30.04.2026 Aufrufe

40plus Mai 2026

Wein. Alles voller Wein und was so dazugehört. Welcher Wein rockt den Sommer? Der 40plus Weintalk hat entschieden. Wo Geschmack stattfindet. Triest, Straden, Reichenau, Graz etc.

Wein. Alles voller Wein und was so dazugehört. Welcher Wein rockt den Sommer? Der 40plus Weintalk hat entschieden. Wo Geschmack stattfindet.
Triest, Straden, Reichenau, Graz etc.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

FÜR ALLE, DIE WISSEN,

WIE LEBEN GEHT.

40plus

AUSGABE #2 | MAI 2026

A star is born. ARIA von Cristallo.

Wein.

ALLES VOLLER WEIN UND

WAS SO DAZUGEHÖRT.

Welcher Wein

rockt den Sommer?

DER 40PLUS WEINTALK

HAT ENTSCHIEDEN.

Wo Geschmack

stattfindet.

TRIEST, STRADEN,

REICHENAU, GRAZ ETC.

40PLUS-MAGAZIN.COM


BEZAHLTE ANZEIGE

SPACE

TO THINK.

TIME TO

CONNECT.

All in one. Der Congress Graz eignet sich für so

gut wie alle Veranstaltungsformate: Symposien,

Ausstellungen, Kongresse – aber auch für glanzvolle

Bälle und unvergessliche Konzerte.

Im historischen Ambiente vereinen sich moderne

Infrastruktur und flexible Raumkonzepte. Mit

neuester Technik, zentraler Lage und maßgeschneiderten

Lösungen bietet der Congress Graz

den idealen Rahmen für Events jeder Art.

www.mcg.at


AUSGABE #2 | MAI 2026

08

Inhalt

40plus Weintalk: Teil 1 Wien.

04 Editorial.

05 Die Heurigen von Triest.

06 Vom Ottitsch.

16 Cristallo Glaskultur.

17 Genussgut Krispel.

32 Radikaler Ideenreichtum.

36 40plus Weintalk: Teil 2 Graz.

13

41 Stolzer Blick.

42 Schöne Aussichten.

44 HoHo.

Das kleine

Weinmaleins.

30

46 Hohensinners Marathon.

50 MediaMarkt.

Die Käse

Freaks.

52 AllergoSan.

54 Schachner erklärt.

55 Unter 40.

Medieninhaber und Herausgeber: Madison Werbeagentur Marketingund

Werbeberatungs-GmbH, Stiftingtalstraße 60, 8010 Graz,

www.madison.at Herausgeber: Gerhard Kroell.Herstellungsort:

Walstead Leykam Druck GmbH, Zweigniederlassung NP Druck, Gutenbergstraße

12, 3100 St. Pölten, walstead-npdruck.com. Entwicklung

und Konzept: Madison Werbeagentur GmbH und Martin G. Wanko.

Chefredaktion: Martin G. Wanko. Beiträge: Clarissa Berner, Georges

Desrues, Petra Schachner-Kröll, Oliver Ottitsch, Julia Strempfl. Cover:

Florian Lierzer. Editorial Design: Adnan Mujadžić. Fotos: Die Bildhinweise

befinden sich direkt beim jeweilig verwendeten Foto.

Entgeltliche Beiträge sind gem. § 26 MedienG als „Entgeltliche Einschaltung“

gekennzeichnet. Interviews, Zitate, Meinungstexte und

Gastbeiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion und dem

Medieninhaber einhergehen. Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit

wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher

Sprachform verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten

gleichermaßen für beiderlei Geschlechter. Bei sämtlichen Gewinnspielen

gilt der Ausschluss der Madison-Mitarbeiter*innen und Verwandte,

sowie die, der Preisstifter.

Mondäne

Welten.

48


Genuss,

Genuss,

Genuss.

Wein ist nicht

gleich Wein,

Tomaten sind

ein feines

Gemüse und

die Alk-Hasser

sind auf Winterpause.

TEXT MARTIN G. WANKO

FOTO CLARISSA BERNER

Wein ist weit mehr als nur

Alkohol. Er ist ein Spiegelbild

seiner Herkunft. Mit

jedem Schluck erleben Sie

das Terroir – die einzigartige Kombination

aus Boden, Klima und der Handschrift des

Winzers. Deshalb schmeckt dieselbe Sorte

oft schon einen Hügel weiter völlig anders.

Wein bedeutet aber auch Geselligkeit. Das

gemeinsame Glas unter Freunden hat oft

etwas von einem Ritual, ein entspannender

Moment des Genießens. Und dafür braucht

es nicht einmal unbedingt einen zweiten

– ein Glas Wein, dazu einen entspannten

Blick in die Ferne, das kann schon einen

Genussmoment auslösen.

Braucht man zum Genießen einen Wein?

Nein, natürlich nicht. Wir können auch

Tomaten essen, sie schmecken aus dem

Marchfeld definitiv anders als aus Blumau

oder San Marzano in der Nähe von Neapel –

ein wunderbares Gemüse, das ich nie

missen möchte. Ich stelle es mir jedoch

lustig vor, wenn alle an Tomaten lutschend

in einer Runde stehen und sich ankleckern.

Was für ein Bild!

In diesem Sinne begrüße ich Sie herzlich zu

unserer 40plus-Sommerausgabe, die sich

ganz dem Genuss widmet. Wir haben uns

intensiv mit Wein und seinen Begleitern

auseinandergesetzt: Es wurde verkostet,

mit Winzern gesprochen und die perfekte

Harmonie zwischen Wein und Käse ausgelotet.

Doch was wäre der größte Genuss

ohne die passende Präsentation? Daher

beleuchten wir auch die Tischkultur und

sprechen mit einer Expertin aus dem glasproduzierenden

Gewerbe.

Abgerundet wird die Ausgabe durch unser

kleines Wein-Alphabet, das informiert und

unterhält.

Großes

Sommergewinnspiel

8 Weinpakete zu gewinnen!

Kurzer, entspannter Nachtrag: Die notorische

Wein-Bashing-Mafia hat sich offenbar

in die Winterpause verabschiedet und ist

erst ab Dezember wieder zu erwarten. Wie

merkwürdig!

Ich wünsche Ihnen einen herrlichen Vorsommer

– genießen Sie die Zeit, ob mit

einem Glas Wein oder zwei. +

Martin G. Wanko

Chefredakteur

04

E D I T O R I A L


Es ist ein ganz besonderes

Vergnügen, mit dem Auto die

steilen und kurvigen Straßen

von Triest hinauf aufs Karstplateau

zu fahren und nach

den Zweig-Büscheln und hölzernen Pfeilen

Ausschau zu halten, die den Weg zu den

Osmize weisen. Darunter versteht man

die lokale Version der Buschenschanken

beziehungsweise Heurigen, wie man sie aus

Ostösterreich kennt. Ihr Name leitet sich

vom slowenischen Wort „osme“ – acht – ab

und rührt daher, dass sie ursprünglich nur

acht Tage am Stück geöffnet beziehungsweise

„ausgesteckt“ hatten.

Das war gegen Ende des 18.

Jahrhunderts, als der Habsburgerkaiser

Josef II seine

berühmte Zirkularverordnung

– auch Heurigen-

Patent genannt – erließ,

die es den Winzern unter

seinen Untertanen erlaubte,

ihren Wein selbst und

am eigenen Hof auszuschenken.

Zu besagten

Untertanen zählten damals

bekanntlich auch die Bewohner

des „Adriatischen

Küstenlandes“ in und um

Triest – und somit auch die

vorwiegend slowenischsprachigen

Winzer am

Karstplateau.

Vom Karst- bis zum

Starwinzer.

des für Italien nicht unüblichen bürokratischen

Auflagen-Dschungels nicht immer

genau bestimmen, abgesehen davon, dass

sie offenbar von Gemeinde zu Gemeinde

unterschiedlich ausfallen können. In der

Regel dürfen die Osmize ausschließlich

Wein, Wasser und hausgemachte Säfte anbieten.

Und auch die Speisen, wie Prosciutto,

Salami etc., müssen im Haus beziehungsweise

am Hof erzeugt werden. Ausnahmen

gibt es lediglich für den Käse, der zugekauft

werden darf. Warme Gerichte sind in der

Regel nicht zugelassen, es sei denn, es handelt

sich laut offizieller Terminologie nicht

um eine Osmiza, sondern um einen Betrieb

mit Agriturismo-Lizenz.

Die

Heurigen

Sie sind es, die diese Tradition

bis heute am Leben

halten – wenngleich die

Dauer des Aussteckens inzwischen

längst nicht mehr

auf acht Tage beschränkt

ist. Die Betreiber der

Osmize (Einzahl Osmiza,

Slowenisch Osmica) lassen

sich in drei Kategorien

unterteilen. Da gibt es,

zum einen, jene, die Wein

ausschließlich für den

Heurigenbetrieb erzeugen,

diesen also auch gar nicht

in Flaschen abfüllen, sondern

lediglich direkt vom

Fass ausschenken. Dann sind da solche, die

zudem eine – meist bescheidene – Menge

an Flaschen erzeugen und etikettieren. Und

schließlich gibt es auch noch einige sogenannte

Starwinzer, die neben ihren hochpreisigen

Bouteillen, die sich in manchen

Fällen in den angesagtesten Restaurants

von Tokio bis New York finden, auch noch

einen günstigeren Fasswein speziell für den

Heurigenbetrieb anbieten.

Welchen gesetzlichen Beschränkungen die

Betriebe unterliegen, lässt sich angesichts

von

Tr est.

Slowenische Einflüsse

außerhalb Sloweniens.

Immer wieder kommt es vor, dass Besucher

aus Slowenien sich darüber wundern, dass

es in und um Triest derartige, von Slowenischsprachigen

betriebene Buschenschanken

gibt, die sie aus ihrer eigenen Heimat

nicht kennen. Dabei gab es in früheren Zeiten

freilich auch in Slowenien Osmize. Diese

fielen allerdings der sozialistischen Planwirtschaft

zum Opfer, für die ein Direktver-

kauf von Wein oder sonstigen Waren aus

ideologischen Gründen naturgemäß stets

ein Ding der Unmöglichkeit war. Vielmehr

mussten die Weinbauern zu Zeiten Jugoslawiens

ihre Trauben an eine Kooperative

abliefern, die sie presste, den Wein abfüllte

und vermarktete.

Seit der Unabhängigkeit Sloweniens hat

sich das geändert, doch wie immer ist es

schwer, verschwundene Traditionen wieder

aufleben zu lassen – wenngleich sich heutzutage

auch auf der in Slowenien liegenden

Seite des Karstplateaus immer wieder der

eine oder andere Buschen blicken lässt.

In Triest und seinem Umland

indessen erfreuen

sich die Osmize gewaltiger

Beliebtheit. Verständlicherweise

lieben es die Triester,

an sonnigen Frühlingstagen

in Weingärten unter

blühenden Apfelbäumen zu

sitzen; an heißen Sommertagen

vor der Hitze der

Stadt zu flüchten; sich an

windigen Herbst- oder

eisigen Wintertagen in den

Stuben zu wärmen.

Dazu nutzen sie freilich

nicht immer das Auto, sondern

auch gerne die öffentlichen

Verkehrsmittel. Und

zudem eine sehr kommode

App, die nicht nur jene Osmize

listet, die gerade ausgesteckt

haben, sondern

zudem, was sie anbieten

und mit welcher Buslinie

(beziehungsweise mit der

einzigen Straßenbahnlinie,

falls die nicht wieder einmal

außer Funktion ist) sie zu

erreichen sind. +

TEXT GEORGE DESRUES

FOTO MARTIN G. WANKO

Auf dieser Homepage

beziehungsweise der dazugehörigen

App werden die

Aussteck- und Öffnungszeiten

der Osmize gelistet.

www.osmize.com

T R I E S T

05


06 Vom Ottitsch!

O L I V E R O T T I T S C H . C O M


ERLEBE DEN STEIRISCHEN

WEIN LIVE!

16–18.5.2026

VieVinum

Hofburg Vienna

Foto © Lupi Spuma

12.6.2026

Roséweinfestival

Steiermark

Circle Thalia Graz

4.11.2026

Junkerpräsentation

Stadthalle Graz

Newsletter

abonnieren,

informiert

bleiben!

BEZAHLTE ANZEIGE

18.11.2026

Riedenweinpräsentation

Palais Ferstl Wien

Wein vom Berg.

Mit Hand & Herz.

Entdecke die herausragenden DAC-Weine mit Ursprungsgarantie

aus der Steiermark – wo Handlese verpflichtend

ist und der Bergweinbau überwiegt. Die steirischen WinzerInnen

freuen sich auf deinen Besuch am Hof – und mit

unserer Winzersuche findest du deine LieblingswinzerInnen

auch online: www.steiermark.wine/winzersuche

www.steiermark.wine


Weintalk.

Teil 1 Wien im HoHo.

Die Steirer erobern

Wien. Natürlich nicht mit Helm

und Schwert, sondern mit Wein.

Ganze sieben Flaschen steirischen

Wein und einen Burgenländer

brachten die Steirer nach Wien,

um ihn im Holzhochhaus bei

ViennaEstate verkosten zu lassen.

MODERATION & WEINAUSWAHL MARTIN G. WANKO

FOTOS FLORIAN LIERZER

Hinten v.l.n.r.

Rudi Križan Weinexperte

Mario Klikovits Diözese Eisenstadt

Roland Schwärzler Sanoptis AG

Susanne Stiastny Unternehmensberaterin

Thomas Spann WKO

Sanda Schaefer HERZ Armaturen

Walter Lenz WL Transparent

Elisabeth Rein Deutsche Bank

Gerhard Glinzerer HERZ Armaturen

Victoria Reichard ViennaEstate

Susanne Juza HERZ Armaturen

Leo Schneemann Sommelier

Reinhard Mues Deutsche Bank

Martin Mair Unternehmensberater

Peter Lazar ViennaEstate

Christian Rebernig IUCAB

Gerhard Kroell 40plus

Martin G. Wanko 40plus (vorne)

08 T A


Hainzl-Jauk

Blauer Wildbacher (Schilcher)

Weststeiermark DAC | Ried

Wildbachberg | 2024 | 11,8 %

Besonderheit: Autochthone

Rebsorte, typisch für Weststeiermark

– Leo Schneemann: Eine tolle Interpretation,

doch eine knackige Säure, Mundgefühl

wie es sein soll. Ein perfekter Einstiegswein

für jeden gesellschaftlichen Abend, mit dem

man außerhalb der Steiermark überraschen

kann.

– Rudi Križan: Farbe kräftiges Rosa,

zarter oranger Stich. Duft etwas verhalten,

Gaumen kernig und nicht zu säurebetont.

Als Aperitif mit Verhackertem. Ich persönlich

hab Beißende lieber.

– Martin G. Wanko: Mineralische Urgesteinsböden

der Koralpenausläufer sind

bekannt für ihre Eignung für den Weinbau,

insbesondere für Schilcher.

– Martin Mair: Ein feiner Aperitif, sehr angenehm.

Schmeckt vermutlich meiner Frau

noch viel besser als mir.

– Mario Klikovits: Auffallend milde Säure,

charmant am Gaumen, die Riede sorgt für

ein reiferes Aromabild.

