der motor – Forum für Motoren- und Antriebstechnik – Ausgabe 1/26
Weiterdenken. Weitergehen. Wer sich heute mit der Motoren- und Antriebstechnik beschäftigt, erkennt schnell: Die Dynamik hat deutlich zugenommen. Technologien entwickeln sich rasant, Anwendungen werden komplexer, und die Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Integration steigen kontinuierlich. Für mich ist diese Dynamik kein Anlass, abzuwarten – sondern ein klarer Impuls, unser Magazin gezielt weiterzuentwickeln. Diese Ausgabe steht noch ganz in der gewohnten Qualität und Tiefe, die Sie von uns kennen. Gleichzeitig markiert sie einen Übergang: hin zu einer noch konsequenter ausgerichteten Berichterstattung. Wir bleiben emotional, nah beim Anwender. Künftig werden wir aber noch technischer, informativer und analytischer. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen nicht nur abzubilden, sondern sie einzuordnen, verständlich zu machen und fachlich fundiert zu begleiten. Gleichzeitig bauen wir unsere Rolle im Markt weiter aus. Das bedeutet auch Kommunikation weiter zu denken: vernetzter, dialogorientierter und über alle relevanten Kanäle hinweg. Neben dem Magazin entwickeln wir zielgerichtet unsere digitalen Formate weiter und verzahnen Inhalte stärker miteinander – für noch mehr Reichweite, vor allem aber für mehr Relevanz. Ein zentraler Baustein sind weitere redaktionelle Kooperationen. Sie helfen uns, Themen breiter aufzustellen und den Austausch innerhalb der Branche weiter zu intensivieren. Was bleibt, ist unser Anspruch: ein verlässliches, fundiertes und relevantes Sprachrohr der Branche zu sein. Was sich verändert, ist der Rahmen, in dem wir diesen Anspruch künftig noch umfassender einlösen.
Weiterdenken. Weitergehen.
Wer sich heute mit der Motoren- und Antriebstechnik beschäftigt, erkennt schnell: Die Dynamik hat deutlich zugenommen. Technologien entwickeln sich rasant, Anwendungen werden komplexer, und die Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Integration steigen kontinuierlich.
Für mich ist diese Dynamik kein Anlass, abzuwarten – sondern ein klarer Impuls, unser Magazin gezielt weiterzuentwickeln.
Diese Ausgabe steht noch ganz in der gewohnten Qualität und Tiefe, die Sie von uns kennen. Gleichzeitig markiert sie einen Übergang: hin zu einer noch konsequenter ausgerichteten Berichterstattung.
Wir bleiben emotional, nah beim Anwender. Künftig werden wir aber noch technischer, informativer und analytischer. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen nicht nur abzubilden, sondern sie einzuordnen, verständlich zu machen und fachlich fundiert zu begleiten.
Gleichzeitig bauen wir unsere Rolle im Markt weiter aus. Das bedeutet auch Kommunikation weiter zu denken: vernetzter, dialogorientierter und über alle relevanten Kanäle hinweg. Neben dem Magazin entwickeln wir zielgerichtet unsere digitalen Formate weiter und verzahnen Inhalte stärker miteinander – für noch mehr Reichweite, vor allem aber für mehr Relevanz.
Ein zentraler Baustein sind weitere redaktionelle Kooperationen. Sie helfen uns, Themen breiter aufzustellen und den Austausch innerhalb der Branche weiter zu intensivieren.
Was bleibt, ist unser Anspruch: ein verlässliches, fundiertes und relevantes Sprachrohr der Branche zu sein. Was sich verändert, ist der Rahmen, in dem wir diesen Anspruch künftig noch umfassender einlösen.
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Ausgabe 1/2026 | Schutzgebühr 7,90€
Interview mit Matthias Drees, Geschäftsführer der M. Drees Motorentechnik GmbH
Motoreninstandsetzung als
systemrelevanter Faktor
Manthey feiert
30-jähriges
Durchbruch für
synthetisches
Benzin
Stromerzeugung
im Marinebereich
Qualitätsmanagement
im Aftermarket
Editorial
Weiterdenken. Weitergehen.
Wer sich heute mit der Motoren- und Antriebstechnik beschäftigt,
erkennt schnell: Die Dynamik hat deutlich zugenommen. Technologien
entwickeln sich rasant, Anwendungen werden komplexer,
und die Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Integration
steigen kontinuierlich.
Für mich ist diese Dynamik kein Anlass, abzuwarten – sondern ein
klarer Impuls, unser Magazin gezielt weiterzuentwickeln.
Diese Ausgabe steht noch ganz in der gewohnten Qualität und Tiefe,
die Sie von uns kennen. Gleichzeitig markiert sie einen Übergang:
hin zu einer noch konsequenter ausgerichteten Berichterstattung.
Wir bleiben emotional, nah beim Anwender. Künftig werden wir aber noch technischer, informativer
und analytischer. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen nicht nur abzubilden, sondern sie einzuordnen,
verständlich zu machen und fachlich fundiert zu begleiten.
Gleichzeitig bauen wir unsere Rolle im Markt weiter aus. Das bedeutet auch Kommunikation weiter
zu denken: vernetzter, dialogorientierter und über alle relevanten Kanäle hinweg. Neben dem Magazin
entwickeln wir zielgerichtet unsere digitalen Formate weiter und verzahnen Inhalte stärker miteinander
– für noch mehr Reichweite, vor allem aber für mehr Relevanz.
Ein zentraler Baustein sind weitere redaktionelle Kooperationen. Sie helfen uns, Themen breiter aufzustellen
und den Austausch innerhalb der Branche weiter zu intensivieren.
Was bleibt, ist unser Anspruch: ein verlässliches, fundiertes und relevantes Sprachrohr der Branche
zu sein. Was sich verändert, ist der Rahmen, in dem wir diesen Anspruch künftig noch umfassender
einlösen.
Ich freue mich, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten.
Ihr
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Wenn Tradition Zukunft bewegt
Produktionsjubiläum im BMW Group Werk Hams Hall
Neue Generation von Perkins Marinemotoren
FPT liefert die Power für den Erfolg
Stromversorgung im Marinebereich
Die erste Hybrid-Serienyacht
Modulare Gasmotoren-Kraftwerke
Qualität klar definiert
Rolls-Royce-Antriebe für den Leopard 2
Perfekter Service
Dakar 2026
Manthey feiert 30-jähriges
Service neu ausgerichtet
Wulf Johannsen – Großmotorenkompetenz seit 1932
Hochleistungs-Gleitlager und Kolbentechnik
Technische Redaktion: Doppelter Kurbelwellenschaden
Technische Redaktion: Nockenwelle eingelaufen
Hyundai-Dieselmotoren für mobile Stromerzeuger
Der VMI bei Bücker & Essing
Präzision bis ins Detail
Stillstand ist keine Option
Vom Weltraum auf die Straße
Forschung & Entwicklung: Globalisierung, Wettbewerb, Klimaneutralität
Forschung & Entwicklung: E-Methanol für E-Fuel-Produktion
Wärme aus der Tiefe
Expertenseite
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Impressum
Layout
dallidallidesign
Bildnachweise
Seite 4-6 Text BEPOINT, Bilder: Elring, Rbiedermann, Dreamstime.com;
fabucar, Seite 8-9 Text & Bilder: FPT, Iveco, Alexandru Ionaș Sălăgean,
Dreamstime.com; Seite 10-12 Text & Bilder: BMW Group; Seite 13 Text
& Bilder: Perkins; Seite 14-15 Text: MAN, Bilder: MAN, Donvictorio,
Dreamstime.com; Seite 16-17 Text & Bilder: MAN Engines, Benetti; Seite
18-19 Text & Bilder: Rolls-Royce; Seite 20-21 Text: BEPOINT, Bilder:
iwis; Seite 22-23 Text: Rolls-Royce, Bilder: Rolls-Royce, KKF, stock.
adobe.com; Seite 24-25 Text: BEPOINT, Bilder: Sterki, Rbiedermann,
Dreamstime.com; Seite 26-28 Text: FPT-Motoren, Bilder: FPT-Motoren,
Wirestock, Dreamstime.com; Seite 30-32 Text & Bilder Manthey; Seite
33 Text: BEPOINT, Bilder: Marx, Memorialphoto, Dreamstime.com;
Seite 34-35 Text & Bilder Wulf Johannsen; Seite 36-37 Text: BEPOINT,
Bilder: NE; Seite 38-40 Text: Simon Bäumer, Bilder: Motoren Henze,
Irene Hadras, Taina Sohlman, Dreamstime.com; Seite 41-43 Text: Simon
Bäumer, Bilder Campro, Irene Hadras, Dreamstime.com; Seite 44-45
Text: BEPOINT, Bilder: Hyundai, Edu Estellez, stock.adobe.com; Seite
46-47 Text: BEPOINT, Bilder: Motoren Henze/BEPOINT/Bücker&Essing;
Seite 48-49 Text: BEPOINT, Bilder: Sieker, Kanemme6, stock.adobe.
com; Seite 50-52 Text: BEPOINT, Bilder: Drees; Seite 53 Text & Bilder:
Deutz; Seite 53 Text: Tomorrow’s Motion, Bilder: Tomorrow’s Motion,
Irina Batiuk, Dreamstime.com; Seite 54-57 Text: FVA, Bilder: FVA, Olga
Demina, Dreamstime.com; Seite 58-60 Text: TU Bergakademie Freiberg,
Bilder: TU Bergakademie Freiberg, Hand Robot, stock.adobe.com; Seite
61 Text & Bilder: MTU
Ausgabe
1/2026
3
dermotor.de | Ausgabe 1/2026 3
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
Wenn Tradition
Zukunft bewegt
Elring – Das Original im Aftermarket
Der Automotive Aftermarket steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Neue
Wettbewerber drängen in den Markt, Mobilitätskonzepte verändern sich grundlegend
und die Digitalisierung verschiebt gewohnte Entscheidungswege. Kaufentscheidungen
passieren heute nicht mehr nur im direkten Kontakt – sie entstehen
zunehmend in digitalen Ökosystemen, Communitys und durch gezielte
Kundenbindungsprogramme.
4
Wenn Tradition Zukunft bewegt
In diesem Spannungsfeld behauptet sich die Elring-
Klinger AG mit ihrem Aftermarket-Bereich als feste
Größe – und mehr noch: als Impulsgeber. Denn Elring
war schon immer mehr als ein Teilelieferant. Das Unternehmen
versteht sich als Partner der Werkstätten,
geprägt von technischer Expertise, Verlässlichkeit
und einer außergewöhnlich engen Kundennähe. Diese
Haltung trägt auch in Zeiten des Wandels. Unter
dem Leitgedanken „Elring – Das Original“ verbindet
das Unternehmen seine OE-Kompetenz mit modernen,
digitalen Ansätzen entlang der gesamten Customer
Journey – ohne dabei seine Wurzeln aus den
Augen zu verlieren.
Dialog statt Distanz: Nähe neu gedacht
Wie sich diese Strategie konkret darstellt, zeigt der
Blick auf Plattformen wie FabuCar. Gemeinsam mit
Fabufilm hat Elring dort gezielt Video-Content für
den eigenen Instagram-Kanal produziert, der unter
anderem auch über FabuCar ausgespielt wird.
Ziel dieser Inhalte war es, typische Fehlerquellen klar
aufzuzeigen und die fachgerechte sowie korrekte
Montage verständlich zu demonstrieren. Die technische
Ausarbeitung der Inhalte sowie die Definition
der relevanten Einbauschritte erfolgten durch Elring
selbst.
Die filmische Umsetzung wurde durch Fabufilm realisiert.
Julia von Fabufilm übernahm dabei die Rolle
der Directorin und hatte während des Drehs den
Gesamtüberblick – von Bild und Ton bis hin zur inhaltlichen
Führung der Aufnahmen. Auch der Schnitt
und die finale Aufbereitung der Inhalte wurden durch
Fabufilm umgesetzt
Die entstandenen Inhalte werden über die eigenen
Kanäle von Elring genutzt und zusätzlich über die
Plattform FabuCar ausgespielt – genau dort, wo Mechaniker
im Werkstattalltag nach konkreten Lösungen
suchen.
Dabei orientiert sich der Content konsequent an
den aktuellen Anforderungen des Marktes: Gefragt
sind heute kurze, prägnante Formate wie Reels und
Shorts für den schnellen Wissenstransfer im Werkstattalltag
– ergänzt durch längere, informative Formate
auf YouTube, die technische Zusammenhänge
tiefergehend erklären.
Mit dem Servicekonzept „Elring Garage“ adressiert
Elring diese Inhalte bewusst direkt im Markt und
richtet sich dabei gezielt an junge Mechaniker sowie
den technischen Nachwuchs. Ziel ist es, genau
die Inhalte bereitzustellen, die diese Zielgruppe heute
erwartet: praxisnah, visuell verständlich und unmittelbar
anwendbar – zusammengefasst im Ansatz
„Elring Garage Tech Talk“.
Ein zentrales Element der Content-Produktion sind
reale Anwendungsfälle aus dem Werkstattalltag. So
wurden unter anderem Inhalte rund um einen PTFE
Wellendichtring mit Gehäuse am VAG EA288 Motor
(1.6/2.0 TDI) mit der Artikelnummer 340.290 produziert
– ein Bauteil, das im Markt häufig zu Installationsproblemen
führt.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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Loyalität, die Mehrwert schafft
Parallel dazu setzt Elring mit ProPoints auf ein Loyalty-Programm,
das weit über klassische Bonusmodelle
hinausgeht. Werkstätten sammeln beim Kauf
ausgewählter Produkte Punkte und tauschen diese
gegen Prämien ein – ein bewährter Mechanismus,
neu gedacht.
Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch tiefer: Pro-
Points schafft einen direkten,
Kundennähe
– digital wie
persönlich
digitalen Kommunikationskanal.
Kampagnen, Produktneuheiten
und Schulungsangebote
lassen sich zielgerichtet
platzieren – schnell, relevant und nah am Bedarf der
Anwender. Kundenbindung wird so nicht nur incentiviert,
sondern strategisch gesteuert.
Präsenz zeigen –
wo der Markt stattfindet
So digital die Ansätze auch sind: Der persönliche
Kontakt bleibt ein zentraler Bestandteil der Elring-
DNA. Ob auf Hausmessen, bei Veranstaltungen von
6
Wenn Tradition Zukunft bewegt
Einkaufskooperationen oder im Austausch mit Verbänden
– Elring ist präsent, wo die Branche zusammenkommt.
Besonders entscheidend ist dabei die Rolle der AfterSales-Mitarbeiter.
Sie sind nah dran an den Werkstätten,
kennen die Herausforderungen aus erster
Hand und unterstützen bei technischen Fragestellungen
im Alltag. Dieses direkte Feedback fließt kontinuierlich
in die Weiterentwicklung von Produkten
und Services ein.
So entsteht ein Kreislauf aus Praxis, Austausch und
Innovation – und eine Verbindung zur Zielgruppe, die
weit über klassische Vertriebsstrukturen hinausgeht.
Zukunft sichern – von Anfang an
Ein weiterer strategischer Hebel liegt in der Förderung
des Nachwuchses. Elring engagiert sich gezielt
in Schulen, Meisterkursen und Weiterbildungsformaten.
Ziel ist es, angehende Kfz-Profis frühzeitig mit
den Anforderungen moderner Motoren- und Dichtungstechnologie
vertraut zu machen. Der Effekt:
Neben technischem Verständnis entsteht Vertrauen
– in Produkte, Qualität und Anwendungssicherheit.
Eine Form der Kundenbindung, die lange vor der
ersten Kaufentscheidung beginnt.
Tradition trifft Transformation
Der Aftermarket verändert sich – und Elring gestaltet
diesen Wandel aktiv mit. Das Unternehmen verbindet
seine traditionellen Stärken mit neuen digitalen
Touchpoints und schafft so eine ganzheitliche, zukunftsfähige
Kundenansprache.
Elring – Das Original steht damit nicht nur für Produktqualität,
sondern für ein klares Versprechen:
Nähe zum Kunden – digital wie persönlich. Die Beispiele
stehen exemplarisch für eine Entwicklung,
die von klaren Strategien und zukunftsweisenden
Konzepten geprägt ist – konsequent bis zum Anwender
gedacht.
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25 JAHRE BRITISCHES MOTORENWERK
Produktionsjubiläum
im BMW Group Werk Hams Hall
Das britische BMW Group Werk Hams Hall hat einen bedeutenden
Meilenstein erreicht: Seit genau 25 Jahren produziert
das Werk nahe Birmingham hocheffiziente Verbrennungsmotoren
für verschiedene Fahrzeugmodelle der BMW Group.
Mehr als 7,6 Millionen Antriebsmaschinen haben das Motorenwerk
seit 2001 verlassen. Es beliefert weltweit zahlreiche
Produktionsstandorte mit hocheffizienten Benzinmotoren für
die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce – einschließlich der Antriebe für Plugin-Hybrid-Modelle.
Damit ist der Standort ein zentraler Bestandteil des technologieoffenen
Ansatzes der BMW Group.
Werk Hams Hall zentraler Bestandteil
des weltweiten Produktionsnetzwerks
Dieses Jubiläum ist ein besonderer Meilenstein
für unseren Standort. Unsere Mitarbeitenden
sorgen Tag für Tag mit viel Einsatz und Leidenschaft
dafür, dass sich unser Werk und unsere
Produktionsprozesse stetig weiterentwickeln. Darauf
bauen wir auf, um mit dem Werk Hams Hall
auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.
Dirk Dreher, Leiter des BMW Group Werks Hams Hall
Heute produziert das Werk Hams Hall sowohl Dreiund
Vierzylinder-Benzinmotoren als auch die leistungsstarken
V8- und V12-Aggregate. Der V12 wird
im Werk Hams Hall exklusiv für Rolls-Royce hergestellt
und nach Goodwood geliefert. Seine Montage
folgt speziellen, maßgeschneiderten Produktionsprozessen,
die von eigens dafür geschulten Ingenieurinnen
und Ingenieuren betreut werden.
Das Werk Hams Hall ist ein zentraler Bestandteil
unseres weltweiten Produktionsnetzwerks.
Der Standort verbindet technologische
Kompetenz mit hoher Flexibilität. Er versorgt unsere
Fahrzeugwerke zuverlässig mit effizienten und leistungsstarken
Antrieben in Premiumqualität. Dazu
zählt auch der V12-Motor – ein Meisterstück
aus Hams Hall!
Harald Gottsche, Leiter Motorenproduktion der BMW AG
8
Produktionsjubiläum im BMW Group Werk Hams Hall
Energiebedarf pro gebautem Motor
um 61 Prozent gesenkt
Das britische Motorenwerk setzt die Prinzipien der
BMW iFACTORY konsequent um. Das Zielbild der
BMW iFACTORY steht für Elektrifizierung, Profitabilität,
Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Von der Planung
des Werks Hams Hall bis heute ist Nachhaltigkeit
von zentraler Bedeutung. Seit dem ersten vollen
Produktionsjahr hat das Werk den Energiebedarf pro
gebautem Motor um 61 Prozent gesenkt. Das bedeutet,
dass der Gesamtenergieverbrauch für den
Betrieb des Standorts trotz einer erheblichen Produktionssteigerung
auf dem gleichen Niveau geblieben
ist. Das Werk bezieht heute 100 Prozent seines
extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Außerdem wurde der Erdgasverbrauch reduziert.
