12.04.2026 Aufrufe

30 d’Isarwinkler

d’Isarwinkler – das Heimatmagazin. URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

d’Isarwinkler – das Heimatmagazin. URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG
Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

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URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG

Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

Jubiläumsausgabe

Nr.30

Frühjahr/

Sommer 2026


A ❤ Lynchburg

Willkommen im Jailhouse – dem Treffpunkt für alle, die amerikanisches

Lebensgefühl lieben. Saftige Steaks, legendäre Burger, eiskalte Drinks und dazu Livemusik,

Motorensound und beste Stimmung – hier pulsiert das US-Feeling mitten in Bad Tölz!

Erlebe ein Wochenende voller Action mit Livebands, Feuershows, Stunts,

Bodypainting, Kinderprogramm und gemeinsamen Ausfahrten. Pure Freiheit,

purer Spaß – Made in America!

Friday Meetings – ab 1. Mai 2026:

Wenn der Asphalt glüht und Chrom glänzt, gehört der Parkplatz vor dem

Jailhouse den US-Cars & Special Bikes.

Chill-out-Area, Food & Drinks direkt vor Ort – perfekt zum Fachsimpeln, Feiern und Genießen.

Termine: 01.05. | 15.05. | 05.06. | 19.06. | 03.07. | 17.07. | 07.08.

Food Lovers aufgepasst:

Special Cuts Week – 8.–12. April 2026

Makkaroni Week – 13.–17. Mai 2026

Zwei Wochen voller Geschmacksexplosionen, bevor wir in die Biergartensaison starten!

Und wenn’s draußen kühler wird, geht’s drinnen heiß weiter – mit Partys zu Halloween,

Country & Karaoke Nights und einer Bandserie mit regionalen Liveacts.

Mehr Infos & aktuelle Termine auf unserer Website oder Social Media.

Jailhouse Bad Tölz – your American

Diner with a rockin’ heart!

Unsere Highlights 2026:

US Car Treffen

23.–25. Mai 2026

Harley Treffen

14.–16. August 2026

Jailhouse Gastro GmbH

Tel. 08041 / 7938000

www.jail-house.de

Öffnungszeiten

Montag / Dienstag Ruhetag

Mittwoch, Donnerstag und Freitag

ab 17:00 Uhr

Samstag und Sonntag ab 12:00 Uhr


EDITORIAL

Liebe Isarwinkler

Wir hoffen Euch ist‘s aufgefallen. Vielleicht sogar schon dreißigmal. Wie viel Herzblut

in unserer Zeitung steckt. All die Ideensammlungen, das Ausfragen von so manch

Isarwinkler Rarität oder Prominenz, die wunderbaren fotografischen Aufnahmen, das

kreative Gestalten von so vielen Seiten, das akribische Korrekturlesen und zu guter Letzt

das Verteilen unseres Magazins und das Veröffentlichen im Internet. Unsere wunderbare

Heimat gibt so viel her für uns Schreiberlinge und erfreut Euch, liebe Leser, hoffentlich

immer wieder, wenn sie druckfrisch in Euren Händen liegt, bereit zum Durchblättern

und Lesen. Mia san scho a bißl stolz und wollen uns bei Euch für Eure Treue bedanken.

Besonders auch bei den vielen Betrieben, die sich immer wieder gerne auf unseren Seiten

präsentieren und so die Ausgaben finanzieren. Ein herzlicher Dank gilt heute all unseren

Handwerkern im Isarwinkel. Schön, dass wir bei uns mit so vielen von ihnen gesegnet

sind und das Handwerk hier zu Lande wirklich golden ist und gefeiert wird. Eines der

ältesten Handwerke, der Schmied, schmückt deshalb heute unser Jubiläums-Titelblatt.

Ein herzliches Dankeschön an unseren Titelhelden Hans Schwarzenberger.

Wir garantieren Euch, dass es uns immer wieder eine Freude ist, für Euch ein schönes

Hefterl zusammenzustellen. Wir hoffen, wir können Euch auch mit unserer 30. Ausgabe

zum Verweilen überreden, auch zum Schmunzeln und zum Staunen bringen.

Des dad uns gfrein!

Ein dickes Dankeschön vom ganzen Redaktionsteam

an alle Freunde vom d’Isarwinkler Magazin.

Eure Christine Strauß

30


64

26

110

129

12

92

4


Inhalt

Jubiläum d’Isarwinkler.............................. 6

20

50

Titelgeschichte – Hans Schwarzenberger

Ein Leben für die Schmiede..................... 12

Künstlerportrait

Über die Liebe zum Handwerk Rosi Heiß

& Angelika Rauchenberger...................... 20

3 Meinungen

Das Werkzeug – KI.................................. 26

Daniela Steinberger

Zwischen Himmel und Erde –

die Serie „Berg- u. Talfahrt“.................... 44

Kreuzworträtsel ..................................... 46

Dorfführung – der Blomberg.................... 50

Sportlerportrait

Eine große Handball-Familie .................. 64

Gesundheit

Bio-Imkerin und Bienenflüsterin

Andrea Bichle ...................................... 80

Kinderrätsel............................................ 88

Das Handwerk im Wandel der Zeit........... 92

Mei Dahoam......................................... 106

Gastro im Isarwinkel............................. 121

80

Termine................................................ 126

Was war los........................................... 129

Impressum............................................ 134

5


30. JUBILÄUM d'Isarwinkler

Hansi und Julia Müller vom Panorama-Restaurant

waren die Titelmodels unserer 1. Ausgabe

Liebe Julia,

lieber Hansi

Wir möchten uns von Herzen bei

Euch bedanken, für die vielen herrlichen

Stunden, die wir bei Euch

auf dem Brauneck im Panoramarestaurant

verbringen durften. Bei

Sonnenschein und Schneesturm, bei

Kerzenlicht und Hochzeitsfeiern.

Ihr zwei habt diesen wunderbaren

Ort zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Ein Platzerl auf 1550 Meter,

wo man immer willkommen war

und eine herrliche Auszeit genießen

konnte. Eure Leidenschaft als Wirtepaar

war unübersehbar, immer

spürbar und fast ein bisschen einzigartig.

Nach 20 Jahren Brauneck

geht ihr beide neue Wege - zeitgleich

mit Rosis Rente, Eure Küchenfee,

die Euch 20 Jahre lang begleitet hat.

Und außerdem grad Recht zu Eurer

silbernen standesamtlichen Hochzeit.

Vor zehn Jahren habt ihr zwei

dann in Euren vier Wirtshauswänden

die kirchliche Hochzeit gefeiert.

So wie ganz viele Eurer Hochzeitspaare,

habt auch Ihr Euren

unvergesslichen Tag an diesem magischen

Ort verbracht. Auch wenn

die beiden, jeglichen Gerüchten zum

Trotz, tatsächlich noch keine Pläne

für ihre berufliche Zukunft haben,

freuen Sie sich auf ein bisschen Freizeit.

„Mia seng uns jetzt a amoi im

Dorf“, verspricht uns Hansi. Und

Julia meint, sie möchte gern ihren

Radl-Tachostand verdoppeln und

auch mal wieder Skifahren. „Es ist

ganz gewiss nichts vorgefallen und

wir gehen in Freundschaft und auf

Augenhöhe mit allen hier auf dem

Berg“, das möchten die beiden betonen.

So wurde bereits Abschied mit

Bergbahn-Kollegen, Bergwachtlern,

ehemaligen Liftlern und vielen mehr

gefeiert. Sogar die Chefin selber,

Alexandra Schörghuber verabschiedete

sich von den beiden persönlich.

„Jetzt san ma mal gespannt, was

passiert mit uns“, meint Hansi in

seiner bekannt spitzbübischen Art.

„Wenn dann jetzt numoi neu starten

und etwas Neues wagen, sonst

wird des nix mehr“, begründen die

beiden Ihren Schritt. Die zwei haben

jetzt ein bisschen Zeit für sich,

ihre Familie und Freunde und auch

für eine besonders gute Idee, wie’s

weitergehen könnt, mit viel Leidenschaft

fürs Kochen und für ihre lieben

Gäste. Wir wünschen euch eine

wunderbare Zeit, gute Erholung und

einen wunderbaren Geistesblitz,

damit wir euch bald wieder irgendwo

besuchen dürfen. Mia gfrein uns

auf Eich! mp

6


Jubiläumsausgabe

30

Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramsze l – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG

30

Jubiläumsausgabe

Nr.30

Frühjahr/

Sommer 2026

7


30. JUBILÄUM d'Isarwinkler

10.

Jubiläumsausgabe

Unser Team freut sich

über die 10. Ausgabe

im Sommer 2019

20. Ausgabe

d'Isarwinkler im

Herbst 2022

20.

Jubiläumsausgabe

30

Jubiläumsausgabe

8

Wir feiern in Kürze auf'm Brauneck

mit dem ganzen Team.

Dort wo unsere erste Ausgabe entstand.


VON DER ERSTEN SEKUNDE AN "DAHOAM"

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Eventvorschau 2026

10. MAI MUTTERTAGSBRUNCH

11. MAI VATERTAG SPEZIAL MIT MUSIK

18. JULI BBQ ABEND MIT FEUERSCHALE

16.-17. OKT WEINFEST

21. NOV GAUDI RAGOUT

28.-29.DEZ ADVENTSZAUBER

20. DEZ ADVENTSBRUNCH

31.DEZ SILVESTERGALA

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Aussichten & Ansichten

I mog mein Handwerker

Ihr werds mi jetzt vielleicht für

b'sonders oberflächlich hoidn,

liabe Isarwinkler, aber i bin wia

immer ehrlich und grod rauß.

Wia i mi auf de Suche g'macht

hab noch mein Lieblingsmenschen

bzw. Vater meiner Kinder

(g'sucht hob i eam zwar ned –

mia hab'n und zufällig g'fundn)

hob i zwoa ganz wichtige Auswahlkriterien*

g'habt. Der wo

mi kennt woas, wia si des ofühlt,

wenn i mia wos eibuid. Des is

wia a riesiger Felsbrocken, den

ma ums verregga ned verrugga

ko. Also um auf den Punkt zum

kemma: Er soi recht kindisch sei

und bleibn und es soi a Handwerker

sei. Freilich hob i von den

vielen Jahren Hemden bügeln

und Anzug dämpfen de Nos'n

gstricha voi ghabt (der Vorgänger

von mein Mo hod im Büro

g'arbat) aber es hod a no mehra

guade Gründe. Mein Handwerker

ko ma für ois braucha,

er hod auf koan Fall zwei linke

Händ, er woaß owei an Rat, is

g'schickt, hod zwei starke Arm

und is ned z'gring. Er ko mi

glab i a heid no über de Schwelle

drong und evtl sogar buckl-

grax vom Brauneck mit de Ski

oweifahrn. Er is bodenständig,

ehrlich und wenn a ned immer

charmant und aufmerksam owei

für mi do. Mia habn owei a schene

Zeit und owei vui zum Lacha.

Oiso liabe Isarwinkler Malan

und Single-Frauen. Schnappts

Eich an Handwerker, do ko ma

quasi nix falsch macha.**

*(…na, ned wo ihr moants – i

war no nia auf Tinder, Elite

Partner oder parship)

Euer Isarwinkler

**Alle anderen san natürlich a sau super - nix für unguad.

10


Herzlichen Dank

Liabe Isarwinkler

Zehn Jahr lang derf i jetzt scho

von uns zwoa berichtn. Aus unserem

Leben, des Glück und a

de Tücken des Alltags. Natürlich

warn a a paar Gschichtn

von meim Isarwinkler dabei

über seine Undugadn und natürlich

a über seine unzähligen

Erfolge. Nach dreißig Ausgaben

und adiam amoi bled daherredn

und dreißigmoi aus‘n Nähkasterl

plaudern, mecht i meim Mo

von Herzen danke song. Er hod

nämlich eine ganz b'sondere

Eigenschaft, de wo ned selbstverständlich

is und de i unheimlich

an eam schätz: eam is nixn

z'bled, er is für jedn Schmarrn

zum hob'n, er scheißt sie nix und

er versteht owei a jede Gaudi.

Deshoib bin i saufroh, dass des

mei Iswarwinkel is. Stellts Eich

vor, wenn ned, dann hätt i gar

neamad zum Ausrichten. Wenn

es a so epan habts, passts guad

auf eam auf. De Zwiedern und

Lätschadn sollt'n sich a Beispiel

an unsere Kindsköpf nehma.

D’Welt is schließlich des wos

ma draus macht und besteht aus

dene, de wo drauf rumlaffa.

Drum seid's freindlich und genießt’s

as Lebn und an Frühling

und Eure Isarwinkler Männer,

Frauen, Freunde, Familie und

alle b'sonders nettn Leut.

Eure Isarwinklerin

**Des schaut jetzt grod so aus, ois warn mia de letzten 10 Jahre so

broat word'n. Denkt's as eich bittschen – ned laut song! Danke

11


TITELGESCHICHTE

Ein Leben für die Schmiede

Work Life Balance? – brauch ich ned

Text: Agnes Müller Bilder: Wolfgang Kronwitter

Ein gut sortierter Arbeitsplatz spart Zeit

Hand aufs Herz, wer von Euch

geht jeden Tag gerne in seine Arbeit?

Ohne Muss, sondern mit wirklicher

Freude? Ich denke es werden nicht

viele sein, die mit einem aufrichtigen

Ja antworten können. Jemanden auf

den das zu 100% zutrifft, durfte ich

heute für unsere Zeitung zu seinem

Leben befragen. Der Schwarzenberger

Hans aus Lenggries ist so einer,

auf den diese Beschreibung passt.

Obwohl der Schwarzä Hans, wie er

in Lenggries bekannt ist schon seit

langer Zeit seine Rente genießen

dürfte, steht er noch jeden Tag in

seiner Schmiede. Entfacht das Feuer

und arbeitet ab, was ihm seine Kunden

in Auftrag geben.

Der Vater von Hans und sein Bruder

Dane eröffneten 1929 die Schmiede.

Wurden anfangs noch Pferde beschlagen,

wandelte sich das Aufgabenfeld

im Laufe der Zeit zu Metallarbeiten

aller Art.

Seine Lehrzeit begann der Hans in

München bei einer LKW-Werkstatt

1957, der Lohn der Ausbildung war

24 Mark pro Monat - heute gar nicht

mehr vorstellbar. Von diesem Lohn

musste auch die Monatskarte für den

Zug bezahlt werden, die ihn jedes

Wochenende heimbrachte. Zu Hause

aber wartete auch noch Arbeit,

denn zu dieser Zeit wurde die Faller

Die Schmiede an ihrem angestammten Platz in Lenggries

12


Viel Platz für viel Arbeit

Hans hauptsächlich für eine guade

Brotzeit, ein Schachterl Fleischsalat

und eine Brezn dazu. Dieser Gaumenschmaus

kostete 50 Pfennige,

aber die waren gut investiert, wenn

man sich nach all den Jahren noch

daran erinnert. Nach seiner Lehrzeit

zog es den Hans wieder zurück

in den Isarwinkel, obwohl er in

Aussicht gestellt bekam, dass er den

Betrieb übernehmen könnte. Lange

blieb er nicht zu Hause, da er seinen

Wehrdienst ableisten musste. Auch

hier arbeitet er in der Werkstätte

und tat das, was er am besten ➳

Klammbrücke erbaut. Hier litt vor

allem das Material unter der Dauerbelastung

durch die vielen Fahrten.

So schweißten sie LKW-Ladebrücken

und andere Verschleißteile, damit die

Arbeit an der Brücke weitergehen

konnte. Auf diese Weise verdiente er

sich ein bisschen Geld zu seinem kargen

Lehrlingsgehalt dazu.

Eine seiner ersten Ausgaben in der

Lehrzeit war ein kleiner Kanonenofen,

denn das „Zimmer“ in dem er

schlafen durfte, war kalt und zugig.

Nach dieser Investition arbeitete

Der Hans in seinem Element-Feuer und Flamme

IW13_HW20_165x75mm_Museum Geretsried.indd 1 07.07.20 12:35


TITELGESCHICHTE

Mit 83 Jahren in Rente?

konnte. LKWs reparieren. Kurz vor

Ende seiner Barras Zeit verunglückte

seine Mutter im Haus und starb kurz

darauf plötzlich und unerwartet für

die Familie.

Ab dann arbeitete Hans voll mit im

Familiebetrieb, den er und sein Bruder

seit 1990 gemeinsam führen.

Dane als Schmiedemeister und Hans

als KFZ-Handwerker. So können sie

ein breites Spektrum an Metallarbeiten

anbieten. Was die Schwarzä

Brüder nicht richten konnten, hatte

woanders auch keine Reparatur zu

erwarten. Fertigten sie in der ersten

Zeit hauptsächlich Fressgatter für die

Landwirte an, so änderte es sich mit

dem wirtschaftlichen Aufschwung

nach dem Krieg. Hatte man früher

hauptsächlich praktische Dinge in

Auftrag gegeben, so konnte man sich

später schöne, von Hand geschmiedete

Treppengeländer leisten. Diese

wurden dann von den beiden gefertigt.

Der Hans sagt augenzwinkernd:

„Ich glaub, ich hab 30 Geländer im

Jahr geschmiedet.“ Aber auch Grabkreuze

und Vorhangstangen wurden

gefertigt. Nicht nur, dass Geräte wie

Rasenmäher oder Schneefräsen repariert

wurden, sondern auch alles

rund um die Gartengeräte.

Neben der Werkstatt ging natürlich

auch der Hans hie und da auf Festl

in der Umgebung. Und an einem Faschingsball

fiel im sofort eine junge

Frau auf, die ihm über den Balkon

herunter verschmitzt anlächelte und

er war sofort Feuer und Flammen für

seine Gerdi. Auch sie schwärmte von

diesem Augenblick. Liebe auf den

ersten Blick und das noch bis heute.

So schön kann’s sein. Eine Tochter

machte das Glück der jungen Familie

perfekt. Auch nach einem Unfall, bei

dem sich Hans schwer verletzte, verloren

die beiden nie ihre Zuversicht.

Die Brüder arbeiteten und wohnten

zusammen mit ihren Familien auf

dem Gelände der Schmiede. Hand

in Hand arbeiteten die beiden mit

Helfern zusammen. Seine zupackende

Art wurde auch in zahlreichen

Vereinen geschätzt, denn ein „geht

ned“ gab’s beim Schwarzä einfach

nicht. Gute Ideen, gepaart mit handwerklichem

Geschick, hatten sie für

alles eine Lösung parat. Hans ist ein

hilfsbereiter Mensch und ein Menschenfreund

und das merkt man

auch, wenn’s um 9 Uhr in seiner

Schmiede voll wird, denn seine Spezl

kommen jeden Tag für eine Stunde

in die Schmiede, wenn er seine Brotzeit

macht. Hier wird geratscht, debattiert

und gescherzt aber nur eine

Stunde, denn danach muss weitergearbeitet

werden.

Ob er mit 83 Jahren ans Aufhören

denkt, hab ich ihn gefragt und die

Antwort war recht einfach, wenn’s

mir weiter so gut geht mache ich weiter.

„Die Schmiede ist sein Leben“,

resümiert seine Gerdi.

Lieber Hans, wir vom Isarwinkler

wünschen Dir noch viele schöne und

gesunde Jahre in Deiner Schmiede.

Wir bedanken uns für Deine Zeit, die

Du Dir für uns genommen hast.

14


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PORTRÄT Frauen im Handwerk

Bild: Pixabay

Ein Hoch aufs Handwerk

…und hoch sollen sie leben, alle unsere Handwerker,

die in diesen vielen wunderbaren Berufen

tätig sind. Sie bauen unsere Behausungen, kümmern

sich darum, dass es dort Wasser und Wärme

gibt, Strom, Möbelstücke und das auch sonst alles

ansehnlich und bewohnbar wird. Egal, ob im

Haus oder rundherum, ohne Handwerk würd‘s

nicht gehen. So sorgen sich auch viele Handwerker

um unser leibliches Wohl, um unser Essen,

zum Beispiel der Bäcker oder Metzger. Auch

ohne Kleidung würde es nicht gehen, die wir

vom Schneider kriegen - wenn’s auch nur mehr

das maßgeschneiderte Dirndl oder der Anzug ist.

Je nachdem, was das Land hergibt und die Leute

brauchen, gibt es noch viele weitere. Auch wenn’s

bei uns im Isarwinkel gar nicht so der Brauch

ist, zeigen uns anderorts die Maibäume mit den

vielen Zunftzeichen den hohen Stellenwert dieser

Berufe in den jeweiligen Ortschaften. So ragen

die Zunftzeichen der verschiedenen Gewerke als

wunderbare Wertschätzung gen Himmel.

So wie sich die verschiedenen Handwerksberufe

im Laufe der Jahrhunderte verändert haben, so

sind es auch die Handwerker, die ebenso mit der

Zeit gehen. Durch die verschiedenen

Werkzeuge und Maschinen, die im Handwerk

eingesetzt werden, können mittlerweile auch die

Frauen bei den täglichen Herausforderungen mithalten.

Die körperliche, schwere Arbeit die früher

nur kräftige Männer erledigen konnten, schaffen

so jetzt auch die Mädels. Natürlich ist es nicht

immer leicht - im wahrsten Sinne des Wortes -

aber wer eine schneidige Handwerkerin sein will,

schafft das in der Regel auch. Unser herzliches

Dankeschön und tiefsten Respekt an alle Frauen

im Handwerk, die sich in die Männerwelt trauen

und sich dort verwirklichen und ihrem Traumberuf

nachgehen können. Und wir glauben, die

männlichen Kollegen, sind manchmal auch ganz

froh, wenn sich ein bisschen Mädels-Power in ihrem

Arbeitsleben findet. mp

„Eigentlich wollt' i ja

Schreiner werd'n“

Beate Demmel, Haus- und Hofschreinerin

vom Lenggrieser Bergcamping

Als Kind hab ich schon immer

für unsere Hüttl und

Baumhäuser allerlei wilde

Möbelstücke geschreinert.

Dabei hab ich mir immer

gewünscht zu wissen, wie

das denn geht, wenn man's

gscheid kann und g'lernt

hat. Ich hab dann aber nach

meiner Schulzeit eine Ausbildung

als Arzthelferin

gemacht. Irgendwann fiel

mir dann ein, dass ich ja

viel lieber Schreiner wäre,

so wie ich mir das als Kind

schon immer gewünscht

hab. Gesagt getan, hab

mich beim BGJ angemeldet

und bin seither in meinem

Lieblingsberuf tätig, auch

wenn's als Frau nicht immer

leicht ist mit dem schweren

Gerät und Material. Ein

bisschen Morgengymnastik

ist allerdings schon nötig,

damit ich fit bleibe, denn

Schreinern ist für mich der

schönste Beruf, den's gibt!

16


„Ich liebe

meinen Beruf!“

... und mach das alle Tage

gerne und mit Leib und Seele.

Das Maler-Handwerk ist so

vielfältig und wird nie langweilig.

Ich streich genauso

gern einfach nur Bretter und

ein andermal restauriere ich

eine Malerei, eine Fassade

oder eine Figur. Am liebsten

sind mir alte, historische Gebäude.

Da muss man flexibel

und manchmal sehr einfallsreich

sein. Außerdem muss

man wissen, was damals für

Material benutzt wurden

und welches kompatibel zu

den heutigen Materialien ist.

Ich frage mich immer, was

das Gebäude wohl schon

alles gesehen und erlebt hat

und stelle mir vor, was damals

dort für ein Treiben

war. Es fasziniert mich alle

Tage neu, mit wie gigantisch

vielen verschiedenen Methoden

und Techniken man

Wände individuell gestalten

kann. Von der Spachteltechnik

bis zur Tapete. Also von

Langeweile ist in meinem Beruf

keine Spur!

Stefanie Gilgenreiner, Kirchenmaler-

Meisterin aus Lenggries

„Auf der Baustelle fühl' ich mich wohl!“

Ich wusste schon sehr früh, dass ich in meinem

Beruf etwas mit meinen Händen erschaffen

möchte. Ich wollte am Ende des Tages auf

meine Arbeit blicken und sagen können: Das

habe ich heute geschafft. Der Beruf als Elektronikerin

für Energie und Gebäudetechnik

gibt mir genau dieses Gefühl. Die Abwechslungsreiche

Arbeit und die Vielseitigkeit fasziniert

mich jeden Tag aufs Neue.

Julia Behrla,

Elektronikerin

Letztendlich überzeugt hat mich dann mein

Praktikum in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb

Elektro Fischhaber. Nicht nur meine

Kollegen haben dazu beigetragen, dass ich

mich auch auf der Baustelle wohlfühle, sondern

vor allem meine Chefin gab mir die Zuversicht

und das Selbstvertrauen, dass auch

ich als Frau dieses Handwerk ausführen kann.

17


Feuer, Wärme, Emotionen

Ofenbaumeister Josef Waldherr

aus Wackersberg - „Der Feuerraum“

Lodernde Flammen, knisterndes Feuer. Ein Ofen bringt nicht nur wohlige Wärme,

sondern auch Geborgenheit, Gefühl und ein stilvolles Ambiente in Ihr Zuhause.

Seit 15 Jahren verwirklicht Ofenbaumeister Josef Waldherr aus Wackersberg

individuelle Ofenträume.

Ob traditioneller Kachelofen, moderner Kamin mit großem Glasanteil, offener

Kamin oder klassischer Holzherd – das Team von „Der Feuerraum“ setzt Ihre

Wunschvorstellungen in die Wirklichkeit um. Jeder Waldherr-Ofen ist ein Unikat

und Ausdruck von funktionaler Qualität und optischer Exklusivität. Alles

geschieht in präziser Abstimmung auf die Proportionen, Architektur und Einrichtung

der Räume. Nur so kann das perfekte Raumklima für Ihre Wohlfühloase

geschaffen werden.

Maximale Effizienz bei Minimierung des Brennholzbedarfs

Das Angebotsspektrum des Isarwinkler Unternehmens umfasst neben dem

Designen und Einbauen von neuen Öfen freilich auch die Instandsetzung,

Reparatur und Modernisierung von bestehenden Heizanlagen. Gemäß der Bundesemissionsschutzverordnung

kann man so eine hohe Effizienz bei gleichzeitiger

Verringerung der Feinstaubbelastung garantieren. Langfristig schont das

den Geldbeutel des Ofenbetreibers und schützt unsere wertvolle Umwelt.


Überdies baut Josef Waldherr auch Gaskamine sowie moderne wasserführende

Ofenanlagen ein. Bei einer Anlage mit Wasserführung wird die Wärme in Kombination

mit einer Solaranlage gespeichert und über eine Fußbodenheizung an

die Wohnräume abgegeben.

Vom bäuerlichen Kachelofen bis zur luxuriösen

Sonderanfertigung

Mit Leidenschaft zum Handwerk, jahrelanger Expertise und viel Liebe zum Detail.

So begleitet der Ofenbaumeister seine Kunden von der Planung der bestmöglichen

Heizvariante über die Ausarbeitung eines maßgeschneiderten Designs bis

zum Einbau und Anheizen der Anlage.