– Peter Lazar: Ich komme aus dieser Gegend.

Zum Hainzl-Jauk: Reife Frucht, liegt

südlich von Stainz, dadurch etwas milder.

„Ich komme

aus dieser

Gegend. Zum

Hainzl-Jauk:

Reife Frucht,

liegt südlich von

Stainz, dadurch

etwas milder.“

Peter Lazar

ViennaEstate

Assigal

Sauvignon Blanc

Kitzeck im Sausal | Südsteiermark

| 2024 | 13 %

Boden: Schiefer

Lage: Steile Weinberge, 564 m

Seehöhe

Besonderheit: Einer der

höchstgelegenen Weinbauorte

Europas

– Rudi Križan: Mittleres Grün bis helles

Gelb. Im Duft eher reiferer.

– Martin G. Wanko: Weder Schärfe noch

Gras in der Nase, er ist gut strukturiert.

Bilderbuch SB, unglaublich frisch, stabile

Säure, das verleiht ihm etwas Junges, aber

nicht übermütig, macht Lust auf den nächsten

Schluck.

– Leo Schneemann: Da bin ich bei dir.

Dazu bin ich total erstaunt, dass er so klar

ist, ein SB wie er im Buche steht, so wie er

im klassischen Bereich sein soll.

– Elisabeth Rein: Ich schmecke Litschi-

Töne heraus. Ich stelle mir das gut zu einer

Vorspeise vor oder einem kleinen Happen.

– Thomas Spann: Klassischer SB, Stachelbeere,

Paprika, saftig, typisch steirisch!

– Gerhard Glinzerer: Hat etwas mehr Säure,

weil Kitzeck in der Nacht ziemlich kühl ist,

Schiefer sorgt für einen strafferen Körper.

L

K

09


Kegley & Lexer

„Auf der Leiten”

Chardonnay

Klagenfurt | 2021| 13,5 %

Boden: Urgestein

Klima: Alpen-Mikroklima

(warme Tage, kühle Nächte)

Stil: Trocken

– Leo Schneemann: Sehr überraschend.

Wunderbar reif, Mango, tropische Frucht,

abgerundet am Gaumen, langer Nachhall.

Gut vorstellbar zu Hühnergerichten,

weißes Fleisch, der Wein hat die Kraft und

Struktur, die auch dagegen hält.

– Rudi Križan: Eher der exotischere Typ von

CH. Elegant, helles Grüngelb, Duft für CH

atypisch, aber reif ist er. Am Gaumen verhalten.

– Martin G. Wanko: Wein aus Kärnten

ist kein Witz mehr, wenn man bedenkt,

dass man im Mittelalter bereits Wein nach

Italien exportiert hat. Die Wärme spürt

man sicher im Wein, aber durch die kalten

Nächte im Herbst hat er auch eine Säurestruktur.

– Gerhard Kroell: Recht reife Frucht,

fülligerer Körper, kommt aus einem warmen

Klima, Säure niedriger als in der Stmk.

Dennoch: Gute Balance zwischen Säure

und Frucht, eine schöne reife Frucht.

Reinhard Muster

Illyr Sauvignon Blanc

Südsteiermark (illyrischer Klimaraum) |

2024 | 13 %

Boden: Kalkhaltiger, sandiger Lehm

Klima: Illyrisch (mediterran + alpin)

– Rudi Križan: War gut, kräftiges Grüngelb,

anfänglich leicht reduktiv, nach 10

Minuten Luftkontakt, wunderschöne reife

SB-Aromatik. Am Gaumen vielschichtig,

wunderschöner, reifer SB.

– Leo Schneemann: Eine Interpretation

eines wirklich langen SB. Braucht unbedingt

20 Minuten Zeit, verhaltene SB Noten, war

nicht laut, stimmig, Heunoten, Litschi, Säure

war wunderbar eingebunden. Man versteht,

dass er ein Weltmeister ist.

– Martin G. Wanko: Der Muster Illyr SB

zählt eindeutig zu den Leistungsträger

des SB Südsteiermark. Ich sag einmal, sein

Geschmack macht ihn zum Trapezkünstler,

man merkt dem Reinhard Muster sein

Gespür für den individuellen Einsatz von

Stahltank und Holz an, der die Betonung

draußen hat, mit nicht zu viel und nicht

zu wenig. Der Alkohol ist sicher ein Geschmacksverstärker,

aber er ist gut in den

Wein integriert.

– Peter Lazar: Etwas Holz, schöne Typizität,

guter Sortenausdruck, bekommt mehr Komplexität

auf Grund des Ausbaus im Holz, die

einen höheren Sauerstoffaustausch ermöglicht.

Wunderbar, wenn man ihm Zeit zum

Atmen lässt. Bis jetzt mein Lieblingswein.

– Roland Schwärzler: Temperaturunterschied

Tag-Nacht, aufgrund dessen behalten

die Steiermark-Weine die Säure. Auch

im Herbst, am Tag schön, am Abend kühl,

auch bei hoher Reife behält der Wein seine

stützende Säure, Frische und Klarheit.

„Auch bei hoher Reife behält

der Wein seine stützende Säure,

Frische und Klarheit.“

Roland Schwärzler

Sanoptis AG

010

T

A


Krispel

Weißburgunder

Vulkanland Steiermark DAC |

Ried Neusetzberg | 2021| 12,5 %

Ausbau: Großes und kleines Holz

Klima:Pannonisch + illyrisch

(warme Tage, kühle Nächte)

– Rudi Križan: Ist super! Helles Grün,

unglaublich fruchtige Aromatik, ebenso

phantastische Frucht am Gaumen, toller

Wein, ist wirklich sehr gut.

– Leo Schneemann: Auch wieder eine erste

Lage, sehr spannend, weinig, hat Kraft,

Struktur, Rundheit, alles schön eingebunden,

für ein asiatisches Essen ein perfekter

Begleiter. Von der Nase bis zum Abgang

positive Kraft, wahrscheinlich der Stärkste.

– Martin G. Wanko: Vulkangestein bringt

prinzipiell eine reichhaltige mineralische

Note. Schöner Schmelz!

– Martin Mair: Der Krispel ist ausgezeichnet,

genau meins. Fantastisch fruchtig,

angenehm im Abgang, wenig Säure, genau

meine Art von Wein!

– Reinhard Mues: Sehr harmonisch, gekonnter

Holzeinsatz, schafft es im warmen

Klima schöne Frische zu halten, harmonisch

zwischen Holz, Frucht und Säure.

– Susanne Juza: Dieser WB zeigt mir die

Möglichkeiten, wie geschmeidig Wein sein

kann. Dazu verleiht das Vulkangestein dem

Wein eine unglaubliche Cremigkeit.

Susanne Juza

HERZ Armaturen

„Dieser WB

zeigt mir die

Möglichkeiten,

wie geschmeidig

Wein sein kann.“

Gerngross

Morillon Reserve

Sausal | Südsteiermark |

Hochbrudersegg | 2021 | 13,5 %

Ausbau: 500 l Fass

Boden: Schiefer

Besonderheit: Bioweinbau,

steile Lagen bis 650 m

Weinverkostung mit Ausblick.

– Leo Schneemann: Andere Art von Chardonnay,

als der Kärntner. Er war nicht laut,

das ist das hohe Gut des Morillons in der

Stmk. Er hat mehr Zug, strukturiert, geradlinig,

wahnsinnige Trinkfreude.

– Rudi Križan: Helles Gelb, reifer, kräftiger

Duft, kompakt, vielschichtig am Gaumen.

– Martin G. Wanko: Dieser Wein ist

sehr fein, um nicht zu sagen fragil, weil die

Aromatik kommt quasi durchs Hintertürl,

ist sie jedoch einmal da, erreicht sie einen

vollkommen. Zum Schiefer: Straffe Säure,

Rauchigkeit, helle mineralische Noten,

weißer Rauch. Lagerpotenzial!

– Sanda Schaefer: Hier spürt man die

steilen Lagen, die kargen Schieferböden,

wo die Rebe sich anstrengen muss, um zu

genügend Nährstoffen zu kommen.

– Thomas Spann: Ein richtig cooler Wein

und letztlich ein typischer Vertreter seiner

Sorte.

L K 011


Weinschloss

Thaller

Shiraz

Vulkanland Steiermark | 2019 | 13,5 %

Klima: Pannonisch-illyrisch geprägt

Besonderheit: Rotweinspezialist

der Steiermark

– Leo Schneemann: Star des Abends! Da

tippt keiner auf die Steiermark. Diese Reife,

schwarze Fruchtnoten, am Gaumen sehr

zart, Nachhaltigkeit beim Abgang, Tannine

gut eingebunden. Straff auch noch. Schwarze

Ribisel, leichte rote Frucht, Sauerkirsche,

Brombeere, das Spiel zwischen

Schwarz und Rot, Genuss und spannend

am Gaumen, überwältigend!

– Rudi Križan: Mittleres Rot mit zartem

Orange. Reifer, sehr eleganter Duft, unglaublich

milder, vielschichtiger Shiraz am

Gaumen. Super Wein! Ich hätte bei einer

Blindverkostung auf Burgund getippt.

– Martin G. Wanko: Dieser Wein ist der

kulturelle Schmelztiegel, im positiven Sinne.

Die Traube kommt von weit her, Südfrankreich

und hat sich hier ihre Existenz erkämpft,

indem sie sich mit dem Terroir im

Vulkanland gepaart hat. Dazu das Klima,

das doch eine andere Säure hergibt, als in

Südfrankreich üblich. So bekommt der

intensive Shiraz eine auflockernde Note,

das macht ihn zu einem bunten Hund, im

besten Sinne des Wortes.

– Christian Rebernig: Äußerst selten

angebaut, weil es warmes Klima benötigt.

Von intensiver Frucht geprägt, schöne

Würze, nicht üppig, aber intensiv, sehr

gekonnter Holzeinsatz, Olivennoten, macht

Lust auf gegrilltes Fleisch.

Krutzler

Perwolff

Deutsch-Schützen | Südburgenland

(Eisenberg) | 2023 |

13 %

Ausbau: 19 Monate Barrique

und 500 L Fass

Boden: Eisenhaltiger Schiefer

Klima: Kühle Winde und

sonnige Tage

Besonderheit: Top-Rotwein

seit 1992

– Leo Schneemann: Ein Blaufränkischer

wie er im Buche steht, Geruch: leichte

Würze, schwarzer Pfeffer, Dörrzwetschge,

Brombeere, Rauchigkeit vom Fass, hat ein

enormes Lagerpotential, zeigt in 5-6 Jahren

seine Tugenden. Ausbalanciertheit am

Gaumen: Daraus wird ein großer Wein.

– Rudi Križan: Kräftiges Rot, typischer

Blaufränk. aus Deutsch Schützen, am Gaumen

sehr kernig, kräftiger Gerbstoff, hohes

Reifepotential.

– Martin G. Wanko: Der Wein vom anderen

Stern, oder der 7. Himmel im Reigen

der Genüsse. Volles Bouquet, da saugt man

die Geschmäcker der Welt ein, zerfließt

am Gaumen und bleibt doch erhalten. Gibt

schön Druck. Im Abgang kommen dunkle

Röstaromen und Kakaobohnen.

– Christian Rebernig: Perwolff im

Wordrap: Blaufränkische Legende, aus

Eisenberg, viel Kraft gepaart mit schöner

Frische, kerniger Struktur, markantes

reifes Tannin, linkes Ufer Bordeaux, dunkle

Frucht, Beeren, dunkle Kirsche, Wacholder,

mit einer schönen Würze. +

Leo Schneemann

Sommelier und Weinliebhaber

Leopold Schneemann führte

durch den 40plus Weintalk in

Wien. Er ist ein international

anerkannter Sommelier, der

sich auf hochwertige private

Weinreisen spezialisiert hat.

Sein Angebot umfasst sowohl

Incentive-Programme für

Firmen als auch exklusive

Touren für Privatpersonen,

beispielsweise in die Wachau,

das Nordburgenland oder

nach Wien. Zu den Touren, die

er persönlich in deutscher

oder englischer Sprache betreut,

zählen die „Neusiedler

See Wine Tour“, die „Wachau

Valley Wine Tour“ sowie das

„Private Nussberg Dining“.

012

T A L K


A

wie Arrogant

Frog

Weingut in Südfrankreich,

traditioneller Wein, freche

Aufmachung.

D

wie dekantieren

Das Verstecken einer billigen

Flasche – kleiner Scherz!

Das Umfüllen des Weins aus

der Flasche in eine Karaffe,

um ihn vom Bodensatz (Bordeaux)

zu trennen und ihn

mit Sauerstoff zu bereichern.

B

wie Bukett

Mit Bukett meint der

Genießer den charakteristischen

Duft von Wein im

Glas. „Der Wein besticht

durch seine gute Nase“,

heißt es in Verkostungen.

C

wie Chardonnay

„Anything but Chardonnay“

hieß es in den 1980er-Jahren

Bezug nehmend auf die zu

starken Röstnoten im US-

Chardonnay. Doch die Zeiten

sind vorbei, Holz ging zurück

in den Hintergrund

und die Traube erfreut sich

wieder größter Beliebtheit.

E

wie Edelfäule

Ein Edelschimmelpilz, der

im Frühherbst die Beerenhaut

durchdringt, Wasser

aufsaugt und so den Wein

edelsüß macht.

Das kleine

Weinmaleins

TEXT MARTIN G. WANKO

G

wie Grand Cru

F

wie Furmint

Heißer Tipp für Weißwein-Liebhaber

abseits des

Konventionellen.

Auf Deutsch: „Großes

Gewächs“. Bezeichnung der

höchstmöglichen Qualität

von Weingärten, aus dem

Burgund kommend und in

ganz Europa praktiziert.

H

wie Hefe

Mit dem Zutun von Reinzuchthefe

wird die Gärung

kontrolliert und der Wein

konventionell. Durch wilde

Hefe kommt es zur Spontangärung

und der Wein

wird biodynamisch.

W E I N A L P H A B E T

013


I

wie IGT

ist keine neue Bezeichnung

für einen Golf, sondern

„Indicazione Geografica

Tipica“, italienischer Landwein,

eine Qualitätsstufe

im italienischen Weinrecht.

J

wie Jahrgang

Wird bei Genießern über

den Jahrgang gesprochen,

geht es nicht um den Jahrgang

der Genießer, sondern

über das Erntejahr des

Weins, vermerkt auf dem

Etikett. Diverse Bordeaux-

Jahrgänge sind schon

legendär.

K

wie Kirchenfenster

Schlieren, die beim

Schwenken des Weinglas

durch den Wein auf den

Innenwänden der Gläser

entstehen.

L

wie Lagenwein

Es ist eine Frage der Lage

und des Winzers Stolz, was

uns wieder zu den „Großen

Gewächsen“ zurückführt.

Weine aus Lagen sind

oft Teile unvergesslicher

Abende und als Geschenke

unerlässlich.

M

wie Maische

Eine Mischung aus Traubenhaut,

Saft, Fruchtfleisch

und Kerne. Gärt der Rotwein

einige Zeit samt der

Maische, wird diese bei der

Weißwein-Vinifikation vor

der Gärung entfernt. Es gibt

Ausnahmen, siehe Orange

Wines.

