16. April 2026
- Graz Giants-Coach übernimmt Nationalteam - Aktivpension ab 2027 - Neues Knirps Café getestet
- Graz Giants-Coach übernimmt Nationalteam
- Aktivpension ab 2027
- Neues Knirps Café getestet
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Grazer16. APRIL 2026, DIE DIGITALE TAGESZEITUNG
Getty
Quelle: GeoSphere Austria
20°
Sonne zeigt
sich nur selten,
leichter
Regen möglich.
Die Temperaturen
liegen morgen Freitag zwischen
12 und 20 Grad.
Pensions-Plus
Aktivpension ab 2027: Neue Steuerzuckerl
und Anreize für das Weiterarbeiten
im Ruhestand nutzen. 7
Familien-Plus
Wir haben uns das neue Knirps Café
mit unserer kleinen Testerin bei der
ÖGK angeschaut. 5
Graz Giants-Coach übernimmt Nationalteam
Zwei Jobs, ein Ziel
GEPA; KK
Doppelrolle. Stefan Pokorny übernimmt das österreichische Football-Nationalteam. Der Coach der Graz Giants folgt auf Max Sommer und führt
Österreich in die EM-Qualifikation gegen Belgien und die Türkei. Seinen Posten in Graz behält der 39-Jährige parallel zur neuen Aufgabe. SEITE 10
2 graz
www.grazer.at 16. APRIL 2026
Wohnhilfe neu gedacht
Hermann Jernej, Stefan Hermann, Brigitte
Reinprecht und Gerald Wadl (v.l.) PB HERMANN
Investition in
die Zukunft
■ Gestern besuchte Bildungslandesrat
Stefan Hermann die
Landesberufsschule Graz 2. Im
Mittelpunkt stand die Besichtigung
der beiden neu umgebauten
Chemielabore.
„Unsere Lehrlinge verdienen
eine Lernumgebung, die dem
heutigen Stand der Technik
entspricht. Mit dem Umbau
der Chemielabore an der LBS
Graz 2 schaffen wir nicht nur
sichere und ergonomische Arbeitsplätze,
sondern setzen
auch ein klares Signal: Das
Land Steiermark investiert in
die Qualität der dualen Ausbildung
und damit in die Zukunft
unserer jungen Menschen“, betonte
Hermann die Bedeutung
der Investition.
Die Landesberufsschule
Graz 2 bildet Lehrlinge in elf
Berufsfeldern aus – von Labortechnik
und Drucktechnik
über Kosmetologie und Podologie
bis hin zur Fitnessbetreuung.
LANDESPOLITITK.
Steirische KPÖ fordert
Neuausrichtung der
Wohnunterstützung
und legt nun einen
eigenen Entwurf vor.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
■ Seit dem 1. April gelten in der
Steiermark verschärfte Regeln
für die Wohnunterstützung.
Die Grazer Bürgermeisterin
Elke Kahr und der KPÖ-Landtagsklub
schlagen nun Alarm:
Während die Wohnkosten massiv
steigen, werde das soziale
Netz durch die Reform der
Landesregierung systematisch
löchriger. Besonders die Zahlen
verdeutlichen den Rückgang
der Hilfeleistungen: Bezogen
im Jahr 2009 noch über 34.600
Haushalte Unterstützung, waren
es im Februar 2026 nur noch
rund 16.000 – weniger als die
Hälfte. Die KPÖ kritisiert, dass
durch höhere Hürden und die abgeschaffte
Valorisierung immer
mehr Menschen, insbesondere
in Graz, den Anspruch verlieren.
Ein Kernproblem sieht die Partei
im „Systemwechsel“ von 2016:
Damals wurde die Wohnbeihilfe
vom Wohnbau- in das Sozialressort
verschoben.
Damit
sei sie zur bloßen Armutsvermeidung
degradiert worden, statt
die Leistbarkeit für breite Schichten
zu sichern.
Reform gefordert
Als Vorbild für eine gerechtere
Lösung nennt die KPÖ das Nachbarbundesland
Kärnten, das bei
deutlich geringerer Einwohnerzahl
wesentlich höhere Summen
für die Wohnbeihilfe bereitstellt.
Der heute präsentierte Gegenentwurf
der KPÖ sieht vor, die Wohnunterstützung
wieder in das
Wohnbauressort einzugliedern
und den Bezieherkreis spürbar zu
erweitern.
