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UP Magazin 01/2026 [DE]

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Das Magazin der

Doppelmayr Gruppe

1/2026

Urbane Mobilität

Von der Theorie zur Praxis

Zusammenschluss

Garaventa integriert Frey Stans

Projekte weltweit

USA – Deutschland – Mexiko


26

6

34

Doppelmayr Inside 26

30-Jahr-Jubiläum in China

Zusammenschluss von Garaventa

und Frey Stans

Die Stadt als Netzwerk 6

Idealtypischer Prozess

moderner Mobilitätsentwicklungen

Interview mit Christophe Surowiec 10

Urbanes Leuchtturmprojekt Câble C1

Neuer Kundenservice 16

Doppelmayr bietet jetzt Seillängungsanalyse

Erste TRI-Line in Betrieb 18

Weltpremiere in der Schweiz

clair22

Jetzt noch handlicher als App

Neues Hochregallager für Gebrüder Weiss 24

LTW Intralogistics etabliert modernste

Standards

AURO jetzt auch in Deutschland 29

Fellbergbahn als starkes Zeichen

für Innovation

Erster reiner Bike-Lift 30

Wexl Arena setzt mit Teichlift neue Maßstäbe

Report Schweiz 32

Weiterentwicklung urbaner

Seilbahninfrastruktur

Höhere Leistung und mehr Komfort 34

Zwei neue Sesselbahnen in Sölden

Events38

Austria House 2026 in Cortina

Familienskitag in Sölden

Coming Soon 40

Mexiko erweitert seine Seilbahninfrastruktur

Neues Kapitel am Felsen von Gibraltar

Direttissima ins Herz des Skigebiets

Impressum Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Postfach 20, Konrad-Doppelmayr-Straße 1, 6922 Wolfurt, Österreich, dm@doppelmayr.com,

doppelmayr.com; Text und Redaktion: ikp Vorarlberg GmbH, ikp.at, Doppelmayr; Konzept: KMS TEAM, kms-team.com; Grafik und Gestaltung: KMS TEAM, kms-team.com; KONZETT

Werbeagentur, agenturkonzett.com; Fotos: Doppelmayr; Druck: Thurnher, Rankweil; Blattlinie nach § 25 Mediengesetz: Aktuelle Information für Kunden, Partner und Mitarbeiter der

Doppelmayr Gruppe; Erscheinungsweise: zweimal jährlich. Nachdruck nur mit Quellenangabe und ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung gestattet; Stand: April 2026;

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im Magazin darauf, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden; Satz- und Druckfehler vorbehalten, es gelten die

allgemeinen Geschäfts bedingungen (AGB). Coverbild 10-MGD Câble C1, Île-de-France (FRA), Île-de-France Mobilités; doppelmayr.com

2


Urbane Mobilität

jetzt und in Zukunft

Die Bedeutung von Seilbahnen im Kontext

urbaner Mobilität wächst zusehends.

Das zeigt die neue Ausgabe der UP

einmal mehr. In Lateinamerika beispielsweise

zählen urbane Seilbahnen schon

seit vielen Jahren zum Standard – und

die Infrastruktur wird weiter ausgebaut.

Auch Europa zieht nach: Während in der

Schweiz insbesondere Standseilbahnen

urbane Aufgaben erfüllen, ist im Großraum

Paris in der Region Île-de-France die

Gondelbahn Câble C1, Europas längste

städtische Seilbahn, ein neues Aushängeschild.

Christophe Surowiec, Projektleiter

der Anlage bei Île-de-France Mobilités,

gibt im Interview spannende Einblicke.

Die Themenvielfalt in dieser UP ist groß

und verdeutlicht aufs Neue, wie abwechslungsreich

und innovativ die Welt der

Seilbahnen ist.

Wir blicken zum Beispiel auf den ersten

reinen Bike-Lift sowie die erste AURO-

Anlage in Deutschland. Unsere innovativen

Projekte auf der ganzen Welt zeigen,

wie fortschrittlich und schnell sich die

Branche entwickelt. Immer mit dem Ziel,

Menschen nach haltig zu bewegen –

heute und in Zukunft.

Auch innerhalb der Doppelmayr Gruppe

gibt es interessante Neuigkeiten: Unser

Standort in China hat seinen 30. Geburtstag

gefeiert und durch die Integration von

Frey Stans in Garaventa ist eine neue

starke Einheit entstanden, in der das

Know-how von 540 Mitarbeitenden

gebündelt wird. Wie gewohnt, darf der

Blick nach vorn auf kommende Projekte

nicht fehlen. Denn auch künftig begegnen

wir neuen Herausforderungen mit

Engagement und Kompetenz. In diesem

Sinne: Viel Spaß beim Lesen.

Gerhard Gassner

Michael Köb

Thomas Pichler

Arno Inauen

Executive Board

Doppelmayr Group Management

3


Spektakuläre RopeCon®-Montage

Effizient, leise und umweltfreundlich: Für das

grenzübergreifende Tunnelbauprojekt TELT

(Lyon–Turin) – mit 57,5 Kilometern der weltweit

längste Eisenbahntunnel – entsteht in Frankreich

gerade eine beeindruckende RopeCon®-

Anlage. Ende 2025 wurden die ersten Stützen

errichtet und sechs Tragseile mit Durchmessern

von 52 mm, 47 mm und 37 mm gezogen. Das

untere und mittlere Seilpaar dienen als Führung

für den Fördergurt. Das oberste Seilpaar

verleiht dem System zusätzliche Stabilität. Der

neue RopeCon® soll nach seiner Fertigstellung

bis zu 1.350 Tonnen Aushubmaterial pro Stunde

über rund 850 Meter transportieren. Er versorgt

dann ein Segmentfertigungswerk sowie eine

Halde zur Zwischenlagerung von recyclebarem

Material effizient und kontinuierlich – bei gleichzeitig

deutlich reduziertem LKW-Verkehr. Die

Strecke überquert dabei eine öffentliche Straße,

bestehende Gebäude sowie den Fluss Arc.

4


Im Fokus

5


6

Die Stadt

als Netzwerk

Multimodalität mit System


Vom Mobilitätsbedarf über den

Variantenvergleich bis zur

Umsetzung: Der idealtypische

Planungsprozess als roter Faden

moderner Mobilitätsentwicklung.

Unsere Städte stehen vor großen Herausforderungen:

Verdichtete Räume, steigende Verkehrsmengen,

begrenzter Straßenraum und hohe ökologische

Ansprüche verlangen nach Lösungen. Bestehende

Verkehrssysteme stoßen oft an ihre Grenzen, während

gleichzeitig neue Stadtquartiere und veränderte

Pendlerströme die Mobilitätsanforderungen neu

definieren.

Moderne Mobilitätsplanung sucht daher nach

Lösungen, die bestehende Netze entlasten, neue

Verbindungen schaffen und die Reisezeiten verkürzen.

Gleichzeitig sollen diese Maßnahmen nachhaltig

sein und ohne große Eingriffe in die bestehende

Infrastruktur umgesetzt werden können. Besonderes

Augenmerk liegt dabei auf Systemen, die vollständig

barrierefrei sind, leise und elektrisch betrieben werden

und sich in vergleichsweise kurzer Zeit realisieren

lassen. Urbane Seilbahnen gewinnen in diesem

Zusammenhang an Bedeutung – nicht als Ersatz

klassischer Systeme, sondern als komplementärer

Baustein eines multimodalen Verkehrsnetzes.

Planungsprozess unabhängig vom

Verkehrsmittel gleich

Der Weg zu einer solchen Lösung folgt einem

etablierten, idealtypischen Planungsprozess, der

verkehrsmittelunabhängig immer dieselben Schritte

erfordert. Am Anfang steht eine politische Entscheidung,

die Mobilität verbessern zu wollen und den

Planungsprozess zu starten. Begonnen wird mit einer

Bedarfsanalyse, die das Mobilitätsangebot und den

-bedarf systematisch untersucht. Die Datengrundlage

und Qualität der Daten sind dabei entscheidend.

Ziel ist die Identifikation relevanter Verbindungen,

eine Einschätzung des Bedarfs sowie das Ableiten

von Mobilitätszielen. Diese Ziele sollen definieren,

welche konkreten Verbesserungen angestrebt werden

und welche Anforderungen hinsichtlich Kapazität,

Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und städtebaulicher

Integration gelten sollen.

Mit diesen Erkenntnissen als Grundlage erfolgt die

systemoffene Variantenprüfung, bei der verschiedene

Verkehrsmittel neutral miteinander verglichen

werden. Das geschieht anhand der zuvor definierten

Anforderungen und unter Berücksichtigung von

verkehrlichem Nutzen, technischer Machbarkeit,

Genehmigungsfähigkeit, ökologischen Auswirkungen

und städtebaulichen Konsequenzen. Am Ende dieser

Phase steht die politische Entscheidung für eine

Lösung und die vertiefende Machbarkeitsuntersuchung.

Es folgen Ausschreibungen zu Planung,

Genehmigung, Bau und Implementierung. Ein entscheidender

Bestandteil des Prozesses ist zudem die

frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit, um lokale

Perspektiven mitzudenken und Akzeptanz zu schaffen.

7


Mobilität in Ballungsräumen kommt

in herkömmlicher Form auf dem

Straßenlevel an ihre Kapazitätsgrenze.

Seilbahnen heben die Mobilität der

Städte auf ein neues Level.

Deutscher Leitfaden

als Orientierungshilfe

Ein Blick nach Deutschland zeigt, wie ein

solcher Ansatz Orientierung geben kann.

Dort veröffentlichte das Bundesministerium

für Digitales und Verkehr 2022 den

Leitfaden “Urbane Seilbahnen im öffentlichen

Nahverkehr”. Dieser Leitfaden

versteht sich als umfassende Orientierungshilfe

für Städte, Verkehrsunternehmen

und Planer. Er deckt von der ersten

Projektidee über die konzeptionelle

Planung bis hin zum Bau und Betrieb

eines Systems den gesamten Planungsprozess

ab. Dabei verfolgt der Leitfaden

einen klaren Anspruch: Urbane Seilbahnen

sollen als vollwertige Elemente des

öffentlichen Verkehrs, gleichberechtigt

mit Bus, Straßenbahn und U‐Bahn

untersucht werden.

Dieser strukturierte Ansatz bietet die

Grundlage für fundierte Entscheidungen.

Seilbahnen durchlaufen denselben

Prüfprozess wie andere Verkehrsmittel

auch. Die Erkenntnis: Der Mehrwert von

Seilbahnen liegt vor allem in der Ergänzung

bestehender Netze, durch die

Überbrückung von Engpässen, dem

Erschließen neuer Entwicklungsräume

und der sinnvollen Verknüpfung mit

multimodalen Knoten. Der im Leitfaden

empfohlene Projektablauf orientiert sich

am zuvor beschriebenen idealtypischen

Prozess und stellt sicher, dass am Ende

eine belastbare, nachvollziehbare

Entscheidung steht, die Mobilität und

Verbindungsqualität verbessert.

Frankreich macht es vor

Wie dieser idealtypische Ablauf in der

Praxis aussehen kann, zeigt ein Blick nach

Frankreich. Mit der Câble C1 wurde im

Dezember 2025 die erste urbane Seilbahn

des Großraums Paris und eine der ersten

vollwertig in den ÖPNV-integrierten

Seilbahnen Europas in Betrieb genommen.

