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tassilo-das Magazin rund um Weilheim und die Seen Ausgabe Mai Juni 2026

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Ausgabe 66

Mai / Juni 2026

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: Marion Weiß

Festivalstimmung am Hohen Peißenberg

Mister Mendocino

Im Wohnzimmer eines Schlagerstars

Jubiläen, Feste, Festivals

Es wird gefeiert im Tassiloland



Sportbegeisterter Schlagerstar

Traumhaftschöngelegene

Sportflugplätze

gibt es einige

im Pfaffenwinkel.

Einer aber toppt sie

alle. Wegen seiner

einzigartigen Lage.

Insbesondere aber

aus flugtechnischer

Sicht, weil dort bereits

vom Start weg

eine

ganz besondere Thermik

herrscht. In dieser Mai / Juni-Ausgabe verraten wir

Ihnen, wo sich der wohl schönste Sportflugplatz

Deutschlands versteckt. In luftiger Höhe befinden

sich auch die Spitzen von Maibäumen. Traditionell

werden auch heuer wieder einige mit Zunfttaferln

versehene „Stangerl“ aufgestellt, erstaunlich viele

sogar von Hand, was in jüngerer Vergangenheit

nicht immer der Fall war. Insofern ein echtes

Spektakel, auf das sich Beteiligte wie Zuschauer

riesig freuen dürfen. Weniger erfreulich an diesem

schönen Brauch: Welch immenser Aufwand dahintersteckt

– und warum immer strengere Auflagen

die eine oder andere Dorfgemeinschaft bereits dazu

bewogen haben, Jahre ohne Maibaum in Kauf zu

nehmen. Lothar Bernhard Walter steht am liebsten

nicht im Zentrum eines Dorfplatzes, sondern auf den

schillernden Bühnen von Funk, Fernsehen und großen

Konzerthallen – und begeistert auch im hohen

Alter von 82 Jahren noch sein Publikum. Im großen

Interview auf der Roten Couch verrät Schlagerikone

Michael Holm, wie er als Kind der Klassik zu Pop

und Schlager kam, wer sein einst wildes Leben mit

harten Arbeitstagen und exzessiven Partys in geregeltere

Bahnen lenkte, wie sehr er Gut Schörghof

vermisst und wann und wie er zu seinem Künstlernamen

gekommen ist. Darüber hinaus wollten wir

von ihm wissen, ob er sich inmitten eines bürgerlichen

Wohngebiets in Weilheim tatsächlich wohlfühlt

– und natürlich, wie er sich geistig und körperlich

so bemerkenswert fit hält. Fitness spielt auch

im Fußball eine wesentliche Rolle. Allen voran dann,

wenn höherklassig gespielt wird und vom Torwart

bis zum Stürmer alle Bock darauf haben, besser

zu werden. Dazu passend haben wir uns mit den

Machern zweier Vereine unterhalten, die aus unterschiedlichen

Gründen ihre Nachwuchsabteilung

komplett umgekrempelt haben – und inzwischen

seit Jahren junge Fußballer aus der kompletten Region

massenweise in ihren Bann ziehen. Magnetische

Anziehungskraft auf Menschenmassen haben

auch die alljährlichen Feste, die hiesige Vereine ein

ums andere Mal auf die Beine stellen. In dieser Ausgabe

sprechen wir von den bevorstehenden Huglfinger

Festtagen, im Zuge derer gleich vier Vereine

gemeinsame Sache machen. Und von den Söcheringer

Festtagen, die nach 2025 schon wieder stattfinden,

jedoch von zwei anderen Vereinen organisiert

werden. Einen guten Grund zum Feiern haben außerdem

die Raistinger ob ihrer 1 250-jährigen Ortsgeschichte.

Zumindest offiziell. Denn in Wahrheit ist

das zweittiefste und zweitnördlichste Dorf von Weilheim-Schongau

viel älter, als die im Original erhaltene

Urkunde aus anno dazumal besagt. Dazu passt

auch die Geschichte über den wahren Pfaffenwinkel.

Dass dessen Grenzen ganz anders verlaufen, als viele

meinen, weiß nun auch,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Das Erbe der Kelten und

Germanen — rund ums

Maibaumaufstellen

Seite 6

Mit Zugspitzblick und

Gebirgsthermik: Deutschlands

schönster Flugplatz

Seite 9

Mr. Mendocino – eine

Schlagerikone im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 14

Das Werk der Besessenen:

Über leistungsorientierten

Nachwuchsfußball

Seite 16

Machen gemeinsame Sache:

Vier Vereine laden zu den

Huglfinger Festtagen

Seite 20

In Wahrheit noch viel

älter — ein Ortsporträt zum

1250. Geburtstag

Seite 22

Von Rock bis Klassik, von Wolle

bis Keramik — Allerlei aus dem

wunderschönen Tassiloland

Seite 25

Electro-Festival mit

Alpenpanorama: Tickets für

Grüne Sonne zu gewinnen

Seite 28

Gebiet reicht in fünf Landkreise

hinein — die Geschichte über

den wahren Pfaffenwinkel

Seite 30

Nach 2025 schon wieder:

Heuer feiern in Söchering die

Feuerwehrler und Schützen

Seite 32

Ein qualvoller Tod!

Wildrisse durch

freilaufende Hunde

Seite 34

Kirche Kunterbunt:

Eine ganz neue Form

von Gottesdienst

Seite 36

Brechmühle, Trokar, Breitbeil:

Einzigartige Einblicke in

ein Bauernhofmuseum

Seite 42

Für Alt und Jung aus Nah und

Fern: Veranstaltungen in den

Monaten Mai und Juni

Dorfstraße 17

82436 Eglfing/Tauting

herbert-hoiss@t-online.de

Tel. 08847 6968-8

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mai / juni 2026 | 3


Gelebte Tradition trotz strenger Auflagen

Das Erbe der Kelten

und Germanen

Tassiloland | Der Brauch des Maibaumaufstellens

ist kein rein bayerischer,

dafür ein uralter. Seine

Ursprünge reichen zurück bis in

die Zeit der Kelten und Germanen,

die in etwa 500 Jahre vor Christus

gelebt haben. Insofern ein heidnischer

Brauch mit schon damals

großer und zu heute sehr ähnlicher

Symbolkraft: Das Aufstellen junger

Bäume, oft Birken oder Tannen,

verkörperte einst Fruchtbarkeit,

den Sieg über zurückliegende harte

Winter, darüber hinaus sollte es

Glück bringen und ein aufblühendes

Frühjahr einläuten. Auch interessant:

Dass der Begriff Maibaum

sich nicht direkt vom Monat Mai,

sondern vom althochdeutschen

Begriff „Maien" ableitet – Maien

ist ein Begriff für grüne Zweige

und junge Bäume. Die erste historische

Erwähnung dieses schönen

Brauchs, wie wir ihn in Deutschland

bis heute kennen und pflegen,

geht letztlich auf das Jahr 1224 und

die nordrhein-westfälische Stadt

Aachen zurück. Seither hat sich das

Maibaumaufstellen insbesondere

im südlichen Deutschland sowie

alpenländischen Raum stark verbreitet

und manifestiert. Auch hier

im bayerischen Oberland werden

seit rund 300 Jahren in beinahe allen

Dörfern und Städten alle paar

Jahre Maibäume neu aufgestellt.

Als wir von „tassilo“ vor wenigen

Wochen alle hiesigen Rathäuser

angeschrieben und nach diesjährigen

Terminen befragt hatten, klingelte

kurz darauf das Telefon. „Wir

stellen heuer keinen auf, schneiden

dafür unseren alten um – nach

nur zwei Jahren.“ Die Aussage kam

von Kinsaus Bürgermeister Marco

Dollinger, der damit ganz bewusst

auf die Kehrseite dieses schönen

Brauchs aufmerksam machen

möchte: Immer strengere Auflagen

und damit verbundene Kosten, die

es Gemeinden und Ehrenamtlichen

nicht leicht machen, diese

zweifelsohne schöne Tradition aufrechtzuerhalten.

Gutachter kostet

2 000 Euro

Sobald ein neuer Maibaum fachgerecht

verankert steht, greift für

die Eigentümer oder Verantwortlichen

des Baumes die Verkehrssicherungspflicht.

Heißt: Der Baum

muss erstmals nach einem Jahr

Standzeit von einem Fachkundigen

mit Holzexpertise, zum Beispiel

Schreiner oder Zimmerer, auf

Standsicherheit kontrolliert werden.

Nach zwei Jahren Standzeit

reicht der fachkundige Handwerker

vor Ort nicht mehr aus, muss der

Baum durch einen Sachkundigen

geprüft werden. Das sind Männer

oder Frauen, die beispielsweise

bei der Versicherungskammer Bayern

im Rahmen eines Maibaum-

Seminars gezielt geschult wurden.

Nach drei Jahren ist diese Kompetenz

nach deutschem Gesetz ebenfalls

nicht mehr ausreichend, muss

der Maibaum nun durch einen

öffentlich bestellten Holz-Sachverständigen

(Gutachter) kontrolliert

werden. Der kostet in etwa 2 000

Euro. Angenommen, ein Dorf reizt

die maximal erlaubte Standzeit eines

Maibaums

von fünf Jahren

aus, summiert

sich da kostentechnisch

für

das dritte, vierte e

und fünfte Jahr

so einiges auf. Hinzu kommt, dass

der Brauch des Maibaumaufstellens

jede Menge Freizeit und Manpower

abverlangt. Zunächst muss

der perfekte Baum – kerzengerade,

gesund und oft über 30 Meter lang

– gefunden und im Idealfall schon

im November des alten Jahres bei

abnehmendem Mond geschlagen,

entastet, entrindet und getrocknet

werden. Später wird der Baum aus

dem Wald geholt und an einem

geheimen Ort – meist in Gewerbehallen

oder landwirtschaftlichen

Gebäuden – eingelagert. Von da

an heißt es. Wache schieben! Jeden

Tag, rund um die Uhr! Denn

der Brauch des Maibaumstehlens

ist unter hiesigen Landjugenden,

Burschenvereinen und Trachtenvereinen

mindestens so beliebt

wie das Aufstellen des Baumes

an sich. So mancher Brauchtumsenthusiast

nimmt sich für diese

Zeit sogar den Jahresurlaub.

Aufstellung

noch von Hand!

Wenige Wochen vor dem Aufstelltermin

am 1. Mai muss der

Baum schließlich final bearbeitet

und gestaltet werden – einige

verpassen dem Stamm einen

weiß-blauen Anstrich, zum

Teil sogar als Rautenmuster.

Darüber hinaus

werden frischrenovierte i oder gar

neu gefertigte Zunfttaferl angebracht

– letztere bilden Handwerk,

Brauchtum, Vereine und Gemeindewappen

in Form von kunstvoller

Malerei ab. Auch hier sind oft

professionelle Maler am Werk,

was auch mit einem gewissen finanziellen

Aufwand verbunden ist.

All das hat die Kinsauer bereits vor

fünf Jahren dazu bewogen, ihren

Baum eigenverantwortlich nach

jeweils zwei Jahren zu fällen, um

sich so Kosten, Bürokratiewahnsinn

und auch Verantwortungslast

zu ersparen. Aufgeben möchten

sie diese Tradition aber nicht. „Wir

versuchen den fünfjährigen Turnus

beizubehalten.“ Heißt: In Kinsau

steht die kommenden drei Jahre

kein 36 Meter langer Maibaum,

wird 2029 wieder ein neuer aufgestellt.

Dafür haben die Lechrainer

heuer die Qual der Wahl, sich

das Aufstellspektakel in anderen

Gemeinden anzuschauen. Der

„tassilo“-Redaktion wurden jede

Menge Termine aus Weilheim-

Schongau sowie den umliegenden

Landkreisen Starnberg, Landsberg

am Lech, Ostallgäu und Garmisch-

Partenkirchen gemeldet. Die meisten

davon sogar mit dem Hinweis,

dass noch traditionell von Hand

und mit einem kräftigen „Hau

ruck!“ aufgestellt wird.

js

4 | tassilo


> > > MAIBAUM-FESTE AUF EINEN BLICK

AIDLING: Freitag, 1. Mai, um 13.30 Uhr in der Dorfstraße

26, organisiert vom Trachtenverein. Aufstellung via

Flaschenzugsystem. Für Speis, Trank und Musik ist gesorgt.

DÜRNHAUSEN: Samstag, 2. Mai, um 13 Uhr in der Ortsmitte

an der Sindelsdorfer Straße, organisiert vom Burschenverein.

Aufstellung von Hand, musikalisch umrahmt von der

Musikkapelle Habach. Verköstigung gibt’s ebenfalls.

EBERFING: Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr gegenüber Gasthaus

Waldherr, Ringstraße 11, vom örtlichen Schützenverein St.

Hubertus. Aufstellung von Hand. Für Speis, Trank und musikalische

Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt.

FORST: Freitag, 1. Mai ab 10 Uhr mit Zug zum Wirtsanger,

Aufstellung des Baums von Hand, Weißwurstfrühschoppen,

Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Ab 20 Uhr Maifeier

im Bayerischen Hiasl. Es spielt die Forster Blaskapelle. Witterungsbedingter

Alternativtermin: Sonntag, 3. Mai.

MACHTLFING: Freitag, 1. Mai, ab 9 Uhr mit „Reinfahren“

des Baums zum Dorfplatz (Pähler Straße) in Begleitung von

Trommlerzug und Blaskapelle aus Erling-Andechs. Aufstellung

von Hand durch Burschenverein und andere Dorfvereine.

Ab 19 Uhr Maifeier mit Barbetrieb und DJ.

OBERHAUSEN: Freitag, 1. Mai, um 13 Uhr, am Dorfplatz

vor dem Rathaus, organisiert vom örtlichen Trachtenverein

„Edelweiß“, der gemeinsam mit weiteren aus der Dorfgemeinschaft

den Traditionsbaum händisch aufstellen wird.

Es spielen die Oberhauser Musikanten zünftig auf.

PENZBERG: Freitag, 1. Mai, um 11.30 Uhr mit Umzug vom

Stadtplatz (Michael-Pfalzgraf-Platz 1) zur Stadthalle, wo der

Baum von den städtischen Vereinen von Hand aufgestellt

wird. Finales Herrichten des Baumes bereits am Abend zuvor,

ebenfalls an der Stadthalle.

PERCHTING (Starnberg): Freitag, 1. Mai, ab 9 Uhr in der

Ortsmitte an der Römerstraße durch die örtliche Burschenschaft.

Aufstellung von Hand. Für Frischgezapftes, Grillgut,

Steckerlfisch und Kuchen ist gesorgt. Die Stadtkapelle

Starnberg umrahmt musikalisch.

SPATZENHAUSEN: Freitag, 1. Mai, ab 11 Uhr auf dem Parkplatz

am „Haus des Gastes“, organisiert vom Trachtenverein

„Almrösl“. Aufgestellt wird traditionell von Hand. Für musikalische

Umrahmung sorgt die Blaskapelle Spatzenhausen,

für Essen und Getränke der Wirt im Haus des Gastes,

für Kaffee und Kuchen der Trachtenverein.

UNTERHAUSEN: Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr, Barbetrieb,

Weißbier-Wagen im Zentrum des Dorfes durch den Burschenverein.

Aufgestellt wird ganz traditionell von Hand.

Musikalische Umrahmung der Stadtkapelle Weilheim. Für

Speis und Trank ist bestens gesorgt.

UNTERZEISMERING (Tutzing): Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr

an der Ecke Bernrieder Straße / Dorfstraße. Aufstellung von

Hand. Danach Speis, Trank und Musik der Haunshofener

Blaskapelle.

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An der A95 – mit Zugspitzblick und Gebirgsthermik

Deutschlands schönster Flugplatz

Murnau | Es gibt viele schöngelegene

Sportflugplätze im bayerischen

Oberland. Der südöstlich

von Murnau toppt sie landschaftlich

aber alle. Wer dort mit Segelflieger,

Motorsegler oder Ultraleichtflugzeug

abhebt, hat bereits

beim Startvorgang Deutschlands

höchsten Berg im Blick. Manchmal

zumindest. „Prinzipiell starten und

landen wir in beide Richtungen –

grundsätzlich heben wir aber

immer gegen den Wind ab, was

meistens Richtung Norden der

Fall ist, insofern mit Zugspitze im

Rücken“, erklärt Stefanie Brockelt,

Pressesprecherin der Sportsegelfliegergruppe

Werdenfels,

die an dieser Stelle ein

weiteres Alleinstellungsmerkmal

des

Sportflugplatzes Ohlstadt, so der

offizielle Name, hervorheben

möchte: „Wir stellen den einzigen

Flugplatz in der Region, der nicht

vor oder an, sondern bereits in

den Bergen liegt.“ In der Tat ist

die 1 000 Meter lange und acht

Meter breite Start- und Landebahn

aus Asphalt regelrecht eingebettet

von Herzogstand und Heimgarten

im Nord-Osten, von Krottenkopf

und Estergebirge im Süd-Osten,

vom Wettersteinmassiv im Süden

sowie von den etwas weiter südwestlich

liegenden Ammergauer

Voralpen mit Laber, Aufacker und

Hörnle. Landschaftlich betrachtet

insofern eine glatte Eins. Aus Sicht

der Segelflieger jedoch vor allem

aufgrund der dort außergewöhnlichen

Thermik reizvoll. „Während

von anderen Sportflugplätzen erst

einige Flugkilometer in

Aus dem Flieger auf fden Segelflieger: In diesem Falle mit Blick in Richtung

der gebirgsabgewandten Seite, direkt auf den Pfaffenwinkel.

Richtung Gebirge zurückgelegt

werden müssen, um die begehrte

Gebirgsthermik zu erreichen,

herrscht sie hier bei uns bereits

vom Start weg.“ Mit Thermik ist

nach oben strömende Luft gemeint,

über die ein Segelflieger

sich frei von motorischer

Unterstützung immer

weiter gen

Himmel

schrauben kann. Passendes Wetter

vorausgesetzt, gibt es diesen Aufwind

auch im Flachland. In und

zwischen den Bergen aber ist er

um ein Vielfaches stärker. Wobei

das, was Segelflieger-Piloten lieben,

für den untenstehenden Zuschauer

nicht wirklich erkennbar

ist. „Vom Boden betrachtet sieht

alles gemütlich, fast schon langweilig

aus.“ Im Flieger sitzend,

reiße die Gebirgsthermik jedoch

regelrecht an den

Tragflächen

des Fliegers.

„Man spürt so richtig, wie der

Flieger nach oben gehoben wird,

erfährt das intensive Gefühl der

Beschleunigung, spürt die Kraft

der Natur.“ An dieser Stelle von

Vorteil: Ein stabiler Magen.

Großer Hangar

mit 22 Fliegern

Gebaut wurde der Flugplatz der

Sportfliegergruppe Werdenfels vor

gerade einmal 15 Jahren. Zuvor

flogen die Aktiven unter dem Namen

„Werdenfelser Segelflieger“

von einem kleineren Flugplatz mit

Start- und Landebahn bei Eschenlohe.

Der befand sich allerdings

auf einem Teil des Murnauer

Mooses, musste aus Naturschutzgründen

zurückgebaut werden.

„Dass wir als Ersatz die Fläche

hier erwerben konnten, ist natürlich

ein riesengroßes Glück für

uns gewesen“, schwärmt Stefanie

Brockelt hier im Namen aller 260

Vereinsmitglieder, von denen derzeit

110 aktiv sind. „Unsere ältesten

Piloten sind über 80, die jüngsten

im Rahmen unserer vereinseigenen

Flugausbildung erst 14.“ Sie

kommen aus Murnau, aber auch

6 | tassilo


Auch Doppelsitzer-Segelflieger finden sich am Sportflugplatz Ohlstadt.

Ideal für Rundflüge, aber auch zum Reinschnuppern in die Fliegerei.

aus Garmisch-Partenkirchen, Bad

Tölz, Weilheim, vereinzelt bis aus

Augsburg oder München. Letztere

profitieren von der einzigartigen

Lage des Flugplatzes im Grunde

dreifach: neben Zugspitzblick

und Gebirgsthermik verläuft die

Start- und Landebahn parallel zu

Deutschlands bekanntester Raser-

Autobahn, der A95. Insofern sind

es, je nach Verkehr und Witterung,

nur 30 bis 45 Autominuten von der

Landeshauptstadt bis zum Flugplatz.

Zu sehen ist der Flugplatz

von der Autobahn aus allerdings

nicht – obwohl nur wenige Meter

Luftlinie dazwischenliegen und

auch das Rauschen des Verkehrs

deutlich zu hören ist, verhindert

ein sanfter Hügel, bepflanzt mit

Bäumen und Sträuchern, die Sicht

auf Start- und Landebahn, Restaurant

mit Panoramaverglasung

und großem Hangar mit Platz für

bis zu 22 Fliegern. Darüber hinaus

wird eine weitere, große

Freifläche als Parkplatz für Fluganhänger

genutzt, eine mit Kies

aufgefüllte Fläche als Parkfläche

für Pkw, und auch die Luftrettung

„Christoph Murnau“ nutzt das

Areal zum Üben des Winchens.

Auch auffallend beim Betrachten

des Geländes: Ein großer, alter,

jedoch zu zwei Dritteln eingestürzter

Bauernhof. „Das Wohnhaus

vorne ist unversehrt, wird von uns

auch als erweitertes Vereinsheim

für beispielsweise Grillabende an

lauen Sommerabenden genutzt.“

Der Rest müsste jedoch dringend

saniert werden. Denkmalschutzauflagen

verhinderten dieses kostenintensive

Unterfangen bis

mai / juni 2026 | 7


82362 Weilheim, Pöltnerstr.10 Rgb

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Motorflieger über den Bergen (oben) sowie der

Blick auf Hangar, Restaurant und Landebahn.

ROBERT SCHWINGHAMMER, KLAVIERBAUER

Kreisverband

Starnberg

Mehr Infos auf

jobs.brk-starnberg.de

FSJ, BFD oder Ausbildungsplatz?

• Kaufmann im

Gesundheitswesen (m/w/d)

• Erzieher (m/w/d)

• Kinderpfleger (m/w/d)

• Pflegefachmann (m/w/d)

• Pflegefachhelfer (m/w/d)

• Notfallsanitäter (m/w/d)

dato. Ansonsten aber ist der Flugplatz

nicht nur aufgrund seiner

romantischen Lage mit Bergblick

in einem Topzustand – und dementsprechend

auch bei Nichtmitgliedern

des Vereins sehr beliebt.

700 Kilometer

ohne Motor

Den Sommer über kommen Urlauber

mit Campern und Flugschein

aus ganz Deutschland, um

dieses seltene Angebot der Gebirgsthermik

ab Start zu nutzen.

Stefanie Brockelt, auch erfahrene

Segelflugschein-Ausbilderin, hat

inzwischen 11 000 (!) Flüge hinter

sich. „Gibt nix Schöneres, macht

süchtig – allen voran hier in der

Region, wo du mit Bergen, Seen,

Flachland und den Vierjahreszeiten

landschaftlich und farblich so

ziemlich alles hast.“ Einen Nachteil

hat dieser Standort an den

Bergen aber doch: Dass Lärm,

der von motorisierten Fliegern

ausgeht, etwas deutlicher zu

hören ist. „Deshalb haben wir

unser traditionelles, benzinbetriebenes

Schleppflugzeug, die Robin

DR 400, durch ein topmodernes

Ultraleicht-Schleppflugzeug ersetzt.“

Darüber hinaus besitzt

der Verein einen leistungsfähigen

Doppelsitzer-Segelflieger,

zehn Segelflugzeuge mit einem

Sitzplatz sowie einen Motorsegler.

Heißt: Wer fliegen möchte,

braucht nicht zwingend einen eigenen

Flieger, sondern kann ihn

kostengünstig leihen. 450 Euro

zahlt ein aktives, erwachsenes

Mitglied pro Jahr. Schüler und

Studenten lediglich 150 Euro – und

die bekommen, erlaubt ab 14 Jahren,

im Rahmen dieses Jahresbeitrags

sogar die Grundausbildung

zum Segelfliegen beigebracht.

„Günstiger geht’s wahrscheinlich

nicht“, betont Stefanie Brockelt,

deren großes Ansinnen es schon

immer war, dass möglichst allen

Menschen das Fliegen ermöglicht

wird – dem erfolgreichen

Top-Unternehmer mit Millionen

auf dem Konto ebenso wie

dem einfachen Arbeiter aus der

unteren Mittelschicht. Entsprechend

bereichernd sind auch die

Begegnungen am Flugplatz. „Wir

kommen schulisch, beruflich und

familiär aus den unterschiedlichsten

Verhältnissen, haben vom

Millionär über Arzt, Handwerker

und Pfleger wirklich alles im Verein

– und teilen aber auch allesamt

die gleiche Leidenschaft.“

Das verbinde, egal ob reich oder

eher arm. Noch schöner ist in Brockelts

Augen nur das Fliegen an

sich. Ihre Lieblingsroute: „Von hier

bis in die Schweiz.“ Sie segelte

schon an den Graten der berühmten

Viertausender Piz Bernina

und Piz Palü entlang, war sogar

schon über dem Aletschgletscher.

„Da reden wir dann von insgesamt

knapp 700 Kilometern und

siebeneinhalbstunden Flugzeit.“

Wohlgemerkt alles mit dem Segelflieger,

also ohne motorische Unterstützung.

