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Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 05/26
Moleküle
im Griff
TITEL
toolcraft AG stellt hochmodernen Reinraum fertig
– Fokus liegt auf der Kontrolle molekularer Verunreinigung
Moleküle im Griff
Der neue Reinraum der
toolcraft AG ist konsequent auf
die Kontrolle molekularer
Verunreinigungen (Airborne
Molecular Contamination AMC)
ausgerichtet.
(Foto: CAT Group)
Geht es um Kontamination im Reinraum, so heißt das primäre Überwachungsziel
in der Regel „Partikel“. Das ist nicht verwunderlich,
denn Partikel tummeln sich millionenfach in der Luft – pro Kubikmeter
wohlgemerkt. Es gibt allerdings eine weitere Form der Verunreinigung,
die bei Planung und Realisierung von Reinräumen gern
unterschätzt wird: Die molekulare Verunreinigung (Airborne Molecular
Contamination AMC). Dabei handelt es sich um gas- oder
dampfförmige Substanzen, oft Ausgasungen von Material, Prozesschemikalien
oder flüchtige organische Verbindungen. Molekulare
Verunreinigungen sind meist wesentlich kleiner als Partikel und
können zu nicht kontrollierbaren chemischen Reaktionen, Korrosion
oder Schichtbildung auf Oberflächen führen.
Die toolcraft AG in Georgensgmünd nimmt nun einen hochmodernen
Reinraum in Betrieb, dessen Planung und Realisierung
konsequent auf die Kontrolle molekularer Verunreinigungen ausgerichtet
waren. Der Spezialist für additive und subtraktive Fertigungstechnologien
sowie maßgeschneiderte Automatisierungslösungen
definierte von Anfang an höchste Anforderungen an die Umgebungsbedingungen
des rund 600 Quadratmeter großen Reinraums
der ISO-Klasse 6.
Mit der Umsetzung des anspruchsvollen Projekts beauftragte
die toolcraft AG die CAT Clean Air Technology GmbH aus Stuttgart.
„Wir haben einen Partner gesucht, der nicht nur über umfassende
Erfahrung in der Reinraumtechnik verfügt, sondern auch auf dem
Gebiet der molekularen Verunreinigung absolut firm ist“, so Markus
Miehling, Bereichsleiter Qualitätssicherung und Technische Reinigung
bei toolcraft.
Die Beauftragung umfasste unter anderem die Planung und
Realisierung der gesamten Lüftungs-, Kälte-, Entfeuchtungs- und
MSR-Technik, der Druckluftverteilung, der Reinraum-Umschließungsflächen
und des Reinraum-Mobiliars. Zudem die Gesamtkoordination,
Inbetriebnahme, Einregulierung und Erstqualifizierung.
In bemerkenswert kurzer Zeit – knapp einem Jahr – realisierte
das Projektteam das komplexe Bauvorhaben. Rund 20 toolcraft-
Mitarbeiter übernehmen im neuen Reinraum künftig im 3-Schicht-
Betrieb bauteilspezifische Montagen für die High Tech-Industrie
sowie Arbeiten im Bereich der Kühlkanal- und Spritzreinigung.
Die toolcraft AG mit Hauptsitz im mittelfränkischen Georgensgmünd
ist spezialisiert auf die Fertigung von High-End-Präzisionsbauteilen
sowie individuelle Automatisierungs- und Engineeringlösungen.
Das 1989 gegründete Familienunternehmen beschäftigt
knapp 500 Mitarbeiter an zwei Standorten. Zusätzlich hat toolcraft
mit einer Beteiligung an PT.YPTI in Indonesien einen strategischen
Stützpunkt im asiatischen Raum.
CAT Clean Air Technology GmbH
Motorstraße 51
D 70499 Stuttgart
Telefon: +49 711 365919937
eMail: info@catgmbh.de
Internet: http://www.catgmbh.de
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Seite 2/73
Umfrage zur Marktentwicklung
in
der Technischen
Sauberkeit
MAI 2026
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
es ist Mai und die Sonne hat einen positiven
Einfluss auf unser Wohlbefinden, steigert
den Antrieb und hilft gegen das typische
Winter-Wirtschaft-Politik-Stimmungstief.
Die Branche der Technischen Sauberkeit entwickelt sich dynamischer
denn je. Neue Märkte entstehen, Technologien verändern
Prozesse und Geschäftsmodelle verschieben sich spürbar. Wer diese
Entwicklungen nicht aktiv bewertet, trifft strategische Entscheidungen
zunehmend im Blindflug.
Seit 2021 erhebt das CEC jährlich Marktdaten und macht Entwicklungen
transparent. Dadurch entstehen echte Zeitreihen und
Trends, die Orientierung geben. Die aktuelle Umfrage wurde gezielt
weiterentwickelt und stärker auf neue Märkte, Geschäftsmodelle sowie
Digitalisierung und KI ausgerichtet.
Genau diesen Mehrwert liefert die aktuelle Umfrage zur Marktentwicklung
in der Technischen Sauberkeit des Cleaning Excellence
Center (CEC).
Warum mitmachen?
Die Umfrage bietet die Gelegenheit die eigene Perspektive einzubingen
und gleichzeitig von den Ergebnissen zu profitieren. Wenn
viele Unternehmen an der Umfrage teilnehmen, ergibt dies ein Gesamtbild,
das ermöglicht, frühzeitig neue Herausforderungen und
Marktanforderungen zu erkennen. Je breiter die Datenbasis, desto
wertvoller sind die Erkenntnisse für alle Beteiligten. Diese fundierten
Daten können anschließend für die Marketing-, Vertriebs- und
Unternehmensstrategie eingesetzt werden.
Wir haben uns im Markt umgehört und einige interessante
Artikel für Sie gefunden.
Hier ein kurzer Überblick über die Inhalte
dieses Newsletters:
> Umfrage zur Marktentwicklung
in der Technischen Sauberkeit
> LIFE SCIENCE READY DAYS 2026
> Pharma-Packmittel nach dem Abfüllen
sicher und ressourcenschonend reinigen
> Reinraumtaugliche Sitzsysteme
> Wenn Funktion Atmosphäre schafft
> Synergien für die Hightech-Reinraumplanung
> . . .
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
Die Teilnehmer erhalten die vollständige Studie anschließend kostenlos
und sparen damit 120 Euro.
Die Teilnahme dauert nur ca. 10 Minuten. Jetzt teilnehmen.
Hier geht’s zur Umfrage : https://cec-leonberg.de/umfrage/
Deadline: 31.05.2026
CEC
D 71229 Leonberg
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Seite 3/73
Innovationen, digitale Transformation, gemeinsam die Zukunft gestalten
LIFE SCIENCE READY DAYS 2026
Die LIFE SCIENCE READY DAYS sind die zentrale Kundenkonferenz
der Systec & Solutions Group und bringen am 9. + 10. Juni 2026
in Karlsruhe erneut Fach- und Führungskräfte aus der Life-Science-
Industrie zusammen. Die Veranstaltung bietet eine etablierte Plattform
für Austausch, Inspiration und praxisnahe Lösungsansätze
rund um moderne, zukunftssichere Produktionsumgebungen.
Unter dem Motto „Innovationen, digitale Transformation, gemeinsam
die Zukunft gestalten“ stehen bei den LIFE SCIENCE
READY DAYS 2026 insbesondere Lösungen für Reinraumumgebungen
in Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und angrenzenden
regulierten Bereichen im Fokus. Systec & Solutions zeigt, wie
sich Prozesse in Reinräumen durch innovative Technologien, Automatisierung
und digitale Systeme effizient, sicher und regelkonform
gestalten lassen.
Ein besonderes Highlight der LIFE SCIENCE READY DAYS
2026 ist die Keynote von Jean-Philippe Hagmann, international
anerkannter Innovationsexperte und Vordenker. In seinem Vortrag
beleuchtet Hagmann, wie Innovationskultur und digitale Transformation
gerade in hochregulierten Umgebungen wie der Life-Science-Industrie
erfolgreich umgesetzt werden können. Sein Fokus liegt
darauf, wie Unternehmen Wandel gestalten, neue Technologien integrieren
und durch Zusammenarbeit nachhaltige Zukunftsfähigkeit
erreichen.
Highlights der LIFE SCIENCE READY DAYS 2026:
– Inspirierende Keynotes zu Innovation, Digitalisierung
und Zukunftstrends in Life-Science-Umgebungen
– Live-Demonstrationen innovativer Hard- und
Softwarelösungen für den Einsatz im Reinraum
– Praxisorientierte Workshops zur Digitalisierung,
Standardisierung und Automatisierung
von Reinraumprozessen
– Best-Practice-Einblicke aus realen Kundenprojekten
in regulierten Umgebungen
– Networking auf Augenhöhe mit Branchenexpertinnen
und -experten
Als exklusive Konferenz von Systec & Solutions richtet sich die
Veranstaltung an Fach- und Führungskräfte aus Reinraumlaboren,
pharmazeutischer und biotechnologischer Produktion sowie regulierten
Industrieumgebungen, die ihre Prozesse weiterentwickeln
und den digitalen Wandel aktiv gestalten möchten.
Teilnahme & Anmeldung
Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur
Anmeldung finden Interessierte unter:
https://crm.systec-solutions.com/en-gb/life-science-readydays-2026
Jean-Philippe Hagmann
gibt als Keynote Speaker
Impulse zu Innovation und
digitaler Transformation.
Systec & Solutions GmbH
Wilhelm-Schickard-Str. 9
D 76131 Karlsruhe
Telefon: +49 721 663510
eMail: talk@systec-solutions.com
Internet: http://www.systec-solutions.com
Einblicke in aktuelle Trends und Zukunftsstrategien
im Life-Science-Bereich.
Intensiver Austausch und fachliche Diskussionen prägen die
LIFE SCIENCE READY DAYS und schaffen Raum für neue Perspektiven.
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Seite 4/73
Schnee statt hochreinem Wasser
Um sicherzustellen, dass beim Abfüllen eventuell auf den Außenseiten
von Vials gelangte Substanzen zu keiner Gefahr für Mensch und Umwelt
werden, erfolgt immer häufiger eine Außenreinigung der Behältnisse.
(Bildquelle: Bausch+Ströbel)
Pharma-Packmittel nach dem Abfüllen
sicher und ressourcenschonend reinigen
Die Außenreinigung von Pharma-Packmitteln wie Flaschen, Vials und Karpulen
nach dem Abfüllen verhindert, dass eventuell anhaftende Produktreste zu
einer Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Dieser bisher flüssigkeitsbasierte
Prozess verbraucht enorme Mengen Energie und Wasser und verursacht hohe
Kosten. Um eine sichere aber ressourcenschonendere Lösung bieten zu können,
beteiligte sich ein führender Hersteller von Fill- und Finish-Anlagen an einem
Verbundprojekt, in dem die Eignung der quattroClean-Schneestrahltechnologie
untersucht wurde. Die Ergebnisse belegen, dass das nachhaltige Reinigungsverfahren
alle Anforderungen der Pharmaindustrie erfüllt. Eine parallel durchgeführte
Basisvalidierung vereinfacht die Zulassung des Verfahrens nach FDA- und
GMP-Regularien.
se nach dem Abfüllen mit einem potenziell
gefährlichen Stoff benetzt sein könnten. Wir
verzeichnen deshalb eine steigende Nachfrage
nach Lösungen für eine Außenreinigung
nach dem Abfüllen. Dabei sind nicht
nur zunehmend höhere Anforderungen an
die Reinigungsqualität zu erfüllen, sondern
die zuverlässige Entfernung von Produktresten
auch nachzuweisen“, berichtet Werner
Iländer, Gruppenleiter Research, Technology,
Pharma Services bei Bausch+Ströbel.
Die Herausforderungen des weltweiten
Marktes annehmen und ihnen mit technisch
und ökonomisch besten Lösungen
gerecht werden, entsprechend diesem
Unternehmensziel konstruiert, baut und
vertreibt die Bausch+Ströbel SE + Co. KG
seit 1967 Verpackungs- und Produktionssysteme
für die pharmazeutische und artverwandte
Industrie. Aus anfänglich vier
Beschäftigten entstand eine international
tätige Unternehmensgruppe mit rund 2.800
Mitarbeitenden und einem Exportanteil von
über 90 %, die heute zu den Weltmarktführern
im pharmazeutischen Verpackungsbereich
zählt.
Hightech-Verpackungslösungen
inklusive Außenreinigung nach
dem Abfüllen
Auf den kundenspezifisch ausgelegten Fillund
Finish-Anlagen werden hochwertige
flüssige und pulverförmige Arzneimittel
in Vials, Flaschen, Spritzen oder Karpulen
vollautomatisiert abgefüllt. Dies beginnt
beim Reinigen und Sterilisieren der Objekte
und geht bis hin zum Etikettieren oder der
Spritzenmontage.
„Durch den Trend zum Einsatz immer
hochpotenterer Wirkstoffe besteht die Möglichkeit,
dass die Außenseiten der Behältnis-
Trockene Schneestrahltechnologie
statt hochreinem Wasser
Die Außenreinigung erfolgt bisher üblicherweise
flüssigkeitsbasiert durch Abspritzen
mit hochreinem Wasser und anschließendem
Trocknen mit reiner Druckluft. Dafür
muss eine große Menge Wasser energieintensiv
aufbereitet und je nach abgefülltem
Produkt als Sondermüll entsorgt werden.
Daraus resultieren einerseits hohe Betriebskosten
für die Kunden. Andererseits
ein verschwenderischer Umgang mit der
Ressource Trinkwasser, was in manchen
Regionen der Erde bereits problematisch
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Seite 5/73
ist. „Aus diesen Gründen haben wir uns
nach einem alternativen Reinigungsverfahren
umgeschaut, mit der dieser Prozess kosteneffizienter
und ressourcensparender sowie
mit einem geringeren CO2-Fußabdruck
durchgeführt werden kann. Mit der trockenen
quattroClean-Schneestrahlreinigungstechnologie
von acp systems beschäftigten
wir uns bereits seit einiger Zeit und wussten,
dass damit abhängig von der zu entfernenden
Substanz sehr hohe Sauberkeitslevels
erreicht werden können. Allerdings lagen
uns keine validen Daten zur Materialverträglichkeit
des Verfahrens vor“, beschreibt
Werner Iländer die Ausgangssituation.
Bei der quattroClean-Schneestrahlreinigung
handelt sich um ein trockenes Reinigungsverfahren
für ganzflächige und lokale
Anwendungen, das sich einfach in vollautomatisierte
Fertigungslinien integrieren
lässt. Reinigungsmedium ist flüssiges, recyceltes
Kohlendioxid, das als Nebenprodukt
bei industriellen Prozessen entsteht und
unter anderem in der Lebensmittelindustrie
zum Einsatz kommt. Das flüssige CO2 wird
durch eine verschleißfreie Zweistoff-Ringdüse
geleitet und entspannt beim Austritt zu
feinen Schneekristallen. Diese bündelt ein
separater, ringförmiger Druckluft-Mantelstrahl.
Auf Überschallgeschwindigkeit be-
schleunigt, entwickelt der gut fokussierbare
Schnee-Druckluftstrahl beim Auftreffen auf
die zu reinigende Oberfläche eine Kombination
aus thermischem, mechanischem,
Lösemittel- und Sublimationseffekt, auf der
die Reinigungswirkung basiert. Entfernte
Kontaminationen werden in der kompakten
Reinigungszelle abgesaugt, eine Rückverschmutzung
der Teile sowie Verunreinigung
der Umgebung wird damit verhindert. Da
das kristalline Kohlendioxid während des
Prozesses vollständig sublimiert, sind die
rückstandsfrei gereinigten Flächen trocken
– aufwendige sowie energieintensive Spülund
Trocknungsprozesse entfallen.
Mit dem Ziel, den Ressourcenverbrauch
bei der Reinigung medizinischer und pharmazeutischer
Produkte signifikant zu verringern,
wurde die Materialverträglichkeit und Zytotoxizität
der trocknen quattroClean-Schneestrahlreinigung
in einem Verbundprojekt erfolgreich
untersucht. (Bildquelle: acp Systems)
Verbundprojekt bringt erforderliche
Nachweise
Untersuchungsergebnisse mit verschiedenen Testsubstanzen vor und nach der Reinigung.
(Bildquelle: Bausch+Ströbel)
Die Mikroskopaufnahmen von Vials mit bestehenden Beschädigungen zeigen, dass
sich die Defekte vor (links) und nach (rechts) der Worst Case-Reinigung mit dem CO2-Schnee
nicht verändert haben. (Bildquelle: Fraunhofer IPA)
Daher überlegte man bei Bausch+Ströbel
auch nicht lange, sich an einem von Invest
BW geförderten Verbundprojekts mit insgesamt
fünf Industriepartnern sowie den
Instituten Fraunhofer IPA und NMI der Universität
Tübingen zu beteiligen, in dem die
Materialverträglichkeit und Zytotoxizität
dieser Reinigungstechnologie auf diversen,
produkttypischen Oberflächen von Medizin-
und Pharmaprodukten untersucht
wurde.
„In diesem Projekt ging es vor allem
um den Nachweis, dass durch die mechanischen
Kräfte der Schneekristalle die
Oberfläche der Objekte nicht verändert,
beeinträchtigt oder beschädigt wird. Darüber
hinaus sollte festgestellt werden, ob die
thermische Belastung und/oder die chemischen
Eigenschaften des Kohlendioxids die
Oberflächen beziehungsweise die Biokompatibilität
der Materialen beeinflusst, bei-
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spielsweise durch Freisetzen von zytotoxischen
Materialbestandteilen“, konkretisiert
der Gruppenleiter.
Neben Vials aus Glas wurden Prüfkörper
aus Edelstahl 1.4301 und 1.4305 mit
unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten
sowie aus Polyetheretherketon
(PEEK), Polyether (PE), Polyoxymethylen
(POM), Nitinol und Cobalt-Chrom in die
Untersuchungen einbezogen.
Für die Bewertung der Testreihen wurden
die Oberflächen der Prüfkörper durch
das Fraunhofer IPA im Ausgangszustand
und nach der Reinigung mikroskopisch
(Licht- und/oder Rasterelektronenmikroskop)
untersucht. Die trockene Strahlreinigung
erfolgte unter Worst-Case-Bedingungen:
Die Prüflinge wurden mittig und
am Rand mit dem CO2-Schnee mit hohem
Druck von zwölf bar für zehn Sekunden
kontinuierlich lokal bestrahlt. Bei der anschließenden
mikroskopischen Untersuchung
der Glasvials wurde keine Rissbildung
festgestellt und es wurde keine Ausbreitung
bestehender Risse beobachtet.
Mit Hilfe eines fluoreszierenden Eindringmittels
konnte auch nachgewiesen werden,
dass die Schneekristalle keine zusätzlichen
Spannungen im Glas verursachen. Ebenfalls
führte die abrupte Kälteeinwirkung
und das anschließende Erwärmen der Vials
auf Umgebungstemperatur zu keinen
Mikrorissen. Darüber hinaus belegten Invitro-Zytotoxizitätsuntersuchen
nach DIN
EN ISO 10993-12: 2021-05 und DIN EN
ISO 10993-12: 2021-08, dass es durch den
CO2-Schnee zu keinen negativen Einflüssen
auf die Zellvitalität kommt. Die durchgeführten
VOC- und SVOC-Analysen gemäß
ISO 16017-1 ergaben Tenax-Werte im
beziehungsweise unter dem Bereich der
Messgrenzen.
GMP- und FDA-konformes Verfahren
Damit besitzt das Verfahren alle in der Pharmaindustrie
in diesem Bereich geforderten
Eigenschaften und ist hinsichtlich der Materialverträglichkeit
auch GMP- und FDAkonform,
so dass praktisch eine Basis-Validierung
vorliegt. „In diesem Projekt konnten
wir die für unsere Kunden wesentlichen
Daten generieren und eine grundlegende
Lösung erarbeiten. Als nächsten Schritt
werden wir uns jetzt an die Umsetzung in
ein marktreifes Produkt machen, mit dem
die Betriebskosten und der Ressourcenverbrauch
bei der Außenreinigung anwendungsspezifisch
signifikant verringert werden
können“, ergänzt Werner Iländer.
acp systems AG
Berblingerstraße 8
D 71254 Ditzingen
Telefon: +49 7156 480140
eMail: info@acp-systems.com
Internet: http://acp-systems.com
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Seite 7/103
Ein bedeutender Schritt auf dem Weg in das Ångström-Zeitalter
Imec erhält das weltweit
modernste High-NA-EUV-System
– Imec gibt bekannt, dass das ASML EXE:5200, das weltweit fortschrittlichste EUV-Lithografiesystem
mit hoher numerischer Apertur (High NA), in seinem 300-mm-Reinraum in Leuven eingetroffen ist.
– Der Einsatz des High-NA-EUV-Systems in direkter Kombination mit modernsten Mess- und Strukturierungsanlagen
bzw. -materialien beschleunigt die Lernzyklen und eröffnet damit die für Sub-2-nm-Logik- und zukünftige
Speichertechnologien erforderliche Leistungsfähigkeit, wodurch die schnell wachsenden Märkte für KI
und High-Performance-Computing (HPC) unterstützt werden.
– „Mit dieser strategischen Ressource stärkt imec seine zentrale Rolle bei der Überführung der Branche in das
Ångström-Zeitalter. Das Tool wird auch eine entscheidende Rolle dabei spielen, Europas Position als führender
Standort für die Forschung und Entwicklung im Bereich der modernen Halbleitertechnologie in den
kommenden Jahrzehnten zu festigen.“ – Luc Van den hove, imec.
Am 18. März 2026 gab imec, ein weltweit führendes Forschungs-
und Innovationszentrum für fortschrittliche Halbleitertechnologien,
die Einweihung des ASML EXE:5200
High-NA-EUV-Lithografiesystems bekannt, dem derzeit
modernsten Lithografietool auf dem Markt. Mit diesem
strategischen Meilenstein festigt imec seine Position als
Sprungbrett der Branche in das Ångström-Zeitalter und
verschafft seinem globalen Ökosystem von Partnern einen
beispiellosen frühen Zugang zur nächsten Generation
von Technologien zur Chip-Miniaturisierung. Das High-
NA-EUV-System ist direkt in eine umfassende Suite von
Strukturierungs- und Metrologie-Tools und Materialien
integriert und wird imec und seinen Partnern im Ökosystem
ermöglichen, die erforderliche Leistungsfähigkeit zu
erschließen, um Pionierarbeit bei Sub-2-nm-Logik- und
hochdichten Speichertechnologien zu leisten, die das rasante
Wachstum fortschrittlicher KI und Hochleistungsrechner
vorantreiben werden.
Luc Van den hove, CEO von imec: „Die letzten zwei Jahre markieren
ein wichtiges Kapitel für die EUV-Lithografie mit hoher numerischer
Apertur (0,55 NA), in dem imec und ASML gemeinsam mit
dem Ökosystem in ihrem gemeinsamen EUV-Lithografie-Labor
mit hoher numerischer Apertur in Veldhoven (Niederlande) Pio-
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Seite 8/73
nierarbeit für die EUV-Technologie mit hoher numerischer Apertur
geleistet haben. Mit der Installation des EXE:5200 High-NA-EUV-
Lithografiesystems in unserem 300-mm-Reinraum in Leuven (Belgien)
wollen wir diese High-NA-EUV-Strukturierungstechnologien
auf ein für die Industrie relevantes Level bringen und Anwendungsfälle
für die High-NA-EUV-Strukturierung der nächsten Generation
entwickeln. Die unübertroffene Auflösung, die verbesserte Overlay-Leistung,
der hohe Durchsatz und ein neuer Wafer-Stocker, der
die Prozessstabilität und den Durchsatz verbessert, werden unseren
Partnern einen entscheidenden Vorteil bei der schnelleren Entwicklung
von Chip-Technologien kleiner als 2 nm verschaffen. Während
die Branche in das Ångström-Zeitalter eintritt, wird High-NA-EUV
eine grundlegende Kompetenz sein, und imec ist stolz darauf, eine
Vorreiterrolle einzunehmen, indem es seinen Partnern den frühesten
und umfassendsten Zugang zu dieser Technologie bietet.“
Dieser Meilenstein ist ein zentraler Bestandteil der fünfjährigen
strategischen Partnerschaft zwischen imec und ASML, die von der
EU (Chips Joint Undertaking und IPCEI), der flämischen Regierung
und der niederländischen Regierung unterstützt wird. Luc Van den
hove: „Als integraler Bestandteil der von der EU finanzierten Nano-
IC-Pilotlinie wird die Anlage in den kommenden Jahrzehnten eine
entscheidende Rolle dabei spielen, Europas Position als führender
Standort für die Forschung und Entwicklung im Bereich fortschrittlicher
Halbleiter zu stärken.
Mit dem ASML EXE:5200 High-NA-EUV-Lithografiesystem
im Reinraum von imec positioniert sich imec eindeutig als umfassendste
Entwicklungseinrichtung für fortschrittliche Strukturierungsverfahren.
Die enge Zusammenarbeit von imec mit führenden
Chipherstellern, Ausrüstungs-, Material- und Resistlieferanten,
Maskenherstellern sowie Messtechnik-Experten ermöglicht es uns,
Lernzyklen zu beschleunigen und die Prozessstabilität zu verbessern,
um modernste Strukturierungsverfahren für die Logik- und
Speichertechnologie der nächsten Generation zu entwickeln und
zu demonstrieren. Damit treiben wir bahnbrechende Innovationen
voran, die die Zukunft des fortschrittlichen Computing und der KI in
den kommenden Jahren prägen werden.“
Christophe Fouquet, CEO von ASML: „Die Installation des
EXE:5200 bei Imec markiert einen wichtigen Schritt in das Ångström-Zeitalter.
Gemeinsam treiben wir die Weiterentwicklung von
EUV-Technologie mit hoher numerischer Apertur (High NA) für die
nächsten Generationen fortschrittlicher Speicher- und Rechentechnologie
voran.“
Imec geht davon aus, dass das High NA EUV-Lithografiesystem
EXE:5200 bis zum vierten Quartal 2026 vollständig qualifiziert sein
wird. In der Zwischenzeit bleibt das gemeinsame ASML-imec-Labor
für High-NA-EUV-Lithografie in Veldhoven in Betrieb, wodurch
die Kontinuität der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im
Bereich High-NA-EUV für imec und seine Partner im Ökosystem
gewährleistet ist.
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
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Seite 9/103
EU fördert SPINS mit 50 Millionen Euro
Halbleiterbasierte
Quanten-Pilotlinie „SPINS“
mit Unterstützung der EU gestartet
Im April ist „SPINS“ (Semiconductor Pilot line for Industrial Quantum Nano-
Systems) gestartet, eine der sechs europäischen Quanten-Pilotlinien. Das von
imec koordinierte Konsortium vereint 25 europäische Forschungseinrichtungen,
Industriepartner und akademische Forschungsgruppen, um Europas Führungsrolle
und Souveränität in diesem strategisch wichtigen Bereich zu stärken. Das
mit 50 Millionen Euro ausgestattete SPINS-Pilotlinienprojekt wurde durch die
Kofinanzierung des Chips Joint Undertaking (Chips JU) der Europäischen Union
sowie der nationalen und regionalen Behörden der teilnehmenden Mitgliedstaaten
ermöglicht.
Quantencomputing hat sich zu einem
hochstrategischen Bereich entwickelt, dessen
wirtschaftliche und gesellschaftliche
Relevanz stark zunimmt. Die Anwendungsbereiche
reichen von Durchbrüchen in der
Arzneimittelforschung und Materialwissenschaft
bis hin zu hochsicheren Kommunikationssystemen
und Navigationssystemen
der nächsten Generation. Allerdings
besteht nach wie vor eine Lücke zwischen
der aktuellen Quantenforschung und herstellbaren
Quantenprozessoren, die bedeutende
Quantenanwendungen ermöglichen.
Die Skalierung der Anzahl stabiler Qubits
(auf bis zu eine Milliarde) ist der Schlüssel
zum Bau zuverlässiger und fehlertoleranter
Quantencomputer.
Angesichts der technologischen Kom-
Das Fraunhofer IPMS übernimmt innerhalb von SPINS eine Schlüsselrolle für die hochauflösende
Strukturierung der Qubit- und Prozessorelemente. © Fraunhofer IPMS
plexität, einschließlich kryogenem Betrieb,
ultrapräziser Steuerelektronik und hochspezialisierter
Fertigungsprozesse, sowie
angesichts der strategischen Bedeutung
von Quantenchips hat der EU-Chips-Act
sechs sich ergänzende Quanten-Pilotlinien
eingerichtet, die sich jeweils auf eine bestimmte
Hardwareplattform konzentrieren
und gemeinsam die Quantentechnologien
in den Bereichen Quantencomputing,
Kommunikation und Sensorik vorantreiben.
Innerhalb dieses Portfolios ist SPINS die
Pilotlinie, die sich halbleiterbasierten Spin-
Qubits widmet, wobei der Schwerpunkt auf
der Bereitstellung von Quantenchips für
Anwendungen im Bereich des Quantencomputings
liegt.
Imec koordiniert die Aktivitäten dieser
neuen Pilotlinie und leitet das europäische
Konsortium aus 25 Partnern, darunter Forschungseinrichtungen
wie Fraunhofer, VTT
und CEA-Leti über die Industrie (sowohl
Großunternehmen wie Infineon und Siltronic
als auch KMU und Start-ups) bis hin zu
akademischen Gruppen (wie der TU Delft
und der Universität Jyväskylä), die ergänzendes
Wissen und Fähigkeiten einbringen,
mit dem Ziel, den strategischen Rahmen des
EU-Chip-Gesetzes in konkrete Maßnahmen
umzusetzen.
Zu den ersten Maßnahmen des SPINS-
Konsortiums gehören Prozess- und Designoptimierungen,
um eine solide Grundlage
für skalierbare, stabile und leistungsstarke
Spin-Qubits zu schaffen, und zwar auf drei
verschiedenen Technologieplattformen: Si/
SiGe, Ge/GeSi und SOI. SPINS zielt darauf
ab, über Multi-Project Wafers (MPW) und
standardisierte Quantum Process Design
Kits (PDKs) einen Weg vom Labor zur Fertigung
für diese Technologie zu etablieren,
wodurch die Eintrittsbarrieren für Start-ups
und KMU in der Halbleiter-Quantentechnologie
gesenkt und die Grundlagen dafür
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Seite 10/73
gelegt werden, dass europäische Unternehmen frühzeitig Quanten-
Know-how aufbauen können.
Das Fraunhofer IPMS innerhalb von SPINS
Das Fraunhofer IPMS übernimmt innerhalb von SPINS eine Schlüsselrolle
für die hochauflösende Strukturierung der Qubit- und Prozessorelemente.
Alle lithografischen Schritte, die eine Auflösung
jenseits der Möglichkeiten optischer Verfahren erfordern, werden
am Fraunhofer IPMS durchgeführt. Damit ermöglicht das Institut
eine präzise, reproduzierbare Strukturierung, die für die Funktionalität
und Skalierbarkeit von Si/SiGe-basierten Quantenschaltkreisen
essenziell sind.
Darüber hinaus trägt das Fraunhofer IPMS entscheidend zur
Prozessstabilität und -reife der gesamten Pilotlinie bei, indem es
eine hochklassige Reinrauminfrastruktur bereit, die auf reproduzierbare,
skalierbare Qubit-Fertigungsabläufe ausgelegt ist. Die am
Fraunhofer IPMS angewandten Prozesse sind so gestaltet, dass sie
sowohl Si/SiGe- als auch Ge/SiGe-Plattformen unterstützen und
damit mehrere technologisch komplementäre Pfade des SPINS-
Konsortiums absichern. Außerdem bildet die Expertise des Fraunhofer
IPMS eine Brücke zu Aktivitäten im Rahmen des EU-Projekts
QLSI2, in denen die Migration auf hochauflösende Lithografie und
300-mm-Wafer erprobt wird. Dadurch wird die spätere Überführung
der Ergebnisse der SPINS-Pilotlinie auf eine zukünftige 300-mm-
CMOS-Linie frühzeitig vorbereitet.
Das Fraunhofer IPMS verbindet somit führende Forschungskompetenz
mit industrieller Prozessreife und stärkt damit maßgeblich
die technologische Unabhängigkeit Europas im Bereich der
Halbleiter-Quantentechnologie.
Quanten-Pilotlinien für Europa
Ergänzende Bereiche der europäischen Quantenbemühungen umfassen
neben der halbleiterbasierten Pilotlinie Pilotlinien zur Photonik
für das Quantenprojekt „P4Q“ (koordiniert von der Universität
Twente, NL) – zu der auch imec beiträgt –, Ionenfallen-Qubits
„CHAMP-ION“ (koordiniert von SAL, AT), supraleitende Qubits
„SUPREME“ (koordiniert von VTT, FI), Diamant-Quantenchips „DI-
REQT“ (koordiniert von CNR, IT) und neutrale Atome „Q PLANET“
(koordiniert von Pasqal, FR).
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
D 01109 Dresden
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Uni Siegen wird
Leuchtturm für
intelligente Sensorik
© Sascha Hüttenhain
Die Universität Siegen baut ihre Infrastruktur für moderne
Sensortechnologien deutlich aus: Mit der Pilotlinie WI-
SENT entsteht im neuen Forschungsgebäude INCYTE eine
hochmoderne Umgebung für die Entwicklung intelligenter
Sensoren. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 4,7 Millionen
Euro.
Gleißend helles Licht, absolut saubere Luft, Forschende mit blauen
Ganzkörper-Anzügen: Der Reinraumbereich bildet das technologische
Herzstück des neuen Forschungsgebäudes INCYTE an
der Universität Siegen. Eine hochmoderne Laborumgebung, in der
intelligente Sensoren hergestellt, getestet und bis zum Prototypen
weiterentwickelt werden können. Die Pilotlinie WISENT erweitert
die Infrastruktur nun noch einmal entscheidend: Fünf neue Hightech-Anlagen
und zusätzliche Prozessmöglichkeiten heben die Forschungs-
und Entwicklungsarbeit im Reinraum auf ein neues Niveau.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des EFRE-Programms
mit EU-Mitteln in Höhe von 4,7 Millionen Euro.