Sei der Kundenwunsch ein kleiner behaglicher Schwedenofen, ein modernes

Heizsystem oder eine luxuriöse Spezialanfertigung: Josef Waldherr bringt die

Emotion „Feuer“ auch gerne in Ihr Zuhause. Individuell, zuverlässig, schnell

und fair. Anruf genügt.

Ofenbaumeisterbetrieb

Josef Waldherr

Am Sauersberg 132

83646 Wackersberg

Tel. 0151 / 15429799

info@der-feuerraum.de

www.der-feuerraum.de


PORTRÄT Rosi Heiß & Angelika Rauchenberger

Über die Liebe zum Handwerk

Kirchenmalermeisterin Rosi Heiß & Bildhauermeisterin

Angelika Dominique Rauchenberger im Porträt

Text: Michaela Linke Bilder (3): Wolfgang Kronwitter

Weder Stoff noch Steinplatte mit Schriftzug ... Meisterinnen der Illusionstechniken

Der Handwerksberuf im Isarwinkel

galt jahrzehntelang als reine Männerdomäne.

Doch mittlerweile zeigt sich

ein deutlicher Trend zu mehr Weiblichkeit.

Während früher der Frauenanteil

quasi gleich null war, sind

mittlerweile 18 % aller Auszubildenden

und rund 20 % aller Meister im

Handwerk weiblich. Die beliebtesten

Berufe sind nach wie vor Friseurin,

Gold- und Silberschmiedin oder Konditorin.

Doch auch immer mehr Frauen

ergreifen kreative und technische

Berufe wie Tischlerin, Schreinerin

oder Glaserin. D’Isarwinkler findet es

ist daher allerhöchste Zeit über unsere

hiesigen Handwerkerfrauen einen

Bericht zu schreiben. Wir möchten

genau hinschauen und erkennen, was

den Handwerksberuf ausmacht und

welche Kompetenzen eine gute Handwerkerin

mitbringen sollte.

Kirchenmalermeistern Rosi Heiß

und Bildhauermeisterin

Angelika Dominique

Rauchenberger

In der Art und Weise wie Rosi und

Angelika über ihren Beruf sprechen,

merkt man direkt welch große Leidenschaft

und Liebe sie damit verbinden.

Während beide ihre Arbeit persönlich

als Berufung empfinden, war den zwei

Schwestern ihr Weg nicht von Anfang

an klar. Rose, wie sie von vielen im

Isarwinkel genannt wird, hat als Kind

immer richtig gerne gemalt. Sie selber

hat das nie als besonderes Talent empfunden,

es war mehr so, dass es anderen

aufgefallen ist. „Unsere Mama

las zufällig einen Zeitungsartikel über

die Restaurierungswerkstätten Wiegerling

in Gaißach und meinte, das

wäre was für mich. Die Mieterin meiner

Tante arbeitete dort und so habe

ich mich erstmal für ein Praktikum

beworben. Von Anfang an hat es mir

richtig gut gefallen und es war schnell

klar, dort möchte ich unbedingt meine

Ausbildung beginnen!“

Angelika wusste ziemlich lange nicht,

in welche Richtung sie beruflich gehen

wollte. Nach der Realschule hatte sie

sich für die FOS entschieden. „Unsere

Mama meinte, du solltest was

mit Zahlen machen,“ schmunzelt

20


Prüfungsplatte „Gravur mit

Polimentvergoldung“

Rosi. Angelika erwidert, dass sie das

tatsächlich lange Zeit gedacht hatte

und eine betriebswirtschaftliche Ausbildung

anstrebte. Erst als sie in der

9. Klasse die Zeichnung einer Berglandschaft

anfertigen musste, merkte

sie, wie viel Freude ihr das Zeichen

bereitete. „Ab da habe ich für mich

gezeichnet. In der FOS konnte ich es

dann vertiefen, da ich wieder Kunst

als Fach hatte. Dadurch, dass ich privat

mehr zeichnete, kam mir auch die

Idee einen Beruf zu suchen, in dem ich

das ausleben kann.“

Ausbildung und Werdegang

Die Berufsschule für Kirchenmalerei

besuchte Rosi in München. (Tatsächlich

gibt es nur eine Berufsschule für

ganz Deutschland!) Der Unterricht

ist in Blöcke eingeteilt und die Ausbildungszeit

klassischerweise auf drei

Jahre angelegt. Die Meisterprüfung

absolvierte sie an der „Städtischen

Meisterschule München für Vergolder

und Kirchenmaler“, der ebenfalls

einzigen Meisterschule dieser Art.

Angelikas 3-jährige Ausbildung fand

in der Berufsfachschule für Holzbildhauer

in Oberammergau statt.

Im letzten Jahr legte sie ihre Prüfung

an der Meisterschule für Holzbildhauerhandwerk

in München ab und

erinnert sich: „Wir waren dort mit

Maurern, Zimmerer oder Bauzeichner

auf der Schule. Viele dort haben

sich nie mit dem Holzbildhauerhandwerk

befasst (die Meisterschule

dauert 2 Jahre!) und hielten uns oft

nur für ‘komische Künstler’. Als sie

uns und unseren Beruf dann näher

kennenlernten, hatten sie letztendlich

doch Respekt vor unserem Können.“

Als mir beide von der Geschichte und

dem Aufwand erzählen, bis sie ihr

Meisterstück fertig stellen konnten,

staune ich nicht schlecht. Bei Rosis

Interpretation von Rafael & Tobias

waren am Ende sogar Feinheiten wie

Die Bildhauerin AnDoRa und ihre

Arbeit „Galgenvogel – Götterbote“

die Farbintensität der Backenfarbe der

Figuren zensurentscheidend. Angelika

berichtet von ihrem Meisterstück

„FASZINOSUM“, bei dem sie fünf

Raben in mehreren Rahmen inszenierte

und wie sie final daran tüftelte,

dass die Raben einen festen Stand haben.

Am Ende hat sich die Arbeit und

Mühe gelohnt. Die Stücke sind wahrlich

meisterlich, beide schließen mit

großem Erfolg ihre Prüfung ab und

dürfen sich zu Recht Meisterinnen ihres

Handwerks nennen!

Berufung Handwerk

Rosi schwärmt über ihre Faszination

zu historischen Bindemitteln wie

Leim, Kalk, Kasein, Ölen & Harzen.

„Die gefassten Objekte bekommen

durch diese Bindemittel in Kombination

mit Pigmenten noch einmal eine

besondere Leuchtkraft. Die Bindeund

Malmittel trocknen in einer längere

Aushärtungsphase. Hergestellt

werden die Farben nach jahrhundertalten

Rezepten. Wenn man Zeit und

Aufwand in Kauf nimmt, wird man

mit einer Farbigkeit belohnt, die kein

modernes Farbsystem bieten kann.

Ich schätze auch sehr die Resultate bei

neu angefertigten Objekten bzw. bei

Farbrekonstruktionen im Außenbereich.

Deswegen war es mir auch bei

meinem Meisterstück so wichtig, damit

zu arbeiten.“ Rosi ist immer noch

in ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt.

Die Aufträge dort sind vielfältig,

oft arbeiten sie 1 – 2 Jahre an einer

Baustelle. Außerhalb der Aufträge in

Kirchen oder Schlössern, restauriert

die Firma auch in Villen oder anderen

denkmalgeschützten Gebäuden,

immer in enger Zusammenarbeit mit

dem Landesamt für Denkmalpflege.

Auf die Frage, welches Projekt ihr besonders

intensiv in Erinnerung geblieben

sei, überlegt die Mama von zwei

Töchtern kurz. „Jeder Auftrag ist einzigartig

und ich versuche mich jedes

Mal ganz einzubringen, damit das gewünschte

Resultat so gut wie möglich

wird. Ich persönlich habe eine Verbindung

zu den Engeln, Denkmälern und

Gebäuden und versuche das Beste aus

bestehenden Fassungen herauszuholen

und stets mit viel Achtung und Respekt

vor dem Bestand zu arbeiten. ➳

21


PORTRÄT Rosi Heiß & Angelika Rauchenberger

Über Frauen im Handwerk

Bilder (3): Rosi Heiß

Anfertigung von Skizzen für die Prüfungsmappe und Studium der Originalarbeiten.

Hier die Schutzengelgruppe aus der Bürgersaalkirche

Bereits seit Anfang meiner Laufbahn

wurden mir herausfordernde Projekte

zugetraut. Ich durfte an vielen tollen

Objekten mitarbeiten und selbstständig

Konzepte erarbeiten. Es sind

Wow-Momente, wenn das Ergebnis

dann einfach passt und es ist ein

Beitrag zum Erhalt jahrhundertealter

Handwerkskunst. Auch vor Jahrhunderten

haben Frauen schon im Kunsthandwerk

gearbeitet, aber heimlich

und unter dem Namen ihrer Väter,

Brüder oder Ehemänner. Die größte

Anerkennung ist es, wenn alle Beteiligten

mit dem Resultat zufrieden sind

und man Dankbarkeit erfährt und

auch spüren darf.“

Angelika berichtet: „Nach der Meisterprüfung

habe ich direkt meine

Selbstständigkeit als Künstlerin intensiver

geplant und umgesetzt. Ich hatte

eine Gemeinschaftsausstellung in einem

Galerieladen in München, durfte

mein Meisterstück bei der Messe

Heim+Handwerk im Rahmen eines

Wettbewerbs des Bezirks Oberbayern

ausstellen und aktuell plane ich

ein Atelier in Lenggries. Parallel dazu

kam letzten Sommer das Angebot

Tobias während der Farbfassung

der Lehrerstelle aus Hohenburg für

den neueingeführten Zweig Werken.

Angelika pflegte stets eine enge Verbindung

zu ihrer ehemaligen Schule

und so war es eine glückliche Fügung,

dass ausgerechnet jetzt die Stelle zur

Werklehrerin frei wurde. „Es macht

mir unglaublich Freude mit den Jungen

und Mädchen an der Realschule

zu arbeiten. Mir ist wichtig zu betonen,

dass Handwerk auch was für

Mädchen ist und es ist schön zu sehen,

dass sich beide Geschlechter für den

Werkzweig interessieren.“

Ich könnte euch Stunden zuhören

und finde bemerkenswert mit welcher

Energie ihr für euer Handwerk

einsteht und das lebt. Was würdet ihr

jungen Frauen raten, die einen Beruf

im Handwerk anstreben und woher

kommt eure große Begeisterung dafür?

Rosi: „Besonders wenn mich ältere

Frauen nach meinem Beruf fragten

und ich dann antwortete, dass ich

Kirchenmalerin bin, hörte ich oft ein

„Das hätte ich auch gerne gemacht.“

Ich glaube früher sind Frauen selten

auf die Idee gekommen, dieses Handwerk

zu erlernen, was ich bedauerlich

finde. Der Frauenanteil ist die letzten

Jahre rasant gestiegen. Die meisten

Ausbildungsjahrgänge weisen sogar

mehr Frauen als Männer auf. Auch

wenn das eine positive Entwicklung

ist, finde ich, dass es darum geht, wie

sehr man hinter seiner Arbeit steht

und mit dem Handwerk verbunden

ist, egal ob man eine Frau oder ein

Mann ist. Heutzutage können Frauen

jedes Handwerk erlernen. Für die

schwere Arbeit, die früher nur Män-

Die Einarbeit wurde geschnitzt von

Tobias Haseidl, Fassung in Tempera

22


Bilder (3): Angelika Rauchenberger

Eine Aufnahme des Zwischenstandes

mit dem 1:1 Modell aus Gips

im Hintergrund

ner verrichten konnten, gib es mittlerweile

Maschinen. Ich denke, dass

Frauen sich oft bewusst fürs Handwerk

entscheiden und länger darüber

nachdenken, bevor sie in dieser Branche

einsteigen, dafür aber dann mit

ganzem Herzblut dabei sind.“

Angelika: „Ich bin auch total dankbar,

dass ich diese Richtung gewählt

habe und könnte mir heute nichts anders

mehr vorstellen. Handwerk bedeutet,

wie der Name schon sagt, mit

seinen Händen ein Werk zu schaffen.

Oft arbeitet man eine lange Zeit an

einem Projekt, bis es nach den ersten

Gedanken greifbar und schließlich

fertig wird. Dieser Augenblick ist unbezahlbar!

Jedes Projekt, an dem man

arbeitet, ist auch ein Ausdruck von einem

selbst und das macht schon auch

immer etwas mit einem, wenn man

damit nach Außen geht. Besonders

schön ist es, wenn ich nach der Fertigstellung

einer Arbeit erleben darf, wie

sie bei den Menschen, die sie betrachten,

Emotionen hervorruft und etwas

in ihnen bewegt. Ich würde jedem jungen

Menschen raten, auf sich selbst zu

hören und etwas zu finden, was ihm

richtig Freude bereitet. Dadurch entstehen

auch die Begeisterung und

Leidenschaft für den Beruf, das geht

dann gar nicht anders.“

Was man mit Liebe tut,

wird gut

Bei euch spürt man das ganz besonders.

Liebe Rose und liebe Angelika,

ich danke Euch für den spannenden

Einblick in Euer Berufsleben und

das supersympathische Gespräch mit

Euch.

Studien und Anfertigung eines 1:1

Modells aus Ton für den Gipsabguss

und die spätere Übertragung ins Holz

Das Endergebnis von 120 Stunden

Schnitzzeit – Die Skulptur „Faszinosum“

RUFT NEUE

TRADITIONEN

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23


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PORTRÄT Ing.-Büro Willibald GmbH

Ihr kompetenter Partner

im Bauwesen

20 Jahre Ing.-Büro

Willibald

Für den Inhaber Kaspar Willibald

gibt es im Jahr 2026 dreimal ein Jubiläum.

Nach Maurerlehre, Bauingenieurstudium

und kurzem Angestelltenverhältnis

bei der damaligen

Münchner Baufirma Riepl, war

schon sehr früh der Wunsch nach

Selbständigkeit vorhanden. Nach

einigen Jahren freiberuflicher Tätigkeit

für Miesbacher Unternehmen,

wurde dann im Jahre 2006 das Ing. -

Büro in Bad Tölz ansässig. Die Tätigkeitsbereiche

sind seither vorrangig

Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung

und vor allem die

Gesamtabwicklung schlüsselfertiger

Projekte. Der Bogen spannt sich

von Umbaumaßnahmen bis hin zu

Neubauprojekten mit unterschiedlichsten

Anforderungen. In partnerschaftlicher,

seriöser Zusammenarbeit

mit unseren Auftraggebern

werden Bauvorhaben aller Art und

Größe geplant und abgewickelt.

Im Lauf der Jahre wurde für uns

immer mehr die Bauleitung zum

Schwerpunkt der Tätigkeiten. Namhafte

Bauträger aus Bad Tölz und

München, aber auch Baugenossenschaften

sowie zahlreiche Privatpersonen

und Firmen sorgen seit jeher

für immense Auslastung. Es besteht

zudem schon immer ein sehr guter

Kontakt zu diversen Architekturbüros

und so kommt es öfters vor, dass

Ausschreibung und Bauleitung für

anspruchsvolle Bauvorhaben von

uns übernommen werden. Mehrere

Großprojekte vor allem rund um

den Tegernsee wurden so in den letzten

Jahren in freundschaftlicher Kooperation

abgewickelt. Bei all den

anspruchsvollen Aufgaben im Umkreis

von bis zu 50 km war und ist

es immer ein Anliegen, auch den privaten,

einheimischen Bauherrn zu

unterstützen. Oftmals ist hier schon

eine Eingabeplanung oder entsprechende

Beratung ausreichend. Zur

Philosophie meines Berufes gehört

vor allem die Wertschätzung gegenüber

den ausführenden Firmen. Die

Einhaltung der Kosten, Qualität

und Termine ist unser Auftrag. Ein

fairer Umgang ist dabei

Voraussetzung für ein gutes

Ergebnis.

Die Zeit bleibt nicht stehen

und man muss sich

immer wieder mit Veränderungen

beschäftigen.

Energetische Anforderungen,

Fördermöglichkeiten,

bezahlbares Wohnen usw.

gewinnen immer mehr an

Bedeutung und werden

das Bauen beeinflussen. Wir sind

hier „Up to Date“, gut vernetzt, und

können den Bauherrn in jeder Hinsicht

beraten und betreuen.

Unser Büro befindet sich aktuell in

Bad Heilbrunn. Kontakt:

Ingenieurbüro Willibald GmbH ,

Gewerbepark 33 ,

83670 Bad Heilbrunn

www.willibald-bauen.de,

info@willibald-bauen.de,

Tel. 08046-6349900

Bereits seit 2011 ist Martin van

Kempen im Team. Martin ist bestens

qualifiziert und zuständig für

Planung und Ausschreibung. Die

Qualität und Zuverlässigkeit seiner

Arbeit im Büro ist ausgesprochen

lobenswert und wir ergänzen uns

bei unseren Aufgaben sehr gut. Ich

schätze ihn auch menschlich sehr

und bin dankbar über so einen loyalen

und gewissenhaften Mitarbeiter.

Kaspar Willibald (r) mit seinem

Mitarbeiter Martin van Kempen (l)

24


PORTRÄT Willibald Wohnbau GmbH

Aktuelles Projekt

Neubau eines Mehrfamilienhauses

mit 5 Wohnungen als Effizienzhaus

40 in der Bahnhofstr. 35 in

Reichersbeuern. Baubeginn ist

bereits erfolgt. Eine bestmögliche

Investition für Eigennutzung und

Vermietung mit bestem Preis-Leistungsverhältnis

10 Jahre Willibald

Wohnbau GmbH

Die Willibald Wohnbau GmbH ist

ein in Lenggries ansässiges Unternehmen,

das sich für den schlüsselfertigen

Wohnbau spezialisiert

hat. Wir bieten Immobilien

zum Festpreis an. Die Ausführung

erfolgt durch bewährte, örtliche

Handwerksbetriebe, die für ihre

gute Qualität bekannt sind. Wir

legen großen Wert auf Qualität

und haben die entsprechende Erfahrung

im schlüsselfertigen Bau.

Eine kompetente Betreuung von

Planung bis zur Bezugsfertigkeit

erfolgt durch das Ing.-Büro Willibald

und somit ist „alles in einer

Hand“. Dies ist ein Vorteil, den

nur wenige Unternehmen in dieser

Form bieten können.

Bild ist eine Visualisierung

• 3-5 Zimmer Wohnungen in bester Lage

• Attraktive Grundrisse mit Wohnflächen von 89 m² bis 105 m²

mit Carport und Stellplatz

• Steuervorteil durch degressive Afa

• Bestmögliche energetische Bauweise als EFH40

mit Fördermöglichkeiten der kfW-Bank

• Keine Maklergebühren

• 4 Wohnungen wurden bereits vor Baubeginn verkauft.

Es ist noch eine Wohnung verfügbar.

Für weiterführende Informationen stehen wir Ihnen gerne

persönlich zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Kontakt:

www.willibald-wohnbau.de,

info@willibald-wohnbau.de,

Tel. 08042-9742735

25


3 MEINUNGEN

Text: Michaela Linke Bild: Wolfgang Kronwitter

Das Werkzeug Ki

Wer erinnert sich noch an die

kleinen Reisewörterbücher, die

man früher vor einer Urlaubsreise

in der jeweiligen Landessprache

kaufte? Mit Hilfe eines solchen

Wörterbuches wollten meine zwei

Freundinnen und ich bei einer

Rucksackreise durch Mexiko einen

Orangensaft bestellen. Dabei

wurde uns ziemlich schnell klar,

dass wir das spanische Wort für

Orange „Naranja“ offensichtlich

nicht richtig aussprachen. Nach

mehreren Versuchen bei unterschiedlichen

Kellnern zuckte jeder

nur ahnungslos die Schultern.

Schließlich gaben wir frustriert

auf und orderten Tee zum Frühstück.

Jahre später schenkten mir

besagte Freundinnen das Bildwörterbuch

„Point it“. In dem kleinen

Heftchen im Taschenformat sind

etwa 1300 Gegenstände abgebildet,

mit denen man praktisch alles

deuten kann. Es funktionierte so

sagenhaft gut, dass ich es hellauf

begeistert an jeden weiterschenkte,

der beabsichtigte in absehbarer

Zeit ein fernes Land zu besuchen.

Heute braucht man dieses Heft

nicht mehr. Jedes Smartphone findet

tausend Mal mehr Bilder oder

– noch einfacher - der Translator

übersetzt die jeweilige Landessprache

direkt. Asiatische Länder

sind längst keine Herausforderung

mehr. Google Maps macht es

möglich, Standorte zu ermitteln

und jeden noch so winzigen Ort zu

finden, ohne dafür eine Landkarte

zu benötigen. Flugtickets, Visa

oder Reiseunterlagen speichert

man ebenfalls auf dem Smartphone.

Natürlich braucht man

auch keinen Reiseführer mehr. Alles,

was man wissen möchte, lässt

sich heute bequem googeln.

Das erste Smartphone

Steve Jobs stellte am 9. Januar 2007

das erste iPhone in der Macworld

in San Francisco vor und leitete

damit eine Revolution in der Mo-

26


biltechnologie ein. Ausgerechnet

ein Jahr vor dieser digitalen Sensation

ist mir mein Handy nach

einem Wiesnbesuch direkt vor

eine fahrenden S-Bahn gefallen.

Die ganze Geschichte hatte ich

an einer anderen Stelle schon mal

ausführlich erzählt, deswegen

halte ich mich kurz. Jedenfalls hat

dieser kleine Unfall dazu geführt,

dass die ganze Smartphone-Ära

komplett an mir vorbei ging. Zugegebenermaßen

hätte ich mir

einfach ein neues Handy kaufen

können, was ich aber seit mittlerweile

20 Jahren aus vielseitig erläuterten

Gründen versäumt habe.

Damit bin ich unfreiwillig zu einer

Exotin geworden. Zugegeben

nicht ohne, dass es hin und wieder

eine echte Herausforderung war

und ist, weil einfach mittlerweile

so viel über das Smartphone funktioniert

bzw. nicht mehr, wenn

man keins besitzt. Aber es ist (immer

noch) möglich. Ich bin der lebendige

Beweis.

Nicht ohne Technik und KI

Dennoch frage auch ich zu Hause

am PC bei KI nach, wenn ich

überfordert bin, einem unserer

Kinder ein Mathe-Thema in der

Schule zu erklären oder mir spontan

nicht mehr einfällt, was genau

nochmal Personalpronomen sind.

Wenn ich meinen Namen google,

zeigt mir KI eine ziemlich detaillierte

Beschreibung auf. Die Informationen

dafür stammen beinahe

ausschließlich aus Artikeln,

Texten und Geschichten, welche

ich einmal öffentlich geschrieben

habe. Doch ich kann mir vorstellen

spätestens dann, wenn mehrere

Personen eine unterschiedliche

Version und Wahrheit einer Story

erzählen würden, würde es kompliziert

werden.

Doch was ist KI letztendlich?

Künstliche Intelligenz und die Fähigkeit

von Maschinen, menschliche

Denkprozesse wie Lernen,

Problemlösen und Mustererkennung

nachzuahmen, indem sie

große Datenmengen verarbeitet,

um Aufgaben zu erfüllen, die

normalerweise menschliche Intelligenz

erfordern. Einfach gesagt,

sind das intelligente Computerprogramme,

die selbstständig aus

Daten lernen und sich verbessern

können. KI wurde von Menschen

programmiert und dementsprechend

liegt es auch an uns, wie wir

sie nützen. Wenn unsere Absicht

positiv ist, dann wird KI uns weiterhin

das Leben erleichtern und

uns jetzt und in Zukunft enorme,

wahrscheinlich zum derzeitigen

Zeitpunkt noch gar nicht vorstellbare

Dienste erweisen. Das ist die

gute Nachricht. Aber wir alle wissen,

dass da draußen leider nicht

jeder Gedanken auf empathisch

und wohlwollender Basis beruht.

Das macht uns zurecht Angst. Für

mich persönlich ist KI ein Werkzeug,

mehr nicht. Den was KI bei

aller nachgewiesener Kompetenz

& Intelligenz von einem echten

Menschen unterscheidet ist sein

Herz, sein Verstand und sein Gefühl.

Das bleibt glücklicherweise

unersetzbar und ist (und bleibt)

deswegen unendlich wertvoll.

Eure Michaela ➳

Entdecken Sie liebevoll

ausgewählte Geschenke,

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zur Kommunion.

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Marktstraße 10

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3 MEINUNGEN

Ki? Nix für mi

Text & Bilder: Michaela Probst

Das bin ich in echt nach 15 Minuten Schminken (Restaurieren)

a bißl wie Martin die Gans von Nils Holgersson

Das bin ich KI generiert a bißl wie Magan Fox

alles Lug und Betrug

Ich mag sie einfach nicht! Sie,

die KI. Ich fürchte mich sogar vor

ihr, weil sie so schrecklich unberechenbar

ist. Wer weiß, was in den

Köpfen ihrer Schöpfer so vor sich

geht und wie weit ihre Kompetenz

einmal reichen wird und bereits

jetzt schon tut. Ich gebe zu, ich

habe vor über zwanzig Jahren den

Film „iRobot“ mit Will Smith gesehen,

in der die Welt von Robotern

beherrscht wird. Was damals

Science-Fiction war, ist heute fast

schon Realität. Ironischerweise

heißt mein Staubsaugerroboter auch

so. Ja, jetzt habt ihr mich ertappt,

auch ich kann nicht mehr ohne sie,

der KI. Und natürlich erkundige ich

mich im Internet, über die ein oder

andere Frage, die ich selbst nicht

beantworten kann. Bei meiner Allgemeinbildung

hätte ich sonst Blasen

an den Füßen, wenn ich immer

in die Bücherei laufen müsste, um

mich hier schlau zu machen. Aber

mich nervt es unheimlich, wenn ich

z.B. nicht weiß, ob das Foto echt ist

oder ein Fake (= KI generiert), befindet

sich die Bekannte auf den Malediven

oder auf dem Traumschiff?

Oder war es wieder sie, die KI? Der

Brief, die Bewerbung, das Referat,

der Text in der Zeitung oder der

Liebesbrief, ist der jetzt echt oder

war es wieder sie, die KI? Alles wird

fraglich, unpersönlich, 0815 und ersetzbar.

Im Besonderen gilt das für

viele Berufe. Kein Wunder, dass das

Handwerk berechtigterweise so einen

Aufschwung erlebt. Hier ist sie

nur bedingt einsetzbar und darüber

bin ich sehr froh. Natürlich weiß

ich, dass Fortschritt nun mal zu

unserem Leben gehört und künstliche

Intelligenz auch vieles leichter

macht. Dennoch verstehe ich die

Euphorie und die Sympathie für sie

nicht. Ich erhoffe mir, dass der kritische

Blick auf sie skeptisch bleibt.

Denn je schlauer die künstliche Intelligenz

wird, desto weniger wird

die unsere, weil unser Gehirn nur

dann gut funktioniert, wenn man

es auch benutzt. In diesem Sinne:

Think pink und am besten selbst!

Eure Micha ➳

28


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Natürlich geht’s zum Jeansstadl

alias Trischberger in die Marktstraße,

wenn’s mit der ganzen Familie zum

Shoppen geht. Eine große Jeans-Auswahl,

Mode und Wäsche für Damen,

Herren und Kinder erfüllen

nämlich alle Wünsche. Die bekannten,

freundlichen Gesichter und die

ehrliche und kompetente Beratung

der Jeansstadl Mädels beschert dem

Modeladen viele treue Stammkunden.