Sie verbindet vier Gemeinden im

Département Val‐de‐Marne und bietet

den Einwohnern täglich eine schnellere,

leistungsfähige und zuverlässige

ÖPNV‐Anbindung. Der Projektverlauf

folgte exakt den beschriebenen Planungsstufen:

Auf eine detaillierte Bedarfsanalyse

folgte ein systemoffener Vergleich

verschiedener Verkehrsmittel, an dessen

Ende die Entscheidung zugunsten der

Seilbahn aufgrund ihrer systemischen

Vorteile stand. Über eine funktionale

Ausschreibung erfolgte die Vergabe

und reibungslose Umsetzung durch

Doppelmayr. Weitere Details zum Projekt

folgen auf den nächsten Seiten.

Paris zeigt eindrucksvoll, wie mit einem

politischen Auftrag und einer klar

strukturierten Planung ein Projekt

erfolgreich realisiert wird und wie urbane

Seilbahnen als Antwort auf die Herausforderungen

in unseren Städten ein

ernstzunehmender Bestandteil multimodaler

städtischer Mobilität sein können.

8


Projektschritte und Zeitplan

am Beispiel Câble C1

2008

Politische Entscheidung,

die Mobilität zu verbessern

2010–

2013

Evaluierung

der Mobilitätsanforderungen

2015/16

2016–

2019

Studie

verschiedener

Mobilitätslösungen

Machbarkeitsstudie

und politische

Entscheidungsfindung

2023

Baustart

2020/21

Ausschreibungsverfahren

2019

Politische

Entscheidung

zur Umsetzung

© Île-de-France Mobilités / Anne-Claude Barbier

2025

Betriebsbeginn

9


»Die Câble C1

ist ein Vorbild

für Europa«

Mit der Seilbahn Câble C1 hat Île-de-France Mobilités

südlich von Paris (Val-de-Marne) ein neues Kapitel

urbaner Mobilität aufgeschlagen. Im Interview spricht

Christophe Surowiec, Projektleiter der Anlage bei

Île-de-France Mobilités, über den emotionalen

Moment der Eröffnung, die Entscheidungsgründe für

das Seilbahnsystem, die erfreulichen Fahrgastzahlen

der ersten Betriebswochen und über die mögliche

Rolle urbaner Seilbahnen in europäischen

Metropolregionen.

© Île-de-France Mobilités - Sajin / E. Perret

10


Interview

Herr Surowiec, erinnern Sie sich

noch an den Moment der Eröffnung?

Wie hat sich dieser Tag für

Sie angefühlt?

Sehr intensiv und ehrlich gesagt auch

sehr emotional. Es war ein Moment, in

dem jahrelange Arbeit plötzlich sichtbar

und erlebbar wurde. Wenn man sieht,

wie die ersten Fahrgäste in die Kabinen

einsteigen, die Fahrt genießen und

das System genau so funktioniert, wie

geplant, dann erfüllt das das gesamte

Projektteam mit Stolz.

Die Câble C1 gilt als Meilenstein

für Île-de-France Mobilités und

die Anbindung dieses Teils des

Departements Val-de-Marne.

Wie war der Verlauf des Projekts

von der Idee bis zur Umsetzung?

Die Entwicklung war geprägt von einem

sehr klaren Ziel: Wir wollten eine reale

Mobilitätslücke schließen. Im Südosten

von Paris gibt es viele städtische Verkehrswege

(Nationalstraßen, Departementsstraßen,

Eisenbahnknotenpunkte,

Hochgeschwindigkeitsstrecken usw.)

zwischen Gemeinden, die mit klassischen

Verkehrsmitteln nur umständlich oder

langsam zu bewältigen sind. Früh war

klar, dass eine Seilbahn hier enorme Vorteile

bringen kann – sowohl im Hinblick

auf die Topografie als auch städtebaulich.

Von der Machbarkeitsstudie über

Bürgerdialoge bis hin zur Umsetzung war

es ein intensiver, aber sehr konstruktiver

Prozess.

Warum fiel die Entscheidung

letztlich auf eine urbane Seilbahn

und nicht auf Bus oder Straßenbahn?

Seilbahnen haben in diesem Kontext

mehrere entscheidende Vorteile: Sie sind

unabhängig vom Straßenverkehr, benötigen

wenig Platz am Boden und lassen

sich vergleichsweise schnell realisieren.

Gerade in dicht bebauten Gebieten ist

das ein enormer Pluspunkt, da Hindernisse

wie Gleisanlagen oder Straßen

mühelos in der Luft überbrückt werden

können. Zudem sind sie schnell, leise,

vollständig barrierefrei und verbrauchen

wenig Energie. Alles Kriterien, die für

Île-de-France Mobilités eine zentrale Rolle

gespielt haben.

Welche Vorteile erleben die

Fahrgäste heute konkret im

Alltag?

Vor allem Zeitgewinn von mindestens

20 Minuten und Zuverlässigkeit. Die

Câble C1 verbindet fünf Stationen auf

rund 4,5 Kilometern in etwa 18 Minuten –

konstant, ohne Stau, ohne Verzögerungen.

Dazu kommt ein völlig neues

Mobilitätserlebnis: Die Fahrt ist ruhig,

komfortabel und bietet einen einzigartigen

Blick auf den urbanen Raum. Viele

Nutzerinnen und Nutzer berichten uns,

dass sie die Seilbahn als praktisch und

angenehm wahrnehmen.

Die ersten Betriebszahlen sind

sehr positiv. Haben Sie mit dieser

Resonanz gerechnet?

Wir waren optimistisch, aber die Realität

hat unsere Erwartungen übertroffen.

Am 4. Februar haben wir die Marke von

500.000 Passagieren überschritten.

Rund 12.500 Fahrgäste pro Tag bereits im

ersten Monat zeigen deutlich, dass das

Angebot angenommen wird. Das bestätigt

nicht nur die technische Leistungsfähigkeit

der Anlage, sondern auch die

ursprüngliche Bedarfsanalyse. Für uns ist

das ein starkes Signal, dass urbane Seilbahnen

als alltägliches Fortbewegungsmittel

von großem Interesse sind.

Welche Rolle hat die Akzeptanz

in der Bevölkerung während der

Projektphase gespielt?

Eine sehr große. Eine frühzeitige und kontinuierliche

transparente Kommunikation

während der verschiedenen Projektphasen

war von entscheidender Bedeutung. Seilbahnen

sind im urbanen Kontext für viele

Menschen neu, deshalb war es wichtig,

die Befürchtungen hinsichtlich des Lärms

und der Nähe zu Wohngebäuden auszuräumen

und die Vorteile verständlich

zu erklären. Heute sehen wir, dass viele

Skeptiker zu überzeugten Fahrgästen geworden

sind. Das ist besonders erfreulich.

Was bedeutet die Câble C1

aus Ihrer Sicht für die zukünftige

Mobilitätsentwicklung in

Metropolen?

Sie zeigt, dass alle Verkehrsmittel in

Betracht gezogen werden können, wenn

die Umgebung und die geografischen

Gegebenheiten eines Gebiets dies zulassen

– im Mittelpunkt steht dabei immer

der Nutzen für die Fahrgäste. Seilbahnen

sind kein Ersatz für bestehende Systeme,

sondern eine sinnvolle Ergänzung, so wie

hier in Île-de-France. Sie setzen dort an,

wo andere Verkehrsmittel an ihre Grenzen

stoßen. In Zeiten wachsender Städte und

steigender Anforderungen an Klimaschutz

werden solche Lösungen immer

wichtiger.

Ich bin überzeugt, dass Seilbahnen einen

festen Platz in der urbanen Mobilitätsentwicklung

bekommen werden. Nicht überall,

aber genau dort, wo sie ihre beschriebenen

Stärken ausspielen können. Die

Câble C1 ist dafür ein sehr gutes Beispiel

und damit hoffentlich auch ein Vorbild für

andere Regionen in Europa und weltweit.

Christophe Surowiec

Projektleiter Câble C1

Île-de-France Mobilités

Christophe Surowiec ist Projektleiter

in der Direktion für Infrastruktur

von Île-de-France

Mobilités und verantwortet mit

der Câble C1 eines der innovativsten

Verkehrsprojekte in Europa.

Seit vielen Jahren beschäftigt er

sich mit der Konzeption, Planung

und Umsetzung komplexer Infrastrukturvorhaben

an der Schnittstelle

von Technik, öffentlichem

Verkehr und Stadtentwicklung.

11


Projekt

Pariser Câble C1

definiert urbane

Mobilität neu

Mit der Câble C1 hat in Île-de-France eine neue Ära

der urbanen Mobilität begonnen: Die moderne

Seilbahn verbindet mehrere Gemeinden schnell,

barrierefrei und nachhaltig und übertrifft in puncto

Fahrgastzahlen bereits unmittelbar nach der

Eröffnung die Erwartungen.

Sie ist die erste ihrer Art in Île-de-France

und zugleich Europas längste städtische

Seilbahn: Im Großraum Paris hat mit der

Câble C1 am 13. Dezember 2025 eine

urbane Seilbahn den Betrieb aufgenommen,

die eine neue Zeitrechnung

einläutet. Für das dicht besiedelte

Ballungsgebiet von Val-de-Marne ist die

Anlage ein bedeutender Schritt, um das

öffentliche Verkehrsangebot zu optimieren

und den Pendleralltag spürbar zu

verbessern.

Mit einer Länge von rund 4,5 Kilometern

und fünf Stationen verbindet die Câble C1

die südöstlichen Vororte Créteil, Limeil-

Brévannes, Valenton und Villeneuve-

Saint-Georges direkt mit der Metro 8

(Créteil Pointe du Lac). Die neue Anlage

verlängert damit effektiv eine wichtige

Verkehrsverbindung im Großraum von

Paris und schafft eine schnelle, barrierefreie

Verbindung über stark befahrene

Verkehrsachsen – in einer Reisezeit von

nur etwa 18 Minuten anstatt bisher

mindestens 40 Minuten.

4.500 m

Länge

40 m

Höhenunterschied

6 m/s

Fahrgeschwindigkeit

1.600 P/h

Förderleistung

erweiterbar auf

bis zu 2.000 P/h

18 min

Fahrzeit

12


10-MGD Câble C1

Île-de-France (FRA)

Île-de-France Mobilités

Créteil - L’Échat

Université

de Créteil

Centre hospitalier

Henri Mondor

Créteil - Université

Légende

LIGNE Créteil > Villeneuve-Saint-Georges

STATIONS

STATIONS TERMINUS

GARAGES

Projet de coulée verte « La Végétale»

Établissements d’intérêt public

Préfecture

Créteil - Préfecture

du Val-de-Marne

Centre commercial

Créteil-Soleil

CRÉTEIL

Afin de faciliter les correspondances du ,

les interconnexions avec le réseau de bus évolueront

d’ici la mise en service.

LGV

Pointe du Lac

23 117

393 428

105

OMEGA V-XL Kabinen

mit jeweils 10 Sitzplätzen

30

Stützen

5

Stationen

12/2025

Eröffnung

Mobilität für alle

Ausgestattet ist die Seilbahn mit 105 innovativen

und barrierefreien OMEGA V-XL-

Kabinen, die Platz für jeweils bis zu zehn

Fahrgäste bieten. Während der Stoßzeiten

fahren die Kabinen im Takt von 23 Sekunden,

was ein nahtloses und effizientes

Reisen ermöglicht. Durch die hohe

Frequenz und Integration in das bestehende

Verkehrsnetz ist die Câble C1 Seilbahn

ein echter Mehrwert für das Gebiet.

