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02 • APRIL 2026

GESCHICHTE

Brillen

von gestern

GESCHÄFTE

Familienfest der

Augenoptik

GESETZE

Kein digitaler

Meister

SPECIAL

Vintage, Heritage

& Retro

02

–––––

2026


MyDay® MiSight® 1 day Einmalkontaktlinsen

Die neuen MyDay® MiSight® 1 day

Einmalkontaktlinsen kombinieren das moderne

Silikonhydrogel-Material der MyDay®*1 mit der

bewährten ActivControl® Technology der bisherigen

MiSight® 1 day †‡⁵-⁷ und wurden speziell entwickelt,

um das Myopie-Management noch einfacher zu machen. *1

*Nachweislich verlangsamt die Progression der Myopie bei Kindern im Vergleich zu einer Einstärken-Einmalkontaktlinse über einen Zeitraum von drei Jahren. † In der klinischen Studie erhöhte sich die mittlere tägliche

Tragezeit an Wochentagen von 12,8 Stunden nach sechs Monaten auf 13,9 Stunden nach sechs Jahren, bei einer durchschnittlichen Nutzung von mehr als 6,5 Tagen pro Woche für MiSight® 1 day, die dieselbe

ActivControl® Technology wie MyDay® MiSight® 1 day nutzt. ‡ 94 % vs. 81 % nach einer Woche täglicher Nutzung, p = NS. ◊ Basierend auf den veröffentlichten Herstellerdaten: MyDay® MiSight® 1 day hat einen

Dk/t-Wert von 100 - im Vergleich zu der bisherigen MiSight® 1 day (Dk/t 28) und NaturalVue Multifocal 1 Day (Dk/t 25). 94 % gegenüber 81 % nach einer Woche täglicher Nutzung, p = NS. ** Warnung: UV-Licht

absorbierende Kontaktlinsen sind kein Ersatz für schützende UV-absorbierende Sehhilfen wie UV-absorbierende Schutzbrillen oder Sonnenbrillen, da sie das Auge und den umgebenden Bereich nicht komplett abdecken.

Kontaktlinsenträgerinnen und -träger sollten weiterhin UV-Licht absorbierende Brillen verwenden, wann immer dies empfehlenswert ist. 1. Chamberlain P et al A 3-year Randomized Clinical Trial of MiSight® Lenses for

Myopia Control. OVS 2019;96:556-567. 5. Woods J et al. Ocular health of children wearing daily disposable contact lenses over a 6-year period. CLAE 2021 Aug;44(4):101391. 6. CooperVision Datenbestand, 2025.

Prospektive, einwöchige, doppelt verblindete, bilaterale Studie mit MiSight® 1 day Silikonhydrogel. N=32 Probanden im Alter von 8-18 Jahren. 7. CooperVision Datenbestand, 2025.

.


INHALT

TITEL:

IC Berlin by Marcolin

www.ic-berlin.com/de

EDITORIAL

Alles Retro oder was? 5

NEWSROOM

Kurznachrichten 6

HEADLINER

Brillen von gestern Geschichte vor Augen 10

AUSZEICHNUNG

Pure Magie aus Acetat und Glas Brillenträger des Jahres 2026 14

MESSE

Die opti bleibt die opti opti 2026 16

Blick nach vorn MIDO 2026 20

BUSINESS

Vertrauen ist alles Transparente Rechnungen 22

RECHT

Kein digitaler Meister Remote-Refraktion 24

ESSAY

Man kann sich nicht klonen Zwischen Verantwortung und Realität 26

ADVERTORIAL

Smart vernetzt bon Optic 29

LENS

Performance trifft Potenzial Neue Dynamik im Myopie-Management 30

OPTICS

Kognitive Entlastung Neuer Standard im Glasdesign 32

KOLUMMNE

Fitnessstudio fürs Auge? Wenn Dioptrien Angst bekommen sollen 34

OPTICS

Weitergedacht Wahrnehmung und Wissenschaft 36

HISTORY

Keine Kompromisse Einfach gemacht 38

FRAME

Phoenix aus der Asche Maximal-Recycling 40

SPECIAL

Brillen und Geschichte(n) Vintage, Heritage & Retro 42

ART

Zwischen Licht und Glas Die Langsamkeit des Sehens 48

BUSINESS

Automatisieren. Binden. Umsatz steigern. Digitale Kundenbindung 50

Urlaub im Blick Alle Jahre wieder 52

Achtsamkeit im Alltag Mindfulness 54

BOOK

KI-unterstützte Geschäftsmodelle KI im Augenoptiker-Betrieb 57

PORTRAIT

Retro als Haltung Arvid Schleberger, München 58

34

42

48

TERMINE

Terminkalender Wer macht wann was wo? 62

COMMUNITY

Herstellernachweis Wen finde ich wo? 65

SCHLUSSLICHT

Diverses, Besonderes, Ungewöhnliches, Impressum 66

58

WWW.EYE-COM.NET

3


ENGINEERING PHOTOCHROMIC PERFORMANCE

REAGIERT AUF LICHT,

PASST ZUM LEBEN

ColorMatic® X ist unser schnellstes und klarstes photo-

tropes Brillenglas. Es erreicht ein neues Level an

phototroper Leistung mit schneller Aufhellung, hoher

Langlebigkeit und Sehkomfort von morgens bis abends.

Mit einer Klarheit von bis zu 93 % in Innenräumen

Mit einer Eindunkelung von bis zu 88 % im Freien

Mit einer um 56 % schnelleren Aufhellung als die

Vorgängergeneration

IM INNENRAUM

BEWÖLKT

SONNIG


EDITORIAL 0

»VOR DER WIRKLICHKEIT KANN MAN SEINE AUGEN VERSCHLIESSEN,

ABER NICHT VOR DER ERINNERUNG.«

Stanisław Jerzy Lec, 1909-1966, polnischer Lyriker und Aphoristiker

»MODE IST VERGÄNGLICH, STIL NIEMALS.«

Coco Chanel, 1883-1971, französische Modeschöpferin

ALLES RETRO ODER WAS?

Liebe Leser,

ohne dass wir das wirklich so geplant hätten, ist diese Ausgabe von EYECOM ein bisschen nostalgisch geworden: Unsere Titelstory

„Brillen von gestern“ ab Seite 10 stellt eine Brillenmarke vor, die die Seele der französischen Brillenmacherkunst neu belebt. In

„Keine Kompromisse“ ab Seite 38 erinnert sich Unternehmerin Beate Gabelt, wie sie als aktive Sportlerin vor einem Vierteljahrhundert

die Brillen selbst erfinden musste, die sie haben wollte, weil es diese damals einfach nirgends gab. Auch unser Design-SPECI-

AL ab Seite 42 befasst sich mit dem Thema „Brillen und Geschichte(n). Und in unserem Unternehmer-Portrait „Retro als Haltung“

ab Seite 58 stellen wir einen kreativen jungen Kollegen vor, der in München ein sehr ungewöhnliches

Geschäftskonzept betreibt, in dem Retro, Nostalgie und Handwerk eine große Rolle spielen.

Auch auf den augenoptischen Fachmessen stellt man immer wieder fest: Retro ist mehr als nur ein

Trend; es ist Vertrautheit und Wertschätzung für Dinge, die eine Vergangenheit haben und Geschichten

erzählen. Vielleicht umso mehr, wenn man feststellt, dass all die schönen, gekauften Luxus-Etiketten

auf Produkten in Wirklichkeit seelenlos und blutleer sind - was auch unsere Endkunden zunehmend

bemerken. Retro dagegen bedeutet nicht einfach nur „alt“. Viele Menschen schätzen an

Retro-Objekten – auch bei Mode, Musik oder Technik – die Be-Greifbarkeit und den individuellen

Charakter, den moderne Massenware oft vermissen lässt.

Was sicher ebenfalls eine Rolle spielt: In unsicheren Zeiten suchen die Menschen nach Beständigem

und Vertrautem. Man kann es auf jedem Flohmarkt sehen, wenn erwachsene Menschen ein Fundstück

mit demselben Lächeln nach Hause tragen, mit dem sie sich als Kinder über den Fund einer Muschel oder einer glänzenden

Kastanie gefreut haben.

Für Augenoptiker bedeutet der Retro-Trend vor allem eines: Chancen. Wer die Geschichte hinter den klassischen Modellen und

Marken kennt und sie im Beratungsgespräch lebendig vermittelt, schafft Mehrwert und Differenzierung gegenüber dem reinen

Onlinehandel. Emotionales Storytelling wird zum Verkaufsargument – die Brille als kulturelles Objekt, nicht nur als Produkt.

Retro ist daher weit mehr als ein nostalgischer Rückblick. Es ist ein Spiegel unserer Zeit. Ein Zusammenspiel aus Erinnerung

und Innovation. Für unsere Branche eröffnet sich damit immer wieder die Chance, Tradition neu zu erzählen und gleichzeitig die

Zukunft aktiv zu gestalten.

In diesem Sinne herzlichst Ihr

Martin Graf

PS: Für Anregungen, Kommentare und Kritik erreichen Sie mich unter graf@eye-com.net und Tel. 0171-5483199


0 NEWSROOM

Sozialplanvolumen von rund 1 Mio.

Euro für ehemalige Menrad-Mitarbeiter

Im Insolvenzverfahren der Ferdinand Menrad GmbH + Co. KG hat der Insolvenzverwalter

das maximal mögliche Sozialplanvolumen ausgezahlt. Die Summe

für die mehr als 100 ehemaligen Mitarbeiter beträgt rund 1 Mio. Euro und entspricht

dem 2,5-fachen der monatlichen Lohn- und Gehaltssumme.

Der entsprechende Antrag des Verwalters wurde vom Amtsgericht Aalen genehmigt.

Das Gesamtvolumen eines Sozialplans in einem Insolvenzverfahren

ist gemäß § 123 InsO auf das 2,5-fache der monatlichen Gehaltssumme

der betroffenen Arbeitnehmer begrenzt. Zudem darf das Sozialplanvolumen

nicht mehr als ein Drittel der Insolvenzmasse betragen. Laut Auskunft des Insolvenzverwalters

war diese Auszahlung möglich, weil er in den vergangenen

Monaten aus dem Firmenvermögen gute Verwertungserlöse erzielt hatte.

Mit den Oculus Expo Days 2026

„Am Ball bleiben“

Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre setzt Oculus seine Expo Days

auch 2026 fort und bringt Innovation, Networking und Praxiswissen zu den

Augenoptikern vor Ort – in den VIP-Bereichen der Allianz Arena des FC Bayern

Neuer Vertriebsleiter bei Rodenstock

Manuel Stanke ist seit Anfang Februar 2026 neuer Vertriebsleiter bei Rodenstock.

Er ist zuständig für die Region West, in der er gemeinsam mit seinem Team

die Kundenbetreuung intensivieren wird.

Manuel Stanke bringt einen breiten Erfahrungsschatz als Augenoptikermeister,

überregionaler Betriebsleiter sowie als Außendienstmitarbeiter bei Rodenstock

mit und versteht dadurch die Bedürfnisse der von Rodenstocks Partneroptikern.

„Im Fokus stehen für mein Team und mich eine enge Zusammenarbeit mit unseren

Kunden, um die individuellen Potenziale zu erkennen und gemeinsam mit

ihnen erfolgreich zu wachsen“, sagt Manuel Stanke. „Mit seiner herausragenden

Expertise wird Manuel Stanke unser Vertriebsteam als Regionalvertriebsleiter

enorm bereichern und für unsere Partneroptiker ein kompetenter Ansprechpartner

auf Augenhöhe sein“, freut sich Thomas Pfanner, General Manager Deutschland

und Österreich über die persönliche Weiterentwicklung von Manuel Stanke.

München am 20. April 2026 sowie dem Deutsche Bank Park von Eintracht

Frankfurt am 23. April 2026. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Unter dem Motto „Am Ball bleiben“ erwartet die Teilnehmer ein inspirierendes

Branchenevent, das fachliche Impulse mit einzigartiger Stadionatmosphäre

verbindet. Gemeinsam mit Optiswiss, MPG&E, COE Campus, Pricon,

Ocumeda, Loyalty Lab, Moro, Martin Schoeder und Ulli Mahler bietet Oculus

ein vielseitiges Programm für zukunftsorientierte Augenoptiker. Neben faszinierenden

Stadionführungen stehen informative Fachvorträge, innovative

Technologien und konkrete Lösungsansätze für den Arbeitsalltag im augenoptischen

Fachgeschäft im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erhalten wertvolle

Impulse zu aktuellen Entwicklungen, Trends und Strategien – praxisnah,

kompakt und direkt umsetzbar.

Besucher haben die Möglichkeit, Oculus Geräte live zu testen und neue Anwendungen

kennenzulernen. Ergänzt wird das Angebot durch die Präsentationsflächen

der Partnerunternehmen, die ihre neuesten Produkte, Dienstleistungen

und Konzepte vorstellen.

Alle Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung auf

www.oculus-akademie.de

Kai Jaeger ist neuer ZVA Präsident

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) lud

seine Delegierten am 7. und 8. März 2026 nach Lübeck zur Mitgliederversammlung

ein. Im Mittelpunkt der Tagung standen die turnusmäßigen

Wahlen von Präsidium, Vorstand und Ausschussvorsitzenden,

mit denen die Delegierten wichtige Weichen für die zukünftige

Verbandsarbeit stellten.

Zum neuen ZVA-Präsidenten wählten die Delegierten einstimmig den

bisherigen Vizepräsidenten Kai Jaeger (links). Als erster Vizepräsident

wurde Armin Ameloh in seinem Amt bestätigt. Zur neuen Vizepräsidentin

wählten die Delegierten Sylvia Alps, die zuvor bereits als Mitglied

im Präsidium mitgearbeitet hatte. Rainer Hankiewicz bleibt Vorsitzender

des Berufsbildungsausschusses, Giovanni Di Noto weiterhin Vorsitzender

des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Den Vorsitz

des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses übernimmt künftig Vizepräsident

Armin Ameloh (rechts), während Dr. Carolin Truckenbrod zur Vorsitzenden

des Fachwissenschaftlichen Ausschusses gewählt wurde.

6

EYECOM 02 | 2026


CooperVision - World Contact Lens Day

Am 15. April haben Augenoptiker weltweit den World Contact Lens Day gefeiert

– einen Tag, der auf die Bedeutung moderner Kontaktlinsenversorgung

aufmerksam macht und auf ein besonderes historisches Datum fällt: Den Ge-

burtstag von Leonardo da Vinci. Der Universalgelehrte gilt mit seinen frühen

Skizzen optischer Prinzipien als ein Vordenker der Kontaktlinsenidee.

Der World Contact Lens Day wurde von Euromcontact, dem europäischen Verband

der Kontaktlinsen- und Pflegemittelhersteller, initiiert und schafft eine

ideale Plattform für Aufmerksamkeit, Beratung und Neukundengewinnung.

Die aktuelle Kampagne von CooperVision zielt genau darauf ab, denn sie soll

den Handel unterstützen, Kontaktlinsenpräsenz sichtbar machen und Konsumenten

motivieren, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen

– sei es beim Erstkontakt, beim Wiederaufbau einer bestehenden Kundenbeziehung

oder zur Reaktivierung inaktiver Kontaktlinsenträger.

Dass der World Contact Lens Day auf den Geburtstag Leonardo da Vincis fällt,

ist mehr als eine historische Randnotiz. Seine Forschungen zur Optik und

zum visuellen Wahrnehmen legten vor über 500 Jahren den Grundstein für

die moderne Kontaktlinsentechnologie. Mit der heutigen Innovationskraft –

von hochsauerstoffdurchlässigen Materialien bis hin zu optimierten Tageslinsen

für längeren Tragekomfort – führt CooperVision seine Idee fort und macht

gutes Sehen für Millionen Menschen möglich.

Visall: Neuer Key Account Manager

für DACH-Region

Michael Mangliers wird Key Account Manager für die DACH-Region bein Brillenglas-Hersteller

Visall. Er war für das Unternehmen zuvor viele Jahre lang

als erfolgreicher Handelsvertreter für den südwestdeutschen Raum tätig und

bringt umfassende Markt- und Kundenkenntnisse mit.

In seiner neuen Funktion verantwortet Mangliers seit Januar 2026 die Betreuung

der Key Accounts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist

der weitere Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie die nachhaltige

Stärkung der Marktposition von Visall. Mit dieser Personalentscheidung setzt

das konzernunabhängige Familienunternehmen auf Kontinuität, Erfahrung

und Kundennähe.

Aoyama Optical Germany: Lizenzverlängerung für Gerry Weber Eyewear

Aoyama Optical Germany verlängert die Lizenz für Gerry Weber Eyewear mit

dem neuen Markeninhaber Victrix bis Ende 2030. Thomas Akiyama, Inhaber

von Aoyama Optical, ist seit der Einführung der Gerry Weber Eyewear-Lizenz

eng mit der Marke verbunden. Aoyama Optical hält die Lizenz seit 2010 und

steht damit für Kontinuität, Verlässlichkeit und langfristiges Engagement im

Eyewear-Bereich.

Die GRUPO Victrix, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, bekräftigt

gemeinsam mit Aoyama Optical ihr Bekenntnis zu einer langfristigen

Zusammenarbeit, um die internationale Präsenz von Gerry Weber Eyewear

auszubauen, bestehende Märkte zu stärken und neue Chancen zu nutzen.

Optiswiss verstärkt Geschäftsleitung

Seit Januar 2026 ist Johannes Schubart (links) als Chief Product & Marketing Officer (CPMO) Mitglied

des Führungsgremiums bei dem Schweizer Brillenglashersteller Optiswiss. In dieser Funktion verantwortet

er die operative und strategische Ausrichtung der Bereiche Produktmanagement und Marketing.

Johannes Schubart ist seit mehr als vier Jahren bei Optiswiss tätig. In seiner bisherigen Funktion als

Head of Global Marketing, Product Management & Tools verantwortete er mit seinem Team bedeutende

Produkteinführungen, die Markenpositionierung sowie den Ausbau strategischer Kooperationen.

Mit der personellen Verstärkung in der Geschäftsleitung unterstreicht Optiswiss seine Vision, die Zukunft

des augenoptischen Fachhandels aktiv und nah am Markt mitzugestalten. Das Unternehmen setzt dabei

konsequent auf innovative Brillengläser und ganzheitliche Konzepte, um den traditionellen Fachhandel

partnerschaftlich und kompetent zu unterstützen – mit Brillengläsern, die nach höchsten Qualitätsstandards

zu 100% in der Schweiz gefertigt werden.

„Es freut mich sehr, dass wir mit Johannes Schubart ein neues Mitglied für das Führungsteam gewinnen

konnten. Er kennt unsere Werte, unsere Marke sowie den augenoptischen Markt bestens und trägt unsere

gemeinsame Vision vollumfänglich mit. Mit seiner gewinnenden Persönlichkeit und seiner Fachkompetenz

wird er die strategische Ausrichtung des Unternehmens weiter stärken und Optiswiss gemeinsam

mit dem gesamten Führungsteam erfolgreich in

die Zukunft führen“, freut sich Samuel Frei (rechts),

der CEO von Optiswiss.

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7


0 NEWSROOM

Zeiss unterstützt „Aloka Vision Programme“ –

Zahlen und Fakten

Für Menschen in ländlichen Regionen in Indien und benachbarten Ländern ist der Zugang

zu augenoptischer und medizinischer Versorgung oft schwierig oder gar nicht möglich. Hier

setzt das „Aloka Vision Programme“ an: Durch die Bereitstellung von augenoptischen Geräten,

Brillen sowie Dienstleistungen im Bereich Optometrie und Augenheilkunde.

Mit dieser Initiative fördert Zeiss Vision Care die Versorgung in Indien sowie den SAARC-Ländern1

nachhaltig und skalierbar. Sie steht für ein kontinuierliches Wachstum, das sowohl die

operative Exzellenz von Aloka als auch die anhaltende Nachfrage nach primären Augenversorgungsleistungen

unterstreicht. Mit 31 Optometristen, sieben Sehzentren und 48 Partnern

hat das „Aloka Vision Programme“ das Ziel, den Zugang zu augenoptischer und medizinischer

Versorgung zu verbessern und das Bewusstsein für vermeidbaren Sehverlust sowie Screenings

von Fehlsichtigkeiten zu stärken.

Julbo und Kilian Jornet gehen Partnerschaft ein

Julbo, einer der weltweit führenden französischen Sportbrillenhersteller, gibt offiziell die Zusammenarbeit

mit dem Ausdauer- und Bergsport-Ausnahmesportler Kilian Jornet bekannt.

Die auf drei Jahre angelegte Partnerschaft baut auf einer über 20 Jahre gewachsenen Verbindung

auf: Jornet trägt Julbo Brillen seit den frühen Anfängen seiner Karriere und lange,

bevor es eine offizielle Kooperation gab. Mit der nun verkündeten Zusammenarbeit, die

die gemeinsame Produktentwicklung inklusive einer co-kreierten Brillenkollektion sowie

die Unterstützung der Kilian Jornet Foundation beinhaltet, machen beide Seiten diese Verbindung

sichtbar.

Kilian Jornet zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des internationalen Berg- und

Ausdauersports. Er gewann mehrfach den Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB), wurde Weltmeister

im Skibergsteigen und schrieb Alpingeschichte mit der zweifachen Besteigung des

Mount Everest innerhalb einer Woche – ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Fixseile.

Projekte wie „Summits of My Life“ stehen für seinen ganzheitlichen Ansatz im modernen

Alpinismus. Seine extremen Anforderungen an Material und Funktionalität fließen im Rahmen

der Partnerschaft direkt in die Produktentwicklung von Julbo ein.

Rodenstock übernimmt

kroatische NI-VA Lens und

DEA Lens Project

Die Rodenstock-Gruppe hat am 31. März 2026 eine Vereinbarung

zur Übernahme von DEA Lens Project d.o.o. und NI-VA Lens d.o.o.

bekannt gegeben, den führenden Anbietern von Brillengläsern

sowie optischen und ophthalmologischen Geräten in Kroatien.

Mit dieser Akquisition übernimmt Rodenstock nicht nur langjährige

Partner, sondern beschleunigt zudem seinen regionalen

Vertriebsaufbau in Osteuropa. Finanzielle Details der Transaktion

wurden nicht bekannt gegeben. DEA Lens d.o.o. und NI-VA Lens

d.o.o. vertreiben und verkaufen Brillengläser sowie optische und

ophthalmologische Geräte. DEA Lens Project d.o.o. wurde 1995 in

Osijek gegründet und genießt einen hervorragenden Ruf beim

Aufbau und der Pflege von Beziehungen zu unabhängigen Augenoptikern.

Seit 20 Jahren ist das Unternehmen ein enger Partner

von Rodenstock. Unter der Leitung von Damir Borovac, der weiterhin

Teil des Führungsteams bleiben wird, hat das Unternehmen

in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet.

Neu im Führungsteam von Topcon Deutschland Medical

Topcon Deutschland Medical hat sein Führungsteam in Deutschland

gezielt verstärkt und wichtige Schlüsselpositionen in den

Bereichen Marketing, Vertrieb und Service neu besetzt.

Torsten Pötzsch (links) ist schon seit September 2025 als Marketing-Manager

bei Topcon tätig. In dieser Funktion verantwortet

er die strategische und operative Ausrichtung der Marketing-

aktivitäten. Pötzsch bringt langjährige Erfahrung in der strategischen Markenführung, der

digitalen Kommunikation sowie im B2B-Marketing mit. Sein Fokus liegt auf der konsistenten

Positionierung der Marke.

Stefan Hünerbein (Mitte) hat seit November 2025 die Position des Head of Sales Germany

inne. Er verantwortet die Vertriebsaktivitäten von Topcon Deutschland Medical und bringt

umfassende Erfahrung aus der Augenoptik sowie dem Vertrieb medizinischer Systeme ein.

Sein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung bestehender Kundenbeziehungen sowie der intensiven

Zusammenarbeit mit Augenoptikern, Augenärzten und Kliniken.

Patrik Stoll (rechts) leitet ebenfalls seit November 2025 als Head of Service den Servicebereich

von Topcon Deutschland Medical. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Ophthalmologie

und im technischen Service steht er für effiziente Serviceprozesse, hohe Qualitätsstandards

und eine konsequente Kundenorientierung. Sein Aufgabenbereich umfasst die

Weiterentwicklung der Serviceorganisation sowie die Sicherstellung eines zuverlässigen

und qualitativ hochwertigen technischen Supports.