„Es gibt von unserem

Platz aus auch gelegentlich Flüge

mit über 1 000 Kilometern Strecke

und zwölf Stunden Flugzeit.“ Pinkelpause?

„Fehlanzeige – hilfreich

kann hier das Tragen einer Windel

sein“, so Stefanie Brockelt, die am

Ende eines derart langen Fluges

schon froh ist, wieder unbeschadet

am Ausgangspunkt angekommen

zu sein. Hier am mit schönsten

Flugplatz Deutschlands. Mit

Zugspitzblick und Gebirgsthermik

vom ersten Meter. js

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo - Fr: 8 -12.15 und 14 -18 Uhr

Sa: 8.15 -12.15 Uhr

MOBIL: 0172-73 66 045

8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Mister Mendocino

Welch große Ehre: Michael Holm hat uns mit Redakteur, Fotograf

und Roter Couch in sein privates Wohnzimmer gelassen. Die richtige Pose

vor der Kamera ist für den Schlager-Star augenscheinlich Routine. Foto: Felix Baab

mai / juni 2026 | 9


Weilheim | Er schrieb mehr als

1 000 Songs, veröffentlichte 40 Alben

und verkaufte in Summe rund

50 Millionen Platten weltweit:

Sänger, Songwriter und Musikproduzent

Michael Holm zählt zu den

erfolgreichsten Schlagerstars überhaupt.

Wir von „tassilo“ hatten die

große Ehre, den heute 82-Jährigen

bei sich zuhause in Weilheim besuchen

zu dürfen. Im großen Interview

auf der Roten Couch verrät der

Vater zweier erwachsener Kinder,

wie er vom Kind der klassischen

Musik zum Genre „Schlager“ kam,

wie wild er in den 1970er Jahren

gelebt hat, dass er noch immer den

Schörghof vermisst und ob er sich

inmitten eines Weilheimer Wohngebiets

tatsächlich heimisch fühlt.

Darüber hinaus spricht der Gewinner

mehrerer goldener Schallplatten

sowie Träger des Bayerischen

Verdienstordens über seinen erfolgreichsten

Song, die Hintergründe

regelmäßiger Fitnessstudio-Besuche,

das Gemüt des Oberbayern

und warum er nach wie vor das

Rampenlicht sucht.

Herr Holm, wie viel Disziplin braucht

es, um nach wie vor so gut performen

zu können?

Die Nachkriegsgeneration, auf die

später viel Hass und Häme abgeladen

wurde, hat unglaublich viel geleistet.

Damals gab’s keine Gastarbeiter,

sondern nur die Frauen, die

Kinder, und die Männer, die nach

und nach aus dem Krieg zurückgekommen

waren. Das hat mich als

Kriegskind, geboren im Jahre 1943,

nachhaltig geprägt. Deshalb war

und ist es für mich bis heute selbstverständlich,

sich erst bemühen

und etwas leisten zu müssen, um

etwas erreichen zu können. Ob das

dann Erfolg einbringt oder nicht,

steht da noch gar nicht zur Debatte.

Achten Sie auch auf ausreichend

Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung?

Der große Vorteil hier: Das Weilheimer,

Wielenbacher und Unterhausener

Moos, hinüber bis zum

Ammersee, was von hier super

erreichbar ist. Die ausgetorften

Seen, aber auch Störche, Reiher,

Blesshühner – ich liebe es, draußen

in der Natur zu sein, sich zu

Fuß oder auf dem Fahrrad zu bewegen,

die Landschaft und Tiere

zu beobachten. Für mich ist das

sogar ein Stück weit der Sinn des

Lebens. Auf Ernährung und Schlaf

achte ich natürlich auch. Nur habe

ich leider keinen guten Schlaf, weil

ich grundsätzlich sehr schwer einschlafe.

Ist dieses Schlafproblem dem

Lebens-Rhythmus eines Schlagerstars

geschuldet?

Als Schüler wirst du zum Frühaufsteher

gezwungen, als Schlagersänger

arbeitest du eher am

Abend und in die Nacht hinein.

Im Rahmen einer Tournee hast

du oft Auftritte, die erst um 22.15

Uhr oder noch später beginnen.

Energielevel und Adrenalin sind

auch danach noch so hoch, dass

du nicht einfach von der Bühne ins

Hotelzimmer gehst und schläfst –

da brauchst du erstmal ein paar

Stunden, bis du runterkommst.

Das macht natürlich was mit dir

und deinem Schlafrhythmus. Auch

an Tagen ohne Auftritt.

Bekannt geworden sind Sie in

erster Linie als Schlagersänger,

arbeiteten aber auch intensiv als

Songwriter und Musikproduzent,

in dieser Funktion auch für andere

Künstler. Welche Rolle hat Ihnen

am meisten Freude bereitet?

Es ist beides toll. Das Singen auf

der Bühne, weil es eine sehr direkte,

persönliche, energetische Sache

ist. Wenn du dich darauf nicht richtig

einstellst, dir ein gewisses Maß

an Mindestenergie und Selbstverliebtheit

fehlt, deshalb nicht

gut genug bist, bekommst du das

anhand der Reaktion des Publikums

sofort zu spüren. Wenn es dir

aber gelingt, kannst du die Freudentränen

in den Gesichtern der

mitsingenden Fans erkennen. Das

gibt einem unglaublich viel zurück.

Aber auch das Schreiben von Melodien

und Texten war großartig,

hat mich insbesondere in meiner

erfolgreichsten Zeit in den 1970er

Jahren mit sehr viel Glück und Zufriedenheit

erfüllt.

Erlangen in unserer

85-Quadratmeter-

Wohnung, in der

wir mit sieben Personen

lebten, ein

Quartett von engagierten

Musikern –

die saßen im Kreis

und machten Hausmusik.

Das konnten

wir fünf Kinder

hautnah miterleben.

Was Sie letztlich

auch zum Musizieren

bewogen hat?

Mein erstes Geld

habe ich noch zu

Zeiten als Schüler

verdient, in dem

ich in der Martin-

Luther-Kirche in Erlangen

ein Solo von

Anton Bruckner in

C-Moll gesungen hatte – dank der

musikalischen Erziehung meines

Vaters – bei uns zuhause wurde

ausschließlich klassische Musik

praktiziert – konnte ich auch vom

Notenblatt singen. Damals war

ich frisch im Stimmbruch, was mir

eine großartige Stimme beschert

hatte. Jedenfalls bekam ich für

diesen Auftritt in der Kirche 750

Mark! In den 1950er Jahren war

das unglaublich viel Geld – ich

fühlte mich wie ein Multimillionär.

Zumal es Taschengeld bei uns zuhause

nur für meine Schwestern

gab. Mein Bruder und ich mussten

selbst schauen, wie wir zu Geld

kommen. Gelungen ist uns das mit

Singen, was obendrein unglaublich

viel Spaß gemacht hat. Damals

dachte ich auch zum ersten Mal:

Musik ist geil!

Die guten alten Zeiten: Michael Holm am Mikro.

Hier im Rahmen der ZDF-Hitparade.

Aus dem Lautsprecher ertönte ein

Whop babalubap, al lop bom bom –

Tutti frutti, oh Rudy!‘ Da habe ich

erstmals gehört, dass Musik nicht

nur was fürs Herz und Gehirn ist,

sondern den ganzen Körper bewegt.

Ich war vor Euphorie, Tanz

und Bewegung schweißnass, wollte

daraufhin sofort eine Gitarre. Bis

dahin spielte ich nur Querflöte.

Wie reagierte Ihr Vater damals?

Er war jahrelang enttäuscht von

mir, weil ich Richtung Schlager

und Pop gegangen bin. Erstmals

zufrieden ist er erst mit mir gewesen,

als wir mit meinem Hit

‚Tränen lügen nicht‘ eine symphonische

Aufnahme gemacht hatten –

unter anderem mit dem besten

Bachtrompeter, den es damals gab,

extra eingeflogen aus Paris.

Welch Karriere! Michael Holm vor seinen Platten und Auszeichnungen.

Wie sind Sie überhaupt zur Musik

gekommen?

Mein Vater war ein herausragender

Musiker, hatte unter anderem das

Siemens-Philharmonie-Orchester

gegründet. Ein, zwei Mal die Woche

trafen sich bei uns zuhause in

Aber wie kommt ein Kind der klassischen

Musik zu Schlagern?

So mit 14 Jahren, wo man altersbedingt

ohnehin bereit ist für Neues,

besuchte ich einen Klassenkameraden,

der einen mir bis dato

unbekannten Radiosender hörte.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits

klar, dass Sie mit Musik Karriere

machen. Hatten Sie trotzdem einen

beruflichen Plan B in der sprichwörtlichen

Tasche gehabt?

Dass ich beruflich etwas mit Musik

zu tun haben möchte, war mir in

10 | tassilo


der Tat früh klar. Dass ich damit

auch Karriere machen kann, allerdings

erst seit ‚Mendocino‘.

Aber ohne diesen Erfolg wäre ich

sicherlich nicht verhungert und

einer derjenigen gewesen, die

in ihrer Verzweiflung nur noch

in der Lage gewesen wären, Mist

zu schaufeln. Jura, was ich sechs

Semester in Berlin und Erlangen

studierte, machte mir auch Spaß –

bis es mit Verwaltungs- und

Staatsrecht losging. Das war so

öde für mich, dass ich mein Studium

abgebrochen hatte. Als mir

dann der Millionen-Seller Mendocino

gelungen war, wurde mir

endgültig klar: Weiterschreiben,

mehr produzieren, mit guten Leuten

zusammenarbeiten, aber auch

immer demütig bleiben.

Wie meinen Sie das mit „demütig

bleiben“?

Bei jedem neuen Projekt wieder

bei null anzufangen und sich nie

auf bisher Erreichtem auszuruhen

und zu glauben, dass es in Zukunft

leichter wird. Wenn du das

tust, hast du schon verloren. An

dieser Stelle hilfreich: Ein gewisses

Mindestmaß an Intelligenz,

um genau das zu erkennen. Oder

gute Freunde und Bekannte, die

entscheidenden Einfluss auf einen

haben, die einen auf den Boden

der Tatsachen wieder zurückholen,

die einen erden.

Ihr Lied „Mendocino“ wurde sogar

zu einem der größten deutschsprachigen

Hits überhaupt. Haben Sie

zum Zeitpunkt der Erscheinung

im Jahre 1969 geahnt, dass dieser

Song derart durch die Decke geht

und auch Jahrzehnte später überall

gesungen wird?

Damals sagte ich zu Giorgio Moroda,

den im Übrigen auch ich in

die Branche brachte: „Weißt Du,

ich habe für einige Sänger riesige

Hits geschrieben, die gut verkauft

wurden. Aber wenigstens einmal

im Leben möchte ich mit einem

Hit 100 000 Platten verkaufen.“ Das

A und O, damit dir das gelingen

kann: Du musst das Herz der Leute

erreichen. Nur dann kaufen sie

auch eine Platte. Bei ‚Mendocino‘

ist mir das gelungen.

‚Barfuß im Regen‘ (1970), ‚El Lute‘

(1972), ‚Baby Du bist nicht allein‘

(1973) oder ‚Tränen lügen nicht‘

(1974): Laut KI-gestützter Recherche

schrieben Sie in Summe mehr

als 1 000 (!) Songs, veröffentlichten

40 Alben und verkauften (weltweit)

mehr als 50 Millionen Tonträger.

Wie stolz sind Sie heute auf das,

was Sie geleistet und erreicht haben?

Ich bin mir durchaus bewusst, dass

ich in Zeiten meines Lebens sehr

erfolgreich war. Das gibt mir bis

heute ein sehr gutes Selbstwertgefühl.

Allerdings würde ich diesen

Erfolg nicht als mein Schicksal

betrachten. Elvis hatte 380 Millionen

verkaufte Platten. Und hier

in Deutschland war zu meiner

Hoch-Zeit Roy Black der absolute

Superstar – wenn der krank war,

versammelten sich seine Fans wochenlang

um das Krankenhaus, in

dem er lag.

Hätten Sie sich diesen Hype nicht

auch gewünscht?

Roy war so populär, dass es nicht

mehr angenehm war. Nur ein Beispiel:

Er kaufte in München Unterhosen

ein, wird erkannt, es ertönte

ein lauter Schrei seines Namens –

Rooooyyyy! – und alle im Kaufhaus

stürmten in den dritten Stock hinauf.

Er konnte sich gerade noch

in die Toilette retten, musste dann

eine halbe Stunde warten, bis ihn

die Feuerwehr mit einer Leiter

über das Toilettenfenster befreien

konnte.

Was passiert, wenn Sie in Weilheim

einkaufen?

Das ist total angenehm. Ab und

zu kommt mal im Vorbeigehen

ein „ah, da Mendocino, wia geht’s

da?“. Dann ich: Guad geht’s ma!

Dann er: „Super!“ Mehr ist es

nicht, was ich an dieser Gegend

hier schon immer sehr geschätzt

habe.

Sind Sie überhaupt regelmäßig

draußen, oder scheuen Sie die Öffentlichkeit

eher?

Selbstverständlich. Ich bin nicht

nur regelmäßig Einkaufen, Spazieren

oder Radfahren, sondern auch

zwei Mal die Woche im Fitnessstudio.

Da sind zwar die Buben, die

viel knackiger aussehen als meine

zwei Freunde und ich. Aber uns

geht es natürlich nicht mehr darum,

Olympiabewerbe gewinnen zu

können.

Wofür trainieren Sie?

In erster Linie, um möglichst lange

in der Lage zu sein, selbstbestimmt

leben zu können. Alles, was du

nicht benutzt, wird abgebaut. So

ist die Natur nun mal. Ich kenne

80-Jährige, die kaum noch laufen

können. Genau das möchte ich

nicht.

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mai / juni 2026 | 11


Wie froh sind Sie, den Peak Ihrer

Karriere in den 1970er Jahren gehabt

zu haben und nicht im heutigen digitalen

Zeitalter, wo Streamingdienste

sehr viele gute Musiker um Lohn und

Brot bringen?

Da bin ich wirklich froh. Meinen

Song ‚Tränen lügen nicht‘ haben

Sonia Liebing, Mickie Krause, Ramon

Roselli und ich erst vergangenes

Jahr in der Show von Giovanni

Zarella gesungen – da haben wir

inzwischen auch mehr als elf Millionen

Klicks, was schön ist. Aber

hey! Elf Millionen verkaufte Platten

für ‚Mendocino‘? Das ist greifbar,

das ist geil!

Stimmt es eigentlich auch, dass Sie

einer der ganz wenigen Künstler

sind, der die Rechte an seinen Songs

bis heute komplett bei sich selbst hat?

Nur als Autor, nicht als Verleger.

Ich habe zwar einen eigenen Musikverlag,

über den wir unter anderem

‚Barfuß im Regen‘, ‚Nur ein

Kuss, Maddalena‘ oder Songs wie

‚El Matador‘ herausgebracht hatten.

Aber die ganz großen Hits wie

‚Musst Du jetzt gerade gehen, Lucille?‘,

‚Wart auf mich‘ oder ‚Mendocino‘

waren letztlich Copyrights

aus Amerika oder Italien. Insofern:

Für einen Teil meiner Songs ja, bei

vielen aber auch nicht.

Dennoch konnten Sie gut davon leben?

Insbesondere in den 1970er Jahren

haben wir alle wahnsinnig verdient.

Lassen Sie uns beim Thema Vermarktung

bleiben: Wie wichtig ist an

dieser Stelle Ihr Künstlername?

Er dient vor allem zu Schutz der

Privatsphäre. Nicht nur meine eigene

betreffend, sondern auch die

meiner Eltern und Geschwister,

was insbesondere zu Hoch-Zeiten

meiner Karriere wertvoll war.

Wobei Sie wahrscheinlich mit Ihrem

bürgerlichen Namen ohnehin

kaum ein Mensch kennt?

Selbst hier bei mir zuhause bin

ich nur Michael Holm und nicht

Lothar Bernhard Walter. Erfunden

habe ich den Namen bereits

in den 1960er Jahren, geprägt von

verschiedenen Einflüssen. Mein

Geburtsort Stettin zum Beispiel

war über 200 Jahre hinweg von

den Schweden besetzt. Darüber

hinaus führte meine erste Reise

nach dem Abitur, gemeinsam mit

zwei Freunden, in einem VW-Käfer,

durch Schweden bis nach Stockholm.

Dieser Roadtrip hat mir sehr

gut gefallen, daher Holm. Und Michael,

weil der Name bereits beim

Aussprechen schon so klingt als

würde man ihn singen. Weil Erzengel

Michael eine äußerst positive

Erscheinung war. Und weil der

damalige Schlagerkönig Michael

Jari hieß.

Wie sah der Alltag des „markenrechtlich

geschützten“ Michael

Holm zu dessen absoluten Hoch-

Zeiten aus?

Wenn man jung ist, hält man Vieles

aus. In den 1970er Jahren war

es völlig normal, dass von morgens

um elf bis nachts um drei Uhr gearbeitet

wurde. An Tagen, an denen

wir nur bis 23 Uhr tätig waren,

ging’s danach noch zum Partymachen,

oft die ganze Nacht durch,

bis morgens um neun Uhr. Dann ab

nach Hause, unter die Dusche, und

ohne Schlaf wieder ins Studio, das

damals in München-Allach war.

Feierten Sie viele wilde Partys?

In den Studios nicht, aber bei mir

Zuhause, wenn man nach zwei Tagen

Hitparade heimkam, nahezu

immer. Ich hatte da in München

eine sehr schöne Villa mit 230 Quadratmetern

Wohnfläche und einem

riesengroßen Wohnzimmer, wo

man super feiern konnte. Der Keller

war voll mit Bier und Schnaps.

Und ich hatte diesen einmaligen

General-Electric-Eisschrank, aus

dem Eiswürfel, Crushed Ice und

Eiswasser rauskamen. Auch der

war super zum Partymachen.

Von elf bis drei Uhr im Studio, exzessive

Partys, hinzukommend die

viele Reiserei, kreischende Fans,

Boulevard-Journalisten, Paparazzi:

Viele Stars kommen mit diesem

Lifestyle nicht lange klar, stürzen

regelrecht ab.

(lacht) Mein Motto war lange Zeit:

Der Journalist ist der natürliche

Feind des Künstlers, weshalb ich

denen gegenüber in gewisser Weise

sehr vorsichtig war. Nachdem

ich aber einige ganz gut kennengelernt

hatte, änderte sich mein

Bild ein bisschen. Und wegen der

Gefahr, abzustürzen: Unter meinen

Berufskollegen sind Freundschaften

entstanden. Wir waren viel bei

mir, ich insofern nie allein und die

Zeit entsprechend eine wunderbare.

Als dann meine Frau Bimbi

in mein Leben kam, mit der ich

inzwischen seit 43 Jahren zusammen

bin, wurde es in geregeltere

Bahnen gelenkt – fortan waren wir

an den Wochenenden beinahe nur

noch draußen auf dem Land.

So sehr, dass Sie fest aufs Land ziehen

wollten?

Die Überlegung ging Anfang der

1980er los, als wir oft bei Freunden

in Seeshaupt waren, die Pferde

hatten – in dieser Zeit lernte ich

sozusagen reitend das wunderschöne

Oberland kennen, schätzen

und lieben. Bimbi und ich suchten

letztlich über fünf Jahre hinweg

nach dem für uns ideal geeigneten

Hof. Das war gar nicht so leicht – je

mehr Anwesen wir uns angesehen

hatten, desto genauer wussten wir,

was wir nicht wollten.

Dann aber entdeckten Sie Gut

Schörghof, östlich von Weilheim?

Ich habe immer von einem bauernhofmäßigen

Anwesen geträumt,

das nicht zu schick und fancy ist.

Genau das war der Schörghof.

Dort lebten Sie stolze 20 Jahre lang.

Vermissen Sie ihn?

Ganz ehrlich: Ja. Manchmal träume

ich sogar noch von ihm.

Für sein herausragendes Engagement im Bereich „Unterhaltung“ hat

Michael Holm im Juli 2025 den Bayerischen Verdienstorden erhalten.

Warum verkauften Sie ihn?

Meine Frau Bimbi war die Wichtigere

am Schörghof – während

ich meine vier bis sechs Wochen

in Amerika war und produzierte,

kümmerte sie sich um den Hof, um

die Pferde. Irgendwann waren die

Arbeit und der finanzielle Aufwand

schlichtweg zu groß für uns.

Trotzdem sind Sie Ihrer Wahlheimat

treu geblieben, leben seit 2008

inmitten eines Weilheimer Wohngebiets,

ganz klassisch in einem

Einfamilienhaus mit Garten.

Mit dem Haus hier haben wir Riesenglück.

Allein deshalb, weil die

Nachbarn richtig sympathisch sind.

Manchmal radeln wir gemeinsam

nach Raisting zum Weißwurstfrühstück

oder grillen in einem unserer

Gärten. Und wir haben hier sehr

viele Kinder allen Alters. Besser

hätten wir es kaum erwischen

können.

Wir fassen zusammen: Geboren im

deutsch-polnischen Stettin, aufgewachsen

in Erlangen, studiert

in Berlin, gelebt und gearbeitet in

München, jedoch seit vielen Jahren

in Weilheim lebend. Fühlen Sie sich

hier im Herzen des Pfaffenwinkels

inzwischen auch heimisch?

Freilich. Als wir entschieden haben,

Gut Schörghof zu verkaufen,

wollte ich gar nicht mehr in eine

andere Region ziehen, sondern

hier in Weilheim bleiben. Hier

fühle ich mich auch deshalb so

wohl, weil der Oberbayer ganz

generell ein sehr angenehmer

Menschenschlag ist. Er läuft nicht

mit angeborenem Minderwertigkeitskomplex

durch die Gegend,

ist dadurch immer selbstbewusst

und in sich ruhend. Deshalb gibt

es hier auch kein Gekreische und

Getatsche. Auch nicht einem Prominenten

gegenüber.

Umso interessanter, dass Sie nach

wie vor das Rampenlicht suchen.

Warum?

Finanziell betrachtet müsste ich

es nicht mehr machen. Doch

wenn die Gage stimmt, was auch

wichtig ist für mein Selbstwertgefühl,

habe ich nach wie vor

großen Spaß, auf der Bühne zu

stehen, professionell zu singen

und zu performen. Ein weiterer

guter Grund: Sobald ich auf

der Bühne stehe, kommt in mir

ein unbeschreibliches Energielevel

hoch. Das möchte ich nicht

missen. Darüber hinaus geht es

schon auch um die Pflege mei-

12 | tassilo


nes Images vor dem Hintergrund,

dass nicht nur für dieses Jahr

mehrere Auftritte geplant sind,

sondern auch was Größeres für

2027.

Spannend. Was genau?

Das Projekt für 2027 darf ich leider

noch nicht verraten.

Und dieses Jahr?

Geht’s unter anderem zweimal

auf ein Schiff, einmal auf eine

große Veranstaltung für einen

wohltätigen Zweck, dann auf

Kleintournee mit Stefan Mross

und unter anderem auch auf den

einen oder anderen Galaabend.

Wie bereiten Sie sich auf diese Auftritte

vor?

Früher saß ich beinahe jeden Tag

am Piano, habe dazu gesungen.

Heute mach ich das nur noch selten.

Ich praktiziere mein Können

quasi nur noch auf der Bühne –

und hole mir die dafür notwendige

körperliche Fitness eben im

Sportstudio, beim Radeln, beim

Spazieren.

Brauchen Sie auch kein gezieltes

Training für Ihre Stimme?

Die hat sich natürlich verändert mit

zunehmendem Alter. Ab und an

mache ich auch noch die Übungen,

die mir früher mal ein sehr guter

Gesangslehrer, ein ungarischer Tenor

und Professor, beigebracht hat.

Aber wenn ich Gas gebe, bin ich

nach wie vor gut drauf – auch ohne

gezieltes Training.

Wenn Sie Ihre Auftritte von heute

mit denen aus den 1970er Jahren

vergleichen. Was hat sich am meisten

geändert?

Die Reiserei zu den Veranstaltungen,

die heutzutage viel unangenehmer

ist – die Autobahn ist zu

voll, auf die Eisenbahn kannst du

dich nicht mehr verlassen und im

Flugverkehr musst du mittlerweile

auch hoffen, rechtzeitig oder überhaupt

anzukommen. Auch dieses

Durchschleusen von Menschenmassen

hat es damals noch nicht

gegeben.

Was sich von damals zu heute nicht

verändert hat: Ihre Leidenschaft für

So lässig posiert ein 82-Jähriger! Michael Holm auf der Roten Couch.

den FC Bayern München. Erst vor

wenigen Wochen waren Sie wieder

mit ihrem Manager Hansi Nahen,

BVB-Fan, im Signal Iduna Park,

schauten den Deutschen Classico.

Als ich in Berlin Jura studiert habe,

sind die Bayern in die erste Bundesliga

aufgestiegen. Sie spielten

damals gegen die Hertha. Da sah

ich zum ersten Mal Franz Beckenbauer,

der da auf dem Platz wirklich

stand wie ein Kaiser. Dann

noch das „kleines dickes Müller“

im Sturm. Alles außergewöhnliche

Persönlichkeiten, die mich

nachhaltig geprägt und begeistert

haben. Seither verfolge ich den FC

Bayern München und mache bis

heute die Erfahrung: Wenn Bayern

gewinnt, habe ich die ganze Woche

über so ein leicht euphorisches Gefühl

in mir. Wenn sie aber verlieren,

bin ich eher traurig gestimmt.

