ChefHeads-Magazin#04/26
Die April-Ausgabe des ChefHeads Magazins bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends, Persönlichkeiten und kulinarische Entwicklungen in der Gastronomie. Im Fokus der Ausgabe steht die Titelstory rund um Dennis Kuckuck: In einem exklusiven Porträt und Interview gibt er Einblicke in seinen Werdegang, seine Philosophie und seine Perspektiven für die Branche. Darüber hinaus beleuchtet die Ausgabe die wichtigsten Branchenereignisse, darunter die 370 Grad 2026, die INTERNORGA 2026 sowie den NEXT CHEF AWARD 2026. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Charity-Initiative im Hotel Deimann sowie aktuelle Entwicklungen wie die Craft Spirits Berlin Awards. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf inspirierenden Persönlichkeiten der Gastronomie: Mit ausführlichen Porträts und Interviews von Alexander Kroll (Renaissance Tower Zürich), Peter Bogdanovic (Ganter Hotel Mohren) und Hermann Neudegger (NESSLERHOF) bietet das Magazin authentische Einblicke in unterschiedliche kulinarische Konzepte und Karrierewege. Im Bereich Travel & Kulinarik nimmt die Ausgabe die Leser mit auf genussvolle Reisen – entlang der Südtiroler Weinstraße, zur Almkulinarik by Richard Rauch sowie in die kulinarische Welt von Fès in Marokko. Abgerundet wird die Ausgabe durch ausgewählte Buchempfehlungen für alle, die sich auch abseits der Küche inspirieren lassen möchten. Das ChefHeads Magazin steht für fundierte Brancheninformationen, hochwertige Reportagen und inspirierende Inhalte für Entscheider, Köche und Genussinteressierte.
Die April-Ausgabe des ChefHeads Magazins bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends, Persönlichkeiten und kulinarische Entwicklungen in der Gastronomie.
Im Fokus der Ausgabe steht die Titelstory rund um Dennis Kuckuck: In einem exklusiven Porträt und Interview gibt er Einblicke in seinen Werdegang, seine Philosophie und seine Perspektiven für die Branche.
Darüber hinaus beleuchtet die Ausgabe die wichtigsten Branchenereignisse, darunter die 370 Grad 2026, die INTERNORGA 2026 sowie den NEXT CHEF AWARD 2026. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Charity-Initiative im Hotel Deimann sowie aktuelle Entwicklungen wie die Craft Spirits Berlin Awards.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf inspirierenden Persönlichkeiten der Gastronomie: Mit ausführlichen Porträts und Interviews von Alexander Kroll (Renaissance Tower Zürich), Peter Bogdanovic (Ganter Hotel Mohren) und Hermann Neudegger (NESSLERHOF) bietet das Magazin authentische Einblicke in unterschiedliche kulinarische Konzepte und Karrierewege.
Im Bereich Travel & Kulinarik nimmt die Ausgabe die Leser mit auf genussvolle Reisen – entlang der Südtiroler Weinstraße, zur Almkulinarik by Richard Rauch sowie in die kulinarische Welt von Fès in Marokko.
Abgerundet wird die Ausgabe durch ausgewählte Buchempfehlungen für alle, die sich auch abseits der Küche inspirieren lassen möchten.
Das ChefHeads Magazin steht für fundierte Brancheninformationen, hochwertige Reportagen und inspirierende Inhalte für Entscheider, Köche und Genussinteressierte.
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ISSN 3054-1778
ChefHeads
Nr. 4 - April 2026
5,90 EURO
Food and Journey
SIGNATURE DISHS - STARCHEFS - INTERVIEWS - REPORTAGE
Dennis Kuckuck
Der nächste Gang im Vendôme
Alexander Kroll
zwischen Tradition und Aufbruch
Travel & Kulinarik
Ganter Hotel Mohren
Peter Bogdanovic
WWW.CHEFHEADSMAGAZIN.DE
Contents April 2026
4 | News: Aktuelles aus der Branche
• 370 Grad 2026 - Vier Tage Austausch
• INTERNORGA 2026
• NEXT CHEF AWARD 2026
• Charity - Hotel Deimann
16 | Neues aus der Hauptstadt:
CRAFT SPIRITS BERLIN AWARDS
26 | Titel-Storie:
Dennis Kuckuck im Porträt & Interview
48 | Travel & Kulinarik:
Südtiroler - Weinstrasse
62 | Köche-Porträt & Interview:
Alexander Kroll - Renaissance Tower Zürich
76 | Köche-Porträt & Interview:
Peter Bogdanovic - Ganter Hotel Mohren
90 | Vorstellung:
Hermann Neudegger - NESSLERHOF
106 | Reportage | Travel:
Almkulinarik by Richard Rauch
114 | Reportage | Travel:
Fes in Marokko - Kulinarisch
128 | Buch - Tipps:
Unsere Buchempfehlungen
132 | Impressum
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TITELFOTO Credits © Althoff Collection
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CHEFHEADS-MAGAZIN
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
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der April steht für Aufbruch, Frische und
neue Ideen – eine Zeit, in der nicht nur die
Natur sichtbar in Bewegung kommt, sondern
auch die Gastronomie mit neuen Konzepten,
jungen Talenten und spannenden Entwicklungen
auf sich aufmerksam macht. Genau diese Mischung aus
Innovation, Inspiration und kulinarischer Leidenschaft spiegelt
auch die April-Ausgabe unseres ChefHeads-Magazins wider. Im
Mittelpunkt steht diesmal unsere Titelstory mit einem ausführlichen
Porträt und Interview über Sternekoch Dennis Kuckuck
und das Restaurant Vendôme. Wir sprechen mit ihm über seine
kulinarische Handschrift, seinen Weg in der Spitzengastronomie
und darüber, wie er Tradition und Moderne in seiner Küche
verbindet.
Ein Blick zurück führt uns nach Hamburg zu den Branchenveranstaltungen
370 Grad und INTERNORGA. In unserem Rückblick
zeigen wir Trends, neue Konzepte, spannende Produkte
und Eindrücke von zwei der wichtigsten Treffpunkte für Gastronomie,
Hotellerie und Foodservice.
International wird es mit unserem Porträt und Interview mit
Alexander Kroll zur Eröffnung von „Nean’s Kitchen“ im Renaissance
Tower Hotel in Zürich. Wir sprechen über das Konzept, die
kulinarische Ausrichtung und die Herausforderungen, ein neues
Restaurant in einer internationalen Hotelumgebung zu etablieren.
Ein weiteres Porträt führt uns ins Ganter Hotel Mohren, wo
wir mit Peter Bogdanovic über seine Küche, seine Philosophie
und die Bedeutung regionaler Produkte in der modernen Gastronomie
sprechen.
Natürlich werfen wir auch wieder einen Blick in die Hauptstadt:
In „Neues aus der Hauptstadt“ berichten wir über aktuelle Entwicklungen,
neue Restaurants, spannende Projekte und Trends
aus der Berliner Gastronomieszene. Für Genießer und Reisefreunde
nehmen wir Euch erneut mit auf eine Weinreise nach
Südtirol. Zwischen Weinbergen, kulinarischen Entdeckungen
und beeindruckender Landschaft stellen wir Euch besondere
Weingüter, Restaurants und Genussorte vor. Abgerundet wird
diese Ausgabe mit unserem Buch-Tipp sowie vielen weiteren
News, Trends und Informationen aus der Welt der Gastronomie.
Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen
Guido Fritz
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370 GRAD 2026
© 370 GRAD
Das war die 370 GRAD 2026
370GRAD 2026 überzeugt mit Qualität, Networking
und starken Branchenkontakten
Vier Tage intensiver Austausch, Gespräche auf Augenhöhe
und Kooperationen
Hamburg, 17. März 2026 – Die zweite Ausgabe der 370GRAD hat ihre Positionierung als
Plattform für Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering bestätigt. Vom 13. bis 16.
März 2026 traf sich die Branche im Empire Riverside Hotel in Hamburg zu vier Tagen voller Inspiration,
persönlichem Austausch und neuen Partnerschaften. Rund 130 ausgewählte Aussteller
präsentierten ihre Produkte, Konzepte und Lösungen für die Hospitality und nutzten
die Veranstaltung für den Austausch mit dem hochkarätigen Fachpublikum.
Die exklusive Ausrichtung der 370GRAD erwies sich erneut als Erfolgsfaktor. Besucher wie
Aussteller lobten die besondere Atmosphäre der Veranstaltung: persönlich, entspannt und
auf Augenhöhe. Die kuratierte Größe und das bewusst gewählte Format ermöglichten intensive
Gespräche und einen offenen Austausch – fernab klassischer Messehektik.
„Die 370GRAD lebt von echten Begegnungen. Genau dafür haben wir diese Plattform geschaffen:
für gute Gespräche, neue Ideen und Kooperationen, die die Branche voranbringen.
CHEFHEADS-MAGAZIN
AKTUELLES
Dass so viele Teilnehmer die Qualität des Austauschs und die entspannte Atmosphäre hervorheben,
freut uns besonders“, sagt Klaus Klische, Veranstalter der 370GRAD. Die verschiedenen
Themenbereiche – vom Community Table über den Coworking Space bis hin zu
Digital, Start Me Up oder Meat Club – boten vielfältige Anknüpfungspunkte für Austausch
und Inspiration. Live-Demonstrationen, Konzeptideen und innovative Produkte sorgten dabei
für neue Impulse für die Branche.
Auch die ausverkaufte Branchenparty Kiez Beats am Sonntagabend bildete einen besonderen
Höhepunkt. Das neue Konzept mit einer Kombination aus Business und Party in der Elbkuppel
des Hotel Hafen Hamburg wurde hervorragend angenommen und wird im kommenden
Jahr weitergeführt.
Die positive Resonanz von Ausstellern und Besuchern zeigt deutlich: Die 370GRAD trifft den
Wunsch der Branche nach einem hochwertigen Format, das Raum für Gespräche auf Augenhöhe,
Inspiration und Kooperation bietet.
Next Stopp: Roadshow 2026 in Berlin, Frankfurt und München
Nach der 370GRAD in Hamburg ist vor der Roadshow. In diesem Jahr macht der exklusive
Branchentreff Stopp in gleich drei Städten in Deutschland. Am 6. Oktober in Berlin im Design
Offices Berlin Humboldthafen, am 20. Oktober im Ruderclub Germania Frankfurt und am 27.
Oktober in München in den Design Offices München Macherei. Weitere Infos zur Roadshow:
© 370 GRAD
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INTERNORGA 2026
INTERNORGA 2026
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© Hamburg Messe und Congress/Autor
INTERNORGA 2026 setzt Wachstum fort und bleibt die
Impulsgeberin der Branche
AKTUELLES
Die INTERNORGA 2026 zeigte vom 13. bis 17. März in Hamburg eindrucksvoll, wie dynamisch
sich die Hospitality- und Foodservice-Branche aktuell entwickelt. Trotz des weiterhin
herausfordernden Umfelds für Gastronomie und Hotellerie durch Kostendruck,
Fachkräftemangel und Digitalisierungstempo war die Stimmung bei den Teilnehmenden geprägt
von Neugier und anpackendem Optimismus. Mit ihren mehr als 1.200 Ausstellenden,
einem Plus an Ausstellungsfläche und einer Fülle an Trends und Impulsen konnte die internationale
Leitmesse für Hospitality und Foodservice positive Aufbruchssignale senden – getragen
von neuen Konzepten, frischen Themenbereichen wie Wein und Robotics sowie umfangreichem
Brainfood durch die führenden Kongresse und Awards.
Volle Hallen, intensiver Austausch und zahlreiche Neuheiten prägten von Beginn an das Bild
auf der gesamten INTERNORGA. Schon der Auftakt verdeutlichte die große Nachfrage der
Branche nach Innovationen und die gestiegene internationale Reichweite der Messe. Ein besonderer
Schwerpunkt lag auf der neu strukturierten Halle B5. Erstmals seit sechs Jahren
präsentierten sich hier wieder Ausstellende aus dem Bereich Startups & Drinks sowie die
Newcomers Area, der Trendbereich Future Food und die What the Food! – by foodlab Bühne.
Ergänzt wurde das Angebot durch die Themen Robotics und der Deep Dive Area sowie
die Afterwork‐Lounge OFF THE RECORD, die an drei Abenden zusätzliche Networking‐Möglichkeiten
bot. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie stark sich die ‚neue‘ Halle innerhalb von
so kurzer Zeit entwickelt hat. Die Mischung aus Startups, Newcomern, Drinks, Future Food
und Zukunftsthemen wie Robotics hat eine Dynamik erzeugt, die perfekt zur INTERNORGA
passt“, so Matthias Balz, Director INTERNORGA. „Für mich ist das in diesem Jahr ganz klar ein
Sinnbild für Innovationskraft, Aufbruchsstimmung und die enorme Energie, die diese Messe
und die gesamte Branche auszeichnet.“
Frischer Input für die Branche –
von Green Hospitality bis WeinWelt
Mit der Neustrukturierung der Ausstellungsbereiche gewann Living & Dining deutlich an Fläche
und war 2026 erstmals in fünf Hallen vertreten. So erhielten Einrichtung, Ausstattung
und zukunftsweisende Hospitality-Konzepte noch mehr Aufmerksamkeit, flankiert von der
neuen Green Hospitality Conference zu nachhaltigen Ansätzen. Das Thema Wein, ein wachsender
Bestandteil moderner Gastronomie, erhielt in diesem Jahr eine deutlich größere Bühne.
Neben dem Wine Tasting by Pese‐Wein, das professionelle Verkostungen und fachlichen
Austausch bot, feierte die neue WeinWelt Premiere. In Kooperation mit weinWEBER präsentierten
rund 30 Winzerinnen und Winzer ihre Kollektionen und trafen auf reges Interesse der
Besuchenden.
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INTERNORGA 2026
© Hamburg Messe und Congress/Autor
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AKTUELLES
Positive Resonanz aus allen Bereichen der Branche
Die starke Nachfrage und der intensive Austausch in den Hallen spiegelten sich auch bei den
Ausstellenden wider: „Für uns als Ausstellende war die INTERNORGA 2026 erneut ein Erfolg.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir nicht nur eine stabile Messe, sondern auch
eine hohe Qualität der Gespräche erlebt, sowie eine Resonanz, die unsere Erwartungen tatsächlich
übertroffen hat. Die Atmosphäre war geprägt von echten Zukunftsfragen und einem
inspirierenden Miteinander – genau das macht die INTERNORGA für uns so wertvoll“, so Christian
Strootman, Vorsitzender des INTERNORGA-Messebeirats und Managing Director bei
Zwiesel Fortessa AG. Nach den ersten Ergebnissen eines unabhängigen Marktforschungsinstituts
schlossen sich auch die rund 85.000 Besuchenden an: 92 Prozent der befragten
Personen waren mit dem Messeangebot sehr zufrieden, 94 Prozent würden die Fachmesse
weiterempfehlen.
Hamburg als internationales Drehkreuz von Hospitality
und Foodservice
Mit vier Nationenpavillons und einem Ausstelleranteil von 25 Prozent aus dem Ausland unterstrich
die INTERNORGA 2026 ihre gewachsene internationale Bedeutung. „Die globale
Beteiligung zeigt, wie relevant die INTERNORGA weit über Deutschland hinaus ist“, so Heiko
M. Stutzinger, CEO der Hamburg Messe und Congress. „Sie verbindet weltweite Perspektiven
mit der besonderen Atmosphäre Hamburgs – einer Stadt, die seit jeher Austausch und Offenheit
lebt. Genau diese Mischung macht die INTERNORGA zu einem Ort, an dem Zukunft gestaltet
werden kann.“
Die nächste INTERNORGA findet vom 12. bis 16. März 2027 statt.
© Hamburg Messe und Congress/Autor
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AKTUELLES
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NEXT CHEF AWARD 2026
Talent, Kreativität, Geschmack:
Katharina Aichhorn vom Brenners Park Hotel in Baden-Baden
gewinnt den NEXT CHEF AWARD 2026
Tempo, Technik, Taste und vor allem echte Leidenschaft für das Kochen machten den NEXT
CHEF AWARD auf der INTERNORGA 2026 erneut zum Place to be. Zwei Tage lang gehörte
die Bühne den Talenten von morgen: 18 internationale Köchinnen und Köche machten sichtbar,
wie vielseitig, kreativ und zukunftsorientiert der Kochberuf ist. Im großen Finale setzte
sich schließlich Katharina Aichhorn vom Brenners Park Hotel in Baden-Baden durch und sicherte
sich den Titel NEXT CHEF 2026. Passend zum 10. Jubiläum wird der Sieg mit außergewöhnlichen
Perspektiven belohnt: einem eigenen Kochbuch im renommierten ZS Verlag
(Edel Verlagsgruppe GmbH) und der Möglichkeit, als Guest Chef für die Business-Class der
Lufthansa Airlines ein Menü zu entwickeln.
In drei spannungsgeladenen Vorrunden am 15. und 16. März qualifizierten sich sechs Teilnehmende
für das Finale. Am Montagnachmittag trafen sie in Halle B6, dem Ort für Kitchen Technology
& Equipment der INTERNORGA, für den Showdown aufeinander. Hochdruck, Nervenkitzel
und absolute Konzentration bestimmten den Moment, in dem jeder Handgriff zählte.
Die hochkarätige Jury unter Leitung von Spitzenkoch Johann Lafer, zu der unter anderem
Cornelia Poletto (Restaurant Cornelia Poletto), Marco Müller (Restaurant Rutz), Thomas
Martin (Jacobs Restaurant), Christoph Rüffer (Restaurant Haerlin), Christoph Kunz (Restaurant
KOMU) und Tim Mälzer (Restaurant Bullerei) gehörten, zeigte sich beeindruckt vom
hohen Niveau der Teilnehmenden. „Der NEXT CHEF AWARD zeigt, wie viel Kreativität, Passion
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© Hamburg Messe und Congress/Autor
AKTUELLES
und Mut in der nächsten Koch-Generation steckt. Genau diese Talente bringen frische Impulse
in die Branche und werden die Gastronomie von morgen prägen“, fasst Lafer zusammen.
Der Weg zum Titel
Im Finale am 16. März ging es richtig zur Sache. Vom ersten Handgriff bis zur finalen Abstimmung
zählten Präzision, Gespür und handwerkliches Können. Die Aufgabe: Lachsfilet mit Pistazien-Kräuterkruste,
Letchogemüse, Arancini gefüllt mit Pesto und Beurre Blanc Perlzwiebel
von Johann Lafer möglichst exakt und ganz ohne Rezept nachzukochen. Katharina Aichhorn
überzeugte mit einer besonders gelungenen Umsetzung und sicherte sich den Sieg. Damit
geht nicht nur der Titel NEXT CHEF 2026 an sie, sondern auch der Hauptgewinn. Auch Hamburgs
Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher machte sich vor Ort einen Eindruck vom
packenden Finale, lobte die herausragenden Leistungen der Finalistinnen und Finalisten und
gratulierte der Gewinnerin.
Katharina Aichhorn: „Vor einer Jury zu kochen, die mich seit Jahren inspiriert, und mich mit so
vielen starken Talenten auf diesem Niveau zu messen, war unglaublich motivierend. Ich freue
mich riesig darauf, ein eigenes Kochbuch zu veröffentlichen und ein Business-Class-Menü für
Lufthansa zu entwickeln.“ Auch die Platzierungen zwei und drei setzten starke Akzente und
zeigten eine beeindruckende Leistung. Arez Raza vom Finsterwirt in Brixen (Italien) erhält ein
Hightech Küchengerät von Pacojet, das neue Spielräume in der Spitzenküche eröffnet. Sean
Paul Blau vom The Ritz-Carlton in Wolfsburg freut sich über ein hochwertiges Messerset von
KAI, das für Qualität und echtes Kochhandwerk steht.
Bereits seit zehn Jahren ist der NEXT CHEF AWARD auf der INTERNORGA ein echtes Sprungbrett
für junge Kochtalente. Der Wettbewerb bringt die nächste Generation der Küche ins
Rampenlicht, bietet ihnen eine Bühne, um ihr Können zu zeigen, wertvolle Kontakte zu knüpfen
und den Grundstein für ihre weitere Laufbahn zu legen.
Die Gewinnerinnen und Gewinner 2026
1. Platz Katharina Aichhorn (Brenners Park Hotel - Baden-Baden)
2. Platz Arez Raza (Finsterwirt - Brixen (Italien))
3. Platz Sean Paul Blau (The Ritz-Carlton - Wolfsburg)
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CHARITY - HOTEL DEIMANN
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CHEFHEADS-MAGAZIN
ANKÜNDIGUNG
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CRAFT SPIRITS BERLIN AWARDS
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Craft Spirits Berlin Awards _Logan Loftis Photography
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NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Die Craft Spirits Berlin Awards sind längst mehr als eine reine Auszeichnung: Sie sind
ein Gradmesser für handwerklich produzierte Spirituosen und ein feines Sensorium für
Qualität, Herkunft und Stil. Das Format geht auf 2011 zurück und wurde von Theo Ligthart
und Dr. Thomas Kochan initiiert; bereits 2016 lief die fünfte Ausgabe des damaligen
Craft Spirits Festival DESTILLE BERLIN.
