22.04.2026 Aufrufe

baustoffPARTNER April 2026

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk. Titelstory: Grumbach – Attika-Entwässerung mit Eck Gullys Top-Thema Fenster: Rohbau – Leichtbeton-Mauerwerk, Wärmebrückendämmung und Bauwerksabdichtung Im Blickpunkt: Carlisle –  Kick-off für moderne Flachdachabdichtungen von EPDM bis TPO Red Corner: Lumon – Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen für mehr Raum und Licht

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk.
Titelstory: Grumbach – Attika-Entwässerung mit Eck Gullys
Top-Thema Fenster: Rohbau – Leichtbeton-Mauerwerk, Wärmebrückendämmung und Bauwerksabdichtung
Im Blickpunkt: Carlisle –  Kick-off für moderne Flachdachabdichtungen von EPDM bis TPO
Red Corner: Lumon – Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen für mehr Raum und Licht

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04

2026

Grumbach

Attika-Entwässerung

mit Eck-Gullys

TOP-THEMA

Rohbau

Leichtbeton-Mauerwerk,

Wärmebrückendämmung

und Bauwerksabdichtung

IM BLICKPUNKT

Carlisle

Kick-off für moderne

Flachdachabdichtungen

von EPDM bis TPO

RED CORNER

Lumon

Rahmenlose Balkon- und

Terrassenverglasungen

für mehr Raum und Licht

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk

baustoff-partner.de


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Editorial

Kein Tempo auf dem

Verschiebebahnhof

Man erinnert sich noch gut, als Finanzminister Lars Klingbeil

und Bauministerin Verena Hubertz vor etwa einem Jahr auf

einer Baustelle in Berlin standen und unisono betonten:

»Die Bagger müssen wieder rollen!« Für die Umsetzung

wurde ein Infrastruktur-Sondervermögen von 500 Mrd. Euro

bereitgestellt. Doch was wirklich mit dem Geld passiert,

ist nicht ganz klar. Schon im März kamen zwei Wirtschaftsforschungsinstitute

(Ifo und IW) zu dem Ergebnis, dass die

Gelder aus dem Sondervermögen größtenteils zweckentfremdet

eingesetzt werden, um Haushaltslöcher zu stopfen

oder konsumtive Ausgaben zu finanzieren.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, richtete der Grünen-

Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer eine Anfrage an das

Bundesfinanzministerium, für welche Projekte das Geld

aus dem Sondervermögen denn ausgegeben werde und

welche sich davon schon im Bau befänden. Nach zweimonatiger

Prüfung konnte das Ministerium dazu allerdings

keine klare Aussage machen, wie einem Bericht des Handelsblatts

zu entnehmen ist. Eine sinnvolle Abgrenzung

zwischen bereits 2025 begonnenen und neuen Projekten

sei nicht möglich, so das Finanzministerium. Für Sebastian

Schäfer ein Indiz dafür, dass sich das Ministerium aus der

Verantwortung stehlen und den Verschiebebahnhof der

Mittel verschleiern wolle.

Lars Klingbeil räumte allerdings ein, dass viele Mittel

wegen Verwaltungsengpässen und überbordender Bürokratie

nicht schnell genug abfließen würden. Aus dem

Bundesbauministerium hieß es dazu, die Realisierung von

Förderprogrammen benötige einen gewissen zeitlichen

Vorlauf, weswegen noch nicht alle Programme gestartet

werden konnten. Es ist ein wiederkehrendes Muster deutscher

Politik, das sich hier zeigt. Es fehlt zielgerichtetes

Handeln und Tempo.

Das zeigte sich auch in den letzten Wochen, als es darum

ging, Antworten auf die Entwicklungen im Nahen Osten zu

finden. Wochenlang passierte wenig, dann schlossen sich

die Regierungsspitzen übers Wochenende in der Berliner

Villa Borsig ein, um kurz vor dem kompletten Scheitern

noch eine Scheinlösung zu präsentieren. Gegen die hohen

Spritpreise einigte man sich auf einen Tankrabatt von 17

Cent pro Liter – die glorreiche Idee hatte schon Ampel-

Finanzminister Christian Lindner 2022 durchgesetzt. Damals

wurde die Maßnahme von der CDU/CSU-Opposition noch

heftig kritisiert. Zu Recht, denn ein Tankrabatt entlastet nachweislich

in erster Linie Haushalte mit hohem Einkommen.

Zudem ist man bei der Maßnahme auf das Wohlwollen

der Mineralölkonzerne angewiesen, den Rabatt auch vollständig

an die Verbraucher weiterzugeben. Der Tankrabatt

soll zunächst für zwei Monate gelten und kostet rund 1,6

Mrd. Euro. Nur zum Vergleich: Der Bundeszuschuss für das

Deutschlandticket liegt bei 1,5 Mrd. Euro pro Jahr.

Die zweite Maßnahme ist ebenfalls mehr als fragwürdig.

Die Bundesregierung ermöglicht den Unternehmen,

ihren Mitarbeitern eine steuer- und abgabenfreie Prämie

von bis zu 1000 Euro zu bezahlen. Die Maßnahme löste

in der Wirtschaft fast schon Empörung aus. So forderte

etwa ZDH-Präsident Jörg Dittrich die Bundesregierung auf,

die Maßnahme sofort zu stoppen. Die Prämie sei »sozial

ungerecht und wirtschaftspolitisch falsch. Der Staat wälzt

damit nicht nur die Verantwortung auf die ohnehin stark

belasteten Betriebe ab. Sie ist auch dazu geeignet, den

sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu beeinträchtigen.

Das ist das Letzte, was wir jetzt brauchen.« Knapp

ein Jahr nach dem Start der neuen Koalition ist weiterhin

nicht erkennbar, wie die Regierung die Wirtschaft wieder

in Schwung bringen will.

Peter Lang

Redakteur

4 l April 2026

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Inhaltsverzeichnis

4 EDITORIAL

iTitelstory

8 GRUMBACH Eck-Gullys für sichere Attika-Entwässerung

22

10 NAMEN & NEUIGKEITEN

Blickpunkt

12 CARLISLE Der Spezialist für die professionelle Dachabdichtung

15 Top-Thema: Rohbau

16 JASTO Kita-Bau mit Leichtbeton-Mauerwerk

17 SIHGA Rückbaubare Verbindung für Holzwand und Beton

18 KRASO Bauwerksabdichtung aus einer Hand

19 ROLAND WOLF Multifunktionale Schottwand für anspruchsvolle Baustellen

20 MAYER SCHALTECHNIK Rohbau mit »klappMax«-Deckenschalungssystem

21 URSA XPS-Lösung zur Wärmebrückendämmung

22 SCHÖCK Neues Trittschalldämmelement »Tronsole M«

24 Thema: Dach & Holzbau

24 BAUDER Hohe Investitionen in die Zukunft

26 KALA Flachdachentwässerung und -abdichtung

27 NELSKAMP Denkmalschutz trifft Solartechnik

28 ETEX GERMANY EXTERIORS Robuste Lösungen für Dachflächen

29 WIENERBERGER Zwei Dachmarken zusammengeführt

30 LINZMEIER Kombination aus Dämmplatten und Zwischensparrendämmung

31 DEUTSCHE ROCKWOOL Sichere Schrägdächer mit PV

32 IKO INSULATIONS Gefälle mit System

33 JACKON INSULATION BY BEWI Kennwerte im Langzeittest

34 DÖRKEN Weiterentwicklungen der Marke Delta

36 POLYFIN Abdichtung und Dichtheitsprüfung in einem System

37 SILIKAL Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof«

38 IBC SOLAR Dauerhafte Absturzsicherung für PV-Flachdächer

40 FLECK Messeauftritt mit Live-Demonstrationen

41 SITA Edelstahl-Sicherungsschelle für PP-Rohrsystem

42 VELUX Neue Rollladengeneration und Vakuum-Verglasung

43 LAMILUX Flachdach-Ausstieg »Service FE«

44 GHM Impressionen von der Dach+Holz

47 Thema: Außenanlagen

48 LITHONPLUS Zwei Mauersysteme für moderne Außenräume

50 LUMON Rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen

52 DR. SCHUTZ Holz-Schutzprodukte für den Außenbereich

54 GRIP SAFETY COATINGS Mehr Sicherheit auf Holzbrücken

55 BRAUN-STEINE Großformatplatte und Vegetationsstufe

56 HAURATON Zukunftsweisendes Onlinetool für die Bewässerungsplanung

57 SCHOMBURG Drainage-System für den Außenbereich

44 48

6 l April 2026

Inhaltsverzeichnis


58 Thema: Fassade

58 GIMA Klinkerfassade mit fünfeckigem Sonderformat

60 DECEUNINCK Fassadenverkleidung »Ligna« erweitert das Sortiment

61 KINGSPAN INSULATION Platzsparende Hochleistungsdämmung

62 MOSO Neues Fassaden-Komplettsystem

50

63 Thema: Werkzeuge & Befestigung

64 BOSCH »Expert«-Linie mit Elektrowerkzeugen und Messtechnik

66 MILWAUKEE Werkzeuge für professionelle Anwender im GaLaBau

67 FLEX Akku-Bohr- und Schlagbohrschrauber der neuen Generation

68 WOLFF Messgerät für die Bewertung von Estrichfeuchte

69 MAFELL Neues Ziegel-Anreißsystem mit App

70 SFS Fassaden-PV sicher montiert

71 EJOT Holzbauschraube mit optimierter Spitze

73 AUF EINEN BLICK

73 IMPRESSUM

74 VORSCHAU

63

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Titelstory

Sichere Attika-Entwässerung

mit Eck-Gullys

GRUMBACH – Auf der

Dach+Holz in Köln

präsentierte Grumbach

seine Produktneuheiten

im Flachdachprogramm.

Bereits im Jahr 2024 wurde

eine neue Eck-Gully-Serie

ins Leben gerufen, die nun

eine Ergänzung erhält.

Zudem werden bestehende

Produktserien mit neuen

Varianten erweitert.

Der »Kompakt-Kragen-Gully« mit

Isolierumschäumung in der senkrechten

Version. Die Isolierumschäumung

hat den Vorteil, dass diese durch das

direkte Angießen absolut spaltfrei am

wasserführenden Gullykörper anliegt.

Die neuen Eck-Abläufe aus PUR DN 100 sind speziell

für die Ecke der Attika-Aufkantung konzipiert

und werden mit einer dreidimensionalen vorgefertigten

Anschlussbahn ausgebildet. Durch die

vorgeformte Dachbahn ist in der Attika-Ecke die

Anbindung der Dachabdichtung um ein Vielfaches

erleichtert, da auch hier keine aufwendigen

Eckenausbildungen vom Dachdecker erarbeitet

werden müssen. Vorderseitig sorgen spezielle

3D-Fixierecken in 135°-Ausführung für die nötige

Dichtheit der Ecken. Der Einlaufbereich ist auf

Grundlage der bewährten Systeme des »Attika-

Balkonablaufs« und des »Attika-Meso-Gullys«

entwickelt. Für die Abläufe kann das Zubehör,

wie beispielsweise ein Laubfanggitter oder ein

Kiesfangkorb, aus den bestehenden Serien verwendet

werden.

Die Eck-Abläufe werden mit einem Aufsatzrahmen

und Eck-Abschlussdeckel aus Polyurethan

(PUR) geliefert. Optional sind weitere Erhöhungsrahmen

erhältlich, um die Ecke an die Höhe der

vorhandenen Attika anzugleichen. Während der

Montage ist es möglich, durch den abnehmbaren

Deckel den Bereich der Verrohrung noch zu dämmen.

Der »Attika-Eck-Balkonablauf« in DN 100

hat eine Ablaufleistung von ca. 1 l/s bei 35 mm

Anstauhöhe. Hingegen weist der »Attika-Eck-

Meso-Gully« DN 100 eine Ablaufleistung von

ca. 3 l/s bei 35 mm Anstauhöhe auf.

Unterschiedliche

Entwässerungswege möglich

Innerhalb der Attika-Aufkantung hat man die

Möglichkeit, mittels DN-genormter Rohrbögen

die Entwässerungsleitung anzuschließen. Dabei

Der

»Attika-Eck-Balkonablauf«

aus PUR in DN 100 mit

dreidimensional vorgefertigter

Anschlussbahn.

kann individuell entschieden

werden,

ob man links, rechts,

diagonal oder gegebenenfalls

nach unten in das

Gebäude entwässern möchte.

So lassen sich sichtbare Fallleitungen an der

Außenfassade vermeiden.

Die Eck-Abläufe werden auf der Dämmung

positioniert bzw. in der Dämmung leicht eingelassen.

An mehreren Punkten kann der Ablauf

mittels passenden Befestigungsmaterials mit der

Unterkonstruktion verschraubt werden. Der Aufsatzrahmen

sowie der Eck-Abschlussdeckel aus

PUR sind mit den mitgelieferten Schrauben mit

dem Grundkörper zu verschrauben. Die Abdichtung

kann, etwa mittels eines Verbundbleches,

auf dem Abschlussdeckel hochgeführt werden.

Laut den Flachdachrichtlinien sind Dachabläufe

im Abstand von 30 cm zu aufgehenden Bauteilen

zu positionieren, sodass eine fachgerechte

Abdichtung erfolgen kann. Durch diesen Abstand

inkl. Attikastärke rücken die eingebauten Dachabläufe

weit von der Gebäudekante weg. Befinden

sich nun Fensterfronten oder vorhängende

Balkone an der Fassadenseite, muss die Regenfallleitung

seitlich verspringen, damit diese nach

unten geführt werden kann.

Durch die neuen Attika-Eck-Abläufe werden

unschöne Versprünge der Regenfallleitung vermieden,

da das Produkt direkt in der Attika-Ecke

positioniert wird. Die anzuschließende Rohrleitung

kann sehr nah zur Gebäudekante herausgeführt

werden. So entsteht an der Fassade eine

klare Linienführung.

8 l April 2026 Titelstory


Ergänzung um

»3D-Eck-Gullys«

Als Ergänzung der Eck-Gully-Serie ist der »3D-Eck-

Gully« aus PUR in DN 100 vorgestellt worden. Er

ist vergleichbar mit dem »Attika-Eck-Balkonablauf«.

Seine Geometrie hingegen ist viel kleiner und der

Einbau erfolgt direkt in der Ecke. Der »3D-Eck-

Gully« verfügt im Einlaufbereich über eine Einsteckmuffe.

Dort ist eine Muffendichtung eingesetzt,

die das dichte Einstecken von Zubehörteilen

ermöglicht. So kann das Produkt auch als Durchführung

genutzt werden. Die dreidimensionale

Dachbahnmanschette ist vorgeformt und wird

durch einen Kunststoffring rund um den Einlaufbereich

dicht mit dem PUR-Grundkörper verbunden.

Im Lieferumfang ist ein schwarzes PP-Muffenrohr

mit 50 cm Länge enthalten. Die gewünschte

Dachbahn ist bei der Bestellung anzugeben.

Der Ablauf verbindet die Möglichkeit des Einbaus

durch die Attika direkt in der Ecke. Dabei kann

die Führung der Entwässerungsleitung wahlweise

nach rechts oder links aus der Attika geführt werden,

welche dadurch nah zur Gebäudekante nach

unten geführt werden kann. So werden unschöne

Versprünge der äußeren Regenfallleitung in

Richtung der Gebäudekante verhindert. Alternativ

kann der Ablauf senkrecht verbaut werden,

sodass die Entwässerungsleitung innerhalb des

Gebäudes abgeleitet wird. So sind keine sichtbaren

Fallrohre nötig. Der Dampfsperren-Anschluss

kann je nach Einbausituation mittels Dampfsperren-Anschlussmanschette

DN 100 oder eines

»Alpha-Gully-Unterteils« DN 100 erfolgen. Die

Ablaufleistung liegt im waagerecht verbauten

Zustand bei 1 l/s (bei 35 mm Wasserdruckhöhe)

und im senkrecht verbauten Zustand bei ca. 5 l/s.

Neue Varianten des

»Kompakt-Kragen-Gullys«

Auch die Produktserie des »Kompakt-Kragen-

Gullys« wird mit neuen Varianten erweitert. Die

senkrechten und waagerechten Abläufe sowie die

Aufstockelemente wird es nun mit einer fest angeschäumten

Isolierumschäumung aus PUR geben.

In der senkrechten Version wird der »Kompakt-Kragen-Gully«

einen ca. 110 mm hohen Dämmblock

erhalten, der fest am Gullykörper angeschäumt

ist. Die Isolierumschäumung hat den Vorteil, dass

diese durch das direkte Angießen absolut spaltfrei

am wasserführenden Gullykörper anliegt. So

entsteht eine optimale Isolierwirkung und Wärmebrücken

können vermieden werden. Durch die

rechteckige Geometrie ist die Integration in die

umgebende Flachdachisolierung mit einer nahezu

spaltfreien Montage deutlich vereinfacht. Des

Weiteren ist es laut Grumbach möglich, dass die

»Kompakt-Kragen-Gullys« mit Isolierumschäumung

einen maximalen Schutz vor Beschädigungen

bieten, sodass nun das direkte Einbetonieren

des Ablaufs in einer Betondecke ermöglicht wird.

Beim »Kompakt-Kragen-Gully« waagerecht mit

Isolierumschäumung entfällt das aufwendige Ausschneiden

der Flachdachdämmung. Der gesamte

Grundkörper mit integriertem Anschlussrohr aus

PP ist mit einer quaderförmigen Isolierumschäumung

umhüllt, sodass die Montage laut Hersteller

um ein Vielfaches vereinfacht wird. Die Höhe

variiert dabei je nach DN-Größe. Alle Produkte gibt

es in den Größen DN 70, DN 100 und DN 125.

Um die Kürzbarkeit des Aufstockelements weiterhin

zu gewährleisten, ist lediglich der Topfbereich

des Produkts mit einer quadratischen

Isolierumschäumung mit einer Höhe von 60 mm

fest angebracht. Das Aufstockelement mit Isolierumschäumung

ist in den drei gängigen Höhen

lieferbar. Die Serie des »Attika-Flachgullys« mit

Klebekragen wird zudem um Varianten mit integrierter

Isolierumschäumung aus PUR erweitert

– erhältlich in DN 70 und DN 100. Beide Größen

gibt es in einer kurzen und langen Version.

Für die Außenfassade ermöglicht der neue

»FassadenRohrPutzanschluss« von Grumbach

einen perfekten Übergang des Oberputzes auf

einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu

einem DN-Rohr, welches die Fassade durchdringt.

Das Produkt ist passend zu Rohren in DN 50,

DN 70 und DN 100 erhältlich. Durch die integrierte

flexible Dichtung kann das Rohr mit einer Rohrneigung

von 0° bis 5° montiert werden. An der

Fassade verhindert der »FassadenRohrPutzanschluss«

zuverlässig das Eindringen von rückläufigem

Regenwasser in das WDVS. Dabei entsteht

eine saubere und optisch ansprechende Schattenfuge.

Der »FassadenRohrPutzanschluss« ist

nach Unternehmensangaben die ideale Ergänzung

zu allen »Attika-Balkonabläufen«, »Attika-Meso-

Gullys« und »Attika-Super-Gullys«

von Grumbach sowie deren

Eck-Versionen.?

GRUMBACH / BAUSTOFFPARTNER (4)

Der »3D-Eck-Gully« aus PUR ist eine

Ergänzung der Eck-Gully-Serie – er kann

auch als Durchführung genutzt werden.

Dank der Grumbach-Eck-Gullys wird eine

optimierte Attikaentwässerung mit gerader

Fallleitung (grün) möglich – im Vergleich zur

Lösung mit Versprung (rot).

Titelstory


NAMEN & NEUIGKEITEN

04 26

KEBONY – Tom DeKeyser zum CEO ernannt

Kebony gibt die Ernennung von Tom DeKeyser zum CEO

bekannt. DeKeyser hat seine Position im April 2026

angetreten und folgt auf den interimistischen CEO

Christophe François. Mit dieser Entscheidung stärkt

Kebony konsequent sein Führungsteam. DeKeyser verfügt

über mehr als 26 Jahre Erfahrung in der internationalen

Holzindustrie und im globalen Handel. Er bringt

umfassende Expertise im Aufbau und in der Skalierung

von Unternehmen mit. Zudem steht er nach Unternehmensangaben

für operative Exzellenz und nachhaltiges

Wachstum. Seine Ernennung erfolgt in einer

Phase, in der Kebony seine internationale Präsenz ausbaut

und auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen,

nachhaltigen Lösungen für den Bausektor

reagiert.

Zuvor war Tom DeKeyser in leitenden Funktionen bei

der Lemahieu-Group tätig. Dort verantwortete er

bereichsübergreifende Transformations- und Optimierungsprozesse.

In enger Abstimmung mit Verwaltungsrat

und Eigentümern begleitete er die internationale

Expansion und die langfristige Wertsteigerung des

Unternehmens. Während seiner Amtszeit initiierte und

skalierte DeKeyser ein Geschäftsfeld für modifiziertes

Holz auf internationaler Ebene. Zudem verantwortete

er die erfolgreiche Integration akquirierter Unternehmen.

Durch operative Disziplin, Digitalisierung und ITgestützte

Prozesse steigerte er nachhaltig die Profitabilität.

Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle

Beschaffung standen dabei stets im Fokus. Als CEO

Tom DeKeyser verfügt über mehr als

26 Jahre Erfahrung in der internationalen

Holzindustrie und im globalen Handel.

wird Tom DeKeyser das Wachstum in bestehenden

Märkten beschleunigen, die internationale Expansion

vorantreiben und Kebonys Position als führender Anbieter

nachhaltiger Holzlösungen weiter ausbauen.

Tom DeKeyser erklärt: »Kebony befindet sich an einem

entscheidenden Punkt seiner Entwicklung. Das Unternehmen

verfügt über eine starke technologische Basis,

ein klares Nachhaltigkeitsprofil und erhebliches internationales

Potenzial. Ich freue mich darauf, gemeinsam

mit dem Team die nächste Wachstumsphase zu

gestalten.« Paul Clegg, Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ergänzt: »Kebony und alle Stakeholder werden von

DeKeysers Branchenerfahrung, seiner strategischen

Klarheit und seiner Umsetzungsstärke profitieren. Ich

freue mich auf die Zusammenarbeit und die weitere

Entwicklung des Unternehmens.«?

KEBONY

LITHONPLUS – Alexander

Humbert übernimmt Leitung

Seit März neuer Geschäftsführer

bei Lithonplus: Alexander Humbert.

Alexander Humbert ist zum 1. März in die Geschäftsführung

des Betonwarenherstellers Lithonplus eingetreten.

Er folgt auf Ulrich Melzer, der sich zum 31. März

2026 in den Ruhestand verabschiedet hat. Alexander

Humbert kommt von Heidelberg Materials, wo er seit

2014 diverse Führungspositionen im Bereich Transportbeton

innehatte, zuletzt als Leiter der Region Rheinhessen-Kurpfalz.

Davor war er bereits in verschiedenen

Leitungsfunktionen bei Lithonplus tätig. Er übernimmt

die Unternehmensleitung gemeinsam mit dem bisherigen

Geschäftsführer Gregory Trautmann. ?

IBU – Dr. Martina Bender

neue Geschäftsführerin

LITHONPLUS

CARLISLE – Klaas Kortegast ist neuer President

Klaas Kortegast bringt umfassende Marktkenntnis

und Führungskompetenz in seine neue Rolle ein.

Carlisle Construction Materials Europe (CCM Europe)

setzt auf Kontinuität in der Unternehmensführung:

Klaas Kortegast hat die Position des President Carlisle

CM Europe übernommen. In den vergangenen fünf

Jahren war Klaas Kortegast als Vice President Sales

& Marketing für Carlisle CM Europe tätig und hat in

dieser Funktion maßgeblich zur strategischen und organisatorischen

Weiterentwicklung des europäischen

CARLISLE

Geschäfts beigetragen. Zuletzt verantwortete er die

erfolgreiche Einführung der überarbeiteten europäischen

Go-to-Market-Strategie im Einklang mit der Vision-2030-Strategie

von Carlisle. Klaas Kortegast verfügt

über langjährige internationale Erfahrung in Vertrieb,

Business Development und Unternehmensführung in

der europäischen Baustoffindustrie. Vor seinem Eintritt

bei Carlisle war er in verschiedenen leitenden Positionen

tätig, darunter als Vice President Global Sales

bei Rheinzink, wo er internationale Markt- und Vertriebsstrukturen

verantwortete.

»Klaas Kortegast bringt umfassende Marktkenntnis,

ausgeprägte strategische Führungskompetenz und eine

klare Vision für die weitere Entwicklung unseres europäischen

Geschäfts mit«, erklärt Chris Koch, Chair, President

& CEO von Carlisle Companies Incorporated.

»Er wird den eingeschlagenen Kurs konsequent fortsetzen

und das Wachstum von Carlisle CM Europe weiter

vorantreiben.«

?

Nachhaltigkeitsexpertin mit langer Praxiserfahrung:

Die neue IBU-Geschäftsführerin Dr. Martina Bender.

Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat Dr. Martina

Bender zur neuen Geschäftsführerin bestellt. Sie

trat ihr Amt am 1. April an. Sie folgt auf Florian Pronold,

der seine Tätigkeit Ende März 2026 auf eigenen

Wunsch beendet hat. Mit Dr. Martina Bender übernimmt

eine ausgewiesene Nachhaltigkeitsexpertin

die Leitung des IBU. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin

und Diplom-Forstwissenschaftlerin verfügt

über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der

strategischen Produktnachhaltigkeit, bei Umweltmanagementsystemen

sowie in der Erstellung und Automatisierung

von Ökobilanzen und EPDs. ?

IBU

10 l April 2026

Namen & Neuigkeiten


AUSTROTHERM –

Verstärkung für den Vertrieb

Austrotherm baut seinen Vertrieb weiter aus. Im Bereich

XPS-Dämmstofflösungen setzt das Unternehmen auf

zwei erfahrene Kräfte: Florian Kluck (38) übernahm

Anfang des Jahres die Position des Gebietsleiters für

Baden-Württemberg und Oberbayern, während Nathalie

Jahncke (27) in den Außendienst für Nord- und Ostdeutschland

gewechselt ist. Florian Kluck bringt mehr

als zwei Jahrzehnte Erfahrung mit. Nach seiner Ausbildung

zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel arbeitete

er zunächst als Einkäufer für Dämmstoffe, später

als Produktmanager im Bereich Hochbau. Als Gebietsleiter

verantwortet er nun die Betreuung des Fachhandels

in Baden-Württemberg und Oberbayern. Sein Fokus

liegt auf einem engen Austausch mit den Partnern im

Max Brückerhoff verstärkt bei Austrotherm

den Vertrieb für die Produktgruppe Bad.

AUSTROTHERM (3)

Florian Kluck ist bei Austrotherm als Gebietsleiter

für Baden-Württemberg und Oberbayern im Vertrieb

für XPS-Dämmstofflösungen tätig.

Markt. Nathalie Jahncke kennt Austrotherm bereits seit

vielen Jahren. Sie absolvierte dort ihre Ausbildung zur

Industriekauffrau und war anschließend im Vertriebsinnendienst

für das Gebiet Deutschland Süd tätig. Parallel

zu ihrer Tätigkeit als stellvertretende Teamleiterin

studierte Jahncke Wirtschaftspsychologie und übernahm

Anfang des Jahres den Außendienst für das Gebiet

Deutschland Nord/Ost mit Schwerpunkt Brandenburg

Nord sowie Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus

betreut sie deutschlandweit die Industriekunden. Ein

Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Ausbau der

Zusammenarbeit mit Industriekunden und der Entwicklung

individueller Lösungen.

Mit Max Brückerhoff (33) verstärkt Austrotherm zudem

seit Ende des vergangenen Jahres das Vertriebsteam

für die Produktgruppe Bad. Der neue Gebietsverkaufs-

leiter betreut Austrotherm-Lösungen rund um »Uniplatte«,

modulare Badgestaltung und »Showerboard« im

Gebiet Süddeutschland. Brückerhoff bringt umfassende

Erfahrung aus der Sanitär- und Fliesenbranche mit.

Nach seiner Ausbildung war er rund zehn Jahre bei

einem renommierten Sanitärgroßhändler tätig, anschließend

im Außendienst eines großen Baustofffachhändlers.

Damit kennt er sowohl die Anforderungen des Fachhandels

als auch die Bedürfnisse der Verarbeiter. Mit

der personellen Verstärkung unterstreicht Austrotherm

zugleich die strategische Bedeutung seiner Produktgruppe

Bad. Der Ausbau des Vertriebs soll sicherstellen,

dass die Kunden noch intensiver betreut und bei

der Anwendung der Systeme unterstützt werden. ?

Nathalie Jahncke verstärkt bei Austrotherm im

Bereich XPS-Dämmstofflösungen den Außendienst

für Nord- und Ostdeutschland und ist zudem

Ansprechpartnerin für Industriekunden.

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Februar 2026 l 11


Zu Gast bei den

Flachdachmachern

CARLISLE – Als führender EPDM-Hersteller Europas bietet Carlisle

CM Europe ein umfangreiches System an Kunststoff-Abdichtungsprodukten

für die gesamte Gebäudehülle. Beim Flachdachmacher

Kick-off Event in Mainz im Februar konnten rund 650 Verarbeiter aus

der DACH-Region das umfangreiche Leistungsspektrum von Carlisle

in der Praxis erleben. Als Highlight wurde mit »Hertalan Easy Weld

Pro« erstmals Carlisles neue Generation einlagiger EPDM-Abdichtungsbahnen

dem Fachpublikum vorgestellt. Der baustoffPARTNER

hat sich das Event in Mainz ebenfalls nicht entgehen lassen.

von Peter Lang

Auf reges Interesse stieß die

Verlegung der großen, einlagigen

EPDM-Plane »Hertalan Easy Cover«.

Bereits zum zweiten Mal hat Carlisle mit dem

Flachdachmacher Kick-off ein eigenes Eventformat

für seine Kunden durchgeführt – die Veranstaltung

fand erneut im VIP-Bereich der Mainzer

Mewa Arena, die zugleich die Heimat des 1. FSV

Mainz 05 ist, statt. Mit dem Branchentreff, zu

dem rund 650 Verarbeiter aus der DACH-Region

angereist waren, wollte Carlisle ein klares Zeichen

setzen: Klasse statt Masse, Dialog statt Messetrubel

– und ein Erlebnis, das konsequent auf den

Mehrwert für das Handwerk ausgerichtet ist. So

beschreibt es auch Klaas Kortegast, langjähriger

VP Sales & Marketing und seit Kurzem President

von Carlisle CM Europe: »Der Flachdachmacher

Kick-Off ist vor allem ein Dank an unsere Kunden.

Wir nehmen uns bewusst Zeit für persönliche

Gespräche und den direkten Austausch – genau

das macht dieses Event aus. Unser Anspruch ist

es, Kundenbegeisterung nicht nur zu formulieren,

sondern erlebbar zu machen: durch Nähe, Dialog

und konkrete Lösungen für den Arbeitsalltag.«

WISSENSWERTES...

Carlisle CM Europe mit Hauptsitz in Hamburg ist

ein Tochterunternehmen des börsennotierten Konzerns

Carlisle Companies Incorporated, der auf Baustoffe

für die Gebäudehülle spezialisiert und an der

NYSE gelistet ist. Der Bereich Construction Materials

ist mit einem Umsatz von 3,7 Mrd. US-Dollar

der größte Geschäftsbereich von Carlisle. Die

Ursprünge des Standorts Hamburg gehen auf das

Jahr 1856 zurück, als in Hamburg-Harburg mit der

Produktion von Gummischuhen und Kautschukprodukten

begonnen wird. Die aus dem Unternehmen

hervorgehende Phoenix beginnt 1963 mit der industriellen

Fertigung von EPDM, 1982 wird die Marke

»Resitrix«, eine Kombination aus EPDM und Bitumen,

eingeführt. Nach der Übernahme von Phoenix

durch Continental im Jahr 2004 und einem

Management-Buy-out übernimmt Carlisle im Jahr

2011 das Dachabdichtungsgeschäft von Phoenix.

