MuW Nachrichten 2026 KW19
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Die Woche
Neue
Küche und Couch im
19-2026 | EIN Wechsel STARKES STÜCK HEIMAT | 6. Mai 2026
KW23 = Küche
MEIN PASSAU
Ein Leben gegen
den Strom
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5sp/90 mm
Foto: TEAM myrtill
Über den besonderen Alltag
im Zisterzienserinnenkloster Thyrnau.
Mehr ab Seite 6.
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2 ZWIEGESPRÄCH
Hans und Gretl
von Rupert Berndl
Hans: Einen schönen guten
Tag wünsch ich dir,
meine liebe Gretl.
Gretl: Griaß di Hans, owa
so „schön und guad“ san de
Tage aa bei uns nimmer.
Hans: Geh zua, wos host
denn? S`Weda is schee,
d`Sonn scheint, rundum
is`s ruhig friedlich …
Gretl: Vonwegn friedlich!!
De ganze Wäid is aus de
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Fugn! Überoi Kriag, Krisen,
Flucht und Elend. Sogar bei
uns in Deitschland geht’s
oiwei ärger zua, am helliachtn
Dog werdn d`Leid
überfoin, in de Schuin
werdn Lehrer und Kinder
dastocha und daschossn.
D`Leid san nirgends mehr
sicher, ned in der Bahn, ned
im Bus, überoi Raub, Mord
und Totschlag, a Frau derf
se heidzudog auf d`Nacht
nimmer aus`m Haus traun,
d`Polizistn und d`Sanitäter
werdn angepöblt und
angspuckt.
Hans: Und de deafan se
ned amoi wehrn und miassn
se oiss gfoin lossn.
Oiso i baggad des eh ned.
I wenn a Schandarm war
und mi dad so a Dreeghamme
anspucka, dem gab i a
so a Drumm Bogfotzn, das
`n aus seine Schuah außahebad!
Gretl: Und wos is dann,
wennst so an Banditn
anglangst? Dann zoagt de
der sofort an, dann landst
DU vor Gericht wegen Körperverletzung!
Und wia sowos
ausgeht, des woaß ma
nia! Na, na zuahaun is nix!
Owa oiss is ratlos, wos ma
gegn diese Zuaständ unternehma
kunnt.
Hans: Drum sog i, die Videoüberwachung
ghörad
massiv ausbaut, verstehst!
Der Einsatz von polizeilicher
Videoüberwachung
hod se doch bewährt!
Wenn überoi so Kameras
umanandahängadn, dann
dad se so mancher Verbrecher
guad überlegn, ob er
ebban überfoid.
Gretl: Omei, so a Kamera
installiern, des is fei ned so
einfach. Des siehgst doch
drunt in Passau, was da für
a Gschieß ghabt ham, weil
d`Stod a paar soichane Fotoapparate
aufhänga woit.
Zwengs`m Datenschutz,
verstehst, weil die Datenschutzbeauftragten
zu
viele Bedenken ghabt ham.
Hans: Wer koan Dreeg am
Stäcka hod, der braucht se
aa ned fürchtn, wenn er fotografiert
wird. Der ganze
Datnschutzkrampf des is
eher a Ganovnschutz!
Gretl: Immerhin ham
s` mit soichane Build an
Hauffa Verbrechn aufklären
kiena. Zum Beispui
z`Minga am Stachus, in
Nürnberg am Hauptbahnhof,
praktisch überoi dort
wo vui Leid san, wo das
Leben pulsiert. hoid. So a
Videozeigs ghörat hoid bei
uns aa an sämtlichen Hotspots
montiert.
Hans: So ein Krampf! Wo
wärn denn bei uns „Menschenmassen,
ha? Vui
Leid!“ Nenn ma oan Ort
bei uns da, wo „das Leben
pulsiert“! Im ganzn Boarischn
Woid gibt’s keinen
soichanen Hotspot!
An unsere Bahnhöf is as
ganze Jahr nix los! Kein
Mensch is da um d`Weg.
Na, na d`Bahnhöf san für
Banditen absolut unattraktiv.
Und Bushaltestelln erst
recht. Des siehgt doch ein
einigermaßen geschultes
Gangsterauge auf hundert
Meter gegan Wind, dass
da nix zum hoin is, weil
an dene Haltestäin von de
Citybusse lauter oide Leid
stehngan, de säiwa nix
ham!
Gretl: Jetzt übertreib ned
gar aso! Owa zumindest
in den Zentren, auf den
Stadt- und Marktplätzen,
wo se des Gsindl umanandatreibt,
da ghöradn
soichane Überwachungsvideokameras
montiert.
Da fuiadn se d`Einwohner
und d`Gschäftsleid glei vui
sicherer.
Hans: Dass i ned lach!
Wos`d hinschaust, san
unsere Ortszentren meistens
leer, wia ausgstorbn,
verwaist, nix los. Wen
mächt denn da a Verbrecher
überfoin, ha? Vielleicht
so a Kebabbude oder
a Nagelstudio, ha? Und zum
Eibrecha gibt’s bei dene
hauffnweisn Leerständ eigentle
aa nix. Na, na, unser
Gegend is für einen ordentlichn
Verbrecher, für Einbrecher,
Räuber und des
ganze Mördergsindl total
uninteressant.
Gretl: Sehgst as, und genau
des macht unsern
Landstrich interessant,
owa hoid ned für Ganovn,
sondern für anständige
Leid. Pfiat di Hans.
Hans: Da host recht, an des
hob i no garned denkt. Pfiat
di Gretl.
Foto: AdobeStock
Fotos: Berndl
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3
GESUNDHEIT FUR ALLE
Unbeschwert reisen
Leichte Beine
auf Reisen:
So bleiben Sie
unterwegs
entspannt
Die Vorfreude auf den Urlaub
ist groß, die Planung
nahezu abgeschlossen.
Doch während an vieles
gedacht wird, bleibt ein
wichtiger Punkt oft unbeachtet:
die Belastung für
unsere Beine während der
Reise. Gerade bei längeren
Fahrten oder Flügen sind
sie gefordert wie selten im
Alltag. Wer hier vorsorgt,
kann Beschwerden gezielt
vorbeugen – medizinische
Kompressionsstrümpfe
leisten dabei einen wertvollen
Beitrag und sorgen
dafür, dass Sie Ihre Reise
von Anfang an entspannt
genießen können.
Bewegungsmangel als
unterschätzter
Risikofaktor
Langes Sitzen in beengten
Verhältnissen oder auch
ausgedehntes Stehen kann
den Blutfluss in den Beinen
deutlich verlangsamen.
Die Folgen sind vielen bekannt:
müde, schwere Beine,
Spannungsgefühle oder
geschwollene Knöchel. In
ungünstigen Fällen steigt
sogar das Risiko für eine
Thrombose. Kompressionsstrümpfe
unterstützen
die Venenfunktion gezielt,
indem sie einen sanften
Druckverlauf erzeugen –
am Knöchel stärker, nach
oben hin abnehmend. So
wird der Rücktransport des
Blutes gefördert, die Durchblutung
bleibt aktiv und die
Beine fühlen sich auch nach
Stunden noch angenehm
leicht an. Besonders auf
Langstreckenflügen oder
bei häufigen Pausen ohne
Bewegung macht sich dieser
Effekt deutlich bemerkbar.
Längst sind Kompressionsstrümpfe
nicht mehr nur
ein rein medizinisches Hilfsmittel.
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dass das Anziehen deutlich
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4 AKTUELLES
18
Amphibiengehege im Nationalpark eröffnet
Gelbbauchunken und Feuersalamander ziehen im Nationalparkzentrum Falkenstein ein
Ludwigsthal. Das Nationalparkzentrum
Falkenstein
bei Ludwigsthal ist
um zwei Attraktionen
reicher: Am 16. April wurden
die neuen Gehege für
Gelbbauchunken und Feuersalamander
eröffnet. Die
Anlagen sollen vor allem
der Umweltbildung dienen
und den Amphibien
mehr Aufmerksamkeit
schenken. Die offizielle Eröffnung
übernahm Ministerialdirektor
Dr. Rüdiger
Detsch stellvertretend für
Umweltminister Thorsten
Glauber.
Glauber betonte: „Wir wollen
den nachhaltigen Tourismus
fördern. Deshalb
investieren wir gerne in
das Besucherangebot im
Nationalpark. Die neuen
Amphibien-Gehege sind
ein sicherer Lebensraum
für Feuersalamander und
Gelbbauchunke. Durch die
Auswilderung von Jungtieren
schaffen wir einen
echten Mehrwert für den
Artenschutz.“
Beim Gelbbauchunken-Gehege
sollen die Tore geöffnet
werden, sobald
genügend Nachwuchs vorhanden
ist. Ziel ist eine
dauerhafte Ansiedlung auf
der Auerochsenwiese und
in der Umgebung. Dafür
sind weitere Maßnahmen
geplant, etwa das Anlegen
von Suhlen oder das Anstauen
von Entwässerungsgräben.
Auch junge Feuersalamander
sollen teilweise
ausgewildert werden, um
die bislang fragile Nationalpark-Population
zu
stärken und möglichst auszubauen.