Von Beginn an stand dabei nicht Masse im Mittelpunkt, sondern handwerkliche Produktion,
natürliche Zutaten und die Sichtbarkeit unabhängiger Brennereien. Für Gastronominnen und
Gastronomen ist der Award damit ein guter Kompass, wenn es darum geht, starke Flaschen,
neue Handschriften und die allerbesten Tropfen aus dem DACH-Raum zu entdecken. Denn
die eingereichten Produkte werden von einer internationalen Fachjury in Blindverkostungen
nach einem 100-Punkte-Schema bewertet – geprüft werden Aroma, Geschmack, Balance und
Typizität. Genau diese unabhängige Sensorik macht die Prämierung für Bars und Restaurants
so relevant. Nicht zufällig betont Mitveranstalter Dr. Thomas Kochan, dass eine Auszeichnung
den Weg in Bars, Restaurants und Handel ebnet. Besonders spannend für den deutschsprachigen
Markt: Unter den Top-Platzierten 2024 finden sich mit Birkenhof aus Deutschland,
Säly Edelbrände aus Österreich und Humbel aus der Schweiz gleich mehrere prägende Namen
aus der DACH-Region.
Wer in der Gastronomie Orientierung im wachsenden Spirituosenmarkt sucht, findet in den
Craft Spirits Berlin Awards keinen Hype-Indikator, sondern einen belastbaren Qualitätskompass
– gerade auch für die spannendsten und besten Destillate aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz.
Eure ChefHeads
Ein Hoch auf besten Geschmack
Gewinner*innen der Craft Spirits Berlin Awards 2026
Mitte März fand in 15. Edition ein großer Abend für die Craft-Spirits-Szene in Berlin statt:
"Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps" – wie falsch dieses Sprichwort liegt, zeigen seit 15
Jahren die Craft Spirits Berlin Awards. Hier kommen nicht nur Fans handwerklich hergestellter
Destillate auf ihre Kosten, Europas wichtigster Wettbewerb ist auch ein Spitzentreffen der
Branche: ein beruflicher Pflichttermin, der am 14. März 2026 mit viel Vergnügen wahrgenommen
wurde. Die Preisverleihung wurde von Meryem Celik – Barfly und Radio Eins – moderiert.
Das anschließende Get-together, auf dem die Gewinnerspirituosen verkostet wurden, wurde
auch dank Live-Musik von der Band The Bassballs zum Fest.
Wie virtuos Newcomer*innen und Branchengrößen das Spiel mit Traditionen und Innovationen
beherrschen, beweisen auch in diesem Jahr die ausgezeichneten Destillate. Ob Klassiker
wie Obstbrände, Gin und Wodka oder Neuheiten vor allem in der Aperitif-Kategorie oder wie
ein Destillat aus fermentierter Molke – die Vielfalt und Originalität sind beeindruckend. "Selbst
wir als Organisatoren der Craft Spirits Berlin Awards, die schon so viel Großartiges probieren
durften, werden jedes Jahr erneut von der Kreativität der Branche überrascht", sagt Theo Lig-
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CRAFT SPIRITS BERLIN AWARDS
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Craft Spirits Berlin Awards _Logan Loftis Photography
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NEUES AUS DER HAUPTSTADT
thart. Da die Auszeichnung als Gütesiegel gilt, das Produkte sichtbarer macht, nehmen auch
viele kleinere Brennereien aus aller Welt teil. "Wir freuen uns, wenn wir dabei helfen können,
höchste Qualität in den Handel und die Gastronomie zu bringen", betont Ligthart.
Wer die begehrten Craft Spirits Berlin Awards erhält, bestimmt eine internationale Jury aus
Sensoriker*innen, Spirituosenexperten und Fachleuten aus der Gastronomie, die die Einreichungen
bei Blindverkostungen bewertet. Kriterien wie Geruch, Geschmack, Balance und Typizität
stehen dabei auf dem Prüfstand. Die einzige Voraussetzung zur Teilnahme: Das Produkt
muss ein handwerklich hergestelltes Destillat sein.
Im Säälchen wurde Frank’s Kräuter aus der Schweiz zum Craft Spirit of the Year 2026 gekürt.
Die Gewinner*innen der diesjährigen Craft Spirits Berlin Awards sind:
Craft Spirit of the Year 2026
Frank’s Kräuter von der: Frank's Liqueur (aus dem Kanton Bern, Schweiz)
Craft Distillery of the Year 2026
(Brennerei mit den meisten Medaillenpunkten im Wettbewerb)
Gold: Destillerie Georg Hiebl
aus dem niederösterreichischen Mostviertel, AT
Silber: Destillerie Zott
aus dem Augsburger Land, DE
Bronze: Hausbrennerei Fridolin Baumgartner
vom Kaiserstuhl, DE
Das sind:
World’s Best Craft Distilleries – diese Auszeichnung erhalten Produzenten,
die drei Goldmedaillen in drei Jahren erringen konnten.
• Benard Spirit (aus Ungarn)
• Destillerie Georg Hiebl (aus Österreich)
• Destillerie Zott (aus Deutschland)
• Hausbrennerei Fridolin Baumgartner (aus Deutschland)
• Mario Haider Edelbrennerei (aus Österrreich)
• MOTs DISTILLERY (aus Österrreich)
• MOZERs SPIRIT (aus Deutschland)
• mühle4 | Manufaktur edler Brände (aus Deutschland)
• Oberlandbrennerei (aus Deutschland)
• Vorstadtbrennerei (aus Deutschland)
• Weyermann® Destillerie (aus Deutschland)
• WÜNSCHE MANUFAKTUR (aus Deutschland)
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Craft Spirits Berlin Awards _Logan Loftis Photography
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NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Die Auszeichnung Best in Class erhalten die Siegerprodukte
in den einzelnen Kategorien:
• Likörwein: Arpël 22 von: Arpël aus Hamburg
• Kernobst: Dr. Guyotbirne 2025 L-225 von der: Destilerie Gerahrd Hiebl aus Österreich
• Steinobst: Alte Hauszwetschge von der Edelbrennerei Pipifein aus Österreich
• Beerenobst (wurde zweifach vergeben): Waldbrombeerbrand aus der Destillerie Georg
Hiebl, AT
• Schwarze Johannisbeere High Spirits aus der Destillerie Zott, DE
• Wildobst: Vogelbeere von der: Destillerie Georg Hiebl, AT
• Zitrusfrüchte & Tropische Früchte: Blutorangenbrand von der Weyermann Destillerie in
Bamberg, DE
• Gemüsebrand: Brand von der Roten Bete von der Brennerei mühle4 | Manufaktur edler
Brände, Niederrhein, DE
• Traube, Trester & Wein: Traubenbrand 1996 von Otto Dehoust aus Rheinhessen, DE
• Geist (wurde zweifach vergeben): Fichtensprossengeist 2023 vom Köbelesberghof aus
dem Schwarzwald, DE
• Buddhas Hand - Strong Spirit aus der steirischen MOTs DISTILLERY, AT
• Likör: Rosenblütenlikör, Destillerie Georg Hiebl im niederösterreichichen Mostviertel, AT
• Kräuterspirituosen: Frank’s Kräuter von der: Frank's Liqueur aus dem Kanton Bern, CH
• Wacholder: BooGin Sloe Gin von der Rosshaid Brennerei aus dem niederösterreichischen
Weinviertel, AT
• Getreide & mehr: White Dog PM Wuyd Single Malt von der Oberlandbrennerei aus dem
oberbayrischen Karwendel, DE
• Wodka: ascaris Vodka von KETI 94, eine Koproduktion aus Bulgarien und Malta
• Whisky & Whiskey: Weyermann Roggstar Single Cask Roggen Whisky
• aus der Bamberger Weyermann Destillerie, DE
• Zuckerrohr: Rumm No. 102 RÜÜBE von Surakas aus Estland
• Agave & mehr: Yaha-Yahui Organic Mezcal Batch No. 2 von: José Manuel Lopez Montano
aus Mexiko
Bottled Cocktails: Negroni von der schwäbischen Alb WÜNSCHE MANUFAKTUR DE
Spirits Unlimited: Burncommander 8 von der: Hofbrennerei Klatt, Baden-Württemberg DE
Alkoholfrei: TscheTscha von der edition·dunkel aus Basel, CH
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NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Die komplette Liste alle Prämierungen:
https://www.craftspiritsberlin.de/results-2026/
Im März wurden außerdem in Berlin Cocktails mit den Gewinner*innen-Spirituosen der Craft
Spirits Berlin Awards 2025 ausgeschenkt: den ganzen Monat über an der Champagnerbar
im KaDeWe mit drei Special Cocktails und in ausgewählten Berliner Adressen wie Bundesbüdchen,
Merold, Stoke und To The Bone, wo die prämierten Destillate kreativ als Cocktails,
Aperitifs, After-Dinner-Drinks und in Foodpairings inszeniert wurden.
CRAFT SPIRITS BERLIN
Alambyx UG
Theo Ligthart
Erkelenzdamm 59/61
10999 Berlin
Spoiler: With With Out!
Die neue Berlin Liquids Kultur
Wir treten als „Spirits-Gegenthese“ für eine der kommenden ChefHeads-Magazin-Ausgaben
bereits einen Non-Alk Pairing Flight durch die Hauptstadt an. Wo und warum und wie die
Berliner Gastronomie mit alkoholfreien Pairings jongliert.
Seid gespannt! Und bereitet schon mal Eure Gläser vor!
Anke Sademann, Ressort Neues aus der Hauptstadt
Credit: Pressefotos
Craft Spirits Berlin Awards _Logan Loftis Photography
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DENNIS KUCKUCK
Dennis Kuckuck
DIE NEUE HAND AM PASS
Dennis Kuckuck über Verantwortung,
Brigade und die Zukunft des Vendôme.
Text: Guido Fritz
Credits © Althoff Collection
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TITELSTORY
Es ist kurz nach 19 Uhr im Restaurant Vendôme, als die ersten Tickets im Pass hängen.
In der Küche herrscht diese besondere Ruhe, die nur in wirklich eingespielten Brigaden
entsteht. Kein hektisches Rufen, keine überflüssigen Bewegungen. Jeder Posten weiß,
was in den nächsten Minuten passieren wird.
Dennis Kuckuck steht leicht nach vorne gebeugt am Pass, ein Löffel in der Hand. Eine Sauce
wird noch einmal abgeschmeckt. Ein kurzer Blick zum Fischposten, ein Nicken, dann gehen
die ersten Teller in den Service.
Für Gäste im Gastraum ist es einfach ein weiterer Abend auf höchstem Niveau.
Für die Küche ist es ein Moment, der eine neue Ära markiert.
Denn dort, wo über Jahrzehnte Joachim Wissler den Rhythmus vorgab, steht jetzt ein anderer
Koch.
Dennis Kuckuck.
Die Schule der Präzision
Kuckuck gehört zu jener Generation von Köchen, die ihre Handschrift nicht über spektakuläre
Auftritte entwickeln, sondern über Jahre präziser Arbeit.
Eine prägende Station war das Le Moissonnier, lange Zeit eine der technisch saubersten Küchen
Deutschlands. Dort wird klassische französische Küche nicht als Nostalgie verstanden,
sondern als Grundlage für Geschmack.
Fonds werden angesetzt, reduziert, erneut abgeschmeckt. Saucen entstehen über Stunden,
manchmal über Tage.
Wer aus solchen Küchen kommt, lernt früh: Geschmack entsteht aus Geduld.
Eine zweite wichtige Station war das Im Schiffchen, wo ebenfalls eine Küche gepflegt wurde,
die auf Produktqualität und präzise Technik setzt.
Diese Erfahrung prägt auch Kuckucks Arbeitsweise heute: Seine Gerichte beginnen selten
mit einer Idee für einen Teller.
Sie beginnen mit einem Produkt.
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DENNIS KUCKUCK
CHEFHEADS-MAGAZIN
B U R G A U D E N T E
- BIENENWACHS GEREIFT -
E rdnusss - Limettenjus | Schwarzwurzel l
Entenpraline & Johannisbeere
Credits © Erik Chmil
TITELSTORY
Die Küche unter Kuckuck
Die Handschrift der Küche im Vendôme entwickelt sich leise. Keine radikalen Brüche, sondern
präzise Verschiebungen.
Ein Beispiel ist ein Gang rund um Nordsee-Steinbutt.
Der Fisch wird auf der Haut langsam confiert, sodass die Struktur fast glasig bleibt. Dazu
eine Sauce aus gerösteten Fischkarkassen, leicht montiert mit brauner Butter, die Tiefe
bringt, ohne die Klarheit des Fisches zu überdecken.
Auf dem Teller liegen außerdem wenige, bewusst gesetzte Elemente:
• ein kleines Ragout aus jungen Erbsen und Muscheln
• ein Hauch Zitronenzeste
• eine sehr leichte Vinaigrette aus fermentiertem Zitronensaft
Das Gericht wirkt auf den ersten Blick minimalistisch. Doch im Mund entsteht eine komplexe
Balance aus Süße, Jod, Fett und Säure.
Ein typisches Beispiel für eine Küche, die über Nuancen arbeitet, nicht über Lautstärke
Wie Gerichte entstehen
Neue Teller entstehen im Vendôme selten spontan.
Die Entwicklung beginnt oft mit einer intensiven Produktphase. Köche arbeiten mehrere Tage
oder Wochen mit einer Zutat, testen unterschiedliche Gartechniken, Texturen und Aromenkombinationen.
Ein Gemüsegang etwa entsteht aus der Idee, die natürliche Süße einer Karotte stärker hervorzuheben.
Die Karotte wird zunächst im Salzteig gegart, anschließend in einer Reduktion aus Karottensaft
und Sherry glaciert. Dazu kommt eine Emulsion aus gerösteten Haselnüssen und ein
fermentiertes Karottenblattöl, das dem Gericht eine überraschende grüne Bitterkeit gibt.
Solche Gerichte zeigen eine Denkweise, die typisch für viele moderne Spitzenküchen ist:
wenige Komponenten – aber jede davon mit klarer Funktion.
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DENNIS KUCKUCK
- CREPE SUZETTE -
Fermentierte Schwarzwurzel |
Schwarze Zitrone
Credits © Erik Chmil
LANDEI IM NUDELBLATT
Blattspinat | weisser Piemontaiser Trüffel
CHEFHEADS-MAGAZIN
Credits © Erik Chmil
TITELSTORY
MÜNSTERLÄNDER HASENRÜCKEN
Zuckererbsen | Pfifferlinge
Sauce Rouinaise
Credits © Erik Chmil
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DENNIS KUCKUCK
Credits © Ulrik Eichentopf
Patissière des Jahres 2025: Larissa Metz
Credits © Ulrik Eichentopf
Jedes Jahr interpretieren wir unsere
Ice Age- Eichel ein wenig neu – was
jedoch konstant bleibt, ist die Creme
aus frischen Waldeicheln. Diese
werden von uns geschält und bei
80 °C geröstet, damit die Blausäure
zuverlässig abgebaut wird. Daraus
entsteht eine aromatische Creme.
In diesem Jahr ist die Waldeichel vollständig
dem Wald gewidmet: kombiniert
mit einer Ganache aus Waldheidelbeeren,
die wir im Spätsommer
erhalten haben, sowie einem Gelée
aus Douglasiennadeln.
Für den Crunch sorgen Paillette Feuilletine
und Virunga Schokolade
Credits © Erik Chmil
CHEFHEADS-MAGAZIN
TITELSTORY
Die Brigade
Eine Küche auf diesem Niveau funktioniert nur als Team.
Im Vendôme gehört dazu auch Larissa Metz, deren Pâtisserie eine eigenständige Handschrift
hat. Ihre Desserts sind selten üppig, sondern oft präzise konstruiert.
Ein aktueller Dessertgang zeigt diese Herangehensweise besonders deutlich.
Grüner Apfel bildet die Basis. Dünne Apfelscheiben werden leicht fermentiert, wodurch eine
feine Säure entsteht. Dazu kommt ein Sorbet aus Apfelschalen und Verbene, das eine frische,
fast ätherische Aromatik bringt.
Den Kontrast bildet eine Creme aus karamellisierter weißer Schokolade – weich, warm, leicht
salzig.
Das Dessert funktioniert dadurch weniger über Süße als über Spannung zwischen Säure,
Bitterkeit und Fett.
Ein Ansatz, der perfekt in die Dramaturgie moderner Menüs passt.
Die Struktur einer Spitzenküche
Während des Services wird deutlich, wie stark die Küche auf Struktur basiert. Jeder Posten
arbeitet mit klar definierten Abläufen:
• Mise en place ist exakt vorbereitet
• Garzeiten sind abgestimmt
• Tellerbilder sind präzise einstudiert
Der Pass ist dabei das Zentrum der Küche.
Hier entscheidet sich, ob ein Gang perfekt ist – oder noch einmal korrigiert werden muss.
Kuckuck arbeitet am Pass konzentriert und ruhig. Statt großer Gesten sind es kleine Zeichen:
ein kurzer Blick, eine minimale Korrektur, ein knappes „noch einmal abschmecken“.
Solche Details entscheiden in einer Drei-Sterne-Küche über Erfolg oder Misserfolg.
33
DENNIS KUCKUCK
G E G R I L L T E L A N G O U S T I N E R O Y A L
Fermentierte Karotte | Salzzitrone
Tortellini & Krustentier - Grappa -Velouté
CHEFHEADS-MAGAZIN
Credits © Erik Chmil
TITELSTORY
- B E E T T A T A R -
gepickelte rote Bete |
Meerrettich - Kokos - Schaum
Gurkenrelish | Postelein
Credits © Erik Chmil
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DENNIS KUCKUCK
- PETITE JULIETTE -
Oliven | Honig | Himbeere
Rosmarin Estragon Grissini
Credits © Erik Chmil
CHEFHEADS-MAGAZIN
TITELSTORY
RHABARBER BONBON & GLETSCHERWASSER
Eukalyptus-Minzschaum
Credits © Erik Chmil
37
DENNIS KUCKUCK
Zwischen Kontinuität und Veränderung
Das Vendôme bleibt eine Küche, die stark von Präzision und Produktarbeit geprägt ist. Doch
gleichzeitig entstehen neue Nuancen.
Die Teller wirken etwas klarer, manchmal reduzierter. Säure spielt eine größere Rolle, ebenso
Texturen und Kontraste.
Es ist keine Revolution.
Eher eine Weiterentwicklung.
Spitzenküchen verändern sich selten abrupt. Sie entwickeln sich langsam – über neue Ideen,
neue Produkte, neue Perspektiven.
Für Dennis Kuckuck bedeutet diese Aufgabe mehr als nur eine neue Position.
Es bedeutet, eine der bedeutendsten Küchen Deutschlands weiterzuführen – und gleichzeitig
eine eigene Handschrift zu entwickeln.
Gang für Gang.
Service für Service.
Aktuelles Menü
Menü Fisch & Fleisch
Eine kulinarische Geschichte
in 5 oder 7 Gängen.
Hier birgt jeder Teil
dieser Geschichte eine Besonderheit
in sich.
Mehr erfahren >>
Menü vegetarisch
Die vegetarische Innovation
zur Ergänzung der kulinarischen
Geschichte in 5
oder 7 Gängen.
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Sparkling Experience
Erleben Sie im Vendôme
die perfekte Harmonie von
Spitzenweinen und den
meisterhaften Kreationen
von Dennis Kuckuck.
Mehr erfahren >>
CHEFHEADS-MAGAZIN
TITELSTORY
Sommelier-Team um Dennis Ruhl und Christoph Strahl
Credits © Jannis Hagels
Credits © onelionmedia Leonie Becker
39
DENNIS KUCKUCK
Credits © onelionmedia Leonie Becker
CHEFHEADS-MAGAZIN
KÖCHE-INTERVIEW
Interview
Guido Fritz im Gespräch mit Dennis Kuckuck - Restaurant Vendôme
Manche Gespräche entstehen nicht einfach aus einem Interviewtermin, sondern aus einem
Moment, der zeigt, dass sich in der Spitzengastronomie etwas verändert. Der Wechsel
im Vendôme in Bergisch Gladbach ist genau so ein Moment. Über viele Jahre hinweg
war dieses Restaurant untrennbar mit Joachim Wissler verbunden – einer der prägenden
Persönlichkeiten der deutschen Haute Cuisine. Mit Dennis Kuckuck beginnt nun ein neues
Kapitel, und für viele in der Branche stellt sich die spannende Frage: Wie übernimmt
man eine Küche mit einer solchen Geschichte – und findet dennoch eine eigene Stimme?
Dennis Kuckuck ist kein Koch, der plötzlich von außen kommt. Er kennt diese Küche
seit Jahren, hat sie als Sous Chef mitgetragen, Services mit aufgebaut, Gerichte entwickelt
und eine Brigade mitgeprägt, die zu den präzisesten des Landes gehört. Wer so lange
Teil eines Systems ist, versteht nicht nur die Teller, sondern auch die Haltung dahinter.
Was mich an Dennis Kuckuck interessiert, ist genau dieser Moment zwischen Kontinuität und
Aufbruch. Wie führt man ein Restaurant weiter, das kulinarisch Maßstäbe gesetzt hat?
Welche Verantwortung spürt man, wenn man plötzlich selbst am Pass steht? Und wie verändert
sich der Blick auf eine Küche, wenn aus dem langjährigen Weggefährten der Küchenchef wird?
Dieses Gespräch ist deshalb kein Blick zurück auf eine große Vergangenheit, sondern ein
Austausch über Verantwortung, Entwicklung und die Frage, wie man eine große Küche in
die Zukunft führt – Teller für Teller, Service für Service.
