tassilo-das Magazin rund um Weilheim und die Seen Ausgabe Mai Juni 2026
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Ausgabe 66
Mai / Juni 2026
®
Das Magazin rund um Weilheim und die Seen
Eine Produktion von
mit Veranstaltungskalender für zwei Monate
Titelbild: Marion Weiß
Festivalstimmung am Hohen Peißenberg
Mister Mendocino
Im Wohnzimmer eines Schlagerstars
Jubiläen, Feste, Festivals
Es wird gefeiert im Tassiloland
Sportbegeisterter Schlagerstar
Traumhaftschöngelegene
Sportflugplätze
gibt es einige
im Pfaffenwinkel.
Einer aber toppt sie
alle. Wegen seiner
einzigartigen Lage.
Insbesondere aber
aus flugtechnischer
Sicht, weil dort bereits
vom Start weg
eine
ganz besondere Thermik
herrscht. In dieser Mai / Juni-Ausgabe verraten wir
Ihnen, wo sich der wohl schönste Sportflugplatz
Deutschlands versteckt. In luftiger Höhe befinden
sich auch die Spitzen von Maibäumen. Traditionell
werden auch heuer wieder einige mit Zunfttaferln
versehene „Stangerl“ aufgestellt, erstaunlich viele
sogar von Hand, was in jüngerer Vergangenheit
nicht immer der Fall war. Insofern ein echtes
Spektakel, auf das sich Beteiligte wie Zuschauer
riesig freuen dürfen. Weniger erfreulich an diesem
schönen Brauch: Welch immenser Aufwand dahintersteckt
– und warum immer strengere Auflagen
die eine oder andere Dorfgemeinschaft bereits dazu
bewogen haben, Jahre ohne Maibaum in Kauf zu
nehmen. Lothar Bernhard Walter steht am liebsten
nicht im Zentrum eines Dorfplatzes, sondern auf den
schillernden Bühnen von Funk, Fernsehen und großen
Konzerthallen – und begeistert auch im hohen
Alter von 82 Jahren noch sein Publikum. Im großen
Interview auf der Roten Couch verrät Schlagerikone
Michael Holm, wie er als Kind der Klassik zu Pop
und Schlager kam, wer sein einst wildes Leben mit
harten Arbeitstagen und exzessiven Partys in geregeltere
Bahnen lenkte, wie sehr er Gut Schörghof
vermisst und wann und wie er zu seinem Künstlernamen
gekommen ist. Darüber hinaus wollten wir
von ihm wissen, ob er sich inmitten eines bürgerlichen
Wohngebiets in Weilheim tatsächlich wohlfühlt
– und natürlich, wie er sich geistig und körperlich
so bemerkenswert fit hält. Fitness spielt auch
im Fußball eine wesentliche Rolle. Allen voran dann,
wenn höherklassig gespielt wird und vom Torwart
bis zum Stürmer alle Bock darauf haben, besser
zu werden. Dazu passend haben wir uns mit den
Machern zweier Vereine unterhalten, die aus unterschiedlichen
Gründen ihre Nachwuchsabteilung
komplett umgekrempelt haben – und inzwischen
seit Jahren junge Fußballer aus der kompletten Region
massenweise in ihren Bann ziehen. Magnetische
Anziehungskraft auf Menschenmassen haben
auch die alljährlichen Feste, die hiesige Vereine ein
ums andere Mal auf die Beine stellen. In dieser Ausgabe
sprechen wir von den bevorstehenden Huglfinger
Festtagen, im Zuge derer gleich vier Vereine
gemeinsame Sache machen. Und von den Söcheringer
Festtagen, die nach 2025 schon wieder stattfinden,
jedoch von zwei anderen Vereinen organisiert
werden. Einen guten Grund zum Feiern haben außerdem
die Raistinger ob ihrer 1 250-jährigen Ortsgeschichte.
Zumindest offiziell. Denn in Wahrheit ist
das zweittiefste und zweitnördlichste Dorf von Weilheim-Schongau
viel älter, als die im Original erhaltene
Urkunde aus anno dazumal besagt. Dazu passt
auch die Geschichte über den wahren Pfaffenwinkel.
Dass dessen Grenzen ganz anders verlaufen, als viele
meinen, weiß nun auch,
Ihr Johannes Schelle
> > > AUS DEM INHALT
Seite 4
Das Erbe der Kelten und
Germanen — rund ums
Maibaumaufstellen
Seite 6
Mit Zugspitzblick und
Gebirgsthermik: Deutschlands
schönster Flugplatz
Seite 9
Mr. Mendocino – eine
Schlagerikone im großen
Interview auf der Roten Couch
Seite 14
Das Werk der Besessenen:
Über leistungsorientierten
Nachwuchsfußball
Seite 16
Machen gemeinsame Sache:
Vier Vereine laden zu den
Huglfinger Festtagen
Seite 20
In Wahrheit noch viel
älter — ein Ortsporträt zum
1250. Geburtstag
Seite 22
Von Rock bis Klassik, von Wolle
bis Keramik — Allerlei aus dem
wunderschönen Tassiloland
Seite 25
Electro-Festival mit
Alpenpanorama: Tickets für
Grüne Sonne zu gewinnen
Seite 28
Gebiet reicht in fünf Landkreise
hinein — die Geschichte über
den wahren Pfaffenwinkel
Seite 30
Nach 2025 schon wieder:
Heuer feiern in Söchering die
Feuerwehrler und Schützen
Seite 32
Ein qualvoller Tod!
Wildrisse durch
freilaufende Hunde
Seite 34
Kirche Kunterbunt:
Eine ganz neue Form
von Gottesdienst
Seite 36
Brechmühle, Trokar, Breitbeil:
Einzigartige Einblicke in
ein Bauernhofmuseum
Seite 42
Für Alt und Jung aus Nah und
Fern: Veranstaltungen in den
Monaten Mai und Juni
Dorfstraße 17
82436 Eglfing/Tauting
herbert-hoiss@t-online.de
Tel. 08847 6968-8
Fax 08847 6968-6
Tel. 08847 534
Mobil 0170 3561098
mai / juni 2026 | 3
Gelebte Tradition trotz strenger Auflagen
Das Erbe der Kelten
und Germanen
Tassiloland | Der Brauch des Maibaumaufstellens
ist kein rein bayerischer,
dafür ein uralter. Seine
Ursprünge reichen zurück bis in
die Zeit der Kelten und Germanen,
die in etwa 500 Jahre vor Christus
gelebt haben. Insofern ein heidnischer
Brauch mit schon damals
großer und zu heute sehr ähnlicher
Symbolkraft: Das Aufstellen junger
Bäume, oft Birken oder Tannen,
verkörperte einst Fruchtbarkeit,
den Sieg über zurückliegende harte
Winter, darüber hinaus sollte es
Glück bringen und ein aufblühendes
Frühjahr einläuten. Auch interessant:
Dass der Begriff Maibaum
sich nicht direkt vom Monat Mai,
sondern vom althochdeutschen
Begriff „Maien" ableitet – Maien
ist ein Begriff für grüne Zweige
und junge Bäume. Die erste historische
Erwähnung dieses schönen
Brauchs, wie wir ihn in Deutschland
bis heute kennen und pflegen,
geht letztlich auf das Jahr 1224 und
die nordrhein-westfälische Stadt
Aachen zurück. Seither hat sich das
Maibaumaufstellen insbesondere
im südlichen Deutschland sowie
alpenländischen Raum stark verbreitet
und manifestiert. Auch hier
im bayerischen Oberland werden
seit rund 300 Jahren in beinahe allen
Dörfern und Städten alle paar
Jahre Maibäume neu aufgestellt.
Als wir von „tassilo“ vor wenigen
Wochen alle hiesigen Rathäuser
angeschrieben und nach diesjährigen
Terminen befragt hatten, klingelte
kurz darauf das Telefon. „Wir
stellen heuer keinen auf, schneiden
dafür unseren alten um – nach
nur zwei Jahren.“ Die Aussage kam
von Kinsaus Bürgermeister Marco
Dollinger, der damit ganz bewusst
auf die Kehrseite dieses schönen
Brauchs aufmerksam machen
möchte: Immer strengere Auflagen
und damit verbundene Kosten, die
es Gemeinden und Ehrenamtlichen
nicht leicht machen, diese
zweifelsohne schöne Tradition aufrechtzuerhalten.
Gutachter kostet
2 000 Euro
Sobald ein neuer Maibaum fachgerecht
verankert steht, greift für
die Eigentümer oder Verantwortlichen
des Baumes die Verkehrssicherungspflicht.
Heißt: Der Baum
muss erstmals nach einem Jahr
Standzeit von einem Fachkundigen
mit Holzexpertise, zum Beispiel
Schreiner oder Zimmerer, auf
Standsicherheit kontrolliert werden.
Nach zwei Jahren Standzeit
reicht der fachkundige Handwerker
vor Ort nicht mehr aus, muss der
Baum durch einen Sachkundigen
geprüft werden. Das sind Männer
oder Frauen, die beispielsweise
bei der Versicherungskammer Bayern
im Rahmen eines Maibaum-
Seminars gezielt geschult wurden.
Nach drei Jahren ist diese Kompetenz
nach deutschem Gesetz ebenfalls
nicht mehr ausreichend, muss
der Maibaum nun durch einen
öffentlich bestellten Holz-Sachverständigen
(Gutachter) kontrolliert
werden. Der kostet in etwa 2 000
Euro. Angenommen, ein Dorf reizt
die maximal erlaubte Standzeit eines
Maibaums
von fünf Jahren
aus, summiert
sich da kostentechnisch
für
das dritte, vierte e
und fünfte Jahr
so einiges auf. Hinzu kommt, dass
der Brauch des Maibaumaufstellens
jede Menge Freizeit und Manpower
abverlangt. Zunächst muss
der perfekte Baum – kerzengerade,
gesund und oft über 30 Meter lang
– gefunden und im Idealfall schon
im November des alten Jahres bei
abnehmendem Mond geschlagen,
entastet, entrindet und getrocknet
werden. Später wird der Baum aus
dem Wald geholt und an einem
geheimen Ort – meist in Gewerbehallen
oder landwirtschaftlichen
Gebäuden – eingelagert. Von da
an heißt es. Wache schieben! Jeden
Tag, rund um die Uhr! Denn
der Brauch des Maibaumstehlens
ist unter hiesigen Landjugenden,
Burschenvereinen und Trachtenvereinen
mindestens so beliebt
wie das Aufstellen des Baumes
an sich. So mancher Brauchtumsenthusiast
nimmt sich für diese
Zeit sogar den Jahresurlaub.
Aufstellung
noch von Hand!
Wenige Wochen vor dem Aufstelltermin
am 1. Mai muss der
Baum schließlich final bearbeitet
und gestaltet werden – einige
verpassen dem Stamm einen
weiß-blauen Anstrich, zum
Teil sogar als Rautenmuster.
Darüber hinaus
werden frischrenovierte i oder gar
neu gefertigte Zunfttaferl angebracht
– letztere bilden Handwerk,
Brauchtum, Vereine und Gemeindewappen
in Form von kunstvoller
Malerei ab. Auch hier sind oft
professionelle Maler am Werk,
was auch mit einem gewissen finanziellen
Aufwand verbunden ist.
All das hat die Kinsauer bereits vor
fünf Jahren dazu bewogen, ihren
Baum eigenverantwortlich nach
jeweils zwei Jahren zu fällen, um
sich so Kosten, Bürokratiewahnsinn
und auch Verantwortungslast
zu ersparen. Aufgeben möchten
sie diese Tradition aber nicht. „Wir
versuchen den fünfjährigen Turnus
beizubehalten.“ Heißt: In Kinsau
steht die kommenden drei Jahre
kein 36 Meter langer Maibaum,
wird 2029 wieder ein neuer aufgestellt.
Dafür haben die Lechrainer
heuer die Qual der Wahl, sich
das Aufstellspektakel in anderen
Gemeinden anzuschauen. Der
„tassilo“-Redaktion wurden jede
Menge Termine aus Weilheim-
Schongau sowie den umliegenden
Landkreisen Starnberg, Landsberg
am Lech, Ostallgäu und Garmisch-
Partenkirchen gemeldet. Die meisten
davon sogar mit dem Hinweis,
dass noch traditionell von Hand
und mit einem kräftigen „Hau
ruck!“ aufgestellt wird.
js
4 | tassilo
> > > MAIBAUM-FESTE AUF EINEN BLICK
AIDLING: Freitag, 1. Mai, um 13.30 Uhr in der Dorfstraße
26, organisiert vom Trachtenverein. Aufstellung via
Flaschenzugsystem. Für Speis, Trank und Musik ist gesorgt.
DÜRNHAUSEN: Samstag, 2. Mai, um 13 Uhr in der Ortsmitte
an der Sindelsdorfer Straße, organisiert vom Burschenverein.
Aufstellung von Hand, musikalisch umrahmt von der
Musikkapelle Habach. Verköstigung gibt’s ebenfalls.
EBERFING: Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr gegenüber Gasthaus
Waldherr, Ringstraße 11, vom örtlichen Schützenverein St.
Hubertus. Aufstellung von Hand. Für Speis, Trank und musikalische
Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt.
FORST: Freitag, 1. Mai ab 10 Uhr mit Zug zum Wirtsanger,
Aufstellung des Baums von Hand, Weißwurstfrühschoppen,
Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Ab 20 Uhr Maifeier
im Bayerischen Hiasl. Es spielt die Forster Blaskapelle. Witterungsbedingter
Alternativtermin: Sonntag, 3. Mai.
MACHTLFING: Freitag, 1. Mai, ab 9 Uhr mit „Reinfahren“
des Baums zum Dorfplatz (Pähler Straße) in Begleitung von
Trommlerzug und Blaskapelle aus Erling-Andechs. Aufstellung
von Hand durch Burschenverein und andere Dorfvereine.
Ab 19 Uhr Maifeier mit Barbetrieb und DJ.
OBERHAUSEN: Freitag, 1. Mai, um 13 Uhr, am Dorfplatz
vor dem Rathaus, organisiert vom örtlichen Trachtenverein
„Edelweiß“, der gemeinsam mit weiteren aus der Dorfgemeinschaft
den Traditionsbaum händisch aufstellen wird.
Es spielen die Oberhauser Musikanten zünftig auf.
PENZBERG: Freitag, 1. Mai, um 11.30 Uhr mit Umzug vom
Stadtplatz (Michael-Pfalzgraf-Platz 1) zur Stadthalle, wo der
Baum von den städtischen Vereinen von Hand aufgestellt
wird. Finales Herrichten des Baumes bereits am Abend zuvor,
ebenfalls an der Stadthalle.
PERCHTING (Starnberg): Freitag, 1. Mai, ab 9 Uhr in der
Ortsmitte an der Römerstraße durch die örtliche Burschenschaft.
Aufstellung von Hand. Für Frischgezapftes, Grillgut,
Steckerlfisch und Kuchen ist gesorgt. Die Stadtkapelle
Starnberg umrahmt musikalisch.
SPATZENHAUSEN: Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr auf dem Parkplatz
am „Haus des Gastes“, organisiert vom Trachtenverein
„Almrösl“. Aufgestellt wird traditionell von Hand. Für musikalische
Umrahmung sorgt die Blaskapelle Spatzenhausen,
für Essen und Getränke der Wirt im Haus des Gastes,
für Kaffee und Kuchen der Trachtenverein.
UNTERHAUSEN: Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr, Barbetrieb,
Weißbier-Wagen im Zentrum des Dorfes durch den Burschenverein.
Aufgestellt wird ganz traditionell von Hand.
Musikalische Umrahmung der Stadtkapelle Weilheim. Für
Speis und Trank ist bestens gesorgt.
UNTERZEISMERING (Tutzing): Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr
an der Ecke Bernrieder Straße / Dorfstraße. Aufstellung von
Hand. Danach Speis, Trank und Musik der Haunshofener
Blaskapelle.
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mai / juni 2026 | 5
An der A95 – mit Zugspitzblick und Gebirgsthermik
Deutschlands schönster Flugplatz
Murnau | Es gibt viele schöngelegene
Sportflugplätze im bayerischen
Oberland. Der südöstlich
von Murnau toppt sie landschaftlich
aber alle. Wer dort mit Segelflieger,
Motorsegler oder Ultraleichtflugzeug
abhebt, hat bereits
beim Startvorgang Deutschlands
höchsten Berg im Blick. Manchmal
zumindest. „Prinzipiell starten und
landen wir in beide Richtungen –
grundsätzlich heben wir aber
immer gegen den Wind ab, was
meistens Richtung Norden der
Fall ist, insofern mit Zugspitze im
Rücken“, erklärt Stefanie Brockelt,
Pressesprecherin der Sportsegelfliegergruppe
Werdenfels,
die an dieser Stelle ein
weiteres Alleinstellungsmerkmal
des
Sportflugplatzes Ohlstadt, so der
offizielle Name, hervorheben
möchte: „Wir stellen den einzigen
Flugplatz in der Region, der nicht
vor oder an, sondern bereits in
den Bergen liegt.“ In der Tat ist
die 1 000 Meter lange und acht
Meter breite Start- und Landebahn
aus Asphalt regelrecht eingebettet
von Herzogstand und Heimgarten
im Nord-Osten, von Krottenkopf
und Estergebirge im Süd-Osten,
vom Wettersteinmassiv im Süden
sowie von den etwas weiter südwestlich
liegenden Ammergauer
Voralpen mit Laber, Aufacker und
Hörnle. Landschaftlich betrachtet
insofern eine glatte Eins. Aus Sicht
der Segelflieger jedoch vor allem
aufgrund der dort außergewöhnlichen
Thermik reizvoll. „Während
von anderen Sportflugplätzen erst
einige Flugkilometer in
Aus dem Flieger auf fden Segelflieger: In diesem Falle mit Blick in Richtung
der gebirgsabgewandten Seite, direkt auf den Pfaffenwinkel.
Richtung Gebirge zurückgelegt
werden müssen, um die begehrte
Gebirgsthermik zu erreichen,
herrscht sie hier bei uns bereits
vom Start weg.“ Mit Thermik ist
nach oben strömende Luft gemeint,
über die ein Segelflieger
sich frei von motorischer
Unterstützung immer
weiter gen
Himmel
schrauben kann. Passendes Wetter
vorausgesetzt, gibt es diesen Aufwind
auch im Flachland. In und
zwischen den Bergen aber ist er
um ein Vielfaches stärker. Wobei
das, was Segelflieger-Piloten lieben,
für den untenstehenden Zuschauer
nicht wirklich erkennbar
ist. „Vom Boden betrachtet sieht
alles gemütlich, fast schon langweilig
aus.“ Im Flieger sitzend,
reiße die Gebirgsthermik jedoch
regelrecht an den
Tragflächen
des Fliegers.
„Man spürt so richtig, wie der
Flieger nach oben gehoben wird,
erfährt das intensive Gefühl der
Beschleunigung, spürt die Kraft
der Natur.“ An dieser Stelle von
Vorteil: Ein stabiler Magen.
Großer Hangar
mit 22 Fliegern
Gebaut wurde der Flugplatz der
Sportfliegergruppe Werdenfels vor
gerade einmal 15 Jahren. Zuvor
flogen die Aktiven unter dem Namen
„Werdenfelser Segelflieger“
von einem kleineren Flugplatz mit
Start- und Landebahn bei Eschenlohe.
Der befand sich allerdings
auf einem Teil des Murnauer
Mooses, musste aus Naturschutzgründen
zurückgebaut werden.
„Dass wir als Ersatz die Fläche
hier erwerben konnten, ist natürlich
ein riesengroßes Glück für
uns gewesen“, schwärmt Stefanie
Brockelt hier im Namen aller 260
Vereinsmitglieder, von denen derzeit
110 aktiv sind. „Unsere ältesten
Piloten sind über 80, die jüngsten
im Rahmen unserer vereinseigenen
Flugausbildung erst 14.“ Sie
kommen aus Murnau, aber auch
6 | tassilo
Auch Doppelsitzer-Segelflieger finden sich am Sportflugplatz Ohlstadt.
Ideal für Rundflüge, aber auch zum Reinschnuppern in die Fliegerei.
aus Garmisch-Partenkirchen, Bad
Tölz, Weilheim, vereinzelt bis aus
Augsburg oder München. Letztere
profitieren von der einzigartigen
Lage des Flugplatzes im Grunde
dreifach: neben Zugspitzblick
und Gebirgsthermik verläuft die
Start- und Landebahn parallel zu
Deutschlands bekanntester Raser-
Autobahn, der A95. Insofern sind
es, je nach Verkehr und Witterung,
nur 30 bis 45 Autominuten von der
Landeshauptstadt bis zum Flugplatz.
Zu sehen ist der Flugplatz
von der Autobahn aus allerdings
nicht – obwohl nur wenige Meter
Luftlinie dazwischenliegen und
auch das Rauschen des Verkehrs
deutlich zu hören ist, verhindert
ein sanfter Hügel, bepflanzt mit
Bäumen und Sträuchern, die Sicht
auf Start- und Landebahn, Restaurant
mit Panoramaverglasung
und großem Hangar mit Platz für
bis zu 22 Fliegern. Darüber hinaus
wird eine weitere, große
Freifläche als Parkplatz für Fluganhänger
genutzt, eine mit Kies
aufgefüllte Fläche als Parkfläche
für Pkw, und auch die Luftrettung
„Christoph Murnau“ nutzt das
Areal zum Üben des Winchens.
Auch auffallend beim Betrachten
des Geländes: Ein großer, alter,
jedoch zu zwei Dritteln eingestürzter
Bauernhof. „Das Wohnhaus
vorne ist unversehrt, wird von uns
auch als erweitertes Vereinsheim
für beispielsweise Grillabende an
lauen Sommerabenden genutzt.“
Der Rest müsste jedoch dringend
saniert werden. Denkmalschutzauflagen
verhinderten dieses kostenintensive
Unterfangen bis
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82362 Weilheim, Pöltnerstr.10 Rgb
(Bachbräupassage)
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Motorflieger über den Bergen (oben) sowie der
Blick auf Hangar, Restaurant und Landebahn.
ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER
Kreisverband
Starnberg
Mehr Infos auf
jobs.brk-starnberg.de
FSJ, BFD oder Ausbildungsplatz?
• Kaufmann im
Gesundheitswesen (m/w/d)
• Erzieher (m/w/d)
• Kinderpfleger (m/w/d)
• Pflegefachmann (m/w/d)
• Pflegefachhelfer (m/w/d)
• Notfallsanitäter (m/w/d)
dato. Ansonsten aber ist der Flugplatz
nicht nur aufgrund seiner
romantischen Lage mit Bergblick
in einem Topzustand – und dementsprechend
auch bei Nichtmitgliedern
des Vereins sehr beliebt.
700 Kilometer
ohne Motor
Den Sommer über kommen Urlauber
mit Campern und Flugschein
aus ganz Deutschland, um
dieses seltene Angebot der Gebirgsthermik
ab Start zu nutzen.
Stefanie Brockelt, auch erfahrene
Segelflugschein-Ausbilderin, hat
inzwischen 11 000 (!) Flüge hinter
sich. „Gibt nix Schöneres, macht
süchtig – allen voran hier in der
Region, wo du mit Bergen, Seen,
Flachland und den Vierjahreszeiten
landschaftlich und farblich so
ziemlich alles hast.“ Einen Nachteil
hat dieser Standort an den
Bergen aber doch: Dass Lärm,
der von motorisierten Fliegern
ausgeht, etwas deutlicher zu
hören ist. „Deshalb haben wir
unser traditionelles, benzinbetriebenes
Schleppflugzeug, die Robin
DR 400, durch ein topmodernes
Ultraleicht-Schleppflugzeug ersetzt.“
Darüber hinaus besitzt
der Verein einen leistungsfähigen
Doppelsitzer-Segelflieger,
zehn Segelflugzeuge mit einem
Sitzplatz sowie einen Motorsegler.
Heißt: Wer fliegen möchte,
braucht nicht zwingend einen eigenen
Flieger, sondern kann ihn
kostengünstig leihen. 450 Euro
zahlt ein aktives, erwachsenes
Mitglied pro Jahr. Schüler und
Studenten lediglich 150 Euro – und
die bekommen, erlaubt ab 14 Jahren,
im Rahmen dieses Jahresbeitrags
sogar die Grundausbildung
zum Segelfliegen beigebracht.
„Günstiger geht’s wahrscheinlich
nicht“, betont Stefanie Brockelt,
deren großes Ansinnen es schon
immer war, dass möglichst allen
Menschen das Fliegen ermöglicht
wird – dem erfolgreichen
Top-Unternehmer mit Millionen
auf dem Konto ebenso wie
dem einfachen Arbeiter aus der
unteren Mittelschicht. Entsprechend
bereichernd sind auch die
Begegnungen am Flugplatz. „Wir
kommen schulisch, beruflich und
familiär aus den unterschiedlichsten
Verhältnissen, haben vom
Millionär über Arzt, Handwerker
und Pfleger wirklich alles im Verein
– und teilen aber auch allesamt
die gleiche Leidenschaft.“
Das verbinde, egal ob reich oder
eher arm. Noch schöner ist in Brockelts
Augen nur das Fliegen an
sich. Ihre Lieblingsroute: „Von hier
bis in die Schweiz.“ Sie segelte
schon an den Graten der berühmten
Viertausender Piz Bernina
und Piz Palü entlang, war sogar
schon über dem Aletschgletscher.
„Da reden wir dann von insgesamt
knapp 700 Kilometern und
siebeneinhalbstunden Flugzeit.“
Wohlgemerkt alles mit dem Segelflieger,
also ohne motorische Unterstützung.