Erste Betriebszahlen

über den Erwartungen

Die Câble C1 zeichnet sich durch einen

geringen Flächenverbrauch am Boden,

RN 406

eine kurze Bauzeit von drei Jahren und

VALENTON Limeil-Brévannes

Plage Bleue

eine einfache Integration in das vorhandene

Verkehrsnetz aus – wichtige

430

Vorteile

Valenton

VILLENEUVE-

Le Château LIMEIL-BRÉVANNES

SAINT-GEORGES angesichts 427 428 430 der dichten urbanen Bebauung

La Végétale

im Val-de-Marne. Bereits gut einen Monat

La Fontaine Saint-Martin

BSPP

E 429 430

nach der Inbetriebnahme zeigte sich die

Câble C1 als großer Erfolg: 500.000 Fahrgäste,

im Villa Durchschnitt Nova rund 12.500 Perso-

427 E

nen täglich, nutzten die urbane Seilbahn –

mehr als ursprünglich prognostiziert.

Diese starke Nachfrage unterstreicht

einmal mehr das Potenzial von Seilbahnen

als attraktive, nachhaltige Ergänzung zu

klassischen Nahverkehrsmitteln in

Metropolen.

13


6Deutschland

3

Kanada

3Frankreich

14

USA

1Spanien

9Schweiz

15

Österreich

Was gibt

es Neues?

Die Doppelmayr Gruppe hat gemeinsam mit ihren

Kunden im vergangenen Jahr wieder viel erreicht.

Die Karte gibt einen Überblick über die neuen

Seilbahnen auf der ganzen Welt. Alle Projekte der

Unternehmensgruppe mit weiteren Details und

spannenden Hintergründen liefert wie üblich das

Jahrbuch. Ein Blick lohnt sich.

1

Südamerika

10

Italien

Zum Jahrbuch 2026

geht es hier

14


Zahlen & Fakten

1Norwegen

7

Schweden

2

Polen

1

Rumänien

2

Kasachstan

3

China

1

Aserbaidschan

1

Usbekistan

1

Oman

1

Australien

2

Neuseeland

15


Kundendienst

Seillängungsanalyse für

mehr Planungssicherheit

Die Doppelmayr Gruppe hat einen neuen Service

ins Leben gerufen. Die Seillängungsanalyse bringt

für Seilbahnbetreiber zahlreiche Vorteile mit sich.

Vorausschau für optimale Planung

Der Blick auf die zurückliegenden Ereignisse bildet die

Basis für eine aussagekräftige Prognose. Damit wissen

Betreiber rechtzeitig, ob das Seil problemlos durch

die gesamte Saison kommt oder ob vorher gehandelt

werden muss. Diese Vorlaufzeit ermöglicht in der

Folge ein deutlich effizienteres Seilmanagement.

Mit dem neuen Service „Seillängungsanalyse“ bietet

die Doppelmayr Gruppe Seilbahnbetreibern eine

zusätzliche Möglichkeit, die Längung ihrer Zugseile

zu analysieren. Kern des Services ist es, schnell und

objektiv datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Das Ergebnis: Wartungsarbeiten werden

deutlich planbarer.

Objektive Prognosen statt subjektiver

Einschätzungen

Entscheidungen über die nächste Seilkürzung

basieren häufig auf wenigen Datenpunkten oder

Erfahrungswerten. Der neue Service setzt genau hier

an: Durch die Analyse des Spannwagenstandes, der

Biegewechsel und der Außentemperatur der vergangenen

sechs Monate kann die Seillängung analysiert

werden. Wenn möglich, werden die Daten automatisiert

aus bestehenden Logbüchern übernommen.

Kontinuierliches Monitoring

Das Potenzial einmaliger Analysen ist groß. Richtig

interessant wird es, wenn mehrere Analysen ein

Monitoring ermöglichen. Die automatische Datenerhebung

mithilfe von Sensoren wertet den Service

für Betreiber künftig noch weiter auf. Sie bilden auf

Kundenwunsch die Grundlage für hilfreiche Visualisierungen

und noch genauere Prognosen. Intuitive

Trendgrafiken sowie eine Terminempfehlung für die

nächste Seilkürzung unterstützen das Personal, den

Wartungsbedarf besser und auf einen Blick zu

verstehen.

Buchung und Bereitstellung über das

neue Kundenportal

Der neue Service „Seillängungsanalyse“ wird über

das neue Kundenportal der Doppelmayr Gruppe via

Einmalzahlung gebucht, als übersichtlicher Bericht

bereitgestellt und stetig weiterentwickelt. Er ist in

allen Märkten verfügbar, in denen das neue Kundenportal

bereits ausgerollt ist. Aktuell sind dies

Österreich, Deutschland, die Schweiz, Italien und

Frankreich. Weitere Märkte folgen sukzessive.

16


Kundendienst

© Seilbahn Koblenz

»Die gesamte Abwicklung verlief aus unserer Sicht

unkompliziert, hochgradig kompetent und vollkommen

reibungslos. Das Zusammenspiel zwischen den

Spezialisten der Doppelmayr Gruppe und unserem

Team vor Ort war sehr gut – die Professionalität in der

Ausführung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir

alle Termine nicht nur einhalten, sondern sogar vor dem

Zeitplan abschließen konnten.«

Peter Magnus

Betriebsleiter Seilbahn Koblenz

Seile mit großer Bedeutung

Anfang des Jahres hatte Garaventa einen umfassenden

Serviceauftrag an der Seilbahn Koblenz durchgeführt.

Zum Einsatz kam dabei eine neu entwickelte Seilwinde.

Die Seilbahn Koblenz ist Deutschlands

erste 3S-Bahn der Doppelmayr Gruppe.

Sie wurde anlässlich der Bundesgartenschau

realisiert und verbindet seit 2010

die Rheinanlagen mit der Festung Ehrenbreitstein.

Mit 16 Kabinen erreicht sie eine

Förderleistung von bis zu 3.800 Personen

pro Stunde und Richtung. Die Anlage ist

jährlich rund 2.700 Betriebsstunden im

Einsatz, entsprechend hoch sind die

Anforderungen an die Seile. Anfang Januar

2026 hat Garaventa daher umfassende

Seilarbeiten an der Seilbahn Koblenz

vorgenommen. Die Tragseile beider

Fahrbahnen wurden verschoben und das

Zugseil wurde erstmals ersetzt. Ziel war es,

die Anlage technisch für die kommenden

Jahre abzusichern.

Tragseilverschiebung und

Zugseiltausch

Die 54 Millimeter starken Tragseile

wurden planmäßig verschoben, ohne

dass Zwischenaufhängungen demontiert

werden mussten. Fahrbahn 1 um 16,5 Meter

und Fahrbahn 2 um 19 Meter talwärts. Die

unterschiedlichen Verschiebelängen

ergaben sich, weil die Stationssättel der

beiden Fahrbahnen nicht gleich lang sind.

Während der Arbeiten erfolgte eine

magnetinduktive Prüfung der Seile.

Anschließend wurden die Zwischenaufhängungen

entsprechend bergwärts

versetzt, um Belastungspunkte neu zu

verteilen. Gleichzeitig wurde neben

weiteren Instandhaltungsarbeiten

erstmals das Zugseil ersetzt. Das bisherige

6-litzige Seil war 16 Jahre in Betrieb und

hatte Millionen von Fahrgästen sicher

über den Rhein transportiert.

Neu ist nun ein 8-litziges Zugseil im

Einsatz, das eine noch höhere Laufruhe

und längere Lebensdauer bietet.

Spezialtechnik unter

anspruchsvollen Bedingungen

Für die Seilarbeiten in Koblenz setzte

Garaventa eine neu mitentwickelte

ZECK-Winde ein. Sie ist modular aufgebaut,

leichter als frühere Modelle und

ermöglicht drallfreies Ziehen und

Bremsen mit Kräften bis zu 15 Tonnen. Die

Strecke überquert eine stark frequentierte

Straße, eine Bahnlinie sowie den Rhein,

die jedoch allesamt unberührt von den

Arbeiten geblieben waren. Trotz anspruchsvoller

Voraussetzungen verlief

alles planmäßig, sodass die Seilbahn

Koblenz den Betrieb am 14. März 2026

wieder aufnehmen konnte.

17


18-TGD Weglosen–Seebli

Unteriberg (CHE)

Hoch-Ybrig AG

Die erste TRI-Line

ist in Betrieb

Mit der neuen Seilbahn Weglosen-Seebli

schreibt die Doppelmayr Gruppe einmal

mehr Unternehmensgeschichte:

Im Schweizer Ski- und Wandergebiet

Hoch-Ybrig hat erstmals eine Anlage mit

dem neu entwickelten Seilbahnsystem

»TRI-Line« den Betrieb aufgenommen.

18


Projekt

Das Herzstück der TRI-Line ist ihr neu

entwickeltes Laufwerk: Zwei D5000-

Klemmen greifen von oben auf das Seil,

acht Laufrollen – vier auf jedem Tragseil –

garantieren Laufruhe und Stabilität.

1.738 m

Schräge Länge

424 m

Höhenunterschied

6 m/s

Fahrgeschwindigkeit

1.600 P/h

Förderleistung Endausbau

11/2025

Eröffnung

Weltpremiere in der Schweiz: Anfang

November 2025 hat die TRI-Line Weglosen–

Seebli ihren Betrieb aufgenommen.

Sie überzeugt durch modernste Technik,

barrierefreie Kabinen und die Möglichkeit

zum autonomen Betrieb. Gemeinsam

mit Garaventa hatte die Hoch-Ybrig AG

entschieden, eine in die Jahre gekommene

Zubringerbahn zu ersetzen. Die

Entscheidung für das neue System fiel vor

allem vor dem Hintergrund anspruchsvoller

topografischer und geologischer

Rahmenbedingungen.

Das Beste aus zwei Welten

Das innovative Seilbahnsystem TRI-Line

wurde von Doppelmayr in Wolfurt entwickelt

und vereint die Leistungsfähigkeit

klassischer Dreiseilbahnen mit den

bewährten Komponenten der D-Line-

Generation. Herzstück der Anlage ist das

neu entwickelte Laufwerk: Zwei D5000-

Klemmen greifen von oben auf das Seil,

während insgesamt acht Laufrollen – vier

auf jedem Tragseil – für außergewöhnliche

Laufruhe und hohe Stabilität sorgen.

Auch bei starkem Wind bleibt der Fahrkomfort

somit konstant hoch. Damit spielt

die TRI-Line ihre Stärken besonders in

schwierigem Terrain aus: Lange Spannfelder,

große Höhenunterschiede und

hohe Windlasten stellen kein Hindernis dar.

Autonomer Betrieb möglich

Auch in Sachen Automatisierung überzeugt

die TRI-Line auf ganzer Linie. Das

System ist AURO-fähig – AURO steht für

Autonomous Ropeway Operation und

ermöglicht den Betrieb ohne Bedienpersonal

vor Ort. Je nach Bedarf kann die

Anlage Weglosen–Seebli somit flexibel

in zwei Betriebsarten gefahren werden:

Im konventionellen Modus überwachen

Mitarbeitende die Tal- und Bergstation,

im AURO-Betrieb erfolgt der Ein- und Ausstieg

bei stehender Kabine über jeweils

ein Portal pro Station. Die Überwachung

und Steuerung der Anlage erfolgt dabei

zentral über das Ropeway Operation

Center (ROC) in der Bergstation.

