30 d’Isarwinkler
d’Isarwinkler – das Heimatmagazin. URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern
d’Isarwinkler – das Heimatmagazin. URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG
Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern
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URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG
Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramszell – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern
Jubiläumsausgabe
Nr.30
Frühjahr/
Sommer 2026
A ❤ Lynchburg
Willkommen im Jailhouse – dem Treffpunkt für alle, die amerikanisches
Lebensgefühl lieben. Saftige Steaks, legendäre Burger, eiskalte Drinks und dazu Livemusik,
Motorensound und beste Stimmung – hier pulsiert das US-Feeling mitten in Bad Tölz!
Erlebe ein Wochenende voller Action mit Livebands, Feuershows, Stunts,
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purer Spaß – Made in America!
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Wenn der Asphalt glüht und Chrom glänzt, gehört der Parkplatz vor dem
Jailhouse den US-Cars & Special Bikes.
Chill-out-Area, Food & Drinks direkt vor Ort – perfekt zum Fachsimpeln, Feiern und Genießen.
Termine: 01.05. | 15.05. | 05.06. | 19.06. | 03.07. | 17.07. | 07.08.
Food Lovers aufgepasst:
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Zwei Wochen voller Geschmacksexplosionen, bevor wir in die Biergartensaison starten!
Und wenn’s draußen kühler wird, geht’s drinnen heiß weiter – mit Partys zu Halloween,
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Mehr Infos & aktuelle Termine auf unserer Website oder Social Media.
Jailhouse Bad Tölz – your American
Diner with a rockin’ heart!
Unsere Highlights 2026:
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23.–25. Mai 2026
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14.–16. August 2026
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Tel. 08041 / 7938000
www.jail-house.de
Öffnungszeiten
Montag / Dienstag Ruhetag
Mittwoch, Donnerstag und Freitag
ab 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag ab 12:00 Uhr
EDITORIAL
Liebe Isarwinkler
Wir hoffen Euch ist‘s aufgefallen. Vielleicht sogar schon dreißigmal. Wie viel Herzblut
in unserer Zeitung steckt. All die Ideensammlungen, das Ausfragen von so manch
Isarwinkler Rarität oder Prominenz, die wunderbaren fotografischen Aufnahmen, das
kreative Gestalten von so vielen Seiten, das akribische Korrekturlesen und zu guter Letzt
das Verteilen unseres Magazins und das Veröffentlichen im Internet. Unsere wunderbare
Heimat gibt so viel her für uns Schreiberlinge und erfreut Euch, liebe Leser, hoffentlich
immer wieder, wenn sie druckfrisch in Euren Händen liegt, bereit zum Durchblättern
und Lesen. Mia san scho a bißl stolz und wollen uns bei Euch für Eure Treue bedanken.
Besonders auch bei den vielen Betrieben, die sich immer wieder gerne auf unseren Seiten
präsentieren und so die Ausgaben finanzieren. Ein herzlicher Dank gilt heute all unseren
Handwerkern im Isarwinkel. Schön, dass wir bei uns mit so vielen von ihnen gesegnet
sind und das Handwerk hier zu Lande wirklich golden ist und gefeiert wird. Eines der
ältesten Handwerke, der Schmied, schmückt deshalb heute unser Jubiläums-Titelblatt.
Ein herzliches Dankeschön an unseren Titelhelden Hans Schwarzenberger.
Wir garantieren Euch, dass es uns immer wieder eine Freude ist, für Euch ein schönes
Hefterl zusammenzustellen. Wir hoffen, wir können Euch auch mit unserer 30. Ausgabe
zum Verweilen überreden, auch zum Schmunzeln und zum Staunen bringen.
Des dad uns gfrein!
Ein dickes Dankeschön vom ganzen Redaktionsteam
an alle Freunde vom d’Isarwinkler Magazin.
Eure Christine Strauß
30
64
26
110
129
12
92
4
Inhalt
Jubiläum d’Isarwinkler.............................. 6
20
50
Titelgeschichte – Hans Schwarzenberger
Ein Leben für die Schmiede..................... 12
Künstlerportrait
Über die Liebe zum Handwerk Rosi Heiß
& Angelika Rauchenberger...................... 20
3 Meinungen
Das Werkzeug – KI.................................. 26
Daniela Steinberger
Zwischen Himmel und Erde –
die Serie „Berg- u. Talfahrt“.................... 44
Kreuzworträtsel ..................................... 46
Dorfführung – der Blomberg.................... 50
Sportlerportrait
Eine große Handball-Familie .................. 64
Gesundheit
Bio-Imkerin und Bienenflüsterin
Andrea Bichle ...................................... 80
Kinderrätsel............................................ 88
Das Handwerk im Wandel der Zeit........... 92
Mei Dahoam......................................... 106
Gastro im Isarwinkel............................. 121
80
Termine................................................ 126
Was war los........................................... 129
Impressum............................................ 134
5
30. JUBILÄUM d'Isarwinkler
Hansi und Julia Müller vom Panorama-Restaurant
waren die Titelmodels unserer 1. Ausgabe
Liebe Julia,
lieber Hansi
Wir möchten uns von Herzen bei
Euch bedanken, für die vielen herrlichen
Stunden, die wir bei Euch
auf dem Brauneck im Panoramarestaurant
verbringen durften. Bei
Sonnenschein und Schneesturm, bei
Kerzenlicht und Hochzeitsfeiern.
Ihr zwei habt diesen wunderbaren
Ort zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Ein Platzerl auf 1550 Meter,
wo man immer willkommen war
und eine herrliche Auszeit genießen
konnte. Eure Leidenschaft als Wirtepaar
war unübersehbar, immer
spürbar und fast ein bisschen einzigartig.
Nach 20 Jahren Brauneck
geht ihr beide neue Wege - zeitgleich
mit Rosis Rente, Eure Küchenfee,
die Euch 20 Jahre lang begleitet hat.
Und außerdem grad Recht zu Eurer
silbernen standesamtlichen Hochzeit.
Vor zehn Jahren habt ihr zwei
dann in Euren vier Wirtshauswänden
die kirchliche Hochzeit gefeiert.
So wie ganz viele Eurer Hochzeitspaare,
habt auch Ihr Euren
unvergesslichen Tag an diesem magischen
Ort verbracht. Auch wenn
die beiden, jeglichen Gerüchten zum
Trotz, tatsächlich noch keine Pläne
für ihre berufliche Zukunft haben,
freuen Sie sich auf ein bisschen Freizeit.
„Mia seng uns jetzt a amoi im
Dorf“, verspricht uns Hansi. Und
Julia meint, sie möchte gern ihren
Radl-Tachostand verdoppeln und
auch mal wieder Skifahren. „Es ist
ganz gewiss nichts vorgefallen und
wir gehen in Freundschaft und auf
Augenhöhe mit allen hier auf dem
Berg“, das möchten die beiden betonen.
So wurde bereits Abschied mit
Bergbahn-Kollegen, Bergwachtlern,
ehemaligen Liftlern und vielen mehr
gefeiert. Sogar die Chefin selber,
Alexandra Schörghuber verabschiedete
sich von den beiden persönlich.
„Jetzt san ma mal gespannt, was
passiert mit uns“, meint Hansi in
seiner bekannt spitzbübischen Art.
„Wenn dann jetzt numoi neu starten
und etwas Neues wagen, sonst
wird des nix mehr“, begründen die
beiden Ihren Schritt. Die zwei haben
jetzt ein bisschen Zeit für sich,
ihre Familie und Freunde und auch
für eine besonders gute Idee, wie’s
weitergehen könnt, mit viel Leidenschaft
fürs Kochen und für ihre lieben
Gäste. Wir wünschen euch eine
wunderbare Zeit, gute Erholung und
einen wunderbaren Geistesblitz,
damit wir euch bald wieder irgendwo
besuchen dürfen. Mia gfrein uns
auf Eich! mp
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Jubiläumsausgabe
30
Geschichten, Porträts und Interviews von der Jachenau bis Dietramsze l – von Bad Heilbrunn bis Reichersbeuern
URSPRÜNGLICH, FRECH, ORIGINELL UND BODENSTÄNDIG
30
Jubiläumsausgabe
Nr.30
Frühjahr/
Sommer 2026
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30. JUBILÄUM d'Isarwinkler
10.
Jubiläumsausgabe
Unser Team freut sich
über die 10. Ausgabe
im Sommer 2019
20. Ausgabe
d'Isarwinkler im
Herbst 2022
20.
Jubiläumsausgabe
30
Jubiläumsausgabe
8
Wir feiern in Kürze auf'm Brauneck
mit dem ganzen Team.
Dort wo unsere erste Ausgabe entstand.
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21. NOV GAUDI RAGOUT
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Aussichten & Ansichten
I mog mein Handwerker
Ihr werds mi jetzt vielleicht für
b'sonders oberflächlich hoidn,
liabe Isarwinkler, aber i bin wia
immer ehrlich und grod rauß.
Wia i mi auf de Suche g'macht
hab noch mein Lieblingsmenschen
bzw. Vater meiner Kinder
(g'sucht hob i eam zwar ned –
mia hab'n und zufällig g'fundn)
hob i zwoa ganz wichtige Auswahlkriterien*
g'habt. Der wo
mi kennt woas, wia si des ofühlt,
wenn i mia wos eibuid. Des is
wia a riesiger Felsbrocken, den
ma ums verregga ned verrugga
ko. Also um auf den Punkt zum
kemma: Er soi recht kindisch sei
und bleibn und es soi a Handwerker
sei. Freilich hob i von den
vielen Jahren Hemden bügeln
und Anzug dämpfen de Nos'n
gstricha voi ghabt (der Vorgänger
von mein Mo hod im Büro
g'arbat) aber es hod a no mehra
guade Gründe. Mein Handwerker
ko ma für ois braucha,
er hod auf koan Fall zwei linke
Händ, er woaß owei an Rat, is
g'schickt, hod zwei starke Arm
und is ned z'gring. Er ko mi
glab i a heid no über de Schwelle
drong und evtl sogar buckl-
grax vom Brauneck mit de Ski
oweifahrn. Er is bodenständig,
ehrlich und wenn a ned immer
charmant und aufmerksam owei
für mi do. Mia habn owei a schene
Zeit und owei vui zum Lacha.
Oiso liabe Isarwinkler Malan
und Single-Frauen. Schnappts
Eich an Handwerker, do ko ma
quasi nix falsch macha.**
*(…na, ned wo ihr moants – i
war no nia auf Tinder, Elite
Partner oder parship)
Euer Isarwinkler
**Alle anderen san natürlich a sau super - nix für unguad.
10
Herzlichen Dank
❤
Liabe Isarwinkler
Zehn Jahr lang derf i jetzt scho
von uns zwoa berichtn. Aus unserem
Leben, des Glück und a
de Tücken des Alltags. Natürlich
warn a a paar Gschichtn
von meim Isarwinkler dabei
über seine Undugadn und natürlich
a über seine unzähligen
Erfolge. Nach dreißig Ausgaben
und adiam amoi bled daherredn
und dreißigmoi aus‘n Nähkasterl
plaudern, mecht i meim Mo
von Herzen danke song. Er hod
nämlich eine ganz b'sondere
Eigenschaft, de wo ned selbstverständlich
is und de i unheimlich
an eam schätz: eam is nixn
z'bled, er is für jedn Schmarrn
zum hob'n, er scheißt sie nix und
er versteht owei a jede Gaudi.
Deshoib bin i saufroh, dass des
mei Iswarwinkel is. Stellts Eich
vor, wenn ned, dann hätt i gar
neamad zum Ausrichten. Wenn
es a so epan habts, passts guad
auf eam auf. De Zwiedern und
Lätschadn sollt'n sich a Beispiel
an unsere Kindsköpf nehma.
D’Welt is schließlich des wos
ma draus macht und besteht aus
dene, de wo drauf rumlaffa.
Drum seid's freindlich und genießt’s
as Lebn und an Frühling
und Eure Isarwinkler Männer,
Frauen, Freunde, Familie und
alle b'sonders nettn Leut.
Eure Isarwinklerin
**Des schaut jetzt grod so aus, ois warn mia de letzten 10 Jahre so
broat word'n. Denkt's as eich bittschen – ned laut song! Danke
11
TITELGESCHICHTE
Ein Leben für die Schmiede
Work Life Balance? – brauch ich ned
Text: Agnes Müller Bilder: Wolfgang Kronwitter
Ein gut sortierter Arbeitsplatz spart Zeit
Hand aufs Herz, wer von Euch
geht jeden Tag gerne in seine Arbeit?
Ohne Muss, sondern mit wirklicher
Freude? Ich denke es werden nicht
viele sein, die mit einem aufrichtigen
Ja antworten können. Jemanden auf
den das zu 100% zutrifft, durfte ich
heute für unsere Zeitung zu seinem
Leben befragen. Der Schwarzenberger
Hans aus Lenggries ist so einer,
auf den diese Beschreibung passt.
Obwohl der Schwarzä Hans, wie er
in Lenggries bekannt ist schon seit
langer Zeit seine Rente genießen
dürfte, steht er noch jeden Tag in
seiner Schmiede. Entfacht das Feuer
und arbeitet ab, was ihm seine Kunden
in Auftrag geben.
Der Vater von Hans und sein Bruder
Dane eröffneten 1929 die Schmiede.
Wurden anfangs noch Pferde beschlagen,
wandelte sich das Aufgabenfeld
im Laufe der Zeit zu Metallarbeiten
aller Art.
Seine Lehrzeit begann der Hans in
München bei einer LKW-Werkstatt
1957, der Lohn der Ausbildung war
24 Mark pro Monat - heute gar nicht
mehr vorstellbar. Von diesem Lohn
musste auch die Monatskarte für den
Zug bezahlt werden, die ihn jedes
Wochenende heimbrachte. Zu Hause
aber wartete auch noch Arbeit,
denn zu dieser Zeit wurde die Faller
Die Schmiede an ihrem angestammten Platz in Lenggries
12
Viel Platz für viel Arbeit
Hans hauptsächlich für eine guade
Brotzeit, ein Schachterl Fleischsalat
und eine Brezn dazu. Dieser Gaumenschmaus
kostete 50 Pfennige,
aber die waren gut investiert, wenn
man sich nach all den Jahren noch
daran erinnert. Nach seiner Lehrzeit
zog es den Hans wieder zurück
in den Isarwinkel, obwohl er in
Aussicht gestellt bekam, dass er den
Betrieb übernehmen könnte. Lange
blieb er nicht zu Hause, da er seinen
Wehrdienst ableisten musste. Auch
hier arbeitet er in der Werkstätte
und tat das, was er am besten ➳
Klammbrücke erbaut. Hier litt vor
allem das Material unter der Dauerbelastung
durch die vielen Fahrten.
So schweißten sie LKW-Ladebrücken
und andere Verschleißteile, damit die
Arbeit an der Brücke weitergehen
konnte. Auf diese Weise verdiente er
sich ein bisschen Geld zu seinem kargen
Lehrlingsgehalt dazu.
Eine seiner ersten Ausgaben in der
Lehrzeit war ein kleiner Kanonenofen,
denn das „Zimmer“ in dem er
schlafen durfte, war kalt und zugig.
Nach dieser Investition arbeitete
Der Hans in seinem Element-Feuer und Flamme
IW13_HW20_165x75mm_Museum Geretsried.indd 1 07.07.20 12:35
TITELGESCHICHTE
Mit 83 Jahren in Rente?
konnte. LKWs reparieren. Kurz vor
Ende seiner Barras Zeit verunglückte
seine Mutter im Haus und starb kurz
darauf plötzlich und unerwartet für
die Familie.
Ab dann arbeitete Hans voll mit im
Familiebetrieb, den er und sein Bruder
seit 1990 gemeinsam führen.
Dane als Schmiedemeister und Hans
als KFZ-Handwerker. So können sie
ein breites Spektrum an Metallarbeiten
anbieten. Was die Schwarzä
Brüder nicht richten konnten, hatte
woanders auch keine Reparatur zu
erwarten. Fertigten sie in der ersten
Zeit hauptsächlich Fressgatter für die
Landwirte an, so änderte es sich mit
dem wirtschaftlichen Aufschwung
nach dem Krieg. Hatte man früher
hauptsächlich praktische Dinge in
Auftrag gegeben, so konnte man sich
später schöne, von Hand geschmiedete
Treppengeländer leisten. Diese
wurden dann von den beiden gefertigt.
Der Hans sagt augenzwinkernd:
„Ich glaub, ich hab 30 Geländer im
Jahr geschmiedet.“ Aber auch Grabkreuze
und Vorhangstangen wurden
gefertigt. Nicht nur, dass Geräte wie
Rasenmäher oder Schneefräsen repariert
wurden, sondern auch alles
rund um die Gartengeräte.
Neben der Werkstatt ging natürlich
auch der Hans hie und da auf Festl
in der Umgebung. Und an einem Faschingsball
fiel im sofort eine junge
Frau auf, die ihm über den Balkon
herunter verschmitzt anlächelte und
er war sofort Feuer und Flammen für
seine Gerdi. Auch sie schwärmte von
diesem Augenblick. Liebe auf den
ersten Blick und das noch bis heute.
So schön kann’s sein. Eine Tochter
machte das Glück der jungen Familie
perfekt. Auch nach einem Unfall, bei
dem sich Hans schwer verletzte, verloren
die beiden nie ihre Zuversicht.
Die Brüder arbeiteten und wohnten
zusammen mit ihren Familien auf
dem Gelände der Schmiede. Hand
in Hand arbeiteten die beiden mit
Helfern zusammen. Seine zupackende
Art wurde auch in zahlreichen
Vereinen geschätzt, denn ein „geht
ned“ gab’s beim Schwarzä einfach
nicht. Gute Ideen, gepaart mit handwerklichem
Geschick, hatten sie für
alles eine Lösung parat. Hans ist ein
hilfsbereiter Mensch und ein Menschenfreund
und das merkt man
auch, wenn’s um 9 Uhr in seiner
Schmiede voll wird, denn seine Spezl
kommen jeden Tag für eine Stunde
in die Schmiede, wenn er seine Brotzeit
macht. Hier wird geratscht, debattiert
und gescherzt aber nur eine
Stunde, denn danach muss weitergearbeitet
werden.
Ob er mit 83 Jahren ans Aufhören
denkt, hab ich ihn gefragt und die
Antwort war recht einfach, wenn’s
mir weiter so gut geht mache ich weiter.
„Die Schmiede ist sein Leben“,
resümiert seine Gerdi.
Lieber Hans, wir vom Isarwinkler
wünschen Dir noch viele schöne und
gesunde Jahre in Deiner Schmiede.
Wir bedanken uns für Deine Zeit, die
Du Dir für uns genommen hast.
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PORTRÄT Frauen im Handwerk
Bild: Pixabay
Ein Hoch aufs Handwerk
…und hoch sollen sie leben, alle unsere Handwerker,
die in diesen vielen wunderbaren Berufen
tätig sind. Sie bauen unsere Behausungen, kümmern
sich darum, dass es dort Wasser und Wärme
gibt, Strom, Möbelstücke und das auch sonst alles
ansehnlich und bewohnbar wird. Egal, ob im
Haus oder rundherum, ohne Handwerk würd‘s
nicht gehen. So sorgen sich auch viele Handwerker
um unser leibliches Wohl, um unser Essen,
zum Beispiel der Bäcker oder Metzger. Auch
ohne Kleidung würde es nicht gehen, die wir
vom Schneider kriegen - wenn’s auch nur mehr
das maßgeschneiderte Dirndl oder der Anzug ist.
Je nachdem, was das Land hergibt und die Leute
brauchen, gibt es noch viele weitere. Auch wenn’s
bei uns im Isarwinkel gar nicht so der Brauch
ist, zeigen uns anderorts die Maibäume mit den
vielen Zunftzeichen den hohen Stellenwert dieser
Berufe in den jeweiligen Ortschaften. So ragen
die Zunftzeichen der verschiedenen Gewerke als
wunderbare Wertschätzung gen Himmel.
So wie sich die verschiedenen Handwerksberufe
im Laufe der Jahrhunderte verändert haben, so
sind es auch die Handwerker, die ebenso mit der
Zeit gehen. Durch die verschiedenen
Werkzeuge und Maschinen, die im Handwerk
eingesetzt werden, können mittlerweile auch die
Frauen bei den täglichen Herausforderungen mithalten.
Die körperliche, schwere Arbeit die früher
nur kräftige Männer erledigen konnten, schaffen
so jetzt auch die Mädels. Natürlich ist es nicht
immer leicht - im wahrsten Sinne des Wortes -
aber wer eine schneidige Handwerkerin sein will,
schafft das in der Regel auch. Unser herzliches
Dankeschön und tiefsten Respekt an alle Frauen
im Handwerk, die sich in die Männerwelt trauen
und sich dort verwirklichen und ihrem Traumberuf
nachgehen können. Und wir glauben, die
männlichen Kollegen, sind manchmal auch ganz
froh, wenn sich ein bisschen Mädels-Power in ihrem
Arbeitsleben findet. mp
„Eigentlich wollt' i ja
Schreiner werd'n“
Beate Demmel, Haus- und Hofschreinerin
vom Lenggrieser Bergcamping
Als Kind hab ich schon immer
für unsere Hüttl und
Baumhäuser allerlei wilde
Möbelstücke geschreinert.
Dabei hab ich mir immer
gewünscht zu wissen, wie
das denn geht, wenn man's
gscheid kann und g'lernt
hat. Ich hab dann aber nach
meiner Schulzeit eine Ausbildung
als Arzthelferin
gemacht. Irgendwann fiel
mir dann ein, dass ich ja
viel lieber Schreiner wäre,
so wie ich mir das als Kind
schon immer gewünscht
hab. Gesagt getan, hab
mich beim BGJ angemeldet
und bin seither in meinem
Lieblingsberuf tätig, auch
wenn's als Frau nicht immer
leicht ist mit dem schweren
Gerät und Material. Ein
bisschen Morgengymnastik
ist allerdings schon nötig,
damit ich fit bleibe, denn
Schreinern ist für mich der
schönste Beruf, den's gibt!
16
„Ich liebe
meinen Beruf!“
... und mach das alle Tage
gerne und mit Leib und Seele.
Das Maler-Handwerk ist so
vielfältig und wird nie langweilig.
Ich streich genauso
gern einfach nur Bretter und
ein andermal restauriere ich
eine Malerei, eine Fassade
oder eine Figur. Am liebsten
sind mir alte, historische Gebäude.
Da muss man flexibel
und manchmal sehr einfallsreich
sein. Außerdem muss
man wissen, was damals für
Material benutzt wurden
und welches kompatibel zu
den heutigen Materialien ist.
Ich frage mich immer, was
das Gebäude wohl schon
alles gesehen und erlebt hat
und stelle mir vor, was damals
dort für ein Treiben
war. Es fasziniert mich alle
Tage neu, mit wie gigantisch
vielen verschiedenen Methoden
und Techniken man
Wände individuell gestalten
kann. Von der Spachteltechnik
bis zur Tapete. Also von
Langeweile ist in meinem Beruf
keine Spur!
Stefanie Gilgenreiner, Kirchenmaler-
Meisterin aus Lenggries
„Auf der Baustelle fühl' ich mich wohl!“
Ich wusste schon sehr früh, dass ich in meinem
Beruf etwas mit meinen Händen erschaffen
möchte. Ich wollte am Ende des Tages auf
meine Arbeit blicken und sagen können: Das
habe ich heute geschafft. Der Beruf als Elektronikerin
für Energie und Gebäudetechnik
gibt mir genau dieses Gefühl. Die Abwechslungsreiche
Arbeit und die Vielseitigkeit fasziniert
mich jeden Tag aufs Neue.
Julia Behrla,
Elektronikerin
Letztendlich überzeugt hat mich dann mein
Praktikum in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb
Elektro Fischhaber. Nicht nur meine
Kollegen haben dazu beigetragen, dass ich
mich auch auf der Baustelle wohlfühle, sondern
vor allem meine Chefin gab mir die Zuversicht
und das Selbstvertrauen, dass auch
ich als Frau dieses Handwerk ausführen kann.
17
Feuer, Wärme, Emotionen
Ofenbaumeister Josef Waldherr
aus Wackersberg - „Der Feuerraum“
Lodernde Flammen, knisterndes Feuer. Ein Ofen bringt nicht nur wohlige Wärme,
sondern auch Geborgenheit, Gefühl und ein stilvolles Ambiente in Ihr Zuhause.
Seit 15 Jahren verwirklicht Ofenbaumeister Josef Waldherr aus Wackersberg
individuelle Ofenträume.
Ob traditioneller Kachelofen, moderner Kamin mit großem Glasanteil, offener
Kamin oder klassischer Holzherd – das Team von „Der Feuerraum“ setzt Ihre
Wunschvorstellungen in die Wirklichkeit um. Jeder Waldherr-Ofen ist ein Unikat
und Ausdruck von funktionaler Qualität und optischer Exklusivität. Alles
geschieht in präziser Abstimmung auf die Proportionen, Architektur und Einrichtung
der Räume. Nur so kann das perfekte Raumklima für Ihre Wohlfühloase
geschaffen werden.