Zentral ist dabei die Neudefinition
des Einkommens: Transferleistungen
wie Familienbeihil-
Bürgermeisterin
Elke Kahr
und der steirische
KPÖ-
Landtagsabgeordnete
und
Sozialsprecher
Alexander Melinz.
KPÖ
fe oder Alimente sollen künftig
nicht mehr angerechnet werden.
Zudem sollen sich die Einkommensgrenzen
an den Referenzbudgets
der Schuldnerberatung
orientieren. „Die derzeitige Politik
schreibt Armut fort, statt sie zu
überwinden“, kritisiert Landtagsabgeordneter
Alexander Melinz.
Ziel müsse es sein, das Wohnen
wieder leistbar zu machen, statt
Hilfe nur im äußersten Notfall zu
gewähren.
Immer mehr Steirer haben Schwierigkeiten,
Mietkosten zu decken. GETTY
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15
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316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufs leitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-
Bruckner (0664 / 80 666 6890), Azra Mehinagic (0664/80 666 6589) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE
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12. 16. APRIL 2026 www.grazer.at
anzeige 333
ART EXPO (c) KATJA CEMAZAR (3)
Ende April wird die Seifenfabrik in Graz mit der ART Expo International zum Hotspot zeitgenössischer Kunst.
Internationale Kunstszene
trifft sich in Graz
Internationale Kunst, urbanes Industrieflair und kreative Energie: Die ART Expo
International bringt zeitgenössische Kunst aus aller Welt in die Erlebnisregion Graz.
Von 24. bis 26. April verwandelt
sich die Seifenfabrik
Graz in einen
pulsierenden Hotspot für zeitgenössische
Kunst. Mit der
ART Expo International macht
eine internationale Kunstausstellung
Station in der steirischen
Landeshauptstadt und
setzt dabei bewusst auf Austausch,
Vielfalt und neue Perspektiven.
Die historische Industriehalle
an der Mur bietet dafür den
passenden Rahmen. Zwischen
Backsteinarchitektur und offenen
Raumstrukturen entsteht
eine Atmosphäre, die Kunst
nicht nur präsentiert, sondern
erlebbar macht. Genau dieser
Kontrast aus industriellem
Charme und moderner Kreativität
ist Teil des Konzepts und
prägt das Ausstellungserlebnis
wesentlich. Die Ausstellung
baut auf erfolgreiche Ausgaben
in Triest und Ljubljana auf,
wo über 500 Aussteller aus
mehr als 30 Ländern und rund
13.000 Gäste gezählt wurden.
Gezeigt wird ein breites Spektrum.
Internationale und nationale
Künstler präsentieren
Werke, die von Malerei und
Skulptur bis hin zu innovativen
Installationen reichen. Diese
Messe versteht sich dabei
nicht nur als Ausstellungsfl ä-
che, sondern als Plattform für
Dialog und Vernetzung. Sammler,
Galeristen und Kunstinteressierte
treffen auf aufstrebende
Talente und etablierte
Namen der Szene. Ergänzt wird
die Ausstellung durch ein vielseitiges
Rahmenprogramm.
Performances, Live-Art, Lesungen
und Diskussionsformate
erweitern den klassischen
Messebesuch und eröffnen
neue Zugänge zur Kunst. Ein
lebendiger Kulturraum, in dem
kreative Prozesse sichtbar werden
und Kunst in direkten Austausch
mit dem Publikum tritt.
Graz bietet dafür die idealen
Voraussetzungen. Als Stadt
mit starker kultureller Identität
und internationaler Ausrichtung
fungiert sie als Schnittstelle
zwischen regionaler Szene und
globalem Kunstgeschehen. So
entsteht ein Format, das über
die klassische Kunstmesse hinausgeht.
Die ART Expo Graz
versteht sich als Impulsgeber
für zeitgenössische Kunst und
als Treffpunkt für alle, die sich
mit aktuellen Entwicklungen
auseinandersetzen wollen.
Drei Tage lang wird Graz
damit zum offenen
Raum für Ideen, Experimente
und kreative
Begegnungen.
Tourismusinformation
Region Graz
Herrengasse 16
8010 Graz
Tel. 0 316/8075-0
info@regiongraz.at
www.regiongraz.at
#visitregiongraz
Weitere Standorte in Frohnleiten,
Laßnitzhöhe, Premstätten und
Köflach.