Partner für die Industrie
„Die neuen Systeme ergänzen nicht nur die bereits vorhandene Infrastruktur,
sie ermöglichen auch fundamental neuartige Prozessund
Analysemethoden und schaffen im Zusammenspiel wirklich
herausragende technologische Bedingungen. Wir hätten vor einigen
Jahren nicht davon zu träumen gewagt, einzelne Atomlagen ausgewählter
Materialien gezielt zu beschichten oder zu entfernen“, sagt
Dr.-Ing. Andreas Bablich, Leiter „Technologie“ bei WISENT.
WISENT steht für „Westphalian Intelligent Sensor Integration
Pilot Line“ – eine durchgängige Hightech-Fertigungslinie, die den
gesamten Entwicklungsprozess abbildet: von der ersten Idee über
das Chip- und Bauteildesign, die Sensorherstellung bis hin zur Integration
in komplexe Systeme und die systemspezifische Softwareentwicklung.
Nicht nur Forschende, sondern auch Unternehmen
und Start-ups können die Infrastruktur sowie das wissenschaftliche
Know-How am INCYTE nutzen.
„Die Zusammenarbeit mit der Industrie ist uns sehr wichtig.
Wir möchten ein niedrigschwelliges Angebot schaffen, um Machbarkeitsstudien
und erste Demonstratoren für neue Sensorkonzepte
umzusetzen, ohne dass Unternehmen selbst in kostenintensive
Großgeräte investieren müssen“, erklären Paul Kienitz, der bei WI-
SENT für den Betrieb der neuen Reinraumanlagen verantwortlich
ist und Maurice Müller, der die Einwerbung der Pilotlinie maßgeblich
unterstützt hat.
Sensoren für Medizin, Industrie und Umwelt
Die neue Infrastruktur eröffnet vielfältige Möglichkeiten für intelligente
Sensorik: Ein Beispiel sind 3D-Bildsensoren, bei denen
mithilfe moderner Fertigungstechnologien mikroskopisch kleine
Strukturen – etwa Linsen oder andere optische Elemente – direkt
auf die Sensorchips aufgedruckt werden können. Dadurch lässt sich
das einfallende Licht besonders effizient erfassen und verarbeiten.
Auch neuartige Materialien spielen eine wichtige Rolle. Forschen-
Arbeiten gemeinsam im WISENT-Projekt: Matthias Weber,
Dr. Andrii Nehrych, PD Dr. Andreas Bablich, Prof. Dr. Peter Haring Bolívar,
Prof. Dr. Benjamin Butz, Prof. Dr. Ivo Ihrke, Prof. Dr. Michael Möller,
Prof. Dr. Bhaskar Choubey, Paul Kienitz, Moin Diwan
(von links nach rechts). © Dirk Manderbach
Der Reinraum im INCYTE darf nur mit spezieller Schutzkleidung betreten
werden. Erste Reihe: Prof. Dr. Bhaskar Choubey, Paul Kienitz,
PD Dr. Andreas Bablich, Moin Diwan, zweite Reihe: Prof. Dr. Michael
Möller, Matthias Weber, Prof. Dr. Peter Haring Bolívar,
dritte Reihe: Prof. Dr. Benjamin Butz, Prof. Dr. Ivo Ihrke, Dr. Andrii Nehrych
(jeweils von links nach rechts). © Dirk Manderbach
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de arbeiten beispielsweise mit extrem dünnen Halbleiterschichten
oder mit zweidimensionalen Materialien wie
Graphen.
„Durch die Integration spezieller KI-Hardware werden
diese Hochleistungssensoren noch leistungsfähiger“, erklärt
Dr. Bablich. „Sie erhalten quasi ein integriertes kleines
Gehirn, das die riesigen Datenmengen der 3D-Bildpunkte
oder Graphen-Schichten in Sekundenbruchteilen direkt
vor Ort auswertet.“ So entstehen extrem kompakte Systeme,
die die Umwelt in präziser 3D-Tiefe wahrnehmen und
die gewonnenen Informationen unmittelbar interpretieren.
Einsatzbereiche sind etwa autonomes Fahren, die Robotik
oder Wearables zur Sturzerkennung, die dadurch in Echtzeit
reagieren können.
Pflanzenanalyse und Biomarker-Erkennung
Weitere Anwendungen reichen von der Landwirtschaft
bis zur Medizin. Mit speziellen Bildsensoren ausgestattete
Drohnen könnten künftig Pflanzen aus der Luft analysieren
und anhand reflektierter Lichtsignale den Gesundheitszustand
von Feldern bestimmen. In der Medizintechnik wiederum
arbeitet das Team von Prof. Dr. Peter Haring Bolívar
an hochsensiblen Sensoren, die kleinste Moleküle – sogenannte
Biomarker – erkennen können. Dadurch könnten
Krankheiten wie Hautkrebs künftig deutlich effektiver diagnostiziert
werden als mit heutigen Laborverfahren.
Mit dem NRW-Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) verfügt
die Universität Siegen bereits seit vielen Jahren über eine
international anerkannte Plattform zur Erforschung dieses
zentralen Technologiebereichs. Durch die Pilotlinie WISENT
im neuen INCYTE-Forschungsgebäude wird die Universität
ihre Rolle als Innovationsmotor für intelligente Sensorsysteme
noch weiter ausbauen. „Die Kombination aus modernster
Infrastruktur, interdisziplinärer Forschung und enger Zusammenarbeit
mit der Industrie zeichnet unseren Standort aus.
Das macht uns zur zentralen Anlaufstelle in NRW für alle Fragen
rund um Software, Hardware und Systemintegration in
der Sensortechnologie“, sagt Andreas Bablich.
Hintergrund:
Das Projekt WISENT ist im September 2025 gestartet und
läuft bis Ende 2028. Gefördert wird es im Rahmen des Programms
EFRE/JTF NRW 2021-2027. Insgesamt sind fünf
interdisziplinäre Professuren der Universität Siegen an WI-
SENT beteiligt:
– Prof. Dr. Peter Haring Bolívar (Höchstfrequenztechnik
und Quantenelektronik)
– Prof. Dr. Benjamin Butz (Mikro- und Nanoanalytik)
– Prof. Dr. Bhaskar Choubey (Analoge Schaltungstechnik
und bildgebende Sensorsysteme)
– Prof. Dr. Michael Möller (Computer Vision)
– Prof. Dr. Ivo Ihrke (Computational Sensing
and Communications Engineering)
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Projektunterstützer aus
der Industrie, darunter Siemens, Sony, BASF, IGI, Leybold,
sowie die Uni Siegen-Ausgründungen EleQtron und PMD
Technologies.
Universität Siegen
D 57076 Siegen
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Erfolgreicher Waferaustausch
für ferroelektrische Speichermaterialien
Das Fraunhofer IPMS und CEA-Leti haben den ersten Austausch
von ferroelektrischen Speicherwafern innerhalb der
FAMES-Pilotlinie erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde
ein wichtiger Meilenstein bei der gemeinsamen europäischen
Plattform für fortschrittliche eingebettete nichtflüchtige
Speichertechnologien erreicht. Mit diesem Erfolg
hat die im Dezember 2023 gestartete und von CEA-Leti koordinierte
Pilotlinie unter Beweis gestellt, dass komplexe
Waferprozesse zwischen zwei führenden Forschungsinstituten
in Europa ausgetauscht und gemeinsam bearbeitet
werden können.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Herstellung und elektrische
Charakterisierung von ferroelektrischen Kondensatorstapeln
aus Hafnium-Zirkoniumoxid (HZO). Unter Nutzung der kombinierten
300-mm-CMOS-Reinraumkapazitäten beider Institute wurden
die Wafer in kurzen Prozessschleifen ausgetauscht, um eine gemeinsame
Bewertung von Materialien, Elektrodenkonfigurationen
und Bauelementverhalten zu ermöglichen. Bei der erfolgreichen
Bearbeitung an zwei Standorten wurden auch die in der Pilotlinie
implementierten Protokolle für den Waferaustausch und die Kontaminationskontrolle
validiert und gezeigt, dass auch komplexe Materialstapel
in verschiedenen Reinräumen auf allen Wafern zuverlässig
verarbeitet werden können.
From Lab to Fab – schneller zu Anwendungen auf Systemebene
»Der erfolgreiche Waferaustausch ist ein wichtiger Schritt hin zu
einer gemeinsamen europäischen Materialprüfplattform für ferroelektrische
Speicher«, sagt Dr. Wenke Weinreich, Bereichsleiterin
des Center Nanoelectronic Technologies des Fraunhofer IPMS und
Illustration von ferroelektrischen Bauelementen auf HfO₂-Basis, die
skalierbare, CMOS-kompatible nichtflüchtige Speicher ermöglichen. Die
Architektur unterstützt die Integration sowohl in Front-End- (FeFET) als
auch in Back-End-Speicherstrukturen und eröffnet gleichzeitig Möglichkeiten
für fortschrittliche ferroelektrische Funktionen wie multiferroische,
pyroelektrische und abstimmbare HF-Bauelemente. © Fraunhofer IPMS
Mitglied des elfköpfigen FAMES-Konsortiums. »Durch die Kombination
unserer Prozess-Expertise mit den CMOS-Integrationsfähigkeiten
von CEA-Leti bietet die Pilotlinie eine leistungsstarke
Umgebung für die Bewertung neuer ferroelektrischer Bauelemente
und beschleunigt deren Weg zu Anwendungen auf Systemebene.«
Nahtloser Wafer-Austausch zwischen den FAMES-Standorten
»Dieser erste Austausch zwischen CEA-Leti und dem Fraunhofer
IPMS zeigt, dass gemeinsame Prozessabläufe, Testvehikel und Charakterisierungsumgebungen
nahtlos zwischen den FAMES-Standorten
funktionieren können«, erklärt Projektkoordinator Dominique
Noguet. »Die Einrichtung zuverlässiger Wafer-Loops zwischen führenden
Forschungsinstituten ist für die Beschleunigung der Entwicklung
ferroelektrischer Speicher unerlässlich.«
Mit Blick auf die Zukunft legen die Wafer-Loops den Grundstein
für eine breitere Zusammenarbeit in der Entwicklung. In den
nächsten Phasen werden HfO₂-basierte ferroelektrische Stapel von
Fraunhofer IPMS in CEA-Leti-CMOS-Prozesse integriert, gefolgt
von Bewertungen auf Array-Ebene von neuen Speichertechnologien.
Die Roadmap umfasst auch Studien zu Elektrodenprozessvariationen,
Langzeitzuverlässigkeit und Back-End-of-Line-Integrationsansätzen.
Parallel dazu hat das Fraunhofer IPMS kürzlich einen ersten
Chip-Tape-out mit der 22-nm-FDX®-Technologie von Global-
Foundries abgeschlossen und mit der Forschung an algorithmischen
KI-Compute-in-Memory-Beschleunigerarchitekturen begonnen,
die auf diesen ferroelektrischen Technologien aufbauen.
Zusammen tragen diese Bemühungen zur Kernaufgabe der
FAMES-Pilotlinie bei: der Bereitstellung einer einheitlichen europäischen
Plattform für die Entwicklung und Validierung neuer
Speichertechnologien – darunter OxRAM, MRAM, FeRAM und Fe-
FET. Durch die Förderung der gemeinsamen Materialentwicklung
und standardisierten Charakterisierung soll die FAMES-Pilotlinie
Europas Kapazitäten zur Entwicklung und Herstellung der für die
Zukunft der Datenverarbeitung erforderlichen energiesparenden
Chiparchitekturen der nächsten Generation stärken.
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
D 01109 Dresden
FeFET wafer © Fraunhofer IPMS
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Höchste Hygiene: Edelstahl Rostfrei
für Tablettieranlagen
Granulationssysteme mit Komponenten aus Edelstahl sorgen
für eine effiziente Granulation. © L.B. Bohle
Tabletten zählen zu den am weitesten verbreiteten Darreichungsformen
von Medikamenten, Nutrazeutika und Nahrungsergänzungsmitteln.
Einfach zu dosieren, gut zu transportieren
und mit einem Schluck Wasser bei Bedarf überall
einzunehmen, gewährleisten sie eine präzise Wirkstofffreisetzung.
An ihre Herstellung werden höchste Ansprüche gestellt:
Gleichbleibend hohe Qualität und die Erfüllung aller
Vorschriften für Prozess- und Lebensmittelsicherheit gilt
es mit einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Produktion
und Kosteneffizienz zu vereinbaren. Tablettieranlagen,
die flexibel für Batch- und Hochleistungsproduktion eingesetzt
werden können, automatisieren und kontrollieren den
komplexen Prozess vom Pulver bis zur fertigen Tablette.
Herzstück dieser Produktionslinien sind Tablettenpressen,
denn sie tragen entscheidend zur Qualität, Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit der Produkte bei. Für alle produktberührten
Bauteile in den Anlagen ist hochwertiger Edelstahl
Rostfrei zwingend vorgeschrieben.
Unterschiedliche Tablettenarten – Ein- oder Mehrschicht-, Mantelkern-,
Brause- oder Lutschtabletten – sowie vielfältige Tablettenformen
erfordern maßgeschneiderte Anlagenkonzepte. Die Bandbreite
der Tablettenpressen reicht von Labor-Exzenterpressen für erste
Machbarkeitsstudien über F&E-Rundlaufpressen, Standardeinfachund
Mehrfachrundläufer bis hin zu Hochleistungs-Doppelrundlaufpressen.
Vollintegrierte Anlagen in geschlossener Bauweise mit
Containment-Ausstattung für hochaktive oder toxische Wirkstoffe
umfassen den gesamten Produktionsprozess von Materialzufuhr,
Dosierung, Granulierung über Tablettierung und Qualitätskontrolle
bis hin zur Verpackung in Blister oder Dosen sowie Reinigung, Umrüstung
und Wartung aller Anlagenkomponenten.
Zu den Grundelementen jeder Tablettenpresse gehören Trichter,
Füllschuh, Matrize und Stempel. Neben dem Arzneistoff enthalten
Tabletten meist weitere Hilfsstoffe wie Binde-, Schmier- und
Fließregulierungsmittel. Ein ausgewogenes Zusammenspiel der
verschiedenen Bestandteile ist entscheidend für die Fließeigenschaften
des Materials. Granulate haben im Vergleich zu Pulvern
bessere Fließeigenschaften und können deshalb effektiver dosiert
werden. Verschiedene Verfahren wie Wirbelschicht-, Vertikal-, Eintopf-
oder Doppelschneckengranulation werden industriell genutzt,
um Granulate für Tabletten zu erzeugen. Eintopfgranulierer vereinen
drei Prozessschritte in einem Behälter: Mischen, Vertikal- oder
High-Shear-Feuchtgranulation sowie Trocknen.
Bis zu einer Million Tabletten pro Stunde
Der Einsatz von Edelstahl Rostfrei bei Tablettieranlagen
trägt entscheidend zur Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
der Produkte bei. © L.B. Bohle
Über den Trichter wird die Pulver- oder Granulatmischung in den
Füllschuh eingefüllt, der sie in Öffnungen, sogenannte Matrizen, die
die spätere Tablettenform bestimmen, in einem rotierenden Matrizenrad
verteilt. Matrizensegmente können den Rotor ersetzen, um
bei gleicher Pressengröße deutlich mehr Tablettenstationen zu ermöglichen.
In den Matrizen verdichten Ober- und Unterstempel
das Material mit zunehmender Kraft zur endgültigen Tablettenform.
Häufig werden Tabletten hier auch mit einer Bruchkerbe und einem
Logo versehen.
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In integrierten Anlagenkonzepten für die Tablettenherstellung
bieten produktberührte Komponenten aus Edelstahl Rostfrei
prozessübergreifend die notwenige Produktsicherheit. © L.B. Bohle
Bei Anlagenverkleidungen ist
Edelstahl Rostfrei der Garant für
nachhaltig höchste Hygiene und
zuverlässige Belastbarkeit im
24/7-Betrieb.
© FETTE Compacting
Bei Tablettenpressen aus
Edelstahl Rostfrei stehen
Produktqualität und
Prozesssicherheit im Fokus.
© FETTE Compacting
Edelstahl Rostfrei ist aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit und
guten Verarbeitungseigenschaften ein Standardwerkstoff für
zahlreiche Bauteile in Tablettieranlagen. © WZV/ERWEKA
Hochwertiger Edelstahl Rostfrei erfüllt durch seine glatte,
abriebfeste und leicht zu reinigende Oberfläche strengste
hygienische Voraussetzungen. © L.B. Bohle
In Tablettieranlagen bieten Komponenten aus Edelstahl Rostfrei
– wie diese Messmaschine – zuverlässigen Schutz vor Emissionen
und Kreuzkontamination. © FETTE Compacting
Sensoren messen die Presskraft und gewährleisten durch Überwachung
von Gewicht, Härte, Dicke und Bruchfestigkeit jeder einzelnen
Tablette die gleichbleibende Qualität. Einige Pressenmodelle
begegnen den sehr hohen Belastungen der Presswerkzeuge mit
Schwerlastprofilköpfen, um den Verschleiß zu minimieren. Die fertige
Tablette wird von dem Unterstempel nach oben aus der Matrize
gedrückt und von einem Schieber in einen Auffangbehälter oder auf
ein Förderband transportiert. Hochleistungspressen verarbeiten mit
wechselnden Matrizenscheiben alle Granulatarten und schwerfließende
Produkte in hoher Geschwindigkeit. Pro Stunde können sie
eine Million und mehr Einschichttabletten in allen Formen oder bis
500.000 Zweischichttabletten produzieren.
Schutz vor Emissionen durch Containment-Ausstattung
Zur erforderlichen Prozesssicherheit zählt dabei auch der Schutz
von Menschen und Umwelt vor Emissionen. Produktwechsel erfordern
zudem, dass die Pressanlage vor jedem Wechsel grundlegend
gereinigt wird, um Kreuzkontamination zu vermeiden. Steigende
Anforderungen an Wirkstoffsicherheit und Prozesskontrolle spiegeln
sich bei der Tablettenproduktion in unterschiedlichen Containment-Ausstattungen
wider. Moderne Tablettenpressen sind bereits
in der Basisausstattung auf Staubdichtheit ausgelegt und arbeiten
mit Unterdruck, um den Austritt von Wirkstoffen zu verhindern.
Bei der Verarbeitung hochaktiver und toxischer Wirkstoffe ist eine
Anlage in geschlossener Bauweise mit vollständiger Containment-
Ausstattung erforderlich. Zur Klassifizierung der Gefahrenstufe der
eingesetzten Stoffe dient die fünfstufige Containmentpyramide der
International Society for Pharmaceutical Engineering (ISPE), das
Occupational Exposure Band (OEB).
In der Praxis gilt für Produkte ab Stufe OEB 3 eine vollständig
automatisierte Tablettenproduktion von der Anlagenbefüllung bis
zum staubarmen Tablettenauslauf als anzustrebender Mindeststandard.
Handschuheingriffe, Transfersysteme mit lückenloser Abdichtung
sowie effiziente Technologien zur Trocken- und Nassreinigung
ergänzen das Angebot an Containment-Lösungen. Ab OEB 4 verringern
Wash-in-Place (WIP)-Verfahren die Belastung der Maschinenbediener
bei der Reinigung erheblich. Bei Gefahrenklasse OEB
5 sind höchste Sicherheitsanforderungen in der Produktion und
zum Schutz für das Bedienpersonal durch eine entsprechend komplexe
High-Containment-Ausstattung der gesamten Anlage zu gewährleisten:
Dazu zählen ein geschlossenes Materialhandling durch
vollständig gekapselte, integrierte Produktionslinien von der vollautomatischen
Produktzufuhr über Tablettierung, Inprozess-Qualitätskontrolle,
prozessumfassende Kontrolle der Staubemissionen,
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Airmanagement sowie Wash-in-Place-Technologie.
Für hochaktive Arzneistoffe, deren Nachfrage durch neue Therapien
beispielsweise in der Onkologie schnell steigt, gilt zudem die
kontinuierliche Direktverpressung in einem geschlossenen Anlagenverbund
als zukunftsweisende Lösung.
Prozessübergreifender Einsatz von Edelstahl
Angesichts strikter Vorgaben an Hygiene und Reinheit der Produktionsumgebung
nach ISO oder Good Manufacturing Practice
(GMP) ist Edelstahl Rostfrei bei der Tablettenproduktion für alle
produktberührten Bauteile einer Produktionslinie unverzichtbar.
Hochwertiger nichtrostender Stahl wie die Güten 1.4404 und 1.4435
erfüllt durch seine glatte, abriebfeste und leicht zu reinigende Oberfläche
strengste hygienische Voraussetzungen. Die robuste Oberflächenqualität
des inerten Werkstoffs hält korrosiven Umgebungen,
hohen Drücken und Temperaturen dauerhaft Stand. Insbesondere
der austenitische Edelstahl 1.4404 mit einem 2 bis 2,5 prozentigen
Molybdän-Anteil ist aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit und
guten Verarbeitungseigenschaften ein Standardwerkstoff für zahlreiche
Bauteile integrierter Produktionslinien.
Elektropolierte Oberflächen mit definierter Rauheit verhindern
Partikelanhaftungen, erhöhen die Korrosionsbeständigkeit noch
weiter und widerstehen mechanischer Belastung. Entsprechend
ausgelegte Edelstahlkomponenten in Tablettieranlagen sind uneingeschränkt
WIP-fähig, können also beliebig oft rückstandslos
gereinigt werden. In integrierten Anlagenkonzepten für die Tablettenherstellung
bieten produktberührte Komponenten aus Edelstahl
Rostfrei prozessübergreifend die notwendige Produktsicherheit sowie
zuverlässigen Schutz vor Emissionen und Kreuzkontamination.
Vom IBC-Behälter für Rohstoff- und Produktlagerung, über
Granulator, Mischer, Trichter, Matrize und Stempelköpfen bis hin
zu Förderband, Probenahmesystem, Abfülleinrichtung mit Metalldetektor,
Sortier- und Zählanlagen ist hochwertiger nichtrostender
Stahl in den Anlagen gängige Praxis. Aber auch in den Filtern von
Entstaubungsanlagen und Luftfiltern, in Reinigungssystemen, für
Gehäuse von Sensoren und Steuerung sowie Anlagenverkleidungen
ist Edelstahl Rostfrei der Garant für nachhaltig höchste Hygiene und
zuverlässige Belastbarkeit im 24/7-Betrieb.
Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e.V.
D 40237 Düsseldorf
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Warum der richtige Arbeitsstuhl mehr zur Prozesssicherheit beiträgt,
als oft angenommen
Reinraumtaugliche Sitzsysteme
In Reinräumen ist jedes Detail entscheidend. Luftreinheit, Materialverhalten,
Reinigungsfähigkeit und elektrostatische Sicherheit müssen
exakt aufeinander abgestimmt sein, um stabile Prozesse und
konstante Produktqualität sicherzustellen. Während Maschinen,
Werkstoffe und Prozessmedien meist intensiv bewertet und überwacht
werden, wird ein Element im Alltag dennoch häufig unterschätzt:
der Arbeitsstuhl.
Dabei ist ein Reinraumstuhl weit mehr als nur eine Sitzgelegenheit.
Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Prozess, steht in
direkter Interaktion mit dem Bedienpersonal und beeinflusst sowohl
Hygiene als auch Ergonomie und Prozessstabilität. Wer Reinraumarbeitsplätze
ganzheitlich denkt, sollte deshalb auch Sitzsysteme
unter denselben Gesichtspunkten betrachten wie andere technische
Komponenten.
Reinraumarbeitsplätze stellen besondere Anforderungen
Je nach Branche – etwa in der Halbleiterfertigung, Medizintechnik,
Pharmaindustrie oder Feinmechanik – gelten im Reinraum kompromisslose
Anforderungen. Komponenten, die in diesen Umgebungen
eingesetzt werden, müssen sich kontrolliert verhalten, sich sicher
reinigen lassen und dürfen keine zusätzliche Kontaminationsquelle
darstellen.
Für Sitzsysteme bedeutet das konkret: Sie müssen nicht nur ergonomisch
sein, sondern auch konstruktiv und materialtechnisch
für den Reinraumeinsatz ausgelegt sein. Insbesondere in sensiblen
Bereichen gemäß DIN EN ISO 14644-1 spielen Aspekte wie Partikelemission,
Reinigbarkeit, Materialstabilität und ESD-Sicherheit eine
zentrale Rolle.
Hygienic Design: Reinigbarkeit beginnt in der Konstruktion
Ein reinraumgerechter Arbeitsstuhl muss so gestaltet sein, dass sich
Oberflächen schnell, gründlich und sicher reinigen lassen. Genau
hier setzt das Prinzip des Hygienic Design an.
Bei Bimos bedeutet das für einen Reinraumstuhl wie den TEXON:
– glatte, geschlossene Oberflächen
– minimierte Fugen und Spalten
– abgerundete Übergänge
– gekapselte Mechaniken
– leicht zugängliche Reinigungsbereiche
Gerade im Reinraum können offene Mechaniken, schwer zugängliche
Zwischenräume oder ungeeignete Oberflächen dazu führen,
dass sich Partikel, Rückstände oder Schmierstoffe ansammeln. Eine
konstruktiv saubere, reduzierte Formensprache ist daher nicht nur
eine Designfrage, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Prozesssicherheit.
Beim TEXON zeigt sich dieser Ansatz besonders deutlich: Das
Clean Cover schützt die Mechanik zusätzlich, die geschlossene
Gestaltung unterstützt die Reinigbarkeit und reduziert potenzielle
Schwachstellen im täglichen Einsatz.
Materialbeständigkeit ist kein Detail, sondern ein Muss
Neben der Konstruktion spielt auch die Materialwahl eine zentrale
Rolle. In Reinräumen werden Arbeitsstühle regelmäßig mit alkoholischen
oder oxidativen Desinfektionsmitteln gereinigt. Materialien
müssen deshalb dauerhaft belastbar bleiben – ohne aufzuquellen, zu
verspröden oder ihre Oberfläche zu verändern.
Mit Skintec hat Bimos ein Bezugsmaterial entwickelt, das genau
für diese Anforderungen konzipiert wurde. Das Material ist desinfektionsmittelbeständig,
leicht zu reinigen, geschlossen in der Oberfläche
und gleichzeitig besonders angenehm im Sitzkomfort.
Gerade diese Kombination ist in der Praxis entscheidend: Denn
im Reinraum reicht es nicht aus, wenn ein Material nur hygienisch
ist. Es muss auch im Dauereinsatz bestehen – unter mechanischer
Belastung, bei regelmäßiger Desinfektion und über lange Nutzungszyklen
hinweg.
Skintec wurde deshalb so entwickelt, dass es nicht nur funktional,
sondern auch langlebig und wirtschaftlich ist. Die Oberfläche
bleibt formstabil, ist widerstandsfähig gegenüber handelsüblichen
Desinfektionsmitteln und bietet gleichzeitig eine hochwertige Haptik.
Für Unternehmen bedeutet das: weniger Materialermüdung,
längere Nutzungsdauer und ein insgesamt stabilerer Arbeitsplatzstandard.
Partikelkontrolle beginnt auch beim Sitzen
Das Bedienpersonal zählt im Reinraum zu den größten Partikelquellen.
Genau deshalb beeinflusst auch der Arbeitsstuhl die Partikelkontrolle
stärker, als häufig angenommen.
Sitzsysteme wirken sich unter anderem auf folgende Faktoren aus:
– Bewegungsmuster am Arbeitsplatz
– Abrieb an Kontaktflächen
– Stabilität von Arbeitspositionen
– Materialverhalten bei täglicher Nutzung
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Ein weiterer wichtiger Aspekt im Reinraum ist die Frage, wie sich
Komponenten warten, austauschen und langfristig nutzen lassen.
Denn jede unnötige Wartung oder jeder komplette Austausch kann
Prozesse unterbrechen und zusätzliche Kosten verursachen.
Deshalb gewinnen modulare Sitzsysteme zunehmend an Bedeutung.
Beim TEXON lassen sich beispielsweise Sitz- und Rückenpolster
als Wechselpolster schnell und unkompliziert austauschen.
Das reduziert nicht nur Stillstandzeiten, sondern erleichtert
auch Reinigung, Instandhaltung und langfristige Nutzung.
Gerade in sensiblen Produktionsumgebungen ist das ein echter
Vorteil: Einzelne Komponenten können ersetzt werden, ohne das
gesamte Sitzsystem austauschen zu müssen. Das spart Ressourcen,
senkt Kosten und unterstützt eine nachhaltigere Arbeitsplatzgestaltung.
Ergonomie ist auch ein Reinraumthema
Ergonomie wird im Reinraum noch immer häufig auf „Sitzkomfort“
reduziert. Tatsächlich ist sie jedoch ein wesentlicher Faktor für Konzentration,
Prozesssicherheit und Arbeitsqualität.
Wer über längere Zeit in kontrollierten Umgebungen arbeitet,
braucht eine Sitzlösung, die:
– eine aufrechte, stabile Haltung unterstützt
– Druck gleichmäßig verteilt
– Bewegungen zulässt, ohne Instabilität zu erzeugen
– sich intuitiv und ohne Ablenkung nutzen lässt
Ein ergonomisch ungünstiger Stuhl führt oft zu häufigen Positionswechseln,
unnötigen Ausgleichsbewegungen und damit potenziell
zu zusätzlicher Partikelverwirbelung. Reinraumgerechte Sitzlösungen
sollten deshalb nicht nur emissionsarm konstruiert, sondern
auch ergonomisch durchdacht sein.
Der TEXON wurde genau unter diesem Gesichtspunkt entwickelt.
Seine Bewegungsmechanik unterstützt dynamisches Sitzen
und fördert eine stabile, ergonomisch sinnvolle Arbeitshaltung –
ohne komplizierte Einstelllogik. Das hilft Mitarbeitenden, sich auf
ihre Aufgabe zu konzentrieren, und reduziert gleichzeitig unnötige
Bewegungsimpulse im sensiblen Arbeitsumfeld.
ESD-Sicherheit auch im Reinraum unverzichtbar
In vielen Reinraumanwendungen – insbesondere in der Elektronik-
und Halbleiterfertigung – ist nicht nur Sauberkeit, sondern auch
elektrostatische Sicherheit entscheidend. Unkontrollierte Entladungen
können empfindliche Bauteile beschädigen oder Prozesse
stören.
Reinraumstühle müssen daher in vielen Fällen nicht nur partikelseitig,
sondern auch elektrostatisch sicher ausgelegt sein. Bimos
berücksichtigt diese Anforderungen konsequent: Beim TEXON sind
alle relevanten Komponenten volumenleitfähig ausgeführt und auf
den Einsatz in sensiblen Hightech-Umgebungen abgestimmt.
Besonders bemerkenswert ist dabei ein technischer Fortschritt,
der in der Branche lange als Herausforderung galt: leitfähige Materialien
auch in hellen Farbvarianten. Während ESD-fähige Kunststoffe
bislang meist nur in dunklen Ausführungen realisiert wurden,
eröffnet diese Entwicklung neue Möglichkeiten für helle, hygienisch
wirkende Reinraumarbeitsplätze – ohne funktionale Kompromisse.
Genau hier zeigt sich, dass Reinraumstühle nicht nur „reinraumtauglich“,
sondern auch arbeitsplatzgerecht sein müssen. Nur wenn
Hygiene, Technik und Ergonomie zusammengedacht werden, entsteht
ein Arbeitsplatz, der den Anforderungen moderner Reinraumproduktion
wirklich gerecht wird.
Reinraumarbeitsplätze ganzheitlich denken
Ein Arbeitsstuhl ist im Reinraum kein Nebendarsteller. Er ist Teil
eines sensiblen Gesamtsystems und sollte entsprechend bewertet
werden. Konstruktion, Material, Reinigbarkeit, ESD-Fähigkeit, Ergonomie
und Wartung beeinflussen gemeinsam, wie stabil und sicher
ein Arbeitsplatz im Alltag funktioniert.
Mit Lösungen wie dem TEXON und dem eigens entwickelten
Bezugsmaterial Skintec zeigt Bimos, wie moderne Reinraum-Sitzsysteme
diesen Anforderungen gerecht werden können: durch konsequentes
Hygienic Design, geprüfte Materialbeständigkeit, hohe
ergonomische Qualität und technische Auslegung für sensible Produktionsumgebungen.
Fazit
Reinraumgerechte Sitzsysteme leisten weit mehr als ergonomische
Unterstützung. Sie tragen zur Reinigungsfähigkeit, Partikelkontrolle,
ESD-Sicherheit und langfristigen Prozessstabilität bei – und sollten
deshalb als funktionaler Bestandteil des gesamten Reinraumkonzepts
verstanden werden.
Wer Reinraumarbeitsplätze zukunftssicher gestalten will, sollte
den Arbeitsstuhl nicht als Randkomponente betrachten, sondern als
festen Bestandteil eines ganzheitlich geplanten, normorientierten
Arbeitsplatzsystems.
Modularität und Wartung: Ein oft unterschätzter Vorteil
Bimos - eine Marke der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG
Brühlstraße 21 D 72469 Meßstetten-Tieringen
Telefon: +49 7436 8710 Telefax: +49 7436 871110
eMail: bimos@bimos.com Internet: http://www.bimos.com
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Moqlero - Automatisiertes Trending nach GMP Annex 1
Trends auf Knopfdruck? Warum jetzt
der richtige Zeitpunkt zum Umdenken ist
Trending im GMP Annex 1 – Vom „Nice-to-have“
zur regulatorischen Pflicht
Mit der Überarbeitung des EU GMP Annex 1 im Jahr 2022 hat sich
das regulatorische Umfeld für die Herstellung steriler Arzneimittel
grundlegend verändert. Ein zentrales Element dieser Revision ist
die verpflichtende Einführung eines systematischen Trendings von
Monitoring-Daten.