Kein Wunder, denn Katharina

Claus und ihr Team haben ein gutes

Händchen für ihre Kundschaft

und führen ausschließlich Marken

in Topqualität zu fairen Preisen:

s.Oliver, MAC, Schiesser uvm.

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3 MEINUNGEN

Ki – Konn i

Warum ich künstliche Intelligenz nutze

und trotzdem selber denke

Ich arbeite seit rund eineinhalb

Jahren mit ChatGPT – oder

meistens sage ich einfach kurz

„Chatty“. Taucht eine Frage auf,

Text & Bild: Martina Geisberger

die ich nicht sofort beantworten

kann oder ein Thema, bei dem ich

schnelle Unterstützung brauche?

Dann geht es schnell ans Handy

oder an den PC, App öffnen und:

Was sagt „Chatty“ dazu? Ganz

egal, ob es um private Dinge wie

Reiseplanung, rechtliche Fragen

oder kreativen Input geht. Auch

bei beruflichen Themen dürfen

und sollen wir bei meinem Arbeitgeber

die kostenpflichtige Version

von ChatGPT aktiv nutzen. Kurz

gesagt: „Chatty“ hat immer Zeit

für mich, macht seinen Job meistens

(!) ganz gut und ich kann in

meiner Arbeit weitermachen oder

die Frage, die mich gerade beschäftigt

hat, abhaken.

Auch als Gmoablattlschreiberin

oder hier als Autorin für das

Isarwinkler Magazin unterstützt

mich die KI immer wieder. Sie bügelt

meine (leider regelmäßig auftauchenden)

Rechtschreib- und

Grammatikfehler aus, hilft mir

beim Finden kreativer Überschriften

oder – wenn ich gar nicht

weiß, wie und wo ich anfangen

soll – bei einem passenden Texteinstieg.

„Chatty“ sucht Zitate

heraus oder kürzt meine oft viel

zu langen Texte. Und das auf eine

Art, dass am Ende immer noch genau

das drinsteht, was ich sagen

will.

Das ist für mich weder Faulheit

noch Verdummung, sondern die

intelligente und effektive Nutzung

der mir zur Verfügung stehenden

Ressourcen (ich schreibe meine

Texte schließlich auch nicht mehr

mit der Schreibmaschine oder

schlage im Lexikon nach). Der

Fortschritt lässt sich durch mich

nicht aufhalten, ich kann aber

lernen, mit ihm umzugehen und

ihn zu meinem Vorteil zu nutzen.

Denn dann ist die Gefahr deutlich

geringer, irgendwann einmal

– mangels KI-Kompetenz – im Berufsleben

aussortiert zu werden.

30


Aber – und das ist mir wichtig

– „Chatty“ ist nicht perfekt.

Ganz und gar nicht. Vor allem

bei der Fotobearbeitung gehen

meine Vorstellungen, die ich im

Prompt (Eingabeaufforderung bei

ChatGPT) äußere, oft meilenweit

am Ergebnis vorbei. Menschen

sehen danach so fremd aus, dass

ich sie kaum wiedererkenne – für

mehr als einen lauten Lacher waren

diese Bilder selten zu gebrauchen.

Allerdings kann eine Kollegin

mit einer anderen KI Bilder

zaubern, da schlackert man mit

den Ohren. Also sitzt das Problem

doch – wie so oft – vor dem Computer.

Denn was es bei der Arbeit mit

KI immer braucht, ist der richtige

Input - und Kontrolle, sowie vor

allem einen gesunden Menschenverstand.

Meistens ändere ich im

Nachgang sowieso noch etwas,

feile an Formulierungen oder passe

den Ton an – damit der Text

meine „Note“ bekommt und sich

für mich richtig anfühlt. KI soll

mich nicht ersetzen, sondern mich

dabei unterstützen, die Menschen

mit meinen Zeilen zu erreichen.

Ich bin daher der Meinung: KI

kann unser Leben in vielen Bereichen

erleichtern und gerade

im medizinischen Bereich setze

ich große Hoffnungen in diese

Technologie. Gleichzeitig gibt

es Gefahren und die gehören auf

den Prüfstand. Gerade in den Medien

wird es immer schwieriger

zu erkennen: Ist dieses Foto oder

Video echt? Menschen können bewusst

in die Irre geführt werden,

die Folgen sind oft fatal. Aber ist

das wirklich neu? Die Boulevardpresse

beweist seit Jahrzehnten,

dass es für Unwahrheiten keine

KI braucht – ein falscher Bildausschnitt,

ein verdrehter Kontext

und schon entsteht eine andere

Wahrheit.

Deshalb sollten wir weiterhin das

tun, was KI (noch?) nicht kann:

miteinander reden, einander ansehen,

dabei Stimmungen wahrnehmen,

sich eine eigene Meinung

bilden, andere Ansichten anhören

und auch mal aushalten – denn

je mehr künstliche Intelligenz in

unser Leben tritt, desto wichtiger

wird unsere menschliche, emotionale

Intelligenz.

Eure Martina

Jahnstraße 2 l 83646 Bad Tölz l Tel. 08041 • 23 81 l www.weine-fischer.de

31


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PORTRÄT Orthoprotect

Damit’s wieder gscheid laft

Orthoprotect hilft dabei

Text & Bilder: orthoprotect

Wenn der Fuß schmerzt, das Knie

Probleme macht oder der Rücken

nicht mehr richtig mitzieht, wird

schnell klar, wie wichtig die richtige

Unterstützung im Alltag ist. Genau

hier setzt Orthoprotect an. Als modernes

Sanitätshaus und orthopädietechnischer

Fachbetrieb aus der

Region begleiten wir Menschen auf

dem Weg zu mehr Beweglichkeit und

weniger Beschwerden.

Bei uns verbinden sich traditionelles

Handwerk und innovative Technologien.

In unserer Werkstatt entstehen

individuell angepasste Lösungen –

von klassischen Maßanfertigungen

bis hin zu modernen, 3D-gedruckten

Einlagen. Mithilfe digitaler Fußanalysen

werden diese exakt auf die Bedürfnisse

jedes einzelnen Fußes abgestimmt.

Dadurch lassen sich Fehlbelastungen

frühzeitig erkennen und

gezielt korrigieren.

„Gesundheit ist unser

wertvollstes Gut“

Unser Angebot umfasst neben orthopädischen

Einlagen auch eine große

Auswahl an Bandagen und Orthesen

32


zur Stabilisierung der Gelenke sowie

medizinische Kompressionsversorgungen.

Viele Produkte passen wir

direkt vor Ort an, damit sie im Alltag

optimal unterstützen. Ob nach einer

Verletzung, bei alltäglichen Beschwerden

oder zur Unterstützung im Sport

– bei Orthoprotect legen wir großen

Wert auf eine persönliche und ausführliche

Beratung.

Als orthopädietechnischer

Partner der Tölzer Löwen ...

... verfügen wir zudem über Erfahrung

im Spitzensport. Dort zeigt sich

besonders deutlich, wie entscheidend

eine präzise Versorgung für Leistungsfähigkeit,

Stabilität und schnelle

Regeneration ist. Dieses Wissen fließt

selbstverständlich auch in die Betreuung

unserer Patientinnen und Patienten

aus der Region ein.

Doch nicht nur Leistungssportler

profitieren vom Angebot. Regelmäßig

werden Testtage zu Themen wie

Knie oder Rücken veranstaltet. Dabei

können Interessierte herausfinden,

ob beispielsweise eine Orthese für sie

sinnvoll ist. Auch für Gesundheitstage

in Unternehmen wird Orthoprotect

gerne gebucht. Professionelle

Fuß- und Rückenanalysen helfen,

Probleme frühzeitig zu erkennen und

vorzubeugen.

Denn letztlich gilt:

Die eigene Gesundheit ist das

höchste Gut – und verdient

besondere Aufmerksamkeit.

Neue Möglichkeiten durch

moderne Technik

Innovative Verfahren wie die funktionelle

Elektrostimulation (FES) bieten

vor allem Schlaganfall- und MS-Patienten

neue Perspektiven. Elektrische

Impulse unterstützen dabei die Bewegung

des Beins und helfen, Stolpern zu

vermeiden. Auch moderne Scanner,

3D-Druckverfahren und Schaumfräsen

eröffnen zusätzliche Möglichkeiten

in der Versorgung. „Wir sind ein

junges Team und setzen bewusst auf

Innovation“, erklärt Josef Greipl.

Orthoprotect –

Sanitätshaus & Orthopädietechnik

Bad Tölz, Lenggrieser Str. 48/50,

Moraltpark 1h (1. Stock)

Tel. 08041 ∙ 7992870

www.orthoprotect.de

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag:

8:30–13:00 & 13:30–18:00 Uhr

Mittwoch: 8:30–13:00 &

13:30–16:30 Uhr

Freitag: 8:30–14:00 Uhr

Samstag: geschlossen

33


PORTRÄT D'Oach

Mia seng uns in da Oach

Bald geht’s wieder los!

Noch ist es draußen ein bisschen

zu frisch fürs Freibadfeeling, doch

bei den Stadtwerken Bad Tölz laufen

die Vorbereitungen bereits auf

Hochtouren: Ihr historisches Naturfreibad

Eichmühle macht sich bereit

für eine neue Saison, in der wieder

Bilder: Stadtwerke

Bad Tölz/Dietmar Denger

Kinder mutig ihre ersten Bahnen ohne

Schwimmflügel ziehen, Jugendliche

die Südwestwiese für sich erobern

und im Schatten der Bäume gemütlich

mit alten Bekannten geratscht wird.

Den offiziellen Auftakt bildet auch

heuer wieder ein Ereignis mit Tradition

und vor allem Unterhaltungswert:

Am 15. Mai wird in der „Oach“ angebadet

– auch bei 11 Grad Wassertemperatur.

Wenn sich wagemutige

Teilnehmer in das Wasser trauen, ist

das nicht nur der Startschuss in die

Freibadsaison, sondern auch ein beliebter

Treffpunkt für alle, die dieses

Spektakel vom Beckenrand aus verfolgen

möchten.

Traumhafte Lage

Umgeben von der einzigartigen Landschaft

des Ellbacher Moors und mit

freiem Blick auf die Berge bietet die

„Oach“ beste Voraussetzungen für

entspannte Sommertage. Ob beim

Schwimmen und Plantschen im 1,5

Hektar großen Becken, beim Relaxen

auf der Liegewiese oder beim gemeinsamen

Spielen und Chillen auf der

Südwestwiese – hier findet jeder seinen

Platz.

Zu einem Badetag in der „Oach“

gehört auch ein Besuch in der Gastronomie.

Denn was schmeckt an

einem heißen Tag besser als die beliebten

Freibadpommes von Steffi und

Markus Bußmann? Im Kiosk gibt es

diese und noch vieles mehr: von herzhaften

Klassikern wie Burgern und

Currywurst bis hin zu Eis und kleinen

Snacks – zum Mitnehmen oder zum

entspannten Verzehr im Biergarten.

Ein Höhepunkt der Saison erwartet

die Besucher kurz vor den Sommerferien:

Am 19. Juli (Ausweichtermin:

26. Juli) laden die Stadtwerke zum

großen Familientag ein. Auf die Kinder

wartet ein abwechslungsreiches

Programm mit Kasperltheater, Kinderschminken,

Hüpfburg und vielen

Mitmachaktionen der örtlichen Vereine

– beste Voraussetzungen für einen

fröhlichen Tag für Jung und Alt.

Und an jedem anderen Sommertag

gilt: Ein Sprung ins kühle Wasser,

Kinderlachen in der Luft und das

Bergpanorama im Blick – genau so

fühlt sich Sommer in der „Oach“ an.

Das Freibad öffnet immer an „trockenen“

Tagen von 9 – 19 Uhr, bei Regen

bleibt es geschlossen. Näheres unter

www.stw-toelz.de/schwimmbaeder

Mia seng uns in da Oach! mg

34


TOLLES KINDERPROGRAMM

FAMILIENTAG

IM NATURFREIBAD EICHMÜHLE

• Kasperltheater

• Kinderschminken

• Hüpfburg

• Bewegungsparcours

• Wasserspiele

SONNTAG,

19. JULI 2026

von 9 bis 17 Uhr

Tickets an der Tageskasse

Ausweichtermin bei schlechtem Wetter 26.07.26

www.stw-toelz.de/schwimmbaeder

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35


LUGGE & KARE

Vor lauter Handy, YouTube und TikTok haben wir verlernt uns Witze zu erzählen.

Deswegen haben wir vom d’Isarwinker überlegt, den Lugge & Kare in unser Heft zu holen.

Jetzt darf mal wieder so richtig gelacht werden!

Kennst du den?

Wer glaubt,

dass ein Bauleiter den Bau leitet,

glaubt auch, dass ein Zitronenfalter

Zitronen faltet.

Illustration:

Freepik/KI

Eine Universität soll die Dicke eines

Drahtes messen, aber sie schaffen es nicht,

weil der Draht so dünn ist. Darauf schicken sie

den Draht nach England, die nach Frankreich und

die Franzosen geben in an die Schweiz weiter. Niemand

kann die Antwort geben und darauf schicken sie ihn an

einen Handwerksbetrieb in Bayern. Dieser misst den

Draht, gibt’s an 0,0358 mm. Aber jetzt die Frage

an euch, soll ma a Loch bohren oder ein

Gewinde drauf schneiden?

Zwei Architekten stehen vor einem

Fahnenmast und diskutieren. Kommt ein Handwerker

vorbei und fragt, wo denn das Problem sei.

Darauf der erste Architekt: Wir haben einen schweren Auftrag. Wir

sollen die Höhe der Stange ermitteln und wir überlegen, welche unserer

Formeln die beste ist.

Darauf der Handwerker: Wenn’s bloß des is… Er schraubt die Fahnenstange

ab legt sie auf den Boden, misst mit dem Meterstab die Stange ab, stellt sie

wieder auf und geht zu den Architekten und sagt: Exakt 6 Meter! Grüßt

und geht wieder seines Weges. Da meint der eine Architekt zum

anderen abschätzig: So ein Idiot, wir brauchen die

Höhe und er sagt uns die Länge!

36


PORTRÄT Hummel Apotheken

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Bilder: Maria Hummel

Zeit nehmen, zuhören

und beraten

Christopher und Maria Hummel sind stolz auf ihr Team und freuen sich über viele zufriedene Kunden

„Wir sind die Gesundheitsberater

vor Ort und sind dort fest verwurzelt“,

so fasst Christopher Hummel

seinen Beruf zusammen. Es

ist wohl mehr eine Berufung, denn

ihm, seiner Frau Maria und seinem

ganzen Team liegt es besonders

am Herzen für die Patienten da zu

sein. Gerade weil in den Arztpraxen

oft wenig Zeit bleibt die Medikamente

zu erklären. Eine Apotheke

vor Ort ist in der heutigen Zeit

alles andere als selbstverständlich.

So freuen sich mittlerweile dreißig

Mitarbeiter, die in drei Apotheken

im Isarwinkler tätig sind, über

den persönlichen Kontakt und

die ganzheitliche Beratung. Das

Schöne dabei: man kennt sich im

Dorf, hilft gerne weiter und das ist

sicher wichtiger als Rabatte. Auch

die Nähe zu den hiesigen Arztpraxen

schafft kurze Wege und

eine perfekte Symbiose. „Wir sind

eine klassische Apotheke, die alles

anbietet“, berichtet Christopher

Hummel. In den hochmodernen

Labors werden hauseigene Tees,

Kräuterextrakte, Salben und individuelle

Rezepturen hergestellt.

„Wir denken und arbeiten in alle

Richtungen, alle sind willkommen

und wir lassen niemanden außen

vor.“ Das zeigt besonders das Drogen-Ersatzprogramm,

an dem sich

die Michaeli Apotheke in Gaißach

sehr engagiert. Der Einsatz von

Cannabis unterstützt z.B. sowohl

in der Schmerz- und Krebstherapie

und hilft auch bei psychischen Belastungen

und bei Schlafstörungen.

Was vor 18 Jahren in Bad Heilbrunn

mit zwei Angestellten begann,

macht dem Apotheker bis

heute große Freude. Sein Engagement

ist zudem in vielen Zeitungsbeiträgen

sichtbar. Christopher

Hummel ist Bezirksvorstand im

bayerischen Apothekerverband und

Pressesprecher des Landkreises.

24-Stunden Notdienst

Die hiesigen Apotheken bieten einen

Notdienst rund um die Uhr.

Im Wechsel können so Kunden

zu jeder Tages- und Nachtzeit am

Schalter läuten und es wird ihnen

umgehend geholfen. Ein toller

Service, der nicht selbstverständlich

ist. Dafür von unserer Seite

ein DANKESCHÖN an alle Apotheken.

37


38

PORTRÄT Hummel Apotheken


Bad Heilbrunn – Altbewährtes in neuen Räumen

Nach 70 Jahren startet die Kurapotheke in eine neue

Zukunft der Gesundheitsvorsorge. 2027 ist der Umzug

in die neuen Räumlichkeiten in Bad Heilbrunn geplant.

Mit in den Gebäudekomplex ziehen auch mehrere Arztpraxen,

unter anderem die beiden bestehenden Hausarztpraxen.

So ist in zentraler Lage die gesamte gesundheitlich

Versorgung der Bad Heilbrunner gesichert.

Kur- Apotheke

Ferdinand-Maria-Str. 3

83670 Bad Heilbrunn,

Tel. 08046 ∙ 14 66

info@kurapotheke-bad-heilbrunn.de

Gaißach – Do samma dahoam

Vor zehn Jahren waren Christopher und Maria Hummel

besonders stolz auf die erste und einzige Apotheke

zu Hause in Gaißach. Die Lage in der Moser-

Säge mit den vielen Einkaufs- und Parkmöglichkeiten ist

perfekt und mehrere Arztpraxen in unmittelbarer Nähe

schaffen eine konstante und vertrauensvolle Beratung in

Sachen Gesundheit vor Ort.

Michaeli-Apotheke

Moser-Säge 5

83674 Gaißach

Tel. 08041 ∙ 7 96 76 74

info@michaeliapotheke.de

Königsdorf – Gemeinsam geht’s weiter

Alle Mitarbeiter der Orts-Apotheke stehen weiterhin

allen Königsdorfern mit Rat und Tat zur Seite. Alle sieben

Kolleginnen unterstützen die Hummels, wo es nur

geht und so wird die Apotheke ganz im Sinne von Frau

Boettcher, die kurz nach dem Verkauf der Apotheke verstorben

ist, weitergeführt. Die Versorgung am Ort bleibt

bestehen, das war ihr und dem ganzen Team wichtig,

denn die Wege von Königsdorf zu den nächsten Apotheken

wären sonst sehr weit. Die Hummels freuen sich auf

eine weiterhin tolle Zusammenarbeit. mp

Linden-Apotheke

Tölzer Str. 1

82549 Königsdorf

Tel. 08179 ∙ 1797

mail@lindenapotheke.info

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Tölzer VitalLife

Vielfalt erleben:

Ernährung, Kräuter & Kneipp

Bilder: Stadt Bad Tölz

Der Frühling weckt Lebensgeister

– und Tölzer VitalLife in Bad

Tölz bringt dich in Bewegung. In

praxisnahen Einheiten lernst du

Vieles, das Spaß macht und inspiriert:

Vegetarische und vegane

Kochworkshops zeigen, wie

pflanzliche Küche lecker, nährstoffreich

und alltagsnah gelingt.

Du probierst neue Rezeptideen,

bekommst wertvolle Tipps zur Alltagsküche

und tauschst dich mit

anderen Genuss-Interessierten aus –

begleitet von geschulten Referenten

mit Know-how und Begeisterung.

Die Kraft der Natur nutzt Vital-

Life im Freien: Bei Kräuterwanderungen

und Naturführungen

entdeckst du wilde Pflanzen rund

um Bad Tölz, lernst ihre Wirkung

kennen und verarbeitest sie direkt

vor Ort – sei es als Getränk,

Gewürz oder Zutat fürs Kochen.

Diese Outdoor Erlebnisse verbinden

Bewegung, Sinneserfahrung

und Wissen über die Natur. Auch

Kneipp Impulse gehören dazu – zum

Beispiel bei gemeinsamen Touren

am Hausberg Blomberg, wo du beim

Spaziergang mit Kräuterkunde auch

ein Natur Kneipp Becken mitten im

Grünen erleben kannst. Was Tölzer

VitalLife besonders macht: Die

Angebote sind kurz, abwechslungsreich

und ideal, um Gleichgesinnte

zu treffen, sich auszutauschen und

gemeinsam neue Impulse für einen

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PORTRÄT Familie Zintel

Die Familie Zintel oder:

Ein Leben im Rhythmus des Blombergs

Bilder: Familie Zintel

Nicole und Hannes Zintel

Man braucht schon „Bergblut“

in den Adern und viel Heimatliebe,

um ein Unternehmen wie die

„Blombergbahn Bad Tölz SEBA

Seilbahnbau GmbH & Co. KG“ erfolgreich

zu führen – einen Betrieb,

der sich vor allem nach den Jahreszeiten,

der Witterung und der

Natur richtet. Wer das meistern

will, kennt dort jeden Baum sowie

jede Schraube und packt nicht nur

selbst mit an, sondern denkt immer

nach vorne: an die nächsten

zwei Stunden genauso, wie an die

kommenden 20 Jahre.

Im Alleingang ist so etwas schier

unmöglich. Daher ist die Geschäftsführung

der Blombergbahn

für Hannes Zintel kein „One-Man-

Job“, sondern eine Lebensaufgabe

für eine ganze Familie – und das ist

ihm seit zwei Generationen mehr

als gelungen.

Denn wie bereits seine Eltern Hans

und Anushka brennt auch Sohn

Hannes Zintel gemeinsam mit seiner

Frau Nicole für den Blomberg

– ebenso wie für die vielen Menschen,

die sie täglich umgeben. Da

sind zum einen ihre rund 50 Mitarbeiter

und zum anderen die Besucher,

für die die Familie Zintel

eine ganz besondere Bergerlebniswelt

geschaffen hat.

Sie treibt mehr an, als nur wirtschaftlicher

Erfolg: Die Zintels sehen

in ihrer Arbeit nicht nur einen

Mehrwert für die Region durch

gezielte Besucherlenkung und die

Entlastung unerschlossener Gebiete,

sowie die siebenfache Wertschöpfung

jedes einzelnen verdienten

Euros. Sie sehen darin auch die

Chance, den Menschen unsere Voralpenregion

und ihre schützenswerte

Natur näherzubringen.

Kind des Blombergs

Hannes wuchs am Fuße des Blombergs

auf. Bereits mit zwölf Jahren

verkaufte er Fahrkarten und lernte

den Berg von einer Seite kennen,

die den meisten Gästen verborgen

42


Mal schnell beim Papa bei der Arbeit zuwinken – das

gehört für Familie Zintel einfach dazu

bleibt: als Ort harter Arbeit, aber

auch unendlicher Freiheit. Er lernte

sein Handwerk von der Pike auf

– stets angetrieben von Fleiß und

dem Willen, etwas zu bewegen. So

übernahm Hannes 2001, als jüngster

Betriebsleiter Europas, den

Betrieb seines Vaters. Er modernisierte,

sanierte und traf mutige

Entscheidungen, auch wenn er sich

dafür gegen alte Strukturen durchsetzen

musste. Veränderungen

gehören zu seinem Tagesgeschäft

– kurzfristig bei den täglichen

Wetterprognosen und den damit

verbundenen Einsatzplänen, aber

auch langfristig. Denn der Klimawandel

stellt alle vor neue Herausforderungen.

„Der Berg verändert

sich und wir verändern uns mit

ihm“, sagt er gelassen.

Die Energie von Hannes ist ansteckend.

So ist es kaum verwunderlich,

dass auch seine Frau Nicole

vom Blombergfieber

infiziert

wurde. Sie war

damals ein richtiger

Bergfex

und bereits im

Himalaya, aber

den Blomberg

ließ sie früher

links liegen: „Zu

touristisch erschlossen“,

lacht

sie im Rückblick

„aber als Mama

ändert sich die

Perspektive: es

ist doch toll den

Kindern über

„ein paar Zuckerl“

das Berggehen

nahebringen

zu können.“

Doch die Frau

des Geschäftsführers

der Blombergbahn zu

sein, könnte eine

Bergliebe durchaus

auf die Probe stellen

– könnte man

meinen. Doch nicht

so bei Nicole: „Am

Anfang war der

Alltag hier eine riesige

Umgewöhnung

für mich. Denn der

Blomberg – oder

besser gesagt das

Wetter am Berg –

bestimmt unseren

Rhythmus. Aber

ich bin auch unendlich

dankbar, dass

wir alle an so einem

besonderen Kraftort leben dürfen.

Hier wird mir immer wieder bewusst:

Was für uns Einheimische

oft alltäglich ist, ist für einen anderen

das Highlight der Woche

Die ganze Familie Zintel im Rodelfieber – alle Jahre

wieder

oder vielleicht sogar des Jahres.“

Mittlerweile hat Nicole sich auch

daran gewöhnt, dass gemeinsame

freie Tage selten sind. „Das ist

auch okay. Der Blomberg macht

uns Spaß – und wir alle fiebern

bei vielen Themen mit.“ So rodeln

die drei Kinder der Zintels auch

mal im Pyjama unter dem Schneeanzug

frühmorgens die frisch

präparierte Rodelpiste hinunter.

Der sechsjährige Sohn half zuvor

sogar schon seinem Papa Hannes,

die Strecke entsprechend vorzubereiten.

Denn Hannes weiß aus eigener

Erfahrung: „Man kommt nur

wirklich hoch hinaus, wenn man

fest verwurzelt ist.“ Und diese

Wurzeln, die die Familie Zintel

am Blomberg geschlagen hat, sind

stark. Seit über 50 Jahren halten

sie allen Stürmen stand – und

wachsen mit jeder Herausforderung

ein Stück tiefer in den Blomberg

hinein, während ihre tägliche

Arbeit und ihre zukunftsfähigen

Visionen so viele Menschen seit

vielen Generationen dem Himmel

ein Stückchen näherbringen. mg

43


KÜNSTLERPORTRÄT YouTube Serie & Podcast „Berg- und Talfahrt“

Zwischen Himmel & Erde

Die Serie „Berg- und Talfahrt“

Text: Martina Geisberger Bilder: Blombergbahn

Gespräche auf Augenhöhe in luftigen Höhen - hier mit Sepp Schauer

Gespräche auf dem Weg nach

oben und wieder bergab mit

Daniela Steinberger

Die besten Gespräche finden am Berg

statt – das bewies die Sendung „Gipfeltreffen“

mit Werner Schmidbauer

über viele Jahre im Bayerischen Rundfunk.

Nahbar, ehrlich und oft überraschend

persönlich: ein Erfolgsrezept,

das nun auch im Tölzer Raum neue

Wege geht.

