Biber Magazin 2026-05
Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.
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MIT HAND, FUSS ...
Das etwas andere Interview: Wir stellen unsere Fragen.
Geantwortet wird ohne Worte – dafür mit viel
Körper einsatz. Diesmal vor der Kamera: Bundesministerin
für Europa, Integration und Familie Claudia Bauer (ÖVP).
Woran machen Sie fest,
ob jemand in Österreich
integriert ist?
In unserer aktuellen
Ausgabe geht es viel um das
Thema Polarisierung und Spaltung.
Wie kann aus Ihrer Sicht
jeder Einzelne im Alltag
gesellschaft licher Spaltung
entgegenwirken?
„Mit
ausgestreckter
Hand aufeinander
zugehen.“
Zunächst streckt
die Ministerin die
Hand Richtung
Kamera, aber
unser Fotograf
sieht den Spiegel
und hat eine
bessere Idee.
Sie haben kürzlich bedauert,
Kinder bekommen sei inzwischen
viel zu sehr Kopf- und viel zu
wenig Bauchsache. Offenbar
kommen also immer mehr Menschen
zum Schluss, dass die
Rahmenbedingungen nicht stimmen.
Welche Priorität möchten
Sie bis Herbst 2029 noch unbedingt
umsetzen, um Familien diese
Entscheidung zu erleichtern?
... UND SCHMÄH
Nur 60 Prozent der
Österreicher sind
überzeugt, dass uns die
EU-Mitgliedschaft
Vorteile bringt.
Welcher ist aus Ihrer
Sicht der größte?
„Am wichtigsten ist es, dass wir positiv darüber
sprechen“, meint Bauer. Die Leinwand mit den Handabdrücken
war ein Mitbringsel von einer Krabbelstubeneröffnung
in Linz, erzählt Bauers Mitarbeiter.
Bauer wählt das „Peace“-Zeichen als Geste
und verweist auf den Gründungsgedanken.
Ihr Vater ist
ebenfalls bei der ÖVP
und Bürgermeister in
Walding. Wie sehr hat
das Ihrer politischen
Karriere geholfen?
Zum Thema
Überwinden von Gräben:
Verraten Sie uns, mit welchem
Kollegen oder welcher Kollegin
von einer anderen Partei Sie
am meisten verbindet?
Sie sind 2017 mit
22 Jahren als damals jüngste
Abgeordnete in den Nationalrat
eingezogen. Was haben Sie aus
dieser Erfahrung gelernt?
„Meine Eltern haben mir eher abgeraten“, erzählt
die Ministerin. „Als ich Schulsprecherin wurde, haben
sie gefragt, ob ich mir das wirklich antun möchte.“
Sie haben zu
Weihnachten geheiratet
und den Namen Ihres
Mannes angenommen.
Wie waren die
Reaktionen
darauf?
FOTOS Stefan Joham
„An der Erwerbstätigkeit“, sagt Bauer.
Das Selfie mit Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen,
Wissen schaft und Forschung (SPÖ), stammt vom allerersten gemeinsamen
Ministerrat und wurde von Bauers Büro zur Verfügung
gestellt. „Wir sind beide aus Oberösterreich, aus der gleichen Generation,
sind beide über die Schülervertretung in die Politik gekommen
und hatten den gleichen Angelobungstag“, so die Ministerin.
„Miteinander reden, Allianzen schmieden, Mehrheiten suchen.“
Die Ministerin, ehemals Claudia Plakolm, hat
ihrem Freund im Winter in Venedig das Ja-Wort
gegeben. Für ihr Umfeld ein Grund zum Feiern.
Politik
& Gesellschaft
von
DAMITA PRESSL
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