexibel<br />

an unterschiedlichen Baustellenabschnitten<br />

einsetzen. So konnten<br />

sämtliche Reparaturarbeiten ohne<br />

Betriebsunterbrechung durchgeführt<br />

werden.<br />

Vorklärbeckens mussten auch die zuund<br />

abführenden Rohrleitungen saniert<br />

werden.<br />

„Nun kann man eine Kläranlage nicht<br />

einfach ‚abschalten‘, um Zugang zu<br />

den betroffenen Stellen zu ermöglichen“,<br />

erklärt Peter Wohlschlager,<br />

Elektriker bei der Kläranlage Bad Rei-<br />

chenhall. Erschwerend kam hinzu,<br />

dass unterschiedliche Abschnitte repariert<br />

werden mussten, die Baustelle<br />

also immer wieder den Ort wechselte.<br />

„Wir brauchten eine Lösung,<br />

mit der sich die Instandsetzung möglichst<br />

schnell und einfach durchführen<br />

ließ, ohne den Betrieb zu unterbrechen“,<br />

so Wohlschlager weiter.<br />

Mit einem jährlichen Abwasserdurchfluss<br />

von ca. 3.500.000 Kubikmetern<br />

ist die Kläranlage Bad Reichenhall<br />

ein wichtiger Bestandteil der städtischen<br />

Infrastruktur. Sie wird vollständig<br />

von kommunaler Hand betrieben;<br />

dabei legt man viel Wert auf<br />

eine lokale Kontrolle und nachhaltige<br />

Bewirtschaftung. Kürzlich stand<br />

die Anlage jedoch vor einer echten<br />

Bewährungsprobe. Im Rahmen einer<br />

Betonsanierungsmaßnahme des<br />

Abb. 2: Das TORNADO ® Mobil ist auf einem Anhänger montiert und eignet sich daher perfekt<br />

für temporäre Umleitungen sowie anspruchsvolle Sanierungen.<br />

Pumpe auf Rädern für flexible<br />

Einsätze<br />

Abb. 1: Sanierung bei laufendem Betrieb: Die Kläranlage Bad Reichenhall war auf der Suche<br />

nach einer innovativen Lösung. Alle Bilder: NETZSCH<br />

Seit mehreren Jahren sind bereits<br />

NEMO ® Exzenterschneckenpumpen<br />

erfolgreich in Bad Reichenhall im<br />

Einsatz. Im Jahr 2021 entschied sich<br />

die Kläranlange Bad Reichenhall, ein<br />

TORNADO ® Mobil als Hochwasserschutzpumpe<br />

zu kaufen, um einen<br />

möglichen Ausfall der drei Hochwasserpumpwerke<br />

überbrücken zu können.<br />

Die Pumpe ist mit einem Elektromotor<br />

ausgestattet und erlaubt<br />

sensible Einstellungen, um auch bei<br />

geringen Abwassermengen zuverlässig<br />

und genau zu fördern. Die Idee<br />

der Kläranlage war es, auch für die<br />

Betonsanierungsmaßnahme das<br />

TORNADO ® Mobil einzusetzen. Nach<br />

Rücksprache mit Pitt Mair, Area Sales<br />

30 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Manager bei NETZSCH, stand diesem<br />

Einsatz nichts im Wege. „Das<br />

TORNADO ® Mobil wurde eigens für<br />

Anwendungen wie diese entwickelt,“<br />

berichtet Mair. Die leistungsstarke<br />

TORNADO ® XLB-8/2 Drehkolbenpumpe<br />

ist auf einem Anhänger montiert<br />

und damit schnell und unkompliziert<br />

genau dort einsatzbereit, wo sie gerade<br />

gebraucht wird.<br />

In Bad Reichenhall wurde das<br />

TORNADO ® Mobil beckennah positioniert,<br />

um eine kurze Saugseite zu gewährleisten.<br />

Über drei Ansaugschläuche<br />

gelangte das Rohabwasser direkt<br />

in die Pumpe, die es zuverlässig über<br />

eine Strecke von rund 200 Metern zu<br />

einem anderen Teil der Anlage transportierte.<br />

Dort konnte der Reinigungsprozess<br />

wie gewohnt weiterlaufen<br />

– während die Schäden am ausgepumpten<br />

Becken und den trockengelegten<br />

Rohren mithilfe eines Inliners<br />

repariert und abgedichtet wurden.<br />

Abb. 3: In Bad Reichenhall wurde das<br />

TORNADO ® Mobil seitlich neben dem Vorklärbecken<br />

positioniert, wo es das Rohabwasser<br />

aus einer Tiefe von 7 m ansaugte.<br />

Zuverlässiges Abpumpen feststoffhaltiger<br />

Flüssigkeiten<br />

Mit einer konstanten Förderleistung<br />

von bis zu 905 Kubikmetern pro Stunde<br />

bei einem Druck von maximal 3<br />

bar ist die TORNADO ® XLB-8/2 speziell<br />

darauf ausgelegt, große Volumina<br />

zu fördern – zum Beispiel den Inhalt<br />

des 1.500 Kubikmeter fassenden Vorklärbeckens<br />

in Bad Reichenhall. „Fest-<br />

Abb. 4: Die TORNADO ® XLB-8/2 ist auf<br />

große Fördervolumina ausgelegt. Viskose<br />

Medien sowie enthaltene Feststoffe bis<br />

70 mm sind für die robuste Pumpe völlig<br />

unproblematisch.<br />

stoffe mit einer Korngröße von bis<br />

zu sieben Zentimetern beeinträchtigen<br />

die Förderleistung dabei in keiner<br />

Weise“, ergänzt Pitt Mair. „Die Pumpe<br />

kommt auch mit den typischen Verschmutzungen<br />

im Rohabwasser wie<br />

Sand, Holzresten, Toilettenpapierresten<br />

oder Fäkalien problemlos zurecht.“<br />

Im Inneren der Pumpe rotieren zwei<br />

dreiflügelig gewendelte Kolben, die<br />

eng ineinandergreifen. Durch diese<br />

Drehbewegung entsteht an der Saugseite<br />

ein Unterdruck, der das Rohabwasser<br />

selbsttätig aus bis zu sieben<br />

Metern Tiefe direkt aus dem Vorklärbecken<br />

ansaugt. So kann die TORNA-<br />

DO ® auch bei schwankenden Wasserständen,<br />

Luft im Ansaugbereich oder<br />

nach Unterbrechungen jederzeit sofort<br />

wieder anlaufen.<br />

Abb. 5: Zwei ineinander verkämmt laufende<br />

Drehkolben erzeugen einen Unterdruck<br />

auf der Saugseite, der das Fördermedium<br />

ansaugt.<br />

Einfaches Handling und Wartung<br />

Neben der Mobilität war für den Betreiber<br />

der Kläranlage das einfache<br />

Handling der Pumpe ausschlaggebend<br />

– auch im Hinblick auf zukünftige<br />

Einsätze. Dank des patentierten<br />

Full Service in Place (FSIP ® ) Designs<br />

kann die TORNADO ® direkt am Einsatzort<br />

gewartet werden, ohne sie<br />

aufwendig ausbauen oder zerlegen<br />

zu müssen. Für viele Arbeiten genügt<br />

es, den Gehäusedeckel zu öffnen, um<br />

an Kolben, Dichtungen und andere<br />

wesentliche <strong>Komponenten</strong> zu gelangen.<br />

„Die Konstruktion ist darauf<br />

ausgerichtet, sowohl den Transport<br />

und flexiblen Betrieb als auch Wartungseingriffe<br />

so einfach und intuitiv<br />

wie möglich zu gestalten“, erklärt Pitt<br />

Mair. „Selbst ein Austausch von Verschleißteilen<br />

oder eine schnelle Reinigung<br />

sind in wenigen Schritten erledigt.“<br />

Proven Excellence,<br />

gute Partnerschaft<br />

Die Zusammenarbeit zwischen der<br />

Kläranlage Bad Reichenhall und<br />

NETZSCH verlief über den gesamten<br />

Projektverlauf hinweg zielführend<br />

und partnerschaftlich. Durch die bereits<br />

bestehenden Erfahrungen mit<br />

NETZSCH Pumpen vor Ort waren<br />

die Ansprechpartner schnell gefunden.<br />

Von der ersten Vorstellung des<br />

TORNADO ® Mobils bis zum erfolgreichen<br />

Abschluss der Sanierungsmaßnahmen<br />

zeigte sich, wie wertvoll<br />

eine enge Zusammenarbeit und persönliche<br />

Betreuung im technischen<br />

Alltag sind.<br />

„Mit dem TORNADO ® Mobil konnten<br />

wir schnell eine Lösung etablieren,<br />

um die Instandsetzung von Vorklärbecken<br />

und Rohrleitungen vorzunehmen.<br />

Die kompetente Beratung<br />

durch die Kollegen von NETZSCH hat<br />

das Projekt zu einem vollen Erfolg gemacht“,<br />

so Wohlschlager.<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Waldkraiburg, Deutschland<br />

https://pumps-systems.netzsch.com/de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

31


Pumpen und Systeme<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Von Membranfiltration bis Mobilpumpe:<br />

Drehkolbenpumpen im Einsatz für<br />

höchste Ansprüche<br />

Schon aus der Entfernung erkennt<br />

man sie sofort: die wasserblaue<br />

Farbe und der charakteristische<br />

Pumpendeckel. Diese beiden Merkmale<br />

sind längst zu einem Markenzeichen<br />

geworden und stehen<br />

für Drehkolbenpumpen „Made im<br />

Münsterl and“, die sich weltweit in<br />

anspruchsvollsten Anwendungen<br />

bewähren. Ob in der Industrie, im<br />

Marine- und Offshorebereich oder in<br />

der Abwasseraufbereitung von Kommunen<br />

und Industrieunternehmen<br />

– überall dort, wo Fluide zuverlässig,<br />

schonend und effizient gefördert<br />

werden müssen, sind diese robusten<br />

Verdrängerpumpen zuhause.<br />

Werbeslogan zu sagen: Sie läuft und<br />

läuft und läuft.<br />

Mobiler Einsatz<br />

Auch im mobilen Einsatz spielen die<br />

Pumpen ihre Stärken aus. Die kompakte,<br />

platzsparende Bauform, das<br />

problemlose Fördern im Schlürfbetrieb<br />

und die Möglichkeit, über unterschiedliche<br />

Drehzahlen flexibel auf<br />

wechselnde Fördermengen zu reagieren,<br />

machen sie zur idealen Mobilpumpe.<br />

Dank dieser Kombination aus Individualität,<br />

robuster Bauweise und wartungsfreundlicher<br />

Konstruktion sind<br />

Börger Drehkolbenpumpen für nahezu<br />

jede Förderaufgabe einsetzbar.<br />

Hier einige Beispiele:<br />

Beispiel 1<br />

Pumpen in der Membranfiltration<br />

Eine Abwasseraufbereitungsanlage<br />

suchte nach Pumpen zur Förderung<br />

von Permeat. Der Betreiber der Anlage<br />

hatte in diesem Bereich bislang<br />

nur Erfahrungen mit Kreiselpumpen<br />

gemacht. Dabei missfiel dem Betreiber<br />

der aufwendige und störungsanfällige<br />

Rohrleitungsbau, der für die<br />

In der Abwasseraufbereitung werden<br />

die Pumpen zur Förderung der unterschiedlichsten<br />

Fluide und Schlämme<br />

eingesetzt: Primärschlamm, Überschussschlamm,<br />

Fettschlämme, Polymere,<br />

Permeat, aber auch in der<br />

Faulturmumwälzung findet man die<br />

feststoffunempfindlichen Verdrängerpumpen.<br />

Aber wie ist das möglich?<br />

Warum können die Börger Drehkolbenpumpen<br />

so viele unterschiedliche<br />

Fluide fördern?<br />

Individuelle Konfiguration<br />

Der Schlüssel zur Vielseitigkeit liegt<br />

in der außergewöhnlichen Anpassbarkeit.<br />

Börger setzt konsequent auf<br />

ein Baukastenprinzip, das in der Praxis<br />

mehrere Millionen Kombinationsmöglichkeiten<br />

eröffnet. Aus 25 Pumpengrößen<br />

mit Förderleistungen von<br />

bis zu 1.440 m 3 /h wird jede Pumpe<br />

exakt für ihren späteren Einsatzfall<br />

konfiguriert und gefertigt. Jedes Bauteil<br />

wird so ausgewählt, dass es optimal<br />

zu den jeweiligen Betriebsbedingungen<br />

passt. Längste Standzeiten,<br />

minimale Ausfallraten und maximale<br />

Betriebssicherheit sind das Ergebnis.<br />

Oder, um es mit einem bekannten<br />

32 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Rückspülung der Membranen erforderlich<br />

ist.<br />

Heute kommen in der Membranfiltration<br />

vier Börger BLUEline<br />

Drehkolbenpumpen zum Einsatz.<br />

Sie saugen das Wasser durch die<br />

Membranen und können durch<br />

eine einfache Drehrichtungsänderung<br />

reversibel betrieben werden.<br />

Dadurch lässt sich die Rückspülung<br />

mit filtriertem Wasser<br />

ohne kompliziertes Ventil- und<br />

Leitungssystem realisieren – die<br />

Anlage wird deutlich einfacher<br />

und betriebssicherer.<br />

Da im Filtrations- und Rückspülbetrieb<br />

unterschiedliche Fördermengen<br />

benötigt werden,<br />

werden die Pumpen über einen<br />

Frequenzumrichter drehzahlgeregelt.<br />

Die Förderleistung ist so<br />

direkt und flexibel anpassbar.<br />

Im Betrieb überzeugen die eingesetzten<br />

Börger Drehkolbenpumpen<br />

durch stabilen Lauf und<br />

geringen Verschleiß. Neben der<br />

hohen Qualität begeistert den<br />

Kunden vor allem die Wartungsfreundlichkeit<br />

der Pumpen (MIP ®<br />

= Maintenance in Place). Die Wartung<br />

der Pumpen kann in sehr<br />

kurzer Zeit vom Personal des<br />

Kunden vorgenommen werden.<br />

Stillstandszeiten und Wartungskosten<br />

werden minimiert.<br />

Beispiel 2<br />

ATEX-konforme Pumpe zur Förderung<br />

von Chemieabwasser<br />

Zur Restentleerung zweier Prozesswasserbecken<br />

setzt ein<br />

großes Chemieunternehmen<br />

eine Börger BLUEline Nova<br />

Drehkolbenpumpe ein. In zwei<br />

1.000 m 3 großen Becken wird das<br />

belastete Prozessabwasser aus<br />

den verschiedenen Betrieben<br />

am Standort gesammelt. Die Becken<br />

stehen in einem explosionsgefährdeten<br />

Bereich. Zum Entleeren<br />

der Becken werden zwei<br />

Tauchmotorpumpen eingesetzt.<br />

Da die Tauchmotorpumpen nicht<br />

ATEX-konform sind, entleeren sie<br />

die Becken nur zu 70 %, damit sie<br />

nicht trockenlaufen. Die verbleibenden<br />

30 % werden durch die<br />

Börger BLUEline Nova entleert.<br />

Die Pumpe ist hierfür ideal geeignet,<br />

da sie im Schlürfbetrieb<br />

fördern kann und trockenlaufunempfindlich<br />

ist.<br />

Sie ist auf einem Plateau oberhalb<br />

der Becken montiert und<br />

saugt bis zu 4 m an. Für den Einsatz<br />

in der Ex-Zone wurde die<br />

Edelstahl-Drehkolbenpumpe<br />

ATEX-konform ausgeführt und<br />

erfüllt zudem die Anforderungen<br />

nach TA-Luft.<br />

Eine Edelstahl-Gehäuseschutzauskleidung<br />

bewahrt das Pumpengehäuse<br />

vor Verschleiß durch<br />

abrasive Bestandteile im Fördermedium.<br />

Ein Variodeckel schützt<br />

die Pumpe effektiv, platzsparend<br />

und kostengünstig vor unkontrollierten<br />

Druckstößen. Der Überdruckschutz<br />

wird einfach anstelle<br />

des Schnellschlussdeckels an die<br />

Pumpe montiert. Die Reversierbarkeit<br />

bleibt bei dem rein me-<br />

chanischen Verfahren vollständig<br />

erhalten.<br />

Beispiel 3<br />

Mobilpumpe für einen<br />

Teleskoplader<br />

Ein Abwassermeister war auf<br />

der Suche nach einer leistungsstarken<br />

Mobilpumpe, die sowohl<br />

auf der Kläranlage als auch bei<br />

Einsätzen im Kanalnetz flexibel<br />

eingesetzt werden kann. Die Anforderungen<br />

waren klar: robust,<br />

schnell verfügbar und unkompliziert<br />

im Handling. Da die Kläranlage<br />

wenige Monate zuvor einen<br />

neuen Teleskoplader für die Klärschlammverladung<br />

angeschafft<br />

hatte, entstand eine ebenso einfache<br />

wie clevere Idee: Warum<br />

nicht die Mobilpumpe direkt<br />

über einen Hydraulikmotor am<br />

Teleskoplader betreiben?<br />

Die Idee überzeugte auf ganzer<br />

Linie. Eine BLUEline Drehkolbenpumpe<br />

wurde auf einer speziell<br />

ausgelegten Mobileinheit montiert,<br />

die sich über einen Adapter<br />

problemlos in den Teleskop lader<br />

einhängen lässt. So kann die<br />

Pumpe bequem zum jeweiligen<br />

Einsatzort gefahren werden – ob<br />

auf dem Betriebsgelände oder im<br />

Außeneinsatz am Kanal.<br />

Der Antrieb erfolgt über einen<br />

Hydraulikmotor. Um eine lange<br />

Lebensdauer des Hydraulikmotors<br />

zu gewährleisten, hat der<br />

Kunde eine drucklose Leck-Öl-<br />

Leitung am Radlader nachrüsten<br />

lassen.<br />

Besonders praktisch: In die Mobileinheit<br />

sind Schlauchaufbewahrungsfächer<br />

integriert. Saug-<br />

und Druckschläuche können<br />

damit direkt mitgeführt werden,<br />

so dass die Pumpe am Einsatzort<br />

sofort betriebsbereit ist. Das<br />

spart Zeit und macht die Lösung<br />

im Alltag noch effizienter.<br />

Mit Hilfe der herstellereigenen<br />

Steuerungstechnik kann die Pumpe<br />

auch unbeaufsichtigt betrieben<br />

werden. Über eine Höhenstandsonde<br />

wird der Füllstand<br />

im jeweiligen Becken oder Kanal<br />

überwacht, und die Steuerung<br />

schaltet die Pumpe automatisch<br />

ab, sobald der Mindestfüllstand<br />

unterschritten wird. Das sorgt für<br />

maximale Sicherheit und entlastet<br />

das Betriebspersonal.<br />

Der Abwassermeister zeigt sich<br />

entsprechend begeistert. Mit der<br />

maßgefertigten Mobillösung verfügt<br />

er nun über eine flexible, leistungsfähige<br />

und absolut praxisgerechte<br />

Pumpentechnik, die den<br />

Arbeitsalltag spürbar erleichtert.<br />

Auf der IFAT finden Sie Börger<br />

in Halle B1 Stand 439.<br />

Börger GmbH,<br />

Borken-Weseke, Deutschland<br />

www.boerger.com<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

33


Pumpen und Systeme<br />

Schneckenpumpen<br />

Zuverlässigkeit trifft Effizienz<br />

SEW-Eurodrive modernisiert Schneckenpumpen<br />

in der Kläranlage Daun<br />

Christian Rüttling<br />

Wenn es um langlebige und energieeffiziente<br />

Antriebslösungen geht,<br />

ist SEW-Eurodrive ein gefragter<br />

Partner – auch in der Wasser- und<br />

Abwasserwirtschaft. In der Kläranlage<br />

der Verbandsgemeinde Daun<br />

wurden zwei zentrale Schneckenpumpen<br />

mit neuer Antriebstechnik<br />

ausgestattet. Mit dem Retrofit, ausgeführt<br />

von SEW-Eurodrive, erhielt<br />

der Betreiber nicht nur eine technisch<br />

ausgereifte Lösung, sondern<br />

auch ein Komplettpaket, bestehend<br />

aus Lieferung, Montage und Inbetriebnahme.<br />

Alles aus einer Hand<br />

und konsequent ausgerichtet auf<br />

maximale Betriebssicherheit und<br />

Energieeffizienz.<br />

Die beiden baugleichen Schneckenpumpen<br />

am Zulauf der Kläranlage<br />

Daun sind essenziell für deren Betrieb:<br />

Sie heben das ankommende<br />

Abwasser auf das erforderliche Geländeniveau,<br />

um den weiteren Reinigungsprozess<br />

zu ermöglichen. Die<br />

Kläranlage liegt in der Vulkaneifel, zwischen<br />

den Städten Trier und Koblenz,<br />

etwa 60 Kilometer südlich von Bonn<br />

und verfügt über eine Ausbaugröße<br />

von 22.500 Einwohnergleichwerten<br />

(EGW). Die ursprünglich verbaute Antriebstechnik<br />

der Schneckenpumpen<br />

bestand aus je einem Stirnradgetriebe<br />

mit freier eintreibender Welle, die<br />

über einen Riemen mit einem separaten<br />

Motor verbunden war. Diese Lösung<br />

war funktional, brachte jedoch<br />

typische Nachteile wie einen erhöhten<br />

Wartungsaufwand und Energieverluste<br />

durch den Riementrieb mit sich.<br />

Mit zunehmender Betriebsdauer<br />

zeigte sich, dass die in die Jahre gekommene<br />

Antriebstechnik nicht mehr<br />

Abb. 1: SEW-Collage Schneckenpumpe, Fotos: SEW, Verbandsgemeinde Daun<br />

Legende zur Collage<br />

1. Der ursprüngliche Antrieb der Schneckenpumpe bestand aus einem Stirnradgetriebe mit vorgeschaltetem Riemen<br />

2. Die bestehende Antriebstechnik entsprach nicht mehr den Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Effizienz<br />

3. Der neue Energiesparmotor vom Typ DRU.. ist direkt mit dem Stirnradgetriebe verbunden<br />

4. Die beiden Schneckenpumpen der Kläranlage Daun sind mit den neuen Antrieben fit für die Zukunft<br />

5. Für den Betrieb von Schneckenpumpen stehen unterschiedliche Antriebskonzepte zur Verfügung – hier exemplarisch die Ausführung mit<br />

Motoradapter sowie die Variante mit Riementrieb<br />

34 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Schneckenpumpen<br />

den Anforderungen an einen zuverlässigen<br />

und effizienten Betrieb entsprach.<br />

Ein Wälzlagerschaden an<br />

einem der beiden Getriebe machte<br />

zudem ein schnelles Handeln notwendig.<br />

Der Betreiber der Anlage stand<br />

vor der Entscheidung: Instandsetzung<br />

der bestehenden Technik oder<br />

vollständiger Austausch. Die Wahl fiel<br />

auf eine zukunftsfähige Lösung – den<br />

Austausch beider Antriebseinheiten<br />

durch moderne, energieeffiziente Getriebemotoren<br />

von SEW-Eurodrive.<br />

Direktantrieb statt Riemen: Energieeffizient<br />

und wartungsfreundlich<br />

Die neuen Antriebe sind ebenfalls<br />

als Stirnradgetriebe ausgeführt, unterscheiden<br />

sich jedoch in einem<br />

entscheidenden Punkt von der bisherigen<br />

Lösung: Der Motor ist über<br />

einen Ritzelzapfen direkt mit dem Getriebe<br />

verbunden. Die direkte Kopplung<br />

bringt mehrere Vorteile mit sich.<br />

Durch den Wegfall des Riementriebs<br />

werden Übertragungsverluste reduziert,<br />

was die Energieeffizienz spürbar<br />

verbessert. Gleichzeitig entfällt<br />

ein wartungsintensives Verschleißteil<br />

– ein Vorteil, der sowohl die Betriebskosten<br />

senkt, als auch die Verfügbarkeit<br />

der Anlage verbessert.<br />

Die eingesetzten Getriebe der Baureihe<br />

R.. erreichen ein maximales Abtriebsdrehmoment<br />

von 4.300 Nm und<br />

sind mit dem SEW-eigenen Premium-<br />

Schmierstoff befüllt. Dieser Schmierstoff<br />

bietet eine bis zu 50 % längere<br />

Nutzungsdauer im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Ölen und schützt zuverlässig<br />

vor Verzahnungsverschleiß,<br />

Fress- und Pittingschäden. Dadurch<br />

wird die Lebensdauer der Antriebseinheit<br />

verlängert und ihre Betriebssicherheit<br />

nachhaltig erhöht.<br />

Die neu verbauten Motoren vom Typ<br />

DRU.. erfüllen die Anforderungen der<br />

Energieeffizienzklasse IE4 und stellen<br />

eine Leistung von je 11 kW bereit.<br />

Aufgrund ihres hohen Wirkungsgrads<br />

– insbesondere im Vergleich zu<br />

den ursprünglichen Motoren – leisten<br />

sie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung<br />

der Betriebskosten. Dadurch<br />

rechnet sich die Investition in der Regel<br />

bereits nach wenigen Jahren.<br />

Abb. 2: SEW-Schneckenpumpe: Schneckenpumpenantriebe sind sowohl mit Riemenantrieb<br />

als auch in direkter Ausführung realisierbar.<br />

Gleichzeitig werden die umweltpolitischen<br />

Zielsetzungen der Verbandsgemeinde<br />

wirksam unterstützt. Ein<br />

weiteres technisches Detail ist die im<br />

Motor integrierte Rücklaufsperre. Sie<br />

verhindert, dass sich die Schnecke<br />

bei ausgeschaltetem Motor durch<br />

das Gewicht des in den Transportkammern<br />

befindlichen Wassers rückwärts<br />

dreht und dadurch Schäden an<br />

der Anlage entstehen.<br />

Komplettlösung aus einer Hand<br />

SEW-Eurodrive übernahm nicht nur<br />

die Lieferung der neuen Antriebskomponenten,<br />

sondern auch deren<br />

fachgerechten Einbau. Diese „Allesaus-einer-Hand“-Lösung<br />

minimiert<br />

Schnittstellenprobleme und reduziert<br />

das Risiko für den Betreiber. Die enge<br />

Abstimmung zwischen SEW und der<br />

Verbandsgemeinde<br />

gewährleistete<br />

eine reibungslose Umsetzung und<br />

eine schnelle Wiederinbetriebnahme<br />

der Anlage.<br />

Der Austausch der Antriebstechnik in<br />

der Kläranlage Daun ist Teil einer Vielzahl<br />

von Retrofit-Projekten, die SEW-<br />

Eurodrive weltweit erfolgreich realisiert<br />

hat. Dabei werden nicht nur<br />

SEW-Eigenfabrikate ersetzt, sondern<br />

auch Antriebstechnik anderer Hersteller<br />

– inklusive individuell angepasster<br />

Stahlunterbauten, Adapterlösungen<br />

und weiterer mechanischer<br />

Schnittstellen. Die langjährige Erfah-<br />

rung und technische Expertise des<br />

Unternehmens ermöglichen maßgeschneiderte<br />

Konzepte, die Aspekte wie<br />

Lebensdauer, Wartungsfreundlichkeit<br />

und Energieeffizienz optimal berücksichtigen.<br />

Fazit: Nachhaltigkeit und<br />

Zukunftssicherheit vereint<br />

Mit der Installation der neuen Antriebseinheiten<br />

hat die Verbandsgemeinde<br />

Daun eine zukunftsfähige Lösung<br />

erhalten, die über Jahre hinweg<br />

zuverlässig arbeiten wird. Die Kombination<br />

aus energieeffizientem Motor,<br />

robustem Getriebe und hochwertigem<br />

Schmierstoff stellt sicher, dass<br />

die Schneckenpumpen auch unter<br />

anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig<br />

ihren Dienst verrichten.<br />

SEW-Eurodrive beweist mit diesem<br />

Projekt einmal mehr, wie durchdachte<br />

Retrofit-Maßnahmen nicht<br />

nur bestehende Technik ersetzen,<br />

sondern auch einen echten Mehrwert<br />

für Betreiber und Umwelt schaffen<br />

können. Die Kläranlage Daun ist damit<br />

bestens gerüstet für die Herausforderungen<br />

der Zukunft – effizient,<br />

wartungsarm und nachhaltig.<br />

Autor:<br />

Christian Rüttling ist Marktmanager<br />

für Industriegetriebe bei<br />

SEW-Eurodrive in Bruchsal.<br />

www.sew-eurodrive.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

35


Pumpen und Systeme<br />

Dosiersysteme<br />

Chemische Konditionierung des Wasser-<br />

Dampf-Kreislaufs für stabile Energieprozesse<br />

In Hamburg-Bahrenfeld entsteht mit<br />

dem Zentrum für Ressourcen & Energie<br />

(ZRE) eine Anlage, die Abfallströme<br />

nicht nur sortiert, sondern energetisch<br />

nutzbar macht. Was früher<br />

als Reststoff endete, wird hier systematisch<br />

getrennt, aufbereitet und<br />

in Strom und Wärme überführt. Der<br />

Standort zeigt, wie moderne Kreislauf-<br />

und Energiewirtschaft im urbanen<br />

Umfeld funktionieren kann.<br />

Sortieren, Aufbereiten,<br />

Rückgewinnen<br />

Das Herzstück des ZRE ist eine<br />

deutschlandweit einzigartige Sortieranlage.<br />

Bereits beim Eingang erfolgt<br />

die Trennung in drei Kategorien:<br />

hochkalorisch, niederkalorisch<br />

und Restmüll. Im Restmüllstrom sorgen<br />

Sensorik, Magnettechnik, Windsichter<br />

und Nahinfrarotdetektion für<br />

die präzise Rückgewinnung von Eisen-<br />

und Nichteisenmetallen, Kunststoffen<br />

und Glas. Nur Materialien,<br />

die sich wirtschaftlich nicht weiterverwerten<br />

lassen, werden thermisch<br />

genutzt – mit dem Ziel, die Wertstoffausbeute<br />

zu maximieren.<br />

Energieproduktion mit<br />

messbarem Output<br />

Die energetische Verwertung ermöglicht<br />

im Winter bis zu 75 MW Fernwärme<br />

und im Sommer rund 23 MW<br />

elektrische Leistung. Zusätzlich werden<br />

jährlich ca. fünf MW Wärme aus<br />

Abgasströmen genutzt. Nach vollständiger<br />

Inbetriebnahme können<br />

so über 40.000 Haushalte mit Strom<br />

und rund 39.000 Haushalte mit Wärme<br />

versorgt werden. Eine Anlage, die<br />

zeigt: Die Energiewende findet längst<br />

mitten in der Stadt statt.<br />

sera Lösungen als Rückgrat der<br />

Wasserprozesse<br />

Für die energietechnischen Abläufe<br />

im ZRE ist eine stabile Wasserchemie<br />

Rückseite der Dosierstation für Natronlauge<br />

unverzichtbar. Im Wasser-Dampf-<br />

Kreislauf müssen pH-Wert, Leitfähigkeit<br />

und Härte kontinuierlich in engen<br />

Toleranzen gehalten werden, um Korrosion,<br />

Ablagerungen und Effizienzverluste<br />

zu vermeiden.<br />

Dafür wurde eine Kombination aus<br />

Ammoniak und Natronlauge-Dosiersystemen<br />

ausgelegt:<br />

• Ammoniak im Niederdruckbereich<br />

Ammoniak sorgt für die flüchtige Alkalisierung<br />

des Speise- und Kondensatwassers.<br />

Es hebt den pH-Wert in<br />

den nassen Leitungsbereichen an<br />

und schützt Kohlenstoffstahl zuverlässig<br />

vor säurebedingter Korrosion.<br />

Seine flüchtigen Eigenschaften gewährleisten<br />

zudem eine gleichmäßige<br />

Verteilung im verzweigten Rohrnetz.<br />

• Natronlauge im Hochdruckbereich<br />

Natronlauge wird für die nichtflüchtige<br />

Alkalisierung eingesetzt. Sie stabilisiert<br />

den pH-Wert im Speise- und<br />

Kesselwasser, schützt Verdampferund<br />

Überhitzerflächen vor Ablagerungen<br />

und verhindert korrosive Angriffe<br />

im Hochdruckteil. Beide Medien<br />

werden über robuste Kolbenmembranpumpen<br />

von sera dosiert – ausgelegt<br />

für hohe Betriebsdrücke, pulsationsarme<br />

Förderung und präzise,<br />

reproduzierbare Dosiermengen. Die<br />

modularen Anlagenkonzepte (DAV)<br />

bieten dabei maximale Betriebssicherheit<br />

und ermöglichen eine zuverlässige<br />

Regelung der Wasserchemie<br />

im 24/7-Betrieb. Der Effekt: ein<br />

stabiler, effizienter Wasser-Dampf-<br />

Kreislauf, der die Gesamtanlage<br />

schützt und dauerhaft hohe Energieerträge<br />

sicherstellt.<br />

Bewährte Technik – flexibel einsetzbar<br />

Die eingesetzten Lösungen entstammen<br />

dem sera Standardportfolio für<br />

Wasseraufbereitung: Enthärtung, Alkalisierung<br />

und pH-Korrektur gehören<br />

zu den weltweit bewährten<br />

Verfahren in Kraftwerk- und Energietechnik.<br />

Mit den vertikalen Dosieranlagen<br />

DAV stehen modulare Systeme<br />

zur Verfügung, die hohe Betriebssicherheit,<br />

lange Standzeiten und<br />

energieeffiziente Prozesse gewährleisten<br />

– exakt abgestimmt auf die<br />

Anforderungen des ZRE.<br />

sera GmbH<br />

Immenhausen, Deutschland<br />

www.sera-web.com<br />

36 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Mazerator<br />

Easy Maintenance Mazerator – das messerscharfe Maximum<br />

SEEPEX präsentiert seine neue Generation<br />

von Zerkleinerern<br />

Seit Jahrzehnten optimiert SEEPEX<br />

die Leistungsfähigkeit seiner weltweit<br />

gefragten Exzenterschneckenpumpen<br />

durch den vorgeschalteten<br />

Einsatz messerscharfer Mazeratoren,<br />

die Feststoffe und faserige Materialien<br />

zuverlässig in kleinste Partikel<br />

zerkleinern. Auf diese Weise<br />

werden Verstopfungen in Rohrleitungen<br />

verhindert und nachgeschaltete<br />

Anlagenkomponenten zuverlässig<br />

geschützt. Mit einer vollständig<br />

neuen Mazeratoren-Generation entwickelt<br />

SEEPEX seine Zerkleinerungstechnologie<br />

nun weiter.<br />

„Unsere neue Mazerator-Generation<br />

eröffnet unseren anspruchsvollen<br />

Kunden eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich<br />

der Handhabung, der Wartung<br />

und der Wirtschaftlichkeit, denn<br />

sie profitieren von einem reduzierten<br />

Verschleiß und einer deutlich längeren<br />

Lebensdauer. SEEPEX wiederum<br />

kann mit dieser neuen Lösung seine<br />

Marktposition stärken“, fasst Guntram<br />

Schulz, Global Market and Product<br />

Manager bei SEEPEX, zusammen.<br />

Kleine Teile – Große Wirkung im<br />

Abwasserstrom<br />

Abb. 2: Die nach oben klappbare<br />

Schneideinheit des neuen Mazerators<br />

MACM von SEEPEX vereinfacht die Wartung.<br />

Wattestäbchen und Feuchttücher im<br />

Abwasser, Knochen und Gräten sowie<br />

Schalen, Kerne und Fasern in der<br />

Lebensmittelproduktion – viele industrielle<br />

Abfallprozesse enden in einer<br />

flüssigen, pumpfähigen Suspension,<br />

die jedoch immer auch Fest- und<br />

Störstoffe enthält. Diese können die<br />

nachfolgenden Prozesse erheblich<br />

beeinträchtigen. Der Easy Maintenance<br />

Mazerator homogenisiert den<br />

Schlamm durch einen effizienten Zerkleinerungsprozess<br />

und sorgt so für<br />

einen reibungslosen Transport des<br />

Mediums durch die Pumpe. Damit<br />

erhöht er die Betriebssicherheit und<br />

minimiert das Risiko von Störungen<br />

im gesamten Anlagenablauf.<br />

Entfernen von Fremdkörpern. Der<br />

Mazerator erreicht dabei eine Durchsatzmenge<br />

von bis zu 100 m 3 /h bei<br />

Motorleistungen von 1,5 kw, 2,2 kW<br />

und 3 kW.<br />

Die optimierte Schneidwirkung sorgt<br />

für eine besonders feine Zerkleinerung<br />

von Feststoffen und Fasern. Verzopfungen<br />

werden deutlich reduziert,<br />

so dass der Pumpbetrieb langfristig<br />

störungsfrei bleibt. Der neue Mazerator<br />

erhöht damit die Zuverlässigkeit<br />

und Lebensdauer nicht nur der<br />

SEEPEX-Pumpen, sondern auch anderer<br />

angeschlossener Prozessinstallationen<br />

wie zum Beispiel Zentrifugen<br />

oder Schneckenpressen.<br />

Abb. 1: Der Mazerator wird erstmals im Mai<br />

auf der IFAT in München zu sehen sein und<br />

einem breiteren Fachpublikum vorgestellt<br />

werden.<br />

Der neue „Easy Maintenance<br />

Mazerator“ steht für maximale Wartungsfreundlichkeit,<br />

eine optimierte<br />

Schneidleistung und eine gesteigerte<br />

Anlagenverfügbarkeit. Mit dem<br />

1. Januar <strong>2026</strong> hat das Unternehmen<br />

damit eine neue Phase seiner Easy-<br />

Maintenance-Strategie eingeläutet.<br />

Technische Highlights<br />

auf einen Blick<br />

Zu den technischen Highlights des<br />

neuesten SEEPEX-Produkts zählen<br />

die strömungsoptimierte Geometrie<br />

der Schneidplatte, langlebige und<br />

austauschbare Messer aus besonders<br />

verschleißfestem Werkzeugstahl<br />

sowie eine wendbare Schneidplatte.<br />

Die Konstruktion ermöglicht eine einfache<br />

und schnelle Zugänglichkeit zur<br />

Schneideinheit – sowohl für die Wartung<br />

ohne Hebezeug als auch für das<br />

Schneller Zugriff, doppelt so lang<br />

im Einsatz und vorausschauende<br />

Wartung<br />

Den Anforderungen der Kunden gerecht<br />

wird der Easy Maintenance Mazerator<br />

durch die Möglichkeit des<br />

schnellen Zugriffs und der einfachen<br />

Wartung. Die klappbare Schneideinheit<br />

sorgt für komfortable Öffnung<br />

der Maschine nach oben. Die Messerplatte<br />

ist leicht zugänglich und schnell<br />

austauschbar. Auch können die Messer<br />

einfach von außen mechanisch<br />

38 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen und Systeme<br />

Mazerator<br />

nachgestellt werden. So können Reinigung<br />

und Störstoffentfernung bis<br />

zu 80 % schneller erfolgen. Optional<br />

steht ein Reversierbetrieb zur Verfügung:<br />

Die Drehrichtung der Messer<br />

kann während des laufenden Betriebs<br />

geändert werden. Blockaden<br />

lassen sich so lösen, ohne den Mazerator<br />

öffnen zu müssen. Für zusätzliche<br />

Betriebssicherheit sorgt<br />

ein integrierter Störstoffabscheider.<br />

Über eine separate Reinigungsklappe<br />

ist der direkte Zugriff ins Gehäuse<br />

möglich, sodass störende Feststoffe<br />

schnell und unkompliziert entfernt<br />

werden können. SEEPEX geht von<br />

einer verdoppelten Standzeit des<br />

neuen Mazerators aus und erwartet<br />

eine deutliche Reduktion der Ersatzteilkosten<br />

– sowohl durch die beidseitig<br />

nutzbare Schneidplatte als auch<br />

durch den bidirektionalen Betrieb.<br />

Moderne Maschinen für modernes<br />

Abfallmanagement<br />

SEEPEX gilt seit über 50 Jahren als Innovationsführer<br />

in der Pumpentechnologie<br />

– und in jüngster Zeit auch in<br />

der Entwicklung ergänzender digitaler<br />

Lösungen. Um die Anforderungen<br />

moderner Kundenprojekte zuverlässig<br />

und „weit über dem Durchschnitt“<br />

Abb. 3: Die strömungsoptimierte Schneidplatte<br />

ist wendbar; die anliegenden Messer<br />

aus gehärtetem Material sind einfach zu<br />

tauschen – für eine besonders lange Standzeit.<br />

zu erfüllen, setzt SEEPEX auf Produkte,<br />

die präzise auf die Bedürfnisse<br />

der Anwender zugeschnitten<br />

sind. SEEPEX verfügt über eine umfassende<br />

Expertise im Einsatz seiner<br />

bewährten Exzenterschneckenpumpen<br />

und vorgeschalteten Mazeratoren.<br />

Sie wirken verlässlich in vielen<br />

Applikationen im kommunalen und<br />

industriellen Abwasserbereich. Weitere<br />

wichtige Prozessanwendungen<br />

für Mazerator und Pumpe finden sich<br />

in der Landwirtschaft, hier insbesondere<br />

bei der Biogaserzeugung, in der<br />

Lebensmittel- und Getränkebranche,<br />

bei der Fischverarbeitung, in der Papier-<br />

und Zellstoffproduktion oder in<br />

Zuckerraffinerien. Also überall dort,<br />

wo grobstückige und faserige Bestandteile<br />

vor dem Förderprozess<br />

zerkleinert werden müssen.<br />

Geschmeidig pumpen – einfach warten:<br />

SEEPEX erfüllt mit dem Easy Maintenance<br />

Mazerator einmal mehr die<br />

steigenden Anforderungen der modernen<br />

Industrie. Mit der neuesten<br />

Generation an Mazeratoren bringt<br />

der Pumpenspezialist ein Produkt<br />

auf den Markt, das in Kombination<br />

mit einer SEEPEX Exzenterschneckenpumpe<br />

nachhaltig für einen reibungslosen<br />

Betrieb beim Transport von<br />

feststoffhaltigen Medien sorgt.<br />

SEEPEX GmbH<br />

Bottrop, Deutschland<br />

www.seepex.com<br />

Sichere Trinkwassernetze<br />

brauchen die richtige Desinfektion<br />

Von präziser Chlorgasdosierung bis zur Vor-Ort-<br />

Erzeugung von Natriumhypochlorit: Lösungen<br />

von Lutz-Jesco machen Ihre Trinkwasserdesinfektion<br />

sicher, effizient und zukunftsfähig.<br />

www.lutz-jesco.com<br />

Besuchen Sie uns<br />

auf der IFAT <strong>2026</strong><br />

und erleben<br />

Sie unsere<br />

Technologien live:<br />

Halle 3A,<br />

Stand 222.


Vakuumtechnik<br />

Vakuumtechnologien<br />

Die Bedeutung der Vakuumtechnologie<br />

für ein sicheres und effizientes Recycling<br />

von Batterien<br />

Mit der weltweit wachsenden Nachfrage<br />

nach Lithium-Ionen-Batterien<br />

– vor allem aufgrund von Elektromobilität<br />

und erneuerbaren<br />

Energien – steigt auch der Bedarf<br />

an fortschrittlichen Technologien<br />

für das Batterierecycling.<br />

Zu den wichtigsten Faktoren für<br />

ein sicheres und effizientes Recycling<br />

gehört die Vakuumtechnologie.<br />

Vakuumtechnologien spielen in<br />

mehreren wichtigen Prozessschritten<br />

eine entscheidende Rolle – von<br />

der Materia lvorbereitung über die<br />

Lösemittelrückgewinnung bis hin<br />

zur Qualitätssicherung.<br />

Dieser Artikel soll aufzeigen, wie verschiedene<br />

Vakuumtechnologien zu<br />

Leistung, Sicherheit und Umweltverträglichkeit<br />

des modernen Batterierecyclings<br />

beitragen. Anstatt eine Einheitslösung<br />

vorzuschlagen, heben<br />

wir die spezifischen Vakuumanforderungen<br />

fünf verschiedener Prozessstufen<br />

hervor und erörtern die Vorteile<br />

und Grenzen der verfügbaren<br />

Lösungen.<br />

kann aufgrund der Flüchtigkeit von<br />

Materialien wie dem Flüssigelektrolyt<br />

gefährlich sein. Beim Schreddern<br />

entstehende Funken können den<br />

Elektrolyten entzünden und damit zu<br />

potentiell explosiven Bedingungen<br />

führen.<br />

Trockene Vakuumpumpen: Klauenund<br />

Schraubentechnologien<br />

Wenn es darum geht, im Schredderprozess<br />

eine inerte und kontaminationsfreie<br />

Atmosphäre zu schaffen,<br />

sind trockene Vakuumpumpen wie<br />

Klauen- oder Schrauben-Vakuumpumpen<br />

oft die erste Wahl. Sie evakuieren<br />

effektiv die Umgebungsluft,<br />

um die Einspeisung von Inertgasen<br />

wie Stickstoff zu ermöglichen, was<br />

die Entzündungsgefahr drastisch reduziert.<br />

Da sie ohne Öl betrieben<br />

werden, sind sie unempfindlich gegenüber<br />

Verunreinigungen des Betriebsmittels<br />

durch Prozessgase,<br />

abhängig von den eingeleiteten Gasen.<br />

Somit sind sie ideal für Anwendungen,<br />

in denen Sauberkeit und<br />

Gasreinheit unerlässlich sind.<br />

Darüber hinaus sind trockene Vakuumpumpen<br />

energieeffizient, insbesondere<br />

im Dauerbetrieb, da sie keine<br />

Flüssigkeitsdichtungen oder Öle<br />

verwenden. Sie haben jedoch gewisse<br />

Einschränkungen: Die Exposition gegenüber<br />

korrosiven Dämpfen oder<br />

Partikeln, die während des Schredderns<br />

freigesetzt werden, kann zu<br />

Verschleiß führen, sofern keine korrosionsbeständigen<br />

Beschichtungen<br />

1. Höhere Sicherheit beim<br />

Schreddern<br />

Wenn die Altbatterie vollständig entladen<br />

ist, wird sie geschreddert, um<br />

sie in ihre Bestandteile zu zerlegen.<br />

Das Zerkleinern von Altbatterien<br />

oder Materialien verwendet werden.<br />

Außerdem ist der Anschaffungspreis<br />

in der Regel höher als bei Vakuumpumpen,<br />

die mit einem Betriebsmittel<br />

laufen, wie z. B. ölgeschmierte oder<br />

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen.<br />

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen:<br />

robustes Handling von feuchten<br />

Gasen<br />

Beim Handling von Dampf gewinnen<br />

dann Flüssigkeitsring-Vakuumpum-<br />

40 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Vakuumtechnik<br />

Vakuumtechnologien<br />

pen an Bedeutung. Diese Vakuumpumpen<br />

eignen sich hervorragend<br />

für das Handling der während des<br />

Schredderns entstehenden feuchten<br />

Gase. Da sie keine kleinen Spalten<br />

aufweisen, kann es nicht zu mechanischer<br />

Reibung kommen, und sie<br />

lassen sich hinsichtlich der Entzündungsgefahr<br />

besser beurteilen.<br />

Zwar verbrauchen Flüssigkeitsring-<br />

Vakuumpumpen beim Handling nicht<br />

kondensierbarer Gase im Allgemeinen<br />

mehr Energie als trockene Vakuumpumpen<br />

vergleichbarer Baugröße,<br />

doch beim Absaugen kondensierbarer<br />

Dämpfe können sie energieeffizienter<br />

sein, da die Kondensation in<br />

der Flüssigkeit das zu evakuierende<br />

Gasvolumen reduziert – was eine kleinere<br />

Vakuumpumpe und einen geringeren<br />

Energieverbrauch ermöglicht.<br />

Allerdings erfordern sie den Umgang<br />

mit Betriebsmitteln, was ein Nachteil<br />

in Bezug auf Betriebseffizienz und<br />

Umweltauswirkungen sein kann.<br />

Ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen:<br />

eine Alternativlösung<br />

Ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen<br />

stehen als pragmatische<br />

Lösung für den Schredderprozess<br />

zwischen trockenen Technologien<br />

und solchen mit Betriebsmitteln. Sie<br />

sind mechanisch einfach sowie kostengünstig<br />

und können moderate<br />

Dampfladungen bewältigen, während<br />

sie ein stabiles Vakuumniveau<br />

liefern.<br />

Ihre Abhängigkeit von Öl birgt jedoch<br />

Kontaminationsrisiken und erfordert<br />

zusätzliche Bauteile wie Ölnebelabscheider<br />

sowie regelmäßige<br />

Wartungen. Darüber hinaus eignen<br />

sie sich weniger für explosionsgefährdete<br />

Umgebungen oder Anwendungen,<br />

die absolute Sauberkeit<br />

erfordern, so dass ihre Einsatzmöglichkeiten<br />

im direkten Kontakt mit<br />

flüchtigen Schredderumgebungen<br />

eingeschränkt sind.<br />

Berücksichtigung von ATEX-Anforderungen<br />

In explosionsgefährdeten Schredderumgebungen<br />

kann der Einsatz von<br />

ATEX-zertifizierten Vakuumpumpen<br />

oder -systemen erforderlich sein, um<br />

die Entzündungsgefahr zu senken und<br />

die Einhaltung europäischer Sicherheitsrichtlinien<br />

zu gewährleisten. Eine<br />

ATEX-Zertifizierung ist jedoch nicht<br />

zwingend erforderlich. Der Betreiber<br />

ist für die Durchführung einer umfassenden<br />

Risikobeurteilung und die<br />

Entscheidung über die Notwendigkeit<br />

zertifizierten Equipments verantwortlich.<br />

Je nach prozessspezifischen Gefahren<br />

– wie der Konzentration leicht<br />

entflammbarer Gase oder einer möglichen<br />

Funkenbildung – können ATEXzertifizierte<br />

Lösungen zusätzliche<br />

(rechtliche) Sicherheit bieten.<br />

Die Wahl der Vakuumpumpe muss<br />

anhand der spezifischen Betriebsund<br />

Sicherheitsanforderungen des<br />

Schredderprozesses erfolgen – dabei<br />

sollten Gaszusammensetzung, Entflammbarkeitsrisiko,<br />

Umweltschutz<br />

und Kostenstruktur berücksichtigt<br />

werden.<br />

2. Effiziente Elektrolytentfernung<br />

während der Trocknung<br />

Die Trocknungsphase ist entscheidend<br />

für die Entfernung des Elektrolyten<br />

nach dem Schreddern. Bei<br />

der Vakuumtrocknung wird der Siedepunkt<br />

flüchtiger Bestandteile gesenkt,<br />

so dass sie bei niedrigeren<br />

Temperaturen verdampfen können.<br />

Der erreichbare Basisdruck eines<br />

Vakuumsystems ist grundsätzlich<br />

durch das Pumpprinzip der verwendeten<br />

Technologie begrenzt. Um ein<br />

höheres Vakuumniveau zu erzielen<br />

– insbesondere zum Entfernen von<br />

Lösemitteln mit niedrigem Dampfdruck<br />

– müssen häufig verschiedene<br />

Vakuumtechnologien kombiniert<br />

werden, da einzelne Vakuumpumpen<br />

nahe ihrem Enddruck meist an<br />

Saugleistung verlieren.<br />

Ölgeschmierte Drehschieber-<br />

Vakuumpumpen: die kostengünstige<br />

Lösung<br />

Drehschieber-Vakuumpumpen erreichen<br />

in der Regel einen Enddruck<br />

von 0,1 bis 1 hPa (mbar), bieten also<br />

ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

für moderate Trocknungsanforderungen.<br />

Sie sind in einstufiger oder<br />

mehrstufiger Ausführung erhältlich.<br />

Mehrstufige Ausführungen können einen<br />

niedrigeren Enddruck erreichen,<br />

haben aber aufgrund der geringeren<br />

Ölmenge pro Kammer größere Probleme<br />

mit Kondensation.<br />

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen:<br />

dampfverträglich und chemisch<br />

beständig<br />

Begrenzt durch den Dampfdruck des<br />

Betriebsmittels (typischerweise Wasser)<br />

erreichen Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen<br />

je nach Betriebstemperatur<br />

und Flüssigkeitsmanagement<br />

einen Enddruck von etwa 30 hPa<br />

(mbar). Dadurch eignen sie sich für<br />

die Vortrocknung oder die Entfernung<br />

von angesammeltem Dampf.<br />

Trockene Schrauben- und Klauen-<br />

Vakuumpumpen: sauber und<br />

leistungsstark<br />

Von allen betrachteten Vakuumtechnologien<br />

(außer zweistufigen Drehschieber-Vakuumpumpen)<br />

erreichen<br />

trockene Schrauben-Vakuumpumpen<br />

das höchste Vakuumniveau – weniger<br />

als 0,01 hPa (mbar).<br />

Aufgrund ihres verhältnismäßig hohen<br />

Enddrucks (10-60 hPa (mbar)) und<br />

der begrenzten Toleranz gegenüber<br />

kondensierbaren Dämpfen scheiden<br />

einstufige Klauen-Vakuumpumpen<br />

für Trocknungsanwendungen aus, bei<br />

denen ein hohes Vakuumniveau und<br />

das Handling von Lösemittel entscheidend<br />

sind. In zweistufiger Ausführung<br />

kann die Klauen-Vakuumpumpe jedoch<br />

einen Druck von weniger als<br />

10 hPa (mbar) erreichen und damit in<br />

Betracht gezogen werden.<br />

Vakuum-Booster: für eine höhere<br />

Vakuumleistung<br />

Um die Druckbeschränkungen der<br />

genannten primären Vakuumpumpen<br />

zu überwinden und einen festgelegten<br />

Druck aufrechtzuerhalten,<br />

können der Haupt-Vakuumstufe Vakuum-Booster<br />

vorgeschaltet werden.<br />

Vakuum-Booster sind trockene<br />

Verdrängerpumpen. Ihre Hauptaufgabe<br />

besteht darin, das Saugvermögen<br />

bei Arbeitsdruck zu erhöhen. Sie<br />

steigern das verfügbare Saugvermögen<br />

in niedrigeren Druckbereichen,<br />

in denen die Effizienz der Vorpumpen<br />

bereits abnimmt. Bei korrekter<br />

Konfiguration kann eine Kombina-<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