Weitere Event-Highlights:
Austrian Darts Open – PDC
European Tour: 08. bis 10.05.
Voices of Spirit – Internationales
Chorfestival Graz: 13. bis 17.5.
Lendwirbel – Kreatives
Straßenfest: 30.4 bis 3.5.
Mehr Informationen:
regiongraz.at/veranstaltungen
graz
4 www.grazer.at 16. APRIL 2026
Immer weniger Kassenärzte
SPÖ Graz warnt vor Notstand
E-CARD. SPÖ-Graz-Spitzenkandidatin Doris Kampus hat bei einer Pressekonferenz einen Gesundheitsnotstand
in Graz ausgerufen. Immer weniger Ärzte verfügen über einen Kassenvertrag.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Die SPÖ Graz rund um
Spitzenkandidatin Doris
Kampus schlägt Alarm:
Immer weniger Grazer Ärzte haben
einen Kassenvertrag, was zu
langen Wartezeiten, fehlenden
Terminen und steigenden Kosten
für Patienten führt. Nur mehr
19 Prozent der Ärzte in Graz sind
Kassenärzte. Bei Fachärzten ist
die Situation noch angespannter:
Nur 15 Prozent nehmen die E-
Card an. Die SPÖ befürchtet, dass
die ärztliche Versorgung zunehmend
zur finanziellen Frage wird,
und fordert rasches Handeln.
„Wir haben einen echten
Gesundheitsnotstand in Graz.
Wenn bei 85 Prozent aller Fachärzte
die E-Card nicht mehr
ausreicht, wird Gesundheit zur
Frage der Geldbörse. Diesen
Zustand können und dürfen wir
nicht akzeptieren“, betont Kampus.
Lösungsansätze
Konkret schlägt die Partei zwei
Maßnahmen vor: „Wir wollen
ein Gesundheitszentrum in jedem
Grazer Bezirk und ein Welcome
Center für Ärztinnen und
Ärzte schaffen, um eine weitere
Verschlechterung zu verhindern
und langfristig die Trendwende
einzuleiten“, so Kampus.
Gesundheitszentren sollen
die Spitäler entlasten und medizinische
Angebote bündeln.
Das Welcome Center soll Ärzte
bei der Ansiedlung in der steirischen
Landeshauptstadt unterstützen.
Spitzenkandidatin Doris Kampus und Allgemeinmediziner Max Mairinger
bei der heutigen Pressekonferenz in einer aufgelassenen Arztpraxis. SPÖ GRAZ
Buongiorno
FRÜHSTÜCK
MO-FR BIS 11:30
SA BIS 14:00
BEI GIGASPORT IM 3. OG
Interessierte hatten heute die Möglichkeit, sich von einem der 82 Notare am
Grazer Hauptplatz kostenlos und vertraulich beraten zu lassen. DER GRAZER
Der „Rat vom Notariat“
■ Rechtliche Fragen betreffen
viele Lebensbereiche der Gesellschaft
– von Vorsorge und
Erbrecht über Immobilien bis
hin zu Familie und Partnerschaft.
Um den Menschen eine
Orientierung bieten zu können,
luden die steirischen Notare
heute zum „Rat vom Notariat“
auf den Grazer Hauptplatz ein.
Besucher hatten die Gelegenheit,
sich kostenlos, persönlich
und vertraulich von einem der
82 Notariate beraten zu lassen.
Die Themen waren dabei
vielfältig und reichten vom
Testament bis hin zu rechtlichen
Aspekten rund um die
Immobilienwelt. „Viele rechtliche
Entscheidungen werden
oft viel zu lange aufgeschoben.
Mit ‚Rat vom Notariat‘ setzen
wir genau hier an. Juristische
Beratung auf Augenhöhe ist
die Kernessenz unserer Tätigkeit.
Umso schöner, dass auch
im öffentlichen Raum machen
zu können“, erklärt Martin Lux,
Präsident der Notariatskammer
für die Steiermark.
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16. APRIL 2026 www.grazer.at
graz 5
Neueröffnung getestet:
Endlich gibt‘s ein Kindercafé in Graz.
Im Knirps Café geht‘s rund
VERSPIELT. Wir haben uns das neue Knirps Café bei der ÖGK angeschaut: Unsere Jungtesterin hat sich
durch das kulinarische Angebot probiert und die vielen Spielmöglichkeiten auf Herz und Nieren geprüft.
