CityGlow Mai 2026
CityGlow ist mehr als ein Magazin, es ist eine Einladung, Kultur, Kunst und Gesellschaft intensiver zu erleben und Wahrnehmung neu zu denken. In der Ausgabe 05/2026 stehen emotionale Bildwelten, inspirierende Persönlichkeiten und außergewöhnliche Events im Mittelpunkt von der Ausstellung „Sehstoff“ bis hin zu gesellschaftlichen Highlights wie dem Blauen Ball . Entdecke eine Welt, in der Ästhetik, Tiefe und Lebensgefühl verschmelzen. Online auf Yumpu und darüber hinaus.
CityGlow ist mehr als ein Magazin, es ist eine Einladung, Kultur, Kunst und Gesellschaft intensiver zu erleben und Wahrnehmung neu zu denken. In der Ausgabe 05/2026 stehen emotionale Bildwelten, inspirierende Persönlichkeiten und außergewöhnliche Events im Mittelpunkt von der Ausstellung „Sehstoff“ bis hin zu gesellschaftlichen Highlights wie dem Blauen Ball . Entdecke eine Welt, in der Ästhetik, Tiefe und Lebensgefühl verschmelzen. Online auf Yumpu und darüber hinaus.
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05.2026
6,90 EURO
AUCH IM ABO
CITYGLOW
WWW.CITYGLOW.DE
BLAUER BALL
Engagement
trifft Eleganz
SEHSTOFF
Wenn Wahrnehmung
zum Erlebnis wird
Willkommen
in der Welt von
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Herausgeber Michael Panusch
EDITORIAL
Es gibt Momente, die über das hinausgehen,
was wir sehen. Augenblicke, die
nachhallen, weil sie etwas in uns berühren
– leise, intensiv und oft erst im
Nachhinein wirklich spürbar.
Diese Ausgabe von CityGlow kreist
genau um dieses Spannungsfeld: Wahrnehmung
als Erlebnis. Ob in der Kunst,
im gesellschaftlichen Engagement oder
im Film – immer wieder zeigt sich, dass
das Wesentliche nicht an der Oberfläche
liegt, sondern in der Tiefe entsteht.
In der Gruppenausstellung „Sehstoff
– Mehr sehen. Mehr spüren.“ wird
Wahrnehmung selbst zum Thema. Acht
künstlerische Positionen eröffnen einen
Raum, in dem Sehen nicht genügt,
sondern Fühlen, Erinnern und Interpretieren
Teil des Erlebens werden. Die
Werke fordern heraus, verlangsamen
den Blick und laden dazu ein, sich auf
neue Perspektiven einzulassen.
Auch außerhalb der Galerie zeigt sich
diese Kraft der Wahrnehmung. Der
Blaue Ball in Hamburg verbindet Eleganz
mit Haltung und macht deutlich,
wie sehr Begegnungen und gemeinsames
Engagement wirken können – weit
über einen Abend hinaus.
Und schließlich der Film „Schwarzer
Weg“, dessen Premiere nicht einfach
endet, sondern Gespräche auslöst, Gedanken
anstößt und Bilder hinterlässt,
die bleiben. Ein Beispiel dafür, wie
Kunst Räume öffnen kann, in denen
gesellschaftliche Realität sichtbar und
diskutierbar wird.
Was all diese Momente verbindet, ist
ihre Wirkung. Sie entstehen nicht allein
durch das, was gezeigt wird, sondern
durch das, was wir darin erkennen –
oder vielleicht zum ersten Mal hinterfragen.
CityGlow versteht sich als Begleiter
genau dieser Erfahrungen. Als Magazin,
das nicht nur zeigt, sondern einlädt,
genauer hinzusehen. Denn manchmal
beginnt das Eigentliche erst dort, wo
wir glauben, schon alles gesehen zu
haben.
Michael Panusch
Herausgeber CityGlow
CITYGLOW
mehr sehen, mehr spüren
Eine Gruppenausstellung
zeitgenossischer Kunst
VERNISSAGE
12.05. ab 16:00 Uhr
AUSSTELLUNG
12.05 bis 28.05
4
SEHSTOFF
Was wir sehen, ist niemals nur das,
was vor uns liegt. Es ist geprägt von
Erinnerung, Erfahrung und Emotion
– ein Zusammenspiel aus Auge und
Empfinden. Genau hier setzt die Gruppenausstellung
„Sehstoff – Mehr sehen.
Mehr spüren.“ an, die in der GlowArt
Gallery im Leine Center Laatzen einen
intensiven Dialog zwischen acht künstlerischen
Positionen eröffnet.
Info:
GlowArt Gallery,
Leine Center Laatzen
Eröffnung: 12. Mai 2026,
16:00 Uhr
Laufzeit:
12.05. – 28.05.2026
Die Ausstellung versteht Wahrnehmung
als lebendigen Prozess. Die Werke sind
nicht nur zum Betrachten gedacht, sondern
laden dazu ein, visuell wie körperlich
erlebt zu werden.
Sascha Lantzsch thematisiert Wahrnehmung
selbst. Seine zwischen Figuration
und Abstraktion changierenden Werke
bleiben offen und fordern den Blick heraus.
Gisela Grünling erweitert die Wahrnehmung
durch ihre Serie „Supernova“, deren
Werke sich unter Schwarzlicht verändern
und neue Ebenen eröffnen.
Wibke Schulz zeigt fragile Figuren, die
sich aus Linie und Farbe formen und in
einem Zustand ständiger Veränderung
bleiben.
Marion Fuchs hält flüchtige Momente
fest. Ihre Arbeiten entfalten eine stille
Intensität, die sich erst beim längeren
Verweilen erschließt.
Agata Monika Kwiatkowski zeigt in ihren
Acrylarbeiten vibrierende Porträts,
in denen Farbe und Struktur Konturen
auflösen und eine unmittelbare Präsenz
erzeugen.
Kirsten Wallbaum setzt mit reduzierten
Landschaften einen ruhigen Akzent. Materialien
wie Sand oder Holz verleihen
ihren Arbeiten eine spürbare Tiefe.
Marcos Vieira richtet den Blick ins Kosmische:
Seine Werke kreisen um Energie
und Bewegung und schaffen Bildräume,
die eher empfunden als gelesen werden.
Barbara Hyska kombiniert Zeichnung,
Malerei und Collage zu vielschichtigen
Porträts, die Identität als wandelbaren
Zustand zwischen Emotion und Form
sichtbar machen.
In der Gesamtschau entsteht ein vielschichtiger Erfahrungsraum. Die Werke treten in Dialog, verstärken sich und eröffnen neue
Perspektiven zwischen Materialität, Licht und Emotion. „Sehstoff “ ist damit mehr als eine Ausstellung – sie ist eine Einladung,
Wahrnehmung neu zu entdecken und über das reine Sehen hinauszugehen.