Nicht aus Ärger über die Niederlage,

sondern weil mir die Spieler

leidtun, die trotzdem gekämpft

und geschwitzt haben, sich für

ihre Leistung aber nicht belohnen

konnten. So gesehen bin ich wiederum

froh, Bayern-Fan zu sein,

weil die ja kaum verlieren. Stell

dir mal vor, ich wäre Anhänger von

Nürnberg, Schalke oder 1860. Nicht

auszumalen, was ich da durchmachen

müsste.

Wobei es da noch eine Sache gibt,

die sich wie ein roter Faden durch

Ihr ereignisreiches Leben zieht.

Stichwort „Lampenfi eber“.

(lacht) Das drückt sich bei mir immer

in Form eines Gefühls aus, das

so unangenehm ist, dass ich mir

immer wieder aufs Neue denke:

Warum hat mich meine Mutter

nicht einen anständigen Beruf lernen

lassen? Und dieses Gefühl ist in

der Tat, damals wie heute, gleichgeblieben

– es hört einfach nicht

auf. Anderseits sollte es auch gar

nicht aufhören, weil es dich leben-

en

dig hält, aber auch demütig macht.

Genau das, was du brauchst, um in

der Schlagerbranche an

che langfristigen

gen

Erfolg zu haben.

js

mai / juni 2026 | 13


Leistungsorientierter Nachwuchsfußball

Das Werk der Besessenen

Murnau / Landsberg | Früher war

es bei den Fußballern des TSV

Murnau meist so: Die besten Nachwuchsspieler

wechselten zu umliegenden

Vereinen, weil sie dort ein,

zwei Ligen höher spielen konnten.

Folglich fehlte es im Herrenbereich

der grünen Drachen an Qualität aus

den eigenen Reihen, was den Fußball

in der Marktgemeinde generell

nicht sonderlich attraktiv machte

– weder für Spieler noch Fans.

Michael Adelwart, Abteilungsleiter,

tat diese Beobachtung in der Seele

weh, wollte das nicht hinnehmen.

Mit verdammt viel Ehrgeiz, Leidenschaft,

den richtigen Leuten an

seiner Seite und einem gewissen

Maß an Besessenheit krempelte er

vor rund 15 Jahren seinen Heimatverein

nahezu vollständig um. Sein

damaliges Ziel: Möglichkeiten und

Rahmenbedingungen zu schaffen,

damit die besten Nachwuchsspieler

keine Gründe mehr finden,

ihren Heimatverein zu verlassen,

stattdessen Lust darauf haben, sich

hier vor Ort weiterzuentwickeln

und mit dem TSVM selbst Großes

zu erreichen. Auf Basis der drei

Säulen Sport, Finanzen und Infrastruktur

wurden qualifiziertere

Trainer engagiert, die nicht nur

fachlich, sondern auch zwischenmenschlich

zur neuen, leistungsorientierteren

Philosophie des Vereins

passen. Es wurde ein Umfeld

geschaffen, in dem sich Spieler wie

Eltern wohlfühlen, ohne es dabei

zu freundschaftlich und familiär

werden zu lassen. Und es wurde

das neue Anspruchsdenken auch in

Bereichen abseits von Training und

Spiel installiert – angefangen bei

der akribischeren Pflege von Natur-

und Kunstrasenplatz über einheitliches

Auftreten von Spielern

und Trainern in vereinseigenen

Trainingsklamotten bis hin zu respektvollem

Umgang miteinander.

Auch an diesem Mittwochabend,

als die „tassilo“-Redaktion zum

Interview an die Poschinger Allee

fuhr, viel eine Sache sofort auf: Ob

Eltern, Großeltern, Trainer, Betreuer,

Betreiber des Stüberls – hier am

Trainingsgelände grüßt jeder jeden

nicht einfach so im Vorbeigehen,

sondern via Handschlag, mit Blick

in die Augen. Dieses Aufrichtige erzeugt

einen ganz besonderen Geist

– und der trägt sicherlich auch

dazu bei, dass der TSV Murnau zur

absoluten Topadresse für hiesige

Nachwuchsfußballer gereift ist.

Aus 90 wurden 400

Als Ende 2009 der Kunstrasenplatz

durch Initiator Phillip Zöpf

erfolgreich eingeweiht wurde und

Michael Adelwart folglich mit diesem

Projekt des Umkrempelns

begonnen hatte, spielten gerade

einmal um die 90 Nachwuchsspieler

beim TSV Murnau – damals sei

man froh gewesen, überhaupt in

allen Altersklassen (von der G- bis

zur A-Jugend) je eine Mannschaft

zusammenzubekommen. Heute

staunt beim Blick auf die Eckdaten

des Vereins selbst der Laie nicht

schlecht: Rund 400 Nachwuchsspieler,

mehr als 30 Trainer und

allein im Bereich der C- und D-

Jugend gleich vier oder fünf Mannschaften!

Insofern genau das Gegenteil

zu früher – heute wechseln

die Murnauer nicht mehr zu umliegenden

Vereinen, sondern Spieler

aus der Umgebung zum TSVM.

Aktuell stammen sie aus einem

Umkreis von bis zu 30 Kilometern,

zum Teil darüber hinaus. Klais, Peiting,

Rottenbuch, Unterammergau,

Saulgrub, Garmisch-Partenkirchen,

Peißenberg, Weilheim, ja sogar

aus dem 45 Kilometer entfernten

Waakirchen kommen die Jungs und

Mädels allen Alters an das Trainingsgelände

mit kreuzgenialem

Blick in Richtung Gebirge – oder

an den zusätzlichen Trainingsplatz

unten am Ufer des Staffelsees.

Vereinsbusse oder vom TSV organisierte

Fahrgemeinschaften gibt es

ebenso wenig wie flächendeckende

Fahrgelder. „Spieler und Eltern

sind selbst dafür verantwortlich,

pünktlich zu Trainings und Spielen

zu erscheinen.“ Manche kommen

auch via Zug, haben

am Bahnhof

Fahrrad oder E-

Scooter deponiert

– oder ortsansässige

Freunde,

die sie vom Bahnhof abholen und

zum Trainingsgelände hochfahren.

Auch auffallend an diesem Mittwochabend:

Dass vier Mannschaften

zeitgleich auf ein und demselben

Kunstrasenplatz trainieren,

davon separiertes Torwarttraining

inklusive. „Infrastrukturell inzwischen

nicht mehr ideal“, gibt Michael

Adelwart offen zu. Andererseits

spricht intensives Training auf

engem Raum für sich, fordert und

fördert enge und saubere Ballführung,

blitzartiges Erkennen freier

Räume, präzises Flachpassspiel,

ständiges in Bewegung sein und

gute Kommunikation.

Ähnlich in Landsberg

Wobei die Murnauer nicht die

einzigen sind, die sich in den

vergangenen Jahren zu einem

Art Leistungsnachwuchszentrum

für hiesige Nachwuchsfußballer

entwickelt haben. Auch der TSV

Landsberg hat vor zehn Jahren seine

Nachwuchsabteilung komplett

neu aufgestellt. „Bei uns war es

weniger das Problem, dass gute

Nachwuchsspieler zu anderen Vereinen

gewechselt sind, sondern

wir für Talente selbst aus der eigenen

Stadt gar nicht interessant

waren, weil sich mit unserem Verein

kein junger Spieler identifizieren

konnte – der Fokus lag beim

TSV früher einzig und allein auf

dem der ersten Mannschaft“, sagt

Nachwuchsleiter und Trainer Stefan

Drischberger, der es federführend

ebenfalls geschafft hat, den

TSV Landsberg dank des Engagements

vieler guter, zum Teil lizenzierter

Trainer zu einer Topadresse

für junge Spieler aus der Region

umzukrempeln – von einst nur 80

Spielern im gesamten Nachwuchsbereich

des TSVL spielen dort aktuell

rund 300, gibt’s ebenfalls bis

zu vier Mannschaften pro Jahrgang.

Die Jungs (und Mädels) kommen

bis aus Memmingen, Fürstenfeldbruck,

Schwabmünchen, aber auch

aus Schongau, Peiting, Peißenberg

oder Kinsau. Rein finanziell betrachtet

verlangen die Landsberger

von ihren Spielern, oder besser ser ge-

sagt deren Eltern, bis zu 120 Euro

im Jahr, was allein aufgrund der

guten Trainer als günstig zu bewerten

ist. „Wir möchten, dass

14 | tassilo


unser Fußball breitensportzugänglich

bleibt, deshalb auch die dritten

und vierten Mannschaften.“ Die

Murnauer verlangen derzeit pauschal

200 Euro pro Kind pro Jahr.

Gemessen am Aufwand, professionellem

Training sowie Drumherum,

zum Beisipel einheitliche Kleidung,

ebenfalls keine Unsumme.

Fluch und Segen zugleich

Für die Verantwortlichen, Eltern

und auch Spieler umliegender

Vereine bedeuten diese zwei regionalen

Leistungszentren für Nachwuchsfußballer

Fluch und Segen

zugleich: Während die einen froh

und dankbar darüber sind, dass talentierte

sowie ambitionierte Spieler

aus umliegenden Dörfern in

Landsberg und Murnau den für sie

nächsthöheren sportlichen Schritt

versuchen können, ohne dafür

noch weitere Wege bis nach beispielsweise

München, Augsburg,

Kempten oder Memmingen auf

sich nehmen zu müssen, sind andere

stinksauer darüber, dass die

Murnauer und Landsberger derart

viele Spieler in ihren Bann ziehen,

dass es für das Stellen vereinseigener

Mannschaften oft nicht mehr

reicht. Verständlich ist dieser Frust

insbesondere dann, wenn es sich

um Spieler handelt, die qualitativ

lediglich für die dritte und vierte

Mannschaft in Murnau oder Landsberg

in Frage kommen. Dass selbst

diese Jungs

(und zum

Teil

auch Mädels) lieber dort trainieren

und spielen, zeigt wiederum, was

dieses professionellere Umfeld und

Training im Vergleich zu umliegenden,

kleineren Vereinen für eine

starke Anziehungskraft hat. „Wir

haben in der Tat Spieler, die für

die ersten U-Mannschaften nicht

in Frage kommen, aber trotzdem

Bock haben, hier bei uns zu spielen“,

bestätigt Stefan Drischberger

dieses Phänomen. „Wobei wir auch

da vorsichtig sein müssen, weil die

Kinder oft unerwartet enorme Entwicklungsschübe

machen, wir nicht

nur auf Technik und Talent, sondern

auch auf Wille, Ehrgeiz und

Charakter achten“, betont Michael

Adelwart. Ein weiterer Grund für

den Massenandrang Richtung Murnau

und Landsberg: Dass viele Eltern

der Nachwuchsspieler immer

größeren Wert auf gute Trainer legen

– und die gibt es in Landsberg

und Murnau mittlerweile durch

alle U-Bereiche hindurch, während

umliegende Vereine oft nur zwei,

drei gute Trainer im Nachwuchsbereich

insgesamt vorzuweisen haben.

Sprich: Eine Saison entwickelt

sich das Kind weiter, hat richtig

Bock auf Fußball, kommt dann in

die nächsthöhere Jahrgangsstufe

zu einem schwächeren Trainer, stagniert

und verliert im schlimmsten

Falle sogar die Freude an der bis

dato größten Leidenschaft.

Wechsel zum FCB

Insofern eine Situation, die nie allen

gefallen wird. „Und auch bei

uns läuft nicht immer alles nach

Plan, wenn du wie mit unserer

C-Jugend zwei Jahre in Folge absteigst“,

betont Michael Adelwart.

Doch gerade dann gelte es in seinen

Augen dranzubleiben, sich

auch in jungen Jahren als Spieler

zu hinterfragen und gemeinsam

mit Trainern und Betreuern den

Turning-Point hin zu wieder besserer

Leistung zu schaffen. Das primäre

Ziel, gute Spieler für höherklassigen

Herrenfußball aus den

eigenen Reihen hervorzubringen,

ist den grünen Drachen dank dieser

akribischen Nachwuchsarbeit

mit drei Mal die Woche Training

jedenfalls geglückt – in der Ersten

Herrenmannschaft, Landesliga

Südost, spielen aktuell nahezu

ausschließlich Spieler, die aus dem

eigenen Nachwuchs stammen. Und

auch die Landsberger berichten mit

Stolz, die ersten Früchte ernten zu

können, wenigstens ein, zwei sehr

gute Spieler bereits fest in die Erste

(Bayernlilga Süd) integriert haben

zu können. Unter anderem Lorenz

Edelmann aus Peiting. Und die, die

es nach der A-Jugend oder auch

schon vorher nicht schaffen, ein

gewisses Niveau zu erreichen oder

zumindest zu halten? „An dieser

Stelle können auch die Heimatvereine

der Jungs und Mädels profitieren“,

sind sich Adelwart und

Drischberger einig vor dem Hintergrund,

dass der eine oder andere

gut ausgebildete Spieler wieder

zurückwechselt. Manchmal aber

geht die Entwicklung auch in eine

ganz andere Richtung. Vom TSV

Murnau wechselten bereits mehrfach

Toptalente unter anderem

in den Nachwuchs des FC Bayern

München, gleiches gilt für den TSV

Landsberg. Für Spieler, die das U13-

Alter erreicht haben, sogar inklusive

Ausbildungsentschädigungen.

Insofern nicht nur sportlich, sondern

auch finanziell lukrativ und

in gewisser Weise die größte Anerkennung,

die den Murnauern und

Landsbergern für ihre Nachwuchsarbeit

entgegengebracht werden

kann. Wie hoch die Summen sind,

wird nicht verraten. Dafür, dass

beide Vereine auch Kooperationen

zu anderen Topvereinen pflegen.

Die Murnauer zur Spielvereinigung

Unterhaching, die Landsberger

zum FC Augsburg. Insofern bleibt

es spannend zu beobachten, wie

die Entwicklung des leistungsorientierten

Nachwuchsfußballs am

Lech sowie an der Loisach weitergehen

wird — im Positiven wie Negativen.

js

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mai / juni 2026 | 15

© Sonja Herpich


Vier Vereine machen gemeinsame Sache

Die Huglfinger Festtage

Huglfing | Könnten die Huglfinger

nach dem Hype um „Europas

schönstes Dorf“ nicht mal eine

Verschnaufpause gebrauchen?

„Wir sind ja jetzt erst richtig in

Fahrt“, heißt es von Seiten des

Trachtenvereins, der Musikkapelle,

des Burschenvereins und

der Feuerwehr. Alle vier Vereine

haben sich zusammengetan, um

für Mitte Mai ein ultrafettes Jubiläumsfest

auf die Beine zu stellen:

Die Huglfinger Festtage. Anlässe

dazu: 75 Jahre Musikkapelle, 115

Jahre Burschenverein, 105 Jahre

Gebirgstrachten-Erhaltungsverein

D’Werdenfelser sowie 150 Jahre

Freiwillige Feuerwehr.

Dass nun die Musiker, Trachtler

und Burschen nicht wirklich Anlässe

zum groß feiern haben, ist

den Vereinsverantwortlichen natürlich

bewusst. „Aber in Huglfing

hat es eine lange Tradition, große

Feste gemeinsam zu organisieren

und zu feiern.“ Konkret geplant

ist das Jubiläumsfest vom 13. bis

17. Mai, wofür extra ein großes

Festzelt mit Platz für rund 2500

Personen neben dem Friedhof an

der Kapelle Sankt Johann (Friedhofsweg)

aufgestellt wird. Mit den

Planungen der Feierlichkeiten

angefangen hat ein in Summe

19-köpfiger Festausschuss bereits

im November 2023.

Seither arbeiten rund 150 fleißige

Helfer aus allen vier Vereinen

sowie darüber hinaus daran, ein

Fest für Alle zu machen. „Eines,

bei dem hinterher jeder Gast sagen

kann, dass er gerne dabei

war und das Fest sowie Huglfing

als Ort in guter Erinnerung behält.“

Aber auch, um etwas über

die vier ausrichtenden Vereine zu

erfahren.

34 000 Sandsäcke

in drei Tagen

Die Huglfinger Feuerwehr wurde

im Jahr 1876 gegründet, zählt

aktuell 60 Aktive Mitglieder,

darunter sieben Frauen sowie

rund zwölf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.

Mit einem im

Dezember 2025 in Betrieb genommenen

Hilfeleistungslöschfahrzeug,

kurz LFH-20, einem

Unimog, der zu einem Allzweckfahrzeug

umgebaut werden soll

sowie einem Mannschaftstransportwagen

sind die Huglfinger

Feuerwehrler ortsgrößengemäß

grundsolide aufgestellt. 25 Einsätze

waren es vergangenes Jahr,

darunter überwiegend kleinere

Verkehrsunfälle sowie weitere

technische Hilfeleistungen. Die

reichen glücklicherweise an die

prägendsten Einsätze der Huglfinger

Feuerwehr-Historie nicht heran.

An dieser Stelle unvergessen:

Das Hochwasser im Juni 2016, als

der mitten durch den Ort führende

Hungerbach aufgrund anhalten-

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Feiern heuer

gemeinsam: Die

Huglfinger Trachtler

(oben), Feuerwehrler

(links),

Burschenvereinsmitglieder

(unten)

sowie Musikerinnen

und Musiker

der Blaskapelle

(ganz unten).

den Starkregens flächendeckend

über die Ufer getreten war und

zig Keller flutete. In nur drei Tagen

wurden damals 34000 (!) Sandsäcke

an einer in Huglfing stationierten

Abfülllage befüllt. Rund

200 Männer und Frauen waren

damals fast rund um die Uhr über

mehrere Tage hinweg im Einsatz.

Darunter sicherlich auch Mitglieder

aus dem örtlichen Trachtenoder

Burschenverein sowie der

Musikkapelle.

Burschenverein

mit Mädchen

Die Huglfinger Trachtler zählen

aktuell 240 Mitglieder insgesamt,

darunter 15 aktive Männer und

Frauen in der Plattlergruppe sowie

24 aktive junge Madln und Buam

im Alter ab fünf Jahren. Neben

dem Drehen, Platteln und Tanzen

geht es den D’Werdenfelsern

um Pflege und Erhalt der Oberländler

Tracht sowie der guten

alten Bräuche und Sitten. Der

Huglfinger Burschenverein ist

historisch betrachtet sogar älter,

jedoch nach Verbot während des

Zweiten Weltkriegs sehr lange

Zeit nicht mehr wiedergegründet

worden. Erst im Rahmen historischer

Nachforschungen wurde

die jüngere Generation auf den

Verein aus anno dazumal wieder

aufmerksam, fand obendrein die

noch im original erhaltene und

aus 1910 stammende Vereinsfahne,

bis dato gut versteckt in der

örtlichen Kirche. Insofern zwei

gute Gründe, um diese gute alte

Tradition wieder aufleben zu lassen

– die Wiedergründung des

Huglfinger Burschenvereins erfolgte

schließlich im Jahr 2023.

Besonders schön im Vergleich

zu ganz früher: Dass heute, trotz

des eingeschlechtlichen Namens,

auch weibliche Mitglieder im

Verein aktiv sind. Unter anderem

auch welche aus umliegenden

Dörfern. Dieses „Willkommen

sein“ gilt auch für die Musik-

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mai / juni 2026 | 17


Schlüsselfertiges Bauen

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kapelle Huglfing, die das diesjährige

Jubiläum auf die Wiedergründung

nach dem Zweiten

Weltkrieg im Jahre 1951 bezieht,

derzeit 35 aktive Mitglieder samt

Dirigenten zählt und sich leider

schwertut, ausreichend Nachwuchs

zu finden. Umso schöner,

dass die Musikanten trotzdem das

Heft des Handelns in die Hand genommen

haben, um heuer das 62.

Bezirksmusikfest des Bezirks Oberland

an den Hungerbach zu holen.

Fetziges Festprogramm

Die Huglfinger Festtage beginnen n

am Mittwoch, 13. Mai, um 18 Uhr

mit Sternmarsch sowie Tag der

Betriebe & Nachbarschaft samt

Spanferkelessen. Am Donnerstag,

14. Mai, laden explizit Trachtler,

Feuerwehrler und Burschenverein

zu Kirchenzug und Feldmesse

(ab 9 Uhr), größerem Festzug (um

14 Uhr), Festzeltbetrieb mit Ehrentänzen

sowie Partyabend mit

der Live-Band „Bayern-Rocker“.

Weitergefeiert wird am Freitag,

15. Mai, um 20.30 Uhr unter dem

Motto „WAIKIKI BEATS“ – eine fette

Festzelt-Party mit DJ. Blasmusikalischer,

aber nicht weniger fetzig,

gestaltet sich der Samstagabend,

16. Mai, ab 17 Uhr mit einem

Brassabend der Spitzenklasse. Es

spielen die Pongauer Tanzlmusi,

BLECHVERRÜCKT und PS:reloaded.

Hier könnte der Spruch „Wer feiern

kann, kann auch früh aufstehen“

helfen. Denn das Bezirksmusikfest

startet am Festsonntag, 17. Mai, um

8.30 Uhr mit Kirchenzug und Feldmesse,

gefolgt von einem Marschmusikwettbewerb

um elf Uhr im

Sind bereits festzugerprobt:

Die Huglfinger

Trommler und Trachtler.

Festzelt, einem großen Festzug um

14 Uhr mit rund 2000 (!) Teilnehmern

aus Musikkapellen, Trommlerzügen

und Pferdegespannen,

die Ehrengäste-Kuschen und Motivwägen

durchs Dorf ziehen – Teil

davon wird auch die historische

Feuerwehrspritze sein.

js

> > > INFORMATIONEN & TICKET-VERLOSUNG

Weitere Infos zu den Huglfinger Festtagen hält die Internetseite

www.huglfinger-festtage.de bereit. Vorverkaufskarten für den Brassabend

gibt’s bei Friseur Föhnlage in Tauting sowie Bäckerei Andrä

und Schreibwaren Eschke in Huglfing, darüber hinaus online unter

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Schicken Sie uns bis Dienstag, 5. Mai, eine Postkarte mit dem

Stichwort „Brassabend Huglfing“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971

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Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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und an der Supermarktkasse.

Eintrittskarte für Fußballspiele,

Konzerte, Flüge. Die Vorteile, die

Smartphones mit sich bringen,

sind schier grenzenlos, wahnsinnig

praktisch und aus dem Alltag

nicht wegzudenken. Doch wie so

vieles im Leben, bringen diese

multimedialen Allzweckwaffen

im Hosentaschenformat auch jede

Menge Nachteile mit sich. Einer

davon: Die negativen gesundheitlichen

Auswirkungen durch zu viel

Nutzung. Allen voran bei Kindern,

die inmitten ihrer Entwicklung

stecken. Sie gilt es zu allererst vor

zu viel Smartphonekonsum und

damit verbundener Reizüberflutung

und deren Auswirkung auf

Körper, Geist und Seele zu schützen.

Konzentrationsschwäche,

Lernprobleme, Schlafstörungen,

Augenbelastung, Bewegungsmangel,

erhöhte Reizbarkeit,

starke Stimmungsschwankungen,

Sucht, Mobbing, soziale Defizite

aufgrund weniger Interaktion

mit echten Mitmenschen, ständige

Konfrontation mit Fake-News,

Gewalt, Pornos. Die Kehrseite der

Medaille von Smartphonenutzung

ist bereits erwiesenermaßen

schier uferlos. Auch hier in der

Region wird zunehmend dahingehend

sensibilisiert. Mitte März

zum Beispiel veröffentlichte das

Landratsamt Weilheim-Schongau

eine Pressemitteilung zum Thema

„Smartphonefreie Grundschulzeit“,

nachdem bereits im Februar

eine Online-Infoveranstaltung zu

„Erst smart. Dann phone. Für eine

smartphonefreie Grundschulzeit“

stattgefunden hatte – und auf großes

Interesse stieß: 37 Leiterinnen

und Leiter von hiesigen Schulen,

auch Vertreterinnen und Vertreter

von Elternbeiräten sowie Lehrkräfte

informierten sich im Zuge dessen,

wie Kinder und Jugendliche

künftig besser geschützt werden

können vor zu viel Medienkonsum

im Klassenzimmer und auf dem

Pausenhof.

Irland dient hier

als Vorbild

Teil dieses Seminars war auch die

Publikation von Statistiken, die die

Tragweite des Problems von zu

viel Online-Konsum dick und fett

unterstreichen. Laut einer bereits

veralteten KIM-Studie aus 2024

(KIM steht für Kinder, Internet,

Medien) besitzen rund 70 Prozent

aller Zehn- bis Elfjährigen

ein eigenes Smartphone, welches

sie auch nahezu ausnahmslos

bei Treffen mit Freundinnen und

Freunden immer mit dabeihaben

und folglich auch nutzen. Ergebnis:

Nutzungszeit stark ansteigend.

Konkret besorgniserregend

ist eine ebenfalls nicht mehr ganz

aktuelle Studie der DAK aus 2024,

nach der 660000 Kinder und Jugendliche

im Alter von zehn bis 17

Jahren bereits nachweislich Suchtprobleme

aufgrund von (zu viel)

Smartphone-Nutzung aufweisen.