I. Ankommen – Der Mensch hinter dem Pass
ChefHeads: Wenn Du heute im Restaurant „Vendôme“ am Pass stehst – wer bist Du in diesem
Moment: Dirigent, Handwerker, Perfektionist, Gastgeber oder etwas ganz anderes?
Dennis Kuckuck: Ich glaube, von allem etwas. Aber in erster Linie bin ich sehr, sehr glücklich,
dass ich da stehe, wo ich heute bin. Dieser Unterschied zwischen Handwerker und
Perfektionist zieht sich durch den ganzen Tag. Tagsüber bin ich ganz klar der Handwerker,
der versucht, das Bestmögliche aus dem Produkt herauszuholen. Am Abend werde ich zum
Dirigenten.
Ab 19 Uhr stehe ich am Pass und führe das Orchester – in dem Fall das Team. Ich bin komplett
am Pass. Klar, wenn Not am Mann ist, koche ich mit, aber grundsätzlich versuche ich,
meinen Mitarbeitern so viel Vertrauen zu geben, dass sie im Service kochen. Am Ende
kommt alles zu mir.
ChefHeads: Was hat Dich ursprünglich wirklich zur Küche gezogen – war es Ehrgeiz, Kreativität,
Anerkennung oder ein ganz anderes inneres Motiv?
41
DENNIS KUCKUCK
Dennis Kuckuck: Als ich mit der Gastronomie angefangen habe – mein erstes Praktikum
habe ich mit 15 Jahren hier im Schloss-Hotel Bensberg gemacht – wusste ich gar nicht, was
dieser „Sterne-Zirkus“ überhaupt ist. Ich kenne es nicht von zu Hause, dass man so essen
geht. Man kannte das Schloss, ich komme aus Köln, und ich glaube, es war einfach die Faszination
für Essen und Kochen, die mich dahin gebracht hat. Erst während meiner Ausbildung
im Excelsior Hotel Ernst in Köln habe ich gelernt, dass es auch noch eine andere Welt gibt –
nämlich die der Sterne-Restaurants.
Ich wollte lange Zeit Patissier werden. Ich habe auf jeden Fall einen Hang zur Kreativität –
ohne den funktioniert dieser Job nicht.
ChefHeads: Wann hast Du zum ersten Mal gespürt: Das hier ist nicht nur ein Beruf, das ist
meine Identität?
Dennis Kuckuck: Das kam durch den Zuspruch. Ich habe gemerkt, dass Schule für mich
okay war – mit Höhen und Tiefen. Aber mit dem Start der Ausbildung habe ich durch das
Kochen sehr viel positive Rückmeldung bekommen.
Ich hatte das Gefühl, dass mir das liegt und dass mir vieles zufliegt. Natürlich ist das harte
Arbeit und man muss viel investieren. Aber ich habe gemerkt: Das ist genau meins – ganz
egal, was das auf der anderen Seite bedeutet.
II. Wendepunkte – Der Weg zur eigenen Handschrift
ChefHeads: Gab es einen konkreten Moment oder ein Gericht, bei dem Du gemerkt hast:
Jetzt koche ich meine eigene Küche – nicht mehr die eines Lehrmeisters oder Systems?
Dennis Kuckuck: Ich glaube, die eigene Handschrift entwickelt sich über viele Jahre.
Bei einzelnen Gerichten merkt man heute: Da steckt ein bisschen Jean-Claude Bourgueil
drin, vielleicht auch etwas von Eric Menchon – zum Beispiel durch bestimmte „Beiteller“ – und
natürlich Joachim Wissler durch den Perfektionsanspruch.
Man zieht sich aus allem, was man gelernt hat, etwas heraus – nicht die fertigen Gerichte,
sondern die Eigenschaften. Und daraus entsteht Schritt für Schritt eine eigene Handschrift.
Vom Handwerk her koche ich klassisch Französisch. Es gibt zum Beispiel eine klassische
Beurre Blanc mit norwegischem Skrei, kombiniert mit deutschem Fichtensprossenöl. Also
innerhalb der Breitengrade – aber handwerklich klar Französisch.
ChefHeads: Welche Phase Deiner Laufbahn hat Dich menschlich am stärksten verändert?
Dennis Kuckuck: Das würde ich aufteilen. Jean-Claude Bourgueil hat mich geprägt in der
Art, wie man über Essen denkt und wie man an Dinge herangeht.
Bei Vincent Moissonnier habe ich gelernt, dass es auch zwischenmenschlich anders funktionieren
kann – dass man Dinge auf höchstem Niveau auch ruhig und respektvoll lösen kann.
CHEFHEADS-MAGAZIN
KÖCHE-INTERVIEW
Und Joachim Wissler hat mich in Sachen Perfektionismus geprägt.
Diese drei Stationen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Gerade die Zeit bei „Bourgueil“ war extrem fordernd – laut, intensiv. Als junger Mensch
merkst du dort sehr schnell, wo du wirklich stehst. Du denkst, du kannst schon viel – und
stellst fest, dass du noch sehr viel lernen musst.
Das hat mich vor allem handwerklich enorm geprägt.
ChefHeads: Wenn Du heute auf Deinen bisherigen Weg zurückblickst: Welche Entscheidung
war rückblickend die mutigste?
Dennis Kuckuck: Ganz klar die erste Entscheidung nach der Ausbildung.
Ich habe bei Jean-Claude Bourgueil im „Schiffchen“ zur Probe gearbeitet, und er fragte mich,
was ich machen möchte. Ich habe kurz überlegt und gesagt: Ich möchte als Demi-Chef de
Partie anfangen.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nichts in der Hand – keinen Abschluss, nichts.
Rückblickend denke ich: Was für ein Mut. Aber er hat mir die Chance gegeben. Und ein Dreivierteljahr
später war ich schon Chef de Partie.
III. Haltung & Führung – Denken hinter dem Pass
ChefHeads: Wie definierst Du für Dich heute „Sterne-Niveau“ – ist es technische Präzision,
emotionale Tiefe oder kompromisslose Konsequenz?
Dennis Kuckuck: Für mich ist es eine Kombination aus allem.
Emotionale Tiefe ist mir sehr wichtig – dass ein Gericht etwas auslöst und dich wirklich erreicht.
Die Technik passiert im Hintergrund: dass alles handwerklich perfekt ausgearbeitet ist.
Und kompromisslose Konsequenz zeigt sich bei den Produkten. Wenn ein Produkt nicht
passt, dann kommt es nicht auf den Teller.
ChefHeads: Wie viel von Deiner Persönlichkeit steckt bewusst in Deinen Gerichten – und
was erkennt man an Deiner Küche über Dich als Mensch?
Dennis Kuckuck: Da steckt sehr viel von mir drin – eigentlich alles.
Ich habe zum Beispiel einen „Beiteller“, der stark an meine Kindheit erinnert: Kartoffeln mit
Vinaigrette. Das habe ich früher genauso gegessen.
Heute habe ich das neu interpretiert – mit Brandade, Kopfsalat-Vinaigrette, Kaviar, Paprikawürstchen,
Schnittlauch und Sesam.
Ich finde, man muss die Gäste emotional abholen – und das funktioniert nur über Geschichten.
ChefHeads: Was bedeutet Führung für Dich hinter dem Pass – Lautstärke, Ruhe, Klarheit,
Vorbild?
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DENNIS KUCKUCK
I M P E R I A L K A V I A R
Kartoffel - Buchweizenmadeleine
Schwertmuschelcarpaccio | Sauermilch
Credits © Erik Chmil
CHEFHEADS-MAGAZIN
KÖCHE-INTERVIEW
Dennis Kuckuck: Ganz klar Ruhe.
Ich habe viel erlebt und weiß heute sehr genau, was ich nicht mehr möchte. Ich bin deutlich
ruhiger geworden – aber trotzdem bestimmt.
Ich weiß, was ich will, und das wissen auch meine Mitarbeiter.
Und ich finde es wichtig, dass man auch sagt, wenn etwas gut war.
ChefHeads: Wie hat sich Dein Führungsstil im Laufe der Jahre verändert – und warum?
Dennis Kuckuck: Er ist deutlich konzentrierter, sicherer und ruhiger geworden.
Wenn ich heute auf mich früher schaue, würde ich sagen: Ich weiß nicht, ob ich damals
selbst gerne unter mir gearbeitet hätte.
Das hat sich komplett verändert – und das war auch notwendig.
IV. Druck, Verantwortung & Anspruch
ChefHeads: In einem Haus wie dem Restaurant Vendôme ist Exzellenz Dauerzustand. Wie
gehst Du persönlich mit diesem permanenten Erwartungsdruck um?
Dennis Kuckuck: Ich habe diesen Anspruch jeden Tag an mich selbst.
Ich gehe jeden Tag hier rein und koche auf Zwei-Sterne-Niveau.
Wenn du anfängst zu zweifeln, gehst du unter – gerade in solch einem Haus mit dieser Geschichte.
Deshalb: aufrecht bleiben, Brust raus und Gas geben.
ChefHeads: Gibt es Momente, in denen Dich Perfektion auch blockiert? Wie findest Du
dann zurück in die Kreativität?
Dennis Kuckuck: Ja, die gibt es. Ich glaube, ich bin manchmal blockiert, weil ich in der Umsetzung
zu kreativ werde. Wenn ich ein Gericht entwickle und das dann wirklich sehr kreativ,
aufwendig und bis ins Detail perfekt umsetzen will, merke ich irgendwann: Das ist so gar
nicht realisierbar.
Und das liegt gar nicht daran, dass die Mitarbeiter es nicht könnten – sondern daran, dass es
vom gesamten Aufwand her einfach nicht funktioniert. In dem Moment blockiert mich das,
weil ich genau weiß: So kann ich dieses Gericht nicht auf die Karte bringen.
Dann muss ich konsequent sein und es erst einmal komplett loslassen. Ich lege die Idee beiseite
und beschäftige mich mit etwas anderem. Oft lasse ich das ein paar Tage oder sogar
Wochen ruhen.
Wenn ich später wieder darauf zurückkomme, gehe ich anders daran. Ich überarbeite das Gericht,
hinterfrage meinen ursprünglichen Ansatz und frage mich: Warum bin ich diesen Weg
überhaupt gegangen? Meist wird es dadurch klarer und am Ende auch besser umsetzbar.
Die besten Ideen entstehen sowieso nicht unbedingt in der Küche. Ich habe ganz klar meine
Familie als Ruhepol – meine Frau und meine Tochter holen mich komplett aus dieser Welt
heraus und bringen mich zurück in den Moment.
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DENNIS KUCKUCK
Meine Frau hat nichts mit Gastronomie zu tun, sie ist Professorin für Geografie, also in einem
völlig anderen Bereich unterwegs. Und meine Tochter ist vier Jahre alt. Wenn ich mit ihr
spiele, Häuser baue, bastle oder male, dann wird der Kopf komplett frei.
Und genau in diesen Momenten kommen die Ideen. Das passiert ganz plötzlich – manchmal
auch unterwegs, zum Beispiel im Flugzeug auf dem Weg in den Urlaub. Dann schießt es auf
einmal raus, und du hast wieder einen neuen Ansatz.
ChefHeads: Was ist Dir heute wichtiger als noch vor zehn Jahren – auf dem Teller und im
Team?
Dennis Kuckuck: Der Teller steht im Mittelpunkt.
Aber der funktioniert nur mit einem starken Team. Klare Strukturen und klare Ansagen sind
dafür entscheidend.
V. Persönlichkeit – Jenseits der Sterne
ChefHeads: Wer ist Dennis, wenn die Küche dunkel ist? Was erdet Dich – und was bringt
Dich aus dem Gleichgewicht?
Dennis Kuckuck: Ich bin ein sehr herzlicher Mensch und verbringe gerne Zeit mit Menschen,
die mir wichtig sind.
Ich genieße diese Momente – egal ob Montag oder Dienstag. Es muss kein besonderer Anlass
sein.
Meine Familie erdet mich sehr. Meine Frau und meine Tochter holen mich komplett runter.
ChefHeads: Wenn Du eines Tages nicht mehr an Sternen gemessen würdest: Woran würdest
Du Deinen eigenen Erfolg definieren?
Dennis Kuckuck: Ich würde immer für Genuss und Kreativität stehen – vielleicht in einer
anderen Form.
Ich träume manchmal von einer Sandwichbude, weil ich glaube, dass ich ganz gute Sandwiches
mache.
Aber aktuell ist das für mich überhaupt kein Thema – ich bin komplett in dem, was ich tue.
ChefHeads: Lieber Dennis, danke für deine Offenheit und die Einblicke in deine Welt – wir
wünschen Dir für deinen Weg im Vendôme weiterhin viel Erfolg, starke Momente am Pass
und vor allem Freude an dem, was Du tust.
CHEFHEADS-MAGAZIN
KÖCHE-INTERVIEW
Credits © Althoff Collection
Restaurant Vendôme
Althoff Grandhotel Schloss Bensberg
Kadettenstraße
51429 Bergisch Gladbach
+49 (0)2204 42906
info@schlossbensberg.com
Web: https://www.althoffcollection.com/de/
althoff-grandhotel-schloss-bensberg
ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch bis Sonntag
ab 19:00, Küchenannahme bis 21:00 Uhr
Sonderöffnungszeiten mittags
18. Januar | 1. Februar | 1. & 15. März | 26. April |
10. & 24. Mai | 6. & 28. Juni | 5. & 19. Juli 2026
Online reservierbar um 12:00 Uhr, 12:30 Uhr und
13:00 Uhr nach Verfügbarkeit
An diesen Tagen bleibt das Restaurant
abends geschlossen.
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SÜDTIROL - WEINSTRASSE
Kulinarische Reise
entlang der Südtiroler Weinstraße
150 Kilometer Terroir, 4.400 Hektar Reben, ein geschlossenes Genuss-Ökosystem
Text: Guido Fritz
CHEFHEADS-MAGAZIN
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
TRAVEL & KULINARIK
Die Südtiroler Weinstraße zählt zu den ältesten Weinstraßen Italiens. Bereits 1964 schlossen
sich sieben Gemeinden zu einem Werbekomitee zusammen; im Jahr 2000 entstand
daraus der Verein Südtiroler Weinstraße mit dem klaren Leitmotiv: „Wein entdecken, erleben,
genießen.“ Heute erstreckt sich die Route über 150 Kilometer, 42 Kilometer davon in
direkter Luftlinie von Nals bis Salurn, und vereint 16 Gemeinden, 9 Tourismusorganisationen
sowie rund 70 Mitgliedskellereien .
Entscheidend für Profis: Rund 75 % der gesamten Südtiroler Rebfläche liegen entlang dieser
Achse – etwa 4.400 Hektar Weinbau bis in Höhenlagen von 1.200 Metern. Damit ist die Weinstraße
nicht touristisches Beiwerk, sondern das strukturelle Zentrum des Südtiroler Qualitätsweinbaus.
Struktur & Geografie – Ein vertikales Weinmodell
Die Route führt von Nals über Bozen bis Salurn . Dazwischen liegen historische Weindörfer
mit hoher Keller- und Gastronomiedichte:
Terlan, Eppan, Kaltern, Tramin, Neumarkt, Margreid und weitere .
Was diese Dörfer auszeichnet:
• Hohe Konzentration an Kellereien & Sektproduzenten
• Brennereien und historisch gewachsene Gasthäuser
• Marktplätze, enge Gassen, starke Aperitivo-Kultur
• Weinfeste, Dorfveranstaltungen, geführte Degustationen
Für Gastronomen interessant: Diese Struktur ermöglicht extrem kurze Beschaffungswege
und direkte Produzentenbeziehungen – ein wesentlicher Qualitäts- und Differenzierungsfaktor.
Bozen – urbane Weinidentität
Bozen – Hauptstadt, Markt, Kellerarchitektur
Mit rund 110.000 Einwohnern ist Bozen das wirtschaftliche Zentrum der Region . Zwischen
Laubengängen, Obstmarkt und Aperitivo-Kultur trifft urbane Dynamik auf Weintradition.
Relevanz für Profis:
• Architektonisch herausragende Kellereigebäude im Stadtgebiet
• Enge Verzahnung von Kultur, Eventgastronomie und Wein
• Hohe internationale Gästestruktur
Bozen fungiert als Distributions- und Imageplattform für die gesamte Weinstraße.
49
SÜDTIROL - WEINSTRASSE
Rebsorten & Terroir – Das qualitative Fundament
Entlang der Weinstraße treffen Mikroklimata und Bodentypen aufeinander – von Porphyr über
Kalk bis Moränenschotter.
Hier gedeihen:
• Gewürztraminer (Heimat: Tramin)
• Pinot Blanc & Pinot Noir
• Sauvignon Blanc
• Autochthone Sorten wie Lagrein und Vernatsch
• Spielarten wie Kalterersee (Kaltern) und St. Magdalener (Bozen)
Klassisches Beispiel für regionales Foodpairing: Terlaner Spargel in Kombination mit mineralischem
Weißburgunder.
Bewegung als Genussstrategie
Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr bietet die Region ideale Bedingungen für Weinwanderwege,
Radstrecken und Naturparks.
Relevante Destinationen:
• Naturpark Trudner Horn
• UNESCO-Weltnaturerbe GEOPARC Bletterbach
Für Hospitality-Konzepte bedeutet das: Kulinarik wird hier ganzheitlich inszeniert – als Verbindung
aus Bewegung, Landschaft und Degustation.
Seen & Mikroklima
Der Kalterer See ist mit durchschnittlich 5,6 m Tiefe der wärmste Badesee der Alpen .
Weitere Gewässer:
• Montiggler Seen
• Fennberger See (1.034 m)
• Göllersee (1.100 m)
Diese Seen wirken klimaregulierend – ein oft unterschätzter Faktor für Säurestruktur und
physiologische Reife.
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
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SÜDTIROL - WEINSTRASSE
Credits © IDM Südtirol-Alto Adige Peter von Felbert
credits © IDM Südtirol-Alto Adige_Marion Lafogler
Credits © SMG Alex Filz
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Events als Markeninstrument
Die Weinstraße ist nicht nur Produktionsraum, sondern Erlebnisplattform:
• Nacht der Keller (Juni) – Abendliche Führungen & Verkostungen
• WineSafari – Professionell begleitete Tagestour mit Degustationen
• Wine & Bike – Halbtagestour durch Reben mit Kellerabschluss
• WineSounds (Herbst) – Konzertreihe mit Weinbegleitung
• Saisonale Frequenzspitzen
• Kooperationspotenzial
• Storytelling-Content für Weinkarten
Für Gastronomiebetriebe ergeben sich daraus:
Historische Tiefendimension
Über 800 Burgen und Schlösser prägen Südtirol, viele entlang der Weinstraße, insbesondere
in Eppan – einer der burgenreichsten Regionen Europas.
• Hocheppan
• Boymont
• Sigmundskron
• Haderburg
Beispiele:
Kultur wird hier gastronomisch integriert – von Burgrestaurants bis Eventlocations.
Strategische Einordnung für Profi-Gastronomen
Die Südtiroler Weinstraße ist ein funktionierendes Modell für:
1. Regionalökonomische Wertschöpfung
75 % der Rebfläche entlang einer klar definierten Genussachse .
2. Produzenten-Netzwerke
70 Mitgliedskellereien unter einem Dachverband .
3. Ganzjahrespositionierung
Buchbare Formate wie WineSafari oder Kellerführungen das ganze Jahr über .
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3-Tage-Profi-Route SÜDTIROL
4. Touristische Integration
16 Gemeinden mit abgestimmter Vermarktung .
Fazit
Die Südtiroler Weinstraße ist kein linearer Reiseweg, sondern ein vertikal organisiertes Genuss-Ökosystem.
Auf 150 Kilometern verdichten sich Produktion, Gastronomie, Architektur,
Natur und Kultur zu einem Modell, das für professionelle Gastronomen hochinteressant ist –
nicht nur als Destination, sondern als Benchmark.
Credits © EOS FlorianAndergassen
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
TAG 1 – Terlan, Eppan, Kaltern
Mineralität, Architektur & Burgundische Präzision
Vormittag – Weißwein-Tiefgang in Terlan
Kellerei Cantina Terlan
Schwerpunkt: Langlebige Weißweine, Terroir-Transparenz, Kellerlogistik
Vertikalverkostung Pinot Bianco & Cuvées
Diskussion Reifestrategien (Feinhefelager, großes Holz vs. Stahl)
Analyse Säurestruktur vs. Höhenlage (300–900 m)
Profi-Mehrwert:
Terlan ist Referenz für salin-mineralische Stilistik mit außergewöhnlichem Reifepotenzial –
relevant für gehobene Weinkarten mit Lagerkompetenz.
Web: https://www.cantina-terlano.com/
Mittag – Burgundische Eleganz
Restaurant 1524
Moderne alpine Küche mit klarer Produktlinie.
Fokus auf saisonale Struktur
Reduktion und Präzision statt Aromenkaskade
Sehr saubere Weinbegleitung
Nachmittag – Biodynamik & Herkunft
Weingut Manincor
Schwerpunkt: Biodynamische Bewirtschaftung, Pinot Noir, Terroirparzellen
Diskussion Bodenbearbeitung & Spontanvergärung
Vergleich Lagrein vs. Pinot Noir
Ausbauphilosophie im großen Holz
Relevanz:
Manincor zeigt, wie Biodynamik marktfähig positioniert werden kann – ohne esoterischen
Überbau.