5
Kirsten Wallbaum
Zwischen Fernweh
und Erinnerung
Urbane Szene mit Palmenreihe und
Fahrrad – ein Moment zwischen Stadt,
Licht und Bewegung.
Manche Bilder zeigen Orte. Andere
zeigen, was von ihnen bleibt. Die Arbeiten
von Kirsten Wallbaum bewegen sich
genau in diesem Spannungsfeld – zwischen
realer Landschaft und innerem
Erleben, zwischen Weite, Horizont und
Erinnerung.
Abstrakte Küstenlandschaft mit ruhigem Horizont und
sanften Übergängen zwischen Strand und Wasser.
Im Zentrum ihrer Arbeiten steht die
Werkreihe „Gemalte Reiselust“. Hier
verdichten sich Eindrücke von Reisen
zu ruhigen Bildwelten, in denen Farbe,
Fläche und Horizont eine zentrale Rolle
spielen. Orte lösen sich dabei oft von
ihrer konkreten Geografie und werden
zu offenen, bewusst uneindeutigen
Landschaften.
Gleichzeitig erweitert Wallbaum diesen
Ansatz um reale Motive. Orte wie
Mallorca oder Venice Beach tauchen als
konkrete Bezugspunkte in ihren Arbeiten
auf – nicht als detailgetreue Abbildung,
sondern als Erinnerungsräume
zwischen Realität und Interpretation.
Wallbaums Bildsprache bewegt
sich zwischen Abstraktion
und Gegenständlichkeit.
Klare Horizontlinien geben
Struktur, während großzügige
Farbflächen Ruhe erzeugen.
Die Farbpalette reicht von
sandigen, warmen Tönen
bis zu intensiven Blau- und
Türkisnuancen. Ihre Werke
wirken nicht laut, sondern
entfalten ihre Kraft in der
Reduktion – als Einladung,
genauer hinzusehen.
Im Rahmen der Ausstellung
2026 in der GlowArt Gallery
im Leine Center Laatzen sind
ihre Arbeiten gemeinsam mit
weiteren künstlerischen Positionen
zu sehen. In diesem
Kontext wird ihre Malerei als
ruhiger Gegenpol erfahrbar –
zurückhaltend, aber präsent.
Kirsten Wallbaum lebt und arbeitet
in Wunstorf-Steinhude in der Region
Hannover. Die Nähe zum Wasser, die
Weite der Landschaft und die ruhigen
Horizonte prägen ihre Malerei sichtbar
– jedoch nicht im Sinne klassischer
Landschaftsbilder. Vielmehr entstehen
reduzierte, atmosphärische Kompositionen,
die weniger den Ort selbst zeigen
als dessen Stimmung.
Eine besondere Qualität ihrer Arbeiten
liegt in der Materialität. Neben
klassischer Malerei integriert sie in
ausgewählten Werken Elemente wie
Pappkarton, Sand oder Holz. Diese
feinen, teilweise dreidimensionalen
Komponenten verleihen den Bildern
eine zusätzliche Tiefe und machen die
Oberfläche selbst zum Bestandteil der
Aussage.
Bewegte Meereslandschaft in kräftigen
Blau- und Türkistönen mit dynamischer
Wasserstruktur.
Mehr zur Künstlerin und
zur Ausstellung über den
QR-Code im Artikel.
6
Wibke Schulz
Malerei zwischen
Präsenz und Auflösung
Nahaufnahme eines Gesichts zwischen
Klarheit und Auflösung – Farbschichten
und fließende Spuren verdichten sich zu
einer intensiven emotionalen Präsenz.
Zwei Frauenfiguren in ruhiger Nähe – zwischen Intimität und Distanz
entfaltet sich ein vielschichtiger Dialog aus Farbe und Körper.
Mit einer eindrucksvollen Ausstellung
präsentiert die Hannoveraner Künstlerin
Wibke Schulz ihre aktuellen Arbeiten
in der GlowArt Gallery. Die Vernissage
findet am Dienstag, den 12. Mai,
ab 16:00 Uhr statt und eröffnet einen
intensiven Einblick in eine Malerei, die
sich zwischen Figuration und Abstraktion
bewegt.
Im Zentrum ihrer Arbeiten steht der
menschliche Körper – jedoch nicht als
feste Form, sondern als fragile Erscheinung.
Schulz arbeitet mit Fragmenten,
Andeutungen und offenen Gesten.
Figuren entstehen, verändern sich und
lösen sich im selben Moment wieder
auf. Diese bewusste Unschärfe verleiht
ihren Bildern eine besondere Spannung
und Tiefe.
Charakteristisch ist der kraftvolle
Einsatz von Farbe. Leuchtende, oft
kontrastreiche Töne strukturieren den
Bildraum und wirken als emotionale
Energie. Farbe ist bei Schulz nicht nur
Mittel, sondern aktiver Bestandteil
der Komposition: Sie formt Körper,
überlagert sie und lässt sie zugleich
verschwinden. Ergänzt wird diese malerische
Dichte durch den Einsatz von
Pastellkreide, die unmittelbare, fast
körperliche Linien ins Bild bringt.
Die Künstlerin, die seit über 25 Jahren
als User Experience Designerin arbeitet,
verbindet analytisches Denken mit
künstlerischer Freiheit. Ihre Werke
kreisen um Themen wie Intimität, Verletzlichkeit
und stille Begegnung. Die
Bildräume bleiben bewusst reduziert –
ohne konkrete Verortung. So entstehen
Arbeiten, die weniger Orte zeigen als
Zustände.
Die Ausstellung in Laatzen macht deutlich:
Wibke Schulz gehört zu den spannenden
Positionen der zeitgenössischen
Malerei in der Region Hannover. Ihre
Werke laden dazu ein, genauer hinzusehen
– und sich auf das Wechselspiel
von Körper, Farbe und Emotion einzulassen.
Liegende Figur zwischen Auflösung und
Verdichtung – ein intensives Spiel aus
Körperfragment, Linie und leuchtender
Farbenergie.
Mehr über die Künstlerin
und die Ausstellung erfahren
Sie über den QR-Code.
7
Marion Fuchs
Zwischen flüchtigem
Moment und innerer
Bewegung
Inhaltlich kreisen ihre Arbeiten
um Übergänge – um Momente,
in denen sich etwas verschiebt.
Werke wie „Hide and seek“
oder „No matter what“ thematisieren
Rückzug, Verletzlichkeit
und innere Stärke, während
„Windy Days“ Bewegung und
Aufbruch einfängt. „Abendspaziergang“
hingegen strahlt eine
ruhige, fast poetische Atmosphäre
aus.
