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familie&co 05/2026

Das Leben mit Kindern ist schön – und Familie ist das größte Abenteuer des Lebens! Keine andere Familienzeitschrift vermittelt eine so konsequente Botschaft wie FAMILIE&CO. FAMILIE&CO ist die Zeitschrift für junge Familien mit Kindern bis 13 Jahre. Eltern können in FAMILIE&CO aus einem großen Fundus an Informationen und Service schöpfen, gestützt durch das Fachwissen anerkannter Experten. Kernthemen sind Erziehung und Entwicklung, Kindergarten und Schule, Gesundheit und Ernährung, Familienleben und Freizeit.

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16

DIE ERSTE BRILLE

Redaktion

12

ZEIT ZUM

NICHTSTUN

Inhalt

4 TYPISCH JUNGS,

TYPISCH MÄDCHEN?

12 ZEIT ZUM NICHTSTUN

16 DIE ERSTE BRILLE

20 DAS PERFEKTE

FAMILIEN-FRÜHSTÜCK

24 KINDERGARTEN-

FREUNDSCHAFTEN

32 LIVING – MIT KINDERN GÄRTNERN

38 IMPRESSUM

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Jungs tragen blau, sind stark,

wild und laut und gut in Naturwissenschaften.

Mädchen hingegen

lieben Puppen, Einhörner sowie alles,

was rosa und romantisch ist, und

fangen ständig an zu weinen. Die Liste

der Geschlechterklischees, die bis heute

durch unsere Köpfe spuken, ist lang.

Gleichzeitig wirken solche Zuschreibungen

altmodisch und gestrig.

Schließlich klettern heute auch Mädchen

in Jeans auf den höchsten Baum,

während langhaarige Jungs sich fürs

Kochen begeistern. Gibt es „typische

Jungs“ und „typische Mädchen“ also

bald gar nicht mehr? Oder werden die

Unterschiede zumindest kleiner?

Die meisten Eltern würden dies wohl

nicht bestätigen. So ergab etwa eine

Münchner Studie aus dem Jahr 2020,

dass noch immer 94 Prozent der

Mütter finden, ihr Kind entspräche

zumindest größtenteils den gängigen

Geschlechterklischees. Ein geschlechtsneutrales

Verhalten beobachteten gerade

mal fünf Prozent. Dass sie damit

nicht völlig falsch liegen, zeigt etwa

die Kinder-Medien-Studie 2019. Ihr

zufolge interessieren sich 63 Prozent

der Vier- bis 13-Jährigen Mädchen,

aber nur 16 Prozent der gleichaltrigen

Jungen für Mode und Styling. Für

Sport und Fußball hingegen begeisterten

sich 84 Prozent der Jungs und nur

28 Prozent der Mädchen. Ähnlich erfamilie&erziehung

Typisch Mädchen,

Geschlechterklischees begleiten Kinder vom Tag ihrer Geburt an.

Was Eltern darüber wissen sollten, um ihrem Nachwuchs optimale

Entwicklungschancen zu bieten

typisch

4 familie&co 05/2026


Jungs?


familie&erziehung

Tipps für den

Spielzeugkauf

Spielzeug aussuchen, ohne in

Klischees zu verfallen? Gar nicht

so schwer, sagt Daniela

Thörner – wenn man nicht zuerst

an das Geschlecht, sondern

an die Interessen des Kindes

denkt. Was macht ihm Spaß?

Wo braucht es Förderung?

Sie rät zu Spielzeug, dass …

man jedem Kind anbieten

würde, egal, welches

Geschlecht es hat

vielfach einsetzbar ist

vielfältige Kompetenzen

fördert, z. B. Bewegung

(Springseil), Empathie und

Kommunikation (Figuren,

Puppen, Stofftiere, Bücher),

Konzentration (Stifte, Puzzle,

Spiele, Bücher, Sortierspiele)

oder Handwerklich-

Kreatives (Farben,

Instrumente, Werkzeuge)

Kreativität anregt und freies

Spiel ermöglicht (Tücher,

Spielküche, Bausteine,

Figuren)

keine stereotype Abbildung

trägt (es gibt Bälle für

Mädchen oder Jungen und

es gibt schlicht bunte Bälle)

wartbar belegte die Umfrage, dass

Mädchen vor allem Prinzessinnen und

Pferde, Jungs eher Superhelden und

Autos toll finden.

Gene oder Einfluss

von außen?

Doch woher kommen diese markanten

Unterschiede? Haben etwa Gene oder

Hormone die Finger im Spiel – oder

doch eher die Einflüsse der Umwelt?

Ist die Liebe zu rosa Glitzer oder lautem

Motorgrollen tatsächlich von Beginn

an in uns angelegt? Und vor allem:

Was, wenn das nicht so sein

sollte? Würde letzteres nicht bedeuten,

dass unsere Kinder weniger ihren eigenen

Neigungen und Talenten nachgehen,

sondern vor allem der gesellschaftlichen

Erwartung nacheifern?

Die Sozialpädagogin, Fachautorin und

Diversity-Trainerin Daniela Thörner

hat sich mit diesen Fragen gründlich

befasst – und glaubt, dass wir die sozialen

Einflüsse auf die Entwicklung ei-

nes Kindes nicht unterschätzen sollten.

Dies fange schon in der Schwangerschaft

an: „Was wird es denn?“, sei

fast immer die erste Frage an eine

Schwangere. Und auch für die werdenden

Eltern sei oft von großer Bedeutung,

ob ein Junge oder ein Mädchen

im Bauch heranwachse. Eine verständliche

Neugier, die aber auch verrate,

dass Eltern mit dem Geschlecht des

Kindes bereits konkrete Erwartungen

verbinden, so die Expertin.

Dies zeigen auch zahlreiche sogenannte

„Baby-X-Studien“. Sie belegen, dass

Kinder wegen ihres Geschlechts (oft

unbewusst) unterschiedlich behandelt

werden. Je nachdem, ob Babys für

Mädchen oder Jungen gehalten würden,

gäbe es für sie beispielsweise mehr

oder weniger Ansprache, Bewegungsangebote

oder tröstenden Worte, erklärt

Daniela Thörner in ihrem Buch

„Mädchen, Junge, Kind“. „Diese Um-

6 familie&co 05/2026


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Was bist

du, Baby?

Baby-X-Studien belegen,

dass viele Menschen unbewusst

Unterschiede machen, je nachdem,

ob sie glauben, ein kleines

Mädchen oder einen kleinen Jungen

vor sich zu haben. Eines der

ersten Experimente dieser Art,

durchgeführt 1975 in den USA

von Seavey, Katz, and Zalk, zeigte,

dass Probanden, je nach vermutetem

Geschlecht, unterschiedliche

Spielzeuge für Babys

auswählten. Angebliche Mädchen

bekamen eine Puppe, Jungs einen

Football. Andere Teilnehmer

sollten das Geschlecht eines Babys

raten. Dabei tippten 57 Prozent

der Männer und 70 Prozent

der Frauen auf einen Jungen und

begründeten ihr Vermutung z. B.

mit der Kraft oder dem wenigen

Haar des Kindes. Tatsächlich handelte

es sich um ein Mädchen.

1984 zeigten die amerikanischen

Wissenschaftlerinnen

Carol Tavris und Carol Wades,

dass selbst Mütter, die nicht an

große Unterschiede zwischen den

Geschlechtern glauben, nicht vor

Stereotypen gefeit sind: Einem

Kind, dass ihnen als Adam vorgestellt

wurde, reichten sie mehrheitlich

einen Spielzeugzug,

einem Kind namens Beth eine

Puppe.

Überholte Ergebnisse?

Scheinbar nicht: Einige der frühen

Studien wurden in den letzten

zehn Jahren wiederholt, u. a. im

Rahmen einer BBC-Dokumentation

– mit ähnlichen Ergebnissen.

gangsformen prägen spätere Stärken

und Vorlieben“, so die Autorin. (Mehr

dazu rechts oben)

Kleidung ist selten

geschlechtsneutral

Ein Blick auf die Websites großer

Modefirmen zeigt: Noch immer wird –

vom ersten Tag an – unterschiedliche

Kleidung für Mädchen und Jungen

produziert. Zwar ist längst nicht mehr

alles rosa oder hellblau. Schnitt und

Motivwahl machen dennoch bei den

meisten Stücken eine einfache Zuordnung

möglich. So werden Mädchenkleider

(neben Rüschen und Schleifen)

vor allem von Schmetterlingen und

Pferden/Einhörnern geziert, bei Jungs

sind es Bagger und Dinosaurier. Ähnliche

Unterschiede finden sich beim

Spielzeug. Produkte für Jungen lüden

häufiger zur Bewegung und Umgebungserkundung

ein, während solche

für Mädchen eher soziale Interaktion

und Fürsorglichkeit schulten, so Dani-

ela Thörner. Werden Kinder demnach

auch heute noch in scheinbar überholte

Geschlechterrollen gedrängt? Oder

machen solche, gesellschaftlich festgelegte

Rollenbilder das Leben für Väter,

Mütter, aber auch für Kinder einfacher

und überschaubarer? „Eltern

wollen, dass es ihr Kind nicht unnötig

schwer hat. Das bringt sie unter Umständen

in

ein Dilemma: Sollen sie die allgemein

akzeptierten Geschlechterschubladen

bedienen – oder die individuelle Entwicklung

des Kindes zum Maßstab

machen?“, so die Expertin.