Was lange als unterstützendes Qualitätswerkzeug galt, ist heute
ein integraler Bestandteil der Compliance – und rückt damit in den
Fokus von Qualitätssicherung, Produktion und Inspektionen gleichermaßen.
Vom Reagieren zum Vorausdenken
Trending beschreibt die systematische, zeitliche Auswertung von
Monitoring-Daten, um Muster, Veränderungen und potenzielle Risiken
frühzeitig zu erkennen. Im Gegensatz zur isolierten Betrachtung
einzelner Grenzwertüberschreitungen werden Entwicklungen über
längere Zeiträume sichtbar gemacht. Der regulatorische Anspruch
ist klar: Unternehmen sollen nicht mehr nur auf Abweichungen reagieren,
sondern proaktiv Prozessverschlechterungen erkennen und
vermeiden.
Annex 1 macht Trending zur Pflicht
Im überarbeiteten Annex 1, insbesondere in Kapitel 9 („Environmental
and Process Monitoring“), wird Trending explizit gefordert
und damit verpflichtender Bestandteil des Umgebungsmonitorings
und der Contamination Control Strategy (CCS).
Gefordert ist eine systematische Auswertung von Monitoring-
Daten, um Trends, schleichende Veränderungen und wiederkehrende
Muster frühzeitig zu erkennen und in die Qualitätsstrategie zu
integrieren.
Damit wird deutlich: Trending ist kein optionales Reporting mehr,
sondern ein zentrales Steuerungsinstrument zur Sicherstellung von
Produktqualität und Patientensicherheit.
Anforderungen an ein wirksames Trending
Der Annex 1 formuliert klare Erwartungen an die Umsetzung:
– Erkennung von Trendmustern
Zunehmende Grenzwertüberschreitungen, wiederkehrende
Abweichungen oder aufeinanderfolgende Warnmeldungen
müssen systematisch erkannt und bewertet werden.
– Kurz- und Langzeitbetrachtung
Sowohl kurzfristige Ereignisse als auch langfristige
Entwicklungen sind zu analysieren.
– Verknüpfung mit Ursachenanalyse
Trending muss mit Einflussfaktoren wie Wartung, Personalbewegungen
oder Prozessänderungen korreliert werden und
bildet die Grundlage für Root Cause Analysis und CAPA-
Prozesse.
– Visualisierung und Datenaufbereitung
Erst durch geeignete Darstellungen wie Diagramme, Dashboards
und statistische Auswertungen werden Trends nachvollziehbar
und bewertbar.
Wenn Excel an seine Grenzen stößt
In der Praxis zeigt sich ein deutliches Spannungsfeld zwischen regulatorischem
Anspruch und gelebter Realität, denn Monitoring-Daten
werden in vielen Unternehmen weiterhin exportiert, in Excel zusammengeführt
und manuell ausgewertet – ein Ansatz, der unter den heutigen
Anforderungen aufgrund des hohen Zeitaufwands, mangelnder
Standardisierung, erhöhter Fehleranfälligkeit und eingeschränkter
Nachvollziehbarkeit zunehmend an seine Grenzen stößt.
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Seite 20/73
Automatisierung als logische Konsequenz
Automatisierte Systeme setzen genau an diesem Punkt an: Sie ermöglichen
eine durchgängige Verarbeitung von Daten – von der
Erfassung über die Auswertung bis hin zur strukturierten Aufbereitung
der Ergebnisse. Trends können regelmäßig analysiert, Muster
frühzeitig erkannt und Auswertungen standardisiert bereitgestellt
werden. Dabei werden die Ergebnisse automatisch sowohl grafisch
als auch tabellarisch dargestellt, sodass Entwicklungen unmittelbar
nachvollziehbar sind.
Trending per Knopfdruck ist in diesem Zusammenhang weniger
ein Versprechen von Vereinfachung, sondern Ausdruck eines einmal
sauber definierten Prozesses. Nach dem Festlegen der Parameter,
lassen sich in Moqlero Auswertungen mit minimalem Aufwand
abrufen. Für viele in der Praxis bedeutet das einen klaren Bruch mit
zeitintensiven, fehleranfälligen Excel-Prozessen: Statt Stunden in
manuelle Datenaufbereitung zu investieren, stehen belastbare Ergebnisse
in Sekunden zur Verfügung – standardisiert, auditfähig und
jederzeit abrufbar.
Ein Blick in die Praxis
Was in der Theorie komplex klingt, ist in der Praxis längst Realität.
Moqlero demonstriert eindrucksvoll, wie Reinraumüberwachung
4.0 aussehen kann.
Ob Partikelkonzentration, Filtertest oder Luftwechselrate - die
Plattform automatisiert zunächst mobile Messungen jeglicher Art.
Und genau das eröffnet neue Möglichkeiten: Da alle Messergebnisse
nativ digital vorliegen, lassen sich die neuen Trendanforderungen
nach GMP Annex 1 nahtlos erfüllen. Trendreports mit Grafik, Tabelle,
Kommentar und elektronischer Signatur entstehen ohne Medienbruch,
mit wenigen Klicks.
Moqlero bietet sechs verschiedene Trendtypen:
– Filtereffizienz, zur Bewertung der langfristigen Filtrationsleistung
– Filterdifferenzdruck, zur frühzeitigen Erkennung von
Verstopfungstrends
– Partikelzählungen, zur Identifikation von
Kontaminationsentwicklungen
– physikalische Umgebungsparameter wie Temperatur und Feuchte
– Luftvolumenstrom, zur Sicherstellung stabiler
Belüftungsbedingungen
– Luftwechselrate, zur weiteren Verifizierung der
Reinraumkonformität
Zwischen Pflicht und Chance
Die Annex-1-Anforderungen mögen auf den ersten Blick aufwendig
wirken – doch sie bieten die Chance, Qualitätsprozesse grundlegend
zu verbessern. Konsequentes Trending erhöht die Prozessstabilität,
verbessert die Datenqualität und reduziert langfristig Abweichungen
und Risiken. Wer jetzt noch auf manuelle Prozesse setzt, riskiert
nicht nur Compliance-Lücken, sondern verliert wertvolle Zeit für
das, was wirklich zählt: Qualität und Patientensicherheit.
Der Einstieg muss dabei nicht schwer sein:
Mit Moqlero ist automatisiertes Trending schnell eingerichtet
und sofort einsatzbereit – neue Insights, keine Vorabinvestitionen
und vollständige Compliance.
Fazit
Mit dem neuen EU GMP Annex 1 wird Trending endgültig vom optionalen
Werkzeug zur regulatorischen Pflicht. Gleichzeitig markiert
diese Entwicklung einen grundlegenden Wandel im Qualitätsverständnis
der pharmazeutischen Industrie. Die Zukunft liegt nicht
mehr in der nachträglichen Auswertung von Daten, sondern in deren
digitaler, intelligenter Nutzung.
Automatisiertes Trending von Moqlero steht sinnbildlich für
einen modernen, integrierten Qualitätsansatz, der den steigenden
Anforderungen an Transparenz, Datenintegrität und Patientensicherheit
gerecht wird.
Für Pharmaunternehmen stellt sich daher nicht mehr die Frage,
ob dieser Ansatz umgesetzt wird, sondern wie schnell eine nachhaltige
und zukunftssichere Umsetzung gestaltet werden kann.
MKL Ingenieurgesellschaft mbH
D 81827 München
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Seite 21/73
GEA eröffnet neues Technologiezentrum
und stärkt Position in wachsendem Markt
für Pharma-Applikation
Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur
hat Stefan Klebert, CEO von GEA, ein neues Technologiezentrum
für pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme
im nordrhein-westfälischen Elsdorf eröffnet. Der
Standort vereint Forschung und Entwicklung sowie Produktion
und Service unter einem Dach. GEA beschäftigt
dort rund 260 Mitarbeitende. Dank Stromversorgung über
Photovoltaikanlagen ist der Standort CO₂-neutral. Mit der
Investition von über 80 Millionen Euro stärkt GEA seine
Marktposition als Technologiepartner für die weltweit
wachsende Pharmaindustrie. Gleichzeitig leistet das Unternehmen
einen positiven Beitrag zum Strukturwandel des
rheinischen Braunkohlereviers.
Zur Eröffnung sagte GEA CEO Stefan Klebert: „Mit unserem neuen
Technologiezentrum in Elsdorf investieren wir in eines unserer
Wachstumsfelder und stärken unsere Innovationsfähigkeit im Phar-
GEA hat am 11. Februar 2026 ein neues Pharma-Technologiezentrum
in Elsdorf (Nordrhein-Westfalen) eröffnet. (Foto: GEA)
mabereich weiter. Auch unsere Produktionskapazitäten steigern wir
deutlich. Beides hilft uns, unsere führende Position in diesem hochinnovativen
Marktsegment auszubauen.“
Zu Gast bei der Eröffnung war Mona Neubaur, stellvertretende
Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Heute ist ein guter Tag für die Zukunft in Elsdorf
und im gesamten Rheinische Revier. Die GEA Group treibt die weltweite
Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion aus
dem Herzen Nordrhein-Westfalens heraus voran. Eine effiziente,
digital vernetzte Produktionsweise und nachhaltige Technologien
bringen uns einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft ganz
konkret näher. In Elsdorf zeigt sich: NRW bietet verlässliche Rahmenbedingungen,
um Investitionen mit Signalwirkung zu ermöglichen.
So sichern wir auch in herausfordernden Zeiten gute Arbeitsplätze,
industrielle Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit.“
Innen digital, außen grün
Der Neubau in Elsdorf ersetzt ein bestehendes GEA-Werk für Gefriertrocknung
im benachbarten Hürth. Dort waren die Produktionskapazitäten
an ihre Grenzen gelangt. Die über 260 Mitarbeitenden
finden am neuen Standort beste Voraussetzungen für ihre Aufgaben
in Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage und Service. Die
Produktionskapazitäten können erweitert werden, insbesondere
auch durch verkürzte Produktionszeiten.
Auf den Dächern der Produktionshallen und Bürogebäude sorgen
Photovoltaik-Anlagen und Begrünung für einen CO2-neutralen
Betrieb. Mit dem Strom vom Dach betreibt GEA Luft-Wasser-Wärmepumpen
für die Gefriertrocknung sowie zum Heizen und Kühlen
am Standort. In der Produktion können dadurch bis zu 7.000 Tonnen
CO2 eingespart werden. Aus der PV-Anlage speisen sich zudem
30 Ladestationen für E-Autos und Flottenfahrzeuge sowie sechs
Stationen für E-Bikes. Möglichst viele Flächen auf dem rund 45.000
Quadratmeter großen Gelände blieben durch Graspflastersteine unversiegelt.
Führend in pharmazeutischer Gefriertrocknung
Eröffnung des neuen GEA Pharma-Technologiezentrums in Elsdorf:
Johannes Giloth (COO, GEA), Michael Asenkerschbaumer (Managing
Director Lyophilization, GEA), Andreas Heller (Bürgermeister Stadt Elsdorf),
Prof. Dieter Kempf (Vorsitzender des Aufsichtsrates, GEA), Mona
Neubaur (Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen) und
GEA CEO Stefan Klebert (1. Reihe von links nach rechts). (Foto: GEA)
Die Gefriertrocknung ist für viele temperaturempfindliche Arzneimittel
ein notwendiger Produktionsschritt, um sie länger haltbar
oder überhaupt transportfähig zu machen. Dazu zählen neben Impfstoffen
unter anderem Antibiotika, Seren, Diagnosemittel, proteinhaltige
und biotechnologische Produkte, Zellen, Gewebe und Chemikalien.
Die Produktion muss dabei den ausgesprochen hohen
Qualitäts- und Sicherheitsstandards der Pharmaindustrie genügen.
Viele der entsprechenden Herstellungsverfahren sind traditionell
energieintensiv. Mit innovativen Anlagen und Prozessen reduziert
GEA diesen Energiebedarf deutlich. Das Unternehmen baut seine
Kapazitäten und Fähigkeiten in diesem Wachstumsmarkt seit Jahren
systematisch aus.
GEA Group Aktiengesellschaft
D 40468 Düsseldorf
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Beispielsweise das Thema Erklärbarkeit von KI mithilfe
von Heatmaps kann zur regulatorisch konformen Entwicklung beitragen.
© Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
Insbesondere Robotik im Einsatz ohne Schutzzaun
bedarf besonderer Sicherheitsmaßnahmen.
© Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
KI rechtssicher in die Praxis bringen:
Reallabor KIRR Real entwickelt
exemplarische KI- und Robotiklösungen
Ziel von »KIRR Real: Reallabor für rechtskonforme KI und
Robotik« des Fraunhofer IPA und der ARENA2036 war,
Unternehmen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung
des EU AI Acts sowie der ab 2027 geltenden EU-Maschinenverordnung
zu unterstützen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit
mit 15 Unternehmen sind jetzt veröffentlicht
und dienen Unternehmen mit ähnlichen Anwendungen zur
Orientierung für die rechtssichere Entwicklung von KI- und
Robotikanwendungen.
Die Zeit drängt, wenn es um aktuelle Regulatorik geht: Am 2. August
2027 treten die Verpflichtungen für Hochrisiko-KI-Systeme
als Sicherheitskomponente in Kraft und der gesamte EU AI Act
findet Anwendung. Auch die neue EU-Maschinenverordnung legt
ab Januar 2027 neue Anforderungen für sicherheitsrelevante KI und
selbstlernende Systeme fest.
Regulatorische und technische Beratung für Unternehmen
und wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
Baden-Württemberg gefördert. Im Konsortium arbeiteten das
Fraunhofer IPA und der Forschungscampus ARENA2036 zusammen
und wurden von mehreren assoziierten Partnern begleitet.
Zentrale Anliegen des Projekts waren, zu untersuchen, wie gut die
Unternehmen in Baden-Württemberg auf den AI Act und die Maschinenverordnung
vorbereitet sind, wie die beiden Verordnungen
zusammenspielen und sich überlagern und wo es noch Hürden in
der KI-Regulierung gibt.
Die Erkenntnisse aus dem Projekt geben Impulse für eine praxistaugliche
Umsetzung und Weiterentwicklung der KI-Regulierung
und werden aktiv in den Gesetzgebungsprozess zurückgespiegelt,
zum Beispiel durch die Teilnahme an Normungsgremien, einen
regelmäßigen Austausch mit der Bundesnetzagentur, der Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und einen Workshop
mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Auch in die
Ausgestaltung der vom AI Act vorgesehenen Reallabore sollen die
Projektergebnisse einfließen.
Bewusstsein für regulatorische Anforderungen schaffen
KIRR Real half Unternehmen dabei, diese komplexen regulatorischen
Im Projektverlauf wurden 15 KI-Anwendungsfälle aus Bereichen wie
Anforderungen zu verstehen und umzusetzen. Hierfür wur-
Fertigung, humanoide Robotik, Gesundheitswesen und Personal-
den »Legal Quick Checks« angeboten, also kurze kompakte Beratungsprojekte.
management bearbeitet. Sogar Unternehmen mit fortgeschrittener
Eine Anwaltskanzlei stufte diese Fälle in eine der vier KI-Entwicklung hatten noch Unterstützungsbedarf bei der Umsetmanagement
Risikoklassen des AI Acts ein (von minimalem bis unannehmbarem zung des AI Acts. In Gesprächen stellte sich ebenfalls heraus, dass
Risiko). Anschließend prüfte das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
das Bewusstsein für die kommenden Regulierungen oft nicht austation
und Automatisierung IPA die technische Dokumenreicht.
In der Anwendung des AI Acts wurde häufig entweder die
und zugrundeliegenden Konzepte der KI-Entwicklung, um rechtliche oder die technische Ebene betrachtet. Beide Aspekte und
die Rechtskonformität der Systeme zu evaluieren und praxisnahe die frühzeitige Beschäftigung mit KI-Regulierung sind jedoch entscheidend
Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
für die erfolgreiche Anwendungsumsetzung.
Das Projekt lief von 15. November 2024 bis 31. Dezember 2025
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Herausforderungen bei der Umsetzung der Rechtsakte
Besonders die Einordnung in Risikoklassen ist für Unternehmen herausfordernd.
Diese Einordnung ist entscheidend für die Ressourcenplanung,
jedoch manchmal nicht eindeutig bestimmbar, und
hängt stark von den Details des Anwendungsfalls ab. Eine Orientierung
an ähnlichen Fällen ist deshalb nicht immer möglich.
Das Fehlen der harmonisierten Standards hat zur Folge, dass
mehr KI-Systeme eine Konformitätsprüfung durch Dritte durchlaufen
müssen. Im Hinblick auf die Maschinenverordnung sehen viele
Fachleute zudem Klärungsbedarf, was genau unter einem System
mit »selbstentwickelndem Verhalten« zu verstehen ist.
Ein weiteres Thema ist die technische Umsetzung der Anforderungen.
Viele Unternehmen treiben Fragen um wie: Wie müssen
Nachweise erbracht werden? Wie umfangreich muss eine Dokumentation
sein? Wann ist KI Teil einer Maschine? Auch der Umgang
mit mehreren geltenden Regulierungen ist oft unklar und verursacht
Angst vor unnötigem Mehraufwand. Zudem entwickeln viele Unternehmen
KI-Systeme nicht vollständig selbst, sondern nutzen bestehende
General-Purpose-AI-Modelle für ihre Anwendungen, was
die Erbringung der erforderlichen Nachweise erschwert. Die verfügbaren
Leitfäden und Hilfestellungen berücksichtigten diese Praxis
bisher jedoch kaum.
Für die Integration von KI in Roboter und andere Maschinen
steht mit der neuen Maschinenverordnung noch eine Herausforderung
an: Unternehmen müssen neben der Beachtung der neuen Regeln
für KI in Sicherheitsfunktionen in den nächsten zwölf Monaten
auch ihre bestehenden Produkte an die neue Verordnung anpassen.
Handlungsempfehlungen aus dem Reallabor
Die Erfahrungen aus KIRR Real verdeutlichen, dass es zwar Unternehmen
gibt, die sich mit den Verordnungen auseinandersetzen,
dabei bereiten allerdings bestehende Unklarheiten, die Vielzahl an
zu berücksichtigenden Regulierungen und das Fehlen der harmonisierten
Standards Probleme.
Es besteht dringender Bedarf an konkreten, praxisnahen und
leicht umsetzbaren Leitfäden sowie strukturierten Vorgehensweisen,
die früh in der Entwicklung ansetzen. Insbesondere sind KI-
Entwicklungsteams, unabhängig von der Unternehmensgröße, oft
klein und haben Schwierigkeiten, die erforderlichen Aufwände zu
bewältigen. Unterstützungsangebote (wie zum Beispiel Reallabore)
sollten daher möglichst niederschwellig sein, um einen echten
Mehrwert zu liefern. Unternehmen sollten ferner bereits in frühen
Entwicklungsphasen Unterstützung erhalten, zum Beispiel durch
die rechtliche Einschätzung eines Anwendungsfalls, Workshops
oder Beratung während der Entwicklung eines Systems.
Das Fraunhofer IPA wird weiterhin die Erkenntnisse aus der
Projektarbeit sammeln und aktiv in den Gesetzgebungsprozess einbringen
sowie für die direkte Zusammenarbeit mit Unternehmen
nutzen. Unternehmen können hierfür auf unsere Ansprechpersonen
zukommen. Das Ziel bleibt, die KI Regulierung praxisnah weiterzuentwickeln
und Unternehmen in Baden-Württemberg optimal zu
unterstützen.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12 D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2026
Seite 25/73
(Bildcredits: © nora)
(Bildcredits: © nora)
noravant timber Kautschukböden für moderne Labor‐ und Reinraumarchitektur
Wenn Funktion Atmosphäre schafft
Fachleute aus der Labortechnik und der Planung sicherheitsrelevanter
Einrichtungen wissen: Labore und Reinräume sind hochfunktionale
Arbeitsumgebungen mit klar definierten Anforderungen.
In den vergangenen Jahren sind diese Anforderungen jedoch
in einem zunehmend komplexen Umfeld weiter gestiegen. Neben
der Integration innovativer Technologien, der Einhaltung strenger
Sicherheitsvorgaben sowie der Optimierung von Effizienz und Ressourcennutzung
rücken heute auch Aspekte wie Aufenthaltsqualität,
Gestaltung und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Atmosphäre
und Wohlbefinden gewinnen an Bedeutung – selbst in Bereichen,
die lange Zeit nahezu ausschließlich funktional gedacht waren.
Genau hier setzt der neue Kautschukbelag noravant timber an. Er
verbindet die Anmutung eines natürlichen Holzdesigns mit jener
Performance, die in Laboren und Reinräumen unerlässlich ist. Der
Bahnenbelag eröffnet neue gestalterische Spielräume für Bereiche,
in denen Sicherheit und Design Hand in Hand gehen.
Farben, Materialien und Oberflächen beeinflussen Motivation,
Konzentration und letztlich auch die Qualität der Arbeitsergebnisse.
Der Boden ist ein integraler Bestandteil moderner Laborarchitektur
und übernimmt eine wichtige Rolle innerhalb eines
Gesamtkonzepts, das Funktion und Gestaltung gleichwertig berücksichtigt.
Die ruhige Eichenoptik von noravant timber und seine
seidenmatte Oberfläche schaffen eine Fläche, die sich bewusst
zurücknimmt und dennoch eine angenehme Raumatmosphäre erzeugt.
„Gerade in Labor‐ und Reinraumbereichen ist die enge Verbindung
von Gestaltung und Funktion unerlässlich“, sagt Bettina
Haffelder, Vice President DACH nora. „Mit noravant timber ist es
gelungen, einen Bodenbelag mit authentischer Holzoptik zu entwickeln,
der einfach zu reinigen ist und sich durch eine herausragende
Medienbeständigkeit auszeichnet.“
Beständigkeit für anspruchsvolle Einsatzbereiche
So wichtig die Ästhetik ist – in Laboren und Reinräumen entscheidet
letztlich die Performance. Die innovative Oberflächentechnologie
sorgt für eine außergewöhnlich hohe Beständigkeit gegenüber
einer Vielzahl von Laborchemikalien. Das reduziert den Reinigungsaufwand
und trägt gleichzeitig dazu bei, die Qualität der Räume
langfristig zu erhalten – für ein dauerhaft angenehmes Arbeitsumfeld
und einen nachhaltigen Werterhalt der Laborimmobilie.
Gestaltung als funktionaler Mehrwert
nora systems GmbH
Höhnerweg 2-4
D 69469 Weinheim
Telefon: +49 6201 2743934
Mobilfunk: +49 172 6330484
eMail: frank.baehr@nora.com
Internet: http://www.nora.com
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Seite 26/73
Unsichtbare Partikel,
reale Folgen:
Neuer Camfil-Film zeigt,
warum saubere
Innenraumluft die
Gesundheit schützt
Wie sauber ist die Luft, die wir in Innenräumen atmen, und welchen
Einfluss hat sie auf unsere Gesundheit? Diesen Fragen widmet sich
ein Film, den Filterhersteller Camfil kürzlich im Rahmen der internationalen
Reihe „Healthier Together“ veröffentlicht hat. Healthier
Together ist eine Serie der WHO Foundation und wurde produziert
von BBC StoryWorks Commercial Productions.
Ob Kochen, Heizen, Reinigen oder ganz normale Gebäudenutzung:
Im Alltag entstehen mikroskopisch kleine Partikel. In modernen,
energieeffizienten Gebäuden verbleiben diese bei unzureichender
Lüftung und Filtration lange in der Luft – mit Folgen für
das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen, die sich im
Gebäude aufhalten.
„Bei Camfil arbeiten wir mit etwas, das man nicht sehen kann,
aber dessen Wirkung jeder spürt: Luft. Wer Raumluftqualität versteht
und aktiv steuert, reduziert Risiken, schützt Menschen und
schafft spürbar bessere Aufenthaltsqualität. Wer Raumluftqualität
versteht und gezielt steuert, reduziert Risiken, schützt Menschen
und erhöht die Aufenthaltsqualität“, sagt Anders Sundvik, VP Product
& Innovation bei Camfil, der im Film in das Thema einführt.
Verantwortliche für Schulen, Büros und andere öffentliche Gebäude
sollten die Bereitstellung sauberer Luft daher nicht als reine
Technikfrage betrachten, sondern als wesentlichen Bestandteil verantwortungsvoller
Gebäudeplanung und ‐führung.
Der Film ist auf der Camfil‐Website abrufbar. Dort gibt es ergänzend
auch Informationen zu einfachen Maßnahmen für bessere
Luft am Arbeitsplatz.
Über die Serie „Healthier Together“
Healthier Together ist eine Videoreihe, die in Zusammenarbeit mit
der WHO Foundation entstanden ist. Produziert wurde sie von
BBC StoryWorks Commercial Productions im Auftrag teilnehmender
Organisationen. Die Serie beleuchtet weltweite Gesundheitsherausforderungen
und ‐chancen – in Städten wie in Dörfern, in
Krankenhäusern wie zu Hause – und zeigt, wie Menschen zusammenarbeiten,
um gemeinsam das Ziel Gesundheit für alle zu erreichen.
Camfil GmbH
Feldstr. 26 - 32 D 23858 Reinfeld
Telefon: +49 4533 2020
Telefax: +49 4533 202202
eMail: info.de@camfil.com
Internet: http://www.camfil.com
NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2026
Seite 27/73
Hermann Bantleon GmbH und IQM Oberflächentechnik GmbH realisieren
nachhaltige Lösung für saubere Bauteile
Ganzheitliche Prozessoptimierung
in der Oberflächentechnik
Saubere Bauteile sind ein zentraler Qualitätsfaktor
in der industriellen Fertigung. Gemeinsam
mit der IQM Oberflächentechnik
GmbH hat die Hermann Bantleon GmbH
gezeigt, wie sich anspruchsvolle Anforderungen
in der Oberflächentechnik durch
eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette
effizient und nachhaltig umsetzen
lassen. Von der Bearbeitung über die Bauteilreinigung
bis hin zur sicheren VCI-Verpackung.
Warenträger und Bauteile bereit zur Reinigung
mit den Reinigungsmedien von Bantleon.
(Copyright: Hermann Bantleon GmbH)
Ausgangspunkt war die Inbetriebnahme
einer neuen Reinigungsanlage bei IQM. Die
Herausforderung bestand darin, einen Partner
für ein Reinigungsmedium zu finden,
das für alle Legierungen eingesetzt werden
kann, die das Unternehmen seinen Kunden
anbietet – bei gleichzeitig konstant hoher
Reinigungsleistung.
„Mit der Inbetriebnahme einer neuen
Anlage in 2021 standen wir vor der Aufgabe,
ein Reinigungsmedium zu finden, das
für sämtliche Legierungen geeignet ist, die
wir bearbeiten. Gleichzeitig mussten wir sicherstellen,
dass wir die hohen Qualitätsanforderungen
unserer Kunden zuverlässig erfüllen“,
erklärt der kaufmännische Leiter der
IQM Oberflächentechnik GmbH, Sebastian
Trakies. „Mit Bantleon haben wir diesen
Partner gefunden und können in unserer
Reinigungsanlage alle Bauteile so reinigen,
wie wir es brauchen, um die Qualität unserer
Kunden dauerhaft zu gewährleisten.“
Im Fokus des Projekts stand das Ziel,
Bauteile zuverlässig sauber zu bekommen
und gleichzeitig alle Prozessschritte optimal
aufeinander abzustimmen. Nach dem Gleitschleifen
sorgen speziell abgestimmte Reinigungsmedien
für die effektive Entfernung
von Verunreinigungen. Die anschließende
Restschmutzanalyse im Reinraum stellt
sicher, dass die geforderten Qualitätsstandards
eingehalten werden. Auf diese Weise
entstehen dauerhaft saubere Bauteile und
eine hohe Prozesssicherheit für die nachfolgenden
Fertigungsschritte.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war
die individuelle, technische Beratung durch
Bantleon entlang des gesamten Prozesses.
Neben der Auswahl des passenden Reinigungsmediums
unterstützte Bantleon IQM
auch bei der Auslegung der geeigneten VCI-
Verpackung. Diese schützt die gereinigten
Bauteile zuverlässig vor Korrosion und bereitet
sie sicher für Lagerung und Versand
vor. Reinigung, Korrosionsschutz und Verpackung
wurden dabei als integriertes Gesamtsystem
betrachtet und exakt auf die
Anforderungen von IQM abgestimmt.
„Wir schätzen besonders, dass der
technische Berater von Bantleon jederzeit
erreichbar ist und uns unmittelbar unterstützt“,
Melanie Rehm, Produktionsleiterin
der IQM Oberflächentechnik GmbH.
Die gemeinsame Success Story zeigt,
dass erfolgreiche Reinigung und hochwertige
Oberflächentechnik nicht durch einzelne
Produkte entstehen, sondern durch partnerschaftliche
Zusammenarbeit, technische
Expertise und den konsequenten Blick auf
den gesamten Prozess. So lassen sich Qualität,
Effizienz und Nachhaltigkeit gleichermaßen
steigern – ein Ansatz, der in der
modernen Oberflächentechnik zunehmend
an Bedeutung gewinnt.
Hermann Bantleon GmbH
D 89077 Ulm
Die Reinigungsmedien von Bantleon
bereit für die Anwendung.
(Copyright: Hermann Bantleon GmbH)
VCI Verpackung von Bantleon für sichere Lagerung und sicheren Transport.
(Copyright: Hermann Bantleon GmbH)
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Seite 28/73
Bild: AdobeStock_569552759
Synergien für die
Hightech-Reinraumplanung
Lorenz Consult ist ab sofort Partner im Silicon Alps Cluster, einem wichtigen Technologie-
und Innovationsnetzwerk für elektronische und softwarebasierte Systeme
in Österreich. Als einer der führenden österreichischen Generalplaner für komplexe
Gebäude stärkt das Unternehmen damit seine Vernetzung innerhalb der Elektronik-
und Mikroelektronikbranche. Ziel der Zusammenarbeit ist es, technologische
Trends frühzeitig zu erkennen und in die Planung hochspezialisierter Reinraum-Infrastrukturen
zu integrieren.
Fokus auf die Schnittstelle von Gebäude und Prozess
Der Silicon Alps Cluster vereint Akteure aus Industrie, Forschung und öffentlicher
Hand aus dem Süden Österreichs. Für Lorenz Consult bietet diese Plattform einen
direkten Zugang zu den technologischen Anforderungen der Zukunft. Da Reinräume
in der Halbleiterfertigung oder Sensorik extremen Anforderungen an Partikelfreiheit,
Schwingungsentkopplung und Klimastabilität unterliegen, ist ein enger Austausch
mit den Systementwicklern essenziell.
„Die Partnerschaft im Silicon Alps Cluster ermöglicht uns einen Wissensvorsprung.
Wir verstehen früher, wie sich die Fertigungstechnologien unserer Kunden
entwickeln, und können die bauliche Infrastruktur sowie die Gebäudetechnik präzise
darauf abstimmen“, erklärt Christian Lorenz, Geschäftsführer von Lorenz Consult.
Innovation und Nachhaltigkeit in der Reinraumtechnik
Ein zentrales Anliegen der Partnerschaft ist die konsequente Verzahnung von technologischem
Fortschritt und nachhaltiger Gebäudegestaltung. Gerade bei energieintensiven
Reinraum-Projekten spielt die Ressourcen- und Energieeffizienz eine
entscheidende Rolle. Lorenz Consult nutzt das Netzwerk, um innovative Planungsansätze
weiterzuentwickeln, die den steigenden ökologischen und ökonomischen
Anforderungen der Branche gerecht werden.
Strategischer Mehrwert für Hightech-Branchen
Mit dieser Mitgliedschaft festigt Lorenz Consult seine Position als spezialisierter
Partner für die Elektronik- und Mikroelektronikbranche, aber auch für Pharma,
Labor/Biosafety und Food. Kunden profitieren von einer Planung, die nicht nur
aktuelle Standards erfüllt, sondern bereits die technologischen Zyklen der kommenden
Jahre berücksichtigt. Der kontinuierliche Transfer von Prozess-Know-how aus
dem Cluster direkt in die Planungsphase sichert die Zukunftsfähigkeit anspruchsvoller
Reinraum- und Laborprojekte.
Lorenz Consult Ziviltechniker GmbH
AT 8010 Graz
NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2026
Seite 29/73
Hannusch EMS steigert Linienflexibilität
mit ASYS Automatisierungslösungen
Die Hannusch Industrieelektronik GmbH mit Sitz in Laichingen
(Baden-Württemberg) ist ein erfahrener EMS-Dienstleister für die
anspruchsvolle Elektronikfertigung. Zur Steigerung der Linienflexibilität
und zur Optimierung der Rüst- und Durchlaufzeiten hat das
Unternehmen eine neue SMD-Fertigungslinie realisiert, die mit
Automatisierungs- und Softwarelösungen der ASYS Group ausgestattet
wurde. Die Zusammenarbeit zwischen Hannusch und ASYS
besteht bereits seit 2009 und wurde im Rahmen dieses Projekts weiter
vertieft.
Durchgängige Kommunikation für effiziente Produktwechsel
Ziel der Linienkonzeption war es, bis zu 20 Produktwechsel pro Tag
wirtschaftlich abzubilden, ohne die Anlagenverfügbarkeit oder den
Durchsatz zu beeinträchtigen. Voraussetzung hierfür waren kurze
Rüstzeiten sowie eine stabile, standardisierte Maschinenkommunikation
über die gesamte Linie hinweg.
