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05
Ausgabe 641 · 52. Jahrgang
© Antonia Peters
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2 Das Stadtgespräch
1 Eine Visualisierung des angedachten Colani-Centers auf dem Bahnhofsvorplatz
Nicht noch einmal eine Chance für
Rheda- Wiedenbrück aus der Hand geben
Errichtung eines Colani-Design-Centers
Am 20. März 2026 hat die neu
gegründete Colani-Initiative
Rheda einen Bürgerantrag
zur Errichtung eines Colani-Design-Centers
gestellt. Das Center
soll dem Werk und der visionären
Gestaltungsidee des Designers Luigi
Colani gewidmet sein. Seine organische
Formensprache und sein futuristisches
Denken haben in der internationalen
Designerwelt einen bleibenden
Eindruck hinterlassen. Das
Interesse an seinem Werk ist nach
wie vor sehr groß. Das wurde im letzten
Jahr durch die viermonatige Colani-Ausstellung
im Herforder MAR-
TA-Museum deutlich, zu der 40.000
Besucher aus nah und fern kamen.
Die Initiative plant als Domizil einen
architektonischen Blickfang. Er soll
seinen Platz an dem herausragenden
Ort vor dem Bahnhof Rheda finden.
Die Formensprache des angedachten
Gebäudes knüpft an die Architektur
des weltbekannten Designers an.
Sie erinnert an das viel beachtete
sogenannte »Colani-Ei« in Lünen.
Es setzt bis heute ein klares Zeichen
für Innovation und Zukunftsdenken.
Das Center ist konzipiert für mehre-
re Funktionen: Als Ausstellungsraum
soll es u. a. Exponate des hiesigen
Colani-Experten Hans Schalück präsentieren.
Seine Sammlung von über
1000 Originalstücken ist derzeit am
sicheren Ort eingelagert. Er verfügt
dort ebenfalls über die für eine Präsentation
erforderlichen Ausstellungsvitrinen.
Zugleich versteht sich
das Center als ein Institut für den
Design-Nachwuchs. Ziel ist es, junge
Talente auszubilden, zu fördern und
ihnen die Prinzipien eines ganzheitlichen,
visionären Designs zu vermitteln
– ganz im Sinne Colanis.
Design-Workshops und Bildungsangebote,
wie u. a. Programme für
Firmen, Schulen, Jugendliche und
Studenten zu Kreativität, Technik
und Gestaltung sowie Vorträge und
Designkonferenzen, Zukunftsforen,
Innovationsveranstaltungen sowie
Kooperationen mit Hochschulen
und Unternehmen können weitere
Themen des Centers sein.
Mit ihm soll ein Ort geschaffen
werden, an dem die Ideen von morgen
entstehen können. Zugleich soll
es auch die Position Rheda-Wiedenbrücks
als innovativen Designstandort
und der Inspiration stärken. Der
exponierte Standort vor dem Bahnhof
ist von der Initiative bewusst
gewählt worden. Er entspricht der
Bedeutung des weltbekannten Designers
für Rheda. Er lebte über zehn
Jahre in dieser Stadt. Hier prägte er
maßgeblich die Entwicklung des Industrie-Designs.
In Zusammenarbeit
mit renommierten Möbelherstellern
wie Lübke KG, COR, interlübke und
Kinderlübke entwickelte er seine
gestalterischen Ansätze weiter und
machte Design zu einem Markenzeichen
Rheda-Wiedenbrücks und
der Region. In dieser hochkreativen
Phase entstand auch sein visionäres
Werk »YLEM« – die sogenannte »Bibel«
des Designs. Sie steht beispielhaft
für Colanis experimentellen und
zukunftsweisenden Gestaltungsansatz.
In dieser Zeit erfand der Designer
beispielsweise den Windabweiser
für Fahrzeuge und entwickelte
ein fahrtüchtiges 1-Liter-Auto.
Das Colani-Design-Center würde
ein Alleinstellungsmerkmal für
Rheda-Wiedenbrück darstellen. Es
könnte die Stadt als kreativen und
innovativen Standort profilieren.
Seine Strahlkraft dürfte Besuchende
aus ganz Deutschland und darüber
hinaus anziehen. Es wird ein
attraktiver Ort mit kultureller und
touristischer Anziehungskraft, ein
Treffpunkt zum Austausch in einem
innovativen Café.
Kosten und
Finanzierungen
Finanzierungselemente werden u.
a. Sponsorengelder sein. In dieser
Hinsicht haben schon interessierte
Unternehmen mit der Colani-Initiative
Kontakt aufgenommen. Ebenfalls
Fördergelder aus dem Landesprogramm
»Zukunftsfähige Innenstädte
und Ortszentren« und Gelder einer
noch zu gründenden Genossenschaft
(Vorbild Kloster) sind weitere
Finanzierungselemente. Der Beitrag
der Stadt Rheda-Wiedenbrück wäre
lediglich eine Zur-Verfügung-Stellung
des Grundstücks, so die Initiative.
Die Betriebskosten gilt es zu minimieren;
z.B. durch energiesparende
und energieerzeugende Techniken
(PV, Wärmepumpen), moderne und
futuristische Reinigungstechnik. Die
anfallenden Betriebskosten können
Das Stadtgespräch
3
1 Das Colani-Ei von Lünen Foto: Stadt Lünen, Fotograf: Golz
1 Ein Selbstbildnis von Colani
durch Eintrittsgelder und Einnahmen
der oben beschriebenen Nutzungen
erwirtschaftet werden. Auch ein
bürgerschaftliches. ehrenamtliches
Engagement wird eine Kostenreduzierung
bewirken.
Antrag
Die Colani-Initiative bittet in ihrem
Bürgerantrag u. a. die grundsätzliche
Machbarkeit eines Colani-Museums
auf dem Bahnhofsvorplatz und die
Bereitstellung des Grundstückes
sowie eine mögliche Förderung und
eine mögliche Kooperation mit Stiftungen
und Designnetzwerken zu
prüfen.
Rückblick
Mit dem Colani-Center bietet sich
nach 35 Jahren für Rheda-Wiedenbrück
abermals eine großartige
Chance sich mit einem attraktiven
Alleinstellungsmerkmal zu profilieren,
sich als kreativen und innovativen
Standort zu positionieren.
Vor zwei Generationen hatte
Rheda-Wiedenbrück diese einmalige
Gelegenheit vertan, als Rat und
Verwaltung dem Projekt »Globe« die
Rote Karte zeigten: »Wir bekommen
keine Fördergelder«, »Wir haben
doch das Reethus!«, hießen damals
einige Argumente, die das Vorhaben
zu Fall brachten.
Seit 1991 steht die maßstabsgetreue
Verkleinerung von Shakespeares
Londoner Globe-Theater
mit 500 Sitzplätzen auf der Neusser
Rennbahn. Dort findet alljährlich
im Frühsommer das einzigartige
Shakespeare-Festival statt. Fans der
Stücke des englischen Dichters pilgern
aus ganz Deutschland an den
Rhein. Sie lassen sich gerne von der
Atmosphäre dieses Theaterbaus inspirieren.
Dieses wurde zur Landesgartenschau
1988 in Rheda-Wiedenbrück
nach einer Idee von Reinhard
Schiele, Regisseur und Schauspieler,
sowie Dozent für Theater und Bühnenbildgestaltung
an der Universität
Bochum, seinerzeit Leiter des Schlosstheaters
Overhagen, konzipiert und
getreu dem historischen Vorbild
aus Holz und zudem für eine mobile
Nutzung gebaut. Dieses völlig
neue Theater-Baukonzept musste
aufgrund der damals kurz darauf geänderten
Feuerschutzvorschriften in
eine Stahlträger-Belegplatten-Konstruktion
geändert werden, die dann
den »Deutschen Stahlbaupreis«
gewann. Die Inszenierungen während
der LGS auf dem damals noch
unbebauten Wiesengelände unweit
der Kreissparkasse waren beim Publikum
sehr erfolgreich. Sie fanden
auch international viel Beachtung.
Als es nach der LGS keine weitere institutionelle
Förderung gab, blieb das
Theater zwei Jahre lang ungenutzt,
bis die Stadt Neuss und die »Neusser
Gemeinnütziger Bauverein AG«
das Gebäude »wieder wachküssten«.
Dieses Engagement fehlte in Rheda-Wiedenbrück.
Seitdem pilgern
alljährlich tausende Fans zum GLOBE
Theatre nach Neuss, um die auf der
Bühne zum Greifen nahen Akteure
zu erleben. Das Shakespeare-Festival
bietet ein jährlich wechselndes Programm
mit bis zu 30 Aufführungen,
die ungefähr 15.000 Besuchende
anziehen. Erreicht wird eine Platzauslastung
von 90 %.
Ergo
Wir sollten die Chance nutzen, die
sich mit dem angestrebten Colani-Center
in Rheda bietet. Der hundertste
Geburtstag am 2. August
2028 des am 16, September 2019
verstorbenen weltweit tätigen Designers
und Querdenkers könnte dafür
den Anlass bieten.
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4 Das Stadtgespräch
Schiedspersonen in
Rheda-Wiedenbrück
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Die Position der Ersten sowie der stellvertretenden Schiedsperson in
Rheda-Wiedenbrück wird im Herbst 2026 vakant. Daher sucht die
Stadt Frauen und Männer, die sich für diese ehrenamtliche Aufgabe
interessieren.
Die Schiedspersonen werden vom Rat der Stadt für die Dauer von fünf
Jahren gewählt und anschließend von der Leitung des Amtsgerichts bestätigt
und vereidigt. Eine juristische Vorbildung ist nicht erforderlich, gefragt sind
vielmehr gesunder Menschenverstand, ein ausgeprägtes Rechtsempfinden,
die Fähigkeit zuzuhören sowie zum Ausgleich und zur Vermittlung, Freude
und Geschick an und in der Verhandlungsführung sowie Verschwiegenheit.
Kern der Schiedsamtstätigkeit ist die außergerichtliche Streit schlichtung.
Unter dem Leitsatz »Schlichten statt richten« vermittelt die Schiedsperson
unparteiisch in vielfältigen Konfliktsituationen, um zu einer für alle Beteiligten
akzeptablen, rechtsverbindlichen Vereinbarung zu gelangen. Um zu
vermeiden, dass bereits kleinste Anlässe zu gerichtlichen Auseinandersetzungen
führen, ist in einigen Streitfällen der Gang zum Schiedsamt gesetzlich
vorgeschrieben, bevor Klage bei Gericht erhoben werden kann. Darüber
hinaus steht das Schiedsamt Ratsuchenden zur Verfügung, in denen das
außergerichtliche Schlichtungsverfahren nicht obligatorisch ist.
Die Schiedspersonen unterstehen dienstlich und fachlich dem Amtsgericht.
Für den organisatorischen Part ist die Stadt Rheda-Wiedenbrück
zuständig, sie stellt den Schiedspersonen einen separaten Dienstraum im
Rathaus mit den notwendigen Arbeitsmitteln zur Verfügung und trägt die
Kosten für spezielle Einführungs- wie auch regelmäßige Fortbildungslehrgänge
in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Schiedsmänner und
Schiedsfrauen e. V.
Das Schiedsamt kann ausüben, wer »nach seiner Persönlichkeit und
seinen Fähigkeiten für das Amt geeignet« ist. Davon ausgeschlossen ist, wer
»die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt« oder »unter
Betreuung steht«. Zudem sollen Schiedspersonen mindestens fünfundzwanzig,
aber nicht älter als fünfundsiebzig Jahre sein, in Rheda-Wiedenbrück
wohnen und nicht »durch gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über
ihr Vermögen beschränkt sein«.
Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bis Freitag, 8. Mai 2026 bei der
Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück bewerben.
Das Bewerbungsformular kann unter www.rheda-wiedenbrueck.de/
schiedsamt heruntergeladen werden. Dort ist auch die Infobroschüre »Das
Schiedsamt« des Justizministeriums NRW zu finden. Bewerbungsformulare
sind zudem im Rathaus Rheda an der Infotheke sowie im Historischen
Rathaus Wiedenbrück erhältlich. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau
Bussemas, Tel. 05242/963-252, E-Mail: Ina. Bussemas@rh-wd.de, gern zur
Verfügung. Vertiefende Auskünfte zum Thema Schiedsamt erhalten die Bewerberinnen
und Bewerber bei einem Informationsabend am Dienstag, 9.
Juni 2026, im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses Rheda. Dort erhalten sie
auch eine Wahlannahmeerklärung für den Fall, dass sie in der Ratssitzung
nach der Sommerpause gewählt werden möchten. Für die Rückgabe besteht
eine Frist von zwei Wochen. In der Oktober-Ratssitzung wird dann voraussichtlich
die eigentliche Wahl erfolgen. Im Anschluss werden die neuen
Schiedsleute durch das Amtsgericht bestätigt und vereidigt.
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Missbrauchsbetroffene
erhalten Gesicht
und Stimme
Studie zum sexuellen Missbrauch
im A2 Forum diskutiert
Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Studie zum sexuellen
Missbrauch hatte das Erzbistum Paderborn nach
den Regionalveranstaltungen in Dortmund und Schmallenberg
nach Rheda-Wiedenbrück eingeladen. Über 250 Interessierte
kamen dort am 17. März in das A2 Forum. Der Besuch der Teilnehmenden
der dritten Veranstaltung war geprägt von einem starken Informationsbedürfnis
und konkreten Nachfragen sowie Erwartungen an
einen nachhaltigen Kulturwandel der Kirche. Aus dem Publikum wurde
neben Kritik und Skepsis auch der Wunsch nach Transparenz, Verlässlichkeit
und weiterer Aufklärung formuliert. Die Studie sei nicht das
Ende des Weges, sondern erst der Anfang. Unter der Leitung von Dirk
Lankowski suchten Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Generalvikar Dr.
Michael Bredeck, der Inventionsbeauftragte Thomas Wendland und
Betroffenenvertreter Reinhold Harnisch bewusst den direkten Dialog.
Harnisch sagte, vor fünf Jahren hätte er noch nicht so offen über den
erfahrenen Missbrauch sprechen können. Die nachfolgenden Darlegungen
beziehen sich auf die Veranstaltung in Rheda-Wiedenbrück
und auf Presseveröffentlichungen.
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Vom Betroffenen zum Betroffenenvertreter
Der Täter, Walter Salmen, Leiter des Paderborner Domchores von 1962 bis
1967, war bei der Ausübung seiner sexuellen Gewalt geschickt, berichtete
mit bewegter Stimme der 1955 in Paderborn geborene betroffene
Reinhold Harnisch, heute einer der Betroffenenvertreter im Erzbistum.
Der prominente und sehr angesehene Dirigent wählte für seine Taten
stets Einzelsituationen, also etwa im Einzelunterricht während der Gesangsausbildung.
Einblick in traumatische Kindheitserlebnisse
Zudem hatte Salmen den damaligen Chorsänger zwischen dem siebten
und zehnten damit getriggert, dass er nach entsprechender Ausbildung
die erste Sopranstimme und Solos singen dürfe. Für Harnisch wäre das
eine besondere Auszeichnung gewesen. Gehörte er doch seinerzeit nicht
zu denen, die normalerweise im Domchor waren, wie die Söhne von
Geschäftsleuten.
Mit anderen Chormitgliedern traute er sich nicht über die erlittenen
Verbrechen zu sprechen, weil von Salmen eine permanente erhebliche
Bedrohung ausging. Jedes Fehlverhalten wurde mit Schlägen geahndet.
Einmal habe Harnisch dem Arzt gesagt, er sei beim Fahrradfahren auf
die Stange gefallen. Das hatte er akzeptiert, obwohl er eigentlich hätte
sehen müssen, dass die Verletzung so nicht entstanden sein konnte.
»Alle haben weggeschaut. Das passte wohl einfach nicht in den Duktus
des damaligen Zeitgeschehens und Obrigkeitsdenkens.«
Auch mit seinen Eltern konnte er nicht sprechen. In den 1960er Jahren
war Sexualität eher ein Tabuthema, sowohl in der Familie als auch
in der Gesellschaft. Letztlich ging man auch davon aus, dass die Kirche
ein sicherer Ort für Kinder war.
6 Das Stadtgespräch
1 Reinhold Harnisch bei der Gedenkstunde im Dom am 18. November 2025
Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
1 Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bei der Gedenkstunde am 18. November 2025
Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
»Diese Jahre im Domchor waren für mich wirklich ein Martyrium«,
blickte der heute siebzigjährige Reinhard Harnisch zurück. »Ich habe
zum Teil Todesängste ausgestanden und gedacht: Jetzt stirbst du. Ich
wusste gar nicht, was mir passierte. Albträume aus diesen Situationen
haben mich mein Leben lang verfolgt.«
Als der von Salmen durchgeführte Missbrauch an jungen Mitgliedern
des Chores 1967 öffentlich wurde, gab es einen ziemlichen Skandal. Bis
dahin hatte niemand wahrhaben wollen, dass in dem Bereich so etwas
passieren könnte. Es hat niemanden gekümmert, es wurde vertuscht und
verschwiegen. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wurde nicht geführt.
Wie ein Täter behandelt
Für Reinhard Harnisch aber endete abrupt die Zeit im Domchor. »Es hieß
einfach: Du gehst da nicht mehr hin! Erklärt wurde mir nichts. Natürlich
schnappte er einzelne Fetzen aus den Gesprächen der Erwachsenen auf,
aber mehr nicht. Dann kam der ominöse Tag, an dem seine Mutter ihn
zur Polizei schleppte – offensichtlich vermutete sie doch etwas. Da saß
ihm dann ein großer Polizist gegenüber. Er schickte seine Mutter raus
und sagte dann bedrohlich zu ihm: »Jetzt reden wir mal. Du weißt ja,
dass du im Heim landest, wenn du etwas angestellt hast oder Schweinereien
gemacht hast«. Von da an habe er nichts mehr gesagt. Er wurde
behandelt, als sei er der Täter, so Harnisch.
Erschüttert war er, als er später erfuhr, dass der 1998 gestorbene
Dirigent nach der ersten Verurteilung durch das Bistum versetzt
wurde und dann weitere Straftaten begangen hatte. Die Kirche hatte
auch in Harnischs Fall den Täter
geschützt und den Betroffenen
nicht die geringste Aufmerksamkeit
gewidmet. Sein Verhältnis
zur katholischen Kirche zerbrach.
Er sei Christ und könne Christsein
und katholische Kirche trennen,
war sein Credo. Dennoch gab es
immer wieder Ereignisse, die ihn
zutiefst aufwühlten: Wenn er z. B.
bestimmte Fenster am Dom sah,
wusste er, welche Hölle sich dahinter
verborgen hatte.
Der Missbrauch stellte
das Leben von Harnisch
auf den Kopf
Der Missbrauch beeinflusste sein
weiteres Leben: Das Erlebte warf
ihn damals vollständig aus der
Am 10.05. ist
Muttertag!
Bahn. Natürlich gab es noch weitere Umstände, aber es hat dazu geführt,
dass er seine Schullaufbahn nicht so wie geplant fortsetzen konnte,
wie er das wollte und wie es für ihn richtig gewesen wäre. »So hat der
Missbrauch mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Ich habe 25 Jahre
gebraucht, um nach einem berufsbegleitenden Studium da anzukommen,
wo ich nach einer geplanten Schullaufbahn und Studium sehr viel
früher angekommen wäre«, berichtete Harnisch. Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt
war von 2000 bis 2019 Geschäftsführer eines großen
kommunalen IT-Dienstleisters und stellvertretender Vorstandsvorsitzender
der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister
e. V. mit Sitz in Berlin. Danach arbeitete er freiberuflich als Coach und
Unternehmensberater. Als Sprecher der Betroffenenvertretung im Erzbistum
Paderborn ist er auch Mitglied der Aufarbeitungskommission,
deren Einrichtung alle Diözesen mit dem unabhängigen Beauftragten
der Bundesregierung vereinbart hatten.
Harnisch verdrängt das erlebte Martyrium
Lange Zeit gelang es Harnisch das als Kind Erlebte zu verdrängen. Nach
Jahrzehnten des Schweigens fiel ihm die Erinnerung an den erlittenen
Missbrauch auf die Füße. »Als der Aufruf von der Universität kam, an
der Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn während der Jahre
1941 bis 2002 mitzuarbeiten, sah ich für mich einen Weg, mit den Erinnerungen
umzugehen. Ich habe ein sehr langes und sehr ausführliches
Gespräch mit der Ansprechpartnerin der Studie, Dr. des. Christine Hartig
geführt und darin viele Informationen bekommen. Sie führte Gespräche
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Das Stadtgespräch
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sehr vertraulich und einfühlsam. Bis dahin dachte ich, ich sei ein Einzelfall.
Sie hat mir empfohlen, den Antrag auf Anerkennung des Leids
zu stellen und Kontakt zur Interventionsstelle zu suchen. »Mit Thomas
Wendland, dem Interventionsbeauftragten, haben wir die glückliche
Konstellation, dass wir uns auf einer menschlichen Ebene vertrauensvoll
begegnen können. Insofern konnte ich nach mehreren Anläufen meine
Erlebnisse in Gänze rekapitulieren. Dennoch hat es eine ganze Weile
gedauert, bis ich die ganze Tragweite aussprechen und mir selbst eingestehen
konnte. Erst als ich den Antrag formuliert habe, konnte ich zum
ersten Mal mit meiner Frau – nach fast 50 gemeinsamen Jahren – über
das Erlittene sprechen«, so Harnisch.
Betroffene sehen sich nicht als Opfer
Als Opfer wollte er – wie viele andere auch – nicht bezeichnet werden.
Ein Opfer ist das Resultat einer Erniedrigung. »Viele von uns haben sich
– trotz der einschneiden Erlebnisse – aus dieser Rolle herausgekämpft
und ihr Leben in den Griff bekommen. Bei anderen sind die Lebenswege
tragisch verlaufen, sie sind nie aus der Traumatisierung herausgekommen.
Eines eint die Betroffenen: »Niemand soll jemals mehr etwas mit
uns machen, was wir nicht wollen«.
Die Betroffenen schließen sich zusammen
Anfang 2022 kam zu einem ersten Treffen der Betroffenen, das Harnisch
und Heinz Sprenger organisiert hatten, heißt es in einem von Claudia
Auffenberg und Andreas Wiedenhaus geführten Interview, das im DOM
veröffentlicht worden ist. Die beiden Einladenden wurden dann auch als
Sprecher der Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn gewählt.
»Es gibt viele betroffene Menschen, die über ihr Leid nicht reden können
oder wollen oder die traumatisiert sind. Das hat mich motiviert,
mich zu engagieren«, so Harnisch. Die Frühjahrs-Vollversammlung der
Deutschen Bischofskonferenz hatte am 3. März 2020 Bischöfe dazu verpflichtet,
Betroffene strukturell an der Aufarbeitung des Missbrauchs zu
beteiligen. Als Prioritäten der Arbeit in Paderborn stand als wichtigstes
Thema die Prävention, an zweiter Stelle die vollständige Aufarbeitung
und drittens der Umgang der auf Bundesebene angesiedelten unabhängigen
Kommission. mit den Anträgen auf Anerkennung. »Sie verlangt
Detailinformationen der Verbrechen von den Betroffenen, was immer
wieder alte Wunden aufreißt. Wenn dann nach frühestens eineinhalb
Jahren ein lapidarer Bescheid eintrifft: »Sie erhalten die Summe X. Die
Kommission nimmt Anteil an Ihrem Leid.« – sind viele erst mal tief verletzt.
Man erfährt aber nicht, warum welche Summe festgesetzt wurde.
Man kann das nur als Willkür und Unfähigkeit zur persönlichen Einlassung
deuten«, sagte Harnisch. Und weiter: »Das Geld ist nicht für alle
8 Das Stadtgespräch
1 Mahnmal für die Missbrauchsopfer in der Brigidenkapelle
Foto: Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
entscheidend, aber für viele wichtig. Manche bekommen auch durch
den Stil des Schreibens das Gefühl, dass der Missbrauch der Prostitution
gleichgestellt wird: Jetzt werde ich im Nahhinein noch dafür bezahlt«,
berichten Betroffenen ihrer Vertretung.
Und noch eine Botschaft hatte Harnisch für die Anwesenden im
A2 Forum: »Keiner sollte nach der Vorlage der Studie sich aufgerufen
fühlen, jetzt die Kirche zu verlassen. Wenn wir Veränderungen wollen,
müssen alle mitmachen«.
Studie zum Missbrauch im Erzbistum
Die Universität Paderborn hatte am 12. März 2026 die Ergebnisse zur
unabhängigen historischen Untersuchung der sexuellen Gewalt an Minderjährigen
im Erzbistum Paderborn vorgestellt. Sie hatte die umfangreiche,
gut 700 Seiten starke Studie zu den Amtszeiten der Erzbischöfe
Jaeger und Degenhardt (1941-2002) zwischen 2020 und 2026 erarbeitet.
Fast 500 Kinder und Jugendliche im Erzbistum Paderborn
missbraucht
Die Studie ermittelt für den Untersuchungszeitraum von 1941 bis 2002
insgesamt Hinweise auf 489 Betroffene von sexueller Gewalt durch Kleriker
im Erzbistum Paderborn, berichtete Generalvikar Dr. Michael Bredeck.
Fallzahlen
Die Gesamtzahl lässt sich auf die Amtszeiten der beiden untersuchten
Erzbischöfe wie folgt aufteilen: Hinweise auf 316 Betroffene bei 144 beschuldigten
Geistlichen in der Amtszeit von Erzbischof Lorenz Jaeger
(1941–1973) und auf 195 Betroffene bei 98 beschuldigten Geistlichen in der
1 Der Betroffenenvertreter Reinhard Harnisch im A2 Forum.
Amtszeit von Erzbischof Johannes Degenhardt (1974–2002). Da es Kleriker
gibt, zu denen aus beiden Amtszeiten Beschuldigungen vorliegen,
ist die addierte Zahl der Betroffenen etwas höher als die Gesamtzahl
von 489. Die Differenz zu den bisher bekannten Fallzahlen aus der 2018
veröffentlichten MHG-Studie auf der Datengrundlage bis 2014 ergibt
sich aus neuen Meldungen und aufgrund verbesserter Meldestrukturen,
Intervention und Sensibilisierung. Die Zahlen werden seit 2019 jährlich
transparent kommuniziert.
Ein zweiter Teil der Studie deckt die Amtszeit von Erzbischof Hans-Josef
Becker (2003–2022) ab. Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr
erwartet.
Das mit der Erstellung beauftragte Forschungsteam der Universität
Paderborn arbeitete weisungsunabhängig, hatte freien Zugang zu allen
Akten und erhielt keinerlei Vorgaben zu Fragestellung, Methodik oder
Veröffentlichung. Es recherchierte mehrere tausend Personal- und Sachakten
des Erzbistums und führte rund 80 Interviews mit Betroffenen,
Zeitzeugen und Mitarbeitenden im Generalvikariat.
Wie das Erzbistum mit den Vorwürfen sexuellen
Missbrauchs umging
Der Umgang mit den Beschuldigten und Betroffenen während der beiden
Amtszeiten sowie die strukturellen Bedingungen der Priesterausbildung
in Paderborn:
Institutionelles Versagen
Die beiden Bischöfe wussten von Beschuldigungen, verstanden die
sexuelle Gewalt aber oft eher als »Fehltritt« oder rein disziplinarische
Das Stadtgespräch
9
1 (V. l.) Moderator Dirk Lankowski, Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Erzbischof Dr.
Udo Markus Bentz, Interventionsbeauftragter Thomas Wendland, Vorsitzender der
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Beschwerte. Im Vordergrund stand die Abwehr von Skandalen. Ein aktives
Eingreifen der Bistumsleitung, beispielsweise durch die Einbestellung
der Beschuldigten, erfolgte zumeist erst, wenn polizeiliche
Ermittlungen oder öffentliche Skandale drohten. Die Bistumsleitung
suchte »konsensuale Lösungen«, setzte Betroffene unter Druck und
verhinderte aktiv Strafanzeigen bei staatlichen Behörden. Es ging nicht
um den Schutz der Betroffenen. Im Blickpunkt stand alleine die Fürsorge
für beschuldigte Mitbrüder. Beschuldigte Priester wurden oft
unter dem Vorwand von »Krankheit« stillschweigend versetzt, z. B.
in Klöster oder Heime. Sie verblieben ohne echte Schutzauflagen für
Dritte im pastoralen Dienst.
Ab den 1960er ersetzten Therapie und geistliche Einkehr Sanktionen.
Die Beschuldigten wurden entsühnt und resozialisiert. Sexuelle Gewalt
an Kindern und Jugendlichen wurde in Gutachten oft als »einmalige
Entgleisung«, »Reifungsschwäche« oder »situative Ersatzhandlung«
aufgrund des Zölibats verharmlost.
Keine klare Zuständigkeit mit sexuellem Missbrauch
Lange Zeit gab es im Generalvikariat keine klaren Zuständigkeiten für
den Umgang mit sexuellem Missbrauch. Die Bistumsspitze schloss
weitere Leitungsverantwortliche systematisch vom Wissen über beschuldigte
Priester aus.
Erst durch die Leitlinien der Bischofskonferenz und das Motu Proprio
(SST) von 2001 wurden verbindliche Strukturen geschaffen.
Sprachlosigkeit, Sexualmoral
Bei Kindern und Jugendlichen aus dem stark katholischen Milieu
der 1950er bis 1970er Jahre galten schon »unkeusche Gedanken« als
schwere Sünde. Die von sexueller Gewalt Betroffenen empfanden oft
tiefe eigene Schuld und Scham für den an ihnen verübten Missbrauch.
Priester nutzten das Messdienerwesen, die Jugendarbeit, Freizeiten,
Heime und insbesondere die Beichte systematisch als Zugangs- und
Anbahnungsorte aus. Zudem wurde Betroffenen glaubhaft gemacht,
dass Priester als unantastbare Autoritäten über jeden Zweifel erhaben
seien. Die Loyalität vieler Gemeindemitglieder, Lehrer und Bystander
galt in erster Linie dem Priester und der eigenen Institution, nicht
den Betroffenen. Familien, die Vorwürfe öffentlich machten, erlebten
oft einen kompletten Zusammenbruch ihres sozialen Netzwerks und
massive Ächtung, besonders im dörflichen Umfeld.
10 Das Stadtgespräch
1 (V. l.) Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Interventionsbeauftragter Thomas Wendland,
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Birgit Cirullies, Vorsitzende der Unabhängigen
Aufarbeitungskommission im Erzbistum Paderborn, Generalvikar Thomas
Dornseifer.
Foto: Erzbistum Paderborn
1 (V. l.) Generalvikar Dr. Michael Bredeck, Generalvikar Thomas Dornseifer, Vorsitzender
der Betroffenenvertretung, Reinhold Harnisch.
Foto: Erzbistum Paderborn
Einordnung der Studie durch die Bistumsleitung
Das Erzbistum Paderborn ordnete die Studienergebnisse unmittelbar am
Tag nach der Veröffentlichung im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam
mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung erstmals öffentlich
ein. Die Studie zeige mit neuer Deutlichkeit, dass es nicht nur um ein
individuelles Fehlverhalten einzelner Täter gehe, sondern auch um ein
institutionelles Versagen, erklärte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, der
seit 2024 im Amt ist. Die Betroffenen hätten ein Recht auf diese Wahrheiten,
betont der Erzbischof.
Leid wurde verursacht. Der Umgang damit durch die Verantwortlichen
und die Erfahrung, allein gelassen worden zu sein, habe das Leid
verschlimmert, so Dr. Bentz.
Es treibe ihn um, dass Priester und andere kirchliche Mitarbeitende
Menschen, die ihnen anvertraut waren, so verletzen konnten, dass Verantwortlichen
vielfach nicht mit Konsequenz und Betroffenen nicht mit echter
Hinwendung begegnet worden sei, äußerte sich der Erzbischof bewegt.
Bitte um Verzeihung
Es sei ihm persönlich wichtig, im Namen der Kirche von Paderborn um
Verzeihung zu bitten, auch wenn er wisse, dass die Kirche sich nicht von
allen Betroffenen Verzeihung erhoffen könne. Schon bei seiner Vorstellung
als neuer Erzbischof im Dezember 2023 hat er in seinen ersten Worten
betont, dass er sich wie schon in Mainz als Generalvikar auch hier das
Thema sexualisierte Gewalt in der Kirche zu den obersten Prioritäten seiner
Aufgaben als Erzbischof machen werde. Dazu stehe er. Der Erzbischof rief
weitere Betroffene sexualisierter Gewalt auf, sich zu melden.
Die Studie werde ihm helfen, sich mit allen Facetten dieser Geschichte
auseinanderzusetzen und von der Erzdiözese und von der unabhängigen
Aufarbeitungskommission unter Leitung von Oberstaatsanwältin Birgit
Cerullies durchgearbeitet. Zudem geschehe die Aufarbeitung durch die
Arbeit der Interventionsstelle – alles in Zusammenarbeit mit der Betroffenenvertretung.