Damit sind beide
Gehege weit mehr als reine
Schauanlangen, sondern
leisten einen wichtigen
Beitrag zum Artenschutz.
Insgesamt investierte der
Freistaat Bayern rund
300.000 Euro in die Aufwertung
des Tier-Freigeländes.
Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch setzte die ersten
beiden Feuersalamander ins Gehege ein. Über die Schulter
schaute ihm Nationalparkleiterin Ursula Schuster.
Die typische Färbung der
Gelbbauchunken kann dank
Glasscheiben auf Wasserniveau
beobachtet werden.
Nationalparkleiterin Ursula
Schuster erklärte: „Ziel
war es, den Aufenthalt
insgesamt spannender
und interaktiver zu machen.“
So entstanden entlang
des Rundwegs neue
Spielstationen für Kinder.
Kleine Naturfans können
nun etwa als Käfer durch
Totholz krabbeln oder wie
ein Eichhörnchen über
Der Nachwuchs der Feuersalamander soll zum Teil ausgewildert
werden.
Zu den Gästen der Gehege-Eröffnung zählten unter anderem Lindbergs Bürgermeister Gerd
Lorenz,Helga Weinberger, stellvertretende Landrätin des Landkreises Freyung-Grafenau,
Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch, Nationalparkleiterin Ursula Schuster, Pavel Hubený,
Direktor des Nationalparks Šumava, sowie Dr. Ronny Raith, Landrat des Landkreises Regen.
Fotos: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald
Baumstämme klettern.
Demnächst kommt zudem
ein großer bespielbarer
Ameisenhaufen hinzu.
Auch die Infotafeln wurden
interaktiver gestaltet.
Landrat Dr. Ronny Raith
hob die Bedeutung des
Nationalparks für Region
und Tourismus hervor.
Investitionen in die Infrastruktur
kämen Einheimischen
wie Gästen gleichermaßen
zugute. Auch
Lindbergs Bürgermeister
Gerd Lorenz sprach von
einem wichtigen touristischen
Standbein für die
gesamte Region.
Neben Gelbbauchunken
und Feuersalamandern
beherbergt das Tier-Freigelände
im Nationalparkzentrum
Falkenstein
auch Auerochsen, Wildpferde,
Luchse und Wölfe.
Herzstück ist das Haus
zur Wildnis mit seiner
modernisierten Dauerausstellung
zur Walddynamik.
Ergänzt wird das
Angebot durch Erlebnisspielplatz,
Kugelbahn, Nationalpark-Laden,
bio-zertifizierte
Gastronomie und
zahlreiche Führungen.
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CARITAS-FÖRDERZENTRUM
Meilenstein: Baustellenfest an
Passauer Caritas-Förderzentren
5
Strahlender Sonnenschein beim Baustellenfest. (v.l.): Josef Lackner, Michael Unverdorben,
Borka Parlackovic, Thomas Häringer, Gerhard Eckl, Bischöflich Beauftragter Stefan Seiderer,
Oberbürgermeister Andreas Rother, Caritasdirektorin Andrea Anderlik, Helmut Wurm,
Astrid Wegerbauer, Thomas Deschner und Kerstin Bürgermeister.
Halbzeit bei umfangreichster
Baumaßnahme
des Diözesan-Caritasverbands
- Voll im
Zeitplan – Innenausbau
läuft - Lernhäuser der
kurzen Wege
Das Gebäude steht, das
Dach ist drauf: auf einem
der größten Baustellen in
der Stadt Passau konnte
nach rund zweieinhalbjähriger
Bauzeit ein kombiniertes
Baustellen-Richtfest
gefeiert werden. Der
Neubau des Bauabschnitt I
der Caritas Förderzentren
Don Bosco und St. Severin
in Passau-Grubweg schreitet
planmäßig voran.
Es ist eine Mega-Baustelle
in Passau und das größte
Projekt in der über hundertjährigen
Geschichte
der Caritas. Bis 2030 sollen
die sonderpädagogischen
Förderzentren Don Bosco
und St. Severin für knapp
350 Schülerinnen und
Schüler dann fertig sein. Es
ging flott voran. Die Firmen
und Partner haben sich
den Winter über ins Zeug
gelegt. Am Mittwoch, 29.
April, fand das Richt- und
Baustellenfest statt.
Voll im Zeitplan
Wie der Baustellen-Koordinator
Helmut Rammer
vom Architekturbüro
H2M, erläutert, schreitet
der Innen-Ausbau im Bauabschnitt
1 bereits zügig
voran. Die einzelnen Gewerken
im Innenausbau
liegen voll im Zeitplan.
Die Elektro – Heizungs-
Klima- Lüf-tungs- Sanitär
Installationen und Deckenarbeiten
in der Schwimmhalle
sind fast erledigt. Die
Turnhalle ist bis auf die
Prallwände, Schwingboden
und Türen soweit fertig
und beim Verbindungsbau
werden die Trockenbauwände
geschlossen, sodass
der Estrichleger die Arbeit
aufnehmen kann.
Mit April 2027 ist der gesamte
1. Bauabschnitt
auch mit dem Passauenhof
und dem Sportplatz
fertig. Dann ziehen die
ersten Schülerinnen und
Schüler in das neue Gebäude
des sonderpädagogischen
Zentrums. Auch
die Schulvorbereitende
Einrichtung (SVE) und die
Heilpädagogische Tages-
stätte (HPT) ziehen mit
um. Dann sollen wiederum
die Don-Bosco-Schülerinnen
und Schüler in
den freiwerdenden Severin-Altbau
übersiedeln.
Der Startschuss für Bauabschnitt
II, der Neubau
des Förderzentrums Don
Bosco für körperliche und
motorische Entwicklung,
ebenfalls mit SVE und HPT.
Lernhäuser der kurzen
Wege
Die Förderzentren mit jeweils
integrierter heilpädagogischer
Tagesstätte
werden Lern-häuser der
kurzen Wege sein. Turnhalle
und Schwimmbad
sind barrierefrei erreichbar.
Das Rasenspielfeld
befindet sich, als Terrasse
am Hang angelegt, auf dem
Dach der Turnhalle. Und
alles geschieht bei laufendem
Betrieb. So wurden
allein 51.000 Kubikmeter
Erdreich ausgehoben, etwa
so viel wie 25 olympische
Schwimmbäder. 780 Tonnen
Stahl wurden bisher
verbaut und etwa 8000
Kubikmeter Beton, vergleichbar
mit dem Wasser
Voll im Zeitplan. Helmut Rammer sorgt für einen reibungslosen
Ablauf auf der Großbaustelle in Passau.
Fotos: Foto: can/ho/wd
in 3.200 Standard-Swimmingpools.
Die Caritasdirektorin
Andrea Anderlik zum
Großprojekt
Für die Caritasdirektorin
Andrea Anderlik ist
das Großprojekt: „ein Ort
der Fürsorge, Geborgenheit
und Begegnung. Wir
übernehmen damit auch
in Zukunft Verantwortung
für unsere Kinder und Jugendlichen.“
so Caritasdirektorin
Andrea Anderlik
und mit Blick auf den designierten
Oberbürgermeister
Andreas Rother: “Ein
großer Dank gilt allen mitwirkenden
Unternehmen
und Unterstützern, hier
natürlich besonders auch
der Stadt Passau.“ Bereits
2011 fiel der Startschuss
zu den ersten Planungen
dieses Megaprojekts.
Zunächst als Sanierung
geplant wurde daraus ein
moderner Neubau.
Wenn alles weiter im Plan
bleibt, kann der Termin
zur Fertigstellung 2030
eingehalten werden. Ein
deutliches Zeichen für
junge Menschen mit unterschiedlichen
Handicaps.
50 Jahre nach dem Bau
der ersten Förderzentren
in Passau-Grubweg waren
Häuser und Ausstattung in
die Jahre gekommen und
mit neuen Vorschriften
nicht weiter vereinbar. Es
ist die größte Baumaßnahme
in der gut hundertjährigen
Geschichte des Caritas-Diözesanverbandes.
Ein Millionenbau mit modernster
Ausstattung für
Kinder und Jugendliche
mit Förderbedarf.
Wolfgang
Homm
Duschl/Nadja
Caritasverband
für die Diözese Passau e. V.
Steinweg 8
94032 Passau
www.caritas-passau.de
6 TITELSTORY
12
Zwischen Stille, Gebet und gelebter
Verantwortung
Warum sich Menschen heute noch bewusst für das Leben hinter Klostermauern
entscheiden – über den besonderen Alltag im Zisterzienserinnenkloster Thyrnau
In einer Zeit, in der vieles
laut, schnell und ständig
in Bewegung ist, wirkt
ein Kloster fast wie ein
Gegenentwurf zum modernen
Alltag. Während
draußen Termine drängen,
Handys klingeln und
das Gedankenkarussell
kaum stillsteht, beginnt
der Tag im Zisterzienserinnenkloster
Thyrnau
bereits um 5:45 Uhr – mit
Stille, Gebet und einem
klaren Rhythmus. Hier
leben Frauen, die sich bewusst
für ein anderes Leben
entschieden haben:
für Beständigkeit statt
Rastlosigkeit, für Gemeinschaft,
gegenseitige
Unterstützung und für den
Glauben als Mittelpunkt
des Alltags.