Wobei es dafür gar keinen Blick

mehr in Statistiken braucht. Auch

hier im ländlichen Raum fallen

immer mehr Kinder, Jugendliche

aber auch Erwachsene auf, die

regelrecht ferngesteuert, weil auf

das Handy starrend, die Straßen

entlangspazieren. „Im Internet

gibt es kein Nichtschwimmerbecken“,

sagt dazu Verena Holler,

Gründerin von „Smarter Start ab

14“, was auf einem Erfolgsmodell

aus Irland fußt. Dort setzen

hunderte Schulen auf freiwillige

Elternvereinbarungen, unterstützt

durch die Regierung. Heißt: Eltern

erlauben dort ihrem Kind

im Grundschulalter weder ein

eigenes internetfähiges Smartphone

noch einen eigenen Social

Media-Account. Hierzulande kann

eine ähnliche Umsetzung über

Schulkonferenzen, Elternabende

ab der ersten Klasse sowie über

eine Integration in einen Schulmanager

erfolgen. Insofern ein

spannender Ansatz, der mit Maß

und Ziel sicherlich Früchte tragen

würde hinsichtlich mehr Schlaf,

mehr Bewegung, mehr freie Zeit,

bessere psychische Gesundheit,

stärkere Selbstregulation, gefestigte

soziale Kompetenzen und

Raum für Hobbys und kreative

Entwicklung.

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Linda Heidemann

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Dr. Maria Hagenauer*

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mai / juni 2026 | 19


Ortsporträt zum 1 250. Geburtstag

In Wahrheit

noch viel älter

Für seine Satellitenschüsseln (oben) ist Raisting weithin bekannt. Für

Aufsehen sorgen seit einigen Jahren auch die Störche auf den Dächern.

Raisting | Die guten alten Dorfrivalitäten

gibt es heute nicht

mehr. „Ich weiß nur aus Erzählungen

meines Vaters, dass früher

in der Schule die Buben aus Sölb

gegen die Buben aus Raisting

häufiger grafft ham“, erzählt Raistings

Bürgermeister Martin Höck.

Heute trennt die beiden Ortsteile,

die über viele Jahrzehnte hinweg

zu einem Dorf zusammengewachsen

sind, nur noch eins: Die 1898

errichtete Bahnlinie. Die führt

von Weilheim über Geltendorf

bis Augsburg – und hat auch eine

Haltestelle in Raisting. „Gemessen

an der Größe unseres Dorfes mit

2 365 Einwohnern ist der Bahnhalt

schon eine Besonderheit für

uns“, betont der Rathauschef. Allen

voran für die Schülerinnen und

Schüler sowie deren Eltern. Wer

in Raisting die örtliche Grundschule

altersgemäß verlässt, fährt

in der Regel mit dem Zug zur jeweiligen

weiterführenden Schule.

Entweder Richtung Süden zu Mittelschule,

Realschule oder Gymi

in Weilheim, oder in die andere

Richtung zu Mädchenrealschule,

Ammersee-Gymnasium oder Carl-

Orff-Mittelschule in Dießen. Manche

entscheiden sich auch für die

Knabenrealschule in Schondorf

oder das Klostergymnasium in St.

Ottilien. Nach Unterrichtsschluss

wieder zurück im Dorf, lebt es sich

grundsätzlich ruhig, familiär und

idyllisch in Raisting. Aber auch

teuer. Der jüngste Bodenrichtwert

aus 2024 liegt bei 750 Euro

pro Quadratmeter, wird wohl in

dieser Range bleiben. Darüber hinaus

braucht es als Raistinger ein

gewisses Maß an logistischer Disziplin.

Supermarkt gibt es im Ort

keinen, der Dorfladen ist aufgrund

von Todesfall auf unbestimmte

Zeit geschlossen und auch die

letzte Metzgerei haben die Raistinger

inzwischen verloren. Heißt:

Großeinkäufe gilt es ebenfalls in

der Umgebung wie Fischen, Dießen

und Weilheim zu tätigen, sich

hierfür familienintern klug abzustimmen

um im Idealfall nichts zu

vergessen. Dafür haben der örtliche

Bäcker sowie die noch drei

aktiven Wirtshäuser eine umso

größere Bedeutung. Ähnliches gilt

für den großen Kult-Biergarten im

20 | tassilo


abgelegenen Ortsteil Stillern, der

insbesondere unter Radfahrern

als beliebtes Ausflugsziel bekannt

ist. Und natürlich das Thema Störche,

wofür Raisting inzwischen

bundesweit bekannt ist. „Wer sie

nicht auf dem eigenen Dach hat,

findet sie super – Betroffenen bereitet

der Storch jedoch Probleme,

richtet zum Teil große Schäden an

Hausdächern und Fassaden an.“

Hockergräber

aus der Bronzezeit

Erstmals urkundlich erwähnt wurde

Raisting vor sage und schreibe

1 250 Jahren. Bekannt ist dies, weil

im Jahre 824 nach Christus ein

Mann vom Bistum Freising dazu

beauftragt wurde, alle im Diözesangebiet

auffindbaren Unterlagen

aufzufinden und darin Wichtiges

niederzuschreiben – dazu

gehörte auch die erste urkundliche

Erwähnung Raistings im Jahre

776 nach Christus. Versteift man

sich nicht krampfhaft auf dieses

eine Datum, wird jedoch schnell

klar: „Dass wir eigentlich viel älter

sind“, weiß auch Martin Höck.

Vor gar nicht langer Zeit, im Jahre

1960, wurden bei Grabungen in

Raisting sogenannte Hockergräber

entdeckt. Damit gemeint: Eine

spezifische Bestattungsform, bei

der die Toten in Hockestellung

beigesetzt wurden – also auf der

Seite liegend mit stark angezogenen

Beinen und Armen. Üblich

war diese Form der Bestattung

insbesondere in der Jungsteinzeit

(5 500 bis 2 200 vor Christus) und

frühen Bronzezeit (2 200 bis 1 600

vor Christus). So gesehen sind die

Raistinger mindestens mehr als

7 700 Jahre alt. „Wir hatten hier

natürlich auch Römer.“ Auch dahingehend

wurden Entdeckungen

im Rahmen von Ausgrabungen

gemacht, unter anderem in Form

eines Badhauses mit Fußbodenheizung.

Wie die technisch

funktionierte, beschreibt heute

die öffentlich zugängliche Villa

Rustica bei Peiting. Doch zurück zu

Raisting, das auch landschaftlich

spannend liegt. Neben dem Pähler

Ortsteil Fischen handelt es sich

um den nördlichsten und niedrigsten

Ort im Landkreis Weilheim-

Schongau. Wenn in Wildsteig oft

geschlossene Schneedecken vorherrschen,

„liegt bei uns aufgrund

Idyllisch: Die Lage Raistings unweit des Ammersee-Südufers.

eines milderen Klimas kein einziger

Zentimeter“. Stattdessen: Weite

Wiesen, Felder, Wälder und das

nahegelegene, naturgeschützte

Westufer des Ammersees mit seiner

einzigartigen Vogelfreistätte.

Doch auch der Blick in die andere

Richtung ist dank Alpenpanroma

und Erdfunkstelle lohnend.

Altersübergreifendes

Miteinander

Das Wertvollste an Raisting aber

sind seine Bürgerinnen und Bürger,

die überwiegend bekannt

sind für ein gutes, vereinsübergreifendes

Miteinander. „Das hat

sich erst vergangenes Jahr wieder

bewahrheitet, als fast alle im

Dorf mitangepackt haben, um das

Feuerwehrjubiläum auf die Beine

zu stellen.“ Förderlich für dieses

altersübergreifende Miteinander

ist auch die Dorfmitte, die mit Rathaus,

Grundschule, Kindergarten,

Seniorenheim und Feuerwehrhaus

alle wichtigen Behörden in

einer, obendrein verkehrsberuhigten

Straße vereint. Dort wird

derzeit auch ein durch Leader gefördertes

Naturspielplatz-Projekt

umgesetzt – ein professioneller

Spielplatzbauer bezieht hier die

Raistinger Familien aktiv bei Bau

und Gestaltung mit ein. „Funktioniert

super“, sagt Martin Höck,

der an dieser Stelle auch das

bunte Gewerbe in Raisting nicht

unerwähnt lassen möchte. Von

Medizintechnik über Metallbauer,

KFZ und Orthopädietechnik bis hin

zu diversen Dienstleistern, allen

voran aber altbewährtes Handwerk

wie Schreiner, Zimmerer,

Installateure, Spengler und viele

mehr zeichnen das Raistinger

Gewerbe aus. Und beteiligen sich

sicherlich auch an der 1250-Jahr-

Feier. Geplant ist ein Fest über drei

Tage, jedoch nicht ansatzweise so

monströs wie ansonsten in der

Region üblich. „Eine Feier von

Raistingern für Raistingern, zu der

natürlich trotzdem jeder willkom-

men ist, der dabei sein möchte –

auch von außerhalb.“ Los geht’s

am Freitag, 12. Juni, ab 18 Uhr auf

dem Sportplatz mit einer fetzigen

Party, organisiert von Sportverein,

Trommlern, Fußballförderverein

und Burschenverein. Der Festakt

am Samstagabend, 13. Juni, im

Gasthof zur Post ist nur für geladene

Gäste wie zum Beispiel alten

und amtierenden Gemeinderäten,

umliegenden Bürgermeistern,

Landräten und Vereinsverantwortlichen

– Kreisheimatpfleger Klaus

Gast wird an diesem Abend auch

einen politisch-historischen Vortrag

zu Raisting halten. „Damit

wir wissen, wie es hier früher war,

und wie es sich zu dem entwickelt

hat, was wir heute vorfinden“,

so Martin Höck. Abgerundet wird

das Ortsjubiläum schließlich am

Sonntag, 13. Juni, um 9 Uhr mit

einer Herz-Jesu-Prozession, die

im Anschluss eines Gottesdienstes

in der Pfarrkirche startet, durch

den Altort von Raisting führt und

auf dem Platz neben Rathaus und

Maibaum endet. Dort findet dann

ein buntes Treiben bei Speis, Trank

und Blasmusik statt. Und zwar

mit allen. Also auch diejenigen,

die auf der anderen Seite des

Bahngleises zuhause sind. Denn

„grafft“ wird hier unter den Burschen

heutzutage ja nicht mehr. js

mai / juni 2026 | 21


> > > ALLERLEI IM TASSILOLAND

Rock und Klassik vs. Wolle und Keramik

Dießen | Von Gebrauchskeramik

für Haus und

Garten bis zu grandiosen

Kunstwerken: Auf

dem Dießener Töpfermarkt

von Donnerstag,

14. Mai, bis Sonntag, 17.

Mai, stellen heuer 160

Keramiker aus 13 Ländern

ihre Werke aus. Die

Schirmherrschaft übernimmt

Schauspielerin

und Kabarettistin Luise

Kinseher, die auch an der

traditionellen Dampferfahrt über den Ammersee

teilnimmt und den Markt eröffnet.

Themen des Töpfermarktes sind neben

„Keramik am See“ der mit 5000 Euro

160 Keramiker aus 13 Ländern

dotierte Diessener Keramikpreis,

der Keramikweg

mit renommierten

Ausstellungen im Traidtcasten

und Taubenturm,

der zentrale Ausstellungspavillon

inmitten

des Marktes unter dem

Motto „Lifestyle – Keramik

für die Küche“, Arbeiten

von Nachwuchskünstlern

im Blauen

Haus sowie vieles mehr.

Mehr Infos hält die Internetseite

www.diessener-toepfermarkt.de

epfermarkt.de

bereit. Der kostenlos zugänglivier

Tagen von 10 bis 18 Uhr.

che Markt öffnet an allen

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tüb d A t it di

Große Musik in neuem Raum

Feldafing | Fünf Konzerte der

klassischen Musik umfassen die

Feldafinger Musiktage, die heuer

von Mittwoch, 24. Juni, bis

Sonntag, 28. Juni, in der örtlichen

Heilig-Kreuz-Kirche (Höhenbergstraße

1) stattfinden werden. Und

zwar, erstmals, in einem größeren,

sakralen Raum, den eine

Reihe renommierter (Berufs)Musiker

nisten Kit Armstrong wirklich hat, be-

zum Erklingen bringen. Die Werke? Anspruchsvoll.

Zum Beispiel von Schubert,

Beethoven, Mozart, Haydn, Brahms,

Grieg und Wagner, aber auch von Gershwin

und Dohnányi. Welche Klasse diese

Konzertreihe unter der künstlerischen

Leitung von Geigerin Franziska Hölscher

weist auch das Interesse von Funk und

Fernsehen – die Konzerte am 27. und 28.

Juni werden aller Voraussicht nach vom

Bayerischen Rundfunk aufgenommen.

Alle fünf Konzerte beginnen en um 18 Uhr.

Weitere Infos und Tickets online

unter www.musiktagejs

und dem international bekannten Piafeldafing.com.

Weilheim rockt – das große Open Air

Paradies für Wollliebhaber

Weilheim | Sechs starke Bands aus der

Umgebung, eine Streetfood-Area, ein

Biergarten sowie jede Menge Extras

wie beispielsweise Tattoo-Stände und

Fahrzeugausstellungen mit einer echten

Harley Davidson: Dafür steht das Open-

Air-Festival „Weilheim rockt“, das heuer

am Samstag, 20. Juni, ab 13 Uhr auf

den Volksfestplatz an der Wessobrunner

Straße in Weilheim zurückkehrt. Wer also

Bock hat auf harte, laute, aber auch gefühlvolle

Musik, gutes Essen und Trinken

sowie jede Menge ausgeslassener

Stimmung, sollte sich

das Spektakel in der Kreisstadt

nicht entgehen lassen. Die

Bands heißen Artifex, Irie Fabmli,

Puke! (Foto), Mayhem Ic.

Bastard Babes und Sweeping

Death. Die Tickets sind online

über alpenova.ticket.io erhältlich.

Das Open Air findet bei

jedem Wetter statt.

In diesem Sinne: ne:

Let’s rock!

js

Weilheim | Er gilt als Paradies

für alle, die Handarbeitskünste

mit und um

Wolle schätzen: Der Weilheimer

Wollmarkt, der

heuer am Samstag, 2. Mai,

von 10 bis 17 Uhr und am

Sonntag, 3. Mai, von 10 bis

16 Uhr in der Stadthalle sowie

Großen Hochlandhalle

in Weilheim, Wessobrunner

Straße 8, stattfinden

wird. Die Veranstalter versprechen ein

„Eintauchen in ein buntes Meer aus

Farben und Garnen“ sowie „vielfältige

Qualitäten von Wolle“. Aber auch jede

Menge Handarbeitswerkzeuge und -zubehör

wie beispielsweise Stricknadeln,

Maschenmarkierer oder Handspindeln.

Obendrein im Angebot: Workshops, Kurse

und Vorführungen zum Stricken, Filzen,

Spinnen, Weben und Klöppeln, ein

beliebtes Gewinnspiel mit tollen Preisen

und auch für das leibliche liche

Wohl sei bestens gesorgt. Der

Eintritt ist frei.

js

22 | tassilo


Feuerwehrjubiläen

Haunshofen / Wielenbach | Die Feuerwehren

in Haunshofen und Wielenbach feiern heuer

150-jähriges Bestehen. Die Wielenbacher von

Donnerstag, 21. Mai, bis Sonntag, 24. Mai, unter

anderem mit Kabarettabend (Helmut Binser),

Rockabend (Viper Queen und J.B.O), Löschwagenparty

und Festsonntag. Nähere Informationen

zum Fest sowie Zugang zu Vorverkaufskarten

finden sich unter anderem im Rathaus sowie

online unter www.feuerwehr-wielenbach.de.

Die Haunshofer Feuerwehr feiert von Donnerstag,

25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, mit Kabarettabend

(Christine Eixenberger), Partyabend,

Kreisjugendfeuerwehrtag (ab 10 Uhr am Sportplatz)

und Festsonntag ebenfalls im großen Stil.

Nähere Informationen sowie die Möglichkeit

auf Vorverkaufskarten hält hier die

Internetseite www.wielenbach.de

bereit.

js

7 000 Bücher, Schallplatten und CDs

Seeshaupt | Sie zählen zu den größten, beliebtesten

und kultigsten überhaupt: Die Bücherflohmärkte

in Seeshaupt am Südufer des

Starnberger Sees. Der kleinere mit „nur“ 4 000

bis 5 000 Büchern, 1 000 Schallplatten sowie

rund 1 000 CDs und Videos findet heuer am

Samstag, 16. Mai, von 16 bis 20 Uhr und Sonntag,

17. Mai, von 9 bis 18 Uhr statt. Und zwar

in der ehemaligen Zimmerei Sterff, die sich an

der Bahnhofstraße 14 befindet. Wichtiger Hinweis

an dieser Stelle: Wer zuhause selbst noch

spannende Bücher, Schallplatten, CDs oder

Videokassetten hat und diese an einem dafür

bestens geeigneten Ort loswerden möchte:

Bücherspenden werden von Familie Sterff im

Vorfeld gerne angenommen unter 08801 / 2615

oder unter 08801 / 509.

js

Les- und hörbare Kultur – die Gewinner

Tassiloland | Heißbegehrt waren die Konzertkarten

und Bücher, die wir in unserer März / April-Ausgabe

verlost hatten. Je zwei Konzertkarten für die aus

Südtirol stammende Gruppe Ganes Vives in

Peißenbergs Tiefstollenhalle

gewannen Renate

Tschager aus Münsing und

Astrid Große Lackmann

aus Weilheim. Zum Sam

Siefert Ensemble durften

Magdalena Schons aus

Wessobrunn und Gundula

Brune aus Huglfing. Bei

Claudia Koreck waren Bruno

Roder aus Seeshaupt und

Peter Lummer aus Wessobrunn. Rosemarie Pertschi

aus Peißenberg und Monika Meinersen aus Polling

durften zu Florian Schröder. Je einen neuen Alpenkrimi

von Nicola Förg mit dem

Titel „Schroffe Klippen“ ging an

Roland Seidl aus Bernried und

Wolfgang Weinbuch aus Polling.

Und je ein Exemplar von

11

½ Geschichten aus der Feder

von Willi Nass gewannen Iris

Schale aus Penzberg, Josef Lidl

aus Eglfing und Kurt Maier

aus Weilheim. Wir

gratulieren recht

herzlich!

js

mai / juni 2026 | 23


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Neu am Krankenhaus Weilheim

Rekonstruktive Orthopädie

Weilheim | Die Krankenhaus GmbH

hat ihr medizinisches Angebot um

einen neuen, hochspezialisierten

Bereich erweitert: Die Sektion „Rekonstruktive

Orthopädie“ mit den

Schwerpunkten Kinder- und Behindertenorthopädie

sowie Allgemeine

und Spezielle Fußchirurgie.

Als Teil der Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie Weilheim bietet

sie diagnostische und operative

Verfahren für Menschen mit angeborenen

oder erworbenen Fehlstellungen,

neuroorthopädischen

Einschränkungen und schweren

Erkrankungen des Fußes.

Dr. Ludwig Schwering (links) und

Dr. Vanni Tim Förster behandeln

komplexe Fehlstellungen von

Hüfte, Bein und Fuß, außerdem

schlecht verheilte Knochenbrüche.

Sonderveröffentlichung entlic

hungd

der

„Die Sektion schließt eine wichtige

fachliche Lücke und erweitert

unser Behandlungsspektrum um

Leistungen, die für viele Patienten

entscheidend sein können“, betont

Dr. Thomas Löffler, Ärztlicher Direktor

am Krankenhaus Weilheim. Die

besondere Kombination der neuen

Fachgebiete schafft laut dem Chefarzt

der Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie Behandlungsmöglichkeiten,

die es in dieser Form

am Krankenhaus Weilheim bislang

nicht gab. Dr. Löffler macht deutlich:

„Dies stärkt unseren Standort

nachhaltig und verbessert die

orthopädische Versorgung im gesamten

Landkreis.“

Alltagsnah und

medizinisch fundiert

Geleitet wird die neue Einheit von

Dr. Ludwig Schwering, einem ausgewiesenen

Experten der Kinderund

Behindertenorthopädie sowie

der rekonstruktiven Fußchirurgie.

Er war viele Jahre an Universitätskliniken

tätig und entwickelte

dort Behandlungskonzepte für

komplexe Deformitäten, Wachstumsstörungen

und chronische

Wunden. Sein Stellvertreter ist Dr.

Vanni Tim Förster. Beide verfügen

über langjährige Erfahrungen in

der operativen Therapie des diabetischen

Fußes und im interdisziplinären

Wundmanagement.

Zudem bringen sie ein umfassendes

Know-how in der Behandlung

von Patienten mit besonderen orthopädischen

Herausforderungen

mit. „Wir begleiten viele unserer

Patienten über einen längeren

Zeitraum“, sagt Dr. Schwering.

Ambulante Leistungen wie Untersuchungen vor und nach einer OP sowie

ambulante Operationen finden im Ärztezentrum Schongau statt und

werden vom MVZ-Team professionell begleitet.

Individuelle id Beratung und moderne Behandlungsmöglichkeiten: li hk it In der

neuen Sektion am Krankenhaus Weilheim werden auch komplexe

Fußprobleme gezielt und schonend behandelt.

Dabei entstünden individuelle Fragestellungen,

die ein sehr genaues

Hinsehen erfordern. Dr. Förster

ergänzt: „Unser Anspruch ist es,

für jede Situation eine medizinisch

fundierte und zugleich alltagsnahe

Lösung zu finden.“

Breites Behandlungsspektrum

in Weilheim

Stationär deckt die neue Sektion

ein breites Spektrum ab: Von gelenkerhaltenden

Eingriffen über

Achs- und Rotationskorrekturen bis

hin zu komplexen Rekonstruktionen

bei schweren Fußdeformitäten.

Einen besonderen Stellenwert

erhält die Behandlung des diabetischen

Fußsyndroms und der Charcotarthropathie.

Durch biomechanisch

ausgerichtete Verfahren und

den Einsatz moderner Fixateure

können selbst fortgeschrittene

Befunde

erfolgreich

behandelt werden.

Dr. Schwering erklärt:

„Unser Ziel

ist es, die Fußfunktion

wiederherzustellen

und

> > > KONTAKT

Ein besonderer Schwerpunkt der

neuen Sektion ist die Behandlung

des diabetischen Fußsyndroms.

Amputationen soweit wie möglich

zu vermeiden.“

Ambulante Versorgung

in Schongau

Die ambulanten Leistungen der

neuen Sektion werden im MVZ –

Ärztezentrum Schongau gebündelt.

Dort finden die prä- und

postoperativen Untersuchungen,

Verlaufskontrollen sowie die konservative

orthopädische Betreuung

von Patienten statt. In ihrer

Sprechstunde bieten die beiden

Fachärzte neben klinischen Untersuchungen

auch Röntgendiagnostik,

die Anpassung orthopädischer

Hilfsmittel sowie ein qualifiziertes

Wundmanagement für Patienten

mit diabetischem Fußsyndrom an.

Ambulante und tageschirurgische

Eingriffe erfolgen zusätzlich dazu

im Ambulanten OP-Zentrum des

Medizinischen Zentrums SOGE-

SUND in Schongau.

Die Sprechstunden der neuen

Sektion finden montags und donnerstags

statt. Termine können

direkt über das MVZ–Ärztezentrum

Schongau vereinbart werden.

Dies ist unter der Telefonnummer

08861 / 215-9600 erreichbar.

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Johann-Baur-Straße 4 . 82362 Weilheim

Telefon 0881 / 188-8594 . Telefax 0881 / 188- 4679

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Electro mit Alpenpanorama

40 Jahre Leidenschaft

für Ihren Garten

Grüne Sonne

Hoher Peißenberg | Die interessantesten

Fragen rund um das Grüne

Sonne Festival kann, darf und

möchte Initiator Phil Falkner nicht

verraten. Zum Beispiel die über

die echt hohen Gagen der in der

Electro-Szene weltbekannten DJs.

„Fünf-Sterne-Hotel-Übernachtung,

Flugtickets, Fahrdienst sowie Extrawünsche

wie Bügelbrett im

Backstage sind da noch gar nicht

miteingerechnet.“ Die zweite

spannende Frage hinsichtlich Deko

und Bühnenbild bleibt ebenfalls

ein Geheimnis. „Weil mir da der

Überraschungseffekt einfach wichtig

ist“, sagt der Mann, der das

Grüne Sonne Festival zu einem

der bekanntesten und beliebtesten

Electro-Festivals der Welt gemacht

hat. Und auch heuer wieder ein

Line-Up von Künstlern organisieren

konnte, das sich sprichwörtlich

gewaschen hat. „Mit Rush, Kollektiv

Turmstrasse und Dave Clarke reden

wir von absoluten Ikonen der

Electro-Szene.“ In Summe werden

es 20 DJs sein, die heuer am

Samstag, 13. Juni, zwischen 12.30

Uhr mittags und 3 Uhr in der Nacht

auflegen auf dem in der Spitze 988

Meter hohen Hohen Peißenberg.

Wobei hier nicht nur DJs, sondern

auch Gäste aus aller Welt anreisen,

um dieses unbeschreibliche Festivalgefühl

mit Alpenpanoramablick

in vollen Zügen aufsaugen und genießen

zu können.

Mehr Parkplätze

am Bahnhof

Die Teilnehmerzahl ist auf 3 000

Plätze begrenzt. „Mehr gibt das

Gelände nicht her“, betont Phil

Falkner, der an dieser Stelle aber

eine beruhigende Nachricht für die

Locals hat: „Für den Fall, dass wir

online ausverkauft sind, was meist

auch sehr zeitnah der Fall ist, haben

wir extra ein Hardticket-Kontingent

für die Interessenten aus

der Region.“ Die Vorverkaufsstellen

hierfür: Rigialm in Hohenpeißenberg,

Bäckerei Sesar in Peiting,

Bücherei Peissenbuch in Peißenberg,

Sonnendeck in Weilheim,

Löwenhof in Schongau, Brillen

Funk in Kinsau, Engel Haardesign

in Murnau sowie Autohaus Heuberger

in Füssen und Bernbeuren.