41


Vakuumtechnik<br />

Vakuumtechnologien<br />

tion aus Booster und Vorpumpe<br />

das Saugvermögen erheblich<br />

erhöhen – und das System kann<br />

deutlich (oftmals um das Zehnfache)<br />

niedrigere Drücke erreichen<br />

als die Vorpumpe allein. Die<br />

erzielbare Leistung hängt jedoch<br />

stark vom spezifischen Verhältnis<br />

zwischen Vakuum-Booster<br />

und Vorpumpe ab, das sorgfältig<br />

auf Prozess parameter wie Gaszusammensetzung,<br />

erwarteter<br />

Durchsatz, Betriebstemperaturen<br />

und Druckpunkte abgestimmt<br />

werden muss. Der Booster ist so<br />

konstruiert, dass Getriebe und<br />

Lager von der Vakuumkammer<br />

getrennt sind, was einen ölfreien,<br />

berührungslosen Betrieb ermöglicht.<br />

Einstufige Vakuum-Booster<br />

können nicht direkt gegen<br />

Atmosphärendruck eingesetzt<br />

werden, da ein zu hoher Differenzdruck<br />

zu Überhitzung und<br />

zu einer Ausdehnung der Wälzkolben<br />

führen kann. Um dies zu<br />

verhindern, benötigen Booster-<br />

Systeme während der Inbetriebnahme<br />

eine Bypass-Steuerung,<br />

die einer Überlastung vorbeugt<br />

und das System schützt.<br />

Berücksichtigung von ATEX-<br />

Anforderungen<br />

Genau wie in anderen Phasen<br />

des Batterierecyclings ist die<br />

Notwendigkeit der Einhaltung<br />

von ATEX-Richtlinien nicht automatisch<br />

gegeben, sondern hängt<br />

von einer vom Betreiber durchgeführten<br />

Risikoanalyse ab.<br />

Wenn ATEX erforderlich ist, muss<br />

das System als Ganzes betrachtet<br />

werden.<br />

3. Verbesserte Reinheit durch<br />

Vakuumdestillation<br />

Im Anschluss an den Trocknungsprozess<br />

muss der verdampfte<br />

Elektrolyt zur Wiederverwendung<br />

kondensiert und gereinigt werden.<br />

Vakuumdestillation macht<br />

dies möglich, indem die Bestandteile<br />

des Elektrolyten anhand<br />

ihrer unterschiedlichen Siedepunkte<br />

getrennt werden – ohne<br />

dass extreme Temperaturen erforderlich<br />

sind, die empfindliche<br />

Substanzen zersetzen könnten.<br />

Für diesen Prozessschritt sind<br />

ein stabiles, hohes Vakuumniveau<br />

und eine hohe chemische<br />

Beständigkeit erforderlich, insbesondere<br />

bei komplexen Elektrolytgemischen.<br />

Sowohl trockene als auch Vakuumtechnologien<br />

mit Betriebsmitteln<br />

sind für eine effiziente und<br />

präzise Abscheidung von wesentlicher<br />

Bedeutung – abhängig vom<br />

spezifischen Systemdesign, dem<br />

erforderlichen Vakuumniveau<br />

und der Toleranz gegenüber chemischen<br />

und thermischen Belastungen.<br />

Ölgeschmierte Drehschieber-<br />

Vakuumpumpen<br />

Drehschieber-Vakuumpumpen<br />

können eine praktikable Option<br />

für die Vakuumdestillation sein,<br />

denn sie zeichnen sich durch stabile<br />

Leistung und wettbewerbsfähige<br />

Anschaffungskosten aus.<br />

Ihre Eignung ist jedoch durch die<br />

Empfindlichkeit des Betriebsmittels<br />

(Öl) gegenüber Verunreinigungen<br />

durch Prozessmedien<br />

eingeschränkt. Die chemische<br />

Verträglichkeit muss sorgfältig<br />

geprüft werden, da die Exposition<br />

gegenüber aggressiven oder<br />

kondensierbaren Dämpfen das<br />

Öl zersetzen, den Wartungsbedarf<br />

erhöhen und die Vakuumleistung<br />

beeinträchtigen kann.<br />

Daher ist ihre Anwendbarkeit<br />

auf Medien beschränkt, die nicht<br />

nachteilig mit dem Betriebsmittel<br />

interagieren.<br />

Trockene Schrauben- und<br />

Klauen-Vakuumpumpen: für<br />

eine saubere und kontrollierte<br />

Abscheidung<br />

Trockene Schrauben-Vakuumpumpen<br />

sind die effektivste trockene<br />

Technologie für die Vakuumdestillation.<br />

Sie erreichen auf<br />

stabile Weise das erforderliche<br />

Vakuumniveau, um den Siedepunkt<br />

zu senken und eine präzise<br />

Abscheidung ohne thermische<br />

Zersetzung zu ermöglichen.<br />

Da sie ohne Öl betrieben werden,<br />

besteht kein Kontaminationsrisiko;<br />

damit sind sie perfekt<br />

geeignet für die hochreine<br />

Rückgewinnung wertvoller Elektrolyt-Bestandteile.<br />

Trockene Klauen-Vakuumpumpen<br />

sind zwar ebenfalls ölfrei und<br />

wartungsarm, erreichen aber<br />

nicht das gleiche Vakuumniveau<br />

wie Schrauben-Vakuumpumpen.<br />

Daher eignen sie sich besser für<br />

die Vorvakuumerzeugung oder<br />

für Systeme, bei denen ein Enddruck<br />

von rund 20 hPa (mbar)<br />

ausreicht. Dank ihrer Einfachheit<br />

und Energieeffizienz sind sie eine<br />

praktikable Option für Anwendungen,<br />

in denen es nicht auf ein<br />

hohes Vakuumniveau ankommt.<br />

Schließlich sorgen sie dennoch<br />

für einen kontaminationsfreien<br />

Betrieb, der eine hohe Prozessreinheit<br />

unterstützt.<br />

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen:<br />

Wärmepufferung und<br />

Dampf verträglichkeit<br />

Die allgemeinen Vorteile und<br />

Grenzen von Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen<br />

wurden bereits im<br />

Zusammenhang mit dem Schredder-<br />

und dem Trocknungsprozess<br />

erörtert. Ihre Stärken sind<br />

auch für die Destillation relevant<br />

– insbesondere in Kondensationsstufen<br />

mit hohem Lösemittelgehalt<br />

oder chemisch aggressiven<br />

Medien. Ihre Fähigkeit,<br />

Flüssigkeitsverschleppung zu tolerieren<br />

und flüchtige Gemische<br />

zu stabilisieren, macht sie zu einer<br />

sinnvollen Wahl für Systeme<br />

mit schwankenden Prozesslasten.<br />

Bei Anwendungen, die ein<br />

höheres Vakuum oder eine höhere<br />

Energieeffizienz erfordern,<br />

sollten ihre Einsatzmöglichkeiten<br />

jedoch sorgfältig geprüft werden.<br />

Die Leis tungsvorteile von Vakuum-Boostern<br />

– insbesondere<br />

hinsichtlich eines höheren Vakuumniveaus<br />

und einer schnelleren<br />

Evakuierung – wurden bereits<br />

dargestellt. Diese Vorteile gelten<br />

auch für die Destillation, für die<br />

Systemdurchsatz und Druckstabilität<br />

entscheidend sind.<br />

4. Fortschrittliche Prozessüberwachung<br />

im Batterierecycling<br />

Die Prozessüberwachung ist ein<br />

entscheidender Aspekt bei der<br />

Optimierung von Methoden des<br />

Batterierecyclings zur Gewährleistung<br />

von Effizienz und Nachhaltigkeit<br />

– insbesondere bei komplexen<br />

chemischen Reaktionen<br />

in thermischen Behandlungsprozessen<br />

wie der Pyrolyse. Zu den<br />

wichtigsten Instrumenten der<br />

Prozessüberwachung gehört die<br />

Restgasanalyse (RGA). Die RGA ist<br />

eine Methode, mit der bestimmt<br />

werden kann, welche Gase in welcher<br />

Menge in einem System vorhanden<br />

sind. Sie basiert auf der<br />

Massenspektrometrie, bei der<br />

Moleküle ionisiert und die entstehenden<br />

Ionen mithilfe eines Quadrupol-Massenfilters<br />

nach ihrem<br />

Masse-Ladungs-Verhältnis (m/z)<br />

sortiert werden. Im Batterierecycling<br />

wird sie verwendet, um<br />

42 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Vakuumtechnik<br />

Vakuumtechnologien<br />

die während des Recyclingprozesses<br />

freigesetzten Gasphasen zu analysieren.<br />

Diese Technologie ermöglicht die<br />

Überwachung und Steuerung in Echtzeit,<br />

indem die freigesetzten Gase<br />

identifiziert und quantifiziert werden,<br />

die Indikatoren für die im System auftretenden<br />

chemischen Reaktionen<br />

sind. Durch diese Analyse ist es möglich,<br />

ein tiefgreifendes Verständnis<br />

der Prozessdynamik zu erlangen, was<br />

zur Optimierung der Recyclingmethode<br />

und -ausrüstung beiträgt. Die Massenspektrometrie<br />

unterstützt die Detektion<br />

gefährlicher oder korrosiver<br />

Substanzen und gewährleistet so die<br />

Einhaltung von Umweltvorschriften<br />

sowie die Mitarbeitersicherheit. Darüber<br />

hinaus erleichtert sie die Anpassung<br />

von Prozessparametern zur<br />

Steigerung von Effizienz und Durchsatz,<br />

was zu besser abgestimmten<br />

und kontrollierten Recyclingabläufen<br />

führt – für maximale Materialrückgewinnung<br />

und minimale schädliche<br />

Emissionen.<br />

5. Gewährleistung der Systeminte<br />

grität durch Lecksuche<br />

Es ist wichtig, eine hohe Prozessintegrität<br />

sicherzustellen, um gefährliche<br />

Bedingungen zu vermeiden<br />

und optimale Rückgewinnungsraten<br />

zu gewährleisten. Eine entscheidende<br />

Rolle fällt dabei einer strengen<br />

Dichtheitsprüfung zu, mit der<br />

die Dichtheit von Recyclingkammern<br />

und -equipment überprüft<br />

wird. Der Prozess beginnt mit einer<br />

Druckabfallprüfung, die als erster<br />

Indikator für mögliche Lecks<br />

dient. Hierfür wird ein System unter<br />

Druck gesetzt und anschließend<br />

der Druckabfall im Laufe der Zeit gemessen.<br />

Fällt der Druck unter einen<br />

vordefinierten Schwellenwert, deutet<br />

dies auf ein mögliches Leck hin.<br />

Für Druckabfallprüfungen bieten Vakuummessgeräte<br />

genaue und zuverlässige<br />

Messungen zur Feststellung<br />

von Druckabfällen, die auf ein Leck<br />

hinweisen könnten.<br />

Nach einer Druckabfallprüfung wird<br />

zur genauen Quantifizierung des<br />

Lecks eine Lecksuche mit Prüfgas<br />

durchgeführt. Die Lecksuche mit<br />

Prüfgas ist hochempfindlich und<br />

geeignet für die Erkennung selbst<br />

kleinster Lecks. Ein Prüfgas wie Helium<br />

oder Wasserstoff wird in das<br />

System eingeleitet, und ein Lecksucher<br />

mit integrierter Massenspektrometer-Analysezelle<br />

identifiziert<br />

und quantifiziert austretendes Gas.<br />

Die Verwendung von Helium ist aufgrund<br />

seiner geringen Molekülgröße<br />

und seiner Inertheit besonders effektiv,<br />

da es schnell und ohne Reaktion<br />

mit den beteiligten Materialien<br />

durch Lecks gelangen kann.<br />

Zusammen bieten diese Methoden<br />

einen ganzheitlichen Ansatz zur Aufrechterhaltung<br />

einer hohen Prozessintegrität<br />

in Batterierecyclinganlagen.<br />

Fazit<br />

Durch die Integration von Vakuumtechnologie<br />

in Prozesse des Recyclings<br />

von Batterien lassen sich gleich<br />

mehrere Herausforderungen bezüglich<br />

Sicherheit, Effizienz und Umweltauswirkungen<br />

angehen. Vakuumtechnologie<br />

verbessert die<br />

Prozesssicherheit dank inerter Atmosphären,<br />

ermöglicht eine effiziente<br />

Materialabscheidung durch ein<br />

kontrolliertes Vakuumniveau und gewährleistet<br />

die Systemintegrität mit<br />

fortschrittlicher Lecksuche. Damit<br />

ist sie wegbereitend für nachhaltige<br />

Praktiken im Batterierecycling. Mit<br />

der Weiterentwicklung der Branche<br />

wird auch die Rolle der Vakuumtechnologie<br />

weiter an Relevanz gewinnen,<br />

und ihre Bedeutung für ein nachhaltiges<br />

Lebenszyklusmanagement von<br />

Batterietechnologien wird sich weiter<br />

festigen.<br />

Busch Vacuum Solutions<br />

Maulburg, Deutschland<br />

www.buschvacuum.com<br />

www.buschgroup.com<br />

Hochdrucktechnik für Prozesse ohne Kompromisse<br />

Hochdruck-Plungerpumpen von KAMAT<br />

Modular. Leistungsstark. Wartungsarm.<br />

Bis 4.000 bar. Bis 600 m3/h.<br />

Werkstoffoptionen: Edelstahl. Duplex. Inconel.<br />

ATEX-konform. Ausgelegt für Dauerbetrieb.<br />

Made in Germany.<br />

Sicher fördern. Präzise regeln. Flexibel integrieren.<br />

Mehr Informationen unter: www.KAMAT.de Jetzt QR-Code scannen oder direkt Kontakt aufnehmen!


Vakuumtechnik<br />

Vakuumpumpstand<br />

Hyperloop – mit 1000 Stundenkilometern<br />

durchs Vakuum<br />

Leybold unterstützt EuroTube Stiftung<br />

mit Know-how und Technologie<br />

Zugegeben, die Vision der EuroTube<br />

Stiftung klingt gerade in Zeiten verspäteter<br />

Züge und verstopfter Straßen<br />

besonders verlockend: Denn<br />

die Schweizer Forscher wollen nicht<br />

weniger, als Menschen und Güter<br />

mit dem Hyperloop sicher, umweltfreundlich<br />

und vor allem extrem<br />

schnell von A nach B zu transportieren.<br />

Gegenwärtig befindet sich die<br />

Technologie noch in der Testphase,<br />

doch das Gelingen hängt nicht zuletzt<br />

auch von der Qualität der Vakuumtechnik<br />

ab. Denn nur im Vakuumtunnel<br />

ist der Luftwiderstand so gering,<br />

dass ein energiesparendes Gleiten<br />

mit Geschwindigkeiten von bis zu<br />

1000 Stundenkilometern durch eine<br />

Röhre Wirklichkeit werden kann. Am<br />

Projekt beteiligt ist daher der Vakuumpionier<br />

Leybold – mit Rat und Tat<br />

sowie seinen Vakuumpumpen.<br />

Bewährte Kooperation von Leybold<br />

und EuroTube<br />

Die Kooperation zwischen Leybold<br />

und der gemeinnützigen Stiftung hat<br />

sich bewährt und ist über die Jahre<br />

noch gewachsen. Gegründet wurde<br />

EuroTube 2019 aus einem Zusammenschluss<br />

ehemaliger Studenten<br />

der ETH Zürich und der EPF Lausanne,<br />

die mit Erfolg an den SpaceX Hyperloop<br />

Competition teilnahmen. Mittlerweile<br />

hat sich daraus ein Forschungsstandort<br />

mit 15 Mitarbeitern,<br />

einem Büro und Labor am Standort<br />

Dübendorf bei Zürich entwickelt. Und<br />

Leybold unterstützt das Hyperloop-<br />

Projekt mit seinen Produkten und seinem<br />

immensen Anwendungswissen.<br />

„Wir sind überzeugt, das Hyperloop-<br />

Projekt mit unserem Engagement<br />

zum Erfolg bringen zu können“, betont<br />

der Physiker Dr. Tom Kammermeier,<br />

der das Projekt bei Leybold<br />

seit dem Jahr 2017 begleitet.<br />

Swissloop-Konzept hat die Hyperloop-Entwicklung<br />

forciert<br />

Das erste Aufeinandertreffen der beiden<br />

Partner erfolgte im August 2017<br />

beim SpaceX Hyperloop Pod Contest<br />

in Hawthorne, Kalifornien, auf dem<br />

SpaceX Gelände. Nachdem sich die<br />

ETH Zürich-Studenten beim SpaceX-<br />

Wettbewerb von Elon Musk mit ihrem<br />

Swissloop-Konzept gegen Tausende<br />

Teams durchgesetzt hatten.<br />

Die studentische Swissloop-Initiative<br />

hat die Hyperloop-Entwicklung<br />

durchaus forciert. „Daher haben wir<br />

im Anschluss direkt die Unterstützung<br />

von Leybold angeboten“, berichtet<br />

Tom Kammermeier voller Begeisterung.<br />

„Es sind dann sofort fünf<br />

Kollegen von Köln aus nach Zürich<br />

gereist, um zwei Studenten in angemieteten<br />

Universitäts-Räumen zu besuchen<br />

und deren visionäre Ideen<br />

zu erfahren“, ergänzt Kammermeier.<br />

Diese waren so fundiert, dass mittlerweile<br />

noch weitere Spezialisten von<br />

Leybold zum Projekt gestoßen sind:<br />

Neben Dr. Tom Kammermeier begleitet<br />

seit vier Jahren außerdem Sebastian<br />

Rosensträter das EuroTube-<br />

Team in leitender Funktion.<br />

Vakuumpumpstand aus RUVAC<br />

WH4400 und DRYVAC DV650<br />

Unter anderem hat Leybold währenddessen<br />

regelmäßig Berechnungen<br />

und Simulationen für EuroTube vorgenommen,<br />

weil sich die Rahmenbedingungen<br />

dynamisch entwickelt<br />

haben. Die Auslegungen mussten<br />

daher immer wieder angepasst und<br />

neu kalkuliert werden. Mit positivem<br />

Ergebnis, denn im Juli 2024 konnte<br />

EuroTube den Kick-Off des ersten<br />

Bauabschnitts der Hyperloop-Testanlage<br />

„DemoTube“ im Innovationspark<br />

Zürich feiern. An diesem Demonstra-<br />

Am Projekt beteiligt ist Leybold – mit Rat und<br />

Tat sowie seinen Vakuumpumpen.<br />

tor hat EuroTube derzeit einen Vakuumpumpstand<br />

von Leybold aus Wälzkolbenpumpen<br />

der Baureihe RUVAC<br />

WH4400 sowie der trockenverdichtenden<br />

Schraubenvakuumpumpe<br />

DRYVAC DV650 laufen. „Dies sind typischerweise<br />

volumetrische Pumpen,<br />

die bis an den Fein-Vakuumbereich<br />

heranreichen“, konkretisiert Tom<br />

Kammermeier. Im Pumpstandscontainer<br />

ist überdies noch Bauraum für<br />

ein weiteres System vorgehalten, um<br />

je nach Bedarf des Testbetriebs ab<br />

der Fertigstellung die Pumpleistung<br />

noch zusätzlich erhöhen zu können.<br />

Abpumpzeit und Leckrate<br />

entscheidend<br />

Wie lange und häufig und an welchem<br />

Streckenabschnitt evakuiert werden<br />

muss – dies sind die entscheidenden<br />

Fragen, die es technologisch zu beantworten<br />

galt. „Und das ist ja exakt<br />

der Input, den Leybold geben konnte.<br />

Dabei gibt zwei wichtige Größen“,<br />

führt Tom Kammermeier weiter aus:<br />

44 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Vakuumtechnik<br />

Vakuumpumpstand<br />

Die Abpumpzeit und die Leckrate.<br />

Die Abpumpzeit bestimmt,<br />

wie schnell ein Hyperloop nach<br />

einer Belüftung der Röhre wieder<br />

in Betrieb gehen kann, und die<br />

Leckrate, wie viele Pumpen welcher<br />

Größe laufen müssen, damit<br />

der Betriebsdruck gehalten<br />

werden kann. Auf die exakte Positionierung<br />

und Verteilung des<br />

Saugvermögens entlang der Strecke<br />

können dann noch diverse<br />

Druckgradienten Einfluss nehmen.<br />

„Das wird allerdings erst so<br />

richtig bei großen Dimensionen<br />

relevant, wie sie heutzutage noch<br />

nicht realisiert sind“, verrät Kam-<br />

im Container entworfen worden,<br />

um die Vakuumtechnik anschließend<br />

als mobile Lösung anbieten<br />

zu können. Die HTT-Einheit passt<br />

in einen Standard-Versandcontainer<br />

und bietet somit eine komplette<br />

Plug-and-Play-Lösung. Das<br />

gesamte System ist darauf ausgelegt,<br />

den Unterdruck in den<br />

Röhren zu erreichen und aufrechtzuerhalten,<br />

bei minimalem<br />

Ener gieverbrauch und maximaler<br />

Betriebszeit. Die Container werden<br />

in Abständen von zehn Kilometern<br />

entlang der Strecke aufgestellt.<br />

den Hyperloop als zukünftigen<br />

Ersatz von Mittelstreckenflügen.<br />

Als Voraussetzung dafür müssten<br />

neue Vakuumrohr-Trassen jeweils<br />

von Flughafen zu Flughafen errichtet<br />

werden. Die Überbrückung<br />

der Distanzen würde in den<br />

Hyperloop-Kapseln vergleichbar<br />

schnell erfolgen wie im Flugzeug<br />

– nur mit deutlich reduziertem<br />

CO 2<br />

Ausstoß“, erläutert Sebastian<br />

Rosensträter. Die zweite Fraktion<br />

sieht im Hyperloop eher eine<br />

Alternative zu Hochgeschwindigkeitszügen.<br />

Der Grund: Sämtliche<br />

Zugtrassen seien bereits jetzt an<br />

ihrem Kapazitätslimit und auf-<br />

mittel ersetzt oder ergänzt, bleibt<br />

offen. „Fakt ist, dass nicht zuletzt<br />

auch durch den Support von Leybold<br />

Teststrecken erfolgreich geplant<br />

und realisiert wurden, wodurch<br />

das Hyperloop-Konzept<br />

zum Transport von Menschen<br />

und Gütern jetzt technisch geeignet<br />

ist“, bilanziert Sebastian Rosensträter.<br />

Technisch und auch<br />

vakuumtechnisch bestehen somit<br />

derzeit keine unüberwindbaren<br />

Hürden mehr. Die Realisierung<br />

der Projekte sollte laut<br />

Sebastian Rosensträter am besten<br />

durch staatliche Ausschreibungen<br />

erfolgen. Denkbar wä-<br />

mermeier.<br />

Unterdruck in den Röhren<br />

Hyperloop zukünftig als Ersatz<br />

von Mittelstreckenflügen<br />

grund der Geschwindigkeit sowie<br />

des Bremswegs ist die Taktung<br />

für Hochgeschwindigkeitszüge<br />

ren seiner Ansicht nach auch<br />

die Umsetzung von Prestigeprojekten<br />

im mittleren Osten oder<br />

halten, Energieverbrauch minimieren<br />

Leybold kann bei der Erreichung<br />

der Zielgrößen auf seine bewährte<br />

Vakuumtechnologien<br />

zurückgreifen. Bereits die beiden<br />

Big Player Virgin Hyperloop<br />

One des Investors Richard Branson<br />

sowie Hyperloop Transportation<br />

Technologies (HTT) haben<br />

Pumpsysteme, bestehend aus<br />

bis zu acht DRYVAC- und acht WH<br />

Roots-Pumpen bei Leybold geordert.<br />

Zudem ist das HTT-System<br />

Die breite Praxistauglichkeit<br />

des futuristisch anmutenden<br />

Transportsys tems muss sich erst<br />

noch erweisen. Zudem ist ein<br />

struktureller Wandel im Gange:<br />

Mit Virgin Hyperloop One hat sich<br />

bereits ein Big Player aus dem<br />

Hyperloop-Universum zurückgezogen.<br />

Laut Sebastian Rosensträter<br />

sind derzeit neben dem Forschungsinstitut<br />

EuroTube fast<br />

ausnahmslos Startups aktiv, die<br />

auf das Wachstums potential setzen,<br />

aber unterschiedliche Ansätze<br />

verfolgen: „Ein Teil betrachtet<br />

so gering, dass der Neubau einer<br />

Hyperlooptrasse insgesamt günstiger<br />

sein könnte als der Ausbau<br />

des konventionellen Netzes. Die<br />

bestehenden Schienen könnten<br />

laut Sebastian Rosensträter dann<br />

vorrangig dem Güterverkehr vorbehalten<br />

sein.<br />

Transportmittel bei<br />

Olympischen Spielen<br />

Es bleibt also spannend, und<br />

Ideen gibt es viele. Und ob der<br />

Hyperloop in Zukunft Verkehrs-<br />

zu Sportgroßveranstaltungen wie<br />

den Olympischen Spielen.<br />

Leybold GmbH,<br />

Köln, Deutschland<br />

www.leybold.com<br />

IST DAS<br />

WAS<br />

FESTES?<br />

BUNGARTZ<br />

KREISELPUMPEN<br />

Standardpumpen sind widrigen Fördermedien kaum gewachsen.<br />

Besonders bei Feststoffen beißen sie sich die Zähne aus. Da sind<br />

dann Profis wie die MPCH DryRun gefragt. Durch innovative<br />

Technologie gelangen die Stoffe nie in den Bereich der Lagerung<br />

und Magnetkupplung. Auch bei zähen, toxischen und heißen<br />

Produkten punktet die Pumpe. Die Vorteile:<br />

– höchst eigensicher<br />

– wartungsfrei<br />

– auch bei feststoffhaltigen Medien ohne Zuführung von<br />

Kühl- und Schmierflüssigkeit<br />

– keine thermische Überwachung des Spalttopfs nötig<br />

DANN<br />

HER DAMIT!<br />

Die MPCH DryRun –<br />

ein starkes Beispiel aus der Meisterwerkstatt Bungartz.<br />

Mehr unter 0211 57 79 05 - 0 und online: www.bungartz.de/mpchdryrun<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

45


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Kleinere Abmessungen, günstige Wartung<br />

Exzenterschneckenpumpen neu<br />

definiert: Die neue Generation bietet<br />

weitere Einsatzmöglichkeiten und<br />

verbesserte Wirtschaftlichkeit<br />

Exzenterschneckenpumpen gelten als zuverlässige und wirtschaftliche<br />

Fördertechnologie für herausfordernde Prozesse mit abrasiven, korrosiven<br />

und feststoffbeladenen Medien. Die Nachteile dieser Technologie<br />

liegen traditionell im hohen Platzbedarf und im Wartungsaufwand.<br />

Die neu entwickelten Scion Exzenterschneckenpumpen setzen genau<br />

dort an und ermöglichen eine kompromisslose Performance bei kleinen<br />

Abmessungen und vereinfachter Wartung.<br />

AxFlow stellt die neuen Scion Exzenterschneckenpumpen des Herstellers<br />

NOV auf dem deutschen und europäischen Markt vor. NOV ist für die<br />

sprichwörtliche Mono-Technologie bekannt und kann im Bereich Mono-<br />

Pumpen auf einen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz zurückgreifen.<br />

Mit der Entwicklung der neuen Scion-Baureihen werden die klassischen<br />

Nachteile von Exzenterschneckenpumpen systematisch adressiert. Die<br />

neue Generation fällt um bis zu 25 % kürzer aus als vergleichbare Modelle,<br />

so dass Exzenterschneckenpumpen jetzt auch in Anlagen mit sehr<br />

begrenztem Platz integriert werden können. Außerdem wurde die Wartung<br />

durch ein modulares System noch weiter vereinfacht und in puncto<br />

Ersatzteilkosten für viele Anwendungen vergünstigt.<br />

Abb. 2: Reduzierte Baulänge: Die neuen Scion-Modelle fallen um bis zu 25 %<br />

kürzer aus, ohne Leistungseinbußen<br />

Effizienzgewinn ermöglicht die Leistung auf kleinerem Raum. Die komplette<br />

Pumpeneinheit von Saug- zu Druckanschluss fällt modellabhängig<br />

um bis zu 25 % kürzer aus als die Vorgängergeneration. Für Anlagenplaner<br />

bedeutet das eine größere Flexibilität, insbesondere wenn<br />

nur wenig Raum zur Verfügung steht.<br />

„Maintenance in Place“ konsequent umgesetzt<br />

Für einen einfachen Wartungszugang sind die Scion Exzenterschneckenpumpen<br />

mit einem komplett teilbaren Gehäuse ausgestattet. Der<br />

ganze Antriebsstrang einschließlich Rotor, Stator, Welle, Kupplungsstange<br />

und Dichtung kann innerhalb von Minuten ausgebaut werden,<br />

während die Pumpe angeschlossen bleibt (Maintenance in Place). Das<br />

Gehäuse lässt sich durch wenige Schrauben lösen und hat keine Zugstangen,<br />

die eine Wartung unnötig kompliziert gestalten. Dadurch können<br />

Blockaden und Verzopfungen schnell und sicher entfernt werden,<br />

ohne dass Saug- und Druckleitung demontiert werden müssten.<br />

Abb. 1: Kompakter „Footprint“: Exzenterschneckenpumpen NOV Scion mit<br />

komplett teilbarem Gehäuse<br />

Typische Einsatzgebiete für die Scion Exzenterschneckenpumpen<br />

sind das Fördern von korrosiven und partikelbeladenen Chemikalien,<br />

Abrasionsschlamm, industriellem Abwasser, Keramikschlicker sowie<br />

Papier- und Zellstoffsuspension. Hier können die robusten Pumpen<br />

mit nahezu pulsationsfreier Förderung ihre Vorteile voll ausspielen.<br />

Bis zu 25 % kleiner bei kompromissloser Leistung<br />

Die neue Rotor-/Stator-Einheit nutzt jetzt die 2:3-gängige Geometrie<br />

und bietet damit neue Möglichkeiten beim Design der Fördereinheit.<br />

Die große Gangtiefe der neuen Konstruktion erlaubt ein großes Verdrängervolumen,<br />

ohne dass hohe Drehzahlen zu einem erhöhten Verschleiß<br />

führen würden. Außerdem sichert das neue Design die volle<br />

Druckleistung bis 12 bar und eine Volumenleistung bis 410 m 3 /h mit<br />

großem Feststoffdurchsatz. Der mit dieser Geometrie einhergehende<br />

Einzeln entnehmbarer Statorkern: Reduzierte Ersatzteilkosten,<br />

einfaches Handling<br />

Anders als bei vielen Exzenterschneckenpumpen ist jetzt auch das<br />

Statorgehäuse teilbar, so dass das Stator-Elastomer einzeln ausgetauscht<br />

werden kann. Die Wartung fällt dadurch deutlich einfacher<br />

aus. Anwender müssen jetzt nicht mehr mit dem Gesamtgewicht der<br />

kompletten Rotor-/Stator-Einheit umgehen, die bei einem Modell der<br />

13er-Baugröße rund 67 kg betragen kann. Nach dem Entfernen der<br />

Verschalung bringt der entsprechende Statorkern nur noch 12 kg auf<br />

die Waage – ein deutlicher Gewinn für die Arbeitssicherheit und die Reduktion<br />

der Servicezeiten.<br />

Für viele Betreiber dürfte die Ersatzteilrechnung ein mindestens genauso<br />

wichtiges Kriterium sein. Durch den separaten Wechsel des Statorkerns<br />

fällt der Kostenaufwand wesentlich geringer aus als bei einem<br />

Ersatz der kompletten Einheit. Das metallische Gehäuse wird einfach<br />

weiterverwendet und schlägt deshalb auch nicht bei den Ersatzteilkosten<br />

zu Buche.<br />

Seit Februar <strong>2026</strong> auf dem deutschen Markt<br />

AxFlow begleitet den Marktstart der neuen Scion Baureihen in<br />

Deutschland exklusiv. Seit Februar <strong>2026</strong> können die zehn wichtigsten<br />

Scion-Modelle bei AxFlow bestellt werden. Im weiteren Jahresverlauf<br />

folgen weitere Baugrößen, die das volle Volumenspektrum in einem<br />

46 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Druckbereich bis 6 bar abdecken. Danach werden auch zweistufige<br />

Pumpenmodelle erhältlich sein, die eine Druckleistung bis 12 bar erzielen.<br />

Besonders erwähnenswert: Die zweistufigen Scion Exzenterschneckenpumpen<br />

enthalten zwei hintereinander liegende Statorkerne, die<br />

jeweils mit dem Statorkern der einstufigen Pumpen identisch sind. Ist<br />

nur einer davon verschlissen, wird auch nur ein Statorkern getauscht.<br />

Die ohnehin reduzierten Ersatzteilkosten, werden also nochmal halbiert.<br />

Stator-Elastomere sind bei den Scion Exzenterschneckenpumpen<br />

aus den Werkstoffen NBR, EPDM, NBR-FDA, FKM und PU erhältlich<br />

und decken damit ein breites Feld der chemischen Kompatibilität<br />

ab. Das Gehäuse besteht aus schutzlackiertem Grauguss oder korrosionsresistentem<br />

Edelstahl. Der Hohlrotor aus Edelstahl oder wahlweise<br />

hartverchromtem Stahl spart weiteres Gewicht und reduziert Vibration<br />

im Inneren der Pumpe.<br />

Flüssigkeiten kabellos auf-, um-, abfüllen und Fördermengen<br />

einfach dosieren<br />

Leistungsstarker und smarter<br />

Akku-Motor für Fasspumpen<br />

Fasspumpen sind eine praktische Lösung, um Fluide aus Fässern, IBC,<br />

Kanistern usw. schnell und sauber abzufüllen. Der neue Akku-Motor<br />

FBM 4100 von FLUX deckt mit einer Nennleistung von 420 W alle Anwendungsfelder<br />

des netzbetriebenen Pendants ab und dies bei nur<br />

2,8 kg Gesamtgewicht inklusive Akkus. Mit Pumpen für unterschiedlichste<br />

Fluide eignet sich der Motor für Bereiche ohne Steckdose, z. B.<br />

in Branchen wie Bauwesen, Industrie, Lebensmittel oder Landwirtschaft<br />

und widersteht auch korrosiven Medien in Chemie oder Galvanik.<br />

Intelligente, zum Patent angemeldete Funktionen wie Trockenlaufschutz<br />

und die programmierbare Chargenabfüllung zum Dosieren<br />

vordefinierter Fördermengen ohne Durchflussmesser erweitern das<br />

Einsatzgebiet. Über eine LCD-Displaysteuerung können die Drehzahl<br />

in 10-%-Schritten ausgewählt und bis zu 6 Abfüllmengen eingelernt<br />

und beliebig oft abgerufen werden. Der Motor kann mit FLUX-Pumpen<br />

der Baureihe F 400 in unterschiedlichen Werkstoffausführungen eingesetzt<br />

werden, beispielsweise für Fluide wie AdBlue, Pflanzenschutzmittelkonzentrate,<br />

Betonadditive, Speiseöle oder Chemikalien wie<br />

Salzsäure etc. Für viskosere Medien kann er mit Exzenterschneckenpumpen<br />

der Baureihe F 570 kombiniert werden.<br />

Abb. 3: Spart Platz, Material und vereinfacht das Handling: Das Stator-Elastomer<br />

kann separat gewechselt werden.<br />

Die neuen Scion Baureihen lösen die Mono EZStrip und Mono 2000<br />

Baureihen ab. Ersatzteile für die vorigen Baureihen werden dauerhaft<br />

bei AxFlow erhältlich sein. Auch bestehende Pumpen können einfach<br />

durch neue Scion Modelle getauscht werden. AxFlow bietet hierzu<br />

standardisierte und leicht integrierbare Lösungen.<br />

Abb. 1: Kompakter Akkumotor, ideal zur netzunabhängigen Entleerung von IBCs<br />

oder Fässern. Alle Bilder: FLUX<br />

Mit den neuen Scion Exzenterschneckenpumpen zeigt sich, dass sich<br />

bewährte Fördertechnologie konsequent weiterentwickeln lässt. Die<br />

deutlich kompaktere Bauweise, die verbesserte Effizienz sowie das<br />

durchdachte Wartungskonzept reduzieren Platzbedarf, Stillstandszeiten<br />

und Betriebskosten gleichermaßen. Damit eröffnen die Scion-<br />

Baureihen neue Einsatzmöglichkeiten für Exzenterschneckenpumpen.<br />

Dies gilt insbesondere dort, wo Anlagenbauer und Betreiber bislang<br />

durch Bauraum oder Wartungsaufwand eingeschränkt waren.<br />

AxFlow GmbH<br />

Theodorstr. 105<br />

40472 Düsseldorf<br />

Tel +49 (211) 238060<br />

info@axflow.de<br />

www.axflow.de/nov<br />

Abb. 2: Das übersichtliche LCD-Display zeigt alle wesentlichen Funktionen und<br />

Betriebsdaten an.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

47


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Als etablierter Anbieter hochwertiger Verdrängerpumpen erweitert<br />

ABEL sein Portfolio um eine Technologie, die speziell auf Medien mit<br />

einem Feststoffgehalt von bis zu 30 % ausgelegt ist. Die SDS (Solids<br />

Diaphragm Solution) stellt eine neue Generation von Feststoffpumpen<br />

dar, die modernste Technik, lange Lebensdauer und hohe Wirtschaftlichkeit<br />

miteinander vereint. Grundlage dafür sind mehr als 40<br />

Jahre Praxiserfahrung in der Feststoffförderung. Erkenntnisse aus<br />

dem täglichen Betrieb konventioneller Feststoffpumpen – insbesondere<br />

im Umgang mit Klärschlamm – flossen direkt in die Entwicklung des<br />

neuen Systems ein.<br />

Abb. 3: Der Akku-Motor FBM 4100 fördert bei 80% Leistung bis zu 2.200 l pro<br />

Akku-Ladung und erlaubt eine einstellbare Chargenabfüllung.<br />

Bereit für verschiedene Einsatzfälle<br />

Mit einem optional erhältlichen Adapter ist der Motor kompatibel mit<br />

Pumpwerken anderer Hersteller und erweitert deren Einsatzmöglichkeiten.<br />

Der bürstenlose, wartungsfreie und hocheffiziente Motor<br />

FBM 4100 erreicht in einer typischen Fasspumpenkonfiguration eine<br />

Förderleistung von bis zu 84 l /min. Eine Akkuladung ermöglicht im Praxiseinsatz<br />

mit Schlauch und Zapfpistole bei 80 % Drehzahleinstellung<br />

die Entleerung von 11 200-l-Fässern oder 2,2 1000-l-IBCs. Je nach Ausführung<br />

sind im Lieferumfang neben dem Motor zwei 18V, 4Ah Einhell<br />

PXC Akkus, ein Twincharger und optional auch ein Adapter für den<br />

Fasspumpenanschluss anderer Hersteller enthalten. Spezielle Abdeckungen<br />

schützen die Akkus vor Spritzwasser und aggressiven Dämpfen.<br />

Das Portfolio bietet auch vorkonfigurierte Sets mit Pumpe, 2 m<br />

langem Förderschlauch und Zapfpistole. Den Akku-Motor gibt es in<br />

IP24 mit offener Kühlung durch Umgebungsluft und leistungsreduziert<br />

als geschlossene IP44 Version. Diese arbeitet auch unter rauen Bedingungen,<br />

z. B. beim Pumpen von Salzsäure. Beide Modelle sind neben<br />

der Core-Version auch in einer Pro-Ausführung verfügbar, die einen<br />

5-poligen Steckeranschluss bietet für externen Start/Stopp sowie eine<br />

24 V Spannungsversorgung zur direkten Anbindung von Peripheriegeräten<br />

wie bspw. Füllstandsensoren oder Durchflussmessern.<br />

Zur SDS-Feststoffpumpenlösung gehört eine robuste Kolbenmembranpumpe,<br />

deren Konfiguration für extreme Belastungen optimiert<br />

wurde. Ventile, Werkstoffe und konstruktive Details wurden sorgfältig<br />

an typische Feststoffmedien angepasst, um einen reibungslosen<br />

und langlebigen Pumpenbetrieb zu gewährleisten. Durch die Membran<br />

wird das Fördermedium vom Hydraulikbereich getrennt, so dass<br />

nur wenige <strong>Komponenten</strong> überhaupt mit dem Medium in Berührung<br />

kommen. Dies reduziert den Verschleiß erheblich und verlängert die<br />

Lebensdauer der Anlage spürbar.<br />

FLUX-GERÄTE GMBH<br />

Talweg 12<br />

75433 Maulbronn<br />

Tel +49 (7043) 101-0<br />

info@flux-pumpen.de<br />

www.flux-pumpen.de<br />

ABEL präsentiert neue Membran-Feststoffpumpenlösung<br />

(SDS)<br />

Die ABEL GmbH, ein international führender Hersteller robuster Pumpentechnologien<br />

für die Abwasser- und Klärschlammförderung, setzt<br />

seit Jahrzehnten Maßstäbe in der Förderung anspruchsvoller Medien.<br />

Mit der neuen SDS-Membran-Feststoffpumpenlösung baut ABEL diese<br />

Kompetenz gezielt weiter aus und bietet eine leistungsstarke Lösung<br />

für den effizienten und zuverlässigen Transport von Klärschlamm und<br />

anderen hochfeststoffhaltigen Medien.<br />

Ein wesentliches Highlight der neuen SDS-Pumpenlösung ist der ABEL<br />

Smart Pump Assistant, ein integriertes KI-gestütztes Überwachungssystem,<br />

das zur vorausschauenden Wartung von Pumpen befähigt. Anwender<br />

erhalten kontinuierlich aktuelle Informationen zum Status ihrer<br />

Pumpen sowie konkrete Handlungsempfehlungen, um einen zuverlässigen<br />

und effizienten Betrieb sicherzustellen. Das Monitoring-System<br />

stellt sowohl einen Überblick über den allgemeinen Zustand der Pumpe<br />

als auch detaillierte Angaben zur verbleibenden sicheren Nutzungsdauer<br />

von Verschleißteilen, zu erkannten Fehlerbildern und deren genauer<br />

Position bereit – wahlweise über eine App oder per E‐Mail. Diese Daten<br />

erleichtern die gezielte Wartung der Pumpe erheblich und ermöglichen<br />

darüber hinaus Rückschlüsse auf angeschlossene Anlagenkomponenten.<br />

Durch den permanenten Betrieb überwacht das System die<br />

Anlage rund um die Uhr und erkennt potentielle Abweichungen frühzeitig.<br />

Es erfasst kontinuierlich Betriebsdaten wie Druck, Durchfluss oder<br />

Verschleißindikatoren und wertet diese automatisch aus. Der Smart<br />

Pump Assistant erkennt dadurch potentielle Störungen bereits Wochen<br />

im Voraus und ermöglicht eine vorausschauende Wartungsplanung.<br />

Anlagenbetreiber profitieren von gesteigerter Prozesssicherheit, opti-<br />

48 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Die TORNADO ® T1 XXLB-F ist das neueste Mitglied der TORNADO ®<br />

Familie, die seit langem für ihre robuste Bauweise, Zuverlässigkeit<br />

und Anpassungsfähigkeit an komplexe Fluide bekannt ist. Mit diesem<br />

neuen Modell stellt NETZSCH eine Pumpe vor, die Fördermengen von<br />

bis zu 1.400 m³/h und Differenzdrücke von bis zu 12 bar bewältigen<br />

kann und sich somit ideal für Anwendungen mit hohem Volumen und<br />

hohem Druck in einer Vielzahl von Branchen eignet.<br />

Technische Exzellenz trifft auf Anwendungsvielfalt<br />

Was die TORNADO ® T1 XXLB-F auszeichnet, ist nicht nur ihre beeindruckende<br />

Größe, sondern auch ihre durchdachte Konstruktion, die für maximale<br />

Leistung in den anspruchsvollsten Umgebungen ausgelegt ist.<br />

mierten Wartungsintervallen und einer deutlich höheren Anlagenverfügbarkeit<br />

– ganz ohne manuelles Eingreifen.<br />

Ein weiterer Vorteil der SDS ist ihr rein mechanischer Antrieb, der ohne<br />

Hydraulikaggregat auskommt und dadurch im Vergleich zu hydraulischen<br />

Systemen erheblich weniger <strong>Komponenten</strong> erfordert. Dies<br />

macht die Pumpe nicht nur wartungsfreundlich, sondern reduziert auch<br />

die Betriebskosten deutlich – in vielen Anwendungen um bis zu 80 %.<br />

Wartungsarbeiten können dank des klaren, übersichtlichen Designs<br />

schnell und ohne spezielles Fachwissen durchgeführt werden. Inspektionsöffnungen<br />

erleichtern den Zugang zu relevanten Verschleißteilen,<br />

während der reduzierte Ersatzteilbedarf die Wirtschaftlichkeit zusätzlich<br />

verbessert.<br />

Insgesamt verbindet die SDS-Pumpenlösung hohe technische Leistungsfähigkeit<br />

mit Anwenderfreundlichkeit und digitaler Intelligenz.<br />

Sie bietet eine besonders zuverlässige, langlebige und wirtschaftliche<br />

Lösung für Betreiber, die Medien mit hohem Feststoffgehalt sicher und<br />

effizient fördern müssen. Damit setzt ABEL erneut ein klares Zeichen<br />

für innovative und nachhaltige Pumpentechnologien im Abwasser-<br />

und Klärschlammmanagement.<br />

ABEL GmbH<br />

Abel-Twiete 1<br />

21514 Büchen<br />

Tel +49 (4155) 818-0<br />

abel-mail@idexcorp.com<br />

www.abelpumps.com<br />

TORNADO ® T1 XXLB-F: Heraus ragende<br />

Ingenieurskunst setzt neue Maßstäbe<br />

in der Technologie für Hochleistungs-<br />

Drehkolbenpumpen<br />

In der sich ständig weiterentwickelnden Welt der Förderung von Fluiden<br />

hat NETZSCH Pumpen & Systeme mit der Einführung seiner bislang<br />

größten Drehkolbenpumpe, der TORNADO ® T1 XXLB-F, erneut die<br />

Messlatte höhergelegt. Das auf der IFAT Brasil 2025 vorgestellte technische<br />

Kraftpaket definiert die Grenzen des NETZSCH Pumpenportfolios<br />

neu und erweitert diese in Bezug auf Leistung und Größe. Die<br />

TORNADO ® T1 Familie ist gewachsen – größer, stärker und unaufhaltsam<br />

– eine neue Ära in der Förderung komplexer Fluide.<br />

Dichtungssystem – Innovative Dichtungskonzepte, von einfachen<br />

Gleitringdichtungen bis hin zu doppeltwirkenden Gleitringdichtungen<br />

für besonders anspruchsvolle Medien, gewährleisten optimale<br />

Prozess sicherheit und lange Lebensdauer. Die bewährte GSS-Technologie<br />

(Gleichlaufgetriebe-Schutz-System) von NETZSCH verhindert sowohl<br />

das Eindringen des Mediums in das Gleichlaufgetriebe als auch<br />

das Eindringen des Getriebeöls in den Pumpenraum, schützt kritische<br />

<strong>Komponenten</strong> und erhöht die Betriebssicherheit. In Kombination mit<br />

dem FSIP ® (Full Service in Place) können alle Wartungsarbeiten durchgeführt<br />

werden, ohne die Pumpe aus der Rohrleitung auszubauen –<br />

das spart Zeit, reduziert Ausfallzeiten und senkt die Wartungskosten.<br />

Gewendelte Drehkolben – Strömungsoptimierte, dreiflügelige gewendelte<br />

Drehkolben werden individuell an das Fördermedium angepasst.<br />

Sowohl das Material als auch die Geometrie sind speziell auf die Anforderungen<br />

der jeweiligen Anwendung zugeschnitten, um eine hervorragende<br />

Verschleißfestigkeit und eine längere Lebensdauer zu gewährleisten.<br />

Für viskose, abrasive oder feststoffhaltige Medien sind spezielle<br />

Geometrien erhältlich, die auch unter härtesten Betriebsbedingungen<br />

eine zuverlässige Leistung garantieren. Dieser maßgeschneiderte Ansatz<br />

verbessert nicht nur die hydraulische Effizienz, sondern reduziert<br />

auch den Energieverbrauch und die Wartungsintervalle.<br />

Verschleißschutzplatten – Um die Betriebslebensdauer weiter zu verlängern,<br />

ist die XXLB-F standardmäßig mit axialen Verschleißschutzplatten<br />

ausgestattet. Diese hochverschleißfesten Platten schützen<br />

kritische Pumpenoberflächen und reduzieren den Verschleiß in anspruchsvollen<br />

Anwendungen erheblich. Für extrem abrasive Medien<br />

sind radiale Verschleißschutzplatten als optionale Erweiterung erhält-<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

49


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

lich, die zusätzlichen Schutz für das Gehäuse bieten. Zusammen maximieren<br />

diese Verschleißschutzmaßnahmen die Abriebfestigkeit, minimieren<br />

ungeplante Ausfallzeiten und sorgen für eine gleichbleibende<br />

Pumpeneffizienz über einen langen Zeitraum.<br />

Robuste und langlebige Lager – Die für den Dauerbetrieb entwickelten<br />

Lager der XXLB-F sorgen für eine präzise Wellenausrichtung,<br />

minimieren mechanische Belastungen und maximieren die Lebensdauer.<br />

Sie sind für hohe Belastungen ausgelegt und bieten die erforderliche<br />

Langlebigkeit für feststoffhaltige oder hochviskose Medien.<br />

Robuste, wartungsarme Lager sind das Ergebnis, die einen reibungslosen<br />

Betrieb und langfristige Zuverlässigkeit selbst unter härtesten industriellen<br />

Bedingungen gewährleisten.<br />

Die ideale Wahl für anspruchsvolle Anwendungen<br />

Wenn es um anspruchsvolle Förderaufgaben geht, ist die NETZSCH<br />

TORNADO ® T1 XXLB-F die Lösung, auf die sich Kunden verlassen können.<br />

Sie ist perfekt auf alle Aufgaben in der Abwasserbehandlung ausgelegt.<br />

Mit ihrer hohen Durchflussleistung und Effizienz ist die XXLB-<br />

F ideal für MBR-Anwendungen (Membranfiltration) geeignet. Sowohl<br />

die Filtration als auch die Rückspülung kann mit einer einzigen Pumpe<br />

durchgeführt werden, wodurch Platz, Zeit und Wartungsaufwand minimiert<br />

werden. MBR-Anlagen mit Zentrifugalpumpen benötigen zwei<br />

Pumpen (eine für die Filtration und eine für die Rückspülung).<br />

Für die Entwässerung von Baugruben bietet die XXLB-F eine einzigartige<br />

Zuverlässigkeit bei der Kontrolle oder Senkung des Grundwasserspiegels,<br />

wodurch Aushub- und Bauprojekte für Fundamente, Tunnel,<br />

Gräben und Rohrleitungen sowohl sicher als auch effizient durchgeführt<br />

werden können.<br />

Unsere Abwasserhebeanlagen, die mit dem FSIP ® -Konzept (Full Service<br />

in Place) ausgestattet sind, bieten eine sehr kompakte, servicefreundliche<br />

Lösung für Abwasser- und Entwässerungssysteme, wodurch Ausfallzeiten<br />

minimiert und die Produktivität maximiert wird.<br />

Im Bergbau beweist die XXLB-F ihre Stärke, indem sie mühelos unerwünschte<br />

Wasseransammlungen aus Bergwerken und Gruben entfernt<br />

und so einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleistet. Insbesondere<br />

angesichts der beengten Platzverhältnisse unter Tage ist die<br />

XXLB-F mit ihrem extrem geringen Platzbedarf die beste Wahl, und das<br />

Full-Service-in-Place-Konzept ist unverzichtbar.<br />

In der Öl- und Gasindustrie, sei es in Tanklagern, Seehafenterminals<br />

oder petrochemischen Anlagen, steht die XXLB-F für robuste Leistung<br />

und Zuverlässigkeit, verfügt über die erforderlichen Materialeigenschaften/Varianten<br />

und erfüllt die erforderlichen Normen und Zertifizierungen<br />

wie API.<br />

Selbst in den anspruchsvollsten Anwendungen der Lebensmittelindustrie<br />

wie dem Fördern von hochviskosem Magma und Melasse in<br />

der Zuckerproduktion, beweist die XXLB-F ihre Ausdauer – sie arbeitet<br />

mit niedrigen Drehzahlen und hohen Verdrängungsvolumina, um eine<br />

schonende und effiziente Förderung ohne Beschädigung der Zuckerkristalle<br />

zu gewährleisten.<br />

Im Vergleich zu herkömmlichen Kreiselpumpen, insbesondere Tauchkreiselpumpen,<br />

bietet die XXLB-F erhebliche Vorteile. Die Pumpe kann<br />

außerhalb der Grube im Trockenen aufgestellt werden, da sie selbstansaugend<br />

ist. Dies ermöglicht eine einfache Wartung und Instandhaltung.<br />

Sie arbeitet über einen breiten Durchflussbereich hinweg konstant<br />

mit hohem Wirkungsgrad und kann gewartet werden, ohne dass<br />

die Pumpe aus der Grube oder der Rohrleitung ausgebaut werden<br />

muss. Tauchkreiselpumpen hingegen erfordern kostspielige Unterkonstruktionen<br />

zum Ausbau oder Anheben der Pumpe und erreichen<br />

ihren Spitzenwirkungsgrad nur an einem bestimmten Betriebspunkt.<br />

Dank des Full-Service-in-Place-Konzepts sind alle Wartungsteile von<br />

vorne zugänglich und können überprüft werden, während die Pumpe<br />

noch in der Anlage installiert und an die Rohrleitung angeschlossen ist.<br />

Die TORNADO ® T1 XXLB-F ist mehr als nur eine Pumpe – sie ist ein<br />

Statement für das Engagement von NETZSCH für Innovation, kundenorientiertes<br />

Design und technische Exzellenz. Mit NETZSCH entscheiden<br />

Sie sich für einen Partner, der sich dafür einsetzt, Ihnen die zuverlässigste,<br />

effizienteste und maßgeschneiderte Lösung für Ihre<br />

Anwendung zu liefern. Die XXLB-F wurde entwickelt, um schwierigste<br />

Herausforderungen mit Zuversicht, Effizienz und NETZSCH Qualität zu<br />

meistern.<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1<br />

84478 Waldkraiburg<br />

Tel +49 (8638) 63-0<br />

info.nps@netzsch.com<br />

www.pumps-systems.netzsch.com<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

auf der IFAT <strong>2026</strong> in München<br />

Ihr globaler Partner für die Förderung<br />

komplexer Medien<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme präsentiert auf der IFAT <strong>2026</strong> sein aktuelles<br />

Produktprogramm – mit Fokus auf modernste Pumpentechnologien<br />

für Umwelt und Energieanwendungen, darunter die PERIPRO ®<br />

Schlauchpumpe in der größten Baugröße 10/66 sowie die neue<br />

Baugröße der bewährten TORNADO ® XXLB-F Drehkolbenpumpe.<br />

Als weltweit tätiger Spezialist in der Entwicklung, Produktion und im<br />

Vertrieb von Pumpen und Systemen bietet NETZSCH seit über 70 Jahren<br />

Lösungen, die individuell auf die Anforderungen der Umwelt- und<br />

Energiebranche zugeschnitten sind. Ob in der Abwasserbehandlung,<br />

Schmieröl- und Schlammförderung oder in Biogasanlagen – unsere<br />

patentierten Technologien unterstützen Sie zuverlässig, effizient und<br />

nachhaltig.<br />

Auf der IFAT <strong>2026</strong> begrüßen Sie Christian Alt, Business Field Manager<br />