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EYECOM 02 | 2026


Perfekter Arbeitsplatz

auf kleinstem Raum

Die OCULUS Pico

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0 HEADLINER

Brillen

VON GESTERN

10

EYECOM 02 | 2026


GESCHICHTE VOR AUGEN

ES IST SCHWER, AUF MESSEN NOCH ETWAS WIRKLICH NEUES UND

INTERESSANTES ZU ENTDECKEN. ABER ES GIBT AUSNAHMEN – WIE DIE VINTAGE-

KOLLEKTION „LES LUNETTES DUCLOUX“, DIE WIR AUF DER PARISER SILMO

ENTDECKT HABEN. DENN DIESE BRILLEN SIND MEHR ALS NUR EINE WEITERE

KOLLEKTION: SIE SIND POETISCHE FASSADEN, DIE VERGANGENHEIT UND

GEGENWART MITEINANDER VERWEBEN UND UNS EINLADEN, TIEF IN DIE

GESCHICHTE DER BRILLE ZU SCHAUEN.

ie Marke Ducloux wurzelt tief in der traditionsreichen

Seele der französischen Brillenwelt. Die Initiatoren dieses

visionären Projekts sind Corine Mosa-Ducloux und ihr Ehemann

Charles Mosa - zwei leidenschaftliche Augenoptiker, deren Liebe

zu Vintage-Brillen sie weit über den Rahmen des rein Funktionalen hinausgeführt

hat. Jahrelang betrieben sie in Paris und Nizza die ersten

Brillen-Boutiquen Frankreichs, in denen es ausschließlich Brillen aus

vergangenen Zeiten zu kaufen gab.

Bei ihren unzähligen Begegnungen mit Liebhabern historischer Brillen

stellten sie aber auch fest, dass die alten Bestände dieser brillanten

Handwerkskunst nahezu aufgebraucht oder unzureichend konserviert

waren. Nachschub gab es nicht mehr.

Blick zurück: Charles Mosa und Corine Mosa-Ducloux,

zwei leidenschaftliche Retro-Pioniere.

Diese Brillen sind keine

fl üchtigen Accessoires, sondern Ausdruck

einer Seele

Daraus entstand die entscheidende Frage, die alles veränderte: Warum

diese Schönheiten dem Vergessen überlassen? Das kreative Ehepaar

entschied, ausgesuchte Vintage-Modelle originalgetreu neu aufzulegen.

Die so entstandene Kollektion interpretiert Brillen von 1900 bis 1940

neu und bewahrt jedes authentische Detail: Brücken, Fassungen,

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0 HEADLINER

Bügel, präzise Größen - sogar Etuis im Stil der Epoche. Bald nach der

ersten Vorstellung 2022 auf der Silmo in Paris wurde die Marke um

„Ducloux XIX“ erweitert, deren Modelle von den vorindustriellen Fertigungsmethoden

des 19. Jahrhunderts inspiriert sind, als Brillen noch als

kostbare Einzelstücke von Goldschmieden und Feinmechanikern hergestellt

wurden.

Ein Name, der Geschichte atmet

Bei der Suche nach einem Namen für ihre neue Kollektion entdeckten

sie in Corines Familiengeschichte selbst eine Metapher für ihre Mission:

Ihr Mädchenname „Ducloux“ passte zur Brillenherstellung im französischen

Jura, wo ein Nagelmachermeister namens Pierre Hyacinthe Caseaux

im Jahr 1796 die ersten industriellen Brillenfassungen entworfen

Die Fassungen haben nicht nur eine

äußerlich vertraute Form - sie sind Fenster

in eine andere Welt.

und hergestellt hatte - und damit den Grundstein für die Brillenindustrie

legte, die die Gegend bis heute prägt. So entstand „Les lunettes Ducloux“

- ein Name, der nicht nur den Charakter der Marke widerspiegelt, sondern

auch das poetische Echo einer ganzen Epoche in sich trägt.

Die Formen der Erinnerung - Vom Design zur Seele

Was Ducloux so einzigartig macht, ist die kompromisslose Rückkehr zu

den Formen und Proportionen, die Brillen um 1900 bis 1940 charakterisierten.

Die runden, ovalen und pantoförmigen Fassungen haben

nicht nur eine äußerlich vertraute Form - sie sind Fenster in eine andere

Welt. Jede Variation der Kollektion – insgesamt sind es über 700 - hat

einen eigenen Charakter: Verschiedene Größen, Brückenformen, die

Farbnuancen der Sonnengläser; sogar spezielle Etuis, die die Details

vergangener Zeiten zitieren. Selbst die Nasenpads werden in exakt den

Farben und Größen gefertigt, die bereits in den 1930er-Jahren verwendet

wurden.

Handwerkliche Tiefe - Vom Material zur Magie

Doch bloße Ästhetik und Nostalgie genügte den beiden Unternehmern

nicht. Jede Fassung wird mit unendlich viel Liebe zum Detail gefertigt.

Für die Metallmodelle wir heute zwar ganz zeitgemäß Titan verwendet;

die klassischen Gespinst-Bügel werden dagegen auf originalen

Maschinen hergestellt, deren Bedienung nur noch wenige Handwerker

auf der Welt beherrschen. Bei den Sonnenbrillen werden Mineralgläser

von Barberini verwendet, deren Farben teilweise extra für Ducloux entwickelt

wurden, um dem Vintage-Look der Originale gerecht zu werden.

Die Brillen sind extrem filigran verarbeitet; die Proportionen entsprechen

den historischen Originalmaßen, aber passen zu den Erfordernissen

zeitgemäßer Brillengläser. Die Kombination aus authentischem Design

und hochwertiger Produktion schlägt eine Brücke zwischen gestern

und heute - ein harmonisches Zusammenspiel von Funktionalität und

historischem Flair.

Mehr als ein Accessoire: Ein Statement der Zeit

Ducloux-Brillen sind nicht einfach nur Objekte; sie sind Botschafter

einer Epoche, getragen von Menschen, die Schönheit in Details sehen.

Jede Brille erzählt vom Glanz vergangener Zeiten, von der Handwerks-

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EYECOM 02 | 2026


kunst, die einst in den Werkstätten des französischen Juras pulsierte -

und von der Vision zweier Optiker, die den Blick für das Unvergängliche

geschärft haben.

Jede Brille erzählt von der Vision

zweier Optiker, die den Blick für das

Unvergängliche geschärft haben.

Zeitreise im Blickfeld

In einer Welt, die oft von schnellen Trends und kurzlebigen Moden

beherrscht wird, erinnern „Les Lunettes Ducloux“ daran, dass manche

Dinge nur im Spiegel der Geschichte ihre wahre Tiefe offenbaren. Diese

Brillen sind keine flüchtigen Accessoires, sondern Ausdruck einer Seele

- getragen von Menschen mit einem Blick für das Authentische, das

Echte, das Ewige.

Der Blick als Vermächtnis

Und so sind diese neuen Klassiker viel mehr als fein gearbeitete Bril-

len aus Titan und Glas: Sie sind leise Chronisten einer Epoche, die noch

an die Würde des Handwerks glaubte. Sie ruhen nicht bloß auf der Nase

- sie verweilen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wie ein zarter

Steg aus Erinnerungen. Wer eine Brille von Ducloux trägt, trägt nicht nur

Form und Farbe, sondern eine Haltung: Die Entscheidung für Langsamkeit

in einer schnellen Welt, für Substanz statt Oberfläche, für das Flüstern

der Geschichte statt dem lauten Rufen des Trends.

Vielleicht ist es genau das, was diese Brillen so besonders macht: Sie

verändern nicht nur, wie wir sehen - sondern auch, womit wir sehen. Mit

Bewusstsein. Mit Stil. Mit einem Sinn für das Dauerhafte. Und wenn das

Licht durch mineralisches Glas fällt und sich in feinen Gold- oder Silbertönen

bricht, dann scheint es fast, als lächle uns die Vergangenheit zu

- wissend, dass sie in guten Händen weiterlebt.

Vielleicht liegt die wahre Besonderheit von Les Lunettes Ducloux

nicht allein in Form, Material oder Geschichte. Vielleicht liegt sie darin,

dass diese Brillen uns lehren, wieder bewusster zu sehen - nicht nur

schärfer, sondern tiefer.

Denn Stil ist kein Trend. Stil ist Erinnerung in tragbarer Form.

https://ducloux-lunettes.com/en/

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13


0 AUSZEICHNUNG

„PURE MAGIE

AUS ACETAT UND GLAS“

BRILLENTRÄGER DES JAHRES 2026

Die meisten Leute kennen den Komiker, Autor, Fernsehmoderator,

Schauspieler, Regisseur, Sänger, Hörspielsprecher, Hörbuch-

und Synchronsprecher Hans-Peter Wilhelm Kerkeling

unter der Abkürzung „Hape“. Ende März 2026 wurde ihm vom

„Kuratorium Gutes Sehen“ die Auszeichnung „Brillenträger des

Jahres“ verliehen.

Kerkeling ist kein Prominenter, der seine Brille nur auf dem roten Teppich

trägt und danach in der Schublade verschwinden lässt. Er trägt sie

konsequent, auch bei Lesungen und Talkshows. Diese Alltagstauglichkeit

macht ihn zum Vorbild für Millionen Brillenträger, die ihren Alltag mit

Stil meistern wollen. Hape Kerkeling verkörpert damit die perfekte Symbiose

aus Humor und Sehkraft.

In den Film und Bühnenfiguren des 61-jährigen Entertainers und Autors

Hape Kerkeling – beispielsweise als schmieriger Reporter Horst Schlämmer,

als glückloses Multitalent Siggi Schwäbli oder als Taxifahrer Günther

Warnke - spielt die Brille seit vielen Jahren eine tragende Rolle. Aber auch

bei der Privatperson Hape Kerkeling: „Gutes Sehen wurde für mich genau

in dem Moment zum Thema, als ich im Supermarkt die Zutatenliste auf

der Leberwurst nicht mehr lesen konnte und feststellen musste, dass ich

ohne Sehhilfe wohl eher raten müsste, was ich da esse. Die Brille wurde

so um die vierzig mein treuester Begleiter – quasi die einzige Begleitung,

die nie meckert, wenn ich sie morgens als Erstes sehen will“, erzählt er im

KGS-Interview.

Hape Kerkeling trägt seine Brille nicht

einfach nur: Er inszeniert sie.

Aber Kerkeling trägt seine Brille nicht einfach nur: Er inszeniert sie.

Mit charakteristischen, oft runden oder leicht ovalen Fassungen in

klassischem Schwarz oder dezentem Braun bevorzugt Kerkeling einen

Look, der intellektuell, humorvoll und unverwechselbar wirkt.

Die Brille ist bei ihm kein Accessoire – sie ist Teil seiner Bühnenpersönlichkeit;

ein Markenzeichen, das ihn als den „denkenden

Komiker“ auszeichnet. „Die Brille ist für mich wie ein Vorhang, der

aufgeht“, sagt Kerkeling augenzwinkernd. „Erst mit ihr beginnt die

Vorstellung. Besonders wichtig wird sie mir, wenn ich auf der Bühne

stehe und sehen möchte, ob die erste Reihe lacht oder gerade diskret

auf die Uhr schaut. Und natürlich beim Autofahren – es ist doch beruhigender

für alle Beteiligten.“

Mittlerweile gehören auch dezentere Titan- und Acetatfassungen zu seinem

Portfolio. In einem Interview erwähnte er einmal, dass seine Sehhilfe

ihm nicht nur die Welt schärfer zeige, sondern ihm auch die Freiheit

gebe, „mit beiden Augen zu lachen“. Diese Authentizität kommt beim

Publikum an: Augenoptiker berichten, dass sie immer wieder nach „Kerkeling-ähnlichen“

Rund- und Ovalmodellen gefragt würden. Viele Kunden

wünschen sich offensichtlich genau diesen Mix aus intellektuellem

Charme und Alltagstauglichkeit.

„Die Brille gibt mir die Freiheit,

mit beiden Augen zu lachen.“

Wer Hape Kerkeling auf der Bühne oder im Fernsehen sieht, bemerkt jedenfalls

sofort: Ob er mit hochgezogenen Augenbrauen über Alltagsirrsinn

philosophiert oder mit ernstem Blick von seiner Pilgerreise nach Santiago

de Compostela erzählt – die Brille spielt mit. Seine Modellwahl zeigt, dass

Brillenmode auch bei reiferen Herren selbstbewusst, aber nie altmodisch

sein muss. Das war auch einer der Gründe für die Entscheidung des KGS:

Das Kuratorium wählte ihn, weil er beispielhaft für einen „gelassenen und

natürlichen Umgang mit der eigenen Fehlsichtigkeit“ stehe.

Bildnachweis: Kuratorium Gutes Sehen / Hape Kerkeling

Dass die Brille weit mehr ist als eine Sehhilfe, zeigt sich immer wieder in

Kerkelings künstlerischer Arbeit. Äußere Merkmale setzt er bewusst ein,

um Figuren Profil zu verleihen. „Die Brille ist das Zepter des Charakters.

Nehmen Sie Horst Schlämmer: Ohne dieses spezielle Gestell wäre er nur

ein Mann mit Schnappatmung“, sagt der Komiker über seine Kunstfigur,

mit der er gerade im Kino mit dem Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“

zu sehen ist. „Wenn ich die Brille aufsetze, verändert sich mein ganzer Blick

auf die Welt – und die Welt blickt anders auf mich. Das ist pure Magie aus

Acetat und Glas.“ So wird aus einem Accessoire ein erzählerisches Instrument,

das Rollen Glaubwürdigkeit und Wiedererkennbarkeit verleiht.

Und was würde er Menschen sagen, die zögern, eine Brille zu tragen,

weil sie Sorge haben, damit „das Gesicht zu verlieren“? Seine Antwort ist

pragmatisch: „Kinderchen, keine Sorge! Man verliert nicht sein Gesicht,

man findet es erst. Eine Brille ist das einzige Accessoire, das dich gleichzeitig

klüger, interessanter und modisch mutiger wirken lässt. Und wer

trotzdem Angst hat, das Gesicht zu verlieren: Mit der richtigen Brille sieht

man wenigstens, wo man es hingelegt hat!“

14

EYECOM 02 | 2026


ZEISS ClearMind Brillengläser

Klar sehen.

Klar denken.

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Entwickelt für extrem klares Sehen und um die kognitive

Belastung zu reduzieren. Erhältlich ab 1. April 2026.

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0 MESSE

0PTI 2026

FAMILIENFEST DER

Augenoptik

ALS ERSTE GROSSE FACHMESSE DES JAHRES SETZT DIE OPTI REGELMÄSSIG WICH-

TIGE AKZENTE FÜR DAS BEGINNENDE GESCHÄFTSJAHR. AUCH WENN SIE SICH

NICHT DIREKT MIT IHREN GROSSEN SCHWESTERN IN PARIS UND MAILAND MESSEN

KANN, IST SIE SPEZIELL IM DEUTSCHEN SPRACHRAUM DER BRANCHENEVENT MIT

DER GRÖSSTEN BEDEUTUNG.

16

EYECOM 02 | 2026


it der opti 2026 fiel Mitte Januar in München der traditionelle Startschuss für das neue Geschäftsjahr

der Augenoptik. Drei Tage lang, vom 16. bis 18. Januar 2026, stand das Messegelände in

München-Riem im Zeichen von Innovation, Design, Technologie und intensivem fachlichem

Austausch. Die Veranstaltung bestätigte erneut ihre Rolle als wichtige Fachmesse für Optik und Design (und

erstmals Hörakustik) und bot Orientierung in einem sich dynamisch wandelnden Marktumfeld.

Mit 21.972 Fachbesuchern (2025: 21.105) und 354 Ausstellern überzeugte die opti einen großen

Teil der Branche, die sich auf den Weg nach München gemacht hatten. Das sind Zahlen, die vor Corona

schon einmal größer waren, die aber auch die positive Dynamik und die Lust der Branche auf Zukunft

bestätigen. Auch viele positive Besucherstimmen passten in dieses Bild: Aussagen wie „Was für eine

opti!“, „wir planen bereits jetzt unseren Messeauftritt 2027“, „Hier entstehen mehr Ideen und Impulse

als im ganzen restlichen Jahr“, „unverzichtbarer Termin im Branchenkalender“ oder auch „hier steckt

richtig Dampf dahinter“ waren zu hören. Die opti zeigte sich einmal mehr als das, was sie ist: Ein

Treffpunkt der Community und ein großes Familienfest der Augenoptik.

Branchenplattform mit klarer Positionierung

Als erste Messe des Jahres nimmt die opti eine besondere Stellung im Messekalender ein. Hersteller,

Lieferanten, Designer, Start-ups und Fachbesucher nutzen sie regelmäßig, um neue


0 MESSE

Kollektionen vorzustellen, technologische Entwicklungen zu präsentieren und strategische Weichen

für die kommenden Monate zu stellen. Die opti bildet dabei jedes Mal das gesamte Spektrum

der Augenoptik ab – von klassischen Brillenfassungen und Brillengläsern über Kontaktlinsen

und Low-Vision-Lösungen bis hin zu optometrischen Geräten, Softwarelösungen und digitalen

Services für den Fachhandel.

Die klare thematische Struktur der Messe erleichterte die Orientierung und ermöglichte gezielte

Fachgespräche. Besonders deutlich wurde der Anspruch der opti, nicht nur Produktmesse,

sondern zugleich Diskussions- und Impulsgeber für die Branche zu sein.

Trends zwischen Design, Technologie und Nachhaltigkeit

Inhaltlich standen mehrere zentrale Themen im Fokus. Ein wichtiger Schwerpunkt war natürlich

der „Hingucker“ der Branche: Das Brillendesign. Zahlreiche Aussteller präsentierten Kollektionen,

die durch hochwertige Materialien, handwerkliche Qualität und zeitgemäße Formensprache

überzeugten. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zunehmend relevante Rolle: Ressourcenschonende

Materialien, transparente Lieferketten und langlebige Produktkonzepte wurden vielfach thematisiert

und als langfristiger Wettbewerbsfaktor dargestellt.

Parallel dazu zeigte sich der rasante technologische Fortschritt innerhalb der Branche. Digitale

Messsysteme, vernetzte Geräte, softwaregestützte Beratungs- und Anpassungslösungen sowie KI-gestützte

Analyseverfahren verdeutlichten, wie stark Digitalisierung und Automatisierung den augenoptischen

Alltag heute prägen und künftig weiter verändern werden. Viele Aussteller legen dabei

Wert auf praxisnahe Anwendungen, die sich direkt in bestehende Betriebsabläufe integrieren lassen.

Wissenstransfer und fachlicher Austausch

Ein zentrales Element der opti 2026 war das umfangreiche Rahmen- und Vortragsprogramm.

In Fachvorträgen, Panels und Live-Präsentationen wurden aktuelle Herausforderungen der Branche

aufgegriffen – darunter Marktveränderungen, Kundenansprüche, betriebswirtschaftliche

Fragestellungen sowie neue Versorgungs- und Beratungskonzepte. Die Formate boten sowohl

strategische Einordnungen als auch konkrete Handlungsempfehlungen für den Arbeitsalltag in

augenoptischen Betrieben.

opti SPHEARE – Hören wird sichtbar

Erstmalig auf der opti vertreten, entwickelte sich die opti SPHEARE direkt zu einem Publikumsmagneten.

Warum? Es waren zum einen die Neuaussteller aus dem Bereich der Hörakustik, zum

anderen aber auch die enorme Praxisnähe, die auf der zentralen Fläche stattfand: Hier überzeugten

Talks von und mit Inhabern, die eine erfolgreiche Integration von Hörakustik in ihren Optikbetrieb

geleistet haben. Geboten wurden daneben interaktive Sessions und offene Diskussionen

zu Positionierung, Kundenbindung und neuen Services. Interaktive Austauschformate zwischen

Referenten und interessiertem Publikum boten konkrete Mehrwerte für den Arbeitsalltag.

18

EYECOM 02 | 2026


TOMORROW VISION – „Play smart. Move free.“

Zum zweiten Mal setzte TOMORROW VISION, die gemeinsame Plattform

namhafter Kontaktlinsenhersteller, starke Impulse – diese Mal rund

um das Thema Sport. Praxisnahe Vorträge und konkrete Anwendungsbeispiele

zeigten, wie Kontaktlinsen sportlich aktive Kunden optimal

begleiten können. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten emotionale

Showacts, darunter mitreißende Basketball-Dunk-Performances mit

artistischen Sprung- und Wurfkombinationen, die den Sport-Fokus eindrucksvoll

auf die Fläche brachten und TOMORROW VISION zu einem

echten Erlebnis machten.

opti DESIGN STAGE – die Bühne für

Designkompetenz und Trends

Die opti DESIGN STAGE unterstrich auch 2026 eindrücklich die Designkompetenz

der opti und war zentraler Treffpunkt für Trends, Marken und

Gestaltung. Internationale Impulse lieferten unter anderem Selin Olmsted

aus New York mit ihrem Trend Forecast. Gleichzeitig war die DESIGN

STAGE der Ort, an dem die Fassungen für den opti FRAME AWARD zur Abstimmung

auslagen und am Sonntag die Publikumspreise opti FRAME

STAR AWARD, opti BOX AWARD und opti VISIONARY verliehen wurden.

Die klare thematische Struktur der

Messe erleichterte die Orientierung und

ermöglichte gezielte Fachgespräche.

Nachwuchs, Karriere und Selbstständigkeit im Fokus

Auch 2026 setzte die opti klare Akzente für Nachwuchs und junge

Unternehmer – ein Format, an dem die Next Generation als Zukunft der

Branche selbst intensiv mitgearbeitet hat und das in Fülle und Tiefgang

seinesgleichen suchte.

Start-ups und Nachwuchskonzepte als Impulsgeber

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Messe war die Präsenz von

Start-ups und jungen Unternehmen. Mit innovativen Produktideen, neuen

Geschäftsmodellen und kreativen Ansätzen brachten sie frische Impulse

in die Branche. Die opti 2026 bot ihnen eine professionelle Bühne,

um Sichtbarkeit zu erlangen und den direkten Kontakt zu Fachpublikum,

Investoren und etablierten Marktteilnehmern zu suchen.

„Hier entstehen mehr Ideen und Impulse

als im ganzen restlichen Jahr!“

Atmosphäre und persönliches Networking

Neben den fachlichen Inhalten überzeugte die opti 2026 durch ihre

offene und kommunikative Atmosphäre. Das Messegelände bot drei

Tage lang Raum für intensive Gespräche, spontane Begegnungen und

den persönlichen Austausch – ein Aspekt, der von vielen Teilnehmern

als besonders wertvoll hervorgehoben wurde. In Zeiten zunehmender

Digitalisierung zeigte sich hier erneut die Bedeutung physischer Messen

als Ort des Vertrauensaufbaus und der nachhaltigen Netzwerkpflege.

Einmal mehr verknüpfte die opti Messe, Community und Marktplatz zu

einer Einheit und schuf damit den Rahmen für ein Branchenereignis, das

fachliche Tiefe, persönliche Begegnung und internationale Perspektiven

wirkungsvoll zusammenführte.

Aber wie im Fußball gilt auch hier: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Die Vorbereitungen für die opti 2027 haben bereits begonnen; sie findet

vom 29. bis 31. Januar 2027 in München statt.

www.opti.de

WWW.EYE-COM.NET

19


0 MESSE

Blick

NACH VORN

MIDO 2026

1.200 AUSSTELLER UND 42.000 BESUCHER – DIESE BENCHMARKS TOPPT KEINER:

DIE MAILÄNDER MIDO 2026 VERDIENTE ZU RECHT EIN WEITERES MAL DEN BEI-

NAMEN „DIE MUTTER ALLER MESSEN.“

rei Tage lang - vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2026

- stand Mailand einmal mehr im Zeichen der Brille – als

medizinisches Produkt, technologisches Präzisionsinstrument

und stilprägendes Modeaccessoire. Die diesjährige Ausgabe

bestätigte eindrucksvoll die Rolle der MIDO als weltweit führende

Fachmesse der Augenoptik. Etwa 1.200 Aussteller aus über 50 Ländern

präsentierten ihre Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

– von Fassungen und Brillengläsern über Maschinen

und Fertigungstechnologien bis hin zu digitalen Services und

Retail-Konzepten. Fachpublikum aus allen relevanten Märkten nutzte

die Plattform zur Marktsondierung, zum Networking und für konkrete

Geschäftsabschlüsse. Die hohe Internationalität unterstreicht einmal

mehr die Bedeutung der MIDO als globaler Marktplatz und zuverlässiger

Trendindikator.

20

EYECOM 02 | 2026


individualisierbare Lösungen weiter an Bedeutung – von maßgefertigten

Fassungen bis hin zu personalisierten Gläsern, die präzise an Sehgewohnheiten

und Lebensstile angepasst werden können.

Auch im Bereich Digitalisierung setzte die Messe wichtige Impulse.

Digitale Messsysteme, KI-gestützte Beratungstools und Omnichannel-Konzepte

für den Fachhandel zeigten, wie sich das Einkaufserlebnis

im stationären Geschäft weiterentwickelt. Die Verbindung aus persönlicher

Beratung und digitaler Unterstützung wurde dabei als entscheidender

Erfolgsfaktor für die Zukunft des augenoptischen Fachhandels

herausgestellt.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten erneut die Bereiche für unabhängige

Labels und Start-ups. Hier präsentierten junge Marken experimentelle

Designs, neue Fertigungstechniken und frische Markenidentitäten.

Diese Segmente verliehen der Messe eine spürbare Dynamik und

fungierten als kreatives Labor der Branche.