Neben der Malerei spielt auch
das Schreiben eine wichtige Rolle
im Schaffen von Marion Fuchs.
Als Schreibpädagogin verbindet
sie beide Ausdrucksformen und
arbeitet aktuell an einer Serie, die
Songtexte in visuelle Bildwelten
übersetzt.
Am 12. Mai sind ihre Werke in der
GlowArt Gallery im Leine Center
Laatzen zu sehen – eine Gelegenheit,
die feinen Zwischentöne ihrer
Kunst unmittelbar zu erleben.
„Hide and seek“ – Zwischen Rückzug
und Offenbarung: eine Momentaufnahme
innerer Spannung und Verletzlichkeit.
Die Künstlerin Marion Fuchs ist am 12.
Mai Teil einer Gruppenausstellung in
der GlowArt Gallery im Leine Center
Laatzen. Ihre Werke erzählen von leisen
Momenten – und den Veränderungen,
die in ihnen verborgen liegen.
Es sind die stillen Augenblicke, die
Marion Fuchs in ihrer Malerei sichtbar
macht. Kleine Gesten, flüchtige Begegnungen
oder kaum wahrnehmbare
Stimmungswechsel – genau dort setzt
ihre künstlerische Arbeit an.
Die 1979 in Hamburg geborene Künstlerin
ist ausgebildete Archäologin und
Kunsthistorikerin und lebt heute in
Lütjensee zwischen Hamburg und Lübeck.
In ihrem Atelier entstehen Arbeiten
in Acryl und Öl, die sich mit dem
Verhältnis von Mensch und Umgebung
auseinandersetzen.
„Abendspaziergang“ – Eine
flüchtige Begegnung zwischen
Mensch und Landschaft, eingefangen
in sanften Blau- und
Naturtönen.
Ihr Stil ist geprägt von einer
skizzenhaften, teils impressionistischen
Handschrift. Schnelle
Pinselstriche und reduzierte
Farbwelten verleihen den Bildern
eine gewisse Leichtigkeit,
während pastose Strukturen ihnen
zugleich Tiefe und Präsenz
geben. Diese Spannung macht
den besonderen Reiz ihrer Werke
aus: Sie wirken flüchtig und
kraftvoll zugleich.
Mehr erfahren Sie
über den QR-Code.
„No matter what“ – Ein stiller Moment zwischen
Nachdenklichkeit und innerer Stärke, getragen von
intensiven Farbkontrasten.
8
Zwischen Klang und Bild
Die leisen Verschiebungen
des Sascha Lantzsch
visuellen Übersetzung eines inneren
Erlebens – intuitiv, vielschichtig und
bewusst unabschließbar.
In der Sammelausstellung in der
GlowArt Gallery treffen Lantzschs
Arbeiten auf weitere künstlerische
Positionen der Region. Gerade dieses
Nebeneinander verstärkt die Wirkung
seiner Werke: als Einladung, Wahrnehmung
nicht als gegeben hinzunehmen,
sondern als etwas, das sich ständig neu
formt.
„Ladybird“: Symbolische Bildwelt in leuchtenden Farbschichten – Sascha
Lantzsch inszeniert eine weibliche Figur im Zusammenspiel mit organisch
anmutenden Formen und ornamentalen Strukturen zwischen Transformation
und innerer Wahrnehmung.
Mehr über den Künstler und
die Ausstellung erfahren Sie
über den QR-Code.
Wahrnehmung ist kein fester Zustand,
sondern ein Prozess – ein fortwährendes
Verschieben zwischen dem,
was wir sehen, und dem, was wir zu
erkennen glauben. In der Malerei von
Sascha Lantzsch wird genau dieser
Zwischenraum sichtbar. Seine Arbeiten
sind keine Abbilder der Realität, sondern
Annäherungen an ihre subjektive
Konstruktion. Der 1986 in Halle (Saale)
geborene Künstler, heute in der Region
Hannover tätig, fand vergleichsweise
spät zur bildenden Kunst. Ursprünglich
in Musik, Schreiben und Bühnenarbeit
verankert, verlagerte sich sein künstlerischer
Fokus erst während der Pandemie
vollständig in die Malerei. Seit 2020
arbeitet Lantzsch autodidaktisch – mit
einer bemerkenswerten Konsequenz,
die bereits zu ersten Ausstellungen und
Festivalbeteiligungen führte.
Seine Werke bewegen sich im Spannungsfeld
zwischen Figuration und
Abstraktion. Körper erscheinen,
lösen sich wieder
auf, werden überlagert von
Farbflächen, Linien und
energetischen Strukturen.
Es sind Bilder, die nicht
festhalten, sondern in
Bewegung bleiben. Diese
Offenheit ist zentral:
Lantzsch formuliert keine
eindeutigen Aussagen,
sondern schafft Räume, in
denen sich Bedeutung erst
im Blick der Betrachtenden
entfaltet.
Dabei schwingt seine
musikalische Herkunft
subtil mit. Rhythmus, Wiederholung
und Dynamik
finden sich in seinen Kompositionen
ebenso wie in
der Art, wie Farbe gesetzt
wird. Malerei wird hier zur
„Medusa hinter dem Spieglein“: Zwischen Mythos und
moderner Bildsprache zeigt Sascha Lantzsch eine
entrückte Figur mit surrealem Kopfschmuck – ein Spiel
aus Identität, Verwandlung und innerer Spiegelung.
9
Barbara Hyska
Zwischen Architektur
und Emotion
Ausstellung:
12.05., ab 16:00 Uhr
GlowArt Gallery,
Leine Center Laatzen
Ein Besuch lohnt sich für alle,
die moderne Kunst abseits des
Gewöhnlichen entdecken
möchten.
Ausdrucksstarkes Porträt zwischen Stärke
und Verletzlichkeit – Barbara Hyska
verdichtet Emotion und Identität in
kraftvollen Pinselstrichen.
Zarte Linien und explosive Farbakzente: Dieses Werk von Barbara
Hyska fängt einen flüchtigen Moment zwischen Gedankenwelt
und Emotion ein.
zählen von Stärke,
Verletzlichkeit und
innerer Bewegung.
Diese besondere
Mischung ist nun
erstmals in Laatzen
zu sehen. In der
GlowArt Gallery
im Leine Center
präsentiert Barbara
Hyska eine Auswahl
ihrer Werke und
lädt Besucher dazu
ein, Kunst nicht nur
zu betrachten, sondern
zu fühlen.
lebende Architektin verbindet in ihrer
Kunst zwei Welten: die präzise Struktur
der Architektur und die emotionale
Freiheit der Malerei.