Reduzierter Flächenbedarf

Neben technischer Innovation punktet

die TRI-Line auch durch ihren geringen

Flächenbedarf im Vergleich zu anderen

Dreiseilsystemen. Dank kompakter Stützen

und Stationen kommt die TRI-Line

Weglosen-Seebli auf einer Strecke von

rund 1,7 Kilometern mit lediglich zwei

Stützenstandorten mit je zwei Rundrohrstützen

aus. Ein optisches Highlight ist

die von CWA neu entwickelte STELLA

Kabine. Sie bietet Platz für bis zu 18 Personen

– zwölf sitzend, sechs stehend – und

ermöglicht einen barrierefreien Zugang.

Große Panoramafenster eröffnen während

der Fahrt eindrucksvolle Ausblicke auf die

Bergwelt. Im Anfangsausbau transportieren

18 Kabinen bis zu 1.400 Personen pro

Stunde und Richtung.

19


10-MGD Explorer Gondola

Big Sky, MT (USA)

Big Sky Resort

2.511 m

Schräge Länge

457 m

Höhenunterschied

3.270 P/h

Förderleistung

7,1 m/s

Fahrgeschwindigkeit

8 min

Fahrzeit

12/2025

Eröffnung

20


Maßgeschneidert

in neue Dimensionen

Projekt

Mit der Explorer Gondola erreicht das Big Sky Resort in Montana einen

weiteren Meilenstein in seiner konsequenten Skigebietsentwicklung.

Die neue 10er Gondelbahn schafft eine durchgehende Verbindung

vom Tal über die Lone Peak Tram bis zum Gipfel, verbessert den

Skifahrerfluss und erschließt Gelände für alle Könnerstufen.

Technik und Design als Einheit

Als Vorzeigeanlage von Big Sky ist die

Explorer Gondola die erste Seilbahn Nordamerikas

im kubischen D-Line Stationsdesign

R2. Die kompakte Bauweise mit

klaren Linien prägt das architektonische

Erscheinungsbild. Im Sommerbetrieb erweitern

Bike Cabs das Nutzungsspektrum

und stärken das Ganzjahresangebot.

Mit einer Fahrgeschwindigkeit von 7,1 m/s

zählt die Anlage zu den leistungsstärksten

ihrer Kategorie. Angetrieben wird sie

vom nahezu geräuschlosen Doppelmayr

Direct Drive – effizient, wartungsarm

und energie optimiert. Die durchdacht

positionierte Mittelstation erschließt vor

allem Gelände für Anfänger und Fortgeschrittene

und eröffnet weniger erfahrenen

Skifahrern den Zugang zu einem

authentischen alpinen Erlebnis, während

das anspruchsvolle Gelände weiter oben

am Berg anschließt.

Mit der Fertigstellung der Explorer

Gondola ist die Initiative „Big Sky 2025“

des Resorts erfolgreich abgeschlossen.

Erstmals entsteht mit der Anlage eine

spektakuläre Verbindung des Mountain

Village direkt bis zur ikonischen Bergstation

der Lone Peak Tram. Die Explorer

Gondola setzt mit 83 individuell konfigurierten

OMEGA V Kabinen von CWA,

jeweils für zehn Personen, neue Maßstäbe

in Komfort und Ausstattung. Großzügige

Panoramafenster eröffnen weite Blicke in

die Bergwelt Montanas, beheizte Einzelsitze

sorgen selbst an kalten Tagen für

angenehme Fahrtbedingungen. Erstmals

in Nordamerika kommt zudem das Ski

Rack TWISTIN zum Einsatz, damit die

Ausrüstung noch effizienter und sicherer

verstaut werden kann.

Verbindung mit Symbolkraft

Von der Bergstation aus gelangen Gäste

direkt zur legendären Lone Peak Tram.

Von dort reicht der atemberaubende

Blick über drei Bundesstaaten und zwei

Nationalparks. Mit der Explorer Gondola

ist in Big Sky eine neue Seilbahn entstanden,

die die Besucherströme verbessert,

die Aufenthaltsqualität steigert und das

Skigebiet als Innovationsstandort im

nordamerikanischen Markt positioniert.

21


Georg und Sandro von der

Hochzeiger Bergbahnen Pitztal AG –

clair Kunde seit Winter 2024.

Jetzt noch handlicher:

clair als App

Mit der neuen clair App wird die bewährte webbasierte

Lösung nun mobil optimiert und ist damit überall

einsatzbereit. Der eigene Betrieb ist bei Bedarf in der

Hosentasche immer mit dabei.

clair wurde konsequent weiterentwickelt:

Neben der bewährten Nutzung auf dem

Desktop, Notebook oder Tablet ist die

Anwendung nun auch für Smartphones

im Hochformat optimiert. Der Einstieg erfolgt

direkt über das Handy. Bestehende

Kunden erhalten beim nächsten mobilen

Login automatisch die Möglichkeit, clair

als App zu installieren. Für René von den

Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen –

clair Kunde seit Winter 2023 – steht der

Nutzen klar im Vordergrund: „clair ist

für alle, die mit dem ruhigen Gewissen

in den Feierabend gehen wollen, nichts

vergessen zu haben.“ Mit der neuen App

ist clair nun noch näher am Arbeitsalltag,

und zwar mobil, effizient und konsequent

praxisorientiert.

Synchron im Hintergrund,

flexibel im Alltag

Die technologische Basis ermöglicht den

Zugriff auf Resortdaten von jedem Gerät.

Als SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) in

der Cloud sorgt clair dafür, dass sämtliche

Daten im Hintergrund synchronisiert und

jederzeit aktuell sind. Neu ist, der hinzugewonnene

Komfort und die Flexibilität:

Informationen stehen dank der App

nun nicht mehr nur am Schreibtisch zur

Verfügung, sondern immer dort, wo sie

gebraucht werden. Im Alltag bedeutet es,

dass Benachrichtigungen unterwegs geprüft,

Aufgaben durch Fotodokumentationen

nachvollziehbar ergänzt und Berichte

zu Anlagen oder andere administrative Unterlagen

direkt per Smartphone gescannt

und im Fachwissen abgelegt werden

können. Kommentare lassen sich unmittelbar

erfassen, Reports digital signieren und

Prozesse ohne Zeitverlust abschließen.

Darüber hinaus eröffnen sich zahlreiche

weitere Anwendungs möglichkeiten –

am besten selbst ausprobieren

und entdecken. Der Schritt von

der Web- Anwendung zur App

ist nur noch einen Fingertipp

entfernt.

Mehr Infos

22


Digital

Sicher in der Cloud

mit vielen Vorteilen

Keine

Hardware

Keine

IT-Prozesse

Schnelle

Implementierung

Schnelle

Erweiterung

Automatische

Updates

Datensicherheit

durch Anbieter

Überall

Zugriff

Cloud-Softwarelösungen wie clair setzen auf höchste

Sicherheitsstandards, klare Verantwortlichkeiten und

volle Datenhoheit beim Kunden. Damit entsprechen sie

längst dem technischen und gesetzlichen Standard

moderner Unternehmensführung.

clair setzt auf eine moderne Cloud-Infrastruktur.

Das bedeutet: Rechenleistung

und Speicher werden vom Softwareanbieter

bereitgestellt, der Kunde lizenziert

die fertige Lösung. Eine Installation auf

dem Endgerät ist nicht notwendig. clair

ist sofort einsatzbereit und von jedem

internetfähigen Gerät abrufbar – ohne

zusätzliche IT-Infrastruktur und -kosten.

Win-Win: Weniger Aufwand,

mehr Sicherheit

Für den Betrieb vor Ort heißt das: keine

Investitionen in Hardware, keine steigen-

den Kosten für Speicher oder Rechenleistung,

kein Umbau der bestehenden

IT-Infrastruktur, keine eigenen Update-

Abläufe – diese werden automatisch

eingespielt. Sicherheitsstandards werden

laufend angepasst und gesetzliche Vorgaben

– etwa DSGVO oder Cyber-Security-

Richtlinien – eingehalten. Die Lizenzkosten

sind klar kalkulierbar und beinhalten

neben den beschriebenen Funktionen

auch Serverbetrieb, Speicher, Wartung

und Weiterentwicklung. Neue Software-

Module von clair können flexibel ergänzt

und Lizenzen jederzeit angepasst werden.

Souveränität: Kunde verwaltet

seine Daten

Die Daten gehören ausschließlich dem

Kunden. Er verwaltet sie in der Software

und entscheidet, was damit geschieht.

Der Anbieter agiert als Auftragsverarbeiter

ohne Eigentumsrechte. Auf Wunsch müssen

Daten herausgegeben oder gelöscht

werden. Für das Komplett-Sorglos-Paket

übernimmt der Anbieter sämtliche Aufgaben

rund um Datenbanken, Backups und

Schutzmechanismen.

23


Projekt

Gebrüder Weiss

Wolfurt (AUT)

Gebrüder Weiss GmbH

68.000 Paletten

in neuem Hochregallager

LTW Intralogistics hat am neuen Standort von Gebrüder Weiss

eine vollautomatische Hochregallagerlösung realisiert und

modernste Standards etabliert.

Mit dem Neubau eines zentralen Logistikund

IT-Zentrums in Wolfurt hat Gebrüder

Weiss 2025 die Weichen für die Zukunft

gestellt. Am vorigen Standort waren die

Kapazitätsgrenzen der bestehenden

Strukturen erreicht. Ziel des Neubaus in

unmittelbarer Nähe zum Güterbahnhof

war es daher, Prozesse zu bündeln,

Flächen effizient zu nutzen und weiteres

Wachstum langfristig abzusichern. Als

Komplettanbieter für Intralogistik setzte

LTW Intralogistics ein vollautomatisches

Hochregallager als integrierte Gesamtlösung

um.

Leistungsstarke Intralogistik

aus einer Hand

Dieses bietet – in kompakter Bauweise

realisiert – Platz für rund 68.000 Paletten.

13 Regalbediengeräte mit einer Nutzlast

von jeweils 1.000 Kilogramm, eine

doppeltiefe Lagerung sowie rund

1.150 Meter Schienenanlage sorgen für

eine maximale Auslastung der begrenzten

Grundfläche. Ergänzt wird das Regal

durch leistungsfähige Fördertechnik

inklusive LTW-Carrys: Zwei Carry-Systeme

mit insgesamt 33 Fahrzeugen übernehmen

den innerbetrieblichen Palettentransport

auf rund 720 Metern Schienenlänge. Die

gesamte Anlage wird über die LTW-Intralogistiksoftware

gesteuert, die alle Prozesse

intelligent miteinander verknüpft. Die

eingebaute Kamerafunktion erkennt

Paletten etiketten automatisch und

ermöglicht eine vollautomatische

Versandetikettierung mit einer Leistung

von bis zu 200 Paletten pro Stunde.

Zukunftssicher, effizient und

erweiterbar

Das neue Logistik- und IT-Zentrum bietet

Gebrüder Weiss eine leistungsstarke Basis

für nachhaltiges Wachstum. Die Automatisierung

reduziert Fehlerquoten, erhöht

die Versorgungssicherheit für Kunden

und optimiert die innerbetrieblichen

Abläufe deutlich. Gleichzeitig ist die

Anlage modular aufgebaut und langfristig

erweiterbar – in einem dynamischen

Logistikumfeld ein entscheidender Faktor.