Roboterhund SpOTTO scannt und
überwacht Produktionsanlagen
Ein vierbeiniger autonomer Roboter namens „SpOT-
TO“ verstärkt seit 2024 das Werk Hams Hall. Der autonome
Roboterhund scannt das Werk, unterstützt
die Instandhaltung und sorgt für einen reibungslosen
Produktionsablauf. Er verfügt über visuelle, thermische
und akustische Sensoren, sammelt wichtige
Daten für den digitalen Zwilling des Werks und dient
als Wachhund bei der Instandhaltung der Produktionsanlagen.
SpOTTO wurde von Boston Dynamics
mit dem Produktnamen „Spot“ entwickelt: ein agiler
Roboter, der mühelos Treppen erklimmt und unwegsames
Gelände durchquert. In Hams Hall wurde
„Spot“ liebevoll in SpOTTO umbenannt – eine Anspielung
auf das Erbe des Motorenwerks: Gustav
Otto war einer der Gründer von BMW und der Sohn
von Nicolaus Otto, dem Erfinder des Viertaktmotors.
Vollständig vernetzter digitaler Zwilling:
Big Data auf drei Ebenen
Im Zentrum der digitalen Transformation des Werks
Hams Hall steht der vollständig vernetzte digitale
Zwilling. Er setzt sich aus drei Ebenen zusammen:
Auf der ersten Ebene werden 3D-Darstellungen des
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
9
kompletten Werks erstellt. Die zweite Ebene umfasst
eine große Datenschicht, in die der Roboterhund
SpOTTO sowie die Produktionsanlagen und
IT-Systeme des Werks alle relevanten Informationen
einspeisen. Auf der dritten Ebene – der Anwendungsebene
– sortieren spezielle Programme die
gesammelten Daten in verständliche Einheiten. Mit
Hilfe von Apps können die Expertinnen und Experten
im Werk Hams Hall die Daten beispielsweise für die
Produktionsplanung und Qualitätssicherung nutzen.
Eine Historie kontinuierlichen
Wachstums
In den vergangenen 25 Jahren hat sich das BMW
Group Werk Hams Hall kontinuierlich weiterentwickelt
und spielt eine wichtige Rolle im Produktionsnetzwerk
der BMW Group. Es nutzt modernste Fertigungstechnologien
und sorgt für den Antrieb zahlreicher
Modelle von BMW, MINI und Rolls-Royce.
Eine Auswahl an
historischen Meilensteinen:
2001 Das Werk Hams Hall startet seine Serienproduktion
mit neuen Vierzylinder-Motoren.
Erstmals wird hierbei die innovative Valvetronic-Technologie
in Großserie eingesetzt.
2006 Eine zusätzliche Motorenfamilie wird im
Werk Hams Hall eingeführt. Erstmals fertigt
das Werk nun Motoren für die Marke MINI.
2013 Das Werk Hams Hall wird exklusiver
Hersteller des preisgekrönten Dreizylinder-
Motors für den ikonischen Plug-in-Hybrid-
Sportwagen BMW i8. Anschließend integriert
das Werk weitere Produktionslinien
für Drei- und Vierzylinder-Benzinmotoren.
Parallel dazu wird die Bearbeitungshalle
für Kurbelwellen, Zylinderblöcke und
Zylinderköpfe ausgebaut.
2022 Das Werk übernimmt die Fertigung der
leistungsstarken V8- und V12-Motoren.
Damit leistet es einen noch stärkeren
wirtschaftlichen Beitrag zum Gesamtunternehmen.
2026 Das Werk Hams Hall erreicht sein 25.
Produktionsjubiläum.
Ganz oben: SpOTTO, der autonome Roboterhund im Werk Hams
Hall, arbeitet mit dem Wartungsteam zusammen.
Oben: Der zweimillionste Motor wird im BMW-Werk Hams Hall
gefertigt.
Das weltweite Produktionsnetzwerk
für Antriebe der BMW Group
Das Produktionsnetzwerk für die Motoren der BMW
Group umfasst neben Hams Hall mehrere Werke
weltweit: Im österreichischen Steyr befindet sich der
größte Motorenstandort mit Entwicklung und Produktion
von Diesel- und Benzinmotoren sowie Elektromotoren
der sechsten Generation. In Dingolfing
werden die E-Motoren der fünften Generation hergestellt.
In München sitzt die Mechanische Fertigung
für Komponenten von V8- und V12-Motoren und in
Landshut befindet sich die Fertigung von Sondermotoren.
Das chinesische Joint-Venture BMW Brilliance
baut in Shenyang Motoren für den lokalen Markt.
Gemeinsam sichern diese Standorte die technologieoffene
Antriebsstrategie der BMW Group.
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Neue Generation von Perkins Marinemotoren
Eine neue Generation von
Perkins Marinemotoren
startet den operativen Testbetrieb
Zwei Festmacher- und Losmacher-Arbeitsboote des Hafens von Rijeka werden
in Kürze mit einer neuen Generation von Perkins Marinemotoren ausgestattet.
Während solche Modernisierungen üblicherweise
Teil laufender Flotteninvestitionen von Hafenbetreibern
sind, hebt sich dieses Projekt als bedeutende
Zusammenarbeit zwischen dem Hafen von Rijeka
und Perkins – einem Unternehmen der Caterpillar-
Gruppe – hervor.
Wie Miroslav Ćirić, Geschäftsführer von BU Power
Systems aus Viškovo und autorisierter Vertriebspartner
von Perkins Motoren, erläutert, haben sich der
Hafen von Rijeka und seine Arbeitsboote als ideales
Umfeld für reale Betriebserprobungen der neu entwickelten
Perkins Marinemotoren erwiesen.
Diese 200-PS-Dieselmotoren wurden in
voller Übereinstimmung mit den neuesten
Umweltvorschriften, insbesondere hinsichtlich der
Abgasemissionen, entwickelt und sind speziell für
den Einsatz in Arbeitsbooten vorgesehen. Nach umfangreichen
Werkstests wurden die Festmacher- und
Losmacherboote des Hafens von Rijeka als idealer
Partner und Testplattform identifiziert, da sie Leistungsbewertungen
unter allen Betriebsbedingungen
ermöglichen.
Miroslav Ćirić, Geschäftsführer BU Power Systems
Das operative Testprogramm für diese neuen Marine-Dieselmotoren
ist auf einen Zeitraum von einem
Jahr ausgelegt.
Wir sind stolz darauf, dass der Festmacherund
Losmachdienst des Hafens von Rijeka
von dem weltweit renommierten Caterpillar Marine
Power anerkannt wurde und dass unsere Arbeitsboote
für die Erprobung der operativen Leistungsfähigkeit
dieser neuen Generation von Dieselmotoren
ausgewählt wurden. Wir sind überzeugt, dass diese
Zusammenarbeit unsere Betriebseffizienz weiter
steigern und zur kontinuierlichen Optimierung unserer
Dienstleistungen in allen Hafenbecken – von
Raša bis zum LNG-Terminal in Omišalj – beitragen
wird.
Robert Stijelja, Leiter des Festmacher- und Losmachdienstes
des Hafens von Rijeka
Der Hafen von Rijeka betreibt eine Flotte von acht
Festmacher- und Losmacher-Arbeitsbooten mit
Längen zwischen 7,5 und 13 Metern. Laut Stijelja
führt die Flotte jährlich rund 1.800 Festmacher- und
Losmachvorgänge durch.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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FPT liefert die Power
für den Erfolg
IVECO S Way LNG ist „Sustainable Truck of the Year”
FPT, die Marke der Iveco Group, die sich mit der Entwicklung, Produktion und
dem Vertrieb von Antriebssträngen und Lösungen für On- und Offroad-Fahrzeuge
sowie für Schiffs- und Stromerzeugungsanwendungen befasst, hat bei den
„2026 Sustainable Truck of the Year Awards“ ihre Kräfte mit IVECO gebündelt.
Der IVECO S Way LNG mit dem Motor XCURSOR 13 NG gewann den Preis in
der Kategorie „Sattelzugmaschine“ und bestätigte damit das Engagement beider
Marken für einen zunehmend nachhaltigen Transportsektor.
Die Auszeichnung „Sustainable Truck of the Year“
wurde 2016 vom italienischen Branchenmagazin
Vado e Torno ins Leben gerufen und wird jährlich von
einer unabhängigen Jury aus Fachjournalisten vergeben.
Ihre Bewertung umfasst Nachhaltigkeits- und
Effizienzkriterien, darunter Emissionsreduzierung,
Sicherheitsleistung, Fahrkomfort und die Gesamtumweltbelastung.
XCURSOR 13 NG
für IVECO S-Way LNG
Technische Daten
Anzahl der Zylinder/Ventile: 6 L / 4
Turbolader: eWG
Hubraum: 12,9 Liter
Bohrung x Hub: 135 x 150 mm
Maximale Nennleistung: 500 PS
Maximales Drehmoment: 2.200 Nm
Trockengewicht: 1.050 kg
Wir freuen uns, dass unser langjähriges Engagement
für Innovation und Forschung im
Bereich Erdgasmotoren, das 1997 mit der Einführung
unseres ersten NG-Motors begann und uns
seitdem als klaren Marktführer positioniert hat, weiterhin
branchenweite Anerkennung und Wertschätzung
findet. Mit weltweit über 100.000 verkauften
Erdgasmotoren hat sich FPT einen soliden Ruf in
diesem Bereich aufgebaut. Der XCURSOR 13 NG
verkörpert unsere Führungsrolle im Bereich Erdgas
und führt ein Multi-Fuel-Motorkonzept ein, das auf
einer einzigen Plattform basiert und für den Betrieb
mit Diesel, Methan und in Zukunft auch Wasserstoff
ausgelegt ist.
Fabio Guerrisi, Leiter On-Road Sales bei FPT
12
FPT liefert die Power für den Erfolg
Der XCURSOR 13 NG ist der leistungsstärkste Erdgasmotor
auf dem Markt und liefert 500 PS bei einem
Drehmoment von 2.200 Newtonmeter. Neben seiner
herausragenden Leistung ist die Nachhaltigkeit eine
wesentliche Stärke dieses Motors. Der XCURSOR
13 NG spielt eine entscheidende Rolle im Dekarbonisierungsprogramm
der Iveco Group und sorgt für
Kohlenstoffdioxid-Emissionsreduktionen von bis zu
acht Prozent im Vergleich zur MY22-Version. Deutliche
Verbesserungen zeigen sich auch im reduzierten
Gewicht des Motors – minus zehn Prozent gegenüber
der Vorgängergeneration – im niedrigeren Kraftstoffverbrauch
und im reduzierten Motorgeräusch im
Vergleich zu Dieselmodellen, dank der Multipoint-
Stöchiometrie-Verbrennungstechnologie von FPT.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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MAN Engines bringt D3872 für die
Stromversorgung
im Marinebereich
Nach der Einführung als Antriebsmotor bietet der Münchener Motorenhersteller
den 30-Liter-Motor nun auch als Bordaggregat für verschiedene Anwendungen
mit Leistungen bis 960 kW an.
Nachdem man den D3872 bereits als Antriebsmotor
für Arbeitsboote und Yachten in verschiedenen Konfigurationen
bis 1618 kW/2200 PS anbietet, ist die
30-Liter-Plattform nun auch als Antrieb für Bordaggregate
zur Stromerzeugung und dieselelektrischen
Antriebssystemen verfügbar.
Der neue Motor nutzt alle Vorteile der V12-Konfiguration
mit 30 Litern Hubraum, die sich bereits in den
Antriebsversionen der Baureihe in anspruchsvollen
Einsätzen bewährt hat. Dazu zählen eine kompakte
Bauform, ein hohes Verhältnis von Leistung zu Bauraum
und eine robuste mechanische Auslegung, wie
sie insbesondere in schweren Dauerlastanwendungen
gefordert ist.
Für den Betrieb als Stromerzeuger stehen zwei Leistungsstufen
zur Verfügung: 840 kW bei 50 Hz für
europäische Stromnetze in der Variante MAN D3872
LE32x sowie 960 kW bei 60 Hz für US-Märkte beim
MAN D3872 LE33x. Die höhere Leistung in der US-
Konfiguration ergibt sich aus der notwendigen höheren
Drehzahl für den Generator.
Die Leistungsabstufungen ermöglichen eine flexible
Integration sowohl in klassische Bordnetze als auch
in dieselelektrische Anlagen, bei denen Effizienz,
Laufruhe und variable Lastanforderungen eine Rolle
spielen. Der MAN D3872 Auxiliary punktet laut
Hersteller durch sein Lastaufschaltverhalten sowie
schnelle und stabile Reaktion auf wechselnde Lastanforderungen,
was eine zuverlässige Stromversorgung
auch bei plötzlichen Lastwechseln gewährleistet.
Abgasnormen IMO Tier II, IMO Tier III
sowie EU Stage V erfüllt
Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Auxiliary-Varianten
ist die Möglichkeit, alle weltweit relevanten
maritimen Emissionsstandards zu erfüllen. Der MAN
D3872 deckt als Motor für Bordaggregate die Stu-
14
Stromversorgung im Marinebereich
fen IMO Tier II, IMO Tier III sowie EU Stage V ab
und nutzt dafür die modular aufgebaute und platzsparende
MAN Abgasnachbehandlung. Sie kann je
nach Marktanforderung mit SCR(AdBlue) oder SCR-
DPF(AdBlue + Dieselpartikelfilter)-Systemen konfiguriert
werden und ermöglicht damit die Einhaltung
höchster Emissionsanforderungen. Die Flexibilität
der Abgasnachbehandlung trägt dazu bei, dass der
MAN D3872 Auxiliary sowohl für internationale Hochseeeinsätze
als auch für regulierte Küsten- und Binnenmärkte
geeignet ist.
Die 30-Liter-Plattform von MAN Engines ist in einer
Vielzahl maritimer und stationärer Anwendungen erfolgreich
im Markt. Im Bereich der Arbeitsschiffe hat
sich die Motorenfamilie D3872 als leistungsstarker
und zuverlässiger Hauptantrieb etabliert. Im Yachtsegment
wurde der Motor zuletzt als MAN V12X-Serie
eingeführt und bietet dort Leistungsstufen bis zu
1.618 kW (2.200 PS). Darüber hinaus ist die Plattform
Grundlage für stationäre Gasmotoren MAN
E3872 (https://dermotor.de/man-ueberarbeitet-gasmotorenbaureihe-fuer-erd-und-biogasanlagen/),
die
in der Energieversorgung eingesetzt werden.
Mit der neuen Hilfstriebswerk-Variante des MAN
D3872 steht nun eine durchgängige und technologisch
einheitliche Motorfamilie zur Verfügung, die
sowohl Hauptantriebe als auch Bordstrom- und Hybridlösungen
innerhalb einer Plattform vereint.
Mit dem neuen MAN D3872 als Motor für
Bordaggregate runden wir unser 30-Liter-Portfolio
konsequent ab. Betreiber und Werften
erhalten damit eine vollständig durchgängige,
hocheffiziente und zukunftsfähige Motorenfamilie
für verschiedenste maritime Anwendungen – vom
Hauptantrieb bis zur kraftvollen Bordstromversorgung.
Der MAN D3872 Auxiliary ist eine moderne
Lösung, die unsere Kunden über viele Jahre
zuverlässig begleiten wird.
Reiner Rößner, Head of Sales MAN Engines
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
15
Benetti B.Neos
Die erste Hybrid-Serienyacht
Mit der Weltpremiere der B.Neos präsentiert Benetti die neueste Generation
seiner 40-Meter-Motoryachten – erstmals ausgestattet mit einem serienmäßig
verfügbaren Hybridantrieb von MAN Engines.
Auf die im Jahr 2025 in Cannes vorgestellte B.Neos
folgen nun die Details des innovativen Antriebssystems
von MAN Engines: Mit dem neuen Hybridantrieb
wird die MAN Smart HYBRID Experience erstmals
als serienmäßiger Bestandteil des Antriebskonzepts
vorgestellt und bringt die innovative B.Neos auch
beim Antriebsstrang in eine neue Dimension.
Gemeinsam mit MAN Engines konnten wir
ein Hybridkonzept realisieren, das perfekt in
die Architektur der B.Neos integriert ist und damit
ein neues technisches Niveau im Yachtbau
definiert.
Alessandro Rossi, Chief Technical Officer at Benetti Yachts
Als exklusiver Antriebslieferant für dieses Projekt
bringt MAN Engines seinen modernsten Antrieb an
Bord – die MAN Smart HYBRID Experience als eine
Kombination aus bewährter Hochleistungsdieseltechnologie
und einem integrierten Elektromotor.
Im Hybridstrang der B.Neos arbeiten zwei MAN V8
900 mit 662 kW (900 PS) und zwei 200 kW Elektromotoren
zusammen. Das Gesamtsystem erfüllt die
Anforderungen gemäß der Emissionsrichtlinie IMO
Tier III durch den Einsatz des MAN SCR Systems
und sorgt damit für deutlich reduzierte Emissionen.
Die flexible Kombination aus Verbrennungs- und
Elektromotoren ermöglicht der B.Neos jene Bandbreite
unterschiedlicher Betriebsmodi, die heute für
viele Eigner zum zentralen Entscheidungsmerkmal
für einen Hybridantrieb geworden ist. Heraus sticht
dabei vor allem der batterieelektrische Antrieb. Damit
lassen sich beim Cruisen oder Ankern im Hafen,
16
Die erste Hybrid-Serienyacht
Buchten oder auch besonders reglementierten Zonen
lokale Emissionen nahezu komplett vermeiden.
Das bedeutet ein nahezu lautloses Erlebnis auf dem
Wasser. Und das im Hotelbetrieb über viele Stunden
in Abhängigkeit von der installierten Batteriekapazität.
Die Kombination aus leisem und emissionsfreiem,
elektrischen Betrieb beim Fahren und Ankern
und der hohen Effizienz für hohe Reichweite prägt
den Charakter der neuen Benetti Yacht B.Neos wesentlich.
Darüber hinaus stehen weitere intelligente Hybridmodi
wie der effiziente Cross-over-Modus zur Verfügung.
Bei diesem sind Antriebs-, Aggregats- und
Elektromotoren optimal aufeinander abgestimmt um
Effizienz, Reichweite und Komfort zu erhöhen.
Der Hybridantrieb dieser modernen Luxusyacht definiert
den nächsten Level des Yachting-Lifestyles
mit. Er schafft jene ruhige, entschleunigte Art des
Reisens, die viele Kunden an diesem Yachtsegment
schätzen. Gleichzeitig bietet die MAN Smart HYB-
RID Experience die von MAN Engines gewohnte Zuverlässigkeit,
welche durch extensive Tests des Systems
während der Entwicklung sichergestellt sind.
MAN V8-900 Hybrid.
Die MAN Smart HYBRID Experience ist das
Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit
Benetti, die robuste Software und nahtlose Schnittstellenfunktionen
für bestimmte Antriebsgruppen
gewährleistet – alles perfekt in die Systemarchitektur
der B.Neos integriert und auf die Bedürfnisse
der Kunden zugeschnitten.
Reiner Roessner, Head of Sales MAN Engines
Neben der technologischen Basis lag ein Fokus des
Projekts auf kundenspezifischen Anpassungen.
Im E-Betrieb
leise und
emissionslos
Für die Endkunden bedeutet dies spürbare Vorteile:
ein klar strukturiertes System, das sich vom Kapitän
problemlos in den Bordalltag integrieren lässt:
verlässliche Leistungsbereitstellung
in allen Fahrzuständen,
geringeres Geräuschniveau
und weniger
Vibrationen sowie die Möglichkeit,
auch längere Aufenthalte
in emissionssensiblen Bereichen mit hohem
Komfort zu genießen. Gleichzeitig profitieren Eigner
neben reduzierten Kraftstoffverbräuchen und einer
höherer Gesamteffizienz von einer deutlichen Vereinfachung
des Energiemanagements an Bord. Dies
macht die MAN Smart HYBRID Experience zu einem
zukunftsfähigen Antriebskonzept, das den hohen
technologischen Erwartungen der Yachtnutzer entspricht.