Denn einen ähnlichen Ansatz verfolgen

der Betreiber der Blombergbahn,

Hannes Zintel und seine Mitarbeiterin

Daniela Steinberger mit dem Videoformat

„Berg- und Talfahrt“. Im

Zweisitzer-Sessellift entstehen – in

entspannter Atmosphäre und ohne,

dass einem „bergauf die Schnauf

ausgeht oder bergab die Knie wackeln“

– ganz besondere Gespräche

am Nordrücken des Blombergs. „Der

Blomberg selber hat eine bewegte Geschichte

und hier treffen so viele unterschiedliche

Menschen aufeinander

– dem wollten wir mit einem besonderen

Format Tribut zollen“, erklärt

Dani die ersten Gedanken vor der Geburtsstunde

des Videoformats.

Jetzt zeigen bekannte Gesichter aus

Bad Tölz und der Region ihre Höhen,

Tiefen und ungewohnte Seiten. „Wir

wollen immer eine gute Mischung aus

Personen, die hier

im Tölzer Land

bekannt sind

und auch Menschen,

die man

beispielsweise aus

dem Fernsehen

oder dem Internet

kennt“, berichtet

Dani über die

Auswahl der Gesprächspartner.

Die ersten 19 Folgen sind bereits im

Kasten und auf dem YouTube-Kanal

der Blombergbahn veröffentlicht. Im

Zweisitzer-Sessel durften neben Moderatorin

Dani nicht nur der Betreiber

der Bahn höchstselbst, sondern auch

schon der Tölzer Bürgermeister Dr.

Ingo Mehner sowie der Tausendsassa

Peter Frech Platz nehmen. Die Folge,

in der Frech über seinen Schlaganfall

und seinen holprigen Anfang in der

Dick eingepackt geht es auch im Winter auf Berg- und

Talfahrt. Hier mit "Bergretter" Markus Brandl

44


Die Kameras, die links und rechts von der Gondel angebracht sind, filmen

das Gespräch mit

Security-Branche berichtet, zählt mit

knapp 14.000 Aufrufen zu den beliebtesten

Episoden. Mit über 55.000

Aufrufen hat lediglich Kai Zorn, der

„Wetterfrosch“, noch mehr Streams

zu verzeichnen. Kurzweilig erzählt er

in einer Folge des „Winterspecials“

nicht nur von seiner Leidenschaft

für Meteorologie und Berge, sondern

auch, wie er mit seiner Unwetterwarnung

am Blomberg einem jungen Paar

– O-Ton – „den Arsch gerettet hat“

und warum er beim Smalltalk nicht

gerne über das Wetter spricht.

Ebenso in luftige Höhen wurden unter

anderem die Schauspieler Stefan

Murr, Johanna Bittenbinder und

Heinz-Josef Braun entführt. Auch

Internet-Größen, wie der Koch Noah

Hansen und Alessandro Capasso

(„der Münchner“) standen bei Dani

bereits Rede und Antwort. Selbst

Sportler, wie der Eishockeyspieler

Konrad Abeltshauser ließen sich für

ein Interview bequem bergauf – und

natürlich auch wieder bergab – chauffieren.

Als langjährige „Sturm der

Liebe“ Zuschauerin hat es Dani besonders

gefreut, dass Schauspieler

Sepp Schauer zu ihr in den Lift stieg.

„Ich bereite immer so acht, neun

Fragen vor – brauche diese aber meistens

nicht, weil das Interview wie

von alleine läuft. Lediglich die fünf

Die Schauspielerin Johanna Bittenbinder erzählt unter anderem aus ihrer

Schulzeit in Hohenburg

schnellen ‚Entweder-oder-Fragen‘

am Schluss sind fix“, so die Greilingerin.

„Meistens reichen die gut 30

bis 40 Minuten, die eine Berg- und

Talfahrt dauert, gar nicht – wir könnten

oft noch ewig weiterquatschen.“

Das liegt mit Sicherheit nicht nur an

der intimen Atmosphäre des Zweisitzer-Sessellifts,

an dem die beiden Kameras

montiert sind, sondern auch an

der sympathischen 43-jährigen Moderatorin,

die sehr spontan agiert und

vieles „aus dem Bauch heraus“ macht.

Einzig das Wetter und der vergleichsweise

straffe Zeitplan sind trotz aller

Spontanität manchmal schwer kalkulierbare

Faktoren – aber „wir haben´s

noch immer hinbekommen“, versichert

Dani.

Der krönende Abschluss jeder Folge

ist das gemeinsame Rodeln der Gäste

mit Dani ins Tal – entweder mit dem

Alpine Coaster oder auf der Winterrodelbahn.

Bestimmt nicht nur für die

Zuschauer vor den (PC-)Bildschirmen

ein unvergesslicher Moment.

Denn dafür ist der Blomberg seit über

100 Jahren bekannt und beliebt: für

besondere Erlebnisse, die noch lange

in Erinnerung bleiben. Und ebenso

für die Vielfalt der Menschen, die ihn

tagtäglich besuchen – verbunden mit

einzigartigen Begegnungen und unzähligen

Gesprächen am Berg, die so,

mit beiden Füßen fest auf dem Boden

der Tatsachen, wohl nie stattgefunden

hätten. Genau das macht „Berg- und

Talfahrt“ aus: ein Format, das zeigt,

dass nicht nur der Weg nach oben

spannend ist, sondern vor allem das,

was man unterwegs miteinander teilt.

Alle 19 Folgen sind auf dem

YouTube-Kanal „Blombergbahn

Bad Tölz“ und seit neuestem

auch auf Spotify unter

„Berg- und Talfahrt“ (vorerst

nur fünf Folgen) zu finden.

Nähere Infos auch unter

www.der-blomberg.de oder

auf dem Instagram-Kanal.

45


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ISARWINKLER Rätselraten

Kreuzworträtsel

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Zum

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Einsendeschluss: 30.06.2026

Lösung aus der Nr. 29:

VEREINSLEBEN

Gewinner:

Norbert Metzner

Wir gratulieren!

1. Lateinisches Wort für die Biene

2. Welche besondere Therapie bietet die Arzbacherin

Andrea an

3. Wie heisst der KI Helfer von Martina

4. In welchem Betrieb lernte und arbeitet Rosi Heiß

5. Name des kurzweiligen Podcasts vom Blomberg

6. Welchen Namen hat der Hans (Schmied in Lenggries)

7. Name des 3. Gipfels neben Blomberg und Heiglkopf

Öffnungszeiten

Montag u. Dienstag 8:30 – 12:00 Uhr

14:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag u. Freitag 8:30 – 18:00 Uhr

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Mittwoch geschlossen

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PORTRÄT Bauunternehmung H. Rolf

Mit uns hat Bauen Zukunft!

Die Baubranche gehört zu den Bereichen mit den

besten Zukunftsaussichten. Die Bauunternehmung

Rolf mit ihren 50 Mitarbeitenden ist seit

fast 100 Jahren ein Familienbetrieb in dritter Generation,

dessen Name für qualitativ hochwertige

Handwerksleistungen rund um das Thema bauen

steht. Wir kümmern uns mit viel Leidenschaft und

Engagement um die Wünsche unserer Kunden.

Wir sind regional, arbeiten nachhaltig und handwerklich

anspruchsvoll.

Unserem Unternehmen ist die Nachwuchsförderung

schon immer wichtig. Wir bilden seit

Bestehen der Firma in den Berufen Zimmerer

und Maurer m/w/d aus. So hat schon mancher

selbstständige Isarwinkler seine Ausbildung bei

der Bauunternehmung Rolf gemacht. Es ist auch

nicht selten, dass die Kinder von Mitarbeitern der

Firma Ihre Ausbildung bei uns machen. Das freut

uns natürlich sehr! Teamgeist, Wertschätzung

und ein kollegialer Umgang ist uns besonders

wichtig, so dass sich alle Altersschichten im Unternehmen

wohl fühlen.

Geschäftsführer Hans Besch: „Die Ausbildung

von jungen Leuten sowie die bodenständige Arbeitsweise

aller Mitarbeiter liegt mir sehr am Herzen

und trägt dazu bei, ein gesundes Betriebsklima

zu schaffen. Unsere Handwerker sind alles

ausgebildete Fachkräfte. Handwerk heißt, die beauftragte

Arbeit mit Hand und Verstand bestmöglich

zu erledigen. Leidenschaft heißt, mit Freude

und Herz die gestellten Ziele zu erreichen. Diese

Vorgaben vertreten wir mit unserem Namen

„Bauen & Vertrauen‘“.

Wir bieten:

- einen abwechslungsreichen, nachhaltigen Job

- Weiterbildungsmöglichkeiten

- Spaß bei der Arbeit

- traditionelle Arbeit auf dem neuesten technischen Stand

- überdurchschnittlich gute Bezahlung

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und Direktversicherung

- Jobrad

und weitere Annehmlichkeiten.

Kannst Du Dir vorstellen, mit Deinen Händen bleibende Werte zu schaffen? Interessierst Du Dich für

einen Ausbildungsberuf im Bauhandwerk? Dann melde Dich bitte bald bei uns. Ein Praktikum zum

Kennenlernen der Ausbildungsberufe ist jederzeit möglich.

Wir freuen uns auf Dich!

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H. Rolf • Bauunternehmung • Zimmerei

ach was, das bleibt! Handwerk hat Zukunft!

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Lerchkogelstraße 8 | 83661 Lenggries

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DORFFÜHRUNG Blomberg

Der Blomberg

Eine Dorfführung

Text: Martina Geisberger Bilder: Blomberg Werbe- und Veranstaltungs UG,

Martina Geisberger, Bodo Dreisbach, privat

Der Blomberg ist nicht nur ein beliebtes

Ausflugsziel vieler Tagesgäste

aus München und Urlaubern aus

der weiten Welt. Er und seine beiden

„Schwesterngipfel“ Heiglkopf und

Zwiesel sind vor allem auch für viele

Tölzer und Isarwinkler seit vielen

Jahrzehnten „ihre Hausberge“, die

schon zahlreiche Generationen für das

Wandern und den Bergsport in seinen

vielen Facetten begeistern konnten.

Mit rund 500 Höhenmetern Aufstieg

(zum Zwiesel ein bisschen mehr) ist

man schnell am Ziel, hat einen traumhaften

Ausblick in alle Richtungen

und das vielseitige Freizeitangebot

rund die um Berg- und auch Talstation

an der Nordflanke des Blombergs

begeistern sowohl kleine als auch

große Bergfexe zu jeder Jahreszeit.

Hier wurde in den letzten Jahrzehnten

eine eigene kleine Welt geschaffen,

in der man den Alltag einmal getrost

ausschalten kann. Diesen besonderen

Kosmos auf rund 1.200 Metern Höhe

über dem Meeresspiegel wollen wir

uns in unserer Dorfführung heute

einmal genauer anschauen.

Die Geschichte

Das Gebiet rund um den Blomberg

hat – vor allem in den letzten 125 Jahren

– eine bewegte Geschichte erlebt.

Alte Gipfelbücher zeigen, dass bereits

Ende des 19. Jahrhunderts Menschen

aus nah und fern ihre Erholung in den

Bergen bei Bad Tölz suchten.

Daher wurde 1906 von den Kommunen

beschlossen, den Blomberg als

Freizeitgebiet zu erschließen. Schon

ein Jahr später wurde das Blomberghaus

feierlich eröffnet. Mit dem alljährlichen

Blomberg-Turnfest des

Tölzer Turnvereins entwickelte sich

der Berg rasch zu einem sportlichen

Treffpunkt der Region. Wenig später

kamen Rodler und Skifahrer sowie

in jüngerer Geschichte die Moutainbiker

hinzu.

Das dunkelste Kapitel der deutschen

Geschichte ging auch am Blomberg

nicht spurlos vorbei. Der Gipfel des

Heiglkopfs wurde in den unsäglichen

Namen „Hitlerberg“ umbenannt

und ein Hakenkreuz errichtet, das

abends mit Fackeln für den gesamten

50


Richtfest am Tölzer Blomberghaus anno 1907. Mit der Einweihung des

Berggasthauses begannen die Bergturnfeste des TV Bad Tölz

Isarwinkel sichtbar beleuchtet wurde.

In den letzten Apriltagen 1945

besetzten etwa 300 Mann der Waffen-SS

das Blomberghaus, bevor es

am 2. Mai von den Amerikanern mit

rund 50 Granaten zerstört wurde.

Doch bereits Anfang August 1945

begann der Wiederaufbau des Gasthauses

– diesmal sogar mit elektrischem

Strom.

Die Pläne zur touristischen Erschließung

wurden auch nach dem Krieg

weiterverfolgt. Nach langen Diskussionen

zwischen Bad Tölz und der

damaligen Nachbargemeinde Oberfischbach

(heute Wackersberg) beschloss

man 1967, einen Investor einzubinden.

1969 wurde eine Vereinbarung

mit der neuen Blombergbahn

Bad Tölz SEBA Seilbahn GmbH &

Co. KG geschlossen, zu deren Gesellschaftern

unter anderem Hans Zintel

aus Berlin gehörte.

Dann ging es schnell: Im Mai 1971

wurde die Doppelsesselbahn eröffnet,

1976 folgte die Sommerrodelbahn.

1981 schaffte sie es als längste

Rutschbahn der Welt sogar ins

Guinness-Buch der Rekorde. ➳

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DORFFÜHRUNG Blomberg

An der Nordflanke des Blombergs geht es auf verschiedenen Wegen zum Gipfel

Im selben Jahr noch wurde der Blomberg

erstmals mit einer künstlichen Beschneiungsanlage

präpariert.

Heute ist die Bergbahngesellschaft zu

75 Prozent an die Familie Zintel verpachtet,

zudem sind auch die Stadt

Bad Tölz sowie die Gemeinden Wackersberg

und Bad Heilbrunn beteiligt.

Die Blombergbahn

Auch 55 Jahre nach ihrer Eröffnung

ist die Sesselbahn für viele Erholungssuchende

der „Schlüssel“ zum

Blomberg. Ihr ist es zu verdanken,

dass auch ältere oder gehbehinderte

Menschen sowie vor allem Familien

mit Kindern das Bergerlebnis

bequem genießen können.

Heute wird der Betrieb vom Sohn

des ersten Investors, Hannes Zintel,

geführt. Wie sein Vater ist er

und seine Familie eng mit dem

Berg verbunden und alle bringen

ihre Tatkraft und neue Ideen ein.

Vor allem ist die Talstation nicht

nur eine Basis für die Ausflüge auf

den nördlichsten erschlossenen

Berg der Voralpen, sondern lädt

den Besuchern auch noch nach

dem Bergbesuch zum Verweilen

ein. Denn dort haben der Kindererlebnispark

„Blomberg Fun“ mit

Trampolinanlagen, Mini-Kart-

Bahn und Kleintiergehege und vielen

andere Attraktionen ihre Heimat.

Bei „Da Luca am Blomberg“

können Besucher anschließend

ihre Energiereserven mit italienischen

Spezialitäten auffüllen.

Der Familie Zintel und allen beteiligten

Kommunen ist wichtig, dass

„am Blomberg für jeden Geldbeutel

und zu jeder Jahreszeit etwas

dabei ist“. Deshalb entstehen in

Kooperation mit der Stadt Bad

Tölz immer wieder neue Angebote

wie beispielsweise Waldspiele,

Entdeckerpfad oder die Waldkrimi-App

sowie der Kunstwanderweg.

Gleichzeitig haben die Betreiber

Alternativen im Blick, beispielsweise

wenn der Klimawandel

den Wintersport verändert. Schweren

Herzens wurde daher 2014

nach 107 Jahren der Skibetrieb

eingestellt. Skitourengeher sind jedoch

weiterhin auf den offiziellen

Routen herzlich willkommen.

Die Rodelbahnen

Für Action bergab sorgt seit über 50

Jahren die Sommerrodelbahn „Classic“

an der Mittelstation. 41 Schikanen

und 17 Steilkurven auf knapp

52


seine Winterrodelbahnen. Sogar die

Deutschen Meisterschaften wurden

hier schon ausgetragen. Auf drei

unterschiedlich schwierigen Bahnen

können Wintersportler mit eigenen

Schlitten oder Leihrodeln ins Tal

gleiten. An den Wintersamstagen

sind immer besonders viele Rodler

unterwegs, da ist die Strecke für das

beliebte Nachtrodeln hell beleuchtet.

Der Kletterwald

Ein Spaß für Jung und Alt: Rodeln am Blomberg

1.300 Metern Länge bieten reichlich

Fahrspaß. Seit 2008 ergänzt die Allwetterrodelbahn

„Blomberg-Blitz“

das Angebot. Mit bis zu 40 km/h

kann man auf dem Alpine-Coaster

ganzjährig und wetterunabhängig

bergab sausen – an jedem Samstag

sogar nachts.

Seit 1906 ist der Blomberg bekannt

und inzwischen auch legendär für

Wer am Blomberg noch höher hinaus

will, kann im Kletterwald neben dem

Blomberghaus über sich hinauswachsen.

Seit 2008 bieten Florian Bomhard

und Moritz Geiselbrechtinger dort

ein besonderes Gipfelerlebnis – einen

Hochseilgarten komplett aus ➳

53


DORFFÜHRUNG Blomberg

naturnahen Materialien gebaut.

Im höchstgelegenen Hochseilgarten

Deutschlands können große und kleine

Kraxler (teilweise bereits ab vier

Jahren) auf zehn Parcours den Wald

oberhalb des Blomberghauses erkunden.

Ein besonderes Highlight ist der

Panorama-Kurs: Von der „Tölzer Eiche“

blickt man weit über das freie

Land bis Richtung Irschenberg oder

ins Karwendel. Besonders viele Gruppen

nutzen dieses Angebot für einen

besonderen Ausflug in den Isarwinkel.

Das Blomberghaus

Nach so viel Bewegung müssen die

Energiereserven wieder aufgefüllt

werden. Dann geht es für hungrige

Besucher seit über 100 Jahren in das

Blomberghaus. Die Wirtsleute, die Familie

Ginhart, betreiben seit 20 Jahren

ihren Berggasthof mit Leidenschaft

für die gutbürgerliche Küche. Mit großem

Erfolg: Wenn an guten Tagen das

Wirtshaus und der Außenbereich mit

rund 500 Gästen gefüllt ist, gehen bis

zu 2.000 Essen über den Tresen.

Inzwischen stehen auch vegetarische

und vegane Gerichte auf der Karte,

da Mitinhaber Martin als Vegetarier

dem Wunsch nach fleischloser Kost

gerne nachkommt. Eltern können

auf der großen Panoramaterrasse den

Ausblick genießen, während sich die

Kinder auf dem liebevoll gestalteten

Spielplatz austoben.

Die Kapelle

Wie in einem richtigen Dorf liegen

auch am Blomberg Wirtshaus und

Kirche nahe beieinander. In der Nähe

des Blomberghauses steht seit 2015

eine schlichte Kapelle.

Auf Initiative von Marlies Winterseel

und mit Unterstützung der beteiligten

Kommunen sowie vieler heimischer

Betriebe und Handwerker

entstand dieses Kleinod. Wichtig war

Die Kapelle wurde „erst“ 2015

errichtet und erfreut sich großer

Beliebtheit

der Initiatorin, dass das Gotteshaus

keiner bestimmten Konfession angehört

– jeder ist willkommen tagsüber

einzutreten, kurz innezuhalten und

eine Kerze anzuzünden.

Das Gipfelkreuz des Blombergs befindet

sich ca. 15 Minuten ostwärts

von Kapelle und Gasthaus.

Bergwachtstützpunkt

Dort, wo viele Leute – wie Gleitschirmflieger,

Mountainbiker, Rodler

und Wanderer – unterwegs sind,

passiert auch immer wieder etwas.

Daher hat die Bergwacht Bad Tölz

schon seit 1979 in der Nähe des

Blomberghauses eine Diensthütte.

Diese wird momentan nicht mehr

aktiv als Stützpunkt benutzt, derzeit

laufen aufwändige Sanierungsarbeiten,

welche komplett aus Spendengeldern

finanziert werden.

Almen

Treffpunkt Blomberghaus – entweder entspannt man hier oder bricht auf

einen nächsten Gipfel oder den Kletterwald zu neuen Abenteuern auf

Wer rund um Blomberg, Heiglkopf

und Zwiesel etwas abseits vom

Trubel einkehren möchte, findet

54


in den Sommermonaten auf den

umliegenden Almen einfache, bodenständige

Bewirtung. Auf Hütten

wie der Wackersberger Alm

stehen Kuchen, Brotzeiten und

Erfrischungen im Mittelpunkt.

Und was passt besser nach einem

schweißtreibenden Anstieg als eine

frische Halbe und ein Speckbrot

dazu? Dazu hört man das beruhigende

Bimmeln der Kuhglocken

der Jungtiere, die rund um die Almen

grasen. Mei is des schee!

Das Blombergsportfest

Zurück zu einem der großen Schwerpunkte

des Blombergs, dem Sport.

Natürlich ist auch das Bergwandern

zum Gipfel als sportlich einzustufen,

aber beim Blomberg geht die

Der Tölzer-Prügel-Weitwurf gehört

zum Blomberg-Fünfkampf

Verbundenheit noch ein Stückchen

weiter: „Am 20. Oktober 1907

weiht die Stadt ihr neu gebautes

Blomberg-Gasthaus ein. Dabei gibt

es volkstümliche Wettkämpfe und

Vorführungen durch den TV Tölz.

Damit ist das Blomberg-Turnfest

begründet“, berichtet die Chronik

des Tölzer Turnvereins über das

erste Blomberg-Turnfest am Blomberghaus.

Über viele Jahrzehnte

wurde bis 2010 nahezu jährlich

diese Tradition fortgeführt. Besonders

bekannt war das Fest ab 1965

durch den „Tölzer-Fünf-Kampf“,

bei dem der „Blomberg-König“ (ab

2007 auch Blomberg-Königin) gekürt

wurde. In fünf Disziplinen

wurde im KO-System angetreten:

Hochweitsprung, Ziel-Kugelstoß,

200m-Pendel-Lauf, Tölzer-Prügel-Weitwurf

sowie das Rangeln

der letzten beiden Teilnehmer. Aufgrund

mangelnder Resonanz ➳

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DORFFÜHRUNG Blomberg

Anfeuern gehört dazu, nicht nur abends beim ...

Fünf-Kampf wurden das Zielkugelstoßen,

der Prügelweitwurf und

die Pendelstaffel übernommen und

mit Stand-Dreisprung und Klettern

im Kletterwald ergänzt. Und

wer einen 15 kg schweren Stein am

weitesten werfen kann, der sichert

sich den begehrten Wanderpokal.

Das Wort „Feuer“ im Veranstaltungsnamen

kommt aber nicht von

den brennenden Muskeln der Teilnehmer,

sondern vom traditionellen

Johannifeuer, das seit 2025 mit

der Siegerehrung des Blomberg-

pausierten die Wettkämpfe über

mehrere Jahre, doch seit 2023

wurde das Fest vom Turnverein

wiederbelebt, aktuell unter dem

neuen Namen „Sport-Feuer-Spiele

am Blomberg“. Die sportliche Action

und Spannung ist die gleich

wie vor 100 Jahren, allerdings

kämpfen jetzt auch Teams in einer

offenen und einer eigenen Jugendwertung

um die begehrten Plätze

auf dem Siegertreppchen.

Traditionell aus dem alten Tölzer-

... Sonnwendfeuer zum krönenden Abschluss des Blombergsportfestes

56


sich genießen kann - der Isarwinkler

genießt und schweigt ... Und er

freut sich, dass die „Auswärtigen“

dank des rührigen Engagements

aller Blomberg-Beteiligten ebenso

Der Zwiesel ist ebenso ein beliebtes Ziel wie der Blomberg

Für jeden etwas dabei

Wenn man das alles liest, könnte

man meinen, am Blomberg sei jeder

Fleck touristisch erschlossen.

Doch wer Blomberg, Heiglkopf und

Zwiesel kennt, weiß: Es gibt trotz

des vielfältigen Angebots viele stille

Wege und Zeiten, in denen man das

Berggefühl dort ganz für

Nicht nur für ganz Mutige: Der

Kletterwald

ihre ganz besonderen Freizeitfreuden

gezielt am Erlebnisberg im

Oberland vor den Toren der Kreisstadt

erleben können.

Im Winter kann man auf dem

Blomberg-Blitz und auf den gut

präparierten Pisten rodeln

sportfests verbunden wird. Heuer

können sich Sportler und Zuschauer

am Samstag, den 27. Juni im

Kalender vormerken, es gibt auch

heuer wieder eine Lagerfeuermusi

sowie Nachtklettern und die Bahn

bringt alle Gäste auch in der Nacht

wieder sicher ins Tal.

DAS

FREUNDEBUCH

Wir vom d’Isarwinkler sind bekanntermaßen ein bisschen kindisch

und ein wenig altmodisch sind wir auch. Und das ist auch gut so! Wir

möchten gerne das Poesie-Album und Freundebuch in Erinnerung rufen.

Vor lauter Facebook-Freundschaften und Instagram-Followern drohen sie

in Vergessenheit zu geraten. Diesmal stellt sich der Bürgermeister

aus Wackersberg Jan Göhzold unseren Fragen des Freundebuches.

Seid gespannt. ➳

57


FREUNDEBUCH

Ich bin:

Mein Spitzname:

Mein Lieblingsberuf, wenn ich kein

Bürgermeister wäre:

Meine Hobbys:

Das mag ich besonders am Bürgermeister sein:

Das mag ich nicht so gern am Bürgermeister sein:

Auf eine einsame Insel nehme ich mit:

Mit wem würde ich gerne mal ratschen/eine Halbe trinken

(berühmt oder nicht)?

Das ist mein Lieblings-...

…Film:

…Serie:

…Buch:

58


Bürgermeister aus Wackersberg

Was ich schon immer mal sagen wollte:

Mein

Lieblingsplatzerl

59


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PORTRÄT Die Kräuterhexe in Lenggries

Bilder: Wolfgang Kronwitter

Ein Ort für alle Sinne

Die Kräuterhexe in Lenggries

Schon Sebastian Kneipp soll seinerseits

geäußert haben: „Gegen

jedes Wehwehchen ist ein Kraut

gewachsen.“ Stattet man der „Kräuterhexe“

im Herzen von Lenggries

einen Besuch ab, scheint sich dieses

Sprichwort zu bestätigen. Seit über

10 Jahren begeistert Ingrid Pummer

ihre Kunden mit einem Sortiment

aus hochwertigen Tee- und Gewürzspezialitäten

und einem fundierten

Wissen rund um Kräuter, Gewürze

und deren Verwendung und Heilkraft.

Wer den hübschen Laden an

der Schützenstraße im Flößerdorf

betritt, taucht in eine faszinierende

Welt voller Düfte und Aromen ein.