Maximale Effizienz bei Minimierung des Brennholzbedarfs
Das Angebotsspektrum des Isarwinkler Unternehmens umfasst neben dem
Designen und Einbauen von neuen Öfen freilich auch die Instandsetzung,
Reparatur und Modernisierung von bestehenden Heizanlagen. Gemäß der Bundesemissionsschutzverordnung
kann man so eine hohe Effizienz bei gleichzeitiger
Verringerung der Feinstaubbelastung garantieren. Langfristig schont das
den Geldbeutel des Ofenbetreibers und schützt unsere wertvolle Umwelt.
Überdies baut Josef Waldherr auch Gaskamine sowie moderne wasserführende
Ofenanlagen ein. Bei einer Anlage mit Wasserführung wird die Wärme in Kombination
mit einer Solaranlage gespeichert und über eine Fußbodenheizung an
die Wohnräume abgegeben.
Vom bäuerlichen Kachelofen bis zur luxuriösen
Sonderanfertigung
Mit Leidenschaft zum Handwerk, jahrelanger Expertise und viel Liebe zum Detail.
So begleitet der Ofenbaumeister seine Kunden von der Planung der bestmöglichen
Heizvariante über die Ausarbeitung eines maßgeschneiderten Designs bis
zum Einbau und Anheizen der Anlage.
Sei der Kundenwunsch ein kleiner behaglicher Schwedenofen, ein modernes
Heizsystem oder eine luxuriöse Spezialanfertigung: Josef Waldherr bringt die
Emotion „Feuer“ auch gerne in Ihr Zuhause. Individuell, zuverlässig, schnell
und fair. Anruf genügt.
Ofenbaumeisterbetrieb
Josef Waldherr
Am Sauersberg 132
83646 Wackersberg
Tel. 0151 / 15429799
info@der-feuerraum.de
www.der-feuerraum.de
PORTRÄT Rosi Heiß & Angelika Rauchenberger
Über die Liebe zum Handwerk
Kirchenmalermeisterin Rosi Heiß & Bildhauermeisterin
Angelika Dominique Rauchenberger im Porträt
Text: Michaela Linke Bilder (3): Wolfgang Kronwitter
Weder Stoff noch Steinplatte mit Schriftzug ... Meisterinnen der Illusionstechniken
Der Handwerksberuf im Isarwinkel
galt jahrzehntelang als reine Männerdomäne.
Doch mittlerweile zeigt sich
ein deutlicher Trend zu mehr Weiblichkeit.
Während früher der Frauenanteil
quasi gleich null war, sind
mittlerweile 18 % aller Auszubildenden
und rund 20 % aller Meister im
Handwerk weiblich. Die beliebtesten
Berufe sind nach wie vor Friseurin,
Gold- und Silberschmiedin oder Konditorin.
Doch auch immer mehr Frauen
ergreifen kreative und technische
Berufe wie Tischlerin, Schreinerin
oder Glaserin. D’Isarwinkler findet es
ist daher allerhöchste Zeit über unsere
hiesigen Handwerkerfrauen einen
Bericht zu schreiben. Wir möchten
genau hinschauen und erkennen, was
den Handwerksberuf ausmacht und
welche Kompetenzen eine gute Handwerkerin
mitbringen sollte.
Kirchenmalermeistern Rosi Heiß
und Bildhauermeisterin
Angelika Dominique
Rauchenberger
In der Art und Weise wie Rosi und
Angelika über ihren Beruf sprechen,
merkt man direkt welch große Leidenschaft
und Liebe sie damit verbinden.
Während beide ihre Arbeit persönlich
als Berufung empfinden, war den zwei
Schwestern ihr Weg nicht von Anfang
an klar. Rose, wie sie von vielen im
Isarwinkel genannt wird, hat als Kind
immer richtig gerne gemalt. Sie selber
hat das nie als besonderes Talent empfunden,
es war mehr so, dass es anderen
aufgefallen ist. „Unsere Mama
las zufällig einen Zeitungsartikel über
die Restaurierungswerkstätten Wiegerling
in Gaißach und meinte, das
wäre was für mich. Die Mieterin meiner
Tante arbeitete dort und so habe
ich mich erstmal für ein Praktikum
beworben. Von Anfang an hat es mir
richtig gut gefallen und es war schnell
klar, dort möchte ich unbedingt meine
Ausbildung beginnen!“
Angelika wusste ziemlich lange nicht,
in welche Richtung sie beruflich gehen
wollte. Nach der Realschule hatte sie
sich für die FOS entschieden. „Unsere
Mama meinte, du solltest was
mit Zahlen machen,“ schmunzelt
20
Prüfungsplatte „Gravur mit
Polimentvergoldung“
Rosi. Angelika erwidert, dass sie das
tatsächlich lange Zeit gedacht hatte
und eine betriebswirtschaftliche Ausbildung
anstrebte. Erst als sie in der
9. Klasse die Zeichnung einer Berglandschaft
anfertigen musste, merkte
sie, wie viel Freude ihr das Zeichen
bereitete. „Ab da habe ich für mich
gezeichnet. In der FOS konnte ich es
dann vertiefen, da ich wieder Kunst
als Fach hatte. Dadurch, dass ich privat
mehr zeichnete, kam mir auch die
Idee einen Beruf zu suchen, in dem ich
das ausleben kann.“
Ausbildung und Werdegang
Die Berufsschule für Kirchenmalerei
besuchte Rosi in München. (Tatsächlich
gibt es nur eine Berufsschule für
ganz Deutschland!) Der Unterricht
ist in Blöcke eingeteilt und die Ausbildungszeit
klassischerweise auf drei
Jahre angelegt. Die Meisterprüfung
absolvierte sie an der „Städtischen
Meisterschule München für Vergolder
und Kirchenmaler“, der ebenfalls
einzigen Meisterschule dieser Art.
Angelikas 3-jährige Ausbildung fand
in der Berufsfachschule für Holzbildhauer
in Oberammergau statt.
Im letzten Jahr legte sie ihre Prüfung
an der Meisterschule für Holzbildhauerhandwerk
in München ab und
erinnert sich: „Wir waren dort mit
Maurern, Zimmerer oder Bauzeichner
auf der Schule. Viele dort haben
sich nie mit dem Holzbildhauerhandwerk
befasst (die Meisterschule
dauert 2 Jahre!) und hielten uns oft
nur für ‘komische Künstler’. Als sie
uns und unseren Beruf dann näher
kennenlernten, hatten sie letztendlich
doch Respekt vor unserem Können.“
Als mir beide von der Geschichte und
dem Aufwand erzählen, bis sie ihr
Meisterstück fertig stellen konnten,
staune ich nicht schlecht. Bei Rosis
Interpretation von Rafael & Tobias
waren am Ende sogar Feinheiten wie
Die Bildhauerin AnDoRa und ihre
Arbeit „Galgenvogel – Götterbote“
die Farbintensität der Backenfarbe der
Figuren zensurentscheidend. Angelika
berichtet von ihrem Meisterstück
„FASZINOSUM“, bei dem sie fünf
Raben in mehreren Rahmen inszenierte
und wie sie final daran tüftelte,
dass die Raben einen festen Stand haben.
Am Ende hat sich die Arbeit und
Mühe gelohnt. Die Stücke sind wahrlich
meisterlich, beide schließen mit
großem Erfolg ihre Prüfung ab und
dürfen sich zu Recht Meisterinnen ihres
Handwerks nennen!
Berufung Handwerk
Rosi schwärmt über ihre Faszination
zu historischen Bindemitteln wie
Leim, Kalk, Kasein, Ölen & Harzen.
„Die gefassten Objekte bekommen
durch diese Bindemittel in Kombination
mit Pigmenten noch einmal eine
besondere Leuchtkraft. Die Bindeund
Malmittel trocknen in einer längere
Aushärtungsphase. Hergestellt
werden die Farben nach jahrhundertalten
Rezepten. Wenn man Zeit und
Aufwand in Kauf nimmt, wird man
mit einer Farbigkeit belohnt, die kein
modernes Farbsystem bieten kann.
Ich schätze auch sehr die Resultate bei
neu angefertigten Objekten bzw. bei
Farbrekonstruktionen im Außenbereich.
Deswegen war es mir auch bei
meinem Meisterstück so wichtig, damit
zu arbeiten.“ Rosi ist immer noch
in ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt.
Die Aufträge dort sind vielfältig,
oft arbeiten sie 1 – 2 Jahre an einer
Baustelle. Außerhalb der Aufträge in
Kirchen oder Schlössern, restauriert
die Firma auch in Villen oder anderen
denkmalgeschützten Gebäuden,
immer in enger Zusammenarbeit mit
dem Landesamt für Denkmalpflege.
Auf die Frage, welches Projekt ihr besonders
intensiv in Erinnerung geblieben
sei, überlegt die Mama von zwei
Töchtern kurz. „Jeder Auftrag ist einzigartig
und ich versuche mich jedes
Mal ganz einzubringen, damit das gewünschte
Resultat so gut wie möglich
wird. Ich persönlich habe eine Verbindung
zu den Engeln, Denkmälern und
Gebäuden und versuche das Beste aus
bestehenden Fassungen herauszuholen
und stets mit viel Achtung und Respekt
vor dem Bestand zu arbeiten. ➳
21
PORTRÄT Rosi Heiß & Angelika Rauchenberger
Über Frauen im Handwerk
Bilder (3): Rosi Heiß
Anfertigung von Skizzen für die Prüfungsmappe und Studium der Originalarbeiten.
Hier die Schutzengelgruppe aus der Bürgersaalkirche
Bereits seit Anfang meiner Laufbahn
wurden mir herausfordernde Projekte
zugetraut. Ich durfte an vielen tollen
Objekten mitarbeiten und selbstständig
Konzepte erarbeiten. Es sind
Wow-Momente, wenn das Ergebnis
dann einfach passt und es ist ein
Beitrag zum Erhalt jahrhundertealter
Handwerkskunst. Auch vor Jahrhunderten
haben Frauen schon im Kunsthandwerk
gearbeitet, aber heimlich
und unter dem Namen ihrer Väter,
Brüder oder Ehemänner. Die größte
Anerkennung ist es, wenn alle Beteiligten
mit dem Resultat zufrieden sind
und man Dankbarkeit erfährt und
auch spüren darf.“
Angelika berichtet: „Nach der Meisterprüfung
habe ich direkt meine
Selbstständigkeit als Künstlerin intensiver
geplant und umgesetzt. Ich hatte
eine Gemeinschaftsausstellung in einem
Galerieladen in München, durfte
mein Meisterstück bei der Messe
Heim+Handwerk im Rahmen eines
Wettbewerbs des Bezirks Oberbayern
ausstellen und aktuell plane ich
ein Atelier in Lenggries. Parallel dazu
kam letzten Sommer das Angebot
Tobias während der Farbfassung
der Lehrerstelle aus Hohenburg für
den neueingeführten Zweig Werken.
Angelika pflegte stets eine enge Verbindung
zu ihrer ehemaligen Schule
und so war es eine glückliche Fügung,
dass ausgerechnet jetzt die Stelle zur
Werklehrerin frei wurde. „Es macht
mir unglaublich Freude mit den Jungen
und Mädchen an der Realschule
zu arbeiten. Mir ist wichtig zu betonen,
dass Handwerk auch was für
Mädchen ist und es ist schön zu sehen,
dass sich beide Geschlechter für den
Werkzweig interessieren.“
Ich könnte euch Stunden zuhören
und finde bemerkenswert mit welcher
Energie ihr für euer Handwerk
einsteht und das lebt. Was würdet ihr
jungen Frauen raten, die einen Beruf
im Handwerk anstreben und woher
kommt eure große Begeisterung dafür?
Rosi: „Besonders wenn mich ältere
Frauen nach meinem Beruf fragten
und ich dann antwortete, dass ich
Kirchenmalerin bin, hörte ich oft ein
„Das hätte ich auch gerne gemacht.“
Ich glaube früher sind Frauen selten
auf die Idee gekommen, dieses Handwerk
zu erlernen, was ich bedauerlich
finde. Der Frauenanteil ist die letzten
Jahre rasant gestiegen. Die meisten
Ausbildungsjahrgänge weisen sogar
mehr Frauen als Männer auf. Auch
wenn das eine positive Entwicklung
ist, finde ich, dass es darum geht, wie
sehr man hinter seiner Arbeit steht
und mit dem Handwerk verbunden
ist, egal ob man eine Frau oder ein
Mann ist. Heutzutage können Frauen
jedes Handwerk erlernen. Für die
schwere Arbeit, die früher nur Män-
Die Einarbeit wurde geschnitzt von
Tobias Haseidl, Fassung in Tempera
22
Bilder (3): Angelika Rauchenberger
Eine Aufnahme des Zwischenstandes
mit dem 1:1 Modell aus Gips
im Hintergrund
ner verrichten konnten, gib es mittlerweile
Maschinen. Ich denke, dass
Frauen sich oft bewusst fürs Handwerk
entscheiden und länger darüber
nachdenken, bevor sie in dieser Branche
einsteigen, dafür aber dann mit
ganzem Herzblut dabei sind.“
Angelika: „Ich bin auch total dankbar,
dass ich diese Richtung gewählt
habe und könnte mir heute nichts anders
mehr vorstellen. Handwerk bedeutet,
wie der Name schon sagt, mit
seinen Händen ein Werk zu schaffen.
Oft arbeitet man eine lange Zeit an
einem Projekt, bis es nach den ersten
Gedanken greifbar und schließlich
fertig wird. Dieser Augenblick ist unbezahlbar!
Jedes Projekt, an dem man
arbeitet, ist auch ein Ausdruck von einem
selbst und das macht schon auch
immer etwas mit einem, wenn man
damit nach Außen geht. Besonders
schön ist es, wenn ich nach der Fertigstellung
einer Arbeit erleben darf, wie
sie bei den Menschen, die sie betrachten,
Emotionen hervorruft und etwas
in ihnen bewegt. Ich würde jedem jungen
Menschen raten, auf sich selbst zu
hören und etwas zu finden, was ihm
richtig Freude bereitet. Dadurch entstehen
auch die Begeisterung und
Leidenschaft für den Beruf, das geht
dann gar nicht anders.“
Was man mit Liebe tut,
wird gut
Bei euch spürt man das ganz besonders.
Liebe Rose und liebe Angelika,
ich danke Euch für den spannenden
Einblick in Euer Berufsleben und
das supersympathische Gespräch mit
Euch.
Studien und Anfertigung eines 1:1
Modells aus Ton für den Gipsabguss
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anspruchsvollen Aufgaben im Umkreis
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es immer ein Anliegen, auch den privaten,
einheimischen Bauherrn zu
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Philosophie meines Berufes gehört
vor allem die Wertschätzung gegenüber
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25
3 MEINUNGEN
Text: Michaela Linke Bild: Wolfgang Kronwitter
Das Werkzeug Ki
Wer erinnert sich noch an die
kleinen Reisewörterbücher, die
man früher vor einer Urlaubsreise
in der jeweiligen Landessprache
kaufte? Mit Hilfe eines solchen
Wörterbuches wollten meine zwei
Freundinnen und ich bei einer
Rucksackreise durch Mexiko einen
Orangensaft bestellen. Dabei
wurde uns ziemlich schnell klar,
dass wir das spanische Wort für
Orange „Naranja“ offensichtlich
nicht richtig aussprachen. Nach
mehreren Versuchen bei unterschiedlichen
Kellnern zuckte jeder
nur ahnungslos die Schultern.
Schließlich gaben wir frustriert
auf und orderten Tee zum Frühstück.
Jahre später schenkten mir
besagte Freundinnen das Bildwörterbuch
„Point it“. In dem kleinen
Heftchen im Taschenformat sind
etwa 1300 Gegenstände abgebildet,
mit denen man praktisch alles
deuten kann. Es funktionierte so
sagenhaft gut, dass ich es hellauf
begeistert an jeden weiterschenkte,
der beabsichtigte in absehbarer
Zeit ein fernes Land zu besuchen.
Heute braucht man dieses Heft
nicht mehr. Jedes Smartphone findet
tausend Mal mehr Bilder oder
– noch einfacher - der Translator
übersetzt die jeweilige Landessprache
direkt. Asiatische Länder
sind längst keine Herausforderung
mehr. Google Maps macht es
möglich, Standorte zu ermitteln
und jeden noch so winzigen Ort zu
finden, ohne dafür eine Landkarte
zu benötigen. Flugtickets, Visa
oder Reiseunterlagen speichert
man ebenfalls auf dem Smartphone.
Natürlich braucht man
auch keinen Reiseführer mehr. Alles,
was man wissen möchte, lässt
sich heute bequem googeln.
Das erste Smartphone
Steve Jobs stellte am 9. Januar 2007
das erste iPhone in der Macworld
in San Francisco vor und leitete
damit eine Revolution in der Mo-
26
biltechnologie ein. Ausgerechnet
ein Jahr vor dieser digitalen Sensation
ist mir mein Handy nach
einem Wiesnbesuch direkt vor
eine fahrenden S-Bahn gefallen.
Die ganze Geschichte hatte ich
an einer anderen Stelle schon mal
ausführlich erzählt, deswegen
halte ich mich kurz. Jedenfalls hat
dieser kleine Unfall dazu geführt,
dass die ganze Smartphone-Ära
komplett an mir vorbei ging. Zugegebenermaßen
hätte ich mir
einfach ein neues Handy kaufen
können, was ich aber seit mittlerweile
20 Jahren aus vielseitig erläuterten
Gründen versäumt habe.
Damit bin ich unfreiwillig zu einer
Exotin geworden. Zugegeben
nicht ohne, dass es hin und wieder
eine echte Herausforderung war
und ist, weil einfach mittlerweile
so viel über das Smartphone funktioniert
bzw. nicht mehr, wenn
man keins besitzt. Aber es ist (immer
noch) möglich. Ich bin der lebendige
Beweis.
Nicht ohne Technik und KI
Dennoch frage auch ich zu Hause
am PC bei KI nach, wenn ich
überfordert bin, einem unserer
Kinder ein Mathe-Thema in der
Schule zu erklären oder mir spontan
nicht mehr einfällt, was genau
nochmal Personalpronomen sind.
Wenn ich meinen Namen google,
zeigt mir KI eine ziemlich detaillierte
Beschreibung auf. Die Informationen
dafür stammen beinahe
ausschließlich aus Artikeln,
Texten und Geschichten, welche
ich einmal öffentlich geschrieben
habe. Doch ich kann mir vorstellen
spätestens dann, wenn mehrere
Personen eine unterschiedliche
Version und Wahrheit einer Story
erzählen würden, würde es kompliziert
werden.
Doch was ist KI letztendlich?
Künstliche Intelligenz und die Fähigkeit
von Maschinen, menschliche
Denkprozesse wie Lernen,
Problemlösen und Mustererkennung
nachzuahmen, indem sie
große Datenmengen verarbeitet,
um Aufgaben zu erfüllen, die
normalerweise menschliche Intelligenz
erfordern. Einfach gesagt,
sind das intelligente Computerprogramme,
die selbstständig aus
Daten lernen und sich verbessern
können. KI wurde von Menschen
programmiert und dementsprechend
liegt es auch an uns, wie wir
sie nützen. Wenn unsere Absicht
positiv ist, dann wird KI uns weiterhin
das Leben erleichtern und
uns jetzt und in Zukunft enorme,
wahrscheinlich zum derzeitigen
Zeitpunkt noch gar nicht vorstellbare
Dienste erweisen. Das ist die
gute Nachricht. Aber wir alle wissen,
dass da draußen leider nicht
jeder Gedanken auf empathisch
und wohlwollender Basis beruht.
Das macht uns zurecht Angst. Für
mich persönlich ist KI ein Werkzeug,
mehr nicht. Den was KI bei
aller nachgewiesener Kompetenz
& Intelligenz von einem echten
Menschen unterscheidet ist sein
Herz, sein Verstand und sein Gefühl.
Das bleibt glücklicherweise
unersetzbar und ist (und bleibt)
deswegen unendlich wertvoll.
Eure Michaela ➳
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3 MEINUNGEN
Ki? Nix für mi
Text & Bilder: Michaela Probst
Das bin ich in echt nach 15 Minuten Schminken (Restaurieren)
a bißl wie Martin die Gans von Nils Holgersson
Das bin ich KI generiert a bißl wie Magan Fox
alles Lug und Betrug
Ich mag sie einfach nicht! Sie,
die KI. Ich fürchte mich sogar vor
ihr, weil sie so schrecklich unberechenbar
ist. Wer weiß, was in den
Köpfen ihrer Schöpfer so vor sich
geht und wie weit ihre Kompetenz
einmal reichen wird und bereits
jetzt schon tut. Ich gebe zu, ich
habe vor über zwanzig Jahren den
Film „iRobot“ mit Will Smith gesehen,
in der die Welt von Robotern
beherrscht wird. Was damals
Science-Fiction war, ist heute fast
schon Realität. Ironischerweise
heißt mein Staubsaugerroboter auch
so. Ja, jetzt habt ihr mich ertappt,
auch ich kann nicht mehr ohne sie,
der KI. Und natürlich erkundige ich
mich im Internet, über die ein oder
andere Frage, die ich selbst nicht
beantworten kann. Bei meiner Allgemeinbildung
hätte ich sonst Blasen
an den Füßen, wenn ich immer
in die Bücherei laufen müsste, um
mich hier schlau zu machen. Aber
mich nervt es unheimlich, wenn ich
z.B. nicht weiß, ob das Foto echt ist
oder ein Fake (= KI generiert), befindet
sich die Bekannte auf den Malediven
oder auf dem Traumschiff?
Oder war es wieder sie, die KI? Der
Brief, die Bewerbung, das Referat,
der Text in der Zeitung oder der
Liebesbrief, ist der jetzt echt oder
war es wieder sie, die KI? Alles wird
fraglich, unpersönlich, 0815 und ersetzbar.
Im Besonderen gilt das für
viele Berufe. Kein Wunder, dass das
Handwerk berechtigterweise so einen
Aufschwung erlebt. Hier ist sie
nur bedingt einsetzbar und darüber
bin ich sehr froh. Natürlich weiß
ich, dass Fortschritt nun mal zu
unserem Leben gehört und künstliche
Intelligenz auch vieles leichter
macht. Dennoch verstehe ich die
Euphorie und die Sympathie für sie
nicht. Ich erhoffe mir, dass der kritische
Blick auf sie skeptisch bleibt.
Denn je schlauer die künstliche Intelligenz
wird, desto weniger wird
die unsere, weil unser Gehirn nur
dann gut funktioniert, wenn man
es auch benutzt. In diesem Sinne:
Think pink und am besten selbst!
Eure Micha ➳
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Ki – Konn i
Warum ich künstliche Intelligenz nutze
und trotzdem selber denke
Ich arbeite seit rund eineinhalb
Jahren mit ChatGPT – oder
meistens sage ich einfach kurz
„Chatty“. Taucht eine Frage auf,
Text & Bild: Martina Geisberger
die ich nicht sofort beantworten
kann oder ein Thema, bei dem ich
schnelle Unterstützung brauche?
Dann geht es schnell ans Handy
oder an den PC, App öffnen und:
Was sagt „Chatty“ dazu? Ganz
egal, ob es um private Dinge wie
Reiseplanung, rechtliche Fragen
oder kreativen Input geht. Auch
bei beruflichen Themen dürfen
und sollen wir bei meinem Arbeitgeber
die kostenpflichtige Version
von ChatGPT aktiv nutzen. Kurz
gesagt: „Chatty“ hat immer Zeit
für mich, macht seinen Job meistens
(!) ganz gut und ich kann in
meiner Arbeit weitermachen oder
die Frage, die mich gerade beschäftigt
hat, abhaken.
Auch als Gmoablattlschreiberin
oder hier als Autorin für das
Isarwinkler Magazin unterstützt
mich die KI immer wieder. Sie bügelt
meine (leider regelmäßig auftauchenden)
Rechtschreib- und
Grammatikfehler aus, hilft mir
beim Finden kreativer Überschriften
oder – wenn ich gar nicht
weiß, wie und wo ich anfangen
soll – bei einem passenden Texteinstieg.
„Chatty“ sucht Zitate
heraus oder kürzt meine oft viel
zu langen Texte. Und das auf eine
Art, dass am Ende immer noch genau
das drinsteht, was ich sagen
will.
Das ist für mich weder Faulheit
noch Verdummung, sondern die
intelligente und effektive Nutzung
der mir zur Verfügung stehenden
Ressourcen (ich schreibe meine
Texte schließlich auch nicht mehr
mit der Schreibmaschine oder
schlage im Lexikon nach). Der
Fortschritt lässt sich durch mich
nicht aufhalten, ich kann aber
lernen, mit ihm umzugehen und
ihn zu meinem Vorteil zu nutzen.
Denn dann ist die Gefahr deutlich
geringer, irgendwann einmal
– mangels KI-Kompetenz – im Berufsleben
aussortiert zu werden.
30
Aber – und das ist mir wichtig
– „Chatty“ ist nicht perfekt.
Ganz und gar nicht. Vor allem
bei der Fotobearbeitung gehen
meine Vorstellungen, die ich im
Prompt (Eingabeaufforderung bei
ChatGPT) äußere, oft meilenweit
am Ergebnis vorbei. Menschen
sehen danach so fremd aus, dass
ich sie kaum wiedererkenne – für
mehr als einen lauten Lacher waren
diese Bilder selten zu gebrauchen.
