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05

Ausgabe 641 · 52. Jahrgang

© Antonia Peters

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2 Das Stadtgespräch


1 Eine Visualisierung des angedachten Colani-Centers auf dem Bahnhofsvorplatz

Nicht noch einmal eine Chance für

Rheda- Wiedenbrück aus der Hand geben

Errichtung eines Colani-Design-Centers

Am 20. März 2026 hat die neu

gegründete Colani-Initiative

Rheda einen Bürgerantrag

zur Errichtung eines Colani-Design-Centers

gestellt. Das Center

soll dem Werk und der visionären

Gestaltungsidee des Designers Luigi

Colani gewidmet sein. Seine organische

Formensprache und sein futuristisches

Denken haben in der internationalen

Designerwelt einen bleibenden

Eindruck hinterlassen. Das

Interesse an seinem Werk ist nach

wie vor sehr groß. Das wurde im letzten

Jahr durch die viermonatige Colani-Ausstellung

im Herforder MAR-

TA-Museum deutlich, zu der 40.000

Besucher aus nah und fern kamen.

Die Initiative plant als Domizil einen

architektonischen Blickfang. Er soll

seinen Platz an dem herausragenden

Ort vor dem Bahnhof Rheda finden.

Die Formensprache des angedachten

Gebäudes knüpft an die Architektur

des weltbekannten Designers an.

Sie erinnert an das viel beachtete

sogenannte »Colani-Ei« in Lünen.

Es setzt bis heute ein klares Zeichen

für Innovation und Zukunftsdenken.

Das Center ist konzipiert für mehre-

re Funktionen: Als Ausstellungsraum

soll es u. a. Exponate des hiesigen

Colani-Experten Hans Schalück präsentieren.

Seine Sammlung von über

1000 Originalstücken ist derzeit am

sicheren Ort eingelagert. Er verfügt

dort ebenfalls über die für eine Präsentation

erforderlichen Ausstellungsvitrinen.

Zugleich versteht sich

das Center als ein Institut für den

Design-Nachwuchs. Ziel ist es, junge

Talente auszubilden, zu fördern und

ihnen die Prinzipien eines ganzheitlichen,

visionären Designs zu vermitteln

– ganz im Sinne Colanis.

Design-Workshops und Bildungsangebote,

wie u. a. Programme für

Firmen, Schulen, Jugendliche und

Studenten zu Kreativität, Technik

und Gestaltung sowie Vorträge und

Designkonferenzen, Zukunftsforen,

Innovationsveranstaltungen sowie

Kooperationen mit Hochschulen

und Unternehmen können weitere

Themen des Centers sein.

Mit ihm soll ein Ort geschaffen

werden, an dem die Ideen von morgen

entstehen können. Zugleich soll

es auch die Position Rheda-Wiedenbrücks

als innovativen Designstandort

und der Inspiration stärken. Der

exponierte Standort vor dem Bahnhof

ist von der Initiative bewusst

gewählt worden. Er entspricht der

Bedeutung des weltbekannten Designers

für Rheda. Er lebte über zehn

Jahre in dieser Stadt. Hier prägte er

maßgeblich die Entwicklung des Industrie-Designs.

In Zusammenarbeit

mit renommierten Möbelherstellern

wie Lübke KG, COR, interlübke und

Kinderlübke entwickelte er seine

gestalterischen Ansätze weiter und

machte Design zu einem Markenzeichen

Rheda-Wiedenbrücks und

der Region. In dieser hochkreativen

Phase entstand auch sein visionäres

Werk »YLEM« – die sogenannte »Bibel«

des Designs. Sie steht beispielhaft

für Colanis experimentellen und

zukunftsweisenden Gestaltungsansatz.

In dieser Zeit erfand der Designer

beispielsweise den Windabweiser

für Fahrzeuge und entwickelte

ein fahrtüchtiges 1-Liter-Auto.

Das Colani-Design-Center würde

ein Alleinstellungsmerkmal für

Rheda-Wiedenbrück darstellen. Es

könnte die Stadt als kreativen und

innovativen Standort profilieren.

Seine Strahlkraft dürfte Besuchende

aus ganz Deutschland und darüber

hinaus anziehen. Es wird ein

attraktiver Ort mit kultureller und

touristischer Anziehungskraft, ein

Treffpunkt zum Austausch in einem

innovativen Café.

Kosten und

Finanzierungen

Finanzierungselemente werden u.

a. Sponsorengelder sein. In dieser

Hinsicht haben schon interessierte

Unternehmen mit der Colani-Initiative

Kontakt aufgenommen. Ebenfalls

Fördergelder aus dem Landesprogramm

»Zukunftsfähige Innenstädte

und Ortszentren« und Gelder einer

noch zu gründenden Genossenschaft

(Vorbild Kloster) sind weitere

Finanzierungselemente. Der Beitrag

der Stadt Rheda-Wiedenbrück wäre

lediglich eine Zur-Verfügung-Stellung

des Grundstücks, so die Initiative.

Die Betriebskosten gilt es zu minimieren;

z.B. durch energiesparende

und energieerzeugende Techniken

(PV, Wärmepumpen), moderne und

futuristische Reinigungstechnik. Die

anfallenden Betriebskosten können

Das Stadtgespräch

3


1 Das Colani-Ei von Lünen Foto: Stadt Lünen, Fotograf: Golz

1 Ein Selbstbildnis von Colani

durch Eintrittsgelder und Einnahmen

der oben beschriebenen Nutzungen

erwirtschaftet werden. Auch ein

bürgerschaftliches. ehrenamtliches

Engagement wird eine Kostenreduzierung

bewirken.

Antrag

Die Colani-Initiative bittet in ihrem

Bürgerantrag u. a. die grundsätzliche

Machbarkeit eines Colani-Museums

auf dem Bahnhofsvorplatz und die

Bereitstellung des Grundstückes

sowie eine mögliche Förderung und

eine mögliche Kooperation mit Stiftungen

und Designnetzwerken zu

prüfen.

Rückblick

Mit dem Colani-Center bietet sich

nach 35 Jahren für Rheda-Wiedenbrück

abermals eine großartige

Chance sich mit einem attraktiven

Alleinstellungsmerkmal zu profilieren,

sich als kreativen und innovativen

Standort zu positionieren.

Vor zwei Generationen hatte

Rheda-Wiedenbrück diese einmalige

Gelegenheit vertan, als Rat und

Verwaltung dem Projekt »Globe« die

Rote Karte zeigten: »Wir bekommen

keine Fördergelder«, »Wir haben

doch das Reethus!«, hießen damals

einige Argumente, die das Vorhaben

zu Fall brachten.

Seit 1991 steht die maßstabsgetreue

Verkleinerung von Shakespeares

Londoner Globe-Theater

mit 500 Sitzplätzen auf der Neusser

Rennbahn. Dort findet alljährlich

im Frühsommer das einzigartige

Shakespeare-Festival statt. Fans der

Stücke des englischen Dichters pilgern

aus ganz Deutschland an den

Rhein. Sie lassen sich gerne von der

Atmosphäre dieses Theaterbaus inspirieren.

Dieses wurde zur Landesgartenschau

1988 in Rheda-Wiedenbrück

nach einer Idee von Reinhard

Schiele, Regisseur und Schauspieler,

sowie Dozent für Theater und Bühnenbildgestaltung

an der Universität

Bochum, seinerzeit Leiter des Schlosstheaters

Overhagen, konzipiert und

getreu dem historischen Vorbild

aus Holz und zudem für eine mobile

Nutzung gebaut. Dieses völlig

neue Theater-Baukonzept musste

aufgrund der damals kurz darauf geänderten

Feuerschutzvorschriften in

eine Stahlträger-Belegplatten-Konstruktion

geändert werden, die dann

den »Deutschen Stahlbaupreis«

gewann. Die Inszenierungen während

der LGS auf dem damals noch

unbebauten Wiesengelände unweit

der Kreissparkasse waren beim Publikum

sehr erfolgreich. Sie fanden

auch international viel Beachtung.

Als es nach der LGS keine weitere institutionelle

Förderung gab, blieb das

Theater zwei Jahre lang ungenutzt,

bis die Stadt Neuss und die »Neusser

Gemeinnütziger Bauverein AG«

das Gebäude »wieder wachküssten«.

Dieses Engagement fehlte in Rheda-Wiedenbrück.

Seitdem pilgern

alljährlich tausende Fans zum GLOBE

Theatre nach Neuss, um die auf der

Bühne zum Greifen nahen Akteure

zu erleben. Das Shakespeare-Festival

bietet ein jährlich wechselndes Programm

mit bis zu 30 Aufführungen,

die ungefähr 15.000 Besuchende

anziehen. Erreicht wird eine Platzauslastung

von 90 %.

Ergo

Wir sollten die Chance nutzen, die

sich mit dem angestrebten Colani-Center

in Rheda bietet. Der hundertste

Geburtstag am 2. August

2028 des am 16, September 2019

verstorbenen weltweit tätigen Designers

und Querdenkers könnte dafür

den Anlass bieten.

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4 Das Stadtgespräch


Schiedspersonen in

Rheda-Wiedenbrück

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Die Position der Ersten sowie der stellvertretenden Schiedsperson in

Rheda-Wiedenbrück wird im Herbst 2026 vakant. Daher sucht die

Stadt Frauen und Männer, die sich für diese ehrenamtliche Aufgabe

interessieren.

Die Schiedspersonen werden vom Rat der Stadt für die Dauer von fünf

Jahren gewählt und anschließend von der Leitung des Amtsgerichts bestätigt

und vereidigt. Eine juristische Vorbildung ist nicht erforderlich, gefragt sind

vielmehr gesunder Menschenverstand, ein ausgeprägtes Rechtsempfinden,

die Fähigkeit zuzuhören sowie zum Ausgleich und zur Vermittlung, Freude

und Geschick an und in der Verhandlungsführung sowie Verschwiegenheit.

Kern der Schiedsamtstätigkeit ist die außergerichtliche Streit schlichtung.

Unter dem Leitsatz »Schlichten statt richten« vermittelt die Schiedsperson

unparteiisch in vielfältigen Konfliktsituationen, um zu einer für alle Beteiligten

akzeptablen, rechtsverbindlichen Vereinbarung zu gelangen. Um zu

vermeiden, dass bereits kleinste Anlässe zu gerichtlichen Auseinandersetzungen

führen, ist in einigen Streitfällen der Gang zum Schiedsamt gesetzlich

vorgeschrieben, bevor Klage bei Gericht erhoben werden kann. Darüber

hinaus steht das Schiedsamt Ratsuchenden zur Verfügung, in denen das

außergerichtliche Schlichtungsverfahren nicht obligatorisch ist.

Die Schiedspersonen unterstehen dienstlich und fachlich dem Amtsgericht.

Für den organisatorischen Part ist die Stadt Rheda-Wiedenbrück

zuständig, sie stellt den Schiedspersonen einen separaten Dienstraum im

Rathaus mit den notwendigen Arbeitsmitteln zur Verfügung und trägt die

Kosten für spezielle Einführungs- wie auch regelmäßige Fortbildungslehrgänge

in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Schiedsmänner und

Schiedsfrauen e. V.

Das Schiedsamt kann ausüben, wer »nach seiner Persönlichkeit und

seinen Fähigkeiten für das Amt geeignet« ist. Davon ausgeschlossen ist, wer

»die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt« oder »unter

Betreuung steht«. Zudem sollen Schiedspersonen mindestens fünfundzwanzig,

aber nicht älter als fünfundsiebzig Jahre sein, in Rheda-Wiedenbrück

wohnen und nicht »durch gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über

ihr Vermögen beschränkt sein«.

Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bis Freitag, 8. Mai 2026 bei der

Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück bewerben.

Das Bewerbungsformular kann unter www.rheda-wiedenbrueck.de/

schiedsamt heruntergeladen werden. Dort ist auch die Infobroschüre »Das

Schiedsamt« des Justizministeriums NRW zu finden. Bewerbungsformulare

sind zudem im Rathaus Rheda an der Infotheke sowie im Historischen

Rathaus Wiedenbrück erhältlich. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau

Bussemas, Tel. 05242/963-252, E-Mail: Ina. Bussemas@rh-wd.de, gern zur

Verfügung. Vertiefende Auskünfte zum Thema Schiedsamt erhalten die Bewerberinnen

und Bewerber bei einem Informationsabend am Dienstag, 9.

Juni 2026, im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses Rheda. Dort erhalten sie

auch eine Wahlannahmeerklärung für den Fall, dass sie in der Ratssitzung

nach der Sommerpause gewählt werden möchten. Für die Rückgabe besteht

eine Frist von zwei Wochen. In der Oktober-Ratssitzung wird dann voraussichtlich

die eigentliche Wahl erfolgen. Im Anschluss werden die neuen

Schiedsleute durch das Amtsgericht bestätigt und vereidigt.

Das Stadtgespräch

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5


Missbrauchsbetroffene

erhalten Gesicht

und Stimme

Studie zum sexuellen Missbrauch

im A2 Forum diskutiert

Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Studie zum sexuellen

Missbrauch hatte das Erzbistum Paderborn nach

den Regionalveranstaltungen in Dortmund und Schmallenberg

nach Rheda-Wiedenbrück eingeladen. Über 250 Interessierte

kamen dort am 17. März in das A2 Forum. Der Besuch der Teilnehmenden

der dritten Veranstaltung war geprägt von einem starken Informationsbedürfnis

und konkreten Nachfragen sowie Erwartungen an

einen nachhaltigen Kulturwandel der Kirche. Aus dem Publikum wurde

neben Kritik und Skepsis auch der Wunsch nach Transparenz, Verlässlichkeit

und weiterer Aufklärung formuliert. Die Studie sei nicht das

Ende des Weges, sondern erst der Anfang. Unter der Leitung von Dirk

Lankowski suchten Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Generalvikar Dr.

Michael Bredeck, der Inventionsbeauftragte Thomas Wendland und

Betroffenenvertreter Reinhold Harnisch bewusst den direkten Dialog.

Harnisch sagte, vor fünf Jahren hätte er noch nicht so offen über den

erfahrenen Missbrauch sprechen können. Die nachfolgenden Darlegungen

beziehen sich auf die Veranstaltung in Rheda-Wiedenbrück

und auf Presseveröffentlichungen.

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Vom Betroffenen zum Betroffenenvertreter

Der Täter, Walter Salmen, Leiter des Paderborner Domchores von 1962 bis

1967, war bei der Ausübung seiner sexuellen Gewalt geschickt, berichtete

mit bewegter Stimme der 1955 in Paderborn geborene betroffene

Reinhold Harnisch, heute einer der Betroffenenvertreter im Erzbistum.

Der prominente und sehr angesehene Dirigent wählte für seine Taten

stets Einzelsituationen, also etwa im Einzelunterricht während der Gesangsausbildung.

Einblick in traumatische Kindheitserlebnisse

Zudem hatte Salmen den damaligen Chorsänger zwischen dem siebten

und zehnten damit getriggert, dass er nach entsprechender Ausbildung

die erste Sopranstimme und Solos singen dürfe. Für Harnisch wäre das

eine besondere Auszeichnung gewesen. Gehörte er doch seinerzeit nicht

zu denen, die normalerweise im Domchor waren, wie die Söhne von

Geschäftsleuten.

Mit anderen Chormitgliedern traute er sich nicht über die erlittenen

Verbrechen zu sprechen, weil von Salmen eine permanente erhebliche

Bedrohung ausging. Jedes Fehlverhalten wurde mit Schlägen geahndet.

Einmal habe Harnisch dem Arzt gesagt, er sei beim Fahrradfahren auf

die Stange gefallen. Das hatte er akzeptiert, obwohl er eigentlich hätte

sehen müssen, dass die Verletzung so nicht entstanden sein konnte.

»Alle haben weggeschaut. Das passte wohl einfach nicht in den Duktus

des damaligen Zeitgeschehens und Obrigkeitsdenkens.«

Auch mit seinen Eltern konnte er nicht sprechen. In den 1960er Jahren

war Sexualität eher ein Tabuthema, sowohl in der Familie als auch

in der Gesellschaft. Letztlich ging man auch davon aus, dass die Kirche

ein sicherer Ort für Kinder war.

6 Das Stadtgespräch


1 Reinhold Harnisch bei der Gedenkstunde im Dom am 18. November 2025

Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

1 Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bei der Gedenkstunde am 18. November 2025

Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

»Diese Jahre im Domchor waren für mich wirklich ein Martyrium«,

blickte der heute siebzigjährige Reinhard Harnisch zurück. »Ich habe

zum Teil Todesängste ausgestanden und gedacht: Jetzt stirbst du. Ich

wusste gar nicht, was mir passierte. Albträume aus diesen Situationen

haben mich mein Leben lang verfolgt.«

Als der von Salmen durchgeführte Missbrauch an jungen Mitgliedern

des Chores 1967 öffentlich wurde, gab es einen ziemlichen Skandal. Bis

dahin hatte niemand wahrhaben wollen, dass in dem Bereich so etwas

passieren könnte. Es hat niemanden gekümmert, es wurde vertuscht und

verschwiegen. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wurde nicht geführt.

Wie ein Täter behandelt

Für Reinhard Harnisch aber endete abrupt die Zeit im Domchor. »Es hieß

einfach: Du gehst da nicht mehr hin! Erklärt wurde mir nichts. Natürlich

schnappte er einzelne Fetzen aus den Gesprächen der Erwachsenen auf,

aber mehr nicht. Dann kam der ominöse Tag, an dem seine Mutter ihn

zur Polizei schleppte – offensichtlich vermutete sie doch etwas. Da saß

ihm dann ein großer Polizist gegenüber. Er schickte seine Mutter raus

und sagte dann bedrohlich zu ihm: »Jetzt reden wir mal. Du weißt ja,

dass du im Heim landest, wenn du etwas angestellt hast oder Schweinereien

gemacht hast«. Von da an habe er nichts mehr gesagt. Er wurde

behandelt, als sei er der Täter, so Harnisch.

Erschüttert war er, als er später erfuhr, dass der 1998 gestorbene

Dirigent nach der ersten Verurteilung durch das Bistum versetzt

wurde und dann weitere Straftaten begangen hatte. Die Kirche hatte

auch in Harnischs Fall den Täter

geschützt und den Betroffenen

nicht die geringste Aufmerksamkeit

gewidmet. Sein Verhältnis

zur katholischen Kirche zerbrach.

Er sei Christ und könne Christsein

und katholische Kirche trennen,

war sein Credo. Dennoch gab es

immer wieder Ereignisse, die ihn

zutiefst aufwühlten: Wenn er z. B.

bestimmte Fenster am Dom sah,

wusste er, welche Hölle sich dahinter

verborgen hatte.

Der Missbrauch stellte

das Leben von Harnisch

auf den Kopf

Der Missbrauch beeinflusste sein

weiteres Leben: Das Erlebte warf

ihn damals vollständig aus der

Am 10.05. ist

Muttertag!

Bahn. Natürlich gab es noch weitere Umstände, aber es hat dazu geführt,

dass er seine Schullaufbahn nicht so wie geplant fortsetzen konnte,

wie er das wollte und wie es für ihn richtig gewesen wäre. »So hat der

Missbrauch mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Ich habe 25 Jahre

gebraucht, um nach einem berufsbegleitenden Studium da anzukommen,

wo ich nach einer geplanten Schullaufbahn und Studium sehr viel

früher angekommen wäre«, berichtete Harnisch. Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt

war von 2000 bis 2019 Geschäftsführer eines großen

kommunalen IT-Dienstleisters und stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister

e. V. mit Sitz in Berlin. Danach arbeitete er freiberuflich als Coach und

Unternehmensberater. Als Sprecher der Betroffenenvertretung im Erzbistum

Paderborn ist er auch Mitglied der Aufarbeitungskommission,

deren Einrichtung alle Diözesen mit dem unabhängigen Beauftragten

der Bundesregierung vereinbart hatten.

Harnisch verdrängt das erlebte Martyrium

Lange Zeit gelang es Harnisch das als Kind Erlebte zu verdrängen. Nach

Jahrzehnten des Schweigens fiel ihm die Erinnerung an den erlittenen

Missbrauch auf die Füße. »Als der Aufruf von der Universität kam, an

der Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn während der Jahre

1941 bis 2002 mitzuarbeiten, sah ich für mich einen Weg, mit den Erinnerungen

umzugehen. Ich habe ein sehr langes und sehr ausführliches

Gespräch mit der Ansprechpartnerin der Studie, Dr. des. Christine Hartig

geführt und darin viele Informationen bekommen. Sie führte Gespräche

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Das Stadtgespräch

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sehr vertraulich und einfühlsam. Bis dahin dachte ich, ich sei ein Einzelfall.

Sie hat mir empfohlen, den Antrag auf Anerkennung des Leids

zu stellen und Kontakt zur Interventionsstelle zu suchen. »Mit Thomas

Wendland, dem Interventionsbeauftragten, haben wir die glückliche

Konstellation, dass wir uns auf einer menschlichen Ebene vertrauensvoll

begegnen können. Insofern konnte ich nach mehreren Anläufen meine

Erlebnisse in Gänze rekapitulieren. Dennoch hat es eine ganze Weile

gedauert, bis ich die ganze Tragweite aussprechen und mir selbst eingestehen

konnte. Erst als ich den Antrag formuliert habe, konnte ich zum

ersten Mal mit meiner Frau – nach fast 50 gemeinsamen Jahren – über

das Erlittene sprechen«, so Harnisch.

Betroffene sehen sich nicht als Opfer

Als Opfer wollte er – wie viele andere auch – nicht bezeichnet werden.

Ein Opfer ist das Resultat einer Erniedrigung. »Viele von uns haben sich

– trotz der einschneiden Erlebnisse – aus dieser Rolle herausgekämpft

und ihr Leben in den Griff bekommen. Bei anderen sind die Lebenswege

tragisch verlaufen, sie sind nie aus der Traumatisierung herausgekommen.

Eines eint die Betroffenen: »Niemand soll jemals mehr etwas mit

uns machen, was wir nicht wollen«.

Die Betroffenen schließen sich zusammen

Anfang 2022 kam zu einem ersten Treffen der Betroffenen, das Harnisch

und Heinz Sprenger organisiert hatten, heißt es in einem von Claudia

Auffenberg und Andreas Wiedenhaus geführten Interview, das im DOM

veröffentlicht worden ist. Die beiden Einladenden wurden dann auch als

Sprecher der Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn gewählt.

»Es gibt viele betroffene Menschen, die über ihr Leid nicht reden können

oder wollen oder die traumatisiert sind. Das hat mich motiviert,

mich zu engagieren«, so Harnisch. Die Frühjahrs-Vollversammlung der

Deutschen Bischofskonferenz hatte am 3. März 2020 Bischöfe dazu verpflichtet,

Betroffene strukturell an der Aufarbeitung des Missbrauchs zu

beteiligen. Als Prioritäten der Arbeit in Paderborn stand als wichtigstes

Thema die Prävention, an zweiter Stelle die vollständige Aufarbeitung

und drittens der Umgang der auf Bundesebene angesiedelten unabhängigen

Kommission. mit den Anträgen auf Anerkennung. »Sie verlangt

Detailinformationen der Verbrechen von den Betroffenen, was immer

wieder alte Wunden aufreißt. Wenn dann nach frühestens eineinhalb

Jahren ein lapidarer Bescheid eintrifft: »Sie erhalten die Summe X. Die

Kommission nimmt Anteil an Ihrem Leid.« – sind viele erst mal tief verletzt.

Man erfährt aber nicht, warum welche Summe festgesetzt wurde.

Man kann das nur als Willkür und Unfähigkeit zur persönlichen Einlassung

deuten«, sagte Harnisch. Und weiter: »Das Geld ist nicht für alle

8 Das Stadtgespräch


1 Mahnmal für die Missbrauchsopfer in der Brigidenkapelle

Foto: Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

entscheidend, aber für viele wichtig. Manche bekommen auch durch

den Stil des Schreibens das Gefühl, dass der Missbrauch der Prostitution

gleichgestellt wird: Jetzt werde ich im Nahhinein noch dafür bezahlt«,

berichten Betroffenen ihrer Vertretung.

Und noch eine Botschaft hatte Harnisch für die Anwesenden im

A2 Forum: »Keiner sollte nach der Vorlage der Studie sich aufgerufen

fühlen, jetzt die Kirche zu verlassen. Wenn wir Veränderungen wollen,

müssen alle mitmachen«.

Studie zum Missbrauch im Erzbistum

Die Universität Paderborn hatte am 12. März 2026 die Ergebnisse zur

unabhängigen historischen Untersuchung der sexuellen Gewalt an Minderjährigen

im Erzbistum Paderborn vorgestellt. Sie hatte die umfangreiche,

gut 700 Seiten starke Studie zu den Amtszeiten der Erzbischöfe

Jaeger und Degenhardt (1941-2002) zwischen 2020 und 2026 erarbeitet.

Fast 500 Kinder und Jugendliche im Erzbistum Paderborn

missbraucht

Die Studie ermittelt für den Untersuchungszeitraum von 1941 bis 2002

insgesamt Hinweise auf 489 Betroffene von sexueller Gewalt durch Kleriker

im Erzbistum Paderborn, berichtete Generalvikar Dr. Michael Bredeck.

Fallzahlen

Die Gesamtzahl lässt sich auf die Amtszeiten der beiden untersuchten

Erzbischöfe wie folgt aufteilen: Hinweise auf 316 Betroffene bei 144 beschuldigten

Geistlichen in der Amtszeit von Erzbischof Lorenz Jaeger

(1941–1973) und auf 195 Betroffene bei 98 beschuldigten Geistlichen in der

1 Der Betroffenenvertreter Reinhard Harnisch im A2 Forum.

Amtszeit von Erzbischof Johannes Degenhardt (1974–2002). Da es Kleriker

gibt, zu denen aus beiden Amtszeiten Beschuldigungen vorliegen,

ist die addierte Zahl der Betroffenen etwas höher als die Gesamtzahl

von 489. Die Differenz zu den bisher bekannten Fallzahlen aus der 2018

veröffentlichten MHG-Studie auf der Datengrundlage bis 2014 ergibt

sich aus neuen Meldungen und aufgrund verbesserter Meldestrukturen,

Intervention und Sensibilisierung. Die Zahlen werden seit 2019 jährlich

transparent kommuniziert.

Ein zweiter Teil der Studie deckt die Amtszeit von Erzbischof Hans-Josef

Becker (2003–2022) ab. Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr

erwartet.

Das mit der Erstellung beauftragte Forschungsteam der Universität

Paderborn arbeitete weisungsunabhängig, hatte freien Zugang zu allen

Akten und erhielt keinerlei Vorgaben zu Fragestellung, Methodik oder

Veröffentlichung. Es recherchierte mehrere tausend Personal- und Sachakten

des Erzbistums und führte rund 80 Interviews mit Betroffenen,

Zeitzeugen und Mitarbeitenden im Generalvikariat.

Wie das Erzbistum mit den Vorwürfen sexuellen

Missbrauchs umging

Der Umgang mit den Beschuldigten und Betroffenen während der beiden

Amtszeiten sowie die strukturellen Bedingungen der Priesterausbildung

in Paderborn:

Institutionelles Versagen

Die beiden Bischöfe wussten von Beschuldigungen, verstanden die

sexuelle Gewalt aber oft eher als »Fehltritt« oder rein disziplinarische

Das Stadtgespräch

9


1 (V. l.) Moderator Dirk Lankowski, Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Erzbischof Dr.

Udo Markus Bentz, Interventionsbeauftragter Thomas Wendland, Vorsitzender der

Betroffenenvertretung, Reinhold Harnisch Foto: Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

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Beschwerte. Im Vordergrund stand die Abwehr von Skandalen. Ein aktives

Eingreifen der Bistumsleitung, beispielsweise durch die Einbestellung

der Beschuldigten, erfolgte zumeist erst, wenn polizeiliche

Ermittlungen oder öffentliche Skandale drohten. Die Bistumsleitung

suchte »konsensuale Lösungen«, setzte Betroffene unter Druck und

verhinderte aktiv Strafanzeigen bei staatlichen Behörden. Es ging nicht

um den Schutz der Betroffenen. Im Blickpunkt stand alleine die Fürsorge

für beschuldigte Mitbrüder. Beschuldigte Priester wurden oft

unter dem Vorwand von »Krankheit« stillschweigend versetzt, z. B.

in Klöster oder Heime. Sie verblieben ohne echte Schutzauflagen für

Dritte im pastoralen Dienst.

Ab den 1960er ersetzten Therapie und geistliche Einkehr Sanktionen.

Die Beschuldigten wurden entsühnt und resozialisiert. Sexuelle Gewalt

an Kindern und Jugendlichen wurde in Gutachten oft als »einmalige

Entgleisung«, »Reifungsschwäche« oder »situative Ersatzhandlung«

aufgrund des Zölibats verharmlost.

Keine klare Zuständigkeit mit sexuellem Missbrauch

Lange Zeit gab es im Generalvikariat keine klaren Zuständigkeiten für

den Umgang mit sexuellem Missbrauch. Die Bistumsspitze schloss

weitere Leitungsverantwortliche systematisch vom Wissen über beschuldigte

Priester aus.

Erst durch die Leitlinien der Bischofskonferenz und das Motu Proprio

(SST) von 2001 wurden verbindliche Strukturen geschaffen.

Sprachlosigkeit, Sexualmoral

Bei Kindern und Jugendlichen aus dem stark katholischen Milieu

der 1950er bis 1970er Jahre galten schon »unkeusche Gedanken« als

schwere Sünde. Die von sexueller Gewalt Betroffenen empfanden oft

tiefe eigene Schuld und Scham für den an ihnen verübten Missbrauch.

Priester nutzten das Messdienerwesen, die Jugendarbeit, Freizeiten,

Heime und insbesondere die Beichte systematisch als Zugangs- und

Anbahnungsorte aus. Zudem wurde Betroffenen glaubhaft gemacht,

dass Priester als unantastbare Autoritäten über jeden Zweifel erhaben

seien. Die Loyalität vieler Gemeindemitglieder, Lehrer und Bystander

galt in erster Linie dem Priester und der eigenen Institution, nicht

den Betroffenen. Familien, die Vorwürfe öffentlich machten, erlebten

oft einen kompletten Zusammenbruch ihres sozialen Netzwerks und

massive Ächtung, besonders im dörflichen Umfeld.

10 Das Stadtgespräch


1 (V. l.) Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Interventionsbeauftragter Thomas Wendland,

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Birgit Cirullies, Vorsitzende der Unabhängigen

Aufarbeitungskommission im Erzbistum Paderborn, Generalvikar Thomas

Dornseifer.

Foto: Erzbistum Paderborn

1 (V. l.) Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Generalvikar Thomas Dornseifer, Vorsitzender

der Betroffenenvertretung, Reinhold Harnisch.

Foto: Erzbistum Paderborn

Einordnung der Studie durch die Bistumsleitung

Das Erzbistum Paderborn ordnete die Studienergebnisse unmittelbar am

Tag nach der Veröffentlichung im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam

mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung erstmals öffentlich

ein. Die Studie zeige mit neuer Deutlichkeit, dass es nicht nur um ein

individuelles Fehlverhalten einzelner Täter gehe, sondern auch um ein

institutionelles Versagen, erklärte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, der

seit 2024 im Amt ist. Die Betroffenen hätten ein Recht auf diese Wahrheiten,

betont der Erzbischof.

Leid wurde verursacht. Der Umgang damit durch die Verantwortlichen

und die Erfahrung, allein gelassen worden zu sein, habe das Leid

verschlimmert, so Dr. Bentz.

Es treibe ihn um, dass Priester und andere kirchliche Mitarbeitende

Menschen, die ihnen anvertraut waren, so verletzen konnten, dass Verantwortlichen

vielfach nicht mit Konsequenz und Betroffenen nicht mit echter

Hinwendung begegnet worden sei, äußerte sich der Erzbischof bewegt.

Bitte um Verzeihung

Es sei ihm persönlich wichtig, im Namen der Kirche von Paderborn um

Verzeihung zu bitten, auch wenn er wisse, dass die Kirche sich nicht von

allen Betroffenen Verzeihung erhoffen könne. Schon bei seiner Vorstellung

als neuer Erzbischof im Dezember 2023 hat er in seinen ersten Worten

betont, dass er sich wie schon in Mainz als Generalvikar auch hier das

Thema sexualisierte Gewalt in der Kirche zu den obersten Prioritäten seiner

Aufgaben als Erzbischof machen werde. Dazu stehe er. Der Erzbischof rief

weitere Betroffene sexualisierter Gewalt auf, sich zu melden.

Die Studie werde ihm helfen, sich mit allen Facetten dieser Geschichte

auseinanderzusetzen und von der Erzdiözese und von der unabhängigen

Aufarbeitungskommission unter Leitung von Oberstaatsanwältin Birgit

Cerullies durchgearbeitet. Zudem geschehe die Aufarbeitung durch die

Arbeit der Interventionsstelle – alles in Zusammenarbeit mit der Betroffenenvertretung.

Harnisch: »Wir begegnen uns als Menschen und nicht als

Betroffene und Kleriker, sondern als Menschen in dieser Kirche«.