Priorin Schwester Lucia
Kienzler leitet heute das
Kloster. Sie spricht mit
einer bemerkenswerten
Offenheit über ein Leben,
das viele fasziniert, aber
nur wenige wirklich kennen.
Über ihre eigene Berufung
sagt sie: „Das fällt
nicht vom Himmel. Das ist
bei jedem eine ganz eigene
Geschichte.“
Ein Weg, der langsam
gewachsen ist
1989 trat Schwester Lucia
ins Kloster ein. Geboren
und aufgewachsen ist sie
in Freiburg im Breisgau. Sie
studierte Latein und Theologie,
absolvierte ihr Referendariat
im Raum Stuttgart
und hätte eigentlich als Religionslehrerin
arbeiten
können. Doch der Gedanke
an das Kloster ließ sie nie
los. Schon als Kind hatte sie
Berührungspunkte mit dem
klösterlichen Leben. Zwei
ihrer Onkel waren Missions-Benediktiner,
Ferien
im Kloster gehörten zur Familiengeschichte
dazu. „Ich
fühlte mich angezogen von
diesem Leben, von Religion“,
erzählt sie. Das Interesse
war da, lange bevor eine
konkrete Entscheidung fiel.
Es waren viele Begegnungen,
Gespräche und innere
Prozesse, die sie schließlich
nach Thyrnau führten. Ein
entscheidender Moment
kam während eines Aufenthalts
im Kloster selbst.
„Ich saß da und habe vor
mich hingestickt – und auf
einmal wusste ich: Ja, genau
hier fange ich an.“ Es war
keine spontane Eingebung,
sondern ein langsames inneres
Ankommen. Heute
sagt sie rückblickend: „Das
Ankommen im Kloster ist
mein Weg. Das war irgendwann
einfach klar.“
Weniger Schwestern,
aber dieselbe Berufung
Das klösterliche Leben hat
sich über die Jahrzehnte
stark verändert – nicht
nur in Thyrnau, sondern
in vielen Klöstern. Die Gemeinschaften
werden kleiner,
weil ältere Schwestern
nach und nach versterben
und gleichzeitig nur wenige
junge Frauen den Weg
ins Kloster finden. Als
Schwester Lucia 1989 eintrat,
war die Gemeinschaft
noch deutlich größer. Rund
50 Schwestern lebten einst
im Thyrnauer Kloster. Heute
sind es nur noch sieben
Schwestern, davon sechs
mit ewiger Profess, also dem
lebenslangen Gelübde.
Schwester Lucia hat sich für ein Leben mit Gott entschieden. Seit 37 Jahren lebt sie im Zisterzienserinnenkloster
in Thyrnau.
Fotos: MuW/k.krückl
Umso größer war die Freude,
als sich 2022 wieder eine
junge Frau meldete. Sie kam
ursprünglich aus Franken
und arbeitete in einem Lebensmittellabor.
Nach Aufenthalten
als Gast im Thyrnauer
Kloster entschied sie
sich für den Eintritt. Heute
hat Schwester Josefa ihr
Noviziat bereits hinter sich
und hat ihre erste Profess
abgelegt. Ein Hoffnungszeichen
in einer Zeit, in der
sich nur noch wenige junge
Menschen für ein Leben im
Kloster entscheiden.
Der Tag beginnt früh
Das Leben im Kloster folgt
einem festen Rhythmus.
Der erste Glockenschlag
erklingt früh: Um 5:45 Uhr
beginnt das erste Gebet des
Tages, die Laudes. Danach
folgt die Heilige Messe, anschließend
das Frühstück.
Ab 8 Uhr beginnt die Arbeitszeit.
Jede Schwester
geht ihrer Aufgabe nach
– im Garten, in der Waschküche,
im Büro, in der Verwaltung
oder rund um die
Stickerei. Schwester Lucia
selbst ist viel im Büro tätig,
organisiert, plant, trägt Verantwortung.
Um 11.30 Uhr treffen sich
alle erneut zum Mittagsgebet,
danach folgt das
Anzeige:
THYRNAU
137
gemeinsame Mittagessen –
traditionell im Schweigen,
begleitet von einer Tischlesung.
Nach einer kurzen
Mittagspause geht die Arbeit
weiter, bis um 17 Uhr die
Vesper beginnt. Am Abend
gibt es erneut gemeinsames
Essen, anschließend
die sogenannte Rekreation
– die bewusste Zeit des
Austauschs miteinander.
Denn obwohl das Kloster
stark von Stille geprägt ist,
ist die Gemeinschaft ein
zentraler Bestandteil des
Lebens. Um 19:15 Uhr beginnt
das letzte Gebet des
Tages. Danach herrscht das
nächtliche Schweigen. „Man
muss sich das nicht streng
und bedrückend vorstellen“,
sagt Schwester Lucia. „Aber
es ist still. Und in dieser Stille
begegnet man zuerst sich
selbst.“
Wenn Zweifel
dazugehören
Auch ein Leben im Kloster
ist kein Leben ohne Krisen.
Schwester Lucia spricht
offen darüber, dass Zweifel,
schwierige Phasen und
innere Kämpfe ganz normal
sind. „Natürlich gibt es
Stunden, wo man alles an
die Wand klatschen könnte“,
sagt sie ehrlich. Auch
der Gedanke an ein anderes
Leben – Familie, Ehe,
Kinder – sei ihr nicht fremd
gewesen. „Ich bin eine ganz
normale Frau. Ich hätte mir
das auch gut vorstellen können.“
Gerade deshalb sei das
benediktinische Prinzip der
Stabilität so wichtig. Wer
eintritt, bleibt. Nicht aus
Zwang, sondern aus einer
tiefen inneren Entscheidung
heraus.
„Einfach mal dabeibleiben“,
beschreibt sie diesen
Weg. Wie ein Pilot im Nebel
müsse man manchmal
weitermachen, auch wenn
gerade nicht alles klar sei.
Hilfreich seien dabei das
Gebet, geistliche Begleitung,
Gespräche mit Priestern
und die Gemeinschaft
selbst. „Man wird getragen.
Auch dadurch, dass andere
für dich beten.“ Was sie bis
Die Stickerei hat eine ganz besondere Tradition im Thyrnauer Kloster und wird mit viel Leidenschaft weitergeführt.
heute am meisten schätzt?
„Diese reservierten Zeiten
für Gott. Diese Verbindung,
diese Freundschaft mit Gott
zu leben – das ist das, was
mich trägt.“
Die Stickerei soll
weiterleben
Ein ganz besonderer Bereich
des Klosters ist die
traditionsreiche Paramenten-
und Fahnenstickerei.
Hier entstehen Messgewänder,
Stolen, Mitren
für Bischöfe, Altardecken,
Kommuniongewänder, Vereinsfahnen
und kunstvolle
Restaurierungen historischer
Stücke. Die Stickerei
ist weit mehr als Handwerk
– sie ist ein Stück Identität
des Hauses. Ein schwerer
Einschnitt war der Tod von
Äbtissin Schwester Mechthild
Bernart im Februar
diesen Jahres. Sie war nicht
nur die geistliche Leiterin
des Klosters, sondern auch
ausgebildete Stickmeisterin
und Herzstück dieses
Bereichs.
Mit ihr ging viel Fachwissen
verloren. Doch aufgeben
kommt nicht infrage. „Wir
wollen die Arbeitsplätze
erhalten. Das ist mir ganz
wichtig“, betont Schwester
Lucia. Drei Stickerinnen
und drei Schneiderinnen arbeiten
weiterhin im Kloster.
Gemeinsam mit Schwester
Josefa übernimmt Lucia
nun die Leitung des Bereichs.
Rechnungen, Materialbeschaffung,
Kundenkontakte,
neue Entwürfe – vieles
muss neu organisiert werden.
„Wir möchten und
werden das weiterführen“,
sagt sie. Gerade in einer Zeit,
in der echtes Handwerk immer
seltener wird, soll diese
jahrhundertealte Tradition
in Thyrnau weiter Bestand
haben.
Ein offenes Haus für
Gäste
Auch das Gästehaus ist ein
wichtiger Bestandteil des
Klosters. Menschen kommen
für Seminare, Einkehrtage,
Fortbildungen
oder einfach, um ein oder
zwei Nächte in der Gegend
zu verbringen. Viele suchen
bewusst die Stille des Klosters,
andere möchten einfach
einmal erleben, wie
sich das Leben hinter den
Klostermauern anfühlt.
Das Gästehaus verfügt über
zwölf Zimmer, Luxus sucht
man hier nicht – dafür Echtheit.
Manche Zimmer haben
das Bad noch auf dem Gang,
vieles ist bewusst schlicht
gehalten. Dafür ist die Atmosphäre
besonders. „Viele
kommen, weil sie Ruhe
suchen und Abstand vom
Alltag gewinnen wollen“,
erzählt Schwester Lucia.