Die B.Neos markiert damit nicht nur einen weiteren
Meilenstein in der Historie von Benetti, sondern auch
einen wichtigen Schritt für den Einsatz von komplett
integrierten Hybridsystemen aus einer Hand bei
Luxusyachten. Mit dem Hybridantriebssystem von
MAN Engines erhält die Yacht B.Neos ein modernes,
leistungsfähiges und auf Langfristigkeit ausgelegtes
Herzstück – perfekt integriert in die Designphilosophie
und die Zukunftsorientierung der neuen
B.Neos.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
17
Rolls-Royce bietet mit modularen
Gasmotoren-Kraftwerken
neue Lösung für Kraftwerksstrategie
Rolls-Royce bringt eine neue modulare Lösung für Gasmotoren-Kraftwerke auf
den Markt, die Versorgungssicherheit schaffen und die Umsetzung der Kraftwerksstrategie
beschleunigen.
Die schlüsselfertigen Anlagen liefern je nach Bedarf
von 5 bis hin zu mehreren 100 Megawatt Leistung
und sind als H2-ready-Lösung fit für den späteren
Einsatz von Wasserstoff. Dank vorkonfigurierter,
werksgeprüfter Module mit jeweils 10, 20 und 30 Megawatt
können die Kraftwerke bereits innerhalb von
12 bis 18 Monaten nach Bestellung ans Netz gehen.
Die Stromerzeugungs-Anlagen stehen als Backup
zur Verfügung und gleichen die schwankende Einspeisung
aus Wind- und Solarenergie aus. Dies ist
insbesondere wichtig in Dunkelflauten, wenn Zeiträume
zwischen 10 Stunden und mehreren Wochen
überbrückt werden müssen. In einigen Anwendungen
können sie auch als Überbrückungslösung im
Seit 2014 setzt Großbritannien auf einen Kapazitätsmarkt, um die
Energieversorgung von Kohle auf Erneuerbare und Gaskraftwerke
umzustellen. Rolls-Royce unterstützt die britische Energiewende
seitdem mit hocheffizienten Gasaggregaten – inzwischen sind rund
500 mtu-Gasaggregate im Einsatz, um das Stromnetz zu stützen.
Inselbetrieb dienen. Sie liefern kontinuierlich Strom,
bis eine Verbindung zum Netz hergestellt werden
kann. Ab diesem Zeitpunkt können die Generatoren
auf die Bereitstellung von Notstrom umschalten.
Auf der Energiefachmesse E-world in Essen stellte
Rolls-Royce im Februar seine neuen Lösungen vor.
Mit unseren modularen Gasmotoren-Kraftwerken
setzen wir die Kraftwerksstrategie
18
Modulare Gasmotoren-Kraftwerke
schnell und wirtschaftlich um. Unser Partnernetzwerk
sorgt für Tempo und lokale Wertschöpfung. Weltweit
verlassen sich Energieversorger und Rechenzentren
auf unsere Lösungen – mehr als 17 Gigawatt
installierte Leistung sprechen für sich.
Tobias Ostermaier, President Stationary
Power Solutions bei Rolls-Royce Power Systems
mtu-Gasmotor 20V4000 L64
als Containerlösung.
Modulare Gasmotorenkraftwerke
vereinen Resilienz, Wirtschaftlichkeit
und Nachhaltigkeit
Die dezentralen Gasmotoren-Kraftwerke erhöhen
die Netzresilienz und unterstützen die weitere Integration
von erneuerbaren Energien in das Netz.
Statt weniger großer, zentraler Einheiten setzen sie
auf viele kleinere Aggregate, die je nach Bedarf einzeln
zu- oder abgeschaltet und stets im optimalen
Wirkungsgrad betrieben werden können – ein Plus
für Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz, insbesondere
beim Einsatz von Biomethan und Biogas.
Wahre Resilienz entsteht durch Dezentralität,
nicht durch Zentralisierung. Ein Energiesystem,
das auf vielen verteilten, modularen Erzeugungseinheiten
basiert, ist weniger anfällig für großflächige
Störungen und Engpässe. Modulare Gasmotorenkraftwerke
bieten genau diese Struktur.
Michael Stipa, Senior Vice President Strategie, Geschäfts- und
Produktentwicklung Stationäre Energielösungen im Rolls-Royce-
Geschäftsbereich Power Systems
Anzeige
Qualität klar definiert
Wie iwis den Aftermarket auf OE-Niveau hebt
Die Anforderungen im automobilen Aftermarket steigen: Kunden erwarten Ersatzteile
in OE-Qualität bei gleichzeitig hoher Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.
iwis begegnet diesem Spannungsfeld mit einem integrierten Qualitätsmanagement,
das gezielt auf Strukturen und Ressourcen aus dem Seriengeschäft zurückgreift.
Der Taktgeber für Qualität
Im Zentrum steht der Quality Manager als funktionsübergreifende
Schnittstelle. Seine Rolle geht weit über
klassische Qualitätssicherung hinaus: Er koordiniert
Reklamationen im direkten Kundenkontakt, steuert
die Abstimmung mit Lieferanten und verantwortet die
Freigabe neuer Bauteile. Gleichzeitig hält er intern alle
Fäden zusammen – von Logistik über Wareneingang
bis hin zu Entwicklung, Einkauf und Vertrieb.
So entsteht eine zentrale Instanz, die Qualität nicht
nur prüft, sondern aktiv gestaltet und vorantreibt.
Durch die enge Verzahnung aller Bereiche wird Qualität
zur gemeinsamen Aufgabe entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
OE-Anspruch trifft Pragmatismus
Der Maßstab ist klar: OE-Qualität. Um diesen Anspruch
zu erfüllen, greift iwis konsequent auf die
Ressourcen des Seriengeschäfts zurück. Labore,
Prüfstände und Messtechnik kommen gezielt auch
im Aftermarket zum Einsatz und sichern ein hohes
Qualitätsniveau bereits in frühen Phasen der Produktfreigabe.
Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf einen bewusst
pragmatischen Ansatz. Technische Anforderungen
werden „so genau wie nötig“ definiert – mit
Fokus auf die tatsächliche Funktion. Nicht jede theoretische
Optimierung wird umgesetzt, sondern nur
das, was dem Kunden echten Mehrwert bietet.
20
Qualität klar definiert
SetCard – zur Person
Ergänzt wird dieser Ansatz durch Flexibilität:
iwis nutzt Spielräume in Normen
und Regelwerken, um kundenspezifische
Lösungen zu realisieren
und schnell auf Marktanforderungen
zu reagieren. Reklamationen werden
dabei nicht nur bearbeitet, sondern
gezielt als Impuls für kontinuierliche
Verbesserungen genutzt.
Name: Nikola Vidić
Funktion: Quality Manager Aftermarket EMUC/AM
Alter: 43 Jahre
Unternehmen: Seit 1999 im Unternehmen tätig
Werdegang: Ausbildung zum Industriemechaniker; Über
20 Jahre Erfahrung in der Produktion (Schwerpunkt Kettenmontage),
davon mehr als die Hälfte in der Funktion
als Teamleiter; Weiterbildung zum staatlich geprüften
Maschinenbautechniker
Qualitätserfahrung: Fundierte Erfahrung im Qualitätsbereich
aus dem Seriengeschäft mit OEMs, insbesondere in
den Bereichen Reklamationsbearbeitung, Ursachenanalyse
und Umsetzung von Vermeidungsmaßnahmen
So wird Qualitätsmanagement bei iwis zum strategischen
Hebel: Es verbindet OE-Standards mit praxisnaher
Umsetzung und bildet die Grundlage für den
Anspruch, zu den qualitativ führenden Anbietern im
Aftermarket zu zählen.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
21
Rolls-Royce-Antriebe
für den Leopard 2
Rolls-Royce hat vom Rüstungsunternehmen KNDS einen Großauftrag zur Lieferung
von über 300 mtu-Antrieben des Typs MB 873 Ka-501 für den Antrieb
neuer Leopard-2-Kampfpanzer erhalten.
Die Antriebssysteme sind für Fahrzeuge bestimmt,
die mehrere europäische Länder für ihre Armeen bei
KNDS bestellt haben, darunter Deutschland, Litauen,
Schweden, die Niederlande und die Tschechische
Republik. Die Auslieferung ist bereits ab dem
Jahr 2026 geplant.
Dieser Auftrag ist nicht nur einer der größten
seiner Art in den vergangenen Jahrzehnten,
sondern er ist auch Ausdruck der herausfordernden
sicherheitspolitischen Situation, in der wir uns befinden.
Unsere Kapazitäten für die Entwicklung und Produktion
der dringend benötigten mtu-Antriebsysteme
für militärische Fahrzeuge haben wir jüngst erheblich
erweitert und werden sie weiter deutlich ausbauen,
um unseren Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit
in Europa und in der Welt zu leisten.
Dr. Jörg Stratmann, CEO der Rolls-Royce Power Systems AG
22
Rolls-Royce-Antriebe für den Leopard 2
Die veränderte Bedrohungslage
hat bei Rolls-Royce zu deutlich
erhöhter Nachfrage nach mtu-
Motoren und -Antriebssystemen
geführt. Der Anteil des Behördengeschäfts,
das zu großen Teilen
die Versorgung der Armeen
Deutschlands, der NATO und verbündete
Staaten umfasst, trug im
vergangenen Jahr zu einem Viertel
des Umsatzes der Rolls-Royce-
Division Power Systems bei.
Das große Auftragsvolumen
für unsere mtu-Antriebe
spiegelt das hohe Vertrauen
wider, das europäische
Landstreitkräfte in dieses Fahrzeug
setzen. Der Leopard 2 gilt
nicht zuletzt wegen seines integrierten
und äußerst zuverlässigen
mtu-Antriebssystems weiterhin
als der Maßstab für schwere
Kampffahrzeuge. Es ist daher
selbstverständlich, dass sowohl
der komplette Antrieb der Baureihe
873 als auch die notwendigen
Ersatzteile auch in Zukunft verfügbar
sein werden, solange das
für den Betrieb der immens großen
Leopard-Flotte notwendig
ist. Gleichzeitig arbeiten unsere
Entwickler an Antriebssystemen
für die gepanzerten Landfahrzeuge
der Zukunft und steigern
die Leistung bestehender Antriebe, um den steigenden
Anforderungen der Armeen an moderne
Kampffahrzeuge gerecht zu werden.
Knut Müller, Senior Vice President für das Behördengeschäft
bei Rolls-Royce
KNDS hatte Mitte November die ersten Exemplare
der neuesten Modellvariante des Leopard 2, des
2A8, in Anwesenheit des deutschen Verteidigungsminister
Boris Pistorius vorgestellt. Es verfügt unter
anderem über eine neue Panzerung und einen verbesserten
Drohnenschutz.
Mehr als 300 mtu-Motoren vom Typ MB 873 als Antrieb für neue
Leopard-2-Kampfpanzer hat der Hersteller KNDS bei Rolls-
Royce bestellt.
Rolls-Royce schafft neue Motorenfamilie
für militärische Landfahrzeuge
Rolls-Royce baut sein bestehendes Portfolio an Antriebssystemen
für militärische Landfahrzeuge signifikant
aus. Dazu gehört auch die Erweiterung der
erfolgreichen und bewährten mtu-Baureihe 199 um
neue Varianten mit bis zu zwölf Zylindern und über
1.300 Kilowatt Leistung für Neufahrzeuge und die
Remotorisierung.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
23
Perfekter Service
So professionell wie persönlich
Sterki-HTP GmbH & Co. KG und FPT Industrial sind starke Partner, welche mit
einer hochqualifizierten Serviceleistung überzeugen.
spielt hier ihre Vorteile aus,
Professionalität und freundlicher,
menschlicher Support.
Denn neben der Expertise zählt
auch die Persönlichkeit.
Service-Fälle
• 2023 bei 413
• 2024 bei 465
• 2025 bei 463
FPT Industrial ist ein Unternehmen der IVECO
Group, welches sich der Entwicklung, der Produktion
und dem Verkauf von Antriebssystemen für Industriefahrzeuge
im On-Road-, Off-Road-, Marineund
Stromerzeugungsbereich widmet.
Der Süden von
Österreich wird von
MTO abgedeckt.
Das Produktportfolio ist vielseitig und deckt sechs
Motorfamilien mit Leistungen von 30 bis 735 Kilowatt
(42 bis 1.000 PS) ab.
Sterki-HTP ist autorisierter Händler für FPT Industrial
Motoren & Produkte in Deutschland und Österreich
und damit Ihr Ansprechpartner für Vertrieb und
Service in sämtlichen Anwendungsbereichen.
Was Service bedeutet, dass merkt der Kunde erst
wenn es Probleme gibt und dann muss alles reibungslos
funktionieren, damit die Ausfallzeiten überschaubar
bleiben. Die Firma Sterki-HTP in Sinsheim
Das Servicenetz von Sterki umspannt zuverlässig
Deutschland und Österreich. Das ist zum einen einer
Vorgabe von FPT zu verdanken, welche eine maximale
Entfernung von 200 Kilometer zum Serviceauftrag
bestimmt und zum anderen den Erfahrungen,
dass die Nähe zum Kunden klare Vorteile bringt. Die
zeitliche Kontaktaufnahme und Reparatur darf nur
24
Perfekter Service
Wenn es ein bisschen mehr sein darf
Customer Service ist eine wichtige Kernleistung für
Sterki, darüber hinaus gibt es noch weitere Angebote,
welche für Kunden relevant sind:
zwischen acht und 24 Arbeitsstunden (also innerhalb
von drei Arbeitstagen) liegen und gibt dem Kunden
weitere Planungssicherheit.
Koordination als Erfolgsgarant
Sterki plant und koordiniert alle Einsätze. Den Überblick
zu behalten ist wichtig, um schnell handlungsfähig
zu sein. Garantiefälle unterliegen einem offiziellen
Meldeweg, damit Kunden diesen auch einhalten,
werden sie auch mal vom Servicepartner oder den
kompetenten Mitarbeitern an die Hand genommen.
Einfache Servicefälle wickelt der Servicepartner
selbstständig ab, die Abrechnung erfolgt dann über
die Schaltzentrale von Sterki.
Service-Schulungen
kompetent und zentral
Service-Kontakt
• Technische Unterlagen
• Technischer Support
• Garantieanfragen und
Garantieabwicklung
FPT-Schulungen werden
unmittelbar von
Sterki angeboten und
zum Teil durch speziell
geschulte Servicepartner
ausgeführt.
Die Erfahrungen und
service@sterki.eu
das Wissen werden so
direkt weitertransportiert.
Das einheitlich
vermittelte Bildungsniveau und die absoluten Fachkenntnisse
durch das durchführende Personal sind
somit garantiert. Zahlreiche Spezialwerkzeuge und
Servicetools werden auch gerne gegen eine geringe
Leihgebühr jederzeit zur Verfügung gestellt.
• Originalersatzteile – Werden speziell für jeden
einzelnen Motor geprüft und arbeiten passgenau.
• FPT Kühl- und Schmiermittel (Öl) ermöglichen
längere Austauschintervalle und den perfekten
Motorbetrieb für einen um bis zu 50 Prozent
erweiterten Einsatzbereich.
• Original Reman – Kosteneffiziente Teile, genauso
effizient wie brandneue Produkte. Speziell für FPT
Industrial Motoren entwickelt.
• RAS-Modul (Remote Assistent Support) / Telematik
Systeme: Eine Überwachung die sich lohnt.
Mit dieser optionalen Ergänzung können Störungen
oder Defekte frühzeitig erkannt und Ausfälle
vermieden werden.
• Erweiterte Garantie – Auf bis zu 5 Jahre Gesamt-
Garantiedauer. Erweiterte Garantie kann nur vor
Inbetriebnahme des Motors zusätzlich erworben
werden. Ist die Inbetriebnahme bereits erfolgt, ist
nur die Basisgarantie aktivierbar.
• Ersatz- und Austauschmotoren als zeitwertgerechte
Lösung.
• Long Block Motoren – Bereits vormontierte,
einbaufertige Originallösungen – die schnellste
Alternative für eine Motorreparatur/-überholung,
die eine maximale Betriebszeit Ihres Fahrzeugs
gewährleistet.
Industrielle Antriebstechnik –
Eine Anlaufstelle mit Lösungen
Profis die Rede und Antwort stehen. Bei Sterki finden
Sie ein offenes Ohr und eine Lösung für Ihre Bedürfnisse,
denn Motoren sind in Sinsheim mehr als
Maschinen.
Wir liefern das
Herzstück für
Ihre Sicherheit.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
25
Dakar 2026
FPT-Motoren triumphieren
Wenn es hart auf hart kommt, legen die Harten los. Und bei der Dakar 2026 hat
sich FPT erneut als führende Kraft bei der extremsten Motorsport-Challenge der
Welt erwiesen. Es war ein Riesenerfolg für die Marke: Der historische Doppelsieg
für die Teams von de Rooy FPT, unter der Leitung der beiden Fahrer Vaidotas
Žala und Aleš Loprais, die von FPT als technischem Partner unterstützt wurden.
Die Ausgabe 2026 war für die Marke etwas ganz Besonderes.
Die Trucks, angetrieben vom legendären
CURSOR 13-Motor, gaben von den ersten Etappen
der Rallye an, Düne für Düne, das Tempo vor, dominierten
die Gesamtwertung von Anfang bis Ende und
bestätigten die Exzellenz der FPT-Technologie selbst
unter härtesten Bedingungen. Mit bewährter Zuverlässigkeit,
erstklassiger Leistung und blitzschneller
Reaktionsfähigkeit liefert der CURSOR 13 die erforderliche
Leistung, um die Wüste auf Highspeed-
Offroad-Strecken unter schwierigsten Bedingungen
zu bezwingen. Damit ist er die strategische Wahl für
alle, die im Rennen jegliches Limit ausreizen wollen.
Wir sind stolz darauf, dass unsere Antriebslösungen
dank modernster Leistung, Zuverlässigkeit
und Service bei der Dakar 2026 triumphiert
haben! FPT unterstützt Kunden auf der ganzen Welt
bei ihren täglichen Aufgaben. Hier haben wir unsere
Technologie und unseren Kundenservice in die
härtesten Dünen der Wüste gebracht, um bei der
extremsten Rallye der Welt erfolgreich zu sein. Ich
möchte dem gesamten Team von de Rooy FPT für
dieses außergewöhnliche Ergebnis danken, ebenso
wie den anderen Teams, die zu Recht auf unsere
Leistungsfähigkeit vertraut haben.
Giovanni Crepaldi, Vice President FPT Sales & Marketing
26
Dakar 2026
Getreu dem Slogan der Marke „Power You Trust“
verkörpert der CURSOR 13-Motor das absolute
Vertrauen, das Fahrer und Teams in die FPT-Technologie
setzen können. Als technischer Partner des
Teams von de Rooy FPT kann die Marke ihre technischen
Fähigkeiten bei der weltweit bekanntesten
Rallye-Raid-Veranstaltung unter Beweis stellen, ihre
Rolle als technologischer Maßstab unter extremsten
Bedingungen stärken und ihre Leidenschaft für Innovation
bekräftigen, die ihre Motoren seit jeher auszeichnet.