Die Linie ist mit mehreren ASYS Modulen für das Leiterplattenhandling
ausgestattet, darunter Be- und Entlademodule, Transportsysteme,
Puffer- und Magazinlösungen, Wende- und Vereinzelungseinheiten
sowie Arbeits- und Schnittstellenstationen. Ergänzt
wird die Hardware durch den SynapticaOS Hermes Assistant als
zentrale Softwarelösung für das Produkt- und Linienmanagement.
Die eingesetzten VEGO-Module passen sich automatisch an
unterschiedliche Leiterplattenformate an und gewährleisten einen
kontinuierlichen Materialfluss auch bei häufigen Produktwechseln.
Skalierbare Architektur für zukünftige Automatisierungsschritte
Der Hermes-Standard und die zugehörigen Softwarelösungen werden
bei ASYS kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell nutzt Hannusch
den Hermes Assistant zur Produktdatenverwaltung und Linienumstellung.
Perspektivisch ist geplant, den Change-Over weiter
zu automatisieren und direkt an den Anlagen auszuführen. Zusätzlich
soll die Kommunikation künftig linienübergreifend ausgebaut
werden, um weitere Effizienzpotenziale in der Gesamtfertigung zu
erschließen.
„Die Zusammenarbeit war immer sehr angenehm und auf Augenhöhe.
Die Reaktionszeiten waren schnell, und die Unterstützung
war hervorragend.“ Michael Hannusch, CEO, Hannusch Industrieelektronik
GmbH
Ergebnisse und Mehrwert
– Hohe Linienflexibilität: Realisierung von
bis zu 20 Produktwechseln pro Tag
– Standardisierte Kommunikation: Hermes-Protokoll als Basis
für Skalierbarkeit und zukünftige Automatisierung
– Hohe Anlagenverfügbarkeit: Robuste, wartungsarme
ASYS Systeme für den industriellen Dauereinsatz
– Langfristige Partnerschaft: Enge, lösungsorientierte Zusammenarbeit
mit Fokus auf kontinuierliche Prozessoptimierung
Standardisierte Schnittstellen erfolgreich umgesetzt
Im Projektverlauf stellte die Integration des Hermes-Standards eine
technische Herausforderung dar, da dieser von verschiedenen Anlagenherstellern
teilweise unterschiedlich interpretiert wird. Durch
eine enge Abstimmung zwischen Hannusch, ASYS und den beteiligten
Maschinenlieferanten konnte eine durchgängige Hermes-
Kommunikation erfolgreich umgesetzt werden.
ASYS Prozess- und Reinraumtechnik GmbH
Lerchenbergstraße 31
D 89160 Dornstadt
Telefon: +49 7348 98560
eMail: cleanroom@asys-group.com
Internet: http://www.asys-group.com
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2026
Seite 30/73
Arnt König übernimmt operative Führung des deutschen Marktes
– Gruppe richtet Managementkapazitäten stärker international aus
Testo Industrial Services erweitert
Geschäftsführung für weiteres Wachstum
Testo Industrial Services (TIS), einer der führenden Full-Service-Dienstleister
im Bereich Messtechnik, Qualitätsmanagement und Kalibrierung in Europa,
erweitert seine Geschäftsführung: Arnt König wird zum zweiten operativen Geschäftsführer
berufen und übernimmt zugleich die Rolle des stellvertretenden
Geschäftsführers von Raimund Föhrenbacher. Mit diesem Schritt stärkt die TIS
ihre Managementstruktur und schafft zusätzliche Kapazitäten für weiteres internationales
Wachstum und steigende Anforderungen innerhalb des Konzerns.
Führen das Unternehmen gemeinsam in die Zukunft: Raimund Föhrenbacher (rechts)
und der neue Geschäftsführer Arnt König (links). © Testo Industrial Services GmbH
Breite Erfahrung für zentrale
Zukunftsaufgaben
Arnt König bringt für seine neue Rolle einen
außergewöhnlich breit gefächerten Erfahrungshintergrund
mit, der ihn seit über
zwanzig Jahren eng mit der Entwicklung
von Testo Industrial Services verbindet. Seit
seinem Einstieg 2003 hat er die zentralen
Wachstumsphasen des Unternehmens aktiv
begleitet und maßgeblich mitgestaltet. Seine
operative Expertise reicht von vertriebsnahen
Schlüsselpositionen über langjährige
Führungsrollen in der deutschen Organisation
bis hin zur internationalen Verantwortung
als Geschäftsführer der Testo Industrial
Services Schweiz.
In dieser Position hat König wichtige
Impulse für die strategische Weiterentwicklung
des Schweizer Marktes gesetzt und die
internationale Zusammenarbeit innerhalb
der Gruppe vorangetrieben. Sein tiefes Verständnis
für Kundenbedürfnisse, Märkte
und interne Prozesse macht ihn zu einem
idealen Kandidaten für die operative Führung
des größten TIS-Marktes.
„Für mich ist diese neue Aufgabe eine
große Ehre und ein nächster toller Entwicklungsschritt“,
sagt Arnt König. „Ich freue
mich darauf, unsere starke Marktposition in
Deutschland weiter auszubauen und gleichzeitig
die internationale Ausrichtung der
Gruppe aktiv mitzugestalten.“
Mit seiner neuen Rolle übernimmt König
künftig nicht nur die operative Verantwortung
für Deutschland, sondern auch
zentrale kundenzentrierte Themen wie Sales
& Marketing International – ein Schlüssel
zur Verzahnung von lokaler Exzellenz
und globaler Strategie.
Stärkung der internationalen Ausrichtung
Mit der Erweiterung der Geschäftsführung
richtet Testo Industrial Services seinen
Fokus noch stärker auf die internationale
Weiterentwicklung der Gruppe. Die TIS ist
in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen
und arbeitet heute deutlich enger
mit den Landesgesellschaften sowie dem
Mutterkonzern Testo in Titisee zusammen.
Dieses Umfeld macht eine klare Rollenverteilung
notwendig, um die steigenden Anforderungen
durch Internationalisierung,
Skalierbarkeit und Synergien strukturiert
und zukunftsgerichtet zu managen.
Raimund Föhrenbacher wird sich künftig
intensiver auf die strategische Steuerung
der gesamten TISGruppe konzentrieren
– insbesondere auf die Umsetzung
der konzernweiten Strategie 2030 und die
Etablierung einer stärkeren internationalen
Zusammenarbeit. Ziel ist es, die globale
Leistungsfähigkeit der Organisation weiter
zu erhöhen und gleichzeitig den operativen
Fokus im deutschen Markt gezielt zu stärken.
„Unsere Gruppe wächst rasant, und mit
ihr wachsen die Anforderungen an Führung
und Internationalisierung“, sagt Raimund
Föhrenbacher. „Mit der neuen Struktur
schaffen wir mehr Raum für strategische
Entwicklung – und sichern gleichzeitig die
notwendige Aufmerksamkeit für unseren
stärksten Markt in Deutschland.“
Durch die neue Rollenverteilung entsteht
eine klare und leistungsfähige Struktur,
die sowohl die internationale Ausrichtung
als auch die lokale Marktdynamik optimal
unterstützt.
Testo Industrial Services GmbH
Gewerbestraße 3
D 79199 Kirchzarten
Telefon: +49 7661 909018000
eMail: gmp@testotis.de
Internet: http://www.testotis.de
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Seite 31/73
Green Elephant Biotech und
Bürkert Fluid Control Systems
präsentieren Archimedes® One für
skalierbare und automatisierte adhärente Zellkultur
Innovative Partnerschaft
revolutioniert Zelltherapieproduktion
Green Elephant
Biotech stellt den
dynamischen Adhärenz-
Bioreaktor Archimedes®
One vor, eine neue Plattform
zur Vereinfachung
und Skalierung adhärenter
Zellkulturprozesse.
Green Elephant Biotech stellt den Archimedes® One – Dynamischer
Adhärenz-Bioreaktor vor, eine neue Plattform zur Vereinfachung
und Skalierung adhärenter Zellkulturprozesse. Das System
entstand in enger Zusammenarbeit mit Bürkert Fluid Control
Systems und verbindet die Kultivierungstechnologie von Green
Elephant mit der Fluidik- und Automatisierungsexpertise von
Bürkert.
Der Grundstein für die Zusammenarbeit wurde auf der analytica
2024 gelegt, als das Application Management von Bürkert am
Messestand von Green Elephant erstmals auf die Technologie des
Unternehmens aufmerksam wurde. Aus diesem ersten Austausch
Joel Eichmann (l.) und Felix Wollenhaupt (r.) von Green Elephant Biotech
sowie Georg Stawowy (2. v. l.) und Hendrik Faustmann (3. v. l.) von
Bürkert Fluid Control Systems blicken voller Stolz auf die einjährige
Partnerschaft und das erste gemeinsame Produkt.
entwickelte sich eine strategische Partnerschaft, in deren Rahmen
Bürkert als strategischer Investor bei Green Elephant eingestiegen
ist und damit die Grundlage für eine langfristige Entwicklungszusammenarbeit
geschaffen hat.
Gemeinsam konzentrierten sich die Teams darauf, moderne
Fluidik- und Automatisierungstechnologien mit neuen Zellkultursystemen
zu verbinden. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der
Archimedes® One, das erste System einer neuen Bioreaktorkategorie,
das speziell für die skalierbare Kultivierung adhärenter Zellen
entwickelt wurde.
Adhärente Zellprozesse spielen eine zentrale Rolle bei vielen
neuen Zell- und Gentherapien, lassen sich jedoch bislang nur schwer
skalieren. Klassische zweidimensionale Kultursysteme sind häufig
mit hohem manuellem Aufwand und einer großen Anzahl von Kulturgefäßen
verbunden. Suspensionssysteme erfordern dagegen oft
die Anpassung empfindlicher Zelltypen, während Fixed-Bed-Bioreaktoren
zwar Skalierbarkeit ermöglichen, jedoch zusätzliche Hardwarekomplexität
und höhere Betriebskosten mit sich bringen.
Archimedes® One verfolgt daher einen biologieorientierten Ansatz.
Anstatt adhärente Zellen in Suspension zu überführen oder in
komplexe Matrizen einzubringen, ermöglicht das System eine kontrollierte,
perfusionsbasierte Kultivierung mithilfe der CellScrew®
Geometrie, die große Wachstumsoberfläche auf kompaktem Raum
bereitstellt. Automatisierte Medienverteilung und integrierte Zellernte
reduzieren manuelle Prozessschritte und unterstützen reproduzierbare
sowie standardisierte Arbeitsabläufe.
Durch die Integration von Fluidik- und Gassteuerungstechnologien
von Bürkert können Medien- und Gasflüsse präzise geregelt
werden. In Kombination mit einem angeschlossenen Biocontroller
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Seite 32/73
lassen sich zentrale Prozessparameter wie pH-Wert, gelöster Sauerstoff
und Temperatur überwachen und steuern. Damit wird ein Maß
an Prozesskontrolle erreicht, das bislang vor allem aus Suspensionsbioreaktoren
bekannt ist.
„Die Herstellung von Zelltherapien sollte nicht bedeuten, zwischen
biologischer Integrität und industrieller Skalierbarkeit wählen
zu müssen“, sagt Joel Eichmann, Co-Founder von Green Elephant
Biotech. „Mit Archimedes® One bringen wir eine Plattform auf den
Markt, die Prozesskontrolle mit den Anforderungen adhärenter Zellkulturen
in Einklang bringt und gleichzeitig die operative Komplexität
deutlich reduziert.“
“Die Zusammenarbeit mit Green Elephant zeigt, wie präzise
Fluidik- und Automatisierungstechnologien neue Möglichkeiten in
der Zellkultur-Technologie eröffnen können.“, sagt Hendrik Faustmann,
Manager New Business Model Development bei Bürkert
Fluid Control Systems. „Durch die Verbindung unserer Expertise in
Automatisierung und Systemintegration mit der Kultivierungsplattform
von Green Elephant ist eine Systemarchitektur entstanden, die
Flüssigkeitsmanagement und Prozesssteuerung nahtlos miteinander
vereint – optimal abgestimmt auf die Anforderungen moderner
adhärenter Zellprozesse.“
Das System wird derzeit dem Markt vorgestellt und soll noch im
Laufe dieses Jahres kommerziell verfügbar sein. Parallel startet Green
Elephant ein Early-Access-Programm für ausgewählte Zelltherapieunternehmen
und CDMOs. Teilnehmende Unternehmen erhalten
frühzeitigen Zugang zu Produktionssystemen sowie technische
Unterstützung und können zur Generierung von Anwendungsdaten
und Fallstudien im Vorfeld des kommerziellen Launches beitragen.
„Mit dem Early-Access-Programm möchten wir eng mit Therapieentwicklern
und CDMOs zusammenarbeiten, während wir den
kommerziellen Marktstart vorbereiten“, sagt Felix Wollenhaupt, Co-
Founder bei Green Elephant Biotech. „Gemeinsam wollen wir zeigen,
wie sich Archimedes® One in reale Produktionsabläufe integrieren
lässt und eine skalierbare Herstellung adhärenter Zellkulturen
unterstützt.“
Green Elephant Biotech und Bürkert Fluid Control Systems werden
den neuartigen Bioreaktor gemeinsam auf der analytica 2026 in
München (Stand A1.419) präsentieren. Besucher*innen können dort
mehr über die gemeinsame Entwicklung erfahren und das System
aus nächster Nähe kennenlernen.
Interessierte Unternehmen können sich für das Early-Access-
Programm bewerben unter:
www.greenelephantbiotech.com/eap
Bürkert GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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© Fraunhofer IPA/Foto Rainer Bez
»Humanoid Capabilities Navigator«:
Welche technischen Fähigkeiten
besitzt ein humanoider Roboter?
Ein Forschungsteam der Fraunhofer HNFIZ hat ein neu entwickeltes
Bewertungsmodell veröffentlicht, das die technischen
Fähigkeiten von Humanoiden anhand von fünf
Ausbaustufen einordnet. Auch Anwendungen lassen sich
anhand benötigter Roboterfähigkeiten klassifizieren. Das
Modell macht Humanoide vergleichbar, erleichtert das Finden
des passenden Humanoiden für eine Anwendung und
zeigt offene Themen in der Technologieentwicklung.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels und
rasanter Fortschritte in Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik rücken
humanoide Roboter immer stärker in den Fokus von Industrie
und Logistik. Unternehmen stehen dabei vor der zentralen Frage,
ab wann und für welche Aufgaben humanoide Roboter technisch
und wirtschaftlich sinnvoll einsetzbar sind bzw. sein werden. Viele
Firmen und Forschungseinrichtungen testen bereits erste Systeme,
doch bislang fehlte ein umfassendes, vergleichbares Bewertungsmodell.
Transparenz und Vergleichbarkeit für humanoide Roboter
Hier setzt der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und
Automatisierung IPA am Standort Heilbronn entwickelte Humanoid
Capabilities Navigator an, der in einem neu erschienenen Whitepaper
veröffentlicht wurde. Das Fraunhofer IPA ist mit dem Forschungs-
und Innovationszentrum für KI-basierte Robotik Teil der
Fraunhofer Heilbronn Forschungs- und Innovationszentren HNFIZ
und arbeitet in diesem Kontext neben den Themen intelligente mobile
Manipulation und flexible Nutzung von Roboterhänden auch an
Humanoiden.
Der Humanoid Capabilities Navigator ist grob von den fünf Automatisierungsstufen
beim autonomen Fahren inspiriert und bewertet
humanoide Roboter anhand von vier Sammelkategorien, die oft
verschiedene technische Fähigkeiten und deren Ausbaustufen enthalten:
– Mobilität und Fortbewegung (darunter fallen
z. B. Lokalisierung und Pfadplanung)
– Manipulation (darunter fallen
z. B. Kraftwahrnehmung und Greifplanung)
– Kognition (darunter fallen
z. B. Wahrnehmung und Aufgabenplanung)
– Safety und Security
Für jede Fähigkeit innerhalb einer Sammelkategorie können
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Humanoide nach Reifegraden von 0 (nicht vorhanden) bis 4 (hochautonom,
vergleichbar mit dem Menschen oder besser) eingeordnet
werden. Dies ermöglicht erstmals eine transparente, herstellerunabhängige
und fundierte Vergleichbarkeit verschiedener
Humanoider und die Angabe über deren Eignung für konkrete Anwendungen.
Praxisnahe Einordnung realer Anwendungen und Roboter
Die Veröffentlichung illustriert den Einsatz des Humanoid Capabilities
Navigators an typischen industriellen Anwendungsfällen wie
Lkw-Be- und Entladung, Kommissionierung, Maschinenbedienung
und Wartungsaufgaben. Für jede Aufgabe werden die jeweils notwendigen
technischen Reifegrade in den vier Fähigkeitsbereichen
aufgezeigt. So stellt beispielsweise die Lkw-Beladung höchste Anforderungen
an Manipulation, Kognition und Safety, während für
die Maschinenbedienung geringere Anforderungen ausreichen,
weil der Prozess strukturierter ist und damit die Aufgabenausführung
weniger Flexibilität erfordert.
Anhand eines aktuellen humanoiden Roboters, des G1 von Unitree
Robotics, hat der Automatisierungsbereich des Fraunhofer IPA
den Humanoid Capabilities Navigator erprobt. Es zeigte sich, dass
die aktuelle G1-Version bereits in Teilbereichen wie der Mobilität
beachtliche Fortschritte gemacht hat. Allerdings besteht noch erheblicher
Entwicklungsbedarf, um industrielle Anforderungen vollumfänglich
zu erfüllen. Das Bewertungsmodell macht diese Lücken
transparent und unterstützt gezielt dabei, Entwicklungsprioritäten
zu setzen.
Weichenstellungen für Forschung, Entwicklung
und Marktprognosen
Mit dem Humanoid Capabilities Navigator bietet das Fraunhofer IPA
der Industrie ein praxisnahes Instrument, um Potenziale humanoider
Roboter realistisch zu bewerten, Investitionsentscheidungen
abzusichern und gezielte Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen
abzuleiten. Zudem ermöglicht er eine belastbare Einschätzung
künftiger Marktentwicklungen, da der Fortschritt der Technologie
systematisch mit konkreten Anwendungsanforderungen verknüpft
wird.
Das Whitepaper ist Teil mehrerer Veröffentlichungen, die das
Institut in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits publiziert hat bzw.
noch publizieren wird. Sie alle legen den Fokus darauf, Unternehmen
umfangreiches und belastbares Material bereitzustellen, um die
wirtschaftliche und technische Einsatzfähigkeit humanoider Roboter
für ihre eigenen Anwendungsfälle einschätzen und bewerten zu
können.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12
D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
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A-look-inside-imec‘s-300mm-cleanroom. (Photo: Imec)
Mit EU-Unterstützung wurde
die halbleiterbasierte
Quanten-Pilotlinie „SPINS“
ins Leben gerufen
IMEC-SPINS. (Bild-Quelle: Imec)
Am 02. April 2026 wurde SPINS (Semiconductor
Pilot line for Industrial Quantum NanoSystems)
aus der Taufe gehoben, eine der
sechs europäischen Quanten-Pilotlinien.
Das von imec koordinierte Konsortium
bringt 25 europäische Forschungseinrichtungen,
Industriepartner und akademische
Forschungsgruppen zusammen, um Europas
Führung und Souveränität in diesem
strategisch wichtigen Bereich zu stärken.
Das mit 50 Mio. EUR ausgestattete SPINS-
Pilotprojekt wird durch die Kofinanzierung
des „Chips Joint Undertaking“ (Chips JU) der
Europäischen Union sowie durch die nationalen
und regionalen Behörden der beteiligten
Mitgliedsstaaten ermöglicht.
Die Quanteninformatik hat sich zu
einem hoch strategischen Gebiet mit stark
steigender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher
Bedeutung entwickelt. Die Anwendungen
reichen von Durchbrüchen in
der Arzneimittelforschung und der Materialwissenschaft
bis hin zu extrem sicherer
Kommunikation und Navigationssystemen
der nächsten Generation.
Zwischen der aktuellen Quantenforschung
und der Herstellung von Quantenprozessoren,
die bedeutende Quantenanwendungen
ermöglichen, klafft jedoch
noch eine Lücke. Die Skalierung der Anzahl
stabiler Qubits (auf bis zu einer Milliarde)
ist der Schlüssel zum Bau zuverlässiger und
fehlertoleranter Quantencomputer.
In Anbetracht der technologischen
Komplexität, die unter anderem einen kryogenen
Betrieb, hochpräzise Steuerelektronik
und hochspezialisierte Herstellungsprozesse
umfasst, und angesichts der strategischen
Bedeutung von Quantenchips wurden
im Rahmen des EU-Chip Acts sechs
komplementäre Quanten-Pilotlinien eingerichtet,
die sich jeweils auf eine bestimmte
Hardware-Plattform konzentrieren und gemeinsam
die Quantentechnologien in den
Bereichen Quantencomputer, Kommunikation
und Sensorik voranbringen. Innerhalb
dieses Portfolios ist SPINS die Pilotlinie,
die sich mit halbleiterbasierten Spin-Qubits
befasst und deren Hauptaugenmerk auf der
Entwicklung von Quantenchips für Quantencomputeranwendungen
liegt. Imec koordiniert
diese neue Pilotlinie und leitet ein
europäisches Konsortium von 25 Partnern
aus Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer,
VTT und CEA-Leti, aus der Industrie
(sowohl Großunternehmen wie Infineon
und Siltronic als auch KMU und Start-ups)
und aus akademischen Gruppen (wie der
TU Delft und der Universität Jyväskylä), die
ihr Wissen und ihre Fähigkeiten gemeinsam
einbringen, mit dem Ziel, den strategischen
Rahmen des EU-Chipgesetzes in konkrete
Maßnahmen umzusetzen.
Zu den ersten Projekten des SPINS-
Konsortiums gehören Prozess- und Design-
optimierung, um eine robuste Grundlage
für skalierbare, stabile und leistungsstarke
Spin-Qubits auf drei verschiedenen Technologieplattformen
zu schaffen: Si/SiGe,
Ge/GeSi und SOI. SPINS zielt darauf ab,
diese Technologie über Multi-Project-Wafer
(MPW) und standardisierte Quanten-
Prozessdesign-Kits (PDKs) vom Labor in
die Produktion zu überführen, um die Eintrittsbarrieren
für Start-ups und KMUs in
der halbleitenden Quantentechnologie zu
senken und die Grundlage für europäische
Unternehmen zu schaffen, frühzeitig Quanten-Know-how
aufzubauen.
Zitat imec - Kristiaan De Greve, Koordinator
SPINS: „Die Skalierung von Qubits erfordert
angesichts der extremen Empfindlichkeit
von Qubits gegenüber Störungen
aus der Umgebung ein extrem kontrollierbares
Umfeld und eine solide Fertigungsverarbeitung.
Diese Herausforderungen
erfordern sowohl die Genauigkeit und
Kontrolle, die nur in einer Halbleiter-Reinrauminfrastruktur
gegeben ist, als auch die
Forschungs- und Innovationsmentalität, um
eine solche Umgebung an diese empfindlichen
Qubits anzupassen. Bei imec gehen
wir seit über 40 Jahren kreativ mit komplexen
Problemen der modernen Halbleiterfertigung
um. Indem wir die Expertise unserer
europäischen Konsortialpartner in dieser
Quanten-Pilotlinie bündeln, werden wir die
Entwicklung von High-TRL-Halbleiter-Qubits
beschleunigen und damit Quantensysteme
in größerem Maßstab made in Europe
ermöglichen.“
Neben der Pilotlinie für die Halbleitertechnologie
gibt es weitere europäische
Quantenforschungsprojekte, darunter die
Pilotlinie für Photonik für Quanten „P4Q“
(koordiniert von der Universität Twente,
NL), an der auch das imec beteiligt ist, Ionenfallen-Qubits
„CHAMP-ION“ (koordiniert
von SAL, AT), supraleitende Qubits
„SUPREME“ (koordiniert von VTT, FI), Diamant-Quantenchips
‚DIREQT‘ (koordiniert
von CNR, IT) und neutrale Atome „Q PLA-
NET“ (koordiniert von Pasqal, FR).
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
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Seite 36/73
Produktionsstätten in Europa und USA erhöhen Prozesseffizienz und Kapazitäten
Vetter baut sein globales Netzwerk
für die klinische Herstellung weiter aus
– Baumaßnahmen am neuen klinischen Standort in
Des Plaines verlaufen planmäßig
– Ausbau der Infrastruktur am österreichischen Standort
-stärkt klinische Prozesse
– Etablierter Standort in Skokie verzeichnet weiterhin positive Ergebnisse
Vetter, einer der weltweit führenden Pharmadienstleister
im Bereich der aseptischen
Produktion injizierbarer Arzneimittel, gibt
den weiteren Ausbau seines globalen Netzwerks
für die klinische Herstellung bekannt.
Mit der kontinuierlichen Erweiterung seines
Leistungsangebots im Bereich Vetter
Development Service unternimmt das
Unternehmen entscheidende Schritte, um
die notwendige Kapazität, hochmoderne
Technologien und spezialisierte Expertise
bereitzustellen und somit der weltweit
steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Durch die weitere Stärkung seiner Präsenz
in Europa und den USA positioniert sich
Vetter als verlässlicher, langfristiger Partner
für biopharmazeutische Innovatoren weltweit.
„Unsere fortlaufende globale Expansion
spiegelt unseren ganzheitlichen Ansatz wider,
Kunden in ihrer klinischen Entwicklung
umfassend zu unterstützen“, sagt Dr. Claus
Feußner, Senior Vice President Vetter Development
Service. „Durch Investitionen
in Technologie und Kapazitäten stellen wir
unseren Partnern maßgeschneiderte Herstellungsservices
für frühe Entwicklungsphasen
bereit, damit ihre Moleküle erfolgreich
den Weg vom Labor in die Klinik finden.“
US-Standorte mit starker Performance
und großen Ausbauprojekten
Vetter bleibt in den USA weiterhin auf
Wachstumskurs. Der Standort in Skokie,
Illinois, ist weiterhin ein zentraler Partner
für globale Biotech-Unternehmen. Seit
seiner Eröffnung hat der Standort über
140 Kunden und mehr als 350 Wirkstoffe
auf dem anspruchsvollen Weg durch die
klinische Entwicklung begleitet. Über 40
% der Kunden von Skokie sind Start-ups
oder kleine Unternehmen mit weniger als
Die Bauarbeiten auf der Vetter-Baustelle in Des Plaines schreiten
planmäßig voran (April 2026). ©Vetter Pharma International GmbH
50 Mitarbeitenden.
Auf dieser Grundlage schreitet der Bau der
neuen, 15.000 Quadratmeter großen Einrichtung
in Des Plaines, Illinois, planmäßig
voran. Mit der in Kürze geplanten Fertigstellung
der Stahlkonstruktion beginnt der
Innenausbau. Nach der Inbetriebnahme im
Jahr 2029 wird der Standort die klinischen
Produktionskapazitäten von Vetter in den
USA weiter erhöhen und das langfristige
Engagement des Unternehmens stärken.
Europäischer Standort wächst infolge
Kundennachfrage
Die europäische Produktionsstätte von Vetter
in Rankweil in Österreich entwickelt sich
ebenfalls sehr positiv bei der Herstellung
und Qualitätskontrolle von Arzneimittelkandidaten
für klinische Studien. Um dem
stetig steigenden Projektumfang gerecht zu
werden, führt Vetter mehrere infrastrukturelle
Anpassungen am Standort durch.
Die Maßnahmen betreffen unter anderem
die Etablierung eines zusätzlichen
Wiegeraums sowie eines weiteren Ansatzraums
innerhalb des aseptischen Produktionsbereichs.
Auch die Kapazitäten für
die manuelle Optische Kontrolle werden
erhöht. Darüber hinaus wird das Serviceangebot
am Standort von neuen Kühlräumen,
speziellen Gefriereinheiten zur Lagerung
von API und einer weiteren Inkubationskammer
für mikrobiologische Testungen
profitieren.
Durch die fortgesetzte Optimierung der
Prozesse sowie den Ausbau der Kapazitäten
auf beiden Seiten des Atlantiks festigt Vetter
seine Rolle als globaler Partner für die
umfassende und cGMP-konforme klinische
Entwicklung und aseptische Herstellung.
Die enge Abstimmung der europäischen
und US-amerikanischen Standorte gewährleistet
harmonisierte Prozesse, konsistente
Qualitätsstandards und die Flexibilität, die
zur Erfüllung der sich wandelnden Anforderungen
weltweit tätiger Kunden notwendig
ist.
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
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Seite 37/73
BASF und Schütz haben einen Ansiedlungsvertrag über den Bau
eines hochautomatisierten Produktions- und Lagerstandorts
für Intermediate Bulk Container (IBC) am Unternehmenssitz
der BASF in Ludwigshafen unterzeichnet. (Foto: Schütz)
Schütz investiert in hochmodernen
IBC-Produktionsstandort am Stammwerk
der BASF in Ludwigshafen
– Bau eines hochautomatisierten Produktions- und Lagerstandorts
für Intermediate Bulk Container (IBC)
– Räumliche Nähe ermöglicht maximale Lieferflexibilität,
kurze Transportwege sowie eine 24/7‐Just‐in‐Time‐Belieferung
– Investition von Schütz unterstreicht strategische Partnerschaft
beider Unternehmen
BASF und Schütz haben einen Ansiedlungsvertrag
über den Bau eines hochautomatisierten
Produktions- und Lagerstandorts
für Intermediate Bulk Container
(IBC) am Unternehmenssitz der BASF in
Ludwigshafen unterzeichnet. Die neue
Produktionsanlage für IBC dient der langfristigen
und zuverlässigen Versorgung des
BASF-Werks mit Industrie-verpackungen.
Der Baustart für die IBC-Fertigungsanlage
ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
Zukunftsorientiertes
Versorgungskonzept
Schütz hat gemeinsam mit der BASF ein
neues, ganzheitliches Versorgungskonzept
mit industriellen Verpackungen für den
Standort entwickelt, in dessen Zuge das
künftige Produktionswerk von Schütz und
der Chemiestandort infrastrukturell und logistisch
eng miteinander verzahnt werden.
Kernbestandteil ist der Aufbau der State-
of-the-Art-Anlage zur IBC-Herstellung auf
einem Grundstück direkt am Werksrand
des Chemieunternehmens. Darüber hinaus
sieht das Konzept ein hochmodernes, digitalisiertes
Packmittellager vor, das sich an
die Container-Produktion anschließen wird
sowie den weiteren Ausbau der Wiederverwendung,
Aufbereitung und des Recyclings
genutzter Verpackungscontainer. „Dieses
Projekt ist nicht nur ein starkes Signal für
eine zukunftsfähige Standortentwicklung,
sondern steht auch für hocheffiziente, kundenspezifische
On-Site-Lösungen und den
weiteren Ausbau unserer Rolle als strategischer
Partner der Industrie“, sagt Roland
Strassburger, CEO der Schütz-Gruppe.
„Die gezielte Ansiedlung langjähriger
Partner und die Investition in standortnahe
Produktionskapazitäten schaffen entscheidende
strukturelle Vorteile für unser
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Seite 38/73
Jahrzehntelange Partnerschaft als Fundament
Schütz hat gemeinsam mit der BASF ein neues, ganzheitliches Versorgungskonzept mit
industriellen Verpackungen für den Standort Ludwigshafen entwickelt. Kernbestandteil ist
der Aufbau des State-of-the-Art-Werks zur IBC-Herstellung auf einem Grundstück des
Chemieunternehmens in unmittelbarer Nähe zum Verbundstandort. (Foto: Schütz)
Stammwerk“, sagt Helmut Winterling,
President Europäische Verbundstandorte,
BASF SE. „Die Integration der IBC-Fertigung
in unsere Wertstoff- und Produktionskreisläufe
stärkt langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
„Mit der Ansiedlung von Schütz in nächster
Nähe zu unserem Werksgelände schaffen
wir ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit
für den Standort. Die räumliche Anknüpfung
und Einbindung macht es möglich,
Transportwege kurz zu halten und rund
um die Uhr flexibel auf sich verändernde
Bedarfe in unseren Produktionsbetrieben
und Anlagen zu reagieren“, sagt Uwe Lohr,
Senior Vice President Global Indirect Procurement,
BASF SE.
Die Zusammenarbeit zwischen BASF und
Schütz reicht bis in die 1960er-Jahre zurück.
Ein Meilenstein war die Entwicklung
des weltweit ersten IBC im Jahr 1975 durch
Udo Schütz in enger Zusammenarbeit mit
der BASF – eine Innovation, die sich weltweit
zur Standardindustrieverpackung entwickelte.
Auch in den Betrieben am Ludwigshafener
BASF-Standort, wo der klassische
Intermediate Bulk Container unter
anderem zur Lagerung und zum Transport
chemischer Produkte in flüssiger Form eingesetzt
wird; dazu können typischerweise
chemische Grundstoffe wie Dispersionen,
Additive oder Tenside zählen. Heute betreibt
Schütz ein globales Produktionsnetzwerk
mit mehr als 70 Standorten und
beliefert neben BASF-Standorten weltweit
auch zahlreiche weitere Kunden aus unterschiedlichsten
Industrien.
SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA
D 56242 Selters
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Analytik Jena feiert
40 Jahre Biometra
– eine Erfolgsgeschichte
in der Molekularbiologie
Analytik Jena blickt gemeinsam mit ihrer Tochterfirma Biometra
auf vier Jahrzehnte technologischer Exzellenz in der
Molekularbiologie zurück. Seit der Gründung 1985 hat Biometra
die Laborpraxis maßgeblich beeinflusst – von frühen
Elektrophorese-Systemen über wegweisende PCR‐Thermocycler
bis hin zu modernen Plattformen für automatisierte,
präzise Workflows. Diese Erfolgsgeschichte ist eng
mit Kundennähe, Ingenieurskunst und einem klaren Qualitätsanspruch
verbunden.