Zwischen Leichtigkeit und Ausdruckskraft:
Dieses Werk von Barbara Hyska
verbindet ein kraftvolles Porträt mit spielerischen
Farbspuren und symbolischen
Elementen.
Mit intensiven Farben, starken Porträts
und einer unverkennbaren Handschrift
bringt Barbara Hyska frischen Ausdruck
in die zeitgenössische Kunstszene.
Ihre Werke sind jetzt in der GlowArt
Gallery in Laatzen zu erleben.
Barbara Hyska ist keine klassische
Künstlerin – und genau das macht ihre
Arbeiten so spannend. Die in Polen
geborene und heute in Birkenwerder
Nach ihrem Architekturstudium in
Oldenburg und einem Master in Fassadendesign
entwickelte sie parallel ihre
künstlerische Sprache. Internationale
Einflüsse, unter anderem aus den USA,
prägen ihren Blick auf Form, Farbe und
Ausdruck. Heute arbeitet sie in der Bauaufsicht
im Landkreis Oberhavel – und
widmet sich gleichzeitig mit wachsender
Intensität ihrer Kunst.
Im Zentrum ihrer Werke stehen Menschen.
Gesichter, Emotionen und
Identität werden in kraftvollen Farben
und dynamischen Linien sichtbar gemacht.
Dabei kombiniert Hyska Malerei,
Zeichnung und Collage zu einer
Bildsprache, die unmittelbar wirkt. Ihre
Arbeiten sind oft feminin geprägt, er-
Zwischen Natur, Spiritualität und Identität:
Dieses Werk von Barbara Hyska verbindet
weibliche Stärke mit symbolischer
Bildsprache und intensiver Farbwelt.
Mehr Infos zur Künstlerin
und zur Ausstellung gibt es
über den QR-Code.
Fotos: Barbara Hyska
10
Agata Monika
Kwiatkowski
Vom 12. bis 28. Mai 2026 zeigt die Hannoveraner
Künstlerin Agata Monika
Kwiatkowski ihre Werke in der GlowArt
Gallery im Leine Center Laatzen –
kraftvolle Porträts, intensive Farben und
eine markante Spachteltechnik prägen
die Ausstellung.
Farbe, Ikonen und
expressive Porträts
Agata Monika Kwiatkowski verbindet
in ihrer Kunst architektonische Präzision
mit intuitiver Malerei. Geboren
in Gdańsk und seit vielen Jahren in
Hannover lebend, entwickelte sie ihre
künstlerische Handschrift parallel zu ihrer
Tätigkeit als Architektin. Ihre Werke
entstehen überwiegend mit Acryl auf
Leinwand und zeichnen sich durch eine
dynamische Spachteltechnik aus, die
Struktur, Tiefe und Bewegung sichtbar
macht.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen ikonische
Persönlichkeiten aus Kunst,
Musik und Kulturgeschichte – darunter
Frida Kahlo, Pablo Picasso oder John
Lennon. Diese Porträts sind keine klassischen
Abbilder, sondern emotionale
Neuinterpretationen. Kräftige Kontraste,
leuchtende Farben und bewusst
offene Oberflächen verleihen ihnen eine
unmittelbare Ausdruckskraft.
Neben den Porträts entstehen auch
Landschaften und urbane Szenen. Werke
wie „Im Hafen der Farben“ zeigen,
wie Kwiatkowski mit Farbe Räume
schafft, die zwischen Abstraktion und
Gegenständlichkeit schweben. Ihre Bilder
wirken oft spontan, folgen jedoch
einer gewachsenen künstlerischen Praxis,
die sich über Jahre entwickelt hat.
Die Ausstellung in der GlowArt Gallery
bietet die Möglichkeit, diese vielschichtigen
Arbeiten im Original zu erleben
– und direkt vor Ort zu erwerben. Die
Monica Belucci neu interpretiert – Agata
Monika Kwiatkowski verbindet ikonische
Eleganz mit expressiver Farbigkeit und
kraftvoller Spachteltechnik.
„Im Hafen der Farben“ – abstrakte Landschaft
mit dynamischer Struktur
Galerie im Leine Center Laatzen ist
zentral gelegen und sowohl mit öffentlichen
Verkehrsmitteln als auch mit dem
Auto gut erreichbar.
Mehr Informationen zur
Ausstellung, zur Künstlerin
und zu den Werken finden
Sie über den QR-Code.
Brigitte Bardot als moderne Ikone – Agata
Monika Kwiatkowski verbindet feminine
Stärke mit expressiver Farbigkeit
und vielschichtiger Spachteltechnik.
Prince als farbintensive Ikone – Agata
Monika Kwiatkowski übersetzt die musikalische
Legende in eine dynamische
Komposition aus Spachteltechnik, Farbe
und Ausdruck.
11
Supernova-Serie (4-teilig), Acryl-Lack-Pigmente auf Leinwand (je 100 × 100 × 4 cm)
– unter Schwarzlicht entfalten die Werke ihre volle Leuchtkraft und räumliche Tiefe.
Gisela Grünling
Supernova in Laatzen:
Wenn Kunst zu
leuchten beginnt
Im Mai 2026 wird es in Laatzen
außergewöhnlich: Gisela
Grünling zeigt in der GlowArt
Gallery ihre Serie „Supernova“
– vier Werke, die unter
Schwarzlicht eine völlig neue
Dimension entfalten.
Schwarzlicht ihre volle Leuchtkraft
entwickeln. So entstehen Bilder mit
zwei Ebenen – eine sichtbare und eine
verborgene.
Die Serie „Supernova“ besteht aus vier
großformatigen Leinwänden (je 100 ×
100 × 4 cm), die als zusammenhängende
Installation gedacht sind. Gemeinsam
erzeugen sie ein spannungsreiches
Spiel aus Farbe, Tiefe und Bewegung –
inspiriert von kosmischen Explosionen
und der Energie des Lichts.
Zwischen Experiment und Erfahrung
Die Künstlerin arbeitet in ihrem Atelier
im oberfränkischen Schönwald, das sie
selbst „Hexenküche“ nennt. Hier entstehen
ihre Werke im experimentellen
Umgang mit Pigmenten und Materialien.
Ihre künstlerische Laufbahn führte
sie über verschiedene Stationen im Inund
Ausland, bevor sie sich vollständig
der Malerei widmete.
Mehr Informationen zur
Ausstellung, Anfahrt und
den Werken finden Sie
über den QR-Code.
Licht als künstlerisches
Prinzip
Was im Tageslicht bereits
farbintensiv erscheint, verwandelt
sich im UV-Licht
in ein immersives Erlebnis.
Grünlings Arbeiten basieren
auf speziellen Acryl-Lack-Pigmenten,
die erst unter
Kunst erleben in Laatzen
Die Ausstellung ist vom 12. bis 28.