Environmental & Energy/EMENA, und sein Team in Halle B1 am<br />

Stand 251. Unsere Expertinnen und Experten präsentieren Ihnen das<br />

gesamte Portfolio an Pumpentechnologien: Exzenterschneckenpumpen,<br />

Drehkolbenpumpen, Schraubenspindelpumpen, Schlauchpumpen<br />

sowie vielseitige Zerkleinerungssysteme für unterschiedlichste<br />

Einsatzbereiche.<br />

Ein weiteres Highlight: Fachvorträge zur PERIPRO ® Schlauchpumpe<br />

in der größten Baugröße 10/66 sowie zur neuen TORNADO ® XXLB-F<br />

50 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

dustrielle Pumpenlösungen bereitzustellen, die nicht nur durch technische<br />

Exzellenz überzeugen, sondern auch langfristig nachhaltig und<br />

wirtschaftlich sind.<br />

Niedriger TCO als Ausgangspunkt<br />

Wie bei allen Pumpen der MFP3-Reihe steht auch bei der MFP3/125-<br />

315 ein möglichst niedriger TCO im Mittelpunkt. Durch den Einsatz genormter<br />

Ersatzteile und die konsequente Standardisierung von <strong>Komponenten</strong><br />

über verschiedene Pumpentypen hinweg werden Wartung<br />

und Reparaturen deutlich vereinfacht. Das reduziert nicht nur die Betriebskosten,<br />

sondern erhöht auch die Verfügbarkeit der Anlage. Packo<br />

zeigt damit, dass innovative Technik und effiziente Kostenkontrolle<br />

perfekt miteinander harmonieren.<br />

Drehkolbenpumpe, die eindrucksvoll zeigen, wie NETZSCH Innovation,<br />

Energieeffizienz und Praxistauglichkeit vereint.<br />

„NETZSCH steht weltweit für maßgeschneiderte Lösungen in Abwasser-<br />

und Biogasanwendungen. Mit der PERIPRO ® Schlauchpumpe in<br />

der größten Baugröße 10/66 und der TORNADO ® XXLB-F Drehkolbenpumpe<br />

zeigen wir, wie robuste Technik und einfache Wartung in anspruchsvollen<br />

Prozessen im Zusammenspiel funktionieren. Besuchen<br />

Sie uns auf der IFAT – wir gewähren Ihnen konkrete Einblicke, wie unsere<br />

Technologien Ihren Betrieb messbar voranbringen.“ – Christian Alt,<br />

Business Field Manager Environmental & Energy/EMENA<br />

Technische Innovation: Herausragender Wirkungsgrad über<br />

einen weiten Betriebsbereich<br />

Bei der Entwicklung der MFP3/125-315 ist Packo bewusst über das klassische<br />

Streben nach maximalem Wirkungsgrad im BEP (Best Efficiency<br />

Point) hinausgegangen. In der Praxis laufen viele Pumpen selten exakt<br />

an diesem Punkt, sondern arbeiten häufig unter wechselnden Prozessbedingungen<br />

und an unterschiedlichen Betriebspunkten – etwa in<br />

den verschiedenen Phasen eines Brauprozesses. Hinzu kommt, dass<br />

nur wenige Pumpen tatsächlich mit vollem Laufraddurchmesser eingesetzt<br />

werden.<br />

Deshalb wurde die MFP3/125-315 so konzipiert, dass sie über einen<br />

außergewöhnlich breiten Arbeitsbereich – von 60 % bis 120 % des BEP-<br />

Volumenstroms – einen hydraulischen Wirkungsgrad von nahezu 80 %<br />

erreicht. Damit gewährleistet sie einen stabilen und effizienten Energieverbrauch,<br />

unabhängig von wechselnden Prozessbedingungen.<br />

Unser Anspruch „Proven Excellence“ – herausragende Qualität und Zuverlässigkeit<br />

– prägt seit 1873 unser Handeln und den Erfolg unserer<br />

Kundinnen und Kunden weltweit.<br />

Wir freuen uns darauf, Sie vom 4. bis 7. Mai <strong>2026</strong> an unserem Stand auf<br />

der IFAT zu begrüßen!<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1<br />

84478 Waldkraiburg<br />

Tel +49 (8638) 63-0<br />

info.nps@netzsch.com<br />

www.pumps-systems.netzsch.com<br />

Einzigartige Eigenschaften und Leistungen<br />

Ein wesentlicher Vorteil der MFP3/125-315 ist, dass ihr hoher Wirkungsgrad<br />

auch bei reduziertem Laufraddurchmesser erhalten bleibt.<br />

So profitieren Anwender von maximaler Flexibilität, ohne Abstriche<br />

bei der Effizienz machen zu müssen. Konkret erzielt die Pumpe einen<br />

Wirkungsgrad von nahezu 80% bei Fördermengen zwischen 150 und<br />

400 m³/h und Förderhöhen von 25 bis 50 Metern – gemessen mit Wasser<br />

bei 1.450 U/min. Damit bietet Packo eine leistungsstarke Lösung<br />

für ein breites Anwendungsspektrum, ohne Kompromisse bei der<br />

Wirtschaftlichkeit einzugehen.<br />

Markteinführung der neuen Packo<br />

MFP3/125-315 Pumpe<br />

Innovation mit dem Ziel, die Gesamtbetriebskosten über den<br />

gesamten Arbeitsbereich nachhaltig zu senken<br />

Packo präsentiert die MFP3/125-315: ein neuer Maßstab für E<br />

nergieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit<br />

Packo, ein Unternehmen der Verder-Gruppe, präsentiert die MFP3/125-<br />

315 – die neueste Ergänzung der erfolgreichen MFP3-Pumpen reihe.<br />

Diese innovative Pumpe wurde entwickelt, um Anwendern maximale<br />

Effizienz bei gleichzeitig minimalen Gesamtbetriebskosten (TCO) zu<br />

bieten. Damit unterstreicht Packo einmal mehr seine Philosophie, in-<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

51


Pumpen/Vakuumtechnik<br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Packos Vision: Nachhaltiger Fortschritt für die Industrie<br />

Mit der Markteinführung der MFP3/125-315 unterstreicht Packo sein<br />

Engagement, Pumpen zu entwickeln, die nicht nur im BEP, sondern<br />

über den gesamten Arbeitsbereich hinweg einen möglichst niedrigen<br />

TCO gewährleisten. Packo bleibt seiner Linie treu und setzt konsequent<br />

auf technologische Innovation und nachhaltige Lösungen, damit<br />

Kunden heute und in Zukunft auf zuverlässige und kosteneffiziente<br />

Pumpen vertrauen können.<br />

Packo Inox NV (A Verder Company)<br />

Industriepark Heernisse, Cardijnlaan 10<br />

8600 Diksmuide, Belgien<br />

pumps.packo.be@verder.com<br />

www.packo.com<br />

www.verderliquids.com<br />

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions<br />

präsentiert COMBI WVD Vakuum-<br />

Booster-Pumpeneinheit<br />

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions – ein Mitglied der globalen Busch<br />

Group – stellt die neue COMBI WVD Vakuum-Booster-Pumpeneinheit<br />

vor. Diese kompakte Einheit bietet hohe Leistung bei geringem Platzbedarf.<br />

Sie ist eine Erweiterung der COMBI Baureihe und besteht aus<br />

einem PANDA Vakuum-Booster sowie einer zweistufigen ölgeschmierten<br />

DuoVane Drehschieber-Vakuumpumpe.<br />

Die COMBI WVD Vakuum-Booster-Pumpeneinheit zeichnet sich durch<br />

ein hohes Saugvermögen und einen niedrigen Enddruck aus – von Atmosphärendruck<br />

bis zu 10 -3 hPa (mbar). Damit ist sie sowohl für den eigenständigen<br />

Betrieb als auch als Vorpumpe für Hochvakuumpumpen<br />

wie Turbomolekular-Vakuumpumpen ideal geeignet. Die COMBI WVD<br />

Pumpeneinheit ist der Nachfolger der CombiLine WD.<br />

COMBI WVD Vakuum-Booster-Pumpeneinheiten eignen sich besonders<br />

für Anwendungen in der Vakuumbeschichtung und -trocknung<br />

sowie für den Einsatz in der Metallurgie, in Forschung & Entwicklung<br />

und verschiedenen weiteren Branchen. Sie sind mit unterschiedlichen<br />

Konfigurationen von PANDA Vakuum-Boostern und DuoVane Drehschieber-Vakuumpumpen<br />

erhältlich. Um eine optimale Anpassung an<br />

den Prozess des Kunden sowie langfristige Betriebssicherheit des jeweiligen<br />

Aufbaus zu gewährleisten, sind auch kundenspezifische Konfigurationsoptionen<br />

möglich. Pfeiffer bietet zudem eine Vielzahl von<br />

Zubehör, darunter Steuereinheiten für den Vakuum-Booster sowie die<br />

Drehschieber-Vakuumpumpe, Ölnebelabscheider, Gasballastventil-<br />

Kits und Ersatzteile.<br />

Die neue COMBI WVD Vakuum-Booster-Pumpeneinheit ist eine Erweiterung der bestehenden<br />

COMBI Baureihe und besteht aus einem PANDA Vakuum-Booster und<br />

einer zweistufigen ölgeschmierten DuoVane Drehschieber-Vakuumpumpe. Quelle:<br />

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.<br />

Zuverlässige Vakuumerzeugung bei geringem Wartungsaufwand<br />

Die COMBI WVD Baureihe sorgt für zuverlässige Vakuumerzeugung<br />

und eignet sich damit auch für Anwendungen in F&E sowie in der chemischen<br />

und pharmazeutischen Industrie. Möglich wird dies durch den<br />

berührungsfreien Betrieb der PANDA Vakuum-Booster in der Prozesskammer.<br />

Darüber hinaus können in bestimmten Konfigurationen optionale<br />

Magnetkupplungen für Vakuumpumpe und Booster verwendet<br />

werden, so dass keine herkömmlichen Wellendichtringe mehr erforderlich<br />

sind. Dieses Design erfordert nur minimale Wartung und trägt<br />

zur Gesamtkosteneffizienz bei. Darüber hinaus ist der PANDA Vakuum-Booster<br />

mit einem integrierten Bypassventil ausgestattet, das die<br />

Vakuumpumpeneinheit vor Überlastung sowie Überhitzung schützt.<br />

So werden Zuverlässigkeit und Sicherheit der COMBI WVD erhöht.<br />

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions<br />

Berliner Straße 43<br />

35614 Aßlar<br />

Tel +49 (6441) 802-0<br />

www.pfeiffer-vacuum.com<br />

www.buschgroup.com<br />

52 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

Inserentenverzeichnis<br />

Verzeichnis der Inserenten<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH Innentitel Seit 59<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH Seite 75<br />

BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG Seite 13<br />

EIRICH Maschinen- und Anlagenbau GmbH Seite 79<br />

KAMAT GmbH & Co. KG Seite 43<br />

LEWA GmbH Seite 19<br />

Lutz-Jesco GmbH Seite 39<br />

Messe Düsseldorf GmbH Seite 29<br />

Filtech Exhibitions Germany Seite 97<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

4. Umschlagseite<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Titelseite<br />

Paul Bungartz GmbH & Co. KG Seite 45<br />

Getriebebau NORD GmbH & Co. KG Seite 69<br />

Promoberg Srl Seite 37<br />

GF Georg Fischer GmbH, Piping Systems Seite 95<br />

SEEPEX GmbH<br />

2. Umschlagseite<br />

Goetze KG Armaturen Seite 55<br />

Hammelmann GmbH Seite 9<br />

SMC Deutschland GmbH Seite 85<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG Seite 7<br />

JESSBERGER GmbH<br />

3. Umschlagseite<br />

Watson-Marlow GmbH Seite 23<br />

JUMO GmbH & Co. KG Seite 83<br />

Zwick Armaturen GmbH Seite 63<br />

Kaeser Kompressoren SE<br />

Einhefter<br />

Ihr Mediakontakt<br />

D-A-CH<br />

Thomas Mlynarik<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 165<br />

Mobil: +49 (0) 151 5481 8181<br />

mlynarik@harnisch.com<br />

INTERNATIONAL<br />

PROZESSTECHNIK &KOMPONENTEN<br />

Benjamin Costemend<br />

Mobil: +33 (0) 6 75 64 29 730<br />

benjamin.costemend@gmail.com<br />

Impressum<br />

Herausgeber<br />

Dr. Harnisch Verlags GmbH in Zusammenarbeit<br />

mit dem Redaktionsbeirat<br />

©<br />

<strong>2026</strong>, Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />

Verlag und Leserservice<br />

Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />

Eschenstraße 25<br />

90441 Nürnberg<br />

Tel 0911 2018-0<br />

Fax 0911 2018-100<br />

E-Mail puk@harnisch.com<br />

www.harnisch.com<br />

Technische Leitung<br />

Armin König<br />

Redaktionelle Koordination<br />

Silke Watkins<br />

Thomas Mlynarik<br />

Anzeigen/Bezugsquellen<br />

Silke Watkins/Matti Schneider<br />

Redaktionsbeirat <strong>2026</strong><br />

Prof. Dr.-Ing. Andreas Brümmer,<br />

TU Dortmund<br />

Dipl.-Ing. (FH) Gerhart Hobusch,<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

Dipl.-Ing. (FH) Johann Vetter,<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Dipl.-Ing (FH) Sebastian Oberbeck,<br />

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions<br />

Haftungsausschluss<br />

Für den Inhalt der einzelnen Beiträge<br />

sind die benannten Autoren verantwortlich<br />

und entsprechen nicht zwangsläufig<br />

der Meinung der Redaktion. Eine<br />

Haftung für die Richtigkeit des Inhalts<br />

kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht vom<br />

Verlag übernommen werden. Inhalte<br />

der Zeitschrift als auch der Website sind<br />

urheber rechtlich geschützt und dürfen<br />

nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung<br />

des Verlages vervielfältigt oder anderweitig<br />

verwendet und veröffentlicht<br />

werden.<br />

ISSN 2192-7383<br />

Druck<br />

AKONTEXT s.r.o.<br />

Prag/Tschechien<br />

www.akontext.cz<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

53


Messen und Events<br />

IFAT<br />

PFAS, KARL, Phosphor: Kommunale Wasserfragen<br />

im Fokus der IFAT Munich <strong>2026</strong><br />

– Wie Städte und Gemeinden PFAS,<br />

Klimafolgen und neue EU-Vorgaben<br />

bewältigen<br />

– Fachpanels, Lösungstouren und<br />

Sonderflächen auf der IFAT Munich<br />

<strong>2026</strong><br />

– Weltleitmesse als Pflichttermin für<br />

kommunale Entscheider und Praktiker<br />

Städte und Gemeinden stehen in der<br />

Wasser- und Abwasserwirtschaft unter<br />

hohem Handlungsdruck: strengere<br />

Vorgaben, Klimafolgen und steigende<br />

Investitionsbedarfe treffen auf<br />

begrenzte Ressourcen. Welche technischen,<br />

regulatorischen und organisatorischen<br />

Lösungen Kommunen<br />

jetzt brauchen, zeigt die IFAT Munich<br />

<strong>2026</strong>. Vom 4. bis 7. Mai <strong>2026</strong> präsentieren<br />

auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien<br />

über 3.000 Aussteller<br />

aus mehr als 60 Ländern ihre<br />

Lösungen für Wasser, Recycling und<br />

Zirkularität. Ein zentraler Schwerpunkt<br />

liegt traditionell auf der Wasserwirtschaft.<br />

Insbesondere Kommunen<br />

stehen dabei vor der Aufgabe, Trinkwasserversorgung<br />

und Abwasserbehandlung<br />

zukunftssicher aufzustellen,<br />

neue gesetzliche Anforderungen umzusetzen<br />

und ihre Infrastrukturen klimaresilient<br />

auszubauen.<br />

Ewigkeitschemikalien stellen<br />

Kommunen vor neue Aufgaben<br />

Die Diskussion um per- und polyfluorierte<br />

Alkylsubstanzen (PFAS) hat<br />

sich von einem Fachthema zu einer<br />

gesellschaftlich relevanten Debatte<br />

entwickelt. Kommunen müssen erstmals<br />

verbindliche PFAS-Grenzwerte<br />

im Trinkwasser einhalten. Das erfordert<br />

Investitionen in Monitoring, Analytik<br />

und Aufbereitungstechnologien.<br />

Gleichzeitig rückt die Altlastensanierung<br />

stärker in den Fokus, da die hohe<br />

Mobilität der auch als „Ewigkeitschemikalien“<br />

bezeichneten Stoffe Risiken<br />

für die Trinkwasserversorgung birgt.<br />

Wie sich PFAS technisch und wirtschaftlich<br />

handhaben lassen, diskutiert<br />

das vom figawa e. V. organisierte<br />

Panel „PFAS im Fokus: Herausforderungen<br />

und Lösungen zum Umgang<br />

mit dem Jahrhundertgift“ am 6. Mai<br />

<strong>2026</strong> auf der Blue Stage. Ergänzend<br />

zeigt ein Vortrag der Deutschen Gesellschaft<br />

für Abfallwirtschaft e. V.<br />

(DGAW) am 4. Mai, wie PFAS mithilfe<br />

von Aktivkohle aus Wasserströmen<br />

entfernt und zerstört werden können.<br />

KARL: Strengere Vorgaben für die<br />

Siedlungswasserwirtschaft<br />

Alle Bilder: Messe München GmbH<br />

Mit der novellierten Kommunalabwasserrichtlinie<br />

(KARL) hat die EU<br />

Ende 2024 die Rahmenbedingungen<br />

für die Siedlungswasserwirtschaft<br />

neu definiert. „Ein Meilenstein für<br />

den Gewässerschutz, aber auch eine<br />

gewaltige Herausforderung für Ab-<br />

54 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Messen und Events<br />

IFAT<br />

wasserwirtschaft und Kommunen“,<br />

betont Dr. Lisa Irwin-Broß,<br />

Vorständin der DWA. Nach ihren<br />

Angaben müssen allein in<br />

Deutschland bis 2045 mehrere<br />

hundert Kläranlagen um eine<br />

vierte Reinigungsstufe erweitert<br />

werden. Zudem soll die Abwasserbehandlung<br />

künftig energieneutral<br />

erfolgen.<br />

Die DWA greift das Thema mit<br />

einer Lösungstour am 5. Mai sowie<br />

einer Session auf der Water<br />

Stage am 7. Mai auf. Der Verband<br />

kommunaler Unternehmen<br />

(VKU) thematisiert am 4. Mai auf<br />

der Blue Stage die Finanzierung<br />

der vierten Reinigungsstufe im<br />

Vortrag „KARL: Stand der Finanzierung<br />

der Viertbehandlung<br />

durch die erweiterte Herstellerverantwortung“.<br />

Phosphorrecycling: Planungssicherheit<br />

für Kommunen gefragt<br />

Ab 2029 sind Betreiber kommunaler<br />

Kläranlagen in Deutschland<br />

zur Phosphorrückgewinnung<br />

verpflichtet, sofern der Phosphorgehalt<br />

der Klärschlamm-<br />

Trockenmasse mindestens<br />

zwei Prozent beträgt. Während<br />

die regulatorischen Vorgaben<br />

klar sind, stehen viele Kommunen<br />

nun vor operativen Fragen<br />

zur wirtschaftlichen Umsetzung.<br />

„Phosphorrecyc ling sollte<br />

frühzeitig und langfristig in die<br />

Planung der Klärschlammverwertung<br />

integriert werden. Entscheidend<br />

ist dabei ein offener<br />

Dialog zwischen allen Beteiligten“,<br />

sagt Tabea Knickel, Geschäftsführerin<br />

der Deutschen<br />

Phosphor-Plattform DPP e. V.<br />

Die DPP veranstaltet dazu am 7.<br />

Mai auf der Blue Stage die Diskussionsrunde<br />

„Phosphorrückgewinnung<br />

im Dialog: Herausforderungen<br />

und Pers pektiven“.<br />

Bereits am 6. Mai nutzen DWA<br />

und DVGW die Bühne für ihr gemeinsames<br />

Innovations-Forum<br />

„Regio nales Phosphorrecycling“.<br />

Schutz kritischer Wasserinfrastrukturen<br />

gewinnt an<br />

Bedeutung<br />

Angesichts geopolitischer Risiken,<br />

hybrider Bedrohungen und neuer<br />

gesetzlicher Vorgaben gewinnt<br />

der Schutz kritischer Infrastrukturen<br />

an Bedeutung. Trinkwasserversorgung<br />

und Abwasserentsorgung<br />

sind davon unmittelbar<br />

betroffen. Das NIS2-Umsetzungsgesetz<br />

sowie das geplante KRITIS-<br />

Dachgesetz bilden hierfür den<br />

rechtlichen Rahmen. „Die Gesetze<br />

geben der Branche einen<br />

klaren rechtlichen Rahmen für erforderliche<br />

Investitionen und zur<br />

Umsetzung von Maßnahmen“,<br />

sagt Peter Frenz vom DVGW. „Nur<br />

durch einen umfassenden Ansatz,<br />

der Risiken aus dem Cyberraum,<br />

dem Informationsraum<br />

und dem physischen Raum ganzheitlich<br />

berücksichtigt, kann die<br />

Resilienz der kritischen Infrastrukturen<br />

in Deutschland erhöht<br />

werden.“ Auf der IFAT Munich<br />

steht das Thema unter anderem<br />

beim „Tag der resilienten Kommunen“<br />

am 7. Mai mit Vorträgen<br />

auf der Blue Stage und begleitenden<br />

Lösungstouren im Fokus.<br />

Kommunen wasserbewusst<br />

gestalten<br />

Klimawandel, Starkregen, Trockenperioden<br />

und Hitze stellen<br />

Kommunen vor zusätzliche<br />

Herausforderungen. Wasserbewusst<br />

geplante Städte kön-<br />

nen Überflutungsrisiken mindern,<br />

Stadtgrün sichern und<br />

Hitzestress reduzieren. „Das Wissen<br />

ist vorhanden, viele Pilotprojekte<br />

zeigen die Wirksamkeit. Wir<br />

müssen jetzt in die breite Umsetzung,<br />

um lebenswerte Siedlungsräume<br />

zu schaffen“, betont Dr.<br />

Friedrich Hetzel, Leiter der DWA-<br />

Stabsstelle Wasserbewusste<br />

Raum- und Siedlungsentwicklung.<br />

DWA und DVGW präsentieren<br />

hierzu die Spotlight Area „Die<br />

wasserbewusste Stadt der Zukunft“<br />

sowie mehrere Foren und<br />

Sessions auf der Blue Stage.<br />

Warmes Abwasser als<br />

Energiequelle nutzen<br />

Mit der im Abwasser enthaltenen<br />

Wärme lassen sich fünf<br />

bis zehn Prozent des Gebäudewärmebedarfs<br />

in Deutschland<br />

decken. „Interessant ist<br />

dieses Potential vor allem für die<br />

Betreiber von Fern- und Nahwärmenetzen.<br />

Nicht zuletzt, weil das<br />

Anfang 2024 in Kraft getretene<br />

kommunale Wärmeplanungsgesetz<br />

vorschreibt, dass bis 2045<br />

alle Wärmenetze klimaneutral<br />

sein müssen“, verdeutlicht Reinhard<br />

Reifenstuhl, bei der DWA<br />

Referent des Hauptausschusses<br />

Kreislaufwirtschaft, Energie und<br />

Klärschlamm. Entnommen werden<br />

kann die Wärme über Wärmetauscher<br />

direkt in der Kanalisation<br />

oder im Ablauf der<br />

Kläranlagen. Beides weist Vorund<br />

Nachteile auf. Diskutiert werden<br />

diese am 6. Mai auf der Blue<br />

Stage bei der DWA-Session „Abwärmenutzung/Hydrothermie“.<br />

Weitere Informationen zur<br />

IFAT Munich finden Sie auf:<br />

https://ifat.de<br />

Mehr erfahren?<br />

Alle Details zu unseren Membranventilen


Messen und Events<br />

IVS – Industrial Valve Summit<br />

Der Countdown zum IVS –<br />

Industrial Valve Summit <strong>2026</strong><br />

hat offiziell begonnen<br />

Nur noch kurze Zeit bis zur sechsten<br />

Ausgabe des IVS – Industrial Valve<br />

Summit, dem weltweit führenden<br />

Treffpunkt für Aussteller, Vordenker<br />

der Branche, Entscheidungsträger<br />

und Einkäufer aus der gesamten<br />

Lieferkette für Industriearmaturen<br />

und Durchflussregelung. Die Veranstaltung,<br />

die vom 19. bis 21. Mai<br />

<strong>2026</strong> im Bergamo Exhibition Centre<br />

(Italien) stattfindet, markiert einen<br />

weiteren bedeutenden Meilenstein<br />

im kontinuierlichen Wachstum und<br />

der Entwicklung des IVS.<br />

Die Ausstellungsfläche wird um zwei<br />

neue Hallen auf insgesamt vier erweitert,<br />

während das Programm drei<br />

volle, für die Öffentlichkeit zugängliche<br />

Tage umfasst und sich damit<br />

zu einer echten „Valve Week“ entwickelt.<br />

Ab Dienstag, dem 19. Mai,<br />

beginnen die wissenschaftlichen<br />

Sitzungen parallel zur offiziellen Eröffnung<br />

der Messe für die globale Armaturen-Community.<br />

Diese Entwicklung<br />

spiegelt das Engagement wider,<br />

der steigenden Nachfrage nach anspruchsvollen<br />

Inhalten, Networking-<br />

Möglichkeiten und Expertenaustausch<br />

gerecht zu werden.<br />

Besucher können ihren kostenlosen<br />

Eintrittspass über die offizielle Website<br />

des IVS – Industrial Valve Summit<br />

erhalten. Die frühen Registrierungen<br />

bestätigen einen sehr positiven Trend<br />

und zeigen ein Wachstum im Vergleich<br />

zu den vorherigen Ausgaben.<br />

Dank des wissenschaftlichen Beitrags<br />

von VALVEcampus – dem Verband,<br />

der sich der Ausbildung von Herstellern<br />

von Industriearmaturen widmet<br />

und ein langjähriger Partner des Summits<br />

ist – wird der IVS <strong>2026</strong> ein technisches<br />

Programm auf dem neuesten<br />

Stand der Innovation bieten, das sich<br />

mit den dringendsten Herausforderungen<br />

der Branche befasst. Ein besonderes<br />

Augenmerk liegt auf neuen<br />

Technologien und Möglichkeiten, die<br />

sich durch neue Anwendungsmärkte<br />

wie Wasserstoff, Wassermanagement,<br />

CCUS (Kohlenstoffabscheidung,<br />

-nutzung und -speicherung)<br />

und LNG bieten, die allesamt strategische<br />

Treiber für die industrielle Entwicklung<br />

sind.<br />

Das Programm gliedert sich in sechs<br />

Schwerpunktbereiche: Normung und<br />

Normentwicklung; digitale Technologien<br />

für Armaturen, Antriebe und<br />

Steuerungen; Armaturendesign und<br />

Werkstoffe für anspruchsvolle Einsatzbedingungen,<br />

fortschrittliche Dichtungslösungen<br />

für Industriearmaturen;<br />

KI-Anwendungen in der mechanischen<br />

Konstruktion, Beschaffung und Fertigung<br />

sowie additive Fertigung.<br />

Flankierend zu diesen Sitzungen werden<br />

vier hochspezialisierte Round-<br />

Table-Gespräche komplexe Themen<br />

behandeln, darunter die Betätigung<br />

von Unterwasser-Armaturen in Tiefseeumgebungen,<br />

der Einsatz von<br />

Drosselventilen in Hochdrucksystemen,<br />

die Leistung und Sicherheit von<br />

Regelventilen in kritischen Anwendungen<br />

sowie Oberflächenbehandlungstechnologien<br />

zur Verbesserung<br />

der Erosions- und Korrosionsbeständigkeit<br />

von <strong>Komponenten</strong>. Weitere,<br />

breiter angelegte Konferenzen zu Anwendungen<br />

und Markttrends im Sektor<br />

der Industriearmaturen befinden<br />

sich derzeit in der Planung.<br />

Die vorangegangene Ausgabe vom<br />

14. bis 16. Mai 2024 erzielte Rekordwerte:<br />

15.000 Besucher (+25 % gegenüber<br />

2022) aus 69 Ländern und<br />

325 Aussteller (+13 %) aus 14 Nationen<br />

nahmen teil. Die internationale<br />

Komponente war besonders dynamisch<br />

und hat sich im Vergleich zur<br />

vierten Ausgabe verdoppelt.<br />

www.industrialvalvesummit.com<br />

56 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Messen und Events<br />

FILTECH<br />

Filtration ist der Schlüssel für Qualität<br />

und Effizienz in der Produktion<br />

Ohne Trenntechnik keine Reinheit –<br />

dieses Prinzip gilt in unzähligen Prozessen<br />

und in praktisch jeder Branche<br />

der industriellen Produktion.<br />

Ob saubere Luft, makellose Oberflächen<br />

oder flüssige Medien, die frei<br />

von Verunreinigungen sind: Filtration<br />

und Separation sind der Schlüssel<br />

für Sicherheit und Qualität.<br />

Auf der FILTECH bieten Aussteller Einblicke in alle Bereiche der Filtration und<br />

Separation. Bild: FILTECH<br />

Forschung und Entwicklung erbringen<br />

dabei laufend Optimierungen<br />

und neue Technologien, die die Effizienz<br />

erhöhen und zu noch besseren<br />

Ergebnissen führen. Für Verantwortliche<br />

in Produktionsbetrieben<br />

lohnt es sich deshalb immer, aktuelle<br />

Trends im Blick zu behalten und<br />

zu überprüfen, welche neuen Materialien<br />

und Verfahren ihre Prozesse<br />

verbessern können.<br />

Mit 600 Ausstellern und 160+ wissenschaftlichen<br />

Vorträgen in der Konferenz<br />

wird die FILTECH <strong>2026</strong> wieder<br />

die Plattform für Industrie und Wissenschaft<br />

bieten.<br />

FILTECH <strong>2026</strong>: Filtration und<br />

Separation im Fokus<br />

Ob Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffseparation:<br />

Für alle Aspekte der Filtration<br />

und Separation ist die FILTECH<br />

die weltweit führende Veranstaltung.<br />

Sie findet alle eineinhalb Jahre in Köln<br />

statt und bietet Fachleuten aus der<br />

Industrie eine einzigartige Plattform,<br />

um sich über die neuesten Entwicklungen<br />

und Innovationen in diesem<br />

Bereich zu informieren und bei Filtersystemen<br />

die richtige Wahl zu treffen.<br />

Die Veranstaltung gliedert sich in<br />

zwei Hauptbereiche: den Messebereich<br />

und die begleitende Konferenz.<br />

Im Messebereich der FILTECH <strong>2026</strong><br />

präsentieren 600 Aussteller aus über<br />

40 Ländern ihre neuesten Produkte<br />

und Technologien. Hier haben Teilnehmer<br />

die Möglichkeit, sich umfassend<br />

über die neuesten Trends und<br />

Entwicklungen in der Filtrations- und<br />

Separationstechnik zu informieren.<br />

Von innovativen Filtermaterialien bis<br />

hin zu modernen Trennverfahren<br />

werden alle Themen abgedeckt, die<br />

in der Branche von Bedeutung sind.<br />

Die begleitende Konferenz ist das<br />

zweite Highlight der FILTECH. Sie bietet<br />

eine Plattform für den wissenschaftlichen<br />

Austausch und die Diskussion<br />

über aktuelle Herausforderungen und<br />

Lösungen in der Filtrations- und Separationstechnik.<br />

Experten aus Wissenschaft<br />

und Industrie präsentieren<br />

ihre neuesten Forschungsergebnisse<br />

und diskutieren über zukunftsweisende<br />

Ansätze. Für Fachleute aus der<br />

Industrie ist dies eine ideale Gelegenheit,<br />

um sich über die neuesten Technologien<br />

zu informieren und wertvolle<br />

Kontakte zu knüpfen.<br />

Der Treffpunkt für Experten und<br />

Entscheider aus der Industrie<br />

Für anspruchsvolle Unternehmen mit<br />

Qualitätsbewusstsein ist die FILTECH<br />

der weltweit wichtigste Treffpunkt.<br />

Hier finden sie alle relevanten Informationen<br />

und Lösungen, die sie für<br />

ihre Produktionsprozesse benötigen.<br />

Die Veranstaltung bietet nicht nur<br />

einen umfassenden Überblick über<br />

die neuesten Technologien, sondern<br />

auch die Möglichkeit, direkt mit den<br />

Anbietern in Kontakt zu treten und<br />

spezifische Lösungen für die eigenen<br />

Produktionsanforderungen zu finden.<br />

Die FILTECH ist die Plattform für alle,<br />

die ihre Produktionsprozesse durch<br />

moderne Filtrations- und Separationstechniken<br />

optimieren möchten.<br />

Die Kombination aus Messe und<br />

Konferenz bietet eine einzigartige<br />

Gelegenheit, sich umfassend zu informieren<br />

und die eigenen Produktionsprozesse<br />

auf den neuesten Stand<br />

zu bringen.<br />

www.filtech.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

57


Messen und Events<br />

VALVE WORLD EXPO<br />

VALVE WORLD EXPO <strong>2026</strong>:<br />

News und Trends rund um die industrielle<br />

Transformation auf der Weltleitmesse für<br />

Industriearmaturen in Düsseldorf<br />

Aktuelle Schlüsseltechnologien für<br />

die industrielle Transformation – die<br />

VALVE WORLD EXPO zeigt vom 1. bis<br />

3. Dezember <strong>2026</strong> technologische<br />

Innovationen im Bereich Industriearmaturen<br />

in den Hallen 1 und 3 des<br />

Düsseldorfer Messegeländes.<br />

Die VALVE WORLD EXPO präsentiert<br />

intelligente Produkte und Lösungen<br />

für fossile und alternative Anwendungszwecke.<br />

Als internationaler<br />

Treffpunkt für Hersteller, Entwickler,<br />

Anwender und Entscheider aus<br />

der Prozessindustrie ist sie hochkarätige<br />

Plattform für professionellen<br />

Austausch, Wissenstransfer und Geschäftsanbahnungen.<br />

Vier Key-Topics spiegeln die zentralen<br />

Themen der Branche und bilden die<br />

Leitplanken der VALVE WORLD EXPO<br />

<strong>2026</strong>: Global Energy, Process Industries<br />

& Safety, Digitalisation & Automation<br />

und Valve Value Chain.<br />

Global Energy beleuchtet die gesamte<br />

Bandbreite der Energielandschaft<br />

– von Öl und Gas über LNG und<br />

Fernwärme bis hin zu erneuerbaren<br />

Energien und Wasserstoff – und demonstriert<br />

die Rolle von Armaturen<br />

als Enabler in allen Energiesektoren.<br />

Process Industries & Safety unterstreicht<br />

die Bedeutung sicherer, effizienter<br />

Armaturentechnologien, die primär in<br />

der Chemie-, Petrochemie- und Pharmaindustrie<br />

zum Einsatz kommen.<br />

Digitalisation & Automation stellt intelligente<br />

Ventillösungen, digitale<br />

Zwillinge und automatisierte Systeme<br />

in den Fokus, die eine vorausschauende<br />

Wartung ermöglichen und sich<br />

nahtlos in vernetzte Anlagenlandschaften<br />

integrieren lassen.<br />

Bild: Messe Düsseldorf GmbH/C. Tillmann<br />

Die gesamte Wertschöpfungskette<br />

beleuchtet das vierte Key Topic Valve<br />

Value Chain – von fortschrittlichen<br />

Werkstoffen und <strong>Komponenten</strong> über<br />

Engineering und Fertigung bis hin zu<br />

Service- und Logistiklösungen – und<br />

das alles über den gesamten Lebenszyklus<br />

hinweg.<br />

Von fossilen bis regenerativen<br />

Energieformen – Lösungen für<br />

aktuelle und zukünftige Industrieanforderungen<br />

Die Herausforderungen der Energiewende<br />

sowie die steigenden Anforderungen<br />

an Effizienz, Sicherheit und<br />

Nachhaltigkeit erfordern hochleistungsfähige,<br />

zuverlässige Armaturentechnologien.<br />

Das gilt neben fossilen<br />

auch für alternative und regenerative<br />

Energien wie Wasserstoffinfrastrukturen,<br />

Carbon-Capture-and-Storage-<br />

Prozessen, Power-to-X-Anlagen und<br />

Offshore-Energieprojekten. Auch neueste<br />

Entwicklungen aus den Bereichen<br />

wasserstoffresistente Werkstoffe, kryo-<br />

gene Ventillösungen für LNG und grünen<br />

Wasserstoff, automatisierte <strong>Komponenten</strong><br />

für dezentrale Energiesysteme<br />

und Hochdruckarmaturen für<br />

moderne Energiespeicherlösungen<br />

werden in Düsseldorf diskutiert.<br />

Sehr spezielle Anforderungen an Material,<br />

Sicherheit und Beständigkeit fordern<br />

die Prozesse in der chemischen<br />

und petrochemischen Industrie: PTFEund<br />

metallisch isolierte Absperr- und<br />

Regelventile, TA-Luft-konforme emissionsarme<br />

Lösungen, SIL-zertifizierte<br />

Sicherheitsventile sowie intelligente<br />

Überwachungssys teme für eine präzise<br />

Prozesskontrolle stehen im Fokus.<br />

Internationale Konferenz und<br />

die neue PUMP WORLD ergänzen<br />

Messegeschehen<br />

Traditionell ergänzt die hochkarätige<br />

Valve World Conference, organisiert<br />

und durchgeführt von KCI, das Geschehen<br />

auf dem Messegelände. Ein<br />

umfangreiches Vortragsprogramm<br />

mit spannenden Keynotes und Best<br />

Cases, das den Wissenstransfer zwischen<br />

Forschung, Engineering und<br />

Praxis gezielt fördert, erwartet die<br />

Fachbesuchenden in der Halle 1.<br />

Mit neuem Namen und kompaktem<br />

Angebot präsentiert sich die Pump<br />

World als Sonderschau für Pumpen in<br />

Halle 3. Sie widmet sich hochspezialisierten<br />

Pumpen für verschiedenste<br />

industrielle Anwendungen – insbesondere<br />

Pumpen, die exakt in die gezeigten<br />

Industriearmaturen und Systeme<br />

eingebaut werden können.<br />

Initiativen wie der High Potential Day<br />

ergänzen das kompakte Angebot in<br />

den Messehallen.<br />

www.valveworldexpo.de<br />

58 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

<strong>2026</strong><br />

Wasser Abwasser Umwelttechnik<br />

Energie Öl Gas Wasserstoff<br />

Maschinenbau Schiffbau Schwerindustrie<br />

Chemie Pharma Biotechnik<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUT<br />

EUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTS<br />

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH D<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUT<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEU<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DE<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSC<br />

SCH DEUTSCH D<br />

TSC<br />

Unabhängiges Fachmagazin für Pumpen, Kompressoren und prozesstechnische <strong>Komponenten</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluft<br />

Die Alternative für wirtschaftliche Druckluft<br />

Höchste Energieeffizienz bei uneingeschränkter Zuverlässigkeit<br />

AERZEN baut sein Sortiment im höheren<br />

Druckbereich deutlich aus<br />

und hat sein Produktportfolio um<br />

innovative Kompressoren aus dem<br />

Standardsegment für Druckdifferenzen<br />

bis 13 bar erweitert. Die Aggregate<br />

greifen die Kunden- und<br />

Marktanforderungen konsequent<br />

auf und bieten neue, wirtschaftliche<br />

Perspektiven bei der Förderung und<br />

Verdichtung von Luft und Sondergasen.<br />

Energieeinsparungen von mehr<br />

als 10 Prozent sind möglich.<br />

Druckluft ist in der Industrie allgegenwärtig<br />

und aus vielen Anwendungen<br />

nicht mehr wegzudenken. Allerdings<br />

ist es auch ein sehr kostenintensives<br />

Medium – und bietet damit einen<br />

wichtigen Hebel für Energieeinsparungen.<br />

Die neuen Druckluftaggregate<br />

von AERZEN setzen genau hier<br />

an. Die Kompressoren kombinieren<br />

exzellente Performance mit maximaler<br />

Energieeffizienz und setzen neue<br />

Maßstäbe in der Drucklufttechnik.<br />

Dank ihrer hohen Leistungsdichte<br />

und Zuverlässigkeit halten sie die Lebenszykluskosten<br />

gering und sorgen<br />

für erhebliche Kostensenkungen –<br />

eine ideale Lösung, um Prozesse noch<br />

kosteneffektiver, nachhaltiger und leistungsfähiger<br />

zu gestalten.<br />

Tradition trifft Innovation:<br />

Druckluft weitergedacht<br />

Seit mehr als 160 Jahren gelten die<br />

Kompressortechnologien von AERZEN<br />

als wegweisend in der Förderung<br />

und Verdichtung von Gasen. Im Bereich<br />

Druckluft hat sich der Innovations-<br />

und Technologieführer bis dato<br />

vor allem als Anbieter von Stufen und<br />

Sonderaggregaten einen Namen gemacht.<br />

Mit der aktuellen Erweiterung<br />

um ölfreie und öleingespritzte Schraubenverdichter-Baureihen<br />

bis 13 bar<br />

stellt sich das Unternehmen in der<br />

Drucklufttechnik jetzt breiter auf und<br />

baut seine Kompetenz deutlich aus.<br />

Abb. 1: Mit der Baureihe DS bietet AERZEN eine höchst energieeffiziente Lösung für die ölfreie<br />

Verdichtung von 4 bis 10,5 bar. Alle Bilder: AERZEN<br />

Die neuen Aggregate vervollständigen<br />

das Angebot im höheren Druckbereich<br />

und erschließen zusätzliche<br />

Anwendungsfelder – sei es in der Lebensmitteltechnologie,<br />

Getränkeindustrie,<br />

Chemie- und Verfahrenstechnik,<br />

Textilindustrie, Medizin- und Pharmatechnik,<br />

Elektronik- und Halbleiterproduktion<br />

oder in der Zement- und Kalkindustrie.<br />

Sie wurden für höchste<br />

Ansprüche entwickelt und kommen<br />

überall dort zum Einsatz, wo Arbeits-,<br />

Instrumenten-, Werkstatt- und Prozessluft<br />

oder auch Steuerluft für pneumatische<br />

Regelsysteme benötigt wird.<br />

Baureihe DS: 2-stufige, ölfreie<br />

Schraubenkompressoren<br />

Die Reinheit der Druckluft ist dabei<br />

oft entscheidend, denn sie beeinflusst<br />

die Qualität der Prozesse zur<br />

Herstellung von hochwertigen Produkten.<br />

Ölfreiheit ist daher für viele<br />

Prozesse existentiell wichtig und bei<br />

besonders sensiblen Bereichen ein<br />

Muss in puncto Sicherheit, Zuverlässigkeit<br />

und Verfügbarkeit. Die neuen<br />

2-stufigen Schraubenkompressoren<br />

der Baureihe DS verdichten absolut<br />

ölfrei nach ISO 8573-1, Klasse 0 und<br />

stellen zuverlässig 100 % reine Prozessluft<br />

zur Verfügung. Das garantiert<br />

100%ige Produktreinheit.<br />

Die direktangetriebenen Druckluftaggregate<br />

wurden mit Blick auf<br />

höchste Energieeffizienz, geringste<br />

Wartungsaufwände/-kosten sowie extreme<br />

Langlebigkeit konzipiert und<br />

garantieren eine hervorragende Performance<br />

in nahezu allen Applikationsbereichen<br />

bei Druckdifferenzen<br />

zwischen 4 und 10,5 bar. Energieeinsparungen<br />

von bis zu 12 % sind möglich,<br />

verglichen mit anderen auf dem<br />

Markt verfügbaren Kompressormodellen.<br />

Erreicht wird dieser Effizienzsprung<br />

durch innovative Verdichterstufen<br />

mit neuen, hocheffizienten<br />

4+6 Rotor-Profilen in der Nieder- und<br />

Hochdruckstufe sowie Motoren der<br />

Energieeffizienzklasse IE4 oder IE5.<br />

Ein Frequenzumrichter ist integriert<br />

und garantiert einen optimalen Betrieb<br />

mit einem großen Regelbereich.<br />

Die kompakten DS-Verdichter stehen<br />

in zahlreichen Baugrößen für Antriebsleistungen<br />

von 55 bis 355 kW<br />

sowie Volumenströmen von 259 bis<br />

3.636 m³/h zur Verfügung und eignen<br />

sich auch für sensible Anwendungsbereiche<br />

in der Lebensmittel- und<br />

60 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluft<br />

Getränkeindustrie, der Chemie- und<br />

Verfahrenstechnik sowie der Medizin-<br />

und Pharmatechnik. Die Prozesslufterzeugung<br />

erfolgt dabei selbstverständlich<br />

PFAS-frei, ohne Abstriche bei<br />

der Performance und Langlebigkeit.<br />

Baureihe SI: Öleingespritzte<br />

Verdichter mit Permanent-Magnet-<br />

Motor<br />

Bei der Baureihe SI handelt es sich um<br />

neue 1-stufige, öleingespritzte Druckluftverdichter.<br />

Sie erzielen dank einer<br />

innovativen Schraubenverdichterstufe<br />

und eines hochwirksamen Permanent-Magnet-Motors<br />

(PM-Motor)<br />

der Klasse IE5 einen sehr hohen Wirkungsgrad<br />

von 96 % und ermöglichen<br />

auch im Teillastbetrieb signifikante<br />

Energieeinsparungen.<br />

Abb. 3: Die neuen AERZEN Kompressoren bzw. Schraubenverdichter setzen Maßstäbe in der<br />

Drucklufttechnik<br />

liche Lageraustausch. Die Wälzlager<br />

der Verdichterstufen sind für eine Lebensdauer<br />

von mindestens 30.000<br />

Stunden konzipiert und reduzieren<br />

dadurch den Wartungsaufwand und<br />

die Servicekosten zusätzlich.<br />

Die neuen Schraubenkompressoren<br />

sind Baugrößen von 7,5 bis 90 kW verfügbar<br />

und kommen in zahlreichen,<br />

teils anspruchsvollen Anwendungen<br />

bei Druckdifferenzen von 5,5 bis 13<br />

bar und Volumenströmen von 24,6<br />

bis 915 m³/h zum Einsatz. Druck und<br />

Betriebstemperaturen werden permanent<br />

überwacht. Das garantiert<br />

stabile und sichere Produktionsprozesse.<br />

Zu den weiteren Vorteilen<br />

der SI-Baureihe zählen die einzigartige<br />

Zuverlässigkeit, der reduzierte<br />

Wartungsaufwand, die kompakte<br />

Bauweise sowie die niedrigen Schallemissionswerte<br />

mit einem Schalldruckpegel<br />

von circa 70 dB(A).<br />

Für jede Anforderung die optimale<br />

Lösung<br />

Jeder Standort, jedes Unternehmen,<br />

jeder Prozess hat seine Besonderheiten.<br />

AERZEN bietet daher eine<br />

große Auswahl an fein abgestuften<br />

Baugrößen und eine enorme Vielfalt<br />

maßgeschneiderter Zubehör- und Ersatzteilkomponenten.<br />

Das umfassende<br />

Spektrum an Optionen und Modifikationen<br />

– unter anderem Kühler,<br />

Trockner, Sondermotoren, Sonderwerkstoffe,<br />

Spezialöle und maßgeschneiderte<br />

Systeme zur Wärmerück-<br />

Abb. 2: Die 1-stufigen, öleingespritzten<br />

Druckluftverdichter der Baureihe SI erzielen<br />

einen sehr hohen Wirkungsgrad von ca.<br />

96 % – auch im Teillastbereich<br />

Der Rotor ist direkt mit der Verdichterwelle<br />

verbunden, so dass zusätzliche<br />

Verluste im Antriebsstrang<br />

vermieden werden. Die gewünschte<br />

Menge an Druckluft wird bedarfsgerecht<br />

mittels Frequenzumrichter angepasst.<br />

Die ideal aufeinander abgestimmte<br />

Kombination zwischen dem<br />

hochwertigen Antriebsstrang und der<br />

hocheffizienten Verdichterstufe führt<br />

zu einem besonders effizienten Betrieb<br />

des Gesamtaggregats. Die PM-<br />

Motor-Technologie kommt gänzlich<br />

ohne Wälzlagerung aus. Damit entfällt<br />

deren Schmierung sowie der üb-<br />

Abb. 4: Das breite Spektrum an Optionen und Zubehörteilen ermöglicht eine gezielte Anpassung<br />

an die kundenindividuellen Prozessanforderungen<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

61


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluft<br />

der DS- und SI-Kompressoren fällt der<br />

Maschinen-Footprint gering aus. Das<br />

smarte Aggregatekonzept ermöglicht<br />

sogar eine Side-by-Side Aufstellung,<br />

denn Bedienung und Wartung erfolgen<br />

ausschließlich von der Bedienund<br />

Rückseite. Ein Transport mittels<br />

Hubwagen, Gabelstapler oder Kran<br />

ist problemlos möglich.<br />

Abb. 5: Die wassereingespritzten Aggregate der Baureihe SW stellen eine ölfreie Verdichtung<br />

bis 13 bar sicher<br />

gewinnung – erlaubt eine gezielte<br />

Anpassung an die kundenindividuellen<br />

Prozessanforderungen sowie an besondere<br />

herausfordernde klimatische<br />

Bedingungen und stellt größtmögliche<br />

Flexibilität bei der Gestaltung von Maschinen<br />

und Anlagen sicher.<br />

Optimale Druckluftqualität dank<br />

perfekter Luftkonditionierung<br />

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem<br />

Bereich Druckluftaufbereitung. Kompressoren<br />

arbeiten mit der Umgebungsluft.<br />

Diese enthält jedoch Verunreinigungen<br />

verschiedener Art, wie<br />

z. B. Dämpfe, Stäube oder Flüssigkeiten.<br />

Werden diese nicht entfernt,<br />

sind Probleme vorprogrammiert.<br />

Kondensierende Wasserdämpfe beispielsweise<br />

können Korrosion verursachen,<br />

die Teile der Druckluft-<br />

installation beschädigen sowie zu<br />

Produktionsunterbrechungen führen<br />

kann. Die Folge: erhöhte Betriebskosten<br />

durch Ausfälle. Das breite Sortiment<br />

von AERZEN zum Filtern, Reinigen<br />

und Trocknen der im Kompressor<br />

erzeugten Druckluft lässt keine Wünsche<br />

offen und gewährleistet eine<br />

hohe und konstant gleichbleibende<br />

Druckluftqualität in jedem Prozess.<br />

Sichere, effiziente und umweltfreundliche<br />

Drucklufterzeugung<br />

AERZEN Druckluftkompressoren stehen<br />

für höchste Ingenieurskunst, un-<br />

vergleichliche Innovationskraft, kompromisslose<br />

Qualität und technologische<br />

Raffinesse. Sie wurden entwickelt,<br />

um die Produktivität zu steigern<br />

und Betriebskosten zu senken. Dank<br />

der überaus kompakten Bauweise<br />

Neben den neuen Serien DS und SI bietet<br />

AERZEN auch wassereingespritzte<br />

Druckluftstufen. Die Aggregate der<br />

Baureihe SW mit Schrauben rotoren<br />

aus hochlegiertem, korrosionsbeständigem<br />

Edelstahl bieten eine erhöhte<br />

Energieeffizienz, einen reduzierten<br />

Wartungsaufwand sowie ein einzigartiges<br />

Wasserreinigungskonzept und<br />

stellen eine ölfreie Verdichtung bis 13<br />

bar sicher.<br />

„Unser erklärtes Ziel ist es, unseren<br />

Kunden die ganze Bandbreite an<br />

Produkten, Lösungen und Serviceleistungen<br />

zu bieten. Unsere Druckluftkompressoren<br />

sind auf dem<br />

neuesten Stand der Technik und unterstützen<br />

auf dem Weg zu mehr Effizienz<br />

und Prozesssicherheit. Damit<br />

leisten sie einen wichtigen Beitrag<br />

zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“,<br />

betont Stephan Brand, Direktor<br />

Marketing bei AERZEN.<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />

Aerzen, Deutschland<br />

Tel. + 49 (5154) 81-0<br />

info@aerzen.com<br />

www.aerzen.com<br />

62 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


www.zwick-aRmatuRen.de<br />

TRI-SHARK<br />

Regelklappe


Kompressoren und Systeme<br />

Atemluftkompressoren<br />

Mit Hochdruck in die Kurve<br />

Julius Nasch<br />

Wofür braucht ein studentisches<br />

Rennteam die Unterstützung eines<br />

Kompressorenherstellers? Die naheliegende<br />

Antwort wäre wohl: „Zum<br />

Befüllen der Reifen“. Im Fall von<br />

BAUER KOMPRESSOREN und dem<br />

TUfast Racing Team ging es jedoch<br />

um eine Technologie, die man zunächst<br />

nicht mit Druckluft in Verbindung<br />

bringt: Autonomes Fahren.<br />

Aber von vorn: Die Formula Student<br />

ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb,<br />

bei dem Studenten innerhalb<br />

einer Saison einen Rennwagen<br />

entwickeln, fertigen, testen und<br />

bei Wettbewerben gegen Teams aus<br />

aller Welt antreten. Dabei zählt nicht<br />

nur die reine Geschwindigkeit. Auch<br />

Konstruktion, Effizienz, Kostenverständnis<br />

und das gesamte technische<br />

Konzept fließen in die Bewertung ein.<br />

Dafür sind die rund 100 Teammitglieder<br />

in einer unternehmensähnlichen<br />

Struktur organisiert: Verschiedene<br />

Abteilungen befassen sich<br />

jeweils mit einzelnen Bereichen des<br />

Projekts, gesteuert von einer Gesamtteamleitung.<br />

Die Abteilungen Management,<br />

Costing und Business Plan<br />

sind für Events und Sponsorenkontakte<br />

sowie Finanz- und Geschäftspläne<br />

verantwortlich. Die mechanischen<br />

Baugruppen des Fahrzeugs sind Aufgabe<br />

der Abteilungen Fahrwerk, Chassis,<br />

Aerodynamik und Strukturmechanik.<br />

Die elektrischen Systeme inkl.<br />

Software werden von der Hoch- und<br />

Niedervoltabteilung sowie den Teams<br />

für Fahrdynamik und Autonomes Fahren<br />

entwickelt.<br />

Mit Hochdruck zuverlässig bremsen<br />

Im autonomen Fahrzeugbetrieb erkennt<br />

das Fahrzeug mit eingebauten<br />

Sensoren die Strecke sowie seine eigene<br />

Lage und Bewegung. Ein Onboard-<br />

Computer errechnet mögliche Rennlinien<br />

und optimiert diese auf eine<br />

minimale Rundenzeit. Da der Rennwagen<br />

in diesem Betriebsmodus selbstständig<br />

beschleunigt, bremst und<br />

lenkt, gibt das Formula Student Regelwerk<br />

weitreichende Sicherheitsmaßnahmen<br />

vor. Hierunter fällt auch das<br />

„Electronic Braking System“ (EBS), wo<br />

nun Druckluft ins Spiel kommt.<br />

Das EBS dient dazu, das Fahrzeug bei<br />

Bedarf verlässlich zum Stillstand zu<br />

bringen. Während im Rennbetrieb<br />

ausschließlich über die Rekuperation<br />

der E-Maschinen gebremst werden<br />

kann, muss im Notfall stets eine<br />

redundante mechanische Möglichkeit<br />

zum Bremsen gegeben sein. Da im autonomen<br />

Betrieb kein Fahrer im Fahr-<br />

Das TUfast Team der TU München –<br />

eine Erfolgsgeschichte!<br />

Die Technische Universität München<br />

wird in diesem Wettbewerb vom<br />

TUfast Racing Team vertreten. Als<br />

studentischer Verein entwickelt das<br />

Team seit 2003 eigene Formula Student<br />

Fahrzeuge und bringt dafür Studenten<br />

aus unterschiedlichsten Fachrichtungen<br />

zusammen. Während in<br />

den Anfangszeiten Rennwagen mit<br />

Verbrennungsmotor gebaut wurden,<br />

gewann ab 2011 die Entwicklung elektrischer<br />

Fahrzeuge an Bedeutung. Seit<br />

2017 baut das Team ausschließlich<br />

elektrische Fahrzeuge, die inzwischen<br />

auch vollautonom fahren können.<br />

Abb. 1.0+1.1: CAD-Renderings der <strong>Komponenten</strong> des EBS-Systems (Drucklufttanks, -leitungen<br />

und - ventile sowie Bremspedal und -zylinder)<br />

64 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Atemluftkompressoren<br />

zeug Platz nimmt und den nötigen<br />

Bremsdruck aufbauen kann, wird die<br />

Bremskraft in diesem Fall über Druckluft<br />

aufgebracht.<br />

Dafür werden vor Fahrtbeginn zwei<br />

Drucklufttanks befüllt. Ein von einem<br />

Teammitglied bedienter Sender löst<br />

bei Bedarf Ventile aus, die die Druckluft<br />

zu den Bremszylindern leiten.<br />

Die Hydraulik-Zylinder des herkömmlichen<br />

Bremssystems werden anschließend<br />

von den Pneumatik-Zylindern<br />

des EBS betätigt. Das Fahrzeug<br />

kommt so sicher zum Stillstand.<br />

Abb. 2: Rennwagen xb025 auf der Rennstrecke<br />

Beim Befüllen der Drucklufttanks werden<br />

hohe Drücke benötigt. Umso kritischer<br />

war es, als im Sommer 2025,<br />

kurz vor dem Wettbewerb in Spanien,<br />

die bisherige Druckluftlösung ausfiel.<br />

BAUER KOMPRESSOREN ist in diesem<br />

Moment eingesprungen und hat einen<br />

BAUER JUNIOR II Hochdruck-Kompressor<br />

zur Verfügung gestellt.<br />

Der JUNIOR II – die mobile und kompromisslos<br />

zuverlässige Fülllösung<br />

Der JUNIOR II kam hier zum Einsatz,<br />

da er die benötigte Luft auf bis zu<br />

300 bar verdichten kann. Noch wichtiger<br />

ist die Reinheit der verdichteten<br />

Luft, da Verschmutzungen oder<br />

Öl im System zu gefährlichen Ausfällen<br />

an der Bremsanlage führen<br />

könnten. Hier sorgt das eingebaute<br />

Triplex-Filtersystem für einen derart<br />

hohen Reinheitsgrad, dass die Luft<br />

sogar der Norm DIN EN 12021 : 2014<br />

entspricht und damit als Atemluft für<br />

Taucher oder Feuerwehrleute verwendet<br />

werden kann.<br />

Eine zentrale Anforderung war die jederzeit<br />

sichere Verfügbarkeit der benötigten<br />

Hochdruckluft, von der letztendlich<br />

Erfolg oder Misserfolg im<br />

Wettbewerb abhängen. Beruhigend<br />

für das Team: Seit seiner Markteinführung<br />

1995 hat sich der JUNIOR II dank<br />

seiner Zuverlässigkeit als erfolgreichster<br />

und meistverkaufter tragbarer<br />

Atemluftkompressor in den vergangenen<br />

drei Jahrzehnten inzwischen einen<br />

geradezu legendären Ruf erworben.<br />

Ebenfalls elementar wichtig war<br />

für das TUFast-Team seine Mobilität,<br />

da es mit umfangreichem Equipment<br />

Abb. 3: Bauer Kompressoren und TUfast Racing Team auf dem Formula Student Germany<br />