Harnisch: »Wir begegnen uns als Menschen und nicht als
Betroffene und Kleriker, sondern als Menschen in dieser Kirche«.
Aufarbeitung des Missbrauchs
Der Erzbischof betonte, dass die Erkenntnisse der Studie mit dem bisherigen
Weg der Aufarbeitung kritisch abgeglichen werden. Überall dort, wo es
erforderlich wird, würden neue Schritte gegangen. Aufarbeitung, Prävention
und ein Kulturwandel seien eine gemeinsame Verpflichtung auf allen
Ebenen des Erzbistums, auch und gerade in der Leitung, so der Erzbischof.
Der Interventionsbeauftragte des Erzbistums, Thomas Wendland, ergänzte,
dass gegen den früheren Erzbischof Jaeger ein Vorwurf und drei
Vorwürfe gegen Erzbischof Degenhardt vorlägen, in einem Fall würden
beide als Beschuldigte genannt. Alle Hinweise würden durch die Interventionsstelle
des Erzbistums geprüft. Bereits in den zurückliegenden Monaten
durchgeführte Recherchen hätten nicht zu belastenden Ergebnissen
geführt. Zu der deutlichen Steigerung der Zahlen von Beschuldigten und
Betroffenen seit der MHG-Studie sagte der Interventionsbeauftragte, dass
heute mehr Betroffene als früher den Mut fänden, sich zu melden.
Harnisch unterstrich, dass die Studie den Betroffenen ein Stück Würde
zurückgegeben habe, bestätige sie doch, dass sie die Wahrheit gesagt
hätten. Die Bitte des Erzbischofs um Verzeihung habe er »gerne gehört«.
Er betonte, dass die Betroffenenvertretung konstruktive Gespräche mit
dem Erzbistum führe – gelegentlich hart in der Sache, immer jedoch fair
im Umgang miteinander. Hoffnung mache ihm, dass sich bereits kurz nach
der Veröffentlichung der Studie weitere Betroffene gemeldet hätten.Kem
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Das Stadtgespräch
11
1 Glückwünsche zu den Beförderungen: Markus Wallmeyer (Oberst), Kai Wixmerten (Hauptmann), Beate Peters (Oberleutnant), Daniel Ewers (Leutnant), Michael Erlenkötter
(Feldwebel), Lisa Busch (Königin), Markus Grundkötter (Major)
Wiedenbrücker Schützen
richten den
Blick nach vorne
Jahreshauptversammlung des St. Sebastian
Bürgerschützenvereins
Der Wiedenbrücker St. Sebastian Bürgerschützenverein hatte sich
im Piushaus zur Jahreshauptversammlung getroffen und dabei
den Blick nach vorne gerichtet.
Die nächsten Termine seien u. a. am Piushaus der »Tanz in den Mai«
ab 18 Uhr sowie der Radlertreff am 1.5. ab 11 Uhr, am 9. und 10.5. das Bezirksschützenfest
in Langenberg, das 534. Schützenfest in Wiedenbrück
vom 31.7. bis 2.8. und das Stadtschützenfest rund um die Stadthalle am
5.9. Ausrichter der alle vier Jahre stattfindenden Veranstaltung ist der St.
Sebastian Bürgerschützenverein, gab Oberst Markus Wallmeyer bekannt
und unterstrich damit einmal mehr das vorausschauende Denken des
über 500 Jahre jungen Vereins. Sein Dank galt allen Aktiven, die sich für
ihre Schützenbruderschaft einbringen sowie allen, die »uns finanziell
unterstützen«. Besonders freute er sich, dass er Präses Reinhard Edeler
begrüßen konnte, der nach langer Erkrankung von den Anwesenden
mit Sonderbeifall bedacht wurde. Als sehr wichtig für die Zukunft des
Schützenvereins würdigte der Oberst die neue Kinderkompanie.
Bürgermeister Theo Mettenborg stellte in seinem Grußwort heraus,
dass der Sebastian Bürgerschützenverein ein Synonym für Heimatverbundenheit,
Kameradschaft und ehrenamtliches Engagement mit einer
außergewöhnlich langen Tradition sei.
Geschäftsführer Marc Michel blickte in seinem sprichwörtlich 20
Minuten und 7 Sekunden dauernden Jahresbericht auf ein spannendes
Schützenjahr 2025/26 mit zahlreichen Highlights zurück.
Die Schießabteilung berichtete über die aktuellen Übungen und
Meisterschaften.
Der stv. Schatzmeister Stefan Schlepphorst musste leider »ein bisschen
Wasser in den Wein gießen«. Die Zahl der Mitglieder in der Bruderschaft
sei mit nunmehr 666 Schützinnen und Schützen im Vergleich
zu den Vorjahren weiter rückläufig. Schlepphorst freute sich, dass er
dennoch eine stabile Kassenlage präsentieren konnte. Möglich wurde
dies durch Zuschüsse von Sponsoren und durch die veranstalteten gewinnbringenden
Events. Schlepphorst: »Wir suchen weitere Ideen für
diese Veranstaltungen«. Der von Kassenprüfer Stefan Renpening beantragten
Entlastung des Vorstandes folgte die Veranstaltung einstimmig.
Schlepphorsts besonderer Dank galt Tanja Hammelbeck. Sie hatte
das Amt der Schatzmeisterin niedergelegt. Die Versammlung wählte ihn
mit einstimmigem Votum zu ihrem Nachfolger.
Über ein einmütiges Vertrauen bei den von Major Grundkötter
geleiteten Beförderungen und Bestätigungen konnten sich ebenfalls
Kompaniechef Hauptmann Kai Wixmerten und das komplette Team
des Vorstandes der 2. Kompanie freuen: Beate Peters (Oberleutnant),
Daniel Ewers (Leutnant), Michael Erklenkönnter (Feldwebel). Königin
Lisa Busch (Schriftführerin) und Prinzgemahl Patrick Kosel erhielten als
besondere Würdigung das Ärmelband für die Majestäten. Kommandeur
Marc Michel bekam die Kommandeurs-Kordel überreicht.
Wie sehr das Miteinander, das ehrenamtliche Engagement und seine
Außendarstellung zur DNA des St. Sebastian Bürgerschützenverein gehören,
zeigten auch die unter »Verschiedenes« angesprochenen Themen.
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1 Oberst Markus Wallmeyer und Schatzmeister Stefan Schlepphorst dankten Tanja
Hammelbeck für die stets zuverlässige und kompetente Kassenführung.
Schatzmeister Stefan Schlepphorst, Beisitzer Patrick Lorenz und Geschäftsführer
Marc Michel hatten sich in einer privaten Initiative um die
Anschaffung einer Hüpfburg für den Verein gekümmert. Die 6 x 5 Meter
große und 155 kg schwere Anlage kann nun für ein ganzes Wochenende
(Fr – So) für 80 Euro per E-Mail-Anmeldung unter patrick.lorenz@
sebastianer-schuetzen.de ausgeliehen werden.
Die drei Initiatoren konnten sich über eine starke Unterstützung
aus der Mitte des Vereins freuen. Innerhalb von 10 Tagen kam die für die
Anschaffung erforderliche Spende zusammen. Die über diesen Betrag hinausgehenden
Spenden werden für die Anschaffung eines Anhängers für
den Transport, der verpackt noch 1,60 x 1,20 m großen Anlage verwendet.
Eine freudige Mitteilung hatte ebenfalls die 1. Kompanie für das kommende
Schützenfest. Zur Steigerung der Attraktivität verpflichtete sie
für den ersten Festabend ein »Helene Fischer-Doubel«. Das Doubel tritt
am Freitag 2 x 45 Minuten auf. Eine spontane Hutsammlung brachte zudem
das Geld für die Anschaffung einer neuen Fasskühlung zusammen.
Lorenz dankte für die große Bereitschaft der Mitglieder sich in die
Listen für die »Schichten« am 30. April und am 1. Mai einzutragen.
Und die Königin bedankte sich für die vielen helfenden Hände, die
sich bei der Organisation und während des am 31. Mai 2026 stattfindenden
Kinderschützenfestes aktiv einbringen. »Jeder Beitrag zählt. Nur
gemeinsam können wir erreichen, dass unser Verein attraktiv bleibt,
insbesondere auch für die jüngeren Generationen«, dankte die Königin
für die Unterstützung.
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sich – wenn man die Beteiligung an unserem Gewinnspiel der
letzten Ausgabe so werten kann.
»Feuer. Geschmack. Leidenschaft.« – das handsignierte Buch von
Sven Schurig haben nun auf jeden Fall Manuela Konikowski, Robert
Rittinger und Karin Lichtenberg. Denn sie wurden aus unserem
Lostopf gezogen und wir haben ihnen das Buch frisch zugesandt.
Wir bedanken uns bei unseren Leserinnen und Lesern für die rege
Teilnahme am Gewinnspiel und wünschen allen viel Spaß beim Grillen!
Das Stadtgespräch
13
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1 Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April 1988: Dr. Otto Schweins (l.) zusammen
mit Klaus Matthiesen (Mitte), dem damaligen NRW-Minister für Umwelt,
Raum ordnung und Landwirtschaft und NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.),
späterer Bundespräsident
Laudatio für den
verstorbenen Vater
der LGS
Förderverein Flora Westfalica
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blühen« ist seit der
Gründung vor rund
38 Jahren das Motto des Fördervereins
Flora Westfalica e. V., und
tatsächlich tragen die Beiträge
der knapp tausend Mitglieder
zur Blütenpracht im Park bei. Wer
sich darüber hinaus gern engagieren
möchte, hat hier Gelegenheit
dazu. Regelmäßig trifft sich eine
Gruppe zu Pflegarbeiten im Park.
Die Mitglieder des Fördervereins
unterstützen den Park, profitieren
jedoch auch davon. Auf zahlreiche
eigene Veranstaltungen gewährt
die Flora Westfalica GmbH Ermäßigungen
bei den Eintrittspreisen.
Auch werden regelmäßig attraktive
Ausflüge und Fahrten angeboten.
Eine viertägige Fahrt führt
vom 14.–17.9 nach Norddeutschland,
u. a. nach Hamburg und Kappeln
an der Schlei, berichtete Hans
Jürgen Mader auf der Jahreshauptversammlung
des Fördervereins in
der Stadthalle. Am 23.6. heißt das
Ziel einer Tagesfahrt die Landesgartenschau
in Neuss. Das Musikfest
der Bundeswehr in Düsseldorf
steht am 19.9. auf dem Programm.
Weitere Infos und Anmeldung:
Kottenstedte, Tel. 02524/2032
oder CM@kottenstedte.com. Die
Anmeldung für das Musikfest ist
bereits abgelaufen. Anlässlich der
Jahreshauptversammlung dankten
der Vorsitzende des Vereins,
Burkhard Schlüter, sowie der Geschäftsführer
der Flora Westfalica
GmbH, Sebastian Siefert, den
Mitgliedern herzlich für ihr Engagement.
Der Vorsitzende würdigte insbesondere
auch die Verdienste des
früheren Stadtdirektors Dr. Otto
Schweins für die 1988 durchgeführte
Landesgartenschau sowie
die Flora Westfalica. »Was viele
vielleicht gar nicht mehr wissen:
Er gilt als der eigentliche ›Vater‹
unserer Landesgartenschau«, er-
1 Der Vorsitzende des Fördervereins der
Flora Westfalica, Burkhard Schlüter,
würdigte den 2025 verstorbenen Stadtdirektor
a. D. Dr. Otto Schweins als
den »Vater der Landesgartenschau«.
14 Das Stadtgespräch
1 Der Vorstand des Fördervereins: (v. l.) Michael Deitert, Claudia Schöttke, Hans Carree, Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, Vors. Burkhard Schlüter, Stv. Bürgermeisterin
Gabriele Bremke-Moenikes, Hans-Jürgen Mader, Daniel Kreuzburg, der ausgesch. Schatzmeister Werner Twent und der Geschäftsführer der Flora Westfalica Sebastian Siefert
innerte Schlüter an den im vergangenen
Jahr Verstorbenen. »Unermüdlich
habe sich Dr. Schweins
zu Beginn der 80er Jahre dafür
stark gemacht, die beiden großen
Stadtteile Rheda und Wiedenbrück
durch ein grünes Band der Natur
entlang der Ems zu verbinden.
Seine Bemühungen sind nach
intensiven, von ihm geführten
Gesprächen mit der Landesregierung
und aufgrund des überzeugenden
Bewerbungskonzeptes
belohnt worden.« 1984 hatte er
die großartige Nachricht erhalten,
dass Rheda-Wiedenbrück den Zuschlag
für die Landesgartenschau
1988 bekommt. »Dr. Schweins hat
uns daraufhin das Vertrauen geschenkt,
dieses Jahrhundertereignis
für Rheda-Wiedenbrück vorzubereiten.
Er selbst hatte sich dabei
stets bescheiden im Hintergrund
gehalten. Er berief und beauftragte
in Abstimmung mit der Politik ein
ganz kleines Organisations-Team
aus dem Rathaus. Ihm übertrug
er die volle Kompetenz und die
notwendige Verantwortung für
die Vorbereitung und Durchführung
der Landesgartenschau. Ich
hatte das große Glück, zu diesem
kleinen Team zu gehören, das
fortan unter der Leitung von Helmut
Löhner als Geschäftsführer
die Landesgartenschau zu einem
großartigen Erfolg führen konnte«,
so Schlüter. Und Dr. Otto Schweins
sei es auch gewesen, der das Ansinnen
der Bürgerschaft, einen
Förderverein Flora Westfalica zu
gründen, tatkräftig unterstützte
und fortan sehr engagiert für zahl-
reiche Mitgliedschaften sorgte, so
der Vorsitzende des Fördervereins
weiter. »Nun ist Dr. Otto Schweins
am 11. Juni 2025 im Alter von 89
Jahren gestorben. Wir werden uns
immer dankbar an ihn erinnern.
Und jetzt schicken wir ihm bitte
einen kräftigen Applaus in den
Himmel!«, beendete Schlüter seine
bewegende Laudatio für den
Verstorbenen.
Hier anknüpfend unterstrich
die Stv. Bürgermeisterin Gabriele
Bremke-Moenikes: Die Flora Westfalica
sei heute weit mehr als ein
Park – »sie ist ein lebendiger, identitätsstiftender
Raum, der unsere
Stadt prägt und verbindet. Er ist
das grüne Herz unserer Kommune,
das als Naherholungsraum bei
allen Generationen gleichermaßen
beliebt ist. In den vergangenen
Monaten hat sich erneut gezeigt,
welche Bedeutung die Flora Westfalica
für unsere Stadtentwicklung
für den Tourismus und für die
Lebensqualität der Bürgerinnen
und Bürger hat. In vielen Aktionen
konnte der Flora-Westfalica-Park
als Ort des Miteinanders
erlebt werden. Wichtige Schritte
in die Zukunft seien die großen
Zukunftsprojekte »Wasserreich«
und die Planungen für ein neues,
zeitgemäßes Wegeleitsystem, das
den Park als zusammenhängenden
Erlebnisraum stärkt.
Für den ausgeschiedenen
Schatzmeister Werner Twent,
bisheriger Vorstandsvorsitzender
der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,
wurde als Vorstandsmitglied
Daniel Kreuzburg gewählt.
Bei den turnusmäßig anstehenden
Wahlen gab es darüber hinaus keine
Veränderungen.
Für Gänsehautmomente sorgten
sechs Sängerinnen und Sänger
der Musicalfabrik mit Klängen von
ABBA und aus der Welt der Musicals.
Bei dem abschließenden Ohrwurm
»Wie im Himmel« stimmte
Schlüter, selber bei der Musicalfabrik
aktiv, kurzentschlossen mit ein.
Übrigens: Wer den engagierten
Förderverein unterstützen möchte,
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Westfalica am Rathausplatz abgeben.
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Nach 46 Jahren erstmals
ein Vorstandswechsel bei
Rot-Weiss St. Vit
Gerd Siede wird Ehrenpräsident des Sportvereins
Gut besucht sind die Jahreshauptversammlungen des Sportvereins
Rot-Weiss St. Vit in der Regel immer. Bei der jüngsten Versammlung
platzte das Gemeindezentrum Vitus-Haus jedoch
aus allen Nähten. Mehr als 100 Mitglieder waren gekommen, um ihren
Vorsitzenden Gerd Siede nach 46 Jahren Vorstandsarbeit würdevoll zu
verabschieden. Siede übernahm den Vorsitz direkt nach der Gründung
1980, als aus einer Thekenmannschaft ein Verein wurde. Eigentlich
wollte er schon vor zehn Jahren aufhören, doch da stand eine große
Baumaßnahme an, die er noch begleiten musste. Diese, die Rede ist
vom neuen Sportplatz mit Vereinsheim, konnte im letzten Sommer
abgeschlossen werden. Das war für den 70-Jährigen der Zeitpunkt,
seinen Posten freizugeben. Da es derzeit viele junge, sehr engagierte
Leute im Verein gibt, die Lust auf Neues haben und den Verein in die
Zukunft führen möchten, fiel es Siede deutlich leichter loszulassen. In
ein Loch wird er nicht fallen. Er wird als Ehrenpräsident dem Sportverein
auf der St. Viter Alm, wie das Gelände so schön heißt, treu bleiben und
auch im Beirat mitarbeiten.
Martin Meierkord erläuterte der Versammlung, wie sich der neue
Vorstand zusammensetzt. Nach einer Satzungsänderung, in der nun
statt des üblichen Vorstandes mit Vorsitz, Stellvertreter, Geschäftsführer
und Kassierer ein Team, bestehend aus zwei und maximal 15 Personen,
den Verein leitet, stellte Meierkord die Leute vor, die mitwirken
möchten. Mit dabei sind: Nikolas Böhm, Dario Kursim, Lukas Schweda,
Thomas Piotrowski, Alexander Kröger, Simon Kittnaer, Werner Thiemig,
Mario Thiele, Alexander Klimitz, Manuel Schnieder, Sebastian Pleßner,
Martin Meierkord und Simon Winter. Unterstützt wird das Team durch
den Beirat mit Gerd Siede, Karl Gnegel, Henrik Güth, Tim Brandes, Detlef
Mika, Dietmar Pagenkemper und Susanne Hambrock. Das neue
Vorstandsteam wurde einstimmig gewählt. Meierkord betonte, dass
vieles im Verein super laufen würde und Gerd Siede mit seinem Vor-
16 Das Stadtgespräch
1 Blumen gab es von Gerd Siede für seine
Frau Gudrun, die ihm in all der Zeit
ausnahmslos zur Seite gestanden hat.
1 Das neue Vorstandsteam mit (v. l. stehend) Werner Thiemig, Alexander Kröger, Martin Meierkord, Nick Böhm, Sebastian Plessner,
Alexander Klimitz, Dario Kursim und (hockend) Mario Thiele, Simon Winter, Simon Kittner, Lukas Schweda möchte gemeinsam
den 1980 gegründeten Sportverein in die Zukunft führen.
stand beste Arbeit geleistet hätte, insbesondere in den letzten Jahren,
wo groß gebaut wurde und so manches Mal das Geld fehlte. »Wir sind
auf einem guten Weg, den wir gemeinsam nach und nach ausbauen
können«, so Meierkord. Für zwei Jahre wird dieser Vorstand zunächst
einmal arbeiten.
Als letzte Funktion seiner Tätigkeit als Vorsitzender überreichte Siede
Karl Gnegel und Werner Thiemig die Ehrennadel des Vereins für ihren
unermüdlichen Einsatz beim Sportheimbau. Auch Bürgermeister Theo
Mettenborg erhielt die silberne Ehrennadel für seine Unterstützung
beim Sportplatzbau. Dieser betonte in seiner Ansprache, dass gerade
die Arbeit mit den rund 200 Kindern und Jugendlichen unbezahlbar
sei. »Junge Menschen, die im Verein Halt finden, lernen früh Teamgeist,
Fairness, Respekt und haben Freunde und um die müssen wir uns keine
Sorgen machen«, bedankte er sich bei allen, die sich um diese gut
funktionierende Jungendarbeit kümmern. »Ehrenamt ist kein Sprint,
sondern ein Langstreckenlauf«, meinte er und wünschte allen einen
langen Atem und Durchhaltevermögen. Zudem machte er deutlich,
dass Persönlichkeiten wie Gerd Siede nur entstehen, wenn eine große
Mannschaft dahintersteht.
Insgesamt sind 14 Mannschaften im Spielbetrieb. Bis vor kurzem
waren alle Altersgruppen in der Jugendabteilung besetzt. Leider musste
die A-Jugend vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. In der nächsten
Saison wird daher eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein
angestrebt. Erfreulich ist die Entwicklung bei den jüngsten Kickern.
Bei den Minis trainieren und spielen zurzeit rund 40 Kinder. Auch bei
der F-Jugend sind zwei Mannschaften gemeldet und mit 35 Kindern ist
der Trainingsplatz immer gut gefüllt. Auch eine Mädchenmannschaft
ist im Spielbetrieb angemeldet und spielt erfolgreich mit. »Einfach
Fußball« reist mit seiner U12 und Ü12 zum Fußballspielen durch ganz
NRW. Auch dort ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen.
Alle Senioren-Teams spielen in ihren Klassen im unteren Tabellendrittel
und kämpfen gegen den Abstieg, woran man jedoch arbeiten
will.
Bei den »Road Runnern« gibt es eine Laufgruppe, eine Walkinggruppe
sowie eine Sportgruppe 60 plus, die im Winterhalbjahr Gymnastik
macht. Ab Sommer bietet die Gruppe ein Kinderlauftraining an, um
den Nachwuchs fit zu machen für »Laufen und Gutes tun«.
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Der Körper ist unser Fundament. Bewegung, Kraft und Ausdauer
bilden die Basis für ein aktives Leben – doch es geht längst nicht mehr
nur um Leistung oder äußere Ziele. Moderne Fitnessstudios und Personal
Trainer setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Konzepte, die den
Menschen in seiner Gesamtheit betrachten. Ob gezielter Muskelaufbau,
funktionelles Training, Rehabilitation oder einfach mehr Bewegung im
Alltag: Entscheidend ist, was dem eigenen Körper guttut. Dabei spie-
im Einklang zu
mehr Lebensqualität
In einer Zeit, die von Tempo, ständiger Erreichbarkeit und steigenden
Anforderungen geprägt ist, wächst bei vielen Menschen der Wunsch
nach Balance. Gesundheit bedeutet heute längst mehr als nur körperliche
Fitness – sie umfasst das harmonische Zusammenspiel von Körper,
Geist und Seele. Genau hier setzt unser Kollektiv an: Es vereint Angebote,
die Menschen ganzheitlich stärken und auf ihrem individuellen Weg zu
mehr Wohlbefinden begleiten.
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len auch Faktoren wie Regeneration, Schlaf und Ernährung eine immer
wichtigere Rolle.
Doch körperliche Stärke allein reicht nicht aus, um den Herausforderungen
des Alltags gelassen zu begegnen. Der Geist – unsere Gedanken,
unsere Wahrnehmung und unser innerer Dialog – hat einen
enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Psychologische Beratungen
und Coaching-Angebote schaffen hier wertvolle Räume: Räume zum
Reflektieren, zum Verstehen und zum Verändern. Sie unterstützen dabei,
Stress zu bewältigen, neue Perspektiven zu entwickeln und persönliche
Ressourcen zu aktivieren. Solche ersten Beratungsgespräche sind oft
kostenfrei und unverbindlich. Gerade in bewegten Zeiten kann es ein
wichtiger Schritt sein, sich professionelle Begleitung zu suchen – nicht
erst, wenn Belastungen zu groß werden, sondern auch präventiv.
Die dritte Säule, die Seele, wird im Alltag oft am meisten vernachlässigt
– und ist doch so entscheidend für unser inneres Gleichgewicht.
Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Atemübungen oder Achtsamkeitstraining
helfen dabei, wieder bei sich selbst anzukommen. Sie
ermöglichen es, den Blick nach innen zu richten, zur Ruhe zu kommen
und neue Energie zu schöpfen. In einer Welt voller Reize wird es immer
wichtiger, bewusst Momente der Stille zu schaffen und sich selbst Raum
zu geben.
Was alle Angebote im Bereich »Körper, Geist & Seele« verbindet,
ist der ganzheitliche Ansatz. Es geht nicht um schnelle Lösungen oder
kurzfristige Trends, sondern um nachhaltige Wege zu
mehr Lebensqualität. Jeder Mensch bringt unterschiedliche
Voraussetzungen, Ziele und Bedürfnisse
mit – und genau darin liegt die Stärke
eines vielfältigen Netzwerks aus Expertinnen
und Experten. Ob Einsteiger oder Fortgeschrittene,
ob jung oder alt: Für jede Lebenssituation
gibt es passende Angebote.
Auch der Aspekt der Gemeinschaft
spielt eine zentrale Rolle. Viele Menschen
erleben in Kursen, Trainings oder Beratungen
nicht nur persönliche Entwicklung,
sondern auch Verbundenheit. Der Austausch
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Das Stadtgespräch
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und stärken. Gleichzeitig bieten individuelle
Angebote den Raum, sich ganz auf sich selbst
zu konzentrieren und persönliche Themen in
den Mittelpunkt zu stellen.
Nicht zuletzt gewinnt das Thema Selbstfürsorge
zunehmend an Bedeutung. Sich Zeit
für den eigenen Körper, die eigenen Gedanken
und Gefühle zu nehmen, ist kein Luxus,
sondern eine wichtige Investition in die eigene
Gesundheit. Kleine, regelmäßige Schritte
können dabei oft mehr bewirken als große
Vorsätze. Ein Spaziergang an der frischen Luft,
eine bewusste Trainingseinheit, ein Gespräch,
das entlastet, oder ein Moment der Ruhe – all
das sind Bausteine für mehr Ausgeglichenheit
im Alltag.
Unser Kollektiv »Körper, Geist & Seele«
zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten sind,
sich selbst etwas Gutes zu tun. Es lädt dazu
ein, Neues auszuprobieren, Gewohntes zu
hinterfragen und den eigenen Weg zu mehr
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Balance zu finden. Denn am
Ende geht es nicht darum,
perfekt zu sein – sondern
sich wohlzufühlen. Im eigenen
Körper. Mit den eigenen
Gedanken. Und im Einklang
mit sich selbst.
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So 5. Juli: Staffelmarathon, Schlosspark
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»Laufen und Gutes tun«
stellt Online-Anmeldung
auf neues System um
Der Verein Laufen und Gutes tun modernisiert in diesem Jahr sein
Verfahren zur Online-Anmeldung und setzt dabei auf eine noch
engere Zusammenarbeit mit dem Zeitnehmer Time Team Jung
aus Wadersloh. Künftig wird die Anmeldeplattform von Race Result, einem
der größten Anbieter in Deutschland, genutzt. Durch den Systemwechsel
erhöht sich die Übersichtlichkeit für alle Teilnehmer. Zudem bleibt die
Online-Anmeldung nun bis zu 15 Minuten vor dem Start geöffnet – ein
deutlicher Vorteil für alle Kurzentschlossenen. Die Bezahlung kann komfortabel
per PayPal oder Bankeinzug erfolgen. Unmittelbar nach Zahlungseingang
erhalten die Teilnehmer ihre Startnummer.
Die Eingabe der Daten gestaltet sich besonders nutzerfreundlich: Sie
kann bequem über das Smartphone erfolgen – entweder über den bereitgestellten
QR-Code oder direkt über die Race-Result-Anmeldeplattform.
Ein weiterer Vorteil: Ein separater Chip am Laufschuh ist nicht mehr notwendig,
da der Einwegchip direkt in die Startnummer integriert ist. Die
Zeitmessung sowie die Auswertung erfolgen in Echtzeit über das Internet.
Die Freischaltung der neuen Online-Anmeldung ist ab Juni vorgesehen.
FWG setzt auf nachhaltige
Sauberkeit
Stadtputztag als Vorbild und Auftrag für
Rheda-Wiedenbrück
Der Stadtputztag in Rheda-Wiedenbrück ist jedes Jahr ein beeindruckendes
Zeugnis bürgerschaftlichen Engagements. Doch
für die FWG (Freie Wählergemeinschaft e. V.) darf das Ziel nicht
darin bestehen, jährlich neue Rekorde beim Müllsammeln aufzustellen.
Vielmehr müsse die tatsächliche Vermüllung messbar reduziert werden,
so Gorenbacher.
Sauberkeit ist für die FWG weit mehr als reine Optik – sie ist ein Ausdruck
von Respekt gegenüber der Stadt und den Mitbürgern. Besonders
das Engagement der jüngsten Teilnehmer am Stadtputztag wird von der
Wählergemeinschaft gelobt: »Wer heute mit Greifzange und Müllsack
Verantwortung übernimmt, wird morgen seinen Unrat gar nicht erst
achtlos wegwerfen«, zeigt sich die FWG überzeugt.
Doch bei aller Freude über die wachsenden Teilnehmerzahlen müssen
wir auch die Ursachen angehen. Ein Punkt macht uns dabei besonders
nachdenklich: Bei der letzten Aktion wurden erschreckend viele gefüllte
Hundekotbeutel in der Natur gesammelt. Es ist schwer nachzuvollziehen,
warum ausgerechnet Hundebesitzer – die ja durch ihre täglichen Runden
einen besonders engen Bezug zur Natur haben – die Hinterlassenschaften
zwar eintüten, sie dann aber im Gebüsch entsorgen.
Ein weiteres massives Ärgernis bleibt zudem die Situation an den
Altkleidercontainern. Diese Standorte verkommen immer häufiger zu
wilden Müllkippen. »Das schädigt das Stadtbild massiv und verursacht
hohe Reinigungskosten«, kritisiert die FWG. Hier sieht der Verein dringenden
Handlungsbedarf bei der Prävention und einem konsequenten
Management der Standorte.
22 Das Stadtgespräch
1 Die Tochter von Sergei Gorenbacher putzte abermals die Stadt am Ruthenbach.
Foto: Sergei Gorenbacher
Klare Kante gegen Verschmutzung
Die FWG plädiert für eine engmaschige Kontrolle, und das nicht nur zur
Tageszeit, durch das Ordnungsamt, insbesondere an den bekannten
Brennpunkten. Wo mutwillig verschmutzt wird, müsse der Bußgeldkatalog
konsequent angewendet werden. Sollte das Ordnungsamt dies
personell nicht leisten können, so erwartet die FWG aus der Verwaltung
Vorschläge, die zu einer Besserung führen können.
1 1264 ehrenamtlich Helfende (1165 in 2025), davon 718 aus den Schulen, beteiligten
sich am diesjährigen Stadtputztag. Das Foto zeigt die ukrainische Gruppe, die den
Bereich um den Doktorplatz säuberte.
Foto: Tobias Wellerdiek
Appell an die Verwaltung
Abschließend richtet die FWG eine klare Erwartung an die Stadtverwaltung:
Diese solle die genannten Maßnahmen in Eigenregie einleiten. »Unser
Ziel ist erst dann erreicht, wenn die gesammelten Müllmengen sinken
und unsere Grünanlagen dauerhaft sauber bleiben«, so das Fazit. Sollte
ein entschlossenes Handeln ausbleiben, kündigt die FWG an, das Thema
mit entsprechenden Initiativen direkt in den Rat der Stadt zu bringen.
Das
Stadtgespräch
PODCAST AUS RHEDA-WIEDENBRÜCK
TIERSCHUTZ HAUTNAH:
SCHUTZHOF FOUR SEASONS
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Ein Ort, an dem Tiere eine zweite Chance bekommen – und Menschen lernen, was
echte Verantwortung bedeutet: Der Schutzhof Four Seasons ist weit mehr als nur ein
Tierschutzprojekt.
Auf rund zehn Hektar finden Tiere mit unterschiedlichen Schicksalen ein Zuhause –
manche vorübergehend, viele dauerhaft. Mit viel Engagement, Empathie und Respekt
kümmert sich das Team um Fund-, Abgabe- und Gnadenhoftiere. Gleichzeitig ist
der Schutzhof ein Ort der Begegnung und Bildung, an dem Menschen einen verantwortungsvollen
Umgang mit Tieren lernen können.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was Tierschutz im Alltag wirklich bedeutet,
welche Herausforderungen hinter der Arbeit stehen – und warum dieser
Ort für viele Tiere die letzte, aber wichtigste Station ihres Lebens ist. Eine
bewegende Folge über Mitgefühl, Verantwortung und echte Tierliebe.
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Eine aktive Gemeinschaft
zog Bilanz
Verband Wohneigentum Rheda-Wiedenbrück
Der Gemeinschaftsvorsitzende
Markus Gunske blickte
auf der sehr gut besuchten
Jahreshauptversammlung im Piushaus
auf ein ereignisreiches und
erfolgreiches Vereinsjahr zurück.
Mit nahezu 1000 Mitgliedern sei die
Gemeinschaft sehr gut aufgestellt,
erklärte der Vorsitzende Markus
Gunske. Die zahlreichen Aktivitäten
übers Jahr würden immer mit einer
großen Resonanz aufgenommen.