Aufarbeitung des Missbrauchs

Der Erzbischof betonte, dass die Erkenntnisse der Studie mit dem bisherigen

Weg der Aufarbeitung kritisch abgeglichen werden. Überall dort, wo es

erforderlich wird, würden neue Schritte gegangen. Aufarbeitung, Prävention

und ein Kulturwandel seien eine gemeinsame Verpflichtung auf allen

Ebenen des Erzbistums, auch und gerade in der Leitung, so der Erzbischof.

Der Interventionsbeauftragte des Erzbistums, Thomas Wendland, ergänzte,

dass gegen den früheren Erzbischof Jaeger ein Vorwurf und drei

Vorwürfe gegen Erzbischof Degenhardt vorlägen, in einem Fall würden

beide als Beschuldigte genannt. Alle Hinweise würden durch die Interventionsstelle

des Erzbistums geprüft. Bereits in den zurückliegenden Monaten

durchgeführte Recherchen hätten nicht zu belastenden Ergebnissen

geführt. Zu der deutlichen Steigerung der Zahlen von Beschuldigten und

Betroffenen seit der MHG-Studie sagte der Interventionsbeauftragte, dass

heute mehr Betroffene als früher den Mut fänden, sich zu melden.

Harnisch unterstrich, dass die Studie den Betroffenen ein Stück Würde

zurückgegeben habe, bestätige sie doch, dass sie die Wahrheit gesagt

hätten. Die Bitte des Erzbischofs um Verzeihung habe er »gerne gehört«.

Er betonte, dass die Betroffenenvertretung konstruktive Gespräche mit

dem Erzbistum führe – gelegentlich hart in der Sache, immer jedoch fair

im Umgang miteinander. Hoffnung mache ihm, dass sich bereits kurz nach

der Veröffentlichung der Studie weitere Betroffene gemeldet hätten.Kem

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Das Stadtgespräch

11


1 Glückwünsche zu den Beförderungen: Markus Wallmeyer (Oberst), Kai Wixmerten (Hauptmann), Beate Peters (Oberleutnant), Daniel Ewers (Leutnant), Michael Erlenkötter

(Feldwebel), Lisa Busch (Königin), Markus Grundkötter (Major)

Wiedenbrücker Schützen

richten den

Blick nach vorne

Jahreshauptversammlung des St. Sebastian

Bürgerschützenvereins

Der Wiedenbrücker St. Sebastian Bürgerschützenverein hatte sich

im Piushaus zur Jahreshauptversammlung getroffen und dabei

den Blick nach vorne gerichtet.

Die nächsten Termine seien u. a. am Piushaus der »Tanz in den Mai«

ab 18 Uhr sowie der Radlertreff am 1.5. ab 11 Uhr, am 9. und 10.5. das Bezirksschützenfest

in Langenberg, das 534. Schützenfest in Wiedenbrück

vom 31.7. bis 2.8. und das Stadtschützenfest rund um die Stadthalle am

5.9. Ausrichter der alle vier Jahre stattfindenden Veranstaltung ist der St.

Sebastian Bürgerschützenverein, gab Oberst Markus Wallmeyer bekannt

und unterstrich damit einmal mehr das vorausschauende Denken des

über 500 Jahre jungen Vereins. Sein Dank galt allen Aktiven, die sich für

ihre Schützenbruderschaft einbringen sowie allen, die »uns finanziell

unterstützen«. Besonders freute er sich, dass er Präses Reinhard Edeler

begrüßen konnte, der nach langer Erkrankung von den Anwesenden

mit Sonderbeifall bedacht wurde. Als sehr wichtig für die Zukunft des

Schützenvereins würdigte der Oberst die neue Kinderkompanie.

Bürgermeister Theo Mettenborg stellte in seinem Grußwort heraus,

dass der Sebastian Bürgerschützenverein ein Synonym für Heimatverbundenheit,

Kameradschaft und ehrenamtliches Engagement mit einer

außergewöhnlich langen Tradition sei.

Geschäftsführer Marc Michel blickte in seinem sprichwörtlich 20

Minuten und 7 Sekunden dauernden Jahresbericht auf ein spannendes

Schützenjahr 2025/26 mit zahlreichen Highlights zurück.

Die Schießabteilung berichtete über die aktuellen Übungen und

Meisterschaften.

Der stv. Schatzmeister Stefan Schlepphorst musste leider »ein bisschen

Wasser in den Wein gießen«. Die Zahl der Mitglieder in der Bruderschaft

sei mit nunmehr 666 Schützinnen und Schützen im Vergleich

zu den Vorjahren weiter rückläufig. Schlepphorst freute sich, dass er

dennoch eine stabile Kassenlage präsentieren konnte. Möglich wurde

dies durch Zuschüsse von Sponsoren und durch die veranstalteten gewinnbringenden

Events. Schlepphorst: »Wir suchen weitere Ideen für

diese Veranstaltungen«. Der von Kassenprüfer Stefan Renpening beantragten

Entlastung des Vorstandes folgte die Veranstaltung einstimmig.

Schlepphorsts besonderer Dank galt Tanja Hammelbeck. Sie hatte

das Amt der Schatzmeisterin niedergelegt. Die Versammlung wählte ihn

mit einstimmigem Votum zu ihrem Nachfolger.

Über ein einmütiges Vertrauen bei den von Major Grundkötter

geleiteten Beförderungen und Bestätigungen konnten sich ebenfalls

Kompaniechef Hauptmann Kai Wixmerten und das komplette Team

des Vorstandes der 2. Kompanie freuen: Beate Peters (Oberleutnant),

Daniel Ewers (Leutnant), Michael Erklenkönnter (Feldwebel). Königin

Lisa Busch (Schriftführerin) und Prinzgemahl Patrick Kosel erhielten als

besondere Würdigung das Ärmelband für die Majestäten. Kommandeur

Marc Michel bekam die Kommandeurs-Kordel überreicht.

Wie sehr das Miteinander, das ehrenamtliche Engagement und seine

Außendarstellung zur DNA des St. Sebastian Bürgerschützenverein gehören,

zeigten auch die unter »Verschiedenes« angesprochenen Themen.

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1 Oberst Markus Wallmeyer und Schatzmeister Stefan Schlepphorst dankten Tanja

Hammelbeck für die stets zuverlässige und kompetente Kassenführung.

Schatzmeister Stefan Schlepphorst, Beisitzer Patrick Lorenz und Geschäftsführer

Marc Michel hatten sich in einer privaten Initiative um die

Anschaffung einer Hüpfburg für den Verein gekümmert. Die 6 x 5 Meter

große und 155 kg schwere Anlage kann nun für ein ganzes Wochenende

(Fr – So) für 80 Euro per E-Mail-Anmeldung unter patrick.lorenz@

sebastianer-schuetzen.de ausgeliehen werden.

Die drei Initiatoren konnten sich über eine starke Unterstützung

aus der Mitte des Vereins freuen. Innerhalb von 10 Tagen kam die für die

Anschaffung erforderliche Spende zusammen. Die über diesen Betrag hinausgehenden

Spenden werden für die Anschaffung eines Anhängers für

den Transport, der verpackt noch 1,60 x 1,20 m großen Anlage verwendet.

Eine freudige Mitteilung hatte ebenfalls die 1. Kompanie für das kommende

Schützenfest. Zur Steigerung der Attraktivität verpflichtete sie

für den ersten Festabend ein »Helene Fischer-Doubel«. Das Doubel tritt

am Freitag 2 x 45 Minuten auf. Eine spontane Hutsammlung brachte zudem

das Geld für die Anschaffung einer neuen Fasskühlung zusammen.

Lorenz dankte für die große Bereitschaft der Mitglieder sich in die

Listen für die »Schichten« am 30. April und am 1. Mai einzutragen.

Und die Königin bedankte sich für die vielen helfenden Hände, die

sich bei der Organisation und während des am 31. Mai 2026 stattfindenden

Kinderschützenfestes aktiv einbringen. »Jeder Beitrag zählt. Nur

gemeinsam können wir erreichen, dass unser Verein attraktiv bleibt,

insbesondere auch für die jüngeren Generationen«, dankte die Königin

für die Unterstützung.

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Teilnahme am Gewinnspiel und wünschen allen viel Spaß beim Grillen!

Das Stadtgespräch

13


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1 Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April 1988: Dr. Otto Schweins (l.) zusammen

mit Klaus Matthiesen (Mitte), dem damaligen NRW-Minister für Umwelt,

Raum ordnung und Landwirtschaft und NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.),

späterer Bundespräsident

Laudatio für den

verstorbenen Vater

der LGS

Förderverein Flora Westfalica

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blühen« ist seit der

Gründung vor rund

38 Jahren das Motto des Fördervereins

Flora Westfalica e. V., und

tatsächlich tragen die Beiträge

der knapp tausend Mitglieder

zur Blütenpracht im Park bei. Wer

sich darüber hinaus gern engagieren

möchte, hat hier Gelegenheit

dazu. Regelmäßig trifft sich eine

Gruppe zu Pflegarbeiten im Park.

Die Mitglieder des Fördervereins

unterstützen den Park, profitieren

jedoch auch davon. Auf zahlreiche

eigene Veranstaltungen gewährt

die Flora Westfalica GmbH Ermäßigungen

bei den Eintrittspreisen.

Auch werden regelmäßig attraktive

Ausflüge und Fahrten angeboten.

Eine viertägige Fahrt führt

vom 14.–17.9 nach Norddeutschland,

u. a. nach Hamburg und Kappeln

an der Schlei, berichtete Hans

Jürgen Mader auf der Jahreshauptversammlung

des Fördervereins in

der Stadthalle. Am 23.6. heißt das

Ziel einer Tagesfahrt die Landesgartenschau

in Neuss. Das Musikfest

der Bundeswehr in Düsseldorf

steht am 19.9. auf dem Programm.

Weitere Infos und Anmeldung:

Kottenstedte, Tel. 02524/2032

oder CM@kottenstedte.com. Die

Anmeldung für das Musikfest ist

bereits abgelaufen. Anlässlich der

Jahreshauptversammlung dankten

der Vorsitzende des Vereins,

Burkhard Schlüter, sowie der Geschäftsführer

der Flora Westfalica

GmbH, Sebastian Siefert, den

Mitgliedern herzlich für ihr Engagement.

Der Vorsitzende würdigte insbesondere

auch die Verdienste des

früheren Stadtdirektors Dr. Otto

Schweins für die 1988 durchgeführte

Landesgartenschau sowie

die Flora Westfalica. »Was viele

vielleicht gar nicht mehr wissen:

Er gilt als der eigentliche ›Vater‹

unserer Landesgartenschau«, er-

1 Der Vorsitzende des Fördervereins der

Flora Westfalica, Burkhard Schlüter,

würdigte den 2025 verstorbenen Stadtdirektor

a. D. Dr. Otto Schweins als

den »Vater der Landesgartenschau«.

14 Das Stadtgespräch


1 Der Vorstand des Fördervereins: (v. l.) Michael Deitert, Claudia Schöttke, Hans Carree, Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, Vors. Burkhard Schlüter, Stv. Bürgermeisterin

Gabriele Bremke-Moenikes, Hans-Jürgen Mader, Daniel Kreuzburg, der ausgesch. Schatzmeister Werner Twent und der Geschäftsführer der Flora Westfalica Sebastian Siefert

innerte Schlüter an den im vergangenen

Jahr Verstorbenen. »Unermüdlich

habe sich Dr. Schweins

zu Beginn der 80er Jahre dafür

stark gemacht, die beiden großen

Stadtteile Rheda und Wiedenbrück

durch ein grünes Band der Natur

entlang der Ems zu verbinden.

Seine Bemühungen sind nach

intensiven, von ihm geführten

Gesprächen mit der Landesregierung

und aufgrund des überzeugenden

Bewerbungskonzeptes

belohnt worden.« 1984 hatte er

die großartige Nachricht erhalten,

dass Rheda-Wiedenbrück den Zuschlag

für die Landesgartenschau

1988 bekommt. »Dr. Schweins hat

uns daraufhin das Vertrauen geschenkt,

dieses Jahrhundertereignis

für Rheda-Wiedenbrück vorzubereiten.

Er selbst hatte sich dabei

stets bescheiden im Hintergrund

gehalten. Er berief und beauftragte

in Abstimmung mit der Politik ein

ganz kleines Organisations-Team

aus dem Rathaus. Ihm übertrug

er die volle Kompetenz und die

notwendige Verantwortung für

die Vorbereitung und Durchführung

der Landesgartenschau. Ich

hatte das große Glück, zu diesem

kleinen Team zu gehören, das

fortan unter der Leitung von Helmut

Löhner als Geschäftsführer

die Landesgartenschau zu einem

großartigen Erfolg führen konnte«,

so Schlüter. Und Dr. Otto Schweins

sei es auch gewesen, der das Ansinnen

der Bürgerschaft, einen

Förderverein Flora Westfalica zu

gründen, tatkräftig unterstützte

und fortan sehr engagiert für zahl-

reiche Mitgliedschaften sorgte, so

der Vorsitzende des Fördervereins

weiter. »Nun ist Dr. Otto Schweins

am 11. Juni 2025 im Alter von 89

Jahren gestorben. Wir werden uns

immer dankbar an ihn erinnern.

Und jetzt schicken wir ihm bitte

einen kräftigen Applaus in den

Himmel!«, beendete Schlüter seine

bewegende Laudatio für den

Verstorbenen.

Hier anknüpfend unterstrich

die Stv. Bürgermeisterin Gabriele

Bremke-Moenikes: Die Flora Westfalica

sei heute weit mehr als ein

Park – »sie ist ein lebendiger, identitätsstiftender

Raum, der unsere

Stadt prägt und verbindet. Er ist

das grüne Herz unserer Kommune,

das als Naherholungsraum bei

allen Generationen gleichermaßen

beliebt ist. In den vergangenen

Monaten hat sich erneut gezeigt,

welche Bedeutung die Flora Westfalica

für unsere Stadtentwicklung

für den Tourismus und für die

Lebensqualität der Bürgerinnen

und Bürger hat. In vielen Aktionen

konnte der Flora-Westfalica-Park

als Ort des Miteinanders

erlebt werden. Wichtige Schritte

in die Zukunft seien die großen

Zukunftsprojekte »Wasserreich«

und die Planungen für ein neues,

zeitgemäßes Wegeleitsystem, das

den Park als zusammenhängenden

Erlebnisraum stärkt.

Für den ausgeschiedenen

Schatzmeister Werner Twent,

bisheriger Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,

wurde als Vorstandsmitglied

Daniel Kreuzburg gewählt.

Bei den turnusmäßig anstehenden

Wahlen gab es darüber hinaus keine

Veränderungen.

Für Gänsehautmomente sorgten

sechs Sängerinnen und Sänger

der Musicalfabrik mit Klängen von

ABBA und aus der Welt der Musicals.

Bei dem abschließenden Ohrwurm

»Wie im Himmel« stimmte

Schlüter, selber bei der Musicalfabrik

aktiv, kurzentschlossen mit ein.

Übrigens: Wer den engagierten

Förderverein unterstützen möchte,

kann seine Anmeldung gerne

in der Geschäftsstelle der Flora

Westfalica am Rathausplatz abgeben.

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Das Stadtgespräch

15


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haben sich die beiden angenommen und dem Verein damit extrem geholfen. Sie

erhielten die silberne Ehrennadel.

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Nach 46 Jahren erstmals

ein Vorstandswechsel bei

Rot-Weiss St. Vit

Gerd Siede wird Ehrenpräsident des Sportvereins

Gut besucht sind die Jahreshauptversammlungen des Sportvereins

Rot-Weiss St. Vit in der Regel immer. Bei der jüngsten Versammlung

platzte das Gemeindezentrum Vitus-Haus jedoch

aus allen Nähten. Mehr als 100 Mitglieder waren gekommen, um ihren

Vorsitzenden Gerd Siede nach 46 Jahren Vorstandsarbeit würdevoll zu

verabschieden. Siede übernahm den Vorsitz direkt nach der Gründung

1980, als aus einer Thekenmannschaft ein Verein wurde. Eigentlich

wollte er schon vor zehn Jahren aufhören, doch da stand eine große

Baumaßnahme an, die er noch begleiten musste. Diese, die Rede ist

vom neuen Sportplatz mit Vereinsheim, konnte im letzten Sommer

abgeschlossen werden. Das war für den 70-Jährigen der Zeitpunkt,

seinen Posten freizugeben. Da es derzeit viele junge, sehr engagierte

Leute im Verein gibt, die Lust auf Neues haben und den Verein in die

Zukunft führen möchten, fiel es Siede deutlich leichter loszulassen. In

ein Loch wird er nicht fallen. Er wird als Ehrenpräsident dem Sportverein

auf der St. Viter Alm, wie das Gelände so schön heißt, treu bleiben und

auch im Beirat mitarbeiten.

Martin Meierkord erläuterte der Versammlung, wie sich der neue

Vorstand zusammensetzt. Nach einer Satzungsänderung, in der nun

statt des üblichen Vorstandes mit Vorsitz, Stellvertreter, Geschäftsführer

und Kassierer ein Team, bestehend aus zwei und maximal 15 Personen,

den Verein leitet, stellte Meierkord die Leute vor, die mitwirken

möchten. Mit dabei sind: Nikolas Böhm, Dario Kursim, Lukas Schweda,

Thomas Piotrowski, Alexander Kröger, Simon Kittnaer, Werner Thiemig,

Mario Thiele, Alexander Klimitz, Manuel Schnieder, Sebastian Pleßner,

Martin Meierkord und Simon Winter. Unterstützt wird das Team durch

den Beirat mit Gerd Siede, Karl Gnegel, Henrik Güth, Tim Brandes, Detlef

Mika, Dietmar Pagenkemper und Susanne Hambrock. Das neue

Vorstandsteam wurde einstimmig gewählt. Meierkord betonte, dass

vieles im Verein super laufen würde und Gerd Siede mit seinem Vor-

16 Das Stadtgespräch


1 Blumen gab es von Gerd Siede für seine

Frau Gudrun, die ihm in all der Zeit

ausnahmslos zur Seite gestanden hat.

1 Das neue Vorstandsteam mit (v. l. stehend) Werner Thiemig, Alexander Kröger, Martin Meierkord, Nick Böhm, Sebastian Plessner,

Alexander Klimitz, Dario Kursim und (hockend) Mario Thiele, Simon Winter, Simon Kittner, Lukas Schweda möchte gemeinsam

den 1980 gegründeten Sportverein in die Zukunft führen.

stand beste Arbeit geleistet hätte, insbesondere in den letzten Jahren,

wo groß gebaut wurde und so manches Mal das Geld fehlte. »Wir sind

auf einem guten Weg, den wir gemeinsam nach und nach ausbauen

können«, so Meierkord. Für zwei Jahre wird dieser Vorstand zunächst

einmal arbeiten.

Als letzte Funktion seiner Tätigkeit als Vorsitzender überreichte Siede

Karl Gnegel und Werner Thiemig die Ehrennadel des Vereins für ihren

unermüdlichen Einsatz beim Sportheimbau. Auch Bürgermeister Theo

Mettenborg erhielt die silberne Ehrennadel für seine Unterstützung

beim Sportplatzbau. Dieser betonte in seiner Ansprache, dass gerade

die Arbeit mit den rund 200 Kindern und Jugendlichen unbezahlbar

sei. »Junge Menschen, die im Verein Halt finden, lernen früh Teamgeist,

Fairness, Respekt und haben Freunde und um die müssen wir uns keine

Sorgen machen«, bedankte er sich bei allen, die sich um diese gut

funktionierende Jungendarbeit kümmern. »Ehrenamt ist kein Sprint,

sondern ein Langstreckenlauf«, meinte er und wünschte allen einen

langen Atem und Durchhaltevermögen. Zudem machte er deutlich,

dass Persönlichkeiten wie Gerd Siede nur entstehen, wenn eine große

Mannschaft dahintersteht.

Insgesamt sind 14 Mannschaften im Spielbetrieb. Bis vor kurzem

waren alle Altersgruppen in der Jugendabteilung besetzt. Leider musste

die A-Jugend vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. In der nächsten

Saison wird daher eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein

angestrebt. Erfreulich ist die Entwicklung bei den jüngsten Kickern.

Bei den Minis trainieren und spielen zurzeit rund 40 Kinder. Auch bei

der F-Jugend sind zwei Mannschaften gemeldet und mit 35 Kindern ist

der Trainingsplatz immer gut gefüllt. Auch eine Mädchenmannschaft

ist im Spielbetrieb angemeldet und spielt erfolgreich mit. »Einfach

Fußball« reist mit seiner U12 und Ü12 zum Fußballspielen durch ganz

NRW. Auch dort ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen.

Alle Senioren-Teams spielen in ihren Klassen im unteren Tabellendrittel

und kämpfen gegen den Abstieg, woran man jedoch arbeiten

will.

Bei den »Road Runnern« gibt es eine Laufgruppe, eine Walkinggruppe

sowie eine Sportgruppe 60 plus, die im Winterhalbjahr Gymnastik

macht. Ab Sommer bietet die Gruppe ein Kinderlauftraining an, um

den Nachwuchs fit zu machen für »Laufen und Gutes tun«.

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Das Stadtgespräch

17


Körper, Geist

& Seele –

Der Körper ist unser Fundament. Bewegung, Kraft und Ausdauer

bilden die Basis für ein aktives Leben – doch es geht längst nicht mehr

nur um Leistung oder äußere Ziele. Moderne Fitnessstudios und Personal

Trainer setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Konzepte, die den

Menschen in seiner Gesamtheit betrachten. Ob gezielter Muskelaufbau,

funktionelles Training, Rehabilitation oder einfach mehr Bewegung im

Alltag: Entscheidend ist, was dem eigenen Körper guttut. Dabei spie-

im Einklang zu

mehr Lebensqualität

In einer Zeit, die von Tempo, ständiger Erreichbarkeit und steigenden

Anforderungen geprägt ist, wächst bei vielen Menschen der Wunsch

nach Balance. Gesundheit bedeutet heute längst mehr als nur körperliche

Fitness – sie umfasst das harmonische Zusammenspiel von Körper,

Geist und Seele. Genau hier setzt unser Kollektiv an: Es vereint Angebote,

die Menschen ganzheitlich stärken und auf ihrem individuellen Weg zu

mehr Wohlbefinden begleiten.

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18 Das Stadtgespräch


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len auch Faktoren wie Regeneration, Schlaf und Ernährung eine immer

wichtigere Rolle.

Doch körperliche Stärke allein reicht nicht aus, um den Herausforderungen

des Alltags gelassen zu begegnen. Der Geist – unsere Gedanken,

unsere Wahrnehmung und unser innerer Dialog – hat einen

enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Psychologische Beratungen

und Coaching-Angebote schaffen hier wertvolle Räume: Räume zum

Reflektieren, zum Verstehen und zum Verändern. Sie unterstützen dabei,

Stress zu bewältigen, neue Perspektiven zu entwickeln und persönliche

Ressourcen zu aktivieren. Solche ersten Beratungsgespräche sind oft

kostenfrei und unverbindlich. Gerade in bewegten Zeiten kann es ein

wichtiger Schritt sein, sich professionelle Begleitung zu suchen – nicht

erst, wenn Belastungen zu groß werden, sondern auch präventiv.

Die dritte Säule, die Seele, wird im Alltag oft am meisten vernachlässigt

– und ist doch so entscheidend für unser inneres Gleichgewicht.

Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Atemübungen oder Achtsamkeitstraining

helfen dabei, wieder bei sich selbst anzukommen. Sie

ermöglichen es, den Blick nach innen zu richten, zur Ruhe zu kommen

und neue Energie zu schöpfen. In einer Welt voller Reize wird es immer

wichtiger, bewusst Momente der Stille zu schaffen und sich selbst Raum

zu geben.

Was alle Angebote im Bereich »Körper, Geist & Seele« verbindet,

ist der ganzheitliche Ansatz. Es geht nicht um schnelle Lösungen oder

kurzfristige Trends, sondern um nachhaltige Wege zu

mehr Lebensqualität. Jeder Mensch bringt unterschiedliche

Voraussetzungen, Ziele und Bedürfnisse

mit – und genau darin liegt die Stärke

eines vielfältigen Netzwerks aus Expertinnen

und Experten. Ob Einsteiger oder Fortgeschrittene,

ob jung oder alt: Für jede Lebenssituation

gibt es passende Angebote.

Auch der Aspekt der Gemeinschaft

spielt eine zentrale Rolle. Viele Menschen

erleben in Kursen, Trainings oder Beratungen

nicht nur persönliche Entwicklung,

sondern auch Verbundenheit. Der Austausch

mit anderen, die ähnliche Ziele

verfolgen, kann motivieren, inspirieren

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Das Stadtgespräch

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19


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und stärken. Gleichzeitig bieten individuelle

Angebote den Raum, sich ganz auf sich selbst

zu konzentrieren und persönliche Themen in

den Mittelpunkt zu stellen.

Nicht zuletzt gewinnt das Thema Selbstfürsorge

zunehmend an Bedeutung. Sich Zeit

für den eigenen Körper, die eigenen Gedanken

und Gefühle zu nehmen, ist kein Luxus,

sondern eine wichtige Investition in die eigene

Gesundheit. Kleine, regelmäßige Schritte

können dabei oft mehr bewirken als große

Vorsätze. Ein Spaziergang an der frischen Luft,

eine bewusste Trainingseinheit, ein Gespräch,

das entlastet, oder ein Moment der Ruhe – all

das sind Bausteine für mehr Ausgeglichenheit

im Alltag.

Unser Kollektiv »Körper, Geist & Seele«

zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten sind,

sich selbst etwas Gutes zu tun. Es lädt dazu

ein, Neues auszuprobieren, Gewohntes zu

hinterfragen und den eigenen Weg zu mehr

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20 Das Stadtgespräch


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Balance zu finden. Denn am

Ende geht es nicht darum,

perfekt zu sein – sondern

sich wohlzufühlen. Im eigenen

Körper. Mit den eigenen

Gedanken. Und im Einklang

mit sich selbst.

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Laufevents 2026

Mi 10. Juni: AOK Firmenlauf, Wiedenbrück

So 5. Juli: Staffelmarathon, Schlosspark

Sa 5. September: Laufen und Gutes tun, St. Vit

Sa 12. September: Klosterlauf, Wiedenbrück

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Unsere Zeit ist mehr denn je geprägt von Stress, Hektik und ständiger Erreichbarkeit.

Bewusste Auszeiten für Körper, Geist und Seele sind zu einem echten Luxus geworden

und kommen im Alltag häufig viel zu kurz.

Auf unserem Hof haben wir es uns daher zur Aufgabe gemacht, einen Ort für genau

diese Auszeiten zu schaffen. Ein Rückzugsort vom Alltag – mitten in der Natur.

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gestalteten Alpakapicknicks erleben Sie Entschleunigung

auf ganz natürliche Weise. Die ruhige,

sanfte Art der Tiere wirkt entspannend und schafft

Raum, um den Alltag hinter sich zu lassen.

Gleichzeitig entsteht in unserer umgebauten

Scheune ein Ort zum Auftanken. Ein Raum für

Yoga, Breathwork, Pilates und Soundmeditationen

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Das Stadtgespräch

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»Laufen und Gutes tun«

stellt Online-Anmeldung

auf neues System um

Der Verein Laufen und Gutes tun modernisiert in diesem Jahr sein

Verfahren zur Online-Anmeldung und setzt dabei auf eine noch

engere Zusammenarbeit mit dem Zeitnehmer Time Team Jung

aus Wadersloh. Künftig wird die Anmeldeplattform von Race Result, einem

der größten Anbieter in Deutschland, genutzt. Durch den Systemwechsel

erhöht sich die Übersichtlichkeit für alle Teilnehmer. Zudem bleibt die

Online-Anmeldung nun bis zu 15 Minuten vor dem Start geöffnet – ein

deutlicher Vorteil für alle Kurzentschlossenen. Die Bezahlung kann komfortabel

per PayPal oder Bankeinzug erfolgen. Unmittelbar nach Zahlungseingang

erhalten die Teilnehmer ihre Startnummer.

Die Eingabe der Daten gestaltet sich besonders nutzerfreundlich: Sie

kann bequem über das Smartphone erfolgen – entweder über den bereitgestellten

QR-Code oder direkt über die Race-Result-Anmeldeplattform.

Ein weiterer Vorteil: Ein separater Chip am Laufschuh ist nicht mehr notwendig,

da der Einwegchip direkt in die Startnummer integriert ist. Die

Zeitmessung sowie die Auswertung erfolgen in Echtzeit über das Internet.

Die Freischaltung der neuen Online-Anmeldung ist ab Juni vorgesehen.

FWG setzt auf nachhaltige

Sauberkeit

Stadtputztag als Vorbild und Auftrag für

Rheda-Wiedenbrück

Der Stadtputztag in Rheda-Wiedenbrück ist jedes Jahr ein beeindruckendes

Zeugnis bürgerschaftlichen Engagements. Doch

für die FWG (Freie Wählergemeinschaft e. V.) darf das Ziel nicht

darin bestehen, jährlich neue Rekorde beim Müllsammeln aufzustellen.

Vielmehr müsse die tatsächliche Vermüllung messbar reduziert werden,

so Gorenbacher.

Sauberkeit ist für die FWG weit mehr als reine Optik – sie ist ein Ausdruck

von Respekt gegenüber der Stadt und den Mitbürgern. Besonders

das Engagement der jüngsten Teilnehmer am Stadtputztag wird von der

Wählergemeinschaft gelobt: »Wer heute mit Greifzange und Müllsack

Verantwortung übernimmt, wird morgen seinen Unrat gar nicht erst

achtlos wegwerfen«, zeigt sich die FWG überzeugt.

Doch bei aller Freude über die wachsenden Teilnehmerzahlen müssen

wir auch die Ursachen angehen. Ein Punkt macht uns dabei besonders

nachdenklich: Bei der letzten Aktion wurden erschreckend viele gefüllte

Hundekotbeutel in der Natur gesammelt. Es ist schwer nachzuvollziehen,

warum ausgerechnet Hundebesitzer – die ja durch ihre täglichen Runden

einen besonders engen Bezug zur Natur haben – die Hinterlassenschaften

zwar eintüten, sie dann aber im Gebüsch entsorgen.

Ein weiteres massives Ärgernis bleibt zudem die Situation an den

Altkleidercontainern. Diese Standorte verkommen immer häufiger zu

wilden Müllkippen. »Das schädigt das Stadtbild massiv und verursacht

hohe Reinigungskosten«, kritisiert die FWG. Hier sieht der Verein dringenden

Handlungsbedarf bei der Prävention und einem konsequenten

Management der Standorte.

22 Das Stadtgespräch


1 Die Tochter von Sergei Gorenbacher putzte abermals die Stadt am Ruthenbach.

Foto: Sergei Gorenbacher

Klare Kante gegen Verschmutzung

Die FWG plädiert für eine engmaschige Kontrolle, und das nicht nur zur

Tageszeit, durch das Ordnungsamt, insbesondere an den bekannten

Brennpunkten. Wo mutwillig verschmutzt wird, müsse der Bußgeldkatalog

konsequent angewendet werden. Sollte das Ordnungsamt dies

personell nicht leisten können, so erwartet die FWG aus der Verwaltung

Vorschläge, die zu einer Besserung führen können.

1 1264 ehrenamtlich Helfende (1165 in 2025), davon 718 aus den Schulen, beteiligten

sich am diesjährigen Stadtputztag. Das Foto zeigt die ukrainische Gruppe, die den

Bereich um den Doktorplatz säuberte.

Foto: Tobias Wellerdiek

Appell an die Verwaltung

Abschließend richtet die FWG eine klare Erwartung an die Stadtverwaltung:

Diese solle die genannten Maßnahmen in Eigenregie einleiten. »Unser

Ziel ist erst dann erreicht, wenn die gesammelten Müllmengen sinken

und unsere Grünanlagen dauerhaft sauber bleiben«, so das Fazit. Sollte

ein entschlossenes Handeln ausbleiben, kündigt die FWG an, das Thema

mit entsprechenden Initiativen direkt in den Rat der Stadt zu bringen.

Das

Stadtgespräch

PODCAST AUS RHEDA-WIEDENBRÜCK

TIERSCHUTZ HAUTNAH:

SCHUTZHOF FOUR SEASONS

Podcast-Veröffentlichung am 1.5.2026

Ein Ort, an dem Tiere eine zweite Chance bekommen – und Menschen lernen, was

echte Verantwortung bedeutet: Der Schutzhof Four Seasons ist weit mehr als nur ein

Tierschutzprojekt.

Auf rund zehn Hektar finden Tiere mit unterschiedlichen Schicksalen ein Zuhause –

manche vorübergehend, viele dauerhaft. Mit viel Engagement, Empathie und Respekt

kümmert sich das Team um Fund-, Abgabe- und Gnadenhoftiere. Gleichzeitig ist

der Schutzhof ein Ort der Begegnung und Bildung, an dem Menschen einen verantwortungsvollen

Umgang mit Tieren lernen können.