Web: https://www.manincor.com/
Abend – See & Klassiker
Hotel-Restaurant Seegarten
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3-Tage-Profi-Route SÜDTIROL
credits © IDM Südtirol-Alto Adige
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Klassische Südtiroler Küche mit starker Regionalverankerung.
Kalterersee (Vernatsch) als Gastronomie-Wein
Traditionelle Gerichte mit moderner Texturarbeit
Web: https://www.seegarten.it/it/hotel
TAG 2 – Bozen & Tramin
Autochthone Rebsorten & urbane Weinkultur
Vormittag – Lagrein & Stadtwein
Kellerei Bozen
Architektonisch markant, stark im Lagrein-Segment.
Analyse Schwemmböden & Tanninstruktur
Vergleich Lagrein Riserva vs. internationale Rotweinstile
Wirtschaftliche Positionierung autochthoner Sorten
Web: https://www.kellereibozen.com/
Mittag – Kreative Bergküche
Wirtshaus Vögele
Historisches Wirtshaus mit modernisierter Südtiroler Klassik.
Schlutzkrapfen, Knödel, Wild
Ideal zur Analyse von Vernatsch & Lagrein im Pairing
Web: https://www.voegele.it/
Nachmittag – Aromatische Intensität
Weingut Elena Walch
Gewürztraminer-Kompetenzzentrum
Diskussion Alkoholbalance vs. Aromatik
Holz- und Stahltank-Vergleich
Markenführung & internationale Distribution
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3-Tage-Profi-Route SÜDTIROL
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Profi-Aspekt:
Gewürztraminer als polarisierende Sorte – Positionierung in Fine Dining-Konzepten.
Web: https://www.elenawalch.com/de/
Abend – Sterneküche als Benchmark
Hotel-Restaurant Terra – The Magic Place
(Transfer ins Sarntal empfohlen)
Intensive Aromenführung
Reduktionsküche mit alpiner Identität
Anspruchsvolle Pairings mit Südtiroler Weißweinen
Web: https://www.terra.place/de/
TAG 3 – Nals bis Salurn
Dörfer, Mikroklima & vertikale Vielfalt
Vormittag – Struktur & Frische
Kellerei Nals Margreid
Bekannt für elegante Sauvignon- und Chardonnay-Stile.
Höhenlagenvergleich (250–900 m)
Texturarbeit im Weißwein
Gastronomische Einsatzmöglichkeiten
Web: https://www.nalsmargreid.com/de/
Mittag – Historischer Ortskern
Das malerische Dorf Neumarkt
Laubengänge, Marktplatz, starke Wirtshauskultur.
Restaurantempfehlung:
Ansitz Romani
Fein interpretierte regionale Küche.
Web: https://www.neumarkt-egna.it/
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3-Tage-Profi-Route SÜDTIROL
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
CHEFHEADS-MAGAZIN
credits © IDM Südtirol-Alto Adige Marion Lafogler
TRAVEL & KULINARIK
Nachmittag – Südlicher Charakter
Dorf Salurn
Südlichster Punkt der Weinstraße.
Wärmere Mikroklimata
Strukturierte Rotweine
Diskussion Klimawandel & Stilverschiebung
Abschlusspunkt – Burg & Perspektive
Optionaler Besuch der Haderburg
Panoramablick über das südliche Weinbaugebiet – ideal für ein abschließendes Fachgespräch
zur regionalen Positionierung.
Web: https://www.castelfeder.info/de/castelfeder/die-feriendoerfer/die-orte/salurn.html
Logistische Empfehlung für Profis
Basislager: Bozen oder Kaltern
Transfers zwischen Kellereien vorab terminieren
Mindestens 2–3 Stunden pro Betrieb einplanen
Vorab Themenfokus definieren (z. B. Pinot Noir, Biodynamik, Lagrein)
Strategischer Nutzen dieser Route
• Vergleich unterschiedlicher Höhenlagen
• Stilistische Bandbreite von Vernatsch bis Gewürztraminer
• Biodynamik vs. klassischer Ausbau
• Benchmark-Sterneküche
• Historisch gewachsene Wirtshauskultur
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ALEXANDER KROLL
- Alexander Kroll –
Ein Executive Chef zwischen Tradition
und Aufbruch
CHEFHEADS-MAGAZIN
© SV Group AG
TRAVEL & KULINARIK
Wenn im Renaissance Zurich Tower Hotel kulinarische Handschrift gefragt ist, trägt
sie seit einiger Zeit den Namen Alexander Kroll. Der erfahrene Executive Chef
prägt mit seiner internationalen Erfahrung und seinem Gespür für moderne Gastronomie
die Küche des Hauses – und setzt gleichzeitig mit neuen Konzepten wie dem thailändischen
Pop-up-Restaurant „Atelier Five – Nean’s Kitchen“ frische Akzente.
Ein Werdegang durch die Spitzenhotellerie
Alexander Kroll gehört zu jener Generation von Spitzenköchen, die klassische Ausbildung
mit internationaler Erfahrung verbinden. Seine kulinarische Laufbahn begann mit der Ausbildung
im renommierten Fünf-Sterne-Deluxe-Hotel Prem, das mit einem Michelin-Stern sowie
17 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet war – ein Umfeld, das früh höchste Ansprüche an
Handwerk und Produktqualität vermittelte.
Nach den ersten Stationen sammelte Kroll Erfahrungen in verschiedenen Gourmetrestaurants,
bevor ihn seine Karriere rasch in die internationale Luxushotellerie führte. Bereits
Ende der 1990er-Jahre übernahm er die Position des Küchenchefs im Fünf-Sterne-Resort
Steigenberger Belvedere in Davos. Von dort aus entwickelte sich sein Weg weiter durch
einige der renommiertesten Häuser der Schweiz.
Zu seinen Stationen zählen unter anderem das Grand Hotel Zermatterhof in Zermatt, das
Carlton Hotel in St. Moritz sowie das traditionsreiche Widder Hotel in Zürich, wo er als Executive
Chef tätig war. Ebenso wirkte er als Culinary Director im InterContinental in Davos
und leitete Küchenbrigaden auf höchstem Niveau.
Diese Erfahrungen in internationalen Spitzenhotels prägten Krolls Stil: eine Küche, die klassische
europäische Techniken mit moderner Produktorientierung verbindet und dabei stets
Wert auf regionale Zutaten legt. Seit 2024 verantwortet er als Executive Chef die Gastronomie
im Renaissance Zurich Tower Hotel und arbeitet mit einem neuen Team daran, die
kulinarische Identität des Hauses weiterzuentwickeln.
Kulinarische Bühne im Renaissance Zurich Tower
Das Renaissance Zurich Tower Hotel zählt zu den markanten Adressen der Zürcher Hotellerie.
Hoch über der Stadt gelegen, verbindet das Haus internationale Hotelstandards mit
urbaner Atmosphäre. In der Gastronomie setzt man dabei bewusst auf abwechslungsreiche
Konzepte und temporäre kulinarische Projekte, die Gästen immer wieder neue Geschmackserlebnisse
bieten.
Unter der Leitung von Alexander Kroll entstehen dabei Programme, die sowohl internationale
Trends als auch lokale Einflüsse aufnehmen. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle Restaurantkonzept
im Atelier Five, das regelmäßig neue kulinarische Themenwelten präsentiert.
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ALEXANDER KROLL
Atelier Five – Nean’s Kitchen:
Thailand über den Dächern von Zürich
Mit „Atelier Five – Nean’s Kitchen“ hat das Renaissance Zurich Tower Hotel ein Konzept gestartet,
das Gäste auf eine kulinarische Reise nach Thailand mitnimmt. Von März bis Ende
September verwandelt sich das Atelier Five in ein Pop-up-Restaurant, das authentische
Küche aus der nordostthailändischen Region Isan präsentiert.
Im Mittelpunkt steht Küchenchefin Nean, die ihre persönliche Interpretation traditioneller
Gerichte aus ihrer Heimat Khon Kaen nach Zürich bringt. Die Küche zeichnet sich durch intensive
Aromen, frische Kräuter und typische Gewürze der Region aus. Klassische Rezepte
werden dabei mit moderner Präsentation und zeitgemäßen Techniken umgesetzt.
Das kulinarische Konzept setzt bewusst auf ein gemeinschaftliches Erlebnis: Die Gerichte
werden als mehrgängige Menüreise serviert und sind so konzipiert, dass sie am Tisch geteilt
werden können. Dadurch entsteht eine kommunikative, lebendige Dining-Kultur – ganz im
Sinne der thailändischen Esskultur.
Für das Renaissance Zurich Tower Hotel bedeutet dieses Konzept eine Erweiterung des
gastronomischen Profils: Internationale Küche wird nicht nur interpretiert, sondern in ihrer
Authentizität präsentiert. Executive Chef Alexander Kroll fungiert dabei als kreativer Dirigent,
der verschiedene kulinarische Handschriften im Haus zusammenführt.
Kulinarische Vision mit internationalem Anspruch
Mit seiner langjährigen Erfahrung in der internationalen Luxushotellerie steht Alexander
Kroll für eine Küche, die Tradition und Innovation verbindet. Seine Aufgabe im Renaissance
Zurich Tower Hotel geht dabei über die klassische Küchenleitung hinaus: Er versteht Gastronomie
als Bühne für kreative Konzepte und kulturellen Austausch.
Das Projekt „Atelier Five – Nean’s Kitchen“ zeigt exemplarisch, wie moderne Hotelgastronomie
heute funktionieren kann – als dynamischer Ort, an dem internationale Geschmäcker,
regionale Produkte und neue Ideen zusammenkommen.
So entsteht über den Dächern von Zürich eine kulinarische Landschaft, die ebenso vielseitig
ist wie die Gäste des Hauses selbst.
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© Guido Fritz
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ALEXANDER KROLL
Interview mit Alexander Kroll
Küchendirektor Renaissance Zurich Tower Hotel
„Wir müssen uns kulinarisch ständig neu erfinden.“
Wenn man über Hotelgastronomie spricht, denken viele zuerst an Frühstücksbuffet, Bankett
und Standardgerichte für internationale Gäste. Doch dass Hotelküchen heute zu den spannendsten
gastronomischen Konzeptplattformen gehören können, zeigt Alexander Kroll im
Renaissance Zurich Tower Hotel.
Als Küchendirektor verantwortet er nicht nur mehrere Restaurants, Bankette und Veranstaltungen
mit mehreren hundert Gästen pro Tag, sondern entwickelt gleichzeitig neue Restaurantkonzepte,
Pop-ups und kulinarische Strategien für ein internationales Publikum. Besonders
das Konzept „Nean’s Kitchen“, ein thailändisches Pop-up-Restaurant im Atelier-Bereich
des Hotels, zeigt, wohin sich moderne Hotelgastronomie entwickelt: weg von starren Karten,
hin zu flexiblen Konzepten, saisonalen Ideen und kulinarischer Vielfalt.
Dabei geht es für Kroll nicht nur um Trends, sondern auch um Struktur, Teamarbeit und Produktqualität.
In seiner Küche arbeiten Köche aus zahlreichen Nationen, gekocht wird für internationale
Gäste, Businesskunden, Kreuzfahrtgruppen und Hotelgäste gleichzeitig. Eine
Herausforderung, die Organisation, Kreativität und wirtschaftliches Denken gleichermaßen
verlangt.
Wir haben mit ihm über Food-Trends, Kreativität im Bankettbereich, internationale Küchenteams
und die Zukunft der Hotelgastronomie gesprochen.
ChefHeads: Lieber Alexander, vielen Dank, dass du dir Zeit für unser Interview nimmst. Was
hat dich an der Aufgabe im Renaissance Zurich Tower Hotel besonders gereizt?
Alexander Kroll: Mich hat in erster Linie die Größe des Hotels gereizt. Wir sind das zweitgrößte
Hotel in der Schweiz, das bedeutet natürlich einen extrem großen Bankettbereich,
aber auch viele gastronomische Outlets mit Restaurants, Bar und Lounge. Das ist für mich
als Küchendirektor natürlich sehr spannend.
Dazu kommt unser internationales Publikum, das eine sehr hohe kulinarische Qualität gewohnt
ist und auch immer wieder neue Konzepte erwartet. Gerade weil wir viele Stammgäste
über Marriott haben, können wir nicht einfach eine Karte machen und die jahrelang laufen
lassen. Diese Gäste erwarten neue Food-Trends und neue Ideen, und genau das müssen wir
liefern.
Ein sehr wichtiger Partner für uns sind zum Beispiel Viking River Cruises. Über das Jahr hinweg
haben wir rund 23.000 Übernachtungen von deren Gästen, die hier in Zürich Sightseeing
machen und bei uns verpflegt werden. Da sprechen wir teilweise von bis zu 500 Gästen
pro Tag – das sind natürlich ganz andere Dimensionen.
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ChefHeads: Du kommst ursprünglich aus der gehobenen Gastronomie. Welche Rolle spielt
Kreativität heute in deiner Küchenphilosophie, gerade im Hotel- und Bankettbereich?
Alexander Kroll: Ich war eigentlich immer in Fünf-Sterne-Häusern tätig, zum Beispiel in
St. Moritz oder Zermatt. Für mich war immer wichtig, dass ich nicht nur Fine Dining mache,
sondern auch große Bankette und Veranstaltungen. Ich wollte immer alles abdecken können
und mich mit jeder Station weiterentwickeln.
Kreativität bedeutet für mich heute nicht nur Fine Dining. Kreativität wird mittlerweile auch
im Bankettbereich verlangt, und das wird oft unterschätzt. Früher hat man im Bankettbereich
einfach Menüs gekocht, heute erwarten die Gäste auch dort eine hochwertige, kreative
Küche.
Wir haben extrem viel Konkurrenz, sowohl in Zürich selbst als auch innerhalb der Hotelgruppen.
Die Gäste erwarten heute mehr als Standardgerichte wie Kartoffelgratin und Geschnetzeltes.
Das gibt es natürlich noch, aber es muss immer eine Idee dahinterstehen, etwas
Neues, etwas Besonderes. Gerade internationale Gäste wollen Dinge sehen, die sie nicht
überall bekommen.
ChefHeads: Du hast das Konzept „Nean’s Kitchen“ mitentwickelt, euer thailändisches Popup
im Atelier. Wie kam es dazu?
Alexander Kroll: Die Idee kam tatsächlich von mir. Hintergrund ist, dass gerade in Zürich
die asiatische Küche, vor allem thailändische und japanische Küche, einen riesigen Boom
erlebt. Es eröffnen ständig neue Konzepte, viele Spitzenköche machen nebenbei asiatische
Restaurants oder Bowl-Konzepte.
Diese Küchen werden extrem gut angenommen, sowohl von externen Gästen als auch von
unseren Hotelgästen, die sehr international sind. Die asiatische Küche steht für Frische, viel
Gemüse, frischen Fisch, Krustentiere – das wird aktuell sehr stark nachgefragt.
Wir haben im Atelier im Winter ein Fondue-Konzept mit selbstgemachten Pickles und eigenen
Produkten gemacht. Da wir sehr viele Stammgäste haben, die teilweise jede Woche
bei uns sind, wollen diese natürlich nicht immer das Gleiche essen. Deshalb arbeiten wir mit
Pop-up-Konzepten.
„Nean’s Kitchen“ läuft jetzt von März bis November. Danach wechseln wir wieder auf Winterkonzepte
wie Fondue. Wenn das Konzept gut funktioniert – und davon gehen wir aus –
werden wir das in Zukunft regelmäßig so machen. Dann haben wir praktisch ein Restaurant
mit saisonal wechselnden Konzepten.
ChefHeads: Du arbeitest mit einem sehr internationalen Küchenteam. Wie wichtig ist
Teamarbeit bei euch?
Alexander Kroll: Extrem wichtig. Wir sprechen bei uns zu etwa 80 Prozent Englisch in der
Küche, obwohl wir in der Schweiz sind. Das liegt einfach daran, dass man heute international
rekrutieren muss, um überhaupt genügend qualifizierte Köche zu finden.
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ALEXANDER KROLL
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Wir kochen im Bankettbereich zum Beispiel auch indische Küche, Halal-Menüs und internationale
Buffets. Dafür braucht man Fachleute. Deshalb ist unser Team sehr international
aufgestellt – mit Köchen aus Indien, Pakistan, Thailand, der Mongolei und anderen Ländern.
Wenn man so viele verschiedene gastronomische Bereiche abdecken will, kann das nicht
eine Person alleine machen. Ideen kann man haben, aber man braucht ein Team, das diese
Ideen auch umsetzen kann. Außerdem ist es mir wichtig, die Mitarbeiter zu fördern und
ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst kreativ zu sein.
Man kann nicht einfach sagen, wir machen eine chinesische Woche, wenn niemand chinesisch
kochen kann. Deshalb ist unsere internationale Teamstruktur ein großer Vorteil.
ChefHeads: Welche internationalen Food-Trends beobachtest du aktuell besonders stark?
Alexander Kroll: Ganz klar asiatische Küche, vor allem Thai und Japanisch. Wenn man sich
hier in Zürich die Restaurants anschaut, dann sind genau diese Konzepte fast immer ausgebucht.
Ein weiterer wichtiger Trend ist Frische. Frisches Gemüse, frischer Fisch, leichte Gerichte –
das wird immer stärker nachgefragt. Die Gäste achten mehr auf Qualität und auf Produkte.
Ein Thema, das mir persönlich sehr wichtig ist, ist die Zusammenarbeit mit kleinen Produzenten.
Es gibt immer weniger kleine Bäcker oder Metzger, weil vieles über große Firmen läuft.
Wir versuchen bewusst, mit kleinen Betrieben zusammenzuarbeiten.
Zum Beispiel lassen wir Brot von kleinen Bäckereien speziell für uns produzieren. Dadurch
können diese Betriebe wachsen und wir haben ein Produkt, das nicht jeder hat. Das gleiche
machen wir auch mit Metzgern und anderen Lieferanten. Produkte, die nicht von der Stange
sind, werden immer wichtiger.
ChefHeads: Siehst du den Trend eher in Richtung schnelle, leichte Küche wie Bowls oder
wieder mehr klassische Fine-Dining-Küche?
Alexander Kroll: Ich denke, es ist eine Mischung aus beidem. Die Gastronomie erfindet sich
gerade neu. Klassische Gerichte kommen zurück, aber modern interpretiert.
Was sich aber definitiv verändert hat: Der Gast möchte heute ein Erlebnis. Es reicht nicht
mehr, ein Menü zu servieren. Es muss etwas passieren, der Gast möchte unterhalten werden,
möchte sehen, wie gekocht wird, möchte eingebunden werden.
Ob das dann asiatische Küche, Schweizer Küche oder Fine Dining ist, spielt gar nicht die
größte Rolle. Wichtig ist, dass man sich auf ein Konzept konzentriert und dieses richtig
macht.
Gerade große Hotels haben früher versucht, alles anzubieten – italienisch, asiatisch, schweizerisch,
alles auf einer Karte. Heute geht der Trend eher dahin zu sagen: Wir machen weniger,
aber das richtig und mit Qualität. Ich denke, das ist der richtige Weg.
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Freunde unter sich, von links: Bernd Ackermann, Alexander Kroll,
Küchenchefin Nean, Guido Fritz, Torsten Götz
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ChefHeads: Was dürfen Gäste in Zukunft kulinarisch von dir im Renaissance Zurich Tower
erwarten?
Alexander Kroll: Wir werden uns kulinarisch ständig weiterentwickeln und immer wieder
neue Konzepte umsetzen, vor allem im Atelier. Das ist für uns eine Spielwiese, auf der wir
neue Ideen ausprobieren können.
Wir müssen uns ständig erneuern. Man kann heute keine Speisekarte mehr machen und
die das ganze Jahr laufen lassen. Die Gäste wollen Abwechslung. Vor ein paar Jahren waren
Bowls überall im Trend, jetzt ist es asiatische Küche. Was in zwei Jahren Trend ist, weiß heute
noch keiner. Deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben und Dinge auszuprobieren.
Wenn ein Konzept funktioniert, bauen wir es aus. Wenn nicht, entwickeln wir etwas Neues.
Stillstand gibt es in der Gastronomie nicht mehr.
ChefHeads: Ihr gehört zur Marriott-Gruppe. Gibt es kulinarische Vorgaben, die ihr einhalten
müsst?
Alexander Kroll: Es gibt ein paar internationale Standards, zum Beispiel sollte es einen
Burger oder einen Caesar Salad geben, weil viele Vielreisende diese Gerichte erwarten. Aber
die Rezepte sind nicht vorgegeben, da können wir komplett frei arbeiten.
Ansonsten sind wir kulinarisch sehr frei, auch beim Einkauf und bei Lieferanten. Marriott gibt
eher Service- und Qualitätsstandards vor, aber nicht, was wir kochen müssen. Das gibt uns
natürlich viel Spielraum für eigene Konzepte.
ChefHeads: Alex, vielen Dank für das Interview.
Alexander Kroll: Sehr gerne, hat mich gefreut.
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ALEXANDER KROLL
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ALEXANDER KROLL
Von Khon Kean nach Zürich: Thai-Köchin bringt ihre Heimatküche
als Pop-up ins Renaissance Zurich Tower Hotel
Vom 9. März bis 30. September 2026 präsentiert das Restaurant Atelier Five im Renaissance
Zurich Tower Hotel ein neues kulinarisches Konzept: «Atelier Five Nean‘s Kitchen». Die von
Küchenchefin Nean entwickelte Menüreise widmet sich der ausdrucksstarken Küche Nordostthailands
und verbindet traditionelle Geschmäcker mit modernen kulinarischen Techniken.