Nach aufwendiger Sanierung zeigt sich die Klosterkirche heute
wieder in neu barocker Pracht – ein Ort, an dem Geschichte,
Kunst und Spiritualität zusammenkommen.
Ein Leben gegen den
Strom
Das Zisterzienserinnenkloster
Thyrnau steht für
ein Lebensmodell, das heute
selten geworden ist. Die
Schwestern setzen auf Verlässlichkeit,
feste Strukturen
und ein bewusst gelebtes
Miteinander. Dabei geht
es nicht um eine Abkehr von
der Welt, sondern um eine
andere Art, in ihr zu stehen.
Schwester Lucia Kienzler
verkörpert diesen Weg mit
großer Bodenständigkeit.
Sie spricht offen über Herausforderungen,
über Verantwortung
– und darüber,
dass auch ein Leben im
Kloster nicht frei von Fragen
ist. Doch genau darin
liegt vielleicht seine Stärke:
im Dranbleiben, im Wachsen,
im Vertrauen. Oder,
wie sie es selbst sinngemäß
beschreibt: Es geht nicht darum,
dass immer alles leicht
ist – sondern darum, seinen
Weg zu gehen.
8 AKTUELLES
Fürsteneck. Großer Stolz
bei den jungen Pferdefreunden
in Fürsteneck:
Unter der Leitung von
Bettina Haldn, Heinz
Mayer und Sabine Ginsleder
stellten sich die
Nachwuchsreiter kürzlich
ihren Prüfungen – mit Erfolg.
Insgesamt 23 Kinder
legten den „Pferdeführerschein
Umgang“ ab, während
acht Teilnehmer das
Reitabzeichen der Klasse
2
4 meisterten. Mit viel Engagement
und Disziplin
hatten sich die Kinder im
Vorfeld intensiv vorbereitet.
Am Ende wurden
ihre Leistungen belohnt:
Strahlend nahmen sie
ihre Urkunden entgegen
und feierten gemeinsam
ihren Erfolg.
Foto: Pferdefreunde Fürsteneck
Erfolgreich im Sattel
Sicherheitsgespräch zwischen Polizei
und der Stadt Passau
Passau. Polizeipräsident
Roland Kerscher hat kürzlich
zusammen mit Polizeivizepräsident
Werner Sika,
Leitender Kriminaldirektorin
Annette Haberl sowie
den Dienststellenleitern
der örtlich zuständigen Polizeidienststellen
der Stadt
Passau den Sicherheitsbericht
für das Jahr 2025
vorgestellt und einen umfassenden
Überblick über
die aktuelle Sicherheitslage
sowie die Einsatz- und
Verkehrsstatistik der Stadt
gegeben. Darüber hinaus
wurden die Entwicklungen
im Kriminalitätsgeschehen
eingehend beleuchtet,
erzielte Erfolge dargestellt
sowie mögliche zukünftige
Handlungsfelder der polizeilichen
Sicherheitsarbeit
erörtert.
Dabei betonte Kerscher:
„Die Kriminalstatistik 2025
bestätigt einmal mehr,
dass Niederbayern eine
der sichersten Regionen
ist. Dieses Ergebnis ist
vor allem dem großen Engagement
unserer Polizeibeamtinnen
und Polizeibeamten
sowie der engen
Zusammenarbeit mit unseren
Sicherheitspartnern
zu verdanken. Unser Anspruch
ist es, dieses hohe
Sicherheitsniveau durch
konsequente Strafverfolgung
und gezielte Präven-
(v.l.): Kriminaldirektor Erik Stegner , Leiter Kriminalpolizeiinspektion Passau, Polizeioberrat Christoph Gibis, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion
Passau, Karin Schmeller, Ordnungsreferentin der Stadt Passau, Kriminaldirektor Peter Ebner, Leiter
der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern, Andreas Rother, Bürgermeister der Stadt Passau, Polizeipräsident Roland Kerscher,
Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau, Leitende Kriminaldirektorin Annette Haberl, Sachgebietsleiterin
im Polizeipräsidium Niederbayern, Polizeivizepräsident Werner Sika, Polizeidirektor Christian Dichtl, Leiter der Polizeiinspektion
Passau, Polizeioberrat Sebastian Feucht, Leiter der Grenzpolizeiinspektion Passau.
Foto: Stadt Passau
tionsarbeit auch künftig
zu erhalten und damit das
Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen
und Bürger sowie
die Lebensqualität in unserer
Heimatregion nachhaltig
zu stärken.“
Die Gesamtzahl der 2025 in
der Stadt Passau registrierten
Straftaten, ausgenommen
der ausländerrechtlichen
Verstöße, liegt bei
4.094 und bewegt sich damit
leicht über dem Niveau
des Vorjahres (2024: 3.980).
Mit einer Aufklärungsquote
von 72,6 % liegt der Wert
deutlich über dem bayernweiten
Durchschnitt (66,0
%). Die Häufigkeitszahl als
Indikator für die Kriminalitätsbelastung
ist mit 7.719
im Vergleich zum Vorjahr
leicht angestiegen (2024:
7.316).
Oberbürgermeister Jürgen
Dupper betonte: „Der
Bericht der Polizei belegt,
dass die zahlreichen Bemühungen
der vergange-
nen Jahre dazu beitragen,
die Sicherheitslage auf einen
guten Weg zu bringen.
Dabei spielen nicht nur die
intervenierenden Maßnahmen
eine Rolle, sondern
insbesondere auch vorsorgende
Initiativen. Dass diese
Hand in Hand erfolgen,
verdanken wir der hervorragenden
und abgestimmten
Zusammenarbeit der
Sicherheitsbehörden.
Dafür spreche ich allen
Beteiligten im Namen der
Bürgerschaft meinen ausdrücklichen
Dank aus. Zugleich
bleibt Sicherheit ein
zentrales Thema: Es wird
auch künftig entscheidend
sein, sowohl die tatsächliche
Sicherheitslage als
auch das subjektive Sicherheitsgefühl
der Menschen
weiter zu stärken, um die
Lebensqualität in unserer
Gemeinschaft nachhaltig
zu sichern und auszubauen.“
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FÜRSTENECK
Neuheiten zum
Saison-Opening
vorgestellt
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um die
neuesten Innovationen im Bereich Land- und Gartentechnik
zu entdecken
Fürsteneck. Zahlreiche Besucher
kamen zum Saison-Opening
von Landtechnik Brunnhölzl
nach Fürsteneck und nutzten die
Gelegenheit, sich über moderne
Land-, Forst- und Gartentechnik
zu informieren. Neben der
Präsentation aktueller Maschinen
von Herstellern wie Stiga,
Eurotrac und Captain Tractors
sorgte das Stiga Live-Erlebnis
für großes Interesse. Auch kulinarisch
war mit Weißwurstfrühschoppen
sowie Hendl und Haxn
bestens gesorgt.
Besonders erfreulich: Der Erlös
aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf
wurde an die E-Jugend der
Spielgemeinschaft Fürsteneck/
Perlesreut gespendet und setzte
damit ein starkes Zeichen für
die Nachwuchsförderung in der
Region.
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2
Maximale Reichweite nach WLTP. Die tatsächliche Reichweite wird von verschiedenen
Faktoren beeinflusst z.B. von Verkehrsbedingungen, Fahrzeugausstattungen und
Fahrweise. Im realen Fahrbetrieb kommt es zu einer geringeren Reichweite.
Druckfehler, Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
9
10 AUS DER REGION
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INSPIRATIONEN
ZUM 10. MAI 2026
Ein Hoch auf die Mütter
Wenn wir am 10. Mai 2026
den Muttertag feiern, geht
es um weit mehr als nur
ein Datum im Kalender.
Es ist ein Moment des Innehaltens,
um jenen Frauen
zu danken, die für ihre
Familien oft die ganze Welt
bedeuten. Da Zeit das kostbarste
Gut ist, schenken gemeinsame
Erlebnisse oder
ein handgeschriebener
Brief oft die größte Freude.
Solche persönlichen
Gesten bringen die Wertschätzung
für ihre unendliche
Geduld und ihr stets
offenes Ohr perfekt auf den
Punkt.
Letztlich ist der Muttertag
die ideale Gelegenheit,
um mit einer ehrlichen
Botschaft Danke zu sagen
und jene Wärme zurückzugeben,
mit der Mütter
unser Leben jeden Tag so
hell machen.
?
Alles Gute zum Muttertag.
Großes Interesse beim Tag der offenen Tür
Musikschule Waldkirchen zeigte eindrucksvoll die Vielfalt des musikalischen Angebots
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Mütter liegen uns
besonders am Herzen.
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Waldkirchen. Mit vielen
klangvollen Eindrücken,
begeisterten Kindern und
interessierten Eltern hat die
Musikschule Waldkirchen
ihren Tag der offenen Tür
im Pfarrheim erfolgreich
gestaltet. Von der ersten
Begrüßung bis zum letzten
Instrumentenschnuppern
stand alles unter dem Motto:
reinhören, ausprobieren und
entdecken.