Mai 2026 in der GlowArt Gallery im
Leine Center Laatzen zu sehen. Die
Präsentation ist speziell auf Lichtkunst
ausgerichtet und ermöglicht ein unmittelbares
Erleben der Werke – ein Wechselspiel
aus Wahrnehmung, Raum und
Atmosphäre.
12
Marcos Vieira
Malerei zwischen
Gefühl und Kosmos
„Der Traum (Das Auge am Himmel)“ (2025), Öl auf Karton
„Blumen für dich“ (2021),
Öl auf Hartfaser
Es gibt Künstler, deren Werke man betrachtet
– und solche, die man erlebt.
Marcos Vieira gehört zur zweiten Kategorie:
Seine Malerei entfaltet sich über
Farbe, Rhythmus und eine unmittelbare
emotionale Resonanz.
1964 in Rio de Janeiro geboren, lebt
Vieira seit 1990 in Deutschland. Nach
einer Phase, in der die Kunst in den
Hintergrund tritt, findet er 1995 zurück
zur Malerei – und bleibt ihr seitdem
konsequent treu. Als freischaffender
Künstler entwickelt er eine eigenständige
Bildsprache, die sich zwischen
innerer Wahrnehmung und kosmischer
Abstraktion bewegt.
Zwischen 1999 und 2002 ist Vieira Mitglied
der Pariser Société des Artistes
Indépendants. 1999 prägt er beim Salon
des Indépendants in Paris den Begriff
„Globismus“ – ein Ansatz, bei dem die
Kugel als wiederkehrendes, offenes
Zentrum seiner Werke erscheint: mal
als Licht, mal als Energie, mal als stiller
Gegenpol.
„Die Kunst will vor allem unser Gefühl
ansprechen, nicht unbedingt unseren
Verstand“.
Seine Arbeiten sind international präsent
und finden sich in privaten wie
öffentlichen Sammlungen. Seit dem 1.
November 2010 gehört sein Gemälde
BEGEGNUNG AM TURM (2008) zur
ständigen Sammlung des Museums
Zitadelle Jülich – ein wichtiger institutioneller
Bezugspunkt in seinem Werk.
Auch regional ist Vieira fest verankert:
Von 2004 bis 2016 Mitglied der Künstlergruppe
AKZENTE in Laatzen, mit
mehreren Ausstellungen im Kunstkreis
Laatzen sowie bereits 2004 im damaligen
Leine-Center vertreten. Diese kontinuierliche
Präsenz macht seine aktuelle
Beteiligung an der Ausstellung in der
GlowArt Gallery zu einer Rückkehr an
einen vertrauten Ort.
Seine Malerei steht für eine Haltung,
die sich der schnellen Deutung entzieht
und stattdessen auf Wahrnehmung und
„Dantes Inferno“ (2022),
Öl auf Leinwand
emotionale Tiefe setzt. In einer Zeit
visueller Reizüberflutung schafft Vieira
Räume der Konzentration – reduziert,
offen und zugleich vielschichtig.
Mehr über den Künstler
und die Ausstellung erfahren
Sie über den QR-Code.
13
Lebensmittel retten,
Menschen helfen
Engagement
in Laatzen
wächst
Helfende der Laatzener Tafel erleben gemeinsam einen
besonderen Abend beim Zirkus Charles Knie.
Gemeinsam im Einsatz beim
Bundestafeltreffen in Hannover.
Die Laatzener Tafel für Hemmingen,
Laatzen und Pattensen e.V. ist
weit mehr als eine Ausgabestelle
für Lebensmittel – sie ist ein Ort
der Begegnung, des Respekts und
der gelebten Solidarität. Das wurde
einmal mehr bei der Mitgliederversammlung
im Februar 2026 deutlich,
bei der Vorsitzende Dietlind
Osterkamp auf ein ereignisreiches
Jahr zurückblickte.
Rund 1.400 Menschen werden aktuell
jede Woche mit Lebensmitteln
versorgt – etwa 300 mehr als in den
Vorjahren. Diese Entwicklung zeigt
nicht nur die steigende Nachfrage,
sondern auch die große Bedeutung
der Tafel für die Region. Möglich
wird diese Unterstützung vor allem
durch die zahlreichen ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfer, die
mit Engagement, Geduld und Wertschätzung
im Einsatz sind.
Engagement der Laatzener Tafel bei den PS Days auf dem
Messegelände Hannover.
Zentraler Dreh- und Angelpunkt
ist die Immobilie in Laatzen. Hier
werden gespendete Lebensmittel
angenommen, sortiert und für die
Ausgabe vorbereitet. Gleichzeitig
wird von dort aus die Versorgung
der weiteren Ausgabestellen in Arnum
und Pattensen koordiniert.
Neben der Lebensmittelrettung engagiert
sich die Tafel auch darüber
hinaus für ihre Helfenden und die
Gemeinschaft. Schulungen, gemeinsame
Veranstaltungen und Aktionen
stärken den Zusammenhalt. So
war die Tafel unter anderem bei den
PS Days in Hannover aktiv, beteiligte
sich am Bundestafeltreffen und
zeigte Präsenz beim Brunnenfest in
Laatzen-Grasdorf. Auch Aktionen
wie die Weihnachtskisten oder der
„umgekehrte Adventskalender“ verdeutlichen
die große Unterstützung
aus der Bevölkerung.
Der Vorstand kam im vergangenen
Jahr zu insgesamt elf Sitzungen
zusammen, um organisatorische,
finanzielle und strukturelle Themen
zu besprechen und die Arbeit der
Tafel auch für die Zukunft nachhaltig
aufzustellen.
Trotz wachsender Herausforderungen
bleibt die Motivation ungebrochen.
„Es ist bereichernd, dass wir
mehr tun können als Lebensmittel
retten“, so die Vorsitzende. Die Laatzener
Tafel für Hemmingen, Laatzen
und Pattensen e.V. steht damit exemplarisch
für gelebtes Engagement
und ein starkes Miteinander in der
Region.
Fotos: Dietlind Osterkamp
14
Unterhaltungstheater Ihr
30.04. bis
28.06.2026
eine
GenIale
Idee
„BeSTe KOMÖDie“
Gewinner Theaterpreis „Molière“
Komödie von Sebastien Castro
mit Franziska Traub, Claudia van Veen, Florian Battermann (spielt im Mai)/
Andreas Werth (spielt im Juni) und Fabian Goedecke
Regie Kristof Stößel
Georgstraße 54 · 30159 Hannover · Telefon 0511/36 30 01
www.neuestheater-hannover.de
15
16
Caren Cunst
schreibt über Kunst
Symbolbild: KI-generierte Illustration, inspiriert vom Stil des Kubismus.