„Dank der professionellen Unterstützung

von LTW Intralogistics wurde die Automatisierungstechnik

termingerecht umgesetzt.

In allen Projektphasen zeigte sich

die verlässliche Arbeitsweise unseres

Partners“, betont Stefan Oberhauser,

Niederlassungsleiter Land & Logistik

Vorarlberg bei Gebrüder Weiss. Mit der

zentralisierten Lösung in Wolfurt zeigt das

Projekt eindrucksvoll, wie moderne

Intralogistik, intelligente Software und

langjährige Partnerschaft zusammenspielen

und für mehr Produktivität sorgen.

24


8-CLD-B Mitterhausalm I

Schladming (AUT)

Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH

Projekt

Bessere Verbindung

auf der Planai

Mit der neuen 8er-Sesselbahn Mitterhausalm I hat

Doppelmayr in der Planai eine leistungsstarke und

komfortable Schlüsselanlage errichtet. Sie ersetzt

eine 4er-Sesselbahn, verkürzt Fahr- und Wartezeiten

deutlich und verbessert die Verbindung innerhalb

der 4-Berge-Skischaukel Schladming nachhaltig.

792 m

Schräge Länge

Die Planai hat für die Wintersaison

2025/26 gezielt in die Qualität ihrer

Infrastruktur investiert: Seit Dezember

2025 ersetzt die 8er-Sesselbahn Mitterhausalm

I die 4er-Sesselbahn Sonneck

und sorgt nun für eine noch effizientere

Verbindung innerhalb der Skischaukel.

Damit wird das Skigebiet den steigenden

Anforderungen an Komfort, Förderleistung

und Sicherheit gerecht und erhöht

zugleich seine Attraktivität.

Bis zu 3.000 Gäste pro Stunde

Mit einer Förderleistung von bis zu

3.000 Personen pro Stunde im Endausbau

und einer Fahrzeit von nur rund drei

Minuten trägt die neue Anlage maßgeblich

zur Entlastung stark frequentierter

Pistenbereiche bei: Ein gleichmäßigerer

Gästefluss verkürzt Wartezeiten und

verbessert das individuelle Skierlebnis

sowie die gesamte Verkehrslenkung im

Skigebiet.

Noch bequemer auf den Berg

Auch beim Fahrkomfort setzt die neue

Sesselbahn klare Akzente: Beheizte Sitze,

Bubbles und eine bequeme Polsterung

sorgen bei allen Bedingungen für eine

angenehme Fahrt. Ein Förderband im

Einstiegsbereich erleichtert den Zustieg –

insbesondere für Kinder und weniger

geübte Wintersportler. Durch LOCK

verriegelbare Schließbügel gewährleisten

zusätzliche Sicherheit während der Fahrt

und zahlen ebenfalls auf den hohen

technischen Standard der Anlage ein.

266 m

Höhenunterschied

3.000 P/h

Förderleistung

5,5 m/s

Fahrgeschwindigkeit

2,92 min

Fahrzeit

36

Sessel

DDD

Antrieb

25


Doppelmayr Inside

Doppelmayr China

feiert 30. Geburtstag

Drei Jahrzehnte Pionierarbeit, Wachstum

und technologische Meilensteine

Seit 30 Jahren ist Doppelmayr mit einer

eigenen Gesellschaft in China präsent.

Was in den 1990er-Jahren als mutiger

Schritt begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte

entwickelt, die den Tourismus,

den Wintersport und internationale Großereignisse

gleichermaßen prägt. Heute

zählt Doppelmayr China zu den tragenden

Säulen der Gruppe im asiatischen Raum.

Anlässlich des Jubiläums kamen mehr

als 180 Gäste zusammen, um drei Jahrzehnte

Engagement, Innovationskraft

und partnerschaftliche Zusammenarbeit

zu würdigen. Unter den Gästen waren

Vertreter aus Diplomatie, Wirtschaft und

Seilbahnbranche, langjährige Kunden und

Partner ebenso wie das internationale

Management der Doppelmayr Gruppe.

Früher Markteintritt mit Weitblick

Doppelmayr erkannte früh das Potenzial

des chinesischen Markts. Der erste große

Meilenstein folgte 1992 mit dem Abschluss

des ersten Seilbahnvertrags am Taishan.

Nach intensiven Verhandlungen entschied

sich das Unternehmen 1995 für die

Gründung einer zu 100 Prozent eigenständigen

Tochtergesellschaft in China, der

Sanhe Doppelmayr Transportation System

Company – der Startpunkt für eine kontinuierliche

Expansion und technologische

Weiterentwicklung im Land.

Bereits zu diesem Zeitpunkt lag der Fokus

klar auf dem touristischen Einsatz von

Seilbahnen.

Neue Maßstäbe und

internationale Sichtbarkeit

In den folgenden Jahrzehnten setzte

Doppelmayr China zahlreiche Akzente:

vom Weltrekord der höchstgelegenen

Seilbahn am Dagu-Gletscher auf

4.860 Metern im Jahr 2008 über die erste

3S-Bahn Chinas am Lushan-Berg bis hin

zur größten Pendelbahn des Landes in

Baoquan. Internationale Aufmerksamkeit

erlangte das Unternehmen nicht zuletzt

durch den Bau sämtlicher neuen Seilbahnanlagen

für die Olympischen Winterspiele

2022 in Peking. Mit der Einführung

der D-Line-Technologie im gleichen Jahr

unterstreicht Doppelmayr China zudem

seinen Anspruch, technologische Innovationen

frühzeitig in den asiatischen Markt

zu bringen. Seilbahnanlagen an weltbekannten

Orten wie der Chinesischen

Mauer oder am Tianmenshan zeigen

eindrucksvoll, wie Mobilität, Technik und

touristisches Erlebnis miteinander verschmelzen.

Bis heute hat Doppelmayr in

China insgesamt 147 Anlagen realisiert.

Rund 30 Prozent davon entfallen auf Skigebiete,

der überwiegende Teil auf den

Berg- und Tagestourismus.

26


Doppelmayr Inside

Garaventa und

Frey Stans bündeln

ihre Kräfte

Vereinte Kompetenzen und klare Strukturen

sorgen für eine starke Einheit.

Seit 1. April 2026 ist es offiziell:

Die Frey AG Stans wurde vollständig in

die Garaventa AG integriert. Mit diesem

Schritt wächst zusammen, was technologisch

und strategisch seit Jahren eng

verbunden ist. Dadurch entsteht eine

starke Einheit innerhalb der Doppelmayr

Gruppe. Mit nun rund 540 Mitarbeitenden

vereint Garaventa das Know-how

beider Unternehmen unter einer

Dachorganisation. Die Frey-Standorte in

Stans/ Oberdorf und Sion bleiben erhalten

und werden als Zweigniederlassungen

weitergeführt. Die Mitarbeitenden wurden

organisatorisch nahtlos ins Garaventa-

Team eingegliedert und die Geschäftsleitung

durch Benedikt Wittwer erweitert.

Projekte, Kundenbeziehungen und

Partnerschaften laufen wie gewohnt weiter.

Technologie aus einer Hand

„Mit dem Zusammenschluss von

Frey Stans und Garaventa schaffen wir

eine starke, zukunftsorientierte Einheit.

Unsere Kunden erhalten gebündeltes

Know-how, unsere Mitarbeitenden

spannende Entwicklungsmöglichkeiten

und unsere Innovationskraft wird weiter

gestärkt“, sagt Arno Inauen, CEO

Garaventa AG.

Geschäftsleitung der Garaventa AG (von links nach rechts): Benedikt Wittwer,

Heinz Kieliger, Marcel Nussbaumer, Arno Inauen, Philipp Meili, Iwan Bissig,

Markus Rogenmoser, Samuel Kaufmann, Sebi Lüönd

Frey Stans stand jahrzehntelang für

zuverlässige Seilbahnsteuerungen und

technische Präzision. Ein aktuelles

Beispiel ist die Integration der Connect-

Steuerung für Spezialbahnen und des

Energiespeichersystems ESFOR, die bei

der weltweit steilsten Pendelbahn

Stechelberg–Mürren am Schilthorn zum

Einsatz kommen. Diese Kompetenzen sind

nun fester Bestandteil des Garaventa-

Portfolios. Die Marke „Frey Stans“ wird

nicht weitergeführt, ihre Technologien

und ihr Fachwissen aber bilden künftig

einen wesentlichen Baustein der gemeinsamen

Innovationsstrategie.

Synergien für Projekte

und Service

Durch die Integration werden Prozesse

in Projektmanagement, Entwicklung,

Kundendienst, Administration und IT

enger verzahnt. Ziel ist es, ganzheitliche

Seilbahnlösungen aus einer Hand

anzubieten und insbesondere den

After-Sales-Bereich weiter auszubauen.

Der Zusammenschluss schafft eine stabile

Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung

digitaler Lösungen, für noch

effizientere Projektabwicklungen und für

eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

27


Projekt

Superstar

bekommt

ein Sixpack

Premiere am »Beast in the East«:

Erstmals hat Doppelmayr eine Sesselbahn

im Skigebiet Killington (USA) realisiert.

1.054 m

Schräge Länge

6-CLD Superstar Six

Killington, VT (USA)

Killington Resort

366 m

Höhenunterschied

5 m/s

Fahrgeschwindigkeit

Mit dem Superstar Six hat im Killington

Resort ein neues Kapitel begonnen.

Erstmals realisierte Doppelmayr im

weltbekannten Skigebiet in Vermont eine

Sesselbahn. Diese ersetzt den legendären

Superstar Lift, dessen Name eine Hommage

an die berühmte Superstar Weltcup-Abfahrtsstrecke

in Killington ist, und

der die gleichnamige Piste über nahezu

vier Jahrzehnte geprägt hatte. Die

Superstar-Abfahrt ist fixer Bestandteil des

Alpinen Ski-Weltcups der Damen und

zählt zu den bekanntesten Rennstrecken

Nordamerikas. Entsprechend hoch waren

die Anforderungen an die neue Anlage.

Technik für Höchstleistung

Die 6er-Sesselbahn überzeugt mit einer

Förderleistung von 3.000 Personen pro

Stunde und ist speziell auf die anspruchsvollen

Wetterbedingungen in Killington

ausgelegt. Mit einer schrägen Länge von

1.054 Metern, einem Höhenunterschied

von 366 Metern und einer Fahrgeschwindigkeit

von 5 Metern pro Sekunde sorgt

der Superstar Six für eine leistungsstarke

und zuverlässige Erschließung der

berühmten Rennpiste. Die moderne

Anlage steigert die Effizienz im täglichen

Betrieb und fördert zudem einen flüssigen

Ablauf bei Großveranstaltungen. Damit

wird sie der Bedeutung der Strecke und

dem Ruf des Gebiets als „The Beast in the

East“ mehr als gerecht.

3.000 P/h

Förderleistung

Anspruchsvolle Bedingungen

Der Bau stellte alle Beteiligten vor

besondere Herausforderungen. Steiles

Gelände und ein früher Wintereinbruch

verlangten eine präzise Planung und enge

Abstimmung zwischen den beteiligten

Unternehmen. Durch die partnerschaftliche

Zusammenarbeit konnte die Anlage

Ende 2025 sogar früher als erwartet in

Betrieb gehen und leistet seither ihren

Beitrag zur längsten Skisaison der Region.