Ein Jahr danach erwirbt Carlisle auch die niederländische

Firma Hertalan Rubber Products mit ihrer

Marke »Hertalan«. Zu der europäischen Carlisle-

Tochter gesellt sich dann 2017 die britische Arbo

Holdings, die auf die Herstellung von Bau- und

Industriedichtstoffen spezialisiert ist. Carlisle CM

Europe verfügt aktuell über neun Standorte, darunter

drei in Deutschland (Hamburg, Waltershausen

und Kaufbeuren).

Produkte im Praxistest

Auf dem Event wurde die neue EPDM-Bahn »Hertalan

Easy Weld Pro« erstmals live der Fachöffentlichkeit

präsentiert und von den Teilnehmern

auf dem Freigelände vor der Mewa Arena direkt

auf Herz und Nieren getestet. Die neue EPDM-

Bahn kombiniert eine innen liegende Glasgelegeverstärkung,

integrierte Fügeränder an Längs- und

Querseiten, verbesserte Brandschutzeigenschaften

sowie ein besonders schnelles, sauberes

Nahtfügeverhalten. Dirk Rosso, Sales Director

DACH bei Carlisle CM Europe, hebt die Vorzüge

der Neuheit im Praxisalltag hervor: »Für viele

Dachhandwerker ist die tägliche Baustellenrealität

geprägt von Zeitdruck und knappen Ressourcen.

Mit ›Hertalan Easy Weld Pro‹ bieten wir eine

Bahn, die genau hier unterstützt: einfach, schnell

12 l April 2026

Im Blickpunkt


Im Blickpunkt

und absolut verlässlich in der Verarbeitung – mittels

sicherer Heißluftverschweißung ohne offene

Flamme und somit ohne Brandgefahr.«

Auch an den übrigen Carlisle-Praxisstationen

konnten sich die Verarbeiter von den Qualitäten

der Carlisle-Produkte überzeugen. Besonders eindrucksvoll

war die Verlegung der großen EPDM-

Plane »Hertalan Easy Cover«, die zunächst per

Kran angeliefert wurde – dank der im Werk vorkonfektionierten

Nahtfügungen müssen bei »Hertalan

Easy Cover« nur noch etwa fünf Prozent der

manuellen Verbindungen vor Ort auf der Baustelle

ausgeführt werden. Der Nahtanteil wird auf

ein Minimum reduziert, der Arbeitsaufwand auf

dem Dach verringert und die Gefahr von Leckagen

praktisch ausgeschlossen.

Mit von der Partie in Mainz waren auch die

Carlisle-Partner Böcker (Kran- und Hebetechnik),

Leister (Schweißgeräte), Prefa (Dach- und

Fassadenelemente) und Rockwool (Dämmung).

An deren Ständen konnten die Dachhandwerker

aus erster Hand aktuelle Informationen zu ergänzenden

Systemen, Werkzeugen und Technologien

erhalten, die im Arbeitsalltag eine wichtige

Rolle spielen.

Materialvielfalt von EPDM bis TPO

Carlisle setzt in Europa auf ein immer breiter werdendes

Portfolio rund um das Thema Dachabdichtung

und Gebäudehülle. Traditionell stark ist das

Kerngeschäft mit dem besonders witterungsbeständigen

und dauerelastischen Kautschukprodukt

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk).

Hierfür steht die 1982 erstmals eingeführte

Marke »Resitrix« – die Dach- und Abdichtungsbahn

vereint die Materialvorteile des synthetischen

Kautschuks EPDM mit denen von hochwertigem,

polymermodifiziertem Bitumen. »Resitrix«-Bahnen

können auf praktisch jedem Untergrund verlegt

und sicher ohne offene Flamme verschweißt

werden. Die »Resitrix«-Produktfamilie wird durch

systemkonformes Zubehör ergänzt – ein Beispiel

dafür ist der »Resitrix Walkway«, der wegen seiner

rutschhemmenden Oberfläche für die Kennzeichnung

von Wartungs- und Inspektionswegen

auf Flachdächern eingesetzt wird. »Resitrix CL W«

wiederum eignet sich besonders als FLL-geprüfte,

wurzelfeste Unterlage bei Gründächern.

Auch die Marke »Hertalan« blickt auf eine lange

Tradition zurück – 1968 wurde sie als erste europäische

EPDM-Abdichtungsbahn entwickelt. Auf

Basis einer Langzeitstudie attestiert das unabhängige

Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) in

Würzburg dem Werkstoff EPDM eine Gebrauchsdauer

von über 70 Jahren.

Doch Carlisle CM Europe hat mittlerweile

auch jenseits von EPDM ein breites Angebot –

bedingt durch die enge Anlehnung an die Strategie

des US-Mutterkonzerns Carlisle Companies

(siehe Kasten). Zu nennen ist beispielsweise die

Marke »Sure-Weld«, die einlagige, heißluftverschweißbare

Kunststoffabdichtungen aus TPO/

FPO speziell für Industrie-, Logistik- und Gewerbebauten

anbietet.

Soll zum Produktivitätsbeschleuniger

auf dem Dach werden: die neue

Abdichtungsbahn »Hertalan Easy

Weld Pro« von Carlisle.

Zum Abschluss des Kick-off-Events

überreichte Handballweltmeister und

Carlisle-Markenbotschafter Dominik Klein

die Carlisle Meisterwerke 2026 Awards

»Carl« für herausragende Projekte an

mehrere Fachpartner.

Im Blickpunkt April 2026 l 13


BAUSTOFFPARTNER

»Unser Anspruch ist es,

Kundenbegeisterung

nicht nur zu formulieren,

sondern erlebbar zu machen:

durch Nähe, Dialog und

konkrete Lösungen für

den Arbeitsalltag.«

Klaas Kortegast,

President Carlisle CM Europe

Das Carlisle-Werk im thüringischen

Waltershausen – die Produktionsstätte

wurde in den letzten

Jahren sukzessive ausgebaut, um

die steigende Kundennachfrage zu

bedienen und das Wachstum von

Carlisle in Europa zu sichern.

Weitere Systemlösungen im Carlisle-Universum

sind Dampfsperrbahnen der Marke »Alutrix«,

Flüssigkunststoffe der Marke »Liquiseal«

oder Fassadenabdichtungsbahnen der Marke

»Resistit«. Hinzu kommen Spezialdichtstoffe

(»Arbo«), Klebebänder (»Hardcast«), Entwässerungselemente

sowie Absturzsicherungssysteme

für Flachdächer.

Partner des Fachhandwerks

Carlisle versteht sich selbst nicht nur als Produktlieferant,

sondern als Systempartner seiner

Kunden. Bestes Beispiel dafür ist die »Carlisle

Academy« – mit der dem Fachhandwerk umfassende

praktische und theoretische Kenntnisse

vermittelt werden. Carlisle verfügt über Schulungseinrichtungen

in Deutschland, den Niederlanden

und Großbritannien. Die Kunden haben

dabei die Wahl zwischen Vor-Ort-Schulungen in

den Academy-Standorten, Hybrid-Kursen (Kombination

aus Online- und Vor-Ort-Schulungen)

oder einer Schulung direkt beim Kunden. Verarbeiter,

die die Prüfung zum »Qualifizierten Fachverleger«

bestanden haben, profitieren in Form

einer erweiterten Materialgarantie für Carlisle-

Produkte. Darüber hinaus empfiehlt Carlisle diese

Unternehmen an Industriekunden und Architekten

weiter. Die Academy ist laut Carlisle einer der

Erfolgsfaktoren für gute Beziehungen und eine

offene, vertrauensvolle Kommunikation mit den

Kunden und Partnern.

Wie diese Partnerschaft gelebt wird, konnte

man auch auf dem Kick-off-Event erleben. Zum

Abschluss der Veranstaltung wurde der Carlisle

»Resitrix CL W« – die heißluftverschweißbare EPDM-Abdichtungsbahn

mit FLL-geprüfter Wurzelfestigkeit für Gründächer.

Meisterwerke 2026 Award »Carl« verliehen, mit

dem herausragende handwerkliche Leistungen

im Bereich Flachdachabdichtung mit Carlisle-

Systemen ausgezeichnet werden. Der Award

rückt die besten Projekte und deren Macher ins

Rampenlicht und soll so den Anspruch unterstreichen,

Qualität im Handwerk sichtbar zu machen

und den Erfahrungsaustausch innerhalb der

Branche zu fördern. Die Einreichungen wurden

durch eine Jury aus Branchenexperten bewertet;

einen Sonderpreis gab es für das Publikumsvoting.

Als Stargast überreichte Handballweltmeister

und Carlisle-Markenbotschafter Dominik

Klein die Preise an die glücklichen Gewinner und

sorgte damit für einen gelungenen Abschluss

des Events.

?

CARLISLE (5)

14 l April 2026

Im Blickpunkt


Top-Thema

Rohbau

GUIDO WOLLENBERG / JASTO BAUSTOFFWERKE


Kita-Bau mit

regionalem Mauerwerk

JASTO – Die Ortsgemeinde

Dahlheim baut

derzeit eine neue Kindertagesstätte

mit Leichtbeton-Mauerwerk

von den

Jasto Baustoffwerken.

Sowohl für die Außen- als

auch für die Innenwände

werden Baustoffe des

Unternehmens verwendet

– die »Jasto Plan Therm«-

Steine für außen und die

»Jasto Quadro Lang

Phon«-Steine für innen.

Die »Jasto Plan Therm«-

Steine ermöglichen mit ihrer

sehr guten Wärmedämmung

die effiziente Nutzung

der Wärmepumpe.

Die neue Kita in Dahlheim setzt auf

Außen- und Innenmauerwerk von den

Jasto Baustoffwerken.

Dahlheim liegt im Rhein-Lahn-Kreis, nur wenige

Kilometer nördlich der Loreley. Die neue Kita

wird hier dringend gebraucht. Bisher gab es drei

Kindergruppen, die sich auf zwei Standorte verteilten.

Doch für einen dieser Standorte erlischt

bald die Betriebserlaubnis und der andere darf nur

noch eine verkleinerte Gruppenstärke aufnehmen.

Ein kompletter Neubau erwies sich daher als die

beste Option. Die Dahlheimer stemmen das Projekt

gemeinsam mit Nachbargemeinden und mit

finanzieller Förderung durch den Kreis. Der Neubau

soll in Zukunft rund 65 bis 75 Kindern aus

den umliegenden Gemeinden Platz bieten. Kern

der neuen Kindertagesstätte sind drei Gruppenräume

mit jeweils 58 m² sowie ein 87 m² großer

Mehrzweckraum.

Die Arbeiten am Mauerwerk des einstöckigen

Gebäudes schritten schnell voran und sind mittlerweile

abgeschlossen. Die 99,7 cm langen »Jasto

Quadro Lang Phon«-Steine für die Innenwände

trugen zum schnellen Baufortschritt bei. Sie wurden

vom Bauunternehmen Mogendorf & Schmitz

effizient und rückenschonend mithilfe eines Minikrans

versetzt. Die Steine sind 24 cm dick und

24,9 cm hoch. Dank ihrer guten Schalldämmung

senken sie den Geräuschpegel im Gebäude und

bewahren die einzelnen Kitagruppen vor Lärm aus

den Fluren und den anderen Gruppenräumen. Einschalig

verbaut kommen sie auf ein bewertetes

Direktschalldämm-Maß Rw von 62,5 dB.

Steine sorgen für gute Wärmedämmung

In Rheinland-Pfalz sind Photovoltaik-Anlagen bei

öffentlichen Neubauten obligatorisch. Auch die

neue Kita erhält eine eigene Anlage in Kombination

mit einer Wärmepumpe, die

im Winter die Fußbodenheizung

und im Sommer die Klimaanlage

mit Energie versorgt.

Die »Jasto

Die »Jasto Quadro Lang Phon«-Steine werden

mit einem Minikran effizient und rückenschonend verarbeitet.

Plan Therm«-Steine ermöglichen mit ihrer sehr

guten Wärmedämmung eine effiziente Nutzung

der Wärmepumpe. Hierbei wurden vor allem

»Therm«-Steine mit einer Wärmeleitfähigkeit

von 0,08 W/(m∙K) und einem U-Wert von 0,18 W/

(m 2 K) eingesetzt. Die Steine besitzen eine Wanddicke

von 42,5 cm und werden ab Werk mit einem

»Deckel«, also fünfseitig geschlossen, hergestellt.

Eine dünne Schicht aus Leichtbeton auf

der Oberseite schützt die integrierte mineralische

Dämmung vor mechanischen Beschädigungen

und verbessert die Verarbeitung beim

Auftragen des Dünnbettmörtels.

Die Planung des Gebäudes übernahm das Architekturbüro

Meier Missbichler Architekten aus Koblenz.

Eine wichtige Aufgabe des Teams bestand

darin, Grundriss und Raumverteilung optimal auf

die Lage abzustimmen. Denn auf dem Nachbargrundstück

befindet sich die Grundschule des Dorfes.

Es gab zunächst Bedenken hinsichtlich einer

gegenseitigen Lärmbelästigung während der unterschiedlichen

Pausenzeiten von Schule und Kindergarten.

Meier Missbichler Architekten lösten

dieses Problem jedoch, indem sie die Gruppenräume

und den Außenbereich auf der schulabgewandten

Seite des Gebäudes platzierten.

Die Qualität und die Eigenschaften der Steine

haben den als Bauherrn auftretenden Kindergartenzweckverband

Dahlheim überzeugt. Und

die Wahl fiel in Dahlheim auch aus einem weiteren

Grund auf eine Zusammenarbeit mit den

Jasto Baustoffwerken. Jasto stellt das Leichtbetonmauerwerk

mit Bims als Zuschlag her. Dieser

wird in der nahen Umgebung des Werks

abgebaut. Bims ist eine natürliche Gesteinskörnung

vulkanischen Ursprungs mit einem hohen

Luftporenanteil. Das Mauerwerk muss im Herstellungsprozess

nicht mehr gebrannt, sondern

nur getrocknet werden. Dadurch weist es beste

Werte in Bezug auf den CO 2

-Fußabdruck und den

Primärenergieverbrauch während der Produktion

auf. Die regionale Verwurzelung des Unternehmens

und des ökologischen Baustoffs war

ein wichtiger Pluspunkt, der sich im Entscheidungsprozess

der Gemeinde auswirkte. ?

GUIDO WOLLENBERG / JASTO BAUSTOFFWERKE (2)

16 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Holzwand und Beton sicher

und rückbaubar verbinden

SIHGA – Sihga hat mit »Modulix« eine einfache

Verbindungsmethode für Holzwände und Beton

entwickelt, die mit zentrischer Lastübertragung

für hohe Sicherheit sorgt. Das System ist vollständig

lösbar und lässt sich wiederverwenden. Auf

diese Weise können insbesondere temporäre und

rückbaubare Bauwerke effizient realisiert werden.

Passendes Zubehör ist ebenfalls erhältlich.

Eine kreislauffähige Bauweise wird in Zeiten nachhaltigen Bauens

immer wichtiger. Dazu müssen sich Bauteile einfach und zerstörungsfrei

demontieren lassen. »Modulix« verbindet eine Holzwand

sicher mit Beton und lässt sich genauso einfach auch wieder lösen –

für eine effizient rückbaubare Wand-Boden-Verbindung.

»Modulix« eignet sich für Holzriegel- oder Brettsperrholzwände

mit einer Betonbodenplatte oder einem Betonsockel und sichert

damit eine zentrische Lastübertragung entlang der Wandachse.

Auch bei schmalen Betonsockeln lässt sich »Modulix« sicher einbauen

– vor allem dort, wo klassische Winkelverbinder nicht zum

Einsatz kommen können. Das System von Sihga ist vollständig

lösbar, sodass es sich auch für temporäre und rückbaubare Bauwerke

verwenden lässt. Überdies ist »Modulix« vormontierbar für

eine schnelle Endmontage auf der Baustelle.

Die Verbindung von Wand und Boden auf der

Baustelle gelingt mit »Modulix« schnell und einfach.

justieren – das kann sowohl im vormontierten als auch im verriegelten

Zustand erfolgen. Da die Verbindung keine sichtbaren

Winkel innen und außen hat, bleibt die luftdichte Ebene ununterbrochen,

sodass keine Überklebung nötig ist.

Mit »Modulix« lassen sich die Bauteile wieder vollständig

lösen und wiederverwenden. »Damit bieten wir eine zukunftssichere

Lösung für kreislauffähiges Bauen. Das System eignet

sich für moderne Bauwerke im Sinne des Circular Building«,

erklärt Marc Simmer, Geschäftsführer bei Sihga. Die Komponenten

aus hochwertigem Stahl sind galvanisch verzinkt und

sichern eine dauerhafte Stabilität. Zudem ist »Modulix« kompatibel

mit gängigen Ankersystemen wie M12-Bolzenankern oder

Klebeankern und lässt sich so in bestehende Planungs- und

Ausführungssysteme integrieren.

?

SIHGA (2)

Passendes Zubehör – wie

hier die Bohrschablone –

garantieren eine sichere

und präzise Montage.

Einfache Anwendung

Mit »Modulix« von Sihga gelingt nach Unternehmensangaben eine

sichere und einfache Anwendung, die durch passendes Zubehör

ergänzt wird. Zur positionsgenauen Bohrung im Holzbauteil eignet

sich die »Modulix«-Bohrschablone. Sie ermöglicht mit einem

Schnellwechseladapter das Bohren und Schrauben. Die »GoFix«-

Schrauben von Sihga werden dann in einem 45°-Winkel dreidimensional

eingesetzt und sorgen für hohe Zug- und Scherkräfte

sowie für eine Querzugsverstärkung des Holzes. Im Betonteil

justiert »Orakelix« millimetergenau die Höhe mittels Laser-Nivellierung.

Der »Modulix«-Maulschlüssel kommt hier als Bohrschablone

zum Einsatz, um die genaue Position der Löcher im Beton

zu bestimmen.

Nachdem die wand- und fundamentseitigen »Modulix«-Komponenten

montiert sind, kann die Wand auf das vorher aufgebrachte

Mörtelband gestellt werden. Mithilfe des Maulschlüssels wird

der Verriegler um 90° gedreht. So sind die Bauteile schnell, spielfrei

und mechanisch gesichert verbunden. Eine konische Führung

und eine Markierung zur Verriegelungskontrolle vereinfachen die

Montage. Um Bautoleranzen und unebene Betonoberflächen auszugleichen,

lässt sich das Unterteil von 12 bis 30 mm in der Höhe

Rohbau | Mauerwerk & Beton

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April 2026 l 17


Komplett im System,

dicht im Detail

KRASO – Wer heute komplexe Bauprojekte

plant und umsetzt, braucht

mehr als einzelne Produkte. Gefragt

sind durchdachte Komplettlösungen,

die im Zusammenspiel funktionieren

– von der Planung bis zur Ausführung.

Kraso bietet dafür nach Unternehmensangaben

ein in Breite und

Tiefe besonders umfassendes Sortiment

für die Bauwerksabdichtung.

Angesichts gestiegener Anforderungen an

Gebäude sowie zahlreicher Normen und

Vorschriften stehen Architekten, Ingenieure

und Planer vor der Herausforderung, eine

umfassende Bauwerksabdichtung einzuplanen

– unabhängig davon, ob es sich um

ein Einfamilienhaus, einen Wohnkomplex,

ein Gewerbe- oder Industriegebäude oder

ein Infrastrukturprojekt handelt.

Von der ersten Betonierfuge bis zur

abschließenden Dachdurchführung muss

die Abdichtung stets mitgedacht werden.

KRASO (3)

Die Hauseinführung für Strom, Wasser und Gas –

das Kraso-»Bauherren-Komfortpaket Boden-Box«

– lässt sich je nach Bedarf konfigurieren.

Das Kraso-Kabeldurchführungssystem »KDS«

lässt sich individuell anpassen und skalieren.

Wassereinwirkungsklassen, Radonvorsorge,

Art und Ausführung der Fugen, Anschlüsse

an Abwasser- und Versorgungsleitungen

und vieles mehr sind dabei zu berücksichtigen

– ebenso Nachhaltigkeitsaspekte. Die

Vielzahl an Lösungen am Markt erfordert

eine intensive Auseinandersetzung mit den

jeweiligen Produkteigenschaften, ihren Vorund

Nachteilen sowie mit ihrer Konformität

zu spezifischen Normen und Vorschriften.

Seit 1981 entwickelt und produziert Kraso

ganzheitliche Lösungen für die Bauwerksabdichtung,

die in enger Abstimmung mit den

Anforderungen der Planer und der realen

Baustellenpraxis entstehen. Das Produktprogramm

an druckwasserdichten Einbauteilen

und Abdichtungslösungen für Kabel

und Rohre des Abdichtungsspezialisten aus

dem Münsterland ist nach Unternehmensangaben

in Breite und Tiefe einzigartig und

reicht von Fugenabdichtungen über Pumpensümpfe

bis hin zu Schwanenhälsen als

Dachdurchführungen.

Ein Ansprechpartner

für das Gesamtprojekt

Für Planer und Architekten ergibt sich daraus

der Vorteil, dass sich eine ganzheitliche

Abdichtung mit nur einem Anbieter umsetzen

lässt. Kraso kann von Anfang an in die

Planung einbezogen werden. So lassen

sich wasserbelastete Bereiche und potenzielle

Schwachstellen frühzeitig erkennen

und passende Lösungen finden.

Eine einzelne Schnittstelle für die gesamte

Abdichtungsthematik zu haben, bringt

auch für die Bauunternehmen und Verarbeiter

vor Ort Vorteile: Für das gesamte

Projekt steht ein Ansprechpartner zur Verfügung.

Ein ganzheitliches Fugenabdichtungssystem

aus einer Hand vermeidet

Inkompatibilitäten und unterschiedliche Lieferzeiten.

Ein unter optimalen Bedingungen

geschweißtes Fugenband oder ein vorgefertigtes

Betonfertigteil sparen zudem Zeit

und Geld auf der Baustelle. Und alle Kraso-Produkte

eint laut Hersteller ein weiterer

Vorteil: Sie sind einfach und dicht. Die

einfache Montage vermeidet Einbaufehler,

und die Abdichtung reicht weit über übliche

Lastfälle hinaus.

Fugenabdichtungen aus einer Hand: »Krasoflex 155«

als Arbeitsfugenband mit dem »Krasoflex«-Sternrohr

ohne Innenrohr.

Breites Sortiment,

hohe Verfügbarkeit

Mit der Lagerhaltung von Abdichtungslösungen

wie Rohr- und Kabeldurchführungen,

Fugenbändern und -blechen, Dichteinsätzen,

Hausanschlusssystemen und selbst

Pumpensümpfen aus Beton in nahezu allen

Durchmessern, Wandstärken und Ausführungen

sind Händler von Kraso-Produkten

nach Unternehmensangaben jederzeit lieferfähig.

Auch etliche individuell ausgeführte

Sonderanfertigungen können kurzfristig

realisiert werden, teilweise innerhalb von

24 Stunden. ?

18 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Schalung, Abdichtung und Dämmung

in einem System

Die »thepro«-

Schottwand von Roland Wolf

übernimmt Abdichtung, Dämmung

und Schalung in einem System und

eignet sich besonders für

enge Bausituationen.

ROLAND WOLF (2)

Mit der »thepro«-Schottwand

lassen sich auch bei Großbaustellen

und Lückenbebauungen

effiziente Wandkonstruktionen

ohne zusätzlichen

Arbeitsraum realisieren.

ROLAND WOLF – Roland Wolf stellt mit der »thepro«-

Schottwand eine fortschrittliche Lösung für Großbaustellen

und Lückenbebauungen vor. Das System

ermöglicht nach Unternehmensangaben eine effektive

Schalung, Abdichtung und Dämmung, ohne dass

zusätzliche Kosten für die Begradigung des Untergrunds

entstehen.

Die »thepro«-Schottwandelemente kombinieren die bewährte

»wolfseal«-Frischbetonverbund-Dichtungsbahn mit einer

hochwertigen Dämmung. Damit erfüllt das System mehrere

Funktionen gleichzeitig: Es dient als Flächenabdichtung, Wärmedämmung

und Schalung und reduziert so Material- und Zeitaufwand.

Die »thepro«-Schottwand besteht aus 2,40 m breiten Elementen,

die in ein am Untergrund befestigtes U-Profil eingesetzt und

mit speziellen Montagestangen am Verbau fixiert werden. Ein

zusätzlicher Arbeitsraum zwischen Verbau und Schale ist dabei

nicht erforderlich. Nach dem Einbau der Bodenplattenbewehrung

wird der Hohlraum zwischen Verbau und Schottwand mit

geeignetem Füllmaterial wie Sand oder Kies bis zur Oberkante

der Bodenplatte verfüllt. Dadurch wird die Konstruktion stabilisiert

und hält dem Betondruck stand.

Für die präzise Einhaltung der Wandstärke sorgen »thepro«-

Abstandshalter, die in einem Raster von etwa 45 × 45 cm in die

Wandbewehrung integriert werden. Nach dem Schließen der

einhäuptigen Schalung auf der Innenseite wird der verbleibende

Raum zwischen Verbau und »thepro«-Element erneut mit

Füllmaterial verfüllt. Dieses Verfahren gewährleistet eine exakte

Wandstärke und entspricht den konventionellen Betonier- und

Ausschalarbeiten.

Zu den wesentlichen Vorteilen der »thepro«-Schottwand zählen

die effiziente Schalung selbst bei engen Platzverhältnissen,

die Einsparung von Zeit und Kosten durch den Wegfall aufwen-

diger Untergrundvorbereitungen sowie die Multifunktionalität

des Systems, das Abdichtung, Dämmung und Schalung in einer

Lösung vereint. Zudem ist es für Sichtbetonflächen geeignet.?

Exklusive Partnerschaft mit Remmers

Roland Wolf geht eine exklusive Partnerschaft mit der Remmers-Gruppe

ein. Künftig werden die bewährten »wolfseal«-Frischbetonverbund- und

»thepro«-Systeme unter der Marke Remmers in deren Abdichtungsportfolio

integriert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, erprobte Technologien in ein

starkes Systemumfeld einzubinden, Anwendern durchgängige, abgestimmte

Abdichtungslösungen anzubieten und eine nachhaltige Marktentwicklung

der Systeme im Bereich der Bauwerksabdichtung zu gewährleisten.

Die »wolfseal«-Frischbetonverbund-Dichtungsbahn verfügt über den Allgemeinen

Anwendbarkeitsnachweis (aA-FBVS) für Frischbetonverbundsysteme

und wurde in die beste Leistungsklasse 3 mit einem Bemessungswasserdruck

von 5 bar eingestuft. Für Planer und Verarbeiter bedeutet dies

keine technische Umstellung, sondern eine Integration in das Remmers-

Abdichtungsportfolio mit zentraler Systemverantwortung. Entwicklung, Produktion

und technisches Know-how verbleiben weiterhin bei Roland Wolf.

Auch vertreibt Wolf weiterhin das bewährte »wolfseal«-Fugensystem und

betreibt ein eigenes Ingenieurbüro für WU- und FBV-Planungen. ?

Rohbau | Mauerwerk & Beton

April 2026 l 19


Effizienz bei der Deckenschalung

MAYER SCHALTECHNIK

Mit den Schalungssystemen

»miniMax« und »klappMax« von

Mayer lassen sich Arbeitsabläufe

im Rohbau effizient strukturieren.

MAYER SCHALTECHNIK – Beim Bau eines Wohn- und Geschäftshauses kamen Systeme

des fränkischen Herstellers Mayer Schaltechnik zum Einsatz – dank der Kombination

der Systeme »miniMax« und »klappMax« konnte der Rohbau strukturiert und

schnell errichtet werden.

»Die Montage lief schnell

und ohne unnötige

Verzögerungen.«

Bauleiter Tobias Poppe

Im hessischen Bad Hersfeld wurde im Januar

dieses Jahres ein neues Wohn- und Geschäftshaus

fertiggestellt. Die Rohbauarbeiten wurden

wurden von Räuber Bauunternehmen ausgeführt.

Seit seiner Gründung im Jahre 1956 hat sich das

Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt

und beschäftigt heute rund 120 Angestellte. Mit

seiner familiären Tradition und einer breiten Aufstellung

in nahezu allen Bereichen des Bauens

realisiert das Unternehmen sowohl Wohn- als

auch Gewerbeprojekte in der Region.

Das Gebäude umfasst ein Untergeschoss, ein

Erdgeschoss sowie drei Obergeschosse mit insgesamt

acht Wohneinheiten sowie eine Gewerbeeinheit.

Es wurde nach einer Bauzeit von rund

sieben Monaten planmäßig fertiggestellt. Beim

Rohbau kam das »miniMax«-Aluträger-System in

Kombination mit dem »klappMax«-Deckenschalungssystem

des fränkischen Schalungsherstellers

Mayer Schaltechnik zum Einsatz. Die Systemlösung

ermöglicht ein strukturiertes Arbeiten auf

der Baustelle, da viele der benötigten Komponenten

bereits integriert sind. Zusätzlicher Materialeinsatz

oder improvisierte Lösungen lassen sich

dadurch weitgehend vermeiden.

Platzsparend, schnell und wirtschaftlich

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der vergleichsweise

geringen Anzahl an benötigten Stützen.

Das reduziert nicht nur den Montageaufwand,

sondern schafft zugleich mehr Bewegungsraum

für die beteiligten Gewerke. Gerade bei Bauprojekten

mit mehreren Geschossen kann dies den

Bauablauf deutlich erleichtern.

Koordiniert wurden die Arbeiten vor Ort von

Polier Andreas Reimer und Bauleiter Tobias

Poppe. Aus Sicht der Bauleitung hat sich das

eingesetzte System im Bauablauf bestens

bewährt. »Im Bauablauf hat das System wirklich

gut funktioniert. Die Montage lief schnell

und ohne unnötige Verzögerungen. Für uns war

direkt klar: Beim nächsten Bauvorhaben setzen

wir wieder darauf«, sagt Bauleiter Tobias Poppe.

Das Projekt in Bad Hersfeld zeigt exemplarisch,

wie sich Arbeitsabläufe im Rohbau durch präzise

aufeinander abgestimmte Schalungssysteme

effizient strukturieren lassen. Die Kombination

aus »miniMax« und »klappMax« ermöglichte

es nach Herstellerangaben, die einzelnen Bauabschnitte

klar zu gliedern und die Abläufe auf

der Baustelle optimal zu koordinieren. Dadurch

konnten Montageprozesse vereinfacht, Arbeitsgänge

reduziert und die Ausführung insgesamt

deutlich planbarer gestaltet werden.

Zudem unterstreicht das Projekt, wie technische

Systemlösungen nicht nur die Arbeit auf

der Baustelle erleichtern, sondern auch einen

wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und terminsicheren

Umsetzung komplexer Bauvorhaben

leisten.

?

20 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


XPS-Weiterentwicklung

reduziert Wärmebrücken

URSA – Mit dem neuen »Ursa XPS D N MRS Plus« bietet Ursa nun eine

weiterentwickelte Lösung zur Wärmebrückendämmung im zweischaligen

Mauerwerk. Der druckstabile Mauerrandstreifen verfügt über eine noch

niedrigere Wärmeleitfähigkeit (λB) von 0,032 W/(m·K) und bietet damit

eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgängerprodukt.

