baustoffPARTNER April 2026
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: Grumbach – Attika-Entwässerung mit Eck Gullys Top-Thema Fenster: Rohbau – Leichtbeton-Mauerwerk, Wärmebrückendämmung und Bauwerksabdichtung Im Blickpunkt: Carlisle – Kick-off für moderne Flachdachabdichtungen von EPDM bis TPO Red Corner: Lumon – Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen für mehr Raum und Licht
Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: Grumbach – Attika-Entwässerung mit Eck Gullys
Top-Thema Fenster: Rohbau – Leichtbeton-Mauerwerk, Wärmebrückendämmung und Bauwerksabdichtung
Im Blickpunkt: Carlisle – Kick-off für moderne Flachdachabdichtungen von EPDM bis TPO
Red Corner: Lumon – Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen für mehr Raum und Licht
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04
2026
Grumbach
Attika-Entwässerung
mit Eck-Gullys
TOP-THEMA
Rohbau
Leichtbeton-Mauerwerk,
Wärmebrückendämmung
und Bauwerksabdichtung
IM BLICKPUNKT
Carlisle
Kick-off für moderne
Flachdachabdichtungen
von EPDM bis TPO
RED CORNER
Lumon
Rahmenlose Balkon- und
Terrassenverglasungen
für mehr Raum und Licht
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Editorial
Kein Tempo auf dem
Verschiebebahnhof
Man erinnert sich noch gut, als Finanzminister Lars Klingbeil
und Bauministerin Verena Hubertz vor etwa einem Jahr auf
einer Baustelle in Berlin standen und unisono betonten:
»Die Bagger müssen wieder rollen!« Für die Umsetzung
wurde ein Infrastruktur-Sondervermögen von 500 Mrd. Euro
bereitgestellt. Doch was wirklich mit dem Geld passiert,
ist nicht ganz klar. Schon im März kamen zwei Wirtschaftsforschungsinstitute
(Ifo und IW) zu dem Ergebnis, dass die
Gelder aus dem Sondervermögen größtenteils zweckentfremdet
eingesetzt werden, um Haushaltslöcher zu stopfen
oder konsumtive Ausgaben zu finanzieren.
Um Licht ins Dunkel zu bringen, richtete der Grünen-
Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer eine Anfrage an das
Bundesfinanzministerium, für welche Projekte das Geld
aus dem Sondervermögen denn ausgegeben werde und
welche sich davon schon im Bau befänden. Nach zweimonatiger
Prüfung konnte das Ministerium dazu allerdings
keine klare Aussage machen, wie einem Bericht des Handelsblatts
zu entnehmen ist. Eine sinnvolle Abgrenzung
zwischen bereits 2025 begonnenen und neuen Projekten
sei nicht möglich, so das Finanzministerium. Für Sebastian
Schäfer ein Indiz dafür, dass sich das Ministerium aus der
Verantwortung stehlen und den Verschiebebahnhof der
Mittel verschleiern wolle.
Lars Klingbeil räumte allerdings ein, dass viele Mittel
wegen Verwaltungsengpässen und überbordender Bürokratie
nicht schnell genug abfließen würden. Aus dem
Bundesbauministerium hieß es dazu, die Realisierung von
Förderprogrammen benötige einen gewissen zeitlichen
Vorlauf, weswegen noch nicht alle Programme gestartet
werden konnten. Es ist ein wiederkehrendes Muster deutscher
Politik, das sich hier zeigt. Es fehlt zielgerichtetes
Handeln und Tempo.
Das zeigte sich auch in den letzten Wochen, als es darum
ging, Antworten auf die Entwicklungen im Nahen Osten zu
finden. Wochenlang passierte wenig, dann schlossen sich
die Regierungsspitzen übers Wochenende in der Berliner
Villa Borsig ein, um kurz vor dem kompletten Scheitern
noch eine Scheinlösung zu präsentieren. Gegen die hohen
Spritpreise einigte man sich auf einen Tankrabatt von 17
Cent pro Liter – die glorreiche Idee hatte schon Ampel-
Finanzminister Christian Lindner 2022 durchgesetzt. Damals
wurde die Maßnahme von der CDU/CSU-Opposition noch
heftig kritisiert. Zu Recht, denn ein Tankrabatt entlastet nachweislich
in erster Linie Haushalte mit hohem Einkommen.
Zudem ist man bei der Maßnahme auf das Wohlwollen
der Mineralölkonzerne angewiesen, den Rabatt auch vollständig
an die Verbraucher weiterzugeben. Der Tankrabatt
soll zunächst für zwei Monate gelten und kostet rund 1,6
Mrd. Euro. Nur zum Vergleich: Der Bundeszuschuss für das
Deutschlandticket liegt bei 1,5 Mrd. Euro pro Jahr.
Die zweite Maßnahme ist ebenfalls mehr als fragwürdig.
Die Bundesregierung ermöglicht den Unternehmen,
ihren Mitarbeitern eine steuer- und abgabenfreie Prämie
von bis zu 1000 Euro zu bezahlen. Die Maßnahme löste
in der Wirtschaft fast schon Empörung aus. So forderte
etwa ZDH-Präsident Jörg Dittrich die Bundesregierung auf,
die Maßnahme sofort zu stoppen. Die Prämie sei »sozial
ungerecht und wirtschaftspolitisch falsch. Der Staat wälzt
damit nicht nur die Verantwortung auf die ohnehin stark
belasteten Betriebe ab. Sie ist auch dazu geeignet, den
sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu beeinträchtigen.
Das ist das Letzte, was wir jetzt brauchen.« Knapp
ein Jahr nach dem Start der neuen Koalition ist weiterhin
nicht erkennbar, wie die Regierung die Wirtschaft wieder
in Schwung bringen will.
Peter Lang
Redakteur
4 l April 2026
Editorial
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Inhaltsverzeichnis
4 EDITORIAL
iTitelstory
8 GRUMBACH Eck-Gullys für sichere Attika-Entwässerung
22
10 NAMEN & NEUIGKEITEN
Blickpunkt
12 CARLISLE Der Spezialist für die professionelle Dachabdichtung
15 Top-Thema: Rohbau
16 JASTO Kita-Bau mit Leichtbeton-Mauerwerk
17 SIHGA Rückbaubare Verbindung für Holzwand und Beton
18 KRASO Bauwerksabdichtung aus einer Hand
19 ROLAND WOLF Multifunktionale Schottwand für anspruchsvolle Baustellen
20 MAYER SCHALTECHNIK Rohbau mit »klappMax«-Deckenschalungssystem
21 URSA XPS-Lösung zur Wärmebrückendämmung
22 SCHÖCK Neues Trittschalldämmelement »Tronsole M«
24 Thema: Dach & Holzbau
24 BAUDER Hohe Investitionen in die Zukunft
26 KALA Flachdachentwässerung und -abdichtung
27 NELSKAMP Denkmalschutz trifft Solartechnik
28 ETEX GERMANY EXTERIORS Robuste Lösungen für Dachflächen
29 WIENERBERGER Zwei Dachmarken zusammengeführt
30 LINZMEIER Kombination aus Dämmplatten und Zwischensparrendämmung
31 DEUTSCHE ROCKWOOL Sichere Schrägdächer mit PV
32 IKO INSULATIONS Gefälle mit System
33 JACKON INSULATION BY BEWI Kennwerte im Langzeittest
34 DÖRKEN Weiterentwicklungen der Marke Delta
36 POLYFIN Abdichtung und Dichtheitsprüfung in einem System
37 SILIKAL Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof«
38 IBC SOLAR Dauerhafte Absturzsicherung für PV-Flachdächer
40 FLECK Messeauftritt mit Live-Demonstrationen
41 SITA Edelstahl-Sicherungsschelle für PP-Rohrsystem
42 VELUX Neue Rollladengeneration und Vakuum-Verglasung
43 LAMILUX Flachdach-Ausstieg »Service FE«
44 GHM Impressionen von der Dach+Holz
47 Thema: Außenanlagen
48 LITHONPLUS Zwei Mauersysteme für moderne Außenräume
50 LUMON Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen
52 DR. SCHUTZ Holz-Schutzprodukte für den Außenbereich
54 GRIP SAFETY COATINGS Mehr Sicherheit auf Holzbrücken
55 BRAUN-STEINE Großformatplatte und Vegetationsstufe
56 HAURATON Zukunftsweisendes Onlinetool für die Bewässerungsplanung
57 SCHOMBURG Drainage-System für den Außenbereich
44 48
6 l April 2026
Inhaltsverzeichnis
58 Thema: Fassade
58 GIMA Klinkerfassade mit fünfeckigem Sonderformat
60 DECEUNINCK Fassadenverkleidung »Ligna« erweitert das Sortiment
61 KINGSPAN INSULATION Platzsparende Hochleistungsdämmung
62 MOSO Neues Fassaden-Komplettsystem
50
63 Thema: Werkzeuge & Befestigung
64 BOSCH »Expert«-Linie mit Elektrowerkzeugen und Messtechnik
66 MILWAUKEE Werkzeuge für professionelle Anwender im GaLaBau
67 FLEX Akku-Bohr- und Schlagbohrschrauber der neuen Generation
68 WOLFF Messgerät für die Bewertung von Estrichfeuchte
69 MAFELL Neues Ziegel-Anreißsystem mit App
70 SFS Fassaden-PV sicher montiert
71 EJOT Holzbauschraube mit optimierter Spitze
73 AUF EINEN BLICK
73 IMPRESSUM
74 VORSCHAU
63
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Titelstory
Sichere Attika-Entwässerung
mit Eck-Gullys
GRUMBACH – Auf der
Dach+Holz in Köln
präsentierte Grumbach
seine Produktneuheiten
im Flachdachprogramm.
Bereits im Jahr 2024 wurde
eine neue Eck-Gully-Serie
ins Leben gerufen, die nun
eine Ergänzung erhält.
Zudem werden bestehende
Produktserien mit neuen
Varianten erweitert.
Der »Kompakt-Kragen-Gully« mit
Isolierumschäumung in der senkrechten
Version. Die Isolierumschäumung
hat den Vorteil, dass diese durch das
direkte Angießen absolut spaltfrei am
wasserführenden Gullykörper anliegt.
Die neuen Eck-Abläufe aus PUR DN 100 sind speziell
für die Ecke der Attika-Aufkantung konzipiert
und werden mit einer dreidimensionalen vorgefertigten
Anschlussbahn ausgebildet. Durch die
vorgeformte Dachbahn ist in der Attika-Ecke die
Anbindung der Dachabdichtung um ein Vielfaches
erleichtert, da auch hier keine aufwendigen
Eckenausbildungen vom Dachdecker erarbeitet
werden müssen. Vorderseitig sorgen spezielle
3D-Fixierecken in 135°-Ausführung für die nötige
Dichtheit der Ecken. Der Einlaufbereich ist auf
Grundlage der bewährten Systeme des »Attika-
Balkonablaufs« und des »Attika-Meso-Gullys«
entwickelt. Für die Abläufe kann das Zubehör,
wie beispielsweise ein Laubfanggitter oder ein
Kiesfangkorb, aus den bestehenden Serien verwendet
werden.
Die Eck-Abläufe werden mit einem Aufsatzrahmen
und Eck-Abschlussdeckel aus Polyurethan
(PUR) geliefert. Optional sind weitere Erhöhungsrahmen
erhältlich, um die Ecke an die Höhe der
vorhandenen Attika anzugleichen. Während der
Montage ist es möglich, durch den abnehmbaren
Deckel den Bereich der Verrohrung noch zu dämmen.
Der »Attika-Eck-Balkonablauf« in DN 100
hat eine Ablaufleistung von ca. 1 l/s bei 35 mm
Anstauhöhe. Hingegen weist der »Attika-Eck-
Meso-Gully« DN 100 eine Ablaufleistung von
ca. 3 l/s bei 35 mm Anstauhöhe auf.
Unterschiedliche
Entwässerungswege möglich
Innerhalb der Attika-Aufkantung hat man die
Möglichkeit, mittels DN-genormter Rohrbögen
die Entwässerungsleitung anzuschließen. Dabei
Der
»Attika-Eck-Balkonablauf«
aus PUR in DN 100 mit
dreidimensional vorgefertigter
Anschlussbahn.
kann individuell entschieden
werden,
ob man links, rechts,
diagonal oder gegebenenfalls
nach unten in das
Gebäude entwässern möchte.
So lassen sich sichtbare Fallleitungen an der
Außenfassade vermeiden.
Die Eck-Abläufe werden auf der Dämmung
positioniert bzw. in der Dämmung leicht eingelassen.
An mehreren Punkten kann der Ablauf
mittels passenden Befestigungsmaterials mit der
Unterkonstruktion verschraubt werden. Der Aufsatzrahmen
sowie der Eck-Abschlussdeckel aus
PUR sind mit den mitgelieferten Schrauben mit
dem Grundkörper zu verschrauben. Die Abdichtung
kann, etwa mittels eines Verbundbleches,
auf dem Abschlussdeckel hochgeführt werden.
Laut den Flachdachrichtlinien sind Dachabläufe
im Abstand von 30 cm zu aufgehenden Bauteilen
zu positionieren, sodass eine fachgerechte
Abdichtung erfolgen kann. Durch diesen Abstand
inkl. Attikastärke rücken die eingebauten Dachabläufe
weit von der Gebäudekante weg. Befinden
sich nun Fensterfronten oder vorhängende
Balkone an der Fassadenseite, muss die Regenfallleitung
seitlich verspringen, damit diese nach
unten geführt werden kann.
Durch die neuen Attika-Eck-Abläufe werden
unschöne Versprünge der Regenfallleitung vermieden,
da das Produkt direkt in der Attika-Ecke
positioniert wird. Die anzuschließende Rohrleitung
kann sehr nah zur Gebäudekante herausgeführt
werden. So entsteht an der Fassade eine
klare Linienführung.
8 l April 2026 Titelstory
Ergänzung um
»3D-Eck-Gullys«
Als Ergänzung der Eck-Gully-Serie ist der »3D-Eck-
Gully« aus PUR in DN 100 vorgestellt worden. Er
ist vergleichbar mit dem »Attika-Eck-Balkonablauf«.
Seine Geometrie hingegen ist viel kleiner und der
Einbau erfolgt direkt in der Ecke. Der »3D-Eck-
Gully« verfügt im Einlaufbereich über eine Einsteckmuffe.
Dort ist eine Muffendichtung eingesetzt,
die das dichte Einstecken von Zubehörteilen
ermöglicht. So kann das Produkt auch als Durchführung
genutzt werden. Die dreidimensionale
Dachbahnmanschette ist vorgeformt und wird
durch einen Kunststoffring rund um den Einlaufbereich
dicht mit dem PUR-Grundkörper verbunden.
Im Lieferumfang ist ein schwarzes PP-Muffenrohr
mit 50 cm Länge enthalten. Die gewünschte
Dachbahn ist bei der Bestellung anzugeben.
Der Ablauf verbindet die Möglichkeit des Einbaus
durch die Attika direkt in der Ecke. Dabei kann
die Führung der Entwässerungsleitung wahlweise
nach rechts oder links aus der Attika geführt werden,
welche dadurch nah zur Gebäudekante nach
unten geführt werden kann. So werden unschöne
Versprünge der äußeren Regenfallleitung in
Richtung der Gebäudekante verhindert. Alternativ
kann der Ablauf senkrecht verbaut werden,
sodass die Entwässerungsleitung innerhalb des
Gebäudes abgeleitet wird. So sind keine sichtbaren
Fallrohre nötig. Der Dampfsperren-Anschluss
kann je nach Einbausituation mittels Dampfsperren-Anschlussmanschette
DN 100 oder eines
»Alpha-Gully-Unterteils« DN 100 erfolgen. Die
Ablaufleistung liegt im waagerecht verbauten
Zustand bei 1 l/s (bei 35 mm Wasserdruckhöhe)
und im senkrecht verbauten Zustand bei ca. 5 l/s.
Neue Varianten des
»Kompakt-Kragen-Gullys«
Auch die Produktserie des »Kompakt-Kragen-
Gullys« wird mit neuen Varianten erweitert. Die
senkrechten und waagerechten Abläufe sowie die
Aufstockelemente wird es nun mit einer fest angeschäumten
Isolierumschäumung aus PUR geben.
In der senkrechten Version wird der »Kompakt-Kragen-Gully«
einen ca. 110 mm hohen Dämmblock
erhalten, der fest am Gullykörper angeschäumt
ist. Die Isolierumschäumung hat den Vorteil, dass
diese durch das direkte Angießen absolut spaltfrei
am wasserführenden Gullykörper anliegt. So
entsteht eine optimale Isolierwirkung und Wärmebrücken
können vermieden werden. Durch die
rechteckige Geometrie ist die Integration in die
umgebende Flachdachisolierung mit einer nahezu
spaltfreien Montage deutlich vereinfacht. Des
Weiteren ist es laut Grumbach möglich, dass die
»Kompakt-Kragen-Gullys« mit Isolierumschäumung
einen maximalen Schutz vor Beschädigungen
bieten, sodass nun das direkte Einbetonieren
des Ablaufs in einer Betondecke ermöglicht wird.
Beim »Kompakt-Kragen-Gully« waagerecht mit
Isolierumschäumung entfällt das aufwendige Ausschneiden
der Flachdachdämmung. Der gesamte
Grundkörper mit integriertem Anschlussrohr aus
PP ist mit einer quaderförmigen Isolierumschäumung
umhüllt, sodass die Montage laut Hersteller
um ein Vielfaches vereinfacht wird. Die Höhe
variiert dabei je nach DN-Größe. Alle Produkte gibt
es in den Größen DN 70, DN 100 und DN 125.
Um die Kürzbarkeit des Aufstockelements weiterhin
zu gewährleisten, ist lediglich der Topfbereich
des Produkts mit einer quadratischen
Isolierumschäumung mit einer Höhe von 60 mm
fest angebracht. Das Aufstockelement mit Isolierumschäumung
ist in den drei gängigen Höhen
lieferbar. Die Serie des »Attika-Flachgullys« mit
Klebekragen wird zudem um Varianten mit integrierter
Isolierumschäumung aus PUR erweitert
– erhältlich in DN 70 und DN 100. Beide Größen
gibt es in einer kurzen und langen Version.
Für die Außenfassade ermöglicht der neue
»FassadenRohrPutzanschluss« von Grumbach
einen perfekten Übergang des Oberputzes auf
einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu
einem DN-Rohr, welches die Fassade durchdringt.
Das Produkt ist passend zu Rohren in DN 50,
DN 70 und DN 100 erhältlich. Durch die integrierte
flexible Dichtung kann das Rohr mit einer Rohrneigung
von 0° bis 5° montiert werden. An der
Fassade verhindert der »FassadenRohrPutzanschluss«
zuverlässig das Eindringen von rückläufigem
Regenwasser in das WDVS. Dabei entsteht
eine saubere und optisch ansprechende Schattenfuge.
Der »FassadenRohrPutzanschluss« ist
nach Unternehmensangaben die ideale Ergänzung
zu allen »Attika-Balkonabläufen«, »Attika-Meso-
Gullys« und »Attika-Super-Gullys«
von Grumbach sowie deren
Eck-Versionen.?
GRUMBACH / BAUSTOFFPARTNER (4)
⊕
Der »3D-Eck-Gully« aus PUR ist eine
Ergänzung der Eck-Gully-Serie – er kann
auch als Durchführung genutzt werden.
Dank der Grumbach-Eck-Gullys wird eine
optimierte Attikaentwässerung mit gerader
Fallleitung (grün) möglich – im Vergleich zur
Lösung mit Versprung (rot).
Titelstory
NAMEN & NEUIGKEITEN
04 26
KEBONY – Tom DeKeyser zum CEO ernannt
Kebony gibt die Ernennung von Tom DeKeyser zum CEO
bekannt. DeKeyser hat seine Position im April 2026
angetreten und folgt auf den interimistischen CEO
Christophe François. Mit dieser Entscheidung stärkt
Kebony konsequent sein Führungsteam. DeKeyser verfügt
über mehr als 26 Jahre Erfahrung in der internationalen
Holzindustrie und im globalen Handel. Er bringt
umfassende Expertise im Aufbau und in der Skalierung
von Unternehmen mit. Zudem steht er nach Unternehmensangaben
für operative Exzellenz und nachhaltiges
Wachstum. Seine Ernennung erfolgt in einer
Phase, in der Kebony seine internationale Präsenz ausbaut
und auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen,
nachhaltigen Lösungen für den Bausektor
reagiert.
Zuvor war Tom DeKeyser in leitenden Funktionen bei
der Lemahieu-Group tätig. Dort verantwortete er
bereichsübergreifende Transformations- und Optimierungsprozesse.
In enger Abstimmung mit Verwaltungsrat
und Eigentümern begleitete er die internationale
Expansion und die langfristige Wertsteigerung des
Unternehmens. Während seiner Amtszeit initiierte und
skalierte DeKeyser ein Geschäftsfeld für modifiziertes
Holz auf internationaler Ebene. Zudem verantwortete
er die erfolgreiche Integration akquirierter Unternehmen.
Durch operative Disziplin, Digitalisierung und ITgestützte
Prozesse steigerte er nachhaltig die Profitabilität.
Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle
Beschaffung standen dabei stets im Fokus. Als CEO
Tom DeKeyser verfügt über mehr als
26 Jahre Erfahrung in der internationalen
Holzindustrie und im globalen Handel.
wird Tom DeKeyser das Wachstum in bestehenden
Märkten beschleunigen, die internationale Expansion
vorantreiben und Kebonys Position als führender Anbieter
nachhaltiger Holzlösungen weiter ausbauen.
Tom DeKeyser erklärt: »Kebony befindet sich an einem
entscheidenden Punkt seiner Entwicklung. Das Unternehmen
verfügt über eine starke technologische Basis,
ein klares Nachhaltigkeitsprofil und erhebliches internationales
Potenzial. Ich freue mich darauf, gemeinsam
mit dem Team die nächste Wachstumsphase zu
gestalten.« Paul Clegg, Vorsitzender des Aufsichtsrats,
ergänzt: »Kebony und alle Stakeholder werden von
DeKeysers Branchenerfahrung, seiner strategischen
Klarheit und seiner Umsetzungsstärke profitieren. Ich
freue mich auf die Zusammenarbeit und die weitere
Entwicklung des Unternehmens.«?
KEBONY
LITHONPLUS – Alexander
Humbert übernimmt Leitung
Seit März neuer Geschäftsführer
bei Lithonplus: Alexander Humbert.
Alexander Humbert ist zum 1. März in die Geschäftsführung
des Betonwarenherstellers Lithonplus eingetreten.
Er folgt auf Ulrich Melzer, der sich zum 31. März
2026 in den Ruhestand verabschiedet hat. Alexander
Humbert kommt von Heidelberg Materials, wo er seit
2014 diverse Führungspositionen im Bereich Transportbeton
innehatte, zuletzt als Leiter der Region Rheinhessen-Kurpfalz.
Davor war er bereits in verschiedenen
Leitungsfunktionen bei Lithonplus tätig. Er übernimmt
die Unternehmensleitung gemeinsam mit dem bisherigen
Geschäftsführer Gregory Trautmann. ?
IBU – Dr. Martina Bender
neue Geschäftsführerin
LITHONPLUS
CARLISLE – Klaas Kortegast ist neuer President
Klaas Kortegast bringt umfassende Marktkenntnis
und Führungskompetenz in seine neue Rolle ein.
Carlisle Construction Materials Europe (CCM Europe)
setzt auf Kontinuität in der Unternehmensführung:
Klaas Kortegast hat die Position des President Carlisle
CM Europe übernommen. In den vergangenen fünf
Jahren war Klaas Kortegast als Vice President Sales
& Marketing für Carlisle CM Europe tätig und hat in
dieser Funktion maßgeblich zur strategischen und organisatorischen
Weiterentwicklung des europäischen
CARLISLE
Geschäfts beigetragen. Zuletzt verantwortete er die
erfolgreiche Einführung der überarbeiteten europäischen
Go-to-Market-Strategie im Einklang mit der Vision-2030-Strategie
von Carlisle. Klaas Kortegast verfügt
über langjährige internationale Erfahrung in Vertrieb,
Business Development und Unternehmensführung in
der europäischen Baustoffindustrie. Vor seinem Eintritt
bei Carlisle war er in verschiedenen leitenden Positionen
tätig, darunter als Vice President Global Sales
bei Rheinzink, wo er internationale Markt- und Vertriebsstrukturen
verantwortete.
»Klaas Kortegast bringt umfassende Marktkenntnis,
ausgeprägte strategische Führungskompetenz und eine
klare Vision für die weitere Entwicklung unseres europäischen
Geschäfts mit«, erklärt Chris Koch, Chair, President
& CEO von Carlisle Companies Incorporated.
»Er wird den eingeschlagenen Kurs konsequent fortsetzen
und das Wachstum von Carlisle CM Europe weiter
vorantreiben.«
?
Nachhaltigkeitsexpertin mit langer Praxiserfahrung:
Die neue IBU-Geschäftsführerin Dr. Martina Bender.
Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat Dr. Martina
Bender zur neuen Geschäftsführerin bestellt. Sie
trat ihr Amt am 1. April an. Sie folgt auf Florian Pronold,
der seine Tätigkeit Ende März 2026 auf eigenen
Wunsch beendet hat. Mit Dr. Martina Bender übernimmt
eine ausgewiesene Nachhaltigkeitsexpertin
die Leitung des IBU. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin
und Diplom-Forstwissenschaftlerin verfügt
über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der
strategischen Produktnachhaltigkeit, bei Umweltmanagementsystemen
sowie in der Erstellung und Automatisierung
von Ökobilanzen und EPDs. ?
IBU
10 l April 2026
Namen & Neuigkeiten
AUSTROTHERM –
Verstärkung für den Vertrieb
Austrotherm baut seinen Vertrieb weiter aus. Im Bereich
XPS-Dämmstofflösungen setzt das Unternehmen auf
zwei erfahrene Kräfte: Florian Kluck (38) übernahm
Anfang des Jahres die Position des Gebietsleiters für
Baden-Württemberg und Oberbayern, während Nathalie
Jahncke (27) in den Außendienst für Nord- und Ostdeutschland
gewechselt ist. Florian Kluck bringt mehr
als zwei Jahrzehnte Erfahrung mit. Nach seiner Ausbildung
zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel arbeitete
er zunächst als Einkäufer für Dämmstoffe, später
als Produktmanager im Bereich Hochbau. Als Gebietsleiter
verantwortet er nun die Betreuung des Fachhandels
in Baden-Württemberg und Oberbayern. Sein Fokus
liegt auf einem engen Austausch mit den Partnern im
Max Brückerhoff verstärkt bei Austrotherm
den Vertrieb für die Produktgruppe Bad.
AUSTROTHERM (3)
Florian Kluck ist bei Austrotherm als Gebietsleiter
für Baden-Württemberg und Oberbayern im Vertrieb
für XPS-Dämmstofflösungen tätig.
Markt. Nathalie Jahncke kennt Austrotherm bereits seit
vielen Jahren. Sie absolvierte dort ihre Ausbildung zur
Industriekauffrau und war anschließend im Vertriebsinnendienst
für das Gebiet Deutschland Süd tätig. Parallel
zu ihrer Tätigkeit als stellvertretende Teamleiterin
studierte Jahncke Wirtschaftspsychologie und übernahm
Anfang des Jahres den Außendienst für das Gebiet
Deutschland Nord/Ost mit Schwerpunkt Brandenburg
Nord sowie Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus
betreut sie deutschlandweit die Industriekunden. Ein
Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Ausbau der
Zusammenarbeit mit Industriekunden und der Entwicklung
individueller Lösungen.
Mit Max Brückerhoff (33) verstärkt Austrotherm zudem
seit Ende des vergangenen Jahres das Vertriebsteam
für die Produktgruppe Bad. Der neue Gebietsverkaufs-
leiter betreut Austrotherm-Lösungen rund um »Uniplatte«,
modulare Badgestaltung und »Showerboard« im
Gebiet Süddeutschland. Brückerhoff bringt umfassende
Erfahrung aus der Sanitär- und Fliesenbranche mit.
Nach seiner Ausbildung war er rund zehn Jahre bei
einem renommierten Sanitärgroßhändler tätig, anschließend
im Außendienst eines großen Baustofffachhändlers.
Damit kennt er sowohl die Anforderungen des Fachhandels
als auch die Bedürfnisse der Verarbeiter. Mit
der personellen Verstärkung unterstreicht Austrotherm
zugleich die strategische Bedeutung seiner Produktgruppe
Bad. Der Ausbau des Vertriebs soll sicherstellen,
dass die Kunden noch intensiver betreut und bei
der Anwendung der Systeme unterstützt werden. ?
Nathalie Jahncke verstärkt bei Austrotherm im
Bereich XPS-Dämmstofflösungen den Außendienst
für Nord- und Ostdeutschland und ist zudem
Ansprechpartnerin für Industriekunden.
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Februar 2026 l 11
Zu Gast bei den
Flachdachmachern
CARLISLE – Als führender EPDM-Hersteller Europas bietet Carlisle
CM Europe ein umfangreiches System an Kunststoff-Abdichtungsprodukten
für die gesamte Gebäudehülle. Beim Flachdachmacher
Kick-off Event in Mainz im Februar konnten rund 650 Verarbeiter aus
der DACH-Region das umfangreiche Leistungsspektrum von Carlisle
in der Praxis erleben. Als Highlight wurde mit »Hertalan Easy Weld
Pro« erstmals Carlisles neue Generation einlagiger EPDM-Abdichtungsbahnen
dem Fachpublikum vorgestellt. Der baustoffPARTNER
hat sich das Event in Mainz ebenfalls nicht entgehen lassen.
von Peter Lang
Auf reges Interesse stieß die
Verlegung der großen, einlagigen
EPDM-Plane »Hertalan Easy Cover«.
Bereits zum zweiten Mal hat Carlisle mit dem
Flachdachmacher Kick-off ein eigenes Eventformat
für seine Kunden durchgeführt – die Veranstaltung
fand erneut im VIP-Bereich der Mainzer
Mewa Arena, die zugleich die Heimat des 1. FSV
Mainz 05 ist, statt. Mit dem Branchentreff, zu
dem rund 650 Verarbeiter aus der DACH-Region
angereist waren, wollte Carlisle ein klares Zeichen
setzen: Klasse statt Masse, Dialog statt Messetrubel
– und ein Erlebnis, das konsequent auf den
Mehrwert für das Handwerk ausgerichtet ist. So
beschreibt es auch Klaas Kortegast, langjähriger
VP Sales & Marketing und seit Kurzem President
von Carlisle CM Europe: »Der Flachdachmacher
Kick-Off ist vor allem ein Dank an unsere Kunden.
Wir nehmen uns bewusst Zeit für persönliche
Gespräche und den direkten Austausch – genau
das macht dieses Event aus. Unser Anspruch ist
es, Kundenbegeisterung nicht nur zu formulieren,
sondern erlebbar zu machen: durch Nähe, Dialog
und konkrete Lösungen für den Arbeitsalltag.«
WISSENSWERTES...
Carlisle CM Europe mit Hauptsitz in Hamburg ist
ein Tochterunternehmen des börsennotierten Konzerns
Carlisle Companies Incorporated, der auf Baustoffe
für die Gebäudehülle spezialisiert und an der
NYSE gelistet ist. Der Bereich Construction Materials
ist mit einem Umsatz von 3,7 Mrd. US-Dollar
der größte Geschäftsbereich von Carlisle. Die
Ursprünge des Standorts Hamburg gehen auf das
Jahr 1856 zurück, als in Hamburg-Harburg mit der
Produktion von Gummischuhen und Kautschukprodukten
begonnen wird. Die aus dem Unternehmen
hervorgehende Phoenix beginnt 1963 mit der industriellen
Fertigung von EPDM, 1982 wird die Marke
»Resitrix«, eine Kombination aus EPDM und Bitumen,
eingeführt. Nach der Übernahme von Phoenix
durch Continental im Jahr 2004 und einem
Management-Buy-out übernimmt Carlisle im Jahr
2011 das Dachabdichtungsgeschäft von Phoenix.