Musikschulleiter Tobias Bauer
begrüßte die zahlreichen
Besucher und stellte gemeinsam
mit den Lehrkräften das
vielfältige Unterrichtsangebot
der Musikschule vor. Bereits
die musikalische Eröffnung
durch die Bläserklasse
der Maria-Ward-Grundschule
unter der Leitung von
Julia Gutsmied sorgte für
einen gelungenen Auftakt
und zeigte, wie früh musikalische
Begeisterung geweckt
werden kann.
Instrumente hautnah
erleben
Im Anschluss konnten Kinder
und Jugendliche verschiedene
Instrumente
selbst ausprobieren und in
die Welt der Musik eintauchen.
Ob Klavier, Geige, Gitarre,
Trompete, Schlagzeug,
Unterschiedlichste Instrumente und Altersklassen - hier findet jeder das für sich Passende.
Blockflöte oder Zither – überall
wurde gespielt, gestaunt
und ausprobiert. Zahlreiche
Soloauftritte und Ensemblebeiträge
sorgten zudem für
ein abwechslungsreiches
Programm. Schülerinnen
und Schüler präsentierten
ihr Können am Klavier, an
der Violine, im Gesang sowie
mit Trompete und Schlagzeug.
Besonders beeindruckend
waren auch die Auftritte
der Geigengruppe, der
Gitarren- und Gesangsformation
mit Popliedern sowie
die Darbietungen der jungen
Nachwuchstalente, die zeigten,
wie viel Freude und Entwicklung
im musikalischen
Unterricht steckt.
Musik als Weg in die
Zukunft
Ein weiterer Programmpunkt
war der Vortrag über
die Suzuki-Musikmethode
von Violinenlehrer Danijel
Zeljak, der spannende
Einblicke in moderne und
kindgerechte Wege des Musiklernens
gab. Für viele
Eltern bot der Tag auch die
Gelegenheit, direkt mit den
Lehrkräften ins Gespräch
zu kommen und sich über
Unterricht, Fördermöglichkeiten
und passende Instrumente
zu informieren. Die
Musikschule Waldkirchen
versteht sich dabei nicht nur
als Ort des Lernens, sondern
2/50 mm
auch als Raum für Gemeinschaft,
Kreativität und persönliche
Entwicklung.
Wer nun Lust bekommen
hat, selbst musikalisch
Fotos: MuW/s.berlinger/Sverko
durchzustarten, hat noch
Gelegenheit: Neuanmeldungen
für das kommende Musikschuljahr
sind noch bis
zum 30. Juni 2026 möglich.
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FREYUNG
11
KLINIKEN AM GOLDENEN STEIG INFORMIERT
Großer Erfolg in Freyung:
Zweiter Orthopädietag am Krankenhaus begeistert zahlreiche Besucher
Medizin zum Anfassen:
Blick hinter die Kulissen
Abseits der Vorträge verwandelte
sich das Krankenhaus
in eine interaktive
Informationsplattform. An
zahlreichen Infoständen
konnten die Besucher OP-
Instrumentarien, moderne
Implantate und Arthroskope
aus nächster Nähe
begutachten. Die Hemmschwelle
zwischen Patient
und Mediziner wurde
dabei bewusst niedrig gehalten:
Im direkten Dialog
klärten Besucher individuelle
Anliegen, ließen sich
innovative OP-Verfahren
erläutern oder nutzten die
Gelegenheit, direkt vor Ort
Termine für weiterführende
Beratungen zu vereinbaren.
Dass hierbei dabei die
Verzahnung von ambulanter
und stationärer Versorgung
bestens funktioniert,
veranschaulichte sich am
Stand des Facharztzentrums
Am Goldenen Steig,
an dem die dort tätigen
Fachärzte Anton Schmid
MBA und Alexander Dicklhuber,
ebenso für Fragen
der Besucher zur Verfügung
standen.
(V.l.) Chefarzt Dr. Kay Seidel und OP-Fachkraft Martina Fischer standen am Infostand für Fragen bereit,
(m.) Chefarzt Dr. Johannes Gusinde, (r.) OP-Ausstattung.
Fotos: Kliniken am Goldenen Steig.
Freyung, Nach der erfolgreichen
Premiere im
vergangenen Jahr bestätigte
die zweite Auflage
des Orthopädietages am
Krankenhaus Freyung
am vergangenen Samstag
eindrucksvoll den hohen
Informationsbedarf in der
Region. Unter dem Motto
„Medizin zum Anfassen“
bot die Abteilung für Orthopädie-
und Unfallchirurgie
ein breit gefächertes
Programm, das moderne
Medizin für die Bürger
greifbar und verständlich
machte.
Expertenwissen auf
Augenhöhe
Das Herzstück der Veranstaltung
bildeten die
Fachvorträge der leitenden
Mediziner im voll
besetzten Vortragsraum,
die aktuelle Volksleiden
thematisierten:
• Chefarzt Dr. Johannes
Gusinde (Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgie)
referierte umfassend
über die Volkskrankheit
Arthrose und moderne
Behandlungskonzepte.
• Chefarzt Dr. Kay Seidel
(Facharzt für Neurochirurgie)
widmete sich unter
dem Titel „Das Kreuz mit
dem Kreuz“ den Möglichkeiten
der modernen Wirbelsäulenchirurgie.
• Oberarzt Dr. Johannes
Michl (Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgie,
Zusatzbezeichnung
Handchirurgie) erläuterte
Krankheitsbilder der Hand
und gab Antworten auf die
Frage: „Wenn jeder Griff
schmerzt – was kann man
tun?“.
• Oberarzt Dr. Tammam
Mawas (Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgie)
informierte praxisnah
über Therapien bei Schulterschmerzen.
Ergänzt wurde das medizinische
Spektrum durch
Anja Fuchs, die leitende
Physiotherapeutin des
Therapiezentrums „Am
Goldenen Steig“. Sie verdeutlichte
die enorme
Bedeutung der „Prähabilitation“
– der gezielten
körperlichen Vorbereitung
auf einen geplanten
Gelenkersatz (TEP), um
den Heilungsprozess nach
der Operation maßgeblich
zu beschleunigen.
Fortsetzung im
nächsten Jahr
garantiert
„Das enorme Interesse
und das durchweg positive
Feedback der Teilnehmer
bestätigen uns in unserem
Konzept, medizinische
Fachthemen transparent
und bürgernah zu vermitteln“,
resümiert das Team
der Abteilung für Unfallchirurgie
& Orthopädie.
Aufgrund des großen Zuspruchs
blickt das Krankenhaus
bereits in die
Zukunft: Eine Neuauflage
des Orthopädietages für
das kommende Jahr ist
fest eingeplant. Das gesamte
Team der Fachbereiche
Handchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie
und Sporttraumatologie
freut sich
darauf, auch dann wieder
wertvolle Einblicke in modernste
Therapiemethoden
geben zu dürfen.
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12 AUS DER REGION
Passau. Die Maidult 2026
ist bereits in vollem Gange.
Zum letzten Mal nahm
Oberbürgermeister Jürgen
Dupper den Anstich vor und
zapfte mit zwei Schlägen
die erste Mass an, danach
wurde kräftig gefeiert. Ein
paar Tage später lockte der
Maidult-Zug mit rund 3000
Teilnehmern zahlreiche Zuschauer
bei bestem Wetter
an. Rund 100 Gruppierungen
zogen in zwei Stunden
von der Altstadt bis zum
Domplatz.
Fotos: MuW/m.seewald
2
Maidult 2026
Neuer Campus feierlich eröffnet
Thomas-Krenn.AG setzt mit 40-Millionen-Investition starkes Zeichen für Wachstum und den Standort Freyung
Freyung. Nach rund zweieinhalb
Jahren Bauzeit
hat die Thomas-Krenn.AG
ihren neuen Campus in
Freyung feierlich eröffnet.
Zahlreiche Gäste aus Politik,
Wirtschaft und Verwaltung
begleiteten die offizielle
Einweihung des Erweiterungsbaus.
Mit einem Investitionsvolumen
von rund 40
Millionen Euro bekennt sich
der Server-Hersteller klar
zum Standort Niederbayern
und schafft die Grundlage
für weiteres Wachstum.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen
rund 450 Mitarbeitende,
perspektivisch
könnten bis zu 300 weitere
Arbeitsplätze entstehen.
Feierlicher Auftakt und
klare Botschaften
Den Einstieg in die Veranstaltung
übernahm Dr.
Helmut Vorndran, stellvertretender
Vorsitzender des
Aufsichtsrates. Er blickte
auf die Entwicklung des
Unternehmens zurück und
leitete die Eröffnung ein:
„Mit diesem Neubau schlagen
wir ein neues Kapitel
unserer Unternehmensgeschichte
auf und bekennen
uns klar zum Standort
Freyung.“ Jürgen Greipl,
Vorsitzender des IHK-Gremiums
Freyung-Grafenau,
So macht Arbeiten Spaß, im modernen Ambiente des Erweiterungsbaus der Thomas-Krenn AG in Freyung. Fotos: Thomas Krenn AG
unterstrich die Bedeutung
des Projekts: „Hier wächst
die Zukunft.“ Die Investition
sei ein starkes Signal
für die Region, Innovationen
würden hier nicht nur
umgesetzt, sondern gelebt.