Kein Wunder, schließlich zieren die

Regale hunderte von Kräuter- und

Gewürzmischungen aus aller Welt,

die zum Verfeinern von Speisen

sowie zur Zubereitung von Tees,

Suden und Tinkturen verwendet

werden können. Die zertifizierte

Gewürz-Sommelière Ingrid Pummer

hat das seit 1990 bestehende

Geschäft im Jahr 2015 übernommen

und nach und nach ihre eigenen

Vorstellungen eingebracht. Neben

Gewürzen und Heilkräutern finden

die Kunden dort eine Vielfalt

unterschiedlicher Teesorten, vom

klassischen Kräuter- und Früchtetee

bis hin zu fernöstlichen Raritäten

und Spezialitätenmischungen. Im

Bereich der Gewürze haben es der

„Oberhexe“, wie sich Ingrid Pummer

selbst gerne mit einem Augenzwinkern

bezeichnet, vor allem die

exotischen Kräuter und Gewürze

aus dem fernen Osten angetan. Die

gelernte Drogistin und Teespezia-

Ingrid Pummer ist nicht nur „Oberhexe“,

sondern auch die erste zertifizierte

„Gewürz-Sommelière“ des

Landkreises

60


listin bezieht ihre Produkte aus der

ganzen Welt, oft von kleinen Bauern,

zu denen sie eine persönliche

Verbindung hat. Von einer vierwöchigen

Reise ins faszinierende Vietnam

etwa kehrte sie nicht nur mit

neuem Wissen über die immense

Kraft asiatischer Heilkräuter ins

beschauliche Lenggries zurück, sondern

auch mit der einen oder anderen

Rarität im Gepäck.

Ein Eldorado für die Sinne: Das Sortiment der „Kräuterhexe“

Naturschätze als „magische“

Geschenkbox

sondern auch individuelle Mischungen

nach Kundenrezepten oder Verordnungen

von Heilpraktikern.

Als ausgebildete Gewürz-Sommelière

ist Ingrid Pummer eine von nur

rund 160 Spezialisten auf dem Gebiet

der Kräuter- und Gewürzkunde

in ganz Deutschland. Das Zertifikat

als erste Gewürz-Sommelière im

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

überreichte ihr damals die bayerische

Landwirtschaftsministerin Michaela

Kaniber persönlich.

Neu bei der Kräuterhexe:

„Gesundheits- &

GenussWerkstatt“

In diesem Jahr läutet die Lenggrieser

Kräuterhexe unter dem Motto

„Panta rhei – alles fließt“ des

griechischen Philosophen Heraklit

eine neue Ära ein: In der „Gesundheits-

& GenussWerkstatt“ bietet sie

Schulungen, Vorträge und Seminare

zu verschiedenen Themen aus dem

Bereich Heilkräuter und Gewürze

an. Interessierte können dabei ➳

Besonderes Augenmerk auf

Qualität und Reinheit

Bei ihrer Suche nach neuen Produkten

achtet Ingrid Pummer stets auf

erstklassige Qualität und Reinheit

der Rohstoffe. Besonders am Herzen

liegt der Unternehmerin ihre stattliche

Auswahl an Heilkräutermischungen.

Beliebt sind nicht nur ihre

bewährten Eigenmischungen, die als

Grundlage für Tees und Tinkturen

dienen und bei Beschwerden aller

Art Linderung verschaffen können,

Schon im alten Rom wusste man: „der Arzt behandelt, die Natur heilt“

61


PORTRÄT Die Kräuterhexe in Lenggries

Heilkräuter aus Lenggries auf der Waagschale

unterschiedlichste Genussthemen

erleben, Seminare zu Gewürzthemen

besuchen oder Vorträgen beispielsweise

zur Kulturgeschichte der

Gewürze lauschen. Geplant ist auch

eine Erweiterung der Themen sowie

eine Vernetzung mit Anderen, denn

die Gesundheits- & GenussWerkstatt

soll ein „Raum sein, wo Wissen

wachsen kann“. Wer tiefer in die

Thematik eintauchen möchte, hat

auch die Möglichkeit individuelle

Beratungsgespräche in ruhiger Atmosphäre

zu führen oder zusammen

mit Gleichgesinnten Erlebnisveranstaltungen

für Gruppen zu buchen.

„Ich habe auch schon erste Anfragen

von Firmen für Weiterbildungen und

Incentives“, erzählt Ingrid Pummer.

Am bewährten Sortiment in ihrem

Laden hält sie aber fest: „Unser gut

sortiertes Gewürz-, Tee- und Heilkräutersortiment

bleibt weitgehend

unverändert, auch mit den Spezialitäten

und Raritäten.“ Um ihren Kunden

stets bestmögliche Beratung zu

garantieren, absolviert Ingrid Pummer

derzeit eine IHK-zertifizierte

Weiterbildung zur TEH-Praktikerin

(Traditionelle Europäische Heilkunde).

Die Kräuterhexe in Lenggries ist ein

Ort der Genüsse und Sinne, der Exotik

und Heilkraft, der seine Besucher

mit erstklassiger Qualität, fundierter

persönlicher Beratung und ganz viel

Liebe und Herz empfängt und überzeugt.

Geöffnet ist das Geschäft von Donnerstag

bis Freitag, jeweils von 9 bis

12.30 und von 14.30 bis 18 Uhr. Am

Samstag von 9 bis 12.30 Uhr. Von

Montag bis Mittwoch können individuelle

Termine für ein „V.I.P.“-Shopping

vereinbart werden. kf

In den Räumen der Kräuterhexe ist auch Platz für Seminare und Workshops

Historische Apothekerschränkchen

und braune Arzneimittelflaschen

zaubern ein nostalgisches Flair

Lenggries

Kräuterhexe

Kräuterhexe

Schützenstraße 9

83661 Lenggries

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Instagram/Lenggries.kraeuterhexe

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PORTRÄT TV Bad Tölz und JSG Gaißach/Bad Tölz

Eine große Handball-Familie

In der Handball-Sparte des Tölzer Turnvereins sind 15 Mannschaften aktiv –

Neuzugänge jeden Alters willkommen

Text: Sibylle v. Kamptz Bilder: TV Bad Tölz 1866

Wer am Freitagnachmittag in der

Tölzer Sportturnhalle an der Jahnstraße

vorbei schaut, dem fliegen

schon mal Kuscheltiere um die Ohren.

Beim Bällchen-Turnen, bei dem

bereits Kinder ab einem Jahr mitmachen

können, werfen die Nachwuchs-Sportler

mit Bären, Hasen

und Dinos wild herum. Dazu wird

gesaust sowie Koordination und

Ballgefühl trainiert. Bemerkenswert:

Egal, ob 20, 40 oder 60 Zwergerl

durch die Halle toben – der Anspruch

der Trainerin Jane Clarke ist

es, jedes einzelne Kind mit Namen

zu begrüßen.

Bei den Kleinen gilt:

Spielerlebnis vor Spielergebnis

Jane Clarke ist nicht nur 1. Vorsitzende

des TV Bad Tölz, sondern

auch Referentin für Kinderhandball

im BHV und dort auch in der

Übungsleiterausbildung tätig. Sie

legt dennoch vor allem bei den

Jüngsten den Schwerpunkt auf Breitensport:

„Gerade im Kinderbereich

gilt bei uns Spielerlebnis vor Spielergebnis.

Wir wollen, dass die Kinder

vorrangig Spaß an der Bewegung

haben, Mannschaftsgeist erleben

und eine breite motorische und koordinative

Ausbildung erfahren.“

Erst bei den Minis ab sechs Jahren

geht es dann wirklich um Handball:

64


Geübt werden dabei Wurftechnik

und die Drei-Schritte-Regel (länger

darf man den Ball nicht halten, ohne

zu prellen) und die Torraum-Grenze

zu achten - der „Krokodil-Kreis“ ist

ausschließlich dem Torwart vorbehalten.

Natürlich freut sich Jane Clarke,

wenn Kinder vom Bällchen-Turnen

in die aktiven Handball-Mannschaften

wechseln. Doch ihr Augenmerk

liegt darauf, Kinder je nach

deren Neigung zu fördern: Sport

findet nicht nur in der Sporthalle

des TV, sondern auch im Eisstadion

oder auf dem Fußballplatz statt.

Ebenfalls am Herzen liegen der Sozialpädagogin

die Themen Inklusion

und Integration von Kindern und

Jugendlichen: „Sport ist wunderbar,

um Brücken zu bauen.“

Hashtag #maderbuam:

Handball im TV gibt es

seit 1969

Tölz versetzt wurde. Er übernahm

das Training der Tölzer Herrenmannschaft

und war zudem von

1988 bis 2017 Präsident des Bayerischen

Handball-Verbands.

Regelmäßig werden Spieler aus dem

Isarwinkel auch in Auswahlmannschaften

wie den Bezirkskader und

den bayerischen Auswahlkader berufen.

Im Lauf der Jahrzehnte gab es

zudem zahlreiche Talente, die auch

in anderen höherklassigen Vereinen

gespielt haben.

Weibliche Jugendteams:

Erfolgreiche Spielgemeinschaft

mit SC Gaißach

Der TV Bad Tölz zählt rund 2500

Mitglieder, 300 davon sind im Bereich

Handball aktiv. Ins Leben

gerufen wurde die Handball-Sparte

1969 von Horst Mader, der diese

rund 40 Jahre lang prägte und leitete.

Die Tölzer Herrenmannschaft,

die in der aktuellen Saison sehr erfolgreich

spielte und in die Bezirksliga

aufgestiegen ist, präsentiert

sich ihm zu Ehren in den sozialen

Medien unter dem Hashtag #maderbuam.

Als Tölzer „Mr. Handball“

bekam Horst Mader wegen seiner

Verdienste außerdem 2006 den

„Ehrenamtspreis“ des Bayerischen

Handball-Verbandes. Große sportliche

Erfolge feierte der TV Bad Tölz

Ende der 1980er Jahre, als mit dem

früheren Handball-Nationaltrainer

Gerd Tschochohei ein ausgewiesener

Fachmann beruflich nach Bad

Bild: BHV

Der Tölzer George Clarke ist Präsident

des Bayerischen Handballverbands

In Tschochoheis Fußstapfen trat

der Tölzer George Clarke, der amtierender

Präsident des bayerischen

Handballverbandes ist und zudem

17 Jahren Vize-Präsident im Deutschen

Handballbund war. Er ist

neben seinen Verpflichtungen weiter

als technischer Leiter und Kassier

im TV tätig und pfeift nach wie vor

Jugendspiele, um den Kontakt zur

Basis zu halten.

Im Kinderbereich treten zwischen

zwei und vier Minimannschaften

sowie zwei E-Jugendmannschaften

an. Im Jugendbereich gibt es jeweils

ein männliches und ein weibliches

D-, C-, B- und A-Jugend-Team.

Außerdem nehmen TV-Spieler und

Spielerinnen an Wettbewerbern wie

„Jugend trainiert für Olympia“ und

Schulwettkämpfen teil. So belegte

etwa das Tölzer Gymnasium unlängst

den 3. Platz im Landesfinale

(Jg. 2013-2015 männlich).

Seit 2024 bilden der TV Bad Tölz

und der SC Gaißach im weiblichen

Jugendbereich die Spielgemeinschaft

JSG Gaißach/Bad Tölz. Was

zunächst mit einer D-Jugendmannschaft

begann, hat sich sehr gut entwickelt

und umfasst mittlerweile alle

Altersklassen: „Das wirkt sich sehr

positiv auf die Jugendarbeit aus. ➳

65


PORTRÄT TV Bad Tölz und JSG Gaißach/Bad Tölz

denen es dann meistens bei uns gefällt“,

so Jane Clarke. Sie ist zudem

stolz darauf, dass der TV ein sehr erfolgreiches

Jungschiedsrichter-Team

hat und einige den Trainerschein

gemacht haben. Zwei Abteilungsjugendsprecher

sind ebenfalls in die

organisatorischen Abläufe eingebunden.

Handball-Boom nach

Olympia und EM:

Vorfreude auf WM 2027

Welche Spielzüge sind die besten? Jane Clarke mit Nachwuchs-Handballern

Und die Zusammenarbeit der Trainer

der beiden Vereine klappt sehr

gut“, freut sich Jane Clarke. Melanie

Reinartz vom SC Gaißach und sie

sind sie sich einig: „Beide Vereine haben

es geschafft, lokale Rivalitäten

zu überwinden, um das Beste für die

weiblichen Spielerinnen im südlichen

Teil des Landkreises zu erreichen.“

Im TV helfen alle zusammen:

Verantwortung auch für

den Nachwuchs

Großen Wert legt die TV-Sparte

Handball auf ein gutes Miteinander.

Das reicht von Events wie

Sommer-Turnieren auf Rasen bis

zu Trainingslagern und Ferientrainings.

„Wir sind ein große Handballfamilie,

die gemeinsam trainiert

und gemeinsam Spaß hat“, so Jane

Clarke. Die zweite Herrenmannschaft

fährt sogar einmal im Jahr

zusammen in einen Kurzurlaub.

Zudem besteht seit 1997 eine Kooperation

mit dem TSV Schleißheim

bei einwöchigen Feriencamps in den

Sommerferien – seit fast 30 Jahren

sind durchgehend Tölzer als Teilnehmer

und im Trainerteam dabei.

Auch die Handball-Schule des ehemaligen

Profi-Handballers Chrischa

Hannawald war schon mehrmals

in Bad Tölz zu Gast. Beim Handball-Familientag

am 4. Juli kommen

die Handballer generationsübergreifend

zusammen.

Zum Konzept des TV gehört auch,

dass junge Spieler schnell Verantwortung

übernehmen dürfen und

im Trainerteam bei jüngeren Mannschaften

oder beim Hallendienst

an Turniertagen helfen. Sogar bei

Aktionstagen an Grundschulen,

die regelmäßig stattfinden, sind Jugendliche

des TV dabei: „So erreichen

wir Nachwuchs-Spieler, die die

Sportart ausprobieren wollen und

Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit –

das alles fasziniert an der Kontaktsportart,

die auch im Fernsehen immer

mehr Fans verfolgen. Wenn das

deutsche Herren-Nationalteam bei

den Olympischen Spielen – Silbermedaille

2024 in Paris – oder wie

zuletzt bei der Europameisterschaft

2026 im Finale steht, dann kann

sich die Handballabteilung des TV

auf größeren Zulauf freuen. Und natürlich

werden alle Spiele bei handballerischen

Großveranstaltungen

gemeinsam im TV-Stüberl verfolgt.

Das wird auch im Januar 2027 wieder

so sein, wenn die WM 2027 u.a.

in München in der neuen SAP-Arena

ausgetragen wird. Welche Fähigkeiten

sind bei Handballern wichtig?

Jane Clarke nennt Ballgefühl, Teamgeist,

Koordination und vor allem

Fleiß – also regelmäßiges Training.

Alles kein Hexenwerk – und so sind

auch Quereinsteiger jeden Alters

immer willkommen. „Einfach ausprobieren!“,

ermutigt Jane Clarke.

TV Bad Tölz 1866

Jahnstraße 3

83646 Bad Tölz

Tel. 08041 · 70128

www.turnverein-badtoelz.de

Trainingszeiten und Infos zu

Schnupperstunden auf der Website.

66


PORTRÄT Foto Bettina Krinner

Zweierlei Fotografie

Wenn aus Kolleginnen Partnerinnen werden

Ein neues Kapitel für Foto Bettina

Krinner und Herzensprojekt für

die schönsten Liebesgeschichten.

Bettina Krinner und Sabine Loidl

machen gemeinsame Sache: Aus

langjähriger Zusammenarbeit im

Fotostudio Foto Bettina Krinner

entsteht „Zweierlei Fotografie“

spezialisiert auf alles, was das

Herz bewegt.

Foto Bettina Krinner

bleibt – wie gewohnt

Keine Sorge: Foto Bettina Krinner

existiert unverändert weiter. Passund

Bewerbungsfotos, Portraits

und Businessfotos - alles bleibt bei

Bettina, der vertrauten Ansprechpartnerin.

Neu: Social Media

Management

Zweierlei Fotografie –

Liebe in all ihren Momenten

Der Name steht für zwei Frauen,

zwei Blickwinkel, eine Leidenschaft.

Sie übernehmen alle

Liebesgeschichten: Hochzeiten,

Paarshootings, Babybauch,

Newborn und

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PORTRÄT Tölzer Land Klosterwege

Klosterwege

Ein etwas anderer Weitwanderweg

durchs Tölzer Land

Text: Saskia Engelhardt

Bilder: Chris Geigl

Stille Momente: Auf den Klosterwegen findet jeder seinen Ort zum Auftanken

82 Kilometer, 730 Höhenmeter,

fünf Tagesetappen - Die neue Weitwanderroute

„Klosterwege“ führt

achtsame Wanderer von Kloster zu

Kloster durchs Tölzer Land - und

vielleicht auch ein Stück zu sich

selbst.

Das Tölzer Land ist geprägt von

unverfälschter Natur, bedeutenden

Klöstern, Kirchen und Wallfahrtsorten.

Sogar der Jakobsweg führt

durch die Region. Ab sofort ergänzt

ein neues, ganzjähriges Angebot das

bestehende Wegenetz. Die Klosterwege

richten sich an Weitwanderer

und Pilger gleichermaßen und machen

die Besonderheiten der Region

Schritt für Schritt bewusst erlebbar.

Auf fünf Tagesetappen verbinden

die Klosterwege die bedeutendsten

Klöster der Region. Die Route

schlängelt sich von Bad Tölz über 82

Kilometer und 730 Höhenmeter mit

eindrucksvollen Bergblicken durch

das Tölzer Land bis nach Schlehdorf

am Kochelsee. Am Wegesrand warten

Kraftorte, Momente der Inspiration

und zum Innehalten, besondere

Begegnungen, regionale Kulinarik,

gute Gespräche - und natürlich die

Klöster selbst. Rund 20 Stunden

reine Gehzeit durch ursprüngliche

Landschaften werden so zu einer

inspirierenden Reise, die Naturerlebnis

und unterschiedliche Facetten

von Spiritualität miteinander verbindet.

Wer möchte, kann die spirituellen

Angebote vor Ort – etwa Meditationen,

Yoga, Pilgerwegsbegleitung,

Gottesdienste oder geführte Klosterbesichtigungen

– bewusst als

Auszeit nutzen. Übernachtet wird

im Kloster oder in der nahen Umgebung.

Gut zu wissen:

An ausgewählten Terminen sind

die Klosterwege über das Kreisbildungswerk

Bad Tölz-Wolfratshausen

geführt buchbar.

• 29.04. bis 03.05.2026: Kosten

pro Person: 250 € für Reisebegleitung,

Führung und Organisation,

zzgl. 250 € für 4 Übernachtungen/

Frühstück im Zwei- und Mehrbettzimmer

• 04. bis 07. Juni 2026: Kosten

pro Person: 225 € für Reisebegleitung,

Führung und Organisation,

zzgl. 175 € für 3 Übernachtungen/

Frühstück im Zwei- und Mehrbettzimmer

Alle Infos: www.toelzer-land.de/

klosterwege

68


Foto: Farmhouse7

Die Etappen im Überblick

Etappe 1)

Bad Tölz – Kloster Dietramszell

(20,0 km | 216 hm | ca. 4,5 Std.)

Etappe 2)

Kloster Dietramszell – Kloster

Beuerberg (23 km | 172 hm | ca. 5 Std.)

Etappe 3)

Kloster Beuerberg – Reindlschmiede

Bad Heilbrunn (10,1 km | 56 hm |

ca. 2,5 Std.)

Etappe 4)

Reindlschmiede Bad Heilbrunn –

Kloster Benediktbeuern (12,5 km |

288 hm | ca. 3,5 Std.)

Etappe 5)

Kloster Benediktbeuern – Klosterdorf

Schlehdorf (15,2 km | 19 hm |

3:14 Std.)

Was wir kennen,

schützen wir.

Erlebe die Natur

im Tölzer Land auf

ganz besondere Art!

Ranger-Touren

Naturlehrpfade

Kräuterwanderungen &

Wildkräuterkunde

Natursommer im Loisachtal

Tölzer Land Tourismus

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PORTRÄT Oberlandbrennerei

Bilder (5): Lukas Kolig/Oberlandbrennerei

Und der Oscar geht nach…

Lenggries!

Erst seit 2022 brennen Anne und Marko Schnürch Whisky und

haben bereits einige Preise gewonnen

Von bernsteinfarben bis goldgelb

– die Farbe eines Whiskys hängt

vom gewählten Fass ab: Bei Anne

und Marko Schnürch reift Whisky

in Fässern, die vorher Sherry, französische

und italienische Süßweine,

Rotwein oder Ahornsirup enthalten

haben. Und das nicht irgendwo in

Schottland, Irland oder Kentucky,

sondern im Isarwinkel.

Im Herzen von Lenggries sitzt das

Ehepaar an einem langen Holztisch,

im behaglich gestalteten

Showroom der Oberlandbrennerei.

Die Hälfte des Raums nimmt die

Flower Power Gin mit Blütenpollen

Brennanlage ein: Der Brennkessel

aus Kupfer glänzt rötlich, dazu blitzt

jede Menge Edelstahl. „Wir führen

vier Brände durch – in Irland sind

es drei, in Schottland meist zwei“,

erläutert Marko Schnürch den

aufwändigen Destillationsvorgang.

Das Ergebnis sind besonders feine,

abgerundete Spirituosen mit einem

fruchtig-würzigen, milden Geschmack.

Gerahmt an der Wand hängen bereits

etliche Auszeichnungen: Gleich

für ihren ersten Brand erreichten

sie beim Wettbewerb „Craft Spirits

70


Awards“ in Berlin eine Goldmedaille.

„Das zeigt uns, dass wir auf

einem guten Weg sind“, freut sich

Schnürch. Im März kamen weitere

Urkunden dazu: Marko Schnürch

nahm in Berlin mehrere Auszeichnungen

entgegen, neben drei Bronzemedaillen

noch zwei Goldmedaillen

für Gin und Whisky, sowie „die

Auszeichnung als eine der World’s

Best Craft Distilleries“: „Das ist fast

so wie bei der Oscar-Verleihung!“

Viel Lob für einen Newcomer wie

die Oberlandbrennerei, denn die

Schnürchs haben erst 2021 das

Brennrecht beantragt. Marko

Schnürch hatte bereits Erfahrung

als Hobby-Bierbrauer und wollte zunächst

vor allem Äpfel und Mirabellen

aus dem eigenen Garten verwerten.

Allerdings gibt es in der Region

schon zahlreiche Obstbrennereien.

Aber Whisky? Das ist etwas Neues

im Isarwinkel. Eine vogelwilde Idee,

die sich auch im Namen „WUYD

Single Malt Whisky“ widerspiegelt.

„Dann brauchten wir viel Geduld,

denn Whisky muss mindestens drei

Jahre im Fass lagern“, blicken die

Schnürchs auf den ersten Batch –

also die erste „Ladung“ Whisky –

zurück, der 2025 fertig gereift war.

Bild: Bettina Krinner/Oberlandbrennerei

„WUYD Single Malt Whisky“

und „Flower Power

Isarwinkler Dry Gin“

Im ehemaligen Stall lagern die Fässer, in denen der Whisky reift

Marko und Anne Schnürch arbeiten mit viel Liebe zum Detail

Um die Wartezeit zu überbrücken,

kam Gin als zweites Produkt der

Brennerei ins Spiel. Der Clou: Als

spezielle Zutat werden Blütenpollen

mitdestilliert – nach einem eigens

entwickelten Rezept und bisher

weltweit einmalig. Der „Flower Power

Isarwinkler Dry Gin“ bekommt

dadurch eine florale Note. Praktischerweise

wissen die Schnürchs

genau, wo die verwendeten Pollen in

Bioqualität herkommen. Die Brennerei

ist neben der Imkerei nämlich

das zweite nebenberufliche Standbein

der Familie: Seit 15 Jahren produzieren

sie Honig. 50 Völker sind

an mehreren Standorten zwischen

Karwendel und Bad Tölz zu Hause.

Anne und Marko Schnürch setzten

auf Handarbeit und haben Spaß an

jedem Detail – das schätzen ihre

Kunden. So Marko Schnürch: „Bei

Whisky sind viele Emotionen im

Spiel - Whiskyfreunde sind meistens

echte Enthusiasten!“ Auch Kreativität

spielt eine große Rolle. „Gerade

reift Whisky in einem kleinen

ehemaligen Hagebuttenwein-Fass –

das Ergebnis ist gar nicht schlecht“,

freut sich Marko Schnürch, der immer

fürs Ausprobieren zu haben ist.

Eine ehemalige Garage von Anne

Schnürchs elterlichem Hof dient

als Gär- und Maischeraum, der

einstige Stall ist nun das Fasslager.

Die klimatischen Bedingungen im

Oberland tun ein Übriges, um einen

ganz speziellen Lenggrieser Whisky

entstehen zu lassen. Ist es sehr kalt,

dann zieht sich das Holz der Fässer

zusammen – bei Wärme gibt es wieder

nach. So hat auch der Whisky

wechselnden Kontakt und nimmt

Aromen unterschiedlich auf. ➳

71


PORTRÄT Oberlandbrennerei

Die Whisky-Flaschen sind

nachhaltig und

erinnern an Isarkiesel

Seit kurzem ist bereits der dritte

Batch „WUYD Single Malt Whisky“

erhältlich. Der Alkoholgehalt

beträgt 45 Prozent, abgefüllt wird

jeweils nur ein 200 Liter-Fass. Beim

Design der Flaschen fallen die zahlreichen

Bezüge zum Isarwinkel auf:

Die Whisky-Flaschen sind nicht

ganz symmetrisch und erinnern in

dieser unregelmäßigen Form an flache

Isarkiesel. Auch die Etiketten

nehmen die zwischen weiß, grau

und beige chargierenden Farben

von Isarkieseln auf. Die Silhouette

des Braunecks – so, wie man es von

Lenggries aus sieht - ist ebenfalls zu

erkennen. Hauptmotiv ist ein Rotmilan,

der als heimischer Greifvogel

ebenfalls seine Kreise über dem Isarwinkel

zieht.

Bilder: Oberlandbrennerei

Sommerlicher Genuss mit Blick auf die Lenggrieser Kirche: Flower Power

Lemon Gin

Transport. Der Brennkessel läuft

mit einem geschlossenen Wasserkreislauf

und ist auf Elektrobetrieb

umgestellt, der Strom stammt von

der Photovoltaikanlage auf dem

Dach. Seit 2025 verwenden sie bayerisches

Bio-Malz.

Neben Einheimischen finden auch

zahlreiche Urlauber den Weg in

die Brennerei. „Wir hören oft, dass

die Destille eine Bereicherung fürs

Dorf ist“, so die beiden stolz. Doch

trotz des Erfolgs ist für sie klar: Sie

wollen ein Familienbetrieb bleiben.

Beide arbeiten auch weiterhin beim

Landesamt für Denkmalpflege in

München.

er kommt – nach telefonischer Voranmeldung

– im Showroom vorbei

(Führung kostenlos, Verkostung pro

Tasting-Set 5 Euro). svk

Marko und Anne Schnürch vor ihrer

Brennerei im Herzen von Lenggries

Auch Nachhaltigkeit ist für das

Ehepaar ein wichtiges Thema. Die

Whisky-Flaschen wurden speziell

mit dem Ziel der Gewichtsreduktion

entwickelt – das spart Energie

bei der Glasherstellung und beim

Ein Glas Whisky probieren?