Ein Jahr danach erwirbt Carlisle auch die niederländische
Firma Hertalan Rubber Products mit ihrer
Marke »Hertalan«. Zu der europäischen Carlisle-
Tochter gesellt sich dann 2017 die britische Arbo
Holdings, die auf die Herstellung von Bau- und
Industriedichtstoffen spezialisiert ist. Carlisle CM
Europe verfügt aktuell über neun Standorte, darunter
drei in Deutschland (Hamburg, Waltershausen
und Kaufbeuren).
Produkte im Praxistest
Auf dem Event wurde die neue EPDM-Bahn »Hertalan
Easy Weld Pro« erstmals live der Fachöffentlichkeit
präsentiert und von den Teilnehmern
auf dem Freigelände vor der Mewa Arena direkt
auf Herz und Nieren getestet. Die neue EPDM-
Bahn kombiniert eine innen liegende Glasgelegeverstärkung,
integrierte Fügeränder an Längs- und
Querseiten, verbesserte Brandschutzeigenschaften
sowie ein besonders schnelles, sauberes
Nahtfügeverhalten. Dirk Rosso, Sales Director
DACH bei Carlisle CM Europe, hebt die Vorzüge
der Neuheit im Praxisalltag hervor: »Für viele
Dachhandwerker ist die tägliche Baustellenrealität
geprägt von Zeitdruck und knappen Ressourcen.
Mit ›Hertalan Easy Weld Pro‹ bieten wir eine
Bahn, die genau hier unterstützt: einfach, schnell
12 l April 2026
Im Blickpunkt
Im Blickpunkt
und absolut verlässlich in der Verarbeitung – mittels
sicherer Heißluftverschweißung ohne offene
Flamme und somit ohne Brandgefahr.«
Auch an den übrigen Carlisle-Praxisstationen
konnten sich die Verarbeiter von den Qualitäten
der Carlisle-Produkte überzeugen. Besonders eindrucksvoll
war die Verlegung der großen EPDM-
Plane »Hertalan Easy Cover«, die zunächst per
Kran angeliefert wurde – dank der im Werk vorkonfektionierten
Nahtfügungen müssen bei »Hertalan
Easy Cover« nur noch etwa fünf Prozent der
manuellen Verbindungen vor Ort auf der Baustelle
ausgeführt werden. Der Nahtanteil wird auf
ein Minimum reduziert, der Arbeitsaufwand auf
dem Dach verringert und die Gefahr von Leckagen
praktisch ausgeschlossen.
Mit von der Partie in Mainz waren auch die
Carlisle-Partner Böcker (Kran- und Hebetechnik),
Leister (Schweißgeräte), Prefa (Dach- und
Fassadenelemente) und Rockwool (Dämmung).
An deren Ständen konnten die Dachhandwerker
aus erster Hand aktuelle Informationen zu ergänzenden
Systemen, Werkzeugen und Technologien
erhalten, die im Arbeitsalltag eine wichtige
Rolle spielen.
Materialvielfalt von EPDM bis TPO
Carlisle setzt in Europa auf ein immer breiter werdendes
Portfolio rund um das Thema Dachabdichtung
und Gebäudehülle. Traditionell stark ist das
Kerngeschäft mit dem besonders witterungsbeständigen
und dauerelastischen Kautschukprodukt
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk).
Hierfür steht die 1982 erstmals eingeführte
Marke »Resitrix« – die Dach- und Abdichtungsbahn
vereint die Materialvorteile des synthetischen
Kautschuks EPDM mit denen von hochwertigem,
polymermodifiziertem Bitumen. »Resitrix«-Bahnen
können auf praktisch jedem Untergrund verlegt
und sicher ohne offene Flamme verschweißt
werden. Die »Resitrix«-Produktfamilie wird durch
systemkonformes Zubehör ergänzt – ein Beispiel
dafür ist der »Resitrix Walkway«, der wegen seiner
rutschhemmenden Oberfläche für die Kennzeichnung
von Wartungs- und Inspektionswegen
auf Flachdächern eingesetzt wird. »Resitrix CL W«
wiederum eignet sich besonders als FLL-geprüfte,
wurzelfeste Unterlage bei Gründächern.
Auch die Marke »Hertalan« blickt auf eine lange
Tradition zurück – 1968 wurde sie als erste europäische
EPDM-Abdichtungsbahn entwickelt. Auf
Basis einer Langzeitstudie attestiert das unabhängige
Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) in
Würzburg dem Werkstoff EPDM eine Gebrauchsdauer
von über 70 Jahren.
Doch Carlisle CM Europe hat mittlerweile
auch jenseits von EPDM ein breites Angebot –
bedingt durch die enge Anlehnung an die Strategie
des US-Mutterkonzerns Carlisle Companies
(siehe Kasten). Zu nennen ist beispielsweise die
Marke »Sure-Weld«, die einlagige, heißluftverschweißbare
Kunststoffabdichtungen aus TPO/
FPO speziell für Industrie-, Logistik- und Gewerbebauten
anbietet.
Soll zum Produktivitätsbeschleuniger
auf dem Dach werden: die neue
Abdichtungsbahn »Hertalan Easy
Weld Pro« von Carlisle.
Zum Abschluss des Kick-off-Events
überreichte Handballweltmeister und
Carlisle-Markenbotschafter Dominik Klein
die Carlisle Meisterwerke 2026 Awards
»Carl« für herausragende Projekte an
mehrere Fachpartner.
Im Blickpunkt April 2026 l 13
BAUSTOFFPARTNER
»Unser Anspruch ist es,
Kundenbegeisterung
nicht nur zu formulieren,
sondern erlebbar zu machen:
durch Nähe, Dialog und
konkrete Lösungen für
den Arbeitsalltag.«
Klaas Kortegast,
President Carlisle CM Europe
Das Carlisle-Werk im thüringischen
Waltershausen – die Produktionsstätte
wurde in den letzten
Jahren sukzessive ausgebaut, um
die steigende Kundennachfrage zu
bedienen und das Wachstum von
Carlisle in Europa zu sichern.
Weitere Systemlösungen im Carlisle-Universum
sind Dampfsperrbahnen der Marke »Alutrix«,
Flüssigkunststoffe der Marke »Liquiseal«
oder Fassadenabdichtungsbahnen der Marke
»Resistit«. Hinzu kommen Spezialdichtstoffe
(»Arbo«), Klebebänder (»Hardcast«), Entwässerungselemente
sowie Absturzsicherungssysteme
für Flachdächer.
Partner des Fachhandwerks
Carlisle versteht sich selbst nicht nur als Produktlieferant,
sondern als Systempartner seiner
Kunden. Bestes Beispiel dafür ist die »Carlisle
Academy« – mit der dem Fachhandwerk umfassende
praktische und theoretische Kenntnisse
vermittelt werden. Carlisle verfügt über Schulungseinrichtungen
in Deutschland, den Niederlanden
und Großbritannien. Die Kunden haben
dabei die Wahl zwischen Vor-Ort-Schulungen in
den Academy-Standorten, Hybrid-Kursen (Kombination
aus Online- und Vor-Ort-Schulungen)
oder einer Schulung direkt beim Kunden. Verarbeiter,
die die Prüfung zum »Qualifizierten Fachverleger«
bestanden haben, profitieren in Form
einer erweiterten Materialgarantie für Carlisle-
Produkte. Darüber hinaus empfiehlt Carlisle diese
Unternehmen an Industriekunden und Architekten
weiter. Die Academy ist laut Carlisle einer der
Erfolgsfaktoren für gute Beziehungen und eine
offene, vertrauensvolle Kommunikation mit den
Kunden und Partnern.
Wie diese Partnerschaft gelebt wird, konnte
man auch auf dem Kick-off-Event erleben. Zum
Abschluss der Veranstaltung wurde der Carlisle
»Resitrix CL W« – die heißluftverschweißbare EPDM-Abdichtungsbahn
mit FLL-geprüfter Wurzelfestigkeit für Gründächer.
Meisterwerke 2026 Award »Carl« verliehen, mit
dem herausragende handwerkliche Leistungen
im Bereich Flachdachabdichtung mit Carlisle-
Systemen ausgezeichnet werden. Der Award
rückt die besten Projekte und deren Macher ins
Rampenlicht und soll so den Anspruch unterstreichen,
Qualität im Handwerk sichtbar zu machen
und den Erfahrungsaustausch innerhalb der
Branche zu fördern. Die Einreichungen wurden
durch eine Jury aus Branchenexperten bewertet;
einen Sonderpreis gab es für das Publikumsvoting.
Als Stargast überreichte Handballweltmeister
und Carlisle-Markenbotschafter Dominik
Klein die Preise an die glücklichen Gewinner und
sorgte damit für einen gelungenen Abschluss
des Events.
?
CARLISLE (5)
14 l April 2026
Im Blickpunkt
Top-Thema
Rohbau
GUIDO WOLLENBERG / JASTO BAUSTOFFWERKE
Kita-Bau mit
regionalem Mauerwerk
JASTO – Die Ortsgemeinde
Dahlheim baut
derzeit eine neue Kindertagesstätte
mit Leichtbeton-Mauerwerk
von den
Jasto Baustoffwerken.
Sowohl für die Außen- als
auch für die Innenwände
werden Baustoffe des
Unternehmens verwendet
– die »Jasto Plan Therm«-
Steine für außen und die
»Jasto Quadro Lang
Phon«-Steine für innen.
Die »Jasto Plan Therm«-
Steine ermöglichen mit ihrer
sehr guten Wärmedämmung
die effiziente Nutzung
der Wärmepumpe.
Die neue Kita in Dahlheim setzt auf
Außen- und Innenmauerwerk von den
Jasto Baustoffwerken.
Dahlheim liegt im Rhein-Lahn-Kreis, nur wenige
Kilometer nördlich der Loreley. Die neue Kita
wird hier dringend gebraucht. Bisher gab es drei
Kindergruppen, die sich auf zwei Standorte verteilten.
Doch für einen dieser Standorte erlischt
bald die Betriebserlaubnis und der andere darf nur
noch eine verkleinerte Gruppenstärke aufnehmen.
Ein kompletter Neubau erwies sich daher als die
beste Option. Die Dahlheimer stemmen das Projekt
gemeinsam mit Nachbargemeinden und mit
finanzieller Förderung durch den Kreis. Der Neubau
soll in Zukunft rund 65 bis 75 Kindern aus
den umliegenden Gemeinden Platz bieten. Kern
der neuen Kindertagesstätte sind drei Gruppenräume
mit jeweils 58 m² sowie ein 87 m² großer
Mehrzweckraum.
Die Arbeiten am Mauerwerk des einstöckigen
Gebäudes schritten schnell voran und sind mittlerweile
abgeschlossen. Die 99,7 cm langen »Jasto
Quadro Lang Phon«-Steine für die Innenwände
trugen zum schnellen Baufortschritt bei. Sie wurden
vom Bauunternehmen Mogendorf & Schmitz
effizient und rückenschonend mithilfe eines Minikrans
versetzt. Die Steine sind 24 cm dick und
24,9 cm hoch. Dank ihrer guten Schalldämmung
senken sie den Geräuschpegel im Gebäude und
bewahren die einzelnen Kitagruppen vor Lärm aus
den Fluren und den anderen Gruppenräumen. Einschalig
verbaut kommen sie auf ein bewertetes
Direktschalldämm-Maß Rw von 62,5 dB.
Steine sorgen für gute Wärmedämmung
In Rheinland-Pfalz sind Photovoltaik-Anlagen bei
öffentlichen Neubauten obligatorisch. Auch die
neue Kita erhält eine eigene Anlage in Kombination
mit einer Wärmepumpe, die
im Winter die Fußbodenheizung
und im Sommer die Klimaanlage
mit Energie versorgt.
Die »Jasto
Die »Jasto Quadro Lang Phon«-Steine werden
mit einem Minikran effizient und rückenschonend verarbeitet.
Plan Therm«-Steine ermöglichen mit ihrer sehr
guten Wärmedämmung eine effiziente Nutzung
der Wärmepumpe. Hierbei wurden vor allem
»Therm«-Steine mit einer Wärmeleitfähigkeit
von 0,08 W/(m∙K) und einem U-Wert von 0,18 W/
(m 2 K) eingesetzt. Die Steine besitzen eine Wanddicke
von 42,5 cm und werden ab Werk mit einem
»Deckel«, also fünfseitig geschlossen, hergestellt.
Eine dünne Schicht aus Leichtbeton auf
der Oberseite schützt die integrierte mineralische
Dämmung vor mechanischen Beschädigungen
und verbessert die Verarbeitung beim
Auftragen des Dünnbettmörtels.
Die Planung des Gebäudes übernahm das Architekturbüro
Meier Missbichler Architekten aus Koblenz.
Eine wichtige Aufgabe des Teams bestand
darin, Grundriss und Raumverteilung optimal auf
die Lage abzustimmen. Denn auf dem Nachbargrundstück
befindet sich die Grundschule des Dorfes.
Es gab zunächst Bedenken hinsichtlich einer
gegenseitigen Lärmbelästigung während der unterschiedlichen
Pausenzeiten von Schule und Kindergarten.
Meier Missbichler Architekten lösten
dieses Problem jedoch, indem sie die Gruppenräume
und den Außenbereich auf der schulabgewandten
Seite des Gebäudes platzierten.
Die Qualität und die Eigenschaften der Steine
haben den als Bauherrn auftretenden Kindergartenzweckverband
Dahlheim überzeugt. Und
die Wahl fiel in Dahlheim auch aus einem weiteren
Grund auf eine Zusammenarbeit mit den
Jasto Baustoffwerken. Jasto stellt das Leichtbetonmauerwerk
mit Bims als Zuschlag her. Dieser
wird in der nahen Umgebung des Werks
abgebaut. Bims ist eine natürliche Gesteinskörnung
vulkanischen Ursprungs mit einem hohen
Luftporenanteil. Das Mauerwerk muss im Herstellungsprozess
nicht mehr gebrannt, sondern
nur getrocknet werden. Dadurch weist es beste
Werte in Bezug auf den CO 2
-Fußabdruck und den
Primärenergieverbrauch während der Produktion
auf. Die regionale Verwurzelung des Unternehmens
und des ökologischen Baustoffs war
ein wichtiger Pluspunkt, der sich im Entscheidungsprozess
der Gemeinde auswirkte. ?
GUIDO WOLLENBERG / JASTO BAUSTOFFWERKE (2)
16 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
Holzwand und Beton sicher
und rückbaubar verbinden
SIHGA – Sihga hat mit »Modulix« eine einfache
Verbindungsmethode für Holzwände und Beton
entwickelt, die mit zentrischer Lastübertragung
für hohe Sicherheit sorgt. Das System ist vollständig
lösbar und lässt sich wiederverwenden. Auf
diese Weise können insbesondere temporäre und
rückbaubare Bauwerke effizient realisiert werden.
Passendes Zubehör ist ebenfalls erhältlich.
Eine kreislauffähige Bauweise wird in Zeiten nachhaltigen Bauens
immer wichtiger. Dazu müssen sich Bauteile einfach und zerstörungsfrei
demontieren lassen. »Modulix« verbindet eine Holzwand
sicher mit Beton und lässt sich genauso einfach auch wieder lösen –
für eine effizient rückbaubare Wand-Boden-Verbindung.
»Modulix« eignet sich für Holzriegel- oder Brettsperrholzwände
mit einer Betonbodenplatte oder einem Betonsockel und sichert
damit eine zentrische Lastübertragung entlang der Wandachse.
Auch bei schmalen Betonsockeln lässt sich »Modulix« sicher einbauen
– vor allem dort, wo klassische Winkelverbinder nicht zum
Einsatz kommen können. Das System von Sihga ist vollständig
lösbar, sodass es sich auch für temporäre und rückbaubare Bauwerke
verwenden lässt. Überdies ist »Modulix« vormontierbar für
eine schnelle Endmontage auf der Baustelle.
Die Verbindung von Wand und Boden auf der
Baustelle gelingt mit »Modulix« schnell und einfach.
justieren – das kann sowohl im vormontierten als auch im verriegelten
Zustand erfolgen. Da die Verbindung keine sichtbaren
Winkel innen und außen hat, bleibt die luftdichte Ebene ununterbrochen,
sodass keine Überklebung nötig ist.
Mit »Modulix« lassen sich die Bauteile wieder vollständig
lösen und wiederverwenden. »Damit bieten wir eine zukunftssichere
Lösung für kreislauffähiges Bauen. Das System eignet
sich für moderne Bauwerke im Sinne des Circular Building«,
erklärt Marc Simmer, Geschäftsführer bei Sihga. Die Komponenten
aus hochwertigem Stahl sind galvanisch verzinkt und
sichern eine dauerhafte Stabilität. Zudem ist »Modulix« kompatibel
mit gängigen Ankersystemen wie M12-Bolzenankern oder
Klebeankern und lässt sich so in bestehende Planungs- und
Ausführungssysteme integrieren.
?
SIHGA (2)
Passendes Zubehör – wie
hier die Bohrschablone –
garantieren eine sichere
und präzise Montage.
Einfache Anwendung
Mit »Modulix« von Sihga gelingt nach Unternehmensangaben eine
sichere und einfache Anwendung, die durch passendes Zubehör
ergänzt wird. Zur positionsgenauen Bohrung im Holzbauteil eignet
sich die »Modulix«-Bohrschablone. Sie ermöglicht mit einem
Schnellwechseladapter das Bohren und Schrauben. Die »GoFix«-
Schrauben von Sihga werden dann in einem 45°-Winkel dreidimensional
eingesetzt und sorgen für hohe Zug- und Scherkräfte
sowie für eine Querzugsverstärkung des Holzes. Im Betonteil
justiert »Orakelix« millimetergenau die Höhe mittels Laser-Nivellierung.
Der »Modulix«-Maulschlüssel kommt hier als Bohrschablone
zum Einsatz, um die genaue Position der Löcher im Beton
zu bestimmen.
Nachdem die wand- und fundamentseitigen »Modulix«-Komponenten
montiert sind, kann die Wand auf das vorher aufgebrachte
Mörtelband gestellt werden. Mithilfe des Maulschlüssels wird
der Verriegler um 90° gedreht. So sind die Bauteile schnell, spielfrei
und mechanisch gesichert verbunden. Eine konische Führung
und eine Markierung zur Verriegelungskontrolle vereinfachen die
Montage. Um Bautoleranzen und unebene Betonoberflächen auszugleichen,
lässt sich das Unterteil von 12 bis 30 mm in der Höhe
Rohbau | Mauerwerk & Beton
klapp
Die Decken-Schalbox
KLAPPT EINFACH!
DIE Die
REVOLUTIONÄRE
DECKENSCHALUNG
KLAPPT EINFACH!
Weniger Verluste und Schäden
Einfachere Technik und Logistik
Geringere körperliche Anstrengung
Doppelte Leistung pro Arbeitskraft
SCAN MICH!
April 2026 l 17
Komplett im System,
dicht im Detail
KRASO – Wer heute komplexe Bauprojekte
plant und umsetzt, braucht
mehr als einzelne Produkte. Gefragt
sind durchdachte Komplettlösungen,
die im Zusammenspiel funktionieren
– von der Planung bis zur Ausführung.
Kraso bietet dafür nach Unternehmensangaben
ein in Breite und
Tiefe besonders umfassendes Sortiment
für die Bauwerksabdichtung.
Angesichts gestiegener Anforderungen an
Gebäude sowie zahlreicher Normen und
Vorschriften stehen Architekten, Ingenieure
und Planer vor der Herausforderung, eine
umfassende Bauwerksabdichtung einzuplanen
– unabhängig davon, ob es sich um
ein Einfamilienhaus, einen Wohnkomplex,
ein Gewerbe- oder Industriegebäude oder
ein Infrastrukturprojekt handelt.
Von der ersten Betonierfuge bis zur
abschließenden Dachdurchführung muss
die Abdichtung stets mitgedacht werden.
KRASO (3)
Die Hauseinführung für Strom, Wasser und Gas –
das Kraso-»Bauherren-Komfortpaket Boden-Box«
– lässt sich je nach Bedarf konfigurieren.
Das Kraso-Kabeldurchführungssystem »KDS«
lässt sich individuell anpassen und skalieren.
Wassereinwirkungsklassen, Radonvorsorge,
Art und Ausführung der Fugen, Anschlüsse
an Abwasser- und Versorgungsleitungen
und vieles mehr sind dabei zu berücksichtigen
– ebenso Nachhaltigkeitsaspekte. Die
Vielzahl an Lösungen am Markt erfordert
eine intensive Auseinandersetzung mit den
jeweiligen Produkteigenschaften, ihren Vorund
Nachteilen sowie mit ihrer Konformität
zu spezifischen Normen und Vorschriften.
Seit 1981 entwickelt und produziert Kraso
ganzheitliche Lösungen für die Bauwerksabdichtung,
die in enger Abstimmung mit den
Anforderungen der Planer und der realen
Baustellenpraxis entstehen. Das Produktprogramm
an druckwasserdichten Einbauteilen
und Abdichtungslösungen für Kabel
und Rohre des Abdichtungsspezialisten aus
dem Münsterland ist nach Unternehmensangaben
in Breite und Tiefe einzigartig und
reicht von Fugenabdichtungen über Pumpensümpfe
bis hin zu Schwanenhälsen als
Dachdurchführungen.
Ein Ansprechpartner
für das Gesamtprojekt
Für Planer und Architekten ergibt sich daraus
der Vorteil, dass sich eine ganzheitliche
Abdichtung mit nur einem Anbieter umsetzen
lässt. Kraso kann von Anfang an in die
Planung einbezogen werden. So lassen
sich wasserbelastete Bereiche und potenzielle
Schwachstellen frühzeitig erkennen
und passende Lösungen finden.
Eine einzelne Schnittstelle für die gesamte
Abdichtungsthematik zu haben, bringt
auch für die Bauunternehmen und Verarbeiter
vor Ort Vorteile: Für das gesamte
Projekt steht ein Ansprechpartner zur Verfügung.
Ein ganzheitliches Fugenabdichtungssystem
aus einer Hand vermeidet
Inkompatibilitäten und unterschiedliche Lieferzeiten.
Ein unter optimalen Bedingungen
geschweißtes Fugenband oder ein vorgefertigtes
Betonfertigteil sparen zudem Zeit
und Geld auf der Baustelle. Und alle Kraso-Produkte
eint laut Hersteller ein weiterer
Vorteil: Sie sind einfach und dicht. Die
einfache Montage vermeidet Einbaufehler,
und die Abdichtung reicht weit über übliche
Lastfälle hinaus.
Fugenabdichtungen aus einer Hand: »Krasoflex 155«
als Arbeitsfugenband mit dem »Krasoflex«-Sternrohr
ohne Innenrohr.
Breites Sortiment,
hohe Verfügbarkeit
Mit der Lagerhaltung von Abdichtungslösungen
wie Rohr- und Kabeldurchführungen,
Fugenbändern und -blechen, Dichteinsätzen,
Hausanschlusssystemen und selbst
Pumpensümpfen aus Beton in nahezu allen
Durchmessern, Wandstärken und Ausführungen
sind Händler von Kraso-Produkten
nach Unternehmensangaben jederzeit lieferfähig.
Auch etliche individuell ausgeführte
Sonderanfertigungen können kurzfristig
realisiert werden, teilweise innerhalb von
24 Stunden. ?
18 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
Schalung, Abdichtung und Dämmung
in einem System
Die »thepro«-
Schottwand von Roland Wolf
übernimmt Abdichtung, Dämmung
und Schalung in einem System und
eignet sich besonders für
enge Bausituationen.
ROLAND WOLF (2)
Mit der »thepro«-Schottwand
lassen sich auch bei Großbaustellen
und Lückenbebauungen
effiziente Wandkonstruktionen
ohne zusätzlichen
Arbeitsraum realisieren.
ROLAND WOLF – Roland Wolf stellt mit der »thepro«-
Schottwand eine fortschrittliche Lösung für Großbaustellen
und Lückenbebauungen vor. Das System
ermöglicht nach Unternehmensangaben eine effektive
Schalung, Abdichtung und Dämmung, ohne dass
zusätzliche Kosten für die Begradigung des Untergrunds
entstehen.
Die »thepro«-Schottwandelemente kombinieren die bewährte
»wolfseal«-Frischbetonverbund-Dichtungsbahn mit einer
hochwertigen Dämmung. Damit erfüllt das System mehrere
Funktionen gleichzeitig: Es dient als Flächenabdichtung, Wärmedämmung
und Schalung und reduziert so Material- und Zeitaufwand.
Die »thepro«-Schottwand besteht aus 2,40 m breiten Elementen,
die in ein am Untergrund befestigtes U-Profil eingesetzt und
mit speziellen Montagestangen am Verbau fixiert werden. Ein
zusätzlicher Arbeitsraum zwischen Verbau und Schale ist dabei
nicht erforderlich. Nach dem Einbau der Bodenplattenbewehrung
wird der Hohlraum zwischen Verbau und Schottwand mit
geeignetem Füllmaterial wie Sand oder Kies bis zur Oberkante
der Bodenplatte verfüllt. Dadurch wird die Konstruktion stabilisiert
und hält dem Betondruck stand.
Für die präzise Einhaltung der Wandstärke sorgen »thepro«-
Abstandshalter, die in einem Raster von etwa 45 × 45 cm in die
Wandbewehrung integriert werden. Nach dem Schließen der
einhäuptigen Schalung auf der Innenseite wird der verbleibende
Raum zwischen Verbau und »thepro«-Element erneut mit
Füllmaterial verfüllt. Dieses Verfahren gewährleistet eine exakte
Wandstärke und entspricht den konventionellen Betonier- und
Ausschalarbeiten.
Zu den wesentlichen Vorteilen der »thepro«-Schottwand zählen
die effiziente Schalung selbst bei engen Platzverhältnissen,
die Einsparung von Zeit und Kosten durch den Wegfall aufwen-
diger Untergrundvorbereitungen sowie die Multifunktionalität
des Systems, das Abdichtung, Dämmung und Schalung in einer
Lösung vereint. Zudem ist es für Sichtbetonflächen geeignet.?
Exklusive Partnerschaft mit Remmers
Roland Wolf geht eine exklusive Partnerschaft mit der Remmers-Gruppe
ein. Künftig werden die bewährten »wolfseal«-Frischbetonverbund- und
»thepro«-Systeme unter der Marke Remmers in deren Abdichtungsportfolio
integriert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, erprobte Technologien in ein
starkes Systemumfeld einzubinden, Anwendern durchgängige, abgestimmte
Abdichtungslösungen anzubieten und eine nachhaltige Marktentwicklung
der Systeme im Bereich der Bauwerksabdichtung zu gewährleisten.
Die »wolfseal«-Frischbetonverbund-Dichtungsbahn verfügt über den Allgemeinen
Anwendbarkeitsnachweis (aA-FBVS) für Frischbetonverbundsysteme
und wurde in die beste Leistungsklasse 3 mit einem Bemessungswasserdruck
von 5 bar eingestuft. Für Planer und Verarbeiter bedeutet dies
keine technische Umstellung, sondern eine Integration in das Remmers-
Abdichtungsportfolio mit zentraler Systemverantwortung. Entwicklung, Produktion
und technisches Know-how verbleiben weiterhin bei Roland Wolf.
Auch vertreibt Wolf weiterhin das bewährte »wolfseal«-Fugensystem und
betreibt ein eigenes Ingenieurbüro für WU- und FBV-Planungen. ?
Rohbau | Mauerwerk & Beton
April 2026 l 19
Effizienz bei der Deckenschalung
MAYER SCHALTECHNIK
Mit den Schalungssystemen
»miniMax« und »klappMax« von
Mayer lassen sich Arbeitsabläufe
im Rohbau effizient strukturieren.
MAYER SCHALTECHNIK – Beim Bau eines Wohn- und Geschäftshauses kamen Systeme
des fränkischen Herstellers Mayer Schaltechnik zum Einsatz – dank der Kombination
der Systeme »miniMax« und »klappMax« konnte der Rohbau strukturiert und
schnell errichtet werden.
»Die Montage lief schnell
und ohne unnötige
Verzögerungen.«
Bauleiter Tobias Poppe
Im hessischen Bad Hersfeld wurde im Januar
dieses Jahres ein neues Wohn- und Geschäftshaus
fertiggestellt. Die Rohbauarbeiten wurden
wurden von Räuber Bauunternehmen ausgeführt.
Seit seiner Gründung im Jahre 1956 hat sich das
Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt
und beschäftigt heute rund 120 Angestellte. Mit
seiner familiären Tradition und einer breiten Aufstellung
in nahezu allen Bereichen des Bauens
realisiert das Unternehmen sowohl Wohn- als
auch Gewerbeprojekte in der Region.
Das Gebäude umfasst ein Untergeschoss, ein
Erdgeschoss sowie drei Obergeschosse mit insgesamt
acht Wohneinheiten sowie eine Gewerbeeinheit.
Es wurde nach einer Bauzeit von rund
sieben Monaten planmäßig fertiggestellt. Beim
Rohbau kam das »miniMax«-Aluträger-System in
Kombination mit dem »klappMax«-Deckenschalungssystem
des fränkischen Schalungsherstellers
Mayer Schaltechnik zum Einsatz. Die Systemlösung
ermöglicht ein strukturiertes Arbeiten auf
der Baustelle, da viele der benötigten Komponenten
bereits integriert sind. Zusätzlicher Materialeinsatz
oder improvisierte Lösungen lassen sich
dadurch weitgehend vermeiden.
Platzsparend, schnell und wirtschaftlich
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der vergleichsweise
geringen Anzahl an benötigten Stützen.
Das reduziert nicht nur den Montageaufwand,
sondern schafft zugleich mehr Bewegungsraum
für die beteiligten Gewerke. Gerade bei Bauprojekten
mit mehreren Geschossen kann dies den
Bauablauf deutlich erleichtern.
Koordiniert wurden die Arbeiten vor Ort von
Polier Andreas Reimer und Bauleiter Tobias
Poppe. Aus Sicht der Bauleitung hat sich das
eingesetzte System im Bauablauf bestens
bewährt. »Im Bauablauf hat das System wirklich
gut funktioniert. Die Montage lief schnell
und ohne unnötige Verzögerungen. Für uns war
direkt klar: Beim nächsten Bauvorhaben setzen
wir wieder darauf«, sagt Bauleiter Tobias Poppe.
Das Projekt in Bad Hersfeld zeigt exemplarisch,
wie sich Arbeitsabläufe im Rohbau durch präzise
aufeinander abgestimmte Schalungssysteme
effizient strukturieren lassen. Die Kombination
aus »miniMax« und »klappMax« ermöglichte
es nach Herstellerangaben, die einzelnen Bauabschnitte
klar zu gliedern und die Abläufe auf
der Baustelle optimal zu koordinieren. Dadurch
konnten Montageprozesse vereinfacht, Arbeitsgänge
reduziert und die Ausführung insgesamt
deutlich planbarer gestaltet werden.
Zudem unterstreicht das Projekt, wie technische
Systemlösungen nicht nur die Arbeit auf
der Baustelle erleichtern, sondern auch einen
wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und terminsicheren
Umsetzung komplexer Bauvorhaben
leisten.
?
20 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
XPS-Weiterentwicklung
reduziert Wärmebrücken
URSA – Mit dem neuen »Ursa XPS D N MRS Plus« bietet Ursa nun eine
weiterentwickelte Lösung zur Wärmebrückendämmung im zweischaligen
Mauerwerk. Der druckstabile Mauerrandstreifen verfügt über eine noch
niedrigere Wärmeleitfähigkeit (λB) von 0,032 W/(m·K) und bietet damit
eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgängerprodukt.