Für Freyungs Bürgermeister
Olaf Heinrich ist die
Eröffnung ein besonderer
Moment: „Heute ist ein
Festtag für unsere Stadt.“
Die Erweiterung stärke die
Region nachhaltig. Landrat
Sebastian Gruber sprach
ebenfalls von einem Freudentag
und erinnerte an die
Anfänge: „2002 begann nicht
nur die Erfolgsgeschichte
der Thomas-Krenn.AG, sondern
auch meine politische
Laufbahn.“ Heute stehe der
Landkreis neben traditionellen
Betrieben auch für
Hightech.
Regierungspräsident Rainer
Haselbeck würdigte den
Neubau als klares Bekenntnis
zum Standort: „Das ist
ein sichtbares Zeichen für
Mut und Vertrauen in die
eigene Produktion.“ Die
Verbindung aus technologischer
Stärke und regionaler
Verwurzelung sei ein
Erfolgsmodell.
Auch Ministerialdirektor
Prof. Dr.-Ing. Frank Messerer
sieht den Campus
als wichtigen Schritt nach
vorne: „Hier beginnt das
nächste Kapitel.“ Besonders
hob er die Nachwuchsarbeit
hervor: „Über 90 Prozent der
Auszubildenden werden
übernommen – das zeigt
die Stärke der Unternehmenskultur.“
Moderner Campus als
Treffpunkt
Im Anschluss an die Reden
konnten sich die Gäste selbst
ein Bild vom neuen Campus
machen. Neben erweiterten
Produktions- und Büroflächen
standen vor allem die
neuen Begegnungsbereiche
im Fokus. Die Kantine ist
bewusst als zentraler Treffpunkt
konzipiert und unterstreicht
den Anspruch,
Arbeit und Austausch zu
verbinden. Auch gestalterisch
setzt der Neubau Akzente:
Farben der Erde wie
Braun, Grün, Blau und Gelb
prägen die Architektur.
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FREYUNG – GRAFENAU
Bayerische Regionalmanagements
als Zukunftsmotor
13
Das Team des Regionalmanagements Freyung-Grafenau mit Regionalmanager Stefan Schuster
und der Projektassistenz Chiara Löw präsentierte Staatsminister Aiwanger die Ergebnisse der
Arbeitsgruppe „Regionale Identität“.
Fotos: Regionalmanagement FRG
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich appellierte im Rahmen
einer Podiumsdiskussion an Akteurinnen und Akteure der
Regionalentwicklung, mutig voranzugehen.
Wie können Bayerns Regionen
ihre Zukunft aktiv
gestalten? Diese zentrale
Frage stand im Mittelpunkt
der Auftaktveranstaltung
der Reihe „Regio.PULS
– Neue Impulse
für die Region“, zu der das
Bayerische Staatsministerium
für Wirtschaft,
Landesentwicklung und
Energie nach Landshut
eingeladen hatte. Ein
Schwerpunkt lag dabei
auf der künftigen Entwicklung
Niederbayerns
und der Oberpfalz.
Unter den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern
aus Politik, Wirtschaft
und Regionalentwicklung
herrschte schnell Einigkeit:
Das Instrument des Regionalmanagements
kann
bei der Sicherstellung der
Zukunftsfähigkeit der Regionen
eine Schlüsselrolle
spielen.
Regionalmanagement gilt
insgesamt als bewährtes
und etabliertes Werkzeug,
um regionale Stärken ge-
zielt zu fördern, Akteure zu
vernetzen und innovative
Entwicklungsprozesse anzustoßen.
Gerade in Zeiten
von Digitalisierung, demografischem
Wandel und
Transformationsdruck bietet
es den bayerischen Regionen
die nötige Struktur,
um Zukunft aktiv zu gestalten
– und nicht nur auf Veränderungen
zu reagieren.
Dem Thema „Zukunftsfähigkeit“
widmete sich das
Format in vier sogenannten
Zukunftsateliers – praxisorientierte
Workshops,
in denen konkrete Themen
bearbeitet und neue Ansätze
entwickelt wurden. Eines
dieser Ateliers wurde von
Stefan Schuster, Regionalmanager
des Landkreises
Freyung-Grafenau, geleitet.
Unter dem Titel „Regionale
Identität 2036 – neu erzählt!“
beschäftigte sich die
Arbeitsgruppe mit der Frage,
was regionale Identität in
Ostbayern heute ausmacht
– und wie sich diese in den
kommenden zehn Jahren
voraussichtlich verändern
wird. Dabei diskutierten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
sowohl traditionelle
Werte wie beispielsweise
Heimatverbundenheit und
kulturelles Erbe als auch
neue Einflüsse durch Zuzug,
Digitalisierung und veränderte
Lebensmodelle. Ziel
war es, ein gemeinsames
Verständnis von Identität
zu entwickeln, das Vergangenheit
und Zukunft miteinander
verbindet.
Regionale Identität im
Wandel der Zeit
Ergebnis des Workshops
war eine Team-Skulpturarbeit,
die die Inhalte visualisierte
und zentrale Aspekte
sowie Entwicklungslinien
der regionalen Identität
festhielt. Diese Visualisierung
präsentierte Schuster
im Rahmen eines soge-
Gefördert durch:
nannten „Gallery Walks“
dem Bayerischen Staatsminister
für Wirtschaft,
Landesentwicklung und
Energie Hubert Aiwanger.
Der Gallery Walk bot Gelegenheit,
die Ergebnisse aller
Zukunftsateliers kompakt
vorzustellen und direkt mit
politischen Entscheidungsträgern
zu diskutieren.
Besondere Aufmerksamkeit
galt darüber hinaus einer
Podiumsdiskussion zum
Thema „Region im Fokus:
Neue Antworten auf regionale
Herausforderungen“.
Die bayerischen Regionen
stehen heute vor tiefgreifenden
Herausforderungen, die
ihre Zukunft maßgeblich
prägen werden. Digitalisierung,
Dekarbonisierung,
wirtschaftliche Transformation,
Fachkräftemangel,
demografischer Wandel sowie
nachhaltige Mobilitätsund
Siedlungsentwicklung
sind nur einige der komplexen
Themen, die es zu bewältigen
gilt. Einer der Mitdiskutanten
war Freyungs
Erster Bürgermeister und
Bezirkstagspräsident Dr.
Olaf Heinrich, der unter anderem
mutiges Machertum
forderte, um die anstehenden
Herausforderungen als
Region aktiv anzugehen und
erfolgreich zu bewältigen.
Insgesamt machte die Veranstaltung
deutlich: Regionalmanagement
ist weit
mehr als ein administratives
Instrument. Es ist eine Plattform
für Dialog, Innovation
und gemeinsames Gestalten
– und damit ein entscheidender
Baustein für eine
erfolgreiche Zukunft der
Regionen Bayerns.
14 FREYUNG Anzeige
2
Neuer Höhenflug für den Almberg
Mit der weltweit längsten Fly-Line startet Mitterdorf am 14. Mai offiziell in eine neue
Ära als Ganzjahres-Erlebnisdestination
Zahlreiche Medienvertreter durften vor dem offiziellen Start am 14. Mai die Fly-Line bereits in Augenschein nehmen und natürlich auch ausprobieren.
Mitterdorf. Aus dem
Skizentrum Mitterdorf
wird „Mitterdorf – Dein
Almberg Erlebnis“ – und
damit weit mehr als ein
klassisches Wintersportgebiet.
Mit der offiziellen
Eröffnung der Fly-Line am
14. Mai beginnt am Großen
Almberg eine neue Zeitrechnung:
Erstmals steht
das Freizeitzentrum auch
im Sommer mit einer spektakulären
Hauptattraktion
im Fokus. Mit fast 2000
Metern Länge gilt die neue
Fly-Line als die längste ihrer
Art weltweit. Sie verbindet
das Erlebnis einer
Zipline mit Elementen einer
Achterbahn und einer
Sommerrodelbahn – allerdings
ohne Nervenkitzel
durch hohe Geschwindigkeit.
Stattdessen steht das
sanfte Schweben durch die
Natur im Mittelpunkt.
Landrat und Zweckverbandsvorsitzender
Sebastian
Gruber sieht darin einen
wichtigen Meilenstein
für die gesamte Region: Mit
der neuen Fly-Line und
den weiteren Angeboten
am Almberg werde Mitterdorf
zu einem attraktiven
Ganzjahresziel für Einheimische
und Urlauber gleichermaßen.
Naturgenuss statt
Adrenalinkick
Wer sich auf die Fly-Line
begibt, erlebt keine rasante
Talfahrt, sondern eine
rund 15-minütige Fahrt mit
maximal zwölf Stundenkilometern
– fast lautlos
zwischen den Baumwipfeln
hindurch. In engen und
weiten Schwüngen gleiten
die Besucher den Großen
Almberg hinab und genießen
dabei den Blick auf
die Natur des Bayerischen
Waldes. Geschäftsführer
Bernhard Hain beschreibt
das Erlebnis als besonders
Der ebenfalls neue Sessellift wurde bei dieser Gelegenheit natürlich auch nochmals getestet.