28


6-CLD Fellbergbahn

Steinach (DEU)

Stadt Steinach

Projekt

AURO jetzt auch

in Deutschland

Mit der neuen Fellbergbahn setzt der Erlebnis- und Aktivpark

Silbersattel in Steinach im Thüringer Wald ein starkes Zeichen

für Innovation auf der deutschen Seilbahnlandkarte.

500 m

Schräge Länge

151 m

Höhenunterschied

4 vs. 3 m/s

Fahrgeschwindigkeit

Winter vs. Sommer

2.198 P/h

Förderleistung Winter

1.099 P/h

Förderleistung Sommer

mit Bikes

AURO

System

Das innovative AURO-System ist jetzt

auch in Deutschland angekommen: Die

Fellbergbahn ist die erste Anlage in der

Bundesrepublik, die mit Autonomous

Ropeway Operation realisiert wurde. Dies

ermöglicht den Skibetrieb ohne Bedienpersonal

an der Bergstation. Die kuppelbare

6er-Sesselbahn hat eine 2er-Sesselbahn

ersetzt und sorgt damit für eine

deutliche Qualitätssteigerung im täglichen

Betrieb. Sie verbindet zentrale Bereiche

des Ski- und Freizeitgebiets zuverlässig

und bietet den Gästen ein zeitgemäßes

Mobilitätsangebot. Gerade in stark

frequentierten Zeiten verbessert die neue

Bahn den Gästefluss spürbar und erhöht

die Attraktivität des Gebiets sowohl im

Winter als auch im Sommer. Mit der

Entscheidung für das AURO-System setzt

die Stadt Steinach bewusst auf eine

zukunftsorientierte Lösung.

Angepasst für den

Ganzjahresbetrieb

Ein zentrales Merkmal der Anlage ist ihre

flexible Betriebsweise: Während im Winter

mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu

4 m/s eine hohe Förderleistung erreicht

wird, eröffnet der Sommerbetrieb für

Biker und Wanderer ein attraktives

Angebot. Die Fellbergbahn ist nämlich

mit Bike Clips ausgestattet, die erstmals

ganzjährig am Sessel hängen: Die Clips

werden im Winter mit einer Schutzhaube

abgedeckt und der Stabilizer wird nur

hochgeklappt. Das spart Zeit beim

Wechsel zwischen Ski- und Bikebetrieb

und benötigt keinen zusätzlichen

Lagerplatz. Außerdem können durch

den Cart Holder auch Mountaincarts

an einem separaten Haken transportiert

werden.

29


Projekt

1-SL Teichlift

St. Corona am Wechsel (AUT)

Wexl Arena

1.106 m

Schräge Länge

201 m

Höhenunterschied

468 Bikes/h

Förderleistung

3 m/s

Fahrgeschwindigkeit

easyLOOPsystem

Anhängesystem

2025

Baujahr

Vom Neuanfang zur

Top-Adresse für Bikes

Mit dem neuen Teichlift setzt die Wexl Arena in St. Corona

am Wechsel ein starkes Zeichen für ihre konsequente

Ausrichtung als Mountainbike-Destination. Der weltweit

erste reine Bike-Lift von Doppelmayr unterstreicht den

erfolgreichen Wandel vom Skigebiet zum ganzjährigen

Outdoor-Zentrum und eröffnet damit neue Perspektiven

für nachhaltigen Tourismus in der Region.

Die Wexl Arena in St. Corona am Wechsel

hat sich in nur zehn Jahren vom wirtschaftlich

neu aufgestellten Skigebiet zur

angesagten Adresse mit klarem Schwerpunkt

Mountainbiking gewandelt. Ein

neuer Höhepunkt dieser strategischen

Ausrichtung ist der Teichlift, der am

26. September 2025 feierlich eröffnet

wurde. Als weltweit erster reiner Bike-Lift

wurde die Anlage ausschließlich für die

Beförderung von Mountainbikern

konzipiert – ohne Kompromisse.

Die Zusammenarbeit mit Generalplaner

kosaplaner gmbh war einer der Erfolgsfaktoren

des Projekts.

Mehr Spaß auf den Trails

Was als mutiger Schritt begann, ist heute

Grundlage des Erfolgs: Die Wexl Arena

hat sich in der Bike-Szene als absolute

Top-Destination etabliert. Der 1.106 Meter

lange Schlepplift mit easyLOOPsystem

transportiert Bikes und deren Fahrer

sicher und komfortabel bergauf und

erschließt sechs neugeschaffene Trails.

Mit einer Fahrgeschwindigkeit von drei

Metern pro Sekunde und einer Förderleistung

von 468 Bikes pro Stunde verkürzt

der Lift die Fahrzeit auf den Berg und

erhöht damit den Spaß auf den Trails.

Reiner Bike-Betrieb mit

Perspektive

Eröffnet wurde der Teichlift von Niederösterreichs

Landeshauptfrau Johanna

Mikl-Leitner im Rahmen der Feierlichkeiten

zum zehnjährigen Bestehen der

Wexl Trails. Nach dem kombinierten

Sommer-/Winterlift „Erlebnisarena“ mit

der Eröffnung im Jahr 2020 ist der neue

Teichlift eine konsequente Folgeinvestition.

Er steht damit exemplarisch für eine

klare Ausrichtung: Mountainbiking als

Motor für nachhaltigen Ganzjahrestourismus

– mit regionaler Wertschöpfung und

langfristigen Arbeitsplätzen.

30


10-MGD Schwarzwandbahn

Altenmarkt im Pongau (AUT)

Zauchensee Liftgesellschaft Benedikt Scheffer GmbH

Projekt

Neues Fahrgefühl

in Zauchensee

Die neue Schwarzwandbahn bringt mehr Komfort,

höhere Kapazität und innovative Technik ins

Skigebiet Zauchensee. Die moderne D-Line 10er-

Gondelbahn sorgt seit Ende November 2025 für ein

neues Fahrgefühl auf den Gamskogel und eröffnet

Gästen – erstmals auch Fußgängern – einen

bequemen Zugang auf 2.113 Meter Seehöhe.

2.122 m

Schräge Länge

740 m

Höhenunterschied

2.300 P/h

Förderleistung

5,5 m/s

Fahrgeschwindigkeit

8,25 min

Fahrzeit

63

Kabinen

AURO

System

Mit der neuen Schwarzwandbahn hat das

Gebiet Zauchensee Ende November 2025

einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft

gesetzt: Die moderne D-Line 10er-Gondelbahn

ersetzt den Vorgänger – der liebevoll

“Grandpa” genannt wird und der nach

40 Dienstjahren den wohlverdienten

Ruhestand antritt – und sorgt für ein

deutlich verbessertes Fahrerlebnis, einen

komfortableren Einstieg und mehr Platz

in der Kabine.

Zugang auch für Fußgänger

Ein zentraler Vorteil der neuen Anlage

ist die gesteigerte Leistungsfähigkeit:

Die Förderleistung klettert von 1.700 auf

2.300 Personen pro Stunde. Damit

erreichen rund 35 Prozent mehr Gäste

pro Stunde den Gamskogel – ein klarer

Gewinn für den Betrieb an stark frequentierten

Tagen. Gleichzeitig öffnet die Bahn

neue Perspektiven: Erstmals erreichen

auch Fußgänger bequem den Gipfel auf

2.113 Meter Höhe und erleben den Starthang

der legendären Gamskogel-Weltcupstrecke

hautnah.

Modernste Technologie

Technisch setzt die Schwarzwandbahn

ebenfalls Maßstäbe. Als AURO-Anlage wird

sowohl die Tal- als auch die Bergstation

autonom betrieben – gesteuert über ein

abgesetztes Ropeway Operation Center,

in dem alle relevanten Betriebsabläufe

gebündelt werden.

31


Zwischen

Tradition

und Zukunft

Zürich, Biel und Ligerz–Prèles verbindet

mehr als ihre Topografie: In allen drei

Städten wurden bestehende Standseilbahnen

umfassend modernisiert und

fit für die kommenden Jahrzehnte

gemacht. Die Projekte stehen

exemplarisch dafür, wie urbane

Seilbahn infrastruktur in der Schweiz

weiterentwickelt wird.

32


Report

Die Seilbahn Rigiblick ist ein

bekanntes Wahrzeichen Zürichs

und fest in den öffentlichen

Verkehr der VBZ eingebunden.

Die Leubringenbahn in Biel fährt vollautomatisch,

außerdem entsprechen

die Fahrzeuge und Stationen den Vorgaben

des Behindertengleichstellungsgesetzes

der Schweiz.

Die Standseilbahn Ligerz–Prêles

ist ganzjährig als öffentliches

Verkehrsmittel im Einsatz.

Urbane Mobilität in der Schweiz ist

anspruchsvoll: Dicht besiedelte Räume,

hohe regulatorische Anforderungen und

vielfältige Interessenlagen machen neue

Verkehrslösungen herausfordernd.

Gleichzeitig verfügen Schweizer Städte

seit über einem Jahrhundert über bewährte

urbane Seilbahnsysteme – in Form von

Standseilbahnen. Im vergangenen Jahr

wurden gleich drei dieser Anlagen

umfassend modernisiert und technisch

auf den neuesten Stand gebracht. Drei

Projekte, die zeigen, wie bestehende

Infrastruktur zukunftsfähig gemacht

werden kann.

Bewährte Technik, neu gedacht

Mit der Seilbahn Rigiblick in Zürich

erhielt eine traditionsreiche Anlage eine

Rundumerneuerung. Seit 1901 verbindet

sie das Quartier Oberstrass mit dem

Aussichtspunkt Rigiblick – vollautomatisch

und angebunden an das städtische

Verkehrsnetz. Nach über 45 Betriebsjahren

wurden Fahrzeuge, Steuerung

und zentrale technische Komponenten

vergangenen Sommer ersetzt. Die neuen

Kabinen bieten mehr Platz, sind vollständig

barrierefrei und orientieren sich

gestalterisch an der Zürcher Flexity-Tram

der Verkehrsbetriebe Zürich.

Auch die Leubringenbahn in Biel wurde

einer umfassenden Modernisierung

unterzogen. Die beiden rund zehn Tonnen

schweren Wagen wurden barrierefrei

gestaltet, die Steuerungs- und Leistungselektronik

ersetzt und ein neues Zugseil

installiert. Gleichzeitig wurden Stationen

und Zugänge modernisiert und an

heutige Anforderungen angepasst. Die

präzise Montage der Fahrzeuge unterstreicht

den hohen technischen Anspruch

solcher Erneuerungen im urbanen Raum.

In Ligerz–Prèles erhielt das sogenannte

Vinifuni ebenfalls eine umfassende

Generalüberholung. Die historische

Anlage, die seit 1912 das Seeufer mit

dem Plateau de Diesse verbindet, wurde

technisch komplett revidiert. Fahrwerk,

Fangbremsen, Seilanschluss sowie Leitund

Antriebstechnik entsprechen nun dem

neuesten Stand und auch das Fahrzeug

erstrahlt in neuem Glanz. Zusätzlich

wurden die Stationen weiter barrierefrei

ausgebaut. Die Bahn bleibt damit auch in

den nächsten Jahrzehnten ein wichtiges

Bindeglied zwischen See und Hochplateau.

