BREMISSIMIA Magazin | Mai - Juni 2026
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#03
Das Magazin für die Bremerin
Mai/Juni 2026
ISSN 2364-3498
FRAU.
LEBEN.
FREIHEIT.
Kreativität aus
Haltung
Die Werbeagentur
attentus
Am Mikrofon
zu Hause
Drei Wege zum
Traumjob beim Radio
Six Queens &
One King
Elektronisches Musical
über Macht, Liebe &
Schicksal
Zwischen
Beckenrand &
Bullerbü
Marie-Claire Haag hält
alles in Bewegung
SCHLÜSSELFIGUR
FRAU.
LEBEN.
FREIHEIT.
Ticket-Hotline
BREMISSIMA
Women's Charity
Night 2026
Exklusiv-Maklerin Farnaz Hug
4
5
6
BREMISSIMA
7
AMERICAN VINTAGE | COMO NO1 | COSTER COPENHAGEN | ELIAS RUMELIS | BLONDENO8
ESISTO | I HEART | JAPAN TKY | PUR SCHÖN | LOVE JOY VICTORY
0039 ITALY | MOS MOSH | NARLI | OAKWOOD | OPUS | RAFFAELLO ROSSI
RIANI | ROBELL | S. MARLON | SUMMUM | VETONO | LAKRIDS BY BÜLOW
MY ESSENTIAL WARDROBE | 10DAYS | SOFIE SCHNOOR | JC SOPHIE
PLACE DU SOLEIL | UNIO | OOLEY | GITTA BANKO | COPENHAGEN STUDIOS
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BREMISSIMA
8
Eintritt frei!
Kunsthalle
Bremen
Übersee-
Museum*
Universum ®
Bremen*
kek
Kindermuseum*
Museen
Böttcherstraße
Weserburg
Focke-Museum
Hafenmuseum
botanika*
Wilhelm
Wagenfeld Haus
Atlantis
Filmtheater*
Schulmuseum
Bremen
An diesen Orten ermög lichen wir
regelmäßig allen unter 18 Jahren
den KOSTENLOSEN Besuch.
Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:
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Stark. Fair. Hanseatisch.
Editorial
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ohne Beschnitt
9
Stefan Brockmann
Vorsitzender der CityInitiative
Bremen
Liebe Leserinnen und Leser,
die Bremer Innenstadt zeigt sich mitten in diesen Frühlingstagen von ihrer besonders
lebendigen und vielfältigen Seite: Jetzt macht das Shoppen und Genießen im
wunderbaren Ambiente rund um die „Gute Stube“ gleich doppelt so viel Freude.
EYEWEAR
Und unsere City ist nicht nur schön, sondern spürbar im Aufwind: Neue Handels-
und Gastronomiekonzepte, engagierte Akteurinnen und Akteure, spannende
Projekte und Veranstaltungen sowie die Stadtentwicklungsprojekte im
Balgequartier und die Ideen rund um den Hanseatenhof machen die Innenstadt
zu einem Ort, der sich stetig weiterentwickelt und Vorfreude auf den nächsten
Besuch weckt.
Als Vorsitzender der CityInitiative setze ich mich dafür ein, dass sich alle Bremerinnen
und Bremer sowie ihre Gäste in unserer Innenstadt – jetzt und in Zukunft
– wohlfühlen, ob beim Einkaufen, Genießen oder Verweilen. Dabei geht es
uns nicht nur um wirtschaftliche Impulse, sondern auch um Aufenthaltsqualität,
Vielfalt und ein starkes Miteinander.
Bremen lebt von genau dieser besonderen Mischung. Und wer auf der Suche nach
dem Besonderen ist, wird hier fündig: Mehr als 130 Fachgeschäfte warten darauf,
entdeckt zu werden – mit individuellen Angeboten, persönlicher Beratung und
einem Einkaufserlebnis, das weit über den reinen Konsum hinausgeht.
Deshalb mein persönlicher Appell: Nehmen Sie sich öfter Zeit für einen Bummel
durch die Bremer Innenstadt, lassen Sie sich treiben und genießen Sie, was die
City zu bieten hat. Wir als CityInitiative arbeiten jeden Tag daran, diesen Raum
weiter zu gestalten und Ihnen beim nächsten Besuch – ob mit Freundinnen und
Freunden oder der Familie – ein besonderes Shopping- und Genusserlebnis zu
ermöglichen.
Auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen in der Bremer City!
Ihr
Stefan Brockmann
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10
Farnaz Hug
Immobilien-Expertin
Powerfrau
Marie-Claire Haag
Beachwear
26 32
54
60
Werber mit
Weitblick
42
Traumjob
Radio Moderatorin
48
Starkes Musik-
Projekt aus
Bremen
16
Longevity
20
Let's cook
BREMISSIMA
11
Inhalt
12 Frisch gemischt
Ausgesuchte Trends und News für Bremerinnen
16 Vera Volmer
Die Kraft des Gehens – Vera Volmer verrät in
ihrer Kolumne drei einfache Tipps für den Alltag
20 Helene Holunder
Earl Grey Scones mit frischen Erdbeeren –
einfach himmlisch
26 Hautnah
Exklusivmaklerin Farnaz Hug steht für Vertrauen,
Expertise und höchste Diskretion im Bremer
Luxusimmobilienmarkt – wer in Toplagen kaufen
oder verkaufen möchte, findet in ihr die erste
Adresse
32 Beachwear 2026
Wir zeigen die wichtigsten Trends und die angesagten
Marken für den Sommer
42 Moderation
Drei Bremen Eins Moderatorinnen, drei ganz
unterschiedliche Lebenswege – und eine gemeinsame
Leidenschaft: das Radio.
48 Klangkunst
Ein elektronisches Konzeptalbum aus Bremen
bringt die Geschichten der sechs Ehefrauen
von Heinrich VIII. in die Gegenwart. Zwischen
Klangexperiment, Theatervision und Crowdfunding
entsteht ein Musikprojekt mit Anspruch.
54 Powerfrau
Trainerin des Jahres, vierfache Mutter und Motor
des Bremer Triathlons: Marie-Claire Haag verbindet
Leistungssport mit Alltag. Ein Porträt über
Energie, Haltung und ein Leben im Dauerlauf.
60 Kreativität
Im Gespräch mit Frank Künneke geht es um ein
Verständnis von Kreativität, das über schnelle
Effekte hinausgeht. Die Bremer Agentur attentus
setzt auf klare Strategien, Perspektivwechsel und
langfristig wirksame Ideen.
66 Impressum
Wer, was und wann ...
ErnährunG als MEDizin
Ich bin Dr. med. Oksana Böhm, Fachärztin
für Allgemeinchirurgie mit zusätzlicher
Qualifikation in der Ernährungsmedizin.
Ich helfe Ihnen, Ihre Gesundheit zu erhalten,
zu verbessern oder therapeutisch
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BREMISSIMA
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HOEG CitySommerFest!
Jetzt schon den Termin vormerken!
wDer Countdown läuft: Vom 19. bis 21. Juni 2026 lädt die
CityInitiative Bremen bereits zum fünften Mal zum HOEG
CitySommerFest – Bremens einzigem innerstädtischen Open-
Air-Festival – ein.
Drei Tage lang heißt es rund um Marktplatz, Domshof, die
LLOYD PASSAGE und weitere Spielorte, verteilt über die Bremen
Innenstadt: Live-Musik, Kultur, Literatur und Kulinarik
erleben – umsonst und draußen, mitten im Herzen der Stadt.
Was 2022 begann, hat sich längst als fester Bestandteil des
norddeutschen Festivalsommers etabliert. Die Veranstaltung
begeistert mit einer bunten Mischung aus musikalischer Vielfalt
– von Funk bis Folk, Rock bis Singer-Songwriter –, kulturellen
Highlights, kreativen Aktionen und einem besonderen
Lebensgefühl mitten in der Bremer Innenstadt.
Drei Tage Musik, Kultur
und Genuss: Das HOEG
CitySommerFest.
Das HOEG CitySommerFest ist eine Veranstaltung der City-
Initiative Bremen Werbung e.V.
www.bremen-city.de
Chika Aruga
Im Fluss der Zeit – Malerei – 10. Mai bis 21. Juni
wChika Arugas Malerei entfaltet sich in mehrteiligen Zyklen
von großer farbiger und formaler Verbundenheit. Ausgehend
von Kolorit und Rhythmik einer Naturbetrachtung komponiert
sie reduzierte, atmosphärisch bewegte Landschaftsmotive.
Baumsilhouetten, Blattwerk, Berg- und Wolkengebilde
oder Blüten in lichten Farben bestimmen die Darstellungen.
Die japanische Künstlerin hat eine zarte, klangvolle Bildsprache
gefunden. Sie lässt abstrakte, monochrome Flächen mit
transparenten Tönen korrespondieren, die den Gemälden
sowohl Ruhe als auch Leichtigkeit verleihen. Opake Ebenen
erschaffen einen vielfach gestaffelten, autonomen Landschaftsraum,
während die durchlässigen Lasuren eine poetische
Verschränkung der Farbfacetten entstehen lassen. Dabei
bleiben ihre Konturen fließend und offen.
Hinzu kommen helle Lineaturen, die über die Farblandschaften
gleiten. In amorph verschlungener Bewegung führen sie
den Blick entlang labyrinthischer Geflechte, durch vegetabiles
Dickicht sowie in die Tiefe urbaner Räume hinein, die plötzlich
perspektivisch innerhalb zweidimensionaler, farbiger Flächen
auftauchen und zugleich mit Wolkenformationen, Ranken
oder Astkronen harmonisch verschmelzen. In diesem Vexierspiel
von Mikro- und Makrokosmos, das organische Vegetation
und architektonische Strukturen vereint, scheinen alle
Bildelemente – wachsend, schwebend, wehend oder treibend
– die sinnliche Wahrnehmung des Betrachters zu beflügeln.
www.galerie-corona-unger.de
Am 10. Mai von 12 bis 18 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung in
Anwesenheit der Künstlerin statt
BREMISSIMA
13
Genuss mit Konzept: Drei Küchen, vielfältige Einflüsse und individuelle
Cateringlösungen für Events in Bremen und Umgebung
Catering in Bremen
mit Erfahrung aus drei Küchen
wOb Geburtstag, Firmenfeier, Jubiläum oder Weihnachtsfest:
Wer in Bremen und umzu ein besonderes Catering sucht, bekommt
bei uns Genuss mit Erfahrung, Leidenschaft und Flexibilität.
Hinter unserem Catering stehen gleich drei starke Küchen:
RioniArt, Art of Sweet and Food sowie Altes Revier. Diese gebündelte
Erfahrung gibt uns die Möglichkeit, sowohl kleine
Gesellschaften als auch größere Veranstaltungen zuverlässig
und professionell zu begleiten.
KLEINE MOMENTE. GROSSE FREUDE.
KUCHEN · CUPCAKES · CANDY-BAR
Für Kindergeburtstage, die in Erinnerung bleiben.
WhatsApp: 0176 806 34 418 · E-Mail: cupcakefactory-bremen@web.de
Weberstaße 37 · 28203 Bremen
www.cupcake-factory.de · Instagram: cupcakefactory_bremen
RESTAURANT
EVENT |VENUE
Unser Herz schlägt besonders für die georgische Küche: aromatisch,
herzlich, überraschend – perfekt für stilvolles Fingerfood,
kreative Häppchen oder warme Buffets mit besonderer
Note. Gleichzeitig sind wir auch in der internationalen Küche
zu Hause. Ob deutsch, italienisch oder eine spannende Kombination
mit georgischen Spezialitäten: Wir entwickeln für jeden
Anlass ein passendes kulinarisches Konzept – individuell,
hochwertig und mit viel Liebe zum Detail.
Dank unserer Kapazitäten in drei Küchen können wir flexibel
planen, schnell reagieren und unterschiedlichste Wünsche
umsetzen. Von privaten Feiern bis zu Business-Events: Wir
sorgen dafür, dass Gastgeber entspannt genießen können.