Tatsächlich wächst die Zahl der Väter

und Mütter, die ihrem Kind ein Auf-

8 familie&co 05/2026


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familie&erziehung

wachsen ohne Stereotype ermöglichen

wollen, damit es sich seinen eigenen

Neigungen gemäß entwickeln kann.

Manche von ihnen lassen sich gar auf

das Abenteuer „Geschlechtsneutrale

Erziehung“ ein, bei dem Eltern versuchen,

ihr Kind zumindest für einige

Jahre ohne erkennbares Geschlecht

großwerden zu lassen. Frisur, Kleidung,

Name, Spielzeug – alles zielt bei dieser

Erziehungsform darauf ab, ein Kind

als Kind zu begreifen und nicht in erster

Linie als Mädchen oder Jungen.

So können Kinder

mitreden

Letzteres ist auch das Anliegen von

Diversity-Expertin Daniela Thörner.

Dass eine geschlechtsneutrale Erziehung

klappen kann, glaubt sie

dennoch nicht: „Unsere Gesellschaft

können wir ja nicht komplett ausblenden.“

Stattdessen plädiert sie

dafür, die Kompetenz von Kindern zu

stärken: „Sie sollten früh erfahren,

dass die Welt da draußen denkt, dass

es typische Jungs- und Mädchenfarben

gibt, und dass es sich ebenso mit

Kleidung, Spielzeug, Hobbys und Berufen

verhält. Gleichzeitig können wir

sie zum kritischen Nachdenken anregen

und fragen: ,Ist das gerecht, dass

nicht alle selbst entscheiden können,

was sie wollen?‘ – Diese Welt, die Erwachsene

da jeden Tag erschaffen, ist

nicht perfekt und oft auch ungerecht.

Das dürfen Kinder hinterfragen lernen.

Sie müssen aber auch wissen, dass das

nicht immer einfach ist.“ Es gelte, Kinder

zu ermächtigen, eigene Entscheidungen

zu treffen – dies unterstützte

sie besser, als einen ahnungslosen kleinen

Jungen mit rosa Ballettkleid in die

Kita gehen zu lassen.

Vor allem aber sollten Väter und Mütter

sich darüber klar sein, welch großen

Einfluss sie selbst auf das Rollenverständnis

ihres Nachwuchses haben.

Denn kaum etwas prägt Kinder so

stark wie das Vorbild der Eltern. Es

lohnt sich also, mal genau darauf zu

schauen, wie zu Hause die Aufgaben

verteilt sind. Denn meist erleben Kinder

ihre Eltern vor allem hier – und

nicht in ihrer Berufswelt: „Es kann

sein, dass eine Frau eine richtig taffe

Businesswoman ist und Kinder sie zu

Hause dennoch meist nur kochen und

aufräumen sehen, vielleicht sogar, weil

sie das entspannend findet.“

Durchaus nicht alle Eltern sympathisieren

damit, die bekannten Geschlechterrollen

aufweichen oder gar abschaffen

zu wollen. Nicht allen leuchtet die

Idee der Genderforschung ein, zwischen

biologischem und dem sozialen

Geschlecht, das nur durch Einflüsse

von außen zustande kommt, zu unterscheiden.

Warum plötzlich bestreiten,

dass ein Junge eben ein Junge und ein

Mädchen ein Mädchen ist, so ihr Einwand.

Und tatsächlich scheint eine

Welt, in der „männlich“ und „weiblich“

gar keine Rolle mehr spielen,

nicht sehr realistisch.

Zum Weiterlesen

Daniela Thörner: Mädchen, Junge, Kind.

familiar faces, 16 Euro und

www.daniela-thoerner.de

Jeder Mensch ist

einzigartig

Bedenkenswert ist jedoch: Weder im

sozialen, noch im biologischen Sinne

gibt es hundertprozentige Frauen und

Männer. Auf wohl kaum einen Menschen

treffen alle Attribute zu, die wir

mit „männlich“ oder „weiblich“ verbinden,

z. B. bezogen auf Stimme,

Körperbau, Temperament oder Talente.

Den Menschen mit seinen individuellen

Eigenheiten, Stärken, Interessen

in den Vordergrund zu stellen und

das Geschlecht als zweitrangig zu begreifen,

macht also durchaus Sinn.

Vor allem bei Kindern, die ja vor der

Aufgabe stehen, ihre eigene Persönlichkeit

zu entwickeln und ihren eigenen

Weg durchs Leben zu suchen.

Und ebenso dies: Das, was wir unter

einem typischen Mädchen oder Jungen

verstehen, hat sich über die Jahrhunderte

immer weiter gewandelt. So stehen

Kindern heute viele Wege offen,

die ihnen früher aufgrund ihres Geschlechts

versperrt waren. Klar, noch

immer sind fußballspielende Mädchen

oder tanzbegeisterte Jungs seltener –

doch sobald es sie überhaupt gibt,

können sie ermutigende Vorreiter für

andere sein. Dabei helfen ihnen verständnisvolle

Eltern, die nicht zurückzucken,

sobald ihr Kind mal ein wenig

aus der gesellschaftlichen Reihe tanzt.

Denn jedes Kind ist einzigartig – und

das ist gut so!

FOTOS: LSOPHOTO, FLAMINGOIMAGES, SERRNOVIK, MONKEYBUSINESSIMAGES, NOURA0427: ISTOCK

10 familie&co 05/2026


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familie&erziehung

Zeit zum

NICH

12 familie&co 05/2026


Schon Kinder haben heute einen fordernden Alltag –

und benötigen einen Ausgleich. Wie Eltern ihnen dabei

helfen, zu innerer Ruhe und Entspannung zu fi nden

A

n manchen Tagen geht es

Schlag auf Schlag: Kaum

ist das Kind aus der Schule

zurück, wird rasch zu Mittag gegessen,

dann sind die Hausaufgaben

dran – und schon wartet der nächste

Termin. Mal ist es Klavierunterricht,

mal ein Besuch beim Kinderarzt oder

das Training im Sportverein. Zeit zum

Nichtstun: keine übrig.

Viele Kinder haben heute einen Terminplan,

der ebenso voll ist wie der

ihrer Eltern. Dadurch fehlen ihnen

nicht nur Erholungspausen – auf Dauer

verlernen sie überhaupt, einfach mal

innezuhalten. Aber Kinder brauchen

nichtorganisierte Freizeit für ihre Entwicklung.

Nur so lernen sie, etwas mit

sich allein anzufangen.

„Einfach“ mal nichts

tun? So einfach ist das

gar nicht …

Echter Leerlauf im Alltag wird oft

nicht mehr als willkommenes Geschenk,

sondern eher als unangenehm

und langweilig empfunden – und die

Versuchung, die unverplante Zeit mit

Fernsehen, Tablet oder Smartphone

sofort wieder zu füllen, ist groß.

Erziehungsexperte Jan-Uwe Rogge

rät Eltern, ihre Kinder ruhig häufiger

mal dem Nichtstun auszusetzen – und

zwar um wieder neu zu lernen, aus

sich selbst zu schöpfen: „Entschleunigung

ist das Gebot der Stunde. Veranschaulichen

lässt sich das an der

Entwicklung der Begriffe Zerstreuung

und Langeweile, die vor 200 Jahren

noch eine positive Bedeutung hatten

und als wichtig und notwendig galten“,

so der Hamburger Ratgeberautor.

Langeweile, so Rogges Fazit,

sei für Kinder eine echte Quelle der

Kraft.

Sehr ähnlich sieht das die Diplom-

Psychologin Claudia Radermacher-

Lamberty: „Langeweile schafft Platz

für kreative Freiräume.“ Und: Festzustellen,

dass es auch einmal alleine

klarkommt, wenn nichts los ist, stärke

das Selbstbewusstsein eines Kindes

ungemein, so die Aachener Erziehungsberaterin.

Gedankenreisen als

Mini-Urlaub vom Alltag

Doch wie vermittelt man seinem Kind

einen Sinn für die kreative Seite der

Muße? Schließlich schaffen viele Eltern

es selbst kaum, sich Auszeiten zu

gönnen und auch mal ein wenig zu

träumen. Da hilft: Einfach machen!

TSTUN

05/26 familie&co 13


familie&erziehung

INTERVIEW

„Entspannung für Körper

und Geist“

Thomas Bannenberg ist Diplom-

Sozialpädagoge, Buchautor,

Moderator und Yogalehrer mit

Schwerpunkt Kinderyoga

familie&co: Was unterscheidet

Kinder- von Erwachsenenyoga?

Thomas Bannenberg: Eigentlich

gibt es keine Unterschiede in der Zielsetzung.

Für beide Altersgruppen geht

es beim Yoga um innere und äußere

Haltung, um Atmung und Konzentration,

um Entspannung und Dehnung.

Die Vermittlung geschieht jedoch bei

Kindern spielerisch, manchmal in

Form von Geschichten oder Bildern.

