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Kinder und Eltern 2/26

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Kinder und Eltern

DIE ZEITSCHRIFT DER WIENER KINDERFREUNDE

Nr. 2 / Mai 2026

www.wien.kinderfreunde.at

www.wienerkinderfreunde-aktiv.at

Helft uns, das Robbiton

wieder aufzubauen!

Seite 3

Sommer mit

den Kinderfreunden

Seiten 4, 5, 20, 21 & 24

Wut:

Ein so starkes Gefühl

Seite 14 & 15

Foto: Philipp Tomsich


EDITORIAL

AKTUELL

Vorlesetag 2026................................................2

Helft uns, das Robbiton wieder aufzubauen......3

Sommer mit den Kinderfreunden................. 4–5

ELEMENTARBILDUNG

Geschichten aus den Häusern............................7

Sozialarbeit im Kindergarten.............................8

Noch mehr Geschichten aus den Häusern....9–11

Kinder zwischen mehreren Welten .................13

BERATUNG

Mut zu Wut...............................................14–15

Die Kraft der Musik.......................................... 17

FREIZEIT

Offene Jugendarbeit........................................ 19

Barrierefreier Spaß..........................................20

Sevi & Robi im Sommer...................................21

Die Roten Falken..............................................22

Familienzeit....................................................23

Bücherseite.....................................................24

Impressum......................................................24

Im Sinne des Kinderschutzes und unserer Verantwortung

gegenüber Kindern und Jugendlichen finden Sie in dieser

Zeitung keine Namen von auf Fotos abgebildeten Kindern

und Jugendlichen.

Bei der redaktionellen Gestaltung dieser Zeitschrift verzichten

wir bewusst auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

In dieser Ausgabe der Kinder und Eltern berichten wir

aus unserem breiten Angebot und zeigen damit, was

uns Kinderfreunden besonders wichtig ist: beispielsweise,

allen Kindern einen schönen Sommer zu ermöglichen

(Seiten 4, 5, 20, 21), Eltern in schwierigen

Situationen zu unterstützen (Seiten 8, 14–15) oder

mehrsprachige Kinder zu bestärken, auf alle Sprachen,

die sie sprechen, stolz zu sein (Seite 13).

All das hat zum Ziel, Kinder in gar nicht einfachen Zeiten

zu stärken und zu ermutigen, sich Herausforderungen

zu stellen. Dazu brauchen sie eine unbeschwerte

Frei- und Ferienzeit, in der sie mit anderen Kindern

schöne Erlebnisse teilen. Sie benötigen starke, verständnisvolle

und handlungsfähige Eltern und das

Vertrauen, dass sie selbst etwas bewirken können. In

den Kindergärten und Horten, in der offenen Kinderund

Jugendarbeit für junge Menschen mit und ohne

Behinderungen und in den Falkengruppen vermitteln

wir das vielen tausenden Kindern täglich – auch das

wird in diesem Heft beschrieben.

Abg. z. NR Christian Oxonitsch,

Vorsitzender

der Wiener Kinderfreunde

KEINE KINDERFREUNDE

OHNE EHRENAMT

Was ich an dieser Stelle auch besonders hervorheben

möchte, ist die wertvolle Arbeit unserer vielen ehrenamtlich

Mitarbeitenden, die vor allem in den Kinderfreunde-Bezirksorganisationen

tatkräftig für Familien

ihrer Bezirke aktiv sind. Sie veranstalten Kinderfreizeitangebote

vom Osterferienspiel bis zum Weihnachtsbasteln,

organisieren Kinderflohmärkte oder

Kleidertausch-Aktionen, führen offene Lebensmittelkühlschränke,

sind Lesepat:innen oder Vorleser:innen

in Kindergärten, laden jedes Jahr zum großen Welttag-des-Kindes-Familienfest

in jedem Bezirk ein, organisieren

Faschingsfeste, leiten Rote-Falken-Gruppen

und vieles mehr. Ich möchte mich an dieser Stelle

von ganzem Kinderfreundeherzen bei euch bedanken.