Mitten im Herzen Bremens ansässig, beliefern wir Bremen
und das Umland unkompliziert und zuverlässig.
Georgische Küche und Wein
Dinner & Dance
Restaurant | Eventlocation | Catering
An der Weide 27, Bremen
Jetzt Tisch reservieren: Instagram @rioniart.restaurant
Für Anfragen und persönliche Beratung steht Birgit Wattenberg,
Eventmanagerin, telefonisch. 0172 434 9196 oder per
E-Mail: info@rioniart.de, zur Verfügung.
BREMISSIMA
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unser Buchtipp
Veganes Eis
Kreative Sorten,
natürliche Zutaten
und volle Cremigkeit
w Mit über 40 außergewöhnlichen Rezepten
beweist dieses Eiscreme-Buch, wie vielfältig,
cremig und geschmacksintensiv veganes Eis
sein kann. Von zeitlosen Klassikern wie Vanille,
Nougat oder Himbeersorbet bis hin zu modernen
Sorten mit Lavendel, Matcha oder Olivenöl
eröffnet es eine Welt voller Aromen – geeignet
für alle Eismaschinen, inklusive des beliebten
Ninja Creami.
Geniale Eiskreationen zum Dahinschmelzen:
Für alle Eismaschinen geeignet – inklusive Ninja
Creami.
In Veganes Eis zeigen die Eis-Sommelière Vibeke
Bengtson und Jonas Bohn in über 40 köstlichen
Rezepten, wie vielseitig und genussvoll
Eiscreme aus 100 % pflanzlichen Zutaten sein
kann.
Autor:innen: Vibeke Bengtson, Jonas Bohn
Rezeptfotos: Vibeke Bengtson
Format: 17,0 × 24,0 cm
Umfang: 128 Seiten
ISBN: 978-3-517-10464-5
Verlag: Südwest
Preis: 17,– Euro
www.albatros-buch.de
VERLOSUNG!
2 x 1 Veganes Eis“
Einfach eine E-Mail bis zum 15. Juni
schicken: gewinnen@magazine-bremen.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
BREMISSIMA
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Wieder dabei ist auch die Bike it! Stage, auf der diesmal Lucky Mirlo zu drei Museen durch die Nacht tourt (Foto: Manja Herrmann)
Die Lange Nacht der Museen Bremen
Phänomenales am 30. Mai von 18 Uhr bis Mitternacht
w Mit nur einem Ticket öffnen sich in der Langen Nacht der
Museen Bremen die Türen von über 30 Museen und Ausstellungshäusern.
Getreu dem Motto des Bremer Themenjahrs
„Phänomenal. Bremen entdecken. Wissen erleben.“ zeigen
sie am 30. Mai von 18 Uhr bis Mitternacht auf unterhaltsame
Weise wie viel Wissen zu Kunst, Kultur und Geschichte
in ihnen steckt. Mit Ausstellungen, Führungen, Blicken hinter
die Kulissen, Musik, Schauspiel, Performances und Mitmachaktionen
sind viele überraschende Entdeckungen garantiert.
Aus über 240 Veranstaltungen können sich die Nachtschwärmenden
ihr persönliches Programm auf langenachtbremen.de
zusammenstellen. Erstmals sind das Kaisenhausmuseum und
die Villa Sponte Zeitkultur bei der Langen Nacht der Museen
dabei.
Für Menschen unter 18 Jahren ist der Eintritt frei! Die Eintrittsbänder
sind bei den beteiligten Museen und Ausstellungshäusern
erhältlich. Online-Tickets gibt es 24/7 auf Nordwest
Ticket (zzgl. VVK-Gebühr). Fahrten mit öffentlichen
Verkehrsmitteln sind bereits im Eintritt enthalten – sogar mit
der historischen Straßenbahn oder mit Schiff und Fähre auf
der Weser. Darüber hinaus verkürzt der ADFC Bremen die
Wege zwischen den Häusern der Innenstadt per Rikscha, Tandem
oder Lastenrad – barrierefrei und kostenlos.
33 Museen – 1 Ticket – 6 Stunden Entdeckungen: Altes Pumpwerk,
botanika, Bremische Bürgerschaft, Das Depot – Bremer
Straßenbahnmuseum, Denkort Bunker Valentin, Dom-Museum
im St. Petri Dom, Focke-Museum, GAK Gesellschaft für
Aktuelle Kunst, Galerie Birgit Waller, Gerhard-Marcks-Haus,
Hafenmuseum Bremen, Heimatmuseum Schloss Schönebeck,
HfK Bremen mit MS Dauerwelle, Kaisenhausmuseum, Krankenhaus-Museum,
Künstler:innenhaus Bremen, Kunsthalle
Bremen, Lichthof Kunstfabrik und viele mehr...
Die vollständige Liste der teilnehmenden Museen und das Programm
sowie Fahrpläne und alle weiteren Informationen zur
Langen Nacht der Museen Bremen werden auf langenachtbremen.de
veröffentlicht.
www.langenachtbremen.de
BREMISSIMA
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Pulpo frisch vom Grill, dazu der Blick von der Sommerterrasse auf die Weser:
Ein Abend voller Genuss in entspannter Atmosphäre.
Ein Sommer voller Glut & Genuss
Der Hopfenfänger im Reislager hebt mit seiner Eventreihe „Hopfen &
Heat“ Barbecue auf ein neues Level. Für Girlsabende mit Sommerfeeling.
w„Barbecue braucht Zeit“, erklärt Pascal Willrich mit Nachdruck.
Der Küchenchef des Hopfenfänger-Barbecue-Restaurants
steht mit seinem Team bereits seit dem Vormittag am
Grill. Glut, die schon Stunden arbeitet. Spareribs, die seit sechs
Stunden im Smoker garen, bis das Fleisch fast von selbst zerfällt.
Wer die Terrasse vom Hopfenfänger betritt, kommt nicht
einfach zu einem Grillabend. Er tritt ein in ein Erlebnis. Man
riecht es sofort: Holz, Rauch, ein Hauch von Eiche. Dieser
Duft vermischt sich mit der warmen Abendluft, mit der leichten
Brise, die von der Weser weht. „Du legst nicht einfach nur
Wurst auf den Grill und fertig. Es geht um Vorbereitung, um
Geduld und darum, ein Gefühl zu entwickeln“, so Pascal Willrich.
Dieses Gefühl ist es, was den Unterschied macht. Anders
als in der Küche reagiert hier nichts sofort. „Wenn du die Luftzufuhr
am Grill änderst oder Holzkohle nachlegst, hat das erst
eine Viertelstunde später Auswirkungen“, sagt Willrich.
Der Grill selbst ist ein Statement. Ein südafrikanischer Braai,
ausgestattet mit verschiedenen Temperaturzonen, Grillplatten
und Feuerkörben. Hier kann gleichzeitig scharf angegrillt,
sanft gegart und sogar gratiniert werden. So haben auch vegane
und vegetarische Gerichte ihre eigene Zone. Während
auf der einen Seite Kentucky Ribs im Saint-Louis-Cut ihre
Röstaromen entwickeln, liegt auf der anderen Seite ein ganzer
Porree direkt in der Glut. Außen verkohlt, innen weich
geschmort. Nur mit Salz, Pfeffer und Knoblauch verfeinert –
mehr braucht es nicht.
Was auf den Teller kommt, ist bewusst portioniert. Kleine Gerichte,
etwa 80 Gramm Fleisch, laden dazu ein, sich durch die
exklusive Karte zu probieren. Jakobsmuscheln, Steinbutt mit
Zitronenpfeffer, gegrillte Feigen, geschmolzener Camembert,
Premium Cuts, Picanha vom Gut Wagyu oder irisches Dry-
Aged Tomahawk. Dazu ein kühles Getränk in der Hand. „Die
Gäste sollen entdecken können“, sagt Willrich. „Und vor allem:
genießen.“
Diese Entschleunigung gehört zum Konzept. Mit dem Kauf
des Tickets erhält jeder Gast am Abend seine Sticker, die sogenannten
Heat-Coins. Mit ihnen trifft er seine Auswahl. Ein
BREMISSIMA
17
Verlagssonderseite
bisschen wie beim Bingo: Auf den Tischsets stehen die Gerichte,
klar gegliedert in drei Kategorien. Hier wird entschieden,
geklebt, neu bestellt. Einfache Speisen kosten einen Coin,
aufwendigere zwei oder drei. Brot und Salate stehen jederzeit
bereit, an der Bar und auf den Tischen. Schon die Auswahl
wird zum Gespräch am Tisch: Was nimmst du? Oh, das nehme
ich auch! Teilen wir? Wer noch Appetit hat, kann Heat-Coins
beim Service nachkaufen. Perfekt für einen Mädelsabend. Einfach
zusammen sein, eine gute Zeit haben.
Pascal Willrich und sein Team arbeiten konzentriert am Grill.
In der offenen Outdoorküche darf man zusehen und nachfragen.
Stimmengewirr, leises Lachen, Musik im Hintergrund,
das Klirren von Gläsern: Biergartenatmosphäre. Die Hitze des
Grills liegt in der Luft, Bier wird nachgeschenkt, Teller wandern
über die Tische. Mit jeder Runde entwickelt sich der
Abend, mit jedem Gespräch ein Stück mehr. Und genau darin
liegt die Idee. „Barbecue ist für mich mehr als Essen“, sagt
Pascal Willrich und schaut kurz vom Grill auf. „Es ist Zeit, die
man sich nimmt – davor und währenddessen, bei der Zubereitung
und beim Essen – und die man am besten mit anderen
teilt.“
Special: Aperol Tower für den perfekten Mädelsabend
Für den extra Spaßmoment gibt es bei „Hopfen & Heat“ den
Aperol Tower, gefüllt mit bis zu acht Aperol Spritz. Perfekt
zum Teilen und Anstoßen. Ein bisschen Dolce Vita, ein bisschen
Sommer und ganz viel Zeit mit seinen Besties.
Hopfen & Heat – Termine & Tickets
Die Eventreihe läuft von Mai bis September auf
der Sommerterrasse des Hopfenfängers im Reislager
auf der Überseeinsel.
Mai:
Do., 14. Mai – 18 Uhr
Fr., 15. Mai – 17 & 19.30 Uhr
Juni:
Fr., 12. & Sa., 13. Juni – 17 & 19.30 Uhr
Fr., 26. & Sa., 27. Juni – 17 & 19.30 Uhr
Juli:
Fr., 17. & Sa., 18. Juli – 17 & 19.30 Uhr
Alle Termine bis September & die Tickets gibt es hier:
Pascal Willrich und sein Team zaubern am Grill die kulinarischen Köstlichkeiten
www.reislager-bremen.de/news
BREMISSIMA
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20 Jahre Leidenschaft für Klassiker: Das Oberneulander Oldtimerfest
bringt Menschen, Motoren und Erinnerungen zusammen.
20 Jahre Oldtimerfest
am 10. Mai zum zehnten Mal
in Oberneuland
AZ_RA-KorzusPiewack_SM_05-22_Layout 1 01.11.22 11:37 Seite 1
Denise Fromme
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Familienrecht
Trentmann PartGmbB Rechtsanwälte
Obernstraße 39-43 | 28195 Bremen
Telefon: (0421) 33947-0 | Telefax: (0421) 33947-80
E-Mail: fromme@trentmann.info
www.trentmann.info
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Notarin Denise Fromme
berät Sie in allen juristischen
Fragen rund um
die Familie. Ihre Tätigkeit
umfasst die außergerichtliche
und gerichtliche
Vertretung in allen
familienrechtlichen Angelegenheiten.
In Ihrer
Tätigkeit als Notarin steht
sie Ihnen rund um die
Gestaltung von Eheverträgen,
Scheidungsfolgenvereinbarungen
und erbrechtlichen
Gestaltungen beratend
zur Seite.
w Am 10. Mai wird Oberneuland erneut zum Treffpunkt für
glänzenden Chrom, knatternde Motoren und bewegende Geschichten.