Als besondere Highlights stellte er
die Feier des 90-jährigen Bestehens
der Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück
in der Stadthalle heraus. Mit
seinen Ursprüngen in der Siedlerund
Selbsthilfebewegung habe
sich die Gemeinschaft zu einer
wichtigen Stimme für Eigentümer
und Eigentümerinnen im Verband
Wohneigentum entwickelt. Gestern
wie heute. Sein besonderer Dank
galt dem Vorstand und den vielen
Helfenden und Vertrauensleuten für
die ehrenamtliche Arbeit.
Leistungen
Gunske wies darauf hin, dass die
Gemeinschaft eine Fülle von Leistungen
bietet, die den unterschiedlichsten
Interessen gerecht werden.
Die Mitglieder können diese nutzen
und dabei dank der vielen Partnerschaften
und Sonderkonditionen
ihrer Vertragspartner Geld sparen.
Kassierer Jörn Niggeloh gab
Auskunft über die Finanzen. Die
beantragte Entlastung des Vorstandes
wurde durch die Versammlung
ohne Gegenstimmen erteilt.
WhatsApp-Kanal
Wer keine Neuigkeiten der Gemeinschaft
Rheda-Wiedenbrück mehr
verpassen will, kann einfach den
neuen WhatsApp-Kanal abonnieren.
Dort werden beispielsweise
aktuelle Veranstaltungen veröffentlicht.
Der Vorteil des Kanals
liegt auch darin, dass die Mitglieder
direkt Fragen, Informationen,
Nachrichten, Hilfegesuche bzw.
Angebote abgeben können (z. B.
Hilfe im Garten gesucht etc.). Um
zum Kanal zu kommen, müssen
die Teilnehmenden einfach den auf
Homepage veröffentlichen QR-Code
mit der Kamera-App scannen.
Veranstaltungsprogramm
2026
Die Stv. Vorsitzende Manuela Bernachia
berichtete über die noch
in diesem Jahr geplanten Aktivitäten:
So lädt die Gemeinschaft
Rheda-Wiedenbrück am 5. Mai zu
einem Besuch auf dem Spargelhof
Meloh ein. Die Teilnehmenden erfahren
Näheres über grünen und
weißen Spargel sowie Erdbeeren.
Wer möchte, kann unter fachgerechter
Anleitung das Spargelstechen
ausprobieren. In dem Preis von
10 Euro (Nichtmitglieder 15 Euro) ist
zudem eine Führung über den Hof
und ein gemeinsamer Genuss einer
Spargelsuppe von Gröne enthalten.
Die weiteren Termine: 30. Mai:
Fahrt zur Landesgartenschau Bad
Nenndorf | 27. Juni: Seminar Freilandstauden-Beete
| im Juli: Pättkestour
– lange Route, kurze Route
| 25. September: Sommerfest mit
Vertrauensleuten | 3. Dezember:
Adventskaffee mit Jubilar-Ehrung |
28. November: Weihnachtsfahrt
nach Bad Salzuflen. Nähere Infos
unter www. wohneigentum-rhwd.
de, Anmeldung unter anmeldung@
wohneigentum-rhwd.de
Aktuelle Themen
Der Vorsitzende gab ebenfalls einen
Überblick über Themen, mit denen
sich der Verband aktuell beschäftigt,
darunter das
Gebäudemodernisierungsgesetz
Es löst zum 1. Juli 2026 die Regeln
des Heizungsgesetzes (GEG) ab.
24 Das Stadtgespräch
1 (V. l.) Markus Gunske (1. Vors.), Claudia Duhme (Beisitzerin), Ela Bernachia (2. Vors.), Jörn Niggeloh (1. Kassierer), Sigrid Frank
(2. Kassiererin), Helmut Kempen (Mitgliederbetreuung), Helga Leder (Stv. Schriftführerin), Daniel Dust (Schriftführer), Waldemar
Moritz (Beisitzer), Wolfgang Neumann (Gartenberatung)
Die neuen Vorschriften lockern
die bisherigen Vorgaben, wenn
Interessierte ihre bestehende Heizung
tauschen. Neu ist: Es dürfen
Gas- und Ölheizungen weiterhin
eingebaut werden, wenn sie zunehmend
CO 2 -neutrale Kraftstoffe
(Biogas, Wasserstoff, Bioöl und
E-Fuels) nutzen. Öl- und Gasheizungen,
die neu verbaut werden,
müssen ab 2029 zunächst mit
mindestens 10 Prozent erneuerbarem
Gas oder Öl betrieben werden.
Wobei dieser Anteil stetig steigen
soll. Auch für bestehende Heizungen
sollen die Gas-Tarife zukünftig
einen Pflicht-Anteil an CO2-neutralen
Kraftstoffen enthalten. Die Förderung
für die Wärmepumpe und
Zuschüsse für die energetische Sanierung
im Sinne der Bundesförderung
effiziente Gebäude (BEG) soll
bis 2029 bestehen.
Der Gemeinschaftsvorsitzende
Markus Gunske begrüßte es, dass
die Pläne wieder mehr Flexibilität
ermöglichen und die Finanzierung
der Heizungsförderung bis 2029
festgeschrieben werden soll. Insbesondere
Besitzer älterer Bestandsgebäude
mit großem energetischen
Sanierungsbedarf, die sich größere
Investitionen nicht leisten können,
würden dadurch entlastet. Gunske
wies aber auch auf mögliche Kostenfallen
für Eigentümer durch die
geplanten Erleichterungen: Wer
heute noch auf fossile Systeme setze,
ohne die Kostenentwicklung der
kommenden Dekade einzupreisen,
riskiere eine finanzielle Fehlentscheidung.
Erneuerbare Energien
und Wärmepumpen dienen nicht
nur dem Klimaschutz, sie sind
auch in den meisten Fällen für das
Eigenheim die zukunftssichere und
wirtschaftlichere Wahl.
Redispatch-Vorbehalt
verschlechtert Nutzung
von Wind und Solar
Gunske ging ebenfalls auf die
Energiepläne von Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche
für die Wind und Solarnutzung
ein. So soll nach einem vorliegenden
Gesetzentwurf die garantierte
Einspeisevergütung für private
Solaranlagen auf Dächern wegfallen,
Betreiber neuer Anlagen sollen
ihren Strom stattdessen selbst
vermarkten müssen. Zudem sollen
die 850 Netzbetreiber eigenständig
entscheiden können, ob neue
Anlagen ans Netz kommen dürfen
oder nicht. Bislang haben Betreiber
von Wind- und Solaranlagen ein
Recht darauf, angeschlossen zu
werden. Sie erhalten eine finanzielle
Entschädigung, wenn ihre
Anlage wegen überlasteter Netze
abregelt werden müssen und
sie ihren Strom nicht einspeisen
können. Künftig sollen Betreiber
neuer Anlagen in sogenannten kapazitätslimitierten
Gebieten (bundesweit
rund 90 Landkreise) dieses
Finanzielle
Sicherheit, wenn es
darauf ankommt.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung
der Provinzial.
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provinzial.de
finanzielle Risiko selber tragen.
Nach Recherchen des Beratungsunternehmens
»enervis« sind bundesweit
90 von 224 Landkreisen
von dem Redispatch-Vorbehalten
betroffen – bei der Windnutzung
insbesondere die Küstenregion in
stürmischen Zeiten, in Hessen und
Bayern die Solaranlagen an sonnigen
Tagen.
Vorstand erweitert
Der im letzten Jahr gewählte
Vorstand mit Markus Gunske
(Vorsitzender), Manuela Bernachia
(Stv. Vorsitzende), Jörn
Niggeloh (Kassierer), Sigrid Frank
(stellv. Kassiererin), Daniel Dust
(Schriftführer), Helga Leder (Stv.
Schriftführerin), Helmut Kempen
(Mitgliederbetreuung), Wolfgang
Neumann (Gartenfachberater /
Beisitzer) und Sandra Niewöhner
(Beisitzerin) wurde auf der diesjährigen
Hauptversammlung in
einer Ergänzungswahl um die neu
gewählten Beisitzenden Claudia
Duhme und Waldemar Moritz erweitert.
Buffet
Nach dem offiziellen Teil klang die
Jahreshauptversammlung mit einem
Buffet aus, das wirklich allererste
Sahne war.
Kem
Das Stadtgespräch
260413_ANZ_Kottenstede_210x148mm.indd 1 13.04.26 16:40
25
Birgit Krampmann ist die neue
Vorsitzende der CDU-Ortsunion
Wiedenbrück. Sie wurde kürzlich
auf der Mitgliederversammlung
im Historischen Rathaus einstimmig
mit dieser Aufgabe betraut.
Sie folgt auf den aus der Partei
ausgetretenen Björn Kammertöns.
Er wurde vor zwei Jahren als Nachfolger
von dem zwischenzeitlich
verstorbenen Norbert Flaskamp
gewählt.
Ortsunion Wiedenbrück
Die neue Vorsitzende ist ihren
Parteifreundinnen und -freunden
aus einem vielfältigen politischen
Engagement bestens
vertraut. Neun Jahre lang wirkte
sie als sachkundige Bürgerin im
Sozialausschuss mit und war
dort Sprecherin in der zurückliegenden
Legislaturperiode.
Die bei der Firma Westag tätige
stellvertretende Abteilungsleiterin
betonte, dass sie zukünftig
mit ihrem Vorstandsteam für die
Menschen eine gut vernetzte und
engagierte Ansprechpartnerin
sein werde. In der Tradition von
Norbert Flaskamp würde sie u.
a. regelmäßig auf dem Markt für
die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar
sein, um das Leben in
Wiedenbrück noch lebenswerter
zu gestalten.
1 (V. l.) Josef Frerich, Kreisvorsitzender Rafael Tigges (MdL), Thorsten Wonnemann, die neue
Vorsitzende Birgit Krimpmann, Rüdiger Lückheide, Henrika Küppers, Jochen Buschsieweke,
Norbert Woste, Stefan Schlepphorst, David Hanschur, Ralf Harz
Das Ohr am Bürger
CDU in der Doppelstadt unter neuen Leitungen
Neue Stellvertreter sind Thorsten
Wonnemann und Norbert
Woste, während Dr. Norbert Dieste
als Schriftführer und David Hanschur
als Mitgliederbeauftragter
weiterhin fungieren.
Ergänzt wird der Vorstand
durch die Beisitzenden Benedikt
Bohle, Jochen Buschsieweke,
Christina Coban, Josef Frerich,
Ralf Harz, Henrika Küppers, Rüdiger
Lückheide, Katharina Pasek,
Stefan Schlepphorst und Ellen
Wiethof. Alle genannten Personen
wurden einstimmig gewählt.
»Dieses tolle Ergebnis zeigt die
Geschlossenheit des Miteinanders
in der CDU«, freut sich die neue
Vorsitzende.
Zuvor hatte sie über die Aktivitäten
der Ortsunion in den
zurückliegenden beiden Jahren
berichtet. Ein starkes Ergebnis
für die CDU und ihre Arbeit sei
ihr erfolgreiches Abschneiden
bei der Kommunalwahl gewesen.
Es sei Ansporn, den Anliegen der
Menschen Gehör zu verschaffen.
Der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete
Rafael Tigges
(MdL) gab einen Bericht aus
seiner Arbeit ab und Grußworte
gab es vom stellv. CDU-Stadtverbandsvorsitzenden
Ralf Harz, der
die Arbeit des CDU Ortsverbandes
Wiedenbrück lobte.
Ortsunion Rheda
Die Ortsunion Rheda hat einen
neuen Vorsitzenden und Verstand.
Der 30-jährige Nils Kulla
ist zum neuen Vorsitzenden des
CDU-Ortsverbands Rheda gewählt
worden und steht damit künftig
den 163 Mitgliedern vor. Kulla löst
Kathrin Söbke ab. Sie sei aufgrund
der im September aufgenommenen
Mitarbeit im Rat nicht erneut
angetreten und werde nunmehr
in der zweiten Reihe im Vorstand
mitarbeiten. Als Schwerpunkte
ihrer Arbeit in den vergangenen
beiden Jahren nannte sie den Einsatz
für eine höhere Aufenthaltsqualität
in der Innenstadt und die
Erarbeitung eines Marketing-Konzepts
für die gesamte Stadt sowie
die sehr erfolgreich verlaufene
Kommunalwahl.
Der neue Vorsitzende, der
schon als Beisitzer und Mitgliedsbeauftragter
dem Vorstand angehörte
und beruflich im höheren
Verwaltungsdienst des Kreises
Herford tätig ist, dankte seiner
Vorgängerin ausdrücklich für die
geleistete Arbeit. Er machte deutlich,
dass für ihn die Menschen
und die von ihnen bewegten Themen
im Mittelpunkt stehen.
Zu Kullas Stellvertretenden
wählte die Versammlung Kathrin
Söbke und Hubert Peter sowie
Patrick Kosel als Schriftführer und
Lennart Bänisch zum stellvertretenden
Schriftführer. Beisitzer
sind: Reinhard Bänisch, Gabriele
Bremke-Moenikes, Frederik Gruß,
Romy Heißmann, Hendrik Hemke,
Uwe Henkenjohann, Tanja Himmelspach,
Michael Lakenbrink, Michael
Pfläging, Manfred Schöne, Aysegül
Winter und Elisabeth Witte.
Einstein-Schulleiter Jörg Droste
stellte in einem Referat über den
Einsatz von Künstlicher Intelligenz
im Schulalltag heraus, dass KI eine
Bereicherung für die individuelle
Förderung von Schülerinnen und
Schülern sei. Nicht geeignet sei sie
aber als Lehrerersatz. Kem
1 Ehrung verdienter Mitglieder: Rigobert Ophoff und Franz-Josef Berhorn (2. + 4. v. l.)
gehören der CDU seit 50 Jahren an. Zusammen mit Silberjubilar Elmar Egenter (3. v. l.)
freuen sie sich über Glückwünsche der scheidenden Vorsitzenden Kathrin Söbke (l.)
sowie der Stadtverbandsvorsitzenden Aysegül Winter und von Stellvertreter Ralf Harz.
26 Das Stadtgespräch
Foto: beats1/Shutterstock
Das Dream-Team des
Frühlings – Die Erdbeer-
& Spargelsaison startet!
Wenn die Tage länger und wärmer werden, beginnt eine der
genussvollsten Zeiten des Jahres: die Spargel- und Erdbeersaison.
Kaum ein anderes Duo steht so sehr für den
Frühling wie das »weiße Gold« und die süßen roten Früchte – frisch
vom Feld, direkt aus der Region. Spargel hat in Deutschland eine lange
Tradition und gilt nicht ohne Grund als echtes Saisonhighlight. Ob
klassisch mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise
serviert, als leichte Variante im Salat oder modern interpretiert mit
Pasta oder vom Grill – die Vielseitigkeit des Edelgemüses ist beeindruckend.
Besonders geschätzt wird regional angebauter Spargel, der
durch kurze Transportwege besonders frisch auf den Teller kommt.
Parallel dazu startet auch die Erdbeerzeit. Die ersten heimischen
Erdbeeren sind für viele ein echtes Geschmackserlebnis, denn ihr Aroma
ist deutlich intensiver als das von Importware. Ob pur genossen,
mit Sahne, im Kuchen, als Marmelade oder im Dessert – Erdbeeren
bringen Frische und Süße in jede Küche. Auch hier gilt: Regionalität
zahlt sich aus, denn frisch gepflückte Früchte überzeugen mit Qualität
und Geschmack.
Gerade in unserer Region rund um Rheda-Wiedenbrück profitieren
Verbraucherinnen und Verbraucher von einer Vielzahl an landwirtschaftlichen
Betrieben, Hofläden und Wochenmärkten, die Spargel
und Erdbeeren direkt anbieten. Viele Höfe laden sogar zum Selberpflücken
ein – ein Erlebnis für die ganze Familie und eine schöne
Gelegenheit, die Herkunft der Lebensmittel hautnah zu erleben.
Neben dem Genuss spielt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit
eine immer größere Rolle. Wer saisonal und regional einkauft, unterstützt
nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern reduziert
auch Transportwege und damit den ökologischen Fußabdruck.
Die Spargel- und Erdbeersaison ist allerdings begrenzt – traditionell
endet die Spargelernte am 24. Juni (Johannistag). Umso mehr
lohnt es sich, die wenigen Wochen intensiv zu genießen und die
Vielfalt der regionalen Produkte auszukosten.
Ob in lokalen Pop-up-Restaurants wie zum Beispiel einem Spargelzelt
mit großer Buffetauswahl, beim gemütlichen Essen zu Hause,
beim Besuch eines Hofladens oder beim Bummel über den Wochenmarkt:
Im Mai startet die perfekte Zeit, um sich von der Frische und
Qualität unserer heimischen Erzeugnisse zu überzeugen. Spargel und
Erdbeeren bringen den Frühling direkt auf den Teller – frischer, regionaler
und leckerer geht es kaum.
Das Stadtgespräch
Spargelhof
S t e i n h o f f
ERDBEEREN UND SPARGEL
Unser Hofladen hat täglich von
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Auch an Sonn- und Feiertagen.
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27
Jobbörse für die Region
Auf dieser Doppelseite finden Sie interessante Jobangebote ...
Foto: adobe stock
Attraktive Jobs in der Pflege *
* Berufsbezeichnung bezieht sich immer auf w/m/d
In einer Pflegeeinrichtung greifen viele unterschiedliche Aufgabenbereiche
ineinander, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein sicheres,
würdevolles und angenehmes Leben zu ermöglichen. Neben
der pflegerischen Versorgung spielen auch Organisation, Verpflegung
und hauswirtschaftliche Abläufe eine zentrale Rolle. Nur wenn
alle Bereiche eng zusammenarbeiten, können Qualität, Struktur
und ein reibungsloser Alltag gewährleistet werden. Die Teamleitung
in der Pflege übernimmt dabei eine verantwortungsvolle Schlüsselposition.
Sie koordiniert die Pflegeabläufe, führt Mitarbeitende,
sorgt für die Einhaltung von Qualitätsstandards und ist Ansprechpartner
für Bewohner, Angehörige und das Team. Organisationstalent,
Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz sind hier
ebenso wichtig wie fachliche Erfahrung in der Pflege. Ergänzt wird
der Alltag durch die Arbeit in Küche und Hauswirtschaft. Köche
sorgen für eine ausgewogene, abwechslungsreiche und bedarfsgerechte
Verpflegung der Bewohner, während Hauswirtschaftsfachkräfte
für Sauberkeit, Ordnung und ein gepflegtes Umfeld verantwortlich
sind. Beide Bereiche tragen maßgeblich zum Wohlbefinden
und zur Lebensqualität im Pflegeheim bei. Gemeinsam leisten alle
Mitarbeitenden einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden
Alltag in der Einrichtung. Teamarbeit, Einfühlungsvermögen und
ein hohes Maß an Verantwortung sind dabei entscheidend, um den
Bewohnern ein Zuhause zu bieten, in dem sie sich gut versorgt und
aufgehoben fühlen.
Für unsere Einrichtung
St. Elisabeth Rheda-Wiedenbrück Pflege + Wohnen
suchen wir ab sofort:
Teamleitung in der Pflege (m/w/d)
in Teil- oder Vollzeit
Attraktive Konditionen nach AVR
Bewerbungen und Rückfragen bitte an Herrn
Hinzmann: 05242 416100, unter bewerbung@vka-pb.de
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Koch / Hauswirtschaftsfachkraft (m/w/d)
in Teilzeit (30 Std. / Woche)
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VKA – Verbund
katholischer Altenhilfe
Paderborn e. V.
Gewerbepark 16
59069 Hamm
VKA – Verbund
katholischer Altenhilfe
Paderborn e. V.
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59069 Hamm
28 Das Stadtgespräch
Ausbildung
zum Kaufmann
im Einzelhandel *
* Berufsbezeichnung bezieht sich auf w/m/d
Die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel ist ein Klassiker
unter den Ausbildungsberufen und bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten
in die Welt des Handels. Ob in Supermärkten, Modege-
schäften, Elektronikfachmärkten oder Buchhandlungen – dieser
Beruf ist überall dort gefragt, wo Waren verkauft und Kunden
beraten werden. Die Ausbildung dauert in der Regel zweieinhalb
Jahre und vermittelt sowohl praktische Fähigkeiten im Betrieb als
auch theoretisches Wissen in der Berufsschule. Zu den typischen
Aufgaben zählt der Wareneingang, die ansprechende Präsentation
der Produkte, die Kundenberatung und -bedienung, das Kassieren
sowie das Mitwirken bei Verkaufsaktionen.
Auch Themen wie Warenwirtschaft, Marketing und betriebswirtschaftliche
Grundlagen werden vermittelt. Wichtige Eigenschaften
in diesem Beruf sind Kommunikationsstärke, Freundlichkeit, ein
gepflegtes Erscheinungsbild sowie ein guter Umgang mit Zahlen.
Wer Spaß am Kontakt mit Menschen hat, serviceorientiert denkt
und gerne im Team arbeitet, ist hier genau richtig.
Der Beruf bietet nicht nur eine stabile Grundlage, sondern auch
zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten – zum Beispiel zum Handelsfachwirt,
Filialleiter oder durch ein berufsbegleitendes Studium
im Bereich Betriebswirtschaft oder Marketing. Aufgrund der
Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten ist der Einzelhandel ein attraktiver
Arbeitgeber für Menschen mit unterschiedlichen Interessen und
Talenten.
QR-Code scannen und den
Video-Clip ansehen
Förderung für Projekt ideen zur
Verschönerung und Belebung der
Innenstadt
Verfügungsfonds Innenstadt Wiedenbrück
Wer einen Beitrag leisten möchte, der
die Innenstadt stärkt und belebt,
kann dafür finanzielle Unterstützung
aus dem Verfügungsfonds erhalten. Dieser
kann aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept
(ISEK) für den historischen Stadtkern
Wiedenbrück bereitgestellt werden.
Um das Engagement der Bürger und Bürgerinnen
zu unterstützen und somit das Stadtbild
und den öffentlichen Raum aufzuwerten, stellt
die Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammen mit
dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen
Fördermittel bereit. Der Verfügungsfonds ist
bereits seit März 2021 in Rheda erfolgreich aktiv
und soll nun auch für den historischen Stadtkern
Wiedenbrück anlaufen.
Innerhalb des festgelegten Stadterneuerungsgebiets
können Fördermittel für kleinteilige,
nicht-kommerzielle und lokal verankerte
Projekte beantragt werden. Hierzu sind alle Akteur/innen,
Händler/innen, Eigentümer/innen,
Bewohner/innen, Vereine und Organisationen
eingeladen, ihre Projektidee einzubringen und
umzusetzen.
Für eine Förderung kann eine ganze Bandbreite
an Projekten in Betracht gezogen werden:
Gefördert werden beispielweise die Anschaffung
von Straßenmöblierung wie Sitzbänke und Spielgeräte
für den öffentlichen Raum, die künstlerische
Gestaltung von Stromkästen, Bepflanzungsaktionen
oder besondere Beleuchtungen.
Wichtig ist, dass mit dem geplanten Projekt
noch nicht begonnen wurde und es innerhalb
des Stadterneuerungsgebiets stattfindet. Die
Projektkosten können mit bis zu 50 Prozent bezuschusst
werden. Die maximale Zuwendungshöhe
aus öffentlichen Mitteln ist in der Regel
auf 7.500 Euro je Projekt begrenzt. Der Beirat
Innenstadt Wiedenbrück entscheidet über die
Verwendung der Mittel. Er hat sich im Februar
1 Geltungsbereich des Fördergebietes
erstmalig zusammengesetzt. In ihm sind politische
Fraktionen, ansässige Akteurinnen und
Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger vertreten.
In der Juni-Sitzung des Beirates könnten erste
Projektideen beraten werden. Dann soll auch ein
Vorsitz des Beirates gewählt werden.
Das Quartiersmanagement Innenstadt
Wiedenbrück steht allen Interessierten bei
Fragen zur Seite und unterstützt Sie bei der
Entwicklung Ihrer Projektidee. Arne Platz ist
erreichbar unter 05242 / 963-383 oder per Mail
arne.platz@rh-wd.de zu den regulären Öffnungszeiten
des Rathauses.
Das Stadtgespräch
29
1 Seit einem Jahr ist der neue Vorstand der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück mit
(v. l.) Daria Baumhüter, Stefan Renpening, Claudia Wilm, Alexander Gromann und
Jana Schmedthenke aktiv. In diesem Jahr kann bereits das 20-jährige Bestehen
der Bürgerstiftung gefeiert werden.
Im 20. Jahr mit neuem Vorstand
nah am Menschen
Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück
Programm Sommer 2026
Nils
Holgersson
von Selma Lagerlöf
Regie: Hendrik Becker und Kevin Wahlbrinck
Aufführungsrechte beim Bühnenverlag Weitendorf, Hamburg
Spielzeit vom 10.05. – 06.09.2026
Premiere am
Sonntag, 10.05.2026
Eintritt Kinder 6,- Euro · Erwachsene 8,- Euro
Goldfinger
von Ian Fleming • Regie: Hendrik Becker
Spielzeit vom 15.08. – 05.09.2026
Premiere am
Samstag, 15.08.2026
Eintritt Kinder 10,- Euro · Erwachsene 12,- Euro
Weitere Termine auf der Homepage
www.burgbuehne.de
Reservierungen: Telefon 02529 94 84 84 –oder
nutzen Sie unsere Online-Kartenreservierung
Das Jahr 2025 war für die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück
geprägt von spannenden
Veränderungen und neuen Impulsen. Im März
2025 hat das neue Vorstandsteam mit Claudia Wilm
als Vorsitzender, Daria Baumhüter, Alexander Gromann,
Stefan Renpening und Jana Schmedthenke (stellvertretende
Vorsitzende) die Vorstandsarbeit aufgenommen.
Das neue Team hat sehr gut zusammengefunden
und leitet nun seit einem Jahr die Geschicke der Bürgerstiftung.
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit in
den Gremien, zu denen neben dem Vorstand auch das
Kuratorium und der Stiftungsrat gehören, bildet ein
starkes Fundament für die zukünftige Ausrichtung
der Bürgerstiftung unter dem Motto »Gemeinsam
stark sein«
»Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam mit den
Partnern der Bürgerstiftung im Jahr 2025 die gute Zusammenarbeit
fortsetzen und viele neue Kontakte
knüpfen durften, um so in Projekten und Förderungen
weiterhin das Allgemeinwohl unserer Stadt zu fördern«,
so Claudia Wilm.
Der neue Bericht zu den Tätigkeiten im Jahr 2025
bietet einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten
der Bürgerstiftung, die sich schwerpunktmäßig
auf die Bereiche Bildung, junge Menschen und Familie,
Zusammenleben und Zusammenhalten, Kultur und Klima
ausrichten. Zu finden ist er auf der Homepage der
Bürgerstiftung, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet
und in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung.
Eine Besonderheit des Jahres 2025 war die Zuwendung
eines Nachlasses durch den verstorbenen
Alexander Helmut Richter. Der Vorstand ist Herrn Richter
sehr dankbar, dass er die Bürgerstiftung bedacht
hat, und mit seinem Erbe der Gemeinschaftsgedanke
der Bürgerstiftung unterstützt werden kann. Zudem
wurde zum 1. Dezember 2025 mit der Johannes Hüser
Stiftung die erste Treuhandstiftung unter dem Dach
der Bürgerstiftung errichtet, die sich insbesondere der
Jugend- und Altenhilfe, dem Tierschutz sowie Kunst und
Kultur widmet. Und weiterhin steht auch der Familie
Engel Stiftungsfonds zur Verfügung, der Heranwachsenden,
die ohne ihre leiblichen Eltern leben, finanzielle
Unterstützung bietet.
Die Bürgerstiftung finanziert ihre Aktivitäten aus
den Kapitalerträgen des Stiftungsvermögens und aus
Zuwendungen. »Wir freuen uns über weitere Personen,
Firmen oder Organisationen, die die Bürgerstiftung in
Form einer Patenschaft, einer Freundschaft, einer Zustiftung
oder Spende unterstützen wollen«, so Wilm. Für
persönliche Beratungsgespräche steht das Team gerne
zur Verfügung. Im Jahr 2025 spendeten 104 Personen,
Organisationen und Unternehmen als Paten, Freunde
oder Spender. Durch die Bündelung aller Beträge können
zahlreiche Vorhaben unterstützt und gefördert
werden und die Bürgerstiftung kann so zum guten
Zusammenleben sowie einem reichen Bildungs- und
Kulturangebot beitragen.
Mit großer Freude blickt man nach vorn: In diesem
Jahr feiert die Bürgerstiftung ihr 20-jähriges Bestehen.
Diesem runden Geburtstag und der weiteren Entwicklung
sieht das Team mit Zuversicht entgegen. »Es ist
schön zu sehen, dass wir insbesondere in den Bereichen
Bildung, junge Menschen und Familien aber auch beim
Klimaschutz etwas bewegen und Projekte unterstützen
können. Die Bildung junger Menschen, insbesondere
denen, die benachteiligt sind, liegt uns allen sehr am
Herzen«, betont Claudia Wilm. Im kommenden Jahr
möchte man sich auf die Erweiterung der Bereiche »gesellschaftlicher
Zusammenhalt« und »Klima« konzentrieren.
Für neue Projektvorhaben werde man zukünftig
auch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen anstreben.
Zudem wird für die Geschäftsstelle auch eine Teilzeitkraft
gesucht, die den Vorstand zukünftig bei den
Verwaltungsaufgaben unterstützt.
30 Das Stadtgespräch
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1 Höhepunkt des Bewegungsparcours war eine Fahrt mit dem »Reifen-Roller«.
Starke Resonanz beim
8. DRK-Sportfest
Die Kindertagesstätten Abenteuerland, Budenzauber,
Klawitter und Tönnies hatten eingeladen
Schon die Vorfreude begeisterte die Kinder, ihre Geschwister und
Eltern aus den vier Kindertageseinrichtungen des Deutschen Roten
Kreuzes bei ihrem achten gemeinsamen Sportfest. Bei der
Begrüßung der Gäste dankte Iris Hansel (Leiterin Kita Klawitter) stellvertretend
für Carolin Duhme (Leiterin Kita Abenteuerland) sowie Michel
Schmidt (Stv. Leiter Kita Budenzauber) und Sylke Feldewerth (Stv. Leiterin
Kita Tönnies) allen Mitarbeitenden für die Vorbereitung und Begleitung
des Sportfestes. Ein besonderer Dank galt den Eltern für die Organisation
des Cafés und die überaus zahlreichen Kuchenspenden. Die für die
zuvorkommende Bewirtung abgegebenen Spendengelder erhielten die
vier DRK-Einrichtungen für dringend zu tätigende Aufgaben.
Absoluter Höhepunkt des riesigen Bewegungsparcours war eine
Fahrt mit dem »Reifen-Roller«. Daran hatten nicht nur die Kleinen Spaß.
Auch viele große Gäste ließen sich das Vergnügen mit dem schnellen Gefährt
nicht nehmen. Ebenfalls unter den anderen angebotenen Stationen
fanden die Kinder schnell ihre Favoriten. Absolut gute Laune bereiteten
Trampolin-Sprünge, Bobby-Car-Fahrten sowie eine Bauchschaukel. Zudem
konnten sich die Kleinen begeistert auf den unterschiedlichen Stationen
zum Balancieren, Klettern, Rutschen und Springen ausprobieren.
Mit der in die Halle scheinende Sonne erstrahlte ein fröhliches
Miteinander von Kindern, Eltern und Geschwistern nebst Großeltern
und Freunden bei diesem sportlichen Großereignis der DRK-Kindereinrichtungen,
bei dem das
gemeinschaftliche Tun im
Mittelpunkt stand. Von
dieser einnehmenden Atmosphäre
war gleichfalls
der zweite Vorsitzende der
Rot-Kreuz-Gemeinschaft
Franz Westhoff sichtlich angetan.
Alle Akteure stimmten
mit ihm überein, dass
es nach diesem gelungenen
Tag eine weitere Auflage
des Sportfestes geben wird.
1 Mit Papas Hilfe ging es die Rutsche herab.
Kem
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Das Stadtgespräch
31
Fotos: DRK Rheda-Wiedenbrück
1 Das Foto entstand bei der Gruppenbildung zu Dienstbeginn des Einsatztages am
Rosenmontag.