Ohne das Ehrenamt gäbe es keine Kinderfreunde.

Christian Oxonitsch

Foto: Martin Votava

Begeisterung fürs Lesen

wecken am Vorlesetag 2026

Foto: Philipp Tomsich

Alexandra Fischer, Geschäftsführerin der Wiener Kinderfreunde

und Robert Winklehner, Koordinator der Vorleser:innen-Gruppe

(mit Kamera) waren beim Kinderfreunde-Vorlesenachmittag

Auch in diesem Jahr haben die Wiener Kinderfreunde den Österreichischen Vorlesetag

mitgefeiert und Ende März zum Vorlesenachmittag ins Westfield Donau Zentrum

in der Donaustadt eingeladen. Mit der Aktion wollen wir die Begeisterung für das Lesen

fördern und die Wichtigkeit des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern in den

Mittelpunkt rücken. Den ganzen Tag über wurden Bücher des Verlags Jungbrunnen

(u. a. „Das kleine Ich bin Ich“, „Das Glück ist ein Punkt“ und „Das kleine Hokuspokus“)

vorgelesen. Dabei zogen unsere Geschäftsführer:innen Alexandra Fischer und Daniel

Bohmann sowie unsere ehrenamtlichen Vorleser:innen Robert Winklehner, Klaudia

Frieben, Manuela Mayr und Josef Zorn rund 140 Kinder aus Kindergärten und Horten

der Umgebung in den Bann – aber auch Familien, die extra für den Vorlesetag ins

Westfield Donau Zentrum kamen. Ergänzt wurde die Aktion durch eine Lesezeichen-

Bastelstation und ein Bücher-Gewinnspiel.

2

WIEN


Auf die Plätze, Renovierung, los:

Ida Kemethofer (Robi -Team),

Kinderfreunde-Wien-Vorsitzender

NR-Abg. Christian Oxonitsch, WKF-

GF Alexandra Fischer, Robi-Leitung

Anna Kiffmann und ihre Stellvertreterin

Petra Sallaba sowie WKF-GF

Daniel Bohmann (v. l. n. r.) freuen

sich auf Unterstützung

AKTUELL

Das Robbiton muss wieder

Ort der Gemeinschaft werden

Dieses Jahr wird der Kinderfreunde-Robinsonspielplatz

60 Jahre alt, was im

September natürlich groß gefeiert wird

(Seite 21)! Bis dahin haben Leiterin Anna

Kiffmann und ihr Team allerdings noch

eine enorme Aufgabe zu stemmen: den

Wiederaufbau des Robbiton. Und dafür

brauchen sie Unterstützung – vor allem

durch Spenden!

Das Gebäude, das aus einer Holzkonstruktion

mit Wänden aus Strohballen mit

Lehmverputz gebaut wurde und ein begrüntes

Dach hat, ist im Februar 2025 abgebrannt

(wir haben berichtet). Dabei entstand

ein Schaden von rund 200.000 Euro,

da hier über den Winter auch alle Gerätschaften,

Spielgeräte und Maschinen eingelagert

wurden.

Warum ist das Robbiton so wichtig für

den Robinsonspielplatz? Nun, zum einen

war es eine große, auch von den Kindern

genutzte Werkstatt inkl. Werkzeug- und

Materiallager. Im Winter beherbergte es

Workshops (z. B. Adventkranzbinden, Batiken,

Filzen), zu Halloween haben es die

Kinderfreunde Döbling in eine legendäre

Gruseltour verwandelt, es gab einen kleinen

Büroarbeitsplatz und es war Rückzugsort

für die Mitarbeiter:innen.

Es war aber auch ein Symbol der Gemeinschaft

und der Partizipation, betont Anna

Kiffmann: „Die Kinder waren beim Bau

von Anfang an mit einbezogen: In der Planungsphase

sammelten sie Ideen für die

Gestaltung, zeichneten und bastelten die

ersten Modelle, und sie haben mitgebaut.