Einfach im

Showroom vorbeikommen

Erhältlich sind die Oberlandbrennerei-Spezialitäten

in Lenggries im

Dorfladen, im Grünen Warenhaus

und bei den Getränkemärkten Traglschubser

und Getränkestadl sowie

im Onlineshop über die Website

www.oberlandbrennerei.de. Wer ein

Glas probieren will, der kehrt in

Evis Eckerl, im Neuwirt oder in der

Rooftop-Bar des Flesslers ein. Oder

Anne und Marko Schnürch

Oberlandbrennerei

Herwarthstraße 2

83661 Lenggries

Tel. 0179 · 1346333

www.oberlandbrennerei.de

info@oberlandbrennerei.de

Instagram @oberlandbrennerei

Führungen, Verkostungen und

Firmenfeiern auf Anfrage

72


„I love my Baumarkt“

Zwei Geschlechter, zwei Welten, zwei Meinungen!

Text: Michaela Probst Illustrationen: Freepik

So manche SIE erfreut sich an einem

exzessiven Shopping Tag in der

Mode Boutique. Eine andere an ein

paar gemütlichen Stunden im Nagelstudio.

So manche liebt sogar das

Flanieren im Supermarkt. Ja, liebe

Herren, die Wege der Frauen sind

unergründlich. Aber es gibt auch solche,

deren Lieblingsort sich auf viele

hunderte Quadratmeter erstreckt.

In- und outdoor, mit vielen Abzweigen

zu beiden Seiten. Ganz genau,

der Baumarkt lässt ihr Heim- und

Handwerker-Herz höherschlagen.

Egal was ihrem umtriebigen Umgestaltungsdrang

entspringt, erfüllt

ihr Baumarkt in all den vielen Gängen

und Regalen. Eine neue Wandfarbe

oder Holzpaneele, Wandputz

für die Kellerschächte und ein paar

dekorative Steine dazu. Natürlich

alles für den Garten: Blumen, Blumentöpfe,

Erde, Pflanzen und neue

Lampen für drinnen und draußen.

ER, gestandener Handwerker versteht

sich, lächelt bisweilen über

ihren Erfindergeist und bewundert

nur heimlich ihre Beharrlichkeit

und ihre Durchsetzungskraft. Irgendwie

gibt’s zu Hause immer

was Neues zu entdecken aber auch

so manche Überraschung. Er findet

es immer wieder faszinierend, dass

sie sich zum Hochzeitstag genauso

über einen Damen-Akkuschrauber

freut wie über ein schönes Schmuckstück.

Echte Leidenschaft macht

sich nun Mal bemerkbar. Und auch

wenn’s beizeiten mitten in der Nacht

knallt, weil ein Gestaltungselement

lautstark auf den Boden fällt, bleibt

er entspannt. Jenes hat sie nämlich

mit ihrem Lieblingswerkstoff Heißklebepistole

und/oder Doppelklebeband

fachmännisch montiert.

Macht nix, denkt er sich. „Hauptsach‘

ich hob mei Ruah!“, weil zu

Hause ist SIE die unumstrittene

Handwerker-Königin.

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PORTRÄT Zimmerei Happach

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PORTRÄT Musiksommer am Walchensee

Musik. Sommer. Energie.

Musiksommer am Walchenseekraftwerk

Text: Theodoros Reumschüssel Bilder: Uniper Kraftwerke

Das Informationszentrum am

Walchenseekraftwerk von Uniper

ist ein Ort der Begegnung, des gemeinsamen

Erlebens und des Austausches

über Themen jenseits der

Energiewirtschaft. Das Ensemble

des historischen Kraftwerkbaus

und des modernen Informationszentrums

mit seinem überdachten

Vorplatz lädt zum Verweilen ein

und bietet gemeinsam mit der eindrucksvollen

Berg-Kulisse am Fuße

der bayerischen Alpen einen stimmungsvollen

Rahmen für die Veranstaltungsreihe

„Musiksommer am

Walchenseekraftwerk“, die Uniper

seit 2021 gemeinsam mit Klein-

Kunst & Kultur (KKK) Lenggries

auf die Beine stellt. Wenn die Bühne

aufgebaut, die Scheinwerfer eingestellt

und die ersten Töne zu hören

sind, erlebt der Platz unter dem heimeligen

Dach des Infozentrums –

unterhalb des Herzogstands – jedes

Mal eine besondere Wandlung. Die

Reihen füllen sich, Gespräche und

Lachen verweben sich zu einem feinen

Klangteppich und es liegt eine

erwartungsfrohe Spannung in der

Luft – aus dem Areal ist wieder eine

Arena des gemeinsamen Erlebens

von Live-Musik geworden. Nirgendwo

sonst ist das Vis-à-vis mit

den Auftretenden unmittelbarer als

beim Musiksommer am Walchenseekraftwerk.

So entsteht die besondere

Magie zwischen Publikum,

Künstlerinnen und Künstlern immer

wieder neu und exklusiv für genau

diesen einen Abend.

Programm Musiksommer am

Walchenseekraftwerk 2026

Die Auftritte verbinden auch heuer

musikalische Vielfalt mit emotionaler

Nähe und laden das Publikum

zum Zuhören, Mitfeiern und Tanzen

ein. Jedes Konzert verspricht

unvergessliche Momente, geballte

Leidenschaft und ein einzigartiges

Live-Erlebnis.

Freitag, 26.06.2026

Keller Steff Big Band „Live“

Freitag, 03.07.2026

REIWAS

Sonntag, 12.07.2026

Desperate Brasswives

Freitag, 17.07.2026

Dis M

Freitag, 24.07.2026

Just Tina – Die ultimative

Tina Turner Tribute Show

Freitag, 31.07.2026

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Musik. Sommer. Energie

am Walchenseekraftwerk

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Keller Steff Big Band

03. Juli

REIWAS

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17. Juli

Dis M

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Just Tina – Tina Turner

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31. Juli

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PORTRÄT Andrea Bichler

Bio-Imkerin und Bienenflüsterin

Andrea Bichler

Text: Michaela Linke Bilder: Andrea Bichler

80


Da ich direkt in der Nachbarschaft

wohne, sehe ich Andrea des Öfteren

-besonders jetzt im Frühjahr- in ihrem

pinken Imkeranzug an ihrem

Bienenwagerl am Benediktenhof.

Oft habe ich mich gefragt, wie das

mit dem Imkern und den Bienen genau

funktioniert, umso mehr freut

es mich jetzt, dass ich über Andrea

und ihre Bio-Imkerei in Arzbach einen

Beitrag für d’Isarwinkler schreiben

darf.

Alles hat damit angefangen, dass

Andrea ihren Klaus kennen und lieben

gelernt hat, geheiratet und nach

Arzbach gezogen ist. Die große Leidenschaft

von Opa Xaver Willibald

war und ist die Imkerei. Seit über 45

Jahren betrieb er mit großer Hingabe

direkt am Benediktenhof seine

Bio-Imkerei. Altersbedingt suchte

er dringend nach einem Nachfolger

und so nahm vor über 8 Jahren

alles seinen Lauf. Andrea erzählt:

„Obwohl ich damals nicht viel Ahnung

davon hatte, habe ich nicht

lange überlegt und mich einfach in

die Imkerei gestürzt. Mir war von

Anfang an bewusst, dass ich mich

auch intensiv mit der Heilkraft und

den vielfältigen Möglichkeiten der

Apitherapie beschäftigen und diese

anwenden möchte. „Unter der

Apitherapie (Apis ist Lateinisch für

Biene) versteht man eine Naturheilmethode,

die Bienenprodukte

wie Honig, Propolis, Pollen… zur

Vorbeugung und Behandlung von

Krankheiten nutzt. Sie wird begleitend

eingesetzt z.B. bei Atemwegsund

Lungenerkrankungen, Hautund

Wundheilungsthemen, Gelenkund

Schmerzthematiken, für das

Immunsystem und den Energiehaushalt.

Um die Imkerei und speziell die

Apitheraphie zu verstehen, habe ich

viele Kurse besucht und mein Wissen

stetig vertieft. Es geht letztendlich

nicht nur um den Honig, sondern

auch darum, wie Bienen unsere

Gesundheit unterstützen können.

Unglaublich viel beigebracht hat

mir der Xarrä (wie Xaver Willibald

von den Einheimischen genannt

wird). Er ist wirklich ein lebendes

Bienenlexikon und seitdem summt

mein Leben – genau wie seins – um

Bienen,“ fügt Andrea schmunzelnd

hinzu.

Übers Imkern, Bienen, Honig

und Blütenpollen

Ein Teil von Andreas BIO-Bienenstöcke

Der Begriff „Imker“ leitet sich

aus einem bereits im Mittelalter

verwendeten Begriff für Biene,

„Imme“ ab. Imkern selbst bedeutet

in erster Linie Bienen zu halten

und zu betreuen, damit sie gesund

leben können. Ein Imker kümmert

sich das ganze Jahr um seine Bienenvölker.

Er schaut nach seinen

Bienen, ob die Königinnen gesund

sind, schützt sie vor Krankheiten

oder Parasiten im Stock. ➳

81


PORTRÄT Andrea Bichler

Atme frei,

die Bienenstockluft

hilft dir dabei

Wichtig ist auch, dass den Völkern

genügend Futter zur Verfügung

steht. Im Winter muss bei Bedarf zugefüttert

werden. Aber auch durch

die Bereitstellung von Bienenstöcken

unterstützt der Imker, die für

uns so wichtigen Insekten. Bienen

spielen eine wichtige Rolle in unserem

Ökosystem. Zum einem dienen

sie als Bestäuber für ein Drittel aller

landwirtschaftlichen Nutzpflanzen,

zum anderen tragen Bienen zur Artenvielfalt

tausender Pflanzen bei,

die wiederum Nahrungsgrundlage

der meisten Tierarten sind. „Erst

wenn Bienen mehr Honig produzieren,

als sie selber brauchen, kann

ich einen Teil davon ernten. Dazu

werden die Waben geschleudert,

der Honig im Anschluss gefiltert

und abgefüllt,“ erklärt Andrea.

Honig entsteht, indem die Arbeitsbienen

Blütennektar oder Honigtau

mit ihren Rüsseln sammeln und im

Honigmagen zurück in ihren Stock

transportieren. Durch mehrfaches

Umtragen mit anderen Bienen wird

der Nektar mit Enzymen, Mineralien

und anderen Stoffen angereichert,

was den Honig so wertvoll

macht. Die Bienen entziehen der

Flüssigkeit durch Flügelschlagen

Wasser und der Nektar wird zähflüssiger.

Zum Schluss bringen sie

den Nektar in leere Wabenzellen.

Dort wird er mit erneutem Umschlagen

und Flügelschlagen getrocknet

und anschließend zur Haltbarkeit

mit Wachs verdeckelt. Jetzt kann

der Imker die Waben entnehmen

und schleudern. Die Bienen sammeln

beim Besuch der Blüten Pollen.

Diese gelten als kleines Kraftpaket

der Natur: Sie enthalten wertvolle

Proteine, Vitamine, Mineralstoffe,

Aminosäuren und Antioxidantien.

Bienenstockluft-Inhalation

in Arzbach

Den Begriff Bienenflüsterin, den

Andrea auf der Homepage ihrer

Seite bewell verwendet ist passend.

BeeWell: Wohlfühlatmosphäre während der Bienenstockluftanwendung

82


So hat sie sich in den letzten Jahren

besonders der Bienenstockluft-Therapie

verschrieben. Die Idee Bienenstockluft

einzuatmen ist ziemlich alt.

Sie kommt ursprünglich aus Osteuropa

(z.B. Russland & Slowenien),

wo die Apitherapie sehr verbreitet

ist. Erst später wurde sie auch in

Deutschland populär. „Im BIO-Bienenstock

befinden sich Honig, Pollen,

Propolis, Wachs und ätherische

Pflanzenstoffe. Vielen Menschen

empfinden die Anwendung als entspannend

und beruhigend. Das

sanfte Summen der Bienen im Stock,

die Wärme und die natürlichen Düfte

schaffen eine besondere Atmosphäre

der Ruhe und Verbundenheit

mit der Natur.“ Die Apitherapie

kann unterstützend bei zahlreichen

Beschwerden, wie Schlafstörungen,

Migräne, Depressionen, Allergien,

Neurodermitis, Long Covid, COPD

oder einer allgemeinen Infektanfälligkeit

helfen. Auch bei chronischen

Lungen- oder Atemwegserkrankungen

(z.B. Asthma und Bronchitis)

kann Bienenstockluft einen echten

Unterschied bewirken. „Im Bienenstockluftwagen

in Arzbach stehen

mehrere BIO-Bienenstöcke, die

ausschließlich nach Außen geöffnet

sind. Dadurch haben die Klienten

keinen direkten Kontakt mit den

Bienen und können die Anwendung

entspannt genießen. Ein spezielles

Inhaltionsgerät saugt wertvolle,

aromatische Bienenstockluft sanft

aus dem Inneren der Stöcke an

und leitet sie über einen beheizten

Schlauch zur Inhalationsmaske. Auf

diese Weise kann die warme, duftende

Bienenstockluft inhaliert werden.

Die Anwendung erfolgt in einer

entspannten Atmosphäre über einen

Zeitraum von circa 6-14 Tagen mit

täglich 2 Sitzungen von je 30 Minuten.

Für eine nachhaltige Wirkung

Die Bedeutung der Bienen für die Umwelt und die Gesundheit für uns Menschen

erklärt die Schautafel vom Bienerwagerl

werden 6 Sitzungen empfohlen (Pausen

von 2-3 Tagen sind problemlos

möglich). Die Anwendungen sind

während der natürlichen Bienenflugsaison

von April bis September

möglich, sollten aber vorher mit einem

Arzt oder Apotheker abgesprochen

werden.“

Wenn Andrea von ihrer wertvollen

Arbeit und ihren BIO-Bienen

schwärmt, spürt man deutlich wie

viel ihr das bedeutet. Eigentlich gäbe

es noch so viel zu erzählen! „Mir ist

wirklich wichtig ein Bewusstsein zu

entwickeln, wie existenziell Bienen

für uns Menschen sind und was sie

für eine wichtige Aufgabe in der Natur

übernehmen. Im sanften Summen

der Bienen und in der klaren

Luft der bayerischen Voralpen liegt

eine Kraft, die berührt, stärkt und

zur Natur zurückführt.“

Wer sich über die Wirkungsweise

von Bienen informieren möchte,

selbst Bienenstockluft atmen, Honig

oder andere Bienen- und Naturprodukte

erwerben möchte, kann

jederzeit bei Andrea Bichler im Benediktenhof

nachfragen und sich am

besten selbst davon überzeugen.

83


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PORTRÄT Martin Breitschafter Immobilienmakler GmbH

Bilder (2): Beham Architektur & Bucher Properties & Urban Builders

Juwel mitten in der

Tölzer Altstadt

Einzigartige Baugrundstücke unterhalb des

Kalvarienbergs zum Verlieben

Ein außergewöhnliches Angebot

hat derzeit der Tölzer Immobilienmakler

Martin Breitschafter im

Portfolio: In der Fröhlichgasse, nur

wenige Schritte von der Marktstraße

entfernt und zu Füßen des

Kalvarienbergs gelegen, stehen vier

Baugrundstücke mit einer Größe

von jeweils knapp 800 Quadratmetern

zum Verkauf. Die erhöhte Lage

schafft Sichtachsen bis ins Karwendel.

„Von allen Hanggrundstücken

Bilder (2): Bucher Properties &

Urban Builders

hat man einen einzigartigen Blick

ins Isartal“, schwärmt Martin Breitschafter

von der exklusiven Lage.

Einen genehmigten Bauvorbescheid

für vier Einfamilienhäuser gibt es

bereits. Dabei dienen die bisher vorliegenden

Visualisierungen jedoch

nur der Veranschaulichung: Die

Käufer sind – unter Berücksichtigung

der baurechtlichen Vorgaben

– völlig frei in der Gestaltung ihres

zukünftigen Zuhauses. Hier sollen

keine Häuser „von der Stange“ entstehen,

sondern individuelle Lösungen,

die auf das Gelände reagieren.

84


Die Fröhlichgasse liegt wie ein

kleines Juwel über der Stadt

Fröhlichgasse:

Vorgängerbau erstmals 1661 erwähnt

Tuffsteine und sogenannte „Bummerl“ – große, abgerundete Steine aus

der Isar – als Baumaterialien: Das Doppelhaus Fröhlichgasse 8 und 10,

das im März 2025 abgerissen wurde, hat eine lange Geschichte. Laut

Claus Janßen, Vorsitzender des Historischen Vereins Bad Tölz, bestand

das Gebäude seit 1661. In einer Urkunde des Marktes Tölz heißt es, dass

Salome Haslach ihrem Sohn Franciscus neben einer Weinwirtschaft in

der Marktstraße und Krautgärten auch „die verhandene aigenthombliche

Behausung uund den Gartten am Hindersperg“ überschrieb. 1757

kaufte Nikolaus Öttl das Haus und betrieb dort eine Schäfflerei, die

über mehrere Generationen Bestand hatte. Der Hausname lautete deshalb

„Beim Schäffler am Hintersberg“.

Vier Grundstücke in der Fröhlichgasse

stehen zum Verkauf

Hinter dem Verkauf steht Roman

Gabriel, der zusammen mit dem

Dietramszeller Architektenbüro

Beham Entwürfe für die mögliche

Gestaltung der Häuser ausgearbeitet

hat. „Uns ist wichtig, dass wir

die Stadt nicht ,verbauen‘, sondern

behutsam und umsichtig weiterentwickeln“,

erläutert Roman Gabriel.

Schließlich handelt es sich um ein

städtebaulich sensibles und historisch

spannendes Grundstück mitten

in der Tölzer Altstadt. Mit den

genehmigten Entwürfen wurde die

Grundlage für eine durchdachte

Konzeption, eine exklusive Architektur,

handwerkliche Präzision

und eine stabile Wertentwicklung

geschaffen – das sind die hohen Ansprüche,

die alle Beteiligten erfüllen

wollen. Besonders ist die Hangsituation:

Einerseits ist der Blick in

die Ferne möglich, andererseits wird

gleichzeitig die Privatsphäre gewahrt.

Die oberen Bereiche können

individuell gestaltet werden: Kreative

und unkonventionelle Lösungen

sind gefragt – die Möglichkeiten reichen

von Terrassierungen bis hin zu

naturnahen Steingärten.

Im Interview stellen Martin Breitschafter

und Roman Gabriel ihre

Beweggründe genauer vor. ➳

Bild: cs-press & print

Im Lauf der mehr als 360-jährigen Geschichte wurde das nicht unter

Denkmalschutz stehende Haus mehrfach um- und ausgebaut. Auf einer

Tölzer Ortsansicht aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die im ersten

Band der Reihe „Bad Tölz – Rare Fotos, vergessene Geschichte(n)“ von

Christoph Schnitzer abgebildet ist, ist das markante Gebäude links

oben unterhalb der Baumreihe des Kalvarienberg-Kreuzwegs mit sieben

Fenstern im Erdgeschoss und im ersten Stock gut zu erkennen. Auf

der Darstellung links ist, so Claus Janßen, der Vorläuferbau des Hotels

Kolbergarten und rechts (rotes Dach) der Rossstall des Kolberbräu zu

sehen. svk

85


PORTRÄT Martin Breitschafter Immobilienmakler GmbH

Immobilienmakler Martin Breitschafter

„Wir schreiben an der

Stadtgeschichte weiter“

Martin Breitschafter: „Wir stehen

hier mitten im Herzen von Bad

Tölz. Viele Einheimische schauen

gespannt auf dieses Grundstück.

Hand aufs Herz: Spürt man da mehr

Ehrfurcht als bei einem Grundstück

am Stadtrand?“

Roman Gabriel: „Absolut. In der

Altstadt geht es nicht einfach nur

um Grundstücke, wir schreiben an

der Stadtgeschichte weiter. Die Herausforderung

ist der Spagat: Wir

wollen die historische Optik – die

Fassaden, die für Tölz so typisch

sind – bewahren, aber den Käufern

auch eine Wohnqualität bieten, die

dem Jahr 2026 entspricht. Es geht

darum, Substanz zu schaffen, die

auch in 100 Jahren noch als Gewinn

für das Stadtbild gesehen wird.“

Martin Breitschafter: „Das ist ein

wichtiger Punkt. Kaufinteressenten

fragen mich oft: Wie kann ein Haus

entwickelt werden, welches den

unterschiedlichen Lebenssituationen

gerecht wird? In der einzigartigen

Hanglage, in der sich die Grundstücke

befinden, scheint dies eine besondere

Herausforderung zu sein.“

Roman Gabriel: „Genau diese Fragen

haben wir gemeinsam mit dem

Architekten Büro Beham in unseren

Entwürfen für die Grundstücke erarbeitet.

Der Schlüssel zum zeitlosen

Entwurf liegt in der Flexibilität

des Gebäudekörpers und die unterschiedlichen

Nutzungen, die dieser

erlaubt. Die genehmigte Gebäudekubatur

lässt sowohl das traditionelle

Mehrgenerationenhaus wie

auch ein modernes Split-Level-Konzept

zu. Der Hang bietet dabei die

einmalige Chance zur Realisierung

eines Konzeptes mit einem unverbaubaren

Weitblick ins Isartal und

straßenseitige Privatsphäre und Intimität.

Martin, du kennst den Markt

hier wie kaum ein anderer. Wer sind

die Menschen, die sich in so ein

Grundstück verlieben?“

Bestlage zwischen

Isar und Marktstraße mitten

im Grünen

Martin Breitschafter: „Es sind Menschen,

die das Besondere suchen und

sich der Bedeutung und der Exklusivität

dieser Grundstücke im Klaren

sind. Sie lieben es, morgens zum

Bäcker in die Marktstraße zu gehen,

ohne ins Auto zu steigen und sie

wissen die Ruhe der nahegelegenen

Isar zu schätzen. Meine Aufgabe ist

es, hier die Brücke zu schlagen. Wir

suchen keine anonymen Investoren,

sondern Käufer, die die Besonderheiten

schätzen und Teil der Tölzer

Roman Gabriel

Porträts: Roswitha Echsle, Anna Stroh

Gemeinschaft werden wollen. Deshalb

führen wir die ersten Gespräche

auch sehr individuell und diskret.“

Visualisierungen nur als Idee: Wie

die Bebauung am Ende aussieht,

entscheiden die Eigentürmer.

Martin

Breitschafter

Immobilienmakler

Martin Breitschafter Immobilienmakler GmbH

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ELEKTRIKER SCHMIED GAERTNER FLIESENLEGER

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PORTRÄT IsarMüller

Bilder: Wolfgang Kronwitter

Ofenbau und Fliesen

aus Meisterhand

Der Handwerksbetrieb IsarMüller aus Gaißach

Ein Ofen im Haus bedeutet mehr

als nur Wärme. Er schafft Atmosphäre,

wird zum Mittelpunkt des

Wohnraums und begleitet seine Besitzer

oft über Jahrzehnte. Genau

Veronika Müller in der Buchhaltung

darauf hat sich der Gaißacher Handwerksbetrieb

IsarMüller – Ofenbau

& Fliesenverlegung spezialisiert.

Seit rund neun Jahren steht Fliesenleger

sowie Ofen- und Luftheizungsbaumeister

Christian Müller

mit seinem Team für solides Handwerk,

individuelle Planung und saubere

Ausführung. Was den Betrieb

auszeichnet: Hier entstehen keine

Lösungen von der Stange – sondern

maßgeschneiderte Projekte, die zum

Haus und zu den Menschen passen.

Mit sieben Fachkräften und einem

Auszubildenden ist der Betrieb ein

fester Bestandteil des regionalen

Christian Müller bei der Angebotserstellung

Handwerks und Ansprechpartner

für private Bauherren und Gewerbekunden

im gesamten oberbayerischen

Raum.

90


Individuelle Öfen statt

Serienware

Ob Kachelofen, Kaminofen, Grundofen,

Pelletanlage oder Gartenkamin

– jede Feuerstätte wird individuell

geplant und gebaut. Dabei geht

es nicht nur um Design. Auch Energieeffizienz,

Sicherheit und nachhaltiges

Heizen spielen eine wichtige

Rolle. Besonders Holz als regional

verfügbarer Energieträger gewinnt

wieder an Bedeutung.

Von der ersten Idee bis zum fertigen

Ofen begleitet das Team seine

Kunden Schritt für Schritt. Planung,

Abstimmung mit Architekten oder

Kaminkehrern und schließlich der

Bau erfolgen aus einer Hand. „Ein

Ofen soll nicht nur Wärme liefern –

er muss auch zum Haus und zum

Wohnraum passen“, sagt Christian

Müller.

Patrick Poller – Fliesenleger

Neben dem Ofenbau ist Fliesen- und

Natursteinarbeit das zweite Standbein

des Betriebs.

Ob Bad, Küche, Wohnbereich oder

Gewerbeflächen – der Betrieb verlegt

Fliesen, Platten, Mosaik oder

Naturstein fachgerecht und mit viel

Erfahrung. Auch Kunstharz- und

PU-Beschichtungen für hygienische

Bereiche gehören zum Leistungsangebot.

Dabei beginnt gute Arbeit

immer mit einer sorgfältigen

Thomas Demmel Ofen-, Luft- und

Heizungsbauer

Vorbereitung. Denn nur ein sauber

vorbereiteter Untergrund garantiert

langlebige Ergebnisse.

Besonders gefragt ist derzeit eine

praktische Lösung für Renovierungen:

die Fliese-auf-Fliese-Sanierung.

Dabei bleiben die bestehenden Fliesen

erhalten und werden überarbeitet.

Das spart Zeit, Kosten und

vermeidet aufwendige Stemmarbeiten

– ideal für eine schnelle Badsanierung.

Zwei Gewerke – ein

Ansprechpartner

Ein großer Vorteil für Bauherren:

Ofenbau und Fliesenarbeiten kommen

aus einer Hand. Denn bei modernen

Wohnkonzepten, in denen

Küche, Essbereich und Wohnzimmer

ineinander übergehen, spielt

das Zusammenspiel von Materialien

eine wichtige Rolle. Der Ofen wird

dabei häufig zum gestalterischen

Mittelpunkt des Raumes – ergänzt

durch passende Boden- oder Wandflächen

aus Fliesen oder Naturstein.

Durch die Kombination beider Gewerke

lassen sich Projekte stimmig

planen und effizient umsetzen.

Der Betrieb ist tief in der Region

verwurzelt. Zuhause im Isarwinkel

arbeitet der Meisterbetrieb für

viele Kunden im Landkreis Bad

Tölz-Wolfratshausen, Miesbach sowie

in ganz Oberbayern.

Persönliche Beratung, kurze Wege

und zuverlässige Handwerksarbeit

sind für Christian Müller selbstverständlich.

Im vergangenen Jahr zog der Betrieb

in ein neues Firmengebäude

in Gaißach um. Dort befinden sich

nun Büro, Lager und eine Ofenausstellung

unter einem Dach. Kunden

können sich hier direkt vor Ort inspirieren

lassen und verschiedene

Ofenlösungen ansehen.

Killian Reiter Ofen-, Luft- und

Heizungsbauer

Als Meisterbetrieb bildet IsarMüller

auch Nachwuchs aus. Denn gutes

Handwerk braucht Fachkräfte – heute

und in Zukunft. Mit Erfahrung,

regionaler Verbundenheit und einem

starken Team bleibt der Betrieb seiner

Philosophie treu: ehrliche Beratung,

saubere Arbeit und langlebige

Lösungen für das Zuhause. kf

IsarMüller – Ofenbau &

Fliesenverlegung

Christian Müller

Fliesenleger und Ofenbaumeister

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info@ofenbau-mueller.de

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91


HISTORISCHES

Das Handwerk im Wandel

der Zeit

Geht ned - gibt's ned!