Der Mauerrandstreifen bildet zusammen mit der

Ursa-Kerndämmplatte ein aufeinander abgestimmtes

System, das Wärmebrücken reduziert. Der Mauerrandstreifen

dient dabei als Randabschluss von Fensterund

Türöffnungen im zweischaligen Mauerwerk.

Der »Ursa XPS D N MRS Plus« wurde

speziell für den Randabschluss von Fenster-

und Türöffnungen im zweischaligen

Mauerwerk entwickelt. Dort entstehen

häufig Wärmebrücken – ein Problem,

URSA (2)

das der neue Mauerrandstreifen wirksam

minimiert. Seine hohe Formstabilität und

Druckfestigkeit sorgen für eine langlebige,

verlässlich funktionierende Lösung. »Mit

dem ›Ursa XPS D N MRS Plus‹ bringt Ursa

eine nochmals leistungsstärkere Dämmlösung

auf den Markt. Das Kombinationsprodukt

ergänzt die Ursa-Kerndämmplatte

›KDP 32/V‹ mit gleicher Wärmeleitfähigkeit

von λB 0,032 W/(m·K) zu einem aufeinander

abgestimmten System, das Wärmebrücken

reduziert, die Montage vereinfacht

und eine dauerhaft sichere Kerndämmung

gewährleistet«, so Theresia Knabe, Produktmanagerin

XPS bei Ursa. »Die verbesserte

Wärmeleitfähigkeit bedeutet in

der Praxis eine effektivere Dämmung.«

Die Vorteile des neuen Mauerrandstreifens

im Überblick: Er verfügt wie erwähnt

über eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit

λB von 0,032 W/(m·K) gegenüber

dem Vorgängerprodukt. (λB 0,036 W/

(m·K)). Die Randabschlüsse sind druckfest

und formstabil, Wärmebrücken im

zweischaligen Mauerwerk werden effek-

tiv vermieden. Durch die spezielle Oberflächenstruktur

kann der Mauerrandstreifen

direkt verputzt werden und gewährleistet

somit eine schnelle Weiterverarbeitung.

XPS ist feuchte- und kälteunempfindlich

und damit dauerhaft funktionssicher.

Erst Anfang Februar hat Ursa die Verbesserung

der »XPS Eco«-Produktlinie

bekannt gegeben. Diese besteht ab sofort

aus durchschnittlich 70 Prozent recyceltem

Material. Der große Vorteil für alle Kunden:

XPS-Produkte wie der Mauerrandstreifen

können zusammen mit den Ursa- Mineralwolle-Produkten

geliefert werden. ?

Der neue Mauerrandstreifen »Ursa

XPS D N MRS Plus« hat eine verbesserte

Wärmeleitfähigkeit gegenüber

seinem Vorgängermodell.

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Rohbau | Mauerwerk & Beton

April 2026 l 21

Frischbetonverbund-Systeme | Beschichtete Fugenbleche | Injektionsschlauch-Systeme | Quellbänder | Fugenabdichtungsprofile | Dicht- und Klebmassen


Intelligenter Anschluss

für Treppenpodeste

SCHÖCK – Mit dem neu entwickelten Trittschalldämmelement für den

nachträglichen trockenen Anschluss vorgefertigter Treppenpodeste

»Tronsole M« ergänzt Schöck sein Angebot an intelligenten Lösungen

für schnelles, bauzeitenflexibles und wirtschaftliches Bauen. Insbesondere

beim Einsatz von Fertigteilpodesten lässt sich der Bauablauf

flexibler, schneller und damit wirtschaftlicher ausführen.

Für die korrekte Platzierung des

Tragelements liefert Schöck zusammen mit

»Tronsole M« ein Montageset bestehend aus

Stahlplatten und einer Positionierungshilfe.

Der Bedarf nach Lösungen für das schnelle, einfache

und bezahlbare Bauen steigt. Eine wichtige

Rolle spielen hierbei Bauteile mit einem

hohen Vorfertigungsgrad, die einen bauzeitenflexiblen

und effizienten Bauablauf ermöglichen.

Mit »Tronsole M« erweitert Schöck sein bewährtes

Trittschallschutzsystem für den Anschluss von

Treppenpodesten an die Treppenhauswand. Die

Produktneuheit vereint die Vorzüge einer intelligenten

Anschlusslösung für das modulare, serielle

oder elementierte Bauen mit effektivem Trittschallschutz

– effiziente industrielle Fertigung, flexibler

Einbau und individuelle Gestaltungsfreiheit.

Rationelle Fertigung und

flexible Montage

»Tronsole M« besteht aus einer Podesthülse

mit integriertem Montageschacht, ausfahrbarem

Tragelement sowie Wandelement und optionaler

Brandschutzmanschette. Der Einbau der

Podesthülse erfolgt im Fertigteilwerk, während

die weiteren Bauteile auf die Baustelle geliefert

und dort eingesetzt werden.

Das Einschieben des ausfahrbaren Tragelements

in die Wand erfolgt über den Montageschacht,

der werkseitig wahlweise an der

Ober- oder Unterseite des Podests ausgeführt

werden kann – für maximale Flexibilität in der Planung

und Ausführung. Das Tragelement wird mit

einem Stahlbolzen nachträglich in das Wandelement

geschoben. Ein Durchbrechen der Wand

bei der Montage von »Tronsole M« ist somit

nicht erforderlich. Die Aussparung für den Montageschacht

an der Ober- oder Unterseite des

22 l April 2026 Rohbau | Mauerwerk & Beton


SCHÖCK (4)

Podests kann anschließend, wenn gewünscht,

mit einer Edelstahlplatte geschlossen werden.

Die Entkopplung des Podests von der Treppenhauswand

erfolgt trocken. Dadurch wird die direkte

Begehbarkeit gewährleistet.

Für eine sichere, schnelle und wirtschaftliche

Montage liefert Schöck die »Tronsole M«

als Komplettlösung: Ein Montageset aus Stahlplatten

und Positionierungshilfen gehört zum

Lieferumfang und gewährleistet die exakte Positionierung

auf der Baustelle.

Individuelle Ausführung und

architektonische Akzente

Da die Wand beim Podestanschluss mit »Tronsole

M« nicht durchbrochen werden muss, kann

die Planung des Treppenhauses unabhängig von

den anschließenden Räumen betrachtet werden

– die Nutzung und Gestaltung der angrenzenden

Räume werden nicht beeinträchtigt. Darüber

hinaus ermöglicht »Tronsole M« individuelle

Gestaltungsmöglichkeiten und architektonische

Akzente: Umlaufende Luftfugen, die Integration

eines Lichtbandes oder die Ausführung der Treppenhauswände

in Sichtbeton.

Mit »Tronsole M« können Lasten von bis zu

100 kN aufgenommen werden. Sicherheit bei der

Planung und Ausführung verschafft die bauaufsichtliche

Zulassung durch das DIBt. Den effizienten

Trittschallschutz gewährleistet die schalltechnische

Prüfung nach DIN 7396.

Treppenhäuser bauzeitenflexibel

und sicher bauen

Neben »Tronsole M« bietet Schöck mit »Tronsole

P« ein weiteres, zuverlässiges Trittschalldämmelement

zur Entkopplung von Fertigteilpodesten

und Treppenhauswänden. »Tronsole P« ist ebenso

wie »Tronsole M« für die Fertigteilbauweise

optimiert und lässt sich nachträglich in das bereits

errichtete Treppenhaus einbauen. Während bei

»Tronsole M« Podestdicken von über 20 cm und

hohe Traglasten realisiert werden können, kann

»Tronsole P« bereits ab einer Podestdicke von

16 cm eingesetzt werden.

»Tronsole M« ist integraler Bestandteil des

neuen Angebots an intelligenten Anschlusslösungen

für vorgefertigte Bauteile von Schöck.

Der Hersteller vereint damit bewährte Produkte

mit maßgeschneiderten Lösungen für individuelle

Projekte und innovativen Produktneuheiten

und eine breite Palette an Expertenwissen – alles

rund um das schnelle, bauzeitenflexible und wirtschaftliche

Bauen.

?

Mit seinen Lösungen an intelligenten

Anschlusslösungen für vorgefertigte

Bauteile sorgt Schöck für schnelles,

flexibles und wirtschaftliches Bauen.

Mit »Tronsole M« erweitert der Bauzulieferer

Schöck sein bewährtes Trittschallschutzsystem

für den nachträglichen

Anschluss von Treppenpodesten an die

Treppenhauswand.

Rohbau | Mauerwerk & Beton

April 2026 l 23


»Wir halten Kurs:

Das Dach bleibt wichtig«

BAUDER – Trotz Baukrise zog der Stuttgarter Dachsysteme-

Hersteller Bauder seine Investitionen in Produktionserweiterungen

und Neubauten in den letzten Jahren konsequent durch. Auf

der Dach+Holz erläuterte das Bauder-Führungstrio, wie man die

europaweite Präsenz ausbauen konnte und welche Schwerpunkte

man in den kommenden Jahren setzen will.

Kurs halten und langfristig

handeln: Das Geschäftsführer-Trio

Jan, Mark und Tim Bauder (v.l.).

»BauderSolar G Easy« ist eine neue

Unterkonstruktion für PV-Anlagen

auf Gründächern – sie wird mit

einer Klickverbindung aufgebaut.

Das in der vierten Generation von den drei

Brüdern Jan, Mark und Tim Bauder geführte

Familienunternehmen konnte seine Marktführerposition

auch in den letzten Jahren weiter

ausbauen. Das Umsatzniveau wurde im letzten

Jahr sogar leicht ausgebaut: 1 750 Mitarbeiter

(2024: 1 600) erwirtschafteten 2025 europaweit

einen Umsatz von 1 130 Mio. Euro (2024: 1 112

Mio. Euro). Und das alles in einem schwierigen

Marktumfeld.

Beispiel Flachdach-Markt: Dieser war 2025 stark

von dem massiv eingebrochenen Wohnungsneubau

geprägt und zwang die Branche, sich auf ein

deutlich anspruchsvolleres Marktumfeld einzustellen.

Die fehlenden Mengen verschärften den

Wettbewerb entlang der gesamten Wertschöpfungskette

– vom Hersteller über den Handel bis

hin zum ausführenden Handwerk. Gleichzeitig

zeigte sich eine klare qualitative Verschiebung im

Markt: Gefragt waren zunehmend hochwertige

Dachaufbauten mit Gründach, Photovoltaik und

anspruchsvollen Systemlösungen, die energetische

Anforderungen und Klimaanpassung miteinander

verbinden.

Auch der Gründach-Markt konnte in den letzten

beiden Jahren nicht mehr an die dynamische

Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Nach

einer längeren Wachstumsphase stabilisierte

sich das Marktgeschehen auf einem konstanten

Niveau. Gleichzeitig ist eine klare qualitative

Weiterentwicklung erkennbar: Die Dachaufbauten

werden zunehmend hochwertiger, der Anteil

intensiv genutzter Dachflächen nimmt zu, und

insbesondere Solar-Gründächer gewinnen weiter

an Bedeutung.

Der Steildach-Markt zeigte sich 2025 zweigeteilt:

Während der Neubau weiterhin auf niedrigem

Niveau verharrte, entwickelte sich der Sanierungsbereich

sehr positiv. Insbesondere die Aufsparrendämmung

mit PU-Hartschaum erreichte

ein Rekordniveau, da energetische Modernisierungen

für viele Eigentümer deutlich an Bedeutung

gewannen.

Hohe Investitionen

und mehr Kundennähe

Die angespannte Lage in den Märkten summierte

sich 31 Monate lang, nämlich von Mai 2022 bis

November 2024, zur größten Baukrise Deutschlands

seit über 20 Jahren. Bei Bauder fiel diese

historische Krise zusammen mit der Umsetzung

des größten Investitionsvolumens (über 300 Mio.

Euro) der Firmengeschichte, das 2021 beschlossen

wurde. Trotz dieser äußerst herausfordernden

Situation hielt Bauder an allen geplanten Investitionen

konsequent fest. »Wir sind ein Familienunternehmen,

wir schielen nicht auf Quartalszahlen

oder schnelle Gewinnmaximierung, sondern

haben die nächste Generation im Blick«, erklärt

Mark Bauder im Rahmen der Pressekonferenz.

»Wir wirtschaften so, dass auch schlechte Jahre

kommen können, und wir stellen auch in angespannten

Zeiten konsequent weiter Weichen für

die Zukunft, wenn wir vom langfristigen Erfolg

der Investitionen überzeugt sind.«

Aktuelles Beispiel ist das gerade neu eröffnete

Werk im französischen Drusenheim mit einem

Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro. Das

erste nicht-deutschsprachige Werk des Unternehmens

liegt mitten im Herzen Europas, an

wichtigen Verkehrsachsen und strategisch ideal

gelegen für europäische Schlüsselmärkte wie die

Schweiz, Frankreich oder Süddeutschland. Auch

in die Kundennähe hat Bauder weiter konsequent

investiert und seine europäische Expansion vorangetrieben:

Mit Bauder Iberia (2025) sowie Bauder

Bulgaria (2026) umfasst die Bauder-Gruppe

nun insgesamt 19 Tochtergesellschaften. Aktuell

erwirtschaftet Bauder 48 Prozent seiner Umsätze

im Export.

Obwohl die aktuelle Marktsituation weiter unsicher

bleibt, ist Bauder vom langfristigen Erfolg

durch seine umfangreichen Investitionen überzeugt:

»Wir halten Kurs: Das Dach bleibt wichtig

und auch Europa wird als starker Markt bleiben.

Wir sind sicher, dass wir mit unseren Investitionen

langfristig die richtigen Weichen gestellt

haben. Nun gilt es, diese geschaffenen Potenziale

mit Leben zu füllen«, führt Tim Bauder aus.

Systeme aus einer Hand

Bauder ist spezialisiert auf komplette Dachaufbauten:

vom Voranstrich über die Abdichtung,

die Dämmung bis hin zu Nutzdachaufbauten

24 l April 2026 Dach & Holzbau


Dach & Holzbau

mit Regenwassermanagement, Dachbegrünungen,

Photovoltaik und Absturzsicherungen. Aus

einer Hand erhalten Verarbeiter perfekt aufeinander

abgestimmte Systeme, um die Chancen

künftig stärker genutzter Dächer für sich und ihr

Handwerk zu erschließen. Dieser Fokus spiegelt

sich auch in den aktuellen Produktschwerpunkten

und -neuheiten wider.

Die richtige Dämmung ist das zentrale Element

eines Dachsystems. Die Antwort von Bauder heißt

»BauderPIR«. Der Hochleistungsdämmstoff aus

Polyurethan-Hartschaum ist laut Bauder die optimale

Basis, um Dachaufbauten vom Nacktdach

bis zum modernen Nutzdach mit einem Gründach

und einer Photovoltaikanlage zu verwirklichen.

»BauderPIR« bietet die beste Dämmleistung

bei geringster Dicke, ist sehr hitzebeständig und

dauerhaft druckfest. Der Hochleistungsdämmstoff

ist zudem aufgrund des geringen Gewichts

besonders verarbeiterfreundlich und juckt oder

kratzt nicht.

Wenn es in Anschluss- und Detailbereichen wirklich

anspruchsvoll wird, braucht es eine Lösung,

die mehr kann als der Standard: »BauderTEC

DAB« will hier einen neuen Maßstab setzen. Die

hochelastische, kaltselbstklebende Elastomerbitumenbahn

mit 100 Prozent Dehnbarkeit passt

sich mühelos selbst komplexesten Geometrien

an. Außenecken, Durchdringungen, Oberlichter

oder Abschottungen lassen sich schnell, sicher

und fachgerecht abdichten.

Die »BauderDiamant« ergänzt das Sortiment

von Bauder an hochwertigen, durchwurzelungssicheren

Polymerbitumen-Schweißbahnen. Die

innovative Oberlage bildet die optimale Grundlage

für moderne Gründachaufbauten und vereint

Sicherheit, Langlebigkeit und Innovationskraft in

einem Produkt. Sie ist nicht nur wurzelfest, sondern

auch rhizombeständig nach FLL. Dank ihres

innovativen Massenkonzepts kommt sie ohne

Wurzelschutzmittel aus und bietet dennoch eine

dauerhaft sichere Abdichtung.

Der Flüssigkunststoff »BauderLiquitec PU«

überzeugt nun mit noch besseren Eigenschaften:

Der beliebte Flüssigkunststoff ist durch den

optimierten Herstellungsprozess im neuen Produktionswerk

in Landsberg bei Halle jetzt noch

benutzerfreundlicher und leistungsstärker. Vor

allem das Ablaufverhalten wurde optimiert und

die Homogenität verbessert.

Ein echtes Produkthighlight für Verarbeiter ist

die neue Gründach-PV-Unterkonstruktion »BauderSolar

G Easy«. Das System ist darauf ausgelegt,

Arbeitsprozesse stark zu vereinfachen und

zu beschleunigen. Dank des intuitiven Klicksystems

lassen sich Bauteile mit wenigen Handgriffen

sicher verbinden. Die Montage kann von nur

einer Person ausgeführt werden, was besonders

in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender

Vorteil ist. Die variable Höhenverstellung

gleicht kleinere Unebenheiten ohne zusätzliche

Komponenten aus.

?

Bei der Werkseröffnung des neuen Bauder-

Werks im elsässischen Drusenheim.

Die »BauderDiamant« ist eine

durchwurzelungssichere Polymer-

Bitumen-Schweißbahn – als Grundlage

für moderne Gründachaufbauten.

BAUDER (4)

Dach & Holzbau

April 2026 l 25


Mehr Entlastung und Sicherheit

auf dem Dach

Präsentation des neuen Retentionselements

von Kala auf der Dach+Holz.

KALA (3)

KALA – Aus echter Handwerkstradition entstanden, entwickelt die Firma Kala aus

Oberndorf am Neckar Lösungen für die Praxis. Auf der Dach+Holz wurden u. a. ein

neues Retentionselement, ein Produkt zur Flachdachabdichtung

sowie neue Rechteckspeier und -notüberläufe präsentiert.

Neu sind auch die Rechteckspeier

und -notüberläufe mit

Bitumenanschlussmanschette.

Mit dem neuen Retentionselement stellt Kala eine

Lösung vor, die den Regenwasserrückhalt direkt

in der Dachebene ermöglicht – nachhaltig, sicher

und zuverlässig. Das System speichert Niederschlagswasser

kontrolliert und leitet es zeitverzögert

ab. Dadurch werden Entwässerungssysteme

und kommunale Kanäle spürbar entlastet. In Kombination

mit dem speziell entwickelten Kontrollschacht

für extensive Dachbegrünungen bleibt

die gesamte Entwässerung selbst unter Substrat

oder Kies vollständig funktionstüchtig.

Mit »Nexo Fix« setzt Kala ein deutliches Zeichen

in Richtung Zukunft der Flachdachabdichtung.

Entwickelt aus der täglichen Praxis, überzeugt

»Nexo Fix«: Flachdachabdichtung

mit verschweißter

Anschlussmanschette.

das System durch eine homogen verschweißte

Anschlussmanschette, die maximale Verbundfestigkeit

und außergewöhnliche Langlebigkeit bietet

– auch unter anspruchsvollsten Bedingungen.

Besonders bemerkenswert: die sortenreine Fertigung.

»Nexo Fix« ist vollständig recycelbar und

steht damit für eine konsequent nachhaltige Produktphilosophie.

Die einfache Anwendung ohne

Klemmen oder Kleben ermöglicht ein sauberes,

effizientes Arbeiten.

Maximale Sicherheit mit

Edelstahl-Halterahmen.

Die neuen Rechteckspeier und -notüberläufe

mit Bitumenanschlussmanschette erweitern

die bewährte Kala-Flachdachzubehör-Linie um

ein durchdachtes Plus an Sicherheit. Entwickelt

für extreme Wetterbedingungen, vereinen sie

robuste Konstruktion mit cleveren technischen

Details. Der robuste Edelstahl-Halterahmen sorgt

nicht nur für höchste Stabilität, sondern auch für

maximale Sicherheit.

?

26 l April 2026 Dach & Holzbau


Beim Kunsthaus Mürz in Mürzzuschlag

wurde 2025 ein Solardach

mit dem PV-Dachstein »Planum-

Generon« realisiert.

Dachsanierung

mit Zukunft

NELSKAMP – Photovoltaik auf hochgradig denkmalgeschützten Gebäuden – das klingt

zunächst nach einem Widerspruch. Optische Auflagen, statische Besonderheiten und

sensible Dachstühle machen klassische Aufdach-PV-Anlagen oft unmöglich. Dass es auch

anders geht, zeigt ein Projekt aus der Steiermark: Bei der Dachsanierung des Kunsthauses

Mürz in Mürzzuschlag wurde 2025 mit dem PV-Dachstein »Planum-Generon« das größte

PV-Dachsteinprojekt Österreichs realisiert, teilt Hersteller Nelskamp mit.

Das Kunsthaus Mürz ist alles andere als ein

gewöhnliches Gebäude. Ursprünglich handelte es

sich um eine Franziskanerkirche beziehungsweise

um einen Teil eines Kapuzinerklosters aus dem

18. Jahrhundert. Anfang der 90er-Jahre wurde

der Bau revitalisiert und durch einen modernen

Zubau aus Stahl, Glas und Beton ergänzt. Trotz seiner

heutigen Nutzung gilt der Komplex weiterhin

als sakraler Bau und steht unter Denkmalschutz.

Gerade das Dach stellte bei der Sanierung eine

besondere Herausforderung dar. Der historische

Dachstuhl musste erhalten bleiben, zugleich waren

hohe Anforderungen an die Optik zu erfüllen und

eine nachhaltige Energieversorgung gewünscht.

Die Lösung bestand darin, die Photovoltaik direkt

in die Dachhaut zu integrieren.

PV-Dachsteine statt aufgesetzter Module

Das Kunsthaus Mürz verfügt über drei Dachflächen

mit Ost-, Süd- und Westausrichtung. Die

Gesamtfläche beträgt rund 750 m². Zum Einsatz

kamen rund 6 700 PV-Dachsteine des Typs »Planum-Generon«

von Nelskamp, die zusammen

eine Leistung von rund 107 kWp erreichen. Sie

ersetzen klassische Dachziegel und integrieren

die Solartechnik nahezu unsichtbar in die Dachfläche.

Für Außenstehende – und auf den ersten

Blick selbst für viele Fachleute – ist kaum erkennbar,

dass es sich um ein Energiedach handelt.

Ein entscheidender Vorteil liegt darin, dass

der mehr als 200 Jahre alte Dachstuhl vollstän-

dig erhalten bleiben konnte. Zusätzliche Lasten

durch aufgeständerte PV-Module waren ebenso

wenig erforderlich wie Durchdringungen für Montagesysteme.

Auch Beeinträchtigungen der historischen

Konstruktion ließen sich so vermeiden.

Im Zuge der Sanierung wurde zudem die Heizanlage

auf Wärmepumpentechnik umgestellt.

Der dafür benötigte Strom wird zu einem großen

Teil direkt über das neue Solardach erzeugt. So

entstand ein durchdachtes Gesamtkonzept aus

Gebäudehülle und Haustechnik.

Das Projekt zeigt, welches Potenzial integrierte

Solardachsysteme für das Zimmererhandwerk

bieten. Sie sind zukunftssicher, ermöglichen

optisch zurückhaltende und genehmigungsfähige

Lösungen, können konstruktive Vorteile schaffen

und vermeiden zusätzliche Lasten sowie Eingriffe

in den Dachstuhl. Zugleich lassen sich Dachdeckung

und Energieerzeugung eng miteinander

verbinden. Gerade bei Kirchen, Klöstern, öffentlichen

Gebäuden oder historischen Ortskernen

eröffnen PV-Dachsteine damit neue Möglichkeiten

– auch mit Blick auf zusätzliche Wertschöpfung

für Zimmereibetriebe.

Das Kunsthaus Mürz zeigt, dass Energiewende

und Denkmalschutz kein Widerspruch sein müssen.

Mit dem PV-Dachstein »Planum-Generon«

wurde eine Lösung realisiert, die nach Unternehmensangaben

technisch überzeugt, sich handwerklich

sauber umsetzen lässt und zugleich

architektonische Maßstäbe setzt.

?

107 kWp

ist die Gesamtleistung

der 6 700 PV-Dachsteine

von Nelskamp.

NELSKAMP (2)

Die PV-Dachsteine ermöglichen

Stromerzeugung, ohne die Dachansicht

grundlegend zu verändern.

Dach & Holzbau

April 2026 l 27


Robuste Wellplatten für

wirtschaftliche Dachlösungen

ETEX – Großflächige Dächer wirtschaftlich, regensicher und

effizient zu decken – dafür steht die »Eternit Wellplatte Profil 6 ¾«.

Mit erhöhter Seitenüberdeckung, robuster Faserzementqualität

und schneller Verlegung ist sie seit Jahren im landwirtschaftlichen

Bau sowie bei Lager- und Industriehallen etabliert. Ergänzt wird

das Wellplattenprogramm von Etex Germany Exteriors

durch weitere Profile für unterschiedliche Anforderungen.

Das »Eternit Wellplattenprofil

6 ¾« verbindet Wirtschaftlichkeit

mit Sicherheit: Sein großes Format

sorgt für eine besonders rationelle

Verlegung; die erweiterte Seitenüberdeckung

bietet zusätzlichen Schutz.

Wohnhaus

in München: Eternit-

Wellplatten prägen Dach

und Fassade und verleihen dem

Baukörper eine klare, zeitgemäße

Architektursprache.

?

ETEX GERMANY EXTERIORS

Auf der Dach+Holz 2026 in Köln stand neben der

»Eternit Wellplatte Profil 6 ¾« für große Dachflächen

auch die »Berliner Welle« für architektonisch

geprägte Gebäudehüllen im Wohnungsbau

und für soziale Einrichtungen im Fokus.

In der Praxis bewähren sich Eternit-Wellplatten

vor allem dort, wo große Dachflächen zuverlässig

und wirtschaftlich geschlossen werden müssen.

Typische Einsatzbereiche sind Stallungen,

Maschinen- und Lagerhallen oder Reithallen, bei

denen große Dachflächen effizient realisiert werden

müssen. Das »Profil 6 ¾« bietet hierfür einen

entscheidenden Vorteil: Die Seitenüberdeckung

von einem ganzen Wellenberg sorgt für erhöhte

Regensicherheit und verhindert zuverlässig Lichteinfall

an den Plattenstößen – ein klares Plus für

Funktion, Nutzungsqualität und Dauerhaftigkeit.

STEFAN MEYER

Sicherheit und Effizienz bei

großflächigen Dächern

Für Verarbeiter bedeutet das: eine schnelle Verlegung,

hohe Maßgenauigkeit und ein robustes

System. Die »Wellplatte Profil 6 ¾« verfügt über

einen Wellenabstand von 177 mm bei einer Wellenhöhe

von 51 mm. Mit einer Plattenbreite von

1 152 mm und einer Nutzbreite von 1 053 mm lassen

sich große Dachflächen rationell decken. Sämtliche

Wellplattenformate – einschließlich »Profil

6 ¾« – sind laut Etex in Plattenlängen von bis zu

2 500 mm erhältlich und ermöglichen damit eine

wirtschaftliche Verlegung auch auf weit gespannten

Dachflächen.

Gefertigt aus Faserzement, sind die Wellplatten

langlebig, nicht brennbar, korrosions- und frostsicher

sowie diffusionsoffen. Sie tragen zu einem

ausgeglichenen Klima unter dem Dach bei und

reduzieren die Kondensatbildung – ein besonders

wichtiger Faktor im landwirtschaftlichen Umfeld.

Wirtschaftliche Lösung für

differenzierte Dachlandschaften

Für kleinere Gebäude und differenzierte Dachlandschaften

bietet Etex mit der »Berliner Welle«

eine gezielte Alternative innerhalb des Wellplattenprogramms.

Die Kurzwellplatte ist für kleinere

und mittlere Dachflächen ausgelegt und wird

vor allem im Wohnungsbau, bei Kitas sowie bei

Einfamilienhäusern eingesetzt. Durch ihre Profilierung

erinnert das Deckungsbild an klassische

kleinformatige Dachprodukte und fügt sich harmonisch

in fein strukturierte Bebauungs- und Quartierskonzepte

ein. Damit eignet sich die »Berliner

Welle« besonders für architektonisch geprägte

Projekte, bei denen Maßstäblichkeit, Wirtschaftlichkeit

und ein ruhiges Dachbild gefragt sind.

Mit einer Plattenbreite von 920 mm und einer

Standardplattenlänge von 625 mm lässt sich die

»Berliner Welle« flexibel an unterschiedliche

Dachgeometrien anpassen.

Klare Maße, robuste Qualität,

vielseitige Optik

Neben der funktionalen Stärke überzeugen Eternit-Wellplatten

auch gestalterisch. Für alle Wellplattenformate

steht ein breites Farbspektrum

zur Verfügung – von Hellgrau über »Klassikrot«

bis zu Dunkelbraun und Dunkelgrau. Darüber hinaus

sind zahlreiche individuelle Farbtöne möglich.

So lassen sich Dächer und Fassaden gezielt an

architektonische Farb- und Gestaltungskonzepte

anpassen und sowohl funktional als auch gestalterisch

präzise umsetzen.

?

28 l April 2026 Dach & Holzbau


Bleibende Eindrücke

und eine neue Markenstruktur

WIENERBERGER – Wienerberger

präsentierte sich auf der Dach+Holz

mit einem neuen Standkonzept. Das

offene Design, die weitläufigen Ausstellungsflächen

und der großzügige

Loungebereich stellen Dialog und

Community in den Mittelpunkt.

Ergänzt wurde das Standkonzept durch das

Community-Event #dachcrazy, das besondere

Momente und Herausforderungen

des Dachhandwerks in den Fokus rückt

und Besucher aktiv zum Mitmachen einlud.

Mit der Zusammenführung der beiden

Produktmarken Creaton und Koramic bündelt

Wienerberger seine Kompetenz im

Bereich Dachsysteme und führt die Sortimente

zusammen. Dadurch entsteht ein

strukturiertes Markenportfolio, das Orientierung

schafft und die Auswahl passender

Lösungen erleichtert. Dachhandwerker und

Planer profitieren nicht nur von einer übersichtlichen

Produktpalette, sondern auch

von der engen Kombination der beiden

Marken: Prozesse, Beratung und Serviceleistungen

sind aufeinander abgestimmt,

sodass Projekte effizient umgesetzt werden

können. Ergänzt wird das Angebot

durch die Solarlösungen von Wevolt – der

Solarsparte von Wienerberger, die Photovoltaik

intelligent in das Dach integriert

und das Portfolio um Energielösungen aus

einer Hand erweitert.

Auch in der Geschäftsführung hat sich

das Unternehmen neu aufgestellt (siehe

Ausgabe 3/26, S. 10). Zum 1. Februar hat

Johan van der Biest zusätzlich die Funktion

des Geschäftsführers und Sprechers der

Geschäftsführung übernommen. Gemeinsam

mit Florian Scherr, Burkhard Theuerkauf

und Ronald Ottensammer bildet er die

neue Geschäftsführung. Die operative Leitung

wird durch Florian Tiefenbacher und

Stefanie Paufler komplettiert. ?

WIENERBERGER

Das offene Standkonzept von Wienerberger

rückte den Community-Gedanken und

den persönlichen Austausch in den Vordergrund.