Das Oldtimerfest feiert sein 20-jähriges Bestehen
– und findet gleichzeitig zum zehnten Mal statt. Zwei Jahrzehnte
voller Leidenschaft, Begegnungen und unvergesslicher
Momente machen dieses Jubiläum zu etwas ganz Besonderem.
Was einst als Herzensprojekt begann, ist heute ein fester Bestandteil
der Oberneulander Identität. Menschen aus der Region
und weit darüber hinaus kommen zusammen, um automobile
Klassiker zu bestaunen, Erinnerungen zu teilen und
neue zu schaffen. Mit jedem Jahr wächst nicht nur die Zahl
der Fahrzeuge und Besucher, sondern auch die Verbundenheit
zu all jenen, die dieses Fest möglich machen. Und genau das
soll auch in Zukunft so bleiben.
Seit 2006 hat sich das Oldtimerfest zu einem echten Highlight
für Liebhaber historischer Fahrzeuge entwickelt. 2017 wurde
die Veranstaltung von Tanja Sörensen und Marco Trey mit
großer Freude von Andreas von Engelbrechten übernommen –
mit dem Ziel, den besonderen Charakter und Stil des Festes zu
bewahren und weiterzuführen.
Auf der Festwiese an der Oberneulander Eiche erwartet die
Besucher eine beeindruckende Vielfalt historischer Pkw, Busse,
Traktoren und Motorräder. Das bewährte Konzept aus
Oldtimer-Rallye, Geschicklichkeitsfahren, Traktorenparade
und Dorffest für die ganze Familie sorgt auch 2026 für eine
einzigartige Atmosphäre.
Rund 3.000 Besucher und Fahrer dürfen sich auf stilvolle
Musik, ausgewählte Gastronomie und ein buntes Kinderprogramm
freuen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil bleibt das
soziale Engagement: Ein Großteil der Erlöse kommt erneut
einer lokalen Einrichtung zugute und wird im Anschluss feierlich
übergeben.
www.oberneulander-oldtimerfest.de
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19
Am neuen Standort in der Schwachhauser Heerstraße 50
finden Frauen jeden Alters und in jeder Lebensphase bei Eva
by butschek eine große Auswahl an Dessous und Bademode
Eva by butschek
Mit neuem Standort im „Medicum“ in Schwachhausen
w Seit Mai bereichert Eva by butschek die Schwachhauser
Heerstraße 50 im „Medicum“ in Schwachhausen als besonderer
Ort für Frauen jeden Alters und in jeder Lebensphase. Eine
vielfältige Auswahl an Dessous und Bademode trifft hier auf
eine einladende Atmosphäre, die zum Ankommen und Wohlfühlen
einlädt.
Einfühlsame Beratung in intimer Atmosphäre
Nach einer Brustoperation, etwa infolge einer Krebserkrankung,
steht für viele Frauen die Wahl der passenden Brustprothese
oder Epithese im Vordergrund. Bei Eva by butschek
finden Kundinnen eine große Auswahl an funktionellen und
zugleich modischen Produkten – von speziellen BHs über Entlastungsprodukte
bis hin zu Spezialbademode. Darüber hinaus
bietet Eva by butschek auch individuelle Kompressionsversorgungen
im Rund- und Flachstrickbereich für Menschen mit
Durchblutungs- und lymphatischen Störungen an.
Die Versorgung wird dabei individuell auf die Bedürfnisse der
Kundinnen und Kunden abgestimmt und durch eine fachkundige
Beratung begleitet. Das erfahrene Fachpersonal nimmt
sich viel Zeit für jede Kundin, berät ausführlich und diskret.
So können die Kundinnen in aller Ruhe das für sie angenehmste
und am besten passende Produkt auswählen. „Wir möchten
Frauen in besonderen Situationen einfühlsam zur Seite stehen
und ihnen helfen, sich wieder wohl in ihrer Haut zu fühlen“,
erklärt Jörg Butschek, Inhaber der butschek Sanitätshäuser.
„Seit vielen Jahren bin ich Kundin bei Eva by butschek. Schon
bei meinem ersten Besuch habe ich gemerkt, mit wie viel Herz
und Fachwissen ich aufgenommen und beraten wurde. Jedes
Mal gehe ich glücklich nach Hause, mit einem starken Selbstwertgefühl,
und freue mich schon auf den nächsten Besuch“,
berichtet Elisabeth Kruse-Johannes.
Regelmäßige Modenschauen und Aktionen
Doch Eva by butschek ist weit mehr als nur ein Geschäft für
Spezialbedarf. Regelmäßig finden hier exklusive Modenschauen
und besondere Aktionen statt. Dabei können Besucherinnen
die neuesten Kollektionen entdecken und gleichzeitig das
herzliche Eva-Team kennenlernen.
Aktuelle Aktionen sowie Termine für kommende Modenschauen
finden sich auf der Website oder im Newsletter. Interessierte
erhalten dort Veranstaltungs-Einladungen und wichtige
Informationen direkt per E-Mail.
Ein Ort der Wärme und des Vertrauens
Eva by butschek ist ein kleiner, persönlicher Ort, der mit Wärme,
Verständnis und Vertrauen empfängt. Hier finden Kundinnen
nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch Raum
für Ruhe und Gelassenheit. Ein Lächeln, gute Gespräche und
viel gemeinsames Lachen gehören hier ebenso zum Einkaufserlebnis
wie die kompetente Beratung. „Ich freue mich sehr
auf Ihren Besuch“, versichert Jörg Butschek.
www.butschek-ot.de/eva
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20
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Endlich gibt es wieder Erdbeeren vom Feld. Heute habe ich daraus einen Erdbeer-Fruchtaufstrich
zubereitet – ganz ohne Kochen (ein Beutel reicht für 200 g
Früchte, erhältlich im Supermarkt). So bleibt besonders viel Aroma erhalten.
Beim Pürieren kamen noch ein paar Basilikumblätter dazu – unbedingt ausprobieren!
Und vielleicht bleibt noch Zeit, diese typisch englischen Earl Grey Scones
zu backen und dir am Nachmittag eine wunderbare Tea Time mit frischem
Erdbeeraufstrich zu gönnen?
Herzlichst
Helene
Earl Grey Scones
mit frischen Erdbeeren
Für 8 Scones
80 g Zucker
1 kleine Bio-Zitrone, den Abrieb der Schale
350 g Mehl mit Backpulver (erhältlich im Supermarkt, manchmal auch als
„all-purpose flour“ gekennzeichnet)
2 TL Backpulver
4 TL Bio-Teeblätter
(Earl Grey; das Bergamotte-Aroma des Tees passt prima zu Scones)
¼ TL Salz
120 g kalte Margarine
ca. 150 ml pflanzliche Milch
1 TL Vanilleextrakt
ca. 180 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
Den Zucker, den Zitronenabrieb, das Mehl, das Backpulver, die Teeblätter
und das Salz in einer Schüssel verrühren. Ich verwende in diesem Rezept „all-
purpose“-Mehl, das bereits Backpulver enthält, und ergänze zusätzlich die angegebene
Menge.
Die Margarine in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingern in die Mehlmischung
reiben, bis sie krümelig wie Sand ist. Kleine Stücke dürfen sichtbar
bleiben. Nun nach und nach die Milch und den Vanilleextrakt hinzufügen und
alles kurz mit den Händen oder einem Spatel zusammenfügen. Der Teig sollte
nicht zu stark bearbeitet werden, damit die typischen mürben Schichten erhalten
bleiben.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen
lassen. Anschließend den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig auf ein mit
Backpapier ausgelegtes Backblech geben und zu einem ca. 3 cm dicken Kreis (Ø
etwa 20 cm) formen. In 8 Stücke schneiden und mit etwas Abstand platzieren.
Beim Schneiden eher drücken als ziehen, damit der Teig nicht zusammenklebt.
Das Messer ggf. leicht bemehlen.
Die Oberseiten mit etwas pflanzlicher Milch bestreichen und auf mittlerer
Schiene etwa 15–20 Minuten backen, bis sie hellbraun sind.
Für den Guss den Puderzucker mit Vanilleextrakt und wenig Wasser dickflüssig
anrühren und über die Scones ziehen.
Die Scones schmecken frisch am besten und werden traditionell mit Erdbeermarmelade
und Clotted Cream (alternativ z. B. pflanzliche Sahne, Frischkäse
oder Kokoscreme) serviert.
VEGANE REZEPTIDEEN
von Food-Bloggerin
Helene Holunder
Mit netten Menschen vegan kochen
– aber ganz ohne Einkaufsstress und
Rezeptsuche?
Ich biete Kochtreffen in kleiner
Runde (4–6 Teilnehmende) in meiner
gemütlichen Bauernhausküche an, z.
B.: „California Kitchen“, „Fingerfood
und kleine Vorspeisen“, „Japanisch
inspiriert“ oder ein „Vegan-ins-Wochenende-Menü“.
Du kommst, kochst und genießt – ich
kümmere mich um den Rest! Prima
auch als Geschenk oder Teamevent
geeignet! Bei Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten
erstelle
ich individuelle Rezepte.
Infos und Termine auf www.heleneholunder.de
oder schreibe mir gerne
für Terminanfragen, Gutscheine
usw. (vegan@helene-holunder.de).
BREMISSIMA
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Superschnelle
Geschenkidee
Kerzen verzieren
mit süßen Daisy-Mustern
w Wenn im Frühling die ersten Gänseblümchen die Wiesen
erobern, kommt diese kreative Bastelidee genau zur richtigen
Zeit: Kerzen mit kleinen Daisy-Mustern verzieren – perfekt als
schnelle und persönliche Geschenkidee, etwa zum Muttertag.
Die Kombination aus schlichten, konischen Kerzen und zarten
Blütenmotiven sorgt für einen frischen, sommerlichen Look.
Ob als Dekoration für das Zuhause oder als stimmungsvolles
Highlight auf der Garten- oder BBQ-Tafel – die selbst gestalteten
Kerzen sind vielseitig einsetzbar. Das Setzen der kleinen
Punkte mit Bienenwachsstiften wirkt dabei fast meditativ und
lädt zum kreativen Gestalten ein.
Material: Kerzen (z. B. konische oder kleine Stabkerzen), Bienenwachsstifte,
Unterlage oder Bastelmatte
Süße DIY-Idee als sommerliche Deko oder
als nettes Mitbringsel (gefunden bei:
wlkmndys.com)
Vor dem Start empfiehlt es sich, die Technik auf Papier zu
üben. So lässt sich ein Gefühl für den Farbfluss und den richtigen
Druck entwickeln. Für ein Gänseblümchen werden zu-
nächst kleine Mittelpunkte gesetzt, anschließend folgen sechs
Blütenpunkte rundherum.
Beim Verzieren rund um die Kerze sollte zunächst eine Seite
gestaltet werden, bevor die Farbe kurz antrocknet. So lassen
sich Verschmierungen vermeiden. Kleine Fehler können vorsichtig
entfernt werden, solange das Wachs noch nicht getrocknet
ist.
Nach etwa acht Stunden ist die Farbe vollständig durchgetrocknet.
Jede Kerze wird so zu einem individuellen Unikat.
FÜR ALLE KUNDEN, PARTNER UND WEGBEGLEITER - GERN MIT FAMILIE
BREMISSIMA
23
Die preisgekrönte Brassformation BRASSerie begeistert mit virtuosen
Arrangements, musikalischer Vielseitigkeit und humorvoller Bühnenpräsenz
LOVE, sweet Love
Eine romantische Musik-Comedy
am 12. Juni im Universum Bremen
w Liebe geht bekanntlich durch die Ohren – und genau dort
setzen wir an. In unserem musikalisch-poetischen Liebesbrief
entführen wir das Publikum mit schmachtendem Witz, charmanten
Geschichten und überraschenden Wendungen in
emotionale Höhenflüge, die selbst Amors Pfeil vor Neid erröten
lassen. Eine einzigartige Verbindung aus Liebesliedern,
Blechbläserklängen und Poesie: KuschelBRASS meets Poetry!