In dieser Folge sprechen wir darüber, was Tierschutz im Alltag wirklich bedeutet,

welche Herausforderungen hinter der Arbeit stehen – und warum dieser

Ort für viele Tiere die letzte, aber wichtigste Station ihres Lebens ist. Eine

bewegende Folge über Mitgefühl, Verantwortung und echte Tierliebe.

Jetzt auch

als Video

Podcast!

Ihr könnt unseren Stadtgespräch-Podcast über

Spotify, Deezer, Apple Podcast, Audio Now

oder über Amazon Music anhören – oder ihr

scannt den hier abgebildeten QR-Code.

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Das Stadtgespräch

23


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Eine aktive Gemeinschaft

zog Bilanz

Verband Wohneigentum Rheda-Wiedenbrück

Der Gemeinschaftsvorsitzende

Markus Gunske blickte

auf der sehr gut besuchten

Jahreshauptversammlung im Piushaus

auf ein ereignisreiches und

erfolgreiches Vereinsjahr zurück.

Mit nahezu 1000 Mitgliedern sei die

Gemeinschaft sehr gut aufgestellt,

erklärte der Vorsitzende Markus

Gunske. Die zahlreichen Aktivitäten

übers Jahr würden immer mit einer

großen Resonanz aufgenommen.

Als besondere Highlights stellte er

die Feier des 90-jährigen Bestehens

der Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück

in der Stadthalle heraus. Mit

seinen Ursprüngen in der Siedlerund

Selbsthilfebewegung habe

sich die Gemeinschaft zu einer

wichtigen Stimme für Eigentümer

und Eigentümerinnen im Verband

Wohneigentum entwickelt. Gestern

wie heute. Sein besonderer Dank

galt dem Vorstand und den vielen

Helfenden und Vertrauensleuten für

die ehrenamtliche Arbeit.

Leistungen

Gunske wies darauf hin, dass die

Gemeinschaft eine Fülle von Leistungen

bietet, die den unterschiedlichsten

Interessen gerecht werden.

Die Mitglieder können diese nutzen

und dabei dank der vielen Partnerschaften

und Sonderkonditionen

ihrer Vertragspartner Geld sparen.

Kassierer Jörn Niggeloh gab

Auskunft über die Finanzen. Die

beantragte Entlastung des Vorstandes

wurde durch die Versammlung

ohne Gegenstimmen erteilt.

WhatsApp-Kanal

Wer keine Neuigkeiten der Gemeinschaft

Rheda-Wiedenbrück mehr

verpassen will, kann einfach den

neuen WhatsApp-Kanal abonnieren.

Dort werden beispielsweise

aktuelle Veranstaltungen veröffentlicht.

Der Vorteil des Kanals

liegt auch darin, dass die Mitglieder

direkt Fragen, Informationen,

Nachrichten, Hilfegesuche bzw.

Angebote abgeben können (z. B.

Hilfe im Garten gesucht etc.). Um

zum Kanal zu kommen, müssen

die Teilnehmenden einfach den auf

Homepage veröffentlichen QR-Code

mit der Kamera-App scannen.

Veranstaltungsprogramm

2026

Die Stv. Vorsitzende Manuela Bernachia

berichtete über die noch

in diesem Jahr geplanten Aktivitäten:

So lädt die Gemeinschaft

Rheda-Wiedenbrück am 5. Mai zu

einem Besuch auf dem Spargelhof

Meloh ein. Die Teilnehmenden erfahren

Näheres über grünen und

weißen Spargel sowie Erdbeeren.

Wer möchte, kann unter fachgerechter

Anleitung das Spargelstechen

ausprobieren. In dem Preis von

10 Euro (Nichtmitglieder 15 Euro) ist

zudem eine Führung über den Hof

und ein gemeinsamer Genuss einer

Spargelsuppe von Gröne enthalten.

Die weiteren Termine: 30. Mai:

Fahrt zur Landesgartenschau Bad

Nenndorf | 27. Juni: Seminar Freilandstauden-Beete

| im Juli: Pättkestour

– lange Route, kurze Route

| 25. September: Sommerfest mit

Vertrauensleuten | 3. Dezember:

Adventskaffee mit Jubilar-Ehrung |

28. November: Weihnachtsfahrt

nach Bad Salzuflen. Nähere Infos

unter www. wohneigentum-rhwd.

de, Anmeldung unter anmeldung@

wohneigentum-rhwd.de

Aktuelle Themen

Der Vorsitzende gab ebenfalls einen

Überblick über Themen, mit denen

sich der Verband aktuell beschäftigt,

darunter das

Gebäudemodernisierungsgesetz

Es löst zum 1. Juli 2026 die Regeln

des Heizungsgesetzes (GEG) ab.

24 Das Stadtgespräch


1 (V. l.) Markus Gunske (1. Vors.), Claudia Duhme (Beisitzerin), Ela Bernachia (2. Vors.), Jörn Niggeloh (1. Kassierer), Sigrid Frank

(2. Kassiererin), Helmut Kempen (Mitgliederbetreuung), Helga Leder (Stv. Schriftführerin), Daniel Dust (Schriftführer), Waldemar

Moritz (Beisitzer), Wolfgang Neumann (Gartenberatung)

Die neuen Vorschriften lockern

die bisherigen Vorgaben, wenn

Interessierte ihre bestehende Heizung

tauschen. Neu ist: Es dürfen

Gas- und Ölheizungen weiterhin

eingebaut werden, wenn sie zunehmend

CO 2 -neutrale Kraftstoffe

(Biogas, Wasserstoff, Bioöl und

E-Fuels) nutzen. Öl- und Gasheizungen,

die neu verbaut werden,

müssen ab 2029 zunächst mit

mindestens 10 Prozent erneuerbarem

Gas oder Öl betrieben werden.

Wobei dieser Anteil stetig steigen

soll. Auch für bestehende Heizungen

sollen die Gas-Tarife zukünftig

einen Pflicht-Anteil an CO2-neutralen

Kraftstoffen enthalten. Die Förderung

für die Wärmepumpe und

Zuschüsse für die energetische Sanierung

im Sinne der Bundesförderung

effiziente Gebäude (BEG) soll

bis 2029 bestehen.

Der Gemeinschaftsvorsitzende

Markus Gunske begrüßte es, dass

die Pläne wieder mehr Flexibilität

ermöglichen und die Finanzierung

der Heizungsförderung bis 2029

festgeschrieben werden soll. Insbesondere

Besitzer älterer Bestandsgebäude

mit großem energetischen

Sanierungsbedarf, die sich größere

Investitionen nicht leisten können,

würden dadurch entlastet. Gunske

wies aber auch auf mögliche Kostenfallen

für Eigentümer durch die

geplanten Erleichterungen: Wer

heute noch auf fossile Systeme setze,

ohne die Kostenentwicklung der

kommenden Dekade einzupreisen,

riskiere eine finanzielle Fehlentscheidung.

Erneuerbare Energien

und Wärmepumpen dienen nicht

nur dem Klimaschutz, sie sind

auch in den meisten Fällen für das

Eigenheim die zukunftssichere und

wirtschaftlichere Wahl.

Redispatch-Vorbehalt

verschlechtert Nutzung

von Wind und Solar

Gunske ging ebenfalls auf die

Energiepläne von Bundeswirtschaftsministerin

Katherina Reiche

für die Wind und Solarnutzung

ein. So soll nach einem vorliegenden

Gesetzentwurf die garantierte

Einspeisevergütung für private

Solaranlagen auf Dächern wegfallen,

Betreiber neuer Anlagen sollen

ihren Strom stattdessen selbst

vermarkten müssen. Zudem sollen

die 850 Netzbetreiber eigenständig

entscheiden können, ob neue

Anlagen ans Netz kommen dürfen

oder nicht. Bislang haben Betreiber

von Wind- und Solaranlagen ein

Recht darauf, angeschlossen zu

werden. Sie erhalten eine finanzielle

Entschädigung, wenn ihre

Anlage wegen überlasteter Netze

abregelt werden müssen und

sie ihren Strom nicht einspeisen

können. Künftig sollen Betreiber

neuer Anlagen in sogenannten kapazitätslimitierten

Gebieten (bundesweit

rund 90 Landkreise) dieses

Finanzielle

Sicherheit, wenn es

darauf ankommt.

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finanzielle Risiko selber tragen.

Nach Recherchen des Beratungsunternehmens

»enervis« sind bundesweit

90 von 224 Landkreisen

von dem Redispatch-Vorbehalten

betroffen – bei der Windnutzung

insbesondere die Küstenregion in

stürmischen Zeiten, in Hessen und

Bayern die Solaranlagen an sonnigen

Tagen.

Vorstand erweitert

Der im letzten Jahr gewählte

Vorstand mit Markus Gunske

(Vorsitzender), Manuela Bernachia

(Stv. Vorsitzende), Jörn

Niggeloh (Kassierer), Sigrid Frank

(stellv. Kassiererin), Daniel Dust

(Schriftführer), Helga Leder (Stv.

Schriftführerin), Helmut Kempen

(Mitgliederbetreuung), Wolfgang

Neumann (Gartenfachberater /

Beisitzer) und Sandra Niewöhner

(Beisitzerin) wurde auf der diesjährigen

Hauptversammlung in

einer Ergänzungswahl um die neu

gewählten Beisitzenden Claudia

Duhme und Waldemar Moritz erweitert.

Buffet

Nach dem offiziellen Teil klang die

Jahreshauptversammlung mit einem

Buffet aus, das wirklich allererste

Sahne war.

Kem

Das Stadtgespräch

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25


Birgit Krampmann ist die neue

Vorsitzende der CDU-Ortsunion

Wiedenbrück. Sie wurde kürzlich

auf der Mitgliederversammlung

im Historischen Rathaus einstimmig

mit dieser Aufgabe betraut.

Sie folgt auf den aus der Partei

ausgetretenen Björn Kammertöns.

Er wurde vor zwei Jahren als Nachfolger

von dem zwischenzeitlich

verstorbenen Norbert Flaskamp

gewählt.

Ortsunion Wiedenbrück

Die neue Vorsitzende ist ihren

Parteifreundinnen und -freunden

aus einem vielfältigen politischen

Engagement bestens

vertraut. Neun Jahre lang wirkte

sie als sachkundige Bürgerin im

Sozialausschuss mit und war

dort Sprecherin in der zurückliegenden

Legislaturperiode.

Die bei der Firma Westag tätige

stellvertretende Abteilungsleiterin

betonte, dass sie zukünftig

mit ihrem Vorstandsteam für die

Menschen eine gut vernetzte und

engagierte Ansprechpartnerin

sein werde. In der Tradition von

Norbert Flaskamp würde sie u.

a. regelmäßig auf dem Markt für

die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar

sein, um das Leben in

Wiedenbrück noch lebenswerter

zu gestalten.

1 (V. l.) Josef Frerich, Kreisvorsitzender Rafael Tigges (MdL), Thorsten Wonnemann, die neue

Vorsitzende Birgit Krimpmann, Rüdiger Lückheide, Henrika Küppers, Jochen Buschsieweke,

Norbert Woste, Stefan Schlepphorst, David Hanschur, Ralf Harz

Das Ohr am Bürger

CDU in der Doppelstadt unter neuen Leitungen

Neue Stellvertreter sind Thorsten

Wonnemann und Norbert

Woste, während Dr. Norbert Dieste

als Schriftführer und David Hanschur

als Mitgliederbeauftragter

weiterhin fungieren.

Ergänzt wird der Vorstand

durch die Beisitzenden Benedikt

Bohle, Jochen Buschsieweke,

Christina Coban, Josef Frerich,

Ralf Harz, Henrika Küppers, Rüdiger

Lückheide, Katharina Pasek,

Stefan Schlepphorst und Ellen

Wiethof. Alle genannten Personen

wurden einstimmig gewählt.

»Dieses tolle Ergebnis zeigt die

Geschlossenheit des Miteinanders

in der CDU«, freut sich die neue

Vorsitzende.

Zuvor hatte sie über die Aktivitäten

der Ortsunion in den

zurückliegenden beiden Jahren

berichtet. Ein starkes Ergebnis

für die CDU und ihre Arbeit sei

ihr erfolgreiches Abschneiden

bei der Kommunalwahl gewesen.

Es sei Ansporn, den Anliegen der

Menschen Gehör zu verschaffen.

Der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete

Rafael Tigges

(MdL) gab einen Bericht aus

seiner Arbeit ab und Grußworte

gab es vom stellv. CDU-Stadtverbandsvorsitzenden

Ralf Harz, der

die Arbeit des CDU Ortsverbandes

Wiedenbrück lobte.

Ortsunion Rheda

Die Ortsunion Rheda hat einen

neuen Vorsitzenden und Verstand.

Der 30-jährige Nils Kulla

ist zum neuen Vorsitzenden des

CDU-Ortsverbands Rheda gewählt

worden und steht damit künftig

den 163 Mitgliedern vor. Kulla löst

Kathrin Söbke ab. Sie sei aufgrund

der im September aufgenommenen

Mitarbeit im Rat nicht erneut

angetreten und werde nunmehr

in der zweiten Reihe im Vorstand

mitarbeiten. Als Schwerpunkte

ihrer Arbeit in den vergangenen

beiden Jahren nannte sie den Einsatz

für eine höhere Aufenthaltsqualität

in der Innenstadt und die

Erarbeitung eines Marketing-Konzepts

für die gesamte Stadt sowie

die sehr erfolgreich verlaufene

Kommunalwahl.

Der neue Vorsitzende, der

schon als Beisitzer und Mitgliedsbeauftragter

dem Vorstand angehörte

und beruflich im höheren

Verwaltungsdienst des Kreises

Herford tätig ist, dankte seiner

Vorgängerin ausdrücklich für die

geleistete Arbeit. Er machte deutlich,

dass für ihn die Menschen

und die von ihnen bewegten Themen

im Mittelpunkt stehen.

Zu Kullas Stellvertretenden

wählte die Versammlung Kathrin

Söbke und Hubert Peter sowie

Patrick Kosel als Schriftführer und

Lennart Bänisch zum stellvertretenden

Schriftführer. Beisitzer

sind: Reinhard Bänisch, Gabriele

Bremke-Moenikes, Frederik Gruß,

Romy Heißmann, Hendrik Hemke,

Uwe Henkenjohann, Tanja Himmelspach,

Michael Lakenbrink, Michael

Pfläging, Manfred Schöne, Aysegül

Winter und Elisabeth Witte.

Einstein-Schulleiter Jörg Droste

stellte in einem Referat über den

Einsatz von Künstlicher Intelligenz

im Schulalltag heraus, dass KI eine

Bereicherung für die individuelle

Förderung von Schülerinnen und

Schülern sei. Nicht geeignet sei sie

aber als Lehrerersatz. Kem

1 Ehrung verdienter Mitglieder: Rigobert Ophoff und Franz-Josef Berhorn (2. + 4. v. l.)

gehören der CDU seit 50 Jahren an. Zusammen mit Silberjubilar Elmar Egenter (3. v. l.)

freuen sie sich über Glückwünsche der scheidenden Vorsitzenden Kathrin Söbke (l.)

sowie der Stadtverbandsvorsitzenden Aysegül Winter und von Stellvertreter Ralf Harz.

26 Das Stadtgespräch


Foto: beats1/Shutterstock

Das Dream-Team des

Frühlings – Die Erdbeer-

& Spargelsaison startet!

Wenn die Tage länger und wärmer werden, beginnt eine der

genussvollsten Zeiten des Jahres: die Spargel- und Erdbeersaison.

Kaum ein anderes Duo steht so sehr für den

Frühling wie das »weiße Gold« und die süßen roten Früchte – frisch

vom Feld, direkt aus der Region. Spargel hat in Deutschland eine lange

Tradition und gilt nicht ohne Grund als echtes Saisonhighlight. Ob

klassisch mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise

serviert, als leichte Variante im Salat oder modern interpretiert mit

Pasta oder vom Grill – die Vielseitigkeit des Edelgemüses ist beeindruckend.

Besonders geschätzt wird regional angebauter Spargel, der

durch kurze Transportwege besonders frisch auf den Teller kommt.

Parallel dazu startet auch die Erdbeerzeit. Die ersten heimischen

Erdbeeren sind für viele ein echtes Geschmackserlebnis, denn ihr Aroma

ist deutlich intensiver als das von Importware. Ob pur genossen,

mit Sahne, im Kuchen, als Marmelade oder im Dessert – Erdbeeren

bringen Frische und Süße in jede Küche. Auch hier gilt: Regionalität

zahlt sich aus, denn frisch gepflückte Früchte überzeugen mit Qualität

und Geschmack.

Gerade in unserer Region rund um Rheda-Wiedenbrück profitieren

Verbraucherinnen und Verbraucher von einer Vielzahl an landwirtschaftlichen

Betrieben, Hofläden und Wochenmärkten, die Spargel

und Erdbeeren direkt anbieten. Viele Höfe laden sogar zum Selberpflücken

ein – ein Erlebnis für die ganze Familie und eine schöne

Gelegenheit, die Herkunft der Lebensmittel hautnah zu erleben.

Neben dem Genuss spielt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit

eine immer größere Rolle. Wer saisonal und regional einkauft, unterstützt

nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern reduziert

auch Transportwege und damit den ökologischen Fußabdruck.

Die Spargel- und Erdbeersaison ist allerdings begrenzt – traditionell

endet die Spargelernte am 24. Juni (Johannistag). Umso mehr

lohnt es sich, die wenigen Wochen intensiv zu genießen und die

Vielfalt der regionalen Produkte auszukosten.

Ob in lokalen Pop-up-Restaurants wie zum Beispiel einem Spargelzelt

mit großer Buffetauswahl, beim gemütlichen Essen zu Hause,

beim Besuch eines Hofladens oder beim Bummel über den Wochenmarkt:

Im Mai startet die perfekte Zeit, um sich von der Frische und

Qualität unserer heimischen Erzeugnisse zu überzeugen. Spargel und

Erdbeeren bringen den Frühling direkt auf den Teller – frischer, regionaler

und leckerer geht es kaum.

Das Stadtgespräch

Spargelhof

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ERDBEEREN UND SPARGEL

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Auch an Sonn- und Feiertagen.

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27


Jobbörse für die Region

Auf dieser Doppelseite finden Sie interessante Jobangebote ...

Foto: adobe stock

Attraktive Jobs in der Pflege *

* Berufsbezeichnung bezieht sich immer auf w/m/d

In einer Pflegeeinrichtung greifen viele unterschiedliche Aufgabenbereiche

ineinander, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein sicheres,

würdevolles und angenehmes Leben zu ermöglichen. Neben

der pflegerischen Versorgung spielen auch Organisation, Verpflegung

und hauswirtschaftliche Abläufe eine zentrale Rolle. Nur wenn

alle Bereiche eng zusammenarbeiten, können Qualität, Struktur

und ein reibungsloser Alltag gewährleistet werden. Die Teamleitung

in der Pflege übernimmt dabei eine verantwortungsvolle Schlüsselposition.

Sie koordiniert die Pflegeabläufe, führt Mitarbeitende,

sorgt für die Einhaltung von Qualitätsstandards und ist Ansprechpartner

für Bewohner, Angehörige und das Team. Organisationstalent,

Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz sind hier

ebenso wichtig wie fachliche Erfahrung in der Pflege. Ergänzt wird

der Alltag durch die Arbeit in Küche und Hauswirtschaft. Köche

sorgen für eine ausgewogene, abwechslungsreiche und bedarfsgerechte

Verpflegung der Bewohner, während Hauswirtschaftsfachkräfte

für Sauberkeit, Ordnung und ein gepflegtes Umfeld verantwortlich

sind. Beide Bereiche tragen maßgeblich zum Wohlbefinden

und zur Lebensqualität im Pflegeheim bei. Gemeinsam leisten alle

Mitarbeitenden einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden

Alltag in der Einrichtung. Teamarbeit, Einfühlungsvermögen und

ein hohes Maß an Verantwortung sind dabei entscheidend, um den

Bewohnern ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich gut versorgt und

aufgehoben fühlen.

Für unsere Einrichtung

St. Elisabeth Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen

suchen wir ab sofort:

Teamleitung in der Pflege (m/w/d)

in Teil- oder Vollzeit

Attraktive Konditionen nach AVR

Bewerbungen und Rückfragen bitte an Herrn

Hinzmann: 05242 416100, unter bewerbung@vka-pb.de

oder direkt unter www.vka-pb.de

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St. Elisabeth Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen

suchen wir ab sofort:

Koch / Hauswirtschaftsfachkraft (m/w/d)

in Teilzeit (30 Std. / Woche)

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Hinzmann: 05242 416100, unter bewerbung@vka-pb.de

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VKA – Verbund

katholischer Altenhilfe

Paderborn e. V.

Gewerbepark 16

59069 Hamm

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Paderborn e. V.

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28 Das Stadtgespräch


Ausbildung

zum Kaufmann

im Einzelhandel *

* Berufsbezeichnung bezieht sich auf w/m/d

Die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel ist ein Klassiker

unter den Ausbildungsberufen und bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten

in die Welt des Handels. Ob in Supermärkten, Modege-

schäften, Elektronikfachmärkten oder Buchhandlungen – dieser

Beruf ist überall dort gefragt, wo Waren verkauft und Kunden

beraten werden. Die Ausbildung dauert in der Regel zweieinhalb

Jahre und vermittelt sowohl praktische Fähigkeiten im Betrieb als

auch theoretisches Wissen in der Berufsschule. Zu den typischen

Aufgaben zählt der Wareneingang, die ansprechende Präsentation

der Produkte, die Kundenberatung und -bedienung, das Kassieren

sowie das Mitwirken bei Verkaufsaktionen.

Auch Themen wie Warenwirtschaft, Marketing und betriebswirtschaftliche

Grundlagen werden vermittelt. Wichtige Eigenschaften

in diesem Beruf sind Kommunikationsstärke, Freundlichkeit, ein

gepflegtes Erscheinungsbild sowie ein guter Umgang mit Zahlen.

Wer Spaß am Kontakt mit Menschen hat, serviceorientiert denkt

und gerne im Team arbeitet, ist hier genau richtig.

Der Beruf bietet nicht nur eine stabile Grundlage, sondern auch

zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten – zum Beispiel zum Handelsfachwirt,

Filialleiter oder durch ein berufsbegleitendes Studium

im Bereich Betriebswirtschaft oder Marketing. Aufgrund der

Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten ist der Einzelhandel ein attraktiver

Arbeitgeber für Menschen mit unterschiedlichen Interessen und

Talenten.

QR-Code scannen und den

Video-Clip ansehen

Förderung für Projekt ideen zur

Verschönerung und Belebung der

Innenstadt

Verfügungsfonds Innenstadt Wiedenbrück

Wer einen Beitrag leisten möchte, der

die Innenstadt stärkt und belebt,

kann dafür finanzielle Unterstützung

aus dem Verfügungsfonds erhalten. Dieser

kann aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept

(ISEK) für den historischen Stadtkern

Wiedenbrück bereitgestellt werden.

Um das Engagement der Bürger und Bürgerinnen

zu unterstützen und somit das Stadtbild

und den öffentlichen Raum aufzuwerten, stellt

die Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammen mit

dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen

Fördermittel bereit. Der Verfügungsfonds ist

bereits seit März 2021 in Rheda erfolgreich aktiv

und soll nun auch für den historischen Stadtkern

Wiedenbrück anlaufen.

Innerhalb des festgelegten Stadterneuerungsgebiets

können Fördermittel für kleinteilige,

nicht-kommerzielle und lokal verankerte

Projekte beantragt werden. Hierzu sind alle Akteur/innen,

Händler/innen, Eigentümer/innen,

Bewohner/innen, Vereine und Organisationen

eingeladen, ihre Projektidee einzubringen und

umzusetzen.

Für eine Förderung kann eine ganze Bandbreite

an Projekten in Betracht gezogen werden:

Gefördert werden beispielweise die Anschaffung

von Straßenmöblierung wie Sitzbänke und Spielgeräte

für den öffentlichen Raum, die künstlerische

Gestaltung von Stromkästen, Bepflanzungsaktionen

oder besondere Beleuchtungen.

Wichtig ist, dass mit dem geplanten Projekt

noch nicht begonnen wurde und es innerhalb

des Stadterneuerungsgebiets stattfindet. Die

Projektkosten können mit bis zu 50 Prozent bezuschusst

werden. Die maximale Zuwendungshöhe

aus öffentlichen Mitteln ist in der Regel

auf 7.500 Euro je Projekt begrenzt. Der Beirat

Innenstadt Wiedenbrück entscheidet über die

Verwendung der Mittel. Er hat sich im Februar

1 Geltungsbereich des Fördergebietes

erstmalig zusammengesetzt. In ihm sind politische

Fraktionen, ansässige Akteurinnen und

Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger vertreten.

In der Juni-Sitzung des Beirates könnten erste

Projektideen beraten werden. Dann soll auch ein

Vorsitz des Beirates gewählt werden.

Das Quartiersmanagement Innenstadt

Wiedenbrück steht allen Interessierten bei

Fragen zur Seite und unterstützt Sie bei der

Entwicklung Ihrer Projektidee. Arne Platz ist

erreichbar unter 05242 / 963-383 oder per Mail

arne.platz@rh-wd.de zu den regulären Öffnungszeiten

des Rathauses.

Das Stadtgespräch

29


1 Seit einem Jahr ist der neue Vorstand der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück mit

(v. l.) Daria Baumhüter, Stefan Renpening, Claudia Wilm, Alexander Gromann und

Jana Schmedthenke aktiv. In diesem Jahr kann bereits das 20-jährige Bestehen

der Bürgerstiftung gefeiert werden.

Im 20. Jahr mit neuem Vorstand

nah am Menschen

Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück

Programm Sommer 2026

Nils

Holgersson

von Selma Lagerlöf

Regie: Hendrik Becker und Kevin Wahlbrinck

Aufführungsrechte beim Bühnenverlag Weitendorf, Hamburg

Spielzeit vom 10.05. – 06.09.2026

Premiere am

Sonntag, 10.05.2026

Eintritt Kinder 6,- Euro · Erwachsene 8,- Euro

Goldfinger

von Ian Fleming • Regie: Hendrik Becker

Spielzeit vom 15.08. – 05.09.2026

Premiere am

Samstag, 15.08.2026

Eintritt Kinder 10,- Euro · Erwachsene 12,- Euro

Weitere Termine auf der Homepage

www.burgbuehne.de

Reservierungen: Telefon 02529 94 84 84 –oder

nutzen Sie unsere Online-Kartenreservierung

Das Jahr 2025 war für die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück

geprägt von spannenden

Veränderungen und neuen Impulsen. Im März

2025 hat das neue Vorstandsteam mit Claudia Wilm

als Vorsitzender, Daria Baumhüter, Alexander Gromann,

Stefan Renpening und Jana Schmedthenke (stellvertretende

Vorsitzende) die Vorstandsarbeit aufgenommen.

Das neue Team hat sehr gut zusammengefunden

und leitet nun seit einem Jahr die Geschicke der Bürgerstiftung.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit in

den Gremien, zu denen neben dem Vorstand auch das

Kuratorium und der Stiftungsrat gehören, bildet ein

starkes Fundament für die zukünftige Ausrichtung

der Bürgerstiftung unter dem Motto »Gemeinsam

stark sein«

»Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam mit den

Partnern der Bürgerstiftung im Jahr 2025 die gute Zusammenarbeit

fortsetzen und viele neue Kontakte

knüpfen durften, um so in Projekten und Förderungen

weiterhin das Allgemeinwohl unserer Stadt zu fördern«,

so Claudia Wilm.

Der neue Bericht zu den Tätigkeiten im Jahr 2025

bietet einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten

der Bürgerstiftung, die sich schwerpunktmäßig

auf die Bereiche Bildung, junge Menschen und Familie,

Zusammenleben und Zusammenhalten, Kultur und Klima

ausrichten. Zu finden ist er auf der Homepage der

Bürgerstiftung, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet

und in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung.

Eine Besonderheit des Jahres 2025 war die Zuwendung

eines Nachlasses durch den verstorbenen

Alexander Helmut Richter. Der Vorstand ist Herrn Richter

sehr dankbar, dass er die Bürgerstiftung bedacht

hat, und mit seinem Erbe der Gemeinschaftsgedanke

der Bürgerstiftung unterstützt werden kann. Zudem

wurde zum 1. Dezember 2025 mit der Johannes Hüser

Stiftung die erste Treuhandstiftung unter dem Dach

der Bürgerstiftung errichtet, die sich insbesondere der

Jugend- und Altenhilfe, dem Tierschutz sowie Kunst und

Kultur widmet. Und weiterhin steht auch der Familie

Engel Stiftungsfonds zur Verfügung, der Heranwachsenden,

die ohne ihre leiblichen Eltern leben, finanzielle

Unterstützung bietet.

Die Bürgerstiftung finanziert ihre Aktivitäten aus

den Kapitalerträgen des Stiftungsvermögens und aus

Zuwendungen. »Wir freuen uns über weitere Personen,

Firmen oder Organisationen, die die Bürgerstiftung in

Form einer Patenschaft, einer Freundschaft, einer Zustiftung

oder Spende unterstützen wollen«, so Wilm. Für

persönliche Beratungsgespräche steht das Team gerne

zur Verfügung. Im Jahr 2025 spendeten 104 Personen,

Organisationen und Unternehmen als Paten, Freunde

oder Spender. Durch die Bündelung aller Beträge können

zahlreiche Vorhaben unterstützt und gefördert

werden und die Bürgerstiftung kann so zum guten

Zusammenleben sowie einem reichen Bildungs- und

Kulturangebot beitragen.

Mit großer Freude blickt man nach vorn: In diesem

Jahr feiert die Bürgerstiftung ihr 20-jähriges Bestehen.

Diesem runden Geburtstag und der weiteren Entwicklung

sieht das Team mit Zuversicht entgegen. »Es ist

schön zu sehen, dass wir insbesondere in den Bereichen

Bildung, junge Menschen und Familien aber auch beim

Klimaschutz etwas bewegen und Projekte unterstützen

können. Die Bildung junger Menschen, insbesondere

denen, die benachteiligt sind, liegt uns allen sehr am

Herzen«, betont Claudia Wilm. Im kommenden Jahr

möchte man sich auf die Erweiterung der Bereiche »gesellschaftlicher

Zusammenhalt« und »Klima« konzentrieren.

Für neue Projektvorhaben werde man zukünftig

auch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen anstreben.

Zudem wird für die Geschäftsstelle auch eine Teilzeitkraft

gesucht, die den Vorstand zukünftig bei den

Verwaltungsaufgaben unterstützt.

30 Das Stadtgespräch


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1 Höhepunkt des Bewegungsparcours war eine Fahrt mit dem »Reifen-Roller«.

Starke Resonanz beim

8. DRK-Sportfest

Die Kindertagesstätten Abenteuerland, Budenzauber,

Klawitter und Tönnies hatten eingeladen

Schon die Vorfreude begeisterte die Kinder, ihre Geschwister und

Eltern aus den vier Kindertageseinrichtungen des Deutschen Roten

Kreuzes bei ihrem achten gemeinsamen Sportfest. Bei der

Begrüßung der Gäste dankte Iris Hansel (Leiterin Kita Klawitter) stellvertretend

für Carolin Duhme (Leiterin Kita Abenteuerland) sowie Michel

Schmidt (Stv. Leiter Kita Budenzauber) und Sylke Feldewerth (Stv. Leiterin

Kita Tönnies) allen Mitarbeitenden für die Vorbereitung und Begleitung

des Sportfestes. Ein besonderer Dank galt den Eltern für die Organisation

des Cafés und die überaus zahlreichen Kuchenspenden. Die für die

zuvorkommende Bewirtung abgegebenen Spendengelder erhielten die

vier DRK-Einrichtungen für dringend zu tätigende Aufgaben.

Absoluter Höhepunkt des riesigen Bewegungsparcours war eine

Fahrt mit dem »Reifen-Roller«. Daran hatten nicht nur die Kleinen Spaß.

Auch viele große Gäste ließen sich das Vergnügen mit dem schnellen Gefährt

nicht nehmen. Ebenfalls unter den anderen angebotenen Stationen

fanden die Kinder schnell ihre Favoriten. Absolut gute Laune bereiteten

Trampolin-Sprünge, Bobby-Car-Fahrten sowie eine Bauchschaukel. Zudem

konnten sich die Kleinen begeistert auf den unterschiedlichen Stationen

zum Balancieren, Klettern, Rutschen und Springen ausprobieren.

Mit der in die Halle scheinende Sonne erstrahlte ein fröhliches

Miteinander von Kindern, Eltern und Geschwistern nebst Großeltern

und Freunden bei diesem sportlichen Großereignis der DRK-Kindereinrichtungen,

bei dem das

gemeinschaftliche Tun im

Mittelpunkt stand. Von

dieser einnehmenden Atmosphäre

war gleichfalls

der zweite Vorsitzende der

Rot-Kreuz-Gemeinschaft

Franz Westhoff sichtlich angetan.

Alle Akteure stimmten

mit ihm überein, dass

es nach diesem gelungenen

Tag eine weitere Auflage

des Sportfestes geben wird.

