28.04.2026 Aufrufe

Biber Magazin 2026-05

Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.

Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Am ESC-Wochenende hofft Wien auf

strahlenden Sonnenschein für uns und

unsere BesucherInnen, die Vorauswahl hingegen

fand unter weniger einladenden Bedingungen

statt. Während der Winter Wien

und weite Teile Österreichs weiß einkleidete,

wurde am 20. Februar im ORF-Zentrum

der/die diesjährige VertreterIn für den

Eurovision Song Contest gewählt. „Vienna

Calling“ hieß die Show, bei der zwölf heimische

Acts die Chance hatten, sich das Ticket

für den ESC zu holen.

Ein Stern strahlte dabei besonders

hell – und zwar nicht ausschließlich der

blaue in COSMÓs Gesicht, sondern auch

er selbst. In einem Glitzeroberteil aus Pailletten

und einer schwarz glitzernden Hose

VOM

LEGO-ESC AUF

DIE GROSSE

BÜHNE

COSMÓ heißt mit bürgerlichem Namen

Benjamin Gedeon und verbindet viele besondere

Momente mit dem Song Contest.

Der größte sei für ihn Conchitas Sieg 2014

gewesen, damals hatte er als Kind noch

vor dem Fernseher gesessen und die Teilnahme

anschließend mit Lego nachgebaut.

Auch den Song und die Message von Teya

Das wird zum Glück nicht nötig sein,

denn COSMÓ ist jetzt mittendrin. Er sieht

die Aufgabe als seinen zweiten, „noch krasseren

Zivildienst“. Denn es sei eine große

Verantwortung, ein Land zu vertreten. Sein

Lied soll einen „Ort der Gemeinschaft, wo

jeder willkommen ist“, bieten und fordert

zum Tanz auf. „Tanzschein“ ist sein erster

Song unter dem neuen Künstlernamen. Dieser

soll Weltoffenheit und ein Miteinander

von Kultur und Vielfalt symbolisieren, und

begründet sich auch in der Herkunft des

Künstlers: In Ungarn geboren, im Alter von

zwei Jahren nach Österreich gezogen, der

Vater aus Deutschland, die Mutter aus Budapest,

vereint COSMÓ nun hier die Einflüsse

dieser drei Länder. Und dann ist da

Im echten Leben studiert COSMÓ

Zahnmedizin. Während seiner Teilnahme

beim ESC möchte er sein Studium jedoch

zunächst pausieren. Außerdem ist der junge

Künstler leidenschaftlicher Läufer. Es war

ein Lauf durch den Wiener Prater, der den

Anstoß für seinen Song lieferte – plötzlich

ließ ihn das Wort „Tanzschein“ nicht mehr

los und wurde dann auch zum Titel. Sogar

passende T-Shirts zum Song hat COSMÓ

direkt entworfen. Warum auch nicht, immerhin

malen, musizieren und designen

auch andere Künstler, wie etwa Cro. Ein

Gesamtbild rund um Musik zu erstellen und

mitzugestalten, ist COSMÓ ein Anliegen.

Sein Bühnenbild erarbeitete er gemeinsam

mit dem Produktionsteam detailgenau. „Wir

ENDLICH

WIEDER EIN

DEUTSCH-

SPRACHIGER

SONG FÜR

ÖSTERREICH

B i s

vor Kurzem

hatte COSMÓ ausschließlich

auf Englisch

gesungen. Unabhängig vom ESC

war der Musiker im vorigen Jahr mit

seinem Produzenten Max Perner in

einer Sackgasse, denn englischsprachige

Musik hätten die beiden „nicht ganz

überzeugte er sowohl Jury als auch Publi-

& Salena 2023 mochte er. Ein besonders

noch sein blauer Stern: „Das eine Ding, das

hatten eine wunderbare Zusammenarbeit,

Eine Maskenbildnerin fertigte die Köpfe für

gefühlt“. Auf den Rat hin, seiner Kreativi-

kum mit seinem deutschen Pop-Song „Tanz-

großer Inspirationsmoment sei für ihn zu-

für COSMÓ steht.“ Seine Faszination für

weil das Produktionsteam so lieb und offen

die Bandmitglieder an. Um eine Geschichte

tät freien Lauf zu lassen, kam COSMÓ zu

schein“. Auf der Bühne kann er seiner ver-

letzt JJs Sieg gewesen. COSMÓ war klar,

Sternenbilder wird so zu seinem Wieder-

für meine Ideen war“, freut sich der Musiker.

erzählen und vermitteln zu können, brauch-

deutschsprachiger Musik, die laut Perner

meintlichen Schüchternheit entkommen,

dass er heuer Teil dieser Musikshow sein

erkennungsmerkmal.

te COSMÓ die Tiere. „Es ging mir ums Sto-

authentischer transportiert werde. Mit

performt souverän und gelassen, seine

möchte, da die Bühne

dort voller Ins-

rytelling. Meine wunderbare Band hat dann

einem deutschsprachigen Lied beim Song

BandkollegInnen tanzen mit, verkleidet als

Gorilla, Löwe und Gazelle.

piration stecke. Wenn

er die Qualifikation

für den Auftritt

nicht geschafft

hätte, wäre er mit seiner Mutter

zu einer General-

probe gegangen.

„TANZSCHEIN“

WURDE IM

WIENER PRA-

TER GEBOREN

mit Masken geschauspielert“, erzählt der

Künstler.

Content unterbricht COSMÓ vierzehn

Jahre englischer Beiträge für Österreich.

Mit einer eingängigen Melodie, einprägsamen

Moves und positiven Vibes

sorgt der Musiker für Stimmung. Gerade

wegen der simplen Inszenierung lädt das

Lied zum Tanzen ein. Und möglicherweise

tanzt Österreich nicht nur beim ESC, sondern

auch durch diesen Sommer.

Bereits als Kind wollte COSMÓ auf der

Bühne stehen und für Entertainment sorgen

– egal, ob als Tänzer, Sänger oder sonst

wie. „Es gibt Videos von mir als Kind, wie ich

eine halbe Stunde einfach Quatsch vor der

Kamera mache“, erinnert er sich. Am Musical

„Mamma Mia“ fasziniert ihn die Kombination

aus Tanz und Gesang im Film. Mit

Musik beschäftigt er sich dann beim Klavierunterricht

eingehender. „Meine Mama

hat mich eigentlich zum Klavierunterricht

angemeldet, damit ich gescheit werde und

gute Noten schreibe. Wohl kaum mit dem

Hintergedanken, dass ich mich mal für den

ESC bewerbe“, sagt COSMÓ.

FOTO ORF / Hans Leitner

ESC-SPECIAL

42

43

ESC-SPECIAL

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!