Innovationen zwischen Technologie,

Nachhaltigkeit und Design

Im Zentrum der MIDO 2026 stand die zunehmende Verschmelzung

von technologischer Innovation und ästhetischem Anspruch. Besonders

deutlich wurde dies bei der Präsentation neuer Materialien: Leichtbaukomponenten,

biobasierte Kunststoffe und recycelte Rohstoffe waren in

zahlreichen Kollektionen zu finden und spiegelten den wachsenden Stellenwert

nachhaltiger Produktionsprozesse wider. Gleichzeitig gewannen

Im Zentrum der MIDO 2026 stand die

zunehmende Verschmelzung von technologischer

Innovation und ästhetischem Anspruch.

Eyewear-Inszenierung

Der „Fashion Square“ erwies sich auch 2026 als einer der zentralen

Publikumsmagnete. In aufwendig kuratierten Präsentationen wurde die

Brille konsequent als Teil der internationalen Modewelt inszeniert. Farbtrends,

Materialkombinationen und Formensprache orientierten sich

deutlich an den Entwicklungen der großen Laufstege, während gleichzeitig

eigenständige Akzente gesetzt wurden.

Ergänzt wurde dieser Bereich durch eine viel beachtete Sonderausstellung

zur kulturellen Entwicklung der Brille. Sie spannte den Bogen

von historischen Modellen bis hin zu ikonischen Designs der Gegenwart

und machte deutlich, wie sehr sich Sehkorrektur, gesellschaftlicher Wandel

und ästhetischer Ausdruck gegenseitig beeinflussen.

Netzwerkdrehscheibe mit wirtschaftlicher Relevanz

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der MIDO bleibt der Austausch von

Mensch zu Mensch. In den Messehallen wurden zahlreiche Gespräche

geführt, Kooperationen angebahnt und Geschäftsabschlüsse realisiert.

Gerade in einem zunehmend digitalisierten Umfeld zeigte sich erneut

die Bedeutung persönlicher Begegnungen: Vertrauen, Markenverständnis

und langfristige Partnerschaften entstehen weiterhin vor allem im

direkten Kontakt.

Mailand als Bühne internationaler Strahlkraft

Nicht zuletzt trug auch der Standort Mailand zur besonderen Qualität

der Messe bei. Als internationale Mode- und Designmetropole bietet

die Stadt ein Umfeld, das wie kaum ein anderes für Stilbewusstsein,

Kreativität und wirtschaftliche Dynamik steht. Die zeitliche Nähe zu den

bevorstehenden Olympischen Winterspielen verlieh der Stadt zusätzlich

internationale Aufmerksamkeit und sorgte für eine besondere Aufbruchsstimmung

– ein Kontext, der sich auch auf die Messe übertrug.

Als Kombination aus Marktplatz, Innovationsforum und Netzwerkplattform

bleibt die MIDO damit ein unverzichtbarer Orientierungspunkt

für alle Akteure der Augenoptik – und ein Spiegel einer Industrie, die sich

zwischen Tradition, Technologie und Design kontinuierlich neu erfindet.

Zum nächsten Mal vom 6. bis 8. Februar 2027.

www.mido.com/en

WWW.EYE-COM.NET

21


0 BUSINESS

TRANSPARENTE RECHNUNGEN

VERTRAUEN

IST ALLES

ES GIBT ÜBERZEUGUNGEN UND GEWOHNHEITEN, DIE SICH IN EINER BRANCHE SO

FESTSETZEN, DASS SIE KAUM NOCH HINTERFRAGT WERDEN. AUGENOPTIK-UNTER-

NEHMER ANDRÉ DUROW HAT SICH EINIGE DIESER GÄNGIGEN BRANCHEN-ILLUSI-

ONEN GENAUER ANGESEHEN. SEIN FAZIT: GERADE DAS, WAS WIR ALS SELBSTVER-

STÄNDLICH BETRACHTEN, SOLLTEN WIR IMMER WIEDER KRITISCH HINTERFRAGEN.

ZUM BEISPIEL UNSERE RECHNUNGEN.

ch mache mir ja immer wieder mal Luft zu Themen, die mich

nerven. Zum Beispiel über das Vertrauen, das unsere Kunden

zu uns haben. Vertrauen ist unsere Währung - warum entwerten wir sie

durch Intransparenz?

Neulich hatte ich wieder eine Rechnung eines Kollegen in der Hand. Keine

PD keine Höhe, keine sonstigen Details - nur:

R Kunststoff-Gleitsicht, superentspiegelt - 410 €

L Kunststoff-Gleitsicht, superentspiegelt - 410 €

Fassung „Marke“, schwarz - 180 €

Damit stellt sich nicht die Frage nach Geschmack oder Stil, sondern

eine ganz andere: Was genau wurde hier eigentlich verkauft? „Kunststoff-Gleitsicht,

superentspiegelt“ ist kein Produkt. Es ist eine Kategorie.

So würde niemand ein Medikament, ein Auto oder ein technisches Gerät

verkaufen. Nur in unserer Branche gilt das als ausreichend. Damit sind wir

nicht mehr bei Auslegung oder Meinung, sondern bei Fakten: Eine solche

Rechnung verstößt gegen MPDG, MDR/EU, BGB und UWG. Denn der Kunde

hat ein Recht darauf zu wissen, welches konkrete Produkt er bekommt

– und bezahlt.

Wir hatten diese Diskussion bereits bei den Blaulichtfiltern. Und trotzdem

passiert immer wieder dasselbe: Wir halten uns für so sattelfest wie Raketenwissenschaftler.

Wir denken, wir seien unfehlbar und die Besten der

Besten – aber haben gleichzeitig Angst, Ross und Reiter zu nennen.

Wenn man wirklich so gut ist, wie man glaubt, braucht man keine Angst

davor zu haben, dass Kunden vergleichen oder dass ein anderer beim gleichen

Produkt günstiger ist. Vergleichbarkeit ist keine Bedrohung - sie ist

der Beweis von Überzeugung.

22

EYECOM 02 | 2026


Wer mit Produkten arbeitet, die der Kunde nicht

kennt, sollte sich eine einfache Frage stellen:

Warum habe ich so viel Angst davor, dazu zu

stehen? Auf unseren Rechnungen würde dann

„Weber“, „Pol Optik“ oder „Wetzlich“ stehen.

Namen, die kaum ein Kunde kennt und auch

nicht hinterfragt. Warum auch – unsere Kunden

vertrauen uns. Aber solche Infos machen unsere

Leistung transparent.

Vergleichbarkeit ist keine

Bedrohung – sie ist der

Beweis von Überzeugung.

Wir nutzen dieses Vertrauen, um die beste Lösung

zu finden. Andere nutzen dieses Vertrauen jedoch

aus, um Produkte so unkenntlich wie möglich zu

Wenn ich ein Auto anbiete

und sage: „Roter Sportwagen,

vier Reifen, wenig gelaufen“,

kauft das niemand.

vergleichen. Ich gehe sogar noch einen Schritt

weiter: Hier wird bewusst etwas versteckt -

warum auch immer. Hauptsache, die Marge

stimmt und der Kunde stellt keine Fragen.

Stattdessen beruhigt man sich mit Sätzen wie

„Der Kunde versteht/kennt das sowieso nicht.“

Das ist keine Fürsorge. Das ist Bevormundung,

verkauft als Schutz.

Wenn ich ein Auto anbiete und sage: „Roter

Sportwagen, vier Reifen, wenig gelaufen“, kauft

machen, damit bloß niemand merkt, wie hoch

(oder niedrig) der Einkaufspreis war - oder dass

auch No-Name-Produkte ihren Preis haben dürfen.

Und genau hier liegt das Problem: Vertrauen

Wer Transparenz scheut,

scheut nicht den Kunden –

sondern den Vergleich.

ohne Transparenz ist keine Stärke, sondern ein

Machtgefälle. Wer sein Produkt nicht benennt,

kann es nicht erklären, nicht verteidigen, nicht

das niemand. Jeder fragt nach Marke, Modell

und Motorisierung. Nur in der Augenoptik wird

daraus ein Geheimnis gemacht - künstlich, unnötig

und bequem.

Wenn wir immer betonen, wie gut wir sind, dann

müssen wir auch den Mut haben, offenzulegen,

was wir verkaufen. Wer sich als High-End-Dienstleister

feiert, aber wie ein Basar-Händler abrechnet,

beschädigt den Ruf einer ganzen Branche.

Denn am Ende bleibt eine einfache Wahrheit:

Wer Transparenz scheut, scheut nicht den Kunden

- sondern den Vergleich.

Andre Durow (56) ist selbständiger Augenoptiker-Meister

mit eigenem Geschäft im bayrischen Kaufbeuren. Daneben

brachte er vor mehreren Jahren ein spezielles Brillenglas für

Golfer auf den Markt und betreute zahlreiche Golfprofis. Er

hat keine klassische Ausbildung in Psychologie, aber zahlreiche

Vorlesungen als Gasthörer an der Uni und viele Jahre

als Verkäufer und Pokerspieler haben seinen Blick geschärft.

Durow interessiert sich nicht für Oberflächen, sondern für

Mechanismen. Zum Beispiel: „Was bringt Menschen dazu,

sich falsch zu entscheiden?“ oder „Warum merken es viele

erst, wenn’s zu spät ist?“

Kontakt: info@brillenstudio-n.de

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0 RECHT

KEIN

REMOTE-REFRAKTION

DIGITALER MEISTER

AM 30. JANUAR 2026 HAT DAS OBERVERWALTUNGSGERICHT (OVG) DES SAARLAN-

DES IN SAARLOUIS DIE BESCHWERDE DER SUPERVISTA AG (WWW.BRILLEN.DE) GE-

GEN DIE UNTERSAGUNG EINER SOGENANNTEN HYBRID-FILIALE ZURÜCKGEWIESEN.

EIN DURCHAUS BEMERKENSWERTES PLÄDOYER FÜR DEN BERUFSSTAND DER AUGEN-

OPTIKER.

egenstand des Verfahrens war der Betrieb einer Augenoptik-Filiale

in Homburg/Saar, in der die Refraktion nicht durch einen

vor Ort anwesenden Meister, sondern per Videoverbindung zu

einem Meister in Bayreuth erfolgen sollte. Die Inhaberin wollte die Filiale

ohne entsprechenden Eintrag in die Handwerksrolle betreiben und begründete

das damit, dass die handwerkliche Leistung ja nicht vor Ort erbracht,

sondern digital gesteuert werde, weshalb die Anmeldung entbehrlich sei.

Dabei ist die Rechtslage eindeutig; wir hatten uns mit einem ähnlichen Vorstoß

der Supervista AG schon einmal in EYECOM-Ausgabe 5.2021 beschäftigt.

Tenor des damals mit „Fern-Meister gesucht“ überschriebenen Artikels:

„Der Meister muss nicht nur als Meisterbrief an der Wand hängen, sondern

als Person während der Öffnungszeiten im Betrieb anwesend sein.“

Die Handwerkskammer sowie das Verwaltungsgericht Saarland untersagten

deshalb auch diesmal den Betrieb des Konstrukts wegen Verstoßes

gegen die Meisterpflicht des § 1 Abs. 1 Nr. 2 der Handwerksordnung (HwO).

Gegen diese Entscheidungen richtete sich die zulässige Beschwerde beim

OVG Saarland, die jetzt abgewiesen wurde. Diese Entscheidung ist unanfechtbar

und bestätigt die bisherige Rechtsprechung zur Meisterpflicht im

handwerklichen Augenoptikergewerbe sowie die engen Grenzen, die das

Verwaltungsrecht bei digital vermittelten Leistungsformen zieht.

Rechtliche Würdigung des OVG

Nach ständiger Rechtsprechung der Fachgerichte ist die Eintragung in

die Handwerksrolle und die Leitung durch einen Meister unabhängig von

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EYECOM 02 | 2026


der gewählten technischen Vermittlung erforderlich, sobald die Tätigkeit

zu einem handwerklich definierten Leistungsumfang zählt und der Kunde

integraler Bestandteil des Leistungsprozesses ist.

Das Gericht stellte heraus, dass eine Refraktionsbestimmung keine

reine Bildschirm- oder Überwachungsarbeit darstellt, sondern eine präzise

Messung am Menschen, bei der die physische Nähe zwischen Meister

und Kunde rechtlich und tatsächlich maßgeblich ist. Der Kunde sei nicht

nur passiver Empfänger, sondern aktiver und unmittelbar in die Messsituation

eingebundener Teil des Leistungsvorgangs. Die Tätigkeit finde dort

statt, wo der Kunde sitze – mithin im Filialbetrieb – und nicht am Schreibtisch

eines irgendwo sitzenden Meisters.

Handwerkliche Tätigkeit am Ort der Leistungserbringung

Auch die Fernsteuerung über Kamera ändere nichts daran, dass eine

handwerkliche Leistung am Kunden vor Ort erbracht werde. Das OVG betonte,

dass die Messtechnologie und der körperliche Kontext eine unmittelbare

persönliche Interaktion erforderten, die sich nicht auf eine digitale

Vermittlung reduzieren lasse.

Erhöhtes Fehler- und Gefährdungspotenzial

Nach Auffassung des Gerichts verstärke der Gebrauch von Fern- und

Hybridtechnologie das Risiko von Messfehlern gerade in dem kritischen

Bereich, in dem Genauigkeit und Vertrauen besonders wichtig seien: Bei

der Bestimmung der individuellen Sehstärke. Digital vermittelte Messungen

seien hier qualitativ unterlegen und nicht gleichwertig zu herkömmlichen

Messverfahren vor Ort.

Keine Umgehung der Meisterpflicht

Insgesamt verwarf das Gericht den Versuch, die gesetzliche Pflicht

zur Meisterleistung durch digitale Konzepte zu umgehen. Auch wenn

das digitale Element die Betreuung des Kunden ergänzt, entlaste es

nicht von der Pflicht, das Handwerk vor Ort in der klassischen Weise

auszuüben.

Rechtliche und praktische Bedeutung

Der Beschluss hat eine Bedeutung weit über diesen Einzelfall hinaus.

Er setzt einen klaren Akzent in der aktuellen Diskussion um Digitalisierung

und traditionelle handwerkliche Qualifikationsvoraussetzungen: Die

Digitalisierung einzelner Leistungsbestandteile ist zulässig, doch kann sie

nicht zur Umgehung gesetzlich verankerter Ordnungsvorschriften dienen,

wenn die handwerkliche Tätigkeit nach ihrem objektiven Inhalt eine unmittelbare

physische Interaktion erfordert.

Für die Praxis bedeutet dies, dass Konzepte, die auf digitale Distanz

oder Tele-Handwerk setzen, nur innerhalb enger rechtlicher Grenzen realisierbar

sind. Betriebe, die in stark regulierten Handwerksbereichen tätig

sind, müssen auch im digitalen Zeitalter die klassischen Voraussetzungen

der Handwerksordnung erfüllen, wenn die Tätigkeiten substanzielle

handwerkliche Leistungen am Kunden umfassen.

Ausblick

Auch wenn die Entscheidung keine grundsätzliche Unvereinbarkeit

digitaler Assistenz- oder Überwachungswerkzeuge mit der Meisterpflicht

konstatiert, verdeutlicht sie doch die Grenzen digitaler Fern-Services im

Handwerk. Weitere Auseinandersetzungen werden sich voraussichtlich

um die Frage drehen, inwieweit bestimmte Tätigkeiten als handwerklich

„am Ort des Kunden“ erbracht gelten, insbesondere dort, wo Hard- und

Software eine zunehmend komplexe Rolle einnehmen. In Fällen geringerer

persönlicher Interaktion oder bei klar unterschiedlichen Technologien

könnten zukünftige Entscheidungen zusätzliche differenzierte Abwägungen

erfordern.

Weitere Informationen: https://tinyurl.com/cdjthssv

Artikel „Fern-Meister gesucht“ aus EYECOM 5.2021:

https://tinyurl.com/3av4ekhw


0 ESSAY

ZWISCHEN VERANTWORTUNG UND REALITÄT

»Man kann

sich nicht klonen.«

VOR ETWA SECHS JAHREN HABEN WIR STEPHANIE BRUNNECKER UND IHRE DAMALS

NEU ERÖFFNETE „BLICKSCHMIEDE“ IN FRÄNKISCHEN BAUNACH IM RAHMEN UNSE-

RER EYECOM-UNTERNEHMENSPORTRAITS VORGESTELLT. VOR EINIGER ZEIT HAT DIE

AUGENOPTIK-UNTERNEHMERIN EINEN WEITEREN BETRIEB ÜBERNOMMEN. IN EINEM

ESSAY BESCHREIBT SIE, DASS ES IHR DABEI UM VIEL MEHR GEHT ALS EINFACH MEHR

UMSATZ: IHRE MOTIVE WAREN UND SIND TRADITION UND VERANTWORTUNG.

on manchen Orten sagt man, sie seien wie eine kleine Reise.

Für mich ist das seit einigen Jahren meine Blickschmiede in

einer alten Mühle in Baunach. Eine Welt aus Licht, aus Ruhe,

aus einem Gefühl, das sich schwer erklären lässt. Man macht einen Schritt

über die Mühlbrücke – und der Alltag ist weit weg. Hier lebe ich meinen

Traum von zeitgemäßer Augenoptik und Hörakustik.

Was man von außen allerdings nicht sieht, ist, was es bedeutet, so einen

Ort zu schaffen und ihn jeden Tag mit Leben zu füllen. Denn dieser

Ort soll ja nicht nur schön sein; er ist auch die Basis eines Unternehmens,

das Geld verdienen muss. Solche Orte baut man nicht einfach nur auf. Sie

wachsen. Mit jeder Entscheidung, mit jedem Gespräch, mit jedem Menschen,

der durch die Tür kommt.

Die Blickschmiede ist genau so ein Ort. Mein eigener, gewachsener

Betrieb. Und dieser Weg war alles – nur nicht einfach. Direkt nach dem

ersten halben Jahr kam Corona. Ein Moment, der viele ausgebremst hat.

Und trotzdem ging es weiter. Mit Baustellen. Mit Unsicherheit. Mit Druck.

Mir war es immer wichtig, Menschen eine Chance zu geben. Oft mehr,

als andere es vielleicht getan hätten. Und ja – nicht jede dieser Chancen

wurde so genutzt, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gab Enttäuschungen.

Menschen, die gegangen sind oder nicht ehrlich waren. Mitbewerber, die

sich (und andere) gefragt haben, wie so ein Konzept an einem Standort

ohne klassische Laufkundschaft funktionieren soll.

Und trotzdem: Ich würde mich jeden Tag wieder dafür entscheiden.

Für die Blickschmiede. Weil sie mehr ist als ein Geschäft. Es ist der Ort, der

mir fehlt, wenn ich nicht da bin. Und der Ort, an dem ich jeden Tag wachse.

Nicht trotz der Herausforderungen. Sondern durch sie.

Denn noch etwas anderes prägt meine Arbeit bis heute: Wenn bei uns

die Tür aufgeht, beginnt ein Stück „Bühne“. Ich sage im Team oft: „Wenn die

26

EYECOM 02 | 2026


Tür aufgeht, dann sind wir wie in einem Theaterstück.“ Nicht weil wir Theater

spielen, sondern weil wir lächeln, Kunden glücklich machen wollen. Natürlich

hat man nicht immer den „perfekten“ Tag dafür. Manchmal wacht man

früh mit dem falschen Fuß auf. Aber das wollen die Kunden nicht spüren; sie

wollen mit Ihrer Wohlfühlbrille und dem besten Sehen wieder gehen.

Das ist nicht immer leicht. Aber es gibt Klarheit. Wir lächeln. Wir beraten

ehrlich und auf höchstem Niveau. Und wir tun dem Menschen, der

uns gegenübersitzt, etwas Gutes. Am liebsten so, dass am Ende beide

Seiten glücklich sind.

Genau das ist mein und unser Anspruch: Performance – für den Menschen.

Unser Verkauf ist aufgebaut wie ein 3 Gänge Menü. Dabei muss

das Dessert – das Abholen der Brille –der perfekte Abschluss sein. Denn

Mundpropaganda ist die ehrlichste und nachhaltigste Art von Werbung.

Und das funktioniert bei uns in Baunach wunderbar.

Vor etwa einem Jahr habe ich zusätzlich einen bestehenden Betrieb übernommen

– die Firma Büschel Augenoptik in Bad Staffelstein, etwa 25 Kilometer

entfernt. Ich habe das ganz bewusst getan. Nicht nur wegen Wachstum

und mehr Umsatz. Sondern, um Arbeitsplätze zu bewahren. Denn die Realität

ist: Es wird immer schwieriger, Nachfolger für traditionelle Optikbetriebe

zu finden. Viele geben auf oder werden von großen Filialisten übernommen.

Aber ich finde, es braucht weiterhin genau diese kleinen, inhabergeführten

Geschäfte. Damit Menschen eine Wahl haben zwischen Ketten und einem

Ort, an dem noch echtes Handwerk, persönliche Beratung und Haltung spürbar

sind. Oder anders gesagt: Zwischen schnell – und bewusst.

Von außen wirkt so eine Übernahme oft wie ein logischer Schritt. Mehr

Fläche. Mehr Möglichkeiten. Und Wachstum. Von innen fühlt es sich anders

an. Ehrlicher. Unruhiger. Und manchmal einfach schwer.

Da sind Strukturen, die schon lange bestehen. Da sind Erwartungen,

die keiner ausspricht – aber die alle spüren. Und da sind Menschen, die

man nicht neu auswählt, sondern übernimmt. Denn ein Team wächst

nicht automatisch zusammen.

Auch der Name hat sich nicht von Anfang an geändert. Die Entscheidung

für „SinnwerQ“ kam erst nach rund einem Jahr – nach vielen Erfahrungen,

Beobachtungen und reiflicher Überlegung. Denn bei einem solchen

Projekt gibt es auch eine Erwartung, über die kaum jemand spricht:

Viele denken, bei einer Übernahme liefe unter dem neuen Eigentümer

einfach alles weiter wie gewohnt, mit Stammkunden und bewährter

Belegschaft. Die Realität ist aber: Man kann sich als Unternehmer nicht

klonen. Man kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Im ersten Laden

erwarten die Kunden, dass die Chefin da ist. Im zweiten Laden heißt es:

„Jetzt hat sie den übernommen – also muss sie auch hier präsent sein.“

Die Menschen wollen einen kennenlernen.

DIE NEUE GLEITSICHTLINIE.

04 | 2026.


0 ESSAY

Das ist verständlich. Aber es bedeutet auch: Selbst und ständig. Kein klares

Wochenende. Kein echtes Abschalten. Und Urlaub nur dann, wenn man Menschen

hat, auf die man sich zu 1000 Prozent verlassen kann. Und selbst dann

bleibt ein Teil von einem immer im Laden. Die meisten von uns kennen das.

Das eigene Wohlbefinden rutscht dabei schnell nach hinten. Nicht,

weil es unwichtig ist. Sondern weil Verantwortung oft lauter ist. Wenn

man heute in Fachmedien Artikel zum Thema liest, wirkt vieles leicht.

Übernahmen klingen rund. Erfolg selbstverständlich.

Ich sehe das anders: Eine Übernahme ist nicht leicht. Sie ist oft sogar

deutlich herausfordernder als eine Neugründung. Eine Neugründung ist wie

ein weißes Blatt Papier. Eine Übernahme dagegen ist ein Buch, in dem schon

geschrieben wurde. Und nicht jede Seite passt. Manchmal bedeutet das ganz

konkret: Aufräumen. Nach über 30 Jahren. Strukturen. Abläufe. Dinge, die

sich angesammelt haben. Das ist keine Kleinigkeit. Denn Aufräumen ist nicht

nur Ordnung. Es ist Entscheidung. Was bleibt? Was geht? Und das gilt nicht

nur für Inventar. Sondern auch für Menschen, Prozesse und Gewohnheiten.

Aus diesem Weg heraus ist SinnwerQ entstanden. Nicht als spontane

Idee. Sondern als klare Entscheidung. Weg von dem, was nicht mehr passt.

Hin zu dem, was sich richtig anfühlt. Und gleichzeitig mit einem klaren fachlichen

Anspruch.

Denn bei all den Veränderung darf eines nicht vergessen werden: Der

Betrieb, den ich übernommen habe, ist über Jahrzehnte gewachsen. Mit

Menschen, mit Entscheidungen und mit einem täglichen Einsatz, der oft im

Hintergrund bleibt. Ein Lebenswerk. Und davor habe ich großen Respekt.

Gleichzeitig bedeutet eine Übernahme nicht, alles unverändert weiterzuführen.

Sondern zu prüfen, zu hinterfragen und den eigenen Weg

daraus zu entwickeln. Nicht gegen das, was war. Sondern aufbauend darauf

– und mit dem Mut, es weiterzudenken. Denn genau darin liegt die

Verantwortung: Nicht nur zu bewahren. Sondern auch zu verändern.

Es geht nicht nur darum, eine Brille zu verkaufen. Sondern darum,

Menschen wirklich zu verstehen und ihnen langfristig gutes Sehen und

Hören zu ermöglichen. Und dazu gehört für mich noch etwas ganz Entscheidendes:

Ausbildung. Während viele über Fachkräftemangel sprechen,

habe ich mich bewusst dafür entschieden, selbst auszubilden und

meine Mitarbeiter weiterzubilden. Weil ich überzeugt bin: Nur so geht es

weiter. Meine Auszubildenden sind ein wichtiger Teil dieses Weges.