Wettbewerb 2025 am Hockenheimring<br />

von Wettbewerb zu Wettbewerb reisen<br />

muss: Dank seiner kompakten<br />

Abmessungen passt er in jeden PKW-<br />

Kofferraum und kann mit nur knapp<br />

44 Kilo an seinem ergonomischen<br />

Handgriff von 2 Personen auch problemlos<br />

vor Ort bewegt werden.<br />

Mit ihm sowie zwei ebenfalls bereitgestellten<br />

Carbon-Helmen war das<br />

Team damit für den Wettbewerb bestens<br />

ausgerüstet.<br />

Dank technischer Exzellenz auf<br />

Erfolg gepolt<br />

Die Unterstützung hat sich gelohnt:<br />

In Spanien konnte das TUfast<br />

Racing Team seinen zweiten Gesamtsieg<br />

der Saison feiern. Zudem<br />

konnte zum ersten Mal in der<br />

Vereinsgeschichte auch die rein autonome<br />

Wertung gewonnen werden.<br />

Ohne die kurzfristige Unterstützung<br />

von BAUER KOMPRESSOREN wäre<br />

das wohl nicht möglich gewesen.<br />

Für die Saison <strong>2026</strong> hat sich das Team<br />

hohe Ziele gesetzt: Der neue Rennwagen<br />

xb026 soll nochmals leichter und<br />

leistungsfähiger werden als sein Vorgänger.<br />

Damit soll im August <strong>2026</strong><br />

auf dem Formula Student Germany<br />

Wettbewerb am Hockenheimring ein<br />

weiterer Gesamtsieg folgen. Bis dahin<br />

steht jedoch noch viel Arbeit an:<br />

Aktuell befinden sich alle Baugruppen<br />

in der Fertigung. Ab April <strong>2026</strong><br />

beginnt dann die Testphase, nach der<br />

sich das Team mit dem Rennwagen<br />

ab Juli auf insgesamt vier Wettbewerben<br />

in ganz Europa behaupten muss.<br />

Autor: Julius Nasch<br />

Team Manager xb026<br />

TUfast Racing Team<br />

München, Deutschland<br />

https://tufast-racingteam.de/de/<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

65


Kompressoren und Systeme<br />

Turbokompressoren<br />

40 Jahre Großwärmepumpen in Schweden:<br />

Von der Ölkrise bis zur Energiewende<br />

Rasmus Sinnige<br />

Normalerweise wird Jahrzehnte<br />

alte Technologie nicht als das aufregendste<br />

Equipment am Markt angesehen.<br />

Aber die auf den ersten Blick<br />

eher unscheinbare Wärmepumpe ist<br />

ein Stück Industrieausrüstung, das<br />

zunehmend eine Schlüsselrolle in der<br />

Energie- und Wärmewende spielt.<br />

Tatsächlich entwickelt sie sich in<br />

einigen Ländern zu einem integralen<br />

Bestandteil der Art und Weise, wie<br />

Städte und Gemeinden ihre Wohngebäude,<br />

Gewerbebetriebe und Industrieanlagen<br />

beheizen. Während<br />

viele Länder den Nutzen von Wärmepumpen<br />

erst jetzt – und damit<br />

relativ spät – erkennen, sind sie in<br />

Skandinavien seit Jahrzehnten ein<br />

wesentlicher Bestandteil der Heizwärmeerzeugung<br />

– sowohl im kleinen<br />

Maßstab im individuellen Haus<br />

bis zu Großanlagen zur Erzeugung<br />

von klimaneutraler Fernwärme.<br />

Insbesondere die Großanlage betreffend<br />

reicht Schwedens Einsatz von<br />

Wärmepumpen bis in die 1980er-Jahre<br />

zurück, also in die Zeit nach den<br />

Ölkrisen des vorhergehenden Jahrzehnts.<br />

Ein sichtbares Beispiel dafür<br />

ist die „Ryaverket“ genannte Anlage<br />

der Stadtwerke Göteborg Energi – ein<br />

großes Wärmepumpenkraftwerk, das<br />

am Standort einer Kläranlage in Göteborg<br />

an Schwedens Südwestküste<br />

betrieben wird.<br />

Im Inneren des Wärmepumpengebäudes<br />

können aufmerksame Beobachter<br />

hier zwei glänzende Typenschilder<br />

erkennen, die an zwei<br />

Turbokompressoren von Atlas Copco<br />

Gas and Process angebracht sind.<br />

Beinahe schon traditionell tragen die<br />

beiden Maschinen die Namen schwedischer<br />

Monarchen – „Katarina“<br />

Abb. 2: Typenschild am Turbokompressor,<br />

dem Herzstück der Großwärmepumpe<br />

und „Gustav-Adolf“ – und sind das<br />

Herzstück zweier Wärmepumpen<br />

mit „Weltrekordleistung“: Seit 1985<br />

beliefern sie Göteborg mit klimaneutraler<br />

Fernwärme. In der Tat<br />

war die Entscheidung in die Wärmepumpentechnik<br />

ein Einstieg in eine<br />

echte Tradition: Wie dieser Artikel<br />

zeigt, investiert Göteborg Energi erneut<br />

in eine neue Generation der<br />

Wärmepumpentechnologie, die hinsichtlich<br />

ihrer thermischen Leistung<br />

einen neuen Weltrekord aufstellen<br />

wird. Zugleich entsteht damit die<br />

größte Wärmepumpe der Welt; sie<br />

verwendet das natürliche Kältemittel<br />

Isobutan.<br />

Evolution statt Revolution<br />

Langfristiges Denken spielt in der<br />

Wirtschaft eine zentrale Rolle, und<br />

in der heutigen Situation, in der Unternehmen<br />

Kosten reduzieren und<br />

Energie sparen müssen, ist es wichtiger<br />

denn je. Nachdem Schweden<br />

die Risiken einer Abhängigkeit von<br />

Ölimporten erfahren musste, erkannte<br />

das Land bereits früh, dass Wärmepumpensysteme<br />

kosteneffiziente<br />

und nachhaltige Lösungen für die<br />

Wärmeversorgung im kleinen aber<br />

auch großen Stil darstellen. Bereits<br />

in den 1960er-Jahren legte die schwedische<br />

Regierung mit einem entsprechenden<br />

rechtlichen Rahmen den<br />

Grundstein für große Investitionen<br />

in den Ausbau der Fernwärme, indem<br />

es steuerliche Instrumente zur<br />

höheren Besteuerung von fossilen<br />

Brennstoffen erließ.<br />

Abb. 1: Luftbild der Ryaverket Anlage und dem danebenliegenden Klärwerk<br />

Nach den Ölkrisen der 1970er-Jahre<br />

führte die Regierung anschließend<br />

neue Gesetze ein, um den Ausstieg<br />

aus fossilen Brennstoffen in der Fernwärmeversorgung<br />

voranzutreiben.<br />

Statt auf fossile Energieträger zu setzen,<br />

investierte Schweden massiv in<br />

heimische, CO 2<br />

-arme Energiequellen<br />

66 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Turbokompressoren<br />

– etwa Wasserkraft und Kernenergie<br />

für die Stromerzeugung sowie Restmüllverbrennung<br />

und Biomasse für<br />

die Fernwärme.<br />

Kurz nachdem in den frühen 1980er-<br />

Jahren durch die zuvor genannten<br />

Wasser- und Kernkraftwerke große<br />

Mengen an Strom mit niedriger CO 2<br />

-<br />

intensität verfügbar wurden, gingen<br />

große Wärmepumpen wie „Katarina“<br />

und „Gustav-Adolf“ in Betrieb. Nach<br />

der Inbetriebnahme galten die beiden<br />

Maschinen als die größten Wärmepumpenmodule<br />

der Welt – jeweils<br />

mit einer thermischen Leistung von<br />

zunächst 65 MW je Modul, erzeugt<br />

von einem einzelnen großen Turbokompressor.<br />

Abb. 3: Kompressor GT098R3G1 der Wärmepumpe RYA zum Zeitpunkt der Lieferung 1985<br />

Seitdem hat sich die Technologie weiterentwickelt,<br />

jedoch ohne radikale<br />

Entwicklungssprünge. Warum? Ganz<br />

einfach: Es handelte sich bereits um<br />

eine bewährte und effiziente Technologie.<br />

Evolution statt Revolution ist<br />

das Leitmotiv. Statt grundlegender<br />

Umbrüche wurden vor allem die<br />

Kernkomponenten des Wärmepumpensystems,<br />

der Turbokompressor<br />

von Atlas Copco Gas and Process,<br />

kontinuierlich weiterentwickelt. Leistungsfähige<br />

FEM-Computersoftware<br />

hat beispielsweise dazu beigetragen,<br />

das Laufraddesign zu optimieren.<br />

Zusätzlich verbessern moderne<br />

KI-Tools die thermodynamische Leistung<br />

und steigern damit die Effizienz<br />

des Wärmepumpenkreislaufs. Hinzu<br />

kommt die einfache Wartung der<br />

Anlagen, die Jonas Strandberg, Leiter<br />

des Wärmepumpenwerks im Ryaverket<br />

bei Göteborg Energi, kürzlich<br />

dazu veranlasste, ihre Instandhaltung<br />

als „eher langweilig“ gegenüber<br />

z. B. Biomassekesseln zu bezeichnen.<br />

Er betont, dass neben einer guten<br />

Wartung – die teilweise vom Atlas<br />

Copco Gas and Process Aftermarket-<br />

Service-Team bereitgestellt wird –<br />

auch die Verfügbarkeit der richtigen<br />

Ersatzteile im Lager entscheidend ist.<br />

Die Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten<br />

Betrieb haben Göteborg<br />

Energi gelehrt, präventive Wartung in<br />

der Sommerzeit ohne signifikanten<br />

Heizwärmebedarf so zu organisieren,<br />

dass ungeplante Stillstände<br />

praktisch ausgeschlossen sind.<br />

Das Wartungsprogramm wird durch<br />

ein Diagnosesystem unterstützt, das<br />

Kältemittelsensoren in den Quell-<br />

und Fernwärmenetzen umfasst und<br />

selbst geringste Kältemittelspuren<br />

im Bereich weniger ppm erkennen<br />

kann. Damit können selbst minimale<br />

Leckagen des Kältemittels in den<br />

Wasserkreisläufen frühzeitig erkannt<br />

werden. Zusätzliche Schwingungsüberwachungssysteme<br />

erkennen<br />

Unwuchten in den präzise gefertigten,<br />

internen <strong>Komponenten</strong> des Turbokompressors<br />

und verhindern dadurch<br />

schwerwiegende Schäden.<br />

Nach 40 Jahren zuverlässiger und<br />

nachhaltiger<br />

Fernwärmeversorgung<br />

hat Göteborg Energi beschlossen,<br />

die Lebensdauer von „Katarina“ und<br />

„Gustav-Adolf“ um weitere 15 Jahre<br />

zu verlängern. Ein eindrucksvoller Beweis<br />

für die Lang lebigkeit der Technik.<br />

Abb. 4: Nach wie vor in gutem Zustand und fit für mindestens 15 weitere Betriebsjahre –<br />

Wärmepumpe im Ryaverket<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

67


Kompressoren und Systeme<br />

Turbokompressoren<br />

Wärmepumpen als Bindeglied<br />

Natürlich sind Wärmepumpen kein<br />

Allheilmittel und keine universelle Lösung,<br />

und sie haben ihre Grenzen.<br />

Idealerweise arbeiten sie im Wärmenetz<br />

im Zusammenspiel mit anderen<br />

Wärmequellen – ähnlich wie Instrumente<br />

in einem Orchester. Zudem<br />

stellen Wärmepumpen in Fernwärmenetzen<br />

meist nicht die größte Wärmequelle<br />

dar. Im Winter benötigen<br />

viele Heizsysteme höhere Spitzenlastleistungen<br />

und Temperaturen, die<br />

deutlich über den üblichen Sommerbedingungen<br />

liegen. Wenn eine Wärmepumpe<br />

für diese Spitzenlasten<br />

überdimensioniert wird, sinkt die Effizienz<br />

des Gesamtsystems.<br />

Es ist daher wesentlich sinnvoller, die<br />

Wärmequellen im Netz sinnvoll aufeinander<br />

abzustimmen. So kann beispielsweise<br />

industrielle Abwärme als<br />

ganzjährige Grundlast dienen, ergänzt<br />

durch Energie aus Restmüllverbrennung.<br />

Das Wärmepumpensystem<br />

würde dann die mittlere Wärmelast<br />

bereitstellen, während eine Biomasseanlage<br />

oder ein Gaskraftwerk Spitzenlast<br />

und Reserve abdecken.<br />

Trotzdem zeichnen sich Wärmepumpen<br />

durch eine hohe Flexibilität aus<br />

und können deutlich schneller reagieren<br />

als andere Wärmequellen. Die<br />

Wärmepumpen im Ryaverket können<br />

aus dem Kaltstart heraus in 15 Minuten<br />

auf volle Leistung hochfahren und<br />

sind damit deutlich schneller als alle<br />

anderen Heizsysteme im lokalen Kraftwerkspark.<br />

Damit eignen sie sich ideal<br />

zur bedarfsgerechten Wärmebereitstellung<br />

und lassen sich gut mit stärker<br />

schwankenden Wind- und Solarsystemen<br />

kombinieren, die in vielen Ländern<br />

rasch Marktanteile gewinnen.<br />

Rekordverdächtig<br />

Der Erfolg der seit über vier Jahrzehnten<br />

betriebenen Wärmepumpen<br />

in Göteborg zeigt sich auch darin,<br />

dass Göteborg Energi erneut Atlas<br />

Copco Gas and Process und seinem<br />

Projekt-Partner mit einem weiteren<br />

Auftrag betraut hat. Dieses neue Modul,<br />

das bald installiert wird, kann bis<br />

zu 58 MW erzeugen und wird zwei<br />

noch ältere 25 MW Wärmepumpen<br />

am Standort ersetzen. Als Wärmequelle<br />

dient Abwasser aus der nahegelegenen<br />

Kläranlage mit mindestens<br />

10 °C; daraus erzeugt die Anlage 3,5-<br />

mal so viel Fernwärme mit 90 °C pro<br />

Megawatt eingesetzter elektrischer<br />

Leistung der Wärmepumpe. Die Inbetriebnahme<br />

ist für 2027 geplant;<br />

dann wird die installierte Gesamtleistung<br />

der drei Wärmepumpenmodule<br />

158 MW erreichen (einschließlich<br />

der jeweils 50 MW von „Katarina“ und<br />

„Gustav-Adolf“).<br />

Die Wiederentdeckung des Nutzens<br />

großer Wärmepumpen schreitet<br />

rasch voran. Ein Beispiel dafür ist<br />

die süddeutsche Stadt Mannheim,<br />

die zwei Turbokompressoren von Atlas<br />

Copco Gas and Process für zwei<br />

Wärmepumpen bestellt hat. Mit jeweils<br />

82,5 MW thermischer Leistung<br />

werden diese Anlagen die größten<br />

Wärmepumpenmodule der Welt sein<br />

und damit die neue 58-MW-Einheit in<br />

Göteborg übertreffen. Auch diese Anlage<br />

entsteht wieder in enger Zusammenarbeit<br />

mit einem renommierten<br />

Projektpartner.<br />

Moderne Kältemittel für moderne<br />

Wärmepumpen<br />

Das eingesetzte Kältemittel bestimmt<br />

maßgeblich die Auslegung einer<br />

Wärme pumpe – ein gutes Beispiel<br />

dafür ist die Geschichte der Anlagen<br />

„Katarina“ und „Gustav-Adolf“ in Göteborg.<br />

Beide Anlagen mussten ihr<br />

ursprüngliches Kältemittel R12, ein<br />

Fluor chlorkohlenwasserstoff (FCKW),<br />

ersetzen, da es zur Zerstörung der<br />

Ozonschicht beiträgt. Mit dem Montrealer<br />

Protokoll von 1987 begann<br />

der weltweite Ausstieg aus FCKW,<br />

weshalb Wärmepumpenhersteller<br />

in den 1990er-Jahren nach Alternativen<br />

suchen mussten. Zunächst galten<br />

Fluor kohlenwasserstoffe (FKW)<br />

als geeignete Alternative. Allerdings<br />

tragen auch sie erheblich zum Treibhauseffekt<br />

bei und werden inzwischen<br />

ebenfalls weltweit schrittweise<br />

aus dem Verkehr gezogen, wobei die<br />

Abb. 5: Übersicht der verschiedenen Kältemittel-Klassen und ihrer Zukunftssicherheit<br />

68 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Turbokompressoren<br />

Euro päische Union einen vollständigen<br />

Ausstieg bis 2050 anstrebt.<br />

Vor diesem Hintergrund verlangte<br />

Göteborg Energi ein Wärmepumpenkonzept<br />

mit einem<br />

zukunftssicheren, natürlichen<br />

Kältemittel. Die Wahl fiel auf Isobutan<br />

R600a, das trotz seiner<br />

Entflammbarkeit einen guten<br />

Kompromiss zwischen Effizienz,<br />

Kosten und Umweltverträglichkeit<br />

darstellt. Der Turbokompressor<br />

von Atlas Copco Gas and Process<br />

wurde deshalb speziell für<br />

Isobutan R600a ausgelegt – ein<br />

zukunftssicheres Kältemittel, das<br />

heute auch in den meisten modernen<br />

Haushaltskühlschränken<br />

eingesetzt wird.<br />

weitere 15 Jahre zu verlängern.<br />

Bald wird ihnen am Standort<br />

Ryaverket eine neue Wärmepumpe<br />

zur Seite stehen, die mit dem<br />

Kältemittel Isobutan R600a arbeitet<br />

und wieder mit einem Turbokompressor<br />

von Atlas Copco Gas<br />

and Process ausgestattet ist, der<br />

von jahrzehntelangen technologischen<br />

Weiterentwicklungen<br />

profitiert. Wie schon ihre Vorgänger<br />

in Göteborg seit vier Jahrzehnten<br />

wird auch diese Anlage<br />

die Stadt viele Jahrzehnte lang<br />

zuverlässig mit klimaneutraler<br />

Fernwärme versorgen.<br />

Schwedens 40-jährige<br />

Begeisterung<br />

Abb. 6: Der Einsatz von Großwärmepumpen ist nicht nur in der Fernwärmeerzeugung<br />

möglich<br />

Bewährte Technologien, die seit<br />

Jahrzehnten zuverlässig arbeiten,<br />

stehen selten im Mittelpunkt der<br />

Aufmerksamkeit. Doch die unscheinbare<br />

Wärmepumpe wird zunehmend<br />

als wichtige industrielle<br />

Schlüsseltechnologie der Energieund<br />

Wärmewende anerkannt.<br />

Während Wärmepumpen in<br />

Zeiten dominierender fossiler<br />

Ener gieträger vielerorts wieder an<br />

Bedeutung verloren, hielt Schweden<br />

konsequent an dieser Technologie<br />

fest – gelenkt durch staatliche<br />

Rahmenbedingungen in den<br />

1970er- und 1980er-Jahren.<br />

Die Wärmepumpen „Katarina“<br />

und „Gustav-Adolf“ in Göteborg<br />

haben ihre Leistungsfähigkeit<br />

über Jahrzehnte hinweg bewiesen.<br />

Ihr Design, ihre Effizienz<br />

sowie die Aftermarket-Instandhaltungsprogramme<br />

haben es<br />

ermöglicht, ihre Lebensdauer um<br />

Autor: Rasmus Sinnige<br />

Market Manager New Energy<br />

Atlas Copco Energas GmbH, Köln<br />

rasmus.sinnige@atlascopco.com<br />

https://www.atlascopco.com/gasand-process/de<br />

Läuft. Sicher.<br />

NORD-Antriebslösungen<br />

für Umweltprozesse.<br />

04.-07. Mai<br />

Halle B1,<br />

Stand 117<br />

Getriebebau NORD GmbH & Co. KG | T: +49 4532 289-0 | info@nord.com | www.nord.com


Kompressoren und Systeme<br />

Stickstoffgeneratoren<br />

Stickstoffreinheit erklärt: Wie man für jede<br />

Branche die richtige Reinheit auswählt<br />

Für Unternehmen, die Stickstoff<br />

nutzen, ist das Verständnis der Bestimmung<br />

der Stickstoffreinheit<br />

nicht nur ein technisches Detail.<br />

Die Reinheit von Stickstoff ist ein<br />

entscheidender Faktor, der die Betriebseffizienz<br />

und Produktqualität<br />

erheblich beeinflussen und die Sicherheit<br />

des Prozesses sowie seiner<br />

Betreiber gewährleisten kann. Auch<br />

wenn Sie vielleicht bereits mit den<br />

Grundlagen der Stickstoffproduktion<br />

vertraut sind, ist die Wahl des<br />

optimalen Reinheitsniveaus für Ihre<br />

spezielle Anwendung entscheidend,<br />

um die vollen Vorteile der Stickstofferzeugung<br />

vor Ort zu nutzen.<br />

Als Anbieter von Stickstofflösungen<br />

ist es das Ziel von OMEGA AIR, sicherzustellen,<br />

dass Sie nicht für Reinheit<br />

bezahlen, die Sie nicht benötigen,<br />

oder Ihre Produkte mit zu niedriger<br />

Reinheit beeinträchtigen.<br />

Die Bedeutung von Reinheitsstufen<br />

Die Reinheit von Stickstoff wird typischerweise<br />

als Stickstoffanteil im Gas<br />

angegeben, während der Rest hauptsächlich<br />

aus Sauerstoff und Spuren<br />

anderer Gase besteht. Das erforderliche<br />

Reinheitsniveau wird durch die<br />

Empfindlichkeit einer Anwendung auf<br />

Sauerstoff bestimmt. Für einige Prozesse<br />

ist eine kleine Menge Sauerstoff<br />

akzeptabel, während bei anderen<br />

selbst Spuren schädlich sein können.<br />

Hier ist eine Aufschlüsselung der gängigen<br />

Stickstoffreinheitswerte und ihrer<br />

typischen Anwendungen:<br />

95 % bis 98 % Stickstoffreinheit<br />

Dieser Reinheitsbereich ist oft ausreichend<br />

für Anwendungen, bei denen<br />

das Hauptziel darin besteht, Sauerstoff<br />

zu verdrängen, um Oxidation<br />

oder Verbrennung des Endprodukts<br />

zu verhindern.<br />

– Reifenfüllen: Die Verwendung von<br />

Stickstoff dieser Reinheit kann helfen,<br />

den Reifendruck länger aufrechtzuerhalten<br />

und eine Oxidation des Gummis<br />

zu verhindern.<br />

– Brandschutz: In Umgebungen mit<br />

Brandgefahr, wie in Kohlebergwerken<br />

oder Chemiewerken, kann dieses<br />

Reinheitsniveau genutzt werden, um<br />

eine träge Atmosphäre zu erzeugen.<br />

99 % bis 99,99 % Stickstoffreinheit<br />

Bei diesem Stickstoffniveau sind die<br />

Hauptziele, die Haltbarkeit von Produkten<br />

in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

zu verlängern, wobei<br />

die Endproduktqualität erhalten bleiben<br />

soll: Geschmack, Farbe, Geruch.<br />

Dieser Prozess kann auch als Blanketing/Abdecken<br />

bezeichnet werden.<br />

Die andere Anwendung ist die<br />

Inertation von Materialien im Kontakt<br />

mit gefährlichen Gasen oder Flüssigkeiten<br />

(Inertisierung).<br />

– Verpackung mit modifizierter<br />

Atmos phäre: Durch die Reduzierung<br />

des Sauerstoffkontakts und verlangsamte<br />

Oxidation und mikrobielles<br />

Wachstum bleibt die Integrität des<br />

Endprodukts erhalten (Fleisch, vorgekochte<br />

Lebensmittel, Käse/Butter<br />

oder sogar pharmazeutische Produkte).<br />

– Getränkeabgabe: In der Getränkeindustrie<br />

wird es verwendet,<br />

um das Geschmacksprofil von Bier,<br />

Wein, Milch, Erfrischungsgetränken<br />

(Saft, Mineralwasser, Limonade) oder<br />

Ölen (Oliven, Sojabohnen usw.) aufrechtzuerhalten.<br />

– kontrollierte Lagerung in der Atmosphäre<br />

(Obst und Gemüse).<br />

– Inertisierung (Öl- und Gasanlagen,<br />

Erdgasreinigung, Kessellagerungen<br />

usw.).<br />

Stickstoffreinheit von 99,9 % bis<br />

99,999 %<br />

Höhere Reinheitswerte sind für sensiblere<br />

Anwendungen erforderlich,<br />

bei denen selbst kleine Sauerstoffmengen<br />

die Produktqualität negativ<br />

beeinflussen und die Prozesssicherheit<br />

direkt gefährden können.<br />

– Laserschneiden: Beim Laserschneiden<br />

wird hochreiner Stickstoff als<br />

Hilfsgas verwendet, um Oxidation<br />

zu verhindern und einen sauberen<br />

Schnitt zu gewährleisten.<br />

– Elektronikherstellung: Diese Reinheit<br />

ist entscheidend, um während<br />

des Lötens und anderer Fertigungsprozesse<br />

eine träge Atmosphäre zu<br />

erzeugen und so Fehler zu vermeiden.<br />

70 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Stickstoffgeneratoren<br />

– Gasunterstütztes Spritzgießen<br />

(GID): In dieser Branche wird Stickstoff<br />

verwendet, um Rohstoffe sicher<br />

zu verdrängen, was hilft, freie Kanäle<br />

zu schaffen und Defekte zu reduzieren.<br />

– Schützende Atmosphäre im explosiven<br />

Bereich (ATEX): Als Inertgas wird<br />

Stickstoff verwendet, um eine nicht<br />

brennbare Atmosphäre zu erzeugen,<br />

insbesondere zu Wartungszwecken.<br />

99,999 % und mehr (UHP – Ultra<br />

hohe Reinheit)<br />

Die anspruchsvollsten Anwendungen<br />

erfordern ultrareinen Stickstoff,<br />

um die Beschaffenheit des Endprodukts<br />

zu gewährleisten.<br />

– chemische Industrie: UHP-Stickstoff<br />

wird in verschiedenen chemischen Prozessen<br />

verwendet, um unerwünschte<br />

Reaktionen zu verhindern und die Reinheit<br />

des Produkts sicherzustellen.<br />

– Pharmazeutika: In der Pharmaindustrie<br />

wird es verwendet, um eine<br />

sterile und inerte Umgebung für Herstellung<br />

und Verpackung zu schaffen.<br />

Der Preis von „zu rein“<br />

In vielen technischen und industriellen<br />

Anwendungen scheint das Streben<br />

nach höchstmöglicher Reinheit<br />

eine sichere Wahl zu sein. Bei der<br />

Stickstofferzeugung vor Ort kann diese<br />

Denkweise jedoch zu erheblichen<br />

und unnötigen Kosten führen. Die<br />

Wahrheit ist, dass die Beziehung zwischen<br />

Stickstoffreinheit und Produktionskosten<br />

nicht linear ist – sie ist<br />

exponentiell. Dieses Prinzip zu verstehen<br />

ist entscheidend, um Ihr Betriebsbudget<br />

zu optimieren, ohne die<br />

Qualität zu beeinträchtigen.<br />

Die Hauptkosten für die Stickstofferzeugung<br />

sind die Energie, die benötigt<br />

wird, um den Luftkompressor zu<br />

betreiben, der das System versorgt.<br />

Das liegt daran, dass es mit sinkender<br />

Sauerstoffkonzentration schwieriger<br />

wird, die verbleibenden Sauerstoffmoleküle<br />

zu isolieren und zu<br />

entfernen. Das System muss härter<br />

arbeiten, mehr Luft verarbeiten oder<br />

längere Zyklen laufen, um die letzten<br />

Teile pro Million (PPM) zu erfassen.<br />

Diese erhöhte Arbeitsbelastung<br />

führt direkt zu einer höheren Stromrechnung.<br />

Beispiel: Laserschneiden – Bauteile<br />

aus Edelstahl<br />

Anwendungsanforderung: Eine Metallverarbeitungswerkstatt<br />

verwendet<br />

Stickstoff als Hilfsgas zum Laserschneiden<br />

von 5 mm dicken<br />

Weichstahlplatten. Die Funktion des<br />

Stickstoffs besteht darin, Oxidation<br />

an der Schnittkante zu verhindern<br />

und eine saubere, lackreife Oberfläche<br />

zu erhalten.<br />

Ausreichende Reinheit<br />

99,95 % Stickstoff ist der Industriestandard<br />

für diese Aufgabe. Er bietet<br />

bei hohen Geschwindigkeiten eine<br />

hochwertige, oxidfreie Schnittkante.<br />

Das „zu reine“ Szenario<br />

Die Werkstatt investiert in ein Stickstofferzeugungssystem<br />

mit einer Bewertung<br />

von 99,999 % (oft Ultra High<br />

Purity oder UHP genannt), das typischerweise<br />

für das Schneiden exotischer<br />

Materialien wie Titan oder<br />

sehr dicker Edelstahl bestimmt ist.<br />

Die finanziellen Auswirkungen<br />

Kapitalaufwendungen<br />

Ein UHP-Stickstoffgenerator ist deutlich<br />

komplexer und daher anfangs<br />

teurer als ein Standardsystem von<br />

99,95 %. Die Anfangsinvestition<br />

könnte um 40–60 % höher sein.<br />

Betriebskosten<br />

Die Energiekosten zur Stickstoffproduktion<br />

von 99,999 % können über<br />

30 % höher sein, als die von 99,95 %.<br />

Für ein Unternehmen kann dies zusätzliche<br />

Stromkosten um 2.000 bis<br />

5.000 EUR bedeuten.<br />

Das Ergebnis<br />

Das Unternehmen hat mehr für die<br />

anfängliche Ausrüstung ausgegeben<br />

und zahlt weiterhin einen Aufpreis<br />

für seine monatlichen Nebenkosten<br />

– alles für eine hochwertige Qualität<br />

auf Weichstahl, die sich nicht von<br />

einem mit dem wirtschaftlicheren<br />

99,95 %-Reingas-Gas unterscheiden<br />

lässt.<br />

Wie man die richtige Reinheit<br />

bestimmt<br />

Um die richtige Stickstoffreinheit für<br />

Ihre Anwendung zu bestimmen, beachten<br />

Sie Folgendes:<br />

Anmeldevorschriften<br />

Was ist der maximal zulässige Sauerstoffgehalt<br />

für Ihren Prozess?<br />

Industriestandards<br />

Gibt es branchenspezifische Standards<br />

oder Vorschriften, die das erforderliche<br />

Reinheitsniveau vorschreiben?<br />

Kosten-Nutzen-Analyse<br />

Was ist der Kompromiss zwischen<br />

den Kosten einer höheren Reinheit<br />

und den potentiellen Vorteilen einer<br />

verbesserten Produktqualität oder<br />

Prozesseffizienz?<br />

Fazit<br />

Die Wahl der richtigen Stickstoffreinheit<br />

ist eine entscheidende Entscheidung,<br />

die erhebliche Auswirkungen<br />

auf Ihr Unternehmen haben kann. Indem<br />

Sie die Anforderungen Ihrer Anwendung<br />

sorgfältig bewerten und Experten<br />

auf dem Gebiet konsultieren,<br />

können Sie sicherstellen, dass Sie die<br />

für Ihre Bedürfnisse geeignete und<br />

kostengünstigste<br />

Stickstoffreinheit<br />

verwenden. Das hilft Ihnen nicht nur,<br />

Ihre Prozesse zu optimieren und die<br />

Produktqualität zu verbessern, sondern<br />

auch langfristig erhebliche Einsparungen<br />

zu erzielen.<br />

OMEGA AIR d.o.o. Ljubljana<br />

Ljubljana, Slovenia<br />

info@omega-air.si<br />

www.omega-air.si<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

71


Kompressoren und Systeme<br />

Drucklufterzeugung<br />

Green Smart Factory<br />

Druckluft für klimaneutrale Produktion<br />

Dipl. Betriebswirtin, MA Daniela Koehler, Dipl.-Ing. (FH) Gerhart Hobusch<br />

Komplett klimaneutral zu produzieren<br />

ist keine Utopie. Die „Green<br />

Smart Factory“ zeigt, wie Wirtschaftlichkeit,<br />

Qualität und Verantwortung<br />

zusammengehen. Hochintelligente<br />

Drucklufterzeugung spielt<br />

dabei eine wesentliche Rolle.<br />

Die Geschäftsführer von Heizomat<br />

sind nicht nur Visionäre. Es sind Menschen,<br />

die die Visionen, die sie haben,<br />

zielstrebig umsetzen. Egal, wie<br />

„unmöglich“ dies zunächst aussehen<br />

mag, welche Herausforderungen es<br />

zu handhaben gilt oder wie lange es<br />

dauert. Der Erfolg gibt ihnen Recht.<br />

Das Unternehmen hat sich innerhalb<br />

von nur einer Generation zum führenden<br />

Anbieter im Bereich Heiztechnik<br />

und Energielösungen entwickelt.<br />

Nun folgt ein weiterer Meilenstein<br />

mit Vorreiterpotential. Seit September<br />

2025 ist die neue „Green Smart<br />

Factory“ in Betrieb - eine Produktionsstätte,<br />

die mit dem Ziel konzipiert<br />

wurde, umweltfreundliche Produktionstechniken<br />

so einzusetzen, dass<br />

die gesamte Produktion am Ende klimaneutral<br />

erfolgt.<br />

Heizomat stellt in der Green Smart<br />

Factory unter anderem einen selbst<br />

entwickelten Palettenhacker her. Mit<br />

diesem werden alte Paletten und<br />

Resthölzer, die in jeder Produktion<br />

anfallen und die ansonsten entsorgt<br />

werden müssten, zu hochwertigen<br />

Holzhackschnitzeln verarbeitet. Mit<br />

diesen Hackschnitzeln lässt sich so nahezu<br />

klima- und kostenneutral heizen.<br />

Erneuerbare Energie ist das Fundament<br />

der Produktion. So ist unter anderem<br />

der Bau eines eigenen Windrades<br />

vorgesehen, auf dem Dach<br />

befindet sich natürlich eine Photovoltaikanlage<br />

und zusammen mit einem<br />

hauseignen Holzvergaser wird Strom<br />

so nachhaltig wie möglich erzeugt. Ergänzt<br />

wird das System durch Strom-<br />

und Wärmespeicher und in der Halle<br />

selbst sorgen eine ganze Reihe weiterer<br />

innovativer Lösungen dafür,<br />

dass der energetische Fußabdruck<br />

der Produktion in Richtung Null tendiert.<br />

Diese konsequente Ausrichtung<br />

auf erneuerbare Energien ist<br />

nicht nur ein ökologisches Bekenntnis,<br />

sondern integraler Bestandteil<br />

Abb. 1: Die hochmoderne und innovative Druckluftstation ist ein Herzstück<br />

der Green Smart Factory.<br />

der Produktionsstrategie. Energie<br />

wird nicht als externer Kostenfaktor<br />

betrachtet, sondern als steuerbare<br />

Ressource innerhalb eines geschlossenen<br />

Systems.<br />

Energieorientierte Produktionssteuerung<br />

Ein wesentliches Merkmal der Green<br />

Smart Factory ist die enge Kopplung<br />

von Produktion und Energieverfügbarkeit.<br />

Üblicherweise wird einschichtig<br />

produziert – ein Modell, das sowohl<br />

den Mitarbeitern zugutekommt<br />

als auch den Einsatz erneuerbarer<br />

Energien optimiert. Im Sommer wird<br />

die Produktionsdauer gezielt auf die<br />

Tagesstunden mit hoher Photovoltaik-Leistung<br />

ausgeweitet und etwas<br />

länger gearbeitet, um die Kapazität<br />

der Anlage zur Stromerzeugung optimal<br />

auszunutzen. Energieintensive<br />

Prozesse wie die Stickstofferzeugung<br />

werden ausschließlich dann aktiviert,<br />

wenn ausreichend „grüne“ Stromressourcen<br />

zur Verfügung stehen.<br />

Diese Logik ist vollständig automatisiert:<br />

Druckluft- und Stickstofferzeugung<br />

sind an das Manufacturing<br />

Execution System (MES) angebunden<br />

und damit direkt mit dem eingesetzten<br />

ERP-System (Enterprise<br />

Ressource Planing) für den Maschinen-<br />

und Anlagenbau verknüpft. Das<br />

Ergebnis ist eine durchgängige, medienbruchfreie<br />

Fertigungssteuerung<br />

von der Auftragsbearbeitung über<br />

die Produktion bis hin zur Lagerlogistik<br />

– eben smart. Automatisierte<br />

Rückmeldungen und Lagerabgleiche<br />

sorgen dafür, dass der Fertigungsfortschritt<br />

jederzeit transparent und<br />

nachvollziehbar bleibt. Durch große<br />

Lagerflächen, die sich unter anderem<br />

im Keller der Produktion befinden,<br />

kann Rohware „vorgekauft“ und gelagert<br />

werden, so können bei für den<br />

Einkauf guten Marktpreisen große<br />

Mengen auf Vorrat beschafft werden.<br />

72 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Drucklufterzeugung<br />

Über „Aufzüge“ gelangt die Rohware<br />

dann just in time im Produktionsprozess<br />

in die Produktion.<br />

Smart Machines und vernetzte<br />

Prozesse<br />

Herzstück der Green Smart Factory<br />

sind hochgradig vernetzte, intelligente<br />

Produktionsmaschinen. Diese<br />

so genannten „Smart Machines“<br />

ermöglichen eine flexible, effiziente<br />

und ressourcenschonende Fertigung,<br />

indem sie Produktionsparameter<br />

selbstständig anpassen und Abweichungen<br />

oder Fehler in Echtzeit erkennen.<br />

Voraussetzung dafür ist eine<br />

durchgängige IT-Vernetzung: Über<br />

IoT-fähige Systeme kommunizieren<br />

Maschinen, Produktionslinien und<br />

die gesamte Fabrikinfrastruktur kontinuierlich<br />

miteinander. Der daraus<br />

entstehende Datenfluss verschafft<br />

den Verantwortlichen maximale<br />

Transparenz und erlaubt es, Prozesse<br />

laufend zu optimieren. Produktionsplanung,<br />

Materialfluss und Energieeinsatz<br />

werden so nicht nur automatisiert,<br />

sondern auch dynamisch an<br />

aktuelle Rahmenbedingungen angepasst<br />

– ein entscheidender Baustein<br />

für Effizienz und Nachhaltigkeit.<br />

Druckluft als wichtige Energieform<br />

In dieser vernetzten Produktionsumgebung<br />

kommt der Druckluftversorgung<br />

eine besondere Bedeutung<br />

zu. Druckluft ist in industriellen Fertigungsprozessen<br />

genauso wichtig<br />

wie Strom. Fällt der Strom aus, steht<br />

die Produktion still, fällt die Druckluft<br />

aus ebenso. Entsprechend hoch<br />

sind die Anforderungen an Effizienz,<br />

Verfügbarkeit und Qualität. Den Geschäftsführern<br />

von Heizomat war<br />

dies bewusst und sie beauftragten<br />

als Projektpartner der Green Smart<br />

Factory einen Druckluftsystemanbieter<br />

mit herausragendem Knowhow<br />

in diesem Bereich. Kaeser Kompressoren<br />

übernahm die Planung<br />

und Umsetzung einer maßgeschneiderten<br />

Druckluftstation.<br />

den gesamten Druckluftbedarf der<br />

Produktion zuverlässig, energieeffizient<br />

und wirtschaftlich ab. Gebraucht<br />

wird zum Beispiel Werksluft für die<br />

modernen Produktionsanlagen oder<br />

auch Druckluft als Vorstufe für die<br />

Stickstofferzeugung vor Ort. Der mittels<br />

Druckwechseladsorption (PSA)<br />

erzeugte hochreine Stickstoff wird<br />

wiederum insbesondere für sensible<br />

Prozesse wie die Lasermaterialbearbeitung<br />

eingesetzt. Je nach Bedarf<br />

wird der Stickstoff direkt verbraucht<br />

oder nachgeschaltet verdichtet und<br />

in Stickstoff-Bündeln gespeichert.<br />

Vernetzte Druckluftstation als<br />

Energiemanagement-Baustein<br />

Die Druckluftstation ist vollständig<br />

in diese digitale Systemlandschaft<br />

integriert. Herzstück ist ein übergeordnetes<br />

Druckluftmanagementsystem<br />

(in diesem Fall der so genannte<br />

Sigma Air Manager). Er fungiert als<br />

zentrales Steuerungselement und ist<br />

gleichzeitig Schnittstelle zur Leittechnik.<br />

Die Drucklufterzeugung erfolgt<br />

über mehrere <strong>Komponenten</strong>. Ein<br />

drehzahlgeregelter Schraubenkompressor<br />

deckt die Grundlast ab. In Abhängigkeit<br />

vom aktuellen Druckluftbedarf<br />

liefert er den entsprechenden<br />

Volumenstrom beim benötigten Betriebsdruck<br />

in das Druckluftnetz und<br />

passt diesen kontinuierlich an den<br />

aktuellen Bedarf an. Zwei kleinere<br />

Spitzenlastanlagen mit fester Drehzahl<br />

können bei höherem Bedarf<br />

Abb. 3: Der Sigma Air Manager ist das intelligente<br />

„Gehirn“, das alle <strong>Komponenten</strong> vernetzt<br />

und für optimale Druckluftversorgung<br />

zuständig ist.<br />

zugeschaltet werden, dienen aber<br />

hauptsächlich als Redundanz. Auch<br />

die Druckluftaufbereitung ist redundant<br />

ausgelegt: Zwei parallele Linien<br />

mit Kältetrocknern und nachgeschalteten<br />

Koaleszenz-Mikrofiltern stellen<br />

die erforderliche Druckluftqualität<br />

sicher. Dies ist insbesondere für<br />

sensible Anwendungen wie das vollautomatische<br />

Laserschneiden von<br />

zentraler Bedeutung.<br />

Druckluftqualität nach ISO 8573-1<br />

Die geforderte Druckluftqualität orientiert<br />

sich an der ISO-Norm 8573-1<br />

(2010). Für die Anwendungen in der<br />

Green Smart Factory wurde die Klas-<br />

Die intelligente Druckluftstation ist<br />

mit allem an Innovationen und Features<br />

ausgestattet, was der derzeitige<br />

Stand der Technik hergibt. Sie deckt<br />

Abb. 2: Hergestellt wird in der Green Smart Factory ein Palettenhacker, der alte Paletten in<br />

wertvolle Hackschnitzel verwandelt.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

73


Kompressoren und Systeme<br />

Drucklufterzeugung<br />

ist ein Umgebungssensor installiert,<br />

der kontinuierlich den Umgebungsluftdruck,<br />

die Umgebungstemperatur<br />

und die relative Luftfeuchte erfasst.<br />

Diese Daten geben Aufschluss über<br />

die Betriebsbedingungen der Station<br />

und erlauben Rückschlüsse auf die<br />

erforderliche Kühlung. Alle Messdaten<br />

werden über das Netzwerk in<br />

Echtzeit an die übergeordnete Steuerung<br />

übertragen. Sie können in der<br />

Folge zum Beispiel dazu genutzt werden,<br />

die Lüftungstechnik automatisch<br />

anzusteuern.<br />

Wärmerückgewinnung und Kreislaufdenken<br />

Abb. 4: Druckhaltesysteme, zahlreiche Sensoren und dezentrale Sicherheitsstufen sorgen dafür,<br />

dass immer die optimale Druckluftversorgung gewährleistet ist.<br />

Abb. 5: Die Abwärme der Kompressoren wird über Wärmerückgewinnung zur Klimatisierung<br />

für die Hallen genutzt.<br />

Ein weiterer zentraler Effizienzbaustein<br />

ist die integrierte Wärmerückgewinnung.<br />

Die Abwärme, die bei der<br />

Produktion der Druckluft entsteht,<br />

wird in der Green Smart Factory in einen<br />

50-m³-Wärmeschichtenspeicher<br />

eingespeist und zur Beheizung der<br />

Produktions- und Büroflächen über<br />

Deckenstrahlplatten genutzt. Im<br />

Sommer können die Platten mit alternativer<br />

Wasserversorgung auch<br />

zur Raumkühlung eingesetzt werden<br />

und somit ebenfalls für ein angenehmes<br />

Raumklima sorgen. Prinzipiell<br />

wäre sogar die Erweiterung um<br />

eine Adsorptionskälteanlage denkbar.<br />

Diese könnte im Sommer Wärme<br />

in Kälte umwandeln. Voraussetzung<br />

dafür wäre allerdings ein, über<br />

längere Phasen möglichst konstanter<br />

Wärmestrom und bestimmte Mindesttemperaturen<br />

des aufgeheizten<br />

Wassers.<br />

sifizierung 1: 4: 2 (Partikel: Wasser:<br />

Öl) festgelegt. Diese Anforderungen<br />

liegen in Teilen sogar über den Reinheitsvorgaben<br />

der Reinraumklasse<br />

5 gemäß ISO 14644-1 und verdeutlichen<br />

den hohen Qualitätsanspruch<br />

der Produktion. Die Einhaltung dieser<br />

Grenzwerte wird durch eine Kombination<br />

aus zentraler Aufbereitung,<br />

Druckhaltesystemen und dezentralen<br />

Sicherheitsstufen gewährleistet.<br />

In den Zuleitungen zu besonders sensiblen<br />

Anlagen sind zusätzliche Filterkombinationen<br />

aus Mikro- und Aktivkohlefiltern<br />

installiert. Damit wird der<br />

Gesamtkohlenwasserstoffgehalt lokal<br />

auf Klasse 1 (0,01 mg/m³) begrenzt.<br />

Monitoring, Messtechnik und Qualitätssicherung<br />

Die Überwachung der Druckluftqualität<br />

erfolgt über ein umfassendes<br />

Multisensor-Messkonzept. Sensoren<br />

für Druck, Temperatur, Feuchte und<br />

Drucktaupunkt sind vor und nach<br />

der zentralen Druckluftaufbereitung<br />

installiert. Ergänzt wird das System<br />

durch thermische Massenstromsensoren,<br />

die auch kleinste Volumenströme<br />

– etwa durch Leckagen – zuverlässig<br />

erfassen. Im Detail heißt<br />

das zum Beispiel: Zur Überwachung<br />

der Ansaug- bzw. der Umgebungsbedingungen<br />

in der Druckluftstation<br />

Nachhaltige Kondensataufbereitung<br />

Genauso wie Wärme fällt auch bei<br />

jeder Drucklufterzeugung Kondensat<br />

an. Dieses entsteht durch den je<br />

nach Jahreszeit und Wettersituation<br />

schwankenden Feuchtigkeitsgehalt<br />

in der Ansaugluft. Kühlt die Luft nach<br />

der Erzeugung ab, bildet sich mehr<br />

oder weniger Kondensat im Druckluftnachkühler<br />

bzw. in geringerem<br />

Maß im nachgeschalteten Kältetrockner.<br />

Das Kondensat wird durch<br />

ein effektives Abscheidesystem von<br />

der Druckluft selbst getrennt und<br />

einem Kondensataufbereitungssystem<br />

zugeführt.<br />

74 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Drucklufterzeugung<br />

Abb. 6: Der große Tank bietet ausreichend<br />

Speicher und im davor aufgestellten Aquamat<br />

wird Kondensat umweltfreundlich aufbereitet.<br />

Wie in allen Bereichen setzt die<br />

Green Smart Factory auch bei der<br />

Kondensataufbereitung auf moderne,<br />

vernetzte Technik. Mit dem<br />

AQUAMAT i.CF kommt ein aktives<br />

System mit sensorbasierter Überwachung<br />

der Filterauslastung zum<br />

Einsatz. Eine sichere, aktive Kondensataufbereitung<br />

mit optimaler<br />

Auslastung der Filterkapazität, Überwachung<br />

der Auslastung und der eingesetzten<br />

geschlossenen Filterkartuschen<br />

mittels Sensoren, bei der die<br />

Prozessdaten und Meldungen ebenfalls<br />

über das Netzwerk der Druckluftstation<br />

bereitgestellt werden. Der<br />

Service ist planbar, sicher, hygienisch<br />

und ergonomisch. Bei Bedarf ist das<br />

System modular erweiterbar, das<br />

heißt, es kann auch nachträglich an<br />

die jeweils benötigte Kapazität angepasst<br />

werden.<br />

Fazit<br />

Die Green Smart Factory von Heizomat<br />

zeigt eindrucksvoll, wie eine CO 2<br />

-<br />

neutrale Industrieproduktion durch<br />

die intelligente Verzahnung von Energieerzeugung,<br />

Digitalisierung und<br />

effizienter Drucklufttechnik realisiert<br />

werden kann. Die vernetzte Druckluftversorgung<br />

ist dabei weit mehr<br />

als ein Versorgungsmedium: Sie ist<br />

integraler Bestandteil eines ganzheitlichen<br />

Energie- und Produktionskonzepts<br />

– smart, effizient und konsequent<br />

nachhaltig. Eine Vision, die<br />

Wirklichkeit wurde und viele inspirieren<br />

möchte und eine Green Smart<br />

Factory, die im Übrigen für Besucher<br />

offen ist.<br />

Autoren:<br />

Dipl. Betriebswirtin, MA Daniela Koehler,<br />

Pressesprecherin;<br />

Dipl.-Ing. (FH) Gerhart Hobusch, Leitung<br />

Application Engineering Deutschland,<br />

beide Kaeser Kompressoren SE, Coburg,<br />

Deutschland<br />

EFFIZIENTES KRAFTPAKET<br />

DIE IK 22–BAUREIHE | DIREKT GEKUPPELT<br />

FÜR HÖCHSTE WIRTSCHAFTLICHKEIT UND<br />

KOMPROMISSLOSE ZUVERLÄSSIGKEIT<br />

› Maximaler Wirkungsgrad durch direktgekuppelten Antrieb<br />

› Horizontaler Aufbau spart Platz und ermöglicht schnelle<br />

und einfache Wartung<br />

› Kompromisslose BAUER Qualität für maximale<br />

Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit im Dauerbetrieb<br />

› Serienmäßig ab Werk B-CLOUD ready für Fernzugriff,<br />

Remote-Monitoring und B-APP Zugriff<br />

› 22 – 37 kW<br />

› 600 – 4.200 l/min<br />

› 55 – 525 bar<br />

› Luft, Stickstoff, Helium, Heliox,<br />

Argon, Neon<br />

www.bauer-kompressoren.de<br />

Jetzt<br />

Produktdetails<br />

entdecken<br />

NEU!