Welche Übungen helfen Kindern

gut beim Abschalten? Die sogenannte

„Haltung des Kindes“

(Balasana) ist eine Übung, die bestens

geeignet ist, um schnell bei sich anzukommen

und innere Ruhe zu finden,

Kraft zu schöpfen. Geben die Eltern

ihm eine Anleitung zur Entspannung,

kann das Kind diese in der Rückenoder

Bauchlage am besten genießen.

Wie oft und wie lange sollten

Kinder üben? Schon wer der Meditation

jeden Tag fü nf Minuten Zeit widmet,

kann nachhaltige Effekte erzielen.

Denn nicht die Quantität ist entscheidend,

sondern die Qualitä t. Und das

bedeutet, mit allen Sinnen in eine Haltung

zu gehen, sich darin zu erleben

und sie dann wieder aufzulö sen, loszulassen

– und dann zu spü ren, was dadurch

in Kö rper und Geist in Bewegung

gesetzt wurde.

Was bewirkt Yoga bei Kindern?

Angeleitete Entspannungsphasen

helfen Kindern zu lernen, auch zu

Hause und selbstgesteuert zu entspannen.

Konzentrations- und die

vielfältigen Meditationsübungen

eröffnen auch schon Kindern neue

Möglichkeiten, ihren Geist zu schulen

und somit den Fokus ihrer Aufmerksamkeit

selbst zu bestimmen.

Eine schöne und unkomplizierte Möglichkeit,

im Alltag zu entspannen, sind

Gedankenreisen. Zum Einstieg können

Sie sie mit Ihrem Kind gemeinsam unternehmen.

Sorgen Sie als Erstes dafür, dass digitale

Geräte mal für eine halbe Stunde

schweigen, auch andere Ablenkungen

sollten möglichst abgeschaltet werden.

Dann legen sich die „Reisenden“

gemütlich mit geschlossenen Augen

hin und begeben sich in ihrer Fantasie

gemeinsam an einen schönen Ort.

Für den Anfang ist z. B. der Lieblingsstrand

aus den letzten Ferien gut geeignet.

Wenn alle in Gedanken dort

angekommen sind, wird in loser Folge

reihum erzählt, was der Einzelne gerade

erlebt. Wer sieht das Glitzern der

Wellen? Ist der Sand warm? Fliegen

kreischende Möwen über das Wasser?

Erwachsene und Kinder üben so nach

und nach ein, in ihrer Gedankenwelt

spazieren zu gehen und dort einen Ort

der Erholung zu finden.

Klappt das gut, können Sie Ihr Kind

ermutigen, es auch mal alleine zu probieren.

Für den Anfang können Sie

Unterstützung leisten, indem Sie gemeinsam

einen Ort für die Reise auswählen.

Oder indem Sie dem Kind den

Anfang einer Geschichte erzählen und

es einladen, diese fortzuspinnen. Nicht

alle Kinder haben von Beginn an Spaß

an solchen „entschleunigten Momenten“

– gerade dann, wenn sie sehr gestresst

oder überdreht sind. Hier gilt:

Geduld haben, keinen Druck aufbauen

und erst mal kleine Schritte gehen.

FOTOS: MICHA_H, YULIABULGAKOVA, HALFPOINT, TEKSOMOLIKA: ISTOCK

14 familie&co 05/2026


Meditation hilft

auch Kindern beim

„Runterkommen“

Eine effektive Entspannungshilfe ist die

Meditation. Dabei muss es nicht gleich

um eine spirituelle Reise gehen; Meditation

kann auch einfach bedeuten, auf

angenehme Weise zur Ruhe zu kommen.

Ein guter Einstieg: Lesen Sie Ihrem Kind

eine Geschichte vor, während es mit

geschlossenen Augen auf dem Rücken

liegt. Seine „Aufgabe“ dabei ist, sich

ganz auf die Handlung zu konzentrieren

und alle Alltagsgedanken beiseite zu

lassen. Später können Sie ihm z. B. die

sanften Töne einer Klangschale vorspielen.

Gut geeignet sind auch Playlists mit

passender Musik und einer angeleiteten

Meditation.

Ich bin ganz schwer,

meine Beine sind schön

warm ...

Auch Autogenes Training kann Kindern

beim Stressabbau helfen. Hier wird die

Entspannung mithilfe festgelegter Übungen

herbeigeführt, zum Beispiel durch

Konzentration auf die Schwere des Körpers,

den Atem oder ein angenehmes

Wärmeempfinden. Der Körper befindet

sich dabei in einer Ruheposition, die

Übungen werden meist auf dem Boden

liegend, machmal auch mit geschlossenen

Augen im Sitzen durchgeführt.

Der Effekt beruht auf den wohltuenden

Kräften der eigenen Vorstellungskraft.

Bei Kindern, die einen solchen Ruhezustand

nicht gewöhnt sind, sollte das

Üben zunächst spielerisch ablaufen.

Tatsächlich wird die positive Wirkung

sehr bald erlebbar und es gelingt immer

schneller, einen angenehm gelassenen

Zustand zu erreichen. Am besten wirkt

Autogenes Training, wenn es täglich

praktiziert wird.

Entspannung

durch Bewegung –

mit Kinderyoga

Eine besonders kindgemäße Form der

Entspannung ist Yoga. Hier profitieren

sowohl Kinder, die aufgrund ihres Naturells

ohnehin sehr aktiv sind, als auch

solche, denen es im Alltag an körperlichem

Ausgleich zur Schule fehlt.

Kinderyoga ist eine eigenständige Yogavariante,

bei der Mediation und Ruhephasen

weniger ausführlich praktiziert

werden. „Im Mittelpunkt stehen Haltungen

und Bewegungen, die Kinder in ihrem

natürlichen Bewegungsdrang unterstützen“,

erklärt der Kinderyogalehrer

Thomas Bannenberg (s. auch Interview

Seite 18). Besonders wertvoll sei für sie

das bewusste Erleben des Wechsels von

Anspannung und Entspannung. „Viele

verstehen dadurch erst genau, was

Entspannung eigentlich ist. Gleichzeitig

eröffnen Konzentrations- und Meditationsübungen

Kindern die Möglichkeit,

ihre Aufmerksamkeit selbstbestimmt zu

fokussieren“, so der Experte. Richtig

loslegen können Kinder nach seiner Erfahrung

bereits im Alter von drei Jahren.

Aber auch Kleinkinder können bereits

ihre motorischen Fähigkeiten schulen,

indem sie die Übungen und Bewegungen

spielerisch nachahmen.

Humor und

Gelassenheit im Familienalltag

verankern

Und noch etwas anderes sollten Eltern

im Blick behalten: Entspannender als

jede Entspannungsübung ist ein lockerer

Blick auf den Alltag. Vermitteln Sie

Ihrem Kind, das wir vieles nicht ändern

können – aber immer bestimmen, welche

Haltung wir selbst zu den Dingen

entwickeln. Oder, wie Buddha sagt: „Es

gibt keinen Weg zum Glück, Glücklichsein

ist der Weg.“

5 TIPPS

„Entspannungsübungen

für

Kinder“

1

2

3

4

5

Die Wiese der Ruhe

Die Wiese der Ruhe: Das Kind

stellt sich vor, völlig entspannt auf

einer Wiese zu liegen. Dabei soll es

versuchen, möglichst viele Details

wahrzunehmen.

Wärme Bei der Übung

hält das Kind ein Kissen und

konzentriert sich auf dessen Wärme

und das Gefühl, dass dadurch auch

der eigene Körper warm wird.

Für Zwischendurch

Das Kind setzt sich gerade

auf einen Stuhl und stellt sich vor,

dass es ganze schwer, ruhig und

entspannt ist.

Um nach einer

Entspannungsübung

wieder wach und fit zu werden, darf

das Kind z. B. „Katze“ spielen und

sich beispielsweise räkeln, einen

Buckel machen und fauchen.

Nach jeder Übung

sollte Ihr Kind auf jeden Fall

Gelegenheit haben, über das Erleb-

te zu sprechen.

05/26 familie&co 15


familie&gesundheit

16 familie&co 05/2026


Voller

Durchblick

Immer mehr Kinder benötigen eine Brille. Worauf es bei der

Auswahl von Gestell und Gläsern wirklich ankommt

Meinst du, die haben da auch so

eine blaue Brille, wie der Finn sie

trägt? Die find ich gut! Oder ich

nehme eine mit Muster, so wie der Leon

…“ Seitdem der achtjährige Ben sich mit

seiner Mutter auf den Weg zum Optiker

gemacht hat, reißen seine Überlegungen

zum richtigen Modell nicht ab. Heute

soll er seine erste Brille bekommen. Und

offensichtlich ist Ben deswegen ein bisschen

aufgeregt – aber auch vorfreudig.

Auch, weil eine coole Brille von den anderen

in der Klasse bewundert wird.