1 Die DRK-Einsatzkräfte halten sich für die jederzeitige Hilfe bereit.
Die stillen Helfenden
im Hintergrund
Die Rotkreuzgemeinschaft des
DRK-Ortsvereins im Einsatz
Sie suchen einen Sanitätsdienst in Rheda-Wiedenbrück? Für Gäste
und Veranstalter einer Veranstaltung ist die Anwesenheit des
DRK-Sanitätsdienstes ein beruhigendes Gefühl. Das erlebten jetzt
die Besuchenden des Sporttages der DRK-Kita. Auch die Schützenfeste
im Stadtgebiet, Sportveranstaltungen oder das »Park Spektakel« der
Flora Westfalica können auf die Ehrenamtlichen zählen. Auch ist die
Rotkreuzgemeinschaft bei großen Einsätzen der Feuerwehr vor Ort. Sie
übernimmt dann u. a. die Versorgung der Einsatzkräfte. Mit zahlreichen
Ehrenamtlichen ist das Deutsche Rote Kreuz in jedem Jahr ebenfalls am
Rosenmontag im Einsatz. Sie halten sich bei diesem Großereignis im
Hintergrund bereit, um im Ernstfall schnelle Hilfe leisten zu können.
Für die Rotkreuzler bedeutete der Dienst viele Stunden Aufmerksamkeit
und Einsatzbereitschaft. Gerade diese Bereitschaft, im entscheidenden
Moment da zu sein, macht das Ehrenamt im DRK so besonders und
sinnstiftend. Wie wichtig das ist, zeigt beispielhaft ein Blick in den Einsatz
zum Höhepunkt des Straßenkarnevals.
Der Sanitätsdienst begann bereits um 11 Uhr. Bis zum Ende der Feierlichkeiten
gegen 2 Uhr in der Nacht standen sie für medizinische Notfälle
bereit. Insgesamt 30 Rotkreuzler waren im Einsatz. Sie begleiteten den
Umzug, besetzten feste Sanitätsposten entlang der Strecke und sicherten
zusätzlich die anschließende Karnevalsparty auf der Schanze ab.
Verteilt waren die Einsatzkräfte auf insgesamt neun Fahrzeuge, darunter
fünf Rettungs- und Krankentransportwagen. Diese standen bereit, um
Patientinnen und Patienten bei Bedarf in umliegende Krankenhäuser
zu transportieren.
Bei der morgendlichen Dienstbesprechung dankte DRK-Vorstand
Dennis Schwoch den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. »Für
uns ist es nicht selbstverständlich, dass ihr heute zur Hilfe bereitsteht,
statt selbst zu feiern – teilweise sogar Urlaub genommen habt und
eure Familien ohne euch losziehen. Danke für euren Dienst!«, betonte
er. Nahezu alle bringen sich neben Beruf, Familie oder Studium ein –
und zeigen damit, wie vielfältig und flexibel Ehrenamt im DRK gelebt
werden kann.
Der Rosenmontag verlief insgesamt ruhig. Sechs Personen mussten
medizinisch versorgt werden. Dabei handelte es sich überwiegend um
kleinere Kreislaufprobleme und andere typische Beschwerden, wie sie
bei größeren Veranstaltungen auftreten können. In drei Fällen war jedoch
ein Transport mit Rettungswagen in ein Krankenhaus erforderlich. Neben
der Absicherung des Umzugs wurden die Fahrzeuge des DRK auch
mehrfach zu Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Damit unterstützten
die ehrenamtlichen Kräfte zusätzlich den regulären Rettungsdienst.
Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig gut ausgebildete
Freiwillige für das gesamte Hilfeleistungssystem sind.
Für die Helferinnen und Helfer bedeutete der Rosenmontag einen
langen Einsatztag. Von den Vorbereitungen bis zum Abbau in der Nacht
kamen insgesamt mehr als 360 ehrenamtliche Helferstunden zusammen.
Trotz des umfangreichen Dienstes blieb auch ein kurzer Moment,
um die besondere Atmosphäre des Karnevals zu genießen. Einsatzleiter
Andreas Junker zog am Ende eine positive Bilanz: »Wir mussten glücklicherweise
nicht überdurchschnittlich viele Personen versorgen, sondern
bekamen auch selbst ein wenig von der guten Stimmung mit.«
Wenn Sie sich selbst engagieren möchten, sind Sie bei den Rheda-Wiedenbrücker
Rotkreuzlern jederzeit willkommen – ganz gleich, ob
mit medizinischem Interesse oder einfach dem Wunsch zu helfen. Das
DRK bietet eine fundierte Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen und
ein starkes Team, das neue Mitglieder offen aufnimmt. Ehrenamt im
DRK bedeutet, Teil von etwas Größerem zu sein – Menschen zu helfen,
Verantwortung zu übernehmen und dabei persönlich zu wachsen.
Und wer selbst einen Sanitätsdienst in Rheda-Wiedenbrück für
eine Veranstaltung sucht, kann sich ebenso gerne an das Deutsche
Rote Kreuz wenden. Egal, ob Sportveranstaltung, Straßenfest, Konzert
oder Firmenveranstaltung, die DRK-Leitung steht bei der Planung des
Sicherheitskonzepts hilfreich zur Seite. Je nach Größe, Art und Dauer
einer Veranstaltung werden verschiedene Komponenten geboten, aus
denen gewählt werden kann. Buchen Sie Ihren Sanitätsdienst bequem
online unter www.drk-guetersloh.de/vor-ort/rheda-wiedenbrueck/
sanitaetsdienst/anforderung-sanitaetsdienst.html oder unter Tel. 05242 /
57889222. Achten Sie auch darauf, dass Veranstaltungen hinsichtlich des
Sanitätsdienstes mit Auflagen seitens der Ordnungsämter, des vorbeugenden
Brandschutzes oder übergeordneter Sportverbände belegt sein
können.
Kem
32 Das Stadtgespräch
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Sonderbedingungen, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale,
60625 Frankfurt erhalten. Quellen Auszeichnungen: 1 Capital-Heft 03/2026 2 WirtschaftsWoche-Heft 44/2025.
Das Stadtgespräch
33
LOCAL
HEROES
STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.
Seit unserer März-Ausgabe im vergangenen Jahr stellen wir im Stadtgespräch mit dem
Spezial »Local Heroes« in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum?
Weil Zusammenhalt wichtiger denn je ist. In einer Welt, die immer schneller und digitaler
wird, geraten kleine Läden und lokale Betriebe leicht aus dem Blick – dabei sind sie das Herz
unserer Stadt und der Region.
Mit diesem Format setzen wir bewusst ein Zeichen: für mehr Miteinander, für eine starke
regionale Wirtschaft und für achtsamen Konsum. Wer lokal einkauft, investiert direkt in
seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität und echte Begegnungen.
Inzwischen durften wir viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer kennenlernen
und ihre Geschichten teilen. Das große Interesse und der positive Zuspruch zeigen uns, wie
wichtig diese Plattform ist. Auch in den kommenden Ausgaben warten weitere spannende
Local Heroes darauf, entdeckt zu werden.
Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen und unsere Stadt lebendig halten.
Unterstützen wir unsere Local Heroes.
Ihr möchtet auch Teil des Formats werden?
Kein Problem! Meldet euch gerne bei uns:
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Im historischen Rötteken-Palais
in der Pixeler Straße 4 eröffnete
Philipp Hamschmidt im letzten
Sommer eine Bettenmanufaktur
der besonderen Art. Nicht nur das
wunderschöne Ambiente des Anwesens,
sondern auch seine Produkte,
für die der Betriebswirt steht, machen
seine Ausstellung zu etwas
Besonderem. Der 35-Jährige konnte
sein junges Unternehmen gut etablieren
und ist stolz darauf, dass er
nun auch eine eigene Manufaktur
in Rietberg hat, in der Boxspringund
Polsterbetten sowie Matratzen
aus hochwertigen Materialien nach
Kundenwunsch gefertigt werden.
Der Klang des Namens »Cong4«
erinnert an das Wort Comfort.
»Cong4 ist für mich mehr als ein
Markenname. Es ist ein Versprechen,
individuelle Schlafräume zu
schaffen, die Geborgenheit, Design
und handwerkliche Präzession vereinen«,
betont Hamschmidt. Seit
2016 war der junge Bettenexperte in
der Firma Traumwelt in Rietberg in
leitender Position tätig und konnte
dort reichlich Erfahrung sammeln.
Sein Wunsch, ein eigenes Geschäft
zu führen, wuchs. Als er das Angebot
bekam, im 1830 erbauten
Rötteken-Palais, dass sich seit
1872 im Besitz der Fürstenfamilie
Bentheim-Tecklenburg befindet,
großzügige Räumlichkeiten zu bekommen,
da hat er den Schritt in die
Selbstständigkeit gewagt. Auf 260
Quadratmetern Fläche hat Hamschmidt
noch reichlich Platz für
Erweiterung. In den lichtdurchfluteten
Zimmern mit den
überhohen Decken hat er mit
seiner Polster- und Boxspringbettenkollektion
traumhaft
schöne Schlafräume eingerichtet.
Dort zeigt er Beispiele von Betten,
doch das Angebotsspektrum bei
ihm ist weitaus größer. Der Kunde
kann alleine aus rund 1500 Stoffen
in verschiedenen Qualitäten, Farben
und Eigenschaften mit hohem Naturmaterialanteil
wählen.
Die Kunden können bei ihm das für
sie perfekte Bett zusammenstellen,
welches dann speziell in Rietberg
angefertigt wird. Jedes Bett ist somit
in seiner Zusammensetzung
ein Einzelstück. Zudem bietet der
gebürtige Westerwieher auch Lattenroste,
handgefertigte Matratzen,
Bettwäsche, Kissen, Oberbetten,
und Wohnaccessoires wie Beistelltischchen,
Sideboards und Lampen
an, damit der Raum, wo ein jeder
viel Zeit verbringt, zur Wohlfühloase
wird. »Mir ist es wichtig eine Atmosphäre
zu schaffen, in der sich der
Kunde sofort gut aufgehoben fühlt«,
betont er. Eine ausgiebige Beratung
gehört ebenso dazu wie bei Bedarf
ein Vor-Ort-Besuch beim Kunden.
Anlieferung und der Aufbau des
neuen Bettes sind für Hamschmidt
selbstverständlich. Seine Deko hat
er geschmackvoll dem Ambiente
des denkmalgeschützten Hauses
angepasst. Dezent, hochwertig
und stilecht. Eine alte restaurierte
Stempeluhr ziert den Flur und soll
einmal mehr deutlich machen,
dass dort das Handwerk zuhause
ist. Die Bettenmanufaktur
ist mittwochs bis
freitags von 9 bis 13 und von 15 bis
18 Uhr geöffnet, samstags von 9
bis 13 Uhr. Montags und dienstags
nach Terminabsprache.
Tel. 05242 / 4049504 · Mobil:
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Telefon 0 25 21 / 8 27 50 3-0
Mobil 0175 / 71 74 756
n.huster@kanzlei-beckum.de
1 Ehrung für die fünfzigjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr und länger: (v. l.) der Leiter der Feuerwehr Jürgen Böckmann, Gerd
Rudolf Schröter (60 Jahre), Siegfried Bünte (50), Ulli Strecker (50), Ludger Uhle (60), Heinz-Georg Großerohde (50), Stellv. Kreisbrandmeister
Uwe Theismann
Jahresdienstbesprechung
aller Löschzüge
Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück
Ein Abend des Dankes, der
Wertschätzung und des kameradschaftlichen
Zusammenhalts
– an neuer Stelle, in der
Hubertushalle, zum zweiten Mal
mit dem imposanten Gesamtbild
aller Löschzüge: Die Freiwillige
Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück
hatte am 27. März zu ihrer Jahresdienstbesprechung
geladen. Ihre
310 aktiven Einsatzkräfte (288 Eh-
1 Freude über Beförderungen durch die Feuerwehrleitung: (v. l.) Jürgen Böckmann
(Leiter der Feuerwehr), Meinolf Heiermeier (stellv. Leiter der Feuerwehr), Marcus
Günnewig (jetzt Hauptbrandmeister), Andre Korte (Brandinspektor), Nicole Pollklas
(Brandoberinspektorin), Michael Schwarze (Brandinspektor), Andreas Harder (Brandamtmann),
stellv. Leiter der Feuerwehr Matthias Goerke
renamtler, 18 Hauptamtliche), die
14 Mitglieder der 2024 gegründeten
Unterstützungsabteilung (u. a.
zur Begleitung des Übungs- und
Ausbildungsdienstes sowie Wartung
und Instandhaltung von
Einrichtungsgegenständen und
der Infrastruktur), die 25-köpfige
Jugendfeuerwehr sowie die 74 Angehörigen
der Ehrenabteilung feierten
ihre verdienstvolle Gemeinschaft.
Sie blickten dabei unter
anderem auf die insgesamt 604
Einsatzdienste des vergangenen
Jahres zurück. Ebenso beeindruckend
ist die Zahl der 20.3567 geleisteten
Stunden bei insgesamt
769 geleisteten Übungen und
sonstigen Diensten.
»Ihr habt euch für Rheda-Wiedenbrück
gemacht«, würdigte
Bürgermeister Theo Mettenborg
mit Blick auf die im vergangenen
Jahr geleistete Arbeit für den
Nächsten und das mundende Buffet.
»Ich möchte mich herzlich für
die vielen geleisteten Stunden für
das Gemeinwohl bedanken. Nur
durch eure ständige Motivation
und Hingabe kann Freiwillige Feuerwehr
so erfolgreich umgesetzt
werden«, so der Bürgermeister. Die
Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück
entwickle sich in allen Dimensionen
spür- und messbar positiv
weiter.
Sein besonderer Dank galt
der dreiköpfigen Führungsriege:
dem Leiter Jürgen Böckmann
sowie den beiden Stellvertretern
Meinolf Heiermeier und Matthias
Goerke. »Eure konstruktive und
lösungsorientierte Zusammenarbeit
schenkt unserer Feuerwehr
Stabilität und Motivation«, so der
Bürgermeister. Und mit einem
Blick auf das gesamte Auditorium:
»Ich bin stolz auf euch!« Kem
36 Das Stadtgespräch
1 Die Beförderten und Neuaufnahmen beim Löschzug Wiedenbrück.
Mit neuem Führungsteam
Löschzug Wiedenbrück
Für die Sicherheit Wiedenbrücks
war die Besetzung
der Löschzugleitung mit
dem 46-jährigen Alexander Löhner
im vergangenen September
ein bedeutender Schritt. Er wurde
erforderlich, weil der bisherigen
Löschzugführer Jürgen Böckmann
vor einem Jahr die Leitung
der Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück
übernommen hatte. Mit
dieser entscheidenden personellen
Weichenstellung ist das neue
Führungstrio beim Löschzug Wiedenbrück
wieder komplett. Löhner,
der sich als ehrenamtlicher
Leiter der Kreisfeuerwehrschule
Gütersloh sowie als Geschäftsführer
des Kreisfeuerwehrverbandes
Gütersloh einen Namen gemacht
hatte, steht der 49-jährige sehr
erfahrene Feuerwehrmann Guido
Kölling weiterhin als wichtige
Stütze und stellvertretender
Löschzugführer zur Seite. Neu in
dieser Führungsaufgabe ist der
38-jährige Jaime Zimmermann.
Er konnte Leitungserfahrungen
bereits als stellvertretender Gruppenführer
sammeln.
Das neue Führungsteam genießt
großes Vertrauen innerhalb
der Mannschaft. Der Löschzug
zeigte sich sehr erfreut über die
Bereitschaft der Gewählten, diese
verantwortungsvolle ehrenamtliche
Aufgabe zu übernehmen. Er
wünschte ihnen für ihre sechsjährige
Amtszeit viel Erfolg und eine
stets glückliche Hand bei ihren
Entscheidungen. Das Trio möchte
möglichst viele Feuerwehrleute
in die Entscheidungen einbinden.
Mit der neuen Führung sei der
Löschzug wieder voll handlungsfähig
und bestens für die kommenden
Herausforderungen im
Brand- und Katastrophenschutz
gerüstet, freute sich ebenfalls
Bürgermeister Theo Mettenborg.
Er äußerte seinen Respekt vor der
Arbeit der Feuerwehr, deren Einsatz
von ihrer Bereitschaft geprägt
sei, Menschen in Not zu helfen.
Für die neue Löschzugführung
mit Alexander Löhner als Löschzugführer
sowie seine beiden
Stellvertreter Guido Kölling und
Jaime Zimmermann war es die
erste gemeinsame Veranstaltung
dieser Art.
Jahreshauptversammlung
Die 92 Mitglieder des Löschzugs
Wiedenbrück wurden 2025 zu
181 Einsätzen gerufen. Darunter
befanden sich drei Großbrände.
Darüber hinaus mussten sie zu
neun Mittelbränden und 21 Kleinbränden
ausrücken. Leider waren
davon mehr als 30 Prozent Fehlalarme,
berichtete Schriftführer
Marko Hoyer auf der Jahreshauptversammlung.
Bei dem großen
Brand auf einem Bauernhof in Batenhorst
sei die Rauchsäule schon
von weitem sichtbar gewesen. Bis
weit nach Mitternacht habe der
Einsatz gedauert. Er sei kräftezehrend
gewesen. Der Löschzug habe
aber mehrere Kühe retten können.
Schwierig sei die Brandbekämpfung
ebenfalls bei einem
Wohnhausbrand gewesen. Das
Feuer hatte sich unter das Dach
gezogen. Der Löschzug löste wegen
der vielen Rauchgase die Warnapp
Nina für Wiedenbrück aus.
Nach dem Abschluss aller Ermittlungen
wurde das Haus zwischenzeitlich
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Christian Bremehr, Lisa Erber sowie Löschzugführer Alexander Löhner und Stefan
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durchgeführt. »Vielen Dank für
eure investierte Zeit und Mühe!«,
dankten die Löschzugleitung und
der Schriftführer.
Beförderungen
Auf der Jahreshauptversammlung
sprach Jürgen Böckmann
in seiner Eigenschaft als neuer
Feuerwehrleiter zahlreiche Beförderungen
aus. Norbert Krey
wurde zum Feuerwehrmann und
Christian Kuhlmann sowie Dominik
Grosch wurden zum Oberfeuerwehrmann
ernannt. Über eine
Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann
konnten sich Jannik
Portmann und Bastian Niewöhner
freuen. Unterbrandmeisterin
ist jetzt Jessica Bode. Eine Urkunde
über die Beförderung zum
Unterbrandmeister erhielten Ralf
Lütkenkemper, Christoph Baumhus,
Andreas Mersch sowie Leif
Daniels, Andreas Markmann und
Hendrik Hemke. Neun Kameraden
wurden neu in den Löschzug aufgenommen.
Ehrungen
Für 10-jährige Mitgliedschaft
wurde Lisa Erber durch den Leiter
der Feuerwehr Jürgen Böckmann
geehrt und für 25 Jahre Mitgliedschaft
in der Freiwilligen Feuerwehr
erhielten Christian Bremehr,
Stefan Kölling sowie Sebastian
Lohmann eine besondere Ehrung
durch Bürgermeister Theo
Mettenborg.
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1 Bis weit nach Mitternacht dauerte ein Brandeinsatz auf einem Bauernhof in Batenhorst.
38 Das Stadtgespräch
Buchtis
Vorfreude auf König
Fußball
Die Zeiten, in denen man wochenlang
warten musste, ehe das erste
Buch über eine Fußballweltmeisterschaft
erschien, sind natürlich
längst vorbei. Heute ist das Endspiel
kaum abgepfiffen, da liegen
die entsprechenden Bände vor.
Doch als echter Fan möchte man
natürlich auch die Vorfreude genießen
und sich schon einmal
auf den großen Kick einstellen.
Zu diesem Behufe gibt es nun das
ultimative Kompendium, verfasst
von Andreas Matlé. In »Tore, Tränen
und Triumphe« finden sich
alle Spiele, Spieler, Sensationen und
die besonderen Momente rund um
die Fußballweltmeisterschaften
seit 1930. Andreas Matlé vereint in
diesem sehr ansprechend gestalteten
Band mit vielen farbigen Abbildungen
die großen und manchmal
auch unbekannten Momente des
Weltfußballs. Das Wunder von
Bern, das Jahrhundertspiel im Aztekenstadion
und Maradonas Hand
Gottes werden ebenso porträtiert
wie die Mannschaft, die von einem
König zusammengestellt wurde, die
Mannschaft mit dem Namen »die
Leoparden«, welches Turnier als das
langweiligste und welches als das
beste angesehen wird und welche
Fußballer Gymnastik an Bord eines
Luxusschiffes machen mussten.
Natürlich bleiben auch Fragen wie
die nach dem schnellsten WM-Treffer
nicht unbeantwortet. Den erzielte
bekanntlich Hakan ükür 2002
nach elf Sekunden im Spiel der türkischen
Nationalmannschaft gegen
Südkorea im Spiel um den dritten
Platz. Das ganze Werk ist in einem
Hardcover-Buch verpackt, das aufgrund
seiner Stabilität diesen Namen
noch verdient. Erschienen bei
Droemer, 350 Seiten, 26 Euro.
Eine kurze Geschichte der
Fußballweltmeisterschaften enthält
auch »Das große WM-Buch
2026« des Sportjournalisten Kevin
Wieschues. Allerdings geht es
in dem reich bebilderten Buch im
A4-Format in allererster Linie um
die aktuelle WM. Die Weltmeisterschaft
2026 in den USA, Kanada
und Mexiko verspricht ja einen
Wettstreit in nie dagewesenen
Dimensionen. Erstmals kämpfen
bei einer Fußball-WM derartig viele
Nationen um den begehrten Titel.
Kenntnisreich spekuliert Wieschues
zu Fragen wie: Gelingt es dem
amtierenden Weltmeister Argentinien,
den Titel zu verteidigen?
Und wird Deutschland nach dem
holprigen Start in der WM-Qualifikation
die Erwartungen der Fans
erfüllen oder gar überflügeln? Das
große WM-Buch 2026 stellt Teams
und Favoriten vor, porträtiert die
Stars des Weltfußballs von Kylian
Mbappé bis Joshua Kimmich und
liefert spannende Fakten zu den 16
Stadien, in denen gespielt wird. Voll
mit packenden Geschichten, Statistiken
und beeindruckenden Bildern
ist es die perfekte Einstimmung auf
zumindest das größte Fußballfest
aller Zeiten. Erschienen bei riva, 128
Seiten, 18 Euro.
Hörbuch John Grisham
»Das Vermächtnis«
Spätestens seit er zusammen mit
Manfred Krug den singenden Tatort-Kommissar
gegeben hat, bin ich
ein Charles Brauer-Fan. Mittlerweile
schätze ich vor allem seine sonore
Stimme, die er vielen Vertonungen
der Grisham-Romane leiht. Das ist
zum Glück auch im neuesten Werk
des amerikanischen Erfolgsautors
»Das Vermächtnis« so.
Bei der Handlung des soeben
erschienenen Romans geht es,
nicht wirklich überraschend, um
einen Anwalt. Doch keine Angst,
es findet kein Grishams’ David gegen
Goliath oder eben ein Kampf
kleiner Anwalt gegen riesige Konzerne
statt. Dabei ist Simon Latch
durchaus ein David, ist er doch ein
kleiner Anwalt im ländlichen Virginia.
Er lebt nicht gerade auf der
Sonnenseite des Lebens. Seine Praxis,
die aus ihm und seiner Sekretärin
Mathilda besteht, lebt von der
Laufkundschaft des kleinen Ortes,
die eventuell einen Standard-letzten-Willen
brauchen, den sie auch
aus dem Internet ziehen könnten.
Auch privat ist keineswegs alles
rosig, denn Simon und seine Frau
sind nur deshalb noch verheiratet,
weil sie sich keine Scheidung leisten
können. Und schon gar keine zwei
Wohnungen, weshalb Simon auch
meistens sein Feldbett im Büro aufschlägt.
Doch dann betritt Eleanor Barnett
sein Büro, eine ältliche Witwe,
die ein neues Testament braucht.
Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges
Vermögen hinterlassen,
von dem niemand etwas weiß. Bis
auf den schmierigen Winkeladvokaten,
der Eleanor kurz zuvor ein
Testament gebastelt hat, dass im
Endeffekt den Anwalt als Erben
einsetzt. Simon ist empört, spekuliert
dann jedoch ebenfalls auf die
16 Millionen Dollar, die die etwas
verwirrte Eleanor nach eigenen Angaben
ihr Eigen nennt. Simon kümmert
sich um die alte Dame, führt
sie zum Essen aus und stellt ein
Testament aus, das weitaus fairer
als das seines Vorgängers ist. Dann
jedoch verursacht Eleanor, deren
Fahrstil bestens Falls mit chaotisch
zu beschreiben ist, da sie schlicht
zu alt ist, um die nötige Übersicht
zu behalten, einen Verkehrsunfall
und landet im Krankenhaus. Auf
einmal besteht großes Interesse an
der alten Dame, denn offenbar ist
durchgesickert, dass sie vermögend
ist. Als sie überraschend stirbt, findet
sich Simon auf der Anklagebank
wieder. Der Staatsanwalt spricht
von Mord. Die Indizien sprechen
gegen ihn und die öffentliche Stimmung
ist gegen den Anwalt, der ja
offenbar die arme Witwe ausnehmen
wollte. Es sieht schlecht für
Simon aus. Er wird sich nur retten
können, wenn er innerhalb kürzes-
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Das Stadtgespräch
39
ter Zeit den wahren Mörder findet.
Erschienen ist die ungekürzte
Hörbuchfassung des neuesten
Grisham bei Randomhouse Audio.
Die Spieldauer beträgt zwölfeinhalb
spannende Stunden.
Kathy Reichs
»Die Sprache
der Flammen«
Ich weiß eigentlich gar nicht, warum
mich die Gerichtsmedizin interessiert.
Schon wenn jemand im
Fernsehen eine Spritze bekommt,
kann ich das nicht gut sehen.
Eine echte Obduktion wäre das
Allerletzte, was ich sehen möchte.
Dennoch faszinieren mich die
Erkenntnisse, die die Forensiker
dabei gewinnen und das Wissen
darum, was wann wie passiert.
Voraussetzung dafür ist natürlich,
dass diejenigen, die über das
schreiben, was im Seziersaal passiert,
auch Ahnung davon haben.
Und das ist bei Kathy Reichs der
Fall, ist sie doch eine von nur knapp
neunzig zertifizierten forensischen
Anthropologen in Nordamerika.
Auch in ihrem neuen Fall ist
Tempe Brennan, ihre Hauptfigur
seit mehr als 20 Romanen, berufsbedingt
wieder mit dem Tod konfrontiert.
Eigentlich wollte sie sich
ein schönes langes Wochenende
mit ihrem Freund Ryan machen,
der dafür extra vom kanadischen
Montreal zu Tempe nach Charlotte,
North Carolina anreisen wollte.
Doch Tempes Problem ist, dass sie
nur sehr schlecht nein sagen kann.
Schon gar nicht, wenn ihre erwachsene
Tochter sie dringend um einen
Gefallen bittet. Statt ins romantische
Wochenende geht es für die
forensische Anthropologin in die
US-Hauptstadt nach Washington.
Dort trifft sie, wieder einmal, auf
Ermittler mit zu viel Testosteron
und zu wenig Hirn. Und auch die
Leichen, die sie untersuchen soll,
sind herausfordernd, sind sie doch
bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.
Im Gerichtsmediziner-Sprech heißt
das dann, sie entdeckt »mehrere
Leichen zu einer amorphen Masse
aus verbranntem Muskelfleisch
und Knochen verschmolzen«. Ja,
ich weiß, ganz schön eklig. In der
abgebrannten Hausruine findet
Tempe dann nicht nur vier Mieter
des illegalen Airbnbs, sondern in einem
Fass im Keller auch noch den
Leichnam einer vor Jahrzehnten
Verstorbenen. Außerdem befindet
sich die Hausruine in einem Viertel
mit bewegter Vergangenheit
und die Eigentümer erweisen sich
als ausgesprochen zwielichtig. So
liegt es bei Tempe fast schon auf
der Hand, dass es sich bei dem
Feuer um Brandstiftung handelt.
Die Ermittler dagegen würden den
Fall dennoch möglichst schnell
abschließen, doch dann brennt
ein weiteres Haus der seltsamen
Eigentümer, und das halten dann
auch die bequemsten Feuerwehrleute
und Polizisten nicht mehr für
einen Zufall. Und Tempe natürlich
schon gar nicht, denn das Ermitteln
liegt ihr einfach im Blut. Die Hardcover-Version
ist bei Heyne erschienen,
364 Seiten, 24 Euro. Wer noch
bis zum 28. Mai Geduld hat, der
zahlt für die Taschenbuch-Version
nur 13 Euro.
Michael Sheridan
»Der rote Kaiser«
»Der rote Kaiser« ist kein Krimi, aber
dennoch nicht viel weniger spannend
und dabei durchaus lehrreich.
Michael Sheridan ist Journalist
und Autor mehrerer Bücher. Nach
seinem Geschichtsstudium am Jesus
College in Cambridge wurde er
Auslandskorrespondent in Asien,
dem Nahen Osten und Europa. Er
war 20 Jahre lang Fernostkorrespondent
für die Sunday Times. Zuvor
arbeitete er für Reuters, ITN und
The Independent. Seine Arbeiten
erschienen auch im renommierten
Times Literary Supplement und in
The Spectator, The Tablet, Vanity
Fair, The Australian und dem Hong
Kong Economic Journal.
Trotz des ganzen Getöses, des
wütenden Chaos und der Streitgespräche,
die vom Stil her auch in
einem Pausenstreit in der Grundschule
geführt werden könnten,
ist Donald Trump wohl nicht der
gefährlichste und einflussreichste
Mensch unserer Zeit, jedenfalls
nicht mittelfristig. Xi Jinping dagegen
herrscht über 1,4 Milliarden
Menschen und die zweitgrößte
Volkswirtschaft der Welt. Dennoch
ist überraschend wenig über ihn
bekannt. Der erfahrene Auslandskorrespondent
Michael Sheridan
hat alles zusammengetragen, was
er in 20 Jahren aus Insiderberichten
und eigenen Reportagen über den
chinesischen Staatspräsidenten
recherchieren konnte, und zeichnet
das bislang wohl detaillierteste Bild
des starken Mannes in Peking und
seines Werdegangs. Und das liest
sich entschieden anders als westliche
Biografien.
Als Sohn einer der einflussreichsten
Familien des kommunistischen
China wurde der junge
Xi während der Kulturrevolution
aufs Land verbannt. List, familiäre
Privilegien und Intrigen bahnten
ihm den Weg zurück an die Spitze.
Nach dem spektakulären Sturz
seines Rivalen Bo Xilai wurde Xi Jinping
2012 zum Staatschef Chinas.
In dieser Zeit entwickelt sich China
vom armen, rückschrittlichen und
isolierten Land der Jugend Xis zur
militärischen und wirtschaftlichen
Supermacht von heute. Vom Westen
fast unbemerkt kämpfen in Xis neuem
China regelrechte Familienmafias
inmitten von Mord, Korruption
und Sexskandalen um die Macht,
während Minister und Generäle in
Säuberungsaktionen spurlos verschwinden.
Denn Xi ist ein absoluter
Herrscher, dessen Wort Gesetz ist,
von Krieg und Frieden bis hin zum
rücksichtslosen, menschverachtenden
Kampf gegen Covid-19. Er strebt
danach, den Welthandel zu dominieren,
die westliche Demokratie
zu besiegen und China als größte
Macht im Osten zu etablieren. Michael
Sheridan enthüllt, dass sich
hinter der Fassade der Kommunistischen
Partei Chinas eine moderne
Dynastie, die ihre Ziele effektiv und
gnadenlos umsetzt, und ein neuer
Kaiser verbergen. Ein Kaiser, die einen
hochentwickelten modernen
Staat vorantreibt, der sowohl E-Autos
und Hochgeschwindigkeitszüge
als auch den Cyberkrieg ermöglicht.
Erschienen ist »Der rote Kaiser« als
Hardcover im Finanzbuchverlag, 336
Seiten, 24 Euro.
Beeindruckende Resonanz
auf Kapitalerhöhung
Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft
Die Resonanz auf die von
der Rheda-Wiedenbrücker
Energiegenossenschaft
geplante Kapitalerhöhung war
umwerfend. Innerhalb weniger Wochen
wurden der Genossenschaft
über 10 Millionen Euro angeboten.
Und das nicht nur von bisherigen
Mitgliedern. 784 Menschen haben
sich neu für eine Mitgliedschaft
beworben. »Für uns ein großer
Vertrauensbeweis, der uns darin
40 Das Stadtgespräch
bestärkt, für Rheda-Wiedenbrück
das Richtige zu tun: klimafreundlich
Strom zu produzieren mit bürgerschaftlichem
Engagement«,
schreibt die RheWie ihrem jüngsten
Newsletter. Die beeindruckende
Resonanz spiegelte sich ebenfalls
in den Zuschriften an die RheWie
wider: »Ich möchte mich an der
regionalen Energiewende beteiligen
und in unsere gemeinsame
Zukunft investieren«, »Wir möchten
Mitglied werden und unseren
Beitrag für eine ökologische Energiestadt
leisten«.
Gleich nach der Infoveranstaltung
in der Stadthalle gingen die
ersten Anträge ein – einige versehen
mit freundlichen Kommentaren:
»Die informative Veranstaltung
hat mir gut gefallen«, »Vielen Dank
für die ausführlichen Erläuterungen.