„Es gibt von unserem
Platz aus auch gelegentlich Flüge
mit über 1 000 Kilometern Strecke
und zwölf Stunden Flugzeit.“ Pinkelpause?
„Fehlanzeige – hilfreich
kann hier das Tragen einer Windel
sein“, so Stefanie Brockelt, die am
Ende eines derart langen Fluges
schon froh ist, wieder unbeschadet
am Ausgangspunkt angekommen
zu sein. Hier am mit schönsten
Flugplatz Deutschlands. Mit
Zugspitzblick und Gebirgsthermik
vom ersten Meter. js
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mo - Fr: 8 -12.15 und 14 -18 Uhr
Sa: 8.15 -12.15 Uhr
MOBIL: 0172-73 66 045
8 | tassilo
Auf der Roten Couch
Mister Mendocino
Welch große Ehre: Michael Holm hat uns mit Redakteur, Fotograf
und Roter Couch in sein privates Wohnzimmer gelassen. Die richtige Pose
vor der Kamera ist für den Schlager-Star augenscheinlich Routine. Foto: Felix Baab
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Weilheim | Er schrieb mehr als
1 000 Songs, veröffentlichte 40 Alben
und verkaufte in Summe rund
50 Millionen Platten weltweit:
Sänger, Songwriter und Musikproduzent
Michael Holm zählt zu den
erfolgreichsten Schlagerstars überhaupt.
Wir von „tassilo“ hatten die
große Ehre, den heute 82-Jährigen
bei sich zuhause in Weilheim besuchen
zu dürfen. Im großen Interview
auf der Roten Couch verrät der
Vater zweier erwachsener Kinder,
wie er vom Kind der klassischen
Musik zum Genre „Schlager“ kam,
wie wild er in den 1970er Jahren
gelebt hat, dass er noch immer den
Schörghof vermisst und ob er sich
inmitten eines Weilheimer Wohngebiets
tatsächlich heimisch fühlt.
Darüber hinaus spricht der Gewinner
mehrerer goldener Schallplatten
sowie Träger des Bayerischen
Verdienstordens über seinen erfolgreichsten
Song, die Hintergründe
regelmäßiger Fitnessstudio-Besuche,
das Gemüt des Oberbayern
und warum er nach wie vor das
Rampenlicht sucht.
Herr Holm, wie viel Disziplin braucht
es, um nach wie vor so gut performen
zu können?
Die Nachkriegsgeneration, auf die
später viel Hass und Häme abgeladen
wurde, hat unglaublich viel geleistet.
Damals gab’s keine Gastarbeiter,
sondern nur die Frauen, die
Kinder, und die Männer, die nach
und nach aus dem Krieg zurückgekommen
waren. Das hat mich als
Kriegskind, geboren im Jahre 1943,
nachhaltig geprägt. Deshalb war
und ist es für mich bis heute selbstverständlich,
sich erst bemühen
und etwas leisten zu müssen, um
etwas erreichen zu können. Ob das
dann Erfolg einbringt oder nicht,
steht da noch gar nicht zur Debatte.
Achten Sie auch auf ausreichend
Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung?
Der große Vorteil hier: Das Weilheimer,
Wielenbacher und Unterhausener
Moos, hinüber bis zum
Ammersee, was von hier super
erreichbar ist. Die ausgetorften
Seen, aber auch Störche, Reiher,
Blesshühner – ich liebe es, draußen
in der Natur zu sein, sich zu
Fuß oder auf dem Fahrrad zu bewegen,
die Landschaft und Tiere
zu beobachten. Für mich ist das
sogar ein Stück weit der Sinn des
Lebens. Auf Ernährung und Schlaf
achte ich natürlich auch. Nur habe
ich leider keinen guten Schlaf, weil
ich grundsätzlich sehr schwer einschlafe.
Ist dieses Schlafproblem dem
Lebens-Rhythmus eines Schlagerstars
geschuldet?
Als Schüler wirst du zum Frühaufsteher
gezwungen, als Schlagersänger
arbeitest du eher am
Abend und in die Nacht hinein.
Im Rahmen einer Tournee hast
du oft Auftritte, die erst um 22.15
Uhr oder noch später beginnen.
Energielevel und Adrenalin sind
auch danach noch so hoch, dass
du nicht einfach von der Bühne ins
Hotelzimmer gehst und schläfst –
da brauchst du erstmal ein paar
Stunden, bis du runterkommst.
Das macht natürlich was mit dir
und deinem Schlafrhythmus. Auch
an Tagen ohne Auftritt.
Bekannt geworden sind Sie in
erster Linie als Schlagersänger,
arbeiteten aber auch intensiv als
Songwriter und Musikproduzent,
in dieser Funktion auch für andere
Künstler. Welche Rolle hat Ihnen
am meisten Freude bereitet?
Es ist beides toll. Das Singen auf
der Bühne, weil es eine sehr direkte,
persönliche, energetische Sache
ist. Wenn du dich darauf nicht richtig
einstellst, dir ein gewisses Maß
an Mindestenergie und Selbstverliebtheit
fehlt, deshalb nicht
gut genug bist, bekommst du das
anhand der Reaktion des Publikums
sofort zu spüren. Wenn es dir
aber gelingt, kannst du die Freudentränen
in den Gesichtern der
mitsingenden Fans erkennen. Das
gibt einem unglaublich viel zurück.
Aber auch das Schreiben von Melodien
und Texten war großartig,
hat mich insbesondere in meiner
erfolgreichsten Zeit in den 1970er
Jahren mit sehr viel Glück und Zufriedenheit
erfüllt.
Erlangen in unserer
85-Quadratmeter-
Wohnung, in der
wir mit sieben Personen
lebten, ein
Quartett von engagierten
Musikern –
die saßen im Kreis
und machten Hausmusik.
Das konnten
wir fünf Kinder
hautnah miterleben.
Was Sie letztlich
auch zum Musizieren
bewogen hat?
Mein erstes Geld
habe ich noch zu
Zeiten als Schüler
verdient, in dem
ich in der Martin-
Luther-Kirche in Erlangen
ein Solo von
Anton Bruckner in
C-Moll gesungen hatte – dank der
musikalischen Erziehung meines
Vaters – bei uns zuhause wurde
ausschließlich klassische Musik
praktiziert – konnte ich auch vom
Notenblatt singen. Damals war
ich frisch im Stimmbruch, was mir
eine großartige Stimme beschert
hatte. Jedenfalls bekam ich für
diesen Auftritt in der Kirche 750
Mark! In den 1950er Jahren war
das unglaublich viel Geld – ich
fühlte mich wie ein Multimillionär.
Zumal es Taschengeld bei uns zuhause
nur für meine Schwestern
gab. Mein Bruder und ich mussten
selbst schauen, wie wir zu Geld
kommen. Gelungen ist uns das mit
Singen, was obendrein unglaublich
viel Spaß gemacht hat. Damals
dachte ich auch zum ersten Mal:
Musik ist geil!
Die guten alten Zeiten: Michael Holm am Mikro.
Hier im Rahmen der ZDF-Hitparade.
Aus dem Lautsprecher ertönte ein
Whop babalubap, al lop bom bom –
Tutti frutti, oh Rudy!‘ Da habe ich
erstmals gehört, dass Musik nicht
nur was fürs Herz und Gehirn ist,
sondern den ganzen Körper bewegt.
Ich war vor Euphorie, Tanz
und Bewegung schweißnass, wollte
daraufhin sofort eine Gitarre. Bis
dahin spielte ich nur Querflöte.
Wie reagierte Ihr Vater damals?
Er war jahrelang enttäuscht von
mir, weil ich Richtung Schlager
und Pop gegangen bin. Erstmals
zufrieden ist er erst mit mir gewesen,
als wir mit meinem Hit
‚Tränen lügen nicht‘ eine symphonische
Aufnahme gemacht hatten –
unter anderem mit dem besten
Bachtrompeter, den es damals gab,
extra eingeflogen aus Paris.
Welch Karriere! Michael Holm vor seinen Platten und Auszeichnungen.
Wie sind Sie überhaupt zur Musik
gekommen?
Mein Vater war ein herausragender
Musiker, hatte unter anderem das
Siemens-Philharmonie-Orchester
gegründet. Ein, zwei Mal die Woche
trafen sich bei uns zuhause in
Aber wie kommt ein Kind der klassischen
Musik zu Schlagern?
So mit 14 Jahren, wo man altersbedingt
ohnehin bereit ist für Neues,
besuchte ich einen Klassenkameraden,
der einen mir bis dato
unbekannten Radiosender hörte.
Zu diesem Zeitpunkt war bereits
klar, dass Sie mit Musik Karriere
machen. Hatten Sie trotzdem einen
beruflichen Plan B in der sprichwörtlichen
Tasche gehabt?
Dass ich beruflich etwas mit Musik
zu tun haben möchte, war mir in
10 | tassilo
der Tat früh klar. Dass ich damit
auch Karriere machen kann, allerdings
erst seit ‚Mendocino‘.
Aber ohne diesen Erfolg wäre ich
sicherlich nicht verhungert und
einer derjenigen gewesen, die
in ihrer Verzweiflung nur noch
in der Lage gewesen wären, Mist
zu schaufeln. Jura, was ich sechs
Semester in Berlin und Erlangen
studierte, machte mir auch Spaß –
bis es mit Verwaltungs- und
Staatsrecht losging. Das war so
öde für mich, dass ich mein Studium
abgebrochen hatte. Als mir
dann der Millionen-Seller Mendocino
gelungen war, wurde mir
endgültig klar: Weiterschreiben,
mehr produzieren, mit guten Leuten
zusammenarbeiten, aber auch
immer demütig bleiben.
Wie meinen Sie das mit „demütig
bleiben“?
Bei jedem neuen Projekt wieder
bei null anzufangen und sich nie
auf bisher Erreichtem auszuruhen
und zu glauben, dass es in Zukunft
leichter wird. Wenn du das
tust, hast du schon verloren. An
dieser Stelle hilfreich: Ein gewisses
Mindestmaß an Intelligenz,
um genau das zu erkennen. Oder
gute Freunde und Bekannte, die
entscheidenden Einfluss auf einen
haben, die einen auf den Boden
der Tatsachen wieder zurückholen,
die einen erden.
Ihr Lied „Mendocino“ wurde sogar
zu einem der größten deutschsprachigen
Hits überhaupt. Haben Sie
zum Zeitpunkt der Erscheinung
im Jahre 1969 geahnt, dass dieser
Song derart durch die Decke geht
und auch Jahrzehnte später überall
gesungen wird?
Damals sagte ich zu Giorgio Moroda,
den im Übrigen auch ich in
die Branche brachte: „Weißt Du,
ich habe für einige Sänger riesige
Hits geschrieben, die gut verkauft
wurden. Aber wenigstens einmal
im Leben möchte ich mit einem
Hit 100 000 Platten verkaufen.“ Das
A und O, damit dir das gelingen
kann: Du musst das Herz der Leute
erreichen. Nur dann kaufen sie
auch eine Platte. Bei ‚Mendocino‘
ist mir das gelungen.
‚Barfuß im Regen‘ (1970), ‚El Lute‘
(1972), ‚Baby Du bist nicht allein‘
(1973) oder ‚Tränen lügen nicht‘
(1974): Laut KI-gestützter Recherche
schrieben Sie in Summe mehr
als 1 000 (!) Songs, veröffentlichten
40 Alben und verkauften (weltweit)
mehr als 50 Millionen Tonträger.
Wie stolz sind Sie heute auf das,
was Sie geleistet und erreicht haben?
Ich bin mir durchaus bewusst, dass
ich in Zeiten meines Lebens sehr
erfolgreich war. Das gibt mir bis
heute ein sehr gutes Selbstwertgefühl.
Allerdings würde ich diesen
Erfolg nicht als mein Schicksal
betrachten. Elvis hatte 380 Millionen
verkaufte Platten. Und hier
in Deutschland war zu meiner
Hoch-Zeit Roy Black der absolute
Superstar – wenn der krank war,
versammelten sich seine Fans wochenlang
um das Krankenhaus, in
dem er lag.
Hätten Sie sich diesen Hype nicht
auch gewünscht?
Roy war so populär, dass es nicht
mehr angenehm war. Nur ein Beispiel:
Er kaufte in München Unterhosen
ein, wird erkannt, es ertönte
ein lauter Schrei seines Namens –
Rooooyyyy! – und alle im Kaufhaus
stürmten in den dritten Stock hinauf.
Er konnte sich gerade noch
in die Toilette retten, musste dann
eine halbe Stunde warten, bis ihn
die Feuerwehr mit einer Leiter
über das Toilettenfenster befreien
konnte.
Was passiert, wenn Sie in Weilheim
einkaufen?
Das ist total angenehm. Ab und
zu kommt mal im Vorbeigehen
ein „ah, da Mendocino, wia geht’s
da?“. Dann ich: Guad geht’s ma!
Dann er: „Super!“ Mehr ist es
nicht, was ich an dieser Gegend
hier schon immer sehr geschätzt
habe.
Sind Sie überhaupt regelmäßig
draußen, oder scheuen Sie die Öffentlichkeit
eher?
Selbstverständlich. Ich bin nicht
nur regelmäßig Einkaufen, Spazieren
oder Radfahren, sondern auch
zwei Mal die Woche im Fitnessstudio.
Da sind zwar die Buben, die
viel knackiger aussehen als meine
zwei Freunde und ich. Aber uns
geht es natürlich nicht mehr darum,
Olympiabewerbe gewinnen zu
können.
Wofür trainieren Sie?
In erster Linie, um möglichst lange
in der Lage zu sein, selbstbestimmt
leben zu können. Alles, was du
nicht benutzt, wird abgebaut. So
ist die Natur nun mal. Ich kenne
80-Jährige, die kaum noch laufen
können. Genau das möchte ich
nicht.
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mai / juni 2026 | 11
Wie froh sind Sie, den Peak Ihrer
Karriere in den 1970er Jahren gehabt
zu haben und nicht im heutigen digitalen
Zeitalter, wo Streamingdienste
sehr viele gute Musiker um Lohn und
Brot bringen?
Da bin ich wirklich froh. Meinen
Song ‚Tränen lügen nicht‘ haben
Sonia Liebing, Mickie Krause, Ramon
Roselli und ich erst vergangenes
Jahr in der Show von Giovanni
Zarella gesungen – da haben wir
inzwischen auch mehr als elf Millionen
Klicks, was schön ist. Aber
hey! Elf Millionen verkaufte Platten
für ‚Mendocino‘? Das ist greifbar,
das ist geil!
Stimmt es eigentlich auch, dass Sie
einer der ganz wenigen Künstler
sind, der die Rechte an seinen Songs
bis heute komplett bei sich selbst hat?
Nur als Autor, nicht als Verleger.
Ich habe zwar einen eigenen Musikverlag,
über den wir unter anderem
‚Barfuß im Regen‘, ‚Nur ein
Kuss, Maddalena‘ oder Songs wie
‚El Matador‘ herausgebracht hatten.
Aber die ganz großen Hits wie
‚Musst Du jetzt gerade gehen, Lucille?‘,
‚Wart auf mich‘ oder ‚Mendocino‘
waren letztlich Copyrights
aus Amerika oder Italien. Insofern:
Für einen Teil meiner Songs ja, bei
vielen aber auch nicht.
Dennoch konnten Sie gut davon leben?
Insbesondere in den 1970er Jahren
haben wir alle wahnsinnig verdient.
Lassen Sie uns beim Thema Vermarktung
bleiben: Wie wichtig ist an
dieser Stelle Ihr Künstlername?
Er dient vor allem zu Schutz der
Privatsphäre. Nicht nur meine eigene
betreffend, sondern auch die
meiner Eltern und Geschwister,
was insbesondere zu Hoch-Zeiten
meiner Karriere wertvoll war.
Wobei Sie wahrscheinlich mit Ihrem
bürgerlichen Namen ohnehin
kaum ein Mensch kennt?
Selbst hier bei mir zuhause bin
ich nur Michael Holm und nicht
Lothar Bernhard Walter. Erfunden
habe ich den Namen bereits
in den 1960er Jahren, geprägt von
verschiedenen Einflüssen. Mein
Geburtsort Stettin zum Beispiel
war über 200 Jahre hinweg von
den Schweden besetzt. Darüber
hinaus führte meine erste Reise
nach dem Abitur, gemeinsam mit
zwei Freunden, in einem VW-Käfer,
durch Schweden bis nach Stockholm.
Dieser Roadtrip hat mir sehr
gut gefallen, daher Holm. Und Michael,
weil der Name bereits beim
Aussprechen schon so klingt als
würde man ihn singen. Weil Erzengel
Michael eine äußerst positive
Erscheinung war. Und weil der
damalige Schlagerkönig Michael
Jari hieß.
Wie sah der Alltag des „markenrechtlich
geschützten“ Michael
Holm zu dessen absoluten Hoch-
Zeiten aus?
Wenn man jung ist, hält man Vieles
aus. In den 1970er Jahren war
es völlig normal, dass von morgens
um elf bis nachts um drei Uhr gearbeitet
wurde. An Tagen, an denen
wir nur bis 23 Uhr tätig waren,
ging’s danach noch zum Partymachen,
oft die ganze Nacht durch,
bis morgens um neun Uhr. Dann ab
nach Hause, unter die Dusche, und
ohne Schlaf wieder ins Studio, das
damals in München-Allach war.
Feierten Sie viele wilde Partys?
In den Studios nicht, aber bei mir
Zuhause, wenn man nach zwei Tagen
Hitparade heimkam, nahezu
immer. Ich hatte da in München
eine sehr schöne Villa mit 230 Quadratmetern
Wohnfläche und einem
riesengroßen Wohnzimmer, wo
man super feiern konnte. Der Keller
war voll mit Bier und Schnaps.
Und ich hatte diesen einmaligen
General-Electric-Eisschrank, aus
dem Eiswürfel, Crushed Ice und
Eiswasser rauskamen. Auch der
war super zum Partymachen.
Von elf bis drei Uhr im Studio, exzessive
Partys, hinzukommend die
viele Reiserei, kreischende Fans,
Boulevard-Journalisten, Paparazzi:
Viele Stars kommen mit diesem
Lifestyle nicht lange klar, stürzen
regelrecht ab.
(lacht) Mein Motto war lange Zeit:
Der Journalist ist der natürliche
Feind des Künstlers, weshalb ich
denen gegenüber in gewisser Weise
sehr vorsichtig war. Nachdem
ich aber einige ganz gut kennengelernt
hatte, änderte sich mein
Bild ein bisschen. Und wegen der
Gefahr, abzustürzen: Unter meinen
Berufskollegen sind Freundschaften
entstanden. Wir waren viel bei
mir, ich insofern nie allein und die
Zeit entsprechend eine wunderbare.
Als dann meine Frau Bimbi
in mein Leben kam, mit der ich
inzwischen seit 43 Jahren zusammen
bin, wurde es in geregeltere
Bahnen gelenkt – fortan waren wir
an den Wochenenden beinahe nur
noch draußen auf dem Land.
So sehr, dass Sie fest aufs Land ziehen
wollten?
Die Überlegung ging Anfang der
1980er los, als wir oft bei Freunden
in Seeshaupt waren, die Pferde
hatten – in dieser Zeit lernte ich
sozusagen reitend das wunderschöne
Oberland kennen, schätzen
und lieben. Bimbi und ich suchten
letztlich über fünf Jahre hinweg
nach dem für uns ideal geeigneten
Hof. Das war gar nicht so leicht – je
mehr Anwesen wir uns angesehen
hatten, desto genauer wussten wir,
was wir nicht wollten.
Dann aber entdeckten Sie Gut
Schörghof, östlich von Weilheim?
Ich habe immer von einem bauernhofmäßigen
Anwesen geträumt,
das nicht zu schick und fancy ist.
Genau das war der Schörghof.
Dort lebten Sie stolze 20 Jahre lang.
Vermissen Sie ihn?
Ganz ehrlich: Ja. Manchmal träume
ich sogar noch von ihm.
Für sein herausragendes Engagement im Bereich „Unterhaltung“ hat
Michael Holm im Juli 2025 den Bayerischen Verdienstorden erhalten.
Warum verkauften Sie ihn?
Meine Frau Bimbi war die Wichtigere
am Schörghof – während
ich meine vier bis sechs Wochen
in Amerika war und produzierte,
kümmerte sie sich um den Hof, um
die Pferde. Irgendwann waren die
Arbeit und der finanzielle Aufwand
schlichtweg zu groß für uns.
Trotzdem sind Sie Ihrer Wahlheimat
treu geblieben, leben seit 2008
inmitten eines Weilheimer Wohngebiets,
ganz klassisch in einem
Einfamilienhaus mit Garten.
Mit dem Haus hier haben wir Riesenglück.
Allein deshalb, weil die
Nachbarn richtig sympathisch sind.
Manchmal radeln wir gemeinsam
nach Raisting zum Weißwurstfrühstück
oder grillen in einem unserer
Gärten. Und wir haben hier sehr
viele Kinder allen Alters. Besser
hätten wir es kaum erwischen
können.
Wir fassen zusammen: Geboren im
deutsch-polnischen Stettin, aufgewachsen
in Erlangen, studiert
in Berlin, gelebt und gearbeitet in
München, jedoch seit vielen Jahren
in Weilheim lebend. Fühlen Sie sich
hier im Herzen des Pfaffenwinkels
inzwischen auch heimisch?
Freilich. Als wir entschieden haben,
Gut Schörghof zu verkaufen,
wollte ich gar nicht mehr in eine
andere Region ziehen, sondern
hier in Weilheim bleiben. Hier
fühle ich mich auch deshalb so
wohl, weil der Oberbayer ganz
generell ein sehr angenehmer
Menschenschlag ist. Er läuft nicht
mit angeborenem Minderwertigkeitskomplex
durch die Gegend,
ist dadurch immer selbstbewusst
und in sich ruhend. Deshalb gibt
es hier auch kein Gekreische und
Getatsche. Auch nicht einem Prominenten
gegenüber.
Umso interessanter, dass Sie nach
wie vor das Rampenlicht suchen.
Warum?
Finanziell betrachtet müsste ich
es nicht mehr machen. Doch
wenn die Gage stimmt, was auch
wichtig ist für mein Selbstwertgefühl,
habe ich nach wie vor
großen Spaß, auf der Bühne zu
stehen, professionell zu singen
und zu performen. Ein weiterer
guter Grund: Sobald ich auf
der Bühne stehe, kommt in mir
ein unbeschreibliches Energielevel
hoch. Das möchte ich nicht
missen. Darüber hinaus geht es
schon auch um die Pflege mei-
12 | tassilo
nes Images vor dem Hintergrund,
dass nicht nur für dieses Jahr
mehrere Auftritte geplant sind,
sondern auch was Größeres für
2027.
Spannend. Was genau?
Das Projekt für 2027 darf ich leider
noch nicht verraten.
Und dieses Jahr?
Geht’s unter anderem zweimal
auf ein Schiff, einmal auf eine
große Veranstaltung für einen
wohltätigen Zweck, dann auf
Kleintournee mit Stefan Mross
und unter anderem auch auf den
einen oder anderen Galaabend.
Wie bereiten Sie sich auf diese Auftritte
vor?
Früher saß ich beinahe jeden Tag
am Piano, habe dazu gesungen.
Heute mach ich das nur noch selten.
Ich praktiziere mein Können
quasi nur noch auf der Bühne –
und hole mir die dafür notwendige
körperliche Fitness eben im
Sportstudio, beim Radeln, beim
Spazieren.
Brauchen Sie auch kein gezieltes
Training für Ihre Stimme?
Die hat sich natürlich verändert mit
zunehmendem Alter. Ab und an
mache ich auch noch die Übungen,
die mir früher mal ein sehr guter
Gesangslehrer, ein ungarischer Tenor
und Professor, beigebracht hat.
Aber wenn ich Gas gebe, bin ich
nach wie vor gut drauf – auch ohne
gezieltes Training.
Wenn Sie Ihre Auftritte von heute
mit denen aus den 1970er Jahren
vergleichen. Was hat sich am meisten
geändert?
Die Reiserei zu den Veranstaltungen,
die heutzutage viel unangenehmer
ist – die Autobahn ist zu
voll, auf die Eisenbahn kannst du
dich nicht mehr verlassen und im
Flugverkehr musst du mittlerweile
auch hoffen, rechtzeitig oder überhaupt
anzukommen. Auch dieses
Durchschleusen von Menschenmassen
hat es damals noch nicht
gegeben.
Was sich von damals zu heute nicht
verändert hat: Ihre Leidenschaft für
So lässig posiert ein 82-Jähriger! Michael Holm auf der Roten Couch.
den FC Bayern München. Erst vor
wenigen Wochen waren Sie wieder
mit ihrem Manager Hansi Nahen,
BVB-Fan, im Signal Iduna Park,
schauten den Deutschen Classico.
Als ich in Berlin Jura studiert habe,
sind die Bayern in die erste Bundesliga
aufgestiegen. Sie spielten
damals gegen die Hertha. Da sah
ich zum ersten Mal Franz Beckenbauer,
der da auf dem Platz wirklich
stand wie ein Kaiser. Dann
noch das „kleines dickes Müller“
im Sturm. Alles außergewöhnliche
Persönlichkeiten, die mich
nachhaltig geprägt und begeistert
haben. Seither verfolge ich den FC
Bayern München und mache bis
heute die Erfahrung: Wenn Bayern
gewinnt, habe ich die ganze Woche
über so ein leicht euphorisches Gefühl
in mir. Wenn sie aber verlieren,
bin ich eher traurig gestimmt.