Der Mauerrandstreifen bildet zusammen mit der
Ursa-Kerndämmplatte ein aufeinander abgestimmtes
System, das Wärmebrücken reduziert. Der Mauerrandstreifen
dient dabei als Randabschluss von Fensterund
Türöffnungen im zweischaligen Mauerwerk.
Der »Ursa XPS D N MRS Plus« wurde
speziell für den Randabschluss von Fenster-
und Türöffnungen im zweischaligen
Mauerwerk entwickelt. Dort entstehen
häufig Wärmebrücken – ein Problem,
URSA (2)
das der neue Mauerrandstreifen wirksam
minimiert. Seine hohe Formstabilität und
Druckfestigkeit sorgen für eine langlebige,
verlässlich funktionierende Lösung. »Mit
dem ›Ursa XPS D N MRS Plus‹ bringt Ursa
eine nochmals leistungsstärkere Dämmlösung
auf den Markt. Das Kombinationsprodukt
ergänzt die Ursa-Kerndämmplatte
›KDP 32/V‹ mit gleicher Wärmeleitfähigkeit
von λB 0,032 W/(m·K) zu einem aufeinander
abgestimmten System, das Wärmebrücken
reduziert, die Montage vereinfacht
und eine dauerhaft sichere Kerndämmung
gewährleistet«, so Theresia Knabe, Produktmanagerin
XPS bei Ursa. »Die verbesserte
Wärmeleitfähigkeit bedeutet in
der Praxis eine effektivere Dämmung.«
Die Vorteile des neuen Mauerrandstreifens
im Überblick: Er verfügt wie erwähnt
über eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit
λB von 0,032 W/(m·K) gegenüber
dem Vorgängerprodukt. (λB 0,036 W/
(m·K)). Die Randabschlüsse sind druckfest
und formstabil, Wärmebrücken im
zweischaligen Mauerwerk werden effek-
tiv vermieden. Durch die spezielle Oberflächenstruktur
kann der Mauerrandstreifen
direkt verputzt werden und gewährleistet
somit eine schnelle Weiterverarbeitung.
XPS ist feuchte- und kälteunempfindlich
und damit dauerhaft funktionssicher.
Erst Anfang Februar hat Ursa die Verbesserung
der »XPS Eco«-Produktlinie
bekannt gegeben. Diese besteht ab sofort
aus durchschnittlich 70 Prozent recyceltem
Material. Der große Vorteil für alle Kunden:
XPS-Produkte wie der Mauerrandstreifen
können zusammen mit den Ursa- Mineralwolle-Produkten
geliefert werden. ?
Der neue Mauerrandstreifen »Ursa
XPS D N MRS Plus« hat eine verbesserte
Wärmeleitfähigkeit gegenüber
seinem Vorgängermodell.
an.kox ABDICHTUNGSSYSTEME
Stark. Sicher. Dauerhaft.
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Rohbau | Mauerwerk & Beton
April 2026 l 21
Frischbetonverbund-Systeme | Beschichtete Fugenbleche | Injektionsschlauch-Systeme | Quellbänder | Fugenabdichtungsprofile | Dicht- und Klebmassen
Intelligenter Anschluss
für Treppenpodeste
SCHÖCK – Mit dem neu entwickelten Trittschalldämmelement für den
nachträglichen trockenen Anschluss vorgefertigter Treppenpodeste
»Tronsole M« ergänzt Schöck sein Angebot an intelligenten Lösungen
für schnelles, bauzeitenflexibles und wirtschaftliches Bauen. Insbesondere
beim Einsatz von Fertigteilpodesten lässt sich der Bauablauf
flexibler, schneller und damit wirtschaftlicher ausführen.
Für die korrekte Platzierung des
Tragelements liefert Schöck zusammen mit
»Tronsole M« ein Montageset bestehend aus
Stahlplatten und einer Positionierungshilfe.
Der Bedarf nach Lösungen für das schnelle, einfache
und bezahlbare Bauen steigt. Eine wichtige
Rolle spielen hierbei Bauteile mit einem
hohen Vorfertigungsgrad, die einen bauzeitenflexiblen
und effizienten Bauablauf ermöglichen.
Mit »Tronsole M« erweitert Schöck sein bewährtes
Trittschallschutzsystem für den Anschluss von
Treppenpodesten an die Treppenhauswand. Die
Produktneuheit vereint die Vorzüge einer intelligenten
Anschlusslösung für das modulare, serielle
oder elementierte Bauen mit effektivem Trittschallschutz
– effiziente industrielle Fertigung, flexibler
Einbau und individuelle Gestaltungsfreiheit.
Rationelle Fertigung und
flexible Montage
»Tronsole M« besteht aus einer Podesthülse
mit integriertem Montageschacht, ausfahrbarem
Tragelement sowie Wandelement und optionaler
Brandschutzmanschette. Der Einbau der
Podesthülse erfolgt im Fertigteilwerk, während
die weiteren Bauteile auf die Baustelle geliefert
und dort eingesetzt werden.
Das Einschieben des ausfahrbaren Tragelements
in die Wand erfolgt über den Montageschacht,
der werkseitig wahlweise an der
Ober- oder Unterseite des Podests ausgeführt
werden kann – für maximale Flexibilität in der Planung
und Ausführung. Das Tragelement wird mit
einem Stahlbolzen nachträglich in das Wandelement
geschoben. Ein Durchbrechen der Wand
bei der Montage von »Tronsole M« ist somit
nicht erforderlich. Die Aussparung für den Montageschacht
an der Ober- oder Unterseite des
22 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton
SCHÖCK (4)
Podests kann anschließend, wenn gewünscht,
mit einer Edelstahlplatte geschlossen werden.
Die Entkopplung des Podests von der Treppenhauswand
erfolgt trocken. Dadurch wird die direkte
Begehbarkeit gewährleistet.
Für eine sichere, schnelle und wirtschaftliche
Montage liefert Schöck die »Tronsole M«
als Komplettlösung: Ein Montageset aus Stahlplatten
und Positionierungshilfen gehört zum
Lieferumfang und gewährleistet die exakte Positionierung
auf der Baustelle.
Individuelle Ausführung und
architektonische Akzente
Da die Wand beim Podestanschluss mit »Tronsole
M« nicht durchbrochen werden muss, kann
die Planung des Treppenhauses unabhängig von
den anschließenden Räumen betrachtet werden
– die Nutzung und Gestaltung der angrenzenden
Räume werden nicht beeinträchtigt. Darüber
hinaus ermöglicht »Tronsole M« individuelle
Gestaltungsmöglichkeiten und architektonische
Akzente: Umlaufende Luftfugen, die Integration
eines Lichtbandes oder die Ausführung der Treppenhauswände
in Sichtbeton.
Mit »Tronsole M« können Lasten von bis zu
100 kN aufgenommen werden. Sicherheit bei der
Planung und Ausführung verschafft die bauaufsichtliche
Zulassung durch das DIBt. Den effizienten
Trittschallschutz gewährleistet die schalltechnische
Prüfung nach DIN 7396.
Treppenhäuser bauzeitenflexibel
und sicher bauen
Neben »Tronsole M« bietet Schöck mit »Tronsole
P« ein weiteres, zuverlässiges Trittschalldämmelement
zur Entkopplung von Fertigteilpodesten
und Treppenhauswänden. »Tronsole P« ist ebenso
wie »Tronsole M« für die Fertigteilbauweise
optimiert und lässt sich nachträglich in das bereits
errichtete Treppenhaus einbauen. Während bei
»Tronsole M« Podestdicken von über 20 cm und
hohe Traglasten realisiert werden können, kann
»Tronsole P« bereits ab einer Podestdicke von
16 cm eingesetzt werden.
»Tronsole M« ist integraler Bestandteil des
neuen Angebots an intelligenten Anschlusslösungen
für vorgefertigte Bauteile von Schöck.
Der Hersteller vereint damit bewährte Produkte
mit maßgeschneiderten Lösungen für individuelle
Projekte und innovativen Produktneuheiten
und eine breite Palette an Expertenwissen – alles
rund um das schnelle, bauzeitenflexible und wirtschaftliche
Bauen.
?
Mit seinen Lösungen an intelligenten
Anschlusslösungen für vorgefertigte
Bauteile sorgt Schöck für schnelles,
flexibles und wirtschaftliches Bauen.
Mit »Tronsole M« erweitert der Bauzulieferer
Schöck sein bewährtes Trittschallschutzsystem
für den nachträglichen
Anschluss von Treppenpodesten an die
Treppenhauswand.
Rohbau | Mauerwerk & Beton
April 2026 l 23
»Wir halten Kurs:
Das Dach bleibt wichtig«
BAUDER – Trotz Baukrise zog der Stuttgarter Dachsysteme-
Hersteller Bauder seine Investitionen in Produktionserweiterungen
und Neubauten in den letzten Jahren konsequent durch. Auf
der Dach+Holz erläuterte das Bauder-Führungstrio, wie man die
europaweite Präsenz ausbauen konnte und welche Schwerpunkte
man in den kommenden Jahren setzen will.
Kurs halten und langfristig
handeln: Das Geschäftsführer-Trio
Jan, Mark und Tim Bauder (v.l.).
»BauderSolar G Easy« ist eine neue
Unterkonstruktion für PV-Anlagen
auf Gründächern – sie wird mit
einer Klickverbindung aufgebaut.
Das in der vierten Generation von den drei
Brüdern Jan, Mark und Tim Bauder geführte
Familienunternehmen konnte seine Marktführerposition
auch in den letzten Jahren weiter
ausbauen. Das Umsatzniveau wurde im letzten
Jahr sogar leicht ausgebaut: 1 750 Mitarbeiter
(2024: 1 600) erwirtschafteten 2025 europaweit
einen Umsatz von 1 130 Mio. Euro (2024: 1 112
Mio. Euro). Und das alles in einem schwierigen
Marktumfeld.
Beispiel Flachdach-Markt: Dieser war 2025 stark
von dem massiv eingebrochenen Wohnungsneubau
geprägt und zwang die Branche, sich auf ein
deutlich anspruchsvolleres Marktumfeld einzustellen.
Die fehlenden Mengen verschärften den
Wettbewerb entlang der gesamten Wertschöpfungskette
– vom Hersteller über den Handel bis
hin zum ausführenden Handwerk. Gleichzeitig
zeigte sich eine klare qualitative Verschiebung im
Markt: Gefragt waren zunehmend hochwertige
Dachaufbauten mit Gründach, Photovoltaik und
anspruchsvollen Systemlösungen, die energetische
Anforderungen und Klimaanpassung miteinander
verbinden.
Auch der Gründach-Markt konnte in den letzten
beiden Jahren nicht mehr an die dynamische
Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Nach
einer längeren Wachstumsphase stabilisierte
sich das Marktgeschehen auf einem konstanten
Niveau. Gleichzeitig ist eine klare qualitative
Weiterentwicklung erkennbar: Die Dachaufbauten
werden zunehmend hochwertiger, der Anteil
intensiv genutzter Dachflächen nimmt zu, und
insbesondere Solar-Gründächer gewinnen weiter
an Bedeutung.
Der Steildach-Markt zeigte sich 2025 zweigeteilt:
Während der Neubau weiterhin auf niedrigem
Niveau verharrte, entwickelte sich der Sanierungsbereich
sehr positiv. Insbesondere die Aufsparrendämmung
mit PU-Hartschaum erreichte
ein Rekordniveau, da energetische Modernisierungen
für viele Eigentümer deutlich an Bedeutung
gewannen.
Hohe Investitionen
und mehr Kundennähe
Die angespannte Lage in den Märkten summierte
sich 31 Monate lang, nämlich von Mai 2022 bis
November 2024, zur größten Baukrise Deutschlands
seit über 20 Jahren. Bei Bauder fiel diese
historische Krise zusammen mit der Umsetzung
des größten Investitionsvolumens (über 300 Mio.
Euro) der Firmengeschichte, das 2021 beschlossen
wurde. Trotz dieser äußerst herausfordernden
Situation hielt Bauder an allen geplanten Investitionen
konsequent fest. »Wir sind ein Familienunternehmen,
wir schielen nicht auf Quartalszahlen
oder schnelle Gewinnmaximierung, sondern
haben die nächste Generation im Blick«, erklärt
Mark Bauder im Rahmen der Pressekonferenz.
»Wir wirtschaften so, dass auch schlechte Jahre
kommen können, und wir stellen auch in angespannten
Zeiten konsequent weiter Weichen für
die Zukunft, wenn wir vom langfristigen Erfolg
der Investitionen überzeugt sind.«
Aktuelles Beispiel ist das gerade neu eröffnete
Werk im französischen Drusenheim mit einem
Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro. Das
erste nicht-deutschsprachige Werk des Unternehmens
liegt mitten im Herzen Europas, an
wichtigen Verkehrsachsen und strategisch ideal
gelegen für europäische Schlüsselmärkte wie die
Schweiz, Frankreich oder Süddeutschland. Auch
in die Kundennähe hat Bauder weiter konsequent
investiert und seine europäische Expansion vorangetrieben:
Mit Bauder Iberia (2025) sowie Bauder
Bulgaria (2026) umfasst die Bauder-Gruppe
nun insgesamt 19 Tochtergesellschaften. Aktuell
erwirtschaftet Bauder 48 Prozent seiner Umsätze
im Export.
Obwohl die aktuelle Marktsituation weiter unsicher
bleibt, ist Bauder vom langfristigen Erfolg
durch seine umfangreichen Investitionen überzeugt:
»Wir halten Kurs: Das Dach bleibt wichtig
und auch Europa wird als starker Markt bleiben.
Wir sind sicher, dass wir mit unseren Investitionen
langfristig die richtigen Weichen gestellt
haben. Nun gilt es, diese geschaffenen Potenziale
mit Leben zu füllen«, führt Tim Bauder aus.
Systeme aus einer Hand
Bauder ist spezialisiert auf komplette Dachaufbauten:
vom Voranstrich über die Abdichtung,
die Dämmung bis hin zu Nutzdachaufbauten
24 l April 2026 Dach & Holzbau
Dach & Holzbau
mit Regenwassermanagement, Dachbegrünungen,
Photovoltaik und Absturzsicherungen. Aus
einer Hand erhalten Verarbeiter perfekt aufeinander
abgestimmte Systeme, um die Chancen
künftig stärker genutzter Dächer für sich und ihr
Handwerk zu erschließen. Dieser Fokus spiegelt
sich auch in den aktuellen Produktschwerpunkten
und -neuheiten wider.
Die richtige Dämmung ist das zentrale Element
eines Dachsystems. Die Antwort von Bauder heißt
»BauderPIR«. Der Hochleistungsdämmstoff aus
Polyurethan-Hartschaum ist laut Bauder die optimale
Basis, um Dachaufbauten vom Nacktdach
bis zum modernen Nutzdach mit einem Gründach
und einer Photovoltaikanlage zu verwirklichen.
»BauderPIR« bietet die beste Dämmleistung
bei geringster Dicke, ist sehr hitzebeständig und
dauerhaft druckfest. Der Hochleistungsdämmstoff
ist zudem aufgrund des geringen Gewichts
besonders verarbeiterfreundlich und juckt oder
kratzt nicht.
Wenn es in Anschluss- und Detailbereichen wirklich
anspruchsvoll wird, braucht es eine Lösung,
die mehr kann als der Standard: »BauderTEC
DAB« will hier einen neuen Maßstab setzen. Die
hochelastische, kaltselbstklebende Elastomerbitumenbahn
mit 100 Prozent Dehnbarkeit passt
sich mühelos selbst komplexesten Geometrien
an. Außenecken, Durchdringungen, Oberlichter
oder Abschottungen lassen sich schnell, sicher
und fachgerecht abdichten.
Die »BauderDiamant« ergänzt das Sortiment
von Bauder an hochwertigen, durchwurzelungssicheren
Polymerbitumen-Schweißbahnen. Die
innovative Oberlage bildet die optimale Grundlage
für moderne Gründachaufbauten und vereint
Sicherheit, Langlebigkeit und Innovationskraft in
einem Produkt. Sie ist nicht nur wurzelfest, sondern
auch rhizombeständig nach FLL. Dank ihres
innovativen Massenkonzepts kommt sie ohne
Wurzelschutzmittel aus und bietet dennoch eine
dauerhaft sichere Abdichtung.
Der Flüssigkunststoff »BauderLiquitec PU«
überzeugt nun mit noch besseren Eigenschaften:
Der beliebte Flüssigkunststoff ist durch den
optimierten Herstellungsprozess im neuen Produktionswerk
in Landsberg bei Halle jetzt noch
benutzerfreundlicher und leistungsstärker. Vor
allem das Ablaufverhalten wurde optimiert und
die Homogenität verbessert.
Ein echtes Produkthighlight für Verarbeiter ist
die neue Gründach-PV-Unterkonstruktion »BauderSolar
G Easy«. Das System ist darauf ausgelegt,
Arbeitsprozesse stark zu vereinfachen und
zu beschleunigen. Dank des intuitiven Klicksystems
lassen sich Bauteile mit wenigen Handgriffen
sicher verbinden. Die Montage kann von nur
einer Person ausgeführt werden, was besonders
in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender
Vorteil ist. Die variable Höhenverstellung
gleicht kleinere Unebenheiten ohne zusätzliche
Komponenten aus.
?
Bei der Werkseröffnung des neuen Bauder-
Werks im elsässischen Drusenheim.
Die »BauderDiamant« ist eine
durchwurzelungssichere Polymer-
Bitumen-Schweißbahn – als Grundlage
für moderne Gründachaufbauten.
BAUDER (4)
Dach & Holzbau
April 2026 l 25
Mehr Entlastung und Sicherheit
auf dem Dach
Präsentation des neuen Retentionselements
von Kala auf der Dach+Holz.
KALA (3)
KALA – Aus echter Handwerkstradition entstanden, entwickelt die Firma Kala aus
Oberndorf am Neckar Lösungen für die Praxis. Auf der Dach+Holz wurden u. a. ein
neues Retentionselement, ein Produkt zur Flachdachabdichtung
sowie neue Rechteckspeier und -notüberläufe präsentiert.
Neu sind auch die Rechteckspeier
und -notüberläufe mit
Bitumenanschlussmanschette.
Mit dem neuen Retentionselement stellt Kala eine
Lösung vor, die den Regenwasserrückhalt direkt
in der Dachebene ermöglicht – nachhaltig, sicher
und zuverlässig. Das System speichert Niederschlagswasser
kontrolliert und leitet es zeitverzögert
ab. Dadurch werden Entwässerungssysteme
und kommunale Kanäle spürbar entlastet. In Kombination
mit dem speziell entwickelten Kontrollschacht
für extensive Dachbegrünungen bleibt
die gesamte Entwässerung selbst unter Substrat
oder Kies vollständig funktionstüchtig.
Mit »Nexo Fix« setzt Kala ein deutliches Zeichen
in Richtung Zukunft der Flachdachabdichtung.
Entwickelt aus der täglichen Praxis, überzeugt
»Nexo Fix«: Flachdachabdichtung
mit verschweißter
Anschlussmanschette.
das System durch eine homogen verschweißte
Anschlussmanschette, die maximale Verbundfestigkeit
und außergewöhnliche Langlebigkeit bietet
– auch unter anspruchsvollsten Bedingungen.
Besonders bemerkenswert: die sortenreine Fertigung.
»Nexo Fix« ist vollständig recycelbar und
steht damit für eine konsequent nachhaltige Produktphilosophie.
Die einfache Anwendung ohne
Klemmen oder Kleben ermöglicht ein sauberes,
effizientes Arbeiten.
Maximale Sicherheit mit
Edelstahl-Halterahmen.
Die neuen Rechteckspeier und -notüberläufe
mit Bitumenanschlussmanschette erweitern
die bewährte Kala-Flachdachzubehör-Linie um
ein durchdachtes Plus an Sicherheit. Entwickelt
für extreme Wetterbedingungen, vereinen sie
robuste Konstruktion mit cleveren technischen
Details. Der robuste Edelstahl-Halterahmen sorgt
nicht nur für höchste Stabilität, sondern auch für
maximale Sicherheit.
?
26 l April 2026 Dach & Holzbau
Beim Kunsthaus Mürz in Mürzzuschlag
wurde 2025 ein Solardach
mit dem PV-Dachstein »Planum-
Generon« realisiert.
Dachsanierung
mit Zukunft
NELSKAMP – Photovoltaik auf hochgradig denkmalgeschützten Gebäuden – das klingt
zunächst nach einem Widerspruch. Optische Auflagen, statische Besonderheiten und
sensible Dachstühle machen klassische Aufdach-PV-Anlagen oft unmöglich. Dass es auch
anders geht, zeigt ein Projekt aus der Steiermark: Bei der Dachsanierung des Kunsthauses
Mürz in Mürzzuschlag wurde 2025 mit dem PV-Dachstein »Planum-Generon« das größte
PV-Dachsteinprojekt Österreichs realisiert, teilt Hersteller Nelskamp mit.
Das Kunsthaus Mürz ist alles andere als ein
gewöhnliches Gebäude. Ursprünglich handelte es
sich um eine Franziskanerkirche beziehungsweise
um einen Teil eines Kapuzinerklosters aus dem
18. Jahrhundert. Anfang der 90er-Jahre wurde
der Bau revitalisiert und durch einen modernen
Zubau aus Stahl, Glas und Beton ergänzt. Trotz seiner
heutigen Nutzung gilt der Komplex weiterhin
als sakraler Bau und steht unter Denkmalschutz.
Gerade das Dach stellte bei der Sanierung eine
besondere Herausforderung dar. Der historische
Dachstuhl musste erhalten bleiben, zugleich waren
hohe Anforderungen an die Optik zu erfüllen und
eine nachhaltige Energieversorgung gewünscht.
Die Lösung bestand darin, die Photovoltaik direkt
in die Dachhaut zu integrieren.
PV-Dachsteine statt aufgesetzter Module
Das Kunsthaus Mürz verfügt über drei Dachflächen
mit Ost-, Süd- und Westausrichtung. Die
Gesamtfläche beträgt rund 750 m². Zum Einsatz
kamen rund 6 700 PV-Dachsteine des Typs »Planum-Generon«
von Nelskamp, die zusammen
eine Leistung von rund 107 kWp erreichen. Sie
ersetzen klassische Dachziegel und integrieren
die Solartechnik nahezu unsichtbar in die Dachfläche.
Für Außenstehende – und auf den ersten
Blick selbst für viele Fachleute – ist kaum erkennbar,
dass es sich um ein Energiedach handelt.
Ein entscheidender Vorteil liegt darin, dass
der mehr als 200 Jahre alte Dachstuhl vollstän-
dig erhalten bleiben konnte. Zusätzliche Lasten
durch aufgeständerte PV-Module waren ebenso
wenig erforderlich wie Durchdringungen für Montagesysteme.
Auch Beeinträchtigungen der historischen
Konstruktion ließen sich so vermeiden.
Im Zuge der Sanierung wurde zudem die Heizanlage
auf Wärmepumpentechnik umgestellt.
Der dafür benötigte Strom wird zu einem großen
Teil direkt über das neue Solardach erzeugt. So
entstand ein durchdachtes Gesamtkonzept aus
Gebäudehülle und Haustechnik.
Das Projekt zeigt, welches Potenzial integrierte
Solardachsysteme für das Zimmererhandwerk
bieten. Sie sind zukunftssicher, ermöglichen
optisch zurückhaltende und genehmigungsfähige
Lösungen, können konstruktive Vorteile schaffen
und vermeiden zusätzliche Lasten sowie Eingriffe
in den Dachstuhl. Zugleich lassen sich Dachdeckung
und Energieerzeugung eng miteinander
verbinden. Gerade bei Kirchen, Klöstern, öffentlichen
Gebäuden oder historischen Ortskernen
eröffnen PV-Dachsteine damit neue Möglichkeiten
– auch mit Blick auf zusätzliche Wertschöpfung
für Zimmereibetriebe.
Das Kunsthaus Mürz zeigt, dass Energiewende
und Denkmalschutz kein Widerspruch sein müssen.
Mit dem PV-Dachstein »Planum-Generon«
wurde eine Lösung realisiert, die nach Unternehmensangaben
technisch überzeugt, sich handwerklich
sauber umsetzen lässt und zugleich
architektonische Maßstäbe setzt.
?
107 kWp
ist die Gesamtleistung
der 6 700 PV-Dachsteine
von Nelskamp.
NELSKAMP (2)
Die PV-Dachsteine ermöglichen
Stromerzeugung, ohne die Dachansicht
grundlegend zu verändern.
Dach & Holzbau
April 2026 l 27
Robuste Wellplatten für
wirtschaftliche Dachlösungen
ETEX – Großflächige Dächer wirtschaftlich, regensicher und
effizient zu decken – dafür steht die »Eternit Wellplatte Profil 6 ¾«.
Mit erhöhter Seitenüberdeckung, robuster Faserzementqualität
und schneller Verlegung ist sie seit Jahren im landwirtschaftlichen
Bau sowie bei Lager- und Industriehallen etabliert. Ergänzt wird
das Wellplattenprogramm von Etex Germany Exteriors
durch weitere Profile für unterschiedliche Anforderungen.
Das »Eternit Wellplattenprofil
6 ¾« verbindet Wirtschaftlichkeit
mit Sicherheit: Sein großes Format
sorgt für eine besonders rationelle
Verlegung; die erweiterte Seitenüberdeckung
bietet zusätzlichen Schutz.
Wohnhaus
in München: Eternit-
Wellplatten prägen Dach
und Fassade und verleihen dem
Baukörper eine klare, zeitgemäße
Architektursprache.
?
ETEX GERMANY EXTERIORS
Auf der Dach+Holz 2026 in Köln stand neben der
»Eternit Wellplatte Profil 6 ¾« für große Dachflächen
auch die »Berliner Welle« für architektonisch
geprägte Gebäudehüllen im Wohnungsbau
und für soziale Einrichtungen im Fokus.
In der Praxis bewähren sich Eternit-Wellplatten
vor allem dort, wo große Dachflächen zuverlässig
und wirtschaftlich geschlossen werden müssen.
Typische Einsatzbereiche sind Stallungen,
Maschinen- und Lagerhallen oder Reithallen, bei
denen große Dachflächen effizient realisiert werden
müssen. Das »Profil 6 ¾« bietet hierfür einen
entscheidenden Vorteil: Die Seitenüberdeckung
von einem ganzen Wellenberg sorgt für erhöhte
Regensicherheit und verhindert zuverlässig Lichteinfall
an den Plattenstößen – ein klares Plus für
Funktion, Nutzungsqualität und Dauerhaftigkeit.
STEFAN MEYER
Sicherheit und Effizienz bei
großflächigen Dächern
Für Verarbeiter bedeutet das: eine schnelle Verlegung,
hohe Maßgenauigkeit und ein robustes
System. Die »Wellplatte Profil 6 ¾« verfügt über
einen Wellenabstand von 177 mm bei einer Wellenhöhe
von 51 mm. Mit einer Plattenbreite von
1 152 mm und einer Nutzbreite von 1 053 mm lassen
sich große Dachflächen rationell decken. Sämtliche
Wellplattenformate – einschließlich »Profil
6 ¾« – sind laut Etex in Plattenlängen von bis zu
2 500 mm erhältlich und ermöglichen damit eine
wirtschaftliche Verlegung auch auf weit gespannten
Dachflächen.
Gefertigt aus Faserzement, sind die Wellplatten
langlebig, nicht brennbar, korrosions- und frostsicher
sowie diffusionsoffen. Sie tragen zu einem
ausgeglichenen Klima unter dem Dach bei und
reduzieren die Kondensatbildung – ein besonders
wichtiger Faktor im landwirtschaftlichen Umfeld.
Wirtschaftliche Lösung für
differenzierte Dachlandschaften
Für kleinere Gebäude und differenzierte Dachlandschaften
bietet Etex mit der »Berliner Welle«
eine gezielte Alternative innerhalb des Wellplattenprogramms.
Die Kurzwellplatte ist für kleinere
und mittlere Dachflächen ausgelegt und wird
vor allem im Wohnungsbau, bei Kitas sowie bei
Einfamilienhäusern eingesetzt. Durch ihre Profilierung
erinnert das Deckungsbild an klassische
kleinformatige Dachprodukte und fügt sich harmonisch
in fein strukturierte Bebauungs- und Quartierskonzepte
ein. Damit eignet sich die »Berliner
Welle« besonders für architektonisch geprägte
Projekte, bei denen Maßstäblichkeit, Wirtschaftlichkeit
und ein ruhiges Dachbild gefragt sind.
Mit einer Plattenbreite von 920 mm und einer
Standardplattenlänge von 625 mm lässt sich die
»Berliner Welle« flexibel an unterschiedliche
Dachgeometrien anpassen.
Klare Maße, robuste Qualität,
vielseitige Optik
Neben der funktionalen Stärke überzeugen Eternit-Wellplatten
auch gestalterisch. Für alle Wellplattenformate
steht ein breites Farbspektrum
zur Verfügung – von Hellgrau über »Klassikrot«
bis zu Dunkelbraun und Dunkelgrau. Darüber hinaus
sind zahlreiche individuelle Farbtöne möglich.
So lassen sich Dächer und Fassaden gezielt an
architektonische Farb- und Gestaltungskonzepte
anpassen und sowohl funktional als auch gestalterisch
präzise umsetzen.
?
28 l April 2026 Dach & Holzbau
Bleibende Eindrücke
und eine neue Markenstruktur
WIENERBERGER – Wienerberger
präsentierte sich auf der Dach+Holz
mit einem neuen Standkonzept. Das
offene Design, die weitläufigen Ausstellungsflächen
und der großzügige
Loungebereich stellen Dialog und
Community in den Mittelpunkt.
Ergänzt wurde das Standkonzept durch das
Community-Event #dachcrazy, das besondere
Momente und Herausforderungen
des Dachhandwerks in den Fokus rückt
und Besucher aktiv zum Mitmachen einlud.
Mit der Zusammenführung der beiden
Produktmarken Creaton und Koramic bündelt
Wienerberger seine Kompetenz im
Bereich Dachsysteme und führt die Sortimente
zusammen. Dadurch entsteht ein
strukturiertes Markenportfolio, das Orientierung
schafft und die Auswahl passender
Lösungen erleichtert. Dachhandwerker und
Planer profitieren nicht nur von einer übersichtlichen
Produktpalette, sondern auch
von der engen Kombination der beiden
Marken: Prozesse, Beratung und Serviceleistungen
sind aufeinander abgestimmt,
sodass Projekte effizient umgesetzt werden
können. Ergänzt wird das Angebot
durch die Solarlösungen von Wevolt – der
Solarsparte von Wienerberger, die Photovoltaik
intelligent in das Dach integriert
und das Portfolio um Energielösungen aus
einer Hand erweitert.
Auch in der Geschäftsführung hat sich
das Unternehmen neu aufgestellt (siehe
Ausgabe 3/26, S. 10). Zum 1. Februar hat
Johan van der Biest zusätzlich die Funktion
des Geschäftsführers und Sprechers der
Geschäftsführung übernommen. Gemeinsam
mit Florian Scherr, Burkhard Theuerkauf
und Ronald Ottensammer bildet er die
neue Geschäftsführung. Die operative Leitung
wird durch Florian Tiefenbacher und
Stefanie Paufler komplettiert. ?
WIENERBERGER
Das offene Standkonzept von Wienerberger
rückte den Community-Gedanken und
den persönlichen Austausch in den Vordergrund.
Dach & Holzbau
April 2026 l 29
Hybrid-Dach aus PU
und Zwischensparrendämmung
Hier zu sehen ist
die Verlegung der leichten
»Linitherm Loop«-Dämmplatten
auf den Sparren.