KK
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Wenn man mit Kleinkind
in Graz in ein Lokal
möchte, in dem auch
das Kind auf seine Kosten kommt,
sind die Optionen äußerst begrenzt.
Umso erfreulicher, dass
letzte Woche bei der ÖGK in der
Friedrichgasse das Knirps Café
aufgesperrt hat! Mit einer waschechten
Expertin – einer 1,5-jährigen
Minitesterin – haben wir uns
dieses an einem Montagnachmittag
genauer angeschaut.
Für Kinder werden sechs Euro
Eintritt für zwei Stunden verlangt,
die im Vorhinein bereits überwiesen
werden müssen. Durch die
Reservierung wird sichergestellt,
dass es nicht zu voll ist und alle genug
Raum zum Spielen haben. Als
wir gekommen sind, waren nur
zwei Babys da, im Laufe der Zeit
sind es mehr geworden: Insgesamt
waren maximal 13 Kinder gleichzeitig
da – von wenigen Monaten
bis geschätzt 2 Jahren. Geeignet ist
das Konzept laut Betreibern Nikol
und Ivan Kromek für 0 bis 7 Jahre,
wobei wir sagen würden, dass Unter-3-Jährige
wahrscheinlich dort
den größten Spaß haben.
Die Spielmöglichkeiten sind
an Montessori und Pikler angelehnt.
Drei Themen-Häuschen
entführen in eine Werkstatt, einen
Supermarkt und ins Zuhause
(Küche, Waschmaschine). Dazu
gibt es einen Kletterturm mit
Rutsche, viele Bücher und bunte
Sortierspiele, Bausteine und Co.
Alle Materialien sind hochwertig
ausgewählt, vorwiegend aus
Holz. Bei den gehäkelten Puppen
wurde auf Diversität geachtet.
Die verschiedenen Spielsachen
sind geschlechtsneutral gestaltet.
Es gibt auch einen kleinen abgegrenzten
Bereich für Krabbelkinder,
in dem auch ein gemütlicher
Stillsessel steht. Mittels
Vorhang kann man sich dort extra
Ruhe verschaffen.
Speisekarte
Das kulinarische Angebot bedient
sowohl die Eltern als auch
die Kinder. Es gibt Kaffee von Paul
und Bohne – auch in einer koffeinfreien
Variante und mit verschiedenen
Milchsorten. Für die
Kleinen kann man Wasser oder
selbstgemachte Säfte bestellen.
Dazu kommen noch klassische
Softdrinks und ein paar wenige
alkoholische Getränke.
Zu essen werden Bowls, Rühreier,
Wraps und Co angeboten.
Zu Mittag gibt‘s kindgerechte
Suppen oder Ofengemüse. Zum
Abschluss Croissants und andere
kleine Süßigkeiten.
Persönliches Fazit
Wir haben uns für ein Rührei mit
Schinken und Käse sowie ein
Croissant entschieden. Beides
sehr gut, aber mit 7,50 Euro und
4,50 Euro für relativ kleine Portionen
schon nicht ganz billig. Geschmeckt
hat‘s trotzdem – auch
wenn wir der Ordnung halber
dazu sagen müssen, dass die Minitesterin
nur Schinken und Brot
kosten wollte, das Ei aber verweigert
hat.
Da war das Spielen natürlich
spannender. Sehr gewissenhaft
wurden fast alle Möglichkeiten
getestet – und für gut befunden.
Vor allem das Klettergerüst und
das Feuerwehrauto sowie die Küche
mit Waschmaschine sind begeistert
aufgenommen worden.
Das Knirps Café bietet ein tolles
neues Angebot für kleine Kinder.
Vor allem, wenn sie noch nicht
in die Krippe gehen und weniger
Kontakt mit anderen Kindern
haben, ist es sehr zu empfehlen.
Aber auch, wenn man als Mama
oder Papa mal gerne in Ruhe einen
Kaffee trinken möchte – so
selbstständig spielt die Testmaus
sonst selten! Der Eintritt ist absolut
gerechtfertigt: Das Angebot
ist nicht mit kostenlosen kinderfreundlichen
Lokalen, wie etwa
dem Familienauer in der Hans-
Sachs-Gasse zu vergleichen.