Mit Atelier Five Nean's Kitchen lädt Küchenchefin
Nean die Gäste zu einer saisonalen kulinarischen
Entdeckungsreise ein. Das Konzept
stellt die kraftvolle Geschmackswelt der nordostthailändischen
Küche in den Mittelpunkt.
Das Menü ist als dreigängige Reise konzipiert
und setzt auf Gerichte zum Teilen. So entsteht
ein Genusserlebnis, bei dem unterschiedliche
Aromen, Texturen und Zubereitungstechniken
zusammenkommen. Klassiker und moderne
Interpretationen wechseln sich ab und geben
Einblick in die Vielfalt der thailändischen Küche.
Unter den Gerichten findet sich beispielsweise
ein Pad Krapao, bei dem überraschenderweise
Roastbeef im Fokus steht und das mit einer
würzigen Krapao-Sauce und Curry-Erdnusssauce
serviert wird.
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Konzept:
Pop-up-Restaurant mit authentischer thailändischer
Küche
Factbox – Atelier Five – Nean’s Kitchen
Kulinarische Leitung:
Executive Chef Alexander Kroll
Gastköchin: Nean
Location:
Atelier Five, Renaissance Zurich Tower Hotel
Küchenlinie:
Traditionelle Gerichte aus der nordostthailändischen
Region Isan, modern interpretiert
Besonderheit:
Mehrgängige Menüreise mit Gerichten zum Teilen –
inspiriert von der thailändischen Esskultur
Zeitraum:
Saisonales Pop-up-Konzept (Frühjahr bis Herbst)
Kulinarisches Profil:
Frische Kräuter, intensive Gewürze, authentische
Aromen und moderne Präsentation
Atmosphäre:
Urbanes Fine Dining über den Dächern von Zürich
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RENAISSANCE® ZURICH TOWER HOTEL
Turbinenstrasse 20,
Zürich, Schweiz, 8005
Gebührenfrei: +41-44-630 3340
Fax: +41 44-630 33 33
Web: https://www.marriott.com/de/hotels/zrhbr-renaissance-zurich-tower-hotel/dining/
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
Traditionshaus im neuen Kapitel
Das Ganter Hotel & Restaurant Mohren auf der
Insel Reichenau
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Mitten im UNESCO-Welterbe der Insel Reichenau steht ein Haus, das seit Generationen
für Gastfreundschaft am Bodensee steht: das Ganter Hotel & Restaurant Mohren. Historische
Mauern, regionale Küche und persönlicher Service prägen das traditionsreiche
Hotel – das nun mit neuen Gastgebern in ein weiteres Kapitel seiner Geschichte startet.
Ein Haus mit Geschichte
Wer durch Mittelzell auf der Insel Reichenau spaziert, kommt an einem Gebäude kaum vorbei:
dem traditionsreichen „Mohren“. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins 18. Jahrhundert
zurück. Bereits 1756 befand sich hier eine Herberge, aus der sich über die Jahrhunderte
ein Gasthaus und später ein modernes Hotel entwickelte.
Über Generationen hinweg wurde der „Mohren“ zu einem festen Bestandteil der Gastkultur
auf der Reichenau. Besonders prägend war die Zeit unter der Familie Ganter, die das Hotel
seit 1989 führte und das historische Gebäude behutsam modernisierte, ohne seinen ursprünglichen
Charakter zu verlieren.
Heute verbindet das Haus auf besondere Weise historische Architektur, moderne Hotellerie
und die entspannte Atmosphäre der Bodenseeregion.
Neue Gastgeber, neue Impulse
Mit der Übernahme der Geschäftsführung durch Peter Bogdanovic und seine Frau Denisa
beginnt nun ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses.
Das Gastgeberpaar bringt frische Perspektiven und viel Leidenschaft für Gastronomie und
Hotellerie mit auf die Insel Reichenau. Ihr Ziel ist es, die Tradition des Hauses zu bewahren
und gleichzeitig neue Akzente zu setzen – sowohl im Hotelbetrieb als auch in der kulinarischen
Ausrichtung.
Dabei steht für die beiden vor allem eines im Mittelpunkt: Gastlichkeit mit Persönlichkeit. Der
„Mohren“ soll weiterhin ein Ort sein, an dem sich Gäste willkommen fühlen – sei es für einen
Kurzurlaub, ein kulinarisches Erlebnis oder eine Feier am Bodensee.
Ein ausführliches Interview mit Peter Bogdanovic, in dem er über seine Visionen für das
Haus, seine gastronomische Philosophie und die Zukunft des traditionsreichen Hotels
spricht, folgt in dieser Ausgabe.
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
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Wohnen zwischen Tradition und Komfort
Das Hotel verfügt über 38 individuell gestaltete Zimmer, die sich auf das historische
Stammhaus und weitere Gebäudeteile verteilen.
Während die Zimmer im historischen Teil des Hauses mit Fachwerkdetails und klassischer
Atmosphäre überzeugen, bieten die moderneren Zimmer zeitgemäßen Komfort und ein ruhiges
Ambiente. Viele Zimmer verfügen über Balkone oder Ausblicke auf das Dorfleben der
Reichenau.
Die Mischung aus Geschichte und moderner Ausstattung schafft eine Atmosphäre, die sowohl
Urlaubsgäste als auch Geschäftsreisende anspricht.
Kulinarik aus der Bodenseeregion
Das Restaurant Mohren ist weit über die Insel hinaus bekannt und gilt als kulinarischer Treffpunkt
für Gäste und Einheimische gleichermaßen.
Die Küche setzt auf regionale Produkte und saisonale Zutaten. Fisch aus dem Bodensee, frisches
Gemüse von den Feldern der Reichenau und hochwertige Zutaten aus der Umgebung
prägen die Speisekarte.
In den stilvollen Gasträumen oder auf der Terrasse genießen Gäste eine Küche, die Tradition
und moderne Einflüsse miteinander verbindet – bodenständig, aber mit zeitgemäßer Handschrift.
Entspannung und Veranstaltungen
Neben Gastronomie und Unterkunft bietet das Haus auch Raum für Erholung und Veranstaltungen.
Ein kleiner Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad lädt zum Entspannen ein, während
verschiedene Veranstaltungsräume den passenden Rahmen für Tagungen, Familienfeiern
oder Hochzeiten bieten. Besonders der Abt-Strabo-Saal eignet sich für größere Veranstaltungen
und festliche Anlässe.
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
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Denisa & Peter Bogdanovic
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
ChefHeads-Interview mit Peter Bogdanovic
„Der Gast soll sich wohlfühlen und wiederkommen.“
Peter Bogdanovic, Küchenchef und Gastgeber im Ganter Hotel Mohren auf der Reichenau
Zwischen Bodensee-Fisch, Reichenauer Gemüse und Casual Fine Dining entwickelt Peter
Bogdanovic gemeinsam mit seiner Frau Denisa das Ganter Hotel Mohren kulinarisch weiter.
Im Gespräch spricht er über Regionalität, Unternehmertum, Fachkräftemangel, Restaurantkonzepte
und darüber, warum ein perfekter Zwiebelrostbraten manchmal mehr über eine Küche
aussagt als ein großes Menü.
CHEFHEADS-MAGAZIN
Vom eigenen Restaurant zurück in den Mohren
ChefHeads: Peter, du hast gemeinsam mit deiner Frau Denisa die Geschäftsführung des
Ganter Hotel & Restaurant Mohren übernommen und gleichzeitig die Verantwortung für die
Küche. Was hat dich an diesem Haus kulinarisch besonders gereizt – gerade weil du das Haus
ja schon kanntest und hier bereits gearbeitet hast?
Peter Bogdanovic: Ich war hier insgesamt zweieinhalb Jahre, bevor ich mich selbstständig
gemacht habe. Danach hatte ich mein eigenes Gasthaus in Bohlingen, das lief über drei Jahre
wirklich sehr gut. Aber als Selbstständiger ist man eben nicht nur Küchenchef, sondern auch
Unternehmer. Man denkt automatisch darüber nach, wie man sich weiterentwickeln kann,
zum Beispiel mit Hotelzimmern oder einem größeren Konzept. Uns war immer wichtig, dass
wir wachsen und nicht nur einen Restaurantbetrieb führen.
Das war finanziell mit Pachtkosten und Investitionen nicht so einfach umzusetzen. Dann
kam letztes Jahr Frau Ganter auf uns zu und hat gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, das
Haus zu übernehmen. Für sie waren wir ein sehr gutes Match. Zuerst stand ein Verkauf im
Raum, aber auch eine interne Lösung war möglich. Die Kinder wollten den Betrieb aber nicht
übernehmen, und für mich war wichtig, dass wir eine langfristige Perspektive haben und
nicht nur pachten, ohne Zukunftssicherheit. Das wurde alles geklärt und dann haben wir uns
entschieden, diesen Schritt zu gehen.
ChefHeads: Das heißt, ihr übernehmt den Betrieb Schritt für Schritt?
Peter Bogdanovic: Genau. Wir machen gerade den Übergang, Verträge, Personalstruktur,
Planung, alles Schritt für Schritt. Wir übernehmen ja einen laufenden Betrieb mit vielen Veranstaltungen
und Hotelbetrieb. Offiziell starten wir dann als Pächter zum 1. Januar 2027.
Perspektivisch wäre ein Kauf natürlich interessant, aber das ist Zukunftsmusik.
Meine Frau ist dabei ein ganz wichtiger Faktor. Sie arbeitet seit über 21 Jahren im Haus,
kennt das Hotel in- und auswendig, und wir ergänzen uns sehr gut. Jeder hat seinen Bereich,
und ich kümmere mich vor allem um die Kulinarik und die Weiterentwicklung der Küche.
„Wir wollen keinen Gourmet-Tempel, sondern eine ehrliche, sehr gute Küche mit Regionalität
und Anspruch.“
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Regionalität zwischen Bodensee und Reichenau
ChefHeads: Die Insel Reichenau ist bekannt für ihr Gemüse und der Bodensee für Fisch.
Wie prägt diese Region deine Küche und deine Produktwahl?
Peter Bogdanovic: Sehr stark. Beim Fisch muss man heute allerdings umdenken, weil es
viele Arten nicht mehr in großen Mengen gibt oder sie sehr teuer geworden sind. Felchen
zum Beispiel ist ein großes Preisthema und oft schwer in den Mengen zu bekommen, die wir
brauchen.
Deshalb arbeiten wir auch mit anderen Fischen wie Wels, Rotauge oder Hecht. Wels kann
man zum Beispiel super dämpfen oder als Carpaccio machen. Rotaugen lassen sich wunderbar
ausbacken, auch mit asiatischem Einfluss. Man muss einfach andere Wege gehen und
flexibel sein.
Beim Gemüse profitieren wir natürlich extrem von der Reichenau. Aber auch dort gibt es
nicht alles, deshalb arbeiten wir mit vielen Erzeugern aus der Region und teilweise bis Richtung
Colmar. Unser Produktradius liegt ungefähr bei 100 bis 150 Kilometern.
Küchenchef, Gastgeber und Unternehmer
ChefHeads: Du bist nicht nur Küchenchef, sondern auch Gastgeber und Geschäftsführer.
Wie gelingt dir der Spagat zwischen Management und Küche?
Peter Bogdanovic: Das gehört heute einfach dazu. Als Küchenchef bist du nicht mehr nur
für den Herd verantwortlich, sondern für den ganzen Betrieb. Einkauf, Personal, Service,
Kalkulation, Zahlen – das ist alles genauso wichtig wie das Kochen.
Ich habe mich in den Jahren der Selbstständigkeit viel mit betriebswirtschaftlichen Themen
beschäftigt und arbeite auch mit Beratern und Steuerberatern zusammen. Man muss verstehen,
wie ein Betrieb wirtschaftlich funktioniert, sonst wird es schwierig. Mir macht diese
Kombination aber Spaß, weil man gemeinsam mit dem Team etwas aufbauen und entwickeln
kann.
Küchenphilosophie: Saisonal, regional, kreativ
ChefHeads: Wenn du deine Küchenphilosophie in wenigen Sätzen beschreiben müsstest –
wofür steht die Küche im Mohren?
Peter Bogdanovic: Für Regionalität, Saisonalität und Handwerk. Ich arbeite sehr gerne mit
dem, was gerade wächst oder verfügbar ist. Ich gehe auch selbst sammeln, in den Wald oder
auf die Wiese, arbeite mit Jägern, Fischern und Gemüsebauern aus der Region. Die Karte
passt sich der Jahreszeit an, nicht umgekehrt.
Fermentation, Einlegen oder Pickeln spielt auch eine Rolle, vor allem bei Menüs und kreativen
Gerichten, aber in einem Hotel- und Restaurantbetrieb unserer Größe kann man das
natürlich nicht in riesigem Umfang machen.
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
© Ganter Hotel Mohren
© Ganter © Hotel Guido Mohren Fritz
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© Ganter Hotel Mohren
© Guido Ganter Fritz Hotel Mohren
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
CHEFHEADS-MAGAZIN
Casual Fine Dining statt steifer Gourmetküche
ChefHeads: Ihr habt unterschiedliche Gasträume – eine gemütliche Stube und einen modernen
Neubau. Könnte es künftig unterschiedliche Konzepte geben, zum Beispiel Fine
Dining und regionale Küche getrennt?
Peter Bogdanovic: Im Moment nicht. Der Gast soll entscheiden, wo er sitzen möchte, aber
das Essen bleibt gleich. Unser Konzept ist Casual Fine Dining: kreative Küche, aber locker und
ohne Zwang. Wir bieten ein Menü mit drei oder vier Gängen an, aber man kann genauso gut
à la carte essen.
Die Zeit von sehr langen Menüs mit acht oder zehn Gängen ist für viele Gäste vorbei. Drei
oder vier Gänge, dafür richtig gut, das passt heute besser.
„Lieber drei oder vier Gänge, die richtig gut sind, als ein riesiges Menü mit zu vielen Spielereien.“
Menüwechsel und Konzeptentwicklung
ChefHeads: Wie oft wechselst du Karte und Menü?
Peter Bogdanovic: Etwa alle zehn bis zwölf Wochen, also fünf- bis sechsmal im Jahr. Immer
angepasst an die Jahreszeit – Spargel, Rhabarber, Lamm, Pilze und so weiter. Die bestehende
Karte habe ich am Anfang bewusst nicht komplett geändert, sondern Schritt für
Schritt angepasst, damit wir die Gäste mitnehmen.
Vom Konzept her soll es locker bleiben. Man kann einfach kommen und gut essen, ohne
Menüzwang. Aber wer möchte, kann auch ein Menü essen. Wichtig ist, dass sich der Gast
wohlfühlt und wiederkommt.
Hotel, Veranstaltungen und Mittagsgeschäft
ChefHeads: Das Hotel spielt ja auch eine große Rolle im Gesamtkonzept.
Peter Bogdanovic: Ja, sehr. Wir haben rund 70 Betten und eine gute Auslastung über
das Jahr. Viele Veranstaltungen, Hochzeiten und Familienfeiern, weniger klassische Businessgäste.
Vor allem von Donnerstag bis Sonntag sind wir sehr gut gebucht, in der Saison
eigentlich durchgehend.
Wir wollen auch das Mittagsgeschäft wieder stärker ausbauen, zum Beispiel mit einer separaten
Mittagskarte.
Trends in der Gastronomie
ChefHeads: Welche kulinarischen Trends siehst du aktuell in der gehobenen Gastronomie?
Peter Bogdanovic: Reine Gourmetrestaurants haben es heute schwerer, weil die Kosten
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extrem hoch sind. Restaurants mit großem Namen funktionieren weiterhin sehr gut, aber
dazwischen hat sich ein Bereich entwickelt: sehr gute, ehrliche Küche mit persönlicher Atmosphäre
und Bindung zum Gast.
Man muss vielseitig sein. Klassiker, traditionelle Gerichte, moderne Küche – alles auf einem
hohen Niveau. Wir machen zum Beispiel auch Chef’s Tables mit innovativen Menüs, aber
gleichzeitig kochen wir auch ein sehr gutes Schnitzel oder einen Schmorbraten. Entscheidend
ist immer die Produktqualität.
Signature Dish und persönlicher Stil
ChefHeads: Gibt es ein Gericht, das deine Handschrift besonders gut zeigt?
Peter Bogdanovic: Ja, aktuell ein Gericht aus unserem Casual-Menü: Schweinebauch mit
Mini-Kartoffeln, Miso, fermentierter Knoblauchcreme und Rotkohl-Ananas-Kimchi. Da treffen
viele Aromen aufeinander – Umami, Fett, Säure, Schärfe. Das ist schon sehr typisch für
meinen Stil.
ChefHeads: Und wenn du einem Gast nur ein Gericht servieren dürftest, das deine Küche
und den Mohren repräsentiert?
Peter Bogdanovic: Dann wäre es im Moment
der Zwiebelrostbraten. Ehrlich gekocht, tolles
Fleisch aus dem Allgäu, große Rostzwiebeln,
frisches Gemüse von der Reichenau und eine
richtig kräftige Soße.
Das ist für mich Küche, die Spaß macht und die
Gäste glücklich macht.
„Ein richtig guter Zwiebelrostbraten sagt
manchmal mehr über eine Küche aus als ein
kompliziertes Menü.“
ChefHeads: Peter, vielen Dank für das offene
Gespräch.
© Guido Fritz
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GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
Geschmack ist unsere Leidenschaft
Es sind die vielen Details, die das Restaurant Mohren zu einem liebenswerten Ort
machen: moderne Stilelemente in historischen Räumen, der helle Abt-Strabo-Saal
als Frühstücksraum und für Feiern und Tagungen oder die gemütliche Ganter-Stube
mit Holzvertäfelung.
Serviert wird eine kreative und moderne Küche mit klassischen Elementen. Dabei
legt das Team besonderen Wert auf Regionalität und Saisonalität. Denn auf der
Insel Reichenau wird Vieles produziert, das später auf dem Teller landet.
© Guido Fritz
© Guido Fritz
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Ein besonderer Ort am Bodensee
Die Lage des Hotels ist dabei ebenso einzigartig wie das Haus selbst. Die Insel Reichenau,
UNESCO-Welterbe und kulturelles Zentrum der Region, bietet historische Kirchen, weitläufige
Gemüsefelder und eindrucksvolle Bodenseepanoramen.
Vom Hotel aus erreichen Gäste zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Spazierwege und Ausflugsziele
rund um den See.
Tradition bewahren, Zukunft gestalten
Mit seiner langen Geschichte, der besonderen Lage und der persönlichen Gastkultur bleibt
das Ganter Hotel & Restaurant Mohren eine feste Adresse am Bodensee.
Mit Peter und Denisa Bogdanovic an der Spitze beginnt nun eine neue Phase, in der Tradition
und neue Ideen zusammenfinden sollen.
Ein Ansatz, der bestens zu einem Haus passt, das seit Jahrhunderten eines versteht: Gastlichkeit
lebendig zu halten.
Fact Sheet
Ganter Hotel & Restaurant Mohren
Mittelzell – Insel Reichenau, Bodensee
• Historisches Gasthaus seit 1756
• 38 individuell gestaltete Zimmer
• Restaurant mit regionaler und saisonaler Küche
• Veranstaltungsräume für Feiern und Tagungen
• Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad
Neue Geschäftsführung: Peter & Denisa Bogdanovic
GANTER HOTEL & RESTAURANT MOHREN
PIRMINSTR. 141 | D – 78479 INSEL REICHENAU
T +49 7534 99 44 0 | Mail: hotel@mohren-bodensee.de
Web: https://mohren-bodensee.de/
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Hermann Neudegger
Vom Koch zum Gastgeber mit Unternehmergeist
Reportage und Interview: Anke Sademann
ChefHeads-Autorin Anke Sademann traf Hermann Neudegger und seine Frau in
ihrem Schaffensraum – den von einer Frühstückspension zu einem Fünfsterne
Hotel transformierten Nesslerhof - im Salzburger Land. Das Großarltal liegt im
Pongau und zählt zu den landschaftlich markantesten Seitentälern der Region.
CHEFHEADS-MAGAZIN
Foto © Nesslerhof
TRAVEL & KULINARIK
Eigentlich kommt der gebürtige Großarle Hermann Neudegger aus der gehobenen Küche.
Sein Weg war zielstrebig. Im Hotel Edelweiß im Großarltal in Sichtweite und Luftlinie
zum Hotel Nesslerhof absolvierte er die Doppellehre zum Koch und Kellner, später
sammelte er Erfahrung in Saisonbetrieben am Arlberg, in Salzburg und in der Schweiz. Zurück
im Tal arbeitete er erneut im Edelweiß, später als Küchenchef. Früh lernte er dabei, dass gute
Hotellerie nie nur aus Küche, Service oder Zimmern besteht, sondern aus dem Zusammenspiel
aller Bereiche.
Auch privat nahm sein Weg früh Gestalt an: Kennengelernt haben sich Hermann und Tina
Neudegger im Restaurant Pfefferschiff. Danach gingen beide gemeinsam „auf Saison“. Als sie
nach Großarl zurückkehrten, war er 24 Jahre alt, sie 20. Gemeinsam übernahmen sie die Frühstückspension
seiner Eltern und legten damit den Grundstein für ein Projekt, das weit über
einen klassischen Familienbetrieb hinausgehen sollte. Der Schritt vom Koch zum Hotelier war
dabei kein abrupter Wechsel, sondern ein organischer Prozess. Die Transformation, die die
beiden aufs Parkett gelegt haben ist beeindruckend.