Außenseiter sind Kinder mit Brille sind

schon längst nicht mehr. Was auch daran

liegt, dass sich ihre Zahl immer weiter

erhöht. Vor allem die Fälle von Kurzsichtigkeit

(Myopie) nehmen stark zu,

u.a. weil schon Kinder immer mehr Zeit

vor Bildschirmen und immer weniger

Zeit im Freien verbringen. (siehe dazu

auch „3 Fragen an ...“, S. 18) Wichtig ist,

dass Sehschwächen so früh wie möglich

erkannt und optimal ausgeglichen werden,

damit die geistige und körperliche

Entwicklung nicht beeinträchtigt wird.

Genug Zeit beim Optiker

einplanen

Doch nur, wenn die Brille perfekt sitzt

und regelmäßig getragen wird, kann

sie ihre positive Wirkung entfalten. Der

Termin beim Augenoptiker spielt dabei

eine entscheidende Rolle. „Unsere Aufgabe

ist es, eine Brille zu finden, die zur

Kopfform und dem Gesicht des Kindes

passt. Ist dies nicht der Fall, kann das

zu Druckstellen, ständigem Herunterrutschen,

aber auch zu Kopfschmerzen

führen“, erklärt Giovanni Di Noto, Ausschussvorsitzender

des Zentralverbands

der Augenoptiker und Optometristen

(ZVA).

Sehr wichtig ist die richtige Fassungsgröße:

Um sie zu ermitteln, vermisst der

Augenoptiker den exakten Abstand der

Augen. Damit das Gestell den Ausdruck

des Gesichtes möglichst wenig verändert,

sollte der obere Brillenrand knapp unterhalb

der Augenbrauen verlaufen. Zur

Seite hin sollte das Gestell nicht über die

05/26 familie&co 17


familie&gesundheit

3 Fragen an ...

Dr. Viktoria Bau

Berufsverband der Augenärzte (BVA)

familie&co: Warum ist es so wichtig,

Fehlsichtigkeit früh zu entdecken?

Sie ist im Kleinkindalter einer der Hauptfaktoren

für Entwicklungsstörungen des

Sehens. Die Lesesehschärfe entwickelt

sich vor allem in den ersten Lebensjahren,

die Neuronen im Gehirn verschalten

sich unveränderbar. Nach dem 6. bis 10.

Lebensjahr können sich solche entwicklungsbedingten

Sehschwächen (Amblyopien)

nicht mehr bessern.

Woran merke ich, dass mein Kind

schlecht sieht?

Gerade im wichtigen Kleinkindalter ist

eine solche Entwicklungsstörung des

Sehens nicht gut von außen erkennbar,

besonders, wenn es sich um ein einseitiges

Problem handelt. Deshalb haben

die Vorsorgeuntersuchungen, besonders

die U7a, einen so hohen Stellenwert.

Was können Eltern präventiv tun,

um die Sehkraft ihres Kindes

zu erhalten?

Wichtig ist, alle Vorsorgeuntersuchungen

wahrzunehmen und falls nötig eine erforderliche

Therapie mit Brille und / oder

Abkleben eines Auges konsequent

durchzuführen. Um einer Kurzsichtigkeit

vorzubeugen, sollten Kinder mindestens

zwei Stunden pro Tag draußen im

Freien, also im Tageslicht verbringen.

Gleichzeitig sollten sie die Nutzung von

Smartphones/Tablets und langes Lesen

bei schlechter Beleuchtung oder mit geringem

Leseabstand minimieren.

Schläfen hinausragen. Der untere Brillenrand

sollte dort enden, wo die Lidhaut

in die Wange übergeht. Hier sollte

die Brille möglichst wenig aufliegen, um

Druckstellen und ständiges Verschmutzen

durch Hautkontakt zu verhindern.

Entscheidend für den guten Sitz ist der

passende Nasensteg. Jenes Teil also, dass

die Brillengläser in der Mitte verbindet

und stabilisiert. Grundsätzlich unterscheidet

man hier zwischen zwei Modellen:

Der „Sattelsteg“ wird in der Regel

bei Kunststoffbrillen eingesetzt. Er liegt

direkt auf dem Nasenrücken auf und

hat den Vorteil, das Gewicht der Brille

auf einer breiten Auflagefläche zu verteilen.

Beim „Seitensteg“ hingegen ruht die

Brille auf zwei weichen Kunststoffpads,

die auf den Seiten des Nasenrückens

aufliegen. Diese Pads können individuell

justiert und so besonders gut an die

ILLUSTRATIONEN: ELIFLAMRA, ISTOCK

18 familie&co 05/2026


Kurz-

Nasenform angepasst werden. Welches

Modell besser passt, ist von Fall zu Fall

verschieden.

Zeit und Sorgfalt seien auch nötig, um

die optimalen Gläser auszuwählen, erklärt

Augenoptikermeister Giovanni

Di Noto. In der Regel seien für Kinder

Kunststoffgläser die beste Wahl, da sie

leichter und bruchsicherer sind als solche

aus echtem Glas. Bei einer starken

Kurz- oder Weitsichtigkeit könnten die

Gläser entsprechend dünner geschliffen

werden. Eine härtende Beschichtung bietet

Schutz vor allzu schnellem Verkratzen

der etwas weicheren Kunststoffgläser.

Keine Panik vor

Verletzungen

Grundsätzlich sollte beim Kauf einer Kinderbrille

immer auch der Sicherheitsaspekt

eine Rolle spielen: Giovanni Di Noto

rät zu biegsamen Fassungen und unzerbrechlichen

Kunststoffgläsern. Für einen

stabilen Sitz sorgen sogenannte „Sportbügel“.

Sie sind weich und reichen fast

bis zu den Ohrläppchen hinunter. Brillen,

die diese drei Kriterien im Rahmen bestimmter

Normen erfüllen, werden als

„Schulsportbrillen“ akzeptiert. An vielen

Schulen sind Alltagsbrillen beim Sportunterricht

gar nicht zugelassen.

Am einfachsten und preisgünstigsten ist

es, wenn der Nachwuchs auch im Alltag

eine sporttaugliche Brille trägt. So entfällt

ständiges Hin- und Herwechseln, bei dem

schnell mal eine Brille kaputt oder verloren

gehen kann. Außerdem sind Kinder

so auch beim Toben außerhalb der Sportstunden

optimal geschützt. Zu viel Sorge

vor Unfällen ist aber unnötig: „Kinderbrillen

bergen kein höheres Verletzungsrisiko

oder gehen ständig kaputt. Viel

gefährlicher ist es, keine passende Sehhilfe

zu tragen“, sagt Giovanni Di Noto.

sich-

Um sich finanziell gegen Schäden abzusichern,

können Eltern außerdem eine Brillenversicherung

gegen Bruch oder Verlust

abschließen. Experte Di Noto empfiehlt,

sich vom Augenoptiker beraten zu lassen,

ob dies im individuellen Fall infrage

kommt und sinnvoll ist. Auch die Krankenkassen

bieten hierzu Informationen an.

Zumindest die Gläser für eine Kinderbrille

in Standardqualität werden ohnehin

von der Krankenkasse gezahlt – das

gilt auch, wenn die Brille defekt ist oder

nach einer gewissen Frist verloren wurde.

Eltern müssen also nur für das Gestell

bezahlen, oder wenn sie ein Upgrade, z. B.

das Entspiegeln der Gläser, wünschen. Bei

der ersten Brille ist von Kassenseite ein

Besuch beim Augenarzt vorgeschrieben,

danach dürfen auch Optiker prüfen, ob

sich die Sehschärfe geändert hat.

Und Ben? Hat bei dem Termin tatsächlich

seine Traumbrille gefunden: Ein

Kunststoffmodell in durchsichtigem Hellblau,

das bunt und fröhlich aussieht, sein

Gesicht aber trotzdem nicht verdeckt. Seine

Mutter hat dem Achtjährigen bei der

Auswahl möglichst viel mitbestimmen

lassen. Entsprechend stolz ist er jetzt auf

seine gute Wahl – und freut sich schon

auf den ersten Schulbesuch mit vollem

Durchblick.

tig-

keit

auf dem Vormarsch

Im Jahr 2000 gab es weltweit etwa

1,1 Milliarden Menschen mit Myopie

(Kurzsichtigkeit), bis 2050 wird

ein Anstieg auf 3,4 Milliarden erwartet.

In Europa könnte sich ihre

Zahl in diesem Zeitraum von 166

auf 459 Millionen erhöhen. Dann

werde rund jedes dritte Kind kurzsichtig

sein, so Giovanni Di Noto

vom Zentralverband der Augenoptiker

und Optometristen (ZVA).

Eine frühzeitige Behandlung durch

spezielle Brillengläser/Kontaktlinsen

oder Atropin-Augentropfen,

die vom Augenarzt verschrieben

werden, kann das Fortschreiten

der Kurzsichtigkeit aufhalten oder

verringern – damit sinkt auch das

Risiko schwerer Folgeerkrankungen

wie z. B. Netzhautablösung,

Grüner oder Grauer Star.

Kinderärzte sollten Eltern bereits

in den Vorsorgeuntersuchungen

(U-Untersuchungen) auf die Problematik

aufmerksam machen und

eng mit Augenoptikermeistern

und Optometristen zusammenarbeiten,

so der Experte. Von den

Krankenkassen wünscht er sich

mehr finanzielle Unterstützung

für moderne Behandlungsansätze

– so könne man die Sehschärfe

vieler Menschen erhalten und weit

höhere Folgekosten in der Zukunft

einsparen.