Bereits in den Anfangsjahren hat Biometra auf Präzision und Zuverlässigkeit
gesetzt: Die ersten Produkte ermöglichten die effiziente
Trennung und Analyse von DNA, RNA und Proteinen. Sie wurden
schnell zum Standard in vielen Laboren. 1989 markierte die Einführung
früher PCR-Thermocycler einen Wendepunkt: Die DNA-Amplifikation
wurde schneller, präziser und benutzerfreundlicher. In den
1990er Jahren festigte Biometra ihre Rolle als vertrauenswürdiger
Technologiepartner in Forschung und Diagnostik weltweit.
In den 2000er Jahren erweiterte Biometra ihr Portfolio zielgerichtet:
Lösungen für DNA/RNA‐Extraktion und quantitative PCR
(qPCR) kamen hinzu, um die wachsenden Anforderungen moderner
Labore zu bedienen. Ein Meilenstein der Unternehmensgeschichte
folgte am 11. Mai 2009: Biometra wurde Teil der Analytik Jena Gruppe.
Diese Verbindung verstärkte das gemeinsame Produktangebot
– von Thermocyclern über Elektrophorese und Blotting bis zu
Imaging- und Hybridisierungs-Technologien – und eröffnete neue
Märkte sowie Synergien in Entwicklung und Service.
Der Einfluss auf Wissenschaft und Gesellschaft ist vielfach dokumentiert:
Mit dem Thermocycler TGradient leistete Biometra
einen Beitrag zur Entschlüsselung des Humangenoms, ein Meilenstein
in der modernen Biologie. Während der COVID‐19‐Pandemie
bestätigte sich die zentrale Bedeutung von (q)PCR‐Systemen
erneut: Biometra‐Technologien unterstützten weltweit molekulare
Diagnostik auf hohem Niveau. Strategische Kooperationen – etwa
mit Max‐Planck‐Institutionen im Bereich Proteinreinigung – förderten
darüber hinaus den Wissensaustausch und beschleunigten
Innovationen, die in praxistaugliche Lösungen mündeten.
Seit den 2020er Jahren richtet Biometra den Blick zunehmend
auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Integration in automatisierte
Laborumgebungen – immer mit dem Ziel, präzise Ergebnisse
schneller und robuster verfügbar zu machen.
„Unsere Vision ist es, die nächsten 40 Jahre genauso mutig und
konsequent zu gestalten wie die vergangenen,“ sagt Eggert Appel,
Leiter Produktentwicklung bei Biometra. „Technologisch ausgereifte
Produkte, hohe Benutzerfreundlichkeit und die nahtlose Einbindung
in automatisierte Prozesse bleiben zentrale Leitplanken unserer
Arbeit.“
Oliver Klaeffling, Geschäftsführer der Analytik Jena
GmbH + Co. KG, dankt allen Mitarbeitenden, Partnern und Kunden,
die Biometra über vier Jahrzehnte begleitet haben. „Ihr Engagement
und Vertrauen sind die Basis unseres Erfolgs – und Ansporn für die
Zukunft“.
Analytik Jena GmbH+Co. KG
D 07745 Jena
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Seite 40/73
Dr-Ing. Carlos Paiz Gaitca, Business Owner Industrial Analytics (links)
und Ralph Scheller, Teamleiter der Sofwareentwicklung
von ResMa (rechts) nehmen den Preis entgegen.
Bildquelle: Weidmüller
ResMa® überwacht die Werte von zahlreichen Messstationen
und bietet Visualisierungsmöglichkeiten an.
Bildquelle: Weidmüller
Auszeichnung für Energiemanagement
und Regressionsanalyse
Das Ressourcen- und Energiemanagementsystem ResMa® von
Weidmüller wurde von der Industrial Production als Produkt des
Jahres ausgezeichnet. Das System erreichte den dritten Platz in der
Kategorie „Energietechnik und Elektromechanik“. Der Preis „zeichnet
herausragende industrielle Produkte und Projekte“ aus, so die
Selbstbeschreibung.
ResMa® steigt auf die Siegertreppe. Bei der offiziellen Preisverleihung
der Industrial Production in München wurde das Energiemanagementsystem
auf den dritten Platz in der Kategorie „Energietechnik
und Elektromechanik“ gewählt.
Ausgezeichnet wurde der Ansatz von ResMa®, Energieverbräuche
mithilfe von Regressions‐ und Korrelationsanalysen nicht nur
transparent zu bewerten, sondern auch belastbar vorherzusagen.
Durch die Normalisierung historischer und aktueller Daten lassen
sich Einsparungen objektiv bewerten und zukünftige Verbräuche
realistisch prognostizieren – unabhängig von äußeren Einflüssen
wie Temperatur oder Arbeitszeiten. „Der Preis ist eine große Ehre
und zeigt, dass wir mit unseren Produkten die Bedürfnisse unserer
Kunden und die Anforderungen an eine effizientere Energienutzung
treffen,“ berichtet Dr-Ing. Carlos Paiz Gatica, Product Owner
für Industrial Analytics.
Die Jury für die Auszeichnung bilden die Leserinnen und Leser.
In einem offenen Online-Voting können sie für Ihre Favoriten
stimmen. Auch Ralph Scheller, Teamleiter der Sofwareentwicklung
von ResMa®, ist begeistert: „Ich freue mich über die große Wertschätzung
der Leserinnen und Leser. Ein besonderes Dankeschön
gilt dem Team, die lange und intensiv an ResMa® gearbeitet haben
und es jeden Tag aufs Neue tun.“
ResMa® ist eine browserbasierte Software, die sämtliche
Energie- und Produktionsdaten über verschiedene Schnittstellen
zentral sammelt. Mit ihren umfangreichen Analyse- und Visualisierungsfunktionen
ermöglicht sie weit mehr als klassisches Energiemanagement,
da Nutzer auch detaillierte Einblicke in Abläufe und
Produktionsprozesse erhalten. So trägt ResMa® dazu bei, nicht nur
Energie zu überwachen, sondern auch die Effizienz und Qualität der
betrieblichen Abläufe gezielt zu verbessern.
Die Software kombiniert Energiemanagement mit umfangreichen
Auswertungs-, Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten –
als Werkzeug für die Optimierung von Prozessen und deren energetischem
Bedarf. Anhand von gewonnenen detaillierten Kenntnissen
über die Prozesse und Energieflüsse im Unternehmen lassen sich
Potenziale erheben, um Prozesse zu optimieren.
ResMa® unterstützt auch dabei, die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes
zu erfüllen, CO₂-Bilanzen gemäß CSRD aufzubereiten
und Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 systematisch
umzusetzen. Dadurch entsteht eine zuverlässige Datengrundlage
für effizientere Prozesse und regulatorische Sicherheit.
Weidmüller GmbH & Co. KG
D 32758 Detmold
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Seite 41/73
Analytik Jena unterstützt erneut als Sponsor
Bunsen‐Kirchhoff‐Preis 2026
auf der analytica verliehen
Auf der analytica conference wurde am 26.
März 2026 der renommierte Bunsen‐Kirchhoff‐Preis
für Analytische Spektroskopie
verliehen. Analytik Jena freut sich, diese
traditionsreiche, international geschätzte
Auszeichnung auch in diesem Jahr wieder
als Sponsor zu unterstützen und den Preisträger
mit einem Preisgeld von 3.000 Euro
zu fördern.
Der Bunsen-Kirchhoff-Preis wird vom
Deutschen Arbeitskreis für Analytische
Spektroskopie (DAAS) der Gesellschaft
Deutscher Chemiker (GDCh) vergeben und
würdigt herausragende wissenschaftliche
Leistungen im Bereich der analytischen
In diesem Jahr geht die Auszeichnung an
Prof. Dr. David Clases, Universität Graz. Er
hat sich mit seinen Arbeiten auf dem Gebiet
der Element‐Massenspektrometrie, insbesondere
der ICP‐TOF‐MS (inductively couc/o
Analytik Jena
Spektroskopie. Er zählt zu den wichtigsten
Anerkennungen für exzellente Forschung
in diesem Feld und ist ein zentraler Baustein
zur Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses in der fortgeschrittenen Karrierephase.
Prof. Dr. David Clases erhält den Bunsen‐Kirchhoff‐Preis
2026
pled plasma time‐of‐flight mass spectrometry),
deutlich hervorgetan.
Prof. Dr. Clases gilt international als
einer der innovativsten jungen Forscher in
der analytischen Spektroskopie. Seine Forschung
an der Schnittstelle von ICP‐MS,
Nanostrukturanalytik und hybriden Messverfahren
hat in den vergangenen Jahren
weltweit große Aufmerksamkeit erfahren.
Seine wegweisenden Beiträge umfassen
unter anderem:
- Weiterentwicklung der hochauflösenden
ICP‐TOF‐MS, die es ermöglicht, komplexe
Partikelsysteme simultan, schnell und
mit hoher Genauigkeit zu analysieren.
- Multimodale Ansätze, bei denen ICP‐MS
mit komplementären Methoden wie optischen
Fallen oder Raman‐Spektroskopie
kombiniert wird – ein entscheidender
Schritt, um sowohl Element- als auch
-Molekülinformationen in einem Messansatz
zu erfassen.
- Bedeutende Fortschritte in der Partikelcharakterisierung,
die für Umweltanalytik,
Materialforschung und biomedizinische
Fragestellungen gleichermaßen relevant
sind.
Mit mehr als 70 Publikationen, zahlreichen
internationalen Auszeichnungen – darunter
das JAAS Emerging Investigator Lectureship
2025 – und einer stark sichtbaren
Präsenz in wissenschaftlichen Gremien und
Konferenzen gilt Prof. Dr. Clases als „Rising
Star“ der Spektroskopie.
Begründung der Jury
Die Jury des DAAS, bestehend aus Vertreterinnen
und Vertretern aus Universitäten,
Forschungsinstituten und Industrie, sieht
in den Arbeiten von Prof. Dr. Clases einen
besonders hohen wissenschaftlichen und
technologischen Mehrwert. Seine Forschung
trägt entscheidend dazu bei, die
Fähigkeiten der ICP‐TOF‐MS weiterzuentwickeln
– einer Technologie, die dank ihrer
Multielementfähigkeit und Kopplungsoptionen
als Schlüsseltechnologie der zukünftigen
Laboranalytik gilt.
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Seite 42/73
Stimmen aus dem Fachkreis
Prof. Dr. Carsten Engelhard, Vorsitzender
des DAAS und Jury-Vorsitzender des Bunsen-Kirchhoff-Preises
betont die Bedeutung
der Auszeichnung:
„Der Bunsen‐Kirchhoff‐Preis hat eine lange
Tradition und ist national wie international
hoch angesehen. Er würdigt besondere
wissenschaftliche Leistungen in der analytischen
Chemie, von der optischen Spektroskopie
bis zur massenspektrometrischen
Analytik. Die Arbeiten von Prof. Dr. Clases
sind in ihrer wissenschaftlichen Tiefe und
praktischen Relevanz herausragend und
besitzen ein hohes Transferpotenzial für Industrie,
Umwelt- und Materialanalytik.“
Analytik Jena erneut als Förderer
wissenschaftlicher Exzellenz
Analytik Jena ist stolz darauf, den Bunsen‐Kirchhoff‐Preis
seit vielen Jahren zu
unterstützen und einen Beitrag zur Förderung
innovativer analytischer Forschung zu
leisten.
„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse,
die mit diesem Preis ausgezeichnet werden,
prägen die Weiterentwicklung analytischer
Methoden weltweit. Als Technologieanbieter
sehen wir es als unsere Verantwortung,
Spitzenforschung sichtbar zu machen und
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler
zu fördern“, so Oliver Klaeffling,
Managing Director der Analytik Jena
GmbH+Co. KG.
Über den Bunsen‐Kirchhoff‐Preis
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen
und richtet sich an herausragende
Forschende im Bereich der
analytischen Spektroskopie. Er geht
auf eine jahrzehntelange Tradition in
der GDCh-Fachgruppe Analytische
Chemie zurück und wurde 1990 erstmals
vergeben. Die Verleihung findet
im Rahmen der analytica conference
in München statt.
Analytik Jena GmbH+Co. KG
D 07745 Jena
WIR MESSEN
NACH NORMEN
ISO 14644
VDI 2083
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ANNEX 1
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UND WEITERE EDELGASE
ISO 8573 + PHARMACOPEIA
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Tübinger Straße 47 D 72127 Kusterdingen
Tel.: +49 7071 6887180 Fax: +49 7071 688718700
E-Mail: public@c-tec.de www.c-tec.de
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Das Fraunhofer ISIT stärkt seine Kompetenzen in der Mikrofertigung:
Prof. Dr. Erica Lilleodden übernimmt die Leitung
des Geschäftsfeldes Mikrofertigungsverfahren. Die
Materialwissenschaftlerin bringt internationale Erfahrung
aus Forschung und Institutsleitung mit. Am ISIT entwickelt
sie Fertigungsprozesse für mikrostrukturierte Systeme und
Mikroelektronik. Ziel ist es, innovative Mikrofertigung
schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und
die technologische Souveränität Europas zu stärken.
Neue Impulse für die
industrielle Mikrofertigung:
Prof. Dr. Erica Lilleodden
leitet Geschäftsfeld am Fraunhofer ISIT
Das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT stärkt seine
Kompetenzen in der Mikrofertigung: Prof. Dr. Erica Lilleodden hat
die Leitung des Geschäftsfeldes Mikrofertigungsverfahren übernommen.
Mit ihrer internationalen Forschungserfahrung und langjährigen
Führungsexpertise wird sie die strategische Weiterentwicklung
dieses zentralen Technologiebereichs vorantreiben.
Mikrofertigung als Schlüsseltechnologie
für die nächste Generation von Mikrosystemen
Das Geschäftsfeld Mikrofertigungsverfahren gehört zu den größten
und technologisch zentralen Bereichen am Fraunhofer ISIT. Im
Fokus stehen die Entwicklung und Optimierung von Prozessen zur
Herstellung mikrostrukturierter, multimaterieller Systeme – insbesondere
für Anwendungen in der Mikroelektronik und angrenzenden
Zukunftsfeldern.
„Dieses Geschäftsfeld adressiert die industriellen Anforderungen
an neue Fertigungsansätze für mikrostrukturierte Bauteile und
Systeme“, erklärt Lilleodden. „Unsere Arbeit profitiert dabei maßgeblich
von der engen Verzahnung mit anderen Geschäftsfeldern
sowie vom direkten Zugang zur Reinraum-Infrastruktur am Institut.“
Internationale Expertise trifft angewandte Forschung
Prof. Dr. Erica Lilleodden ist eine international erfahrene Materialwissenschaftlerin
mit Stationen in den USA und Deutschland. Nach
ihrer Promotion an der Stanford University war sie unter anderem
an führenden Forschungsinstitutionen wie dem Lawrence Berkeley
National Laboratory und den Sandia National Laboratories tätig.
In Deutschland prägte sie über viele Jahre die Werkstoffforschung
am Helmholtz-Zentrum Hereon sowie als Professorin an der Technischen
Universität Hamburg. Zuletzt leitete sie als Direktorin das
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen
IMWS in Halle (Saale).
Mit ihrem Wechsel an das Fraunhofer ISIT verbindet sie bewusst
auch einen Perspektivwechsel: „Die Rolle als Geschäftsfeldleiterin
ermöglicht eine deutlich engere Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern sowie mit unseren Industriepartnern
auf operativer Ebene“, so Lilleodden. „Ich möchte die wissenschaftliche
Strategie aktiv mitgestalten und insbesondere den
Bereich Test und Diagnostik weiter ausbauen.“
Fokus auf Prozessverständnis, Funktionalität
und Zuverlässigkeit
Ein zentrales Differenzierungsmerkmal des ISIT sieht Lilleodden in
der ganzheitlichen Betrachtung von Mikrofertigungsprozessen: „Wir
entwickeln nicht nur Prozesse, sondern identifizieren auch neue
Funktionalitäten und untersuchen gezielt die Zuverlässigkeit der
entstehenden Systeme“, sagt sie. „Diagnostische Methoden spielen
dabei eine entscheidende Rolle – insbesondere, um zu verstehen,
warum Bauteile funktionieren oder eben nicht.“
Antwort auf steigende Anforderungen
aus Industrie und Gesellschaft
Die Anforderungen an Mikrosysteme wachsen stetig – getrieben
durch technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen.
„Der Innovationsdruck ist enorm“, betont Lilleodden. „Systeme
müssen leistungsfähiger, nachhaltiger und gleichzeitig kosteneffizient
sein. Diese Anforderungen stehen oft in direktem Spannungsfeld
zueinander.“
Das Fraunhofer ISIT adressiert diese Herausforderungen durch
anwendungsnahe Forschung und enge Kooperationen mit Industriepartnern.
Ziel ist es, Technologien frühzeitig auf industrielle Anforderungen
auszurichten und effizient in die Anwendung zu überführen.
Strategische Rolle für Mikroelektronik
und europäische Souveränität
Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Mikroelektronik
in Deutschland und Europa. Im Kontext der Forschungsfabrik Mi-
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kroelektronik Deutschland (FMD) und europäischer Initiativen wie
dem EU Chips Act sieht Lilleodden große Chancen für das ISIT: „Wir
werden verstärkt an komplexen Fragestellungen arbeiten, die für die
technologische Souveränität Europas entscheidend sind – etwa in
der Prototypenentwicklung, Prozessoptimierung und im Wafer-Level-Packaging“,
so Lilleodden.
Führung mit Fokus auf Zusammenarbeit und Entwicklung
In ihrer neuen Rolle setzt Lilleodden auf Teamarbeit, interdisziplinären
Austausch und die gezielte Förderung von Nachwuchskräften:
„Jede und jeder im Team trägt mit individuellen Kompetenzen zum
Gesamterfolg bei. Entscheidend ist, diese Stärken zu erkennen und
gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt sie.
Besonders wichtig ist ihr dabei die Verbindung von wissenschaftlicher
Exzellenz und konkreter Anwendung: „Forschung bei
Fraunhofer bedeutet, Wissen in Lösungen zu übersetzen, die in der
Praxis wirken.“
Klare Vision: Technologieführerschaft in der Mikrofertigung
Für die kommenden Jahre hat Lilleodden eine klare Zielsetzung: Das
Geschäftsfeld Mikrofertigungsverfahren soll als führender Partner
für innovative Fertigungstechnologien positioniert werden – national
wie international.
„Unser Beitrag zur Mikroelektronik ist entscheidend“, fasst sie
zusammen. „Wir entwickeln Technologien, die zukünftige Anwendungen
ermöglichen – von KI über Quantentechnologien bis hin zu
medizinischer Sensorik.“
Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT
D 25524 Itzehoe
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Unabhängige Auszeichnung festigt Vetters Position als ein führender CDMO
Vetter als Gewinner bei den
CDMO Leadership Awards 2026 ausgezeichnet
– Wichtige Branchenauszeichnung für CDMOs
– Auswahl erfolgt anhand quantitativer Kennzahlen und
verifizierter Bewertungen aus der Biopharmaindustrie
– Die Auszeichnung unterstreicht das Vertrauen
der Branche und der Kunden in Vetter
Vetter, ein global agierender Dienstleister für Pharma- und Biotechunternehmen
zur Herstellung lebensnotwendiger und lebensverbessernder
Medikamente, erhält den CDMO Leadership Award
2026 als CDMO des Jahres in der Kategorie „Finished-Dose“. Die
Auszeichnung würdigt Unternehmen, die sich durch besondere
Leistungen im Bereich Engagement, Qualität und technisches
Know-how hervortun und unterstreicht Vetters Rolle als verlässlicher
Partner für die Biopharmaindustrie. Die Award-Gewinner
wurden im Rahmen der DCAT Week am 25. März 2026 in New York
bekannt gegeben.
„Unser Anspruch ist es, unsere Kunden langfristig und bedarfsorientiert
zu unterstützen“, sagt Lars Hahn, Senior Vice President
Global Sales Oranization bei Vetter. „Die Auszeichnung bestätigt
unseren Fokus auf höchstmögliche Qualität, Zuverlässigkeit und
partnerschaftliche Zusammenarbeit. Vor allem würdigt sie die Arbeit
unserer mehr als 7.300 Mitarbeitenden weltweit.“
Investitionen in Kapazitäten und Technologien
Die Auszeichnung untermauert Vetters wichtige Rolle als strategischer
Partner für die Entwicklung und Herstellung injizierbarer
Medikamente. Der Pharmadienstleister unterstützt seine Kunden
entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Prozessentwicklung
über die klinische und kommerzielle Abfüllung bis hin zu
vielfältigen Montage- und Verpackungsangeboten. Vor dem Hintergrund
kontinuierlich steigender Anforderungen an die Herstellungsprozesse
komplexer biologischer Medikamente, baut Vetter
seine Kapazitäten, technologischen Kompetenzen und Qualitätssysteme
weiter aus: Strategische Investitionen in Europa und den
USA stärken die globale Entwicklungs- und Produktionsinfrastruktur.
Insgesamt plant das Unternehmen Investitionen in der Größenordnung
von rund zwei Milliarden Euro bis zum Jahr 2035.
Renommierter Branchenpreis
mit unabhängiger Datengrundlage
„Die CDMO Leadership Awards stehen für weit mehr als bloße Anerkennung“,
sagt Louis Garguilo, Chefredakteur von Outsourced
Pharma. „Sie spiegeln das direkte Feedback von Auftraggebern sowie
die praktischen Erfahrungen von Unternehmen wider, die sich
in einem zunehmend komplexen Entwicklungs- und Produktionsumfeld
behaupten müssen. Die diesjährigen Finalisten und Gewinner
haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zuverlässig
liefern, sich kontinuierlich an neue Anforderungen anpassen und als
vertrauenswürdige Partner agieren.“
Die CDMO Leadership Awards werden jährlich von der Mediengruppe
Life Science Connect und dem Fachmedium Outsourced
Pharma vergeben und zählen zu den renommierten Branchenpreisen.
Grundlage der Auszeichnung ist eine unabhängige Studie des
Bostoner Forschungszentrums Tufts Center for the Study of Drug
Development, die auf quantitativen Leistungsdaten sowie verifizierten
Bewertungen von Pharma- und Biotechunternehmen basiert.
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
Das Team von Vetter nimmt den Preis stolz entgegen (von links): Dr. Sebastian Schuck, Vice President Key Account Management,
Lars Hahn, Senior Vice President Global Sales Organization, Ayse Hizli, Vice President New Business Development, Michele Cavalheiro,
Key Account Manager und Dr. Claus Feussner, Senior Vice President Development Service. © Vetter Pharma International GmbH
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Seite 46/73
Eigene Niederlassung für den spanischen Markt
ENGEL Spain stärkt in Spanien
Kundennähe, Service
und Technologiezugang
Mit der Umfirmierung des bisherigen Vertriebspartners Roegele zu ENGEL
Spain baut der Spritzgießmaschinenbauer ENGEL seine direkte Präsenz im spanischen
Markt aus. Seit 1. April ist das Unternehmen mit einer eigenen Niederlassung
in Spanien vertreten. Für lokale Kunststoffverarbeiter verbindet sich
damit die Kontinuität eines seit Jahrzehnten etablierten Teams vor Ort mit dem
direkten Zugang zum Technologie-, Service- und Lösungsportfolio der globalen
ENGEL Gruppe – von Spritzgießmaschinen und Automatisierung bis zu digitalen
Assistenzsystemen. ENGEL ist damit nun mit einer eigenen Niederlassung im
spanischen Markt vertreten.
Lokale Beständigkeit und
globale Support-Strukturen
Seit 1972 betreute Roegele Kunden in Spanien
in Branchen wie Automotive, Packaging,
Medical und Technical Moulding und stand
für Vertrieb, Service, Schulungen und Beratung
rund um ENGEL Spritzgießlösungen.
Ausgehend von dieser langjährigen Partnerschaft
setzt der Spritzgießmaschinenhersteller
damit den nächsten konsequenten
Schritt. Mit ENGEL Spain bleiben die
vertrauten Ansprechpartner und die lokale
Marktkenntnis erhalten. Service und anwendungstechnisches
Know-How werden
noch enger an das internationale Netzwerk
der Unternehmensgruppe angebunden.
„Die Integration in die ENGEL Gruppe
stärkt unsere lokale Präsenz in Spanien und
ermöglicht es uns, unseren Kunden noch
besseren Service und technische Unterstützung
anzubieten“, sagt Daniel Vizuete, Geschäftsführer
ENGEL Spain.
Standort Barcelona wird ausgebaut
ENGEL investiert in Spanien gezielt in lokale
Strukturen, Anwendungstechnik und
Servicekapazitäten. Am Standort Barcelona
werden ein Technikum für Schulungen sowie
ein Showroom geschaffen. Damit stärkt
ENGEL Spain die technische Betreuung vor
Ort und verkürzt Reaktionszeiten im Service.
Für Kunden wird die Verbindung aus
lokaler Präsenz und globaler Anbindung damit
noch unmittelbarer nutzbar.
„Mit ENGEL Spain schaffen wir die Voraussetzungen,
unsere Kunden im spanischen
Markt noch direkter zu betreuen und
unsere lokale Präsenz gezielt weiterzuentwickeln“,
sagt Benjamin Lettner, VP Europe
West & East. „Wir bauen dabei auf gewachsene
Kundenbeziehungen und ein erfahrenes
Team vor Ort auf.“
Breites Portfolio für
den spanischen Markt
Spanien zählt zu den bedeutenden Kunststoffmärkten
Europas und ist für ENGEL ein
wichtiger Markt in Südwesteuropa. ENGEL
ist hier traditionell stark in der Automobilindustrie
vertreten; zugleich bieten Packaging
und die Zweitmarke WINTEC weiteres
Potenzial. Für Verarbeiter in Spanien erweitert
sich damit der Zugang zu wirtschaftlich
wie technisch passenden Lösungen
für unterschiedliche Marktanforderungen.
Sichtbar wird dieses Angebot auch auf der
Equiplast in Barcelona Anfang Juni: ENGEL
Spain zeigt dort Exponate aus den Bereichen
Automotive, Packaging und Technical
Moulding, darunter eine holmlose victory
120 mit viper 20 Linearroboter, die vollelektrischen
e-mac 200 und e-motion 220 sowie
die WINTEC t-win 6500. Ergänzt wird der
Messeauftritt durch digitale Assistenzsysteme
und vernetzte Produktionslösungen.
Daniel Vizuete, Geschäftsführer ENGEL Spain
(Bild: Engel)
Benjamin Lettner, VP Europe West & East
(Bild: Engel)
ENGEL AUSTRIA GmbH
AT 4311 Schwertberg
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Seite 47/73
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Neubauer kombiniert Roboter, Analysegeräte
und Künstliche Intelligenz zu effektiven Forschungsteams
Ein Labor ohne Menschen
Es klingt ein bisschen nach Science Fiction: Ein Labor, das seine
Experimente weitgehend selbständig planen, durchführen und auswerten
kann. In dem von Computern und Künstlicher Intelligenz
(KI) gesteuerte Roboter mit modernsten Analysegeräten zusammenarbeiten.
Und in dem sich kein Mensch mehr die Nächte um
die Ohren schlagen muss, um Zellen zu füttern und die Versuche in
Gang zu halten. Genau das aber ist im KIWI Biolab an der TU Berlin
Realität geworden. Die Entwickler*innen des vollautomatisierten
Hightech-Labors werden ihr Knowhow künftig auch im neuen Forschungszentrum
„Der Simulierte Mensch“ (Si-M) von TU Berlin und
Charité – Universitätsmedizin Berlin zur Verfügung stellen.
„Mich hat schon immer interessiert, wie man neue biologische
Prozesse möglichst schnell vom Labor in die Praxis bringen kann“,
sagt Prof. Dr. Peter Neubauer, der an der TU Berlin das Fachgebiet
Bioverfahrenstechnik leitet. Der Mitbegründer und Leiter des KIWI
Biolabs ist gelernter Mikrobiologe. Also hat er sich solche Fragen
zunächst vor allem in Bezug auf Bakterien, Hefen und Pilze gestellt:
Wie lassen sich solche Organismen am besten in Bioreaktoren halten?
Und zwar so, dass sie sich nicht nur vermehren und gut gedeihen,
sondern auch wertvolle Substanzen wie etwa spezielle Proteine
für die Pharma-Industrie produzieren?
Darauf eine Antwort zu finden, ist alles andere als einfach. Denn
die kleinen Fabrikanten reagieren oft sehr stark auf ihre Umgebung.
In einem Laborversuch im Milliliter-Maßstab mögen sie sich ja
einwandfrei verhalten haben. Das muss aber nicht heißen, dass sie
das in einem Bioreaktor mit ein paar hundert Kubikmetern Inhalt
ebenfalls tun. Vor einer industriellen Nutzung gilt es daher herauszufinden,
unter welchen Bedingungen welche Organismen die gewünschte
Aufgabe am besten erledigen können.
Automatisierte Arbeit im Labor
Anhaltspunkte dafür können Modellrechnungen liefern. Wie schnell
wächst ein Organismus? Wie viel Substrat verbraucht er dabei?
Diese und viele andere Parameter fassen Peter Neubauer und sein
Team in mathematische Formeln. Im Computer lässt sich dann vergleichen,
wie verschiedene Varianten eines Prozesses ablaufen und
welche davon die besten Ergebnisse liefert.
„Solche mathematischen Modelle können wir aber auch mit Robotern
und Analysegeräten verbinden“, erklärt Peter Neubauer. Auf
diese Weise lässt sich die Arbeit im Labor digital organisieren und
automatisieren. Ein Typ von Robotern saugt dann zum Beispiel zu
bestimmten Zeiten ein paar Milliliter Flüssigkeit aus dem Bioreaktor.
Einer seiner fahrbaren Kollegen transportiert die Probe anschließend
zu einem Messgerät, das ihre Eigenschaften analysiert. Damit
das klappt, müssen die technischen Helfer ihre Arbeit allerdings so
aufeinander abstimmen, dass jeder im richtigen Moment das Richtige
tut. „Dazu brauchen wir umfangreiche Computerprogramme“,
sagt Peter Neubauer.
Extrem interessant für die Pharmaindustrie
Im KIWI Biolab, einem der weltweit führenden Labors für die
Entwicklung von Bioprozessen, kommt ein in einen Laborroboter
integriertes 48-Bioreaktor-System zum Einsatz, das die parallele
Kultivierung und automatisierte Überwachung biologischer Prozesse
unter kontrollierten Bedingungen ermöglicht.
Doch der Aufwand lohnt sich. Das KIWI Biolab gehört mittlerweile
zu den weltweit führenden Labors für die Entwicklung von Bioprozessen.
Durch den Einsatz von mathematischen Modellen und
Künstlicher Intelligenz lassen sich dort selbst komplexe Experimente
vollautomatisiert durchführen. Die KI entscheidet zum Beispiel,
wann es sinnvoll ist, eine Probe zu nehmen und leitet dann die nötigen
Schritte in die Wege. Sie sorgt dafür, dass es den Organismen
im Bioreaktor an nichts fehlt, hält Temperatur, pH-Wert und andere
Einflussgrößen automatisch im optimalen Bereich. Dadurch steuert
sie den Prozess so, dass er eine möglichst große Ausbeute oder eine
bestimmte Qualität des gewünschten Produkts liefert. Sie erkennt
sogar, wann ein Experiment nicht gut läuft, so dass es abgebrochen,
wiederholt oder verändert werden muss.
„Das alles ist zum Beispiel für die Pharma-Industrie extrem interessant“,
sagt Peter Neubauer. Lohnt es sich, mit einem neuen Produkt
aus dem Labor in Richtung Anwendung zu gehen? Welcher von
mehreren möglichen Kandidaten ist dabei am erfolgversprechendsten?
Und wie sieht später der optimale Prozess für die Produktion
aus? Solche Fragen lassen sich im KIWI Biolab viel schneller und
effizienter beantworten als in einem herkömmlichen Labor.
Daten-Marktplatzes für die Biotechnologie-Branche
Kein Wunder also, dass Peter Neubauer und sein Team in vielen
Projekten mit Arzneimittelherstellern zusammenarbeiten. „Die Entwicklung
eines neuen Medikaments kostet im Schnitt 2,5 Milliarden
US-Dollar und dauert zehn bis 15 Jahre“, sagt der Forscher. Jedes
überflüssig gewordene Experiment, jeder eingesparte Tag nützt also
Patient*innen und Firmen gleichermaßen.
Aus der Industrie wurde auch eine neue Herausforderung an
die TU-Gruppe herangetragen. „Bisher haben wir uns ja vor allem
mit Prozessen beschäftigt, bei denen Mikroorganismen eine Rolle
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spielen“, erklärt Peter Neubauer. „Es gibt aber auch ein großes Interesse
an ähnlichen Verfahren für Zellkulturen.“ Genau damit wird
sich seine Arbeitsgruppe künftig am Forschungszentrum Si-M beschäftigen,
in dem TU Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin
kooperieren.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Entwicklung eines Daten-
Marktplatzes für die Biotechnologie-Branche sein: Welche Informationen
muss man bei einem Experiment erfassen, damit es sich reproduzieren
lässt? Wie muss man die Daten darstellen und anderen
anbieten, damit diese sie nachvollziehen und nutzen können? Auch
in solchen Fragen hat das Team über die Jahre sehr viel Erfahrung
gesammelt.
„Wir sind aus meiner Sicht keine Kern-Gruppe am Si-M“,
schränkt der Wissenschaftler ein. Deshalb werde auch nur ein kleiner
Teil seiner Leute nach und nach in das neue Forschungszentrum
umziehen. „Unsere Kompetenzen sind aber für viele Gruppen interessant,
die dort arbeiten.“ Denn Roboter und KI dürften künftig auch
in anderen Laboren eine immer wichtigere Rolle spielen. Und damit
die technischen Forschungshelfer auch tun, was sie sollen, liegt
noch viel Arbeit vor Peter Neubauer und seinem Team.