CURSOR 13 für die Dakar 2026
Technische Daten
Anzahl der Zylinder/Ventile: 6 l / 4
Turbolader: Twin Scroll
Hubraum: 12,88 Liter
Bohrung x Nabe: 135 x 150 mm
Maximale Nennleistung: 1.000 PS
Maximales Drehmoment: 5.000 Nm
Trockengewicht: 1.150 kg
Seit 2023 wurden die ersten drei Plätze von Trucks
mit FPT-Motoren besetzt, die Motoren der Marke
setzen auch Maßstäbe bei der härtesten Rallye der
Welt.
Darüber hinaus lieferte der legendäre CURSOR 13-
Motor 20 der 46 an der Rallye teilnehmenden Trucks
Leistung und Zuverlässigkeit.
Ich bin mir sicher, dass wir einen der besten
Motoren bei der Rallye Dakar haben, vor allem
was die Leistung angeht. Und alles hat wirklich
gut funktioniert. Wir hatten keinerlei Probleme. Und
wenn man bedenkt, dass es sich um ein Offroad-Rennen
über zwei Wochen und 5.000 Kilometer handelt,
müssen wir sagen, dass dies eine großartige technische
Leistung ist Lange Tradition des Teams von de
Rooy. Als ich zu den Trucks wechselte, dachte ich
mir: entweder mit dem Top-Team oder gar
nicht, dass sich die Strategie ausgezahlt hat.
Aleš Loprais, ein erfahrener Fahrer und Neffe des
legendären Karel Loprais, gab 2006 sein Debüt bei der
Rallye Dakar. Im Laufe der Jahre hat er Etappensiege
und Podiumsplätze Fehler gemacht und sich damit
unter den Top-Fahrern etabliert. Auf der letzten Etappe
des Rennens, als er Zweiter wurde, erklärte er:
Vaidotas Žala gab 2016 sein Dakar-Debüt in der
Auto-Klasse und hat anschließend an mehreren aufeinanderfolgenden
Ausgaben teilgenommen, wobei
er im Laufe der Jahre stetige Fortschritte gezeigt
hat. Nach vielen Saisons in der Auto-Klasse gab er
2025 sein Debüt bei den Trucks beim Skuba Team
De Rooy FPT und belegte den fünften Platz. Nach
dem Gewinn der Ausgabe 2026 sagte er:
Ich konzentriere mich darauf, konzentriert zu
bleiben, einen klaren Kopf zu behalten und
mich voll und ganz auf meine Leistung zu fokussieren
ausnutzen. Alles muss zu 100 Prozent stimmen,
damit wir unser Ziel erreichen können.
Hinter diesem Erfolg stand das Customer Service-
Team von FPT, das während der gesamten Rallye eine
entscheidende Rolle spielte. Dank eines kontinuierlichen
Überwachungssystems und der Fähigkeit, potenzielle
Probleme vorwegzunehmen, zeigte der Motor
eine außergewöhnlich hohe Betriebssicherheit. Die
kontinuierliche Arbeit des Customer Service-Teams,
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
27
unterstützt durch fortschrittliche, maßgeschneiderte
Telematiklösungen, die strengen Anforderungen an
den Datenaustausch erfüllen, sowie proaktive Kontrollen
haben die Gesamtleistung weiter verbessert
und dafür gesorgt, dass es zu keinerlei Ausfallzeiten
kommt. Für FPT-Kunden bedeutet dieser Ansatz,
dass sie einen echten virtuellen Mechaniker an Bord
haben, der potenzielle Fehler erkennen und verhindern
kann und so einen unterbrechungsfreien Betrieb
und maximale Effizienz garantiert.
Podiumsplatzierungen nach Etappen
Vaidotas Žala (Fahrer), Paulo Fiuza (Beifahrer),
Max Van Grol (Mechaniker)
9 Podiumsplätze
1. Platz: ST7
2. Platz: ST2, ST6, ST8, ST9, ST10, ST11, ST12
3. Platz: ST4
Aleš Loprais (Fahrer), David Křípal (Beifahrer),
Jiří Stross (Mechaniker)
8 Podiumsplätze
1. Platz: ST1, ST6, ST9, ST10, ST11
2. Platz: ST3, ST7
3. Platz: ST13
28
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dermotor.de | Ausgabe 1/2026
29
Manthey
feiert 30-jähriges
2026 steht für Manthey im Zeichen des 30-jährigen Firmenjubiläums. 1996 von
Olaf Manthey als kleines Rennteam unter dem Namen „Manthey Racing“ gegründet
und 2013 im Zuge der Fusion mit Raeder Motorsport und der Mehrheitsbeteiligung
von Porsche von den Brüdern Nicolas und Martin Raeder übernommen,
hat sich das Unternehmen zu einer international renommierten Größe
im Motorsport und der Automobilbranche entwickelt.
Heute vereint Manthey mit rund 350 Mitarbeitenden
in vier Geschäftsbereichen – Racing, Road Cars, Experience
und Race Cars – sowie den Marken „Raeder
Motorsport“ und „Equipment for Rennsport“
seine langjährige Erfahrung und vielseitige Expertise.
Seit wir 2013 die Geschäftsführung übernommen
haben, ist die Zeit unglaublich
schnell vergangen. Wenn wir heute zurückblicken,
macht es uns stolz zu sehen, was wir mit unserem
großartigen Team erreicht haben. Angefangen haben
wir als kleines Team in Meuspath und heute sind wir
weltweit im GT Sport, aber auch im Bereich Road
Cars, Race Cars und Experience bekannt. All das
wäre ohne ein starkes Team nicht möglich. Mittlerweile
sind wir über 350 Mitarbeitende – manchmal
können wir das selbst kaum glauben. Jede und jeder
Einzelne trägt dazu bei, dass wir uns als Unternehmen
so entwickeln konnten. Dazu zählen auch unsere
Geschäftspartner und Freunde, mit denen wir über
die Jahre diesen Weg gegangen sind. Sie alle sind ein
wesentlicher Teil unseres Erfolgs. Das Schönste ist:
Es kommen immer wieder neue Ideen dazu, die wir
gemeinsam versuchen umzusetzen und mit denen
wir uns jeden Tag ein bisschen neu erfinden. Dieses
Miteinander, dieses ständige Weiterentwickeln – das
ist für mich einer der größten Antriebe und
die Motivation, die Manthey ausmacht.
Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH
Martin und ich dürfen dieses Unternehmen
seit 13 Jahren lenken und gestalten, was für
uns alles andere als selbstverständlich ist. Schon zu
Raeder Motorsport Zeiten war Manthey für uns ein
Maßstab. Heute können wir sagen: Wir leben seit
Beginn unseren Traum – mit den bestmöglichen Voraussetzungen
durch die Partnerschaft mit Porsche
und mit einer großen unternehmerischen Freiheit, für
die wir Olaf Manthey und Porsche ausdrücklich danken
möchten. Diese Freiheit haben wir genutzt, um
Manthey konsequent weiterzuentwickeln: sportlich
mit tollen Erfolgen, aber auch strategisch mit starken
30
Manthey feiert 30-jähriges
Produkten und der Möglichkeit, Manthey Kits über
die Handelsorganisationen des Herstellers zu vertreiben.
Den Blick haben wir stets nach vorn gerichtet.
Ideen gibt es viele, und neue Märkte erschließen wir
stetig, wie aktuell in den USA. Besonders prägend
ist für mich die Entwicklung unseres Teams: Von den
Anfängen in kleiner Runde über verschiedene Etappen
unserer Entwicklung hin zu der Organisation, die
wir jetzt sind, hat sich Manthey stetig verändert. Mit
jedem Wachstumsschritt steigen die strukturellen
Anforderungen und es wird umso wichtiger, das Persönliche
nicht zu verlieren. Denn genau darin liegt die
Essenz unseres Erfolgs: der Spaß an der Sache, die
Leidenschaft für Performance und Motorsport und
das gemeinsame Arbeiten aus Überzeugung. Heute
blicken wir mit großem Respekt vor dem Erreichten
auf 30 Jahre Manthey zurück – und mit viel
Vorfreude auf das, was kommt.
Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH
Am 17. Dezember 2013 gaben Porsche und Manthey
bekannt, dass die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG die
Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der Manthey
Racing GmbH erworben hat. Die nun 13-jährige Zusammenarbeit
erstreckt sich auf alle vier Geschäftsbereiche
von Manthey.
Der Porsche Grello bei den
24 Stunden von Daytona.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
31
Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport
und Vorsitzender des Boards der Manthey Racing
GmbH, reflektiert über die Partnerschaft zwischen
den beiden Unternehmen: „Ich gratuliere Manthey
ganz herzlich zum 30-jährigen Jubiläum und freue
mich sehr über die gute Zusammenarbeit. Am Beispiel
von Manthey zeigt sich für mich, wie weit und
wie erfolgreich sich ein Rennteam entwickeln kann.
Von der Organisation einzelner Motorsporteinsätze
in den Anfängen bis zum Entwicklungspartner in der
Automobilindustrie ist es ein weiter Weg. Manthey ist
ihn gegangen. Firmengründer Olaf Manthey und alle,
die dazu beigetragen haben, dürfen zu Recht stolz
sein.“
30 Jahre Manthey – wer hätte das gedacht?
Von Beginn an war unser Anspruch, anders
zu sein als andere und dabei stets besser zu werden
– auf eine möglichst sympathische Art. Die Erfolge,
die wir in den vergangenen drei Jahrzehnten feiern
durften, sind vor allem dem außergewöhnlichen Engagement,
der Kompetenz und dem Herzblut unserer
Mitarbeitenden zu verdanken. Ebenso entscheidend
sind unsere Partner aus Industrie und Wirtschaft, von
denen viele im Laufe der Jahre zu engen Freunden
geworden sind. Dass sich Manthey in dieser Geschwindigkeit
und in diesem Umfang entwickeln
Von links nach rechts:
Martin Raeder, Olaf Manthey,
Nicolas Raeder.
würde, war nicht vorhersehbar. Umso mehr erfüllt es
mich mit Stolz und großer Dankbarkeit, dass wir mit
Nicki und Martin Raeder zwei Mitgesellschafter und
Geschäftsführer gefunden haben, die als Nachfolger
die Philosophie von Manthey konsequent weitertragen
– gemeinsam mit unserem gesamten Team. Ein
Ende der Entwicklung ist für mich nicht absehbar.
Wachstum entsteht aus Ideen, Mut und der Bereitschaft,
Wege zu gehen, an die andere vielleicht nicht
glauben. Ich bin überzeugt, dass wir diesen Ansatz
auch in Zukunft verfolgen werden. Mein herzlicher
Dank gilt allen, die diesen Weg mit uns gegangen
sind und weiterhin begleiten.
Olaf Manthey
Zum 30-jährigen Bestehen startet Manthey 2026 in
ein besonderes Jahr, das nicht nur die Vergangenheit
würdigt, sondern auch den Blick nach vorne richtet.
Den ersten Renneinsatz im Jubiläumsjahr markieren
die 24 Stunden von Daytona – beim Traditionsrennen,
das am 24. Januar 2026 gestartet wird, geht
das Team unter anderem mit einem Grello Porsche
in der GTD-Pro Klasse an den Start. Das ikonische
gelb-grüne Design feiert im September 2026 sein
zehnjähriges Bestehen. Nicht nur der Grello feiert
bei den 24 Stunden von Daytona aber sein Debüt:
Als offizielles Safety Car kommt beim Langstreckenklassiker
in diesem Jahr erstmalig ein 911 GT3 RS
mit Manthey Kit zum Einsatz.
32
Service neu ausgerichtet
Service neu ausgerichtet
Stabilere Strukturen für den Betrieb
Effiziente Motorentechnologie zeigt ihren Wert erst
im täglichen Einsatz. Die MARX GmbH aus Hamburg,
Distributor von Yanmar Antriebsystemen, hat deshalb
ihren gezielt weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen
heute klar strukturierte Abläufe, belastbare Prozesse
und eine engere Verzahnung mit dem Hersteller.
In der Praxis entscheidet weniger ein einzelner
Kennwert wie Verbrauch oder Emission über die
Leistungsfähigkeit, sondern vor allem die Organisation
dahinter. MARX trägt dieser Erfahrung Rechnung
und richtet seine Serviceaktivitäten konsequent auf
verlässliche, wiederholbare Abläufe aus.
Zusammenspiel von Technik und Service
Als autorisierter Distributor übernimmt das Unternehmen
neben der Distribution auch die Integration
und Betreuung von Yanmar-Antriebssystemen. Einsatzbereiche
sind vor allem Marine- und Industrieanwendungen,
in denen hohe Verfügbarkeit und stabile
Betriebsprozesse entscheidend sind. Technik und
Service werden dabei nicht getrennt betrachtet, sondern
als zusammenhängendes System.
Ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung ist
das Servicenetzwerk. Gemeinsam mit Yanmar arbeitet
MARX an einheitlichen Standards, klar definierten
Qualitätsanforderungen und einer stärkeren Einbindung
der Partner in die Herstellerstrukturen. Ziel ist
es, Serviceleistungen unabhängiger vom Einsatzort zu
machen und ein konstantes Qualitätsniveau sicherzustellen.
Gleichzeitig fließen Erfahrungen aus dem Betrieb
systematisch in die Weiterentwicklung ein.
die Inbetriebnahme bis zum Service. Dadurch lassen
sich Abläufe besser abstimmen und Anwendungen
ganzheitlich erfassen.
Parallel dazu wird die Qualifizierung der Servicepartner
ausgebaut. Schulungsangebote wurden erweitert,
internes Know-how gebündelt und der Zugang zu
technischen Informationen strukturiert. Die standardisierte
Wissensvermittlung sorgt für ein einheitliches
Qualitätsniveau im Netzwerk und unterstützt kurze
Reaktionszeiten, sowie eine hohe Betriebssicherheit.
Die Maßnahmen sind Teil einer kontinuierlichen Entwicklung,
nicht einer grundlegenden Neuausrichtung.
Bestehende Strukturen werden punktuell gestärkt und
ausgebaut, um den Anforderungen im Betrieb besser
gerecht zu werden. Damit positioniert sich MARX als
verbindendes Element zwischen Hersteller und Anwendung
– mit dem Ziel, Technik und operative Umsetzung
in Zukunft enger zusammenzuführen.
Mit zunehmender Komplexität der Antriebssysteme
gewinnt die Systemintegration an Bedeutung. Entscheidend
ist das Zusammenspiel aller Komponenten
im realen Betrieb. MARX setzt daher auf eine
durchgängige Begleitung – von der Auslegung über
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
33
Wulf Johannsen
Großmotoren-Kompetenz seit 1932
Stehen Motoren still, wird es schnell teuer. Ob BHKW im Winterbetrieb, Lokomotive
im täglichen Einsatz oder Schiffsmotor auf hoher See – Ausfälle kosten
Zeit und Geld. Seit über 90 Jahren steht Wulf Johannsen für schnelle, herstellerunabhängige
und zertifizierte Hilfe für Diesel- und Gasmotoren – weltweit und
rund um die Uhr.
Das Schleifen von Kurbelwellen bis zu acht Metern
Länge, die Bearbeitung von großen Gehäusen oder
präzise Bohrwerksarbeiten bis zu 12 Tonnen zählen
ebenso zum Portfolio wie moderne Metallbeschichtungsverfahren
zur kosteneffizienten Instandsetzung
von Komponenten.
Gegründet 1932 als Kurbelwellenschleiferei in
Kiel, hat sich das familiengeführte Unternehmen zu
einem international tätigen Servicedienstleister für
die Instandsetzung von 4-Takt-Großmotoren entwickelt.
Heute betreut Wulf Johannsen stationäre
Energiesysteme ebenso wie Motoren in Schiffen,
Lokomotiven, Baumaschinen und Industrieanlagen.
Das Leistungsspektrum reicht von der mobilen
Motorenwartung über Teil- und Komplettüberholungen
bis hin zum Remanufacturing einzelner Komponenten.
Zylinderköpfe, Kurbelwellen, Motorblöcke,
Getriebegehäuse, Pumpen und Turbolader werden
geprüft, instand gesetzt oder neu beschafft.
Ein starkes Team aus mobilen Servicetechnikern
ermöglicht dabei weltweit den Einsatz direkt vor
Ort – ob in Kraftwerken, an Bord, in der Werft oder
am Gleis. Kleinere Reparaturen, der Austausch von
Komponenten und Teilüberholungen können so zügig
durchgeführt werden. Komplexe Grundüberholungen
erfolgen im modern ausgestatteten Werk am
Standort Kiel. Dessen Kapazitäten wurden zuletzt
2023 durch eine neue Werkshalle mit 16-Tonnen-
Kran und zusätzlichen Montageflächen erweitert.
Ergänzt wird das Leistungsspektrum von Wulf Johannsen
durch die weltweite Lieferung von Ersatz-,
Neu- und Tauschteilen sowie von kompletten Motoren,
Notstromaggregaten und Pumpensystemen.
Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen Betreiber
von BHKW und Biogasanlagen bei Emissionsmessungen,
Abgasüberwachung und der Optimierung
ihrer Anlagen zur Effizienzsteigerung und
Schadstoffreduzierung.
34
☐ Ja
☒ Nein
Herste ler
☐ Dienstleister
☐ Sonstige
Güterwagen
☐ Reisezugwagen
thermisch
☐ elektrisch
Wulf Johannsen
Wulf Johannsen ist autorisierter Partner namhafter
Hersteller wie MITSUBISHI, SCANIA, AGCO POW-
ER, CLAAS und ALLWEILER. Gleichzeitig bietet Wulf
Johannsen herstellerunabhängige Leistungen für
alle gängigen Motorenfabrikate – und vereint damit
Markenkompetenz mit markenübergreifender Servicequalität.
KONFORMITÄTSBESCHEINIGUNG für
INSTANDHALTUNGSFUNKTIONEN
zur Bestätigung der Zulassung des Instandhaltungssystems in der Europäischen Union gemäss der Richtlinie
(EU) 2016/798 des Europäischen Parlaments und des Rates und der
Durchführungsverordnung (EU) 2019/779 der Kommission
1. OTIF/EU IDENTIFIKATIONS-NUMMER (EIN) CH/32/0225/7842
2. ZERTIFIZIERTE ORGANISATION
Wulf Johannsen KG GmbH & Co. Kurzbez.: WJ
Rechtliche Bezeichnung:
Marie-Curie-Straße 19
(inkl. Adresse)
24145 Kiel, Deutschland
Eingetr. Handelsregisternummer: HRA 2205 UID-Nr.: DE257541418
3. ZERTIFIZIERUNGSSTELLE
Organisation: SCONRAIL AG, Zürcherstrasse 39, 8400 Winterthur
Land: Schweiz EIN-Nummer: CH/30/0224/0001
4. ANGABEN ZUR BESCHEINIGUNG
Dies ist eine
neue Bescheinigung
☐ aktualisierte / geänderte Bescheinigung
☒ erneuerte Bescheinigung
Gültig ab: 07.11.2025 bis: 06.11.2030
Art der Organisation:
5. UMFANG DER INSTANDHALTUNGSTÄTIGKEITEN
Fahrzeugkategorie(n):
Umfasst Wagen spezie l für den Transport gefährlicher Güter:
6. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
Basis ist der Auditbericht von SCONRAIL Nr. ECM-150 9
Ausste lungsdatum 07.11.2025
EU-Identifikationsnummer (EIN) der
vorherigen Bescheinigung:
CH/32/0222/7583
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU/RU)
☐ Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU/IM/ISB)
☐ Halter
☒ Instandhaltungserbringer
☐ Lokomotiven
☐ thermisch
☐ elektrisch
☐ Triebzüge
Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge
☐ Bau-/Instandhaltungsfahrzeuge
☒ Sonstige
☒ Komponenten Antriebstechnik
Interne Referenznummer
Unterschrift:
SRL.828.00 / ECM-7842 Fo 607, V15.0 J. Raubold
Digital unterschrieben
von Johannes Raubold
Seite 1 von 2
Qualität und Sicherheit sind dabei zertifiziert:
Wulf Johannsen ist nach DIN EN ISO 9001, 14001
und 50001 zertifiziert, trägt das SCC-Zertifikat sowie
das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft
der Motoreninstandsetzungsbetriebe
e.V. (GMI).