Nicht aus Ärger über die Niederlage,
sondern weil mir die Spieler
leidtun, die trotzdem gekämpft
und geschwitzt haben, sich für
ihre Leistung aber nicht belohnen
konnten. So gesehen bin ich wiederum
froh, Bayern-Fan zu sein,
weil die ja kaum verlieren. Stell
dir mal vor, ich wäre Anhänger von
Nürnberg, Schalke oder 1860. Nicht
auszumalen, was ich da durchmachen
müsste.
Wobei es da noch eine Sache gibt,
die sich wie ein roter Faden durch
Ihr ereignisreiches Leben zieht.
Stichwort „Lampenfi eber“.
(lacht) Das drückt sich bei mir immer
in Form eines Gefühls aus, das
so unangenehm ist, dass ich mir
immer wieder aufs Neue denke:
Warum hat mich meine Mutter
nicht einen anständigen Beruf lernen
lassen? Und dieses Gefühl ist in
der Tat, damals wie heute, gleichgeblieben
– es hört einfach nicht
auf. Anderseits sollte es auch gar
nicht aufhören, weil es dich leben-
en
dig hält, aber auch demütig macht.
Genau das, was du brauchst, um in
der Schlagerbranche an
che langfristigen
gen
Erfolg zu haben.
js
mai / juni 2026 | 13
Leistungsorientierter Nachwuchsfußball
Das Werk der Besessenen
Murnau / Landsberg | Früher war
es bei den Fußballern des TSV
Murnau meist so: Die besten Nachwuchsspieler
wechselten zu umliegenden
Vereinen, weil sie dort ein,
zwei Ligen höher spielen konnten.
Folglich fehlte es im Herrenbereich
der grünen Drachen an Qualität aus
den eigenen Reihen, was den Fußball
in der Marktgemeinde generell
nicht sonderlich attraktiv machte
– weder für Spieler noch Fans.
Michael Adelwart, Abteilungsleiter,
tat diese Beobachtung in der Seele
weh, wollte das nicht hinnehmen.
Mit verdammt viel Ehrgeiz, Leidenschaft,
den richtigen Leuten an
seiner Seite und einem gewissen
Maß an Besessenheit krempelte er
vor rund 15 Jahren seinen Heimatverein
nahezu vollständig um. Sein
damaliges Ziel: Möglichkeiten und
Rahmenbedingungen zu schaffen,
damit die besten Nachwuchsspieler
keine Gründe mehr finden,
ihren Heimatverein zu verlassen,
stattdessen Lust darauf haben, sich
hier vor Ort weiterzuentwickeln
und mit dem TSVM selbst Großes
zu erreichen. Auf Basis der drei
Säulen Sport, Finanzen und Infrastruktur
wurden qualifiziertere
Trainer engagiert, die nicht nur
fachlich, sondern auch zwischenmenschlich
zur neuen, leistungsorientierteren
Philosophie des Vereins
passen. Es wurde ein Umfeld
geschaffen, in dem sich Spieler wie
Eltern wohlfühlen, ohne es dabei
zu freundschaftlich und familiär
werden zu lassen. Und es wurde
das neue Anspruchsdenken auch in
Bereichen abseits von Training und
Spiel installiert – angefangen bei
der akribischeren Pflege von Natur-
und Kunstrasenplatz über einheitliches
Auftreten von Spielern
und Trainern in vereinseigenen
Trainingsklamotten bis hin zu respektvollem
Umgang miteinander.
Auch an diesem Mittwochabend,
als die „tassilo“-Redaktion zum
Interview an die Poschinger Allee
fuhr, viel eine Sache sofort auf: Ob
Eltern, Großeltern, Trainer, Betreuer,
Betreiber des Stüberls – hier am
Trainingsgelände grüßt jeder jeden
nicht einfach so im Vorbeigehen,
sondern via Handschlag, mit Blick
in die Augen. Dieses Aufrichtige erzeugt
einen ganz besonderen Geist
– und der trägt sicherlich auch
dazu bei, dass der TSV Murnau zur
absoluten Topadresse für hiesige
Nachwuchsfußballer gereift ist.
Aus 90 wurden 400
Als Ende 2009 der Kunstrasenplatz
durch Initiator Phillip Zöpf
erfolgreich eingeweiht wurde und
Michael Adelwart folglich mit diesem
Projekt des Umkrempelns
begonnen hatte, spielten gerade
einmal um die 90 Nachwuchsspieler
beim TSV Murnau – damals sei
man froh gewesen, überhaupt in
allen Altersklassen (von der G- bis
zur A-Jugend) je eine Mannschaft
zusammenzubekommen. Heute
staunt beim Blick auf die Eckdaten
des Vereins selbst der Laie nicht
schlecht: Rund 400 Nachwuchsspieler,
mehr als 30 Trainer und
allein im Bereich der C- und D-
Jugend gleich vier oder fünf Mannschaften!
Insofern genau das Gegenteil
zu früher – heute wechseln
die Murnauer nicht mehr zu umliegenden
Vereinen, sondern Spieler
aus der Umgebung zum TSVM.
Aktuell stammen sie aus einem
Umkreis von bis zu 30 Kilometern,
zum Teil darüber hinaus. Klais, Peiting,
Rottenbuch, Unterammergau,
Saulgrub, Garmisch-Partenkirchen,
Peißenberg, Weilheim, ja sogar
aus dem 45 Kilometer entfernten
Waakirchen kommen die Jungs und
Mädels allen Alters an das Trainingsgelände
mit kreuzgenialem
Blick in Richtung Gebirge – oder
an den zusätzlichen Trainingsplatz
unten am Ufer des Staffelsees.
Vereinsbusse oder vom TSV organisierte
Fahrgemeinschaften gibt es
ebenso wenig wie flächendeckende
Fahrgelder. „Spieler und Eltern
sind selbst dafür verantwortlich,
pünktlich zu Trainings und Spielen
zu erscheinen.“ Manche kommen
auch via Zug, haben
am Bahnhof
Fahrrad oder E-
Scooter deponiert
– oder ortsansässige
Freunde,
die sie vom Bahnhof abholen und
zum Trainingsgelände hochfahren.
Auch auffallend an diesem Mittwochabend:
Dass vier Mannschaften
zeitgleich auf ein und demselben
Kunstrasenplatz trainieren,
davon separiertes Torwarttraining
inklusive. „Infrastrukturell inzwischen
nicht mehr ideal“, gibt Michael
Adelwart offen zu. Andererseits
spricht intensives Training auf
engem Raum für sich, fordert und
fördert enge und saubere Ballführung,
blitzartiges Erkennen freier
Räume, präzises Flachpassspiel,
ständiges in Bewegung sein und
gute Kommunikation.
Ähnlich in Landsberg
Wobei die Murnauer nicht die
einzigen sind, die sich in den
vergangenen Jahren zu einem
Art Leistungsnachwuchszentrum
für hiesige Nachwuchsfußballer
entwickelt haben. Auch der TSV
Landsberg hat vor zehn Jahren seine
Nachwuchsabteilung komplett
neu aufgestellt. „Bei uns war es
weniger das Problem, dass gute
Nachwuchsspieler zu anderen Vereinen
gewechselt sind, sondern
wir für Talente selbst aus der eigenen
Stadt gar nicht interessant
waren, weil sich mit unserem Verein
kein junger Spieler identifizieren
konnte – der Fokus lag beim
TSV früher einzig und allein auf
dem der ersten Mannschaft“, sagt
Nachwuchsleiter und Trainer Stefan
Drischberger, der es federführend
ebenfalls geschafft hat, den
TSV Landsberg dank des Engagements
vieler guter, zum Teil lizenzierter
Trainer zu einer Topadresse
für junge Spieler aus der Region
umzukrempeln – von einst nur 80
Spielern im gesamten Nachwuchsbereich
des TSVL spielen dort aktuell
rund 300, gibt’s ebenfalls bis
zu vier Mannschaften pro Jahrgang.
Die Jungs (und Mädels) kommen
bis aus Memmingen, Fürstenfeldbruck,
Schwabmünchen, aber auch
aus Schongau, Peiting, Peißenberg
oder Kinsau. Rein finanziell betrachtet
verlangen die Landsberger
von ihren Spielern, oder besser ser ge-
sagt deren Eltern, bis zu 120 Euro
im Jahr, was allein aufgrund der
guten Trainer als günstig zu bewerten
ist. „Wir möchten, dass
14 | tassilo
unser Fußball breitensportzugänglich
bleibt, deshalb auch die dritten
und vierten Mannschaften.“ Die
Murnauer verlangen derzeit pauschal
200 Euro pro Kind pro Jahr.
Gemessen am Aufwand, professionellem
Training sowie Drumherum,
zum Beisipel einheitliche Kleidung,
ebenfalls keine Unsumme.
Fluch und Segen zugleich
Für die Verantwortlichen, Eltern
und auch Spieler umliegender
Vereine bedeuten diese zwei regionalen
Leistungszentren für Nachwuchsfußballer
Fluch und Segen
zugleich: Während die einen froh
und dankbar darüber sind, dass talentierte
sowie ambitionierte Spieler
aus umliegenden Dörfern in
Landsberg und Murnau den für sie
nächsthöheren sportlichen Schritt
versuchen können, ohne dafür
noch weitere Wege bis nach beispielsweise
München, Augsburg,
Kempten oder Memmingen auf
sich nehmen zu müssen, sind andere
stinksauer darüber, dass die
Murnauer und Landsberger derart
viele Spieler in ihren Bann ziehen,
dass es für das Stellen vereinseigener
Mannschaften oft nicht mehr
reicht. Verständlich ist dieser Frust
insbesondere dann, wenn es sich
um Spieler handelt, die qualitativ
lediglich für die dritte und vierte
Mannschaft in Murnau oder Landsberg
in Frage kommen. Dass selbst
diese Jungs
(und zum
Teil
auch Mädels) lieber dort trainieren
und spielen, zeigt wiederum, was
dieses professionellere Umfeld und
Training im Vergleich zu umliegenden,
kleineren Vereinen für eine
starke Anziehungskraft hat. „Wir
haben in der Tat Spieler, die für
die ersten U-Mannschaften nicht
in Frage kommen, aber trotzdem
Bock haben, hier bei uns zu spielen“,
bestätigt Stefan Drischberger
dieses Phänomen. „Wobei wir auch
da vorsichtig sein müssen, weil die
Kinder oft unerwartet enorme Entwicklungsschübe
machen, wir nicht
nur auf Technik und Talent, sondern
auch auf Wille, Ehrgeiz und
Charakter achten“, betont Michael
Adelwart. Ein weiterer Grund für
den Massenandrang Richtung Murnau
und Landsberg: Dass viele Eltern
der Nachwuchsspieler immer
größeren Wert auf gute Trainer legen
– und die gibt es in Landsberg
und Murnau mittlerweile durch
alle U-Bereiche hindurch, während
umliegende Vereine oft nur zwei,
drei gute Trainer im Nachwuchsbereich
insgesamt vorzuweisen haben.
Sprich: Eine Saison entwickelt
sich das Kind weiter, hat richtig
Bock auf Fußball, kommt dann in
die nächsthöhere Jahrgangsstufe
zu einem schwächeren Trainer, stagniert
und verliert im schlimmsten
Falle sogar die Freude an der bis
dato größten Leidenschaft.
Wechsel zum FCB
Insofern eine Situation, die nie allen
gefallen wird. „Und auch bei
uns läuft nicht immer alles nach
Plan, wenn du wie mit unserer
C-Jugend zwei Jahre in Folge absteigst“,
betont Michael Adelwart.
Doch gerade dann gelte es in seinen
Augen dranzubleiben, sich
auch in jungen Jahren als Spieler
zu hinterfragen und gemeinsam
mit Trainern und Betreuern den
Turning-Point hin zu wieder besserer
Leistung zu schaffen. Das primäre
Ziel, gute Spieler für höherklassigen
Herrenfußball aus den
eigenen Reihen hervorzubringen,
ist den grünen Drachen dank dieser
akribischen Nachwuchsarbeit
mit drei Mal die Woche Training
jedenfalls geglückt – in der Ersten
Herrenmannschaft, Landesliga
Südost, spielen aktuell nahezu
ausschließlich Spieler, die aus dem
eigenen Nachwuchs stammen. Und
auch die Landsberger berichten mit
Stolz, die ersten Früchte ernten zu
können, wenigstens ein, zwei sehr
gute Spieler bereits fest in die Erste
(Bayernlilga Süd) integriert haben
zu können. Unter anderem Lorenz
Edelmann aus Peiting. Und die, die
es nach der A-Jugend oder auch
schon vorher nicht schaffen, ein
gewisses Niveau zu erreichen oder
zumindest zu halten? „An dieser
Stelle können auch die Heimatvereine
der Jungs und Mädels profitieren“,
sind sich Adelwart und
Drischberger einig vor dem Hintergrund,
dass der eine oder andere
gut ausgebildete Spieler wieder
zurückwechselt. Manchmal aber
geht die Entwicklung auch in eine
ganz andere Richtung. Vom TSV
Murnau wechselten bereits mehrfach
Toptalente unter anderem
in den Nachwuchs des FC Bayern
München, gleiches gilt für den TSV
Landsberg. Für Spieler, die das U13-
Alter erreicht haben, sogar inklusive
Ausbildungsentschädigungen.
Insofern nicht nur sportlich, sondern
auch finanziell lukrativ und
in gewisser Weise die größte Anerkennung,
die den Murnauern und
Landsbergern für ihre Nachwuchsarbeit
entgegengebracht werden
kann. Wie hoch die Summen sind,
wird nicht verraten. Dafür, dass
beide Vereine auch Kooperationen
zu anderen Topvereinen pflegen.
Die Murnauer zur Spielvereinigung
Unterhaching, die Landsberger
zum FC Augsburg. Insofern bleibt
es spannend zu beobachten, wie
die Entwicklung des leistungsorientierten
Nachwuchsfußballs am
Lech sowie an der Loisach weitergehen
wird — im Positiven wie Negativen.
js
„Gute Schokolade
macht glücklich.
Eine gute
Partnerschaft auch.“
Barbara Krönner
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Energie für starke
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mai / juni 2026 | 15
© Sonja Herpich
Vier Vereine machen gemeinsame Sache
Die Huglfinger Festtage
Huglfing | Könnten die Huglfinger
nach dem Hype um „Europas
schönstes Dorf“ nicht mal eine
Verschnaufpause gebrauchen?
„Wir sind ja jetzt erst richtig in
Fahrt“, heißt es von Seiten des
Trachtenvereins, der Musikkapelle,
des Burschenvereins und
der Feuerwehr. Alle vier Vereine
haben sich zusammengetan, um
für Mitte Mai ein ultrafettes Jubiläumsfest
auf die Beine zu stellen:
Die Huglfinger Festtage. Anlässe
dazu: 75 Jahre Musikkapelle, 115
Jahre Burschenverein, 105 Jahre
Gebirgstrachten-Erhaltungsverein
D’Werdenfelser sowie 150 Jahre
Freiwillige Feuerwehr.
Dass nun die Musiker, Trachtler
und Burschen nicht wirklich Anlässe
zum groß feiern haben, ist
den Vereinsverantwortlichen natürlich
bewusst. „Aber in Huglfing
hat es eine lange Tradition, große
Feste gemeinsam zu organisieren
und zu feiern.“ Konkret geplant
ist das Jubiläumsfest vom 13. bis
17. Mai, wofür extra ein großes
Festzelt mit Platz für rund 2500
Personen neben dem Friedhof an
der Kapelle Sankt Johann (Friedhofsweg)
aufgestellt wird. Mit den
Planungen der Feierlichkeiten
angefangen hat ein in Summe
19-köpfiger Festausschuss bereits
im November 2023.
Seither arbeiten rund 150 fleißige
Helfer aus allen vier Vereinen
sowie darüber hinaus daran, ein
Fest für Alle zu machen. „Eines,
bei dem hinterher jeder Gast sagen
kann, dass er gerne dabei
war und das Fest sowie Huglfing
als Ort in guter Erinnerung behält.“
Aber auch, um etwas über
die vier ausrichtenden Vereine zu
erfahren.
34 000 Sandsäcke
in drei Tagen
Die Huglfinger Feuerwehr wurde
im Jahr 1876 gegründet, zählt
aktuell 60 Aktive Mitglieder,
darunter sieben Frauen sowie
rund zwölf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.
Mit einem im
Dezember 2025 in Betrieb genommenen
Hilfeleistungslöschfahrzeug,
kurz LFH-20, einem
Unimog, der zu einem Allzweckfahrzeug
umgebaut werden soll
sowie einem Mannschaftstransportwagen
sind die Huglfinger
Feuerwehrler ortsgrößengemäß
grundsolide aufgestellt. 25 Einsätze
waren es vergangenes Jahr,
darunter überwiegend kleinere
Verkehrsunfälle sowie weitere
technische Hilfeleistungen. Die
reichen glücklicherweise an die
prägendsten Einsätze der Huglfinger
Feuerwehr-Historie nicht heran.
An dieser Stelle unvergessen:
Das Hochwasser im Juni 2016, als
der mitten durch den Ort führende
Hungerbach aufgrund anhalten-
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Feiern heuer
gemeinsam: Die
Huglfinger Trachtler
(oben), Feuerwehrler
(links),
Burschenvereinsmitglieder
(unten)
sowie Musikerinnen
und Musiker
der Blaskapelle
(ganz unten).
den Starkregens flächendeckend
über die Ufer getreten war und
zig Keller flutete. In nur drei Tagen
wurden damals 34000 (!) Sandsäcke
an einer in Huglfing stationierten
Abfülllage befüllt. Rund
200 Männer und Frauen waren
damals fast rund um die Uhr über
mehrere Tage hinweg im Einsatz.
Darunter sicherlich auch Mitglieder
aus dem örtlichen Trachtenoder
Burschenverein sowie der
Musikkapelle.
Burschenverein
mit Mädchen
Die Huglfinger Trachtler zählen
aktuell 240 Mitglieder insgesamt,
darunter 15 aktive Männer und
Frauen in der Plattlergruppe sowie
24 aktive junge Madln und Buam
im Alter ab fünf Jahren. Neben
dem Drehen, Platteln und Tanzen
geht es den D’Werdenfelsern
um Pflege und Erhalt der Oberländler
Tracht sowie der guten
alten Bräuche und Sitten. Der
Huglfinger Burschenverein ist
historisch betrachtet sogar älter,
jedoch nach Verbot während des
Zweiten Weltkriegs sehr lange
Zeit nicht mehr wiedergegründet
worden. Erst im Rahmen historischer
Nachforschungen wurde
die jüngere Generation auf den
Verein aus anno dazumal wieder
aufmerksam, fand obendrein die
noch im original erhaltene und
aus 1910 stammende Vereinsfahne,
bis dato gut versteckt in der
örtlichen Kirche. Insofern zwei
gute Gründe, um diese gute alte
Tradition wieder aufleben zu lassen
– die Wiedergründung des
Huglfinger Burschenvereins erfolgte
schließlich im Jahr 2023.
Besonders schön im Vergleich
zu ganz früher: Dass heute, trotz
des eingeschlechtlichen Namens,
auch weibliche Mitglieder im
Verein aktiv sind. Unter anderem
auch welche aus umliegenden
Dörfern. Dieses „Willkommen
sein“ gilt auch für die Musik-
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mai / juni 2026 | 17
Schlüsselfertiges Bauen
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kapelle Huglfing, die das diesjährige
Jubiläum auf die Wiedergründung
nach dem Zweiten
Weltkrieg im Jahre 1951 bezieht,
derzeit 35 aktive Mitglieder samt
Dirigenten zählt und sich leider
schwertut, ausreichend Nachwuchs
zu finden. Umso schöner,
dass die Musikanten trotzdem das
Heft des Handelns in die Hand genommen
haben, um heuer das 62.
Bezirksmusikfest des Bezirks Oberland
an den Hungerbach zu holen.
Fetziges Festprogramm
Die Huglfinger Festtage beginnen n
am Mittwoch, 13. Mai, um 18 Uhr
mit Sternmarsch sowie Tag der
Betriebe & Nachbarschaft samt
Spanferkelessen. Am Donnerstag,
14. Mai, laden explizit Trachtler,
Feuerwehrler und Burschenverein
zu Kirchenzug und Feldmesse
(ab 9 Uhr), größerem Festzug (um
14 Uhr), Festzeltbetrieb mit Ehrentänzen
sowie Partyabend mit
der Live-Band „Bayern-Rocker“.
Weitergefeiert wird am Freitag,
15. Mai, um 20.30 Uhr unter dem
Motto „WAIKIKI BEATS“ – eine fette
Festzelt-Party mit DJ. Blasmusikalischer,
aber nicht weniger fetzig,
gestaltet sich der Samstagabend,
16. Mai, ab 17 Uhr mit einem
Brassabend der Spitzenklasse. Es
spielen die Pongauer Tanzlmusi,
BLECHVERRÜCKT und PS:reloaded.
Hier könnte der Spruch „Wer feiern
kann, kann auch früh aufstehen“
helfen. Denn das Bezirksmusikfest
startet am Festsonntag, 17. Mai, um
8.30 Uhr mit Kirchenzug und Feldmesse,
gefolgt von einem Marschmusikwettbewerb
um elf Uhr im
Sind bereits festzugerprobt:
Die Huglfinger
Trommler und Trachtler.
Festzelt, einem großen Festzug um
14 Uhr mit rund 2000 (!) Teilnehmern
aus Musikkapellen, Trommlerzügen
und Pferdegespannen,
die Ehrengäste-Kuschen und Motivwägen
durchs Dorf ziehen – Teil
davon wird auch die historische
Feuerwehrspritze sein.
js
> > > INFORMATIONEN & TICKET-VERLOSUNG
Weitere Infos zu den Huglfinger Festtagen hält die Internetseite
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Online-Shopping von der Couch.
Kontaktloses Bezahlen im Café
und an der Supermarktkasse.
Eintrittskarte für Fußballspiele,
Konzerte, Flüge. Die Vorteile, die
Smartphones mit sich bringen,
sind schier grenzenlos, wahnsinnig
praktisch und aus dem Alltag
nicht wegzudenken. Doch wie so
vieles im Leben, bringen diese
multimedialen Allzweckwaffen
im Hosentaschenformat auch jede
Menge Nachteile mit sich. Einer
davon: Die negativen gesundheitlichen
Auswirkungen durch zu viel
Nutzung. Allen voran bei Kindern,
die inmitten ihrer Entwicklung
stecken. Sie gilt es zu allererst vor
zu viel Smartphonekonsum und
damit verbundener Reizüberflutung
und deren Auswirkung auf
Körper, Geist und Seele zu schützen.
Konzentrationsschwäche,
Lernprobleme, Schlafstörungen,
Augenbelastung, Bewegungsmangel,
erhöhte Reizbarkeit,
starke Stimmungsschwankungen,
Sucht, Mobbing, soziale Defizite
aufgrund weniger Interaktion
mit echten Mitmenschen, ständige
Konfrontation mit Fake-News,
Gewalt, Pornos. Die Kehrseite der
Medaille von Smartphonenutzung
ist bereits erwiesenermaßen
schier uferlos. Auch hier in der
Region wird zunehmend dahingehend
sensibilisiert. Mitte März
zum Beispiel veröffentlichte das
Landratsamt Weilheim-Schongau
eine Pressemitteilung zum Thema
„Smartphonefreie Grundschulzeit“,
nachdem bereits im Februar
eine Online-Infoveranstaltung zu
„Erst smart. Dann phone. Für eine
smartphonefreie Grundschulzeit“
stattgefunden hatte – und auf großes
Interesse stieß: 37 Leiterinnen
und Leiter von hiesigen Schulen,
auch Vertreterinnen und Vertreter
von Elternbeiräten sowie Lehrkräfte
informierten sich im Zuge dessen,
wie Kinder und Jugendliche
künftig besser geschützt werden
können vor zu viel Medienkonsum
im Klassenzimmer und auf dem
Pausenhof.
Irland dient hier
als Vorbild
Teil dieses Seminars war auch die
Publikation von Statistiken, die die
Tragweite des Problems von zu
viel Online-Konsum dick und fett
unterstreichen. Laut einer bereits
veralteten KIM-Studie aus 2024
(KIM steht für Kinder, Internet,
Medien) besitzen rund 70 Prozent
aller Zehn- bis Elfjährigen
ein eigenes Smartphone, welches
sie auch nahezu ausnahmslos
bei Treffen mit Freundinnen und
Freunden immer mit dabeihaben
und folglich auch nutzen. Ergebnis:
Nutzungszeit stark ansteigend.
Konkret besorgniserregend
ist eine ebenfalls nicht mehr ganz
aktuelle Studie der DAK aus 2024,
nach der 660000 Kinder und Jugendliche
im Alter von zehn bis 17
Jahren bereits nachweislich Suchtprobleme
aufgrund von (zu viel)
Smartphone-Nutzung aufweisen.
Wobei es dafür gar keinen Blick
mehr in Statistiken braucht. Auch
hier im ländlichen Raum fallen
immer mehr Kinder, Jugendliche
aber auch Erwachsene auf, die
regelrecht ferngesteuert, weil auf
das Handy starrend, die Straßen
entlangspazieren. „Im Internet
gibt es kein Nichtschwimmerbecken“,
sagt dazu Verena Holler,
Gründerin von „Smarter Start ab
14“, was auf einem Erfolgsmodell
aus Irland fußt. Dort setzen
hunderte Schulen auf freiwillige
Elternvereinbarungen, unterstützt
durch die Regierung. Heißt: Eltern
erlauben dort ihrem Kind
im Grundschulalter weder ein
eigenes internetfähiges Smartphone
noch einen eigenen Social
Media-Account. Hierzulande kann
eine ähnliche Umsetzung über
Schulkonferenzen, Elternabende
ab der ersten Klasse sowie über
eine Integration in einen Schulmanager
erfolgen. Insofern ein
spannender Ansatz, der mit Maß
und Ziel sicherlich Früchte tragen
würde hinsichtlich mehr Schlaf,
mehr Bewegung, mehr freie Zeit,
bessere psychische Gesundheit,
stärkere Selbstregulation, gefestigte
soziale Kompetenzen und
Raum für Hobbys und kreative
Entwicklung.