Text: Agnes Müller Bilder: Wikipedia

Schon seit Beginn an machen sich

die Lebewesen unserer Erde Werkzeuge

zu Nutze, um sich den Alltag

und die Nahrungssuche zu erleichtern.

Behalf man sich früher mit Stöcken

und Blättern, so entwickelten

sich die Menschheit durch mehrere

Generationen. Sie entwickelten die

Techniken immer weiter, perfektionierten

sie und brachten sie immer

wieder auf ein höheres Level – das

Handwerk war geboren.

Jetzt mal von Anfang an

Feuersteinplatten

In der Jungsteinzeit war der Feuerstein-Sucher

ein heiß begehrter

Mann. Anfangs noch suchte dieser

die Steine in Flussbetten oder Verwerfungen

in der Erde. Bald schon

wussten die Menschen damals nach

welchen Gesteinen sie suchen mussten,

um an den begehrten Rohstoff

zu kommen. So wurden die ersten

Minen in Betrieb genommen, in denen

der Stein abgebaut wurde. Aus

diesem Material wurden Messer,

Äxte, Schaber und auch Pfeilspitzen

hergestellt und am allerwichtigsten

natürlich das Feuer. Dass sich die

Menschheit so schnell entwickelte

und mit ihnen das Handwerk war

Teil der Erfolgsstory Mensch.

Frühe Handelsrouten durch Europa

belegten, wie wichtig das gute

Werkzeug für die damalige Menschheit

war. Nach dem Stein kam das

Metall und auch hier brauchte es

Menschen, die damit Alltagsgegenstände

herstellen konnten. Man

geht davon aus, dass der Schmied

der älteste Beruf ist, den es bis heute

gibt. Nicht selbstverständlich - viele

Berufe von früher sind heute ausgestorben.

Der Schmied war daher in

der Gesellschaft hoch angesehen.

Die Handwerks-Zünfte

unter sich

Ein Gerber demonstriert das Entfleischen eines Schaffells

Im frühen Mittelalter begannen

sich die Handwerker zu sogenannten

Zünften zusammenzuschließen.

In diesen Vereinigungen ging es

hauptsächlich darum, den eigenen

Berufsstand zu schützen, sein eigenes

Wissen weiterzugeben und am

allerwichtigsten, die Konkurrenz

klein zu halten. War man in keiner

Zunft Mitglied, konnte man in dieser

Stadt seine Waren nicht verkaufen.

Die einzelnen Handwerksstände

wohnten sogar in eigenen Vierteln

zusammen. Manchmal sogar

etwas unfreiwillig, weil die Stadt es

92


so verlangte. Bei den Gerbern zum

Beispiel, war es der Gestank der

durch Urin gegerbten Felle, die sie

in separate Viertel verbannte, die

weit weg von allen anderen waren.

Andere Gewerke benötigten für ihren

Betrieb einen Bachlauf, um ihre

Mühlen oder Sägen anzutreiben.

So gibt es auch heute noch Straßenbezeichnungen,

die auf diese

Aufteilung hinweisen. Gerbergasse,

Bäckergasse, Münzviertel und so

weiter. Die Zünfte kümmerten sich

auch darum, dass es einen kleinen

Ersatzlohn gab, wenn man krank

wurde oder gar starb. So wurden

die Familien der Handwerker mit

einem Geldbetrag unterstützt. Die

Lehrlinge der Handwerker wohnten,

sobald sie es geschafft hatten einen

Ausbildungsplatz zu ergattern,

unter dem Dach des Meisters. Einen

Schmied

Lohn wie die heutigen Lehrlinge bekamen

sie freilich nicht. Eher noch

wurde der Meister bezahlt, damit

er sein Wissen preisgab. So war das

heute sprichwörtliche Lehrgeld, das

man bezahlte, nicht wie heute eine

Lehre aus einem Fehler, den man

gemacht hatte, sondern es wurde

tatsächlich dem Lehrmeister für seine

Ausstände bezahlt. Der Lehrling

wohnte nämlich zu dieser Zeit mit

im Haus des Meisters, bekam zu essen

und einen Schlafplatz. War die

Lehrzeit abgeschlossen, gingen die

jungen Gesellen auf die Walz. Man

nimmt an, dass sie so neues Wissen

erlangten und dieses mit nach Hause

brachten, damit man dort auch mit

der Zeit gehen konnte. So war man

untereinander vernetzt, ohne sich

wirklich zu kennen. Manch einer

fand auch sein Glück in der Ferne

und blieb an einem anderen Ort.

Irgendwann aber zerbrach das damalige

System, da es sich nicht mit der

Zeit weiterentwickelte. So kam es,

dass im 17. Jahrhundert das Zunftwesen

in Zeiten der Industrialisierung

ganz abgeschafft wurde. ➳

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HISTORISCHES

Das Handwerk im Wandel

der Zeit

Laternenmann

So wurde mit der Zeit die Fertigung

aus einer Hand in den Vordergrund

gestellt. Brauchte man früher beispielsweise

zum Bau einer Kutsche

einen Drechsler, Schmied, Wagner

und einen Schreiner, von denen man

nacheinander die Teile für die Kutsche

anfertigen ließ, stellte es jetzt

ein Betrieb alleine her. Sie perfektionierten

nach und nach die Arbeitsschritte.

Es galt immer dieselbe

Größe für die Räder herzustellen,

immer dieselben Arbeitsschritt beim

Karosseriebau und schließlich auch

beim Zusammensetzten der einzelnen

Teile. So kam es, dass sich die

ersten Statussymbole entwickelten.

Wenn man sich z.B. eine Kutsche

bei der Firma Neuss leisten konnte,

wussten die Leute, dass man genug

Geld zur Verfügung hatte, um sich

so ein Exemplar leisten zu können.

Daraufhin wollte jeder gerne eine

Kutsche aus dieser Fabrik.

Die Industrialisierung allerdings war

ein herber Schlag für das Handwerk

und stürzte viele Menschen in bittere

Armut. Wo früher hundert Menschen

in Lohn und Brot standen,

schaffte selbe Arbeit einen Tag später

nur eine Handvoll Maschinen.

Ein Beispiel dafür war der dampfbetriebene

Webstuhl. Dieser lieferte

gleichbleibende Qualität, verlangte

keinen Lohn, war nie krank und

benötigte keine Ruhepausen. Zum

überwachen dieser Wunderwerke

waren nur ein paar Leute nötig. Der

Aufstand der Weber wurde damals

gnadenlos zerschlagen und die Menschen

entlassen. Aber nicht nur die

Weber betraf diese Neuerung. Metallteile

wurden zu der Zeit plötzlich

am Fließband gefertigt. Tausende

identische Werkstücke liefen in wenigen

Tage vom Band. So gab es von

heute auf morgen viele Berufe nicht

mehr. Schlichtweg weil sie wegrationalisiert

wurden. Ein weiteres

Beispiel war der Aufwecker, den es

tatsächlich einmal gab. Für ein paar

Groschen ging er mit einem langen

Stock bewaffnet zu seinen Kunden,

um sie zur gewünschten Zeit, durch

klopfen am Fenster für die Arbeit

aufzuwecken. Der Wecker wars, der

ihn ersetzte und für alle erschwinglich

war, da er in hoher Stückzahl

günstig produziert werden konnte.

Und so brauchte niemand mehr den

Dienst des Aufweckers.

Die Straßenlaternen konnten nun

durch Fernzündung angeschaltet

werden, so dass der Lampenmann

nicht mehr kommen musste, um alle

Straßen zu erhellen. Mit Einzug der

Chemie hatte auch der Rattenfänger

nichts mehr zu fangen. Und so war

es der Erfindergeist der Menschheit,

den so manchen in die Arbeitslosigkeit

trieb.

Rattenfänger

Dem Handwerk gehört

die Zukunft

Viele Berufe haben den Wandel ins

jetzt geschafft und sich einen nicht

zu verachtenden Vorsprung verschafft.

Tätigkeiten, mit der eine

Maschine einfach nicht mithalten

kann.

Auch wenn „der Handwerker“ oft

belächelt wurde und eine Ausbildung

im Handwerk als weniger

wertvoll abgestempelt wurde, weiß

man heute mehr denn je, früher oder

später braucht ein jeder jemanden,

der mit seinen Händen, Geschick

und einer Portion Talent sein Geld

verdient. Lange Zeit wurde darauf

besonders Wert gelegt, dass der

Nachwuchs studiert. Heute kommt

man Gott sei Dank wieder darauf

zurück, dass ein ehrbares Handwerk

vielen Chancen bietet, jetzt und auch

für die Zukunft. Selbst der Staat hat

das Potential erkannt und macht

sich stark fürs Handwerk. Wer weiß,

vielleicht hat der ein oder andere

Politiker schon mal länger auf einen

Handwerker warten müssen.

94


Und san mia uns mal ehrlich: Gibt’s

was Attraktiveres als einen Mann

oder eine Frau zu haben, die die Lösung

eines Problems schon parat hat

bevor es fertig ausgesprochen ist?

Die etwas reparieren oder wieder

gangbar machen, ohne viel Aufhebens?

Die mal nebenbei etwas zusammenbauen,

das man als perfekt

bezeichnen könnte? Ich bin stolz auf

meine Handwerker und freu mich,

dass auch die Kinder in unsere Kerbe

schlagen.

Viele Handwerker arbeiten schon

seit Generationen in ihrem Lieblingsberuf

und Familienbetrieb für

ihre Kunden immer nach ihrem

Grundsatz: „Geht ned – gibt’s

ned!“ Doch leider ist der Fachkräftemangel

nicht nur ein Problem in

Pflege und IT, sondern setzt auch

Zimmermann

dem Handwerk kräftig zu. So fällt es

gleich auf, wenn das Auto nicht mehr

fährt, die Heizung oder das Wasser

kalt bleibt, das Dach undicht oder

im schlimmsten Fall der Fernseher

nicht mehr geht. Dann ist die Sorge

groß und die Hoffnung auch, dass

bald jemand Zeit hat, um diese Sachen

wieder in Ordnung zu bringen.

Darum seid‘s recht freundlich zu

Euren Handwerkern und freut euch

wenn’s vorbeischaun, auch wenn’s

ned glei Zeit hamm. Sie sind tatsächlich

etwas rar geworden und arbeiten

alle fleißig und alle Tage mit

viel Freude in ihrem Beruf.

Wir verwenden einheimisches Holz

"Alles aus Meisterhand... denn Qualität überzeugt!"

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PORTRÄT Fuchs baut Gärten

Bilder (3): framesforgoods

Ein besonderes Jubiläumsjahr

Das Jahr 2026 hat für uns eine

ganz besondere Bedeutung: Unser

Familienunternehmen „Fuchs baut

Gärten“ feiert sein 65-jähriges Bestehen.

Gegründet wurde der Betrieb

im Jahr 1961 von meinem

Großvater Klaus Fuchs – damals

noch in einem sehr überschaubaren

Rahmen und mit viel persönlichem

Einsatz. Über die Jahrzehnte hinweg

hat sich daraus Schritt für Schritt

ein modernes und leistungsstarkes

Garten- und Landschaftsbauunternehmen

entwickelt, das heute mehr

als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beschäftigt.

Dieses Wachstum ist für uns nicht

selbstverständlich, sondern das Ergebnis

kontinuierlicher Weiterent-

Bild: Flo Huber/StMELF

V.l. Ausbilderin Katharina Freiseisen, Staatsministerin Michaela Kaniber,

Inhaberin Balbina Fuchs, Ausbilder Rupprecht von Sigriz und Dietmar

Lindner, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau

Bayern e.V.

96


Shooting Garten des Jahres 2026

wicklung, fachlicher Qualität und

eines starken Teams. Umso mehr

freut es uns, dass diese Arbeit auch

in diesem Jahr wieder Anerkennung

gefunden hat: Wir wurden erneut

mit dem Staatsehrenpreis für vorbildliche

Ausbildung ausgezeichnet

und sind darüber hinaus für den

Bayerischen Mittelstandspreis nominiert.

Auch innerhalb unseres Unternehmens

hat sich in diesem Jahr etwas

Entscheidendes verändert: Unsere

Geschäftsführung ist breiter aufgestellt.

Neben Ludwig und Balbina

Fuchs gehört nun auch Lisa Simon

zum Führungsteam. Diese Erweiterung

ist eine direkte Folge unseres

Unternehmenswachstums, denn mit

zunehmender Größe steigen auch

die Anforderungen an Organisation,

Mitarbeiterführung und strategischer

Ausrichtung. Umso wertvoller

ist es, die Verantwortung nun auf

mehrere Schultern verteilen zu können

– ich persönlich freue mich sehr

über diese Entwicklung.

Neben diesen aktuellen Themen

Firmengründer Nikolaus Fuchs ist

am 11.März 2026 im Alter von

92 Jahren gestorben. Er hinterlässt

eine Lücke in der Firma wie auch

in unserer Familie.

ist es mir ein besonderes Anliegen,

auch unseren Beruf selbst stärker

in den Fokus zu rücken. Der Beruf

des Landschaftsgärtners wird häufig

unterschätzt oder auf einzelne

Tätigkeiten reduziert, obwohl er

in Wirklichkeit sehr vielseitig, anspruchsvoll

und kreativ ist.

Als Handwerksbetrieb verstehen wir

uns als ganzheitlicher Dienstleister

rund um den Garten. Das bedeutet,

dass wir Gärten nicht nur bauen,

sondern sie von der ersten Idee über

die Planung bis hin zur langfristigen

Pflege begleiten. Dabei verbinden

wir gestalterische Ansprüche mit

handwerklicher Präzision und fundiertem

Pflanzenwissen.

Unser Leistungsspektrum ist entsprechend

breit gefächert. Dazu gehören

unter anderem:

• Natursteinarbeiten wie Terrassen,

Mauern und Treppen, die nicht

nur optisch überzeugen, sondern

auch dauerhaft und frostbeständig

ausgeführt werden ➳

97


PORTRÄT Fuchs baut Gärten

Besondere Arten, die sich in unserer

Region bewährt haben, robust

sind und auch mit kälteren Temperaturen

gut zurechtkommen.

Pflanzentipps

trägt essbare Früchte und

begeistert im Herbst mit einer

intensiven Färbung

• Kornelkirsche (Cornus mas):

einer der frühesten Blüher im

Jahr und damit eine wertvolle

Nahrungsquelle für Bienen;

zudem sehr robust und langlebig

Stauden:

• Salvia nemorosa ‘Caradonna’:

zeichnet sich durch eine lange

Blütezeit aus, ist trockenheitsverträglich

und zieht zahlreiche

Insekten an

• Stipa tenuissima (Federgras):

bringt Leichtigkeit und Bewegung

in den Garten und lässt

sich hervorragend mit blühenden

Stauden kombinieren

Sträucher:

• Felsenbirne (Amelanchier lamarckii):

sie überzeugt mit einer

frühen, reichhaltigen Blüte, ist

äußerst insektenfreundlich,

• Echinacea purpurea ‘Magnus’:

eine standfeste, winterharte Staude

und ein Klassiker unter den

insektenfreundlichen Pflanzen

• Nepeta (Katzenminze): besonders

pflegeleicht, äußerst robust

und mit einer langen, üppigen

Blütezeit

Bilder: framesforgoods

• Holzbauarbeiten, etwa Terrassen,

Stege oder Pergolen, die dem Garten

Struktur und Aufenthaltsqualität

verleihen

• Erdarbeiten und Geländemodellierungen,

beispielsweise in Form

von Terrassierungen, um Flächen

optimal nutzbar zu machen

• die Gestaltung von Wasserelementen

– von kleinen Quellsteinen

bis hin zu aufwendig gestalteten

Schwimmteichen und Living Pools

• durchdachte Pflanzkonzepte mit

Stauden, Gehölzen und Gräsern,

die standortgerecht ausgewählt

werden und sich langfristig entwickeln

können

• die Anlage von Rasen- und Wiesenflächen

als wichtige Grundelemente

eines Gartens

• fachgerechte Pflegearbeiten wie

Baum-, Obstbaum- und Heckenschnitt

• sowie die kontinuierliche Pflege

und Weiterentwicklung bestehender

Gärten

Am Ende steht dabei immer ein zentrales

Ziel: einen Garten zu schaffen,

der nicht nur gestalterisch überzeugt,

sondern auch wirklich zum

Menschen passt, seinen Bedürfnissen

entspricht und über viele Jahre

hinweg funktioniert.

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❤ Herzensangelegenheiten ❤

30 mal mit Herz

Text & Bild: Michaela Probst

Herzensangelegenheiten begegnen

uns alle Tage und es wäre schade,

wenn man diese Gedanken und

Geschichten unbemerkt und unkommentiert

verstreichen lässt.

Es ist ein Kribbeln im Bauch, ein

Schmunzeln, mal eine Träne oder

ein Kloss im Hals, denen solche

Erlebnisse vorausgehen. Momente,

die uns bewegen und Innehalten

lassen und uns zum Nachdenken

bringen. Und wenn’s in solchen

Augenblicken so richtig menschelt

und sich das Herz bemerkbar

macht, ist

es eine

Herzensangelegenheit und sollte

unbedingt aufgeschrieben werden.

So machen wir‘s jetzt schon zum

dreißigsten Mal. Vielleicht geht’s

dem ein oder anderen genauso und

er freut sich, darüber zu lesen. So

liegen sie überall herum im Haus,

die Zettel mit Notizen und kurzen

Stichpunkten über besondere Episoden

im Leben. Erlebnisse, die

drauf warten aufgeschrieben zu

werden. Und der ein oder andere

Gedanke, die ein oder andere Begegnung

und auch so mancher Gefühls-

und Temperamentsausbruch

findet

sich hier

wieder

im Isarwinkler Magazin in den

Herzensangelegenheiten.

Und glaubt mir, es ist nicht immer

leicht für so viele Leser das, was

einen berührt, niederzuschreiben.

Weil, wie sagt man so schön, eigentlich

geht es niemanden etwas

an, was man so in seinem Herzen

trägt. Und man spricht nicht

drüber und aufschreiben sollte

man‘s schon gleich dreimal nicht.

Schließlich ist so eine Herzensangelegenheit

reine Privatangelegenheit.

Und dennoch lass ich

euch gerne teilhaben. Es ist mir

eine Ehre und eine Freude, wenn

jemand meine Zeilen liest und

wenn‘s Recht ist mach ma‘ einfach

so weiter. Und vielleicht können

wir den ein oder anderen von unseren

Lesern inspirieren und mit

dem Schreiben anstecken.

Weil Schreiben hilft, heilt

und macht einfach unheimlich

viel Freude

und man spart sich

bisweilen auch

den Psychiater.

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Design – so wollen viele heute

wohnen. Klassische Heizkörper passen

da oft nicht ins Bild und nehmen

gerade in kleinen Bädern wertvollen

Platz weg. Mit der elektrischen Flächenheizung

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Entkopplungsmatte und flexibel verlegbare

Heizkabel passen sich exakt

dem Grundriss an. Besonders mit

Fliesen oder Naturstein überzeugt

das System: Wärme steigt schnell

nach oben, verteilt sich gleichmäßig

und erhöht den Komfort bei geringem

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Optimieren wir unser Zuhause,

verlassen wir uns auf Produkte, die

sich bewährt haben. Ein Klassiker in

Sachen Wandgestaltung ist etwa die

Rauhfaser. Wohngesund, robust im

Nehmen und flexibel gestaltbar bündelt

sie alles, was eine moderne Tapete

ausmacht. Sehen wir uns jedoch als

Heimwerker-Greenhorns, können

wir auch die Erfurt-Vlies-Rauhfaser

ins Visier nehmen. Denn die „Next

Generation“ der Rauhfaser macht

uns nun bereits seit 20 Jahren das

Tapezieren revolutionär leicht! Das

Geheimnis des Erfolgs? Vlies-Rauhfaser

kommt bequem ohne Einweichzeit

an die Fläche: Wand einkleistern,

Tapetenbahnen andrücken, fertig.

Nach der Trocknungszeit kann gestrichen

werden. Zusätzlich wirkt

Vlies-Rauhfaser rissüberbrückend,

indem sie leichte Mauerwerksbewegungen

„mitgeht“ und Haarrisse an

der Wandoberfläche kaschiert. Und:

Wie ihre große Schwester punktet

Vlies-Rauhfaser neben mehrfacher

Überstreichbarkeit und vielfältigen

Strukturen bei der Wohngesundheit.

PVC und Weichmacher? Fehlanzeige.

Dafür kommen bei der atmungsaktiven,

feuchtigkeitsregulierenden Tapete

ausgewählte Recycling-Papiere,

Holz- und Textilfasern zum Einsatz.

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rissüberbrückend und kann sogar in Feuchträumen zum Einsatz kommen.

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Effektiver Hitzeschutz beginnt

beim Fenster

Dank moderner Fensterlösungen mit automatisiertem und energieautarkem

Sonnenschutz zum optimierten Wohlfühlklima

I-tec Shading erkennt automatisch die aktuelle Tageszeit, misst die Temperatur

und die Sonneneinstrahlung und öffnet bzw. schließt den integrierten

Sonnenschutz des Verbundfensters selbsttätig. Im Sommer wird durch

Herunterfahren der Jalousien ein Hitzestau vermieden, während im

Winter die einfallende Sonne zur Wohnraumerwärmung und Energieverbrauchreduktion

beiträgt

Wenn die Sonne strahlt, kommt

draußen Freude auf. Doch drinnen

können die steigenden Temperaturen

schnell zur Herausforderung werden –

überhitzte Wohnräume, stickige Luft

und energieintensive Klimageräte sind

vielerorts typische Begleiter heißer

Sommertage. Gut, dass Internorm

clevere Lösungen im Repertoire hat,

die Raumklima, Wohnkomfort und

Energieverbrauch nachhaltig verbessern!

Neben Raffstores, Rollos und

Fensterläden präsentieren sich vor

allem die Verbundfenster von Europas

Fenstermarke Nummer Eins als

perfekte Allrounder: Sie kombinieren

ausgeklügelte Technik mit modernem

Design und bieten zusätzlich zu Sichtschutz,

Schallschutz und Wärmedämmung

insbesondere mit der innovativen

Technologie I-tec Shading einen

handfesten Mehrwert. Der smarte

Sonnenschutz (wahlweise als Jalousie,

Plissee oder blickdichter Duette®) ist

zwischen den Scheiben montiert und

somit vor Verschmutzung und Witterung

bestens geschützt, was nicht zuletzt

angesichts zunehmender Extremwetterereignisse

wie Starkregen und

Hagel ein dicker Pluspunkt ist. Da der

Sonnenschutz nicht separat montiert

werden muss, sind Verbundfenster

mit I-tec Shading zudem ideal für die

Sanierung geeignet – zusätzliche Eingriffe

in die Gebäudestruktur, zum

Beispiel Befestigungen für Markise

& Co. an der Fassade, sind hier nicht

112


Bilder: epr/Internorm

Als Europas Fenstermarke Nummer Eins bietet Internorm facettenreiche

Fensterlösungen für die thermische Sanierung von Gebäuden. Insbesondere

die Wichtigkeit des Schutzes vor sommerlicher Überhitzung wird aus

energetischer wie auch aus raumklimatischer Sicht durch den Klimawandel

rasant zunehmen. Smarte Verbundfenster mit integriertem I-tec

Shading Sonnenschutz tragen dieser Entwicklung Rechnung.

nötig. Das System registriert die aktuelle

Tageszeit und sorgt dafür, dass

sich die Jalousien bei Sonnenaufgang

bzw. -untergang selbstständig öffnen

und schließen. Die Sensoren messen

außerdem automatisch Sonneneinstrahlung

und Raumtemperatur:

Während im Sommer durch Schließen

der Jalousien einem Hitzestau effektiv

entgegengewirkt wird, kann in den

kalten Monaten die Wärme des einfallenden

Sonnenlichts helfen, Heizkosten

zu reduzieren. Dabei agiert

I-tec Shading dank eigenem PV-Modul

und Akku völlig autark. Individuellen

Gestaltungsvorlieben wird

ebenfalls viel Raum gewährt, denn

I-tec Shading ist sowohl für Verbundfenster

aus Kunststoff-Aluminium

wie das KV 440 als auch für Modelle

aus Holz-Aluminium wie das HV 450

erhältlich. epr

113


„Aus dem Nähkästchen

plaudern“

Von Schneeflöckchen und

heißen Fegern

Wie unsere Isarwinkler Handwerker mit den Wirren

des Arbeitsalltags umgehen

Text: Agnes Müller Bild: Freepik

Es war einmal ein Hausbesitzer, der

engagierte den braven Heizungsbauer

B.M. aus G., denn dieser – so hörte

man – kümmerte sich auch um die armen

Leute in der großen Stadt. Denn

im Gegenteil zu unserem gesegnetem

Isarwinkel, mit seinen vielen fleißigen

und ehrlichen Handwerkern haben

die Münchner oft nicht so viel Glück.

Kurzum, der Heizungsbauer machte

sich nun auf den Weg. Nach einer

Stunde und etlichen verlorenen Nerven

kam er an, nur um festzustellen,

dass der ihm versprochene Parkplatz

vor dem Haus nicht frei war. Kein

Problem, im Umkreis ist bestimmt

noch was frei. Keine 20 Häuserblocks und Querstraßen

entfernt fand er nun einen Parkplatz. Aber der Weg

war nun doch weiter als gedacht. Wie also bring ich

das Werkzeug zum Einsatzort? Die Erleuchtung kam

natürlich umgehend. Ein Schubkarren war im bestens

ausgestatteten Einsatzfahrzeug vorhanden. Nun wurde

er mit allerlei wichtigen Utensilien beladen, die man so

braucht im Einsatz. Nach 20 Minuten durch die Stadt

kam er nun endlich am Haus an. Er klingelte und wartete

und wartete und…. Schließlich machte jemand auf.

Die Haushälterin war’s, die mit Blick auf ihre Uhr feststellte:

„Herr M., sie sind 23 Minuten zu früh!“ Und

dann fiel die Tür auch schon ins Schloss. 23 Minuten zu

früh??? Ja spinnens jetzt komplett, die saubere Bagage?

Dann nimm ich mein Einsatzfahrzeug

und schleich mich nach Hause, grummelte

der nun nicht mehr so fröhliche

Handwerker. Setzte sich in sein Auto

und fuhr wieder heim ins gelobte

Land. Nach 23 Minuten rief nun die

Kundschaft auf dem Handy an, um

zu fragen, wo er denn nun sei. „Hoam

fahr ich was sonst!“, bellte er in sein

Handtelefon, „Moants ihr ich steh mit

meinem Schubkarren 23 Minuten vor

eurer Tür??“

„Ja aber, Herr M.“, sprach die Frau,

„sie können doch nicht hinein und

hinaus schneien wie ein Schneeflöckchen?“

Und die Moral von der Geschichte.