Da werden Sie mit mir ein zukünftiges
neues Mitglied haben«.
Alle, die sich wegen einer Beteiligung
gemeldet hatten, erhalten
Brief und E-Mail für die weiteren
Formalitäten.
Die hohe angebotene Gesamtsumme
von 10 Mio. Euro bringt
mit sich, dass die RheWie nicht
alle gewünschten Anteile zusagen
kann. Statt wie angekündigt 50.000
Euro liegt die Höchstgrenze nun
bei 6.000 Euro. So kann die RheWie
möglichst vielen eine Beteiligung
ermöglichen und nicht nur wenigen
großen Investoren. Ein Mitglied
formuliert es so treffend: »Ich bin
stolz, ein ganz kleiner Teil unserer
Energie-Wende zu sein«.
Schön ist auch zu sehen, dass
man für eine Mitgliedschaft weder
zu alt noch zu jung sein kann. Die
Altersspanne reicht von zarten zwei
Monaten bis zu respektablen 91 Jahren.
Die Rückmeldungen bestärken
die RheWie. »Sie geben uns Rückenwind
für die kommenden Aufgaben,
bis sich drei weitere Windräder in
unserer Heimatstadt drehen werden«,
heißt es im Newsletter.
2013 gegründet, wurden 2016
mit 400 Mitgliedern die ersten
beiden Windräder an der Aurea gebaut,
mit 730 Mitgliedern 2022 das
Langerberger Rad. Aktuell erwartet
die RheWie mit den drei weiteren
Anlagen in Nordrheda Richtung
Pixel und Batenhorst an der Flammenmühle
einen Quantensprung:
Der von ihr produzierte Strom wird
um 45 Millionen auf 70 Millionen
Kilowattstunden pro Jahr steigen!
Die Bauplanung muss die
RheWie nicht komplett allein
1 Vorstand Hubert Leiwes ist froh, dass die RheWie die Firma WestfalenWind als Planungspartner
für die Errichtung der drei neuen Windkraftanlagen zur Seite hat.
stemmen. Vorstandsvorsitzender
Hubert Leiwes ist sehr froh, die
Paderborner Firma WestfalenWind
als Planungspartner zur Seite zu
haben. Hersteller der neuen Windräder
wird die Firma Enercon sein,
mit der Verträge für zwei Typen
geschlossen werden: eine Anlage
200 Meter hoch mit einem Rotordurchmesser
von 160 Metern und
zwei Anlagen 250 Meter hoch mit
175 Metern Rotordurchmesser. 2028
sollen die drei in Betrieb gehen. Die
Investitionskosten belaufen sich
insgesamt auf ca. 30 Millionen
Euro. 4,5 Millionen, also 15 Prozent
der Summe, sollen als Eigenanteil
von den Mitgliedern aufgebracht
werden. Der Vorstand plant, dass
die Anteile bei den nächsten Ausschüttungen
sukzessive mit sieben
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Vom 1.3.2026 – 31.3.2026
Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück
In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 17 Ehen geschlossen,
keine Geburt und 41 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die
Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis
gegeben haben:
Eheschließungen: Marleen Seiger und Axel Daake | Morsal Mohammadi
und Haseeb Ibrahimi | Ina Sutthoff und Pascal Maximilian Moerchel |
Andrea Kosfeld, geb. Willann und Klaus-Dieter Ermel | Laura Alke und
Marvin Korczak
Sterbefälle: Johannes Vogt | Herta Martha Aufenanger | Ehrentraud Jutta
Südbrock, geb. Hansmeier | Christa Franziska Wiebrock, geb. Junkerkalefeld
| Elisabeth Knapp-Erdmann, geb. Knapp | Peter August Lasrich |
Irmgard Gertrud Korte, geb. Heising | Hans Antonius Carree | Hermann Fritz
Bartsch | Jürgen Karl Franz Holtkamp
Sterbefall aus dem Januar: Karin Michallick, geb. Staar
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Abschiedsfeier für Mitarbeitende
im Unter nehmen
kann lohnsteuerfrei sein
Wenn langjährig Mitarbeitende in den Ruhestand gehen oder
das Unternehmen verlassen, wird dies bei einigen Unternehmen
mit einer Feier begleitet. In der Praxis bestand bisher das
lohnsteuerliche Risiko, dass die durch den Arbeitgeber getragenen Kosten
einer solchen Veranstaltung beim verabschiedeten Arbeitnehmenden als
steuerpflichtiger Vorteil und damit als Arbeitslohn gelten können.
Der Bundesfinanzhof hat hierzu nun eine wichtige Klarstellung getroffen:
Organisiert und bezahlt der Arbeitgeber die Feier, entsteht für
den Mitarbeitenden in der Regel kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.
Im Urteilsfall hatte ein Unternehmen eine Abschiedsfeier für ein Vorstandsmitglied
veranstaltet. Rund 300 Gäste aus dem beruflichen Umfeld
waren eingeladen, darunter Geschäftspartner sowie Personen aus Politik
und Verwaltung. Die Feier fand in den Räumen des Unternehmens statt
und wurde vollständig vom Arbeitgeber organisiert sowie bezahlt. Auch einige
Familienangehörige des ausscheidenden Vorstands waren eingeladen.
Das Finanzamt wollte die Kosten teilweise als steuerpflichtigen Vorteil
für den Arbeitnehmenden werten. Der Bundesfinanzhof sah das jedoch
anders: Entscheidend sei, wer Gastgeber ist und welchen Charakter
die Veranstaltung hat. Wird die Feier vom Arbeitgeber in den betrieblichen
Räumlichkeiten organisiert, die Gästeliste vom Unternehmen bestimmt
und dient die Veranstaltung einem betrieblichen Anlass – etwa der Verabschiedung
und gleichzeitig der Vorstellung eines Nachfolgenden –
handelt es sich um eine betriebliche Veranstaltung.
In diesem Fall lag nach Auffassung des Gerichts keine persönliche
Bereicherung des Mitarbeitenden vor. Darüber hinaus ist die Einladung
von Familienangehörigen für eine derartige Feier gesellschaftlich üblich.
Deshalb sind auch die auf den Mitarbeitenden und seine Familienangehörigen
entfallenden Kosten kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.
Für Unternehmen in der Praxis bietet dies mehr Rechtssicherheit: Wird
eine Abschiedsfeier klar als betriebliche Veranstaltung organisiert und erfolgt
die Einladung durch den Arbeitgeber, kann der Arbeitgeber auch die
Kosten übernehmen, ohne dass für den verabschiedeten Mitarbeitenden
zusätzliche Lohnsteuer anfällt. Die gegenüber dem Arbeitnehmden zum
Ausdruck gebrachte Wertschätzung einer öffentlichen Verabschiedung
führt damit nicht zu einem steuerpflichtigen Nachteil des langjährig
verdienten Mitarbeitenden.
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Mangrove Advertising GmbH & Co. KG, Moritz Ebeling
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Frank van der Burg
Der Autor ist Steuerberater in der Kanzlei Wortmann & Partner PartGmbB,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Rheda-
Wiedenbrück
Das Stadtgespräch
43
Seniorenzeitung
des Seniorenbeirates
der Stadt Rheda-Wiedenbrück
Wahl des
Senioren beirats im
Herbst 2026
Im Herbst dieses Jahres ist es wieder soweit. Die Wahl des Seniorenbeirats
der Stadt Rheda-Wiedenbrück steht an. Alle fünf Jahre
können Einwohnerinnen und Einwohner, die das 60. Lebensjahr
vollendet haben, per Briefwahl bei der Zusammensetzung dieses Gremiums
mitentscheiden.
Was macht der Seniorenbeirat?
Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung der Generation
60+. Er bringt Themen ein, die für Menschen im fortgeschrittenen
Alter wichtig sind, bündelt ihre Anliegen und gibt diese strukturiert an
Politik und Verwaltung weiter. Er stößt Diskussionen an, initiiert und
begleitet verbessernde Maßnahmen und wirkt konstruktiv an Lösungen
mit. Dabei verpflichtet sich die Seniorenvertretung klaren Grundsätzen.
Sie arbeitet parteipolitisch neutral, konfessionell unabhängig
und losgelöst von Verbänden und Organisationen.
Themen, die das Gremium im Blick hat, sind etwa die wohnortnahe
medizinische Versorgung für ältere Menschen, bezahlbarer, altersgerechter
Wohnraum, sichere und barrierefreie Gehwege und ein funktionierender
öffentlicher Nahverkehr.
Ein weiterer Schwerpunkt des Seniorenbeirats ist die Beratung:
Er gibt Orientierung, zeigt Hilfsangebote auf und vermittelt bei Bedarf
an zuständige Stellen und Institutionen. Beispiele gelungener
Kooperationen sind das Projekt »Handy-Fitness«, die Geh-Treffs und
der Handwerkerdienst »Wichtel« der AWO, die für ältere Menschen ins
Leben gerufen wurden.
Wie setzt sich der Seniorenbeirat zusammen?
Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Ortsteile
zusammen: je zwei Mitglieder aus den Stadtteilen Rheda und
Wiedenbrück sowie jeweils ein Mitglied aus Batenhorst, Lintel und St.
Vit. Ergänzt wird der Seniorenbeirat durch sechs Mitglieder, die von
Verbänden und Institutionen entsandt werden: von AWO (Arbeiterwohlfahrt
e. V.), DRK (Deutsches Roten Kreuz e. V.), SoVD (Sozialverband
Deutschland e. V.), der katholischen sowie der evangelischen Kirchengemeinde
und der Volkshochschule Reckenberg-Ems. Insgesamt besteht
der Seniorenbeirat unserer Stadt also aus 13 Mitgliedern und den
jeweiligen Stellvertretungen, die die kontinuierliche Arbeit sichern. Er
ist ein gelungenes Beispiel für eine funktionierende und engagierte
Interessenvertretung.
Wie läuft die Wahl ab?
Wahlberechtigt sind alle Seniorinnen und Senioren in dem Ortsteil, in
dem sie seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz wohnen
und dort im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Die Unterlagen zur
Briefwahl werden zu gegebener Zeit automatisch von der Stadt zugeschickt.
Detaillierte Informationen zu Terminen und Ablauf der Wahl
werden an dieser Stelle und in den Medien zu einem späteren Zeitpunkt
gegeben. Geplant sind zusätzlich Vorträge über den Seniorenbeirat und
seine Wahl, die der Vorsitzende des Gremiums Karl-Josef Büscher in
verschiedenen Ortsteilen halten wird.
Warum für den Seniorenbeirat kandidieren?
Kommunen, in denen eine Seniorenvertretung besteht, wissen um
ihren Wert. Auch unsere Stadt schätzt das Engagement der Generation
60+. Seniorinnen und Senioren sind herzlich durch eine eigene Kandidatur
zur aktiven Mitgestaltung im Beirat eingeladen.
· Bringen Sie Ihre eigenen Erfahrungen ein, um die Lebensbedingungen
der älteren Menschen in unserer Stadt zu verbessern.
· Ihre Stimme als »sachkundige/r Einwohner/in« wird in den Ausschüssen
für Soziales, Migration und Sport, Bauen und Stadtentwicklung
sowie Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität gehört.
· Sie arbeiten mit Gleichgesinnten zusammen, lernen Neues kennen
und haben Kontakte zu Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft.
· Ihr ehrenamtliches Engagement wird durch die umgesetzten
Maßnahmen sichtbar.
· Sie stärken die politische Teilhabe älterer Menschen und sichern
deren Mitsprache. Dies ist wichtig vor dem Hintergrund des demografischen
Wandels, denn die Generation 60+ wird zu einem
immer größeren Teil der Bevölkerung.
Voraussetzung für die Kandidatur sind zehn Unterstützungsunterschriften
von Wahlberechtigten aus dem Ortsteil, in dem die Bewerberin
bzw. der Bewerber mit Hauptwohnsitz gemeldet ist. Auf diesen
Ortsteil ist die Kandidatur beschränkt.
Seien Sie also in diesem Jahr dabei: Wählen Sie den neuen Seniorenbeirat
– und lassen Sie sich wählen!
Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-
Wiedenbrück | Ständige Mitarbeit: Hermann Benkelberg, Karl-Josef
Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf
Seniorenbeirat AKTIV: Sprechzeiten
Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.
Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de
Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis
12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme
können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im
Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35
44 Das Stadtgespräch
Pflegeberatung Henkenjohann
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1 Zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der zweiten
Pflanzaktion für den entstehenden Bürgerwald.
In Batenhorst wächst
was ran
Zweiter Pflanztag für den Bürgerwald
Der Bürgerwald am Haus-Aussel-Weg wächst weiter: Dank des
Engagements und der großzügigen Spenden konnten am 21.
März von 9 bis 12 Uhr 78 junge Flatterulmen gepflanzt werden.
Auch wurden die jungen Eichen, Sommerlinden und Vogelkirschen ersetzt,
die durch die Witterung im letzten Jahr nicht angewachsen sind.
Zahlreiche Spenderinnen und Spender sowie interessierte Bürgerinnen
und Bürger folgten der Einladung des städtischen Grünflächenamtes,
mit zu pflanzen. Sebastian Eweler gab vor Ort wertvolle Tipps für die
Aktion. Er berichtete, dass mit dem zweiten Pflanztag der Bürgerwald
auf 350 junge Bäume angewachsen sei. Von der etwa 1 ha großen Fläche
ist damit zirka ein Viertel bepflanzt.
Die ersten Bäume wurden seit der zweiten Hälfte des Jahres 2024
gepflanzt. Der neu entstehende Wald soll abwechslungsreich sein. Es
werden darum die verschiedensten Arten gepflanzt, u. a. Sommerlinde,
Esskastanie, Flatterulme, Große Küstentanne sowie Libanon-Zeder,
Douglasie, Vogelkirsche, Hainbuche und Stieleiche. Auf der bislang als
Acker genutzten Fläche soll ein Mischwald mit bis zu 1500 Bäumen entstehen.
Dazu sind viele Paten erforderlich. Sie ermöglichen mit einer Spende
von 50 Euro pro Baum das Entstehen des Waldes. Mit der Spende wird
gemeinsam mit der Stadt der Baum gepflanzt und für die Zeit des Aufwachsens
auch die Pflege und Bewässerung der Fläche übernommen.
Ebenso werden die jungen Pflanzen vor Wildverbiss geschützt.
Jeder Spender kann bis zu 5 Bäume spenden und erhält für seine
Spende im Anschluss ein Spendenzertifikat mit Angabe der gespendeten
Bäume und den dazugehörigen Baumnummern. An den gepflanzten
Bäumen werden Plaketten angebracht, damit jeder Spender im Nachgang
seinen Baum im Bürgerwald finden kann.
Der Rat hatte die Anpflanzung des Bürgerwaldes im Februar 2024
auf Anregung der Lokalen Agenda und der move-Fraktion einstimmig
beschlossen.
Weitere Infos und das Spendenformular sind unter https://service.
rheda-wiedenbrueck.de/detail/-/vr-bis-detail/ dienstleistung/781507/
show zu finden.
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Das Stadtgespräch
45
Schwedenrätsel
Stückmaß
(12
Dutzend)
oberhalb
von
etwas
angenehm,
behaglich
Jagdsignal
weiches
Inneres
von Brot;
Brosame
Serie,
Folge
jetzt
deutsche
Ostseeinsel
unverheiratet
ungebetener
Gast;
Teufel
Lösungswort:
kleine
Metallschlinge
Zahl,
Ziffer
sicher,
fest; bewandert
Ölbaumfrucht
Sudoku
ein
Apostel
4
engl.
Dramatiker
(John)
fasanenartiger
Vogel
Form
des
Sauerstoffs
Nachkomme,
Kind
ehe,
früher
als
mittel- u.
südamerikanische
Währung
dünner,
biegsamer
Stock
norddeutsch
für Ried,
Schilf
laut
schreien
o. singen
(ugs.)
1 2
Teil der
Damengarde-
schwed.
Asienforscher
(Sven)
dt. Sozialist
(Friedrich)
Blutgefäß
Lebenshauch
Nichtfachmann
englisch:
neu
Dynastie
im alten
Peru
die
erste
Frau
(A. T.)
1 2 3 4 5 6 7
5
anheben
(süddt.)
7 robe
3
kochen
mäßig
warm
6
die Ureinwohner
Australiens
Sandanhäufung,
-hügel
brit.-
amerik.
Filmstar:
... Grant
altnord.
Erzählung
in
Prosa
fettfreies
Kosmetikum
Wintersportgerät
Segelbefehl
Radmittelstück
Ausflug
zu
Pferde
nord.
Schicksalsgöttin
Rundblick
spanischer
Maler
(Joan)
amerik.
Schauspieler
(Kevin)
begütert,
vermögend
griechischer
Buchstabe
tatkräftig,
mit
Nachdruck
holländischer
Käse
giftiges
Halbmetall
Pampasstrauß
Abschiedsgruß
langschwänziger
Papagei
Mädchen
im
Wunderland
französisch:
in
sächsische
Stadt an
der Elbe
Zupfinstrument,
Leier
Anrufung
Gottes
Violinist
Vorbeimarsch
Abkürzung
für
Edition
seitlich
einer
Strecke
folgend
Unser Lösungswort vom letzten Mal: Osterfeuer
leicht
mittel
Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede
der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.
46 Das Stadtgespräch
Zu Besuch bei den
Kopfjägern Borneos
Jetzt mal ehrlich: Für einen
Besuch bei den echten Kopfjägern
ist es tatsächlich ungefähr
gut ein halbes Jahrhundert
zu spät. Das heißt aber keineswegs,
dass ein Besuch in Borneo bei den indigenen
Völkern, die heute noch auf
der drittgrößten Insel der Welt am
Äquator leben, nicht ausgesprochen
interessant wäre. Ganz im Gegenteil.
Weder edle Wilde noch
barbarische Besessene
In früheren Zeiten, spätestens zu
Beginn des 17. Jahrhundert, wurden
indigene Völker ohne den Einfluss
der Zivilisation im Westen automatisch
als von Natur aus gut angesehen.
Mehr noch bestand aber die
Vorstellung von geradezu dämoni-
schen Wilden, die den Weißen nach
dem Leben trachteten. Beide Sichten
sind natürlich Quatsch. Heute ist der
Blick auf die Ureinwohner Borneos
durchaus differenziert, was wohl
auch damit zusammenhängt, dass
die Insel, die doppelt so viel Fläche
wie Deutschland umfasst, ohnehin
längst ein Vielvölkergebiet geworden
ist, in dem das Bewusstsein der eigenen
Herkunft ebenso kontinuierlich
gewachsen ist wie die Toleranz gegenüber
Menschen, die anders aussehen
und anderes denken. Borneo
gliedert sich in drei Staatsgebiete.
Der Süden, Kalimantan, ist Teil Indonesiens.
Erst im Sommer 2024 wurde
die neue Hauptstadt Indonesiens mit
dem Namen Nusantara im Südosten
Borneos eingeweiht. Die alte Hauptstadt
Jakarta ist bekanntlich dabei,
buchstäblich abzusaufen. Im Nordwesten
Borneos liegt das Sultanat
Brunei, das lange als reichstes Land
der Welt galt und noch immer unter
den Top 10 liegt. Der Norden Borneos
zählt zu Malaysia, die nördliche Spitze
bildet die Provinz Sabah. Ganz in
der Nähe der Provinzhauptstadt Kota
Kinabalu, die nach dem in der Nähe
gelegenen mit 4.095 Metern höchsten
Berg Südostasiens Kinabalu
benannt ist, kann man heute den
Nachfahren der Kopfjäger gefahrlos
begegnen.
Insekten ja,
Blasrohre nein
Das heißt, so ganz gefahrlos ist der
Besuch dann doch nicht, denn im
Gegensatz zu den meisten Europäern
lieben blutsaugende Insekten
Temperaturen um die 30 Grad und
Luftfeuchtigkeit permanent über 80
Prozent. Das Einreiben oder Einsprühen
mit Insektenschutz ist daher
unabdingbar und trotz der Wärme
sind kurze Hosen und Shirts mit
Spaghetti-Trägern keineswegs die
ideale Bekleidung für einen Abstecher
in den Dschungel. Schweißausbrüche
sind schließlich immer
noch besser als die Stiche der Plagegeister.
Immerhin muss man heute
nicht mehr fürchten, von einem
Blasrohrpfeil erwischt zu werden.
Wie diese Pfeile hergestellt werden,
inklusive Bestückung mit diversen
pflanzlichen oder tierischen Giften,
sowie der Umgang mit einem Blasrohr
erfährt der geneigte Tourist und
auch der einheimische Besucher im
Dschungel-Dorf Mari Mari. Das ist
ein Freilichtmuseum, in dem Gebäude
der wichtigsten indigenen
Völker aufgebaut sind, in denen die
Nachfahren der jeweiligen Stämme
ihre Handwerkskunst demonstrieren.
Neben der Herstellung von Waffen
und Kleidung demonstrieren Stammesangehörige
auch etwa, wie man
mit Hilfe von Bambus Feuer macht.
Diverse kulinarische Spezialitäten
sorgen dafür, dass die Besucher mit
allen Sinnen angesprochen werden.
Auch gibt es Aufführungen mit Mu-
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Das Stadtgespräch
47
sik und Tanz. Zudem erläutern gut
geschulte Reiseführer, wie die jeweiligen
Völker gelebt haben und wo die
Unterschiede liegen.
Unterschiede gibt es reichlich, denn
die indigenen Völker, die allein in
Sabah heimisch sind, unterscheiden
sich schon mit mehr als drei Dutzend
Sprachen voneinander. Und dabei
sind das Malai, die verschiedenen
chinesischen Dialekte und Englisch
noch gar nicht gezählt. Von den dreieinhalb
Millionen Einwohner der Provinz
sind »nur« 40 Prozent Malaien,
13 Prozent Chinesen mit malaysischer
Staatsangehörigkeit sowie ein Viertel
Menschen aus China, Taiwan, Korea,
Japan, Australien und Europa. Aufgrund
seiner günstigen Lage unterhalb
des pazifischen Taifun-Gürtels
war Sabah schon vor 5.000 Jahren
besiedelt. Zuerst schriftlich festgehalten
wurden die Handelsbeziehungen
zwischen Sabah und China im 9.
Jahrhundert. Schon davor hatten sich
bereits rund um Borneos Flusssysteme
sogenannte Thalassokratien gebildet,
die den Handel auf den Flüssen,
an den Küsten und den Häfen
kontrollierten. Ab 1500 verbreiteten
sich Sultanate auf ganz Borneo. Parallel
zur muslimischen Expansion
lieferten sich die Europäer ein Wettrennen
um die ertragreichsten Kolonien.
Folglich stritten sich Portugiesen,
Spanier, Niederländer und Briten
mit dem malaiischen Sultanat Brunei
um die Vorherrschaft.
Die Macht der
Kadazan-Dursun
Ganz gleich, welche Kolonialmacht
sich die Pfründe auf Borneo sichern
wollte, sie hatte die Rechnung ohne
die indigene Bevölkerung gemacht.
Die größte Gruppe war die Kadazan-Dursun,
die sich untereinander
noch in rund 40 Gruppen unterteilten.
Die Dursun waren schon mit
anderen indigenen Völkern nicht
auf Kuschelkurs, viel weniger also
mit den weißen »Entdeckern«. Wie
andere indigene Völker auch folgten
sie ihrer animistischen Religion, also
dem Glauben, dass lebende wie auch
unbelebte Dinge eine Seele oder einen
Geist besitzen. Entsprechend
wichtig war auch der Ahnenkult, der
sich beispielsweise darin äußerte,
dass Familienmitglieder nach ihrem
Ableben auf eine bestimmte Weise
konserviert und zumindest einige
Zeit in einem großen Krug an einem
Baum vor dem Dorf aufbewahrt
wurden. Auch waren sie der Überzeugung,
dass feindliche Krieger so
getötet werden sollten, dass ihnen
noch lebendig der Kopf abgeschnitten
werden sollte, da sonst die Geister
entweichen könnten. Zu diesem
Zweck wurden die Blasrohr-Pfeile
sorgsam mit Gift dosiert, das zunächst
nur betäubte. Die abgeschnittenen
Köpfe wurden anschließend
in Zeremonien
verehrt, um die
Geister friedlich zu stimmen. Auch
gab es bei den Dursun strenge Regeln,
was die Kopfjagd betraf. Denn
eines Feindes durften sie sich nur
auf diese Weise entledigen, wenn
er ein Dorf angegriffen hatte, wenn
er Frauen geraubt hatte oder wenn
er sich eines Gebietes bemächtigen
wollte, das die Dursun ihr eigenes
nannten. Da diese Fälle nicht gerade
selten vorkamen, waren die Kopfjagden
durchaus an der Tagesordnung.
Das änderte sich erst im frühen 20.
Jahrhundert, jedenfalls bis die Japaner
im Zweiten Weltkrieg das damals
britische Borneo besetzten und dabei
mit äußerster Brutalität vorgingen.
Die indigenen Völker »reaktivierten«
die alten Techniken und einige
Japaner verloren dadurch den Kopf.
Geschützt wurden die Dursun und
andere Völker durch das nach dem
Amazonas und dem Kongobecken
drittgrößte zusammenhängende
Gebiet eines tropischen Tiefland-Regenwaldes
der Erde. Noch heute
ist der Dschungel in weiten Teilen
zum Glück noch nicht erschlossen,
obwohl auch hier der Lebensraum
etwa für Orang Utans zurückgeht.
Mit Sichtung von Orang Utans in
freier Wildbahn sollte man nicht
rechnen, denn die »Waldmenschen«,
so die Übersetzung von
Orang Utan, sind äußerst scheu und
meiden die Menschen. Aus gutem
Grund, ist doch deren Population in
den letzten Jahrzehnten um mehr als
50 Prozent zurückgegangen.
Jagd zum Köpfesammeln
Doch zurück zu den menschlichen
Bewohnern. Weit weniger reglementiert
als bei den Kadazan-Dursun war
das Headhunting bei den Murut. In
diesem Volk galten junge Männer
erst dann als erwachsen, wenn sie
einen Kopf mit nach Hause brachten.
Am besten nicht nur einen, sondern
möglichst viele. Es wurden regelrechte
Jagden allein zum Zweck des Köpfesammeln
veranstaltet. Auch galten
nicht nur die Krieger anderer Stämme
als Feinde, sondern auch Alte,
Frauen und Kinder. Wer als erwachsener
Mann nicht wenigstens zwei
Köpfe erbeutet hatte, konnte gar aus
der Gemeinschaft verbannt werden.
Auch war eine Hochzeit undenkbar,
wenn man den Schwiegereltern nicht
mindestens einen Kopf überreichte.
Schließlich wollte doch niemand ein
Weichei zum Schwiegersohn bekommen.
Die für unsere Begriffe meist
eher unscheinbaren Männer glichen
überschaubare
5 Siedlung der Seenomaden
1 Borneos Streetfood-Märkte bieten eine kulinarische Reise.
48 Das Stadtgespräch
Körpergröße und geringes Gewicht
optisch aus, indem sie sich durch
extra lange Schwanzfedern der lokalen
Fasane im Kopfschmuck »vergrößerten«.
Sie verwendeten also eine
Methode, die die Briten mit ihren
Bärenfellmützen ebenfalls nutzten.
Apropos Briten. Nach dem Ende der
Kopfjagd im 20. Jahrhundert stellten
die Briten viele der kriegerischen
Murut-Männer in der Armee oder bei
den Polizeikräften ein.
Nomaden des Meeres
Weit friedlicher als die Murut waren
die Badjau, für die man auch
die Schreibweisen Bajaw oder auch
Bajao, Bajau, Badjo, Badjaw, Badjao
findet. Verständlicher Weise mögen
die Badjau es nicht, wenn man das
»bad« in ihrem Namen wie englisch
für schlecht ausspricht. Die Badjau
galten über Jahrhunderte als die Nomaden
des Meeres. Inzwischen sind
sie überwiegend sesshaft geworden,
auch wenn sie dem Meer nach wie
vor treu geblieben sind. Ihre Behausungen
stehen nämlich auf Stelzen
im Meer. Wenn man Kota Kinabalu,
die Hauptstadt Sabahs, mit dem
Schiff ansteuert, fallen als erstes die
Pfahlbauten der Badjau auf, bevor
man in die eigentliche Stadt gelangt.
Ursprünglich kommen die Badjau
aus dem Süden der Philippinen. Einige
Badjau finden sich schon seit Jahrhunderten
im Norden Borneos. Doch
besonders in den letzten Jahrzehnten
sind viele von ihnen von den Philippinen
auf den malaiischen Norden Borneos
übersiedelt. Das hat vor allem
auch politische und ökonomische
Gründe, denn da die Badjau nicht als
philippinische Staatsbürger gelten,
haben sie auch nicht die gleichen
Bildungschancen und die gleichen
Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie
die Einheimischen. In Malaysia zählen
sie dagegen zu den Bumiputera,
was »Söhne der Heimaterde« bedeutet,
und haben die gleichen Rechte
wie die Einwohner malaiischer Abstammung.
Das moderne KK
Das heutige Zusammenleben
scheint zum Glück durch die Devise
»leben und leben lassen« geprägt.
70 Prozent der Bevölkerung
sind muslimisch, wobei der Islam
keinesfalls so streng ausgelegt
wird wie in manch anderem Land.
In Sarawak, der zweiten Provinz Malaysias
auf Borneo, sind 56 Prozent
der Bevölkerung Christen. Daneben
gibt es Buddhisten und nach wie vor
hängen viele der indigenen Volksgruppen
der Ahnenverehrung und
dem Animismus an. Die moderne
Hauptstadt Kota Kinabalu, die im
Alltag KK genannt wird, hat einige
Sehenswürdigkeiten, die aber alle
nicht Jahrhunderte alt sind. Da ist
vor allem die sogenannte Floating
Mosque zu nennen, die im Jahr
2000 eröffnet wurde und bis zu
12.000 Gläubige auf einmal fasst.
Diese Moschee schwimmt nicht
tatsächlich, sondern ist von einem
Becken umgeben, sodass der Effekt
entsteht, dass das Gotteshaus
auf dem Wasser
schwebt. Ein echtes Vorzeigeobjekt
ist das Sabah Majujaya, ein modernes
Apartmentgebäude, das direkt
am Wasser zwischen Grünanlagen
gelegen ist und von Weitem gesehen
wie eine runde Taschenlampen-Batterie
aussieht. Für Leib und
Seele lässt der Handicraft Market
keine Wünsche offen. Der Name
ist etwas irreführend, denn außer
handwerklichen Produkten werden
vor allem reichlich Lebensmittel
angeboten, auch nachts. Unter
den Einheimischen heißt der täglich
stattfindende Markt schlicht
»Filipino Market«, weil viele der
Händler eben aus den gut 200 Kilometer
weiter nördlich gelegenen
Philippinen kommen. Kulinarisch
kommt niemand in dieser Gegend
zu kurz, denn die verschiedenen
Völker haben hier ihre Küche mitgebracht,
die man in Restaurants oder
Essenständen genießen kann. Und
im Gegensatz zu früheren Zeiten, in
denen man nicht zu Unrecht einen
Besuch auf Borneo fürchten musste,
ist man heute als Besucher wirklich
herzlich willkommen.
5 Die schwimmende Moschee
1 Bajau-Frauen bereiten eine Art Poffertje zu.
Das Stadtgespräch
49
Watt nich alle gibt
Die astronomische Uhr im Münsteraner Dom
In unserer Rubrik »Watt nich alle gibt« stellen wir oftmals Phänomene
vor, über die man sich nur wundern kann. Im wahrsten Sinne des Wortes
»Wunderbares« findet man oftmals in der Ferne, manchmal jedoch ganz
in der Nähe. Die Rede ist hier von Münster, das ja nur einen Katzensprung
von uns entfernt liegt. Im dortigen Dom ist zu bestaunen, was auch einige
Touristen aus dem Ausland in die heiligen Hallen direkt neben Münsters
Wochenmarkt lockt. Der ist übrigens auch sehenswert, aber das ist ein anderes
Thema. Der Münsteraner Dom beherbergt ein High Tech Produkt, das
rund fünfhundert Jahre auf dem Buckel hat, nämlich die astronomische Uhr.
Der zu Lebzeiten durchaus umstrittene Abt des Klosters Marienfeld mit dem
schönen Namen Erenfridus ließ in seiner überraschend kurzen Amtszeit von
1397 bis 1401 die erste astronomische Uhr für den St.-Paulus-Dom in Münster
bauen. Dieser Uhr war jedoch kein astronomisches Alter beschieden, denn
die Wiedertäufer verwüsteten 1534 den Dom und vernichteten in ihrem Wahn
auch die Uhr: »gantz totschlagen und in grundt vordorven«.