1 Mit Papas Hilfe ging es die Rutsche herab.

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Das Stadtgespräch

31


Fotos: DRK Rheda-Wiedenbrück

1 Das Foto entstand bei der Gruppenbildung zu Dienstbeginn des Einsatztages am

Rosenmontag.

1 Die DRK-Einsatzkräfte halten sich für die jederzeitige Hilfe bereit.

Die stillen Helfenden

im Hintergrund

Die Rotkreuzgemeinschaft des

DRK-Ortsvereins im Einsatz

Sie suchen einen Sanitätsdienst in Rheda-Wiedenbrück? Für Gäste

und Veranstalter einer Veranstaltung ist die Anwesenheit des

DRK-Sanitätsdienstes ein beruhigendes Gefühl. Das erlebten jetzt

die Besuchenden des Sporttages der DRK-Kita. Auch die Schützenfeste

im Stadtgebiet, Sportveranstaltungen oder das »Park Spektakel« der

Flora Westfalica können auf die Ehrenamtlichen zählen. Auch ist die

Rotkreuzgemeinschaft bei großen Einsätzen der Feuerwehr vor Ort. Sie

übernimmt dann u. a. die Versorgung der Einsatzkräfte. Mit zahlreichen

Ehrenamtlichen ist das Deutsche Rote Kreuz in jedem Jahr ebenfalls am

Rosenmontag im Einsatz. Sie halten sich bei diesem Großereignis im

Hintergrund bereit, um im Ernstfall schnelle Hilfe leisten zu können.

Für die Rotkreuzler bedeutete der Dienst viele Stunden Aufmerksamkeit

und Einsatzbereitschaft. Gerade diese Bereitschaft, im entscheidenden

Moment da zu sein, macht das Ehrenamt im DRK so besonders und

sinnstiftend. Wie wichtig das ist, zeigt beispielhaft ein Blick in den Einsatz

zum Höhepunkt des Straßenkarnevals.

Der Sanitätsdienst begann bereits um 11 Uhr. Bis zum Ende der Feierlichkeiten

gegen 2 Uhr in der Nacht standen sie für medizinische Notfälle

bereit. Insgesamt 30 Rotkreuzler waren im Einsatz. Sie begleiteten den

Umzug, besetzten feste Sanitätsposten entlang der Strecke und sicherten

zusätzlich die anschließende Karnevalsparty auf der Schanze ab.

Verteilt waren die Einsatzkräfte auf insgesamt neun Fahrzeuge, darunter

fünf Rettungs- und Krankentransportwagen. Diese standen bereit, um

Patientinnen und Patienten bei Bedarf in umliegende Krankenhäuser

zu transportieren.

Bei der morgendlichen Dienstbesprechung dankte DRK-Vorstand

Dennis Schwoch den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. »Für

uns ist es nicht selbstverständlich, dass ihr heute zur Hilfe bereitsteht,

statt selbst zu feiern – teilweise sogar Urlaub genommen habt und

eure Familien ohne euch losziehen. Danke für euren Dienst!«, betonte

er. Nahezu alle bringen sich neben Beruf, Familie oder Studium ein –

und zeigen damit, wie vielfältig und flexibel Ehrenamt im DRK gelebt

werden kann.

Der Rosenmontag verlief insgesamt ruhig. Sechs Personen mussten

medizinisch versorgt werden. Dabei handelte es sich überwiegend um

kleinere Kreislaufprobleme und andere typische Beschwerden, wie sie

bei größeren Veranstaltungen auftreten können. In drei Fällen war jedoch

ein Transport mit Rettungswagen in ein Krankenhaus erforderlich. Neben

der Absicherung des Umzugs wurden die Fahrzeuge des DRK auch

mehrfach zu Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Damit unterstützten

die ehrenamtlichen Kräfte zusätzlich den regulären Rettungsdienst.

Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig gut ausgebildete

Freiwillige für das gesamte Hilfeleistungssystem sind.

Für die Helferinnen und Helfer bedeutete der Rosenmontag einen

langen Einsatztag. Von den Vorbereitungen bis zum Abbau in der Nacht

kamen insgesamt mehr als 360 ehrenamtliche Helferstunden zusammen.

Trotz des umfangreichen Dienstes blieb auch ein kurzer Moment,

um die besondere Atmosphäre des Karnevals zu genießen. Einsatzleiter

Andreas Junker zog am Ende eine positive Bilanz: »Wir mussten glücklicherweise

nicht überdurchschnittlich viele Personen versorgen, sondern

bekamen auch selbst ein wenig von der guten Stimmung mit.«

Wenn Sie sich selbst engagieren möchten, sind Sie bei den Rheda-Wiedenbrücker

Rotkreuzlern jederzeit willkommen – ganz gleich, ob

mit medizinischem Interesse oder einfach dem Wunsch zu helfen. Das

DRK bietet eine fundierte Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen und

ein starkes Team, das neue Mitglieder offen aufnimmt. Ehrenamt im

DRK bedeutet, Teil von etwas Größerem zu sein – Menschen zu helfen,

Verantwortung zu übernehmen und dabei persönlich zu wachsen.

Und wer selbst einen Sanitätsdienst in Rheda-Wiedenbrück für

eine Veranstaltung sucht, kann sich ebenso gerne an das Deutsche

Rote Kreuz wenden. Egal, ob Sportveranstaltung, Straßenfest, Konzert

oder Firmenveranstaltung, die DRK-Leitung steht bei der Planung des

Sicherheitskonzepts hilfreich zur Seite. Je nach Größe, Art und Dauer

einer Veranstaltung werden verschiedene Komponenten geboten, aus

denen gewählt werden kann. Buchen Sie Ihren Sanitätsdienst bequem

online unter www.drk-guetersloh.de/vor-ort/rheda-wiedenbrueck/

sanitaetsdienst/anforderung-sanitaetsdienst.html oder unter Tel. 05242 /

57889222. Achten Sie auch darauf, dass Veranstaltungen hinsichtlich des

Sanitätsdienstes mit Auflagen seitens der Ordnungsämter, des vorbeugenden

Brandschutzes oder übergeordneter Sportverbände belegt sein

können.

Kem

32 Das Stadtgespräch


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60625 Frankfurt erhalten. Quellen Auszeichnungen: 1 Capital-Heft 03/2026 2 WirtschaftsWoche-Heft 44/2025.

Das Stadtgespräch

33


LOCAL

HEROES

STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.

Seit unserer März-Ausgabe im vergangenen Jahr stellen wir im Stadtgespräch mit dem

Spezial »Local Heroes« in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum?

Weil Zusammenhalt wichtiger denn je ist. In einer Welt, die immer schneller und digitaler

wird, geraten kleine Läden und lokale Betriebe leicht aus dem Blick – dabei sind sie das Herz

unserer Stadt und der Region.

Mit diesem Format setzen wir bewusst ein Zeichen: für mehr Miteinander, für eine starke

regionale Wirtschaft und für achtsamen Konsum. Wer lokal einkauft, investiert direkt in

seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und echte Begegnungen.

Inzwischen durften wir viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer kennenlernen

und ihre Geschichten teilen. Das große Interesse und der positive Zuspruch zeigen uns, wie

wichtig diese Plattform ist. Auch in den kommenden Ausgaben warten weitere spannende

Local Heroes darauf, entdeckt zu werden.

Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen und unsere Stadt lebendig halten.

Unterstützen wir unsere Local Heroes.

Ihr möchtet auch Teil des Formats werden?

Kein Problem! Meldet euch gerne bei uns:

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Im historischen Rötteken-Palais

in der Pixeler Straße 4 eröffnete

Philipp Hamschmidt im letzten

Sommer eine Bettenmanufaktur

der besonderen Art. Nicht nur das

wunderschöne Ambiente des Anwesens,

sondern auch seine Produkte,

für die der Betriebswirt steht, machen

seine Ausstellung zu etwas

Besonderem. Der 35-Jährige konnte

sein junges Unternehmen gut etablieren

und ist stolz darauf, dass er

nun auch eine eigene Manufaktur

in Rietberg hat, in der Boxspringund

Polsterbetten sowie Matratzen

aus hochwertigen Materialien nach

Kundenwunsch gefertigt werden.

Der Klang des Namens »Cong4«

erinnert an das Wort Comfort.

»Cong4 ist für mich mehr als ein

Markenname. Es ist ein Versprechen,

individuelle Schlafräume zu

schaffen, die Geborgenheit, Design

und handwerkliche Präzession vereinen«,

betont Hamschmidt. Seit

2016 war der junge Bettenexperte in

der Firma Traumwelt in Rietberg in

leitender Position tätig und konnte

dort reichlich Erfahrung sammeln.

Sein Wunsch, ein eigenes Geschäft

zu führen, wuchs. Als er das Angebot

bekam, im 1830 erbauten

Rötteken-Palais, dass sich seit

1872 im Besitz der Fürstenfamilie

Bentheim-Tecklenburg befindet,

großzügige Räumlichkeiten zu bekommen,

da hat er den Schritt in die

Selbstständigkeit gewagt. Auf 260

Quadratmetern Fläche hat Hamschmidt

noch reichlich Platz für

Erweiterung. In den lichtdurchfluteten

Zimmern mit den

überhohen Decken hat er mit

seiner Polster- und Boxspringbettenkollektion

traumhaft

schöne Schlafräume eingerichtet.

Dort zeigt er Beispiele von Betten,

doch das Angebotsspektrum bei

ihm ist weitaus größer. Der Kunde

kann alleine aus rund 1500 Stoffen

in verschiedenen Qualitäten, Farben

und Eigenschaften mit hohem Naturmaterialanteil

wählen.

Die Kunden können bei ihm das für

sie perfekte Bett zusammenstellen,

welches dann speziell in Rietberg

angefertigt wird. Jedes Bett ist somit

in seiner Zusammensetzung

ein Einzelstück. Zudem bietet der

gebürtige Westerwieher auch Lattenroste,

handgefertigte Matratzen,

Bettwäsche, Kissen, Oberbetten,

und Wohnaccessoires wie Beistelltischchen,

Sideboards und Lampen

an, damit der Raum, wo ein jeder

viel Zeit verbringt, zur Wohlfühloase

wird. »Mir ist es wichtig eine Atmosphäre

zu schaffen, in der sich der

Kunde sofort gut aufgehoben fühlt«,

betont er. Eine ausgiebige Beratung

gehört ebenso dazu wie bei Bedarf

ein Vor-Ort-Besuch beim Kunden.

Anlieferung und der Aufbau des

neuen Bettes sind für Hamschmidt

selbstverständlich. Seine Deko hat

er geschmackvoll dem Ambiente

des denkmalgeschützten Hauses

angepasst. Dezent, hochwertig

und stilecht. Eine alte restaurierte

Stempeluhr ziert den Flur und soll

einmal mehr deutlich machen,

dass dort das Handwerk zuhause

ist. Die Bettenmanufaktur

ist mittwochs bis

freitags von 9 bis 13 und von 15 bis

18 Uhr geöffnet, samstags von 9

bis 13 Uhr. Montags und dienstags

nach Terminabsprache.

Tel. 05242 / 4049504 · Mobil:

0151 / 20004481 · info@cong4.de ·

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1 Ehrung für die fünfzigjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr und länger: (v. l.) der Leiter der Feuerwehr Jürgen Böckmann, Gerd

Rudolf Schröter (60 Jahre), Siegfried Bünte (50), Ulli Strecker (50), Ludger Uhle (60), Heinz-Georg Großerohde (50), Stellv. Kreisbrandmeister

Uwe Theismann

Jahresdienstbesprechung

aller Löschzüge

Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück

Ein Abend des Dankes, der

Wertschätzung und des kameradschaftlichen

Zusammenhalts

– an neuer Stelle, in der

Hubertushalle, zum zweiten Mal

mit dem imposanten Gesamtbild

aller Löschzüge: Die Freiwillige

Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück

hatte am 27. März zu ihrer Jahresdienstbesprechung

geladen. Ihre

310 aktiven Einsatzkräfte (288 Eh-

1 Freude über Beförderungen durch die Feuerwehrleitung: (v. l.) Jürgen Böckmann

(Leiter der Feuerwehr), Meinolf Heiermeier (stellv. Leiter der Feuerwehr), Marcus

Günnewig (jetzt Hauptbrandmeister), Andre Korte (Brandinspektor), Nicole Pollklas

(Brandoberinspektorin), Michael Schwarze (Brandinspektor), Andreas Harder (Brandamtmann),

stellv. Leiter der Feuerwehr Matthias Goerke

renamtler, 18 Hauptamtliche), die

14 Mitglieder der 2024 gegründeten

Unterstützungsabteilung (u. a.

zur Begleitung des Übungs- und

Ausbildungsdienstes sowie Wartung

und Instandhaltung von

Einrichtungsgegenständen und

der Infrastruktur), die 25-köpfige

Jugendfeuerwehr sowie die 74 Angehörigen

der Ehrenabteilung feierten

ihre verdienstvolle Gemeinschaft.

Sie blickten dabei unter

anderem auf die insgesamt 604

Einsatzdienste des vergangenen

Jahres zurück. Ebenso beeindruckend

ist die Zahl der 20.3567 geleisteten

Stunden bei insgesamt

769 geleisteten Übungen und

sonstigen Diensten.

»Ihr habt euch für Rheda-Wiedenbrück

gemacht«, würdigte

Bürgermeister Theo Mettenborg

mit Blick auf die im vergangenen

Jahr geleistete Arbeit für den

Nächsten und das mundende Buffet.

»Ich möchte mich herzlich für

die vielen geleisteten Stunden für

das Gemeinwohl bedanken. Nur

durch eure ständige Motivation

und Hingabe kann Freiwillige Feuerwehr

so erfolgreich umgesetzt

werden«, so der Bürgermeister. Die

Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück

entwickle sich in allen Dimensionen

spür- und messbar positiv

weiter.

Sein besonderer Dank galt

der dreiköpfigen Führungsriege:

dem Leiter Jürgen Böckmann

sowie den beiden Stellvertretern

Meinolf Heiermeier und Matthias

Goerke. »Eure konstruktive und

lösungsorientierte Zusammenarbeit

schenkt unserer Feuerwehr

Stabilität und Motivation«, so der

Bürgermeister. Und mit einem

Blick auf das gesamte Auditorium:

»Ich bin stolz auf euch!« Kem

36 Das Stadtgespräch


1 Die Beförderten und Neuaufnahmen beim Löschzug Wiedenbrück.

Mit neuem Führungsteam

Löschzug Wiedenbrück

Für die Sicherheit Wiedenbrücks

war die Besetzung

der Löschzugleitung mit

dem 46-jährigen Alexander Löhner

im vergangenen September

ein bedeutender Schritt. Er wurde

erforderlich, weil der bisherigen

Löschzugführer Jürgen Böckmann

vor einem Jahr die Leitung

der Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück

übernommen hatte. Mit

dieser entscheidenden personellen

Weichenstellung ist das neue

Führungstrio beim Löschzug Wiedenbrück

wieder komplett. Löhner,

der sich als ehrenamtlicher

Leiter der Kreisfeuerwehrschule

Gütersloh sowie als Geschäftsführer

des Kreisfeuerwehrverbandes

Gütersloh einen Namen gemacht

hatte, steht der 49-jährige sehr

erfahrene Feuerwehrmann Guido

Kölling weiterhin als wichtige

Stütze und stellvertretender

Löschzugführer zur Seite. Neu in

dieser Führungsaufgabe ist der

38-jährige Jaime Zimmermann.

Er konnte Leitungserfahrungen

bereits als stellvertretender Gruppenführer

sammeln.

Das neue Führungsteam genießt

großes Vertrauen innerhalb

der Mannschaft. Der Löschzug

zeigte sich sehr erfreut über die

Bereitschaft der Gewählten, diese

verantwortungsvolle ehrenamtliche

Aufgabe zu übernehmen. Er

wünschte ihnen für ihre sechsjährige

Amtszeit viel Erfolg und eine

stets glückliche Hand bei ihren

Entscheidungen. Das Trio möchte

möglichst viele Feuerwehrleute

in die Entscheidungen einbinden.

Mit der neuen Führung sei der

Löschzug wieder voll handlungsfähig

und bestens für die kommenden

Herausforderungen im

Brand- und Katastrophenschutz

gerüstet, freute sich ebenfalls

Bürgermeister Theo Mettenborg.

Er äußerte seinen Respekt vor der

Arbeit der Feuerwehr, deren Einsatz

von ihrer Bereitschaft geprägt

sei, Menschen in Not zu helfen.

Für die neue Löschzugführung

mit Alexander Löhner als Löschzugführer

sowie seine beiden

Stellvertreter Guido Kölling und

Jaime Zimmermann war es die

erste gemeinsame Veranstaltung

dieser Art.

Jahreshauptversammlung

Die 92 Mitglieder des Löschzugs

Wiedenbrück wurden 2025 zu

181 Einsätzen gerufen. Darunter

befanden sich drei Großbrände.

Darüber hinaus mussten sie zu

neun Mittelbränden und 21 Kleinbränden

ausrücken. Leider waren

davon mehr als 30 Prozent Fehlalarme,

berichtete Schriftführer

Marko Hoyer auf der Jahreshauptversammlung.

Bei dem großen

Brand auf einem Bauernhof in Batenhorst

sei die Rauchsäule schon

von weitem sichtbar gewesen. Bis

weit nach Mitternacht habe der

Einsatz gedauert. Er sei kräftezehrend

gewesen. Der Löschzug habe

aber mehrere Kühe retten können.

Schwierig sei die Brandbekämpfung

ebenfalls bei einem

Wohnhausbrand gewesen. Das

Feuer hatte sich unter das Dach

gezogen. Der Löschzug löste wegen

der vielen Rauchgase die Warnapp

Nina für Wiedenbrück aus.

Nach dem Abschluss aller Ermittlungen

wurde das Haus zwischenzeitlich

abgerissen.

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1 Zum Erinnerungsfoto stiegen die Geehrten Stefan Kölling, Sebastian Lohmann,

Christian Bremehr, Lisa Erber sowie Löschzugführer Alexander Löhner und Stefan

Heimeier mit Bürgermeister Theo Mettenborg gemeinsam ins Boot.

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in der Freizeit statt und werden

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durchgeführt. »Vielen Dank für

eure investierte Zeit und Mühe!«,

dankten die Löschzugleitung und

der Schriftführer.

Beförderungen

Auf der Jahreshauptversammlung

sprach Jürgen Böckmann

in seiner Eigenschaft als neuer

Feuerwehrleiter zahlreiche Beförderungen

aus. Norbert Krey

wurde zum Feuerwehrmann und

Christian Kuhlmann sowie Dominik

Grosch wurden zum Oberfeuerwehrmann

ernannt. Über eine

Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann

konnten sich Jannik

Portmann und Bastian Niewöhner

freuen. Unterbrandmeisterin

ist jetzt Jessica Bode. Eine Urkunde

über die Beförderung zum

Unterbrandmeister erhielten Ralf

Lütkenkemper, Christoph Baumhus,

Andreas Mersch sowie Leif

Daniels, Andreas Markmann und

Hendrik Hemke. Neun Kameraden

wurden neu in den Löschzug aufgenommen.

Ehrungen

Für 10-jährige Mitgliedschaft

wurde Lisa Erber durch den Leiter

der Feuerwehr Jürgen Böckmann

geehrt und für 25 Jahre Mitgliedschaft

in der Freiwilligen Feuerwehr

erhielten Christian Bremehr,

Stefan Kölling sowie Sebastian

Lohmann eine besondere Ehrung

durch Bürgermeister Theo

Mettenborg.

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1 Bis weit nach Mitternacht dauerte ein Brandeinsatz auf einem Bauernhof in Batenhorst.

38 Das Stadtgespräch


Buchtis

Vorfreude auf König

Fußball

Die Zeiten, in denen man wochenlang

warten musste, ehe das erste

Buch über eine Fußballweltmeisterschaft

erschien, sind natürlich

längst vorbei. Heute ist das Endspiel

kaum abgepfiffen, da liegen

die entsprechenden Bände vor.

Doch als echter Fan möchte man

natürlich auch die Vorfreude genießen

und sich schon einmal

auf den großen Kick einstellen.

Zu diesem Behufe gibt es nun das

ultimative Kompendium, verfasst

von Andreas Matlé. In »Tore, Tränen

und Triumphe« finden sich

alle Spiele, Spieler, Sensationen und

die besonderen Momente rund um

die Fußballweltmeisterschaften

seit 1930. Andreas Matlé vereint in

diesem sehr ansprechend gestalteten

Band mit vielen farbigen Abbildungen

die großen und manchmal

auch unbekannten Momente des

Weltfußballs. Das Wunder von

Bern, das Jahrhundertspiel im Aztekenstadion

und Maradonas Hand

Gottes werden ebenso porträtiert

wie die Mannschaft, die von einem

König zusammengestellt wurde, die

Mannschaft mit dem Namen »die

Leoparden«, welches Turnier als das

langweiligste und welches als das

beste angesehen wird und welche

Fußballer Gymnastik an Bord eines

Luxusschiffes machen mussten.

Natürlich bleiben auch Fragen wie

die nach dem schnellsten WM-Treffer

nicht unbeantwortet. Den erzielte

bekanntlich Hakan ükür 2002

nach elf Sekunden im Spiel der türkischen

Nationalmannschaft gegen

Südkorea im Spiel um den dritten

Platz. Das ganze Werk ist in einem

Hardcover-Buch verpackt, das aufgrund

seiner Stabilität diesen Namen

noch verdient. Erschienen bei

Droemer, 350 Seiten, 26 Euro.

Eine kurze Geschichte der

Fußballweltmeisterschaften enthält

auch »Das große WM-Buch

2026« des Sportjournalisten Kevin

Wieschues. Allerdings geht es

in dem reich bebilderten Buch im

A4-Format in allererster Linie um

die aktuelle WM. Die Weltmeisterschaft

2026 in den USA, Kanada

und Mexiko verspricht ja einen

Wettstreit in nie dagewesenen

Dimensionen. Erstmals kämpfen

bei einer Fußball-WM derartig viele

Nationen um den begehrten Titel.

Kenntnisreich spekuliert Wieschues

zu Fragen wie: Gelingt es dem

amtierenden Weltmeister Argentinien,

den Titel zu verteidigen?

Und wird Deutschland nach dem

holprigen Start in der WM-Qualifikation

die Erwartungen der Fans

erfüllen oder gar überflügeln? Das

große WM-Buch 2026 stellt Teams

und Favoriten vor, porträtiert die

Stars des Weltfußballs von Kylian

Mbappé bis Joshua Kimmich und

liefert spannende Fakten zu den 16

Stadien, in denen gespielt wird. Voll

mit packenden Geschichten, Statistiken

und beeindruckenden Bildern

ist es die perfekte Einstimmung auf

zumindest das größte Fußballfest

aller Zeiten. Erschienen bei riva, 128

Seiten, 18 Euro.

Hörbuch John Grisham

»Das Vermächtnis«

Spätestens seit er zusammen mit

Manfred Krug den singenden Tatort-Kommissar

gegeben hat, bin ich

ein Charles Brauer-Fan. Mittlerweile

schätze ich vor allem seine sonore

Stimme, die er vielen Vertonungen

der Grisham-Romane leiht. Das ist

zum Glück auch im neuesten Werk

des amerikanischen Erfolgsautors

»Das Vermächtnis« so.

Bei der Handlung des soeben

erschienenen Romans geht es,

nicht wirklich überraschend, um

einen Anwalt. Doch keine Angst,

es findet kein Grishams’ David gegen

Goliath oder eben ein Kampf

kleiner Anwalt gegen riesige Konzerne

statt. Dabei ist Simon Latch

durchaus ein David, ist er doch ein

kleiner Anwalt im ländlichen Virginia.

Er lebt nicht gerade auf der

Sonnenseite des Lebens. Seine Praxis,

die aus ihm und seiner Sekretärin

Mathilda besteht, lebt von der

Laufkundschaft des kleinen Ortes,

die eventuell einen Standard-letzten-Willen

brauchen, den sie auch

aus dem Internet ziehen könnten.

Auch privat ist keineswegs alles

rosig, denn Simon und seine Frau

sind nur deshalb noch verheiratet,

weil sie sich keine Scheidung leisten

können. Und schon gar keine zwei

Wohnungen, weshalb Simon auch

meistens sein Feldbett im Büro aufschlägt.

Doch dann betritt Eleanor Barnett

sein Büro, eine ältliche Witwe,

die ein neues Testament braucht.

Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges

Vermögen hinterlassen,

von dem niemand etwas weiß. Bis

auf den schmierigen Winkeladvokaten,

der Eleanor kurz zuvor ein

Testament gebastelt hat, dass im

Endeffekt den Anwalt als Erben

einsetzt. Simon ist empört, spekuliert

dann jedoch ebenfalls auf die

16 Millionen Dollar, die die etwas

verwirrte Eleanor nach eigenen Angaben

ihr Eigen nennt. Simon kümmert

sich um die alte Dame, führt

sie zum Essen aus und stellt ein

Testament aus, das weitaus fairer

als das seines Vorgängers ist. Dann

jedoch verursacht Eleanor, deren

Fahrstil bestens Falls mit chaotisch

zu beschreiben ist, da sie schlicht

zu alt ist, um die nötige Übersicht

zu behalten, einen Verkehrsunfall

und landet im Krankenhaus. Auf

einmal besteht großes Interesse an

der alten Dame, denn offenbar ist

durchgesickert, dass sie vermögend

ist. Als sie überraschend stirbt, findet

sich Simon auf der Anklagebank

wieder. Der Staatsanwalt spricht

von Mord. Die Indizien sprechen

gegen ihn und die öffentliche Stimmung

ist gegen den Anwalt, der ja

offenbar die arme Witwe ausnehmen

wollte. Es sieht schlecht für

Simon aus. Er wird sich nur retten

können, wenn er innerhalb kürzes-

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Das Stadtgespräch

39


ter Zeit den wahren Mörder findet.

Erschienen ist die ungekürzte

Hörbuchfassung des neuesten

Grisham bei Randomhouse Audio.

Die Spieldauer beträgt zwölfeinhalb

spannende Stunden.

Kathy Reichs

»Die Sprache

der Flammen«

Ich weiß eigentlich gar nicht, warum

mich die Gerichtsmedizin interessiert.

Schon wenn jemand im

Fernsehen eine Spritze bekommt,

kann ich das nicht gut sehen.

Eine echte Obduktion wäre das

Allerletzte, was ich sehen möchte.

Dennoch faszinieren mich die

Erkenntnisse, die die Forensiker

dabei gewinnen und das Wissen

darum, was wann wie passiert.

Voraussetzung dafür ist natürlich,

dass diejenigen, die über das

schreiben, was im Seziersaal passiert,

auch Ahnung davon haben.

Und das ist bei Kathy Reichs der

Fall, ist sie doch eine von nur knapp

neunzig zertifizierten forensischen

Anthropologen in Nordamerika.

Auch in ihrem neuen Fall ist

Tempe Brennan, ihre Hauptfigur

seit mehr als 20 Romanen, berufsbedingt

wieder mit dem Tod konfrontiert.

Eigentlich wollte sie sich

ein schönes langes Wochenende

mit ihrem Freund Ryan machen,

der dafür extra vom kanadischen

Montreal zu Tempe nach Charlotte,

North Carolina anreisen wollte.

Doch Tempes Problem ist, dass sie

nur sehr schlecht nein sagen kann.

Schon gar nicht, wenn ihre erwachsene

Tochter sie dringend um einen

Gefallen bittet. Statt ins romantische

Wochenende geht es für die

forensische Anthropologin in die

US-Hauptstadt nach Washington.

Dort trifft sie, wieder einmal, auf

Ermittler mit zu viel Testosteron

und zu wenig Hirn. Und auch die

Leichen, die sie untersuchen soll,

sind herausfordernd, sind sie doch

bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Im Gerichtsmediziner-Sprech heißt

das dann, sie entdeckt »mehrere

Leichen zu einer amorphen Masse

aus verbranntem Muskelfleisch

und Knochen verschmolzen«. Ja,

ich weiß, ganz schön eklig. In der

abgebrannten Hausruine findet

Tempe dann nicht nur vier Mieter

des illegalen Airbnbs, sondern in einem

Fass im Keller auch noch den

Leichnam einer vor Jahrzehnten

Verstorbenen. Außerdem befindet

sich die Hausruine in einem Viertel

mit bewegter Vergangenheit

und die Eigentümer erweisen sich

als ausgesprochen zwielichtig. So

liegt es bei Tempe fast schon auf

der Hand, dass es sich bei dem

Feuer um Brandstiftung handelt.

Die Ermittler dagegen würden den

Fall dennoch möglichst schnell

abschließen, doch dann brennt

ein weiteres Haus der seltsamen

Eigentümer, und das halten dann

auch die bequemsten Feuerwehrleute

und Polizisten nicht mehr für

einen Zufall. Und Tempe natürlich

schon gar nicht, denn das Ermitteln

liegt ihr einfach im Blut. Die Hardcover-Version

ist bei Heyne erschienen,

364 Seiten, 24 Euro. Wer noch

bis zum 28. Mai Geduld hat, der

zahlt für die Taschenbuch-Version

nur 13 Euro.

Michael Sheridan

»Der rote Kaiser«

»Der rote Kaiser« ist kein Krimi, aber

dennoch nicht viel weniger spannend

und dabei durchaus lehrreich.

Michael Sheridan ist Journalist

und Autor mehrerer Bücher. Nach

seinem Geschichtsstudium am Jesus

College in Cambridge wurde er

Auslandskorrespondent in Asien,

dem Nahen Osten und Europa. Er

war 20 Jahre lang Fernostkorrespondent

für die Sunday Times. Zuvor

arbeitete er für Reuters, ITN und

The Independent. Seine Arbeiten

erschienen auch im renommierten

Times Literary Supplement und in

The Spectator, The Tablet, Vanity

Fair, The Australian und dem Hong

Kong Economic Journal.

Trotz des ganzen Getöses, des

wütenden Chaos und der Streitgespräche,

die vom Stil her auch in

einem Pausenstreit in der Grundschule

geführt werden könnten,

ist Donald Trump wohl nicht der

gefährlichste und einflussreichste

Mensch unserer Zeit, jedenfalls

nicht mittelfristig. Xi Jinping dagegen

herrscht über 1,4 Milliarden

Menschen und die zweitgrößte

Volkswirtschaft der Welt. Dennoch

ist überraschend wenig über ihn

bekannt. Der erfahrene Auslandskorrespondent

Michael Sheridan

hat alles zusammengetragen, was

er in 20 Jahren aus Insiderberichten

und eigenen Reportagen über den

chinesischen Staatspräsidenten

recherchieren konnte, und zeichnet

das bislang wohl detaillierteste Bild

des starken Mannes in Peking und

seines Werdegangs. Und das liest

sich entschieden anders als westliche

Biografien.

Als Sohn einer der einflussreichsten

Familien des kommunistischen

China wurde der junge

Xi während der Kulturrevolution

aufs Land verbannt. List, familiäre

Privilegien und Intrigen bahnten

ihm den Weg zurück an die Spitze.

Nach dem spektakulären Sturz

seines Rivalen Bo Xilai wurde Xi Jinping

2012 zum Staatschef Chinas.

In dieser Zeit entwickelt sich China

vom armen, rückschrittlichen und

isolierten Land der Jugend Xis zur

militärischen und wirtschaftlichen

Supermacht von heute. Vom Westen

fast unbemerkt kämpfen in Xis neuem

China regelrechte Familienmafias

inmitten von Mord, Korruption

und Sexskandalen um die Macht,

während Minister und Generäle in

Säuberungsaktionen spurlos verschwinden.

Denn Xi ist ein absoluter

Herrscher, dessen Wort Gesetz ist,

von Krieg und Frieden bis hin zum

rücksichtslosen, menschverachtenden

Kampf gegen Covid-19. Er strebt

danach, den Welthandel zu dominieren,

die westliche Demokratie

zu besiegen und China als größte

Macht im Osten zu etablieren. Michael

Sheridan enthüllt, dass sich

hinter der Fassade der Kommunistischen

Partei Chinas eine moderne

Dynastie, die ihre Ziele effektiv und

gnadenlos umsetzt, und ein neuer

Kaiser verbergen. Ein Kaiser, die einen

hochentwickelten modernen

Staat vorantreibt, der sowohl E-Autos

und Hochgeschwindigkeitszüge

als auch den Cyberkrieg ermöglicht.

Erschienen ist »Der rote Kaiser« als

Hardcover im Finanzbuchverlag, 336

Seiten, 24 Euro.

Beeindruckende Resonanz

auf Kapitalerhöhung

Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft

Die Resonanz auf die von

der Rheda-Wiedenbrücker

Energiegenossenschaft

geplante Kapitalerhöhung war

umwerfend. Innerhalb weniger Wochen

wurden der Genossenschaft

über 10 Millionen Euro angeboten.