Fotos: MuW/m.wagner
familienfreundlich: Die
Fly-Line sei bewusst so
konzipiert worden, dass
sie nicht nur spektakulär,
sondern auch naturnah,
entschleunigend und für
möglichst viele Menschen
zugänglich sei. Besonders
hervorzuheben ist die vollständige
Barrierefreiheit
der Anlage. Auch Kinder
ab fünf Jahren – bei einer
Mindestgröße von 120 Zentimetern
und mehr als 20
Kilogramm Gewicht – sowie
Menschen mit Handicap
können die Fahrt
problemlos genießen.
Ein fliehkraftgebremster
Rollwagen auf einem Edelstahl-Tragrohrsystem
sorgt
dabei für eine sichere und
kontrollierte Abfahrt. Zusätzlich
gewährleistet eine
elektronische Bahnüberwachung
ein hohes Maß
an Sicherheit während des
gesamten Betriebs.
Millioneninvestition in
die Zukunft
Die Fly-Line ist Teil eines
deutlich größeren Zukunftsprojekts.
Insgesamt
wurden rund 23,1 Millionen
Euro in die Weiterentwicklung
des ehemaligen
Skizentrums investiert.
Der Freistaat Bayern unterstützt
das Vorhaben mit
Fördermitteln in Höhe von
rund 6,6 Millionen Euro.
Bereits im vergangenen
Winter wurden mit den
neuen 6er- und 4er-Sesselbahnen
wichtige Schritte
für die Modernisierung
umgesetzt. Nun folgt mit
dem Sommerbetrieb der
nächste große Baustein.
Neben der Fly-Line entsteht
unterhalb der Strecke
ein fast fünf Kilometer
langer Spieleweg mit
zahlreichen Rutschen und
Schaukeln. Ab dem kommenden
Jahr wird dieser
zusätzlich zu einem Erlebniswanderweg
mit insgesamt
17 Stationen erweitert.
Auch ein Spielplatz
am Almberg-Gipfel sowie
die Gastronomiebetriebe
vor Ort sorgen für weitere
Attraktivität.
Für Bernhard Hain ist das
Ziel klar: Mitterdorf soll
sich dauerhaft als Ganzjahresdestination
etablieren –
sowohl für Urlaubsgäste als
auch für die Menschen aus
der Region.
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15
ABHEBEN UND
LOSSCHWEBEN!
Erlebe die längste Fly-Line der Welt am Almberg
AB DEM 14. MAI STARTET DAS NEUE SOMMER-HIGHLIGHT:
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Donnerstag bis Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr
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16
FREYUNG
18
Freyung wird zum klingenden
Herzen Bayerns
Ministerpräsident Dr. Markus Söder eröffnet feierlich
die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“
Der Eingang führt über das Stadtplatzcenter.
Interessierte Blicke während der Ausstellungsbesichtigung: (v.l.) Landrat Sebastian Gruber,
Bürgermeister Olaf Heinrich, Minister Markus Blume, Ministerpräsident Markus Söder und
Richard Loibl, HdBG-Direktor.
Fotos: MuW/k.krückl
Freyung. Mit einem festlichen
Auftakt wurde die Bayerische
Landesausstellung
2026 „Musik in Bayern“ offiziell
eröffnet – und damit
beginnt für Freyung eine
außergewöhnliche Zeit.
Vom 25. April bis 8. November
wird die Kreisstadt
zum Zentrum bayerischer
Klangkultur. Ministerpräsident
Dr. Markus Söder
eröffnete gemeinsam mit
zahlreichen Ehrengästen
die Ausstellung im neu gestalteten
TonYversum-Gebäude
und machte deutlich,
welchen Stellenwert dieses
kulturelle Großereignis für
ganz Bayern besitzt.
Musik als Teil der
bayerischen DNA
„Musik berührt die Seele.
Sie begleitet die Menschen
in den schönsten, aber
auch in den traurigsten Momenten
des Lebens“, sagte
Ministerpräsident Markus
Söder bei der Eröffnung.
Für ihn sei die Bayerische
Landesausstellung weit
mehr als eine klassische
Ausstellung: Sie symbolisiere
ein Stück bayerische
Identität. „Die bayerische
DNA wird hier sichtbar und
hörbar. Bei dieser Ausstellung
ist wirklich für jeden
etwas dabei.“
Nach der erfolgreichen
Landesgartenschau sei
Freyung nun auch kulturell
ganz vorne angekommen.
„Nach der Landesgartenschau
ist Freyung
jetzt auch im kulturellen
Bereich mit vorne dran.
Für die nächsten 199 Tage
ist Freyung ganz klar die
Musikhauptstadt Bayerns“,
so Söder.
Auch Bayerns Kunstminister
Markus Blume zeigte
sich begeistert: „Hier
schlägt das musikalische
Herz Bayerns.“ Die Landesausstellung
sei „Bayerns
längstes und genialstes
Festival“ und zugleich ein
neuer Erlebnisort für Bayerische
Geschichte und Musik.
Bereits im Vorfeld hatte
Blume die Bayerischen
Landesausstellungen als
„echte Highlights im bayerischen
Kulturkalender“
bezeichnet.
TonYversum als neuer
kultureller Mittelpunkt
Schauplatz der Ausstellung
ist das TonYversum, das
ehemalige Pröbstlhaus in
Freyung. Das denkmalgeschützte
Gebäude wurde
in den vergangenen Jahren
umfassend saniert und zu
einem modernen Erlebnisort
umgestaltet. Bürgermeister
Dr. Olaf Heinrich
sprach von einem ambitionierten
Projekt: „Es war
ein sportlicher Zeitplan,
aber alles ist gut gelaufen.“
Für ihn ist die Landesausstellung
weit mehr als ein
Prestigeprojekt. „Sie ist
eine tolle Werbung für die
gesamte Region und ein
gutes Beispiel dafür, was
ländliche Räume mit der
richtigen Unterstützung
durch die Landespolitik
schaffen können“, betonte
Heinrich. Gleichzeitig sei
das Projekt eine langfristige
Investition: „Das ist keine
temporäre Lösung für eine
Ausstellung, sondern eine
nachhaltige Investition in
die kulturelle Infrastruktur
Freyungs.“
Ein Leuchtturm für
Kultur im ländlichen
Raum
Das Haus der Bayerischen
Geschichte präsentiert
gemeinsam mit der Stadt
Freyung eine musikalische
Reise durch die Jahrhunderte
– von Gregorianik
und höfischen Opern über
Volksmusik und Jazz bis
hin zu Rock, Pop, Rap und
Techno. Besucher erleben
multimediale Inszenierungen,
ein Kinoerlebnis, große
Bühnenshows und zahlreiche
Mitmachstationen.
Dr. Richard Loibl, Leiter
des Hauses der Bayerischen
Geschichte, bezeichnete
Landesausstellungen als
„Leuchttürme des kulturellen
Lebens“. Freyung
sei dabei ein ganz besonderes
Beispiel: „Freyung
ist ein Musterbeispiel für
unkomplizierte und tolle
Lösungen. Im Kleinen liegt
oft der Wille, Großes zu
zeigen.“
Loibl sprach von einem
Festival bayerischer Klänge,
Rhythmen und Melo-
17
FREYUNG
19
Foto links: Bei der Preview (v.l.): Roland Pongratz, verantwortlich für die musikalische Programmgestaltung, Bürgermeister Olaf Heinrich, Direktor Dr.
Richard Loibl und Dr. Peter Wolf, Projektleiter der Bayerischen Landesausstellung. Foto rechts: bei der offiziellen Eröffnung durfte Ministerpräsident Markus
Söder natürlich nicht fehlen.
Fotos: MuW/k.krückl/s.berlinger
Ein kleiner Einblick in die Ausstellung.
Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier u.a. von Äff Tam Tam.
dien, das Musik nicht nur
sichtbar, sondern spürbar
mache. Familien mit Kindern
erwartet ein eigener
Kinderpfad, Schulklassen
profitieren von einem umfangreichen
Workshop-Programm
gemeinsam mit
der Bayerischen Volksmusikakademie.
199 Tage Livemusik in
der ganzen Region
Ein besonderes Highlight ist
das tägliche Liveprogramm:
An allen 199 Ausstellungstagen
erklingt in Freyung
Livemusik. Konzipiert
wurde dieses außergewöhnliche
Kulturprogramm von
Roland Pongratz, musikalischer
Leiter der Volksmusikakademie
in Bayern.
Große Klangkörper treffen
dabei auf regionale Ensembles,
Volksmusik auf Jazz,
Klassik auf Pop, Sakrales
auf Wirtshausmusik.
„Dieses Programm zeigt,
wie lebendig Musikkultur in
Bayern und auch in unserer
Region ist“, sagte Pongratz.