Und ja – ich sage oft zu ihnen: „Das ist total einfach.“ Nicht, weil es immer

leicht ist. Sondern weil ich ihnen Sicherheit geben möchte. Dass sie wachsen

dürfen egal, ob sie schon lange mit der Ausbildung fertig oder noch mittendrin

sind. Dass sie ihren Weg finden. Und dass sie gut werden können.

Dass das funktioniert, zeigt mir auch etwas sehr Persönliches: Meine Tochter

hat selbst die Ausbildung begonnen. Nicht, weil sie musste. Sondern weil sie

wollte. Am Ende zeigt sich alles ganz einfach: Zufriedene Kunden. Ein Team, das

wächst. Und das Gefühl, dass es richtig ist. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

Aber: Es gibt ein Gestern, ein Heute - und vor allem ein Morgen. Am

Ende ist eine Übernahme kein Konzept. Sondern eine Entscheidung.

Für Menschen. Für Verantwortung. Und für einen Weg der nicht immer

einfach ist – aber notwendig. Damit es auch in Zukunft mehr gibt als nur

Auswahl. Sondern echte Orte mit uns, den Augenoptikern, die Ihren Beruf

noch mit Liebe und Leidenschaft ausüben.

Stephanie Brunnecker (47) ist Augenoptik-Unternehmerin

mit Leib und Seele. Neben der 2019 gegründeten

„Blickschmiede“ im fränkischen Baunach hat sie vor einem

Jahr einen traditionellen Betrieb übernommen und in ihr

Unternehmen integriert.

Kontakt/Info: www.blickschmiede.de; www.sinnwerq.de

Eine Neugründung ist wie

ein weißes Blatt Papier.

Eine Übernahme dagegen

ist ein Buch, in dem schon

geschrieben wurde.

28

EYECOM 02 | 2026


Smart

SPÜRBARER MEHRWERT

VERNETZT

ADVERTORIAL 0

it zwei klaren Fokusthemen und stark frequentierten

Vortragsveranstaltungen präsentierte sich bon Optic

auf der opti 2026 in München. Sowohl das iCare

Netzhaut-Screening-Konzept als auch praxisnahe Lösungen zur

Verbesserung des Tränenfilms stießen bei den Besuchern auf

großes Interesse und sorgten für durchgehend hohen Andrang

am Messestand.

Augenoptiker & Augenarzt – smart vernetzt

Ein zentraler Publikumsmagnet war das Netzhaut-Screening-Konzept von

iCare, das Augenoptikern einen strukturierten, digitalen Zugang zur augenärztlichen

Versorgung ermöglicht. Mit der Funduskamera iCare DRSplus

werden vollautomatisch hochqualitative TrueColour-Netzhautfotos erstellt

– schnell, ohne Pupillenerweiterung und auch bei Medientrübungen, dank

moderner konfokaler Technologie aus der Ophthalmologie.

nachgefragte In-Office-Anwendung. Die Lichttherapie wirkt gleichzeitig

auf beide Augenlider, ist nicht-invasiv, benötigt kein Gel und wird von den

Kunden als entspannende Wellness-Anwendung wahrgenommen.

Die Technologie löst eine endogene Wärmereaktion in den Zellen aus und

unterstützt die Funktion der Meibomschen Drüsen. Eine verbesserte Lipidschicht

des Tränenfilms kann so Kontaktlinsenunverträglichkeiten reduzieren

und KL-Aussteiger vermeiden. Je nach Ausgangssituation sind eine bis

vier Anwendungen erforderlich, meist zwei bis drei.

Die integrierte KI-Software iCare ILLUME analysiert die Aufnahmen zuverlässig

auf frühe Anzeichen von diabetischer Retinopathie, AMD und Glaukom.

Innerhalb kurzer Zeit erhalten Augenoptiker damit einen übersichtlichen

Screening-Bericht mit grafischer Aufbereitung der Ergebnisse.

Die hohe Praxisrelevanz spiegelte sich auch im sehr gut besuchten Vortrag

„Trockene Augen ganz praktisch: Was wirklich hilft“ wider. Prof. Dr. Heiko

Pult vermittelte in kompakter Form, wie das Trockene Auge sicher diagnostiziert

wird und welche Maßnahmen – von Nachbenetzungstropfen bis zu

modernen In-Office-Behandlungen – Kundinnen und Kunden tatsächlich

spürbar helfen.

Über das Modul iCare CONNECT werden die Befunde datenschutzkonform

an kooperierende Augenärzte in der Region übermittelt. Diese entscheiden

selbstständig über das weitere Vorgehen. Der strukturierte Zuweisungsworkflow

und die direkte Kommunikationsmöglichkeit im System

schaffen eine echte digitale Brücke zwischen Augenoptik und Augenheilkunde

– ein Ansatz, der sich deutlich von rein anonymen oder zentralisierten

Screening-Modellen abhebt.

Mit beiden Themen zeigte bon Optic konkrete Lösungsansätze für aktuelle

Herausforderungen im augenoptischen Alltag – praxisnah, wirtschaftlich

relevant und mit spürbarem Mehrwert für die Kunden.

Großen Zuspruch fand auch die begleitende Vortragsveranstaltung. Die

Referenten Petra Lindner (Optometristin M.Sc.), Dr. med. Per Heuvels (Augenärzte

Niederelbe) und Stefan Germanus beleuchteten praxisnah, wie

Kooperationen mit lokalen Augenarztpraxen aufgebaut werden können,

welche Erwartungen Augenärzte an Augenoptiker haben und wie eine erfolgreiche

Kommunikation mit Ärzten und Kunden gelingt.

Wie man den Tränenfilm spürbar verbessert

Das zweite Schwerpunktthema widmete sich dem Trockenen Auge und

kontaktlinsenassoziierten Beschwerden. Die my-mask von Espansione, basierend

auf der LM Low-Level-Light-Technologie (LLLT), zeigte sich als stark

www.bon.de

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29


0 LENS

NEUE DYNAMIK

Augenoptikermeisterin Cornelia Hermann von Optik Eberle aus Bad Neuenahr-Ahrweiler (siehe auch PORTRAIT in EYECOM 3-4.2023) ist

das Thema Myopie-Management bei Kindern und Jugendlichen ein besonderes Anliegen.

PERFORMANCE TRIFFT

POTENZIAL

MIT DER EINFÜHRUNG DER MYDAY MISIGHT 1 DAY ANFANG 2026 HAT COOPERVISION

SEIN PORTFOLIO UM EINE TAGESKONTAKTLINSE ERWEITERT, DIE ZWEI BISLANG GE-

TRENNTE WELTEN ZUSAMMENFÜHRT: MODERNES SILIKONHYDROGEL UND EINE KLI-

NISCH ETABLIERTE TECHNOLOGIE ZUR KONTROLLE DER MYOPIEPROGRESSION. DAMIT

ADRESSIERT DAS UNTERNEHMEN GEZIELT EINEN VERSORGUNGSBEREICH, DER FÜR AU-

GENOPTIK UND AUGENMEDIZIN GLEICHERMASSEN AN BEDEUTUNG GEWINNT.

Myopie auf dem Vormarsch

Die Zahlen sind bekannt – und alarmierend: Zuverlässigen

Prognosen zufolge könnte künftig etwa jedes zweite Kind im

jungen Erwachsenenalter kurzsichtig sein. Für die augenoptische

Praxis bedeutet das nicht nur steigenden Versorgungsbedarf,

sondern auch die zunehmende Verantwortung, frühzeitig in diese

Entwicklung einzugreifen. Denn je früher eine Myopie einsetzt,

desto größer ist das Risiko für hohe Endrefraktionen und damit

verbundene Folgeproblematiken. Entsprechend hat sich das

Myopie-Management in den vergangenen Jahren von einem Nischenthema

zu einem festen Bestandteil moderner Versorgungskonzepte

entwickelt.

Bewährtes Design – neu gedacht

Kern der neuen MyDay MiSight 1 day ist die ActivControl Technology.

Dieses Linsendesign kombiniert zwei Korrektionszonen

mit zwei Behandlungszonen und verfolgt damit einen dualen

Ansatz: Klares Sehen im Zentrum und gezielte myopische Defokusreize

in der Peripherie.

Ziel ist es, das axiale Längenwachstum des Auges zu beeinflussen

und so die Progression der Myopie zu verlangsamen. Studien

zeigen, dass sich das Fortschreiten im Durchschnitt um etwa 50

Prozent reduzieren lässt. Gleichzeitig basiert die Technologie auf

einer der am längsten laufenden klinischen Studien zu weichen

Kontaktlinsen bei Kindern – ein Aspekt, der im Beratungsge-

30

EYECOM 02 | 2026


spräch zunehmend an Gewicht gewinnt. Weltweit nutzen bereits

über 200.000 Kinder Kontaktlinsen mit diesem Wirkprinzip – ein

Indikator für die wachsende Akzeptanz im Markt.

Der Materialschritt: Mehr Sauerstoff, mehr Komfort

Die eigentliche Innovation der neuen Kontaktlinse liegt jedoch

im Material: Erstmals wird die ActivControl Technology mit

einem Silikonhydrogel kombiniert. Im Vergleich zu klassischen

Hydrogel-Tageslinsen ermöglicht dies eine deutlich höhere Sauerstoffdurchlässigkeit

– laut Hersteller bis zu viermal mehr. Gerade

im Kontext eines ganztägigen Tragens ist dieser Aspekt nicht

zu unterschätzen. Eine bessere Sauerstoffversorgung unterstützt

die physiologische Stabilität der Hornhaut und kann die langfristige

Verträglichkeit positiv beeinflussen. Hinzu kommen ein

integrierter UV-Filter sowie optimierte Materialeigenschaften, die

sich auch im subjektiven Tragegefühl widerspiegeln.

Von großer Bedeutung ist aber auch: Kinder sind ehrliche Träger

– wenn etwas nicht komfortabel ist, wird es nicht getragen. Deshalb

ist die Kombination aus therapeutischem Nutzen und hohem Komfort

entscheidend für den Erfolg im Myopie-Management.

Nahtloser Übergang in die Erwachsenenversorgung

Ein weiterer Vorteil liegt in der strategischen Einbindung in die My-

Day Produktpalette. Material und Parameter ähneln klassischen MyDay

Kontaktlinsen, sodass der spätere Übergang in die Erwachsenenversorgung

deutlich erleichtert wird. Für die Praxis bedeutet das: Langfristige

Versorgungskonzepte lassen sich konsistenter planen – vom ersten

Myopie-Management bis zur späteren Standardkorrektion.

Unterstützung für die Praxis

Flankierend zur Produkteinführung stellt CooperVision verschiedene

Tools zur Verfügung, die den Einstieg ins Myopie-Management

erleichtern sollen. Dazu gehört unter anderem der

OptiExpert mit integriertem Rechner zur Abschätzung der axialen

Augenlänge. Solche digitalen Hilfsmittel gewinnen zunehmend

an Bedeutung, insbesondere wenn es darum geht, komplexe Zusammenhänge

verständlich zu kommunizieren und Therapieentscheidungen

transparent zu machen.

Einordnung: Evolution statt Revolution

Mit der MyDay MiSight 1 day setzt CooperVision weniger auf

Alltagstauglichkeit als Schlüssel

Neben der reinen Performance spielt die Handhabung eine

zentrale Rolle. Gerade bei jungen Erstträgern entscheiden einfache

Abläufe über Akzeptanz und Compliance. In Anwenderbewertungen

schneidet die MyDay MiSight 1 day sowohl beim

Komfort als auch beim Aufsetzen besser ab als die bisherige

MiSight 1 day. Das zahlt direkt auf den Therapieerfolg ein: Denn

Myopie-Management funktioniert nur, wenn die Maßnahme konsequent

umgesetzt wird.

Hier setzt auch das Konzept des „Always-on“-Myopie-Managements

an. Die Wirkung entfaltet sich kontinuierlich während der

gesamten Tragezeit – ohne zusätzlichen Aufwand für Kinder oder

Eltern. Ein Ansatz, der den Alltag entlastet und gleichzeitig eine

konstante therapeutische Wirkung sicherstellt.

einen radikalen Technologiesprung als auf eine konsequente

Weiterentwicklung bestehender Konzepte. Die Kombination aus

klinisch validierter Wirkweise und verbessertem Material adressiert

zentrale Anforderungen der Praxis: Wirksamkeit, Komfort

und Alltagstauglichkeit.

Damit passt das Produkt in einen klar erkennbaren Trend:

Myopie-Management wird zunehmend integraler Bestandteil der

augenoptischen Versorgung – und gleichzeitig einfacher in der

Umsetzung. Denn die Frage ist längst nicht mehr, ob man sich als

Augenoptiker mit Myopiemanagement beschäftigen sollte, sondern

wie einfach und überzeugend sie in den Alltag der Kunden

integriert wird.

www.coopervision.de/myopie-management

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31


0 OPTICS

NEUER STANDARD

KOGNITIVE

ENTLASTUNG

MIT CLEARMIND HAT ZEISS VISION EINE NEUE GENERATION VON BRILLENGLÄSERN

VORGESTELLT, DIE ÜBER DIE KLASSISCHE OPTISCHE KORREKTION HINAUSGEHEN: SIE

ADRESSIEREN ERSTMALS DIE VERBINDUNG ZWISCHEN SEHSCHÄRFE, PERIPHEREN UN-

SCHÄRFEN UND KOGNITIVER BELASTUNG DES TRÄGERS. DIESES KONZEPT BASIERT AUF

NEUESTEN WISSENSCHAFTLICHEN ERKENNTNISSEN UND MÜNDET IN DESIGN-TECHNO-

LOGIEN, DIE EINE GESTEIGERTE VISUELLE KLARHEIT UND MENTALE ENTLASTUNG VER-

SPRECHEN.

raditionell beziehen sich Brillenglasentwicklungen

auf das

Korrigieren von Refraktionsfehlern und

auf die Verbesserung des Sehkomforts.

ZEISS erweitert diesen Ansatz mit Clear-

Mind um neuro-visuelle Aspekte. Denn

optische Unschärfen verursachen nicht nur

eingeschränktes Sehen, sondern belasten

das Gehirn durch höhere Verarbeitungsanforderungen.

Untersuchungen des

ZEISS Vision Science Lab belegen erstmals

objektiv, dass Unschärfe in Brillengläsern

die kognitive Belastung des Brillenträgers

erhöht, da das Gehirn mehr mentale Ressourcen

aufwenden muss, um visuelle

Informationen zu interpretieren. Diese Erkenntnis

ist in der Fachwelt relevant, da sie

zeigt, dass Sehklarheit nicht nur optische,

sondern auch kognitive Effekte hat.

Mit ClearMind stellt ZEISS ein neues

Premium-Brillenglasportfolio aus Einstärken-,

Digital- und Gleitsichtgläsern vor,

das für extrem klares Sehen konzipiert ist

und damit Brillenträger unterstützt, ihre

kognitive Belastung zu reduzieren, fokussiert

zu bleiben und ihre Konzentrationsfähigkeit

sowie das allgemeine Wohlbefinden

positiv zu beeinflussen.

Mit diesen Produkten können Augenoptiker

ihr Angebot um fortschrittliche

Brillengläser erweitern, die neben außergewöhnlich

klarem Sehen das Wohlbefinden

von Brillenträgern in den Mittelpunkt

stellen.

ZEISS ClearMind:

Wissenschaftlich nachgewiesene

Reduzierung der kognitiven

Belastung

Erstmals in der Forschung zeigen Studien

des ZEISS Vision Science Lab deutlich,

dass Sehschärfe und kognitive Belastung

32

EYECOM 02 | 2026


objektiv miteinander zusammenhängen.

Denn Unschärfe im Brillenglas beeinflusst

die kognitive Belastung des Brillenträgers.

Wenn Unschärfe das Sehen beeinträchtigt,

muss das Gehirn mehr leisten, um unscharfe

oder unvollständige Bilder zu verarbeiten

und sie zu einem interpretierbaren Seheindruck

„zusammenzurechnen“ – was zu

einer erhöhten kognitiven Belastung und

mehr mentalem Aufwand führt.

Wenn Unschärfe das

Sehen beeinträchtigt, muss

das Gehirn mehr leisten,

um unscharfe oder

unvollständige Bilder zu

verarbeiten.

„Dadurch, dass wir extrem scharfes Sehen

bieten und gleichzeitig Unschärfen in

den entscheidenden Brillenglasbereichen

für das tägliche Sehverhalten reduzieren

und optimieren konnten, erleichtern ZEISS

ClearMind Brillengläser dem Gehirn die

Verarbeitung visueller Informationen und

wirken sich damit positiv auf die kognitive

Belastung aus“, erklärt Nicole Späth,

Produktmanagerin bei ZEISS Vision Care

Deutschland. In einer internationalen Verbraucherumfrage

bestätigen 96 Prozent der

Träger von ClearMind Brillengläsern extrem

klares Sehen; 76 Prozent gaben an, dass sie

sich mit den neuen Brillengläsern besser

auf Aufgaben konzentrieren konnten.

„Wir maximieren die

Klarheit dort, wo das Auge

am häufigsten hinsieht, und

minimieren die durch das

Brillenglas verursachten

Unschärfen.“

In einer weiteren Befragung erlebten

neun von zehn Brillenträgern in einer Blindstudie

weniger kognitive Belastung im Vergleich

zur Nutzung von ZEISS Standardgläsern,

die bekanntlich auch schon sehr gute

Abbildungseigenschaften aufweisen.

ZEISS NeurOptix Technologie

reduziert und optimiert

Unschärfen im Brillenglas

Die neue Technologie, die hier zum Einsatz

kommt, heißt „ZEISS NeurOptix“. Sie

basiert auf einem tiefen Verständnis des Interaktionsmusters

von Augenbewegungen

und Brillenglas und stellt Fragen wie: Wo-

hin wandert der Blick, welche Glasbereiche

werden genutzt, wie häufig wird durch die

Bereiche für die Ferne, die Nähe oder den

Zwischenbereich geschaut? Das Ziel dabei

ist, die Bereiche klaren Sehens zu maximieren

und dadurch die kognitive Belastung

des Gehirns zu reduzieren. Nicole Späth

erklärt es so: „Wir maximieren die Klarheit

dort, wo das Auge am häufigsten hinsieht,

und minimieren die durch das Brillenglas

verursachten Unschärfen. So sorgen wir für

einen komfortablen, klaren Blick für das

Sehklarheit hat nicht

nur optische, sondern auch

kognitive Effekte.

gesamte Spektrum täglicher Aufgaben. Das

ist die Grundlage für unser neues Produktportfolio

ZEISS ClearMind. Das Ergebnis

sind sanftere Übergänge, insbesondere bei

Gleitsichtgläsern, was zu weniger visueller

Ermüdung und mühelosem Fokussieren

über den Tag hinweg führt.“

Dank dieses neuen „Design-Fingerabdrucks“,

der extrem klares Sehen durch

fortschrittliches Unschärfemanagement

ermöglicht, konnten die klaren Sehbereiche

weiter optimiert werden. Bei den

Gleitsichtgläsern bietet ZEISS ClearMind

gegenüber ZEISS SmartLife bis zu neun

Prozent größere Zonen klaren Sehens im

Fernbereich, einen um 26 Prozent größeren

Zwischenbereich, eine um 45 Prozent

vergrößerte Nahzone und rund 10 Prozent

weniger Unschärfen im Randbereich. Beachtlich

sind auch die Adaptionszeiten:

88 Prozent der Brillenträger gewöhnen

sich innerhalb weniger Tage an ZEISS ClearMind

Gleitsichtgläser, 51 Prozent sogar

innerhalb von einer Stunde.

Das sind Verbesserungen, die man

nicht glauben muss, sondern wirklich spüren

kann. Denn wirklich nützlich sind Produktentwicklungen

vor allem dann, wenn

sie nicht nur in Broschüren gut aussehen,

sondern in der Praxis überzeugen.

www.zeiss.de

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33


0 KOLUMNE

WENN DIOPTRIEN ANGST BEKOMMEN SOLLEN

Fitnessstudio

fürs

Auge?

ES GEHÖRT ZU DEN ZUVERLÄSSIGSTEN NATURGESETZEN DER AUGENOPTIK: KAUM

GLAUBT MAN, EINE IDEE SEI ENDGÜLTIG VERSCHWUNDEN, TAUCHT SIE WIEDER AUF.

ZUM BEISPIEL DIE BEHAUPTUNG VOM AUGENTRAINING, DAS FEHLSICHTIGKEIT EIN-

FACH VERSCHWINDEN LÄSST.

iner der aktuellen Protagonisten

dieser Tradition ist Patrick Eurich

aus Köln. Er positioniert sich als

Coach für Augengesundheit und Brillenfreiheit

durch Training (ähnlich wie bei der Bates-Methode

oder vergleichbaren Ansätzen), betreibt

eine Website (augentraining.online), einen

YouTube- und einen Instagram-Kanal und bietet

außerdem Seminare und Webinare an. Eine

formale Ausbildung als Augenoptiker, Optometrist

oder Ophthalmologe hat er nicht – aber

jede Menge „anekdotische Evidenz“, mit der er

seinem Sohn die Brille erspart haben will – mit

einem nichtmedizinischen, trainingsbasierten

Ansatz zur Sehstärkung.

Eurichs Botschaft ist ebenso eingängig wie optimistisch:

Unsere Augen seien im Grunde perfekt

– wir würden sie nur falsch benutzen. Wer

sie richtig trainiert, könne seine Brille bald in die

Schublade legen. Das hat Charme. Vor allem für

Menschen, die ihre Dioptrien ungefähr so gern

akzeptieren wie eine Steuerprüfung.

Der Traum vom Fitnessstudio fürs Auge

Die Grundidee ist schnell erklärt. Fehlsichtigkeit,

so heißt es, sei kein strukturelles Problem

des Auges, sondern eine Folge falscher Sehgewohnheiten.

Zu viel Bildschirm, zu wenig Blinzeln,

zu wenig Entspannung.

Das klingt zunächst plausibel – schließlich

fühlen sich unsere Augen nach einem Tag am

Monitor tatsächlich nicht wie frisch polierte

Präzisionsoptiken an. Also trainiert man. Man

schaut bewusst in die Ferne, bewegt die Augen,

entspannt, fokussiert neu. Kurz gesagt: Man tut

Dinge, die unseren Augen tatsächlich guttun.

Der einzige Haken dabei: Die Anatomie des

Auges interessiert sich herzlich wenig für diese

Übungen.

34

EYECOM 02 | 2026


Ein kurzer Blick in die optische Realität

Myopie und Hyperopie haben bekanntlich mit

der Augenlänge zu tun; Astigmatismus mit

der Hornhautkrümmung. Deshalb leuchtet

ein schlichter Grundsatz ein: Augenübungen

können durchaus ein paar Dinge trainieren –

aber keine Augenlänge verkürzen und keine

Cornea verformen. Es gibt ja auch keine Möglichkeit,

durch regelmäßiges Stretching fünf

Zentimeter Körpergröße zu gewinnen: Die

Orthopädie würde applaudieren; die Physik

eher nicht.

Die Anatomie des Auges

interessiert sich herzlich

wenig für diese Übungen.

Warum sich das Ganze trotzdem

überzeugend anfühlt

Nun berichten Teilnehmer solcher Programme

durchaus von Verbesserungen. Das ist auch

kein Wunder. Wer regelmäßig Sehübungen

macht, blinzelt häufiger, macht Pausen vom

Bildschirm, schaut öfter in die Ferne und entspannt

die Augenmuskulatur. Kurz gesagt: Man

behandelt genau die Faktoren, die visuelle Ermüdung

verursachen. Die Augen fühlen sich

besser an; das Sehen wirkt klarer - und schon

entsteht der Eindruck, die Dioptrien würden

langsam kapitulieren. Tun sie allerdings nicht.

Sie sitzen weiterhin ziemlich unbeweglich auf

der Achslänge des Auges.

Es gibt auch keine Möglichkeit,

durch regelmäßiges

Stretching fünf Zentimeter

Körpergröße zu gewinnen.

Der rhetorische Kunstgriff

Besonders elegant an der „Sehtrainer“-Bewegung

ist ein psychologischer Trick: Die Brille

wird zum Problem erklärt. Plötzlich ist sie nicht

mehr die Lösung für eine Fehlsichtigkeit, sondern

angeblich Teil ihrer Ursache. Eine Krücke,

die die Augen des Brillenträgers angeblich

„faul“ (und seinen Optiker reich) macht. Das

ist ähnlich stringent, als würde man behaupten,

Gehhilfen seien der Grund für gebrochene

Beine. Aber selbst bei vermeintlich gebildeten

Menschen funktioniert der Trick erstaunlich

gut. Denn der Gedanke, dass unsere Augen im

Grunde perfekt wären und nur falsch benutzt

werden, schmeichelt uns natürlich.

Auch als Augenoptiker wird man immer wieder

mit diesen Fragestellungen konfrontiert: Was,

wenn doch etwas dran ist? Dass Sehübungen

als solche harmlos wirken, wird häufig als Argument

angeführt: „Schaden kann es ja nicht.“

Aber das greift zu kurz. Denn problematisch ist

nicht die Übung – sondern das Versprechen:

Wenn Menschen glauben, sie könnten ihre

Fehlsichtigkeit wegtrainieren, hat das reale

Folgen:

␣ Brillen werden bewusst unterkorrigiert (oder

gar nicht) getragen.