Dach & Holzbau

April 2026 l 29


Hybrid-Dach aus PU

und Zwischensparrendämmung

Hier zu sehen ist

die Verlegung der leichten

»Linitherm Loop«-Dämmplatten

auf den Sparren.

LINZMEIER – Die PU-

Dämmsysteme von

Linzmeier lassen sich im

Neubau und der Sanierung

gut mit einer Einblas- oder

Zwischensparrendämmung

kombinieren. Die positiven

Eigenschaften der beiden

verbauten Dämmstoffe

ergänzen sich gegenseitig.

LINZMEIER (2)

60%

Biomasse werden

für die Herstellung

von »Linitherm

Loop« verwendet.

Die Kombidämmung aus PU-Hartschaum

und eingeblasener Zellulose

ermöglicht einen ökologischen und

hoch effizienten Gesamtaufbau.

Die Linzmeier-Dämmplatten aus PU sind leicht,

dünn und hochwärmedämmend. Die Zwischensparrendämmung

aus Mineralfaser oder Zellulose

weist einen hohen Schallschutz auf. Die Kombination

aus »Linitherm Loop« und Zellulose-Einblasdämmung

punktet dabei ökologisch besonders.

Im Neubau erfüllt die schlanke und leichte PU-

Aufdachdämmung die höchsten Anforderungen

des aktuellen GEG und der BEG. Zudem können

Dachstühle aufgrund des geringen Gewichts der

Dämmplatten weniger massiv ausfallen und für

die Bauherren kostensenkend wirken.

In der Sanierung gibt es je nach Gegebenheiten

den passenden Gesamtaufbau: Eine funktionsfähige

Zwischensparrendämmung kann bei der

Sanierung verbleiben und wird mit der Aufsparrendämmung

ergänzt. Eine nicht-funktionierende

Dämmung zwischen dem Sparren kann ebenso

verbleiben, wirkt schalldämmend und spart Entsorgungskosten.

Die leichte PU-Dämmung auf dem Sparren

bewirkt in den meisten Fällen, dass bestehende

Dachkonstruktionen nicht aufgedoppelt werden

müssen. Die durchgehende und wärmebrückenfreie

Aufsparrendämmung ist im Neubau und der

Sanierung gegeben.

Ökologische Materialkombination

mit »Isocell Einblasdämmung«

Die Kombidämmung aus »Linitherm Loop«-Aufsparrendämmung

und der »Isocell«-Einblasdämmung

ist aus ökologischer Sicht kaum zu

übertreffen und sorgt für nachhaltigste Dachaufbauten:

Die dünnen und leichten »Linitherm

Loop«-Produkte werden aus rund 60 Prozent

Biomasse (landwirtschaftlichen Pflanzenabfällen

wie ausgedroschenem Mais, Pflanzenstängeln

oder Stroh) hergestellt. Lebensmittel werden in

der Dämmstoffproduktion nicht eingesetzt. Ein

100 mm starkes »Linitherm Loop Pal N+F«-Dämmelement

weist bereits einen U-Wert von 0,22 W/

(m 2 K) auf. In Kombination mit einer 120 mm starken

Einblasdämmung aus Zellulose (WLS 039)

liegt der U-Wert des Gesamtaufbaus bei hervorragenden

0,14 W/(m 2 K).

»Linitherm Loop« verfügt laut Hersteller über

die höchste Dämmeffizienz (Wärmeleitfähigkeitsstufe

023) aller derzeit auf dem Markt befindlichen

biobasierten Dämmstoffe. Die Dämmplatten sind

langlebig, wiederverwendbar, druckfest und werden

CO 2

-neutral produziert. Sie sind ökologisch

wohngesund und frei von Schadstoffen. Die Zellulose

der Einblasdämmung wird zu 100 Prozent

aus Tageszeitungen gewonnen. Sie kombiniert

hohe Schall- und Brandschutzeigenschaften mit

einer sehr guten Wärmedämmung. Das Material

passt sich jeder Unebenheit und Anforderung an,

ist verschnittfrei sowie fugenlos und kann abgesaugt

und wiederverwendet werden. ?

30 l April 2026 Dach & Holzbau


Schrägdächer mit

PV-Anlagen sicher planen

DEUTSCHE ROCKWOOL – PV-Anlagen auf Schrägdächern stellen

hohe Anforderungen an Konstruktion und Detailplanung. Nicht auf die

Dachdeckung abgestimmte Befestigungen, ein geringes Bewusstsein für

die statischen Auswirkungen auf die Dachkonstruktion und die Verschattungseffekte

der Module können zu Feuchteschäden führen. Umfassende,

fachgerechte Beratung bietet die Deutsche Rockwool gemeinsam mit

Kooperationspartnern wie Heco-Schrauben und K2 Systems.

DEUTSCHE ROCKWOOL (2)

Auf der Dach+Holz zeigte die Deutsche Rockwool, worauf

es bei der sicheren Ausführung von Schrägdächern mit

PV-Aufdachsystemen ankommt.

Ein Schrägdach trägt heute neben seiner

Dämmung und Deckung in vielen Fällen

auch PV-Module. Deren Ständerkonstruktionen

und Dachhaken müssen genau auf

die vorgesehenen Dacheindeckungen abgestimmt

werden, um Beschädigungen der

Eindeckung und eine Durchfeuchtung der

Dachkonstruktion zuverlässig zu vermeiden.

Für die statische Sicherheit der Gesamtkonstruktion

sorgen zusätzliche Schubschrauben,

die Konterlattung und Dämmung durchdringen

und bis in den Sparren geschraubt werden.

Nur so stabilisierte Dachkonstruktionen

sind in der Lage, das zusätzliche Gewicht

DEUTSCHE ROCKWOOL (2)

»Meisterdach

Plus«-Schrauben können zur

Befestigung der »Masterrock«-Dämmplatten

ebenso

wie als Schubschrauben für die

statische Absicherung einer

aufgeständerten PV-Anlage

verwendet werden.

der PV-Module und vor allem die zusätzlichen

auskragenden Lasten abzutragen, die

durch Wind- und Schneelasten noch erhöht

werden können.

Guter Rat jederzeit

Die Technische Fachberatung der Deutschen

Rockwool berät Dachdecker objektbezogen

zur Ausführung eines Schrägdachs

mit Steinwolle-Dämmung und PV-Systemen.

Im Falle von Aufdachsystemen geht es

dabei sowohl um die notwendigen Befestigungslösungen

als auch um die Prüfung der

Dämmstoffdicke angesichts der zu erwartenden

Verschattung. »PV-Module können

das Abtrocknen von Feuchte aus der

Dachkonstruktion verlangsamen«, erklärt

Dipl.-Ing. Matthias Becker, Produktmanager

der Deutschen Rockwool. »Entsprechend

müssen selbst vielfach bewährte

Standardlösungen mit den üblichen Dämmdicken

neu betrachtet werden. Ergibt sich

aus den Berechnungen, dass ein Aufbau

feuchtetechnisch im Grenzbereich angesiedelt

ist, empfehlen wir alternative Lösungen,

bei denen Dämmstoff und Dichtfolien

für mehr Reserven zum Schutz der konstruktiven

Holzbauteile sorgen.«

Steinwolle für den Brandschutz

Feuerwehren berichten von neuen Herausforderungen,

die Dächer mit PV-Anlagen mit

sich bringen: Brände breiten sich durch den

sogenannten Kamineffekt unter Solarpaneelen

schnell aus. Gleichzeitig läuft Löschwasser

von den Paneelen ab und erreicht den

eigentlichen Brandherd nur zeitlich verzögert.

Nicht brennbare Dacheindeckungen

und Dämmstoffe helfen dabei, den Dachstuhl

länger vor Hitze und Schäden zu schützen.

»Dachdecker und Architekten sollten

ihre Kunden über diese Option für einen

verbesserten Brandschutz aufklären«, ist

Becker überzeugt.

Rockwool empfiehlt für die Aufsparrendämmung

unter PV-Modulen druckstabile

»Masterrock«-Dämmplatten. Die »Masterrock

035« wird kaschiert oder unkaschiert

im Bedarfsfall bis zu einer Dicke

von 240 mm angeboten; die besonders

druckfeste »Masterrock 036« kaschiert

und unkaschiert bis 180 mm.

Kompakte Informationen zur Aufsparrendämmung

auf Schrägdächern mit und ohne

PV-Anlagen bündelt die jüngst erweiterte

Broschüre »Meisterdach«, teilt die Deutsche

Rockwool mit.

?

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Dach & Holzbau

April 2026 l 31


Gefälledämmung auf PIR-Basis

für komplexe Dachgeometrien

IKO INSULATIONS – Flachdächer brauchen eine zuverlässige Entwässerung.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.

Mit einer neuen Gefälledämmung auf PIR-Basis erweitert Iko

Insulations sein Dämmstoffportfolio. Die Produkte werden im Werk Kaisersesch

in Rheinland-Pfalz produziert und umfassen neben Gefälleplatten auch

Kehl- und Gratplatten für komplexe Dachgeometrien.

Schematische Darstellung

einer Iko-Gefälledämmung.

Die Anforderungen an Flachdachkonstruktionen

haben sich in den vergangenen Jahren

deutlich verändert. Neben klassischen Kriterien

wie Wärmeschutz und Dauerhaftigkeit

spielt heute vor allem eine funktionierende

Entwässerung eine zentrale Rolle. Starkregenereignisse

und höhere Niederschlagsmengen

stellen die Frage in den Fokus, wie

Dachflächen das Wasser möglichst schnell

und zuverlässig ableiten können. Stehendes

Wasser erhöht langfristig das Risiko für

Schäden an Abdichtung und Konstruktion.

Eine bewährte Lösung besteht darin, das

notwendige Gefälle bereits in der Dämmschicht

zu integrieren, heißt es in einer Mitteilung

von Iko Insulations. Gefälledämmungen

ermöglichen eine gezielte Wasserführung zu

Dachabläufen oder Entwässerungsrinnen,

ohne dass zusätzliche konstruktive Maßnahmen

notwendig sind. Vor diesem Hintergrund

gewinnt das Thema Gefälledämmung auch

in der Praxis von Planern und Dachdeckern

zunehmend an Bedeutung.

Erweiterung

des »enertherm«-Portfolios

Iko Insulations erweitert sein Dämmstoffprogramm

nun um eine entsprechende Lösung.

Die neue Gefälledämmung basiert auf den

Bei einem Neubau in

Norderstedt kam die Iko-

Gefälledämmung zum

Einsatz.

bekannten »enertherm PIR«-Dämmplatten.

PIR-Dämmstoffe gelten nach eigenen Angaben

im Flachdachbereich als leistungsfähige

Lösung, da sie eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit

aufweisen und damit schlanke

Dachaufbauten ermöglichen.

Die Gefälleplatten bestehen aus einem PIR-

Hartschaumkern, der beidseitig mit einem

gasdichten Aluminium-Mehrschichtenkomplex

kaschiert ist. Neben der Dämmfunktion

übernehmen die Platten gleichzeitig die

Ausbildung des Gefälles. Dadurch lassen sich

zwei Funktionen in einer Bauteilschicht kombinieren:

Wärmedämmung und individuelle

Wasserführung.

Systemlösung für

komplexe Dachflächen

Gefälledämmungen bestehen in der Regel

nicht nur aus den linearen Gefälledämmplatten.

Insbesondere bei größeren Dachflächen

oder komplexen Geometrien müssen unterschiedliche

Gefällerichtungen berücksichtigt

und kombiniert werden. Das neue System

umfasst deshalb neben den klassischen Gefälleplatten

auch Sonderformate, wie Kehlplatten,

die Entwässerungslinien innerhalb der

Dachfläche definieren, oder Gratplatten,

die Übergänge zwischen Gefällerichtungen

IKO INSULATIONS (2)

strukturieren. Mit diesen Elementen lassen

sich auch komplexe Entwässerungskonzepte

umsetzen, beispielsweise bei Dachflächen

mit mehreren Abläufen oder unterschiedlichen

Gefällerichtungen.

In Kombination mit den Bitumen-Dachbahnen

von Iko entsteht ein durchgängiges, aufeinander

abgestimmtes Dachsystem. Alle

Komponenten sind laut Iko optimal kompatibel

und ermöglichen eine sichere, effiziente

Verarbeitung auf der Baustelle.

Vorteile für Planung

und Verarbeitung

Neben der technischen Funktion spielt auch

die Verarbeitung auf der Baustelle eine wichtige

Rolle. PIR-Dämmplatten sind vergleichsweise

leicht und lassen sich daher einfach

transportieren und verlegen. Zudem ermöglicht

die hohe Dämmleistung der Materialien

schlanke Dachaufbauten. Gerade bei Sanierungsprojekten

kann dies ein entscheidender

Vorteil sein, etwa wenn vorhandene Attikahöhen

begrenzt sind. So erreicht die »enertherm

Alu Tap« laut Iko bereits mit einer

Stärke von 20 mm die WLS 023 und bietet

damit eine herausragende Dämmleistung.

Mit einer Druckfestigkeit von 175 kPa ist sie

zudem hoch belastbar. Für Planer bietet eine

systematisch aufgebaute Gefälledämmung

laut Iko vor allem eines: Planungssicherheit.

Durch klar definierte Gefällerichtungen und

abgestimmte Systemkomponenten lässt

sich die Dachentwässerung bereits in der

Entwurfsphase präzise festlegen.

Mit der Einführung einer eigenen Gefälledämmung

reagiert Iko nach eigenen Aussagen

auf eine Entwicklung im Markt: Immer

häufiger werden Systemlösungen nachgefragt,

bei denen Dämmung und Abdichtung

aufeinander abgestimmt sind. Für Fachhändler,

Dachdecker und Planer kann dies Vorteile

in Logistik, Planung und Verarbeitung

bringen. Gleichzeitig bleibt die zuverlässige

Entwässerung eine der wichtigsten Voraussetzungen

für langlebige Flachdächer. ?

32 l April 2026 Dach & Holzbau


Langzeitprüfung im

begrünten Umkehrdach

JACKON INSULATION BY BEWI – Umkehrdächer sind beliebt, weil sie

robust sind und sich je nach Planung vielfältig nutzen lassen – vom

bekiesten Flachdach bis zum Gründach mit Photovoltaik. Gleichzeitig

gilt: Die Dämmung liegt oberhalb der Abdichtung und ist damit dauerhaft

hohen Beanspruchungen ausgesetzt. Niederschlagswasser,

Feuchte und Temperaturwechsel wirken über Jahre auf das Material

ein. Genau an diesem Punkt setzt ein Langzeit-Praxischeck an.

Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW

München) hat »Jackodur Evo 300 Standard«-

Dämmplatten in 180 mm Dicke untersucht,

die zuvor drei Winterperioden lang in einem

begrünten Umkehrdach verbaut waren. Die

Laborergebnisse der entnommenen Proben

zeigen eine äußerst geringe Wasseraufnahme

sowie Messwerte der Wärmeleitfähigkeit

im Bereich des deklarierten Nennwerts. Die

Druckspannung lag bei über 342 kPa. Das ist

ein belastbarer Hinweis für Architekten und

Planer, die im Umkehrdach vor allem eines

brauchen: dauerhaft verlässliche Kennwerte.

Für die Untersuchung entnahm das FIW

München Proben aus einem begrünten

Umkehrdach eines Mehrfamilienhauses in

Hier fand die Probenentnahme statt: Das Mehrfamilienhaus

hat einen Umkehrdachaufbau mit Begrünung.

Mettmann. Der Systemaufbau umfasste unter

anderem eine Substratschicht mit Sedum-

Vegetation, eine Drainage sowie eine wasserableitende

Trennlage oberhalb der Dämmung.

Ziel der Untersuchung war es, die Eignung

und Dauerhaftigkeit der XPS-Dämmplatten

für die Anwendung im Umkehrdach über eine

mehrjährige Nutzungszeit zu bewerten – mit

Fokus auf Wärmeleitfähigkeit, Druckverhalten

und Feuchtegehalt im Labor.

Messergebnisse im Überblick

Die Laborwerte zeigen ein klares Bild: Die

Feuchtegehalte der Dämmplatten lagen mit

0,23 bis 0,41 Vol.-Prozent und einem Mittelwert

von rund 0,35 Vol.-Prozent sehr niedrig.

Die Wärmeleitfähigkeitswerte der feuchten

Proben betrugen maximal 0,0321 W/(m·K)

und lagen damit im Bereich des deklarierten

Nennwerts von 0,032 W/(m·K). Die Druckspannung

bei zehn Prozent Stauchung im

feuchten Zustand lag über 342 kPa. Diese

Ergebnisse zeigen, dass »Jackodur Evo« im

Umkehrdachaufbau nicht nur rechnerisch,

sondern auch nach mehrjährigem Praxiseinsatz

leistungsstabil bleibt.

Tino Dannenberg, Produktmanager bei

Jackon Insulation by Bewi, hat die Untersuchung

begleitet: »Im Umkehrdach zählt am

Ende nicht das Versprechen, sondern der

Nachweis im Praxisbetrieb. Die Langzeiterfahrungen

kann man unter realen Einsatzbedingungen

im Objekt gewinnen. Nur so lässt

Die Begrünung des Daches weist einen

starken Bewuchs durch Moos und Kleinpflanzen

auf.

sich die tatsächliche Leistungsfähigkeit der

Dämmplatten zuverlässig beurteilen. Dass

die FIW-Messwerte nach mehreren Jahren

Einbauzeit im begrünten Umkehrdach

im Bereich unseres deklarierten λ-Wertes

liegen, bestätigt genau die Produktqualität.«

Trennlage mitgeprüft

Auch Proben der diffusionsoffenen Trennlage

»Jackodur Dachvlies WA« wurden entnommen

und auf Wasserdampfdurchlässigkeit

geprüft. Die Messergebnisse lagen nach der

Nutzungszeit weiterhin unterhalb des deklarierten

sd-Wertes von 0,1 m. Damit ist nicht

von einer verschmutzungs- oder alterungsbedingten

Beeinträchtigung der Dampfdiffusion

auszugehen. Die Systemkomponente bleibt

somit auch nach Jahren funktional. Das ist

ein wichtiger Punkt für die Planung, wenn

Gründachaufbauten langfristig wartungsarm

und zuverlässig funktionieren sollen.

Neben den stabilen Kennwerten ist im Projektgeschäft

eine schnelle und sichere Ausführung

ein wichtiger Faktor. Die einlagige

Verlegung bis 400 mm ist hier ein Plus, das

sich in Termin- und Kostensicherheit auszahlen

kann. Zusätzlich gilt: Bei einlagiger

Verlegung ist die im mehrlagigen Aufbau

diskutierte Bildung eines Wasserfilms zwischen

zwei Dämmlagen konstruktiv nicht

gegeben. Das ist ein bauphysikalisch wichtiges

Detail, das im Umkehrdach berücksichtigt

werden muss.

»Jackodur Evo 300« ist in Großbritannien

für die Anwendung als Umkehrdachdämmung

BBA-zertifiziert, Zertifikat 21/5944.

Das British Board of Agrément zählt zu den

etablierten, unabhängigen Prüfinstanzen im

britischen Bauwesen.

?

Über der Dämmschicht liegen das diffusionsoffene und

wasserableitende »Jackodur Dachvlies WA«, eine 20 mm

starke, vlieskaschierte Drainagematte sowie 100 mm

Substrat mit Sedum-Vegetation.

JACKON INSULATION BY BEWI (3)

Dach & Holzbau

April 2026 l 33


Neue »Delta«-Systeme für

Dach, Holzbau und Fassade

DÖRKEN – Die Marke Delta aus dem Hause Dörken steht seit über

60 Jahren für Wind- und Feuchteschutz im Dach und an der Fassade, für

Bauwerksabdichtung und Grundmauerschutz und für Flachdachentwässerung.

Nun präsentierte Delta Neuheiten und Weiterentwicklungen in

den Bereichen Dach, Holzbau und Fassade auf der Dach+Holz.

Das auf der Messe gezeigte Holzhaus

zeigt alle »Delta«-Anwendungsbereiche

im Holzbaubereich – auch neue und

weiterentwickelte Produkte

wie die »Delta-Base-Guard«.

Seit fast 30 Jahren steht »Delta-Foxx Plus« von

Dörken für Leistungsfähigkeit am Bau. Jetzt

hat das Unternehmen die bewährte Unterdeckund

Schalungsbahn weiterentwickelt: Durch die

neuen vier Lagen und die doppelte Funktionsschicht

erhöht »Delta-Foxx Plus« die Sicherheit

und sorgt für maximale Widerstandsfähigkeit –

auch bei Extremwetter.

Ausgestattet ist die weiterentwickelte Bahn

mit einer doppelten Dichtheitsschicht gegen Niederschläge,

der patentierten »Plus«-Verklebung

und einem noch robusteren Aufbau für die einfa-

DÖRKEN (3)

Durch das Modell gelang eine detaillierte Erklärung der neuen

Fassadenbahn »Delta-Fireprotect A2«. Die nicht brennbare Fassadenbahn

eignet sich für bis zu 20 mm breite Fugen.

che Handhabung. So vereint die Unterdeck- und

Schalungsbahn höchste Funktionalität mit maximaler

Verlegesicherheit. Ganz gleich, ob Sturm

oder Starkregen, »Delta-Foxx Plus« ist auch bei

extremen Wetterbedingungen zuverlässig luft-,

wind- und wasserdicht. In Kombination mit der

Dörken-Expertise bietet »Delta-Foxx Plus« so

ein überzeugendes Gesamtpaket mit 30 Jahren

Garantie.

Für Unterdeckplatten aus Holzfasern

Mit dem neuen »Delta-Safix«-System hat Dörken

eine Lösung entwickelt, die das Arbeiten auf

Unterdeckplatten aus Holzfasern spürbar sicherer

und zugleich einfacher macht. So ermöglicht

das neue »Delta-Safix«-System eine sichere Verlegung

und Befestigung von Unterdeckbahnen

auf Unterdeckplatten aus Holzfasern (HF-Platten).

Darüber hinaus überzeugt es mit DGUV-geprüfter

Durchsturzsicherheit und erlaubt eine gewohnte

Montagesicherung der Bahn mit Tackerklammern.

Das neue System besteht aus dem »Delta-Safix

Profil«, einer Holzleiste mit universeller Nut- und

Federgeometrie, und der Unterdeckbahn »Delta-XX

Plus Safix«, die in Bezug auf Breite und

Selbstkleberandausführung angepasst wurde.

Dabei gewährt Dörken 30 Jahre Garantie auf

die »Delta«-Unterdeckbahn. Das System eignet

sich zur Anwendung mit allen gängigen HF-Platten

verschiedener Hersteller in der Standardstärke

von 60 mm. Mit einer Breite von 1,35 m deckt

die »Delta-XX Plus Safix« zwei Reihen HF-Platten

(Deckbreite 57,5 bis 59,1 cm) sowie die jeweils

anschließenden oberen und unteren Holzleisten

»Delta-Safix Profil« ab. Die Klebestreifen an beiden

Bahnkanten gewährleisten eine Mindestüberdeckung

von 10 cm und eine Verklebungsbreite

von mindestens 2 cm – für eine dauerhaft dichte

und sichere Verbindung.

34 l April 2026 Dach & Holzbau


Die nicht brennbare Fassadenbahn

Auch im Bereich Fassade bietet Dörken eine Produktinnovation

und präsentiert mit »Delta-Fassade

Fireprotect A2« eine nicht brennbare, diffusionsoffene

und dauerhaft UV-beständige Fassadenbahn

für bis zu 20 mm breite Fugen. Dabei bietet

die langlebige und robuste Fassadenbahn maximale

Sicherheit für Fassaden von mehrstöckigen

Gebäuden ab 22 m, für die erhöhte Brandschutzanforderungen

gelten. So erfüllt die nicht brennbare

Bahn die Vorgaben der Euro-Brandklasse

A2-s1, d0 und leistet damit einen wichtigen Beitrag

zum vorbeugenden Brandschutz.

Für die Verklebung der Überlappungen und

Stöße bietet Dörken als System zudem ein Fassadenklebeband

an, das in Kombination mit der

Fassadenbahn »Delta-Fassade Fireprotect A2«

ebenfalls die Euro-Brandklasse A2-s1, d0 erfüllt.

Mit einer Breite von 75 mm und der UV-beständigen

Oberfläche sorgt das Klebeband für zusätzlich

mehr Sicherheit in Bezug auf Wasser- und

Winddichtheit sowie Brandsicherheit.

Auch im Bereich der Bauwerksabdichtung hat

Dörken sein Produktportfolio erweitert und die

radondichte und bitumenfreie »Delta-Base-Guard«

entwickelt. Dabei handelt es sich um eine robuste

mehrlagige Kunststoffbahn für die Bauwerksabdichtung

zum Schutz gegen Bodenfeuchte und

nicht drückendes Wasser, die auch bei niedrigen

Temperaturen bis -10 °C verarbeitet werden kann.

Ein weiterer Vorteil der Bahn ist die schnelle und

einfache Verlegung: So ist »Delta-Base-Guard«

mit integrierten Selbstkleberändern ausgestattet,

die eine einfache Überlappung der Bahnen in

Längsrichtung ermöglichen. Dabei kann das Produkt

in einem Arbeitsgang lose verlegt werden

und es wird kein Voranstrich benötigt. Auch die

Ausführung von Bahnenstößen erfordert weder

Quellschweißmittel noch eine offene Flamme –

für unkompliziertes und sicheres Arbeiten. »Delta-Base-Guard«

ist außerdem sehr emissionsarm

und sorgt damit für eine bessere Innenraumluftqualität

und ein gesünderes Wohnumfeld. ?

Auf der Bühne wurden regelmäßig

die Produkte vorgestellt,

so auch das neue

»Delta-Safix«-System für das

einfache und sichere Arbeiten

bei Unterdeckplatten aus

Holzfasern.

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Dach & Holzbau

April 2026 l 35


Abdichtungsbahn mit

integrierter Prüffunktion

Die Abdichtungsbahn »e-plax«

lässt sich wie jede andere Kaltselbstklebebahn

verarbeiten

und bietet durch die integrierte

leitende Schicht zusätzliche

Sicherheit.

POLYFIN

POLYFIN – Gemeinsam mit Büsscher & Hoffmann hat Polyfin auf

der Dach+Holz »e-plax« präsentiert. Dabei handelt es sich um

eine Abdichtungsbahn, die mit einer hochleitfähigen Schicht ausgestattet

ist und somit zur Detektions-Abdichtungsbahn wird.

Verarbeiten lässt sie sich wie jede andere Kaltselbstklebebahn.

Qualitätssicherung und Dichtheitsprüfung können über den

gesamten Bauablauf hinweg jederzeit unkompliziert durchgeführt

werden – noch bevor Feuchtigkeit in den Dachaufbau eindringt.

Die Abdichtungsbahn

»e-plax« kombiniert

Abdichtung und Dichtheitsprüfung.

Bei vielen Bauvorhaben wird nach Abschluss der

Dachabdichtungsarbeiten eine Dichtheitsprüfung

verlangt. Das ist sinnvoll: Der Dachdecker verlässt

die Baustelle, danach folgen weitere Gewerke.

Leitern und Gerüste werden aufgestellt, Haustechnik

und PV-Anlagen werden installiert. Die

Dachabdichtung dient häufig als Arbeits- und

Lagerfläche. Kommt es im weiteren Verlauf zu

Wassereintritten, ist oft der Dachdecker der Erste,

der gerufen wird. Viele Schadstellen, die der dann

oft eilig herbeigerufene Leckorter lokalisiert, sind

jedoch nicht dem Dachdecker, sondern den Folgegewerken

zuzuordnen. Für den ausführenden

Verarbeitungsbetrieb ist die Dichtheitsprüfung

daher eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung

und Absicherung, um spätere Diskussionen

zu vermeiden.

Unterschiedliche Prüfverfahren

Die Dichtheitsprüfung ist heute Stand der Technik.

Für sie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung,

etwa das Rauchgasverfahren, das Funkenschlagverfahren

oder die Wasserprobe. Alle

Methoden haben Vor- und Nachteile. Verfahren

wie die Wasserprobe verursachen bei Undichtheiten

jedoch zusätzliche Schäden durch Wassereintritt

in die Dachkonstruktion. Deshalb ist die

Wasserprobe laut Polyfin eher nicht zu empfehlen.

Eine der einfachsten und sichersten Methoden

ist das Funkenschlagverfahren. Es ist einfach,

weil es ohne großen technischen Aufwand

auskommt, und sicher, weil im Fall festgestellter

Undichtheiten keine Folgeschäden im Dachaufbau

entstehen. Leitende Schichten unter der Abdichtung

sind für das zuverlässige Funktionieren des

Funkenschlagverfahrens essenziell. Andernfalls

wäre für eine verlässliche Dichtheitsprüfung ein

bereits feuchtes Dachpaket erforderlich. Umgehen

lässt sich das durch zusätzlich verlegte leitende

Schichten wie Carbonvliese oder Metallgittergelege.

Ein innovativer Weg ist eine in die Abdichtungsbahn

integrierte leitende Schicht, wie sie

bei »e-plax« zum Einsatz kommt.

Sicher dichte Dächer

Auf Basis der bekannten Kaltselbstklebe-Elastomerbitumenbahnen

wurde die Büsscher-

»e-plax«-Technologie entwickelt. Die Abdichtungsbahn

ist mit einer hochleitfähigen Schicht

ausgestattet und wird dadurch zur Detektions-

Abdichtungsbahn. »e-plax« dient dabei als erste

Lage der Dachabdichtung. Die Bahn lässt sich

wie jede andere Kaltselbstklebebahn verarbeiten.

Mit dem Funkenschlagverfahren lassen sich

Leckagen bei Schichtdicken von mehr als 15 mm

zu 100 Prozent detektieren. Selbst bei optisch

nicht erkennbaren Beschädigungen schlägt der

Funkenbesen an. Damit bietet die »e-plax«-Technologie

zusätzliche Sicherheit im rauen Baustellenbetrieb.

Diese Form der Dichtheitsprüfung

kann auf freibewitterten Dächern im Bauablauf

beliebig oft durchgeführt werden – und das bei

absoluter Trockenheit. Sind weitere Schichten wie

Kies oder Substrat aufgebracht, unterstützt die

leitende Schicht die Leckortung mit dem Elektroimpulsverfahren

(Ringleitung) weiterhin. Durch

die leitende Schicht ist es nicht notwendig, einen

bereits durchfeuchteten Dachaufbau zu haben.

Das führt zu schnelleren und genaueren Ausschlägen,

sodass die Leckortung mit der Ringleitung

präzisere und raschere Ergebnisse liefert. ?

36 l April 2026 Dach & Holzbau


Mit «Silikal Roof« bietet der

MMA-Abdichtungsexperte jetzt auch

eine Anwendung für das Dach.

Ein Abdichtungsharz

für alle Dächer

SILIKAL (2)

SILIKAL – Ein Dach schützt. Und es entscheidet nicht

selten auch darüber, wie lange ein Gebäude hält. Mit

diesem Anspruch war der Reaktionsharzspezialist Silikal

bei der Dach+Holz vertreten, im Messegepäck das innovative

Abdichtungssystem »Silikal Roof«.

Silikal präsentierte die neue Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof« auf der Dach+Holz: Im

Bild die beiden Anwedungstechniker Maik Bergomaz (links) und Niklas Schwerber.