Das Forschungszentrum Der Simulierte Mensch (Si-M)
Am 22. April 2026 öffnen sich, vier Jahre nach Grundsteinlegung,
die Türen des fünfstöckigen Forschungsgebäudes „Der Simulierte
Mensch“. Auf dem Campus in Berlin-Wedding wollen künftig Mediziner*innen,
Natur- und Ingenieurwissenschaftler*innen aus vielen
Disziplinen der TU Berlin und der Charité – Universitätsmedizin
Berlin eng zusammenarbeiten, um neue therapeutische und diagnostische
Ansätze für Krankheiten zu entwickeln. Bioanalytik, Organoidtechnologien
und Methoden zur Zellvermessung sind dabei,
Einzelzellgenetik, Bioinformatik, Automatisierungs- und Medizintechnologie,
vielfach verwoben mit weiteren Fachgebieten und Exzellenzclustern.
Künstliche Mini-Organe aus menschlichen Zellen,
die auf einen Chip passen, sollen Tierversuche ersetzen; durch das
Zusammenkleben von miteinander wechselwirkenden Proteinen
sollen bisher unbekannte Vorgänge in Zellen sichtbar werden.
Schon architektonisch sind im Si-M-Gebäude die integrative
Arbeitsatmosphäre und der geplante Dialog mit der Öffentlichkeit
angelegt: Im lichtdurchfluteten zentralen Atrium mit Café und rundem
Vortragssaal schraubt sich imposant ein offenes Treppenhaus
in die Höhe. Es führt zu den großzügigen Laboratorien voller Großtechnologie
wie Massenspektrometrie, Bioprinting, Laserscanning-
Mikroskopie und anderen.
Weitere Informationen:
Das Fachgebiet Medizinische Biotechnologie wird mit seiner Organoid-Forschung
künftig auch am neuen Berliner Forschungszentrum
„Der Simulierte Mensch“ vertreten sein. Lesen Sie hier, worum
es in der Forschung von Prof. Dr. Sina Bartfeld geht.
Technische Universität Berlin
D 10587 Berlin
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Seite 49/73
Schlussbericht – Besucherzuwachs,
volle Hallen, klare Zukunftsthemen:
analytica 2026 setzt Maßstäbe
– 1.135 Aussteller aus 40 Ländern
– rund 35.000 Besucher aus 115 Ländern
– KI und Automatisierung als Innovationstreiber der Branche
Volle Hallen, mehr Besucher, äußerst zufriedene Aussteller:
Die analytica 2026 hat vom 24. bis 27. März in München eindrucksvoll
gezeigt, wie innovationsstark und zukunftsorientiert
die internationale Laborbranche ist. 1.135 Aussteller
aus 40 Ländern präsentierten den rund 35.000 Besuchern
aus 115 Ländern ihre Weltpremieren und Produktneuheiten
aus dem kompletten Spektrum der Labortechnik, Analytik
und Biotechnologie. Bei den Gesprächen am Stand
und im Rahmenprogramm drehte sich alles um das digitale,
automatisierte und nachhaltige Labor – allen voran das Top-
Thema KI.
„Mit einem spürbaren Zuwachs bei Besuchern und Ausstellern sowie
einem hohen internationalen Anteil der Teilnehmer hat die analytica
2026 erneut ihre Stellung als Weltleitmesse bewiesen“, sagt
Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München. „Sie
hat einmal mehr die Dynamik und Innovationskraft einer Branche
sichtbar gemacht, die essenzielle Grundlagen für Wachstumsfelder
wie Lebensmittel- und Qualitätskontrolle, Life Sciences und Umwelttechnik
liefert.“
„Die analytica 2026 hat im Ausstellungsbereich, in der Konferenz
und im Rahmenprogramm die wichtigsten Branchenthemen
konsequent aufgegriffen. Damit ist sie eine einzigartige Plattform,
um Trends greifbar zu machen, Fachwissen zu vermitteln und Orientierung
für die Zukunft des Labors zu bieten“, ergänzt Exhibition
Director Susanne Grödl. „Die positive Resonanz von Ausstellern und
Rund 35.000 Besucher aus 115 Ländern kamen zur analytica 2026.
© Messe München GmbH
Besuchern zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen und wichtige
Impulse für die Branche gesetzt haben.“
Aussteller ziehen rundum positive Bilanz
Die Aussteller äußerten sich sehr zufrieden mit der Messe und waren
an den Ständen oft durchgehend in Gespräche eingebunden.
Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda
Dr. R. Wobser und neuer Fachbeiratsvorsitzender der analytica, resümiert:
„Die analytica 2026 hat ihre Position als wichtigster internationaler
Branchentreff erneut eindrucksvoll bestätigt.“ Für Sylveer
Bergs, Geschäftsführer Thermo Fisher Dreieich, ist die analytica
eine Plattform, die alle Akteure der Branche zusammenbringt: „Sie
präsentiert High-End-Analytik, integrierte Life-Sciences-Workflows,
digitale und automatisierte Labore sowie nachhaltige Anwendungen,
und spiegelt damit den Wandel hin zu vernetzten, datengesteuerten
End-to-End-Lösungen wider.“
Mathis Kuchejda, Geschäftsführer von Schmidt + Haensch und
Vorsitzender der Analysen, Bio- und Labortechnik beim Branchenverband
Spectaris, ergänzt: „Trotz eines zuletzt herausfordernden
Marktumfelds ist die Stimmung in der Branche von Optimismus geprägt
– getragen von der hohen Innovationskraft und den langfristig
positiven Perspektiven.“ Experten rechnen für den globalen Labormarkt
in den nächsten Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate
von fünf Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Automatisierung,
Robotik und steigende Investitionen, beispielsweise in
Life Sciences, Pharmaforschung und Umweltanalytik.
Publikumsmagneten: Sonderschauen zum modernen Labor
Das gewohnt umfangreiche Rahmenprogramm griff die drängenden
Themen der Branche auf und machte sie in Vorträgen, Diskussionsrunden
und Sonderschauen zugänglich. Ein Publikumsmagnet
waren die täglichen Live-Vorführungen wie die Special Show Digital
Transformation. Organisator Felix Lenk, Geschäftsführer von
SmartLab Solutions, zieht eine äußerst positive Bilanz: „Die Begeisterung
der Messebesucher war nicht nur während der Live-Demos
zu spüren, sondern zeigte sich auch in den vielen hundert Einzelgesprächen
zu den Themen KI, Digitalisierung, Automatisierung
und Robotik.“ Gleich nebenan im Live Lab waren die Zuschauerränge
ebenfalls mehrmals täglich voll besetzt, wenn Experten typische
Arbeitsabläufe aus dem modernen Laboralltag präsentierten.
Ebenso beliebt waren die Experimentalvorträge im Forum Lab Safety,
die die Risiken der Laborarbeit anschaulich mit Knall und Rauch
demonstrierten. Großer Andrang herrschte beim Jobday am letzten
Messetag. Studienabgänger und Young Professionals konnten sich
dort über berufliche Perspektiven in der Branche informieren und
potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.
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Seite 50/73
Wissenschaftlicher Austausch auf Spitzenniveau
Intensive fachliche Dialoge wurden auf der begleitenden wissenschaftlichen
Konferenz geführt, die über 2.000 Teilnehmer verzeichnete.
„Analytik ist die Basis allen Wissens. Das wurde auf der
analytica conference einmal mehr deutlich, die im Rahmen der analytica
alle zwei Jahre Industrie und Academia vernetzt“, sagt Prof.
Gertrud Morlock von der Justus-Liebig-Universität Gießen, die einen
Vortrag über ein nachhaltiges Miniatur-Laborsystem hielt. „Die
analytica conference ist inzwischen eine der weltweit bedeutendsten
wissenschaftlichen Konferenzen – das wurde uns in Gesprächen
wiederholt zugetragen“, freut sich Susanne Grödl. Viele Sessions
griffen Trends wie das digitale und grüne Labor auf und waren teilweise
wegen der übergroßen Nachfrage voll ausgelastet. Weitere
Vorträge befassten sich mit Themen wie dem Nachweis von Designerdrogen
in der Forensik, innovativen Massenspektrometrie-Verfahren
zur botanischen Herkunftsanalyse von Honig oder speziellen
Analyseverfahren für alte Handschriften.
Die analytica 2026 in Zahlen
1.135 Aussteller (2024: 1.066 Aussteller) reisten aus 40 Ländern und
Regionen an, 56 Prozent davon aus dem Ausland. Die Top-Ten-Ausstellerländer
waren (in dieser Reihenfolge): Deutschland, China,
USA, Italien, Großbritannien und Nordirland, Niederlande, Schweiz,
Frankreich, Indien und Spanien. Es kamen rund 35.000 Besucher
(2024: 33.386 Besucher) aus 115 Ländern und Regionen, der Auslandsanteil
lag bei etwa 40 Prozent. Die Top-Ten-Besucherländer
waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich,
Schweiz, Italien, Großbritannien und Nordirland, Frankreich, Niederlande,
Türkei, Polen, Tschechien und USA.
Die nächste analytica findet mit der analytica conference
vom 25. bis 28. April 2028 statt.
Messe München GmbH
D 81823 München
Regulatorischer Meilenstein verschafft Planungssicherheit für BBIT-basierte Produkte
Vink Chemicals gemäß Art. 95
für Wirkstoff BBIT gelistet
Vink Chemicals ist gemäß Artikel 95 EU-Biozid-Verordnung
offiziell für den Wirkstoff BBIT gelistet und hat damit
sein Portfolio strategisch erweitert.
Mit Erreichen dieses Meilensteins stärkt Vink Chemicals seine Position
als zuverlässiger Hersteller von Bioziden und als ein Lösungsanbieter,
der seine Kunden sowohl mit Wirkstoffen als auch mit formulierten
Systemen unterstützt.
BBIT ist der mittlerweile siebte Wirkstoff, für den Vink Chemicals
gemäß Artikel 95 der EU-Biozid-Verordnung gelistet ist. Damit
sieht der Hersteller seine langfristig ausgerichtete Strategie bestätigt
und honoriert, sich für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu
engagieren, die Versorgungssicherheit der Kunden sicherzustellen
und sein Portfolio fortlaufend zu erweitern.
Dazu Ingo Krull, Technical Sales Manager TB Europe bei Vink
Chemicals: „Mit dem Vinkocide® BBIT 97 vervollständigt Vink Chemicals
sein Wirkstoffportfolio für wassermischbare Kühlschmierstoffe.
Vinkocide® BBIT 97 war der letzte fehlende Puzzlestein in
unserem Produktportfolio. Damit bieten wir nun nicht nur den Wirkstoff
BBIT, sondern mit dem Vinkocide® BB WM auch noch eine
wasserlösliche Formulierung an, die den Einsatz von BBIT in allen
wässrigen Metallbearbeitungsflüssigkeiten ermöglicht.“
Darüber hinaus bietet Vink Chemicals gebrauchsfertige Formulierungen
auf BBIT-Basis an: parmetol® BPX für Haushalts-, Industrie
und Institutionenbereich (HI&I), Farben & Lacke und Kühlschmierstoffe,
sowie Vinkocide® BB WM für die Nachbehandlung in Metallbearbeitungsflüssigkeiten.
BBIT-Produkte ab sofort verfügbar
Mit der Listung von Vink Chemicals steht Kunden in Europa jetzt
eine echte Lieferalternative zur Verfügung, mit der sie ihre Beschaffungsrisiken
diversifizieren können. Vink Chemicals plant, den
Markt durch wettbewerbsfähige Konditionen und zuverlässige Verfügbarkeit
weiter zu erschließen. Interessierte Unternehmen können
ab sofort Muster anfordern.
Vink Chemicals
D 21250 Tostedt
Wovon Kunden jetzt profitieren
Mit der Listung erhält Vink Chemicals die Möglichkeit, eine Reihe
von leistungsstarken Produkten auf BBIT-Basis anzubieten. Dabei
handelt es sich um Activink® BBIT 97 (für Formulierer von Biozidprodukten)
sowie um Vinkocide® BBIT 97, das als Biozid in Flüssigkeitskonzentraten
zur Metallbearbeitung und bei der Herstellung
von Silikondichtstoffen zum Einsatz kommt.
Firmenzentrale von Vink Chemicals
in Kakenstorf bei Hamburg. (Bild: Vink Chemicals)
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Die Weltleitmesse setzt ein starkes Zeichen mit globaler Reichweite und Innovationskraft
in einem anspruchsvollen Marktumfeld
PaintExpo: Weltweiter, unverzichtbarer
Treffpunkt für industrielle Lackiertechnik
Konkrete Projekte, lebhafte Gespräche, spürbare Energie – die
PaintExpo präsentierte sich 2026 von ihrer dynamischsten Seite.
In den Hallen wurde intensiv diskutiert, neue Kontakte geknüpft
und Geschäfte angebahnt, getragen von einer hohen Besucherfrequenz
und einem internationalen Fachpublikum. Die Atmosphäre:
elektrisierend. Und das vielleicht Überraschendste: Mitten in einer
herausfordernden Wirtschaftslage dominierte ein klarer Optimismus,
gepaart mit dem festen Willen, die nächsten Schritte aktiv anzugehen.
„Trotz Streik im Flugverkehr und schwieriger wirtschaftlicher
Rahmenbedingungen war die PaintExpo 2026 ein voller Erfolg.
Es hat sich erneut gezeigt, dass die Weltleitmesse der industriellen
Lackiertechnik der wichtigste Impulsgeber und eine unverzichtbare
Plattform für die Branche ist“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer
der Leipziger Messe.
Mit 10.200 Besuchern aus 68 Ländern und 425 Aussteller aus 30
Ländern zeigt sich, dass auch in der zehnten Ausgabe sehr hohe Akzeptanz
genießt und die Besucher aus aller Welt anzieht. Es ist das
Must-Attend-Event für Neubesucher und Bestandskunden. Fast 45
Prozent der Gäste nehmen an keiner anderen Messe teil. „Ich bin
sehr zufrieden mit dem großen Publikumsinteresse auf der PaintExpo
2026. Unser Stand ist - wie schon in den vergangenen Jahren
- durchgehend hervorragend besucht, und wir führen viele zielgerichtete
Gespräche auf hohem Niveau. Besonders begeistert mich
der hohe internationale Anteil der Besucher“, erklärt Michael Müller,
CEO der WAGNER Unternehmensgruppe.
Die PaintExpo hat ihren internationalen Stellenwert einmal
mehr ausgebaut: Der Anteil ausländischer Aussteller stieg von 48 auf
52 Prozent, was sich auch auf die Besucherstruktur auswirkte. Fast
40 Prozent der Besucher reiste aus dem Ausland an und machte die
Messe zu einem globalen Treffpunkt der Branche. Fachbesucher aus
68 Ländern nutzen die Plattform, um sich bei Unternehmen aus 30
verschiedenen Ländern zu informieren, internationale Geschäftskontakte
zu knüpfen und neue Märkte zu erschließen. Diese starke
internationale Präsenz fördert den grenzüberschreitenden Austausch
von Know-how und Innovationen. Das bestätigt auch Thomas
Querfurth, Vertriebskoordinator für Deutschland bei HangOn:
„Es gibt einfach keinen anderen Spot, auf dem man in drei Messehallen
zusammenkommt und innerhalb weniger Tage alle erforderlichen
Gewerke trifft und sich über die neueste Technik austauschen
kann. Und das betrifft Firmen aus Ländern von Japan bis USA.“
Innovationen prägen die Branche: Im Fokus der diesjährigen
Veranstaltung standen insbesondere nachhaltige, energieeffiziente
und digitalisierte Lackierprozesse in den Bereichen Pulverbeschichtung,
Nasslack, Tauchlackierung und Galvanotechnik. Auch
Automatisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bestimmten
das Messegeschehen und spiegelten die aktuellen Anforderungen
der Industrie wider, die Prozesse für Anwender zu vereinfachen,
Standards neu zu definieren oder die Flexibilität zu erhöhen.
Zahlreiche Welt- und Messepremieren demonstrierten, wie Unternehmen
ihre Prozesse wirtschaftlicher und zugleich umweltfreundlicher
gestalten können. „Insbesondere der persönliche Austausch
ist uns wichtig und nicht durch digitale Formate ersetzbar, weil nur
im individuellen Gespräch unsere Technologien, Lösungen und
Leistungen sichtbar und anfassbar gemacht werden können. Aber
auch als Trendbarometer ist die PaintExpo für uns relevant. Hier sehen
wir, welche zukünftigen Anwendungsfelder erschlossen werden
können“, ergänzt Matthias Haarer, Geschäftsführer bei Eisenmann.
Plattform für Austausch und Geschäftsanbahnung: Die PaintExpo
2026 überzeugte nicht nur durch ihr umfassendes Produkt- und
Lösungsangebot, sondern auch als Kommunikations- und Businessplattform
für Entscheider und Geschäftsführer – schließlich
zählen zwei von drei Besuchern zu den Top-Entscheidern in ihrem
Unternehmen. Intensive Fachgespräche, konkrete Projektanbahnungen
und ein reger Austausch zwischen Anbietern und Anwendern
prägten das Messegeschehen – ein zentraler Erfolgsfaktor, der
bereits in den vergangenen Veranstaltungen zu einer hohen Zufriedenheit
bei Ausstellern und Besuchern geführt hat. 89 Prozent der
Aussteller geben an, die gesetzten Ziele für ihre Teilnahme an der
PaintExpo erreicht zu haben. „Die PaintExpo schafft es einfach, die
komplette Branche nach Karlsruhe zu holen und eine allumfassen-
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de Schau der Oberflächentechnik darzubieten. Die PaintExpo ist
für Krautzberger die wichtigste Messe, die es gibt“, erklärt Thomas
Weidmann, Geschäftsführer der Krautzberger GmbH.
Nachwuchsförderung im Fokus: Am letzten Messetag setzte
die PaintExpo mit dem Career Day setzte die PaintExpo 2026 auch
einen Schwerpunkt auf die Förderung junger Talente. Studierende
und Absolventen erhielten gezielte Einblicke in die industrielle
Lackiertechnik und konnten direkt mit Unternehmen in Kontakt
treten. Ein kompaktes Programm aus Vorträgen, Messerundgängen
und Networking bot praxisnahe Orientierung zu Einstiegsmöglichkeiten
und Karrierewegen. Damit stärkt die PaintExpo ihre Rolle als
Plattform zur Vernetzung von Fachkräften und Industrie.
Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Veranstaltung: Die
kommende PaintExpo findet vom 25. bis 28. April 2028 statt und
stößt schon jetzt auf Interesse. Zahlreiche Aussteller nutzen bereits
während der laufenden Messe die Möglichkeit des Rebookings, um
sich frühzeitig ihre Wunschplatzierung zu sichern.
Leipziger Messe GmbH
D 04356 Leipzig
Redipor® Legionella-Agarplatten-Serie – speziell entwickelt zur Unterstützung
des Nachweises und der Quantifizierung von Legionellen in Wasserproben
AnalytiChem bringt neue
selektive Agarplatten für
Legionellen-Tests auf den Markt
Die neuen Redipor-Legionellen-Agarplatten von AnalytiChem,
die speziell für den Nachweis und die Zählung von Legionellen
in Wasserproben entwickelt wurden.
AnalytiChem, Hersteller von spezialisierten Laborgeräten, Reagenzien
und Verbrauchsmaterialien, hat sein Portfolio an hochwertigen
mikrobiologischen Fertigmedien der Marke Redipor® um ein neues
Produkt erweitert. Die neue Redipor Legionella-Agarplatten-Reihe
bietet eine Auswahl an gebrauchsfertigen, selektiven Nährmedien.
Diese sind so formuliert, dass sie ISO 11731-konforme Legionellen-
Kulturverfahren unterstützen und die Bestimmung von Legionella
spp.-Bakterien, die die Legionärskrankheit verursachen, als koloniebildende
Einheiten (KBE) für behördliche Meldungen ermöglichen.
Die neue Redipor Legionella-Medienreihe von AnalytiChem
deckt den gesamten für ISO-konforme Tests erforderlichen Kulturprozess
ab und gewährleistet eine zuverlässige Isolierung, Qualitätskontrolle
und die Einhaltung internationaler Standards. Damit eignet
sie sich ideal für den Einsatz in Laboren und Organisationen, die
für Wassersicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
zuständig sind, darunter Umwelt-, Gesundheits- und Industrieüberwachungslabore
sowie Wasserversorgungsunternehmen.
Die Redipor Legionella-Medien bieten ein umfassendes Sortiment
an ISO 11731-konformen Kulturmedien, die für die parallele
Aussaat auf nicht-selektiven und selektiven Medien ausgelegt
sind, wie von der ISO 11731 vorgeschrieben, um die Erholung bei
verschiedenen Arten von Umweltproben zu maximieren. Zu den
Plattenoptionen gehören BCYE- (gepufferter Holzkohle-Hefeextrakt),
GVPC- (Glycin-Vancomycin-Polymyxin-Cycloheximid) und
MWY- (modifiziertes Wadowsky-Yee) Agar-Varianten mit Wachstumsfaktoren
und Selektionsmitteln sowie eine cysteinfreie Option
für Vergleichsstudien.
Jedes Redipor-Medium der neuen Produktreihe erfüllt eine bestimmte
Funktion im Arbeitsablauf der Legionellenkultivierung:
nicht-selektive Isolierung (BCYE), selektive Isolierung (GVPC,
MWY) und Bestätigung durch Cysteinabhängigkeit. Die Experten
von AnalytiChem beraten Sie gerne zur richtigen Kombination für
Ihre Anwendung – von der Untersuchung klinischer Atemwegsproben
(z. B. BAL, Sputum) bis hin zu unterschiedlichen Umweltwasserproben
oder stark kontaminierten Umweltproben wie Biofilmen
und Kühlturmschlamm.
„Die Kultur bleibt die international anerkannte Referenzmethode
für den Nachweis, die Zählung und die Bestätigung von Legionellen
in Wassersystemen und bildet die Grundlage für die Einhaltung
gesetzlicher Vorschriften und die Untersuchung von Ausbrüchen“,
sagte Nico van Stallen, Segment Director Life Science & Lab Essentials
bei AnalytiChem. „Unsere neue Reihe gebrauchsfertiger
Redipor-Legionellen-Agarplatten wurde entwickelt, um diesen Arbeitsablauf
einfach, konsistent und im Einklang mit ISO 11731 zu gestalten.
Dies ist die international anerkannte Referenzmethode für
den Nachweis von Legionellen, die offizielle Untersuchungen und
Berichterstattungen unterstützt.“
Die gebrauchsfertigen Redipor-Kulturmedien von AnalytiChem
unterstützen nicht nur kritische Anwendungen in der Wasseruntersuchung,
sondern auch in den Bereichen pharmazeutische Qualitätskontrolle,
Lebensmittel und Getränke sowie im Gesundheitswesen.
AnalytiChem Holding GmbH
D 65760 Eschborn
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Interpack 2026: Stäubli präsentiert ganzheitliches Roboterportfolio
für hygienesensible Anwendungen
Roboter für Food- und
Pharma-Packaging
Auf der Interpack unterstreicht Stäubli auf Stand C38 der
Halle 15 seine Kompetenz im Bereich Food- und Pharma-
Packaging mit wegweisenden Innovationen. Dabei hat der
Hersteller sein Portfolio an hygienegerechten Vier- und
Sechsachsrobotern um einen mobilen Pharmaroboter erweitert,
der selbst unter aseptischen Bedingungen arbeiten
kann – eine echte Weltneuheit.
TX2-160 HE - Sowohl die SCARAs
der TS2-Baureihe als auch die
TX2-Sechsachser bewähren sich in der
Konfiguration Feuchtraumausführung
(HE) mit lebensmittelverträglichem Öl
(H1) in allen möglichen Applikationen
in der Lebensmittelherstellung.
(Copyright: Stäubli Tec-Systems
GmbH Robotics)
Sterimove – ein weltweit einzigartiges Konzept
Mit dem Accesspharma-Programm, das
sich auf Umgebungen der Reinraumklasse C
konzentriert, schließt Stäubli den Kreis mit
schnellen, zuverlässigen Automatisierungslösungen
für nicht-aseptische Bereiche.
(Copyright: Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics)
In sensiblen Branchen wie Food, Pharma und Medizintechnik
gelten besondere Gesetzmäßigkeiten, eigene Regulatorien und
strengste Hygieneanforderungen. Diese Eintrittsvoraussetzungen
schaffen eine natürliche Barriere für den Robotereinsatz. Standardroboter
sind deshalb bestenfalls im Sekundärverpackungsbereich
anzutreffen.
Für alle anderen Aufgaben beispielsweise der Verpackung offener
Lebensmittel oder der Abfüllung von flüssigen Arzneimitteln
in Vials, sind Roboter erforderlich, die strengsten Hygieneanforderungen
bis hin zur Sterilität genügen. Des Weiteren zählen Prozesssicherheit,
Dynamik und Präzision zu den gefragten Eigenschaften.
Mit zahlreichen Modellvarianten an Vier- und Sechsachsrobotern
kann Stäubli diese branchenspezifischen Anforderungen
punktgenau erfüllen. Jetzt hat der Anbieter nachgelegt und dieses
einzigartige Roboterportfolio um zwei weitere Innovationen erweitert.
„Auf der Interpack präsentieren wir neben zwei Demoapplikationen
auch den TX2-60L Stericlean+ in Hollow Wrist-Ausführung
sowie den Sterimove, den weltweit ersten Mobilroboter, der unter
aseptischen Bedingungen arbeiten kann. Das ist ein Meilenstein für
die Pharmaindustrie“, so Peter Pühringer, Geschäftsführer Stäubli
Robotics.
Tatsächlich ist Sterimove mehr als nur eine Innovation. Der Mobilroboter
ist ein entscheidender Beitrag zu einer sichereren, produktiveren
und zuverlässigeren Arzneimittelherstellung. Das Gerät setzt
neue Maßstäbe für mobile Robotik in Klasse A/B/C/D-Umgebungen.
Sterimove minimiert Kontaminationsrisiken durch manuelle
Eingriffe, steigert die Produktivität und gewährleistet Sicherheit und
Zuverlässigkeit in den sensibelsten Umgebungen. Dank seiner Modularität,
einfachen Reinigung und kontaminationsfreien Konstruktion
ist er die ultimative Lösung für Pharmahersteller, die Sicherheit
und operative Exzellenz suchen.
Sonderausführungen: Von HE und H1 bis Stericlean und Stericlean+
Sowohl die SCARAs der TS2-Baureihe als auch die TX2-Sechsachser
bewähren sich in der Konfiguration Feuchtraumausführung (HE)
mit lebensmittelverträglichem Öl (H1) in allen möglichen Applikationen
in der Lebensmittelherstellung. Geht es um die Erfüllung
aseptischer Bedingungen, stehen diese Vier- und Sechsachsroboter
auch in der Stericlean-Ausführung zur Verfügung. Für den direkten
Einsatz in Isolatoren in hochaseptischen Pharmaumgebungen der
GMP Klasse A bietet Stäubli mit der Stericlean+ Variante den passenden
Roboter.
Erstmals auf der Interpack präsentiert Stäubli den TX2-60L in
der Ausführung Stericlean+ mit Hollow Wrist. „Bei diesen Robotern
haben die Ingenieure die hygienegerechte Auslegung mit einer vollständig
geschlossenen Struktur vom Sockel bis zum Flansch auf die
Spitze getrieben. Das Modell mit hohlem Handgelenk bietet eine
beispiellose Reinigungsfähigkeit und verbessert die Dekontaminierungsprozesse
gegenüber dem Standardmodell“, betont Pühringer.
Die Reinigungsvorgänge werden vereinfacht, und das Design des
Roboters verhindert zusätzlich das Anhaften von Partikeln an der
Beschichtung. Die Option Stericlean+ mit Hollow-Wirst-Hand für
die beiden Modelle TX2-60 und TX2-60L ist ab sofort bestellbar.
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Vollautomatisches Abfüllen und Verpacken von Radionukliden.
(Copyright: C-RayTherapeutics Group)
Praxisnahe Demoapplikationen
Auf der Interpack belegt Stäubli die Performance seiner Roboter
natürlich auch anhand zweier Einsatzbeispiele, und zwar in den Be-
reichen Food und Pharma. In einer KI-optimierten, robotergestützten
Food-Applikation unterstreicht ein TS2-80 SCARA in HE- und
H1-Ausführung seine hohe Dynamik bei der Handhabung von unverpackten
Lebensmitteln. Besonderheit dabei: Der SCARA ist mit
einem neu designten Faltenbalg ausgerüstet, dessen Materialeigenschaften
den FDA-Richtlinien entsprechen. Somit ist der Roboter
für den Einsatz im direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet.
Eine zweite Zelle demonstriert bei der Sekundärverpackung von
Pharmazeutika, welche Vorteile der Einsatz der kürzlich vorgestellten
Accesspharma-Baureihe bietet. Mit dem Accesspharma-Programm,
das sich auf Umgebungen der Reinraumklasse C konzentriert,
schließt Stäubli den Kreis mit schnellen, zuverlässigen Automatisierungslösungen
für nicht-aseptische Bereiche. Der Anwender
kann damit die erheblich größere Investition in aufwendigere Modellvarianten
vermeiden.
Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics
D 95448 Bayreuth
Technische Oberflächenlackierungen
für 3D-gedruckte
Kunststoffteile
In der Serienproduktion kommen 3D-gedruckte Teile in immer höherem
Maße zum Einsatz – also nicht nur bei Kleinstauflagen und
Prototypen. Dadurch ist es von großer Bedeutung, dass die Oberflächenqualität
der Teile in jeder Hinsicht optimiert wird. Mit unseren
Prozessen und Verfahren bringen wir 3D-gedruckte Bauteile und
Gehäuse in Optik und Funktion auf das Niveau von Verkaufsteilen.
Zum einen, was das optische Erscheinungsbild betrifft, was natürlich
vor allem für sichtbare Bauteile wichtig ist. Zum anderen aber
sind in vielen Fällen auch die technischen Eigenschaften der Oberflächen
der Teile von Bedeutung. Hier bieten sich unsere vielfältigen
Methoden und Ausprägungen der Oberflächenbeschichtung an, mit
denen unterschiedlichsten Anforderungen Genüge getan werden
kann.
Die Oberflächentechnik die WÖHR deckt
folgende Anwendungen ab:
– Erhöhung der chemischen Robustheit
– Steigerung der UV-Beständigkeit
– Hochohmiger ESD-Schutz
– Niederohmiger EMV-Schutz
Auch strukturell kann eine Lackierung Vorteile bieten, je nach Auswahl
der Lackierung können verschiedene Oberflächenstrukturen
von fein bis grob auf die Werkstücke aufgebracht werden.
Ihr 3D-Teil hat die falsche Farbe, weil das Filament für den 3D-
Drucker nicht im gewünschten Farbton lieferbar ist? Unsere Lackieranlagen
erlauben eine freie Farbgebung zur Anpassung an die
anderen Komponenten eines Gerätes – sogar metallisch wirkende
Oberflächen sind realisierbar. Ebenso können wir den Glanzgrad der
Oberfläche variieren.
Fehler in der Oberfläche, wie kleine Löcher oder feine Nahtstellen
können mit einer Lackierung unsichtbar überdeckt werden.
Mit unserem Know-how stellen wir die Oberfläche des Lacks so ein,
dass Risse, Löcher und Nahtstellen nicht mehr erkennbar sind.
Der Vorteil aller unserer Lackiertechnologien für unsere Kunden:
sie erhalten direkt verkaufsfähig Teile und Komponenten, die
auch für anspruchsvolle Anwender geeignet sind – inklusive der
sprichwörtlich exzellenten Qualität der Richard Wöhr GmbH.
Richard Wöhr GmbH
D 75339 Höfen/Enz
Oberflächenlackierung 3D-gedruckte Kunststoffteile – Vergleichsbild
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34. Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“, 25. und 26. Juni 2026
Bauteilsauberkeit prozesssicher
und effizient sicherstellen
Veränderte Anforderungen an die Qualität, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit
von Bauteilen erfordern angepasste Fertigungstechnologien und -prozesse
– auch in der Bauteilreinigung. Als führende Wissensplattform im deutschsprachigen
Raum bietet die Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“ des FiT
entsprechendes Knowhow, informiert über Trends und neue Entwicklungen in
der Reinigungstechnik. Das Programm der Veranstaltung mit integrierter Ausstellung
am 25. und 26. Juni 2026 im Neckar Forum Esslingen beinhaltet auch die
Verleihung des 5. FIT2clean Award.
Zunehmend schnellere Transformationsprozesse
in der Industrie stellen produzierende
Unternehmen vor Herausforderungen.
So erfordert die Herstellung hochwertiger
Bauteile und Systemkomponenten,
unter anderem für die Bereiche Sensor- und
Analysesysteme, Luft- und Raumfahrt,
Halbleiter, Optik, Mobilität, Medizin- und
Pharmatechnik, Sicherheitstechnik und
Verteidigung, Beschichtungs- und Veredelungstechnik
sowie Energietechnik, auch in
der Bauteilreinigung optimierte und neue
Lösungen. Die Prozesse müssen sicherstellen,
dass definierte, teilweise extrem strenge
Sauberkeitsspezifikationen sind nicht
nur stabil und kosteneffizient, sondern auch
energie- und ressourcensparend durchgeführt
werden.
Die 34. Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“
des Fachverbands industrielle
Teilereinigung e. V. (FiT) präsentiert dafür
Knowhow, neue verfahrenstechnische Lösungen
und Produkte, innovative Methoden
zur Prozessführung sowie Best-Practice-
Anwendungen. Eine integrierte Ausstellung
und die Verleihung des Innovationspreises
„FiT2clean Award“ ergänzen das Programm
der als führende Wissensplattform zur Bauteilreinigung
etablierten Veranstaltung. Sie
wird von fairXperts am 25. und 26. Juni 2026
im Neckar Forum Esslingen durchgeführt.