Allerdings kann eine Kollegin
mit einer anderen KI Bilder
zaubern, da schlackert man mit
den Ohren. Also sitzt das Problem
doch – wie so oft – vor dem Computer.
Denn was es bei der Arbeit mit
KI immer braucht, ist der richtige
Input - und Kontrolle, sowie vor
allem einen gesunden Menschenverstand.
Meistens ändere ich im
Nachgang sowieso noch etwas,
feile an Formulierungen oder passe
den Ton an – damit der Text
meine „Note“ bekommt und sich
für mich richtig anfühlt. KI soll
mich nicht ersetzen, sondern mich
dabei unterstützen, die Menschen
mit meinen Zeilen zu erreichen.
Ich bin daher der Meinung: KI
kann unser Leben in vielen Bereichen
erleichtern und gerade
im medizinischen Bereich setze
ich große Hoffnungen in diese
Technologie. Gleichzeitig gibt
es Gefahren und die gehören auf
den Prüfstand. Gerade in den Medien
wird es immer schwieriger
zu erkennen: Ist dieses Foto oder
Video echt? Menschen können bewusst
in die Irre geführt werden,
die Folgen sind oft fatal. Aber ist
das wirklich neu? Die Boulevardpresse
beweist seit Jahrzehnten,
dass es für Unwahrheiten keine
KI braucht – ein falscher Bildausschnitt,
ein verdrehter Kontext
und schon entsteht eine andere
Wahrheit.
Deshalb sollten wir weiterhin das
tun, was KI (noch?) nicht kann:
miteinander reden, einander ansehen,
dabei Stimmungen wahrnehmen,
sich eine eigene Meinung
bilden, andere Ansichten anhören
und auch mal aushalten – denn
je mehr künstliche Intelligenz in
unser Leben tritt, desto wichtiger
wird unsere menschliche, emotionale
Intelligenz.
Eure Martina
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PORTRÄT D'Oach
Mia seng uns in da Oach
Bald geht’s wieder los!
Noch ist es draußen ein bisschen
zu frisch fürs Freibadfeeling, doch
bei den Stadtwerken Bad Tölz laufen
die Vorbereitungen bereits auf
Hochtouren: Ihr historisches Naturfreibad
Eichmühle macht sich bereit
für eine neue Saison, in der wieder
Bilder: Stadtwerke
Bad Tölz/Dietmar Denger
Kinder mutig ihre ersten Bahnen ohne
Schwimmflügel ziehen, Jugendliche
die Südwestwiese für sich erobern
und im Schatten der Bäume gemütlich
mit alten Bekannten geratscht wird.
Den offiziellen Auftakt bildet auch
heuer wieder ein Ereignis mit Tradition
und vor allem Unterhaltungswert:
Am 15. Mai wird in der „Oach“ angebadet
– auch bei 11 Grad Wassertemperatur.
Wenn sich wagemutige
Teilnehmer in das Wasser trauen, ist
das nicht nur der Startschuss in die
Freibadsaison, sondern auch ein beliebter
Treffpunkt für alle, die dieses
Spektakel vom Beckenrand aus verfolgen
möchten.
Traumhafte Lage
Umgeben von der einzigartigen Landschaft
des Ellbacher Moors und mit
freiem Blick auf die Berge bietet die
„Oach“ beste Voraussetzungen für
entspannte Sommertage. Ob beim
Schwimmen und Plantschen im 1,5
Hektar großen Becken, beim Relaxen
auf der Liegewiese oder beim gemeinsamen
Spielen und Chillen auf der
Südwestwiese – hier findet jeder seinen
Platz.
Zu einem Badetag in der „Oach“
gehört auch ein Besuch in der Gastronomie.
Denn was schmeckt an
einem heißen Tag besser als die beliebten
Freibadpommes von Steffi und
Markus Bußmann? Im Kiosk gibt es
diese und noch vieles mehr: von herzhaften
Klassikern wie Burgern und
Currywurst bis hin zu Eis und kleinen
Snacks – zum Mitnehmen oder zum
entspannten Verzehr im Biergarten.
Ein Höhepunkt der Saison erwartet
die Besucher kurz vor den Sommerferien:
Am 19. Juli (Ausweichtermin:
26. Juli) laden die Stadtwerke zum
großen Familientag ein. Auf die Kinder
wartet ein abwechslungsreiches
Programm mit Kasperltheater, Kinderschminken,
Hüpfburg und vielen
Mitmachaktionen der örtlichen Vereine
– beste Voraussetzungen für einen
fröhlichen Tag für Jung und Alt.
Und an jedem anderen Sommertag
gilt: Ein Sprung ins kühle Wasser,
Kinderlachen in der Luft und das
Bergpanorama im Blick – genau so
fühlt sich Sommer in der „Oach“ an.
Das Freibad öffnet immer an „trockenen“
Tagen von 9 – 19 Uhr, bei Regen
bleibt es geschlossen. Näheres unter
www.stw-toelz.de/schwimmbaeder
Mia seng uns in da Oach! mg
34
TOLLES KINDERPROGRAMM
FAMILIENTAG
IM NATURFREIBAD EICHMÜHLE
• Kasperltheater
• Kinderschminken
• Hüpfburg
• Bewegungsparcours
• Wasserspiele
SONNTAG,
19. JULI 2026
von 9 bis 17 Uhr
Tickets an der Tageskasse
Ausweichtermin bei schlechtem Wetter 26.07.26
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35
LUGGE & KARE
Vor lauter Handy, YouTube und TikTok haben wir verlernt uns Witze zu erzählen.
Deswegen haben wir vom d’Isarwinker überlegt, den Lugge & Kare in unser Heft zu holen.
Jetzt darf mal wieder so richtig gelacht werden!
Kennst du den?
Wer glaubt,
dass ein Bauleiter den Bau leitet,
glaubt auch, dass ein Zitronenfalter
Zitronen faltet.
Illustration:
Freepik/KI
Eine Universität soll die Dicke eines
Drahtes messen, aber sie schaffen es nicht,
weil der Draht so dünn ist. Darauf schicken sie
den Draht nach England, die nach Frankreich und
die Franzosen geben in an die Schweiz weiter. Niemand
kann die Antwort geben und darauf schicken sie ihn an
einen Handwerksbetrieb in Bayern. Dieser misst den
Draht, gibt’s an 0,0358 mm. Aber jetzt die Frage
an euch, soll ma a Loch bohren oder ein
Gewinde drauf schneiden?
Zwei Architekten stehen vor einem
Fahnenmast und diskutieren. Kommt ein Handwerker
vorbei und fragt, wo denn das Problem sei.
Darauf der erste Architekt: Wir haben einen schweren Auftrag. Wir
sollen die Höhe der Stange ermitteln und wir überlegen, welche unserer
Formeln die beste ist.
Darauf der Handwerker: Wenn’s bloß des is… Er schraubt die Fahnenstange
ab legt sie auf den Boden, misst mit dem Meterstab die Stange ab, stellt sie
wieder auf und geht zu den Architekten und sagt: Exakt 6 Meter! Grüßt
und geht wieder seines Weges. Da meint der eine Architekt zum
anderen abschätzig: So ein Idiot, wir brauchen die
Höhe und er sagt uns die Länge!
36
PORTRÄT Hummel Apotheken
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Bilder: Maria Hummel
Zeit nehmen, zuhören
und beraten
Christopher und Maria Hummel sind stolz auf ihr Team und freuen sich über viele zufriedene Kunden
„Wir sind die Gesundheitsberater
vor Ort und sind dort fest verwurzelt“,
so fasst Christopher Hummel
seinen Beruf zusammen. Es
ist wohl mehr eine Berufung, denn
ihm, seiner Frau Maria und seinem
ganzen Team liegt es besonders
am Herzen für die Patienten da zu
sein. Gerade weil in den Arztpraxen
oft wenig Zeit bleibt die Medikamente
zu erklären. Eine Apotheke
vor Ort ist in der heutigen Zeit
alles andere als selbstverständlich.
So freuen sich mittlerweile dreißig
Mitarbeiter, die in drei Apotheken
im Isarwinkler tätig sind, über
den persönlichen Kontakt und
die ganzheitliche Beratung. Das
Schöne dabei: man kennt sich im
Dorf, hilft gerne weiter und das ist
sicher wichtiger als Rabatte. Auch
die Nähe zu den hiesigen Arztpraxen
schafft kurze Wege und
eine perfekte Symbiose. „Wir sind
eine klassische Apotheke, die alles
anbietet“, berichtet Christopher
Hummel. In den hochmodernen
Labors werden hauseigene Tees,
Kräuterextrakte, Salben und individuelle
Rezepturen hergestellt.
„Wir denken und arbeiten in alle
Richtungen, alle sind willkommen
und wir lassen niemanden außen
vor.“ Das zeigt besonders das Drogen-Ersatzprogramm,
an dem sich
die Michaeli Apotheke in Gaißach
sehr engagiert. Der Einsatz von
Cannabis unterstützt z.B. sowohl
in der Schmerz- und Krebstherapie
und hilft auch bei psychischen Belastungen
und bei Schlafstörungen.
Was vor 18 Jahren in Bad Heilbrunn
mit zwei Angestellten begann,
macht dem Apotheker bis
heute große Freude. Sein Engagement
ist zudem in vielen Zeitungsbeiträgen
sichtbar. Christopher
Hummel ist Bezirksvorstand im
bayerischen Apothekerverband und
Pressesprecher des Landkreises.
24-Stunden Notdienst
Die hiesigen Apotheken bieten einen
Notdienst rund um die Uhr.
Im Wechsel können so Kunden
zu jeder Tages- und Nachtzeit am
Schalter läuten und es wird ihnen
umgehend geholfen. Ein toller
Service, der nicht selbstverständlich
ist. Dafür von unserer Seite
ein DANKESCHÖN an alle Apotheken.
➳
37
38
PORTRÄT Hummel Apotheken
Bad Heilbrunn – Altbewährtes in neuen Räumen
Nach 70 Jahren startet die Kurapotheke in eine neue
Zukunft der Gesundheitsvorsorge. 2027 ist der Umzug
in die neuen Räumlichkeiten in Bad Heilbrunn geplant.
Mit in den Gebäudekomplex ziehen auch mehrere Arztpraxen,
unter anderem die beiden bestehenden Hausarztpraxen.
So ist in zentraler Lage die gesamte gesundheitlich
Versorgung der Bad Heilbrunner gesichert.
Kur- Apotheke
Ferdinand-Maria-Str. 3
83670 Bad Heilbrunn,
Tel. 08046 ∙ 14 66
info@kurapotheke-bad-heilbrunn.de
Gaißach – Do samma dahoam
Vor zehn Jahren waren Christopher und Maria Hummel
besonders stolz auf die erste und einzige Apotheke
zu Hause in Gaißach. Die Lage in der Moser-
Säge mit den vielen Einkaufs- und Parkmöglichkeiten ist
perfekt und mehrere Arztpraxen in unmittelbarer Nähe
schaffen eine konstante und vertrauensvolle Beratung in
Sachen Gesundheit vor Ort.
Michaeli-Apotheke
Moser-Säge 5
83674 Gaißach
Tel. 08041 ∙ 7 96 76 74
info@michaeliapotheke.de
Königsdorf – Gemeinsam geht’s weiter
Alle Mitarbeiter der Orts-Apotheke stehen weiterhin
allen Königsdorfern mit Rat und Tat zur Seite. Alle sieben
Kolleginnen unterstützen die Hummels, wo es nur
geht und so wird die Apotheke ganz im Sinne von Frau
Boettcher, die kurz nach dem Verkauf der Apotheke verstorben
ist, weitergeführt. Die Versorgung am Ort bleibt
bestehen, das war ihr und dem ganzen Team wichtig,
denn die Wege von Königsdorf zu den nächsten Apotheken
wären sonst sehr weit. Die Hummels freuen sich auf
eine weiterhin tolle Zusammenarbeit. mp
Linden-Apotheke
Tölzer Str. 1
82549 Königsdorf
Tel. 08179 ∙ 1797
mail@lindenapotheke.info
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PORTRÄT Familie Zintel
Die Familie Zintel oder:
Ein Leben im Rhythmus des Blombergs
Bilder: Familie Zintel
Nicole und Hannes Zintel
Man braucht schon „Bergblut“
in den Adern und viel Heimatliebe,
um ein Unternehmen wie die
„Blombergbahn Bad Tölz SEBA
Seilbahnbau GmbH & Co. KG“ erfolgreich
zu führen – einen Betrieb,
der sich vor allem nach den Jahreszeiten,
der Witterung und der
Natur richtet. Wer das meistern
will, kennt dort jeden Baum sowie
jede Schraube und packt nicht nur
selbst mit an, sondern denkt immer
nach vorne: an die nächsten
zwei Stunden genauso, wie an die
kommenden 20 Jahre.
Im Alleingang ist so etwas schier
unmöglich. Daher ist die Geschäftsführung
der Blombergbahn
für Hannes Zintel kein „One-Man-
Job“, sondern eine Lebensaufgabe
für eine ganze Familie – und das ist
ihm seit zwei Generationen mehr
als gelungen.
Denn wie bereits seine Eltern Hans
und Anushka brennt auch Sohn
Hannes Zintel gemeinsam mit seiner
Frau Nicole für den Blomberg
– ebenso wie für die vielen Menschen,
die sie täglich umgeben. Da
sind zum einen ihre rund 50 Mitarbeiter
und zum anderen die Besucher,
für die die Familie Zintel
eine ganz besondere Bergerlebniswelt
geschaffen hat.
Sie treibt mehr an, als nur wirtschaftlicher
Erfolg: Die Zintels sehen
in ihrer Arbeit nicht nur einen
Mehrwert für die Region durch
gezielte Besucherlenkung und die
Entlastung unerschlossener Gebiete,
sowie die siebenfache Wertschöpfung
jedes einzelnen verdienten
Euros. Sie sehen darin auch die
Chance, den Menschen unsere Voralpenregion
und ihre schützenswerte
Natur näherzubringen.
Kind des Blombergs
Hannes wuchs am Fuße des Blombergs
auf. Bereits mit zwölf Jahren
verkaufte er Fahrkarten und lernte
den Berg von einer Seite kennen,
die den meisten Gästen verborgen
42
Mal schnell beim Papa bei der Arbeit zuwinken – das
gehört für Familie Zintel einfach dazu
bleibt: als Ort harter Arbeit, aber
auch unendlicher Freiheit. Er lernte
sein Handwerk von der Pike auf
– stets angetrieben von Fleiß und
dem Willen, etwas zu bewegen. So
übernahm Hannes 2001, als jüngster
Betriebsleiter Europas, den
Betrieb seines Vaters. Er modernisierte,
sanierte und traf mutige
Entscheidungen, auch wenn er sich
dafür gegen alte Strukturen durchsetzen
musste. Veränderungen
gehören zu seinem Tagesgeschäft
– kurzfristig bei den täglichen
Wetterprognosen und den damit
verbundenen Einsatzplänen, aber
auch langfristig. Denn der Klimawandel
stellt alle vor neue Herausforderungen.
„Der Berg verändert
sich und wir verändern uns mit
ihm“, sagt er gelassen.
Die Energie von Hannes ist ansteckend.
So ist es kaum verwunderlich,
dass auch seine Frau Nicole
vom Blombergfieber
infiziert
wurde. Sie war
damals ein richtiger
Bergfex
und bereits im
Himalaya, aber
den Blomberg
ließ sie früher
links liegen: „Zu
touristisch erschlossen“,
lacht
sie im Rückblick
„aber als Mama
ändert sich die
Perspektive: es
ist doch toll den
Kindern über
„ein paar Zuckerl“
das Berggehen
nahebringen
zu können.“
Doch die Frau
des Geschäftsführers
der Blombergbahn zu
sein, könnte eine
Bergliebe durchaus
auf die Probe stellen
– könnte man
meinen. Doch nicht
so bei Nicole: „Am
Anfang war der
Alltag hier eine riesige
Umgewöhnung
für mich. Denn der
Blomberg – oder
besser gesagt das
Wetter am Berg –
bestimmt unseren
Rhythmus. Aber
ich bin auch unendlich
dankbar, dass
wir alle an so einem
besonderen Kraftort leben dürfen.
Hier wird mir immer wieder bewusst:
Was für uns Einheimische
oft alltäglich ist, ist für einen anderen
das Highlight der Woche
Die ganze Familie Zintel im Rodelfieber – alle Jahre
wieder
oder vielleicht sogar des Jahres.“
Mittlerweile hat Nicole sich auch
daran gewöhnt, dass gemeinsame
freie Tage selten sind. „Das ist
auch okay. Der Blomberg macht
uns Spaß – und wir alle fiebern
bei vielen Themen mit.“ So rodeln
die drei Kinder der Zintels auch
mal im Pyjama unter dem Schneeanzug
frühmorgens die frisch
präparierte Rodelpiste hinunter.
Der sechsjährige Sohn half zuvor
sogar schon seinem Papa Hannes,
die Strecke entsprechend vorzubereiten.
Denn Hannes weiß aus eigener
Erfahrung: „Man kommt nur
wirklich hoch hinaus, wenn man
fest verwurzelt ist.“ Und diese
Wurzeln, die die Familie Zintel
am Blomberg geschlagen hat, sind
stark. Seit über 50 Jahren halten
sie allen Stürmen stand – und
wachsen mit jeder Herausforderung
ein Stück tiefer in den Blomberg
hinein, während ihre tägliche
Arbeit und ihre zukunftsfähigen
Visionen so viele Menschen seit
vielen Generationen dem Himmel
ein Stückchen näherbringen. mg
43
KÜNSTLERPORTRÄT YouTube Serie & Podcast „Berg- und Talfahrt“
Zwischen Himmel & Erde
Die Serie „Berg- und Talfahrt“
Text: Martina Geisberger Bilder: Blombergbahn
Gespräche auf Augenhöhe in luftigen Höhen - hier mit Sepp Schauer
Gespräche auf dem Weg nach
oben und wieder bergab mit
Daniela Steinberger
Die besten Gespräche finden am Berg
statt – das bewies die Sendung „Gipfeltreffen“
mit Werner Schmidbauer
über viele Jahre im Bayerischen Rundfunk.
Nahbar, ehrlich und oft überraschend
persönlich: ein Erfolgsrezept,
das nun auch im Tölzer Raum neue
Wege geht.
Denn einen ähnlichen Ansatz verfolgen
der Betreiber der Blombergbahn,
Hannes Zintel und seine Mitarbeiterin
Daniela Steinberger mit dem Videoformat
„Berg- und Talfahrt“. Im
Zweisitzer-Sessellift entstehen – in
entspannter Atmosphäre und ohne,
dass einem „bergauf die Schnauf
ausgeht oder bergab die Knie wackeln“
– ganz besondere Gespräche
am Nordrücken des Blombergs. „Der
Blomberg selber hat eine bewegte Geschichte
und hier treffen so viele unterschiedliche
Menschen aufeinander
– dem wollten wir mit einem besonderen
Format Tribut zollen“, erklärt
Dani die ersten Gedanken vor der Geburtsstunde
des Videoformats.
Jetzt zeigen bekannte Gesichter aus
Bad Tölz und der Region ihre Höhen,
Tiefen und ungewohnte Seiten. „Wir
wollen immer eine gute Mischung aus
Personen, die hier
im Tölzer Land
bekannt sind
und auch Menschen,
die man
beispielsweise aus
dem Fernsehen
oder dem Internet
kennt“, berichtet
Dani über die
Auswahl der Gesprächspartner.
Die ersten 19 Folgen sind bereits im
Kasten und auf dem YouTube-Kanal
der Blombergbahn veröffentlicht. Im
Zweisitzer-Sessel durften neben Moderatorin
Dani nicht nur der Betreiber
der Bahn höchstselbst, sondern auch
schon der Tölzer Bürgermeister Dr.
Ingo Mehner sowie der Tausendsassa
Peter Frech Platz nehmen. Die Folge,
in der Frech über seinen Schlaganfall
und seinen holprigen Anfang in der
Dick eingepackt geht es auch im Winter auf Berg- und
Talfahrt. Hier mit "Bergretter" Markus Brandl
44
Die Kameras, die links und rechts von der Gondel angebracht sind, filmen
das Gespräch mit
Security-Branche berichtet, zählt mit
knapp 14.000 Aufrufen zu den beliebtesten
Episoden. Mit über 55.000
Aufrufen hat lediglich Kai Zorn, der
„Wetterfrosch“, noch mehr Streams
zu verzeichnen. Kurzweilig erzählt er
in einer Folge des „Winterspecials“
nicht nur von seiner Leidenschaft
für Meteorologie und Berge, sondern
auch, wie er mit seiner Unwetterwarnung
am Blomberg einem jungen Paar
– O-Ton – „den Arsch gerettet hat“
und warum er beim Smalltalk nicht
gerne über das Wetter spricht.
Ebenso in luftige Höhen wurden unter
anderem die Schauspieler Stefan
Murr, Johanna Bittenbinder und
Heinz-Josef Braun entführt. Auch
Internet-Größen, wie der Koch Noah
Hansen und Alessandro Capasso
(„der Münchner“) standen bei Dani
bereits Rede und Antwort. Selbst
Sportler, wie der Eishockeyspieler
Konrad Abeltshauser ließen sich für
ein Interview bequem bergauf – und
natürlich auch wieder bergab – chauffieren.
Als langjährige „Sturm der
Liebe“ Zuschauerin hat es Dani besonders
gefreut, dass Schauspieler
Sepp Schauer zu ihr in den Lift stieg.
„Ich bereite immer so acht, neun
Fragen vor – brauche diese aber meistens
nicht, weil das Interview wie
von alleine läuft. Lediglich die fünf
Die Schauspielerin Johanna Bittenbinder erzählt unter anderem aus ihrer
Schulzeit in Hohenburg
schnellen ‚Entweder-oder-Fragen‘
am Schluss sind fix“, so die Greilingerin.
„Meistens reichen die gut 30
bis 40 Minuten, die eine Berg- und
Talfahrt dauert, gar nicht – wir könnten
oft noch ewig weiterquatschen.“
Das liegt mit Sicherheit nicht nur an
der intimen Atmosphäre des Zweisitzer-Sessellifts,
an dem die beiden Kameras
montiert sind, sondern auch an
der sympathischen 43-jährigen Moderatorin,
die sehr spontan agiert und
vieles „aus dem Bauch heraus“ macht.
Einzig das Wetter und der vergleichsweise
straffe Zeitplan sind trotz aller
Spontanität manchmal schwer kalkulierbare
Faktoren – aber „wir haben´s
noch immer hinbekommen“, versichert
Dani.
Der krönende Abschluss jeder Folge
ist das gemeinsame Rodeln der Gäste
mit Dani ins Tal – entweder mit dem
Alpine Coaster oder auf der Winterrodelbahn.
Bestimmt nicht nur für die
Zuschauer vor den (PC-)Bildschirmen
ein unvergesslicher Moment.
Denn dafür ist der Blomberg seit über
100 Jahren bekannt und beliebt: für
besondere Erlebnisse, die noch lange
in Erinnerung bleiben. Und ebenso
für die Vielfalt der Menschen, die ihn
tagtäglich besuchen – verbunden mit
einzigartigen Begegnungen und unzähligen
Gesprächen am Berg, die so,
mit beiden Füßen fest auf dem Boden
der Tatsachen, wohl nie stattgefunden
hätten. Genau das macht „Berg- und
Talfahrt“ aus: ein Format, das zeigt,
dass nicht nur der Weg nach oben
spannend ist, sondern vor allem das,
was man unterwegs miteinander teilt.
Alle 19 Folgen sind auf dem
YouTube-Kanal „Blombergbahn
Bad Tölz“ und seit neuestem
auch auf Spotify unter
„Berg- und Talfahrt“ (vorerst
nur fünf Folgen) zu finden.
Nähere Infos auch unter
www.der-blomberg.de oder
auf dem Instagram-Kanal.
45
30
ISARWINKLER Rätselraten
Kreuzworträtsel
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Zum
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Lösung aus der Nr. 29:
VEREINSLEBEN
Gewinner:
Norbert Metzner
Wir gratulieren!
1. Lateinisches Wort für die Biene
2. Welche besondere Therapie bietet die Arzbacherin
Andrea an
3. Wie heisst der KI Helfer von Martina
4. In welchem Betrieb lernte und arbeitet Rosi Heiß
5. Name des kurzweiligen Podcasts vom Blomberg
6. Welchen Namen hat der Hans (Schmied in Lenggries)
7. Name des 3. Gipfels neben Blomberg und Heiglkopf
Öffnungszeiten
Montag u. Dienstag 8:30 – 12:00 Uhr
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4
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20 16
Lösung:
1 2 3 4 O 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 D 18 19 20 K
1 2 3 4 O 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 D 1
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PORTRÄT Bauunternehmung H. Rolf
Mit uns hat Bauen Zukunft!
Die Baubranche gehört zu den Bereichen mit den
besten Zukunftsaussichten. Die Bauunternehmung
Rolf mit ihren 50 Mitarbeitenden ist seit
fast 100 Jahren ein Familienbetrieb in dritter Generation,
dessen Name für qualitativ hochwertige
Handwerksleistungen rund um das Thema bauen
steht. Wir kümmern uns mit viel Leidenschaft und
Engagement um die Wünsche unserer Kunden.
Wir sind regional, arbeiten nachhaltig und handwerklich
anspruchsvoll.