Urbane Mobilität zwischen

Anspruch und Realität

Aktueller Hotspot für urbane Seilbahnen

als leistungsfähiges Verkehrsmittel ist

Lateinamerika, die Umsetzung in Europa

ist oft etwas komplexer. Die Dringlichkeit

des Handlungsbedarfs aufgrund der

Verkehrsbelastung oder Staus ist geringer,

gleichzeitig bestehen hohe Anforderungen

an Planung, Genehmigung und

Mitwirkung. Dennoch wächst auch hier

das Interesse an Seilbahnlösungen als

Ergänzung zu Bus und Bahn – vor allem

dort, wo der Straßen- und Schienenbau

besonders herausfordernd ist.

33


Projekt

8-CLD-B Silberbrünnl

Sölden (AUT)

Skiliftgesellschaft Sölden

Hochsölden GmbH

Zwei neue

Sesselbahnen in Sölden

Das Skigebiet Sölden hat zu Beginn des

vergangenen Winters gleich zwei neue Anlagen

eröffnet. Die beiden 8er-Sesselbahnen Silberbrünnl

und Einzeiger erhöhen sowohl Förderleistung als

auch Fahrkomfort enorm.

• AURO CLD

• AURO Assist

• Einstiegsförderband

• verriegelbare Schließbügel

• edle Einzelsitze

• Garagierung im

Fahrgastbetrieb

8-CLD-B Silberbrünnl

1.696 m

Schräge Länge

3.800 P/h

Förderleistung

389 m

Höhenunterschied

5,25 min

Fahrzeit

6 m/s

Fahrgeschwindigkeit

83

Sessel

34


8-CLD-B Einzeiger

Sölden (AUT)

Schilifte Gampe Ötztaler

Gletscherbahn KG

8-CLD-B Einzeiger

1.086 m

Schräge Länge

4.000 P/h

Förderleistung

262 m

Höhenunterschied

3,53 min

Fahrzeit

6 m/s

Fahrgeschwindigkeit

59

Sessel

• AURO CLD

• AURO Assist

• Einstiegsförderband

• verriegelbare Schließbügel

• edle Einzelsitze

Zur Wintersaison 2025/26 haben die

Bergbahnen Sölden zwei zentrale

Verkehrsachsen im Skigebiet grundlegend

modernisiert: Mit den neuen

D-Line 8er-Sesselbahnen Silberbrünnl

und Einzeiger steigt die Kapazität und

die Skigäste kommen noch schneller

und komfortabler auf den Berg. Dadurch

tragen beide Anlagen zudem wesentlich

zur Entlastung stark frequentierter

Pisten- und Verbindungsbereiche bei.

Besserer Gästefluss

und Erreichbarkeit

Die Silberbrünnl ist eine historisch

mitwachsende Liftverbindung. Von der

ursprünglichen 2er- über eine 4er- bis hin

zur heutigen 8er-Sesselbahn übernimmt

sie seit Jahrzehnten eine wichtige

Funktion bei Wiederholungsfahrten und

in Richtung des Gletscherskigebiets. Mit

einer Förderleistung von 3.800 Personen

pro Stunde, einer Fahrgeschwindigkeit

von 6 m/s und einer Fahrzeit von rund

fünf Minuten verbessert die neue Anlage

den Gästefluss spürbar. Auf maximale

Leistungsfähigkeit und Komfort ist

ebenfalls die neu errichtete Einzeiger

ausgelegt. Sie erreicht eine Förderleistung

von bis zu 4.000 Personen pro

Stunde und verbindet zentrale Einstiegspunkte

mit stark nachgefragten Bereichen

wie Weltcuphang, 15-Kilometer-Abfahrt

und hochalpinen Aussichtspunkten.

Beide Anlagen mit

AURO ausgestattet

Beide Anlagen verfügen über Einstiegsförderbänder

für einen komfortablen

Zustieg sowie verriegelbare Schließbügel

und Wetterschutzhauben, um die

Sicherheit und Witterungsunabhängigkeit

zu erhöhen. Kurze Fahrzeiten, bequeme

Einzelsitze und modernste Technik heben

das Skierlebnis auf ein neues Level.

Silberbrünnl und Einzeiger setzen auf

AURO CLD an der Bergstation, die

dadurch unbesetzt betrieben werden

kann. AURO Assist hingegen unterstützt

das Bedienpersonal in der Talstation

dabei, dass keine Fahrzeuge mit falsch

sitzenden Gästen auf die Strecke gehen.

Die innovative Technologie steigert

Effizienz, Verfügbarkeit und die Fahrgastsicherheit

im täglichen Betrieb.

35


Projekt

Ressourcenschonend

zu neuen Höhen

Nachhaltig gedacht, modern umgesetzt: Mit der neuen

Diasbahn startet das Skigebiet Kappl in eine neue Ära.

Die wiederverwendete Gondelbahn verbindet

bewährte Technik mit zeitgemäßem Design und

setzt ein klares Zeichen für zukunftsfähige Seilbahninfrastruktur

im Paznauntal.

Zum Video

Mit der neuen Diasbahn beginnt im Paznaun

ein zukunftsweisendes Kapitel: In

Kappl ging im Winter 2025/26 eine hochmoderne

10er-Gondelbahn in Betrieb, die

zeigt, wie nachhaltige Wiederverwendung

und zeitgemäße Seilbahntechnik zusammenfinden.

Statt eines kompletten Neubaus

entschieden sich die Bergbahnen

Kappl für einen ressourcenschonenden

Ansatz und adaptierten eine Anlage, die

zuvor bereits bei der Bundesgartenschau

2023 in Mannheim im Einsatz war.

36


10-MGD Diasbahn

Kappl (AUT)

Bergbahnen Kappl AG

»Mit dieser Entscheidung

wollen wir einen Beitrag

zur Schonung der Umwelt

leisten, ohne dabei auf

Qualität und Komfort zu

verzichten.«

Andreas Kleinheinz

Vorsitzender der Bergbahnen Kappl AG

1.465 m

Schräge Länge

648 m

Höhenunterschied

6,5 m/s

Fahrgeschwindigkeit

2.400 P/h

Förderleistung

5,15 min

Fahrzeit

01/2026

Eröffnung

Ein bewusster Schritt

in Richtung Nachhaltigkeit

„Mit dieser Entscheidung wollen wir einen

Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten,

ohne dabei auf Qualität und Komfort zu

verzichten“, erklärt Andreas Kleinheinz,

Vorsitzender der Bergbahnen Kappl AG.

Die Wiederverwendung spart Material und

Energie und zeigt, was nachhaltige Innovation

bedeuten kann. Bevor die Bahn ihren

Dienst im Tiroler Skigebiet aufgenommen

hat, wurde sie in Mannheim sorgfältig

demontiert und anschließend geprüft und

technisch aufgerüstet. Heute sorgt sie mit

41 Kabinen für jeweils zehn Personen für

kurze Fahrzeiten und deutlich reduzierte

Wartezeiten – im Winter wie im Sommer.

Barrierefreier Zugang, hoher Fahrkomfort

und moderne Technik sind ein spürbares

Upgrade für Gäste und Region.

Markantes Design,

klare Linien und Funktionalität

Auch die Stationen der von Doppelmayr

errichteten Anlage setzen Akzente: Das

kubische D-Line Stationsdesign R2 überzeugt

architektonisch mit klarer Formensprache

und fügt sich zugleich selbstbewusst

in die alpine Umgebung in Kappl

ein. Die Stationsbereiche sind personaloptimiert

ausgeführt, sodass die Anlage

mit lediglich zwei Bediensteten betrieben

werden kann und das bei voller Förderleistung.

Funktionalität und Ästhetik

gehen hier Hand in Hand.

Impuls für die Region

Mit der feierlichen Einweihung am 16.

Januar 2026 endete nach fast 40 Jahren

die Ära der bisherigen Diasbahn. Zahlreiche

Vertreter aus Politik, Tourismus

und Wirtschaft begleiteten den Start der

neuen Anlage. Für die Region Paznaun

ist die Diasbahn ein strategischer Coup:

Sie stärkt das ganzjährige Angebot und

unterstreicht die Innovationskraft des Skigebiets

Kappl.

37


Events

Ein Stück

Österreich

in den

Dolomiten

Das Austria House als

Bühne für Partnerschaft

und Wintersport bei

Olympia 2026

Auch Doppelmayr war Teil der

Olympischen Winterspiele in

Norditalien: Genau genommen

in Cortina, wo beispielsweise

die Wettbewerbe im Ski Alpin,

Curling und im Eiskanal ausgetragen

wurden – und zwar als

Partner für das Austria House.

Mit dem Austria House in Cortina hat

Österreich im Rahmen der Olympischen

Winterspiele 2026 ein sichtbares Zeichen

gesetzt: für Zusammenhalt, Innovationskraft

und die enge Verbindung von Sport,

Wirtschaft und Tourismus. Denn das

Austria House war während der Spiele weit

mehr als ein Treffpunkt. Es fungierte als

Plattform für Begegnung und Dialog –

zwischen Athleten, Partnern, Vertretern

aus Politik und Wirtschaft sowie internationalen

Gästen. Hier wurde gefeiert,

vernetzt, diskutiert und gemeinsam

Zukunft gestaltet. Gerade bei einem

weltweit beachteten Ereignis wie den

Olympischen Spielen zeigt sich, wie stark

der Wintersport zur Identität Österreichs

beiträgt. Das Austria House transportierte

dieses Selbstverständnis in die Welt –

und auf dem Weg hinein ging es direkt

vorbei an der Doppelmayr-Kabine und

dem Doppelmayr-Sessel.

Partnerschaft mit

nachhaltiger Wirkung

Für Doppelmayr war die Präsenz im Austria

House Ausdruck einer gewachsenen

Partnerschaft mit dem Österreichischen

Olympischen Comité (ÖOC). „Das Austria

House ist außergewöhnlich gelungen“,

hatte Jürgen Pichler, Head of Group

Marketing bei Doppelmayr, bei der

Eröffnung gelobt. „Die Umsetzung der

Gala Hall in einem ursprünglichen Stadl

verbindet österreichische Bodenständigkeit

mit internationalem Anspruch –

genau das macht diesen Ort so besonders.

Die Olympische Idee von Bestleistung,

Verantwortung und Teamarbeit deckt sich

stark mit den Werten von Doppelmayr.“

Als Unternehmen mit tiefen Wurzeln

im alpinen Raum ist Doppelmayr seit

Jahrzehnten eng mit dem Wintersport

verbunden. Seilbahnen bilden weltweit die

infrastrukturelle Grundlage für zahlreiche

Wintersportdestinationen. Sie erschließen

Räume, schaffen Erlebnisse und sichern

Wertschöpfung in den Regionen.

38


Events

Gemeinsam auf die Piste

Der Doppelmayr Familienskitag

ging heuer nach Sölden.

Einmal im Jahr heißt es für die Vorarlberger

Mitarbeitenden und Pensionisten der

Doppelmayr Gruppe, Skier anschnallen

und gemeinsam mit Familie und Freunden

einen unvergesslichen Tag im Schnee

verbringen. Der heurige Doppelmayr

Familienskitag führte Ende Januar nach

Sölden. Rund 450 Skifahrer und Snowboarder

freuten sich über traumhafte

Bedingungen und perfekt präparierte

Pisten in einem der bekanntesten

Skigebiete der Alpen. Der Ausflug nach

Sölden bot dabei die ideale Gelegenheit

für eine Fahrt mit den neuen 8er-Sesselbahnen

Einzeiger und Silberbrünnl, die

mit modernster AURO-Technologie

ausgestattet sind. Nähere Infos zu den

beiden Anlagen sind auf den Seiten

34/35 zu finden.