Das Robbiton ist ein Ort der Begegnung

und steht symbolisch für die gemeinsame

Zeit. Und das soll es wieder werden!“

HELFT BITTE ALLE MIT!

Und um Gemeinschaft geht es auch beim

Wiederaufbau! Geplant ist, so gut wie

möglich zu recyceln und viele Menschen

zu beteiligen, etwa Student:innen der Universität

für Bodenkultur (BOKU) und

natürlich die Kinder. Das Engagement ist

spürbar, berichtet das Team: „Familien, die

rund um den Robi wohnen, wollen mithelfen.

Dazu kommen Experten, von Baumeister

und Bauleiter Robert Scharf über

den Architekten Franz Ryznar bis hin zu

Karsten Bäsmann und Gerhard Scheerbaum

vom Verein ‚Handkraft‘, die uns

schon seit vielen Jahren u. a. bei Renovierungen

unterstützen.“

Um das alles finanzieren zu können, haben

wir eine Crowdfunding-Seite eingerichtet.

Für alle Helfenden gibt

es natürlich ein Dankeschön.

Die kleinste Spende

hilft mit, das Robbiton

wieder aufzubauen.

DANKE!

Michael Elsner

„Die Kinderfreunde Wien und

das gesamte Team um den

Robinsonspielplatz sind dankbar

für jede Hilfe, sei sie auch

noch so klein. Denn im Robbiton

sollen auch in Zukunft viele

Kinder ihre ersten Erfahrungen

mit Werkzeugen, Materialien

und Co. machen!“

Anna Kiffmann

Spielplatz-Leitung

Fotos: Philipp Tomsich

WIEN

3


AKTUELL

GEWINNSPIEL:

WIR VERLOSEN 3 MAL FROG

SPLASH VON PIATNIK

So geht Sommer mit

Neun Wochen Ferien sind ganz schön lang für Kinder

und Eltern. Gut, dass es die vielen Freizeit- und

Ferienangebote der Kinderfreunde gibt.

Wer schnappt Froggy die meisten Mücken

weg, ohne von ihm erwischt zu werden? Mit

etwas Würfelglück und geschicktem Ausspielen

der eigenen Karten ist das möglich!

Doch auch wenn es so aussieht, als ob Froggy

ganz friedlich auf seinem Seerosenblatt sitzt:

Es ist schwer abschätzen, wann seine Geduld

zu Ende ist und er uns mit einem kräftigen

Wasserstrahl erwischt. Ein lustiges Spiel für

aufmerksame Spieler:innen!

Alter: ab 5 Jahren

Spieler:innen: 2–5

Fotos: Philipp Tomsich

TEILNAHMESCHEIN:

„FROG SPLASH – ACHTUNG VOR DEM

FROSCH!“ VON PIATNIK

Name d. Kindes: _________________

Alter d. Kindes:__________________

Straße:_______________________

Postleitzahl:____________________

Ort: _________________________

Tel./E-Mail: ____________________

Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke

von den Österreichischen Kinderfreunden

– Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere

Infos unter: kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien

Ich bin damit einverstanden,

dass die Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien

meine Daten für eine eventuelle Zusendung des

Gewinns verwenden.

Teilnahmescheine sind an die Wiener Kinderfreunde,

„Redaktion Kinder und Eltern“, Kennwort „Frog

Splash – Achtung vor dem Frosch von Piatnik“,

Albertgasse 23, 1080 Wien, zu senden. Teilnahme

per E-Mail: redaktion@wien.kinderfreunde.

at. Einsendeschluss ist der 26. Juni 2026. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablöse des

Gewinns ist nicht möglich. Die Gewinner:innen

werden schriftlich verständigt.