Man merkt, wie viel Liebe zum
Detail in jeder Ecke steckt! Wir
kommen jedenfalls gerne wieder!
Zwei Tipps: Vormittags soll
immer am meisten los sein. Und:
Im selben Haus gibt es eine Tiefgarage
– für Besucher des Knirps
Café zum Sondertarif.
6 graz
www.grazer.at 16. April 2026
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ anna.stocker@grazer.at
Schwere Kollision
mit Straßenban
Eine Löschgruppe der Feuerwehr führte nach dem Brand am Einsatzort in
Graz die notwendigen Kontrolltätigkeiten durch.
GETTY
mittlungen zufolge habe die
Fußgängerampel für sie zu diesem
Zeitpunkt Rotlicht gezeigt.
Die Frau dürfte den Fußgängerübergang
dennoch betreten
haben. Der Straßenbahnlenker
habe die Fußgängerin wahrgenommen,
sofort eine Bremsung
eingeleitet und durch Betätigen
des Warnsignals versucht, auf
sich aufmerksam zu machen.
Obwohl die 87-Jährige den Fußgängerübergang
bereits fast
vollständig überquert hatte,
■ Eine 87-jährige Grazerin
wurde Mittwochnachmittag
bei einem Zusammenstoß mit
einer Straßenbahn schwer verletzt.
Gegen 14:40 Uhr lenkte
ein 35-jähriger eine Straßenbahn
auf der Conrad-von-
Hötzendorf-Straße in nördliche
Fahrtrichtung. Nachdem
er den fahrplanmäßigen Halt
an der Station „Ostbahnhof“
beendet hatte, setzte er seine
Fahrt fort. Die für ihn geltende
Ampel habe bei der Überquerung
der Kreuzung mit der
Fröhlichgasse „Frei“ signalisiert.
Zeitgleich beabsichtigte
eine 87-jährige Fußgängerin,
den dortigen Fußgängerübergang
zu überqueren. Den Erkam
es zur Kollision. Die Seniorin
kam zu Sturz und zog sich
beim Abstützen mit der linken
Hand eine schwere Verletzung
am Handgelenk zu. Sanitäter
brachten die Verletzte zur ambulanten
Behandlung in das
LKH Graz.
Verletzte Arbeiter
nach einem Brand
■ Drei Mitarbeiter eines Grazer-
Produktionsbetriebes mussten
in der Nacht von Mittwoch
auf Donnerstag mit Verdacht
auf eine Rauchgasvergiftung
in das Krankenhaus eingeliefert
werden. Gegen 03:30
Uhr wurde die Polizei zu dem
Brandereignis gerufen. Beim
Eintreffen der Streife befanden
sich bereits mehrere Arbeiter
im Freien. Drei von ihnen
wiesen Symptome wie Husten,
Atemnot und Schwindel auf.
Laut ersten Ermittlungen sei
es infolge eines technischen
Defekts zu einem Austritt von
flüssigem Stahl gekommen.
Dieser habe in Kontakt mit
brennbaren Materialien eine
Brandentwicklung verursacht.
Die Arbeiter konnten das Feuer
dennoch eigenständig löschen.
Sanitäter des Roten Kreuzes
übernahmen schließlich die
Erstversorgung und brachten
die drei Betroffenen in das
LKH Graz. Eine Löschgruppe
der Feuerwehr führte am Einsatzort
die Kontrolltätigkeiten
durch. Ein Fremdverschulden
konnte vorerst nicht festgestellt
werden.
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graz 7
Neuerung bei den Pensionen
BESCHLUSS. Ein Wunsch, der schon lange im Raum stand, wird nun mit der Einführung der Aktivpension erfüllt. Ab
2027 zahlen alle, die über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten, keinen Pensionsversicherungsbeitrag mehr.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mit der Aktivpension werden
arbeitende Pensionisten
steuerlich und
sozialversicherungsrechtlich entlastet.
Die Bundesregierung setzt
damit zudem einen wichtigen
Schritt zur Stärkung des Standortes
und ein klares Zeichen der
Anerkennung für die ältere Arbeitnehmergeneration.
Derzeit Arbeiten
rund 150.000 Östereicher über
das Pensionsantrittsalter hinaus.