Silikal, international vor allem für leistungsfähige Reaktionsharzböden

und Abdichtungen auf Basis von Methylmethacrylat (MMA)

bekannt, hat mit »Silikal Roof« eine neue Hochleistungsabdichtung

für Dächer auf den Markt gebracht. Vorausgegangen war im Jahr

2024 die erfolgreiche Produktprüfung nach EAD und die Europäisch

Technische Zulassung ETA. Bei den Prüfungen erreichte »Silikal

Roof« unter anderem den höchsten Nutzungswert W3, was eine

Nutzung von mindestens 25 Jahren garantiert. Das gilt auch bei

schwankenden Oberflächentemperaturen von -30 °C bis +90 °C.

Die Zertifizierung von »Silikal Roof« verspricht Bauherren und Nutzern

den verbindlichen Nachweis des aktuellen Stands der Technik

– unverzichtbar für jede sichere Bauausführung.

Die Hochleistungsabdichtung »Silikal Roof« eignet sich für alle

Dächer – von öffentlichen Gebäuden über Industrieanlagen und Hallen

bis hin zum privaten Wohnungsbau. Und wie bei Silikal üblich:

Das System punktet mit schneller und praktischer Anwendung.

Es wird vollflächig und fugenlos verarbeitet: Auf die Grundierung

wird das anwendungsfertig vorgefüllte »Silikal RU 325« in Kombination

mit »Silikal Tex-Vlies« aufgebracht. Das Abdichtungsharz

härtet selbst bei niedrigen Temperaturen innerhalb einer Stunde

aus. »Silikal Roof« ist im Standard-Farbton ca. RAL 7032 vorpigmentiert

erhältlich, Sondertöne sind auf Anfrage möglich.

Das Silikal-Messeteam aus Maik Bergomaz und Niklas Schwerber

(Anwendungstechnik) freut sich über den Erfolg der Messe:

»Unsere erneute Teilnahme war ein weiterer und wichtiger Schritt

zur Produktbekanntheit. Mit unserer Hochleistungsabdichtung bieten

wir dem Markt genau das richtige Produkt, gepaart mit unserem

gewohnt schnellen Kundenservice.«

?

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Dach & Holzbau

April 2026 l 37


PV-Anlagen auf Flachdächern

sicher warten

IBC SOLAR – Arbeiten auf

dem Dach gehören zu den

besonders risikobehafteten

Tätigkeiten im Bauund

Elektrohandwerk.

Sobald sich Personen im

absturzgefährdeten

Bereich bewegen, sind

geeignete Schutzmaßnahmen

zwingend erforderlich.

Die Verantwortung

liegt sowohl beim Arbeitgeber

als auch beim Anlagenbetreiber.

Neben der

gesetzlichen Pflicht ist

eine durchdachte Absturzsicherung

die Grundlage

für dauerhaft sicheres und

effizientes Arbeiten.

Mit dem »IBC AeroFix Latch«-System

von IBC Solar steht eine speziell für

PV-Flachdächer entwickelte Absturzsicherung

zur Verfügung.

Kern des »IBC AeroFix Latch«-Systems

ist ein Edelstahl-Drahtseil, das

entlang der Dachfläche geführt wird.

In Deutschland regeln unter anderem die Arbeitsstättenverordnung,

die Betriebssicherheitsverordnung

sowie Vorschriften der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung die Anforderungen

an den Schutz vor Absturz. Ergänzend gelten

europäische Normen für Anschlageinrichtungen

und Persönliche Schutzausrüstung. Bereits ab

einer Absturzhöhe von mehr als 1 m sind Schutzmaßnahmen

erforderlich. Ein Bereich bis 2 m zur

Dachkante gilt ebenfalls als absturzgefährdet und

ist entsprechend zu sichern.

Nach DIN 4426 ist der Bauherr verpflichtet,

sicherheitstechnische Unterlagen wie Gefährdungsbeurteilungen

und Betriebsanweisungen

bereitzustellen, teilt IBC Solar mit. Ziel ist ein

Sicherheitskonzept, das allen beteiligten Gewerken

einen sicheren Zugang und Aufenthalt auf

dem Dach ermöglicht – insbesondere bei regelmäßig

wiederkehrenden Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Systemlösung für PV-Flachdächer

Entwickelt in Zusammenarbeit mit den Arbeitssicherheitsexperten

von Preising, steht mit dem

»IBC AeroFix Latch«-System von IBC Solar eine

speziell für PV-Flachdächer entwickelte Absturzsicherung

zur Verfügung.

Kern des Systems ist ein Edelstahl-Drahtseil, das

entlang der Dachfläche geführt wird. Ein mobiler

Anschlagpunkt – der sogenannte Transfastener –

wird mit der Persönlichen Schutzausrüstung verbunden

und gleitet kontinuierlich über das Seil.

Kurven, Zwischen- und Eckverankerungen können

ohne Umhängen passiert werden. Ein integrierter

Latch-Mechanismus sorgt dafür, dass der

Transfastener an Systemübergängen automatisch

einrastet und auch im Sturzfall sicher im System

verbleibt. Das System wurde gemäß EN 795:2012

sowie DIN CEN/TS 16415:2017 geprüft und zertifiziert.

Es ist für bis zu drei Personen gleichzeitig

zugelassen und sowohl als Typ C (Seilsicherungssystem)

als auch als Typ E (ballastiertes System)

einsetzbar. Die Montage erfolgt ohne Durchdringung

der Dachhaut direkt an der Unterkonstruktion

der PV-Anlage. Dadurch bleibt die Abdichtung

unversehrt, zusätzliche Abdichtungsarbeiten entfallen

und das Risiko von Undichtigkeiten wird

38 l April 2026 Dach & Holzbau


minimiert. Gleichzeitig entstehen keine Verschattungen

der Module, wie sie bei Geländerlösungen

auftreten können.

Voraussetzungen und Montage

Voraussetzung ist ein geeignetes PV-Montagesystem

– das »IBC AeroFix« – mit mindestens

20 Modulen im Verbund. Die Anlage muss auf

einem ebenen, ausreichend tragfähigen Untergrund

installiert sein und definierte Anforderungen

an Haftreibungskoeffizienten und Gesamtgewicht

erfüllen. Verankerungspunkte werden konstruktiv

verstärkt. Planung und Installation dürfen

ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal

erfolgen. Speziell geschulte und regelmäßig zertifizierte

Partner von IBC Solar stellen sicher, dass

Montage und Dokumentation den Herstellerangaben

und berufsgenossenschaftlichen Vorgaben

entsprechen. Nach Abschluss sind ein Montageprotokoll,

Fotodokumentation sowie ein Kennzeichnungsschild

am Zugangsweg verpflichtend. Für

den Betrieb sind eine Unterweisung der Nutzer,

eine jährliche Sichtprüfung durch eine sachkundige

Person sowie ein geeignetes Rettungskonzept

erforderlich. Auch bestehende Anlagen mit

einem »IBC AeroFix«-Montagesystem können

nachträglich mit der Absturzsicherung »IBC Aero-

Fix Latch« ausgestattet werden, sofern die technischen

Voraussetzungen erfüllt sind.

IBC SOLAR (3)

Klare Praxisvorteile

Das System bietet eine dauerhafte Integration in

die PV-Anlage und vermeidet temporäre Auf- und

Abbaukosten von Gerüsten oder mobilen Sicherungslösungen

für die Wartung des PV-Systems.

Die kontinuierliche Seilführung ermöglicht große

Bewegungsfreiheit und erhöht die Effizienz bei

Wartungsarbeiten. Attiken oder zusätzliche Haltepunkte

sind nicht erforderlich, sofern die konstruktiven

Anforderungen erfüllt werden. ?

Das System ist für bis zu

drei Personen gleichzeitig

zugelassen.

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Dach & Holzbau

DACHABDICHTUNG I FLÜSSIGKUNSTSTOFF I DÄMMUNG

de.iko.com

Kontakt

April 2026 l 39


»Unsere Produkte

erlebbar machen«

FLECK – Unter dem Motto »#Fleckit« präsentierte der Dachzubehör-Spezialist

Fleck auf der Dach+Holz in Köln praxisorientierte

Lösungen für Steil-, Flach-, Gründach und Solar. Der Fokus lag

dabei klar auf der Produktpräsentation und dem direkten Austausch

mit den Fachbesuchern. Trotz schwierigen Marktumfelds

konnte Fleck auch eine positive Geschäftsentwicklung vermelden.

FLECK (3)

Durch den PV-Vogelstopp werden Schäden an der PV-Anlage durch

zum Beispiel brennende Vogelnester verhindert.

Im Flachdachbereich konnte Fleck mit

seinen Produkten gegen den Trend zulegen.

Die Live-Vorführungen am Messestand

zeigten praxisnah den Einsatz der Produkte

– wie etwa der Solar-Trägerpfanne.

»Wir haben uns bewusst darauf konzentriert,

unsere Produkte erlebbar zu machen – zum

Anschauen, Anfassen und Ausprobieren. Das

kam beim Publikum hervorragend an«, resümiert

Christoph Nielacny, Geschäftsführer von

Fleck. »Gerade die praktischen Einbauvorführungen

und die Gespräche mit den Anwendern

liefern uns wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung

unserer Lösungen.« Besonders gefragt

waren die Live-Demonstrationen rund um das

Thema Solar sowie zur Verarbeitung von »Eco

Form«, dem nachhaltigen Walzbleiersatz. Darüber

hinaus waren die Flachdach- und Gründachprodukte

von großem Interesse.

Die Besucher konnten sich direkt vor Ort von

der einfachen Handhabung der Fleck-Produkte

überzeugen – etwa bei der Montage der Solar-Trägerpfannen

oder der Anwendung von Retentionslösungen

für das Flachdach. Auch die Fachvorträge

im Workspace in Halle 8, die Fleck gemeinsam mit

der Firma AllesDach Wagner zum Thema Retentionsdach

gestaltete, fanden großen Zuspruch.

Hier wurde praxisnah gezeigt, wie sich moderne

Dachentwässerung und Regenwasserrückhaltung

effizient kombinieren lassen.

Gute Geschäftsentwicklung dank

Flachdach und »SanReMo«

Neben den Produktneuheiten nutzten viele Besucher

die Gelegenheit, die neuen digitalen Services

von Fleck kennenzulernen. Besonders beliebt

waren die Konfiguratoren und Berechnungstools,

mit denen sich passende Lösungen für Entwässerung,

Notentwässerung und Retention individuell

ermitteln lassen. Diese Anwendungen verdeutlichten,

wie digitale Unterstützung den Planungsund

Arbeitsalltag im Dachhandwerk erleichtert.

Auf einer Pressekonferenz ging Fleck-Geschäftsführer

Christoph Nielacny auch näher auf die wirtschaftliche

Entwicklung des Unternehmens ein.

Demnach verfügt das Unternehmen über eine

gute Ergebnis- und Liquiditätssituation, der Umsatz

stieg im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Während

das Steildachsegment leicht zulegen konnte,

musste der Bereich Solar wegen der allgemeinen

Marktentwicklung im Segment Aufdach-PV-Anlagen

Federn lassen. Der Flachdachumsatz konnte

gegen den allgemeinen Markttrend – vor allem

durch Neuprodukte – wachsen.

Wie Christoph Nielacny hervorhob, macht Fleck

rund 20 Prozent seines Umsatzes mit Neuprodukten,

die nicht älter als vier Jahre sind. Vor allem

der Bereich Sanierung, Renovierung und Modernisierung,

bei Fleck »SanReMo« genannt, trägt

aktuell den Löwenanteil zum Gesamtumsatz bei.

Das Marktpotenzial sei derzeit um das 3,5-Fache

höher als im Neubau, so Nielacny. Hinzu komme

ein zunehmender Fokus auf den Export. Den aktuellen

Exportanteil von zwölf Prozent will Fleck

in den nächsten Jahren deutlich steigern. Dazu

wurde jetzt auch die neu geschaffene Position

des Exportleiters mit Falco Tegethoff besetzt. Zu

den bereits bestehenden Exportmärkten Österreich,

Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn,

Dänemark, Benelux und den Balkanstaaten soll

als nächster Schritt der polnische Markt bearbeitet

werden.

?

40 l April 2026 Dach & Holzbau


Edelstahl-Schelle bietet neue

Möglichkeiten im PP-Rohrsystem

SITA – Das »SitaPipe PP«-Rohrsystem

wird jetzt durch eine neue Edelstahl-

Sicherungsschelle verstärkt. Sie erschließt

neue Möglichkeiten, die Forderungen der

DIN 1986-100 zu erfüllen. Als wirtschaftliche

Alternative zu Edelstahlrohren ist das

System aus Polypropylen jetzt auch im

Außenbereich mit voller Sicherheit einsetzbar,

verspricht der Hersteller.

Sämtliche Einsatzbereiche, die bisher mit der

»SitaPipe«-Edelstahlrohrreihe abgedeckt wurden,

können jetzt auch mit der kostengünstigeren

»SitaPipe PP«-Rohrreihe bestückt werden,

so Sita. Die neue Schellensicherung mache das

PP-System »heavy duty«-tauglich und fit für eine

SITA (2)

Die neue Sita-Sicherungsschelle aus Edelstahl

hält PP-Rohre DIN-gerecht zusammen.

Starkregen-Zukunft. Der große Vorteil ist laut

Hersteller, dass die neuen Sicherungsschellen

aus rostfreiem Edelstahl bestehen, also UV- und

witterungsbeständig sind. In den Bereichen der

Steckmuffenverbindungen sorgen sie damit dauerhaft

für Auszugssicherheit, Längskraftschlüssigkeit

und Druckstabilität, verspricht Sita. Ebenso

verhindern sie das Auseinandergleiten der Rohrelemente,

z.B. wenn ein temporärer Rückstau

das Rohrsystem unter Druck setzt.

Längskraftschlüssig und druckstabil

Die neuen Sicherungsschellen verleihen dem

»SitaPipe PP«-Rohr stärkeren Rückhalt. Die

Rohrelemente, die sich durch ein Drei-Schicht-

Verbundsystem, Formstabilität und höhere Schlagzähigkeit

auszeichnen, werden damit noch stärker

gegen Extrembeanspruchung gesichert, heißt

es in einer Mitteilung des Herstellers. Das bisher

gegen Unterdrücke bis -400 mbar und Überdrücke

bis 1,5 bar resistente System widerstehe

mit der Edelstahl-Sicherungsschelle Druckbelastungen

bis 2,5 bar, was einer Wassersäule von

25 m entspricht.

Sichere Entwässerungslösung

Die Sicherungsschelle ist eine wichtige Systemerweiterung

– vor allen Dingen bei der Freispiegelentwässerung

über Kunststoffrohre. Vom Gully

bis zur Grundleitung möchte Sita damit eine sichere

Entwässerungslösung von DN 50 bis DN 150

liefern. Diese Systemertüchtigung erweist sich

laut Sita als besonders wichtig bei innenliegenden

Rohrwasserleitungen, die zum Beispiel in die

Wärmedämmung eingebettet sind. Die Verlegung

einer Rohrleitung innerhalb eines Dämmstoffpaketes

gilt als Sonderlösung und bedarf besonderer

Sorgfalt in Planung und Ausführung. Projektleiterin

Flachdachentwässerung, Dipl.-Ing. Ute Weiß:

»Die Konstruktion mit der neuen Sicherungsschelle

deckt in vollem Umfang die Forderungen der

DIN 1986-100 ab. Unter Punkt 6.1.3 der DIN wird

die Sicherheit der Rohrleitungen gegen Auseinandergleiten

gefordert. Wenn aufgrund baulicher

Gegebenheiten ein Verzug gegeben ist und das

Wasser umgeleitet wird, also bei ›Ausweichen

aus der Achse‹ so die DIN, wird damit die Verbindung

gesichert. Dies ist umso wichtiger, je

mehr Bögen im Rohrsystem verbaut werden.«

Alles was bisher über die Edelstahlrohrreihe abgedeckt

wurde, kann jetzt auch mit der »SitaPipe

PP«-Rohrreihe realisiert werden.

?

»Wir wollten der Praxis ein

PP-Komplettsystem bieten,

das nahezu die gleichen

Qualitäten wie die Edelstahlrohreihe

aufweist –

nur zu einem günstigeren

Preis. Das ist jetzt erreicht.«

Cengiz Karadeniz, Sita Business

Development Manager.

PP

PP ist das Kürzel für einen

thermoplastischen Werkstoff

aus der Gruppe der Polyolefine.

Seit Jahren bewährt und

in der Rohrherstellung eingesetzt,

überzeugt Polypropylen

laut Sita durch hygienische

Unbedenklichkeit, Korrosionsbeständigkeit

und leichte

Verarbeitung.

Dach & Holzbau April 2026 l 41


Auf der Dach+Holz präsentierte Velux seine neue Rollladen-Generation

mit geändertem Montagekonzept, das

den Einbau deutlich vereinfachen soll.

Mit Vakuum-Verglasung

auf ein neues Niveau

VELUX – Mit gleich mehreren Fenster-Neuheiten sowie einer

neuen Rollladengeneration wartete Velux auf der Dach+Holz

in Köln auf. Dabei legte der Dachfensterhersteller bei seinen

Neuheiten viel Wert darauf, dem Handwerk passende Lösungen

für spezielle Anforderungen zu bieten sowie Montage

und Bedienung der Produkte möglichst einfach zu gestalten.

Bei der neuen Rollladengeneration

wird

der Rollladen direkt

auf den Flügel des

Dachfensters montiert.

Die neue Rollladengeneration von Velux feierte in

Köln ihre Deutschland-Premiere. Dank des neuen

Designs der Rollladenkonstruktion mit einer Vielzahl

an Montageverbesserungen bietet sie sowohl Vorteile

für Handwerksbetriebe beim Einbau als auch

für Nutzerinnen und Nutzer bei der Bedienung. Die

wesentliche Änderung ist, dass der Rollladen jetzt

direkt auf den Flügel des Dachfensters montiert

wird. Dadurch lassen sich die Fenster unabhängig

von der Ausfahrposition des Rollladens ohne

Einschränkung bedienen. Zudem können sie bei

mehr Lichtlösungen als bisher eingebaut werden.

Darüber hinaus sorgen magnetische Schrauben,

Klick-on-Lösungen und der jetzt innen liegende

Aktivierungs-Knopf für deutliche Effizienzsteigerungen

beim Einbau. Verfügbar sind die Rollläden

der neuen Generation ab Mai in den Ausführungen

für Solar- und Elektro-Betrieb.

Das neue »Schwingfenster 230 Volt« mit sechsadrigem

Kabel ist eine der in den letzten Jahren

im Markt meistnachgefragten Velux-Innovationen.

Es ermöglicht die kabelgebundene Integration

in Smart-Home-Systeme ohne zusätzliches

Velux-Interface und den direkten Anschluss an

einen Schalter. Es ist in acht Standardgrößen von

66x118 cm bis 114x140 cm verfügbar.

Produktneuheit mit

Vakuum-Isolierglas-Technologie

Im Rahmen der Dach+Holz präsentierte Velux

mit seiner neuen Vakuum-Isolierglas‐Technologie

zudem erstmals eine Produktinnovation, die

die Leistungsfähigkeit von Dachfenstern auf ein

neues Niveau heben wird. Sie wurde in Partnerschaft

mit Guardian Glass speziell für Dachfenster

entwickelt, bei denen der Einsatz einer Vakuumverglasung

aufgrund der höheren Belastungen im

Vergleich zu Fassadenfenstern besonders herausfordernd

ist. Velux ersetzt bei dieser Technologie

den Raum zwischen zwei Glasscheiben

durch ein Vakuum, wodurch die Wärmeübertragung

reduziert wird. Die neue Verglasung bietet

eine hohe Wärme- und Schalldämmleistung

bei einem reduzierten CO 2

-Fußabdruck und wird

damit einen wertvollen Beitrag zu nachhaltigerem

Bauen und Wohnen leisten. Sie wird zunächst

in zwei Ausführungen zum Einsatz kommen:

Einerseits als reine Vakuum-Verglasung, andererseits

als hybride Lösung. Bei der Ausführung

als Vakuum‐Hybrid‐Lösung handelt es sich um

Dreifachverglasung. Dabei kombiniert Velux eine

Doppelverglasung mit Vakuumschicht mit einer

dritten Scheibe, die durch eine Gasfüllung von

der angrenzenden Scheibe getrennt ist. In der

Variante als reine Vakuum-Verglasung handelt

es sich um ein ultradünnes Doppelverglasungsdesign,

dessen Wärmedämmwert vergleichbar

mit dem einer Dreifachverglasung ist. Die

Markteinführung erfolgt 2026 zunächst in Großbritannien

und Irland. Für Deutschland steht der

Zeitpunkt noch nicht fest. Grundsätzlich ist jedoch

zu erwarten, dass das Angebot in allen europäischen

Märkten eingeführt wird.

?

Bei der vorgestellten reinen Vakuum-Verglasung handelt es

sich um ein ultradünnes Doppelverglasungsdesign, dessen

Wärmedämmwert vergleichbar mit dem einer Standard-

Dreifachverglasung ist.

VELUX (2)

42 l April 2026 Dach & Holzbau


Sicherer Zugang

zum Flachdach

LAMILUX (2)

Der Flachdach-Ausstieg

»Service FE« von Lamilux

sorgt für einen sicheren

und mühelosen Zugang zum

Flachdach.

LAMILUX – Das Dach gewinnt

zunehmend an Bedeutung: Ob Photovoltaik,

Begrünung oder technische

Anlagen – Dächer werden

heute aktiv genutzt und sind längst

mehr als nur Gebäudeabschluss. Vor

allem das Flachdach hat sich zur

»fünften Fassade« entwickelt und

ist ein wesentlicher Bestandteil

moderner Gebäudekonzepte. Damit

wachsen auch die Anforderungen an

einen sicheren und einfachen

Zugang. Lamilux hat hierfür eine

passende Lösung.

Dank des großen Öffnungsbereichs von bis

zu 2,7 m² lassen sich zudem Werkzeuge,

Materialien oder Bauteile wie

Photovoltaikmodule einfach transportieren.

Wartungen der Photovoltaik, Pflege des

Gründachs sowie Prüfungen der Lüftungs-,

Entrauchungs- und Brandschutzanlagen

führen dazu, dass Flachdächer regelmäßig

betreten werden müssen. Der sichere

Zugang zum Dach wird damit zu einem entscheidenden

Faktor für den zuverlässigen

Gebäudebetrieb. Der Lamilux-Flachdach-

Ausstieg »Service FE« ist genau hierfür konzipiert.

Sein großzügiges Format von bis zu

90 x 300 cm sowie die Öffnung um 80° bietet

mehr Bewegungsfreiheit als herkömmliche

Oberlichter und ermöglicht einen sicheren

Übergang vom Gebäude auf die Dachfläche.

In Kombination mit einer bauseitigen geraden

Treppe – beispielsweise aus einem Treppenhaus

– entsteht ein dauerhaft nutzbarer,

sicherer Dachzugang, auch für Service- und

Wartungspersonal ohne spezielle Dacherfahrung.

Ein installiertes Akkupaket sorgt zudem

für eine sichere Stromversorgung während

Stromausfällen und Notfällen, sodass der Ausstieg

hierbei weiterhin möglich ist. Dank des

großen Öffnungsbereichs von bis zu 2,7 m²

lassen sich zudem Werkzeuge, Materialien

oder Bauteile wie Photovoltaikmodule oder

Grünschnitt einfach transportieren – häufig

ohne zusätzlichen Kran.

Erfüllt baurechtliche Anforderungen

Beim Flachdach-Ausstieg »Service FE« steht

Sicherheit im Fokus. Das System erfüllt

zentrale baurechtliche Anforderungen, die

Maschinenrichtlinie gemäß CE und ist für

den dauerhaften Einsatz auf häufig genutzten

Dachflächen ausgelegt. Durch die Durchsturzsicherheit

im geschlossenen Zustand

gemäß DIN 18008-6 sowie die geprüfte

Schlagregendichtheit nach DIN EN 1027

(Klasse E) und den hohen Widerstand gegen

Windlasten nach DIN EN 12211 (Klasse C5)

bleibt der Dachzugang auch bei anspruchsvollen

Witterungsbedingungen zuverlässig

und sicher. Zur hohen Sicherheits- und Leistungsfähigkeit

tragen zudem die hochwertige

Dreifachverglasung, der robuste Aluminiumrahmen

sowie der gedämmte Aufsatzkranz

bei. Sie bieten hohe Stabilität sowie

sehr gute Wärme- und Schalldämmwerte.

Ob Photovoltaikpflicht, Anforderungen

an den Brandschutz oder zunehmende

Dachbegrünung: Gesetzliche Vorgaben

und technische Standards machen Dächer

zu dauerhaft genutzten Funktionsflächen.

Der Flachdach-Ausstieg »Service FE« bietet

hierfür eine zukunftssichere Lösung, die

sich flexibel in unterschiedlichste Gebäudetypen

integrieren lässt.

Eingesetzt werden kann der Dachausstieg

somit in Wohngebäuden mit genutztem

Flachdach und Treppenhaus ebenso

wie in öffentlichen Gebäuden, Industrie- und

Gewerbebauten. Überall dort, wo Dächer

regelmäßig betreten, gewartet oder kontrolliert

werden müssen, schafft er einen

sicheren, mühelosen und normgerechten

Zugang. Damit unterstützt er den nachhaltigen

Betrieb moderner Gebäude. ?

Dach & Holzbau

April 2026 l 43


Der »Place to be« für das

Dach- und Holzbauhandwerk

DHM

Erfolgreiche

Messe: Fast 56 000

Fachbesucher kamen zur

Dach+Holz nach Köln.

GHM – Mit 55 933 Fachbesuchern

zählt die

Dach+Holz International

2026 zu den erfolgreichsten

Veranstaltungen ihrer

Geschichte. Am Standort

Köln ist sie die stärkste

Ausgabe seit Bestehen

und übertrifft die bisherige

Bestmarke von

47 000 Gästen aus dem

Jahr 2014 deutlich. Sie

bewegt sich damit laut

Aussage des Veranstalters

GHM auf dem Niveau der

bisherigen Spitzenwerte

der Messehistorie.

22,7

Prozent der

Aussteller kamen aus

dem Ausland.

Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut

zum zentralen Treffpunkt der Dach- und Holzbranche.

Insgesamt präsentierten sich 564 Aussteller

aus 28 Ländern auf 71 000 m 2 Bruttofläche

in vier Hallen sowie im Freigelände. Der Anteil

internationaler Aussteller lag bei 22,7 Prozent. Die

Dach+Holz International 2026 unterstrich damit

ihre Rolle als führende Plattform im europäischen

Markt. »Die Dynamik und die Intensität der Gespräche

in den Hallen waren außergewöhnlich«, sagt

Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft

für Handwerksmessen. »Auch wenn Prozesse

zunehmend digitaler werden, lebt unser

Handwerk vom persönlichen Austausch. Wenn

sich die Branche im Zweijahresrhythmus auf der

Dach+Holz International trifft, entsteht ein starkes

Gemeinschaftsgefühl, und genau dieser Community-Gedanke

trägt die Branche in die Zukunft.«

Branche sendet positive Signale

Auch die Branchenverbände bewerten die Fachmesse

als wichtigen Impulsgeber. Dirk Bollwerk,

Präsident des Zentralverbandes des Deutschen

Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont: »Viele inspirierende

Gespräche haben mir erneut bestätigt:

Handwerk verbindet, treibt Innovationen voran

und bringt Menschen zusammen. Die Dach+Holz

International ist und bleibt der ›Place to be› für

unsere Branche.« Für den Holzbau hebt Peter

Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland,

hervor: »Zukunftsweisende Innovationen, überzeugende

Produktneuheiten und der persönliche

Austausch zwischen Produktherstellern und

Holzbaubetrieben haben für volle Messehallen

gesorgt. Die positive Stimmung in der Branche

war deutlich spürbar.«

In den Hallen war insgesamt eine konstruktive

Grundstimmung erkennbar. Neben aktuellen

Herausforderungen standen vor allem konkrete

Lösungsansätze und neue Entwicklungen im

Mittelpunkt der Gespräche.

Als Gesichter der Dach+Holz International 2026

repräsentierten Zimmerergesellin Theresa Damm

und Dachdeckermeister Dominik Nöcker die Branche

während der gesamten Messe. Für Theresa

Damm war die Dach+Holz International eine Premiere.

»Ich habe hier unglaublich viel entdeckt

– zum Beispiel eine Kühlweste für die Baustelle

– und sehr viele neue Menschen kennengelernt,

auch gewerkeübergreifend«, sagt sie. Besonders

der direkte Austausch mit unterschiedlichen Bereichen

des Handwerks habe ihren Eindruck von der

Branche erweitert. Auch Dominik Nöcker betont

die besondere Atmosphäre: »Überwältigend, beeindruckend

– und es hat großen Spaß gemacht, die

Messe mit meinem Gesicht zu repräsentieren.«

Die positive Stimmung und die Vielzahl persönlicher

Gespräche hätten für ihn den Charakter der

Veranstaltung geprägt. Die nächste Dach+Holz findet

vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart statt. ?

44 l April 2026 Messerückblick: Dach + Holz


Jelena Lies, Marketing Managerin bei Dörken,

mit der weiterentwickelten Unterdeck- und

Schalungsbahn »Delta-Foxx Plus«.

Jan Bergmann, Marketing Snickers Workwear,

hatte die perfekte Arbeitskleidung für weniger

perfekte Arbeitstage dabei.

ALLE BILDER BAUSTOFFPARTNER

Zwei Kommunikationsprofis von Velux:

Maik Seete und Clara Schubert.

Das neue Trockenbau-System von

Soriwa wurde den Fachbesuchern von

Avdyl Berisha demonstriert.

Mit dem »3D-Eck-Gully« präsentierte

Grumbach-Geschäftsführer Lazaros

Konstantinidis eine patentierte Neuheit.

Vera Gerdes, Brand Manager Cedral & Eternit,

und Etex-Geschäftsführer Tom Clayton hatten

neben der neuen Serie »Cedral Altena« auch die

bekannten »Eternit«-Wellplatten dabei.

Bei Kingspan konnten die Fachbesucher auf einer Aktionsfläche

das neue »FlexFix«-Aufstocksystem montieren:

die schnellste Zeit wurde mit einem Tagespreis belohnt.

Tim Ambacher, Head of Marketing bei

Festool, mit der Tauchsäge

»TS 60 KEBQ-Plus«.

Ulrike Brosius und Jürgen Schaffer von Egger – ein

Schwerpunkt am Stand war die Tragkonstruktion

»EcoBox«, ein Beispiel für modernen, ressourcenschonenden

Holzbau.


Wenn es Probleme auf dem Dach gibt, dann

»#Fleckit«: Geschäftsführer Christoph Nielacny

sieht große Potenziale im Bereich Sanierung.

David und Karl-Heinz Lange von Kala hatten die

Neuheit »Nexo Fix« dabei – eine Anschlussmanschette für

maximale Verbundfestigkeit auf dem Flachdach.

Sibylle Frank von Puren mit der Neuheit

»SecurePlus« – das Aufsparren-Dämmsystem

vereint Wärmeschutz, Regensicherheit und

zusätzlichen Brandschutz in einem Produkt.

GHM

Susanne Knuth, Referentin PR und Marketing

von Soprema, mit Dämmplatten für

das ökologische Flachdach.

Torsten Michalsky, Marketing Manager von

Iko, hatte das komplette Programm dabei –

von Dampfsperren und PIR-Dämmstoffen über

Bitumenbahnen bis hin zu Flüssigkunststoff.

Der Entwässerungsspezialist Richard Brink mit

Content Marketing Manager Daniel Kraus zeigte

seine Dach- und Wandsysteme in Köln.

Bettina Schmitt (Geschäftsführung) und Louis

Schmitt (Technischer Leiter) von Formteilbau Schmitt

zeigten u. a. die Neuheit »Plate Fix A« – eine Arbeitserleichterung

für Trockenbauer und Stuckateure.