05/26 familie&co 19


familie&ernährung

20 familie&co 05/2026


POWER

START

in einen neuen Tag

Was wir morgens essen, ist entscheidend,

denn damit liefern wir unserem Körper Energie für den

Tag. Doch ein reichhaltiges Frühstück ist nicht nur

wichtig für unsere Gesundheit, sondern auch

für den Familienzusammenhalt –

und unsere Psyche

Ein gesundes Frühstück bildet die

Grundlage für einen guten Start in

den Tag. Denn während wir schlafen,

braucht unser Körper seine Energiereserven

auf – wir müssen frühstücken,

um wieder neue Kraft zu tanken

und wichtige Nährstoffe und Vitamine

aufzunehmen. Diese sorgen dafür, dass

wir leistungsfähiger sind und uns besser

konzentrieren können. Gerade Kinder

brauchen diesen Energieschub für ihre

körperliche Entwicklung. Gehen sie

ohne Frühstück aus dem Haus, kann es

Tipps für mehr

Gelassenheit

1 Bloß kein Stress! Das trifft in den meisten

zudem schnell passieren, dass sie in der

Schule oder im Kindergarten unkonzentriert,

gereizt und schlapp sind.

Was gehört zu einem

gesundes Frühstück?

Im Idealfall besteht ein Frühstück aus

vier Komponenten: Flüssigkeit (Kräuter-

und Früchtetee oder Saftschorle),

Getreideprodukte (Vollkornbrot, Müsli),

fettarme Milchprodukte (Milch,

Joghurt oder Käse) und Obst oder Gemüse.

Vor allem Letzteres ist wichtig,

betont die Deutsche Gesellschaft für

Ernährung (DGE) in ihrer Kampagne

„5 am Tag“. Demnach sollte man drei

Portionen Gemüse (400 g) und zwei

Portionen Obst (250 g) am Tag zu sich

nehmen. Das funktioniert am besten,

wenn man bereits morgens damit beginnt.

Statt zum Toast sollte man zum

Vollkornbrot greifen: Es sättigt viel

länger und enthält mehr Nähr- und

Ballaststoffe als Weißmehlprodukte.

Diplom-Oecotrophologin Isabelle Keller

weist auf den hohen Ballaststoffgehalt

in Vollkornprodukten hin: „Wir

empfehlen mindestens 30 Gramm Ballaststoffe

pro Tag für Erwachsene, und

allein mit vier Scheiben Vollkornbrot

liegt man schon bei dieser Tagesempfehlung.

Man müsste fünfzehn

Croissants essen, um

dieselbe Menge an Ballast-

Familien vor allem fürs Frühstück zu – als Wunsch, der mit

einer Portion Gelassenheit Wirklichkeit wird.

2 Lassen Sie schöne Musik laufen, die das Frühstück untermalt.

Wie wär’s mit feinen Klängen von Mozart oder Vivaldi?

Gerade kleine Kinder lieben Klassik.

3 Wird was verschüttet? Geht was daneben? Dann tief

durchatmen! Wer trotzdem gut gelaunt bleibt, hat den Tag

als Freund an seiner Seite.

4 Fürs Frühstück gibt’s kein Drehbuch! Soll heißen: Ungeplante

Späße und Blödeleien können ungemein beleben.

5 Grund regel: Mit Humor geht’s besser!

stoffen aufzunehmen.“

05/2026 familie&co 21


familie&ernährung

Rituale amMorgen schaffen

Gemeinsam den Tisch decken Jeder weiß, was er zu tun hat, und hilft mit:

Während Mama Tee und Kaffee kocht und Papa den Kühlschrank plündert,

deckt der Nachwuchs den Tisch mit Besteck, Tellern und Tassen – und stellt am

Sonntag vielleicht sogar ein selbst gemaltes Frühstücksbild dazu.

Das Bild natürlich nur auf freiwilliger Basis …

Kleiner, gemeinsamer Vers zum Einstieg Für kleinere Kinder toll: Wenn sich zu Beginn

alle an den Händen fassen und gemeinsam einen kleinen Vers sprechen. Beispiel:

„Wir reichen uns die Hände / nach guter alter Sitt’ / und wünschen uns zum Essen /

recht guten Appetit!“

Jeder kommt zu Wort und darf ausreden Das A und O am Frühstückstisch ist neben

dem Essen die Kommunikation. Tipp: Reihum darf jeder sagen,

was ihn an diesem Morgen bewegt und wo vielleicht der

Schuh drückt. Dabei sollte keiner dem anderen ins

Wort fallen – alle dürfen ausreden.

Genug Zeit und keine Hektik Soll das

Frühstück gemeinsam gelingen, muss

genügend Zeit vorhanden sein:

Also lieber etwas früher

aufstehen!

Genuss darf sein!

Viele frühstücken allerdings lieber süß:

Ein Croissant mit Nuss-Nougat-Creme,

Marmelade und süße Säfte sind für

viele fester Bestandteil eines guten

Starts in den Tag. Wer nicht auf diese

Leckereien verzichten will, sollte versuchen,

sie zumindest nicht jeden Tag

zu essen. Aber ganz darauf verzichten

muss man nicht, denn genießen gehört

zum Leben dazu! Das bestätigt auch

die DGE: Kinder sollten lernen, dass

das Frühstück schmecken und Lust

machen soll, aber eben auch gesund

sein sollte!

Mit Tricks zur

gesunden Ernährung

Beim gemeinsamen Frühstück mit den

Kindern ist es einfacher, die Vorlieben

für süße Leckereien abzulegen, erklärt

Diplom-Psychologe Michael Thiel:

„Gemeinsam frühstücken ist eine Winwin-Situation

für alle: Die Erwachsenen

verzichten mal auf das süße Essen und

stellen Vollkornprodukte und Obst auf

den Tisch. Die Kinder nehmen sich ein

Vorbild an den Eltern. So nehmen alle,

Eltern und Kinder, ein gesundes Frühstück

zu sich, passen gegenseitig auf sich

und ihre Ernährung auf.“

Trotzdem ist es nicht immer so einfach,

Kinder von einem gesunden Frühstück

zu überzeugen. Die wenigsten freuen

sich auf ein Vollkornbrot oder Kräuter-

Aufstrich.

Mit kleinen Tricks kann man es aber

doch schaffen, die Kinder an ein gesundes

Frühstück heranzuführen: Wenn

sie selbst beim Vorbereiten mitmachen

können, lassen sie sich am ehesten zu

einer nahrhaften und gesunden Mahlzeit

am Morgen überreden. Großen

Spaß macht etwa das Backen von Vollkornbrötchen

in der Muf finform – und

etwas Besonderes ist es auch. Um Kinder

an den Geschmack von Vollkorn

zu gewöhnen, können Sie beim Backen

etwa von Rührkuchen auch schrittweise

das Mehl austauschen. Die Mehltype

1050 enthält deutlich mehr nahrhafte

Substanzen als die Type 405.

Kleine Frühstücksmuffel

an Bord holen

Aber was tun, wenn das Kind morgens

keine Lust auf Frühstück hat? Dann ist

Kreativität gefragt: Schneiden Sie doch

FOTOS: OLNIK_Y, ANDREY_KUZMIN, MARGOUILLATPHOTOS: ISTOCK

22 familie&co 05/2026


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Advertorial

mal ein lustiges Gesicht in eine Gurkenscheibe

oder dekorieren Sie Obst und

Gemüse hübsch, schlägt Michael Thiel

vor. „Die Regel ‚Mit Essen spielt man

nicht‘ gilt hier nicht, denn man kann

das Essen spielerisch sehr interessant

und schmackhaft für Kinder gestalten,

sodass auch aus einer Tomate ein kleines

Kunstwerk wird.“ Denn nicht umsonst

heißt es: Das Auge isst mit!

Frühstück verbindet

und macht stark

Studien haben gezeigt, dass man insbesondere

beim gemeinsamen Essen eher

zu gesünderen Nahrungsmitteln greift.

Und das setzt sich fort: Gerade Kinder

nehmen weniger Fast Food zu sich,

wenn sie regelmäßig gemeinsam mit der

Familie essen, erklärt Michael Thiel.

Beim gemeinsamen Essen wird außerdem

die Bindung zwischen Eltern und

Kindern gestärkt. Im Tischgespräch

tauscht man sich über Probleme und

Sorgen aus und versucht, gemeinsam

eine Lösung zu finden. Aber auch das

kaum zielführende Herumalbern darf

eben nicht fehlen.

„Das miteinander Reden beim Frühstück

stärkt nicht nur den Familienzusammenhalt,

sondern auch die Psyche der Kinder

und Erwachsenen“, betont der Diplom-

Psychologe. Generell gilt beim gemeinsamen

Essen: je öfter, desto besser! Wer

regelmäßig mit der Familie frühstückt,

geht tatsächlich besser gelaunt und motivierter

aus dem Haus. Außerdem wird

durch dieses Ritual die Zusammenarbeit

im Team verbessert, erklärt Thiel. Beim

gemeinsamen Essen lernen die Kinder

nämlich Kommunikation und Empathie.