␣ Notwendige Anpassungen werden hinausgezögert.

␣ Eltern verzichten bei Kindern auf frühzeitige

Versorgung.

␣ Myopie-Management wird durch falsche

Hoffnungen ersetzt – aber gerade bei Kindern

mit zunehmender Kurzsichtigkeit kann

diese Verzögerung gravierende Auswirkungen

haben.

Besonders elegant an der

„Sehtrainer“-Bewegung ist

ein psychologischer Trick:

Die Brille wird zum

Problem erklärt.

Ein kleiner Spiegel für die Branche

Bevor man darüber nur die Augen rollt – was

wir Augenoptiker bekanntlich besonders gut

können – lohnt sich ein kurzer Blick auf unsere

eigene Branche. Der Erfolg solcher Programme

zeigt nämlich auch ein Bedürfnis: Viele

Menschen möchten aktiv etwas für ihre Gesundheit

und damit auch für ihre Augen tun.

Wenn unsere einzige Botschaft lautet: „Hier

ist Ihre neue Brille“, ist es kaum verwunderlich,

dass externe Anbieter mit Versprechen

von Selbstwirksamkeit punkten. Der Unterschied

ist: Die Augenoptik arbeitet mit Optik;

das Internet arbeitet mit Hoffnung. Und die

muss natürlich ebenfalls bezahlt werden: Die

Sehkraft-Seminare von Herrn Eurich kosten

immerhin beachtliche 329 EUR; manchmal

auch ein bisschen weniger.

Ein anderer, besonders verbissener Vertreter

von „Augentraining“ versteckt sich seit über

30 Jahren hinter dem Pseudonym „Dino Warner“

und beschreibt auf seiner Website www.

sehtraining.de seine gleichermaßen verbissenen

wie erfolglosen Selbstversuche („Die

Brille wegtrainieren“) in Form eines Tagebuchs.

Die letzten (immer noch nicht ermutigenden)

Einträge stammen von Februar 2025 (362. Monat).

Aber immerhin ist die Lektüre kostenfrei.

Wenn Menschen glauben,

sie könnten ihre

Fehlsichtigkeit wegtrainieren,

hat das reale Folgen.

Ein realistischer Ausblick

Sehübungen sind nicht sinnlos. Sie können

entspannen, Wahrnehmung schulen und Bildschirmstress

reduzieren. Was sie allerdings

sicher nicht können, ist Fehlsichtigkeit wegtrainieren.

Sollte tatsächlich einmal jemand

ein paar Augenübungen entdecken, die eine

zu lange Augenachse zuverlässig verkürzen,

hätte das dramatische Folgen: Die Myopie-Forschung

wäre erledigt; die refraktive Chirurgie

könnte einpacken, und die Augenoptik müsste

vermutlich auf Yogamatten umstellen.

Bis dahin gilt jedoch eine eher langweilige

Wahrheit: Dioptrien lassen sich hervorragend

korrigieren – aber erstaunlich schlecht einschüchtern.

Redaktion

WWW.EYE-COM.NET

35


0 OPTICS

WAHRNEHMUNG UND WISSENSCHAFT

WEITER GEDACHT

DIE ENTWICKLUNG MODERNER BRILLENGLÄSER IST LÄNGST MEHR ALS REINE INGENI-

EURSKUNST – SIE IST EIN ZUSAMMENSPIEL AUS PHYSIK, PHYSIOLOGIE UND INDIVI-

DUELLER WAHRNEHMUNG. MIT B.I.G. EXACT SENSITIVE ZEIGT RODENSTOCK, WIE AUS

WISSENSCHAFTLICHER NEUGIER UND KONSEQUENTER FORSCHUNGSARBEIT EIN PRO-

DUKT ENTSTEHEN KANN, DAS DIE GRENZEN DES BISHER MACHBAREN VERSCHIEBT.

Zwei Ausgangspunkte, eine Vision

Am Anfang standen zwei zentrale Fragestellungen.

Die erste wurzelt tief in der

optischen Theorie: Der Satz von Minkwitz ist

ein seit Jahrzehnten etabliertes Gesetz, das

als grundlegende Grenze für die Gestaltung

progressiver Brillengläser gilt. Allerdings

basiert es auf der Annahme progressiver Flächen

ohne Berücksichtigung des Rezept-Astigmatismus

– eine Annahme, die modernen

Glasdesigns nicht mehr gerecht wird.

Für Rodenstock war genau das der

Ansatzpunkt. Rund 50 Jahre nach der ursprünglichen

Herleitung wurde der Satz von

Minkwitz erstmals auf zeitgemäße, komplexe

Progressivflächen übertragen. Das

Ergebnis: Die erfolgreiche Erweiterung eines

lange als unverrückbar geltenden Prinzips.

Darüber hinaus zeigte sich, dass ein

zusätzlicher Faktor bei der Gestaltung von

Progressivgläsern bislang unberücksichtigt

geblieben war: Die individuelle visuelle

Sensitivität. Dieses Wissen bildet heute die

Grundlage von B.I.G. EXACT Sensitive: Durch

gezielte Steuerung des Astigmatismus in

der Progressionszone lassen sich periphere

Aberrationen reduzieren – angepasst an die

individuelle Wahrnehmung.

Der zweite Ausgangspunkt lag in den

Erkenntnissen aus B.I.G. EXACT. Hier konnte

bereits gezeigt werden, wie stark sich die Biometrie

auf die Wahrnehmung von Unschärfe

auswirkt. Dennoch blieben Unterschiede

zwischen Trägern bestehen, die sich nicht

allein durch anatomische Parameter erklären

ließen. Die logische Konsequenz: Der Fokus

musste sich erweitern – hin zur Verarbeitung

visueller Informationen im Gehirn. Die Beschäftigung

mit Sensitivität war damit nicht

nur naheliegend, sondern notwendig.

Die richtigen Stellschrauben finden

Die Identifikation relevanter Einflussfaktoren

folgt selten einem geradlinigen Weg.

Im Fall des Minkwitz’schen Satzes war die

Ausgangslage klar: Eine als gültig betrachtete

Grenze erwies sich als unvollständig.

Die eigentliche Herausforderung lag in der

mathematischen und technologischen Umsetzung

– und in der Unsicherheit, ob überhaupt

eine Lösung existiert.

36

EYECOM 02 | 2026


Ähnlich verhielt es sich bei B.I.G. EXACT

Sensitive. Die Existenz zusätzlicher Einflussgrößen

war offensichtlich, ihre genaue

Bestimmung jedoch nicht. Erst durch ein

tiefes Verständnis der visuellen Physiologie,

flankiert von Laboruntersuchungen, mathematischer

Modellierung und konsequenter

statistischer Analyse, konnten die entscheidenden

Parameter Schritt für Schritt eingegrenzt

werden.

Produktentwicklung als strukturierter

Prozess

Die Entwicklung eines solchen Produkts

folgt immer einem klar strukturierten

„Entwicklungsprozess“. Definierte

Qualitätskriterien stellen hierbei sicher,

dass nur tragfähige Ansätze weiterverfolgt

werden. Am Anfang stehen Machbarkeitsstudien:

etwa die Erweiterung des Minkwitz’schen

Satzes oder die Untersuchung

von Zusammenhängen zwischen wahrgenommenen

und induzierten Aberrationen.

In dieser frühen Phase stehen vor allem

kreative Forschungsansätze, das Entwickeln

und Prüfen neuer Hypothesen

sowie erste experimentelle Erkundungen

im Mittelpunkt. So entsteht die belastbare

Grundlage für alle weiteren Entwicklungsschritte.

Umwege gehören dazu

Forschung verläuft selten geradlinig –

und gerade darin liegt ihre Stärke. Auch bei

der Entwicklung von B.I.G. EXACT Sensitive

gab es Ansätze, die sich in der Umsetzung

als weniger tragfähig erwiesen. So ließ sich

der Versuch, den Satz von Minkwitz auf Wellenfronten

zu übertragen, nicht in der gewünschten

Form realisieren. Ebenso zeigte

sich, dass ein einfacher, direkt im Fachgeschäft

durchführbarer Test zur Messung visueller

Sensitivität die zugrunde liegenden

Zusammenhänge nicht ausreichend zuverlässig

abbilden könnte.

Stattdessen wurde ein robuster und praxisnaher

Weg gewählt: Der DNEye Scanner

liefert die erforderlichen Messdaten, um

die Sensitivität fundiert zu bestimmen.

Antrieb: Besseres Sehen für alle

Anders als in vielen Innovationsprozessen

steht hier nicht die Optimierung des

eigenen Alltags im Vordergrund. Die Motivation

ist eine andere: Die Verbesserung des

Sehens als zentralem Sinnesorgan des Menschen.

Ziel ist es, individuelle Wahrnehmung

besser zu verstehen und in konkrete optische

Lösungen zu übersetzen.

Mit B.I.G. EXACT Sensitive wird deutlich,

welches Potenzial in der Verbindung aus

Grundlagenforschung und Anwendung

steckt – und dass selbst scheinbar feststehende

Grenzen neu gedacht werden können.

Der „Satz von Minkwitz“ ist ein Grundprinzip in der Augenoptik, das

den Flächenastigmatismus in Gleitsichtgläsern beschreibt. Er besagt,

dass der störende periphere Astigmatismus proportional zur

Addition und umgekehrt proportional zur Länge des Progressionskanals

zunimmt. Höhere Additionen oder kürzere Korridore führen

zu engeren Sehkanälen.

Obwohl dieses Prinzip als Grundsatz gilt, nutzen Brillenglashersteller

heute Technologien, um die Auswirkungen durch komplexe

Flächendesigns zu minimieren, auch wenn die physikalischen

Grenzen bestehen bleiben.

www.rodenstock.de

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37


0 HISTORY

EINFACH GEMACHT

2026

KEINE

KOMPROMISSE

DIE MEISTEN MENSCHEN MACHEN SICH SELTEN GEDANKEN DARÜBER, WIE PRO-

DUKTE ENTSTEHEN. OFT IST DER GRUND EIN SCHLICHTES BEDÜRFNIS – UND DIE

ERKENNTNIS, DASS ES DAS BENÖTIGTE PRODUKT EINFACH NICHT GIBT. DIE SPORT-

LERIN UND DESIGNERIN BEATE GABELT HATTE VOR 25 JAHREN EINEN SOLCHEN MO-

MENT, DER IHR LEBEN UND DIE WELT DER SPORTBRILLE VERÄNDERTE.

s war irgendwo zwischen Kilometer

60 und 70 beim Ultramarathon

„Biel 100 km“, mitten in der Nacht,

als mir wieder einmal die Sportbrille beschlug.

Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal.

Aber dieses Mal war es anders. Ich war Brillenträgerin.

Ambitionierte Hobbyläuferin. Multisportlerin,

die im Winter auf Skiern stand, im Sommer

auf dem Bike saß und das ganze Jahr über ihren

Körper an Grenzen schob. Ich kannte das Gefühl,

nicht richtig zu sehen, in- und auswendig. Und

ich kannte den Markt gut genug, um zu wissen:

Das Problem lag nicht an mir. Das Problem lag

an einer ganzen Industrie, die einfach nicht hingeschaut

hatte: Alle hatten auf atmungsaktive

Sportkleidung umgestellt. Aber bei der Sportbrille

schien man vergessen zu haben, dass man

beim Sport auch an den Augen schwitzt.

Ich hatte Transportation Design am Art Center College

of Design studiert, als erste Frau in diesem

Fachbereich. Als selbständige Industriedesignerin

in der Schweiz arbeitete ich an Projekten,

Die Kategorie „Sportbrille“

existierte im Kopf der Konsumenten

schlicht nicht.

die auf den ersten Blick nichts miteinander

zu tun hatten: Medizinische Lasergeräte und

metallverarbeitende Produktionsstraßen zum

Beispiel. Was sie verband: Jedes Mal steckte

dahinter ein Problem, das niemand richtig angegangen

war. Und genau das war mein Antrieb.

Ende der 90er bekam ich einen Auftrag von der

Optic Fashion GmbH in München. Es ging um

neue, innovative Produkte für die Augenoptik.

Und ich, als Brillenträgerin, begann sofort, das

Problem mit anderen Augen zu sehen. Die Frage

war simpel; die Antwort revolutionär. Aus dem

Automobildesign kannte ich das Prinzip der Strömungsführung.

Ich übertrug es auf die Sportbrille.

Gemeinsam mit Ingenieuren entstand eine

vollkommen neue Belüftungstechnologie: Das

ACM – „Air Clima Management“. Kein Beschlagen

mehr. Kein Drücken. Keine Kompromisse.

Zusammen mit einem Team aus Sportmedizin,

Optik, Technik und Athletik entwickelten wir ein

Baukasten-System: Flexibel, individuell, auch

und gerade für Brillenträger mit hohen Sehstärken.

So entstand eine Sportbrille, die sich

dem Menschen anpasst und nicht umgekehrt:

Wir drehten den Prozess einfach um. Die Frage

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EYECOM 02 | 2026


war nicht: Welche Brille sieht gut aus? Sondern:

Was braucht dieser Mensch, um wirklich

gut zu sehen?

Das Projekt war so außerordentlich, dass wir

wussten: Es braucht einen eigenen Namen, eine

eigene Marke. So entstand SZIOLS, bewusst unaussprechlich,

damit er unvergesslich bleibt. Das

hat funktioniert. Weltweit, bis heute.

Was folgte, war keine triumphale Markteinführung.

Es war Pionierarbeit im härtesten Sinne

des Wortes. Der Markt reagierte zögernd. Die

Brillentragende Sportler

verdienen dasselbe wie alle

anderen. Kein schlechteres

Sehen. Keine Kompromisse.

Kategorie „Sportbrille“ existierte im Kopf der

Konsumenten schlicht nicht. Dort hatte sich die

Sonnenbrille felsenfest verankert, als Schutz und

als Accessoire. Dass eine Brille beim Sport ein

Leistungswerkzeug sein könnte, war ein völlig

neuer Gedanke.

Ich ließ mich nicht

entmutigen. 2010

übernahm ich das

Unternehmen als Alleinverantwortliche.

Mit einem MBA im

Rücken, aber vor allem

mit einer Überzeugung,

die sich nicht erschüttern ließ:

Brillentragende Sportler verdienen

dasselbe wie alle anderen. Kein schlechteres

Sehen. Keine Kompromisse.

Etwa 95% der Bewegung werden über das Auge

gesteuert. Und gleichzeitig ist das Sehen einer

der am meisten vernachlässigten Sinne im

Sport. Das wollten wir ändern. Und wir

haben es geändert.

2021 wurden SIOLS System und FU-

SION mit dem German Design Award

und dem German Innovation Award

ausgezeichnet. Mehr als 25 Jahre

nach dem ersten Gedanken, mitten in

der Nacht, irgendwo zwischen Kilometer 60

und 70. Wer einmal verstanden hat, was besseres

Sehen im Sport bedeutet, macht nie wieder promisse. Dafür arbeiten wir jeden

Kom-

Tag.

2002

2003

2017

2005

Wie tief das Problem saß, zeigte sich am deutlichsten

bei den Kindern. Brillentragende Schulkinder,

die ihre Brille abnehmen mussten, damit

bloß nichts passiert. Die halbblind über den Bock

sprangen. Die leise ausgegrenzt wurden. Wir

entwickelten eigene Schulsportbrillen, die heute

zum Schulanfang gehören wie der Schulranzen.

Eine eigene DIN-Zertifizierung folgte. Das war gar

nie das Ziel gewesen. Aber es war der Beweis, dass

das Problem real war. Und dass niemand außer

uns es lösen wollte.

Beate Gabelt ist Gründerin und CEO von SIOLS

Vision. Industriedesignerin, MBA, Ultraläuferin und

seit über 25 Jahren überzeugt davon, dass brillentragende

Sportler keine Kompromisse machen müssen

2010

Kontakt: https://siolsvision.com

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0 FRAME

MAXIMAL-RECYCLING

PHOENIX

AUS DER

ASCHE

NACHHALTIGKEIT IST IN ALLER MUNDE. BRILLEN WURDEN SCHON AUS UNTER-

SCHIEDLICHSTEN RECYCLING-MATERIALEN HERGESTELLT – AUS MEERESPLASTIK,

PET-FLASCHEN, SCHALLPLATTEN, HOLZ- UND METALLABFÄLLEN UND AUS ALTEN

BRILLEN. DIETER FUNK UND SASHEE SCHUSTER AUS DEM OBERBAYRISCHEN KIN-

SAU HATTE EINE WEITERE IDEE: ZIGARETTENFILTER. DENN DIE BESTEHEN AUS DEM-

SELBEN GRUNDSTOFF WIE ACETAT-BRILLEN: CELLULOSE.

n einer Welt, in der weggeworfene Dinge selten eine zweite

Chance erhalten, verdient ein Material Beachtung, das

genau diese Fähigkeit zur Wiedergeburt in sich trägt. Celion

heißt ein außergewöhnliches Material, das in seiner Herkunft wie

in seiner Bedeutung eine überraschende Brücke schlägt zwischen Umweltproblem

und ästhetischer Innovation. Was einst Symbol für Konsum

und Vergänglichkeit war – die weggeworfene Zigarette – wird hier zur

Grundlage für etwas Dauerhaftes, Sichtbares, Sinnstiftendes. Durch ein

innovatives Recyclingverfahren, entwickelt von der Firma Imeko in Chile,

gelang es, die cellulosehaltigen Zigarettenfilter zu reinigen, sämtliche

Schadstoffe zu entfernen und die reine Substanz des Materials wiederzubeleben

– als reines, leistungsfähiges Rohmaterial, das man Celion

nennt. Das Ergebnis ist ein hochwertiges, granuliertes Bioacetat, das

ohne Phthalate auskommt und ausschließlich mit biologisch abbaubaren,

pflanzlichen Weichmachern verarbeitet wird.

In den Händen der deutschen Brillenmanufaktur FUNK bekommt dieser

Stoff dann ein neues Gesicht – oder besser: Ein neues Sehen. Zunächst

als Acetatplatte; dann als Brille. Denn Dieter Funk und Sashee Schuster,

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EYECOM 02 | 2026


die eine der letzten echten Manufakturen ihrer Art in Deutschland betreiben,

verbinden hier traditionellen Handwerkssinn mit avantgardistischer

Verantwortung, wie sie es schon seit Jahren mit ihrem Recycling-Acetat

tun. Ihre Brillen aus Celion sind daher nicht einfach Modeprodukte; sie

sind metaphysische Übersetzungen einer globalen Herausforderung in

ein persönliches Erlebnis: Du trägst nicht nur eine Brille - du trägst eine

Geschichte. Eine Geschichte darüber, wie man Müll nicht nur reduziert,

sondern transzendiert.

Eine stille Revolution im Materialkosmos.

Die Idee hinter Celion ist so pragmatisch wie poetisch. Praktisch, weil

dieses Material mechanisch robust, farblich vielseitig und in herkömmlichen

Verfahren verarbeitbar ist – also genau die Eigenschaften hat, die

man von hochwertigem Celluloseacetat erwartet. Poetisch, weil jede Brillenfassung

ein Zitat ist: Von Wegwerfgesellschaft zu Kreislaufwirtschaft,

von Umweltbelastung zu Verantwortungsbewusstsein. Eine stille Revolution

im Materialkosmos.

Doch Celion ist mehr als ein technisches Produkt: Es ist ein Denkmodell.

Es stellt die Frage, wie wir unsere Umwelt betrachten: Als Lagerplatz

für Überbleibsel oder als Schatzkammer künftiger Ressourcen. FUNKs

Einbettung dieses Materials in die eigene Kollektion, insbesondere im

Rahmen des „Funk Phoenix Projects“, lässt die Metapher des mythischen

Du trägst nicht nur eine Brille –

du trägst eine Geschichte.

Vogels zur Realität werden: Aus Asche und Altem wächst Neues, Schönes,

Nützliches. Der Konsument, der eine solche Brille wählt, wird so nicht

nur zum Träger eines Objekts, sondern zum Agenten einer nachhaltigen

Vision.

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit oft zum leeren Schlagwort verkommt,

ist Celion ein seltener Fall von Substanz: Ein Material, das sich nicht hinter

Marketingfloskeln versteckt, sondern die eigene Herkunft transparent

macht und dadurch eine neue Ehrlichkeit in den Designprozess bringt.

Und das uns zwingt, unsere Beziehung zur Welt der Dinge zu überdenken

– und unsere Seh- und Konsumgewohnheiten gleich mit.

https://funkeyewear.com

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0 SPECIAL

VINTAGE, HERITAGE & RETRO

Brillen

UND GESCHICHTE(N)

bwohl (oder gerade, weil) die Brillenbranche

viel mit Mode zu tun hat, stellt man immer

wieder fest: Manche Dinge wiederholen sich. Manchmal

1:1; manchmal als kreative Neuinterpretation der Vergangenheit.

Nicht, weil den Designern nichts Neues mehr einfiele,

sondern weil es Formen, Farben und Konzepte gibt, die

viel zu gut sind, um nach einmaligem Auftreten für alle Zeiten

vergessen zu werden.

Mode ist auch ein soziales Barometer; sie definiert sich nicht durch

die sachlich notwendige Anschaffung von Kleidungsstücken, sondern

hat mit Freude, Austausch und Selbstdarstellung zu tun. Das gilt natürlich

auch für Korrektions- und Sonnenbrillen.

Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen sorgen für viel Verunsicherung.

In solchen Zeiten besinnen viele Menschen sich besonders

gerne auf verlässliche und vertraute Werte aus der Vergangenheit.

Deshalb zeigen wir Ihnen auf den nachfolgenden Seiten Brillenfassungen

und Sonnen brillen, die erkennbar von der Vergangenheit inspiriert sind

und gerade deshalb eine Menge Zukunft haben.

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EYECOM 02 | 2026


01 | Charmant

Das Modell CH29862 aus der Charmant Titanium Perfection

Kollektion greift klassische Brillenästhetik auf. Die fein

gearbeitete, rund-ovale Form und die filigrane Titan-Konstruktion

verleihen der Fassung einen zeitlosen, eleganten

und leicht retro-inspirierten Charakter. Gleichzeitig steht die

Brille für die langjährige Titan-Expertise von Charmant, die

seit über 70 Jahren für präzise Verarbeitung und Leichtigkeit

bekannt ist.

02 | Conquistador

Das Modell ATT13 von Conquistador verbindet eine klassische

Panto-Form mit moderner Leichtigkeit. Havanna-Acetat trifft

auf bronzefarbene Titanbügel – langlebig, komfortabel und

unverwechselbar. Vertrieb über Marwitz Berlin

03 | Davidoff Eyewear

Die DAT160 von Davidoff Eyewear interpretiert die klassische

Pilotenform der 70er und 80er Jahre neu und verbindet

ikonische Silhouetten mit moderner Titanpräzision.

Die Zweifarbigkeit der Front, der feine Doppelsteg und die

schlanke Metallkonstruktion zitieren historische Designs,

während das 3D Hyphen Detail einen zeitgemäßen Twist setzt.

Vertrieb über MPG Eyewear

04 | Ducloux Lunettes

Ducloux Lunettes wurde von Corine Mosa-Ducloux und

Charles Mosa gegründet. Die Marke widmet sich ausschließlich

Vintage-Brillen; sie entstand aus der Leidenschaft für

die feine Handwerkskunst des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Ducloux-Kollektion interpretiert Brillen von 1900 bis

1940 neu und bewahrt jedes authentische Detail: Brücken,

Bügel, mineralische Gläser, präzise Größen – und sogar Etuis

im Stil der Epoche.

05 | Invu

Invu interpretiert die legendären Aviators der 70er neu:

Markant, charakterstark, mit klassischer Double-Bridge. Hochwertiges

Polymer kombiniert mit edlem Neusilber verleiht der

Sonnenbrille die ikonische „Schwere“ des Originals. Der Retro-

Look wird durch modernste ultra-polarisierende Gläser in die

Gegenwart geholt – Design von gestern, Performance von heute.

Vertrieb über Swiss Eyewear Group

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01 | Lacoste

Seit über 90 Jahren steht Lacoste für sportliches Heritage

und zeitlose Eleganz. Das Kampagnenmodell

L6090S greift dieses Erbe mit klaren, kantigen Linien,

feingravierten Bügelkernen und dem ikonischen

Metallkrokodil auf. Die Brille verbindet authentisches

Markenhandwerk mit moderner Raffinesse.

Oscarpreisträger Adrien Brody ist neuer globaler

Markenbotschafter für Lacoste Eyewear und prägt

die aktuelle Kampagne – eine starke Verbindung

aus Stil, Geschichte und ikonischer Ausstrahlung.

Vertrieb über Marchon

02 | Lafont

Die Acetatfassung „Umberto“ von Lafont zeichnet sich

durch einen kühnen, unverwechselbaren Retro-Stil

aus. Mit ihrer Pilotenbrillenform und den markanten

Linien vermittelt sie ein Gefühl von Freiheit und

Abenteuer im Vintage-Stil.