GHM

Louisa Micheel, Manager Marketing und

Branding von Rockwool, mit einer Aufsparrendämmung

für Solardächer.

Sita, Systemanbieter für Entwässerung und Lüftung,

feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum: Im Bild

(v.l.) Marc Müller, Ronja Räckers und Christian Behr.

Ejot-Marketingleiter Daniel Gerstner (l.) zeigt den

Fachbesuchern die neue Holzschraube »T-Fast Plus« –

der Clou ist die markante Schraubenspitze, die die

Verarbeitung erleichtert.


Außenanlagen


Mit Gartenmauer-Systemen

moderne Außenräume gestalten

LITHONPLUS – Gartenmauern zählen heute zu den zentralen

Gestaltungselementen moderner Außenräume: Sie strukturieren

Grundstücke, schaffen geschützte Bereiche und dienen als strukturgebende

Elemente für harmonische Gartenbilder. Mit »Trento

Mur Light« und »Vino Mur« bietet Lithonplus zwei Mauersysteme,

die Design, Funktionalität und Langlebigkeit verbinden.

Abdeckplatten als oberer Mauerabschluss,

hier aus der Linie »Vino Mur«.

Naturnahe Gartensprache:

»Vino Mur« mit bossierten Sichtflächen

im Farbton »Sahara-Braun«.

Eine Mauer ist weit mehr als eine Grenze. Sie

definiert Räume und schafft Orientierung im

Außenbereich. In großen Gärten sorgen Mauern

für klare Linien und unterteilen das Gelände

in harmonische Funktionszonen – vom ruhigen

Rückzugsort mit zuverlässigem Sichtschutz bis

hin zu lebendigen Aufenthaltsbereichen. Auch in

kleineren Gärten können Mauerelemente Struktur

schaffen, Höhenunterschiede ausgleichen

und dabei das Gesamtbild aufwerten, ohne zu

dominant zu wirken.

Darüber hinaus übernehmen Mauern heute

häufig zusätzliche Funktionen: Sie dienen nicht

nur als gliedernde Elemente, sondern auch als

tragende Basis für Hochbeete, die sowohl dekorative

Akzente setzen als auch vielfältige Bepflanzungsmöglichkeiten

eröffnen. Ebenso fungieren

sie als Hintergrund für Pflanzeninszenierungen,

als Basis für indirekte Beleuchtung oder als prägendes

Gestaltungselement moderner Outdoor-

Living-Konzepte.

»Trento Mur Light« und »Vino Mur« bieten genau

die Qualitäten, die moderne Gartenräume heute

verlangen: Beide Mauersysteme verbinden eine

klare architektonische Ausstrahlung mit hoher

Stabilität und Langlebigkeit. Dank ihrer harmonischen

Geometrie und ausgewählter Farbge-

LITHONPLUS (5)

bung fügen sich beide Mauersysteme mühelos

in unterschiedlichste Gestaltungskonzepte ein,

von naturnah bis modern-minimalistisch.

Zeitlos, modern

und leicht kombinierbar

Die »Trento Mur Light« zeichnet sich durch ihre

elegante Optik mit schlanker Formgebung aus.

Eine dezente Topografie und ausgewählte Edelsplitte

in der fein gestrahlten Oberfläche führen

zu einer besonders edlen Ausstrahlung. »Trento

Mur Light« wirkt modern und lässt sich hervorragend

in verschiedene Gestaltungskonzepte integrieren.

Ihre geradlinigen, 20 cm breiten Formate

ermöglichen klare Strukturen und vielseitige Einsatzmöglichkeiten:

als klassische Gartenmauer,

als Auflockerungselement oder als Basis für

Pflanzbereiche.

Natürlich, formstark

und mediterran

Für alle, die eine naturnahe oder mediterrane

Gartensprache bevorzugen, ist die »Vino Mur«

eine Lösung, die Natürlichkeit und handwerklichen

Charme verbindet. Die formschönen 25 cm

breiten Steine mit bossierten Sichtflächen und

unregelmäßigen Strukturen verleihen der Mauer

einen lebendigen Charakter. Warme, nuancierende

Farbtöne unterstreichen die Ausstrahlung der

Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Mauer noch zusätzlich. »Vino Mur« eignet sich

laut Lithonplus ideal für den Einsatz in Gärten,

die eine behagliche Atmosphäre vermitteln sollen,

vom romantischen Landhausstil bis zur klassischen

Gestaltung.

Beide Mauersysteme basieren auf einem

durchdachten Drei-Komponenten-System: einem

Normalstein mit zwei Sichtflächen für den durchgehenden

Mauerverlauf und zwei unterschiedlich

langen Endsteinen mit drei Sichtflächen.

Letztere ermöglichen präzise Mauerabschlüsse

und Eckausbildungen und ersparen aufwendige

Bearbeitungen auf der Baustelle. Der gesamte

Maueraufbau gelingt dank der aufeinander abgestimmten

Formate schnell und unkompliziert.

Passende Abdeckplatten als oberer Mauerabschluss

gehören ebenfalls zum Angebot. Sie sind

technisch wie optisch eine ideale Ergänzung. Sie

schützen die Mauern vor eindringender Feuchtigkeit

und verleihen dem Gesamtbild einen eleganten

Abschluss.

Von der Idee zur Wirklichkeit:

Der Lithonplus-Mauerplaner

Mit dem Lithonplus-Mauerplaner gelingt die Gestaltung

der »Trento Mur Light« und der »Vino Mur«

einfach und anschaulich. Das digitale Planungstool

führt intuitiv durch die Konfiguration und liefert

direkt das realitätsnahe Planungsergebnis.

Dabei ist der Grundriss der Mauer frei wählbar

und lässt sich in Abmessungen und Form leicht

an die individuellen Gegebenheiten anpassen.

Auch Eckenausbildungen und Abstufungen können

berücksichtigt werden. Über die Farbauswahl

erhält man gleich einen Eindruck vom späteren

Erscheinungsbild.

Die gesamte Planung erfolgt in einer realitätsnahen

3D-Darstellung, die Höhen, Proportionen

und räumliche Wirkung äußerst präzise wiedergibt.

Zusätzlich lässt sich das konfigurierte Mauerelement

als AR‐Objekt in die reale Umgebung

projizieren. Ob im Garten, an Wegen oder auf der

Terrasse: Die digitale Platzierung liefert einen

unmittelbaren Eindruck, wie die fertige Mauer

später wirkt – ein Plus an Vorstellungskraft, das

die Entscheidungsfindung besonders erleichtert.

Nach Abschluss der Konfiguration erstellt der

Mauerplaner automatisch eine vollständige Materialzusammenstellung.

Dazu gehört nicht nur die

Auflistung aller benötigter Einzelartikel, sondern

auch ein detaillierter Verlegeplan, der genau die

Positionierung einzelner Steine innerhalb der

Mauer anzeigt. Das sorgt für hohe Planungssicherheit,

eine präzise Kalkulation und ein reibungslos

vorbereitetes Bauvorhaben. Von der ersten

Idee bis zur fertigen Umsetzung wird der gesamte

Planungsprozess deutlich einfacher, schneller

und intuitiver.

?

Die »Trento Mur Light« in Titan als

dekorative Höhenüberbrückung.

In der Oberfläche sind ausgewählte

Edelsplitte eingearbeitet.

Der 3D-Mauerplaner von Lithonplus: Das

digitale Planungstool führt intuitiv durch

die Konfiguration und erstellt einen

detaillierten Verlegeplan.

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

April 2026 l 49


Modernes Wohnkonzept

für mehr Raum und Licht

LUMON – Lumon begegnet den hierzulande schrumpfenden

Wohnungsgrößen mit einem technisch ausgereiften System für

rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen sowie Geländerlösungen

aus Glas. Als Hersteller liefert das Unternehmen maßgefertigte,

normgeprüfte Systeme, die montagefreundlich konzipiert sind und sich

flexibel an unterschiedliche Bausituationen anpassen lassen. Damit

eröffnet Lumon neue Möglichkeiten für die effiziente Realisierung

anspruchsvoller Bauprojekte im Neubau und in der Sanierung.

Das Dreh-/Schiebesystem von

Lumon gewährleistet eine hohe

Transparenz, einfache Handhabung

und wird so geliefert, dass Planung

und Montage zeiteffizient, sicher

und wirtschaftlich erfolgen können.

Laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts

DIW Berlin schrumpft in Deutschland

die Größe von Neubauwohnungen seit 2005.

Dadurch sinkt auch die durchschnittliche Wohnungsgröße

im Bestand. Prognostiziert wird,

dass die Wohnungen bis 2050 im Schnitt sechs

Quadratmeter kleiner sein werden als heute. Das

bedeutet: Kleinere, gut geschnittene und energieeffiziente

Wohnungen sind die zentrale Wohnform

der Zukunft.

In diesem Kontext gewinnen hochwertige

Außenbauteile wie Balkonverglasungen und Glasgeländer,

wie auch Lumon sie anbietet, zunehmend

an Bedeutung. Denn sie stehen für eine

hohe Transparenz, Helligkeit und eine intelligente

Wohnraumerweiterung. Im Mittelpunkt steht bei

Lumon die Balkonverglasung mit Dreh-/Schiebesystem.

Sie kommt ohne vertikale Rahmen aus

und bietet damit eine hohe Sichtfreiheit. Die

Verglasung lässt sich flexibel ganz oder teilweise

öffnen. Dabei werden die Scheiben einzeln

nach innen geschwenkt und seitlich kompakt

als Paket geparkt.

Je nach Anzahl der Gläser ist auf Kundenwunsch

auch die Öffnung der Gläser in beide Richtungen

möglich, sodass beispielsweise vier Gläser nach

links und vier Gläser nach rechts geschoben und

geöffnet werden können. Die Balkonverglasungen

von Lumon werden mit werkseitig gefertigten

Aluminiumprofilen geliefert. Diese sind eloxiert

oder pulverbeschichtet und in gängigen RAL-Farben

wie RAL 9006 und RAL 9016 erhältlich. Weitere

Farben sind projektspezifisch möglich. Die

Verglasungselemente bestehen aus gehärtetem

Einscheibensicherheitsglas (ESG) mit typischen

Dicken von sechs, acht, zehn und bei Bedarf bis

zwölf Millimetern. Die maximale Elementhöhe für

ein Glas beträgt 3 000 mm, die maximale Scheibenbreite

1 000 mm. Die Verglasung kann dabei

auf einem Geländer oder als bodenhohe Verglasung

installiert werden. Durch die systembedingten

Fugen wird zudem eine natürliche Spaltlüftung

gewährleistet.

Abgestimmt auf nahezu

jede Einbausituation

Auch die Glasgeländersysteme von Lumon bieten

eine Antwort auf kleinere Wohnungen, da

sie eine maximale Transparenz bieten und damit

viel Licht in den Innenraum fallen lassen. Helle

Zimmer wiederum können größer wirken, als sie

tatsächlich sind. Die Glasgeländer bestehen aus

Verbundsicherheitsglas. Im Trend liegen vor allem

Ganzglasgeländer ohne sichtbare vertikale Profile,

Befestigungselemente und Schrauben. Die

Lumon-Geländersysteme lassen sich flexibel an

Bodenplatten, Brüstungen oder Deckenanschlüssen

montieren, sodass sie an unterschiedliche

Balkonsituationen angepasst werden können.

Durch die Integration der Verglasungssysteme

in das eigene Portfolio können ausführende

Betriebe ihr Angebot gegenüber Investoren

und Bauherren gezielt erweitern und sich so im

Wettbewerb differenzieren. Die Argumente liegen

auf der Hand: Die Verglasungen schützen die

Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Balkonverglasungen erweitern

den Wohnraum und bieten

unter anderem Schutz gegen

Lärm und Witterungseinflüsse.

LUMON (2)

Fassade effektiv vor Witterungseinflüssen, was

zu längeren Sanierungsintervallen und geringeren

Instandhaltungskosten führt. Darüber hinaus

profitieren Endkunden von verbessertem Schallschutz,

zuverlässigem Witterungsschutz und einer

gesteigerten Energieeffizienz.

Geringer

Anpassungsaufwand

Die Planung und statische Auslegung der Lumon

Systeme erfolgt auf Basis anerkannter Eurocodes

– unter Berücksichtigung relevanter Lastannahmen

wie Eigengewicht und Wind. Die Produkte werden

mit vollständigen technischen Unterlagen und

Bemessungsdaten geliefert, die eine projektspezifische

Tragfähigkeitsberechnung ermöglichen.

Als maßgefertigte, werkseitig vorproduzierte Bauteile

unterstützen die Verglasungssysteme eine

effiziente Montageplanung und reduzieren den

Anpassungsaufwand auf der Baustelle.

Flexible Systemlösungen

für den Wohnungsbau

Mit dem ganzheitlichen Ansatz und der konsequenten

Ausrichtung auf Qualität, Flexibilität und

Design bietet Lumon zukunftsfähige Lösungen

für moderne Wohn- und Baukonzepte. Die innovativen

Verglasungs- und Geländersysteme verbinden

Funktionalität mit Ästhetik und schaffen

so einen spürbaren Mehrwert für Bewohner, Bauherren

und Planer gleichermaßen. Damit leistet

Lumon einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung

urbaner Lebensräume und setzt neue Maßstäbe

für zeitgemäßes Bauen.

?

Außenanlagen | Gestaltung & Technik April 2026 l 51


Holzschutz-Serie für

den Outdoor-Bereich

DR. SCHUTZ – Auf natürlichen Böden längst etabliert – jetzt kommt

Holzliebe nach draußen: Mit der neuen Linie »Holz.Liebe.Outdoor«

erweitert Eukula, die Holzmarke aus der Dr. Schutz Group, ihr Portfolio

erstmals auch auf den vertikalen Bereich und bringt Schutzprodukte

auf den Markt, die Holzterrassen, -fassaden, -zäune, -möbel und viele

weitere Hölzer im Außenbereich kreativ und funktional aufwerten.

Mit »Holz.Liebe.Outdoor«

hat Eukula erstmals

ein Komplettangebot für

den gesamten Garten- und

Terrassenbereich geschaffen.

Mit dem neuen Sortiment eröffnen sich laut

Dr. Schutz für den Holz- und Baustoffhandel

attraktive Geschäfte: Eine durchdachte und verständliche

Produktlinie, die konsequent auf Nutzerfreundlichkeit,

Nachhaltigkeit, Service und

unkomplizierte Anwendung setzt – und sowohl

Profis als auch hochwertige Endkunden anspricht.

Mit »Holz.Liebe.Outdoor« haben die Experten

von Eukula erstmals ein Komplettangebot für den

gesamten Garten- und Terrassenbereich geschaffen:

mit Lasuren, Farben, Ölen und Reinigungsprodukten,

die dem Wetter trotzen und zugleich auf

eine natürliche, wasserbasierte Formulierung und

einfache Verarbeitung setzen – auch auf feuchten

Oberflächen oder Altanstrichen.

DR. SCHULZ (3)

Eukula goes vertikal: Starke Farben und

Lasuren, die ohne Grundierung und mit

hoher Funktionalität überzeugen.

Vier Farben, vier Pfleger,

vielfältige Anwendung

Holzlasur und Universalfarbe kommen in neun

beliebten Farbvarianten, werden einfach ohne

Grundierung aufgetragen und sind jeweils zusätzlich

in einer Wetterschutz-Premium-Variante verfügbar,

die auch bei extremen Temperaturen oder

Nässe verarbeitet werden kann und gesteigerten

UV-Schutz bietet. So werden Holzwände, Zäune

oder Gartenmöbel (übrigens auch aus Metall oder

Kunststoff) in kurzer Zeit wieder frisch und sind

mit nur einem Produkt rundum geschützt vor den

Einflüssen von Sonne, Wind und Wetter.

Ergänzt wird das System durch intensive Reinigung

und tiefenwirksame Pflege: Das imprägnierende

Terrassen-Öl in vier Farbtönen schützt

nicht nur Bodenflächen, sondern auch Möbel oder

Zäune, ist chlorwasserbeständig und schafft eine

natürlich-matte Holzoberfläche, die zusätzlich

rutschsicher ist – es ist auch als WPC-&-BPC-

Pflege-Öl erhältlich.

Der bewährte Holzentgrauer kommt mit einem

Upgrade und ist nun zusätzlich für die vertikale

Anwendung stärker haftend und tropfgehemmt –

er bringt Terrassen, Möbeln und Außenflächen

die natürliche Holzfarbe zurück. Außerdem wirkt

der kraftvolle Intensivreiniger oberflächenschonend

gegen Verschmutzungen.

Performance und Nachhaltigkeit –

starkes Signal an den Fachhandel

Für den stationären Handel besonders interessant:

Das Sortiment ist übersichtlich, universell

im Einsatz und ohne Grundierung anwendbar,

was Beratung, Lagerhaltung und Anwendung

deutlich vereinfacht. Die Kombination aus Performance

und Nachhaltigkeit war eines der zentralen

52 l April 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Entwicklungsziele – sowohl für die Anwenderfreundlichkeit

als auch für die Positionierung im

Premiumsegment. »Die Produkte reduzieren

Systemaufwand, sparen Zeit und sind gleichzeitig

nachhaltig und hochprofitabel für den Handel«,

so Frank Knott aus der Geschäftsleitung.

Alle Produkte sind konsequent wasserbasiert und

zum Teil bereits biobasiert aus nachwachsenden

Rohstoffen. Durch den hochfunktionalen bewährten

Oberflächenschutz des Unternehmens schaffen

sie langlebige Lösungen, mit denen sich jede

Holzfläche im Außenbereich optimal pflegen, verschönern

und erhalten lässt: von Gartenmöbeln

über Zäune und Tore bis zu Terrassen, Poolumrandungen,

Sichtschutzwänden oder Fassaden.

Hiermit setzt die Marke Eukula, die seit 1963

für hochwertige und leicht zu verarbeitende Produkte

steht, ihre Mission fort: Seit dem Relaunch

vor drei Jahren setzt das Team noch stärker darauf,

natürliche Materialien mit Produkten in Profi-

Qualität zu schützen, die ihre hohe Funktionalität

aber mit intuitiver und flexibler Anwendbarkeit

paaren – und damit auch bestens für den Endkunden

anknüpfbar sind.

Frank Knott sieht in der Linie einen strategischen

Meilenstein: »Mit ›Holz.Liebe.Outdoor‹

stärken wir nicht nur unsere Marktposition im

Außenbereich. Wir zeigen, wie wir durch starke

Zusammenarbeit und geteilte Expertise in unserer

gesamten Unternehmensgruppe dem Handel

ein Sortiment an die Hand geben können,

das durch Universalität, Einfachheit, Funktionalität

und einen starken Markenauftritt überzeugt.«

Schulung, Präsentation

und Geräteverleih

Besonderen Wert legt Eukula auch auf vertriebsnahe

Services: Das Expertenteam ist wie immer

für gezielte Schulungen und Präsentationen speziell

für Fachhändler da – für Beratungsqualität,

die anspruchsvolle Kunden spüren. Um die Linie

ansprechend zu positionieren, sind neben informativen

Broschüren für den Endverbraucher auch

verkaufsfördernde Banner und Präsenter verfügbar,

die eine ansprechende und verständliche Platzierung

gewährleisten, mit der Einstiegshürden

gesenkt werden.

Mit der zusätzlichen Option des Verleihgeräts

»Multi Clean« bringt Eukula noch mehr Profi-Feeling

an den Endkunden. Die simpel zu handhabende

Maschine gewährleistet optimale Reinigungsleistung

auf der heimischen Terrasse und vor allem

schnelle und zufriedenstellende Ergebnisse. Die

starke Kombi aus schlanker und ansprechender

Produktwelt und optimaler Kundenberatung erhöht

die Weiterempfehlungsrate.

?

Die Eukula-Öle imprägnieren und

schützen Terrassen, aber auch

Zäune, Wände oder Möbel aus

Holz und Verbundmaterialien vor

Sonne, Wasser und Chlor.

Mit dem Intensivreiniger

können Verschmutzungen

schonend entfernt werden.

Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Antirutschbeschichtung

für Holzbrücken

GRIP SAFETY COATINGS – Wer in

der Verbandsgemeinde Weilerbach

(Rheinland-Pfalz) lebt und arbeitet,

darf sich über noch mehr Sicherheit

freuen. Zwei Brücken, die bei Feuchtigkeit

gefährlich rutschig wurden,

haben nun eine Antirutschbeschichtung

erhalten. Bei weiteren sieben

Brücken soll diese Vorsichtsmaßnahme

noch durchgeführt werden.

Mehr Sicherheit

in Weilerbach: Zwei Brücken

erhielten bereits eine Antirutschbeschichtung

von GriP Safety Coatings,

sieben weitere sollen folgen.

»Die Sache sind wir fokussiert angegangen«,

sagt Diplomingenieur Reiner Engbarth, der

ehemalige Bauamtsleiter. Bei der gemeinten

»Sache« handelt es sich um zwei Brücken,

deren Holzoberflächen sich bei Regen

und Nässe als gefährlich rutschig entpuppten.

Eine der beiden Brücken befindet sich

zwischen der Verwaltung und dem DRK-

Heim in Weilerbach. Auf beiden Seiten gibt

es betreute Wohnungen.

Gerade für ältere Personen oder Menschen

mit Handicap zeigte sich bei Feuchtigkeit

und Kälte immer wieder die heikle

Situation vor Ort. Wer mit Rollator oder im

Rollstuhl unterwegs, insgesamt schlecht

zu Fuß oder auf Gehhilfen angewiesen war,

hatte an der Brücke Probleme durch das

hohe Rutschrisiko.

Holz als anspruchsvoller Untergrund

Holz im Außenbereich neigt zu schneller

Moos- und Pilzbildung. Bei nasser Witterung

wird die Oberfläche rutschig. Gerade

Brücken entpuppen sich dann als echte

Rutschbahnen.

Der damalige Bauamtsleiter machte sich

daher mit Unterstützung des Bautechnikers

Matthias Höfli im Internet schlau und stieß

auf der Suche nach einer handfesten Lösung

auf GriP Safety Coatings. Die Schweizer

Spezialisten haben sich der Herausforderung

angenommen, Holz zu beschichten

– auch und erst recht im Außenbereich.

Denn nicht nur Brücken, sondern auch

Terrassen, Radwege und Laufwege aus

Holz sind zwar natürlich und schön, bergen

jedoch ein hohes Rutschrisiko. Weil

Holz eine Oberfläche ist, die ständig lebt

und arbeitet, ist es nach Unternehmensangaben

fast unmöglich, etwas darauf zu

applizieren, das überhaupt oder sogar längerfristig

hält. Feuchtigkeit im Material,

Temperaturwechsel, Trocknungszeiten und

Härte – das alles erschwert die Oberflächenbeschichtung

von Holz.

In Weilerbach wurden gleichzeitig zwei

Brücken bearbeitet: Das erste Objekt an

der Verwaltung ist eine Stahlkonstruktion,

die einen Belag aus Douglasie besitzt.

Die zweite Brücke ist ebenfalls eine Gehwegbrücke

aus Douglasienholz. Damit die

Restfeuchte im Holz maximal zwölf Prozent

beträgt, wurde das Projekt im Sommer

durchgeführt.

Zuerst wurden die beiden Holzflächen mit

einem Hochdruckreiniger zwei Tage zuvor

komplett gereinigt und anschließend, wo

nötig, mit dem Gasbrenner nachgetrocknet.

Eingesetzt wurde die transparente und

wetterfeste Antirutschbeschichtung »GriP

New Wood P5/R12« mit Rutschsicherheitsklasse

R12/P5. Die körnige Zwei-Komponenten-Beschichtung

ist exakt für diese

Aufgabenstellung entwickelt worden. Das

Material ist laut Hersteller lösemittelfrei,

umweltfreundlich und beschädigt den Untergrund

nicht. Die Beschichtung entspricht

der DIN EN 16165 Anhang C, ist LGA-zertifiziert

und UV-beständig.

»GriP New Wood P5/R12« eignet sich

für naturbelassene Hölzer im Außenbereich.

Das Material wurde auf der insgesamt

51 m² großen Fläche gleichmäßig mit

einer Malerrolle aufgetragen, also gewalzt.

Engbarth: »Das ging sehr schnell, die Arbeiten

haben nur kurze Zeit gedauert und nach

einer Stunde Trocknung war die Brücke wieder

begehbar.« Über die Entscheidung, den

Holzsteg zu beschichten und so eine dauerhafte

Rutschhemmung zu erzeugen, ist er

genauso zufrieden wie mit dem Ergebnis:

»Der Effekt ist sehr deutlich und auch seitens

der DRK-Leitung haben wir viele positive

Rückmeldungen erhalten.«

Brücken in Eigenregie beschichten

Um auch anderenorts die witterungsbedingte

Unfallgefahr auf Holz zu minimieren,

beabsichtigt die Verbandsgemeinde Weilerbach,

in diesem Sommer mit der Antirutschbeschichtung

»GriP New Wood«

weitere Objekte zu beschichten.

Die Applikation der Antirutschbeschichtung

»GriP New Wood« können die kommunalen

Mitarbeiter selbst vornehmen. Laut

Hersteller genügen wenig Equipment und

eine Einweisung vor Ort oder auch online –

mehr braucht es nicht, um die Holzflächen

im Außenbereich rutschfest zu bekommen.

Für die Ausführung bedarf es keiner besonderen

handwerklichen Fähigkeiten oder

zusätzlichen Schulungen.

?

GRIP SAFETY COATINGS

54 l April 2026 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Außenräume

neu gedacht

BRAUN-STEINE – Mehr Gestaltungsspielraum

im Belag, mehr Grün in der

Treppe: Braun-Steine baut sein Sortiment

weiter aus. »Arena Grande« ergänzt das

»Arena«-System um ein großformatiges

Plattenelement, die »Santuro«-Vegetationsstufen

integrieren Pflanzraum in

eine voll begehbare Treppe.

Mit »Arena Grande« erweitert Braun-Steine sein

»Arena«-System um ein großformatiges Plattenelement.

Die charakteristisch gerundete Geometrie

bleibt erhalten, wird jedoch in einen neuen

Maßstab überführt.

Während das klassische »Arena«-Pflaster lebendige,

wasserdurchlässige Beläge mit hohem

Fugenanteil erzeugt, verleiht »Arena Grande«

den Flächen eine prägnante, eigenständige

Struktur. In Kombination mit linearen Formaten

wie dem »Maurino«-Riemchenstein entstehen

spannungsreiche Belagsbilder, in denen organische

Formen und klare Linien bewusst miteinander

kontrastieren.

Die Besonderheit des neuen Formats liegt

nicht allein in seiner Geometrie. »Arena Grande«

wird mit natürlichen Basaltfasern bewehrt. Das

erhöht die Stabilität der Betonplatte und verbessert

ihre Dauerhaftigkeit – so verbindet das Produkt

gestalterischen Anspruch mit technischer

Leistungsfähigkeit. Zugleich steht die Verwendung

von Basaltfasern aus natürlichem Gestein

für einen ressourcenschonenden Materialeinsatz.

Gefertigt wird »Arena Grande« im Gießbetonverfahren.

Der fließfähige Beton wird in flexible

Formen eingebracht und härtet dort kontrolliert

aus. Dabei entsteht eine feine, offene Mikrostruktur

mit charakteristischer Porigkeit. Jede Platte

erhält so eine individuelle Textur und eine bewusst

lebendige, handwerklich geprägte Oberfläche.

keit, Grün gezielt in konstruktive Elemente zu

integrieren und kleinteilige, ökologisch wertvolle

Lebensräume zu schaffen.

Zur Verfügung stehen zwei Varianten: Typ 1 mit

mittig im hinteren Bereich angeordnetem Pflanzraum

für eine klare, ruhige Linienführung; Typ 2

mit seitlich integriertem Vegetationsraum – wahlweise

links oder rechts – für fließende Übergänge

zwischen Treppe und angrenzender Bepflanzung.

Beide Stufen sind 400 mm breit und 150 mm

hoch und in zwei Längen (1000 mm und 1200 mm)

erhältlich. Die Trittflächen sind stockrau ausgeführt

und bieten hohe Trittsicherheit, die Fronten

sind bossiert, die Seiten schalungsglatt. Materialität

und Oberflächenbild entsprechen dem

»Santuro«-Mauer- und -Stufenprogramm aus

quarzhaltigem Beton in Sandsteinoptik. ?

»Arena Grande« wird mit natürlichen

Basaltfasern bewehrt. Das erhöht

die Stabilität der Betonplatte und

verbessert ihre Dauerhaftigkeit.

Im Hausgarten eröffnet »Santuro«

die Möglichkeit, Grün gezielt in konstruktive

Elemente zu integrieren und

kleinteilige, ökologisch wertvolle

Lebensräume zu schaffen.

BRAUN-STEINE (2)

Treppe mit integriertem Pflanzraum

Mit den »Santuro«-Vegetationsstufen erweitert

Braun-Steine sein »Santuro«-Programm um eine

Treppenlösung, die Konstruktion und Bepflanzung

verbindet. In den Stufen befinden sich integrierte

Vegetationsflächen, die Pflanzraum schaffen,

ohne die Begehbarkeit zu stören.

Die Pflanzbereiche lassen sich individuell bestücken

– etwa mit Sedum-Arten, Polsterstauden

oder Kräutern. Dadurch entstehen zusätzliche

Vegetationsflächen in Bereichen, die üblicherweise

keinen Raum für Bepflanzung lassen. Gerade

im Hausgarten eröffnet das System die Möglich-

Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Baumbewässerung digital geplant

HAURATON – Mit »Treepilot« stellt

Hauraton ein zukunftsweisendes

digitales Werkzeug vor: Das Onlinetool

berechnet den exakten Wasserbedarf

von Stadtgrün und plant die

passgenaue Anbindung an Rinnen

und Speichersysteme.

Schwammstädte und blaugrüne Infrastrukturen

brauchen nicht nur Wasser, sondern

auch eine komplexe Wasserplanung. Städte

und Kommunen stehen vor der Aufgabe, ihr

Grün an veränderte klimatische Bedingungen

anzupassen. Längere Trockenphasen,

steigende Temperaturen und versiegelte

Flächen erhöhen den Druck auf Stadtbäume

und stellen neue Anforderungen an Planer

und Verwalter. Mit »Treepilot« reagiert

Hauraton auf diese Entwicklung und bietet

ein digitales Werkzeug, das Prozesse optimiert

und Planungssicherheit und Klimaanpassung

vereint.

»›Treepilot‹ denkt die Bewässerungsplanung

von Baumstandorten erstmals konsequent

vom tatsächlichen Wasserbedarf her«,

sagte Isabel Werner, Produktentwicklerin

bei Hauraton, anlässlich der Markteinführung.

»Proaktiv versorgte Bäume schaffen

klimaresiliente, lebenswerte Städte. ›Treepilot‹

als browserbasiertes Werkzeug verbindet

Regelwerke, Systemlösungen und

Regenwassernutzung in einem Planungswerkzeug

– schnell, fundiert und jederzeit

nachvollziehbar.« So entsteht eine zuverlässige

Versorgung für dauerhaft leistungsfähige,

zukunftsfähige Baumstandorte als Teil

einer blaugrünen Infrastruktur.

Digitaler Wasserstratege

Zentrales Merkmal von »Treepilot« ist die

Wahlmöglichkeit zwischen zwei Berechnungsmethoden,

so Werner: »Neben einer

vereinfachten überschlägigen Bemessung

steht eine Planung gemäß der aktuellen

FLL-Bewässerungsrichtlinie zur Verfügung.