WAS SIE SCHON IMMER ÜBER
PICASSO NICHT WUSSTEN
Heute stelle ich eine einfache Frage:
„Verstehen wir Pablo Picasso wirklich –
oder tun wir nur so?“
Mit neun Jahren malte er bereits Meisterwerke.
„Le Picador“ war sein erstes
bekanntes Gemälde.
Er war nicht nur Maler, sondern extrem
vielseitig: Bildhauer, Keramikkünstler,
Bühnenbildner.
Sein Liebesleben war kompliziert. Er
hatte viele Beziehungen, die oft turbulent
endeten. Seine Partnerinnen
inspirierten einige seiner berühmtesten
Werke – doch viele litten auch unter
seinem Verhalten.
Er war schon zu Lebzeiten reich. Anders
als viele Künstler konnte sich Picasso
Villen, Sammlungen und ein luxuriöses
Leben leisten.
Seine Werke begegnen uns mit einer
eigentümlichen Selbstverständlichkeit –
als hätten sie nie die Absicht gehabt,
erklärt zu werden.
Man steht vor einem seiner Bilder, legt
den Kopf leicht schief und sagt Dinge
wie „faszinierend“ oder „interessant“.
Das sind im Museumscode ziemlich
klare Signale für: Ich habe keine Ahnung,
was ich hier sehe – aber ich will
nicht dumm wirken.
Vielleicht liegt genau darin das Missverständnis:
Wir suchen in Picassos Bildern
nach Antworten, obwohl sie eher
Fragen sind.
Picasso ist nämlich weniger ein Künstler
als ein Gesellschaftstest. Wer zu
lange hinschaut, verliert. Wer zu schnell
weitergeht – auch.
Das eigentliche Geheimnis ist:
Vielleicht war er einfach schneller als
wir. Schneller im Sehen, im Denken, im
Weglassen.
Oder – und das ist die unangenehmere
Theorie – er hat genau gewusst, dass
Menschen alles ernst nehmen, solange
es kompliziert genug aussieht.
Picasso sagte einmal, er habe sein ganzes
Leben gebraucht, um wieder wie ein
Kind zu malen. Kinder malen übrigens,
ohne sich zu erklären. Sie malen – und
gehen dann spielen.
Damit meinte er: Wahre Kunst ist nicht
Technik, sondern Ausdruck.
Wir hingegen stehen davor und versuchen,
klug zu wirken.
Vielleicht ist das Einzige, was wir über
Pablo Picasso wirklich lernen können,
dass große Kunst nicht verstanden
werden muss, sondern uns verändert –
auch ohne Erklärung.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim
Lesen – und den Mut, nicht alles verstehen
zu müssen.
Ihre Caren Cunst
17
Wenn Bilder nachhallen –
„Schwarzer Weg“ feiert Premiere in Hannover
Ein Kinosaal, der nicht sofort zur Ruhe
kommt. Applaus, der länger trägt als
üblich, Gespräche, die sich bereits im
Ausgang verdichten. Die Premiere von
„Schwarzer Weg“ im Kommunalen Kino
im Künstlerhaus Hannover war kein
Abend, der einfach endet – sondern
einer, der beginnt.
Mehr als 150 Gäste waren gekommen,
um den mittellangen Film erstmals auf
großer Leinwand zu erleben. Eingeladen
hatte der gemeinnützige Verein
Sonnenkindfilm e.V., der Film nicht
nur als künstlerisches Medium versteht,
sondern als gesellschaftlichen Resonanzraum.
Diese Haltung war spürbar
– im Film wie auch im Publikum.
fordert. Es sind Filme, die Diskussionen
auslösen sollen. Und genau das geschah
an diesem Abend.
Nach der Vorführung wurde der Kinosaal
selbst zur Bühne: für Dank, für
Austausch, für Begegnung. Die Gespräche
setzten sich fort – nicht nur im Foyer,
sondern sichtbar in den Gesichtern
der Gäste.
„Schwarzer Weg“ ist kein Film, der
Antworten liefert. Er stellt Fragen. Und
vielleicht ist genau das seine größte
Stärke.
„Schwarzer Weg“ erzählt von Erfahrungen,
die nicht fern sind, sondern mitten
in unserer Gegenwart liegen. Es sind
Geschichten von Hoffnung und Entwurzelung,
von Macht und Ohnmacht.
Besonders eindrucksvoll: Jugendliche
der IGS Badenstedt, die selbst als Komparsen
an den Dreharbeiten beteiligt
waren, saßen nun im Publikum und
sahen ihre eigene Perspektive auf der
Leinwand gespiegelt.
Für Produzent und Schauspieler Michael
Davies ist das Projekt ein persönlicher
Meilenstein. Zweieinhalb Jahre
Arbeit, getragen von Engagement,
Improvisation und der Unterstützung
eines Teams, das weit über klassische
Produktionsstrukturen hinaus zusammengewachsen
ist. Dass aus finanziellen
Herausforderungen schließlich
die Gründung eines gemeinnützigen
Vereins entstand, ist Ausdruck dieser
besonderen Dynamik.
Auch Regisseur Janne Jürgensen setzt
bewusst auf Bilder, die nicht erklären,
sondern wirken. Seine Handschrift
– geprägt von einem Hintergrund in
der Malerei – zeigt sich in einer Bildsprache,
die Raum lässt und zugleich
V. l. n. r.: Kameramann Timm Prozel, Hauptdarsteller Leon Ndiaye,
Produzent Michael Davies und Regisseur Janne Jürgensen bei der Premiere von
„Schwarzer Weg“ in Hannover.
18
Viele Prominente Gäste kamen
zur Premiere.
Über 100 Gäste kamen zur Premiere.
Großes Teamfoto zur Premiere von „Schwarzer Weg“: Zahlreiche Mitwirkende vor und
hinter der Kamera versammeln sich gemeinsam mit Sonnenkindfilm e.V. im Kommunales
Kino im Künstlerhaus Hannover – ein starkes Zeichen für Teamgeist und
gemeinsames Engagement.
19
MEHR L(I)EBEN –
DU bist gemeint
Es sind oft die leisen Momente, die bleiben.
Nicht die großen Gesten mit viel
Inszenierung, sondern jene kleinen, fast
unscheinbaren Augenblicke, in denen
wir plötzlich spüren: Ich bin gemeint.
Wirklich.
In dieser Ausgabe von MEHR L(I)
EBEN nehme ich dich mit in genau so
einen Moment. Eine Straßenecke, das
geschäftige Rauschen des Alltags – und
mittendrin eine Begegnung, die alles
verändert. Eine einzelne rote Rose wird
dabei zum Symbol für etwas, das wir im
Trubel des Lebens allzu oft verlieren:
echte Aufmerksamkeit.