LINZMEIER – Die PU-
Dämmsysteme von
Linzmeier lassen sich im
Neubau und der Sanierung
gut mit einer Einblas- oder
Zwischensparrendämmung
kombinieren. Die positiven
Eigenschaften der beiden
verbauten Dämmstoffe
ergänzen sich gegenseitig.
LINZMEIER (2)
60%
Biomasse werden
für die Herstellung
von »Linitherm
Loop« verwendet.
Die Kombidämmung aus PU-Hartschaum
und eingeblasener Zellulose
ermöglicht einen ökologischen und
hoch effizienten Gesamtaufbau.
Die Linzmeier-Dämmplatten aus PU sind leicht,
dünn und hochwärmedämmend. Die Zwischensparrendämmung
aus Mineralfaser oder Zellulose
weist einen hohen Schallschutz auf. Die Kombination
aus »Linitherm Loop« und Zellulose-Einblasdämmung
punktet dabei ökologisch besonders.
Im Neubau erfüllt die schlanke und leichte PU-
Aufdachdämmung die höchsten Anforderungen
des aktuellen GEG und der BEG. Zudem können
Dachstühle aufgrund des geringen Gewichts der
Dämmplatten weniger massiv ausfallen und für
die Bauherren kostensenkend wirken.
In der Sanierung gibt es je nach Gegebenheiten
den passenden Gesamtaufbau: Eine funktionsfähige
Zwischensparrendämmung kann bei der
Sanierung verbleiben und wird mit der Aufsparrendämmung
ergänzt. Eine nicht-funktionierende
Dämmung zwischen dem Sparren kann ebenso
verbleiben, wirkt schalldämmend und spart Entsorgungskosten.
Die leichte PU-Dämmung auf dem Sparren
bewirkt in den meisten Fällen, dass bestehende
Dachkonstruktionen nicht aufgedoppelt werden
müssen. Die durchgehende und wärmebrückenfreie
Aufsparrendämmung ist im Neubau und der
Sanierung gegeben.
Ökologische Materialkombination
mit »Isocell Einblasdämmung«
Die Kombidämmung aus »Linitherm Loop«-Aufsparrendämmung
und der »Isocell«-Einblasdämmung
ist aus ökologischer Sicht kaum zu
übertreffen und sorgt für nachhaltigste Dachaufbauten:
Die dünnen und leichten »Linitherm
Loop«-Produkte werden aus rund 60 Prozent
Biomasse (landwirtschaftlichen Pflanzenabfällen
wie ausgedroschenem Mais, Pflanzenstängeln
oder Stroh) hergestellt. Lebensmittel werden in
der Dämmstoffproduktion nicht eingesetzt. Ein
100 mm starkes »Linitherm Loop Pal N+F«-Dämmelement
weist bereits einen U-Wert von 0,22 W/
(m 2 K) auf. In Kombination mit einer 120 mm starken
Einblasdämmung aus Zellulose (WLS 039)
liegt der U-Wert des Gesamtaufbaus bei hervorragenden
0,14 W/(m 2 K).
»Linitherm Loop« verfügt laut Hersteller über
die höchste Dämmeffizienz (Wärmeleitfähigkeitsstufe
023) aller derzeit auf dem Markt befindlichen
biobasierten Dämmstoffe. Die Dämmplatten sind
langlebig, wiederverwendbar, druckfest und werden
CO 2
-neutral produziert. Sie sind ökologisch
wohngesund und frei von Schadstoffen. Die Zellulose
der Einblasdämmung wird zu 100 Prozent
aus Tageszeitungen gewonnen. Sie kombiniert
hohe Schall- und Brandschutzeigenschaften mit
einer sehr guten Wärmedämmung. Das Material
passt sich jeder Unebenheit und Anforderung an,
ist verschnittfrei sowie fugenlos und kann abgesaugt
und wiederverwendet werden. ?
30 l April 2026 Dach & Holzbau
Schrägdächer mit
PV-Anlagen sicher planen
DEUTSCHE ROCKWOOL – PV-Anlagen auf Schrägdächern stellen
hohe Anforderungen an Konstruktion und Detailplanung. Nicht auf die
Dachdeckung abgestimmte Befestigungen, ein geringes Bewusstsein für
die statischen Auswirkungen auf die Dachkonstruktion und die Verschattungseffekte
der Module können zu Feuchteschäden führen. Umfassende,
fachgerechte Beratung bietet die Deutsche Rockwool gemeinsam mit
Kooperationspartnern wie Heco-Schrauben und K2 Systems.
DEUTSCHE ROCKWOOL (2)
Auf der Dach+Holz zeigte die Deutsche Rockwool, worauf
es bei der sicheren Ausführung von Schrägdächern mit
PV-Aufdachsystemen ankommt.
Ein Schrägdach trägt heute neben seiner
Dämmung und Deckung in vielen Fällen
auch PV-Module. Deren Ständerkonstruktionen
und Dachhaken müssen genau auf
die vorgesehenen Dacheindeckungen abgestimmt
werden, um Beschädigungen der
Eindeckung und eine Durchfeuchtung der
Dachkonstruktion zuverlässig zu vermeiden.
Für die statische Sicherheit der Gesamtkonstruktion
sorgen zusätzliche Schubschrauben,
die Konterlattung und Dämmung durchdringen
und bis in den Sparren geschraubt werden.
Nur so stabilisierte Dachkonstruktionen
sind in der Lage, das zusätzliche Gewicht
DEUTSCHE ROCKWOOL (2)
»Meisterdach
Plus«-Schrauben können zur
Befestigung der »Masterrock«-Dämmplatten
ebenso
wie als Schubschrauben für die
statische Absicherung einer
aufgeständerten PV-Anlage
verwendet werden.
der PV-Module und vor allem die zusätzlichen
auskragenden Lasten abzutragen, die
durch Wind- und Schneelasten noch erhöht
werden können.
Guter Rat jederzeit
Die Technische Fachberatung der Deutschen
Rockwool berät Dachdecker objektbezogen
zur Ausführung eines Schrägdachs
mit Steinwolle-Dämmung und PV-Systemen.
Im Falle von Aufdachsystemen geht es
dabei sowohl um die notwendigen Befestigungslösungen
als auch um die Prüfung der
Dämmstoffdicke angesichts der zu erwartenden
Verschattung. »PV-Module können
das Abtrocknen von Feuchte aus der
Dachkonstruktion verlangsamen«, erklärt
Dipl.-Ing. Matthias Becker, Produktmanager
der Deutschen Rockwool. »Entsprechend
müssen selbst vielfach bewährte
Standardlösungen mit den üblichen Dämmdicken
neu betrachtet werden. Ergibt sich
aus den Berechnungen, dass ein Aufbau
feuchtetechnisch im Grenzbereich angesiedelt
ist, empfehlen wir alternative Lösungen,
bei denen Dämmstoff und Dichtfolien
für mehr Reserven zum Schutz der konstruktiven
Holzbauteile sorgen.«
Steinwolle für den Brandschutz
Feuerwehren berichten von neuen Herausforderungen,
die Dächer mit PV-Anlagen mit
sich bringen: Brände breiten sich durch den
sogenannten Kamineffekt unter Solarpaneelen
schnell aus. Gleichzeitig läuft Löschwasser
von den Paneelen ab und erreicht den
eigentlichen Brandherd nur zeitlich verzögert.
Nicht brennbare Dacheindeckungen
und Dämmstoffe helfen dabei, den Dachstuhl
länger vor Hitze und Schäden zu schützen.
»Dachdecker und Architekten sollten
ihre Kunden über diese Option für einen
verbesserten Brandschutz aufklären«, ist
Becker überzeugt.
Rockwool empfiehlt für die Aufsparrendämmung
unter PV-Modulen druckstabile
»Masterrock«-Dämmplatten. Die »Masterrock
035« wird kaschiert oder unkaschiert
im Bedarfsfall bis zu einer Dicke
von 240 mm angeboten; die besonders
druckfeste »Masterrock 036« kaschiert
und unkaschiert bis 180 mm.
Kompakte Informationen zur Aufsparrendämmung
auf Schrägdächern mit und ohne
PV-Anlagen bündelt die jüngst erweiterte
Broschüre »Meisterdach«, teilt die Deutsche
Rockwool mit.
?
Noch ganz dicht?
Hochleistungsabdichtungen
für Hochleistungsbetriebe!
Für Flächen- und Schwellenabdichtungen,
Arbeits-, Anschluss- und Bewegungsfugen, Materialübergänge,
Rohrdurch führungen…
Wir schützen Böden, Bauten, Infrastrukturen
www.silikal.de
Dach & Holzbau
April 2026 l 31
Gefälledämmung auf PIR-Basis
für komplexe Dachgeometrien
IKO INSULATIONS – Flachdächer brauchen eine zuverlässige Entwässerung.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.
Mit einer neuen Gefälledämmung auf PIR-Basis erweitert Iko
Insulations sein Dämmstoffportfolio. Die Produkte werden im Werk Kaisersesch
in Rheinland-Pfalz produziert und umfassen neben Gefälleplatten auch
Kehl- und Gratplatten für komplexe Dachgeometrien.
Schematische Darstellung
einer Iko-Gefälledämmung.
Die Anforderungen an Flachdachkonstruktionen
haben sich in den vergangenen Jahren
deutlich verändert. Neben klassischen Kriterien
wie Wärmeschutz und Dauerhaftigkeit
spielt heute vor allem eine funktionierende
Entwässerung eine zentrale Rolle. Starkregenereignisse
und höhere Niederschlagsmengen
stellen die Frage in den Fokus, wie
Dachflächen das Wasser möglichst schnell
und zuverlässig ableiten können. Stehendes
Wasser erhöht langfristig das Risiko für
Schäden an Abdichtung und Konstruktion.
Eine bewährte Lösung besteht darin, das
notwendige Gefälle bereits in der Dämmschicht
zu integrieren, heißt es in einer Mitteilung
von Iko Insulations. Gefälledämmungen
ermöglichen eine gezielte Wasserführung zu
Dachabläufen oder Entwässerungsrinnen,
ohne dass zusätzliche konstruktive Maßnahmen
notwendig sind. Vor diesem Hintergrund
gewinnt das Thema Gefälledämmung auch
in der Praxis von Planern und Dachdeckern
zunehmend an Bedeutung.
Erweiterung
des »enertherm«-Portfolios
Iko Insulations erweitert sein Dämmstoffprogramm
nun um eine entsprechende Lösung.
Die neue Gefälledämmung basiert auf den
Bei einem Neubau in
Norderstedt kam die Iko-
Gefälledämmung zum
Einsatz.
bekannten »enertherm PIR«-Dämmplatten.
PIR-Dämmstoffe gelten nach eigenen Angaben
im Flachdachbereich als leistungsfähige
Lösung, da sie eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit
aufweisen und damit schlanke
Dachaufbauten ermöglichen.
Die Gefälleplatten bestehen aus einem PIR-
Hartschaumkern, der beidseitig mit einem
gasdichten Aluminium-Mehrschichtenkomplex
kaschiert ist. Neben der Dämmfunktion
übernehmen die Platten gleichzeitig die
Ausbildung des Gefälles. Dadurch lassen sich
zwei Funktionen in einer Bauteilschicht kombinieren:
Wärmedämmung und individuelle
Wasserführung.
Systemlösung für
komplexe Dachflächen
Gefälledämmungen bestehen in der Regel
nicht nur aus den linearen Gefälledämmplatten.
Insbesondere bei größeren Dachflächen
oder komplexen Geometrien müssen unterschiedliche
Gefällerichtungen berücksichtigt
und kombiniert werden. Das neue System
umfasst deshalb neben den klassischen Gefälleplatten
auch Sonderformate, wie Kehlplatten,
die Entwässerungslinien innerhalb der
Dachfläche definieren, oder Gratplatten,
die Übergänge zwischen Gefällerichtungen
IKO INSULATIONS (2)
strukturieren. Mit diesen Elementen lassen
sich auch komplexe Entwässerungskonzepte
umsetzen, beispielsweise bei Dachflächen
mit mehreren Abläufen oder unterschiedlichen
Gefällerichtungen.
In Kombination mit den Bitumen-Dachbahnen
von Iko entsteht ein durchgängiges, aufeinander
abgestimmtes Dachsystem. Alle
Komponenten sind laut Iko optimal kompatibel
und ermöglichen eine sichere, effiziente
Verarbeitung auf der Baustelle.
Vorteile für Planung
und Verarbeitung
Neben der technischen Funktion spielt auch
die Verarbeitung auf der Baustelle eine wichtige
Rolle. PIR-Dämmplatten sind vergleichsweise
leicht und lassen sich daher einfach
transportieren und verlegen. Zudem ermöglicht
die hohe Dämmleistung der Materialien
schlanke Dachaufbauten. Gerade bei Sanierungsprojekten
kann dies ein entscheidender
Vorteil sein, etwa wenn vorhandene Attikahöhen
begrenzt sind. So erreicht die »enertherm
Alu Tap« laut Iko bereits mit einer
Stärke von 20 mm die WLS 023 und bietet
damit eine herausragende Dämmleistung.
Mit einer Druckfestigkeit von 175 kPa ist sie
zudem hoch belastbar. Für Planer bietet eine
systematisch aufgebaute Gefälledämmung
laut Iko vor allem eines: Planungssicherheit.
Durch klar definierte Gefällerichtungen und
abgestimmte Systemkomponenten lässt
sich die Dachentwässerung bereits in der
Entwurfsphase präzise festlegen.
Mit der Einführung einer eigenen Gefälledämmung
reagiert Iko nach eigenen Aussagen
auf eine Entwicklung im Markt: Immer
häufiger werden Systemlösungen nachgefragt,
bei denen Dämmung und Abdichtung
aufeinander abgestimmt sind. Für Fachhändler,
Dachdecker und Planer kann dies Vorteile
in Logistik, Planung und Verarbeitung
bringen. Gleichzeitig bleibt die zuverlässige
Entwässerung eine der wichtigsten Voraussetzungen
für langlebige Flachdächer. ?
32 l April 2026 Dach & Holzbau
Langzeitprüfung im
begrünten Umkehrdach
JACKON INSULATION BY BEWI – Umkehrdächer sind beliebt, weil sie
robust sind und sich je nach Planung vielfältig nutzen lassen – vom
bekiesten Flachdach bis zum Gründach mit Photovoltaik. Gleichzeitig
gilt: Die Dämmung liegt oberhalb der Abdichtung und ist damit dauerhaft
hohen Beanspruchungen ausgesetzt. Niederschlagswasser,
Feuchte und Temperaturwechsel wirken über Jahre auf das Material
ein. Genau an diesem Punkt setzt ein Langzeit-Praxischeck an.
Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW
München) hat »Jackodur Evo 300 Standard«-
Dämmplatten in 180 mm Dicke untersucht,
die zuvor drei Winterperioden lang in einem
begrünten Umkehrdach verbaut waren. Die
Laborergebnisse der entnommenen Proben
zeigen eine äußerst geringe Wasseraufnahme
sowie Messwerte der Wärmeleitfähigkeit
im Bereich des deklarierten Nennwerts. Die
Druckspannung lag bei über 342 kPa. Das ist
ein belastbarer Hinweis für Architekten und
Planer, die im Umkehrdach vor allem eines
brauchen: dauerhaft verlässliche Kennwerte.
Für die Untersuchung entnahm das FIW
München Proben aus einem begrünten
Umkehrdach eines Mehrfamilienhauses in
Hier fand die Probenentnahme statt: Das Mehrfamilienhaus
hat einen Umkehrdachaufbau mit Begrünung.
Mettmann. Der Systemaufbau umfasste unter
anderem eine Substratschicht mit Sedum-
Vegetation, eine Drainage sowie eine wasserableitende
Trennlage oberhalb der Dämmung.
Ziel der Untersuchung war es, die Eignung
und Dauerhaftigkeit der XPS-Dämmplatten
für die Anwendung im Umkehrdach über eine
mehrjährige Nutzungszeit zu bewerten – mit
Fokus auf Wärmeleitfähigkeit, Druckverhalten
und Feuchtegehalt im Labor.
Messergebnisse im Überblick
Die Laborwerte zeigen ein klares Bild: Die
Feuchtegehalte der Dämmplatten lagen mit
0,23 bis 0,41 Vol.-Prozent und einem Mittelwert
von rund 0,35 Vol.-Prozent sehr niedrig.
Die Wärmeleitfähigkeitswerte der feuchten
Proben betrugen maximal 0,0321 W/(m·K)
und lagen damit im Bereich des deklarierten
Nennwerts von 0,032 W/(m·K). Die Druckspannung
bei zehn Prozent Stauchung im
feuchten Zustand lag über 342 kPa. Diese
Ergebnisse zeigen, dass »Jackodur Evo« im
Umkehrdachaufbau nicht nur rechnerisch,
sondern auch nach mehrjährigem Praxiseinsatz
leistungsstabil bleibt.
Tino Dannenberg, Produktmanager bei
Jackon Insulation by Bewi, hat die Untersuchung
begleitet: »Im Umkehrdach zählt am
Ende nicht das Versprechen, sondern der
Nachweis im Praxisbetrieb. Die Langzeiterfahrungen
kann man unter realen Einsatzbedingungen
im Objekt gewinnen. Nur so lässt
Die Begrünung des Daches weist einen
starken Bewuchs durch Moos und Kleinpflanzen
auf.
sich die tatsächliche Leistungsfähigkeit der
Dämmplatten zuverlässig beurteilen. Dass
die FIW-Messwerte nach mehreren Jahren
Einbauzeit im begrünten Umkehrdach
im Bereich unseres deklarierten λ-Wertes
liegen, bestätigt genau die Produktqualität.«
Trennlage mitgeprüft
Auch Proben der diffusionsoffenen Trennlage
»Jackodur Dachvlies WA« wurden entnommen
und auf Wasserdampfdurchlässigkeit
geprüft. Die Messergebnisse lagen nach der
Nutzungszeit weiterhin unterhalb des deklarierten
sd-Wertes von 0,1 m. Damit ist nicht
von einer verschmutzungs- oder alterungsbedingten
Beeinträchtigung der Dampfdiffusion
auszugehen. Die Systemkomponente bleibt
somit auch nach Jahren funktional. Das ist
ein wichtiger Punkt für die Planung, wenn
Gründachaufbauten langfristig wartungsarm
und zuverlässig funktionieren sollen.
Neben den stabilen Kennwerten ist im Projektgeschäft
eine schnelle und sichere Ausführung
ein wichtiger Faktor. Die einlagige
Verlegung bis 400 mm ist hier ein Plus, das
sich in Termin- und Kostensicherheit auszahlen
kann. Zusätzlich gilt: Bei einlagiger
Verlegung ist die im mehrlagigen Aufbau
diskutierte Bildung eines Wasserfilms zwischen
zwei Dämmlagen konstruktiv nicht
gegeben. Das ist ein bauphysikalisch wichtiges
Detail, das im Umkehrdach berücksichtigt
werden muss.
»Jackodur Evo 300« ist in Großbritannien
für die Anwendung als Umkehrdachdämmung
BBA-zertifiziert, Zertifikat 21/5944.
Das British Board of Agrément zählt zu den
etablierten, unabhängigen Prüfinstanzen im
britischen Bauwesen.
?
Über der Dämmschicht liegen das diffusionsoffene und
wasserableitende »Jackodur Dachvlies WA«, eine 20 mm
starke, vlieskaschierte Drainagematte sowie 100 mm
Substrat mit Sedum-Vegetation.
JACKON INSULATION BY BEWI (3)
Dach & Holzbau
April 2026 l 33
Neue »Delta«-Systeme für
Dach, Holzbau und Fassade
DÖRKEN – Die Marke Delta aus dem Hause Dörken steht seit über
60 Jahren für Wind- und Feuchteschutz im Dach und an der Fassade, für
Bauwerksabdichtung und Grundmauerschutz und für Flachdachentwässerung.
Nun präsentierte Delta Neuheiten und Weiterentwicklungen in
den Bereichen Dach, Holzbau und Fassade auf der Dach+Holz.
Das auf der Messe gezeigte Holzhaus
zeigt alle »Delta«-Anwendungsbereiche
im Holzbaubereich – auch neue und
weiterentwickelte Produkte
wie die »Delta-Base-Guard«.
Seit fast 30 Jahren steht »Delta-Foxx Plus« von
Dörken für Leistungsfähigkeit am Bau. Jetzt
hat das Unternehmen die bewährte Unterdeckund
Schalungsbahn weiterentwickelt: Durch die
neuen vier Lagen und die doppelte Funktionsschicht
erhöht »Delta-Foxx Plus« die Sicherheit
und sorgt für maximale Widerstandsfähigkeit –
auch bei Extremwetter.
Ausgestattet ist die weiterentwickelte Bahn
mit einer doppelten Dichtheitsschicht gegen Niederschläge,
der patentierten »Plus«-Verklebung
und einem noch robusteren Aufbau für die einfa-
DÖRKEN (3)
Durch das Modell gelang eine detaillierte Erklärung der neuen
Fassadenbahn »Delta-Fireprotect A2«. Die nicht brennbare Fassadenbahn
eignet sich für bis zu 20 mm breite Fugen.
che Handhabung. So vereint die Unterdeck- und
Schalungsbahn höchste Funktionalität mit maximaler
Verlegesicherheit. Ganz gleich, ob Sturm
oder Starkregen, »Delta-Foxx Plus« ist auch bei
extremen Wetterbedingungen zuverlässig luft-,
wind- und wasserdicht. In Kombination mit der
Dörken-Expertise bietet »Delta-Foxx Plus« so
ein überzeugendes Gesamtpaket mit 30 Jahren
Garantie.
Für Unterdeckplatten aus Holzfasern
Mit dem neuen »Delta-Safix«-System hat Dörken
eine Lösung entwickelt, die das Arbeiten auf
Unterdeckplatten aus Holzfasern spürbar sicherer
und zugleich einfacher macht. So ermöglicht
das neue »Delta-Safix«-System eine sichere Verlegung
und Befestigung von Unterdeckbahnen
auf Unterdeckplatten aus Holzfasern (HF-Platten).
Darüber hinaus überzeugt es mit DGUV-geprüfter
Durchsturzsicherheit und erlaubt eine gewohnte
Montagesicherung der Bahn mit Tackerklammern.
Das neue System besteht aus dem »Delta-Safix
Profil«, einer Holzleiste mit universeller Nut- und
Federgeometrie, und der Unterdeckbahn »Delta-XX
Plus Safix«, die in Bezug auf Breite und
Selbstkleberandausführung angepasst wurde.
Dabei gewährt Dörken 30 Jahre Garantie auf
die »Delta«-Unterdeckbahn. Das System eignet
sich zur Anwendung mit allen gängigen HF-Platten
verschiedener Hersteller in der Standardstärke
von 60 mm. Mit einer Breite von 1,35 m deckt
die »Delta-XX Plus Safix« zwei Reihen HF-Platten
(Deckbreite 57,5 bis 59,1 cm) sowie die jeweils
anschließenden oberen und unteren Holzleisten
»Delta-Safix Profil« ab. Die Klebestreifen an beiden
Bahnkanten gewährleisten eine Mindestüberdeckung
von 10 cm und eine Verklebungsbreite
von mindestens 2 cm – für eine dauerhaft dichte
und sichere Verbindung.
34 l April 2026 Dach & Holzbau
Die nicht brennbare Fassadenbahn
Auch im Bereich Fassade bietet Dörken eine Produktinnovation
und präsentiert mit »Delta-Fassade
Fireprotect A2« eine nicht brennbare, diffusionsoffene
und dauerhaft UV-beständige Fassadenbahn
für bis zu 20 mm breite Fugen. Dabei bietet
die langlebige und robuste Fassadenbahn maximale
Sicherheit für Fassaden von mehrstöckigen
Gebäuden ab 22 m, für die erhöhte Brandschutzanforderungen
gelten. So erfüllt die nicht brennbare
Bahn die Vorgaben der Euro-Brandklasse
A2-s1, d0 und leistet damit einen wichtigen Beitrag
zum vorbeugenden Brandschutz.
Für die Verklebung der Überlappungen und
Stöße bietet Dörken als System zudem ein Fassadenklebeband
an, das in Kombination mit der
Fassadenbahn »Delta-Fassade Fireprotect A2«
ebenfalls die Euro-Brandklasse A2-s1, d0 erfüllt.
Mit einer Breite von 75 mm und der UV-beständigen
Oberfläche sorgt das Klebeband für zusätzlich
mehr Sicherheit in Bezug auf Wasser- und
Winddichtheit sowie Brandsicherheit.
Auch im Bereich der Bauwerksabdichtung hat
Dörken sein Produktportfolio erweitert und die
radondichte und bitumenfreie »Delta-Base-Guard«
entwickelt. Dabei handelt es sich um eine robuste
mehrlagige Kunststoffbahn für die Bauwerksabdichtung
zum Schutz gegen Bodenfeuchte und
nicht drückendes Wasser, die auch bei niedrigen
Temperaturen bis -10 °C verarbeitet werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Bahn ist die schnelle und
einfache Verlegung: So ist »Delta-Base-Guard«
mit integrierten Selbstkleberändern ausgestattet,
die eine einfache Überlappung der Bahnen in
Längsrichtung ermöglichen. Dabei kann das Produkt
in einem Arbeitsgang lose verlegt werden
und es wird kein Voranstrich benötigt. Auch die
Ausführung von Bahnenstößen erfordert weder
Quellschweißmittel noch eine offene Flamme –
für unkompliziertes und sicheres Arbeiten. »Delta-Base-Guard«
ist außerdem sehr emissionsarm
und sorgt damit für eine bessere Innenraumluftqualität
und ein gesünderes Wohnumfeld. ?
Auf der Bühne wurden regelmäßig
die Produkte vorgestellt,
so auch das neue
»Delta-Safix«-System für das
einfache und sichere Arbeiten
bei Unterdeckplatten aus
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Dach & Holzbau
April 2026 l 35
Abdichtungsbahn mit
integrierter Prüffunktion
Die Abdichtungsbahn »e-plax«
lässt sich wie jede andere Kaltselbstklebebahn
verarbeiten
und bietet durch die integrierte
leitende Schicht zusätzliche
Sicherheit.
POLYFIN
POLYFIN – Gemeinsam mit Büsscher & Hoffmann hat Polyfin auf
der Dach+Holz »e-plax« präsentiert. Dabei handelt es sich um
eine Abdichtungsbahn, die mit einer hochleitfähigen Schicht ausgestattet
ist und somit zur Detektions-Abdichtungsbahn wird.
Verarbeiten lässt sie sich wie jede andere Kaltselbstklebebahn.
Qualitätssicherung und Dichtheitsprüfung können über den
gesamten Bauablauf hinweg jederzeit unkompliziert durchgeführt
werden – noch bevor Feuchtigkeit in den Dachaufbau eindringt.
Die Abdichtungsbahn
»e-plax« kombiniert
Abdichtung und Dichtheitsprüfung.
Bei vielen Bauvorhaben wird nach Abschluss der
Dachabdichtungsarbeiten eine Dichtheitsprüfung
verlangt. Das ist sinnvoll: Der Dachdecker verlässt
die Baustelle, danach folgen weitere Gewerke.
Leitern und Gerüste werden aufgestellt, Haustechnik
und PV-Anlagen werden installiert. Die
Dachabdichtung dient häufig als Arbeits- und
Lagerfläche. Kommt es im weiteren Verlauf zu
Wassereintritten, ist oft der Dachdecker der Erste,
der gerufen wird. Viele Schadstellen, die der dann
oft eilig herbeigerufene Leckorter lokalisiert, sind
jedoch nicht dem Dachdecker, sondern den Folgegewerken
zuzuordnen. Für den ausführenden
Verarbeitungsbetrieb ist die Dichtheitsprüfung
daher eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung
und Absicherung, um spätere Diskussionen
zu vermeiden.
Unterschiedliche Prüfverfahren
Die Dichtheitsprüfung ist heute Stand der Technik.
Für sie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung,
etwa das Rauchgasverfahren, das Funkenschlagverfahren
oder die Wasserprobe. Alle
Methoden haben Vor- und Nachteile. Verfahren
wie die Wasserprobe verursachen bei Undichtheiten
jedoch zusätzliche Schäden durch Wassereintritt
in die Dachkonstruktion. Deshalb ist die
Wasserprobe laut Polyfin eher nicht zu empfehlen.
Eine der einfachsten und sichersten Methoden
ist das Funkenschlagverfahren. Es ist einfach,
weil es ohne großen technischen Aufwand
auskommt, und sicher, weil im Fall festgestellter
Undichtheiten keine Folgeschäden im Dachaufbau
entstehen. Leitende Schichten unter der Abdichtung
sind für das zuverlässige Funktionieren des
Funkenschlagverfahrens essenziell. Andernfalls
wäre für eine verlässliche Dichtheitsprüfung ein
bereits feuchtes Dachpaket erforderlich. Umgehen
lässt sich das durch zusätzlich verlegte leitende
Schichten wie Carbonvliese oder Metallgittergelege.
Ein innovativer Weg ist eine in die Abdichtungsbahn
integrierte leitende Schicht, wie sie
bei »e-plax« zum Einsatz kommt.
Sicher dichte Dächer
Auf Basis der bekannten Kaltselbstklebe-Elastomerbitumenbahnen
wurde die Büsscher-
»e-plax«-Technologie entwickelt. Die Abdichtungsbahn
ist mit einer hochleitfähigen Schicht
ausgestattet und wird dadurch zur Detektions-
Abdichtungsbahn. »e-plax« dient dabei als erste
Lage der Dachabdichtung. Die Bahn lässt sich
wie jede andere Kaltselbstklebebahn verarbeiten.
Mit dem Funkenschlagverfahren lassen sich
Leckagen bei Schichtdicken von mehr als 15 mm
zu 100 Prozent detektieren. Selbst bei optisch
nicht erkennbaren Beschädigungen schlägt der
Funkenbesen an. Damit bietet die »e-plax«-Technologie
zusätzliche Sicherheit im rauen Baustellenbetrieb.
Diese Form der Dichtheitsprüfung
kann auf freibewitterten Dächern im Bauablauf
beliebig oft durchgeführt werden – und das bei
absoluter Trockenheit. Sind weitere Schichten wie
Kies oder Substrat aufgebracht, unterstützt die
leitende Schicht die Leckortung mit dem Elektroimpulsverfahren
(Ringleitung) weiterhin. Durch
die leitende Schicht ist es nicht notwendig, einen
bereits durchfeuchteten Dachaufbau zu haben.
Das führt zu schnelleren und genaueren Ausschlägen,
sodass die Leckortung mit der Ringleitung
präzisere und raschere Ergebnisse liefert. ?
36 l April 2026 Dach & Holzbau
Mit «Silikal Roof« bietet der
MMA-Abdichtungsexperte jetzt auch
eine Anwendung für das Dach.
Ein Abdichtungsharz
für alle Dächer
SILIKAL (2)
SILIKAL – Ein Dach schützt. Und es entscheidet nicht
selten auch darüber, wie lange ein Gebäude hält. Mit
diesem Anspruch war der Reaktionsharzspezialist Silikal
bei der Dach+Holz vertreten, im Messegepäck das innovative
Abdichtungssystem »Silikal Roof«.
Silikal präsentierte die neue Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof« auf der Dach+Holz: Im
Bild die beiden Anwedungstechniker Maik Bergomaz (links) und Niklas Schwerber.
Silikal, international vor allem für leistungsfähige Reaktionsharzböden
und Abdichtungen auf Basis von Methylmethacrylat (MMA)
bekannt, hat mit »Silikal Roof« eine neue Hochleistungsabdichtung
für Dächer auf den Markt gebracht. Vorausgegangen war im Jahr
2024 die erfolgreiche Produktprüfung nach EAD und die Europäisch
Technische Zulassung ETA. Bei den Prüfungen erreichte »Silikal
Roof« unter anderem den höchsten Nutzungswert W3, was eine
Nutzung von mindestens 25 Jahren garantiert. Das gilt auch bei
schwankenden Oberflächentemperaturen von -30 °C bis +90 °C.