Unserem Unternehmen ist die Nachwuchsförderung
schon immer wichtig. Wir bilden seit
Bestehen der Firma in den Berufen Zimmerer
und Maurer m/w/d aus. So hat schon mancher
selbstständige Isarwinkler seine Ausbildung bei
der Bauunternehmung Rolf gemacht. Es ist auch
nicht selten, dass die Kinder von Mitarbeitern der
Firma Ihre Ausbildung bei uns machen. Das freut
uns natürlich sehr! Teamgeist, Wertschätzung
und ein kollegialer Umgang ist uns besonders
wichtig, so dass sich alle Altersschichten im Unternehmen
wohl fühlen.
Geschäftsführer Hans Besch: „Die Ausbildung
von jungen Leuten sowie die bodenständige Arbeitsweise
aller Mitarbeiter liegt mir sehr am Herzen
und trägt dazu bei, ein gesundes Betriebsklima
zu schaffen. Unsere Handwerker sind alles
ausgebildete Fachkräfte. Handwerk heißt, die beauftragte
Arbeit mit Hand und Verstand bestmöglich
zu erledigen. Leidenschaft heißt, mit Freude
und Herz die gestellten Ziele zu erreichen. Diese
Vorgaben vertreten wir mit unserem Namen
„Bauen & Vertrauen‘“.
Wir bieten:
- einen abwechslungsreichen, nachhaltigen Job
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einen Ausbildungsberuf im Bauhandwerk? Dann melde Dich bitte bald bei uns. Ein Praktikum zum
Kennenlernen der Ausbildungsberufe ist jederzeit möglich.
Wir freuen uns auf Dich!
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. Rolf • Bauunternehmung • Zimmerei
H. Rolf • Bauunternehmung • Zimmerei
ach was, das bleibt! Handwerk hat Zukunft!
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freuen uns auf Ihre Bewerbung Azubi Maurer per und E-Mail! Zimmerer (m/w/d)
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Lerchkogelstraße 8 | 83661 Lenggries
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49
DORFFÜHRUNG Blomberg
Der Blomberg
Eine Dorfführung
Text: Martina Geisberger Bilder: Blomberg Werbe- und Veranstaltungs UG,
Martina Geisberger, Bodo Dreisbach, privat
Der Blomberg ist nicht nur ein beliebtes
Ausflugsziel vieler Tagesgäste
aus München und Urlaubern aus
der weiten Welt. Er und seine beiden
„Schwesterngipfel“ Heiglkopf und
Zwiesel sind vor allem auch für viele
Tölzer und Isarwinkler seit vielen
Jahrzehnten „ihre Hausberge“, die
schon zahlreiche Generationen für das
Wandern und den Bergsport in seinen
vielen Facetten begeistern konnten.
Mit rund 500 Höhenmetern Aufstieg
(zum Zwiesel ein bisschen mehr) ist
man schnell am Ziel, hat einen traumhaften
Ausblick in alle Richtungen
und das vielseitige Freizeitangebot
rund die um Berg- und auch Talstation
an der Nordflanke des Blombergs
begeistern sowohl kleine als auch
große Bergfexe zu jeder Jahreszeit.
Hier wurde in den letzten Jahrzehnten
eine eigene kleine Welt geschaffen,
in der man den Alltag einmal getrost
ausschalten kann. Diesen besonderen
Kosmos auf rund 1.200 Metern Höhe
über dem Meeresspiegel wollen wir
uns in unserer Dorfführung heute
einmal genauer anschauen.
Die Geschichte
Das Gebiet rund um den Blomberg
hat – vor allem in den letzten 125 Jahren
– eine bewegte Geschichte erlebt.
Alte Gipfelbücher zeigen, dass bereits
Ende des 19. Jahrhunderts Menschen
aus nah und fern ihre Erholung in den
Bergen bei Bad Tölz suchten.
Daher wurde 1906 von den Kommunen
beschlossen, den Blomberg als
Freizeitgebiet zu erschließen. Schon
ein Jahr später wurde das Blomberghaus
feierlich eröffnet. Mit dem alljährlichen
Blomberg-Turnfest des
Tölzer Turnvereins entwickelte sich
der Berg rasch zu einem sportlichen
Treffpunkt der Region. Wenig später
kamen Rodler und Skifahrer sowie
in jüngerer Geschichte die Moutainbiker
hinzu.
Das dunkelste Kapitel der deutschen
Geschichte ging auch am Blomberg
nicht spurlos vorbei. Der Gipfel des
Heiglkopfs wurde in den unsäglichen
Namen „Hitlerberg“ umbenannt
und ein Hakenkreuz errichtet, das
abends mit Fackeln für den gesamten
50
Richtfest am Tölzer Blomberghaus anno 1907. Mit der Einweihung des
Berggasthauses begannen die Bergturnfeste des TV Bad Tölz
Isarwinkel sichtbar beleuchtet wurde.
In den letzten Apriltagen 1945
besetzten etwa 300 Mann der Waffen-SS
das Blomberghaus, bevor es
am 2. Mai von den Amerikanern mit
rund 50 Granaten zerstört wurde.
Doch bereits Anfang August 1945
begann der Wiederaufbau des Gasthauses
– diesmal sogar mit elektrischem
Strom.
Die Pläne zur touristischen Erschließung
wurden auch nach dem Krieg
weiterverfolgt. Nach langen Diskussionen
zwischen Bad Tölz und der
damaligen Nachbargemeinde Oberfischbach
(heute Wackersberg) beschloss
man 1967, einen Investor einzubinden.
1969 wurde eine Vereinbarung
mit der neuen Blombergbahn
Bad Tölz SEBA Seilbahn GmbH &
Co. KG geschlossen, zu deren Gesellschaftern
unter anderem Hans Zintel
aus Berlin gehörte.
Dann ging es schnell: Im Mai 1971
wurde die Doppelsesselbahn eröffnet,
1976 folgte die Sommerrodelbahn.
1981 schaffte sie es als längste
Rutschbahn der Welt sogar ins
Guinness-Buch der Rekorde. ➳
Fesch
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MÜNCHEN
51
DORFFÜHRUNG Blomberg
An der Nordflanke des Blombergs geht es auf verschiedenen Wegen zum Gipfel
Im selben Jahr noch wurde der Blomberg
erstmals mit einer künstlichen Beschneiungsanlage
präpariert.
Heute ist die Bergbahngesellschaft zu
75 Prozent an die Familie Zintel verpachtet,
zudem sind auch die Stadt
Bad Tölz sowie die Gemeinden Wackersberg
und Bad Heilbrunn beteiligt.
Die Blombergbahn
Auch 55 Jahre nach ihrer Eröffnung
ist die Sesselbahn für viele Erholungssuchende
der „Schlüssel“ zum
Blomberg. Ihr ist es zu verdanken,
dass auch ältere oder gehbehinderte
Menschen sowie vor allem Familien
mit Kindern das Bergerlebnis
bequem genießen können.
Heute wird der Betrieb vom Sohn
des ersten Investors, Hannes Zintel,
geführt. Wie sein Vater ist er
und seine Familie eng mit dem
Berg verbunden und alle bringen
ihre Tatkraft und neue Ideen ein.
Vor allem ist die Talstation nicht
nur eine Basis für die Ausflüge auf
den nördlichsten erschlossenen
Berg der Voralpen, sondern lädt
den Besuchern auch noch nach
dem Bergbesuch zum Verweilen
ein. Denn dort haben der Kindererlebnispark
„Blomberg Fun“ mit
Trampolinanlagen, Mini-Kart-
Bahn und Kleintiergehege und vielen
andere Attraktionen ihre Heimat.
Bei „Da Luca am Blomberg“
können Besucher anschließend
ihre Energiereserven mit italienischen
Spezialitäten auffüllen.
Der Familie Zintel und allen beteiligten
Kommunen ist wichtig, dass
„am Blomberg für jeden Geldbeutel
und zu jeder Jahreszeit etwas
dabei ist“. Deshalb entstehen in
Kooperation mit der Stadt Bad
Tölz immer wieder neue Angebote
wie beispielsweise Waldspiele,
Entdeckerpfad oder die Waldkrimi-App
sowie der Kunstwanderweg.
Gleichzeitig haben die Betreiber
Alternativen im Blick, beispielsweise
wenn der Klimawandel
den Wintersport verändert. Schweren
Herzens wurde daher 2014
nach 107 Jahren der Skibetrieb
eingestellt. Skitourengeher sind jedoch
weiterhin auf den offiziellen
Routen herzlich willkommen.
Die Rodelbahnen
Für Action bergab sorgt seit über 50
Jahren die Sommerrodelbahn „Classic“
an der Mittelstation. 41 Schikanen
und 17 Steilkurven auf knapp
52
seine Winterrodelbahnen. Sogar die
Deutschen Meisterschaften wurden
hier schon ausgetragen. Auf drei
unterschiedlich schwierigen Bahnen
können Wintersportler mit eigenen
Schlitten oder Leihrodeln ins Tal
gleiten. An den Wintersamstagen
sind immer besonders viele Rodler
unterwegs, da ist die Strecke für das
beliebte Nachtrodeln hell beleuchtet.
Der Kletterwald
Ein Spaß für Jung und Alt: Rodeln am Blomberg
1.300 Metern Länge bieten reichlich
Fahrspaß. Seit 2008 ergänzt die Allwetterrodelbahn
„Blomberg-Blitz“
das Angebot. Mit bis zu 40 km/h
kann man auf dem Alpine-Coaster
ganzjährig und wetterunabhängig
bergab sausen – an jedem Samstag
sogar nachts.
Seit 1906 ist der Blomberg bekannt
und inzwischen auch legendär für
Wer am Blomberg noch höher hinaus
will, kann im Kletterwald neben dem
Blomberghaus über sich hinauswachsen.
Seit 2008 bieten Florian Bomhard
und Moritz Geiselbrechtinger dort
ein besonderes Gipfelerlebnis – einen
Hochseilgarten komplett aus ➳
53
DORFFÜHRUNG Blomberg
naturnahen Materialien gebaut.
Im höchstgelegenen Hochseilgarten
Deutschlands können große und kleine
Kraxler (teilweise bereits ab vier
Jahren) auf zehn Parcours den Wald
oberhalb des Blomberghauses erkunden.
Ein besonderes Highlight ist der
Panorama-Kurs: Von der „Tölzer Eiche“
blickt man weit über das freie
Land bis Richtung Irschenberg oder
ins Karwendel. Besonders viele Gruppen
nutzen dieses Angebot für einen
besonderen Ausflug in den Isarwinkel.
Das Blomberghaus
Nach so viel Bewegung müssen die
Energiereserven wieder aufgefüllt
werden. Dann geht es für hungrige
Besucher seit über 100 Jahren in das
Blomberghaus. Die Wirtsleute, die Familie
Ginhart, betreiben seit 20 Jahren
ihren Berggasthof mit Leidenschaft
für die gutbürgerliche Küche. Mit großem
Erfolg: Wenn an guten Tagen das
Wirtshaus und der Außenbereich mit
rund 500 Gästen gefüllt ist, gehen bis
zu 2.000 Essen über den Tresen.
Inzwischen stehen auch vegetarische
und vegane Gerichte auf der Karte,
da Mitinhaber Martin als Vegetarier
dem Wunsch nach fleischloser Kost
gerne nachkommt. Eltern können
auf der großen Panoramaterrasse den
Ausblick genießen, während sich die
Kinder auf dem liebevoll gestalteten
Spielplatz austoben.
Die Kapelle
Wie in einem richtigen Dorf liegen
auch am Blomberg Wirtshaus und
Kirche nahe beieinander. In der Nähe
des Blomberghauses steht seit 2015
eine schlichte Kapelle.
Auf Initiative von Marlies Winterseel
und mit Unterstützung der beteiligten
Kommunen sowie vieler heimischer
Betriebe und Handwerker
entstand dieses Kleinod. Wichtig war
Die Kapelle wurde „erst“ 2015
errichtet und erfreut sich großer
Beliebtheit
der Initiatorin, dass das Gotteshaus
keiner bestimmten Konfession angehört
– jeder ist willkommen tagsüber
einzutreten, kurz innezuhalten und
eine Kerze anzuzünden.
Das Gipfelkreuz des Blombergs befindet
sich ca. 15 Minuten ostwärts
von Kapelle und Gasthaus.
Bergwachtstützpunkt
Dort, wo viele Leute – wie Gleitschirmflieger,
Mountainbiker, Rodler
und Wanderer – unterwegs sind,
passiert auch immer wieder etwas.
Daher hat die Bergwacht Bad Tölz
schon seit 1979 in der Nähe des
Blomberghauses eine Diensthütte.
Diese wird momentan nicht mehr
aktiv als Stützpunkt benutzt, derzeit
laufen aufwändige Sanierungsarbeiten,
welche komplett aus Spendengeldern
finanziert werden.
Almen
Treffpunkt Blomberghaus – entweder entspannt man hier oder bricht auf
einen nächsten Gipfel oder den Kletterwald zu neuen Abenteuern auf
Wer rund um Blomberg, Heiglkopf
und Zwiesel etwas abseits vom
Trubel einkehren möchte, findet
54
in den Sommermonaten auf den
umliegenden Almen einfache, bodenständige
Bewirtung. Auf Hütten
wie der Wackersberger Alm
stehen Kuchen, Brotzeiten und
Erfrischungen im Mittelpunkt.
Und was passt besser nach einem
schweißtreibenden Anstieg als eine
frische Halbe und ein Speckbrot
dazu? Dazu hört man das beruhigende
Bimmeln der Kuhglocken
der Jungtiere, die rund um die Almen
grasen. Mei is des schee!
Das Blombergsportfest
Zurück zu einem der großen Schwerpunkte
des Blombergs, dem Sport.
Natürlich ist auch das Bergwandern
zum Gipfel als sportlich einzustufen,
aber beim Blomberg geht die
Der Tölzer-Prügel-Weitwurf gehört
zum Blomberg-Fünfkampf
Verbundenheit noch ein Stückchen
weiter: „Am 20. Oktober 1907
weiht die Stadt ihr neu gebautes
Blomberg-Gasthaus ein. Dabei gibt
es volkstümliche Wettkämpfe und
Vorführungen durch den TV Tölz.
Damit ist das Blomberg-Turnfest
begründet“, berichtet die Chronik
des Tölzer Turnvereins über das
erste Blomberg-Turnfest am Blomberghaus.
Über viele Jahrzehnte
wurde bis 2010 nahezu jährlich
diese Tradition fortgeführt. Besonders
bekannt war das Fest ab 1965
durch den „Tölzer-Fünf-Kampf“,
bei dem der „Blomberg-König“ (ab
2007 auch Blomberg-Königin) gekürt
wurde. In fünf Disziplinen
wurde im KO-System angetreten:
Hochweitsprung, Ziel-Kugelstoß,
200m-Pendel-Lauf, Tölzer-Prügel-Weitwurf
sowie das Rangeln
der letzten beiden Teilnehmer. Aufgrund
mangelnder Resonanz ➳
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55
DORFFÜHRUNG Blomberg
Anfeuern gehört dazu, nicht nur abends beim ...
Fünf-Kampf wurden das Zielkugelstoßen,
der Prügelweitwurf und
die Pendelstaffel übernommen und
mit Stand-Dreisprung und Klettern
im Kletterwald ergänzt. Und
wer einen 15 kg schweren Stein am
weitesten werfen kann, der sichert
sich den begehrten Wanderpokal.
Das Wort „Feuer“ im Veranstaltungsnamen
kommt aber nicht von
den brennenden Muskeln der Teilnehmer,
sondern vom traditionellen
Johannifeuer, das seit 2025 mit
der Siegerehrung des Blomberg-
pausierten die Wettkämpfe über
mehrere Jahre, doch seit 2023
wurde das Fest vom Turnverein
wiederbelebt, aktuell unter dem
neuen Namen „Sport-Feuer-Spiele
am Blomberg“. Die sportliche Action
und Spannung ist die gleich
wie vor 100 Jahren, allerdings
kämpfen jetzt auch Teams in einer
offenen und einer eigenen Jugendwertung
um die begehrten Plätze
auf dem Siegertreppchen.
Traditionell aus dem alten Tölzer-
... Sonnwendfeuer zum krönenden Abschluss des Blombergsportfestes
56
sich genießen kann - der Isarwinkler
genießt und schweigt ... Und er
freut sich, dass die „Auswärtigen“
dank des rührigen Engagements
aller Blomberg-Beteiligten ebenso
Der Zwiesel ist ebenso ein beliebtes Ziel wie der Blomberg
Für jeden etwas dabei
Wenn man das alles liest, könnte
man meinen, am Blomberg sei jeder
Fleck touristisch erschlossen.
Doch wer Blomberg, Heiglkopf und
Zwiesel kennt, weiß: Es gibt trotz
des vielfältigen Angebots viele stille
Wege und Zeiten, in denen man das
Berggefühl dort ganz für
Nicht nur für ganz Mutige: Der
Kletterwald
ihre ganz besonderen Freizeitfreuden
gezielt am Erlebnisberg im
Oberland vor den Toren der Kreisstadt
erleben können.
Im Winter kann man auf dem
Blomberg-Blitz und auf den gut
präparierten Pisten rodeln
sportfests verbunden wird. Heuer
können sich Sportler und Zuschauer
am Samstag, den 27. Juni im
Kalender vormerken, es gibt auch
heuer wieder eine Lagerfeuermusi
sowie Nachtklettern und die Bahn
bringt alle Gäste auch in der Nacht
wieder sicher ins Tal.
DAS
FREUNDEBUCH
Wir vom d’Isarwinkler sind bekanntermaßen ein bisschen kindisch
und ein wenig altmodisch sind wir auch. Und das ist auch gut so! Wir
möchten gerne das Poesie-Album und Freundebuch in Erinnerung rufen.
Vor lauter Facebook-Freundschaften und Instagram-Followern drohen sie
in Vergessenheit zu geraten. Diesmal stellt sich der Bürgermeister
aus Wackersberg Jan Göhzold unseren Fragen des Freundebuches.
Seid gespannt. ➳
57
FREUNDEBUCH
Ich bin:
Mein Spitzname:
Mein Lieblingsberuf, wenn ich kein
Bürgermeister wäre:
Meine Hobbys:
Das mag ich besonders am Bürgermeister sein:
Das mag ich nicht so gern am Bürgermeister sein:
Auf eine einsame Insel nehme ich mit:
Mit wem würde ich gerne mal ratschen/eine Halbe trinken
(berühmt oder nicht)?
Das ist mein Lieblings-...
…Film:
…Serie:
…Buch:
58
Bürgermeister aus Wackersberg
Was ich schon immer mal sagen wollte:
❤
Mein
Lieblingsplatzerl
59
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PORTRÄT Die Kräuterhexe in Lenggries
Bilder: Wolfgang Kronwitter
Ein Ort für alle Sinne
Die Kräuterhexe in Lenggries
Schon Sebastian Kneipp soll seinerseits
geäußert haben: „Gegen
jedes Wehwehchen ist ein Kraut
gewachsen.“ Stattet man der „Kräuterhexe“
im Herzen von Lenggries
einen Besuch ab, scheint sich dieses
Sprichwort zu bestätigen. Seit über
10 Jahren begeistert Ingrid Pummer
ihre Kunden mit einem Sortiment
aus hochwertigen Tee- und Gewürzspezialitäten
und einem fundierten
Wissen rund um Kräuter, Gewürze
und deren Verwendung und Heilkraft.
Wer den hübschen Laden an
der Schützenstraße im Flößerdorf
betritt, taucht in eine faszinierende
Welt voller Düfte und Aromen ein.
Kein Wunder, schließlich zieren die
Regale hunderte von Kräuter- und
Gewürzmischungen aus aller Welt,
die zum Verfeinern von Speisen
sowie zur Zubereitung von Tees,
Suden und Tinkturen verwendet
werden können. Die zertifizierte
Gewürz-Sommelière Ingrid Pummer
hat das seit 1990 bestehende
Geschäft im Jahr 2015 übernommen
und nach und nach ihre eigenen
Vorstellungen eingebracht. Neben
Gewürzen und Heilkräutern finden
die Kunden dort eine Vielfalt
unterschiedlicher Teesorten, vom
klassischen Kräuter- und Früchtetee
bis hin zu fernöstlichen Raritäten
und Spezialitätenmischungen. Im
Bereich der Gewürze haben es der
„Oberhexe“, wie sich Ingrid Pummer
selbst gerne mit einem Augenzwinkern
bezeichnet, vor allem die
exotischen Kräuter und Gewürze
aus dem fernen Osten angetan. Die
gelernte Drogistin und Teespezia-
Ingrid Pummer ist nicht nur „Oberhexe“,
sondern auch die erste zertifizierte
„Gewürz-Sommelière“ des
Landkreises
60
listin bezieht ihre Produkte aus der
ganzen Welt, oft von kleinen Bauern,
zu denen sie eine persönliche
Verbindung hat. Von einer vierwöchigen
Reise ins faszinierende Vietnam
etwa kehrte sie nicht nur mit
neuem Wissen über die immense
Kraft asiatischer Heilkräuter ins
beschauliche Lenggries zurück, sondern
auch mit der einen oder anderen
Rarität im Gepäck.
Ein Eldorado für die Sinne: Das Sortiment der „Kräuterhexe“
Naturschätze als „magische“
Geschenkbox
sondern auch individuelle Mischungen
nach Kundenrezepten oder Verordnungen
von Heilpraktikern.
Als ausgebildete Gewürz-Sommelière
ist Ingrid Pummer eine von nur
rund 160 Spezialisten auf dem Gebiet
der Kräuter- und Gewürzkunde
in ganz Deutschland. Das Zertifikat
als erste Gewürz-Sommelière im
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
überreichte ihr damals die bayerische
Landwirtschaftsministerin Michaela
Kaniber persönlich.
Neu bei der Kräuterhexe:
„Gesundheits- &
GenussWerkstatt“
In diesem Jahr läutet die Lenggrieser
Kräuterhexe unter dem Motto
„Panta rhei – alles fließt“ des
griechischen Philosophen Heraklit
eine neue Ära ein: In der „Gesundheits-
& GenussWerkstatt“ bietet sie
Schulungen, Vorträge und Seminare
zu verschiedenen Themen aus dem
Bereich Heilkräuter und Gewürze
an. Interessierte können dabei ➳
Besonderes Augenmerk auf
Qualität und Reinheit
Bei ihrer Suche nach neuen Produkten
achtet Ingrid Pummer stets auf
erstklassige Qualität und Reinheit
der Rohstoffe. Besonders am Herzen
liegt der Unternehmerin ihre stattliche
Auswahl an Heilkräutermischungen.
Beliebt sind nicht nur ihre
bewährten Eigenmischungen, die als
Grundlage für Tees und Tinkturen
dienen und bei Beschwerden aller
Art Linderung verschaffen können,
Schon im alten Rom wusste man: „der Arzt behandelt, die Natur heilt“
61
PORTRÄT Die Kräuterhexe in Lenggries
Heilkräuter aus Lenggries auf der Waagschale
unterschiedlichste Genussthemen
erleben, Seminare zu Gewürzthemen
besuchen oder Vorträgen beispielsweise
zur Kulturgeschichte der
Gewürze lauschen. Geplant ist auch
eine Erweiterung der Themen sowie
eine Vernetzung mit Anderen, denn
die Gesundheits- & GenussWerkstatt
soll ein „Raum sein, wo Wissen
wachsen kann“. Wer tiefer in die
Thematik eintauchen möchte, hat
auch die Möglichkeit individuelle
Beratungsgespräche in ruhiger Atmosphäre
zu führen oder zusammen
mit Gleichgesinnten Erlebnisveranstaltungen
für Gruppen zu buchen.
„Ich habe auch schon erste Anfragen
von Firmen für Weiterbildungen und
Incentives“, erzählt Ingrid Pummer.
Am bewährten Sortiment in ihrem
Laden hält sie aber fest: „Unser gut
sortiertes Gewürz-, Tee- und Heilkräutersortiment
bleibt weitgehend
unverändert, auch mit den Spezialitäten
und Raritäten.“ Um ihren Kunden
stets bestmögliche Beratung zu
garantieren, absolviert Ingrid Pummer
derzeit eine IHK-zertifizierte
Weiterbildung zur TEH-Praktikerin
(Traditionelle Europäische Heilkunde).
Die Kräuterhexe in Lenggries ist ein
Ort der Genüsse und Sinne, der Exotik
und Heilkraft, der seine Besucher
mit erstklassiger Qualität, fundierter
persönlicher Beratung und ganz viel
Liebe und Herz empfängt und überzeugt.
Geöffnet ist das Geschäft von Donnerstag
bis Freitag, jeweils von 9 bis
12.30 und von 14.30 bis 18 Uhr. Am
Samstag von 9 bis 12.30 Uhr. Von
Montag bis Mittwoch können individuelle
Termine für ein „V.I.P.“-Shopping
vereinbart werden. kf
In den Räumen der Kräuterhexe ist auch Platz für Seminare und Workshops
Historische Apothekerschränkchen
und braune Arzneimittelflaschen
zaubern ein nostalgisches Flair
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PORTRÄT TV Bad Tölz und JSG Gaißach/Bad Tölz
Eine große Handball-Familie
In der Handball-Sparte des Tölzer Turnvereins sind 15 Mannschaften aktiv –
Neuzugänge jeden Alters willkommen
Text: Sibylle v. Kamptz Bilder: TV Bad Tölz 1866
Wer am Freitagnachmittag in der
Tölzer Sportturnhalle an der Jahnstraße
vorbei schaut, dem fliegen
schon mal Kuscheltiere um die Ohren.