Schon zwischen 1540 und 1542 legten Dietrich Tzwyvel, seines Zeichens
Buchdrucker und Mathematiker, und Johann von Aachen, Franziskaner und
Domprediger, die astronomischen Berechnungen vor. Der Schlosser Nikolaus
Windemaker schmiedete das Werk und Ludger tom Ring schuf mit seinen
Söhnen die Malerei auf dem Gehäuse der fast acht Meter hohen Uhr. Ein
großer Glücksfall ist, dass die Münsteraner Uhr nicht wie viele andere der
sogenannten Hanse-Uhren, sogar Kriegszeiten unbeschadet überstanden
hat. Dabei war die astronomische Uhr während des Zweiten Weltkriegs nicht
einmal eingelagert, sondern nur durch einen Bretterverschlag geschützt.
Bei dem verheerenden Luftangriff vom 10. Oktober 1943 wurde Münster in
Schutt und Asche gelegt, auch der Dom wurde erheblich getroffen. Allerdings
ist die Uhr etwas »versteckt« im südlichen Chorumgang des Domes
in der Trennwand zum Hochchor nach Süden hin ausgerichtet. Damit liegt
sie gegenüber einem Fenster und bekommt entsprechend viel Licht. Außerdem
wird sie so von zwei Säulen gestützt. Diese verhinderten, dass die
einstürzenden Gewölbe sie zerstörte.
Was gibt es zu sehen?
Um jedes Detail der wunderschönen Uhr gebührend zu bewundern, würde
man Tage, wenn nicht Wochen brauchen. An dieser Stelle sollen nur ein
paar der zahlreichen Elemente genannt werden, die dieses fantastische
Meisterwerk aus der vor-digitalen Zeit bietet. Zunächst einmal kann man
die Uhrzeit ablesen, was vor einigen Jahrhunderten noch wichtiger war als
heute, fast hätte ich geschrieben »wo jedes Kind eine Armbanduhr hat«. Ich
meine natürlich heute, wo jedes Kind ein Handy hat, das neben Dutzenden
anderer Funktionen auch eine Uhr aufweist. Das führt übrigens dazu, dass
einige Fünftklässler die analoge Uhr nicht mehr lesen können, aber das ist
schon wieder ein anderes Thema. Wer die Uhrzeit im St.-Paulus-Dom, der
übrigens als Bischofssitz eine Kathedrale ist, lesen will, muss sich heute
etwas umgewöhnen. Das Zifferblatt ist ein 24-Stunden Zifferblatt, das auf
der rechten Seite die Vormittagsstunden anzeigt. Wer lange genug wartet
wird zudem feststellen, dass die Stunden- und Minutenzeiger links herum
laufen, also gegen den Uhrzeigersinn. Allerdings spiegelt die Uhr so den
Verlauf der Sonne, der sie ja gegenüberliegt. Die vollen Stunden werden
von den kunstvoll geschnitzten und bemalten Figuren ganz links außen
zudem akustisch angezeigt. Der sogenannte »Tutemann« bläst zu jeder
vollen Stunde die Zahl der Stunden in sein Horn. Seine Frau, die rechts von
ihm steht, schlägt sie dazu auf ihrer Glocke. Die Figuren rechts außen sind
dagegen neu, also relativ gesehen, denn sie wurden erst 1696 dazugefügt.
Ihre Aufgabe ist es, jede Viertelstunde auf der Glocke anzuschlagen. Der
geflügelte bärtige Engel, der eher wie Chronos, der griechische Gott der Zeit
aussieht, und der Sensenmann erinnern daran, dass die Zeit fliegt und das
Leben vergänglich ist.
Noch mehr passiert um zwölf Uhr mittags, sonntags eine halbe Stunde
später. Auf dem Balkon über der Uhr setzt sich der Stern von Bethlehem in
Bewegung und dreht sich vor, bis er in der Mitte über der Madonna stehenbleibt.
Dann öffnet sich die Tür rechts von der Madonna, heraus tritt
zuerst ein junger Diener, gefolgt von den Figuren der Heiligen Drei Könige.
Sie ziehen von rechts nach links vor der Madonna her. Und natürlich verneigen
sich die drei Könige ehrfürchtig vor ihr. Dann zieht auch noch ein
alter Diener vorbei, dessen biblische Bedeutung mir nicht so ganz klar ist.
Das Ganze passiert zu den Glockenspielmelodien von »In dulci jubilo« und
»Lobet den Herren«.
Vom Papst Gregor und der Wissenschaft eingeholt
So schön und optisch wie akustisch ansprechend diese Elemente sind, steckt
das wirklich Besondere doch in der Astronomie. Die Paulusfigur im Zentrum
zeigt auf das richtige Jahr, wobei die Uhr auf nicht weniger als 532 Jahre
durchgerechnet ist. Bis 2071 wird der Patron des Doms also auf das richtige
Jahr zeigen. Ein Herold weist auf den jeweiligen Tag. Doch damit noch lange
nicht genug, denn unter anderem die Mondphasen, die Konstellation der
Planeten, der Wochentag jeden beliebigen Datums, der Monatsname, das Intervallum,
also die Angaben zur Länge des Zeitraums zwischen Weihnachten
und Fastnacht, die Tagesheiligen und auch der Osterbuchstabe zur Berechnung
des Osterdatum sind dort abzulesen. Letzteres funktioniert aber heute
nicht mehr ohne gesonderte Berechnungen, denn durch die Reform des Kalenders
durch Papst Gregor XIII im Jahr 1582 funktionierte die Berechnung der
Uhr nicht mehr, die auf dem julianischen Kalender basierte. Und noch etwas
passt nicht mehr, denn die Wissenschaft erweiterte schon in der Renaissance
das Wissen. Vor dem Zifferblatt der Uhr laufen sieben Zeiger für die sieben
Planeten nach dem geozentrischen, ptolemäischen Weltbild, nach dem die
Erde als Mittelpunkt des Planetensystems galt. Kopernikus wusste es besser.
Sein Buch jedoch, das korrekter Weise die Sonne in den Mittelpunkt stellt,
wurde erst im Jahre 1543 gedruckt. Da war astronomische Uhr allerdings
schon fertig. Doch das schmälert den Wert dieses Kunstwerks nicht, das
wissenschaftliche Erkenntnisse mit perfektem Design und hervorragender
Handwerkskunst vereint. Zudem kann man es einfach nur schön finden.
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Das Stadtgespräch
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51
gramm – von 50 m Retten mit Flossen und
50 m Retten bis 100 m Hindernisschwimmen.
Ab der Altersklasse 15/16 absolvierten die Rettungsschwimmenden
sechs Disziplinen: 100
m Retten mit Flossen, 50 m Retten, 200 m
Hindernisschwimmen, 200 m Super-Lifesaver,
100 kombinierte Rettungsübungen und 100
m Lifesaver, in der AK 55: 100 m Hindernisschwimmen,
50 m Retten und 50 m Retten
mit Flossen. Die Sportler melden für 4 aus 6
Disziplinen, in denen sie die meisten Punkte
im Mehrkampf holen können.
1 Die Sieger der Altersklasse 10 und 12: Aus Rheda-Wiedenbrück kamen Lotta Venjakob (AK 13/14 w – 4. v. l), Mattis
Lange (AK 10 m – 5. v. l).
Foto: DLRG Rheda-Wiedenbrück
Rettungssportler lieferten sich
bei der Titeljagd
ein Kopf-an-Kopf-Rennen
Ortsgruppen aus dem Kreis Gütersloh bewiesen ihr Können
bei DLRG-Bezirksmeisterschaften
Mit jeweils drei Siegen räumten die
Rettungssportler der DLRG-Ortsgruppen
aus Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück
und Verl die meisten Titel
bei den Bezirksmeisterschaften Einzel 2026
ab. Mit insgesamt 10 Treppchenplätzen konnten
sich die Rettungsschwimmenden aus der
Doppelstadt im heimischen Hallenbad vor
Gütersloh (8) und Verl (7) platzieren.
Die Rettungssportlerinnen traten in sechs
und die Sportler in sieben Altersklassen an –
von der AK 10 bis AK 17/18 w/m und AK offen
w/m sowie AK 55 männlich. Bis zur AK 13/14
w/m standen drei Disziplinen auf dem Pro-
1 Bei den älteren Teilnehmenden kamen Lennart Albert (AK 15/16 m – 3. v. l.) und Jan-Josef Diermann (Trainerteam
mit Gesamtpokal 5. v. l.) aus Rheda-Wiedenbrück.
Foto: DLRG Rheda-Wiedenbrück
Die erfolgreichen Rettungssportler
aus Rheda-Wiedenbrück:
· AK 10 m: 1. Mattis Lange, Jg. 16
· AK 12 w: 3. Matilda Schlepphorst, Jg. 15
· AK 12 m: 2. Michael Gerzen, Jg. 14
· AK 13/14 w: 1. Lotta Venjakob, Jg. 12 | 2. Laura
Albert, Jg. 13
· AK 15/16 m: 1. Lennart Albert, Jg. 10 | 2. Leo
Hölscher, Jg. 10 | Rasmus Nieten, Jg. 11
· AK offen w: 2. Nele van Almsick, Jg. 03
· AK offen m: 3. Philipp Austermann, Jg. 96.
Der älteste Teilnehmender, Oliver Brinkmann,
Jg. 71, AK 55, ging für Gütersloh auf
den Startblock. Bei der Mannschaftswertung
hatte Verl vor Herzebrock-Clarholz und Rheda-
Wiedenbrück die Nase vorne.
Aus Rheda-Wiedenbrück hatten sich
28 Einzelsportler und 10 Teams für die Landesmeisterschaften
qualifiziert. Für die Altersklassen
AK 15/16, AK 17/18 bis AK offen
(Damen und Herren) finden die LV-Meisterschaften
am 18. und 19.4. in Hagen statt und
für die Altersklassen AK 10 bis AK 13/14 sind
die Meisterschaften am 27./28.6. in Recklinghausen.
»Das Trainerteam ist sehr zufrieden mit
der Anzahl Qualifikationen im Einzel und der
Mannschaften für die Landesmeisterschaften.
Besonders über die guten Leistungen unserer
jüngeren Sportler und Teams freuen wir uns.
Das Ziel ist es, dass möglichst viele Teams und
Sportler sich auf den LV- Meisterschaften für
die DM qualifizieren. Die Vorbereitungen darauf
laufen gerade auf Hochtouren, ein Großteil
unserer Sportler war während der Osterferien
in einem Trainingslager. Die Älteren ab 15/16
waren in Dortmund und die Jüngeren machten
das Trainingslager in Rheda-Wiedenbrück.
Dabei stehen 2 Einheiten und Athletiktraining
täglich auf dem Programm. Die Geselligkeit
kommt beim gemeinsamen Kochen oder
Frühstücken sowie beim Spieleabend auch
nicht zu kurz«, berichtete uns Frank Hölscher.
Kem
52 Das Stadtgespräch
Jetzt anmelden
Frühstück im Park
Es duftet nach frischen Brötchen und Kaffee.
Musik liegt in der Luft, und gut gelaunte
Menschen sitzen zwischen üppig blühenden
Beeten. Es ist Frühstückzeit im Rosengarten in
Rheda-Wiedenbrück.
Auch in diesem Jahr lädt die Flora Westfalica
am Sonntag, 21. Juni, ab 11 Uhr zum Frühstück
in den Rosengarten ein. Alle Bürgerinnen und
Bürger, Vereine, Verbände und Unternehmen
sind herzlich willkommen.
Die Flora Westfalica sorgt für Marmelade
und Eier, die Bäckerei Reker spendiert knackfrische
Brötchen. Was sonst noch zu einem schö-
nen Frühstück benötigt wird, packt jeder selber
ein. Bierzeltgarnituren werden für 20 Euro verliehen.
Natürlich können auch Picknickdecken
und eigene Tische mitgebracht werden.
Für musikalische Unterhaltung sorgt die
mobile Band »Modern Walking«. Auch an die
jüngsten Besucher ist gedacht. Sie kommen auf
der Wiese vor dem Emshaus auf ihre Kosten.
Hier kann gespielt, getobt und gemalt werden.
Wer beim Frühstück im Rosengarten dabei
sein möchte, muss sich anmelden. Die Bierzeltgarnituren
können unter www.flora-ticket gebucht
werden. Wer eigenes Mobiliar oder eine
Picknickdecke mitbringen möchte, teilt dies
der Flora Westfalica unter Telefon 05242/9301-0
oder unter lessmeier@flora-westfalica.de mit.
9000 Euro für die Gütersloher Tafel
in Rheda-Wiedenbrück
Luftwaffenmusikkorps begeisterte mit Pop, Klassik und Traditionellem
Beim Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps
Münster am 24. März
in der Stadthalle war vieles außergewöhnlich:
Zum einen präsentierte das Korps in
der seit Monaten ausverkauften Veranstaltung
anlässlich seines 70. Geburtstages ein ganz
besonders erlesenes Konzertprogramm mit
anspruchsvollen Originalkompositionen für sinfonisches
Blasorchester aus Pop sowie Klassik
und natürlich auch traditioneller Marsch- und
Blasmusik. Unter der inspirierenden Leitung von
OtL Alexander Kalweit intonierte es beispielsweise
fulminant das Konzert für vier Hörner und
Orchester von Carl Heinrich Hübler. Einen starken
Sonderapplaus gab es für die Solisten StFw
Micha Klappert, StFw Josef Bichler sowie HptFw
Nikolaj Christov und OFw Markus Egbringhoff.
Im zweiten Konzertteil entführten die Musiker/innen
die begeisterten Zuhörenden dann
wieder in die aufregende Welt der anspruchsvollen
Unterhaltungsmusik mit mitreißenden
Big-Band-, Show-, Film- und Musical-Darbietungen.
Zu den Highlights gehörte u. a. ein Phil-
Collins-Medley und ein Jazz-Funky-Arrangement
der zauberhaften Komposition »Air« von Johann
Sebastian Bach mit den drei Solisten HptFw Daniel
Falk (Flügelhorn), HptFw Johann Günther
(Posaune) und StFw Cajus Weinitschke (Flöte).
Ein exquisiter Ohrenschmaus war die konzertante
Interpretation des durch Hildegard Knef
bekanntgewordenen Chansons »Für mich soll’s
rote Rosen regnen« mit der charmanten Gesangssolistin
StFw Katharina Stefanz. Das angetane
Publikum dankte mit langem stehendem Applaus
für den wunderschönen Konzertabend.
Ebenfalls für Werner Twent, Vorstandsvorsitzender
der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück,
und Elke Leßmeier von der Flora Westfalica war
das Benefizkonzert ein besonderer Termin. Sie
begleiteten die Veranstaltung in ihren Funktionen
ein letztes Mal. Dank des Verzichts der Musikerinnen
und Musiker auf ihre Gage sowie der
Übernahme aller Veranstaltungskosten durch die
Kreissparkasse und die Flora Westfalica konnte
der Vorstandsvorsitzende den Erlös des Abends
in Höhe von 9000 Euro in vollem Umfang der Gütersloher
Tafel in Rheda-Wiedenbrück zukommen
lassen. Die Summe wurde von der Kreissparkasse
aufgerundet, um die wichtige Arbeit der Tafel
noch stärker zu unterstützen. Gemeinsam mit
OtL Kalweit und der Geschäftsführer Sebastian
Siefert von der Flora Westfalica überreichte Twent
die Spende der Geschäftsführerin der Gütersloher
Tafel, Ruth Prior-Dresemann.
Mit einem ganz herzlichen Dank berichtete
sie, dass die Tafel in Rheda-Wiedenbrück 156
Haushalten zur Seite stehe. 485 Personen, davon
199 Kinder, denen es momentan nicht so gut
geht, würde dadurch geholfen. Insgesamt hilft
die Gütersloher Tafel derzeit 4600 Menschen,
darunter 1800 Kindern. Die Nutzenden zahlen
einen kleinen Obolus. So empfinden sie die
Unterstützung mit Lebensmitteln und Dingen
für den täglichen Bedarf nicht als Almosen, sondern
wie einen Einkauf.
Zum Abschluss hatte der Vorstandsvorsitzende
noch eine gute Nachricht: Der Termin für
das Benefizkonzert im nächsten Jahr steht bereits
fest. Es ist am Dienstag, dem 13. April 2027.
Die Karten können bereits in der Vorverkaufsstelle
der Flora Westfalica erworben werden. Für
die Beliebtheit des Angebots sprach nicht nur,
dass die ersten 200 Karten schon nach wenigen
Tagen bestellt waren, sondern ebenfalls, dass 40
Fans des Luftwaffenmusikkorps aus Bad Westernkotten
für die Anreise zum diesjährigen
Konzert einen Bus gechartert hatten. Kem
4 Gemeinsam mit OtL Kalweit und dem Flora-Westfalica-Geschäftsführer
Sebastian Siefert überreichte
Werner Twent, seinerzeitiger Vorstandsvors. der Kreissparkasse,
den symbolischen Spendenscheck an Ruth
Prior-Dresemann, Geschäftsf. der Gütersloher Tafel.
Das Stadtgespräch
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53
1 Daniel Kreuzburg (links), Emilian Klein (2. v. l.), Henning Bauer (3. v. l.), Ina Laukötter (5. v. l.) und Klaus Dirks (rechts)
bedanken sich bei Werner Twent (4. v. l.) für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm für den neuen
Weg alles Gute.
Ein neues Kapitel im
Vorstand der
Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
Werner Twent in den Ruhestand verabschiedet
Nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit
wechselte Werner Twent, der Vorstandsvorsitzende
der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück in den Ruhestand. Sein bisheriger
Stellvertreter Henning Bauer übernahm
zum 1. April die Leitung des Vorstands.
Werner Twent ist seit über 40 Jahren in der
Sparkassen-Finanzgruppe tätig, davon fast 30
Jahre als Vorstandsmitglied bzw. Vorstandsvorsitzender.
In dieser Zeit hat er maßgeblich zur
positiven Entwicklung der Kreissparkasse beigetragen.
Im Rahmen einer Feierstunde wurde
er jetzt in den Ruhestand verabschiedet.
Sein Nachfolger Henning Bauer, derzeit
stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ist
eine erfahrene Führungskraft aus dem eigenen
Haus. Durch seine langjährige Tätigkeit kennt
er die Kreissparkasse, ihre Kundschaft sowie
die interne Kultur und die Geschäftsprozesse
bestens. Damit ist er optimal auf die neue Aufgabe
vorbereitet.
Ina Laukötter, Verwaltungsratsvorsitzende
der Kreissparkasse, würdigt Werner Twents
Engagement: »Ich danke Ihnen herzlich für
die herausragende Zusammenarbeit und Ihren
persönlichen Einsatz. Sie haben die Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück über lange Zeit
nachhaltig geprägt und ihr zahlreiche Erfolge
beschert«. Die Landrätin des Kreises Gütersloh
wünscht Henning Bauer viel Erfolg für seine
neue Aufgabe: »Ich bin überzeugt, dass Sie mit
Ihrer Erfahrung und Ihrem engagierten Wirken
die Zukunft der Kreissparkasse weiterhin erfolgreich
gestalten werden«.
Ab April 2026 besteht der Vorstand der
Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück aus einem
Trio: mit Henning Bauer als Vorsitzendem sowie
Emilian Klein und Daniel Kreuzburg als
Mitglieder.
Die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück ist
auch zukünftig gut aufgestellt, um die Herausforderungen
des Marktes zu meistern. Sie
bleibt eine zuverlässige starke Partnerin für
ihre Kundinnen und Kunden in allen Finanzangelegenheiten.
Das bestätigte eindrucksvoll am 26. März
schon das Jahrespressegespräch zum Geschäftsjahr
2025 in dem geplanten neuen
Schulungs- und Veranstaltungs-Center in
unmittelbarer Nachbarschaft zum Haller Beratungszentrum
der Kreissparkasse, in einer
ehemaligen Unternehmervilla.
»Leistungsstark. Engagiert.
Zukunftsorientiert.«
Mit dem Unternehmensleitbild »Leistungsstark.
Engagiert. Zukunftsorientiert« blickt
die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück in einem
wirtschaftlich und politisch herausfordernden
Umfeld auf das Jahr 2026. Gleichzeitig eröffnen
technologische Fortschritte, neue Formen der
Zusammenarbeit und der zunehmende Fokus
auf nachhaltiges Wirtschaften zahlreiche
Chancen.
Der frühere Vorstandsvorsitzende Werner
Twent sah die Kreissparkasse dafür gut aufgestellt:
»In diesem sich wandelnden Marktumfeld
kommt es darauf an, flexibel zu bleiben,
Veränderungen aktiv zu gestalten und Innovationen
konsequent voranzutreiben. Mit unseren
klaren strategischen Zielen werden wir unseren
Kundinnen und Kunden auch zukünftig
verlässliche Lösungen bieten«. So startete im
ersten Halbjahr 2026 das neue Depotangebot
für Selbstentscheider, S-Neo, das es Kundinnen
und Kunden ermöglicht, Wertpapiere direkt in
der App zu handeln – und das zu Konditionen,
die absolut wettbewerbsfähig zu anderen Neobrokern
sind. Das alles erfolgt mit einer Infrastruktur,
die höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards
entspricht. Eine Infrastruktur,
die auch dann sicher verfügbar ist, wenn starke
Marktbewegungen stattfinden. Mit Menschen
im Hintergrund, die man im Falle eines Falles
direkt erreichen kann. Echte Menschen, nicht
nur Chatbots.
Sein Stellvertreter und der heutige Vorstandsvorsitzende
Henning Bauer führte aus:
»Als starke Finanzpartnerin im Kreis Gütersloh
stehen wir an der Seite der heimischen Unternehmen,
der öffentlichen Institutionen sowie
unserer privaten Kundinnen und Kunden. Unser
Ziel ist, wichtigste Finanzdienstleisterin vor
Ort und eine attraktive Arbeitgeberin zu sein«.
Er kündigte an: »Auch, um unseren Kundinnen
und Kunden die beste Beratung anzubieten,
werden wir in unserem Gebäude in Werther
eine weitere größere Sanierung durchführen«.
Mit weiteren Beispielen ergänzt Henning Bauer
das proaktive Handeln der Kreissparkasse: »Auf
unserem Kurs in Richtung Zukunft haben wir
auch ein neues Unternehmensleitbild entwickelt.
Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben es gemeinsam erarbeitet, unter
anderem, um eine klare Identität, gemeinsame
Werte und eine langfristige Ausrichtung zu
definieren. Unter dem Motto ›Leistungsstark.
Engagiert. Zukunftsorientiert.‹ wird es mit
Leben gefüllt werden. Zur Schärfung unseres
Profils auf dem Arbeitsmarkt führen wir aktuell
eine aufmerksamkeitsstarke Arbeitgebermar-
54
Anzeige
Das Stadtgespräch
kenkampagne durch. Auch daran haben sich
zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beteiligt«.
Bilanzsumme gesteigert
»Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr
zurück«, erläuterte der Vorstandsvorsitzende
Werner Twent. »Die Bilanzsumme ist um
0,8 % gewachsen. Dies resultiert unter anderem
aus einer ausgewogenen Kombination
von Einlagenzuwächsen und einer gesunden
Kreditentwicklung. Der Zuwachs von 0,9 % bei
den Kundeneinlagen spiegelt das Vertrauen in
die Stabilität und die Sicherheit unserer Kreissparkasse
wider – ein entscheidender Faktor in
Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Erfolgreiches Wertpapiergeschäft
Besonders positiv verlief das Wertpapiergeschäft
der Kreissparkasse, berichtete Vorstandsmitglied
Emilian Klein. Sie steigerte
die Wertpapierkäufe um 25,6 %. Das betreute
Wertpapiervermögen wuchs auf 1.295,5 Mio.
Euro (+8,7 % zum Vorjahr) und die Anzahl
der Depots stieg um 3,1 %. Auch der gezielte
Vermögensaufbau in Form von monatlichen
Fondssparplänen ist von den Kundinnen und
Kunden sehr gut angenommen worden. Mit
knapp 6.400 neu eröffneten Fondssparplänen
gelang eine Steigerung von 2,7 % gegenüber
dem Vorjahr. Der Bestand an Wertpapiersparplänen
wuchs um 7,3 %.
Zuwachs bei der Kreditvergabe
Das Kreditgeschäft der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück
hat sich im Jahr 2025 trotz
anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten
weiter positiv entwickelt und bestätigt damit
erneut ihre Rolle als verlässliche regionale
Partnerin für gewerbliche und private Investitionen.
Die Forderungen an Kundinnen und
Kunden beliefen sich zum Stichtag auf 2.848
Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von
127,3 Mio. Euro bzw. 4,7 % im Vergleich zum
Vorjahr. Die Darlehenszusagen stiegen gegenüber
dem Vorjahr um 31,4 % auf insgesamt
533,6 Mio. Euro.
bzw. 41,2 Mio. Euro absolut). Dagegen hat das
Interesse am Bausparen nachgelassen und die
Bausparsumme sank auf ein Volumen von 14,1
Mio. Euro. Rund 700 private Baufinanzierungen
wurden in 2025 abgeschlossen.
Die Tochtergesellschaft der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück, die SKW Haus & Grund
Immobilien GmbH, blickt erneut auf ein erfolgreiches
Geschäftsjahr zurück. In 2025 konnten
insgesamt 116 Immobilien mit einem Verkaufsvolumen
von rund 35 Mio. Euro vermittelt werden
– ein starkes Ergebnis in einem weiterhin
anspruchsvollen Marktumfeld.
Internet-Filiale und Sparkassen-App
Im Geschäftsjahr 2025 nutzen Kundinnen und
Kunden der Kreissparkasse Halle Wiedenbrück
die digitalen Kanäle noch intensiver: Mit rund
6,8 Mio. Besucherinnen und Besuchern ist die
Internet Filiale nach wie vor das am häufigsten
frequentierte BeratungsCenter der Sparkasse –
ein deutlicher Zuwachs von 0,6 Mio.
Durch die konsequente Weiterentwicklung
der Benutzerfreundlichkeit wird das Online
Banking immer attraktiver. Der Trend zum pushTAN
Verfahren setzt sich klar fort: 77,74 % aller
Autorisierungen erfolgen bereits über pushTAN,
während das klassische chipTAN nur noch für
22,25 % der Transaktionen genutzt wird.
Auch die Sparkassen App gewinnt stetig
weiter an Bedeutung: 60.204 Nutzerinnen und
Nutzer – ein Plus von 12,3 % gegenüber dem
Vorjahr – profitieren täglich von den umfassenden
Banking Funktionen.
Wachsender Personalbestand
Im Jahr 2025 waren zum Stichtag 542 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter bei der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück beschäftigt,
davon 42 Auszubildende in den Berufsbildern
Bankkaufleute, Kaufleute für Versicherungen,
Fachinformatiker für Systemintegration und
Kaufleute für Bürokommunikation. Das sind
etwa 40 Beschäftigte mehr als vor einem Jahr
(+ 7,1 %), so der heutige Vorstandsvorsitzende
Henning Bauer.
Infrastruktur
Die Kreissparkasse stärkt ihre Position ebenfalls
nachhaltig durch gezielte Investitionen
sowohl in ihre zehn Standorte als auch in die
Digitalisierung. Bankschließfächer würden
auch weiterhin zu den sichersten Aufbewahrungsorten
für Wertgegenständen zählen,
unterstrich Bauer. Sie befänden sich in speziellen
Tresorräumen. Dort seien sie baulich,
technisch und organisatorische besonders
geschützt. Von den 6864 Schließfächern der
Kreissparkasse sind aktuell 5313 vermietet.
Nachdem Kriminelle am 30. Dezember 2025
aus vier Schließfächern nach Angaben des
WDR Werte in Höhe eines sechsstelligen Betrags
unbemerkt während der regulären Öffnungszeit
in Halle entwenden konnten, hat die
Kreissparkasse die hohen Sicherheitsstandards
noch einmal gestärkt, erklärte Bauer. Sie habe
den Kunden darüber hinaus geraten, die in den
Schließfächern lagernden Werte zu dokumentieren
und ausreichend zu versichern.
Kem
Foto: David von Hoff
Stabilisierter Wohnungsmarkt
Vorstandsmitglied Daniel Kreuzburg berichtete
bei den privaten Finanzierungsanfragen von einer
deutlichen Belebung. Der Bestand von Forderungen
an Privatpersonen stieg auf 1.265,4
Mio. Euro (+2,5 %). Besonders hervorzuheben
sind die Zusagen im privaten Wohnungsbau,
die mit 220,1 Mio. Euro ein starkes Signal für
die regionale Bau und Immobilienentwicklung
setzen (ein Zuwachs von 23 % gegenüber 2024
1 Stellten in der 2025 erworbenen Unternehmensvilla in Halle die Bilanz des Geschäftsjahres 2025 der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück vor: (v. l.) Vorstandsmitglied Emilian Klein, der stv. und heutige Vorstandsvorsitzende Henning
Bauer, der in den Ruhestand getretene Vorstandsvorsitzende Werner Twent und Vorstandsmitglied Daniel Kreuzburg.
Das Stadtgespräch
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1 Glückliche Gesichter bei der Fahrzeugübergabe: Aktion Kinderträume stellt Familie Tschursin aus Rheda-Wiedenbrück und Familie
Tertel aus Nordkirchen jeweils ein behindertengerechtes Fahrzeug zur Verfügung.
Aktion Kinderträume sichert Mobilität
zweier Familien
Aktion Kinderträume hat
zwei weiteren Familien
mit schwerstkranken Kindern
entscheidend helfen können:
Die Organisation stellt Familie
Tschursin aus Rheda-Wiedenbrück
und Familie Tertel aus Nordkirchen
jeweils ein behindertengerechtes
Fahrzeug zur Verfügung, das ihren
Alltag spürbar erleichtern wird und
ein Stück Normalität zurückgibt.
Der 12-jährige Andreas Tschursin
kämpft seit seiner viel zu frühen
Geburt mit den Folgen einer
schweren Hirnblutung. Er kann
weder sprechen noch sitzen und ist
vollständig pflegebedürftig. Seine
Mutter trägt diese Aufgabe allein –
seit dem Tod des Vaters 2015 sorgt
sie für alle vier Kinder ohne jegliche
familiäre Entlastung. Therapie und
Arzttermine stehen regelmäßig
an, spontane Abholungen aus der
Schule sind fast Alltag. Doch der
Transport war bislang kaum noch
möglich: Ein herkömmliches Auto
reicht für Andreas’ Bedürfnisse
nicht aus. Jeder Weg wurde zu einer
körperlichen wie logistischen
Herausforderung. Die Mutter kann
aufgrund der intensiven Pflege
keiner Arbeit nachgehen und verfügt
daher über keine finanziellen
Mittel für ein geeignetes Fahrzeug.
Aktion Kinderträume reagierte und
finanzierte einen behindertengerecht
umgebauten Caddy im Wert
von rund 42.000 Euro. Die Summe
setzt sich aus großzügigen Spenden
von Hans-Dieter Lauten (GA-
RANT Holding GmbH) über 25.000
Euro, der SkiKC-Stiftung von Ioannis
Dimitrios Koranos in Höhe
von 16.000 Euro sowie der Hauck
Aufhäuser Lampe Privatbank AG in
Höhe von 1.000 Euro zusammen.
Auch die Familie von Timm
Tertel aus Nordkirchen steht unter
außergewöhnlicher Belastung.
Der 12-jährige wurde mit einer
Genmutation und Gehirnfehlbildung
geboren. Er ist auf Beatmung,
künstliche Ernährung und eine
Rund-um-die-Uhr-Intensivpflege
angewiesen. Als der Pflegedienst
aufgrund des Fachkräftemangels
kündigte, mussten die Eltern die
komplette medizinische Versorgung
selbst organisieren – ein permanenter
Kraftakt. Hinzu kommen
weitere schwere Schicksalsschläge:
Timms Schwester lebt mit Epilepsie.
Seine Mutter ist durch eine
halbseitige Lähmung und Borreliose
selbst auf den Rollstuhl angewiesen.
Timm befindet sich inzwischen
in palliativer Versorgung
– jeder gemeinsame Ausflug zählt.
Um überhaupt als Familie unterwegs
sein zu können, benötigt
sie ein großes Fahrzeug, das zwei
Rollstühle sowie lebenswichtige
Medizintechnik aufnehmen kann.
Aktion Kinderträume übernahm die
vollständigen Kosten von 45.000
Euro für einen umgebauten Caddy
Maxi. 22.385 Euro stammen von
Guido Maßmann, Beiratsvorsitzender
bei Aktion Kinderträume.
Nach mehr als drei Jahrzehnten
bei der AVO-Werke August Beisse
GmbH (Belm) hatte er sich Ende
Juli aus dem Geschäftsleben in
den Ruhestand verabschiedet. Aus
diesem Anlass bat er die Gäste um
eine Spende an die Organisation.
Je 5.000 Euro stammen von Kinderträume-Beirat
Martin Koeper und
seiner Frau Susanne sowie von Alexander
Pappas, Armin Papperger
und von Siegfried Wolf.