Restplätze in den Kinderfreunde-

Sommerakademien:

In den einwöchigen und ganztägigen

Ferienangeboten können Kinder von

vier bis 14 Jahren ihren Interessen

nachgehen, Talente und Leidenschaften

entdecken. Alle Infos zu den Angeboten

sind hier zu finden: kinderfreunde.at/

sommerakademie

Freie Plätze gibt es noch für folgende

Angebote:

Im „Volleyball-Camp“ (4–14 Jahre

/ 17.–21.08.) heißt es: springen,

pritschen, smashen – und die Sports

Monkeys zeigen, wie viel Spaß diese

Sportart macht.

Das „Camp der kleinen Forschenden“

(6–12 Jahre / 31.08.-04.09.)

zeigt die Wunderwelt der Chemie. Es

erklärt, wie Sterne leuchten, Farben

entstehen und Medikamente wirken.

Im „Sportmix-Camp“

(6–14 Jahre / 27.–31.07.)

können die Kinder viele

coole Ballsportarten ausprobieren

– und neue

Lieblingsspiele entdecken!

Beim „Fußball-Camp

Spitalgasse“ (4–14

Jahre / 20.–24.08.) an

der „Football School“

erleben die Kinder den

Sport spielerisch und

ohne Leistungsdruck.

Bei „Turnen und Akrobatik“ (6–14 Jahre /

24.08.–28.08.) lernen Kinder erste akrobatische

Tricks und verbessern spielerisch Kraft, Beweglichkeit

und Körpergefühl.

Findet uns auch auf Social Media:

/KinderfreundeWien

@KinderfreundeWien

/WienerKinderfreundeAktiv

Viele Bezirksorganisationen

sind auf Facebook

oder Instagram vertreten,

und hier findet ihr einen

Überblick über alle 23

Organisationen:

4

WIEN


AKTUELL

den Wiener Kinderfreunden

Neben den Sommerakademien könnt ihr in der warmen

Jahreszeit viele andere Angebote der Kinderfreunde

in Wien nutzen:

Je nach Wetter den Kinderfreunde-Robinsonspielplatz,

den

Kinderfreunde-Indoorspielplatz

Seversaal (siehe S. 21) sowie

den Wasserspielplatz auf der

Donauinsel: kinderfreunde.at/

wasserspielplatz

Kinderfreunde-Computerclubhäuser

im 3. und 16. Bezirk:

kinderfreunde.at/ccv3 und

kinderfreunde.at/ccv16

Die Parkbetreuung der Wiener

Kinderfreunde aktiv ist in 50 Wiener

Parks und Grünanlagen für euch da

(siehe S. 19) kinderfreunde.at/

parkbetreuung

Hoch am Berg und dennoch nahe

bei Wien: Die Anton-Proksch-

Wanderherberge der Wiener

Kinderfreunde ist eine gut ausgestattete

Selbstversorgerhütte

auf der Hohen Wand, umgeben

von viel Grün – ideal für Familienurlaub

von bis zu 20 Personen.

kinderfreunde.at/hohewand

Illustrationen: Karin Blum

Auf der Kinderfreunde-Insel

am Donauinselfest 2026 …

… ist wieder jede Menge für Kinder und Familien los: Da

präsentiert etwa die Puppenbühne der Wiener Kinderfreunde

die neuesten Abenteuer von Kasperl und seinen

Freund:innen, unser Spielbus wartet mit tollen Mitmachspielen

(z. B. Luftwurst, Fallschirm, Kraxelschlauch) und die

Wasserbaustelle lädt zur Abkühlung und zum Pritscheln

ein. Für 1 Euro Spende zugunsten des Wiederaufbaus des

Robbitons könnt ihr am Glücksrad nette Kleinpreise gewinnen.

Was wir noch für euch vorbereitet haben:

• die ANKER Kinderbackstube

• das Haus des Meeres-Kinderschminken

• das Spiele- und Malzelt mit bunten Stabilo-Stiften und

Spielen von Piatnik

• Spielestationen von Spielwaren HEINZ und Playmais

• kreatives Werken mit THE COOL TOOL

• Kinderyoga

• das ORF KIDS-Familienfest mit Stars aus dem ORF-1-Kinderprogramm,

Hüpfburg, Hindernisparcours, Bällebecken,

einer Riesenlaufrutsche und vielem mehr

Die Kinderfreunde-Insel befindet

sich gleich stromaufwärts der S-Bahnbrücke,

öffentlich gut erreichbar mit

U6, Station Neue Donau oder S-Bahn,

Station Handelskai.