„199 Tage lang wird es täglich
irgendwo klingen – von
der Kirchenorgel über die
Wirtshausmusi bis zum
Gipfelglück. Ein über sechsmonatiges
Musikfestival –
das ist für den ländlichen
Raum wirklich einzigartig.“
Von Sonntag bis Donnerstag
sind viele Konzerte kostenfrei
zugänglich, an Freitagen
und Samstagen ergänzen
besondere Konzert-Highlights
das Programm. Mit
Veranstaltungsorten in
Kirchen, Wirtshäusern,
Dorfplätzen und auf Konzertbühnen
wird die gesamte
Region zur Bühne.
Freyung klingt weit
über Bayern hinaus
Mit der Landesausstellung
wird Freyung weit über die
Grenzen des Bayerischen
Waldes hinaus hörbar.
Musik wird hier nicht nur
Musikalisch ging es im Cineplex Freyung weiter.
Thema einer Ausstellung,
sondern zum täglichen Erlebnis
– mitten in der Stadt,
mitten im Leben.
Oder wie Markus Blume
es zusammenfasste: „Hier
schlägt das musikalische
Herz.“ Und wie Ministerpräsident
Söder betonte:
„Das Pröbstlhaus wird zu
Bayerns größtem Klangerlebnisraum.“
Für Freyung
beginnt damit ein kulturelles
Kapitel, das weit über
199 Tage hinaus nachklingen
dürfte.
18 2
TITTLING
CARITAS
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Passau/Tittling. Sankt Marien“
in Tittling ist ein Ort,
an dem Menschen Heimat,
Fürsorge und Geborgenheit
erfahren. Das Wohn- und
Pflegezentrum bietet den
Senior:innen ein Zuhause.
Dafür sorgen die rund 90
Mitarbeitenden in Pflege,
Hauswirtschaft und Verwaltung.
Im Bistum Passau
sind im Bereich der Pflege
insgesamt rund 1.900 Personen
tätig. Zum Internationalen
Tag der Pflege sollen
die ganz besonders derer
gedacht werden, die Tag für
Tag diesen Dienst leisten.
Deshalb haben die Caritas
und der Deutsche Orden,
die miteinander das Haus
tragen den Tag der Pflege
in Tittling unter das Motto
„Zusammen geht was“
gestellt und zeigen, wie
Caritas die Generationen
verbindet.
CARITAS: TAG DER
Seit über 70 Jahren ältere Menschen begleiten
Die Caritasvorständin
Andrea Anderlik, hat bereits
im vergangenen Jahr
zum 70jährigen Jubiläum
des Hauses „Sankt Marien“
betont: „Hier zeigt sich
in besonderer Weise, was
unser christliches Verständnis
von Pflege und
Begleitung bedeutet“. Hier
werde der „Menschen in
seiner Ganzheit gesehen,
mit seiner Geschichte, seinen
Bedürfnissen, seiner
Würde“. Und Bischof Dr.
Stefan Oster hatte für den
„großartigen Dienst, das
tatkräftige und vielschichtige
Engagement und nicht
zuletzt für das persönliche
Glaubenszeugnis gedankt.
Vor über 80 Jahren sind die
Deutschordensschwestern
nach Tittling gekommen
und haben ihre segensreiche
Arbeit begonnen. Was
damals in einer Zeit großer
„Pflege ist für mich eine zutiefst menschliche Aufgabe, die
mich innerlich erfüllt. Es ist eine empathische Aufgabe, die
mich zufrieden nach Hause gehen lässt.“ Maria Nachtmann
Fotos: Wolfgang Duschl
Not als Lazarett begann,
wurde 1955 zum Wohnund
Pflegezentrum St. Marien
– heute ein modernes
Haus mit über Betten und
einem breiten Spektrum an
Pflege- und Betreuungsangeboten.
Jetzt tragen der
Diözesan-Caritasverband
und der Deutschorden das
Haus gemeinsam. Aber
dass noch immer Schwestern
vor Ort sind mit ihrem
unermüdlichen Einsatz,
ihrer stillen Präsenz und
ihrem Gebet ist Zeugnis
dieses kostbaren Fundamentes.
Pflegeeinrichtungen wie
Sankt Marian sind zentraler
Bestandteil des gesell-
„Es ist für mich ein schönes Gefühl, wenn ich sehe, dass ich
jemanden unterstützen kann und es ihm dadurch besser
geht. Außerdem finde ich die Arbeit sinnvoll und wichtig für
die Gesellschaft.“
Yusuf Oriola
schaftlichen Miteinanders.
Das unterstreicht die Caritas
mit ihrer Jahreskampagne
„Zusammen geht was“.
Der Caritasverband setzt
sich ein für Orte, in denen
Begegnungen möglich
sind über Altersgrenzen
hinweg. Sie sind wichtig
für Menschen, besonders
wenn sie alt geworden sind.
Begegnungsräume fördern
Kontakte und helfen Menschen
in Krisen.
Gleichzeitig brauchen die
Pflegenden ein attraktiv
gestaltetes Arbeitsfeld in
Pflege und Gesundheit.
Es muss dazu führen, dass
Beschäftigte ihren Beruf
gerne ausüben.
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Röhrnbach. In Alzesberg
nimmt ein neues Baugebiet
Gestalt an: Mit einem symbolischen
Spatenstich wurde
nun offiziell der Beginn
der Erschließungsarbeiten
markiert – auch wenn die
Bagger bereits seit dem
Spätherbst im Einsatz sind.
Auf einer Fläche von rund
10.000 Quadratmetern
entstehen insgesamt zehn
Bauparzellen für Ein- und
Zweifamilienhäuser.
Wie Bürgermeister Leo
Meier erklärte, befinden
sich sieben Grundstücke
im Besitz der Marktgemeinde,
während drei Parzellen
privaten Eigentümern gehören.
Für diese gilt eine
Bauverpflichtung innerhalb
von fünf Jahren. Das Projekt
wird mit rund einer Million
Euro veranschlagt. Erste
wichtige Schritte sind bereits
abgeschlossen: Die
Anschlüsse für Wasser und
Kanal sind fertiggestellt,
nun folgen Strom- und Glasfaserleitungen.
Gemeinsam mit Vertretern
des Erschließungsträgers
Bachl sowie dem Planungsbüro
Arnetseder zeigte sich
Meier beim Ortstermin zuversichtlich,
dass das Baugebiet
bis Ende Juni baureif
sein wird. Die Preise für die
voll erschlossenen Grundstücke
liegen zwischen 100
und 150 Euro pro Quadratmeter,
zuzüglich Herstellungsbeitrag.
Das Interesse an den Bauplätzen
ist bereits jetzt hoch:
Nach Angaben des Bürgermeisters
sind alle zehn
Parzellen bereits reserviert.
Beim symbolischen Spatenstich in Alzesberg griffen zahlreiche Projektbeteiligte gemeinsam
zum Spaten: (v.l.) Fritz Jakob und Matthias Rosenberger (beide Firma Bachl), Cornelia Roßgoderer
und Thomas Arnetseder vom Planungsbüro, Markus Christoph und Jürgen Mager
vom Bauamt Röhrnbach, Bürgermeister Leo Meier sowie Polier Peter Ranzinger, Bastian
Wagner (Firma Bachl) und Bauleiter Sebastian Kellermann.
Foto: Poth
Sein besonderer Dank galt
den Grundstückseigentümern,
die die Flächen für
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Wohngebiets zur Verfügung
gestellt haben.
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Thurmansbang bei bestem Wetter
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Thurmansbang. Mehr als
300 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer sorgten bei
der 25. Auflage des Marathons
in Thurmansbang
für einen neuen Rekord.
Die Läuferinnen und Läufer
reisten nicht nur aus
allen Teilen Deutschlands
an, sondern auch aus Österreich,
Tschechien, der
Schweiz und Italien. Die
wohl weiteste Anreise
nahmen zwei Familien
aus den USA auf sich, die
am 12,45-Kilometer-Lauf
teilnahmen.
Auch das Wetter zeigte
sich von seiner besten Seite:
Strahlend blauer Himmel
und Sonnenschein
boten ideale Bedingungen
für die Sportlerinnen und Die Läufer direkt nach dem Start. Auch Landrat Sebastian Gruber (mit der Startnummer 1) ließ es sich nicht nehmen, mitzulaufen.
Sportler. Die im vergangenen
Jahr erstmals eingeführten
Kinderläufe verliehen
der Veranstaltung druck, den viele Teilnehmende
ven, würdigte gemeinsam nem Team. Als „Männer
Foto: MuW/r.demont
Nicht zuletzt überzeugte
bestätigten und mit Bürgermeister Ste-
der ersten Stunde“ wurden auch der sportliche Höven,
erneut eine besonders familiäre
12 Atmosphäre. Der den Lauf als echten Genuss fan Wagner, MdL Martin zudem die Marathon-Pioniere
Ludwig Schürger so-
Stefan Heigl erreichte das
hepunkt: Marathonsieger Anzeige
Dreiburgenmarathon gilt beschrieben.
Behringer sowie weiteren
als eine der landschaftlich
Ehrengästen das Engagement
wie Karl und Michael Preis Ziel in starken 3:08:58
reizvollsten Strecken
Deutschlands – ein Ein-
Landrat Sebastian Gruber,
selbst unter den Akti-
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Ludwig Schürger und sei-
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Samstag 09 – 16 Uhr