03 | Leisure Society

Als raffinierte Hommage an den italienischen Designer

Bruno Sacco greift das Modell „Sacco“ von Leisure

Society auf eine klassische, zeitlose Silhouette

zurück, die durch moderne Technik neu interpretiert

wurde. Es ist aus massivem Titan mit matten Emaille-Akzenten

und aufwendigen Gravuren gefertigt und

verbindet traditionelle Proportionen mit zeitgemäßer

Präzision. Die einzeln nummerierten Exemplare aus

einer limitierten Auflage von 100 Stück spiegeln beständige

Handwerkskunst und zurückhaltende Raffinesse

wider. Vertrieb über Baum Vision

04 | Lindberg

Das Modell 4252 aus der neu eingeführten blok titanium-Kollektion

von Lindberg ist ein Gewinner des iF

Design Award 2026 für Produktdesign. Die Fassung

besticht durch eine elegante ovale Silhouette mit raffiniertem

femininem Touch, inspiriert von den späten

1990er Jahren. Durch die größeren Gläser in Kombination

mit zarten Proportionen eignet sich diese Brille

ideal für einen eleganten Büro-Look.

05 | Lunor

Mit der Classic Sun wird eine der prägendsten Kollektionen

der Lunor-Historie erstmals zur eigenständigen

Sonnenbrillen-Linie. Die randlosen Classic-Modelle

sind seit den 1990er-Jahren fester Bestandteil der

Kollektion – und das weitgehend unverändert in ihrem

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EYECOM 02 | 2026


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zeitlosen Design. Als Sonnenbrillenvariante zeichnet

die neue Glasform „Dodeka“ - abgeleitet vom griechischen

Dodekagon, dem Zwölfeck – durch ihre markante

Geometrie und großzügige Proportionen aus.

06 | makellos.

Das Modell ME 1117 „Sacré-Coeur“ von makellos.

vereint eine klare, präzise Formensprache mit dem

charakteristischen W-Steg – einer Konstruktionsidee

mit weit über hundertjähriger Tradition, hier zeitgemäß

weitergedacht und technisch neu interpretiert.

Jedes Element folgt konsequent dem Prinzip der

Reduktion. Gefertigt in Sabae, dem japanischen

Zentrum für anspruchsvolle Brillen manufaktur.

Vertrieb über Aoyama Optical Germany

07 | Markus T

Mit der „Design“ fing alles an. Die erste Kollektion; geboren

aus einem einzigen Stück Titan, geprägt von der Idee:

Weniger ist mehr. Jetzt kommt eine neue „Design“-Kollektion:

Die Evolution des Markenursprungs, weitergedacht.

16 Fassungsformen – klar im Ausdruck, individuell

im Detail. Wählbar in verschiedenen Titanfarben und

mit oder ohne Ring als dezentes Gestaltungselement.

08 | Morel

Der Vintage-Charakter kommt beim Morel-Modell

„Leavitt“ aus 100% Acetat voll zur Geltung. Die Brille in

tiefem Schwarz sorgt für einen raffinierten Look oder in

warmen Schokoladentönen für zusätzlichen Charme

und Weichheit. Ihre runde Form ist horizontal an der

Brauenlinie ausgerichtet, um das Gesicht zu strukturieren

und wird durch einen markanten Schlüssellochsteg

ergänzt. Äußerst bequem, dank der sorgfältigen

Verarbeitung des Morel-Scharniers, verkörpert diese

Unisex-Fassung sowohl Diskretion als auch Eleganz.

09 | Porsche Design

Die „Ladies Capsule“ interpretiert eine echte Designikone

neu: Die P'8478, jene Sonnenbrille, die

Ferdinand Alexander Porsche 1978 mit dem visionären

Wechselglas-Mechanismus entwickelte. Ihr

klares „form follows function“-Prinzip und die zeitlose

Eleganz prägen Porsche Design bis heute. In der

„Ladies Capsule“ erhält der Klassiker eine moderne,

feminine Note. Subtile Details und frische Farbakzente

verleihen dem Original eine neue Perspektive.

Vertrieb über DeRigo

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01 | Red Bull spect

Die REDPS110 02P von Red Bull spect verbindet den

Charme klassischer Sonnenbrillenformen mit modernen

Materialien. Die leicht transparente, goldfarbene

Front zitiert ikonische Vintage Looks, während die klar

definierte, quadratische Silhouette an zeitlose Street

Style Klassiker erinnert. Dezente Kontrastbügel und

ein reduziertes Design bringen den Retro-Gedanken

modern und sportlich zugleich auf den Punkt.

Vertrieb über MPG Eyewear

02 | Rodenstock Eyewear

Mit den neuen Modellen R7194 und R7195 der

Titanium Classic Serie präsentiert Rodenstock eine

zeitgemäße Hommage an ikonisches Brillendesign.

Die puristischen Modelle verbinden zeitlose Eleganz

mit höchster Handwerkskunst und einem raffiniert

zurückhaltenden Design. Gefertigt aus hochwertigem

Titan überzeugen die Fassungen durch ihre außergewöhnliche

Leichtigkeit und präzise Verarbeitung.

Retro-inspiriert und zugleich modern interpretiert,

zeichnet sich die Front durch präzise verarbeitete,

vertiefte Augenränder aus. Vertrieb über DeRigo

03 | Röhm Eyewear

Das Modell BM983 aus der Blue Matr'xx Linie von

Röhm Eyewear ist ein neu interpretierter Klassiker.

Es verbindet traditionelles Design mit moderner

Technik in Form einer Antireflexbeschichtung und

hochwertigen Nasenpads aus Titan. Das Modell ist

cool, liefert einen rockigen Charme und ist einfach

good-looking.

04 | Schau Schau Brillen

1980 begann die Geschichte von Schau Schau Brillen.

Die damaligen Modelle sind auch heute noch

gefragt und werden auf Wunsch bis heute hergestellt

und verkauft. Die aktuellen Brillenmodelle sind

raffinierter ausgefertigt und größer, lassen aber das

ursprüngliche Design deutlich erkennen. Sie werden

ausschließlich und komplett in Österreich per Hand

gefertigt. Design: Peter Th. Kozich

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05 | Silhouette

Mit der Iconic Shades-Kollektion lässt Silhouette den

Spirit der 70er neu aufleben. Eine Hommage an die

legendäre Designerin Dora Demmel: Die vier Modelle

– „Dora One bis Four“ – übersetzen ihre mutige, architektonische

Formsprache in moderne Leichtigkeit. Gefertigt

aus SilhoPure im 3D-Druck und veredelt mit Titan, verbinden

sie Heritage, Komfort und präzise Design-DNA.

06 | Tinpal

Die Marke tinpal pflegt in ihren Kollektionen seit nunmehr

17 Jahren selten gewordenen Nylorfassungen

und interpretiert sie immer wieder neu. Das Halbrandmodell

HR 25 zeigt die besonderen Optionen

von minimalistischem Design. Im Oberrand sind drei

kleine Löcher, die nicht nur eine Variation der Scheibentiefe,

sondern ebenso ein Vergrößern oder Verkleinern

der Scheibenlänge horizontal ermöglichen.

07 | Vanni

Extra Volumen und Stil in der neuen VANNI-Kollektion.

Die Front besteht aus einem einzigen Acetatblock. Die

Nasenpads sind in den gesamten Frontblock „eingearbeitet”

und nicht aufgeklebt. Ein wahres Meisterwerk an

Detailtreue und Präzision, das Ergebnis der technischen

Expertise, die Teil des Erbes von Vanni ist. Das Modell ist

von den übergroßen runden Brillen der 1970er Jahre

inspiriert, jedoch mit einer zeitgemäßen Farbpalette.

08 | Yellows Plus

Das Modell „Barris“ von Yellows Plus interpretiert den

Geist des deutschen Designs der 1970er Jahre neu.

Ein markanter Titanrand und die bearbeitete Oberfläche

im Used-Look verleihen ihm einen ausdruckstarken

Retro-Charakter sowie fas zi nierende Tiefe mit dreidimensionalem

Effekt. Designer Toshi Yamagishi aus

Fukui in Japan verbindet klassische Formen mit modernem

Flair und vereint traditionelle japanische Ästhetik

mit zeitgemäßen Elementen zu zeitloser Schönheit.

Vertrieb über Bachmann Eyewear

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0 ART

DIE LANGSAMKEIT DES SEHENS

ZWISCHEN LICHT

UND GLAS

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DIE BRITISCHE MALERIN EMMA KENNY WIDMET SICH EINEM UNGEWÖHNLICHEN

MOTIV: DEM MENSCHLICHEN GESICHT HINTER EINER BRILLE. IN IHREN GEMÄLDEN

WIRD DIE BRILLE ZUM ÄSTHETISCHEN ANGELPUNKT, ZUM MEDIUM ZWISCHEN

BLICK UND BETRACHTUNG, ZWISCHEN KÖRPER UND GEIST.

as Emma Kennys Arbeiten sofort erkennbar macht, ist ihre

besondere Sensibilität für Oberflächen und Licht. Glas ist

bei Emma Kenny niemals starr oder kühl. Es lebt, schimmert

und atmet. Zarte Spiegelungen tanzen über die Gläser, verdecken

die Augen, brechen Konturen und erzeugen eine fragile Spannung zwischen

Klarheit und Auflösung. Diese optischen Verschiebungen sind kein

Zufall, sondern bewusst eingesetzte Mittel, um Wahrnehmung als etwas

Subjektives und Flüchtiges erfahrbar zu machen.

Besonders faszinierend ist die Art, wie Emma Kenny Individualität sichtbar

macht, ohne sie zu überzeichnen. Jede Brille erzählt eine eigene

Geschichte: große, markante Fassungen, zarte Metallfassungen, klare

Linien oder leicht nostalgische Formen. Sie unterstreichen Charaktere,

ohne sie festzulegen. In diesem feinen Zusammenspiel von Mode, Persönlichkeit

und Malerei entsteht eine stille Erzählung über Identität im

zeitgenössischen Kontext.

Emma Kennys Kunst ist eine Einladung zum langsamen Sehen. Ihre Gemälde

verlangen Aufmerksamkeit, Geduld und Offenheit. Wer sich auf

sie einlässt, entdeckt nicht nur die Schönheit von Glas, Haut und Farbe,

sondern auch die Poesie des Dazwischen. Es ist eine Ästhetik der leisen

Töne, der subtilen Verschiebungen, der reflektierten Blicke.

So werden ihre Porträts zu stillen Dialogen – zwischen Künstlerin und

Motiv, zwischen Bild und Betrachter. Am Ende bleibt das Gefühl, etwas

gesehen zu haben, das zugleich sichtbar und verborgen ist: Ein Mensch,

ein Blick, ein Moment – eingefangen zwischen Licht und Glas.

Die Gesichter, die Kenny malt, scheinen in sich zu ruhen. Sie posieren nicht,

sie existieren. Oft liegt eine sanfte Melancholie in ihren Zügen, manchmal

ein leiser Trotz, manchmal pure Versunkenheit. Die Brille wirkt dabei wie

ein schützender Schleier – transparent und doch trennend. Sie schafft Distanz,

ohne Kälte zu erzeugen, und verleiht den Porträts eine intime Zurückhaltung,

die den Betrachtenden fast ehrfürchtig werden lässt.

Farblich bewegt sich Emma Kenny in einem fein abgestimmten Spannungsfeld.

Warme Hauttöne treffen auf kühle Reflexe, matte Flächen stehen

neben glänzenden Akzenten. Ihre Palette ist nie laut, aber stets präzise.

Pastellige Nuancen fließen in gedeckte Erdtöne, während Lichtpunkte

auf den Gläsern wie zufällige, beinahe musikalische Noten wirken. Diese

Balance zwischen Zurückhaltung und Raffinesse verleiht ihren Arbeiten

eine zeitlose Eleganz, die sich modischen Strömungen entzieht.

Auch kompositorisch zeugen die Gemälde von großer Ruhe und Klarheit.

Häufig sind die Bildausschnitte nah gewählt, fast intim, sodass der Fokus

ganz auf dem Zusammenspiel von Gesicht, Brille und Blick liegt. Der Hintergrund

tritt zurück, löst sich in weichen Farbräumen oder minimalistischen

Flächen auf. Nichts lenkt ab – alles dient der Konzentration auf das

Wesentliche. Die Ästhetik ist reduziert, aber niemals leer; sie wirkt wie

bewusstes Innehalten in einer visuell überreizten Welt.

Tipp für Augenoptiker, die ihr Geschäft nicht nur mit Werbepostern der

Industrie dekorieren wollen: Emmy Kennys Bilder kann man als hochwertige

Drucke kaufen.

https://emmakennycreative.co.uk

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0 BUSINESS

DIGITALE KUNDENBINDUNG

AUTOMATISIEREN.

BINDEN.

UMSATZ STEIGERN.

ALS AUGENOPTIK-UNTERNEHMER BRÄUCHTE MAN HEUTE MANCHMAL EIGENTLICH

4 ARME UND 20-STUNDEN-ARBEITSTAGE, UM ALLE AUFGABEN ZU BEWÄLTIGEN. AN-

DERERSEITS GIBT ES WIRKSAME WERKZEUGE, AN DIE MAN MANCHES AUSLAGERN

KANN. ZUM BEISPIEL WIEDERKEHRENDE KOMMUNIKATIONSAUFGABEN.

eder kennt die leidige Erfahrung einer Telefonwarteschleife:

„Bitte bleiben Sie dran“, dann Dauerschleifenmusik, die die

gefühlte Wartezeit verdoppelt statt verkürzt. Nach mehreren

Minuten ist die Geduld am Ende – nicht selten wird aufgelegt. Gerade in

serviceorientierten Branchen wie der Augenoptik und Hörakustik kann

das den ersten Eindruck nachhaltig prägen.

Das Berliner Unternehmen hellomateo, vor fünf Jahren von drei SAP-Mitarbeitern

gegründet, ist bekannt für seine Kundenbindungsprogramme für Augenoptiker

und Hörakustiker, mit denen Betriebe ihre Kunden automatisiert

über WhatsApp, E-Mail oder auch klassisch per Brief ansprechen können.

Jetzt hat es eine KI-gestützte Telefonielösung vorgestellt: Eine sogenannte

Sprach-KI übernimmt eingehende Anrufe, wenn Mitarbeiter ausgelastet sind

oder der Betrieb außerhalb der Öffnungszeiten nicht erreichbar ist.

Künstliche Intelligenz gegen Fachkräftemangel

Das System wird mit Informationen trainiert, die der jeweilige Betrieb

selbst zur Verfügung stellt. Dazu zählen beispielsweise Inhalte

von der eigenen Website, aber auch zusätzlich bereitgestellte Dokumente

wie FAQs, Leistungsübersichten oder Zuständigkeiten. Auf

dieser Basis können Anrufer ihr Anliegen frei formulieren und erhalten

eine zuverlässige Auskunft – etwa zu Öffnungszeiten, Leistungen

oder Abläufen.

Zudem ist die KI in der Lage, Anrufe gezielt weiterzuleiten und perspektivisch

auch Termine zu vereinbaren. Ziel ist es, Kunden nicht in Warteschleifen

zu verlieren, sondern ihnen auch in Stoß- oder Randzeiten eine

verlässliche Anlaufstelle zu bieten.

Die WhatsApp-Option

Gleichzeitig gewinnt ein Kanal zunehmend an Bedeutung in der

Kundenkommunikation: Der Messenger-Dienst WhatsApp. Vier von

fünf Deutschen nutzen den Messenger und öffnen ihn durchschnittlich

23-mal am Tag. Mit einer Reaktionsquote von etwa 50 Prozent

bietet der Kanal eine Direktheit und Nähe, die klassische Werbeformen

nicht erreichen. Zwei weitere wichtige Vorteile: Der Versand von

Nachrichten ist kostengünstig, und der Empfang erfolgt exakt zum

Wunschtermin.

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EYECOM 02 | 2026


Allerdings eignet sich nicht jedes Mailing für WhatsApp. Auch der Versand

von Brillenputztüchern und anderen Goodies ist damit naheliegenderweise

nicht möglich. Mehrbrillenkampagnen funktionieren bei

vielen Betrieben ebenfalls besser postalisch. Hinzu kommt, dass nicht

jeder Kunde seine Mobilnummer für Werbung zur Verfügung stellen

will. Deshalb bietet die Software auch die Möglichkeit, Kunden alternativ

per Brief oder E-Mail automatisiert anzuschreiben.

Ziel ist es, Kunden auch in

Stoß- oder Randzeiten eine verlässliche

Anlaufstelle zu bieten.

Aber nicht nur die Intensivierung der Kundenbindung und die Aktivierung

der Kunden steht bei den Berlinern auf der Agenda. „Auch der

Fachkräftemangel in Augenoptik und Hörakustik ist ein Thema – und mit

dem KI-Assistenten ein Ansatz dafür gefunden“, erklärt hellomateo-CEO

Christian Strauch. Wiederkehrende Anfragen per WhatsApp und auch am

Telefon kann der integrierte KI-Assistent automatisiert beantworten. „So

bleibt den Mitarbeitern mehr Zeit für das Wesentliche: Die persönliche

und fachliche Betreuung der Kunden.“

Ein Aspekt, dem Christin Haupt und Silke Scharf von Augenoptik

Hauptsache Scharf/Büdingen zustimmen. „Früher haben wir versucht,

die Kunden anzurufen: für die Brillenabholung, für Terminerinnerungen

etc.“, blicken die beiden Geschäftsführerinnen zurück. „Heute machen

wir das mit hellomateo per WhatsApp, was bei den Kunden super

ankommt und uns viel Zeit erspart.“ Eine Meinung, der sich Carmen

Jochmann von Schier Optik, anschließt. Für die Geschäftsführerin von

fünf Betrieben in der Region Saalfeld ist aber noch ein weiterer Punkt

wesentlich:

„Auch der Fachkräftemangel in

Augenoptik und Hörakustik ist ein

Thema – und mit dem KI-Assistenten

wurde ein Ansatz dafür gefunden.“

„Wir haben uns für das System entschieden, weil es zeitgemäß ist,

jung, frisch und nah am Kunden, der unkompliziert antworten kann.

Und wir können unser Marketing elegant mit einfließen lassen.“ So

seien nicht nur die Terminerinnerung, sondern auch der Gutschein

zum Geburtstag sehr erfolgreich: Die No-show-Rate sinke stark und der

Umsatz steige.

Kernstrategie: Kundenbindung

Die Kernstrategie von hellomateo basiert auf einem ausgefeilten Kundenbindungszyklus.

Durch die Anbindung an die führenden Softwaresysteme

wie Amparex, BKG, IOM, Ipro, OPA, Prisma und Umami erkennt die

hellomateo-Software, zu welchem Zeitpunkt welche Nachricht versendet

werden muss. So kommen Termin- und Abholerinnerungen, Mehrbrillenkampagnen

etc. immer exakt zum richtigen Datum beim Kunden an.

Und auch der Versand von Terminbuchungslinks oder Bewertungsanfragen

ist mit dem System unkompliziert umzusetzen – siehe Grafik - wobei

die DSGVO-Konformität permanent sichergestellt ist.

„So bleibt den Mitarbeitern mehr Zeit

für das Wesentliche: Die persönliche und

fachliche Betreuung der Kunden.“

Veränderte Probleme brauchen neue Lösungen

Augenoptik und Hörakustik sehen sich heute veränderten Marktbedingungen

gegenüber, für die ein „Weiter so!“ höchstens die zweitbeste

Lösung ist. „Hier bietet die Technik in Form von Automatisierung und

Künstlicher Intelligenz den Betrieben eine Möglichkeit, Effizienzgewinne

zu realisieren, also Mitarbeiter zu entlasten und Umsatzpotenziale auszuschöpfen“,

ist sich Christian Strauch sicher. „Dies haben schon über 1.500

augenoptische und hörakustische Betriebe erkannt, die unsere Software

nutzen.“ Diesen Betrieben sei deutlich geworden: Wer Kundenkommunikation

intelligent automatisiert und zugleich persönlich gestaltet,

schafft nicht nur Entlastung im Alltag, sondern sichert auch langfristig

die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens.

www.hellomateo.de

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0 BUSINESS

ALLE JAHRE WIEDER

URLAUB IM BLICK

WENN ES UM URLAUBSPLANUNG GEHT, GERATEN SELBST EINGESPIELTE TEAMS UN-

TER DRUCK. BESONDERS ZU SCHULFERIEN, AN BRÜCKENTAGEN ODER IN SAISONA-

LEN SPITZENZEITEN VERDICHTEN SICH INDIVIDUELLE WÜNSCHE UND BETRIEBLICHE

ANFORDERUNGEN ZU EINEM KONFLIKTFELD, DAS WEIT ÜBER DIE REINE TERMINAB-

STIMMUNG HINAUSGEHT.

n vielen Augenoptikerbetrieben

wiederholt sich jährlich

dasselbe Muster: Mitarbeiter

mit schulpflichtigen Kindern sind auf

Ferienzeiten angewiesen; andere haben

lang geplante Fernreisen, familiäre Verpflichtungen

oder sind an feste Urlaubsfenster

von Partnern gebunden. Während

die einen argumentieren: „Ich habe Kinder

und kann nur da“, fühlen sich kinderlose

Kollegen oft benachteiligt und erleben

sich als „Lückenfüller“.

Wo keine klaren Spielregeln existieren,

entscheidet dann häufig die Lautstärke,

die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder

die informelle Machtposition im Team. Das

Resultat: Frust, Rückzug oder schwelende

Konflikte. Besonders problematisch ist

dabei das Schweigen. Unausgesprochene

Unzufriedenheit belastet das Arbeitsklima

langfristig stärker als offen ausgetragene

Meinungsverschiedenheiten.

Konfliktursache:

Fehlende Transparenz

Urlaub ist ein sensibles Gut. Er steht für Erholung,

Selbstbestimmung und Privatleben.

Entsprechend emotional reagieren Beschäftigte,

wenn sie sich benachteiligt fühlen.

Konflikte entstehen vor allem dort, wo:

␣ keine transparenten Kriterien

bestehen;

␣ Entscheidungen situativ oder „nach

Bauchgefühl“ getroffen werden;

␣ Hierarchien unausgesprochen über

Fairness gestellt werden

␣ oder individuelle Lebensrealitäten

pauschal bewertet werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, Eltern

automatisch Vorrang einzuräumen oder

kinderlose Mitarbeiter implizit als flexibel

verfügbar zu betrachten. Eine solche

Praxis mag kurzfristig pragmatisch erscheinen,

führt jedoch langfristig zu Un-

52

EYECOM 02 | 2026


gleichgewichten. Auch Beschäftigte ohne

Kinder haben legitime private Verpflichtungen

und Erholungsbedarf.

Objektive Kriterien schaffen

Verlässlichkeit

Ein professionelles Urlaubsmanagement benötigt

nachvollziehbare, gemeinsam akzeptierte

Kriterien. In der Praxis haben sich unter

anderem folgende Instrumente bewährt:

1. Rotationsprinzip bei stark

nachgefragten Zeiten

Ferien- oder Feiertagszeiträume werden

jährlich neu vergeben. Wer im Vorjahr

den Zuschlag erhielt, tritt im Folgejahr

zurück. Dadurch entsteht ein langfristig

ausgewogenes System.

2. Berücksichtigung sozialer

Gesichtspunkte

Schulpflichtige Kinder, pflegebedürftige Angehörige

oder besondere familiäre Situationen

können sachlich berücksichtigt werden

– jedoch transparent und begründet.

3. Klare betriebliche Grenzen

In saisonalen Hochphasen wird die maximale

Anzahl gleichzeitig abwesender

Mitarbeiter definiert. Diese Regel gilt für

alle gleichermaßen.

4. Dokumentierte Verfahren

Schriftlich festgehaltene Kriterien verhindern

spätere Diskussionen über vermeintliche

Sonderbehandlungen.

Frühzeitige Planung als

Präventionsmaßnahme

Ein zentraler Hebel zur Konfliktvermeidung

ist die zeitliche Strukturierung der Urlaubsplanung.

Viele Spannungen entstehen

nicht aufgrund unvereinbarer Wünsche,

sondern wegen Zeitdrucks. Wenn mehrere

Mitarbeiter kurzfristig denselben Zeitraum

beanspruchen, steigt der Entscheidungsdruck

– und damit das Konfliktpotenzial.

Feste Einreichungsfristen, beispielsweise

bis Ende Februar für die Sommermonate,

reduzieren diese Gefahr. Wer seine Urlaubsabsichten

rechtzeitig kommuniziert,

ermöglicht Kompromisse und Alternativen.

Besondere Herausforderungen

im Optikergeschäft mit

Sechs-Tage-Betrieb

In inhabergeführten Augenoptikerbetrieben,

die sechs Tage pro Woche geöffnet

haben, gibt es natürlich noch weiteres

Konfliktpotenzial. Hier treffen klassische

Urlaubsfragen auf branchenspezifische

Besonderheiten:

1. Permanente Kundenpräsenz

Ein Optikergeschäft lebt von persönlicher

Präsenz. Anders als bei reinen Bürotätigkeiten

können Aufgaben nicht beliebig

verschoben oder remote erledigt werden.

Fällt eine Fachkraft aus, entsteht unmittelbar

eine Lücke in der Kundenbetreuung.