Und das nicht nur von bisherigen

Mitgliedern. 784 Menschen haben

sich neu für eine Mitgliedschaft

beworben. »Für uns ein großer

Vertrauensbeweis, der uns darin

40 Das Stadtgespräch


bestärkt, für Rheda-Wiedenbrück

das Richtige zu tun: klimafreundlich

Strom zu produzieren mit bürgerschaftlichem

Engagement«,

schreibt die RheWie ihrem jüngsten

Newsletter. Die beeindruckende

Resonanz spiegelte sich ebenfalls

in den Zuschriften an die RheWie

wider: »Ich möchte mich an der

regionalen Energiewende beteiligen

und in unsere gemeinsame

Zukunft investieren«, »Wir möchten

Mitglied werden und unseren

Beitrag für eine ökologische Energiestadt

leisten«.

Gleich nach der Infoveranstaltung

in der Stadthalle gingen die

ersten Anträge ein – einige versehen

mit freundlichen Kommentaren:

»Die informative Veranstaltung

hat mir gut gefallen«, »Vielen Dank

für die ausführlichen Erläuterungen.

Da werden Sie mit mir ein zukünftiges

neues Mitglied haben«.

Alle, die sich wegen einer Beteiligung

gemeldet hatten, erhalten

Brief und E-Mail für die weiteren

Formalitäten.

Die hohe angebotene Gesamtsumme

von 10 Mio. Euro bringt

mit sich, dass die RheWie nicht

alle gewünschten Anteile zusagen

kann. Statt wie angekündigt 50.000

Euro liegt die Höchstgrenze nun

bei 6.000 Euro. So kann die RheWie

möglichst vielen eine Beteiligung

ermöglichen und nicht nur wenigen

großen Investoren. Ein Mitglied

formuliert es so treffend: »Ich bin

stolz, ein ganz kleiner Teil unserer

Energie-Wende zu sein«.

Schön ist auch zu sehen, dass

man für eine Mitgliedschaft weder

zu alt noch zu jung sein kann. Die

Altersspanne reicht von zarten zwei

Monaten bis zu respektablen 91 Jahren.

Die Rückmeldungen bestärken

die RheWie. »Sie geben uns Rückenwind

für die kommenden Aufgaben,

bis sich drei weitere Windräder in

unserer Heimatstadt drehen werden«,

heißt es im Newsletter.

2013 gegründet, wurden 2016

mit 400 Mitgliedern die ersten

beiden Windräder an der Aurea gebaut,

mit 730 Mitgliedern 2022 das

Langerberger Rad. Aktuell erwartet

die RheWie mit den drei weiteren

Anlagen in Nordrheda Richtung

Pixel und Batenhorst an der Flammenmühle

einen Quantensprung:

Der von ihr produzierte Strom wird

um 45 Millionen auf 70 Millionen

Kilowattstunden pro Jahr steigen!

Die Bauplanung muss die

RheWie nicht komplett allein

1 Vorstand Hubert Leiwes ist froh, dass die RheWie die Firma WestfalenWind als Planungspartner

für die Errichtung der drei neuen Windkraftanlagen zur Seite hat.

stemmen. Vorstandsvorsitzender

Hubert Leiwes ist sehr froh, die

Paderborner Firma WestfalenWind

als Planungspartner zur Seite zu

haben. Hersteller der neuen Windräder

wird die Firma Enercon sein,

mit der Verträge für zwei Typen

geschlossen werden: eine Anlage

200 Meter hoch mit einem Rotordurchmesser

von 160 Metern und

zwei Anlagen 250 Meter hoch mit

175 Metern Rotordurchmesser. 2028

sollen die drei in Betrieb gehen. Die

Investitionskosten belaufen sich

insgesamt auf ca. 30 Millionen

Euro. 4,5 Millionen, also 15 Prozent

der Summe, sollen als Eigenanteil

von den Mitgliedern aufgebracht

werden. Der Vorstand plant, dass

die Anteile bei den nächsten Ausschüttungen

sukzessive mit sieben

Prozent verzinst werden. Weitere

Infos unter www.rhewie-eg.de

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Vom 1.3.2026 – 31.3.2026

Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück

In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 17 Ehen geschlossen,

keine Geburt und 41 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die

Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis

gegeben haben:

Eheschließungen: Marleen Seiger und Axel Daake | Morsal Mohammadi

und Haseeb Ibrahimi | Ina Sutthoff und Pascal Maximilian Moerchel |

Andrea Kosfeld, geb. Willann und Klaus-Dieter Ermel | Laura Alke und

Marvin Korczak

Sterbefälle: Johannes Vogt | Herta Martha Aufenanger | Ehrentraud Jutta

Südbrock, geb. Hansmeier | Christa Franziska Wiebrock, geb. Junkerkalefeld

| Elisabeth Knapp-Erdmann, geb. Knapp | Peter August Lasrich |

Irmgard Gertrud Korte, geb. Heising | Hans Antonius Carree | Hermann Fritz

Bartsch | Jürgen Karl Franz Holtkamp

Sterbefall aus dem Januar: Karin Michallick, geb. Staar

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Abschiedsfeier für Mitarbeitende

im Unter nehmen

kann lohnsteuerfrei sein

Wenn langjährig Mitarbeitende in den Ruhestand gehen oder

das Unternehmen verlassen, wird dies bei einigen Unternehmen

mit einer Feier begleitet. In der Praxis bestand bisher das

lohnsteuerliche Risiko, dass die durch den Arbeitgeber getragenen Kosten

einer solchen Veranstaltung beim verabschiedeten Arbeitnehmenden als

steuerpflichtiger Vorteil und damit als Arbeitslohn gelten können.

Der Bundesfinanzhof hat hierzu nun eine wichtige Klarstellung getroffen:

Organisiert und bezahlt der Arbeitgeber die Feier, entsteht für

den Mitarbeitenden in der Regel kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Im Urteilsfall hatte ein Unternehmen eine Abschiedsfeier für ein Vorstandsmitglied

veranstaltet. Rund 300 Gäste aus dem beruflichen Umfeld

waren eingeladen, darunter Geschäftspartner sowie Personen aus Politik

und Verwaltung. Die Feier fand in den Räumen des Unternehmens statt

und wurde vollständig vom Arbeitgeber organisiert sowie bezahlt. Auch einige

Familienangehörige des ausscheidenden Vorstands waren eingeladen.

Das Finanzamt wollte die Kosten teilweise als steuerpflichtigen Vorteil

für den Arbeitnehmenden werten. Der Bundesfinanzhof sah das jedoch

anders: Entscheidend sei, wer Gastgeber ist und welchen Charakter

die Veranstaltung hat. Wird die Feier vom Arbeitgeber in den betrieblichen

Räumlichkeiten organisiert, die Gästeliste vom Unternehmen bestimmt

und dient die Veranstaltung einem betrieblichen Anlass – etwa der Verabschiedung

und gleichzeitig der Vorstellung eines Nachfolgenden –

handelt es sich um eine betriebliche Veranstaltung.

In diesem Fall lag nach Auffassung des Gerichts keine persönliche

Bereicherung des Mitarbeitenden vor. Darüber hinaus ist die Einladung

von Familienangehörigen für eine derartige Feier gesellschaftlich üblich.

Deshalb sind auch die auf den Mitarbeitenden und seine Familienangehörigen

entfallenden Kosten kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Für Unternehmen in der Praxis bietet dies mehr Rechtssicherheit: Wird

eine Abschiedsfeier klar als betriebliche Veranstaltung organisiert und erfolgt

die Einladung durch den Arbeitgeber, kann der Arbeitgeber auch die

Kosten übernehmen, ohne dass für den verabschiedeten Mitarbeitenden

zusätzliche Lohnsteuer anfällt. Die gegenüber dem Arbeitnehmden zum

Ausdruck gebrachte Wertschätzung einer öffentlichen Verabschiedung

führt damit nicht zu einem steuerpflichtigen Nachteil des langjährig

verdienten Mitarbeitenden.

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Mangrove Advertising GmbH & Co. KG, Moritz Ebeling

Anschrift für Redaktion und Verlag:

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Titelbild: Das Stadtgespräch

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Frank van der Burg

Der Autor ist Steuerberater in der Kanzlei Wortmann & Partner PartGmbB,

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Rheda-

Wiedenbrück

Das Stadtgespräch

43


Seniorenzeitung

des Seniorenbeirates

der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Wahl des

Senioren beirats im

Herbst 2026

Im Herbst dieses Jahres ist es wieder soweit. Die Wahl des Seniorenbeirats

der Stadt Rheda-Wiedenbrück steht an. Alle fünf Jahre

können Einwohnerinnen und Einwohner, die das 60. Lebensjahr

vollendet haben, per Briefwahl bei der Zusammensetzung dieses Gremiums

mitentscheiden.

Was macht der Seniorenbeirat?

Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung der Generation

60+. Er bringt Themen ein, die für Menschen im fortgeschrittenen

Alter wichtig sind, bündelt ihre Anliegen und gibt diese strukturiert an

Politik und Verwaltung weiter. Er stößt Diskussionen an, initiiert und

begleitet verbessernde Maßnahmen und wirkt konstruktiv an Lösungen

mit. Dabei verpflichtet sich die Seniorenvertretung klaren Grundsätzen.

Sie arbeitet parteipolitisch neutral, konfessionell unabhängig

und losgelöst von Verbänden und Organisationen.

Themen, die das Gremium im Blick hat, sind etwa die wohnortnahe

medizinische Versorgung für ältere Menschen, bezahlbarer, altersgerechter

Wohnraum, sichere und barrierefreie Gehwege und ein funktionierender

öffentlicher Nahverkehr.

Ein weiterer Schwerpunkt des Seniorenbeirats ist die Beratung:

Er gibt Orientierung, zeigt Hilfsangebote auf und vermittelt bei Bedarf

an zuständige Stellen und Institutionen. Beispiele gelungener

Kooperationen sind das Projekt »Handy-Fitness«, die Geh-Treffs und

der Handwerkerdienst »Wichtel« der AWO, die für ältere Menschen ins

Leben gerufen wurden.

Wie setzt sich der Seniorenbeirat zusammen?

Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Ortsteile

zusammen: je zwei Mitglieder aus den Stadtteilen Rheda und

Wiedenbrück sowie jeweils ein Mitglied aus Batenhorst, Lintel und St.

Vit. Ergänzt wird der Seniorenbeirat durch sechs Mitglieder, die von

Verbänden und Institutionen entsandt werden: von AWO (Arbeiterwohlfahrt

e. V.), DRK (Deutsches Roten Kreuz e. V.), SoVD (Sozialverband

Deutschland e. V.), der katholischen sowie der evangelischen Kirchengemeinde

und der Volkshochschule Reckenberg-Ems. Insgesamt besteht

der Seniorenbeirat unserer Stadt also aus 13 Mitgliedern und den

jeweiligen Stellvertretungen, die die kontinuierliche Arbeit sichern. Er

ist ein gelungenes Beispiel für eine funktionierende und engagierte

Interessenvertretung.

Wie läuft die Wahl ab?

Wahlberechtigt sind alle Seniorinnen und Senioren in dem Ortsteil, in

dem sie seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz wohnen

und dort im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Die Unterlagen zur

Briefwahl werden zu gegebener Zeit automatisch von der Stadt zugeschickt.

Detaillierte Informationen zu Terminen und Ablauf der Wahl

werden an dieser Stelle und in den Medien zu einem späteren Zeitpunkt

gegeben. Geplant sind zusätzlich Vorträge über den Seniorenbeirat und

seine Wahl, die der Vorsitzende des Gremiums Karl-Josef Büscher in

verschiedenen Ortsteilen halten wird.

Warum für den Seniorenbeirat kandidieren?

Kommunen, in denen eine Seniorenvertretung besteht, wissen um

ihren Wert. Auch unsere Stadt schätzt das Engagement der Generation

60+. Seniorinnen und Senioren sind herzlich durch eine eigene Kandidatur

zur aktiven Mitgestaltung im Beirat eingeladen.

· Bringen Sie Ihre eigenen Erfahrungen ein, um die Lebensbedingungen

der älteren Menschen in unserer Stadt zu verbessern.

· Ihre Stimme als »sachkundige/r Einwohner/in« wird in den Ausschüssen

für Soziales, Migration und Sport, Bauen und Stadtentwicklung

sowie Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität gehört.

· Sie arbeiten mit Gleichgesinnten zusammen, lernen Neues kennen

und haben Kontakte zu Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft.

· Ihr ehrenamtliches Engagement wird durch die umgesetzten

Maßnahmen sichtbar.

· Sie stärken die politische Teilhabe älterer Menschen und sichern

deren Mitsprache. Dies ist wichtig vor dem Hintergrund des demografischen

Wandels, denn die Generation 60+ wird zu einem

immer größeren Teil der Bevölkerung.

Voraussetzung für die Kandidatur sind zehn Unterstützungsunterschriften

von Wahlberechtigten aus dem Ortsteil, in dem die Bewerberin

bzw. der Bewerber mit Hauptwohnsitz gemeldet ist. Auf diesen

Ortsteil ist die Kandidatur beschränkt.

Seien Sie also in diesem Jahr dabei: Wählen Sie den neuen Seniorenbeirat

– und lassen Sie sich wählen!

Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-

Wiedenbrück | Ständige Mitarbeit: Hermann Benkelberg, Karl-Josef

Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf

Seniorenbeirat AKTIV: Sprechzeiten

Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.

Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de

Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis

12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme

können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im

Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35

44 Das Stadtgespräch


Pflegeberatung Henkenjohann

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1 Zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der zweiten

Pflanzaktion für den entstehenden Bürgerwald.

In Batenhorst wächst

was ran

Zweiter Pflanztag für den Bürgerwald

Der Bürgerwald am Haus-Aussel-Weg wächst weiter: Dank des

Engagements und der großzügigen Spenden konnten am 21.

März von 9 bis 12 Uhr 78 junge Flatterulmen gepflanzt werden.

Auch wurden die jungen Eichen, Sommerlinden und Vogelkirschen ersetzt,

die durch die Witterung im letzten Jahr nicht angewachsen sind.

Zahlreiche Spenderinnen und Spender sowie interessierte Bürgerinnen

und Bürger folgten der Einladung des städtischen Grünflächenamtes,

mit zu pflanzen. Sebastian Eweler gab vor Ort wertvolle Tipps für die

Aktion. Er berichtete, dass mit dem zweiten Pflanztag der Bürgerwald

auf 350 junge Bäume angewachsen sei. Von der etwa 1 ha großen Fläche

ist damit zirka ein Viertel bepflanzt.

Die ersten Bäume wurden seit der zweiten Hälfte des Jahres 2024

gepflanzt. Der neu entstehende Wald soll abwechslungsreich sein. Es

werden darum die verschiedensten Arten gepflanzt, u. a. Sommerlinde,

Esskastanie, Flatterulme, Große Küstentanne sowie Libanon-Zeder,

Douglasie, Vogelkirsche, Hainbuche und Stieleiche. Auf der bislang als

Acker genutzten Fläche soll ein Mischwald mit bis zu 1500 Bäumen entstehen.

Dazu sind viele Paten erforderlich. Sie ermöglichen mit einer Spende

von 50 Euro pro Baum das Entstehen des Waldes. Mit der Spende wird

gemeinsam mit der Stadt der Baum gepflanzt und für die Zeit des Aufwachsens

auch die Pflege und Bewässerung der Fläche übernommen.

Ebenso werden die jungen Pflanzen vor Wildverbiss geschützt.

Jeder Spender kann bis zu 5 Bäume spenden und erhält für seine

Spende im Anschluss ein Spendenzertifikat mit Angabe der gespendeten

Bäume und den dazugehörigen Baumnummern. An den gepflanzten

Bäumen werden Plaketten angebracht, damit jeder Spender im Nachgang

seinen Baum im Bürgerwald finden kann.

Der Rat hatte die Anpflanzung des Bürgerwaldes im Februar 2024

auf Anregung der Lokalen Agenda und der move-Fraktion einstimmig

beschlossen.

Weitere Infos und das Spendenformular sind unter https://service.

rheda-wiedenbrueck.de/detail/-/vr-bis-detail/ dienstleistung/781507/

show zu finden.

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Das Stadtgespräch

45


Schwedenrätsel

Stückmaß

(12

Dutzend)

oberhalb

von

etwas

angenehm,

behaglich

Jagdsignal

weiches

Inneres

von Brot;

Brosame

Serie,

Folge

jetzt

deutsche

Ostseeinsel

unverheiratet

ungebetener

Gast;

Teufel

Lösungswort:

kleine

Metallschlinge

Zahl,

Ziffer

sicher,

fest; bewandert

Ölbaumfrucht

Sudoku

ein

Apostel

4

engl.

Dramatiker

(John)

fasanenartiger

Vogel

Form

des

Sauerstoffs

Nachkomme,

Kind

ehe,

früher

als

mittel- u.

südamerikanische

Währung

dünner,

biegsamer

Stock

norddeutsch

für Ried,

Schilf

laut

schreien

o. singen

(ugs.)

1 2

Teil der

Damengarde-

schwed.

Asienforscher

(Sven)

dt. Sozialist

(Friedrich)

Blutgefäß

Lebenshauch

Nichtfachmann

englisch:

neu

Dynastie

im alten

Peru

die

erste

Frau

(A. T.)

1 2 3 4 5 6 7

5

anheben

(süddt.)

7 robe

3

kochen

mäßig

warm

6

die Ureinwohner

Australiens

Sandanhäufung,

-hügel

brit.-

amerik.

Filmstar:

... Grant

altnord.

Erzählung

in

Prosa

fettfreies

Kosmetikum

Wintersportgerät

Segelbefehl

Radmittelstück

Ausflug

zu

Pferde

nord.

Schicksalsgöttin

Rundblick

spanischer

Maler

(Joan)

amerik.

Schauspieler

(Kevin)

begütert,

vermögend

griechischer

Buchstabe

tatkräftig,

mit

Nachdruck

holländischer

Käse

giftiges

Halbmetall

Pampasstrauß

Abschiedsgruß

langschwänziger

Papagei

Mädchen

im

Wunderland

französisch:

in

sächsische

Stadt an

der Elbe

Zupfinstrument,

Leier

Anrufung

Gottes

Violinist

Vorbeimarsch

Abkürzung

für

Edition

seitlich

einer

Strecke

folgend

Unser Lösungswort vom letzten Mal: Osterfeuer

leicht

mittel

Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede

der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

46 Das Stadtgespräch


Zu Besuch bei den

Kopfjägern Borneos

Jetzt mal ehrlich: Für einen

Besuch bei den echten Kopfjägern

ist es tatsächlich ungefähr

gut ein halbes Jahrhundert

zu spät. Das heißt aber keineswegs,

dass ein Besuch in Borneo bei den indigenen

Völkern, die heute noch auf

der drittgrößten Insel der Welt am

Äquator leben, nicht ausgesprochen

interessant wäre. Ganz im Gegenteil.

Weder edle Wilde noch

barbarische Besessene

In früheren Zeiten, spätestens zu

Beginn des 17. Jahrhundert, wurden

indigene Völker ohne den Einfluss

der Zivilisation im Westen automatisch

als von Natur aus gut angesehen.

Mehr noch bestand aber die

Vorstellung von geradezu dämoni-

schen Wilden, die den Weißen nach

dem Leben trachteten. Beide Sichten

sind natürlich Quatsch. Heute ist der

Blick auf die Ureinwohner Borneos

durchaus differenziert, was wohl

auch damit zusammenhängt, dass

die Insel, die doppelt so viel Fläche

wie Deutschland umfasst, ohnehin

längst ein Vielvölkergebiet geworden

ist, in dem das Bewusstsein der eigenen

Herkunft ebenso kontinuierlich

gewachsen ist wie die Toleranz gegenüber

Menschen, die anders aussehen

und anderes denken. Borneo

gliedert sich in drei Staatsgebiete.

Der Süden, Kalimantan, ist Teil Indonesiens.

Erst im Sommer 2024 wurde

die neue Hauptstadt Indonesiens mit

dem Namen Nusantara im Südosten

Borneos eingeweiht. Die alte Hauptstadt

Jakarta ist bekanntlich dabei,

buchstäblich abzusaufen. Im Nordwesten

Borneos liegt das Sultanat

Brunei, das lange als reichstes Land

der Welt galt und noch immer unter

den Top 10 liegt. Der Norden Borneos

zählt zu Malaysia, die nördliche Spitze

bildet die Provinz Sabah. Ganz in

der Nähe der Provinzhauptstadt Kota

Kinabalu, die nach dem in der Nähe

gelegenen mit 4.095 Metern höchsten

Berg Südostasiens Kinabalu

benannt ist, kann man heute den

Nachfahren der Kopfjäger gefahrlos

begegnen.

Insekten ja,

Blasrohre nein

Das heißt, so ganz gefahrlos ist der

Besuch dann doch nicht, denn im

Gegensatz zu den meisten Europäern

lieben blutsaugende Insekten

Temperaturen um die 30 Grad und

Luftfeuchtigkeit permanent über 80

Prozent. Das Einreiben oder Einsprühen

mit Insektenschutz ist daher

unabdingbar und trotz der Wärme

sind kurze Hosen und Shirts mit

Spaghetti-Trägern keineswegs die

ideale Bekleidung für einen Abstecher

in den Dschungel. Schweißausbrüche

sind schließlich immer

noch besser als die Stiche der Plagegeister.

Immerhin muss man heute

nicht mehr fürchten, von einem

Blasrohrpfeil erwischt zu werden.

Wie diese Pfeile hergestellt werden,

inklusive Bestückung mit diversen

pflanzlichen oder tierischen Giften,

sowie der Umgang mit einem Blasrohr

erfährt der geneigte Tourist und

auch der einheimische Besucher im

Dschungel-Dorf Mari Mari. Das ist

ein Freilichtmuseum, in dem Gebäude

der wichtigsten indigenen

Völker aufgebaut sind, in denen die

Nachfahren der jeweiligen Stämme

ihre Handwerkskunst demonstrieren.

Neben der Herstellung von Waffen

und Kleidung demonstrieren Stammesangehörige

auch etwa, wie man

mit Hilfe von Bambus Feuer macht.

Diverse kulinarische Spezialitäten

sorgen dafür, dass die Besucher mit

allen Sinnen angesprochen werden.

Auch gibt es Aufführungen mit Mu-

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Das Stadtgespräch

47


sik und Tanz. Zudem erläutern gut

geschulte Reiseführer, wie die jeweiligen

Völker gelebt haben und wo die

Unterschiede liegen.

Unterschiede gibt es reichlich, denn

die indigenen Völker, die allein in

Sabah heimisch sind, unterscheiden

sich schon mit mehr als drei Dutzend

Sprachen voneinander. Und dabei

sind das Malai, die verschiedenen

chinesischen Dialekte und Englisch

noch gar nicht gezählt. Von den dreieinhalb

Millionen Einwohner der Provinz

sind »nur« 40 Prozent Malaien,

13 Prozent Chinesen mit malaysischer

Staatsangehörigkeit sowie ein Viertel

Menschen aus China, Taiwan, Korea,

Japan, Australien und Europa. Aufgrund

seiner günstigen Lage unterhalb

des pazifischen Taifun-Gürtels

war Sabah schon vor 5.000 Jahren

besiedelt. Zuerst schriftlich festgehalten

wurden die Handelsbeziehungen

zwischen Sabah und China im 9.

Jahrhundert. Schon davor hatten sich

bereits rund um Borneos Flusssysteme

sogenannte Thalassokratien gebildet,

die den Handel auf den Flüssen,

an den Küsten und den Häfen

kontrollierten. Ab 1500 verbreiteten

sich Sultanate auf ganz Borneo. Parallel

zur muslimischen Expansion

lieferten sich die Europäer ein Wettrennen

um die ertragreichsten Kolonien.

Folglich stritten sich Portugiesen,

Spanier, Niederländer und Briten

mit dem malaiischen Sultanat Brunei

um die Vorherrschaft.

Die Macht der

Kadazan-Dursun

Ganz gleich, welche Kolonialmacht

sich die Pfründe auf Borneo sichern

wollte, sie hatte die Rechnung ohne

die indigene Bevölkerung gemacht.

Die größte Gruppe war die Kadazan-Dursun,

die sich untereinander

noch in rund 40 Gruppen unterteilten.

Die Dursun waren schon mit

anderen indigenen Völkern nicht

auf Kuschelkurs, viel weniger also

mit den weißen »Entdeckern«. Wie

andere indigene Völker auch folgten

sie ihrer animistischen Religion, also

dem Glauben, dass lebende wie auch

unbelebte Dinge eine Seele oder einen

Geist besitzen. Entsprechend

wichtig war auch der Ahnenkult, der

sich beispielsweise darin äußerte,

dass Familienmitglieder nach ihrem

Ableben auf eine bestimmte Weise

konserviert und zumindest einige

Zeit in einem großen Krug an einem

Baum vor dem Dorf aufbewahrt

wurden. Auch waren sie der Überzeugung,

dass feindliche Krieger so

getötet werden sollten, dass ihnen

noch lebendig der Kopf abgeschnitten

werden sollte, da sonst die Geister

entweichen könnten. Zu diesem

Zweck wurden die Blasrohr-Pfeile

sorgsam mit Gift dosiert, das zunächst

nur betäubte. Die abgeschnittenen

Köpfe wurden anschließend

in Zeremonien

verehrt, um die

Geister friedlich zu stimmen. Auch

gab es bei den Dursun strenge Regeln,

was die Kopfjagd betraf. Denn

eines Feindes durften sie sich nur

auf diese Weise entledigen, wenn

er ein Dorf angegriffen hatte, wenn

er Frauen geraubt hatte oder wenn

er sich eines Gebietes bemächtigen

wollte, das die Dursun ihr eigenes

nannten. Da diese Fälle nicht gerade

selten vorkamen, waren die Kopfjagden

durchaus an der Tagesordnung.

Das änderte sich erst im frühen 20.

Jahrhundert, jedenfalls bis die Japaner

im Zweiten Weltkrieg das damals

britische Borneo besetzten und dabei

mit äußerster Brutalität vorgingen.

Die indigenen Völker »reaktivierten«

die alten Techniken und einige

Japaner verloren dadurch den Kopf.

Geschützt wurden die Dursun und

andere Völker durch das nach dem

Amazonas und dem Kongobecken

drittgrößte zusammenhängende

Gebiet eines tropischen Tiefland-Regenwaldes

der Erde. Noch heute

ist der Dschungel in weiten Teilen

zum Glück noch nicht erschlossen,

obwohl auch hier der Lebensraum

etwa für Orang Utans zurückgeht.

Mit Sichtung von Orang Utans in

freier Wildbahn sollte man nicht

rechnen, denn die »Waldmenschen«,

so die Übersetzung von

Orang Utan, sind äußerst scheu und

meiden die Menschen. Aus gutem

Grund, ist doch deren Population in

den letzten Jahrzehnten um mehr als

50 Prozent zurückgegangen.

Jagd zum Köpfesammeln

Doch zurück zu den menschlichen

Bewohnern. Weit weniger reglementiert

als bei den Kadazan-Dursun war

das Headhunting bei den Murut. In

diesem Volk galten junge Männer

erst dann als erwachsen, wenn sie

einen Kopf mit nach Hause brachten.

Am besten nicht nur einen, sondern

möglichst viele. Es wurden regelrechte

Jagden allein zum Zweck des Köpfesammeln

veranstaltet. Auch galten

nicht nur die Krieger anderer Stämme

als Feinde, sondern auch Alte,

Frauen und Kinder. Wer als erwachsener

Mann nicht wenigstens zwei

Köpfe erbeutet hatte, konnte gar aus

der Gemeinschaft verbannt werden.

Auch war eine Hochzeit undenkbar,

wenn man den Schwiegereltern nicht

mindestens einen Kopf überreichte.

Schließlich wollte doch niemand ein

Weichei zum Schwiegersohn bekommen.

Die für unsere Begriffe meist

eher unscheinbaren Männer glichen

überschaubare

5 Siedlung der Seenomaden

1 Borneos Streetfood-Märkte bieten eine kulinarische Reise.

48 Das Stadtgespräch


Körpergröße und geringes Gewicht

optisch aus, indem sie sich durch

extra lange Schwanzfedern der lokalen

Fasane im Kopfschmuck »vergrößerten«.

Sie verwendeten also eine

Methode, die die Briten mit ihren

Bärenfellmützen ebenfalls nutzten.

Apropos Briten. Nach dem Ende der

Kopfjagd im 20. Jahrhundert stellten

die Briten viele der kriegerischen

Murut-Männer in der Armee oder bei

den Polizeikräften ein.

Nomaden des Meeres

Weit friedlicher als die Murut waren

die Badjau, für die man auch

die Schreibweisen Bajaw oder auch

Bajao, Bajau, Badjo, Badjaw, Badjao

findet. Verständlicher Weise mögen

die Badjau es nicht, wenn man das

»bad« in ihrem Namen wie englisch

für schlecht ausspricht. Die Badjau

galten über Jahrhunderte als die Nomaden

des Meeres. Inzwischen sind

sie überwiegend sesshaft geworden,

auch wenn sie dem Meer nach wie

vor treu geblieben sind. Ihre Behausungen

stehen nämlich auf Stelzen

im Meer. Wenn man Kota Kinabalu,

die Hauptstadt Sabahs, mit dem

Schiff ansteuert, fallen als erstes die

Pfahlbauten der Badjau auf, bevor

man in die eigentliche Stadt gelangt.

Ursprünglich kommen die Badjau

aus dem Süden der Philippinen. Einige

Badjau finden sich schon seit Jahrhunderten

im Norden Borneos. Doch

besonders in den letzten Jahrzehnten

sind viele von ihnen von den Philippinen

auf den malaiischen Norden Borneos

übersiedelt. Das hat vor allem

auch politische und ökonomische

Gründe, denn da die Badjau nicht als

philippinische Staatsbürger gelten,

haben sie auch nicht die gleichen

Bildungschancen und die gleichen

Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie

die Einheimischen. In Malaysia zählen

sie dagegen zu den Bumiputera,

was »Söhne der Heimaterde« bedeutet,

und haben die gleichen Rechte

wie die Einwohner malaiischer Abstammung.

Das moderne KK

Das heutige Zusammenleben

scheint zum Glück durch die Devise

»leben und leben lassen« geprägt.

70 Prozent der Bevölkerung

sind muslimisch, wobei der Islam

keinesfalls so streng ausgelegt

wird wie in manch anderem Land.

In Sarawak, der zweiten Provinz Malaysias

auf Borneo, sind 56 Prozent

der Bevölkerung Christen. Daneben

gibt es Buddhisten und nach wie vor

hängen viele der indigenen Volksgruppen

der Ahnenverehrung und

dem Animismus an. Die moderne

Hauptstadt Kota Kinabalu, die im

Alltag KK genannt wird, hat einige

Sehenswürdigkeiten, die aber alle

nicht Jahrhunderte alt sind. Da ist

vor allem die sogenannte Floating

Mosque zu nennen, die im Jahr

2000 eröffnet wurde und bis zu

12.000 Gläubige auf einmal fasst.

Diese Moschee schwimmt nicht

tatsächlich, sondern ist von einem

Becken umgeben, sodass der Effekt

entsteht, dass das Gotteshaus

auf dem Wasser

schwebt. Ein echtes Vorzeigeobjekt

ist das Sabah Majujaya, ein modernes

Apartmentgebäude, das direkt

am Wasser zwischen Grünanlagen

gelegen ist und von Weitem gesehen

wie eine runde Taschenlampen-Batterie

aussieht. Für Leib und

Seele lässt der Handicraft Market

keine Wünsche offen. Der Name

ist etwas irreführend, denn außer

handwerklichen Produkten werden

vor allem reichlich Lebensmittel

angeboten, auch nachts. Unter

den Einheimischen heißt der täglich

stattfindende Markt schlicht

»Filipino Market«, weil viele der

Händler eben aus den gut 200 Kilometer

weiter nördlich gelegenen

Philippinen kommen. Kulinarisch

kommt niemand in dieser Gegend

zu kurz, denn die verschiedenen

Völker haben hier ihre Küche mitgebracht,

die man in Restaurants oder

Essenständen genießen kann. Und

im Gegensatz zu früheren Zeiten, in

denen man nicht zu Unrecht einen

Besuch auf Borneo fürchten musste,

ist man heute als Besucher wirklich

herzlich willkommen.

5 Die schwimmende Moschee

1 Bajau-Frauen bereiten eine Art Poffertje zu.

Das Stadtgespräch

49


Watt nich alle gibt

Die astronomische Uhr im Münsteraner Dom

In unserer Rubrik »Watt nich alle gibt« stellen wir oftmals Phänomene

vor, über die man sich nur wundern kann. Im wahrsten Sinne des Wortes

»Wunderbares« findet man oftmals in der Ferne, manchmal jedoch ganz

in der Nähe. Die Rede ist hier von Münster, das ja nur einen Katzensprung

von uns entfernt liegt. Im dortigen Dom ist zu bestaunen, was auch einige

Touristen aus dem Ausland in die heiligen Hallen direkt neben Münsters

Wochenmarkt lockt. Der ist übrigens auch sehenswert, aber das ist ein anderes

Thema. Der Münsteraner Dom beherbergt ein High Tech Produkt, das

rund fünfhundert Jahre auf dem Buckel hat, nämlich die astronomische Uhr.