Im Bahnsektor verfügt das
Unternehmen zusätzlich über
die ECM-4-Zertifizierung als Instandhaltungserbringer
für Motoren
und Antriebskomponenten.
Mit technischer Tiefe, jahrzehntelanger Erfahrung
und einem klaren Bekenntnis zur herstellerunabhängigen
Qualität bleibt Wulf Johannsen
das, was es seit Generationen ist: ein verlässlicher
Partner, wenn es um die nachhaltige Instandsetzung
und Optimierung anspruchsvoller
Großmotorentechnik geht.
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Hochleistungs-Gleitlager
für moderne Verbrennungsmotoren
Die Anforderungen an Verbrennungsmotoren steigen kontinuierlich. Höhere
spezifische Leistungen bei gleichzeitig reduziertem Verbrauch führen zu extremen
mechanischen und thermischen Belastungen. Gerade klassische Gleitlager
stoßen unter diesen Bedingungen an ihre Grenzen.
NPR of Europe kombiniert langjährige Erfahrung in
der Kolbentechnik mit innovativen Werkstoff- und
Beschichtungslösungen, um Komponenten zu entwickeln,
die Leistungsfähigkeit, Dauerhaltbarkeit
und Wirtschaftlichkeit optimal vereinen.
Steigende Anforderungen
an Lagertechnik
Moderne Motoren – geprägt von Downsizing, Direkteinspritzung
und Turboaufladung – erreichen Zünddrücke
von über 200 bar. Für hochbelastete Dieselaggregate
in Pkw und Nutzfahrzeugen bedeutet
dies: Nur Gleitlager mit hoher Anpassungsfähigkeit,
Robustheit und Notlaufeigenschaften können die
geforderte Betriebssicherheit gewährleisten.
Expertise in
Beschichtungstechnologie
Jahrzehntelange Erfahrung in der Beschichtungstechnologie
ermöglicht es NPR of Europe, die optimale
Zusammensetzung mit der idealen Masseverteilung
zu einer funktionalen Gleitschicht zu
kombinieren. Diese Expertise fließt direkt aus der
Serienproduktion in jedes Gleitlager ein. Damit erfüllen
die Lager folgende zentrale Anforderungen:
• Anpassungsfähigkeit – gewährleistet zuverlässige
Funktion unter wechselnden Lasten
• Verschleißwiderstand – minimiert Materialabtrag
und verlängert Lebensdauer
• Fressbeständigkeit – reduziert das Risiko
plötzlicher Lagerausfälle
36
Hochleistungs-Gleitlager und Kolbentechnik
• Korrosionsbeständigkeit – schützt vor
chemischen und thermischen Einflüssen
• Ermüdungswiderstand – sichert dauerhafte
Betriebsstabilität
• Wirtschaftlichkeit – optimiertes Kosten-Nutzen-
Verhältnis bei hoher Performance
Cerrox-Technologie
mit Dreistofflager
der nächsten Generation
Das von NPR of Europe weiterentwickelte Dreistofflager
auf Basis der Cerrox-Technologie stellt die aktuelle
Entwicklungsstufe dar und kombiniert:
• Hochfester Stahlrücken für strukturelle Stabilität
• Aufgesintertes Bronze-Lagermetall
für zuverlässige Notlaufeigenschaften
• Funktionale Gleitschicht mit eingebetteten
Hartstoffpartikeln zur Optimierung von Härte,
Verschleißresistenz und Anpassungsfähigkeit
Technische Performance
und Wirtschaftlichkeit
Im direkten Vergleich zu Sputterlagern bietet die
Cerrox-Technologie insbesondere im Mischreibungsbereich
Vorteile durch höhere Fressbeständigkeit,
Robustheit und Einbettungsfähigkeit. In der
Gesamtbewertung technischer Parameter – von
Ermüdungsund Korrosionsbeständigkeit bis zur Anpassungsfähigkeit
der Gleitschicht – bewegen sich
beide Technologien auf vergleichbarem Niveau.
Ein entscheidender Differenzierungsfaktor liegt jedoch
in der Wirtschaftlichkeit: Cerrox-Lager liefern
vergleichbare Performance bei geringeren Kosten
und eröffnen Herstellern wie Betreibern signifikante
Einsparpotenziale, ohne die Betriebssicherheit zu
kompromittieren.
Im realen Motorbetrieb zeigt sich der Vorteil der
Gleitschicht: Fremdpartikel im Ölkreislauf, etwa Abrieb
oder Verunreinigungen, werden aufgenommen,
wodurch kritische Schäden an Kolben oder Lagern
deutlich reduziert werden. Härtere Sputterlager reagieren
auf solche Belastungen empfindlicher und
können im ungünstigen Fall plötzlich versagen.
Praxisbewährte Lösung
Felduntersuchungen und Praxisberichte bestätigen
die Leistungsfähigkeit: Laufleistungen von über 1,5
Millionen Kilometern in Nutzfahrzeugmotoren sind
erreichbar. Damit positioniert sich NPR of Europe mit
der Cerrox-Technologie als innovativer, robuster und
wirtschaftlicher Partner für die nächste Generation
hochbelasteter Verbrennungsmotoren.
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Doppelter
Kurbelwellenschaden
durch Mangelschmierung
Ein Motorschaden bedeutet für ein Speditions-Unternehmen immer auch Verdienstausfall.
Wenn jedoch bei der Reparatur nicht mit der nötigen Sorgfalt gearbeitet
wurde, wird es aufwendig und teuer.
Der Weltmotor OM 471 ist eigentlich für seine sehr
hohe Lebensdauer bekannt, werden im Fernverkehr
regelmäßig Laufleistungen von mehr als eine Million
Kilometer erreicht, bevor er überholt werden muss.
Der Reihensechszylinder schöpft aus 12,8 Litern Hubraum
je nach Ausbaustufe bis zu 375 kW (510 PS).
Welche Folgen schlechte bis mangelhafte Wartung
jedoch auch für einen so standfesten Motor nach
sich ziehen können, zeigt unser heutiges Praxisbeispiel,
bei dem es zwei Kurbelwellen brauchte, um
den Motor wieder instand zu setzen.
Preiswerte Beschaffung über VMI
Rolf Sachweh, Geschäftsführer des VMI-Mitgliedsunternehmens
Motoren Henze, erläutert den Sachverhalt:
„Der Kunde, ein Speditionsunternehmen
hier aus der Nähe von Hannover, wurde bei uns nach
einem Kurbelwellenschaden vorstellig und hat die
entsprechenden Ersatzteile angefragt. Die Kurbelwelle
samt Hauptlagerschalen konnten wir für den
Kunden über ein VMI-Partnerunternehmen zu einem
guten Preis beschaffen, da zahlt sich die enge Partnerschaft
im Verband aus.“
Die Freude beim Kunden über die günstigen Beschaffungskonditionen
währte jedoch nicht lange:
nach 500 Kilometern lief auch die neue Kurbelwelle
fest – diesmal war der Schaden jedoch noch ausgeprägter
als am beim ersten Mal.
Wenn nach so
kurzer Zeit ein
erneuerter Schaden auftritt,
schieben viele Kunden
es zunächst auf das
Ersatzteil. Wir kennen
unseren Lieferanten jedoch
und haben, bevor
wir etwaige Gewährleistungsansprüche
geltend
machen, die Komponenten zur Überprüfung
zu uns in den Betrieb eingefordert.
Rolf Sachweh
Völlig zerstörte Haupt- und Pleuellager
Das Bild, dass sich an der ansonsten beinahe jungfräulichen
Kurbelwelle zeigt, ist verheerend. Vom
vierten Hauptlager, dass gleichzeitig auch das Anlauflager
darstellt und axial wirkende Kräfte aufnimmt,
sind kaum mehr als zwei völlig deformierte
Stücke Blech geblieben. Gemessen daran, ging es
für den betreffenden Lagerzapfen an der Kurbelwelle
noch einigermaßen glimpflich aus: Die Buntmetalle
des Hauptlagers sind zwar auf der stählernen Kurbelwelle
festgebacken, durch die direkte Ölversorgung
sind zumindest größere Materialabtragungen
ausgeblieben.
Weniger Glück hatte das benachbarte Pleuellager:
Dessen Ölversorgung hängt direkt von dem beschä-
38
Technische Redaktion
Doppelter Kurbelwellenschaden
digten Hauptlager ab. Nachdem sich dort die Hauptlagerschale
auf der Kurbelwelle festgefressen und
gedreht hat, riss durch die nun verschlossene Bohrung
auch die Ölversorgung für das Pleuel ab. Rolf
Sachweh: „Der Pleuelzapfen ist massiv beschädigt
und eingelaufen, daher ist eine Instandsetzung durch
Schleifen an dieser Stelle leider nicht möglich.“
Kurbelwelle mit zwei Millimetern Schlag
Welche Kräfte in so einem ausgewachsenen Dieselmotor
walten, wenn dessen Lagerung nicht mehr
einwandfrei gegeben ist, wird an der beschädigten
Kurbelwelle deutlich. Führungslos am vierten Hauptlager,
aber weiter im Betrieb, verformte die Kraft des
dritten Zylinders die Kurbelwelle derart, dass sie bei
Messung im Hause Henze einen Schlag von satten
zwei Millimetern im Rundlauf aufwies – die Toleranz
des Herstellers liegt bei 0,02 Millimetern und damit
einem Hundertstel des hier gemessenen Wertes.
Fehlersuche im Motorblock
Der OM 471-Motor wurde unter anderem im Mercedes-Benz
Acros verbaut.
Nach dem Schaden ist vor der Analyse. Das Team
von Motoren Henze nahm nach dem Eintreffen die
beschädigten Komponenten in Augenschein, um
die eigentliche Fehlerursache zu finden. Bei der Vermessung
der Hauptlagergasse war der Fehler für die
erfahrenen Motorentechniker schnell gefunden: Das
besagte vierte Hauptlager war von dem Eingangsschaden
bereits um zwei Zehntelmillimeter ausgeschlagen.
Der Werkstattleiter: „Hier hätte man gar
keine neuen Lager einsetzen dürfen, bei solch einem
Verschleiß ist der sichere Halt und die Führung der
wichtigen Hauptlager nicht mehr gewährleistet.“
Weiter führt der Motoren-Experte aus: „Spätestens
bei der Montage hatte es dem Kunden auffallen müssen,
dass sich die Passung des vierten Hauptlagers
sich wesentlich von den benachbarten Lagern unterscheidet.
An dieser Stelle wäre der große Schaden
noch vermeidbar gewesen.“
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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Motorblock noch zu retten
Für den Kunden, dessen Gewährleitungsanspruch
sich nach der Diagnose der Profis rasch erledigt hatte,
gab es zumindest noch eine gute Nachricht: Die
Rissprüfung, erkennbar durch das weiße Kontrastmittel,
zeigte keine Auffälligkeiten am Motorblock
und dem Bock der Lagergasse.
Die Lagergasse des Motorblocks kann auf dem
Bohrwerk auf das nächstgrößere Übermaß ausgespindelt
und mittels Übermaßlagerschalen sowie der
nunmehr dritten Kurbelwelle wieder instandgesetzt
werden. Sachweh: „Da das betroffene Pleuel irreparabel
beschädigt war und die anderen Pleuel ohnehin
am unteren Ende der Toleranzen angekommen
waren, tauschen wir sie nun komplett gegen Neuteile
aus. Einen weiteren Schaden kann unser Kunde
wirklich nicht mehr gebrauchen.“
Ursache für den ersten
Schaden liegt im Öl
Bei der Schadensanalyse, was den ursächlichen
Schaden ausgelöst hat, ist sich der Werkstattleiter
sicher: „Ein Kurbelwellenschaden bei einem Aggregat,
dass noch nie offen war, ist beinahe immer ein
Schmierungsproblem. Gerade im eng getakteten
Speditionsgeschäft steht es um die Ölqualität meist
schlecht, wie auch eine Ölprobe aus den Schmierstoffresten
ergeben hat, die sich noch im Kurbelgehäuse
befanden. Durch Mangelschmierung ist das
erste Hauptlager festgelaufen und hat durch sein
Mitdrehen die Lagergasse beschädigt. Die zweite
Kurbelwelle hätte der Kunde angesichts des ersten
Schadens gar nicht erst einbauen dürfen. Stattdessen
hätte die Grundbohrung überprüft werden müssen
und auch nach der Montage hätte auffallen müssen,
dass die Kurbelwelle eigentlich zu schwer läuft.“
Schaden in Höhe von 12.000 Euro
Addiert man die anfallenden Kosten zusammen, wurde
hier einiges an Lehrgeld bezahlt. Die erste Kurbelwelle
samt Hauptlagern lag bei rund 3.000 Euro, die
zweite zusammen mit neuen Pleueln bei 4.500 Euro
netto. Für die Bearbeitung der Lagergasse und fachgerechte
Montage des Leitwerks addieren sich die
Kosten auf rund 4.500 Euro. Rolf Sachweh: „Der Kunde
kann von Glück sprechen, dass das Kurbelgehäuse
noch zu retten ist. Ein Austausch-Shortblock hätte ihn
wohl 35.000 Euro gekostet. Aber wenn man bedenkt,
dass zwei Drittel der Kosten vermeidbar gewesen wären,
dennoch ein sehr ärgerlicher Schaden.“
40
Technische Redaktion
Nockenwelle eingelaufen
Nockenwelle eingelaufen
Benzinpumpen-Rollenstößel zerstört Nockenwelle
Wenn das Fahrzeug in den Notlauf geht, ahnt der Autofahrer nichts Gutes. Dass
ein zu geringer Kraftstoffdruck zum Komplettaustausch des Motors führen soll,
dürfte jedoch auch die meisten EcoBoost-1.5-Fahrer überraschen.
Eigentlich würde man einen Nockenwellenschaden
mit aufschlagenden oder verbogenen Ventilen assoziieren
– klassischen Schadensbildern nach übergesprungenen
Zahnriemen- oder Steuerketten oder
fehlerhaften Wechseln selbiger. Im EcoBoost 1.5
verhält es sich jedoch anders: Der Benzindirekteinspritzer
arbeitet mit 150 bar Einspritzdruck, die von
einer über die Nockenwelle angetriebenen Benzinpumpe
bereitgestellt werden.
Die EcoBoost-Motoren von Ford wurden unter anderem im
Kuga verbaut.
Bei schadhaften Nockenwellen bemerkt der Fahrer
zunächst meist nur die fehlende Leistung, die zu Beginn
des Problems auch nur situativ auftreten kann.
Im weiteren Verlauf des Schadensbilds leuchtet zudem
die Motorkontrolllampe auf, im Fehlerspeicher
wird der OBD2-Code „P00C6“ – Kraftstoffverteilerrohrdruck
zu niedrig (fuelrail pressure low)“ abgelegt.
Die Motoren der EcoBoost-Familie von Ford sind in
Europa ein Erfolg, kombinieren sie niedrige Verbräuche
mit guter Leistung. Jedoch leiden so manche Varianten
unter ihren ganz speziellen Problemen. Während
die kleineren 1.0 Ecoboost-Motoren vor allem
für ihren Zahnriemen unter Öl und Risse im Krümmer
berühmt-berüchtigt sind, trifft es bei den größeren
Reihenvierzylindern mit 1,5 Litern Hubraum vor allem
Risse im Zylinderkopf und Probleme mit einlaufenden
Nockenwellen, wie unser heutiger Fall zeigt.
Symptome: Fehlende Leistung und
brennende Motorkontrollleuchte
Rollenschlepphebel
zerstört Nockenwelle
Die eigentliche Ursache hinter dem Problem ist jedoch
nicht die Benzinpumpe selbst, sondern deren
Antrieb: Über einen Rollenschlepphebel wird die
Kraft von einem dreieckigen Nocken der Nockenwelle
abgenommen und auf den Pumpstößel übertragen.
Der Druck des Schlepphebels ist jedoch auf
Dauer zu hoch: Die Rollen bleibt stehen oder blockiert,
es kommt zu Mischreibung und die gehärtete
Nockenwelle läuft nach und nach ein.
Neben konstruktiven Ursachen, die in der Praxis
stets schwer nachzuvollziehen sind, kommen zwei
weitere Fehlerquellen in Betracht, die eine grenzwertige
Auslegung ans Limit bringen. Zu nennen sind
hier zum einen undicht werdende Benzinpumpen:
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
41
Instandsetzung spezialisierten GMI-Betrieb Campro
in Bochum.
Schaut man jedoch genauer hin, werden die Fresser
und der Materialabtrag an dem Antriebsnocken
sichtbar. Mittels entsprechender Messtechnik kann
der Fachbetrieb auch die fehlende Materialstärke
nachmessen. „Rein optisch fehlt dort nicht viel Material,
aber es reicht, um die empfindliche Benzinversorgung
des Direkteinspritzers zu stören.“ so Thomas
Vogel.
EcoBoost 1.5
über den Pumpstößel dringen geringe Mengen Kraftstoff
in den Ventiltrieb ein und waschen den schützenden
Schmierstoff von der Nockenwelle herunter.
Zum anderen der Schmierstoff selbst: Viele der
1.5er-Motoren werden mit Ölwechselintervallen von
20.000 Kilometern oder einmal im Jahr gefahren –
kommt es jedoch aufgrund von Kurzstreckenverkehr
zu höherem Kraftstoffeintrag ins Motoröl, oder ist
dessen Schmierwirkung ohnehin kurz vor Ende des
Intervalls schon beinahe aufgebraucht, ist ebenfalls
die Nockenwelle höherer Gefahr ausgesetzt. Beide
Szenarien können die Wirkung des sehr starken Anpressdrucks
des Rollenschlepphebels weiter verstärken
– von überzogenen Ölwechselintervallen
noch ganz abgesehen.
Es fehlt nicht viel
Auf den ersten Blick lässt sich eine schadhafte Nockenwelle
kaum von einer gebrauchten Nockenwelle
mit höherer Laufleistung unterscheiden, weiß Thomas
Vogel, Geschäftsführer des auf Nockenwellen-
Ersatzteil nicht lieferbar
Besonders ärgerlich für die Fahrzeughalter: Während
die Benzinpumpe sowohl beim Hersteller als auch
im freien Markt erhältlich ist, ist die Nockenwelle
schlichtweg nicht zu bekommen – und dies schon
seit Monaten.
Den Kunden wird anstatt der Nockenwelle der komplette
Austausch des Motors vorgeschlagen, der
mit rund 8.000 Euro brutto zu Buche schlägt. Weitere
3.000 bis 4.000 Euro werden in der Herstellerwerkstatt
für den umfangreichen Motortausch fällig,
sodass sich der Gesamtschaden auf bis zu 12.000
Euro aufsummiert – auch bei jungen Fahrzeugen
schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Immerhin: Kunden berichten von Kostenübernahmen
von bis 3500 Euro seitens des Herstellers, sofern
Wartungs- und Inspektionsintervalle eingehalten
wurden.
Lösung made in Bochum
Um betroffenen Kunden eine preislich attraktive und
dauerhafte Lösung anbieten zu können, setzt man
bei Campro auf die Neuanfertigung der Nockenwelle
aus Vergütungsstahl. Gegenüber dem Aufschweißen
und Neuschliff der vorhandenen Welle, löst man hier
mit höherer Festigkeit und Zähigkeit die Ursache des
Problems auch dauerhaft.