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftkompressoren<br />

Fehlerbehebung bei Druckluftkompressoren:<br />

Ein umfassender Leitfaden<br />

zur schnellen Problemlösung<br />

Rodrigo Varela<br />

In modernen Industriebetrieben dienen<br />

Druckluftsysteme als wichtige<br />

Versorgungseinrichtungen, die zahlreiche<br />

Prozesse antreiben. Wenn<br />

diese Systeme ausfallen, können<br />

sich die Auswirkungen schnell auf<br />

die gesamte Anlage ausbreiten, was<br />

zu kostspieligen Ausfallzeiten und<br />

Produktionsverlusten führen kann.<br />

Das Verständnis effektiver Techniken<br />

zur Fehlerbehebung ist daher<br />

für Wartungsteams und Betriebspersonal,<br />

die sich auf diese Systeme<br />

verlassen, unerlässlich.<br />

In diesem Artikel werden die Grundlagen<br />

der Fehlerbehebung bei Druckluftkompressoren<br />

untersucht. Dabei<br />

werden nicht nur die technischen Aspekte<br />

der Diagnoseverfahren untersucht,<br />

sondern auch der methodische<br />

Ansatz, der zur effizienten Identifizierung<br />

und Behebung von Problemen<br />

erforderlich ist. Durch die Implementierung<br />

eines strukturierten<br />

Fehlerbehebungsprozesses können<br />

Unternehmen die Auswirkungen von<br />

Ausfällen von Druckluftsystemen erheblich<br />

reduzieren und eine optimale<br />

Betriebsleistung aufrechterhalten.<br />

Was bedeutet Problembehandlung?<br />

Die Fehlerbehebung ist der systematische<br />

Prozess der Identifizierung,<br />

Analyse und Lösung von Problemen<br />

innerhalb eines Systems oder einer<br />

Maschine. Anstatt auf Vermutungen<br />

zu setzen, folgt die richtige Problembehandlung<br />

einem methodischen Ansatz,<br />

der Variablen isoliert und Hypothesen<br />

in einer logischen Reihenfolge<br />

testet. Das grundlegende Ziel besteht<br />

darin, die Ursache einer Fehlfunktion<br />

zu ermitteln und den normalen<br />

Betrieb so schnell und effizient wie<br />

möglich wiederherzustellen, um Ausfallzeiten<br />

zu minimieren und wiederkehrende<br />

Probleme zu vermeiden.<br />

Im Zusammenhang mit Druckluftsystemen<br />

erfordert eine effektive<br />

Fehlerbehebung sowohl technische<br />

Kenntnisse der Ausrüstung als auch<br />

eine strukturierte Problemlösungsmethodik.<br />

Dieser duale Ansatz stellt<br />

sicher, dass Wartungsteams eine Vielzahl<br />

potentieller Probleme lösen können,<br />

von einfachen Filterblockaden bis<br />

hin zu komplexen Ausfällen des Steuerungssystems.<br />

Wie kann sich eine Betriebsstörung<br />

auf Ihren Betrieb auswirken?<br />

Wenn ein Druckluftsystem ausfällt,<br />

gehen die Folgen weit über das unmittelbare<br />

mechanische Problem<br />

hinaus. Berücksichtigen Sie die folgenden<br />

Auswirkungen:<br />

1. Produktionsstillstand:<br />

Für viele Fertigungsprozesse ist Druckluft<br />

ein unverzichtbares Hilfsmittel.<br />

Ohne sie können Produktionslinien<br />

vollständig zum Erliegen kommen,<br />

was zu Engpässen im gesamten Betrieb<br />

führen kann.<br />

2. Finanzielle Verluste:<br />

Ausfallzeiten führen direkt zu finanziellen<br />

Verlus ten durch verfehlte Produktionsziele<br />

und ungenutzte Arbeitskosten.<br />

Branchenschätzungen zufolge<br />

können Ausfallzeiten bei mittleren bis<br />

großen Fertigungsbetrieben zwischen<br />

11.500 und 58.000€ pro Stunde kosten.<br />

3. Lieferverzögerungen:<br />

Produktionsunterbrechungen führen<br />

häufig zu Lieferengpässen bei Kunden,<br />

was Geschäftsbeziehungen schädigen<br />

und zu Reputationsverlusten<br />

führen kann, insbesondere in Just-in-<br />

Time-Produktionsumgebungen.<br />

4. Qualitätsprobleme:<br />

Zeitweise auftretende Probleme mit<br />

dem Druckluftsystem führen möglicherweise<br />

nicht zu vollständigen Abschaltungen,<br />

können jedoch zu Qualitätsmängeln<br />

bei Produkten führen, die<br />

auf präzise pneumatische Funktionen<br />

angewiesen sind.<br />

5. Zusätzlicher Stress:<br />

Systemausfälle setzen Wartungsteams<br />

und Produktionsleiter unter<br />

Druck, Probleme schnell zu lösen,<br />

was möglicherweise zu überstürzten<br />

76 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftkompressoren<br />

Entscheidungen und unvollständigen<br />

Reparaturen führen kann.<br />

Angesichts dieser erheblichen Auswirkungen<br />

ist ein systematischer Ansatz<br />

zur Fehlerbehebung nicht nur hilfreich,<br />

sondern auch unerlässlich für<br />

die betriebliche Widerstandsfähigkeit.<br />

So führen Sie die Fehlerbehebung<br />

effektiv durch (Schritt für Schritt)<br />

1. Die erste Regel des Detektivs:<br />

Aufmerksam zuhören<br />

Befragen Sie zunächst die Bediener<br />

zu Symptomen, Zeitpunkt und Veränderungen,<br />

bevor das Problem auftrat.<br />

Fragen Sie nach ungewöhnlichen Geräuschen,<br />

Leistungsänderungen oder<br />

Warnanzeigen. Fragen wie „Macht<br />

der Kompressor ungewöhnliche Geräusche?<br />

„oder „Hat er plötzlich aufgehört?"<br />

kann wichtige Erkenntnisse<br />

liefern und vor der physischen Inspektion<br />

ein grundlegendes Verständnis<br />

vermitteln.<br />

2. Die Macht der Beobachtung:<br />

Visuelle Bewertung<br />

Führen Sie eine gründliche Sichtprüfung<br />

auf offensichtliche Probleme<br />

durch. Achten Sie auf Öllecks, gerissene<br />

Schläuche, lose Kabel oder verstopfte<br />

Lüftungsöffnungen. Überprüfen Sie die<br />

Manometer, Temperaturanzeigen und<br />

Warnleuchten. Prüfen Sie die Riemenspannung,<br />

die Ausrichtung der Kupplung<br />

und Anzeichen von Überhitzung<br />

oder Vibration. Diese Überprüfungen<br />

können Sicherheitsrisiken identifizieren,<br />

die sofortige Aufmerksamkeit erfordern,<br />

bevor eine eingehendere Fehlerbehebung<br />

eingeleitet wird.<br />

3. Zurück zu den Grundlagen:<br />

Überprüfung der Leistung und des<br />

Volumenstroms<br />

Überprüfen Sie die grundlegenden<br />

Betriebsanforderungen. Sorgen Sie<br />

für eine ordnungsgemäße Stromversorgung<br />

mit der richtigen Spannung.<br />

Vergewissern Sie sich, dass die Notstopps<br />

ordnungsgemäß zurückgesetzt<br />

sind. Untersuchen Sie die Ansaugfilter<br />

auf Verstopfungen und<br />

die Kühlsysteme auf ihre einwandfreie<br />

Funktion. Vergewissern Sie sich,<br />

dass die Leistungsschalter und Sicherungen<br />

intakt sind. Diese grundlegenden<br />

Prüfungen lösen oft scheinbar<br />

komplexe Probleme schnell.<br />

4. Der methodische Verstand:<br />

Strukturierte Diagnose<br />

Verwenden Sie Checklisten zur Problembehandlung,<br />

die die Symptome<br />

den wahrscheinlichen Ursachen zuordnen.<br />

Folgen Sie einem logischen<br />

Eliminierungsprozess, bei dem Sie<br />

anhand der Symptome von den meisten<br />

zu den am wenigsten wahrscheinlichen<br />

Problemen abarbeiten.<br />

Den Kontext finden Sie in der Herstellerdokumentation<br />

und in der Wartungshistorie.<br />

Betrachten Sie sowohl<br />

mechanische <strong>Komponenten</strong> als auch<br />

Steuerungssysteme als potentielle<br />

Problemquellen.<br />

5. Die wissenschaftliche Methode:<br />

Variablen isolieren<br />

Testen Sie jeweils eine Komponente,<br />

um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge<br />

eindeutig zu identifizieren.<br />

Wenn Sie vermuten, dass der Filter<br />

verstopft ist, tauschen Sie ihn aus und<br />

testen Sie ihn, bevor Sie weitere Änderungen<br />

vornehmen. Dokumentieren<br />

Sie jeden Test und jedes Ergebnis.<br />

Isolieren Sie Rohrabschnitte, um<br />

Leckagen zu lokalisieren, oder umgehen<br />

Sie Steuerkomponenten, um Fehler<br />

zu identifizieren. Vermeiden Sie es,<br />

mehrere Änderungen gleichzeitig vorzunehmen,<br />

wodurch nicht klar wird,<br />

welche Aktion das Problem gelöst hat.<br />

6. Die Lösung des Experten:<br />

Präzises Eingreifen<br />

Implementieren Sie geeignete Lösungen<br />

mit Präzision. Ersetzen Sie die<br />

<strong>Komponenten</strong> durch vom Hersteller<br />

angegebene Teile. Verwenden Sie<br />

die richtigen Techniken für Reparaturen,<br />

um neue Probleme zu vermeiden.<br />

Passen Sie die Steuerparameter<br />

sorgfältig an die betrieblichen Anforderungen<br />

an. Stellen Sie sicher, dass<br />

Korrekturen die Grundursachen angehen<br />

und nicht nur die Symptome<br />

behandeln.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

77


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftkompressoren<br />

7. Der Beweis in der Praxis:<br />

Verifizierungstests<br />

Starten Sie das System neu und beobachten<br />

Sie den Betrieb während eines<br />

vollständigen Zyklus. Überwachen Sie<br />

Druck, Temperatur und Stromverbrauch.<br />

Achte auf ungewöhnliche Geräusche<br />

oder Vibrationen. Testen Sie<br />

unter normalen Lastbedingungen, um<br />

sicherzustellen, dass die Reparaturen<br />

unter den üblichen Anforderungen<br />

funktionieren. Diese Überprüfung verhindert<br />

vorzeitige Erfolgsannahmen.<br />

8. Der Wissenstransfer:<br />

Bildungschance<br />

Erklären Sie Bedienern und Wartungspersonal,<br />

was schief gelaufen<br />

ist und warum. Geben Sie Hinweise<br />

zu Warnzeichen, die dazu beitragen<br />

könnten, ähnliche Probleme früher zu<br />

erkennen. Besprechen Sie Wartungsmaßnahmen,<br />

die den Ausfall hätten<br />

verhindern können. Dieser Wissensaustausch<br />

hilft, Wiederholungen zu<br />

verhindern und das Systemverständnis<br />

zu verbessern.<br />

9. Der historische Rekord:<br />

Umfassende Dokumentation<br />

Notieren Sie Symptome, Diagnoseschritte<br />

und Problemlösungen in Ihrem<br />

Wartungssystem. Dokumentteile<br />

wurden ausgetauscht, Anpassungen<br />

vorgenommen und Einstellungen geändert.<br />

Beachten Sie Umwelt- oder<br />

Betriebsfaktoren, die zum Ausfall beigetragen<br />

haben. Diese Dokumentation<br />

wird für zukünftige Problembehebungen<br />

wertvoll und zeigt Muster im<br />

Laufe der Zeit auf.<br />

10. Die Präventionsstrategie:<br />

Proaktive Wartungsplanung<br />

Empfehlen Sie präventive Wartungspläne,<br />

die auf dem identifizierten Problem<br />

basieren. Schlagen Sie Tools zur<br />

Zustandsüberwachung vor, die Frühwarnungen<br />

ausgeben könnten. Entwickeln<br />

Sie Checklisten für die Bedienerinspektion,<br />

um sich entwickelnde<br />

Probleme zu erkennen. Erwägen Sie<br />

Serviceverträge für eine regelmäßige<br />

professionelle Wartung. Dieser Übergang<br />

von reaktiven zu präventiven<br />

Ansätzen verbessert die Zuverlässigkeit<br />

und senkt die Betriebskosten.<br />

Fortgeschrittene Techniken zur<br />

Problembehandlung<br />

Neben den grundlegenden Schritten<br />

können mehrere fortgeschrittene<br />

Techniken die Effektivität der Fehlerbehebung<br />

verbessern:<br />

1. Datenanalyse:<br />

Verwenden Sie Trenddaten aus<br />

Überwachungssys temen, um Muster<br />

zu identifizieren, die Ausfällen vorausgehen,<br />

und ermöglichen Sie so<br />

eine vorausschauende Wartung.<br />

2. Wärmebildgebung:<br />

Verwenden Sie Infrarotkameras, um<br />

Hotspots in elektrischen <strong>Komponenten</strong><br />

oder mechanischen Systemen zu<br />

erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen.<br />

3. Ultraschallerkennung:<br />

Verwenden Sie Ultraschallgeräte, um<br />

Luftlecks zu lokalisieren, die sonst<br />

weder visuell noch hörbar zu erkennen<br />

sind.<br />

4. Schwingungsanalyse:<br />

Überwachen Sie die Schwingungssignaturen,<br />

um Lagerverschleiß,<br />

Häufig auftretende Probleme und Lösungen für Druckluftsysteme<br />

Obwohl jede Störung ihre eigenen Merkmale hat, treten bestimmte Probleme<br />

in Druckluftsystemen häufig auf:<br />

Problem Mögliche Ursachen Fehlerbehebung<br />

Niedriger<br />

Druck<br />

Übermäßiger<br />

Energieverbrauch<br />

Feuchtigkeit<br />

in Leitungen<br />

Kompressor<br />

startet nicht<br />

Übermäßiger<br />

Lärm<br />

Luftlecks, unzureichende<br />

Kompressor größe, verstopfte<br />

Filter, Probleme mit<br />

dem Steuerungs system<br />

Ineffizientes Steuerungssystem,<br />

Leckagen, Betrieb<br />

mit höherem Druck als nötig<br />

Ausgefallener oder zu<br />

kleiner Trockner, zu hohe<br />

Umgebungsfeuchte, unsachgemäßes<br />

Entleeren<br />

Elektrische Probleme,<br />

aktivierte Sicherheitskreise,<br />

Störungen im Steuerungssystem<br />

Verschlissene Lager,<br />

Fehlausrichtung der Kupplung,<br />

lose Bauteile, unsachgemäßer<br />

Einbau<br />

System auf Undichtigkeiten<br />

prüfen, Kompressorleistung<br />

bedarfsgerecht prüfen, Filter<br />

prüfen und reinigen, Druckschaltereinstellungen<br />

überprüfen<br />

Dichtheitsprüfung durchführen,<br />

Druckeinstellungen optimieren,<br />

VSD-Technologie<br />

in Betracht ziehen, Kontrollstrategie<br />

evaluieren<br />

Überprüfen Sie den Betrieb<br />

des Trockners, überprüfen<br />

Sie die Größe des Trockners,<br />

stellen Sie sicher, dass<br />

die automatischen Abflüsse<br />

funktio nieren, ziehen Sie<br />

eine Taupunktüberwachung<br />

in Betracht<br />

Stromversorgung prüfen,<br />

Not-Aus-Status überprüfen,<br />

Steuerstromkreis prüfen,<br />

Motorstarter testen<br />

Lager und Kupplungen<br />

prüfen, Montage und Isolierung<br />

prüfen, lose Bauteile<br />

festziehen, einwandfreies<br />

Fundament überprüfen<br />

78 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftkompressoren<br />

Fehlausrichtung oder Unwucht<br />

zu erkennen, bevor es zu einem<br />

katastrophalen Ausfall kommt.<br />

5. Ölanalyse:<br />

Testen Sie den Kompressorschmierstoff,<br />

um Metallpartikel<br />

zu erkennen, die auf einen Verschleiß<br />

der inneren Bauteile hinweisen.<br />

Diese fortschrittlichen Techniken<br />

können die Fehlerbehebung von<br />

einem reaktiven in einen prädiktiven<br />

Prozess umwandeln und<br />

ungeplante Ausfallzeiten erheblich<br />

reduzieren.<br />

Die Vertrautheit mit diesen häufigen<br />

Problemen beschleunigt<br />

den Fehlerbehebungsprozess, da<br />

wahrscheinliche Ansatzpunkte<br />

für Untersuchungen bereitgestellt<br />

werden.<br />

Fazit<br />

Eine effektive Fehlerbehebung bei<br />

Druckluftkompressoren erfordert<br />

ein ausgewogenes Verhältnis zwischen<br />

technischem Wissen und<br />

methodischem Ansatz. Indem sie<br />

den in diesem Artikel beschriebenen<br />

strukturierten Prozess befolgen,<br />

können Wartungsteams<br />

Probleme mit dem Druckluftsystem<br />

effizient identifizieren und<br />

lösen und so die betrieblichen<br />

Auswirkungen von Ausfällen minimieren.<br />

Zu den wichtigsten Erkenntnissen<br />

zur Verbesserung Ihres<br />

Fehlerbehebungsprozesses gehören:<br />

als auch in strukturierten Problemlösungsmethoden<br />

4. Übergang von reaktiven zu<br />

präventiven Strategien durch<br />

Berücksichtigung der aus jedem<br />

Zusammenbruch gewonnenen<br />

Erkenntnisse<br />

5. Arbeiten Sie mit Druckluftspezialisten<br />

zusammen, die<br />

Fachwissen und Unterstützung<br />

bei komplexen Problemen bieten<br />

können.<br />

Denken Sie daran, dass die effektivste<br />

Fehlerbehebung die ist, die<br />

Sie selten durchführen müssen,<br />

da präventive und vorausschauende<br />

Wartungspraktiken potentielle<br />

Probleme bereits behoben<br />

haben, bevor sie zu Ausfällen<br />

führen. Die Zusammenarbeit mit<br />

einem kompetenten Druckluft-<br />

Servicepartner kann dazu beitragen,<br />

umfassende Wartungspläne<br />

zu entwickeln, die den Bedarf an<br />

Notfallproblemen erheblich reduzieren<br />

und gleichzeitig die Zuverlässigkeit<br />

und Effizienz des<br />

Systems insgesamt verbessern.<br />

Durch die Implementierung dieser<br />

Konzepte können Unternehmen<br />

die Wartung von Druckluftsystemen<br />

von einer reaktiven<br />

Notfallreaktion zu einer strategischen<br />

Anlagenverwaltungspraxis<br />

machen und so die<br />

Verfügbarkeit verbessern, die Betriebskosten<br />

senken und die Produktionssicherheit<br />

erhöhen.<br />

Verschiebe die Grenze<br />

des Möglichen<br />

1. Gehen Sie systematisch vor,<br />

anstatt sich auf Vermutungen<br />

oder Trial-and-Error-Methoden<br />

zu verlassen<br />

2. Dokumentieren Sie gründlich,<br />

um eine institutionelle Wissensbasis<br />

aufzubauen, die zukünftige<br />

Problembehebungen unterstützt<br />

3. Schulung des Personals sowohl<br />

in den technischen Aspekten<br />

von Druckluftsystemen<br />

Autor: Rodrigo Varela,<br />

Senior Director Aftermarket,<br />

ELGi Europe<br />

ELGi Compressors s.r.l.<br />

Dreve Richelle 167<br />

1410 Waterloo, Belgien<br />

euenquiry@elgi.com<br />

www.elgi.com/eu<br />

Mit dem einzigartigen Eirich-Mischprinzip steht<br />

Dir die Welt der <strong>Prozesstechnik</strong> oen. Wir haben<br />

es erfunden und weiterentwickelt, um unsere<br />

Kunden und ihre Produkte besser zu machen.<br />

Tag für Tag.<br />

eirich.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

79


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftmanagement<br />

Smarte Wartungstools<br />

Mit effizientem Druckluftmanagement die<br />

Energiekosten um 50 Prozent reduzieren<br />

Rund 86 Prozent der Betriebskosten<br />

eines Unternehmens sind Energiekosten.<br />

Druckluft gilt dabei als sehr<br />

teure, aber unverzichtbare Energieform.<br />

Angesichts steigender Energiepreise<br />

und des zunehmenden<br />

politischen Drucks, den CO 2<br />

-Ausstoß<br />

zu reduzieren, sollten Unternehmen<br />

bei diesen „Energiefressern“<br />

daher genau hinschauen. Mit<br />

effizienten Lösungen des Kompressorenherstellers<br />

BOGE lässt sich die<br />

Hälfte der Energiekosten einsparen.<br />

Mit nachhaltiger Drucklufterzeugung<br />

Budgets und Klima schützen: Drehen<br />

Industrieunternehmen an den<br />

richtigen Stellschrauben, werden sie<br />

mit hohen Einsparpotentialen und<br />

verbesserter Wirtschaftlichkeit belohnt.<br />

So können Unternehmen beispielsweise<br />

den notwendigen Energiebedarf<br />

für die Drucklufterzeugung<br />

halbieren. Das schont Ressourcen<br />

und senkt die Betriebskosten. Mit<br />

smarten Tools von BOGE identifizieren<br />

und nutzen Unternehmen diese<br />

Potentiale.<br />

Für einen effizienten Einsatz von<br />

Druckluft sind regelmäßige Wartungen<br />

unerlässlich. Denn Verschleiß<br />

Abb. 2: Die airtelligence provis 3 optimiert kontinuierlich den Energieverbrauch:<br />

Die Reduzierung um nur 1 bar spart bereits bis zu 10 Prozent Energiekosten.<br />

an Dichtungen und Schläuchen kann<br />

erhebliche finanzielle Folgen haben.<br />

Leckagen zählen zu den häufigsten<br />

und größten Ursachen für Energieverluste<br />

in Druckluftsystemen. Ohne<br />

regelmäßige Wartung bleiben sie oft<br />

unbemerkt und verschwenden bis<br />

zu 50 Prozent der Energie einer Anlage.<br />

Um dies zu vermeiden, integriert<br />

BOGE einen Leckagemonitor<br />

in die Steuerung seiner Kompressoren.<br />

„Der Monitor erfasst die Leckagen<br />

während der Stillstandzeiten<br />

und ermöglicht so eine präzise Identifikation<br />

und schnelle Behebung<br />

von Energieverlusten. Mit minimalem<br />

Aufwand lassen sich so erhebliche<br />

Kosten einsparen“, erklärt Frank<br />

Hilbrink, Produktmanager bei BOGE.<br />

Ein wichtiger Bereich, in dem Unternehmen<br />

ihre Energiekosten senken<br />

und damit nachhaltiger wirtschaften<br />

können, ist auch die Wärmerückgewinnung.<br />

Bis zu 94 Prozent der bei<br />

der Drucklufterzeugung eingesetzten<br />

Energie lässt sich in Form von Wärme<br />

weiternutzen. BOGE führt dazu die<br />

Abwärme kompressorspezifisch aus<br />

dem Verdichtungsprozess ab. Diese<br />

wird dann beispielsweise zur Beheizung<br />

von Räumen oder zur Erzeugung<br />

von Warmwasser eingesetzt.<br />

Auch Kompressoren anderer Hersteller<br />

lassen sich mit diesem BOGE-<br />

Rückgewinnungssystem nachrüsten.<br />

Die durchschnittliche Amortisationszeit<br />

beträgt dabei nur vier Monate.<br />

Smarte Steuerung optimiert<br />

Kompressorenauslastung<br />

Abb. 1: Mit den umfangreichen Maßnahmen trägt BOGE bei seinen Partnern zur betriebswirtschaftlichen<br />

Kostensenkung bei und leistet einen aktiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit<br />

und Klimaschutz.<br />

Eine übergeordnete Steuerung<br />

wie die BOGE airtelligence provis 3<br />

macht das gesamte Druckluftmanagement<br />

effizient und flexibel. Die<br />

intelligente Steuerungslösung sorgt<br />

80 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren und Systeme<br />

Druckluftmanagement<br />

Abb. 3: Bis zu 94 Prozent der bei der Drucklufterzeugung eingesetzten Energie lässt<br />

sich in Form von Wärme weiternutzen.<br />

für eine optimale Auslastung<br />

der Druckluftsys teme. Die Software<br />

integriert unbegrenzt viele<br />

<strong>Komponenten</strong> und ermittelt bedarfsgerecht<br />

die ideale Kom-<br />

pressorkonstellation für einen<br />

bestimmten<br />

Betriebszeitpunkt.<br />

Damit eignet sich das smarte<br />

Tool besonders für einen stark<br />

schwankenden<br />

Druckluftbedarf<br />

und gemischte Kompressoren-<br />

Verbunde. Außerdem optimiert<br />

die airtelligence provis 3 kontinuierlich<br />

den Energieverbrauch: Die<br />

Reduzierung um nur 1 bar spart<br />

bereits bis zu 10 Prozent Energiekosten.<br />

Zusätzlich unterstützt die übergeordnete<br />

Steuerung bei Energieaudits.<br />

Seit 2015 verpflichtet<br />

die Bundesregierung Unternehmen<br />

zur Durchführung von regelmäßigen<br />

Energieaudits oder<br />

zur Einführung eines Energiemanagementsystems<br />

nach ISO<br />

50001. Smarte Softwarelösungen<br />

wie die von BOGE ermöglichen<br />

die Integration relevanter Datenquellen,<br />

ohne tatsächliche Verbrauchsdaten<br />

zu erfassen. Die<br />

Analyse dieser Daten hilft dabei,<br />

Einsparpotentiale zu identifizieren<br />

und die Anforderungen<br />

des Zertifizierungsprozesses zu<br />

erfüllen. Erhält ein Unternehmen<br />

eine entsprechende Zertifizierung,<br />

kann es zudem mit<br />

Steuererleichterungen rechnen.<br />

Mit diesen Maßnahmen trägt<br />

BOGE bei seinen Partnern nicht<br />

nur zur betriebswirtschaftlichen<br />

Kostensenkung bei, sondern leistet<br />

mit Ihnen zusammen auch<br />

einen aktiven Beitrag zu mehr<br />

Nachhaltigkeit und Klimaschutz.<br />

BOGE KOMPRESSOREN<br />

Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Bielefeld, Deutschland<br />

www.boge.com<br />

Besuchen Sie uns unter:<br />

www.harnisch.com<br />

Gut aufgestellt.<br />

Die internationalen Fachzeitschriften des Dr. Harnisch Verlags<br />

Ergänzend zu dem haptischen Charme klassischer Print-Magazine<br />

haben wir vor kurzem unsere Magazin-Webseiten weiterentwickelt,<br />

responsive design und usability standen hier im Mittelpunkt.<br />

Neben den kostenlos lesbaren digitalen Ausgaben, News, Events,<br />

Abonnement und allgemeinen Informationen unserer Fachpublikationen<br />

fi nden Sie auf www.harnisch.com alle relevanten Inhalte.<br />

Unsere Publikationen:<br />

- Technology & Marketing -


<strong>Komponenten</strong><br />

Frequenzumrichter<br />

Effizienter Antrieb von hochdrehenden Motoren<br />

Drei-Level-Frequenzumrichter für<br />

einen neuen Turbokompressor<br />

In den neuen Turbokompressoren<br />

von BOGE kann die Drei-Level-<br />

Technologie des Frequenzumrichters<br />

SD2M von SIEB & MEYER ihre<br />

Vorteile voll ausspielen – sie gewährleistet<br />

geringe Rotorverluste<br />

und vermeidet somit eine zu<br />

hohe Motor erwärmung, die bei<br />

Hochgeschwindigkeitsanwendungen<br />

extrem problematisch ist. Dank<br />

einiger individueller Anpassungen<br />

– darunter eine MODBUS-<br />

Schnittstelle und eine optimierte Wasserkühlung<br />

– ist der innovative Frequenzumrichter<br />

von SIEB & MEYER<br />

die ideale Lösung für diese anspruchsvolle<br />

Anwendung.<br />

BOGE ist einer der weltweit führenden<br />

Anbieter von Kompressoren<br />

und Druckluftanlagen. Sei es in der<br />

Lebens mittel-, der Kunststoffbranche<br />

oder auch in der Stahl- oder Pharmaindustrie:<br />

Zahlreiche Unternehmen<br />

schätzen die hohe Zuverlässigkeit, Effizienz<br />

und Wirtschaftlichkeit der vielfältigen<br />

Druckluftlösungen. Das Angebot<br />

reicht von einzelnen Kompressoren<br />

oder Druckluft-<strong>Komponenten</strong> bis zu<br />

kompletten System- und Servicelösungen.<br />

In letzterem Fall übernimmt<br />

BOGE nicht nur die gesamte Installation,<br />

sondern auch die Kontrolle und<br />

Wartung der Anlage.<br />

Verdichtung in drei Stufen<br />

Das Sortiment der Turbokompressoren<br />

von BOGE wird demnächst um<br />

ein Gerät mit 230 kW ergänzt. „Unsere<br />

Turbokompressoren sparen Ressourcen<br />

und Energie, kommen ohne einen<br />

Tropfen Öl aus und senken, den hohen<br />

Drehzahlen zum Trotz, das Geräuschniveau<br />

auf ein Minimum“, schildert Peter<br />

Boldt, Leiter Turboentwicklung bei<br />

BOGE. „Die verschleißarme Turbotechnologie<br />

setzt völlig neue Maßstäbe bei<br />

Effizienz und Kosteneinsparung.“<br />

Abb. 1: Die Frequenzumrichter treiben in den Kompressoren ein oder zwei permanenterregte<br />

Gleichstrommotoren an, die für die unterschiedlichen Verdichterstufen zuständig sind.<br />

Bild: BOGE<br />

Abb. 2: Das Sortiment der Turbokompressoren<br />

von BOGE wurde um ein Gerät mit<br />

230 kW ergänzt, das mit dem Frequenzumrichters<br />

SD2M von SIEB & MEYER<br />

ausgestattet ist. Bild: BOGE<br />

In den neuen 3-stufigen Turbokompressoren<br />

setzt BOGE Multilevel-<br />

Umrichter von SIEB & MEYER ein –<br />

konkret die Baureihe SD2M mit 150<br />

kW und 75 kW. Die Frequenzumrichter<br />

treiben in den Kompressoren ein<br />

oder zwei permanenterregte Gleichstrommotoren<br />

an. Umrichter Nummer<br />

eins ist für die Verdichterstufe<br />

1 und 2 zuständig, Umrichter Nummer<br />

zwei für die Verdichterstufe 3.<br />

„Die Motoren arbeiten jeweils mit unterschiedlichen<br />

Drehzahlen von ca.<br />

35.000 bzw. 55.000 Umdrehungen“,<br />

so Peter Boldt. „Durch die Schnittstelle<br />

zur Kompressorsteuerung werden<br />

die Drehzahlen der beiden Motoren<br />

zueinander passend synchronisiert.“<br />

Effizient und kostensparend<br />

Aber auch sonst ist die hier eingesetzte<br />

Antriebstechnik äußerst effizient.<br />

Dank der Frequenzumrichter von<br />

SIEB & MEYER lassen sich die Turbokompressoren<br />

besonders kompakt<br />

aufbauen. Im Gegensatz zu Wettbewerbsprodukten<br />

entfallen bei SIEB &<br />

MEYER etwaige Motor-LC-Filter oder<br />

Motordrosseln, die groß und schwer,<br />

sehr teuer und verdrahtungsaufwendig<br />

sind. Der Footprint kann für das<br />

Gesamtaggregat somit verringert<br />

werden. Zudem hat der Anbieter auf<br />

Wunsch des Kompressorenherstellers<br />

eine Wasserkühlung in die Geräte<br />

integriert. Besonders wichtig: Dank<br />

der fortschrittlichen Umrichtertechnik<br />

ließ sich der Gesamtwirkungsgrad<br />

der Turbokompressoren verbessern,<br />

was konkret in niedrigeren<br />

Energiekosten resultiert. „Wir sprechen<br />

hier von einer Einsparung von<br />

ca. 3-5 Prozent“, bestätigt Peter Boldt.<br />

„Das klingt erst einmal nach nicht viel<br />

82 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Frequenzumrichter<br />

– aber wenn man berücksichtigt,<br />

dass der Turbokompressor bei<br />

Volllast etwa 230 kW elektrische<br />

Leistung pro Stunde aufnimmt,<br />

sparen unsere Anwender über<br />

die Zeit sehr viel Geld.“<br />

Der größte Vorteil für BOGE ist<br />

jedoch, dass es sich bei den Produkten<br />

von SIEB & MEYER um<br />

Frequenzumrichter handelt, die<br />

speziell für hohe Drehzahlen<br />

entwickelt wurden. „Geräte von<br />

Wettbewerbern können einen<br />

deutlich schlechteren Wirkungsgrad<br />

aufweisen und es ist mehr<br />

Peripherie-Aufwand wie Motor-LC-Filter<br />

nötig“, betont Peter<br />

Boldt. „Bei diesem Anbieter haben<br />

wir sehr gute Erfahrungen<br />

mit der Effizienz der Umrichter<br />

gemacht. Gerade auch bezüglich<br />

der Vermeidung von Rotorverlusten,<br />

die bei Hochgeschwindigkeits-Anwendungen<br />

sehr entscheidend<br />

sind.“<br />

Motorverluste reduzieren<br />

„Genau darauf sind unsere Lösungen<br />

zugeschnitten“, bestätigt<br />

Markus Finselberger, Leiter<br />

Vertrieb Antriebselektronik bei<br />

SIEB & MEYER. „Bei ihrem Einsatz<br />

werden die umrichterbedingten<br />

Motorverluste im Vergleich zu<br />

Wettbewerbsprodukten signifikant<br />

reduziert. Neben der geringeren<br />

Motorerwärmung führt<br />

dies zu einem höheren Systemwirkungsgrad<br />

und somit auch<br />

einem reduzierten Energieverbrauch.<br />

Das wiederum spart Kosten<br />

– ein Win-Win für den Anwender.“<br />

Der Hintergrund: Ca.<br />

90 % aller durch den Umrichter<br />

verursachten Verluste treten im<br />

Rotor auf und können für den<br />

Motor schädliche Erwärmung<br />

erzeugen. Hinzu kommt, dass<br />

das typbedingt geringe Rotorvolumen<br />

eines Hochgeschwindigkeitsmotors<br />

zusätzliche Temperaturprobleme<br />

erzeugt. Die<br />

Regelungsverfahren der SD2x-<br />

Frequenzumrichter führen zu<br />

einem wesentlich geringeren<br />

Anteil an harmonischen Frequenzen<br />

im Motorstrom.<br />

Gegenüber herkömmlicher Umrichtertechnologien<br />

mit zwei<br />

Leveln, geht die Drei-Level-<br />

Technologie, auf der der Frequenzumrichter<br />

SD2M basiert,<br />

noch einen Schritt weiter: Bei<br />

dieser Technologie werden die<br />

Leistungshalbleiter der Endstufen<br />

nur mit der Hälfte der Spannung<br />

beaufschlagt, wie sie bei<br />

der Zwei-Level-Technologie vorkommen.<br />

Somit ist es möglich,<br />

mit Leistungshalbleitern zu arbeiten,<br />

die für wesentlich geringere<br />

Spannungen ausgelegt sind<br />

und damit noch schneller schalten.<br />

Das Resultat: In der Endstufe<br />

entstehen weniger Schaltverluste<br />

Abb. 3: Durch die Drei-Level-Technologie,<br />

auf der der Frequenzumrichter<br />

SD2M basiert, lassen sich die im Rotor<br />

entstehenden Verluste um ca. 75 %<br />

reduzieren. Bild: SIEB & MEYER AG<br />

und die Schaltfrequenz lässt sich<br />

deutlich erhöhen. Gleichzeitig<br />

wird der Motor im Vergleich zur<br />

Zwei-Level-Technologie nur mit<br />

50 % der Spannungssprünge belastet.<br />

Allein durch den Einsatz<br />

der Drei-Level-Technologie lassen<br />

sich die im Rotor entstehenden<br />

Verluste um ca. 75 % reduzieren.<br />

Nutzt man zusätzlich eine<br />

Verdopplung der Schaltfrequenz,<br />

lassen sich die im Rotor entstehenden<br />

Verluste um bis zu 90 %<br />

senken. LC-Filter können dann<br />

häufig komplett entfallen – wie<br />

auch in dieser Anwendung.<br />

Neue Technologie am Horizont<br />

So weit, so gut – aber es geht<br />

noch besser: Perspektivisch wird<br />

BOGE weitere Turbokompressoren<br />

in das Sortiment aufnehmen,<br />

für die Geräte der neuen<br />

SD4x Produktfamilie von<br />

SIEB & MEYER in Frage kommen.<br />

Letztere erlauben es, hochdrehende<br />

Motoren mit noch weniger<br />

Verlustleistung anzutreiben.<br />

Sie unterstützen nun auch PWM-<br />

Schaltfrequenzen von 24 und 32<br />

kHz. Für eine noch feinere Modulierung<br />

des sinusförmigen Signals<br />

ist eine Kommutierungswinkel-<br />

Steuerung nun auch für 32, 48<br />

und 64 kHz integriert. Dadurch<br />

ergibt sich ein nahezu optimaler<br />

Sinus, es treten so gut wie keine<br />

harmonischen Ströme mehr auf.<br />

Die durch die PWM verursachte<br />

Verlustleistung kann noch weiter<br />

minimiert werden.<br />

SIEB & MEYER AG,<br />

Lüneburg, Deutschland<br />

info@sieb-meyer.de<br />

www.sieb-meyer.de<br />

PRÄZISION IST KEIN ZUFALL ...<br />

... sie ist kalibrierbar<br />

DAkkS, ISO, AMS und CQI: Wir bieten Ihnen<br />

eine ganze Bandbreite an Kalibrierleistungen.<br />

Sie profitieren von zuverlässigen, rückführbaren<br />

und auditfähigen Messketten – und<br />

gewinnen Freiraum für Ihr Kerngeschäft.<br />

↘ https://jmo.to/calibrate


<strong>Komponenten</strong><br />

Condition Monitoring<br />

Von der normativen Schwingungsbewertung<br />

zur lernbasierten Zustandsüberwachung –<br />

Condition Monitoring rotierender Maschinen<br />

mit dynamischen Toleranzbändern und KI<br />

Frank Ringsdorf<br />

Die Überwachung rotierender<br />

Maschinen auf Schwingungen und<br />

Lagerschäden ist seit Jahrzehnten<br />

ein zentrales Element industrieller<br />

Instandhaltungsstrategien. Insbesondere<br />

die Schwingungsüberwachung<br />

hat sich als bewährtes Mittel<br />

etabliert, um mechanische Schäden<br />

frühzeitig zu erkennen und ungeplante<br />

Stillstände zu vermeiden. Klassische<br />

Konzepte basieren dabei überwiegend<br />

auf normativ festgelegten<br />

Bewertungskennwerten und statischen<br />

Grenzwerten.<br />

Mit zunehmender Anlagenkomplexität,<br />

variablen Betriebszuständen<br />

und steigenden Anforderungen<br />

an Verfügbarkeit und Effizienz stoßen<br />

diese Verfahren jedoch an ihre<br />

Grenzen. Moderne Condition-Monitoring-Systeme<br />

müssen heute nicht<br />

nur messen, sondern Zusammenhänge<br />

verstehen. An dieser Stelle<br />

setzen lernbasierte, datengetriebene<br />

Ansätze an, die Schwingungs- und<br />

Prozessdaten kontextbezogen auswerten<br />

und dynamisch bewerten.<br />

Normativer Rahmen der Schwingungs-<br />

und Zustandsüberwachung<br />

Die Bewertung von Maschinenschwingungen<br />

erfolgt heute auf Basis<br />

der DIN ISO 20816, die die frühere<br />

ISO 10816 vollständig abgelöst hat.<br />

Die Norm beschreibt die Beurteilung<br />

des Schwingungszustands anhand<br />

der Schwinggeschwindigkeit und ordnet<br />

Maschinenzustände in vier Bewertungszonen<br />

ein – von unauffällig<br />

bis kritisch.<br />

Ergänzend dazu beschreibt die DIN<br />

ISO 17359 den systematischen Aufbau<br />

zustandsorientierter Instandhaltungsstrategien.<br />

Sie fordert ausdrücklich<br />

die Berücksichtigung mehrerer<br />

Zustandsgrößen, Trendanalysen sowie<br />

eine kontinuierliche Anpassung<br />

der Bewertungslogik an reale Betriebsbedingungen.<br />

Beide Normen liefern einen wichtigen<br />

Rahmen, definieren jedoch bewusst<br />

keine konkreten Algorithmen<br />

zur Anomalie-Erkennung. Die praktische<br />

Umsetzung bleibt dem Anwender<br />

überlassen – und genau hier zeigt<br />

sich die Grenze statischer Grenzwerte.<br />

Stand der Technik: Schwingungsund<br />

Wälzlagerdiagnose<br />

In der industriellen Praxis werden<br />

Schwingungen an Motoren, Pumpen,<br />

Lüftern und Verdichtern überwiegend<br />

mit Beschleunigungs- oder<br />

Schwinggeschwindigkeitssensoren<br />

erfasst. Die Messung der Schwingbeschleunigung<br />

gilt dabei als besonders<br />

aussagekräftig zur Lagerschadensanalyse.<br />

Für die Zustandsüberwachung von<br />

Wälzlagern haben sich spezielle Lagerschadenskennwerte<br />

etabliert, die<br />

hochfrequente Stoßimpulse auswerten.<br />

Kennwerte wie k(t)-, BCU- oder<br />

Curtosis-Werte erlauben eine frühzeitige<br />

Erkennung beginnender Lagerschäden.<br />

In einer weitergehenden<br />

Diagnosestufe wird das Zeitsignal<br />

in ein Hüllkurvenfrequenzspektrum<br />

überführt, um Schadenssymptomfrequenzen<br />

einzelner Lagerbauteile zu<br />

identifizieren.<br />

Diese Verfahren sind technisch ausgereift<br />

und liefern bei konstanter Betriebsweise<br />

zuverlässige Ergebnisse.<br />

Ihre Aussagekraft nimmt jedoch<br />

deutlich ab, sobald sich Drehzahl,<br />

Last oder Prozessbedingungen dynamisch<br />

ändern.<br />

Grenzen statischer Grenzwerte im<br />

realen Betrieb<br />

Abb. 1: Moderne Condition-Monitoring-Systeme für Pumpen müssen Zusammenhänge verstehen<br />

und die richtigen Mehrwert-Informationen für die Instandhaltung generieren<br />

Bild: Shutterstock/Doin<br />

Klassische Überwachungssysteme arbeiten<br />

mit festen Grenzwerten, die<br />

für einen definierten Betriebspunkt<br />

festgelegt werden. In realen Anlagen<br />

84 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Condition Monitoring<br />

Lernbasierte Zustandsüberwachung<br />

und Industrial Analytics<br />

Lernbasierte Überwachungssysteme<br />

verfolgen einen grundlegend anderen<br />

Ansatz. Sie erfassen das typische<br />

Betriebsverhalten einer Maschine im<br />

fehlerfreien Zustand und modellieren<br />

dieses Verhalten datengetrieben.<br />

Abb. 2: Dynamische Toleranzbänder berücksichtigen variable Betriebsbedingungen<br />

wechseln Betriebszustände jedoch<br />

kontinuierlich. Drehzahlen variieren,<br />

werden, dass relevante Anomalien zu<br />

spät erkannt werden.<br />

Fördermengen ändern sich, Medienbedingungen<br />

schwanken.<br />

Zudem betrachten klassische Systeme<br />

Schwingungs- und Prozessgrößen<br />

Diese Variabilität führt zwangsläufig häufig isoliert. Wechselwirkungen<br />

zu einer höheren Streuung der Messwerte<br />

– auch im fehlerfreien Zustand.<br />

Statische Grenzwerte erzeugen in<br />

solchen Fällen entweder Fehlalarme<br />

oder müssen so weit aufgeweitet<br />

zwischen mechanischem Verhalten<br />

und Prozesszustand bleiben unberücksichtigt,<br />

obwohl sie für die Bewertung<br />

des Anlagenzustands entscheidend<br />

sind.<br />

Statt einzelner Grenzwerte entstehen<br />

dynamische Toleranzbänder, die sich<br />

abhängig vom aktuellen Arbeitspunkt<br />

kontinuierlich anpassen. Schwingungskennwerte<br />

werden dabei gemeinsam<br />

mit Prozessgrößen analysiert und in<br />

einen funktionalen Kontext gesetzt.<br />

Moderne probabilistische KI-Modelle<br />

lernen nicht einzelne Sollwerte, sondern<br />

Wahrscheinlichkeitsverteilungen.<br />

Dadurch lassen sich Abweichungen<br />

quantitativ bewerten und Risiken<br />

transparent machen. Die Sensitivität<br />

der Überwachung kann anwendungsabhängig<br />

angepasst werden, ohne


<strong>Komponenten</strong><br />

Condition Monitoring<br />

Nutzen für Instandhaltung<br />

und Betrieb<br />

Durch die Kombination aus normgerechter<br />

Schwingungsüberwachung<br />

und lernbasierter Analyse entsteht<br />

ein deutlich höherer Informationsgehalt<br />

als bei klassischen Systemen.<br />

Veränderungen im Anlagenverhalten<br />

werden früher erkannt, besser eingeordnet<br />

und nachvollziehbar dargestellt.<br />

Abb. 3: CONDInet liefert die Zustandsinformationen übersichtlich und alles bleibt – ohne<br />

Cloud-Anbindung – im lokalen Netzwerk<br />

dass manuelle Grenzwertdefinitionen<br />

erforderlich sind.<br />

CONDInet als IoT- und<br />

KI-Systemlösung<br />

CONDInet setzt diesen Ansatz in<br />

Form eines modularen, lernbasierten<br />

Condition-Monitoring-Systems<br />

um. Die Lösung kombiniert klassische<br />

Schwingungsdiagnostik mit KIgestützter<br />

Analyse von Schwingungs-<br />

und Prozessdaten.<br />

Sensoren erfassen Schwingungskennwerte,<br />

Lagerzustandsindikatoren und<br />

optionale Prozessgrößen. Überwachungsgeräte<br />

berechnen normgerechte<br />

Kennwerte und stellen diese<br />

über ein IoT-Gateway standardisiert<br />

zur Verfügung. Die anschließende<br />

Analyse erfolgt in einer webbasierten<br />

KI-Plattform, die das typische Anlagenverhalten<br />

automatisiert erlernt.<br />

Besonders interessant ist es, dass die<br />

KI von CONDInet on-premise erfolgt;<br />

die Daten also das Firmennetzwerk<br />

nicht verlassen.<br />

Zentrales Element ist die Bildung dynamischer<br />

Toleranzbänder für alle<br />

überwachten Messgrößen. Abweichungen<br />

werden nicht als bloße<br />

Grenzwertverletzungen, sondern als<br />

kontextabhängige Anomalien bewertet.<br />

Ein aggregierter KI-Index fasst<br />

den aktuellen Anlagenzustand als<br />

dimensionslosen Kennwert zusammen<br />

und ermöglicht eine intuitive Zustandsbewertung.<br />

Visualisierung, Alarmierung<br />

und Betrieb<br />

Die Ergebnisse der Analyse werden<br />

über webbasierte Dashboards visualisiert.<br />

Neben Trends einzelner Messgrößen<br />

stehen Zustandsindikatoren,<br />

Heatmaps und zeitliche Verläufe der<br />

Toleranzbänder zur Verfügung.<br />

Das System unterscheidet klar zwischen<br />

Anlern- und Überwachungsmodus.<br />

Während der Anlernphase<br />

wird das Referenzverhalten aufgebaut,<br />

in der Überwachungsphase erfolgt<br />

die kontinuierliche Bewertung in<br />

Echtzeit. Alarmierungen werden erst<br />

bei anhaltenden, signifikanten Abweichungen<br />

ausgelöst, wodurch Fehlalarme<br />

deutlich reduziert werden.<br />

Die Lösung ist sowohl cloudbasiert<br />

als auch on-premise einsetzbar<br />

und lässt sich über standardisierte<br />

Schnittstellen in bestehende Leitsysteme<br />

integrieren.<br />

Instandhalter erhalten eine fundierte<br />

Entscheidungsgrundlage für<br />

zustands orientierte Maßnahmen, Betreiber<br />

profitieren von höherer Verfügbarkeit<br />

und reduzierten Stillstandskosten,<br />

und Anlagenhersteller können<br />

ihre Maschinen über den gesamten<br />

Lebenszyklus datenbasiert begleiten.<br />

Fazit<br />

Die reine Überwachung von Schwingungskennwerten<br />

nach festen Grenzwerten<br />

genügt den Anforderungen<br />

moderner Industrieanlagen immer<br />

weniger. Lernbasierte Systeme mit<br />

dynamischen Toleranzbändern stellen<br />

eine konsequente Weiterentwicklung<br />

dar, die normative Anforderungen<br />

erfüllt und gleichzeitig den realen<br />

Betriebsbedingungen gerecht wird.<br />

CONDInet zeigt, wie sich klassische<br />

Schwingungsdiagnostik, IoT-Architektur<br />

und künstliche Intelligenz zu<br />

einem ganzheitlichen Condition-<br />

Monitoring-System verbinden lassen<br />

– von der Messung bis zur fundierten<br />

Zustandsbewertung.<br />

Autor: Frank Ringsdorf<br />

AVIBIA GmbH<br />

Engelskirchen, Deutschland<br />

www.avibia.de<br />

86 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Flow Solutions<br />

Von <strong>Komponenten</strong> zu integrierten<br />

Flow Solutions – gemeinsam zuverlässige<br />

Wassernetzwerke aufbauen<br />

Florian Albrecht<br />

Die Auswirkungen des Klimawandels<br />

setzen die kommunale Infrastruktur<br />

zunehmend unter Druck – insbesondere<br />

Wassernetze. Integrierte Flow<br />

Solutions, die unterschiedlichste<br />

Materialien und <strong>Komponenten</strong> mit<br />

Modularität und Vorfertigung kombinieren,<br />

sind ideal geeignet, um die<br />

Resilienz von Netzen nachhaltig zu<br />

erhöhen. Mit ihrer Expertise in der<br />

kommunalen Infrastruktur leisten<br />

GF und VAG bereits heute messbare<br />

Beiträge in der Praxis. Ein Beispiel<br />

ist der NeoFlow Plug-and-Play<br />

Schacht, eine Lösung gegen Wasserverluste.<br />

Die Dringlichkeit dieses Wandels ist<br />

offensichtlich. Wasser als essenzielle<br />

Ressource wird von drei zentralen<br />

Trends beeinflusst: Klimawandel, Urbanisierung<br />

und alternde Infrastruktur<br />

setzen kommunale Wassernetze<br />

weltweit unter beispiellosen Druck.<br />

Zum einen nehmen extreme Wetterereignisse<br />

zu. Der Weltklimarat<br />

IPCC schätzt, dass die Atmosphäre<br />

pro zusätzlichem Grad globaler Erwärmung<br />

rund 7 % mehr Feuchtigkeit<br />

aufnehmen kann – wodurch die<br />

Wahrscheinlichkeit von Starkregen<br />

deutlich steigt. 1 Entwässerungs- und<br />

Kanalsys teme geraten dadurch zunehmend<br />

an ihre Belastungsgrenzen.<br />

Gleichzeitig verschärft sich die Wasserknappheit<br />

infolge des Klimawandels.<br />

Das historische Niederschlagsdefizit<br />

in Nordeuropa zwischen<br />

Februar und April 2025 ist nur eines<br />

von vielen Beispielen. 2 Bevölkerungswachstum<br />

verstärkt diesen Trend zusätzlich:<br />

Experten prognostizieren,<br />

dass der globale Wasserbedarf bis<br />

2030 das verfügbare Angebot um bis<br />

zu 40 % übersteigen könnte. 3<br />

Hinzu kommt, dass viele Wassernetze<br />

unter der Kombination aus zunehmender<br />

Urbanisierung und alternder<br />

Infrastruktur leiden. In zahlreichen<br />

Ländern geht ein erheblicher Anteil<br />

des Trinkwassers durch Leckagen<br />

verloren, bevor es beim Verbraucher<br />

ankommt. In der EU liegen die Schätzungen<br />

bei bis zu 25 %. 4 Verstärkt<br />

wird dieses Problem durch einen zunehmenden<br />

Fachkräftemangel im<br />

kommunalen Wassersektor.<br />

Wie lassen sich diese drei zentralen<br />

Herausforderungen bewältigen?<br />

Auch wenn ihre Ursachen komplex<br />

und vielfältig sind, zeigt sich deutlich,<br />

dass die Stärkung der Wasserinfrastruktur<br />

der Schlüssel zu einer resilienteren<br />

Wasserversorgung ist. Um<br />

dieses Ziel jedoch effizient und wirtschaftlich<br />

zu erreichen, ist ein Umdenken<br />

in der Planung, Installation<br />

und im Betrieb von Wasserinfrastrukturen<br />

erforderlich.<br />

Von der Materialvielfalt zur Systemkompatibilität<br />

Wassernetze sind selten homogen.<br />

Jahrzehntelange schrittweise Erweiterungen,<br />

unterschiedliche Normen<br />

sowie konservative Planungsansätze<br />

haben dazu geführt, dass Mischmaterialsysteme<br />

aus Gusseisen, Stahl,<br />

Beton und Kunststoffen heute nebeneinander<br />

existieren. Diese Materialvielfalt<br />

erhöht die Komplexität von<br />

Betrieb und Wartung: Inkompatible<br />

<strong>Komponenten</strong> oder Installationsfehler<br />

können die Leistung beeinträchtigen<br />

und das Risiko von Leckagen,<br />

Ausfällen und einem ineffizientem<br />

Betrieb steigern.<br />

Abb. 1: Nach dem Plug-and-Play-Prinzip konzipierte integrierte Flow Solutions gewährleisten<br />

Systemkompatibilität, verkürzen Installationszeiten und vereinfachen die Logistik.<br />

Alle Bilder: GF<br />

Integrierte Flow Solutions begegnen<br />

dieser Herausforderung auf Systemebene.<br />

Rohre, Armaturen, Sensorik<br />

und Verbindungstechnologien werden<br />

nicht als Einzelkomponenten betrachtet,<br />

sondern als funktionale Einheit<br />

konzipiert. So wird Materialkompatibilität<br />

sichergestellt und die Installationskomplexität<br />

reduziert. Verbindungstechnologien<br />

wie MULTI/JOINT<br />

ermöglichen darüber hinaus die einfache<br />

Integration in bestehende<br />

Mischmaterialnetze. Insgesamt senkt<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

87


<strong>Komponenten</strong><br />

Flow Solutions<br />

Vorgefertigte und werkseitig geprüfte<br />

Lösungen reduzieren Installationszeiten,<br />

minimieren den Bedarf<br />

an spezialisiertem Personal und verringern<br />

Montagefehler. Durch die<br />

Verlagerung der Komplexität vom<br />

Installationsort in kontrollierte Fertigungsumgebungen<br />

können Versorger<br />

Personalengpässe kompensieren<br />

und gleichzeitig hohe Qualitäts- und<br />

Sicherheitsstandards gewährleisten.<br />

Gleichzeitig ermöglicht Vorfertigung<br />

ein hohes Maß an Flexibilität, da Flow<br />

Solutions individuell an die jeweiligen<br />

Anforderungen angepasst werden<br />

können.<br />

Abb. 2: Entscheidend für die Langlebigkeit: In komplexen Wassernetzen müssen Kupplungen<br />

eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien und Durchmesser sicher verbinden können. Mit<br />

dem MULTI/JOINT System bietet GF eine schnelle, sichere und einfache Lösung für flexible<br />