Auch erwähnenswert: „Weil die

Festivalbesucher die vergangenen

Jahre wieder verstärkt mit Autos

angereist sind, werden im Bereich

des Bahnhofs in Hohenpeißenberg

zusätzliche Parkflächen zur Verfügung

stehen.“ Die oben am Berg

sind bekanntlich begrenzt. Von

unten fahren dann Shuttlebusse im

Halb-Stundentakt hinauf zum Ort

des Geschehens. Und auch überregional

betrachtet steht der Bus als

Anreisemöglichkeit im Fokus – es

fahren Festivalbusse von Memmingen

über Kempten, Kaufbeuren

und Marktoberdorf, von Augsburg

über Landsberg, von Nürnberg

über Ingolstadt, Pfaffenhofen und

München, von Regensburg über

Landshut, Freising und ebenfalls

München sowie von Wolfratshausen

über Bad Tölz und Penzberg

zum Hohen Peißenberg. Personell

betrachtet arbeiten in Summe rund

250 vor, während und nach dem

Festival. „Allein für die Technik haben

wir schon 30 Leute“, sagt Phil

Falkner. Hinzu kommen ein handwerklich

begabtes, kreatives Deko-

Team, Kasse, Security, Feuerwehr

und viele mehr. Wer heuer mit Zug

anreist und erst zu späterer Stunde

wieder zurückmöchte: Ab 0.30 Uhr

fahren wieder die Busse, jeweils

über Peißenberg sowohl nach

Peiting und Schongau als auch in

die andere Richtung bis Weilheim.

Keine Experimente geht Phil Falkner

beim Thema Catering ein: „Wir

haben da im Grunde seit Jahren

nur fünf Foodtrucks, die liefern

dafür in sehr hoher Qualität und

sind auch in der Lage, die Menge

schnell zu bedienen.“ Während

Shuttlebusfahrten bar bezahlt werden

müssen, gilt auf dem Festivalgelände

ausschließlich bargeldloses

Bezahlen. „Auch da sind die

Festivalbesucher kreativ“, erinnert

Phil Falkner sich an einen Zwei-

Meter-Hünen mit pinkem Feen-

Zauberstab und darin integrierter

Kreditkarte in der Hand. Genau

dafür steht das Grüne-Sonne-Festival:

für Vielfalt, für Kreativität, für

in Trance versetzende Beats bis tief

in die Nacht hinein.

Camping und Haustiere

verboten

Alle weiteren wichtigen Informationen

zum Festival hält die Internetseite

www.gruene-sonne.de

bereit. Dort wird das komplette

Line-up vorgestellt, finden sich

eindrückliche Impressionen aus

den vergangenen Jahren in Bild

und Film, aber auch alles rund

um Tickets, Festivalbus und Histo-

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

rie. Und, ganz wichtig, die Rubrik

„Häufigste Fragen“. Phil Falkner

meint an dieser Stelle nur, „dass du

nicht glaubst, was man als Veranstalter

bereits im Vorfeld alles für

Fragen gestellt bekommt“. Einmal

wollte eine im achten Monat hochschwangere

Frau von ihm wissen,

ob es für sie sinnvoll wäre, hinzugehen.

„Natürlich nicht!“ Man

muss auch mindestens 18 Jahre alt

sein, darf keine Tiere, keine Kleinkinder,

kein eigenes Essen oder

Trinken mitbringen, wobei Obst

oder Ähnliches dann doch erlaubt

ist. Was immer wieder versucht

wird: Zu campen. Auch das ist

verboten, weil hierfür schlichtweg

der Platz fehlt. Der zur Verfügung

stehende ist dafür umso beeindruckender.

Allen voran am Abend,

wenn die Sonne untergeht, die

Alpen im Hintergrund anfangen zu

glühen. Und gleichzeitig die in der

Hauptbühne integrierten, schier

unzähligen LED-Lichter anfangen,

passend zum Beat der Musik zu

leuchten und zu blinken. Ganz zu

schweigen von einem Feuerwerk.

Und natürlich den Menschen, die

dort Jahr für Jahr gezeigt haben,

wie wunderbar ein friedliches Miteinander

funktioniert. Selbst dann,

wenn Alkohol und (erlaubte) andere

Drogen im Spiel sind. js

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost 3 x 2 Tickets. Schicken Sie

uns bis Mitte Mai eine Postkarte mit dem Stichwort „Grüne Sonne“

an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an

info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

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Ein bayernweites Pilotprojekt

Waldspaziergang mit Ton

Schwabniederhofen | Wärmere

Durchschnittstemperaturen, die

zu trockeneren Böden und zunehmenden

Extremwetterereignissen

mit Hagel, Sturm und Starkregen

führen: Bereits seit Jahren ist wissenschaftlich

belegt, dass der Klimawandel

einen Umbau hiesiger

Wälder erfordert – weg von monokulturellen

Fichtenbeständen, hin

zu Mischwäldern aus beispielsweise

Buche, Tanne, Eibe, Fichte.

Nur so kann mittel- bis langfristig

die immens wertvolle Funktion

von Wäldern aufrechterhalten

und gewährt werden. Immens

wertvoll aus folgenden Gründen:

Wälder sind CO2-Speicher, nehmen

das für die Klimaerwärmung

ursächliche Kohlendioxid aus der

Luft auf und speichern es als Kohlenstoff

ab. Die Bäume im Wald

produzieren durch Photosynthese

Sauerstoff, den alle Lebewesen

zum Atmen brauchen. Wälder sind

essentiell für Hochwasserschutz

und Wasserkreislauf, wirken wie

ein natürlicher Schwamm, weil

sie Regenwasser speichern und

Grundwasser filtern. Sie bieten

unzähligen Pflanzen, Kräutern,

wildlebenden Vögeln, Säugetieren

und Insekten ein Zuhause.

Sie liefern den nachhaltigen, weil

nachwachsenden Rohstoff Holz

zum Bau von Gebäuden sowie

zur Herstellung von beispielsweise

Möbeln und Papier. Sie dienen

uns Menschen als Ort der Erholung,

als Ort des Gesundbleibens

und Gesundwerdens. Sie schützen

Wohnsiedlungen an hiesigen

Hügeln und Schluchten sowie

ganze Dörfer in den unweit entfernten

Bergregionen vor Lawine,

Steinschlag, Erdrutsch, weil in die

Tiefe ragendes Wurzelgeflecht die

Böden zusammenhält. Und sie

liefern hochwertige Lebensmittel

wie beispielsweise Beeren, Pilze

und Wildfleisch. Kurzum: Eine

Erde ohne Wald wäre deutlich

heißer, trockener, artenärmer,

instabiler – und somit ein Leben

für uns Menschen, wie wir es im

Pfaffenwinkel noch schätzen und

lieben dürfen, kaum möglich.

Acht Stationen auf

2,4 Kilometern

Naturnahe Mischbestände aus

Laub- und Nadelbaumarten sind

somit die Zukunft. In diesem

Punkt sind sich auch die Försterinnen

und Förster vom Amt für

Ernährung, Landwirtschaft und

Forsten Weilheim einig. Deren

schwerpunktmäßige Aufgabe

diesbezüglich: Hiesige Waldbesitzer

beim Umbau ihrer Wälder

individuell zu beraten und zu unterstützen

– und auch die breite

Masse der Bevölkerung immer

und immer wieder auf einen zukunftsfähigen

Wald und dessen

Bedeutung aufmerksam zu machen,

sie zu sensibilisieren. Dabei

hilfreich: Ein vom AELF Weilheim

neu ins Leben gerufener, bayernweit

einzigartiger Audio-Spaziergang

zum Thema „Waldumbau“.

Er befindet sich nordwestlich von

Schwabniederhofen im gut gepflegten

Wald der dort örtlichen

Waldgenossenschaft, besteht aus

acht Stationen, erstreckt sich über

rund 2,4 Kilometern und führt

entlang begehbarer Forstwege

zu sechs verschiedenen Waldbeständen.

Das Besondere dabei:

Anders als bei Walderlebnispfaden

findet der Spaziergänger hier

> > > FÜHRUNG VOR ORT

Am Ausgangspunkt des 2,4 Kilometer

langen Rundwegs: Alexandra

Rauch (li.) und Dr. Kilian Stimm

vom AELF Weilheim.

keine großen Infotafeln, auch

keine abenteuerlichen Spiel- und

Turngeräte vor. Stattdessen weisen

unscheinbare, in den Boden

gerammte Holzpfähle mit angebrachter

Nummer und kleinem

Info-Text auf die jeweilige Station

mit dazugehörigem Waldbestand

hin. Wer möchte, kann sich dem

jeweiligen Pfosten nähern, den

zum dahinterliegenden Waldbestand

passenden Infotext lesen.

So richtig zum Erlebnis wird der

Audio-Spaziergang allerdings erst

in Kombination mit einer App –

der BayernHistory-App. Sie steht

allen Interessierten kostenlos

zum Download bereit, hält obendrein

viele weitere Informationen

rund um Kultur und Geschichte in

ganz Bayern bereit, weshalb der

„Audio-Spaziergang“ im Wald

bei Schwabniederhofen zunächst

gar nicht so leicht zu finden ist.

So klappt’s trotzdem: Nach dem

Öffnen der App das Fenster „BayernHistory“

anklicken, dann in der

Zum Thema „Waldumbau JETZT!“ lädt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten Weilheim am Samstag, 13. Juni, um 9 Uhr zu

einer Führung auf den 2,4 Kilometer langen Rundweg. Treffpunkt:

Maibaumplatz Schwabniederhofen (Burgstraße 2), von dort in Fahrgemeinschaften

zum Ausgangspunkt. Dauer: Rund zwei Stunden.

Anmeldung: Nicht erforderlich.

26 | tassilo


Rubrik-Leiste ganz unten

„Rundgänge“ wählen,

anschließend nach

unten scrollen und auf

„Waldumbau JETZT!“

klicken.

Bequem

von der Couch

Dank in der App integrierter

Landkarte, in

die alle Stationen des

Audio-Spaziergangs eingezeichnet

sind, findet sich der Ausgangspunkt

der Tour. Nicht wundern:

Station eins befindet sich bereits

am westlichen Ortsrand von

Schwabniederhofen, also abseits

des Rundwegs, ziemlich genau

zwischen Wald und Standortübungsplatz

der Deutschen Bundeswehr.

Weiter geht’s von dort

Richtung Norden in den Wald hinein,

vorbei an einem ersten offiziellen

Parkplatz – und auch an

einem Durchfahrtsverbotsschild,

was in diesem Falle auch via Pkw

passiert werden darf. Am Parkplatz

des eigentlichen Rundgangs befindet

sich schließlich Station zwei,

von wo aus der Audio-Spaziergang

zu den sechs spannenden Waldbeständen

beginnt. Das Tolle dabei:

Beim Anklicken der markierten

Punkte in der App öffnet sich nicht

nur ein zur jeweiligen Station passender

Text, sondern auch eine

Sprachbotschaft, die via Lautsprecher

oder Kopfhörer angehört

werden kann. Zu Wort kommen:

Ludwig Rabl, der dort ehemalige

Revierförster und Initiator des

Projekts. Sonja Scheurer, die dort

amtierende Revierförsterin. Robert

Waldmann, Vorsitzender der

Waldgenossenschaft Schwabniederhofen.

Und Anton Zick, ebenfalls

Mitglied der Waldgenossenschaft

und derjenige, der diesen

Wald seit Jahrzehnten beobachtet,

regelmäßig nach dem Rechten

sieht. Insofern ein bunter Strauß

an Expertise, wiedergegeben mit

echten Stimmen, die wiederum

Umgesetzt wurde das Projekt auch mit Smartphone.

live vor Ort, also mitten im Wald,

aufgenommen wurden. „Ein sehr

lebendiger Audio-Spaziergang

mit Vogelgezwitscher, knarzenden

Ästen und rauschendem Wind im

Hintergrund“, bekräftigt an dieser

Stelle Wolfgang Hauck, der

gemeinsam mit Alois Kramer den

von den AELF-Mitarbeitern produzierten

Content in Form von Fotos,

Kurzfilmen und Sprachaufzeichnungen

in die BayernHistoryApp

eingearbeitet hat – und im Rahmen

der ersten inoffiziellen Vorstellung

dieses bayernweiten

Pilotprojekts die

Funktion der App mit

Smartphone, Stativ

und kabelloser Lautsprecherbox

voller

Begeisterung demonstrierte.

Wichtig,

da am und im Wald

bei Schwabniederhofen

das Handynetz

oft schwach oder gar

nicht vorhanden ist:

Der Audio-Spaziergang via App

funktioniert auch offline. Insofern

überall. Also auch bequem zuhause

auf der Couch. Somit wird das

Thema Wald der Zukunft allen Interessierten

kostenlos zugänglich

gemacht – den Couchpotatos und

Computerfreaks ebenso sehr wie

all jenen, die sich gerne draußen

an der frischen Luft bewegen. Und

die Vorzeige-Waldbestände der

Waldgenossenschaft Schwabniederhofen

hautnah in Augenschein

nehmen möchten.

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mai / juni 2026 | 27


Gebiet reicht in fünf Landkreise hinein

Der wahre Pfaffenwinkel

Weilheim | Wer den Pfaffenwinkel

geographisch zuordnen müsste,

beschreibt dessen Grenzen oft deckungsgleich

mit denen des Landkreises

Weilheim-Schongau. Ein

Grund dafür: Der Tourismusverband

Pfaffenwinkel, der mit Ausnahme

des Kurortes Bad Bayersoien

ausschließlich für den Landkreis

Weilheim-Schongau zuständig ist.

Ein weiterer: Die Filialen der Raiffeisenbank

Pfaffenwinkel, die mit

Ausnahme von Rettenbach am Auerberg

im Landkreis Ostallgäu ausschließlich

im Weilheim-Schongauer

Landkreis (Schwerpunkt

Schongauer Altlandkreis) liegen.

Im Detail betrachtet sind die Grenzen

des Pfaffenwinkels jedoch ganz

andere, weshalb wir von „tassilo“

uns auf Spurensuche gemacht

haben. Unter anderem im Archiv

der Stadt Weilheim, dessen Leiter

Dr. Joachim Heberlein uns bereits

mit zwei dicken Büchern in der

Hand freudig in Empfang nimmt.

Es handelt sich um „Vindeliciae

Sacrae Bavaria Capitulum Weilheimense“.

Links das Original in lateinischer

Schrift, rechts die Übersetzung

ins Deutsche. Verfasser

des aus 1756 stammenden Landkapitels

von Weilheim war Franz

Sales Gailler (1685 bis 1766). Und

der schrieb darin auch darüber,

woher der Begriff „Pfaffenwinkel“

kommt – und wie er geographisch

einzuordnen ist. Als „Pfaff“ wurden

anno dazumal Geistliche wie

Pfarrer, Priester, Mönche genannt.

Ein Begriff, der in der heutigen

modernen Sprache eine oft negative

Einstellung gegenüber der Kirche

oder dem Klerus impliziert –

der „Pfaff“ unter den Pfarrern

von heute ist so etwas wie der

„Zeitungsfuzzi“ unter Journalisten

oder der „Bulle“ unter Polizisten.

Der zweite Wortteil „Winkel“ hat

im deutschsprachigen Raum vor

allem eine geografische und topografische

Bedeutung – er bezeichnet

meist eine spezielle Form

der Landschaftsgestaltung oder

die Lage eines Ortes. Kombiniert

bedeutet das Wort „Pfaffenwinkel“

also nichts anders als die

Landschaft der Pfarrer, Priester,

Mönche. Im Landkapitel Weilheim

wird diese Landschaft des Pfaffenwinkels

wie folgt

geographisch abgegrenzt:

von Dießen

bis Eschenlohe,

von Peißenberg

bis in die Jachenau.

Laut dieser Beschreibung schneidet

der Pfaffenwinkel mit Landsberg

am Lech, Bad Tölz-Wolfratshausen,

Garmisch-Partenkirchen

und Weilheim-Schongau durch

gleich vier Landkreise.

Geschichte in Reimform

Garmisch-

Wer nun meint, dass Franz Sales

Gailler, der seinerzeit erster Heimatforscher

im Pfaffenwinkel war

und witzigerweise auch noch der

siebenfache Urgroßonkel von Dr.

Joachim Heberlein ist, der irrt an

dieser Stelle. Es gibt nämlich eine

noch präzisere Beschreibung des

wahren Pfaffenwinkels, die aus

dem Jahre 1698 stammt. Gemeint

ist ein Auszug aus der damaligen alig

Stadtchronik von Weilheim, die

wiederum verfasst wurde vom damaligen

Weilheimer Stadtschreiber

Johann Sebastian Lienhardt –

ib h i und das sogar in Reimform. So zwölf Klöster lückenlos l und ohne

heißt es in Bezug auf den Pfaffenwinkel:

„Fisch, Vögel, Wildbret

Spickzettel aufzählen zu können:

„Da wären zum einen die Benediktinerklöster

Andechs, Wessobrunn,

kann man schlecht haben, weil

sich daran die Klöster laben. Deren

zwölf in dieser Gegend rum, dies

Ort einschließen um und um.“ Er

beschreibt mit diesen wenigen

Ettal und Benediktbeuern, die

Klöster der Augustiner-Chorherren

in Dießen, Polling, Rottenbuch,

Schlehdorf, Beuerberg und Bernried,

das Kloster der Prämons-

Zeilen ganz wunderbar, dass die

hiesigen Klöster damals Fischrechte

für sich reservierten und eigene

Jagdreviere bewirtschafteten – und

tratenser in Steingaden und das

Kanoniker-Stift in Habach.“ Wer

aufmerksam gelesen hat und sich

dass es innerhalb der Grenzen geographisch ein wenig auskennt

des wahren Pfaffenwinkels zwölf in der Region wird bereits festgestellt

Klöster gab. Dr. Joachim Heberlein

holt an dieser Stelle tief Luft, um

anschließend alle

haben, dass der wahre

Pfaffenwinkel nicht nur in die vier

Landkreise Landsberg am Lech,

Im Norden des Pfaffenwinkels liegend:

Das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg.

28 | tassilo


Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen

und Weilheim-Schongau,

sondern mit dem Kloster auf dem

Heiligen Berg in Andechs auch

noch in den Landkreis Starnberg

hineinragt.

Kein Vorwurf der

Identifikation

Wir fassen an dieser Stelle, betrachtet

vom Standort Weilheim

aus, nochmals zusammen: Im

Norden grenzen den wahren Pfaffenwinkel

die Orte Andechs (Erling

und Frieding), Dießen am Ammersee

und Wessobrunn ab. Im Osten

und Südosten sind es Beuerberg,

Schlehdorf und Benediktbeuern.

Im Süden das Kloster Ettal. Und

im Westen beziehungsweise Südwesten

Steingaden. So gesehen

gehören im Grunde Schongau und

alle weiteren Orte des Landkreises

Weilheim-Schongau, die westlich

des Lechs liegen, gar nicht dazu

zum wahren Pfaffenwinkel. Wer

sich als Schongauer, Bernbeurener

oder Ingenrieder dennoch mit dem

Pfaffenwinkel identifiziert, kann,

darf und soll dafür nicht verteufelt

werden. Ganz im Gegenteil

sogar. Schließlich befinden sich

im Landkreis Weilheim-Schongau

mit Steingaden, Rottenbuch, Polling

und Wessobrunn die meisten

Klöster des Pfaffenwinkels. Weil

der Landkreis Weilheim-Schongau

obendrein landschaftlich wie architektonisch

stark geprägt ist von

diesen gut erhaltenen Klöstern und

vielen weiteren Kirchen, passt auch

der vom Tourismusverband ganz

bewusst gewählte Name wie die

sprichwörtliche Faust aufs Auge.

„Wir wissen natürlich, dass der

wahre Pfaffenwinkel nicht exakt

den Grenzen des Weilheim-Schongauer

Landkreises entspricht,

finden die Bedeutung des Wortes

– eine Landschaft mit vielen

Klöstern – jedoch in der Tat sehr

treffend“, bekräftigt Susanne Lengger,

Geschäftsführerin des Tourismusverbandes

Pfaffenwinkel, die

dieses Thema nicht nur gegenüber

redaktionellen Anfragen so beantwortet.

Immer wieder gehen

beim Tourismusverband Pfaffenwinkel

Fragen von Einheimischen

wie Urlaubern ein, was es denn

mit dem „Pfaffenwinkel“ namentlich

und geographisch betrachtet

auf sich hat. Dabei hilfreich sind

grafische Darstellungen. Die vom

Tourismusverband bezieht sich

schwerpunktmäßig auf dessen

Zuständigkeitsbereich – also auf

Weilheim-Schongau. Die handgezeichnete

von Dr. Joachim Heberlein

dagegen auf das Pfaffenwinkel-Gebiet,

das im dicken Buch von

Franz Sales Gailler beschrieben

wird. Fehlt insofern nur noch eine

geographische Darstellung: Die

des wahren Pfaffenwinkels. js

Ganz im Süden des Pfaffenwinkels liegend:

Das von Laber und Notkarspitze eingebettete Kloster Ettal.

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mai / juni 2026 | 29


Heuer feiern Feuerwehr und Schützen

Die Söcheringer Festtage

Obersöchering | Ein ehrenamtlich

organisiertes Fest über vier Tage

hinweg hat bei genauer Betrachtung

eine viel größere Bedeutung

als die Feierlichkeit an sich. „Bereits

bei den Vorbereitungen hilft

das ganze Dorf zusammen – auch

Bürgerinnen und Bürger, mit denen

man das ganze Jahr sonst wenig

zu tun hat, engagieren sich“,

sagt an dieser Stelle Fest-Presse-

Beauftragter Thomas Bernhard

stellvertretend für alle Beteiligten.

Wie befruchtend dies für das Leben

und Treiben innerhalb einer

Gemeinde tatsächlich sein kann,

hat sich bereits bei den Söcheringer

Festtagen im vergangenen

Jahr gezeigt, als Trachtler, Trommler

und Musiker gemeinsam ihre

Vereinsjubiläen feierten. Dass es

nun nur ein Jahr später erneut

Söcheringer Festtage geben wird,

ist schlichtweg der Tatsache geschuldet,

„dass bei uns viele Vereine

sehr eng beieinander liegen,

was die Gründungsjahre betrifft“.

Heuer sind es die Söcheringer

Schützen mit 130 Jahren und die

Söcheringer Feuerwehrler mit 150

Jahren, die von Donnerstag, 18.

Juni, bis einschließlich Montag,

22. Juni, gemeinsame Sache machen.

Ein Lehrer namens Fridl war

es damals, der im Jahre 1876 das

Heft des Handelns federführend in

die Hand nahm und die Söcheringer

Feuerwehr gründete. Er selbst

übernahm den Posten des ersten

Kommandanten, Vorsitzender

wurde derweil Söcherings damaliger

erster Bürgermeister Bach. Die

erste Anschaffung der in Summe

45 Mitglieder starken Wehr, finanziert

von der Gemeinde: Eine

vierrädrige Saug- und Druckspritze

mit 100 Meter langen Schläuchen.

Gekauft wurde die gebrauchte

Ausstattung von einem Münchner.

Der Preis: 1 447 Mark. Seither hat

sich verdammt viel getan in Sachen

Einsätze, Mitglieder und technische

Entwicklung.

Sturm als

Brandbeschleuniger

Aktuell zählt die Söcheringer Feuerwehr

237 Vereinsmitglieder,

davon 121 Aktive mit 119 Männern

und zwei Frauen. Für eine Jugendfeuerwehr

ist das Dorf zu klein.

Gemessen an der Einwohnerzahl

von rund 1580 Bürgerinnen und

Bürgern zählt die Söcheringer

Feuerwehr jedoch zu den mitgliederstärksten

im ganzen Landkreis.

2025 rückte sie 33-mal aus – vom

schweren Verkehrsunfall über

Brände bis hin zu Personenrettung

und Wohnungsöffnung waren die

Herausforderungen vielschichtig.

Historisch betrachtet gab’s jedoch

noch viel prägendere Einsätze. 1925

beispielsweise brannte ein landwirtschaftliches

Anwesen in Untersöchering

lichterloh, griffen die

Flammen wegen starken Föhnwindes

auf ein benachbartes Grundstück

über. Ähnlich erschwert

wurden auch die Löscharbeiten

beim Großbrand des Walserhofes

im Jahr 1990, während des starken

Sturms Wibke. Unvergessen aber

war auch ein kleinerer Einsatz im

vergangenen Jahr – ausgerechnet

während des Maibaum-Aufstellens

ging der Alarm. „Da piepste

es in fast allen Hosentaschen und

konnten die zahlreichen Zuschauer

hautnah miterleben, wie so ein

Einsatz von der Erstalarmierung

weg abläuft.“ Glücklicherweise

mussten nicht alle Männer und

Frauen zum Einsatz, konnte der

Maibaum trotzdem aufgestellt

werden. Für heuer hoffen die Aktiven,

wenigstens während ihres

vereinseigenen Festes einsatzfrei

bleiben zu können – und dass das

neue LF20 noch rechtzeitig geliefert

und im Rahmen der Feierlichkeiten

gesegnet werden kann.