Die Zertifizierung von »Silikal Roof« verspricht Bauherren und Nutzern
den verbindlichen Nachweis des aktuellen Stands der Technik
– unverzichtbar für jede sichere Bauausführung.
Die Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof« eignet sich für alle
Dächer – von öffentlichen Gebäuden über Industrieanlagen und Hallen
bis hin zum privaten Wohnungsbau. Und wie bei Silikal üblich:
Das System punktet mit schneller und praktischer Anwendung.
Es wird vollflächig und fugenlos verarbeitet: Auf die Grundierung
wird das anwendungsfertig vorgefüllte »Silikal RU 325« in Kombination
mit »Silikal Tex-Vlies« aufgebracht. Das Abdichtungsharz
härtet selbst bei niedrigen Temperaturen innerhalb einer Stunde
aus. »Silikal Roof« ist im Standard-Farbton ca. RAL 7032 vorpigmentiert
erhältlich, Sondertöne sind auf Anfrage möglich.
Das Silikal-Messeteam aus Maik Bergomaz und Niklas Schwerber
(Anwendungstechnik) freut sich über den Erfolg der Messe:
»Unsere erneute Teilnahme war ein weiterer und wichtiger Schritt
zur Produktbekanntheit. Mit unserer Hochleistungsabdichtung bieten
wir dem Markt genau das richtige Produkt, gepaart mit unserem
gewohnt schnellen Kundenservice.«
?
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Dach & Holzbau
April 2026 l 37
PV-Anlagen auf Flachdächern
sicher warten
IBC SOLAR – Arbeiten auf
dem Dach gehören zu den
besonders risikobehafteten
Tätigkeiten im Bauund
Elektrohandwerk.
Sobald sich Personen im
absturzgefährdeten
Bereich bewegen, sind
geeignete Schutzmaßnahmen
zwingend erforderlich.
Die Verantwortung
liegt sowohl beim Arbeitgeber
als auch beim Anlagenbetreiber.
Neben der
gesetzlichen Pflicht ist
eine durchdachte Absturzsicherung
die Grundlage
für dauerhaft sicheres und
effizientes Arbeiten.
Mit dem »IBC AeroFix Latch«-System
von IBC Solar steht eine speziell für
PV-Flachdächer entwickelte Absturzsicherung
zur Verfügung.
Kern des »IBC AeroFix Latch«-Systems
ist ein Edelstahl-Drahtseil, das
entlang der Dachfläche geführt wird.
In Deutschland regeln unter anderem die Arbeitsstättenverordnung,
die Betriebssicherheitsverordnung
sowie Vorschriften der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung die Anforderungen
an den Schutz vor Absturz. Ergänzend gelten
europäische Normen für Anschlageinrichtungen
und Persönliche Schutzausrüstung. Bereits ab
einer Absturzhöhe von mehr als 1 m sind Schutzmaßnahmen
erforderlich. Ein Bereich bis 2 m zur
Dachkante gilt ebenfalls als absturzgefährdet und
ist entsprechend zu sichern.
Nach DIN 4426 ist der Bauherr verpflichtet,
sicherheitstechnische Unterlagen wie Gefährdungsbeurteilungen
und Betriebsanweisungen
bereitzustellen, teilt IBC Solar mit. Ziel ist ein
Sicherheitskonzept, das allen beteiligten Gewerken
einen sicheren Zugang und Aufenthalt auf
dem Dach ermöglicht – insbesondere bei regelmäßig
wiederkehrenden Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Systemlösung für PV-Flachdächer
Entwickelt in Zusammenarbeit mit den Arbeitssicherheitsexperten
von Preising, steht mit dem
»IBC AeroFix Latch«-System von IBC Solar eine
speziell für PV-Flachdächer entwickelte Absturzsicherung
zur Verfügung.
Kern des Systems ist ein Edelstahl-Drahtseil, das
entlang der Dachfläche geführt wird. Ein mobiler
Anschlagpunkt – der sogenannte Transfastener –
wird mit der Persönlichen Schutzausrüstung verbunden
und gleitet kontinuierlich über das Seil.
Kurven, Zwischen- und Eckverankerungen können
ohne Umhängen passiert werden. Ein integrierter
Latch-Mechanismus sorgt dafür, dass der
Transfastener an Systemübergängen automatisch
einrastet und auch im Sturzfall sicher im System
verbleibt. Das System wurde gemäß EN 795:2012
sowie DIN CEN/TS 16415:2017 geprüft und zertifiziert.
Es ist für bis zu drei Personen gleichzeitig
zugelassen und sowohl als Typ C (Seilsicherungssystem)
als auch als Typ E (ballastiertes System)
einsetzbar. Die Montage erfolgt ohne Durchdringung
der Dachhaut direkt an der Unterkonstruktion
der PV-Anlage. Dadurch bleibt die Abdichtung
unversehrt, zusätzliche Abdichtungsarbeiten entfallen
und das Risiko von Undichtigkeiten wird
38 l April 2026 Dach & Holzbau
minimiert. Gleichzeitig entstehen keine Verschattungen
der Module, wie sie bei Geländerlösungen
auftreten können.
Voraussetzungen und Montage
Voraussetzung ist ein geeignetes PV-Montagesystem
– das »IBC AeroFix« – mit mindestens
20 Modulen im Verbund. Die Anlage muss auf
einem ebenen, ausreichend tragfähigen Untergrund
installiert sein und definierte Anforderungen
an Haftreibungskoeffizienten und Gesamtgewicht
erfüllen. Verankerungspunkte werden konstruktiv
verstärkt. Planung und Installation dürfen
ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal
erfolgen. Speziell geschulte und regelmäßig zertifizierte
Partner von IBC Solar stellen sicher, dass
Montage und Dokumentation den Herstellerangaben
und berufsgenossenschaftlichen Vorgaben
entsprechen. Nach Abschluss sind ein Montageprotokoll,
Fotodokumentation sowie ein Kennzeichnungsschild
am Zugangsweg verpflichtend. Für
den Betrieb sind eine Unterweisung der Nutzer,
eine jährliche Sichtprüfung durch eine sachkundige
Person sowie ein geeignetes Rettungskonzept
erforderlich. Auch bestehende Anlagen mit
einem »IBC AeroFix«-Montagesystem können
nachträglich mit der Absturzsicherung »IBC Aero-
Fix Latch« ausgestattet werden, sofern die technischen
Voraussetzungen erfüllt sind.
IBC SOLAR (3)
Klare Praxisvorteile
Das System bietet eine dauerhafte Integration in
die PV-Anlage und vermeidet temporäre Auf- und
Abbaukosten von Gerüsten oder mobilen Sicherungslösungen
für die Wartung des PV-Systems.
Die kontinuierliche Seilführung ermöglicht große
Bewegungsfreiheit und erhöht die Effizienz bei
Wartungsarbeiten. Attiken oder zusätzliche Haltepunkte
sind nicht erforderlich, sofern die konstruktiven
Anforderungen erfüllt werden. ?
Das System ist für bis zu
drei Personen gleichzeitig
zugelassen.
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Dach & Holzbau
DACHABDICHTUNG I FLÜSSIGKUNSTSTOFF I DÄMMUNG
de.iko.com
Kontakt
April 2026 l 39
»Unsere Produkte
erlebbar machen«
FLECK – Unter dem Motto »#Fleckit« präsentierte der Dachzubehör-Spezialist
Fleck auf der Dach+Holz in Köln praxisorientierte
Lösungen für Steil-, Flach-, Gründach und Solar. Der Fokus lag
dabei klar auf der Produktpräsentation und dem direkten Austausch
mit den Fachbesuchern. Trotz schwierigen Marktumfelds
konnte Fleck auch eine positive Geschäftsentwicklung vermelden.
FLECK (3)
Durch den PV-Vogelstopp werden Schäden an der PV-Anlage durch
zum Beispiel brennende Vogelnester verhindert.
Im Flachdachbereich konnte Fleck mit
seinen Produkten gegen den Trend zulegen.
Die Live-Vorführungen am Messestand
zeigten praxisnah den Einsatz der Produkte
– wie etwa der Solar-Trägerpfanne.
»Wir haben uns bewusst darauf konzentriert,
unsere Produkte erlebbar zu machen – zum
Anschauen, Anfassen und Ausprobieren. Das
kam beim Publikum hervorragend an«, resümiert
Christoph Nielacny, Geschäftsführer von
Fleck. »Gerade die praktischen Einbauvorführungen
und die Gespräche mit den Anwendern
liefern uns wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung
unserer Lösungen.« Besonders gefragt
waren die Live-Demonstrationen rund um das
Thema Solar sowie zur Verarbeitung von »Eco
Form«, dem nachhaltigen Walzbleiersatz. Darüber
hinaus waren die Flachdach- und Gründachprodukte
von großem Interesse.
Die Besucher konnten sich direkt vor Ort von
der einfachen Handhabung der Fleck-Produkte
überzeugen – etwa bei der Montage der Solar-Trägerpfannen
oder der Anwendung von Retentionslösungen
für das Flachdach. Auch die Fachvorträge
im Workspace in Halle 8, die Fleck gemeinsam mit
der Firma AllesDach Wagner zum Thema Retentionsdach
gestaltete, fanden großen Zuspruch.
Hier wurde praxisnah gezeigt, wie sich moderne
Dachentwässerung und Regenwasserrückhaltung
effizient kombinieren lassen.
Gute Geschäftsentwicklung dank
Flachdach und »SanReMo«
Neben den Produktneuheiten nutzten viele Besucher
die Gelegenheit, die neuen digitalen Services
von Fleck kennenzulernen. Besonders beliebt
waren die Konfiguratoren und Berechnungstools,
mit denen sich passende Lösungen für Entwässerung,
Notentwässerung und Retention individuell
ermitteln lassen. Diese Anwendungen verdeutlichten,
wie digitale Unterstützung den Planungsund
Arbeitsalltag im Dachhandwerk erleichtert.
Auf einer Pressekonferenz ging Fleck-Geschäftsführer
Christoph Nielacny auch näher auf die wirtschaftliche
Entwicklung des Unternehmens ein.
Demnach verfügt das Unternehmen über eine
gute Ergebnis- und Liquiditätssituation, der Umsatz
stieg im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Während
das Steildachsegment leicht zulegen konnte,
musste der Bereich Solar wegen der allgemeinen
Marktentwicklung im Segment Aufdach-PV-Anlagen
Federn lassen. Der Flachdachumsatz konnte
gegen den allgemeinen Markttrend – vor allem
durch Neuprodukte – wachsen.
Wie Christoph Nielacny hervorhob, macht Fleck
rund 20 Prozent seines Umsatzes mit Neuprodukten,
die nicht älter als vier Jahre sind. Vor allem
der Bereich Sanierung, Renovierung und Modernisierung,
bei Fleck »SanReMo« genannt, trägt
aktuell den Löwenanteil zum Gesamtumsatz bei.
Das Marktpotenzial sei derzeit um das 3,5-Fache
höher als im Neubau, so Nielacny. Hinzu komme
ein zunehmender Fokus auf den Export. Den aktuellen
Exportanteil von zwölf Prozent will Fleck
in den nächsten Jahren deutlich steigern. Dazu
wurde jetzt auch die neu geschaffene Position
des Exportleiters mit Falco Tegethoff besetzt. Zu
den bereits bestehenden Exportmärkten Österreich,
Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn,
Dänemark, Benelux und den Balkanstaaten soll
als nächster Schritt der polnische Markt bearbeitet
werden.
?
40 l April 2026 Dach & Holzbau
Edelstahl-Schelle bietet neue
Möglichkeiten im PP-Rohrsystem
SITA – Das »SitaPipe PP«-Rohrsystem
wird jetzt durch eine neue Edelstahl-
Sicherungsschelle verstärkt. Sie erschließt
neue Möglichkeiten, die Forderungen der
DIN 1986-100 zu erfüllen. Als wirtschaftliche
Alternative zu Edelstahlrohren ist das
System aus Polypropylen jetzt auch im
Außenbereich mit voller Sicherheit einsetzbar,
verspricht der Hersteller.
Sämtliche Einsatzbereiche, die bisher mit der
»SitaPipe«-Edelstahlrohrreihe abgedeckt wurden,
können jetzt auch mit der kostengünstigeren
»SitaPipe PP«-Rohrreihe bestückt werden,
so Sita. Die neue Schellensicherung mache das
PP-System »heavy duty«-tauglich und fit für eine
SITA (2)
Die neue Sita-Sicherungsschelle aus Edelstahl
hält PP-Rohre DIN-gerecht zusammen.
Starkregen-Zukunft. Der große Vorteil ist laut
Hersteller, dass die neuen Sicherungsschellen
aus rostfreiem Edelstahl bestehen, also UV- und
witterungsbeständig sind. In den Bereichen der
Steckmuffenverbindungen sorgen sie damit dauerhaft
für Auszugssicherheit, Längskraftschlüssigkeit
und Druckstabilität, verspricht Sita. Ebenso
verhindern sie das Auseinandergleiten der Rohrelemente,
z.B. wenn ein temporärer Rückstau
das Rohrsystem unter Druck setzt.
Längskraftschlüssig und druckstabil
Die neuen Sicherungsschellen verleihen dem
»SitaPipe PP«-Rohr stärkeren Rückhalt. Die
Rohrelemente, die sich durch ein Drei-Schicht-
Verbundsystem, Formstabilität und höhere Schlagzähigkeit
auszeichnen, werden damit noch stärker
gegen Extrembeanspruchung gesichert, heißt
es in einer Mitteilung des Herstellers. Das bisher
gegen Unterdrücke bis -400 mbar und Überdrücke
bis 1,5 bar resistente System widerstehe
mit der Edelstahl-Sicherungsschelle Druckbelastungen
bis 2,5 bar, was einer Wassersäule von
25 m entspricht.
Sichere Entwässerungslösung
Die Sicherungsschelle ist eine wichtige Systemerweiterung
– vor allen Dingen bei der Freispiegelentwässerung
über Kunststoffrohre. Vom Gully
bis zur Grundleitung möchte Sita damit eine sichere
Entwässerungslösung von DN 50 bis DN 150
liefern. Diese Systemertüchtigung erweist sich
laut Sita als besonders wichtig bei innenliegenden
Rohrwasserleitungen, die zum Beispiel in die
Wärmedämmung eingebettet sind. Die Verlegung
einer Rohrleitung innerhalb eines Dämmstoffpaketes
gilt als Sonderlösung und bedarf besonderer
Sorgfalt in Planung und Ausführung. Projektleiterin
Flachdachentwässerung, Dipl.-Ing. Ute Weiß:
»Die Konstruktion mit der neuen Sicherungsschelle
deckt in vollem Umfang die Forderungen der
DIN 1986-100 ab. Unter Punkt 6.1.3 der DIN wird
die Sicherheit der Rohrleitungen gegen Auseinandergleiten
gefordert. Wenn aufgrund baulicher
Gegebenheiten ein Verzug gegeben ist und das
Wasser umgeleitet wird, also bei ›Ausweichen
aus der Achse‹ so die DIN, wird damit die Verbindung
gesichert. Dies ist umso wichtiger, je
mehr Bögen im Rohrsystem verbaut werden.«
Alles was bisher über die Edelstahlrohrreihe abgedeckt
wurde, kann jetzt auch mit der »SitaPipe
PP«-Rohrreihe realisiert werden.
?
»Wir wollten der Praxis ein
PP-Komplettsystem bieten,
das nahezu die gleichen
Qualitäten wie die Edelstahlrohreihe
aufweist –
nur zu einem günstigeren
Preis. Das ist jetzt erreicht.«
Cengiz Karadeniz, Sita Business
Development Manager.
PP
PP ist das Kürzel für einen
thermoplastischen Werkstoff
aus der Gruppe der Polyolefine.
Seit Jahren bewährt und
in der Rohrherstellung eingesetzt,
überzeugt Polypropylen
laut Sita durch hygienische
Unbedenklichkeit, Korrosionsbeständigkeit
und leichte
Verarbeitung.
Dach & Holzbau April 2026 l 41
Auf der Dach+Holz präsentierte Velux seine neue Rollladen-Generation
mit geändertem Montagekonzept, das
den Einbau deutlich vereinfachen soll.
Mit Vakuum-Verglasung
auf ein neues Niveau
VELUX – Mit gleich mehreren Fenster-Neuheiten sowie einer
neuen Rollladengeneration wartete Velux auf der Dach+Holz
in Köln auf. Dabei legte der Dachfensterhersteller bei seinen
Neuheiten viel Wert darauf, dem Handwerk passende Lösungen
für spezielle Anforderungen zu bieten sowie Montage
und Bedienung der Produkte möglichst einfach zu gestalten.
Bei der neuen Rollladengeneration
wird
der Rollladen direkt
auf den Flügel des
Dachfensters montiert.
Die neue Rollladengeneration von Velux feierte in
Köln ihre Deutschland-Premiere. Dank des neuen
Designs der Rollladenkonstruktion mit einer Vielzahl
an Montageverbesserungen bietet sie sowohl Vorteile
für Handwerksbetriebe beim Einbau als auch
für Nutzerinnen und Nutzer bei der Bedienung. Die
wesentliche Änderung ist, dass der Rollladen jetzt
direkt auf den Flügel des Dachfensters montiert
wird. Dadurch lassen sich die Fenster unabhängig
von der Ausfahrposition des Rollladens ohne
Einschränkung bedienen. Zudem können sie bei
mehr Lichtlösungen als bisher eingebaut werden.
Darüber hinaus sorgen magnetische Schrauben,
Klick-on-Lösungen und der jetzt innen liegende
Aktivierungs-Knopf für deutliche Effizienzsteigerungen
beim Einbau. Verfügbar sind die Rollläden
der neuen Generation ab Mai in den Ausführungen
für Solar- und Elektro-Betrieb.
Das neue »Schwingfenster 230 Volt« mit sechsadrigem
Kabel ist eine der in den letzten Jahren
im Markt meistnachgefragten Velux-Innovationen.
Es ermöglicht die kabelgebundene Integration
in Smart-Home-Systeme ohne zusätzliches
Velux-Interface und den direkten Anschluss an
einen Schalter. Es ist in acht Standardgrößen von
66x118 cm bis 114x140 cm verfügbar.
Produktneuheit mit
Vakuum-Isolierglas-Technologie
Im Rahmen der Dach+Holz präsentierte Velux
mit seiner neuen Vakuum-Isolierglas‐Technologie
zudem erstmals eine Produktinnovation, die
die Leistungsfähigkeit von Dachfenstern auf ein
neues Niveau heben wird. Sie wurde in Partnerschaft
mit Guardian Glass speziell für Dachfenster
entwickelt, bei denen der Einsatz einer Vakuumverglasung
aufgrund der höheren Belastungen im
Vergleich zu Fassadenfenstern besonders herausfordernd
ist. Velux ersetzt bei dieser Technologie
den Raum zwischen zwei Glasscheiben
durch ein Vakuum, wodurch die Wärmeübertragung
reduziert wird. Die neue Verglasung bietet
eine hohe Wärme- und Schalldämmleistung
bei einem reduzierten CO 2
-Fußabdruck und wird
damit einen wertvollen Beitrag zu nachhaltigerem
Bauen und Wohnen leisten. Sie wird zunächst
in zwei Ausführungen zum Einsatz kommen:
Einerseits als reine Vakuum-Verglasung, andererseits
als hybride Lösung. Bei der Ausführung
als Vakuum‐Hybrid‐Lösung handelt es sich um
Dreifachverglasung. Dabei kombiniert Velux eine
Doppelverglasung mit Vakuumschicht mit einer
dritten Scheibe, die durch eine Gasfüllung von
der angrenzenden Scheibe getrennt ist. In der
Variante als reine Vakuum-Verglasung handelt
es sich um ein ultradünnes Doppelverglasungsdesign,
dessen Wärmedämmwert vergleichbar
mit dem einer Dreifachverglasung ist. Die
Markteinführung erfolgt 2026 zunächst in Großbritannien
und Irland. Für Deutschland steht der
Zeitpunkt noch nicht fest. Grundsätzlich ist jedoch
zu erwarten, dass das Angebot in allen europäischen
Märkten eingeführt wird.
?
Bei der vorgestellten reinen Vakuum-Verglasung handelt es
sich um ein ultradünnes Doppelverglasungsdesign, dessen
Wärmedämmwert vergleichbar mit dem einer Standard-
Dreifachverglasung ist.
VELUX (2)
42 l April 2026 Dach & Holzbau
Sicherer Zugang
zum Flachdach
LAMILUX (2)
Der Flachdach-Ausstieg
»Service FE« von Lamilux
sorgt für einen sicheren
und mühelosen Zugang zum
Flachdach.
LAMILUX – Das Dach gewinnt
zunehmend an Bedeutung: Ob Photovoltaik,
Begrünung oder technische
Anlagen – Dächer werden
heute aktiv genutzt und sind längst
mehr als nur Gebäudeabschluss. Vor
allem das Flachdach hat sich zur
»fünften Fassade« entwickelt und
ist ein wesentlicher Bestandteil
moderner Gebäudekonzepte. Damit
wachsen auch die Anforderungen an
einen sicheren und einfachen
Zugang. Lamilux hat hierfür eine
passende Lösung.
Dank des großen Öffnungsbereichs von bis
zu 2,7 m² lassen sich zudem Werkzeuge,
Materialien oder Bauteile wie
Photovoltaikmodule einfach transportieren.
Wartungen der Photovoltaik, Pflege des
Gründachs sowie Prüfungen der Lüftungs-,
Entrauchungs- und Brandschutzanlagen
führen dazu, dass Flachdächer regelmäßig
betreten werden müssen. Der sichere
Zugang zum Dach wird damit zu einem entscheidenden
Faktor für den zuverlässigen
Gebäudebetrieb. Der Lamilux-Flachdach-
Ausstieg »Service FE« ist genau hierfür konzipiert.
Sein großzügiges Format von bis zu
90 x 300 cm sowie die Öffnung um 80° bietet
mehr Bewegungsfreiheit als herkömmliche
Oberlichter und ermöglicht einen sicheren
Übergang vom Gebäude auf die Dachfläche.
In Kombination mit einer bauseitigen geraden
Treppe – beispielsweise aus einem Treppenhaus
– entsteht ein dauerhaft nutzbarer,
sicherer Dachzugang, auch für Service- und
Wartungspersonal ohne spezielle Dacherfahrung.
Ein installiertes Akkupaket sorgt zudem
für eine sichere Stromversorgung während
Stromausfällen und Notfällen, sodass der Ausstieg
hierbei weiterhin möglich ist. Dank des
großen Öffnungsbereichs von bis zu 2,7 m²
lassen sich zudem Werkzeuge, Materialien
oder Bauteile wie Photovoltaikmodule oder
Grünschnitt einfach transportieren – häufig
ohne zusätzlichen Kran.
Erfüllt baurechtliche Anforderungen
Beim Flachdach-Ausstieg »Service FE« steht
Sicherheit im Fokus. Das System erfüllt
zentrale baurechtliche Anforderungen, die
Maschinenrichtlinie gemäß CE und ist für
den dauerhaften Einsatz auf häufig genutzten
Dachflächen ausgelegt. Durch die Durchsturzsicherheit
im geschlossenen Zustand
gemäß DIN 18008-6 sowie die geprüfte
Schlagregendichtheit nach DIN EN 1027
(Klasse E) und den hohen Widerstand gegen
Windlasten nach DIN EN 12211 (Klasse C5)
bleibt der Dachzugang auch bei anspruchsvollen
Witterungsbedingungen zuverlässig
und sicher. Zur hohen Sicherheits- und Leistungsfähigkeit
tragen zudem die hochwertige
Dreifachverglasung, der robuste Aluminiumrahmen
sowie der gedämmte Aufsatzkranz
bei. Sie bieten hohe Stabilität sowie
sehr gute Wärme- und Schalldämmwerte.
Ob Photovoltaikpflicht, Anforderungen
an den Brandschutz oder zunehmende
Dachbegrünung: Gesetzliche Vorgaben
und technische Standards machen Dächer
zu dauerhaft genutzten Funktionsflächen.
Der Flachdach-Ausstieg »Service FE« bietet
hierfür eine zukunftssichere Lösung, die
sich flexibel in unterschiedlichste Gebäudetypen
integrieren lässt.
Eingesetzt werden kann der Dachausstieg
somit in Wohngebäuden mit genutztem
Flachdach und Treppenhaus ebenso
wie in öffentlichen Gebäuden, Industrie- und
Gewerbebauten. Überall dort, wo Dächer
regelmäßig betreten, gewartet oder kontrolliert
werden müssen, schafft er einen
sicheren, mühelosen und normgerechten
Zugang. Damit unterstützt er den nachhaltigen
Betrieb moderner Gebäude. ?
Dach & Holzbau
April 2026 l 43
Der »Place to be« für das
Dach- und Holzbauhandwerk
DHM
Erfolgreiche
Messe: Fast 56 000
Fachbesucher kamen zur
Dach+Holz nach Köln.
GHM – Mit 55 933 Fachbesuchern
zählt die
Dach+Holz International
2026 zu den erfolgreichsten
Veranstaltungen ihrer
Geschichte. Am Standort
Köln ist sie die stärkste
Ausgabe seit Bestehen
und übertrifft die bisherige
Bestmarke von
47 000 Gästen aus dem
Jahr 2014 deutlich. Sie
bewegt sich damit laut
Aussage des Veranstalters
GHM auf dem Niveau der
bisherigen Spitzenwerte
der Messehistorie.
22,7
Prozent der
Aussteller kamen aus
dem Ausland.
Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut
zum zentralen Treffpunkt der Dach- und Holzbranche.
Insgesamt präsentierten sich 564 Aussteller
aus 28 Ländern auf 71 000 m 2 Bruttofläche
in vier Hallen sowie im Freigelände. Der Anteil
internationaler Aussteller lag bei 22,7 Prozent. Die
Dach+Holz International 2026 unterstrich damit
ihre Rolle als führende Plattform im europäischen
Markt. »Die Dynamik und die Intensität der Gespräche
in den Hallen waren außergewöhnlich«, sagt
Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft
für Handwerksmessen. »Auch wenn Prozesse
zunehmend digitaler werden, lebt unser
Handwerk vom persönlichen Austausch. Wenn
sich die Branche im Zweijahresrhythmus auf der
Dach+Holz International trifft, entsteht ein starkes
Gemeinschaftsgefühl, und genau dieser Community-Gedanke
trägt die Branche in die Zukunft.«
Branche sendet positive Signale
Auch die Branchenverbände bewerten die Fachmesse
als wichtigen Impulsgeber. Dirk Bollwerk,
Präsident des Zentralverbandes des Deutschen
Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont: »Viele inspirierende
Gespräche haben mir erneut bestätigt:
Handwerk verbindet, treibt Innovationen voran
und bringt Menschen zusammen. Die Dach+Holz
International ist und bleibt der ›Place to be› für
unsere Branche.« Für den Holzbau hebt Peter
Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland,
hervor: »Zukunftsweisende Innovationen, überzeugende
Produktneuheiten und der persönliche
Austausch zwischen Produktherstellern und
Holzbaubetrieben haben für volle Messehallen
gesorgt. Die positive Stimmung in der Branche
war deutlich spürbar.«
In den Hallen war insgesamt eine konstruktive
Grundstimmung erkennbar. Neben aktuellen
Herausforderungen standen vor allem konkrete
Lösungsansätze und neue Entwicklungen im
Mittelpunkt der Gespräche.
Als Gesichter der Dach+Holz International 2026
repräsentierten Zimmerergesellin Theresa Damm
und Dachdeckermeister Dominik Nöcker die Branche
während der gesamten Messe. Für Theresa
Damm war die Dach+Holz International eine Premiere.
»Ich habe hier unglaublich viel entdeckt
– zum Beispiel eine Kühlweste für die Baustelle
– und sehr viele neue Menschen kennengelernt,
auch gewerkeübergreifend«, sagt sie. Besonders
der direkte Austausch mit unterschiedlichen Bereichen
des Handwerks habe ihren Eindruck von der
Branche erweitert. Auch Dominik Nöcker betont
die besondere Atmosphäre: »Überwältigend, beeindruckend
– und es hat großen Spaß gemacht, die
Messe mit meinem Gesicht zu repräsentieren.«
Die positive Stimmung und die Vielzahl persönlicher
Gespräche hätten für ihn den Charakter der
Veranstaltung geprägt. Die nächste Dach+Holz findet
vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart statt. ?
44 l April 2026 Messerückblick: Dach + Holz
Jelena Lies, Marketing Managerin bei Dörken,
mit der weiterentwickelten Unterdeck- und
Schalungsbahn »Delta-Foxx Plus«.
Jan Bergmann, Marketing Snickers Workwear,
hatte die perfekte Arbeitskleidung für weniger
perfekte Arbeitstage dabei.
ALLE BILDER BAUSTOFFPARTNER
Zwei Kommunikationsprofis von Velux:
Maik Seete und Clara Schubert.
Das neue Trockenbau-System von
Soriwa wurde den Fachbesuchern von
Avdyl Berisha demonstriert.
Mit dem »3D-Eck-Gully« präsentierte
Grumbach-Geschäftsführer Lazaros
Konstantinidis eine patentierte Neuheit.
Vera Gerdes, Brand Manager Cedral & Eternit,
und Etex-Geschäftsführer Tom Clayton hatten
neben der neuen Serie »Cedral Altena« auch die
bekannten »Eternit«-Wellplatten dabei.
Bei Kingspan konnten die Fachbesucher auf einer Aktionsfläche
das neue »FlexFix«-Aufstocksystem montieren:
die schnellste Zeit wurde mit einem Tagespreis belohnt.
Tim Ambacher, Head of Marketing bei
Festool, mit der Tauchsäge
»TS 60 KEBQ-Plus«.
Ulrike Brosius und Jürgen Schaffer von Egger – ein
Schwerpunkt am Stand war die Tragkonstruktion
»EcoBox«, ein Beispiel für modernen, ressourcenschonenden
Holzbau.
Wenn es Probleme auf dem Dach gibt, dann
»#Fleckit«: Geschäftsführer Christoph Nielacny
sieht große Potenziale im Bereich Sanierung.
David und Karl-Heinz Lange von Kala hatten die
Neuheit »Nexo Fix« dabei – eine Anschlussmanschette für
maximale Verbundfestigkeit auf dem Flachdach.
Sibylle Frank von Puren mit der Neuheit
»SecurePlus« – das Aufsparren-Dämmsystem
vereint Wärmeschutz, Regensicherheit und
zusätzlichen Brandschutz in einem Produkt.
GHM
Susanne Knuth, Referentin PR und Marketing
von Soprema, mit Dämmplatten für
das ökologische Flachdach.
Torsten Michalsky, Marketing Manager von
Iko, hatte das komplette Programm dabei –
von Dampfsperren und PIR-Dämmstoffen über
Bitumenbahnen bis hin zu Flüssigkunststoff.
Der Entwässerungsspezialist Richard Brink mit
Content Marketing Manager Daniel Kraus zeigte
seine Dach- und Wandsysteme in Köln.
Bettina Schmitt (Geschäftsführung) und Louis
Schmitt (Technischer Leiter) von Formteilbau Schmitt
zeigten u. a. die Neuheit »Plate Fix A« – eine Arbeitserleichterung
für Trockenbauer und Stuckateure.
GHM
Louisa Micheel, Manager Marketing und
Branding von Rockwool, mit einer Aufsparrendämmung
für Solardächer.
Sita, Systemanbieter für Entwässerung und Lüftung,
feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum: Im Bild
(v.l.) Marc Müller, Ronja Räckers und Christian Behr.
