Biber Magazin 2026-05
Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.
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FOTO Radio FM4
MY BODY, MY CHOICE!
Laut wird auch die Siegerband des diesjährigen PSC: Mit „My
Body, My Choice“ protestiert die Punkband Black SunZet gegen
Femizide und sexualisierte Gewalt. 2025 ging der Gewinnersong
„Jedermann“ der R’n’B-Sängerin Chovo in eine ganz ähnliche Richtung.
„Manche Themen wie Gewalt gegen Frauen bleiben leider. Darüber
hätte man vor fünf Jahren einen Song einreichen können und
man kann es immer noch“, stellt Stocker fest.
Bei der Punktevergabe knapp drei Stunden später
sitzen viele Publikumsgäste wieder auf dem Boden.
Nur Michael Ostrowski strahlt noch Energie
aus. Der Schauspieler führt seit 2014 mit lockerer
Zunge und weltpolitischen Anspielungen durch
den Abend. Die Tatsache, dass er auch den Eurovision
Song Contest moderieren wird, lässt er heuer
ebenfalls einfließen. Zum Beispiel präsentiert er
sich als „Eurovisions-Protestsongcontest“-Moderator,
begrüßt das Publikum auf drei Sprachen und
heißt sie im Rabenhof Theater – der „wahren Stadthalle“
– willkommen. Ein lustiger Twist auch deshalb,
weil der PSC des Öfteren fälschlicherweise mit
dem ESC in Verbindung gebracht wurde, etwa als
Gegenveranstaltung.
„Ich versuche, die Dinge und mich selbst nicht
so ernst zu nehmen. Der Protestsongcontest ist
eine Veranstaltung, bei der die Leute Spaß haben
sollen“, erklärt Ostrowski. Dem stimmt Gerald Stocker zu: „Protest
muss nicht bierernst sein. Aber der PSC soll auch zum Nachdenken
oder vielleicht Handeln anregen.“ Wer die Faust nach Hause trägt,
ist seiner Meinung nach nicht so wichtig. Alle, die im Finale stehen,
hätten bereits gewonnen, weil ihre Anliegen präsent sind. Und
noch etwas macht den Protestsongcontest aus, findet Lucia: „Es
ist zwar ein Wettstreit, aber uns alle verbindet, dass wir gegen irgendetwas
sind.“
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