Beim Bällchen-Turnen, bei dem
bereits Kinder ab einem Jahr mitmachen
können, werfen die Nachwuchs-Sportler
mit Bären, Hasen
und Dinos wild herum. Dazu wird
gesaust sowie Koordination und
Ballgefühl trainiert. Bemerkenswert:
Egal, ob 20, 40 oder 60 Zwergerl
durch die Halle toben – der Anspruch
der Trainerin Jane Clarke ist
es, jedes einzelne Kind mit Namen
zu begrüßen.
Bei den Kleinen gilt:
Spielerlebnis vor Spielergebnis
Jane Clarke ist nicht nur 1. Vorsitzende
des TV Bad Tölz, sondern
auch Referentin für Kinderhandball
im BHV und dort auch in der
Übungsleiterausbildung tätig. Sie
legt dennoch vor allem bei den
Jüngsten den Schwerpunkt auf Breitensport:
„Gerade im Kinderbereich
gilt bei uns Spielerlebnis vor Spielergebnis.
Wir wollen, dass die Kinder
vorrangig Spaß an der Bewegung
haben, Mannschaftsgeist erleben
und eine breite motorische und koordinative
Ausbildung erfahren.“
Erst bei den Minis ab sechs Jahren
geht es dann wirklich um Handball:
64
Geübt werden dabei Wurftechnik
und die Drei-Schritte-Regel (länger
darf man den Ball nicht halten, ohne
zu prellen) und die Torraum-Grenze
zu achten - der „Krokodil-Kreis“ ist
ausschließlich dem Torwart vorbehalten.
Natürlich freut sich Jane Clarke,
wenn Kinder vom Bällchen-Turnen
in die aktiven Handball-Mannschaften
wechseln. Doch ihr Augenmerk
liegt darauf, Kinder je nach
deren Neigung zu fördern: Sport
findet nicht nur in der Sporthalle
des TV, sondern auch im Eisstadion
oder auf dem Fußballplatz statt.
Ebenfalls am Herzen liegen der Sozialpädagogin
die Themen Inklusion
und Integration von Kindern und
Jugendlichen: „Sport ist wunderbar,
um Brücken zu bauen.“
Hashtag #maderbuam:
Handball im TV gibt es
seit 1969
Tölz versetzt wurde. Er übernahm
das Training der Tölzer Herrenmannschaft
und war zudem von
1988 bis 2017 Präsident des Bayerischen
Handball-Verbands.
Regelmäßig werden Spieler aus dem
Isarwinkel auch in Auswahlmannschaften
wie den Bezirkskader und
den bayerischen Auswahlkader berufen.
Im Lauf der Jahrzehnte gab es
zudem zahlreiche Talente, die auch
in anderen höherklassigen Vereinen
gespielt haben.
Weibliche Jugendteams:
Erfolgreiche Spielgemeinschaft
mit SC Gaißach
Der TV Bad Tölz zählt rund 2500
Mitglieder, 300 davon sind im Bereich
Handball aktiv. Ins Leben
gerufen wurde die Handball-Sparte
1969 von Horst Mader, der diese
rund 40 Jahre lang prägte und leitete.
Die Tölzer Herrenmannschaft,
die in der aktuellen Saison sehr erfolgreich
spielte und in die Bezirksliga
aufgestiegen ist, präsentiert
sich ihm zu Ehren in den sozialen
Medien unter dem Hashtag #maderbuam.
Als Tölzer „Mr. Handball“
bekam Horst Mader wegen seiner
Verdienste außerdem 2006 den
„Ehrenamtspreis“ des Bayerischen
Handball-Verbandes. Große sportliche
Erfolge feierte der TV Bad Tölz
Ende der 1980er Jahre, als mit dem
früheren Handball-Nationaltrainer
Gerd Tschochohei ein ausgewiesener
Fachmann beruflich nach Bad
Bild: BHV
Der Tölzer George Clarke ist Präsident
des Bayerischen Handballverbands
In Tschochoheis Fußstapfen trat
der Tölzer George Clarke, der amtierender
Präsident des bayerischen
Handballverbandes ist und zudem
17 Jahren Vize-Präsident im Deutschen
Handballbund war. Er ist
neben seinen Verpflichtungen weiter
als technischer Leiter und Kassier
im TV tätig und pfeift nach wie vor
Jugendspiele, um den Kontakt zur
Basis zu halten.
Im Kinderbereich treten zwischen
zwei und vier Minimannschaften
sowie zwei E-Jugendmannschaften
an. Im Jugendbereich gibt es jeweils
ein männliches und ein weibliches
D-, C-, B- und A-Jugend-Team.
Außerdem nehmen TV-Spieler und
Spielerinnen an Wettbewerbern wie
„Jugend trainiert für Olympia“ und
Schulwettkämpfen teil. So belegte
etwa das Tölzer Gymnasium unlängst
den 3. Platz im Landesfinale
(Jg. 2013-2015 männlich).
Seit 2024 bilden der TV Bad Tölz
und der SC Gaißach im weiblichen
Jugendbereich die Spielgemeinschaft
JSG Gaißach/Bad Tölz. Was
zunächst mit einer D-Jugendmannschaft
begann, hat sich sehr gut entwickelt
und umfasst mittlerweile alle
Altersklassen: „Das wirkt sich sehr
positiv auf die Jugendarbeit aus. ➳
65
PORTRÄT TV Bad Tölz und JSG Gaißach/Bad Tölz
denen es dann meistens bei uns gefällt“,
so Jane Clarke. Sie ist zudem
stolz darauf, dass der TV ein sehr erfolgreiches
Jungschiedsrichter-Team
hat und einige den Trainerschein
gemacht haben. Zwei Abteilungsjugendsprecher
sind ebenfalls in die
organisatorischen Abläufe eingebunden.
Handball-Boom nach
Olympia und EM:
Vorfreude auf WM 2027
Welche Spielzüge sind die besten? Jane Clarke mit Nachwuchs-Handballern
Und die Zusammenarbeit der Trainer
der beiden Vereine klappt sehr
gut“, freut sich Jane Clarke. Melanie
Reinartz vom SC Gaißach und sie
sind sie sich einig: „Beide Vereine haben
es geschafft, lokale Rivalitäten
zu überwinden, um das Beste für die
weiblichen Spielerinnen im südlichen
Teil des Landkreises zu erreichen.“
Im TV helfen alle zusammen:
Verantwortung auch für
den Nachwuchs
Großen Wert legt die TV-Sparte
Handball auf ein gutes Miteinander.
Das reicht von Events wie
Sommer-Turnieren auf Rasen bis
zu Trainingslagern und Ferientrainings.
„Wir sind ein große Handballfamilie,
die gemeinsam trainiert
und gemeinsam Spaß hat“, so Jane
Clarke. Die zweite Herrenmannschaft
fährt sogar einmal im Jahr
zusammen in einen Kurzurlaub.
Zudem besteht seit 1997 eine Kooperation
mit dem TSV Schleißheim
bei einwöchigen Feriencamps in den
Sommerferien – seit fast 30 Jahren
sind durchgehend Tölzer als Teilnehmer
und im Trainerteam dabei.
Auch die Handball-Schule des ehemaligen
Profi-Handballers Chrischa
Hannawald war schon mehrmals
in Bad Tölz zu Gast. Beim Handball-Familientag
am 4. Juli kommen
die Handballer generationsübergreifend
zusammen.
Zum Konzept des TV gehört auch,
dass junge Spieler schnell Verantwortung
übernehmen dürfen und
im Trainerteam bei jüngeren Mannschaften
oder beim Hallendienst
an Turniertagen helfen. Sogar bei
Aktionstagen an Grundschulen,
die regelmäßig stattfinden, sind Jugendliche
des TV dabei: „So erreichen
wir Nachwuchs-Spieler, die die
Sportart ausprobieren wollen und
Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit –
das alles fasziniert an der Kontaktsportart,
die auch im Fernsehen immer
mehr Fans verfolgen. Wenn das
deutsche Herren-Nationalteam bei
den Olympischen Spielen – Silbermedaille
2024 in Paris – oder wie
zuletzt bei der Europameisterschaft
2026 im Finale steht, dann kann
sich die Handballabteilung des TV
auf größeren Zulauf freuen. Und natürlich
werden alle Spiele bei handballerischen
Großveranstaltungen
gemeinsam im TV-Stüberl verfolgt.
Das wird auch im Januar 2027 wieder
so sein, wenn die WM 2027 u.a.
in München in der neuen SAP-Arena
ausgetragen wird. Welche Fähigkeiten
sind bei Handballern wichtig?
Jane Clarke nennt Ballgefühl, Teamgeist,
Koordination und vor allem
Fleiß – also regelmäßiges Training.
Alles kein Hexenwerk – und so sind
auch Quereinsteiger jeden Alters
immer willkommen. „Einfach ausprobieren!“,
ermutigt Jane Clarke.
TV Bad Tölz 1866
Jahnstraße 3
83646 Bad Tölz
Tel. 08041 · 70128
www.turnverein-badtoelz.de
Trainingszeiten und Infos zu
Schnupperstunden auf der Website.
66
PORTRÄT Foto Bettina Krinner
Zweierlei Fotografie
Wenn aus Kolleginnen Partnerinnen werden
Ein neues Kapitel für Foto Bettina
Krinner und Herzensprojekt für
die schönsten Liebesgeschichten.
Bettina Krinner und Sabine Loidl
machen gemeinsame Sache: Aus
langjähriger Zusammenarbeit im
Fotostudio Foto Bettina Krinner
entsteht „Zweierlei Fotografie“
spezialisiert auf alles, was das
Herz bewegt.
Foto Bettina Krinner
bleibt – wie gewohnt
Keine Sorge: Foto Bettina Krinner
existiert unverändert weiter. Passund
Bewerbungsfotos, Portraits
und Businessfotos - alles bleibt bei
Bettina, der vertrauten Ansprechpartnerin.
Neu: Social Media
Management
Zweierlei Fotografie –
Liebe in all ihren Momenten
Der Name steht für zwei Frauen,
zwei Blickwinkel, eine Leidenschaft.
Sie übernehmen alle
Liebesgeschichten: Hochzeiten,
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PORTRÄT Tölzer Land Klosterwege
Klosterwege
Ein etwas anderer Weitwanderweg
durchs Tölzer Land
Text: Saskia Engelhardt
Bilder: Chris Geigl
Stille Momente: Auf den Klosterwegen findet jeder seinen Ort zum Auftanken
82 Kilometer, 730 Höhenmeter,
fünf Tagesetappen - Die neue Weitwanderroute
„Klosterwege“ führt
achtsame Wanderer von Kloster zu
Kloster durchs Tölzer Land - und
vielleicht auch ein Stück zu sich
selbst.
Das Tölzer Land ist geprägt von
unverfälschter Natur, bedeutenden
Klöstern, Kirchen und Wallfahrtsorten.
Sogar der Jakobsweg führt
durch die Region. Ab sofort ergänzt
ein neues, ganzjähriges Angebot das
bestehende Wegenetz. Die Klosterwege
richten sich an Weitwanderer
und Pilger gleichermaßen und machen
die Besonderheiten der Region
Schritt für Schritt bewusst erlebbar.
Auf fünf Tagesetappen verbinden
die Klosterwege die bedeutendsten
Klöster der Region. Die Route
schlängelt sich von Bad Tölz über 82
Kilometer und 730 Höhenmeter mit
eindrucksvollen Bergblicken durch
das Tölzer Land bis nach Schlehdorf
am Kochelsee. Am Wegesrand warten
Kraftorte, Momente der Inspiration
und zum Innehalten, besondere
Begegnungen, regionale Kulinarik,
gute Gespräche - und natürlich die
Klöster selbst. Rund 20 Stunden
reine Gehzeit durch ursprüngliche
Landschaften werden so zu einer
inspirierenden Reise, die Naturerlebnis
und unterschiedliche Facetten
von Spiritualität miteinander verbindet.
Wer möchte, kann die spirituellen
Angebote vor Ort – etwa Meditationen,
Yoga, Pilgerwegsbegleitung,
Gottesdienste oder geführte Klosterbesichtigungen
– bewusst als
Auszeit nutzen. Übernachtet wird
im Kloster oder in der nahen Umgebung.
Gut zu wissen:
An ausgewählten Terminen sind
die Klosterwege über das Kreisbildungswerk
Bad Tölz-Wolfratshausen
geführt buchbar.
• 29.04. bis 03.05.2026: Kosten
pro Person: 250 € für Reisebegleitung,
Führung und Organisation,
zzgl. 250 € für 4 Übernachtungen/
Frühstück im Zwei- und Mehrbettzimmer
• 04. bis 07. Juni 2026: Kosten
pro Person: 225 € für Reisebegleitung,
Führung und Organisation,
zzgl. 175 € für 3 Übernachtungen/
Frühstück im Zwei- und Mehrbettzimmer
Alle Infos: www.toelzer-land.de/
klosterwege
68
Foto: Farmhouse7
Die Etappen im Überblick
Etappe 1)
Bad Tölz – Kloster Dietramszell
(20,0 km | 216 hm | ca. 4,5 Std.)
Etappe 2)
Kloster Dietramszell – Kloster
Beuerberg (23 km | 172 hm | ca. 5 Std.)
Etappe 3)
Kloster Beuerberg – Reindlschmiede
Bad Heilbrunn (10,1 km | 56 hm |
ca. 2,5 Std.)
Etappe 4)
Reindlschmiede Bad Heilbrunn –
Kloster Benediktbeuern (12,5 km |
288 hm | ca. 3,5 Std.)
Etappe 5)
Kloster Benediktbeuern – Klosterdorf
Schlehdorf (15,2 km | 19 hm |
3:14 Std.)
Was wir kennen,
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ganz besondere Art!
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Naturlehrpfade
Kräuterwanderungen &
Wildkräuterkunde
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Tölzer Land Tourismus
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PORTRÄT Oberlandbrennerei
Bilder (5): Lukas Kolig/Oberlandbrennerei
Und der Oscar geht nach…
Lenggries!
Erst seit 2022 brennen Anne und Marko Schnürch Whisky und
haben bereits einige Preise gewonnen
Von bernsteinfarben bis goldgelb
– die Farbe eines Whiskys hängt
vom gewählten Fass ab: Bei Anne
und Marko Schnürch reift Whisky
in Fässern, die vorher Sherry, französische
und italienische Süßweine,
Rotwein oder Ahornsirup enthalten
haben. Und das nicht irgendwo in
Schottland, Irland oder Kentucky,
sondern im Isarwinkel.
Im Herzen von Lenggries sitzt das
Ehepaar an einem langen Holztisch,
im behaglich gestalteten
Showroom der Oberlandbrennerei.
Die Hälfte des Raums nimmt die
Flower Power Gin mit Blütenpollen
Brennanlage ein: Der Brennkessel
aus Kupfer glänzt rötlich, dazu blitzt
jede Menge Edelstahl. „Wir führen
vier Brände durch – in Irland sind
es drei, in Schottland meist zwei“,
erläutert Marko Schnürch den
aufwändigen Destillationsvorgang.
Das Ergebnis sind besonders feine,
abgerundete Spirituosen mit einem
fruchtig-würzigen, milden Geschmack.
Gerahmt an der Wand hängen bereits
etliche Auszeichnungen: Gleich
für ihren ersten Brand erreichten
sie beim Wettbewerb „Craft Spirits
70
Awards“ in Berlin eine Goldmedaille.
„Das zeigt uns, dass wir auf
einem guten Weg sind“, freut sich
Schnürch. Im März kamen weitere
Urkunden dazu: Marko Schnürch
nahm in Berlin mehrere Auszeichnungen
entgegen, neben drei Bronzemedaillen
noch zwei Goldmedaillen
für Gin und Whisky, sowie „die
Auszeichnung als eine der World’s
Best Craft Distilleries“: „Das ist fast
so wie bei der Oscar-Verleihung!“
Viel Lob für einen Newcomer wie
die Oberlandbrennerei, denn die
Schnürchs haben erst 2021 das
Brennrecht beantragt. Marko
Schnürch hatte bereits Erfahrung
als Hobby-Bierbrauer und wollte zunächst
vor allem Äpfel und Mirabellen
aus dem eigenen Garten verwerten.
Allerdings gibt es in der Region
schon zahlreiche Obstbrennereien.
Aber Whisky? Das ist etwas Neues
im Isarwinkel. Eine vogelwilde Idee,
die sich auch im Namen „WUYD
Single Malt Whisky“ widerspiegelt.
„Dann brauchten wir viel Geduld,
denn Whisky muss mindestens drei
Jahre im Fass lagern“, blicken die
Schnürchs auf den ersten Batch –
also die erste „Ladung“ Whisky –
zurück, der 2025 fertig gereift war.
Bild: Bettina Krinner/Oberlandbrennerei
„WUYD Single Malt Whisky“
und „Flower Power
Isarwinkler Dry Gin“
Im ehemaligen Stall lagern die Fässer, in denen der Whisky reift
Marko und Anne Schnürch arbeiten mit viel Liebe zum Detail
Um die Wartezeit zu überbrücken,
kam Gin als zweites Produkt der
Brennerei ins Spiel. Der Clou: Als
spezielle Zutat werden Blütenpollen
mitdestilliert – nach einem eigens
entwickelten Rezept und bisher
weltweit einmalig. Der „Flower Power
Isarwinkler Dry Gin“ bekommt
dadurch eine florale Note. Praktischerweise
wissen die Schnürchs
genau, wo die verwendeten Pollen in
Bioqualität herkommen. Die Brennerei
ist neben der Imkerei nämlich
das zweite nebenberufliche Standbein
der Familie: Seit 15 Jahren produzieren
sie Honig. 50 Völker sind
an mehreren Standorten zwischen
Karwendel und Bad Tölz zu Hause.
Anne und Marko Schnürch setzten
auf Handarbeit und haben Spaß an
jedem Detail – das schätzen ihre
Kunden. So Marko Schnürch: „Bei
Whisky sind viele Emotionen im
Spiel - Whiskyfreunde sind meistens
echte Enthusiasten!“ Auch Kreativität
spielt eine große Rolle. „Gerade
reift Whisky in einem kleinen
ehemaligen Hagebuttenwein-Fass –
das Ergebnis ist gar nicht schlecht“,
freut sich Marko Schnürch, der immer
fürs Ausprobieren zu haben ist.
Eine ehemalige Garage von Anne
Schnürchs elterlichem Hof dient
als Gär- und Maischeraum, der
einstige Stall ist nun das Fasslager.
Die klimatischen Bedingungen im
Oberland tun ein Übriges, um einen
ganz speziellen Lenggrieser Whisky
entstehen zu lassen. Ist es sehr kalt,
dann zieht sich das Holz der Fässer
zusammen – bei Wärme gibt es wieder
nach. So hat auch der Whisky
wechselnden Kontakt und nimmt
Aromen unterschiedlich auf. ➳
71
PORTRÄT Oberlandbrennerei
Die Whisky-Flaschen sind
nachhaltig und
erinnern an Isarkiesel
Seit kurzem ist bereits der dritte
Batch „WUYD Single Malt Whisky“
erhältlich. Der Alkoholgehalt
beträgt 45 Prozent, abgefüllt wird
jeweils nur ein 200 Liter-Fass. Beim
Design der Flaschen fallen die zahlreichen
Bezüge zum Isarwinkel auf:
Die Whisky-Flaschen sind nicht
ganz symmetrisch und erinnern in
dieser unregelmäßigen Form an flache
Isarkiesel. Auch die Etiketten
nehmen die zwischen weiß, grau
und beige chargierenden Farben
von Isarkieseln auf. Die Silhouette
des Braunecks – so, wie man es von
Lenggries aus sieht - ist ebenfalls zu
erkennen. Hauptmotiv ist ein Rotmilan,
der als heimischer Greifvogel
ebenfalls seine Kreise über dem Isarwinkel
zieht.
Bilder: Oberlandbrennerei
Sommerlicher Genuss mit Blick auf die Lenggrieser Kirche: Flower Power
Lemon Gin
Transport. Der Brennkessel läuft
mit einem geschlossenen Wasserkreislauf
und ist auf Elektrobetrieb
umgestellt, der Strom stammt von
der Photovoltaikanlage auf dem
Dach. Seit 2025 verwenden sie bayerisches
Bio-Malz.
Neben Einheimischen finden auch
zahlreiche Urlauber den Weg in
die Brennerei. „Wir hören oft, dass
die Destille eine Bereicherung fürs
Dorf ist“, so die beiden stolz. Doch
trotz des Erfolgs ist für sie klar: Sie
wollen ein Familienbetrieb bleiben.
Beide arbeiten auch weiterhin beim
Landesamt für Denkmalpflege in
München.
er kommt – nach telefonischer Voranmeldung
– im Showroom vorbei
(Führung kostenlos, Verkostung pro
Tasting-Set 5 Euro). svk
Marko und Anne Schnürch vor ihrer
Brennerei im Herzen von Lenggries
Auch Nachhaltigkeit ist für das
Ehepaar ein wichtiges Thema. Die
Whisky-Flaschen wurden speziell
mit dem Ziel der Gewichtsreduktion
entwickelt – das spart Energie
bei der Glasherstellung und beim
Ein Glas Whisky probieren?
Einfach im
Showroom vorbeikommen
Erhältlich sind die Oberlandbrennerei-Spezialitäten
in Lenggries im
Dorfladen, im Grünen Warenhaus
und bei den Getränkemärkten Traglschubser
und Getränkestadl sowie
im Onlineshop über die Website
www.oberlandbrennerei.de. Wer ein
Glas probieren will, der kehrt in
Evis Eckerl, im Neuwirt oder in der
Rooftop-Bar des Flesslers ein. Oder
Anne und Marko Schnürch
Oberlandbrennerei
Herwarthstraße 2
83661 Lenggries
Tel. 0179 · 1346333
www.oberlandbrennerei.de
info@oberlandbrennerei.de
Instagram @oberlandbrennerei
Führungen, Verkostungen und
Firmenfeiern auf Anfrage
72
„I love my Baumarkt“
Zwei Geschlechter, zwei Welten, zwei Meinungen!
Text: Michaela Probst Illustrationen: Freepik
So manche SIE erfreut sich an einem
exzessiven Shopping Tag in der
Mode Boutique. Eine andere an ein
paar gemütlichen Stunden im Nagelstudio.
So manche liebt sogar das
Flanieren im Supermarkt. Ja, liebe
Herren, die Wege der Frauen sind
unergründlich. Aber es gibt auch solche,
deren Lieblingsort sich auf viele
hunderte Quadratmeter erstreckt.
In- und outdoor, mit vielen Abzweigen
zu beiden Seiten. Ganz genau,
der Baumarkt lässt ihr Heim- und
Handwerker-Herz höherschlagen.
Egal was ihrem umtriebigen Umgestaltungsdrang
entspringt, erfüllt
ihr Baumarkt in all den vielen Gängen
und Regalen. Eine neue Wandfarbe
oder Holzpaneele, Wandputz
für die Kellerschächte und ein paar
dekorative Steine dazu. Natürlich
alles für den Garten: Blumen, Blumentöpfe,
Erde, Pflanzen und neue
Lampen für drinnen und draußen.
ER, gestandener Handwerker versteht
sich, lächelt bisweilen über
ihren Erfindergeist und bewundert
nur heimlich ihre Beharrlichkeit
und ihre Durchsetzungskraft. Irgendwie
gibt’s zu Hause immer
was Neues zu entdecken aber auch
so manche Überraschung. Er findet
es immer wieder faszinierend, dass
sie sich zum Hochzeitstag genauso
über einen Damen-Akkuschrauber
freut wie über ein schönes Schmuckstück.
Echte Leidenschaft macht
sich nun Mal bemerkbar. Und auch
wenn’s beizeiten mitten in der Nacht
knallt, weil ein Gestaltungselement
lautstark auf den Boden fällt, bleibt
er entspannt. Jenes hat sie nämlich
mit ihrem Lieblingswerkstoff Heißklebepistole
und/oder Doppelklebeband
fachmännisch montiert.
Macht nix, denkt er sich. „Hauptsach‘
ich hob mei Ruah!“, weil zu
Hause ist SIE die unumstrittene
Handwerker-Königin.
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PORTRÄT Musiksommer am Walchensee
Musik. Sommer. Energie.
Musiksommer am Walchenseekraftwerk
Text: Theodoros Reumschüssel Bilder: Uniper Kraftwerke
Das Informationszentrum am
Walchenseekraftwerk von Uniper
ist ein Ort der Begegnung, des gemeinsamen
Erlebens und des Austausches
über Themen jenseits der
Energiewirtschaft. Das Ensemble
des historischen Kraftwerkbaus
und des modernen Informationszentrums
mit seinem überdachten
Vorplatz lädt zum Verweilen ein
und bietet gemeinsam mit der eindrucksvollen
Berg-Kulisse am Fuße
der bayerischen Alpen einen stimmungsvollen
Rahmen für die Veranstaltungsreihe
„Musiksommer am
Walchenseekraftwerk“, die Uniper
seit 2021 gemeinsam mit Klein-
Kunst & Kultur (KKK) Lenggries
auf die Beine stellt. Wenn die Bühne
aufgebaut, die Scheinwerfer eingestellt
und die ersten Töne zu hören
sind, erlebt der Platz unter dem heimeligen
Dach des Infozentrums –
unterhalb des Herzogstands – jedes
Mal eine besondere Wandlung. Die
Reihen füllen sich, Gespräche und
Lachen verweben sich zu einem feinen
Klangteppich und es liegt eine
erwartungsfrohe Spannung in der
Luft – aus dem Areal ist wieder eine
Arena des gemeinsamen Erlebens
von Live-Musik geworden. Nirgendwo
sonst ist das Vis-à-vis mit
den Auftretenden unmittelbarer als
beim Musiksommer am Walchenseekraftwerk.