Das setzt sich auch im Schulalltag fort.

Grund genug also, sich ausreichend Zeit

am Morgen einzuplannen, um gemeinsam

und ganz entspannt mit der Familie in

den neuen Tag zu starten zu können!

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gibt es auf Anfrage. Für Selbstversorger steht unsere gemütliche

Gästeküche bereit – hier können Gläschen erwärmt und kleine

Mahlzeiten zubereitet werden. Falls beim Zoobesuch etwas schmutzig

geworden ist, können Eltern im SB-Waschsalon bequem die

Kleidung der Kinder reinigen. Die 24/7 Rezeption und Bar, der Kinderbereich

mit Spielen und Büchern, Buggys zum Ausleihen (kostenpflichtig)

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Erste Freundschaftsbande

Schon Babys und Kleinkinder spielen

gerne in Gesellschaft Gleichaltriger. Engere

Beziehungen zueinander entwickeln

die Sprösslinge jedoch erst mit drei Jahren

– also im klassischen Kindergartenal-

Du bist jetzt meine

allerbeste

Freundin

Freundschaften unter Kindergartenkindern folgen eigenen

Gesetzen. Was sie ausmacht, wie sie entstehen – und

welche Rolle Eltern und Erzieher/innen dabei spielen

ter. Denn erst jetzt sind sie sprachlich in

der Lage, sich umfassend mit ihren

Altersgenossen zu verständigen. Sie beginnen,

Streitigkeiten zunehmend auch

mit Worten auszufechten. Sie besprechen,

wer im Spiel welche Rolle übernimmt,

und treffen erste Verabredungen für den

Nachmittag.

Zunächst sind diese Bande allerdings

noch recht kurzlebig und basieren auf

einem anderen Verständnis von Freundschaft,

als wir Erwachsene es haben.

„Ein Freund, das ist für kleine Kinder jemand,

mit dem sie häufig zu tun haben,

der vielleicht in der Nähe wohnt oder

mit dem sie heute gut gespielt haben“,

weiß Prof. Dr. Maria von Salisch,

Entwicklungs psychologin an der Leuphana-Universität

Lüneburg. Was für

Kinder also zunächst zählt, sind Verfügbarkeit

und schöne Spielmomente, weni-

Der David ist mein bester

Freund“, erzählt mir mein

Sohn Luis neulich auf dem

Weg zum Kindergarten. Und als der

Dreijährige seine Gruppe betritt, stürmt

er sofort auf den Jungen zu. Noch am

selben Tag, als ich ihn abhole, verkündet

Luis dann verdrossen: „Der David ist gar

nicht mein Freund. Mit dem spiele ich

nie wieder!“ Aha, denke ich, die beiden

haben gestritten. Doch ich bin mir sicher:

Morgen sieht die Welt wieder anders aus.

Denn Freundschaften unter Kindergartenkindern

funktionieren eben so.

24 familie&co 05/2026


05/2026 familie&co 25


familie&kita

1

2

3

3 Tipps wie

Eltern helfen

können

Kein Druck

Nicht jedes Kind findet leicht

Anschluss. Dann ist Ge duld

gefragt. Schauen Sie genau

hin: Leidet Ihr Kind – oder

spielt es einfach gern alleine?

Meist finden die Kleinen

selbst zueinander. Wenn

nicht: Sprechen Sie mit der

Kita, ermuntern Sie Ihr Kind,

geben Sie Hilfestellungen.

Gelegenheit stiften

Spielnachmittage zu Hause

oder auf dem Spielplatz,

gemeinsame Ausflüge oder

ein Übernachtungsbesuch

schweißen zusammen –

ebenso der Sportverein.

Auf Stärken setzen

Vermitteln Sie Ihrem Kind: Du

bist prima, wie du bist! Denn

wer Selbstvertrauen hat,

findet leichter Freunde.

För dern Sie zudem seine

Neigungen, geben Sie Anregungen

für lustige Spiele.

Kin der mit fantasievollen

Ideen sind begehrt!

FREUNDE FINDEN

ger die Persönlichkeit des Kameraden.

Dementsprechend großzügig gehen Dreibis

Sechsjährige mit dem Wort Freundin/

Freund auch noch um. Jeder, der spontan

ihre Sympathie erweckt oder ihnen einen

Vorteil verschafft, wird schon mal so bezeichnet:

„Darf ich einen Keks haben?

Ich bin doch dein Freund!“ Genauso

schnell, wie neue Freundschaften entstehen,

werden sie aber auch wieder aufgelöst.

„Freunde sind nett. Und ist jemand

mal nicht nett, kann er logischerweise

kein Freund sein. Doch was heute auseinander

ist, ist morgen oft schon wieder

zusammen“, erklärt Maria von Salisch.

Die Entwicklungspsy-cho login weiß: Gerade

junge Kinder sind Meis ter der Versöhnung.

Wer spielt mit wem?

Ein häufiges Hin und Her der Freunde

ist bis zum Grundschulalter daher völlig

normal. Nach und nach merken die Kleinen

jedoch, dass sie mit einem oder mehreren

Kindern besonders gern zusammen

sind und suchen gezielt deren Nähe. Dabei

halten sie sich bevorzugt an Gleichaltrige

mit ähnlichen Interessen. Manche

Kindergartenneulinge suchen sich aber

auch ältere Freunde, die sie mit dieser

fremden Welt vertraut machen oder besonders

gute Spielideen haben. Weniger

kommt es anfangs auf das Geschlecht

des Kameraden an. Doch das ändert sich

mit der nahenden Einschulung. „Freundschaften

zwischen Mädchen und Jungen

werden seltener, weil sich mit dem zunehmenden

Bewusstsein für das eigene

Geschlecht auch die Spiel präferenzen unterschiedlich

entwickeln“, sagt Maria

von Salisch. Nach wie vor spielen Jungs

oft lieber Fußball, die Mädchen tummeln

sich in der Puppenecke.

Training fürs Leben

Die Freundschaft zu Gleichaltrigen ist

wichtig, denn sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung

und das soziale Verhalten.

„Eltern und Geschwister bekommt

man sozusagen frei Haus. Freunde hingegen

kann man verlieren. Deshalb muss

man bei ihnen sein Bestes geben, etwa im

Konfliktfall die eigenen Interessen hintenanstellen“,

erläutert die Expertin.

So lernen die Kleinen im täglichen Miteinander

ganz nebenbei, was ihnen Eltern

oft nur mühsam vermitteln: Teilen, aufeinander

eingehen, gemeinsam nach Lösungen

suchen, sich behaupten. Das verlangt

einiges an Selbstständigkeit. Der

Vergleich unter Freunden formt zudem

das Selbstbild des Kindes: Wer läuft

schneller? Wer kann besser malen? Nicht

immer sind Eltern mit den Freunden ihrer

Kinder einverstanden. „Ausgerechnet

der“, denken manche, wenn der Nach-

26 familie&co 05/2026


FOTOS: SFL MARKETING GMBH, ANDREAS KIRSCHNER/DANIELZANGERL.COM.

S

Wo Familienträume wahr werden:

Sommerurlaub

in Serfaus-Fiss-Ladis

erfaus-Fiss-Ladis ist mehr

als nur ein Urlaubsziel – die

Region im Herzen der Tiroler Alpen ist

ein Ort voller Glücksmomente und

Herzlichkeit für Abenteurer und

Erholungssuchende jeden Alters.

Die Langeweile macht woanders Urlaub:

Im Freizeitparadies Serfaus-Fiss-

Ladis gibt es unzählige Möglichkeiten,

die den Sommerurlaub mit der ganzen

Familie unvergesslich machen. In großen

Spielarealen warten mitreißende

Aktivitäten und Attraktionen, die jedes

Kinderherz zum Jubeln bringen. Der

Erlebnispark Hög bietet Spielvergnügen

für kleine Naturentdecker, auf der

Sommerrodelbahn Familien-Coaster-

Schneisenfeger saust man bis zu 40

km/h durch die Serfauser Bergwelt,

und im Sommer-Funpark Fiss sorgt

unter anderem der Fisser Flieger für

Nervenkitzel.

Überall warten Abenteuer

Die panoramareiche Landschaft von

Serfaus-Fiss-Ladis lädt ein, entdeckt zu

werden – zum Beispiel auf spielerischen

Wanderwegen, die kleine und

große Entdecker einladen, die Geheimnisse

der Berge zu erforschen

– vom Hexenweg in Fiss über den

Piratenweg und den Murmliweg

in Serfaus bis hin zum

Forscherpfad in Ladis.

Im Kinder-Bergwerk am

Fisser Joch auf 2.346 Metern

sind Geschicklichkeit und

Die Super.

Sommer. Card.

• Gondelhopping: unlimitierte

Nutzung aller geöffneten

Bergbahnen inklusive

• Wanderbus: bequem alle drei Orte

ohne Auto erreichen

• Kinderanimation im Murmli-Club Serfaus

und im Mini&Maxi Club Fiss-Ladis

• Geführte Wanderungen

• Ermäßigungen auf das All-Mountain-

Bike-Ticket und die Kurse der Bikeschule

Serfaus-Fiss-Ladis

Köpfchen gefragt, um in dem stillgelegten

Steinbruch einen Schatz zu finden.