Neuerung
Wer über das gesetzliche Pensionsalter
hinaus arbeitet, zahlt ab
2027 keinen Pensionsversicherungsbeitrag
mehr und profitiert
zusätzlich von einem steuerfreien
Freibetrag von 15.000 Euro jährlich.
Wer den Pensionsantritt auf-
schiebt, erhält diesen Freibetrag
sogar ohne Einschränkung. „Wir
schaffen klare Anreize dafür, dass
sich Weiterarbeiten in der Pension
auszahlt. Wer länger im Erwerbsleben
bleibt, soll auch finanziell
deutlich profitieren. Damit schaffen
wir einfache und wirksame
Entlastungen für Erwerbstätige
und senden ein wichtiges Signal
für unseren Wirtschaftsstandort“,
so Finanzstaatssekretärin
Barbara Eibinger-Miedl.
Der Obmann des Steirischen
Seniorenbundes Ernest
Schwindsackl begrüßt diesen
Schritt ausdrücklich: „Die Aktivpension
ist nicht nur ein wirtschaftspolitisches
Signal, sondern
auch ein klares Zeichen der
Wertschätzung gegenüber all
jenen, die bereit sind, weiterhin
Verantwortung zu übernehmen.
Leistung muss sich lohnen.
Barbara Eibinger-Miedl und Ernest Schwindsackel begrüßen die Einführung
der Aktivpension und die damit verbundene Entlastung. BKA/ANDY WENZEL KK
Starke Frauen im Fokus
NETZWERK. Gemeinsam mit Frau in der Wirtschaft der WKO Steiermark lud Deloitte unter dem Titel
„Frauen formen Fortschritt“ zum Netzwerkevent. Mehr als 100 Frauen folgten der Einladung.
Claudia von der Linden, Dagmar Ajtic, Celina Dohr, Johanna Pirker, Sabine Herlitschka,
Sonja Sheikh, Lejla Pock, Elisa Aichinger und Karin Eckhart (v.l.). DELOITTE
Von Sabrina Naseradsksy
sabrina.naseradsky@grazer.at
Die erschienenen weiblichen
Gäste erlebten einen
Abend voller Female Empowerment
sowie inspirierende
Karriere-Einblicke erfolgreicher
Frauen. TU Professorin Johanna
Pirker gab in ihrer Keynote spannende
Einblicke in ihren Werdegang.
Spannend
In der anschließenden Podiumsdiskussion,
die Elisa Aichinger
moderierte, diskutierten Dagmar
Ajtic, Sabine Herlitschka,
Sonja Sheikh, Lejla Pock und
Claudia von der Linden über
die Bedeutung und den Mehrwert
weiblicher Führungskräfte
für Wirtschaft und Innovation.
„Es freut mich, dass wir gemeinsam
mit Frau in der Wirt-
schaft wieder ein hochkarätig
besetztes Event in Graz auf die
Beine gestellt haben. Danke an
unsere inspirierenden Podiumsteilnehmerinnen
und allen Anwesenden
– der heutige Abend
stand ganz im Zeichen voller
Frauenpower“, betont Karin Eckhart,
Initiatorin der Veranstaltung
und Partnerin bei Deloitte
in der Steiermark.
Mit dabei waren: Eva Naux
(Saubermacher), Walburga
Seidl (Steiermärkische Sparkasse),
NAbg. Daniela Gmeinbauer,
Caroline Schober (RCPE
GmbH), Manuela Dank (Barmherzige
Brüder), Manuela Groß
(Med Uni Graz), Renate Resch
(Wiener Städtische), Jana Streitmayer-Raith
(IVg Österreich),
Sandra Tanos (ICS), Julia Stanzenberger
und Natascha Alexakis
von AT&S sowie Monika
Fuchs (Die Füchsin).
8 graz
www.grazer.at 16. APRIL 2026
Ruhiger Platz
für Mali
Grazer
Pfoten
Mali sucht ein ruhiges Umfeld, wo er Vertrauen fassen kann. ARCHE NOAH
Mali ist ein ruhiger und Menschen, die seine sensible
vorsichtiger Rüde, der Art respektieren.
sich nach einem Haushalt - 5 Jahre
ohne Trubel sehnt. Ein geregelter
Tagesablauf würde ihm
große Sicherheit geben. Spaziergänge
- männlich
- braucht Zeit
- keine anderen Tiere
genießt der kleine
Rüde sehr und liebt es, seine
Umgebung zu erkunden. Mali
mag keine Kinder und sucht
Kontakt: Arche Noah
www.aktivertierschutz.at
Tel. 0676 84 24 17 437
Terra-Spitzenkoch Johann Schmuck, Van den Berg-Chef Oswald Held
und Terra-Küchenchef Maximilian Grandtner (v. l.)