Der zu Lebzeiten durchaus umstrittene Abt des Klosters Marienfeld mit dem

schönen Namen Erenfridus ließ in seiner überraschend kurzen Amtszeit von

1397 bis 1401 die erste astronomische Uhr für den St.-Paulus-Dom in Münster

bauen. Dieser Uhr war jedoch kein astronomisches Alter beschieden, denn

die Wiedertäufer verwüsteten 1534 den Dom und vernichteten in ihrem Wahn

auch die Uhr: »gantz totschlagen und in grundt vordorven«.

Schon zwischen 1540 und 1542 legten Dietrich Tzwyvel, seines Zeichens

Buchdrucker und Mathematiker, und Johann von Aachen, Franziskaner und

Domprediger, die astronomischen Berechnungen vor. Der Schlosser Nikolaus

Windemaker schmiedete das Werk und Ludger tom Ring schuf mit seinen

Söhnen die Malerei auf dem Gehäuse der fast acht Meter hohen Uhr. Ein

großer Glücksfall ist, dass die Münsteraner Uhr nicht wie viele andere der

sogenannten Hanse-Uhren, sogar Kriegszeiten unbeschadet überstanden

hat. Dabei war die astronomische Uhr während des Zweiten Weltkriegs nicht

einmal eingelagert, sondern nur durch einen Bretterverschlag geschützt.

Bei dem verheerenden Luftangriff vom 10. Oktober 1943 wurde Münster in

Schutt und Asche gelegt, auch der Dom wurde erheblich getroffen. Allerdings

ist die Uhr etwas »versteckt« im südlichen Chorumgang des Domes

in der Trennwand zum Hochchor nach Süden hin ausgerichtet. Damit liegt

sie gegenüber einem Fenster und bekommt entsprechend viel Licht. Außerdem

wird sie so von zwei Säulen gestützt. Diese verhinderten, dass die

einstürzenden Gewölbe sie zerstörte.

Was gibt es zu sehen?

Um jedes Detail der wunderschönen Uhr gebührend zu bewundern, würde

man Tage, wenn nicht Wochen brauchen. An dieser Stelle sollen nur ein

paar der zahlreichen Elemente genannt werden, die dieses fantastische

Meisterwerk aus der vor-digitalen Zeit bietet. Zunächst einmal kann man

die Uhrzeit ablesen, was vor einigen Jahrhunderten noch wichtiger war als

heute, fast hätte ich geschrieben »wo jedes Kind eine Armbanduhr hat«. Ich

meine natürlich heute, wo jedes Kind ein Handy hat, das neben Dutzenden

anderer Funktionen auch eine Uhr aufweist. Das führt übrigens dazu, dass

einige Fünftklässler die analoge Uhr nicht mehr lesen können, aber das ist

schon wieder ein anderes Thema. Wer die Uhrzeit im St.-Paulus-Dom, der

übrigens als Bischofssitz eine Kathedrale ist, lesen will, muss sich heute

etwas umgewöhnen. Das Zifferblatt ist ein 24-Stunden Zifferblatt, das auf

der rechten Seite die Vormittagsstunden anzeigt. Wer lange genug wartet

wird zudem feststellen, dass die Stunden- und Minutenzeiger links herum

laufen, also gegen den Uhrzeigersinn. Allerdings spiegelt die Uhr so den

Verlauf der Sonne, der sie ja gegenüberliegt. Die vollen Stunden werden

von den kunstvoll geschnitzten und bemalten Figuren ganz links außen

zudem akustisch angezeigt. Der sogenannte »Tutemann« bläst zu jeder

vollen Stunde die Zahl der Stunden in sein Horn. Seine Frau, die rechts von

ihm steht, schlägt sie dazu auf ihrer Glocke. Die Figuren rechts außen sind

dagegen neu, also relativ gesehen, denn sie wurden erst 1696 dazugefügt.

Ihre Aufgabe ist es, jede Viertelstunde auf der Glocke anzuschlagen. Der

geflügelte bärtige Engel, der eher wie Chronos, der griechische Gott der Zeit

aussieht, und der Sensenmann erinnern daran, dass die Zeit fliegt und das

Leben vergänglich ist.

Noch mehr passiert um zwölf Uhr mittags, sonntags eine halbe Stunde

später. Auf dem Balkon über der Uhr setzt sich der Stern von Bethlehem in

Bewegung und dreht sich vor, bis er in der Mitte über der Madonna stehenbleibt.

Dann öffnet sich die Tür rechts von der Madonna, heraus tritt

zuerst ein junger Diener, gefolgt von den Figuren der Heiligen Drei Könige.

Sie ziehen von rechts nach links vor der Madonna her. Und natürlich verneigen

sich die drei Könige ehrfürchtig vor ihr. Dann zieht auch noch ein

alter Diener vorbei, dessen biblische Bedeutung mir nicht so ganz klar ist.

Das Ganze passiert zu den Glockenspielmelodien von »In dulci jubilo« und

»Lobet den Herren«.

Vom Papst Gregor und der Wissenschaft eingeholt

So schön und optisch wie akustisch ansprechend diese Elemente sind, steckt

das wirklich Besondere doch in der Astronomie. Die Paulusfigur im Zentrum

zeigt auf das richtige Jahr, wobei die Uhr auf nicht weniger als 532 Jahre

durchgerechnet ist. Bis 2071 wird der Patron des Doms also auf das richtige

Jahr zeigen. Ein Herold weist auf den jeweiligen Tag. Doch damit noch lange

nicht genug, denn unter anderem die Mondphasen, die Konstellation der

Planeten, der Wochentag jeden beliebigen Datums, der Monatsname, das Intervallum,

also die Angaben zur Länge des Zeitraums zwischen Weihnachten

und Fastnacht, die Tagesheiligen und auch der Osterbuchstabe zur Berechnung

des Osterdatum sind dort abzulesen. Letzteres funktioniert aber heute

nicht mehr ohne gesonderte Berechnungen, denn durch die Reform des Kalenders

durch Papst Gregor XIII im Jahr 1582 funktionierte die Berechnung der

Uhr nicht mehr, die auf dem julianischen Kalender basierte. Und noch etwas

passt nicht mehr, denn die Wissenschaft erweiterte schon in der Renaissance

das Wissen. Vor dem Zifferblatt der Uhr laufen sieben Zeiger für die sieben

Planeten nach dem geozentrischen, ptolemäischen Weltbild, nach dem die

Erde als Mittelpunkt des Planetensystems galt. Kopernikus wusste es besser.

Sein Buch jedoch, das korrekter Weise die Sonne in den Mittelpunkt stellt,

wurde erst im Jahre 1543 gedruckt. Da war astronomische Uhr allerdings

schon fertig. Doch das schmälert den Wert dieses Kunstwerks nicht, das

wissenschaftliche Erkenntnisse mit perfektem Design und hervorragender

Handwerkskunst vereint. Zudem kann man es einfach nur schön finden.

50 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

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51


gramm – von 50 m Retten mit Flossen und

50 m Retten bis 100 m Hindernisschwimmen.

Ab der Altersklasse 15/16 absolvierten die Rettungsschwimmenden

sechs Disziplinen: 100

m Retten mit Flossen, 50 m Retten, 200 m

Hindernisschwimmen, 200 m Super-Lifesaver,

100 kombinierte Rettungsübungen und 100

m Lifesaver, in der AK 55: 100 m Hindernisschwimmen,

50 m Retten und 50 m Retten

mit Flossen. Die Sportler melden für 4 aus 6

Disziplinen, in denen sie die meisten Punkte

im Mehrkampf holen können.

1 Die Sieger der Altersklasse 10 und 12: Aus Rheda-Wiedenbrück kamen Lotta Venjakob (AK 13/14 w – 4. v. l), Mattis

Lange (AK 10 m – 5. v. l).

Foto: DLRG Rheda-Wiedenbrück

Rettungssportler lieferten sich

bei der Titeljagd

ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Ortsgruppen aus dem Kreis Gütersloh bewiesen ihr Können

bei DLRG-Bezirksmeisterschaften

Mit jeweils drei Siegen räumten die

Rettungssportler der DLRG-Ortsgruppen

aus Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück

und Verl die meisten Titel

bei den Bezirksmeisterschaften Einzel 2026

ab. Mit insgesamt 10 Treppchenplätzen konnten

sich die Rettungsschwimmenden aus der

Doppelstadt im heimischen Hallenbad vor

Gütersloh (8) und Verl (7) platzieren.

Die Rettungssportlerinnen traten in sechs

und die Sportler in sieben Altersklassen an –

von der AK 10 bis AK 17/18 w/m und AK offen

w/m sowie AK 55 männlich. Bis zur AK 13/14

w/m standen drei Disziplinen auf dem Pro-

1 Bei den älteren Teilnehmenden kamen Lennart Albert (AK 15/16 m – 3. v. l.) und Jan-Josef Diermann (Trainerteam

mit Gesamtpokal 5. v. l.) aus Rheda-Wiedenbrück.

Foto: DLRG Rheda-Wiedenbrück

Die erfolgreichen Rettungssportler

aus Rheda-Wiedenbrück:

· AK 10 m: 1. Mattis Lange, Jg. 16

· AK 12 w: 3. Matilda Schlepphorst, Jg. 15

· AK 12 m: 2. Michael Gerzen, Jg. 14

· AK 13/14 w: 1. Lotta Venjakob, Jg. 12 | 2. Laura

Albert, Jg. 13

· AK 15/16 m: 1. Lennart Albert, Jg. 10 | 2. Leo

Hölscher, Jg. 10 | Rasmus Nieten, Jg. 11

· AK offen w: 2. Nele van Almsick, Jg. 03

· AK offen m: 3. Philipp Austermann, Jg. 96.

Der älteste Teilnehmender, Oliver Brinkmann,

Jg. 71, AK 55, ging für Gütersloh auf

den Startblock. Bei der Mannschaftswertung

hatte Verl vor Herzebrock-Clarholz und Rheda-

Wiedenbrück die Nase vorne.

Aus Rheda-Wiedenbrück hatten sich

28 Einzelsportler und 10 Teams für die Landesmeisterschaften

qualifiziert. Für die Altersklassen

AK 15/16, AK 17/18 bis AK offen

(Damen und Herren) finden die LV-Meisterschaften

am 18. und 19.4. in Hagen statt und

für die Altersklassen AK 10 bis AK 13/14 sind

die Meisterschaften am 27./28.6. in Recklinghausen.

»Das Trainerteam ist sehr zufrieden mit

der Anzahl Qualifikationen im Einzel und der

Mannschaften für die Landesmeisterschaften.

Besonders über die guten Leistungen unserer

jüngeren Sportler und Teams freuen wir uns.

Das Ziel ist es, dass möglichst viele Teams und

Sportler sich auf den LV- Meisterschaften für

die DM qualifizieren. Die Vorbereitungen darauf

laufen gerade auf Hochtouren, ein Großteil

unserer Sportler war während der Osterferien

in einem Trainingslager. Die Älteren ab 15/16

waren in Dortmund und die Jüngeren machten

das Trainingslager in Rheda-Wiedenbrück.

Dabei stehen 2 Einheiten und Athletiktraining

täglich auf dem Programm. Die Geselligkeit

kommt beim gemeinsamen Kochen oder

Frühstücken sowie beim Spieleabend auch

nicht zu kurz«, berichtete uns Frank Hölscher.

Kem

52 Das Stadtgespräch


Jetzt anmelden

Frühstück im Park

Es duftet nach frischen Brötchen und Kaffee.

Musik liegt in der Luft, und gut gelaunte

Menschen sitzen zwischen üppig blühenden

Beeten. Es ist Frühstückzeit im Rosengarten in

Rheda-Wiedenbrück.

Auch in diesem Jahr lädt die Flora Westfalica

am Sonntag, 21. Juni, ab 11 Uhr zum Frühstück

in den Rosengarten ein. Alle Bürgerinnen und

Bürger, Vereine, Verbände und Unternehmen

sind herzlich willkommen.

Die Flora Westfalica sorgt für Marmelade

und Eier, die Bäckerei Reker spendiert knackfrische

Brötchen. Was sonst noch zu einem schö-

nen Frühstück benötigt wird, packt jeder selber

ein. Bierzeltgarnituren werden für 20 Euro verliehen.

Natürlich können auch Picknickdecken

und eigene Tische mitgebracht werden.

Für musikalische Unterhaltung sorgt die

mobile Band »Modern Walking«. Auch an die

jüngsten Besucher ist gedacht. Sie kommen auf

der Wiese vor dem Emshaus auf ihre Kosten.

Hier kann gespielt, getobt und gemalt werden.

Wer beim Frühstück im Rosengarten dabei

sein möchte, muss sich anmelden. Die Bierzeltgarnituren

können unter www.flora-ticket gebucht

werden. Wer eigenes Mobiliar oder eine

Picknickdecke mitbringen möchte, teilt dies

der Flora Westfalica unter Telefon 05242/9301-0

oder unter lessmeier@flora-westfalica.de mit.

9000 Euro für die Gütersloher Tafel

in Rheda-Wiedenbrück

Luftwaffenmusikkorps begeisterte mit Pop, Klassik und Traditionellem

Beim Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps

Münster am 24. März

in der Stadthalle war vieles außergewöhnlich:

Zum einen präsentierte das Korps in

der seit Monaten ausverkauften Veranstaltung

anlässlich seines 70. Geburtstages ein ganz

besonders erlesenes Konzertprogramm mit

anspruchsvollen Originalkompositionen für sinfonisches

Blasorchester aus Pop sowie Klassik

und natürlich auch traditioneller Marsch- und

Blasmusik. Unter der inspirierenden Leitung von

OtL Alexander Kalweit intonierte es beispielsweise

fulminant das Konzert für vier Hörner und

Orchester von Carl Heinrich Hübler. Einen starken

Sonderapplaus gab es für die Solisten StFw

Micha Klappert, StFw Josef Bichler sowie HptFw

Nikolaj Christov und OFw Markus Egbringhoff.

Im zweiten Konzertteil entführten die Musiker/innen

die begeisterten Zuhörenden dann

wieder in die aufregende Welt der anspruchsvollen

Unterhaltungsmusik mit mitreißenden

Big-Band-, Show-, Film- und Musical-Darbietungen.

Zu den Highlights gehörte u. a. ein Phil-

Collins-Medley und ein Jazz-Funky-Arrangement

der zauberhaften Komposition »Air« von Johann

Sebastian Bach mit den drei Solisten HptFw Daniel

Falk (Flügelhorn), HptFw Johann Günther

(Posaune) und StFw Cajus Weinitschke (Flöte).

Ein exquisiter Ohrenschmaus war die konzertante

Interpretation des durch Hildegard Knef

bekanntgewordenen Chansons »Für mich soll’s

rote Rosen regnen« mit der charmanten Gesangssolistin

StFw Katharina Stefanz. Das angetane

Publikum dankte mit langem stehendem Applaus

für den wunderschönen Konzertabend.

Ebenfalls für Werner Twent, Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,

und Elke Leßmeier von der Flora Westfalica war

das Benefizkonzert ein besonderer Termin. Sie

begleiteten die Veranstaltung in ihren Funktionen

ein letztes Mal. Dank des Verzichts der Musikerinnen

und Musiker auf ihre Gage sowie der

Übernahme aller Veranstaltungskosten durch die

Kreissparkasse und die Flora Westfalica konnte

der Vorstandsvorsitzende den Erlös des Abends

in Höhe von 9000 Euro in vollem Umfang der Gütersloher

Tafel in Rheda-Wiedenbrück zukommen

lassen. Die Summe wurde von der Kreissparkasse

aufgerundet, um die wichtige Arbeit der Tafel

noch stärker zu unterstützen. Gemeinsam mit

OtL Kalweit und der Geschäftsführer Sebastian

Siefert von der Flora Westfalica überreichte Twent

die Spende der Geschäftsführerin der Gütersloher

Tafel, Ruth Prior-Dresemann.

Mit einem ganz herzlichen Dank berichtete

sie, dass die Tafel in Rheda-Wiedenbrück 156

Haushalten zur Seite stehe. 485 Personen, davon

199 Kinder, denen es momentan nicht so gut

geht, würde dadurch geholfen. Insgesamt hilft

die Gütersloher Tafel derzeit 4600 Menschen,

darunter 1800 Kindern. Die Nutzenden zahlen

einen kleinen Obolus. So empfinden sie die

Unterstützung mit Lebensmitteln und Dingen

für den täglichen Bedarf nicht als Almosen, sondern

wie einen Einkauf.

Zum Abschluss hatte der Vorstandsvorsitzende

noch eine gute Nachricht: Der Termin für

das Benefizkonzert im nächsten Jahr steht bereits

fest. Es ist am Dienstag, dem 13. April 2027.

Die Karten können bereits in der Vorverkaufsstelle

der Flora Westfalica erworben werden. Für

die Beliebtheit des Angebots sprach nicht nur,

dass die ersten 200 Karten schon nach wenigen

Tagen bestellt waren, sondern ebenfalls, dass 40

Fans des Luftwaffenmusikkorps aus Bad Westernkotten

für die Anreise zum diesjährigen

Konzert einen Bus gechartert hatten. Kem

4 Gemeinsam mit OtL Kalweit und dem Flora-Westfalica-Geschäftsführer

Sebastian Siefert überreichte

Werner Twent, seinerzeitiger Vorstandsvors. der Kreissparkasse,

den symbolischen Spendenscheck an Ruth

Prior-Dresemann, Geschäftsf. der Gütersloher Tafel.

Das Stadtgespräch

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53


1 Daniel Kreuzburg (links), Emilian Klein (2. v. l.), Henning Bauer (3. v. l.), Ina Laukötter (5. v. l.) und Klaus Dirks (rechts)

bedanken sich bei Werner Twent (4. v. l.) für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm für den neuen

Weg alles Gute.

Ein neues Kapitel im

Vorstand der

Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

Werner Twent in den Ruhestand verabschiedet

Nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit

wechselte Werner Twent, der Vorstandsvorsitzende

der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück in den Ruhestand. Sein bisheriger

Stellvertreter Henning Bauer übernahm

zum 1. April die Leitung des Vorstands.

Werner Twent ist seit über 40 Jahren in der

Sparkassen-Finanzgruppe tätig, davon fast 30

Jahre als Vorstandsmitglied bzw. Vorstandsvorsitzender.

In dieser Zeit hat er maßgeblich zur

positiven Entwicklung der Kreissparkasse beigetragen.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde

er jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

Sein Nachfolger Henning Bauer, derzeit

stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ist

eine erfahrene Führungskraft aus dem eigenen

Haus. Durch seine langjährige Tätigkeit kennt

er die Kreissparkasse, ihre Kundschaft sowie

die interne Kultur und die Geschäftsprozesse

bestens. Damit ist er optimal auf die neue Aufgabe

vorbereitet.

Ina Laukötter, Verwaltungsratsvorsitzende

der Kreissparkasse, würdigt Werner Twents

Engagement: »Ich danke Ihnen herzlich für

die herausragende Zusammenarbeit und Ihren

persönlichen Einsatz. Sie haben die Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück über lange Zeit

nachhaltig geprägt und ihr zahlreiche Erfolge

beschert«. Die Landrätin des Kreises Gütersloh

wünscht Henning Bauer viel Erfolg für seine

neue Aufgabe: »Ich bin überzeugt, dass Sie mit

Ihrer Erfahrung und Ihrem engagierten Wirken

die Zukunft der Kreissparkasse weiterhin erfolgreich

gestalten werden«.

Ab April 2026 besteht der Vorstand der

Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück aus einem

Trio: mit Henning Bauer als Vorsitzendem sowie

Emilian Klein und Daniel Kreuzburg als

Mitglieder.

Die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück ist

auch zukünftig gut aufgestellt, um die Herausforderungen

des Marktes zu meistern. Sie

bleibt eine zuverlässige starke Partnerin für

ihre Kundinnen und Kunden in allen Finanzangelegenheiten.

Das bestätigte eindrucksvoll am 26. März

schon das Jahrespressegespräch zum Geschäftsjahr

2025 in dem geplanten neuen

Schulungs- und Veranstaltungs-Center in

unmittelbarer Nachbarschaft zum Haller Beratungszentrum

der Kreissparkasse, in einer

ehemaligen Unternehmervilla.

»Leistungsstark. Engagiert.

Zukunftsorientiert.«

Mit dem Unternehmensleitbild »Leistungsstark.

Engagiert. Zukunftsorientiert« blickt

die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück in einem

wirtschaftlich und politisch herausfordernden

Umfeld auf das Jahr 2026. Gleichzeitig eröffnen

technologische Fortschritte, neue Formen der

Zusammenarbeit und der zunehmende Fokus

auf nachhaltiges Wirtschaften zahlreiche

Chancen.

Der frühere Vorstandsvorsitzende Werner

Twent sah die Kreissparkasse dafür gut aufgestellt:

»In diesem sich wandelnden Marktumfeld

kommt es darauf an, flexibel zu bleiben,

Veränderungen aktiv zu gestalten und Innovationen

konsequent voranzutreiben. Mit unseren

klaren strategischen Zielen werden wir unseren

Kundinnen und Kunden auch zukünftig

verlässliche Lösungen bieten«. So startete im

ersten Halbjahr 2026 das neue Depotangebot

für Selbstentscheider, S-Neo, das es Kundinnen

und Kunden ermöglicht, Wertpapiere direkt in

der App zu handeln – und das zu Konditionen,

die absolut wettbewerbsfähig zu anderen Neobrokern

sind. Das alles erfolgt mit einer Infrastruktur,

die höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards

entspricht. Eine Infrastruktur,

die auch dann sicher verfügbar ist, wenn starke

Marktbewegungen stattfinden. Mit Menschen

im Hintergrund, die man im Falle eines Falles

direkt erreichen kann. Echte Menschen, nicht

nur Chatbots.

Sein Stellvertreter und der heutige Vorstandsvorsitzende

Henning Bauer führte aus:

»Als starke Finanzpartnerin im Kreis Gütersloh

stehen wir an der Seite der heimischen Unternehmen,

der öffentlichen Institutionen sowie

unserer privaten Kundinnen und Kunden. Unser

Ziel ist, wichtigste Finanzdienstleisterin vor

Ort und eine attraktive Arbeitgeberin zu sein«.

Er kündigte an: »Auch, um unseren Kundinnen

und Kunden die beste Beratung anzubieten,

werden wir in unserem Gebäude in Werther

eine weitere größere Sanierung durchführen«.

Mit weiteren Beispielen ergänzt Henning Bauer

das proaktive Handeln der Kreissparkasse: »Auf

unserem Kurs in Richtung Zukunft haben wir

auch ein neues Unternehmensleitbild entwickelt.

Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

haben es gemeinsam erarbeitet, unter

anderem, um eine klare Identität, gemeinsame

Werte und eine langfristige Ausrichtung zu

definieren. Unter dem Motto ›Leistungsstark.

Engagiert. Zukunftsorientiert.‹ wird es mit

Leben gefüllt werden. Zur Schärfung unseres

Profils auf dem Arbeitsmarkt führen wir aktuell

eine aufmerksamkeitsstarke Arbeitgebermar-

54

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Das Stadtgespräch


kenkampagne durch. Auch daran haben sich

zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beteiligt«.

Bilanzsumme gesteigert

»Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr

zurück«, erläuterte der Vorstandsvorsitzende

Werner Twent. »Die Bilanzsumme ist um

0,8 % gewachsen. Dies resultiert unter anderem

aus einer ausgewogenen Kombination

von Einlagenzuwächsen und einer gesunden

Kreditentwicklung. Der Zuwachs von 0,9 % bei

den Kundeneinlagen spiegelt das Vertrauen in

die Stabilität und die Sicherheit unserer Kreissparkasse

wider – ein entscheidender Faktor in

Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Erfolgreiches Wertpapiergeschäft

Besonders positiv verlief das Wertpapiergeschäft

der Kreissparkasse, berichtete Vorstandsmitglied

Emilian Klein. Sie steigerte

die Wertpapierkäufe um 25,6 %. Das betreute

Wertpapiervermögen wuchs auf 1.295,5 Mio.

Euro (+8,7 % zum Vorjahr) und die Anzahl

der Depots stieg um 3,1 %. Auch der gezielte

Vermögensaufbau in Form von monatlichen

Fondssparplänen ist von den Kundinnen und

Kunden sehr gut angenommen worden. Mit

knapp 6.400 neu eröffneten Fondssparplänen

gelang eine Steigerung von 2,7 % gegenüber

dem Vorjahr. Der Bestand an Wertpapiersparplänen

wuchs um 7,3 %.

Zuwachs bei der Kreditvergabe

Das Kreditgeschäft der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück

hat sich im Jahr 2025 trotz

anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten

weiter positiv entwickelt und bestätigt damit

erneut ihre Rolle als verlässliche regionale

Partnerin für gewerbliche und private Investitionen.

Die Forderungen an Kundinnen und

Kunden beliefen sich zum Stichtag auf 2.848

Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von

127,3 Mio. Euro bzw. 4,7 % im Vergleich zum

Vorjahr. Die Darlehenszusagen stiegen gegenüber

dem Vorjahr um 31,4 % auf insgesamt

533,6 Mio. Euro.

bzw. 41,2 Mio. Euro absolut). Dagegen hat das

Interesse am Bausparen nachgelassen und die

Bausparsumme sank auf ein Volumen von 14,1

Mio. Euro. Rund 700 private Baufinanzierungen

wurden in 2025 abgeschlossen.

Die Tochtergesellschaft der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück, die SKW Haus & Grund

Immobilien GmbH, blickt erneut auf ein erfolgreiches

Geschäftsjahr zurück. In 2025 konnten

insgesamt 116 Immobilien mit einem Verkaufsvolumen

von rund 35 Mio. Euro vermittelt werden

– ein starkes Ergebnis in einem weiterhin

anspruchsvollen Marktumfeld.

Internet-Filiale und Sparkassen-App

Im Geschäftsjahr 2025 nutzen Kundinnen und

Kunden der Kreissparkasse Halle Wiedenbrück

die digitalen Kanäle noch intensiver: Mit rund

6,8 Mio. Besucherinnen und Besuchern ist die

Internet Filiale nach wie vor das am häufigsten

frequentierte BeratungsCenter der Sparkasse –

ein deutlicher Zuwachs von 0,6 Mio.

Durch die konsequente Weiterentwicklung

der Benutzerfreundlichkeit wird das Online

Banking immer attraktiver. Der Trend zum pushTAN

Verfahren setzt sich klar fort: 77,74 % aller

Autorisierungen erfolgen bereits über pushTAN,

während das klassische chipTAN nur noch für

22,25 % der Transaktionen genutzt wird.

Auch die Sparkassen App gewinnt stetig

weiter an Bedeutung: 60.204 Nutzerinnen und

Nutzer – ein Plus von 12,3 % gegenüber dem

Vorjahr – profitieren täglich von den umfassenden

Banking Funktionen.

Wachsender Personalbestand

Im Jahr 2025 waren zum Stichtag 542 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter bei der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück beschäftigt,

davon 42 Auszubildende in den Berufsbildern

Bankkaufleute, Kaufleute für Versicherungen,

Fachinformatiker für Systemintegration und

Kaufleute für Bürokommunikation. Das sind

etwa 40 Beschäftigte mehr als vor einem Jahr

(+ 7,1 %), so der heutige Vorstandsvorsitzende

Henning Bauer.

Infrastruktur

Die Kreissparkasse stärkt ihre Position ebenfalls

nachhaltig durch gezielte Investitionen

sowohl in ihre zehn Standorte als auch in die

Digitalisierung. Bankschließfächer würden

auch weiterhin zu den sichersten Aufbewahrungsorten

für Wertgegenständen zählen,

unterstrich Bauer. Sie befänden sich in speziellen

Tresorräumen. Dort seien sie baulich,

technisch und organisatorische besonders

geschützt. Von den 6864 Schließfächern der

Kreissparkasse sind aktuell 5313 vermietet.

Nachdem Kriminelle am 30. Dezember 2025

aus vier Schließfächern nach Angaben des

WDR Werte in Höhe eines sechsstelligen Betrags

unbemerkt während der regulären Öffnungszeit

in Halle entwenden konnten, hat die

Kreissparkasse die hohen Sicherheitsstandards

noch einmal gestärkt, erklärte Bauer. Sie habe

den Kunden darüber hinaus geraten, die in den

Schließfächern lagernden Werte zu dokumentieren

und ausreichend zu versichern.

Kem

Foto: David von Hoff

Stabilisierter Wohnungsmarkt

Vorstandsmitglied Daniel Kreuzburg berichtete

bei den privaten Finanzierungsanfragen von einer

deutlichen Belebung. Der Bestand von Forderungen

an Privatpersonen stieg auf 1.265,4

Mio. Euro (+2,5 %). Besonders hervorzuheben

sind die Zusagen im privaten Wohnungsbau,

die mit 220,1 Mio. Euro ein starkes Signal für

die regionale Bau und Immobilienentwicklung

setzen (ein Zuwachs von 23 % gegenüber 2024

1 Stellten in der 2025 erworbenen Unternehmensvilla in Halle die Bilanz des Geschäftsjahres 2025 der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück vor: (v. l.) Vorstandsmitglied Emilian Klein, der stv. und heutige Vorstandsvorsitzende Henning

Bauer, der in den Ruhestand getretene Vorstandsvorsitzende Werner Twent und Vorstandsmitglied Daniel Kreuzburg.

Das Stadtgespräch

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1 Glückliche Gesichter bei der Fahrzeugübergabe: Aktion Kinderträume stellt Familie Tschursin aus Rheda-Wiedenbrück und Familie

Tertel aus Nordkirchen jeweils ein behindertengerechtes Fahrzeug zur Verfügung.

Aktion Kinderträume sichert Mobilität

zweier Familien

Aktion Kinderträume hat

zwei weiteren Familien

mit schwerstkranken Kindern

entscheidend helfen können:

Die Organisation stellt Familie

Tschursin aus Rheda-Wiedenbrück

und Familie Tertel aus Nordkirchen

jeweils ein behindertengerechtes

Fahrzeug zur Verfügung, das ihren

Alltag spürbar erleichtern wird und

ein Stück Normalität zurückgibt.

Der 12-jährige Andreas Tschursin

kämpft seit seiner viel zu frühen

Geburt mit den Folgen einer

schweren Hirnblutung. Er kann

weder sprechen noch sitzen und ist

vollständig pflegebedürftig. Seine

Mutter trägt diese Aufgabe allein –

seit dem Tod des Vaters 2015 sorgt

sie für alle vier Kinder ohne jegliche

familiäre Entlastung. Therapie und

Arzttermine stehen regelmäßig

an, spontane Abholungen aus der

Schule sind fast Alltag. Doch der

Transport war bislang kaum noch

möglich: Ein herkömmliches Auto

reicht für Andreas’ Bedürfnisse

nicht aus. Jeder Weg wurde zu einer

körperlichen wie logistischen

Herausforderung. Die Mutter kann

aufgrund der intensiven Pflege

keiner Arbeit nachgehen und verfügt

daher über keine finanziellen

Mittel für ein geeignetes Fahrzeug.

Aktion Kinderträume reagierte und

finanzierte einen behindertengerecht

umgebauten Caddy im Wert

von rund 42.000 Euro. Die Summe

setzt sich aus großzügigen Spenden

von Hans-Dieter Lauten (GA-

RANT Holding GmbH) über 25.000

Euro, der SkiKC-Stiftung von Ioannis

Dimitrios Koranos in Höhe

von 16.000 Euro sowie der Hauck

Aufhäuser Lampe Privatbank AG in

Höhe von 1.000 Euro zusammen.

Auch die Familie von Timm

Tertel aus Nordkirchen steht unter

außergewöhnlicher Belastung.

Der 12-jährige wurde mit einer

Genmutation und Gehirnfehlbildung

geboren. Er ist auf Beatmung,

künstliche Ernährung und eine

Rund-um-die-Uhr-Intensivpflege

angewiesen. Als der Pflegedienst

aufgrund des Fachkräftemangels

kündigte, mussten die Eltern die

komplette medizinische Versorgung

selbst organisieren – ein permanenter

Kraftakt. Hinzu kommen

weitere schwere Schicksalsschläge:

Timms Schwester lebt mit Epilepsie.

Seine Mutter ist durch eine

halbseitige Lähmung und Borreliose

selbst auf den Rollstuhl angewiesen.

Timm befindet sich inzwischen

in palliativer Versorgung

– jeder gemeinsame Ausflug zählt.

Um überhaupt als Familie unterwegs

sein zu können, benötigt

sie ein großes Fahrzeug, das zwei

Rollstühle sowie lebenswichtige

Medizintechnik aufnehmen kann.

Aktion Kinderträume übernahm die

vollständigen Kosten von 45.000

Euro für einen umgebauten Caddy

Maxi. 22.385 Euro stammen von

Guido Maßmann, Beiratsvorsitzender

bei Aktion Kinderträume.

Nach mehr als drei Jahrzehnten

bei der AVO-Werke August Beisse

GmbH (Belm) hatte er sich Ende

Juli aus dem Geschäftsleben in

den Ruhestand verabschiedet. Aus

diesem Anlass bat er die Gäste um

eine Spende an die Organisation.