Wir leben in einer Zeit, in der wir
Menschen schnell erfassen, einordnen,
bewerten. Ein Blick genügt – und die
Schublade ist offen. Doch was passiert,
wenn wir diesen Automatismus durchbrechen?
Wenn wir uns einen Augen-
blick länger Zeit nehmen und den Menschen
vor uns nicht als Rolle, Funktion
oder Oberfläche sehen, sondern als das,
was er ist: ein Gegenüber mit Geschichte,
Gefühl und Würde?
„Gesehen werden“ ist kein Luxus. Es ist
ein menschliches Grundbedürfnis. Und
doch verlernen wir es – im Außen
wie im Inneren. Denn die vielleicht
wichtigste Frage ist nicht, ob andere
uns sehen. Sondern: Sehen wir uns
selbst?
Erst wenn wir beginnen, uns mit
einem wohlwollenden Blick zu begegnen,
entsteht Raum für echte
Begegnung. Für weniger Urteil und
mehr Verständnis. Für weniger Distanz
und mehr Verbindung. Für das,
was ich als die leise Kraft der Liebe
bezeichne – ganz ohne Pathos, dafür
mit Wirkung.
Vielleicht liegt genau darin der Schlüssel:
nicht darauf zu warten, gemeint zu
werden, sondern selbst damit zu beginnen.
Mehr Gedanken, mehr Tiefe und die
ganze Geschichte hinter diesem Moment
findest du online.
Symbolbild (KI-generiert): Eine rote Rose als Geste der Aufmerksamkeit – Sinnbild für das Thema „gesehen
werden“ in der Kolumne MEHR L(I)EBEN.
20
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Hamburg
Blauer Ball 2026
Engagement trifft Eleganz
Blauer Ball 2026 – Ein Abend, der
bleibt: Der 28. Blaue Ball im Grand
Elysée Hamburg zeigte einmal mehr,
wie eindrucksvoll sich gesellschaftliches
Engagement und stilvolle Gala
verbinden lassen. Rund 565 Gäste
folgten der Einladung in den festlich
geschmückten Saal, um gemeinsam zu
feiern – und gleichzeitig Gutes zu tun.
Im Mittelpunkt stand die Unterstützung
der Kinderkrebsstation des
Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Mit einer Spendensumme
von 33.000 Euro setzte der Abend ein
starkes Zeichen der Solidarität.
Zwischen kulinarischem Genuss,
Live-Musik und prominenten Gästen
prägten vor allem persönliche Begegnungen
die Atmosphäre. Unsere
CityGlow-Reporterin Lycia Klingspor
war vor Ort und sprach mit Gästen, die
den Blauen Ball seit Jahren begleiten –
darunter Yvonne Bhatia und Stephan
Hauschild, die das Event nicht nur
besuchen, sondern aktiv unterstützen.
Der Blaue Ball bleibt damit ein fester
Bestandteil der Hamburger Gesellschaft
– als Gala mit Herz, Haltung
und nachhaltiger Wirkung.
Mehr Informationen direkt
über den QR Code.
Günter und Marianne Ehnert beim
Eröffnungstanz des 28. Blauen Balls im
Grand Elysée Hamburg – ein emotionaler
Auftakt der Charity-Gala zugunsten
des UKE.
CityGlow
Reporterin
Lucia Klingspor
(Mitte) mit
ihren Tischgästen
beim Blauen
Ball 2026 im
Grand Elysée
Hamburg –
stilvolle Abendgarderobe
und
festliche
Atmosphäre
prägen die
Charity-Gala.
Fotos: Peter Klingspor
23
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Was passiert mit unseren digitalen
Spuren, wenn wir gehen?
Diese Frage betrifft heute fast jede Familie
– auch dann, wenn man selbst
soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram
oder TikTok kaum oder gar
nicht nutzt. Denn Kinder, Enkel oder
nahe Angehörige hinterlassen dort oft
zahlreiche Erinnerungen: Fotos, Nachrichten
und persönliche Gedanken, die
auch nach dem Tod weiter bestehen.
Für Hinterbliebene kann der Umgang
mit diesen Konten emotional, aber auch
organisatorisch herausfordernd sein.
Viele wissen zunächst gar nicht, was
überhaupt möglich oder erlaubt ist.
Grundsätzlich gilt: Social-Media-Konten
gehören zum sogenannten digitalen
Nachlass. Das bedeutet, dass sie rechtlich
ähnlich behandelt werden wie persönliche
Briefe oder Tagebücher. Nach
einem Urteil des Bundesgerichtshofs
gehen die Rechte daran in der Regel auf
die Erben über.
In der Praxis zeigt sich jedoch schnell:
Der Zugang zu den Konten ist oft die
größte Hürde. Ohne Benutzernamen
und Passwort ist es schwierig, Profile
zu verwalten, Inhalte zu sichern oder
ein Konto zu löschen. Zwar bieten viele
Plattformen Möglichkeiten, Profile in
einen sogenannten Gedenkzustand zu
versetzen, doch auch dafür sind meist
Nachweise und Anträge erforderlich.
Deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig
mit dem Thema Zugangsdaten zu beschäftigen.
Passwort-Manager können
dabei helfen, wichtige Informationen
sicher zu speichern. Ebenso wichtig ist
jedoch, dass eine Vertrauensperson im
Ernstfall weiß, wie sie auf diese Daten
zugreifen kann. Ohne diese Vorsorge
stehen Angehörige häufig vor verschlossenen
digitalen Türen – was zusätzliche
Belastung in einer ohnehin schweren
Zeit bedeuten kann.
Ein weiterer Aspekt, der oft unterschätzt
wird, sind mögliche finanzielle
Werte. Social-Media-Konten können
Einnahmen generieren, etwa durch
Werbung, Kooperationen oder Abonnements.
Gerade bei Influencern oder
Content Creators können hier laufende
Einnahmen bestehen, die ebenfalls Teil
des Nachlasses sind, und entsprechend
berücksichtigt werden sollten.
Neben rechtlichen und praktischen
Fragen bleibt auch eine sehr persönliche
Entscheidung: Soll ein Profil bestehen
bleiben – vielleicht als Ort der Erinnerung?
Oder ist eine vollständige Löschung
der richtige Schritt? Viele Angehörige
empfinden digitale Gedenkseiten
als tröstlich, andere möchten bewusst
einen Abschluss schaffen.
Hilfreich ist es, wenn solche Wünsche
möglichst frühzeitig besprochen werden.
Das schafft Klarheit und entlastet
die Familie im Ernstfall. Der digitale
Nachlass ist heute ein fester Bestandteil
unseres Lebens – und verdient ebenso
Aufmerksamkeit wie alles, was uns
wichtig ist.