So entsteht die besondere
Magie zwischen Publikum,
Künstlerinnen und Künstlern immer
wieder neu und exklusiv für genau
diesen einen Abend.
Programm Musiksommer am
Walchenseekraftwerk 2026
Die Auftritte verbinden auch heuer
musikalische Vielfalt mit emotionaler
Nähe und laden das Publikum
zum Zuhören, Mitfeiern und Tanzen
ein. Jedes Konzert verspricht
unvergessliche Momente, geballte
Leidenschaft und ein einzigartiges
Live-Erlebnis.
Freitag, 26.06.2026
Keller Steff Big Band „Live“
Freitag, 03.07.2026
REIWAS
Sonntag, 12.07.2026
Desperate Brasswives
Freitag, 17.07.2026
Dis M
Freitag, 24.07.2026
Just Tina – Die ultimative
Tina Turner Tribute Show
Freitag, 31.07.2026
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Acoustic Quintet
Einlass: jeweils 18:30 Uhr
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
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Info- & Kartentelefon:
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Musik. Sommer. Energie
am Walchenseekraftwerk
Open-Air-Konzerte am
Walchenseekraftwerk
26. Juni
Keller Steff Big Band
03. Juli
REIWAS
12. Juli
Desperate Brasswives
17. Juli
Dis M
24. Juli
Just Tina – Tina Turner
Tribute Show
31. Juli
Pippo Pollina
Veranstaltungsort:
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PORTRÄT Andrea Bichler
Bio-Imkerin und Bienenflüsterin
Andrea Bichler
Text: Michaela Linke Bilder: Andrea Bichler
80
Da ich direkt in der Nachbarschaft
wohne, sehe ich Andrea des Öfteren
-besonders jetzt im Frühjahr- in ihrem
pinken Imkeranzug an ihrem
Bienenwagerl am Benediktenhof.
Oft habe ich mich gefragt, wie das
mit dem Imkern und den Bienen genau
funktioniert, umso mehr freut
es mich jetzt, dass ich über Andrea
und ihre Bio-Imkerei in Arzbach einen
Beitrag für d’Isarwinkler schreiben
darf.
Alles hat damit angefangen, dass
Andrea ihren Klaus kennen und lieben
gelernt hat, geheiratet und nach
Arzbach gezogen ist. Die große Leidenschaft
von Opa Xaver Willibald
war und ist die Imkerei. Seit über 45
Jahren betrieb er mit großer Hingabe
direkt am Benediktenhof seine
Bio-Imkerei. Altersbedingt suchte
er dringend nach einem Nachfolger
und so nahm vor über 8 Jahren
alles seinen Lauf. Andrea erzählt:
„Obwohl ich damals nicht viel Ahnung
davon hatte, habe ich nicht
lange überlegt und mich einfach in
die Imkerei gestürzt. Mir war von
Anfang an bewusst, dass ich mich
auch intensiv mit der Heilkraft und
den vielfältigen Möglichkeiten der
Apitherapie beschäftigen und diese
anwenden möchte. „Unter der
Apitherapie (Apis ist Lateinisch für
Biene) versteht man eine Naturheilmethode,
die Bienenprodukte
wie Honig, Propolis, Pollen… zur
Vorbeugung und Behandlung von
Krankheiten nutzt. Sie wird begleitend
eingesetzt z.B. bei Atemwegsund
Lungenerkrankungen, Hautund
Wundheilungsthemen, Gelenkund
Schmerzthematiken, für das
Immunsystem und den Energiehaushalt.
Um die Imkerei und speziell die
Apitheraphie zu verstehen, habe ich
viele Kurse besucht und mein Wissen
stetig vertieft. Es geht letztendlich
nicht nur um den Honig, sondern
auch darum, wie Bienen unsere
Gesundheit unterstützen können.
Unglaublich viel beigebracht hat
mir der Xarrä (wie Xaver Willibald
von den Einheimischen genannt
wird). Er ist wirklich ein lebendes
Bienenlexikon und seitdem summt
mein Leben – genau wie seins – um
Bienen,“ fügt Andrea schmunzelnd
hinzu.
Übers Imkern, Bienen, Honig
und Blütenpollen
Ein Teil von Andreas BIO-Bienenstöcke
Der Begriff „Imker“ leitet sich
aus einem bereits im Mittelalter
verwendeten Begriff für Biene,
„Imme“ ab. Imkern selbst bedeutet
in erster Linie Bienen zu halten
und zu betreuen, damit sie gesund
leben können. Ein Imker kümmert
sich das ganze Jahr um seine Bienenvölker.
Er schaut nach seinen
Bienen, ob die Königinnen gesund
sind, schützt sie vor Krankheiten
oder Parasiten im Stock. ➳
81
PORTRÄT Andrea Bichler
Atme frei,
die Bienenstockluft
hilft dir dabei
Wichtig ist auch, dass den Völkern
genügend Futter zur Verfügung
steht. Im Winter muss bei Bedarf zugefüttert
werden. Aber auch durch
die Bereitstellung von Bienenstöcken
unterstützt der Imker, die für
uns so wichtigen Insekten. Bienen
spielen eine wichtige Rolle in unserem
Ökosystem. Zum einem dienen
sie als Bestäuber für ein Drittel aller
landwirtschaftlichen Nutzpflanzen,
zum anderen tragen Bienen zur Artenvielfalt
tausender Pflanzen bei,
die wiederum Nahrungsgrundlage
der meisten Tierarten sind. „Erst
wenn Bienen mehr Honig produzieren,
als sie selber brauchen, kann
ich einen Teil davon ernten. Dazu
werden die Waben geschleudert,
der Honig im Anschluss gefiltert
und abgefüllt,“ erklärt Andrea.
Honig entsteht, indem die Arbeitsbienen
Blütennektar oder Honigtau
mit ihren Rüsseln sammeln und im
Honigmagen zurück in ihren Stock
transportieren. Durch mehrfaches
Umtragen mit anderen Bienen wird
der Nektar mit Enzymen, Mineralien
und anderen Stoffen angereichert,
was den Honig so wertvoll
macht. Die Bienen entziehen der
Flüssigkeit durch Flügelschlagen
Wasser und der Nektar wird zähflüssiger.
Zum Schluss bringen sie
den Nektar in leere Wabenzellen.
Dort wird er mit erneutem Umschlagen
und Flügelschlagen getrocknet
und anschließend zur Haltbarkeit
mit Wachs verdeckelt. Jetzt kann
der Imker die Waben entnehmen
und schleudern. Die Bienen sammeln
beim Besuch der Blüten Pollen.
Diese gelten als kleines Kraftpaket
der Natur: Sie enthalten wertvolle
Proteine, Vitamine, Mineralstoffe,
Aminosäuren und Antioxidantien.
Bienenstockluft-Inhalation
in Arzbach
Den Begriff Bienenflüsterin, den
Andrea auf der Homepage ihrer
Seite bewell verwendet ist passend.
BeeWell: Wohlfühlatmosphäre während der Bienenstockluftanwendung
82
So hat sie sich in den letzten Jahren
besonders der Bienenstockluft-Therapie
verschrieben. Die Idee Bienenstockluft
einzuatmen ist ziemlich alt.
Sie kommt ursprünglich aus Osteuropa
(z.B. Russland & Slowenien),
wo die Apitherapie sehr verbreitet
ist. Erst später wurde sie auch in
Deutschland populär. „Im BIO-Bienenstock
befinden sich Honig, Pollen,
Propolis, Wachs und ätherische
Pflanzenstoffe. Vielen Menschen
empfinden die Anwendung als entspannend
und beruhigend. Das
sanfte Summen der Bienen im Stock,
die Wärme und die natürlichen Düfte
schaffen eine besondere Atmosphäre
der Ruhe und Verbundenheit
mit der Natur.“ Die Apitherapie
kann unterstützend bei zahlreichen
Beschwerden, wie Schlafstörungen,
Migräne, Depressionen, Allergien,
Neurodermitis, Long Covid, COPD
oder einer allgemeinen Infektanfälligkeit
helfen. Auch bei chronischen
Lungen- oder Atemwegserkrankungen
(z.B. Asthma und Bronchitis)
kann Bienenstockluft einen echten
Unterschied bewirken. „Im Bienenstockluftwagen
in Arzbach stehen
mehrere BIO-Bienenstöcke, die
ausschließlich nach Außen geöffnet
sind. Dadurch haben die Klienten
keinen direkten Kontakt mit den
Bienen und können die Anwendung
entspannt genießen. Ein spezielles
Inhaltionsgerät saugt wertvolle,
aromatische Bienenstockluft sanft
aus dem Inneren der Stöcke an
und leitet sie über einen beheizten
Schlauch zur Inhalationsmaske. Auf
diese Weise kann die warme, duftende
Bienenstockluft inhaliert werden.
Die Anwendung erfolgt in einer
entspannten Atmosphäre über einen
Zeitraum von circa 6-14 Tagen mit
täglich 2 Sitzungen von je 30 Minuten.
Für eine nachhaltige Wirkung
Die Bedeutung der Bienen für die Umwelt und die Gesundheit für uns Menschen
erklärt die Schautafel vom Bienerwagerl
werden 6 Sitzungen empfohlen (Pausen
von 2-3 Tagen sind problemlos
möglich). Die Anwendungen sind
während der natürlichen Bienenflugsaison
von April bis September
möglich, sollten aber vorher mit einem
Arzt oder Apotheker abgesprochen
werden.“
Wenn Andrea von ihrer wertvollen
Arbeit und ihren BIO-Bienen
schwärmt, spürt man deutlich wie
viel ihr das bedeutet. Eigentlich gäbe
es noch so viel zu erzählen! „Mir ist
wirklich wichtig ein Bewusstsein zu
entwickeln, wie existenziell Bienen
für uns Menschen sind und was sie
für eine wichtige Aufgabe in der Natur
übernehmen. Im sanften Summen
der Bienen und in der klaren
Luft der bayerischen Voralpen liegt
eine Kraft, die berührt, stärkt und
zur Natur zurückführt.“
Wer sich über die Wirkungsweise
von Bienen informieren möchte,
selbst Bienenstockluft atmen, Honig
oder andere Bienen- und Naturprodukte
erwerben möchte, kann
jederzeit bei Andrea Bichler im Benediktenhof
nachfragen und sich am
besten selbst davon überzeugen.
83
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PORTRÄT Martin Breitschafter Immobilienmakler GmbH
Bilder (2): Beham Architektur & Bucher Properties & Urban Builders
Juwel mitten in der
Tölzer Altstadt
Einzigartige Baugrundstücke unterhalb des
Kalvarienbergs zum Verlieben
Ein außergewöhnliches Angebot
hat derzeit der Tölzer Immobilienmakler
Martin Breitschafter im
Portfolio: In der Fröhlichgasse, nur
wenige Schritte von der Marktstraße
entfernt und zu Füßen des
Kalvarienbergs gelegen, stehen vier
Baugrundstücke mit einer Größe
von jeweils knapp 800 Quadratmetern
zum Verkauf. Die erhöhte Lage
schafft Sichtachsen bis ins Karwendel.
„Von allen Hanggrundstücken
Bilder (2): Bucher Properties &
Urban Builders
hat man einen einzigartigen Blick
ins Isartal“, schwärmt Martin Breitschafter
von der exklusiven Lage.
Einen genehmigten Bauvorbescheid
für vier Einfamilienhäuser gibt es
bereits. Dabei dienen die bisher vorliegenden
Visualisierungen jedoch
nur der Veranschaulichung: Die
Käufer sind – unter Berücksichtigung
der baurechtlichen Vorgaben
– völlig frei in der Gestaltung ihres
zukünftigen Zuhauses. Hier sollen
keine Häuser „von der Stange“ entstehen,
sondern individuelle Lösungen,
die auf das Gelände reagieren.
84
Die Fröhlichgasse liegt wie ein
kleines Juwel über der Stadt
Fröhlichgasse:
Vorgängerbau erstmals 1661 erwähnt
Tuffsteine und sogenannte „Bummerl“ – große, abgerundete Steine aus
der Isar – als Baumaterialien: Das Doppelhaus Fröhlichgasse 8 und 10,
das im März 2025 abgerissen wurde, hat eine lange Geschichte. Laut
Claus Janßen, Vorsitzender des Historischen Vereins Bad Tölz, bestand
das Gebäude seit 1661. In einer Urkunde des Marktes Tölz heißt es, dass
Salome Haslach ihrem Sohn Franciscus neben einer Weinwirtschaft in
der Marktstraße und Krautgärten auch „die verhandene aigenthombliche
Behausung uund den Gartten am Hindersperg“ überschrieb. 1757
kaufte Nikolaus Öttl das Haus und betrieb dort eine Schäfflerei, die
über mehrere Generationen Bestand hatte. Der Hausname lautete deshalb
„Beim Schäffler am Hintersberg“.
Vier Grundstücke in der Fröhlichgasse
stehen zum Verkauf
Hinter dem Verkauf steht Roman
Gabriel, der zusammen mit dem
Dietramszeller Architektenbüro
Beham Entwürfe für die mögliche
Gestaltung der Häuser ausgearbeitet
hat. „Uns ist wichtig, dass wir
die Stadt nicht ,verbauen‘, sondern
behutsam und umsichtig weiterentwickeln“,
erläutert Roman Gabriel.
Schließlich handelt es sich um ein
städtebaulich sensibles und historisch
spannendes Grundstück mitten
in der Tölzer Altstadt. Mit den
genehmigten Entwürfen wurde die
Grundlage für eine durchdachte
Konzeption, eine exklusive Architektur,
handwerkliche Präzision
und eine stabile Wertentwicklung
geschaffen – das sind die hohen Ansprüche,
die alle Beteiligten erfüllen
wollen. Besonders ist die Hangsituation:
Einerseits ist der Blick in
die Ferne möglich, andererseits wird
gleichzeitig die Privatsphäre gewahrt.
Die oberen Bereiche können
individuell gestaltet werden: Kreative
und unkonventionelle Lösungen
sind gefragt – die Möglichkeiten reichen
von Terrassierungen bis hin zu
naturnahen Steingärten.
Im Interview stellen Martin Breitschafter
und Roman Gabriel ihre
Beweggründe genauer vor. ➳
Bild: cs-press & print
Im Lauf der mehr als 360-jährigen Geschichte wurde das nicht unter
Denkmalschutz stehende Haus mehrfach um- und ausgebaut. Auf einer
Tölzer Ortsansicht aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die im ersten
Band der Reihe „Bad Tölz – Rare Fotos, vergessene Geschichte(n)“ von
Christoph Schnitzer abgebildet ist, ist das markante Gebäude links
oben unterhalb der Baumreihe des Kalvarienberg-Kreuzwegs mit sieben
Fenstern im Erdgeschoss und im ersten Stock gut zu erkennen. Auf
der Darstellung links ist, so Claus Janßen, der Vorläuferbau des Hotels
Kolbergarten und rechts (rotes Dach) der Rossstall des Kolberbräu zu
sehen. svk
85
PORTRÄT Martin Breitschafter Immobilienmakler GmbH
Immobilienmakler Martin Breitschafter
„Wir schreiben an der
Stadtgeschichte weiter“
Martin Breitschafter: „Wir stehen
hier mitten im Herzen von Bad
Tölz. Viele Einheimische schauen
gespannt auf dieses Grundstück.
Hand aufs Herz: Spürt man da mehr
Ehrfurcht als bei einem Grundstück
am Stadtrand?“
Roman Gabriel: „Absolut. In der
Altstadt geht es nicht einfach nur
um Grundstücke, wir schreiben an
der Stadtgeschichte weiter. Die Herausforderung
ist der Spagat: Wir
wollen die historische Optik – die
Fassaden, die für Tölz so typisch
sind – bewahren, aber den Käufern
auch eine Wohnqualität bieten, die
dem Jahr 2026 entspricht. Es geht
darum, Substanz zu schaffen, die
auch in 100 Jahren noch als Gewinn
für das Stadtbild gesehen wird.“
Martin Breitschafter: „Das ist ein
wichtiger Punkt. Kaufinteressenten
fragen mich oft: Wie kann ein Haus
entwickelt werden, welches den
unterschiedlichen Lebenssituationen
gerecht wird? In der einzigartigen
Hanglage, in der sich die Grundstücke
befinden, scheint dies eine besondere
Herausforderung zu sein.“
Roman Gabriel: „Genau diese Fragen
haben wir gemeinsam mit dem
Architekten Büro Beham in unseren
Entwürfen für die Grundstücke erarbeitet.
Der Schlüssel zum zeitlosen
Entwurf liegt in der Flexibilität
des Gebäudekörpers und die unterschiedlichen
Nutzungen, die dieser
erlaubt. Die genehmigte Gebäudekubatur
lässt sowohl das traditionelle
Mehrgenerationenhaus wie
auch ein modernes Split-Level-Konzept
zu. Der Hang bietet dabei die
einmalige Chance zur Realisierung
eines Konzeptes mit einem unverbaubaren
Weitblick ins Isartal und
straßenseitige Privatsphäre und Intimität.
Martin, du kennst den Markt
hier wie kaum ein anderer. Wer sind
die Menschen, die sich in so ein
Grundstück verlieben?“
Bestlage zwischen
Isar und Marktstraße mitten
im Grünen
Martin Breitschafter: „Es sind Menschen,
die das Besondere suchen und
sich der Bedeutung und der Exklusivität
dieser Grundstücke im Klaren
sind. Sie lieben es, morgens zum
Bäcker in die Marktstraße zu gehen,
ohne ins Auto zu steigen und sie
wissen die Ruhe der nahegelegenen
Isar zu schätzen. Meine Aufgabe ist
es, hier die Brücke zu schlagen. Wir
suchen keine anonymen Investoren,
sondern Käufer, die die Besonderheiten
schätzen und Teil der Tölzer
Roman Gabriel
Porträts: Roswitha Echsle, Anna Stroh
Gemeinschaft werden wollen. Deshalb
führen wir die ersten Gespräche
auch sehr individuell und diskret.“
Visualisierungen nur als Idee: Wie
die Bebauung am Ende aussieht,
entscheiden die Eigentürmer.
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Handwerksberufe
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ELEKTRIKER SCHMIED GAERTNER FLIESENLEGER
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PORTRÄT IsarMüller
Bilder: Wolfgang Kronwitter
Ofenbau und Fliesen
aus Meisterhand
Der Handwerksbetrieb IsarMüller aus Gaißach
Ein Ofen im Haus bedeutet mehr
als nur Wärme. Er schafft Atmosphäre,
wird zum Mittelpunkt des
Wohnraums und begleitet seine Besitzer
oft über Jahrzehnte. Genau
Veronika Müller in der Buchhaltung
darauf hat sich der Gaißacher Handwerksbetrieb
IsarMüller – Ofenbau
& Fliesenverlegung spezialisiert.
Seit rund neun Jahren steht Fliesenleger
sowie Ofen- und Luftheizungsbaumeister
Christian Müller
mit seinem Team für solides Handwerk,
individuelle Planung und saubere
Ausführung. Was den Betrieb
auszeichnet: Hier entstehen keine
Lösungen von der Stange – sondern
maßgeschneiderte Projekte, die zum
Haus und zu den Menschen passen.
Mit sieben Fachkräften und einem
Auszubildenden ist der Betrieb ein
fester Bestandteil des regionalen
Christian Müller bei der Angebotserstellung
Handwerks und Ansprechpartner
für private Bauherren und Gewerbekunden
im gesamten oberbayerischen
Raum.
90
Individuelle Öfen statt
Serienware
Ob Kachelofen, Kaminofen, Grundofen,
Pelletanlage oder Gartenkamin
– jede Feuerstätte wird individuell
geplant und gebaut. Dabei geht
es nicht nur um Design. Auch Energieeffizienz,
Sicherheit und nachhaltiges
Heizen spielen eine wichtige
Rolle. Besonders Holz als regional
verfügbarer Energieträger gewinnt
wieder an Bedeutung.
Von der ersten Idee bis zum fertigen
Ofen begleitet das Team seine
Kunden Schritt für Schritt. Planung,
Abstimmung mit Architekten oder
Kaminkehrern und schließlich der
Bau erfolgen aus einer Hand. „Ein
Ofen soll nicht nur Wärme liefern –
er muss auch zum Haus und zum
Wohnraum passen“, sagt Christian
Müller.
Patrick Poller – Fliesenleger
Neben dem Ofenbau ist Fliesen- und
Natursteinarbeit das zweite Standbein
des Betriebs.
Ob Bad, Küche, Wohnbereich oder
Gewerbeflächen – der Betrieb verlegt
Fliesen, Platten, Mosaik oder
Naturstein fachgerecht und mit viel
Erfahrung. Auch Kunstharz- und
PU-Beschichtungen für hygienische
Bereiche gehören zum Leistungsangebot.
Dabei beginnt gute Arbeit
immer mit einer sorgfältigen
Thomas Demmel Ofen-, Luft- und
Heizungsbauer
Vorbereitung. Denn nur ein sauber
vorbereiteter Untergrund garantiert
langlebige Ergebnisse.
Besonders gefragt ist derzeit eine
praktische Lösung für Renovierungen:
die Fliese-auf-Fliese-Sanierung.
Dabei bleiben die bestehenden Fliesen
erhalten und werden überarbeitet.
Das spart Zeit, Kosten und
vermeidet aufwendige Stemmarbeiten
– ideal für eine schnelle Badsanierung.
Zwei Gewerke – ein
Ansprechpartner
Ein großer Vorteil für Bauherren:
Ofenbau und Fliesenarbeiten kommen
aus einer Hand. Denn bei modernen
Wohnkonzepten, in denen
Küche, Essbereich und Wohnzimmer
ineinander übergehen, spielt
das Zusammenspiel von Materialien
eine wichtige Rolle. Der Ofen wird
dabei häufig zum gestalterischen
Mittelpunkt des Raumes – ergänzt
durch passende Boden- oder Wandflächen
aus Fliesen oder Naturstein.
Durch die Kombination beider Gewerke
lassen sich Projekte stimmig
planen und effizient umsetzen.
Der Betrieb ist tief in der Region
verwurzelt. Zuhause im Isarwinkel
arbeitet der Meisterbetrieb für
viele Kunden im Landkreis Bad
Tölz-Wolfratshausen, Miesbach sowie
in ganz Oberbayern.
Persönliche Beratung, kurze Wege
und zuverlässige Handwerksarbeit
sind für Christian Müller selbstverständlich.
Im vergangenen Jahr zog der Betrieb
in ein neues Firmengebäude
in Gaißach um. Dort befinden sich
nun Büro, Lager und eine Ofenausstellung
unter einem Dach. Kunden
können sich hier direkt vor Ort inspirieren
lassen und verschiedene
Ofenlösungen ansehen.
Killian Reiter Ofen-, Luft- und
Heizungsbauer
Als Meisterbetrieb bildet IsarMüller
auch Nachwuchs aus. Denn gutes
Handwerk braucht Fachkräfte – heute
und in Zukunft. Mit Erfahrung,
regionaler Verbundenheit und einem
starken Team bleibt der Betrieb seiner
Philosophie treu: ehrliche Beratung,
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Lösungen für das Zuhause. kf
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91
HISTORISCHES
Das Handwerk im Wandel
der Zeit
Geht ned - gibt's ned!
Text: Agnes Müller Bilder: Wikipedia
Schon seit Beginn an machen sich
die Lebewesen unserer Erde Werkzeuge
zu Nutze, um sich den Alltag
und die Nahrungssuche zu erleichtern.
Behalf man sich früher mit Stöcken
und Blättern, so entwickelten
sich die Menschheit durch mehrere
Generationen. Sie entwickelten die
Techniken immer weiter, perfektionierten
sie und brachten sie immer
wieder auf ein höheres Level – das
Handwerk war geboren.
Jetzt mal von Anfang an
Feuersteinplatten
In der Jungsteinzeit war der Feuerstein-Sucher
ein heiß begehrter
Mann. Anfangs noch suchte dieser
die Steine in Flussbetten oder Verwerfungen
in der Erde. Bald schon
wussten die Menschen damals nach
welchen Gesteinen sie suchen mussten,
um an den begehrten Rohstoff
zu kommen. So wurden die ersten
Minen in Betrieb genommen, in denen
der Stein abgebaut wurde. Aus
diesem Material wurden Messer,
Äxte, Schaber und auch Pfeilspitzen
hergestellt und am allerwichtigsten
natürlich das Feuer. Dass sich die
Menschheit so schnell entwickelte
und mit ihnen das Handwerk war
Teil der Erfolgsstory Mensch.