Das Schöne an kleineren Dörfern:

Dass sich viele Männer und Frauen

oft parallel in mehreren Vereinen

aktiv engagieren, Söcheringer Feuerwehrler

auch bei den Schützen

aktiv sind und umgekehrt.

Siegreiche Sportschützen

Gegründet wurde der Söcheringer

Schützenverein im Jahre 1896 mit

dem Ziel, den Schießsport vor Ort

anzubieten, aber auch ein geselliges

Beisammensein innerhalb

eines neuen Vereins zu ermöglichen.

Geschossen wird sowohl

am Luftgewehr als auch an der

Luftpistole. Und das mit beachtli-

30 | tassilo


Wir gratulieren

herzlich zum

Jubiläum und

wünschen allen

Besuchern

schöne Festtage.

chem Erfolg: Die erste Mannschaft

im Luftgewehr stieg heuer in die

B-Klasse auf und ab Herbst 2026

stellen die Söcheringer sogar eine

zweite Luftgewehr-Mannschaft.

Und auch an der Luftpistole

läuft’s, belegten die Söcheringer

den ersten Platz in der Gauliga

und bringen für kommende Saison

ebenfalls eine zweite Mannschaft

in den Ligabetrieb. Insgesamt

zählt der Verein derzeit 300

Mitglieder, darunter rund 100

Aktive, 20 davon im noch jugendlichen

Alter. Insofern ein ebenfalls,

gemessen an der Einwohnerzahl,

extrem stark besetzter Verein, der

zwischen April und September

wöchentlich trainiert: Jeden Freitagabend

treffen sich die Erwachsenen,

am Mittwoch die Jugend

am örtlichen Sportplatz – die Rede

ist von einem Schießstand über

zwei Etagen mit insgesamt neun

Schießplätzen.

Buntes Festprogramm

Insofern gleich doppelt und dreifach

gute Gründe, die beiden Vereinsjubiläen

– 130 Jahre Schützen

und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

– gebührend zu feiern. Los

geht’s am Donnerstag, 18. Juni, um

18 Uhr mit einem Tag der Nachbarschaft.

Es folgt ein Partyabend

am Freitag, 19. Juni, mit Einlass

ab 18 Uhr. Hier heizen ordentlich

ein: Die legendäre „Spider Murphy

Gang“ und die Band „Gsindl“. Der

Samstagabend wird dagegen mit

feinster Blasmusik und Oberkrainer-Stimmung

durch die Gruppen

„Buamteifl“ und „Eine kleine Dorfmusik“

deutlich „boarischer“ vonstattengehen.

Das große Highlight

aber erfolgt am Festsonntag, 21.

Juni, mit Kirchenzug (9 Uhr, Aufstellung

am Festzelt), Feldmesse

(9.30 Uhr), gemeinsamem Mittagessen

im Festzelt und großem

Festumzug mit Aufstellung am

Festzelt um 13.30 Uhr und Beginn

um 14 Uhr. Damit nicht nur die

Mitglieder der ausrichtenden Vereine,

sondern im Prinzip ganz

Söchering und Umgebung von

diesen vier Festtagen profitieren

kann, bauen die Verantwortlichen

ein 30 Meter breites und 70 Meter

langes Festzelt auf einem freien

Feld am Talwiesweg westseitig des

Ortes auf, in das je nach Bestuhlung

und Nutzung rund 2500 bis

3500 Personen passen. Und wenn

so ein monströses Festzelt schon

mal steht: Am Montagabend, 22.

Juni, tritt die renommierte Kabarettistin

Martina Schwarzmann

mit ihrem Programm „Macht was

sie will“ auf. Das verspricht einen

humorvollen Ausklang der Söcheringer

Festtage 2026.

js

> > > INFORMATIONEN & TICKET-VERLOSUNG

Weitere Infos zu den Söcheringer Festtagen halten der gleichnamige

Instagram-Account sowie die Internetseite www.soecheringer-festtage.de

bereit. Dort finden Sie auch den Link zu den

Vorverkaufskarten für Party- und Kabarettabend. Hardtickets sind

außerdem beim Stroblwirt in Oberhausen und Dorfladen (Edeka)

in Obersöchering erhältlich. Außerdem verlosen wir vom Regionalmagazin

„tassilo“ 2 x 2 Tickets. Schicken Sie uns bis Mitte Mai eine

Postkarte mit dem Stichwort „Spider Murphy Gang“ oder „Martina

Schwarzmann“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder

eine Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!

und zum September 2026 einen

mai / juni 2026 | 31


Wildrisse durch freilaufende Hunde

Ein qualvoller Tod

Tassiloland | Ob Reh, Fuchs, Hase:

Nahezu alle heimischen Wildtiere

bringen im Frühjahr ihre Jungen

zur Welt, ziehen die Frischgeborenen

behutsam auf. Jäger und

Naturschützer sprechen an dieser

Stelle von der Setz- und Aufzuchtzeit,

die sich meist von Anfang April

bis Ende Juni erstreckt. Insofern

ein Zeitraum von rund drei Monaten,

in dem die wildlebenden

Tiere im und am Wald besonders

viel Ruhe und Schutz brauchen.

Insbesondere der Mensch sollte

sich in diesen drei Monaten sensibel

und defensiv durch Wälder

sowie auf Wiesen an Waldrändern

bewegen, im Idealfall breitangelegte

Forstwege nicht verlassen.

Allen voran im Beisein eines Hundes.

Der bekanntlich beste Freund

des Menschen ist für Alleinstehende

wertvoller Lebenspartner,

für Kinder coolster Spielgefährte,

in Familien festintegriertes Mitglied

und für Jäger unentbehrlicher

Helfer. Was bei all der Liebe,

Freude und Zuneigung von Menschen

gegenüber Hunden jedoch

nicht vergessen werden

darf: Die Vierbeiner stammen

ursprünglich vom

Wolf ab, wurden erstmals

vor bereits rund 30 000

Jahren von Menschen domestiziert.

Heißt: In jedem

Hund, auch wenn er noch

so klein, lieb, brav und gut

erzogen ist, schlummert

ein natürlicher Jagdtrieb,

der je nach Rasse stärker

oder schwächer ausgeprägt

sein kann. Und so kommt

es immer wieder mal vor,

dass Hunde im Rahmen

von Gassirunden an und

in Wäldern die Fährte von

wildlebenden Tieren aufnehmen,

ihnen nachspüren, sie durch

Wälder und über Wiesen hetzen,

im schlimmsten Falle erwischen,

niederreißen, schwer verletzen

oder töten. „Wildrisse durch freilaufende

Hunde kommen auch

hier in der Region alljährlich vor“,

bestätigt Florian Pfütze, Vorsitzender

des Kreisjagdverbands Weilheim,

der 2025 selbst einen Fall

in seinem Jagdrevier rund um Gut

Achberg bei Oberhausen-Maxlried

zu verzeichnen hatte. In anderen

Ecken der Region nehmen die

Fälle sogar zu. Zum Beispiel im

Südwesten von Peiting, wo Jagdpächter

Peter Kraus in seinem

knapp 600 Hektar großen Revier

vier Wildrisse durch freilaufende

Hunde allein zwischen April 2024

und November 2025 zu verzeichnen

hatte.

Verstörende Bilder

Qualvoll verendet:

Die Bauchdecke des

Rehbocks wurde von

einem Hund aufgerissen.

Aus Laiensicht stellt sich die Frage:

Macht es überhaupt einen

Unterschied, ob Rehwild durch Jäger,

Wolf oder Haushund zu Tode

kommt? Die eindeutige Antwort:

Ja. Jäger sorgen durch gezielten

Beschuss für einen möglichst

stress- und schmerzfreien Tod der

Wildtiere – und bejagen in der

Regel auch nur altersschwache

und kranke, in jedem Falle keine

trächtigen Tiere und keine frischgebackenen

Mütter, die ihre Jungen

aufzuziehen haben. Hunde

machen an dieser Stelle keinen

Unterschied. Ganz im Gegenteil

sogar. Im hohen Gras liegende

Kitze können noch nicht fliehen

und trächtige Rehe sind aufgrund

ihres dicken Bauches wesentlich

langsamer und unbeweglicher, so

leichtere Beute für Hunde. Hinzu

kommt, dass Hunde Rehwild, aber

auch Hasen und andere Wildtiere

nicht jagen, um ihren Hunger zu

stillen, sondern lediglich, um ihren

Jagdtrieb zu befriedigen. „Der

Hund spielt mit den Wildtieren

nur“, bekräftigt Peter Kraus, der

die Wildrisse durch freilaufende

Hunde in seinem Revier lehrbuchmäßig

dokumentiert hat. Das

Ergebnis: Zum Teil verstörende

Bilder, weil die gerissenen

Rehe nicht durch

gezielten Biss in die Kehle,

wie es Wölfe praktizieren,

schnellstmöglich von ihrem

Leiden erlöst, sondern an

unterschiedlichsten Körperstellen

verbissen und aufgerissen

wurden. Insofern

ein qualvoller, schmerzhafter,

langwieriger Tod. Oft

sei es auch so, dass die von

Hunden gerissenen Wildtiere

noch Stunden später

am Leben sind, aufgrund

der Schwere ihrer Verletzungen

durch einen Jäger

32 | tassilo


für immer erlöst werden müssen.

Wobei der qualvolle Tod an dieser

Stelle nur einen Teil dieses Hundreißt-Reh-Problems

darstellt.

Am Boden lebende Wildtiere

stoßen bekanntlich ihren Nachwuchs

ab, sobald dieser Fremdgeruch

annimmt – bereits das

Beschnuppern oder Ablecken von

beispielsweise Rehkitzen durch

freilaufende Hunde kann dazu

führen, dass Kitze verhungern,

weil sie von ihrer Mutter verstoßen

wurden und folglich nicht

mehr gesäugt werden.

Gibt keine Leinenpflicht

Wildrisse durch freilaufende

Hunde werden

meist zufällig entdeckt.

Außerdem: Von Hunden gejagte

Rehe verlieren im Rahmen

der Flucht enorm viel

Energie. Um diesen Energiehaushalt

wieder aufzufüllen,

fressen sie verstärkt

im Wald, was wiederum zu

stärkerem Verbiss und somit

kaputten Wäldern führt.

Hinzu kommt, dass viele

Rehe sich aufgrund traumatischer

Begegnungen

mit Hunden aus der Tiefe

des Waldes gar nicht mehr

heraustrauen, anstelle des

frischen Grases auf der Wiese

ohnehin nur noch Knospen

junger Bäumer fressen.

Das wiederum erschwert

Jägern das professionelle

Jagen, was letztlich zu einem

Ungleichgewicht zwischen

Wald und Wild führen kann.

Viele Jäger wünschen sich an dieser

Stelle eine Leinenpflicht an

und in Wäldern. Die gibt es aber,

gesetzlich betrachtet, nicht. Sehr

wohl gesetzlich verankert: Erkennt

ein Jäger einen offensichtlich wildernden

Hund, ist er nicht nur

dazu befugt, sondern sogar dazu

verpflichtet, diesen zu erschießen.

Florian Pfütze erinnert an dieser

Stelle an einen Fall vor wenigen

Jahren, wo ein Jäger gleich drei

Hunde auf einmal erlegt habe,

nach dem diese über mehrere

Wochen hinweg immer wieder

im Verbund nach Rehen gejagt

hätten. Damit sich solche oder

ähnliche Szenarien nicht wiederholen,

hilft im Grunde nur eines:

Ein Appell an die Vernunft der

Hundehalter im Sinne von: Wer

sein Tier (wissentlich) nicht im

Griff hat, sollte es an und in Waldgebieten

freiwillig an die Leine

nehmen. Allen voran jetzt, in Zeiten

des Setzens und Aufziehens,

wo nahezu alle hier heimischen

Wildtiere ihre Jungen gebären

und aufziehen – und Hunde nicht

nur Unruhe in die Natur bringen

würden, sondern auch leichtes

Spiel hätten, ihren Jagdtrieb zu

befriedigen. Wichtig ist den Jägern

an dieser Stelle aber auch,

nicht alle Hundebesitzer bei diesem

Thema über einen Kamm zu

scheren. Oft helfe auch schon ein

kurzes, zwangloses Nachfragen.

„Falls sich Jäger und Gassigeher

draußen in der Natur begegnen

und gewisse Unklarheiten im

Raum stehen – gerne an uns herantreten

und nachfragen“, meint

Peter Kraus, der an dieser Stelle

zwei weitere positive Effekte des

„an die Leine Nehmens“ nicht

unbetont lassen möchte: „Zum

einen landet weniger Hundekot

auf den Wiesen der Landwirte,

die darauf hochwertiges Futter für

ihre Tiere herstellen, zum anderen

verhindert es die Übertragung

von Fuchsräude, die hier in

der Region immer wieder in

Umlauf ist.“ Dabei handelt

es sich um eine für Hunde

hochansteckende, durch

Milben verursachte parasitäre

Krankheit, die beim

besten Freund des Menschen

zu starkem Juckreiz,

Haarausfall sowie zu Krustenbildung

führt. Insofern

nicht viel weniger qualvoll

als der Tod von Rehen durch

freilaufende Hunde. js

Fachgerechte Analyse: Anhand

des Abstandes zwichen

den Bissstellen konnte

Jäger Peter Kraus beweisen,

dass es sich um einen Wildriss

durch Hund handelte.

I

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für Orchester, Chor und Solisten

Franz Schubert

Große C-Dur Sinfonie

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mai / juni 2026 | 33


Neue Form von Gottesdienst

Kirche Kunterbunt

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Locker, offen und vielfältig, dennoch christuszentriert: Dafür stehen die

Gottesdiente von „Kirche Kunterbunt“.

Tassiloland | Schon mal von „Kirche

Kunterbunt“ gehört? Dabei

handelt es sich um ein total kreatives

Konzept kirchlicher Arbeit,

das insbesondere Familien mit

Kindern den christlichen Glauben

spielerisch, ungezwungen und

vielschichtig nahebringen möchte.

Ursprünglich geboren ist diese

für viele Menschen zeitgemäßere

Form von Gottesdienst im Jahr

2004. Genaugenommen im südenglischen

Portsmouth und unter

dem englischen Begriff „Messy

Church“. Von dort verbreitete sich

das Konzept über die englischen

Landesgrenzen hinweg auch nach

Deutschland, wo es im Jahr 2019

unter „Kirche Kunterbunt“ startete

– und vor gut zwei Jahren

auch Einzug im Pfaffenwinkel

hielt. Treibende Kraft von Kirche

Kunterbunt hier in der Region:

Juliane Häcker, 40, aus Peiting.

Sie studierte praktische Theologie,

ist Mama von vier Kindern

und lebte mit ihrer Familie zuvor

in Nürnberg. „Dort haben wir bereits

positive Erfahrung mit Kirche

Kunterbunt in städtischem Umfeld

sammeln können.“ Diesen

Erfahrungsschatz von Wertevermittlung

und Ausgestaltung des

christlichen Glaubens brachte sie

letztlich mit in den Pfaffenwinkel,

als sie mit ihrer Familie in die

ursprüngliche Heimat ihres Ehemanns

gezogen ist. Das Besondere

dabei: Riesenzuspruch und ein

immer stärker wachsendes Netz

von Kirche-Kunterbunt-Begeisterten

nicht nur in Peiting, Schongau

und beispielsweise Apfeldorf –

seit einem Inspirationstag Ende

März 2026 sind auch Weilheimer

und Huglfinger ernsthaft

daran interessiert, Kirche-Kunterbunt-Gottesdienste

in ihren Orten

zu veranstalten.

Hochbeet-Bau statt

still sitzen

Während traditionelle Abläufe in

der Katholischen und Evangelischen

Kirche meist strikter vorgegeben

sind und die Teilnehmer

häufig während des gesamten

Gottesdienstes einen festen Platz

einnehmen, ist das allgemeine

Motto von Kirche Kunterbunt

„frech und wild und wundervoll“

wortwörtlich Programm. Angefangen

mit einer rund halbstündigen

Willkommenszeit, in der die

Kinder, Eltern und Großeltern erst

einmal in Ruhe ankommen, sich

gegenseitig begrüßen und über

dann aufheiternde Spiele mit beispielsweise

Ball sich körperlich,

geistig und seelisch in Schwung

bringen können. Daraufhin folgt

eine sogenannte Aktivzeit, die

ebenfalls für kreative, sportliche,

schauspielerische, wissenschaftliche

oder auch handwerkliche

Aktivitäten steht – jedoch meist an

einem ganz bestimmten christlichen

Thema wie beispielsweise

„Vielfalt von uns Menschen“ orientiert.

„Wir haben schon Windlichter

bemalt, Blumenkästen und

Mini-Hochbeete geschreinert, Mobiles

gebaut oder Theaterstücke

aufgeführt, bei denen Alt und Jung

verschiedenste Rollen von Gut und

Böse verkörpert haben – und so

auf spielerische Art Werte wie Liebe,

Hilfsbereitschaft und Toleranz

vermitteln.“ In Summe dauert die

Aktivzeit rund 90 Minuten, ehe es

in den vorletzten Teil eines Kirche-

Kunterbunt-Gottesdienstes übergeht:

Die Feierzeit, die meist nochmals

über rund 30 Minuten geht.


Gottesdienst inmitten der Natur: Hier auf dem Gelände eines Waldkindergartens

im Südosten von Peiting.

„Sie ist am ehesten dem Kern eines

traditionellen Gottesdienstes zuzuordnen“,

meint Juliane Häcker.

Zum Beispiel in Form von Liedern

mit modernen, lebensnahen und

zeitgemäßen Texten anstelle von

bis zu 300 Jahre alten Liedern aus

dem Gotteslob. Den Schluss eines

Kirche-Kunterbunt-Gottesdienstes

bildet schließlich die Essenszeit,

„wofür wir bereits im Vorfeld ein

leckeres Buffet vorbereiten“.

Keine Konkurrenz zum

Traditionellen

Wer bis hierhin aufmerksam gelesen

und in Mathe aufgepasst hat,

wird in Summe auf 150 Minuten

Kirche Kunterbunt ohne Essenszeit

kommen. „Liest sich, vor allem im

Vergleich zu traditionellen Gottesdiensten

von ein bis eineinhalb

Stunden, nach wahnsinnig viel

Zeit, ist aufgrund der kreativen,

feierlichen und generationenübergreifenden

Ausgestaltung jedoch

extrem kurzweilig – meist machen

wir aus freien Stücken sogar noch

länger“, betont Juliane Häcker, die

Kirche Kunterbunt meist persönlich

moderiert, für Vorbereitung

und Umsetzung jedoch von einem

rund 20-köpfigen Team tatkräftig

unterstützt wird. Erfreulich an

dieser Stelle: Dass Kirche Kunterbunt

sowohl mit der Freien Evangelischen

Gemeinde Schongau,

der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde

in Peiting, Schongau

und Herzogsägmühle sowie

auch der Katholischen Kirche in

beispielsweise Rottenbuch, Landsberg,

Oberammergau und Oberau

bereits zusammenarbeitet, sich

auch Pfarrer und Pastoralreferentin

aktiv an der Gestaltung von

Kirche Kunterbunt beteiligen. Juliane

Häcker betont an dieser Stelle

aber ausdrücklich, dass Kirche

Kunterbunt „auf gar keinen Fall“

die traditionellen Formen von

Glauben und Kirche ersetzen oder

gar verdrängen sollen. Vielmehr

gehe es hier um ein zusätzliches

Angebot, um auch Menschen Zugang

zum christlichen Glauben zu

ermöglichen, die mit traditionellen

Formen von Gottesdiensten weniger

anfangen können. Aktuell findet

Kirche Kunterbunt hier in der

Region meist alle zwei Monate in

beispielsweise Schongau und Peiting

mit bis zu 100 Teilnehmern im

Umkreis von 30 Kilometern statt.

Manchmal in Kirchen, manchmal

draußen an der frischen Luft, ab

und an sogar inmitten der Natur.

Die nächsten Termine: Samstag,

25. April, von 15 bis 18 Uhr in und

um der Evangelisch-Lutherischen

Kirche in Peiting, Kleberweg 7. Das

Motto: „Echt Schaf“ mit echten

Schafen, Basteleien aus Wolle, das

Fertigen von Hirtenstäben, einem

Theaterstück, Singen am Lagerfeuer

und vieles mehr. „Hier möchten

wir unter anderem die biblischen

Geschichten vom guten Hirten

und verlorenen Schaf spielerisch

vermittelt.“ Ein weiteres Highlight

dieses Jahr: Kirche Kunterbunt am

Samstag, 27. Juni, von 15 bis 18 Uhr

unter dem Motto „Feuer & Flamme“

in Kooperation mit der Freiwilligen

Feuerwehr Peiting. Voraussichtlicher

Ort des Geschehens:

Rund um das Feuerwehrhaus in

Peiting. Darüber hinaus ebenfalls

fix eingeplant: Kirche Kunterbunt

am Samstag, 17. Oktober, an der

Freien Evangelischen Gemeinde

Schongau mit der berühmten

Hochzeit von Kana als Themenschwerpunkt.

Und die Kirche-

Kunterbunt-Adventswerkstatt am

Samstag, 5. Dezember, mit derzeit

noch offenem Veranstaltungsort.

Insofern noch reichlich Termine für

all jene, die sich dieser besonderen

Form von Gottesdienst annehmen

möchten.

js

Theaterspielen, Verkleiden,

Musizieren: So bunt kann ein

Gottesdienst bei Kirche Kunterbunt

sein.

mai / juni 2026 | 35


Einzigartige Einblicke in abgelegenes Bauernhofmuseum

Brechmühle, Trokar, Breitbeil

Peiting-Kreut | Die bretterverkleidete

Tür steht bereits offen, lädt

zum Hinaufsteigen einer steilen

Holztreppe ein. „Gut, dass wir ein

neues Geländer hingebaut haben“,

sagt Dr. Volker Zahn, 85, knipst

oben angekommen das Licht an

und erklärt: „Wir befinden uns hier

im ehemaligen Kornkasten – beinahe

alles, was es hier zu entdecken

gibt, stammt direkt von unserem

Hof.“ Gemeint ist der Schallhammerhof

im abgelegenen Peitinger

Ortsteil Kreut, mit dem sich Dr. Volker

Zahn, ehemaliger Gynäkologe

und Leiter einer Klinik, den Traum

vom Leben auf dem Bauernhof

verwirklicht. Das Besondere dabei:

Dass er ihn zu einem Bio-Arche-

Hof umfunktionierte, vom Aussterben

bedrohte, hier einst heimische

Rassen wie die Murnau-Werdenfelser

Rinder oder das Augsburger

Huhn hält und züchtet. Eindruck

macht aber auch der im Original

erhaltene Stadel gegenüberliegend

des Wohnhauses, gebaut im Jahre

1726 – und die ebenfalls im Original

erhaltenen Schätze, die sich darin

Brandeisen fürs Vieh.

Aus dem Jahre 1726: Der Stadel, in dem sich das Museum befindet.

verbergen. Die Rede ist von mehr

als 1 000 Exponaten, die unzählige

Geschichten über das frühere

Leben, Treiben und Werkeln auf

dem Schallhammerhof zu erzählen

haben. Mit dabei an diesem

Donnerstagvormittag: Jakob Leicher,

82, viele Jahre Vorsitzender

des Fördervereins der unweit entfernten

Villa Rustica sowie selbst

auf einem kleinen Bauernhof

aufgewachsen. Über vier Monate

hinweg fuhr er beinahe täglich

die rund sechs Autokilometer vom

Hauptort nach Kreut, um Dr. Volker

Zahn tatkräftig dabei zu unterstützen,

all die geschichtsträchtigen

Gegenstände zu entstauben, sie

zu sortieren, zu kategorisieren, sie

durchzunummerieren, ihnen einen

korrekten Namen zu geben und

sie in einfachen Worten so zu beschreiben,

dass auch nachfolgende

Generationen etwas damit anzufangen

wissen. „Woascht, was des

isch?“, frägt er „tassilo“-Redakteur

Schelle und drückt ihm im Bereich

„Tiermedizin“ einen dolchartigen

Gegenstand aus Stahl in die

Hand. „Ein Trokar!“ Damit wurden

aufgeblähte Kühe vor dem Tod gerettet.

„Mit einem gezielten Stich,

zwei Finger breit hinter der letzten

Rippe, sorgte meist der Landwirt

selbst dafür, dass das Gas aus dem

aufgeblähten Pansen entweichen

konnte.“

Spezialsensen für

Getreideernte

Schon vorher in Augenschein genommen

wurden verschiedenste

Heu- und Mistgabeln, Torfschaufeln,

-stecher und -schneider. An

einem an der Decke hängenden

Holzgestell wurden früher frischgebackene

Brote aufgespießt, um

sie so für gefräßige Mäuse unzugänglich

zu machen. Dahinter steht

ein großer Holztrog mit innen abgerundeten

Ecken, damit der darin

angesetzte Sauerteig zum Backen

des Brotes besser entnommen

werden konnte. Auch an der Decke

hängend: Von Hand geflochtene

Reusen aus Hanfseilen, in denen

die im unweit entfernten Lech gefangenen

Fische aufbewahrt und

frischgehalten wurden. Wiederum

an der Wand lehnend: Ein kleiner,

mit Verzierungen bemalter Eierschrank

– die Halterung im Inneren

zeigt, um wie viel kleiner die Eier

früher waren im Vergleich zu heute.