N

wie No-No-

Juice

Wort für Alkohol aus der

US-Kultserie Community.

O

wie Orange

Wine

Weißwein, der wie Rotwein

erzeugt wird. Also mit der

Maische auf Vollgas. Fans

trinken nichts anderes mehr.

P

wie PIWI

Abkürzung für pilzwiderstandsfähige

Rebsorten.

Muss man mögen – immer

mehr mögen ihn.

Q

wie Querulant

Man sollte Alkohol nur

in Maßen genießen, auch

Querulanten.

014 W E I N A L


R

wie Rotwein

„Wenn es nicht anders geht,

mach kalt!“ Der Rotwein erwacht

gekühlt oder mit Eis

zu neuem Leben.

S

wie Spritzwein

Weiß Sauer oder Mischung,

je nachdem, wo Sie sich gerade

in Österreich befinden.

Die Urform des österreichischen

Longdrinks Weißwein

und Soda. Dennoch,

trotz Soda, zu viele G’spritzte

machen im Zweifelsfalle

auch blunznfett (wienerisch

für betrunken).

T

wie Tannin

Tannine sind Gerbstoffe, die

in vielen Pflanzen vorkommen,

besonders in Traubenschalen,

Kernen und Stielen.

Der Wein wird durch sie

haltbar, was gerade in Urzeiten

dringend nötig war.

Mit den Jahren werden

die Tannine geschmeidig

und machen den Roten zu

einem Roten. Zartbesaitete

Menschen bekommen von

ihnen Kopfschmerzen, wofür

jedoch eher Histamine

zuständig sind.

U

wie Uhudler

Eine autochthone burgenländische

Rotweinsorte.

Kommt ursprünglich aus

den USA, wurde nach der

Reblausplage importiert und

ist im Südburgenland geblieben.

Ärgert regelmäßig

die EU-Landwirtschaftsbehörden.

X

wie Xarel·lo

Die Google-KI meint dazu:

Eine sehr bekannte weiße

Rebsorte aus Katalonien,

die ein Hauptbestandteil

des Cava-Schaumweins ist.

V

wie Verschnitt

Klingt jetzt nicht sehr

schön, aber eine Cuvée hat

ja dann doch einen schöneren

Klang. Der Kellermeister

kann aufgeigen,

der Konsument kann auf

Entdeckungsreise gehen.

Die Kunst des Verschnitts

stammt aus dem Bordelais,

wo sie noch immer zelebriert

wird, die Supertoskaner

zogen nach – aber

im Grunde ist ein ausgezeichneter

Gemischter Satz

eine gute Wahl.

Y

wie Yarra

Valley

Eine bekannte Weinregion

in Australien (Bundesstaat

Victoria), die für kühleres

Klima und hochwertige

Weine bekannt ist. Hält sich

tapfer, auch bezüglich der

Bodenversiegelung.

Melbourne liegt ja gleich

um die Ecke.

W

wie Wein und

seine Trinktemperatur

Weißwein zwischen 8 und

12 Grad. Rotwein: 12 bis

16 Grad. Im Sommer den

Roten je nach Geschmack

einkühlen. Grundsätzlich

gilt Rotwein 30 Minuten vor

dem Öffnen in den Kühlschrank

stellen, Weißwein

30 Minuten vor dem Öffnen

aus dem Kühlschrank

nehmen.

Z

wie Zum

Wohl sein!

P H A B E T

015


ADVERTORIAL

Glas in all seinen

Facetten.

TEXT JULIA STREMPFL

FOTOS STEFAN LEITNER | MICHAELA LORBER

Ein fein komponiertes Ensemble

aus fließenden Stoffen, stilvollen

Blumengestecken und zartem

Porzellan – doch der Blick fällt auf

die Weinflasche. Ihre unverwechselbare

Silhouette – elegant, schlank und zugleich

ausdrucksstark – wird durch die schimmernde

Veredelung in Szene gesetzt. Unweigerlich

wird sie zum Centerpiece. Wenn

der Wein in das sorgfältig gefertigte Glas

fließt und beim Schwenken feine Schlieren

an der glatten Oberfläche bildet, erzählt

das Glas von handwerklicher Raffinesse.

Die Kunst, Aromen zu formen.

Dass Form und Oberfläche der Gläser zum

Geschmackserlebnis beitragen, ist kein Zufall,

sondern das Ergebnis jahrzehntelanger

Erfahrung. „Jedes Getränk zeichnet sich

durch einzigartige Charakteristika aus.

Darum ist es notwendig, die Form optimal

auf ihren Inhalt abzustimmen. Weißweine

etwa trinken sich gut aus einem apfelförmigen

Glas mit leicht verengter Öffnung.

So bleibt das Bouquet im Weinglas,“ erzählt

Kerstin Wratschko. „Die ideale Verpackung

sollte die Seele des Produktes nach außen

tragen. Herauszufinden, wie diese aussieht

– darin liegt unsere Aufgabe,“ fügt sie hinzu.

Die neue, exklusive Serie „ARIA“ ist die

klare Empfehlung für gehobene Tisch- und

Trinkkultur. Ihre klassische Linienführung

zeugt von zeitloser Eleganz und macht

sie zum idealen Begleiter für gehaltvolle

Weine.

Ein Zusammenspiel aus

Erfahrung und Innovation.

Arnold Wratschko Junior und seine Frau

Kerstin führen das Unternehmen in dritter

Generation. Angefangen hat alles in den

50er-Jahren und führte in den 90er-Jahren

zur Entstehung der Marke CRISTALLO.

Heute ist das Unternehmen im gesamten

mitteleuropäischen Raum tätig. Den

Geschäftsführer begeistern vor allem die

grenzenlose Formbarkeit und die Designmöglichkeiten:

„Egal ob Wein-, Sekt-,

Champagner-, Schnaps- bzw. Spirituosenoder

Wassergläser und Karaffen – die Zeit

der Uniformität ist vorbei.“ Veredelungen

wie Lackierungen, Beschichtungen oder

Prägungen geben dem Produkt den finalen

Schliff und sorgen für einen unvergesslichen

Auftritt. +

Bei Cristallo taucht man in die Welt der

Glaskultur ein. Der traditionsreiche

Betrieb aus dem südsteirischen

Weinland verfolgt die Vision der individuellsten

Glasverpackung – und

verbindet dabei Design mit Präzision.

Cristallo Glas GmbH

Untere Hauptstraße 16

8462 Gamlitz

+43 (0)3453 / 3767

info@cristallo.at

016 WD E IE N AS L P IH A GB E NT


ADVERTORIAL

minus

7% *

SAVE

THE DATE!

Kellerspektakel

AUF ALLES

CODE 40PLUS

*Aktion läuft bis zum 31.05.2026.

Ausgenommen

09.05.2026

sind Tickets

und Gutscheine. Nur

im Webshop gültig.

Das wahrlich

übersinnliche

Vergnügen, Wein

zu genießen.


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL


ADVERTORIAL

Genuss, den man

erleben muss!

DAS BESTE AUS KÜCHE & KELLER HIER BUCHEN

MITTWOCH,

20.05.2026

27.05.2026

© Michael Reidinger

DIENSTAG,

02.06. | 09.06 | 16.06. |

23.06. | 30.06. | 07.07. |

14.07. | 21.07. | 28.07. |

04.08. | 11.08. | 18.08. |

25.08. | 01.09. | 08.09. |

15.09. | 22.09.2026

© Genussgut Krispel

MITTWOCH,

03.06. | 10.06. | 17.06. |

24.06. | 01.07. | 08.07. |

15.07. | 22.07. | 29.07. |

05.08. | 12.08. | 19.08. |

26.08. | 02.09. | 09.09. |

16.09. | 23.09.2026

Heiße Pasta &

coole Beats

Unkomplizierter Genuss im Genusstheater.

Nudelsorte und Topping wählen und

genießen. 14:00–20:30 Uhr, ab 16.30 Uhr

DJ Alessandro Resch mit italienischem

Flair in Neusetz. Buon appetito!

Krispel

on fire

„Krispel on fire“ bringt Bio-Wollschwein

in Spitzenqualität auf den Grill. Menü mit

Schweinegruß, Wollschwein-Tatar und

Special Cuts vom offenen Feuer. Dienstags

ab 14:00 Uhr.

Krispel &

Meer

Ab 14:00 Uhr dreht sich alles um Sushi,

Sashimi und Fisch vom Grill – frisch

zubereitet von Daniel Weißer und Toni

Krispel. Ideal für sommerliche Genussabende.

© Genussgut krispel

SONNTAG,

25.10.2026

13.12.2026

© Broboters

SAMSTAG,

07.11.2026

14.11.2026

21.11.2026

28.11.2026

© Jean Van Luelik

Brunch im

Genusstheater

An ausgewählten Sonntagen Brunch im

Genusstheater ab 09:00 Uhr mit serviertem

Frühstück und 3-gängigem Sharing-

Menü. 79 €/Person inkl. Begrüßungssekt,

Getränke bis 12:00 Uhr und Führung.

Vermessung

der Sau

Legendärer Sautanz mit hauseigenem

Bio-Wollschwein von 12:00–18:00 Uhr.

Ticket 125 € inkl. Wein und alkoholfreier

Getränke. Pünktlich kommen und warm

anziehen! Tickets online.

Die Krispel

Zimmer-Pakete

Von kulinarischen Erlebnissen über das

Flanieren durch die Weinberge bis hin zum

Abtauchen im Pool ist alles möglich. Ein

Urlaub auf dem Genussgut verspricht

Ruhe, Natur und unvergessliche Momente.

www.krispel.at

Weingut Krispel GmbH | Neusetz 29, 8345 Straden | T. +43/3473/7862 | E. office@krispel.at


40 Jahre Marke.

029


Käse-Sommeliers:

Die letzten Freaks

der Extraklasse.

INTERVIEW MARTIN G. WANKO

FOTOS KASALM | | FLORIAN LIERZER

Ernst Koschuch ist Weinund

Käse-Sommelier.

Dazu zählt er mit seinem

Käsefachhandel KASALM

zu den aufmerksamsten

Käsehändlern in ganz

Österreich. 40plus Chefredakteur

Martin G. Wanko

schaute vorbei und sinnierte

mit ihm über Käse,

Wein und die Welt.

Grundsätzlich einmal: Wohin geht

beim Käse der Trend?

– Ernst Koschuch: Es gibt keinen typischen

Trend. Die Hedonisten suchen sich

ihre Teile und wollen sich überraschen und

situationsadäquat verwöhnen lassen. Die

jüngeren Generationen kommen mit dem

Thema Genuss kaum in Berührung, finde

ich persönlich schade.

Vorreiter für Regionales waren früher

Franzosen und Italiener. Heute haben

wir in Österreich auch viel Regionales,

oder?

– Koschuch: Mengenmäßig und imagemäßig

zweifelsfrei. Trotzdem muss man sagen, es hat

jedes Land in Europa seine Stärken. Dort wo

Käse in Österreich Tradition hat, zum Beispiel

im Bregenzerwald, hat man uns nichts erklären

müssen, das wird auch in Zukunft so bleiben.

Trotzdem: Wir müssen einfach mehr Mut für

verrückte Geister haben, dann gibt es viel mehr.

030 G E N


Gibt es bei „Wein und Käse“

Faustregeln?

– Koschuch: Die einzige Regel, die es gibt,

ist, dass es keine Regel gibt. Erlaubt ist, was

gefällt. Eines vielleicht: Wenn ich frischen

Käse habe, der jung und zart ist, brauche

ich einen jungen Wein dazu, der nicht zu intensiv

ist. Hier ist die Balance wichtig, dann

wird aus der Paarung 1+1 mehr als zwei.

Gibt es Alleskönner beim Käse?

– Koschuch: Für mich der Emmentaler. Er

funktioniert in weiten Teilen gut.

Wenn der Wein aus derselben Region

wie der Käse kommt,

macht man nichts falsch,

oder?

– Koschuch: Elsass hat zum

Beispiel sanfte Weine, nur

Granit und kaum Kalk in den

Böden. Sanftere, rundere

weiße, oder ein intensiver

roter Käse, das sind lässige

Kombination zum regionalen

Riesling. Aber auch

hier muss man sich mit der

Kausalität zurückhalten: Es

geht auch ein französischer

Munster mit einem Rioja, der

genug Holzreife hat.

Vorher der Wein und dann

der Käse, oder umgekehrt?

Wie macht man es richtig?

– Koschuch: Wichtig ist bei

Wein und Käse: Zuerst den

Gaumen mit dem Getränk

kalibrieren und schlucken.

Nun kommt der Käse, kauen,

dann einen Schluck Wein dazu, einwirken

lassen, auch retronasal, wenn das eingetreten

ist, dann passt es.

Käse und Bier?

– Koschuch: Ja. In der Auswahl der Käse

sind wir nicht mehr so frei, aber wir finden

immer etwas, was dazu passt. Übrigens,

wenn Alkohol stresst, kann auch mit

Säften wunderbar verkostet werden. Wir

finden den passenden Käse!

Was würden Sie Neulingen empfehlen?

– Koschuch: Schauen, was einem

schmeckt - grundsätzlich aber: Egal wo

man den Käse kauft, die wichtigste Regel

ist, den Käse warm werden zu lassen.

Und für Fortgeschrittene lebt das

Experiment, oder?

– Koschuch: Wir versuchen unseren

Kunden immer neue Dinge näherzubringen,

sonst brauche ich mein Geschäft nicht

machen, ich weiß aber auch, dass alle

Genussmenschen ohnehin sehr offen sind.

Für den klassischen Wein und Käse

Abend, auf was achtet man gelegentlich

nicht?

– Koschuch: Es muss auch die Reife von

Wein und Käse harmonieren. Vorher zu

kosten macht also Sinn.

Es kommt der Sommer: Oliven, Tomaten,

Mozzarella sind oft auf einem Teller.

Welchen Wein würden Sie empfehlen?

– Koschuch: Es ist alles situativ abhängig.

Heute ist es noch kühl, morgen ist es heiß.

Ein Pinot Grigio kann jedoch selten falsch

sein.

Sie haben über 400 Sorten Käse, ist

das nicht übertrieben?

– Koschuch: Nein. Ich habe 400 permanent

lagernd. Auf meiner Liste habe ich

2500. Aber wichtiger ist, dass ich meine

Kundschaft anlassbezogen beraten kann,

dass ich sie zu den Sorten bringe, die sie

haben mögen. Für das brauche ich ein breites

Sortiment. Wir haben genug, dass jede

Person bei uns findet, was sie finden will.

Erleichtert das Internet mit seinen

Vorschlägen ihre Beratungstätigkeit

oder bereitet es eher Kopfzerbrechen?

– Koschuch: Sowohl als auch. Im Internet

findet man viel Gescheites und auch das

Gegenteil. Das Individuum hat hier Entscheidungsfreiheit,

sich aber auf den eigenen

Geschmack zu verlassen, zahlt sich immer

aus.

Herr Koschuch, 40plus bedankt sich

für das Gespräch. +

U S S

031


TEXT MARTIN G. WANKO

FOTOS ÖWM / ROBERT HERBST |

ÖWM / WSNA | CHAT GPT |

ÖWM / WWW.POV.AT

Obwohl weltweit weniger Alkohol, und somit

auch weniger Wein konsumiert wird, ist der

Rückgang in Österreich weniger stark ausgeprägt.