Margit Tönnies, Schirmherrin
von Aktion Kinderträume, freute
sich bei der Fahrzeugübergabe,
ein Stück Alltagserleichterung ermöglichen
zu können und dankte
den Spendern sehr herzlich für ihre
Unterstützung. Weitere Infos unter
www.aktion-kindertraeume.de.
40 Jahre beim
Vermessungsbüro Bureick
Jürgen Herrmann feiert Dienstjubiläum
Am 16.4.1986 begann Jürgen
Herrmann als frisch gebackener
Diplom-Ingenieur seine
Vermessungstätigkeiten im damals
noch jungen Vermessungsbüro
Bureick.
In den 40 Berufsjahren hat er
unzähligen Bauherren und Eigentümern
in Vermessungsangelegenheiten
geholfen. Er ist in allen
vermessungstechnischen Fragen
ein kompetenter Ansprechpartner.
Senior-Chef Ludger Bureick
und Junior-Chef Johannes Bureick
bedanken sich bei ihrem Mitarbeiter
für die vertrauensvolle und zuverlässige
Zusammenarbeit und
gratulieren Jürgen Herrmann sehr
herzlich zu seinem Dienstjubiläum.
1 Jürgen Herrmann Foto: Johannes Bureick
56
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Das Stadtgespräch
Expertentipp: Neubau
in Wiedenbrück –
warum sich ein zweiter
Blick lohnt
Wer aktuell durch
Wiedenbrück fährt,
sieht es an vielen
Stellen: Neue Baugebiete sind
erschlossen, erste Häuser stehen
– und doch geht es oft langsamer
voran als noch vor einigen Jahren.
Auch im Bereich Varenseller
Straße / Kernekampstraße zeigt
sich dieses Bild. Dabei sind die
Rahmenbedingungen eigentlich
attraktiv: Die ersten Familien sind
bereits eingezogen, eine neue
Kita entsteht und das Wohngebiet
entwickelt sich Schritt
für Schritt zu einem lebendigen
Quartier.
Warum viele noch zögern
Die Zurückhaltung vieler Bauinteressenten
hat nachvollziehbare
Gründe:
· gestiegene Bau- und Finanzierungskosten
· Unsicherheit bei der langfristigen
Planung
· komplexe Fördermöglichkeiten
Gerade diese Faktoren führen dazu,
dass Entscheidungen länger dauern
– und Projekte sich verzögern.
Chancen erkennen –
gerade jetzt
Für Interessenten aus Wiedenbrück
und Umgebung bietet die aktuelle
Situation aber auch Vorteile:
· Mehr Zeit für gute Entscheidungen
statt Schnellkauf
· Individuelle Planung von Haus
und Grundriss
· Flexible Baukonzepte, vom Rohbau
bis schlüsselfertig
· Teilweise bessere Verfügbarkeit
von Grundstücken
Im Baugebiet rund um die Kernekampstraße
ist genau diese
Flexibilität ein großer Pluspunkt:
Eigenleistungen sind möglich,
Ausbauphasen können angepasst
werden und auch individuelle
Wohnideen lassen sich umsetzen.
KfW-Förderung: Jetzt
besonders attraktiv
Ein entscheidender Vorteil beim
Neubau liegt aktuell in den verbesserten
Fördermöglichkeiten
über die KfW. Gerade für energieeffiziente
Neubauten und Familien
sind die Konditionen derzeit
besonders interessant:
· zinsvergünstigte Darlehen deutlich
unter Marktniveau
· hohe Fördersummen für klimafreundliche
Neubauten
· zusätzliche Unterstützung für
Familien mit Kindern
Das kann die monatliche Belastung
spürbar reduzieren und
macht Neubau in vielen Fällen
wieder besser planbar als gedacht.
Wichtig ist jedoch: Die Förderung
muss frühzeitig in die Finanzierung
eingebunden werden, da
viele Programme an konkrete Voraussetzungen
geknüpft sind.
Unser Tipp aus der Praxis
In Gesprächen zeigt sich immer
wieder: Viele Interessenten
1 Ursula Kreft, Immobilienexpertin der
SKW Haus & Grund Immobilien
schätzen ihre Möglichkeiten zunächst
vorsichtiger ein, als sie
tatsächlich sind. Eine individuelle
Berechnung bringt hier oft überraschende
Perspektiven. Wer sich
aktuell mit dem Gedanken an ein
Eigenheim in Wiedenbrück trägt,
sollte die bestehenden Chancen
daher in Ruhe prüfen – der richtige
Zeitpunkt ist oft früher, als man
denkt. Das Team der SKW Haus
& Grund Immobilien steht Ihnen
dabei mit Erfahrung und Marktkenntnis
zur Seite – sprechen Sie
uns gerne an und lassen Sie sich
unverbindlich zu Ihren Möglichkeiten
in Wiedenbrück beraten.
Attraktive Preise übergeben
Rheda rief zum Frühlingsfest und alle kamen
Beim Frühlingsfest »Rheda
erblüht« verwandelte sich
die Innenstadt einmal
mehr in einen Ort der fröhlichen
Feierlaune. Die Besuchenden konnten
sich bei schönstem Frühlingswetter
über ein umfangreiches
Programm freuen. Die zahlreichen
Buden und Stände und ebenfalls
die geöffneten Geschäfte und Gastronomiebetriebe
waren echte Besuchermagneten.
Ein besonderes
Glück hatten die Teilnehmenden
der Verlosung der Initiative Rheda,
die bei der um 17.00 Uhr ermittelten
zweiten Gewinnchance erfolgreich
waren. Unter der Aufsicht
von Notar Johannes Granas zog
Glücksfee Ronia die vier Glückskarten
aus der großen Lostrommel.
Moderator Thomas Venten und
Geschäftsführerin Simone Hördel
freuten sich, den strahlenden Gewinnenden
zu wertvollen Preisen
gratulieren zu können. Zu ihnen
gehörte Heike Bodenberger. Sie
gewann eine Ballonfahrt mit dem
Garant-Ballon. Eine Ballonfahrt
für zwei Personen erhielt Roland
Westhoff. Über eine exklusive Fahrzeugreinigung
von TTM Meiwes
konnte sich Fabian Fröhle freuen.
Und ein von Caterer Tino Hille gesponserter
Gutschein für einen Besuch
im Spargelzelt Meloh fiel an
Bernhard Stroinski. Kem 1 Die Preisträger der zweiten Gewinnchance trafen sich zum Erinnerungsfoto.
Das Stadtgespräch
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57
Radlertreff
am 1. Mai auf
Hof Meloh
Lions Club Rheda-Ems lädt ein
Foto: Monika Rittershaus
1 Dancenorth Australia – »Wayfinder« Foto: David Kelly
Kultur Räume Gütersloh
Die neue Spielzeit 2026/2027 am Theater Gütersloh
Das Theater Gütersloh präsentiert in
der Spielzeit 2026/2027 ein ebenso
hochkarätiges wie vielseitiges Programm.
Der Spielplan setzt auf Klassiker,
neue Stoffe, internationale Gastspiele und
offene Angebote für Gütersloh und die Region
– generationenübergreifend, nahbar und
vielseitig aufgestellt.
Zu den Highlights zählt die Eigenproduktion
»Hermann (fool on the hill)« von
Fink Kleidheu zum 150. Todestag von Hermannsdenkmal
Erbauer Ernst von Bandel, in
der Regie des Künstlerischen Leiters Christian
Schäfer. Gastspiel-Höhepunkte kommen
vom Burgtheater Wien (»Egal« von Marius
von Mayenburg mit Caroline Peters und Michael
Wächter), dem Schauspielhaus Zürich
(»Ödipus Tyrann« nach Sophokles) oder dem
Berliner Ensemble (Barrie Koskys gefeierter
Kafka-Abend »K.«). Aber auch »Hamlet« vom
Theater Basel, »Blind« mit Manfred Zapat
1 Michael Wächter und Caroline Peters – »Egal«
ka und Juliane Köhler vom Residenztheater
München sowie »Kabale und Liebe – allerdings
mit anderem Text und auch anderer
Melodie« vom Deutschen Schauspielhaus
Hamburg gehören dazu.
Im Musiktheater setzen »Don Chisciotte
della Mancia« zum 100. Geburtstag des in
Gütersloh geborenen Hans Werner Henze,
Puccinis »La Bohème«, das Konzertprojekt
»Dancing Queen« der lautten compagney
Berlin und das Musical »Dear Evan Hansen«
besondere Akzente. Im Tanz sind erstmals
Dancenorth aus Australien zu Gast, das weltbekannte
Nederlands Dans Theater NDT II und
die nicht weniger renommierte São Paulo
Dance Company kehren mit neuen Abenden
an die Dalke zurück.
Für Familien beginnt die Saison am 6.
September 2026 mit dem Kulturspielfest
»Donnerlüttken – Heldinnen und Helden«
bei freiem Eintritt. Es folgen Produktionen wie
»Robin Hood«, »Der Weihnachtsroboter«, »Die
kleine Hexe« und »Momo«. Im Jugendtheater
setzen »Animal Farm«, »White Box« und
»1984« thematische Akzente.
Stückeinführungen, Publikumsgespräche,
Spielclubs, Workshops, Bürgerbühne und
Führungen öffnen das Haus für Mitwirkung
und Austausch. Musikalisch komplettieren
das Neujahrskonzert 2027, vier Konzerte der
Nordwestdeutschen Philharmonie sowie
die Reihen »Panoramamusik«, »Fokus Lied«,
»Klangkosmos Weltmusik«, »Jazz in Gütersloh«
und »Swing’in Sky« das Programm.
Start des Abo-Verkaufs ist am Samstag,
30. Mai 2026, Einzelkarten für die gesamte
Spielzeit sind ab Samstag, 27. Juni 2026, erhältlich.
Weitere Infos unter theater-gt.de.
Auch in diesem Jahr lädt der Lions Club
Rheda-Ems am 1. Mai wieder ein zum
beliebten Radlertreff auf den Hof Meloh,
Nordrheda 1. Die Veranstaltung hat sich
längst zu einem festen Ziel für Radfahrerinnen
und Radfahrer aus der gesamten Region entwickelt
– von Gütersloh über Herzebrock-Clarholz
bis nach Langenberg und Marienfeld.
Auf dem weitläufigen Hofgelände erwartet
die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot.
Das bekannte Spargelzelt dient als wettergeschützter
Treffpunkt, während draußen
zahlreiche Sitzmöglichkeiten zum Verweilen
einladen. Für das leibliche Wohl ist bestens
gesorgt: Neben frisch gezapftem Hohenfelder
Bier und verschiedenen Softgetränken gibt es
Bratwurst, Pommes sowie italienische Panini.
Wein und Prosecco liefert der Wiedenbrücker
Lieblingsweinladen. Ein großes Kuchenbuffet
mit Kaffee rundet das kulinarische Angebot ab.
Für Unterhaltung sorgt DJ Hannes, der den
Tag musikalisch begleitet. Kinder können sich
auf ein buntes Spieleprogramm freuen. Zudem
lockt eine Tombola mit attraktiven Preisen –
darunter ein E-Bike, gestiftet von 2rad Butschko.
Der Hofladen des Hofs Meloh ist ebenfalls
geöffnet und bietet regionale Produkte und
Spezialitäten an.
Der Radlertreff findet von 11 bis 18 Uhr
statt. Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten
der sozialen Projekte des Lions Clubs sind willkommen.
Weitere Informationen gibt es unter
rheda-ems.lions.de.
»Mit den Löwen feiern – und damit Gutes
tun und gewinnen« – unter diesem Motto freut
sich der Lions Club auf viele Besucher.
1Sehr beliebt ist der Radlertreff auf dem Hof Meloh.
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Das Stadtgespräch
Finanzielle
Sicherheit,
wenn es darauf
ankommt
Hinter dieser vielleicht etwas sperrigen
Überschrift verbirgt sich ein großes
und wichtiges Thema – eines, das alle
betrifft, die auf ihr Einkommen aus dem Beruf
angewiesen sind. Denn mit unserer täglichen
Arbeit verdienen wir das Geld, mit dem wir unser
Leben finanzieren: Wir bezahlen Rechnungen,
sorgen für unsere Familien und erfüllen uns
Wünsche und Träume.
Doch was passiert, wenn wir unserem Beruf
plötzlich nicht mehr nachgehen können? Wenn
wir aufgrund einer Krankheit oder nach einem
Unfall länger ausfallen und unsere Aufgaben
nicht mehr erfüllen können?
Genau an diesem Punkt beginnt das Thema
Einkommenssicherung. Vielen Menschen
ist nicht bewusst, welche Leistungen sie in einem
solchen Fall tatsächlich aus den gesetzli-
chen Sozialversicherungen erhalten. Zunächst
greift in der Regel die Lohnfortzahlung durch
den Arbeitgeber. Anschließend zahlt die Krankenkasse
Krankengeld. Bei längerer Erkrankung
wird geprüft, ob möglicherweise eine Erwerbsminderung
vorliegt. In diesem Fall kann eine
Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen
Rentenversicherung in Betracht kommen.
Doch wie hoch fallen diese Leistungen tatsächlich
aus? Reichen sie aus, um den bisherigen
Lebensstandard zu halten? Oder entstehen
Versorgungslücken, die im Ernstfall zu finanziellen
Problemen führen können?
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt
einer Beratung zur Einkommenssicherung. Gemeinsam
schauen wir uns die persönliche Situation
genau an – etwa Einkommen, Beruf und
individuelle Lebensumstände. Auf dieser Basis
lässt sich prüfen, ob und wie mögliche Lücken
durch private Vorsorge geschlossen werden
können, zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung
oder ein Krankentagegeld.
Besonders sinnvoll ist eine solche Beratung
bereits in jungen Jahren. Dann sind die Möglichkeiten
oft am größten, um sich frühzeitig und
bezahlbar gegen die finanziellen Folgen eines
längeren Arbeitsausfalls abzusichern.
1Daniel Kottenstede berät zur Einkommenssicherung.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren
Kundinnen und Kunden Lösungen zu finden,
die im Ernstfall für finanzielle Stabilität sorgen.
So kann sichergestellt werden, dass auch bei einem
Verlust der Arbeitskraft wichtige Ausgaben
gedeckt bleiben – und weiterhin Spielraum für
persönliche Wünsche und Ziele besteht.
Haben Sie Interesse an einer persönlichen
Beratung? Sprechen Sie uns gerne an und vereinbaren
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Nähatelier Katy
hat neu eröffnet
Mit der Eröffnung eines eigenen kleinen
Nähateliers im März dieses Jahres,
hat sich Katy Vaillant Mendoza einen großen
Wunsch erfüllt. Sie konnte ihr jahrzehntelanges
Hobby nunmehr zu ihrem Beruf machen
und bietet in der Kleinen Straße 19 in der Altstadt
von Rheda insbesondere Änderungen und
Reparaturen für Kleidung an. Zudem fertigt sie
Damen- und Babykleidung speziell auf Kundenwunsch.
Sie näht aber auch Vorhänge, Kissen,
Gardinen und Taschen. Dafür hat sie sogar ein eigenes
Label. Unter dem Namen »CuBag« designt
und fertigt sie alltagstaugliche Taschen in vielen
Ausführungen und Stoffen. Alle sind ein Unikat
und bestechen durch raffinierte Details, wie
angehängte Handyhüllen oder kleine Kosmetiktäschchen,
die eingearbeitet sind. »Taschen sind
mein Faible«, erklärt die gebürtige Kubanerin,
die seit 24 Jahren in Deutschland lebt.
Ursprünglich hat sie Betriebswirtschaft
gelernt. Das kommt ihr heute, wo sie ihre Leidenschaft
fürs Nähen zum Beruf gemacht hat,
auf jeden Fall bei der eigenen Buchführung zu
Gute. Das Nähtalent hat sie von ihrer Mutter,
die ihr schon früh als Schneiderin das Handwerk
beigebracht hat. Zunächst hat Katy Vaillant nur
für sich genäht. Zehn Jahre konnte sie dann in
einer Änderungsschneiderei als Angestellte ihr
Wissen vertiefen, was ihr den Schritt in die Selbständigkeit
erleichterte.
Ihr Mann Marc Struck, ihre beiden erwachsenen
Söhne Amilio und Claudio sowie Claudios
Freundin Julia haben ihr bei der Umsetzung
ihres Nähateliers hilfreich zur Seite gestanden.
Das Ladenlokal in der Kleinen Straße / Ecke Großer
Wall liegt zwar etwas versteckt, doch wer
7 Katy Vaillant öffnet ihr
Atelier dienstags bis
freitags 9.30 bis 13 Uhr
und 14 bis 18 Uhr sowie
samstags 9.30 bis 14 Uhr.
naehatelier.katy@web.de
Tel. 05242 / 5703994
Mobil 0177 / 7317791
das kleine Atelier erst einmal entdeckt hat, ist
hin und weg von dem Angebot. Neben den Taschen
fertigt sie auch personalisierte Geschenke
für Babys und Kinder an. Dazu gehören Kissen
und Taschen mit aufgenähten Namen sowie
neuerdings auch liebevoll genähte Kuscheltiere
und Stoffspielzeug für Babys. Dabei berücksichtigt
die sympathische Geschäftsfrau die
Kundenwünsche und steht beratend zur Seite.
Im Rahmen der Eröffnung freuten sich die
Kund/innen über selbstgebastelte Motivationskarten.
Diese sollen nun auch bei einem
Kauf als Dankeschön verschenkt werden. wl
Das Stadtgespräch
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61
Termine
1
Christoph Kasper: »Eisen bewegt«
2
»Die Zukunft der Literatur« (Plakat-Ausschnitt)
Bitte beachten Sie weitere Termine
aus unserer April-Ausgabe.
April
MI 22
8.00 Fantastisch-Poetische Welten
Phantasievolle, farbenfrohe Bilder und
Skulpturen stellt Siegfried Lehmann
bis 30. April im Foyer und auf der Galerie
im Rathaus aus. Seine Arbeiten
wurden bereits auf internationalen
Kunstmessen, in Museen und Galerien
von Peking über Florenz bis Las Vegas
präsentiert. Öffnungszeiten: Mo–Mi
8–12 Uhr & 14–17 Uhr, Do 8–12 Uhr &
14–18 Uhr, Fr 8–12 Uhr.
8.00–17.30 »Eisen bewegt«
Ein Gestalter, ein Künstler, ein Meister
des Schmiedehandwerks: Das ist
Christoph Kasper. Aus alten Metallstücken
entsteht ein bewegtes Chaos.
Gebogene Stäbe fügen sich zu fragilen
Figuren. Kugeln, Kreise und Spiralen
schwingen in den Raum. Bewegung
wird zum zentralen Gestaltungselement.
Material, Perspektive, Licht
und Schatten treten in ein lebendiges
Spiel. Ausstellung bis zum 14. Mai im
Foyer des Kreishauses Gütersloh, Herzebrocker
Straße 140. Zeiten: Mo – Do
7.30 – 17.30 Uhr, Fr 7.30 – 12.30 Uhr.
1
2
+++ Sa 2.5. 14.00 SCW vs SSVg Velbert Regionalliga-Fußball im Jahnstadion. +++
Foto: Künstler
Gestaltung: Frederike Peters
14.00 »Die Zukunft der Literatur«
Wird Künstliche Intelligenz die Schreibenden
arbeitslos machen oder zu
neuer Kreativität anregen? Brechen nur
alte Leserschichten weg oder wachsen
auch neue nach? Ist »Young Adult«
mehr als ein Hype? Können unabhängige
Verlage weiter überleben? Wie
kann ein Museum Literatur zeitgemäß
ausstellen? Ausstellung zum 25. Geburtstag
des Museums für Westfälische
Literatur der LWL-Literaturkommission
für Westfalen und des Kulturguts
Haus Nottbeck bis zum 2. August.
Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa,
So & Feiertag: 11–18 Uhr Sie bestimmen
Ihren Eintrittspreis selbst. Infos: www.
kulturgut-nottbeck.de
15.00–18.00 Die Mütter des
Grundgesetzes
Auf 17 Plakaten werden Lebensbilder
von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert,
Helene Weber und Helene Wessel gezeigt
– den vier weiblichen Mitgliedern
des Parlamentarischen Rates, gezeigt.
Sie erkämpften die Verankerung der
Gleichberechtigung von Männern und
Frauen im Grundgesetz. Sonderausstellung
im Wiedenbrücker Schule Museum
bis 2. August. Öffnungszeiten
(außer an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr,
Do, Sa & So 15–17 Uhr. Eintritt: Erw.
5 € / Kinder, Schüler, Studenten, Menschen
mit Behinderung 2,50 € / Familien
(ab 2 Erwachsene, 1–3 Kind[er]) 10 €.
Infos: wiedenbruecker-schule.de
15.00–18.00 Einsatz in Tsingtau – Ostwestf.
Soldaten in der dt. Kolonie
1897 hatte das Deutsche Kaiserreich
mit einem durch militärische Drohkulissen
forcierten Pachtvertrag das
»Deutsche Schutzgebiet Kiaotschou«
erworben. Dessen Hauptstadt hieß im
Deutschen »Tsingtau«. Nach Ausbruch
des Ersten Weltkriegs 1914 wurde der
kleine dt. Außenposten bereits nach
wenigen Monaten von Japanern und
Briten erobert, was für die dort stationieren
Deutschen Truppen den Beginn
einer mehrjährigen Kriegsgefangenschaft
in Japan bedeutete. Sonderausstellung
im Wiedenbrücker Schule
Museum bis 2. August, entstanden als
Kooperationsausstellung des Stadtmuseums
Gütersloh, der Stadtarchive
Gütersloh und Harsewinkel und des
Kreisarchivs Warendorf. Zeiten (außer
an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr, Do, Sa &
So 15–17 Uhr. Eintritt: Erw. 5 € / Kinder,
Schüler, Studenten, Menschen mit
Behinderung 2,50 € / Familien (ab 2
Erwachsene, 1–3 Kind[er]) 10 €. Infos:
wiedenbruecker-schule.de
DO 23
15.00–17.00 Melanie Körkemeier:
Indigo
Ausstellung mit Aquarellen im Bleichhäuschen
bis zum 24. Mai. Eintritt:
frei. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 15 – 17
Uhr, So und feiertags 14 – 17 Uhr. Infos:
bleichhaeuschen.de
FR 24
14.00 500 Jahre Stukenbrock
U. a. 3 Tage Kirmes, ab 19 Uhr Festzelt
(Eintritt), Sa 25. April 14 Uhr großer
Festumzug, So 26. April 11–18 Uhr
Stadtfest für die gesamte Familie mit
Bühnenprogramm und 40 Ständen.
Eintritt: frei. Ort: Rewe-Parkplatz Stukenbrock.
Infos: www. stadt-shs.de
SA 25
14.00–18.00 150 Jahre Telefon
Sonderausstellung im Radio- und Telefonmuseum
im Verstärkeramt, Eusterbrockstr.
44. Öffnungszeiten: Sa &
So 14–18 Uhr. Gruppenführungen nach
telef. Anmeldung, Tel. 05242/4129911.
Infos: verstaerkeramt.eu
14.00 Führungen im Schloss Rheda
Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle
u. historische Räume im Barocktrakt.
Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.
Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |
Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche
Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail
ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere
Termine: 3., 10., 17. und 24. Mai. Infos:
schloss-rheda.de
DI 28
19.00 Musikalisches Abendlob
Mit dem Kirchenchor (Ltg., Piano: Harald
Gokus) in St. Clemens. Eintritt:
frei – Spende am Ausgang erbeten.
DO 30
12.00–22.00 Cheatday
Streetfood-Festival an der Mittelhegge,
organisiert von Flora Westfalica und
dem Eventwerk Lippstadt. Auch Fr 1. &
Sa 2. Mai 12–22 Uhr sowie So 3. Mai 12–
19 Uhr. Eintritt: frei.
15.00–18.00 Superhelden-Tag
Grundschulkinder können ihre Kräfte
beim Heldentraining testen, spannende
Missionen meistern und zwischendurch
Energie mit einem geheimen
Heldentrank tanken. Also: »Zieh dein
Kostüm an, zeig deine Superkräfte und
freu dich auf jede Menge Spaß!«. Ort:
Homebase im Jugendhaus St. Aegidius.
Ohne Kosten. Anmeldung erforderlich
unter Tel. 05242/9037-13 oder hi@
homebase-wd.de. Bringen der Kinder
15–15.30 Uhr, Abholung 17.45–18 Uhr.
3
ab 18.00 Tanz in den Mai bei Pius
Anschl. Mai-Party. Geboten werden:
DJ, Essen und Trinken, Hüpfburg
und XXXL-Bausteine. Ausrichter:
St.-Sebastian-Bürgerschützen.
ab 18.00 Tanz in den Mai
Das beliebte Event der Rhedaer Altstädter
am Hermann’s Eck mit Getränken
und Grillsachen für einen fairen
Preis. Beilagen und Co. bringt jeder
selbst mit. Für Musik und gute Stimmung
ist gesorgt.
18.00–22.00 Maibaum-Aufstellen
Ecke Kleestraße / Stromberger Str.,
vorbereitet und durchgeführt von den
Fußballern von RW-St. Vit.
Mai
FR 1
8.00 Eröffnung Freibad Rheda
Beginn mit Frühschwimmer- Frühstück.
Zeiten: Mo–Fr 6–20 Uhr, Sa 6–19 Uhr, So
/ Feiertag 8–19 Uhr. Einlass bis 30 Min.
vor Schließung. Saison: bis 31. August.
ab 11.00 Radlertreff am Hermann’s Eck
Die Bürgerinitiative Altstadt Rheda e. V.
lädt zum ersten Radlertreff ein (Ecke
Großer Wall / Kleine Straße). Getränke
und Gegrilltes werden angeboten.
ab 11.00 Radlertreff der Grünen Funken
Der WCV Grüne Funken e. V. lädt zur
Ecke Moorweg/Sudheide. Für das leibliche
Wohl ist mit Kaltgetränken, Bratwurst,
Pommes, frischen Waffeln und
Kaffee gesorgt. Auf die kleinen Gäste
wartet u. a. eine große Hüpfburg.
ab 11.00 Pflaumenblütenfest
Ort: Pflaumenhof Stemich, Nottbeck 4.
ab 11.00 Wander- und Radler-Treff am
Stromberger Freibad im Gaßbachtal
Ab 11 Uhr: Flohmarkt von Kindern für
Kinder | 11.30–13.30 Uhr: Frühschoppen
mit dem Blasorchester Stromberg |
12.30–13.00 Uhr: Burgbühne Stromberg
– Auszüge aus »Nils Holgersson« |
ab 13.30 Uhr: Country & Pop von Frank
Handschuhmacher und der Stromberger
Band »Not 2 Old«. Außerdem:
Seifenkistenfahrten, Hüpfburg, Minigolf,
Imbiss- und Getränkestände,
Waffelstand des Johanneum Wadersloh,
Vipadas Bistro. Freibad geöffnet
mit 28 °C Wassertemperatur. Infos:
freibad- gassbachtal-stromberg.de
ab 11.00 Maikundgebung
und Familienfest
Mit Jana Ramme (Vorsitzende DGB-
Kreisverband), Matthias Trepper (Bürgermeister
GT), Clea Stille (Regionsgeschäftsführerin
DGB OWL), Musik der
Band »White Coffee« sowie Infoständen
der Gütersloher Gewerkschaften,
demokratischen Parteien u. Verbände.
Ort: Am Dreiecksplatz Gütersloh.
11.00–17.00 Radlertreff bei Pius
Ob Groß, ob Klein – Ausflügler sind
herzlich willkommen. Angeboten werden:
XXXL-Bausteine, Hüpfburg, Speis
und Trank, Kaffee und Waffeln. Ausrichter
ist der St. Sebastian Bürgerschützenverein
Wiedenbrück. Der Erlös
ist für die Vereinsarbeit bestimmt.
11.00–17.00 RadlerTreff am Küsterhaus
Für das leibliche Wohl ist mit Champignons
und kleinen Kartöffelchen
aus der Riesenpfanne, Küsters Kräu-
4
62 Das Stadtgespräch
+++ Mi 6.5. 19.00 Kein Land für Niemand Film über die europäische Abschottungspolitik. Ort: Kloster. Ticket: 5 €. Infos: kloster-wiedenbrueck.de +++
terwurst vom Grill, selbstgebackenen
Streuselkuchen frisch aus dem Ofen
mit einer guten Tasse Kaffee, frisch
gezapftem Pils, andere Getränken sowie
Wein wieder bestes gesorgt. Für
gute Stimmung sorgen erneut die Pot
O’Stovies mit Irischer Live-Musik.
11.00–18.00 Radlertreff des Lions
Clubs auf dem Hof Meloh
Ob im Spargelzelt oder unter freiem
Himmel: Die Mitglieder der Lions sorgen
mit Softgetränken, Bier, Wein und
Prosecco, Panini, Bratwurst und Pommes
sowie Kaffee und Kuchen wieder
für das leibliche Wohl. DJ Hannes wird
den Tag musikalisch begleiten. Bei der
großen Tombola locken attraktive Gewinne.
Der Hofladen hat geöffnet. Eintritt:
frei – um Spenden für soziale Projekte
des Lions Clubs wird gebeten.
11.00–18.00 1. Mai auf Nottbeck
Aktions- und Familientag auf dem Kulturgut
Haus Nottbeck mit spannenden
Spielen, aufregenden Geschichten und
tollen Mitmach-Aktionen für Groß und
Klein. Zu den Höhepunkten gehört das
Kinder-Mitmachtheater der Burgbühne
Stromberg. Das Kulturcafé sorgt für Erfrischungen
und Snacks. Eintritt: frei.
14.00–23.00 Wapelbeats Open Air
Live dabei: Chris Luno & Gheist, Simon
Drosten, Winterkind, Luisa Keuer u.
Baer. Ort: Wapelbad. Tickets je 12,50 €
zzgl. Gebühr: wapelbad.de/tickets
SA 2
11.00 Eine Kleine Marktmusik
Gestaltet von den Frauen vom 2023
gegründeten Chor des Ukrainischen
Kultur-Forums Gütersloh e. V. (Ltg. Oksana
Rakosy) in der Stadtkirche. Mit
ihren Liedern möchten die Sängerinnen
ein Zeichen der Hoffnung setzen
und die lebendige ukrainische Kultur
hörbar machen. Eintritt: frei – Spende
am Ausgang erbeten.
19.00 Klavier-Benefiz-Konzert
mit Amelie Bremke
Die 17-jährige, talentierte Pianistin
und mehrfache Preisträgerin beim
»Jugend musikpreis« und »Jugend Musiziert«
der Klavierschule von Ansgar
Brockamp spielt Werke von Frederic
Chopin, »Fluch der Karibik« von Hans
Zimmer, »Viva la vida« von Coldplay,
»Heal the world« von Michael Jackson
sowie Stücke von Einaudi, Abba u. a. in
der Kreuzkirche. Eintritt: frei – Spende
für die Kirchengemeinde erbeten.
SO 3
5.00 WanderZeit
Wanderung vom Küsterhaus St. Vit
zum Paderborner Dom (45 km). Einund
Ausstieg auf der Strecke ist jederzeit
möglich. Zurück nach Wiedenbrück
geht es mit dem öffentlichen
Schnellbus. Jeder versorgt sich eigenständig.
Jeder ist für seine Sicherheit
selbst verantwortlich. Anmeldung
unter Tel. 0171/7535657 oder per eMail:
deele@dorfaktiv.de
10.00–15.00 Trödeln im Freibad Rheda
Trödelmarkt auf der Liegewiese. Eingang
über die alte Gärtnerei. Aufbau
ab 8 Uhr – Verkauf ab 10 Uhr.
11.00–12.30 Stadtführung Wiedenbrück
Start: Adenauerplatz. Ohne Anmeldung.
Kosten: 5 €.
5
14.00–17.00 SommerBlühen
Der Klostergarten lädt mit seiner zauberhaften
Atmosphäre zum Verweilen
ein. Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–17 Uhr,
Sa 10–13 Uhr, So 14–17 Uhr.
15.00–18.00 Tanztee
Live-Musik, Kaffee und Kuchen in der
Stadthalle. Eintritt: 5 €.
MO 4
20.00 Goldsleep
Nach einem intensiven Jahr voller
Songwriting, Studioarbeit und kreativer
Erneuerung präsentiert die
Band ein komplett überarbeitetes Set.
Fans dürfen sich im KGB in Langenberg
auf monumentale, dunkle Riffs,
beeindruckend kraftvolle Vocals und
energiegeladene Live-Momente freuen.
Support: The Vulcan Itch – ein dynamisches
Trio aus Athen, das eine
kraftvolle Mischung aus Groove Rock,
Noise Rock, Stoner und Grunge auf die
Bühne bringt. Infos und Tickets je 20 €
/ erm. 10 € (zzgl. Gebühren) u. a. unter
kgb-langenberg.de, im Soundstore
Wiedenbrück, Wasserstr. 26 (Mi & Do
15.30–18.30 Uhr, Fr 14–18.30 Uhr und Sa
10–16 Uhr).