Damit unterstützt das Tool sowohl frühe Entwurfsphasen

als auch die vertiefte Fachplanung.«

Die Ergebnisse werden dem Nutzer

klar strukturiert dargestellt und eignen sich

für Abstimmungen zwischen Kommunen,

Planungsbüros und ausführenden Unternehmen

ebenso wie für die Projektdokumentation.

»Treepilot« bündelt in Sekunden zahlreiche

Planungsparameter, wie etwa Niederschlagsmengen

basierend auf Kostra-Daten

vom Deutschen Wetterdienst, Anzahl der

konzipierten Bäume sowie Flächen, auf

denen das Regenwasser gesammelt werden

kann, und übersetzt sie in verständliche

Ergebnisse. Das reduziert Komplexität,

spart Zeit und erhöht die Sicherheit in der

Entscheidungsfindung. Als digitales Werkzeug

unterstützt »Treepilot« Städte dabei,

den Klimawandel aktiv zu gestalten und

Regenwasser gezielt für gesunde, widerstandsfähige

Stadtbäume zu nutzen.

Das neue Tool bündelt in Sekunden zahlreiche Planungsparameter,

wie etwa Niederschlagsmengen oder die Anzahl

der konzipierten Bäume.

Branchenweit erstes Planungstool

Hauraton hat damit branchenweit das erste

Planungstool auf den Markt gebracht, das

den Bewässerungsbedarf von Bäumen systematisch

ermittelt und daraus direkt konkrete

Systemdimensionierungen ableitet.

Auf dieser Basis lassen sich etwa die Filtersubstratrinnen

»Drainfix Clean« sowie der

passende Flachtank »Neo« zur Regenwasserspeicherung

bedarfsgerecht auslegen.

Das Tool macht die Zusammenhänge im

ganzheitlichen Regenwassermanagement

transparent und schafft eine belastbare

Grundlage für Entscheidungen – für jeden

einzelnen Baumstandort. Durch die bedarfsgerechte

Nutzung von Regenwasser leistet

»Treepilot« einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden

und dauerhaft tragfähigen

Stadtentwicklung. So verbindet Hauraton

digitale Planung, technische Fachkompetenz

und Systemlösungen zu einem integrierten

Ansatz. »Treepilot« steht online zur Verfügung

und kann direkt im Browser genutzt

werden.

?

»Treepilot« macht

die Zusammenhänge im

ganzheitlichen Regenwassermanagement

transparent und schafft eine

belastbare Grundlage für Entscheidungen

– für jeden einzelnen Baumstandort.

?

HAURATON (2)

56 l April 2026


Systemlösung für

wasserdurchlässige Außenbeläge

SCHOMBURG (2)

Kern des neuen Drainage-Systems von

Schomburg ist der Drainagemörtel »Aso-DM«.

Das System ist für die Verlegung von Feinsteinzeugplatten

und Naturwerksteinplatten entwickelt worden.

SCHOMBURG – Der Bauchemie-

Hersteller Schomburg aus Detmold

präsentiert mit »Aso-DM«, »Aso-

DMB« und »Cristallfuge-DF« ein

neues Drainage-System für den

Außenbereich. Das System besteht

aus einem Drainagemörtel, einem

Bindemittel sowie einer wasserdurchlässigen

Belagsfuge.

Mit dem neuen Drainage-System bringt

Schomburg eine durchdachte Systemlösung

für wasserdurchlässige Außenbeläge

auf den Markt. Das System ist speziell

für die Verlegung von Feinsteinzeugplatten

(20 mm), Naturwerksteinplatten sowie Betonund

Natursteinpflaster entwickelt worden –

langlebig, sicher und funktional bis ins Detail.

Kern des neuen Drainage-Systems ist der

Drainagemörtel »Aso-DM«. Dabei handelt

es sich um einen wasserdurchlässigen Estrich

bzw. eine wasserdurchlässige Bettungsschicht,

die für die sichere Entwässerung

im Außenbereich sorgt. Ergänzt wird das

System durch zwei weitere Neuprodukte:

»Aso-DMB« ist ein Bindemittel zur Herstellung

von Drainagemörtel als Baustellenmischung.

Dazu kommt »Cristallfuge-DF«,

eine wasserdurchlässige Belagsfuge, die

das System konsequent vervollständigt und

die Drainagefähigkeit über alle Schichten

hinweg sicherstellt. Damit ist das Drainage-System

in Summe durchgängig drainagefähig

– vom Untergrund bis zur Fuge.

Durchlässig, beständig und sicher

Die Vorteile auf einen Blick: Vom Estrich

bis zur Fuge gewährleistet das System den

sicheren Abfluss von Wasser; Frostschäden

durch gefrierendes Wasser werden wirkungsvoll

vermieden. Die Systembauweise

reduziert das kapillare Aufsteigen von Wasser

aus dem Erdreich. Verfärbungen, Feuchteschäden

und Frostabplatzungen werden

minimiert. Der Trassanteil mindert Kalkausblühungen

im Belag und in den Fugen – für

eine dauerhaft hochwertige Optik.

Je nach Anforderung und Aufbau kann das

System mit bewährten Schomburg-Produkten

wie »Monoflex«, »Monoflex-XL« oder

»Unifix S3« ergänzt werden. Die neuen Systemprodukte

sind ganzheitlich im Schomburg-Arbeitshandbuch

»Außenbereich«

dokumentiert. Der komplette Systemaufbau

wird dort Schritt für Schritt praxisnah

erläutert und bietet Verarbeitern und Planern

maximale Ausführungssicherheit. ?

Antirutsch Beschichtungen

für alle Oberflächen

Glas

Fliesen

Acryl

Stein

Zertifiziert

Wetterfest

Transparent

Swiss Made

Metall

Holz

GriP Safety Coatings AG I grip-antirutsch.com I info@swiss-grip.com

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

April 2026 l 57


Klinkerfassade mit

»Bischofsmützen«-Profil

i

Der Erweiterungsbau der Berufsschule

ergänzt das bestehende

Ensemble um einen Baukörper,

dessen Fassade durch ein Ziegelrelief

und präzise Fensterfaschen

aus Sichtbeton gegliedert wird.

GIMA – Der Erweiterungsbau für die Berufsschule in Regensburg

schlägt architektonisch eine Brücke zwischen Bestand und

Gegenwart. Der Neubau greift die Fassadensprache des Schulgebäudes

aus den 1980er-Jahren auf und übersetzt sie in eine plastisch

ausformulierte, zeitgemäße Hülle. Prägend ist die reliefartig

modellierte Klinkerfassade, deren Geometrie aus einem speziell

entwickelten, fünfeckigen Sonderformat von Gima entsteht.

Für die Fassade entwickelte Gima in

Zusammenarbeit mit den Architekten ein

fünfeckiges Sonderformat in Form einer

»Bischofsmütze«, das durch seine versetzte

Schichtung eine textile Anmutung erzeugt.

ALEXANDER BERNHARD (4)

Im Süden von Regensburg erweitert der Neubau

die Georg-Kerschensteiner-Berufsschule

und nimmt städtebaulich Bezug auf das terrassierte

Bestandsgebäude aus den frühen 1980er-

Jahren. Als adressbildender Gebäudekopf bildet

er den südlichen Abschluss des Schulgeländes

und stärkt die Orientierung auf dem Campus. Im

Inneren öffnet sich eine dreigeschossige Halle als

kommunikatives Zentrum der Schule. Eine mit

Eichendielen belegte Sitztreppe schafft Aufenthaltsqualität,

während geschwungene Galerien

in den Obergeschossen vielfältige Blickbezüge

ermöglichen. Über eine haushohe Glasfassade

fällt Tageslicht aus dem begrünten Innenhof tief in

die Halle und prägt die offene, einladende Atmosphäre

des Raums.

Fünfeckiges Sonderformat

Auch in der Materialität nimmt der Neubau Bezug

auf das sorgfältig detaillierte Klinkermauerwerk

des Bestands und interpretiert es neu. Für die

etwa 4 300 m² umfassende Fassade entwickelte

Gima mit Bez+Kock Architekten aus Stuttgart

ein Sonderformat, das in seiner Geometrie einer

sogenannten »Bischofsmütze« entspricht. Die

Formsteine in den Maßen 300 x 90 x 71 mm sowie

300 x 125 x 71 mm wurden lagenweise gegeneinander

versetzt gemauert. Durch diese Schichtung

und die ausgeprägte Profilierung entstand ein feines

Relief, das je nach Sonnenstand ein wechselndes

Spiel aus Licht und Schatten ergibt. Die

aufgeraute Oberfläche der Klinker unterstreicht

zusätzlich die haptische Tiefe des Mauerwerks.

Eine technische Besonderheit liegt in der Fertigung

der rund zwölf verschiedenen Formsteinvarianten.

Diese wurden mit speziellen Werkzeugen

jeweils in einem Stück produziert, anstatt sie

durch Schneiden und Kleben herzustellen. Dieser

Prozess gewährleistet eine hohe Präzision

und Dauerhaftigkeit der Klinker, die zudem durch

ein spezielles Brennverfahren ihre nuancierte

Farbigkeit erhielten. Die von den Architekten

gewünschte, als »erdig-beige/tonig/leicht orange«

beschriebene Fortführung der bestehenden

Materialität mit Splitt-Zuschlag wurde im Gima-

Labor auf den rötlich-orangen Ton des Bestandsgebäudes

abgestimmt.

Bei der Materialentwicklung integrierte Gima

einen Anteil an Recyclingmaterial aus Abfällen

der Natursteinverarbeitung. Der Klinker erfüllt

Fassade


höchste bauphysikalische Standards wie eine

sehr niedrige Wasseraufnahme und eine hohe

Scherbenrohdichte. Dies stellt sicher, dass die

Fassade im rauen Schulalltag dauerhaft robust

und wartungsfrei bleibt.

Ergänzung durch Fertigteile

Ergänzt wird die Fassade durch Betonfertigteile

aus dem Gima-eigenen Werk. Ein markantes

Detail sind die überdimensionalen Fenster faschen

mit Längen von bis zu 6 m, die als Sichtbetonbauteile

mit einer speziell abgesäuerten Oberfläche

ausgeführt wurden. Diese Bauteile bilden

einen präzisen Rahmen für die als horizontale

Fensterbänder gestalteten Verglasungen und

kontrastieren dezent mit dem reliefierten Mauerwerk.

Besondere Herausforderungen stellten

die Fertigteile mit Klinkervorsatz dar, etwa an

den Sturzuntersichten. Um die »Bischofsmützen«-Profilierung

auch dort ohne optische Brüche

fortzuführen, wurden die Klinker im Werk

in den entsprechenden Verbänden vorgefertigt.

Für einen dauerhaft sicheren Verbund zwischen

Ziegel und Beton sorgt das bewährte Schwalbenschwanzprofil

auf der Rückseite der Klinkerschalen.

Diese mechanische Verzahnung garantiert

eine dauerhaft feste Verbindung bei maximaler

gestalterischer Präzision. In der engen Verzahnung

von individuellem Formstein und industrieller

Vorfertigung realisierten Gima und Bez+Kock

Architekten eine Fassade, die den Dialog mit dem

Bestand sucht, diesen handwerklich neu interpretiert

und durch ein beinahe stoffliches Fassadenbild

eine eigenständige architektonische Identität

entwickelt.

?

Fassade

Die zwischen beige und orange changierende

Sonderfarbe der Fassadenklinker

entstand in Zusammenarbeit mit den

Architekten und wurde im Gima-Labor

präzise abgestimmt.

The art of

architecture.

Material

with purpose.

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Fassade

April 2026 l 59


»Ligna«-Verkleidungsprofile

bestehen aus 100 Prozent FSC-zertifizierten

Holzfasern und sind vollständig

recyclebar.

Fassadenverkleidung

der nächsten Generation

DECEUNINCK – Deceuninck erweitert sein Sortiment um die neue Fassadenverkleidung

»Ligna«. Das System kombiniert eine authentische

Holzoptik mit der Dauerhaftigkeit und Formstabilität moderner WPC-

Technologie. Konzipiert für die hohen Anforderungen anspruchsvoller

Fassadengestaltung, bietet »Ligna« laut Hersteller eine außergewöhnliche

Maßhaltigkeit, eine präzise und wertige Ästhetik sowie nachhaltige

Eigenschaften für den langfristigen Einsatz in der Fassadengestaltung.

Mit den zwei aufeinander abgestimmten

Profilvarianten »Ligna Soft« und »Ligna Shadow«

bietet das System hohe Gestaltungsfreiheit.

Die fein gebürstete Oberfläche mit einem dezenten

Streifeneffekt erzeugt eine elegante Lamellenoptik.

So entsteht der authentische Eindruck von echtem Holz.

DECEUNINCK GERMANY (3)

»Ligna« ist die neueste Ergänzung im Programm

für Fassadenverkleidungen von

Deceuninck. Dank der geringen Wasseraufnahme

des ummantelten Verbundmaterials

werden Verformungen effektiv

reduziert. Die »Ligna«-Verkleidungsprofile

bestehen nach Unternehmensangaben

aus 100 Prozent FSC-zertifizierten Holzfasern

und sind zudem vollständig recyclebar.

Damit leistet »Ligna« einen aktiven

Beitrag zu ressourcenschonendem Bauen

und einem reduzierten ökologischen Fußabdruck.

Eine integrierte Dehnfuge unterstützt

die konstruktive Stabilität und sorgt

für ein gleichmäßiges, dauerhaft hochwertiges

Erscheinungsbild der Fassade. Passgenaue

Abschluss- und Verbindungsprofile

runden das System ab und gewährleisten

eine klare, nahtlose Linienführung.

Mit den zwei optimal aufeinander abgestimmten

Profilvarianten »Ligna Soft«

(geschlossenes Design mit durchgehenden

Linien) und »Ligna Shadow« (Design mit

Schattenfuge für die Optik einer offenen

Fassadenstruktur), gefertigt in moderns-

ter Tri-Extrusionstechnologie, bietet das

System maximale Gestaltungsfreiheit –

für anspruchsvolle Fassaden im Wohnbau

sowie für Gewerbe- und öffentliche

Gebäude.

Design und Funktion vereint

Eine fein gebürstete Oberfläche mit subtiler

Linienstruktur verleiht der Verkleidung

ihre elegante, lamellenartige Anmutung. So

entsteht eine authentische Holzoptik, kombiniert

mit hoher Widerstandsfähigkeit und

minimalem Wartungsaufwand. Gleichzeitig

überzeugt das Material durch seine dauerhafte

Farb- und Formbeständigkeit: Risse,

Flecken oder Verformungen werden zuverlässig

vermieden, sodass die Fassade ihre

hochwertige und makellose Erscheinung

langfristig bewahrt.

Die leichten »Ligna«-Profile mit unsichtbarem

Befestigungssystem ermöglichen

eine unkomplizierte Installation – sowohl

im Neubau als auch bei Renovierungen –

und sind mit verschiedenen Unterkonstruktionen

kompatibel.

?

60 l April 2026 Fassade


Schlanke Bauweise,

hohe Dämmleistung

KINGSPAN INSULATION – Mit den »AlphaCore«-Hochleistungsdämmstoffen

bietet Kingspan Insulation eine Lösung für

anspruchsvolle Architekturprojekte. Die leistungsstarken Dämmplatten

richten sich an Planer und Bauträger, die eine effiziente,

schlanke Dämmung mit hohen technischen Standards suchen.

Die Dämmstoffe eignen sich gleichermaßen

für Neubau und Sanierung und eröffnen

neue Planungsfreiheiten, wenn eine minimale

Dämmstoffdicke von 20 bis 50 mm

gefragt ist. Mit einem λD-Wert von 0,020 W/

(m·K) erreichen die schlank bemessenen,

silikatbasierten, rein mineralischen Dämmplatten

eine hohe Dämmleistung. Darüber

hinaus erfüllen sie die Anforderungen

an das Brandverhalten A2-s1, d0 nach EN

13501-1:2018. Bei beiden Produktvarianten

handelt es sich um einen hydrophoben,

mikroporösen Dämmstoff. Die Dämmplatten

sind wasserabweisend und behalten

ihre Dämmleistung auch unter feuchten

Bedingungen.

Wohn- und Aufenthaltskomfort in den Räumen

bereitzustellen. Die geringeren Dicken

reduzieren bei gleicher Gebäudegeometrie

die Tiefe der Fassadenöffnungen und

bringen damit einen wesentlichen Vorteil

mit sich: Tageslicht kann über eine größere

Fläche und mit geringerer Verschattung in

den Raum eindringen. Das Ergebnis sind

hellere Innenräume, eine gleichmäßigere

Lichtverteilung und ein höherer Tageslichteintrag

bis in die Raumtiefe.

?

KINGSPAN

Zwei Varianten

Mit »AlphaCore Pure« und »Alpha-

Core Pad« bietet Kingspan zwei

verschiedene Dämmplattenvarianten.

»AlphaCore Pad« ist von

einem Glasfasergewebe umhüllt und

weist eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf,

die auch bei Feuchtigkeit unverändert bleibt.

Damit eignet sich die Platte insbesondere

für Projekte, die eine sichere, effiziente und

kompakte Dämmung erfordern. Durch ihre

geringe Dicke lassen sich Fassaden schlanker

gestalten, ohne auf energieeffizienten

Wohnkomfort und Brandschutz verzichten

zu müssen. Die »AlphaCore«-Dämmplatten

lassen sich einlagig oder mehrlagig im

Fugenversatz montieren und verlegen.

Die »AlphaCore Pure«-Dämmplatten

eignen sich laut Hersteller

besonders für werkseitig hergestellte

Systeme und die modulare Bauweise.

Die »AlphaCore Pad«-Dämmplatten sind

eine Lösung für die vorgehängte hinterlüftete

Fassade (VHF).

Tageslicht bis tief in den Raum

Mit »AlphaCore« unterstreicht Kingspan

Insulation den Anspruch, energieeffiziente

Fassadenlösungen mit spürbaren Vorteilen

in der Verarbeitung sowie hohem

Fassade

Feuchtigkeit beeinträchtigt die Wärmeleistung

von »AlphaCore Pure« und

»AlphaCore Pad« nicht.

Solarmotor für

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April 2026 l 61


Neues Fassadensystem

als Gemeinschaftsprojekt

MOSO – Bambusexperte und Hersteller Moso Bamboo

zeigt sich sehr zufrieden mit der Messeteilnahme auf

der Dach+Holz. Der Bambusspezialist präsentierte auf

der Messe die gesamte Bandbreite seiner Bambusprodukte

für Fassaden und Terrassen. Auf besonderes

Interesse stieß bei vielen Besuchern das neue

Fassaden-Komplettsystem, das Moso in Zusammenarbeit

mit Karle & Rubner und Derix entwickelt hat.

Systemanbieter Karle & Rubner, spezialisiert auf Aluminium-Unterkonstruktionen,

und die Holzhausbau-Ingenieure von Derix und

Moso Bamboo haben eine Systemkombination mit geschlossener

Bambusfassade und einer Bambus-Wandverkleidung für die

Innenwände entwickelt. Ergänzt wird das Fertigsystem durch eine

Aluminium-Unterkonstruktion mit Stahl-Clips von Karle & Rubner

plus Dämmung und Cross Laminated Timber (CLT) als Massivholzwand

(CLT). Mit ihrer Expertise im Massivholzbau und mit CLT als

Hightech-Bauprodukt für den nachhaltigen Massivholzbau haben

die Ingenieure von Derix die Entwicklung begleitet und die Kombination

aus CLT und Bambus mitentwickelt. Auf seinem Messestand

zeigte Moso Bamboo erstmals eine Hauswand, gebaut aus

dem neuen System, inklusive eingelassenen Fensters.

Das besondere Interesse der Besucher galt dabei vor allem

der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit des Bambusmaterials. Das

neue Fassadensystem erfüllt alle Anforderungen für den modernen

Holzhausbau. Die Brandschutzklasse B-s2-d0 wird erfüllt.

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist beantragt.

Zertifikatsübergabe »QNG ready«

Erst kürzlich hat Moso Bamboo das »QNG-ready«-Siegel für

zahlreiche Bambusprodukte erhalten. Das unabhängige Sentinel

Holding Institut (SHI) hat die Moso-Produkte auf Schadstoffe

geprüft und für das umfangreiche Produktsortiment die Zertifizierung

vergeben. Corina Wünsche, Key Account Managerin

im Marketing bei SHI, überreichte Michael van Houten, Moso-

Bamboo-Vertriebsleiter DACH, Skandinavien, England und Osteuropa,

das Zertifikat während der Messe.

AUSSCHÄUMEN – ABSCHNEIDEN – FERTIG!

Die neueste Entwicklung von Bambusspezialist Moso ist ein ökologisches Fassaden-

Komplettsystem, das in Zusammenarbeit mit Systemanbieter Karle & Rubner und

den Experten für Ingenieurholzbau, Derix, zur Marktreife gebracht wurde.

Mit der Zertifizierung einher geht ein umfassender Service

für Architekten und Planer: Das Sentinel Holding Institut ist aus

einem Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

(DBU) hervorgegangen und verfolgt das Ziel, messbares, nachhaltiges,

kreislauffähiges und schadstoffgeprüftes Bauen zu

realisieren. In der SHI-Datenbank werden daher alle emissionsgeprüften,

zertifizierten Baumaterialien und deren Nachhaltigkeitseigenschaften

immer auf den neuesten Stand gehalten und

sind jederzeit abrufbar. Dieser Service umfasst alle relevanten

Produktinfos sowie EPDs und mehr.

»Architekten, Planer, Generalunternehmer, Bauunternehmen

und Verarbeiter können unsere Bambusprodukte dort nun jederzeit

nachschlagen und haben alle

notwendigen Zertifizierungen

und Informationen auf einen

Blick zur Hand. Das ist ein

umfassender Service«, betont

van Houten. »Wir erarbeiten

uns mit der Weiterentwicklung

unserer Bambusprodukte

eine nachweislich nachhaltige

und ideale Alternative für

zukunftsfähige Bauprojekte«,

so van Houten. ?

MOSO (2)

Corina Wünsche, Key Account Managerin

im Marketing bei SHI , überreichte

Michael van Houten das »QNG ready«-

Zertifikat des Sentinel Holding Instituts

(SHI) während der Dach+Holz in Köln.

62 l April 2026 Fassade

clearopag.de/shop


Werkzeuge


»Expert« – die neue

Leistungsklasse

für den Profi

BOSCH – Bosch Professional bietet mit »Expert« eine Leistungsklasse,

die speziell für Profis mit höchsten Ansprüchen entwickelt

wurde. »Expert« liefert laut Bosch beste Lösungen für jeden

Einsatzbereich und steht für mehr als nur Power: Die neue Klasse

vereint innovative Features, hohen Anwenderschutz und hervorragenden

Arbeitskomfort. Mehr als 2 200 »Expert«-Zubehörprodukte

sind bereits heute im Markt verfügbar, in diesem Januar

kamen erstmals Elektrowerkzeuge und Messtechnik hinzu.

Der Wandscanner »Expert D-tect

18V-200-17C« ist mit innovativer

Radartechnologie und

KI-Objekterkennung ausgestattet.

Der Wandscanner wird mithilfe der leichtgängigen

Räder über die Wand gerollt.

Auch für Profis mit langjähriger Erfahrung ist es

nicht immer einfach, aus der Fülle verfügbarer

Elektrowerkzeuge das richtige auszuwählen.

Bosch erleichtert professionellen Anwendern

diese Entscheidung, indem die Mehrleistung

der »Expert«-Produkte bereits auf den ersten

Blick sichtbar ist. Eine durchdachte Anwenderführung

zeigt unmittelbar auf, welches »Expert«-

Gerät für welche Anwendung die beste Wahl

ist – so können Anwender schnell die richtige

Kaufentscheidung treffen.

Für »Expert«-Elektrowerkzeuge und -Messgeräte

setzt Bosch auf eine gezielte, selektive

Vertriebsstrategie über ausgewählte, qualifizierte

Fachhändler. Diese bewusste Entscheidung

ermöglicht professionellen Anwendern ein Einkaufserlebnis,

das exakt auf ihre Anforderungen

abgestimmt ist – mit der idealen Lösung

selbst für anspruchsvollste Aufgaben. Als Basis

des Bosch-Professional-18V-Systems sind

»Expert«-Akkus, -Ladegeräte und das »Expert«-

Zubehörsortiment weiterhin über alle gängigen

Vertriebskanäle erhältlich.

Leistungsstarke Akku-Säbelsäge

Ein Highlight unter den Geräten der Top-Leistungsklasse

ist die Säbelsäge »Expert EXSA18V-32«

(siehe Aufmacherbild S. 63). Sie liefert mit ihrem

bürstenlosen Biturbo-Hochleistungsmotor die

Leistung eines kabelgebundenen 1 300-Watt-

Geräts. Mit bis zu 3 000 Hüben pro Minute

trennt sie mühelos Metall, Holz, Hohlziegel,

Kunststoff, Holzverbundstoffe und Isolationsmaterialien.

Für fortschrittlichen Anwenderschutz

bietet die neue Säbelsäge zudem zwei

innovative Funktionen: »KickBack Control« und

»Adaptive Speed Control«. Bleibt eine Säbelsäge

beispielsweise beim Trennen von Roh-

ren und I-Trägern aus Metall, von Öltanks oder

von Holzbalken stecken, kann dies zu schmerzhaften

Rückschlägen und Verletzungen führen.

Die integrierte »KickBack Control« stoppt die

Säbelsäge augenblicklich, sobald das Blatt sich

verkantet. Das minimiert die Gefahr von Verletzungen

und verhindert zugleich das Verbiegen

oder sogar Brechen von Sägeblättern. Die integrierte

»Stop Control« stellt sicher, dass das

Sägeblatt stoppt, sobald es aus dem Material

austritt.

Die »Adaptive Speed Control«-Funktion sorgt

zudem dafür, dass das Sägeblatt beim Anschneiden

langsam anläuft und dann auf die gewünschte

Hubzahl gesteigert wird. Bei Schnitten in

harten Materialien wie Metallrohren verhindert

dies Schäden, die ansonsten durch unkontrollierte

Bewegungen des Sägeblattes auf der Werkstoffoberfläche

entstehen.

Die »Expert EXSA18V-32« kommt in einer

hochwertigen »L-Boxx«, die das Verstauen

der Säge mit montierter Fußplatte erlaubt und

zusätzlich Platz für Akkus, ein Ladegerät und

das wichtigste Zubehör bietet.

KI-gestützte Radartechnologie

für präzise Ortung

Im Bereich Messtechnik läutet Bosch Professional

mit dem Wandscanner »Expert D-tect18V-200-17C«

nach eigenen Angaben eine neue Ära ein. Er

unterstützt Profis bei der präzisen Lokalisierung

von Objekten in vielen verschiedenen

Wandtypen. Erstmalig kommt dabei die Bosch-

Radartechnologie in Kombination mit KI-Objekterkennung

zum Einsatz. Messungen werden

dadurch zuverlässiger und präziser und sind einfacher

durchzuführen. Zum Scannen wird das

Gerät mithilfe der leichtgängigen Räder über

64 l April 2026

Werkzeuge & Befestigungssysteme


BOSCH (5)

die Wand gerollt. Dabei werden Daten über den

gesamten Scanbereich erfasst und verarbeitet.

Die neue KI-Objekterkennung ermöglicht es,

verschiedene Objekte – einschließlich Kunststoffrohren

und Metallrohren, letztere bis zu

einer Tiefe von 200 mm – in der Wand zu orten

und zu identifizieren.

Das hochauflösende IPS-Display zeigt alle

beim Scan gefundenen Objekte und deren Tiefe

in der Wand an und lässt Anwender durch die

Farbcodierung einfach zwischen Metall, Holz,

Kunststoffrohren und Stromleitungen unterscheiden.

Die 3D-Bildgebungsfunktion mithilfe

des mitgelieferten Posters ermöglicht

zudem eine umfassende und einfach interpretierbare

Wandübersicht mit klarem Bild etwa

von Bewehrungsstahlmatten und komplexen

Objektkombinationen.

Das IPS-Display bietet laut Bosch weite

Betrachtungswinkel, hervorragende Farbwiedergabe,

hohen Kontrast und gleichmäßige

Helligkeitsverteilung. Das kratzfeste Display-

Schutzglas sorgt zudem stets für klare und konsistente

Sicht. Das Gerät ermöglicht durch seine

Screenshot-Funktion und den internen Speicher

die einfache Dokumentation aller Daten, wobei

die Datenübertragung via USB-C und SD-Karte

erfolgt. Anwender können eigenständig regelmäßige

Software-Updates durchführen, um

stets von den aktuellen Funktionen und Verbesserungen

zu profitieren.

Der Wandscanner wird in einer praktischen

»L-Boxx« ausgeliefert. Im Lieferumfang enthalten

sind ein Ladegerät »GAL 18V-20«, ein Akku

»GBA 18V 2.0Ah«, ein USB-C-Kabel und eine

Handschlaufe sowie ein Poster aus robustem,

wasserbeständigem Kunstpapier in der Größe

60 x 40 cm.

Werkzeuge & Befestigungssysteme

Maximale Leistung, längere Laufzeit

Das Herzstück der Top-Leistungsklasse »Expert«

sind vier neue Hochleistungs-Akkus mit Kapazitäten

von 4.0, 5.5, 8.0 und 15.0 Ah. Die Akkus

»EXBA18V-40« und »EXBA18V-55« erreichen

Maximalleistungen von bis zu 2000 W. Im Vergleich

zu bereits länger verfügbaren Akkus, beispielsweise

dem »GBA 18V 4.0Ah Professional«,

wurde die temporäre Maximalleistung verdoppelt.

Der »EXBA18V-80« und »EXBA18V-150« liefern

sogar bis zu 2400 Watt temporäre Maximalleistung.

Auch bei der Laufzeit setzen die »Expert«-

18V-Akkus neue Maßstäbe. Im Vergleich zum

»GBA 18V 4.0Ah Professional« verlängert der

»EXBA18V-80« die Laufzeit um bis zu 120 Prozent.

Der »EXBA18V-150« mit 15.0 Ah Kapazität bietet eine

Laufzeit, die die des »GBA 18V 4.0Ah Professional«

um bis zu 280 Prozent übertrifft. Das neu designte

Gehäuse wurde speziell für den herausfordernden

Einsatz auf der Baustelle entwickelt. Metalleinleger

sowie ein verstärktes Kontaktsystem machen

die neuen »Expert-18V-Akkus« extrem robust.

Zudem ermöglicht die »CoolPack 2.0-Technologie«

eine schnelle Wärmeableitung. Durch diese Kombination

profitieren Anwender von einer besonders

langen Lebensdauer der Akkus.

Zu mehr Effizienz auf der Baustelle tragen auch

die neuen »Expert«-Ladegeräte bei. Das Einzelladegerät

»EXAL18V-160« lädt einen »EXBA18V-80«-

Akku im »Power Boost-Modus« mit bis zu 16 A

Ladestrom binnen 39 Minuten vollständig auf

und ist damit drei Mal so schnell wie das Ladegerät

»GAL 18V-40 Professional«. Das Doppelladegerät

»EXAL18V2-320« lädt in der gleichen

Zeit parallel zwei dieser Akkus vollständig auf.

»Active Air Cooling« kühlt die Akkus und »Flex-Temp

Charging« erweitert den Ladetemperaturbereich

der »Expert«-Akkus auf -10 °C bis +55 °C. ?

?

Die komplette »Expert«-Range:

Erstmals sind Elektrowerkzeuge

und Messtechnik Teil der neuen

Leistungsklasse.