Dies liegt daran, dass etwa 80 %

des hierzulande getrunkenen Weins aus

Österreichische W

Radikaler Ideenr

Wein gilt oft als prestigeträchtig

und symbolisiert einen

gehobenen Lebensstandard

sowie eine vornehme

Tischkultur, was jedoch auch abschreckend

wirken kann. Wie erreicht man die Interessierten?

Stefan Krispel, Winzer aus dem Vulkanland,

meint dazu: „Das Gebot der Stunde

ist, das Publikum dort abzuholen, wo es

steht – mit einfachen Zugängen, echten

Erlebnissen und der Erlaubnis, Wein ganz

individuell zu genießen. Es gibt kein ,richtig‘

oder ,falsch‘ beim Wein – Geschmack ist

subjektiv.“

Für Kerstin Wratschko, Miteigentümerin

von Cristallo, ist es entscheidend, dass sich

jeder angesprochen fühlt, unabhängig vom

Lebensstandard. Sie betont: „Daher ist die

Frage nicht, wo genau man jemanden abholt,

sondern eher wichtig, den Zugang zu

schaffen, dass sich jeder abholen lässt.“

„Wein trinken muss einfacher werden“, hört

man oft, und Kerstin Wratschko stimmt

dem zu. „Wir, als Cristallo, versuchen alle

unterschiedlichen Bereiche abzudecken

und so die Kunden auf allen Ebenen abzuholen.

Auch bei unkomplizierten Settings

am Pool oder im Barbereich“, erklärt sie.

Besonders für junge Menschen sollte der

Markt zugänglicher werden, da „eine zu

große Vielfalt auch für Verunsicherung

sorgen kann, Falsches zu tun“, so Wratschko.

Stefan Krispel betont ebenfalls die

Zugänglichkeit: „Ein Wein darf einfach zu

trinken sein, ohne simpel zu schmecken.“

Er sieht die Winzer in der Pflicht, auf den

veränderten Markt zu reagieren: „Jüngere

Generationen trinken weniger Alkohol, der

Wunsch nach Leichtigkeit statt Komplexität

ist gegeben.“ Dennoch dürfe Wein seinen

Charakter nicht verlieren: „Jedoch sollte

Wein behalten, was ihn besonders macht:

Herkunft, Charakter, Ecken und Kanten.“

Einfach Wein?

032 G E N


Österreich stammt. Anstatt zu klagen, sind

wichtige Schritte zu tun. Der Tradition

treu zu bleiben, gleichzeitig neue Trends

aufzugreifen und den Fokus konsequent

auf die Kunden auszurichten.

inzer:

eichtum.

Wein aus der Dose?

Qualitätswein in Dosen ist ein aufkommender

Trend, dessen Akzeptanz jedoch diskutiert

wird. Chris Yorke, Geschäftsführer

des Österreich Wein-Marketing (ÖWM),

räumt ein: „Die Dose wäre nicht meine erste

Wahl, aber Genuss ist immer individuell,

und darauf kommt’s ja an. Als Einzelmenge

ist die Dose für den Handel durchaus ein

Thema.“ Helmut Gramer, Präsident des

Steirischen Sommeliervereins, liefert dazu

beeindruckende Zahlen: „Die Verkäufe von

Dosenwein in den USA stiegen von 2 Mio.

Dollar im Jahr 2012 auf 183 Mio. Dollar im

Jahr 2021. Weltweit wurde 2024 Dosenwein

im Wert von 643 Mio. Dollar konsumiert,

wobei für 2034 sogar eine Verfünffachung

prognostiziert wird. Die Dose punktet

dabei mit einfachem Transport und guter

Kühlung.“ Für lagerfähigen Qualitätswein

ist die Dosenabfüllung jedoch nicht geeignet,

da der Wein laut Gramer in der Dose

maximal 18 Monate haltbar sein sollte.

U S S

033


Roter mit Eis, roter Spritzer oder

„Tinto de Verano” gefällig?

Der Konsum von Rotwein befindet sich im

Wandel, wobei gekühlte Varianten zunehmend

an Beliebtheit gewinnen. Im Sommer

ist der gekühlte Rote – sei es die heimische

Rote Mischung oder der spanische „Tinto

de Verano“ – immer öfter anzutreffen.

Christoph Artner, Winzer aus dem

Carnuntum, betont, dass der Trend zum

gekühlten Rotwein die Aufmerksamkeit

auf die richtige Trinktemperatur lenkt. Er

kritisiert, dass Rotweine in der Gastronomie,

auch in Österreich, oft zu warm

serviert werden: „Ideal ist eine Temperatur

von 14–18 °C, im Sommer sogar darunter.“

Harald Lieleg vom Kollerhof (Leutschach)

bestätigt: „Gekühlter Rotwein macht rich-

tig Spaß und wird so zum Alltagsbegleiter.“

Der hochprozentige Anlasswein tritt somit

immer mehr in den Hintergrund.

Zur Entwicklung der Rotweinstile: Mathias

Wenzel vom Weinschloss Thaller sieht

einen Trend zu eleganteren Rotweinen aus

kühlen Klimazonen, wie dem Vulkanland

Südoststeiermark. Reinhold Krutzler,

Winzer aus Deutsch Schützen, ergänzt:

„Die Welt ist im Wandel, der Wein auch.

Die Weine werden weniger auf Gerbstoff

ausgebaut, sondern viel mehr auf Frische

und Frucht.“

Der Trend zu leichteren Rotweinen mit geringerem

Alkoholgehalt ist unübersehbar

und hat sogar Bordeaux mit dem jungen

Wein Claret Bordeaux erreicht. Helmut

Gramer sieht einen klaren Zusammenhang

mit dem Zeitgeist: „Durch die Verlängerung

der warmen Jahreszeit in den Herbst wird

die Zeit, in der kräftigere Rotweine gerne

getrunken werden, immer kürzer. Auch

wird durch Trends zur gesünderen Ernährung,

leichter Wein in Zukunft eine höhere

Nachfrage haben.“ Reinhold Krutzler bestätigt

diesen Ansatz: „Wir versuchen früher

zu lesen, um den Alkoholgehalt nicht zu

übertreiben. Weine für den Alltag haben

bei uns max. 12,5 % Alk.“ Mathias Wenzel

vom Weinschloss Thaller nimmt den Trend

zum leichteren Wein wahr, will ihm aber

nicht kurzfristigen nachlaufen: „Weinbau

ist etwas, wo man nur über Generationen

etwas Großes erreichen kann.“ Für den

burgenländischen Winzer Markus Iro ist

der Alkoholgehalt von untergeordneter Bedeutung:

„Wichtig ist, dass der Alkohol gut

eingebunden ist und der Wein harmonisch

schmeckt.“

Anderer Geschmack bei Wein

mit geringem Alkohol?

Entalkoholisierter oder alkoholreduzierter

Wein unterscheidet sich geschmacklich

von „normalem“ Wein. Stefan Krispel

erklärt: „Alkohol ist Geschmacksträger

Nummer eins, vergleichbar mit Fett beim

Fleisch. Eine schonende Entalkoholisierung

kann jedoch mehr Geschmack

bewahren, wobei Zucker als Hilfsmittel

zur Geschmacksverbesserung eingesetzt

wird.“ Bei natürlich hergestellten, alkoholarmen

Weinen sieht Helmut Gramer

ebenfalls einen differenzierten Geschmack,

da die Trauben in der Regel früher geerntet

werden, „wenn die Aromenvorläufer

oft noch nicht voll entwickelt sind“, so der

Sommelier.

Trotzdem hat sich entalkoholisierter Wein

am Markt etabliert. ÖWM Geschäftsführer

Chris Yorke betont: „Entalkoholisierter

Wein hat eine Marktnische besetzt, die von

Konsumenten nachgefragt wird, die ihren

Alkoholkonsum reduzieren, aber nicht auf

Wein verzichten möchten.“ Der Grazer

Weinhändler Anton Kohlbacher macht den

zukünftigen Erfolg von der Qualität abhängig:

„Der Marktanteil von entalkoholisiertem

Wein wird wahrscheinlich zunehmen,

da sich die Technik ständig verbessert und

die Ergebnisse besser werden. Ob die Herstellung

eines so aufwendigen und ressourcenintensiven

Produkts sinnvoll ist, halte

ich jedoch für eine berechtigte Frage.“

034 G E N


Immer mehr Bio!

„Nachhaltig Austria“ ist bei 28 % der Winzer

bereits Standard. 25 % von ihnen sind

Bio-Winzer. Da sind die österreichischen

Winzer Pioniere: „Für uns als BIO-zertifizierter

Betrieb ist das kein Trend, sondern

eine konsequente Haltung, die Qualität,

Herkunft und Ressourcenschonung verbindet

und wir sind überzeugt, dass der

Anteil an nachhaltig und biologisch arbeitenden

Weingütern weiter steigen wird“,

so Carnuntum-Winzer Christoph Artner.

So bleiben viele Winzer im Grunde positiv,

auch wenn Alltägliches oft aufwändig

wird, wie zum Beispiel die Bewirtschaftung

von Steillagen, die gerade in der Steiermark

zum Landschaftsbild zählen, weiß Mathias

Prugmaier vom Weingut Assigal zu

berichten: „Wir versuchen in der Bewirtschaftung

viel zu optimieren und innovativ

zu denken, um noch möglichst lange den

Wein in der Steillage anbauen zu können.“

Die österreichischen Winzer nehmen eine

Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit ein:

Für 28 % ist das „Nachhaltig Austria“-Programm

bereits Standard, 25 % arbeiten sogar

biologisch. Christoph Artner, Winzer

aus Carnuntum und selbst BIO-zertifiziert,

betont: „Für uns ist das kein Trend, sondern

eine konsequente Haltung, die Qualität,

Herkunft und Ressourcenschonung verbindet.

Wir sind überzeugt, dass der Anteil

an nachhaltig und biologisch arbeitenden

Weingütern weiter steigen wird.“

Trotz des oft hohen Aufwands im Alltag,

etwa bei der Bewirtschaftung von Steillagen,

die besonders in der Steiermark prägend

sind, bleibt die Stimmung positiv. Mathias

Prugmaier vom Weingut Assigal erklärt

dazu: „Wir versuchen, in der Bewirtschaftung

viel zu optimieren und innovativ zu

denken, um noch möglichst lange den Wein

in der Steillage anbauen zu können.“ +

Die Jungen kommen!

Lena Skringer, Mathias Prugmaier und

Florian Dillinger, drei engagierte Jungwinzern,

sprechen mit 40plus über ihre

Motivation:

– Lena Skringer:

„Der Antrieb ist oft die

enge Verbundenheit zur

eigenen Herkunft und

den familieneigenen

Weingärten. Das Ziel ist

es, die Qualität stetig weiterzuentwickeln

und den

Weinen eine ganz persönliche

Note zu verleihen.“

– Mathias Prugmaier, Assigal:

„Am Ende des Tages ein

hervorragendes Glas Wein

zu produzieren – das

ist der größte Ansporn.

Wobei der Weg dorthin

durchaus auch einmal

Umwege nehmen darf.“

U S S

– Florian Dillinger:

„Mich motiviert die ganzjährige

Arbeit im Weingarten

im Einklang mit

der Natur. Die Krönung

ist, am Jahresende ein

fertiges, selbst erzeugtes

Produkt in Händen zu

halten, das bei den Kunden

Anerkennung und

Wertschätzung findet.“

035


Weintalk.

Teil 2 Graz bei Kohlbacher.

Einmal mehr bietet

Anton Kohlbacher mit seinem

Weinhandel in der Leonhardstraße

dem 40plus Verkosterteam den

idealen Platz um 8 sehr unterschiedliche

Weine zu beurteilen.

MODERATION & WEINAUSWAHL MARTIN G. WANKO

FOTOS FLORIAN LIERZER

Hinten v.l.n.r.

Gerhard Kroell 40plus

Kurt Mayer Elektrofachhändler

Michael Feiertag Steirisches Tourismusmarketing

Helmut Gramer Steirischer Sommelierverein

Anton Kohlbacher Weinhandel Kohlbacher

Gerhard Mann Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Frank Dicker Servus Abfall

Georg Lexer Weingut Kegley und Lexer

Sabine Flieser-Just Genusscoach

Gerhard Koch ORF

Matthias Kroell My Premium Pellets

Ernst Koschuch KASALM

Martin G. Wanko 40plus (vorne)

036 T A


Skringer

Sauvignon Blanc by Lena

2025 | Südsteiermark | 12 %

Lage: Steile Hanglagen am

Pössnitzberg

Ausbau: 6 Monate Stahltank

Besonderheit: Signaturwein

der jungen Winzerin

Georg Lexer

Weingut Kegley

und Lexer

– Helmut Gramer: Eine junge Winzerin

vom Eichberg. Stachelbeer-Aromen und ein

wenig Reduktion, wie sie zur Zeit in Mode

ist. Das gibt dem Wein Straff heit. Wir

haben hier viel Präzision und durch den

Kalkboden am Pössnitzberg bekommt er

eine sehr elegante Frische, mit Zitrusnoten

am Gaumen.

– Michael Feiertag: Das ist unsere steirische

Visitenkarte!

– Gerhard Mann: Von der Typizität passt

er genau zur Herkunft. Eine sehr runde

Geschichte.

– Kurt Mayer und Matthias Kroell: Der

klassische Sauvignon Blanc für zu Mittag

zum Backhendl.

– Gerhard Koch: Für einen Sauvignon

Blanc Freund, der ich bin, ein Geschenk.

– Ernst Koschuch: Frisch. Zarte, bittere

Mandel, toller Sommerwein. Gefällt mir

sehr gut.

– Georg Lexer: Super schöner Südsteirer.

Kann man den ganzen Tag trinken.

– Frank Dicker: Es gibt drei Sorten Wein,

haben mir die Italiener erklärt: Den Swimmingpool-Wein,

den Pasta-Wein und den

Fleisch-Wein. Diesen Wein würde ich unter

den Swimmingpool-Weinen in Richtung

Pasta-Wein einreihen.

– Sabine Flieser-Just: Es sind diese Kühle

und Frische, die diesen Wein ausmachen. Die

kalten Winde der Koralm kommen hier sehr

gut zum Vorschein. Das Aroma ist brillant

und klar. Er bleibt schön am Gaumen, für

Spargel ist er zum Beispiel prädestiniert!

„Super

schöner

Südsteirer.

Kann man

den ganzen

Tag trinken.“

Artner

Cuvée: Grüner Veltliner

und Chardonnay |

Höflein Weiß

Höflein, Carnuntum, NÖ |

2024 | 13,5 %

Boden: Sandiger Löss

Ausbau: Edelstahltank

– Dicker: Bei dem freue ich mich schon auf

den Käse!

– Koschuch: Ich finde ihn für die Breite, die

er zu Beginn im Mund hat, etwas zu kurz.

Toller Alltagswein. Er will nicht zu viel von

einem und das ist gut so.

– Kroell: Für mich ein Speisenbegleiter, mit

der Burgunderunterstützung ist das super!