Frühe Handelsrouten durch Europa
belegten, wie wichtig das gute
Werkzeug für die damalige Menschheit
war. Nach dem Stein kam das
Metall und auch hier brauchte es
Menschen, die damit Alltagsgegenstände
herstellen konnten. Man
geht davon aus, dass der Schmied
der älteste Beruf ist, den es bis heute
gibt. Nicht selbstverständlich - viele
Berufe von früher sind heute ausgestorben.
Der Schmied war daher in
der Gesellschaft hoch angesehen.
Die Handwerks-Zünfte
unter sich
Ein Gerber demonstriert das Entfleischen eines Schaffells
Im frühen Mittelalter begannen
sich die Handwerker zu sogenannten
Zünften zusammenzuschließen.
In diesen Vereinigungen ging es
hauptsächlich darum, den eigenen
Berufsstand zu schützen, sein eigenes
Wissen weiterzugeben und am
allerwichtigsten, die Konkurrenz
klein zu halten. War man in keiner
Zunft Mitglied, konnte man in dieser
Stadt seine Waren nicht verkaufen.
Die einzelnen Handwerksstände
wohnten sogar in eigenen Vierteln
zusammen. Manchmal sogar
etwas unfreiwillig, weil die Stadt es
92
so verlangte. Bei den Gerbern zum
Beispiel, war es der Gestank der
durch Urin gegerbten Felle, die sie
in separate Viertel verbannte, die
weit weg von allen anderen waren.
Andere Gewerke benötigten für ihren
Betrieb einen Bachlauf, um ihre
Mühlen oder Sägen anzutreiben.
So gibt es auch heute noch Straßenbezeichnungen,
die auf diese
Aufteilung hinweisen. Gerbergasse,
Bäckergasse, Münzviertel und so
weiter. Die Zünfte kümmerten sich
auch darum, dass es einen kleinen
Ersatzlohn gab, wenn man krank
wurde oder gar starb. So wurden
die Familien der Handwerker mit
einem Geldbetrag unterstützt. Die
Lehrlinge der Handwerker wohnten,
sobald sie es geschafft hatten einen
Ausbildungsplatz zu ergattern,
unter dem Dach des Meisters. Einen
Schmied
Lohn wie die heutigen Lehrlinge bekamen
sie freilich nicht. Eher noch
wurde der Meister bezahlt, damit
er sein Wissen preisgab. So war das
heute sprichwörtliche Lehrgeld, das
man bezahlte, nicht wie heute eine
Lehre aus einem Fehler, den man
gemacht hatte, sondern es wurde
tatsächlich dem Lehrmeister für seine
Ausstände bezahlt. Der Lehrling
wohnte nämlich zu dieser Zeit mit
im Haus des Meisters, bekam zu essen
und einen Schlafplatz. War die
Lehrzeit abgeschlossen, gingen die
jungen Gesellen auf die Walz. Man
nimmt an, dass sie so neues Wissen
erlangten und dieses mit nach Hause
brachten, damit man dort auch mit
der Zeit gehen konnte. So war man
untereinander vernetzt, ohne sich
wirklich zu kennen. Manch einer
fand auch sein Glück in der Ferne
und blieb an einem anderen Ort.
Irgendwann aber zerbrach das damalige
System, da es sich nicht mit der
Zeit weiterentwickelte. So kam es,
dass im 17. Jahrhundert das Zunftwesen
in Zeiten der Industrialisierung
ganz abgeschafft wurde. ➳
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93
HISTORISCHES
Das Handwerk im Wandel
der Zeit
Laternenmann
So wurde mit der Zeit die Fertigung
aus einer Hand in den Vordergrund
gestellt. Brauchte man früher beispielsweise
zum Bau einer Kutsche
einen Drechsler, Schmied, Wagner
und einen Schreiner, von denen man
nacheinander die Teile für die Kutsche
anfertigen ließ, stellte es jetzt
ein Betrieb alleine her. Sie perfektionierten
nach und nach die Arbeitsschritte.
Es galt immer dieselbe
Größe für die Räder herzustellen,
immer dieselben Arbeitsschritt beim
Karosseriebau und schließlich auch
beim Zusammensetzten der einzelnen
Teile. So kam es, dass sich die
ersten Statussymbole entwickelten.
Wenn man sich z.B. eine Kutsche
bei der Firma Neuss leisten konnte,
wussten die Leute, dass man genug
Geld zur Verfügung hatte, um sich
so ein Exemplar leisten zu können.
Daraufhin wollte jeder gerne eine
Kutsche aus dieser Fabrik.
Die Industrialisierung allerdings war
ein herber Schlag für das Handwerk
und stürzte viele Menschen in bittere
Armut. Wo früher hundert Menschen
in Lohn und Brot standen,
schaffte selbe Arbeit einen Tag später
nur eine Handvoll Maschinen.
Ein Beispiel dafür war der dampfbetriebene
Webstuhl. Dieser lieferte
gleichbleibende Qualität, verlangte
keinen Lohn, war nie krank und
benötigte keine Ruhepausen. Zum
überwachen dieser Wunderwerke
waren nur ein paar Leute nötig. Der
Aufstand der Weber wurde damals
gnadenlos zerschlagen und die Menschen
entlassen. Aber nicht nur die
Weber betraf diese Neuerung. Metallteile
wurden zu der Zeit plötzlich
am Fließband gefertigt. Tausende
identische Werkstücke liefen in wenigen
Tage vom Band. So gab es von
heute auf morgen viele Berufe nicht
mehr. Schlichtweg weil sie wegrationalisiert
wurden. Ein weiteres
Beispiel war der Aufwecker, den es
tatsächlich einmal gab. Für ein paar
Groschen ging er mit einem langen
Stock bewaffnet zu seinen Kunden,
um sie zur gewünschten Zeit, durch
klopfen am Fenster für die Arbeit
aufzuwecken. Der Wecker wars, der
ihn ersetzte und für alle erschwinglich
war, da er in hoher Stückzahl
günstig produziert werden konnte.
Und so brauchte niemand mehr den
Dienst des Aufweckers.
Die Straßenlaternen konnten nun
durch Fernzündung angeschaltet
werden, so dass der Lampenmann
nicht mehr kommen musste, um alle
Straßen zu erhellen. Mit Einzug der
Chemie hatte auch der Rattenfänger
nichts mehr zu fangen. Und so war
es der Erfindergeist der Menschheit,
den so manchen in die Arbeitslosigkeit
trieb.
Rattenfänger
Dem Handwerk gehört
die Zukunft
Viele Berufe haben den Wandel ins
jetzt geschafft und sich einen nicht
zu verachtenden Vorsprung verschafft.
Tätigkeiten, mit der eine
Maschine einfach nicht mithalten
kann.
Auch wenn „der Handwerker“ oft
belächelt wurde und eine Ausbildung
im Handwerk als weniger
wertvoll abgestempelt wurde, weiß
man heute mehr denn je, früher oder
später braucht ein jeder jemanden,
der mit seinen Händen, Geschick
und einer Portion Talent sein Geld
verdient. Lange Zeit wurde darauf
besonders Wert gelegt, dass der
Nachwuchs studiert. Heute kommt
man Gott sei Dank wieder darauf
zurück, dass ein ehrbares Handwerk
vielen Chancen bietet, jetzt und auch
für die Zukunft. Selbst der Staat hat
das Potential erkannt und macht
sich stark fürs Handwerk. Wer weiß,
vielleicht hat der ein oder andere
Politiker schon mal länger auf einen
Handwerker warten müssen.
94
Und san mia uns mal ehrlich: Gibt’s
was Attraktiveres als einen Mann
oder eine Frau zu haben, die die Lösung
eines Problems schon parat hat
bevor es fertig ausgesprochen ist?
Die etwas reparieren oder wieder
gangbar machen, ohne viel Aufhebens?
Die mal nebenbei etwas zusammenbauen,
das man als perfekt
bezeichnen könnte? Ich bin stolz auf
meine Handwerker und freu mich,
dass auch die Kinder in unsere Kerbe
schlagen.
Viele Handwerker arbeiten schon
seit Generationen in ihrem Lieblingsberuf
und Familienbetrieb für
ihre Kunden immer nach ihrem
Grundsatz: „Geht ned – gibt’s
ned!“ Doch leider ist der Fachkräftemangel
nicht nur ein Problem in
Pflege und IT, sondern setzt auch
Zimmermann
dem Handwerk kräftig zu. So fällt es
gleich auf, wenn das Auto nicht mehr
fährt, die Heizung oder das Wasser
kalt bleibt, das Dach undicht oder
im schlimmsten Fall der Fernseher
nicht mehr geht. Dann ist die Sorge
groß und die Hoffnung auch, dass
bald jemand Zeit hat, um diese Sachen
wieder in Ordnung zu bringen.
Darum seid‘s recht freundlich zu
Euren Handwerkern und freut euch
wenn’s vorbeischaun, auch wenn’s
ned glei Zeit hamm. Sie sind tatsächlich
etwas rar geworden und arbeiten
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PORTRÄT Fuchs baut Gärten
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Ein besonderes Jubiläumsjahr
Das Jahr 2026 hat für uns eine
ganz besondere Bedeutung: Unser
Familienunternehmen „Fuchs baut
Gärten“ feiert sein 65-jähriges Bestehen.
Gegründet wurde der Betrieb
im Jahr 1961 von meinem
Großvater Klaus Fuchs – damals
noch in einem sehr überschaubaren
Rahmen und mit viel persönlichem
Einsatz. Über die Jahrzehnte hinweg
hat sich daraus Schritt für Schritt
ein modernes und leistungsstarkes
Garten- und Landschaftsbauunternehmen
entwickelt, das heute mehr
als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt.
Dieses Wachstum ist für uns nicht
selbstverständlich, sondern das Ergebnis
kontinuierlicher Weiterent-
Bild: Flo Huber/StMELF
V.l. Ausbilderin Katharina Freiseisen, Staatsministerin Michaela Kaniber,
Inhaberin Balbina Fuchs, Ausbilder Rupprecht von Sigriz und Dietmar
Lindner, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Bayern e.V.
96
Shooting Garten des Jahres 2026
wicklung, fachlicher Qualität und
eines starken Teams. Umso mehr
freut es uns, dass diese Arbeit auch
in diesem Jahr wieder Anerkennung
gefunden hat: Wir wurden erneut
mit dem Staatsehrenpreis für vorbildliche
Ausbildung ausgezeichnet
und sind darüber hinaus für den
Bayerischen Mittelstandspreis nominiert.
Auch innerhalb unseres Unternehmens
hat sich in diesem Jahr etwas
Entscheidendes verändert: Unsere
Geschäftsführung ist breiter aufgestellt.
Neben Ludwig und Balbina
Fuchs gehört nun auch Lisa Simon
zum Führungsteam. Diese Erweiterung
ist eine direkte Folge unseres
Unternehmenswachstums, denn mit
zunehmender Größe steigen auch
die Anforderungen an Organisation,
Mitarbeiterführung und strategischer
Ausrichtung. Umso wertvoller
ist es, die Verantwortung nun auf
mehrere Schultern verteilen zu können
– ich persönlich freue mich sehr
über diese Entwicklung.
Neben diesen aktuellen Themen
Firmengründer Nikolaus Fuchs ist
am 11.März 2026 im Alter von
92 Jahren gestorben. Er hinterlässt
eine Lücke in der Firma wie auch
in unserer Familie.
ist es mir ein besonderes Anliegen,
auch unseren Beruf selbst stärker
in den Fokus zu rücken. Der Beruf
des Landschaftsgärtners wird häufig
unterschätzt oder auf einzelne
Tätigkeiten reduziert, obwohl er
in Wirklichkeit sehr vielseitig, anspruchsvoll
und kreativ ist.
Als Handwerksbetrieb verstehen wir
uns als ganzheitlicher Dienstleister
rund um den Garten. Das bedeutet,
dass wir Gärten nicht nur bauen,
sondern sie von der ersten Idee über
die Planung bis hin zur langfristigen
Pflege begleiten. Dabei verbinden
wir gestalterische Ansprüche mit
handwerklicher Präzision und fundiertem
Pflanzenwissen.
Unser Leistungsspektrum ist entsprechend
breit gefächert. Dazu gehören
unter anderem:
• Natursteinarbeiten wie Terrassen,
Mauern und Treppen, die nicht
nur optisch überzeugen, sondern
auch dauerhaft und frostbeständig
ausgeführt werden ➳
97
PORTRÄT Fuchs baut Gärten
Besondere Arten, die sich in unserer
Region bewährt haben, robust
sind und auch mit kälteren Temperaturen
gut zurechtkommen.
Pflanzentipps
trägt essbare Früchte und
begeistert im Herbst mit einer
intensiven Färbung
• Kornelkirsche (Cornus mas):
einer der frühesten Blüher im
Jahr und damit eine wertvolle
Nahrungsquelle für Bienen;
zudem sehr robust und langlebig
Stauden:
• Salvia nemorosa ‘Caradonna’:
zeichnet sich durch eine lange
Blütezeit aus, ist trockenheitsverträglich
und zieht zahlreiche
Insekten an
• Stipa tenuissima (Federgras):
bringt Leichtigkeit und Bewegung
in den Garten und lässt
sich hervorragend mit blühenden
Stauden kombinieren
Sträucher:
• Felsenbirne (Amelanchier lamarckii):
sie überzeugt mit einer
frühen, reichhaltigen Blüte, ist
äußerst insektenfreundlich,
• Echinacea purpurea ‘Magnus’:
eine standfeste, winterharte Staude
und ein Klassiker unter den
insektenfreundlichen Pflanzen
• Nepeta (Katzenminze): besonders
pflegeleicht, äußerst robust
und mit einer langen, üppigen
Blütezeit
Bilder: framesforgoods
• Holzbauarbeiten, etwa Terrassen,
Stege oder Pergolen, die dem Garten
Struktur und Aufenthaltsqualität
verleihen
• Erdarbeiten und Geländemodellierungen,
beispielsweise in Form
von Terrassierungen, um Flächen
optimal nutzbar zu machen
• die Gestaltung von Wasserelementen
– von kleinen Quellsteinen
bis hin zu aufwendig gestalteten
Schwimmteichen und Living Pools
• durchdachte Pflanzkonzepte mit
Stauden, Gehölzen und Gräsern,
die standortgerecht ausgewählt
werden und sich langfristig entwickeln
können
• die Anlage von Rasen- und Wiesenflächen
als wichtige Grundelemente
eines Gartens
• fachgerechte Pflegearbeiten wie
Baum-, Obstbaum- und Heckenschnitt
• sowie die kontinuierliche Pflege
und Weiterentwicklung bestehender
Gärten
Am Ende steht dabei immer ein zentrales
Ziel: einen Garten zu schaffen,
der nicht nur gestalterisch überzeugt,
sondern auch wirklich zum
Menschen passt, seinen Bedürfnissen
entspricht und über viele Jahre
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❤ Herzensangelegenheiten ❤
30 mal mit Herz
Text & Bild: Michaela Probst
Herzensangelegenheiten begegnen
uns alle Tage und es wäre schade,
wenn man diese Gedanken und
Geschichten unbemerkt und unkommentiert
verstreichen lässt.
Es ist ein Kribbeln im Bauch, ein
Schmunzeln, mal eine Träne oder
ein Kloss im Hals, denen solche
Erlebnisse vorausgehen. Momente,
die uns bewegen und Innehalten
lassen und uns zum Nachdenken
bringen. Und wenn’s in solchen
Augenblicken so richtig menschelt
und sich das Herz bemerkbar
macht, ist
es eine
Herzensangelegenheit und sollte
unbedingt aufgeschrieben werden.
So machen wir‘s jetzt schon zum
dreißigsten Mal. Vielleicht geht’s
dem ein oder anderen genauso und
er freut sich, darüber zu lesen. So
liegen sie überall herum im Haus,
die Zettel mit Notizen und kurzen
Stichpunkten über besondere Episoden
im Leben. Erlebnisse, die
drauf warten aufgeschrieben zu
werden. Und der ein oder andere
Gedanke, die ein oder andere Begegnung
und auch so mancher Gefühls-
und Temperamentsausbruch
findet
sich hier
wieder
im Isarwinkler Magazin in den
Herzensangelegenheiten.
Und glaubt mir, es ist nicht immer
leicht für so viele Leser das, was
einen berührt, niederzuschreiben.
Weil, wie sagt man so schön, eigentlich
geht es niemanden etwas
an, was man so in seinem Herzen
trägt. Und man spricht nicht
drüber und aufschreiben sollte
man‘s schon gleich dreimal nicht.
Schließlich ist so eine Herzensangelegenheit
reine Privatangelegenheit.
Und dennoch lass ich
euch gerne teilhaben. Es ist mir
eine Ehre und eine Freude, wenn
jemand meine Zeilen liest und
wenn‘s Recht ist mach ma‘ einfach
so weiter. Und vielleicht können
wir den ein oder anderen von unseren
Lesern inspirieren und mit
dem Schreiben anstecken.
Weil Schreiben hilft, heilt
und macht einfach unheimlich
viel Freude
und man spart sich
bisweilen auch
den Psychiater.
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Optimieren wir unser Zuhause,
verlassen wir uns auf Produkte, die
sich bewährt haben. Ein Klassiker in
Sachen Wandgestaltung ist etwa die
Rauhfaser. Wohngesund, robust im
Nehmen und flexibel gestaltbar bündelt
sie alles, was eine moderne Tapete
ausmacht. Sehen wir uns jedoch als
Heimwerker-Greenhorns, können
wir auch die Erfurt-Vlies-Rauhfaser
ins Visier nehmen. Denn die „Next
Generation“ der Rauhfaser macht
uns nun bereits seit 20 Jahren das
Tapezieren revolutionär leicht! Das
Geheimnis des Erfolgs? Vlies-Rauhfaser
kommt bequem ohne Einweichzeit
an die Fläche: Wand einkleistern,
Tapetenbahnen andrücken, fertig.
Nach der Trocknungszeit kann gestrichen
werden. Zusätzlich wirkt
Vlies-Rauhfaser rissüberbrückend,
indem sie leichte Mauerwerksbewegungen
„mitgeht“ und Haarrisse an
der Wandoberfläche kaschiert. Und:
Wie ihre große Schwester punktet
Vlies-Rauhfaser neben mehrfacher
Überstreichbarkeit und vielfältigen
Strukturen bei der Wohngesundheit.
PVC und Weichmacher? Fehlanzeige.
Dafür kommen bei der atmungsaktiven,
feuchtigkeitsregulierenden Tapete
ausgewählte Recycling-Papiere,
Holz- und Textilfasern zum Einsatz.
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rissüberbrückend und kann sogar in Feuchträumen zum Einsatz kommen.
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Effektiver Hitzeschutz beginnt
beim Fenster
Dank moderner Fensterlösungen mit automatisiertem und energieautarkem
Sonnenschutz zum optimierten Wohlfühlklima
I-tec Shading erkennt automatisch die aktuelle Tageszeit, misst die Temperatur
und die Sonneneinstrahlung und öffnet bzw. schließt den integrierten
Sonnenschutz des Verbundfensters selbsttätig. Im Sommer wird durch
Herunterfahren der Jalousien ein Hitzestau vermieden, während im
Winter die einfallende Sonne zur Wohnraumerwärmung und Energieverbrauchreduktion
beiträgt
Wenn die Sonne strahlt, kommt
draußen Freude auf. Doch drinnen
können die steigenden Temperaturen
schnell zur Herausforderung werden –
überhitzte Wohnräume, stickige Luft
und energieintensive Klimageräte sind
vielerorts typische Begleiter heißer
Sommertage. Gut, dass Internorm
clevere Lösungen im Repertoire hat,
die Raumklima, Wohnkomfort und
Energieverbrauch nachhaltig verbessern!
Neben Raffstores, Rollos und
Fensterläden präsentieren sich vor
allem die Verbundfenster von Europas
Fenstermarke Nummer Eins als
perfekte Allrounder: Sie kombinieren
ausgeklügelte Technik mit modernem
Design und bieten zusätzlich zu Sichtschutz,
Schallschutz und Wärmedämmung
insbesondere mit der innovativen
Technologie I-tec Shading einen
handfesten Mehrwert. Der smarte
Sonnenschutz (wahlweise als Jalousie,
Plissee oder blickdichter Duette®) ist
zwischen den Scheiben montiert und
somit vor Verschmutzung und Witterung
bestens geschützt, was nicht zuletzt
angesichts zunehmender Extremwetterereignisse
wie Starkregen und
Hagel ein dicker Pluspunkt ist. Da der
Sonnenschutz nicht separat montiert
werden muss, sind Verbundfenster
mit I-tec Shading zudem ideal für die
Sanierung geeignet – zusätzliche Eingriffe
in die Gebäudestruktur, zum
Beispiel Befestigungen für Markise
& Co. an der Fassade, sind hier nicht
112
Bilder: epr/Internorm
Als Europas Fenstermarke Nummer Eins bietet Internorm facettenreiche
Fensterlösungen für die thermische Sanierung von Gebäuden. Insbesondere
die Wichtigkeit des Schutzes vor sommerlicher Überhitzung wird aus
energetischer wie auch aus raumklimatischer Sicht durch den Klimawandel
rasant zunehmen. Smarte Verbundfenster mit integriertem I-tec
Shading Sonnenschutz tragen dieser Entwicklung Rechnung.
nötig. Das System registriert die aktuelle
Tageszeit und sorgt dafür, dass
sich die Jalousien bei Sonnenaufgang
bzw. -untergang selbstständig öffnen
und schließen. Die Sensoren messen
außerdem automatisch Sonneneinstrahlung
und Raumtemperatur:
Während im Sommer durch Schließen
der Jalousien einem Hitzestau effektiv
entgegengewirkt wird, kann in den
kalten Monaten die Wärme des einfallenden
Sonnenlichts helfen, Heizkosten
zu reduzieren. Dabei agiert
I-tec Shading dank eigenem PV-Modul
und Akku völlig autark. Individuellen
Gestaltungsvorlieben wird
ebenfalls viel Raum gewährt, denn
I-tec Shading ist sowohl für Verbundfenster
aus Kunststoff-Aluminium
wie das KV 440 als auch für Modelle
aus Holz-Aluminium wie das HV 450
erhältlich. epr
113
„Aus dem Nähkästchen
plaudern“
Von Schneeflöckchen und
heißen Fegern
Wie unsere Isarwinkler Handwerker mit den Wirren
des Arbeitsalltags umgehen
Text: Agnes Müller Bild: Freepik
Es war einmal ein Hausbesitzer, der
engagierte den braven Heizungsbauer
B.M. aus G., denn dieser – so hörte
man – kümmerte sich auch um die armen
Leute in der großen Stadt. Denn
im Gegenteil zu unserem gesegnetem
Isarwinkel, mit seinen vielen fleißigen
und ehrlichen Handwerkern haben
die Münchner oft nicht so viel Glück.
Kurzum, der Heizungsbauer machte
sich nun auf den Weg. Nach einer
Stunde und etlichen verlorenen Nerven
kam er an, nur um festzustellen,
dass der ihm versprochene Parkplatz
vor dem Haus nicht frei war. Kein
Problem, im Umkreis ist bestimmt
noch was frei. Keine 20 Häuserblocks und Querstraßen
entfernt fand er nun einen Parkplatz. Aber der Weg
war nun doch weiter als gedacht. Wie also bring ich
das Werkzeug zum Einsatzort? Die Erleuchtung kam
natürlich umgehend. Ein Schubkarren war im bestens
ausgestatteten Einsatzfahrzeug vorhanden. Nun wurde
er mit allerlei wichtigen Utensilien beladen, die man so
braucht im Einsatz. Nach 20 Minuten durch die Stadt
kam er nun endlich am Haus an. Er klingelte und wartete
und wartete und…. Schließlich machte jemand auf.
Die Haushälterin war’s, die mit Blick auf ihre Uhr feststellte:
„Herr M., sie sind 23 Minuten zu früh!“ Und
dann fiel die Tür auch schon ins Schloss. 23 Minuten zu
früh??? Ja spinnens jetzt komplett, die saubere Bagage?
Dann nimm ich mein Einsatzfahrzeug
und schleich mich nach Hause, grummelte
der nun nicht mehr so fröhliche
Handwerker. Setzte sich in sein Auto
und fuhr wieder heim ins gelobte
Land. Nach 23 Minuten rief nun die
Kundschaft auf dem Handy an, um
zu fragen, wo er denn nun sei. „Hoam
fahr ich was sonst!“, bellte er in sein
Handtelefon, „Moants ihr ich steh mit
meinem Schubkarren 23 Minuten vor
eurer Tür??“
„Ja aber, Herr M.“, sprach die Frau,
„sie können doch nicht hinein und
hinaus schneien wie ein Schneeflöckchen?“
Und die Moral von der Geschichte.
Wenn ihr wüsstet, dass aus dem Schneeflöckchen
bei dieser Behandlung eher der Name LAWINE
passen würde, dann wär’s besser, man schaut auf die
Uhr schluckt die 23 Minuten runter und freut sich stattdessen,
dass sich jemand in die große Stadt verirrt. Oft
leihen wir unsere Handwerker nicht her, wenn sie nicht
anständig behandelt werden. Denn dass es auch anders
geht, wissen wir von einem anderen Heizungsgott, dieser
wurde nämlich schon im Adamskostüm empfangen.