DI 5
10.00–12.00 »Kleiner runder Tisch«
Mitglieder des Seniorenbeirats sind für
Seniorinnen und Senioren in der Gastronomie
des Edeka-Schenke-Markts,
hören zu, beantworten Fragen zur
Stadtentwicklung, nehmen Anregungen
auf und geben praktische Tipps.
Ohne Anmeldung, ohne Verzehrpflicht.
19.30 – 21.30 Basics im Arbeitsrecht
Was Arbeitnehmer und Arbeitgeber
wirklich wissen müssen, drüber berichtet
der Fachanwalt für Arbeitsrecht
Alexander Gromann im Haus
der Kreativität. Gebühr: VVK 10 € / AK
12 €. Anmeldung bis 1. Mai, 12 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
MI 6
19.00–20.30 Burgenforschung
in Westfalen
Die Altertumskommission für Westfalen
beschäftigt sich seit ihrer Gründung
mit der Erforschung früher Burgen
in Westfalen. Nun, fast 130 Jahre
später, rücken diese erneut ins Licht
der Forschung. Sind die altbekannten
Anlagen wirklich so alt, wie wir vermuten?
Wie sah die Burgenlandschaft
in Westfalen aus, als Karl der Große
während der Sachsenkriege in die Region
kam? Diese und weitere Fragen
will Florian Jüngerich im Domhof anhand
ausgewählter Anlagen beantworten.
Auch neue Erkenntnisse über
Anlagen im näheren Umfeld von Rheda-Wiedenbrück
werden vorgestellt,
beispielsweise über den Tönsberg in
Oerlinghausen. Gebühr: VVK 10 € / AK
12 €. Anmeldung bis 4. Mai, 16 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
20.00 – 21.30 Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht
und Patientenverfügung
Vortrag von Dorothee Maiwald, Fachanwältin
für Erb- und Familienrecht im
Haus der Kreativität. Gebühr: VVK 10 € /
AK 12 €. Anmeldung bis 4. Mai, 16 Uhr
unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900
oder briefkasten@vhs-re.de
3
Termine
4 Tage Cheatday – das Streetfood-Festival an der Mittelhegge Foto: Veranstalter
4
Radlertreff am Küsterhaus
DO 7
15.00–18.00 Wir kochen Bolognese
»Heute wirst du zum Küchenprofi! Gemeinsam
schnippeln, rühren und kochen
wir eine leckere Bolognese und
machen einen bunten Obstsalat. Zum
Schluss essen wir alles zusammen – lecker,
lustig und selbst gemacht!« Ort:
Homebase im Jugendhaus St. Aegidius.
Ohne Kosten. Anmeldung erforderlich
unter Tel. 05242/9037-13 oder hi@
homebase-wd.de. Bringen der Kinder
15–15.30 Uhr, Abholung 17.45–18 Uhr.
19.00 Gelesen! – Was Bücher
mit uns machen
Bei »Gelesen!« sprechen Persönlichkeiten
unserer Stadt mit Martina Güth
über ein Buch, das sie bewegt, geprägt
oder begleitet hat. Warum gerade dieses
Buch? Was hat es ausgelöst? Und
was machen Bücher eigentlich mit
uns? Ein Abend über das Lesen, das Leben
und die Geschichten dazwischen.
Den Auftakt dieser neuen Veranstaltungsreihe
macht Theo Mettenborg,
Bürgermeister der Stadt. Ort: Buchhandlung
Güth. Eintritt: 15 €. VVK
in der Buchhandlung. Der Erlös der
Veranstaltung geht an eine Einrichtung
oder einen Verein dieser Stadt.
Das wird am Veranstaltungsabend
bekanntgegeben.
FR 8
15.30–17.30 FamilienSpieleTreff
Karten-, Brett- und Strategiespiele für
Kinder aller Altersklassen – mit oder
ohne Lieblingserwachsene(n) im Kloster.
Eintritt: frei. Ohne Reservierung.
18.00 SpieleTreff im Kloster
Brett-, Kartenspiele und Darts: Beim
SpieleTreff im Kloster sind Einsteiger
ebenso willkommen wie Profis. Eigene
Spiele können gern mitgebracht werden.
Eintritt: frei. Ohne Reservierung.
19.30 Holger Blüder und
»La Réjouissance«
Musikliebhaber können den Konzertpianisten
Holger Blüder nun gemeinsam
mit dem Streichquartett »La Réjouissance«
auf der Nottbecker Bühne erleben.
Das Ensemble mit Gregor van den
Boom und Sotiros Zisopoulos (Violine),
Pia Krussig (Viola) und Armin Lohbeck
(Violoncello) widmet sich der Musik des
17. bis 19. Jh. Ihr abwechslungsreiches
Programm bringt die als »Volkstänze
im Kammerstil« bezeichneten Miniaturen
von Chvála, Haydns Klavierkonzert
in D-Dur sowie das Klavierquintett in
A-Dur von Dvor˘ák in einzigartiger Weise
zusammen. Tickets im VVK je 19 € / 16 €
(zzgl. Gebühren) unter kulturgutnottbeck.reservix.de.
AK: 22 € / 19 €. Infos:
www.kulturgut-nottbeck.de
20.00 Markus K.
Mit Gitarre, Stimme, E-Schlagzeug
und einer Looping-Station erzeugt
er den Sound einer ganzen Band. Neben
eigenen Kompostionen kommen
auch Klassiker in seiner eigenen
Art zu Gehör. Mehr Blues geht
nicht. Seine Videos gehen viral im
Netz. Konzert im Garten von Fam.
Zelmer, Auf der Horst 4, St. Vit. Eintritt:
16 €. VVK unter info@vitart.de
sowie in der Buchhandlung Lesart,
Neuer Wall 1. Video: youtube.com/
watch?v=QikKRwUHGHo
Das Stadtgespräch
63
Termine
+++ Sa 16.5. 14.00 SCW vs Borussia Dortmund II Regionalliga-Fußball im Jahnstadion. +++
15.00 Nils Holgersson
Zur Strafe für seine bösen Streiche
wird Nils Holgersson von zwei
Wichteln auf Däumlingsgröße geschrumpft.
Er reist mit den Wildgänsen
quer durch Schweden. Mit dem
zahmen Hausgänsen Martin und Tuva
an seiner Seite, verjagt er den Fuchs
Smirre, hilft einer Eichhörnchenfamilie,
trifft Elche, Möwen, Bären und beweist
in vielen weiteren Abenteuern,
dass er ein besserer Mensch geworden
ist. Doch werden die beiden Wichtel
ein Einsehen haben? Aufführungen
der Burgbühne Stromberg (empf. ab 5
J.) nach dem Buch von Selma Lagerlöf
und der Bühnenfassung von Jana Lissovskaia
und Carmen Walter. Regie:
Hendrik Becker und Kevin Wahlbrinck.
Termine (jew. 15 Uhr): So 10., Do 14., So
17., Mo 25. und So 31. Mai, Do 4., So 7.
und So 14. Juni. Abendvorstellung (20
Uhr): So 16. Juli. Nachmittagsvorstellung
(jew. 15 Uhr): So 23. und So 30. August,
So 6. September. Tickets im VVK
für Kinder, Stud., erm. je 6 € | Erw. 8 €.
Buchung bei der Burgbühne, Burgstr.
5, Stromberg, Di 17–19 Uhr unter Tel.
02529 / 948484 sowie unter buchung.
burgbuehne.de. Infos: burgbuehne.de
19.15 – 21.30 LittMitt: Faust-Bearbeitungen
des 19. Jahrhunderts ...
... in Lyrik, Drama, Oper und Prosa:
Unter den vielen Bearbeitungen und
Adaptionen ist die Große romantische
Oper in drei Akten von Louis
Spohr »Faust« hervorzuheben. Dr.
Rüdiger Krüger referiert dazu in der
Kinderbibliothek der Stadtbibliothek
Wiedenbrück. Gebühr (auch online):
10 €. Anmeldung unter vhs-re.de,
Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.
matuszak@vhs-re.de
5
Chor des Ukrainischen Kulturforums Gütersloh e. V.
6
MFG 2017
SA 9
11.00–11.30 Eine Kleine Marktmusik
In der Stadtkirche musizieren der MfG
2017 Männer- und Frauengesangverein
(Ltg. Edwin Pröm). Sängerinnen und
Sänger im Alter von ca. 30 bis über 80
J. teilen ihre Freude an der Musik und
bringen ihre Stimmen zu einem harmonischen
Ganzen zusammen. Das
abwechslungsreiche Repertoire reicht
von modernen Popsongs und Musicalmelodien
über deutsch- und englischsprachige
Stücke bis hin zu vertrauten
Volksliedern. Eintritt: frei – am Ausgang
Spende zur Unterstützung der
Kirchenmusik erbeten.
11.00–16.00 Tag der
Städtebauförderung
Die Kloster Wiedenbrück eG stellt die
Umbaumaßnahme, in deren Kern es
um den Ausbau des Daches zu Multifunktionsräumen
geht, vor und bietet
stündliche Führungen durch das Haus
bis hinauf ins Dach an. Eine Initiative
des Bundesministeriums für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen, der
Länder, des Deutschen Städtetages und
des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
Eintritt: frei. Ohne Anmeldung.
11.30 Orgelmusik vor dem Angelus
Mit Jan Maasmann (Köln) in St. Aegidius.
Eintritt: frei.
13.00 Segeln ausprobieren
Schnupperkurs der Surf-und Segelgilde
Rheda-Wiedenbrück e. V. für Kinder &
Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren
auf dem Linteler See. Infos und Anmeldung:
www.ssg79.de
6
Foto: Tobias Wellderdiek
14.00–17.00 RepairCafé
Eigene Gegenstände mitbringen und
unter Anleitung reparieren. Preis:
Spende nach eigenem Ermessen. Ort:
Osterrath-Realschule, Burgweg 19.
SO 10
12.00–14.00 Märchenwerkstatt
Warum wird eigentlich immer die
Prinzessin gerettet? Und warum sind
Stiefmütter und Hexen immer böse?
Warum ist der Prinz am Ende immer
der Held? Im Workshop für Kinder zwischen
8 und 12 Jahren geht es nach
Betrachtung der Märchen der Gebrüder
Grimm um die Frage: Wie kann
ein modernes Märchen aussehen? Auf
dem Kulturgut Haus Nottbeck werden
so moderne Märchentexte entwickelt,
in denen alles erlaubt ist und die Märchenfiguren
mal andere Seiten von
sich zeigen können. Anmeldungen unter:
museum@kulturgut-nottbeck.de
7
19.30 Rigoletto
Am Hof des jungen Herzogs von Mantua
geht’s alle Tage – und Nächte –
hoch her. Immer mittendrin im Geschehen
der Herzog selbst, ein großer
Frauenheld, und sein Hofnarr Rigoletto,
der das Treiben zugleich anfeuert und
bissig kommentiert. In eins der Feste
platzt Monterone. Er verflucht den
Herzog, der seine Tochter verführt hat,
und dessen Helfershelfer Rigoletto. Das
erschüttert den Hofnarren – auch er
ist Vater, doch seine geliebte Tochter
Gilda hält er vor aller Welt versteckt.
Nur für den sonntäglichen Kirchgang
darf sie das Haus verlassen. Doch just
in der Kirche lernt Gilda einen armen
Studenten kennen, der kein an derer
als der verkleidete Herzog ist. Das Verhängnis
nimmt seinen Lauf ... Oper von
Giuseppe Verdi, Libretto von Francesco
Maria Piave nach dem Schauspiel »Le
Roi s’amuse« von Victor Hugo, aufgeführt
vom Theater für Niedersachsen in
ital. Sprache mit deutschen Übertiteln
im Theater Gütersloh. Einführung: 18.45
Uhr. Tickets ab 25 € / erm. 12,50 € (ggf.
zzgl. Versand) unter theater-gt.de
DI 12
17.15 Abend-KulTour
Radtour vom Küsterhaus in St. Vit
über Umwege zum alten Burgmannshof
»Haus Aussel«. Dort erwartet die
Teilnehmenden eine sachkundige Führung
durch das altehrwürdige Gebäude.
Anmeldung erforderlich bei Ludger
Vollenkemper, Tel. 0160/1560566. Veranstalter:
Dorf aktiv e. V.
19.00–20.00 Kulturbrunnen
Ein bisschen Kleinkunst gefällig? Am
Kulturbrunnen im Lesegarten der
Stadtbibliothek Wiedenbrück lädt die
VHS Reckenberg-Ems zusammen mit
der Stadtbücherei alle Kunst- und Kulturfreunde
ein. Das Programm wird
eine Überraschung sein, die es in sich
hat. Jeder Auftritt wird ein Meisterwerk
für sich. Die Veranstaltung ist
nicht nur eine hervorragende Möglichkeit,
sich zu amüsieren, sondern auch
eine Gelegenheit, lokale Künstlerinnen
und Künstler zu unterstützen und ihre
kreativen Talente zu würdigen. Gebühr:
5 €. Anmeldung bis 8. Mai, 12 Uhr
unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139
oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de
MI 13
19.00 – 20.30 Stadtgeschichte
kompakt: Rheda
Dr. Wilhelm Sprang spricht im Domhof
anschaulich über die Gründung, das
Schloss und die Stadt, den Ausbau, die
Entwicklung der sozialen Lage, die Gewerbezweige
und die Geschichte der
Rhedaer Juden. Gebühr: VVK 10 € / AK
12 €. Anmeldung bis 11. Mai, 16 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
19.30 Hendrik Otremba: »Der Gräber«
Oswalth Kerzenrauch, genannt »der
Gräber«, stirbt nicht. Und so überlebt
er alle, die er je geliebt hat, auch seine
Tochter Luzie, die er bis ins hohe Alter
begleitet. Er durchlebt die Wirren des
dritten Weltkrieges und die endgültige
Zerstörung der Flora und Fauna. In
einer Welt nach der Menschheit entsteht
in den Trümmern eine widersprüchliche
Idylle. Je einsamer er wird,
desto mehr verliert er sich in seinen
schönsten und in seinen furchtbarsten
Erinnerungen. Was bedeutet das Weltende
für jemanden, der verdammt ist,
es zu überdauern? Zwischen herzerschütternden
Erinnerungen an vergangene
Lieben und nervenaufreibenden
Schilderungen des politischen, sozialen
und ökologischen Untergangs,
gelingt dem Schriftsteller, Künstler
und Sänger Hendrik Otremba (geb.
1984) Unerhörtes: Er findet eine Sprache
über eine Zukunft, die wir nicht
einmal denken können, ein Vokabular
für das Post-Anthropozän. Zu der
mal dystopischen, mal lichten Stimmung
des Romans steuert der Musiker
Pogo McCartney den passenden
Soundtrack bei. Die Band »Messer«,
in der die beiden seit 2010 gemeinsam
Musik machen, residiert in den
Tagen nach der Lesung auf dem Kulturgut
Haus Nottbeck, um an neuer
Musik zu schreiben. Lesungs-Tickets
im VVK je 14 € / 12 € (zzgl. Gebühren)
unter kulturgut- nottbeck.reservix.de.
AK: 16 € / 14 €. Infos: www.kulturgutnottbeck.de
SO 17
13.00 – 17.00 Boule-Schnuppertag
Die Boule-Freunde Rheda laden alle Interessierten
ein, das traditionsreiche
Kugelspiel am Boule-Platz Schlosstraße
/ Ecke Hoppenstraße kennenzulernen.
Erfahrene Spieler/innen vermitteln
Grundlagen, zeigen praktische
Übungen und lassen die Besucher/
innen jeden Alters in lockerer und geselliger
Atmosphäre selbst aktiv werden.
Für das leibliche Wohl ist mit
Bratwürstchen, Kaffee, Limo und Wasser
gesorgt. Fragen beantwortet Peter
Praske unter 0175/8288443.
17.00–18.30 Cantiamo: Open-Air-
Konzert am Küsterhaus
Der Popchor (Ltg. Ulrike Nowak-Heil)
widmet sich seit zwölf Jahren der
christlichen Popularmusik. Die Texte
vermitteln Gefühle, Werte, Glauben
und die vier Männer- und Frauenstimmen
sorgen für eine abwechslungsreiche
Klangfülle. Mitsingen sowie Zuhören
ermöglichen ganz individuelles
Genießen. Die rhythmische Begleitung
durch Keyboard, Gitarre und Flöten
unterstützt das Erleben der Melodien
sowie Liedbotschaften. Eintritt: frei.
Infos: cpc-cantiamo.de
64 Das Stadtgespräch
+++ Di 26.5. 19.00 Musikalisches Abendlob mit dem Kirchenchor (Ltg./Piano: Harald Gokus) in St. Clemens. Eintritt: frei – Spende erwünscht. +++
MO 18
17.00–19.00 Offener Trauer-Treff
Der Tod eines geliebten Menschen
verändert alles. Das Gespräch in einer
geschützten Atmosphäre kann beim
Weg der Trauer helfen. Denn nichts ist
mehr wie vorher. Vieles ist ungewohnt,
neu und schwierig. Ort: Caritas
Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos
bei Thomas Plugge, Cari tasverband für
den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120
oder plugge@ caritas-guetersloh.de..
19.00 – 20.30 Der Mietvertrag
und das Mietverhältnis
Rechtsanwalt Alexander Henz gibt im
Haus der Kreativität wertvolle Informationen
zu Abschluss, Ablauf und Beendigung.
Gebühr: VVK 10 € / AK 12 €.
Anmeldung bis 14. Mai, 16 Uhr untervhs-re.de,
Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
DO 21
19.00–20.30 Was unter unseren
Städten liegt
Über stadtarchäologische Erkenntnisse
zur Armen- und Krankenfürsorge im
Mittelalter referiert die Stadtarchäologin
der Stadt Soest Julia Ricken im
Stadthaus (Luise-Hensel-Saal). Gefördert
durch den Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg
e.V. Gebühr: VVK
10 € / AK 12 €. Anmeldung bis 19. Mai, 16
Uhr unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-
900 oder briefkasten@vhs-re.de
19.30 LeseSnacks: Über Tische u. Bänke
Im Wohnzimmer des Klosters werden
Lieblingsbücher vorgestellt, die aus
dem Alltag ausbrechen. Kleine Ausschnitte
zeigen teils verrückte Szenen
und machen Lust auf mehr. Dazu
gibt’s Häppchen aus der Klosterküche.
Alle Gäste dürfen ihre Eindrücke teilen.
Ticket: 10 €. VVK unter kloster-wiedenbrueck.de.
Bezahlung und Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster
oder an der Abendkasse.
FR 22
19.30 Bingo
Bingo-Meister Ingo B. lässt wieder die
Kugeln rollen. Neben reichlich Spaß
gibt’s tolle Preise zu gewinnen. Regeln
und Abläufe werden erklärt. Für Speisen
und Getränke ist gesorgt. Eintritt:
frei. Ort: Unser Wohnzimmer, Berliner
Str. 12b, Rheda. Infos: die-weberei.de
20.00 WDR 4 sing(t) mit Guildo
Guildo Horn schlüpft in die Rolle des
Chorleiters. Die größten WDR-4-Lieblingshits
aus den 80er Jahren sowie
unvergessene Klassiker stehen im Gesangsbuch
des Meisters und warten
darauf, in der Gütersloher Stadthalle
begleitet von seiner Combo »Die Orthopädischen
Strümpfe« gemeinsam
mit dem Publikum angestimmt zu
werden: von Cat Stevens über Abba,
die Beatles, Queen bis hin zu Frank Sinatra.
Infos und Tickets ab 30,70 € (ggf.
zzgl. Versand) unter stadthalle-gt.de
SA 23
11.00–18.00 1zu12 – Die Messe
Internationale Puppenhaus- und Miniaturenmesse
mit ca. 170 Ausstellern
aus 19 Ländern im A2 Forum. Auch So
24. Mai 10–16 Uhr. Eintritt (nur TK):
Sa 12 €, So 10 €, Wochenende 20 € p. P.,
Kinder bis 12 J. in Begleitung Erwachsener
frei. Infos: www.1zu12.com
11.30 Orgelmusik vor dem Angelus
Mit Kantor Christian Ortkras (Orgel) u.
Prof. Dr. Peter Körner (Posaune/ Bursa,
Türkei) in St. Aegidius. Eintritt: frei.
17.30 Pfingsten – am Vorabend
Kirchenchor Wiedenbrück in St. Pius.
SO 24
10.30 Hochamt zu Pfingsten
Mit den Aegidius-Chören in St. Aegidius
15.30–16.30 Zaubermusik:
Ingas Garten
Vollblutmusiker Heiko Fänger stellt
in selbstkomponierten Kinderiedern
die Tiere in Ingas Garten vor. Wie kann
eine Fledermaus im Dunkeln fliegen
ohne sich den Kopf zu stoßen? Und
wie würde sie überhaupt heißen? In
der bunten Garten-Welt können kleine
und große Musikfreunde nicht nur die
Antworten dazu finden, sondern mit
Flappy und seinen Freunden tanzen,
singen und jede Menge Spaß haben.
Ort: Flora-Westfalica-Park, Mittelhegge.
Eintritt: frei.
MO 25
10.30 Lateinisches Hochamt
Mit der Choralschola in St. Aegidius.
MI 27
19.00–21.00 BücherZeit
Wer mag, bringt 1–2 Bücher mit und
stellt diese im Küsterhaus den anderen
vor – egal ob Krimi oder Sachbuch
– Hauptsache, das Buch ist eine Empfehlung
wert. Ohne Anmeldung.
20.00 – 22.00 Der Mensch ist so alt
wie seine Gefäße
Bereits im späten 19. Jh. beschrieb der
dt. Arzt Rudolf Virchow die Zusammenhänge
zwischen Gesundheit,
Wohlbefinden und Gefäßen. Durch das
rechtzeitige Erkennen von Risikofaktoren
kann die Wahrscheinlichkeit an
den Folgen der Arteriosklerose zu erkranken,
verringert werden. Ist man
bereits erkrankt, kann man Komplikationen
medikamentös gut vorbeugen.
Ist die Arterie bereits verschlossen
oder stark beschädigt, so können
eine Reihe halbinvasiver oder invasiver
Verfahren angewendet werden und
zu einer Verbesserung der Durchblutung
führen. Eine Gefäßverengung
in den Beinen entwickelt sich meist
über mehrere Jahre. Zunehmend wird
die Gehfähigkeit eingeschränkt, es
sind belastungsabhängige Schmerzen
beobachtbar bzw. bei weiterer Entwicklung
kommt es zu anhaltenden
Schmerzen auch bei körperlicher Ruhe.
Ohne Therapie kann es letztendlich
zu einem Absterben der betroffenen
Glied maßen kommen. Welche einfachen
Untersuchungen es gibt und welche
Therapieformen – auch ohne Operation
– zum Erfolg führen, zeigt Dr.
Werner Grebe beim kostenfreien Vortrag
im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).
Eine vorherige Anmeldung über die
Zentrale der VHS ist erforderlich.
FR 29
19.30–21.00 Agatha Christie –
The Queen of Crime
Vor 50 Jahren verließ uns eine der
größten Schriftstellerinnen der Weltliteratur.
Sie war eine britische Autorin,
die mit Humor, wachem Verstand
und kriminalistischem Spürsinn ihre
8
Erzählungen verfasste, wobei sie ihrem
moralischen Anspruch, sich gegen
das Böse und für die Unschuldigen
einzusetzen, immer treu blieb. Damit
wurden ihre Werke Vorbilder für die
sogenannte Klassische Kriminalliteratur.
Um Spannung zu erzeugen und
bis zum Schluss zu erhalten, legte sie
gerne falsche Fährten. Agatha Christie
erfand zwei außergewöhnlich fähige
»Spürnasen«: den belgischen Meisterdetektiv
Hercules Poirot und die
äußerst pfiffige Miss Marple. Bei der
szenischen Lesung in der Bibliothek
Wiedenbrück, mit Sarah Damhorst als
Miss Marple und Florian Germán als
Hercules Poirot können Sie beide kennenlernen.
Regine Richert führt durch
die Lesung. Eine Kooperation mit der
VHS Reckenberg-Ems. Tickets im VVK
je 10 € / erm. 5 € | AK je 12 € / erm. 6 €.
Anmeldung bis 27. Mai, 16 Uhr, unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder
aleksandra. matuszak@vhs-re.de
SA 30
11.00–23.30 Internationales Kulturfest
»Gemeinsam feiern, essen, tanzen«
auf dem Rathausplatz. Eintritt: frei.
Auch So 31. Mai, 10 – 19 Uhr. Weitere Infos
in unserer kommenden Ausgabe.
14.00 WOW – Die Erde! Ein Wunder
Christine Ruis zaubert im Kloster (bei
gutem Wetter im Garten) eine ganze
Welt voller großer und kleiner Wunder
aus ihrem Fahrradanhänger. Die
Aufführung (empf. ab 6 J.) gleicht einer
Reise, die vom Universum über die
Milchstraße zu den Planeten zur Erde
führt. Familienticket: 2 Pers. 8 € / 3–5
Termine
7
»Nils Holgerrson« ist das Stück für Klein und Groß bei der Burgbühne Stromberg.
8
Zaubermusik: »Ingas Garten« mit Heiko Fänger
Pers. 15 €. Reservierung unter klosterwiedenbrueck.de,
Bezahlung und Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr
im Kloster oder an der Tageskasse.
15.00–23.59 Elektroacker
Das beschauliche Batenhorst verwandelt
sich erneut in eine vibrierende
Klanglandschaft elektronischer Musik.
Inmitten ländlicher Idylle treffen satte
Beats auf bunte Lichtinstallationen,
während sich der Acker in eine einzigartige
Open-Air-Tanzfläche verwandelt.
Das Festival an der Hubertushalle verspricht
ein noch hochwertigeres Lineup,
Genres wie Techno, House, Drum &
Bass, ein liebevoll gestaltetes Gelände,
Food trucks, Chill out-Zonen und kreative
Deko. Veranstalter: Schützenbruderschaft
St. Hubertus Batenhorst 1848
e. V. Tickets im VVK bis 30. April 15 €, bis
25. Mai 18 €, danach 20 € (jew. zzgl. Gebühr)
unter wirverticken.de/produkt/
elektroacker. Infos: elektroacker.de
20.00 Wohnzimmerkonzert mit
Ausnahmegitarrist Stephan Bormann
Er zählt zu den viels(a)itigsten deutschen
Gitarristen. Mit untersch. Projekten
und in untersch. Formationen
bestreitet er ca. 100 Konzerte im Jahr
und tourt regelmäßig durch verschiedene
Länder Europas. 2017 war
Stephan Bormann erstmals zu seiner
erfolgreichen CD »Over The Years« solo
on Tour. Seit 2023 ist er mit der berührenden
Musik seines neuen Albums
»Spaces« live zu erleben. Wohnzimmerkonzert
bei Familie Karten, Heidbrinkstraße
69, bei gutem Wetter im
Garten. Tickets im VVK je 17 € unter
info@vitart.de
Das Stadtgespräch
65
Künftig werden Biotonnen
regelmäßig kontrolliert
GEG und Stadt Rheda-Wiedenbrück setzen
auf Kooperation
Falsch befüllte Biotonnen sind seit Jahren
ein Problem – mit negativen Folgen für
Umwelt, Kompostqualität und Entsorgungskosten.
Die Stadt Rheda-Wiedenbrück
und die GEG, Gesellschaft zur Entsorgung von
Abfällen Kreis Gütersloh mbH, gehen nun einen
konsequenten Schritt: Künftig werden die Tonnen
regelmäßig kontrolliert. Sind zu viele Störstoffe
enthalten, wird die Tonne nicht abgeholt.
Um die regelmäßigen Kontrollen zu ermöglichen,
setzt die Stadt Rheda-Wiedenbrück auf
die Unterstützung der GEG. Im Auftrag der
beteiligten Städte und Gemeinden im Kreis
Gütersloh hat die GEG einen Kontrolleur eingestellt,
der künftig an den Abfuhrtagen die
heimischen Tonnen der Bürgerinnen und Bürger
auf Störstoffe kontrollieren wird. Los ging es
mit der Biotonnenabfuhr in Kalenderwoche 16.
Seitedem kontrolliert der Mitarbeiter mit einem
entsprechend gekennzeichneten Fahrzeug in
den Abfuhrbezirken die bereitgestellten Biotonnen
auf sogenannte Störstoffe – also Abfälle,
die nicht in die Biotonne gehören.
»Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass
Fehlwürfe wie Kunststoffbeutel, Windeln oder
verpackte Lebensmittel im Kompostwerk in
Gütersloh nur mit hohem technischen und finanziellen
Aufwand wieder aussortiert werden
können. Die höheren Kosten werden dann den
jeweiligen Städten und Gemeinden in Rechnung
gestellt. Diese Fehlwürfe zahlen dann letztlich
alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt«,
erklärt Marc S. Heidfeld, Leiter der Abteilung
Klima, Mobilität und Stadterneuerung bei der
Stadt Rheda-Wiedenbrück. Zudem verschlechterten
die Störstoffe die Qualität des erzeugten
Komposts. »Mit den nun dauerhaft angelegten
Kontrollen soll die Bioabfallqualität langfristig
und nachhaltig verbessert werden«, betont er.
Die Bewertung der Biotonnen erfolgt mit
gelben und roten Karten. Eine gelbe Karte an
der Tonne bedeutet, dass der Kontrolleur Fehlwürfe
festgestellt hat und dass eine bessere
Trennung möglich ist. Dies ist sozusagen eine
Verwarnung, die Tonne wird abgeholt. Wer
eine rote Karte findet, muss bis zum nächsten
Abfuhrtermin nachsortieren. Die Tonne wird
nicht abgefahren, da darin erhebliche Mengen
an Störstoffen gefunden worden sind. Tonnen,
die keine Karte bekommen haben, sind vorbildlich
befüllt.
Heidfeld weist darauf hin, dass die Kontrollen
unmittelbar vor oder während der regulären
Abfuhr stattfinden. Daher könne es am Abfuhrtag
zu zeitlichen Verschiebungen kommen –
sowohl nach vorne als auch nach hinten. Alle
Biotonnen müssten daher spätestens bis 6 Uhr
bereitgestellt sein.
Mit dem stetigen Kontrollsystem wollen
die Stadt Rheda-Wiedenbrück und die GEG
gemeinsam ein klares Zeichen setzen: Saubere
Bioabfälle sind Voraussetzung für hochwertigen
Kompost und eine funktionierende
Kreislaufwirtschaft.
Weitere Infos gibt es unter www. ecowestverbund.de/bio-kampagne
1 Wer seinen Bioabfall nicht korrekt sortiert, bekommt
von ihm eine gelbe oder rote Karte: Heiko Prinz ist
künftig in Rheda-Wiedenbrück unterwegs, um die
Biotonnen auf Störstoffe zu kontrollieren.
Die Biotonne richtig befüllen
Das gehört hinein:
· Küchenabfälle wie Obst (auch Zitrusfrüchte
und Bananen), Gemüse- und
Speisereste
· Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen,
Teebeutel
· Gartenabfälle wie verwelkte Blumen,
Rasen- und Strauchschnitt, Laub und
Wildkräuter
Das gehört nicht hinein:
· »kompostierbare« Abfalltüten
aus Kunststoff
· Plastik- und Müllbeutel
· Einwegwindeln, Hygieneartikel
· Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen
und -asche
· Grill-, Ofen- und Holzasche
· behandeltes Holz, Straßenkehricht
· Leder, Wolle, Haare, Federn, Knochen
· Blumentöpfe, Hydrokultursubstrat
· Katzen- und Kleintierstreu, Vogelsand
»Ostwestfälisch. Eigensinnig.Queer.«
Christopher Street Day
Zum ersten Mal wird es einen Christopher
Street Day im Kreis Gütersloh
geben. Was andernorts längst selbstverständlich
ist, entsteht nun auch hier: ein
sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung
und demokratische Werte. Der CSD
steht für Aufklärung, Akzeptanz und den
Abbau von Vorurteilen gegenüber homo-, bi-,
trans- und intersexuellen Menschen sowie
transgeschlechtlichen Personen. »Wir setzen
uns für eine Gesellschaft ein, in der alle
Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen
Orientierung oder geschlechtlichen Identität
– respektiert, geschätzt und gleichberechtigt
teilhaben können. Unser CSD wird am 23. Mai
mit einem Demo-Zug um ca. 15.00 Uhr starten.
Wo dieser startet, ist bisher noch unklar.
Anschließend (ab 15.30 / 16.00 Uhr) wird dann
das Straßenfest eröffnet mit Redebeiträgen
und anschließendem Bühnenprogramm sowie
Ständen und diversen Angeboten. Das Ende
des CSD ist um zirka 20.30 Uhr angedacht«,
teilt der Verein CSD Gütersloh mit.
Kem
66 Das Stadtgespräch
START VORVERKAUF:
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Das Stadtgespräch
67
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Stadtgespräch