MICHAEL KINK
Frühlings-Pop-up Graz
■ Nach dem großen Erfolg im vergangenen
Jahr kehrt das TERRA-
Team aus Stainz rund um Spitzenkoch
Johann Schmuck und
Küchenchef Maximilian Grandtner
von 27. April bis 3. Mai erneut
ins Grazer Gewürzhaus „Van den
Berg“ zurück.
Aufgetischt wird ein 4-Haubengekröntes
Frühlingsmenü. „Von
saisonalen Produkten wie Spargel
und Bärlauch bis hin zu fruchtigen,
leichten Aromen – die Gäste
erwartet eine Hommage an die
Saison und ein durch und durch
frühlingshaftes Menü“, erklärt
Schmuck.
Auch „Van den Berg“-Chef
Oswald Held freut sich auf den
Stainzer 4-Haubenkoch: „Wir
arbeiten bereits seit vielen Jahren
mit Top-Köchen aus ganz
Österreich zusammen. Johann
Schmuck zählt seit langem zu einem
besonders engen Freund des
Hauses. Umso mehr freut es uns,
ihn im Frühling erneut bei uns
begrüßen zu dürfen. “
SOLETTI
Genusswandertag
Samstag, 18. April 2026
Wandern trifft Knabberspaß – ein genussvolle Tag
im Thermen- & Vulkanland mit Soletti !
START: zwischen 8.00 und 10.00 Uhr
auf Schloss Kornberg
GENUSSSTATIONEN
Schloss Kornberg • Weingut Dietl • Vulcano Schinken
Obstweinmanufaktur Nestelberger • Lava Bräu • Pfeiler‘s Juche
GEWINNSPIEL-VERLOSUNG: 15.00 Uhr
www.thermen-vulkanland.at/soletti-wandertag
Original: Line Sulzenbacher/KI modifiziert
10 graz
www.grazer.at 16. APRIL 2026
Giants-Coach wird Teamchef
FOOTBALL. Stefan Pokorny, Headcoach der Graz Giants, übernimmt ab sofort die Leitung des österreichischen
Nationalteams. Den Giants bleibt der 39-jährige Wiener aber weiterhin erhalten.
Stefan Pokorny soll mit dem Nationalteam nahtlos an die Erfolge der vergangenen
Jahre anknüpfen. Bei den Giants bleibt er weiterhin Headcoach. GEPA
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Das österreichische Nationalteam
im American
Football hat einen neuen
Head-Coach. Nachdem Max
Sommer im vergangenen Herbst
mit einer gehörigen Portion Kritik
den Posten aufgegeben hatte, wurde
man beim AFBÖ nun fündig.
Stefan Pokorny, aktuell Trainer
bei den Grazer Giants, wird Head-
Coach. „Für mich ist es eine große
Ehre, die Rolle als Head Coach des
Herren-Nationalteams zu übernehmen.
„Mein Ziel ist es, gemeinsam
mit den besten Trainern und
Spielern Österreichs die Erfolgsgeschichte
fortzuschreiben und die
Entwicklung des österreichischen
Footballs mitzugestalten.”
Seit 2024 ist Pokorny bei den
Grazern und das wird auch zu-
künftig so bleiben. Zögern musste
Pokorny bei der Anfrage nur
kaum: „Ich musste nur schauen,
ob es sich ausgeht, für die Aufgabe
war ich sofort bereit.“ Der 39-Jährige
bleibt damit zumindest diese
Saison Headcoach der Grazer Giants
und Defensive Coordiantor.
„Aktuell ist es der Wunsch, das parallel
zu machen.“
Das erste Spiel unter der Leitung
des gebürtigen Wieners findet im
Oktober auswärts in Belgien statt,
während er kurz darauf gegen
die Türkei sein Heimdebüt feiern
wird. „Da gilt es sich neu zu finden“,
meint Pokorny, auch wenn
die Zeit knapp ist. „Es ist ein Wettlauf
gegen die Zeit“, so der neue
Head-Coach, der die nächste Generation
integrieren will. Gelingt
ein Sieg in beiden Matches, spielt
man im kommenden Jahr erneut
um den Europameister-Titel.