Advertorial

Wenn sich die Sonne

mal versteckt

Die riesige Indoor Spiel- & Kletterwelt

Play IN in Serfaus lässt eventuelles

Regenwetter schnell vergessen, und die

Zeit vergeht wie im Flug. In Fiss lockt

außerdem die Indoor Arena Fiss unter

anderem mit einer Minigolf-Anlage und

einem Innenspielplatz mit Kinderkino.

Viele Attraktionen – darunter die Nutzung

aller geöffneten Bergbahnen – sind in der

Super. Sommer. Card. enthalten, die

Gäste in den ausgewiesenen Partnerbetrieben

gegen einen kleinen

Leistungbeitrag erhalten.

serfaus-fiss-ladis.at


familie&kita

INTERVIEW

„Wer passt zu mir?“

Sandra Witte ist Psychologin und Leiterin der

Kita St. Bruno am Beethovenpark in Köln

familie&co: Wie wichtig ist das betreute

Umfeld, damit Kinderfreundschaften entstehen

und sich festigen?

Sandra Witte: Der Kindergarten bietet natürlich eine

tolle Möglichkeit, viele Kinder gleichen Alters kennenzulernen

– mehr als das zu Hause oder auf Spielplätzen

der Fall wäre. Durch die stabilen Gruppen können die

Kinder in Ruhe schauen: Wer passt zu mir? Mit wem

möchte ich öfter spielen? Die Erzieher haben dabei die

Aufgabe, die Kinder zu beobachten, ihnen erst einmal

Zeit für eine Orientierung zu geben und für sie da zu

sein, wenn sie Hilfe brauchen. Dann kann man Spiele

initiieren – aber mit Vorsicht. Zu schnell sollte man nicht

eingreifen. Denn nicht jedes Kind will gleich Freundschaften

schließen. Manche sind sich auch erst mal

selbst genug.

Was kann Neulingen den Einstieg erleichtern?

Bei der Anmeldung fragen wir nach bereits bestehenden

Kontakten und berücksichtigen diese bei der Gruppenzusammensetzung.

Auf jeden Fall sollten hier genügend

gleichaltrige Kinder – auch gleichen Geschlechts – vorhanden

sein. Gute Erfahrungen haben wir mit Patenschaften

gemacht: Ein älteres Kind sucht sich einen

Neuling aus, für den es Ansprechpartner ist und morgens

zum Beispiel einen Platz im Sitzkreis freihält. Dadurch

sind die Kleinen gleich integriert.

Kommt es oft vor, dass Eltern Sie ansprechen, weil

sie sich sorgen, dass ihr Kind keine Freunde findet?

Das kommt vor – und dann muss man gemeinsam nach

Lösungen suchen. Kein Kind wird jedoch einfach so zum

Außenseiter. Da würde man schon den Anfängen wehren.

Die Eltern können das unterstützen, indem sie Verabredungen

einleiten, andere Kinder nach Hause einladen.

Oft ist es zudem so: Wenn sich die Eltern selber gut

in den Kreis der Eltern einfügen, kommt auch das Kind

in seiner Gruppe gut zurecht. Besteht jedoch bei den

Eltern kaum Anschluss, hat es auch das Kind schwerer.

Das muss man dann besprechen.

wuchs ihnen einen ausgesprochenen

Wildfang oder ein Kind anderer sozialer

oder kultureller Herkunft als Lieblingskameraden

präsentiert. „Dann sollte

man ein weites Herz haben“, rät Maria

von Salisch. Denn Kinder haben andere

Maßstäbe und sollten selbst entscheiden

dürfen, mit wem sie ihre Zeit verbringen.

Schließlich müssen sie auch später mit

den unterschiedlichsten Menschen klarkommen.

Daher bereichern gerade

Freundschaften unter gegensätzlichen

Charakteren oft ungemein.

Andersherum versuchen viele Eltern, ihr

Kind mit dem von Freunden zu „verkuppeln“.

„Das ist natürlich unbedenklich,

klappt aber nicht immer“, so die Entwicklungspsychologin.

Was aber, wenn

der Spross keine Freunde findet? „Dann

sollte man erst einmal abwarten und mit

den Erziehern sprechen. Sie werden wissen,

ob tatsächlich Hilfe nötig ist.“ Denn

meist schaffen die Kleinen das ganz alleine

(siehe Tipps S. 36).

Freundschaft in der Krise

Kommt es zum Streit oder zerbricht eine

Freundschaft durch Umzug oder Einschulung,

ist der Kummer der Kinder oft

sehr groß. „Diese Trauer sollte man ernst

nehmen und mit dem Kind darüber reden.

Eltern können den weiteren Kontakt

ja auch unterstützen, indem sie den

Freund mal einladen oder bei Konflikten

Lösungen aufzeigen, wie man sich wieder

vertragen könnte“, rät Maria von Salisch.

Sind gemeinsame Interessen vorhanden,

ist das unbedingt einen Versuch

wert. Ganz so locker, wie es scheint, sind

Kinderfreundschaften nämlich oft nicht.

„Wenn man sich streitet und trotzdem

immer wieder zueinander findet, ist da

eben Sympathie, die einen verbindet“,

betont die Expertin. Und was im Sandkas

ten beginnt, wird mitunter sogar zur

Freundschaft fürs Leben.

ILLUSTRATIONEN: PREZENT, KANKHEM: ISTOCK

28 familie&co 05/2026


KINOTICKETS FÜR DICH & DEINE FREUNDE!

Promotion

Ab 14.

MAI

NUR IM KINO

Das neue Abenteuer der beliebten Kinderbuchheldin kommt

ins Kino. Mit viel Herz, Humor und einer tierisch spannenden

Geschichte macht der Film kleinen und großen Conni-Fans

Lust auf ein großes Leinwanderlebnis rund um Conni, ihren

treuen Begleiter Kater Mau und einen ganz besonderen

gefiederten neuen Freund. Im Haus der Klawitters herrscht

Aufbruchsstimmung. Conni ist aufgeregt. Ihre Eltern fahren

mit ihrem Bruder zu Onkel Albert. Conni wäre nur zu gerne

mitgefahren, aber dann würde sie Semires Geburtstagsparty

verpassen. Natürlich bleiben Conni und Kater Mau nicht

allein zu Hause, denn Opa Willi ist gekommen und Anna und

Simon dürfen sogar bei ihr übernachten. Doch dann landet

ein verletzter Kranich bei ihnen und braucht ihre Hilfe. Denn nicht

nur die Verletzung macht Kranich Klaus zu schaffen, auch der

spießige Nachbar Herr Oswald, der seinen astrein gepflegten Ro-

sengarten in Gefahr sieht, ist hinter Klaus her. Gut, dass Conni und

ihre Freunde Unterstützung von der Tierschützerin Renata und

der Polizistin Selena bekommen. Zum großen Missfallen von

Kater Mau und Anna dreht sich aber nun alles nur noch um

den lustigen Vogel. Werden Conni und ihre Freunde es gemeinsam

schaffen, dass Klaus rechtzeitig gesund wird, um

mit den Zugvögeln nach Süden zu fliegen?

Freut euch auf eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft

und Zusammenhalt – großes Kino für Kinder und

die ganze Familie! Zum Kinostart des Animationsfilms

erscheint bei Carlsen das Bilderbuch zum Film.

© 2026 Wild Bunch

MITMACHEN & GEWINNEN

1. bis 5. Preis: 4 Kinogutscheine für den Film Weitere

Sie Dir

Weitere Informationen auf Seite 38. Stichwort: CONNI

Eine Barauszahlung oder Verrechnung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Infos zum

Film

hier den

Trailer an!


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Erinnerungen werden

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© by Urlaub 2026 - Ferien für Familien


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Bei der Familie von Skiweltmeister Michael Walchhofer

wird Freundschaft in den Bergen auf 1.350 Meter gelebt –

seit drei Generationen. Von einer Familie für Familien

mit Kindern, die auf bergige Action stehen. Als Familotel

bietet der Zauchenseehof die Soft- und Hardware für

Erlebnisse – viel besser als Playstation.

Im Zauchenseehof bekommen Sie aktive Erholung

statt normalem Wellness – im Hotel oder draußen auf

den Wanderpfaden. In einzigartiger Lage mitten in der

Natur, mit Sofortzugang zu allen Aktivitäten und

Urlaubsmomenten, die Menschen miteinander verbinden.

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Zauchensee Walchhofer GmbH Zauchensee 12 A-5541 Altenmarkt-Zauchensee +43 6452 4012 zauchenseehof@walchhofer.at

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1

Mit Kindern

gärtnern

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AT: 6,70 € • CH: 10,70 sfr • BeNeLux: 7,20 € • FR, IT, E, P (cont) € 8,30 • FIN: 8,50 € • GR: 8,90 €

Erdbeeren sind der perfekte

Einstieg ins Gärtnerglück. Sie

sind im Beet oder in Töpfen

leicht zu pflanzen, wachsen

zuverlässig, sind robust und

belohnen über Wochen

mit süßen Früchten

Wie bei Jane Austen:

Elegantes Picknick

Leckere Rezepte für

die ersten Sonnentage

3-farbige Schönheit:

Die Glückskatze

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den britischen

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• Wunderbare Rosenzeit

• Alles für den Start in die Gartensaison

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„Mit Kindern gärtnern“ ?