42
Technische Redaktion
Nockenwelle eingelaufen
Der Nockenwellen-Betrieb fertigt dazu eine Roh-Nockenwelle
aus 42CroMo4, einem legierten Vergütungsstahl
mit hohem Chrom- und Molybdänanteil,
der sich durch seine Festigkeit, gute Zähigkeit und
exzellente Härtbarkeit ideal als Ersatz für gegossene
Nockenwellen eignet.
Nach dem CNC-gesteuerten Vordrehen, geht es für
die neue Welle auf die Nockenwellen-Schleifmaschine.
„Wir haben dieses Schadensbild häufig hier und
uns entsprechende Master-Nocken angefertigt, mit
denen wir das Profil exakt nachschleifen können.“,
so der Nockenwellen-Spezialist. Unter reichlich
Kühlwasserzugabe schleifen die rund 600 Millimeter
großen Schleifscheiben mit einer Umfangsgeschwindigkeit
von 80 Metern pro Sekunde das Profil der
Masternockenwelle in den vorgedrehten Rohling.
Nach der spanenden Bearbeitung, die im Entgraten
und Polieren ihren Abschluss findet, geht es für die
Nockenwellen zum Härten. Bei Temperaturen jenseits
der 800 Grad Celsius, gefolgt von einem Abschrecken
in Öl, erreichen die neu angefertigten
Nockenwellen eine Vickershärte von 53 bis 57 HRC.
Durch das anschließende Anlassen verbessert sich
Alt und neu: Hinten die original Ford-Nockenwelle, vorne der
„geboosterte“ Nachbau von Campro.
zudem ihre Zähigkeit, um auch dauerhaft den pulsierenden
Kräften der Benzinpumpe und Ventilen
standhalten zu können.
Thomas Vogel: „Mit unserer Lösung bieten wir betroffenen
Ford-Fahrern eine attraktive Lösung. Für
890 Euro (Netto?) erhalten sie eine neu angefertigte,
verbesserte Nockenwelle, die das Problem dauerhaft
beseitigt. Dadurch, dass der Motor nicht ausgebaut
werden muss, sondern sich die Arbeit auf die Demontage
auf den Zylinderkopf beschränkt, ergeben
sich weitere Kostenvorteile.“
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
43
Hyundai-Dieselmotoren
für mobile Stromerzeuger
Systemintegration und Betriebssicherheit
aus einer Hand
Die Anforderungen an mobile Stromerzeuger umfassen heute weit mehr als reine
Motorleistung. Gefragt sind integrierte, normkonforme Systeme mit hoher
Dynamik und maximaler Verfügbarkeit. In diesem Umfeld positioniert sich die
DGS, Mainz als Integrations- und Servicepartner, der Hyundai-Dieselmotoren zu
einsatzfertigen Gesamtlösungen weiterentwickelt.
Systemintegration als Mehrwert
Mit den Hyundai-Power-Packs liefert DGS vollständig
vormontierte Funktionseinheiten, bestehend
aus Motor, Kühlsystem, Luftfilter und Abgasnachbehandlung.
Der entscheidende Vorteil liegt in der
Integrationsleistung: DGS übernimmt die applikationsspezifische
Auslegung, die thermische und mechanische
Integration, sowie die Abstimmung aller
Komponenten.
Betriebssicherheit unter
kritischen Einsatzbedingungen
Ein zentrales technisches Merkmal ist die Katastrophenschutzschaltung
der Hyundai-Motoren DX05
und DX08 nach
EU-Richtlinie EU
2017/654. Im
Ereignisfall
Für OEMs bedeutet das eine
deutliche Reduktion von
Entwicklungs- und Montageaufwand.
Gleichzeitig
steigt die Prozesssicherheit,
da alle Systeme als
geprüfte „Drop-in“-Lösung
bereitgestellt werden. Individuelle
Anpassungen bleiben
dabei möglich.
Hyundai DX05
44
Hyundai-Dieselmotoren für mobile Stromerzeuger
werden abgasrelevante Fehler – etwa bei AdBlue-
Mangel – temporär übergangen. Der Motor bleibt bis
zu 120 Betriebsstunden ohne Leistungsreduzierung
betriebsfähig.
Gerade in kritischen Anwendungen wie Notstromversorgung
oder Katastrophenschutz stellt dies einen
entscheidenden Vorteil dar. Die Integration dieser
Funktion in das Gesamtsystem unterstreicht die
Rolle von DGS als Anwendungsspezialist.
Die Hyundai-Generatormotoren zeichnen sich zudem
durch ein stabiles Verhalten bei Lastsprüngen
aus. In Kombination mit der abgestimmten Systemintegration
durch DGS ergeben sich geringe Spannungseinbrüche
und eine hohe Frequenzstabilität
– entscheidend für mobile Anwendungen mit dynamischen
Lastprofilen.
Leistungsspektrum
und Servicekompetenz
Die Motoren erfüllen die Anforderungen der EU Stufe
V und decken ein breites Leistungsspektrum ab:
• DM01 (1,8 L): 30 kVA
• DM02 (2,4 L): 50 kVA
• DM03 (3,4 L): 60 –100 kVA
• DX05 (5,0 L): 126 – 200 kVA
• DX08 (7,5 L): 233 – 301 kVA
In Kombination mit den Power-Packs entstehen daraus
sofort einsatzfähige Systemlösungen.
DGS versteht sich nicht nur als Integrator, sondern
auch als langfristiger Servicepartner. Dies umfasst
die technische Beratung, die Unterstützung einer
Inbetriebnahme, technischen Service, sowie eine
überdurchschnittliche Gewährleistung.
Auch im stationären Bereich bietet Hyundai individuelle
Lösungen bis 1440 kVA, ausgelegt für den
deutschen Markt und konform zur 44. BImSchV. So
kombiniert die DGS in Mainz Hyundai-Dieselmotoren
mit umfassender Integrations- und Servicekompetenz
zu ganzheitlichen Systemlösungen.
OEMs profitieren von reduzierter Komplexität,
Betreiber von hoher Verfügbarkeit und
normkonformer Auslegung – entscheidend
für den professionellen Einsatz in der mobilen
und stationären Stromerzeugung.
Kontakt Motorenvertrieb:
Jan Hechler
Telefon: +49 (0) 61 31 / 58 07-753
E-Mail: jhechler@dgs-mainz.com
Hyundai DM02
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45
Wenn Austausch
zur Stärke wird
Regio VMI Nord/West bei Bücker + Essing in Lingen
Volle Hallen, volle Teilnehmerlisten, spürbare Energie: Die erste Regionaltagung
des VMI Nord/West setzte ein klares Zeichen. Beim Verbandsmitglied Bücker +
Essing in Lingen wurde deutlich – die Branche rückt in turbulenten Zeiten enger
zusammen.
Schon im Vorfeld war klar: Das wird mehr als Routine.
Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen, kurzfristige
Anpassungen waren nötig. Anrufe, E-Mails, zusätzliche
Abstimmungen – die Geschäftsstelle arbeitete
am Limit, um auch kurzfristige Anforderungen der
Teilnehmer zu erfüllen. Mit Erfolg: Die Veranstaltung
zählt zu den bestbesuchten der vergangenen Jahre.
Dass der Tag so reibungslos verlief, lag auch am
Gastgeber. Bücker + Essing gewährte nicht nur Einlass,
sondern echte Einblicke. In kleinen Gruppen
führten die Rundgänge durch Werkshallen, entlang
moderner Maschinen, hinein in unterschiedliche Geschäftsfelder.
Motoreninstandsetzung und Industrieservice
wurden hier nicht erklärt – sondern greifbar.
Bücker + Essing
Technologie mit System
Dabei wurde deutlich, welche Rolle das Unternehmen
im Markt einnimmt: Mit rund 160 Mitarbeitenden
zählt Bücker + Essing zu den führenden Spezialisten
für Antriebs- und Aggregattechnik. Seit 1963
entstehen am Standort Lingen technische Lösungen
entlang des gesamten Lebenszyklus kostenintensiver
Komponenten – von der Instandsetzung über
Umrüstungen bis hin zu Serienoptimierungen und
Neufertigung. Im Fokus stehen Gas-, Diesel- und
zunehmend Wasserstoffmotoren sowie Pumpen,
Kompressoren und weitere rotierende Bauteile, wie
sie in Blockheizkraftwerken, im Schiffs- und Schienenverkehr,
in Nutzfahrzeugen und Industrieanlagen
zum Einsatz kommen.
Im Zentrum steht dabei ein klarer Anspruch: Technik
nicht nur instand zu setzen, sondern gezielt weiterzuentwickeln.
Auf Basis eines tiefen Systemverständnisses
analysiert das Unternehmen Motoren
und Komponenten hinsichtlich Effizienz, Verfügbarkeit
und Lebensdauer. Daraus entstehen passgenaue
Optimierungen, konstruktive Anpassungen und
Retrofit-Lösungen, die bestehende Systeme auf ein
neues Leistungsniveau heben – wirtschaftlich und
nachhaltig.
46
Der VMI bei Bücker & Essing
VMI – Netzwerk statt Wettbewerb
Doch es ging an diesem Tag um mehr als Technik. Es
ging um Verbindungen.
Der Austausch machte deutlich, welches Potenzial
im Netzwerk VMI steckt. Leistungen wurden sichtbar,
die nicht überall präsent waren. Kompetenzen
ergänzen sich – statt in Konkurrenz zu treten. Wer
nicht jede Technologie selbst wirtschaftlich abbilden
kann, findet im Verband die passenden Partner.
Auch in der Umsetzung zeigt sich diese Tiefe: Vom
Einzelaggregat bis zur Flotteninstandsetzung sorgt
das Werk in Lingen für durchgängige Prozesse und
geprüfte, sofort einsatzfähige Einheiten. Prüfstandläufe
unter realen Bedingungen sichern die Qualität,
während mobile Services und spezialisierte Reparaturverfahren
viele Arbeiten direkt vor Ort ermöglichen
– effizient und mit minimalen Stillstandzeiten.
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn. Gemeinsam
mit dem Technologieunternehmen KEYOU
treibt Bücker + Essing die Entwicklung von Wasserstoffmotoren
für den Nutzfahrzeugbereich voran.
Ziel ist es, bestehende Antriebstechnologien in eine
CO₂-freie Zukunft zu überführen und damit einen
konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs
zu leisten.
Gerade unter steigenden Anforderungen und wachsendem
Kostendruck wird diese Zusammenarbeit
zum entscheidenden Vorteil. Kurze Wege, klare Prozesse,
verlässliche Ansprechpartner – das sind die
Faktoren, die Projekte erfolgreich machen.
Und dann ist da noch der entscheidende Faktor:
Vertrauen.
Instandsetzung basiert auf Qualität – und auf Partnern,
die diese Qualität zuverlässig liefern. Der persönliche
Kontakt schafft dafür die Grundlage. Aus
Begegnungen wie dieser entstehen Verbindungen,
die oft über Jahrzehnte tragen.
Die Tagung in Lingen hat gezeigt: Gemeinschaft ist
im VMI kein Schlagwort. Sie ist ein funktionierendes
System – und gerade in bewegten Zeiten ein echter
Stabilitätsfaktor.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
47
Präzision bis ins Detail
Moderne Reinigung von Turbolader-Bauteilen –
Kompetenz von Sieker Turbo
Turbolader gehören zu den technisch anspruchsvollsten Komponenten moderner
Verbrennungsmotoren. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an ihre
Aufbereitung – insbesondere im Bereich der Reinigung. Sieker Turbo verbindet
langjährige Erfahrung mit modernster Verfahrenstechnik und entwickelt Lösungen,
die Präzision, Effizienz und Bauteilschutz optimal vereinen.
Individuelle Reinigungskonzepte
für komplexe Bauteile
Jedes Bauteil bringt eigene Herausforderungen
mit sich: Turbinenwellen, Verdichterräder, Lagergehäuse
oder komplexe variable Turbinengeometrien
unterscheiden sich nicht nur in Form und Material,
sondern auch in Art und Intensität der Verschmutzung.
Deshalb beginnt jeder Reinigungsprozess bei
Sieker Turbo mit einer detaillierten Analyse. Auf dieser
Grundlage wird ein individuell abgestimmtes Verfahren
entwickelt, das Ultraschall-, Hochdruck- und
Strahltechnik gezielt miteinander kombiniert.
Bei besonders sensiblen Komponenten kommt die
Ultraschallreinigung zum Einsatz. Sie ermöglicht
eine tiefenwirksame und vollständig kontaktlose Entfernung
von Öl-, Fett- und selbst hartnäckigen Ablagerungen.
Mechanischer Verschleiß wird vermieden,
sodass selbst hochpräzise Bauteile ihre Toleranzen
beibehalten. Das trägt wesentlich zur Qualität und
Langlebigkeit der Komponenten bei.
48
Präzision bis ins Detail
Auch die Oberflächenbearbeitung erfolgt mit höchster
Präzision. Die Rostentfernung basiert auf einem
zweistufigen Verfahren aus chemischer Behandlung
und anschließender Feinbearbeitung in Strahlkabinen.
Durch den gezielten Einsatz unterschiedlicher
Strahlmittel lassen sich Oberflächen exakt an die jeweiligen
Anforderungen anpassen – von funktional
optimierter Rauheit bis hin zu einer hochwertigen
optischen Veredelung.
Leistungsstarke Verfahren
für maximale Effizienz
Bei stärkeren Verschmutzungen setzt Sieker Turbo
auf leistungsstarke Hochdrucktechnik. Beheizte Reinigungssysteme
mit bis zu 40 bar entfernen selbst
hartnäckige Ruß- und Ölablagerungen zuverlässig.
Unterstützt wird der Prozess durch speziell entwickelte
Reinigungsmedien, die nicht nur effektiv
säubern, sondern zugleich einen temporären Korrosionsschutz
bieten. So wird die Bildung von Flugrost
unmittelbar nach der Reinigung verhindert und die
Prozesssicherheit erhöht.
Zukunftsorientierung
und nachhaltige Qualität
Neben der technischen Leistungsfähigkeit rückt
auch die Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus.
Sieker Turbo arbeitet kontinuierlich an innovativen
Korrosionsschutzlösungen, die Bauteile langfristig
vor Umwelteinflüssen schützen und ihre Lagerfähigkeit
weiter verbessern.
Die Reinigung von Turbolader-Komponenten ist bei
Sieker Turbo kein standardisierter Prozess, sondern
ein präzises abgestimmtes Zusammenspiel aus Erfahrung,
Technologie und Innovation. Das Ergebnis
sind effiziente, materialschonende Lösungen, die
höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden und
die Lebensdauer der Bauteile nachhaltig sichern.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
49
Stillstand ist keine Option
Matthias Drees – Geschäftsführer der M. Drees
Motorentechnik GmbH – über die Bedeutung
der Motoreninstandsetzung
Motoren sind die stillen Leistungsträger unserer
Wirtschaft. Sie treiben Baumaschinen an,
sichern Ernten in der Landwirtschaft und sorgen
im Ernstfall dafür, dass Notstromaggregate
zuverlässig Energie liefern. Solange sie laufen,
werden sie kaum wahrgenommen. Doch
ihr Ausfall hat oft unmittelbare Konsequenzen
– Produktionsstopps, Verzögerungen, hohe
Kosten oder im schlimmsten Fall sogar Gefahren
für Menschen.
Unternehmen wie Drees Motorentechnik sorgen
dafür, dass genau dieser Stillstand vermieden wird.
Sie analysieren Schäden, setzen komplexe Systeme
instand und stellen sicher, dass Maschinen schnell
wieder einsatzbereit sind. Dabei geht es längst nicht
nur um Reparatur: Es geht um Verlässlichkeit, um
Nachhaltigkeit und um die Fähigkeit, bestehende
Technik effizient am Laufen zu halten. In einer Zeit, in
der Ressourcen geschont und Investitionen sinnvoll
genutzt werden müssen, gewinnt die Instandsetzung
zunehmend an Bedeutung.
Gerade in kritischen Momenten zeigt sich, wie abhängig
ganze Branchen von funktionierender Technik
sind. Ein defekter Motor kann eine komplette
Baustelle zum Stillstand bringen oder dafür sorgen,
dass wichtige Abläufe nicht mehr greifen. Genau hier
setzt die Arbeit von Motoreninstandsetzern an – eine
Tätigkeit, die häufig im Hintergrund bleibt, aber eine
zentrale Rolle für die Stabilität und Leistungsfähigkeit
moderner Infrastruktur spielt.
Wir haben mit Matthias Drees, Geschäftsführer der
M. Drees Motorentechnik GmbH, darüber gesprochen,
warum seine Arbeit oft als selbstverständlich gesehen
wird – und warum sie in Wahrheit systemrelevant ist.
50
Stillstand ist keine Option
Herr Drees, Motoren stehen selten im Fokus.
Warum sind sie dennoch so entscheidend?
Motoren sind oft nicht sichtbar – aber ohne sie läuft
nichts. Wenn auf einer Baustelle ein Bagger stillsteht
oder in der Landwirtschaft eine Maschine ausfällt,
hat das sofort spürbare Auswirkungen. Besonders
kritisch wird es bei Notstromaggregaten. Wenn die
im Ernstfall nicht funktionieren, kann das gravierende
Folgen haben. Genau deshalb ist unsere Arbeit
so bedeutend.
Was unterscheidet einen Instandsetzungsbetrieb
wie Ihren von einer klassischen
Werkstatt?
Wir sind keine reine Reparaturwerkstatt. Unsere Aufgabe
besteht darin, die Funktionsfähigkeit von Maschinen
langfristig sicherzustellen. Das bedeutet: Wir
analysieren Schäden, überholen Motoren vollständig
und sorgen dafür, dass sie wieder zuverlässig und
effizient laufen. Oft ist das wirtschaftlicher und nachhaltiger
als ein kompletter Austausch. Sollte eine Reparatur
tatsächlich nicht mehr möglich oder sinnvoll
sein, bieten wir auch passende Lösungen für Austauschmotoren.
Nachhaltigkeit ist ein großes Thema.
Welche Rolle spielt sie in Ihrer Arbeit?
Eine sehr große. Jeder Motor, den wir instand setzen,
spart wertvolle Ressourcen. Statt neue Materialien
und Energie für die Produktion eines neuen Motors
aufzuwenden, verlängern wir die Lebensdauer
bestehender Systeme. Das ist nicht nur wirtschaftlich
sinnvoll, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur
Nachhaltigkeit.
Ihr Unternehmen ist zudem Servicepartner
verschiedener Hersteller. Warum ist Ihnen
das wichtig?
Die Partnerschaften mit Motorenherstellern sind für
uns ein zentraler Baustein unserer Arbeit. Sie verschaffen
uns direkten Zugang zu aktuellem technischem
Know-how, Originalteilen und spezifischen
Schulungen. Dadurch können wir nicht nur schneller,
sondern auch nach Herstellervorgaben arbeiten
– genau das erwarten unsere Kunden. Gleichzeitig
gibt es auch den Herstellern Sicherheit, einen kompetenten
Servicepartner vor Ort an ihrer Seite zu
wissen.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
51
Sind Sie ausschließlich in der Werkstatt
tätig oder auch vor Ort im Einsatz?
Beides. Wenn Maschinen nicht zu uns kommen
können, sind wir vor Ort im Einsatz – auf Baustellen
ebenso wie in landwirtschaftlichen Betrieben. Flexibilität
ist in unserer Branche entscheidend, denn wir
müssen uns stets auf die jeweiligen Bedingungen
und Anforderungen einstellen.
Was bedeutet das konkret
für Ihre Kunden?
Für unsere Kunden bedeutet das vor allem Sicherheit.