Am 12. Juni von 19 bis 21 Uhr erwartet das Publikum im Universum
Bremen ein Abend voller Herzklopfen, Trompetenglanz
und poetischer Funkenflüge. Bereits vor der Aufführung
können die Gäste in der thematisch passenden Sonderausstellung
„LIEBE.“ einen wissenschaftlichen Blick auf das vielleicht
schönste Gefühl der Welt werfen. Um 18 Uhr gibt Ausstellungsleiterin
Kerstin Haller exklusive Einblicke in die Ausstellung
und die vielfältigen Facetten der Liebe. Währenddessen
können sich die Besucher:innen bei Getränken und Snacks auf
den Abend einstimmen.
Mal humorvoll, mal dramatisch, mal sehnsuchtsvoll: Die Blechbläser
der BRASSerie und die Schauspielerin Imke Burma nehmen
die Zuhörer:innen mit auf eine gefühlvolle Reise durch
die ganze Bandbreite der Liebe – vom ersten Schmetterlingsflattern
bis zum eleganten Bauchklatscher ins Gefühlschaos.
Eintrittskarten in Höhe von 18 Euro oder 12 Euro ermäßigt
können unter shop.universum-bremen.de oder an der Tages-
kasse erworben werden.
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
BREMISSIMA
24
Die Kraft des Gehens
Weniger Tempo, mehr Wirkung –
wie Spazierengehen Körper und Geist neu ordnet
w Die Evolution ist wesentlich langsamer
als die Veränderung unserer menschlichen
Lebenswelt. Während sich diese
in rasantem Tempo entwickelt hat, ist
unser Körper im Kern gleich geblieben:
der Körper eines Sammlers und Jägers.
Ein Körper, der für Bewegung gemacht
ist – für konstantes Gehen, frische Luft
und Tageslicht. Auf diese Tatsache und
die vielen Erkenntnisse, die sich daraus
ableiten lassen, werden wir in dieser Kolumne
immer wieder zurückkommen,
wenn es um Schlaf, Ernährung oder
Bewegung geht. Denn genau hier liegt
ein Schlüssel zu mehr Gesundheit und
Wohlbefinden: die Rückkehr zum Einfachsten
– dem Spazierengehen an der
frischen Luft.
Über Tausende von Jahren war genau
das unser Alltag: jagen, sammeln, unterwegs
sein – verbunden mit unserer Umgebung.
Wir sind nicht dafür gemacht,
stundenlang zu sitzen und auf Bildschirme
zu schauen. Der Körper braucht
Ausgleich – trotz unserer „sitzgeprägten
Normalität“. Eine der kraftvollsten und
zugleich unterschätzten Formen der
Meditation ist das Gehen draußen – Meditation
in Bewegung, in der Natur.
Beim bewussten Spazierengehen passiert
etwas, das wir oft erst bemerken,
wenn wir es regelmäßig tun: Der Körper
findet seinen natürlichen Rhythmus.
Unsere Schritte werden gleichmäßig, die
Atmung ruhiger, der Puls reguliert sich
ganz von selbst – ohne Druck, ohne Zielvorgaben,
ohne Leistungsdenken. Es ist
Bewegung, wie sie ursprünglich gedacht
war. Während sich der Körper bewegt,
wird auch der Kopf leichter: Gedanken
ordnen sich, Probleme wirken weniger
schwer, Lösungen tauchen oft wie von
selbst auf. Stress lässt nach. Es ist, als
würde das Spazierengehen unseren inneren
Raum aufräumen.
Sonnenlicht spielt dabei eine zentrale
Rolle: Es unterstützt die Bildung von
Vitamin D und beeinflusst wichtige
Hormone wie Serotonin und Melatonin.
Das hebt die Stimmung, verbessert
den Schlaf und stabilisiert unseren Tag-
Nacht-Rhythmus. Gleichzeitig wirkt die
BREMISSIMA
25
grüne Umgebung der Natur nachweislich
beruhigend auf die Psyche, senkt
Stress und kann sogar Blutdruck und
Muskelspannung reduzieren. Körper
und Geist regenerieren sich spürbar.
Auch die Wissenschaft bestätigt, was
viele intuitiv schon lange spüren: Eine
Studie der Stanford University zeigt,
dass Gehen die Kreativität signifikant
steigern kann. Besonders in natürlicher
Umgebung wird dieser Effekt noch verstärkt.
Unser Gehirn denkt freier, stellt
neue Verbindungen her und entwickelt
Ideen – ganz ohne Druck.
Kennst du das von dir? Die besten Gedanken
kommen oft nicht am Schreibtisch,
sondern beim Spazierengehen
oder Entspannen. Beim Unterwegssein,
beim scheinbaren „Nichtstun“.
Auch Gespräche und zwischenmenschliche
Themen lassen sich draußen oft
leichter klären. Vielleicht, weil wir nebeneinander
gehen, statt uns gegenüberzusitzen.
Deshalb lohnt es sich, das
Gehen wieder bewusst in den Alltag zu
integrieren. Es geht nicht um Leistung,
nicht um Schrittzahlen oder Tempo.
Es geht darum, unserem Körper das
zurückzugeben, wofür er gemacht ist:
Bewegung, frische Luft und die Energie
der Natur. Vielleicht müssen wir gar
nicht mehr tun, sondern weniger – aber
das Richtige.
Vera Volmer
Leichtigkeit leben
Vera Volmer ist Yogalehrerin in Bremen
und verbindet in ihrem Unterricht
Klarheit, Achtsamkeit und moderne
Einflüsse aus verschiedenen Yogatraditionen.
Ausgebildet in New York,
gibt sie heute ihre Erfahrung in Kursen,
Workshops und Einzelstunden weiter.
Für sie ist Yoga kein Rückzug, sondern
eine Praxis, die hilft, im Alltag Ruhe,
Balance und Verbindung zu finden.
Instagram: vera.in.flow
Hier drei einfache Tipps für den Alltag:
1. Versuche, Wege bewusst zu Fuß zurückzulegen
– zum Beispiel morgens einen
Teil des Arbeitswegs oder den Weg
zur Kita oder Schule mit den Kindern.
2. Nutze die Mittagspause für einen
kurzen Spaziergang an der frischen Luft
– schon 20 Minuten machen einen Unterschied.
3. Verlege Gespräche nach draußen und
führe sie als „Walk & Talk“ – beruflich
oder privat.
BREMISSIMA
26
OLIVER
KRENTZEL
MANON JOHN
Wer sich für exklusive Immobilien in Bremens
Toplagen interessiert, kommt an Farnaz Hug nicht
vorbei. Die Vertriebsleiterin für Wohnimmobilien
bei Florian Wellmann Immobilien ist das Gesicht
für Luxusimmobilien in der Hansestadt.
BREMISSIMA
HAUTNAH
27
BREMISSIMA
28
TEAMMEETING Zum Wochenstart begrüßt Farnaz Hug das Team im Konferenzraum
Farnaz Hug verantwortet den
Bereich Wohnimmobilien bei
einem der führenden Immobilienunternehmen
Bremens.
In einer nach wie vor männerdominierten
Branche ist ihre Position
alles andere als selbstverständlich.
Mit ihrer souveränen Ausstrahlung und
langjährigen Expertise im Segment exklusiver
Wohnimmobilien hat sie sich
eine unverwechselbare Stellung im Bremer
Immobilienmarkt erarbeitet. Dass
sich regelmäßig einflussreiche Kontakte
aus Bremen und dem Umland an sie
wenden – sei es bei der Suche nach der
passenden Immobilie oder beim Verkauf
der eigenen – kommt nicht von
ungefähr. Dieses Vertrauen basiert auf
Erfahrung, Verlässlichkeit und einem
klaren Verständnis dafür, worauf es bei
hochwertigen Wohnimmobilien wirklich
ankommt.
Dabei war ihr Weg dorthin alles andere
als geradlinig. Auf die Frage, ob sie schon
immer Maklerin werden wollte, entgegnet
Farnaz Hug: „Ehrlich gesagt: Nein,
ich wollte überhaupt nicht Maklerin
werden. Mein Plan war eigentlich immer,
Strafverteidigerin zu werden. Ich
hatte dieses Bild im Kopf: Gerichtssaal,
Plädoyers, Fälle gewinnen – ein bisschen
Drama, das fand ich richtig spannend.“
Nach dem Abitur begann sie ein Jurastudium.
Die Ernüchterung folgte jedoch
schnell: „Ich habe relativ bald gemerkt:
Das ist nicht mein Weg. Mir hat der Zugang
gefehlt, ich war nicht wirklich im
Studium angekommen und habe mich
am Ende mit allem Möglichen beschäftigt
– nur nicht konsequent damit.“
Es war ihr Vater, der irgendwann klare
Worte fand: „Du vergeudest Zeit, du
musst dich entscheiden, was du willst.“
Farnaz Hug entschied sich für eine kaufmännische
und fundierte Ausbildung
mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten
bei der Sparkasse Bremen. „Aus
dem Plan, das nur als Zwischenstation
zu sehen, wurden am Ende 16 Jahre. Ich
habe dort sehr viel gelernt, vor allem im
Vertrieb. Ich konnte mich weiterentwickeln,
intern studieren und später
Familie und Beruf gut miteinander verbinden.
Aber meine eigentliche Leidenschaft
war das nie.“
„Ich habe mich immer weiter herangetastet.“
Diese Leidenschaft hatte sie längst gefunden
– es fehlte lediglich der passende
Rahmen. „Das Thema Immobilien hat
mich schon früh gepackt. Mit 25, als ich
durch mein eigenes Gehalt zum ersten
Mal kreditwürdig war, habe ich meine
erste Wohnung gekauft. Ich habe sie
renoviert, verschönert und wieder verkauft.
Ich war sofort begeistert, ich war
voll drin.“ Aus einer Immobilie wurden
drei, aus drei wurden fünf. Es folgten
größere Projekte: Mehrfamilienhäuser,
Grundstücke – auch im Ausland. „Ich
habe mich immer weiter herangetastet.“
Der Gutschein, der alles veränderte
Der Gang zum Briefkasten sollte eines
Tages alles verändern: „Der Wendepunkt
kam, als ich eine komplizierte Immobi-
BREMISSIMA
29
lie nicht verkaufen konnte und merkte,
dass hier professionelle Hilfe gefragt ist.
Zufällig hatte ich zu dieser Zeit einen
Gutschein für eine kostenlose Wertermittlung
von Florian Wellmann im
Briefkasten. Das kam wie gerufen – ich
habe ihn angerufen. Am nächsten Tag
saß er bei mir im Wohnzimmer.“
KUNDENBERATUNG Im
Beratungsgespräch erläutert
Farnaz Hug sämtliche Details
Was dann folgte, war kein gewöhnliches
Beratungsgespräch. „Was mich sofort
beeindruckt hat, war seine Leichtigkeit,
seine Verbindlichkeit und diese ganz
natürliche Selbstverständlichkeit, mit
der er seinen Job gemacht hat. Und vor
allem die Leidenschaft, die er dabei ausgestrahlt
hat – das hat mich sofort gepackt.
Das wollte ich auch.“ Irgendwann
ging es gar nicht mehr um die Immobilie.
„Ich habe ihn nur noch zu seinem
Job ausgefragt: was er genau macht und
wie sein Alltag aussieht.“ Ein paar Tage
später schrieb sie ihm – direkt und ohne
Umschweife. Seine Antwort: „Lauf doch
einfach mal eine Woche mit.“
Farnaz Hug nahm das Angebot an. Danach
war die Entscheidung klar: Sie begann
eine neue berufliche Reise. „Ich
war sofort komplett drin – Einwertungen,
Verhandlungen, ein neuer Auftrag
nach dem anderen, Verkäufe, Beurkundungen.
Es hat sich vom ersten Moment
an so angefühlt, als hätte ich nie etwas
anderes gemacht.“ Bereits im ersten Jahr
waren es 57 Beurkundungen. „Ich wusste,
dass ich meine berufliche Erfüllung
gefunden hatte.“
„Berufliche Erfüllung gefunden.“
Heute leitet Farnaz Hug ein großes
Team bei Florian Wellmann Immobilien.