Ein großes Dankeschön

an die Bergbahnen

Diesen Bilderbuch-Skitag ermöglichten

nicht zuletzt die Bergbahnen Sölden,

die die Skitickets zur Verfügung gestellt

haben. Für diese großzügige Geste

bedankt sich das gesamte Team. Als

Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit

unterstützen die Teilnehmer des

Familienskitags mit einem Beitrag von

25 Euro pro Person gemeinsam einen

sozialen Zweck im Ötztal.

»Das war der schönste Skitag

meiner Skifahrerkarriere: die Pisten

so breit, wie in Vorarlberg lang,

perfekt präpariert und blauester

Himmel. Der Komfort und die

Freundlichkeit im gesamten

Skigebiet – ob an den Liftanlagen

oder im Restaurant – haben mich

und meinen Enkel Valerian sehr

beeindruckt.«

Christoph Hinteregger

Doppelmayr Senior

»Der Familienskitag ist für meine

Familie und mich ein jährlicher

Fixpunkt. Es stehen immer wieder

verschiedene Destinationen auf dem

Programm, und neue Anlagen selbst

auszuprobieren zu dürfen, ist super.

Mit den großartigen Wetter- und

Pistenbedingungen war der Tag in

Sölden ein persönliches Highlight

in dieser Wintersaison.«

Thomas Rindler

Projektmanagement

Doppelmayr Seilbahnen

»Das Wetter war perfekt und die

Pisten ein Traum. Sölden ist ein

beeindruckendes Skigebiet. Schön,

dass wir die Gelegenheit hatten, das

beim gemeinsamen Skitag mit

Freunden und Familie zu genießen.«

Doris Bereuter

E-Konstruktion

LTW Intralogistics

39


Coming Soon

Großauftrag

für urbane Mobilität

Mit der Cablebús Línea 5 erweitert

Mexico City seine Seilbahninfrastruktur

10-MGD Cablebús Línea 5

Mexico City (MEX)

Gobierno de la Ciudad

de México

In Mexico City entsteht eines der ambitioniertesten

Mobilitätsprojekte weltweit:

Mit einer Gesamtlänge von 15,2 Kilometern

und zwölf Stationen wird die

Cablebús Línea 5 nach ihrer geplanten

Fertigstellung 2028 die längste urbane

Seilbahn der Welt sein. Sie verbindet die

westlichen Teile der Metropole direkt mit

der Metrostation Mixcoac (Linien 7 und

12) und ermöglicht so eine schnelle und

barrierefreie Integration in das bestehende

öffentliche Verkehrsnetz von Mexico City.

Kürzere und direkte Wege sowie eine

deutlich optimierte Anbindung halbieren

die bisherige Reisezeit und führen zu

einer spürbaren Verbesserung der

Lebensqualität für die Bevölkerung.

Effizient und barrierefrei

Die Cablebús Línea 5 befördert bis zu

3.000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung

und halbiert dank direkter Streckenführung

und ständiger Verfügbarkeit die

heutige Reisezeit. Sie ist unabhängig vom

Straßenverkehr, benötigt wenig Platz am

Boden und lässt sich vergleichsweise

schnell realisieren. Gerade in dicht

bebauten Gebieten ist das ein großer

Vorteil. Die konsequent umgesetzte

Barrierefreiheit sorgt zudem für eine

komfortable, sichere und zuverlässige

Nutzung für alle Fahrgäste.

Langjährige Partnerschaft für

nachhaltige Mobilität

Mit der Cablebús Línea 5 vertieft die

Regierung von Mexico City die erfolgreiche

Zusammenarbeit mit der Doppelmayr

Gruppe. Seit 2021 wurden bereits

mehrere gemeinsame urbane Seilbahnprojekte,

darunter die Cablebús Linien 1

und 3, umgesetzt. Insgesamt entsteht

damit in Mexiko eine umfangreiche

urbane Seilbahninfrastruktur – mit künftig

mehr als 50 Kilometern Streckenlänge,

die über 350.000 Fahrgästen täglich eine

verbesserte Mobilität bietet.

15,2 km

Länge

12

Stationen

114

Stützen

462

10er-Kabinen

3.000 P/h

Förderleistung

> 50 %

Zeitersparnis

kuppelbare

Gondelbahn

Seilbahnsystem

40


Coming Soon

Neues Seilbahnnetz

für Puebla

Nächster Großauftrag für Doppelmayr

in mexikanischer Millionenstadt

10-MGD Teleférico

de Puebla

Puebla (MEX)

Gobierno del Estado

de Puebla

Und noch mehr gute Nachrichten aus

Mexiko: Die Regierung des Bundesstaats

Puebla hat Doppelmayr mit der Entwicklung

eines neuen urbanen Seilbahnnetzes

beauftragt. Das Projekt umfasst vier

Linien mit insgesamt neun Stationen und

einer Gesamtlänge von 13,61 Kilometern.

Es wird die Mobilität in der 1,7-Millionen-

Einwohner-Stadt deutlich verbessern.

Zeitersparnis

um mehr als 50 Prozent

In Puebla, der viertgrößten Stadt Mexikos,

entsteht damit ein leistungsfähiges,

barrierefreies System, das wichtige

Punkte miteinander verbindet. Dank

nahtloser und direkter Erschließungen

über die überfüllten Straßen hinweg, wird

das Seilbahnnetz das tägliche Pendeln für

Tausende erleichtern und Reisezeiten um

mehr als 50 Prozent verkürzen. Zum

Einsatz kommen 154 moderne OMEGA V

Kabinen, die jeweils zehn Sitzplätze

bieten und komfortable Fahrten mit hoher

Taktung ermöglichen. Die anfängliche

Förderleistung liegt bei 1.000 Personen

pro Stunde und Richtung und kann bei

steigender Nachfrage auf bis zu 2.500

erhöht werden.

Effiziente Lösung

für städtische Strukturen

Verbunden werden unter anderem Parque

Juárez, das öffentliche Verkehrssystem

RUTA, Parque Biblioteca und der Cerro

Amalucan. Das Seilbahnnetz in Puebla ist

Teil einer landesweiten sozial ausgerichteten

Mobilitätsstrategie, die Straßen

entlasten, Staus reduzieren sowie eine

zuverlässige und barrierefreie Verbesserung

im bestehenden öffentlichen

Personennahverkehr (ÖPNV) bieten soll.

Mit dem Projekt stärkt Doppelmayr seine

Präsenz im Bereich urbaner Seilbahnen

in Mexiko und etabliert sie weiter als

effiziente Lösung für komplexe städtische

Strukturen.

13,61 km

Gesamtlänge

9

Stationen

96

Stützen

154

10er-Kabinen

2.500 P/h

Förderleistung

41


Coming Soon

659 m

Schräge Länge

354 m

Höhenunterschied

6 m/s

Fahrgeschwindigkeit

1.134 P/h

Förderleistung

2

Stützen

2,73 min

Fahrzeit

Neubau der

Cable Car Gibraltar

Neue Seilbahn verspricht besonderes

Erlebnis an beliebtem Ausflugsziel

80-ATW Cable Car Gibraltar

Gibraltar (GIB)

MH Bland Group of Companies

Am Felsen von Gibraltar beginnt ein

neues Kapitel: Die traditionsreiche

Cable Car Gibraltar wird vollständig neu

gebaut. Nach ihrer letzten Fahrt Anfang

des Jahres 2026 wurde die Anlage außer

Betrieb genommen, um einer modernen,

zukunftsfähigen Seilbahn zu weichen.

Ziel des Neubaus ist es, das beliebte

touristische Verkehrsmittel technisch

wie gestalterisch auf den neuesten

Stand zu bringen und das Besuchserlebnis

nachhaltig zu verbessern.

Deutlich höhere Kapazität

Im Mittelpunkt des Neubaus steht eine

klare Leistungssteigerung. Neben neu

gestalteten Stationen und modernen

Kabinen für je 80 Personen liegt ein

besonderer Fokus auf einer deutlich

erhöhten Kapazität: Künftig sollen über

1.100 Fahrgästen pro Stunde befördert

werden können – und damit viermal so

viele wie bisher. Dadurch verkürzen sich

Wartezeiten spürbar und der Besucherfluss

zum Upper Rock lässt sich effizienter

steuern. Zusätzlich bietet die neue

Anlage spürbare Verbesserungen in

puncto Komfort, Barrierefreiheit und

Betriebssicherheit.

Weitblick auf zwei Kontinente

Mit der Wiedereröffnung dürfen sich die

Gäste auf ein außergewöhnliches

Gesamterlebnis freuen: Die Seilbahn

eröffnet spektakuläre Panoramablicke

über die Straße von Gibraltar mit Sicht bis

nach Afrika und Spanien und ermöglicht

zugleich Begegnungen mit den berühmten

Berberaffen in ihrem natürlichen

Lebensraum. Abgerundet wird der

Ausflug von einem modernen Café und

Restaurant sowie einer Lounge Bar mit

weitem Ausblick, einem Shop und einem

flexibel nutzbaren Veranstaltungsbereich.

42


Coming Soon

Mitten ins Herz

des Skigebiets

Mit dem Projekt »Direttissima« entsteht

im Gebiet Adelboden-Lenk in der Schweiz

eine neue Seilbahn

10-MGD Fuhrenweidli–

Sillerenbühl (Direttissima)

Adelboden (CHE)

Bergbahnen Adelboden AG

Das Skigebiet Adelboden-Lenk bekommt

eine neue Seilbahn: Die 10er-Gondelbahn

Fuhrenweidli–Sillerenbühl, auch Direttissima

genannt, soll zukünftig den Zugang zum

Ski-, Wander- und Bikegebiet deutlich

vereinfachen. Dann geht es von der

Talstation Oey direkt nach Sillerenbühl –

in nur zehn Minuten und damit rund

15 Minuten schneller als bisher mit der

alten Seilbahnverbindung.

Entflechtung an

neuralgischen Punkten

Die geplante 3,6 Kilometer lange AURO-

Bahn der D-Line Generation mit Direktantrieb

wird zukünftig 713 Höhenmeter

überwinden, über 74 moderne 10er-

Kabinen verfügen und eine Förderleistung

von 2.200 Personen pro Stunde erreichen.

Durch die klare Entflechtung der Verkehrsströme

in der Region entfallen Wartezeiten

an neuralgischen Punkten wie der Station

Bergläger, insbesondere an Spitzentagen

im Winter. Die bestehende Strecke

Bergläger–Sillerenbühl bleibt erhalten.

Schritt zur

Ganzjahres destination

Die verkürzte Fahrzeit und der höhere

Komfort steigern die Attraktivität des

Gebiets für Familien, Tagesgäste sowie

Wandernde und Biker. Auch das Restaurant

Sillerenbühl wird damit spontan

erreichbar und der Berg gewinnt weiter

an Bedeutung als vielseitiger Erlebnisstandort.

Die Direttissima ist für das

Gebiet Adelboden-Lenk ein klarer Schritt

zu einer innovativen, gut erschlossenen

Ganzjahresdestination.

3,6 km

Schräge Länge

713 m

Höhenunterschied

7 m/s

Fahrgeschwindigkeit

74

10er-Kabinen

2.200 P/h

Förderleistung

10 min

Fahrzeit

© Bergbahnen Adelboden AG

43


doppelmayr.com

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