Ejot-Marketingleiter Daniel Gerstner (l.) zeigt den
Fachbesuchern die neue Holzschraube »T-Fast Plus« –
der Clou ist die markante Schraubenspitze, die die
Verarbeitung erleichtert.
Außenanlagen
Mit Gartenmauer-Systemen
moderne Außenräume gestalten
LITHONPLUS – Gartenmauern zählen heute zu den zentralen
Gestaltungselementen moderner Außenräume: Sie strukturieren
Grundstücke, schaffen geschützte Bereiche und dienen als strukturgebende
Elemente für harmonische Gartenbilder. Mit »Trento
Mur Light« und »Vino Mur« bietet Lithonplus zwei Mauersysteme,
die Design, Funktionalität und Langlebigkeit verbinden.
Abdeckplatten als oberer Mauerabschluss,
hier aus der Linie »Vino Mur«.
Naturnahe Gartensprache:
»Vino Mur« mit bossierten Sichtflächen
im Farbton »Sahara-Braun«.
Eine Mauer ist weit mehr als eine Grenze. Sie
definiert Räume und schafft Orientierung im
Außenbereich. In großen Gärten sorgen Mauern
für klare Linien und unterteilen das Gelände
in harmonische Funktionszonen – vom ruhigen
Rückzugsort mit zuverlässigem Sichtschutz bis
hin zu lebendigen Aufenthaltsbereichen. Auch in
kleineren Gärten können Mauerelemente Struktur
schaffen, Höhenunterschiede ausgleichen
und dabei das Gesamtbild aufwerten, ohne zu
dominant zu wirken.
Darüber hinaus übernehmen Mauern heute
häufig zusätzliche Funktionen: Sie dienen nicht
nur als gliedernde Elemente, sondern auch als
tragende Basis für Hochbeete, die sowohl dekorative
Akzente setzen als auch vielfältige Bepflanzungsmöglichkeiten
eröffnen. Ebenso fungieren
sie als Hintergrund für Pflanzeninszenierungen,
als Basis für indirekte Beleuchtung oder als prägendes
Gestaltungselement moderner Outdoor-
Living-Konzepte.
»Trento Mur Light« und »Vino Mur« bieten genau
die Qualitäten, die moderne Gartenräume heute
verlangen: Beide Mauersysteme verbinden eine
klare architektonische Ausstrahlung mit hoher
Stabilität und Langlebigkeit. Dank ihrer harmonischen
Geometrie und ausgewählter Farbge-
LITHONPLUS (5)
bung fügen sich beide Mauersysteme mühelos
in unterschiedlichste Gestaltungskonzepte ein,
von naturnah bis modern-minimalistisch.
Zeitlos, modern
und leicht kombinierbar
Die »Trento Mur Light« zeichnet sich durch ihre
elegante Optik mit schlanker Formgebung aus.
Eine dezente Topografie und ausgewählte Edelsplitte
in der fein gestrahlten Oberfläche führen
zu einer besonders edlen Ausstrahlung. »Trento
Mur Light« wirkt modern und lässt sich hervorragend
in verschiedene Gestaltungskonzepte integrieren.
Ihre geradlinigen, 20 cm breiten Formate
ermöglichen klare Strukturen und vielseitige Einsatzmöglichkeiten:
als klassische Gartenmauer,
als Auflockerungselement oder als Basis für
Pflanzbereiche.
Natürlich, formstark
und mediterran
Für alle, die eine naturnahe oder mediterrane
Gartensprache bevorzugen, ist die »Vino Mur«
eine Lösung, die Natürlichkeit und handwerklichen
Charme verbindet. Die formschönen 25 cm
breiten Steine mit bossierten Sichtflächen und
unregelmäßigen Strukturen verleihen der Mauer
einen lebendigen Charakter. Warme, nuancierende
Farbtöne unterstreichen die Ausstrahlung der
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Mauer noch zusätzlich. »Vino Mur« eignet sich
laut Lithonplus ideal für den Einsatz in Gärten,
die eine behagliche Atmosphäre vermitteln sollen,
vom romantischen Landhausstil bis zur klassischen
Gestaltung.
Beide Mauersysteme basieren auf einem
durchdachten Drei-Komponenten-System: einem
Normalstein mit zwei Sichtflächen für den durchgehenden
Mauerverlauf und zwei unterschiedlich
langen Endsteinen mit drei Sichtflächen.
Letztere ermöglichen präzise Mauerabschlüsse
und Eckausbildungen und ersparen aufwendige
Bearbeitungen auf der Baustelle. Der gesamte
Maueraufbau gelingt dank der aufeinander abgestimmten
Formate schnell und unkompliziert.
Passende Abdeckplatten als oberer Mauerabschluss
gehören ebenfalls zum Angebot. Sie sind
technisch wie optisch eine ideale Ergänzung. Sie
schützen die Mauern vor eindringender Feuchtigkeit
und verleihen dem Gesamtbild einen eleganten
Abschluss.
Von der Idee zur Wirklichkeit:
Der Lithonplus-Mauerplaner
Mit dem Lithonplus-Mauerplaner gelingt die Gestaltung
der »Trento Mur Light« und der »Vino Mur«
einfach und anschaulich. Das digitale Planungstool
führt intuitiv durch die Konfiguration und liefert
direkt das realitätsnahe Planungsergebnis.
Dabei ist der Grundriss der Mauer frei wählbar
und lässt sich in Abmessungen und Form leicht
an die individuellen Gegebenheiten anpassen.
Auch Eckenausbildungen und Abstufungen können
berücksichtigt werden. Über die Farbauswahl
erhält man gleich einen Eindruck vom späteren
Erscheinungsbild.
Die gesamte Planung erfolgt in einer realitätsnahen
3D-Darstellung, die Höhen, Proportionen
und räumliche Wirkung äußerst präzise wiedergibt.
Zusätzlich lässt sich das konfigurierte Mauerelement
als AR‐Objekt in die reale Umgebung
projizieren. Ob im Garten, an Wegen oder auf der
Terrasse: Die digitale Platzierung liefert einen
unmittelbaren Eindruck, wie die fertige Mauer
später wirkt – ein Plus an Vorstellungskraft, das
die Entscheidungsfindung besonders erleichtert.
Nach Abschluss der Konfiguration erstellt der
Mauerplaner automatisch eine vollständige Materialzusammenstellung.
Dazu gehört nicht nur die
Auflistung aller benötigter Einzelartikel, sondern
auch ein detaillierter Verlegeplan, der genau die
Positionierung einzelner Steine innerhalb der
Mauer anzeigt. Das sorgt für hohe Planungssicherheit,
eine präzise Kalkulation und ein reibungslos
vorbereitetes Bauvorhaben. Von der ersten
Idee bis zur fertigen Umsetzung wird der gesamte
Planungsprozess deutlich einfacher, schneller
und intuitiver.
?
Die »Trento Mur Light« in Titan als
dekorative Höhenüberbrückung.
In der Oberfläche sind ausgewählte
Edelsplitte eingearbeitet.
Der 3D-Mauerplaner von Lithonplus: Das
digitale Planungstool führt intuitiv durch
die Konfiguration und erstellt einen
detaillierten Verlegeplan.
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
April 2026 l 49
Modernes Wohnkonzept
für mehr Raum und Licht
LUMON – Lumon begegnet den hierzulande schrumpfenden
Wohnungsgrößen mit einem technisch ausgereiften System für
rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen sowie Geländerlösungen
aus Glas. Als Hersteller liefert das Unternehmen maßgefertigte,
normgeprüfte Systeme, die montagefreundlich konzipiert sind und sich
flexibel an unterschiedliche Bausituationen anpassen lassen. Damit
eröffnet Lumon neue Möglichkeiten für die effiziente Realisierung
anspruchsvoller Bauprojekte im Neubau und in der Sanierung.
Das Dreh-/Schiebesystem von
Lumon gewährleistet eine hohe
Transparenz, einfache Handhabung
und wird so geliefert, dass Planung
und Montage zeiteffizient, sicher
und wirtschaftlich erfolgen können.
Laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts
DIW Berlin schrumpft in Deutschland
die Größe von Neubauwohnungen seit 2005.
Dadurch sinkt auch die durchschnittliche Wohnungsgröße
im Bestand. Prognostiziert wird,
dass die Wohnungen bis 2050 im Schnitt sechs
Quadratmeter kleiner sein werden als heute. Das
bedeutet: Kleinere, gut geschnittene und energieeffiziente
Wohnungen sind die zentrale Wohnform
der Zukunft.
In diesem Kontext gewinnen hochwertige
Außenbauteile wie Balkonverglasungen und Glasgeländer,
wie auch Lumon sie anbietet, zunehmend
an Bedeutung. Denn sie stehen für eine
hohe Transparenz, Helligkeit und eine intelligente
Wohnraumerweiterung. Im Mittelpunkt steht bei
Lumon die Balkonverglasung mit Dreh-/Schiebesystem.
Sie kommt ohne vertikale Rahmen aus
und bietet damit eine hohe Sichtfreiheit. Die
Verglasung lässt sich flexibel ganz oder teilweise
öffnen. Dabei werden die Scheiben einzeln
nach innen geschwenkt und seitlich kompakt
als Paket geparkt.
Je nach Anzahl der Gläser ist auf Kundenwunsch
auch die Öffnung der Gläser in beide Richtungen
möglich, sodass beispielsweise vier Gläser nach
links und vier Gläser nach rechts geschoben und
geöffnet werden können. Die Balkonverglasungen
von Lumon werden mit werkseitig gefertigten
Aluminiumprofilen geliefert. Diese sind eloxiert
oder pulverbeschichtet und in gängigen RAL-Farben
wie RAL 9006 und RAL 9016 erhältlich. Weitere
Farben sind projektspezifisch möglich. Die
Verglasungselemente bestehen aus gehärtetem
Einscheibensicherheitsglas (ESG) mit typischen
Dicken von sechs, acht, zehn und bei Bedarf bis
zwölf Millimetern. Die maximale Elementhöhe für
ein Glas beträgt 3 000 mm, die maximale Scheibenbreite
1 000 mm. Die Verglasung kann dabei
auf einem Geländer oder als bodenhohe Verglasung
installiert werden. Durch die systembedingten
Fugen wird zudem eine natürliche Spaltlüftung
gewährleistet.
Abgestimmt auf nahezu
jede Einbausituation
Auch die Glasgeländersysteme von Lumon bieten
eine Antwort auf kleinere Wohnungen, da
sie eine maximale Transparenz bieten und damit
viel Licht in den Innenraum fallen lassen. Helle
Zimmer wiederum können größer wirken, als sie
tatsächlich sind. Die Glasgeländer bestehen aus
Verbundsicherheitsglas. Im Trend liegen vor allem
Ganzglasgeländer ohne sichtbare vertikale Profile,
Befestigungselemente und Schrauben. Die
Lumon-Geländersysteme lassen sich flexibel an
Bodenplatten, Brüstungen oder Deckenanschlüssen
montieren, sodass sie an unterschiedliche
Balkonsituationen angepasst werden können.
Durch die Integration der Verglasungssysteme
in das eigene Portfolio können ausführende
Betriebe ihr Angebot gegenüber Investoren
und Bauherren gezielt erweitern und sich so im
Wettbewerb differenzieren. Die Argumente liegen
auf der Hand: Die Verglasungen schützen die
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Balkonverglasungen erweitern
den Wohnraum und bieten
unter anderem Schutz gegen
Lärm und Witterungseinflüsse.
LUMON (2)
Fassade effektiv vor Witterungseinflüssen, was
zu längeren Sanierungsintervallen und geringeren
Instandhaltungskosten führt. Darüber hinaus
profitieren Endkunden von verbessertem Schallschutz,
zuverlässigem Witterungsschutz und einer
gesteigerten Energieeffizienz.
Geringer
Anpassungsaufwand
Die Planung und statische Auslegung der Lumon
Systeme erfolgt auf Basis anerkannter Eurocodes
– unter Berücksichtigung relevanter Lastannahmen
wie Eigengewicht und Wind. Die Produkte werden
mit vollständigen technischen Unterlagen und
Bemessungsdaten geliefert, die eine projektspezifische
Tragfähigkeitsberechnung ermöglichen.
Als maßgefertigte, werkseitig vorproduzierte Bauteile
unterstützen die Verglasungssysteme eine
effiziente Montageplanung und reduzieren den
Anpassungsaufwand auf der Baustelle.
Flexible Systemlösungen
für den Wohnungsbau
Mit dem ganzheitlichen Ansatz und der konsequenten
Ausrichtung auf Qualität, Flexibilität und
Design bietet Lumon zukunftsfähige Lösungen
für moderne Wohn- und Baukonzepte. Die innovativen
Verglasungs- und Geländersysteme verbinden
Funktionalität mit Ästhetik und schaffen
so einen spürbaren Mehrwert für Bewohner, Bauherren
und Planer gleichermaßen. Damit leistet
Lumon einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung
urbaner Lebensräume und setzt neue Maßstäbe
für zeitgemäßes Bauen.
?
Außenanlagen | Gestaltung & Technik April 2026 l 51
Holzschutz-Serie für
den Outdoor-Bereich
DR. SCHUTZ – Auf natürlichen Böden längst etabliert – jetzt kommt
Holzliebe nach draußen: Mit der neuen Linie »Holz.Liebe.Outdoor«
erweitert Eukula, die Holzmarke aus der Dr. Schutz Group, ihr Portfolio
erstmals auch auf den vertikalen Bereich und bringt Schutzprodukte
auf den Markt, die Holzterrassen, -fassaden, -zäune, -möbel und viele
weitere Hölzer im Außenbereich kreativ und funktional aufwerten.
Mit »Holz.Liebe.Outdoor«
hat Eukula erstmals
ein Komplettangebot für
den gesamten Garten- und
Terrassenbereich geschaffen.
Mit dem neuen Sortiment eröffnen sich laut
Dr. Schutz für den Holz- und Baustoffhandel
attraktive Geschäfte: Eine durchdachte und verständliche
Produktlinie, die konsequent auf Nutzerfreundlichkeit,
Nachhaltigkeit, Service und
unkomplizierte Anwendung setzt – und sowohl
Profis als auch hochwertige Endkunden anspricht.
Mit »Holz.Liebe.Outdoor« haben die Experten
von Eukula erstmals ein Komplettangebot für den
gesamten Garten- und Terrassenbereich geschaffen:
mit Lasuren, Farben, Ölen und Reinigungsprodukten,
die dem Wetter trotzen und zugleich auf
eine natürliche, wasserbasierte Formulierung und
einfache Verarbeitung setzen – auch auf feuchten
Oberflächen oder Altanstrichen.
DR. SCHULZ (3)
Eukula goes vertikal: Starke Farben und
Lasuren, die ohne Grundierung und mit
hoher Funktionalität überzeugen.
Vier Farben, vier Pfleger,
vielfältige Anwendung
Holzlasur und Universalfarbe kommen in neun
beliebten Farbvarianten, werden einfach ohne
Grundierung aufgetragen und sind jeweils zusätzlich
in einer Wetterschutz-Premium-Variante verfügbar,
die auch bei extremen Temperaturen oder
Nässe verarbeitet werden kann und gesteigerten
UV-Schutz bietet. So werden Holzwände, Zäune
oder Gartenmöbel (übrigens auch aus Metall oder
Kunststoff) in kurzer Zeit wieder frisch und sind
mit nur einem Produkt rundum geschützt vor den
Einflüssen von Sonne, Wind und Wetter.
Ergänzt wird das System durch intensive Reinigung
und tiefenwirksame Pflege: Das imprägnierende
Terrassen-Öl in vier Farbtönen schützt
nicht nur Bodenflächen, sondern auch Möbel oder
Zäune, ist chlorwasserbeständig und schafft eine
natürlich-matte Holzoberfläche, die zusätzlich
rutschsicher ist – es ist auch als WPC-&-BPC-
Pflege-Öl erhältlich.
Der bewährte Holzentgrauer kommt mit einem
Upgrade und ist nun zusätzlich für die vertikale
Anwendung stärker haftend und tropfgehemmt –
er bringt Terrassen, Möbeln und Außenflächen
die natürliche Holzfarbe zurück. Außerdem wirkt
der kraftvolle Intensivreiniger oberflächenschonend
gegen Verschmutzungen.
Performance und Nachhaltigkeit –
starkes Signal an den Fachhandel
Für den stationären Handel besonders interessant:
Das Sortiment ist übersichtlich, universell
im Einsatz und ohne Grundierung anwendbar,
was Beratung, Lagerhaltung und Anwendung
deutlich vereinfacht. Die Kombination aus Performance
und Nachhaltigkeit war eines der zentralen
52 l April 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Entwicklungsziele – sowohl für die Anwenderfreundlichkeit
als auch für die Positionierung im
Premiumsegment. »Die Produkte reduzieren
Systemaufwand, sparen Zeit und sind gleichzeitig
nachhaltig und hochprofitabel für den Handel«,
so Frank Knott aus der Geschäftsleitung.
Alle Produkte sind konsequent wasserbasiert und
zum Teil bereits biobasiert aus nachwachsenden
Rohstoffen. Durch den hochfunktionalen bewährten
Oberflächenschutz des Unternehmens schaffen
sie langlebige Lösungen, mit denen sich jede
Holzfläche im Außenbereich optimal pflegen, verschönern
und erhalten lässt: von Gartenmöbeln
über Zäune und Tore bis zu Terrassen, Poolumrandungen,
Sichtschutzwänden oder Fassaden.
Hiermit setzt die Marke Eukula, die seit 1963
für hochwertige und leicht zu verarbeitende Produkte
steht, ihre Mission fort: Seit dem Relaunch
vor drei Jahren setzt das Team noch stärker darauf,
natürliche Materialien mit Produkten in Profi-
Qualität zu schützen, die ihre hohe Funktionalität
aber mit intuitiver und flexibler Anwendbarkeit
paaren – und damit auch bestens für den Endkunden
anknüpfbar sind.
Frank Knott sieht in der Linie einen strategischen
Meilenstein: »Mit ›Holz.Liebe.Outdoor‹
stärken wir nicht nur unsere Marktposition im
Außenbereich. Wir zeigen, wie wir durch starke
Zusammenarbeit und geteilte Expertise in unserer
gesamten Unternehmensgruppe dem Handel
ein Sortiment an die Hand geben können,
das durch Universalität, Einfachheit, Funktionalität
und einen starken Markenauftritt überzeugt.«
Schulung, Präsentation
und Geräteverleih
Besonderen Wert legt Eukula auch auf vertriebsnahe
Services: Das Expertenteam ist wie immer
für gezielte Schulungen und Präsentationen speziell
für Fachhändler da – für Beratungsqualität,
die anspruchsvolle Kunden spüren. Um die Linie
ansprechend zu positionieren, sind neben informativen
Broschüren für den Endverbraucher auch
verkaufsfördernde Banner und Präsenter verfügbar,
die eine ansprechende und verständliche Platzierung
gewährleisten, mit der Einstiegshürden
gesenkt werden.
Mit der zusätzlichen Option des Verleihgeräts
»Multi Clean« bringt Eukula noch mehr Profi-Feeling
an den Endkunden. Die simpel zu handhabende
Maschine gewährleistet optimale Reinigungsleistung
auf der heimischen Terrasse und vor allem
schnelle und zufriedenstellende Ergebnisse. Die
starke Kombi aus schlanker und ansprechender
Produktwelt und optimaler Kundenberatung erhöht
die Weiterempfehlungsrate.
?
Die Eukula-Öle imprägnieren und
schützen Terrassen, aber auch
Zäune, Wände oder Möbel aus
Holz und Verbundmaterialien vor
Sonne, Wasser und Chlor.
Mit dem Intensivreiniger
können Verschmutzungen
schonend entfernt werden.
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Antirutschbeschichtung
für Holzbrücken
GRIP SAFETY COATINGS – Wer in
der Verbandsgemeinde Weilerbach
(Rheinland-Pfalz) lebt und arbeitet,
darf sich über noch mehr Sicherheit
freuen. Zwei Brücken, die bei Feuchtigkeit
gefährlich rutschig wurden,
haben nun eine Antirutschbeschichtung
erhalten. Bei weiteren sieben
Brücken soll diese Vorsichtsmaßnahme
noch durchgeführt werden.
Mehr Sicherheit
in Weilerbach: Zwei Brücken
erhielten bereits eine Antirutschbeschichtung
von GriP Safety Coatings,
sieben weitere sollen folgen.
»Die Sache sind wir fokussiert angegangen«,
sagt Diplomingenieur Reiner Engbarth, der
ehemalige Bauamtsleiter. Bei der gemeinten
»Sache« handelt es sich um zwei Brücken,
deren Holzoberflächen sich bei Regen
und Nässe als gefährlich rutschig entpuppten.
Eine der beiden Brücken befindet sich
zwischen der Verwaltung und dem DRK-
Heim in Weilerbach. Auf beiden Seiten gibt
es betreute Wohnungen.
Gerade für ältere Personen oder Menschen
mit Handicap zeigte sich bei Feuchtigkeit
und Kälte immer wieder die heikle
Situation vor Ort. Wer mit Rollator oder im
Rollstuhl unterwegs, insgesamt schlecht
zu Fuß oder auf Gehhilfen angewiesen war,
hatte an der Brücke Probleme durch das
hohe Rutschrisiko.
Holz als anspruchsvoller Untergrund
Holz im Außenbereich neigt zu schneller
Moos- und Pilzbildung. Bei nasser Witterung
wird die Oberfläche rutschig. Gerade
Brücken entpuppen sich dann als echte
Rutschbahnen.
Der damalige Bauamtsleiter machte sich
daher mit Unterstützung des Bautechnikers
Matthias Höfli im Internet schlau und stieß
auf der Suche nach einer handfesten Lösung
auf GriP Safety Coatings. Die Schweizer
Spezialisten haben sich der Herausforderung
angenommen, Holz zu beschichten
– auch und erst recht im Außenbereich.
Denn nicht nur Brücken, sondern auch
Terrassen, Radwege und Laufwege aus
Holz sind zwar natürlich und schön, bergen
jedoch ein hohes Rutschrisiko. Weil
Holz eine Oberfläche ist, die ständig lebt
und arbeitet, ist es nach Unternehmensangaben
fast unmöglich, etwas darauf zu
applizieren, das überhaupt oder sogar längerfristig
hält. Feuchtigkeit im Material,
Temperaturwechsel, Trocknungszeiten und
Härte – das alles erschwert die Oberflächenbeschichtung
von Holz.
In Weilerbach wurden gleichzeitig zwei
Brücken bearbeitet: Das erste Objekt an
der Verwaltung ist eine Stahlkonstruktion,
die einen Belag aus Douglasie besitzt.
Die zweite Brücke ist ebenfalls eine Gehwegbrücke
aus Douglasienholz. Damit die
Restfeuchte im Holz maximal zwölf Prozent
beträgt, wurde das Projekt im Sommer
durchgeführt.
Zuerst wurden die beiden Holzflächen mit
einem Hochdruckreiniger zwei Tage zuvor
komplett gereinigt und anschließend, wo
nötig, mit dem Gasbrenner nachgetrocknet.
Eingesetzt wurde die transparente und
wetterfeste Antirutschbeschichtung »GriP
New Wood P5/R12« mit Rutschsicherheitsklasse
R12/P5. Die körnige Zwei-Komponenten-Beschichtung
ist exakt für diese
Aufgabenstellung entwickelt worden. Das
Material ist laut Hersteller lösemittelfrei,
umweltfreundlich und beschädigt den Untergrund
nicht. Die Beschichtung entspricht
der DIN EN 16165 Anhang C, ist LGA-zertifiziert
und UV-beständig.
»GriP New Wood P5/R12« eignet sich
für naturbelassene Hölzer im Außenbereich.
Das Material wurde auf der insgesamt
51 m² großen Fläche gleichmäßig mit
einer Malerrolle aufgetragen, also gewalzt.
Engbarth: »Das ging sehr schnell, die Arbeiten
haben nur kurze Zeit gedauert und nach
einer Stunde Trocknung war die Brücke wieder
begehbar.« Über die Entscheidung, den
Holzsteg zu beschichten und so eine dauerhafte
Rutschhemmung zu erzeugen, ist er
genauso zufrieden wie mit dem Ergebnis:
»Der Effekt ist sehr deutlich und auch seitens
der DRK-Leitung haben wir viele positive
Rückmeldungen erhalten.«
Brücken in Eigenregie beschichten
Um auch anderenorts die witterungsbedingte
Unfallgefahr auf Holz zu minimieren,
beabsichtigt die Verbandsgemeinde Weilerbach,
in diesem Sommer mit der Antirutschbeschichtung
»GriP New Wood«
weitere Objekte zu beschichten.
Die Applikation der Antirutschbeschichtung
»GriP New Wood« können die kommunalen
Mitarbeiter selbst vornehmen. Laut
Hersteller genügen wenig Equipment und
eine Einweisung vor Ort oder auch online –
mehr braucht es nicht, um die Holzflächen
im Außenbereich rutschfest zu bekommen.
Für die Ausführung bedarf es keiner besonderen
handwerklichen Fähigkeiten oder
zusätzlichen Schulungen.
?
GRIP SAFETY COATINGS
54 l April 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Außenräume
neu gedacht
BRAUN-STEINE – Mehr Gestaltungsspielraum
im Belag, mehr Grün in der
Treppe: Braun-Steine baut sein Sortiment
weiter aus. »Arena Grande« ergänzt das
»Arena«-System um ein großformatiges
Plattenelement, die »Santuro«-Vegetationsstufen
integrieren Pflanzraum in
eine voll begehbare Treppe.
Mit »Arena Grande« erweitert Braun-Steine sein
»Arena«-System um ein großformatiges Plattenelement.
Die charakteristisch gerundete Geometrie
bleibt erhalten, wird jedoch in einen neuen
Maßstab überführt.
Während das klassische »Arena«-Pflaster lebendige,
wasserdurchlässige Beläge mit hohem
Fugenanteil erzeugt, verleiht »Arena Grande«
den Flächen eine prägnante, eigenständige
Struktur. In Kombination mit linearen Formaten
wie dem »Maurino«-Riemchenstein entstehen
spannungsreiche Belagsbilder, in denen organische
Formen und klare Linien bewusst miteinander
kontrastieren.
Die Besonderheit des neuen Formats liegt
nicht allein in seiner Geometrie. »Arena Grande«
wird mit natürlichen Basaltfasern bewehrt. Das
erhöht die Stabilität der Betonplatte und verbessert
ihre Dauerhaftigkeit – so verbindet das Produkt
gestalterischen Anspruch mit technischer
Leistungsfähigkeit. Zugleich steht die Verwendung
von Basaltfasern aus natürlichem Gestein
für einen ressourcenschonenden Materialeinsatz.
Gefertigt wird »Arena Grande« im Gießbetonverfahren.
Der fließfähige Beton wird in flexible
Formen eingebracht und härtet dort kontrolliert
aus. Dabei entsteht eine feine, offene Mikrostruktur
mit charakteristischer Porigkeit. Jede Platte
erhält so eine individuelle Textur und eine bewusst
lebendige, handwerklich geprägte Oberfläche.
keit, Grün gezielt in konstruktive Elemente zu
integrieren und kleinteilige, ökologisch wertvolle
Lebensräume zu schaffen.
Zur Verfügung stehen zwei Varianten: Typ 1 mit
mittig im hinteren Bereich angeordnetem Pflanzraum
für eine klare, ruhige Linienführung; Typ 2
mit seitlich integriertem Vegetationsraum – wahlweise
links oder rechts – für fließende Übergänge
zwischen Treppe und angrenzender Bepflanzung.
Beide Stufen sind 400 mm breit und 150 mm
hoch und in zwei Längen (1000 mm und 1200 mm)
erhältlich. Die Trittflächen sind stockrau ausgeführt
und bieten hohe Trittsicherheit, die Fronten
sind bossiert, die Seiten schalungsglatt. Materialität
und Oberflächenbild entsprechen dem
»Santuro«-Mauer- und -Stufenprogramm aus
quarzhaltigem Beton in Sandsteinoptik. ?
»Arena Grande« wird mit natürlichen
Basaltfasern bewehrt. Das erhöht
die Stabilität der Betonplatte und
verbessert ihre Dauerhaftigkeit.
Im Hausgarten eröffnet »Santuro«
die Möglichkeit, Grün gezielt in konstruktive
Elemente zu integrieren und
kleinteilige, ökologisch wertvolle
Lebensräume zu schaffen.
BRAUN-STEINE (2)
Treppe mit integriertem Pflanzraum
Mit den »Santuro«-Vegetationsstufen erweitert
Braun-Steine sein »Santuro«-Programm um eine
Treppenlösung, die Konstruktion und Bepflanzung
verbindet. In den Stufen befinden sich integrierte
Vegetationsflächen, die Pflanzraum schaffen,
ohne die Begehbarkeit zu stören.
Die Pflanzbereiche lassen sich individuell bestücken
– etwa mit Sedum-Arten, Polsterstauden
oder Kräutern. Dadurch entstehen zusätzliche
Vegetationsflächen in Bereichen, die üblicherweise
keinen Raum für Bepflanzung lassen. Gerade
im Hausgarten eröffnet das System die Möglich-
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
Baumbewässerung digital geplant
HAURATON – Mit »Treepilot« stellt
Hauraton ein zukunftsweisendes
digitales Werkzeug vor: Das Onlinetool
berechnet den exakten Wasserbedarf
von Stadtgrün und plant die
passgenaue Anbindung an Rinnen
und Speichersysteme.
Schwammstädte und blaugrüne Infrastrukturen
brauchen nicht nur Wasser, sondern
auch eine komplexe Wasserplanung. Städte
und Kommunen stehen vor der Aufgabe, ihr
Grün an veränderte klimatische Bedingungen
anzupassen. Längere Trockenphasen,
steigende Temperaturen und versiegelte
Flächen erhöhen den Druck auf Stadtbäume
und stellen neue Anforderungen an Planer
und Verwalter. Mit »Treepilot« reagiert
Hauraton auf diese Entwicklung und bietet
ein digitales Werkzeug, das Prozesse optimiert
und Planungssicherheit und Klimaanpassung
vereint.
»›Treepilot‹ denkt die Bewässerungsplanung
von Baumstandorten erstmals konsequent
vom tatsächlichen Wasserbedarf her«,
sagte Isabel Werner, Produktentwicklerin
bei Hauraton, anlässlich der Markteinführung.
»Proaktiv versorgte Bäume schaffen
klimaresiliente, lebenswerte Städte. ›Treepilot‹
als browserbasiertes Werkzeug verbindet
Regelwerke, Systemlösungen und
Regenwassernutzung in einem Planungswerkzeug
– schnell, fundiert und jederzeit
nachvollziehbar.« So entsteht eine zuverlässige
Versorgung für dauerhaft leistungsfähige,
zukunftsfähige Baumstandorte als Teil
einer blaugrünen Infrastruktur.
Digitaler Wasserstratege
Zentrales Merkmal von »Treepilot« ist die
Wahlmöglichkeit zwischen zwei Berechnungsmethoden,
so Werner: »Neben einer
vereinfachten überschlägigen Bemessung
steht eine Planung gemäß der aktuellen
FLL-Bewässerungsrichtlinie zur Verfügung.
Damit unterstützt das Tool sowohl frühe Entwurfsphasen
als auch die vertiefte Fachplanung.«
Die Ergebnisse werden dem Nutzer
klar strukturiert dargestellt und eignen sich
für Abstimmungen zwischen Kommunen,
Planungsbüros und ausführenden Unternehmen
ebenso wie für die Projektdokumentation.