Für die 43-Jährige umfasst der Beruf
der Immobilienmaklerin weit mehr als
nur den Vertrieb: „Ich bin oft Schlichterin,
Beraterin, psychologische Unterstützung
und Zuhörerin in Personalunion.
Das Berufsfeld ist sehr vielfältig
und bedeutet nicht nur aufzuschließen
und zu zeigen.“ Was sie besonders auszeichnet:
„Verbindlichkeit ist mir sehr
wichtig. Ich bin vertrauenswürdig, stets
erreichbar und diskret.“
Außerdem ist Farnaz Hug Mutter von
zwei Kindern. Wie bekommt sie das
alles unter einen Hut? „Ich schaffe das
natürlich nicht allein. Ich habe das gro-
BREMISSIMA
30
ERREICHBARKEIT Für die Immobilienmaklerin Farnaz Hug ist Erreichbarkeit ein Muss
ße Glück, ein wirklich starkes Team um
mich herum zu haben. Das sind Menschen,
die eigenverantwortlich arbeiten,
mitdenken und mich genau dort unterstützen,
wo es entscheidend ist.“ Den
größten Rückhalt findet sie zu Hause:
„Mein Mann unterstützt mich seit über
24 Jahren. Ohne ihn würde vieles so
nicht funktionieren.“ Auch im Alltag ist
ihre Assistentin eine wichtige Stütze:
„Oft ist ihre Nachricht morgens die erste,
die ich lese. Ich habe gelernt, Dinge
abzugeben und auch bewusst loszulassen.“
Exklusive Immobilien richtig einschätzen
Von Routine im Job will Farnaz Hug
nichts wissen – nicht bei den vermeintlich
schönsten Immobilien Bremens.
„Natürlich konzentriere ich mich auf das
Wesentliche und gehe fokussiert an die
Sache heran. Gleichzeitig nehme ich mir
immer wieder bewusst Zeit, die schönen
Seiten dieses Jobs zu genießen.“ Was
sie im Luxussegment wirklich berührt?
„Es sind nicht die offensichtlichen Dinge.
Hochglanz, teure Materialien oder
ein bisschen Bling-Bling beeindrucken
mich nicht – das gehört dazu. Was mich
wirklich fasziniert, ist, wenn ein Raum
ein gutes Gefühl vermittelt. Wenn ich
hineinkomme und denke: Wow, hier
ist man einfach gern zu Hause. Diese
Ruhe, viel Licht, diese Gemütlichkeit.“
Und gleichzeitig bleibt der professionelle
Blick: „Ich sehe nicht nur das Gefühl,
sondern ordne es sofort ein: Was bedeutet
diese Ausstattung im Markt? Ist das
nur schön oder auch wertrelevant? Genau
diese Mischung macht es für mich
aus.“
Oberneuland und Mallorca
In puncto Wohnen hat Bremen viele
Gesichter. „In Bremen und Umgebung
gibt es zahlreiche Lagen, in denen man
auf ganz unterschiedliche Weise sehr
gut wohnen kann. Ob das Viertel für
Lebendigkeit und Dynamik steht oder
Borgfeld für Ruhe und Natur. Auch die
Überseestadt hat ihren eigenen Reiz
– modernisierte Hafengebäude mit
Loftcharakter und urbanem Lifestyle.“
Privat hat sie sich für Oberneuland
entschieden: „Ich lebe in Bremen-Oberneuland
und fühle mich dort sehr wohl.
Ich habe genau das, was mir wichtig ist:
Weite, viel Grün und gleichzeitig eine
gute Anbindung an die Stadt.“ Zusätzlich
genießt sie einen zweiten Wohnsitz
in Santa Ponça auf Mallorca: „Dort finde
ich durch Sonne und Leichtigkeit einen
ganz anderen Ausgleich.“
Man muss nicht lange überlegen, warum
Farnaz Hug in dem, was sie tut, so
erfolgreich ist: Sie brennt dafür.
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Drei Wege zum Radio
und ans Mikrofon
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Jahre Bremen Eins – ein besonderes
Jubiläum wurde am
30. April bei Radio Bremen begangen:
Der Zusammenschluss aus Hansawelle und
Radio Melodie feierte ein Vierteljahrhundert, und
Hörerinnen und Hörer feierten mit. Ein abwechslungsreiches
Programm lockte zahlreiche Fans in
die Studios und Redaktionsräume, und viele der bekannten
Radiostimmen wie auch Anja Kwijas, Britta
Uphoff und Katharina Guleikoff waren mit von der
Partie.
Wir haben uns mit den Dreien über ihren Werdegang
und den Traumjob „Radiomoderatorin“ unterhalten.
Ob über eine klassische Ausbildung oder über Umwege
– viele unterschiedliche Wege führen zum Radio
und ans Mikrofon!
S
BREMISSIMA
MODERATION
43
TRAUMBERUF Übte schon als
Grundschülerin das Moderieren am
Kassettenrekorder – Bremen Eins
Moderatorin Britta Uphoff
BREMISSIMA
44
S
Britta Uphoff – vom Lehramtsstudium
über Flugbegleitung zur Radiomoderatorin
„Ich habe schon in der Grundschule davon
geträumt, am Mikro zu stehen. Die
Frage war nur, ob lieber als Moderatorin
oder als Auslandskorrespondentin“,
erinnert sich Britta lachend. Sobald sie
aus der Schule kam, wurde das Radio
angestellt und nach den Hausaufgaben
am Kassettenrekorder das Moderieren
geübt.
ON AIR Seit über
20 Jahren moderiert
Britta Uphoff
bei Bremen Eins
Nach dem Abitur studiert sie zunächst
Russisch, Englisch und Geschichte auf
Gymnasiallehramt, merkt aber in den
Unterrichtseinheiten an den Schulen,
dass sie besser nicht als Lehrerin auf
Kinder losgelassen wird. „Ich habe gesehen,
wie motiviert manche Lehrer:innen
waren und richtig für ihre Aufgabe lebten.
Da wusste ich, dass ich den Kindern
keinen Gefallen tue, wenn ich Lehrerin
werde.“
Ein Praktikum bei einem Radiosender
bringt sie nach Berlin. Das ist es aber
noch nicht. Sie wird stattdessen Flugbegleiterin
bei einer großen Fluggesellschaft.
„Bis mich eines Tages jemand
vom gleichen Berliner Radiosender anrief,
der um meine norddeutsche Identität
wusste. Er fragte mich ganz direkt,
ob ich mir vorstellen könnte, die Morningshow
bei einem neu startenden Radiosender
im Norden zu machen – da
habe ich keinen Moment gezögert und
durfte 1999 damit beginnen, mit dem
Moderieren Geld zu verdienen.“
Lampenfieber? „Oh ja“, lacht sie, „wenn
ich ehrlich bin, hatte ich die ersten anderthalb
Jahre on air regelmäßig Lampenfieber.
Wäre ich nicht vom Frühdienst
müde gewesen, hätte mich die
dauernde Aufregung nicht schlafen lassen!“
Aber das Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten wächst. „Irgendwann hab’
ich gemerkt, dass mich nichts mehr so
richtig aus dem Konzept bringen kann,
ob Versprecher, schieflaufende Interviews
oder auch technische Patzer“, beschreibt
sie schwierige Momente. „Ich
nehme die Situation dann, wie sie ist,
fokussiere mich auf den Moment und
steuere da durch. Mittlerweile ruhe ich
da ziemlich in mir selbst.“
BREMISSIMA
MODERATION
45
gemerkt, dass ich eigentlich Journalistin
werden möchte.“ Sie beginnt ab 1998
ein Studium an der Fachhochschule für
Journalistik in Bremen. Ein Volontariat
bei Radio Bremen schließt sich an. Sie
durchläuft viele Stationen und bewirbt
sich anschließend auf eine Stelle bei
Bremen Eins. „Anfangs habe ich im Hintergrund
die Sendungen betreut und
vorbereitet und Interviews für die Musikredaktion
geführt.“
Die allererste Live-Erfahrung? „Das war
ausgerechnet der Tag, an dem Michael
Jackson starb, der 25. Juni 2009. Ich hatte
abends meine erste Sendung. Das werde
ich nie vergessen.“
Nach ein paar Jahren als Chefin vom
Dienst wird sie gefragt, ob sie Lust hat,
den Morgen zusammen mit Olaf Rathje
im Wechsel mit Katharina Guleikoff
und Jens-Uwe Krause zu moderieren.
„Die Frage kam zum perfekten Zeitpunkt.
Mir war klar geworden, dass ich
mir lieber Gedanken über das Heute
und Morgen mache, als strategisch an
den Plänen für die kommenden Jahre zu
arbeiten“, lacht sie.
AM MIKRO Ursprünglich als Tontechnikerin
bei Radio Bremen gestartet, bringt Anja
Kwijas die Bremerinnen und Bremer inzwischen
gemeinsam mit Olaf Rathje am Mikro in den Tag
Bei Bremen Eins ist Britta seit über 20
Jahren. „Ich freue mich jeden Tag, zur
Arbeit zu gehen“, sagt sie, „und das liegt
natürlich auch an den Kolleg:innen. Alle
sind sehr nett und haben einfach Lust,
ein gutes Programm zu machen. Und:
Bei uns gibt es immer Kekse oder Kuchen,
das ist sehr gemütlich.“
Anja Kwijas – von der Tontechnikerin
zur Journalistin und Moderatorin
Weil sie Musik und Technik miteinander
verbinden will, wird Anja Tontechnikerin.
„Im Rahmen meiner Ausbildung
an der Schule für Rundfunktechnik in
Nürnberg brauchte ich ein Praktikum,
und das habe ich 1989 bei Radio Bremen
gemacht.“ Am 9. November war
die Maueröffnung. „Die habe ich beim
Sender sehr intensiv mitbekommen“, erinnert
sie sich, „und da wusste ich, dass
Radio genau das Richtige für mich ist.“
Ein Jahr später wird eine Stelle bei Radio
Bremen frei. Sie bewirbt sich und
beginnt im November 1990 ihren neuen
Job.
„Bei Radio Bremen war ich acht Jahre
Tontechnikerin. Irgendwann habe ich
Was rät sie Menschen, die zum Radio
wollen? „In einem Volontariat lernt
man eine Menge und durchläuft viele
spannende Stationen: Fernsehen, Radio
und Online, plus zusätzliche Seminare“,
beschreibt Anja die Ausbildung und ergänzt:
„Du musst Menschen mögen, weil
sie dir zuhören. Und viele von ihnen
möchten diesen menschlichen Kontakt.
Deshalb hören sie Radio.“
Katharina Guleikoff – von der Jugendzeitung
über das Bürgerradio zu Moderation
und Journalismus
„Ich war wahnsinnig schüchtern, konnte
nicht mal beim Bäcker etwas kaufen
oder telefonieren“, beschreibt Katharina
sich als kleines Mädchen. Aufgewachsen
in einem kleinen Ort östlich von Berlin
weiß sie trotzdem schon früh, dass sie
Journalistin werden möchte, und beginnt
bereits als Schülerin, für die Jugendseite
der Märkischen Oderzeitung
zu schreiben. Sie ist Mitorganisatorin
des Schülerradios, spielt in der Theatergruppe
und singt im Chor, stellt sich
trotz ihrer Schüchternheit auf Bühnen
und moderiert Schulveranstaltungen.
S
BREMISSIMA
46
EARLY BIRD Vom schüchternen Mädchen zur souveränen Moderatorin: Katharina Guleikoff moderiert zusammen mit Jens-Uwe Krause im wöchentlichen
Wechsel mit Anja und Olaf den Morgen auf Bremen Eins.
S
Nach dem Abitur geht es an die Jade
Hochschule nach Wilhelmshaven: Medienwirtschaft
und Journalismus. „Der
Studiengang war total neu. Wir waren
der zweite Jahrgang mit circa 20, 30 Leuten
und gründeten das Studierendenradio
Campuslife bei ‚Radio Jade‘. Ich saß
plötzlich am Mikro und wusste, das ist
mein Beruf. Das kann ich.“
Sie wird für das reguläre Tagesprogramm
des Bürgersenders gecastet und geht auf
Sommertour: Sie bekommt die Chance,
mit dem Morgenmoderator auf dem Ü-
Wagen live aus den Seebädern zu moderieren.