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mai / juni 2026 | 19
Ortsporträt zum 1 250. Geburtstag
In Wahrheit
noch viel älter
Für seine Satellitenschüsseln (oben) ist Raisting weithin bekannt. Für
Aufsehen sorgen seit einigen Jahren auch die Störche auf den Dächern.
Raisting | Die guten alten Dorfrivalitäten
gibt es heute nicht
mehr. „Ich weiß nur aus Erzählungen
meines Vaters, dass früher
in der Schule die Buben aus Sölb
gegen die Buben aus Raisting
häufiger grafft ham“, erzählt Raistings
Bürgermeister Martin Höck.
Heute trennt die beiden Ortsteile,
die über viele Jahrzehnte hinweg
zu einem Dorf zusammengewachsen
sind, nur noch eins: Die 1898
errichtete Bahnlinie. Die führt
von Weilheim über Geltendorf
bis Augsburg – und hat auch eine
Haltestelle in Raisting. „Gemessen
an der Größe unseres Dorfes mit
2 365 Einwohnern ist der Bahnhalt
schon eine Besonderheit für
uns“, betont der Rathauschef. Allen
voran für die Schülerinnen und
Schüler sowie deren Eltern. Wer
in Raisting die örtliche Grundschule
altersgemäß verlässt, fährt
in der Regel mit dem Zug zur jeweiligen
weiterführenden Schule.
Entweder Richtung Süden zu Mittelschule,
Realschule oder Gymi
in Weilheim, oder in die andere
Richtung zu Mädchenrealschule,
Ammersee-Gymnasium oder Carl-
Orff-Mittelschule in Dießen. Manche
entscheiden sich auch für die
Knabenrealschule in Schondorf
oder das Klostergymnasium in St.
Ottilien. Nach Unterrichtsschluss
wieder zurück im Dorf, lebt es sich
grundsätzlich ruhig, familiär und
idyllisch in Raisting. Aber auch
teuer. Der jüngste Bodenrichtwert
aus 2024 liegt bei 750 Euro
pro Quadratmeter, wird wohl in
dieser Range bleiben. Darüber hinaus
braucht es als Raistinger ein
gewisses Maß an logistischer Disziplin.
Supermarkt gibt es im Ort
keinen, der Dorfladen ist aufgrund
von Todesfall auf unbestimmte
Zeit geschlossen und auch die
letzte Metzgerei haben die Raistinger
inzwischen verloren. Heißt:
Großeinkäufe gilt es ebenfalls in
der Umgebung wie Fischen, Dießen
und Weilheim zu tätigen, sich
hierfür familienintern klug abzustimmen
um im Idealfall nichts zu
vergessen. Dafür haben der örtliche
Bäcker sowie die noch drei
aktiven Wirtshäuser eine umso
größere Bedeutung. Ähnliches gilt
für den großen Kult-Biergarten im
20 | tassilo
abgelegenen Ortsteil Stillern, der
insbesondere unter Radfahrern
als beliebtes Ausflugsziel bekannt
ist. Und natürlich das Thema Störche,
wofür Raisting inzwischen
bundesweit bekannt ist. „Wer sie
nicht auf dem eigenen Dach hat,
findet sie super – Betroffenen bereitet
der Storch jedoch Probleme,
richtet zum Teil große Schäden an
Hausdächern und Fassaden an.“
Hockergräber
aus der Bronzezeit
Erstmals urkundlich erwähnt wurde
Raisting vor sage und schreibe
1 250 Jahren. Bekannt ist dies, weil
im Jahre 824 nach Christus ein
Mann vom Bistum Freising dazu
beauftragt wurde, alle im Diözesangebiet
auffindbaren Unterlagen
aufzufinden und darin Wichtiges
niederzuschreiben – dazu
gehörte auch die erste urkundliche
Erwähnung Raistings im Jahre
776 nach Christus. Versteift man
sich nicht krampfhaft auf dieses
eine Datum, wird jedoch schnell
klar: „Dass wir eigentlich viel älter
sind“, weiß auch Martin Höck.
Vor gar nicht langer Zeit, im Jahre
1960, wurden bei Grabungen in
Raisting sogenannte Hockergräber
entdeckt. Damit gemeint: Eine
spezifische Bestattungsform, bei
der die Toten in Hockestellung
beigesetzt wurden – also auf der
Seite liegend mit stark angezogenen
Beinen und Armen. Üblich
war diese Form der Bestattung
insbesondere in der Jungsteinzeit
(5 500 bis 2 200 vor Christus) und
frühen Bronzezeit (2 200 bis 1 600
vor Christus). So gesehen sind die
Raistinger mindestens mehr als
7 700 Jahre alt. „Wir hatten hier
natürlich auch Römer.“ Auch dahingehend
wurden Entdeckungen
im Rahmen von Ausgrabungen
gemacht, unter anderem in Form
eines Badhauses mit Fußbodenheizung.
Wie die technisch
funktionierte, beschreibt heute
die öffentlich zugängliche Villa
Rustica bei Peiting. Doch zurück zu
Raisting, das auch landschaftlich
spannend liegt. Neben dem Pähler
Ortsteil Fischen handelt es sich
um den nördlichsten und niedrigsten
Ort im Landkreis Weilheim-
Schongau. Wenn in Wildsteig oft
geschlossene Schneedecken vorherrschen,
„liegt bei uns aufgrund
Idyllisch: Die Lage Raistings unweit des Ammersee-Südufers.
eines milderen Klimas kein einziger
Zentimeter“. Stattdessen: Weite
Wiesen, Felder, Wälder und das
nahegelegene, naturgeschützte
Westufer des Ammersees mit seiner
einzigartigen Vogelfreistätte.
Doch auch der Blick in die andere
Richtung ist dank Alpenpanroma
und Erdfunkstelle lohnend.
Altersübergreifendes
Miteinander
Das Wertvollste an Raisting aber
sind seine Bürgerinnen und Bürger,
die überwiegend bekannt
sind für ein gutes, vereinsübergreifendes
Miteinander. „Das hat
sich erst vergangenes Jahr wieder
bewahrheitet, als fast alle im
Dorf mitangepackt haben, um das
Feuerwehrjubiläum auf die Beine
zu stellen.“ Förderlich für dieses
altersübergreifende Miteinander
ist auch die Dorfmitte, die mit Rathaus,
Grundschule, Kindergarten,
Seniorenheim und Feuerwehrhaus
alle wichtigen Behörden in
einer, obendrein verkehrsberuhigten
Straße vereint. Dort wird
derzeit auch ein durch Leader gefördertes
Naturspielplatz-Projekt
umgesetzt – ein professioneller
Spielplatzbauer bezieht hier die
Raistinger Familien aktiv bei Bau
und Gestaltung mit ein. „Funktioniert
super“, sagt Martin Höck,
der an dieser Stelle auch das
bunte Gewerbe in Raisting nicht
unerwähnt lassen möchte. Von
Medizintechnik über Metallbauer,
KFZ und Orthopädietechnik bis hin
zu diversen Dienstleistern, allen
voran aber altbewährtes Handwerk
wie Schreiner, Zimmerer,
Installateure, Spengler und viele
mehr zeichnen das Raistinger
Gewerbe aus. Und beteiligen sich
sicherlich auch an der 1250-Jahr-
Feier. Geplant ist ein Fest über drei
Tage, jedoch nicht ansatzweise so
monströs wie ansonsten in der
Region üblich. „Eine Feier von
Raistingern für Raistingern, zu der
natürlich trotzdem jeder willkom-
men ist, der dabei sein möchte –
auch von außerhalb.“ Los geht’s
am Freitag, 12. Juni, ab 18 Uhr auf
dem Sportplatz mit einer fetzigen
Party, organisiert von Sportverein,
Trommlern, Fußballförderverein
und Burschenverein. Der Festakt
am Samstagabend, 13. Juni, im
Gasthof zur Post ist nur für geladene
Gäste wie zum Beispiel alten
und amtierenden Gemeinderäten,
umliegenden Bürgermeistern,
Landräten und Vereinsverantwortlichen
– Kreisheimatpfleger Klaus
Gast wird an diesem Abend auch
einen politisch-historischen Vortrag
zu Raisting halten. „Damit
wir wissen, wie es hier früher war,
und wie es sich zu dem entwickelt
hat, was wir heute vorfinden“,
so Martin Höck. Abgerundet wird
das Ortsjubiläum schließlich am
Sonntag, 13. Juni, um 9 Uhr mit
einer Herz-Jesu-Prozession, die
im Anschluss eines Gottesdienstes
in der Pfarrkirche startet, durch
den Altort von Raisting führt und
auf dem Platz neben Rathaus und
Maibaum endet. Dort findet dann
ein buntes Treiben bei Speis, Trank
und Blasmusik statt. Und zwar
mit allen. Also auch diejenigen,
die auf der anderen Seite des
Bahngleises zuhause sind. Denn
„grafft“ wird hier unter den Burschen
heutzutage ja nicht mehr. js
mai / juni 2026 | 21
> > > ALLERLEI IM TASSILOLAND
Rock und Klassik vs. Wolle und Keramik
Dießen | Von Gebrauchskeramik
für Haus und
Garten bis zu grandiosen
Kunstwerken: Auf
dem Dießener Töpfermarkt
von Donnerstag,
14. Mai, bis Sonntag, 17.
Mai, stellen heuer 160
Keramiker aus 13 Ländern
ihre Werke aus. Die
Schirmherrschaft übernimmt
Schauspielerin
und Kabarettistin Luise
Kinseher, die auch an der
traditionellen Dampferfahrt über den Ammersee
teilnimmt und den Markt eröffnet.
Themen des Töpfermarktes sind neben
„Keramik am See“ der mit 5000 Euro
160 Keramiker aus 13 Ländern
dotierte Diessener Keramikpreis,
der Keramikweg
mit renommierten
Ausstellungen im Traidtcasten
und Taubenturm,
der zentrale Ausstellungspavillon
inmitten
des Marktes unter dem
Motto „Lifestyle – Keramik
für die Küche“, Arbeiten
von Nachwuchskünstlern
im Blauen
Haus sowie vieles mehr.
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Tagen von 10 bis 18 Uhr.
che Markt öffnet an allen
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tüb d A t it di
Große Musik in neuem Raum
Feldafing | Fünf Konzerte der
klassischen Musik umfassen die
Feldafinger Musiktage, die heuer
von Mittwoch, 24. Juni, bis
Sonntag, 28. Juni, in der örtlichen
Heilig-Kreuz-Kirche (Höhenbergstraße
1) stattfinden werden. Und
zwar, erstmals, in einem größeren,
sakralen Raum, den eine
Reihe renommierter (Berufs)Musiker
nisten Kit Armstrong wirklich hat, be-
zum Erklingen bringen. Die Werke? Anspruchsvoll.
Zum Beispiel von Schubert,
Beethoven, Mozart, Haydn, Brahms,
Grieg und Wagner, aber auch von Gershwin
und Dohnányi. Welche Klasse diese
Konzertreihe unter der künstlerischen
Leitung von Geigerin Franziska Hölscher
weist auch das Interesse von Funk und
Fernsehen – die Konzerte am 27. und 28.
Juni werden aller Voraussicht nach vom
Bayerischen Rundfunk aufgenommen.
Alle fünf Konzerte beginnen en um 18 Uhr.
Weitere Infos und Tickets online
unter www.musiktagejs
und dem international bekannten Piafeldafing.com.
Weilheim rockt – das große Open Air
Paradies für Wollliebhaber
Weilheim | Sechs starke Bands aus der
Umgebung, eine Streetfood-Area, ein
Biergarten sowie jede Menge Extras
wie beispielsweise Tattoo-Stände und
Fahrzeugausstellungen mit einer echten
Harley Davidson: Dafür steht das Open-
Air-Festival „Weilheim rockt“, das heuer
am Samstag, 20. Juni, ab 13 Uhr auf
den Volksfestplatz an der Wessobrunner
Straße in Weilheim zurückkehrt. Wer also
Bock hat auf harte, laute, aber auch gefühlvolle
Musik, gutes Essen und Trinken
sowie jede Menge ausgeslassener
Stimmung, sollte sich
das Spektakel in der Kreisstadt
nicht entgehen lassen. Die
Bands heißen Artifex, Irie Fabmli,
Puke! (Foto), Mayhem Ic.
Bastard Babes und Sweeping
Death. Die Tickets sind online
über alpenova.ticket.io erhältlich.
Das Open Air findet bei
jedem Wetter statt.
In diesem Sinne: ne:
Let’s rock!
js
Weilheim | Er gilt als Paradies
für alle, die Handarbeitskünste
mit und um
Wolle schätzen: Der Weilheimer
Wollmarkt, der
heuer am Samstag, 2. Mai,
von 10 bis 17 Uhr und am
Sonntag, 3. Mai, von 10 bis
16 Uhr in der Stadthalle sowie
Großen Hochlandhalle
in Weilheim, Wessobrunner
Straße 8, stattfinden
wird. Die Veranstalter versprechen ein
„Eintauchen in ein buntes Meer aus
Farben und Garnen“ sowie „vielfältige
Qualitäten von Wolle“. Aber auch jede
Menge Handarbeitswerkzeuge und -zubehör
wie beispielsweise Stricknadeln,
Maschenmarkierer oder Handspindeln.
Obendrein im Angebot: Workshops, Kurse
und Vorführungen zum Stricken, Filzen,
Spinnen, Weben und Klöppeln, ein
beliebtes Gewinnspiel mit tollen Preisen
und auch für das leibliche liche
Wohl sei bestens gesorgt. Der
Eintritt ist frei.
js
22 | tassilo
Feuerwehrjubiläen
Haunshofen / Wielenbach | Die Feuerwehren
in Haunshofen und Wielenbach feiern heuer
150-jähriges Bestehen. Die Wielenbacher von
Donnerstag, 21. Mai, bis Sonntag, 24. Mai, unter
anderem mit Kabarettabend (Helmut Binser),
Rockabend (Viper Queen und J.B.O), Löschwagenparty
und Festsonntag. Nähere Informationen
zum Fest sowie Zugang zu Vorverkaufskarten
finden sich unter anderem im Rathaus sowie
online unter www.feuerwehr-wielenbach.de.
Die Haunshofer Feuerwehr feiert von Donnerstag,
25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, mit Kabarettabend
(Christine Eixenberger), Partyabend,
Kreisjugendfeuerwehrtag (ab 10 Uhr am Sportplatz)
und Festsonntag ebenfalls im großen Stil.
Nähere Informationen sowie die Möglichkeit
auf Vorverkaufskarten hält hier die
Internetseite www.wielenbach.de
bereit.
js
7 000 Bücher, Schallplatten und CDs
Seeshaupt | Sie zählen zu den größten, beliebtesten
und kultigsten überhaupt: Die Bücherflohmärkte
in Seeshaupt am Südufer des
Starnberger Sees. Der kleinere mit „nur“ 4 000
bis 5 000 Büchern, 1 000 Schallplatten sowie
rund 1 000 CDs und Videos findet heuer am
Samstag, 16. Mai, von 16 bis 20 Uhr und Sonntag,
17. Mai, von 9 bis 18 Uhr statt. Und zwar
in der ehemaligen Zimmerei Sterff, die sich an
der Bahnhofstraße 14 befindet. Wichtiger Hinweis
an dieser Stelle: Wer zuhause selbst noch
spannende Bücher, Schallplatten, CDs oder
Videokassetten hat und diese an einem dafür
bestens geeigneten Ort loswerden möchte:
Bücherspenden werden von Familie Sterff im
Vorfeld gerne angenommen unter 08801 / 2615
oder unter 08801 / 509.
js
Les- und hörbare Kultur – die Gewinner
Tassiloland | Heißbegehrt waren die Konzertkarten
und Bücher, die wir in unserer März / April-Ausgabe
verlost hatten. Je zwei Konzertkarten für die aus
Südtirol stammende Gruppe Ganes Vives in
Peißenbergs Tiefstollenhalle
gewannen Renate
Tschager aus Münsing und
Astrid Große Lackmann
aus Weilheim. Zum Sam
Siefert Ensemble durften
Magdalena Schons aus
Wessobrunn und Gundula
Brune aus Huglfing. Bei
Claudia Koreck waren Bruno
Roder aus Seeshaupt und
Peter Lummer aus Wessobrunn. Rosemarie Pertschi
aus Peißenberg und Monika Meinersen aus Polling
durften zu Florian Schröder. Je einen neuen Alpenkrimi
von Nicola Förg mit dem
Titel „Schroffe Klippen“ ging an
Roland Seidl aus Bernried und
Wolfgang Weinbuch aus Polling.
Und je ein Exemplar von
11
½ Geschichten aus der Feder
von Willi Nass gewannen Iris
Schale aus Penzberg, Josef Lidl
aus Eglfing und Kurt Maier
aus Weilheim. Wir
gratulieren recht
herzlich!
js
mai / juni 2026 | 23
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Neu am Krankenhaus Weilheim
Rekonstruktive Orthopädie
Weilheim | Die Krankenhaus GmbH
hat ihr medizinisches Angebot um
einen neuen, hochspezialisierten
Bereich erweitert: Die Sektion „Rekonstruktive
Orthopädie“ mit den
Schwerpunkten Kinder- und Behindertenorthopädie
sowie Allgemeine
und Spezielle Fußchirurgie.
Als Teil der Klinik für Unfallchirurgie
und Orthopädie Weilheim bietet
sie diagnostische und operative
Verfahren für Menschen mit angeborenen
oder erworbenen Fehlstellungen,
neuroorthopädischen
Einschränkungen und schweren
Erkrankungen des Fußes.
Dr. Ludwig Schwering (links) und
Dr. Vanni Tim Förster behandeln
komplexe Fehlstellungen von
Hüfte, Bein und Fuß, außerdem
schlecht verheilte Knochenbrüche.
Sonderveröffentlichung entlic
hungd
der
„Die Sektion schließt eine wichtige
fachliche Lücke und erweitert
unser Behandlungsspektrum um
Leistungen, die für viele Patienten
entscheidend sein können“, betont
Dr. Thomas Löffler, Ärztlicher Direktor
am Krankenhaus Weilheim. Die
besondere Kombination der neuen
Fachgebiete schafft laut dem Chefarzt
der Klinik für Unfallchirurgie
und Orthopädie Behandlungsmöglichkeiten,
die es in dieser Form
am Krankenhaus Weilheim bislang
nicht gab. Dr. Löffler macht deutlich:
„Dies stärkt unseren Standort
nachhaltig und verbessert die
orthopädische Versorgung im gesamten
Landkreis.“
Alltagsnah und
medizinisch fundiert
Geleitet wird die neue Einheit von
Dr. Ludwig Schwering, einem ausgewiesenen
Experten der Kinderund
Behindertenorthopädie sowie
der rekonstruktiven Fußchirurgie.
Er war viele Jahre an Universitätskliniken
tätig und entwickelte
dort Behandlungskonzepte für
komplexe Deformitäten, Wachstumsstörungen
und chronische
Wunden. Sein Stellvertreter ist Dr.
Vanni Tim Förster. Beide verfügen
über langjährige Erfahrungen in
der operativen Therapie des diabetischen
Fußes und im interdisziplinären
Wundmanagement.
Zudem bringen sie ein umfassendes
Know-how in der Behandlung
von Patienten mit besonderen orthopädischen
Herausforderungen
mit. „Wir begleiten viele unserer
Patienten über einen längeren
Zeitraum“, sagt Dr. Schwering.
Ambulante Leistungen wie Untersuchungen vor und nach einer OP sowie
ambulante Operationen finden im Ärztezentrum Schongau statt und
werden vom MVZ-Team professionell begleitet.
Individuelle id Beratung und moderne Behandlungsmöglichkeiten: li hk it In der
neuen Sektion am Krankenhaus Weilheim werden auch komplexe
Fußprobleme gezielt und schonend behandelt.
Dabei entstünden individuelle Fragestellungen,
die ein sehr genaues
Hinsehen erfordern. Dr. Förster
ergänzt: „Unser Anspruch ist es,
für jede Situation eine medizinisch
fundierte und zugleich alltagsnahe
Lösung zu finden.“
Breites Behandlungsspektrum
in Weilheim
Stationär deckt die neue Sektion
ein breites Spektrum ab: Von gelenkerhaltenden
Eingriffen über
Achs- und Rotationskorrekturen bis
hin zu komplexen Rekonstruktionen
bei schweren Fußdeformitäten.
Einen besonderen Stellenwert
erhält die Behandlung des diabetischen
Fußsyndroms und der Charcotarthropathie.
Durch biomechanisch
ausgerichtete Verfahren und
den Einsatz moderner Fixateure
können selbst fortgeschrittene
Befunde
erfolgreich
behandelt werden.
Dr. Schwering erklärt:
„Unser Ziel
ist es, die Fußfunktion
wiederherzustellen
und
> > > KONTAKT
Ein besonderer Schwerpunkt der
neuen Sektion ist die Behandlung
des diabetischen Fußsyndroms.
Amputationen soweit wie möglich
zu vermeiden.“
Ambulante Versorgung
in Schongau
Die ambulanten Leistungen der
neuen Sektion werden im MVZ –
Ärztezentrum Schongau gebündelt.
Dort finden die prä- und
postoperativen Untersuchungen,
Verlaufskontrollen sowie die konservative
orthopädische Betreuung
von Patienten statt. In ihrer
Sprechstunde bieten die beiden
Fachärzte neben klinischen Untersuchungen
auch Röntgendiagnostik,
die Anpassung orthopädischer
Hilfsmittel sowie ein qualifiziertes
Wundmanagement für Patienten
mit diabetischem Fußsyndrom an.
Ambulante und tageschirurgische
Eingriffe erfolgen zusätzlich dazu
im Ambulanten OP-Zentrum des
Medizinischen Zentrums SOGE-
SUND in Schongau.
Die Sprechstunden der neuen
Sektion finden montags und donnerstags
statt. Termine können
direkt über das MVZ–Ärztezentrum
Schongau vereinbart werden.
Dies ist unter der Telefonnummer
08861 / 215-9600 erreichbar.
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Electro mit Alpenpanorama
40 Jahre Leidenschaft
für Ihren Garten
Grüne Sonne
Hoher Peißenberg | Die interessantesten
Fragen rund um das Grüne
Sonne Festival kann, darf und
möchte Initiator Phil Falkner nicht
verraten. Zum Beispiel die über
die echt hohen Gagen der in der
Electro-Szene weltbekannten DJs.
„Fünf-Sterne-Hotel-Übernachtung,
Flugtickets, Fahrdienst sowie Extrawünsche
wie Bügelbrett im
Backstage sind da noch gar nicht
miteingerechnet.“ Die zweite
spannende Frage hinsichtlich Deko
und Bühnenbild bleibt ebenfalls
ein Geheimnis. „Weil mir da der
Überraschungseffekt einfach wichtig
ist“, sagt der Mann, der das
Grüne Sonne Festival zu einem
der bekanntesten und beliebtesten
Electro-Festivals der Welt gemacht
hat. Und auch heuer wieder ein
Line-Up von Künstlern organisieren
konnte, das sich sprichwörtlich
gewaschen hat. „Mit Rush, Kollektiv
Turmstrasse und Dave Clarke reden
wir von absoluten Ikonen der
Electro-Szene.“ In Summe werden
es 20 DJs sein, die heuer am
Samstag, 13. Juni, zwischen 12.30
Uhr mittags und 3 Uhr in der Nacht
auflegen auf dem in der Spitze 988
Meter hohen Hohen Peißenberg.
Wobei hier nicht nur DJs, sondern
auch Gäste aus aller Welt anreisen,
um dieses unbeschreibliche Festivalgefühl
mit Alpenpanoramablick
in vollen Zügen aufsaugen und genießen
zu können.
Mehr Parkplätze
am Bahnhof
Die Teilnehmerzahl ist auf 3 000
Plätze begrenzt. „Mehr gibt das
Gelände nicht her“, betont Phil
Falkner, der an dieser Stelle aber
eine beruhigende Nachricht für die
Locals hat: „Für den Fall, dass wir
online ausverkauft sind, was meist
auch sehr zeitnah der Fall ist, haben
wir extra ein Hardticket-Kontingent
für die Interessenten aus
der Region.“ Die Vorverkaufsstellen
hierfür: Rigialm in Hohenpeißenberg,
Bäckerei Sesar in Peiting,
Bücherei Peissenbuch in Peißenberg,
Sonnendeck in Weilheim,
Löwenhof in Schongau, Brillen
Funk in Kinsau, Engel Haardesign
in Murnau sowie Autohaus Heuberger
in Füssen und Bernbeuren.