Ob die Dame beim Anblick des stattlichen Arbeiters
die Hüllen fallen ließ oder es einfach vergessen hat, vor
lauter Vorfreude auf eine warme Heizung – das wissen
wir nicht. Hochprofessionell wie er war, machte er seine
Arbeit und übersah die fehlende Kleidung.
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Schöne Metalldächer
Langlebig, Wartungsfrei, Sturm und
Hagelsicher, jede Dachform ist machbar,
zudem ist es nachhaltig und absolut bezahlbar!
Wir beraten sie gerne!
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PORTRÄT Isarvogel
Ameisenhaufen oder Jungrind?
Georg Wasensteiner und sein „Isarvogel“
Bilder: Georg Wasensteiner
Was hat das Zimmererhandwerk
mit Tierrettung zu tun? Auf den
ersten Blick eigentlich gar nichts.
Das Einzige, was beide Bereiche
gemeinsam haben, ist der Einsatz
von Drohnen. Zimmereien nutzen
sie gerne für die Technik der Photogrammetrie.
Das ist ein berührungsloses
Messverfahren, bei dem mithilfe
von 2D-Bildern oder Videos
aus Luftaufnahmen präzise 3D-Modelle
zur exakten Vermessung von
Gebäuden, Objekten oder Flächen
erstellt werden.
Tiersuche mittels
Wärmebilddrohne
Hier kommt Georg Wasensteiner
ins Spiel. Der 53-jährige Lenggrieser
ist nämlich Zimmerer und hat vor
gut 3 Jahren einen Drohnenführerschein
für seine Zimmerertätigkeit
bei der Fa. Simon Haus und Holzbau
gemacht. Seit diesem Zeitpunkt
ist er begeisterter Drohnenpilot
und fasziniert von den technischen
Möglichkeiten. Um seine Kenntnisse
noch mehr nutzen und ausbauen
zu können, kam er auf die Idee, sich
eine eigene Wärmebilddrohne mit
entsprechendem Equipment anzuschaffen
und auch in anderen Be-
116
Erfolgreiche Drohnensuche in
schwierigem Gelände
reichen einzusetzen. In den Bergregionen
des Tölzer Landkreises gibt
es 144 Almen und immer wieder
kommt es vor, dass Rinder sich von
der Herde entfernen, sich verletzen
oder gar umkommen. Für die Almbauern
bedeutet das einen immensen
wirtschaftlichen Schaden. Die
Lösung: Das Aufspüren der ausgebüxten
Tiere aus der Luft mittels
der Wärmebildkamera einer Drohne.
Eine entsprechende Anfrage bei
der Unteren Naturschutzbehörde im
Tölzer Landratsamt und den Bayerischen
Staatsforsten stieß auf offene
Ohren und lieferte ihm die Einzelaufstiegsgenehmigung
für Drohneneinsätze
im Naturschutzgebiet.
Nachdem alle rechtlichen Fragen geklärt
waren, konnte Georg loslegen.
„In der Regel melden sich Grundbesitzer
oder Almhirten telefonisch
bei mir, wenn sie eines ihrer Tiere
vermissen“, berichtet er. „Dann suche
ich den Standort der Alm erstmal
auf Google-Earth und schaue,
wie ich da am schnellsten hinkomme
und vor allem wie. Die meisten
Almen in unserer Gegend sind zwar
ganz gut mit dem Auto erreichbar,
aber manchmal muss ich auch einen
Fußmarsch in Kauf nehmen. Auch
das Wetter spielt eine Rolle. Bei
Regen oder Nebel funktioniert eine
Drohnensuche nämlich nicht.“
Am Ziel angekommen wird
ein passender Standort für
den Abflug der Drohne
gesucht. „Wir dürfen aus
rechtlichen Gründen nur in
Sichtweite fliegen. Wichtig
ist auch, dass ich ein stabiles
GPS-Signal habe, damit ich die
Drohne auch bei plötzlichen Windböen
oder anderen Störungen gut
steuern kann.“ Auch die Uhrzeit
spielt eine Rolle. Ein Drohnenflug
sollte vor allem in der warmen Jahreszeit
in den frühen Morgenstunden
erfolgen, wenn der Temperaturunterschied
zwischen Tierkörper
und Umgebung deutlich ist und die
Tiere sich zuverlässig orten lassen.
Für Georg Wasensteiner bedeutet
das kurze Nächte und einen sehr
frühen Aufbruch. Doch in der Regel
lohnt sich die Mühe. „Unsere Trefferquote
liegt bei rund 70 Prozent“,
erzählt er stolz. Damit die Suchaktion
reibungslos verläuft, braucht es
ein ganzes Team aus Helfern. „Ich
habe immer Leute dabei, die mit
dem Fernglas den Luftraum beobachten,
denn für Hubschrauber oder
Segelflieger kann eine Drohne zur
echten Gefahr werden. Eine Drohne
darf nämlich 120 Meter Flughöhe
über Grund nicht übersteigen. Vernetzt
ist das Team im Suchgebiet per
Mobiltelefon und Funkgerät. Auf
diese Weise können Sichtungen oder
Geländeinfos für Rettungstrupps
rasch ausgetauscht werden.
Im Schnitt absolviert Georg Wasensteiner
bis zu 15 Einsätze pro
Jahr und Saison. Sein Einsatzgebiet
erstreckt sich über die Lenggrieser
Berge bis hinein ins Karwendel. Und
obwohl meistens Jungrinder vermisst
werden, die auf vielen Almen
den Sommer verbringen, ist jeder
Einsatz anders. „Es ist ja nicht so,
dass ich heimgehe, wenn ich den
Standort des Tieres gemeldet habe“,
sagt er. In den meisten Fällen hilft er
auch bei der Bergung, denn in unwegsamen
Bergregionen ist oft jede
Hilfe gefragt. Die Ortung vermisster
Tiere erweist sich oft als gar nicht so
einfach, denn Wärme strahlt jedes
Lebewesen in den Bergen aus. Auch
ein Ameisenhaufen. Das zeigt, wieviel
Beobachtungsgabe, Ortskenntnis
und Know-How die Drohnensuche
erfordert.
Kitzrettung im Frühjahr
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt
für Georg Wasensteiner, der auch
einen Jagdschein besitzt, ist die ➳
117
PORTRÄT Isarvogel
Kitzrettung. Damit werden neugeborene
Rehkitze vor dem sicheren
Tod durch landwirtschaftliche Maschinen
bewahrt. Während der sogenannten
Setzzeit im Frühjahr bringen
Rehgeißen ihre Jungen nämlich
bevorzugt im hohen Gras ungemähter
Wiesen zur Welt. Was die Tiere
als natürlichen Schutzraum wahrnehmen,
kann zur tödlichen Falle
werden. Die jungen Rehkitze haben
in den ersten Lebenswochen noch
keinen Fluchtinstinkt und drücken
sich bei Gefahr instinktiv ins Gras,
anstatt zu fliehen. Der Landwirt
auf seiner Mähmaschine hat keine
Chance, die Tiere rechtzeitig zu
entdecken. Die Kitzretter und damit
auch Georg Wasensteiner haben sich
zur Aufgabe gemacht, die Wiesen
vor der Mahd mit Wärmebilddrohnen
abzufliegen und versteckte Kitze
somit zuverlässig aufzuspüren. „Das
geht eigentlich recht schnell“, erzählt
der Drohnenpilot. „Der Landwirt
ruft ein bis zwei Tage vor der Mahd
an, damit ich meine Flüge planen
kann. Meist ist so eine Wiese in 15
Minuten abgeflogen.“ Die Kitzretter
nehmen das Jungtier dann mit
Handschuhen auf und betten es in
eine Kiste mit Gras am Wiesenrand.
Sobald die Wiese abgemäht ist, wird
es befreit und fängt an zu pfeifen.
Damit lockt es die Rehgeiß, also die
Mutter, an, die sich um ihr Kleines
kümmert. „Durch den Gebrauch
der Handschuhe beim Tragen haftet
kein Menschengeruch an dem Kitz
und die Rehgeiß wird dadurch nicht
ferngehalten“, erklärt Wasensteiner.
„Es macht mir Freude Tiere
vor Unheil zu schützen“
In seine Suchen investiert er viel Zeit
und Können. Von der Pflege des teuren
technischen Equipments ganz
zu schweigen. „Ich brauche immer
wieder neue Akkus und mir ist auch
schon eine Drohne abgestürzt. Das
kann dann sehr schnell sehr teuer
werden.“
Doch solche Vorkommnisse halten
Georg Wasensteiner nicht davon ab,
weiterhin als Drohnenpilot unterwegs
zu sein. „Für mich ist das eine
Leidenschaft, es macht mir einfach
Freude, wenn ich Tiere vor Unheil
schützen und auch die Landwirte
ein Stückchen vor wirtschaftlichem
Schaden bewahren kann.“
Der verheerende Hagelsturm im
Isarwinkel vor rund 3 Jahren hat
Wasensteiner ein zusätzliches Einsatzfeld
seiner Drohne beschert.
„Da gingen auch bei uns in Lenggries
zahlreiche Photovoltaikanlagen
zu Bruch und mit meiner Drohne
habe ich die Dächer abgeflogen,
um die Schäden aus der Luft mit
der Thermaldrohne zu analysieren.“
Hauseigentümer können sich jederzeit
mit einer entsprechenden Anfrage
an ihn wenden, denn auch ohne
Hagel ist es durchaus sinnvoll von
Zeit zu Zeit seine PV-Anlage auf defekte
Strings, Leiterbruch, Schmorstellen
(Hotspots) oder beschädigte
Anschlussdosen prüfen zu lassen.
Georg Wasensteiner und sein „Isarvogel“,
wie er seine Drohne nennt,
zeigen eindrucksvoll, wie der sinnvolle
Einsatz modernster Technologie
einen hilfreichen Beitrag zum
Erhalt von Fauna und Flora leisten
kann. kf
Der „Isarvogel“ deckt auch Schäden an PV-Anlagen auf
Bild: Georg Wasensteiner
Isarvogel
Georg Wasensteiner
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118
PORTRÄT d'Wirtschaft am Lenggrieser Bergcamping
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119
ALTE WÖRTER
Abfretten, Fretten
Text: Agnes Müller
„Des is a Gfrett” hört man es aus manchem
Haus oder auf einer Baustelle. Gemeint ist,
dass man sich gerade sehr plagen muss bei seiner
Tätigkeit.
Fretten duad ma sich in Oberbayern und Teilen
des österreichischen Sprachraums.
Das Wort leitet sich vom Mittelhochdeutschem
vretten ab, was so viel bedeutet wie: reiben,
scheuern oder wundreiben. Bei uns hört man
es zwar immer weniger aber in der heutigen
Zeit darf oder sollte man es sich wieder ins
Gedächtnis holen, denn war es früher oft eine
körperliche Arbeit die man als Gfrett bezeichnete,
so darf man es heute auch im Büro oder
sonst wo sagen.
Denn das vretten bezieht sich auch auf Situationen,
in denen man sich stark plagen und abmühen
muss, um ans Ziel zu kommen oder gar
nichts Brauchbares zustande bringt.
Vretten findet man in mehreren Wortgattungen
wie zum Beispiel
Nomen = Das Gfrett
Verb = fretten oder wenns no schlimmer
kommt abfretten
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in Lenggries!
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Seit Anfang April begrüßen Sebastian
und Johanna Noll in der Gastwirtschaft
„Gleis 3“ mit Blick aufs
Brauneck Gäste aus nah und fern.
Nach einigen Umbauarbeiten ist damit
in das ehemalige Bistro Endstation
(Eingang links am Alpenfestsaal)
wieder Leben eingezogen.
Die Geschwister sind bestens für
die neue Aufgabe qualifiziert: Während
Sebastian Noll (26 Jahre) als
Metzgermeister und gelernter Koch
die Küche leitet, kümmert sich Johanna
(24 Jahre) Konditormeisterin
und Betriebswirtin um Service,
Büro und um das Kuchenangebot.
Dritte und mit 20 Jahren die Jüngste
im Bunde ist Schwester Katharina
Noll, die als Bäckermeisterin selbst
gebackene Brezn und Brot beisteuert.
Alle drei haben bereits reichlich
Erfahrung in der Gastronomie und
im Service gesammelt.
NEUE GASTSTÄTTE „Gleis 3“ in Lenggries
Dreimal volle Geschwister-Power
Sebastian und Johanna Noll sind die neuen Pächter des Alpenfestsaals
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Spanferkel vom Spieß und
frische Auszogne
Bilder: privat
Auch der Alpenfestsaal steht nun
wieder als Veranstaltungsort zur
Verfügung
Die Speisekarte im „Gleis 3“ bietet
eine vielseitige bayerische Küche
und setzt auf regionale und saisonale
Produkte. Sebastian Noll meint:
„Vieles produzieren wir im Haus,
unter anderem Brot, Beilagen und
Kuchen.“ Auch Sonderaktionen sind
geplant: Jeden zweiten Donnerstag
im Monat wird es zum Beispiel
Spanferkel frisch vom Spieß mit einem
Büffet geben, immer samstags
ab 13 Uhr frisch ausgebackene Auszogne.
Der Alpenfestsaal steht mit den neuen
Pächtern nun ebenfalls wieder für
Veranstaltungen aller Art – ob Geburtstage,
Hochzeiten, Vereinsversammlungen
oder Kultur-Events –
zur Verfügung. svk
Gleis 3 und Alpenfestsaal
Schützenstraße 3
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Tel. 08042 · 5011780
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geöffnet von Donnerstag bis
Montag von 11 bis 22 Uhr
121
GASTRO im Isarwinkel
Einkehrtipps
Das Tölzer Land bietet eine
Vielzahl an Möglichkeiten,
sich kulinarisch verwöhnen zu
lassen. Die Auswahl ist groß.
Je nach Gusto und Budget hat
man die Wahl zwischen bayrischen
Schmankerln, mediterraner
oder Gourmetküche.
Der Isarwinkel bietet mit seinen
zahlreichen Freizeitmöglichkeiten viele
Möglichkeiten, um zu
genießen, abzuschalten und
Kraft zu tanken.
Guten Appetit!
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Rührteig:
1 Becher Naturjoghurt (à 250 g)
1 Becher Zucker, 3 Eier
1 Becher gemahlene Hasel- oder
Walnüsse
½ Becher Rapsöl
1 Becher Mehl, 1 Pck. Backpulver
4 EL Trinkschokolade
Füllung:
5–6 Äpfel
500 ml Apfelsaft
2 ½ Pck. Vanillepuddingpulver
Topfencreme:
6 Blatt Gelatine
400 g Sahne
500 g Topfen (20 %)
400 g Schmand, 100 g Zucker
Zum Verzieren:
Eierlikör, Apfelspalten
Für den Rührteig Joghurt, Zucker
und Eier mit einem Schneebesen verrühren.
Die restlichen Zutaten dazugeben
und zusammenrühren. Den
Teig in eine gefettete Springform (28
cm Ø) streichen und ca. 35 Min. bei
180 °C (160 °C) backen.
Für die Füllung die Äpfel waschen
und grob raspeln. 100 ml Apfelsaft
mit dem Puddingpulver glatt rühren.
Den restlichen Saft mit den Äpfeln
aufkochen und das Puddingpulver
unterrühren. Einmal aufkochen
und etwas abkühlen lassen.
Den Tortenboden mit einem Tortenring
umschließen und die Apfelmasse
darauf verteilen. Abkühlen
lassen.
Für die Topfencreme die Gelatine in
kaltem Wasser einweichen. Die Sahne
steif schlagen. Topfen, Schmand
und Zucker glatt rühren. Die nach
Anleitung aufgelöste Gelatine unterrühren.
Die Sahne unterheben. Auf
der Apfelschicht verstreichen und
2 Stunden kühl stellen.
Vor dem Servieren mit Eierlikör und
Apfelspalten verzieren.
Das Café „Beim Dannerer“ bietet
alles was Familien & Radlfahrer erfreuen,
selbstgemachte Kuchen und
Torten, Kaffeespezialitäten bis hin zu
Wurstsalat, Brotzeiten & Suppen.
Bei schönem Wetter lädt die sonnige
Terrasse zum Verweilen ein und der
riesige Kinderspielplatz lässt Kinderherzen
höher schlagen.
Beim Dannerer
Kaffä · Kuacha · Brotzeitn
Tannern 32 ½, 83676 Jachenau
Tel. 08043/918889
Öffnungszeiten Sommersaison:
Anfang Mai - Ende Oktober
Freitag bis Sonntag 11-18 Uhr 123
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ACHTUNG:
Die Zapferei hat jetzt von
Mittwoch bis Sonntag
ab 11 bis 23 Uhr auf und
Sonntag bis 21 Uhr!
PORTRÄT Hoppebräu
Bilder (3): Hoppebräu
HOPPEBRÄU
Gelebte Braukunst zwischen Tradition, Innovation und Heimat
In Waakirchen, im Herzen des
Oberlands und als verbindendes
Element zwischen Bad Tölz, Holzkirchen,
Miesbach und dem Tegernseer
Tal, steht Hoppebräu für eine
neue Generation handwerklicher
Braukunst. Geführt von Braumeister
Markus Hoppe und seiner Frau
Christina „Nini“ Hoppe, ist der
Familienbetrieb weit mehr als nur
eine Brauerei – er ist Ausdruck einer
klaren Haltung: Qualität vor Quantität,
Regionalität vor Beliebigkeit
und Leidenschaft vor industrieller
Massenproduktion.
Was Hoppebräu besonders macht,
beginnt bereits bei den Rohstoffen.
Die enge Zusammenarbeit mit regionalen
Partnern ist gelebte Überzeugung.
Ein herausragendes Beispiel
dafür ist der dorfeigene Braugerstenanbau:
Gemeinsam mit dem jungen
Landwirt Martin Hölzl aus Waakirchen
wird hier ein nachhaltiger
Kreislauf geschaffen. Er bezieht den
nährstoffreichen Biertreber aus der
Brauerei als Futtermittel und baut im
Gegenzug Braugerste für Hoppebräu
an. So entsteht ein regionales Zusammenspiel,
das Ressourcen schont,
Transportwege minimiert und echte
Wertschöpfung im Ort hält – ein
Kreislauf, der sinnbildlich für die
Philosophie des Hauses steht.
124
Gebraut wird mit modernster Verfahrenstechnik,
die höchste Präzision
garantiert und gleichzeitig
Raum für Kreativität lässt. Diese
Kombination ermöglicht es, klassische
bayerische Bierstile wie Helles
und Weißbier auf höchstem Niveau
zu brauen und zugleich innovative,
charakterstarke Spezialitäten zu
entwickeln. Wer tiefer in diese Welt
eintauchen möchte, kann bei Brauereiführungen
und Verkostungen die
Technik, die Philosophie und natürlich
die Biere selbst hautnah erleben.
Ergänzt wird die Brauerei durch die
hauseigene Gastronomie „Zapferei“,
die als lebendiger Treffpunkt
für Einheimische und Gäste dient.
Hier wird Regionalität konsequent
weitergedacht – nicht nur im Bier,
sondern auch auf dem Teller. Die
Kombination aus handwerklich gebrauten
Bieren und einer authentischen,
qualitätsorientierten Küche
schafft einen Ort, an dem Genuss,
Geselligkeit und Heimatgefühl zusammenkommen.
Trotz wachsender Bekanntheit und
internationaler Nachfrage bleibt der
Fokus klar: Die wichtigste Bühne
ist und bleibt die Region. „Wenn
unser Bier knapp wird, reduzieren
wir bewusst den Export und fahren
das überregionale Geschäft zurück
– damit wir hier vor Ort zuverlässig
liefern können, vor allem für unsere
Gastronomiekunden.“ Diese konsequente
Haltung, gepaart mit Innovationsgeist
und einem kompromisslosen
Qualitätsanspruch, prägt
jeden Bereich des Unternehmens.
Bild: REO/Ernte
Wirtschaftspreis – v.l.n.r. Anton Stetter, Alexander Schmidt, Christina
Hoppe, Markus Hoppe, Landrat Olaf von Löwis und GF Brauerbund
Lothar Ebbertz
Hoppebräu steht damit exemplarisch
für eine moderne, verantwortungsbewusste
Braukultur: authentisch,
familiengeführt und tief in
Waakirchen verwurzelt – mit dem
Anspruch, Bier nicht nur zu brauen,
sondern erlebbar zu machen.
Markus Hoppe mit Sohn Luis und Landwirt Martin Hölzl
HOPPEBRÄU GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
Tel. Brauerei: +49 8021 5077143
Tel. Zapferei: +49 8021 9013977
125
VERANSTALTUNGEN
Wo ist was los?
Es ist wieder einiges geboten im und um unseren Isarwinkel herum. Schaut doch einfach mal
auf den Internetseiten der Veranstalter und Gemeinden und sucht das Richtige für Euch raus:
zum Feiern, Mitsingen, Lachen, Staunen oder Beisammensein. Vui Spaß und gute Unterhaltung!
Referat für Tourismus und Kultur
Touristinfo in Bad Tölz
www.bad-toelz.de
Tel. 08041 ∙ 78670
Touristinfo Lenggries
www.lenggries.de
Tel. 08042 ∙ 5008-817
Gemeinde Bad Heilbrunn
www.bad-heilbrunn.de
Tel. 08046 ∙ 323
Stadt Wolfratshausen
www.tourismus.wolfratshausen.de
Tel. 08171 ∙ 214-206
Tölzer Land
www.toelzer-land.de/veranstaltungen
Tel. 08041∙ 505-206
Kurhaus Bad Tölz
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Tel. 08041 · 80 89 345
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Kulturverein Lust e.V.
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Tölzer Marionettentheater
www.marionetten-toelz.de
Tel. 08041 ∙ 74176
KleinKunst & Kultur
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VERANSTALTUNGEN
WAS WAR LOS
Raiffeisencup begeistert zum
zehnten Mal in Bad Tölz
Bad Tölz – Bereits zum zehnten Mal wurde die Hacker-Pschorr-Arena
zum Schauplatz eines ganz besonderen
Eishockey-Wochenendes: Der Raiffeisencup
lockte zahlreiche Nachwuchstalente sowie begeisterte
Zuschauer in die Kurstadt und bestätigte einmal mehr
seinen festen Platz im regionalen Sportkalender.
Das traditionsreiche Turnier für die Altersklassen
U9 und U11, organisiert vom EC Bad Tölz
und unterstützt von der Raiffeisenbank im
Oberland, brachte an zwei Tagen insgesamt
24 Mannschaften zusammen. Mit großem
Einsatz, beeindruckendem Teamgeist und viel
Spielfreude lieferten sich die jungen Spieler
packende Duelle auf dem Eis und sorgten für
beste Stimmung auf den Rängen.
Doch nicht nur sportlich hatte das Wochenende
einiges zu bieten: Eine Tombola mit attraktiven
Preisen sowie das vielseitige kulinarische Angebot
am Kiosk rundeten die Veranstaltung ab.
Hier engagierten sich die Tölzer Eishockey-Eltern
mit großem Einsatz und trugen maßgeblich zum gelungenen
Ablauf bei.
Der Raiffeisencup zeigte einmal mehr, wie lebendig und
emotional der Nachwuchssport sein kann – und hinterließ
bei Spielern, Trainern und Zuschauern gleichermaßen
bleibende Eindrücke.
Bilder: Roswitha Echsle
Fotonachweis: © Achenseebahn, Andreas Riegler
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WAS WAR LOS
Interbancario 2026
Teamgeist, der verbindet
Schon die Eröffnungsfeier in der
Marktstraße sorgte für Gänsehautmomente:
Während sanft Schneeflocken
fielen, zogen die Athleten feierlich
ein, begleitet von den Klängen
der Stadtkapelle Bad Tölz und der
Blaskapelle Lenggries. Die besondere
Atmosphäre lag förmlich in der
Luft. Dann der große Augenblick:
Ein Countdown erschien auf der
Leinwand – die Spannung war greifbar.
Mit dem Druck auf den Buzzer
entlud sie sich in einem funkelnden
Lichtermeer aus Fontänen, während
der eigens produzierte Interbancario-Song
„Raise your glasses“ die
Menge mitriss.
Spätestens jetzt war das Publikum
nicht mehr zu halten. Rund 3.000
Zuschauer feierten ausgelassen,
tanzten und ließen sich vom musikalischen
Höhepunkt des Abends
mitreißen: „The Heimatdamisch“
verwandelten die Marktstraße in
eine einzige große Party.
Bilder: Interbancario
Doch das eigentliche Herz dieser
Veranstaltung schlug hinter den Kulissen:
in der Zusammenarbeit der
Gemeinde Lenggries, der Sparkasse
Bad Tölz-Wolfratshausen, der Stadtsparkasse
München, den sechs Isarwinkler
Skiclubs, der Bergbahn und
aller Helferinnen und Helfer. Was
hier gemeinsam auf die Beine gestellt
wurde, war mehr als nur ein Event –
es war gelebter Zusammenhalt.
130
Dieses starke Gemeinschaftsgefühl
machte den Interbancario zu etwas
ganz Besonderem.
Auch die Teilnehmer spürten das: Die
Rückmeldungen waren durchweg begeistert
– vom Ort, vom Skigebiet,
von den Loipen und von der Organisation.
Am Ende bleibt nicht nur die
Erinnerung an sportliche Wettkämpfe,
sondern vor allem an ein Erlebnis,
das Menschen verbindet.
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Illustration:
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Redaktion:
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