Zukunftsorientierte Reinigungsprozesse
– worauf kommt es an
Schwerpunkte des vielseitigen Programms
der zweitägigen Veranstaltung bilden die
Themenbereiche Prozesskette Teilereinigung,
Medienqualität -Prozesswasserbehandlung,
Innovationen, Messen, Prüfen
und Steuern sowie Praxisbeispiele. Es bietet
damit zahlreiche Impulse und zeigt Strategien
für die Anpassung und Optimierung
von Reinigungsprozessen auf. Unter dem
Titel „Von Sand im Getriebe bis kontaminationsfrei“
wird die Bedeutung der Reinheit
in der gesamten Prozesskette beleuchtet
sowie über allgemeine Normen, Richtlinien
und Anforderungen in der Praxis
informiert. Ein Vortrag zeigt anhand eines
Praxisbeispiels aus der Medizintechnik
die konzeptionellen und technologischen
Herausforderungen bei der Auslegung von
High-Purity-Reinigungsanwendungen auf,
wobei die Reinigungsanlage als Quality-
Gate vor dem Reinraum zu verstehen ist.
Welche Faktoren bei der Abstimmung von
Umformprozessen, Bauteilreinigung und
Korrosionsschutz in der Batteriezellfertigung
zu berücksichtigen sind, wird ebenfalls
thematisiert. Die Vorstellung einer
Weltneuheit für die energieeffiziente und
umweltgerechte Laserreinigung von Massenschüttgütern
wie Schrauben, Muttern
oder Klipsen findet sich ebenfalls auf der
Agenda. Unter dem Motto „Innovation Butanreinigung“
erhalten die Teilnehmenden
ein Update zu den aktuellen Entwicklungen
eines neuen Reinigungsverfahrens.
Neue Hochleistungsfilter für die Bauteilreinigung
und die Effizienzvorteile der Aufbereitung
verbrauchter Spülwässer durch
Vakuumdestillation sind weitere Themen.
Darüber hinaus informiert die Fachtagung
über die Möglichkeit, Reinigungseffizienz
und Recyclingfähigkeit von Prozesswasser
beim Gleitschleifen durch synergetische
Reinigungs- und Flockungsmittelsysteme
zu erhöhen sowie Kosten- und Ressourceneinsparungen
in der Bauteilreinigung
durch messwertgesteuerte Badwechsel zu
realisieren. Neue Entwicklungen für die Badüberwachung
wie eine Lösung zur mobilen
Messung der Ultraschallleistung sowie der
Sauberkeitskontrolle hinsichtlich partikulä-
Definierte, teilweise extrem strenge Sauberkeitsspezifikationen sowohl
stabil und kosteneffizient als auch energie- und ressourcensparend
erfüllen, dafür bietet die Fachtagung Wissen, Innovationen und
Lösungsansätze. (Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)
Die begleitende Ausstellung ermöglicht die direkte Information
über neue Produkte und Entwicklung und Networking.
(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)
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Die Veranstaltung in Kürze:
34. Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“
Termin: 25. und 26. Juni 2026
Veranstaltungsort: Neckar Forum Esslingen, Hauffstraße, 73728 Esslingen
Information und Anmeldung: www.industrielle-reinigung.de,
fairXperts GmbH & Co. KG, Nicolas Herdin, nicolas.herdin@fairxperts.de
rer und filmischer Sauberkeit werden ebenfalls
präsentiert. Der Nutzen, der sich durch
das Zusammenspiel von Reinigungstechnik
und neuen messtechnischen Lösungen entlang
der Prozesskette ergibt, wird durch Praxisbeispiele
verdeutlicht. Ebenso wie sich
durch die konsequente Erfassung, Auswertung
und Interpretation von Prozess- und
Sauberkeitsdaten die Reinigungsperformance
steigern lässt.
Herausgearbeitet wird darüber hinaus
der entscheidende Einfluss eines intelligenten
Teilehandlings auf die Kosteneffizienz.
Die Frage, welche Vorteile die Inline-Laserreinigung
von Elektronikgehäusen aus
Aluminium-Druckguss als Alternative zum
Dekapieren bietet, beantwortet ein Praxisbeitrag.
Verleihung des Innovationspreises
FiT2clan Award
Im Rahmen der Fachtagung erfolgt auch
die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten
Fit2clean-Awards. Der Innovationspreis
wird am 25. Juni zum fünften Mal vergeben.
Davor präsentieren die drei Finalisten ihre
eingereichten Lösungen den Teilnehmenden
der Tagung.
Begleitende Ausstellung
– Netzwerken in bester Form
Eine begleitende Ausstellung rundet das
anspruchsvolle Vortragsprogramm ab. Teilnehmenden
haben dadurch die Möglichkeit,
sich über neue Produkte und Ent-
wicklungen im Bereich der industriellen
Reinigungstechnik zu informieren und für
den direkten Erfahrungsaustausch mit Experten.
Die Fachtagung richtet sich an Fachund
Führungskräfte, Ingenieure und Techniker
aus Entwicklung und Konstruktion,
Technologie, Verfahrenstechnik, Arbeitsvorbereitung,
Fertigung, Fertigungsplanung
und Qualitätswesen aus verschiedenen
Branchen.
Das vollständige Programm der 34.
Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“,
weitere Informationen und Anmeldeunterlagen
sind unter www.industrielle-reinigung.de
abrufbar.
Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) e.v.
Geschäftsstelle
Hauptstraße 7
D 72639 Neuffen
Telefon: +49 7025 84340 Telefax: +49 7025 843420
eMail: info@fit-online.org
Internet: http://www.fit-online.org
Reingehört spezial, live von den Lounges Karlsruhe 2026, die erste Folge des Jahres
mit Dr. Jochen Kolb, Geschäftsführer der BioChem Labor für biologische
und chemische Analytik GmbH, Karlsruhe
Reingehört - der Podcast der
Reinraum- und Prozesstechnikbranche
Vom umfassenden Analyse- und Beratungsangebot
der BioChem, darüber, was
der Pfeilschwanzkrebs mit der Analyse von
Bakterien zu tun hat, bis hin zum Wasserfilter
zuhause - in dieser Folge dreht sich alles
um Wasser.
Welche Qualitäten hat Wasser in der
Produktion von Arzneimitteln?
Im Podcast wird u.a. auf die Monographien
der Ph. Eur., USP und JP eingegangen
und deren Unterschiede. Beispielsweise
hat die Ph. Eur sehr aktuell zum Endotoxin
LAL-Test den rFC-Test in die Monographie
aufgenommen. Dieser Test ist nachhaltiger
als der LAL und greift auf keine tierischen
Produkte zurück.
Auch spricht BioChem über Probleme
bei der Herstellung und Bereitstellung
von Wasser in der Arzneimittelproduktion
(z.B. Biofilm).
https://open.spotify.com/episode/3kJIw2U-
RY4N4bPD7sxAvIo?nd=1&dlsi=02e2f133499c4675
BioChem Labor für biologische
und chemische Analytik GmbH
Daimlerstr. 5b
D 76185 Karlsruhe
Telefon: +49 721 9737-0
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Internet: http://www.biochem.de/
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Mit SynTiso, das gemeinsam mit zwei Big-Pharma-Unternehmen
entwickelt wurde, bietet Syntegon die Lösung für immer strengere
Vorschriften, die darauf abzielen, Kontaminationsrisiken bei
injizierbaren Arzneimitteln auszuschließen.
interpack 2026: „re:imagine Your Factory
of the Future“ – mit dem strategischem
Lifecycle-Partner Syntegon
– Die „Factory of the Future“ von Pharma-, Biotech- und Lebensmittelunternehmen
muss drängende Herausforderungen der Branchen beantworten
– Automatisierung, Robotik, Digitalisierung und KI ermöglichen es Anwendern,
sich auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren
– Syntegons Beitrag zu „re:imagine Your Factory of the Future“:
neXt, SVX, SynTiso – unterstützt duch Lifecycle-Services
Auf der interpack 2026 wird Syntegon gemeinsam mit seinen Kunden
die „Factory of the Future“ neu denken („re:imagining“) und
Antworten auf deren drängendste Herausforderungen präsentieren.
Mit hochinnovativen Lösungen zeigt das Unternehmen an Stand
A31–B31 in Halle 6, wie Abläufe in der Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie
auf das nächst Niveau an Effizienz, Flexibilität
und Nachhaltigkeit gehoben werden können.
Herausforderungen als Treiber für Innovation und Wachstum
Die Industrie steht vor einem bahnbrechenden Wandel: Aufgrund
von steigendem Kostendruck, wachsenden Anforderungen an Flexibilität
und strikteren Regularien müssen Unternehmen die „Factory
of the Future“ neu denken. Syntegon begegnet diesen Herausforderungen
durch gemeinsam mit Kunden entwickelten Innovationen.
Die Vision: eine Fabrik, die sich selbst reguliert und an alle
Herausforderungen anpasst, beaufsichtigt von einem KI‐gestützten,
menschlichen Kontrollzentrum. Auf der interpack 2026 präsentiert
Syntegon die Bausteine, mit denen Kunden ihre „Factory of the Future“
neu denken können – mit Abläufen, die reibungsloser, smarter
und berührungslos und letztlich effizienter sind.
„Auf der interpack demonstrieren wir die Stärke unseres CO-
CREATE‐ und COSUCCEED‐Konzepts. Gemeinsam mit Kunden
entwickelte, bahnbrechende Innovationen sorgen für größeren Geschäftserfolg.
Unsere Highlights neXt und SVX setzen neue Maßstäbe
im Lebensmittelbereich. In der pharmazeutischen Produktion
setzt SynTiso als erste seiner Art einen neuen Standard als handschuhlose
Hochgeschwindigkeitslinie für die Abfülllung flüssiger
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Die hochinnovative vertikale Vertikalverpackungsplattform SVX
setzt neue Maßstäbe bei der Lösung heutiger und künftiger
Kundenanforderungen.
Die neue Systemlösung neXt von Syntegon geht die
Herausforderungen der Branche an, indem sie reibungslosen
Betrieb, smarte Performance und berührungslose Steuerung bietet.
Arzneimittel. Syntegons Versprechen als strategischer Lifecycle‐Partner
verbindet Innovationsführerschaft mit erstklassigen Lifecycle‐Services
als ultimativen Enabler für das Wachstum unserer
Kunden“, sagt Torsten Türling, CEO von Syntegon.
neXt: Die „Factory fo the Future“ ist reibungslos,
smart und berührungslos
Die Lebensmittelbranche entwickelt sich rasant: Anforderungen von
Konsumenten und Händlern ändern sich über Nacht und verlangen
höchste Flexibilität. Arbeitskräfte sind knapp und zunehmend teuer,
Vorschriften verlangen nachhaltigere Verpackungsmaterialien.
Die neue Systemlösung neXt von Syntegon geht diese Herausforderungen
mit reibungslosem Betrieb, smarter Performance und berührungsloser
Steuerung an. Die neXt‐Automatisierung ermöglicht es
Anwendern, sich auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren.
Reibungslose Abläufe erhöhen die Effizienz und minimieren
Ausfallzeiten. Echtzeit‐Daten treiben faktenbasierte Entscheidungen
und eine optimierte OEE voran. Eine berührungslose Bedienung
und intuitive Nutzeroberfläche führen zu schnelleren Rüstzeiten,
geringerem Schulungsaufwand und höherer Flexibilität über
das gesamte Produktportfolio. Mit Blick auf künftige Anforderungen
verschafft neXt Lebensmittelherstellern in einem dynamischen
Markt einen Wettbewerbsvorteil.
SVX: Hohe Geschwindigkeit, schnelle Rüstzeiten,
geringer Materialverbrauch
Die hochinnovative vertikale Verpackungsplattform SVX setzt
neue Maßstäbe bei der Lösung heutiger und künftiger Kundenanforderungen.
Ihre beeindruckende Geschwindigkeit von 300 Beuteln
pro Minute ermöglicht niedrigste Kosten pro Beutel. Wechsel
zwischen verschiedenen Beutelformen sind einfach, schnell und
gewährleisten maximale Verfügbarkeit sowie Flexibilität. Patentierte
Technologie reduziert den Verpackungsmaterialverbrauch
um 50 Prozent. Die kompakte Stellfläche der SVX steigert die Produktivität
pro Quadratmeter deutlich, ohne dass eine Erweiterung
der Produktionsfläche erforderlich ist, und fördert damit das Geschäftswachstum.
SynTiso: Flüssige Arzneimittelproduktion neu definiert
Pharma und Biotech sind Wachstumsbranchen. Die meisten neuen
Biologika werden als Injektionspräparate bereitgestellt. Strengere
Vorschriften zielen darauf ab, Kontaminationsrisiken bei Injektionspräparaten
zu eliminieren. Mit SynTiso bietet Syntegon die Lösung
für diese Herausforderungen: Gemeinsam mit zwei Big-Pharma-
Unternehmen entwickelt, beseitigt SynTiso durch handschuhlose
Isolator‐Technologie sowie einen vollständig robotisierten Betrieb
inklusive kontaktlosem Transportsystem die Notwendigkeit
menschlicher Eingriffe. Die Vorteile: Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
auf höchstem Niveau, 50 Prozent schnellere Rüstzeiten
und höhere Ausbringung pro Charge. SynTiso ist bereit, die Zukunft
der flüssigen Arzneimittelabfüllung zu revolutionieren.
„Re:imagining Your Factory of the Future“
mit Lifecycle‐Services
Syntegon ist der strategische Lifecycle‐Partner seiner Kunden. Die
umfassende Anwendungsexpertise unterstützt Unternehmen der
Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie bereits in der ersten
Ideenfindung für ihre „Factory of the Future“. Engineering‐Lösungen,
die auf die spezifischen Geschäftsbedürfnisse der Kunden zugeschnitten
sind, schaffen den besten Return on Investment. Fehlerfreie
Projektausführung vom Start bis zur Produktion ermöglicht
eine schnellere Markteinführung. Qualifizierte Serviceingenieure
vor Ort sichern zuverlässige Leistung und hohe Verfügbarkeit. Ständige
Linien‐Upgrades auf Basis KI‐gestützter Datenanalysen machen
jede Investition zukunftssicher. Syntegons Lifecycle‐Services
verwandeln die Anlagen jeder „Factory of the Future“ in einen wertvollen
und verlässlichen Geschäftswert.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
Telefon: +49 7951 4020
D 74654 Crailsheim
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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Arburg Technologie-Tage 2026
Top-Informationsplattform
für alle Kunststoffverarbeiter
– Erfolgreich: Weltweit größtes Inhouse-Event der Branche mit rund 3.750 Besuchern
– arburgSOLUTIONworld: Praxisnahe Lösungen, hohe Performance und 40 Maschinen-Exponate
– Highlight: Neue elektrische Allrounder Trend stoßen auf enorme Resonanz
Rund 3.750 Besucher aus 44 Nationen kamen zu den Arburg Technologie-Tagen vom 11. bis 13. März 2026, die ganz im
Zeichen der arburgSOLUTIONworld standen. Das Branchen-Highlight überzeugte einmal mehr durch sein bewährtes
Konzept, die Tore der Arburg-Zentrale in Loßburg für seine deutschen und internationalen Kunden zu öffnen. Mit mehr
als 40 Maschinen-Exponaten und einer Vielzahl praxisnaher Anwendungen, innovativer Verfahren, smarten Automationen
sowie digitaler Services, Software und After-Sales-Angeboten zeigte Arburg in jeder Hinsicht Performance – von Standard
bis High-End. Das Unternehmen präsentierte sich über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg als innovativer Lösungsanbieter
sowie kompetenter und zuverlässiger Partner.
Die Gäste waren rundum begeistert, mehr über die Gegenwart und
Zukunft des Spritzgießens zu erfahren – angefangen von den neuen
elektrischen Allroundern Trend über Sonderausstellungs flächen zu
Medizintechnik, Nachhaltigkeit sowie Automation und Turnkey bis
hin zu Fachvorträgen, einen umfassenden Service-Bereich und Einblicken
in die topmoderne Montagelinie für die Trend-Maschinen.
Genügend Raum gab es zudem für Netzwerken und persönliche Gespräche
mit den Experten von Arburg und seinen Partnern.
Einmal mehr einzigartig für die gesamte Branche
„Das große Lösungsangebot, die einzigartige Mischung aus Technik,
Verfahren und Dienstleistungen an einem Ort vorzu üstellen, macht
die Arburg Technologie-Tage zur ‚Heimat des Spritzgießens‘, zum
Schaufenster der Kunststoffverarbeitung und Anziehungspunkt für
Kunden aus aller Welt“, so die Bilanz von Juliane Hehl, geschäftsführende
Gesellschafterin Global Marketing und Business Development
bei Arburg. „Nirgendwo sonst gibt es diese Informationsfülle
so geballt und kundennah. Wir sehen uns als höchst zuverlässigen
Partner, der beste Geschäftsbeziehungen über lange Zeiträume
pflegt. Bei uns findet jeder genau die richtigen Antworten auf seine
individuellen Spritzgießfragen von heute und morgen. Wir verzeichneten
viele gute Gespräche und konkrete Anfragen nach unseren
Maschinen, Services und Lösungen.“ Dr. Christoph Schumacher,
Bereichsleiter Global Marketing, ergänzt: „Die Technologie-Tage
sind ein fester Bestandteil im Messekalender unserer Kunden und
Interessenten. Das hohe Engagement und die Kundennähe jedes
Einzelnen von uns hinterlassen einen überaus positiven Gesamteindruck
und machen den Besuch der Technologie-Tage zu einem
Erlebnis in und mit der Arburg-Familie.“
Praxisnah erleben: Highlight Allrounder Trend
Fünf Exponate der elektrischen Allrounder Trend demonstrierten,
wie sich durch schnelles Einrichten und einfache Bedienung eine
effiziente Herstellung von Kunststoffteilen realisieren lässt. Die
neuen Standardmaschinen sind weltweit erhältlich. Zum Marktstart
im Frühjahr 2026 gibt es vier Baugrößen mit 500 bis 2.000 kN
Schließkraft. Live zu erleben waren:
Ein Highlight unter den rund 40 Maschinen-Exponaten der
Arburg Technologie-Tage 2026 waren die elektrischen Allrounder
Trend – der neue Standard im Spritzgießen. (Foto: ARBURG)
– Eine typische Anwendung für den technischen Spritzguss mit der
Herstellung freifallender Winkelisolierteile für das automobile
Bordnetz auf einem elektrischen Allrounder 1000 e Trend.
– Hohe Aufmerksamkeit erhielt ein automatisierter Allrounder 1000
e Trend, der aus PA-Rezyklat auf Basis ausgedienter Fischernetze
das Produkt „Donut-ella“ fertigte – einen praktischen Aufroller
für USB-Kabel. Das Gadget war der Gewinner des italienischen
Design-Wettbewerbs „Pleiades“ der IUAV-Universität Venedig.
Arburg unterstützt diesen Wettbewerb durch Maschinentechnik,
weitere Partner sind Uniform (Werkzeug) und Ewikon (Heißkanal).
– Ein elektrischer Allrounder 500 e Trend produzierte Mehrweg-
Kaffeebecher auf Basis von Kaffeesatz. Das biobasierte Compound
und Werkzeug dazu stammten vom dänischen Start-Up
Grounded.
– Die effiziente Herstellung von 9.200 LSR-Verschlüssen pro Stunde
wurde auf einer Fertigungszelle rund um einen Allrounder
1800 e Trend mit einem 64-fach-Werkzeug von ACH Solution
und linearem Multilift Select 16 demonstriert.
– Auch die neue Steuerungsvariante Gestica lite der Allrounder
Trend stieß auf enormes Besucherinteresse. Diese ist einfach in-
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tuitiv zu bedienen und verfügt über ein übersichtliches zentrales
und leicht zu erfassendes Dashboard, das auch Nicht-Fachleuten
die Arbeit an der Maschine deutlich erleichtert.
Automation und Turnkey nehmen breitem Raum ein
Fachkräftemangel und Lohnkosten rücken individualisierte Automations-
und Turnkey-Projekte immer stärker in den Fokus. Arburg
sieht sich in jeder Hinsicht als „Problem Solver“, der schlüsselfertige
Lösungen findet, mit denen sich minimale Stückkosten bei maximaler
Qualität realisieren lassen. Die Turnkey-Experten bieten auf
den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittenes Know-how und
begleiten die Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg
von der Idee bis zum fertigen Produkt. An mehreren Kundenprojekten
und Arburg-Exponaten wurde deutlich, wie sich clevere
Ideen und effiziente Automation in die Praxis übertragen lassen.
Ein Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 475
V fertigte beispielhaft Cover für Funkschlüssel. Dabei wird durch
Umspritzen mit PC/ABS-Rezyklat kombiniert mit In-Mould-Decoration
(IMD) eine hochwertige Oberfläche erzeugt. Teilehandling
und Nachbearbeitung übernimmt ein in die Gestica-Steuerung integrierter
Kuka Sechs-Achs-Roboter.
570A NextGen Medical Solution (Foto: ARBURG)
Schwerpunkt Medical: Vielfältige Reinraum-Lösungen
Für die Wachstumsbranche Medical hatte Arburg eigens den „Medical
Corner“ eingerichtet, in dem wegweisende Exponate aus der
Medizintechnik zu sehen waren – realisiert von Arburg und renommierten
Partnern: Stand-alone-Lösungen, eine an den Reinraum
angedockte Fertigungszelle sowie die Produktion direkt im Reinraum
– für jede Anforderung ein passendes Konzept.
– Ein Benchmark-Projekt ist die digital vernetzte Turnkey-Anlage
für Injektoren-Pens „NextGen Medical Solution“ rund um einen
elektrischen Allrounder 570 A in Reinraum ausführung. Diese
Produktionszelle wurde durch die Zusammenarbeit von Arburg
(Maschinentechnik), Hack Formenbau (Werkzeugtechnik), Hack
Digital Solutions (Werkzeugüberwachung), HB-Therm (Temperiergeräte)
und einem renommierten OEM realisiert. Sie überzeugt
durch eine ganzheitlich optimierte, kosten- und energieeffiziente,
kompakte Auslegung, die sich durch hohe Verfügbarkeit,
Produktivität und Teilequalität auszeichnet.
– Wie sich medizintechnische Produkte im Reinraum der Klasse
ISO 7 unter höchsten Hygieneansprüchen fertigen lassen,
demonstrierte ein elektrischer Allrounder 370 A. Das 2-fach-Pilotwerkzeug
des Partners Fostag kann nach Finalisieren des Teiledesigns
auf eine hohe Kavitäten-Anzahl skaliert werden.
– Eine kostensparende Investition ist, eine Maschine in Reinraumausführung
über ein verlängertes Tunnel förderband an den Reinraum
anzudocken. So zu sehen an einem elektrische Allrounder
520 A. Mit einem 96-fach-Werkzeug des Partners Kebo wurden
pro Stunde rund 60.000 Nadelkappen für Insulin-Pens aus PP
(Borealis) produziert und über ein gekapseltes Förderband in den
Reinraum eingeschleust.
– Ein hydraulischer Allrounder 520 S zeigte mit einem Demobauteil
für Mikrofluidik, wie sich das „schwierige” Material PVC einfach,
sicher und wirtschaftlich zur Fertigung medizinischer Produkte
einsetzen lässt.
– Schussgewichte von nur 0,016 Gramm prozesssicher realisieren?
Genau dies demonstrierte einer Fertigungszelle rund um
einen elektrischen Allrounder 270 A, der mit einem Mikrospritzmodul
der Größe 5 sowie einer 8-Millimeter-Einspritzschnecke
ausgestattet war. Angusslos produzierte das Exponat
vier je 0,004 Gramm wiegende Mikrofilter mit komplexer
Geometrie.
Hohes Publikumsinteresse in allen Bereichen
Auch weitere wichtige Bereiche des Arburg-Programms fanden
regen Zuspruch bei den Besuchern. Hoch war das Interesse an digitalen
Services und Software über die gesamte Wertschöpfungskette
hinweg. Mit vielen dieser Lösungen können die Kunden ihre
Betriebskosten minimieren und damit bares Geld sparen. Hier
unterstützt Arburg mit gebündeltem Know-how in Sachen Digitalisierung,
smarter Fertigung und künstlicher Intelligenz. Vorgestellt
wurden die Steuerung Gestica lite, das Arburg-eigene MES (ALS)
und das Kundenportal arburgXworld. Zudem wurden an Allrounder-
Exponaten d die Mehrwerte innovativer digitaler Piloten und Assistenten
gezeigt.
Im Ausstellungsbereich arburgGREENworld war zu sehen, was
das Unternehmen zur Verarbeitung von Rezyklaten und alternativen
Kunststoffen anzubieten hat und welche Aktivitäten zur Ressourcenschonung
und Implementierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft
beitragen.
Präsentiert wurden weiterhin das breite Dienstleistungsangebot
der Anwendungstechnik, z. B. zu Beratung, Fehleranalyse oder
Prozessoptimierungen direkt vor Ort. Im Servicebereich waren die
Angebote über die gesamte Maschinenlebenszeit zu sehen. Auch
hier galt der Anspruch an „Ease of use“. Die Maschinen lassen sich
einfach bedienen und warten, sodass auch geringer ausgebildetes
Personal Produkte höchster Qualität herstellen kann. Gezeigt wurde
die Wartung der neuen Allrounder Trend, Predictive Maintenance,
umfassender After Sales und Gebrauchtmaschinen „Ready2Go“ sowie
modernen Schulungsformen.
Flankiert wurden die Technik-Präsentationen an allen drei Technologie-Tagen
durch interessante Expertenvorträge. Diese boten
praxisnahe Einblicke – von zuverlässigem Spritzgießen über den
Weg zur Smart Factory bis hin zu den aktuellen Allrounder Trend-
Maschinen. Und nicht zuletzt wurden die Betriebs rundgänge sehr
gut angenommen. Unter anderem konnten sich die Interessenten
ausführlich zum neuen Fertigungskonzept der Allrounder Trend informieren
und interessante Einblicke in die hochautomatisierte Fertigung
bei Arburg gewinnen.
ARBURG GmbH + Co KG
D 72290 Loßburg
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Pharma- und Armaturenbranche
– der Bund fürs Leben
Um die mit der manuellen
Handhabung verbundenen
Risiken zu beseitigen, entwickelte
die SISTO Armaturen S.A. ein
automatisches Medienpanel
in Form eines kompakten,
strömungsoptimierten
Mehrwege-Blockmembranventils.
(Quelle: KSB / SISTO)
Alles kommuniziert mit allem – ein solcher Produktionsprozess
ist in der Pharmaindustrie längst mehr als eine Zukunftsversion.
Die digitale Transformation und der Einsatz
von Künstlicher Intelligenz optimieren bereits die ersten
Pharmaanlagen. Gute Nachrichten für eine Branche, die in
vielen Ländern zu den Säulen einer Volkswirtschaft gehört.
Die Pharmabranche forciert die digitale Transformation ihrer Labore,
um sie effizienter und nachhaltiger auszurichten. „Große Pharma-Unternehmen
planen, ihre Investitionen in die Labortransformation
bis 2025 beinahe zu verdoppeln – von heute 4 Prozent auf
bis zu 7 Prozent ihres Umsatzes“, berichtet das Capgemini Research
Institute (CRI). Fast 75 Prozent der Arzneimittelkonzerne hätten bereits
mit der Modernisierung ihrer Labore begonnen.
„Der Kostendruck und die internationale Konkurrenz steigen“,
erläutert das Unternehmen Baelz, ein Anbieter von unter anderem
Ventilen, Antrieben und Sensoren. Um in einem herausfordernden
Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, wird daher zunehmend auf Digitalisierung
gesetzt. „Sowohl in der Nutzung der Armaturen als auch
in der Verwaltung des Anlagenparks ist sie nicht wegzudenken“, berichtet
Baelz. Alles kommuniziere mit allem.
Auch Sanofi investiert kontinuierlich in seine Anlagen. Ziel ist
es unter anderem, die europäische Versorgungssicherheit im
Pharmabereich zu stärken. (Foto: Sanofi)
Automatisierung und Digitalisierung als Schlüssel
Automatisierung und Digitalisierung schreiten voran – eine Entwicklung,
die auch Baelz beobachtet. So investierte ein Pharma-
Unternehmen rund 275 Millionen Euro in eine hochautomatisierte
Modellfabrik für Arzneimittel zur Behandlung von Krebs- und Herz-
Kreislauf-Erkrankungen. „Dank dem modularen Aufbau ist es möglich,
die Produktion schnell zu erweitern oder umzustellen“, so Baelz.
Um Frischdampf für die Herstellung der Arzneimittel in dem
Mit FLOWave hat Bürkert einen hygienischen, materialsparenden
und dennoch sehr genauen Durchflusssensor auf den Markt gebracht.
Dabei lag der Fokus auf der Schonung von Ressourcen.
(Foto: Bürkert Fluid Control Systems)
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neuen Produktionsgebäude bereitzustellen, wurde eine Baelz Reindampferzeuger-Station
konzipiert. „Raffinierte Regelungs- und Sicherheitsfunktionen
sowie eine integrierte automatische Absalzung
und Abschlammung sorgen für den reibungslosen und wirtschaftlichen
Betrieb“, erläutert Baelz.
Den Energiebedarf optimieren
Als Herausforderung für die Pharmaindustrie erweisen sich erhöhte
Energiepreise. Die Branche handelt daher und installiert neue
Anlagen oder optimiert beim Energiebedarf bestehende Anlagen.
Bürkert hat vor diesem Hintergrund Produkte entwickelt, die sowohl
energiesparender herzustellen sind als auch im späteren Einsatz den
Energieverbrauch senken. Daher investiert Bürkert kontinuierlich in
die Entwicklung der Komponenten. Außerdem versucht das Unternehmen
darüber hinaus in Systemlösungen zu denken, die dem
Kunden einen gesteigerten Mehrwert bieten. Ein Beispiel dafür ist
der Durchflusssensor FLOWave: „Die Verwendung eines neuartigen
physikalischen Sensorprinzips ermöglicht es uns, einen hygienischen,
materialsparenden und sehr genauen Durchflusssensor zu
launchen.“
Sterile, aseptische und hygienische Prozesse
Vielfältige Pharma-Prozesse benötigen Sicherheitsventile in einer
Vielzahl von Werkstoffen und Größen. „Gerade in den Kernprozessen
für das Endprodukt besteht ein Bedarf an speziellen Ventilen,
die eine einfache Prozessintegration mit der Möglichkeit der Reinigung
(CIP) oder Sterilisation (SIP) bieten“, erläutert der Ventilhersteller
LESER. „Sicherheitsventile für diese Anwendungen müssen
Kontaminationen von außen vermeiden.“
Mit der Baureihe Clean Service entwickelte LESER Sicherheitsventile,
„die alle Anforderungen der Pharmaindustrie erfüllen“. Der
geringe Totraum und die spaltfreie Innenkonstruktion ermöglichen
„ein hohes Maß an Sauberkeit“. Die Ventile können während der
Reinigung mit der vorhandenen pneumatischen Anlüftung automatisch
geöffnet werden.
Die Ventile müssen hohe Anforderungen in sterilen, aseptischen
und hygienischen Prozessen erfüllen. Da die Produkt- und
Prozesssicherheit in diesen Anwendungen höchste Priorität genießt,
hat der Industriekonzern GEA seine Aseptikventile mit einem
Bei der Errichtung neuer Anlagen legt auch Sanofi Wert
auf eine große Automatisierungstiefe und höchste
Nachhaltigkeitsstandards. (Foto: Sanofi)
hermetischen Dichtelement ausgestattet, um das Eindringen von
Mikroorganismen in einen sterilen Prozess zu verhindern. Benötigt
werden zahlreiche Ventiltypen. Das Spektrum reicht beispielsweise
von Absperr- über Doppelsitz- und Tankbodenventilen bis hin zu
einem umfangreichen Portfolio an Spezialventilen.
Schnell, sicher und kosteneffizient
Armaturen werden angesichts einer starken und sich wandelnden
Pharmaindustrie zahlreich nachgefragt. So hat auch die zur KSB-
Gruppe gehörende SISTO Armaturen S.A. für ein französisches
Pharmaunternehmen eine automatisierte Medienpanel-Lösung für
die Produktion von Immunsuppressiva entwickelt. Um die mit der
manuellen Handhabung verbundenen Risiken zu beseitigen, entwickelte
SISTO das Medienpanel als kompaktes, strömungsoptimiertes
Mehrwege-Blockmembranventil. Ausgestattet mit Pneumatikantrieben
sowie elektronischen Rückmeldeeinheiten, automatisiert
und optimiert es die Produktionsprozesse. „So können diese schneller
und sicherer sowie kosteneffizienter ablaufen“, betont SISTO.
Investitionen in moderne Pharmaanlagen
Die Bereitschaft der Pharmaindustrie, sich mittels Investitionen auf
die wachsende Branche mit gleichzeitig steigenden Anforderungen
einzustellen, ist groß. Das zeigen zahlreiche Projekte. So hat Pfizer
mit einem Investitionsvolumen von knapp 300 Millionen Euro sein
bestehendes Werk zu einer der – laut Unternehmensangaben – weltweit
modernsten Produktionsstätten der pharmazeutischen Industrie
nach Industrie 4.0-Maßstäben ausgebaut. In der „HighCon“-Fabrik
werden für den Weltmarkt Medikamente zur Behandlung von
beispielsweise Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Covid-19
effizient hergestellt.
Die HighCon-Anlage ermöglicht einen hoch automatisierten
und gleichzeitig nachhaltigen Produktionsprozess. Pfizer: „Alle Maschinen
und Abläufe sind intelligent mithilfe von Informations- und
Kommunikationstechnologien vernetzt, wodurch das Freiburger
Pfizer Werk flexibler, schneller und ressourcenschonender produzieren
kann.“
Versorgungssicherheit stärken
Sanofi errichtet eine hochmoderne Insulinproduktionsanlage auf
rund 36.000 Quadratmetern in Frankfurt. „Ziel ist es, die langfristige
Versorgung mit lebensnotwendigem Insulin zu sichern und die
europäische Versorgungssicherheit zu stärken“, erläutert das Unternehmen.