Von der Frühstückspension zum Fünfsternehotel
Aus der kleinen Pension entwickelte sich zunächst ein überschaubares Hotel, später ein konsequent
– bis heute - weitergebautes Haus mit klarer Handschrift. 2010 fiel der Startschuss
für den Nesslerhof, im November 2011 wurde das 4-Sterne-Superior-Hotel nach 13 Monaten
Bauzeit eröffnet. Danach wuchs der Betrieb Schritt für Schritt: 2012 folgte die Restauranterweiterung,
2014 Außenpool und Mitarbeiterhaus, später weitere Zimmer, Suiten sowie Wellness-
und Aufenthaltsflächen. Heute führen Tina und Hermann Neudegger ein 5-Sterne-Hotel
mit 86 Zimmern. Der Leitgedanke blieb dabei immer gleich: „nicht möglichst viele Betten,
sondern mehr Raum, mehr Qualität und mehr Erlebnis für den Gast“ zu erschaffen. Gemeinsam
führen die Neudeggers den Nesslerhof – heute mit der charmanten Marketingstrategischen
Subline natural happiNESS hotel - als Familienunternehmen mit klarer Rollenverteilung und
gemeinsamer Vision. Tina Neudegger verantwortet Marketing, Rezeption, Beauty und den
Weinbereich, während Hermann Neudegger Küche, Service, Housekeeping und Haustechnik
führt. Die drei Töchter studieren Management und Marketing und stehen den Eltern tatkräftig
zur Seite. Sie orientieren sich noch hin zu ihren Stärken.
Die Weinleidenschaft von Tina Neudegger …
… reicht bis in ihre Lehrzeit im Pfefferschiff zurück, wo sie früh an Verkostungen und Blindverkostungen
herangeführt wurde. Später absolvierte sie die Sommelier-Ausbildung. Heute umfasst
die Weinkarte des Nesslerhofs über 500 Positionen, rund 80 Prozent davon stammen
aus Österreich. Gemeinsam mit Sommelière Verena entwickelt sie Pairings und begleitet die
Weiterentwicklung des Weinangebots. Der markante Weinschrein mitten im offenen Innenraum
des Hotels macht diesen Anspruch auch räumlich sichtbar.
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Nesslerhof - Früher
Foto © Nesslerhof
Wer heute über zeitgemäße alpine Hotellerie
in Österreich spricht, kommt an Hermann
Neudegger und seiner Familie kaum vorbei.
Im Großarltal im Salzburger Land steht sein
„Imperium“, denn das Hotel Nesslerhof (natural
happiNESS hotel ) steht exemplarisch
für eine Entwicklung, die viele Regionen
anstreben, aber nur wenige so konsequent
umsetzen: die Verbindung aus gewachsener
Gastfreundschaft, unternehmerischem Mut
und einer klaren Haltung zu Qualität, Raum
und Regionalität.
<<<Hermann Neudegger
Foto © Nesslerhof
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Nesslerhof - Heute
Foto © Nesslerhof
Impulsgeber für eine Erlebnisgastronomie,
die zur Region passt
Hermann Neudegger hat früh begonnen, kulinarischen Genuss weiterzudenken – als Teil eines
größeren Erlebnisses, das über das Hotelareal hinausgeht. Mit der hauseigenen Metzgerei
„Großarler Genuss“ hat der Nesslerhof sein gastronomisches Profil um ein eigenes Geschäftsund
Genusskonzept erweitert. Gleichzeitig versteht sich das Haus als Teil eines kulinarischen
Netzwerks in der Region: Winzerabende, der Großarler Genussgipfel oder Formate wie die Ski-
Weingenusswoche zeigen, wie eng der Nesslerhof mit der Genusspositionierung des Großarltals
verbunden ist. Die Entwicklung des Hauses ist damit eng mit jener des Großarltals verknüpft
– einer Region, die touristische Qualität ausgebaut hat, ohne ihre Bodenständigkeit zu
verlieren. Zum Nesslerhof gehört auch die Wolke 7 – eine trendige Genuss-Bergalm 4.0 direkt
auf der Piste – direkt an der Bergstation der Kieserlbahn mit 360-Grad-Panoramaterrasse für
den After-ski Afternoon und Lunchtime (offen von 8:30 bis 16:30 Uhr).
Zum Outsourcing gehören auch Neudeggers in vielen Regionen Österreichs übernommenen
und weitergeführten „Formate am Berg“, wie die Skikulinarischen Wochen, das Frühstück
oder Dinner in einer Gondel und viele weitere regionale Genusslokalitäten, die sich durch lokale
Kooperationen ergeben und die zeigen, dass der Nesslerhof nie nur Hotel sein wollte,
sondern immer auch Impulsgeber für eine Erlebnisgastronomie, die zur Region passt. Heute
steht Hermann Neudegger damit für eine Form der Hotellerie, die aus dem Handwerk heraus
entstanden ist und sich zum unternehmerischen Gesamtkonzept weiterentwickelt hat.
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Nesslerhof - Früher
Foto © Nesslerhof
Nesslerhof - Heute
Foto © Nesslerhof
Familie Neudegger
Foto © Nesslerhof
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Das ist Genuss mit Konzept und Pioniergeist!
Und der Staff des natural happiNESS hotel,
… den bezeichnen die Neudeggers als „Gästeflüsterer“, die den Gästen quasi jeden Wunsch
mit viel natürlicher Empathie erfüllen, um eine happy Zeit zu verbringen. Auch Nachhaltigkeit
versteht die Familie ganzheitlich: mit eigener Quelle (und eigenem Quell-Tafelwasser), zusätzlicher
Grundwassernutzung und dem Anspruch, Verantwortung für Haus, Mitarbeitende,
Region und Ressourcen gemeinsam zu denken.
INTERVIEW Hermann Neudegger
„Gastgeber sein heißt für mich, Entwicklung mit Haltung zu verbinden“
ChefHeads: Herr Neudegger, wenn man heute auf Ihren Weg blickt, wirkt er sehr konsequent.
Hat alles tatsächlich in der Küche begonnen?
Hermann Neudegger: Ja, ganz klar. Mein Zugang zur Hotellerie kam über die Küche. Ich
habe im Hotel Edelweiß in Großarl die Doppellehre zum Koch und Kellner gemacht.
Diese Ausbildung hat mich stark geprägt, weil ich dort nicht nur das Handwerk gelernt habe,
sondern auch erlebt habe, was Teamgeist und Gastfreundschaft im Alltag wirklich bedeuten.
Danach war ich auf Saison in verschiedenen Betrieben, unter anderem am Arlberg, in
Salzburg und in der Schweiz. Diese Jahre waren wichtig, weil ich gesehen habe, wie unterschiedlich
Qualität gelebt werden kann.
CH: Was hat Sie an der Küche damals besonders fasziniert?
HN: Mich hat von Anfang an begeistert, dass man mit guten Produkten, Handwerk und Gefühl
Menschen unmittelbar erreichen kann. In der Küche lernt man Disziplin, Timing, Qualität
und Verantwortung. Man lernt aber auch, dass ein Gericht nie nur ein Produkt ist, sondern
immer Teil eines größeren Erlebnisses. Dieses Denken hat mich später auch als Hotelier begleitet.
CH: Sie haben Ihre Frau ebenfalls früh kennengelernt. Wie wichtig war dieser gemeinsame
Weg?
HN: Sehr wichtig. Kennengelernt haben wir uns im Pfefferschiff. Danach sind wir gemeinsam
auf Saison gegangen. Als wir nach Großarl zurückkamen, war ich 24 und Tina 20. Wir
haben dann die Frühstückspension meiner Eltern übernommen.
Rückblickend war das der eigentliche Beginn unseres gemeinsamen Weges als sehr junge
Gastgeber.
CH: Wann wurde aus der Pension die Idee für ein eigenes Hotel?
HN: Das wurde ab 2008 konkreter. Wir wussten, dass ich den Grund einmal übernehmen
würde, und haben uns gefragt: Was machen wir daraus? Zuerst gab es viele Ideen. Irgendwann
haben wir gemerkt, dass wir eigentlich ein Haus bauen wollen, in dem wir selbst gerne
Urlaub machen würden. Das war die ehrlichste Grundlage.
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Foto © Nesslerhof
Foto © Nesslerhof
Foto © Nesslerhof
Foto © Nesslerhof
Foto © Nesslerhof
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CH: 2010 begann die Errichtung des Nesslerhofs, 2011 wurde eröffnet. Was hat dieser
Schritt für Sie bedeutet?
HN: Das war natürlich ein großer Einschnitt. Mit dem Nesslerhof begann eine neue Dimension.
So ein Schritt verlangt Mut, Vertrauen und den Willen, Verantwortung zu übernehmen.
Plötzlich denkt man nicht mehr nur in Saisonen, sondern in Jahren, ja sogar Generationen
und Entwicklungen.
CH: Wie ist das Haus in den Jahren danach gewachsen?
HN: Schritt für Schritt. Wir haben nie alles auf einmal gemacht. Nach dem ersten Bau kamen
Erweiterungen im Restaurantbereich, später Wintergarten, Außenpool und Mitarbeiterhaus.
Danach haben wir zusätzliche Zimmer, Wellnessflächen und neue Aufenthaltsbereiche geschaffen.
Unser Gedanke war immer: mehr Qualität und mehr Raum, nicht einfach nur mehr Betten.
Für Tina steht jetzt der begehbare Weinschrein mitten im Herzen des Hauses.
CH: Was macht den Nesslerhof im Kern aus?
HN: Die Verbindung aus Qualität, Natürlichkeit und ehrlicher Herzlichkeit. Wir wollten nie
laut sein, sondern klar. Der Nesslerhof soll hochwertig sein, aber nicht abgehoben. Großzügig,
aber nicht beliebig. Und er soll Genuss bieten, der aus der Region heraus verständlich
bleibt.
CH: Spürt man Ihre Herkunft als Koch im Haus bis heute?
HN: Ja, auf jeden Fall. Kulinarik ist für mich nie ein Nebenschauplatz gewesen. Sie ist ein
wesentlicher Teil der Identität eines Hotels. Ich denke stark vom Produkt aus, von der Qualität,
vom Rhythmus der Jahreszeiten und von der Frage, wie ein Gast Genuss erlebt. Aber ich
habe die Verantwortung jetzt vertrauensvoll abgegeben.
CH: Gehört zu diesem Genussverständnis auch ein starkes Netzwerk aus Produzenten, Winzern
und eigenen Formaten?
HN: Absolut. Kulinarik endet für uns nicht an der Restauranttür. Mit der hauseigenen Metzgerei
„Großarler Genuss“ haben wir dieses Denken noch einmal erweitert. Gleichzeitig leben
wir Genuss auch in Zusammenarbeit mit Produzenten, Winzern und regionalen Veranstaltungsformaten.
Es geht darum, Qualität sichtbar zu machen, Regionalität wirklich zu leben und den Gästen
nicht nur ein Essen, sondern ein Gesamterlebnis zu bieten.
CH: Wann haben Sie begonnen, Kulinarik als Erlebnis weiterzudenken?
HN: Eigentlich schon sehr früh. Mich hat immer interessiert, wie man Genuss mit Ort und
Emotion verbinden kann. Essen ist wichtig, aber die Erinnerung entsteht oft dann, wenn
das Gesamterlebnis stimmt. Deshalb war für uns klar, dass Kulinarik nicht nur im Restaurant
stattfinden darf.
CH: Ist das der Punkt, an dem berg- und gondelbezogene Genussformate entstanden sind?
HN: Genau. Solche Ideen entstehen nicht, weil man etwas Spektakuläres um jeden Preis
machen will, sondern weil man überlegt: Was passt wirklich zu uns, zur Region und zu unseren
Gästen?
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Foto © Anke Sademann
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Foto © Anke Sademann
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Wenn ein Konzept funktioniert, dann nicht wegen des Effekts, sondern weil es glaubwürdig
ist.
CH: Welche Rolle spielt dabei die Region?
HN: Eine sehr große. In Großarl ist man nie nur Unternehmer. Man ist immer auch Teil des
Tals, Teil der Gemeinschaft und Teil einer gewachsenen Kultur. Gäste kommen hierher, weil
sie nicht irgendeinen Ort suchen, sondern einen echten. Deshalb ist Verwurzelung so wichtig.
CH: Sie haben die Entwicklung des Tals über viele Jahre miterlebt. Was hat sich am stärksten
verändert?
HN: Das Tal hat sich von eher einfachen touristischen Strukturen zu einer sehr qualitätsbewussten
Destination entwickelt. Früher war vieles kleiner und direkter. Heute sind die Ansprüche
höher – auf Gastgeberseite genauso wie auf Gästeseite.
Die Herausforderung ist, bei aller Professionalisierung nicht die Seele zu verlieren.
CH: Sie haben das operative Küchenzepter inzwischen abgegeben. War dieser Wechsel
schwer?
HN: Am Anfang schon. Die Küche ist ja das eigene Handwerk. Aber mit der Größe des Betriebs
verändert sich die Rolle automatisch. Irgendwann reicht es nicht mehr, nur Küchenchef
zu sein. Dann muss man Gastgeber und Unternehmer für das Ganze werden.
CH: An wen haben Sie dieses Zepter übergeben?
HN: Heute liegt die Küchenverantwortung bei unserem Küchenchef Lukas Dichtl. Das gibt
mir die Freiheit, mich stärker auf das große Ganze zu konzentrieren, ohne dass die kulinarische
Handschrift verloren geht.
CH: Was bedeutet Unternehmertum für Sie heute?
HN: Unternehmertum heißt für mich nicht nur wachsen oder investieren. Es heißt, Entscheidungen
mit Wirkung zu treffen – für die Mitarbeiter, für die Gäste, für die Region und für die
nächste Generation. Man muss wirtschaftlich denken, aber man darf den Menschen nie aus
dem Blick verlieren.
CH: Und was wünschen Sie sich für die Zukunft des Nesslerhofs und des Großarltals?
HN: Ich wünsche mir, dass beides seinen Charakter behält und sich trotzdem weiterentwickelt.
Dass wir mutig bleiben, ohne beliebig zu werden. Und dass wir nie vergessen, dass
Gastfreundschaft immer etwas sehr Persönliches ist.
CH: Vielen Dank für das Gespräch!
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
Foto © Nesslerhof
PORTRAIT - Küchenchef Lukas Dichtl
Der Mann am Herd des Nesslerhofs
Mit dem Wachstum des Nesslerhofs hat Hermann Neudegger das operative Küchenzepter
an Lukas Dichtl übergeben. Der junge Küchenchef ist inzwischen im vierten Winter im Haus,
war zunächst Sous-Chef und führt die Küche heute im zweiten Winter in verantwortlicher
Position. Mit einem 18-köpfigen Team - einem Sous-Chef und drei Lehrlingen - steht Dichtl
für eine Küchenlinie, die den Anspruch des Nesslerhofs und die Ära Hermann Neudeggers als
ehemaliger Chef de Cuisine fortsetzt: regional verankert, saisonal gedacht und modern interpretiert.
Seine Küche beschreibt er als alpin mit mediterranen und internationalen Einflüssen.
Im Mittelpunkt steht für ihn stets das Produkt – möglichst aus dem nahen Umfeld.
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Menüs entstehen im Team, Ideen werden gemeinsam entwickelt und weitergedacht. Dieser
kooperative Zugang prägt auch seinen Führungsstil: weniger Hierarchie, mehr Verantwortung,
Respekt und Weitergabe von Erfahrung. Wie sich der kulinarische Anspruch des Hauses
auf dem Teller übersetzt, zeigt sein aktuelle „by ness – feel the natural taste“ – Menü mit
Bouillabaisse mit Saibling und Fenchel, Vogelmiere-Ravioli mit Schottenkäse, Zweierlei vom
Tauernlamm mit Erdäpfeln, Topinambur und wildem Brokkoli sowie Germknödel mit Bombardino
und traditionelles Skiwasser (Wasser, Himbeersirup und Zitronensaft).
KURZINTERVIEW LUKAS DICHTL
„Das Produkt ist die Mitte“
ChefHeads: Wie würden Sie Ihre Küchenhandschrift beschreiben?
Lukas Dichtl: Alpine Küche mit regionaler und saisonaler Basis, aber auch mit mediterranen
und internationalen Einflüssen. Wir sind ein junges Team, da bringt jeder Ideen aus verschiedenen
Richtungen ein.
CH: Was bedeutet Regionalität bei Ihnen ganz konkret?
LD: Für uns heißt das, dass der Großteil der Produkte aus ungefähr 50 Kilometern Umkreis
kommt. Das Produkt steht im Mittelpunkt. Darum herum bauen wir dann Konsistenzen und
Geschmäcker auf.
CH: Wie entstehen neue Gerichte?
LD: Das ist ganz klar ein Teamprozess. Ich suche Produkte aus, gehe in die Küche und frage:
Wer hat eine Idee? Dann entwickelt sich daraus oft gemeinsam ein Gericht. Natürlich muss
ich am Ende dafür geradestehen, aber ich diktiere nicht von oben herab.
CH: Was treibt Sie im Alltag an?
LD: Die Herausforderung, weil jeder Tag anders ist. Und natürlich mein Team. Auch die Lehrlinge
sind ein großer Ansporn. Man möchte ja etwas weitergeben – Erfahrung, Philosophie
und Freude am Beruf.
CH: Gibt es ein Gericht, das für Sie persönlich immer geht?
LD: Geschmorte Ochsenbacken. Für gute Ochsenbacken lasse ich jedes Filet stehen. Wenn
sie richtig gemacht sind, sind sie unglaublich zart und einfach ehrliches Comfort Food.
CH: Was erwarten die Gäste als Nächstes auf Ihrer Karte?
LD: Jetzt kommt zum Beispiel statt der Alpengarnelen eine Bouillabaisse mit Saibling und
Fenchel. Bei der Pasta machen wir einen großen Raviolo mit Vogelmiere und Schottenkäse.
Und beim Dessert gibt es unter anderem eine Bombardino-Mousse – ein kleiner Après-Ski-
Gedanke, modern interpretiert.
CH: Vielen Dank für das Gespräch!
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HERMANN NEUDEGGER - NESSLERHOF
ADRESSE & zwei weitere GENUSSORTE
Hotel Nesslerhof - natural happiNESS hotel
Luxuriöses 5-Sterne-Hotel mit starker Wellness- und Genusspositionierung, gewachsen aus
der ehemaligen Frühstückspension der Familie Neudegger. Heute steht der Nesslerhof für
großzügige Räume, alpine Gastlichkeit und eine klare Verbindung aus Regionalität, Kulinarik
und Erlebnis. Die über 1.800 Quadratmetern weitläufige Wasser- und Saunalandschaft
umfasst neben Zirben-, Event, Außensauna und Dampfbad mit täglichen Aufgüssen, einen
Solepool, ein Kaltwasserbecken zum Eisbaden, sowie acht großzügige Ruheräume nach dem
Konzept „ein Gast – eine Liege“. Der 25 Meter lange, beheizte Natur-Außenpool mit integriertem
Whirlpool und Sprudelliegen schließt sich nahtlos dem Indoorpool an.
Der Nesslerhof ist Teil der Salzburger Land Genussroute:
Via Culinaria https://www.salzburgerland.com/de/via-culinaria/
Adresse: Unterbergstraße 50, 5611 Großarl
Website: www.nesslerhof.at
Großarler Genuss
Die hauseigene Metzgerei mit Bistro- und Genussladen-Konzept steht für Fleisch-, Wurstund
Speckspezialitäten aus eigener Produktion sowie regionale Produkte für Einkauf und
Einkehr. Ein Ort, an dem der kulinarische Anspruch des Nesslerhofs über das Hotel hinaus
sichtbar wird.
Adresse: Sonneggweg 1, 5611 Großarl
Website: www.grossarler-genuss.at
Wolke 7
Trendiger Genussort an der Bergstation der Kieserlbahn mit 360-Grad-Panoramaterrasse,
bestem Kaiserschmarren der Region, regionale und exotische Curry-Gerichte, Signature-Cocktails
und spektakulärem Ausblick. Ein moderner Berg-Spot, der Genuss, Aussicht und alpine
Leichtigkeit verbindet. Geöffnet 8:30-16.30 Uhr.
Adresse: Bergstraße 136, 5611 Großarl
Website: www.wolke7grossarl.com
CHEFHEADS-MAGAZIN
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Foto © Anke Sademann
Foto © Anke Sademann
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REISEREPORTAGE ÖSTERREICH
Mehr als Hüttenküche
Almkulinarik by Richard Rauch
in Schladming-Dachstein
Text: Anke Sademann
Foto © Martin Huber
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Seit 2019 läuft in Schladming-Dachstein mit der Almkulinarik by „Richy“ Richard
Rauch ein Format, das für Köch:innen deutlich interessanter ist als die übliche Erzählung
von Regionalität, Heimatküche und Hüttenzauber. Gemeinsam mit 16 Betrieben aus der
Region entwickelt Rauch Gerichte, die alpine Küche nicht folkloristisch aufladen, sondern präzise
weiterdenken: ausgehend vom Produkt, von der Machbarkeit und von der Frage, wie sich
Herkunft heute so auf den Teller bringen lässt, dass sie Substanz hat.