Neben klassischen Sensen zum

Mähen von Gräsern und Kräutern

stechen auch speziell konzipierte

Sensen für die Ernte von Getreide

ins Auge. Oder gusseiserne Waffeleisen,

unter anderem mit herdplattenähnlicher

Unterlage, die

passgenau in die kreisrunde Aussparung

eines Holzofenkochfelds

eingefügt werden konnte. Wenige

Schritte weiter: Zaumzeug und Geschirre

für Ochsen und Pferde, die

bis in die 1950er und 1960er Jahre

hinein wichtigste Arbeitstiere für

Landwirte waren, dann Schritt für

Schritt durch Traktoren ersetzt wurden.

„Und hier eine Nähmaschine –

die erste, die es damals mit Motor

gegeben hat“, betont Dr. Volker

Zahn. Aber auch handgemachte, in

diesem Falle sogar noch nie getragene

Lederstiefel. „Wahrscheinlich

ist derjenige, für den die Stiefel

geschustert wurden, vor dem ersten

Tragen verstorben“, vermutet

Schier unzählige Exponate. Hier im ehemaligen Kornkasten.

36 | tassilo


Jakob Leicher, der an dieser Stelle

zwei spezielle Halterungen mit

Handgriffen hervorzieht. Es handelt

sich um Anziehhilfen für diese

Stiefel. „Im Schaft der Stiefel sind

extra Schlaufen eingenäht worden,

wo man die Anziehhilfe einhängen

kann.“ Plötzlich: Stolpergefahr!

„Unter diesem Deckel führt ein

Rohr nach unten, über das früher

das hier oben gelagerte Getreide

in Säcken abgefüllt wurde.“

Dazu passend: Eine Brechmühle

zur Herstellung von Schweine- und

Hühnerfutter aus Getreide. „Das

wurde nicht gemahlen, sondern

gebrochen.“

Plötzlich vibriert

der Boden

Wer sich für Geschichte, Landwirtschaft

und altes Handwerk interessiert,

könnte sich hier tagelang

aufhalten. „Wir haben ja noch zwei

Räume“, sagt Dr. Volker Zahn und

macht einen großen Schritt über

den steilen Treppenabgang hinweg.

Nur so gelangt man in die danebenliegende

Schreiner-, Zimmerer-

und Wagnerwerkstätte. An der

Wand über der Werkbank hängt ein

sogenanntes Hohlbeil. „Das diente

zum Aushöhlen von schlanken

Baumstämmen oder Balken, aus

denen früher Dachrinnen gefertigt

wurden.“ Links davon: Mehr als ein

Dutzend bestens erhaltende Handhobel,

auch breiten- und tiefenverstellbare

zur Herstellung von Nuten.

Plötzlich wird es laut, vibriert

der Bretterboden, als hätte es ein

mittelstarkes Erdbeben. „Mach lieber

wieder aus“, ruft Jakob Leicher

Dr. Volker Zahn zu. Der Inhaber demonstrierte

kurz, dass die mit Elektromotor

betriebene Transmission

für Drechselbank, Kreis- und Bandsäge

sowie Schleifstein auch heute

noch bestens funktioniert. Jakob

Leicher holt derweil ein anderes,

beilähnliches Werkzeug von der

Wand. „A Broatbeil“. Zu Deutsch:

Breitbeil, mit dem anno dazumal

Balken von Hand auf Maß geschlagen

wurden. Nachdem auch

Drill- und Schälbohrer genauer

betrachtet wurden, ging‘s wieder

hinaus aus der Holzwerkstätte.

„Jetzt stehen wir in der Schlosserund

Metallwerkstätte.“ Wobei das

dort liegende Steinbeil zum Bearbeiten

von Tuffstein verwendet

wurde. Der Dengelhammer daneben

diente dagegen zum Schärfen

der Schneiden von Sensen. Auch

verschiedenste Meißel, Spaltkeile

und Lötkolben sind zu entdecken,

ehe es vorsichtig wieder die steile

Treppe hinuntergeht – auch unten

verstecken sich mit Heuwender,

Sämaschine, Strohschneider sowie

schatzkistenähnlicher Truhe, befüllt

mit tischtennisballgroßer Schmiedekohle,

jede Menge im Original

Erhaltenes. „Diese Vielfalt zeigt,

dass der Schallhammerhof früher

einer der größten und wohlhabendsten

in der Gegend gewesen

sein muss und in der Lage war,

sich nahezu vollständig autark zu

versorgen.“ Ob Wagner, Schreiner,

Zimmerer, Schlosser, Schmied,

Schuster, Bäcker, Käser, Milchbauer,

Torfstecher, Agrarlandwirt – hier

wurde nahezu alles professionell

praktiziert. Der 2016 verstorbene

Pollinger Raritätensammler Dominikus

„Mini“ Weiß meinte sogar,

dass es sich im Stadel des Schallhammerhofs

um die bedeutendste

bäuerliche Sammlung in ganz

Oberbayern handle. Dr. Volker Zahn

war es allerdings nicht nur deshalb

wichtig, diesen geschichtsträchtigen

Schatz zu entstauben. „Wer die

Vergangenheit nicht kennt, kann

die Gegenwart nicht verstehen und

die Zukunft nicht gestalten.“ js

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mai / juni 2026 | 37


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„Er fährt sich wie ein Sportwagen“

EIRENSCHMALZ nimmt

Elektro-Sattelzug in Betrieb

Schwabsoien | Seit Anfang Februar

2026 hat die Eirenschmalz

Maschinenbaumechanik & Metallbau

GmbH einen Elektro-Lkw im

Fuhrpark – einen MAN eTGX. Für

das Familienunternehmen ist das

nicht einfach ein technisches Prestigeprojekt,

sondern ein logischer

Schritt innerhalb eines Energiekonzepts,

das über Jahrzehnte gewachsen

ist: eigene Erzeugung, effiziente

Nutzung und der Anspruch,

Energie möglichst im Kreislauf zu

denken und regional sinnvoll einzusetzen.

Firmengründer, Inhaber

und Geschäftsführer Anton Eirenschmalz

bringt diese Haltung im

Gespräch auf den Punkt: „Wir denken

in Kreisläufen.“

Der neue eTGX ist eine zweiachsige

Zugmaschine; mit Auflieger ergibt

das – wie im Fernverkehr üblich –

fünf Achsen. Eingesetzt wird das

Fahrzeug dort, wo die Elektrifizierung

heute besonders gut funktioniert:

auf planbaren Strecken mit

klaren Ladefenstern. „Wir fahren

damit Touren, die zu unserem Tagesablauf

passen – meist 250 bis

300 Kilometer, und am Nachmittag

ist das Fahrzeug wieder am

Standort,“ beschreibt Logistikleiter

Stefan Fedisch (40) die Praxis. Im

Alltag transportiert der E-Lkw vor

allem Metallteile direkt zu Kunden.

Laden am Standort: Ein

Baustein im Energiesystem

Dass ein Elektro-Sattelzug in einem

mittelständischen Betrieb funktioniert,

hängt nicht nur von Reichweite

und Technik ab, sondern von

Infrastruktur und Energielogik. Genau

hier sieht Eirenschmalz einen

entscheidenden Vorteil: „Der Lkw

wird ausschließlich bei uns geladen

– nicht bei Tankstellen oder

irgendwo unterwegs.“ Strom und

Logistik werden damit zusammen

gedacht: Wer am eigenen Standort

Energie erzeugt und steuern kann,

schafft die Grundlage für planbare,

wirtschaftliche E-Transporte.

Im Unternehmen ist dafür bereits

vieles vorhanden: Photovoltaik,

Blockheizkraftwerk und ein Energiemanagement,

das Lasten intelligent

verteilt. So lässt sich das

Laden in Zeiten hoher Eigenerzeugung

legen – oder, falls nötig,

in die Nacht verschieben. Parallel

wird die Ladeinfrastruktur ebenfalls

ausgebaut: „Momentan könnten

wir sogar zwei Fahrzeuge parallel

laden.“ Das ist ein Satz, der zeigt,

dass es nicht bei einem einzelnen

Vorzeige-Lkw bleiben muss –

auch wenn die Verantwortlichen

derzeit bewusst von einem Praxistest

sprechen.

Leise, direkt, digital:

Der eTGX im Alltag

Sohn Markus (v. li.) und Anton Eirenschmalz, Stefan Fedisch und Tim

Brinkmann vereint vor dem Neuzugang im Fuhrpark.

Anton und Alexandra

Eirenschmalz präsentieren

stolz den neuen E-LKW.

Wer Fedisch zuhört, merkt schnell:

Hier spricht jemand, der Fahrzeuge

nicht nur verwaltet, sondern sie

wirklich erlebt. Über das Fahrgefühl

sagt er: „Er fährt sich wie ein

Sportwagen.“ Gemeint ist damit

nicht bloß die Beschleunigung,

sondern die unmittelbare Leistungsentfaltung

und der insgesamt

entspannte Eindruck am Steuer.

Gleichzeitig verändert der elektrische

Antrieb die Wahrnehmung:

„Im Fahrerhaus ist es so leise, dass

man plötzlich Nebengeräusche

stärker hört – und das Einzige, was

richtig laut ist, ist die Hupe.“

Auch die Bedienung ist moderner

als bei vielen Dieselzugmaschinen:

Statt klassischer Außenspiegel

nutzt das Fahrzeug ein Kamerasystem

mit Monitoren. Fedisch

beschreibt die Umstellung so: „Am

Anfang muss man sich daran gewöhnen,

aber danach sieht man

an vielen Stellen mehr – auch weit

nach hinten.“ Für den Alltag in der

Logistik ist das nicht nur Komfort,

sondern kann auch Sicherheitsund

Präzisionsgewinne bringen,

etwa beim Rangieren oder beim

Spurwechsel auf der Autobahn.

Investition und Ausblick:

Erst Praxis, dann Skalierung

Natürlich bleiben Grenzen, die sich

aus Physik und Einsatzprofil ergeben.

Mit voller Beladung sinkt die

Reichweite, das ist im Betrieb einkalkuliert.

Und für bestimmte Touren

ist die Elektrifizierung derzeit

noch schwer darstellbar. Fedisch

formuliert es ohne Beschönigung:

„Wenn wir 500 bis 600 Kilometer

am Tag fahren müssten, müsste

der Lkw unterwegs nachladen –

und das wollen wir eigentlich

nicht.“ Deshalb setzt Eirenschmalz

zunächst auf Strecken, bei denen

das Fahrzeug zuverlässig zum Laden

zurückkommt.

Die neue Zugmaschine, mit 544 PS

und 26 Tonnen Nutzlast, kostete

nach Angaben des Unternehmens

259 000 Euro. Bestellt wurde sie

im Sommer 2025, geliefert Anfang

2026 – und damit zu einem

Zeitpunkt, als der eTGX noch als

eines der frühen Fahrzeuge dieses

Typs gilt. Im Fuhrpark stehen

insgesamt vier weitere große Lkw.

Ob nun Schritt für Schritt weitere

Elektro-Zugmaschinen folgen,

lassen die Verantwortlichen offen.

Der Ansatz ist klar mittelständischpragmatisch:

erst Erfahrungen

sammeln, Daten bewerten, dann

entscheiden.

Dabei schwingt im Gespräch stets

mit, dass das Projekt nicht nur

technisch, sondern auch kulturell

in den Betrieb passen soll. Alexandra

Eirenschmalz betont den

familiären Kern des Unternehmens:

„Uns ist wichtig, dass trotz

aller Größe das Familiäre erhalten

bleibt.“ Der eTGX wirkt vor diesem

Hintergrund nicht wie ein Marketing-Gag,

sondern wie ein weiterer

Baustein in einer langfristigen

Entwicklung – eingebettet in ein

Energiekonzept, das Eirenschmalz

seit Jahren konsequent vorantreibt.

Dietrich Limper

38 | tassilo


> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Die erste Elf

Tassiloland | Verschränkte Arme,

geschlossene Augen, leicht nach

unten gesenkte Köpfe: Sonderlich

motiviert sieht diese hier abgebildete

Elf nicht aus. Ein bisschen so,

als hätte Sie gerade das Spiel ihres

Lebens knapp und unverdient verloren.

Vielleicht sind die bedröppelten

Gesichtszüge aber auch

Ausdruck dessen, dass die Männer

in grünen Trikots und weißen

Hosen seit mittlerweile vielen Jahren,

Sommer wie Winter, draußen

im Freien stehen müssen und der

oft rauen Witterung hier im bayerischen

Oberland mit Kälte, Regen,

Schnee und Hitze schutzlos

ausgesetzt sind. Dass sie all die

Wetterstrapazen überhaupt so

schadlos überstanden haben, liegt

wiederum daran, dass sie nicht

aus Fleisch und Blut, sondern aus

Holz geschnitzt sind. Und Holz hat,

so zumindest der aktuellste Stand

der Wissenschaft, weder Gefühle

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Die farbfigürliche Fassade, die wir in unserer

März/April-Ausgabe für Sie abgebildet hatten,

liegt im Ortsteil Fendt – direkt an der Verbindungsstraße

zwischen Peißenberg und Paterzell.

noch Schmerzempfinden. Doch

Spaß beiseite. Diese im Tor stehende,

quasi eine Mauer bildende

Fußballmannschaft ist das Ergebnis

eines außergewöhnlichen

Kunstprojekts für einen ebenso

außergewöhnlichen Ort. An dieser

Stelle möchten wir von Ihnen, liebe

Leserinnen und Leser, wissen:

Wo steht diese „Erste Elf“? Von

wem wurde Sie kreiert? Und welche

Bedeutung interpretieren Sie

ihr zu? Alle richtigen Antworten

kommen letztlich in den Lostopf

der „tassilo“-Redaktion. Denn n zu

gewinnen gibt es einmal mehr

einen

Spezialitätenkorb der Schönegger

Käse-Alm, herzhaft

Gewusst hatte das unter anderem Roswitha

Leuchtenmüller aus Weilheim, der wir recht

herzlich zum Gewinn des Spezialitätenkorbs

der Schönegger Käse-Alm gratulieren.

und üppig bestückt mit Almblütenkäse,

Gipfelstürmer, Holunderkäse,

Alprahmkäse, Allgäuzeller

und Rübli. Wie immer entscheidet

das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

sen.

Wir

wünschen viel

Erfolg!

js

> > > IMPRESSUM

„tassilo“ ist ein Medium von

„tassilo“

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im April 2026

Auflage: 43000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Juli / August 2026:

Freitag, 26. Juni 2026 (Anzeigenschluss: 8. Juni 2026)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung und keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Auslegestellen im Verteilgebiet.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Alexander Berndt, Heidi Berndt

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Marion Weiß, Martin

Kamhuber, Gemeinde Wessobrunn, Sportfliegergrupp Werdenfels e.V., Didi Zill,

Autobahn Musik, Bayerische Staatskanzlei, Andreas Mayr, Gemeinde Huglfing,

Lena Wandinger, Martin Schneider, Gemeinde Raisting, Familie Sterff, Marco

Borggreve, Noha Cohen, Freiwillige Feuerwehr Wielenbach, Gabriele Westebbe,

Toby Fuhrmann, TimeCodePic, Markus Blacek, Joachim Heberlein/Stadtarchiv

Weilheim, Andrea Nebel, Tobias Folner, Peter Kraus, Michael Schlögel, Kirche

Kunterbunt im Pfaffenwinkel, Schönegger Käse-Alm, Bettina Eder

mai / juni 2026 | 39


Saisonal und regional – Spargelrezepte der Hauswirtschafterei

Suppe, Risotto und Arme Ritter

Kohl

hlra

rabi

-Spa

parg

rgel

-Sup

uppe

pe

Tassiloland | Spargel ist in vielerlei

Hinsicht gesund. Aufgrund seines

hohen Wassergehalts von rund 90 (!)

Prozent gilt er als extrem kalorienarm,

dient insofern gut zum

Abnehmen. Er regt mit Kalium und

Asparaginsäure (sorgt für stinkenden

Urin) die Tätigkeit der Niere

an, sorgt somit für Entwässerung.

Spargel liefert wichtige Nährstoffe

wie Folsäure, Vitamin C, Vitamin,

E, Vitamin B sowie Ballaststoffe.

Er ist außerdem leicht verdaulich,

unterstützt auch die Verdauung

und stärkt dank sogenannter Antioxidantien

(Schutzmoleküle, die

Zellen vor Schäden durch sogenannte

„freie Radikale“ bewahren)

das Immunsystem. Die ersten

Stangen konnten bereits Ende

März gestochen werden, so richtig

begonnen hat die Spargelsaison

dann zwischen Anfang und Mitte

April – und da sie noch traditionell

bis zum Johannistag am 24.

Juni anhält, bleibt genug Zeit, um

jede Menge leckere wie gesunde

Spargelgerichte auf den Esstisch

zu zaubern. Wer noch unschlüssig

ist oder ganz generell auf der

Suche nach neuen Rezepten? Die

drei Damen der Hauswirtschafterei

empfehlen im Rahmen dieser Mai /

Juni-Ausgabe eine Kohlrabi-Spargelsuppe,

ein Spargel-Risotto und

ein Gericht, dass Sie, liebe Leserinnen

und Leser, in eine frühere Zeit

versetzen wird: Die Rede ist vom

Gericht „Arme Ritter de luxe“, was

sowohl als Beilage wie auch als

Hauptgericht serviert werden kann.

Kohlrabi-Spargel-Suppe

Sp

ar

gell-Ri

Riso

sott

tto

ZUTATEN:

1 Kohlrabi

150 g weißer Spargel

150 g grüner Spargel 1 l Gemüsebrühe

2 EL Butter

Salz, Pfeffer

100 g Erbsen

50 g Sahne

Zum Anrichten:

Kräuter

ZUBEREITUNG: Den Kohlrabi schälen,

putzen und in Würfel schneiden.

Den weißen Spargel schälen

und putzen, den grünen Spargel

waschen und putzen. Beide Spargelsorten

in Stücke schneiden.

Die Gemüseschalen und die Randstücke

in der heißen Brühe ca. 20

Minuten kochen. Abgießen und

den Sud dabei auffangen.

Das Gemüse in der heißen Butter

anbraten. Mit dem Sud aufgießen.

Würzen und das Gemüse knapp

bissfest kochen. Die Erbsen und

die Sahne zufügen und fünf Minuten

weiterkochen.

Die fertige Suppe dann mit Kräutern

bestreut servieren.

Spargel-Risotto

ZUTATEN:

250 g Risotto-Reis

1 EL Butter

100 ml Weißwein

ca. 500 ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

4 Stangen weißer Spargel

4 Stangen grüner Spargel

2 EL Butter

2 – 3 TL Bärlauchpesto

(siehe Rezept weiter rechts!)

Zum Anrichten:

100 g Cocktailtomaten

1 Packung Mini-Mozzarella

(à 125 g)

ZUBEREITUNG: Den Reis in der

heißen Butter anbraten. Mit dem

Wein und 150 ml Brühe ablöschen.

40 | tassilo


Das Ganze würzen und zugedeckt

ca. 25 Minuten bei schwacher

Hitze bissfest kochen. Dabei hin

und wieder umrühren und die

restliche Brühe nach und nach

zugießen.

Den weißen Spargel schälen und

putzen, den grünen Spargel waschen

und putzen. Beide in Stücke

schneiden und in der heißen Butter

anbraten. Mit Salz und Pfeffer

abschmecken.

Die Tomaten waschen und halbieren.

Den Mozzarella abgießen und

klein schneiden.

Das Pesto unter das Risotto rühren,

Spargel, Tomaten und Mozzarella

unterheben.

Arme

Rit

ittete

r „de

luxe“

Bärlauchpesto

ZUTATEN:

50 g Bärlauch

4 EL

Rapsöl

50 g geriebener Bergkäse

50 g

gehackte Wal- oder

Haselnüsse

s

Salz

ZUBEREITUNG: EIT

UNG:

Für das Pesto den

Bärlauch waschen, putzen und

trockenschleudern. chle

er

n Das Öl zuerst

mit etwas Bärlauch pürieren. Die

restlichen Zutaten nach und nach

dazugeben und so lange pürieren,

bis eine sämige Masse entstanden

ist.

Arme Ritter „de luxe“

ZUTATEN:

8 große Scheiben Toast

Füllung:

400 g grüner Spargel

2 EL Butter

Salz, Pfeffer, Kräuter

100 g geriebener Bergkäse

Eiermilch:

4 Eier

200 ml Milch

50 g geriebener Bergkäse

Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG: Für die Füllung

den Spargel waschen und putzen.

In der heißen Butter bissfest braten

und würzen.

Die Zutaten für die Eiermilch gut

verrühren. Vier Scheiben Toast

kurz in der Eiermilch einweichen

und auf ein mit Backpapier ausgelegtes

Backblech legen. Den

Spargel halbieren und auf die

Toastscheiben verteilen. Mit dem

Käse und Kräutern bestreuen.

Den restlichen Toast ebenfalls

kurz in der Eiermilch einweichen

und auf die Füllung legen. Übrige

Eiermilch darauf verteilen und

backen.

Die Backzeit beträgt 25 bis 30 Minuten

bei 200 °C (180 °C)

Tipp: Werden die „Armen Ritter“

als Hauptgericht serviert, dann ruhig

ein paar mehr zubereiten. Die

angegebene Rezeptmenge ist für

einen Brunch berechnet.

Ihr Regionalmagazin „tassilo“

wünscht gemeinsam mit der

Hauswirtschafterei gutes Gelingen

beim Ausprobieren der Spargelrezepte,

guten Appetit beim Verzehr

und einen gesunden Start ins

Frühjahr!

js

Entrümpelungen

Haushaltsauflösungen

Umzüge

Kleintransporte

Sperrmüllentsorgung

Gartenabfallentsorgung

Gartenpflege

Abrissarbeiten

www.ah-entruempelung.de

Tel: 0881-14075362 Mobil: 0170-4465009

Amselweg 10 82362 Weilheim

13. Musiktage

24. – 28. Juni 2026

Neuer Spielort:

Künstlerische Leitung: Kit Armstrong, Franziska Hölscher

Informationen und Kartenverkauf unter:

„Damals hatten wir ...“

Geschichten,

die das Leben schrieb,

gehören in die

Trauerrede!

Weilheim i. Obb.

Münchner Straße 15

0881/92 70 027 www.zirngibl-bestattungen.de

mai / juni 2026 | 41


MAI /


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/

Veranstaltungskalender

1. Mai bis 30. Juni 2026

WEILHEIM

FR 01.05.

Tag der Arbeit

10.00 bis 12.00 und

14.00 bis 16.00 Uhr

Ausstellung „Randstreifen“

Rheumaliga Weilheim, Angerkapellenstr.

5. Collagen von Rolf

Thärichen: „Ist das Kunst oder

kann das weg.“ Bis 10.06.2026

MURNAU

ganztags

Kunstausstellung „Cochon Volant -

ewig fliegt das Schwein“

im Untermarkt 36 von Ursula

Hahn-Jansen. Bis 27.05.2026

SCHWABNIEDERHOFEN

19.30 Uhr

Widersacher aller Liedermacher

Warumaned-Tour im Kulze. Freie

Platzwahl, Kartenpreis: 18 € unter

www.kulze.info/reservieren

WEILHEIM

SA 02.05.

10.00 Uhr

Wollmarkt in der Stadthalle und

der großen Hochlandhalle an der

Wessobrunner Str. 8

Siehe Allerlei Seite 22

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Hurra! Wir leben noch! Jubiläumskonzert

zu 120 Jahren

Volks-Chor Peissenberg in der

Tiefstollenhalle.

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.

Jeden Samstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Samstag

PENZBERG

10.30 bis 11.30 Uhr

Vorlesezeit in der Stadtbücherei.

Für alle Kinder die gerne vorgelesen

bekommen. Eintritt frei.

Jeden Samstag

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz.

Jeden Samstag

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Radom Raisting geöffnet.

Das Industriedenkmal mit den

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im

Hofstätterweg 2. Führungen nach

Vereinbarung. Infos unter

radomraisting.de. Jeden Samstag

und Sonntag von Mai bis Oktober

Siehe Anzeige Seite 21

WEILHEIM

SO 03.05.

10.00 Uhr

Wollmarkt in der Stadthalle und

der großen Hochlandhalle an der

Wessobrunner Str. 8

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet. Führungen

nur mit Reservierung oder

Voranmeldung unter 08803 / 5102

oder info@bergbaumuseumpeissenberg.de.

Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat

DIESSEN

11.00 bis 12.30 Uhr

Mai-Konzert am Monopteros im

Schacky-Park, Vogelherdstr. 2. Das

Konzert ist kostenfrei – über Spenden

freut sich der Förderkreis.

STARNBERG

11.00 bis 13.00 Uhr

Öffentliche Stadtführung.

Treffpunkt an der Info-Stele

am Dampfersteg, Dauer ca. 2

Stunden. Kosten: Erwachsene 7 €

und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung

in der Tourist Information

Starnberg unter 08151 / 906010 o.

touristinfo@starnbergammersee.de

www.starnbergammersee.de

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Museum geöffnet. Sonderführungen

ab 4 Personen nach Voranmeldung

unter Tel. 0881 / 93900

jederzeit möglich. Kosten: 3 €.

Jeden Sonntag

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Radom Raisting geöffnet.