Im Anschluss daran wird sie feste
Morgenmoderatorin und Redakteurin.
„Es war so ein Flow“, schwärmt sie. „Wir
verdienten nicht viel Geld, aber alle waren
so enthusiastisch, wir konnten das
Programm nahezu frei gestalten.“ Als ihr
Chef geht, wird sie zunächst Chefredakteurin
und später auch Geschäftsführerin.
„Ich hätte mein Leben lang dort
bleiben können, aber nach 15 Jahren in
Wilhelmshaven bemerkte ich, wie alle
anderen kamen und gingen. Es war Zeit
für etwas Neues.“
Nach einem Intermezzo als Redaktionsleiterin
eines privaten Radiosenders bewirbt
sie sich 2018 in der Regionalredaktion
von Radio Bremen und will noch
mal als rasende Reporterin durchstarten.
Nach zwei Wochen Probearbeit ist klar:
Radio Bremen wird ihr neues Radiozuhause.
Als Reporterin macht sie tagsüber
Hörfunkbeiträge oder meldet sich vom
Übertragungswagen. Irgendwann landet
sie wieder im Studio am Mikrofon, erst
abends und nachts bei Bremen Eins und
dann auch im „Morgen“ gemeinsam mit
Jens-Uwe Krause. „Ursprünglich hab’ ich
gedacht, ich mach das maximal fünf Jahre.
Das frühe Aufstehen ist einfach anstrengend.
Aber nun sind wir schon im
sechsten Jahr, es ist einfach zu schön“,
schwärmt sie. „JUK und ich haben einfach
großes Glück. Wir passen saugut
zusammen. Aber“, fügt sie an, „an das
frühe Aufstehen hab’ ich mich bis heute
nicht gewöhnt.“
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WHERE MOMENTS MAKE MEMORIES
BREMISSIMA
48
TEAMARBEIT DJ und Produzent Frank Koopmann,
Opernsängerin Larissa Schröder und Klangkünstler
Björn Czappa vom Künstlerkollektiv Wednesdayproject
BREMISSIMA
KLANGKUNST
49
Elektronisches
Musical
über Macht,
Liebe &
Schicksal
„Six Queens &
One King“
– ein Bremer
Projekt mit
internationaler
Strahlkraft
&
WEDNESDAYPROJECT-DJ
BREMISSIMA
50
KLANGVOLL Wednesdayproject verbindet Clubsound und Theaterästhetik zu einem emotionalen Musikprojekt mit Bremer Wurzeln
Im April 2026 erscheint mit „Six
Queens & One King“ ein außergewöhnliches
musikalisches
Konzeptalbum aus Bremen, das
elektronische Klangwelten mit
klassischer Musik verbindet und ein
historisches Drama auf eindrucksvolle
Weise neu erzählt. Hinter dem Projekt
steht das Künstlerkollektiv Wednesdayproject,
bestehend aus Frank Koopmann,
Larissa Schröder und Björn Czappa.
Gemeinsam haben sie ein Werk
geschaffen, das nicht nur musikalisch,
sondern auch inhaltlich berührt.
Die erste Single „Memories“, die ebenfalls
im April erscheint, widmet sich dem
Schicksal von Katharina von Aragon. Sie
eröffnet einen emotionalen Zugang zu
einem Album, das sich den sechs Ehefrauen
von Heinrich VIII. nähert – nicht
aus der Perspektive der Macht, sondern
aus der der Frauen selbst.
Für mich als Komponist war dieses
Projekt eine wunderschöne Herausforderung
– elektronische Musik mit
klassischen Instrumenten zu verbinden
– eine neue Leidenschaft!
DJ und Produzent Frank Koopmann
Das Album umfasst 17 Kompositionen
und entfaltet sich über rund 74 Minuten
wie ein fein komponiertes elektronisches
Hörspiel. Produziert wurde
es vollständig in den park34 Studios in
Bremen. Elektronische Beats verschmelzen
hier mit klassischen Instrumenten
wie Harfe und Streichern, ergänzt durch
Gesang, Spoken-Word-Elemente und
dichte, atmosphärische Klanglandschaften.
Es entsteht ein vielschichtiger Klangraum,
der die Zuhörerinnen und Zuhörer
unmittelbar in die emotionale Welt
der Figuren hineinzieht.
Wenn Geschichte zur Gegenwart wird
Im Mittelpunkt stehen die Geschichten
der sechs Frauen – ihre Hoffnungen,
ihre Ängste, ihre Sehnsüchte und ihre
Tragödien. Jede von ihnen erhält einen
eigenen musikalischen Ausdruck, eine
eigene Stimme. Dabei geht es nicht nur
um historische Ereignisse, sondern um
zeitlose Themen: Macht und Abhängigkeit,
emotionale Kontrolle, gesellschaft-
BREMISSIMA
KLANGKUNST
51
licher Druck. Das Album schlägt eine
Brücke zwischen Vergangenheit und
Gegenwart und macht spürbar, wie aktuell
diese Fragen noch immer sind.
Ich musste dieses Projekt einfach machen,
weil mich die sechs Frauen von
Heinrich VIII. und vor allem die Geschichte
dahinter nicht mehr losgelassen
haben.
Opernsängerin Larissa Schröder
So wird „Six Queens & One King“
weit mehr als eine historische Nacherzählung.
Es ist ein sensibles, zugleich
kraftvolles musikalisches Drama über
patriarchale Strukturen und menschliche
Beziehungen. Während Heinrich
VIII. als Figur zunehmend an Kontrolle
verliert, gewinnen die Stimmen seiner
Frauen an Stärke und Präsenz. Der
abschließende Titel „Karma“ bildet den
dramaturgischen Höhepunkt: ein stiller,
nachdenklicher Rückblick eines Königs
auf sein Leben, seine Entscheidungen
und deren Konsequenzen.
Von der Platte auf die Bühne: Techno
trifft Theater
Doch das Projekt endet nicht beim Hören.
„Six Queens & One King“ ist von
Anfang an als Brücke zur Bühne gedacht.
Geplant ist ein Techno-Musical, das
elektronische Clubkultur mit Opernund
Theaterästhetik verbindet. Live-
Gesang, elektronische Musik, klassische
Instrumente, Tanz und Akrobatik sowie
visuelle Elemente wie LED-Projektionen
und Lichtinstallationen sollen zu
einem immersiven Erlebnis verschmelzen.
Das Bühnenbild greift die Ästhetik
einer modernen Clublandschaft auf, in
deren Zentrum ein Thron als Sinnbild
für Macht und Kontrolle steht.
Crowdfunding für die Premiere
Ein solches Vorhaben lebt nicht nur von
künstlerischer Vision, sondern auch von
gemeinschaftlicher Unterstützung. Um
die erste Aufführung zu realisieren, startete
das Team am 22. April eine Crowd-
IM PROZESS Vom Studio auf die Bühne: Ein genreübergreifendes Musicalprojekt, das Musik,
Drama und visuelle Kunst vereint.
funding-Kampagne. Ziel ist es, das Projekt
erstmals im Metropol Theater Bremen
auf die Bühne zu bringen. Dieser
Schritt ist mehr als eine finanzielle Notwendigkeit
– er ist eine Einladung an
das Publikum, Teil dieses besonderen
Projekts zu werden.
Crowdfunding bedeutet hier auch
Vertrauen: in die Kraft der Idee, in die
Begeisterung für neue Formen des Musiktheaters
und in die Bereitschaft,
Kunst gemeinsam möglich zu machen.
Unterstützerinnen und Unterstützer
tragen dazu bei, dass ein mutiges, genreübergreifendes
Werk den Weg aus dem
Studio auf die Bühne findet. Gerade in
einer Zeit, in der innovative Kulturprojekte
oft neue Wege der Finanzierung
gehen müssen, wird dieses Engagement
zu einem wichtigen Teil des kreativen
Prozesses.
Im Rahmen des Crowdfundings haben
Interessierte die Möglichkeit, das Projekt
zu unterstützen – entweder durch
eine Spende oder durch den Kauf von
Tickets für das geplante Musical im Metropol
Theater. Die Aufführungen sind
für Dezember 2026 oder Januar 2027
vorgesehen.
www.startnext.com/
six-queens-one-king
S
BREMISSIMA
52
CROWDFUNDING Mit einer Crowdfunding-Kampagne soll „Six Queens & One King“ ins Metropol Theater Bremen gebracht werden
S
Das Publikum erwartet ein rund 72-minütiges
Bühnenerlebnis mit Tänzerinnen
und Tänzern sowie Live-Musik.
Neben Harfe und Streichinstrumenten
sorgen weitere musikalische Elemente
für eine besondere Atmosphäre und verbinden
klassische Klänge mit modernen
Einflüssen.
Das Projekt „Six Queens & One King“
ist für mich ein Traum, der wahr wird.
Ich bin dankbar, Teil dieses engagierten
Teams zu sein. Wir wollen das Publikum
inspirieren und zum Nachdenken
anregen.
Klangkünstler Björn Czappa
An dem Projekt wirken die Hauptkünstlern
Opernsängerin Larissa Schröder
und ein Tenor mit. Er ist freiberuflich
tätig und tritt unter anderem am Goethe
Theater Bremen sowie an weiteren
Spielorten in Europa auf. Unter seinem
Künstlernamen Giuseppe Grün überzeugt
er mit seiner ausdrucksstarken
Stimme sowohl im klassischen Fach
als auch als charismatischer Sänger auf
diesem Album, auf dem er mehrfach zu
hören ist.
Am Bremer Goethe Theater wirkte er zudem
als Bariton in der Oper „La Bohème“
mit und stellte dabei eindrucksvoll seine
stilistische Vielseitigkeit unter Beweis.
Auch Stimmen aus der freien Bremer
Musik- und Theaterszene mit, darunter
Künstler aus dem Umfeld des Goethetheaters.
Musikerinnen und Musiker
aus Klassik und Elektronik tragen dazu
bei, ein vielschichtiges Klangbild zu
schaffen, das die Grenzen zwischen den
Genres bewusst auflöst.
Ein multimediales Gesamtkunstwerk
So entsteht mit „Six Queens & One King“
ein multimediales Gesamtkunstwerk,
das Musik, Theater und visuelle Kunst
miteinander verbindet. Es ist ein Projekt,
das Vergangenheit und Gegenwart
in einen Dialog bringt und historische
Stoffe neu erlebbar macht – emotional,
intensiv und überraschend modern. Ein
elektronisches Musical über Macht, Liebe
und Schicksal – und ein Bremer Kulturprojekt,
das weit über die Stadt hinaus
Aufmerksamkeit verdient.
www.wednesdayproject-dj.com
BREMISSIMA
53
SCHAUSPIEL
ANADOLU – ICH SINGE
NICHT ALLEIN
Ein Liederabend von und mit Nihan Devecioğlu
Künstlerische und Musikalische Leitung: Nihan Devecioğlu
Jetzt im Kleinen Haus
BREMISSIMA
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BREMISSIMA
POWERFRAU
55
Marie-Claire Haag
Trainerin des Jahres
ANDREAS SCHACK
ANDREAS SCHACK, TEAM HAAG
Marie-Claire Haag ist
Trainerin des Jahres,
Mutter von vier Kindern
und prägend für
den Triathlonsport
in Bremen. Zwischen Hallenbad, Trainingsplan
und Familienalltag hält sie alles
zusammen und bleibt dabei erstaunlich
entspannt.
Der Wecker klingelt bei Marie-Claire
Haag früh. Um Viertel nach fünf,
manchmal halb sechs. Dann beginnt
ein Tag, der schon vor dem Frühstück
Tempo hat. Brote schmieren, Kinder
losschicken, Trainingssachen im Blick
behalten, Termine sortieren. An manchen
Tagen steht sie schon um 7 Uhr als
Trainerin am Beckenrand. Später folgen
Trainingspläne, Athletik, Organisation,
Fahrten, Absprachen. Und irgendwo dazwischen
bleibt noch Zeit für ihren eigenen
Sport. „Ich überlege nicht, ob ich
einen Tag Sport mache oder nicht. Für
mich ist das ein bisschen wie Zähneputzen“,
winkt sie ab. Alles nicht so wild.