Verbindungen.<br />

Integrierte Lösungen<br />

dieser Ansatz das Leckagerisiko deutlich<br />

und reduziert Wartungs- und Lebenszykluskosten.<br />

Druckmanagement als Hebel gegen<br />

Wasserverluste<br />

Insbesondere in wachsenden Städten<br />

werden Wassernetze häufig mit Überdruck<br />

betrieben, um steigende Bedarfe<br />

zu decken. Dies verkürzt die Lebensdauer<br />

von Leitungen und Armaturen<br />

und erhöht das Risiko von Leckagen.<br />

Druckmanagement zählt daher zu<br />

den effektivsten Maßnahmen zur<br />

Reduzierung von Wasserverlusten.<br />

Druckreduzierventile (DRV) gelten als<br />

bewährte Lösung, da sie Durchflussmengen<br />

bestehender Leckagen reduzieren<br />

und mechanische Belastungen<br />

im Netz begrenzen. Dies führt zu weniger<br />

Rohrbrüchen und einer verlängerten<br />

Lebensdauer der Infrastruktur.<br />

Studien haben gezeigt, dass eine<br />

Senkung der Druckbeaufschlagung<br />

um 25 % das Auftreten von Rohrbrüchen<br />

um bis zu 75 % reduzieren<br />

kann. 5<br />

Optimierte Installation durch Vorfertigung<br />

Damit integrierte Flow Solutions langfristig<br />

Wirkung entfalten können,<br />

reicht das reibungslose Zusammenspiel<br />

von Rohren, Armaturen und<br />

Abb. 3: Druckmanagement zählt zu den effektivsten Maßnahmen, um die Leistungsfähigkeit<br />

von Wassernetzen nachhaltig zu optimieren. Abgebildet ist das NeoFlow Druckreduzierventil<br />

von GF.<br />

Sensoren allein nicht aus. Ebenso<br />

entscheidend ist die schnelle und flexible<br />

Umsetzung vor Ort.<br />

Der zunehmende Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel<br />

in Europa – insbesondere<br />

in infrastrukturlastigen<br />

Branchen – führt zu längeren Projektlaufzeiten,<br />

höheren Ausführungsrisiken<br />

und größerer Abhängigkeit von<br />

externen Dienstleistern. Versorger<br />

priorisieren daher zunehmend Geschwindigkeit,<br />

Planbarkeit und einfache<br />

Umsetzung gegenüber individuell<br />

angepassten, arbeitsintensiven<br />

Lösungen.<br />

Das Schweizer Unternehmen GF richtet<br />

sich strategisch neu aus, um weltweit<br />

führender Anbieter von Flow<br />

Solutions für Gebäude, Industrie und<br />

Infrastruktur zu werden.<br />

Mit der Übernahme der deutschen<br />

VAG-Gruppe im Oktober 2025 erweitert<br />

GF sein Infrastrukturportfolio erheblich<br />

und stärkt seine Systemkompetenz.<br />

Durch die Kombination von<br />

polymeren<br />

Rohrleitungssystemen<br />

und Verbindungstechnologien von<br />

GF mit den weltweit anerkannten<br />

Metallarmaturen von VAG – darunter<br />

Absperrschieber, Plattenschieber,<br />

Absperrklappen, Schützen, Regel-,<br />

Rückschlag- und Be- und Entlüftungs-<br />

88 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Flow Solutions<br />

ventile – kann GF nun ganzheitliche<br />

End-to-End-Lösungen für die Wasserinfrastruktur<br />

anbieten.<br />

Ziel der Integration ist es, die Kompatibilität<br />

der <strong>Komponenten</strong> zu verbessern,<br />

Beschaffung und Logistik zu<br />

vereinfachen, die lokale Unterstützung<br />

zu stärken und Lösungen bereitzustellen,<br />

die Leckagen reduzieren,<br />

Wartungskosten senken und die<br />

Lebensdauer von Netzen verlängern.<br />

Ergänzt wird dies durch die Fähigkeit<br />

von VAG, sowohl Standardarmaturen<br />

als auch maßgeschneiderte Sonderlösungen<br />

bereitzustellen.<br />

Erneuerung alternder Wassernetze<br />

– Beispiel Sabesp<br />

Vor dem Hintergrund zunehmender<br />

Infrastrukturbelastungen modernisieren<br />

viele Versorger ihre Netze, um<br />

Leistungsfähigkeit zu steigern und<br />

Verluste zu reduzieren.<br />

Sabesp, das größte brasilianische<br />

Versorgungsunternehmen, versorgt<br />

375 Gemeinden im Bundesstaat São<br />

Paulo mit Trinkwasser und Abwasserleistungen.<br />

Zur Unterstützung<br />

seines Erneuerungsprogramms lieferte<br />

GF mit dem NeoFlow Plugand-Play<br />

Schacht eine vorgefertigte<br />

Lösung für eine einfache Installation,<br />

die mehrere Technologien von GF,<br />

Uponor und VAG in einer kompakten,<br />

leistungsfähigen Einheit integriert.<br />

Die Lösung reduziert Wasserverluste,<br />

steigert die betriebliche Effizienz und<br />

schafft eine zukunftssichere Plattform<br />

zur Beschleunigung der Netzmodernisierung.<br />

Der Schacht basiert auf Weholite-HD-<br />

PE-Technologie und ist bis zu zehnmal<br />

leichter als vergleichbare Betonlösungen.<br />

Dies erleichtert Handling,<br />

Logistik und Wartung erheblich. Da<br />

die Lösung vollständig vormontiert<br />

geliefert wird, beschränkte sich die<br />

Installation auf Aushub, Positionierung<br />

und Anschluss – und konnte<br />

innerhalb eines halben Tages abgeschlossen<br />

werden.<br />

Sabesp erzielt dadurch einen messbaren<br />

Nachhaltigkeitseffekt: Die<br />

Plug-and-Play-Lösung spart rund<br />

130 Millionen Liter Wasser pro Jahr<br />

– ausreichend für die Versorgung<br />

von etwa 3.000 Menschen. Gleichzeitig<br />

wird durch die Druckstabilisierung<br />

der Energieverbrauch gesenkt<br />

und das Leitungsnetz vor Rohrbrüchen<br />

geschützt. Mit einer geplanten<br />

Lebensdauer des Schachts von bis zu<br />

100 Jahren und internen <strong>Komponenten</strong>,<br />

die bis zu 50 Jahre halten, werden<br />

Wartungsaufwand und Lebenszykluskosten<br />

deutlich reduziert.<br />

Fazit<br />

Angesichts von Klimawandel, Urbanisierung<br />

und alternder Infrastruktur<br />

bieten integrierte Flow Solutions<br />

einen praxisnahen und skalierbaren<br />

Weg zu resilienteren Wassernetzen.<br />

Das Beispiel Sabesp zeigt, dass<br />

messbare Ergebnisse (signifikante<br />

Reduzierung von Wasserverlusten<br />

und Betriebskosten) ohne großflächige<br />

Rekonstruktionen möglich sind.<br />

Wenn Engineering-Kompetenz, leistungsfähige<br />

<strong>Komponenten</strong> und intelligentes<br />

Systemdesign zusammenwirken,<br />

wird Wasserinfrastruktur<br />

effizienter, langlebiger und anpassungsfähiger.<br />

Referenzen<br />

1<br />

https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/<br />

chapter/chapter-11/<br />

2<br />

https://www.dwd.de/DE/presse/<br />

pressemitteilungen/DE/2025/<br />

20250415_pm_trockenheit_news.<br />

html#:~:text=April%202025%20<br />

nur%20rund%2040,Jahr%201976%20<br />

am%20trockensten%20gewesen<br />

3<br />

UNEP IRP - Policy Options for Decoupling<br />

Economic Growth from Water<br />

Use and Water Pollution. Urama, Kevin<br />

& Bjornsen, Peter & Riegels, Niels<br />

& Vairavamoorthy, Kalanithy & Herrick,<br />

Jeffrey & Kauppi, Lea & Mcneely,<br />

Jeffrey & McGlade, Jacqueline & Eboh,<br />

Eric & Smith, Michael. (2016).<br />

4<br />

European Commission – Water Resilience<br />

Strategy<br />

5<br />

EU Referenzdokument “Good Practices<br />

on Leakage Management WFD<br />

CIS WG PoM”<br />

Autor: Florian Albrecht,<br />

Business Development Manager<br />

Solutions bei GF<br />

www.gfps.com<br />

GF & VAG live auf der IFAT vom 4. bis 7. Mai in München:<br />

• GF-Stand: B3.351<br />

• VAG-Stand: C2.451<br />

NeoFlow Plug-and-Play<br />

Um Versorgungsunternehmen<br />

weltweit eine effiziente Lösung zur<br />

Reduzierung von Leckagen und<br />

Wasserverlusten anzubieten, hat<br />

GF eine Plug-and-Play-Lösung für<br />

das Druckmanagement entwickelt.<br />

Das System ist in einem vorgefertigten<br />

Flowise Schacht aus<br />

hochdichtem Polyethylen (HDPE)<br />

untergebracht und kombiniert<br />

das Polymer-Druckregelventil<br />

NeoFlow von GF, eine Reihe von<br />

Metallprodukten von VAG, darunter<br />

der Absperrschieber<br />

EKOplus und ein DUOJET-Luftventil<br />

sowie eine Rückhaltevorrichtung<br />

und Messtechnik. Der<br />

Schacht wird mit Hilfe flexibler<br />

MULTI/JOINT-Kupplungen in das<br />

bestehende Netz integriert, was<br />

eine schnelle und einfache Installation<br />

gewährleistet. Der Schacht<br />

ist außerdem für den schnellen<br />

Einbau in Wassernetzen konzipiert,<br />

was Versorgungsunternehmen<br />

eine effiziente Möglichkeit<br />

bietet, ihr Druckmanagement zu<br />

skalieren.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

89


<strong>Komponenten</strong><br />

Sensoren<br />

Optimierung der Kühlturm-Effizienz mit<br />

intelligenter Wasserqualitätskontrolle<br />

Wasser ist das Herzstück jedes industriellen<br />

Prozesses, von der Aufrechterhaltung<br />

der Systemtemperatur<br />

bis zur Gewährleistung der<br />

Energieeffizienz. Bei einem führenden<br />

Lebensmittelproduzenten in<br />

Indien spielte der Kühlturm eine<br />

entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung<br />

des Betriebs. Trotz<br />

regelmäßiger Wartung und Wasseraufbereitung<br />

hatte das Unternehmen<br />

jedoch immer wieder mit Problemen<br />

zu kämpfen, die sich sowohl<br />

auf die Leistung als auch auf die<br />

Kos teneffizienz auswirkten.<br />

Die Herausforderung: Korrosion<br />

und chemisches Ungleichgewicht<br />

Im Laufe der Zeit stellte das Wartungsteam<br />

des Lebensmittelherstellers<br />

eine beschleunigte Korrosion der<br />

Kondensatorlamellen im Kühlturm<br />

fest. Die Lamellen aus verzinktem,<br />

beschichtetem Material verschlechterten<br />

sich viel schneller als erwartet.<br />

Diese Korrosion beeinträchtigte nicht<br />

nur die Effizienz des Kühlturms, sondern<br />

erhöhte auch den Energieverbrauch<br />

und die Ausfallzeiten bei der<br />

Wartung.<br />

Bei näherer Betrachtung zeigte sich,<br />

dass die Ursache in einer unausgewogenen<br />

Chemikaliendosierung bei<br />

der Wasseraufbereitung lag. Schwankungen<br />

in der Dosierkonzentration<br />

störten den pH-Wert, die Leitfähigkeit<br />

und den Gehalt an gelöstem Sauerstoff<br />

(DO) im Wasser, so dass höhere<br />

Korrosionsraten die Folge waren. In<br />

Ermangelung einer kontinuierlichen<br />

Überwachung oder eines automatischen<br />

Kontrollmechanismus wurde<br />

es immer schwieriger, eine stabile<br />

Wasserchemie aufrechtzuerhalten,<br />

was letztlich zu einer unvorhersehbaren<br />

Leistung und häufigen Wartung<br />

des Systems führte.<br />

Die Herausforderung für das Unternehmen<br />

bestand darin, eine Lösung<br />

zu finden, die die wichtigsten Wasserqualitätsparameter<br />

in Echtzeit überwacht,<br />

die optimale Dosierung sicherstellt<br />

und Korrekturmaßnahmen<br />

automatisiert und gleichzeitig den<br />

Systembetrieb vereinfacht.<br />

Die Lösung: intelligente Überwachung<br />

und Steuerung<br />

Um dieses Problem zu lösen, ging der<br />

Lebensmittelhersteller eine Partnerschaft<br />

mit JUMO ein, das für sein Fachwissen<br />

im Bereich der intelligenten<br />

Mess- und Automatisierungstechnik<br />

bekannt ist. Das Ingenieurteam von<br />

JUMO führte eine detaillierte Bewertung<br />

des Kühlturm-Wassersystems<br />

durch und schlug eine vollständig integrierte,<br />

auf die Bedürfnisse des Unternehmens<br />

zugeschnittene Steuerungslösung<br />

vor.<br />

Die Lösung bestand im Einsatz einer<br />

Reihe von hochpräzisen JUMO-<br />

Sensoren zur kontinuierlichen Messung<br />

von pH-Wert, Leitfähigkeit und<br />

Sauerstoffgehalt im Kühlturmwasser.<br />

Diese Sensoren lieferten genaue<br />

Messwerte in Echtzeit, die in eine<br />

speicherprogrammierbare Steuerung<br />

(SPS) eingespeist wurden.<br />

Die JUMO-Ingenieure entwickelten<br />

daraufhin ein maßgeschneidertes<br />

SPS-Programm, das die Sensordaten<br />

analysierte und die Chemikaliendosierpumpen<br />

automatisch steuerte.<br />

Infolgedessen hielt das System<br />

kontinuierlich das ideale chemische<br />

Gleichgewicht aufrecht, indem es die<br />

Dosierungshäufigkeit und -konzentration<br />

regulierte. Jede Abweichung<br />

von den festgelegten Grenzwerten löste<br />

automatische Anpassungen aus,<br />

wodurch manuelle Eingriffe überflüssig<br />

wurden und eine gleichbleibende<br />

Wasserqualität rund um die Uhr gewährleistet<br />

werden konnte.<br />

Abb. 1+2: Installation vor Ort<br />

Die Installation umfasste auch die Datenprotokollierung<br />

und -visualisierung,<br />

so dass das technische Team<br />

des Lebensmittelherstellers Trends<br />

90 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Sensoren<br />

überwachen, Leistungsberichte prüfen<br />

und eine vorausschauende Wartung<br />

problemlos durchführen konnte.<br />

Ergebnisse: stabiler Betrieb und<br />

nachhaltige Leistung<br />

Die Einführung des intelligenten<br />

Überwachungssystems von JUMO<br />

brachte sofortige Verbesserungen.<br />

Die Korrosionsrate ging deutlich zurück,<br />

und die Kondensatorlamellen<br />

blieben viel länger intakt. Dieses optimierte<br />

Dosierungsverfahren reduziert<br />

den Verbrauch von Aufbereitungschemikalien,<br />

was sowohl zu<br />

Kosteneinsparungen als auch zu Umweltvorteilen<br />

führt.<br />

Darüber hinaus erhöhte das automatisierte<br />

Kontrollsystem die Betriebssicherheit<br />

und minimierte die Ausfallzeiten.<br />

Der Kühlturm funktionierte<br />

nun mit höchster Effizienz und sorgte<br />

für eine stabile Temperaturregelung<br />

und gleichmäßige Prozessleistung.<br />

Die Lösung von JUMO verschaffte<br />

dem Lebensmittelproduzenten durch<br />

präzise Datenaufzeichnung auch verwertbare<br />

Erkenntnisse. Durch die<br />

Umstellung von einem reaktiven auf<br />

einen proaktiven Wartungsansatz erreichte<br />

das Unternehmen langfristige<br />

Stabilität und verbesserte die Entscheidungsfindung<br />

in Bezug auf das<br />

Wassermanagement.<br />

Diese erfolgreiche Zusammenarbeit<br />

ist ein Beweis dafür, wie die fortschrittlichen<br />

Lösungen von JUMO zur<br />

Kontrolle der Wasserqualität der Industrie<br />

helfen können, komplexe betriebliche<br />

Herausforderungen zu<br />

bewältigen. Durch die Kombination<br />

von hochmodernen Sensoren, intelligenter<br />

Steuerung und robuster<br />

Konstruktion verwandelte JUMO den<br />

Kühlturm in ein selbstregulierendes,<br />

datengesteuertes System.<br />

Dadurch konnte der Lebensmittelhersteller<br />

nicht nur den Schutz und<br />

die Effizienz seiner Anlagen verbessern,<br />

sondern auch sein Engagement<br />

für eine nachhaltige und zuverlässige<br />

Wasserwirtschaft verstärken. Präzision<br />

bei der Messung. Intelligenz unter<br />

Kontrolle. Verlässliche Leistung −<br />

powered by JUMO.<br />

JUMO GmbH && Co. KG<br />

Fulda, Deutschland<br />

mail@jumo.net<br />

www.jumo.group<br />

GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />

Die unabhängige Medienplattform<br />

für Energieversorgung, Effizienzsteigerung<br />

und alternative Energieträger und -speicher<br />

Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />

Prozesstechnologie<br />

Kreislaufwirtschaft im industriellen<br />

Produktionsprozess<br />

Themenbereiche H 2<br />

, Synthetische<br />

Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,<br />

Windkraft, Bioenergie, Geothermie,<br />

Batterietechnologie, Systemintegration<br />

und weitere Alternativmöglichkeiten<br />

Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstraße 25 · 90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0 · info@harnisch.com · www.harnisch.com


<strong>Komponenten</strong><br />

Ventile<br />

Dichtheitsprobleme bei Membranventilen<br />

in biotechnologischen Anwendungen<br />

Ursachen, Risiken und konstruktive Lösungsansätze zur Kompensation<br />

des Druckverformungsrests bei Elastomer-Membranen<br />

Dichtsysteme unter hygienischen<br />

Betriebsbedingungen<br />

betroffen, beispielsweise Kombinationen<br />

aus PTFE und EPDM.<br />

Infolge dieses Setzverhaltens reduziert<br />

sich mit zunehmender Betriebsdauer<br />

die ursprünglich eingestellte<br />

Dichtpressung zwischen Membrane<br />

und Ventilkörper. Dadurch können<br />

zunächst geringe, später zunehmend<br />

ausgeprägte Undichtigkeiten<br />

entstehen.<br />

Auswirkungen auf Sterilität, Produktqualität<br />

und Anlagenbetrieb<br />

Undichte Membranventile können<br />

zur Kontamination der Umgebung<br />

führen, Sterilitätsprobleme verursachen<br />

und Cross-Contamination innerhalb<br />

der Produktionsanlagen<br />

begünstigen. In sensiblen biotechnologischen<br />

Prozessen besteht dadurch<br />

das Risiko des Verlusts ganzer Produktionschargen.<br />

Unabhängig vom<br />

konkreten Schadensausmaß stellen<br />

derartige Undichtigkeiten stets ein<br />

erhebliches Risiko für die mikrobiologische<br />

Sicherheit und die Validierbarkeit<br />

der Anlage dar.<br />

Membranventile sind ein zentrales<br />

Funktionselement in biotechnologischen<br />

Produktionsanlagen und<br />

spielen eine wesentliche Rolle für<br />

die sichere Trennung und Steuerung<br />

hygienischer Prozesse. Ihre Dichtfunktion<br />

ist dabei entscheidend für<br />

die Aufrechterhaltung steriler Bedingungen.<br />

Vor diesem Hintergrund rücken<br />

Dichtsysteme zunehmend in<br />

den Fokus, insbesondere, wenn sie<br />

unter wiederkehrenden thermischen<br />

und mechanischen Belastungen eingesetzt<br />

werden.<br />

Beobachtete Dichtheitsprobleme<br />

im Anlagenbetrieb<br />

An die Goetze KG Armaturen,<br />

Hersteller von Membranventilen,<br />

werden in letzter Zeit vermehrt Dichtheitsprobleme<br />

bei im Einsatz befindlichen<br />

Membranventilen unterschiedlicher<br />

Hersteller herangetragen.<br />

Anforderungen der Anlagenbetreiber<br />

und regulatorischer Rahmen<br />

Vor diesem Hintergrund suchen Anlagenbetreiber<br />

verstärkt nach praxistauglichen<br />

Lösungen zur nachhaltigen<br />

Beherrschung dieser Problematik.<br />

Dabei rückt zunehmend nicht nur<br />

die Membrane als Einzelkomponente,<br />

sondern das Zusammenspiel aus<br />

Membrane, Ventilkörper und Antrieb<br />

in den Fokus. Gefordert wird ein aufeinander<br />

abgestimmtes Dichtsystem,<br />

das die materialbedingten Veränderungen<br />

der Elastomere über die gesamte<br />

Lebensdauer berücksichtigt.<br />

Es zeigt sich klar, dass die Anwender<br />

bereit sind, ihre bisherige Zurückhaltung<br />

gegenüber neuen, optimierten<br />

Technologien aufzugeben, wenn diese<br />

einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung<br />

existenzbedrohender Chargenverluste<br />

leisten.<br />

Diese treten insbesondere nach wiederholter<br />

Sterilisation im SIP-Verfahren<br />

mit Sattdampf auf und äußern<br />

sich als Undichtigkeiten im Übergangsbereich<br />

zwischen Ventilkörper<br />

und Membrane. Die Ursache dieser<br />

Undichtigkeiten liegt im Setzverhalten<br />

der eingesetzten Elastomer-<br />

Membranen.<br />

Der so genannte Compression Set<br />

beschreibt die bleibende Verformung<br />

eines Elastomers unter langfristiger<br />

mechanischer Belastung und<br />

thermischer Beanspruchung. Dieses<br />

materialtypische Verhalten ist eine<br />

grundlegende Eigenschaft von Elastomeren.<br />

Neben klassischen Elastomer-Membranen<br />

sind hiervon ebenfalls<br />

mehrschichtige Dichtsysteme<br />

Abb. 1: Patentierte Druckhülse aus Edelstahl<br />

92 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Ventile<br />

Nachhaltige Problemlösung durch<br />

Systemanpassung<br />

In der praktischen Anwendung kann<br />

das Leckageproblem durch den Austausch<br />

der Membrane in Kombination<br />

mit einem geeigneten Antrieb<br />

nachhaltig behoben werden. Für diesen<br />

Zweck stehen unterschiedliche<br />

Membranwerkstoffe sowie Antriebsausführungen<br />

zur Verfügung, die an<br />

die jeweiligen Prozessbedingungen<br />

angepasst werden können. Der Austausch<br />

der gesamten Armatur ist in<br />

vielen Fällen nicht erforderlich, kann<br />

jedoch abhängig von Anlagenkonzept<br />

und Lebenszyklusstrategie sinnvoll<br />

sein.<br />

Grundlage für eine nachhaltige Lösung<br />

ist eine qualifizierte Ursachenanalyse,<br />

bei der sowohl das eingesetzte<br />

Material als auch die konkreten<br />

Betriebsbedingungen und Sterilisationszyklen<br />

berücksichtigt werden. Ergänzend<br />

dazu ist eine anwendungsbezogene<br />

technische Beratung durch<br />

den jeweiligen Hersteller erforderlich,<br />

um eine langfristig stabile und prozesssichere<br />

Auslegung des Dichtsystems<br />

zu gewährleisten.<br />

Fazit<br />

Abb. 2: Position der patentierten Druckhülse im Antrieb (rot hervorgehoben)<br />

Parallel dazu verfolgen Anlagenbetreiber<br />

übernimmt dabei die Funktion eines<br />

das Ziel, bestehende Qua-<br />

mechanischen Ausgleichselements<br />

lifizierungen und Zertifizierungen,<br />

beispielsweise gemäß FDA-Anforderungen,<br />

und stellt eine kons tante Verpressung<br />

der Membrane sicher.<br />

nicht durch technisch ver-<br />

meidbare Dichtheitsprobleme zu gefährden.<br />

Ein sonst häufig notwendiges Nachziehen<br />

der Membrane nach der ersten<br />

Dampfsterilisation entfällt bei<br />

Konstruktive Kompensation des<br />

Setzverhaltens<br />

dieser konstruktiven Ausführung von<br />

Goetze.<br />

Dichtheitsprobleme infolge des Setzverhaltens<br />

von Elastomer-Membranen<br />

stellen in biotechnologischen<br />

Anwendungen ein relevantes Risiko<br />

für Sterilität, Produktqualität und<br />

Anlagenverfügbarkeit dar. Eine rein<br />

komponentenbezogene Betrachtung<br />

greift dabei zu kurz. Erst ein systemischer<br />

Ansatz, der Membrane, Antrieb<br />

und konstruktive Ausgleichselemente<br />

berücksichtigt, ermöglicht eine<br />

dauerhafte Sicherstellung der erforderlichen<br />

Dichtpressung. Durch geeignete<br />

technische Lösungen lassen<br />

sich Leckagerisiken reduzieren, der<br />

Wartungsaufwand minimieren und<br />

die Betriebssicherheit hygienischer<br />

Anlagen langfristig stabilisieren.<br />

Goetze KG Armaturen<br />

Ludwigsburg, Deutschland<br />

info@goetze.de<br />

www.goetze-group.com<br />

Ein Dichtsystem, das die Auswirkungen<br />

des Setzverhaltens von Elastomeren<br />

minimiert, muss dieses daher<br />

durch geeignete konstruktive<br />

Ausgleichselemente kompensieren.<br />

Entscheidend ist, dass die für die<br />

Dichtfunktion notwendige Presskraft<br />

unabhängig von thermischen Zyklen,<br />

Druckbelastungen und Materialermüdung<br />

dauerhaft aufrechterhalten<br />

wird. Nur so kann eine stabile und<br />

zuverlässige Abdichtung zwischen<br />

Membrane und Ventilkörper sichergestellt<br />

werden.<br />

Patentierter Lösungsansatz mit<br />

mechanischem Ausgleich<br />

Einen möglichen Lösungsansatz bietet<br />

die patentierte Konstruktion der Goetze<br />

KG Armaturen, bei der der Compression<br />

Set der Elastomer-Membran<br />

gezielt ausgeglichen wird. Eine im Antrieb<br />

integrierte Edelstahl-Druckhülse<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

93


<strong>Komponenten</strong><br />

Dichtungen<br />

Langlebiger FKM Allrounder<br />

mit NFS-Technologie<br />

Dipl.-Ing. (FH) Michael Krüger<br />

In zahlreichen industriellen Anlagen<br />

werden an Dichtungen dauerhaft<br />

hohe Anforderungen an die chemische<br />

und thermische Beständigkeit<br />

gestellt. Insbesondere unter anspruchsvollen<br />

Prozessbedingungen<br />

stoßen konventionelle Elastomere<br />

dabei an ihre Grenzen. Die Folge<br />

können verkürzte Standzeiten, steigender<br />

Wartungsaufwand und ein<br />

erhöhtes Risiko ungeplanter Anlagenstillstände<br />

sein.<br />

Zusätzlich ist die Stoffgruppe der perund<br />

polyfluorierten Alkylsubs tanzen<br />

(PFAS) zunehmend im Fokus regulatorischer<br />

Bewertungen. Auf europäischer<br />

Ebene werden Beschränkungen<br />

diskutiert, mit dem Ziel,<br />

mögliche Risiken für Umwelt und Gesundheit<br />

zu minimieren. Für Anwender<br />

und Konstrukteure bedeutet das,<br />

die Auswahl von Dichtungslösungen<br />

nicht nur technisch, sondern auch<br />

mit Blick auf rechtliche Anforderungen<br />

abzusichern.<br />

Hochleistungs-FKM mit nicht-fluorierten<br />

Tensiden im Basispolymer<br />

Abb. 1: FKM Dichtung Vi 782. Alle Bilder: COG<br />

Erweiterte Medienbeständigkeit<br />

Ein besonderer Aspekt der Werkstoffentwicklung<br />

von Vi 782 liegt in der<br />

gezielten Rezepturauslegung: Im Gegensatz<br />

zu vielen anderen FKM Werkstoffen<br />

ist Vi 782 auch für den dauerhaften<br />

Kontakt mit wässrigen Medien<br />

geeignet. Dies schließt den Einsatz in<br />

sauren Umgebungen, beispielsweise<br />

mit Schwefelsäure, ebenso ein wie<br />

Anwendungen im Umfeld von Alkoholen.<br />

Diese erweiterte Medienbeständigkeit<br />

ist keine Eigenschaft klas-<br />

C. Otto Gehrckens (COG) hat vor diesem<br />

Hintergrund den peroxidisch<br />

vernetzten FKM Werkstoff Vi 782 entwickelt,<br />

dessen Basispolymer mittels<br />

nicht-fluorierter Tenside (NFS-Technologie)<br />

hergestellt wurde.<br />

Das Material bietet dabei die bewährte<br />

hohe chemische und thermische<br />

Leistungsfähigkeit eines FKM<br />

Compounds und deckt einen Einsatztemperaturbereich<br />

von -10 °C bis<br />

+200 °C in Luft ab. Damit ermöglicht<br />

der Werkstoff einen vielseitigen Einsatz<br />

in unterschiedlichen industriellen<br />

Umgebungen. Darüber hinaus<br />

zeigt er eine sehr gute Beständigkeit<br />

gegenüber Mineralölen sowie aliphatischen<br />

und aromatischen Kohlenwasserstoffen.<br />

Abb. 2: Einsatz in einer Sterilverschraubung<br />

94 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


<strong>Komponenten</strong><br />

Dichtungen<br />

sischer FKM Typen, sondern das<br />

Ergebnis einer spezifischen Compound<br />

und Additiventwicklung,<br />

bei der chemische Breite, Vernetzungssystem<br />

und Medienverträglichkeit<br />

gezielt aufeinander<br />

abgestimmt wurden. In prozessnahen<br />

Bereichen mit wässrigen<br />

Medien oder sauren Reinigern –<br />

etwa an Leitungen, Ventilen und<br />

Armaturen entlang der Prozesslinie<br />

– reduziert diese Medienbreite<br />

den Abstimmungsaufwand<br />

bei der Werkstoffauswahl<br />

und unterstützt einen zuverlässigen<br />

und gleichbleibenden Anlagenbetrieb.<br />

Eignung für CIP- und SIP-<br />

Reinigungs prozesse<br />

Darüber hinaus ist Vi 782 speziell<br />

für den Einsatz in Reinigungszyklen<br />

mit aggressiven CIP und<br />

SIP Medien (CIP = Cleaning in<br />

Place; SIP = Sterilisation in Place)<br />

ausgelegt und weist eine sehr<br />

gute Beständigkeit gegenüber<br />

dem in der Pharmaindustrie üblicherweise<br />

verwendeten WFI<br />

Wasser auf. Aber auch gegenüber<br />

Aromastoffen, wie sie insbesondere<br />

in der Lebensmittel- und<br />

Getränkeindustrie verwendet<br />

werden, bleibt das Material leistungsfähig.<br />

Die geringe Volumenquellung<br />

dieses FKM-Werkstoffs<br />

unterstützt eine konstante Dichtwirkung<br />

und erleichtert den Einsatz<br />

auch bei anspruchsvollen<br />

Einbaubedingungen, etwa in Sterilverschraubungen,<br />

z. B. nach<br />

DIN 11864.<br />

Vi 782 im Einsatz: vielseitige<br />

Anwendungsfelder<br />

Neben den hervorragenden werkstoffspezifischen<br />

Eigenschaf ten<br />

erfüllt Vi 782 eine Vielzahl relevanter<br />

Freigaben und regulatorischer<br />

Anforderungen für den<br />

Einsatz in der Lebensmittel- und<br />

Pharmaindustrie. Hierzu zählen<br />

unter anderem FDA § 177.2600,<br />

USP chapter 87 und 88, USP<br />

chapter 381 und 3-A Sanitary<br />

Standard Class I. Ergänzend wurden<br />

relevante europäische Rah-<br />

menwerke wie die Verordnung<br />

(EG) 1935/2004, die Verordnung<br />

(EU) 2024/3190 (BPA), REACH und<br />

RoHS berücksichtigt. Damit eignet<br />

sich der Werkstoff sowohl für<br />

hochsensible Anwendungsfelder<br />

als auch für breitere industrielle<br />

Einsatzbereiche.<br />

In der Prozess- und Verfahrenstechnik<br />

zeigt Vi 782 seine besondere<br />

Stärke überall dort,<br />

wo chemisch und thermisch<br />

anspruchsvolle Bedingungen<br />

dauerhaft zuverlässig beherrscht<br />

werden müssen. Die<br />

Kombination aus breiter Medienbeständigkeit<br />

und ausgewogenen<br />

Dichteigenschaften<br />

erleichtert die Auslegung für wiederkehrende<br />

Reinigungszyklen<br />

und unterstützt stabile Prozessabläufe.<br />

Auch im Maschinen<br />

und Anlagenbau bietet der Werkstoff<br />

eine überzeugende Lösung<br />

für <strong>Komponenten</strong> im Kontakt<br />

mit Mineralölen, Kohlenwasserstoffen<br />

sowie moderaten Säuren<br />

oder schwachen Alkalien. In<br />

lebensmittel und pharmanahen<br />

Anwendungen unterstützt Vi 782<br />

durch seine ausgewogenen<br />

Materialeigenschaften strukturierte<br />

Qualifizierungs- und<br />

Validierungsprozesse. Darüber<br />

hinaus bewährt sich der Werkstoff<br />

in chemienahen Einsatzfeldern,<br />

in denen Medienvielfalt<br />

und Temperaturbeanspruchung<br />

eng zusammenwirken.<br />

Werkstoffauswahl und anwendungstechnische<br />

Auslegung als<br />

Schlüsselfaktor<br />

Entscheidend ist dabei nicht allein<br />

der Werkstoff selbst, sondern<br />

dessen passgenaue Einbindung<br />

in die jeweilige Anwendung.<br />

Auf Basis einer tiefgehenden<br />

Werkstoff und Prozesskenntnis<br />

begleitet COG die Auswahl und<br />

Auslegung – von der Bewertung<br />

der Einsatzbedingungen bis zur<br />

Berücksichtigung typischer Einbausituationen<br />

– mit dem Anspruch,<br />

technisch belastbare und<br />

langfristig verlässliche Lösungen<br />

zu realisieren.<br />

Die Auslegung elastomerer Dichtungen<br />

sollte grundsätzlich temperatur-<br />

und medienabhängig er-<br />

folgen und durch eine kompetente<br />

anwendungstechnische Beratung<br />

begleitet werden. Ebenso<br />

empfiehlt es sich, Reinigungsmedien<br />

wie Chemikalien, Konzentrationen<br />

und Zyklusdauern frühzeitig<br />

in die Materialauswahl<br />

einzubeziehen. Generell ist eine<br />

geeignete Auslegung von Nut<br />

und Einbauraum entscheidend<br />

für eine langfristig zuverlässige<br />

Funktion. Vorhandene Freigaben<br />

können die Qualifizierung unterstützen,<br />

sollten jedoch stets projektspezifisch<br />

auf Temperatur und<br />

Einsatzgrenzen geprüft werden.<br />

Fazit: Vi 782 als vielseitiger<br />

FKM-Allrounder für anspruchsvolle<br />

Medienlandschaften<br />

Mit Vi 782 hat COG einen neuen<br />

Werkstoff entwickelt, der zentrale<br />

Praxisanforderungen in regulierten<br />

wie industriellen Umfeldern<br />

zusammenführt: breite<br />

chemische Beständigkeit, einschließlich<br />

wässriger Medien,<br />

Säuren (z. B. Schwefelsäure) und<br />

alkoholischer Umgebungen, Tem-<br />

peraturfestigkeit und Prozesssicherheit<br />

in CIP/SIP Medien. Darüber<br />

hinaus sorgt die Verwendung<br />

PFAS-freier Additive im<br />

Basispolymer für zusätzliche regulatorische<br />

Planungssicherheit.<br />

Maßgeblich ist das fein abgestimmte<br />

Zusammenspiel aus<br />

Poly mer,<br />

Vernetzungssystem<br />

und einer gezielt entwickelten<br />

Rezeptur. Anwendern und Konstrukteuren<br />

steht damit ein vielseitig<br />

einsetzbarer Werkstoff<br />

zur Verfügung, der die Materialauswahl<br />

in heterogenen Medienlandschaften<br />

erleichtert und<br />

planbare Wartungsintervalle unterstützt.<br />

Eigenschaften von Vi 782<br />

• Einsatztemperaturbereich<br />

(Luft): -10 °C bis +200 °C<br />

• Hervorragende Chemikalienbeständigkeit<br />

• Hervorragende Widerstandsfähigkeit<br />

bei CIP-/SIP-Verfahren<br />

• Für Sterilverschraubungen geeignet<br />

(u. a. gemäß Hygienic<br />

Design)<br />

Control<br />

Building reliable<br />

water networks together<br />

Besuchen Sie uns an der IFAT,<br />

München, 4.–7. Mai <strong>2026</strong>,<br />

Stand GF: B3.351 / VAG: C2.451<br />

• Beständig gegenüber Aromastoffen<br />

und vielen<br />

Lösungsmitteln<br />

• Freigaben: FDA § 177.2600,<br />

USP chapter 87, USP chapter 88,<br />

USP chapter 381, 3-A Sanitary<br />

Class I, VO (EG) Nr. 1935/2004<br />

Autor:<br />

Dipl.-Ing. (FH) Michael Krüger,<br />

Leiter Operative<br />

Anwendungstechnik,<br />

C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG,<br />

Pinneberg, Deutschland<br />

www.cog.de<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

IFAT26_PUK_Print-Ad_Control_92x62mm.indd 2 02.03.<strong>2026</strong> 13:08:02<br />

95


<strong>Komponenten</strong><br />

Innovative Filterelemente<br />

Mit Metalldrahtgewebe zu 90 %<br />

weniger Energiebedarf<br />

Innovative Filterelemente für die Meerwasserentsalzung<br />

Die Meerwasserentsalzung mittels<br />

SWRO (Seawater Reverse Osmosis)<br />

erschließt verlässliche Wasserquellen<br />

für Haushalt, Landwirtschaft und<br />

Industrie in wasserknappen Regionen.<br />

Damit ist sie zu einem zentralen<br />

Baustein globaler Wasserstrategien<br />

geworden. Doch der Prozess ist<br />

mit einem hohen Ener giebedarf verbunden<br />

– die zentrale Herausforderung<br />

lautet daher: Wie lassen sich<br />

diese Prozesse wirtschaftlicher und<br />

nachhaltiger gestalten? Ein Bereich<br />

mit oft unterschätztem Einfluss ist<br />

die letzte Vorfiltrationsstufe vor den<br />

RO‐Membranen, in der Automatikfilter<br />

mit innovativem Metalldrahtgewebe<br />

von Haver & Boecker entscheidende<br />

Vorteile bieten.<br />

Bei der Umkehrosmose (engl. RO – reverse<br />

osmosis) wird Meerwasser unter<br />

hohem Druck durch eine semipermeable<br />

Membran gepresst. Salze und andere<br />

Stoffe wie z. B. Bakterien, Viren,<br />

Kalk oder Schwermetalle werden zurückgehalten,<br />

während reines Wasser<br />

hindurchfließt. Damit dieses Prinzip<br />

dauerhaft funktioniert, muss die Belastung<br />

der Membranen gering gehalten<br />

werden – denn Ablagerungen und<br />

Fouling führen zu stark steigenden Betriebsdrücken<br />

und erhöhen damit unmittelbar<br />

den Energiebedarf.<br />

Aus diesem Grund besteht die<br />

RO‐Vorbehandlung typischerweise<br />

aus mehreren Stufen:<br />

– Vorfiltration grober und feiner Teilchen<br />

– UF/MMF‐Filtration zur Absenkung<br />

des SDI‐Werts < 5<br />

– Letzte Schutzfiltration suspendierter<br />

Partikel unmittelbar vor der<br />

RO‐Membran<br />

Membranfilter – ein unterschätzter<br />

Kostenfaktor<br />

In vielen Anlagen übernehmen Einweg-Filterkartuschen<br />

mit nominalen<br />

Feinheiten von 1–20 µm die letzte Filtrationsstufe.<br />

Sie gelten als unkomplizierte<br />

Standardlösung, weisen aber<br />

gravierende Nachteile auf:<br />

1. Betriebsunterbrechungen und<br />

Wartungsaufwand<br />

Das Austauschen der Kartuschen ist<br />

ein vollständig manueller Vorgang,<br />

der – abhängig von Anlagengröße<br />

und Filteranzahl – mehrere Stunden<br />

in Anspruch nehmen kann. Aufgrund<br />

der reduzierten Filterkapazität sinkt<br />

während dieser Zeit die Anlagenleistung,<br />

bis alle verbrauchten Kartuschen<br />

entfernt und die neuen korrekt<br />

eingesetzt sind. Neben dem erheblichen<br />

Personalaufwand führt dies<br />

zu wiederkehrenden Stillständen, die<br />

sich auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage<br />

auswirken.<br />

2. Druckverlust<br />

Um Wartungsaufwände und Stillstände<br />

zu minimieren, werden Kartuschen<br />

häufig länger verwendet, als<br />

es technisch optimal wäre. Mit fortschreitender<br />

Betriebsdauer lagern<br />

sich immer mehr Partikel im Filtermaterial<br />

ab, wodurch der Differenzdruck<br />

kontinuierlich ansteigt. Gleichzeitig<br />

begünstigt die Ansammlung<br />

von Partikeln das Wachstum von Biofilmen.<br />

Werden diese instabil und lösen<br />

sich, können sie in Richtung der<br />

RO-Membran gelangen und dort Fouling<br />

oder sogar irreversible Schäden<br />

verursachen.<br />

3. Energiebedarf und -kosten<br />

Die zunehmende Verblockung im laufenden<br />

Betrieb wirkt sich direkt auf<br />

den Energiebedarf der Hochdruckpumpe<br />

aus, die den erforderlichen<br />

Durchfluss aufrechterhalten muss.<br />

Mit zunehmender Verblockung steigt<br />

der anfängliche Differenzdruck von<br />

etwa 0,2 bar auf bis zu 1 bar oder<br />

mehr, bevor ein Kartuschenwechsel<br />

erfolgt. Der durchschnittliche Druckverlust<br />

bei Filterkartuschen liegt laut<br />

Filtersafe, einem international tätigen<br />

Filtersystemhersteller, bei 0,5-0,7 bar.<br />

4. Materialverbrauch und<br />

Entsorgung<br />

Eine Meerwasserentsalzungsanlage<br />

verbraucht je nach Anlagengröße<br />

und Wasserqualität zehntausende<br />

Filterkartuschen pro Jahr. Das verursacht<br />

erhebliche Beschaffungs- und<br />

Lagerkosten und stellt hohe Anforderungen<br />

an die Entsorgungslogistik.<br />

Da verbrauchte Kartuschen häufig als<br />

Sondermüll gelten, ist die Entsorgung<br />

aufwendig und kostenintensiv. Diese<br />

Faktoren belasten sowohl die Betriebskosten<br />

(OPEX) als auch die CO 2<br />

-<br />

Bilanz der Anlage.<br />

Automatikfilter aus Metalldrahtgewebe<br />

– die intelligente Alternative<br />

Um diese Schwachstellen zu eliminieren,<br />

setzen immer mehr Betreiber<br />

auf selbstreinigende Automatikfilter.<br />

Filtersafe setzt für das Herzstück seiner<br />

Automatikfilter gezielt auf Filterelemente<br />

aus Metalldrahtgewebe von<br />

Haver & Boecker.<br />

Diese Filterelemente – aufgebaut aus<br />

mehrlagigem Drahtgewebe oder Gewebelaminaten<br />

– bilden das Herz des<br />

Automatikfilters und sorgen für präzise<br />

Filtration, lange Standzeiten und<br />

zuverlässige Reinigung. Sie sind der<br />

entscheidende Enabler für erhebliche<br />

Effizienzgewinne und Einsparpotentiale<br />

in mehreren Kostenkategorien:<br />

1. Betriebsunterbrechungen und<br />

Wartungsaufwand<br />

Während Filterkartuschen regelmäßig<br />

und manuell gewechselt werden<br />

müssen, sind Filterelemente aus Metalldrahtgewebe<br />

so konzipiert, dass<br />

sie auch bei intensiver Nutzung über<br />

Jahre hinweg zuverlässig funktionieren<br />

und den Wartungsaufwand auf<br />

ein Minimum reduzieren. Aufgrund<br />

ihres mehrlagigen Aufbaus bleiben<br />

96 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


FILTECH<br />

Schmutzaufnahmefähigkeit und Durchflussleistung<br />

deutlich länger erhalten als bei anderen<br />

Filtermedien. Der Austausch von Verbrauchsmaterial<br />

entfällt nahezu vollständig,<br />

die Anlage bleibt durchgehend in Betrieb und<br />

die Filterkapazität konstant verfügbar.<br />

exzellente Reinigungsfähigkeit des Gewebes<br />

verhindert Biofilmablagerungen und sichert<br />

eine gleichbleibend hohe Filtratqualität. Durch<br />

den mehrlagigen Aufbau bleibt die Durchflussleistung<br />

auch bei hohen Belastungen stabil<br />

– ein Vorteil, der durch Simulationen (Berstdruckberechnung<br />

und Durchfluss) bereits in<br />

der Auslegung abgesichert werden kann.<br />

Zudem arbeiten Automatikfilter nach einem<br />

zyklischen Prinzip: Sobald sich auf dem Filterelement<br />

eine Partikelschicht bildet und der<br />

Differenzdruck einen Schwellenwert (z. B.<br />

0,2 bar) erreicht, startet automatisch ein kurzer<br />

Reinigungszyklus (s. Abb. 2). Ein rotierender<br />

Scanner fährt präzise über die Oberfläche<br />

des mehrlagigen Metalldrahtgewebes,<br />

während ein kleiner Teil des bereits filtrierten<br />

Wassers die abgelagerten Partikel ausspült.<br />

Betreiber profitieren von einer erhöhten Betriebssicherheit:<br />

Die Filtration läuft ohne Unterbrechung<br />

weiter, die Gefahr von Biofilmablagerungen<br />

wird deutlich reduziert und die<br />

konstant hohe Filtratqualität sichergestellt.<br />

June 30 – July 02, <strong>2026</strong><br />

Cologne – Germany<br />

The Filtration Event<br />

www.Filtech.de<br />

Platform<br />

for your<br />

success<br />

Abb. 1: Möglicher Aufbau eines Filterelements für<br />

die Wasseraufbereitung (v.o.): Schutzlage, Filterlage,<br />

Schutz lage, Stützlage.<br />

2. Druckverlust<br />

Die präzise Porenstruktur der Filterelemente<br />

ermöglicht einen konstant niedrigen Differenzdruck<br />

von durchschnittlich nur 0,05 bar<br />

– gegenüber 0,5-0,7 bar bei Kartuschen. Die<br />

3. Energiebedarf und -kosten<br />

Berechnungen von Filtersafe zeigen: In einer<br />

Beispielanlage mit 32.000 m³/h RO-Schutzfiltration<br />

verursacht der Einsatz von Filterkartuschen<br />

einen jährlichen Energieverbrauch<br />

von 4.900 MWh, während Filterelemente<br />

aus Metalldrahtgewebe in Kombination mit<br />

dem selbstreinigenden Automatikfilter nur<br />

490 MWh benötigen – eine Einsparung von<br />

90 %. Da die Filterelemente den extrem<br />

niedrigen Druckverlust dauerhaft sicherstellen,<br />

sinken die Betriebskosten um bis<br />

zu 75 % und der CO 2<br />

-Ausstoß um mehr als<br />

3.000 t pro Jahr.<br />

600+ Exhibitors<br />

Delivers<br />

solutions for<br />

current<br />

and future<br />

challenges<br />

Abb. 2: Schematischer Verlauf des durchschnittlichen Differenzdrucks unterschiedlicher Filtertypen.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

Your Contact: Suzanne Abetz<br />

E-mail: info@filtech.de<br />

Phone: +49 (0)2132 93 57 60


<strong>Komponenten</strong><br />

Innovative Filterelemente<br />

4. Materialverbrauch und<br />

Entsorgung<br />

Die mehrlagigen Edelstahl-Filterelemente<br />

halten mehrere Jahre und<br />

widerstehen selbst hohen mechanischen<br />

Belastungen sowie korrosiven<br />

Bedingungen. Versinterte POROSTAR ®<br />

Gewebelaminate, bei denen die Gewebelagen<br />

stoffschlüssig miteinander<br />

verbunden werden, erhöhen die<br />

mechanische Stabilität zusätzlich: Die<br />

Berstdruckstabilität steigt im Vergleich<br />

zu mehrlagigen, nicht-versinterten<br />

Filter elementen um bis zu 25 %. Mit<br />

der Serienfertigung von Gewebelaminaten<br />

aus Avesta 254 SMO setzt Haver<br />

& Boecker zudem einen neuen Standard<br />

für seewasserbeständige Filterelemente<br />

– als derzeit einziger Anbieter<br />

am Markt. Individuelle Konfektionierung<br />

ermöglicht eine optimale Anpassung<br />

an die jeweilige Anlage – für<br />

maximale Effizienz und Nachhaltigkeit.<br />

Verbrauchsmaterial und Entsorgungskosten<br />

entfallen nahezu vollständig.<br />

Das Herzstück: Filterelemente aus<br />

Metalldrahtgewebe<br />

Die Leistungsfähigkeit selbstreinigender<br />

Automatikfilter steht und fällt<br />

mit der Qualität ihrer Filterelemente.<br />

Mehrlagige Drahtgewebe und Gewebelaminate<br />

von Haver & Boecker<br />

wurden speziell für die anspruchsvollen<br />

Bedingungen der Meerwasserentsalzung<br />

entwickelt. Sie ermöglichen<br />

eine präzise und wiederholbare<br />

Filtration bei Trennschärfen bis 5 µm<br />

und setzen Maßstäbe in Sachen Präzision,<br />

Stabilität und Langlebigkeit.<br />

Abb. 3: Neben ihrer exakt definierbaren Porenstruktur, der hohen mechanischen Stabilität<br />

und Korrosionsbeständigkeit bestehen individuelle Konfektionierungsmöglichkeiten.<br />

Praxiseinblick<br />

Pilotprojekte belegen die erheblichen<br />

Einsparpotentiale. In einer gemeinsamen<br />

Studie vom Filtersystem-Hersteller<br />

Filtersafe und Anlagenbetreibern<br />

wurden OPEX-Reduktionen<br />

zwischen 80 und 92 % nachgewiesen,<br />

bei gleichbleibender Filtratqualität<br />

und deutlich reduziertem Energie-<br />

sowie Personalaufwand:<br />

„Unsere Pilotprojekte in einer SWRO-<br />

Anlage in West asien zeigen, dass ein<br />

automatischer 20 µm Siebfilter die gewünschte<br />

Filtratqualität erreicht und<br />

gleichzeitig über 80 % der Betriebskosten<br />

gegenüber Kartuschen einspart.<br />

Die self-cleaning Screen-Technologie<br />

erweist sich als vollwertiger Ersatz für<br />

Einwegfilter und führt zu erheblichen<br />

Einsparungen bei Energie, Personal<br />

und Verbrauchsmaterial, ohne die Betriebssicherheit<br />

zu beeinträchtigen.“<br />

Ben Gido, Leitung F&E, Filtersafe.<br />

Insgesamt bieten selbstreinigende<br />

Automatikfilter mit Filterelementen<br />

aus Metalldrahtgewebe gegenüber<br />

klassischen Filterkartuschen in allen<br />

relevanten Bereichen deutliche Vorteile.<br />

Sie ermöglichen eine energieeffiziente,<br />

nachhaltige und wirtschaftliche<br />

Meerwasserentsalzung und<br />

setzen neue Standards für die RO-<br />

Vorfiltration: Vom Kostenfaktor zum<br />

Effizienztreiber.<br />

Haver & Boecker OHG,<br />

Drahtweberei<br />

Oelde, Deutschland<br />

www.haverboecker.com<br />

98 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

AERZEN auf der IFAT <strong>2026</strong><br />

Innovative Gebläsetechnologien, digitale<br />

Intelligenz und Systemlösungen<br />

für integrierte Belüftungskonzepte<br />

Lösung wird individuell ausgelegt und bringt Effizienz, Performance,<br />

Kosten und Betriebssicherheit optimal in Einklang. So werden Energieverbräuche<br />

signifikant gesenkt, Betriebskosten langfristig optimiert<br />

und Kläranlagen wirtschaftlich wie ökologisch zukunftsfähig. Energieeinsparungen<br />

von bis zu 55 % sowie eine Reduzierung des CO 2<br />

-Fußabdrucks<br />

um bis zu 65 % sind möglich.<br />

AERZEN, Experte für Gebläsetechnik zur Belüftung von Belebungsbecken,<br />

präsentiert auf der IFAT <strong>2026</strong> die nächste Generation einer energieeffizienten<br />

und intelligenten Verknüpfung von Belüftungstechnologien.<br />

Neue Schrauben- und Turbogebläse sowie durchgängig<br />

integrierte Systemlösungen aus Gebläse-, Belüfter- und Steuerungstechnik<br />

heben die biologische Reinigungsstufe auf ein neues Effizienzniveau<br />

und reduzieren den CO 2<br />

-Fußabdruck von Kläranlagen deutlich.<br />

Das Ergebnis: stabile Prozesse, optimierte Betriebskos ten und maximale<br />

Energieeffizienz.<br />

AERZEN Lösungen für die Belüftung von Belebungsbecken sind technologisch<br />

führend und setzen Maßstäbe hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz.<br />