Die vier Hochleistungs-Akkus bilden des

Herzstück der Top-Leistungsklasse »Expert«.

April 2026 l 65


Outdoor-Handwerkzeuge

für Profis im GaLaBau

Die

Bypass-Astschere

mit 85 cm Länge ermöglicht

leichte Schnitte bei Ästen bis

50 mm Durchmesser.

MILWAUKEE – Milwaukee ergänzt sein Portfolio mit einem

eigenen Programm an Outdoor-Handwerkzeugen. Die Sortimentserweiterung

adressiert professionelle Anwender im

Garten- und Landschaftsbau sowie in Kommunalbetrieben,

die Wert auf robuste Konstruktion, ergonomische Auslegung

und eine auf Dauerbelastung ausgelegte Verarbeitung legen.

Spaltäxte werden von

Milwaukee in den Größen 40 cm,

66 cm und 90 cm angeboten.

Im Bereich der Holzspaltwerkzeuge umfasst

das Portfolio zum Start verschiedene Spaltäxte

sowie einen 3,6 kg schweren Spalthammer.

Dieser ist auf hohe Belastbarkeit ausgelegt und

verfügt über eine besonders sichere Verbindung

zwischen Kopf und Stiel. Sein stahlverstärkter

Fiberglasstiel erhöht die Widerstandsfähigkeit

bei Fehlschlägen, während ein vibrationsdämpfendes

Griffsystem die Belastung für den Anwender

reduziert.

Die 90 cm lange Spaltaxt ist auf zügiges Arbeiten

ausgelegt. Eine präzisionsgeschliffene Schneide

unterstützt ein sauberes Eindringen ins Holz,

während der leichte Stiel ausgewogene Schwünge

ermöglicht. Ergänzend stehen Spaltäxte mit

40 und 66 cm Länge zur Verfügung. Geschmiedete

Stahlköpfe sowie Stiele mit durchgehendem

Metallkern erhöhen die Haltbarkeit und unterstützen

eine ausgewogene Gewichtsverteilung.

Ergonomisch geformte Griffe mit widerstandsfähiger

Gummiummantelung verbessern die Kontrolle

für zielgenaue Schläge.

Ergänzt wird das Sortiment durch einen 2,3 kg

schweren Spaltkeil mit breiten Flügeln für effiziente

Spaltergebnisse. Eine präzise angeschliffene

Schneide erleichtert das Ansetzen, die geschmiedete

Stahlkonstruktion sorgt für Langlebigkeit.

Werkzeuge für die Gehölzpflege

Für die Pflege von Gehölzen gibt es von Milwaukee

zwei Bypass-Gartenscheren mit Schnittkapazitäten

von 20 und 25 mm. Die Klingen sind mit

einer reibungsarmen PTFE-Beschichtung versehen

und auf präzise Schnitte ausgelegt. Eine

zweistufige Arretierung ermöglicht das Verriegeln

bei halber Öffnung, was bei kleineren Aststärken

eine höhere Schnittfrequenz ermöglicht

und Kraft spart. Rutschhemmende Griffe unterstützen

die sichere Handhabung. Erfordern Gehölzarbeiten

eine größere Reichweite und mehr Kraft,

66 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme


kann die neue Bypass-Astschere mit 85 cm Länge

zum Einsatz kommen. Ihre geschmiedeten Klingen

ermöglichen leichte Schnitte bei Ästen bis

50 mm Durchmesser. Zwei Griffpositionen erlauben

je nach Arbeitssituation entweder eine höhere

Hebelwirkung oder mehr Kontrolle in beengten

Bereichen. Ein integrierter Gummipuffer reduziert

die Stoßbelastung.

Im Segment der Handsägen umfasst das Sortiment

eine 35 cm lange gebogene Säge, die ein

Holster mit rechts wie links nutzbarer Gürtelschnalle

zur Befestigung beinhaltet, sowie eine

klappbare Variante mit 25 cm Blattlänge. Beide

Modelle verfügen über gehärtete, vierfach geschliffene

Zähne im japanischen Zugzahn-Design und

eine gebogene, verchromte Klinge, die saubere

Schnitte bei Ästen bis 20 beziehungsweise 15 cm

Durchmesser ermöglichen.

Effizientes Arbeiten in der Höhe

Für Arbeiten in größerer Höhe steht der 2-in-1-Teleskop-Hochentaster

mit einem 33 cm langen

Sägeblatt, ebenfalls mit japanischem Zugzahn-

Design, zur Verfügung. Die Schnittkapazität

beträgt damit bis zu 18 cm. Zusätzlich ist im Kopf

eine mittels Seilzug bedienbare Bypass-Astschere

integriert, die das sichere Trennen von Ästen

MILWAUKEE (3)

bis 30 mm ermöglicht. Die Teleskopstange lässt

sich von 2,1 auf bis zu 4,9 m ausziehen. Gefertigt

aus einer Kombination aus Fiberglas und Aluminium,

verbindet sie geringes Gewicht mit Stabilität.

Eine integrierte Seilaufbewahrung sowie die

Möglichkeit, die Sägeklinge einzuklappen, sorgen

für Sicherheit bei Transport und Lagerung.

Milwaukee sichert seine Outdoor-Handwerkzeuge

mit einer lebenslangen Garantie

ab. Nach Unternehmensangaben werden bei

Material- oder Herstellungsfehlern fehlerhafte

Werkzeuge im Rahmen des normalen Gebrauchs

kostenfrei ersetzt.

?

Im Segment der Handsägen umfasst das

Sortiment eine 35 cm lange gebogene

Säge sowie eine klappbare Variante mit

25 cm Blattlänge.

Nächste Generation

mit noch mehr Power

FLEX – Mit gleich vier neuen Varianten

startet Flex die nächste

Generation seiner »Mid Duty Drill

Driver« (DD) und »Percussion Drill

Driver« (PD) und möchte damit

neue Maßstäbe im Segment der

18-V-Akku-Bohr- und -Schlagbohrschrauber

setzen. Die Geräte überzeugen

laut Flex mit noch mehr

Power, optimierter Ergonomie und

cleveren Sicherheitssowie

Komfortfunktionen.

Die neuen »Mid Duty«-Modelle liefern nach

Unternehmensangaben ein maximales Drehmoment

von 115 Nm bis 25 Nm mehr als

die Vorgänger. Gleichzeitig sind die Maschinen

rund 3 cm kürzer und wiegen je nach

Variante nur 1,4 bis 1,6 kg.

Die zweite Generation der Anti-Kickback-

Funktion soll Anwender zuverlässig vor

Verletzungen durch plötzliche Blockaden

schützen. Für spezielle Anwendungen wie

Gewindeschneiden, Stufen- oder Kernbohren

kann die Funktion nun temporär deaktiviert

werden. Nach 30 Minuten Inaktivität

oder Akku-Entnahme reaktiviert sich das

System automatisch.

Flexibilität dank

abnehmbarem Bohrfutter

Mit dem neuen, abnehmbaren Jacobs-Bohrfutter

lassen sich Bohrer und Bit gleichzeitig

einsetzen. So werden Vorbohren und

Schrauben ohne Werkzeugwechsel möglich.

Auch im Detail punkten die neuen »Drill

Driver« laut Hersteller: Das ergonomisch

geformte Gehäuse liegt satt in der Hand

und verspricht volle Kontrolle, auch an langen

Arbeitstagen. Ein separater Umschalter

für Bohren, Schrauben und Schlagbohren

macht Schluss mit dem ständigen Nachjustieren

– die eingestellte Kraft bleibt exakt

erhalten, selbst wenn zwischendurch vorgebohrt

wird.

Für optimale Sicht auf die Arbeitsfläche

sorgt die kräftige LED-Beleuchtung, die den

Bohrpunkt hell und schattenfrei ausleuchtet.

Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor

mit Zwei-Gang-Getriebe, der nicht nur eine

konstante Leistungsentfaltung verspricht,

sondern auch durch seine Effizienz und

FLEX

Mit dem »DD 2G 18-EC

MD DC« mit Zusatzhandgriff

verspricht

Flex maximale Kontrolle

bei anspruchsvollen

Anwendungen.

geringe Wartungsanfälligkeit für ergiebige

Langlebigkeit des Geräts sorgt.

Vier Varianten für ein

breites Einsatzspektrum

Ob Möbelbau, Rahmenkonstruktionen,

Metallbearbeitung oder Schlagbohren in

Mauerwerk: Die neuen »Mid Duty Drill Driver«

sind laut Flex echte Allrounder für Profis

im Handwerk und ambitionierte Anwender.

Die neue »Mid Duty«-Generation kommt

in vier Ausführungen auf den Markt: Als

Bohrschrauber »DD 2G 18-EC MD DC C«

und als Schlagbohrschrauber »PD 2G 18-EC

MD DC C« in Kartonverpackung. Wer eine

robuste Aufbewahrungslösung bevorzugt,

erhält die Geräte »DD 2G 18-EC MD DC«

und »PD 2G 18-EC MD DC« auch in der

bewährten »L-Boxx«.

?

Werkzeuge & Befestigungssysteme


Feuchtemessung

neu gedacht

WOLFF – Mit der »KRL Box« bringt

Wolff ein neues Messgerät für die

Beurteilung der Belegreife von Estrichen

auf den Markt. Grundlage ist

die KRL-Methode nach DIN EN

17668, die den Feuchtezustand

mineralischer Estriche normgerecht

bewertet. Das smarte System verbindet

präzise Messtechnik mit digitaler

Dokumentation und einer

praxisorientierten Umsetzung für

den Baustellenalltag.

Für die Messung mit der »KRL

Box« wird eine Estrichprobe

entnommen und in den dafür

vorgesehenen Behälter gefüllt.

WOLFF TOOLS (2)

Die Bewertung von Estrichfeuchte hat

sich in den vergangenen Jahren deutlich

weiterentwickelt. Neue Estrichrezepturen,

beschleunigte Systeme und steigende

Anforderungen an die Dokumentationssicherheit

erhöhen den Anspruch an die

Messtechnik der Zukunft. Während die

CM-Messung seit Jahrzehnten etabliert

ist, rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt,

welche Feuchte tatsächlich schadensrelevant

werden kann. Genau hier setzt

die KRL-Methode an: Sie misst nicht den

Feuchtegehalt, sondern den Feuchtezustand

eines Estrichs – also die Feuchte, die

aus dem Bauteil austreten und für nachfolgende

Bodenbeläge kritisch werden kann.

Die DIN EN 17668 definiert die KRL-

Messung als genormtes Verfahren zur

Bestimmung der korrespondierenden relativen

Luftfeuchte. Der Messwert wird in

Prozent relativer Luftfeuchte angegeben

Nach der Nutzung kann die Box einfach mit dem

Zubehör gereinigt werden. Auf Arbeitsschritte

wie das Abwiegen der Probe oder den Einsatz

chemischer Zusatzstoffe kann verzichtet werden.

und dient als Grundlage zur Beurteilung

der Belegreife mineralischer Estriche. Die

Methode ist materialunabhängig einsetzbar

und eignet sich somit z. B. für gängige

Zement- oder auch für Calciumsulfatestriche.

Eine Verwechslungsgefahr und somit

Gefahrenquelle ist mit der KRL-Methode

also ausgeschlossen.

Von der Norm zur

praxisgerechten Anwendung

Mit der »KRL Box« überführt Wolff die

normgerechte Messmethode in ein kompaktes,

baustellentaugliches und Appangebundenes

Messverfahren. Für die

Messung wird eine Estrichprobe entnommen

und in den dafür mitgelieferten

Messbecher gefüllt. Das Messgerät wird

aufgesetzt und ermittelt die korrespondierende

relative Luftfeuchte im Probenmaterial.

Nach einer kurzen Wartezeit bis zur

Gleichgewichtseinstellung steht der Messwert

zur Verfügung.

Auf Arbeitsschritte wie das Abwiegen

der Probe oder den Kauf und Einsatz chemischer

Zusatzstoffe von bisherigen Calciumcarbid-Ampullen

kann gänzlich verzichtet

werden. Dadurch reduziert sich der organisatorische

Aufwand im Vergleich zur

bisherigen CM-Messmethode deutlich.

Gleichzeitig entfallen besondere Anforderungen

an Transport und Lagerung, da keine

Gefahrstoffe eingesetzt werden.

Die »KRL Box« in Verbindung mit der

»Uzin Utz Go«-App kann die Messwerte

außerdem digital erfassen, mit Zeitstempel

versehen und projektspezifisch an den

Computer übertragen und archivieren.

Diese Daten können dann dem Bauherren

mit der sonstigen Baudokumentation

übermittelt werden, was immer häufiger

gefordert wird.

Vereinfachte Instandhaltung

im Baustellenalltag

Messsysteme müssen regelmäßig überprüft

werden, um dauerhaft verlässliche Ergebnisse

sicherzustellen. Ein separates Prüfmittel

ist im Lieferumfang enthalten und steht für

die regelmäßige Sensorüberprüfung bereit.

Für den Fall, dass der Sensor ausgetauscht

werden muss, wurde bei der »Wolff KRL

Box« ein anwenderorientiertes Konzept umgesetzt:

Der Sensor kann bei Bedarf direkt ausgetauscht

werden, ohne dass das gesamte

Gerät an den Hersteller eingesendet werden

muss. Dieses Konzept reduziert Ausfallzeiten,

Kosten und vereinfacht die Instandhaltung im

Vergleich zu klassischen Kalibrierprozessen

um ein Vielfaches.

Die »Wolff KRL Box« ist im Uzin-Utz-Markenverbund

verankert und ergänzt das Portfolio

im Bereich Untergrundvorbereitung. Wird

bei der Messung eine erhöhte Restfeuchte

festgestellt, stehen bei den Schwestermarken

bewährte, aber auch innovative Lösungen

zur Feuchteabsperrung vor der Verlegung

der Oberbeläge zur Verfügung. Damit verbindet

das neue Messgerät normgerechte

Messtechnik, digitale Dokumentation und

systemorientierte Weiterverarbeitung.

Seit über 70 Jahren stellt das von Hans

Wolff 1954 gegründete Unternehmen qualitativ

hochwertige Maschinen und Werkzeuge

für das bodenlegende Fachhandwerk

her. Die Kernkompetenz liegt bei den sogenannten

Strippern – Maschinen zum Ablösen

von Bodenbelägen. Produziert wird am

Standort Ilsfeld mit modernsten Fertigungsmethoden.

?

68 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme


Dachziegel präzise anreißen –

mit App und Schablone

MAFELL – Mafell hat mit dem Ziegel-Anreiß-System »ZAS« nach Herstellerangaben

das weltweit erste Anreißsystem für Dachziegel mit App-Anbindung entwickelt.

Das neue System reduziert den Zeitaufwand beim Messen, Zuschneiden und Verlegen

deutlich und erhöht die Sicherheit. Zudem ermöglicht es eine hochwertige Ausführung

ohne Schmutzablagerungen und Staubentwicklung auf dem Dach.

Mafell

hat nach Unternehmensangaben

das

weltweit erste Anreißsystem für

Dachziegel mit einer App entwickelt.

?

MAFELL (2)

Ob Kehle, Grat, steigende Traufe oder schräger

Ortgang: Das Einmessen, Zuschneiden

und Einpassen der Ziegel ist auch für erfahrene

Fachkräfte auf dem Dach eine Herausforderung

– besonders bei steilen Dächern

und unter widrigen Bedingungen. Mafell hat

deshalb im engen Austausch mit Anwendern

das Ziegel-Anreiß-System »ZAS« entwickelt.

Es ist für die Bemessung und das

Anzeichnen marktgängiger Beton- und Tonziegel

bis 500 × 500 mm geeignet. Damit

müssen komplexe und mitunter gefährliche

Zuschnittarbeiten nicht mehr auf dem

Dach ausgeführt werden.

Durchdachtes Zusammenspiel

Das »ZAS« besteht aus einer kostenfreien

App für Smartphones mit Android- und iOS-

Betriebssystem sowie einer Anreißschablone

für Ziegel. Die Anreißschablone lässt

sich in einer Transporttasche mit Rollen einfach

auf die Baustelle bringen.

Die intuitiv bedienbare App basiert auf dem

bekannten Verfahren zur Dacheinteilung.

Im ersten Schritt werden die Anwendung

und die einzudeckende Seite ausgewählt.

Anschließend wird das Maß des einzudeckenden

Ziegels eingegeben oder aus einer

Bibliothek ein bereits definierter Ziegel

gewählt. Danach werden die Deckbreite des

Ziegels, der Lattabstand und die Anzahl der

Ziegelreihen eingegeben. Die »ZAS«-App

berechnet den Zuschnitt jedes einzelnen

Ziegels Reihe für Reihe. In der Listenansicht

werden alle Ziegel dargestellt und können

nach dem Zuschnitt abgehakt werden. Das

erleichtert die Sortierung der Ziegel für das

Eindecken. Für die weitere Nutzung lassen

sich die ermittelten Daten als PDF exportieren,

speichern oder versenden.

Zuschnitt in der Vorfertigung

So wie die App etablierte Arbeitsabläufe

aufnimmt und vereinfacht, können mit der

Anreißschablone auch gewohnte Arbeitsmittel

zum Anzeichnen und Trennen verwendet

werden. Die Anreißschablone wird auf

einem Arbeitstisch oder auf zwei Arbeitsböcken

aufgestellt. Die mit der App berechneten

Maße werden direkt eingestellt, die

Ziegel auf dem Drehtisch entsprechend

positioniert.

An den großen Skalen lassen sich Längenund

Winkelmaße leicht ablesen und exakt

einstellen. Der Lamellenvorhang der Konturenlehre

passt sich den verschiedenen Ziegelformen

exakt an. So können die Ziegel mit

einem Bleistift, Markierstift oder Ritzwerkzeug

präzise angerissen und anschließend

mit einem Winkelschleifer oder einer Spezialsäge

in der Vorfertigung zugeschnitten

werden. Rückseitig markiert oder nummeriert,

werden sie mit dem Lastaufzug zum

Eindecken aufs Dach transportiert. ?

Die mit der App ermittelten Werte werden

auf die Anreißschablone abgetragen.

Werkzeuge & Befestigungssysteme

April 2026 l 69


Clever geklemmt

SFS – Photovoltaik an

der Fassade stellt hohe

Anforderungen an Montage

und Ausführungsqualität.

Mit »SnapSolar«

hat SFS ein Montagesystem

entwickelt, das eine

präzise und kontrollierte

Modulbefestigung an der

Gebäudehülle ermöglicht.

Das definierte Montageprinzip unterstützt

die kontrollierte Positionierung

und Ausrichtung der Photovoltaikmodule

während der Installation.

Durch die vertikale Montage

lassen sich Fassadenflächen

zusätzlich zur Energiegewinnung

nutzen, ohne bestehende

Dachflächen zu beanspruchen.

Photovoltaik wird in vielen Projekten längst nicht

mehr ausschließlich auf Dachflächen realisiert.

Insbesondere bei Bestandsgebäuden oder bereits

belegten Dächern gewinnen Fassaden- und Wandanwendungen

an Relevanz, um zusätzliche Energieerträge

über die Gebäudehülle zu generieren.

Mit der vertikalen Installation steigen jedoch die

Anforderungen an Montage, Toleranzausgleich

und Ausführungsqualität. Die Einbausituation an

der Fassade verlangt eine präzise, reproduzierbare

Umsetzung – auch unter wechselnden Baustellenbedingungen.

Vor diesem Hintergrund hat SFS

das Montagesystem »SnapSolar« für wandmontierte

Photovoltaikanlagen entwickelt.

Im Zentrum von »SnapSolar« steht ein definiertes

Montageprinzip, das auf sichere Handhabung

und reproduzierbare Abläufe ausgelegt ist. Das System

kombiniert tragende Profile, Modulhalter und

Klemmelemente zu einer nachvollziehbaren Montageabfolge.

Positionierungs- und Justiermöglichkeiten

erleichtern das exakte Platzieren der Module

und ermöglichen einen kontrollierten Toleranzausgleich

auf der Baustelle.

Definierter Systemaufbau

Das Montagesystem basiert auf abgestimmten Einzelkomponenten,

die die direkte Befestigung von

Photovoltaikmodulen auf geeigneten Fassadenuntergründen

ermöglichen. Es ist für den Einsatz

auf Trapezblechfassaden sowie auf Betonuntergründen

konzipiert und kann auf Anfrage auch

bei Sandwichpaneelen eingesetzt werden. Zentrale

Elemente sind ein Aluminium-C-Profil mit

rückseitiger EPDM-Unterlage, Photovoltaikhalter

für Moduldicken von 30 bis 40 mm sowie Mittel-

und Endklemmen zur Modulfixierung. Ergänzt

wird der Aufbau durch den sogenannten »Snap-

SFS (3)

Clip«, der die Position des Modulhalters auf dem

Profil sichert und zugleich Justierungen während

der Montage ermöglicht. Durch diese systematische

Abstimmung entsteht ein klar strukturierter

Aufbau mit wenigen Bauteilen und nachvollziehbaren

Montageschritten.

Kontrollierte Modulpositionierung

Für die Montage wird das Photovoltaikmodul

zunächst in der unteren Klemme positioniert, sodass

der Zugang zu den rückseitigen Kabelanschlüssen

erhalten bleibt. Anschließend wird die obere

Modulkante eingesetzt und das Modul kontrolliert

in seine endgültige Position abgesenkt. Das Montageprinzip

erlaubt eine schrittweise Ausrichtung

der Module, ohne benachbarte Elemente demontieren

zu müssen, etwa bei durchlaufenden Modulreihen

auf Fassadenflächen. Dadurch lassen sich

auch bei größeren Fassadenflächen gleichmäßige

Modulbilder realisieren. Zur Feinjustierung stehen

Ausgleichs- und Feineinstellplatten zur Verfügung,

mit denen Höhenabweichungen bis zu 2 mm direkt

im System ausgeglichen werden können. Größere

Toleranzen lassen sich über eine Anpassung der

unteren Modulauflage korrigieren, ohne angrenzende

Module entfernen zu müssen. Nach dem Ausrichten

werden die Module über einen frontseitig

zugänglichen Klemmbefestiger mit definiertem

Anziehdrehmoment fixiert, wodurch ihre endgültige

Position dauerhaft gesichert wird.

Integrierte Projektplanung

Ergänzend unterstützt eine Planungssoftware die

Auslegung von »SnapSolar«-Projekten von der

Konzeptphase bis zur Umsetzung. Sie ermöglicht

eine systemkonforme Dimensionierung der Anlage

sowie die frühzeitige Abstimmung von Modulaufteilung,

Befestigungspunkten und Materialbedarf.

Dadurch lassen sich Montageabläufe bereits in

der Planungsphase optimieren und Schnittstellen

zwischen Planung und Ausführung reduzieren. Für

Planer und ausführende Betriebe entsteht so eine

durchgängige Prozesskette – von der Projektierung

bis zur Installation auf der Baustelle.

?

Die »SnapSolar«-Montagelösung ermöglicht eine präzise

Befestigung von Photovoltaikmodulen an der Fassade

(Building Attached PV) und unterstützt eine reproduzierbare

Ausführung unter Baustellenbedingungen.

70 l April 2026 Werkzeuge & Befestigungssysteme


Greift besser,

spleißt weniger

EJOT – Mit der »T-Fast Plus« hat

Ejot die nächste Generation Holzbauschrauben

mit markanter

Schraubenspitze entwickelt. Die

neue »T-Fast Plus« verfügt über

eine CE-Kennzeichnung auf Basis

der neu erteilten ETA 24/0816

und bietet ein deutlich optimiertes

Verarbeitungserlebnis:

Schnelles Spitzengreifen, einfache

Schraubenkontrolle sowie ein

spürbar reduziertes Holzspleißen

sorgen für sicheres und zügiges

Arbeiten – sowohl in der Werkstatt

als auch auf der Baustelle.

Die »T-Fast Plus« wurde auf der Dach+Holz

der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie kann vielseitig

zur Verbindung und Befestigung von

Bauteilen aus Holz, Holzwerkstoffen und

Stahlblech an Bauteilen aus Holz und Holzwerkstoffen

in tragenden und nicht tragenden

Bereichen eingesetzt werden. Typische

Anwendungen finden sich etwa am Dachstuhl,

bei der Befestigung von Verlegeplatten

auf Deckenbalken oder bei Beplankungen auf

Unterkonstruktionen. Die Holzbauschraube

wird in den Varianten JW2 aus Kohlenstoffstahl

mit galvanisch verzinkter Oberfläche

Schnelles Spitzengreifen, einfache

Schraubenkontrolle und deutlich

reduziertes Holzspleißen: Die »T-Fast

Plus« ist auf eine sichere und zügige

Verarbeitung ausgelegt.

sowie JW4 aus nichtrostendem Stahl CRC

II beziehungsweise Edelstahl A2 gefertigt,

jeweils mit Gleitbeschichtung. Mit der »T-Fast

Plus« JW4 aus Edelstahl ist bei Ejot erstmals

eine Holzbauschraube der Nutzungsklasse 3

für den bewitterten Bereich verfügbar. Alle

»T-Fast Plus«-Holzbauschrauben verfügen

über eine optimierte Gewindegeometrie.

Sie reduziert das Risiko des Überdrehens

bei kurzen Schrauben und beschleunigt die

Verarbeitung bei langen Schrauben. Erhältlich

sind die Schrauben als Vollgewindeund

Teilgewindeschrauben, ausgestattet

mit TX-Antrieb. Das gewährleistet eine einfache

und kontrollierte Verarbeitung ohne

Cam-out-Effekt. Ein Schaftfräser am Übergang

zum gewindefreien Schraubenschaft

reduziert zudem das Eindrehmoment und

erleichtert den Einschraubvorgang. ?

WISSENSWERTES...

Mit der Market Unit Construction bedient

Ejot ausgewählte Marktsegmente der Baubranche.

Hierzu zählen professionelle Anwendungen

in der Außenhülle von Gebäuden und

Verankerungslösungen von technischen Anlagen-Systemen

im Gebäudeinneren. Hauptprodukte

sind Bohr- und Dichtschrauben,

Kunststoffdübel, chemische und mechanische

Anker sowie Befestiger für Flachdächer

und Solaranwendungen. Ejot – das sind

mehr als 4 000 Mitarbeiter an 51 Standorten

mit über 24 000 Produkten.

EJOT

Werkzeuge & Befestigungssysteme

April 2026 l 71


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Nordhoffstraße 2 | D-37077 Göttingen


Auf einen Blick

Redaktionsverzeichnis

Impressum

Austrotherm Dämmstoffe GmbH 11

Braun-steine GmbH 55

Carlisle Construction Materials GmbH 10, 12

Dachziegelwerke Nelskamp GmbH 27

Deceuninck Germany GmbH 60

Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 31

Dörken Coatings GmbH 34

Dr. Schutz GmbH 52

Ejot SE & Co. KG 71

Etex Germany Exteriors GmbH 28

Fleck GmbH 40

Flex-Elektrowerkzeuge GmbH 67

GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH 44

Girnghuber GmbH 58

Grip Safety Coatings AG 54

Hauraton GmbH & Co. KG 56

IBC Solar AG 38

IKO Insulations GmbH 32

Institut Bauen und Umwelt e. V. 10

Jackon Insulation GmbH 33

Jakob Stockschläder GmbH & Co. KG 16

Kala - Kunststoffe K.-H. Lange GmbH & Co. KG 26

Karl Grumbach GmbH & Co. KG 8

Kebony Norge AS 10

Kingspan Insulation GmbH & Co. KG 61

Kraso GmbH & Co. KG 18

Lamilux Heinrich Strunz GmbH 43

Linzmeier Bauelemente GmbH 30

Lithonplus GmbH & Co. KG 10, 48

Lumon Deutschland GmbH 50

Mafell AG 69

Mayer Schaltechnik GmbH 20

Moso International BV 62

Paul Bauder GmbH & Co. KG 24

Polyfin AG 36

Robert Bosch Power Tools GmbH 64

Roland Wolf GmbH 19

Schöck Bauteile GmbH 22

Schomburg GmbH 57

SFS Group AG 70

Sihga GmbH 17

Silikal GmbH 37

Sita Bauelemente GmbH 41

Techtronic Industries Central Europe GmbH 66

Ursa Deutschland GmbH 21

Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG 68

Velux Deutschland GmbH 42

Wienerberger GmbH 29

Verlag

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Telefon (08 31) 5 22 04-0

E-Mail: info@sbm-verlag.de

Herausgeber

Markus Holl

Joachim Plath

Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)

Redaktion

Christine Seif (-25)

Frauke Fink (-36)

Peter Lang (-46)

Anzeigendisposition

Markus Maier (-37)

Elmar Romanesen (-16)

Layout

Imelda Weidhaas (-24)

Jessica Grahle (0)

Lisa Schröder Leitung (-23)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

Leser- und Abonnenten-Service

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

Anzeigen

Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 20

vom 1. Januar 2026

Bezugspreis

Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER

im Einzelabonnement

bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):

Inland: 55,00 € inkl. Versand

Ausland: 82,50 € inkl. Versand

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Titelbild

Grumbach / BaustoffPARTNER

IVW angeschlossen

ISSN 1439-5606

Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages. Jahresabonnements

können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate

vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich

beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt

eingesandte Manus kripte wird keine Haftung

übernommen. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht

der Redaktion.

Auf einen Blick

April 2026 l 73


Vorschau

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Mai – Innenausgabe

TOP-THEMA: Boden

MESSERÜCKBLICK: Fensterbau Frontale

ERSCHEINUNGSTERMIN: 16.05.

Juni – Außenausgabe

TOP-THEMA: Fassade

SONDERTHEMA: Dämmung

ERSCHEINUNGSTERMIN: 13.06.

ADOBE STOCK (2)

TOP-THEMA: Boden

MESSE-

AUSGABE

TOP-THEMA: Fassade

FENSTER-MONTAGEHILFE „HENRY 1“

Die Fenstereinbauhilfe Henry 1 dient der Erleichterung des Arbeitsablaufes beim

Einhängen und auch Aushängen von Fensterflügeln.

Die Flügelelemente werden stabil und sicher mittels akkubetriebener

Elektrospindel auf Einhängeposition gefahren und können somit ohne

Kraftaufwand für den Monteur eingebaut werden. Zudem verfügt die

Fenstereinbauhilfe „Henry 1“ über eine akkubetriebene Treppensteigerhilfe. Das

Gerät wurde von uns so konzipiert, dass man ebenfalls Haustüren ein- und

aushängen kann. Das unterste Aufnahmelevel liegt bei 3,5mm.

Die Tragkraft beträgt 125kg.

Kundenname Akkubetriebene

5 Gründe für den „Henry 1“

1/2

+ Einfaches Handling für den VORSCHAU Hubspindel

Monteur auf der Baustelle Verkäuferkürzel

Hub

+ Ergonomisches, sicheres Arbeiten

1000mm

ohne Kraftaufwand Alternativplatzierung beim Ein- _____________________

Tragkraft

/Aushängen von Flügeln

125kg

+ Personaleinsparung: Schwere

Elemente werden sicher

Anzeigen

auf Position

aus XX/XX ok

gebracht

+ Fährt ebenfalls motorisch

unterstützt Treppen auf und ab

+ Absolute Arbeitserleichterung für

jeden Monteur auf der Baustelle

Bis 1400mm

Brüstungshöhe

Bis 3,5mm

Aufnahmehöhe

RYKO Arbeitsplatzeinrichtungen & Maschinenbau GmbH

Wilhelmstrasse 5-7 / D-75203 Königsbach-Stein

Tel.: (+49) 07232 / 3018-0 * Mail: henry1@ryko.de * www.ryko.de


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