Genau darin liegt die Stärke des Projekts. Die Almkulinarik arbeitet nicht mit fertigen Signatures,
die von außen in einen Betrieb getragen werden, sondern mit einem Entwicklungsprozess,
der nahe an der Realität der Häuser bleibt. In der Fachschule Gröbming wird gemeinsam
gekocht, getestet, adaptiert und finalisiert, bevor die Gerichte auf den teilnehmenden Hütten
umgesetzt werden. Für Küchenprofis ist das der entscheidende Punkt: Hier geht es nicht um
die romantische Aufladung des ländlichen Raums, sondern um angewandte Produktentwicklung
unter realen Bedingungen.
Die Voraussetzungen auf einer Hütte bestehen aus Infrastruktur. Lagerkapazitäten, Personal,
Anlieferung, Technik und Servicefenster setzen enge Grenzen. Manche Betriebe arbeiten
mit Holzofen, manche mit kleinen Teams, manche unter Bedingungen, die mit klassischer
Restaurantlogik wenig zu tun haben. Gerade deshalb ist das Projekt aus Branchensicht so
interessant. Es zeigt, dass gute regionale Küche nicht dort entsteht, wo Restriktionen ausgeblendet
werden, sondern dort, wo man sie ernst nimmt und in ein tragendes kulinarisches
Konzept übersetzt.
„Die unterschiedlichen Begebenheiten auf den Hütten zu berücksichtigen und dabei ein
neues kulinarisches Erlebnis zu schaffen, mit dem sich die Hüttenwirte auch wohlfühlen –
das reizt mich schon sehr.“ Richard Rauch
Das Projekt Almkulinarik ist eine handwerklich und strategisch kluge Antwort auf eine Frage,
die viele Betriebe beschäftigt: Wie entwickelt man ein kulinarisches Profil, das eigenständig
ist, ohne künstlich zu wirken? Die Almkulinarik gibt darauf eine klare Antwort. Nicht über
Effekte, nicht über Überhöhung, sondern über Produktnähe, technische Präzision und eine
Küche, die ihre Region ernst nimmt, ohne überemotionalisierte Nostalgie oder Folklore zu bemühen.
Vertraute Aromen bleiben erkennbar, werden aber geschärft, leichter geführt, sauberer
balanciert und damit in eine zeitgemäße Sprache übersetzt.
Links:
Almkulinarik:
https://www.schladming-dachstein.at/de/schladming-dachstein-entdecken/kulinarik/almkulinarik
https://www.geschwister-rauch.at/geschwister/richard
https://www.geschwister-rauch.at/geschwister
https://www.schladming-dachstein.at
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REISEREPORTAGE ÖSTERREICH
Teresa und Philipp Pitzer und Hund Ares | Ederhof
Foto © Anke Sademann
Foto © Anke Sademann
Foto © Anke Sademann
CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
Der Ederhof und die Handschrift der Almkulinarik
Text: Anke Sademann
Der Ederhof in Ramsau am Dachstein ist ein echter Familienbetrieb, tief verwurzelt in der Region
und seit 1902 im Besitz der Familie Pitzer. Heute prägen Philipp Pitzer, seine Partnerin
Teresa, die Seniorchefs Christine und Hans sowie Hans-Georg den Hofalltag – zwischen
Bio-Landwirtschaft, Gastlichkeit und jener Bodenständigkeit, die man hier nicht inszeniert,
sondern lebt. Genau diese enge Verbindung von Hof, Familie und Produkt macht den Ederhof
zu einem stimmigen Teil der Almkulinarik by Richard Rauch: Als einer der 16 teilnehmenden
Betriebe steht der Hof für eine Küche, die ihre Herkunft nicht ausstellt, sondern selbstverständlich
auf den Teller bringt.
Besonders deutlich wird das bei den Gerichten mit dem für die Region typischen Graukäse.
Kalt aufs Brot gebracht, zeigt er sich am Ederhof in seiner puristischen, beinahe archaischen
Form: würzig, direkt, unverfälscht und eng mit der Schladminger Produktkultur verbunden.
Warm verarbeitet entfaltet derselbe Käse eine andere Seite – kräftiger, runder, herzhafter –,
etwa in einem alpin geerdeten Pfannengericht, das die rustikale Handschrift des Hauses aufnimmt
und in die Sprache der Almkulinarik übersetzt. So wird aus einem regionalen Schlüsselprodukt
kein dekoratives Bekenntnis, sondern ein kulinarischer Schwerpunkt mit Charakter.
Dazu kommen die ortstypischen Ramsauer Krapfen, die am Ederhof ebenfalls ihren festen
Platz haben und die regionale Verankerung des Hauses um eine süße Tradition ergänzen. Sie
passen hier nicht als nostalgische Zugabe ins Bild, sondern als selbstverständlicher Teil einer
Küche, die regionale Identität über Geschmack, Handwerk und Wiedererkennbarkeit erzählt.
Und irgendwo dazwischen gehört auch Hund Ares ganz selbstverständlich zum Ederhof dazu
– als vierbeiniger Teil eines Hauses, in dem Familie, Hofleben und Gastfreundschaft untrennbar
zusammengehören.
Das Gericht am Ederhof bringt den Ansatz des Hauses präzise auf den Punkt: Rindsragout
vom Pustertaler Sprinzen mit Tagliatelle – zubereitet mit Rindfleisch aus eigener Landwirtschaft
und damit ein Gericht, das Herkunft, Produktqualität und handwerkliche Bodenhaftung
überzeugend verbindet. Genau in dieser Verbindung aus eigenem Produkt, klarer Regionalität
und sorgfältiger Ausarbeitung zeigt sich jene kulinarische Handschrift, mit der der Ederhof
seine Teilnahme an der Almkulinarik by Richard Rauch glaubwürdig ausfüllt.
Adresse:
Ederhof
Ramsau 77 in Ramsau am Dachstein | Österreich
https://ederhof.co.at
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REISEREPORTAGE ÖSTERREICH
BIO Richard Rauch
Rauch wurde 1985 in Feldbach in
der Steiermark geboren und blieb
seiner Region treu. Nach der Landesberufsschule
für Tourismus
im steirischen Bad Gleichenberg
durchlief der Anfang Vierzigjährige
im familieneigenen „Steira
Wirt“, der seit 2019 den Namen
„Geschwister Rauch“ trägt, seine
Ausbildung und steht dort seit
2003 als Küchenchef am Herd. Er
ist in Österreich und Deutschland
im Fernsehen präsent („Frisch gekocht“,
ORF, „Die Küchenschlacht“).
Foto © Martin Huber
Pilz-Sulzerl, schwarzes Hollerdressing
& frischer Blattsalat
Foto © Martin Huber
CHEFHEADS-MAGAZIN
Ramsauer Krapfen | Ederhof |
Almkulinarik
Foto © Anke Sademann
TRAVEL & KULINARIK
Schladming Dachstein: Von der Alm zur kulinarischen Bühne
Verleihung der Guide MICHELIN Selektion 2026 Neueinsteiger und Aufsteiger
Dass diese Arbeit inzwischen auch auf die Wahrnehmung der gesamten Region einzahlt, ist
kein Zufall. Schladming-Dachstein hat in den vergangenen Jahren kulinarisch sichtbar an Profil
gewonnen. Einen deutlichen Beleg dafür lieferte 2026 das Format „The Heart of Food“,
mit dem die Region zur Bühne der österreichischen Spitzengastronomie wurde. Im Rahmen
der Kochwochen von Schladming-Dachstein, der Österreich Werbung und den Landestourismusorganisationen
organisiert wurden, wurden dort auch die MICHELIN-Plaques der Guide
MICHELIN Selektion 2026 an Neueinsteiger und Aufsteiger verliehen. Dass eine solche
Auszeichnung in diesem Rahmen genau hier stattfand, ist mehr als Symbolik. Es zeigt, dass
Schladming-Dachstein inzwischen nicht mehr nur als starke Tourismusdestination gelesen
wird, sondern auch als kulinarischer Ort mit Relevanz, Resonanz und Strahlkraft.
Für Köch:innen ist genau das der interessante Teil dieser Entwicklung. Reputation entsteht
nicht erst dort, wo Auszeichnungen vergeben werden. Sie beginnt viel früher: bei sauberer
Produktarbeit, bei Rezepturen, die unter echten Bedingungen funktionieren, bei einer Haltung,
die Regionalität nicht behauptet, sondern kocht. Die Almkulinarik von Rauch hat dafür
einen belastbaren Rahmen geschaffen. Was auf den Hütten begonnen hat, ist heute Teil einer
größeren kulinarischen Erzählung geworden, die von der Alm ausgeht, aber professionell
genug ist, um weit über die Region - auch jenseits urbaner Hotspots - hinaus wahrgenommen
zu werden.
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REISEREPORTAGE ÖSTERREICH
Graukäse warm |
Almkulinarik
Foto © Anke Sademann
Rindsragout vom Pustertaler Sprinzen
mit Tagliatelle | Almkulinarik
Foto © Anke Sademann
Das Almkulinarik-Signature-Gericht von Richard Rauch im Ederhof
Rindsragout vom Pustertaler Sprinzen mit Tagliatelle
Knusprig gebackene Zirben – Buttermilch –
Hendlhaxerl & Erdäpfel-Gurkenrahmsalat
Ramsauer Grillkäse – Spießchen, Pilz-
Hummus, Pesto & Kürbiskerngebäck
CHEFHEADS-MAGAZIN
Foto © Martin Huber
Foto © Martin Huber
TRAVEL & KULINARIK
Foto © Anke Sademann
Graukäse als Signatur: Ob kalt aufs Brot oder
warm verarbeitet: Der typische Schladminger
Graukäse gibt den Gerichten Charakter, Würze
und klare Herkunft.
Almkulinarik, die passt. Als einer der 16 Almkulinarik-Betriebe
zeigt der Ederhof, wie glaubwürdig
alpine Küche aus Produkt, Hof und familiärer
Identität entstehen kann.
Foto © Anke Sademann
Foto © Anke Sademann
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FES | MAROKKO KULINARISCH
Fes kulinarisch genießen:
Zwischen Minztee und Pastilla
Text: Tanja Neumann
CHEFHEADS-MAGAZIN
© Tanja Neumann
TRAVEL & KULINARIK
In Fes beginnt Essen nicht erst im Restaurant, sondern bereits auf der Straße, im Hof oder
am Ofen. Noch bevor ein Teller auf dem Tisch steht, nimmt man den Duft von Rauch, Minze,
warmem Teig und Gewürzen wahr. In der Medina der ältesten Königsstadt Marokkos verliert
man sich zwar leicht, doch gerade das macht ihren Reiz aus: Wer durch die schmalen Gassen
zieht, staunt über die prachtvollen Bauwerke und nimmt die Aromen, Stimmen sowie die kleinen
kulinarischen Versprechen hinter den schweren Holztüren wahr.
Das Gesetz der Frische auf der Talaa Kibira
Ungeduldig winkt der Mann vor dem Gemeinschaftsofen. Zwei mit einem Tuch markierte Fladenbrote
verschwinden zwischen Dutzenden anderen in der Glut. Es duftet nach warmem
Teig, nach Asche und einem Hauch von Anis. Niemand scheint sich hier zu verlaufen, obwohl
sich die Gassen von Fes wie ein Labyrinth ineinander verschlingen. Wer sich auskennt, findet
stets zurück – spätestens dann, wenn das Brot fertig ist. Über 9.000 Straßen durchziehen die
Medina, doch für die Einheimischen bleibt die Talaa Kibira, die lange, hohe Straße, der verlässliche
Kompass.
Beim Gewürzhändler türmen sich Kurkuma und Kreuzkümmel zu duftenden Bergen auf. Hier
findet sich auch das kostbarste Gut: natürlicher Safran, der der Fassi-Küche ihre charakteristischen
tiefen Gelb- und Brauntöne verleiht. In Fes gibt es keine Barcodes. Hier zählen das Wort
des Händlers und die Gewissheit, dass Frische das einzige Gesetz in der Küche ist. Es ist eine
Welt, in der man Zeit mitbringen muss - zum Reden, Prüfen und Handeln.
Der Faran: das warme Zentrum der Nachbarschaft
In jedem der kleinen Viertel der Medina von Fes finden sich die fünf unverzichtbaren Säulen
des Alltags: der Brunnen, der Hammam, die Schule, die Moschee und die Bäckerei, der sogenannte
Faran. Dieser öffentliche Ofen ist weit mehr als eine reine Backstube, denn er ist der
Ort, an dem sich das gemeinschaftliche Leben trifft. In den schmalen Gassen begegnet man
immer wieder Kindern oder Männern, die geschickt Bleche mit Teig auf dem Kopf balancieren.
Da jede Familie ihren Teig zu Hause vorbereitet, bringt man ihn zum Bäcker, der hier noch
traditionell mit Holz statt Gas backt. Der Duft von brennendem Zedernholz zieht dabei stetig
durch die Nachbarschaft. Doch nicht nur Brot landet im Feuer: Ganze Tajinen mit Gemüse oder
Fleisch, sogar Hähnchen, werden zum Garen abgegeben. Nach vollbrachter Arbeit zahlt man
für den Service und trägt sein Essen wieder nach Hause.
Während des Ramadan wandelt sich dieses Bild. In dieser Zeit wird weniger Brot gebacken,
dafür dominieren süße Spezialitäten wie Shebekia oder Greewish die Märkte. Oft werden diese
Köstlichkeiten fertig gekauft, anstatt sie selbst herzustellen. Dennoch bleibt der Faran das
Herzstück, selbst wenn die Hitze des Ofens in den engen Gassen im Sommer drückend wirken
kann. Es ist genau dieses Zusammenspiel aus gemeinschaftlicher Arbeit und jahrhundertealter
Tradition, das den Geschmack der Stadt bis heute prägt.
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FES | MAROKKO KULINARISCH
© Tanja Neumann
Ankommen, Tee trinken, Gebäck probieren:
In Dar Sunrise startet der Kochkurs mit marokkanischer
Gastfreundschaft.
© Tanja Neumann
© Tanja Neumann
CHEFHEADS-MAGAZIN
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Dar Sunrise: Wo Kochen zur Familiensache wird
Wenn man von der Talaa Kibira in eine der Seitenstraßen abbiegt, findet man hinter einer unscheinbaren
Tür das Dar Sunrise, das Haus von Jennifer und Mohammed. Hier können Kochkurse
erlebt werden, die direkt in der Küche der einheimischen Gastgeber stattfinden. Im Dar
Sunrise gibt es keine industriellen Hilfsmittel. Wer eine Sauce zubereiten möchte, muss echte
Handarbeit leisten. Das Besondere dabei ist das Miteinander: Man steht Seite an Seite mit
Amal, der Schwägerin des Hauses, und dem Koch Yassine. Gemeinsam werden Tomaten über
Metallreiben gezogen, bis nur noch die hauchdünne Schale übrig bleibt.
Es spritzt, die Finger werden klebrig, doch der Duft von frischem Gemüse erfüllt den Raum.
„Lasst uns den Ketchup vernichten!”, ruft Yassine lachend und zeigt, wie man den richtigen
Rhythmus an der Reibe findet. In diesem familiären Rahmen lernt man, dass die marokkanische
Küche nur zur Hälfte aus Rezepten besteht. Der andere Teil ist pure Handarbeit und die
typische Gelassenheit der Einheimischen, die Dinge so lange schmoren zu lassen, bis sie ihre
volle Aromatik entfalten. Es ist ein authentischer Einblick in die Kultur der Stadt, gewonnen
zwischen dampfenden Töpfen und herzlichen Gesprächen.
Pastilla Fassi: Tausend Schichten Geduld
Die Pastilla Fassi ist das kulinarische Wahrzeichen von Fes. Als handwerkliches Meisterstück
vereint sie süße und salzige Aromen auf wunderbare Weise. In der Pfanne schmort Taubenoder
Hähnchenfleisch in einer mit reichlich Safran verfeinerten Zwiebelsauce, bis es beinahe
zerfällt. Hinzu kommen gestockte Eier und eine Schicht aus goldbraun gerösteten, mit Puderzucker
und Zimt veredelten Mandeln. Umhüllt wird das Ganze von Warqa-Teig, der hauchdünn
wie Seidenpapier ist. Er wird Lage für Lage mit Öl bestrichen und geschichtet. Es ist ein Spiel
der Kontraste: Die herzhafte Füllung trifft auf die Süße des Puderzuckers, die Zartheit des
Fleisches auf die Knusprigkeit der Mandeln. Wenn die Pastilla nach langer Zeit im Ofen goldbraun
serviert wird, versteht man sofort, warum sie als das ultimative Festtagsgericht der
Stadt gilt. Sie ist vielschichtig und geheimnisvoll – genau wie die Stadt selbst.
An den kleinen Tischen der Riads werden dazu oft „salades marocains“ serviert. Anders als
die bei uns üblichen Rohkostteller handelt es sich dabei um raffiniert gewürztes, gegartes Gemüse.
Ob marokkanischer Blumenkohlsalat oder eine Auberginen-Tajine mit Tomatensauce
– sie zeigen, wie aus schlichten Zutaten durch die richtige Kombination von Kreuzkümmel,
Paprika und Knoblauch eine aromatische Tiefe entsteht.
Silberner Glanz und flüssiges Gold
Ein Besuch in Fes wäre nicht komplett ohne die traditionelle Zeremonie des Minztees. Doch
für einen wirklich authentischen Aufguss braucht es mehr als nur Wasser und marokkanische
Minze.In den Souks finden sich jene Handwerker, die das kunstvolle Zubehör von Hand fertigen.
Ein hochwertiges Tablett erkennt man am Material: Alpaka, eine schwere Legierung aus
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FES | MAROKKO KULINARISCH
Auf dem Souk von Fes zeigt Yassine, wie aus Gemüse,
Kräutern und Gewürzen
Schritt für Schritt ein Menü entsteht.
© Tanja Neumann
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CHEFHEADS-MAGAZIN
TRAVEL & KULINARIK
© Tanja Neumann
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Warqa-Teig, Mandeln, Safran und viel Geduld machen
die Pastilla Fassi zum Star der Fassi-Küche.
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FES | MAROKKO KULINARISCH
Salate, Tajinen und Pastilla zeigen, wie vielschichtig
die Küche von Fes schmeckt.
© Tanja Neumann
© Tanja Neumann © Tanja Neumann
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TRAVEL & KULINARIK
Kupfer und Zink. Es oxidiert nicht und bewahrt über Jahre seinen silbernen Glanz. Wenn man
ein solches Stück in den Händen hältst, spürt man unmittelbar das Gewicht echter Qualität.
Der Tee selbst wird mit reichlich frischer Minze und Zucker zubereitet. Die eigentliche Kunst
besteht darin, den Tee aus großer Höhe einzuschenken, sodass sich an der Oberfläche der
Gläser jener feine Schaum bildet, der den perfekten Tee auszeichnet.
Arganöl gilt als das flüssige Gold Marokkos. Beheimatet ist der Arganbaum vor allem im Südwesten
des Landes. Für die kulinarische Nutzung werden die Kerne geröstet, wodurch das
Öl seinen typischen nussigen und leicht rauchigen Geschmack erhält. In der marokkanischen
Küche veredelt es regelmäßig Brot, Couscous oder Tajine.
Jede Zutat hat ihre Geschichte, jeder Handgriff seine Tradition. Wer den Tag in der Medina verbringt,
dem wird am Ende eines klar: Das wahre Glück dieser Stadt duftet nach Zimt, Rauch
und frisch aufgebrühten Tee.
Rezepte aus der Küche von Dar Sunrise
Wer hier in Fes am Herd steht, bekommt neben Rezepten auch ein Gefühl für die Gewürze und
die nötige Geduld. Wenn du den Geschmack von Fès in deine eigene Küche holen möchtest,
zeigen dir diese drei Rezepte, wie Fes schmeckt. Für die Pastilla braucht man etwas mehr Geduld.
Die Salate und Tajinen gelingen aber auch zu Hause erstaunlich gut.
https://www.vielweib.de/wprm_print/marrokanischer-blumenkohlsalat
Reiseblog Vielweib on Tour -
Tanja Neumann
www.genussreise-magazin.de
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FRIESENKRONE
© Friesenkrone © Friesenkrone
Hering – das wahre Superfood
aus der Nordsee
Omega-3-Depot, Vitamin-Boost und Protein-Power:
Friesenkrone rückt den heimischen Star der Meere in den Fokus
einer bewussten Ernährung.
Beim Wort „Superfood“ denken die meisten vermutlich an exotische Lebensmittel wie Avocado
oder Chia-Samen. Dabei kommt ein unterschätzter Nährstoff-Lieferant aus der Nordsee:
der Hering. Denn das einstige „Arme-Leute-Essen“ hat es in sich. Von Omega-3-Fettsäuren
über Proteine bis zu Vitamin D und B12 - der kleine, silberne Fisch ist eines der nährstoffreichsten
Lebensmittel überhaupt. Als führender Fischfeinkosthersteller setzt sich Friesenkrone
für eine bewusste Ernährung ein und erklärt, warum der Hering der unangefochtene
Star auf dem Teller ist.
CHEFHEADS-MAGAZIN
Power-Paket für Herz und Hirn
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mindestens zweimal pro Woche
Fisch zu essen. Ein ausschlaggebender Grund sind die enthaltenen „guten Fette“. Hering ist
einer der besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
reduzieren. Darüber hinaus ist Omega-3 ein wichtiger Baustein für Nervenzellen
und unterstützt so die Gehirnfunktion.