Im März ist Marie-Claire Haag vom Landessportbund
Bremen als Trainerin des
Jahres ausgezeichnet worden. Wer hier
mit Triathlon zu tun hat, kennt ihren
Namen. Ihr sportliches Zuhause ist der
Bremische Schwimmverein am Achterdieksee.
Dort hat sie über viele Jahre aus
einer kleinen Struktur ein großes Team
geformt, das inzwischen bundesweit
bei Wettbewerben für Aufsehen sorgt.
Und die Athletinnen und Athleten aus
Bremen sind ganz vorne mit dabei. Zu
ihnen gehört auch ihr ältester Sohn
Henry. Junge Sportlerinnen und Sportler
aus anderen Bundesländern kommen
mittlerweile ganz bewusst nach Bremen,
um hier zu trainieren.
Vom Standort Bremen spricht die
48-Jährige darum mit Begeisterung. „Der
Bundestrainer hat uns besucht und hört
gar nicht auf, uns als einen der besten
Standorte Deutschlands zu loben“, erzählt
sie. Schule, Horner Bad, Internat,
viel Freiwasser, kurze Wege, Trainingsmöglichkeiten
im Umland – für sie greift
hier vieles gut ineinander. Ein wichtiger
Baustein dabei ist auch die sportbetonte
Schule an der Ronzelenstraße. Dort
begleitet Marie-Claire Haag seit vielen
Jahren junge Triathletinnen und Triath- S
BREMISSIMA
56
S
leten. Dass Schule und Leistungssport in
Bremen so eng verzahnt sind, ist für sie
einer der großen Pluspunkte des Standorts.
Triathlon statt Meditation
Marie-Claire Haag selbst kam mit 18
Jahren eher zufällig zum Triathlon. Erst
war das Schwimmen. Bei Mannschaftswettkämpfen
sprang sie auf den längeren
Strecken ein, wenn noch jemand
fürs Wasser gebraucht wurde. „Dann
konnte man die Haag ganz gut einsetzen“,
erzählt sie und lacht. Irgendwann
probierte sie auch Radfahren und Laufen
aus, startete bei ihrem ersten Triathlon
und gewann direkt. „Da dachte ich,
das ist ja cool. Das mache ich weiter.“
Heute sind es für die 48-Jährige nicht
mehr die Pokale und die Jagd nach neuen
Bestzeiten, die sie motivieren. Sport
und Bewegung sind für Marie-Claire
Haag ihre ganz persönliche Art, mit den
Herausforderungen des Lebens umzugehen.
„Andere gehen meditieren, um Dinge
zu verarbeiten. Das war jedoch nichts
für mich“, sagt sie. Lieber läuft sie eine
Runde, fährt Rad oder geht schwimmen.
„Danach habe ich den Kopf wieder frei.“
Beim großen Triathlon in Roth will sie
in diesem Jahr trotzdem noch einmal
mitmachen. Ihre Kinder haben sie dazu
überredet. Und sie freut sich darauf.
Die Teamplayerin
TRAININGSCAMP Auf Mallorca bereitet
sich das Team von Marie-Claire Haag mit
intensiven Einheiten auf die Saison vor
NACHWUCHS Henry Haag gehört zu den
stärksten Nachwuchstriathleten seines
Jahrgangs und trainiert seit vielen Jahren in
Bremen
Mindestens genauso wichtig ist ihr,
diese Leidenschaft weiterzugeben. Mit
einem ganzen Stab von Trainerinnen
und Trainern für die verschiedenen
Disziplinen coacht sie Athletinnen und
Athleten zwischen 14 und 18 Jahren. Es
geht um nationale und internationale
Wettbewerbe, Zeiten und Perspektiven.
„Die Triathleten, die es wirklich wollen,
die kommen weit“, sagt sie. „Nicht wegen
der Trainerin, nicht wegen des Umfelds,
sondern weil sie es wirklich selber
wollen“, beschreibt sie die Chancen und
Herausforderungen im Profibereich.
Gleichzeitig ist Triathlon für sie nicht
automatisch nur Leistungssport. Beim
Bremischen Schwimmverein ist dieser
Sport auch offen für alle, die ihn freizeitmäßig
betreiben möchten. „Nicht
jeder muss auf Kaderniveau trainieren,
internationale Rennen im Blick haben
LEISTUNGSSPORT Schwimmen gehört für die Bremer Triathletinnen und Triathleten
ganz selbstverständlich zum Trainingsalltag
BREMISSIMA
POWERFRAU
57
BULLERBÜ Die Proteinzufuhr ist gesichert: Mehr als 20 Hühner leben bei Familie Haag
im Garten und liefern Eier für die sportliche Großfamilie.
oder 25 Stunden in der Woche investieren“,
ist ihr wichtig.
Und auch am Beckenrand oder auf dem
Rad geht es ihr nicht nur um Zeiten. Sie
achtet darauf, wie in der Gruppe gefahren
wird, wie miteinander umgegangen
wird, ob jemand grüßt, sich bedankt,
Rücksicht nimmt. „Ich möchte, dass alle
sich diese Werte für ihr Leben bewahren.
Und einfach Bock auf den Sport haben“,
sagt sie. Ehemalige Schützlinge melden
sich noch Jahre später bei ihr, schicken
Babyfotos, laden sie zu Hochzeiten ein.
„Das intensive Training schweißt zusammen“,
sagt sie.
Bullerbü in Horn-Lehe
In Horn-Lehe geht der volle Alltag weiter.
Dort lebt Marie-Claire Haag mit
ihrem Mann Torsten und den Kindern
Henry, Bo, Frieda und Rosa. Alle vier
machen Triathlon, alle trainieren, alle
bringen ihre eigenen Bedürfnisse und
Herausforderungen mit. Mutter und
Trainerin zugleich zu sein, sorgt auch
hier nicht nur für Harmonie. Sie versucht,
den Druck deshalb bewusst klein
zu halten. Zwar machen alle vier Triathlon,
aber niemand muss es tun, nur weil
es in dieser Familie dazugehört. Gerade
die Jüngste bringt da ihre ganz eigene
Freiheit hinein. Wenn sie keine Lust
auf eine Einheit hat, sagt sie das. „Und
es passiert dann auch nichts“, sagt Haag.
„Es ist okay. Und es ist wichtig, dass das
alle Kinder sehen.“
Der Alltag bleibt trotzdem eng getaktet.
Morgens Schwimmhalle, Schule, Termine
und Athletik, nachmittags wieder
Organisation, Trainingsbetrieb, Kinder,
Rückfragen, Material, Wäsche. Abends
oft noch Kurse. „Die Kinder kommen
nach der Schule nach Hause, haben alle
Hunger“, erzählt sie. Kurz darauf müssen
schon wieder Räder rausgeholt, Taschen
gepackt und Flaschen gefüllt werden.
Später, wieder daheim, werden die
Klamotten irgendwo hingeworfen, und
alles beginnt von vorne.
Hinzu kommt für Marie-Claire Haag,
was von außen leicht übersehen wird:
Meldungen für Wettkämpfe, Unterkünfte
buchen, Fahrgemeinschaften
organisieren, Ausschreibungen im Blick
behalten, Elternfragen beantworten.
Vieles davon läuft nebenher. Vieles davon
läuft ehrenamtlich.
Ein Ausgleich und ein normales Familienleben
sind ihr darum wichtig. „Wir
haben uns zu Hause eine Oase geschaffen,
wo sich jeder auch mal zurückziehen
kann“, erzählt sie. „Wir haben zwei
Hunde, eine Katze, Schildkröten, mehr
als 20 Hühner und neuerdings wieder
Kaninchen – ein bisschen wie in Bullerbü.“
Mallorca und Sponsoren
Als wir sie treffen, kommt sie gerade S
BREMISSIMA
58
SPORTLICHE KARRIERE Mit 18 Jahren begann Marie-Claire Haag ihre Triathlon-Karriere – eher zufällig und gleich mit Erfolg
S von Mallorca zurück. Nicht aus dem Urlaub, sondern aus dem
Trainingslager. 16 Athleten, Finca statt Hotel, drei Einheiten
am Tag, dazu Einkäufe, Wäsche, Organisation, Kochen, Betreuung.
„Das war Training“, sagt sie. „Urlaub hatte ich danach
über Ostern.“ Dann lacht sie kurz und schiebt nach: „Es war
anstrengend. Also toll, aber auch echt anstrengend.“ Mallorca
ist für Marie-Claire Haag jedoch nicht nur Trainingsort für das
Team. In diesem Jahr organisiert sie dorthin wieder eine Frauenreise,
bei der Sport, Athletik und Auszeit zusammenkommen.
Bisher lief das unter „Moms in Shape“. Jetzt will sie das
neu aufstellen. „Der Schwerpunkt hat sich verändert“, sagt sie.
„Die Reise bleibt ein Angebot für Frauen, spricht aber längst
nicht mehr nur Mütter an.“ Künftig soll das Angebot deshalb
unter „Team Haag Coaching“ laufen, auch auf Instagram.
Zum Abschluss unseres Gesprächs hat die Trainerin noch
eine Bitte: „Triathlon ist ein kostspieliger Sport. Bei Kindern
im Wachstum summiert sich das schnell. Die Reisekosten, die
Wettkampfkosten. Sponsoren wären eine große Erleichterung.
Da haben wir auf jeden Fall Bedarf“, lädt sie Interessierte
ein, sich bei ihr zu melden. Auch eine weitere Schwimmtrainerin
sucht das Team. „Wer vormittags Zeit fürs Training hat, ist
herzlich willkommen.“
Und so läuft bei Marie-Claire Haag vieles zusammen: Familie,
Training, Organisation, Verantwortung. Vieles gleichzeitig,
manches durcheinander. Aber es läuft. Wenn es mal stressig
wird, bleibt sie lieber in Bewegung. „Ich bin nicht der Typ, der
sich zum Kaffee trinken verabredet“, sagt sie. Lieber trifft sie
sich zum Laufen oder Radfahren. Sport gehört für sie nicht an
den Rand des Alltags. Er ist längst Teil davon – so selbstverständlich
wie Zähneputzen.
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60
ATTENTUS –
KREATIVITÄT AUS HALTUNG
Interview mit Frank Künneke, Inhaber
der Bremer Werbeagentur attentus
BREMISSIMA
KREATIVITÄT
61
ATTENTUS Die Agentur attentus schafft
Orientierung in Kommunikation
BREMISSIMA
62
TEAMWORK Kreative Arbeit zwischen Strategie, Gestaltung und Verantwortung. Kreative Arbeit entsteht bei attentus vor allem im Austausch.
DOREEN VON OESEN
BRITTA GOTTSCHALK
Helle Flächen, reduzierte Farben, Raum für Austausch.
Schon beim Betreten der Full-Service-
Werbeagentur im Büropark Oberneuland fällt
auf, dass hier nichts inszeniert wirkt. Keine
schnellen Effekte, kein Kreativ-Showroom,
kein visuelles Dauerfeuer. Stattdessen herrschen Ruhe, Luft
und Konzentration – eine Atmosphäre, die Denken ermöglicht.
Attentus bricht bewusst mit gängigen Kreativ-Klischees. Wo
sonst bunte und überladene Claims an den Wänden hängen
oder wilde Brainstorming-Ecken um Aufmerksamkeit buhlen,
prägt hier eine klare Gestaltung den Open Space: großflächige
Fensterfronten, strukturierte Arbeitsplätze, große Bildschirme.
Offenheit, Licht, klare Linien.