2. Fachliche Mindestbesetzung

Die Meisterpräsenz hat ihre eigenen Regeln.

Urlaubsplanung bedeutet hier nicht

nur quantitative, sondern qualitative Einsatzplanung.

Es muss sichergestellt sein,

dass Kompetenzen im Team jederzeit verfügbar

bleiben – beispielsweise für Refraktionen

und Kontaktlinsen-Anpassungen.

3. Samstagsarbeit als Konfliktfeld

Der Samstag ist im stationären Handel ein

umsatzstarker Tag. Gleichzeitig kollidiert

er mit familiären und sozialen Bedürfnissen

der Mitarbeiter. In einem Sechs-Tage-Betrieb

entsteht daher ein doppelter

Planungsdruck: Neben den klassischen

Ferienzeiten müssen auch freie Samstage

gerecht verteilt werden. Ein transparentes

Rotationssystem für Samstagsdienste

kann hier entlastend wirken.

4. Kleine Teams –

hohe Abhängigkeit

Viele Optikgeschäfte arbeiten mit überschaubaren

Teams. Schon ein einziger

fehlender Mitarbeiter kann die Belastung

der verbleibenden Kollegen deutlich erhöhen.

Anders als in Großunternehmen

gibt es selten personelle Puffer. Umso

wichtiger sind:

␣ Realistische Personalbedarfsplanung

␣ Flexible Teilzeitmodelle

␣ ggf. Kooperationen mit Aushilfen oder

Springerkräften sowie

␣ Eine vorausschauende Jahresurlaubsplanung.

Führung im Spannungsfeld

von Service und Fürsorge

Gerade im inhabergeführten Einzelhandel

ist die Führungskraft oft zugleich mitarbeitende

Fachkraft. Sie steht zwischen

wirtschaftlichem Druck, Kundenanspruch

und Teaminteressen. Eine professionelle

Urlaubsplanung ist hier Teil strategischer

Unternehmensführung.

Empfehlenswert sind:

␣ eine Jahresurlaubsübersicht für das

gesamte Team;

␣ verbindliche Kernbesetzungen pro

Wochentag;

␣ transparente Regelungen für Samstags-

und Ferienverteilung;

␣ regelmäßige Teamgespräche zur

Evaluation der Planung.

Wichtig ist zudem eine offene Kommunikation

über betriebliche Notwendigkeiten.

Mitarbeiter akzeptieren Einschränkungen

eher, wenn sie die wirtschaftlichen Zusammenhänge

nachvollziehen können.

Langfristige Wirkung auf

Motivation und Bindung

Unfaire oder intransparente Urlaubsentscheidungen

wirken sich direkt auf die

Mitarbeitermotivation aus; im kleinen

Fachgeschäft ebenso wie im Konzern. Gerade

in Branchen mit Fachkräftemangel

wie der Augenoptik ist eine gerechte und

planbare Urlaubsregelung daher ein entscheidender

Faktor für die Mitarbeiterbindung.

Wer erlebt, dass betriebliche Anforderungen

und seine privaten Bedürfnisse

ernsthaft abgewogen werden, identifiziert

sich stärker mit dem Unternehmen. In

kleinen Teams entscheidet diese Balance

oft über langfristige Stabilität.

Struktur schafft Frieden –

besonders im Sechs-Tage-Betrieb

Urlaubsplanung ist kein Nebenschauplatz,

sondern ein sensibles Organisationsfeld.

Im Optikergeschäft wird sie zur strategischen

Kernaufgabe. Klare Kriterien, frühzeitige

Jahresplanung, gerechte Verteilung

von Samstagen und Ferienzeiten sowie eine

aktiv moderierende Führungskraft sind die

zentralen Bausteine für eine faire Lösung.

Am Ende gilt: Wie in jeder stabilen Beziehung

basiert auch eine funktionierende

Urlaubsregelung auf Ausgewogenheit.

Mal ist der eine dran, mal der andere.

Wer diesen Grundsatz lebt, schafft nicht

nur gerechte Abwesenheitspläne – sondern

stärkt nachhaltig Servicequalität,

Teamkultur und wirtschaftlichen Erfolg.

Redaktion

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0 BUSINESS

MINDFULNESS

Achtsamkeit

IM ALLTAG

DAS WORT „ACHTSAMKEIT“ IST EIN BISSCHEN ALTMODISCH;

DIE AMERIKANISCHE ÜBERSETZUNG „MINDFULNESS“ KLINGT

SCHÖNER. BEIDE BEGRIFFE STEHEN HEUTE FÜR EINEN RESPEKTVOLLEN

UMGANG VON MENSCHEN IN EINEM STRESSIGEN ALLTAG.

DENN OHNE DIESEN RESPEKT VERHALTEN WIR UNS SCHNELL IN

EINER DER SITUATION NICHT ANGEMESSENEN WEISE.

54

EYECOM 02 | 2026


Achtsamkeit ist eine gut erforschte,

wirksame Praxis

Die Tezur Stressvermeidung und -bewältigung,

zum Erlangen und Bewahren innerer Klarheit

und

zur Emotionsregulierung.

Sie ist deshalb ein zentrales Werkzeug einer

modernen, zukunftsweisenden Selbst- und

Mitarbeiterführung.

Warum wir eine erhöhte

Achtsamkeit brauchen

In unserer zunehmend komplexen und von

rascher Veränderung geprägten Welt sind die

Menschen – beruflich und privat – mit vielen,

oft neuen Anforderungen konfrontiert. Entsprechend

lang ist ihre (innere) To-do-Liste, und

entsprechend gestresst sind viele und fragen

sich häufig:

Habe ich dieses oder jenes richtig gemacht?

Habe ich etwas vergessen oder übersehen.

Und:

Sollte ich vielleicht meine Prioritäten anders

setzen?

Entsprechend viele Gedanken gehen ihnen

zeitgleich durch den Kopf und sie springen

gedanklich zwischen den unterschiedlichsten

Themen hin und her. Nicht selten sind diese

Gedanken – zumindest unbewusst – von eher

negativen Emotionen wie Unsicherheit, Angst

usw. begleitet.

Bei diesem „Mind Wandering“ sind die betreffenden

Personen gedanklich nicht voll im

„Hier und Jetzt“. Deshalb nehmen sie auch

die aktuelle Situation und/oder ihr jeweiliges

Gegenüber – zum Beispiel in der Kommunikation

- nur eingeschränkt wahr. Die häufige

Folge:: Anstatt zunächst zu reflektieren, was

die aktuelle Situation erfordert, reagieren sie

häufig reflexartig und mit einem antrainierten

Verhalten auf Impulse von außen.

Mangelnde Achtsamkeit

hat negative Konsequenzen

Ein solches Re-Agieren hat oft negative Konsequenzen.

Es reduziert zum Beispiel die Qualität

unserer Entscheidungen. Die betroffenen Personen

nehmen zudem erfreuliche Ereignisse

und Momente in ihrem Alltag kaum noch wahr.

Das mindert ihre Arbeitszufriedenheit und ihr

Lebensglück. Auch die zwischenmenschlichen

Beziehungen leiden hierunter, da häufiger

Miss verständnisse und Konflikte entstehen.

Achtsamkeit hilft uns dagegen,

solche Automatismen und negative Entwicklungen

zu vermeiden,

dem realen oder empfundenen Druck

entgegenzuwirken und auch

in stressigen bzw. herausfordernden Situationen

die innere Klarheit sowie emotionale

Ruhe zu bewahren.

NUTZEN EINER ACHTSAMKEITS-PRAXIS

Erhöhung der Selbstwahrnehmung und -akzeptanz: Wir lernen, Körper,

Gefühle, Gedanken und Handlungen bewusst und wertfrei wahrzunehmen,

wodurch wir schneller erkennen, was in uns geschieht, und wie wir zügiger vom

„Autopiloten“ zu einem reflektierten Handeln wechseln.

Reduktion von Stress und Stärkung der Resilienz: Achtsamkeit aktiviert das

parasympathische Nervensystem, das für Ruhe und Erholung sorgt. Stresshormone

wie Cortisol sinken, der Körper entspannt sich. Wir denken flexibler und lösungsorientierter.

Verbesserte Aufmerksamkeit und Konzentration: Bereits kurze Trainingseinheiten

verbessern die Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Emotionale Regulation: Wir erkennen und akzeptieren unsere Emotionen wertungsfrei.

Das fördert eine gesündere emotionale Verarbeitung, reduziert Stress

und negative Emotionen.

Verbesserte Teamarbeit: Achtsamkeit kann zu verbesserten Beziehungen,

höherer Zufriedenheit und geringerer emotionaler Erschöpfung führen.

Verbesserung der körperlichen Gesundheit: Achtsamkeit reduziert den körperlichen

Stress, fördert die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und das allgemeine

Wohlbefinden.

Stärkere Beziehungen durch emotionale Intelligenz: Achtsamkeit befähigt

Führungskräfte, empathisch auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einzugehen,

stärkt das Vertrauen und die Zusammenarbeit, und verbessert die Arbeitsatmosphäre,

Zufriedenheit und Produktivität.

Bessere Entscheidungsfindung: Eine bessere Selbstwahrnehmung und emotionale

Regulation fördern fundierte, unvoreingenommene Entscheidungen.

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0 BUSINESS

Wenn wir hierzu in der Lage sind, minimiert

sich die Gefahr, dass wir uns von Gedanken

und Gefühlen dazu hinreißen lassen, reflexartig

auf eine unangemessene Art und Weise auf

eine Situation bzw. einen Impuls von außen

zu reagieren. Vielmehr können wir, da unsere

Aufmerksamkeit voll auf den Moment gerichtet

ist, unser Handeln (ziel-)bewusst steuern.

Das „Hier und jetzt“

bewusst wahrnehmen

Laut Jon Kabat-Zinn, einem der Pioniere dieses

Themenkreises, ist Achtsamkeit (bzw. „Mindfulness“)

ein „nicht-wertendes Gewahrsein des

gegenwärtigen Moments“. Es geht darum, das

„Hier und Jetzt“ bewusst und ohne Wertung

zu erleben und das, was gerade geschieht, mit

allen Sinnen bewusst wahrzunehmen. Das ermöglicht

ein tieferes und klareres Erleben des

„Hier und Jetzt“ und befähigt uns, den „Autopiloten“

zu stoppen, reflektierend innezuhalten

und situationsangemessen zu handeln.

Das setzt zum Beispiel bei Führungskräften

die Fähigkeit voraus, die eigenen Gedanken,

Emotionen und körperlichen Empfindungen

bewusst zu erkennen und zu regulieren. Dieses

bewusste Erleben stärkt wiederum die Selbstwahrnehmung

und führt zu besseren Entscheidungen.

Dasselbe gilt natürlich auch für die

Mitarbeiter.

Die fünf zentralen Aspekte der Achtsamkeit

Folgende fünf Aspekte sind von zentraler

Bedeutung, wenn es darum geht, die Achtsamkeit

einer Person für sich selbst und die jeweilige

Situation zu erhöhen:

1. Bewusste Aufmerksamkeitslenkung.

Dies bedeutet, statt die Gedanken umherschweifen

zu lassen, diese bewusst, dahin zu

lenken, wohin wir es wollen: Auf die Ist-Situation,

unsere Atmung, unseren Körper usw.

4. Inneres Beobachten.

Dies beinhaltet all unsere Gedanken, Gefühle

und Körperempfindungen zu beobachten,

ohne sie zu bewerten Also beispielsweise,

wenn wir ein Abschweifen bei uns registrieren,

uns nicht selbst innerlich zu kritisieren,

sondern uns selbst zu sagen: „Interessant, ich

schweife ab….“.

5. Mitgefühl für sich und andere.

Das heißt, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse

sowie die anderer Menschen zu erkennen

und ihnen mit Verständnis, Unterstützung und

Freundlichkeit zu begegnen.

Achtsamkeit bei sich

selbst und im Team trainieren

Die Fähigkeit hierzu lässt sich trainieren – zum

Beispiel, mit einem Trainingsprogramm wie

dem „Mindfulness-Based Strengths Practice“

(MBSP). Man kann aber auch ohne externe

Unterstützung erste Schritte in die angestrebte

Richtung gehen. Wenn Sie bei Google zum Beispiel

die Suchbegriffe „Übungen Achtsamkeit“

eingeben, finden Sie zahlreiche Übungen, mit

denen Sie Ihre Achtsamkeit erhöhen können.

Anders verhält es sich, wenn Sie in Ihrer Organisation

eine Kultur fördern möchten, in der

Achtsamkeit ein zentrales Element der Zusammenarbeit

ist. Dann sollten Sie einen „Guide“

engagieren, der Sie und Ihr Team auf diesem

Weg begleitet.

2. Gegenwärtigkeit.

Dieser Begriff beschreibt das bewusste Wahrnehmen

des aktuellen Moments, statt mit den

Gedanken (teilweise) woanders zu sein.

3. Akzeptanz.

Dies bedeutet, Gedanken, Gefühle usw. – zunächst

einmal – ohne Urteil wahrzunehmen

und zu akzeptieren, anstatt sie zu verdrängen

oder zu bekämpfen.

Frank Nesemann, Elke Katharina Meyer und Thomas Achim Werner

haben das Buch „Positiv führt! Mit Positive Leadership Teams und Organisationen

empowern“ verfasst. Gemeinsam bilden sie das Führungsteam des Beratungsunternehmens

„Positivity Guides“, das auf das Themenfeld „Positive Führung und

Leadership“ spezialisiert ist und unter anderem ein berufsbegleitendes Trainingsprogramm

zum Erhöhen der Achtsamkeit anbietet.

Kontakt: www.positivity-guides.de

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EYECOM 02 | 2026


BOOK 0

REZENSION

KI-UNTERSTÜTZTE GESCHÄFTSMODELLE

IN DER AUGENOPTIK

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ NIMMT AUCH IN DER AUGENOPTIK IMMER BREITEREN RAUM

EIN. DIE ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN SIND ÄUSSERST VIELFÄLTIG. GRUND GENUG FÜR

WEITSICHTIGE UNTERNEHMER, SICH INTENSIV MIT DEM THEMA ZU BESCHÄFTIGEN.

Für wen ist das Buch besonders geeignet?

Für Unternehmer, Manager und Entscheider, die KI-Technologien

nicht als reines IT-Projekt, sondern als strategischen Hebel denken

wollen.

Für Mittelstand und Fachhandel, die überlegen, wie sie mit Hilfe

von KI Dienstleistungen, Kundenbindung oder Geschäftsmodelle

modernisieren können – zum Beispiel in Bereichen wie Augenoptik,

Gesundheit, Handwerk und Einzelhandel.

Für Studenten und Praktiker im Bereich Innovation, digitale Transformation,

Business Development und Strategie, die ein praxisnahes und

strukturiertes Verständnis für KI-gestützte Geschäftsmodelle suchen.

Gesamturteil:

„Digitale KI-unterstützte Geschäftsmodelle“ ist ein gelungenes,

praxisnahes und zugleich strategisch fundiertes Werk. Für alle, die über

„Digitalisierung als Buzzword“ hinausdenken und tatsächlich konkrete,

umsetzbare Konzepte mit KI aufbauen wollen; besonders in klassischen

Branchen. Es ist besonders als Einstieg in strategisches Denken und

Planung rund um KI-Businessmodelle zu empfehlen.

as Buch „Digitale KI-unterstützte Geschäftsmodelle“ versteht

sich als praktischer Leitfaden zur Entwicklung und

Umsetzung von Geschäftsmodellen, die auf Künstlicher

Intelligenz basieren. Es richtet sich ausdrücklich an Entscheider in Unternehmen

- ob Start-ups, Mittelstand oder Konzerne - und will zeigen, wie

man mithilfe von KI Wertschöpfung, Prozesse und Geschäftsmodelle neu

denken kann. Kernbestandteile sind theoretische Grundlagen, methodische

Herangehensweisen und praxisnahe Fallbeispiele.

Praxisnähe und Umsetzbarkeit

Die Kombination aus klaren, systematischen Leitfäden und realen Fallstudien

macht das Buch sehr praxisorientiert. Gerade für Entscheider

ohne tiefes technisches Vorwissen bietet es Einstieg und Orientierung. Die

Checklisten und Modelle erleichtern es, eigene Ideen zu strukturieren.

Die Autoren schaffen mit ihrem unternehmerischen und akademischen

Hintergrund eine gute Balance: Die Theorie ist fundiert, aber nie

abstrakt-überladen. Dadurch bleibt das Buch auch für Praktiker zugänglich.

Gerade das spezielle Kapitel über Geschäftsmodell-Innovation in

Augenoptik und Optometrie macht den Wert des Buches deutlich: Es zeigt,

wie KI nicht nur in Hightech-Industrien, sondern auch in klassischen Handwerks-

und Fachhandelsbranchen wirksam eingesetzt werden kann.

Der CEO der Zeiss Gruppe, Andreas Pecher, betont in seinem Geleitwort

die ungebrochene Relevanz der Neuauflage dieses Buches für Wissenschaft

und Praxis aufgrund der gründlichen Überarbeitung durch die

Autoren, die jüngste Entwicklungen und Trends aufnehmen und es Startups,

Mittelständlern und Großunternehmen gleichermaßen erlauben,

sich selbst zeitgemäß herauszufordern und ihr Geschäft neu zu denken

– bevor es andere tun.

Springer Gabler-Verlag

ISBN-10: 3658481684

Hardcover: 64,99 Euro.

Auch als eBook erhältlich

Karlheinz Bozem und Anna Nagl

„Digitale KI-unterstützte Geschäftsmodelle“

Business Model Building mit Checklisten

und Fallbeispielen

Über die Autoren:

Dr. Karlheinz Bozem bringt in dieses Buch nicht nur seine

langjährige Praxiserfahrung als Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender,

sondern auch als Leiter der deutschsprachigen

Energy-Practice einer führenden US-amerikanischen

Strategieberatung ein.

Prof. Dr. Anna Nagl zählt zu den forschungsstarken Professorinnen

mit Promotionsrecht und leitet das branchenübergreifend

tätige Kompetenzzentrum für innovative

Geschäftsmodelle der Hochschule Aalen.

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57


0 PORTRAIT

RETRO ALS HALTUNG

WARUM SIND ANDERE AUGENOPTIKER ERFOLGREICH? WAS MACHEN SIE ANDERS

UND VIELLEICHT BESSER ALS MAN SELBST? DIESEN UND ANDEREN FRAGEN FOLGT

EYECOM MIT DER RUBRIK PORTRAIT, IN DER BESONDERE UNTERNEHMEN VORGE-

STELLT WERDEN. DIESES MAL IST ES ARVID SCHLEBERGER, MÜNCHEN

n der Brillenbranche, die zunehmend von globalen Marken,

schnellen Kollektionswechseln und industrieller Fertigung

geprägt ist, gibt es auch ein Bedürfnis nach Individualität

und handwerklicher Authentizität. Gerade im Premiumsegment der

Augenoptik entstehen deshalb immer wieder neue Konzepte, die sich

bewusst von Mainstream und Massenware abgrenzen.

„Ich bin in den 80er- und 90er-Jahren groß geworden – zwischen Vinylklängen,

Polaroidfarben und dem elterlichen Optikgeschäft“, erzählt

Arvid Schleberger aus München. „Mein Vater war kein gewöhnlicher

Mensch – und schon gar kein gewöhnlicher Optiker. Von ihm habe ich

früh gelernt, was echte Präzision bedeutet: Seine ruhigen Gesten, sein

Blick fürs Detail und seine ehrliche Art im Umgang mit Menschen haben

mich tief geprägt.“ Das erklärt auch die zweite Leidenschaft des Unternehmers:

Oldtimer. „Das klare Design, die Geschichten, die jedes alte

Auto erzählt – das war und ist für mich pure Ästhetik. Ich kann stundenlang

über Formen und Proportionen nachdenken, über das Zusammenspiel

von Technik und Schönheit, wenn beides zu einer Einheit wird.“

Vor etwa acht Jahren wurde aus diesem Enthusiasmus dann ein augenoptisches

Unternehmenskonzept. „Ich wollte etwas Eigenes schaffen

– zeitloses Design mit Seele und Charakter“ erinnert sich Arvid Schleberger.

„So entstand meine eigene Marke und das Geschäft -gewachsen aus

meiner persönlichen Geschichte.“

Der Standort in München-Schwabing passt ideal zum Konzept. Der

Stadtteil gilt seit über einem Jahrhundert als kulturelles Zentrum mit

einer ausgeprägten künstlerischen Tradition. Schon zu Beginn des 20.

Jahrhunderts lebten hier Schriftsteller, Maler und Intellektuelle, die das

Viertel zu einem der wichtigsten Kreativräume Deutschlands machten.

Diese Atmosphäre prägt Schwabing bis heute.

Auch RetrOOptik versteht sich als Teil dieser kulturellen Landschaft:

Als Ort, an dem Design, Handwerk und Individualität zusammenkommen.

Das Ladengeschäft ist deshalb eher ein kleines Atelier als ein Laden

– ein Ort, an dem Brillen nicht nur verkauft, sondern zum Leben erweckt

werden. Denn in einer Zeit, in der Konsumgüter immer schneller ersetzt

werden, setzt RetrOOptik bewusst auf Langlebigkeit. „Die Menschen

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EYECOM 02 | 2026


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0 PORTRAIT

wollen wieder Dinge besitzen, die eine Geschichte haben“, sagt Arvid

Schleberger. „Eine Brille kann genau das sein.“

Für seine Ladeneinrichtung in einem Gebäude aus den 30er Jahren

wählte der junge Unternehmer den Stil von zeitlosem Industriedesign.

Die Regale wurden nach dem Vorbild von Obstregalen für ihn angefertigt.

Hängelampen im klassischen Bauhausstil und ein massives Rindsledersofa

aus dem Jahr 1954 runden den RetrO-Stil ab. Wobei „Retro“

hier kein nostalgischer Trendbegriff ist, sondern eine gestalterische Philosophie,

die Handwerk, Designgeschichte und moderne Technik miteinander

verbindet.

„Ich bin in den 80er- und 90er-Jahren groß

geworden – zwischen Vinylklängen, Polaroidfarben

und dem elterlichen Optikgeschäft.“

„Eine Brille ist das präsenteste Accessoire, das ein Mensch trägt“,

sagt Arvid Schleberger. Sie prägt stärker als jedes andere Objekt die Wahrnehmung

einer Person.“ Dieser Gedanke bildet die Grundlage seines Konzepts.

Während viele Augenoptiker auf breite Sortimentstiefe und bekannte

Marken setzen, verfolgt Schleberger einen anderen Ansatz: Kuratierte

Kollektionen, eigenständige Designs und eine Beratung, die stärker an ein

Designatelier erinnert als an den klassischen Brillenverkauf. „Viele Kunden

kommen zu uns, weil sie etwas suchen, das man nicht an jeder Ecke findet“,

erklärt er. „Genau deshalb arbeiten wir bewusst mit Herstellern zusammen,

die eine klare Handschrift haben.“ Das Ziel ist nicht die schnelle Auswahl

zwischen vielen ähnlichen Modellen, sondern Kunden mit „ihrer“ Brille

zusammenzubringen. „Am Ende geht es immer um Harmonie“, sagt der

Unternehmer. „Wenn eine Brille wirklich passt, wirkt sie selbstverständlich

– fast so, als hätte sie schon immer zum Gesicht ihres Besitzers gehört.“

Ein wesentliches Element der Seele von RetrOOptik ist die Wertschätzung

handwerklicher Fertigung. Was es in den Kollektionen der Hersteller

nicht gibt, fertigt Arvid Schleberger selbst in seiner Werkstatt. Seine

Inspirationen stammen aus verschiedenen Designphasen des 20. Jahrhunderts.

Diese historischen Referenzen werden jedoch nicht einfach

reproduziert; vielmehr dienen sie als Ausgangspunkt für zeitgemäße

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EYECOM 02 | 2026


ARVID SCHLEBERGER

RetrOOptik

Tel.: +49 89 - 30 66 96 66

Web: www.retrooptik.de

E-Mail: info@retrooptik.de

Eröffnung: April 2018

Öffnungszeiten:

Montag: Kreative Pause

Dienstag bis Freitag: 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 14 Uhr

und nach Vereinbarung.

Anzahl Mitarbeiter: 3

Haupt-Kollektionen: RetrOOptik (Hausmarke)

und diverse Independent Labels

Neben der eigenen Kollektion bietet RetrOOptik eine Auswahl internationaler

Independent Labels an, die für kleine Produktionsmengen,

eigenständige Gestaltung und einen starken Fokus auf Materialqualität

stehen. Für den Unternehmer ist diese Auswahl kein Zufall, sondern Teil

eines kuratorischen Ansatzes: Das Sortiment soll Inspiration bieten, ohne

beliebig zu wirken. Die Kombination aus eigener Kollektion und Independent

Labels schafft ein Angebot, das sich deutlich von anderen Anbietern

unterscheidet. Schlebergers Traum: Dass interessante Hersteller ihn

irgendwann bitten, auch für sie zu arbeiten.