– Koch: Schöne Exotik in der Nase, ich

rieche Passionsfrucht heraus, gut zu

Fleisch.

– Flieser-Just: Carnuntum lässt grüßen.

Veltliner dominiert. Sehr birnig, Kräuterfrisch,

der Chardonnay stützt ihn schön.

Wahrscheinlich eine kurze Maischestandzeit,

hat so einen leichten Gerbstoff am

Gaumen, das stützt den Wein etwas.

– Mann: Ich schmecke Niederösterreich

heraus. Gut zum Trinken, keine Überlänge,

kann auch zu Deftigem gut funktionieren.

Exotische Note: Ananas.

– Gramer: Das Auffallendste ist der Gerbstoff,

das tut ihm gut. In der Nase würzig

und reif, am Gaumen recht frisch. Hat eine

gute Länge und einen schönen Druck am

Gaumen.

L

K

037


Kopfensteiner

Cuvée: Weißburgunder, Grüner

Veltliner und Welschriesling

Deutsch-Schützen | Südburgenland

| Saybritz | 2022 | 12 %

Boden: Braunerde mit Felsen

und Schiefer

Vergärung: 12 Stunden

Maischestandzeit

Ausbau: 12 Monate

großes Holzfass

– Gramer: Extrem burgundisch, elegantes

Holz, sehr harmonisch, schöne Frische am

Gaumen. Ein großartiger Wein mit sehr

guter Balance.

– Feiertag: Spannende Cuvée. Muss Meinung

revidieren, dass das Burgenland nur

für Rotwein gut ist.

– Mann: Am Rande nehme ich den Welsch

mit. Ausgezeichnet!

– Koch: Welsch gut eingebunden, ein

lockerer Wein für den Nachmittag.

– Koschuch: Hält die Spannung aufrecht,

mir gefällt die Rauchigkeit. Wenn Burgenland,

dann dort!

– Lexer: Kombination ist spannend, erinnert an

Frankreich, definitiv. Für mich ein toller Wein.

– Flieser-Just: Könnte man tatsächlich

in ein großes Burgunderglas geben. Er

schießt in keine Aromatik hinaus, er vereint

sehr schön Apfel-Birne-Töne, verschiedene

Apfelsorten, Kräuter und eben die

leichte Rauchigkeit. Geht auch zu Spargel

mit einer Sauce Hollandaise.

Riegelnegg

Olwitschhof

Sauvignon Blanc

Südsteiermark, Sernauberg |

2024 | 13,5 %

Ausbau: 18 Monate Stahltank

– Kroell: Der erinnert mich im Guten an

eine Zeit zurück, wo ich gerne SB getrunken

habe. Da würde ich wieder einsteigen.

– Mayer: Er entwickelt sich im Glas.

Wirklich ein Genuss! Kann mich meinen

Vorgängern nur anschließen.

– Koch: Ich finde die Etiketten vom Riegelnegg

beeindruckend! Wunderbar am Gaumen.

Schmeckt schon heute sensationell.

– Flieser-Just: Ein Klassiker seit Jahrzehnten.

Unglaubliches Aromenbouquet in der

Nase, sehr dicht am Gaumen, superschöne

Länge, das Holz wunderbar eingebunden.

Komplex, hochelegant. Lagerpotenzial um

die 15 Jahre.

– Lexer: Traumhaft! In 10 Jahren sollten

wir uns treffen, um den Wein nochmals zu

trinken.

– Koschuch: Traumhaft und fast ein Verbrechen,

ihn jetzt zu verkosten. Wenn der

Keller passt, gehen sich 20 Jahre aus.

– Mann: Zu einem Kalbsgulasch wäre das

jetzt wunderbar. Für den Reiferen dann

Rindsgulasch.

– Feiertag: Super präzise auf der Frucht,

Sauvignon Blanc pur. Man sieht schon,

warum sie einmal Weltmeister waren.

– Dicker: Ein Traum. Ich würde ihn jetzt

auch schon trinken, weil er jetzt schon

Spaß macht.

– Gramer: Ganz großartiger Wein.

Fruchtbetont, das bewirken die Sandböden

und der Ausbau im Stahltank. Ich würde

den jetzt schon mit Vergnügen trinken und

über die nächsten 5 Jahre. Sehr harmonisch.

038

T

A


Kollerhof

Souvignier Gris (PIWI) |

Bahnbrechend

Eichberg bei Leutschach,

Südsteiermark | 2023 | 13,5 %

Ausbau: Kleines Holzfass

Besonderheiten: PIWI

(pilzwiderstandsfähig) |

Innovation + Tradition

Gerhard Mann

Landesbank

Steiermark

„Schöner, runder Wein.

Man muss ihn liegen

lassen und schauen,

wie er sich entwickelt.“

– Gramer: Vom Ausbau im kleinen Holzfass

geprägt. Hat aber genug Extrakt um

das ausgleichen zu können. Länge und Intensität

sind vorhanden, braucht aber noch

etwas Zeit. Ein sehr guter Wein.

– Dicker: Finde ich auch. Kann man trinken.

– Mann: Dieser PIWI geht schon in Richtung

klassischer Wein, aber es wird noch

eine Zeit brauchen, bis wir uns an diesen

Wein gewöhnen. Es werden mehr PIWIs

werden, finde ich auch gut.

– Koch: Ohne die Einbegleitung hätte ich

den nicht als Piwi eingeordnet. Der erste

dieser Art, den ich für gut trinkbar halte.

Frei nach einem ehemaligen Landeshauptmann:

„Hät i ma net denkt“.

– Koschuch: Mit unseren klassischen Geschmackskanon

bezüglich Fruchtigkeit und

Kräuternoten gehen die PIWIS durchaus

analog. Ob der jetzt ein PIWI ist oder nicht,

ist vom Geschmack her eher nebensächlich.

– Lexer: Mir schmeckt der Wein ausgezeichnet.

Ich gebe besonders dieser Sorte

viele Chancen und hoffe, dass das in diese

Richtung weitergeht.

– Flieser-Just: Harald Lieleg experimentiert

sehr gerne. Das Holz wird in den Jahren vergehen

müssen, die Frische gefällt mir gut.

Dillinger

Sauvignon Blanc

Südsteiermark | Hoch

Pössnitzberg | 2022 | 13 %

Ausbau: kleines Holzfass

– Koschuch: Ja. Sauber perfekter Wein,

aber deshalb muss mich kein Wein umhauen.

– Mayer: Für mich ist es der schönste Wein

bisher! Ich bin nicht der riesige SB-Liebhaber,

aber der hier ist schön zu trinken! Fühlt

sich für mich nicht zu jung an. Das ist heute

mein Wein!

– Koch: Finde die Nase sehr gut eingebunden,

geschmacklich wird er wahrscheinlich

im Keller zulegen.

– Flieser-Just: Tolle Nase, schöne Frucht.

Extrem traubig, Cassis-Noten, Stachelbeere.

Sehr grün aromatisch, aber reif. Am

Gaumen gute Balance, schöne Ausgewogenheit,

am Holz unterstützend, hat ein

Lagerpotential. Sehr schön ausbalanciert,

sehr schön Steiermark.

– Lexer: Das Schöne ist, er harmoniert in

sich, nichts überbordend. Einfach sauber

gemacht: Hier sieht man, dass ein spontanvergorener

Wein auch klar sein kann.

– Mann: Schöner, runder Wein. Man muss ihn

liegen lassen und schauen, wie er sich entwickelt.

– Feiertag: Spannende Balance zwischen

Reife, Frucht und Holz. Ich bin kein großer

Holz-Freund, hier unterstützt es aber!

– Dicker: Total schöner Wein, Frische, mit

dem Holz gut gemacht.

– Gramer: 500 l Fässer, also nicht ganz

kleine. Am Gaumen zeigt er eine schöne

Frische, ist geprägt von der Kühle der Eichberg-Region.

Ein junger Wein, der noch

etwas Zeit braucht um das Holz besser zu

integrieren.

L

K

039


Schiefer

Blaufränkisch

Eisenberg | Südburgenland |

Ried Szapary | 2020 | 13 %

Boden: Tonschiefer, Quarz,

eisenhaltiger Lehm

Vergärung: Spontangärung

Ausbau: 42 Monate großes Holz

Flaschenreife: 6-10 Monate

Besonderheit: „Großes Terroir“

– Gramer: Ried Szapary kennt man. Typischer

Eisenberger, straff, klar, präzise Frucht,

Intensität, Länge, feiner Gerbstoff, sehr guter

Wein. Mich stört etwas diese leicht animalische

Note, die anderen durchaus gefallen

mag. Ganz klar spontan vergoren. Grundsätzlich

ein sehr hochwertiger Wein.

– Feiertag: Easy drinking geht einfacher,

nehme ich an. Gar nicht gewusst, dass ein

Wein animalisch sein kann.

– Mann: Er ist extrem, Eisenberg bringt

auch die nötige Mineralik mit. Das Animalisch-Subversive

gefällt mir gut.

– Koch: Das Animalische lässt den Tisch

offenbar näher zusammenrücken. Sehr gut

zu trinken, zu rotem Fleisch, auch Zigarillo

dazu.

– Mayer: Schön zu trinken, ich spüre nichts

Animalisches, aber mit einer Zigarre diesen

Wein zu trinken, macht sicher Spaß. Und

die Welt ist wieder gut.

– Kroell: Ich liebe Blaufränkischen aus der

Ecke unten, gibt’s nix zu meckern!

– Koschuch: Schmeckt mir. Ich mag diese

Stilistik. Typisch Eisenberg, perfekt umgesetzt.

Viel schöner geht das gar nicht mehr.

– Flieser-Just: Wenn rot, dann blaufränkisch.

Kark, pur, elegant, durchsichtig am

Gaumen. Großartig, da brennt der Griller,

da liegt ein Stück Fleisch für mich drauf.

Sabine Flieser-Just

Genusscoach

„Wenn rot, dann blaufränkisch.

Kark, pur,

elegant, durchsichtig

am Gaumen.“

Iro

Cuvée: Zweigelt, Cabernet

Franc und Merlot |

Meisterwerk

Gols | Neusiedlersee | 2024 |

14,5 %

Boden: Donauschotter,

Schwarzerde

Ausbau: 11 Monate kleines

neues Holzfass

– Flieser-Just: Er ist elegant, ist dicht,

bleibt schön kompakt. Mich stört noch

ein bisschen das Feinkörnige. Passt gut,

braucht als Speisenbegleiter auch etwas

am Teller, Gemüse, Fleisch mit einer guten

Sauce, oder einen wunderbaren Rotschimmelkäse.

– Dicker: Vollmundiger Wein, etwas Süße,

in der Nase als erstes etwas Karamell, Maraschino

Kirsche, sicher gut zur dunklen

aufgebutterten Sauce.

– Lexer: In einer Publikumsverkostung

ist er sicher unter den Top-3-Weinen des

Abends. Er hat alles: Süße, Alkohol, Holz,

Cuvée. Es ist ein sauberer Wein, mir fast zu

sauber. Er ist kommerziell gut.

– Koschuch: Meiner ist er nicht. Ich bleib

beim Spontanvergorenem vom Eisenberg.

– Kroell: Optimaler Wein für das Weinregal

im Großhandel, ein toller Wein für ein

breites Publikum.

– Mann: Durch die Cuvée wird er zum Trinken

gefällig, die Süße, die mitschwingt, macht

ihn kommerziell erfolgreich. Ein schöner,

voller Wein – kantiger wäre er mir lieber.

– Feiertag: Harmonischer Wein, gibt ordentlich

Druck. So schmeckt Gols.

– Gramer: Perfekt gemachter Wein. Merlot

und Zweigelt kommen gut hervor, der Cabernet

Franc gibt ihm etwas Würziges. Sehr harmonisch,

gut balanciert, gute Länge, gute

Intensität. Eine gewisse Süßlichkeit. Wein für

klassische Rotweintrinker aus dem Burgenland.

Handwerklich perfekt. +

040 T A L K


ADVERTORIAL

Ein Blick zurück

und nach vorn:

60 Jahre

sehen!wutscher.

Was 1966 mit

einem kleinen

Kiosk in Eisenerz

begann, ist heute

Österreichs größter

traditioneller

Fachoptiker mit

rund 125 Filialen.

Heuer feiert das Familienunternehmen

sehen!wutscher sein

60-jähriges Jubiläum – ein

Meilenstein, der Tradition und

stetige Erneuerung zelebriert. Hinter dieser

Geschichte stehen vor allem Menschen:

Kund:innen, die dem Unternehmen seit

Generationen vertrauen, leidenschaftliche

Mitarbeiter:innen und eine Familie, die ihre

Vision konsequent verfolgt.

prägt das Handeln bis heute. Ab dem Jahr

2000 weitete Fritz Wutscher das Filialnetz

konsequent von neun Standorten auf ganz

Österreich aus. Auch mit der Eröffnung

großzügiger Flagship-Stores in Wien, Linz,

Graz und Salzburg setzte das Unternehmen

neue Maßstäbe in Sachen Qualität und

modischer Vielfalt. Auch die Hörakustik,

seit 1966 Teil des Portfolios, wurde unter

der Marke hören!wutscher gestärkt und ist

heute an über 20 Standorten vertreten.

Drei Generationen,

ein gemeinsamer Weg.

rückte, entwickelte Fritz jr. die Markenwelt

mit der erfolgreichen Exklusivmarke

FR!TZ EYEWEAR weiter. Der operative

Wechsel an der Spitze 2024 markierte den

nächsten Schritt in der Familiengeschichte.

Mit Investitionen in ein modernes Logistik-

und Ausbildungszentrum in Lebring

werden gemeinsam die Weichen für die

Zukunft in den Bereichen Digitalisierung

und Servicequalität gestellt.

Ausgezeichnete Qualität.

Die Bilanz nach sechs Jahrzehnten umfasst

heute mehr als 125 Filialen und rund 700

Mitarbeiter:innen. Dass dieser Weg von hoher

Servicequalität begleitet wird, spiegelt

sich in zahlreichen Auszeichnungen wider,

wie die zehnfache Ehrung als Service

Champion oder der Testsieger im ÖGVS-

Qualitätstest. Nach 60 Jahren steht die

Marke sehen!wutscher heute mehr denn je

für Qualität, Stil und Persönlichkeit. +

Bereits 2006 stieg die dritte Generation mit

Alexandra Wutscher-Hold und Fritz Wutscher

jr. in das Unternehmen ein und setzte

in den folgenden Jahren eigene Akzente.

Während Alexandra mit der Alexandra

Wutscher-Akademie die Aus- und Weiterbildung

der Mitarbeiter:innen ins Zentrum

Beständigkeit und Weitblick.

1966 legten Fritz sen. und Erika Wutscher

in Eisenerz den Grundstein. Ihr

Ziel, Menschen durch besseres Sehen und

Hören mehr Lebensqualität zu schenken,

FOTOS SEHEN!WUTSCHER

J U B I L Ä U M

041


ADVERTORIAL

Klarer Blick.

Besser leben.

Moderne Augenheilkunde

für jeden

Lebensabschnitt.