Wenn ihr wüsstet, dass aus dem Schneeflöckchen

bei dieser Behandlung eher der Name LAWINE

passen würde, dann wär’s besser, man schaut auf die

Uhr schluckt die 23 Minuten runter und freut sich stattdessen,

dass sich jemand in die große Stadt verirrt. Oft

leihen wir unsere Handwerker nicht her, wenn sie nicht

anständig behandelt werden. Denn dass es auch anders

geht, wissen wir von einem anderen Heizungsgott, dieser

wurde nämlich schon im Adamskostüm empfangen.

Ob die Dame beim Anblick des stattlichen Arbeiters

die Hüllen fallen ließ oder es einfach vergessen hat, vor

lauter Vorfreude auf eine warme Heizung – das wissen

wir nicht. Hochprofessionell wie er war, machte er seine

Arbeit und übersah die fehlende Kleidung.

114


Schöne Metalldächer

Langlebig, Wartungsfrei, Sturm und

Hagelsicher, jede Dachform ist machbar,

zudem ist es nachhaltig und absolut bezahlbar!

Wir beraten sie gerne!

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PORTRÄT Isarvogel

Ameisenhaufen oder Jungrind?

Georg Wasensteiner und sein „Isarvogel“

Bilder: Georg Wasensteiner

Was hat das Zimmererhandwerk

mit Tierrettung zu tun? Auf den

ersten Blick eigentlich gar nichts.

Das Einzige, was beide Bereiche

gemeinsam haben, ist der Einsatz

von Drohnen. Zimmereien nutzen

sie gerne für die Technik der Photogrammetrie.

Das ist ein berührungsloses

Messverfahren, bei dem mithilfe

von 2D-Bildern oder Videos

aus Luftaufnahmen präzise 3D-Modelle

zur exakten Vermessung von

Gebäuden, Objekten oder Flächen

erstellt werden.

Tiersuche mittels

Wärmebilddrohne

Hier kommt Georg Wasensteiner

ins Spiel. Der 53-jährige Lenggrieser

ist nämlich Zimmerer und hat vor

gut 3 Jahren einen Drohnenführerschein

für seine Zimmerertätigkeit

bei der Fa. Simon Haus und Holzbau

gemacht. Seit diesem Zeitpunkt

ist er begeisterter Drohnenpilot

und fasziniert von den technischen

Möglichkeiten. Um seine Kenntnisse

noch mehr nutzen und ausbauen

zu können, kam er auf die Idee, sich

eine eigene Wärmebilddrohne mit

entsprechendem Equipment anzuschaffen

und auch in anderen Be-

116


Erfolgreiche Drohnensuche in

schwierigem Gelände

reichen einzusetzen. In den Bergregionen

des Tölzer Landkreises gibt

es 144 Almen und immer wieder

kommt es vor, dass Rinder sich von

der Herde entfernen, sich verletzen

oder gar umkommen. Für die Almbauern

bedeutet das einen immensen

wirtschaftlichen Schaden. Die

Lösung: Das Aufspüren der ausgebüxten

Tiere aus der Luft mittels

der Wärmebildkamera einer Drohne.

Eine entsprechende Anfrage bei

der Unteren Naturschutzbehörde im

Tölzer Landratsamt und den Bayerischen

Staatsforsten stieß auf offene

Ohren und lieferte ihm die Einzelaufstiegsgenehmigung

für Drohneneinsätze

im Naturschutzgebiet.

Nachdem alle rechtlichen Fragen geklärt

waren, konnte Georg loslegen.

„In der Regel melden sich Grundbesitzer

oder Almhirten telefonisch

bei mir, wenn sie eines ihrer Tiere

vermissen“, berichtet er. „Dann suche

ich den Standort der Alm erstmal

auf Google-Earth und schaue,

wie ich da am schnellsten hinkomme

und vor allem wie. Die meisten

Almen in unserer Gegend sind zwar

ganz gut mit dem Auto erreichbar,

aber manchmal muss ich auch einen

Fußmarsch in Kauf nehmen. Auch

das Wetter spielt eine Rolle. Bei

Regen oder Nebel funktioniert eine

Drohnensuche nämlich nicht.“

Am Ziel angekommen wird

ein passender Standort für

den Abflug der Drohne

gesucht. „Wir dürfen aus

rechtlichen Gründen nur in

Sichtweite fliegen. Wichtig

ist auch, dass ich ein stabiles

GPS-Signal habe, damit ich die

Drohne auch bei plötzlichen Windböen

oder anderen Störungen gut

steuern kann.“ Auch die Uhrzeit

spielt eine Rolle. Ein Drohnenflug

sollte vor allem in der warmen Jahreszeit

in den frühen Morgenstunden

erfolgen, wenn der Temperaturunterschied

zwischen Tierkörper

und Umgebung deutlich ist und die

Tiere sich zuverlässig orten lassen.

Für Georg Wasensteiner bedeutet

das kurze Nächte und einen sehr

frühen Aufbruch. Doch in der Regel

lohnt sich die Mühe. „Unsere Trefferquote

liegt bei rund 70 Prozent“,

erzählt er stolz. Damit die Suchaktion

reibungslos verläuft, braucht es

ein ganzes Team aus Helfern. „Ich

habe immer Leute dabei, die mit

dem Fernglas den Luftraum beobachten,

denn für Hubschrauber oder

Segelflieger kann eine Drohne zur

echten Gefahr werden. Eine Drohne

darf nämlich 120 Meter Flughöhe

über Grund nicht übersteigen. Vernetzt

ist das Team im Suchgebiet per

Mobiltelefon und Funkgerät. Auf

diese Weise können Sichtungen oder

Geländeinfos für Rettungstrupps

rasch ausgetauscht werden.

Im Schnitt absolviert Georg Wasensteiner

bis zu 15 Einsätze pro

Jahr und Saison. Sein Einsatzgebiet

erstreckt sich über die Lenggrieser

Berge bis hinein ins Karwendel. Und

obwohl meistens Jungrinder vermisst

werden, die auf vielen Almen

den Sommer verbringen, ist jeder

Einsatz anders. „Es ist ja nicht so,

dass ich heimgehe, wenn ich den

Standort des Tieres gemeldet habe“,

sagt er. In den meisten Fällen hilft er

auch bei der Bergung, denn in unwegsamen

Bergregionen ist oft jede

Hilfe gefragt. Die Ortung vermisster

Tiere erweist sich oft als gar nicht so

einfach, denn Wärme strahlt jedes

Lebewesen in den Bergen aus. Auch

ein Ameisenhaufen. Das zeigt, wieviel

Beobachtungsgabe, Ortskenntnis

und Know-How die Drohnensuche

erfordert.

Kitzrettung im Frühjahr

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt

für Georg Wasensteiner, der auch

einen Jagdschein besitzt, ist die ➳

117


PORTRÄT Isarvogel

Kitzrettung. Damit werden neugeborene

Rehkitze vor dem sicheren

Tod durch landwirtschaftliche Maschinen

bewahrt. Während der sogenannten

Setzzeit im Frühjahr bringen

Rehgeißen ihre Jungen nämlich

bevorzugt im hohen Gras ungemähter

Wiesen zur Welt. Was die Tiere

als natürlichen Schutzraum wahrnehmen,

kann zur tödlichen Falle

werden. Die jungen Rehkitze haben

in den ersten Lebenswochen noch

keinen Fluchtinstinkt und drücken

sich bei Gefahr instinktiv ins Gras,

anstatt zu fliehen. Der Landwirt

auf seiner Mähmaschine hat keine

Chance, die Tiere rechtzeitig zu

entdecken. Die Kitzretter und damit

auch Georg Wasensteiner haben sich

zur Aufgabe gemacht, die Wiesen

vor der Mahd mit Wärmebilddrohnen

abzufliegen und versteckte Kitze

somit zuverlässig aufzuspüren. „Das

geht eigentlich recht schnell“, erzählt

der Drohnenpilot. „Der Landwirt

ruft ein bis zwei Tage vor der Mahd

an, damit ich meine Flüge planen

kann. Meist ist so eine Wiese in 15

Minuten abgeflogen.“ Die Kitzretter

nehmen das Jungtier dann mit

Handschuhen auf und betten es in

eine Kiste mit Gras am Wiesenrand.

Sobald die Wiese abgemäht ist, wird

es befreit und fängt an zu pfeifen.

Damit lockt es die Rehgeiß, also die

Mutter, an, die sich um ihr Kleines

kümmert. „Durch den Gebrauch

der Handschuhe beim Tragen haftet

kein Menschengeruch an dem Kitz

und die Rehgeiß wird dadurch nicht

ferngehalten“, erklärt Wasensteiner.

„Es macht mir Freude Tiere

vor Unheil zu schützen“

In seine Suchen investiert er viel Zeit

und Können. Von der Pflege des teuren

technischen Equipments ganz

zu schweigen. „Ich brauche immer

wieder neue Akkus und mir ist auch

schon eine Drohne abgestürzt. Das

kann dann sehr schnell sehr teuer

werden.“

Doch solche Vorkommnisse halten

Georg Wasensteiner nicht davon ab,

weiterhin als Drohnenpilot unterwegs

zu sein. „Für mich ist das eine

Leidenschaft, es macht mir einfach

Freude, wenn ich Tiere vor Unheil

schützen und auch die Landwirte

ein Stückchen vor wirtschaftlichem

Schaden bewahren kann.“

Der verheerende Hagelsturm im

Isarwinkel vor rund 3 Jahren hat

Wasensteiner ein zusätzliches Einsatzfeld

seiner Drohne beschert.

„Da gingen auch bei uns in Lenggries

zahlreiche Photovoltaikanlagen

zu Bruch und mit meiner Drohne

habe ich die Dächer abgeflogen,

um die Schäden aus der Luft mit

der Thermaldrohne zu analysieren.“

Hauseigentümer können sich jederzeit

mit einer entsprechenden Anfrage

an ihn wenden, denn auch ohne

Hagel ist es durchaus sinnvoll von

Zeit zu Zeit seine PV-Anlage auf defekte

Strings, Leiterbruch, Schmorstellen

(Hotspots) oder beschädigte

Anschlussdosen prüfen zu lassen.

Georg Wasensteiner und sein „Isarvogel“,

wie er seine Drohne nennt,

zeigen eindrucksvoll, wie der sinnvolle

Einsatz modernster Technologie

einen hilfreichen Beitrag zum

Erhalt von Fauna und Flora leisten

kann. kf

Der „Isarvogel“ deckt auch Schäden an PV-Anlagen auf

Bild: Georg Wasensteiner

Isarvogel

Georg Wasensteiner

Wackersberger Straße 51 C

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118


PORTRÄT d'Wirtschaft am Lenggrieser Bergcamping

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119


ALTE WÖRTER

Abfretten, Fretten

Text: Agnes Müller

„Des is a Gfrett” hört man es aus manchem

Haus oder auf einer Baustelle. Gemeint ist,

dass man sich gerade sehr plagen muss bei seiner

Tätigkeit.

Fretten duad ma sich in Oberbayern und Teilen

des österreichischen Sprachraums.

Das Wort leitet sich vom Mittelhochdeutschem

vretten ab, was so viel bedeutet wie: reiben,

scheuern oder wundreiben. Bei uns hört man

es zwar immer weniger aber in der heutigen

Zeit darf oder sollte man es sich wieder ins

Gedächtnis holen, denn war es früher oft eine

körperliche Arbeit die man als Gfrett bezeichnete,

so darf man es heute auch im Büro oder

sonst wo sagen.

Denn das vretten bezieht sich auch auf Situationen,

in denen man sich stark plagen und abmühen

muss, um ans Ziel zu kommen oder gar

nichts Brauchbares zustande bringt.

Vretten findet man in mehreren Wortgattungen

wie zum Beispiel

Nomen = Das Gfrett

Verb = fretten oder wenns no schlimmer

kommt abfretten

Ihre D inkelbäckerei

in Lenggries!

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Seit Anfang April begrüßen Sebastian

und Johanna Noll in der Gastwirtschaft

„Gleis 3“ mit Blick aufs

Brauneck Gäste aus nah und fern.

Nach einigen Umbauarbeiten ist damit

in das ehemalige Bistro Endstation

(Eingang links am Alpenfestsaal)

wieder Leben eingezogen.

Die Geschwister sind bestens für

die neue Aufgabe qualifiziert: Während

Sebastian Noll (26 Jahre) als

Metzgermeister und gelernter Koch

die Küche leitet, kümmert sich Johanna

(24 Jahre) Konditormeisterin

und Betriebswirtin um Service,

Büro und um das Kuchenangebot.

Dritte und mit 20 Jahren die Jüngste

im Bunde ist Schwester Katharina

Noll, die als Bäckermeisterin selbst

gebackene Brezn und Brot beisteuert.

Alle drei haben bereits reichlich

Erfahrung in der Gastronomie und

im Service gesammelt.

NEUE GASTSTÄTTE „Gleis 3“ in Lenggries

Dreimal volle Geschwister-Power

Sebastian und Johanna Noll sind die neuen Pächter des Alpenfestsaals

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Spanferkel vom Spieß und

frische Auszogne

Bilder: privat

Auch der Alpenfestsaal steht nun

wieder als Veranstaltungsort zur

Verfügung

Die Speisekarte im „Gleis 3“ bietet

eine vielseitige bayerische Küche

und setzt auf regionale und saisonale

Produkte. Sebastian Noll meint:

„Vieles produzieren wir im Haus,

unter anderem Brot, Beilagen und

Kuchen.“ Auch Sonderaktionen sind

geplant: Jeden zweiten Donnerstag

im Monat wird es zum Beispiel

Spanferkel frisch vom Spieß mit einem

Büffet geben, immer samstags

ab 13 Uhr frisch ausgebackene Auszogne.

Der Alpenfestsaal steht mit den neuen

Pächtern nun ebenfalls wieder für

Veranstaltungen aller Art – ob Geburtstage,

Hochzeiten, Vereinsversammlungen

oder Kultur-Events –

zur Verfügung. svk

Gleis 3 und Alpenfestsaal

Schützenstraße 3

83661 Lenggries

Tel. 08042 · 5011780

info@gleis3-lenggries.de

info@alpenfestsaal-lenggries.de

www.alpenfestsaal-lenggries.de

www.gleis3-lenggries.de

geöffnet von Donnerstag bis

Montag von 11 bis 22 Uhr

121


GASTRO im Isarwinkel

Einkehrtipps

Das Tölzer Land bietet eine

Vielzahl an Möglichkeiten,

sich kulinarisch verwöhnen zu

lassen. Die Auswahl ist groß.

Je nach Gusto und Budget hat

man die Wahl zwischen bayrischen

Schmankerln, mediterraner

oder Gourmetküche.

Der Isarwinkel bietet mit seinen

zahlreichen Freizeitmöglichkeiten viele

Möglichkeiten, um zu

genießen, abzuschalten und

Kraft zu tanken.

Guten Appetit!

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REZEPT im Isarwinkel

Ap fel-Top fentorte

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LADESTATION

Rührteig:

1 Becher Naturjoghurt (à 250 g)

1 Becher Zucker, 3 Eier

1 Becher gemahlene Hasel- oder

Walnüsse

½ Becher Rapsöl

1 Becher Mehl, 1 Pck. Backpulver

4 EL Trinkschokolade

Füllung:

5–6 Äpfel

500 ml Apfelsaft

2 ½ Pck. Vanillepuddingpulver

Topfencreme:

6 Blatt Gelatine

400 g Sahne

500 g Topfen (20 %)

400 g Schmand, 100 g Zucker

Zum Verzieren:

Eierlikör, Apfelspalten

Für den Rührteig Joghurt, Zucker

und Eier mit einem Schneebesen verrühren.

Die restlichen Zutaten dazugeben

und zusammenrühren. Den

Teig in eine gefettete Springform (28

cm Ø) streichen und ca. 35 Min. bei

180 °C (160 °C) backen.

Für die Füllung die Äpfel waschen

und grob raspeln. 100 ml Apfelsaft

mit dem Puddingpulver glatt rühren.

Den restlichen Saft mit den Äpfeln

aufkochen und das Puddingpulver

unterrühren. Einmal aufkochen

und etwas abkühlen lassen.

Den Tortenboden mit einem Tortenring

umschließen und die Apfelmasse

darauf verteilen. Abkühlen

lassen.

Für die Topfencreme die Gelatine in

kaltem Wasser einweichen. Die Sahne

steif schlagen. Topfen, Schmand

und Zucker glatt rühren. Die nach

Anleitung aufgelöste Gelatine unterrühren.

Die Sahne unterheben. Auf

der Apfelschicht verstreichen und

2 Stunden kühl stellen.

Vor dem Servieren mit Eierlikör und

Apfelspalten verzieren.

Das Café „Beim Dannerer“ bietet

alles was Familien & Radlfahrer erfreuen,

selbstgemachte Kuchen und

Torten, Kaffeespezialitäten bis hin zu

Wurstsalat, Brotzeiten & Suppen.

Bei schönem Wetter lädt die sonnige

Terrasse zum Verweilen ein und der

riesige Kinderspielplatz lässt Kinderherzen

höher schlagen.

Beim Dannerer

Kaffä · Kuacha · Brotzeitn

Tannern 32 ½, 83676 Jachenau

Tel. 08043/918889

Öffnungszeiten Sommersaison:

Anfang Mai - Ende Oktober

Freitag bis Sonntag 11-18 Uhr 123


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ACHTUNG:

Die Zapferei hat jetzt von

Mittwoch bis Sonntag

ab 11 bis 23 Uhr auf und

Sonntag bis 21 Uhr!

PORTRÄT Hoppebräu

Bilder (3): Hoppebräu

HOPPEBRÄU

Gelebte Braukunst zwischen Tradition, Innovation und Heimat

In Waakirchen, im Herzen des

Oberlands und als verbindendes

Element zwischen Bad Tölz, Holzkirchen,

Miesbach und dem Tegernseer

Tal, steht Hoppebräu für eine

neue Generation handwerklicher

Braukunst. Geführt von Braumeister

Markus Hoppe und seiner Frau

Christina „Nini“ Hoppe, ist der

Familienbetrieb weit mehr als nur

eine Brauerei – er ist Ausdruck einer

klaren Haltung: Qualität vor Quantität,

Regionalität vor Beliebigkeit

und Leidenschaft vor industrieller

Massenproduktion.

Was Hoppebräu besonders macht,

beginnt bereits bei den Rohstoffen.

Die enge Zusammenarbeit mit regionalen

Partnern ist gelebte Überzeugung.

Ein herausragendes Beispiel

dafür ist der dorfeigene Braugerstenanbau:

Gemeinsam mit dem jungen

Landwirt Martin Hölzl aus Waakirchen

wird hier ein nachhaltiger

Kreislauf geschaffen. Er bezieht den

nährstoffreichen Biertreber aus der

Brauerei als Futtermittel und baut im

Gegenzug Braugerste für Hoppebräu

an. So entsteht ein regionales Zusammenspiel,

das Ressourcen schont,

Transportwege minimiert und echte

Wertschöpfung im Ort hält – ein

Kreislauf, der sinnbildlich für die

Philosophie des Hauses steht.

124


Gebraut wird mit modernster Verfahrenstechnik,

die höchste Präzision

garantiert und gleichzeitig

Raum für Kreativität lässt. Diese

Kombination ermöglicht es, klassische

bayerische Bierstile wie Helles

und Weißbier auf höchstem Niveau

zu brauen und zugleich innovative,

charakterstarke Spezialitäten zu

entwickeln. Wer tiefer in diese Welt

eintauchen möchte, kann bei Brauereiführungen

und Verkostungen die

Technik, die Philosophie und natürlich

die Biere selbst hautnah erleben.

Ergänzt wird die Brauerei durch die

hauseigene Gastronomie „Zapferei“,

die als lebendiger Treffpunkt

für Einheimische und Gäste dient.

Hier wird Regionalität konsequent

weitergedacht – nicht nur im Bier,

sondern auch auf dem Teller. Die

Kombination aus handwerklich gebrauten

Bieren und einer authentischen,

qualitätsorientierten Küche

schafft einen Ort, an dem Genuss,

Geselligkeit und Heimatgefühl zusammenkommen.

Trotz wachsender Bekanntheit und

internationaler Nachfrage bleibt der

Fokus klar: Die wichtigste Bühne

ist und bleibt die Region. „Wenn

unser Bier knapp wird, reduzieren

wir bewusst den Export und fahren

das überregionale Geschäft zurück

– damit wir hier vor Ort zuverlässig

liefern können, vor allem für unsere

Gastronomiekunden.“ Diese konsequente

Haltung, gepaart mit Innovationsgeist

und einem kompromisslosen

Qualitätsanspruch, prägt

jeden Bereich des Unternehmens.

Bild: REO/Ernte

Wirtschaftspreis – v.l.n.r. Anton Stetter, Alexander Schmidt, Christina

Hoppe, Markus Hoppe, Landrat Olaf von Löwis und GF Brauerbund

Lothar Ebbertz

Hoppebräu steht damit exemplarisch

für eine moderne, verantwortungsbewusste

Braukultur: authentisch,

familiengeführt und tief in

Waakirchen verwurzelt – mit dem

Anspruch, Bier nicht nur zu brauen,

sondern erlebbar zu machen.

Markus Hoppe mit Sohn Luis und Landwirt Martin Hölzl

HOPPEBRÄU GmbH

Tölzer Straße 37

83666 Waakirchen

Tel. Brauerei: +49 8021 5077143

Tel. Zapferei: +49 8021 9013977

125


VERANSTALTUNGEN

Wo ist was los?

Es ist wieder einiges geboten im und um unseren Isarwinkel herum. Schaut doch einfach mal

auf den Internetseiten der Veranstalter und Gemeinden und sucht das Richtige für Euch raus:

zum Feiern, Mitsingen, Lachen, Staunen oder Beisammensein. Vui Spaß und gute Unterhaltung!

Referat für Tourismus und Kultur

Touristinfo in Bad Tölz

www.bad-toelz.de

Tel. 08041 ∙ 78670

Touristinfo Lenggries

www.lenggries.de

Tel. 08042 ∙ 5008-817

Gemeinde Bad Heilbrunn

www.bad-heilbrunn.de

Tel. 08046 ∙ 323

Stadt Wolfratshausen

www.tourismus.wolfratshausen.de

Tel. 08171 ∙ 214-206

Tölzer Land

www.toelzer-land.de/veranstaltungen

Tel. 08041∙ 505-206

Kurhaus Bad Tölz

www.kurhaus-badtoelz.com

Tel. 08041 · 80 89 345

126


Kulturverein Lust e.V.

www.kulturverein-lust.de

Tölzer Marionettentheater

www.marionetten-toelz.de

Tel. 08041 ∙ 74176

KleinKunst & Kultur

www.kkk-lenggries.de

Tel. 08042 · 9727990

Kloster Benediktbeuern

www.kloster-benediktbeuern.de

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VERANSTALTUNGEN


WAS WAR LOS

Raiffeisencup begeistert zum

zehnten Mal in Bad Tölz

Bad Tölz – Bereits zum zehnten Mal wurde die Hacker-Pschorr-Arena

zum Schauplatz eines ganz besonderen

Eishockey-Wochenendes: Der Raiffeisencup

lockte zahlreiche Nachwuchstalente sowie begeisterte

Zuschauer in die Kurstadt und bestätigte einmal mehr

seinen festen Platz im regionalen Sportkalender.

Das traditionsreiche Turnier für die Altersklassen

U9 und U11, organisiert vom EC Bad Tölz

und unterstützt von der Raiffeisenbank im

Oberland, brachte an zwei Tagen insgesamt

24 Mannschaften zusammen. Mit großem

Einsatz, beeindruckendem Teamgeist und viel

Spielfreude lieferten sich die jungen Spieler

packende Duelle auf dem Eis und sorgten für

beste Stimmung auf den Rängen.

Doch nicht nur sportlich hatte das Wochenende

einiges zu bieten: Eine Tombola mit attraktiven

Preisen sowie das vielseitige kulinarische Angebot

am Kiosk rundeten die Veranstaltung ab.

Hier engagierten sich die Tölzer Eishockey-Eltern

mit großem Einsatz und trugen maßgeblich zum gelungenen

Ablauf bei.

Der Raiffeisencup zeigte einmal mehr, wie lebendig und

emotional der Nachwuchssport sein kann – und hinterließ

bei Spielern, Trainern und Zuschauern gleichermaßen

bleibende Eindrücke.

Bilder: Roswitha Echsle

Fotonachweis: © Achenseebahn, Andreas Riegler

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WAS WAR LOS

Interbancario 2026

Teamgeist, der verbindet

Schon die Eröffnungsfeier in der

Marktstraße sorgte für Gänsehautmomente:

Während sanft Schneeflocken

fielen, zogen die Athleten feierlich

ein, begleitet von den Klängen

der Stadtkapelle Bad Tölz und der

Blaskapelle Lenggries. Die besondere

Atmosphäre lag förmlich in der

Luft. Dann der große Augenblick:

Ein Countdown erschien auf der

Leinwand – die Spannung war greifbar.

Mit dem Druck auf den Buzzer

entlud sie sich in einem funkelnden

Lichtermeer aus Fontänen, während

der eigens produzierte Interbancario-Song

„Raise your glasses“ die

Menge mitriss.

Spätestens jetzt war das Publikum

nicht mehr zu halten. Rund 3.000

Zuschauer feierten ausgelassen,

tanzten und ließen sich vom musikalischen

Höhepunkt des Abends

mitreißen: „The Heimatdamisch“

verwandelten die Marktstraße in

eine einzige große Party.

Bilder: Interbancario

Doch das eigentliche Herz dieser

Veranstaltung schlug hinter den Kulissen:

in der Zusammenarbeit der

Gemeinde Lenggries, der Sparkasse

Bad Tölz-Wolfratshausen, der Stadtsparkasse

München, den sechs Isarwinkler

Skiclubs, der Bergbahn und

aller Helferinnen und Helfer. Was

hier gemeinsam auf die Beine gestellt

wurde, war mehr als nur ein Event –

es war gelebter Zusammenhalt.

130


Dieses starke Gemeinschaftsgefühl

machte den Interbancario zu etwas

ganz Besonderem.

Auch die Teilnehmer spürten das: Die

Rückmeldungen waren durchweg begeistert

– vom Ort, vom Skigebiet,

von den Loipen und von der Organisation.

Am Ende bleibt nicht nur die

Erinnerung an sportliche Wettkämpfe,

sondern vor allem an ein Erlebnis,

das Menschen verbindet.

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Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern

Impressum

Herausgeber:

CS Medienberatung + Verlag, Christine Strauß,

Sperberstraße 8a, 83661 Lenggries,

info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 2930582, www.disarwinkler.de

Gestaltung:

presentja Mediengestaltung Nicole Müntsch, presentja@web.de

Claudia Wendt, www.wendtpunkt.de

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Illustration:

Gaby Bürsch - Valley

Redaktion:

Michaela Probst (mp), Katharina Fitz (kf), Sibylle v. Kamptz (svk),

Agnes Müller (am), Martina Geisberger (mg), Michaela Linke (ml),

Christine Strauß (cs)

Projektleitung:

Christine Strauß

Anzeigen:

Christine Strauß, info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 2930582

Fotos:

Wolfgang Kronwitter, Michaela Probst, Agnes Müller, Martina Geisberger,

Sibylle v. Kamptz, Bettina Krinner, Interbancario Europeo, Dietmar

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