„Das klare Design, die Geschichten, die

jedes alte Auto erzählt – das war und ist

für mich pure Ästhetik.“

Mit seinem Konzept hat Arvid Schleberger in München einen Ort

geschaffen, an dem Brillen nicht nur verkauft, sondern als kulturelles

Objekt verstanden werden – zwischen Mode, Design und persönlicher

Identität. Retro ist hier kein Stilzitat und kein Trend, sondern eine Haltung:

Eine Einladung, Handwerk, Qualität, Charakter und Individualität

wieder stärker in den Mittelpunkt der Augenoptik zu stellen als die vermeintliche

Exzellenz geliehener Markennamen.

Für den Unternehmer ist auch das ein Stück gelebte Nachhaltigkeit:

Neuinterpretationen. Bei der Verarbeitung spielt Sorgfalt eine zentrale

Rolle. Politur, Scharniere, Passform und Balance werden so ausgelegt,

dass die Brillen nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch im Alltag

dauerhaft komfortabel bleiben.

„Heute kommt vieles vom Fließband, gemacht für den schnellen Konsum.

Das will ich anders machen“, erklärt der engagierte Unternehmer.

„Vielleicht klingt das altmodisch – aber genau darin liegt für mich die Bedeutung

von RetrOOptik: Werte wie Familie, Qualität und Authentizität.

Vieles, was ich von meinem Vater gelernt habe, möchte ich an meine drei

Kinder weitergeben. Mein Geschäft ist für mich weit mehr als Arbeit – es

ist Verantwortung und Vorbild zugleich. Alles, was ich heute schaffe, trägt

diese Mischung in sich.“

„Retro bedeutet für mich nicht Rückschritt“, erklärt er. „Es bedeutet, die

besten Ideen aus der Designgeschichte weiterzudenken. Eine gute Brille

kann viele Jahre begleiten; sie sollte nicht nach einer Saison ersetzt

werden müssen.“

„Wenn eine Brille wirklich passt, wirkt

sie selbstverständlich – fast so, als hätte

sie schon immer zum Gesicht ihres

Besitzers gehört.“

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TERMINE 02 | 2026

Datum Tage KONTAKTLINSENSEMINARE Ort Veranstalter

21.4.26 2 Fit for Soft 2 - Die Anpassung moderner weicher Kontaktlinsen Aschaffenburg Alcon

19.5.26 1 Fit for Multifocal & Toric Aschaffenburg Alcon

15.6.26 2 Orthokeratologie (zertifizierendes Seminar) Schönkirchen Wöhlk

17.6.26 2 Fit for Soft 2 - Die Anpassung moderner weicher Kontaktlinsen Aschaffenburg Alcon

Datum Tage REFRAKTIONSSEMINARE Ort Veranstalter

26.4.26 1 Kreuzzylinder Auffrischung Schwarmstedt NDOC

28.4.26 3 3-Tage Refraktion Diez Optonia

6.6.26 2 Refraktion - Kreuzzylinder Schwarmstedt NDOC

6.6.26 2 Prismen Intensiv Heidelberg AO-Seminare

8.6.26 1 Kreuzzylinder Praxistag Schwarmstedt NDOC

9.6.26 1 Refraktionstraining für Fortgeschrittene Oberkochen Zeiss

15.6.26 4 4-Tage Refraktion Diez Optonia

Datum Tage SPORTOPTIK Ort Veranstalter

4.12.26 2 Sportoptik Dormagen ZVA

Datum Tage SEMINARE FÜR MITARBEITER UND AUSZUBILDENDE Ort Veranstalter

22.4.26 1 Kommunikationspsychologie - eine Reklamation, eine Chance Karlsruhe Zeiss

23.4.26 1 Verkaufstraining Gleitsicht - BEN hilft beim Verkauf Essen Zeiss

25.4.26 1 Wellenfront-Analyse Schwarmstedt NDOC

27.4.26 1 Optometrisches Screening in der Praxis Leipzig Zeiss

29.4.26 1 Training Formen & Farben Hannover Silhouette

10.5.26 1 Sicca - "das trockene Auge" Schwarmstedt NDOC

11.5.26 1 Existenzgründung – der Business-Plan Hannover Zeiss

18.5.26 48 Vorbereitungslehrgang Lehrabschlussprüfung Augenoptiker Wien OHI GmbH

23.6.26 1 Verkaufstraining Gleitsicht - BEN hilft beim Verkauf Heilbronn Zeiss

Datum Tage MESSEN Ort Veranstalter

6.9.26 2 Bold Optical Fair NL-Hertogenbosch Bold Optical Fair

13.9.26 1 Hall of Frames CH-Zürich Oerlikon Hall of Frames GmbH

16.9.26 1 Karrieretag Diez Optonia

19.9.26 1 OHI Update 2026 Wien OHI

25.9.26 4 Silmo Paris F-Paris Silmo Paris

28.10.26 1 Tag der Optik Schwarmstedt NDOC

29.1.27 3 opti Messe München GHM

Datum Tage KONGRESSE UND TAGUNGEN Ort Veranstalter

31.5.26 1 L’OSO en Romandie CH-Lausanne OSO

Datum Tage UNTERNEHMERSEMINARE Ort Veranstalter

15.4.26 1 Unternehmensübernahme und -übergabe Karlsruhe SWAV

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EYECOM 02 | 2026


Datum Tage WEBINARE Ort Veranstalter

21.4.26 - avanti - Monatslinse aus Silikonhydrogel für alle Fehlsichtigkeiten online Wöhlk

22.4.26 - Zeiss Brillengläser Officelens für Arbeit und Hobby online Zeiss

23.4.26 - Modul 2 „Umami für Fortgeschrittene" online Zeiss

29.4.26 - Zeiss Brillengläser SmartLife Digital und Einstärkengläser online Zeiss

29.4.26 - Materialinnovation trifft Sehkomfort online Alcon

5.5.26 - Spaltlampenuntersuchung für die Kontaktlinsenanpassung online Wöhlk

5.5.26 - Trockenes Auge online Wöhlk

6.5.26 - Zeiss Brillengläser Veredelungen und Technologien online Zeiss

7.5.26 - Contact live multiI - Presbyopiesortiment von wöhlk jetzt komplettiert online Wöhlk

11.5.26 - Zeiss Brillengläser DriveSafe online Zeiss

12.5.26 - Netzhaut-Beurteilung online NDOC

13.5.26 - KI Effizientes Arbeiten mit ChatGPT & Co. online SWAV

19.5.26 - Keratokonus leicht erklärt – Von den ersten Sympt. zur komp. Beratung online Oculus

19.5.26 - Contact individual - Anpassung individueller weicher Einstärkenlinsen online Wöhlk

19.5.26 - Formstabile Einstärken-Kontaktlinsen schnell und effektiv anpassen online Wöhlk

19.5.26 - Formen & Farben online Silhouette

20.5.26 - Zeiss Brillengläser Farben, PhotoFusion und AdaptiveSun online Zeiss

20.5.26 - Keratokonus sicher versorgen – Strategien für erfolgreiche Kontaktlinsenanpassung online Oculus

20.5.26 - Invididuelle Mehrstärkencontactlinsen mit FEN Vision Technology online Wöhlk

21.5.26 - Netzhaut-Bewertungstraining online NDOC

21.5.26 - Torische Kontaktlinsen anpassen-Strategien für den Erfolg online Alcon

22.5.26 - Nahrungsergänzungsmittel in der Augenoptik online Zeiss

27.5.26 - Zeiss Brillengläser Myocare online Zeiss

9.6.26 - Contact individual multi - Individuelle weiche Mehrstärkenlinsen online Wöhlk

9.6.26 - Formstabile Mehrstärken-Kontaktlinsen schnell und effektiv anpassen online Wöhlk

10.6.26 - Zeiss Gleitsichtgläser – nachträgliche Optimierung Teil 1 online Zeiss

11.6.26 - Unternehmertum - Entrepreneurship online Zeiss

15.6.26 - Re-Zertifizierung online Zeiss

15.6.26 - Der Umgang mit der Myopie – Myopie verstehen Teil 1 online Zeiss

17.6.26 - Zeiss Gleitsichtgläser – nachträgliche Optimierung Teil 2 online Zeiss

22.6.26 - Der Umgang mit der Myopie – Myopie verstehen Teil 2 online Zeiss

22.6.26 - Sehen am Bildschirm online Oculus

23.6.26 - KL-Anpassung bei Keratokonus und anderen irregulären Hornhäuten online Wöhlk

25.6.26 - Multifokale Kontaktlinsen anpassen-Schritt für Schritt online Alcon

25.6.26 - KeraSoft - die weiche Kontaktlinse für irreguläre Hornhäute online Wöhlk

29.6.26 - Der Umgang mit der Myopie – Myopie verstehen Teil 3 online Zeiss

30.6.26 - Myopiemanagement online Wöhlk

30.6.26 - Orthokeratologie - Grundlagen und Auffrischung online Wöhlk

Datum Tage OPTIKER-STAMMTISCH Ort Veranstalter

6.5.26 1 Optikerstammtisch: Was bedeutet eigentlich gute Beratung Luzern Monra Consulting

23.6.26 1 Optikerstammtisch: Was Kunden wollen Köln Monra Consulting

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TERMINE 02 | 2026

Datum Tage SONSTIGE VERANSTALTUNGEN Ort Veranstalter

20.4.26 1 Expo Days München München Oculus

22.4.26 2 Binokularsehen – Analyse, Verständnis, Korrektion Dormagen ZVA

23.4.26 1 Expo Days Frankfurt Frankfurt Oculus

27.4.26 1 Spaltlampen-Modul 1: Assistenz in der Anpassung weicher Kontaktlinsen Wetzlar Oculus

28.4.26 1 Myopie im Blick – Erste Schritte ins Myopie-Management Wetzlar Oculus

2.5.26 8 "Mein Sehen-Lernheft" DK-Fanø IVBS

4.5.26 214 Meisterkurs in Vollzeit Schwarmstedt NDOC

4.5.26 10 Vollzeitmeisterkurs AEVO Schwarmstedt NDOC

4.5.26 1 Topographiebasierte Kontaktlinsenanpassung - Keratograph 5M Anwender-Seminar Wetzlar Oculus

5.5.26 1 Management Trockenes Auge - Keratograph 5M Anwender-Seminar Wetzlar Oculus

6.5.26 1 Katarakt – Professioneller Umgang mit betroffenen Kunden Wetzlar Oculus

19.5.26 3 Optometrie Assistenz - Epidemiologie des Auges Diez Optonia

27.5.26 2 Kinderoptometrie Dormagen ZVA

1.6.26 22 Geprüfter Fachmannfür Kaufmännische Betriebsführung (HwO) Schwarmstedt NDOC

8.6.26 12 M. Master Professional (Optometrist bereits vorhanden) Online/Dormagen ZVA

10.6.26 1 Mitarbeiterführung neu denken: Erfolgreiche Strategien zur Mitarbeiterbindung Wetzlar Oculus

17.6.26 1 Von der Anamnese zum Bericht Leipzig Oculus

20.6.26 3 Optometrie bei Kindern, Teil 2 Veitshöchheim IVBS

KONTAKTE

Alcon: Tel. 06021-9010-072, Web: www.de.alcon.com, eMail: anja.fink@alcon.com

Augenoptik-Seminare Jörg Tischer: Tel. 06203-81407, Web: www.augenoptik-seminare.de; email: info@die-brillenstube.de

Bold Optical Fair: Tel. +31-6-16678376, Web: www.bold-opticalfair.nl, eMail: info@bold-opticalfair.nl

GHM: Tel. 089-94955-230, Web: www.opti-munich.com, eMail: opti@ghm.de

Hall of Frames: Tel. 0041-41-878-0013, Web: www.hallofframes.ch, eMail: contact@hallofframes.ch

IES International Eyewear Solutions Srl: Tel. +39-02-32673673, Web: www.mido@mido.it, eMail: mido@mido.it

IVBS: Tel. 06432-920320, Web: www.ivbs.org, eMail: info@ivbs.org

Messe Dortmund GmbH: Tel. 0231-1204-521, Web: www.interlook-messe.de

Monra Consulting Christoph Engelberg: Tel. 0163-2426885, Web. www.monraconsulting.com, eMail: c.engelberg@monraconsulting.com

NDOC: Tel.: 05071-510 265, Web: www.ndoc.info, eMail: info@ndoc.info

Oculus Optikgeräte GmbH: Tel. 0641-2005-0, Web: www.oculus-akademie.de, eMail: akademie@oculus.de

OPA EDV Optik Partner: Tel. 05321-3355-0, Web: www.opa.de, eMail: info@opa.de

OHI - Optometrie & Hörakustik Initiative: Tel. +43-2700278, Web: www.ohi.at, eMail: sekretariat@ohi.at

Optonia: Tel. 06432-9366760, Web: www.optonia.de, eMail: info@optonia.de

Organisation für Schweizer Optometrie (OSO): Tel. +41-62-8362041, eMail: info@optometrie.swiss

Reed Exhibitions: Tel. +49-172-8922729, Web: www.visionexpo.com/, eMail: anna.reineke@rx.global.com

Silhouette Deutschland: Tel. 07141-442010, Web: www.silhouette.com, eMail: office@de.silhouette.com

SILMO Paris: Tel. 0033-1-49096135, Web: www.silmo.fr, eMail: info@silmo.fr

SWAV: Tel. 06232-6469 – 0, Web: www.swav.de, eMail:info@swav.de

Wöhlk: Tel. 0431-991-1152, Web: www.woehlk.com, eMail:seminare@woehlk.com

Zeiss Academy: Tel. 07361-591362, Web: www.Zeiss.de, eMail: vision.academy@synartIQ.de

ZVA-Akademie: Tel. 02133-978890, Web: www.zva-akademie.de, eMail: post@zva-akademie.de

Alle Angaben ohne Gewähr

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EYECOM 02 | 2026


NETZWERK 0

DIE EYECOM-COMMUNITY 02 | 2026

Alcon Pharma GmbH

Geschäftsbereich Vision Care

Tel. 06021 9010-001, www.de.alcon.com/de

Aoyama Optical Germany GmbH

Tel. 0331-979994-0, www.aoyama-optical.de

Bachmann Eyewear

Tel. +41-44-8450309, www.bachmann-edition.ch

Baumvision

Tel. +43-1-924-6303, www.baumvision.com

Bon Optic

Tel. 0451-80-9000, www.bon.de

hellomateo MATEO Estate GmbH

Tel. 030-16636566, www.hellomateo.de

Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS)

Tel. 030-414021-22, www.sehen.de

Lafont GmbH

Tel. 0800-1818612, www.lafont.com

Lindberg A/S

Tel. 0800-819-611, www.lindberg.com

Lunor Aktiengesellschaft

Tel. 07052-408960, www.lunor.com

Rodenstock GmbH

Tel. 089-7202-0, www.rodenstock.de

Röhm Group

Tel. 08684-98752-0, www.roehmgroup.com

Schau-Schau Brillen

Tel. +43-1-86906-35, www.schau-schau.at

Silhouette Deutschland GmbH

Tel. 0180-5442010, www.silhouette.com

SIOLS Optic Fashion GmbH

Tel. 089-784730, www.siolsvision.de

Swiss Eyewear Group AG

Tel. +41-44-53358-70, www.swisseyeweargroup.com

Charmant GmbH Europe

Tel. 08131-3828-0, www.charmant.de

CooperVision GmbH

Tel. 06071-305-100

www.coopervision.de

De Rigo Vision D.A.CH. GmbH

Tel. 06026 9912 222, www.derigo-dach.com

Design Eyewear Group

Tel. +45-36-9828-00, www.designeyeweargroup.com

Ducloux Lunettes

Tel. +33-614650268, www.ducloux-lunettes.com/en/

Marchon Germany GmbH

Tel. 0800-755-2020, www.marchon.com

Marcolin Deutschland GmbH

Tel. 0221-888796-99, www.marcolin.com

Markus Temming GmbH

Tel. 05241-74343-0, www.markus-t.com

Marwitz Berlin

Tel. 030-890486-13, www.conquistador.de

MIDO

Tel. +39-0232673673, www.mido.com

Morel Germany Austria GmbH

Tel. 02330-6062-102, https://mymorel.com/de

MPG-Eyewear

Tel. +43-51-7201000, mpg-eyewear.com

Tinpal

Tel. 0511-270-5990-8, www.tinpal.de

Vanni Occhiali

Tel. +39-011-447-4771, www.vanniocchiali.com

Visall GmbH

Tel. 07621-91490-0

www.visall-brillenglas.de

Carl Zeiss

Tel. 07361-591-0, www.vision.zeiss.de

PM Frost GmbH

Tel. 07841-6031-0, www.pm-frost.de

Funk/Schuster international GmbH

Tel. 08869-912-900, www.funkeyewear.com

Oculus Optikgeräte GmbH

Tel. 0641-2005-0, www.oculus.de

Opti Swiss AG

Tel. +41-61-337-1515, www.optiswiss.com

GHM

Tel. 089-189149-0, www.opti.de

Prisma Computersysteme GmbH

Tel. 06202-57568-10, www.prisma-computer.de

WWW.EYE-COM.NET

65


0 SCHLUSSLICHT

ZEBRASTREIFEN-BRILLE

Zebrastreifen sehen üblicherweise

überall auf der Welt ziemlich ähnlich

aus: Rechteckige weiße Flächen

markieren Fußgängerüberwege. In

Lubbock im US-Bundestaat Texas

gibt es sein einiger Zeit allerdings

KI-BRILLE FÜR SEHBEHINDERTE

Eine Erfindung aus Hongkong

setzt auf Künstliche Intelligenz,

um sehbehinderten Menschen den

Alltag zu erleichtern. Die smarten

Modelle erkennen Bilder und Gegenstände

in der Umgebung und

übersetzen diese in Sprachhinweise.

Dadurch erhalten Nutzer Unterstützung

bei der Orientierung und

können sich im Alltag selbständiger

bewegen.

eine ganz andere Sorte Fußgängerüberweg:

An der Kreuzung

der 18th Street und der Crickets

Avenue wurden die Streifen durch

vier riesige weiße Brillen ersetzt -

eine Reminiszenz an den Musiker

Buddy Holly, einen der berühmten

Söhne der Stadt, der als Musiker

und ikonischer Brillenträger schon

landesweit bekannt war, als er 1959

mit nur 23 Jahren bei einem Flugzeugabsturz

ums Leben kam.

I M P R E S S U M

EYECOM

DIE EYEWEAR-COMMUNITY

www.eye-com.net | ISSN 2509-4955

HERAUSGEBER UND VERLAG

MMM Medien Marketing Meinsen

Inhaber: Bodo Meinsen

Chiemseering 11, D-85551 Kirchheim bei München

Tel. +49 (0)89-905290-72

Fax +49 (0)89-905290-73

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CHEFREDAKTION + MITHERAUSGEBER

Martin Graf (V.i.S.d.P.)

Tel. +49 (0)171-5483199

eMail: graf@eye-com.net

REDAKTION

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eMail: andrea.graf@eye-com.net

REDAKTIONSADRESSE

Redaktion EYECOM

Buchenweg 3, D-78259 Mühlhausen-Ehingen

REDAKTION USA

EYECOM of America

12391 McGregor Woods Cir

Fort Myers 33908 FL USA

MITARBEIT AN DIESER AUSGABE

Stephanie Brunnecker, André Durow, Beate Gabelt,

Elke Katharina Meyer, Frank Nesemann,

Thomas Achim Werner

ANZEIGEN- UND MARKETING-LEITUNG

Bodo Meinsen

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Fax +49 (0)89-905290-73

eMail: anzeigen@eye-com.net

ADMINISTRATION MANAGEMENT ANZEIGEN

Petra Kammerstetter

Tel. +49 (0)89-905290-74

E-Mail: anzeigen@eye-com.net

SCHLAFMANGEL ERHÖHT RISIKO FÜR AUGENERKRANKUNGEN

Schlaf beeinflusst mehr als Konzentration

und Leistungsfähigkeit, denn

auch die Augen reagieren sensibel

auf unruhige Nächte. Wissenschaftliche

Erkenntnisse zeigen, dass sowohl

Dauer als auch Qualität des Schlafs

mit der Sehleistung sowie häufigen

altersabhängigen Augenerkrankungen

zusammenhängen. Besonders

ungünstig wirken sich dauerhaft zu

kurze oder stark gestörte Nächte aus.

Die Stiftung Auge erklärt, welche Folgen

dies für die Augengesundheit

haben kann und wie sich die Augen

aktiv schützen lassen: Während der

nächtlichen Ruhephasen laufen im

Auge wichtige biologische Prozesse

ab. Der Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst

unter anderem

die Versorgung

der Netzhaut, die

Befeuchtung der Augenoberfläche

und

die Regulation des

Augeninnendrucks.

Besonders aktiv ist

das Auge während

des sogenannten

REM-Schlafs, der

Phase intensiven Träumens. Forschungsarbeiten

geben Hinweise

darauf, dass die ruckartigen Augenbewegungen

in dieser Phase helfen

könnten, Stoffwechselprodukte aus

der Netzhaut abzutransportieren.

Dieser nächtliche Vorgang gilt als

wichtig für die Funktionsfähigkeit

lichtempfindlicher Zellen. Schlaf ist

für das Auge keine Pause, sondern

eine aktive Erholungsphase. Werden

diese nächtlichen Regenerationsprozesse

gestört, kann das Folgen für die

Augengesundheit haben.

Eine zu geringe Schlafdauer beziehungsweise

eine schlechte Schlafqualität

stehen eng in Verbindung

mit der Entstehung verschiedener

Gesundheitsprobleme – denn die

nächtlichen Ruhephasen sind essenziell

für die körperliche und geistige

Regeneration. Ein stark gestörter

Schlafrhythmus kann beispielsweise

Stoffwechselprozesse wie den Glukosestoffwechsel

stören, wodurch die

Anfälligkeit für Diabetes mellitus erhöht

wird. Das wiederum begünstigt

Augenerkrankungen wie die diabetische

Retinopathie.

EYECOM ist das Unternehmermagazin für alle unabhängigen Augenoptik-Unternehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sofern

Sie zu dieser Gruppe gehören, bekommen Sie das Magazin kostenfrei zugeschickt. Sollte sich Ihre Adresse geändert haben, bitten wir um

kurze Nachricht an info@eye-com.net

GESTALTUNG

Sigrid Lupfer, Grafik Design

Heinz Putschies, Grafik Design

eMail: grafik@eye-com.net

ANZEIGENPREISE

Preisliste Nr. 11 vom 1. Oktober 2025

DRUCK/GESAMTHERSTELLUNG/

VERTRIEB

BONIFATIUS GmbH, Druck – Buch – Verlag

Karl-Schurz-Straße 26, 33100 Paderborn

ERSCHEINUNGSWEISE

4 x jährlich

EINZELVERKAUFSPREIS

5,00 €

Jahres-Abo Inland: 30,00 €

Jahres-Abo Europa: 42,00 €

(ohne Ust-ID +7% MwSt)

Jahres-Abo übriges Ausland: 60,00 €

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Stadtsparkasse München

IBAN: DE87 7015 0000 0023 1459 07

BIC: SSKMDEMM

Nachdruck ist ganz oder auszugsweise nur

mit schriftlicher Genehmigung des Verlages

unter ausführlicher Quellenangabe gestattet.

Autorenbeiträge decken sich nicht unbedingt

mit der Meinung der Redaktion. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte haftet der Verlag

nicht. Im Falle höherer Gewalt oder bei Störung

des Arbeitsfriedens besteht kein Anspruch auf

Lieferung oder Entschädigung. Erfüllungsort

und Gerichtsstand ist Kirchheim bei München.

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EYECOM 02 | 2026


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Beachten Sie die Packungsinformation mit vollständigen Gebrauchs- und Sicherheitshinweisen.

*Gemessen nach 16 Stunden.

Referenzen: 1. In a 2-week prospective clinical study in the US; n=181; CLEAR CARE Cleaning & Disinfecting Solution used for cleaning and disinfection; Unveröffentlichte interne Alcon Studie, 2023. (p=0.0353).

2. Zheng Y, Dou J, Wang Y, et al. Sustained release of a polymeric wetting agent from a silicone-hydrogel contact lens material. ACS Omega. 2022;7(33):29223-29230. doi: 10.1021/acsomega.2c03310.

3. Phan CM, Chan VWY, Drolle E, et al. Evaluating the in vitro wettability and coefficient of friction of a novel and contemporary reusable silicone hydrogel contact lens materials using an in vitro blink model.

Cont Lens Anterior Eye. 2024.

Alcon Deutschland GmbH, Heinrich-von-Stephan-Straße 17, D-79100 Freiburg im Breisgau; Tel: +49 (0) 761 1304-0; E-Mail: kontakt.deutschland@alcon.com; www.de.alcon.com

Alcon Ophthalmika GmbH, Wohllebengasse 12-14, A-1040 Wien, Tel.: +43 (1) 5966970-0, E-Mail: Service.visioncare_at@alcon.com,www.alcon.at

Alcon Switzerland SA, Rue Louis-d’Affry 6, CH-1700 Fribourg, Tel. +41 58 911 38 00, E-Mail: service.vcch@alcon.com, www.alcon.ch

Geschäftsführer: Dr. Ege Bay, Jan Thore Föhrenbach, Paolo Grossi | DACH-PR7-2500031 11/25 © 2025 Alcon

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