FOTOS ISTOCKPHOTO.COM/

ZORICA NASTASIC

Ob Sie sich von Ihrer Brille befreien möchten, unter Alterssichtigkeit leiden

oder beim Grauen Star Behandlungsmöglichkeiten suchen – heute gibt es

für nahezu jeden Sehfehler eine präzise, schonende Lösung. Fünf

spezialisierte Augenkliniken in ganz Österreich bieten Ihnen

modernste Technologien und kurze Wartezeiten.

042 G E S U N


ADVERTORIAL

Refraktive

Chirurgie.

Altersbedingte

Veränderungen.

Ihre Augenkliniken

in

Österreich.

Augenlaserklinik Wien

Lange Gasse 72/7, 1080 Wien

+43 1 / 408 19 66

Brillenfreiheit durch

Laser und Linse.

Für Menschen, die dauerhaft ohne

Brille oder Kontaktlinsen auskommen

möchten, stehen heute

mehrere bewährte Verfahren

zur Verfügung – individuell abgestimmt

auf Ihre Hornhaut,

Sehstärke und Lebensweise.

SmilePro ist das modernste

minimal-invasive Laserverfahren:

Gewebeschonend

und mit rascher Erholung.

Femto-LASIK kombiniert

Femtosekunden-Laser mit

Excimer-Laser für hochpräzise

Ergebnisse. Trans-PRK

kommt ganz ohne Berührung

der Hornhaut aus und

eignet sich besonders für

Kontaktsportler. Bei hohen

Fehlsichtigkeiten oder dünner

Hornhaut bieten implantierbare

Kontaktlinsen (ICL)

eine hervorragende Alternative:

reversibel, schonend und

mit ausgezeichneten Langzeitergebnissen.

NEU

Kosmetische Oberlidstraffung.

Hängende Oberlider können das Erscheinungsbild

müde wirken lassen. Ein kleiner

ambulanter Eingriff, der hängende Lider

korrigiert, das Gesichtsfeld verbessert und

oft zugleich verjüngend wirkt, kann hier

Abhilfe schaffen.

Grauer Star/ Katarakt.

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Augenkrankheit,

bei der es ab dem Alter von ca.

60 Jahren zu einer allmählichen Eintrübung

der natürlichen Augenlinse kommt.

Die einzige nachhaltige Behandlung ist die

Kataraktoperation, der weltweit häufigste

chirurgische Eingriff. In Kombination mit

modernen Speziallinsen kann gleichzeitig

Alterssichtigkeit, Hornhautverkrümmung

oder Kurzsichtigkeit korrigiert werden. In

unseren Kliniken erhalten Sie rasch einen

Termin – ohne lange Wartezeiten, mit der

ganzen Aufmerksamkeit, die Ihre Augen

verdienen.

Alterssichtigkeit.

Die Alterssichtigkeit ist ein natürlicher

Prozess, der ab dem 40. Lebensjahr einsetzt.

Plötzlich wird das Lesen kleiner

Schriften zur Anstrengung, das Smartphone

muss weiter weggehalten werden,

und die einst klare Nahsicht verschwimmt.

Viele greifen dann zur Lesebrille. Ab ca.

dem 50. Lebensjahr kann mit modernen

Multifokallinsen die Alterssichtigkeit dauerhaft

und brillenfrei korrigiert werden. +

Amadeus Augenzentrum

Gaisbergstraße 14, 5020 Salzburg

+43 662/64 10 20

Augenklinik Steiermark

Mälzereigasse 4, 8020 Graz

+43 316 / 820000

Augenzentrum Tirol GmbH

Meinhardstraße 5, 6020 Innsbruck

+43 512 384344

Augenklinik Rheinblick

Millennium Park 9, 6890 Lustenau

+43 5577 63300

Kostenübernahme

durch Ihre Privatversicherung.

Wir rechnen direkt mit Ihrer

Privatversicherung ab.

Fragen Sie in der Klinik nach.

D H E I T

043


Wo Arbeit

neue Höhen

erreicht.

TEXT ROMANA HOFFMANN

FOTOS DERFRITZ | THOMAS LERCH |

KITO PHOTOGRAPHY

Vom Stadtzentrum führt

die U2 direkt zur Station

„Seestadt“ – einem der

größten Stadtentwicklungsgebiete

Europas.

Schon beim Aussteigen

fällt der Blick auf ein

markantes Wahrzeichen:

das Holzhochhaus HoHo

Wien, Zentrum des neuen

Business‐Viertels und

Symbol für den Wandel

moderner Arbeitswelten.

Rund um den See zeigt sich die

Seestadt als familienfreundlicher,

überraschend grüner Ruhepol

mit hoher Lebensqualität. Gleichzeitig

arbeiten hier rund 300 Unternehmen

in einem urbanen Umfeld, das Themen wie

Work-Life-Balance und Smart-City-Strategien

konsequent mitdenkt. Denn Arbeit ist

längst Teil unserer Lebenszeit – und kein

abgespaltener Bereich mehr. Entsprechend

verändern sich auch die Orte, an denen wir

arbeiten.

Eine kühne Idee.

Ein 84 Meter hoher Turm aus Holz, mitten

in einem neuen Stadtteil Wiens – in der

Seestadt Wien. Doch was zu nächst wie ein

Traum klang, wurde mit Mut, Innovationsgeist

und einem starken Team von Profis

Realität. Strenge Bauvorschriften oder

technische Her ausforderungen waren kein

Hindernis für den Bau des HoHo Wien.

Im Gegenteil: Holz wurde als nachhaltiger

Baustoff erkannt – ökologisch, effizient

und atmosphärisch einzigartig eingesetzt!

Heute, zehn Jahre später, zeigt das HoHo

Wien noch immer, dass große Visionen

Wirklichkeit werden können – wenn man

an sie glaubt. Auf rund 19.500 m 2 Nutzfläche

treffen moderne Arbeitswelten auf die

Natürlich keit von Holz.

Business

meets Holz.

Viele Jahre schien es, als wäre Holz – einer

der ältesten Werkstoffe der Welt – in

Vergessenheit geraten. Zu Unrecht. Denn

kaum ein anderer Baustoff verbindet

Atmosphäre, Natürlichkeit und technische

Leistungsfähigkeit so überzeugend. Holz

ist warm und gemütlich, zugleich aber hoch

044

N A C H H A L


belastbar bei geringem Eigengewicht. Es

vereint Stabilität und Elastizität, ist vielseitig

einsetzbar und wirkt sich positiv auf

das Raumklima aus, indem es Feuchtigkeit

aufnimmt und wieder abgibt. Büro- und

Gewerbeflächen in dieser Form sind einzigartig:

Das HoHo Wien besteht zu 75 % aus

naturbelassenem Fichtenholz. „Studien wie

etwa jene von Joanneum Research zeigen,

dass die Raumluftqualität in Holzhäusern

als sehr gut bewertet wird. Die Holzatmosphäre

wirkt außerdem nachweislich positiv

auf Lebensqualität, die persönliche Empfindung

und Gesundheit“, betont Peter Lazar,

Vorstandsvorsitzender der ViennaEstate

Immobilien AG, der das HoHo Wien-Projektteam

von Beginn an begleitete. Und was

macht nun die ViennaEstate im HoHo

Wien genau?

Holz revolutioniert

den Arbeitsalltag.

So modern die Idee des HoHo Wien auch

ist, so zukunftsorientiert agiert auch die

ViennaEstate-Gruppe: sowohl die Hausverwaltung

als auch das Asset Management

des Holzhochhauses liegen in der Verantwortung

der ViennaEstate-Gruppe, die

so mit ihrem HoHo Wien-Firmensitz selbst

tief mit dem Standort verbunden ist. Diese

Nähe unterstreicht die Firmen-Philosophie:

Immobilien-Expertise wird hier nicht nur

beraten, sondern täglich gelebt. Obwohl die

ViennaEstate tief im klassischen Wiener

Zinshausmarkt verwurzelt ist und dort

auch in volatilen Zeiten gezielt Potenziale

hebt, zeigt sie sich am Puls der Zeit. Der

Übergang von historischer Bausubstanz

zum Management nachhaltiger Zukunftsprojekte

wie dem HoHo Wien ist dabei kein

Widerspruch, sondern Ausdruck eines

ganzheitlichen Ansatzes. Von Investment

und Entwicklung bis zur Bewirtschaftung

deckt das Team den gesamten Lebenszyklus

ab – mit fachlicher Präzision und

der nötigen Agilität für moderne Marktanforderungen.

Die Seestadt ist vielleicht

nicht mitten in der Innenstadt, aber dafür

ein echtes Zukunftsviertel mit Charakter.

Ökologische Aspekte.

Die wachsende Aufmerksamkeit der Baubranche

für Holz als natürliche Ressource

ist ein positives Signal für eine zukunftsorientierte

Bauweise. Immerhin verursacht

die Herstellung von Zement knapp 8 % der

weltweiten CO₂‐Emissionen – mehr als

Flugverkehr und Rechenzentren zusammen,

wird vom World Economic Forum,

der Internationalen Energieagentur (IEA)

und Our World in Data bestätigt. Ein Umdenken

ist daher unumgänglich. Gerade

Österreich bietet für den Holzbau, auch im

Gewerbebereich, dafür hervorragende Voraussetzungen.

Jährlich wachsen hier rund

30 Mio. Kubikmeter Holz nach, von denen

etwa 26 Mio. Kubikmeter genutzt werden.

Die verbleibenden vier Mio. Kubikmeter

bleiben im Wald und lassen den Holzvorrat

kontinuierlich anwachsen. Umgerechnet

bedeutet das: In jeder Sekunde wächst

ein Kubikmeter Holz nach. „Das gesamte

HoHo Wien ist in nur einer Stunde und 17

Minuten in unseren heimischen Wäldern

nachgewachsen“, unterstreicht Peter Lazar

erfreut. Die Holzbauweise spart gegenüber

einer Ausführung in Stahlbeton rund

2.800 Tonnen CO₂‐Äquivalente ein. Das

entspricht etwa 20 Mio. Pkw‐Kilometern

oder 1.300 Jahren täglicher Autofahrten

von jeweils 40 Kilometern. „Es war uns

wichtig zu zeigen, dass Holz als nachhaltiger

Baustoff durchaus auch im innerstädtischen

Hochhausbau ernst genommen

– und ökonomisch, wirtschaftlich und

ökologisch effizient eingesetzt – werden

kann“, ergänzt Peter Lazar.

Wirtschaftsstandort Seestadt –

Zukunft im HoHo Wien.

Die Seestadt Wien hat sich längst vom

Geheimtipp zum Schaufenster moderner

Stadtentwicklung gewandelt. Zwischen

Start-ups, Kreativschmieden und internationalen

Playern weht hier ein frischer

Wind, der die tägliche Arbeit beflügelt.

So vielfältig wie das Konzept ist auch das

Umfeld – und das in einem der höchsten

Holzhochhäuser der Welt.

Die Gewerbeflächen im HoHo Wien sind

sehr ge mischt: 35 % gehören dem Hotel,

6 % Fitness, 54 % Gewerbe und 5 % Retail.

Die noch wenigen freien hochwertigen

Gewerbeflächen zwischen 150 und 1.000 m 2

im Edelrohbau können flexibel nach Mieter*innenwunsch

ausgebaut werden. Die

Wand- und Deckenelemente aus Fichtenholz

bleiben im Inneren unverkleidet

und behalten ihren intensiven, sinnlichen

Holzcharakter. Ob moderne Praxis oder

exklusives Studio – die Flächen lassen sich

an individuelle Visionen anpassen. Immerhin

mietet man nicht nur Quadratmeter,

sondern auch stets ein Feeling, das man

nicht nur sieht, sondern fühlt. Mehr Infos

unter www.hoho-wien.com +

T I G K E I T

045


Politik muss wieder

Probleme lösen,

FOTOS

MARKUS JÖBSTL |

BENJAMIN GASSER

statt welche zu schaffen!

Kurt Hohensinner geht bei der Grazer Gemeinderatswahl

am 28. Juni als VP-Spitzenkandidat ins Rennen. Und das

im wahrsten Sinne des Wortes. Der 47-Jährige ist begeisterter

Läufer. Also hat sich 40plus ein besonderes Interview-Format

überlegt: So wie ein Halbmarathon über 21

Kilometer ausgetragen wird, stellt 40plus 21 Fragen rund

um Graz. Unterstützung erhält 40plus von Landeshauptmann-Stv.

Manuela Khom.

1. Welche Bedeutung hat

das Laufen für Sie?

– Kurt Hohensinner: Das Laufen hält

mich körperlich und mental in Bewegung

und ist ein wichtiger Ausgleich. Es hilft mir,

Gedanken zu sortieren und neue Ideen zu

entwickeln. So wie in der Politik braucht es

auch da klare Ziele und Beständigkeit.

2. Ist Kurt Hohensinner politisch

so konsequent wie beim Laufen?

– Manuela Khom: Ja, und das merkt man

tagtäglich. Kurt Hohensinner arbeitet

Themen konsequent ab und verliert dabei

das Ziel nicht aus den Augen. Genau diese

Klarheit fehlt in Graz derzeit oft. Viele

Menschen spüren einen Stillstand in der

Landeshauptstadt. Ich bin überzeugt:

Kurt Hohensinner kann das ändern.

3. Wie würden Sie die aktuelle

Stimmung in Graz beschreiben?

– Hohensinner: Die Stimmung ist leider

eindeutig, auch die Zahlen sprechen eine

klare Sprache. Viele Grazerinnen und

Grazer sind unzufrieden, für zwei Drittel

hat sich die Lage in den letzten Jahren

verschlechtert oder stagniert. Das ist ein

klares Signal: Graz bleibt derzeit unter

seinen Möglichkeiten.

4. Wie ist die Zusammenarbeit

zwischen Stadt und Land?

– Khom: Aus meiner Sicht wird vielen

wichtigen Zukunftsthemen, die Graz, aber

auch die gesamte Steiermark betreffen, zu

wenig Bedeutung beigemessen. Das betrifft

gerade die Wirtschaft in unserer Landeshauptstadt,

denn damit sind Arbeitsplätze,

Wohlstand und ein selbstbestimmtes

Leben eng verbunden.

5. Was läuft konkret schief?

– Hohensinner: In Graz fehlt derzeit ein

klarer Plan. Die Menschen spüren das im

Verkehr mit Stau, Baustellenchaos und

schlechter Erreichbarkeit, in einer Innenstadt,

die an Dynamik verliert, und in

einer Wirtschaft, die für die Stadtspitze

keine Priorität hat. Gleichzeitig wird oft an

falschen Stellen gespart, etwa bei Schulbauten

und Kinderbetreuung.

6. Was muss sich in Graz unter

Kurt Hohensinner ändern?

– Khom: Graz braucht wieder eine Politik mit

Hausverstand. Verlässliche Entscheidungen,

klare Prioritäten und pragmatische Lösungen

statt Ideologie und Unberechenbarkeit. Kurt

Hohensinner steht genau für diesen Zugang

und für einen echten Kurswechsel.

7. Was braucht der Wirtschaftsstandort

Graz jetzt konkret?

– Hohensinner: Drei Dinge: Erstens,

schnellere Verfahren, damit Projekte nicht

an Bürokratie scheitern. Zweitens, gezielte

Unterstützung für Betriebe. Und drittens,

eine aktive Standortpolitik – vor allem für

die Innenstadt, die nicht nur Lippenbekenntnisse,

sondern echte Maßnahmen braucht.