Sie können sich darauf verlassen, dass wir ihre
Motoren nach den neuesten Standards instand setzen
und genau wissen, worauf es bei den jeweiligen
Fabrikaten ankommt. Gleichzeitig ermöglicht uns die
enge Zusammenarbeit mit den Herstellern schneller
zu reagieren und Ausfallzeiten deutlich zu reduzieren.
Was treibt Sie
und Ihr Team an?
Unser Anspruch ist es, dass alles funktionieren muss,
wenn es darauf ankommt. Unsere Arbeit findet oft
im Hintergrund statt, ist aber für viele Abläufe unverzichtbar.
Wenn wir dazu beitragen können, Stillstand
zu vermeiden, haben wir unseren Job erfüllt.
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag
konkret aus?
Kein Tag ist wie der andere. Mal kommt ein stark beanspruchter
Industriemotor zu uns, dessen Ausfall
eine ganze Baustelle oder einen landwirtschaftlichen
Ablauf lahmlegt. Mal geht es um die schnelle Diagnose
eines Notstromaggregats. Wir zerlegen die Motoren,
prüfen jedes Bauteil, messen, bearbeiten nach
oder ersetzen Komponenten. Gleichzeitig stehen wir
im engen Austausch mit unseren Kunden – denn
häufig zählt jede Stunde.
Das klingt nach hoher Verantwortung.
Wo zeigt sich diese besonders?
Ganz klar im Bereich der Notstromtechnik. Aggregate
für Feuerwehren oder Einsatzkräfte müssen
im entscheidenden Moment sofort und zuverlässig
funktionieren. Da gibt es keinen Spielraum. Für uns
bedeutet das höchste Sorgfalt und absolute Präzision
bei jeder Instandsetzung.
Zum Abschluss: Wie würden Sie die
Bedeutung Ihrer Arbeit in einem Satz
zusammenfassen?
Motoreninstandsetzung ist weit mehr als Reparatur
– sie sichert Prozesse, schont Ressourcen und sorgt
dafür, dass ganze Branchen funktionieren.
52
Vom Weltraum auf die Straße
Vom Weltraum auf die Straße
Wie eine neue Antriebstechnologie
unsere Mobilität verändern könnte
Der Wandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb
hat die Branche in den letzten zehn Jahren tiefgreifend
verändert – und er ist noch längst nicht abgeschlossen.
Doch während wir auf der Erde Schritt
für Schritt elektrifizieren, hat sich im All bereits eine
neue Form des Antriebs bewährt, die das Potenzial
besitzt, eines Tages auch unsere Mobilität auf der
Straße neu zu definieren.
Südlich von München arbeitet das Forschungsunternehmen
Tomorrow’s Motion (TOMO) an einer disruptiven
Technologie, die bislang als unmöglich galt: ein
elektromagnetischer Antrieb ohne bewegliche Teile,
der allein durch das präzise Schalten asymmetrischer
Felder eine Netto-Kraft erzeugt – im Wasser, in
der Luft und sogar im Vakuum des Weltraums.
GMP‐Modul auf einem Test‐Katamaran: lautlose Fortbewegung
ohne Propeller, Steuerruder oder anderweitig bewegliche Teile.
Die ersten praktischen Tests sind vielversprechend.
Auf dem Wasser wurden bereits Strecken von über
30 Kilometern pro Tag zurückgelegt, völlig lautlos
und ohne mechanische Übertragung. Im Weltraum
Miniaturisiertes GMP‐Modul in
einem 1U‐CubeSat: ein Beispiel für
die außergewöhnliche Skalierbarkeit
der Technologie.
erzeugt der sogenannte GMP Antrieb inzwischen
Kräfte, die bestehende Systeme ernsthaft herausfordern.
Noch vor einem Jahr hielten viele Physiker das
für ausgeschlossen.
Was bedeutet das für die Mobilität auf der Erde? Natürlich
wird ein solcher Antrieb nicht morgen in Serienfahrzeugen
verbaut sein. Doch die Logik technologischer
Entwicklung ist eindeutig: Was im All funktioniert,
findet früher oder später seinen Weg in industrielle
Anwendungen. Elektromagnetische Antriebe könnten
langfristig neue Freiheitsgrade schaffen – präziser,
wartungsärmer und vibrationsfrei. Fahrzeuge, die sich
lautlos bewegen, ohne Getriebe, ohne Abgase, ohne
klassische Verschleißmechanik: ein Gedanke, der vor
wenigen Jahren noch reine Science Fiction war.
Der GMP Antrieb markiert keinen Ersatz für bestehende
Technologien, sondern den Beginn einer neuen
Denkrichtung. Für eine Branche, die sich mitten im
größten Umbruch ihrer Geschichte befindet, könnte
genau dieser Blick über den Tellerrand entscheidend
sein. Denn Innovation entsteht dort, wo man wagt,
das scheinbar Unmögliche ernst zu nehmen.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
53
Globalisierung,
Wettbewerb,
Klimaneutralität
Die FVA GmbH wandelt
Herausforderungen der
Antriebstechnik in Chancen
Antriebe sind unverzichtbar in zahlreichen Produkten, die unseren Alltag prägen.
Ob in Automobilen, Flugzeugen, Schiffen oder Industrieanlagen – sie sind
allgegenwärtig und bilden einen wesentlichen Bestandteil globaler Märkte. Das
stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Antriebssysteme international
wettbewerbsfähig zu machen. Gleichzeitig konfrontiert sie der Druck des Preiswettbewerbs
und der steigende Bedarf nach umweltfreundlichen Lösungen.
Die FVA GmbH liefert mit ihrer fortschrittlichen Getriebesoftware,
der FVA-Workbench, Lösungen für
diese Herausforderungen. Dies erfolgt im Rahmen
vorwettbewerblicher Gemeinschaftsforschung, wodurch
nicht nur die Effizienz, sondern auch die Qualität
der Getriebeentwicklung gesteigert wird.
Ein Gastbeitrag von Dipl.-Ing. Norbert Haefke,
Geschäftsführer der FVA GmbH.
Antriebe im globalen Wettbewerb
Frühe Investitionen in aufstrebende Märkte wie China,
Indien und den USA haben deutschen Unternehmen
ermöglicht, ihr Know-how zu exportieren und
lokale Präsenzen aufzubauen. In einem globalisierten
Markt konkurrieren sie nun mit etablierten deutschen
Anbietern.
54
Forschung & Entwicklung
Globalisierung, Wettbewerb, Klimaneutralität
In der Vergangenheit war das Getriebe ein Identitätsmerkmal
für Marken, wie etwa bei Citroën, die das
Logo ihres besonders leisen, doppelschrägverzahnten
Getriebes in ihren Pfeilen abbildeten. Heutzutage
wird das Getriebe jedoch oft als austauschbare
Massenware betrachtet, bei der der Preis häufig den
Ausschlag gibt.
Neben rein kommerziellen und technischen Gesichtspunkten
gewinnen zudem auch ökologische
Faktoren an Bedeutung. Der Einfluss unseres Handelns
auf das Klima rückt vermehrt in den Fokus vieler
Unternehmen. Bei der Entwicklung CO 2 -neutraler
Produkte wird die Qualität zunehmend zu einem entscheidenden
Aspekt.
Die Herausforderung liegt folglich darin, wettbewerbsfähige
Produkte zu entwickeln, die nicht nur effizient
sind, sondern auch den Qualitätsanforderungen
für umweltfreundliche Produkte gerecht werden.
Hierbei spielen zwei Faktoren eine entscheidende
Rolle: Erstens, vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung
und zweitens, ein flexibles Produktportfolio
mit maßgeschneiderten Getriebelösungen.
Der US-Markt ist geprägt durch Großunternehmen,
wie Ford oder General Motors und kleinere Auftragsfertiger.
Antriebstechnische Entwicklungen werden
häufig in den großen OEMs durchgeführt. Seit 2008
zeigt Tesla jedoch, dass auch in den USA Antriebstechnik
entwickelt werden kann und rüttelt damit
den gesamten Markt der Elektro-Automobile auf.
Im Jahr 2024 erzielten deutsche Maschinenexporte
nach China laut Eurostat, dem Statistischen Bundesamt
und dem VDMA einen Umsatz von 17,7 Milliarden
Euro. Damit zählt China neben den USA, die mit
27,4 Milliarden Euro den größten Umsatz verzeichnen,
zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands.
Auch Frankreich ist mit einem Exportvolumen
von 13,7 Milliarden Euro ein wichtiger Markt. Diese
Länder bleiben zentrale Absatzmärkte für deutsche
Anbieter im Bereich der Antriebstechnik.
Herausforderungen
für die Antriebstechnik
Betrachtet man die gegenwärtige Situation, befindet
sich Europa in einer unangenehmen „Sandwichposition“.
Einerseits bieten asiatische Staaten zunehmend
kostengünstige Produkte im Commodity-Bereich
an, wobei staatliche Unterstützung und ein
umfangreiches Arbeitskräftereservoir europäischen
Anbietern die wirtschaftliche Bedienung dieses
Marktsegments erschweren.
Andererseits fördert die USA die heimische Produktion
und bevorzugt Hersteller, die in den USA produzieren.
Es ist nicht zu erwarten, dass der global zunehmende
Protektionismus in den nächsten Jahren
abnehmen wird.
Hieraus ergibt sich für deutsche Anbieter die Notwendigkeit,
sich im globalen Wettbewerb zu behaupten
– insbesondere im Mittelstand. Wie kann
das gelingen? Möglicherweise bleibt uns in Europa
kaum eine andere Chance als die Flucht nach vorne,
indem wir uns auf technologisch anspruchsvolle
Produkte im Hochpreissegment konzentrieren. Dies
bedeutet aber auch, dass die bestehenden Produktportfolios
überarbeitet und optimiert werden müssten,
um die vorhandenen Reserven aus den Kons-
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
55
truktionen herauszuholen. Bei Neuentwicklungen
muss von Anfang an auf maximale Leistungsdichte
geachtet werden. Hierzu reichen die herkömmlichen
normativen Ansätze mit ihren konservativen Annahmen
nicht mehr aus.
Gemeinschaftsforschung
in der Forschungsvereinigung
Antriebstechnik e.V. (FVA)
Die vorwettbewerbliche Forschung, wie sie von der
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA)
betrieben wird, ermöglicht wegweisende Erkenntnisse,
ohne die eigenen Forschungs- und Entwicklungsbudgets
zu belasten. Seit über fünfzig Jahren
arbeiten Industrieentwickler und wissenschaftliche
Forscher gemeinsam in der FVA an grundlegenden
Fragen der Antriebstechnik. Diese Form der industriellen
Gemeinschaftsforschung bildet die Basis für
Innovationen.
Aktuelle Analysen aus dem FVA-TechRadar zeigen,
dass die deutsche Antriebstechnik gut für zukünftige
Entwicklungen gerüstet ist. Technologien wie Höchstdrehzahlen
für die Wasserstoffverdichtung und langjährige
Reibungsoptimierungen sind bereits fest im
Repertoire verankert. Im Hinblick
auf die zuvor
genannten
Herausforderungen
ist der
zweite Faktor
komplexer. Es
geht nicht nur
um bewährte,
geprüfte und erfolgreiche Produktlinien, sondern
auch um die grundlegenden Unternehmensphilosophien.
Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich
durch ihr Verständnis für die Kundenwünsche aus
und bieten maßgeschneiderte Produkte an, die exakt
auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sind.
FVA-Workbench: Transfer der Gemeinschaftsforschung
in eine effiziente Software für Getriebedesign
Die FVA-Workbench ist mehr als nur eine Software
für Getriebedesign – sie fungiert als Brücke
zwischen Gemeinschaftsforschung und effizienter
Anwendung. Die Plattform übersetzt Forschungsergebnisse
der Antriebstechnik in praxisrelevante
Formate und bleibt stets auf dem neuesten Stand.
Dies beschleunigt maßgeblich die Entwicklung und
Innovation in der Antriebstechnik. Mit ihrer Zuverlässigkeit
und benutzerfreundlichen Ausrichtung agiert
die FVA-Workbench als verlässlicher Berater in dynamischen
und volatilen Zeiten.
Komplexe Zusammenhänge lassen sich in ihr einfach
darstellen, was die Simulation und Bewertung
von Einflüssen erleichtert. Der hohe Grad an Automatisierung
ermöglicht Ingenieuren, sich auf das
Wesentliche zu konzentrieren, anstatt sich mit dem
Abschreiben von Tabellen und Datenblättern
aufzuhalten.
Die holistischen Betrachtungsmöglichkeiten
erlauben eine umfassende Herangehensweise
an Getriebeentwicklungen
– von der Konzeption bis zur Optimierung
in allen Phasen.
56
Forschung & Entwicklung
Globalisierung, Wettbewerb, Klimaneutralität
Sowohl die Wahl der Getriebebauform als auch die
Feinheiten der Gehäusesteifigkeit können einfach
berücksichtigt werden.
Die in der Software verwendeten Berechnungsmethoden
basieren auf Ergebnissen deutscher Spitzenforschung.
Mitglieder der FVA begleiten die Projekte
und bringen ihre Expertise ein, was ihnen eine bedarfsgerechte
Gestaltung und einen tieferen Einblick
in die Hintergründe der Verfahren ermöglicht.
Diese direkte Verbindung zwischen Forschung und
Praxis erlaubt den FVA-Mitgliedern, sowohl von den
Erkenntnissen zu profitieren als auch aktiv an der
Weiterentwicklung der Antriebstechnik teilzuhaben.
Die enge Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen
und FVA-Mitgliedern wird so zu einem zentralen
Treiber für Innovationen in der Branche und
bietet die Möglichkeit, abseits des allgemeinen Wissens
leistungsfähige, optimierte und technisch anspruchsvolle
Produkte effizient zu entwickeln.
Die Experten der FVA sind auch in anderen zukunftsweisenden
Themen des deutschen Maschinenbaus
versiert. Dank des REXS-Modells (Reusable
Engineering Exchange Standard)
können Daten nahtlos
zwischen verschiedenen
Programmen ausgetauscht
Mit anderen
Programmen
kompatibel
werden, wodurch Abschreibfehler
und Übertragungsprobleme
eliminiert werden. Durch die Standardisierung
der REXS-Schnittstelle in der Asset Administration
Shell ist das Getriebe vollständig in die vernetzte
Industrie 4.0 integriert und beschreitet somit einen
wegweisenden Pfad in Richtung digitaler Innovation.
Denn nur durch den Vorsprung im Know-how und
die konsequente Anwendung desselben wird es
möglich sein, sich im internationalen Vergleich behaupten
zu können.
Mehr Informationen auf: fva-service.de
Anzeige
E-Methanol erstmals erfolgreich
für E-Fuel-Produktion verarbeitet
Vertreter der TU Bergakademie Freiberg und der CAC ENGINEERING GmbH
haben die weltweit erste großtechnische Produktionsstätte für E-Methanol im
dänischen Kassø besichtigt, ein Joint Venture von der European Energy A/S und
Mitsui & Co., Ltd. Die Anlage in Kassø liefert das mittels erneuerbarer Energie
hergestellte Einsatzprodukt, welches erstmals durch die Benzinsyntheseanlage
in Freiberg verarbeitet wurde, um regenerativen Ottokraftstoff aus biogenem
Kohlenstoffdioxid und grünem Wasserstoff herzustellen.
Der Besuch in Kassø markiert einen wichtigen Meilenstein
im vom Bundesministerium für Verkehr
(BMV) geförderten Verbundprojekt DeCarTrans (Demonstrating
a Circular Carbon Economy in Transport
along the Value Chain). Erstmals wurde Ende
vergangenen Jahres erneuerbares strombasiertes
E-Methanol aus Dänemark zu rund 23.000 Litern
nahezu klimaneutralem Benzin in der Freiberger
Großversuchsanlage verarbeitet. Mit diesem Entwicklungsschritt
können die Sachsen sowohl die
Produktionsanlage prozesseffizienter betreiben und
dabei zuverlässig demonstrieren, dass mit Hilfe einer
Kohlenstoffkreislaufführung eine bis zu 90-prozentige
CO₂-Einsparung gegenüber fossilem Benzin
möglich ist.
Unsere Kooperation mit Kassø zeigt, dass
unser verfahrenstechnischer METHAFUEL-
Prozess nun vollständig auf einem industriell verfügbaren,
strombasierten Kohlenstoffträger basiert. Das
ist eine wichtige Grundlage für German eFuel One,
die erste industrielle Produktionsanlage für synthetisches
Benzin, die wir derzeit in Niedersachsen
planen.
Dr. Mario Kuschel, Leiter F&E bei CAC ENGINEERING
Kassø beweist, dass Power-to-X keine Theorie
mehr ist. Wir liefern bereits heute industrielle
Mengen und ermöglichen neue Wertschöpfungsketten
für Kraftstoffe in ganz Europa.
René Alcaraz Frederiksen, CEO Solar Park Kassø
Der erstmalige Einsatz von E-Methanol in
unserer Großversuchsanlage ist ein zukunftsweisender
Meilenstein in Vorbereitung einer ersten
Industrieanlage. Uns gelang damit die technologische
Demonstration der gesamten Prozesskette
vom biogenen CO₂ und grünem Wasserstoff bis zum
leistungsstarken synthetischen Benzin. Neben der
90-prozentigen CO₂-Einsparung im Vergleich zum
herkömmlichen Kraftstoff ist auch die Erhöhung der
Produktivität unserer Anlage dank des neuen
dänischen E-Methanols hervorzuheben.
Martin Gräbner, Professor für Energieverfahrenstechnik an der
TU Bergakademie Freiberg und verantwortlich für den Betrieb
der Anlage
E-Methanol aus erneuerbaren Energien
Das in Freiberg eingesetzte E-Methanol aus Kassø
wird aus biogenem Kohlenstoffdioxid und mit regenerativem
Strom produzierten grünen Wasserstoff
hergestellt. Die 2025 in Betrieb genommene Anlage
in Kassø ist auf industrielle Produktion ausgelegt und
beliefert verschiedene Abnehmer aus Industrie und
Mobilität. Der Einsatz in Freiberg zeigt, dass E-Methanol
aus großtechnischen Anlagen direkt für eine nachgelagerte
E-Fuel-Produktion genutzt werden kann.
58
Forschung & Entwicklung
E-Methanol für E-Fuel-Produktion
Zusammenarbeit von Wissenschaft
und Industrie in Sachsen
Das mit 12,78 Millionen Euro geförderte Teilprojekt
der TU Bergakademie Freiberg wird in enger
Zusammenarbeit mit dem Technologiegeber CAC
ENGINEERING realisiert. Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes
DeCarTrans soll die Dauerbetriebsfähigkeit
der Technologie zur Herstellung von
synthetischem Benzin (auch als E-Fuel oder „grünes“
Benzin bezeichnet) nachgewiesen werden.
In der mittlerweile sechsten DeCarTrans-Versuchskampagne
von November bis Dezember 2025 kam
nun erstmals E-Methanol zum Einsatz. Zusammen
mit dem seit 2023 aus Biomethanol erzeugten regenerativen
Benzin, konnten bereits 253.700 Liter
nachhaltiger Ottokraftstoff an die DeCarTrans-Projektpartner
ausgeliefert werden.
Die erzeugten Kraftstoffe werden unter anderem für
Kraftstoffuntersuchungen, Motor- und Fahrzeugtests
sowie im Motorsport und bei ausgewählten
Demonstrations- und PR-Formaten eingesetzt.