Je 5.000 Euro stammen von Kinderträume-Beirat

Martin Koeper und

seiner Frau Susanne sowie von Alexander

Pappas, Armin Papperger

und von Siegfried Wolf.

Margit Tönnies, Schirmherrin

von Aktion Kinderträume, freute

sich bei der Fahrzeugübergabe,

ein Stück Alltagserleichterung ermöglichen

zu können und dankte

den Spendern sehr herzlich für ihre

Unterstützung. Weitere Infos unter

www.aktion-kindertraeume.de.

40 Jahre beim

Vermessungsbüro Bureick

Jürgen Herrmann feiert Dienstjubiläum

Am 16.4.1986 begann Jürgen

Herrmann als frisch gebackener

Diplom-Ingenieur seine

Vermessungstätigkeiten im damals

noch jungen Vermessungsbüro

Bureick.

In den 40 Berufsjahren hat er

unzähligen Bauherren und Eigentümern

in Vermessungsangelegenheiten

geholfen. Er ist in allen

vermessungstechnischen Fragen

ein kompetenter Ansprechpartner.

Senior-Chef Ludger Bureick

und Junior-Chef Johannes Bureick

bedanken sich bei ihrem Mitarbeiter

für die vertrauensvolle und zuverlässige

Zusammenarbeit und

gratulieren Jürgen Herrmann sehr

herzlich zu seinem Dienstjubiläum.

1 Jürgen Herrmann Foto: Johannes Bureick

56

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Das Stadtgespräch


Expertentipp: Neubau

in Wiedenbrück –

warum sich ein zweiter

Blick lohnt

Wer aktuell durch

Wiedenbrück fährt,

sieht es an vielen

Stellen: Neue Baugebiete sind

erschlossen, erste Häuser stehen

– und doch geht es oft langsamer

voran als noch vor einigen Jahren.

Auch im Bereich Varenseller

Straße / Kernekampstraße zeigt

sich dieses Bild. Dabei sind die

Rahmenbedingungen eigentlich

attraktiv: Die ersten Familien sind

bereits eingezogen, eine neue

Kita entsteht und das Wohngebiet

entwickelt sich Schritt

für Schritt zu einem lebendigen

Quartier.

Warum viele noch zögern

Die Zurückhaltung vieler Bauinteressenten

hat nachvollziehbare

Gründe:

· gestiegene Bau- und Finanzierungskosten

· Unsicherheit bei der langfristigen

Planung

· komplexe Fördermöglichkeiten

Gerade diese Faktoren führen dazu,

dass Entscheidungen länger dauern

– und Projekte sich verzögern.

Chancen erkennen –

gerade jetzt

Für Interessenten aus Wiedenbrück

und Umgebung bietet die aktuelle

Situation aber auch Vorteile:

· Mehr Zeit für gute Entscheidungen

statt Schnellkauf

· Individuelle Planung von Haus

und Grundriss

· Flexible Baukonzepte, vom Rohbau

bis schlüsselfertig

· Teilweise bessere Verfügbarkeit

von Grundstücken

Im Baugebiet rund um die Kernekampstraße

ist genau diese

Flexibilität ein großer Pluspunkt:

Eigenleistungen sind möglich,

Ausbauphasen können angepasst

werden und auch individuelle

Wohnideen lassen sich umsetzen.

KfW-Förderung: Jetzt

besonders attraktiv

Ein entscheidender Vorteil beim

Neubau liegt aktuell in den verbesserten

Fördermöglichkeiten

über die KfW. Gerade für energieeffiziente

Neubauten und Familien

sind die Konditionen derzeit

besonders interessant:

· zinsvergünstigte Darlehen deutlich

unter Marktniveau

· hohe Fördersummen für klimafreundliche

Neubauten

· zusätzliche Unterstützung für

Familien mit Kindern

Das kann die monatliche Belastung

spürbar reduzieren und

macht Neubau in vielen Fällen

wieder besser planbar als gedacht.

Wichtig ist jedoch: Die Förderung

muss frühzeitig in die Finanzierung

eingebunden werden, da

viele Programme an konkrete Voraussetzungen

geknüpft sind.

Unser Tipp aus der Praxis

In Gesprächen zeigt sich immer

wieder: Viele Interessenten

1 Ursula Kreft, Immobilienexpertin der

SKW Haus & Grund Immobilien

schätzen ihre Möglichkeiten zunächst

vorsichtiger ein, als sie

tatsächlich sind. Eine individuelle

Berechnung bringt hier oft überraschende

Perspektiven. Wer sich

aktuell mit dem Gedanken an ein

Eigenheim in Wiedenbrück trägt,

sollte die bestehenden Chancen

daher in Ruhe prüfen – der richtige

Zeitpunkt ist oft früher, als man

denkt. Das Team der SKW Haus

& Grund Immobilien steht Ihnen

dabei mit Erfahrung und Marktkenntnis

zur Seite – sprechen Sie

uns gerne an und lassen Sie sich

unverbindlich zu Ihren Möglichkeiten

in Wiedenbrück beraten.

Attraktive Preise übergeben

Rheda rief zum Frühlingsfest und alle kamen

Beim Frühlingsfest »Rheda

erblüht« verwandelte sich

die Innenstadt einmal

mehr in einen Ort der fröhlichen

Feierlaune. Die Besuchenden konnten

sich bei schönstem Frühlingswetter

über ein umfangreiches

Programm freuen. Die zahlreichen

Buden und Stände und ebenfalls

die geöffneten Geschäfte und Gastronomiebetriebe

waren echte Besuchermagneten.

Ein besonderes

Glück hatten die Teilnehmenden

der Verlosung der Initiative Rheda,

die bei der um 17.00 Uhr ermittelten

zweiten Gewinnchance erfolgreich

waren. Unter der Aufsicht

von Notar Johannes Granas zog

Glücksfee Ronia die vier Glückskarten

aus der großen Lostrommel.

Moderator Thomas Venten und

Geschäftsführerin Simone Hördel

freuten sich, den strahlenden Gewinnenden

zu wertvollen Preisen

gratulieren zu können. Zu ihnen

gehörte Heike Bodenberger. Sie

gewann eine Ballonfahrt mit dem

Garant-Ballon. Eine Ballonfahrt

für zwei Personen erhielt Roland

Westhoff. Über eine exklusive Fahrzeugreinigung

von TTM Meiwes

konnte sich Fabian Fröhle freuen.

Und ein von Caterer Tino Hille gesponserter

Gutschein für einen Besuch

im Spargelzelt Meloh fiel an

Bernhard Stroinski. Kem 1 Die Preisträger der zweiten Gewinnchance trafen sich zum Erinnerungsfoto.

Das Stadtgespräch

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57


Radlertreff

am 1. Mai auf

Hof Meloh

Lions Club Rheda-Ems lädt ein

Foto: Monika Rittershaus

1 Dancenorth Australia – »Wayfinder« Foto: David Kelly

Kultur Räume Gütersloh

Die neue Spielzeit 2026/2027 am Theater Gütersloh

Das Theater Gütersloh präsentiert in

der Spielzeit 2026/2027 ein ebenso

hochkarätiges wie vielseitiges Programm.

Der Spielplan setzt auf Klassiker,

neue Stoffe, internationale Gastspiele und

offene Angebote für Gütersloh und die Region

– generationenübergreifend, nahbar und

vielseitig aufgestellt.

Zu den Highlights zählt die Eigenproduktion

»Hermann (fool on the hill)« von

Fink Kleidheu zum 150. Todestag von Hermannsdenkmal­

Erbauer Ernst von Bandel, in

der Regie des Künstlerischen Leiters Christian

Schäfer. Gastspiel-Höhepunkte kommen

vom Burgtheater Wien (»Egal« von Marius

von Mayenburg mit Caroline Peters und Michael

Wächter), dem Schauspielhaus Zürich

(»Ödipus Tyrann« nach Sophokles) oder dem

Berliner Ensemble (Barrie Koskys gefeierter

Kafka-Abend »K.«). Aber auch »Hamlet« vom

Theater Basel, »Blind« mit Manfred Zapat­

1 Michael Wächter und Caroline Peters – »Egal«

ka und Juliane Köhler vom Residenztheater

München sowie »Kabale und Liebe – allerdings

mit anderem Text und auch anderer

Melodie« vom Deutschen Schauspielhaus

Hamburg gehören dazu.

Im Musiktheater setzen »Don Chisciotte

della Mancia« zum 100. Geburtstag des in

Gütersloh geborenen Hans Werner Henze,

Puccinis »La Bohème«, das Konzertprojekt

»Dancing Queen« der lautten compagney

Berlin und das Musical »Dear Evan Hansen«

besondere Akzente. Im Tanz sind erstmals

Dancenorth aus Australien zu Gast, das weltbekannte

Nederlands Dans Theater NDT II und

die nicht weniger renommierte São Paulo

Dance Company kehren mit neuen Abenden

an die Dalke zurück.

Für Familien beginnt die Saison am 6.

September 2026 mit dem Kulturspielfest

»Donnerlüttken – Heldinnen und Helden«

bei freiem Eintritt. Es folgen Produktionen wie

»Robin Hood«, »Der Weihnachtsroboter«, »Die

kleine Hexe« und »Momo«. Im Jugendtheater

setzen »Animal Farm«, »White Box« und

»1984« thematische Akzente.

Stückeinführungen, Publikumsgespräche,

Spielclubs, Workshops, Bürgerbühne und

Führungen öffnen das Haus für Mitwirkung

und Austausch. Musikalisch komplettieren

das Neujahrskonzert 2027, vier Konzerte der

Nordwestdeutschen Philharmonie sowie

die Reihen »Panoramamusik«, »Fokus Lied«,

»Klangkosmos Weltmusik«, »Jazz in Gütersloh«

und »Swing’in Sky« das Programm.

Start des Abo-Verkaufs ist am Samstag,

30. Mai 2026, Einzelkarten für die gesamte

Spielzeit sind ab Samstag, 27. Juni 2026, erhältlich.

Weitere Infos unter theater-gt.de.

Auch in diesem Jahr lädt der Lions Club

Rheda-Ems am 1. Mai wieder ein zum

beliebten Radlertreff auf den Hof Meloh,

Nordrheda 1. Die Veranstaltung hat sich

längst zu einem festen Ziel für Radfahrerinnen

und Radfahrer aus der gesamten Region entwickelt

– von Gütersloh über Herzebrock-Clarholz

bis nach Langenberg und Marienfeld.

Auf dem weitläufigen Hofgelände erwartet

die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot.

Das bekannte Spargelzelt dient als wettergeschützter

Treffpunkt, während draußen

zahlreiche Sitzmöglichkeiten zum Verweilen

einladen. Für das leibliche Wohl ist bestens

gesorgt: Neben frisch gezapftem Hohenfelder

Bier und verschiedenen Softgetränken gibt es

Bratwurst, Pommes sowie italienische Panini.

Wein und Prosecco liefert der Wiedenbrücker

Lieblingsweinladen. Ein großes Kuchenbuffet

mit Kaffee rundet das kulinarische Angebot ab.

Für Unterhaltung sorgt DJ Hannes, der den

Tag musikalisch begleitet. Kinder können sich

auf ein buntes Spieleprogramm freuen. Zudem

lockt eine Tombola mit attraktiven Preisen –

darunter ein E-Bike, gestiftet von 2rad Butschko.

Der Hofladen des Hofs Meloh ist ebenfalls

geöffnet und bietet regionale Produkte und

Spezialitäten an.

Der Radlertreff findet von 11 bis 18 Uhr

statt. Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten

der sozialen Projekte des Lions Clubs sind willkommen.

Weitere Informationen gibt es unter

rheda-ems.lions.de.

»Mit den Löwen feiern – und damit Gutes

tun und gewinnen« – unter diesem Motto freut

sich der Lions Club auf viele Besucher.

1Sehr beliebt ist der Radlertreff auf dem Hof Meloh.

58

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Das Stadtgespräch


Finanzielle

Sicherheit,

wenn es darauf

ankommt

Hinter dieser vielleicht etwas sperrigen

Überschrift verbirgt sich ein großes

und wichtiges Thema – eines, das alle

betrifft, die auf ihr Einkommen aus dem Beruf

angewiesen sind. Denn mit unserer täglichen

Arbeit verdienen wir das Geld, mit dem wir unser

Leben finanzieren: Wir bezahlen Rechnungen,

sorgen für unsere Familien und erfüllen uns

Wünsche und Träume.

Doch was passiert, wenn wir unserem Beruf

plötzlich nicht mehr nachgehen können? Wenn

wir aufgrund einer Krankheit oder nach einem

Unfall länger ausfallen und unsere Aufgaben

nicht mehr erfüllen können?

Genau an diesem Punkt beginnt das Thema

Einkommenssicherung. Vielen Menschen

ist nicht bewusst, welche Leistungen sie in einem

solchen Fall tatsächlich aus den gesetzli-

chen Sozialversicherungen erhalten. Zunächst

greift in der Regel die Lohnfortzahlung durch

den Arbeitgeber. Anschließend zahlt die Krankenkasse

Krankengeld. Bei längerer Erkrankung

wird geprüft, ob möglicherweise eine Erwerbsminderung

vorliegt. In diesem Fall kann eine

Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen

Rentenversicherung in Betracht kommen.

Doch wie hoch fallen diese Leistungen tatsächlich

aus? Reichen sie aus, um den bisherigen

Lebensstandard zu halten? Oder entstehen

Versorgungslücken, die im Ernstfall zu finanziellen

Problemen führen können?

Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt

einer Beratung zur Einkommenssicherung. Gemeinsam

schauen wir uns die persönliche Situation

genau an – etwa Einkommen, Beruf und

individuelle Lebensumstände. Auf dieser Basis

lässt sich prüfen, ob und wie mögliche Lücken

durch private Vorsorge geschlossen werden

können, zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung

oder ein Krankentagegeld.

Besonders sinnvoll ist eine solche Beratung

bereits in jungen Jahren. Dann sind die Möglichkeiten

oft am größten, um sich frühzeitig und

bezahlbar gegen die finanziellen Folgen eines

längeren Arbeitsausfalls abzusichern.

1Daniel Kottenstede berät zur Einkommenssicherung.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren

Kundinnen und Kunden Lösungen zu finden,

die im Ernstfall für finanzielle Stabilität sorgen.

So kann sichergestellt werden, dass auch bei einem

Verlust der Arbeitskraft wichtige Ausgaben

gedeckt bleiben – und weiterhin Spielraum für

persönliche Wünsche und Ziele besteht.

Haben Sie Interesse an einer persönlichen

Beratung? Sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren

Sie einen Termin.

Ihre Provinzial Agentur Kottenstede e. K. · Berliner

Straße 17 · 33378 Rheda- Wiedenbrück · Tel.

05242 / 405774-0 · kottenstede@provinzial.de

Nähatelier Katy

hat neu eröffnet

Mit der Eröffnung eines eigenen kleinen

Nähateliers im März dieses Jahres,

hat sich Katy Vaillant Mendoza einen großen

Wunsch erfüllt. Sie konnte ihr jahrzehntelanges

Hobby nunmehr zu ihrem Beruf machen

und bietet in der Kleinen Straße 19 in der Altstadt

von Rheda insbesondere Änderungen und

Reparaturen für Kleidung an. Zudem fertigt sie

Damen- und Babykleidung speziell auf Kundenwunsch.

Sie näht aber auch Vorhänge, Kissen,

Gardinen und Taschen. Dafür hat sie sogar ein eigenes

Label. Unter dem Namen »CuBag« designt

und fertigt sie alltagstaugliche Taschen in vielen

Ausführungen und Stoffen. Alle sind ein Unikat

und bestechen durch raffinierte Details, wie

angehängte Handyhüllen oder kleine Kosmetiktäschchen,

die eingearbeitet sind. »Taschen sind

mein Faible«, erklärt die gebürtige Kubanerin,

die seit 24 Jahren in Deutschland lebt.

Ursprünglich hat sie Betriebswirtschaft

gelernt. Das kommt ihr heute, wo sie ihre Leidenschaft

fürs Nähen zum Beruf gemacht hat,

auf jeden Fall bei der eigenen Buchführung zu

Gute. Das Nähtalent hat sie von ihrer Mutter,

die ihr schon früh als Schneiderin das Handwerk

beigebracht hat. Zunächst hat Katy Vaillant nur

für sich genäht. Zehn Jahre konnte sie dann in

einer Änderungsschneiderei als Angestellte ihr

Wissen vertiefen, was ihr den Schritt in die Selbständigkeit

erleichterte.

Ihr Mann Marc Struck, ihre beiden erwachsenen

Söhne Amilio und Claudio sowie Claudios

Freundin Julia haben ihr bei der Umsetzung

ihres Nähateliers hilfreich zur Seite gestanden.

Das Ladenlokal in der Kleinen Straße / Ecke Großer

Wall liegt zwar etwas versteckt, doch wer

7 Katy Vaillant öffnet ihr

Atelier dienstags bis

freitags 9.30 bis 13 Uhr

und 14 bis 18 Uhr sowie

samstags 9.30 bis 14 Uhr.

naehatelier.katy@web.de

Tel. 05242 / 5703994

Mobil 0177 / 7317791

das kleine Atelier erst einmal entdeckt hat, ist

hin und weg von dem Angebot. Neben den Taschen

fertigt sie auch personalisierte Geschenke

für Babys und Kinder an. Dazu gehören Kissen

und Taschen mit aufgenähten Namen sowie

neuerdings auch liebevoll genähte Kuscheltiere

und Stoffspielzeug für Babys. Dabei berücksichtigt

die sympathische Geschäftsfrau die

Kundenwünsche und steht beratend zur Seite.

Im Rahmen der Eröffnung freuten sich die

Kund/innen über selbstgebastelte Motivationskarten.

Diese sollen nun auch bei einem

Kauf als Dankeschön verschenkt werden. wl

Das Stadtgespräch

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61


Termine

1

Christoph Kasper: »Eisen bewegt«

2

»Die Zukunft der Literatur« (Plakat-Ausschnitt)

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer April-Ausgabe.

April

MI 22

8.00 Fantastisch-Poetische Welten

Phantasievolle, farbenfrohe Bilder und

Skulpturen stellt Siegfried Lehmann

bis 30. April im Foyer und auf der Galerie

im Rathaus aus. Seine Arbeiten

wurden bereits auf internationalen

Kunstmessen, in Museen und Galerien

von Peking über Florenz bis Las Vegas

präsentiert. Öffnungszeiten: Mo–Mi

8–12 Uhr & 14–17 Uhr, Do 8–12 Uhr &

14–18 Uhr, Fr 8–12 Uhr.

8.00–17.30 »Eisen bewegt«

Ein Gestalter, ein Künstler, ein Meister

des Schmiedehandwerks: Das ist

Christoph Kasper. Aus alten Metallstücken

entsteht ein bewegtes Chaos.

Gebogene Stäbe fügen sich zu fragilen

Figuren. Kugeln, Kreise und Spiralen

schwingen in den Raum. Bewegung

wird zum zentralen Gestaltungselement.

Material, Perspektive, Licht

und Schatten treten in ein lebendiges

Spiel. Ausstellung bis zum 14. Mai im

Foyer des Kreishauses Gütersloh, Herzebrocker

Straße 140. Zeiten: Mo – Do

7.30 – 17.30 Uhr, Fr 7.30 – 12.30 Uhr.

1

2

+++ Sa 2.5. 14.00 SCW vs SSVg Velbert Regionalliga-Fußball im Jahnstadion. +++

Foto: Künstler

Gestaltung: Frederike Peters

14.00 »Die Zukunft der Literatur«

Wird Künstliche Intelligenz die Schreibenden

arbeitslos machen oder zu

neuer Kreativität anregen? Brechen nur

alte Leserschichten weg oder wachsen

auch neue nach? Ist »Young Adult«

mehr als ein Hype? Können unabhängige

Verlage weiter überleben? Wie

kann ein Museum Literatur zeitgemäß

ausstellen? Ausstellung zum 25. Geburtstag

des Museums für Westfälische

Literatur der LWL-Literaturkommission

für Westfalen und des Kulturguts

Haus Nottbeck bis zum 2. August.

Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa,

So & Feiertag: 11–18 Uhr Sie bestimmen

Ihren Eintrittspreis selbst. Infos: www.

kulturgut-nottbeck.de

15.00–18.00 Die Mütter des

Grundgesetzes

Auf 17 Plakaten werden Lebensbilder

von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert,

Helene Weber und Helene Wessel gezeigt

– den vier weiblichen Mitgliedern

des Parlamentarischen Rates, gezeigt.

Sie erkämpften die Verankerung der

Gleichberechtigung von Männern und

Frauen im Grundgesetz. Sonderausstellung

im Wiedenbrücker Schule Museum

bis 2. August. Öffnungszeiten

(außer an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr,

Do, Sa & So 15–17 Uhr. Eintritt: Erw.

5 € / Kinder, Schüler, Studenten, Menschen

mit Behinderung 2,50 € / Familien

(ab 2 Erwachsene, 1–3 Kind[er]) 10 €.

Infos: wiedenbruecker-schule.de

15.00–18.00 Einsatz in Tsingtau – Ostwestf.

Soldaten in der dt. Kolonie

1897 hatte das Deutsche Kaiserreich

mit einem durch militärische Drohkulissen

forcierten Pachtvertrag das

»Deutsche Schutzgebiet Kiaotschou«

erworben. Dessen Hauptstadt hieß im

Deutschen »Tsingtau«. Nach Ausbruch

des Ersten Weltkriegs 1914 wurde der

kleine dt. Außenposten bereits nach

wenigen Monaten von Japanern und

Briten erobert, was für die dort stationieren

Deutschen Truppen den Beginn

einer mehrjährigen Kriegsgefangenschaft

in Japan bedeutete. Sonderausstellung

im Wiedenbrücker Schule

Museum bis 2. August, entstanden als

Kooperationsausstellung des Stadtmuseums

Gütersloh, der Stadtarchive

Gütersloh und Harsewinkel und des

Kreisarchivs Warendorf. Zeiten (außer

an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr, Do, Sa &

So 15–17 Uhr. Eintritt: Erw. 5 € / Kinder,

Schüler, Studenten, Menschen mit

Behinderung 2,50 € / Familien (ab 2

Erwachsene, 1–3 Kind[er]) 10 €. Infos:

wiedenbruecker-schule.de

DO 23

15.00–17.00 Melanie Körkemeier:

Indigo

Ausstellung mit Aquarellen im Bleichhäuschen

bis zum 24. Mai. Eintritt:

frei. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 15 – 17

Uhr, So und feiertags 14 – 17 Uhr. Infos:

bleichhaeuschen.de

FR 24

14.00 500 Jahre Stukenbrock

U. a. 3 Tage Kirmes, ab 19 Uhr Festzelt

(Eintritt), Sa 25. April 14 Uhr großer

Festumzug, So 26. April 11–18 Uhr

Stadtfest für die gesamte Familie mit

Bühnenprogramm und 40 Ständen.

Eintritt: frei. Ort: Rewe-Parkplatz Stukenbrock.

Infos: www. stadt-shs.de

SA 25

14.00–18.00 150 Jahre Telefon

Sonderausstellung im Radio- und Telefonmuseum

im Verstärkeramt, Eusterbrockstr.

44. Öffnungszeiten: Sa &

So 14–18 Uhr. Gruppenführungen nach

telef. Anmeldung, Tel. 05242/4129911.

Infos: verstaerkeramt.eu

14.00 Führungen im Schloss Rheda

Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle

u. historische Räume im Barocktrakt.

Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.

Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |

Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche

Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail

ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere

Termine: 3., 10., 17. und 24. Mai. Infos:

schloss-rheda.de

DI 28

19.00 Musikalisches Abendlob

Mit dem Kirchenchor (Ltg., Piano: Harald

Gokus) in St. Clemens. Eintritt:

frei – Spende am Ausgang erbeten.

DO 30

12.00–22.00 Cheatday

Streetfood-Festival an der Mittelhegge,

organisiert von Flora Westfalica und

dem Eventwerk Lippstadt. Auch Fr 1. &

Sa 2. Mai 12–22 Uhr sowie So 3. Mai 12–

19 Uhr. Eintritt: frei.

15.00–18.00 Superhelden-Tag

Grundschulkinder können ihre Kräfte

beim Heldentraining testen, spannende

Missionen meistern und zwischendurch

Energie mit einem geheimen

Heldentrank tanken. Also: »Zieh dein

Kostüm an, zeig deine Superkräfte und

freu dich auf jede Menge Spaß!«. Ort:

Homebase im Jugendhaus St. Aegidius.

Ohne Kosten. Anmeldung erforderlich

unter Tel. 05242/9037-13 oder hi@

homebase-wd.de. Bringen der Kinder

15–15.30 Uhr, Abholung 17.45–18 Uhr.

3

ab 18.00 Tanz in den Mai bei Pius

Anschl. Mai-Party. Geboten werden:

DJ, Essen und Trinken, Hüpfburg

und XXXL-Bausteine. Ausrichter:

St.-Sebastian-Bürgerschützen.

ab 18.00 Tanz in den Mai

Das beliebte Event der Rhedaer Altstädter

am Hermann’s Eck mit Getränken

und Grillsachen für einen fairen

Preis. Beilagen und Co. bringt jeder

selbst mit. Für Musik und gute Stimmung

ist gesorgt.

18.00–22.00 Maibaum-Aufstellen

Ecke Kleestraße / Stromberger Str.,

vorbereitet und durchgeführt von den

Fußballern von RW-St. Vit.

Mai

FR 1

8.00 Eröffnung Freibad Rheda

Beginn mit Frühschwimmer- Frühstück.

Zeiten: Mo–Fr 6–20 Uhr, Sa 6–19 Uhr, So

/ Feiertag 8–19 Uhr. Einlass bis 30 Min.

vor Schließung. Saison: bis 31. August.

ab 11.00 Radlertreff am Hermann’s Eck

Die Bürgerinitiative Altstadt Rheda e. V.

lädt zum ersten Radlertreff ein (Ecke

Großer Wall / Kleine Straße). Getränke

und Gegrilltes werden angeboten.

ab 11.00 Radlertreff der Grünen Funken

Der WCV Grüne Funken e. V. lädt zur

Ecke Moorweg/Sudheide. Für das leibliche

Wohl ist mit Kaltgetränken, Bratwurst,

Pommes, frischen Waffeln und

Kaffee gesorgt. Auf die kleinen Gäste

wartet u. a. eine große Hüpfburg.

ab 11.00 Pflaumenblütenfest

Ort: Pflaumenhof Stemich, Nottbeck 4.

ab 11.00 Wander- und Radler-Treff am

Stromberger Freibad im Gaßbachtal

Ab 11 Uhr: Flohmarkt von Kindern für

Kinder | 11.30–13.30 Uhr: Frühschoppen

mit dem Blasorchester Stromberg |

12.30–13.00 Uhr: Burgbühne Stromberg

– Auszüge aus »Nils Holgersson« |

ab 13.30 Uhr: Country & Pop von Frank

Handschuhmacher und der Stromberger

Band »Not 2 Old«. Außerdem:

Seifenkistenfahrten, Hüpfburg, Minigolf,

Imbiss- und Getränkestände,

Waffelstand des Johanneum Wadersloh,

Vipadas Bistro. Freibad geöffnet

mit 28 °C Wassertemperatur. Infos:

freibad- gassbachtal-stromberg.de

ab 11.00 Maikundgebung

und Familienfest

Mit Jana Ramme (Vorsitzende DGB-

Kreisverband), Matthias Trepper (Bürgermeister

GT), Clea Stille (Regionsgeschäftsführerin

DGB OWL), Musik der

Band »White Coffee« sowie Infoständen

der Gütersloher Gewerkschaften,

demokratischen Parteien u. Verbände.

Ort: Am Dreiecksplatz Gütersloh.

11.00–17.00 Radlertreff bei Pius

Ob Groß, ob Klein – Ausflügler sind

herzlich willkommen. Angeboten werden:

XXXL-Bausteine, Hüpfburg, Speis

und Trank, Kaffee und Waffeln. Ausrichter

ist der St. Sebastian Bürgerschützenverein

Wiedenbrück. Der Erlös

ist für die Vereinsarbeit bestimmt.

11.00–17.00 RadlerTreff am Küsterhaus

Für das leibliche Wohl ist mit Champignons

und kleinen Kartöffelchen

aus der Riesenpfanne, Küsters Kräu-

4

62 Das Stadtgespräch


+++ Mi 6.5. 19.00 Kein Land für Niemand Film über die europäische Abschottungspolitik. Ort: Kloster. Ticket: 5 €. Infos: kloster-wiedenbrueck.de +++

terwurst vom Grill, selbstgebackenen

Streuselkuchen frisch aus dem Ofen

mit einer guten Tasse Kaffee, frisch

gezapftem Pils, andere Getränken sowie

Wein wieder bestes gesorgt. Für

gute Stimmung sorgen erneut die Pot

O’Stovies mit Irischer Live-Musik.

11.00–18.00 Radlertreff des Lions

Clubs auf dem Hof Meloh

Ob im Spargelzelt oder unter freiem

Himmel: Die Mitglieder der Lions sorgen

mit Softgetränken, Bier, Wein und

Prosecco, Panini, Bratwurst und Pommes

sowie Kaffee und Kuchen wieder

für das leibliche Wohl. DJ Hannes wird

den Tag musikalisch begleiten. Bei der

großen Tombola locken attraktive Gewinne.

Der Hofladen hat geöffnet. Eintritt:

frei – um Spenden für soziale Projekte

des Lions Clubs wird gebeten.

11.00–18.00 1. Mai auf Nottbeck

Aktions- und Familientag auf dem Kulturgut

Haus Nottbeck mit spannenden

Spielen, aufregenden Geschichten und

tollen Mitmach-Aktionen für Groß und

Klein. Zu den Höhepunkten gehört das

Kinder-Mitmachtheater der Burgbühne

Stromberg. Das Kulturcafé sorgt für Erfrischungen

und Snacks. Eintritt: frei.

14.00–23.00 Wapelbeats Open Air

Live dabei: Chris Luno & Gheist, Simon

Drosten, Winterkind, Luisa Keuer u.

Baer. Ort: Wapelbad. Tickets je 12,50 €

zzgl. Gebühr: wapelbad.de/tickets

SA 2

11.00 Eine Kleine Marktmusik

Gestaltet von den Frauen vom 2023

gegründeten Chor des Ukrainischen

Kultur-Forums Gütersloh e. V. (Ltg. Oksana

Rakosy) in der Stadtkirche. Mit

ihren Liedern möchten die Sängerinnen

ein Zeichen der Hoffnung setzen

und die lebendige ukrainische Kultur

hörbar machen. Eintritt: frei – Spende

am Ausgang erbeten.

19.00 Klavier-Benefiz-Konzert

mit Amelie Bremke

Die 17-jährige, talentierte Pianistin

und mehrfache Preisträgerin beim

»Jugend musikpreis« und »Jugend Musiziert«

der Klavierschule von Ansgar

Brockamp spielt Werke von Frederic

Chopin, »Fluch der Karibik« von Hans

Zimmer, »Viva la vida« von Coldplay,

»Heal the world« von Michael Jackson

sowie Stücke von Einaudi, Abba u. a. in

der Kreuzkirche. Eintritt: frei – Spende

für die Kirchengemeinde erbeten.

SO 3

5.00 WanderZeit

Wanderung vom Küsterhaus St. Vit

zum Paderborner Dom (45 km). Einund

Ausstieg auf der Strecke ist jederzeit

möglich. Zurück nach Wiedenbrück

geht es mit dem öffentlichen

Schnellbus. Jeder versorgt sich eigenständig.

Jeder ist für seine Sicherheit

selbst verantwortlich. Anmeldung

unter Tel. 0171/7535657 oder per eMail:

deele@dorfaktiv.de

10.00–15.00 Trödeln im Freibad Rheda

Trödelmarkt auf der Liegewiese. Eingang

über die alte Gärtnerei. Aufbau

ab 8 Uhr – Verkauf ab 10 Uhr.

11.00–12.30 Stadtführung Wiedenbrück

Start: Adenauerplatz. Ohne Anmeldung.

Kosten: 5 €.

5

14.00–17.00 SommerBlühen

Der Klostergarten lädt mit seiner zauberhaften

Atmosphäre zum Verweilen

ein. Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–17 Uhr,

Sa 10–13 Uhr, So 14–17 Uhr.

15.00–18.00 Tanztee

Live-Musik, Kaffee und Kuchen in der

Stadthalle. Eintritt: 5 €.

MO 4

20.00 Goldsleep

Nach einem intensiven Jahr voller

Songwriting, Studioarbeit und kreativer

Erneuerung präsentiert die

Band ein komplett überarbeitetes Set.

Fans dürfen sich im KGB in Langenberg

auf monumentale, dunkle Riffs,

beeindruckend kraftvolle Vocals und

energiegeladene Live-Momente freuen.

Support: The Vulcan Itch – ein dynamisches

Trio aus Athen, das eine

kraftvolle Mischung aus Groove Rock,

Noise Rock, Stoner und Grunge auf die

Bühne bringt. Infos und Tickets je 20 €

/ erm. 10 € (zzgl. Gebühren) u. a. unter

kgb-langenberg.de, im Soundstore

Wiedenbrück, Wasserstr. 26 (Mi & Do

15.30–18.30 Uhr, Fr 14–18.30 Uhr und Sa

10–16 Uhr).