Ein Tisch voller Blickwinkel
Frank Künneke, Inhaber der Werbeagentur attentus, empfängt
mich freundlich und aufmerksam. Wir gehen in den
Besprechungsraum – dorthin, wo sonst Strategien entwickelt
und Ideen diskutiert werden. In der Mitte des Tisches liegen
mehrere Kunststoffbrillen. Nicht nur die Gestelle, auch die
Gläser sind komplett eingefärbt: Blau, Rot, Grün, Gelb. Sie
ziehen den Blick auf sich, wirken wie ein stilles Statement.
Künneke lässt sie zunächst liegen. Dann nimmt er eine in die
Hand und erklärt ihre Bedeutung: „Wir wollen Dinge aus unterschiedlichen
Perspektiven sehen“, sagt er. Je nach Aufgabe
helfe es, bewusst die Sichtweise zu wechseln. Genau das sei
eine Grundhaltung bei attentus. Die Brillen stehen sinnbildlich
für die Arbeitsweise der Agentur – und für den Einstieg in
ein Gespräch über Kreativität, Verantwortung und die Frage,
wie man über Jahrzehnte ideenreich bleibt, ohne sich zu wiederholen.
„Wir mögen keine großen Ideen“
Kreativität ist für Frank Künneke und sein Team Arbeitsgrundlage.
„Kreativität ist immer auch Mittel zum Zweck“, so
der Agenturinhaber. „Sie findet grafisch, textlich, aber auch
immer konzeptionell statt.“ Genau darin liege auch die Haltung
der Agentur: Ideen sollen nicht nur beeindrucken, sondern
auch funktionieren. „Ich finde es schwierig, wenn Kreativität
nur auf den großen Moment reduziert wird“, ergänzt er.
Kreativ können auch Mechaniken, Vorgehensweisen, Abläufe
und Prozesse sein. Bei attentus gehört dazu ein klar formulierter
Leitsatz: „Wir mögen keine großen Ideen.“ Dahinter steckt
der Gedanke, dass eine sogenannte „Long Idea“ langfristig
wirkungsvoller ist als eine kurzfristige „Big Idea“. Es geht um
Konzepte, die nicht nur für einen Moment glänzen, sondern
BREMISSIMA
KREATIVITÄT
63
über einen längeren Zeitraum tragen
und dadurch echten Mehrwert schaffen.
Attentus entwickelt Strategien, Markenauftritte
und Kommunikationslösungen
für Unternehmen jeder Größe – regional
verwurzelt, aber überregional tätig. Kreativität
bedeutet hier, Inhalte verständlich
zu machen und Marken langfristig
zu stärken. Das Portfolio reicht von
Logo- und Corporate-Design-Projekten
über umfassende Markenauftritte bis
hin zu crossmedialen Kampagnen, digitalen
Strategien und Social-Media-Inszenierungen.
SICHTWEISE Die farbigen
Kunststoffbrillen stehen bei
attentus für den bewussten
Wechsel der Perspektive
Exkurs: Kreativität
Kreativität ist ein Begriff, der im Alltag
schnell verwendet wird – und dabei
oft unscharf bleibt. In der öffentlichen
Wahrnehmung wird sie häufig mit Originalität,
Spontaneität oder dem einen
großen Geistesblitz verbunden. In der
Praxis der Kommunikations- und Markenarbeit
zeigt sich jedoch ein anderes
Verständnis: Kreativität ist weniger ein
Ereignis als ein Prozess. Sie beginnt mit
Beobachtung, Analyse und Einordnung.
Gerade in Zeiten permanenter Reizüberflutung
wollen Marken heute weniger
auffallen als stimmig sein. Sie müssen
nicht lauter werden, sondern klarer.
Für Agenturen bedeutet das eine Verschiebung
der Aufgaben. Kreativität
zeigt sich nicht allein im Gestalten, sondern
im Entscheiden: Welche Botschaft
ist relevant? Was kann weggelassen
werden? Welche Form passt zur Marke
– und welche nicht? Kreative Arbeit ist
damit immer auch verantwortungsvolle
Arbeit.
Diese Sichtweise deckt sich mit dem
Ansatz von Frank Künneke. Kreativität
ist für ihn kein dekoratives Element,
sondern ein Werkzeug, um Inhalte verständlich
zu machen und tragfähige Lösungen
zu entwickeln. Sie entsteht dort,
wo Erfahrung, Austausch und Haltung
zusammenkommen – und wo der Mut
besteht, sich nicht am schnellen Effekt
zu orientieren.
Wandel als Konstante – seit 1996
Seit fast drei Jahrzehnten führt Frank
Künneke attentus durch eine Branche,
KREATIVITÄT attentus
entwickelt Strategien,
Markenauftritte und
Kommunikationslösungen
für Unternehmen
jeder Größe
die sich ständig verändert. Digitalisierung,
neue Kanäle, steigende Komplexität
und der Einsatz künstlicher Intelligenz
haben die Anforderungen deutlich
verändert. „KI ist ein tolles Werkzeug“,
so der Agenturchef. Sie beschleunige
Prozesse und helfe beim Einstieg.
Ersetzen könne KI Kreativität jedoch
nicht. „Haltung, Bewertung und Verantwortung
lassen sich nicht automatisieren.“
Gleich geblieben sei jedoch der
Anspruch, sich selbst immer wieder zu
hinterfragen. „Als Werbeagentur kannst
du dich nicht auf dem ausruhen, was
einmal funktioniert hat“, fügt er hinzu.
Künneke ist gelernter Bankkaufmann.
Der Blick von außen habe seine Haltung
zur Kreativbranche geprägt. Der Schritt
in die Agenturwelt sei weniger romantische
Vision gewesen als eine bewusste
Entscheidung für Gestaltungsspielraum.
„Ich wollte mit Menschen arbeiten
und Dinge entwickeln, von denen man
glaubt, dass sie im Markt funktionieren.“
Kreativität braucht Struktur
Im Gespräch betont Künneke immer
wieder die Rolle des Teams. „Kreativität
entsteht selten allein“, sagt er. „Sie wird
besser, wenn unterschiedliche Sichtweisen
zusammenkommen.“ Austausch,
Diskussion und auch Reibung seien
zentrale Elemente der Arbeit. Kreativmethoden
und Tools spielten dabei zwar
eine Rolle, seien aber nicht entscheidend.
„Am Ende entsteht Kreativität im
Austausch“, so Künneke.
S
BREMISSIMA
64
Klare Linien, Licht und Offenheit prägen die
Arbeitsräume von attentus im Büropark
Oberneuland
Frank Künneke führt attentus
seit fast drei Jahrzehnten
S
Der Agenturalltag bei attentus ist klar
organisiert: feste Abläufe, strukturierte
Prozesse und bewusst geschaffene Freiräume.
„Wenn du kreativ sein willst,
brauchst du Ordnung“, so der Agenturinhaber.
Routinen seien kein Gegensatz
zur Kreativität, sondern ihre Voraussetzung.
„Ich glaube nicht an Chaos als
Kreativmotor. Wer zu viele Entscheidungen
gleichzeitig treffen muss, verbraucht
Energie an der falschen Stelle.
Diese Energie brauchen wir für gute
Ideen“, erklärt Künneke.
Seine eigene Rolle habe sich im Laufe
der Jahre verändert. „Mein Anteil an
direkter kreativer Arbeit ist deutlich
geringer geworden“, berichtet er. Heute
verstehe sich der Gründer von attentus
stärker als kritische Instanz: Fragen stellen,
bewerten, einordnen – strategisch,
inhaltlich und visuell. Auch das sei Teil
von Kreativität.
Inspiration, Abstand und Verantwortung
Inspiration findet Frank Künneke häufig
außerhalb der Kommunikationsbranche.
Architektur, Design, Reisen, Lesen
und gesellschaftliche Entwicklungen
nennt er als wichtige Quellen. „Wenn
man sich nur in der eigenen Blase bewegt,
wiederholt man sich irgendwann.“
Eindrücke sammelten sich oft ohne
konkreten Zweck – bis sich dann irgendwann
etwas verbinde. Auch das bewusste
Einlassen auf externe Eindrücke
– ob in Bremen, auf Reisen oder durch
andere Medien – halte laut Künneke den
Ideenfluss lebendig. „Vier Tage Paris, Fotos
von Teppichen, Badezimmern und
Straßenszenen – das beflügelt“, erzählt
er begeistert. Kreativität brauche laut
Künneke Futter aus der Welt, nicht nur
aus Agenturräumen.
Natürlich gebe es auch Phasen, in denen
Kreativität stocke. „Dann hilft Abstand.
Kreative Phasen verlaufen nicht linear“,
so Künneke. Druck sei selten ein guter
Ratgeber. Dennoch müsse eine Werbeagentur
liefern können. Kreativität sei
Teil des Leistungsversprechens.
Im Spannungsfeld zwischen Kundenwunsch,
Strategie und freier Idee bezieht
Frank Künneke klar Position: „Wir
sagen unsere Meinung, auch dann, wenn
sie unbequem ist.“ Final entscheide jedoch
der Kunde. Kreativität bleibe auch
Dienstleistung.
Am Ende des Gesprächs liegen die bunten
Brillen noch immer in der Mitte des
Tisches. Sie stehen für die Arbeitsweise,
die attentus auch künftig weiter prägen
soll: offen bleiben, Perspektiven wechseln,
langfristig denken. Auf die Frage,
wie die Bremer Werbeagentur auch in
Zukunft wahrgenommen werden möchte,
spricht Frank Künneke von Verlässlichkeit,
Klarheit und Haltung. Es gehe
nicht darum, Marken nur lauter zu machen,
sondern sie stimmig zu positionieren.
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TITELFOTO: Click Happens Photography -
Dennis Uygun
FOTOS:
REDAKTION:
ANZEIGEN:
GESTALTUNG:
ART-DIRECTOR:
Ina Seyer
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Britta Gottschalk
Marta Urbanelis
Alexander von der Decken
Birgit Rehders
Andreas Schack
Doreen von Oesen
Franziska Tholema
Lars Hendrik Vogel
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Es gilt die Anzeigenpreisliste
Nr. 01/2026
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Der Frühling ist für mich immer wie
ein kleiner Neustart. Die Natur blüht
richtig auf, in der Fotografie beginnt
für mich die Hochzeitssaison, und
man kann wieder anfangen, den Garten
zu genießen und den Kaffee in der
Sonne zu trinken.
Vera Döpcke
Fotografin
Frühling bedeutet für mich Neuanfang
– auch im Lächeln. Die Tage werden
heller, die Menschen offener, und
echte Freude wird wieder sichtbar. In
meiner Arbeit sehe ich täglich, wie
viel Selbstbewusstsein ein gesundes,
strahlendes Lächeln schenken kann.
Für mich ist der Frühling die Zeit von
Frische, Leichtigkeit – und kleinen
Veränderungen, die Großes bewirken,
wenn jemand wieder gerne lächelt.
Amata Machner
Zahnärztin im Team Dr. Stanković
ERSCHEINUNGSWEISE:
alle zwei Monate, kostenlose Abgabe in Fachgeschäften,
öffentlichen Einrichtungen usw.
RECHTE:
Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder,
Dateien und Datenträger. Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen und
Leserbriefen bleiben vorbehalten. Zuschriften und Bilder können ohne
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auszugsweise, ist nur mit Genehmigung und Quellenangabe gestattet.
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ISSN 2364-3498
Das nächste BREMISSIMA Magazin erscheint
am 29. Juni 2026
Frühling ist für mich die Zeit, in der
das Herz wieder lauter spricht. Zwischen
Blumen, Musik und neuen
Chancen entsteht oft genau das, womit
man nicht gerechnet hat.
Tasha Milkova
Leiterin des Talent Studio & Co
im Weserpark
Im Frühling, mit dem hellen Licht und
den bunten Farben der Natur, finde
ich als Make-up-Artist wieder Freude
daran, mit lebhaften Nuancen zu spielen.
Es ist die Zeit, in der wir uns selbst
wieder mehr feiern, neue Looks wagen
und einfach mehr auf uns achten.
Andrea Jansen
Hair & Make-Up Artist
Made with w in Bremen
www.magazine-bremen.de
BREMISSIMA
Stoffwechsel
67
Neue Styles für dich.
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BREMISSIMA