Auch erwähnenswert: „Weil die
Festivalbesucher die vergangenen
Jahre wieder verstärkt mit Autos
angereist sind, werden im Bereich
des Bahnhofs in Hohenpeißenberg
zusätzliche Parkflächen zur Verfügung
stehen.“ Die oben am Berg
sind bekanntlich begrenzt. Von
unten fahren dann Shuttlebusse im
Halb-Stundentakt hinauf zum Ort
des Geschehens. Und auch überregional
betrachtet steht der Bus als
Anreisemöglichkeit im Fokus – es
fahren Festivalbusse von Memmingen
über Kempten, Kaufbeuren
und Marktoberdorf, von Augsburg
über Landsberg, von Nürnberg
über Ingolstadt, Pfaffenhofen und
München, von Regensburg über
Landshut, Freising und ebenfalls
München sowie von Wolfratshausen
über Bad Tölz und Penzberg
zum Hohen Peißenberg. Personell
betrachtet arbeiten in Summe rund
250 vor, während und nach dem
Festival. „Allein für die Technik haben
wir schon 30 Leute“, sagt Phil
Falkner. Hinzu kommen ein handwerklich
begabtes, kreatives Deko-
Team, Kasse, Security, Feuerwehr
und viele mehr. Wer heuer mit Zug
anreist und erst zu späterer Stunde
wieder zurückmöchte: Ab 0.30 Uhr
fahren wieder die Busse, jeweils
über Peißenberg sowohl nach
Peiting und Schongau als auch in
die andere Richtung bis Weilheim.
Keine Experimente geht Phil Falkner
beim Thema Catering ein: „Wir
haben da im Grunde seit Jahren
nur fünf Foodtrucks, die liefern
dafür in sehr hoher Qualität und
sind auch in der Lage, die Menge
schnell zu bedienen.“ Während
Shuttlebusfahrten bar bezahlt werden
müssen, gilt auf dem Festivalgelände
ausschließlich bargeldloses
Bezahlen. „Auch da sind die
Festivalbesucher kreativ“, erinnert
Phil Falkner sich an einen Zwei-
Meter-Hünen mit pinkem Feen-
Zauberstab und darin integrierter
Kreditkarte in der Hand. Genau
dafür steht das Grüne-Sonne-Festival:
für Vielfalt, für Kreativität, für
in Trance versetzende Beats bis tief
in die Nacht hinein.
Camping und Haustiere
verboten
Alle weiteren wichtigen Informationen
zum Festival hält die Internetseite
www.gruene-sonne.de
bereit. Dort wird das komplette
Line-up vorgestellt, finden sich
eindrückliche Impressionen aus
den vergangenen Jahren in Bild
und Film, aber auch alles rund
um Tickets, Festivalbus und Histo-
> > > TICKETS ZU GEWINNEN
rie. Und, ganz wichtig, die Rubrik
„Häufigste Fragen“. Phil Falkner
meint an dieser Stelle nur, „dass du
nicht glaubst, was man als Veranstalter
bereits im Vorfeld alles für
Fragen gestellt bekommt“. Einmal
wollte eine im achten Monat hochschwangere
Frau von ihm wissen,
ob es für sie sinnvoll wäre, hinzugehen.
„Natürlich nicht!“ Man
muss auch mindestens 18 Jahre alt
sein, darf keine Tiere, keine Kleinkinder,
kein eigenes Essen oder
Trinken mitbringen, wobei Obst
oder Ähnliches dann doch erlaubt
ist. Was immer wieder versucht
wird: Zu campen. Auch das ist
verboten, weil hierfür schlichtweg
der Platz fehlt. Der zur Verfügung
stehende ist dafür umso beeindruckender.
Allen voran am Abend,
wenn die Sonne untergeht, die
Alpen im Hintergrund anfangen zu
glühen. Und gleichzeitig die in der
Hauptbühne integrierten, schier
unzähligen LED-Lichter anfangen,
passend zum Beat der Musik zu
leuchten und zu blinken. Ganz zu
schweigen von einem Feuerwerk.
Und natürlich den Menschen, die
dort Jahr für Jahr gezeigt haben,
wie wunderbar ein friedliches Miteinander
funktioniert. Selbst dann,
wenn Alkohol und (erlaubte) andere
Drogen im Spiel sind. js
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mai / juni 2026 | 25
Ein bayernweites Pilotprojekt
Waldspaziergang mit Ton
Schwabniederhofen | Wärmere
Durchschnittstemperaturen, die
zu trockeneren Böden und zunehmenden
Extremwetterereignissen
mit Hagel, Sturm und Starkregen
führen: Bereits seit Jahren ist wissenschaftlich
belegt, dass der Klimawandel
einen Umbau hiesiger
Wälder erfordert – weg von monokulturellen
Fichtenbeständen, hin
zu Mischwäldern aus beispielsweise
Buche, Tanne, Eibe, Fichte.
Nur so kann mittel- bis langfristig
die immens wertvolle Funktion
von Wäldern aufrechterhalten
und gewährt werden. Immens
wertvoll aus folgenden Gründen:
Wälder sind CO2-Speicher, nehmen
das für die Klimaerwärmung
ursächliche Kohlendioxid aus der
Luft auf und speichern es als Kohlenstoff
ab. Die Bäume im Wald
produzieren durch Photosynthese
Sauerstoff, den alle Lebewesen
zum Atmen brauchen. Wälder sind
essentiell für Hochwasserschutz
und Wasserkreislauf, wirken wie
ein natürlicher Schwamm, weil
sie Regenwasser speichern und
Grundwasser filtern. Sie bieten
unzähligen Pflanzen, Kräutern,
wildlebenden Vögeln, Säugetieren
und Insekten ein Zuhause.
Sie liefern den nachhaltigen, weil
nachwachsenden Rohstoff Holz
zum Bau von Gebäuden sowie
zur Herstellung von beispielsweise
Möbeln und Papier. Sie dienen
uns Menschen als Ort der Erholung,
als Ort des Gesundbleibens
und Gesundwerdens. Sie schützen
Wohnsiedlungen an hiesigen
Hügeln und Schluchten sowie
ganze Dörfer in den unweit entfernten
Bergregionen vor Lawine,
Steinschlag, Erdrutsch, weil in die
Tiefe ragendes Wurzelgeflecht die
Böden zusammenhält. Und sie
liefern hochwertige Lebensmittel
wie beispielsweise Beeren, Pilze
und Wildfleisch. Kurzum: Eine
Erde ohne Wald wäre deutlich
heißer, trockener, artenärmer,
instabiler – und somit ein Leben
für uns Menschen, wie wir es im
Pfaffenwinkel noch schätzen und
lieben dürfen, kaum möglich.
Acht Stationen auf
2,4 Kilometern
Naturnahe Mischbestände aus
Laub- und Nadelbaumarten sind
somit die Zukunft. In diesem
Punkt sind sich auch die Försterinnen
und Förster vom Amt für
Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten Weilheim einig. Deren
schwerpunktmäßige Aufgabe
diesbezüglich: Hiesige Waldbesitzer
beim Umbau ihrer Wälder
individuell zu beraten und zu unterstützen
– und auch die breite
Masse der Bevölkerung immer
und immer wieder auf einen zukunftsfähigen
Wald und dessen
Bedeutung aufmerksam zu machen,
sie zu sensibilisieren. Dabei
hilfreich: Ein vom AELF Weilheim
neu ins Leben gerufener, bayernweit
einzigartiger Audio-Spaziergang
zum Thema „Waldumbau“.
Er befindet sich nordwestlich von
Schwabniederhofen im gut gepflegten
Wald der dort örtlichen
Waldgenossenschaft, besteht aus
acht Stationen, erstreckt sich über
rund 2,4 Kilometern und führt
entlang begehbarer Forstwege
zu sechs verschiedenen Waldbeständen.
Das Besondere dabei:
Anders als bei Walderlebnispfaden
findet der Spaziergänger hier
> > > FÜHRUNG VOR ORT
Am Ausgangspunkt des 2,4 Kilometer
langen Rundwegs: Alexandra
Rauch (li.) und Dr. Kilian Stimm
vom AELF Weilheim.
keine großen Infotafeln, auch
keine abenteuerlichen Spiel- und
Turngeräte vor. Stattdessen weisen
unscheinbare, in den Boden
gerammte Holzpfähle mit angebrachter
Nummer und kleinem
Info-Text auf die jeweilige Station
mit dazugehörigem Waldbestand
hin. Wer möchte, kann sich dem
jeweiligen Pfosten nähern, den
zum dahinterliegenden Waldbestand
passenden Infotext lesen.
So richtig zum Erlebnis wird der
Audio-Spaziergang allerdings erst
in Kombination mit einer App –
der BayernHistory-App. Sie steht
allen Interessierten kostenlos
zum Download bereit, hält obendrein
viele weitere Informationen
rund um Kultur und Geschichte in
ganz Bayern bereit, weshalb der
„Audio-Spaziergang“ im Wald
bei Schwabniederhofen zunächst
gar nicht so leicht zu finden ist.
So klappt’s trotzdem: Nach dem
Öffnen der App das Fenster „BayernHistory“
anklicken, dann in der
Zum Thema „Waldumbau JETZT!“ lädt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten Weilheim am Samstag, 13. Juni, um 9 Uhr zu
einer Führung auf den 2,4 Kilometer langen Rundweg. Treffpunkt:
Maibaumplatz Schwabniederhofen (Burgstraße 2), von dort in Fahrgemeinschaften
zum Ausgangspunkt. Dauer: Rund zwei Stunden.
Anmeldung: Nicht erforderlich.
26 | tassilo
Rubrik-Leiste ganz unten
„Rundgänge“ wählen,
anschließend nach
unten scrollen und auf
„Waldumbau JETZT!“
klicken.
Bequem
von der Couch
Dank in der App integrierter
Landkarte, in
die alle Stationen des
Audio-Spaziergangs eingezeichnet
sind, findet sich der Ausgangspunkt
der Tour. Nicht wundern:
Station eins befindet sich bereits
am westlichen Ortsrand von
Schwabniederhofen, also abseits
des Rundwegs, ziemlich genau
zwischen Wald und Standortübungsplatz
der Deutschen Bundeswehr.
Weiter geht’s von dort
Richtung Norden in den Wald hinein,
vorbei an einem ersten offiziellen
Parkplatz – und auch an
einem Durchfahrtsverbotsschild,
was in diesem Falle auch via Pkw
passiert werden darf. Am Parkplatz
des eigentlichen Rundgangs befindet
sich schließlich Station zwei,
von wo aus der Audio-Spaziergang
zu den sechs spannenden Waldbeständen
beginnt. Das Tolle dabei:
Beim Anklicken der markierten
Punkte in der App öffnet sich nicht
nur ein zur jeweiligen Station passender
Text, sondern auch eine
Sprachbotschaft, die via Lautsprecher
oder Kopfhörer angehört
werden kann. Zu Wort kommen:
Ludwig Rabl, der dort ehemalige
Revierförster und Initiator des
Projekts. Sonja Scheurer, die dort
amtierende Revierförsterin. Robert
Waldmann, Vorsitzender der
Waldgenossenschaft Schwabniederhofen.
Und Anton Zick, ebenfalls
Mitglied der Waldgenossenschaft
und derjenige, der diesen
Wald seit Jahrzehnten beobachtet,
regelmäßig nach dem Rechten
sieht. Insofern ein bunter Strauß
an Expertise, wiedergegeben mit
echten Stimmen, die wiederum
Umgesetzt wurde das Projekt auch mit Smartphone.
live vor Ort, also mitten im Wald,
aufgenommen wurden. „Ein sehr
lebendiger Audio-Spaziergang
mit Vogelgezwitscher, knarzenden
Ästen und rauschendem Wind im
Hintergrund“, bekräftigt an dieser
Stelle Wolfgang Hauck, der
gemeinsam mit Alois Kramer den
von den AELF-Mitarbeitern produzierten
Content in Form von Fotos,
Kurzfilmen und Sprachaufzeichnungen
in die BayernHistoryApp
eingearbeitet hat – und im Rahmen
der ersten inoffiziellen Vorstellung
dieses bayernweiten
Pilotprojekts die
Funktion der App mit
Smartphone, Stativ
und kabelloser Lautsprecherbox
voller
Begeisterung demonstrierte.
Wichtig,
da am und im Wald
bei Schwabniederhofen
das Handynetz
oft schwach oder gar
nicht vorhanden ist:
Der Audio-Spaziergang via App
funktioniert auch offline. Insofern
überall. Also auch bequem zuhause
auf der Couch. Somit wird das
Thema Wald der Zukunft allen Interessierten
kostenlos zugänglich
gemacht – den Couchpotatos und
Computerfreaks ebenso sehr wie
all jenen, die sich gerne draußen
an der frischen Luft bewegen. Und
die Vorzeige-Waldbestände der
Waldgenossenschaft Schwabniederhofen
hautnah in Augenschein
nehmen möchten.
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mai / juni 2026 | 27
Gebiet reicht in fünf Landkreise hinein
Der wahre Pfaffenwinkel
Weilheim | Wer den Pfaffenwinkel
geographisch zuordnen müsste,
beschreibt dessen Grenzen oft deckungsgleich
mit denen des Landkreises
Weilheim-Schongau. Ein
Grund dafür: Der Tourismusverband
Pfaffenwinkel, der mit Ausnahme
des Kurortes Bad Bayersoien
ausschließlich für den Landkreis
Weilheim-Schongau zuständig ist.
Ein weiterer: Die Filialen der Raiffeisenbank
Pfaffenwinkel, die mit
Ausnahme von Rettenbach am Auerberg
im Landkreis Ostallgäu ausschließlich
im Weilheim-Schongauer
Landkreis (Schwerpunkt
Schongauer Altlandkreis) liegen.
Im Detail betrachtet sind die Grenzen
des Pfaffenwinkels jedoch ganz
andere, weshalb wir von „tassilo“
uns auf Spurensuche gemacht
haben. Unter anderem im Archiv
der Stadt Weilheim, dessen Leiter
Dr. Joachim Heberlein uns bereits
mit zwei dicken Büchern in der
Hand freudig in Empfang nimmt.
Es handelt sich um „Vindeliciae
Sacrae Bavaria Capitulum Weilheimense“.
Links das Original in lateinischer
Schrift, rechts die Übersetzung
ins Deutsche. Verfasser
des aus 1756 stammenden Landkapitels
von Weilheim war Franz
Sales Gailler (1685 bis 1766). Und
der schrieb darin auch darüber,
woher der Begriff „Pfaffenwinkel“
kommt – und wie er geographisch
einzuordnen ist. Als „Pfaff“ wurden
anno dazumal Geistliche wie
Pfarrer, Priester, Mönche genannt.
Ein Begriff, der in der heutigen
modernen Sprache eine oft negative
Einstellung gegenüber der Kirche
oder dem Klerus impliziert –
der „Pfaff“ unter den Pfarrern
von heute ist so etwas wie der
„Zeitungsfuzzi“ unter Journalisten
oder der „Bulle“ unter Polizisten.
Der zweite Wortteil „Winkel“ hat
im deutschsprachigen Raum vor
allem eine geografische und topografische
Bedeutung – er bezeichnet
meist eine spezielle Form
der Landschaftsgestaltung oder
die Lage eines Ortes. Kombiniert
bedeutet das Wort „Pfaffenwinkel“
also nichts anders als die
Landschaft der Pfarrer, Priester,
Mönche. Im Landkapitel Weilheim
wird diese Landschaft des Pfaffenwinkels
wie folgt
geographisch abgegrenzt:
von Dießen
bis Eschenlohe,
von Peißenberg
bis in die Jachenau.
Laut dieser Beschreibung schneidet
der Pfaffenwinkel mit Landsberg
am Lech, Bad Tölz-Wolfratshausen,
Garmisch-Partenkirchen
und Weilheim-Schongau durch
gleich vier Landkreise.
Geschichte in Reimform
Garmisch-
Wer nun meint, dass Franz Sales
Gailler, der seinerzeit erster Heimatforscher
im Pfaffenwinkel war
und witzigerweise auch noch der
siebenfache Urgroßonkel von Dr.
Joachim Heberlein ist, der irrt an
dieser Stelle. Es gibt nämlich eine
noch präzisere Beschreibung des
wahren Pfaffenwinkels, die aus
dem Jahre 1698 stammt. Gemeint
ist ein Auszug aus der damaligen alig
Stadtchronik von Weilheim, die
wiederum verfasst wurde vom damaligen
Weilheimer Stadtschreiber
Johann Sebastian Lienhardt –
ib h i und das sogar in Reimform. So zwölf Klöster lückenlos l und ohne
heißt es in Bezug auf den Pfaffenwinkel:
„Fisch, Vögel, Wildbret
Spickzettel aufzählen zu können:
„Da wären zum einen die Benediktinerklöster
Andechs, Wessobrunn,
kann man schlecht haben, weil
sich daran die Klöster laben. Deren
zwölf in dieser Gegend rum, dies
Ort einschließen um und um.“ Er
beschreibt mit diesen wenigen
Ettal und Benediktbeuern, die
Klöster der Augustiner-Chorherren
in Dießen, Polling, Rottenbuch,
Schlehdorf, Beuerberg und Bernried,
das Kloster der Prämons-
Zeilen ganz wunderbar, dass die
hiesigen Klöster damals Fischrechte
für sich reservierten und eigene
Jagdreviere bewirtschafteten – und
tratenser in Steingaden und das
Kanoniker-Stift in Habach.“ Wer
aufmerksam gelesen hat und sich
dass es innerhalb der Grenzen geographisch ein wenig auskennt
des wahren Pfaffenwinkels zwölf in der Region wird bereits festgestellt
Klöster gab. Dr. Joachim Heberlein
holt an dieser Stelle tief Luft, um
anschließend alle
haben, dass der wahre
Pfaffenwinkel nicht nur in die vier
Landkreise Landsberg am Lech,
Im Norden des Pfaffenwinkels liegend:
Das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg.
28 | tassilo
Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen
und Weilheim-Schongau,
sondern mit dem Kloster auf dem
Heiligen Berg in Andechs auch
noch in den Landkreis Starnberg
hineinragt.
Kein Vorwurf der
Identifikation
Wir fassen an dieser Stelle, betrachtet
vom Standort Weilheim
aus, nochmals zusammen: Im
Norden grenzen den wahren Pfaffenwinkel
die Orte Andechs (Erling
und Frieding), Dießen am Ammersee
und Wessobrunn ab. Im Osten
und Südosten sind es Beuerberg,
Schlehdorf und Benediktbeuern.
Im Süden das Kloster Ettal. Und
im Westen beziehungsweise Südwesten
Steingaden. So gesehen
gehören im Grunde Schongau und
alle weiteren Orte des Landkreises
Weilheim-Schongau, die westlich
des Lechs liegen, gar nicht dazu
zum wahren Pfaffenwinkel. Wer
sich als Schongauer, Bernbeurener
oder Ingenrieder dennoch mit dem
Pfaffenwinkel identifiziert, kann,
darf und soll dafür nicht verteufelt
werden. Ganz im Gegenteil
sogar. Schließlich befinden sich
im Landkreis Weilheim-Schongau
mit Steingaden, Rottenbuch, Polling
und Wessobrunn die meisten
Klöster des Pfaffenwinkels. Weil
der Landkreis Weilheim-Schongau
obendrein landschaftlich wie architektonisch
stark geprägt ist von
diesen gut erhaltenen Klöstern und
vielen weiteren Kirchen, passt auch
der vom Tourismusverband ganz
bewusst gewählte Name wie die
sprichwörtliche Faust aufs Auge.
„Wir wissen natürlich, dass der
wahre Pfaffenwinkel nicht exakt
den Grenzen des Weilheim-Schongauer
Landkreises entspricht,
finden die Bedeutung des Wortes
– eine Landschaft mit vielen
Klöstern – jedoch in der Tat sehr
treffend“, bekräftigt Susanne Lengger,
Geschäftsführerin des Tourismusverbandes
Pfaffenwinkel, die
dieses Thema nicht nur gegenüber
redaktionellen Anfragen so beantwortet.
Immer wieder gehen
beim Tourismusverband Pfaffenwinkel
Fragen von Einheimischen
wie Urlaubern ein, was es denn
mit dem „Pfaffenwinkel“ namentlich
und geographisch betrachtet
auf sich hat. Dabei hilfreich sind
grafische Darstellungen. Die vom
Tourismusverband bezieht sich
schwerpunktmäßig auf dessen
Zuständigkeitsbereich – also auf
Weilheim-Schongau. Die handgezeichnete
von Dr. Joachim Heberlein
dagegen auf das Pfaffenwinkel-Gebiet,
das im dicken Buch von
Franz Sales Gailler beschrieben
wird. Fehlt insofern nur noch eine
geographische Darstellung: Die
des wahren Pfaffenwinkels. js
Ganz im Süden des Pfaffenwinkels liegend:
Das von Laber und Notkarspitze eingebettete Kloster Ettal.
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mai / juni 2026 | 29
Heuer feiern Feuerwehr und Schützen
Die Söcheringer Festtage
Obersöchering | Ein ehrenamtlich
organisiertes Fest über vier Tage
hinweg hat bei genauer Betrachtung
eine viel größere Bedeutung
als die Feierlichkeit an sich. „Bereits
bei den Vorbereitungen hilft
das ganze Dorf zusammen – auch
Bürgerinnen und Bürger, mit denen
man das ganze Jahr sonst wenig
zu tun hat, engagieren sich“,
sagt an dieser Stelle Fest-Presse-
Beauftragter Thomas Bernhard
stellvertretend für alle Beteiligten.
Wie befruchtend dies für das Leben
und Treiben innerhalb einer
Gemeinde tatsächlich sein kann,
hat sich bereits bei den Söcheringer
Festtagen im vergangenen
Jahr gezeigt, als Trachtler, Trommler
und Musiker gemeinsam ihre
Vereinsjubiläen feierten. Dass es
nun nur ein Jahr später erneut
Söcheringer Festtage geben wird,
ist schlichtweg der Tatsache geschuldet,
„dass bei uns viele Vereine
sehr eng beieinander liegen,
was die Gründungsjahre betrifft“.
Heuer sind es die Söcheringer
Schützen mit 130 Jahren und die
Söcheringer Feuerwehrler mit 150
Jahren, die von Donnerstag, 18.
Juni, bis einschließlich Montag,
22. Juni, gemeinsame Sache machen.
Ein Lehrer namens Fridl war
es damals, der im Jahre 1876 das
Heft des Handelns federführend in
die Hand nahm und die Söcheringer
Feuerwehr gründete. Er selbst
übernahm den Posten des ersten
Kommandanten, Vorsitzender
wurde derweil Söcherings damaliger
erster Bürgermeister Bach. Die
erste Anschaffung der in Summe
45 Mitglieder starken Wehr, finanziert
von der Gemeinde: Eine
vierrädrige Saug- und Druckspritze
mit 100 Meter langen Schläuchen.
Gekauft wurde die gebrauchte
Ausstattung von einem Münchner.
Der Preis: 1 447 Mark. Seither hat
sich verdammt viel getan in Sachen
Einsätze, Mitglieder und technische
Entwicklung.
Sturm als
Brandbeschleuniger
Aktuell zählt die Söcheringer Feuerwehr
237 Vereinsmitglieder,
davon 121 Aktive mit 119 Männern
und zwei Frauen. Für eine Jugendfeuerwehr
ist das Dorf zu klein.
Gemessen an der Einwohnerzahl
von rund 1580 Bürgerinnen und
Bürgern zählt die Söcheringer
Feuerwehr jedoch zu den mitgliederstärksten
im ganzen Landkreis.
2025 rückte sie 33-mal aus – vom
schweren Verkehrsunfall über
Brände bis hin zu Personenrettung
und Wohnungsöffnung waren die
Herausforderungen vielschichtig.
Historisch betrachtet gab’s jedoch
noch viel prägendere Einsätze. 1925
beispielsweise brannte ein landwirtschaftliches
Anwesen in Untersöchering
lichterloh, griffen die
Flammen wegen starken Föhnwindes
auf ein benachbartes Grundstück
über. Ähnlich erschwert
wurden auch die Löscharbeiten
beim Großbrand des Walserhofes
im Jahr 1990, während des starken
Sturms Wibke. Unvergessen aber
war auch ein kleinerer Einsatz im
vergangenen Jahr – ausgerechnet
während des Maibaum-Aufstellens
ging der Alarm. „Da piepste
es in fast allen Hosentaschen und
konnten die zahlreichen Zuschauer
hautnah miterleben, wie so ein
Einsatz von der Erstalarmierung
weg abläuft.“ Glücklicherweise
mussten nicht alle Männer und
Frauen zum Einsatz, konnte der
Maibaum trotzdem aufgestellt
werden. Für heuer hoffen die Aktiven,
wenigstens während ihres
vereinseigenen Festes einsatzfrei
bleiben zu können – und dass das
neue LF20 noch rechtzeitig geliefert
und im Rahmen der Feierlichkeiten
gesegnet werden kann.
Das Schöne an kleineren Dörfern:
Dass sich viele Männer und Frauen
oft parallel in mehreren Vereinen
aktiv engagieren, Söcheringer Feuerwehrler
auch bei den Schützen
aktiv sind und umgekehrt.
Siegreiche Sportschützen
Gegründet wurde der Söcheringer
Schützenverein im Jahre 1896 mit
dem Ziel, den Schießsport vor Ort
anzubieten, aber auch ein geselliges
Beisammensein innerhalb
eines neuen Vereins zu ermöglichen.
Geschossen wird sowohl
am Luftgewehr als auch an der
Luftpistole. Und das mit beachtli-
30 | tassilo
Wir gratulieren
herzlich zum
Jubiläum und
wünschen allen
Besuchern
schöne Festtage.
chem Erfolg: Die erste Mannschaft
im Luftgewehr stieg heuer in die
B-Klasse auf und ab Herbst 2026
stellen die Söcheringer sogar eine
zweite Luftgewehr-Mannschaft.