DI 5

10.00–12.00 »Kleiner runder Tisch«

Mitglieder des Seniorenbeirats sind für

Seniorinnen und Senioren in der Gastronomie

des Edeka-Schenke-Markts,

hören zu, beantworten Fragen zur

Stadtentwicklung, nehmen Anregungen

auf und geben praktische Tipps.

Ohne Anmeldung, ohne Verzehrpflicht.

19.30 – 21.30 Basics im Arbeitsrecht

Was Arbeitnehmer und Arbeitgeber

wirklich wissen müssen, drüber berichtet

der Fachanwalt für Arbeitsrecht

Alexander Gromann im Haus

der Kreativität. Gebühr: VVK 10 € / AK

12 €. Anmeldung bis 1. Mai, 12 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

MI 6

19.00–20.30 Burgenforschung

in Westfalen

Die Altertumskommission für Westfalen

beschäftigt sich seit ihrer Gründung

mit der Erforschung früher Burgen

in Westfalen. Nun, fast 130 Jahre

später, rücken diese erneut ins Licht

der Forschung. Sind die altbekannten

Anlagen wirklich so alt, wie wir vermuten?

Wie sah die Burgenlandschaft

in Westfalen aus, als Karl der Große

während der Sachsenkriege in die Region

kam? Diese und weitere Fragen

will Florian Jüngerich im Domhof anhand

ausgewählter Anlagen beantworten.

Auch neue Erkenntnisse über

Anlagen im näheren Umfeld von Rheda-Wiedenbrück

werden vorgestellt,

beispielsweise über den Tönsberg in

Oerlinghausen. Gebühr: VVK 10 € / AK

12 €. Anmeldung bis 4. Mai, 16 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

20.00 – 21.30 Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung

Vortrag von Dorothee Maiwald, Fachanwältin

für Erb- und Familienrecht im

Haus der Kreativität. Gebühr: VVK 10 € /

AK 12 €. Anmeldung bis 4. Mai, 16 Uhr

unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900

oder briefkasten@vhs-re.de

3

Termine

4 Tage Cheatday – das Streetfood-Festival an der Mittelhegge Foto: Veranstalter

4

Radlertreff am Küsterhaus

DO 7

15.00–18.00 Wir kochen Bolognese

»Heute wirst du zum Küchenprofi! Gemeinsam

schnippeln, rühren und kochen

wir eine leckere Bolognese und

machen einen bunten Obstsalat. Zum

Schluss essen wir alles zusammen – lecker,

lustig und selbst gemacht!« Ort:

Homebase im Jugendhaus St. Aegidius.

Ohne Kosten. Anmeldung erforderlich

unter Tel. 05242/9037-13 oder hi@

homebase-wd.de. Bringen der Kinder

15–15.30 Uhr, Abholung 17.45–18 Uhr.

19.00 Gelesen! – Was Bücher

mit uns machen

Bei »Gelesen!« sprechen Persönlichkeiten

unserer Stadt mit Martina Güth

über ein Buch, das sie bewegt, geprägt

oder begleitet hat. Warum gerade dieses

Buch? Was hat es ausgelöst? Und

was machen Bücher eigentlich mit

uns? Ein Abend über das Lesen, das Leben

und die Geschichten dazwischen.

Den Auftakt dieser neuen Veranstaltungsreihe

macht Theo Mettenborg,

Bürgermeister der Stadt. Ort: Buchhandlung

Güth. Eintritt: 15 €. VVK

in der Buchhandlung. Der Erlös der

Veranstaltung geht an eine Einrichtung

oder einen Verein dieser Stadt.

Das wird am Veranstaltungsabend

bekanntgegeben.

FR 8

15.30–17.30 FamilienSpieleTreff

Karten-, Brett- und Strategiespiele für

Kinder aller Altersklassen – mit oder

ohne Lieblingserwachsene(n) im Kloster.

Eintritt: frei. Ohne Reservierung.

18.00 SpieleTreff im Kloster

Brett-, Kartenspiele und Darts: Beim

SpieleTreff im Kloster sind Einsteiger

ebenso willkommen wie Profis. Eigene

Spiele können gern mitgebracht werden.

Eintritt: frei. Ohne Reservierung.

19.30 Holger Blüder und

»La Réjouissance«

Musikliebhaber können den Konzertpianisten

Holger Blüder nun gemeinsam

mit dem Streichquartett »La Réjouissance«

auf der Nottbecker Bühne erleben.

Das Ensemble mit Gregor van den

Boom und Sotiros Zisopoulos (Violine),

Pia Krussig (Viola) und Armin Lohbeck

(Violoncello) widmet sich der Musik des

17. bis 19. Jh. Ihr abwechslungsreiches

Programm bringt die als »Volkstänze

im Kammerstil« bezeichneten Miniaturen

von Chvála, Haydns Klavierkonzert

in D-Dur sowie das Klavierquintett in

A-Dur von Dvor˘ák in einzigartiger Weise

zusammen. Tickets im VVK je 19 € / 16 €

(zzgl. Gebühren) unter kulturgutnottbeck.reservix.de.

AK: 22 € / 19 €. Infos:

www.kulturgut-nottbeck.de

20.00 Markus K.

Mit Gitarre, Stimme, E-Schlagzeug

und einer Looping-Station erzeugt

er den Sound einer ganzen Band. Neben

eigenen Kompostionen kommen

auch Klassiker in seiner eigenen

Art zu Gehör. Mehr Blues geht

nicht. Seine Videos gehen viral im

Netz. Konzert im Garten von Fam.

Zelmer, Auf der Horst 4, St. Vit. Eintritt:

16 €. VVK unter info@vitart.de

sowie in der Buchhandlung Lesart,

Neuer Wall 1. Video: youtube.com/

watch?v=QikKRwUHGHo

Das Stadtgespräch

63


Termine

+++ Sa 16.5. 14.00 SCW vs Borussia Dortmund II Regionalliga-Fußball im Jahnstadion. +++

15.00 Nils Holgersson

Zur Strafe für seine bösen Streiche

wird Nils Holgersson von zwei

Wichteln auf Däumlingsgröße geschrumpft.

Er reist mit den Wildgänsen

quer durch Schweden. Mit dem

zahmen Hausgänsen Martin und Tuva

an seiner Seite, verjagt er den Fuchs

Smirre, hilft einer Eichhörnchenfamilie,

trifft Elche, Möwen, Bären und beweist

in vielen weiteren Abenteuern,

dass er ein besserer Mensch geworden

ist. Doch werden die beiden Wichtel

ein Einsehen haben? Aufführungen

der Burgbühne Stromberg (empf. ab 5

J.) nach dem Buch von Selma Lagerlöf

und der Bühnenfassung von Jana Lissovskaia

und Carmen Walter. Regie:

Hendrik Becker und Kevin Wahlbrinck.

Termine (jew. 15 Uhr): So 10., Do 14., So

17., Mo 25. und So 31. Mai, Do 4., So 7.

und So 14. Juni. Abendvorstellung (20

Uhr): So 16. Juli. Nachmittagsvorstellung

(jew. 15 Uhr): So 23. und So 30. August,

So 6. September. Tickets im VVK

für Kinder, Stud., erm. je 6 € | Erw. 8 €.

Buchung bei der Burgbühne, Burgstr.

5, Stromberg, Di 17–19 Uhr unter Tel.

02529 / 948484 sowie unter buchung.

burgbuehne.de. Infos: burgbuehne.de

19.15 – 21.30 LittMitt: Faust-Bearbeitungen

des 19. Jahrhunderts ...

... in Lyrik, Drama, Oper und Prosa:

Unter den vielen Bearbeitungen und

Adaptionen ist die Große romantische

Oper in drei Akten von Louis

Spohr »Faust« hervorzuheben. Dr.

Rüdiger Krüger referiert dazu in der

Kinderbibliothek der Stadtbibliothek

Wiedenbrück. Gebühr (auch online):

10 €. Anmeldung unter vhs-re.de,

Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.

matuszak@vhs-re.de

5

Chor des Ukrainischen Kulturforums Gütersloh e. V.

6

MFG 2017

SA 9

11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik

In der Stadtkirche musizieren der MfG

2017 Männer- und Frauengesangverein

(Ltg. Edwin Pröm). Sängerinnen und

Sänger im Alter von ca. 30 bis über 80

J. teilen ihre Freude an der Musik und

bringen ihre Stimmen zu einem harmonischen

Ganzen zusammen. Das

abwechslungsreiche Repertoire reicht

von modernen Popsongs und Musicalmelodien

über deutsch- und englischsprachige

Stücke bis hin zu vertrauten

Volksliedern. Eintritt: frei – am Ausgang

Spende zur Unterstützung der

Kirchenmusik erbeten.

11.00–16.00 Tag der

Städtebauförderung

Die Kloster Wiedenbrück eG stellt die

Umbaumaßnahme, in deren Kern es

um den Ausbau des Daches zu Multifunktionsräumen

geht, vor und bietet

stündliche Führungen durch das Haus

bis hinauf ins Dach an. Eine Initiative

des Bundesministeriums für Wohnen,

Stadtentwicklung und Bauwesen, der

Länder, des Deutschen Städtetages und

des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Eintritt: frei. Ohne Anmeldung.

11.30 Orgelmusik vor dem Angelus

Mit Jan Maasmann (Köln) in St. Aegidius.

Eintritt: frei.

13.00 Segeln ausprobieren

Schnupperkurs der Surf-und Segelgilde

Rheda-Wiedenbrück e. V. für Kinder &

Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren

auf dem Linteler See. Infos und Anmeldung:

www.ssg79.de

6

Foto: Tobias Wellderdiek

14.00–17.00 RepairCafé

Eigene Gegenstände mitbringen und

unter Anleitung reparieren. Preis:

Spende nach eigenem Ermessen. Ort:

Osterrath-Realschule, Burgweg 19.

SO 10

12.00–14.00 Märchenwerkstatt

Warum wird eigentlich immer die

Prinzessin gerettet? Und warum sind

Stiefmütter und Hexen immer böse?

Warum ist der Prinz am Ende immer

der Held? Im Workshop für Kinder zwischen

8 und 12 Jahren geht es nach

Betrachtung der Märchen der Gebrüder

Grimm um die Frage: Wie kann

ein modernes Märchen aussehen? Auf

dem Kulturgut Haus Nottbeck werden

so moderne Märchentexte entwickelt,

in denen alles erlaubt ist und die Märchenfiguren

mal andere Seiten von

sich zeigen können. Anmeldungen unter:

museum@kulturgut-nottbeck.de

7

19.30 Rigoletto

Am Hof des jungen Herzogs von Mantua

geht’s alle Tage – und Nächte –

hoch her. Immer mittendrin im Geschehen

der Herzog selbst, ein großer

Frauenheld, und sein Hofnarr Rigoletto,

der das Treiben zugleich anfeuert und

bissig kommentiert. In eins der Feste

platzt Monterone. Er verflucht den

Herzog, der seine Tochter verführt hat,

und dessen Helfershelfer Rigoletto. Das

erschüttert den Hofnarren – auch er

ist Vater, doch seine geliebte Tochter

Gilda hält er vor aller Welt versteckt.

Nur für den sonntäglichen Kirchgang

darf sie das Haus verlassen. Doch just

in der Kirche lernt Gilda einen armen

Studenten kennen, der kein an derer

als der verkleidete Herzog ist. Das Verhängnis

nimmt seinen Lauf ... Oper von

Giuseppe Verdi, Libretto von Francesco

Maria Piave nach dem Schauspiel »Le

Roi s’amuse« von Victor Hugo, aufgeführt

vom Theater für Niedersachsen in

ital. Sprache mit deutschen Übertiteln

im Theater Gütersloh. Einführung: 18.45

Uhr. Tickets ab 25 € / erm. 12,50 € (ggf.

zzgl. Versand) unter theater-gt.de

DI 12

17.15 Abend-KulTour

Radtour vom Küsterhaus in St. Vit

über Umwege zum alten Burgmannshof

»Haus Aussel«. Dort erwartet die

Teilnehmenden eine sachkundige Führung

durch das altehrwürdige Gebäude.

Anmeldung erforderlich bei Ludger

Vollenkemper, Tel. 0160/1560566. Veranstalter:

Dorf aktiv e. V.

19.00–20.00 Kulturbrunnen

Ein bisschen Kleinkunst gefällig? Am

Kulturbrunnen im Lesegarten der

Stadtbibliothek Wiedenbrück lädt die

VHS Reckenberg-Ems zusammen mit

der Stadtbücherei alle Kunst- und Kulturfreunde

ein. Das Programm wird

eine Überraschung sein, die es in sich

hat. Jeder Auftritt wird ein Meisterwerk

für sich. Die Veranstaltung ist

nicht nur eine hervorragende Möglichkeit,

sich zu amüsieren, sondern auch

eine Gelegenheit, lokale Künstlerinnen

und Künstler zu unterstützen und ihre

kreativen Talente zu würdigen. Gebühr:

5 €. Anmeldung bis 8. Mai, 12 Uhr

unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139

oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de

MI 13

19.00 – 20.30 Stadtgeschichte

kompakt: Rheda

Dr. Wilhelm Sprang spricht im Domhof

anschaulich über die Gründung, das

Schloss und die Stadt, den Ausbau, die

Entwicklung der sozialen Lage, die Gewerbezweige

und die Geschichte der

Rhedaer Juden. Gebühr: VVK 10 € / AK

12 €. Anmeldung bis 11. Mai, 16 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

19.30 Hendrik Otremba: »Der Gräber«

Oswalth Kerzenrauch, genannt »der

Gräber«, stirbt nicht. Und so überlebt

er alle, die er je geliebt hat, auch seine

Tochter Luzie, die er bis ins hohe Alter

begleitet. Er durchlebt die Wirren des

dritten Weltkrieges und die endgültige

Zerstörung der Flora und Fauna. In

einer Welt nach der Menschheit entsteht

in den Trümmern eine widersprüchliche

Idylle. Je einsamer er wird,

desto mehr verliert er sich in seinen

schönsten und in seinen furchtbarsten

Erinnerungen. Was bedeutet das Weltende

für jemanden, der verdammt ist,

es zu überdauern? Zwischen herzerschütternden

Erinnerungen an vergangene

Lieben und nervenaufreibenden

Schilderungen des politischen, sozialen

und ökologischen Untergangs,

gelingt dem Schriftsteller, Künstler

und Sänger Hendrik Otremba (geb.

1984) Unerhörtes: Er findet eine Sprache

über eine Zukunft, die wir nicht

einmal denken können, ein Vokabular

für das Post-Anthropozän. Zu der

mal dystopischen, mal lichten Stimmung

des Romans steuert der Musiker

Pogo McCartney den passenden

Soundtrack bei. Die Band »Messer«,

in der die beiden seit 2010 gemeinsam

Musik machen, residiert in den

Tagen nach der Lesung auf dem Kulturgut

Haus Nottbeck, um an neuer

Musik zu schreiben. Lesungs-Tickets

im VVK je 14 € / 12 € (zzgl. Gebühren)

unter kulturgut- nottbeck.reservix.de.

AK: 16 € / 14 €. Infos: www.kulturgutnottbeck.de

SO 17

13.00 – 17.00 Boule-Schnuppertag

Die Boule-Freunde Rheda laden alle Interessierten

ein, das traditionsreiche

Kugelspiel am Boule-Platz Schlosstraße

/ Ecke Hoppenstraße kennenzulernen.

Erfahrene Spieler/innen vermitteln

Grundlagen, zeigen praktische

Übungen und lassen die Besucher/

innen jeden Alters in lockerer und geselliger

Atmosphäre selbst aktiv werden.

Für das leibliche Wohl ist mit

Bratwürstchen, Kaffee, Limo und Wasser

gesorgt. Fragen beantwortet Peter

Praske unter 0175/8288443.

17.00–18.30 Cantiamo: Open-Air-

Konzert am Küsterhaus

Der Popchor (Ltg. Ulrike Nowak-Heil)

widmet sich seit zwölf Jahren der

christlichen Popularmusik. Die Texte

vermitteln Gefühle, Werte, Glauben

und die vier Männer- und Frauenstimmen

sorgen für eine abwechslungsreiche

Klangfülle. Mitsingen sowie Zuhören

ermöglichen ganz individuelles

Genießen. Die rhythmische Begleitung

durch Keyboard, Gitarre und Flöten

unterstützt das Erleben der Melodien

sowie Liedbotschaften. Eintritt: frei.

Infos: cpc-cantiamo.de

64 Das Stadtgespräch


+++ Di 26.5. 19.00 Musikalisches Abendlob mit dem Kirchenchor (Ltg./Piano: Harald Gokus) in St. Clemens. Eintritt: frei – Spende erwünscht. +++

MO 18

17.00–19.00 Offener Trauer-Treff

Der Tod eines geliebten Menschen

verändert alles. Das Gespräch in einer

geschützten Atmosphäre kann beim

Weg der Trauer helfen. Denn nichts ist

mehr wie vorher. Vieles ist ungewohnt,

neu und schwierig. Ort: Caritas

Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos

bei Thomas Plugge, Cari tasverband für

den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120

oder plugge@ caritas-guetersloh.de..

19.00 – 20.30 Der Mietvertrag

und das Mietverhältnis

Rechtsanwalt Alexander Henz gibt im

Haus der Kreativität wertvolle Informationen

zu Abschluss, Ablauf und Beendigung.

Gebühr: VVK 10 € / AK 12 €.

Anmeldung bis 14. Mai, 16 Uhr untervhs-re.de,

Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

DO 21

19.00–20.30 Was unter unseren

Städten liegt

Über stadtarchäologische Erkenntnisse

zur Armen- und Krankenfürsorge im

Mittelalter referiert die Stadtarchäologin

der Stadt Soest Julia Ricken im

Stadthaus (Luise-Hensel-Saal). Gefördert

durch den Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg

e.V. Gebühr: VVK

10 € / AK 12 €. Anmeldung bis 19. Mai, 16

Uhr unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-

900 oder briefkasten@vhs-re.de

19.30 LeseSnacks: Über Tische u. Bänke

Im Wohnzimmer des Klosters werden

Lieblingsbücher vorgestellt, die aus

dem Alltag ausbrechen. Kleine Ausschnitte

zeigen teils verrückte Szenen

und machen Lust auf mehr. Dazu

gibt’s Häppchen aus der Klosterküche.

Alle Gäste dürfen ihre Eindrücke teilen.

Ticket: 10 €. VVK unter kloster-wiedenbrueck.de.

Bezahlung und Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster

oder an der Abendkasse.

FR 22

19.30 Bingo

Bingo-Meister Ingo B. lässt wieder die

Kugeln rollen. Neben reichlich Spaß

gibt’s tolle Preise zu gewinnen. Regeln

und Abläufe werden erklärt. Für Speisen

und Getränke ist gesorgt. Eintritt:

frei. Ort: Unser Wohnzimmer, Berliner

Str. 12b, Rheda. Infos: die-weberei.de

20.00 WDR 4 sing(t) mit Guildo

Guildo Horn schlüpft in die Rolle des

Chorleiters. Die größten WDR-4-Lieblingshits

aus den 80er Jahren sowie

unvergessene Klassiker stehen im Gesangsbuch

des Meisters und warten

darauf, in der Gütersloher Stadthalle

begleitet von seiner Combo »Die Orthopädischen

Strümpfe« gemeinsam

mit dem Publikum angestimmt zu

werden: von Cat Stevens über Abba,

die Beatles, Queen bis hin zu Frank Sinatra.

Infos und Tickets ab 30,70 € (ggf.

zzgl. Versand) unter stadthalle-gt.de

SA 23

11.00–18.00 1zu12 – Die Messe

Internationale Puppenhaus- und Miniaturenmesse

mit ca. 170 Ausstellern

aus 19 Ländern im A2 Forum. Auch So

24. Mai 10–16 Uhr. Eintritt (nur TK):

Sa 12 €, So 10 €, Wochenende 20 € p. P.,

Kinder bis 12 J. in Begleitung Erwachsener

frei. Infos: www.1zu12.com

11.30 Orgelmusik vor dem Angelus

Mit Kantor Christian Ortkras (Orgel) u.

Prof. Dr. Peter Körner (Posaune/ Bursa,

Türkei) in St. Aegidius. Eintritt: frei.

17.30 Pfingsten – am Vorabend

Kirchenchor Wiedenbrück in St. Pius.

SO 24

10.30 Hochamt zu Pfingsten

Mit den Aegidius-Chören in St. Aegidius

15.30–16.30 Zaubermusik:

Ingas Garten

Vollblutmusiker Heiko Fänger stellt

in selbstkomponierten Kinderiedern

die Tiere in Ingas Garten vor. Wie kann

eine Fledermaus im Dunkeln fliegen

ohne sich den Kopf zu stoßen? Und

wie würde sie überhaupt heißen? In

der bunten Garten-Welt können kleine

und große Musikfreunde nicht nur die

Antworten dazu finden, sondern mit

Flappy und seinen Freunden tanzen,

singen und jede Menge Spaß haben.

Ort: Flora-Westfalica-Park, Mittelhegge.

Eintritt: frei.

MO 25

10.30 Lateinisches Hochamt

Mit der Choralschola in St. Aegidius.

MI 27

19.00–21.00 BücherZeit

Wer mag, bringt 1–2 Bücher mit und

stellt diese im Küsterhaus den anderen

vor – egal ob Krimi oder Sachbuch

– Hauptsache, das Buch ist eine Empfehlung

wert. Ohne Anmeldung.

20.00 – 22.00 Der Mensch ist so alt

wie seine Gefäße

Bereits im späten 19. Jh. beschrieb der

dt. Arzt Rudolf Virchow die Zusammenhänge

zwischen Gesundheit,

Wohlbefinden und Gefäßen. Durch das

rechtzeitige Erkennen von Risikofaktoren

kann die Wahrscheinlichkeit an

den Folgen der Arteriosklerose zu erkranken,

verringert werden. Ist man

bereits erkrankt, kann man Komplikationen

medikamentös gut vorbeugen.

Ist die Arterie bereits verschlossen

oder stark beschädigt, so können

eine Reihe halbinvasiver oder invasiver

Verfahren angewendet werden und

zu einer Verbesserung der Durchblutung

führen. Eine Gefäßverengung

in den Beinen entwickelt sich meist

über mehrere Jahre. Zunehmend wird

die Gehfähigkeit eingeschränkt, es

sind belastungsabhängige Schmerzen

beobachtbar bzw. bei weiterer Entwicklung

kommt es zu anhaltenden

Schmerzen auch bei körperlicher Ruhe.

Ohne Therapie kann es letztendlich

zu einem Absterben der betroffenen

Glied maßen kommen. Welche einfachen

Untersuchungen es gibt und welche

Therapieformen – auch ohne Operation

– zum Erfolg führen, zeigt Dr.

Werner Grebe beim kostenfreien Vortrag

im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).

Eine vorherige Anmeldung über die

Zentrale der VHS ist erforderlich.

FR 29

19.30–21.00 Agatha Christie –

The Queen of Crime

Vor 50 Jahren verließ uns eine der

größten Schriftstellerinnen der Weltliteratur.

Sie war eine britische Autorin,

die mit Humor, wachem Verstand

und kriminalistischem Spürsinn ihre

8

Erzählungen verfasste, wobei sie ihrem

moralischen Anspruch, sich gegen

das Böse und für die Unschuldigen

einzusetzen, immer treu blieb. Damit

wurden ihre Werke Vorbilder für die

sogenannte Klassische Kriminalliteratur.

Um Spannung zu erzeugen und

bis zum Schluss zu erhalten, legte sie

gerne falsche Fährten. Agatha Christie

erfand zwei außergewöhnlich fähige

»Spürnasen«: den belgischen Meisterdetektiv

Hercules Poirot und die

äußerst pfiffige Miss Marple. Bei der

szenischen Lesung in der Bibliothek

Wiedenbrück, mit Sarah Damhorst als

Miss Marple und Florian Germán als

Hercules Poirot können Sie beide kennenlernen.

Regine Richert führt durch

die Lesung. Eine Kooperation mit der

VHS Reckenberg-Ems. Tickets im VVK

je 10 € / erm. 5 € | AK je 12 € / erm. 6 €.

Anmeldung bis 27. Mai, 16 Uhr, unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder

aleksandra. matuszak@vhs-re.de

SA 30

11.00–23.30 Internationales Kulturfest

»Gemeinsam feiern, essen, tanzen«

auf dem Rathausplatz. Eintritt: frei.

Auch So 31. Mai, 10 – 19 Uhr. Weitere Infos

in unserer kommenden Ausgabe.

14.00 WOW – Die Erde! Ein Wunder

Christine Ruis zaubert im Kloster (bei

gutem Wetter im Garten) eine ganze

Welt voller großer und kleiner Wunder

aus ihrem Fahrradanhänger. Die

Aufführung (empf. ab 6 J.) gleicht einer

Reise, die vom Universum über die

Milchstraße zu den Planeten zur Erde

führt. Familienticket: 2 Pers. 8 € / 3–5

Termine

7

»Nils Holgerrson« ist das Stück für Klein und Groß bei der Burgbühne Stromberg.

8

Zaubermusik: »Ingas Garten« mit Heiko Fänger

Pers. 15 €. Reservierung unter klosterwiedenbrueck.de,

Bezahlung und Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr

im Kloster oder an der Tageskasse.

15.00–23.59 Elektroacker

Das beschauliche Batenhorst verwandelt

sich erneut in eine vibrierende

Klanglandschaft elektronischer Musik.

Inmitten ländlicher Idylle treffen satte

Beats auf bunte Lichtinstallationen,

während sich der Acker in eine einzigartige

Open-Air-Tanzfläche verwandelt.

Das Festival an der Hubertushalle verspricht

ein noch hochwertigeres Lineup,

Genres wie Techno, House, Drum &

Bass, ein liebevoll gestaltetes Gelände,

Food trucks, Chill out-Zonen und kreative

Deko. Veranstalter: Schützenbruderschaft

St. Hubertus Batenhorst 1848

e. V. Tickets im VVK bis 30. April 15 €, bis

25. Mai 18 €, danach 20 € (jew. zzgl. Gebühr)

unter wirverticken.de/produkt/

elektroacker. Infos: elektroacker.de

20.00 Wohnzimmerkonzert mit

Ausnahmegitarrist Stephan Bormann

Er zählt zu den viels(a)itigsten deutschen

Gitarristen. Mit untersch. Projekten

und in untersch. Formationen

bestreitet er ca. 100 Konzerte im Jahr

und tourt regelmäßig durch verschiedene

Länder Europas. 2017 war

Stephan Bormann erstmals zu seiner

erfolgreichen CD »Over The Years« solo

on Tour. Seit 2023 ist er mit der berührenden

Musik seines neuen Albums

»Spaces« live zu erleben. Wohnzimmerkonzert

bei Familie Karten, Heidbrinkstraße

69, bei gutem Wetter im

Garten. Tickets im VVK je 17 € unter

info@vitart.de

Das Stadtgespräch

65


Künftig werden Biotonnen

regelmäßig kontrolliert

GEG und Stadt Rheda-Wiedenbrück setzen

auf Kooperation

Falsch befüllte Biotonnen sind seit Jahren

ein Problem – mit negativen Folgen für

Umwelt, Kompostqualität und Entsorgungskosten.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück

und die GEG, Gesellschaft zur Entsorgung von

Abfällen Kreis Gütersloh mbH, gehen nun einen

konsequenten Schritt: Künftig werden die Tonnen

regelmäßig kontrolliert. Sind zu viele Störstoffe

enthalten, wird die Tonne nicht abgeholt.

Um die regelmäßigen Kontrollen zu ermöglichen,

setzt die Stadt Rheda-Wiedenbrück auf

die Unterstützung der GEG. Im Auftrag der

beteiligten Städte und Gemeinden im Kreis

Gütersloh hat die GEG einen Kontrolleur eingestellt,

der künftig an den Abfuhrtagen die

heimischen Tonnen der Bürgerinnen und Bürger

auf Störstoffe kontrollieren wird. Los ging es

mit der Biotonnenabfuhr in Kalenderwoche 16.

Seitedem kontrolliert der Mitarbeiter mit einem

entsprechend gekennzeichneten Fahrzeug in

den Abfuhrbezirken die bereitgestellten Biotonnen

auf sogenannte Störstoffe – also Abfälle,

die nicht in die Biotonne gehören.

»Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass

Fehlwürfe wie Kunststoffbeutel, Windeln oder

verpackte Lebensmittel im Kompostwerk in

Gütersloh nur mit hohem technischen und finanziellen

Aufwand wieder aussortiert werden

können. Die höheren Kosten werden dann den

jeweiligen Städten und Gemeinden in Rechnung

gestellt. Diese Fehlwürfe zahlen dann letztlich

alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt«,

erklärt Marc S. Heidfeld, Leiter der Abteilung

Klima, Mobilität und Stadterneuerung bei der

Stadt Rheda-Wiedenbrück. Zudem verschlechterten

die Störstoffe die Qualität des erzeugten

Komposts. »Mit den nun dauerhaft angelegten

Kontrollen soll die Bioabfallqualität langfristig

und nachhaltig verbessert werden«, betont er.

Die Bewertung der Biotonnen erfolgt mit

gelben und roten Karten. Eine gelbe Karte an

der Tonne bedeutet, dass der Kontrolleur Fehlwürfe

festgestellt hat und dass eine bessere

Trennung möglich ist. Dies ist sozusagen eine

Verwarnung, die Tonne wird abgeholt. Wer

eine rote Karte findet, muss bis zum nächsten

Abfuhrtermin nachsortieren. Die Tonne wird

nicht abgefahren, da darin erhebliche Mengen

an Störstoffen gefunden worden sind. Tonnen,

die keine Karte bekommen haben, sind vorbildlich

befüllt.

Heidfeld weist darauf hin, dass die Kontrollen

unmittelbar vor oder während der regulären

Abfuhr stattfinden. Daher könne es am Abfuhrtag

zu zeitlichen Verschiebungen kommen –

sowohl nach vorne als auch nach hinten. Alle

Biotonnen müssten daher spätestens bis 6 Uhr

bereitgestellt sein.

Mit dem stetigen Kontrollsystem wollen

die Stadt Rheda-Wiedenbrück und die GEG

gemeinsam ein klares Zeichen setzen: Saubere

Bioabfälle sind Voraussetzung für hochwertigen

Kompost und eine funktionierende

Kreislaufwirtschaft.

Weitere Infos gibt es unter www. ecowestverbund.de/bio-kampagne

1 Wer seinen Bioabfall nicht korrekt sortiert, bekommt

von ihm eine gelbe oder rote Karte: Heiko Prinz ist

künftig in Rheda-Wiedenbrück unterwegs, um die

Biotonnen auf Störstoffe zu kontrollieren.

Die Biotonne richtig befüllen

Das gehört hinein:

· Küchenabfälle wie Obst (auch Zitrusfrüchte

und Bananen), Gemüse- und

Speisereste

· Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen,

Teebeutel

· Gartenabfälle wie verwelkte Blumen,

Rasen- und Strauchschnitt, Laub und

Wildkräuter

Das gehört nicht hinein:

· »kompostierbare« Abfalltüten

aus Kunststoff

· Plastik- und Müllbeutel

· Einwegwindeln, Hygieneartikel

· Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen

und -asche

· Grill-, Ofen- und Holzasche

· behandeltes Holz, Straßenkehricht

· Leder, Wolle, Haare, Federn, Knochen

· Blumentöpfe, Hydrokultursubstrat

· Katzen- und Kleintierstreu, Vogelsand

»Ostwestfälisch. Eigensinnig.Queer.«

Christopher Street Day

Zum ersten Mal wird es einen Christopher

Street Day im Kreis Gütersloh

geben. Was andernorts längst selbstverständlich

ist, entsteht nun auch hier: ein

sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung

und demokratische Werte. Der CSD

steht für Aufklärung, Akzeptanz und den

Abbau von Vorurteilen gegenüber homo-, bi-,

trans- und intersexuellen Menschen sowie

transgeschlechtlichen Personen. »Wir setzen

uns für eine Gesellschaft ein, in der alle

Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen

Orientierung oder geschlechtlichen Identität

– respektiert, geschätzt und gleichberechtigt

teilhaben können. Unser CSD wird am 23. Mai

mit einem Demo-Zug um ca. 15.00 Uhr starten.

Wo dieser startet, ist bisher noch unklar.

Anschließend (ab 15.30 / 16.00 Uhr) wird dann

das Straßenfest eröffnet mit Redebeiträgen

und anschließendem Bühnenprogramm sowie

Ständen und diversen Angeboten. Das Ende

des CSD ist um zirka 20.30 Uhr angedacht«,

teilt der Verein CSD Gütersloh mit.

Kem

66 Das Stadtgespräch


START VORVERKAUF:

Abonnements 30.05.

Einzelkarten 27.06.

THEATER GÜTERSLOH.SPIELZEIT 2026/2027

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Das Stadtgespräch

67


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Stadtgespräch

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