»Treepilot« bündelt in Sekunden zahlreiche
Planungsparameter, wie etwa Niederschlagsmengen
basierend auf Kostra-Daten
vom Deutschen Wetterdienst, Anzahl der
konzipierten Bäume sowie Flächen, auf
denen das Regenwasser gesammelt werden
kann, und übersetzt sie in verständliche
Ergebnisse. Das reduziert Komplexität,
spart Zeit und erhöht die Sicherheit in der
Entscheidungsfindung. Als digitales Werkzeug
unterstützt »Treepilot« Städte dabei,
den Klimawandel aktiv zu gestalten und
Regenwasser gezielt für gesunde, widerstandsfähige
Stadtbäume zu nutzen.
Das neue Tool bündelt in Sekunden zahlreiche Planungsparameter,
wie etwa Niederschlagsmengen oder die Anzahl
der konzipierten Bäume.
Branchenweit erstes Planungstool
Hauraton hat damit branchenweit das erste
Planungstool auf den Markt gebracht, das
den Bewässerungsbedarf von Bäumen systematisch
ermittelt und daraus direkt konkrete
Systemdimensionierungen ableitet.
Auf dieser Basis lassen sich etwa die Filtersubstratrinnen
»Drainfix Clean« sowie der
passende Flachtank »Neo« zur Regenwasserspeicherung
bedarfsgerecht auslegen.
Das Tool macht die Zusammenhänge im
ganzheitlichen Regenwassermanagement
transparent und schafft eine belastbare
Grundlage für Entscheidungen – für jeden
einzelnen Baumstandort. Durch die bedarfsgerechte
Nutzung von Regenwasser leistet
»Treepilot« einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden
und dauerhaft tragfähigen
Stadtentwicklung. So verbindet Hauraton
digitale Planung, technische Fachkompetenz
und Systemlösungen zu einem integrierten
Ansatz. »Treepilot« steht online zur Verfügung
und kann direkt im Browser genutzt
werden.
?
»Treepilot« macht
die Zusammenhänge im
ganzheitlichen Regenwassermanagement
transparent und schafft eine
belastbare Grundlage für Entscheidungen
– für jeden einzelnen Baumstandort.
?
HAURATON (2)
56 l April 2026
Systemlösung für
wasserdurchlässige Außenbeläge
SCHOMBURG (2)
Kern des neuen Drainage-Systems von
Schomburg ist der Drainagemörtel »Aso-DM«.
Das System ist für die Verlegung von Feinsteinzeugplatten
und Naturwerksteinplatten entwickelt worden.
SCHOMBURG – Der Bauchemie-
Hersteller Schomburg aus Detmold
präsentiert mit »Aso-DM«, »Aso-
DMB« und »Cristallfuge-DF« ein
neues Drainage-System für den
Außenbereich. Das System besteht
aus einem Drainagemörtel, einem
Bindemittel sowie einer wasserdurchlässigen
Belagsfuge.
Mit dem neuen Drainage-System bringt
Schomburg eine durchdachte Systemlösung
für wasserdurchlässige Außenbeläge
auf den Markt. Das System ist speziell
für die Verlegung von Feinsteinzeugplatten
(20 mm), Naturwerksteinplatten sowie Betonund
Natursteinpflaster entwickelt worden –
langlebig, sicher und funktional bis ins Detail.
Kern des neuen Drainage-Systems ist der
Drainagemörtel »Aso-DM«. Dabei handelt
es sich um einen wasserdurchlässigen Estrich
bzw. eine wasserdurchlässige Bettungsschicht,
die für die sichere Entwässerung
im Außenbereich sorgt. Ergänzt wird das
System durch zwei weitere Neuprodukte:
»Aso-DMB« ist ein Bindemittel zur Herstellung
von Drainagemörtel als Baustellenmischung.
Dazu kommt »Cristallfuge-DF«,
eine wasserdurchlässige Belagsfuge, die
das System konsequent vervollständigt und
die Drainagefähigkeit über alle Schichten
hinweg sicherstellt. Damit ist das Drainage-System
in Summe durchgängig drainagefähig
– vom Untergrund bis zur Fuge.
Durchlässig, beständig und sicher
Die Vorteile auf einen Blick: Vom Estrich
bis zur Fuge gewährleistet das System den
sicheren Abfluss von Wasser; Frostschäden
durch gefrierendes Wasser werden wirkungsvoll
vermieden. Die Systembauweise
reduziert das kapillare Aufsteigen von Wasser
aus dem Erdreich. Verfärbungen, Feuchteschäden
und Frostabplatzungen werden
minimiert. Der Trassanteil mindert Kalkausblühungen
im Belag und in den Fugen – für
eine dauerhaft hochwertige Optik.
Je nach Anforderung und Aufbau kann das
System mit bewährten Schomburg-Produkten
wie »Monoflex«, »Monoflex-XL« oder
»Unifix S3« ergänzt werden. Die neuen Systemprodukte
sind ganzheitlich im Schomburg-Arbeitshandbuch
»Außenbereich«
dokumentiert. Der komplette Systemaufbau
wird dort Schritt für Schritt praxisnah
erläutert und bietet Verarbeitern und Planern
maximale Ausführungssicherheit. ?
Antirutsch Beschichtungen
für alle Oberflächen
Glas
Fliesen
Acryl
Stein
Zertifiziert
Wetterfest
Transparent
Swiss Made
Metall
Holz
GriP Safety Coatings AG I grip-antirutsch.com I info@swiss-grip.com
Außenanlagen | Gestaltung & Technik
April 2026 l 57
Klinkerfassade mit
»Bischofsmützen«-Profil
i
Der Erweiterungsbau der Berufsschule
ergänzt das bestehende
Ensemble um einen Baukörper,
dessen Fassade durch ein Ziegelrelief
und präzise Fensterfaschen
aus Sichtbeton gegliedert wird.
GIMA – Der Erweiterungsbau für die Berufsschule in Regensburg
schlägt architektonisch eine Brücke zwischen Bestand und
Gegenwart. Der Neubau greift die Fassadensprache des Schulgebäudes
aus den 1980er-Jahren auf und übersetzt sie in eine plastisch
ausformulierte, zeitgemäße Hülle. Prägend ist die reliefartig
modellierte Klinkerfassade, deren Geometrie aus einem speziell
entwickelten, fünfeckigen Sonderformat von Gima entsteht.
Für die Fassade entwickelte Gima in
Zusammenarbeit mit den Architekten ein
fünfeckiges Sonderformat in Form einer
»Bischofsmütze«, das durch seine versetzte
Schichtung eine textile Anmutung erzeugt.
ALEXANDER BERNHARD (4)
Im Süden von Regensburg erweitert der Neubau
die Georg-Kerschensteiner-Berufsschule
und nimmt städtebaulich Bezug auf das terrassierte
Bestandsgebäude aus den frühen 1980er-
Jahren. Als adressbildender Gebäudekopf bildet
er den südlichen Abschluss des Schulgeländes
und stärkt die Orientierung auf dem Campus. Im
Inneren öffnet sich eine dreigeschossige Halle als
kommunikatives Zentrum der Schule. Eine mit
Eichendielen belegte Sitztreppe schafft Aufenthaltsqualität,
während geschwungene Galerien
in den Obergeschossen vielfältige Blickbezüge
ermöglichen. Über eine haushohe Glasfassade
fällt Tageslicht aus dem begrünten Innenhof tief in
die Halle und prägt die offene, einladende Atmosphäre
des Raums.
Fünfeckiges Sonderformat
Auch in der Materialität nimmt der Neubau Bezug
auf das sorgfältig detaillierte Klinkermauerwerk
des Bestands und interpretiert es neu. Für die
etwa 4 300 m² umfassende Fassade entwickelte
Gima mit Bez+Kock Architekten aus Stuttgart
ein Sonderformat, das in seiner Geometrie einer
sogenannten »Bischofsmütze« entspricht. Die
Formsteine in den Maßen 300 x 90 x 71 mm sowie
300 x 125 x 71 mm wurden lagenweise gegeneinander
versetzt gemauert. Durch diese Schichtung
und die ausgeprägte Profilierung entstand ein feines
Relief, das je nach Sonnenstand ein wechselndes
Spiel aus Licht und Schatten ergibt. Die
aufgeraute Oberfläche der Klinker unterstreicht
zusätzlich die haptische Tiefe des Mauerwerks.
Eine technische Besonderheit liegt in der Fertigung
der rund zwölf verschiedenen Formsteinvarianten.
Diese wurden mit speziellen Werkzeugen
jeweils in einem Stück produziert, anstatt sie
durch Schneiden und Kleben herzustellen. Dieser
Prozess gewährleistet eine hohe Präzision
und Dauerhaftigkeit der Klinker, die zudem durch
ein spezielles Brennverfahren ihre nuancierte
Farbigkeit erhielten. Die von den Architekten
gewünschte, als »erdig-beige/tonig/leicht orange«
beschriebene Fortführung der bestehenden
Materialität mit Splitt-Zuschlag wurde im Gima-
Labor auf den rötlich-orangen Ton des Bestandsgebäudes
abgestimmt.
Bei der Materialentwicklung integrierte Gima
einen Anteil an Recyclingmaterial aus Abfällen
der Natursteinverarbeitung. Der Klinker erfüllt
Fassade
höchste bauphysikalische Standards wie eine
sehr niedrige Wasseraufnahme und eine hohe
Scherbenrohdichte. Dies stellt sicher, dass die
Fassade im rauen Schulalltag dauerhaft robust
und wartungsfrei bleibt.
Ergänzung durch Fertigteile
Ergänzt wird die Fassade durch Betonfertigteile
aus dem Gima-eigenen Werk. Ein markantes
Detail sind die überdimensionalen Fenster faschen
mit Längen von bis zu 6 m, die als Sichtbetonbauteile
mit einer speziell abgesäuerten Oberfläche
ausgeführt wurden. Diese Bauteile bilden
einen präzisen Rahmen für die als horizontale
Fensterbänder gestalteten Verglasungen und
kontrastieren dezent mit dem reliefierten Mauerwerk.
Besondere Herausforderungen stellten
die Fertigteile mit Klinkervorsatz dar, etwa an
den Sturzuntersichten. Um die »Bischofsmützen«-Profilierung
auch dort ohne optische Brüche
fortzuführen, wurden die Klinker im Werk
in den entsprechenden Verbänden vorgefertigt.
Für einen dauerhaft sicheren Verbund zwischen
Ziegel und Beton sorgt das bewährte Schwalbenschwanzprofil
auf der Rückseite der Klinkerschalen.
Diese mechanische Verzahnung garantiert
eine dauerhaft feste Verbindung bei maximaler
gestalterischer Präzision. In der engen Verzahnung
von individuellem Formstein und industrieller
Vorfertigung realisierten Gima und Bez+Kock
Architekten eine Fassade, die den Dialog mit dem
Bestand sucht, diesen handwerklich neu interpretiert
und durch ein beinahe stoffliches Fassadenbild
eine eigenständige architektonische Identität
entwickelt.
?
Fassade
Die zwischen beige und orange changierende
Sonderfarbe der Fassadenklinker
entstand in Zusammenarbeit mit den
Architekten und wurde im Gima-Labor
präzise abgestimmt.
The art of
architecture.
Material
with purpose.
novelis.com
Fassade
April 2026 l 59
»Ligna«-Verkleidungsprofile
bestehen aus 100 Prozent FSC-zertifizierten
Holzfasern und sind vollständig
recyclebar.
Fassadenverkleidung
der nächsten Generation
DECEUNINCK – Deceuninck erweitert sein Sortiment um die neue Fassadenverkleidung
»Ligna«. Das System kombiniert eine authentische
Holzoptik mit der Dauerhaftigkeit und Formstabilität moderner WPC-
Technologie. Konzipiert für die hohen Anforderungen anspruchsvoller
Fassadengestaltung, bietet »Ligna« laut Hersteller eine außergewöhnliche
Maßhaltigkeit, eine präzise und wertige Ästhetik sowie nachhaltige
Eigenschaften für den langfristigen Einsatz in der Fassadengestaltung.
Mit den zwei aufeinander abgestimmten
Profilvarianten »Ligna Soft« und »Ligna Shadow«
bietet das System hohe Gestaltungsfreiheit.
Die fein gebürstete Oberfläche mit einem dezenten
Streifeneffekt erzeugt eine elegante Lamellenoptik.
So entsteht der authentische Eindruck von echtem Holz.
DECEUNINCK GERMANY (3)
»Ligna« ist die neueste Ergänzung im Programm
für Fassadenverkleidungen von
Deceuninck. Dank der geringen Wasseraufnahme
des ummantelten Verbundmaterials
werden Verformungen effektiv
reduziert. Die »Ligna«-Verkleidungsprofile
bestehen nach Unternehmensangaben
aus 100 Prozent FSC-zertifizierten Holzfasern
und sind zudem vollständig recyclebar.
Damit leistet »Ligna« einen aktiven
Beitrag zu ressourcenschonendem Bauen
und einem reduzierten ökologischen Fußabdruck.
Eine integrierte Dehnfuge unterstützt
die konstruktive Stabilität und sorgt
für ein gleichmäßiges, dauerhaft hochwertiges
Erscheinungsbild der Fassade. Passgenaue
Abschluss- und Verbindungsprofile
runden das System ab und gewährleisten
eine klare, nahtlose Linienführung.
Mit den zwei optimal aufeinander abgestimmten
Profilvarianten »Ligna Soft«
(geschlossenes Design mit durchgehenden
Linien) und »Ligna Shadow« (Design mit
Schattenfuge für die Optik einer offenen
Fassadenstruktur), gefertigt in moderns-
ter Tri-Extrusionstechnologie, bietet das
System maximale Gestaltungsfreiheit –
für anspruchsvolle Fassaden im Wohnbau
sowie für Gewerbe- und öffentliche
Gebäude.
Design und Funktion vereint
Eine fein gebürstete Oberfläche mit subtiler
Linienstruktur verleiht der Verkleidung
ihre elegante, lamellenartige Anmutung. So
entsteht eine authentische Holzoptik, kombiniert
mit hoher Widerstandsfähigkeit und
minimalem Wartungsaufwand. Gleichzeitig
überzeugt das Material durch seine dauerhafte
Farb- und Formbeständigkeit: Risse,
Flecken oder Verformungen werden zuverlässig
vermieden, sodass die Fassade ihre
hochwertige und makellose Erscheinung
langfristig bewahrt.
Die leichten »Ligna«-Profile mit unsichtbarem
Befestigungssystem ermöglichen
eine unkomplizierte Installation – sowohl
im Neubau als auch bei Renovierungen –
und sind mit verschiedenen Unterkonstruktionen
kompatibel.
?
60 l April 2026 Fassade
Schlanke Bauweise,
hohe Dämmleistung
KINGSPAN INSULATION – Mit den »AlphaCore«-Hochleistungsdämmstoffen
bietet Kingspan Insulation eine Lösung für
anspruchsvolle Architekturprojekte. Die leistungsstarken Dämmplatten
richten sich an Planer und Bauträger, die eine effiziente,
schlanke Dämmung mit hohen technischen Standards suchen.
Die Dämmstoffe eignen sich gleichermaßen
für Neubau und Sanierung und eröffnen
neue Planungsfreiheiten, wenn eine minimale
Dämmstoffdicke von 20 bis 50 mm
gefragt ist. Mit einem λD-Wert von 0,020 W/
(m·K) erreichen die schlank bemessenen,
silikatbasierten, rein mineralischen Dämmplatten
eine hohe Dämmleistung. Darüber
hinaus erfüllen sie die Anforderungen
an das Brandverhalten A2-s1, d0 nach EN
13501-1:2018. Bei beiden Produktvarianten
handelt es sich um einen hydrophoben,
mikroporösen Dämmstoff. Die Dämmplatten
sind wasserabweisend und behalten
ihre Dämmleistung auch unter feuchten
Bedingungen.
Wohn- und Aufenthaltskomfort in den Räumen
bereitzustellen. Die geringeren Dicken
reduzieren bei gleicher Gebäudegeometrie
die Tiefe der Fassadenöffnungen und
bringen damit einen wesentlichen Vorteil
mit sich: Tageslicht kann über eine größere
Fläche und mit geringerer Verschattung in
den Raum eindringen. Das Ergebnis sind
hellere Innenräume, eine gleichmäßigere
Lichtverteilung und ein höherer Tageslichteintrag
bis in die Raumtiefe.
?
KINGSPAN
Zwei Varianten
Mit »AlphaCore Pure« und »Alpha-
Core Pad« bietet Kingspan zwei
verschiedene Dämmplattenvarianten.
»AlphaCore Pad« ist von
einem Glasfasergewebe umhüllt und
weist eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf,
die auch bei Feuchtigkeit unverändert bleibt.
Damit eignet sich die Platte insbesondere
für Projekte, die eine sichere, effiziente und
kompakte Dämmung erfordern. Durch ihre
geringe Dicke lassen sich Fassaden schlanker
gestalten, ohne auf energieeffizienten
Wohnkomfort und Brandschutz verzichten
zu müssen. Die »AlphaCore«-Dämmplatten
lassen sich einlagig oder mehrlagig im
Fugenversatz montieren und verlegen.
Die »AlphaCore Pure«-Dämmplatten
eignen sich laut Hersteller
besonders für werkseitig hergestellte
Systeme und die modulare Bauweise.
Die »AlphaCore Pad«-Dämmplatten sind
eine Lösung für die vorgehängte hinterlüftete
Fassade (VHF).
Tageslicht bis tief in den Raum
Mit »AlphaCore« unterstreicht Kingspan
Insulation den Anspruch, energieeffiziente
Fassadenlösungen mit spürbaren Vorteilen
in der Verarbeitung sowie hohem
Fassade
Feuchtigkeit beeinträchtigt die Wärmeleistung
von »AlphaCore Pure« und
»AlphaCore Pad« nicht.
Solarmotor für
Sonnenschutz
& Rollläden
+ Integrierter Solarantrieb ohne
separate Stromzufuhr
+ Einfache, schnelle Montage
+ Zur Nachrüstung geeignet
+ Online konfigurieren
und bestellen
Rollläden | Sonnenschutz | Rolltore
Fenster | Türen | Fassaden | Service
heroal.de/solar
April 2026 l 61
Neues Fassadensystem
als Gemeinschaftsprojekt
MOSO – Bambusexperte und Hersteller Moso Bamboo
zeigt sich sehr zufrieden mit der Messeteilnahme auf
der Dach+Holz. Der Bambusspezialist präsentierte auf
der Messe die gesamte Bandbreite seiner Bambusprodukte
für Fassaden und Terrassen. Auf besonderes
Interesse stieß bei vielen Besuchern das neue
Fassaden-Komplettsystem, das Moso in Zusammenarbeit
mit Karle & Rubner und Derix entwickelt hat.
Systemanbieter Karle & Rubner, spezialisiert auf Aluminium-Unterkonstruktionen,
und die Holzhausbau-Ingenieure von Derix und
Moso Bamboo haben eine Systemkombination mit geschlossener
Bambusfassade und einer Bambus-Wandverkleidung für die
Innenwände entwickelt. Ergänzt wird das Fertigsystem durch eine
Aluminium-Unterkonstruktion mit Stahl-Clips von Karle & Rubner
plus Dämmung und Cross Laminated Timber (CLT) als Massivholzwand
(CLT). Mit ihrer Expertise im Massivholzbau und mit CLT als
Hightech-Bauprodukt für den nachhaltigen Massivholzbau haben
die Ingenieure von Derix die Entwicklung begleitet und die Kombination
aus CLT und Bambus mitentwickelt. Auf seinem Messestand
zeigte Moso Bamboo erstmals eine Hauswand, gebaut aus
dem neuen System, inklusive eingelassenen Fensters.
Das besondere Interesse der Besucher galt dabei vor allem
der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit des Bambusmaterials. Das
neue Fassadensystem erfüllt alle Anforderungen für den modernen
Holzhausbau. Die Brandschutzklasse B-s2-d0 wird erfüllt.
Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist beantragt.
Zertifikatsübergabe »QNG ready«
Erst kürzlich hat Moso Bamboo das »QNG-ready«-Siegel für
zahlreiche Bambusprodukte erhalten. Das unabhängige Sentinel
Holding Institut (SHI) hat die Moso-Produkte auf Schadstoffe
geprüft und für das umfangreiche Produktsortiment die Zertifizierung
vergeben. Corina Wünsche, Key Account Managerin
im Marketing bei SHI, überreichte Michael van Houten, Moso-
Bamboo-Vertriebsleiter DACH, Skandinavien, England und Osteuropa,
das Zertifikat während der Messe.
AUSSCHÄUMEN – ABSCHNEIDEN – FERTIG!
Die neueste Entwicklung von Bambusspezialist Moso ist ein ökologisches Fassaden-
Komplettsystem, das in Zusammenarbeit mit Systemanbieter Karle & Rubner und
den Experten für Ingenieurholzbau, Derix, zur Marktreife gebracht wurde.
Mit der Zertifizierung einher geht ein umfassender Service
für Architekten und Planer: Das Sentinel Holding Institut ist aus
einem Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU) hervorgegangen und verfolgt das Ziel, messbares, nachhaltiges,
kreislauffähiges und schadstoffgeprüftes Bauen zu
realisieren. In der SHI-Datenbank werden daher alle emissionsgeprüften,
zertifizierten Baumaterialien und deren Nachhaltigkeitseigenschaften
immer auf den neuesten Stand gehalten und
sind jederzeit abrufbar. Dieser Service umfasst alle relevanten
Produktinfos sowie EPDs und mehr.
»Architekten, Planer, Generalunternehmer, Bauunternehmen
und Verarbeiter können unsere Bambusprodukte dort nun jederzeit
nachschlagen und haben alle
notwendigen Zertifizierungen
und Informationen auf einen
Blick zur Hand. Das ist ein
umfassender Service«, betont
van Houten. »Wir erarbeiten
uns mit der Weiterentwicklung
unserer Bambusprodukte
eine nachweislich nachhaltige
und ideale Alternative für
zukunftsfähige Bauprojekte«,
so van Houten. ?
MOSO (2)
Corina Wünsche, Key Account Managerin
im Marketing bei SHI , überreichte
Michael van Houten das »QNG ready«-
Zertifikat des Sentinel Holding Instituts
(SHI) während der Dach+Holz in Köln.
62 l April 2026 Fassade
clearopag.de/shop
Werkzeuge
»Expert« – die neue
Leistungsklasse
für den Profi
BOSCH – Bosch Professional bietet mit »Expert« eine Leistungsklasse,
die speziell für Profis mit höchsten Ansprüchen entwickelt
wurde. »Expert« liefert laut Bosch beste Lösungen für jeden
Einsatzbereich und steht für mehr als nur Power: Die neue Klasse
vereint innovative Features, hohen Anwenderschutz und hervorragenden
Arbeitskomfort. Mehr als 2 200 »Expert«-Zubehörprodukte
sind bereits heute im Markt verfügbar, in diesem Januar
kamen erstmals Elektrowerkzeuge und Messtechnik hinzu.
Der Wandscanner »Expert D-tect
18V-200-17C« ist mit innovativer
Radartechnologie und
KI-Objekterkennung ausgestattet.
Der Wandscanner wird mithilfe der leichtgängigen
Räder über die Wand gerollt.
Auch für Profis mit langjähriger Erfahrung ist es
nicht immer einfach, aus der Fülle verfügbarer
Elektrowerkzeuge das richtige auszuwählen.
Bosch erleichtert professionellen Anwendern
diese Entscheidung, indem die Mehrleistung
der »Expert«-Produkte bereits auf den ersten
Blick sichtbar ist. Eine durchdachte Anwenderführung
zeigt unmittelbar auf, welches »Expert«-
Gerät für welche Anwendung die beste Wahl
ist – so können Anwender schnell die richtige
Kaufentscheidung treffen.
Für »Expert«-Elektrowerkzeuge und -Messgeräte
setzt Bosch auf eine gezielte, selektive
Vertriebsstrategie über ausgewählte, qualifizierte
Fachhändler. Diese bewusste Entscheidung
ermöglicht professionellen Anwendern ein Einkaufserlebnis,
das exakt auf ihre Anforderungen
abgestimmt ist – mit der idealen Lösung
selbst für anspruchsvollste Aufgaben. Als Basis
des Bosch-Professional-18V-Systems sind
»Expert«-Akkus, -Ladegeräte und das »Expert«-
Zubehörsortiment weiterhin über alle gängigen
Vertriebskanäle erhältlich.
Leistungsstarke Akku-Säbelsäge
Ein Highlight unter den Geräten der Top-Leistungsklasse
ist die Säbelsäge »Expert EXSA18V-32«
(siehe Aufmacherbild S. 63). Sie liefert mit ihrem
bürstenlosen Biturbo-Hochleistungsmotor die
Leistung eines kabelgebundenen 1 300-Watt-
Geräts. Mit bis zu 3 000 Hüben pro Minute
trennt sie mühelos Metall, Holz, Hohlziegel,
Kunststoff, Holzverbundstoffe und Isolationsmaterialien.
Für fortschrittlichen Anwenderschutz
bietet die neue Säbelsäge zudem zwei
innovative Funktionen: »KickBack Control« und
»Adaptive Speed Control«. Bleibt eine Säbelsäge
beispielsweise beim Trennen von Roh-
ren und I-Trägern aus Metall, von Öltanks oder
von Holzbalken stecken, kann dies zu schmerzhaften
Rückschlägen und Verletzungen führen.
Die integrierte »KickBack Control« stoppt die
Säbelsäge augenblicklich, sobald das Blatt sich
verkantet. Das minimiert die Gefahr von Verletzungen
und verhindert zugleich das Verbiegen
oder sogar Brechen von Sägeblättern. Die integrierte
»Stop Control« stellt sicher, dass das
Sägeblatt stoppt, sobald es aus dem Material
austritt.
Die »Adaptive Speed Control«-Funktion sorgt
zudem dafür, dass das Sägeblatt beim Anschneiden
langsam anläuft und dann auf die gewünschte
Hubzahl gesteigert wird. Bei Schnitten in
harten Materialien wie Metallrohren verhindert
dies Schäden, die ansonsten durch unkontrollierte
Bewegungen des Sägeblattes auf der Werkstoffoberfläche
entstehen.
Die »Expert EXSA18V-32« kommt in einer
hochwertigen »L-Boxx«, die das Verstauen
der Säge mit montierter Fußplatte erlaubt und
zusätzlich Platz für Akkus, ein Ladegerät und
das wichtigste Zubehör bietet.
KI-gestützte Radartechnologie
für präzise Ortung
Im Bereich Messtechnik läutet Bosch Professional
mit dem Wandscanner »Expert D-tect18V-200-17C«
nach eigenen Angaben eine neue Ära ein. Er
unterstützt Profis bei der präzisen Lokalisierung
von Objekten in vielen verschiedenen
Wandtypen. Erstmalig kommt dabei die Bosch-
Radartechnologie in Kombination mit KI-Objekterkennung
zum Einsatz. Messungen werden
dadurch zuverlässiger und präziser und sind einfacher
durchzuführen. Zum Scannen wird das
Gerät mithilfe der leichtgängigen Räder über
64 l April 2026
Werkzeuge & Befestigungssysteme
BOSCH (5)
die Wand gerollt. Dabei werden Daten über den
gesamten Scanbereich erfasst und verarbeitet.
Die neue KI-Objekterkennung ermöglicht es,
verschiedene Objekte – einschließlich Kunststoffrohren
und Metallrohren, letztere bis zu
einer Tiefe von 200 mm – in der Wand zu orten
und zu identifizieren.
Das hochauflösende IPS-Display zeigt alle
beim Scan gefundenen Objekte und deren Tiefe
in der Wand an und lässt Anwender durch die
Farbcodierung einfach zwischen Metall, Holz,
Kunststoffrohren und Stromleitungen unterscheiden.
Die 3D-Bildgebungsfunktion mithilfe
des mitgelieferten Posters ermöglicht
zudem eine umfassende und einfach interpretierbare
Wandübersicht mit klarem Bild etwa
von Bewehrungsstahlmatten und komplexen
Objektkombinationen.
Das IPS-Display bietet laut Bosch weite
Betrachtungswinkel, hervorragende Farbwiedergabe,
hohen Kontrast und gleichmäßige
Helligkeitsverteilung. Das kratzfeste Display-
Schutzglas sorgt zudem stets für klare und konsistente
Sicht. Das Gerät ermöglicht durch seine
Screenshot-Funktion und den internen Speicher
die einfache Dokumentation aller Daten, wobei
die Datenübertragung via USB-C und SD-Karte
erfolgt. Anwender können eigenständig regelmäßige
Software-Updates durchführen, um
stets von den aktuellen Funktionen und Verbesserungen
zu profitieren.
Der Wandscanner wird in einer praktischen
»L-Boxx« ausgeliefert. Im Lieferumfang enthalten
sind ein Ladegerät »GAL 18V-20«, ein Akku
»GBA 18V 2.0Ah«, ein USB-C-Kabel und eine
Handschlaufe sowie ein Poster aus robustem,
wasserbeständigem Kunstpapier in der Größe
60 x 40 cm.
Werkzeuge & Befestigungssysteme
Maximale Leistung, längere Laufzeit
Das Herzstück der Top-Leistungsklasse »Expert«
sind vier neue Hochleistungs-Akkus mit Kapazitäten
von 4.0, 5.5, 8.0 und 15.0 Ah. Die Akkus
»EXBA18V-40« und »EXBA18V-55« erreichen
Maximalleistungen von bis zu 2000 W. Im Vergleich
zu bereits länger verfügbaren Akkus, beispielsweise
dem »GBA 18V 4.0Ah Professional«,
wurde die temporäre Maximalleistung verdoppelt.
Der »EXBA18V-80« und »EXBA18V-150« liefern
sogar bis zu 2400 Watt temporäre Maximalleistung.
Auch bei der Laufzeit setzen die »Expert«-
18V-Akkus neue Maßstäbe. Im Vergleich zum
»GBA 18V 4.0Ah Professional« verlängert der
»EXBA18V-80« die Laufzeit um bis zu 120 Prozent.
Der »EXBA18V-150« mit 15.0 Ah Kapazität bietet eine
Laufzeit, die die des »GBA 18V 4.0Ah Professional«
um bis zu 280 Prozent übertrifft. Das neu designte
Gehäuse wurde speziell für den herausfordernden
Einsatz auf der Baustelle entwickelt. Metalleinleger
sowie ein verstärktes Kontaktsystem machen
die neuen »Expert-18V-Akkus« extrem robust.
Zudem ermöglicht die »CoolPack 2.0-Technologie«
eine schnelle Wärmeableitung. Durch diese Kombination
profitieren Anwender von einer besonders
langen Lebensdauer der Akkus.
Zu mehr Effizienz auf der Baustelle tragen auch
die neuen »Expert«-Ladegeräte bei. Das Einzelladegerät
»EXAL18V-160« lädt einen »EXBA18V-80«-
Akku im »Power Boost-Modus« mit bis zu 16 A
Ladestrom binnen 39 Minuten vollständig auf
und ist damit drei Mal so schnell wie das Ladegerät
»GAL 18V-40 Professional«. Das Doppelladegerät
»EXAL18V2-320« lädt in der gleichen
Zeit parallel zwei dieser Akkus vollständig auf.
»Active Air Cooling« kühlt die Akkus und »Flex-Temp
Charging« erweitert den Ladetemperaturbereich
der »Expert«-Akkus auf -10 °C bis +55 °C. ?
?
Die komplette »Expert«-Range:
Erstmals sind Elektrowerkzeuge
und Messtechnik Teil der neuen
Leistungsklasse.
Die vier Hochleistungs-Akkus bilden des
Herzstück der Top-Leistungsklasse »Expert«.
April 2026 l 65
Outdoor-Handwerkzeuge
für Profis im GaLaBau
Die
Bypass-Astschere
mit 85 cm Länge ermöglicht
leichte Schnitte bei Ästen bis
50 mm Durchmesser.