Ziel des Projekts ist es, bis Ende 2026 entlang der
gesamten Wertschöpfungskette zu demonstrieren,
dass durch eine geschlossene Kohlenstoffkreislaufführung
CO₂-Einsparungen von bis zu 90 Prozent
möglich sind. Im Mittelpunkt steht der Betrieb unter
realen Bedingungen. Die Nutzung von E-Methanol
erweitert den bisherigen Projektansatz und erhöht
die Aussagekraft der Demonstration, da nun ein vollständig
strombasierter Einsatzstoff verwendet wird.
Produktion im Dauereinsatz betreiben
Im zweiten Quartal 2026 soll eine weitere Versuchskampagne
mit E-Methanol folgen, mit der dann den
Projektpartnern nochmals größere Benzinmengen
für Kraftstoffuntersuchungen sowie umfangreiche
Kfz-Tests zur Verfügung gestellt werden.
Vor der E-Methanol-Produktionsanlage in Kassø, Dänemark:
Toshikazu Yamazaki (CCO Solar Park Kassø ApS),
Henrik Møller Hansen (Betriebsleiter, Solarpark Kassø ApS),
Dr. Mario Kuschel (CAC ENGINEERING), Dr. Peter Seifert
(TU Bergakademie Freiberg), Stefan Lorenz (CAC ENGINEERING),
Prof. Dr. Martin Gräbner (TU Bergakademie Freiberg),
René Alcaraz Frederiksen (CEO Kassø E-Methanol & Solar Park),
Thomas Hornbogen (CAC ENGINEERING), Shingo Takahashi
(Mitsui & Co. Deutschland GmbH) (von links nach rechts).
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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Die Demonstrationsanlage für synthetisches Benzin
wurde 2009 als europaweit erste und größte ihrer Art
von CAC ENGINEERING an der TU Bergakademie
Freiberg errichtet. Das nun laufende, DeCarTrans-
Verbundvorhaben ermöglicht es, die Benzinsynthese
im Dauereinsatz zu betreiben und Kraftstoffe in
für Demonstrationszwecke ausreichenden Mengen
zur Verfügung zu stellen. Dabei gilt es auch den
Nachweis zu erbringen, dass synthetische Kraftstoffe
einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der
Klimaziele leisten können. Vertreterinnen und Vertretern
von Politik, NGOs und der Öffentlichkeit wird
mit dieser Demonstration aufgezeigt, dass „grüne“
Kraftstoffe klimaschädliche Emissionen signifikant
senken können und im technologieoffenen Mobilitätsansatz
eine sinnvolle Ergänzung und essenzielle
Alternative zur E-Mobilität darstellen.
Über das Forschungsprojekt
DeCarTrans
Zu den geförderten Partnern des Projekts „Demonstrating
a Circular Carbon Economy in Transport
Along the Value Chain“ (DeCarTrans) gehören neben
der TU Bergakademie Freiberg und CAC ENGINEE-
RING GmbH, die FEV Europe GmbH, Lother GmbH,
Coryton Advanced Fuels Deutschland GmbH und
Forschungszentrum Jülich GmbH. Unternehmen
aus den Automobil- und Mineralölbranchen unterstützen
das Projekt als assoziierte Partner.
Das Projekt DeCarTrans wird im Rahmen des Gesamtkonzepts
Erneuerbare Kraftstoffe mit insgesamt
14,93 Millionen Euro durch das Bundesministerium
für Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie für die Entwicklung
regenerativer Kraftstoffe wird von der NOW
GmbH koordiniert und durch die Projektträger VDI/
VDE Innovation+Technik GmbH sowie die Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe e.V. umgesetzt.
Hintergrund zu E-Fuels
E-Fuels sind mit erneuerbarem Strom synthetisch
hergestellte flüssige Kraft- oder Brennstoffe, mit denen
PKW (weltweit 1,2 Milliarden), Lkw, Flugzeuge,
Schiffe oder Heizungen – alles, was einen Verbrennungsmotor
hat – klimafreundlich betrieben werden
können. Werden E-Fuels in Reinform eingesetzt, lassen
sich die CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent
gegenüber mineralischen Kraftstoffen verringern.
Zudem können eFuels flächendeckend über das bestehende
Tankstellennetz zur Verfügung gestellt werden
und sind speicher-
sowie transportfähig.
In E-Methanol-basierten
E-Fuel-Prozessen besteht
ein weiterer Vorteil darin,
dass die Produktion des
Bis 90 % weniger
CO 2 -Emissionen
als herkömmliche
Kraftstoffe
Methanols an Standorten erfolgen kann, wo regenerativ
erzeugter Strom als wesentlicher „Rohstoff“
reichlich und damit günstig zur Verfügung steht. Damit
wird sichergestellt, dass erneuerbare Energien in
großen Mengen nach Deutschland und Europa importiert
werden können, um den Energiebedarf langfristig
nachhaltig zu decken.
Das im DeCarTrans-Vorhaben aus E-Methanol erzeugte
drop-in-fähige synthetische Benzin erfüllt als
E10-Blend die Anforderungen der Norm DIN EN 228,
ist nach REACH registriert und kann konventionellen
fossilen Kraftstoff direkt ersetzen oder ihm beigemischt
werden – ohne technische Anpassungen
am Fahrzeug. In einer industriellen Anlage könnten
heute schon Herstellungskosten um einen Euro pro
Liter erreicht werden.
60
Wärme aus der Tiefe
Wärme aus der Tiefe
MTU heizt künftig mit Geothermie
Der Triebwerksexperte MTU Aero Engines hat Ende 2025 am Standort München
seine Geothermie-Anlage offiziell in Betrieb genommen. Mit der Nutzung von
Erdwärme zur Wärmeversorgung setzt das Unternehmen ein starkes Zeichen für
wirtschaftlich tragfähigen Klimaschutz und technologische Eigenverantwortung.
Die Anlage deckt künftig bis zu 80 Prozent des Wärmebedarfs
am Standort – CO₂-frei und unabhängig
von fossilen Energieträgern. Bislang wurden Gebäude
und Werkshallen mit Erdgas versorgt.
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger
betonte bei der Inbetriebnahme die Bedeutung
des Projekts:
Geothermie ist ein zentraler Baustein für eine
sichere, regionale und bezahlbare Energieversorgung.
Sie liefert kontinuierlich Wärme, unabhängig
von Wetter oder Tageszeit, ist erneuerbar und stabil
im Preis. MTU Aero Engines hat diese Vorteile erkannt
und als erstes Industrieunternehmen in Deutschland
eine Geothermie-Anlage in Eigenregie realisiert. Das
Risiko der Bohrung lag allein bei MTU. Dieser
Unternehmermut hat sich gelohnt.
Zur Eröffnung waren neben Aiwanger weitere Gäste
aus Behörden, von Projektpartnern und dem Unternehmen
geladen. Ihnen versicherte Dr. Silke Maurer,
COO und Standortleiterin München:
Wir feiern heute nicht nur den Start für unsere
Geothermie-Anlage. Wir feiern auch den
Mut, gemeinsam Neues zu wagen und als Luftfahrtunternehmen
statt in die Höhe in die Tiefe zu gehen.
Dass ein Industrieunternehmen seine Energieversorgung
in dieser Form selbst in die Hand nimmt, ist
in Deutschland bislang einzigartig. Zugleich unterstreichen
wir mit langfristigen Investitionen unser
Bekenntnis und unser Vertrauen in den Wirtschaftsstandort
Deutschland.
Gegenüber der bisherigen Erdgasnutzung rechnet
die MTU mit einer jährlichen Einsparung von bis zu
10.000 Tonnen CO₂. Die Geothermie-Anlage basiert
auf einem geschlossenen hydrothermalen Kreislauf.
Zwei Tiefenbohrungen erschließen ein rund 71 Grad
Celsius warmes Thermalwasservorkommen in über
2.100 Metern Tiefe. Die Wärme wird über Wärmetauscher
in das Heiznetz der MTU eingespeist, das
abgekühlte Wasser zurück in den Kreislauf geführt.
Die Förderleistung liegt in der ersten Phase bei bis zu
90 Litern Wasser pro Sekunde. Weil nur wenig Strom
erforderlich ist, um die Förderpumpe zu betreiben, ist
die MTU-Anlage aktuell die effizienteste Geothermiequelle
Bayerns. Mit ihrer Leistung von zehn bis 14
Megawatt kann die jährliche Wärmeversorgung von
bis zu 2.000 Haushalten sichergestellt werden.
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
61
Expertenseite
Motorenfachbetriebe sortiert nach dem Postleitzahlbereich
KFZ-Motoren-Instandsetzung,
Zylinderschleiferei Romed
Müssigang e.U.
6065 Thaur (AUT)
Dörferstraße 28
Tel. +43 5223 492834, Fax -15
office@muessigang.at
www.muessigang.at
Langbauer GmbH & CO KG
8073 Feldkirchen bei Graz (AUT)
Kalsdorferstraße 26
Tel. +43 316 711595, Fax -18
office@langbauer-motoren.at
www.langbauer-motoren.at
Dubhe S.r.l
Operational Headquarters
10060 Candiolo (TO), (IT)
Via Sestriere 3
Tel. +39 011 3972132
amministrazione@
pec.dubhegroup.com
www.dubhegroup.com
FAMO Fahrzeug- und
Motorenteile GmbH
01189 Dresden
Stuttgarter Straße 33
Tel. +49 351 4394966
dresden@famo.de
www.famo.de
Hans Kühnapfel
Motoreninstandsetzung
14532 Stahnsdorf
Potsdamer Allee 11
Tel. +49 3329 62034
Fax +49 3329 612350
kuehnapfelmotorinstandsetzung@
t-online.de
Brückner & Galley
Motoreninstandsetzung GmbH
15366 Neuenhagen
Rosa-Luxemburg-Damm 1
Tel. +49 33 422553-0, Fax -28
neuenhagen@brueckner-und-galley.de
www.brueckner-und-galley.de
Motorenzentrum
Wilhelm Schmidt GmbH
15831 Groß Kienitz
Otto-Porath-Platz 2-3
Tel. +49 33 708 541-0
info@w-schmidt.de
www.w-schmidt.de
Friedrich Marx GmbH & Co. KG
21035 Hamburg (Allermöhe)
Rungedamm 29
Tel. +49 040 23779-0
Fax +49 040 23779-199
info@marx-technik.de
Motoreninstansetzungswerk
Wulf Johannsen KG GmbH & Co.
24145 Kiel
Marie-Curie-Straße 19
Tel.: +49 431 58795-0
info@wulf-johannsen.de
www.wulf-johannsen.de
Schiffsdieseltechnik
Kiel GmbH
24768 Rendsburg
Kieler Straße 177
Tel. +49 4331 4471-0
Fax +49 4331 4471-199
info@sdt-kiel.de
www.sdt-kiel.de
Vierol Aktiengesellschaft
26123 Oldenburg
Karlstraße 19
Tel. +49 44121020-0, Fax -111
info@vierol.de · www.vierol.de
Motoren Henze GmbH
30459 Hannover
Friedländer Weg 3
Tel. +49 511 410298-0
(auch WhatsApp)
info@motorenhenze.de
www.motorenhenze-hannover.de
Cleantaxx
Rußfilterreinigung GmbH
30855 Langenhagen
Industriestraße 12
Tel. +49 511 779 578-55, Fax -57
info@cleantaxx.com
www.cleantaxx.com
Motoren- Handels- und
Instandsetzungs GmbH
30880 Laatzen
Bahnweg 2
Tel. +49 511 8210-72, Fax -73
info@mhigmbh.de
www.mhigmbh.de
Karl Pieper GmbH & Co.KG
Fahrzeug und Schiffsmotoren
32423 Minden
Viktoriastraße 50
Tel. +49 5713 4-088, Fax -454
email@karlpieper.com
www.karlpieper.com
BSK GmbH
& Co. KG
33100 Paderborn
Karl-Schurz-Straße 36a
Tel. +49 5251 54018-0, Fax -18
info@motor-experten.de
www.motor-experten.de
Fritz Wittich GmbH
33609 Bielefeld
Eckendorfer Straße 31-33
Tel.: +49 521 932 04-10
Fax: +49 0521 932 04-19
motorenteile@wittich-gmbh.de
Motoren Eckernkamp GmbH
Eckernkamp Classics GmbH
33818 Leopoldshöhe
Westring 7-9
Tel. +49 5202 9833-6
info@motoren-eckernkamp.de
www.motoren-eckernkamp.de
Buchheister & Oppelt
Motoreninstandsetzung
38551 Vollbüttel
Gem. Ribbesbüttel
Druffelbecker Weg 14
Tel. +49 5373330-418, Fax -237
buchheister-oppelt@t-online.de
Motoren
TOESE GmbH
38820 Halberstadt
Im Sülzeteiche 20
Tel. +49 3941 688-70, Fax -788
info@bs-motorentoese.de
www.bs-motorentoese.de
CAMPRO-
Technologie GmbH
44809 Bochum
Seilfahrt 109
Tel. +49 234 52499-69, Fax -95
post@campro-nockenwellen.de
www.campro-nockenwellen.de
Micke GmbH
44809 Bochum
Seilfahrt 109
Tel. +49 234-512291, Fax -583549
post@micke-technologie.de
www.micke-technologie.de
Weidemann
+ Dresemann
Motoreninstandsetzung GmbH
48153 Münster
Robert-Bosch-Straße 14
Tel. +49 251 74795-90, Fax -92
info@wd-motoreninstandsetzung.de
www.wd-motoreninstandsetzung.de
Sommerkamp
GmbH
48477 Hörstel-Bergeshövede
Kanalstraße111
Tel. +49 5459 802288
Mobil: +49 172 5320081
info@sommerkamp-motoren.de
www.sommerkamp-motoren.de
Sieker Turbo
48480 Spelle
Adam-Opel-Straße 1
Tel. +49 5977 2958-72, Fax -73
info@sieker-turbo.de
www.sieker-turbo.de
62
Expertenseite
Bücker & Essing GmbH
49811 Lingen (Ems)
Friedrich-Ebert-Straße 125
Tel. +49 591 7105-0, Fax -234
info@buecker-essing.de
www.buecker-essing.de
Sauer & Sohn GmbH & Co. KG
64807 Dieburg
Groß-Zimmerner-Straße 51
Tel. +49 6071 206-0, Fax -300
info@sauerundsohn.de
www.sauer-motorentechnik.de
OE Germany Handels GmbH
73730 Esslingen am Neckar
Fritz-Müller-Straße 100-104
Tel. +49 711 627698-0, Fax -51
info@oe-germany.de
www.oe-germany.de
Lutz Fahrzeug-
Service GmbH
86971 Peiting
Klammspitzstraße 6
Tel. +49 8861 2564-44, Fax -64
info@lutz-fahrzeug-service.de
www.motoren-lutz.de
Motoren Feuer GmbH
51491 Overath
Am Weidenbach 3-4
Tel. +49 2206 9586-0
info@motorenfeuer.de
www.motorenfeuer.de
Georg Riemschoss
GmbH
53773 Hennef
Löhestraße 8a
Tel. +49 2242 90109-70, Fax -79
info@riemschoss.de
www.riemschoss.de
MAHLE Aftermarket GmbH
70376 Stuttgart
Pragstraße 26-46
Tel. +49 711 501-0
aftermarket.support@mahle.com
www.mahle-aftermarket.com
NPR of Europe GmbH
70825 Korntal-Münchingen
Siemensstraße 56
Tel. +49 7150 9163-0, Fax -100
info@npr-europe.com
www.npr-europe.com
Sterki-HTP GmbH & Co. KG
74889 Sinsheim
In der Au 8
Tel. +49 7261 86491-0, Fax -15
info@sterki.eu
www.sterki.eu
Graf Motoren und
Motorenteile GmbH
79379 Müllheim
Schliengener Str. 12
Tel. +49 7631 -5495, Fax -14513
info@graf-motoren.de
www.graf-motoren.de
Weindl Einspritzpumpen- und
Motoreninstandsetzung e.K.
86971 Steingaden
Auerbergstraße 2
Tel. +49 8862 911718-00, Fax -09
auskunft@weindl-motoren.de
www.weindl-motoren.de
Viertel Motoren GmbH
90431 Nürnberg
Sigmundstraße 154
Tel. +49 911 32643-0, Fax -99
info@viertel-motoren.de
www.viertel-motoren.de
DGS Diesel- und
Getriebeservice GmbH
55129 Mainz-Hechtsheim
Wernher-von-Braun-Straße 11
Tel. +49 6131 580-70, Fax -7717
info@dgs-mainz.com
MS Motorservice
Deutschland GmbH
71732 Tamm
Rudolf-Diesel-Straße 9
Tel. +49 213 3267200, Fax -64
www.ms-motorservice.de
iwis mobility systems
GmbH & Co. KG
81369 München
Albert-Rosshaupter Straße 53
Tel. +49 89 76909-0, Fax -1333
sales-aftermarket@iwis.com
www.iwis.com
04435 Schkeuditz
Döbichauer Straße 11b
Tel. +49 34205 730-0
info@viertel-motoren-leipzig.de
71069 Sindelfingen
Dornierstraße 7
Tel. +49 7031 819902-0
info@viertel-motoren-stuttgart.de
Motoreninstandsetzung
Streit GmbH & Co. KG
57368 Lennestadt
Oedingermühle 7
Tel. +49 2725-247, Fax -7481
mail@streit-motoren.de
www.streit-motoren.de
Friedrich Dicke GmbH & Co. KG
service@motoren-dicke.de
www.motoren-dicke.de
59609 Anröchte
Benzstraße 6
Tel. +49 2947 9798-63, Fax -64
83483 Bischofswiesen
Am Pfaffenkogel 18
Tel. +49 8652 9781000
Fax +49 8652 64831
Rager Motorentechnik
72406 Bisingen
Im Gansbad 3
Tel. +49 7476 9458270
info@rager-motorentechnik.de
www.rager-motorentechnik.de
ElringKlinger AG
72581 Dettingen/Erms
Max-Eyth-Straße 2
Tel. +49 7123 724 799
info@elringklinger.de
www.elring.de
laser company GmbH
72622 Nürtingen
Walter-Rauch-Straße 6/1
Tel. +49 7022 9772257
info@laser-company.de
www.laser-company.de
BTS GmbH
82362 Weilheim/Obb.
Paradeisstraße 56
Tel. +49 881 627-300, Fax -311
info@bts-turbo.de
www.bts-turbo.de
H. Ganslmeier
Motoren- und
Maschinen-
Instandsetzungs GmbH
84032 Landshut
Opalstraße 2
Tel. +49 871-35073, Fax -35793
landshut@ganslmeier-motoren.de
www.ganslmeier-motoren.de
Altmann Zylinderschleiferei
GmbH
85276 Pfaffenhofen a. d. Ilm
Dieselstraße 3
Tel. +49 8441 78900-0, Fax -39
info@altmann-gmbh.net
www.altmann-gmbh.net
Motoren Michaelis
GmbH & Co. KG
94315 Straubing
Zwickauer Straße 7
Tel. +49 9421 9279-0, Fax -15
info@motoren-michaelis.de
www.motoren-michaelis.de
Motorencenter Heyd GmbH
96052 Bamberg
Kirschäckerstraße 7
Tel. +49 951 3029-971
info@motorencenter-heyd.de
www.motorencenter-heyd.de
IPSA-Autoteile
Großhandelsges. mbH
99610 Sömmerda
Erfurter Höhe 42
Tel. +49 3634 3186-0, Fax -19
verkauf@ipsa-autoteile.de
www.ipsa-autoteile.de
M. Drees Motorentechnik GmbH
59609 Anröchte
Völlinghauser Straße 15
Tel. +49 2947 999-8000, Fax -8010
info@dreesmotorentechnik.de
www.dreesmotorentechnik.de
dermotor.de | Ausgabe 1/2026
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