Auf der IFAT <strong>2026</strong> in München richtet das Unternehmen<br />

den Blick auf die nächste Entwicklungsstufe. Unter dem Motto<br />

„Efficient by Nature – Sustainable by Design. It’s in our DNA“ zeigt der<br />

Anwendungsspezialist an Stand 351 in Halle A3 wegweisende Innovationen,<br />

integrierte Systemlösungen und digitale Services für energieeffiziente<br />

Belüftungssysteme.<br />

Einzigartige Produktvielfalt in der Gebläse- und Belüftungstechnik<br />

Mit seinem breiten Portfolio an Premiumtechnologien deckt AERZEN<br />

das gesamte Spektrum der Belüftungstechnik ab und ermöglicht passgenaue<br />

Lösungen. Im Bereich der Gebläse umfasst das Portfolio Drehkolben-,<br />

Schrauben- und Turbogebläse. In der Belüftertechnik bietet<br />

AERZEN Platten-, Teller- und Rohrbelüfter. Diese technologische Vielfalt<br />

schafft maximale Flexibilität bei der Auslegung und erlaubt eine<br />

optimale Anpassung an Prozess, Lastprofil und Effizienzziele.<br />

Technologie- und Systemkompetenz aus einer Hand<br />

Ob maßgeschneiderte Maschinen- und Technologieauslegung, smarte<br />

Steuerungs- und Regeltechnik, individuelle ROI-Berechnungen, flexible<br />

Mietlösungen (Aerzen Rental), innovative Konzepte zur Wärmerückgewinnung<br />

und Maschinenraumbelüftung, digitale Services oder<br />

Unterstützung bei der Fördermittelbeantragung: AERZEN begleitet<br />

Kunden von der technischen Auslegung bis zur wirtschaftlichen Optimierung<br />

und liefert überzeugende Antworten auf die zentralen Fragen<br />

der Branche. Die einzelnen Bausteine greifen nahtlos ineinander und<br />

werden je nach Bedarf miteinander verzahnt. So lassen sich Effizienzpotentiale<br />

voll ausschöpfen.<br />

Systemlösungen sind der Schlüssel zu maximaler Ressourceneffizienz<br />

Viele Kläranlagen verbrauchen unnötig viel Energie und binden wertvolle<br />

Ressourcen aufgrund veralteter oder überdimensionierter Maschinentechnologien.<br />

Die IFAT <strong>2026</strong> bietet die einzigartige Gelegenheit,<br />

innovative Gebläse- und Belüftertechnik sowie ganzheitliche Lösungskonzepte<br />

aus einem Technologiemix von Drehkolben-, Schraubenund<br />

Turbogebläsen kennenzulernen.<br />

Sie finden AERZEN auf der IFAT <strong>2026</strong> in Halle A3 an Stand 351.<br />

AERZEN präsentiert auf der IFAT <strong>2026</strong> die nächste Generation energieeffizienter<br />

Gebläse und die intelligente Kombination von Belüftungstechnologien.<br />

Bild: AERZEN<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28<br />

31855 Aerzen<br />

Tel +49 (5154) 81-0<br />

www.aerzen.com<br />

Premiere der neuen AERZEN Schrauben- und Turbogebläse<br />

Premiere feiern neue Baugrößen der „Delta Hybrid“ Schraubengebläse<br />

und „Aerzen Turbo“ Turbogebläse. Die Schraubengebläse erreichen<br />

Einsparpotentiale von bis zu 37 % gegenüber herkömmlichen Drehkolbengebläsen<br />

und überzeugen durch äußerst niedrige Schalldruckpegel.<br />

Die luftgelagerten, wartungsarmen Turbogebläse erschließen zusätzliche<br />

Leistungsbereiche bei maximaler Energieeffizienz, kleinstem<br />

Footprint und außergewöhnlich großem Regelbereich. Das Ergebnis:<br />

bedarfsgerechte Sauerstoffversorgung durch exakte Lastregelung bei<br />

reduziertem Energiebedarf.<br />

Ganzheitliche Optimierung des Belüftungssystems<br />

AERZEN denkt Abwasseraufbereitung ganzheitlich – als intelligente<br />

Verknüpfung aus hocheffizienter Gebläse- und Belüftertechnik sowie<br />

smarter Steuerungstechnik im biologischen Reinigungsprozess. Jede<br />

Hygienische, wartungsarme<br />

Containerklappe für anspruchsvolle<br />

Schüttgutanwendungen<br />

WAREX VALVE entwickelt Containerklappe DKZ 105 SKV<br />

für IBC-Container in der Pharmaindustrie<br />

Die WAREX VALVE GmbH, Spezialist für Industriearmaturen mit Sitz in<br />

Senden, erweitert ihr Produktportfolio um die Containerklappe Typ<br />

DKZ 105 SKV DN 250 in Sonderausführung. Die neu entwickelte Armatur<br />

wurde gezielt für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen konzipiert<br />

und eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Pharmaindustrie.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

99


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Zertifiziert und FDA-konform<br />

WAREX VALVE ist nach ISO 9001 zertifiziert. Die bei der Containerklappe<br />

Typ DKZ 105 SKV eingesetzten Dichtmaterialien entsprechen den<br />

Anforderungen der FDA sowie der EU-Verordnung 1935/2004. Damit<br />

erfüllt die Armatur internationale Qualitäts- und Sicherheitsstandards<br />

und eignet sich ideal für regulierte Märkte mit hohen Dokumentationsund<br />

Compliance-Anforderungen.<br />

Warex Valve GmbH<br />

Stauverbrink 2<br />

48308 Senden<br />

Tel +49 (2536) 99 58-0<br />

info@warex-valve.com<br />

www.warex-valve.com<br />

3D-Filtergewebe für<br />

effiziente Wasseraufbereitung<br />

Die Containerklappe dient als Auslaufverschluss für IBC-Schüttgutcontainer<br />

und erfüllt hohe Anforderungen an Hygiene, Dichtheit und Wartungsfreundlichkeit.<br />

Mit über 60 Jahren Erfahrung in der Entwicklung<br />

und Fertigung von Industriearmaturen setzt WAREX VALVE auch bei<br />

der DKZ 105 konsequent auf Eigenfertigung, hochwertige Materialien<br />

und kundenspezifische Lösungen.<br />

Konstruktiv auf Hygiene und Langlebigkeit ausgelegt<br />

Die Containerklappe Typ DKZ 105 SKV wird vollständig aus Edelstahl<br />

1.4404 gefertigt und in todraumarmer Ausführung realisiert. Dadurch<br />

werden Produktablagerungen minimiert und Reinigungsprozesse<br />

deutlich vereinfacht – ein entscheidender Vorteil für sensible Einsatzbereiche<br />

wie Pharma- und Lebensmittelanwendungen.<br />

Ein besonderes Konstruktionsmerkmal ist die speziell ausgeführte<br />

Dichtung ohne Störkanten, die einen kontrollierten Materialfluss ermöglicht<br />

und gleichzeitig eine hohe Dichtheit sicherstellt. Auf Kundenwunsch<br />

wurden bei der Absperrklappe DKZ 105 SKV die Innendurchmesser<br />

individuell angepasst. Dies erfordert eine exakt aufeinander<br />

abgestimmte Sonderausführung von Dichtmanschette und Klappenscheibe.<br />

Geschliffene und polierte Oberflächen unterstützen nicht nur die hygienischen<br />

Eigenschaften, sondern tragen auch zur hohen Wertigkeit<br />

und Langlebigkeit der Armatur bei.<br />

MINIMESH ® RPD HIFLO-S für doppelte Durchflussleistung<br />

Die Anforderungen an moderne Wasseraufbereitung steigen kontinuierlich.<br />

Mikroplastik, feine Partikel und organische Belastungen stellen<br />

Betreiber vor komplexe Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der<br />

Druck, Energieverbrauch und Chemikalieneinsatz zu reduzieren. Dabei<br />

spielt die mechanische Filtration eine zentrale Rolle: Je mehr Feststoffe<br />

bis hin zu feinstem Mikroplastik direkt abgetrennt werden können,<br />

des to geringer ist der Bedarf an weiteren Reinigungsprozessen.<br />

Filterelemente aus Metalldrahtgewebe bieten hier eine langlebige und<br />

anpassungsfähige Lösung. Im Vergleich zu konventionellen Filtertressen<br />

verdoppeln Hochleistungs-Filtertressen von Haver & Boecker sogar<br />

die Durchsatzmenge – bei gleicher Porengröße.<br />

Metalldrahtgewebe für zuverlässige Hochleistungsfiltration<br />

Filterelemente aus Drahtgewebe überzeugen durch ihre hohe Prozesssicherheit<br />

auch unter extremen Bedingungen. Anhand verschiedener<br />

Gewebetypen lassen sie sich präzise auf den jeweiligen Einsatzbereich<br />

abstimmen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen offenem<br />

Quadrat- oder Rechteckmaschengewebe und optisch geschlossenem<br />

Tressengewebe. In verschiedenen Systemen der Wasseraufbereitung,<br />

in denen Partikel bis in den Mikrometerbereich ab 5 μm präzise und<br />

wirtschaftlich herausgefiltert werden müssen, hat sich der Einsatz von<br />

MINIMESH ® S-Tressengewebe (s. Abb. 1) als Filterlage bewährt.<br />

Wartungsarm, nachhaltig und kundenindividuell<br />

Ein wesentliches Merkmal der DKZ 105 ist ihre wartungsarme Konstruktion.<br />

Verschleißkritische <strong>Komponenten</strong> wie die Wellenlagerung<br />

werden durch den Einsatz von verschleißfesten PEEK-Buchsen geschützt.<br />

Dies erhöht die Standzeit der Armatur deutlich und reduziert<br />

Stillstandzeiten – ein klarer Vorteil in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und<br />

Nachhaltigkeit der Gesamtanlage.<br />

Darüber hinaus bietet WAREX VALVE die Containerklappe maßgeschneidert<br />

nach Kundenanforderung an. Behältergeometrie, Prozessbedingungen<br />

und branchenspezifische Normen werden bereits in der<br />

Auslegung berücksichtigt. Einkäufer und Anlagenbetreiber erhalten so<br />

eine passgenaue Lösung statt eines Kompromissprodukts.<br />

Abb. 1: Das unabhängige Prüfinstitut Whitehouse Scientific bestätigt die hervorragenden<br />

Filtereigenschaften der MINIMESH ® S-Filtertressen mit „Präzisionsporen“.<br />

100 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

RPD HIFLO-S: Effizienzsprung durch 3D-Gewebestruktur<br />

Innerhalb der MINIMESH ® S-Spezifikationen eröffnet insbesondere<br />

die MINIMESH ® RPD HIFLO-S (s. Abb. 2) enorme Effizienzsteigerungen<br />

für die Feinstfiltration. Während standardmäßig eingesetzte Filtertressen<br />

mit kleinen Porengrößen im Produktionsprozess zu reduzierten<br />

Durchflussmengen und deutlichen Druckverlusten führen, erreicht die<br />

RPD HIFLO-S mehr als den doppelten Durchfluss bei identischer Porengröße<br />

– ein entscheidender Vorteil für energieeffiziente Prozesse.<br />

Damit löst sie einen Widerspruch auf, da hohe Durchflussleistung und<br />

kleine Porengröße bislang als Gegensätze galten.<br />

Die Besonderheit liegt in der dreidimensionalen Gewebestruktur, bei<br />

der die Anzahl der Poren erhöht und damit die Porosität auf gleichem<br />

Raum signifikant vergrößert wird. Dadurch bleiben Schmutzaufnahmefähigkeit<br />

und Durchflussleistung deutlich länger stabil als bei herkömmlichen<br />

Filtermedien. Dank der optimierten Abreinigungsfähigkeit<br />

– etwa durch rotierende Sauger oder Rückspülung – bleibt der Differenzdruck<br />

konstant niedrig. Das senkt den Energiebedarf und verlängert<br />

die Lebensdauer der Filteranlagen. Das Ergebnis: Niedrigere Betriebskosten<br />

(OPEX) und eine verbesserte Prozessstabilität.<br />

- Exzellente Trennschärfe und Stabilität<br />

- Korrosions- und temperaturbeständige Sonderwerkstoffe<br />

- Optimierte Schmutzaufnahme und Abreinigungsfähigkeit<br />

- Recyclingfähig – ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft<br />

Praxisbeispiele weltweit<br />

Ob bei der Entwicklung eines autarken Energiesystems in Namibia, zur<br />

Abwasseraufbereitung in Norwegen oder zur Meerwasserentsalzung<br />

in Dürreregionen – Filtertressen von Haver & Boecker setzen bereits<br />

heute in vielen erfolgreichen Projekten neue Maßstäbe in der mechanischen<br />

Wasseraufbereitung:<br />

• In Namibia wird das Förderprojekt HygO durch moderne Wasserstofftechnologie<br />

unterstützt. Ziel ist die Entwicklung eines autarken Energiesystems<br />

in Form so genannter Microgrids. In einem zusätzlichen<br />

Kreislauf zur biologisch-mechanischen Wasseraufbereitung halten zwischengeschaltete<br />

MINIMESH ® RPD HIFLO 5-S Filterkerzen Partikel bis<br />

zu einer Größe von 5 µm zurück.<br />

• Unsere strategische Partnerschaft mit dem norwegischen Unternehmen<br />

renasys ermöglicht die Entwicklung innovativer Filteranlagen, die<br />

den Energieverbrauch von Kläranlagen erheblich senken. Durch den<br />

Einsatz von MINIMESH ® RPD HIFLO 5-S Filtern werden bis zu 99% der<br />

Schmutzpartikel bereits vor dem eigentlichen Klärvorgang entfernt.<br />

• Bei der Meerwasserentsalzung in Dürreregionen führt die Verwendung<br />

von korrosionsbeständigen MINIMESH ® S-Filtertressen in Automatikfiltern<br />

für die Vorfiltration zu einer verlängerten Lebensdauer sowie<br />

minimiertem Wartungsbedarf der RO-Membranen und somit zu<br />

reduzierten Betriebskosten.<br />

MINIMESH ® RPD HIFLO-S ist damit eine zukunftssichere Lösung für<br />

moderne Wasseraufbereitungssysteme: langlebig, chemikalien- und<br />

energiesparend, regenerierbar und vollständig recycelbar – ein idealer<br />

Baustein für zirkuläre Wertschöpfungsketten.<br />

Abb. 2: MINIMESH ® RPD HIFLO-S – korrosions- und temperaturbeständige Hochleistungs-Filtertresse<br />

in neuer Webtechnik mit Porengrößen < 40 µm.<br />

Werkstoffvielfalt und maßgeschneiderte Konfektionierung<br />

Die Eigenschaften der Filterkerzen, Siebgewebe oder auch Filterplatten<br />

lassen sich durch die Auswahl geeigneter Materialien, Bindungsarten<br />

sowie Stütz- und Drainageschichten exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall<br />

abstimmen. Besonders bemerkenswert: Aufgrund der innovativen<br />

Webart der MINIMESH® RPD HIFLO-S können auch im kleinen<br />

Porenspektrum Sonderwerkstoffe wie Hastelloy, Inconel, Superduplex,<br />

Avesta 254 SMO oder Titan verwebt werden. Damit stehen hochkorrosions-<br />

und temperaturbeständige Filtergewebe in Porengrößen kleiner<br />

als 40 μm zur Verfügung.<br />

Die Recyclingfähigkeit ist ebenfalls gegeben: MINIMESH ® RPD HIFLO-S<br />

wird ausschließlich aus sortenreinen Edelstählen gefertigt und erfüllt<br />

damit die Kriterien der Circular Economy. Durch den Einsatz moderner<br />

Simulationssoftware können neue und innovative Gewebespezifikationen<br />

bereits vor der physischen Umsetzung modelliert und Strömungsverhalten<br />

und Filtrationseffizienz simuliert werden. Aufwendige<br />

und kostenintensive Testphasen entfallen.<br />

Vorteile auf einen Blick<br />

- Porengrößenbereich 5-40 µm exakt kalibrierbar<br />

- Doppelter Durchfluss bei gleicher Porengröße<br />

HAVER & BOECKER OHG<br />

Drahtweberei<br />

Ennigerloher Straße 64<br />

59302 Oelde<br />

www.haverboecker.com<br />

Messtechnik<br />

Das Unsichtbare wird sichtbar<br />

Welcher Betreiber einer Druckluftstation hat den genauen Zustand<br />

der Maschinen und die Qualität der Druckluft stets im Blick? Viele produzierende<br />

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese essenziellen<br />

Informationen nur unzureichend zu erfassen. Die Konsequenzen?<br />

Ungeplante Stillstände, geringere Performance und unnötig<br />

hohe Energiekosten.<br />

Die innovative Messtechnik von Kaeser bietet die perfekte Lösung.<br />

Durch fortschrittliche Prozessdatenerfassung können Energiekosten<br />

gesenkt und die Druckluftqualität nachhaltig verbessert werden. Präzise<br />

Sensorik erfasst alle relevanten Prozess- und Energiedaten – von<br />

Fehlerströmen über Spannungsqualität bis hin zu Drücken, Temperaturen<br />

und Volumenströmen. Auch Leckagen, Drucktaupunkte, Differenzdrücke<br />

sowie maschineninterne Betriebszustände werden sichtbar.<br />

Dies bringt für den Betreiber eine Menge Vorteil mit sich.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

101


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Ein Schwerpunkt liegt auf der Abwasserbehandlung. Präzise und stabile<br />

Messwerte sind in allen Prozessstufen unverzichtbar: vom Zulauf<br />

über Pumpwerke, Sedimentation und Belüftung bis zur Schlammentwässerung<br />

und Ablaufkontrolle. Selbst bei Schaum, Dämpfen, Anhaftungen<br />

oder wechselnden Medienbedingungen liefern VEGA-Sensoren<br />

zuverlässig reproduzierbare Ergebnisse – auch dort, wo andere Messverfahren<br />

an ihre Grenzen stoßen. So lassen sich Überläufe vermeischwer<br />

zugänglichen Stellen zuverlässig arbeiten. Dennoch sind sie einfach<br />

zu installieren und können sofort in Betrieb genommen werden.<br />

Maximale Effizienz und nachhaltige Einsparungen<br />

Die Verfügbarkeit von Druckluft ist entscheidend für einen reibungslosen<br />

Produktionsprozess. Kaeser Messtechnik liefert präzise Daten,<br />

um das System optimal einzustellen, Leckagen zu identifizieren und<br />

die Verteilung von Druckluft effizient zu steuern. So senken Betreiber<br />

von Druckluftstationen Energiekosten, vermeiden unnötige Stillstände<br />

und steigern die eigene Produktionsleistung.<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

Postfach 2143<br />

96410 Coburg<br />

Tel +49 (9561) 640-0<br />

produktinfo@kaeser.com<br />

www.kaeser.com<br />

VEGA auf der IFAT <strong>2026</strong><br />

Stabile Messwerte für eine resiliente<br />

Wasserwirtschaft<br />

Extreme Wetterereignisse, steigende Anforderungen an die Trinkwasserqualität<br />

und komplexere Abwasserprozesse setzen Betreiber<br />

zunehmend unter Druck. Eine nachhaltige und widerstandsfähige<br />

Wasser- und Abwasserinfrastruktur braucht daher vor allem eines:<br />

verlässliche Messwerte, auch unter schwierigen Bedingungen.<br />

Sensoren an den richtigen Stellen in einem Druckluftsystem montiert, sorgen für<br />

mehr Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.<br />

Wie moderne Füllstand- und Druckmesstechnik dazu beiträgt, Prozesse<br />

dauerhaft stabil und effizient zu halten, zeigt VEGA vom 4. bis<br />

7. Mai <strong>2026</strong> auf der IFAT in München am Stand C1.239. Interaktive Demonstrationen<br />

am Messestand verdeutlichen die Leistungsfähigkeit<br />

der Sensoren unter realistischen Einsatzbedingungen.<br />

Durchgängige Überwachung<br />

Moderne Messtechniksysteme ermöglichen eine durchgängige Überwachung<br />

des gesamten Druckluftsystems. Die erfassten Daten werden<br />

analysiert, ausgewertet und visualisiert. Kaeser Multi-Sensoren übertragen<br />

Messdaten in Echtzeit an die zentrale Steuerungseinheiten, den<br />

Sigma Air Manager und schaffen so die Grundlage um Energieströme<br />

zu erfassen, was die Basis für spätere vorausschauende Wartung ist.<br />

Dies kann nicht nur zu Kosteneinsparungen führen, sondern minimiert<br />

auch das Risiko ungeplanter Stillstandzeiten.<br />

Die Platzierung der richtigen Sensoren an den entscheidenden Stellen<br />

ist entscheidend. Intelligente Sensoren erfassen multiple Messwerte<br />

pro Messstelle und lassen sich einfach über das sichere Kaeser Sigma<br />

Network integrieren. Die Prozessdatenerfassung ermögliche eine Echtzeitmonitoring,<br />

Datenanalyse und ein tiefgehendes Systemverständnis<br />

zur Fehlervorbeugung und Prozessoptimierung. Betreiber können ihre<br />

Druckluftsysteme eigenständig optimieren oder auf Echtzeit-Monitoring<br />

durch externe Spezialisten setzen.<br />

Dank fortschrittlicher Sensortechnologie sind moderne Messgeräte<br />

kompakt, leistungsfähig und energieeffizient, so dass sie selbst an<br />

102 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

den, Energieverbräuche optimieren, Stillstände reduzieren und Prozesse<br />

langfristig stabilisieren.<br />

Darüber hinaus präsentiert VEGA Lösungen für das sichere und effiziente<br />

Wassermanagement - von der Trinkwasserversorgung über den<br />

Hochwasserschutz bis zur Überwachung kritischer Infrastrukturen.<br />

Präzise Füllstand- und Druckmesstechnik gewährleistet den sicheren<br />

Betrieb von Becken, Speichern, Rohrleitungsnetzen und offenen Gerinnen.<br />

Intelligente Grenzschalter unterstützen automatisierte Alarm-<br />

und Steuerprozesse und erhöhen die Betriebssicherheit auch unter<br />

extremen Umwelt- und Belastungsbedingungen.<br />

Ein weiterer Fokus ist die Digitalisierung: Moderne IIoT-Konnektivität<br />

ermöglicht die einfache Integration von Sensoren in bestehende Leitsysteme<br />

und sorgt für eine zuverlässige Überwachung aller kritischen<br />

Prozesszustände im Dauerbetrieb. Die gewonnenen Messdaten werden<br />

zu entscheidungsrelevanten Informationen, ermöglichen vorausschauende<br />

Wartung und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit. Die Kombination<br />

aus robuster Messtechnik und intelligenter Datennutzung<br />

macht Wasser- und Abwasseranlagen effizient, zuverlässig und zukunftsfähig.<br />

VEGA Grieshaber KG<br />

Am Hohenstein 113<br />

77761 Schiltach<br />

Tel +49 (7836) 50-0<br />

info.de@vega.com<br />

www.vega.com<br />

Weniger Druckluft, mehr Ersparnis:<br />

Effiziente Trocknungslösungen für<br />

Flaschen<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13-15<br />

63329 Egelsbach<br />

Tel +49 (6103) 402-0<br />

info@smc.de<br />

www.smc.eu.de<br />

Feuchtigkeit in Druckluftnetzen – eine<br />

unsichtbare Herausforderung mit<br />

weitreichenden Folgen<br />

Druckluftsysteme sind ein essenzieller Teil in der modernen Getränkeproduktion.<br />

Sie treiben Ventile, Zylinder und andere pneumatische<br />

<strong>Komponenten</strong> an und sorgen für reibungslose Abläufe. Doch gerade<br />

in komplexen Produktionsumgebungen mit wechselnden Temperaturzonen,<br />

häufigen Erweiterungen und Umbauten der Anlagen kann es<br />

zu einem Problem kommen, das oft unterschätzt wird: Feuchtigkeit in<br />

Druckluftnetzen.<br />

In der Getränkeproduktion ist eine zuverlässige Trocknung der<br />

Flaschen vor bestimmten Verarbeitungsschritten unerlässlich – etwa<br />

vor dem Etikettieren, der Kapselung oder der Bedruckung mit Inkjet-<br />

Systemen. Konventionelle Methoden wie offene Druckluftrohre oder<br />

Fächerdüsen arbeiten ineffizient und verursachen einen hohen Energieverbrauch.<br />

SMC setzt hier auf moderne Volumenstromverstärker und spezielle<br />

Düsen mit gebündeltem Abstrahlwinkel. Diese nutzen das physikalische<br />

Prinzip der Umgebungsluftinduktion: Durch die gezielte Führung<br />

der Druckluft wird zusätzliche Umgebungsluft angesaugt, wodurch<br />

sich die Luftleistung vervielfacht – bei gleichzeitig reduziertem<br />

Druckluftverbrauch.<br />

Die Praxis zeigt: Der Austausch veralteter <strong>Komponenten</strong> durch moderne<br />

Druckluftlösungen, wie die KNH Hochleistungsdüse, führt zu signifikanten<br />

Einsparungen. Darüber hinaus arbeitet die Lösung besonders<br />

effizient bei niedrigem Betriebsdruck. Solche Optimierungen sind nicht<br />

nur ökologisch sinnvoll, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher<br />

Sicht äußerst attraktiv.<br />

Zudem trägt eine gezielte Trocknung zur höheren Prozesssicherheit<br />

bei: Etiketten haften zuverlässiger, Bedruckungen erscheinen klarer<br />

und das Risiko von Produktmängeln wird reduziert.<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong><br />

103


Kompressoren/Drucklufttechnik/<strong>Komponenten</strong><br />

Unternehmen – Innovationen – Produkte<br />

Diese entsteht durch Kondensation, wenn warme, feuchte Luft abkühlt<br />

– beispielsweise in langen Rohrleitungen oder bei Temperaturwechseln<br />

zwischen den verschiedenen Produktionsbereichen. Die Folgen<br />

sind gravierend: Korrosion in Leitungen, Ablösen von Rostpartikeln,<br />

erhöhter Verschleiß an <strong>Komponenten</strong> und sogar Produktionsausfälle.<br />

Moderne Überwachungs- und Trocknungssysteme bieten hier effektive<br />

Lösungen. Der Luftfeuchtigkeitssensor PSH von SMC ermöglicht<br />

eine präzise Echtzeitüberwachung der Luftfeuchtigkeit und warnt frühzeitig<br />

vor kritischen Zuständen. Frühzeitige Warnungen bei kritischen<br />

Werten ermöglichen eine vorausschauende Wartung und reduzieren<br />

ungeplante Stillstände.<br />

Für die Trocknung stehen verschiedene Technologien zur Verfügung –<br />

jeweils mit spezifischen Stärken und Einsatzbereichen. Membrantrockner<br />

überzeugen durch ihre kompakte Bauweise und Wartungsarmut,<br />

stoßen jedoch bei höheren Durchflussraten an ihre Grenzen. Adsorptionstrockner<br />

bieten eine hohe Trocknungsleistung, sind allerdings kostenintensiv<br />

in der Wartung. Kältetrockner wiederum gelten als besonders<br />

wirtschaftliche Lösung und eignen sich für viele Anwendungen.<br />

Der IDFA von SMC vereint starke Leistung mit Effizienz: Er ist mit der<br />

neuen F-Gas-Verordnung konform und deckt ein breites Spektrum ab<br />

– von kleinen Anlagen bis hin zu großindustriellen Anwendungen.<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13-15<br />

63329 Egelsbach<br />

Tel +49 (6103) 402-0<br />

info@smc.de<br />

www.smc.eu.de<br />

Hochentwickelte thermoplastische<br />

Verbundwerkstoffe für Pumpen,<br />

Ventile und kritische <strong>Komponenten</strong> in<br />

der chemischen Prozessindustrie<br />

In der chemischen Prozessindustrie (CPI) sind <strong>Komponenten</strong> extremen<br />

Bedingungen ausgesetzt: aggressiven Chemikalien, hohen Temperaturen,<br />

ständigen mechanischen Belastungen und strengen Sicherheitsanforderungen.<br />

Zuverlässigkeit und langfristige Stabilität sind<br />

entscheidend, um die Anlageneffizienz zu gewährleisten und Ausfallzeiten<br />

zu minimieren.<br />

Xenia Materials, ein weltweit tätiger Entwickler faserverstärkter<br />

thermo plastischer Compounds, entwickelt fortschrittliche Lösungen<br />

für Spritzguss- und 3D-Druckanwendungen, bei denen unverstärkte<br />

Polymere oder metallische <strong>Komponenten</strong> den Leistungsanforderungen<br />

nicht mehr genügen.<br />

Das Unternehmen ist auf verstärkte Werkstoffe auf Basis von Hochleistungsmatrizen<br />

wie HDPE, PP, PVDF und anderen Spezialpolymeren<br />

spezialisiert. Diese Compounds sind speziell dafür ausgelegt, chemisch<br />

aggressiven Umgebungen standzuhalten, in denen sie Säuren,<br />

Lösungsmitteln und anderen Prozessflüssigkeiten ausgesetzt sind und<br />

dabei langfristig ihre strukturelle Integrität, hohe elektrische Leitfähigkeit<br />

und mechanische Festigkeit zu bewahren.<br />

Zu den typischen Anwendungsbereichen zählen Pumpengehäuse und<br />

Laufräder, Ventilkörper und interne <strong>Komponenten</strong>, Flansche, Fittings,<br />

Verbindungsstücke, Dichtungselemente und tragende Konstruktionsteile<br />

für Prozessanlagen. In diesen Anwendungen bieten die Compounds<br />

von Xenia im Vergleich zu ungefüllten Polymeren ein hohes<br />

Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht sowie eine verbesserte Ermüdungsbeständigkeit,<br />

während ihre inhärente elektrische Leitfähigkeit<br />

eine effektive Ableitung elektrostatischer Aufladungen ermöglicht und<br />

so den sicheren Betrieb in ATEX-klassifizierten Umgebungen gewährleistet.<br />

Da sich CPI-Systeme in Richtung höherer Effizienz, längerer Lebensdauer<br />

und Nachhaltigkeitsziele entwickeln, stellen fortschrittliche thermoplastische<br />

Verbundwerkstoffe eine strategische Alternative zu herkömmlichen<br />

Materialien dar. Durch kontinuierliche Forschung und<br />

anwendungsorientierte Entwicklung positioniert sich Xenia Materials<br />

als technischer Partner für Hersteller, die korrosionsbeständige, elektrisch<br />

leitfähige und leistungsstarke Lösungen für chemische Verarbeitungsanlagen<br />

der nächsten Generation suchen.<br />

XENIA Srl<br />

Via Dante Alighieri 23/A<br />

36065 Mussolente (VI), Italien<br />

info@xeniamaterials.com<br />

www.xeniamaterials.com<br />

Alle Bilder: XENIA Srl.<br />

104 PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN <strong>2026</strong>


DEUTSCH D<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

EUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

EUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH<br />

Wasser Abwasser Umwelttechnik<br />

Energie Öl Gas Wasserstoff<br />

Fahrzeugbau<br />

Schiffbau Schwerindustrie<br />

Chemie Pharma Biotechnik<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN<br />

<strong>2026</strong><br />

Technische Daten Einkauf >>><br />

GEA Ventile: jetzt<br />

auch hydraulisch<br />

gea.com/contact<br />

<strong>2026</strong>-GEA-coverPuk_02.indd 1 12/02/<strong>2026</strong> 105<br />

13:39<br />

Unabhängiges Fachmagazin für Pumpen, Kompressoren und prozesstechnische <strong>Komponenten</strong>


Pumpen<br />

Einsatzgebiete/Anwendungen<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Abfülltechnik<br />

Abwassertechnik/Kanalisierung<br />

Agrartechnik<br />

Automobilindustrie<br />

Automatisierungslösungen<br />

Bauindustrie<br />

Bergbau, Steine und Erden<br />

Biochemie<br />

Brauereien<br />

Chemische Industrie<br />

Dosiertechnik<br />

Druckerhöhung<br />

Druckprüfung<br />

Einspritzen/Injektion<br />

Elektroindustrie/Informationsindustrie<br />

Energiewirtschaft<br />

Erneuerbare Energien<br />

Entleeren<br />

Entwässerung<br />

Fahrzeugbau/Flugzeugbau<br />

Feinmechanische und Optische Industrie<br />

Feuerlösch- und Schaummitteldosiertechnik<br />

Gartenbau<br />

Gastrocknung<br />

Gaswäscher<br />

Gebäudetechnik<br />

Geothermik<br />

Getränkeindustrie<br />

Grundwassertechnik/Brunnen<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)(0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

Paul Bungartz GmbH & Co. KG<br />

Düsseldorfer Str. 79, D-40545 Düsseldorf<br />

Tel.: +49 (0)211 577905-0, Fax: +49 (0)211 577905-12<br />

E-Mail: pumpen@bungartz.de<br />

Internet: www.bungartz.de<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10, 21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0, Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

GRUNDFOS GmbH<br />

Schlüterstr. 33, 40699 Erkrath<br />

Tel.: +49 (0)211 92969-0, Fax: +49 (0)211 92969-3799<br />

E-Mail: infoservice@grundfos.de<br />

Internet: www.grundfos.de<br />

Hammelmann GmbH<br />

Carl-Zeiss-Str. 6-8, 59302 Oelde<br />

Tel.: +49 (0)2522 76-0, Fax: +49 (0)2522 76-140<br />

E-Mail: mail@hammelmann.de<br />

Internet: www.hammelmann.de<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jägerweg 5-7, 85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400, Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

KAMAT GmbH & Co. KG<br />

Salinger Feld 10, 58454 Witten-Annen<br />

Tel.: +49 (0)2302 8903-0, Fax: +49 (0)2302 801917<br />

E-Mail: info@KAMAT.de<br />

Internet: www.KAMAT.de<br />

• •<br />

• • • • • • •<br />

• • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • •<br />

106


Heizungs- und Haustechnik<br />

Hochdruckreinigung und -entzunderung<br />

Hochtemperaturtechnik<br />

Holzbe- und -verarbeitung<br />

Hütten- und Walzwerke<br />

Industrietechnik<br />

Kälte- und Klimatechnik<br />

Kläranlagen<br />

Kosmetikindustrie<br />

Kraftwerkstechnik<br />

Labortechnik<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

Meerwasserentsalzung<br />

Mehrphasige Fluide<br />

Milchwirtschaft<br />

Mineralölindustrie<br />

Nahrungsmittel und Bioverfahrenstechnik<br />

Nuklear- und Reaktortechnik<br />

Odorierung<br />

Öffentliche Dienste<br />

Ölfördertechnik<br />

Ölhydraulik und Pressen<br />

Offshoregeräte<br />

Osmosetechnik<br />

Papier- und Zellstoffindustrie<br />

Petrochemische Industrie<br />

Pharmazeutische Industrie<br />

Pipeline<br />

<strong>Prozesstechnik</strong><br />

Schiffstechnik/Werft<br />

Schwimmbadtechnik<br />

Springbrunnen/Sprinkleranlagen/Beregnung<br />

Stahlindustrie<br />

Steriltechnik<br />

Tankanlagen<br />

Technische Hochschulen/Universitäten<br />

Textilindustrie<br />

Tunnelbau<br />

Umwelttechnik<br />

Verfahrenstechnik<br />

Viskose und Klebstoffe<br />

Wärmeübertragungsanlagen<br />

Wasserbehandlung<br />

Wasserstrahlschneiden<br />

Wasserversorgung/Wassertechnik<br />

• • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

107


Pumpen<br />

Einsatzgebiete/Anwendungen<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Abfülltechnik<br />

Abwassertechnik/Kanalisierung<br />

Agrartechnik<br />

Automobilindustrie<br />

Automatisierungslösungen<br />

Bauindustrie<br />

Bergbau, Steine und Erden<br />

Biochemie<br />

Brauereien<br />

Chemische Industrie<br />

Dosiertechnik<br />

Druckerhöhung<br />

Druckprüfung<br />

Einspritzen/Injektion<br />

Elektroindustrie/Informationsindustrie<br />

Energiewirtschaft<br />

Erneuerbare Energien<br />

Entleeren<br />

Entwässerung<br />

Fahrzeugbau/Flugzeugbau<br />

Feinmechanische und Optische Industrie<br />

Feuerlösch- und Schaummitteldosiertechnik<br />

Gartenbau<br />

Gastrocknung<br />

Gaswäscher<br />

Gebäudetechnik<br />

Geothermik<br />

Getränkeindustrie<br />

Grundwassertechnik/Brunnen<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10, 71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0, Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

• • • •<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7, 97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1, 84478 Waldkraiburg<br />

Tel.: +49 (0)8638 63-0<br />

E-Mail: info.nps@netzsch.com<br />

Internet: www.pumps-systems.netzsch.com<br />

SEEPEX GmbH<br />

Scharnhölzstr. 344, 46240 Bottrop<br />

Tel.: +49 (0)2041 996-0<br />

E-Mail: info@seepex.com<br />

Internet: www.seepex.com<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG<br />

Holthoege 10-14, 49632 Essen/Oldb.<br />

Tel.: +49 (0)5434 83-0, Fax: +49 (0)5434 83-10<br />

E-Mail: contact@vogelsang.info<br />

Internet: www.vogelsang.info<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1, 41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0, Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

• • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • •<br />

108


Heizungs- und Haustechnik<br />

Hochdruckreinigung und -entzunderung<br />

Hochtemperaturtechnik<br />

Holzbe- und -verarbeitung<br />

Hütten- und Walzwerke<br />

Industrietechnik<br />

Kälte- und Klimatechnik<br />

Kläranlagen<br />

Kosmetikindustrie<br />

Kraftwerkstechnik<br />

Labortechnik<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

Meerwasserentsalzung<br />

Mehrphasige Fluide<br />

Milchwirtschaft<br />

Mineralölindustrie<br />

Nahrungsmittel und Bioverfahrenstechnik<br />

Nuklear- und Reaktortechnik<br />

Odorierung<br />

Öffentliche Dienste<br />

Ölfördertechnik<br />

Ölhydraulik und Pressen<br />

Offshoregeräte<br />

Osmosetechnik<br />

Papier- und Zellstoffindustrie<br />

Petrochemische Industrie<br />

Pharmazeutische Industrie<br />

Pipeline<br />

<strong>Prozesstechnik</strong><br />

Schiffstechnik/Werft<br />

Schwimmbadtechnik<br />

Springbrunnen/Sprinkleranlagen/Beregnung<br />

Stahlindustrie<br />

Steriltechnik<br />

Tankanlagen<br />

Technische Hochschulen/Universitäten<br />

Textilindustrie<br />

Tunnelbau<br />

Umwelttechnik<br />

Verfahrenstechnik<br />

Viskose und Klebstoffe<br />

Wärmeübertragungsanlagen<br />

Wasserbehandlung<br />

Wasserstrahlschneiden<br />

Wasserversorgung/Wassertechnik<br />

• • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • •<br />

109


Pumpen<br />

Bauarten<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Zentrifugalpumpen<br />

Axialradpumpen<br />

Blockpumpen<br />

Halbaxialradpumpen<br />

Inlinepumpen<br />

Kanalradpumpen<br />

Normpumpen<br />

Pitotrohrpumpen<br />

Propellerpumpen<br />

Radialradpumpen<br />

Seitenkanalradpumpen<br />

Vortexpumpen<br />

Rotierende Verdrängerpumpen<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Exzenterschneckenpumpen<br />

Flügelzellenpumpen<br />

Peristaltische Schlauchpumpen<br />

Schraubenspindelpumpen<br />

Zahnradpumpen<br />

Oszllierende Verdrängerpumpen<br />

„Disposable“ Ausführung<br />

Kolben- und Plungerpumpen<br />

Membranpumpen, hydraulisch<br />

Membranpumpen, mechanisch<br />

Schlauch-Membran-Kolbenpumpen<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

Paul Bungartz GmbH & Co. KG<br />

Düsseldorfer Str. 79, D-40545 Düsseldorf<br />

Tel.: +49 (0)211 577905-0, Fax: +49 (0)211 577905-12<br />

E-Mail: pumpen@bungartz.de<br />

Internet: www.bungartz.de<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10, 21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0, Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

GRUNDFOS GmbH<br />

Schlüterstr. 33, 40699 Erkrath<br />

Tel.: +49 (0)211 92969-0, Fax: +49 (0)211 92969-3799<br />

E-Mail: infoservice@grundfos.de<br />

Internet: www.grundfos.de<br />

Hammelmann GmbH<br />

Carl-Zeiss-Str. 6-8, 59302 Oelde<br />

Tel.: +49 (0)2522 76-0, Fax: +49 (0)2522 76-140<br />

E-Mail: mail@hammelmann.de<br />

Internet: www.hammelmann.de<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jägerweg 5-7, 85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400, Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

KAMAT GmbH & Co. KG<br />

Salinger Feld 10, 58454 Witten-Annen<br />

Tel.: +49 (0)2302 8903-0, Fax: +49 (0)2302 801917<br />

E-Mail: info@KAMAT.de<br />

Internet: www.KAMAT.de<br />

• • •<br />

• • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • •<br />

•<br />

• • • • • • • •<br />

•<br />

110


Antriebsarten Konstruktive Merkmale Fördermedien Service<br />

Drehstrom-Asynchrom-Motor<br />

Hydraulischer Antrieb<br />

Linearmotor<br />

Magnetrotor<br />

Pneumatischer Antrieb<br />

Schrittmotor<br />

Spaltrohrmotor<br />

Tauchmotor<br />

Verbrennungsmotor<br />

Abrasionsfest<br />

Ansaughilfe<br />

Gummiert<br />

Hermetisch/Leckagefrei<br />

Hochtemperaturanwendung<br />

Hygienic Design<br />

Kunststoff/Kunstoffauskleidung<br />

Nickelbasiswerkstoffe<br />

Rostfreie Stähle<br />

Selbstansaugend<br />

Sonderwerkstoffe<br />

Beton/Mörtel/Zement<br />

Biostoffe/Lebensmittel<br />

Brackwasser<br />

Chemikalien/Säuren/Laugen<br />

Fäkalien/Jauche<br />

Fisch<br />

Heizöl<br />

Kesselspeisewasser<br />

Kondensat<br />

Kraftstoff<br />

Kühlmittel<br />

Öle/Fette/Schmierstoffe<br />

Wasser/Abwasser<br />

Bestands- und Bedarfsanalyse<br />

Beratung und Projektplanung<br />

Installation und Inbetriebnahme<br />

Schulungen und Unterweisungen<br />

Wartung, Service und Instandhaltungen<br />

• •<br />

• • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

111


Pumpen<br />

Bauarten<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Zentrifugalpumpen<br />

Axialradpumpen<br />

Blockpumpen<br />

Halbaxialradpumpen<br />

Inlinepumpen<br />

Kanalradpumpen<br />

Normpumpen<br />

Pitotrohrpumpen<br />

Propellerpumpen<br />

Radialradpumpen<br />

Seitenkanalradpumpen<br />

Vortexpumpen<br />

Rotierende Verdrängerpumpen<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Exzenterschneckenpumpen<br />

Flügelzellenpumpen<br />

Peristaltische Schlauchpumpen<br />

Schraubenspindelpumpen<br />

Zahnradpumpen<br />

Oszllierende Verdrängerpumpen<br />

„Disposable“ Ausführung<br />

Kolben- und Plungerpumpen<br />

Membranpumpen, hydraulisch<br />

Membranpumpen, mechanisch<br />

Schlauch-Membran-Kolbenpumpen<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10, 71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0, Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

• • •<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7, 97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1, 84478 Waldkraiburg<br />

Tel.: +49 (0)8638 63-0<br />

E-Mail: info.nps@netzsch.com<br />

Internet: www.pumps-systems.netzsch.com<br />

SEEPEX GmbH<br />

Scharnhölzstr. 344, 46240 Bottrop<br />

Tel.: +49 (0)2041 996-0<br />

E-Mail: info@seepex.com<br />

Internet: www.seepex.com<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG<br />

Holthoege 10-14, 49632 Essen/Oldb.<br />

Tel.: +49 (0)5434 83-0, Fax: +49 (0)5434 83-10<br />

E-Mail: contact@vogelsang.info<br />

Internet: www.vogelsang.info<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1, 41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0, Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

• • • • •<br />

• • • • • • •<br />

• •<br />

• •<br />

• •<br />

112


Antriebsarten Konstruktive Merkmale Fördermedien Service<br />

Drehstrom-Asynchrom-Motor<br />

Hydraulischer Antrieb<br />

Linearmotor<br />

Magnetrotor<br />

Pneumatischer Antrieb<br />

Schrittmotor<br />

Spaltrohrmotor<br />

Tauchmotor<br />

Verbrennungsmotor<br />

Abrasionsfest<br />

Ansaughilfe<br />

Gummiert<br />

Hermetisch/Leckagefrei<br />

Hochtemperaturanwendung<br />

Hygienic Design<br />

Kunststoff/Kunstoffauskleidung<br />

Nickelbasiswerkstoffe<br />

Rostfreie Stähle<br />

Selbstansaugend<br />

Sonderwerkstoffe<br />

Beton/Mörtel/Zement<br />

Biostoffe/Lebensmittel<br />

Brackwasser<br />

Chemikalien/Säuren/Laugen<br />

Fäkalien/Jauche<br />

Fisch<br />

Heizöl<br />

Kesselspeisewasser<br />

Kondensat<br />

Kraftstoff<br />

Kühlmittel<br />

Öle/Fette/Schmierstoffe<br />

Wasser/Abwasser<br />

Bestands- und Bedarfsanalyse<br />

Beratung und Projektplanung<br />

Installation und Inbetriebnahme<br />

Schulungen und Unterweisungen<br />

Wartung, Service und Instandhaltungen<br />

• • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • •<br />

113


Pumpen<br />

Matrix Leistungsdaten<br />

Förderdruck p [MPa]<br />

(1 MPa = 10 bar =<br />

100 mWS)<br />

< 0,5 < 2,0 < 6,3 < 25,0 > 25,0<br />

Förderstrom Q [m 3 / h]<br />

< 1 A F K P V<br />

< 10 B G L R W<br />

< 100 C H M S X<br />

< 500 D I N T Y<br />

> 500 E J O U Z<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Zentrifugalpumpen<br />

Axialradpumpen<br />

Blockpumpen<br />

Halbaxialradpumpen<br />

Inlinepumpen<br />

Kanalradpumpen<br />

Normpumpen<br />

Pitotrohrpumpen<br />

Propellerpumpen<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

API 610<br />

Zentrifugalpumpen<br />

Paul Bungartz GmbH & Co. KG<br />

Düsseldorfer Str. 79, D-40545 Düsseldorf<br />

Tel.: +49 (0)211 577905-0, Fax: +49 (0)211 577905-12<br />

E-Mail: pumpen@bungartz.de<br />

Internet: www.bungartz.de<br />

A , B, C, D,<br />

E, F, G, H,<br />

I, J, K, L, M,<br />

N, O, P, R,<br />

S, T, U<br />

A , B, C,<br />

D, F, G, H,<br />

I, K, L,<br />

M,N, P,<br />

R, S, T<br />

A , B, C, D,<br />

E, F, G, H,<br />

I, J, K, L, M,<br />

N, O, P, R,<br />

S, T, U<br />

auf<br />

Anfrage<br />

A , B, C,<br />

D, E, F,<br />

G, H, I, J,<br />

K, L, M,<br />

N, O<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10, 21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0, Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

J<br />

J<br />

GRUNDFOS GmbH<br />

Schlüterstr. 33, 40699 Erkrath<br />

Tel.: +49 (0)211 92969-0, Fax: +49 (0)211 92969-3799<br />

E-Mail: infoservice@grundfos.de<br />

Internet: www.grundfos.de<br />

0.25 -<br />

630 kW<br />

11 -<br />

700 kW<br />

0.25 -<br />

200 kW<br />

0.12 -<br />

630 kW<br />

1.1 -<br />

11 kW<br />

0.25 -<br />

630 kW<br />

11 -<br />

700 kW<br />

Hammelmann GmbH<br />

Carl-Zeiss-Str. 6-8, 59302 Oelde<br />

Tel.: +49 (0)2522 76-0, Fax: +49 (0)2522 76-140<br />

E-Mail: mail@hammelmann.de<br />

Internet: www.hammelmann.de<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jägerweg 5-7, 85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400, Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

A, B, C A, B, C<br />

KAMAT GmbH & Co. KG<br />

Salinger Feld 10, 58454 Witten-Annen<br />

Tel.: +49 (0)2302 8903-0, Fax: +49 (0)2302 801917<br />

E-Mail: info@KAMAT.de<br />

Internet: www.KAMAT.de<br />

114


Radialradpumpen<br />

Seitenkanalradpumpen<br />

Vortexpumpen<br />

Rotierende Verdrängerpumpen<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Exzenterschneckenpumpen<br />

Flügelzellenpumpen<br />

Peristaltische Schlauchpumpen<br />

Schraubenspindelpumpen<br />

Zahnradpumpen<br />

Oszllierende Verdrängerpumpen<br />

„Disposable“ Ausführung<br />

Kolben- und Plungerpumpen<br />

Membranpumpen, hydraulisch<br />

Membranpumpen, mechanisch<br />

Schlauch-Membran-Kolbenpumpen<br />

A, B, C,<br />

F, G,<br />

H, K, L, M,<br />

P, R, S, V,<br />

W, X<br />

A bis Z A, B, C,<br />

F, G,<br />

H, K, L, M,<br />

P, R, S<br />

A bis Z A, B, C,<br />

F, G,<br />

H, K, L, M,<br />

P, R, S, V,<br />

W, X<br />

H H N<br />

0.25 - 630<br />

kW<br />

0.25 - 75<br />

kW<br />

1.5 - 90<br />

kW<br />

0.09 - 2.2<br />

kW<br />

0.09 - 1.1<br />

kW<br />

0.09 - 2.2<br />

kW<br />

auf<br />

Anfrage<br />

A, B, F, G A, B, C,<br />

F, G<br />

A, B, F, G A, B, C, F,<br />

G, H<br />

K, L, M,<br />

N, P, R, S,<br />

T, V, W,<br />

X, Y<br />

115


Pumpen<br />

Matrix Leistungsdaten<br />

Förderdruck p [MPa]<br />

(1 MPa = 10 bar =<br />

100 mWS)<br />

< 0,5 < 2,0 < 6,3 < 25,0 > 25,0<br />

Förderstrom Q [m 3 / h]<br />

< 1 A F K P V<br />

< 10 B G L R W<br />

< 100 C H M S X<br />

< 500 D I N T Y<br />

> 500 E J O U Z<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Zentrifugalpumpen<br />

Axialradpumpen<br />

Blockpumpen<br />

Halbaxialradpumpen<br />

Inlinepumpen<br />

Kanalradpumpen<br />

Normpumpen<br />

Pitotrohrpumpen<br />

Propellerpumpen<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10, 71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0, Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7, 97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1, 84478 Waldkraiburg<br />

Tel.: +49 (0)8638 63-0<br />

E-Mail: info.nps@netzsch.com<br />

Internet: www.pumps-systems.netzsch.com<br />

Bis<br />

300 m 3 /h<br />

bis<br />

24 bar<br />

Bis<br />

2.700 m 3 /h<br />

bis<br />

40 bar<br />

SEEPEX GmbH<br />

Scharnhölzstr. 344, 46240 Bottrop<br />

Tel.: +49 (0)2041 996-0<br />

E-Mail: info@seepex.com<br />

Internet: www.seepex.com<br />

Vogelsang GmbH & Co. KG<br />

Holthoege 10-14, 49632 Essen/Oldb.<br />

Tel.: +49 (0)5434 83-0, Fax: +49 (0)5434 83-10<br />

E-Mail: contact@vogelsang.info<br />

Internet: www.vogelsang.info<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1, 41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0, Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

116


Radialradpumpen<br />

Seitenkanalradpumpen<br />

Vortexpumpen<br />

Rotierende Verdrängerpumpen<br />

Drehkolbenpumpen<br />

Exzenterschneckenpumpen<br />

Flügelzellenpumpen<br />

Peristaltische Schlauchpumpen<br />

Schraubenspindelpumpen<br />

Zahnradpumpen<br />

Oszllierende Verdrängerpumpen<br />

„Disposable“ Ausführung<br />

Kolben- und Plungerpumpen<br />

Membranpumpen, hydraulisch<br />

Membranpumpen, mechanisch<br />

Schlauch-Membran-Kolbenpumpen<br />

A, B, C, D,<br />

F, G, H, I,<br />

K, L, M,N,<br />

P, R, S, T,<br />

V, W, X, Y<br />

A, B, C,<br />

F, G, H,<br />

K, L, M,<br />

P, R, S, V,<br />

W, X<br />

A, B, F, G<br />

Bis<br />

2.700 m 3 /h<br />

bis<br />

40 bar<br />

Bis<br />

1.000 m 3 /h<br />

bis<br />

10 bar<br />

Bis<br />

1.000 m 3 /h<br />

bis<br />

240 bar<br />

Bis<br />

21 m 3 /h<br />

bis<br />

10 bar<br />

Bis<br />

3.000 m 3 /h<br />

bis<br />

160 bar<br />

auf<br />

Anfrage<br />

U<br />

U<br />

A, B, C A, B, C,<br />

D, F, G,<br />

H, I<br />

117


Vakuumtechnik<br />

Einsatzgebiete/Anwendungen<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Abfülltechnik<br />

Agrartechnik<br />

Ansaugen/Absaugen<br />

Automobilindustrie<br />

Automatisierungslösungen<br />

Bedampfen<br />

Beschichten<br />

Biotechnologie<br />

Chemische Industrie<br />

Dampfsterilisation<br />

Destillation im Feinvakuumbereich<br />

Destillation im Grobvakuumbereich<br />

Destillieren<br />

Druck- und Papierindustrie<br />

Dünnschichttechnologie<br />

Elektroindustrie/Informationsindustrie<br />

Elektronenmikroskopie<br />

Elektronik<br />

Energietechnik<br />

Erneuerbare Energien<br />

Entlüften<br />

Fördern/Fördertechnik<br />

Forschungseinrichtungen<br />

Gefriertrocknen<br />

Getränkeindustrie<br />

Gießereitechnik<br />

Heben<br />

Kälte-/Klimatechnik<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0, Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0, Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13–15, 63229 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0) 6103 / 402-0<br />

E-Mail: info.de@smc.com<br />

Internet: www.smc.de<br />

• • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • •<br />

Vakuumpumpen und Systeme<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Dampfstrahlpumpen<br />

Diffusionsvakuumpumpen<br />

Drehschiebervakuumpumpen<br />

Druckvakuumpumpen<br />

Flüssigkeitsringvakuumpumpen<br />

Gasringvakuumpumpen (Seitenkanalgebläse)<br />

Getterpumpen<br />

Hubkolbenvakuumpumpen<br />

Klauenvakuumpumpen<br />

Kryovakuumpumpen<br />

Membranvakuumpumpen<br />

Schraubenvakuumpumpen (Spindelvakuumpumpen)<br />

Sperrschiebervakuumpumpen<br />

Spiralvakuumpumpen (Scrollpumpen)<br />

Treibmittelstrahlvakuumpumpen<br />

Turbomolekularvakuumpumpen<br />

Vakuumsysteme<br />

Wälzkolbenvakuumpumpen<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0, Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

•<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0, Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