„Vitamin-Sea“ gegen das Winter-Tief
Besonders in den Winter-Monaten ist Vitamin-D-Mangel weit verbreitet. Auch hier punktet
der Hering mit großen Mengen des „Sonnen-Vitamins“. Obendrein enthält Hering auch noch
Vitamin B12, das die Blutbildung und Nervenfunktionen unterstützt. Schon eine Portion kann
einen Großteil des Tagesbedarfs Vitamin D und B12 decken und so das Immun- und Nervensystem
stärken.
„High-Protein“ by Nature
PARTNER-WERBUNG
Ohne Proteine geht es nicht - sie sind ein essenzieller Baustoff des Körpers, unterstützen
Stoffwechsel und Immunabwehr. Der Hering zeichnet sich durch einen hohen Anteil an hochwertigem
Eiweiß aus. Hundert Gramm Hering enthalten in etwa so viel Protein wie ein Proteinshake
– jedoch ohne künstliche Aromen, dafür mit vollem Geschmack und natürlicher Bioverfügbarkeit.
Gesunde Ernährung dank gesunder Fischbestände
Gesundheit hört nicht beim eigenen Körper auf. Die Heringe von Friesenkrone stammen aus
Beständen, die sich schnell regenerieren, und werden mit schonenden Fangmethoden gefischt.
Wer Hering genießt, entscheidet sich also nicht nur für sein eigenes Wohlbefinden,
sondern auch für einen bewussten Umgang mit maritimen Ressourcen.
© Friesenkrone
Christian Strasoldo, Geschäftsführer von Friesenkrone
Gesunde Produkte durch gute
Zutaten
Hering und Matjes sind die Grundlage für fast
alle Friesenkrone-Produkte - ob PUR, als Marinade
oder in verschiedenen Brat-Variationen.
Neu im Sortiment sind die Küstensalate,
und auch hier legt Friesenkrone den Fokus
auf eine bewusste Ernährung. Die Salate sind
frei von unnötigen Zusatzstoffen und als
Saucenbasis kommen Crème fraîche, Joghurt und Magerquark statt reiner Mayonnaise zum
Einsatz. Alle Zutaten wie knackiges Gemüse und aromatische Kräuter sind frisch. So wird der
klassische Fischsalat zum festen Bestandteil eines ausgewogenen Frühstücks.
Christian Strasoldo, Geschäftsführer von Friesenkrone:
„Der Hering ist das Vitalstoffdepot der Natur. Er hat einen hohen Anteil an Nährstoffen, den
man in kaum einem anderen Lebensmittel findet - und das bei einer hervorragenden CO2-
Bilanz im Vergleich zu Fleischprodukten. Deshalb setzen wir bei Friesenkrone auf Hering
und Matjes von höchster Qualität. Dazu kommen frische Zutaten und leichte Saucen - wie in
unseren neuen Küstensalaten.“
Weitere Informationen zu Friesenkrone finden sich auch auf Facebook, Instagram, LinkedIn
und www.friesenkrone.com
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90 JAHRE ERBE UND INNOVATION
CHEFHEADS-MAGAZIN
Credit: © BRAGARD
WERBUNG
Credit: © BRAGARD
1933 GEGRÜNDET: DAS HAUS DER
EXZELLENZ IN DEN VOGESEN
1976 entwickelten Bragard und Paul Bocuse gemeinsam die ikonische Jacke Grand Chef®. Mit
ihrer Eleganz und technischen Perfektion wurde sie zu einem zeitlosen Klassiker, der seit über
45 Jahren in der Spitzengastronomie Bestand hat. Als erste Jacke speziell für Spitzenköchinnen
und Spitzenköche entwickelt, ermöglichte sie Bragard den weltweiten Durchbruch in der
Gastronomie. Auch heute noch werden neue Kollektionen aus dem Hause Bragard von dieser
besonderen Jacke inspiriert, die bis heute großen Erfolg genießt.
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WERBUNG
Credit: © BRAGARD
CHEFHEADS-MAGAZIN
WERBUNG
Credit: © BRAGARD
DIE IKONISCHE JACKE
Präsentation der Jacke GRAND CHEF ®, entwickelt in Zusammenarbeit mit Monsieur Paul Bocuse.
Diese Jacke vereint Eleganz und technische Perfektion und absolutes Must-have in der
Garderobe von Köchinnen und Köchen auf der ganzen Welt.
Bragard
Lazarus-Mannheimer-Str.6
77694 Kehl
Deutschland
Rufen Sie uns an: +49 (0) 7851 899949 0
Mailen Sie uns: info.de@bragard.com
Web: www.bragard.de/
ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43
51519 Odenthal
Deutschland
Tel.: +49 (0) 2174 892 72 27
E-Mail.: info@chefheads.de
Web: www.chefheads.eu
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BUCH-TIPP
BÜCHER-TIPP
unsere
EMPFEHLUNGEN
CHEFHEADS-MAGAZIN
BUCH-TIPP
Rezepte und umfangreiche Informationen zur richtigen Ernährung
bei Dysphagie - Bei Schluckstörungen kann jede
Mahlzeit ein Hindernis darstellen. Für Betroffene, Angehörige,
aber auch für diätetisch geschulte Köche stellt dieses
Buch verschiedene Möglichkeiten vor, wie eine leckere und
gesunde Ernährung trotz allem möglich ist. Bernd Ackermann
und ein interdisziplinarisches Expertenteam haben ihr
Fachwissen zusammengetragen und stellen zahlreiche Gerichte
vor, die frisch und bekömmlich sind, gut schmecken
und dabei vor allem auch ansprechend aussehen. Ein Meilenstein
für die Ernährung mit pürierter Kost.
Das Buch bietet über 80 Gerichte für Menschen mit Schluckstörungen:
vom Frühstück über Vorspeisen zu Hauptgerichten
aller Art, aber auch für Desserts, Kuchen und sogar
Torten, Getränke und spezielle Gerichte für Kinder. Eine umfassende
Rezeptsammlung, die für jeden Patienten und für
jeden Anlass das geeignete Gericht beinhaltet. Zu jedem
Gericht gibt es weiterführende Infos, z. B. bezüglich Allergenen
und IDDSI-Stufe aber auch eine Nährstoffanalyse zum
Download.
• Ausgewogene Ernährung bei Schluckproblemen: Vielfältige
Rezepte für pürierte Kost, die trotzdem ansprechend
aussieht und so den Appetit anregt.
• Tipps und Tricks vom Profi: der diplomierte Küchenchef,
Diätkoch und Leiter der Küche der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung
Schweizerische Epilepsie-Stiftung
(Hrsg.), Bernd Ackermann
Make food soft
Koch- und Fachbuch für Schluckstörung/Dysphagie.
Genuss pur trotz
Dysphagie! 80 Leckere und ausgewogene
Rezepte für Patient*innen
mit Schluckstörungen
ISBN 978-3-98541-048-4
240 Seiten, 208 x 280 mm,
fester Einband
DK Verlag
Tipp:
Bernd Ackermann weiß genau, was man bei Schluckbeschwerden beachten muss.
• Mit weiterführenden Informationen zum kostenlosen Download: Allergene, IDDSI-Stufe,
Nährstoffanalyse und vieles mehr. Genuss pur trotz Dysphagie! Leckere und ausgewogene
Ernährung für Patient*innen mit Schluckstörungen.
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BUCH-TIPP
Das Meisterwerk von Christian Bau
• Einmalige kulinarische Exzellenz: Christian Baus Kochbuch
für Profis zum 3-Sterne-Jubiläum von „Victor’s Fine Dining by
Christian Bau“
• Über 60 komplexe Gerichte: vom Apéro bis zum Dessert - die
komplette kulinarische DNA der Bau-Küche
• 12 Signature-Dishes: grandiose Kreationen wie Croustade
Rindertatar mit Räucheraalcreme und Kaviar, Japanisches Meer
oder der Bau.Stein
• Ein Gesamtkunstwerk: wunderbare Fotos und fachkundige
Texte in luxuriöser Ausstattung
Die komplette DNA der BAU-Sterneküche
Christian Bau gilt vielen als der beste Koch Deutschlands.
Kein Wunder, feiert er doch 2025 ein einzigartiges Jubiläum:
20 Jahre 3 Michelin-Sterne für sein Restaurant „Victor’s Fine
Dining by Christian Bau“ – und das ohne Unterbrechung! Sein
Buch „Paris – Tokio“ ist diesem besonderen Anlass gewidmet.
Auf über 350 prachtvollen Seiten beleuchtet der Spitzenkoch
sein komplettes Schaffen: seine kulinarische DNA. Mehr als 60
Gerichte mit Hunderten Einzelrezepturen, dazu 12 Signature-
Dishes und ihre spannenden Geschichten, aufgezeichnet vom
bekannten Food-Journalisten Dr. Christoph Wirtz, dokumentieren
die ganze Exzellenz von Christian Baus heutiger Küche.
Die hochwertige Ausstattung greift das Thema „Paris – Tokio“
Matthaes (Hrsg.), Cedric Grolet
Fruits
Fruchtige Patisserie. Über 90 unvergleichliche
Süßspeisen und die
legendären Früchte vom Spitzen-Patissier
und Instagram-Star
Cedric Grolet
ISBN 978-3-98541-087-3
Erscheint am 27.03.2026
336 Seiten, 236 x 298 mm, fester
Einband
über 100 farbige Fotos
DK Verlag
kongenial auf und macht dieses Sternküche-Kochbuch zusammen mit den großartigen Fotos
von Pieter d‘Hoop zu einem Gesamtkunstwerk.
Ein Kochbuch als Gesamtkunstwerk: über 60 Gerichte und 12 Signatur-Dishes – die kulinarische
DNA der 3-Sterne-Küche von Christian Bau.
Tipp:
CHEFHEADS-MAGAZIN
BUCH-TIPP
Genussrezepte von Wald bis Wiese, von klassisch bis modern
• Der Schatz regionaler Lebensmittel: ein Kochbuch voller
Genuss und Abenteuer von Sternekoch Harald Rüssel &
Söhne
• Über 70 Rezepte im Lauf der Jahreszeiten: mit Wild und
Fisch, Wildkräutern, Beeren und Pilzen
• Bildgewaltig inszeniert: faszinierende Naturaufnahmen
und spektakuläre Foodfotos
•Spannendes Aromenspiel: Bei Spitzkohl mit Mandel-
Béchamel oder Forelle mit Gersten-Wildkräuter-Risotto
schöpfen Hobbyköche aus dem Vollen
Regional kochen mit den Schätzen der Natur
Was für ein Abenteuer! „Back to the roots“ –Harald Rüssel
und seine Söhne nehmen Sie mit zu den Ursprüngen unserer
Lebensmittel. Im Wald, auf der Wiese und am Fluss findet
der Sternekoch die Zutaten für seine natürlich regionale
Küche: Wildkräuter, Waldpilze, Bäume, Fische und Wild. Entdecken
Sie 70 geniale Rezepte, beflügelt und beseelt von
der Natur: von vegetarischen Köstlichkeiten über herrliche
Fisch-Spezialitäten und Rezepte mit Reh und Hirsch bis hin
zum süßen Finale.
Ein regionales Wald- und Wiesen-Kochbuch voller Inspiration:
Harald Rüssel und seine Söhne lassen Sie teilhaben an
Harald Rüssel
Wilde Zeiten Küche
Unsere Rezepte rund ums Jahr. Wilde
Genussrezepte von Wald und Wiese
mit Fleisch, Fisch, Kräutern und
Pflanzen – natürlich regional
ISBN 978-3-8310-5189-2
27.03.2026
240 Seiten, 207 x 281 mm, fester
Einband
Mit farbigen Fotos
DK Verlag
ihrem Fachwissen, ihren Gedanken zu Regionalität und moderner Küche und ihrem Alltag als
Gastronomen – alles bildgewaltig in Szene gesetzt von Kultfotograf Joerg Lehmann.
Wald, Wiese, Wasser: 70 Rezepte von Sternekoch Harald Rüssel und seine Söhne– inspiriert
und beseelt von der Natur. Ein regionales Kochbuch voller Genuss und Abenteuer.
Tipp:
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REDAKTIONELLES
Das ChefHeads-Magazin ist das monatlich erscheinende Online-Magazin für Führungskräfte,
Küchenchefs, Gastronomen und Entscheider der Hospitality-Branche. Als offizielles
Magazin des ChefHeads-Club der Küchenchefs – dem Netzwerk der Küchenchefs – bietet
es fundierte Einblicke in die zeitgenössische Gastronomie, Hotellerie und Food-Szene.
Jede Ausgabe vereint exklusive Interviews, inspirierende Porträts, fundierte Branchenanalysen
sowie Best-Practice-Beispiele und Trendthemen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen
aus Küche und Management ebenso wie Themen rund um Digitalisierung, Nachhaltigkeit,
Arbeitswelt und Food-Innovation.
Das ChefHeads-Magazin versteht sich dabei als kuratierte Wissens- und Inspirationsplattform
für alle, die gastronomische Qualität mit unternehmerischer Verantwortung verbinden.
Mit hochwertigen Inhalten, praxisnaher Relevanz und einem klaren Fokus
auf Führung, Qualität und Zukunftsfähigkeit schafft das ChefHeads-Magazin
einen nachhaltigen Mehrwert. Es verbindet kulinarische Kompetenz mit modernem
Leadership und bietet Orientierung in einem sich wandelnden Marktumfeld.
Das Magazin erscheint ausschließlich digital, ist jederzeit auf www.chefheads-magazin.de
abonnierbar – und richtet sich an Menschen, die die Branche aktiv mitgestalten wollen: informiert,
vernetzt und zukunftsorientiert.
Impressum
ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43 – 51519 Odenthal
T: +49 (0) 2174 892 7227
M: info@chefheadsmagazin.de
W : www.chefheadsmagazin.de
Redaktion: Guido Fritz
Lektorat: Christine-Anja Möcklinghoff
Design: Guido Fritz
Fotografie: Anke Sademann • Friesenkrone • Martin Huber • Tanja Neumann • 370 GRAD • Nesslerhof
• Ganter Hotel Mohren • Erik Chmil • Leonie Becker• SV Group AG • IDM Südtirol-Alto Adige Marion
Lafogler • Guido Fritz • SMG Alex Filz • Bragard • Logan Loftis Photography • Hamburg Messe und Congress
An dieser Ausgabe haben mitgewirkt:
Anke Sademann •Tanja Neumann • Guido Fritz
Copyright: Das Urheberrecht an den Inhalten,
Bildern und Designs der Zeitschrift liegt bei ChefHeads-Club der Küchenchefs
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REDAKTIONELLES
Themen & Termine 2026
Neben den ständigen Themenbereichen bieten wir Ihnen 2026 wieder eine große Auswahl an Themen und Berichten:
ChefHeads ist das Magazin für Exzellenz,
Inspiration und Haltung.
Jeden Monat präsentieren wir herausragende
Arbeiten aus Kulinarik, Gastronomie,
Hotellerie, Fooddesign, Corporate
Design, Gemeinschaftsverpflegung,
Catering und Küchentechnik – kuratiert,
hochwertig inszeniert und mit journalistischem
Anspruch umgesetzt. Jede
Ausgabe widmet sich zudem einem
klar definierten Fokusthema, das auf
bis zu 150 Seiten fundiertes Wissen
mit visueller Inspiration verbindet.
Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten,
Projekte und Produkte mit Substanz. Im
kulinarischen Teil zeigen wir Küchenchefs
und ihre Arbeit aus neuen, oft überraschenden
Perspektiven. Kulinarische Projekte
erhalten im Rezeptteil eine Bühne,
getragen von anspruchsvoller Fotografie
und präziser Redaktion. Der Bereich Produktion
& Einkauf stellt bemerkenswerte
Produzenten und Anbieter vor und vermittelt
tiefe Einblicke in Herkunft, Erzeugung,
Veredelung und Produktionsprozesse.
In der Rubrik Design & Lifestyle
greifen wir neue Gestaltungsansätze, ex-
Januar
ChefHeads-Magazin #01/26
ET: 15. Januar 2026
AS: 10. Januar 2026
RS: 10. Januar 2026
März
ChefHeads-Magazin #03/26
ET: 15. März 2026
AS: 10. März 2026
RS: 10. März 2026
Mai
ChefHeads-Magazin #05/26
ET: 15. Mai 2026
AS: 10. Mai 2026
RS: 10. Mai 2026
Juli
ChefHeads-Magazin #07/26
ET: 15. Juli 2026
AS: 10. Juli 2026
RS: 10. Juli 2026
September
ChefHeads-Magazin #09/26
ET: 15. September 2026
AS: 10. September 2026
RS: 10. September 2026
ET = Erscheinungstermin
AS = Anzeigenschluss
RS = Redaktionsschluss
perimentelle Formate und zeitgemäße Denkweisen auf.
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Sie erreichen eine anspruchsvolle, fachlich versierte Zielgruppe
aus Entscheidern, Kreativen und Meinungsbildnern – in einem
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Februar
ChefHeads-Magazin #02/26
ET: 15.Februar 2026
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April
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ET: 15. April 2026
AS: 10. April 2026
RS: 10. April 2026
Juni
ChefHeads-Magazin #06/26
ET: 15. Juni 2026
AS: 10. Juni 2026
RS: 10. Juni 2026
August
ChefHeads-Magazin #08/25
ET: 15. August 2025
AS: 10. August 2025
RS: 10. August 2025
Oktober
ChefHeads-Magazin #10/26
ET: 15. Oktober 2026
AS: 10. Oktober 2026
RS: 10. Oktober 2026
November
ChefHeads-Magazin #11/26
ET: 15. November 2026
AS: 10. November 2026
RS: 10. November 2026
Dezember
ChefHeads-Magazin #12/26
SONDERAUSGABE
ET: 15. Dezember 2026
AS: 10. Dezember 2026
RS: 10. Dezember 2026
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Bennett – die Reanimation holt
sein kleines Herz zurück ins Leben
Liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung
KinderHerz,
eigentlich glauben Sie nicht an Wunder? Dann
möchte ich Ihnen gerne Bennett vorstellen –
einen fröhlichen Jungen, der die Natur liebt,
gerne auf Bäume klettert und wie jeder fast
Achtjährige auch mal mit einer Schürfwunde
am Knie nach Hause kommt. Denn dass dieser
kleine Mann heute so gesund und munter ist,
das grenzt wirklich an ein Wunder!
Bennett wird mit der Fallot-Tetralogie
geboren, einem schweren Herzfehler, der
durch vier anatomische Fehlbildungen des
Herzens gekennzeichnet ist. Er ist gerade
einmal ein halbes Jahr alt, als die Ärzte
im Kinderherzzentrum Leipzig in einer
aufwendigen Operation am offenen Herzen
die Anomalien beheben. Doch kurz nach der
OP versagt sein Herz-Kreislauf-System und
Bennett muss umgehend reanimiert werden:
90 Minuten lang kämpfen die Ärzte mit aller
Kraft, um sein kleines Herz wieder zum
Schlagen zu bringen. Und sie schaffen es:
Sechs Monate nach seiner Geburt schenken
sie ihm zum zweiten Mal das Leben.
Heute erinnert nur noch die große Narbe,
die Bennett auf seiner Brust trägt, an die
dramatischen Ereignisse, die dieser tapfere
kleine Mann überstanden hat – lesen Sie die
ganze Geschichte von Bennett auf unserer
Website.
Es sind genau diese Wunder der modernen
Herzmedizin, die uns jeden Tag antreiben.
Und darum fördern wir wegweisende Projekte
wie die Studie am Herzzentrum Leipzig zur
Erforschung der Gründe und Auswirkungen
von Reanimationen bei Neugeborenen und
Kindern mit angeborenen Herzfehlern.
Auch Sie können helfen, die Überlebensund
Entwicklungschancen unserer Herzkinder
zu optimieren – mit Ihrer Spende und Ihrer
Unterstützung können wir gemeinsam Wunder
wahr werden lassen.
Sylvia Paul
Vorstand Stiftung KinderHerz
89 Euro
Übrigens: Mit 89 Euro können Sie eine wertvolle
Forschungsstunde finanzieren
stiftung-kinderherz.de/spenden
SPENDENKONTO Deutsche Bank AG
IBAN: DE41 1007 0024 0053 1616 00
CHEFHEADS-MAGAZIN
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Reanimation von Neugeborenen und
Kindern mit angeborenen Herzfehlern
Als hätten es Kinder mit einem angeborenen
Herzfehler nicht schon schwer genug, müssen
sie oft auch noch Situationen mit akutem
Herz-Kreislauf-Versagen ertragen und
wiederbelebt werden.
Überleben dank Reanimation
Ein Baby kommt mit einem Herzfehler auf
die Welt und muss sofort wiederbelebt
werden. Solche Reanimationsereignisse sind
oft lebensrettend, aber auch belastend. Wie
viele Kinder in Deutschland betroffen sind, ist
nicht belegbar. Fakt ist aber, dass Kinder mit
einem angeborenen Herzfehler, im Vergleich
zu gesunden Kindern, etwa drei Mal häufiger
von Reanimationsereignissen betroffen sind.
Geschichten wie die von Bennett machen
schlagartig klar, wie traumatisch diese
Situationen für die ganze Familie sind.
Projektorte: Herzzentrum Leipzig,
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Zeitplan: Zwei Jahre
Projektleitung: Dr. Franziska Markel, Dr. Peter Kramer
Fördervolumen: 50.000 Euro
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Weil Geschmack verbindet
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(12 Online-Ausgaben pro Jahr für ChefHeads-Mitglieder im Jahresbeitrag enthalten)
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ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43 • 51519 Odenthal
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