✂
MILWAUKEE – Milwaukee ergänzt sein Portfolio mit einem
eigenen Programm an Outdoor-Handwerkzeugen. Die Sortimentserweiterung
adressiert professionelle Anwender im
Garten- und Landschaftsbau sowie in Kommunalbetrieben,
die Wert auf robuste Konstruktion, ergonomische Auslegung
und eine auf Dauerbelastung ausgelegte Verarbeitung legen.
Spaltäxte werden von
Milwaukee in den Größen 40 cm,
66 cm und 90 cm angeboten.
Im Bereich der Holzspaltwerkzeuge umfasst
das Portfolio zum Start verschiedene Spaltäxte
sowie einen 3,6 kg schweren Spalthammer.
Dieser ist auf hohe Belastbarkeit ausgelegt und
verfügt über eine besonders sichere Verbindung
zwischen Kopf und Stiel. Sein stahlverstärkter
Fiberglasstiel erhöht die Widerstandsfähigkeit
bei Fehlschlägen, während ein vibrationsdämpfendes
Griffsystem die Belastung für den Anwender
reduziert.
Die 90 cm lange Spaltaxt ist auf zügiges Arbeiten
ausgelegt. Eine präzisionsgeschliffene Schneide
unterstützt ein sauberes Eindringen ins Holz,
während der leichte Stiel ausgewogene Schwünge
ermöglicht. Ergänzend stehen Spaltäxte mit
40 und 66 cm Länge zur Verfügung. Geschmiedete
Stahlköpfe sowie Stiele mit durchgehendem
Metallkern erhöhen die Haltbarkeit und unterstützen
eine ausgewogene Gewichtsverteilung.
Ergonomisch geformte Griffe mit widerstandsfähiger
Gummiummantelung verbessern die Kontrolle
für zielgenaue Schläge.
Ergänzt wird das Sortiment durch einen 2,3 kg
schweren Spaltkeil mit breiten Flügeln für effiziente
Spaltergebnisse. Eine präzise angeschliffene
Schneide erleichtert das Ansetzen, die geschmiedete
Stahlkonstruktion sorgt für Langlebigkeit.
Werkzeuge für die Gehölzpflege
Für die Pflege von Gehölzen gibt es von Milwaukee
zwei Bypass-Gartenscheren mit Schnittkapazitäten
von 20 und 25 mm. Die Klingen sind mit
einer reibungsarmen PTFE-Beschichtung versehen
und auf präzise Schnitte ausgelegt. Eine
zweistufige Arretierung ermöglicht das Verriegeln
bei halber Öffnung, was bei kleineren Aststärken
eine höhere Schnittfrequenz ermöglicht
und Kraft spart. Rutschhemmende Griffe unterstützen
die sichere Handhabung. Erfordern Gehölzarbeiten
eine größere Reichweite und mehr Kraft,
66 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme
kann die neue Bypass-Astschere mit 85 cm Länge
zum Einsatz kommen. Ihre geschmiedeten Klingen
ermöglichen leichte Schnitte bei Ästen bis
50 mm Durchmesser. Zwei Griffpositionen erlauben
je nach Arbeitssituation entweder eine höhere
Hebelwirkung oder mehr Kontrolle in beengten
Bereichen. Ein integrierter Gummipuffer reduziert
die Stoßbelastung.
Im Segment der Handsägen umfasst das Sortiment
eine 35 cm lange gebogene Säge, die ein
Holster mit rechts wie links nutzbarer Gürtelschnalle
zur Befestigung beinhaltet, sowie eine
klappbare Variante mit 25 cm Blattlänge. Beide
Modelle verfügen über gehärtete, vierfach geschliffene
Zähne im japanischen Zugzahn-Design und
eine gebogene, verchromte Klinge, die saubere
Schnitte bei Ästen bis 20 beziehungsweise 15 cm
Durchmesser ermöglichen.
Effizientes Arbeiten in der Höhe
Für Arbeiten in größerer Höhe steht der 2-in-1-Teleskop-Hochentaster
mit einem 33 cm langen
Sägeblatt, ebenfalls mit japanischem Zugzahn-
Design, zur Verfügung. Die Schnittkapazität
beträgt damit bis zu 18 cm. Zusätzlich ist im Kopf
eine mittels Seilzug bedienbare Bypass-Astschere
integriert, die das sichere Trennen von Ästen
MILWAUKEE (3)
bis 30 mm ermöglicht. Die Teleskopstange lässt
sich von 2,1 auf bis zu 4,9 m ausziehen. Gefertigt
aus einer Kombination aus Fiberglas und Aluminium,
verbindet sie geringes Gewicht mit Stabilität.
Eine integrierte Seilaufbewahrung sowie die
Möglichkeit, die Sägeklinge einzuklappen, sorgen
für Sicherheit bei Transport und Lagerung.
Milwaukee sichert seine Outdoor-Handwerkzeuge
mit einer lebenslangen Garantie
ab. Nach Unternehmensangaben werden bei
Material- oder Herstellungsfehlern fehlerhafte
Werkzeuge im Rahmen des normalen Gebrauchs
kostenfrei ersetzt.
?
Im Segment der Handsägen umfasst das
Sortiment eine 35 cm lange gebogene
Säge sowie eine klappbare Variante mit
25 cm Blattlänge.
Nächste Generation
mit noch mehr Power
FLEX – Mit gleich vier neuen Varianten
startet Flex die nächste
Generation seiner »Mid Duty Drill
Driver« (DD) und »Percussion Drill
Driver« (PD) und möchte damit
neue Maßstäbe im Segment der
18-V-Akku-Bohr- und -Schlagbohrschrauber
setzen. Die Geräte überzeugen
laut Flex mit noch mehr
Power, optimierter Ergonomie und
cleveren Sicherheitssowie
Komfortfunktionen.
Die neuen »Mid Duty«-Modelle liefern nach
Unternehmensangaben ein maximales Drehmoment
von 115 Nm bis 25 Nm mehr als
die Vorgänger. Gleichzeitig sind die Maschinen
rund 3 cm kürzer und wiegen je nach
Variante nur 1,4 bis 1,6 kg.
Die zweite Generation der Anti-Kickback-
Funktion soll Anwender zuverlässig vor
Verletzungen durch plötzliche Blockaden
schützen. Für spezielle Anwendungen wie
Gewindeschneiden, Stufen- oder Kernbohren
kann die Funktion nun temporär deaktiviert
werden. Nach 30 Minuten Inaktivität
oder Akku-Entnahme reaktiviert sich das
System automatisch.
Flexibilität dank
abnehmbarem Bohrfutter
Mit dem neuen, abnehmbaren Jacobs-Bohrfutter
lassen sich Bohrer und Bit gleichzeitig
einsetzen. So werden Vorbohren und
Schrauben ohne Werkzeugwechsel möglich.
Auch im Detail punkten die neuen »Drill
Driver« laut Hersteller: Das ergonomisch
geformte Gehäuse liegt satt in der Hand
und verspricht volle Kontrolle, auch an langen
Arbeitstagen. Ein separater Umschalter
für Bohren, Schrauben und Schlagbohren
macht Schluss mit dem ständigen Nachjustieren
– die eingestellte Kraft bleibt exakt
erhalten, selbst wenn zwischendurch vorgebohrt
wird.
Für optimale Sicht auf die Arbeitsfläche
sorgt die kräftige LED-Beleuchtung, die den
Bohrpunkt hell und schattenfrei ausleuchtet.
Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor
mit Zwei-Gang-Getriebe, der nicht nur eine
konstante Leistungsentfaltung verspricht,
sondern auch durch seine Effizienz und
FLEX
Mit dem »DD 2G 18-EC
MD DC« mit Zusatzhandgriff
verspricht
Flex maximale Kontrolle
bei anspruchsvollen
Anwendungen.
geringe Wartungsanfälligkeit für ergiebige
Langlebigkeit des Geräts sorgt.
Vier Varianten für ein
breites Einsatzspektrum
Ob Möbelbau, Rahmenkonstruktionen,
Metallbearbeitung oder Schlagbohren in
Mauerwerk: Die neuen »Mid Duty Drill Driver«
sind laut Flex echte Allrounder für Profis
im Handwerk und ambitionierte Anwender.
Die neue »Mid Duty«-Generation kommt
in vier Ausführungen auf den Markt: Als
Bohrschrauber »DD 2G 18-EC MD DC C«
und als Schlagbohrschrauber »PD 2G 18-EC
MD DC C« in Kartonverpackung. Wer eine
robuste Aufbewahrungslösung bevorzugt,
erhält die Geräte »DD 2G 18-EC MD DC«
und »PD 2G 18-EC MD DC« auch in der
bewährten »L-Boxx«.
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Werkzeuge & Befestigungssysteme
Feuchtemessung
neu gedacht
WOLFF – Mit der »KRL Box« bringt
Wolff ein neues Messgerät für die
Beurteilung der Belegreife von Estrichen
auf den Markt. Grundlage ist
die KRL-Methode nach DIN EN
17668, die den Feuchtezustand
mineralischer Estriche normgerecht
bewertet. Das smarte System verbindet
präzise Messtechnik mit digitaler
Dokumentation und einer
praxisorientierten Umsetzung für
den Baustellenalltag.
Für die Messung mit der »KRL
Box« wird eine Estrichprobe
entnommen und in den dafür
vorgesehenen Behälter gefüllt.
WOLFF TOOLS (2)
Die Bewertung von Estrichfeuchte hat
sich in den vergangenen Jahren deutlich
weiterentwickelt. Neue Estrichrezepturen,
beschleunigte Systeme und steigende
Anforderungen an die Dokumentationssicherheit
erhöhen den Anspruch an die
Messtechnik der Zukunft. Während die
CM-Messung seit Jahrzehnten etabliert
ist, rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt,
welche Feuchte tatsächlich schadensrelevant
werden kann. Genau hier setzt
die KRL-Methode an: Sie misst nicht den
Feuchtegehalt, sondern den Feuchtezustand
eines Estrichs – also die Feuchte, die
aus dem Bauteil austreten und für nachfolgende
Bodenbeläge kritisch werden kann.
Die DIN EN 17668 definiert die KRL-
Messung als genormtes Verfahren zur
Bestimmung der korrespondierenden relativen
Luftfeuchte. Der Messwert wird in
Prozent relativer Luftfeuchte angegeben
Nach der Nutzung kann die Box einfach mit dem
Zubehör gereinigt werden. Auf Arbeitsschritte
wie das Abwiegen der Probe oder den Einsatz
chemischer Zusatzstoffe kann verzichtet werden.
und dient als Grundlage zur Beurteilung
der Belegreife mineralischer Estriche. Die
Methode ist materialunabhängig einsetzbar
und eignet sich somit z. B. für gängige
Zement- oder auch für Calciumsulfatestriche.
Eine Verwechslungsgefahr und somit
Gefahrenquelle ist mit der KRL-Methode
also ausgeschlossen.
Von der Norm zur
praxisgerechten Anwendung
Mit der »KRL Box« überführt Wolff die
normgerechte Messmethode in ein kompaktes,
baustellentaugliches und Appangebundenes
Messverfahren. Für die
Messung wird eine Estrichprobe entnommen
und in den dafür mitgelieferten
Messbecher gefüllt. Das Messgerät wird
aufgesetzt und ermittelt die korrespondierende
relative Luftfeuchte im Probenmaterial.
Nach einer kurzen Wartezeit bis zur
Gleichgewichtseinstellung steht der Messwert
zur Verfügung.
Auf Arbeitsschritte wie das Abwiegen
der Probe oder den Kauf und Einsatz chemischer
Zusatzstoffe von bisherigen Calciumcarbid-Ampullen
kann gänzlich verzichtet
werden. Dadurch reduziert sich der organisatorische
Aufwand im Vergleich zur
bisherigen CM-Messmethode deutlich.
Gleichzeitig entfallen besondere Anforderungen
an Transport und Lagerung, da keine
Gefahrstoffe eingesetzt werden.
Die »KRL Box« in Verbindung mit der
»Uzin Utz Go«-App kann die Messwerte
außerdem digital erfassen, mit Zeitstempel
versehen und projektspezifisch an den
Computer übertragen und archivieren.
Diese Daten können dann dem Bauherren
mit der sonstigen Baudokumentation
übermittelt werden, was immer häufiger
gefordert wird.
Vereinfachte Instandhaltung
im Baustellenalltag
Messsysteme müssen regelmäßig überprüft
werden, um dauerhaft verlässliche Ergebnisse
sicherzustellen. Ein separates Prüfmittel
ist im Lieferumfang enthalten und steht für
die regelmäßige Sensorüberprüfung bereit.
Für den Fall, dass der Sensor ausgetauscht
werden muss, wurde bei der »Wolff KRL
Box« ein anwenderorientiertes Konzept umgesetzt:
Der Sensor kann bei Bedarf direkt ausgetauscht
werden, ohne dass das gesamte
Gerät an den Hersteller eingesendet werden
muss. Dieses Konzept reduziert Ausfallzeiten,
Kosten und vereinfacht die Instandhaltung im
Vergleich zu klassischen Kalibrierprozessen
um ein Vielfaches.
Die »Wolff KRL Box« ist im Uzin-Utz-Markenverbund
verankert und ergänzt das Portfolio
im Bereich Untergrundvorbereitung. Wird
bei der Messung eine erhöhte Restfeuchte
festgestellt, stehen bei den Schwestermarken
bewährte, aber auch innovative Lösungen
zur Feuchteabsperrung vor der Verlegung
der Oberbeläge zur Verfügung. Damit verbindet
das neue Messgerät normgerechte
Messtechnik, digitale Dokumentation und
systemorientierte Weiterverarbeitung.
Seit über 70 Jahren stellt das von Hans
Wolff 1954 gegründete Unternehmen qualitativ
hochwertige Maschinen und Werkzeuge
für das bodenlegende Fachhandwerk
her. Die Kernkompetenz liegt bei den sogenannten
Strippern – Maschinen zum Ablösen
von Bodenbelägen. Produziert wird am
Standort Ilsfeld mit modernsten Fertigungsmethoden.
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68 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme
Dachziegel präzise anreißen –
mit App und Schablone
MAFELL – Mafell hat mit dem Ziegel-Anreiß-System »ZAS« nach Herstellerangaben
das weltweit erste Anreißsystem für Dachziegel mit App-Anbindung entwickelt.
Das neue System reduziert den Zeitaufwand beim Messen, Zuschneiden und Verlegen
deutlich und erhöht die Sicherheit. Zudem ermöglicht es eine hochwertige Ausführung
ohne Schmutzablagerungen und Staubentwicklung auf dem Dach.
Mafell
hat nach Unternehmensangaben
das
weltweit erste Anreißsystem für
Dachziegel mit einer App entwickelt.
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MAFELL (2)
Ob Kehle, Grat, steigende Traufe oder schräger
Ortgang: Das Einmessen, Zuschneiden
und Einpassen der Ziegel ist auch für erfahrene
Fachkräfte auf dem Dach eine Herausforderung
– besonders bei steilen Dächern
und unter widrigen Bedingungen. Mafell hat
deshalb im engen Austausch mit Anwendern
das Ziegel-Anreiß-System »ZAS« entwickelt.
Es ist für die Bemessung und das
Anzeichnen marktgängiger Beton- und Tonziegel
bis 500 × 500 mm geeignet. Damit
müssen komplexe und mitunter gefährliche
Zuschnittarbeiten nicht mehr auf dem
Dach ausgeführt werden.
Durchdachtes Zusammenspiel
Das »ZAS« besteht aus einer kostenfreien
App für Smartphones mit Android- und iOS-
Betriebssystem sowie einer Anreißschablone
für Ziegel. Die Anreißschablone lässt
sich in einer Transporttasche mit Rollen einfach
auf die Baustelle bringen.
Die intuitiv bedienbare App basiert auf dem
bekannten Verfahren zur Dacheinteilung.
Im ersten Schritt werden die Anwendung
und die einzudeckende Seite ausgewählt.
Anschließend wird das Maß des einzudeckenden
Ziegels eingegeben oder aus einer
Bibliothek ein bereits definierter Ziegel
gewählt. Danach werden die Deckbreite des
Ziegels, der Lattabstand und die Anzahl der
Ziegelreihen eingegeben. Die »ZAS«-App
berechnet den Zuschnitt jedes einzelnen
Ziegels Reihe für Reihe. In der Listenansicht
werden alle Ziegel dargestellt und können
nach dem Zuschnitt abgehakt werden. Das
erleichtert die Sortierung der Ziegel für das
Eindecken. Für die weitere Nutzung lassen
sich die ermittelten Daten als PDF exportieren,
speichern oder versenden.
Zuschnitt in der Vorfertigung
So wie die App etablierte Arbeitsabläufe
aufnimmt und vereinfacht, können mit der
Anreißschablone auch gewohnte Arbeitsmittel
zum Anzeichnen und Trennen verwendet
werden. Die Anreißschablone wird auf
einem Arbeitstisch oder auf zwei Arbeitsböcken
aufgestellt. Die mit der App berechneten
Maße werden direkt eingestellt, die
Ziegel auf dem Drehtisch entsprechend
positioniert.
An den großen Skalen lassen sich Längenund
Winkelmaße leicht ablesen und exakt
einstellen. Der Lamellenvorhang der Konturenlehre
passt sich den verschiedenen Ziegelformen
exakt an. So können die Ziegel mit
einem Bleistift, Markierstift oder Ritzwerkzeug
präzise angerissen und anschließend
mit einem Winkelschleifer oder einer Spezialsäge
in der Vorfertigung zugeschnitten
werden. Rückseitig markiert oder nummeriert,
werden sie mit dem Lastaufzug zum
Eindecken aufs Dach transportiert. ?
Die mit der App ermittelten Werte werden
auf die Anreißschablone abgetragen.
Werkzeuge & Befestigungssysteme
April 2026 l 69
Clever geklemmt
SFS – Photovoltaik an
der Fassade stellt hohe
Anforderungen an Montage
und Ausführungsqualität.
Mit »SnapSolar«
hat SFS ein Montagesystem
entwickelt, das eine
präzise und kontrollierte
Modulbefestigung an der
Gebäudehülle ermöglicht.
Das definierte Montageprinzip unterstützt
die kontrollierte Positionierung
und Ausrichtung der Photovoltaikmodule
während der Installation.
Durch die vertikale Montage
lassen sich Fassadenflächen
zusätzlich zur Energiegewinnung
nutzen, ohne bestehende
Dachflächen zu beanspruchen.
Photovoltaik wird in vielen Projekten längst nicht
mehr ausschließlich auf Dachflächen realisiert.
Insbesondere bei Bestandsgebäuden oder bereits
belegten Dächern gewinnen Fassaden- und Wandanwendungen
an Relevanz, um zusätzliche Energieerträge
über die Gebäudehülle zu generieren.
Mit der vertikalen Installation steigen jedoch die
Anforderungen an Montage, Toleranzausgleich
und Ausführungsqualität. Die Einbausituation an
der Fassade verlangt eine präzise, reproduzierbare
Umsetzung – auch unter wechselnden Baustellenbedingungen.
Vor diesem Hintergrund hat SFS
das Montagesystem »SnapSolar« für wandmontierte
Photovoltaikanlagen entwickelt.
Im Zentrum von »SnapSolar« steht ein definiertes
Montageprinzip, das auf sichere Handhabung
und reproduzierbare Abläufe ausgelegt ist. Das System
kombiniert tragende Profile, Modulhalter und
Klemmelemente zu einer nachvollziehbaren Montageabfolge.
Positionierungs- und Justiermöglichkeiten
erleichtern das exakte Platzieren der Module
und ermöglichen einen kontrollierten Toleranzausgleich
auf der Baustelle.
Definierter Systemaufbau
Das Montagesystem basiert auf abgestimmten Einzelkomponenten,
die die direkte Befestigung von
Photovoltaikmodulen auf geeigneten Fassadenuntergründen
ermöglichen. Es ist für den Einsatz
auf Trapezblechfassaden sowie auf Betonuntergründen
konzipiert und kann auf Anfrage auch
bei Sandwichpaneelen eingesetzt werden. Zentrale
Elemente sind ein Aluminium-C-Profil mit
rückseitiger EPDM-Unterlage, Photovoltaikhalter
für Moduldicken von 30 bis 40 mm sowie Mittel-
und Endklemmen zur Modulfixierung. Ergänzt
wird der Aufbau durch den sogenannten »Snap-
SFS (3)
Clip«, der die Position des Modulhalters auf dem
Profil sichert und zugleich Justierungen während
der Montage ermöglicht. Durch diese systematische
Abstimmung entsteht ein klar strukturierter
Aufbau mit wenigen Bauteilen und nachvollziehbaren
Montageschritten.
Kontrollierte Modulpositionierung
Für die Montage wird das Photovoltaikmodul
zunächst in der unteren Klemme positioniert, sodass
der Zugang zu den rückseitigen Kabelanschlüssen
erhalten bleibt. Anschließend wird die obere
Modulkante eingesetzt und das Modul kontrolliert
in seine endgültige Position abgesenkt. Das Montageprinzip
erlaubt eine schrittweise Ausrichtung
der Module, ohne benachbarte Elemente demontieren
zu müssen, etwa bei durchlaufenden Modulreihen
auf Fassadenflächen. Dadurch lassen sich
auch bei größeren Fassadenflächen gleichmäßige
Modulbilder realisieren. Zur Feinjustierung stehen
Ausgleichs- und Feineinstellplatten zur Verfügung,
mit denen Höhenabweichungen bis zu 2 mm direkt
im System ausgeglichen werden können. Größere
Toleranzen lassen sich über eine Anpassung der
unteren Modulauflage korrigieren, ohne angrenzende
Module entfernen zu müssen. Nach dem Ausrichten
werden die Module über einen frontseitig
zugänglichen Klemmbefestiger mit definiertem
Anziehdrehmoment fixiert, wodurch ihre endgültige
Position dauerhaft gesichert wird.
Integrierte Projektplanung
Ergänzend unterstützt eine Planungssoftware die
Auslegung von »SnapSolar«-Projekten von der
Konzeptphase bis zur Umsetzung. Sie ermöglicht
eine systemkonforme Dimensionierung der Anlage
sowie die frühzeitige Abstimmung von Modulaufteilung,
Befestigungspunkten und Materialbedarf.
Dadurch lassen sich Montageabläufe bereits in
der Planungsphase optimieren und Schnittstellen
zwischen Planung und Ausführung reduzieren. Für
Planer und ausführende Betriebe entsteht so eine
durchgängige Prozesskette – von der Projektierung
bis zur Installation auf der Baustelle.
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Die »SnapSolar«-Montagelösung ermöglicht eine präzise
Befestigung von Photovoltaikmodulen an der Fassade
(Building Attached PV) und unterstützt eine reproduzierbare
Ausführung unter Baustellenbedingungen.
70 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme
Greift besser,
spleißt weniger
EJOT – Mit der »T-Fast Plus« hat
Ejot die nächste Generation Holzbauschrauben
mit markanter
Schraubenspitze entwickelt. Die
neue »T-Fast Plus« verfügt über
eine CE-Kennzeichnung auf Basis
der neu erteilten ETA 24/0816
und bietet ein deutlich optimiertes
Verarbeitungserlebnis:
Schnelles Spitzengreifen, einfache
Schraubenkontrolle sowie ein
spürbar reduziertes Holzspleißen
sorgen für sicheres und zügiges
Arbeiten – sowohl in der Werkstatt
als auch auf der Baustelle.
Die »T-Fast Plus« wurde auf der Dach+Holz
der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie kann vielseitig
zur Verbindung und Befestigung von
Bauteilen aus Holz, Holzwerkstoffen und
Stahlblech an Bauteilen aus Holz und Holzwerkstoffen
in tragenden und nicht tragenden
Bereichen eingesetzt werden. Typische
Anwendungen finden sich etwa am Dachstuhl,
bei der Befestigung von Verlegeplatten
auf Deckenbalken oder bei Beplankungen auf
Unterkonstruktionen. Die Holzbauschraube
wird in den Varianten JW2 aus Kohlenstoffstahl
mit galvanisch verzinkter Oberfläche
Schnelles Spitzengreifen, einfache
Schraubenkontrolle und deutlich
reduziertes Holzspleißen: Die »T-Fast
Plus« ist auf eine sichere und zügige
Verarbeitung ausgelegt.
sowie JW4 aus nichtrostendem Stahl CRC
II beziehungsweise Edelstahl A2 gefertigt,
jeweils mit Gleitbeschichtung. Mit der »T-Fast
Plus« JW4 aus Edelstahl ist bei Ejot erstmals
eine Holzbauschraube der Nutzungsklasse 3
für den bewitterten Bereich verfügbar. Alle
»T-Fast Plus«-Holzbauschrauben verfügen
über eine optimierte Gewindegeometrie.
Sie reduziert das Risiko des Überdrehens
bei kurzen Schrauben und beschleunigt die
Verarbeitung bei langen Schrauben. Erhältlich
sind die Schrauben als Vollgewindeund
Teilgewindeschrauben, ausgestattet
mit TX-Antrieb. Das gewährleistet eine einfache
und kontrollierte Verarbeitung ohne
Cam-out-Effekt. Ein Schaftfräser am Übergang
zum gewindefreien Schraubenschaft
reduziert zudem das Eindrehmoment und
erleichtert den Einschraubvorgang. ?
WISSENSWERTES...
Mit der Market Unit Construction bedient
Ejot ausgewählte Marktsegmente der Baubranche.
Hierzu zählen professionelle Anwendungen
in der Außenhülle von Gebäuden und
Verankerungslösungen von technischen Anlagen-Systemen
im Gebäudeinneren. Hauptprodukte
sind Bohr- und Dichtschrauben,
Kunststoffdübel, chemische und mechanische
Anker sowie Befestiger für Flachdächer
und Solaranwendungen. Ejot – das sind
mehr als 4 000 Mitarbeiter an 51 Standorten
mit über 24 000 Produkten.
EJOT
Werkzeuge & Befestigungssysteme
April 2026 l 71
FGL Transportgestelle
Glaslager- und Transportsysteme GmbH
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FGL Schwerlasttransportgestelle
Unser Sortiment umfasst eine Vielzahl
an Transport- und Lagermöglichkeiten
FGL Roll- u. Kommissionswagen
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FGL Hordenwagen
FGL Türblattsortierwagen
FGL Steckrolle im Einsatz
Weitere Informationen unter: www.fglgmbh.de
FGL Rahmenzuschnittwagen
FGL Aushärtewagen
FGL Glaslager- und Transportsysteme GmbH
Nordhoffstraße 2 | D-37077 Göttingen
Auf einen Blick
Redaktionsverzeichnis
Impressum
Austrotherm Dämmstoffe GmbH 11
Braun-steine GmbH 55
Carlisle Construction Materials GmbH 10, 12
Dachziegelwerke Nelskamp GmbH 27
Deceuninck Germany GmbH 60
Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 31
Dörken Coatings GmbH 34
Dr. Schutz GmbH 52
Ejot SE & Co. KG 71
Etex Germany Exteriors GmbH 28
Fleck GmbH 40
Flex-Elektrowerkzeuge GmbH 67
GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH 44
Girnghuber GmbH 58
Grip Safety Coatings AG 54
Hauraton GmbH & Co. KG 56
IBC Solar AG 38
IKO Insulations GmbH 32
Institut Bauen und Umwelt e. V. 10
Jackon Insulation GmbH 33
Jakob Stockschläder GmbH & Co. KG 16
Kala - Kunststoffe K.-H. Lange GmbH & Co. KG 26
Karl Grumbach GmbH & Co. KG 8
Kebony Norge AS 10
Kingspan Insulation GmbH & Co. KG 61
Kraso GmbH & Co. KG 18
Lamilux Heinrich Strunz GmbH 43
Linzmeier Bauelemente GmbH 30
Lithonplus GmbH & Co. KG 10, 48
Lumon Deutschland GmbH 50
Mafell AG 69
Mayer Schaltechnik GmbH 20
Moso International BV 62
Paul Bauder GmbH & Co. KG 24
Polyfin AG 36
Robert Bosch Power Tools GmbH 64
Roland Wolf GmbH 19
Schöck Bauteile GmbH 22
Schomburg GmbH 57
SFS Group AG 70
Sihga GmbH 17
Silikal GmbH 37
Sita Bauelemente GmbH 41
Techtronic Industries Central Europe GmbH 66
Ursa Deutschland GmbH 21
Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG 68
Velux Deutschland GmbH 42
Wienerberger GmbH 29
Verlag
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Telefon (08 31) 5 22 04-0
E-Mail: info@sbm-verlag.de
Herausgeber
Markus Holl
Joachim Plath
Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)
Redaktion
Christine Seif (-25)
Frauke Fink (-36)
Peter Lang (-46)
Anzeigendisposition
Markus Maier (-37)
Elmar Romanesen (-16)
Layout
Imelda Weidhaas (-24)
Jessica Grahle (0)
Lisa Schröder Leitung (-23)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
Leser- und Abonnenten-Service
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
Anzeigen
Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 20
vom 1. Januar 2026
Bezugspreis
Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER
im Einzelabonnement
bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):
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Ausland: 82,50 € inkl. Versand
Druckvorstufe und Druck
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Stuttgart
www.kohlhammerdruck.de
Bankverbindung
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Konto-Nr. 66 90 41 98 72
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DE75 73320073 6690419872
BIC HYVEOEMM428
Titelbild
Grumbach / BaustoffPARTNER
IVW angeschlossen
ISSN 1439-5606
Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck
– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Verlages. Jahresabonnements
können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate
vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich
beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt
eingesandte Manus kripte wird keine Haftung
übernommen. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht
der Redaktion.
Auf einen Blick
April 2026 l 73
Vorschau
baustoffpartner
@baustoffpartner
baustoffpartner
Mai – Innenausgabe
TOP-THEMA: Boden
MESSERÜCKBLICK: Fensterbau Frontale
ERSCHEINUNGSTERMIN: 16.05.
Juni – Außenausgabe
TOP-THEMA: Fassade
SONDERTHEMA: Dämmung
ERSCHEINUNGSTERMIN: 13.06.
ADOBE STOCK (2)
TOP-THEMA: Boden
MESSE-
AUSGABE
TOP-THEMA: Fassade
FENSTER-MONTAGEHILFE „HENRY 1“
Die Fenstereinbauhilfe Henry 1 dient der Erleichterung des Arbeitsablaufes beim
Einhängen und auch Aushängen von Fensterflügeln.
Die Flügelelemente werden stabil und sicher mittels akkubetriebener
Elektrospindel auf Einhängeposition gefahren und können somit ohne
Kraftaufwand für den Monteur eingebaut werden. Zudem verfügt die
Fenstereinbauhilfe „Henry 1“ über eine akkubetriebene Treppensteigerhilfe. Das
Gerät wurde von uns so konzipiert, dass man ebenfalls Haustüren ein- und
aushängen kann. Das unterste Aufnahmelevel liegt bei 3,5mm.
Die Tragkraft beträgt 125kg.
Kundenname Akkubetriebene
5 Gründe für den „Henry 1“
1/2
+ Einfaches Handling für den VORSCHAU Hubspindel
Monteur auf der Baustelle Verkäuferkürzel
Hub
+ Ergonomisches, sicheres Arbeiten
1000mm
ohne Kraftaufwand Alternativplatzierung beim Ein- _____________________
Tragkraft
/Aushängen von Flügeln
125kg
+ Personaleinsparung: Schwere
Elemente werden sicher
Anzeigen
auf Position
aus XX/XX ok
gebracht
+ Fährt ebenfalls motorisch
unterstützt Treppen auf und ab
+ Absolute Arbeitserleichterung für
jeden Monteur auf der Baustelle
Bis 1400mm
Brüstungshöhe
Bis 3,5mm
Aufnahmehöhe
RYKO Arbeitsplatzeinrichtungen & Maschinenbau GmbH
Wilhelmstrasse 5-7 / D-75203 Königsbach-Stein
Tel.: (+49) 07232 / 3018-0 * Mail: henry1@ryko.de * www.ryko.de
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