Und auch an der Luftpistole
läuft’s, belegten die Söcheringer
den ersten Platz in der Gauliga
und bringen für kommende Saison
ebenfalls eine zweite Mannschaft
in den Ligabetrieb. Insgesamt
zählt der Verein derzeit 300
Mitglieder, darunter rund 100
Aktive, 20 davon im noch jugendlichen
Alter. Insofern ein ebenfalls,
gemessen an der Einwohnerzahl,
extrem stark besetzter Verein, der
zwischen April und September
wöchentlich trainiert: Jeden Freitagabend
treffen sich die Erwachsenen,
am Mittwoch die Jugend
am örtlichen Sportplatz – die Rede
ist von einem Schießstand über
zwei Etagen mit insgesamt neun
Schießplätzen.
Buntes Festprogramm
Insofern gleich doppelt und dreifach
gute Gründe, die beiden Vereinsjubiläen
– 130 Jahre Schützen
und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr
– gebührend zu feiern. Los
geht’s am Donnerstag, 18. Juni, um
18 Uhr mit einem Tag der Nachbarschaft.
Es folgt ein Partyabend
am Freitag, 19. Juni, mit Einlass
ab 18 Uhr. Hier heizen ordentlich
ein: Die legendäre „Spider Murphy
Gang“ und die Band „Gsindl“. Der
Samstagabend wird dagegen mit
feinster Blasmusik und Oberkrainer-Stimmung
durch die Gruppen
„Buamteifl“ und „Eine kleine Dorfmusik“
deutlich „boarischer“ vonstattengehen.
Das große Highlight
aber erfolgt am Festsonntag, 21.
Juni, mit Kirchenzug (9 Uhr, Aufstellung
am Festzelt), Feldmesse
(9.30 Uhr), gemeinsamem Mittagessen
im Festzelt und großem
Festumzug mit Aufstellung am
Festzelt um 13.30 Uhr und Beginn
um 14 Uhr. Damit nicht nur die
Mitglieder der ausrichtenden Vereine,
sondern im Prinzip ganz
Söchering und Umgebung von
diesen vier Festtagen profitieren
kann, bauen die Verantwortlichen
ein 30 Meter breites und 70 Meter
langes Festzelt auf einem freien
Feld am Talwiesweg westseitig des
Ortes auf, in das je nach Bestuhlung
und Nutzung rund 2500 bis
3500 Personen passen. Und wenn
so ein monströses Festzelt schon
mal steht: Am Montagabend, 22.
Juni, tritt die renommierte Kabarettistin
Martina Schwarzmann
mit ihrem Programm „Macht was
sie will“ auf. Das verspricht einen
humorvollen Ausklang der Söcheringer
Festtage 2026.
js
> > > INFORMATIONEN & TICKET-VERLOSUNG
Weitere Infos zu den Söcheringer Festtagen halten der gleichnamige
Instagram-Account sowie die Internetseite www.soecheringer-festtage.de
bereit. Dort finden Sie auch den Link zu den
Vorverkaufskarten für Party- und Kabarettabend. Hardtickets sind
außerdem beim Stroblwirt in Oberhausen und Dorfladen (Edeka)
in Obersöchering erhältlich. Außerdem verlosen wir vom Regionalmagazin
„tassilo“ 2 x 2 Tickets. Schicken Sie uns bis Mitte Mai eine
Postkarte mit dem Stichwort „Spider Murphy Gang“ oder „Martina
Schwarzmann“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder
eine Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!
und zum September 2026 einen
mai / juni 2026 | 31
Wildrisse durch freilaufende Hunde
Ein qualvoller Tod
Tassiloland | Ob Reh, Fuchs, Hase:
Nahezu alle heimischen Wildtiere
bringen im Frühjahr ihre Jungen
zur Welt, ziehen die Frischgeborenen
behutsam auf. Jäger und
Naturschützer sprechen an dieser
Stelle von der Setz- und Aufzuchtzeit,
die sich meist von Anfang April
bis Ende Juni erstreckt. Insofern
ein Zeitraum von rund drei Monaten,
in dem die wildlebenden
Tiere im und am Wald besonders
viel Ruhe und Schutz brauchen.
Insbesondere der Mensch sollte
sich in diesen drei Monaten sensibel
und defensiv durch Wälder
sowie auf Wiesen an Waldrändern
bewegen, im Idealfall breitangelegte
Forstwege nicht verlassen.
Allen voran im Beisein eines Hundes.
Der bekanntlich beste Freund
des Menschen ist für Alleinstehende
wertvoller Lebenspartner,
für Kinder coolster Spielgefährte,
in Familien festintegriertes Mitglied
und für Jäger unentbehrlicher
Helfer. Was bei all der Liebe,
Freude und Zuneigung von Menschen
gegenüber Hunden jedoch
nicht vergessen werden
darf: Die Vierbeiner stammen
ursprünglich vom
Wolf ab, wurden erstmals
vor bereits rund 30 000
Jahren von Menschen domestiziert.
Heißt: In jedem
Hund, auch wenn er noch
so klein, lieb, brav und gut
erzogen ist, schlummert
ein natürlicher Jagdtrieb,
der je nach Rasse stärker
oder schwächer ausgeprägt
sein kann. Und so kommt
es immer wieder mal vor,
dass Hunde im Rahmen
von Gassirunden an und
in Wäldern die Fährte von
wildlebenden Tieren aufnehmen,
ihnen nachspüren, sie durch
Wälder und über Wiesen hetzen,
im schlimmsten Falle erwischen,
niederreißen, schwer verletzen
oder töten. „Wildrisse durch freilaufende
Hunde kommen auch
hier in der Region alljährlich vor“,
bestätigt Florian Pfütze, Vorsitzender
des Kreisjagdverbands Weilheim,
der 2025 selbst einen Fall
in seinem Jagdrevier rund um Gut
Achberg bei Oberhausen-Maxlried
zu verzeichnen hatte. In anderen
Ecken der Region nehmen die
Fälle sogar zu. Zum Beispiel im
Südwesten von Peiting, wo Jagdpächter
Peter Kraus in seinem
knapp 600 Hektar großen Revier
vier Wildrisse durch freilaufende
Hunde allein zwischen April 2024
und November 2025 zu verzeichnen
hatte.
Verstörende Bilder
Qualvoll verendet:
Die Bauchdecke des
Rehbocks wurde von
einem Hund aufgerissen.
Aus Laiensicht stellt sich die Frage:
Macht es überhaupt einen
Unterschied, ob Rehwild durch Jäger,
Wolf oder Haushund zu Tode
kommt? Die eindeutige Antwort:
Ja. Jäger sorgen durch gezielten
Beschuss für einen möglichst
stress- und schmerzfreien Tod der
Wildtiere – und bejagen in der
Regel auch nur altersschwache
und kranke, in jedem Falle keine
trächtigen Tiere und keine frischgebackenen
Mütter, die ihre Jungen
aufzuziehen haben. Hunde
machen an dieser Stelle keinen
Unterschied. Ganz im Gegenteil
sogar. Im hohen Gras liegende
Kitze können noch nicht fliehen
und trächtige Rehe sind aufgrund
ihres dicken Bauches wesentlich
langsamer und unbeweglicher, so
leichtere Beute für Hunde. Hinzu
kommt, dass Hunde Rehwild, aber
auch Hasen und andere Wildtiere
nicht jagen, um ihren Hunger zu
stillen, sondern lediglich, um ihren
Jagdtrieb zu befriedigen. „Der
Hund spielt mit den Wildtieren
nur“, bekräftigt Peter Kraus, der
die Wildrisse durch freilaufende
Hunde in seinem Revier lehrbuchmäßig
dokumentiert hat. Das
Ergebnis: Zum Teil verstörende
Bilder, weil die gerissenen
Rehe nicht durch
gezielten Biss in die Kehle,
wie es Wölfe praktizieren,
schnellstmöglich von ihrem
Leiden erlöst, sondern an
unterschiedlichsten Körperstellen
verbissen und aufgerissen
wurden. Insofern
ein qualvoller, schmerzhafter,
langwieriger Tod. Oft
sei es auch so, dass die von
Hunden gerissenen Wildtiere
noch Stunden später
am Leben sind, aufgrund
der Schwere ihrer Verletzungen
durch einen Jäger
32 | tassilo
für immer erlöst werden müssen.
Wobei der qualvolle Tod an dieser
Stelle nur einen Teil dieses Hundreißt-Reh-Problems
darstellt.
Am Boden lebende Wildtiere
stoßen bekanntlich ihren Nachwuchs
ab, sobald dieser Fremdgeruch
annimmt – bereits das
Beschnuppern oder Ablecken von
beispielsweise Rehkitzen durch
freilaufende Hunde kann dazu
führen, dass Kitze verhungern,
weil sie von ihrer Mutter verstoßen
wurden und folglich nicht
mehr gesäugt werden.
Gibt keine Leinenpflicht
Wildrisse durch freilaufende
Hunde werden
meist zufällig entdeckt.
Außerdem: Von Hunden gejagte
Rehe verlieren im Rahmen
der Flucht enorm viel
Energie. Um diesen Energiehaushalt
wieder aufzufüllen,
fressen sie verstärkt
im Wald, was wiederum zu
stärkerem Verbiss und somit
kaputten Wäldern führt.
Hinzu kommt, dass viele
Rehe sich aufgrund traumatischer
Begegnungen
mit Hunden aus der Tiefe
des Waldes gar nicht mehr
heraustrauen, anstelle des
frischen Grases auf der Wiese
ohnehin nur noch Knospen
junger Bäumer fressen.
Das wiederum erschwert
Jägern das professionelle
Jagen, was letztlich zu einem
Ungleichgewicht zwischen
Wald und Wild führen kann.
Viele Jäger wünschen sich an dieser
Stelle eine Leinenpflicht an
und in Wäldern. Die gibt es aber,
gesetzlich betrachtet, nicht. Sehr
wohl gesetzlich verankert: Erkennt
ein Jäger einen offensichtlich wildernden
Hund, ist er nicht nur
dazu befugt, sondern sogar dazu
verpflichtet, diesen zu erschießen.
Florian Pfütze erinnert an dieser
Stelle an einen Fall vor wenigen
Jahren, wo ein Jäger gleich drei
Hunde auf einmal erlegt habe,
nach dem diese über mehrere
Wochen hinweg immer wieder
im Verbund nach Rehen gejagt
hätten. Damit sich solche oder
ähnliche Szenarien nicht wiederholen,
hilft im Grunde nur eines:
Ein Appell an die Vernunft der
Hundehalter im Sinne von: Wer
sein Tier (wissentlich) nicht im
Griff hat, sollte es an und in Waldgebieten
freiwillig an die Leine
nehmen. Allen voran jetzt, in Zeiten
des Setzens und Aufziehens,
wo nahezu alle hier heimischen
Wildtiere ihre Jungen gebären
und aufziehen – und Hunde nicht
nur Unruhe in die Natur bringen
würden, sondern auch leichtes
Spiel hätten, ihren Jagdtrieb zu
befriedigen. Wichtig ist den Jägern
an dieser Stelle aber auch,
nicht alle Hundebesitzer bei diesem
Thema über einen Kamm zu
scheren. Oft helfe auch schon ein
kurzes, zwangloses Nachfragen.
„Falls sich Jäger und Gassigeher
draußen in der Natur begegnen
und gewisse Unklarheiten im
Raum stehen – gerne an uns herantreten
und nachfragen“, meint
Peter Kraus, der an dieser Stelle
zwei weitere positive Effekte des
„an die Leine Nehmens“ nicht
unbetont lassen möchte: „Zum
einen landet weniger Hundekot
auf den Wiesen der Landwirte,
die darauf hochwertiges Futter für
ihre Tiere herstellen, zum anderen
verhindert es die Übertragung
von Fuchsräude, die hier in
der Region immer wieder in
Umlauf ist.“ Dabei handelt
es sich um eine für Hunde
hochansteckende, durch
Milben verursachte parasitäre
Krankheit, die beim
besten Freund des Menschen
zu starkem Juckreiz,
Haarausfall sowie zu Krustenbildung
führt. Insofern
nicht viel weniger qualvoll
als der Tod von Rehen durch
freilaufende Hunde. js
Fachgerechte Analyse: Anhand
des Abstandes zwichen
den Bissstellen konnte
Jäger Peter Kraus beweisen,
dass es sich um einen Wildriss
durch Hund handelte.
I
II
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mai / juni 2026 | 33
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Locker, offen und vielfältig, dennoch christuszentriert: Dafür stehen die
Gottesdiente von „Kirche Kunterbunt“.
Tassiloland | Schon mal von „Kirche
Kunterbunt“ gehört? Dabei
handelt es sich um ein total kreatives
Konzept kirchlicher Arbeit,
das insbesondere Familien mit
Kindern den christlichen Glauben
spielerisch, ungezwungen und
vielschichtig nahebringen möchte.
Ursprünglich geboren ist diese
für viele Menschen zeitgemäßere
Form von Gottesdienst im Jahr
2004. Genaugenommen im südenglischen
Portsmouth und unter
dem englischen Begriff „Messy
Church“. Von dort verbreitete sich
das Konzept über die englischen
Landesgrenzen hinweg auch nach
Deutschland, wo es im Jahr 2019
unter „Kirche Kunterbunt“ startete
– und vor gut zwei Jahren
auch Einzug im Pfaffenwinkel
hielt. Treibende Kraft von Kirche
Kunterbunt hier in der Region:
Juliane Häcker, 40, aus Peiting.
Sie studierte praktische Theologie,
ist Mama von vier Kindern
und lebte mit ihrer Familie zuvor
in Nürnberg. „Dort haben wir bereits
positive Erfahrung mit Kirche
Kunterbunt in städtischem Umfeld
sammeln können.“ Diesen
Erfahrungsschatz von Wertevermittlung
und Ausgestaltung des
christlichen Glaubens brachte sie
letztlich mit in den Pfaffenwinkel,
als sie mit ihrer Familie in die
ursprüngliche Heimat ihres Ehemanns
gezogen ist. Das Besondere
dabei: Riesenzuspruch und ein
immer stärker wachsendes Netz
von Kirche-Kunterbunt-Begeisterten
nicht nur in Peiting, Schongau
und beispielsweise Apfeldorf –
seit einem Inspirationstag Ende
März 2026 sind auch Weilheimer
und Huglfinger ernsthaft
daran interessiert, Kirche-Kunterbunt-Gottesdienste
in ihren Orten
zu veranstalten.
Hochbeet-Bau statt
still sitzen
Während traditionelle Abläufe in
der Katholischen und Evangelischen
Kirche meist strikter vorgegeben
sind und die Teilnehmer
häufig während des gesamten
Gottesdienstes einen festen Platz
einnehmen, ist das allgemeine
Motto von Kirche Kunterbunt
„frech und wild und wundervoll“
wortwörtlich Programm. Angefangen
mit einer rund halbstündigen
Willkommenszeit, in der die
Kinder, Eltern und Großeltern erst
einmal in Ruhe ankommen, sich
gegenseitig begrüßen und über
dann aufheiternde Spiele mit beispielsweise
Ball sich körperlich,
geistig und seelisch in Schwung
bringen können. Daraufhin folgt
eine sogenannte Aktivzeit, die
ebenfalls für kreative, sportliche,
schauspielerische, wissenschaftliche
oder auch handwerkliche
Aktivitäten steht – jedoch meist an
einem ganz bestimmten christlichen
Thema wie beispielsweise
„Vielfalt von uns Menschen“ orientiert.
„Wir haben schon Windlichter
bemalt, Blumenkästen und
Mini-Hochbeete geschreinert, Mobiles
gebaut oder Theaterstücke
aufgeführt, bei denen Alt und Jung
verschiedenste Rollen von Gut und
Böse verkörpert haben – und so
auf spielerische Art Werte wie Liebe,
Hilfsbereitschaft und Toleranz
vermitteln.“ In Summe dauert die
Aktivzeit rund 90 Minuten, ehe es
in den vorletzten Teil eines Kirche-
Kunterbunt-Gottesdienstes übergeht:
Die Feierzeit, die meist nochmals
über rund 30 Minuten geht.
Gottesdienst inmitten der Natur: Hier auf dem Gelände eines Waldkindergartens
im Südosten von Peiting.
„Sie ist am ehesten dem Kern eines
traditionellen Gottesdienstes zuzuordnen“,
meint Juliane Häcker.
Zum Beispiel in Form von Liedern
mit modernen, lebensnahen und
zeitgemäßen Texten anstelle von
bis zu 300 Jahre alten Liedern aus
dem Gotteslob. Den Schluss eines
Kirche-Kunterbunt-Gottesdienstes
bildet schließlich die Essenszeit,
„wofür wir bereits im Vorfeld ein
leckeres Buffet vorbereiten“.
Keine Konkurrenz zum
Traditionellen
Wer bis hierhin aufmerksam gelesen
und in Mathe aufgepasst hat,
wird in Summe auf 150 Minuten
Kirche Kunterbunt ohne Essenszeit
kommen. „Liest sich, vor allem im
Vergleich zu traditionellen Gottesdiensten
von ein bis eineinhalb
Stunden, nach wahnsinnig viel
Zeit, ist aufgrund der kreativen,
feierlichen und generationenübergreifenden
Ausgestaltung jedoch
extrem kurzweilig – meist machen
wir aus freien Stücken sogar noch
länger“, betont Juliane Häcker, die
Kirche Kunterbunt meist persönlich
moderiert, für Vorbereitung
und Umsetzung jedoch von einem
rund 20-köpfigen Team tatkräftig
unterstützt wird. Erfreulich an
dieser Stelle: Dass Kirche Kunterbunt
sowohl mit der Freien Evangelischen
Gemeinde Schongau,
der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde
in Peiting, Schongau
und Herzogsägmühle sowie
auch der Katholischen Kirche in
beispielsweise Rottenbuch, Landsberg,
Oberammergau und Oberau
bereits zusammenarbeitet, sich
auch Pfarrer und Pastoralreferentin
aktiv an der Gestaltung von
Kirche Kunterbunt beteiligen. Juliane
Häcker betont an dieser Stelle
aber ausdrücklich, dass Kirche
Kunterbunt „auf gar keinen Fall“
die traditionellen Formen von
Glauben und Kirche ersetzen oder
gar verdrängen sollen. Vielmehr
gehe es hier um ein zusätzliches
Angebot, um auch Menschen Zugang
zum christlichen Glauben zu
ermöglichen, die mit traditionellen
Formen von Gottesdiensten weniger
anfangen können. Aktuell findet
Kirche Kunterbunt hier in der
Region meist alle zwei Monate in
beispielsweise Schongau und Peiting
mit bis zu 100 Teilnehmern im
Umkreis von 30 Kilometern statt.
Manchmal in Kirchen, manchmal
draußen an der frischen Luft, ab
und an sogar inmitten der Natur.
Die nächsten Termine: Samstag,
25. April, von 15 bis 18 Uhr in und
um der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Peiting, Kleberweg 7. Das
Motto: „Echt Schaf“ mit echten
Schafen, Basteleien aus Wolle, das
Fertigen von Hirtenstäben, einem
Theaterstück, Singen am Lagerfeuer
und vieles mehr. „Hier möchten
wir unter anderem die biblischen
Geschichten vom guten Hirten
und verlorenen Schaf spielerisch
vermittelt.“ Ein weiteres Highlight
dieses Jahr: Kirche Kunterbunt am
Samstag, 27. Juni, von 15 bis 18 Uhr
unter dem Motto „Feuer & Flamme“
in Kooperation mit der Freiwilligen
Feuerwehr Peiting. Voraussichtlicher
Ort des Geschehens:
Rund um das Feuerwehrhaus in
Peiting. Darüber hinaus ebenfalls
fix eingeplant: Kirche Kunterbunt
am Samstag, 17. Oktober, an der
Freien Evangelischen Gemeinde
Schongau mit der berühmten
Hochzeit von Kana als Themenschwerpunkt.
Und die Kirche-
Kunterbunt-Adventswerkstatt am
Samstag, 5. Dezember, mit derzeit
noch offenem Veranstaltungsort.
Insofern noch reichlich Termine für
all jene, die sich dieser besonderen
Form von Gottesdienst annehmen
möchten.
js
Theaterspielen, Verkleiden,
Musizieren: So bunt kann ein
Gottesdienst bei Kirche Kunterbunt
sein.
mai / juni 2026 | 35
Einzigartige Einblicke in abgelegenes Bauernhofmuseum
Brechmühle, Trokar, Breitbeil
Peiting-Kreut | Die bretterverkleidete
Tür steht bereits offen, lädt
zum Hinaufsteigen einer steilen
Holztreppe ein. „Gut, dass wir ein
neues Geländer hingebaut haben“,
sagt Dr. Volker Zahn, 85, knipst
oben angekommen das Licht an
und erklärt: „Wir befinden uns hier
im ehemaligen Kornkasten – beinahe
alles, was es hier zu entdecken
gibt, stammt direkt von unserem
Hof.“ Gemeint ist der Schallhammerhof
im abgelegenen Peitinger
Ortsteil Kreut, mit dem sich Dr. Volker
Zahn, ehemaliger Gynäkologe
und Leiter einer Klinik, den Traum
vom Leben auf dem Bauernhof
verwirklicht. Das Besondere dabei:
Dass er ihn zu einem Bio-Arche-
Hof umfunktionierte, vom Aussterben
bedrohte, hier einst heimische
Rassen wie die Murnau-Werdenfelser
Rinder oder das Augsburger
Huhn hält und züchtet. Eindruck
macht aber auch der im Original
erhaltene Stadel gegenüberliegend
des Wohnhauses, gebaut im Jahre
1726 – und die ebenfalls im Original
erhaltenen Schätze, die sich darin
Brandeisen fürs Vieh.
Aus dem Jahre 1726: Der Stadel, in dem sich das Museum befindet.
verbergen. Die Rede ist von mehr
als 1 000 Exponaten, die unzählige
Geschichten über das frühere
Leben, Treiben und Werkeln auf
dem Schallhammerhof zu erzählen
haben. Mit dabei an diesem
Donnerstagvormittag: Jakob Leicher,
82, viele Jahre Vorsitzender
des Fördervereins der unweit entfernten
Villa Rustica sowie selbst
auf einem kleinen Bauernhof
aufgewachsen. Über vier Monate
hinweg fuhr er beinahe täglich
die rund sechs Autokilometer vom
Hauptort nach Kreut, um Dr. Volker
Zahn tatkräftig dabei zu unterstützen,
all die geschichtsträchtigen
Gegenstände zu entstauben, sie
zu sortieren, zu kategorisieren, sie
durchzunummerieren, ihnen einen
korrekten Namen zu geben und
sie in einfachen Worten so zu beschreiben,
dass auch nachfolgende
Generationen etwas damit anzufangen
wissen. „Woascht, was des
isch?“, frägt er „tassilo“-Redakteur
Schelle und drückt ihm im Bereich
„Tiermedizin“ einen dolchartigen
Gegenstand aus Stahl in die
Hand. „Ein Trokar!“ Damit wurden
aufgeblähte Kühe vor dem Tod gerettet.
„Mit einem gezielten Stich,
zwei Finger breit hinter der letzten
Rippe, sorgte meist der Landwirt
selbst dafür, dass das Gas aus dem
aufgeblähten Pansen entweichen
konnte.“
Spezialsensen für
Getreideernte
Schon vorher in Augenschein genommen
wurden verschiedenste
Heu- und Mistgabeln, Torfschaufeln,
-stecher und -schneider. An
einem an der Decke hängenden
Holzgestell wurden früher frischgebackene
Brote aufgespießt, um
sie so für gefräßige Mäuse unzugänglich
zu machen. Dahinter steht
ein großer Holztrog mit innen abgerundeten
Ecken, damit der darin
angesetzte Sauerteig zum Backen
des Brotes besser entnommen
werden konnte. Auch an der Decke
hängend: Von Hand geflochtene
Reusen aus Hanfseilen, in denen
die im unweit entfernten Lech gefangenen
Fische aufbewahrt und
frischgehalten wurden. Wiederum
an der Wand lehnend: Ein kleiner,
mit Verzierungen bemalter Eierschrank
– die Halterung im Inneren
zeigt, um wie viel kleiner die Eier
früher waren im Vergleich zu heute.
Neben klassischen Sensen zum
Mähen von Gräsern und Kräutern
stechen auch speziell konzipierte
Sensen für die Ernte von Getreide
ins Auge. Oder gusseiserne Waffeleisen,
unter anderem mit herdplattenähnlicher
Unterlage, die
passgenau in die kreisrunde Aussparung
eines Holzofenkochfelds
eingefügt werden konnte. Wenige
Schritte weiter: Zaumzeug und Geschirre
für Ochsen und Pferde, die
bis in die 1950er und 1960er Jahre
hinein wichtigste Arbeitstiere für
Landwirte waren, dann Schritt für
Schritt durch Traktoren ersetzt wurden.
„Und hier eine Nähmaschine –
die erste, die es damals mit Motor
gegeben hat“, betont Dr. Volker
Zahn. Aber auch handgemachte, in
diesem Falle sogar noch nie getragene
Lederstiefel. „Wahrscheinlich
ist derjenige, für den die Stiefel
geschustert wurden, vor dem ersten
Tragen verstorben“, vermutet
Schier unzählige Exponate. Hier im ehemaligen Kornkasten.
36 | tassilo
Jakob Leicher, der an dieser Stelle
zwei spezielle Halterungen mit
Handgriffen hervorzieht. Es handelt
sich um Anziehhilfen für diese
Stiefel. „Im Schaft der Stiefel sind
extra Schlaufen eingenäht worden,
wo man die Anziehhilfe einhängen
kann.“ Plötzlich: Stolpergefahr!