Für die HSG wird es jetzt hart
VERPASST. In Bregenz haben die Grazer Handballer eine 28:37-Ohrfeige einstecken müssen. Damit
ist vor der letzten Runde klar: Statt Viertelfinale wartet nur der brutale Kampf gegen den Abstieg.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Mit einem Knall muss
sich die HSG Graz vom
Viertelfinale in der
HLA Meisterliga verabschieden
und wieder einmal den
Gang in die nervenaufreibende
Abstiegsrunde antreten. In
Bregenz gab es eine schallende
28:37-Ohrfeige. Damit ist klar:
Das Viertelfinale geht sich nicht
mehr aus. Weil Bärnbach/Köflach
Hard mit 30:28 besiegt hat,
sind die Weststeirer vorbeigezogen.
Bei Punktegleichheit wäre
Bärnbach/Köflach aufgrund
des direkten Duells vorne. Siegt
Schwaz gegen Bregenz, kommt
man an den Tirolern nicht vorbei.
Gewinnt Bregenz ist man
wieder aufgrund des direkten
Duells draußen.
Trotzdem will die Mannschaft
des scheidenden Trainers
Spyros Balomenos am
Samstag in der letzten Runde
des Grunddurchgangs Leader
Vöslau schlagen. „Für uns zählt
jeder Punkt“, sagt Matic Kotar
von der HSG. „Jeder Punkt kann
am Ende entscheidend sein.“
Nach dieser Partie werden die
Punkte der vier Tabellenletzten
nämlich geteilt, ehe es dort weitergeht,
wo die HSG Graz unter
keinen Umständen hinwollte:
in der Abstiegsrunde.
Da geht es dann um nichts
weniger als die Existenz, denn
in der zweiten Liga gibt es weniger
Aufmerksamkeit und
damit weniger Sponsorgeld.
„Der Absteiger wird explodieren“,
glaubt HSG-Boss Michael
Schweighofer. „Das wird ein
Gemetzel werden.“
Auf Youngster Kilian Schranz (l.) und die HSG Graz wartet nach der Pleite in
Bregenz nun der nervenaufreibende Kampf gegen den Abstieg.
GEPA
16. APRIL 2026 www.grazer.at
Am morgigen Freitag wird im Rathaus ein parteiübergreifendes Fairnessabkommen
zur Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni unterzeichnet. GETTY
graz 11
Ausblick
Was am Freitag in
Graz wichtig ist
■ Am morgigen Freitag wird ein parteiübergreifendes Fairnessabkommen
für die Graz-Wahl 2026, mit klaren Regeln für einen respektvollen
und faktenbasierten Wahlkampf vorgestellt. Dieses wird von
KPÖ, ÖVP, Grünen, SPÖ und Neos unterzeichnet.
■ Beim Maturaball Info Brunch im Congress können sich Maturanten
über die Organisation ihres großen Abends informieren. Von 9 bis
12 Uhr gibt es dort alles Wissenswerte an einem Ort versammelt.
■ proAct feiert 15 Jahre – ab 15 Uhr im Orpheum. Das Jugendbeteiligungsprojekt
der Stadt Graz für Jugendliche und junge Erwachsene,
durchgeführt von der Dietrichskeusch‘n, sucht wieder spannende
Projekte. Abstimmen darf jeder zwischen 14 und 21, der sich bis 17
Uhr am Eingang mit einem amtlichen Lichtbildausweis registriert.
■ Seit ihrer Gründung 2016 hat sich Shake Stew vom Geheimtipp zu
einer der prägendsten Formationen der europäischen Jazzszene entwickelt.
„Österreichs Jazzband der Stunde“ macht um 20 Uhr Station im
Grazer Dom im Berg.
■ GAK-Präsident Rene Ziesler und MAPEI-Chef Andreas Wolf eröffnen
den Spieltagsfanshop direkt beim Stadion offiziell. Mit Sportdirektor
Tino Wawra und Kapitän Daniel Maderner kann man sich
dort ebenfalls austauschen.
■ Beim Alpenverein Graz wird ein neues Buch zu „Öffi-Touren Steiermark“
präsentiert. Dieses umfasst 75 Touren quer durch das Land.