Stefan Burmeister-Wiese, der Autor
dieses Beitrags, ist Geschäftsführer
des hannoverschen Bestattungsunternehmens
Wiese. Das älteste im
Familienbesitz befindliche Bestattungsunternehmen
in Hannover hat seinen
Hauptgeschäftssitz in der Baumschulenallee
32 im Heideviertel. Wiese-Filialen
gibt es am Altenbekener Damm 21, auf
der Lister Meile 49, in der Berckhusenstraße
29 (Kleefeld), in der Podbielskistraße
105 und in der Garkenburstraße 38
in Hannover-Döhren.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel dient
ausschließlich der allgemeinen Information
und stellt keine Rechtsberatung
dar. Wiese Bestattungen bietet keine
juristische Beratung an und ist dazu
auch nicht befugt. Bei konkreten rechtlichen
Fragen zum digitalen Nachlass
empfehlen wir Ihnen, fachkundigen
juristischen Rat einzuholen.
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Herausgeber: CityGlow
Michael Panusch (V.i.S.d.P.); 0172 - 5140181
Rabbethgestraße 42, 30880 Laatzen/Rethen
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Die Urheberrechte für Anzeigenentwürfe, Fotos,
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der Redaktion.
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Gestaltung
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Bildnachweis
Titelbild: Kunst von La Bruja
Inhalt: Adobe Stock und wie angegeben
27
Kraft der Elemente
– Wenn Kunst spürbar wird
Mit der Performance „Kraft
der Elemente“ lädt die
Künstlerin Dara am 30. Mai
in die GlowArt Gallery im
Leine Center Laatzen zu
einem außergewöhnlichen
Kunsterlebnis ein.
28
Was hier entsteht, ist weit mehr als eine
klassische Ausstellung: Es ist ein Raum,
in dem Kunst, Energie und menschliche
Präsenz miteinander verschmelzen.
Im Zentrum stehen die vier Elemente
Erde, Luft, Wasser und Feuer – jene
Urkräfte, die seit jeher als Grundlage
unseres Seins gelten und zugleich eng
mit den zwölf Sternzeichen verbunden
sind. Dara übersetzt diese Energien in
großformatige Acrylwerke, intuitive
Farbwelten und symbolische Bildkompositionen.
Dabei geht es nicht nur um
das Sichtbare, sondern vor allem um
das, was zwischen den Ebenen wirkt:
Emotion, Bewegung und Wahrnehmung.
Kraft der Elemente ist eine Einladung,
Kunst nicht nur zu betrachten, sondern
zu erleben – als Spiegel der eigenen
Wahrnehmung und als Zugang zu den
eigenen inneren Kräften.
Anmeldung erforderlich:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen
erfolgen direkt per E-Mail
an post@dara-kunstschule.de oder
telefonisch/WhatsApp unter 0176 / 168
85 563.
Mehr Informationen zur Veranstaltung
sowie weiterführende
Inhalte gibt es über den
QR-Code im Magazin.
Besonders wird diese Inszenierung
durch die aktive Einbindung der Besucherinnen
und Besucher. Sie sind
eingeladen, in einem Kleidungsstück
zu erscheinen, das ihrem persönlichen
Element entspricht. So verwandelt sich
die Galerie in eine lebendige, kollektive
Installation – ein Zusammenspiel aus
Farbe, Form und individueller Energie.
Jeder Mensch wird Teil des Gesamtkunstwerks.
Dara, freischaffende Künstlerin aus
Hannover, verfolgt mit diesem Projekt
einen intuitiven Ansatz. Ihre Arbeiten
entstehen aus dem Zusammenspiel von
Gefühl, Farbe und innerer Bewegung.
Als im Sternzeichen Zwillinge Geborene
– einem Luftzeichen – bringt sie
Leichtigkeit, Wandel und Offenheit in
ihre Werke ein.
29
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Das Kultur & Lifestyle Magazin
CityGlowMagazin
30
Horoskop Mai
Kosmische Impulse für den Frühling
Stadt wie Hannover, die Tradition und Innovation
verbindet, wird diese Energie spürbar.
Statt vorschneller Entscheidungen empfiehlt
sich ein Moment der Reflexion.
Zur Monatsmitte bringt der Neumond im Stier
Stabilität und Erdung. Es ist die ideale Zeit,
um neue Projekte zu planen oder bestehende
Strukturen zu festigen – beruflich wie privat.
Gleichzeitig fordert die kosmische Konstellation
dazu auf, impulsives Handeln zu überdenken
und bewusster zu agieren.
Ein besonderer Wendepunkt erwartet uns am
21. Mai: Die Verbindung von Sonne und Uranus
kann überraschende Erkenntnisse bringen
und neue Perspektiven eröffnen. Offenheit
wird jetzt zum Schlüssel für persönliche Entwicklung.
Zum Abschluss stellt der Vollmond im Schützen
die Frage nach Wahrheit und Orientierung.
In einer Welt voller Informationen wird
die eigene Intuition zum verlässlichen Kompass.
Sternzeichen Stier – kraftvoll und im Wandel: Dieses Werk wurde exklusiv für
CityGlow von der Künstlerin Albina Dvortsis geschaffen.
Der Mai 2026 bringt frische Energie nach Hannover – und fordert gleichzeitig
zur inneren Reflexion auf. Astrologin Natalia Schmidt ordnet die
wichtigsten kosmischen Einflüsse ein, während das Titelbild der Künstlerin
Albina Dvortsis den Stier-Monat visuell interpretiert.
Wenn die Sonne Hannover in warmes Licht taucht und die Herrenhäuser
Gärten in voller Blüte stehen, scheint der Alltag für einen Moment leichter.
Doch der Mai 2026 trägt mehr in sich als nur Frühlingsgefühle. Hinter der
sichtbaren Leichtigkeit wirken intensive astrologische Kräfte, die Veränderungen
anstoßen – leise, aber nachhaltig.
Astrologin Natalia Schmidt beschreibt diesen Monat als eine Phase der
inneren Neuorientierung. Bereits zum Monatsbeginn sorgt der Vollmond
im Skorpion für emotionale Tiefe. Themen, die lange unter der Oberfläche
geschlummert haben, können jetzt ins Bewusstsein treten. Es geht darum,
ehrlich hinzuschauen, loszulassen und Platz für Neues zu schaffen.
Mit der Rückläufigkeit von Pluto im Wassermann rücken gesellschaftliche
Entwicklungen stärker in den Fokus. Fragen nach Zugehörigkeit, Wandel
und persönlicher Positionierung gewinnen an Bedeutung. Gerade in einer
Astrologin Natalia Schmidt verbindet
kosmisches Wissen mit
einem feinen Gespür für die aktuellen
Zeitqualitäten.
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