• •<br />

118


Zubehör<br />

Keramikindustrie<br />

Kunststoffindustrie<br />

Labortechnik<br />

Lasertechnologie<br />

Lebensmittelkonservierung und -verpackung<br />

Lecksuche<br />

Maschinenbau<br />

Medizintechnik<br />

Metallveredelung<br />

Nahrungs- und Genussmittelindustrie<br />

Niederdruck-Plasmaverfahren<br />

Petrochemische Industrie<br />

Pharmazeutische Industrie<br />

Raumfahrt<br />

Spannvorrichtungen<br />

Spektrometrie/Spektroskopie<br />

Sputtern<br />

Stahlindustrie<br />

Strahlenführungssysteme<br />

Textilindustrie<br />

Trockentechnik<br />

Universitäten<br />

Verpackungstechnik<br />

Wärmebehandlung<br />

Weltraumsimulation<br />

Werkstofftechnik<br />

Abscheider<br />

Analysegeräte<br />

Bauteile<br />

Behälter<br />

Filter<br />

Flanschbauelemente (Flansche, Dichtungen, Leitungen etc.)<br />

Kammern<br />

<strong>Komponenten</strong><br />

Kondensatoren<br />

Kühlfallen<br />

Kugelhähne<br />

Lecksuchgeräte<br />

Messgeräte<br />

Schalldämmhauben<br />

Service<br />

Sonderanfertigungen<br />

Sonderbauteile<br />

Ventile<br />

sonstiges Zubehör<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • •<br />

Vakuumpumpstände<br />

Service<br />

Diffusionspumpstände<br />

Sonderpumpstände chemische Anwendungen<br />

Sonderpumpstände Helium-Lecksuche<br />

Sonderpumpstände HV- und UHV-Ausführungen<br />

Sonderpumpstände kundenspezifische Ausführungen<br />

Turbomolekularpumpstände mit fluidgedichteter Vorpumpe<br />

Turbomolekularpumpstände mit trockenlaufender Vorumpe<br />

Wälzkolbenpumpstände mit fluidgedichteter Vorpumpe<br />

Wälzkolbenpumpstände mit trockenlaufender Vorpumpe<br />

Bestands- und Bedarfsanalyse<br />

Beratung und Projektplanung<br />

Installation und Inbetriebnahme<br />

Schulungen und Unterweisungen<br />

Wartung, Service und Instandhaltungen<br />

• • •<br />

119


Vakuumtechnik<br />

Leistungsdaten<br />

Schlüssel für Druckbereiche<br />

Grobvakuum 1000 mbar – 1 mbar A<br />

Feinvakuum 1 mbar – 10 -3 mbar B<br />

Hochvakuum 10 -3 mbar – 10 -7 mbar C<br />

Ultra Hochvakuum kleiner als 10 -7 mbar D<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Dampfstrahlpumpen<br />

Diffusionsvakuumpumpen<br />

Drehschiebervakuumpumpen<br />

Druckvakuumpumpen<br />

Flüssigkeitsringvakuumpumpen<br />

Gasringvakuumpumpen (Seitenkanalgebläse)<br />

Getterpumpen<br />

Hubkolbenvakuumpumpen<br />

Klauenvakuumpumpen<br />

Kryovakuumpumpen<br />

Membranvakuumpumpen<br />

Schraubenvakuumpumpen (Spindelvakuumpumpen)<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0, Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0, Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

A<br />

120


Sperrschiebervakuumpumpen<br />

Spiralvakuumpumpen (Scrollpumpen)<br />

Treibmittelstrahlvakuumpumpen<br />

Turbomolekularvakuumpumpen<br />

Vakuumsysteme<br />

Wälzkolbenvakuumpumpen<br />

Diffusionspumpstände<br />

Sonderpumpstände chemische Anwendungen<br />

Sonderpumpstände Helium-Lecksuche<br />

Sonderpumpstände HV- und UHV-Ausführungen<br />

Sonderpumpstände kundenspezifische Ausführungen<br />

Turbomolekularpumpstände mit fluidgedichteter<br />

Vorumpe<br />

Turbomolekularpumpstände mit trockenlaufender<br />

Vorumpe<br />

Wälzkolbenpumpstände mit fluidgedichteter<br />

Vorpumpe<br />

Wälzkolbenpumpstände mit trockenlaufender<br />

Vorpumpe<br />

Kammern<br />

<strong>Komponenten</strong><br />

Lecksuche<br />

Messgeräte<br />

A, B, C<br />

A<br />

121


Kompressoren/Verdichter<br />

Einsatzgebiete/Anwendungen<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Abfülltechnik<br />

Abwassertechnik/Kanalisierung<br />

Agrartechnik<br />

Allgemeine Werksluft<br />

Anlassen von Motoren/Triebwerken<br />

Automobilindustrie<br />

Automatisierungslösungen<br />

Bauindustrie<br />

Bergbau, Steine und Erden<br />

Biogas<br />

Bioverfahrenstechnik<br />

Brauereitechnik<br />

Bremsluft<br />

Chemische Industrie<br />

Druckindustrie<br />

Druckluftwerkzeuge<br />

Düngemittelindustrie<br />

Elektroindustrie/Informationsindustrie<br />

Energiewirtschaft<br />

Erdgasindustrie<br />

Erneuerbare Energien<br />

Fahrzeugbau/Flugzeugbau<br />

Farbspritztechnik<br />

Feinmechanische und Optische Industrie<br />

Förderluft<br />

Garagentechnik<br />

Gastransport<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0, Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH<br />

Stäblistr. 8, 81477 München<br />

Tel.: +49 (0)89 78049-0, Fax: +49 (0)89 78049-167<br />

E-Mail: industrie@bauer-kompressoren.de<br />

Internet: www.bauer-kompressoren.de<br />

BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Otto-Boge-Straße 1-7, 33739 Bielefeld<br />

Tel.: +49 (0)5206 601-0, Fax +49 (0)5206 601-200<br />

E-Mail: info@boge.com<br />

Internet: www.boge.com<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0, Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • •<br />

• • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

122


Gasverdichter Helium<br />

Gasverdichter Stickstoff<br />

Gießereien<br />

Hafenbecken<br />

Handbetrieb<br />

Handwerk<br />

Heben/Spannen<br />

Hochofengebläse<br />

Holzbe- und -verarbeitung<br />

Hütten- und Walzwerke<br />

Instrumentenbelüftung<br />

Kläranlagen<br />

Koksofengebläse<br />

Labortechnik<br />

Lackieranlagen<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

Medizintechnik<br />

Mineralölindustrie<br />

Nahrungs- und Genussmittelindustrie<br />

Öffentliche Dienste<br />

Ölfeld<br />

Ölfeuerungsgebläse<br />

Offshoregeräte<br />

Papier- und Zellstoffindustrie<br />

Petrochemische Industrie<br />

Pharmazeutische Industrie<br />

Pulverbeschichten<br />

Raffinerie<br />

Reinigen (Ausblasen)<br />

Rohrpostgebläse<br />

Sandstrahlen<br />

Schaltanlagen<br />

Schiffstechnik/Werft<br />

Schüttguttransport<br />

Silotechnik<br />

Steuerluft<br />

Strahltechnik<br />

Tankstellen<br />

Technische Hochschulen/Universitäten<br />

Textilindustrie<br />

Trocknung<br />

Verpackung (ohne Nahrungsmittel)<br />

Wärmerückgewinnung<br />

Werkstatttechnik/Werkzeugantrieb<br />

Windkanal<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

123


Kompressoren/Verdichter<br />

Bauarten<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Atemluftkompressoren<br />

Axialkompressoren<br />

Baukompressoren<br />

Dentalkompressoren<br />

Drehkolbengebläse<br />

Drehschieberverdichter<br />

Drehzahnverdichter<br />

Flüssigkeitsringkompressoren<br />

Gaskompressoren<br />

Klein-/Kleinstkompressoren<br />

Kolbenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Kolbenkompressoren, trockenlaufend<br />

Membrankompressoren<br />

Mobile Schraubenkompressoren, fluidfrei verdichtend<br />

Mobile Schraubenkompressoren, fluidgekühlt<br />

Nachverdichter, fluidgeschmiert<br />

Nachverdichter, trockenlaufend<br />

Schraubenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Schraubenkompressoren, trockenlaufend<br />

Seitenkanal-/Gasringkompressoren<br />

Spiralkompressoren (Scrollkompressoren)<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0, Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH<br />

Stäblistr. 8, 81477 München<br />

Tel.: +49 (0)89 78049-0, Fax: +49 (0)89 78049-167<br />

E-Mail: industrie@bauer-kompressoren.de<br />

Internet: www.bauer-kompressoren.de<br />

BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Otto-Boge-Straße 1-7, 33739 Bielefeld<br />

Tel.: +49 (0)5206 601-0, Fax +49 (0)5206 601-200<br />

E-Mail: info@boge.com<br />

Internet: www.boge.com<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0, Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

• • • • • • •<br />

•<br />

• • • • • •<br />

• • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • •<br />

124


Fördermedien<br />

Service<br />

Turbinen/Expander<br />

Turbokompressoren, axial<br />

Turbokompressoren, radial<br />

Turbokompressoren, radial/axial<br />

Turbolader<br />

Vielzellenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Vielzellenkompressoren, trockenlaufend<br />

Wälzkolbenkompressoren<br />

Ammoniak<br />

Atemluft<br />

Azetylen<br />

Chlorgas<br />

Dampf<br />

Druckluft<br />

Erdgas<br />

Etylen<br />

Gase, sonstige<br />

Helium<br />

Kohlensäure<br />

Sauerstoff<br />

Stickstoff<br />

Synthesegas<br />

Wasserstoff<br />

Bestands- und Bedarfsanalyse<br />

Beratung und Projektplanung<br />

Installation und Inbetriebnahme<br />

Schulungen und Unterweisungen<br />

Wartung, Service und Instandhaltungen<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • •<br />

125


Kompressoren/Verdichter<br />

Leistungsdaten<br />

Schlüssel für Volumenstrom und Druck<br />

Volumenstrom V<br />

m<br />

[ ]<br />

3<br />

min<br />

Druck p [in bar] 0–0,2 0,2–5 5–20 20–100 > 100<br />

<br />

0 – 2 A B C D E<br />

2 – 10 F G H I J<br />

10 – 25 K L M N O<br />

25 – 50 P Q R S T<br />

> 50 U V W X Y<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Atemluftkompressoren<br />

Axialkompressoren<br />

Baukompressoren<br />

Dentalkompressoren<br />

Drehkolbengebläse<br />

Drehschieberverdichter<br />

Drehzahnverdichter<br />

Flüssigkeitsringkompressoren<br />

Gaskompressoren<br />

Klein-/Kleinstkompressoren<br />

Kolbenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Kolbenkompressoren, trockenlaufend<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154-81-0<br />

Fax: +49 (0)5154-81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

B, C, D,<br />

E<br />

E, J, O,<br />

T<br />

G<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15, 50999 Köln<br />

Tel: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-mail: atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet: www.atlascopco-gap.com<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH<br />

Stäblistr. 8, 81477 München<br />

Tel.: +49 (0)89 78049-0<br />

Fax: +49 (0)89 78049-167<br />

E-Mail: industrie@bauer-kompressoren.de<br />

Internet: www.bauer-kompressoren.de<br />

25-500<br />

bar<br />

1,1-315<br />

kW<br />

Motorleistung<br />

25-500 auf<br />

bar Anfrage<br />

1,1-315<br />

kW<br />

Motorleistung<br />

25-500<br />

bar<br />

1,1-315<br />

kW<br />

Motorleistung<br />

BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Otto-Boge-Straße 1-7, 33739 Bielefeld<br />

Tel.: +49 (0)5206 601-0<br />

Fax +49 (0)5206 601-200<br />

E-Mail: info@boge.com<br />

Internet: www.boge.com<br />

0,75 bis<br />

30 kW<br />

0,75 bis<br />

30 kW<br />

5,5 bis<br />

18,5 kW<br />

0,65 bis<br />

1,5 kW<br />

0,65 bis<br />

18,5 kW<br />

0,75 bis<br />

11 kW<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561-640-0<br />

Fax: +49 (0)9561-640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

G, H, I,<br />

L, M, N<br />

B, C, D,<br />

E<br />

F, G, K,<br />

L, P, Q<br />

F, G<br />

126


Membrankompressoren<br />

Mobile Schraubenkompressoren, fluidfrei vedichtend<br />

Mobile Schraubenkompressoren, fluidgekühlt<br />

Nachverdichter, fluidgeschmiert<br />

Nachverdichter, trockenlaufend<br />

Schraubenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Schraubenkompressoren, trockenlaufend<br />

Seitenkanal-/Gasringkompressoren<br />

Spiralkompressoren (Scrollkompressoren)<br />

Turbokompressoren, axial<br />

Turbokompressoren, radial<br />

Turbokompressoren, radial/axial<br />

Turbolader<br />

Vielzellenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Vielzellenkompressoren, trockenlaufend<br />

Wälzkolbenkompressoren<br />

G, H, I,<br />

J, L, M,<br />

N, O, T<br />

B, C, D,<br />

E, G, H,<br />

I, J, M,<br />

N, O<br />

I, J, N,<br />

O, S, T,<br />

X, Y<br />

B, C, D,<br />

E<br />

900 kW Luft bis<br />

30 MW,<br />

500.000<br />

m 3 /h;<br />

PP/PE:<br />

10 MW,<br />

65.000<br />

m 3 /h<br />

bis 35<br />

MW,<br />

208 bar,<br />

500.000<br />

m 3 /h<br />

25-500<br />

bar<br />

1,1-315<br />

kW<br />

Motorleistung<br />

auf<br />

Anfrage<br />

5,5 bis<br />

18,5 kW<br />

5,5 bis<br />

11 kW<br />

2,2 bis<br />

315 kW<br />

45 bis<br />

355 kW<br />

4 bis<br />

30 kW<br />

150 +<br />

220 kW<br />

auf G, H, I,<br />

Anfrage L, M, N<br />

G, H, L,<br />

M, Q, R<br />

G, H, I,<br />

L, M, N<br />

H, I D, E B, C, D,<br />

E<br />

127


Drucklufttechnik<br />

Drucklufterzeugung<br />

Druckluftaufbereitung<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Drehschieberverdichter, fluidgeschmiert<br />

Drehschieberverdichter, trockenlaufend<br />

Drehzahnverdichter<br />

Kolbenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Kolbenkompressoren, trockenlaufend<br />

Membranverdichter<br />

Nachverdichter (Booster) fluidgeschmiert<br />

Nachverdichter (Booster) trockenlaufend<br />

Schraubenkompressoren, fluidgeschmiert<br />

Schraubenkompressoren, trockenlaufend<br />

Scrollkompressoren<br />

Turbokompressoren<br />

Wälzkolben-/Drehkolbengebläse<br />

Adsorber (Kohlenwasserstoffe)<br />

Adsorptionstrockner<br />

Druckhaltesysteme<br />

Druckluftbehälter<br />

Druckluftfilter<br />

Emulsionstrenner<br />

Kältetrockner<br />

Kombinationstrockner (Kälte-/Adsorptionstrockner)<br />

Kondensatableitung und -aufbereitung<br />

Membrantrockner<br />

Öl-Wasser-Trenner<br />

Stickstoffgeneratoren<br />

Wartungseinheiten<br />

Wasserabscheider<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28, 31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154 81-0, Fax: +49 (0)5154 81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH<br />

Stäblistr. 8, 81477 München<br />

Tel.: +49 (0)89 78049-0, Fax: +49 (0)89 78049-167<br />

E-Mail: industrie@bauer-kompressoren.de<br />

Internet: www.bauer-kompressoren.de<br />

BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Otto-Boge-Straße 1-7, 33739 Bielefeld<br />

Tel.: +49 (0)5206 601-0, Fax +49 (0)5206 601-200<br />

E-Mail: info@boge.com<br />

Internet: www.boge.com<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

POB 2143, 96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561 640-0, Fax: +49 (0)9561 640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13–15, 63229 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0) 6103 / 402-0<br />

E-Mail: info.de@smc.com<br />

Internet: www.smc.de<br />

• • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • •<br />

128


Druckluftverteilung<br />

Druckluftwerkzeuge Sonstiges Service<br />

• • • • • • • •<br />

Anschluss- und Verbindungstechnik<br />

Rohrleitungen/Rohrleitungssysteme<br />

Schläuche<br />

Ventile<br />

Werkstattausrüstungen<br />

Bohren/Schrauben<br />

Fräsen/Gewinde<br />

Hämmern/Meißeln<br />

Hobeln/Feilen<br />

Klammern/Nageln/Nieten<br />

Lackieren/Sprühen<br />

Sandstrahlen/Ausblasen<br />

Sägen/Schneiden/Trennen<br />

Schleifen/Polieren/Bürsten<br />

sonstige Druckluftwerkzeuge<br />

Ansaugfilter<br />

Messgeräte (Volumenstrom, Druck, Taupukt)<br />

Restölgehaltsmessung<br />

Steuerungen und Managementsysteme<br />

Wärmerückgewinnungssysteme<br />

Wärmetauscher und Nachkühler<br />

Bestands- und Bedarfsanalyse<br />

Beratung und Projektplanung<br />

Installation und Inbetriebnahme<br />

Schulungen und Unterweisungen<br />

Wartung, Service und Instandhaltungen<br />

• • • • • •<br />

• • • • • • • • •<br />

•<br />

• • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • •<br />

• • •<br />

129


<strong>Komponenten</strong><br />

Einsatzgebiete<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Agrartechnik<br />

Automatisierungslösungen<br />

Biotechnologie<br />

Chemie- und Verfahrenstechnik<br />

Erneuerbare Energien<br />

Fernwärme<br />

Feststoffe<br />

Fluidtechnik<br />

Fördertechnik<br />

Gasversorgung<br />

Kältetechnik und Kryotechnik<br />

Kraftwerkstechnik und Energieversorgung<br />

Lager- und Transportbehälter<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

Pharmazeutische Industrie und Kosmetik<br />

Pipelinesysteme und Offshoretechnik<br />

Schiffs- und Meerestechnik<br />

Wassergewinnung, -aufbereitung, -versorgung und Abwasser<br />

sonstige industrielle Anwendungen<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10, 21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0, Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

Georg Fischer GmbH<br />

Daimlerstrasse 6<br />

73095 Albershausen<br />

E-Mail: info.de.ps@georgfischer.com<br />

Internet: www.gfps.com/de<br />

Goetze KG Armaturen<br />

Robert-Mayer-Str. 21, 71636 Ludwigsburg<br />

Tel.: +49 (0)7141 48894-60, Fax: +49 (0)7141 48894-88<br />

E-Mail: info@goetze-armaturen.de<br />

Internet: www.goetze-group.com<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jaegerweg 5, 85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400, Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

JUMO GmbH & Co. KG<br />

Moritz-Juchheim-Str. 1, 36039 Fulda<br />

Tel.: +49 (0)661 6003-0, Fax: +49 (0)661 6003-881-2346<br />

E-Mail: info@jumo.net<br />

Internet: www.jumo.net<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10, 71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0, Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

• • • • •<br />

• • • • •<br />

• • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • •<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7, 97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13–15, 63229 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0) 6103 / 402-0<br />

E-Mail: info.de@smc.com<br />

Internet: www.smc.de<br />

• • • • • • •<br />

• • • •<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1, 41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0, Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

Zwick Armaturen GmbH<br />

Egerstr. 1 & 25, 58256 Ennepetal<br />

Tel.: +49 (0)2333 9856-5, Fax: +49 (0)2333 9856-6<br />

E-Mail: info@zwick-armaturen.de,<br />

Internet: www.zwick-armaturen.de<br />

• • • • • • • •<br />

130


Industriearmaturen<br />

Ventile<br />

Absperrarmaturen<br />

Automatikarmaturen<br />

Behälterauslaufarmaturen<br />

Edelstahlarmaturen<br />

Kunststoffarmaturen<br />

Regelarmaturen<br />

Rückschlagarmaturen<br />

Schwerarmaturen<br />

Sonderarmaturen<br />

Absperrventile<br />

Be- und Entlüftungsventile<br />

Dampfventile<br />

Druckventile<br />

Druckluftventile<br />

Druckminderventile<br />

Faltenbalgventile<br />

Hydraulikventile<br />

Kolbenventile<br />

Magnetventile<br />

Mehrwegventile<br />

Membranventile<br />

Monoflanschventile<br />

Nadelventile<br />

Probeentnahmeventile<br />

Quetschventile<br />

Regelventile<br />

Rückschlagventile<br />

Schrägsitzventile<br />

Schwimmerventile<br />

Sicherheitsventile<br />

Spezialventile<br />

Tieftemperaturventile<br />

sonstige Ventile<br />

• • • • • • • • • •<br />

• • •<br />

• • • • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • • • • • • • •<br />

• • •<br />

• • • • •<br />

•<br />

131


<strong>Komponenten</strong><br />

<strong>Komponenten</strong> und Bauteile<br />

Klappen/Schieber<br />

Hersteller/Lieferanten<br />

Abscheider<br />

Dichtungen und Dichtsysteme, dynamisch<br />

Dichtungen und Dichtsysteme, statisch<br />

Druckbehälter<br />

Filter<br />

Getriebe<br />

Kompensatoren<br />

Kondensatabscheider<br />

Kupplungen<br />

Leitungen und Schläuche<br />

Rohrverschraubungen<br />

Schaugläser<br />

sonstiges Zubehör<br />

Absperrklappen<br />

Absperrschieber<br />

Drosselklappen<br />

Plattenschieber<br />

Rückschlagklappen<br />

Rückstauklappen<br />

Stoffschieber<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10, 21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0, Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

Georg Fischer GmbH<br />

Daimlerstrasse 6<br />

73095 Albershausen<br />

E-Mail: info.de.ps@georgfischer.com<br />

Internet: www.gfps.com/de<br />

• • • • •<br />

• • •<br />

Goetze KG Armaturen<br />

Robert-Mayer-Str. 21, 71636 Ludwigsburg<br />

Tel.: +49 (0)7141 48894-60, Fax: +49 (0)7141 48894-88<br />

E-Mail: info@goetze-armaturen.de<br />

Internet: www.goetze-group.com<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jaegerweg 5, 85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400, Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

JUMO GmbH & Co. KG<br />

Moritz-Juchheim-Str. 1, 36039 Fulda<br />

Tel.: +49 (0)661 6003-0, Fax: +49 (0)661 6003-881-2346<br />

E-Mail: info@jumo.net<br />

Internet: www.jumo.net<br />

•<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10, 71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0, Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7, 97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13–15, 63229 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0) 6103 / 402-0<br />

E-Mail: info.de@smc.com<br />

Internet: www.smc.de<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1, 41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0, Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

• • •<br />

•<br />

Zwick Armaturen GmbH<br />

Egerstr. 1 & 25, 58256 Ennepetal<br />

Tel.: +49 (0)2333 9856-5, Fax: +49 (0)2333 9856-6<br />

E-Mail: info@zwick-armaturen.de,<br />

Internet: www.zwick-armaturen.de<br />

• • •<br />

132


Hähne Stellantriebe und Stellungsregler Mess-und Regeltechnik/Sensoren Sonstiges<br />

Bodenablasskugelhähne<br />

Kükenhähne<br />

Kugelhähne<br />

Mehrwegekugelhähne<br />

Probeentnahmekugelhähne<br />

Zylinderhähne<br />

Antriebszubehör<br />

Elektrische Stellantriebe<br />

Elektropneumatische/-hydraulische Stellungsregler<br />

Handantriebe<br />

Hydraulische Stellantriebe<br />

Pneumatische Stellantriebe<br />

Regelantriebe<br />

Steuerantriebe<br />

Unterwasserantriebe<br />

sonstige Antriebe<br />

Analyse<br />

Druck<br />

Durchfluss<br />

Elektronische Überwachung und Regelung<br />

Feuchte<br />

Füllstand<br />

Funktionsüberwachung<br />

Gasleckagen<br />

Restöldampf<br />

Temperatur<br />

Zustandsüberwachung<br />

Inbetriebnahme<br />

Planung/Entwicklung<br />

Schulungen/Einweisungen<br />

Service/Wartung<br />

• • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • •<br />

•<br />

• • • • • • • • • • •<br />

• • • • • • • • • •<br />

•<br />

133


Markenzeichenregister<br />

ABEL GmbH<br />

Abel-Twiete 1<br />

21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0)4155 818-0<br />

E-Mail: abel-mail@idexcorp.com<br />

Internet: www.abelpumps.com<br />

Als global führender Pumpenhersteller liefert<br />

die ABEL GmbH robuste und KI-optimierte<br />

Pumpensysteme für abrasive, aggressive und<br />

scherempfindliche Fördermedien.<br />

Die wichtigsten Einsatzbereiche umfassen<br />

die Minen-Rückverfüllung, die Förderung von<br />

Bergeschlämmen, den Transport von entwässerten<br />

Klärschlamm und anderen Schlämmen aus<br />

verschiedenen Industriebranchen sowie die<br />

Filterpressenbeschickung.<br />

Messebeteiligungen finden Sie<br />

auf unserer Homepage:<br />

www.abelpumps.com<br />

Aerzen Maschinenfabrik GmbH<br />

Reherweg 28<br />

31855 Aerzen<br />

Tel.: +49 (0)5154 81-0<br />

Fax: +49 (0)5154 81-9191<br />

E-Mail: info@aerzen.com<br />

Internet: www.aerzen.com<br />

Drehkolbengebläse<br />

Drehkolbenverdichter<br />

Schraubenkompressoren<br />

Turbogebläse<br />

Drehkolbengaszähler<br />

Messebeteiligungen finden Sie<br />

auf unserer Homepage<br />

www.aerzen.com<br />

AF Compressors<br />

Ateliers François S.A.<br />

Rue côte d‘Or 274<br />

4000 Liège/Belgien<br />

Tel.: +43 (0)664 9207 944<br />

E-Mail: opc@afcompressors.com<br />

Internet: www.afcompressors.com<br />

AF bietet ein komplettes Sortiment an ölfreien<br />

Kompressoren im Hoch- und Niederdruckbereich<br />

an 20-40 bar ölfreie Kolbenkompressoren für<br />

PET und andere Anwendungen 8 und 10 bar<br />

ölfreie Kolbenkompressoren für alle industriellen<br />

Anwendungen (Möglichkeiten von 6-15 bar)<br />

- Kompressor-Managementsysteme<br />

- Intelligenter Inverter-Starter<br />

- Drehzahlveriabler Antrieb<br />

- Separate Kühlsystem<br />

Messebeteiligungen finden Sie<br />

auf unserer Homepage<br />

www.afcompressors.com<br />

Atlas Copco Gas and Process<br />

Schlehenweg 15<br />

50999 Köln<br />

Tel.: +49 (0)2236 9650 0<br />

E-Mail:<br />

atlascopco.energas@de.atlascopco.com<br />

Internet:<br />

www.atlascopco-gap.com<br />

Turbokompressoren-basierte industrielle<br />

Wärmepumpen und -systeme, Integral-<br />

Getriebeturbokompressoren, Direktgetriebene<br />

Turbokompressoren, Turboexpander (mit<br />

Integralgetriebe und Direktantrieb), Compander,<br />

Ölfreie Schraubenverdichter, Zentrifugal-Pumpen<br />

gemäß API 610 Standard, sowie zugehörige<br />

Service-Leistungen. Märkte: Energieerzeugung und<br />

-wirtschaft (konventionell und erneuerbar), Öl und<br />

Gas, Chemie/Petrochemie, neue Märkte<br />

(z.B. Wasserstoff, CCUS etc.), Industriegase.<br />

Messebeteiligungen finden Sie<br />

auf unserer Homepage<br />

www.atlascopco-gap.com<br />

AVIBIA GmbH<br />

Büchlerhausen 22<br />

51766 Engelskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2263 96 907 33<br />

E-Mail: info@avibia.de<br />

AVIBIA ist Ihr kompetenter Partner für die<br />

Zustandsüberwachung rotierender Maschinen.<br />

Wir realisieren moderne Condition-Monitoring-<br />

Lösungen. Das Produktspektrum reicht von<br />

Sensoren bis zu IoT-Systemen. Überwacht werden<br />

Schwingungen, Drehzahlen und Lagerzustände.<br />

Unsere Beratung ist unabhängig und praxisnah.<br />

Die Lösungen basieren auf aktueller Technologie.<br />

Wir kombinieren eigene Produkte mit starken<br />

Partnern und schaffen Mehrwert für unsere Kunden.<br />

MEORGA<br />

6. Mai <strong>2026</strong>, Bochum<br />

Kraftwerkstechnisches Kolloquium<br />

6.–7. Oktober <strong>2026</strong>, Dresden<br />

134


Markenzeichenregister<br />

BAUER KOMPRESSOREN GmbH<br />

Stäblistr. 8<br />

81477 München<br />

Tel.: +49 (0)89 78049-0<br />

Fax: +49 (0)89 78049-167<br />

E-Mail: industrie@bauer-kompressoren.de<br />

Internet: www.bauer-kompressoren.de<br />

BAUER KOMPRESSOREN ist weltweit einer<br />

der führenden Hersteller für Mittel- und<br />

Hochdrucksysteme zur Verdichtung und<br />

Aufbereitung von Luft und Gasen.<br />

- Mittel- und Hochdruckkompressoren<br />

25 – 500 bar, 2,2 – 315 kW<br />

- Luft- und Gasaufbereitung<br />

- Speichersysteme<br />

- Luft- und Gasverteilung<br />

- Gasmesstechnik<br />

- Steuerungen<br />

Messebeteiligungen finden Sie unter:<br />

https://www.bauer-kompressoren.de/<br />

de/news-events/messetermine/<br />

BOGE KOMPRESSOREN<br />

Otto Boge GmbH & Co. KG<br />

Otto-Boge-Straße 1-7<br />

33739 Bielefeld<br />

Tel.: +49 (0)5206 601-0<br />

Fax: +49 (0) 5206 601-200<br />

E-Mail: info@boge.com<br />

Internet: www.boge.com<br />

BOGE AIR. THE AIR TO WORK.<br />

In über 120 Ländern weltweit vertrauen Kunden auf<br />

die Marke BOGE.<br />

Zu den Produkten gehören Schraubenkompressoren<br />

und Kolbenkompressoren in ölgeschmierter und<br />

ölfreier Ausführung, Scroll- und Turbokompressoren,<br />

Druckluftaufbereitungssysteme, Steuerungen<br />

und Wärmerückgewinnung sowie individuell<br />

angefertigte Speziallösungen. Seit 2023 wird das<br />

BOGE Produktportfolio durch Stickstoff- und<br />

Sauerstoffgeneratoren ergänzt und bietet damit<br />

Komplettlösungen aus einer Hand –<br />

effizient, sicher und nachhaltig.<br />

Aktuelle Messetermine finden Sie<br />

auf unserer Website:<br />

www.boge.com<br />

BRINKMANN PUMPEN<br />

K.H. Brinkmann GmbH & Co. KG<br />

Friedrichstr. 2<br />

58791 Werdohl<br />

Tel.: +49 (0)2392 5006-0<br />

Fax: +49 (0)2392 5006-180<br />

E-Mail: sales@brinkmannpumps.de<br />

Internet: www.brinkmannpumps.de<br />

BRINKMANN PUMPS bietet ein lückenloses<br />

Spektrum an leistungsfähigen Pumpenlösungen auf<br />

Kreiselpumpen- oder Schraubenspindelpumpenbasis<br />

für die verschiedensten Anwendungen:<br />

- Mehrphasenförderung<br />

- Kunststoff-Recycling<br />

- Maschinenbau<br />

- Elektromobilität<br />

- Optische Maschinen<br />

- Dosiertechnik<br />

- Pumpensteuerung<br />

- Antriebstechnik<br />

- Erneuerbare Energien<br />

Aktuelle Messetermine finden Sie<br />

unter:<br />

www.brinkmannpumps.de<br />

Paul Bungartz GmbH & Co. KG<br />

Düsseldorfer Str. 79<br />

D-40545 Düsseldorf<br />

Tel.: +49 (0)211 577905-0<br />

Fax: +49 (0)211 577905-12<br />

E-Mail: pumpen@bungartz.de<br />

Internet: www.bungartz.de<br />

- Horizontalpumpen mit hydrodynamischer<br />

Wellendichtung<br />

- Vertikalpumpen zur Trocken- und Nassaufstellung,<br />

ohne Lager in der Flüssigkeit, auch für Zone 0<br />

- der hydrodynamischen Abdichtung alternativ<br />

nachgeschaltet: Stopfbuchse, Gleitringdichtung,<br />

trockenlaufende Magnetkupplung<br />

- alle gießbaren und schweißbaren<br />

Edelstahlqualitäten<br />

- Sonderwerkstoffe wie Titan, Zirkonium etc.<br />

Bitte besuchen Sie uns im Netz<br />

www.bungartz.de<br />

Maschinenfabrik Gustav Eirich<br />

GmbH & Co KG<br />

Walldürner Straße 50<br />

74736 Hardheim<br />

Tel.: +49 (0)6283 51-0<br />

Fax: +49 (0)6283 51-325<br />

E-Mail: eirich@eirich.de<br />

Internet: www.eirich.de<br />

Als führender Hersteller von Maschinen und<br />

Anlagen leistet Eirich seit 1863 Pionierarbeit mit<br />

fortschrittlichen Technologien zum Mischen,<br />

Granulieren, Dispergieren und mehr.<br />

„Eirich digital“ bietet zudem zahlreiche Dienste<br />

vom smarten Ersatzteilsystem bis zur<br />

KI-basierten Prozessanalyse.<br />

Aktuelle Messehinweise finden Sie<br />

unter:<br />

www.eirich.de/de/<br />

135


Markenzeichenregister<br />

FELUWA Pumpen GmbH<br />

Beulertweg 10<br />

54570 Mürlenbach<br />

Tel.: +49 (0)6594 10-0<br />

Fax: +49 (0)6594 10-200<br />

E-Mail: info@feluwa.de<br />

Internet: www.feluwa.com<br />

FELUWA MULTISAFE ® Doppel-<br />

Schlauchmembranpumpen sind hermetisch dichte,<br />

oszillierende Verdrängerpumpen und die ideale<br />

Lösung für den Transport von abrasiven, aggressiven<br />

und toxischen Medien. Ihre außergewöhnliche<br />

Eignung für heterogene Mischungen mit hohem<br />

Feststoffanteil sowie für extreme Fördertemperaturen<br />

macht sie zur ersten Wahl in<br />

anspruchsvollen Anwendungen. Zusätzlich bietet<br />

die FELUWA Abwassertechnik hochwertige Pumpen<br />

und Anlagen für die effiziente Abwasserentsorgung<br />

in Industrieanlagen sowie in privaten und<br />

öffentlichen Gebäuden.<br />

Aktuelle Messetermine finden Sie<br />

unter:<br />

www.feluwa.de<br />

GEA Tuchenhagen GmbH<br />

Am Industriepark 2–10<br />

21514 Büchen<br />

Tel.: +49 (0) 4155 49-0<br />

Fax: +49 (0) 4155 49-2423<br />

E-Mail: flowcomponents@gea.com<br />

Internet: www.gea.com<br />

Hygienische Pumpen<br />

Aseptische Ventile<br />

Hygienische Ventile<br />

Reinigungstechnik<br />

Weitere Informationen finden<br />

Sie unter:<br />

www.gea.com<br />

Georg Fischer GmbH<br />

Daimlerstrasse 6<br />

73095 Albershausen<br />

E-Mail: info.de.ps@georgfischer.com<br />

Internet: www.gfps.com/de<br />

• Kugelhähne<br />

• Intelligente Antriebe<br />

• Mess- und Regeltechnik<br />

• Ventile<br />

• Industrial-Ethernet Konnektivität<br />

• Absperrklappe 565<br />

Die Kunststoff-Absperrklappe 565 gewährleistet<br />

zuverlässige Flüssigkeitskontrolle in Wasser- und<br />

Wasseraufbereitungsanwendungen. Als vollständig<br />

kompatibles und leichtes Ventil ist es in Waferund<br />

Lug-Style Versionen verfügbar, vielseitig für<br />

unterschiedliche Anwendungsfälle.<br />

Data Center World<br />

4.–5.6., Frankfurt<br />

Hydrogen Technology Expo<br />

21.–23.10., Hamburg<br />

Semicon<br />

18.–21.11., München<br />

Weitere Informationen finden Sie<br />

unter:<br />

www.gfps.com/de<br />

Goetze KG Armaturen<br />

Robert-Mayer-Str.21<br />

71636 Ludwigsburg<br />

Tel.: +49 (0)7141 48894 60<br />

E-Mail: info@goetze.de<br />

Internet: www.goetze-group.com<br />

Seit über 75 Jahren fertigt die Goetze KG Armaturen<br />

anspruchsvolle Hochleistungs-Armaturen und<br />

-Ventile. Das familiengeführte Unternehmen mit<br />

Hauptsitz in Ludwigsburg hat sich mit seinem<br />

Qualitätsniveau („Made in Germany“) weltweit einen<br />

Namen gemacht – über die Hälfte der Produktion<br />

geht zwischenzeitlich in Auslandsmärkte.<br />

Messebeteiligungen finden Sie unter:<br />

www.goetze-group.com/de-de/<br />

unternehmen/messen-events<br />

GRUNDFOS GmbH<br />

Schlüterstr. 33<br />

40699 Erkrath<br />

Tel.: +49 (0)211 92969-0<br />

Fax: +49 (0)211 92969-3799<br />

E-Mail: infoservice@grundfos.de<br />

Internet: www.grundfos.de<br />

Intelligente Pumpen und Lösungen für<br />

Gebäudetechnik, Industrie und Wasserwirtschaft<br />

u.a. Umwälzpumpen, Normpumpen, Blockpumpen,<br />

Druckerhöhungsanlagen, Eintauchpumpen,<br />

Inlinepumpen, Dosierpumpen, Tauchmotorpumpen,<br />

Hebeanlagen, Unterwasserpumpen<br />

Bitte besuchen Sie unsere Webseite<br />

www.grundfos.de für Messetermine<br />

136


Markenzeichenregister<br />

Hammelmann GmbH<br />

Carl-Zeiss-Str. 6-8<br />

59302 Oelde<br />

Tel.: +49 (0)2522 76-0<br />

Fax: +49 (0)2522 76-140<br />

E-Mail: mail@hammelmann.de<br />

Internet: www.hammelmann.de<br />

Hochdruck-Plungerpumpen<br />

Prozesspumpen<br />

Kanalspülpumpen<br />

Bergbaupumpen<br />

Heißwassergeräte<br />

Betriebsdrücke: bis 4.500 bar<br />

Fördermengen: bis 4.250 l/min<br />

Anwendungssysteme zum Reinigen, Abtragen,<br />

Schneiden, Entschichten, Entkernen, Entgraten mit<br />

Hochdruckwasser<br />

Weltweite Messebeteiligungen,<br />

aktuelle Termine unter:<br />

www.hammelmann.de<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

JESSBERGER GmbH<br />

Jägerweg 5-7<br />

85521 Ottobrunn<br />

Tel.: +49 (0)89 666633-400<br />

Fax: +49 (0)89 666633-411<br />

E-Mail: info@jesspumpen.de<br />

Internet: www.jesspumpen.de<br />

Das Familienunternehmen JESSBERGER aus<br />

Ottobrunn ist Hersteller von elektrischen<br />

sowie druckluftbetriebenen Fass- und<br />

Behälterpumpen, vertikalen und horizontalen<br />

Exzenterschneckenpumpen, Dickstoff-<br />

Dosierpumpen, Handpumpen sowie eines<br />

umfangreichen Programms an Pumpenzubehör<br />

wie Durchflusszähler, Zapfpistolen, etc.<br />

Druckluftbetriebene Membranpumpen,<br />

horizontale Kreiselpumpen (auch als dichtungslose<br />

Magnetkreiselpumpen erhältlich) und vertikale<br />

Tauchkreiselpumpen runden neben weiteren<br />

Industriepumpen das Lieferprogramm ab.<br />

Aktuelle Messetermine unter<br />

www.jesspumpen.de<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

JUMO GmbH & Co. KG<br />

Moritz-Juchheim-Straße 1<br />

36039 Fulda<br />

Tel.: +49 (0)661 6003-0<br />

Fax: +49 (0)661 6003-881-2346<br />

E-Mail: info@jumo.net<br />

Internet: www.jumo.net<br />

Lieferprogramm<br />

• Temperatursensoren und Wärmemengenzähler<br />

• Messumformer und Regler<br />

• Automatisierungssystem und Digitale Anzeiger<br />

• Hygro- und Hygrothermogeber<br />

• Messgeräte und Strömungssensoren<br />

• Pegelsonden und Schwimmerschalter<br />

• Niveaufühler und Grenzstandmelder<br />

• Halbleiterrelais und Leistungssteller<br />

Aktuelle Messetermine unter:<br />

messen.jumo.info<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE<br />

Postfach 21 43<br />

96410 Coburg<br />

Tel.: +49 (0)9561 640-0<br />

Fax: +49 (0)9561 640-130<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com<br />

Internet: www.kaeser.com<br />

Schraubenkompressoren fluidgekühlt/<br />

trockenverdichtend, Kompressorensteuerungen,<br />

Kolbenkompressoren, ölgeschmiert und<br />

trockenverdichtend, Hochdruckkompressoren,<br />

Nachverdichter, fahrbare Baukompressoren,<br />

Schraubenvakuumpumpen,<br />

Druckluftaufbereitungskomponenten,<br />

Druckluftzubehör, Kältetrockner, Drehkolbengebläse,<br />

Schraubengebläse, magnetgelagerte Turbogebläse,<br />

Dienstleistungen rund um Druckluft<br />

(Analyse, Service, Contracting)<br />

Aktuelle Messetermine unter<br />

www.kaeser.de<br />

KAMAT GmbH & Co. KG<br />

Salinger Feld 10<br />

58454 Witten<br />

Tel.: +49 (0)2302 8903-0<br />

Fax: +49 (0)2302 801917<br />

E-Mail: info@KAMAT.de<br />

Internet: www.KAMAT.de<br />

Hochdruck-Plungerpumpen + Systeme<br />

Bergbaupumpen + Systeme<br />

Prozesspumpen + Systeme<br />

Wasserhydraulikpumpen + Systeme<br />

Betriebsdrücke bis 4000 bar<br />

Fördermengen: bis 10.000 l/min<br />

Systeme in mobiler und stationärer Ausführung<br />

KAMAT Ventiltechnik und Wasserwerkzeuge<br />

Die aktuellen, weltweiten KAMAT<br />

Messebeteiligungen finden Sie unter<br />

www.KAMAT.de / News und Messen<br />

Wir freuen uns über Ihren Besuch!<br />

137


Markenzeichenregister<br />

KRACHT GmbH<br />

Gewerbestr. 20<br />

58791 Werdohl<br />

Tel.: +49 (0)2392 935-0<br />

Fax: +49 (0)2392 935-209<br />

E-Mail: info@kracht.eu<br />

Internet: www.kracht.eu<br />

Wir sind ein führender deutscher<br />

Technologieanbieter für Pumpen, Fluidmessungen,<br />

Ventile, hydraulische Antriebe<br />

und kundenspezifische Systemlösungen. Unsere<br />

modular aufgebauten Zahnradpumpen kommen<br />

als Förder- und Schmierölpumpen, als Prozesspumpen<br />

für abrasive oder schlecht schmierende<br />

Flüssigkeiten, als hochpräzise Dosierpumpen sowie<br />

als Hydraulikpumpen für Drücke bis 315 bar zum<br />

Einsatz. Darüber hinaus entwickeln wir in enger<br />

Zusammenarbeit mit unseren Kunden individuelle<br />

Sonderpumpen für spezifische Anwendungen.<br />

Aktuelle Messetermine unter:<br />

www.kracht.eu<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

KRAL GmbH<br />

Bildgasse 40, Industrie Nord<br />

6890 Lustenau/Österreich<br />

Tel.: +43 (0)5577 86644-0<br />

E-Mail: kral@kral.at<br />

Internet: www.kral.at<br />

Die KRAL GmbH ist ein international etablierter<br />

Hersteller von Schraubenspindelpumpen und<br />

hochpräzisen Durchflussmessgeräten für<br />

anspruchsvolle industrielle Anwendungen.<br />

Die Produkte stehen weltweit für Zuverlässigkeit,<br />

Präzision und lange Lebensdauer.<br />

KRAL Schraubenspindelpumpen ermöglichen hohe<br />

Förderleistungen bei kompakter Bauweise und<br />

sind auch für hohe Differenzdrücke ausgelegt.<br />

Öle und andere schmierende, nicht aggressive<br />

Flüssigkeiten werden nahezu pulsationsfrei und<br />

geräuscharm gefördert. Eine besondere Lösung ist<br />

die hermetisch dichte Magnetkupplungspumpe für<br />

Betriebstemperaturen bis zu 300 °C.<br />

Die robust konstruierten Durchflussmessgeräte von<br />

KRAL liefern selbst unter rauen Einsatzbedingungen<br />

eine Messgenauigkeit auf Laborniveau.<br />

Aktuelle Messetermine<br />

und Details finden Sie unter<br />

www.kral.at<br />

LEWA Solutions GmbH<br />

Ulmer Str. 10<br />

71229 Leonberg<br />

Tel.: +49 (0)7152 14-0<br />

Fax: +49 (0)7152 14-1303<br />

Internet: www.lewa.de<br />

- Dosierpumpen<br />

- Prozess-Membranpumpen<br />

- Dosiersysteme<br />

- Anlagen<br />

- After sales service<br />

Aktuelle Messetermine<br />

finden Sie unter:<br />

www.lewa.de/de/lewa-gruppe/<br />

messen-unevents<br />

Lutz Pumpen GmbH<br />

Erlenstr. 5-7<br />

97877 Wertheim<br />

Tel.: +49 (0)9342 879-0<br />

E-Mail: info@lutz-pumpen.de<br />

Internet: www.lutz-pumpen.de<br />

Lutz Pumpen GmbH ist ein führender Hersteller<br />

für Industriepumpen mit dem Fokus auf<br />

Arbeitssicherheit und höchsten Ansprüchen.<br />

Das Sortiment umfasst Fasspumpen,<br />

Containerpumpen, Druckluft-Membranpumpen,<br />

Durchflussmesser, Kreiselpumpen sowie<br />

Systemlösungen.<br />

Aktuelle Messetermine finden Sie<br />

auf unserer Webseite:<br />

www.lutz-pumpen.de<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Geretsrieder Str. 1<br />

84478 Waldkraiburg<br />

Tel.: +49 (0)8638 63-0<br />

E-Mail:<br />

info.nps@netzsch.com<br />

Internet:<br />

https://pumps-systems.netzsch.com<br />

NETZSCH entwickelt als Spezialist für das<br />

Fördern komplexer Fluide auf globaler Ebene<br />

maßgeschneiderte und anspruchsvolle<br />

Pumpenlösungen. Das Produktspektrum<br />

rangiert von kleinsten Industrie-Dosierpumpen<br />

bis hin zu Großpumpen für den Öl- und<br />

Gas-Bereich oder den Bergbau. NETZSCH<br />

bietet NEMO ® Exzenterschneckenpumpen,<br />

TORNADO ® Drehkolbenpumpen, NOTOS ®<br />

Schrauben spindelpumpen, PERIPRO ®<br />

Schlauchpumpen, Zerkleinerer, Dosiertechnik<br />

und Behälterentleerungen, darüber hinaus<br />

umfangreiches Zubehör sowie Service und<br />

Ersatzteile.<br />

Aktuelle Messetermine unter:<br />

https://pumps-systems.netzsch.com/<br />

de/veranstaltungen<br />

138


Markenzeichenregister<br />

ProMinent GmbH<br />

Im Schuhmachergewann 5–11<br />

69123 Heidelberg<br />

Tel.: +49 (0)6221 842-0<br />

E-Mail: info@prominent.com<br />

Internet: www.prominent.com<br />

Die ProMinent Unternehmensgruppe ist Hersteller<br />

von <strong>Komponenten</strong> und Systemen für die Dosiertechnik<br />

sowie zuverlässiger Lösungspartner für die<br />

Wasseraufbereitung. Produktportfolio: Dosier- und<br />

Prozesspumpen, Schlauchpumpen, Mess- und<br />

Regelgeräte, Sensoren zur Steuerung und Dosierung<br />

von Flüssigkeiten sowie Dosiersysteme für die<br />

Wasseraufbereitung wie Chlordioxidanlagen,<br />

Elektrolyseanlagen, UV-Anlagen und Ozonanlagen.<br />

Messebeteiligungen finden Sie unter:<br />

www.prominent.de/de/<br />

Unternehmen/Unternehmen/<br />

Messen-und-Veranstaltungen/<br />

Messen-und-Veranstaltungen.html<br />

J.P. Sauer & Sohn<br />

Maschinenbau GmbH<br />

Brauner Berg 15<br />

24159 Kiel<br />

Tel.: +49 (0)431 3940-0<br />

Fax: +49 (0)431 3940-24<br />

E-Mail: info@sauercompressors.de<br />

Internet: www.sauercompressors.com<br />

Sauer Compressors liefert Mittel- und<br />

Hochdruckkompressoren für Anwendungen<br />

in den Bereichen der allgemeinen Industrie,<br />

Offshore-Industrie und Schifffahrt sowie in<br />

dem Verteidigungssektor. Die modernen<br />

Hubkolbenkompressoren zur Verdichtung von Luft<br />

sowie einer Vielzahl von Gasen erreichen dabei<br />

Drücke von 20 bis 500 bar.<br />

Die Produkmarke SAUER umfasst<br />

Hochdruckverdichter, während HAUG für ölfreie,<br />

trockenlaufende und hermetisch gasdichte<br />

Kompressoren steht.<br />

Eine Übersicht unserer aktuellen<br />

Messebeteiligungen finden Sie auf<br />

unserer Webseite<br />

www.sauercompressors.com<br />

SEEPEX GmbH<br />

Scharnhölzstr. 344<br />

46240 Bottrop<br />

Tel.: +49 (0)2041 996-0<br />

E-Mail: info@seepex.com<br />

Internet: www.seepex.com<br />

SEEPEX gehört zu den weltweit führenden<br />

Spezialisten im Bereich der Pumpentechnologie.<br />

Unser Portfolio umfasst Exzenterschneckenpumpen,<br />

Pumpensysteme und digitale Lösungen.<br />

Unsere Pumpen werden überall dort eingesetzt, wo<br />

niedrig- bis hochviskose, korrosive ober abrasive<br />

Medien pulsationsarm gefördert werden.<br />

Die aktuellen Messebeteiligungen<br />

erhalten Sie auf unserer Webseite<br />

www.seepex.com<br />

SMC Deutschland GmbH<br />

Boschring 13–15<br />

63229 Egelsbach<br />

Tel.: +49 (0) 6103 / 402-0<br />

E-Mail: info.de@smc.com<br />

Internet: www.smc.de<br />

SMC ist weltweit führender Hersteller, Partner<br />

und Lösungsanbieter in der pneumatischen<br />

und elektrischen Automatisierungstechnik.<br />

Unser Portfolio umfasst Sensoren, Aktuatoren,<br />

Kommunikationsmodule, Einzelventile<br />

und Ventilinseln, <strong>Komponenten</strong> für die<br />

Mediensteuerung und Temperaturregelung<br />

sowie Verbindungselemente für die<br />

Industrieautomatisierung. Wir treiben Innovationen<br />

in allen relevanten Technologien voran –<br />

mit besonderem Fokus auf Energieeffizienz.<br />

Messebeteiligungen finden Sie<br />

auf unserer Homepage<br />

www.smc.eu/de-de/<br />

presse-messen/messen<br />

Vogelsang GmbH &Co. KG<br />

Holthöge 10-14<br />

49632 Essen (Oldenburg)<br />

Tel.: +49 (0)5434 83-0<br />

Fax: +49 (0)5434 83-10<br />

E-Mail: germany@vogelsang.info<br />

Internet: www.vogelsang.info<br />

- Drehkolbenpumpen<br />

- Mazeratoren<br />

- Schredder<br />

- Vakuumpumpen<br />

- Biogas Technik<br />

- Agrartechnik<br />

Alle Messebeteiligungen<br />

finden Sie unter:<br />

www.vogelsang.info<br />

139


Markenzeichenregister<br />

Watson-Marlow GmbH<br />

Kurt-Alder-Str. 1<br />

41569 Rommerskirchen<br />

Tel.: +49 (0)2183 4204-0<br />

Fax: +49 (0)2183 82592<br />

E-Mail: info.de@wmfts.com<br />

Internet: www.wmfts.com<br />

Watson-Marlow Pumps: Schlauchpumpen<br />

für Pharmazie, Lebensmittel und industrielle<br />

Anwendungen<br />

Watson-Marlow Tubing: Präzisionsschläuche für<br />

die Verwendung in Schlauchpumpen und für andere<br />

Einsatzgebiete<br />

Bredel Hose Pumps: Hochdruckschlauchpumpen<br />

für größere Volumenströme und Drücke bis 16 bar<br />

Alitea: Peristaltische Lösungen für den Einsatz im<br />

OEM-Geschäft<br />

Flexicon Liquid Filling: Aseptische Abfüll- und<br />

Verschlusssysteme<br />

MasoSine Process Pumps: Produktschonende<br />

Pumpe mit sinusförmigem Rotor für Lebensmittel,<br />

Pharmazie und Chemie<br />

BioPure: Single-Use Schlauchverbindungssysteme<br />

für die Biopharmazie.<br />

ASEPCO: Aseptische Ventile für die<br />

biopharmazeutische Industrie<br />

Aktuelle Informationen zu Messen und<br />

Veranstaltungen finden Sie unter:<br />

www.watson-marlow.com/de-de/<br />

exhibitions/<br />

WOMA GmbH I Kärcher Group<br />

Werthauser Str. 77-79<br />

47226 Duisburg<br />

Tel.: +49 (0)2065 304-0<br />

Fax: +49 (0)20650 304-200<br />

E-Mail: info@woma.karcher.com<br />

Internet: www.woma-group.com<br />

WASSERKRAFT ALS WERKZEUG<br />

• Hochdruck-Plungerpumpen für industrielle<br />

Reinigung und Prozessanwendungen<br />

• Ultra-Hochdruck-Wasserstrahlgeräte<br />

• Hochdruck-Heißwassergeräte<br />

• Wasserwerkzeuge und Zubehöre für den Einsatz<br />

in Industrie und Baugewerbe<br />

• Industrielle Strahlreinigungslösungen<br />

• Service, Wartung und Schulungen<br />

Aktuelle Messetermine und<br />

Veranstaltungen finden Sie unter:<br />

www.woma-group.com<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Zwick Armaturen GmbH<br />

Egerstr. 1 & 25<br />

58256 Ennepetal<br />

Tel.: +49 (0)2333 98565<br />

Fax: +49 (0)2333 98566<br />

E-Mail: info@zwick-armaturen.de<br />

Internet: www.zwick-armaturen.de<br />

Die Zwick Armaturen GmbH, ein seit über 40 Jahren<br />

bestehendes Familienunternehmen, fertigt<br />

Absperrarmaturen, die höchsten Anforderungen<br />

gerecht werden. Das Leistungsspektrum umfasst<br />

metallisch dichtende Absperrklappen der Serie<br />

TRI-CON, Rückschlagklappen der Serie TRI-CHECK<br />

und Double Block and Bleed-Ausführungen der Serie<br />

TRI-BLOCK. Die neuen Serien TRI-TOP und TRI-ENTRY<br />

für LNG-Anwendungen, sowie weitere namenhafte<br />

Serien wie z. B. die Regelarmatur TRI-SHARK,<br />

gehören ebenfalls zum Produktportfolio. Durch die<br />

modulare Bauweise, die besonderen technischen<br />

Merkmale und die Vielzahl der Armaturenserien,<br />

welche in verschiedenen Werkstoffen produziert<br />

werden können, eignen sich die Armaturen für ein<br />

breit gefächertes Anwendungsspektrum.<br />

Bitte besuchen Sie<br />

www.zwick-armaturen.de<br />

für weitere Informationen<br />

140

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!