„Unter diesem Deckel führt ein
Rohr nach unten, über das früher
das hier oben gelagerte Getreide
in Säcken abgefüllt wurde.“
Dazu passend: Eine Brechmühle
zur Herstellung von Schweine- und
Hühnerfutter aus Getreide. „Das
wurde nicht gemahlen, sondern
gebrochen.“
Plötzlich vibriert
der Boden
Wer sich für Geschichte, Landwirtschaft
und altes Handwerk interessiert,
könnte sich hier tagelang
aufhalten. „Wir haben ja noch zwei
Räume“, sagt Dr. Volker Zahn und
macht einen großen Schritt über
den steilen Treppenabgang hinweg.
Nur so gelangt man in die danebenliegende
Schreiner-, Zimmerer-
und Wagnerwerkstätte. An der
Wand über der Werkbank hängt ein
sogenanntes Hohlbeil. „Das diente
zum Aushöhlen von schlanken
Baumstämmen oder Balken, aus
denen früher Dachrinnen gefertigt
wurden.“ Links davon: Mehr als ein
Dutzend bestens erhaltende Handhobel,
auch breiten- und tiefenverstellbare
zur Herstellung von Nuten.
Plötzlich wird es laut, vibriert
der Bretterboden, als hätte es ein
mittelstarkes Erdbeben. „Mach lieber
wieder aus“, ruft Jakob Leicher
Dr. Volker Zahn zu. Der Inhaber demonstrierte
kurz, dass die mit Elektromotor
betriebene Transmission
für Drechselbank, Kreis- und Bandsäge
sowie Schleifstein auch heute
noch bestens funktioniert. Jakob
Leicher holt derweil ein anderes,
beilähnliches Werkzeug von der
Wand. „A Broatbeil“. Zu Deutsch:
Breitbeil, mit dem anno dazumal
Balken von Hand auf Maß geschlagen
wurden. Nachdem auch
Drill- und Schälbohrer genauer
betrachtet wurden, ging‘s wieder
hinaus aus der Holzwerkstätte.
„Jetzt stehen wir in der Schlosserund
Metallwerkstätte.“ Wobei das
dort liegende Steinbeil zum Bearbeiten
von Tuffstein verwendet
wurde. Der Dengelhammer daneben
diente dagegen zum Schärfen
der Schneiden von Sensen. Auch
verschiedenste Meißel, Spaltkeile
und Lötkolben sind zu entdecken,
ehe es vorsichtig wieder die steile
Treppe hinuntergeht – auch unten
verstecken sich mit Heuwender,
Sämaschine, Strohschneider sowie
schatzkistenähnlicher Truhe, befüllt
mit tischtennisballgroßer Schmiedekohle,
jede Menge im Original
Erhaltenes. „Diese Vielfalt zeigt,
dass der Schallhammerhof früher
einer der größten und wohlhabendsten
in der Gegend gewesen
sein muss und in der Lage war,
sich nahezu vollständig autark zu
versorgen.“ Ob Wagner, Schreiner,
Zimmerer, Schlosser, Schmied,
Schuster, Bäcker, Käser, Milchbauer,
Torfstecher, Agrarlandwirt – hier
wurde nahezu alles professionell
praktiziert. Der 2016 verstorbene
Pollinger Raritätensammler Dominikus
„Mini“ Weiß meinte sogar,
dass es sich im Stadel des Schallhammerhofs
um die bedeutendste
bäuerliche Sammlung in ganz
Oberbayern handle. Dr. Volker Zahn
war es allerdings nicht nur deshalb
wichtig, diesen geschichtsträchtigen
Schatz zu entstauben. „Wer die
Vergangenheit nicht kennt, kann
die Gegenwart nicht verstehen und
die Zukunft nicht gestalten.“ js
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mai / juni 2026 | 37
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Schwabsoien | Seit Anfang Februar
2026 hat die Eirenschmalz
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GmbH einen Elektro-Lkw im
Fuhrpark – einen MAN eTGX. Für
das Familienunternehmen ist das
nicht einfach ein technisches Prestigeprojekt,
sondern ein logischer
Schritt innerhalb eines Energiekonzepts,
das über Jahrzehnte gewachsen
ist: eigene Erzeugung, effiziente
Nutzung und der Anspruch,
Energie möglichst im Kreislauf zu
denken und regional sinnvoll einzusetzen.
Firmengründer, Inhaber
und Geschäftsführer Anton Eirenschmalz
bringt diese Haltung im
Gespräch auf den Punkt: „Wir denken
in Kreisläufen.“
Der neue eTGX ist eine zweiachsige
Zugmaschine; mit Auflieger ergibt
das – wie im Fernverkehr üblich –
fünf Achsen. Eingesetzt wird das
Fahrzeug dort, wo die Elektrifizierung
heute besonders gut funktioniert:
auf planbaren Strecken mit
klaren Ladefenstern. „Wir fahren
damit Touren, die zu unserem Tagesablauf
passen – meist 250 bis
300 Kilometer, und am Nachmittag
ist das Fahrzeug wieder am
Standort,“ beschreibt Logistikleiter
Stefan Fedisch (40) die Praxis. Im
Alltag transportiert der E-Lkw vor
allem Metallteile direkt zu Kunden.
Laden am Standort: Ein
Baustein im Energiesystem
Dass ein Elektro-Sattelzug in einem
mittelständischen Betrieb funktioniert,
hängt nicht nur von Reichweite
und Technik ab, sondern von
Infrastruktur und Energielogik. Genau
hier sieht Eirenschmalz einen
entscheidenden Vorteil: „Der Lkw
wird ausschließlich bei uns geladen
– nicht bei Tankstellen oder
irgendwo unterwegs.“ Strom und
Logistik werden damit zusammen
gedacht: Wer am eigenen Standort
Energie erzeugt und steuern kann,
schafft die Grundlage für planbare,
wirtschaftliche E-Transporte.
Im Unternehmen ist dafür bereits
vieles vorhanden: Photovoltaik,
Blockheizkraftwerk und ein Energiemanagement,
das Lasten intelligent
verteilt. So lässt sich das
Laden in Zeiten hoher Eigenerzeugung
legen – oder, falls nötig,
in die Nacht verschieben. Parallel
wird die Ladeinfrastruktur ebenfalls
ausgebaut: „Momentan könnten
wir sogar zwei Fahrzeuge parallel
laden.“ Das ist ein Satz, der zeigt,
dass es nicht bei einem einzelnen
Vorzeige-Lkw bleiben muss –
auch wenn die Verantwortlichen
derzeit bewusst von einem Praxistest
sprechen.
Leise, direkt, digital:
Der eTGX im Alltag
Sohn Markus (v. li.) und Anton Eirenschmalz, Stefan Fedisch und Tim
Brinkmann vereint vor dem Neuzugang im Fuhrpark.
Anton und Alexandra
Eirenschmalz präsentieren
stolz den neuen E-LKW.
Wer Fedisch zuhört, merkt schnell:
Hier spricht jemand, der Fahrzeuge
nicht nur verwaltet, sondern sie
wirklich erlebt. Über das Fahrgefühl
sagt er: „Er fährt sich wie ein
Sportwagen.“ Gemeint ist damit
nicht bloß die Beschleunigung,
sondern die unmittelbare Leistungsentfaltung
und der insgesamt
entspannte Eindruck am Steuer.
Gleichzeitig verändert der elektrische
Antrieb die Wahrnehmung:
„Im Fahrerhaus ist es so leise, dass
man plötzlich Nebengeräusche
stärker hört – und das Einzige, was
richtig laut ist, ist die Hupe.“
Auch die Bedienung ist moderner
als bei vielen Dieselzugmaschinen:
Statt klassischer Außenspiegel
nutzt das Fahrzeug ein Kamerasystem
mit Monitoren. Fedisch
beschreibt die Umstellung so: „Am
Anfang muss man sich daran gewöhnen,
aber danach sieht man
an vielen Stellen mehr – auch weit
nach hinten.“ Für den Alltag in der
Logistik ist das nicht nur Komfort,
sondern kann auch Sicherheitsund
Präzisionsgewinne bringen,
etwa beim Rangieren oder beim
Spurwechsel auf der Autobahn.
Investition und Ausblick:
Erst Praxis, dann Skalierung
Natürlich bleiben Grenzen, die sich
aus Physik und Einsatzprofil ergeben.
Mit voller Beladung sinkt die
Reichweite, das ist im Betrieb einkalkuliert.
Und für bestimmte Touren
ist die Elektrifizierung derzeit
noch schwer darstellbar. Fedisch
formuliert es ohne Beschönigung:
„Wenn wir 500 bis 600 Kilometer
am Tag fahren müssten, müsste
der Lkw unterwegs nachladen –
und das wollen wir eigentlich
nicht.“ Deshalb setzt Eirenschmalz
zunächst auf Strecken, bei denen
das Fahrzeug zuverlässig zum Laden
zurückkommt.
Die neue Zugmaschine, mit 544 PS
und 26 Tonnen Nutzlast, kostete
nach Angaben des Unternehmens
259 000 Euro. Bestellt wurde sie
im Sommer 2025, geliefert Anfang
2026 – und damit zu einem
Zeitpunkt, als der eTGX noch als
eines der frühen Fahrzeuge dieses
Typs gilt. Im Fuhrpark stehen
insgesamt vier weitere große Lkw.
Ob nun Schritt für Schritt weitere
Elektro-Zugmaschinen folgen,
lassen die Verantwortlichen offen.
Der Ansatz ist klar mittelständischpragmatisch:
erst Erfahrungen
sammeln, Daten bewerten, dann
entscheiden.
Dabei schwingt im Gespräch stets
mit, dass das Projekt nicht nur
technisch, sondern auch kulturell
in den Betrieb passen soll. Alexandra
Eirenschmalz betont den
familiären Kern des Unternehmens:
„Uns ist wichtig, dass trotz
aller Größe das Familiäre erhalten
bleibt.“ Der eTGX wirkt vor diesem
Hintergrund nicht wie ein Marketing-Gag,
sondern wie ein weiterer
Baustein in einer langfristigen
Entwicklung – eingebettet in ein
Energiekonzept, das Eirenschmalz
seit Jahren konsequent vorantreibt.
Dietrich Limper
38 | tassilo
> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL
Die erste Elf
Tassiloland | Verschränkte Arme,
geschlossene Augen, leicht nach
unten gesenkte Köpfe: Sonderlich
motiviert sieht diese hier abgebildete
Elf nicht aus. Ein bisschen so,
als hätte Sie gerade das Spiel ihres
Lebens knapp und unverdient verloren.
Vielleicht sind die bedröppelten
Gesichtszüge aber auch
Ausdruck dessen, dass die Männer
in grünen Trikots und weißen
Hosen seit mittlerweile vielen Jahren,
Sommer wie Winter, draußen
im Freien stehen müssen und der
oft rauen Witterung hier im bayerischen
Oberland mit Kälte, Regen,
Schnee und Hitze schutzlos
ausgesetzt sind. Dass sie all die
Wetterstrapazen überhaupt so
schadlos überstanden haben, liegt
wiederum daran, dass sie nicht
aus Fleisch und Blut, sondern aus
Holz geschnitzt sind. Und Holz hat,
so zumindest der aktuellste Stand
der Wissenschaft, weder Gefühle
> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG
Die farbfigürliche Fassade, die wir in unserer
März/April-Ausgabe für Sie abgebildet hatten,
liegt im Ortsteil Fendt – direkt an der Verbindungsstraße
zwischen Peißenberg und Paterzell.
noch Schmerzempfinden. Doch
Spaß beiseite. Diese im Tor stehende,
quasi eine Mauer bildende
Fußballmannschaft ist das Ergebnis
eines außergewöhnlichen
Kunstprojekts für einen ebenso
außergewöhnlichen Ort. An dieser
Stelle möchten wir von Ihnen, liebe
Leserinnen und Leser, wissen:
Wo steht diese „Erste Elf“? Von
wem wurde Sie kreiert? Und welche
Bedeutung interpretieren Sie
ihr zu? Alle richtigen Antworten
kommen letztlich in den Lostopf
der „tassilo“-Redaktion. Denn n zu
gewinnen gibt es einmal mehr
einen
Spezialitätenkorb der Schönegger
Käse-Alm, herzhaft
Gewusst hatte das unter anderem Roswitha
Leuchtenmüller aus Weilheim, der wir recht
herzlich zum Gewinn des Spezialitätenkorbs
der Schönegger Käse-Alm gratulieren.
und üppig bestückt mit Almblütenkäse,
Gipfelstürmer, Holunderkäse,
Alprahmkäse, Allgäuzeller
und Rübli. Wie immer entscheidet
das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
sen.
Wir
wünschen viel
Erfolg!
js
> > > IMPRESSUM
„tassilo“ ist ein Medium von
„tassilo“
Birkland 40, 86971 Peiting
Telefon: 08869 / 91 22-26
Fax: 08869 / 91 22-27
Mail: info@tassilo.de
Stand bei Drucklegung im April 2026
Auflage: 43000 Exemplare
Änderungen und Fehler vorbehalten.
Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine
und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de.
Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Juli / August 2026:
Freitag, 26. Juni 2026 (Anzeigenschluss: 8. Juni 2026)
Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung und keine
Erscheinungsgewähr übernommen.
Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte
rund um Weilheim und die Seen — Auslegestellen im Verteilgebiet.
Herausgeber: Peter Ostenrieder
Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)
Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler
Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,
Irmgard Gruber, Alexander Berndt, Heidi Berndt
Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting
Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim
Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Marion Weiß, Martin
Kamhuber, Gemeinde Wessobrunn, Sportfliegergrupp Werdenfels e.V., Didi Zill,
Autobahn Musik, Bayerische Staatskanzlei, Andreas Mayr, Gemeinde Huglfing,
Lena Wandinger, Martin Schneider, Gemeinde Raisting, Familie Sterff, Marco
Borggreve, Noha Cohen, Freiwillige Feuerwehr Wielenbach, Gabriele Westebbe,
Toby Fuhrmann, TimeCodePic, Markus Blacek, Joachim Heberlein/Stadtarchiv
Weilheim, Andrea Nebel, Tobias Folner, Peter Kraus, Michael Schlögel, Kirche
Kunterbunt im Pfaffenwinkel, Schönegger Käse-Alm, Bettina Eder
mai / juni 2026 | 39
Saisonal und regional – Spargelrezepte der Hauswirtschafterei
Suppe, Risotto und Arme Ritter
Kohl
hlra
rabi
-Spa
parg
rgel
-Sup
uppe
pe
Tassiloland | Spargel ist in vielerlei
Hinsicht gesund. Aufgrund seines
hohen Wassergehalts von rund 90 (!)
Prozent gilt er als extrem kalorienarm,
dient insofern gut zum
Abnehmen. Er regt mit Kalium und
Asparaginsäure (sorgt für stinkenden
Urin) die Tätigkeit der Niere
an, sorgt somit für Entwässerung.
Spargel liefert wichtige Nährstoffe
wie Folsäure, Vitamin C, Vitamin,
E, Vitamin B sowie Ballaststoffe.
Er ist außerdem leicht verdaulich,
unterstützt auch die Verdauung
und stärkt dank sogenannter Antioxidantien
(Schutzmoleküle, die
Zellen vor Schäden durch sogenannte
„freie Radikale“ bewahren)
das Immunsystem. Die ersten
Stangen konnten bereits Ende
März gestochen werden, so richtig
begonnen hat die Spargelsaison
dann zwischen Anfang und Mitte
April – und da sie noch traditionell
bis zum Johannistag am 24.
Juni anhält, bleibt genug Zeit, um
jede Menge leckere wie gesunde
Spargelgerichte auf den Esstisch
zu zaubern. Wer noch unschlüssig
ist oder ganz generell auf der
Suche nach neuen Rezepten? Die
drei Damen der Hauswirtschafterei
empfehlen im Rahmen dieser Mai /
Juni-Ausgabe eine Kohlrabi-Spargelsuppe,
ein Spargel-Risotto und
ein Gericht, dass Sie, liebe Leserinnen
und Leser, in eine frühere Zeit
versetzen wird: Die Rede ist vom
Gericht „Arme Ritter de luxe“, was
sowohl als Beilage wie auch als
Hauptgericht serviert werden kann.
Kohlrabi-Spargel-Suppe
Sp
ar
gell-Ri
Riso
sott
tto
ZUTATEN:
1 Kohlrabi
150 g weißer Spargel
150 g grüner Spargel 1 l Gemüsebrühe
2 EL Butter
Salz, Pfeffer
100 g Erbsen
50 g Sahne
Zum Anrichten:
Kräuter
ZUBEREITUNG: Den Kohlrabi schälen,
putzen und in Würfel schneiden.
Den weißen Spargel schälen
und putzen, den grünen Spargel
waschen und putzen. Beide Spargelsorten
in Stücke schneiden.
Die Gemüseschalen und die Randstücke
in der heißen Brühe ca. 20
Minuten kochen. Abgießen und
den Sud dabei auffangen.
Das Gemüse in der heißen Butter
anbraten. Mit dem Sud aufgießen.
Würzen und das Gemüse knapp
bissfest kochen. Die Erbsen und
die Sahne zufügen und fünf Minuten
weiterkochen.
Die fertige Suppe dann mit Kräutern
bestreut servieren.
Spargel-Risotto
ZUTATEN:
250 g Risotto-Reis
1 EL Butter
100 ml Weißwein
ca. 500 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
4 Stangen weißer Spargel
4 Stangen grüner Spargel
2 EL Butter
2 – 3 TL Bärlauchpesto
(siehe Rezept weiter rechts!)
Zum Anrichten:
100 g Cocktailtomaten
1 Packung Mini-Mozzarella
(à 125 g)
ZUBEREITUNG: Den Reis in der
heißen Butter anbraten. Mit dem
Wein und 150 ml Brühe ablöschen.
40 | tassilo
Das Ganze würzen und zugedeckt
ca. 25 Minuten bei schwacher
Hitze bissfest kochen. Dabei hin
und wieder umrühren und die
restliche Brühe nach und nach
zugießen.
Den weißen Spargel schälen und
putzen, den grünen Spargel waschen
und putzen. Beide in Stücke
schneiden und in der heißen Butter
anbraten. Mit Salz und Pfeffer
abschmecken.
Die Tomaten waschen und halbieren.
Den Mozzarella abgießen und
klein schneiden.
Das Pesto unter das Risotto rühren,
Spargel, Tomaten und Mozzarella
unterheben.
Arme
Rit
ittete
r „de
luxe“
Bärlauchpesto
ZUTATEN:
50 g Bärlauch
4 EL
Rapsöl
50 g geriebener Bergkäse
50 g
gehackte Wal- oder
Haselnüsse
s
Salz
ZUBEREITUNG: EIT
UNG:
Für das Pesto den
Bärlauch waschen, putzen und
trockenschleudern. chle
er
n Das Öl zuerst
mit etwas Bärlauch pürieren. Die
restlichen Zutaten nach und nach
dazugeben und so lange pürieren,
bis eine sämige Masse entstanden
ist.
Arme Ritter „de luxe“
ZUTATEN:
8 große Scheiben Toast
Füllung:
400 g grüner Spargel
2 EL Butter
Salz, Pfeffer, Kräuter
100 g geriebener Bergkäse
Eiermilch:
4 Eier
200 ml Milch
50 g geriebener Bergkäse
Salz, Pfeffer
ZUBEREITUNG: Für die Füllung
den Spargel waschen und putzen.
In der heißen Butter bissfest braten
und würzen.
Die Zutaten für die Eiermilch gut
verrühren. Vier Scheiben Toast
kurz in der Eiermilch einweichen
und auf ein mit Backpapier ausgelegtes
Backblech legen. Den
Spargel halbieren und auf die
Toastscheiben verteilen. Mit dem
Käse und Kräutern bestreuen.
Den restlichen Toast ebenfalls
kurz in der Eiermilch einweichen
und auf die Füllung legen. Übrige
Eiermilch darauf verteilen und
backen.
Die Backzeit beträgt 25 bis 30 Minuten
bei 200 °C (180 °C)
Tipp: Werden die „Armen Ritter“
als Hauptgericht serviert, dann ruhig
ein paar mehr zubereiten. Die
angegebene Rezeptmenge ist für
einen Brunch berechnet.
Ihr Regionalmagazin „tassilo“
wünscht gemeinsam mit der
Hauswirtschafterei gutes Gelingen
beim Ausprobieren der Spargelrezepte,
guten Appetit beim Verzehr
und einen gesunden Start ins
Frühjahr!
js
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Amselweg 10 82362 Weilheim
13. Musiktage
24. – 28. Juni 2026
Neuer Spielort:
Künstlerische Leitung: Kit Armstrong, Franziska Hölscher
Informationen und Kartenverkauf unter:
„Damals hatten wir ...“
Geschichten,
die das Leben schrieb,
gehören in die
Trauerrede!
Weilheim i. Obb.
Münchner Straße 15
0881/92 70 027 www.zirngibl-bestattungen.de
mai / juni 2026 | 41
MAI /
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/
Veranstaltungskalender
1. Mai bis 30. Juni 2026
WEILHEIM
FR 01.05.
Tag der Arbeit
10.00 bis 12.00 und
14.00 bis 16.00 Uhr
Ausstellung „Randstreifen“
Rheumaliga Weilheim, Angerkapellenstr.
5. Collagen von Rolf
Thärichen: „Ist das Kunst oder
kann das weg.“ Bis 10.06.2026
MURNAU
ganztags
Kunstausstellung „Cochon Volant -
ewig fliegt das Schwein“
im Untermarkt 36 von Ursula
Hahn-Jansen. Bis 27.05.2026
SCHWABNIEDERHOFEN
19.30 Uhr
Widersacher aller Liedermacher
Warumaned-Tour im Kulze. Freie
Platzwahl, Kartenpreis: 18 € unter
www.kulze.info/reservieren
WEILHEIM
SA 02.05.
10.00 Uhr
Wollmarkt in der Stadthalle und
der großen Hochlandhalle an der
Wessobrunner Str. 8
Siehe Allerlei Seite 22
PEISSENBERG
19.30 Uhr
Hurra! Wir leben noch! Jubiläumskonzert
zu 120 Jahren
Volks-Chor Peissenberg in der
Tiefstollenhalle.
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.
Jeden Samstag
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Samstag
PENZBERG
10.30 bis 11.30 Uhr
Vorlesezeit in der Stadtbücherei.
Für alle Kinder die gerne vorgelesen
bekommen. Eintritt frei.
Jeden Samstag
TUTZING
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Rathausplatz.
Jeden Samstag
RAISTING
14.00 bis 17.00 Uhr
Radom Raisting geöffnet.
Das Industriedenkmal mit den
Ausstellungen „Virtuelle Welten“
und „Aufbruch ins Weltall“ im
Hofstätterweg 2. Führungen nach
Vereinbarung. Infos unter
radomraisting.de. Jeden Samstag
und Sonntag von Mai bis Oktober
Siehe Anzeige Seite 21
WEILHEIM
SO 03.05.
10.00 Uhr
Wollmarkt in der Stadthalle und
der großen Hochlandhalle an der
Wessobrunner Str. 8
PEISSENBERG
13.30 bis 16.30 Uhr
Bergbaumuseum geöffnet. Führungen
nur mit Reservierung oder
Voranmeldung unter 08803 / 5102
oder info@bergbaumuseumpeissenberg.de.
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
DIESSEN
11.00 bis 12.30 Uhr
Mai-Konzert am Monopteros im
Schacky-Park, Vogelherdstr. 2. Das
Konzert ist kostenfrei – über Spenden
freut sich der Förderkreis.
STARNBERG
11.00 bis 13.00 Uhr
Öffentliche Stadtführung.
Treffpunkt an der Info-Stele
am Dampfersteg, Dauer ca. 2
Stunden. Kosten: Erwachsene 7 €
und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung
in der Tourist Information
Starnberg unter 08151 / 906010 o.
touristinfo@starnbergammersee.de
www.starnbergammersee.de
POLLING
14.00 bis 16.30 Uhr
Museum geöffnet. Sonderführungen
ab 4 Personen nach Voranmeldung
unter Tel. 0881 / 93900
jederzeit möglich. Kosten: 3 €.
Jeden Sonntag
RAISTING
14.00 bis 17.00 Uhr
Radom Raisting geöffnet.
Das Industriedenkmal mit den
Ausstellungen „Virtuelle Welten“
und „Aufbruch ins Weltall“ im
Hofstätterweg 2. Führungen nach
Vereinbarung. Infos unter
radomraisting.de. Jeden Samstag
und Sonntag von Mai bis Oktober
Siehe Anzeige Seite 21
WEILHEIM
DI 05.05.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Dienstag
11.00 bis 13.00 Uhr
Berufsberatung für Erwachsene
im VHS-Seminarraum in der
Eisenkramergasse 13. Anmeldung
und Infos über VHS Weilheim
(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /
9278338, www.vhs-Weilheim.de)
19.00 bis 22.00 Uhr
Italienischer Stammtisch der VHS
in der Pizzeria & Trattoria La Tombola
in der Jahnstr. 2. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
PEISSENBERG
16.30 bis 17.30 Uhr
Locker vom Hocker „Tanzen im
Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann in
der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos
unter Tel. 0152 / 52786638 . Jeden
Dienstag außer in den Ferien
18.00 bis 19.00 Uhr
Bleib jung mit Schwung - Kreistänze
im Pfarrsaal St. Johann in
der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos
unter Tel. 0152 / 52786638. Jeden
Dienstag außer in den Ferien
WEILHEIM
MI 06.05.
18.00 bis 19.00 Uhr
Offener Lauftreff für Jedermann/
Jedefrau. Treffpunkt gegenüber
Bolzplatz „In der Au“. Post Sportverein
Weilheim e.V. www.postsvweilheim.de.