Das Industriedenkmal mit den

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im

Hofstätterweg 2. Führungen nach

Vereinbarung. Infos unter

radomraisting.de. Jeden Samstag

und Sonntag von Mai bis Oktober

Siehe Anzeige Seite 21

WEILHEIM

DI 05.05.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Dienstag

11.00 bis 13.00 Uhr

Berufsberatung für Erwachsene

im VHS-Seminarraum in der

Eisenkramergasse 13. Anmeldung

und Infos über VHS Weilheim

(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /

9278338, www.vhs-Weilheim.de)

19.00 bis 22.00 Uhr

Italienischer Stammtisch der VHS

in der Pizzeria & Trattoria La Tombola

in der Jahnstr. 2. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

PEISSENBERG

16.30 bis 17.30 Uhr

Locker vom Hocker „Tanzen im

Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann in

der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos

unter Tel. 0152 / 52786638 . Jeden

Dienstag außer in den Ferien

18.00 bis 19.00 Uhr

Bleib jung mit Schwung - Kreistänze

im Pfarrsaal St. Johann in

der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos

unter Tel. 0152 / 52786638. Jeden

Dienstag außer in den Ferien

WEILHEIM

MI 06.05.

18.00 bis 19.00 Uhr

Offener Lauftreff für Jedermann/

Jedefrau. Treffpunkt gegenüber

Bolzplatz „In der Au“. Post Sportverein

Weilheim e.V. www.postsvweilheim.de.

Jeden Mittwoch

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Viktualienmarkt

in der Von-Eichendorff-Straße.

Jeden Mittwoch

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone.

Jeden Mittwoch

HERRSCHING

18.00 Uhr

Jugend musiziert Bayern

Preisträgerkonzert Landeswettbewerb

2026 in der Kulturkirche in

der Schulstr. 9

WEILHEIM

DO 07.05.

19.30 bis 21.00 Uhr

VHS-Kurs: Erbrecht auf den Punkt

gebracht im VHS-Seminarraum in

der Oberen Stadt 66.

Kosten: 12 €. Anmeldung über

VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz.

Jeden Donnerstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Donnerstag

> > > BLUTSPENDETERMINE ROTES KREUZ

Di, 5. Mai 15.30 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Tiefstollenhalle

Do, 7. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Herrsching, Grund-/Mittelschule

Fr, 22.Mai 15.30 bis 20.00 Uhr Penzberg, Pfarrzentrum

Weitere Termine und Reserv. unter www.blutspendedienst.com

mai / juni 2026 | 43


PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz.

Jeden Donnerstag

MURNAU

14.00 Uhr

Offener Café-Treff mit Spielenachmittag

im Mehrgenerationenhaus.

Jeden Donnerstag

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag/Spielenachmittag

in der Seidlstr. 16 im

Lehrsaal 1. OG. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

OBERHAUSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Reparierbar im Rathaus in der

Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich

Alltagsgegenstände repariert

und bei IT-Technik beraten.

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmöker-Café in der Bücherei.

Jeden 1. Donnerstag

WEILHEIM

FR 08.05.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

16.00 bis 18.00 Uhr

VHS-Kurs: Charlas de Café –

plaudern auf spanisch im VHS-

Seminarraum, Eisenkramergasse 13.

Kosten 10 €. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

19.00 bis 22.00 Uhr

VHS-Kurs: Weinschätze Italiens

im VHS-Seminarraum in der

Eisenkramergasse 13. Kosten: 65 €.

Anmeldung über VHS Weilheim

(info@vhs-weilheim.de, Tel. 0881 /

9278338, www.vhs-Weilheim.de)

PENZBERG

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesezeit in der Stadtbücherei.

Für alle Kinder die gerne vorgelesen

bekommen. Eintritt frei.

Jeden Freitag

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt

an der Kirche St.Ulrich.

Jeden Freitag

TUTZING

19.30 bis 21.30 Uhr

Kultur am See: Adel und Europa:

Kulturelle Brücken und politische

Konzepte – Finissage und Abendgespräch

in der Akademie für

politische Bildung am Buchensee

1. Der Eintritt ist frei

WEILHEIM

SA 09.05.

10.00 bis 17.00 Uhr

VHS-Kurs: Fotografieren lernen –

von Automatik bis Manuell

Für Einsteiger im VHS Seminarraum

in der Eisenkramergasse

13. Kosten: 51 €. Anm. über VHS

Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

14.00 bis 17.00 Uhr

VHS-Kurs: Basisch Kochen im

stressigen Berufsalltag in der Küche

der Realschule im Prälatenweg

5. Kosten: 23 €. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

16.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt am Volksfestplatz

IFFELDORF

10.00 bis 16.00 Uhr

Hofflohmarkt im gesamten

Dorfgebiet in zahlreichen privaten

Höfen, Gärten und Garagen.

Der Flohmarkt findet bei jedem

Wetter statt

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte

in der Bürgermeister-Strauss-

Halle am Hofmark 9. Festival

der ARD-Preisträger.

Karten und Infos unter

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

ANDECHS

9.00 bis 18.00 Uhr

Genussmarkt im Glashaus

Die Manufaktur für Grünes, Moosweg

10. www.blumen-dorn.de

Siehe Anzeige Seite 33

DIESSENER

TÖPFERMARKT

14. MAI –17. MAI

2026

Keramik am See

Diessener

Keramikpreis

Keramikweg durch

Diessen

Markt Diessen

am Ammersee

14.00 bis 18.00 Uhr

Wilde Kräuterpower von der

Wiese im Riedweg 1a in Frieding.

Gemeinsam entdecken und sammeln

wir schmackhafte Wildkräuter.

Weitere Infos und Anmeldung

unter 08152 / 2664 oder info@

kraeuterstadl.de

DIESSEN

SO 10.05.

Muttertag

11.00 bis 12.30 Uhr

Mai-Konzert am Monopteros im

Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.

Das Konzert ist kostenfrei – über

Spenden freut sich der Förderkreis

TUTZING

18.00 bis 20.00 Uhr

Konzert der Musikfreunde Tutzing

e.V. im Schloss in der Schlossstraße

2-4. Es spielt das Streichsextett

Freies Emsemble Dresden

BERNRIED

19.00 Uhr

„Saiten-Rendezvous“ im Barocksaal

des Klosters im Klosterhof 8.

Einlass ab 18.00 Uhr. Kosten: VVK

23 € unter www.zuenftick.de oder

Abendkasse 25 €

WEILHEIM

MO 11.05.

19.00 bis 20.30 Uhr

VHS-Kurs: „Das moderne Brettspiel“

im VHS-Seminarraum in

der Eisenkramergasse 13. Kosten

14 €. Anmeldung über VHS Weilheim

(info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-

Weilheim.de)

MURNAU

DI 12.05.

17.30 bis 20.30 Uhr

Naturschönheiten vor der Haustüre:

Murnauer Moos. Treffpunkt

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos in der Ramsachstrasse.

Kosten: Erwachsene 17 € Kinder

(8-16 Jahre) 10 €. Anmeldung über

VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

MI 13.05.

18.00 bis 20.00 Uhr

Treffen der MS-Selbsthilfegruppe

in der Gaststätte Mykonos, Am

Dietlhofer See 1. Infos unter

0881 / 69751 Carl Ritter oder

0881 / 12239601 Monika Röhring

18.00 bis 20.30 Uhr

Blumengrüsse auf zwei Rädern –

mit „Bezaubernde Aquarelle“ im

VHS-Seminarraum in der oberen

Stadt 66. Kosten: 49 €.

Anmeldung über VHS Weilheim

(www.vhs-Weilheim.de)

HUGLFING

18.00 Uhr

Huglfinger Festtage: Festauftakt

Sternmarsch, Tag der Nachbarschaft

& Betriebe mit Spanferkelessen

u. d. Kapellen Eberfing &

Oberhausen. Siehe Seite 16

TUTZING

19.30 bis 21.00 Uhr

Lesung von Christian Sepp „Caroline,

Bayerns erste Königin“ im

Kulturtheater Tuzing e.V. in der

Kirchenstr. 3. Kosten 9 € im Vorverkauf

und 11 € an der Abendkasse

MURNAU

DO 14.05.

Christi Himmelfahrt

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung

unter info@new-ideas.de.

Jeden 2. und 4. Donnerstag

HUGLFING

9.00 Uhr

Huglfinger Festtage

Kirchenzug mit Feldmesse anschl.

Festzug und Festzeltbetrieb &

Ehrentänze. Ab 19 Uhr Partyabend

mit der Live-Band Bayern Rocker

44 | tassilo


DIESSEN

10.00 bis 18.00 Uhr

Diessener Töpfermarkt direkt

am Ammersee unter dem Motto

„Keramik am See“.

Täglich bis zum 17.05.2026

Siehe Anzeige links und Seite 22

WEILHEIM

FR 15.05.

19.00 bis 22.00 Uhr

Spanischer Stammtisch der VHS

in der Trattoria & Pizzeria La Tombola,

Jahnstr. 2. Anmeldung über

VHS Weilheim (info@vhs-weilheim.

de, Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-

Weilheim.de)

PENZBERG

17.00 bis 19.00 Uhr

Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten

im Lesecafé der

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

19.00 bis 22.00 Uhr

FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele

ein und kommt in die

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

HUGLFING

20.30 Uhr

Huglfinger Festtage

Party mit Waikiki Beats mit DJ

WEILHEIM

SA 16.05.

10.00 bis 17.00 Uhr

VHS-Kurs: Affinity Canva -„Affinity:

Drei Kreative Tools – ein Kurs. Lust

auf Design? in der Eisenkramergasse

13. Kosten: 82 €. Anmeldung

über VHS Weilheim (Tel. 0881 /

9278338, www.vhs-Weilheim.de)

15.00 bis 17.00 Uhr

VHS-Kurs kreativer Tanz im VHS-

Seminarraum in der Oberen Stadt

66. Kosten: 16 €. Anmeldung über

VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Yoga und Brunch im Gut Kerschlach.

Im Anschluß wartet ein

liebevoll zubereiteter Brunch

HUGLFING

17.00 Uhr

Huglfinger Festtage

Brassabend der Spitzenklasse mit

der Pongauer Tanzlmusi, Blech

verrückt und PS: Reloaded

TUTZING

20.00 bis 21.30 Uhr

Der Totengräber und die Pratermorde

- Die grosse Totengräber-

Show mit Bestseller-Autor Oliver

Pötzsch und seiner Blues-Band

„die Gravediggers“ im Kulturtheater

in der Kirchenstr. 3. Kartenvorverkauf

unter www.kulturtheatertutzing.de

oder an der Abendkasse.

Kosten: 25 €

WEILHEIM

SO 17.05.

10.00 bis 13.00 Uhr

VHS-Kurs Waldbaden: Den Wald

mit allen 5 Sinnen genießen.

Treffpunkt Parkplatz am Gögerl.

Kosten 20 €. Anmeldung über

VHS Weilheim (info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

DIESSEN

11.00 bis 12.30 Uhr

Mai-Konzert am Monopteros im

Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.

Das Konzert ist kostenfrei, über

Spenden freut sich der Förderkreis

WIELENBACH

9.00 bis 15.00 Uhr

Dorfflohmarkt im gesamten

Dorfgebiet. Für das leibliche Wohl

wird am Rathausplatz gesorgt.

Die Stände sind mit Luftballons

gekennzeichnet

HUGLFING

8.30 Uhr

Huglfinger Festtage

mit 62. Bezirksmusikfest

Kirchenzug und Feldmesse, ab

11 Uhr Marschmusikwettbewerb,

anschl. Festzug. Ab 19 Uhr Festausklang

mit der Trachtenkapelle

Wessobrunn. Siehe Seite 16 / 17

POLLING

11.00 bis 12.30 Uhr

Matinee um Elf – ein Weg durch

Wagners Ring. Ein Gesprächskonzert

im Bibliotheksaal, Weilheimer

Str. 1. Siehe Anzeige Seite 27

STEINGADEN

17.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies.

Alte Musik in jungen Händen mit

dem Jugendchor des bayerischen

Sängerbundes und Solisten.

Eintritt frei, Spenden erbeten. Infos

und Karten unter www.wieskonzerte.de.

Siehe Anzeige Seite 39

DIESSEN

DI 19.05.

9.00 bis 11.30 Uhr

Ortsführung – Treffpunkt an der

Tourist Information in der Bahnhofstr.

15. Anmeldung in der

Tourist Information Starnberg unter

08151 / 906010 oder touristinfo@

starnbergammersee.de

www.starnbergammersee.de

WEILHEIM

DO 21.05.

19.00 bis 22.00 Uhr

Französischer Stammtisch der

VHS. Kursort wird kurz vorher

bekanntgegeben. Anm. über VHS

Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)

19.00 bis 22.00 Uhr

Englischer Stammtisch der VHS

im Griechischen Restaurant Korfu,

Kreuzgasse 7. Anmeldung über

VHS Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

MURNAU

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 14. Infos unter claudia.

kopp@brk.de oder 08821 / 6036151

WEILHEIM

FR 22.05.

14.00 bis 15.30 Uhr

Trauerspaziergang

Ein Angebot des Hospizvereins

Pfaffenwinkel e.V. Anmeldung

und Bekanntgabe des Treffpunktes

unter 0881 / 9258490 oder info@

hospizverein-pfaffenwinkel.de

IFFELDORF

SA 23.05.

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte in der

Bürgermeister-Strauss-Halle am

Hofmark 9. Karten und Infos unter

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

ANDECHS

14.00 bis 18.00 Uhr

Der Wonnemonat Mai und seine

Wildkräuter im Riedweg 1a in

Frieding. Alltägliche, oft übersehene

Wildkräuter kennenlernen.

Infos / Anm. unter 08152 / 2664 oder

info@kraeuterstadl.de

DIESSEN

ISO 24.05.

Pfingstsonntag

11.00 bis 12.30 Uhr

Mai-Konzert am Monopteros im

Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.

Das Konzert ist kostenfrei – über

Spenden freut sich der Förderkreis

mai / juni 2026 | 45


MURNAU

DO 28.05.

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung

unter info@new-ideas.de.

Jeden 2. und 4. Donnerstag

TUTZING

FR 29.05.

18.30 bis 21.00 Uhr

Yoga und Bowls – Bewegung, Begegnung

und Genuss im Ayouga

Studio in der Traubinger Str. 14

STEINGADEN

SA 30.05.

19.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel.

Konzert mit Werken von Mozart,

Barber und Beethoven in der

Wieskirche. Kartenvorverkauf

unter www.gap-ticket.de,

www.muenchenticket.de

Weitere Informationen unter

www.musikimpfaffenwinkel.de

Siehe Anzeige Seite 33

DIESSEN

SO 31.05.

11.00 bis 12.30 Uhr

Mai-Konzert am Monopteros

im Schacky-Park, Vogelherdstr. 2.

Das Konzert ist kostenfrei – über

Spenden freut sich der Förderkreis

WEILHEIM

DI 02.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Dienstag

DIESSEN

MI 03.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße.

Jeden Mittwoch

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone.

Jeden Mittwoch

WEILHEIM

FR 05.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich. Jeden Freitag

WEILHEIM

SA 06.06.

16.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt am Volksfestplatz

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz.

Jeden Samstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Samstag

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz.

Jeden Samstag

WEILHEIM

SO 07.06.

19.00 Uhr

Udo Schindler & Ove Volquartz –

Erhard Hirt im Musik- & Pianohaus

Schwinghammer in der

Pöltnerstr. 10

STARNBERG

11.00 bis 13.00 Uhr

Öffentliche Stadtführung.

Treffpunkt an der Info-Stele

am Dampfersteg, Dauer ca. 2

Stunden. Kosten: Erwachsene 7 €

und Schüler ab 10 Jahren 5 €. Anmeldung

in der Tourist Information

Starnberg unter 08151 / 906010

oder touristinfo@starnbergammersee.de

www.starnbergammersee.de

PEISSENBERG

DI 09.06.

16.30 bis 17.30 Uhr

Locker vom Hocker „Tanzen im

Sitzen“ im Pfarrsaal St. Johann in

der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos

unter Tel. 0152 / 52786638 . Jeden

Dienstag außer in den Ferien

18.00 bis 19.00 Uhr

Bleib jung mit Schwung – Kreistänze

im Pfarrsaal St. Johann in

der Oskar-Dietlmeier-Str. 14. Infos

unter Tel. 0152 / 52786638. Jeden

Dienstag außer in den Ferien

IFFELDORF

17.30 bis 20.30 Uhr

Naturschönheiten vor der Haustüre:

Die Osterseen. Treffpunkt

Bahnhof Iffeldorf Richtung

freiwillige Feuerwehr. Kosten:

Erwachsene 17 € Kinder (8-16

Jahre) 10 €. Anmeldung über VHS

Weilheim (info@vhs-weilheim.

de, Tel. 0881 / 9278338, www.vhs-

Weilheim.de)

WEILHEIM

MI 10.06.

18.00 bis 20.00 Uhr

Treffen der MS-Selbsthilfegruppe

im Gasthaus Steidl, Dorfstr. 5,

Wielenbach-Bauerbach. Infos

unter 0881 / 69751 Carl Ritter oder

0881 / 12239601 Monika Röhring

PEISSENBERG

DO 11.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz.

Jeden Donnerstag

DIESSEN

9.00 bis 11.30 Uhr

Ortsführung – Treffpunkt an der

Tourist Information, Bahnhofstr. 15.

Anmeldung in der Tourist Information

Starnberg unter 08151 / 906010

oder touristinfo@starnbergammersee.de,

www.starnbergammersee.de

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz.

Jeden Donnerstag

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz.

Jeden Donnerstag

MURNAU

14.00 Uhr

Offener Café-Treff mit Spielenachmittag

im Mehrgenerationenhaus.

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag in der

Seidlstr. 16 im Lehrsaal 1. OG.

Infos unter claudia.kopp@brk.de

oder 08821 / 6036151

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung

unter info@new-ideas.de.

OBERHAUSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Reparierbar im Rathaus in der

Schulstr. 1. Es werden ehrenamtlich

Alltagsgegenstände repariert

und bei IT-Technik beraten.

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmöker-Café in der Bücherei.

Jeden 1. Donnerstag

WEILHEIM

FR 12.06.

14.15 bis 15.15 Uhr und

15.30 bis 16.30 Uhr

Eltern-Kind-Bewegungskurs,

Contakids (Kinder 6-9 Jahre)

Schnuppertag im VHS-Tanz- und

Gymnastikraum, Ybelherstr. 2.

Kosten: 11 €. Anmeldung über VHS

Weilheim (info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

18.00 bis 20.00 Uhr

VHS-Kurs Jin Shin Jyutsu –

Handgriffe die gut tun im VHS-

Seminarraum, Obere Stadt 66.

Kosten 19 €. Anmeldung über VHS

Weilheim (info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

SA 13.06.

10.00 bis 16.00 Uhr

VHS-Kurs Farbrausch! Experimentelles

Aquarellieren im VHS-Raum

in der Oberen Stadt. Kosten: 54 €.

Anmeldung über VHS Weilheim

(Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

13.00 bis 14.30 Uhr

Japanischer Stammtisch der VHS

im Tennisstüberl, Narbonner Ring

11. Anmeldung über VHS Weilheim

(Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

46 | tassilo


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.tassilo.biz/veranstaltungskalender/

IFFELDORF

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzerte in der

Bürgermeister-Strauss-Halle am

Hofmark 9. Karten und Infos unter

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

ANDECHS

14.00 bis 18.00 Uhr

Rosenblüten & Wildkräuter in der

Küche im Riedweg 1a in Frieding.

Rosen in Kombination mit würzigen

Kräutern werden sie zu einem

wahren Genuß. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08152 / 2664 oder

info@kraeuterstadl.de

WEILHEIM

SO 14.06.

10.00 bis 13.00 Uhr

VHS-Kurs: Selbstverteidigung für

Frauen ab 18 Jahren im VHS-Tanzund

Gymnastikraum in der Ybelherstr.

2. Kosten: 30 €. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

MI 17.06.

18.00 bis 20.30 Uhr

Sommerfrüchte & Lettering mit

„bezaubernde Aquarelle“ im

VHS-Seminarraum in der Oberen

Stadt 66. Kosten 49 €. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

DO 18.06.

19.00 bis 22.00 Uhr

Englischer Stammtisch der VHS

im Griechischen Restaurant Korfu,

Kreuzgasse 7. Anm. über VHS Weilheim

(info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

WEILHEIM

FR 19.06.

19.00 bis 22.00 Uhr

Spanischer Stammtisch der VHS.

Kursort wird kurz vorher bekannt

gegeben. Anmeldung über VHS

Weilheim (info@vhs-weilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

PENZBERG

17.00 bis 19.00 Uhr

Handaktivtreffen für alle Handarbeitsbegeisterten

im Lesecafé der

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

19.00 bis 22.00 Uhr

FreitagsSpieler – packt Eure Lieblingsspiele

ein und kommt in die

Stadtbücherei. Jeden 3. Freitag

TUTZING

SA 20.06.

19.30 bis 21.00 Uhr

Ricardo Volkert & Ensemble im

Kulturtheater in der Kirchenstr. 3.

Karten im Vorverkauf unter www.

kulturtheater-tutzing.de oder an der

Abendkasse. Kosten 25 €

WESSOBRUNN

SO 21.06.

15.00 bis 17.00 Uhr

Yoga und Cake auf dem Festenhof

Balance für Körper, Geist & Seele

in Altkreit 2, Forst. Im Anschluß

wartet eine süße Belohnung

STEINGADEN

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies.

Alles hat seine Zeit mit dem Chor

der Stadt Schongau und Vokalzirkel

München. Infos und Karten

unter www.wieskonzerte.de

Siehe Anzeige Seite 39

WEILHEIM

DI 23.06.

17.30 bis 20.30 Uhr

Naturschönheiten vor der

Haustüre – Magnetsrieder Hardt.

Treffpunkt: Parkplatz an der Hardtkapelle.

Kosten: Erw. 17 € Kinder

(8-16 Jahre) 10 €. Anm. über VHS

Weilheim (www.vhs-Weilheim.de)

MURNAU

DO 25.06.

15.00 bis 17.00 Uhr

BRK-Seniorennachmittag

in der Seidlstr. 16 (1. OG)

Infos unter claudia.kopp@brk.de

oder 08821 / 6036151

19.00 Uhr

Gedankenwerkstatt im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung unter

info@new-ideas.de.

FELDAFING

18.00 Uhr

13. Musiktage Feldafing in der

Kirche Heilig Kreuz. Informationen

und Kartenvorverkauf unter

www.musiktage-feldafing.com.

Siehe Anzeige Seite 41

HAUNSHOFEN

20.00 bis 22.30 Uhr

Kabarett Christine Eixenberger -

Volle Kontrolle (Mehr Infos und

Tickets zum VVK siehe „tassilo“-

online-Veranstaltungskalender)

WEILHEIM

IM

FR 26.06.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

14.00 bis 15.30 Uhr

Trauerspaziergang

Ein Angebot des Hospizvereins

Pfaffenwinkel e.V. Anmeldung und

Bekanntgabe des Treffpunktes

unter 0881 / 9258490 oder info@

hospizverein-pfaffenwinkel.de

19.00 bis 22.00 Uhr

Italienischer Stammtisch der VHS.

Kursort wird kurz vorher

bekanntgegeben. Anmeldung

über VHS Weilheim (info@vhsweilheim.de,

Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

TUTZING

10.00 bis 12.00 Uhr

Fit, vital und leichter mit Jin Shin

Jyutsu in der Naturheilpraxis

Nitzschmann, Weilheimer Str. 35.

Nähere Infos zum Kurs unter

www.jin-shin-jyutsu-tutzing.de

18.30 bis 21.00 Uhr

Yoga- und Bowls-Bewegung, Begegnung

und Genuss im Ayouga

Studio in der Traubinger Str. 14.

FELDAFING

18.00 Uhr

13. Musiktage Feldafing in der

Kirche Heilig Kreuz. Informationen

und Kartenvorverkauf unter

www.musiktage-feldafing.com.

WEILHEIM

SA 27.06.

10.00 bis 17.00 Uhr

VHS-Kurs: Fotografie Kreativ:

Blitzen, Langzeitbelichtung,

Manueller Modus im VHS-Seminarraum

in der Eisenkramergasse

13. Anmeldung über VHS

Weilheim (Tel. 0881 / 9278338,

www.vhs-Weilheim.de)

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

Das Impressum finden Sie auf Seite 39

ANDECHS

14.00 bis 18.00 Uhr

Lagerfeuerküche verfeinert mit

frischen Wildkräutern im Riedweg

1a in Frieding. Gemeinsam wird

gebrutzelt, gebacken und gekocht.

Infos / Anm. unter 08152 / 2664 oder

info@kraeuterstadl.de

FELDAFING

18.00 Uhr

13. Musiktage Feldafing in der

Kirche Heilig Kreuz. Informationen

und Kartenvorverkauf unter

www.musiktage-feldafing.com.

BERNRIED

20.00 Uhr

D’Bavaresi – Drei Wuide unterwegs

im Sommerkeller in der

Dorfstr. 26. Einlass 19.00 Uhr.

Kosten im VVK 33 € unter

www.zuenftick.de und 38 € an

der Abendkasse.

POLLING

SO 28.06.

11.00 bis 12.30 Uhr

Matinee um Elf – Leben und Spiel

mit Werken von Beethoven, Mozart

und Brahms im Bibliotheksaal.

Siehe Anzeige Seite 27

FELDAFING

18.00 Uhr

13. Musiktage Feldafing in der

Kirche Heilig Kreuz. Informationen

und Kartenvorverkauf unter

www.musiktage-feldafing.com.

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

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mai / juni 2026 | 47


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