Mehr gibt es in der

aktuellen Ausgabevon

Mein schönes

Landhaus –

jetzt am Kiosk !

Ein kleines Stück Grün schenkt Zeit zum

Beobachten, Staunen und Begreifen. Kinder

erleben im Garten, wie sich Dinge anfühlen,

wie sie wachsen und geerntet werden

Kleine Ernte

Kartoffeln und Rote

Beete – es macht

Kindern Spaß, das

eigene Gemüse zu

verarbeiten


1 Schwung Handbemalt ist der Ton-Gartenzwerg, der fest auf der Schaukel sitzt (Manufactum) 2 Praktisch Tasche mit wichtigen

Garten-Helfern (Kids Concept über Car Möbel) 3 Ideal Die Schaufel liegt gut in Kinderhänden (Kent Stowe) 4 Unterhaltsam Im

Buch „Judiths kleine Farm“ geht es um Tiere, die Gemüse anbauen wollen (Kosmos) 5 Helfer Mit der Kinder-Schubkarre lassen

sich motorische Fähigkeiten trainieren (Car Möbel) 6 Erfolg Kinder lieben es, wenn sie schnell ernten können. Mit den Saatbändern

gelingt das nach 30 Tagen (Manufactum) 7 Blickfang Das Holzhaus ist ein Wohlfühlort für Vögel (Car Möbel) 8 Kuschelig Aus der

Serie „Amuseables“: Stoff-Gießkanne (Jellycat) 9 Sonnig Der Schirm schützt beim Gärtnern (Dobbies Garden Centres)

Fotos: Compo (linke Seite); iStock (links, rechte Seite oben links und rechts); Dehner (rechte Seite, oben Mitte)

4

2

5

3

Tipps

Ein toller Start

• Toll ist ein eigenes Beet. Hier

lernen Kinder, sich zu kümmern,

Verantwortung zu tragen

und stolz darauf zu sein.

• Ein Naschgarten begeistert,

denn Erdbeeren, Radieschen

oder Zuckererbsen laden zum

direkten Probieren ein.

• Tiere zu beobachten, fasziniert

die Kleinen. Egal ob Regenwurm,

Käfer oder Biene.

• Pflanzschilder zu gestalten,

ist eine sinnvolle Beschäftigung,

die hübsch aussieht.

7

8

9

6


Star im Beet

Die Nisthilfen

harmonieren zum

bunten Beet und

machen Bienen

& Co. viel Freude

DIY-Idee

Insekten-Hotel

aus Konserven

Material:

Konservendosen, Rundhölzer,

Gewindestangen, Unterlegscheiben,

Schraubmuttern, Rebdraht, Holzperlen,

bunte Schnur, Kleber, Bambusröhrchen

und eine Bohrmaschine

FAMILIE

PLUS

So wird‘s gemacht:

1. Mit um die Dose gewickelten Rebdraht

insgesamt sechs Beine formen,

je zwei vorne, in der Mitte und hinten.

Anschließend Holzperlen als „Füße“ auf

die Drahtenden fädeln und durch

Umknicken des Drahtes fixieren.

2. Die Dose dicht mit bunter Schnur

umwickeln, bis kein Metall mehr sichtbar

ist. Anschließend zwei weitere Perlen

an die Außenseite der Dose kleben, um

„Augen“ für das Tier zu gestalten.

3. Als Basis in ein Rundholz ein Loch

bohren, eine Gewindestange einsetzen.

4. Ein Loch in den Dosenboden bohren,

die Dose auf die Gewindestange

stecken und mit Unterlegscheibe und

Mutter am Holzstab festschrauben.

5. Die Dose dicht mit Bambusröhrchen

füllen – so entstehen Nisthilfen.

6. Zwischen Geranien und anderen

Blüten platzieren. Fertig ist das kleine

Kunstwerk!

Fotos: Pelargonium for Europe


KINOTICKETS FÜR DICH & DEINE FREUNDE!

Promotion

Nach Ausflügen in die Wildnis Afrikas („Mia und der weiße Löwe“)

und in den Dschungel des Amazonas-Gebietes („Ella und der

schwarze Jaguar“) widmet sich Erfolgsregisseur Gilles de Maistre

in DIE LEGENDE DES WÜSTENKINDES einer packenden Erzählung,

die vor der spektakulären Kulisse der Wüstenlandschaft der Sahara

gedreht wurde – inspiriert von einer wahren Geschichte!

Die 14-jährige Sun hat erfolgreich ein Buch veröffentlicht – inspiriert

von einer Geschichte, die ihr verstorbener Großvater ihr einst erzählte:

die beinahe unglaubliche Legende des Jungen Hadara, der während

eines verheerenden Sandsturms von seiner Karawane getrennt wurde

und von einer Gruppe Strauße gerettet wird. In der unwirtlichen

Weite der Sahara wächst er fortan fernab seiner Familie auf, begleitet

nur von seinem treusten Gefährten, einem jungen Wüstenfuchs. Als

Sun im Rahmen einer Preisverleihung für ihr Buch selbst zu einer

Reise in die Sahara eingeladen wird, begegnet sie dort dem gleichaltrigen

Nomadenmädchen Kharouba – und erkennt bald, dass die

Legende des Wüstenkindes Hadara weit mehr ist als eine einfache

Gute-Nacht-Geschichte …

Für den Tierfilmspezialisten steht in diesem Film erneut die Verbindung

von Mensch, Tier und Natur im Mittelpunkt. Gilles de Maistre

gibt einen spannenden, lehrreichen Einblick in das Tierreich in der

Wüste sowie in das Leben der Nomadenvölker und ihrer Legenden,

die über Generationen mündlich weitergetragen werden.

AB

21. MAI

NUR IM KINO

© 2026 Studiocanal

1. bis 5. Preis: 4 Kinogutscheine für den Film

Weitere Informationen auf Seite 38. Stichwort: LEGENDE

Eine Barauszahlung oder Verrechnung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere

Infos zum

Film

Sie Dir

hier den

Trailer an!



1

Früh übt sich

Kindgerechtes

Werkzeug hilft und

liegt gut in der Hand

(Kent & Stowe)

2

3

1 Süß Keramik-Tasse

für sommerliche

Erfrischungen (Gisela

Graham) 2 Komfort

Kinder-Handgabel mit

abgerundeten Zinken

(Kent & Stowe)

3 Wissen Beim Vogel-Quartett

lernt man

eine Menge über heimische

Vögel. Per QR-

Code sind ihre Laute

zu hören (Manufactum)

4 Spiel Hanfspringseil

mit Holzgriffen (Manufactum)

5 Lustig Walfischkorb

zum Pflanzen

(Dunelm) 6 Bunt

Verzinktes Hochbeet

in kindgerechter Höhe

(Manufactum)

Kinder

wollen die Welt

verstehen

DEIN SPIEGEL hilft ihnen

dabei. Jeden Monat erklärt

das Magazin spannende

und komplexe Themen aus

Politik, Gesellschaft, Kultur

und Sport altersgerecht

und unterhaltsam – zum

Selberlesen und als

Anregung für gemeinsame

Gespräche in der Familie.

DEIN SPIEGEL –

durch Wissen wachsen

4

DAS EIGENE

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Passend sind alle ungiftigen

Pflanzen, wie Sonnenblumen

oder Kapuzinerkresse.

Erklären Sie Ihren Kindern

jeden Schritt PLUS

vom Pflanzen,

über den Zustand der Erde

bis hin zum Gießen

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5

Als Einzelheft oder

im Abo erhältlich:

abo.deinspiegel.de/familie


erscheint bei

IDS Deutschland

Klostergut Fremersberg, 76530 Baden-Baden

Fon 07221-3939-639, Fax 07221-3939-666

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erscheint 10 x im Jahr in der

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Peter Wolf, Dipl. Betriebswirt (BA) Hon. Doz. (DH) Mitglied Prf.-Kommission (DH),

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Gewinnspiele

Gültiger Teilnahmezeitraum für familie&co 05/2026: 7.5. – 3.6.2026.

Zum Mitmachen nutzen Sie auf unserer Homepage www.familieundco.de

bitte den Button „Hier geht‘s zu den Gewinnspielen“.

Teilnahmebedingungen: Gewinnspielservice/-veranstalter und Verlagsmitarbeiter

sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehrfacheinsendungen pro Person sind ungültig.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Kontaktdaten von der

IDS Information Display Services GmbH zur Durchführung des jeweiligen Gewinnspiels

erhoben, verarbeitet, genutzt und im Falle eines Gewinns an den jeweiligen

Gewinnspielpartner zur Übermittlung des Gewinns weitergeleitet werden dürfen.

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familie&co-Werbespots laufen u. a. bei SUPER RTL. Der Deutsche Spielzeugpreis

wird alljährlich von familie&co als Medienpartner begleitet.

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u. a. in der Therme Erding.

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