Jeden Mittwoch
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Viktualienmarkt
in der Von-Eichendorff-Straße.
Jeden Mittwoch
MURNAU
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt in der Fußgängerzone.
Jeden Mittwoch
HERRSCHING
18.00 Uhr
Jugend musiziert Bayern
Preisträgerkonzert Landeswettbewerb
2026 in der Kulturkirche in
der Schulstr. 9
WEILHEIM
DO 07.05.
19.30 bis 21.00 Uhr
VHS-Kurs: Erbrecht auf den Punkt
gebracht im VHS-Seminarraum in
der Oberen Stadt 66.
Kosten: 12 €. Anmeldung über
VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
PEISSENBERG
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Glückauf-Platz.
Jeden Donnerstag
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Donnerstag
> > > BLUTSPENDETERMINE ROTES KREUZ
Di, 5. Mai 15.30 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Tiefstollenhalle
Do, 7. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Herrsching, Grund-/Mittelschule
Fr, 22.Mai 15.30 bis 20.00 Uhr Penzberg, Pfarrzentrum
Weitere Termine und Reserv. unter www.blutspendedienst.com
mai / juni 2026 | 43
PENZBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Stadtplatz.
Jeden Donnerstag
MURNAU
14.00 Uhr
Offener Café-Treff mit Spielenachmittag
im Mehrgenerationenhaus.
Jeden Donnerstag
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag/Spielenachmittag
in der Seidlstr. 16 im
Lehrsaal 1. OG. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
OBERHAUSEN
14.00 bis 18.00 Uhr
Reparierbar im Rathaus in der
Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich
Alltagsgegenstände repariert
und bei IT-Technik beraten.
WESSOBRUNN
15.00 bis 16.30 Uhr
Schmöker-Café in der Bücherei.
Jeden 1. Donnerstag
WEILHEIM
FR 08.05.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Marienplatz.
Jeden Freitag
16.00 bis 18.00 Uhr
VHS-Kurs: Charlas de Café –
plaudern auf spanisch im VHS-
Seminarraum, Eisenkramergasse 13.
Kosten 10 €. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
19.00 bis 22.00 Uhr
VHS-Kurs: Weinschätze Italiens
im VHS-Seminarraum in der
Eisenkramergasse 13. Kosten: 65 €.
Anmeldung über VHS Weilheim
(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /
9278338, www.vhs-Weilheim.de)
PENZBERG
15.00 bis 16.00 Uhr
Vorlesezeit in der Stadtbücherei.
Für alle Kinder die gerne vorgelesen
bekommen. Eintritt frei.
Jeden Freitag
SÖCKING
8.00 bis 13.00 Uhr
Biowochenmarkt
an der Kirche St.Ulrich.
Jeden Freitag
TUTZING
19.30 bis 21.30 Uhr
Kultur am See: Adel und Europa:
Kulturelle Brücken und politische
Konzepte – Finissage und Abendgespräch
in der Akademie für
politische Bildung am Buchensee
1. Der Eintritt ist frei
WEILHEIM
SA 09.05.
10.00 bis 17.00 Uhr
VHS-Kurs: Fotografieren lernen –
von Automatik bis Manuell
Für Einsteiger im VHS Seminarraum
in der Eisenkramergasse
13. Kosten: 51 €. Anm. über VHS
Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
14.00 bis 17.00 Uhr
VHS-Kurs: Basisch Kochen im
stressigen Berufsalltag in der Küche
der Realschule im Prälatenweg
5. Kosten: 23 €. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
16.00 bis 22.00 Uhr
Nachtflohmarkt am Volksfestplatz
IFFELDORF
10.00 bis 16.00 Uhr
Hofflohmarkt im gesamten
Dorfgebiet in zahlreichen privaten
Höfen, Gärten und Garagen.
Der Flohmarkt findet bei jedem
Wetter statt
19.00 Uhr
Iffeldorfer Meisterkonzerte
in der Bürgermeister-Strauss-
Halle am Hofmark 9. Festival
der ARD-Preisträger.
Karten und Infos unter
www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de
ANDECHS
9.00 bis 18.00 Uhr
Genussmarkt im Glashaus
Die Manufaktur für Grünes, Moosweg
10. www.blumen-dorn.de
Siehe Anzeige Seite 33
DIESSENER
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2026
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14.00 bis 18.00 Uhr
Wilde Kräuterpower von der
Wiese im Riedweg 1a in Frieding.
Gemeinsam entdecken und sammeln
wir schmackhafte Wildkräuter.
Weitere Infos und Anmeldung
unter 08152 / 2664 oder info@
kraeuterstadl.de
DIESSEN
SO 10.05.
Muttertag
11.00 bis 12.30 Uhr
Mai-Konzert am Monopteros im
Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.
Das Konzert ist kostenfrei – über
Spenden freut sich der Förderkreis
TUTZING
18.00 bis 20.00 Uhr
Konzert der Musikfreunde Tutzing
e.V. im Schloss in der Schlossstraße
2-4. Es spielt das Streichsextett
Freies Emsemble Dresden
BERNRIED
19.00 Uhr
„Saiten-Rendezvous“ im Barocksaal
des Klosters im Klosterhof 8.
Einlass ab 18.00 Uhr. Kosten: VVK
23 € unter www.zuenftick.de oder
Abendkasse 25 €
WEILHEIM
MO 11.05.
19.00 bis 20.30 Uhr
VHS-Kurs: „Das moderne Brettspiel“
im VHS-Seminarraum in
der Eisenkramergasse 13. Kosten
14 €. Anmeldung über VHS Weilheim
(info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-
Weilheim.de)
MURNAU
DI 12.05.
17.30 bis 20.30 Uhr
Naturschönheiten vor der Haustüre:
Murnauer Moos. Treffpunkt
am Wanderparkplatz Murnauer
Moos in der Ramsachstrasse.
Kosten: Erwachsene 17 € Kinder
(8-16 Jahre) 10 €. Anmeldung über
VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
MI 13.05.
18.00 bis 20.00 Uhr
Treffen der MS-Selbsthilfegruppe
in der Gaststätte Mykonos, Am
Dietlhofer See 1. Infos unter
0881 / 69751 Carl Ritter oder
0881 / 12239601 Monika Röhring
18.00 bis 20.30 Uhr
Blumengrüsse auf zwei Rädern –
mit „Bezaubernde Aquarelle“ im
VHS-Seminarraum in der oberen
Stadt 66. Kosten: 49 €.
Anmeldung über VHS Weilheim
(www.vhs-Weilheim.de)
HUGLFING
18.00 Uhr
Huglfinger Festtage: Festauftakt
Sternmarsch, Tag der Nachbarschaft
& Betriebe mit Spanferkelessen
u. d. Kapellen Eberfing &
Oberhausen. Siehe Seite 16
TUTZING
19.30 bis 21.00 Uhr
Lesung von Christian Sepp „Caroline,
Bayerns erste Königin“ im
Kulturtheater Tuzing e.V. in der
Kirchenstr. 3. Kosten 9 € im Vorverkauf
und 11 € an der Abendkasse
MURNAU
DO 14.05.
Christi Himmelfahrt
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung
unter info@new-ideas.de.
Jeden 2. und 4. Donnerstag
HUGLFING
9.00 Uhr
Huglfinger Festtage
Kirchenzug mit Feldmesse anschl.
Festzug und Festzeltbetrieb &
Ehrentänze. Ab 19 Uhr Partyabend
mit der Live-Band Bayern Rocker
44 | tassilo
DIESSEN
10.00 bis 18.00 Uhr
Diessener Töpfermarkt direkt
am Ammersee unter dem Motto
„Keramik am See“.
Täglich bis zum 17.05.2026
Siehe Anzeige links und Seite 22
WEILHEIM
FR 15.05.
19.00 bis 22.00 Uhr
Spanischer Stammtisch der VHS
in der Trattoria & Pizzeria La Tombola,
Jahnstr. 2. Anmeldung über
VHS Weilheim (info@vhs-weilheim.
de, Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-
Weilheim.de)
PENZBERG
17.00 bis 19.00 Uhr
Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten
im Lesecafé der
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
19.00 bis 22.00 Uhr
FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele
ein und kommt in die
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
HUGLFING
20.30 Uhr
Huglfinger Festtage
Party mit Waikiki Beats mit DJ
WEILHEIM
SA 16.05.
10.00 bis 17.00 Uhr
VHS-Kurs: Affinity Canva -„Affinity:
Drei Kreative Tools – ein Kurs. Lust
auf Design? in der Eisenkramergasse
13. Kosten: 82 €. Anmeldung
über VHS Weilheim (Tel. 0881 /
9278338, www.vhs-Weilheim.de)
15.00 bis 17.00 Uhr
VHS-Kurs kreativer Tanz im VHS-
Seminarraum in der Oberen Stadt
66. Kosten: 16 €. Anmeldung über
VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
PÄHL
10.00 bis 12.00 Uhr
Yoga und Brunch im Gut Kerschlach.
Im Anschluß wartet ein
liebevoll zubereiteter Brunch
HUGLFING
17.00 Uhr
Huglfinger Festtage
Brassabend der Spitzenklasse mit
der Pongauer Tanzlmusi, Blech
verrückt und PS: Reloaded
TUTZING
20.00 bis 21.30 Uhr
Der Totengräber und die Pratermorde
- Die grosse Totengräber-
Show mit Bestseller-Autor Oliver
Pötzsch und seiner Blues-Band
„die Gravediggers“ im Kulturtheater
in der Kirchenstr. 3. Kartenvorverkauf
unter www.kulturtheatertutzing.de
oder an der Abendkasse.
Kosten: 25 €
WEILHEIM
SO 17.05.
10.00 bis 13.00 Uhr
VHS-Kurs Waldbaden: Den Wald
mit allen 5 Sinnen genießen.
Treffpunkt Parkplatz am Gögerl.
Kosten 20 €. Anmeldung über
VHS Weilheim (info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
DIESSEN
11.00 bis 12.30 Uhr
Mai-Konzert am Monopteros im
Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.
Das Konzert ist kostenfrei, über
Spenden freut sich der Förderkreis
WIELENBACH
9.00 bis 15.00 Uhr
Dorfflohmarkt im gesamten
Dorfgebiet. Für das leibliche Wohl
wird am Rathausplatz gesorgt.
Die Stände sind mit Luftballons
gekennzeichnet
HUGLFING
8.30 Uhr
Huglfinger Festtage
mit 62. Bezirksmusikfest
Kirchenzug und Feldmesse, ab
11 Uhr Marschmusikwettbewerb,
anschl. Festzug. Ab 19 Uhr Festausklang
mit der Trachtenkapelle
Wessobrunn. Siehe Seite 16 / 17
POLLING
11.00 bis 12.30 Uhr
Matinee um Elf – ein Weg durch
Wagners Ring. Ein Gesprächskonzert
im Bibliotheksaal, Weilheimer
Str. 1. Siehe Anzeige Seite 27
STEINGADEN
17.00 Uhr
Festlicher Sommer in der Wies.
Alte Musik in jungen Händen mit
dem Jugendchor des bayerischen
Sängerbundes und Solisten.
Eintritt frei, Spenden erbeten. Infos
und Karten unter www.wieskonzerte.de.
Siehe Anzeige Seite 39
DIESSEN
DI 19.05.
9.00 bis 11.30 Uhr
Ortsführung – Treffpunkt an der
Tourist Information in der Bahnhofstr.
15. Anmeldung in der
Tourist Information Starnberg unter
08151 / 906010 oder touristinfo@
starnbergammersee.de
www.starnbergammersee.de
WEILHEIM
DO 21.05.
19.00 bis 22.00 Uhr
Französischer Stammtisch der
VHS. Kursort wird kurz vorher
bekanntgegeben. Anm. über VHS
Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)
19.00 bis 22.00 Uhr
Englischer Stammtisch der VHS
im Griechischen Restaurant Korfu,
Kreuzgasse 7. Anmeldung über
VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
MURNAU
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 14. Infos unter claudia.
kopp@brk.de oder 08821 / 6036151
WEILHEIM
FR 22.05.
14.00 bis 15.30 Uhr
Trauerspaziergang
Ein Angebot des Hospizvereins
Pfaffenwinkel e.V. Anmeldung
und Bekanntgabe des Treffpunktes
unter 0881 / 9258490 oder info@
hospizverein-pfaffenwinkel.de
IFFELDORF
SA 23.05.
19.00 Uhr
Iffeldorfer Meisterkonzerte in der
Bürgermeister-Strauss-Halle am
Hofmark 9. Karten und Infos unter
www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de
ANDECHS
14.00 bis 18.00 Uhr
Der Wonnemonat Mai und seine
Wildkräuter im Riedweg 1a in
Frieding. Alltägliche, oft übersehene
Wildkräuter kennenlernen.
Infos / Anm. unter 08152 / 2664 oder
info@kraeuterstadl.de
DIESSEN
ISO 24.05.
Pfingstsonntag
11.00 bis 12.30 Uhr
Mai-Konzert am Monopteros im
Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.
Das Konzert ist kostenfrei – über
Spenden freut sich der Förderkreis
mai / juni 2026 | 45
MURNAU
DO 28.05.
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung
unter info@new-ideas.de.
Jeden 2. und 4. Donnerstag
TUTZING
FR 29.05.
18.30 bis 21.00 Uhr
Yoga und Bowls – Bewegung, Begegnung
und Genuss im Ayouga
Studio in der Traubinger Str. 14
STEINGADEN
SA 30.05.
19.00 Uhr
Musik im Pfaffenwinkel.
Konzert mit Werken von Mozart,
Barber und Beethoven in der
Wieskirche. Kartenvorverkauf
unter www.gap-ticket.de,
www.muenchenticket.de
Weitere Informationen unter
www.musikimpfaffenwinkel.de
Siehe Anzeige Seite 33
DIESSEN
SO 31.05.
11.00 bis 12.30 Uhr
Mai-Konzert am Monopteros
im Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.
Das Konzert ist kostenfrei – über
Spenden freut sich der Förderkreis
WEILHEIM
DI 02.06.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Dienstag
DIESSEN
MI 03.06.
8.00 bis 13.00 Uhr
Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.
Jeden Mittwoch
MURNAU
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt in der Fußgängerzone.
Jeden Mittwoch
WEILHEIM
FR 05.06.
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Marienplatz.
Jeden Freitag
SÖCKING
8.00 bis 13.00 Uhr
Biowochenmarkt an der Kirche
St. Ulrich. Jeden Freitag
WEILHEIM
SA 06.06.
16.00 bis 22.00 Uhr
Nachtflohmarkt am Volksfestplatz
DIESSEN
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.
Jeden Samstag
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Samstag
POLLING
9.00 bis 12.00 Uhr
Bauernmarkt am Kirchplatz
TUTZING
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Rathausplatz.
Jeden Samstag
WEILHEIM
SO 07.06.
19.00 Uhr
Udo Schindler & Ove Volquartz –
Erhard Hirt im Musik- & Pianohaus
Schwinghammer in der
Pöltnerstr. 10
STARNBERG
11.00 bis 13.00 Uhr
Öffentliche Stadtführung.
Treffpunkt an der Info-Stele
am Dampfersteg, Dauer ca. 2
Stunden. Kosten: Erwachsene 7 €
und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung
in der Tourist Information
Starnberg unter 08151 / 906010
oder touristinfo@starnbergammersee.de
www.starnbergammersee.de
PEISSENBERG
DI 09.06.
16.30 bis 17.30 Uhr
Locker vom Hocker „Tanzen im
Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann in
der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos
unter Tel. 0152 / 52786638 . Jeden
Dienstag außer in den Ferien
18.00 bis 19.00 Uhr
Bleib jung mit Schwung – Kreistänze
im Pfarrsaal St. Johann in
der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos
unter Tel. 0152 / 52786638. Jeden
Dienstag außer in den Ferien
IFFELDORF
17.30 bis 20.30 Uhr
Naturschönheiten vor der Haustüre:
Die Osterseen. Treffpunkt
Bahnhof Iffeldorf Richtung
freiwillige Feuerwehr. Kosten:
Erwachsene 17 € Kinder (8-16
Jahre) 10 €. Anmeldung über VHS
Weilheim (info@vhs-weilheim.
de, Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-
Weilheim.de)
WEILHEIM
MI 10.06.
18.00 bis 20.00 Uhr
Treffen der MS-Selbsthilfegruppe
im Gasthaus Steidl, Dorfstr. 5,
Wielenbach-Bauerbach. Infos
unter 0881 / 69751 Carl Ritter oder
0881 / 12239601 Monika Röhring
PEISSENBERG
DO 11.06.
7.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Glückauf-Platz.
Jeden Donnerstag
DIESSEN
9.00 bis 11.30 Uhr
Ortsführung – Treffpunkt an der
Tourist Information, Bahnhofstr. 15.
Anmeldung in der Tourist Information
Starnberg unter 08151 / 906010
oder touristinfo@starnbergammersee.de,
www.starnbergammersee.de
STARNBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Kirchplatz.
Jeden Donnerstag
PENZBERG
8.00 bis 13.00 Uhr
Wochenmarkt am Stadtplatz.
Jeden Donnerstag
MURNAU
14.00 Uhr
Offener Café-Treff mit Spielenachmittag
im Mehrgenerationenhaus.
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag in der
Seidlstr. 16 im Lehrsaal 1. OG.
Infos unter claudia.kopp@brk.de
oder 08821 / 6036151
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung
unter info@new-ideas.de.
OBERHAUSEN
14.00 bis 18.00 Uhr
Reparierbar im Rathaus in der
Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich
Alltagsgegenstände repariert
und bei IT-Technik beraten.
WESSOBRUNN
15.00 bis 16.30 Uhr
Schmöker-Café in der Bücherei.
Jeden 1. Donnerstag
WEILHEIM
FR 12.06.
14.15 bis 15.15 Uhr und
15.30 bis 16.30 Uhr
Eltern-Kind-Bewegungskurs,
Contakids (Kinder 6-9 Jahre)
Schnuppertag im VHS-Tanz- und
Gymnastikraum, Ybelherstr. 2.
Kosten: 11 €. Anmeldung über VHS
Weilheim (info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
18.00 bis 20.00 Uhr
VHS-Kurs Jin Shin Jyutsu –
Handgriffe die gut tun im VHS-
Seminarraum, Obere Stadt 66.
Kosten 19 €. Anmeldung über VHS
Weilheim (info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
SA 13.06.
10.00 bis 16.00 Uhr
VHS-Kurs Farbrausch! Experimentelles
Aquarellieren im VHS-Raum
in der Oberen Stadt. Kosten: 54 €.
Anmeldung über VHS Weilheim
(Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
13.00 bis 14.30 Uhr
Japanischer Stammtisch der VHS
im Tennisstüberl, Narbonner Ring
11. Anmeldung über VHS Weilheim
(Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
46 | tassilo
Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/
IFFELDORF
19.00 Uhr
Iffeldorfer Meisterkonzerte in der
Bürgermeister-Strauss-Halle am
Hofmark 9. Karten und Infos unter
www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de
ANDECHS
14.00 bis 18.00 Uhr
Rosenblüten & Wildkräuter in der
Küche im Riedweg 1a in Frieding.
Rosen in Kombination mit würzigen
Kräutern werden sie zu einem
wahren Genuß. Weitere Infos und
Anmeldung unter 08152 / 2664 oder
info@kraeuterstadl.de
WEILHEIM
SO 14.06.
10.00 bis 13.00 Uhr
VHS-Kurs: Selbstverteidigung für
Frauen ab 18 Jahren im VHS-Tanzund
Gymnastikraum in der Ybelherstr.
2. Kosten: 30 €. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
MI 17.06.
18.00 bis 20.30 Uhr
Sommerfrüchte & Lettering mit
„bezaubernde Aquarelle“ im
VHS-Seminarraum in der Oberen
Stadt 66. Kosten 49 €. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
DO 18.06.
19.00 bis 22.00 Uhr
Englischer Stammtisch der VHS
im Griechischen Restaurant Korfu,
Kreuzgasse 7. Anm. über VHS Weilheim
(info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
WEILHEIM
FR 19.06.
19.00 bis 22.00 Uhr
Spanischer Stammtisch der VHS.
Kursort wird kurz vorher bekannt
gegeben. Anmeldung über VHS
Weilheim (info@vhs-weilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
PENZBERG
17.00 bis 19.00 Uhr
Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten
im Lesecafé der
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
19.00 bis 22.00 Uhr
FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele
ein und kommt in die
Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag
TUTZING
SA 20.06.
19.30 bis 21.00 Uhr
Ricardo Volkert & Ensemble im
Kulturtheater in der Kirchenstr. 3.
Karten im Vorverkauf unter www.
kulturtheater-tutzing.de oder an der
Abendkasse. Kosten 25 €
WESSOBRUNN
SO 21.06.
15.00 bis 17.00 Uhr
Yoga und Cake auf dem Festenhof
Balance für Körper, Geist & Seele
in Altkreit 2, Forst. Im Anschluß
wartet eine süße Belohnung
STEINGADEN
19.00 Uhr
Festlicher Sommer in der Wies.
Alles hat seine Zeit mit dem Chor
der Stadt Schongau und Vokalzirkel
München. Infos und Karten
unter www.wieskonzerte.de
Siehe Anzeige Seite 39
WEILHEIM
DI 23.06.
17.30 bis 20.30 Uhr
Naturschönheiten vor der
Haustüre – Magnetsrieder Hardt.
Treffpunkt: Parkplatz an der Hardtkapelle.
Kosten: Erw. 17 € Kinder
(8-16 Jahre) 10 €. Anm. über VHS
Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)
MURNAU
DO 25.06.
15.00 bis 17.00 Uhr
BRK-Seniorennachmittag
in der Seidlstr. 16 (1. OG)
Infos unter claudia.kopp@brk.de
oder 08821 / 6036151
19.00 Uhr
Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.
Anmeldung unter
info@new-ideas.de.
FELDAFING
18.00 Uhr
13. Musiktage Feldafing in der
Kirche Heilig Kreuz. Informationen
und Kartenvorverkauf unter
www.musiktage-feldafing.com.
Siehe Anzeige Seite 41
HAUNSHOFEN
20.00 bis 22.30 Uhr
Kabarett Christine Eixenberger -
Volle Kontrolle (Mehr Infos und
Tickets zum VVK siehe „tassilo“-
online-Veranstaltungskalender)
WEILHEIM
IM
FR 26.06.
HEUTE ERSCHEINT
DER NEUE TASSILO
14.00 bis 15.30 Uhr
Trauerspaziergang
Ein Angebot des Hospizvereins
Pfaffenwinkel e.V. Anmeldung und
Bekanntgabe des Treffpunktes
unter 0881 / 9258490 oder info@
hospizverein-pfaffenwinkel.de
19.00 bis 22.00 Uhr
Italienischer Stammtisch der VHS.
Kursort wird kurz vorher
bekanntgegeben. Anmeldung
über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,
Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
TUTZING
10.00 bis 12.00 Uhr
Fit, vital und leichter mit Jin Shin
Jyutsu in der Naturheilpraxis
Nitzschmann, Weilheimer Str. 35.
Nähere Infos zum Kurs unter
www.jin-shin-jyutsu-tutzing.de
18.30 bis 21.00 Uhr
Yoga- und Bowls-Bewegung, Begegnung
und Genuss im Ayouga
Studio in der Traubinger Str. 14.
FELDAFING
18.00 Uhr
13. Musiktage Feldafing in der
Kirche Heilig Kreuz. Informationen
und Kartenvorverkauf unter
www.musiktage-feldafing.com.
WEILHEIM
SA 27.06.
10.00 bis 17.00 Uhr
VHS-Kurs: Fotografie Kreativ:
Blitzen, Langzeitbelichtung,
Manueller Modus im VHS-Seminarraum
in der Eisenkramergasse
13. Anmeldung über VHS
Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,
www.vhs-Weilheim.de)
> > > SO ERREICHEN SIE UNS
Anschrift
„tassilo“
Birkland 40
86971 Peiting
Tel.: 08869 / 91 22-26
Fax: 08869 / 91 22-20
Das Impressum finden Sie auf Seite 39
ANDECHS
14.00 bis 18.00 Uhr
Lagerfeuerküche verfeinert mit
frischen Wildkräutern im Riedweg
1a in Frieding. Gemeinsam wird
gebrutzelt, gebacken und gekocht.
Infos / Anm. unter 08152 / 2664 oder
info@kraeuterstadl.de
FELDAFING
18.00 Uhr
13. Musiktage Feldafing in der
Kirche Heilig Kreuz. Informationen
und Kartenvorverkauf unter
www.musiktage-feldafing.com.
BERNRIED
20.00 Uhr
D’Bavaresi – Drei Wuide unterwegs
im Sommerkeller in der
Dorfstr. 26. Einlass 19.00 Uhr.
Kosten im VVK 33 € unter
www.zuenftick.de und 38 € an
der Abendkasse.
POLLING
SO 28.06.
11.00 bis 12.30 Uhr
Matinee um Elf – Leben und Spiel
mit Werken von Beethoven, Mozart
und Brahms im Bibliotheksaal.
Siehe Anzeige Seite 27
FELDAFING
18.00 Uhr
13. Musiktage Feldafing in der
Kirche Heilig Kreuz. Informationen
und Kartenvorverkauf unter
www.musiktage-feldafing.com.
Redaktion: redaktion@tassilo.de
Termine: veranstaltungen@tassilo.de
Anzeigen: anzeigen@tassilo.de
Anregungen / Kritik: info@tassilo.de
www.tassilo.de
Änderungen und Fehler vorbehalten
mai / juni 2026 | 47
semmel.de
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