28.04.2026 Aufrufe

Biber Magazin 2026-05

Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.

Das neue Biber. Scharf und Schärfer. Hier die erste Ausgabe 2026.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

WAS,

LASST

UNS

WENN

ARBEIT

FAIR

..

WARE?

#RedenWir

über faire Teilzeit

1,4 Millionen Menschen arbeiten in Österreich Teilzeit.

Viele leisten regelmäßig mehr Stunden als vereinbart –

ohne entsprechende Bezahlung.

Die AK steht für faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten.

Jetzt Petition

unterschreiben!

mitmachen.ak.at

WIEN

Was

hält eine Gesellschaft

zusammen? Verfassung und Gesetze,

würden manche argumentieren,

doch am Ende braucht es mehr als juristische

Texte, um ein echtes Wir-Gefühl aufkommen zu lassen.

Sprache, würden andere behaupten, doch auch

die Sprache ist am Ende nur ein Vehikel. Immerhin bedienen

sich auch islamistische Prediger in den sozialen

Medien der deutschen Sprache – und das (leider) gar nicht

schlecht. Nein, da muss es doch etwas geben, das tiefer

geht und ein echtes Wir-Gefühl aufkommen lässt. Die

Antwort auf die Frage brachte mir das Christkind.

Ich hatte ein wundervolles Weihnachtsfest. Es gab

Geschenke, dichten Schneefall, leckeres Essen, viel zu

trinken und gute Gespräche. Als ich am Weihnachtsmorgen

aufstand und vorsichtig die Treppe hinunterstieg,

war es in der Wohnstube noch kalt. Aber ich

fror nicht, denn mich wärmte die plötzliche Erkenntnis,

dass ich in jenem Augenblick etwas mit

so vielen Menschen in Österreich teilen durfte:

das Geschenk einer geteilten Erfahrung. Wir

feierten ein Fest des besinnlichen Miteinanders,

ob wir nun in Traun, Kufstein, Wien

oder Hartberg waren. In diesem Moment

fühlte ich mich auf eine be sondere

Art und Weise mit dem ganzen

Land verbunden. Als würde

uns ein unsichtbares Band

zusammen halten.

Ich selbst bin das

Kind einer muslimischen

Gastarbeiterfamilie.

von

TIMUR AKSAK

Ruşen Timur Aksak ist selbständiger Medienberater.

Zuvor arbeitete er als Journalist und

TV-Redakteur und war später Pressesprecher der

GEMEINSAM

Weihnachten

war die

meiste Zeit meines Lebens das

Fest der „Anderen“ – oder besser gesagt,

eine Angelegenheit der „Österreicher“. Früher

mied ich sogar Weihnachtsmärkte, mutierte über

die Festtage zu einem kleinen Grinch und sehnte mich

danach, dass die ganze Sache mit Weihnachten schnellstmöglich

vorbei war. Das Land meiner Geburt erschien mir

während dieser besinnlichen Zeit seltsam „fremd“. Als

gäbe es eine Party, zu der ich als Einziger nicht eingeladen

war. Heute weiß ich, dass ich es war, der sich selbst ausgeladen

hat.

Gemeinsame Rituale und Feste sind wichtig. Das

wussten schon die alten Römer. Ihre Feste waren zwar

von religiöser Natur, doch entscheidend war ihre gesellschaftliche

Funktion. Bei allen Gegensätzen und

Widersprüchen waren es gerade diese gemeinsamen

Rituale und Feste, die die römische Gesellschaft

zusammenhielten. Ob reich, arm, alt- römisch

oder aus den Provinzen immigriert, es gab einen

gemeinsamen Kitt, der den Zement Roms erst

härten ließ. Auch unsere Gesellschaft ist

eine, die stärker polarisiert ist. Unsere

Gegensätze – über die Themen von Migration

und Zusammenleben hinaus –

sind nicht zu übersehen. Und genau

deswegen ist es wichtig, dass

wir wieder mehr Mut zur

Gemeinsamk eit finden. Wir

leben gemeinsam, also

feiern wir auch gemeinsam.

FEIERN!

5 Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Kolumne

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!