8. Wo sehen Sie aktuell die größten

wirtschaftlichen Chancen für Graz?

– Khom: Graz ist das starke Herz der

Steiermark und hat enormes Potential in

vielen Bereichen wie Forschung, Techno-

046 P O L


logie und Industrie. Mit Kurt Hohensinner

und seinem Team kann endlich wieder

diese wirtschaftliche Kompetenz an die

Spitze der Stadtregierung gelangen, die

diese Stadt so dringend braucht: Stärkung

von Innovation, Förderung von Kooperationen

und bessere Rahmenbedingungen

für unsere Betriebe.

9. Sie sind Bildungsstadtrat.

Wo sehen Sie in diesem Bereich

aktuell die größten Herausforderungen?

– Hohensinner: Wir brauchen in Graz endlich

eine Verkehrspolitik, die alle mitnimmt

statt ideologischer Einseitigkeit. Konkret

heißt das: ein funktionierendes Baustellenmanagement,

mehr Park&Ride-Angebote

und ein intelligentes Parkleitsystem, damit

man nicht ewig einen Parkplatz suchen muss.

Gleichzeitig müssen Öffis gezielt ausgebaut

werden. Es geht nicht um Entweder-oder,

sondern um ein Miteinander aller Verkehrsmittel

– mit dem klaren Ziel, den Alltag für

die Menschen spürbar zu verbessern.

13. Warum werden diese Probleme

aktuell nicht besser gelöst?

– Khom: Mein Eindruck ist, dass man

nicht an alle Verkehrsteilnehmer denkt. Es

braucht nicht nur ein Zusammenspiel aus

Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern,

man muss in der Stadt auch die Pendler aus

dem Umland mitdenken. Auf die vergisst

man aus meiner Sicht komplett!

14. Inwiefern hat die Wahlbeteiligung

für Sie einen Einfluss auf das Ergebnis?

– Hohensinner: Unter Bürgermeisterin

Kahr haben wir 500 Kinderbetreuungsplätze

verloren. Dabei bräuchten wir jetzt

einen starken Ausbaukurs. Gleichzeitig

wurden bereits fertig geplante Schulausbauten

abrupt gestoppt. Hier wird an der

falschen Stelle gespart. Ich stehe für eine

Politik, die in Kindern Zukunft sieht, und

nicht nur einen Kostenfaktor.

10. Was zeichnet Kurt Hohensinners

Bildungspolitik aus?

– Khom: Während der Ausbau des Bildungsangebotes

in der Steiermark voranschreitet,

gibt es in Graz noch viel zu tun.

Kurt Hohensinner steht für einen echten

Kurswechsel. Mehr Kinderbildungsplätze,

moderne Infrastruktur, bessere Vereinbarkeit.

Das ist nicht nur Bildungspolitik,

sondern gleichzeitig auch Sozial- und Wirtschaftspolitik.

11. Was würden Sie im Bildungsbereich

konkret zuerst umsetzen?

– Hohensinner: Der Ausbau der Kinderbetreuung

muss Priorität haben. Nur

so schaffen wir echte Vereinbarkeit von

Familie und Beruf. Ich habe einen umfangreichen

Ausbauplan vorgelegt. Der muss

endlich umgesetzt werden.

12. Kommen wir zum Verkehr.

Was muss sich ändern?

– Khom: Das wird entscheidend sein. Bei der

letzten Gemeinderatswahl haben nicht einmal

4.000 Stimmen Platz 1 von Platz 2 getrennt –

und das in einer Stadt mit über 200.000 Wahlberechtigten.

Es kommt also auf jede einzelne

Stimme an, um über die künftige Ausrichtung

der Stadtregierung zu entscheiden.

15. Wie sprechen Sie gezielt

junge Menschen an?

– Hohensinner: Indem wir ihre Themen

ernst nehmen: leistbares Wohnen, gute

Ausbildung und sichere Jobs. Wenn diese

Rahmenbedingungen stimmen, bleiben

junge Menschen auch in Graz.Und indem

wir sie einbinden, nicht nur vor Wahlen. +

Hier geht der Fragemarathon

weiter!

T I K

047


ADVERTORIAL

Seit den Zeiten der

Monarchie ist Reichenau

mit dem MARIENHOF

ein beliebter Treffpunkt

für Genießer, Naturfreunde

und Kulturinteressierte.

FOTOS FLORIAN LIERZER

Savoir-vivre:

Wo Geschichte

auf mondänen

Style trifft.

Es war der Südbahn zu verdanken,

die Reichenau zur Jahrhundertwende

als Bahnstation zu einem

Zentrum für Entwicklung und

Wohlstand machte. Wie MARIEN-

HOF-Hoteldirektor Stefan Pirker erklärt,

entwickelte sich Reichenau in kurzer Zeit

zum „kulturellen Hotspot der Monarchie“.

Diese Ära zog das „Who is Who“ der Jahrhundertwende

an – von Kaiser Franz Josef

über Sigmund Freud bis zu Musil – die sich

im heutigen MARIENHOF ihr Stelldichein

gaben. Die renommierten „Festspiele Reichenau“

im Juli zeugen heute noch davon.

Gelegen am Fuße der Alpen, bietet Reichenau

neben Kultur auch vielfältige Möglichkeiten

für Aktivitäten in der Natur. Ausflüge

in die beeindruckende Rax-Region

und entspannte Abende in den stilvollen

Räumen des Hauses prägen bis heute den

Aufenthalt der Gäste.

Ein Rückzugsort für

anspruchsvolle Gäste.

Der MARIENHOF empfängt seine Gäste

mit 59 einladenden Zimmern und Suiten,

die zum Relaxen einladen. Eingebettet in

die Natur von Reichenau an der Rax, bietet

das Hotel einen Ort, um „tief durchzuatmen

und Momente der Entspannung zu genießen.“

Das Haus lässt keine Wünsche offen: Neben

der À-la-carte-Küche, serviert in einem

opulenten Speisesaal und einem einladenden

Park, gehören ein feiner Spa-Bereich und

die legendäre Rote Bar, die bereits seit der

Jahrhundertwende ein gesellschaftlicher

Fixpunkt ist, zur Ausstattung.

Ob für die Sommerfrische in den Bergen,

ein romantisches Wochenende oder einen

kulturellen Kurzurlaub rund um die Festspiele

– der MARIENHOF ist der ideale

Rückzugsort für anspruchsvolle Gäste,

die Authentizität schätzen. Der Direktor

hebt hervor, dass die Gäste besonders „den

048 G E N


ADVERTORIAL

Charme unseres Hauses und die außergewöhnliche

Mischung aus Geschichte, Gastlichkeit

und Genuss“ schätzen. Savoir-vivre,

wie man es in Frankreich nennt: Es steht

als Synonym für Lebenskunst, Genuss und

stilvolle Lebensart.

Jaguar-Ausfahrt: GB PREMIUM CARS

erkundet den Marienhof in Reichenau.

GB PREMIUM CARS, ein sympathisches

Familienunternehmen und Experte für die

britischen Edelmarken JAGUAR , LAND

ROVER und RANGE ROVER, sucht aktuell

nach einem passenden Ort für ihre nächste

„Jaguar-Ausfahrt“. Wie Julia Gaberszik, Tochter

des Hauses und verantwortlich für Marketing,

und Christian Walcher, Verkaufsleiter, erzählten,

veranstaltet das Unternehmen

zumindest zwei dieser Ausfahrten jährlich

für ihre Kunden und „Jaguaristi“.

Der Tipp eines Freundes führte uns zum

Marienhof in Reichenau. „Der Grund, warum

wir in Reichenau sind, ist, dass wir uns das

Hotel Marienhof anschauen wollten, als

nächstes Ziel für unsere Jaguar-Ausfahrt“,

so Julia Gaberszik und Christian Walcher.

Gesucht wird ein Haus, das sowohl traditionelle

Werte verkörpert, die Jaguar-Besitzer

schätzen, als auch zeitgemäß ist. Christian

Walcher zeigte sich angetan: „Das wäre

tatsächlich sehr reizvoll. Das Hotel hat alles,

was unsere Kunden und Freunde schätzen.

Hier legt man Wert auf Tradition und steht

doch mit einem Bein in der heutigen Zeit.

Wunderbar!“ Er betonte, dass die Liebe zum

Beruf und zu den Marken JAGUAR, LAND

ROVER und RANGE ROVER die zentrale

Botschaft des Autohauses sei.

Mehr als nur Autos: Kundenservice

und britische Lebensart.

Die Begeisterung für die britischen Marken

geht bei GB PREMIUM CARS über den

Verkauf hinaus. Julia Gaberszik unterstrich

die Bedeutung des After Sales-Bereichs:

„Unser After Sales-Bereich mit Werkstatt,

Ersatzteillager und umfangreichem

Kundenservice sorgt zudem dafür, dass

die Freude unserer Kunden darüber auch

viele Jahre nach dem Kauf noch anhält bzw.

sogar größer wird.“ Speziell ausgebildete

Mechaniker kümmern sich um neueste

Modelle ebenso wie um Oldtimer, was

Kunden aus ganz Österreich und aus Nachbarländern

anzieht.

Neben dem Marienhof schätzen Julia

Gaberszik und Christian Walcher auch die

einzigartige Umgebung, wie zum Beispiel

„Kaizar Art & Tweed“, einige Minuten

vom Marienhof entfernt. Dieses Kleinod

im alten Gewölbe des Schlosses Reichenau

bietet handgefertigte Dinge von seltener

Qualität, darunter Seidenkrawatten,

maßgefertigte Schuhe, britische Kleidung,

zeitgenössische Kunst sowie erlesenen Sekt

und Weine. +

GB PREMIUM CARS

Ihr Ansprechpartner:

Christian Walcher

+43 664 260 36 36

walcher@gbpremiumcars.com

MARIENHOF

2651 Reichenau an der Rax

Hauptstraße 71-73

+43 2666 52995

hotel@marienhof.at

U S S

049


ADVERTORIAL

MediaMarkt Graz ShoppingCity

Seiersberg war schon immer

einer der Impulsgeber auf

dem B2B-Gebiet.

© LENOVO

Ihr B2B Ansprechpartner

Manfred Beck

+43 (316) 234618-003

Shopping City Seiersberg 9

8054 Seiersberg

beckman@mediamarkt.at

mediamarkt.at/business

Alle

MediaMarkt

B2B Standorte

im Markt vor Ort

MediaMarkt

Der Partner für

Business-

Lösungen.

Verlassen Sie sich auf

MediaMarkt als erfahrenen

Partner für all Ihre

technischen Anforderungen

und Innovationen.

TEXT JASMIN NEBELHORN

050 W I R T S


ADVERTORIAL

Umfassende Auswahl und

Top-Qualität.

Als Geschäftskunde profitieren Sie von

unserer breiten Palette an Business-Markenprodukten.

Wir bieten Ihnen Expertise

und stellen Ihre individuellen Bedürfnisse

in den Mittelpunkt unserer Beratung.

Flexible Finanzierungslösungen.

Bei uns finden Sie das passende Finanzierungsmodell

für Ihr Unternehmen:

vom direkten Kauf über Miete bis hin zu

Leasing. Wir bieten flexible Optionen wie

Rechnungskauf oder Business-Miete, damit

Ihrer neuen technischen Ausstattung

nichts im Wege steht.

Komfortabler Service und

zuverlässige Lieferung.

Als Österreichs führender Elektrohändler

mit über 30 Jahren Erfahrung, bieten wir

Ihnen einen umfassenden Service. Wir liefern

Ihre Produkte ins Büro und kümmern

uns auf Wunsch um professionelle Montage,

Installation und Einrichtung inklusive

Inbetriebnahme der B2B-Geräte sowie

Abbau und Entsorgung von Altgeräten.

Langzeitgarantie und

umfassender Schutz.

Sichern Sie Ihre Investitionen mit unseren

flexiblen Versicherungsmöglichkeiten von

bis zu fünf Jahren ab und genießen Sie

sorgenfreien Betrieb.

Willkommen in der Business-Class!

Für Ihr ideales Business präsentieren wir

Ihnen beliebte Produkte unserer Kunden.

Brillante Interaktion für

moderne Arbeitswelten.

Das Samsung LH86WAFWLGCXEN Interactive

Display kombiniert ein großzügiges

86“ 4K-Display mit intuitivem Android-Betriebssystem

für nahtlose Zusammenarbeit.

Integrierte Whiteboard- und Präsentationsfunktionen

ermöglichen dynamische Meetings,

während kabellose Verbindungen das

Teilen von Inhalten vereinfachen. Ideal für

Konferenzräume und Bildungseinrichtungen,

schafft es eine interaktive Umgebung, die Produktivität

und kreativen Austausch fördert.

©VIVO

©SAMSUNG

SAMSUNG LH86WAFWLGCXEN

86“ Interactive Display WAF

Android OS

VIVO X300 Pro 5G, 512 GB,

Dune Brown, Dual SIM

Leistungsstarkes Design

trifft mobile Innovation.

Das vivo X300 Pro 5G überzeugt mit modernster

5G-Technologie und großzügigem

512 GB Speicher für anspruchsvolle Nutzer.

Hochwertige Kamera-Features liefern

beeindruckende Aufnahmen, während der

leistungsstarke Prozessor flüssiges Multitasking

ermöglicht. Das elegante Design in Dune

Brown verbindet Stil mit Funktionalität und

macht das Smartphone zum idealen Begleiter

für Alltag und Business.

Nachhaltigkeit im Fokus.

MediaMarkt engagiert sich für die Kreislaufwirtschaft.

Wir nehmen Ihre gebrauchten

Geräte in Zahlung und bieten Ihnen

beim Kauf neuer Hardware umgehend den

Restwert an.

Effizientes Laden für strukturierte

Arbeitsumgebungen.

Der Digitus Mobiler Ladeschrank bietet sichere

und zentrale Ladeoptionen für bis zu 30 Geräte

bis 15,6“. Ausgestattet mit integrierter PDU und

aktiver Belüftung sorgt er für zuverlässigen

Betrieb auch bei hoher Auslastung. Die mobile

Bauweise ermöglicht flexiblen Einsatz in Büros,

Schulen oder Schulungsräumen und unterstützt

ein organisiertes Gerätemanagement.

©DIGITUS

DIGITUS Mobiler

Ladeschrank For

Business, 15.6 Zoll,

USB-A, 30 Ladestationen,

PDU,

Lüfter, Schwarz

Unsere Geschäftskundenberater

stehen Ihnen

österreichweit vor Ort,

telefonisch oder per

E-Mail zur Verfügung.

ELECTROLUX

PROFESSIONAL

914535316 MYPRO

WE170P myPRO

classic Waschmaschine

(8 kg, Frontlader)

©ELECTROLUX

Professionelle Waschtechnologie

für höchste Ansprüche.

Die Electrolux Professional myPRO WE170P

Waschmaschine liefert leistungsstarke Reinigung

für den gewerblichen Einsatz. Robuste

Bauweise und effiziente Programme gewährleisten

zuverlässige Ergebnisse bei gleichzeitig

optimiertem Wasser- und Energieverbrauch.

Ideal für kleine Betriebe, Hotels oder Pflegeeinrichtungen,

überzeugt sie durch langlebige Qualität

und einfache Bedienung im täglichen Einsatz.