Die Investition beträgt bis 2029 etwa 1,3 Milliarden Euro.
Auch diese Anlage wird mit einer großen Automatisierungstiefe
ausgestattet und soll höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.
Auch Merck investiert nachhaltig. Das Unternehmen erweitert
seine ADC-Produktionskapazitäten in St. Louis, USA, durch die
Investition von 70 Millionen Euro. Die Kapazitäten zur ADC-Herstellung
(Antikörper-Wirkstoff-Konjugate) für Krebspatienten werden
verdreifacht und die Labore modernisiert. Solche Investitionen
der Pharmaindustrie sind auch Investitionen in die Gesundung von
Menschen. Die Armaturenbranche ist ein Teil des Bundes fürs Leben
und hilft als Zulieferin mitunter auch, Leben zu retten.
Trends und Highlights aus dem Industriebereich Armaturen
sind auf der VALVE WORLD EXPO vom 1. bis 3. Dezember 2026 in
Düsseldorf zu erleben. Aktuelle Branchen- und Produktinformationen
befinden sich im Internetportal unter www.valveworldexpo.de.
Messe Düsseldorf GmbH
D 40001 Düsseldorf
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Schlauch- und Spritzgusslösungen aus Deutschland | Medizintechnik Kompetenzen
Masterflex Group medical solutions
auf der MedtecLIVE 2026 in Stuttgart
Masterflex group medical solutions: Medizinschläuche,
Spritzguss & Assemblierungen aus einer Hand
Kunststoffe sind aus der Medizintechnik nicht wegzudenken: Sie
ermöglichen sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Lösungen für
Anwendungen mit hohen Anforderungen an Funktionalität, Dokumentation
und Qualität. Als Masterflex Group medical solutions
entwickeln und fertigen Novoplast Schlauchtechnik aus Halberstadt
und Fleima-Plastic aus Wald-Michelbach hochwertige Medizinschläuche,
Konnektoren, Spritzgussteile/Formteile sowie kundenspezifische
Baugruppen (Assemblierungen) für anspruchsvolle medizintechnische
Anwendungen.
Medizintechnik: Entwicklungspartner, Hersteller,
Lieferant und Aussteller
„Unsere präzisen Kunststoffkomponenten kommen unter anderem
in Infusion, Dialyse, Endoskopie, enteraler Ernährung sowie z.
B. auch in Hörgeräten zum Einsatz. Ein besonderer Vorteil für Entwicklungs-
und Einkaufsteams: Seit vielen Jahren kombinieren wir
erfolgreich Extrusion und Spritzguss in komplexen Medizintechnik-Projekten
– und realisieren dadurch kreative, wirtschaftliche
Systemlösungen aus einer Hand“. So Martin Oye, Geschäftsführer
Medizintechnik Novoplast Schlauchtechnik und Fleima-Plastic.
Aussteller Medizintechnik auf der MedtecLIVE with T4M 2026
Novoplast Schlauchtechnik zeigt auf der MedtecLIVE with T4M
2026 (5-7 Mai, Halle 3/303), wie sich anspruchsvolle medizintechnische
Kunststoffkomponenten prozesssicher in die Serie bringen
lassen von der Kennzeichnung bis zur Validierung. Ein Schwerpunkt
ist beispielsweise das Lasermarkieren unter Reinraumbedingungen
(ISO 14644): So entstehen dauerhafte, wisch- und abriebfeste
Markierungen auf Schläuchen und Kunststoffkomponenten, etwa
Graduierungen sowie Serien- oder Chargennummern. Darüber hinaus
unterstützen die Medtec Marken der Masterflex Group bei der
Werkzeug- und Produktionsverlagerung im Spritzguss – mit klarer
Projektstruktur und konsequentem Fokus auf Prozessstabilität. Ergänzend
bietet Novoplast die Validierung von Kunststoffkomponenten
und nachgelagerten Prozessen: regelkonform, schnell und auditsicher
als wichtiger Beitrag zur verlässlichen Inverkehrbringung.
Die deutschen Medtec Marken positionieren sich als vertrauensvoller
Entwicklungspartner für medizintechnische Kunststoffkomponenten
und begleitet Projekte von der Idee bis zur Serie – inklusive
Projektmanagement, Machbarkeitsanalysen sowie Unterstützung
bei qualitäts- und regulierungsrelevanten Fragestellungen.
Freikarten Medizintechnik Messe MedTec 2026
Novoplast Schlauchtechnik lädt zum persönlichen Austausch auf
der MedtecLIVE with T4M 2026 in Stuttgart ein: Wer ein Produkt
eindeutig kennzeichnen möchte, eine kundenspezifische Spritzgusskomponente
oder sichere Schlauchlösung benötigt oder Unterstützung
bei Validierung und Prozessaufbau sucht, kann die Themen
direkt mit den Expertinnen und Experten vor Ort besprechen.
Halle 3 | Stand 303 (05.–07. Mai 2026).
Masterflex Group
D 45891 Gelsenkirchen
(Copyright: Masterflex SE)
Medical technology - Fleima-Plastic & Novoplast Schlauchtechnik,
Stand 3056, MD&M West 2025, Anaheim. (Copyright: Masterflex SE)
Messestand-POV (Copyright: Masterflex SE)
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Seite 64/73
Die neue PowerPulse CNp
mit Ultraschall benötigt nur 2,2 m² Stellfläche
und verfügt über Vollstromfiltration und
separate Infrarot-Vakuumtrocknung. (Foto: LPW)
Neu von LPW: Anlage PowerPulse CNp mit Ultraschall
High Performance im Produktionsumfeld
Sie benötigt minimale Stellfläche und bietet maximale High Purity-Technologie:
die neue PowerPulse CNp mit Ultraschall von LPW
Reinigungssysteme GmbH. Die kompakte, halbautomatische Anlage
wurde für anspruchsvolle industrielle Anwendungen im Produktionsumfeld
konzipiert und bietet High Performance speziell bei
kleinen Durchsatzraten, hochwertigen Nebenprozessen sowie im
Einsatz in sensiblen Fertigungsbereichen.
Die PowerPulse CNp ist mehrstufig ausgelegt und dient als vollwertiges
System mit manuellem Chargenhandling. Sie kombiniert
Impulsvakuum mittels zyklischer Nukleation (CNp) und Ultraschall.
Beide Verfahren können je nach Reinigungsaufgabe gleichzeitig
oder selektiv eingesetzt werden. Zudem verfügt die Anlage über eine
integrierte Vollstromfiltration, die für stabile Prozessbedingungen
sorgt und den produktionsnahen, wartungsarmen Betrieb unterstützt.
Einen weiteren wesentlichen Bestandteil stellt die integrierte
Vakuum-Infrarot-Trocknung als eigenständige Prozessstufe dar.
Sie ist fester Bestandteil des Konzepts und ermöglicht effiziente
sowie qualitätssichere Ergebnisse, auch bei empfindlichen oder anspruchsvollen
Bauteilen.
Dirk Konzok, Vertriebsleiter und Prokurist bei LPW: „Wir sind
der vermehrten Nachfrage unserer Kunden nachgekommen, ein
einfaches halbmanuelles CNp-Ultraschallsystem anzubieten, das
deutlich mehr kann als bisherige Lösungen. Nun schließen wir die
Lücke zwischen Labortechnik und produktionsnaher Reinigung.
Das neue LPW-Produkt steht für einen praxisorientierten Ansatz in
der hochwertigen Reinigung komplexer Geometrien: leistungsfähig,
flexibel und auf die Anforderungen moderner Fertigungsprozesse
zugeschnitten.“
Die Anlage eignet sich insbesondere für anspruchsvolle Aufgaben
in Bereichen wie der Medizintechnik,Additiven Fertigung oder
der allgemeinen Industrie. Typische Anwendungsfelder sind etwa
die Reinigung von medizinischen Geräten, Kapillaren und Stents,
das Entpulvern additiv gefertigter Bauteile sowie die Ausreinigung
komplexer Geometrien nach dem Post Processing. Des Weiteren
sind Vor- und Zwischenreinigungsprozesse in der zerspanenden
Fertigung möglich.
Die Becken fassen 55 Liter
Nutzvolumen für Warenträger bis
Schäfergröße 2. (Foto: LPW)
Die technischen Daten im Überblick:
- Stellfläche: ca. 2,2 m²
- Abmessungen (T × B × H): 760 × 2.812 × 1.496 mm
- Anschlusswert: 35 A/15 kW
- Filter-/Heizkreislauf: ca. 1,2 m³/h
- Heizleistung: Kreislauf ca. 3 kW, Becken ca. 2 kW
- Ultraschallleistung: ca. 9 W/l
- Becken-Nutzvolumen: 55 Liter
Das neue LPW-System steht Anwendern für Versuche
am Firmenstandort in Riederich zur Verfügung.
LPW Reinigungssysteme GmbH
Industriestraße 19
D 72585 Riederich
Telefon: +49 7123 38040
eMail: info@lpw-cleaning.de
Internet: http://www.lpw-cleaning.de
Das Bedienfeld lässt sich intuitiv
bedienen, auch über ein Tablet
oder Smartphone. (Foto: LPW)
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Mit dem TDS501 stellt E+E Elektronik einen Next-Gen-Taupunktsensor für anspruchsvolle
Industrieanwendungen vor. Der Sensor ermöglicht eine kontinuierliche Taupunktmessung
mit Autokalibrierung ohne Signalstillstand und schafft damit die Grundlage für eine
verlässliche 24/7-Prozessregelung.
Kontinuierliche Taupunktmessung
bis −70 °C Td ohne Signalstillstand
Industrielle Trocknungsprozesse, insbesondere in der Batteriefertigung, stellen höchste Anforderungen an die Taupunktmessung.
Bei sehr niedrigen Feuchteniveaus können bereits kleinste Abweichungen Produktqualität, Ausbeute und
Sicherheit beeinflussen. Dafür ist ein stabiles, durchgängiges Messsignal entscheidend. Mit dem TDS501 präsentiert E+E
Elektronik seine neueste Entwicklung für die Taupunktmessung: kontinuierliche Messung dank Autokalibrierung dank
neuem Vier-Elemente-Messverfahren, Taupunktüberwachung bis −70 °C Td und smarte Schutzkonzepte. So unterstützt
der Sensor eine zuverlässige Prozessüberwachung rund um die Uhr und eine effiziente Entfeuchtungsregelung.
Neuheit: Vier-Elemente-Messverfahren
Typische Prozessereignisse wie das Öffnen von Türen und Schleusen
oder Lastwechsel erfordern ein stabiles Messsignal. Ein eingefrorenes
oder stark gemitteltes Signal während der Autokalibrierung
kann in solchen Umgebungen zu Blindstellen im Prozess führen. Der
TDS501 wurde deshalb für eine zentrale Anforderung bei der Regelung
sehr niedriger Taupunkte entwickelt: Die Autokalibrierung darf
das Messsignal nicht unterbrechen. In hochdynamischen Anwendungen
werden Regelentscheidungen fortlaufend getroffen. Ein Signal,
das während der Kalibrierung einfriert, kann reale Prozessabweichungen
genau dann verdecken, wenn es darauf ankommt. Der
TDS501 setzt dazu auf eine innovative neue Technologie auf Basis
eines Vier-Elemente-Messverfahrens mit robusten kapazitiven
Sensorelementen. Ziel ist eine durchgängige Taupunktinformation
für die 24/7-Prozessüberwachung und
damit für stabile Regelkreise.
Taupunktüberwachung bis -70 °C Td für anspruchsvolle
industrielle Trocknung
Mit dem TDS501 erweitert E+E Elektronik sein Taupunktportfolio
auf Messbereiche bis −70 °C Td. Damit eignet sich der Sensor für
Anwendungen, in denen extrem niedrige Feuchte eine zentrale
Prozessgröße ist. Dazu zählen unter anderem die Batteriefertigung
oder die Trocknung von Kunststoffgranulat. In solchen Prozessen
trägt eine stabile Taupunktüberwachung dazu bei, feuchtebedingten
Ausschuss zu reduzieren, Sicherheitsreserven
gezielter auszulegen und die Entfeuchtungsregelung
effizient zu steuern.
Smarte Schutzkonzepte und
konfigurierbare Filterkappen
Saisonale Schwankungen, Anlagenstillstände
oder Komponentenfehler können in Druckluftsystemen
kurzfristig Kondensation verursachen.
Der TDS501 ist darauf ausgelegt, auch unter
solchen atypischen Bedingungen zuverlässig zu
bleiben und kondensationsbedingte Drift durch praxisgerechte
Konstruktionselemente zu reduzieren. Dazu
zählen robuste Sensorelemente, ein gesinterter Edelstahlfilter
sowie eine widerstandsfähige Edelstahlkonstruktion.
Standardmäßig ist der TDS501 mit einem Edelstahlfilter
ausgestattet, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz
und Ansprechzeit bietet. Für Reinraumanwendungen, in denen besonders
schnelle Reaktionszeiten gefragt sind, ist optional eine offene
Filterkappe verfügbar. Sie verbessert die Ansprechzeit zusätzlich
und ermöglicht ein noch früheres Erkennen von Taupunktabweichungen.
Reproduzierbare Messergebnisse bis 80 bar
Der TDS501 von E+E Elektronik.
(Foto: E+E Elektronik Ges.m.b.H.)
Wenn der Taupunkt zur Regelgröße wird, braucht es ein Messsignal,
das auch bei wechselnden Betriebsbedingungen konsistent bleibt.
Der TDS501 kombiniert hohe Wiederholgenauigkeit mit einer Genauigkeit
von ±2 °C Td und unterstützt so stabile, reproduzierbare
Produktionsbedingungen. Zudem ist er so konstruiert, dass typische
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Änderungen der Prozesstemperatur das Messergebnis nicht beeinträchtigen.
Mit einer Druckfestigkeit bis 80 bar kann der Sensor direkt dort
installiert werden, wo der Prozess stattfindet. Das schafft eine robuste
Basis für Prozessregelung und Qualitätssicherung in industriellen
Druckluftanwendungen.
Ein optimal abgestimmtes Messsystem
für zuverlässige Performance
Der TDS501 ist mehr als ein Sensorelement im Gehäuse. Er ist ein
ganzheitlich entwickeltes Messsystem, bei dem Sensorelement,
Elektronik, mechanische Integration, Montage und Abgleich optimal
aufeinander abgestimmt sind. Für Anwender bedeutet das: stabile,
wiederholbare Messergebnisse und eine verlässliche Grundlage
für Prozessentscheidungen über Geräte, Chargen und Betriebsbedingungen
hinweg.
E+E Elektronik Ges.m.b.H.
Langwiesen 7
AT 4209 Engerwitzdorf
Telefon: +43 7235 6050
Telefax: +43 7235 6058
eMail: info@epluse.com
Internet: http://www.epluse.com
SPETEC® Laminar Flow Boxen für Labor, Forschung und Industrie
Ein Reinraum genau dort,
wo er gebraucht wird
Die Anforderungen an partikel- und keimfreie
Arbeitsumgebungen steigen kontinuierlich.
Insbesondere in Laboren, Forschungseinrichtungen
sowie in der industriellen
Fertigung und Verpackung. In vielen
Anwendungen werden Reinraumbedingungen
jedoch nur lokal benötigt. Der Aufbau
kompletter Reinräume ist in diesen Fällen
häufig mit unverhältnismäßigem baulichem
und finanziellem Aufwand verbunden.
Mit der Laminar Flow Box FBS bietet
Spetec eine Lösung zur gezielten Erzeugung
lokaler Reinraumbedingungen direkt
am Arbeitsplatz. Die Systeme erzeugen
einen gleichmäßigen, vertikalen Laminarstrom
und ermöglichen damit eine kontrol-
lierte Luftqualität in einem klar definierten
Arbeitsbereich.
Je nach Modellvariante deckt eine Laminar
Flow Box FBS eine effektive Reinraumfläche
von ca. 0,37 bis 1,12 qm ab. Zum
Einsatz kommen HEPA‐Filter des Typs H14,
die mindestens 99,995% aller Partikel herausfiltert
– bezogen auf eine Partikelgröße
von 0,12 μm nach MPPS. Dadurch wird eine
signifikante Verbesserung der Luftqualität
gegenüber der Umgebungsluft erreicht und
die Voraussetzungen für Reinraumbedingungen
bis ISO‐Klasse 5 geschaffen.
Die Laminar Flow Box FBS ist in verschiedenen
Baugrößen erhältlich und sowohl
als Standgerät als auch als Tischversion
verfügbar. Die Konstruktion erfolgt
ausschließlich mit reinraumgeeigneten
Materialien wie eloxiertem Aluminium und
Acrylglas. Die Systeme wurden durch das
Fraunhofer‐Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung geprüft.
Dank ihres modularen Aufbaus lassen
sich die Laminar Flow Boxen flexibel in bestehende
Arbeitsumgebungen integrieren;
ganz ohne bauliche Veränderungen und mit
geringem Installationsaufwand.
Spetec Gesellschaft für Labor- und
Reinraumtechnik mbH
Am Kletthamer Feld 15
D 85435 Erding
Telefon: +49 8122 959090
Telefax: +49 8122 9590955
eMail: info@spetec.de
Internet: https://www.spetec.de
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Für maximale Flexibilität
KEL-ERM VARIO von icotek:
Kabeleinführung mit
variablen Trennstegen
Die KEL-ERM VARIO ist eine Weiterentwicklung des bewährten icotek
Kabeleinführungssystems und wurde speziell für die Einführung von Leitungen
mit und ohne Stecker konzipiert. Unterschiedliche Konfigurationen lassen sich
ohne Rahmentausch ganz einfach umsetzen: Mit den steckbaren Trennstegen
kann der Rahmen individuell an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
Die KEL-ERM VARIO lässt sich einfach
und sicher montieren. Das modulare System
basiert auf einer klaren Struktur und reduziert
die Variantenvielfalt auf eine Rahmengröße
pro Ausführung. Weniger benötigte
Komponenten bedeuten weniger Lagerbedarf
und Beschaffungsaufwand, zugleich
werden Planung, Konstruktion und Montage
vereinfacht.
Für den Schaltschrankbau und die Geräteintegration
schafft das zusätzliche Flexibilität.
Dank der variablen Bestückung eignet sich
die KEL-ERM VARIO für unterschiedliche
Anforderungen, von Serienanwendungen
bis zu kundenspezifischen Lösungen. Je
nach Bedarf kann sie mit unterschiedlich
vielen großen oder kleinen Tüllen ausgestattet
werden.
Automatische Tüllenfixierung
Je nach verwendeter Tülle lassen sich Leitungen
mit Durchmessern von 1 bis 16 mm
(Einfachtüllen KT1 bis KT15) bzw. 16 bis 35
mm (Einfachtüllen KT16 bis KT34) sicher
einführen, abdichten und zugentlasten.
Die Kabeltüllen werden bei der Montage
automatisch im Rahmen fixiert. Nach
der vollständigen Bestückung wird der
Abschlussdeckel sicher aufgeschraubt.
Die KEL-ERM VARIO ist kompatibel mit
Standardausbrüchen für 10-, 16- und 24-polige
schwere Steckverbinder. Die Baugröße
KEL-ERM VARIO B setzt auf Ausbrüche
46 x 46 mm (z. B. für Regler, Zähler) auf.
Dank der eingespritzten Dichtung und bei
der Verwendung von Einfachtüllen bleibt
die hohe Schutzart IP65 auch bei flexiblen
Die Vorteile auf einen Blick:
– Nur eine Rahmengröße für
verschiedene Varianten
(zum Beispiel 24|10, 24|7, 24|4)
– Maximale Flexibilität durch
steckbare Trennstege
(im Lieferumfang enthalten)
– Hohe Schutzart IP65 durch
eingespritzte Dichtung
– Garantieerhalt konfektionierter
Leitungen
– Schnelle Nachrüstung und
einfache Servicearbeiten
– Hohe Packungsdichte und
große Tüllenvielfalt
– Zugentlastung gemäß DIN EN 62444
– Hohe Stabilität und
Vibrationssicherheit
– Sehr einfache Bestückung
– Kombinierbar mit IMAS-CONNECT
Adaptertüllen
Konfigurationen erhalten.
Weniger Komplexität, höhere
Anlagenverfügbarkeit
Mit der KEL-ERM VARIO lassen sich Prozesse
vereinfachen, Kosten senken und der
gesamte Produktlebenszyklus optimieren.
Optional ist die KEL-ERM VARIO auch mit
integrierten Gewindebuchsen erhältlich –
perfekt für die Montage an der Gehäuseinnenseite
und ideal zum Schutz vor Vandalismus
oder unbeabsichtigtem Lösen.
icotek GmbH
D 73569 Eschach
Die neue Kabeleinführung KEL-ERM-VARIO von icotek bietet maximale Flexibilität bei der Konfiguration. (Bild: icotek GmbH & Co. KG)
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Neue Sensortechnologie für autonome Reinigungsrobotik
in dynamischen Einsatzumgebungen
Cleanfix setzt als erstes Unternehmen auf
3D-Ultraschallsensor ADAR von Sonair
Der Schweizer Hersteller professioneller Reinigungssysteme
Cleanfix ist der erste OEM-Partner, der den 3D-Ultraschallsensor
ADAR des norwegischen Unternehmens Sonair
in die neue Generation seines autonomen Reinigungsroboters
RA660 Navi XL integriert. Die Lösung ist für den
Einsatz in offenen und gemeinsam genutzten Umgebungen
ausgelegt.
Autonome Reinigungsroboter sind heute zunehmend Teil des Regelbetriebs
– häufig unbeaufsichtigt, nachts und in Bereichen, die
parallel von Menschen genutzt werden. Dabei treffen sie auf wechselnde
Bedingungen: eingeschränkte Sichtverhältnisse, Feuchtigkeit,
Staub sowie kleine oder bodennahe Hindernisse im Fahrweg.
Vor diesem Hintergrund hat Cleanfix die Wahrnehmungssysteme
des RA660 Navi XL gezielt weiterentwickelt. Ein zentraler Bestandteil
ist der 3D-Ultraschallsensor ADAR, der eine zuverlässige
Hinderniserkennung auch unter Bedingungen ermöglicht, die für
optische oder laserbasierte Sensorsysteme herausfordernd sind.
„Unsere Kunden bewerten keine Algorithmen, sondern Ergebnisse“,
sagt Roger Kaiser, Head of Robotics bei Cleanfix. „Entscheidend
sind ein stabiler Betrieb, minimale Unterbrechungen und ein
System, das zuverlässig über Stunden arbeitet. Genau hier setzt
ADAR an – als Voraussetzung, um autonome Reinigung im Alltag
skalierbar zu machen.“
„Für Sonair ist diese Integration ein wichtiger Schritt hin zur
breiteren Anwendung von 3D-Ultraschall in der Robotik“, ergänzt
Knut Sandven, CEO von Sonair. „Service-Robotik gehört zu den am
schnellsten wachsenden Bereichen der Automatisierung. Gleichzeitig
arbeiten diese Systeme zunehmend in gemeinsam mit Menschen
genutzten Umgebungen statt in abgeschotteten Industrieanlagen.
In solchen Szenarien ist eine robuste Umfelderfassung entscheidend
für einen zuverlässigen und vorhersehbaren Betrieb.“
Reduzierte Sensorik durch 3D-Ultraschall statt Einzelsensoren
Mit ADAR ersetzt Cleanfix mehrere lineare Ultraschallsensoren
durch eine zentrale 3D-Sensoreinheit. Durch diese Bündelung in
einem einzigen Sensor verringert sich die Systemkomplexität und
die Anzahl der Komponenten deutlich.
Dies wirkt sich direkt auf Integration und Betrieb aus: Der 3D-
Ultraschallsensor liefert räumliche Umfelddaten, die Navigation und
Bewegungsverhalten in Echtzeit unterstützen. Dadurch erkennt der
Roboter auch kleine oder teilweise verdeckte Hindernisse in Bodennähe
zuverlässig – etwa Taschen, Palettenkanten oder Werkzeuge,
wie sie in der Praxis häufig auftreten.
Auch der Datenschutz ist systemseitig berücksichtigt: Da keine
bildgebenden Daten erfasst oder gespeichert werden, kann der Roboter
auch in sensiblen Umgebungen eingesetzt werden.
Hohe Verfügbarkeit durch wartungsarme Sensorik
und stabilen Betrieb
Da der RA660 Navi XL auf optische Sensorsysteme mit empfindlichen
Linsen verzichtet, entfällt die Notwendigkeit regelmäßiger
Reinigung. Das minimiert Stillstandszeiten und Serviceaufwand
und erhöht die Verfügbarkeit im täglichen Betrieb.
Darüber hinaus treten Fehlinterpretationen („False Positives“),
etwa durch Staubpartikel, deutlich seltener auf. Der RA660 Navi XL
arbeitet dadurch gleichmäßiger und mit weniger Unterbrechungen,
was sich direkt auf Produktivität und Flächenleistung auswirkt.
Der Betrieb ist unabhängig von Umgebungslicht möglich und
eignet sich daher auch für den Einsatz bei Nacht oder in schlecht
beleuchteten Bereichen.
Ausblick: Sicherheitszertifizierung für 3D-Ultraschall
Perspektivisch gewinnt auch die sicherheitsgerichtete Nutzung der
Technologie an Bedeutung: Sonair arbeitet derzeit an einer Sicherheitszertifizierung
nach PL d (ISO 13849) / SIL (IEC 61508). Dies
stellt einen wichtigen Schritt für den Einsatz von 3D-Ultraschallsensorik
in sicherheitskritischen Anwendungen dar und trägt den
steigenden Anforderungen an autonome Systeme in gemeinsam
genutzten Umgebungen Rechnung.
Damit markiert die Integration in den Reinigungsroboter RA660
Navi XL einen ersten Schritt in der industriellen Anwendung der
3D-Ultraschalltechnologie von Sonair.
Sonair
N 0484 Oslo
(Copyright Cleanfix)
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Produktupdate BRXH: Optimierte Schmierung, bessere Abdichtung, mehr Präzision
Rodriguez überarbeitet
Profilschienenführungen
für Maschinenbau und Robotik
Rodriguez bietet die Profilschienenführungen der BRXH-Reihe jetzt in optimierter Ausführung an. Das Update umfasst
drei zentrale Punkte: ein erweitertes Schmierkonzept, ein neues Dichtungssystem und eine höhere Genauigkeit. Damit
werden Prozesse noch sicherer, während die Systemkompatibilität erhalten bleibt.
nicht schleifende Dichtung, zusätzliche
schleifende Dichtung sowie Metallabstreifer.
Höhere Genauigkeit wird Standard
Die bisherige Normalgenauigkeit N entfällt.
Stattdessen wird die Klasse H zum neuen
Standard. Die Toleranzen für Höhe und
Breite wurden im Vergleich zur früheren N-
Ausführung um etwa 50 Prozent reduziert.
Genauigkeitsklasse P ist künftig nur noch
auf Anfrage erhältlich. In der Vorspannung
entfällt die Klasse Z2; verfügbar bleiben Z0,
Z1 und Z3. Konkret bedeutet das: Höhere
Wiederholgenauigkeit – besonders relevant
in Robotik bzw. Automatisierung – und bessere
Parallelität, d.h. mehrere Führungen
laufen sauberer parallel.
Weitere konstruktive Anpassungen
Mit den Anpassungen seiner Profilschienenführungen
BRXH reagiert Rodriguez
auf die gestiegenen Anforderungen im Maschinenbau
und in der Automatisierung.
Die grundlegenden technischen Daten bleiben
dabei erhalten, gezielte Optimierungsschritte
erhöhen die Prozesssicherheit und
sorgen für längere Standzeiten und reproduzierbare
Präzision.
Mehr Schmierpunkte für
gleichmäßige Versorgung
Die Rodriguez GmbH bietet die Profilschienenführungen der BRXH-Reihe
jetzt in optimierter Ausführung an. (Bild: Rodriguez GmbH)
Die Führungswagen verfügen jetzt über
zusätzliche Schmierpunkte, über die das
Schmiermittel innerhalb der Kugelumlaufeinheit
besser und gleichmäßiger verteilt
wird. Die Systeme werden weiterhin vorgeschmiert
ausgeliefert. Bei Schmierung von
oben sorgt ein Adapter für eine gezielte Verteilung
im Wagen.
Neues Dichtungskonzept für
anspruchsvolle Umgebungen
Ein zentrales Element der Überarbeitung ist
das neue Dichtungssystem. Standardmäßig
kommen stirnseitige Doppellippendichtungen
sowie Doppellippenlängsdichtungen
zum Einsatz, die effektiv vor Partikeln und
Verunreinigungen schützen. Optional stehen
zusätzliche Varianten zur Verfügung:
Zusätzlich wurden die geschliffenen Laufwagenflächen
von zwei auf drei erhöht. Für
die Schienen sind Abdeckkappen in Kunststoff
oder optional Messing erhältlich.
Bewährte Eigenschaften
bleiben erhalten:
– Vier Kugelreihen in X-Anordnung mit
45°-Druckwinkel für Lastaufnahme in
allen Hauptrichtungen
– Varianten A, B, AL, BL, BS sowie
Ausführungen mit und ohne Flansch
– Bestehende Beschichtungen
weiterhin verfügbar
– Metallabdeckband nutzbar
– Schieneneinzellängen bis 3.900 mm
– Austauschbarkeit innerhalb
einer Genauigkeits- und
Vorspannungsklasse
Rodriguez GmbH
D 52249 Eschweiler
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Veranstaltungen im Mai 2026
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12.05.2026 Seminar Oberflächen in der Medizintechnik
Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
18.05.2026 - 20.05.2026 Symposium 2026 ISPE Annex 1 Symposium
Veranstaltungsort: Lyon (FR), Veranstalter: ISPE
19.05.2026 - 21.05.2026 Seminar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I
Veranstaltungsort: Mannheim, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
19.05.2026 - 19.05.2026 Workshop Performance Workshop Reinraum-Praxis
Veranstaltungsort: Reinraum Training Ceneter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH
20.05.2026 - 21.05.2026 Tagung 16. Fachtagung: Technische Sauberkeit in Montage- und Produktionsprozessen
Veranstaltungsort: Heidenheim, Veranstalter: Ultima Media Germany GmbH
20.05.2026 Seminar Praxis-Seminar für neue Teammitglieder: Kontaminationskontrolle und Arbeiten im Reinraum
Veranstaltungsort: München, Veranstalter: comprei Reinraum-Handel und Schulungs GesmbH
Veranstaltungen im Juni 2026
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02.06.2026 Seminar GMP-News 2026
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
04.06.2026 Webinar Annex 1 - Erfahrungen und Praxisbeispiele
Veranstaltungsort: Online, Veranstalter: PTS Training Service
09.06.2026 - 10.06.2026 Seminar Life Science Ready Days 2026
Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Systec & Solutions GmbH
09.06.2026 - 10.06.2026 Seminar Fachgerechte Verlegung von nora Kautschukböden: Unterboden bei Wandbelägen &
Abdichtung von Nassbereichen
Veranstaltungsort: Weinheim, Veranstalter: nora systems GmbH
10.06.2026 - 11.06.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Hamburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
10.06.2026 - 11.06.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche
Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
11.06.2026 - 12.06.2026 Seminar Environmental Monitoring - Compliant and Reasonable
Veranstaltungsort: Kopenhagen, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
11.06.2026 Seminar Hygiene
Veranstaltungsort: Affoltern am Albis, Veranstalter: PTS Training Service
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Veranstaltungen im Juni 2026
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15.06.2026 - 19.06.2026 Seminar Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
16.06.2026 - 18.06.2026 Webinar GMPs for Equipment, Utilities and Facilities - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
16.06.2026 - 17.06.2026 Seminar Klinische Prüfung mit Prüfpräparaten: GMP / GDP bei der Herstellung und Logistik
Veranstaltungsort: Alzenau/Digital, Veranstalter: PTS Training Service
17.06.2026 Seminar Aktualisierung und Auffrischung für Reinraum-Servicetechniker/-innen Neues in der
Mess- und Gentechnik, GMP & Co.
Veranstaltungsort: Krefeld, Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein
17.06.2026 - 19.06.2026 Seminar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16)
Veranstaltungsort: Hamburg, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
17.06.2026 - 17.06.2026 Webinar PUPSIT - Erwartung & Umsetzung - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
18.06.2026 Seminar GCP ICH E6 R3 und EMA Guidelines - Computersystemvalidierung und Datenintegrität
Veranstaltungsort: Siegburg, Veranstalter: PTS Training Service
23.06.2026 - 25.06.2026 Seminar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block II
Veranstaltungsort: Hamburg, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
23.06.2026 Seminar Räume, Luft und Technik: Gestaltung und Qualifizierung von Räumen
Veranstaltungsort: Online, Veranstalter: PTS Training Service
24.06.2026 Seminar Räume, Luft und Technik: Lüftungsanlagen
Veranstaltungsort: Online, Veranstalter: PTS Training Service
25.06.2026 Seminar Schleusenkonzepte im Reinraum: GMP-Praxis erleben mit 3D-Simulation
Veranstaltungsort: Online, Veranstalter: PTS Training Service
25.06.2026 Seminar Räume, Luft und Technik: Messtechnik, Umsetzung gemäß Annex 1 neu und DIN ISO 14644
Veranstaltungsort: Online; Veranstalter: PTS Training Service
25.06.2026 - 26.06.2026 Tagung 34. Fachtagung „Industrielle Bauteilreinigung“
Veranstaltungsort: Esslingen; Veranstalter: Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) e.v.
30.06.2026 - 01.07.2026 Webinar Annex 1 Intensive Training Course - Live Online Training
Veranstaltungsort: online; Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
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