C H A F T

051


Bakterien und

Prof. Mag.

Anita Frauwallner

Gründerin des Instituts AllergoSan

052 G E S U N


Bauchgefühl.

FOTO CHRISTIAN JUNGWIRTH |

INSTITUT ALLERGOSAN

Was vor drei Jahrzehnten mit einem

Schicksalsschlag, einer großen Portion

Mut und einem völlig neuen Forschungsansatz

begann, ist heute die erfolgreichste

Probiotikamarke Europas*.

Manche Geschichten kann man

sich nicht ausdenken. Jene zur

Entwicklung Anita Frauwallners

von der studierten Germanistin

mit besonderer Liebe zur Literatur

hin zur führenden Expertin in Sachen

Darmgesundheit ist so eine Story. Als Anita

Frauwallner 1995 mit OMNi-BiOTiC® 6

das weltweit erste Multispezies-Probiotikum

entwickelte, tat sie das nicht aus einer

Geschäftsidee heraus, sondern weil es ihr

wirklich wichtig war.

Ihr Mann und Vater des gemeinsamen

Sohnes war mit nur 40 Jahren an Darmkrebs

verstorben, die junge Witwe in

höchster Sorge um ihr Kind. Was, wenn die

Krankheit in den Genen liegt? Eine unvergleichliche

Forschungsreise begann – der

Darm, seine Bakterien und ihr gewaltiger

Einfluss auf unsere Gesundheit wurden

zum Mittelpunkt ihrer Leidenschaft: „Als

ich das Sterben meines Mannes miterleben

musste, wurde mir klar: Im Darm muss

etwas liegen, das wir bis dahin übersehen

hatten. Und als ich das erste Mal beim Blick

durch das Mikroskop die Welt der Bakterien

sah, wusste ich einfach, dass hier ein

riesiges, unterschätztes Potenzial liegt. Diese

winzigen Organismen beeinflussen so

viele zentrale Funktionen unseres Körpers

– hätten wir dieses Wissen früher gehabt,

hätte es vielleicht eine Chance für meinen

Mann gegeben, weiterzuleben.“

Das Prinzip, den Darm als Zentrum unserer

Gesundheit zu betrachten, war in den 90er-

Jahren revolutionär. Noch ungewöhnlicher

aber war der Forschungsansatz: Die darin

lebenden Bakterien als nützliche Helfer zu

betrachten und sie gezielt zu Teams zu formieren,

die wie eine gut trainierte Fußballmannschaft

zusammenspielen. Ein echter

Gamechanger in der Darmforschung.

Konsequenz und Kompetenz.

Es entstanden große Forschungskooperationen

mit niederländischen Universitätskliniken,

aus denen weltweit beachtete

Grundlagen-Studien resultierten – das von

Anita Frauwallner gegründete Institut

AllergoSan in Graz entwickelte sich zu

einem internationalen Kompetenzzentrum

für Mikrobiomforschung. „Ich war stets

von der tiefen Überzeugung getragen,

dass unsere Arbeit wichtig ist, sowie

vom Mut, weiterzugehen, auch wenn es

finanziell manchmal sehr schwer war

und ich einen mächtigen Gegner hatte:

Big Pharma war nicht gerade begeistert

von unseren Erfolgen“, erinnert sich die

Gründerin. Inzwischen wurden über 150

Studien abgeschlossen, 70 Universitäten

und renommierteste Forschungseinrichtungen

weltweit zählen zu den Partnern

des Institut AllergoSan: darunter die

Charité Berlin und das Universitätsspital

Zürich. Internationale Erfolge – etwa der

NutraIngredients Award für das beste Probiotikum

des Jahres 2021 oder der Ritterschlag

als „herausragendste Studie“ unter

10.000 eingereichten Forschungsarbeiten

für die wissenschaftliche Publikation mit

OMNi-BiOTiC® HETOX als Auszeichnung

auf der „AmericannLiver Week“ – erzählen

die Erfolgsgeschichte weiter.

Longevity und Therapie-Begleitung.

Heute sind Probiotika längst im Trend und

gelten unter anderem als maßgebliche Unter-

stützung für ein langes und gutes Leben:

Eine aktuelle Auswertung von Daten des

amerikanischen National Health and Nutri

tion Examination Survey (NHANES) liefert

klare Aussagen dazu, dass die regelmäßige

Einnahme von Probiotika über Jahre mit

enorm positiver Auswirkung auf die Gesundheit

und Langlebigkeit verbunden ist. Wesentlicher

Faktor: das wissenschaftliche Fundament.

„Wir forschen jahrelang, um die beste

Bakterienkombination für jede Indikation

zu finden.“, erzählt Anita Frauwallner. Ein

zentrales Thema der aktuellen Forschung

ist der Bereich der Onkologie. Hier geht es

etwa um die Entwicklung von Begleittherapien

zu den starken Krebs-Medikamenten,

um deren Nebenwirkungen abzumildern

und den Erfolg der therapeutischen Maßnahmen

zu optimieren.

Wissen und Wachstum.

OMNi-BiOTiC® ist derzeit in über 50

Ländern vertreten, die Probiotikamarke

Nummer 1 in Europa und die Nummer drei

der Welt – ein Erfolg, der auf Liebe gebaut

ist, mit Vision entwickelt, mit viel Wissen

genährt und über drei Jahrzehnte aufgebaut.

Für Anita Frauwallner kein Grund,

sich auszuruhen. Ihr erklärtes Ziel: „Medizinisch

relevante Probiotika zu einem ganz

selbstverständlichen Teil unseres Gesundheitssystems

werden zu lassen.“

Hippokrates, der berühmteste Arzt der

Antike, sagte einst: „Der Darm ist die

Wurzel aller Gesundheit“. Die Probiotika-

Pionierin ergänzt: „und mit den richtigen

Bakterien im Darm bringen wir optimales

Leben in unser Leben.“ +

D H E I T

053


ADVERTORIAL

Wein als

Betriebsausgabe

was wirklich

absetzbar ist.

TEXT PETRA SCHACHNER-KRÖLL

FOTO FLORIAN LIERZER

Der Gesetzgeber definiert

den Begriff der

steuerlichen Betriebsausgabe

mit „Aufwendungen

oder Ausgaben,

die durch den Betrieb

veranlasst sind“. Schenkt

der Unternehmer daher

seinen Kunden, Geschäftspartnern

oder

anderen Stakeholdern

Wein, dann wird dies

wohl meist betrieblich

veranlasst sein.

Dennoch kann man diese Weingeschenke

steuerlich nicht geltend

machen. Bei Wein handelt es

sich nach Ansicht des Gesetzgebers,

der Finanzverwaltung und auch dem

Verwaltungsgerichtshof um so genannte

„Repräsentationsaufwendungen“, die

einem gesetzlichen Abzugsverbot unterliegen.

Repräsentationsaufwendungen

sind alle Aufwendungen, die zwar durch

den Beruf des Steuerpflichtigen bedingt

sind und mit diesem in Zusammenhang

stehen, aber auch sein gesellschaftliches

Ansehen fördern, es ihm also ermöglichen

zu „repräsentieren“. Den Motiven, warum

der Wein geschenkt wird, kommt keine

Bedeutung zu. Es ist auch unmaßgeblich,

ob der Aufwand ausschließlich betrieblich

oder beruflich bedingt ist, unerheblich ist

auch, ob man sich dem Geschenk entziehen

hätte können. Der Verwaltungsgerichtshof

geht sogar einen Schritt weiter und zählt

Gelegenheitsgeschenke, zu denen auch der

Wein zählt, zu den Aufwendungen der privaten

Lebensführung. Zahlreiche Erkenntnisse

des Verwaltungsgerichtshofs haben

in der Vergangenheit Sachgeschenken und

auch Weihnachtsgeschenken ohne Werbewirksamkeit

die Abzugsfähigkeit versagt.

Darunter fallen auch Weingeschenke. Die

Konsequenz ist immer die gleiche: die klassische

Weinflasche an Geschäftspartner ist

nicht abzugsfähig.

Möchte man den Wein dennoch absetzen,

wäre es erforderlich diesen mit einer Werbewirksamkeit

zu versehen. Dies ist zum

Beispiel dann der Fall, wenn die Firmenaufschrift

auf der Weinflasche aufgedruckt ist.

Randzahl 4810 der Einkommensteuerrichtlinien

halten zB fest, dass Gegenstände,

die aus Gründen der Werbung überlassen

werden, dann abzugsfähig sind, wenn sie

eine entsprechende Werbewirksamkeit

entfalten. Dazu zählt auch die Weinflasche

mit Firmenaufdruck. Vorsicht ist sicherlich

bei teuren Weinen geboten. Diese werden

wohl immer eine entsprechende Repräsentationskomponente

aufweisen und damit

nicht abzugsfähig sein.

Anders zu beurteilen ist der Wein bei

Unternehmen deren Gegenstand der

Weinbau ist bzw. deren Umsatzerzielung in

Zusammenhang mit Wein steht.

Weinreisen, die ein Steuerpflichtiger unternimmt,

teilen das steuerliche Schicksal der

Weinflasche. Derartige Weinreisen sind

nur bei Betrieben steuerlich anerkannt, die

daraus auch Einnahmen erzielen (Fortbildungsreise

eines Weinbauern oder eines

Weinjournalisten). Bei diesen Reisen ist

jedoch auch darauf zu achten, dass sich

das Programm der Reise überwiegend dem

Wein widmet. Eine private Mitveranlassung

kann bereits dazu führen, dass die gesamte

Reise steuerlich nicht anerkannt wird.

Auch wenn der Aufwand steuerlich nicht

abzugsfähig ist, zählt der bei entsprechender

betrieblicher Veranlassung als unternehmensrechtlich

zulässiger Aufwand, der nur über die

Steuerberechnung zu korrigieren ist. +

Schachner & Partner Wirtschaftsprüfung

und Steuerberatung

GmbH & Co KG

Rechbauerstraße 31 | 8010 Graz

+43 316 323566

office@schachner-partner.at

054

K O L U


TEXT CLARISSA BERNER

FOTOS CLARISSA BERNER | CHAT GPT

Die lässigsten Feste sind bekanntlich die

nicht geplanten, vor allem wenn der Sommer

Fahrt aufnimmt.

Heute ist das Wetter wunderschön!

Anlass genug, nach dem langen

Bürotag noch etwas Vitamin D zu

tanken. Während unseres Spaziergangs

bemerken mein Freund und ich, dass die

Gastgarten-Saison bereits begonnen hat.

Die müssen wohl in den letzten Tagen aufgesperrt

haben. Lange dauert es nicht, und

wir sitzen an einem Tisch eines Marktstands

am Lendplatz. Der Kellner kommt,

und wir bestellen einen Spritzer und ein

Bier. Wahnsinn, heute schmeckt’s besonders

gut! Auch am Abend lässt es sich im

Freien mittlerweile gut aushalten.

Die Stimmung ist großartig.

Eine milde Brise weht über den

Marktplatz, und Skater üben

ihre Tricks. Die Stimmung

ist großartig: Kein Tisch ist

leer, und auch im Umkreis der

Marktstände stehen Menschen

in Trauben und trinken mitgebrachte

Getränke. Im Hintergrund geht die

Sonne unter und erzeugt ein orange-blaues

Licht. Die gelben, langsam

heller werdenden Strahlen der Straßenbeleuchtung

fügen sich passend in das

frühlingshafte Szenario ein.

Auf einmal kommen zwei Gestalten

direkt auf uns zu: unsere alten Bekannten

Marli und Jonas. Natürlich

wollen wir auf unser spontanes Treffen

anstoßen. Während ich den nächsten

Spritzer trinke, merke ich, wie lange wir

uns eigentlich nicht mehr gesehen haben:

Marli, die Langzeitstudentin, hat mittlerweile

ihre Masterprüfung mit „sehr gut“

abgeschlossen und arbeitet im Sozialbereich,

und Jonas, der mit seinem Bürojob

nie wirklich zufrieden war, hat sich dazu

entschlossen, nun doch zu studieren. Kurz

nach Mitternacht machen wir uns auf den

Heimweg. Nüchtern sind wir nicht mehr

– eigentlich wollten wir ja nur „auf eines

gehen“. Komatös fallen wir ins Bett.

Biep, biep, biep. Es ist sieben Uhr in der

Früh. Der Wecker läutet. Oh Mann, am

liebsten würde ich im Bett liegen bleiben.

Hilft nix! Wer saufen kann, kann auch

arbeiten. Ich quäle mich aus dem Bett und

bereite mir ein elektrolythaltiges Brausegetränk

vor – das soll angeblich gegen den

Kater helfen. Alkohol dehydriert den Körper

und entzieht ihm wichtige Nährstoffe.

Während ich warte, dass sich die Tablette

auflöst, surfe ich im Internet. Wie gehen

andere Kulturen mit einem dicken Kopf

um? In den meisten Ländern wird nach

einem Rausch deftig gegessen. Die Briten

bestehen auf ihr „Full English Breakfast“.

Spiegeleier, gegrillte Tomaten, gebratene

Würstchen, Pilze, Speck, Toast und Baked

Beans sollen dem Kopfweh den Garaus machen.

In Mexiko wird zu „Chilaquiles“,

also aufgebackenen oder frittierten

Tortilla-Chips mit Saucen, Käse, Sauerrahm,

Zwiebeln und wahlweise Fleisch,

gegriffen. Die Türken, sofern sie Alkohol

trinken, und Koreaner kochen sich am

Hangover-Tag Suppen. In der Türkei

ist es eine Suppe aus Kopf und Klauen

vom Schaf oder Hufen vom Rind. Löblich,

dass alle Teile des Tieres verwertet

werden, aber an diese Suppe traue ich mich

nicht heran. In Südkorea ist es eine salzige

Rindsknochensuppe. Lachen muss ich bei

den Dänen. In Dänemark gibt es nämlich

kein typisches Katerfrühstück. Die Dänen

sprechen, wenn sie einen Kater haben, von

Zimmermännern, die im Kopf hämmern

und so das Kopfweh erzeugen. Das beste

Heilmittel ist ein Konterbier, „reparationsbajer“,

das die Schäden der Zimmermänner

reparieren soll. Ehrlicher geht’s nicht!

Schmunzelnd bemerke ich, dass sich die

Brausetablette mittlerweile aufgelöst hat.

Ich drehe das Glas, denke an das dänische

Konterbier, entscheide mich aber dazu, die

chemisch schmeckende Flüssigkeit zu trinken,

und hoffe, dass ich bald wieder bei alten

Kräften bin. Ob es gescheit war, gestern so

viel zu trinken? Nein, auf keinen Fall! Aber

solche Abende müssen auch sein – besonders,

wenn man alte Bekannte trifft. +

M N E N

055


BEZAHLTE ANZEIGE

Ihre optische

Sonnenbrille zum

Jubiläumspreis

* Gültig beim Kauf einer Brille (Fassung inkl. 2 Korrektionsgläser). Rabatte werden vom Listenpreis

berechnet. Nicht kombinierbar mit anderen Gutscheinen und Aktionen. Ausgenommen Set- und

Aktionsangebote und META-Brillen. Gültig bis auf Widerruf.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!