Auf der Kinderfreunde-Showbühne erwarten euch tolle Show-Acts

wie die ORF KIDS-Spieleshow, die Kids-Popband „Young Republic“, der

Zauberclown Popo, ein Konzert der „Donaupiraten“, TaeKwonDo-Vorführungen,

Franz Löchinger & Drumbella – das sprechende Schlagzeug

oder Kinderliedermacher Bernhard Fibich.

WIEN

5


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Der Inhalt dieses Bilds wurde unter Zuhilfenahme eines Künstlichen Intelligenz-Werkzeugs

erstellt und von einem Menschen überprüft.

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ELEMENTARBILDUNG

Die neuen Kinderfreunde-

Kindergärten: Jetzt anmelden!

Ein besonderer Kindergarten startet im

Herbst in der Attemsgasse (Donaustadt):

Die Arkaden verleihen dem Gebäude eine

einladende Atmosphäre und schaffen

geschützte Wege zum Ankommen. Im

großen und hellen Bistro können die Kinder

gemeinsam essen. Wesentlicher Bestandteil

des pädagogischen Konzeptes ist Inklusion,

Leiterin Carina Divos

betont Leiterin Carina Divos: „Wir passen den

Alltag an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder an und schaffen Möglichkeiten,

damit alle Kinder aktiv teilhaben können.“ Auf der Dachterrasse entsteht

ein Garten, in dem Kinder zusammen mit den Menschen aus dem Grätzel pflanzen,

pflegen und ernten können. Im Spiel-Garten gibt es viel Platz zum Entdecken

und Bewegen. Eine Familiengruppe für ein- bis sechsjährige Kinder startet im

September, eine Kleinkindergruppe (bis drei Jahre) folgt im Jänner; im September

2027 kommen eine Integrationsgruppe und eine Kindergartengruppe

dazu.

Mehr Infos und Anmeldung:

attemsgasse@wien.kinderfreunde.at

Bald wird im weitläufigen Garten alles grün sprießen

Fotos: Philipp Tomsich | Illustrationen: Katharina Bauer

Die hellen Räume werden gerade eingerichtet

Seit der Schlüsselübergabe Mitte

März sind Elisabeth Neumeister und

ihr Team mit Hochdruck dabei, den

neuen Kinderfreunde-Kindergarten

Gallitzinstraße 12 in Ottakring

für die Eröffnung im Juli startklar zu

machen. Die Leiterin freut sich sehr:

Leiterin Elisabeth Neumeister

„Es ist eine tolle Herausforderung,

einen neuen Kindergarten mit Leben zu füllen.“ Der Neubau entspricht in allen

Bereichen aktuellen Standards: So gibt es mit dem Bistro einen separaten Raum

für die Mahlzeiten, einen Bewegungsraum für Schlechtwettertage und einen

Garten mit Spielgeräten und Hochbeeten. Besonders stolz ist Neumeister aber auf

die geplante Kooperation mit dem nahen Pensionistenwohnheim. Bei Spiel- und

Bastelnachmittagen, Lese-Vormittagen, Turnstunden und dem Werkeln im Garten

können die Generationen zusammenfinden. Beide Seiten werden davon profitieren,

ist Neumeister überzeugt.

Mehr Infos inkl. der unverbindlichen Anmeldung für den

Kindergarten gibt es hier: kinderfreunde.at/angebote/

detail/16-gallitzinstrasse-12

WIEN

7


ELEMENTARBILDUNG

Foto: Philipp Tomsich

Mobile Sozialarbeiterin

in Kindergärten und Horten

Melissa Pomberger (rechts)

berät Eltern direkt im

Kindergarten und Hort

Wo beantrage ich diese Unterstützung?

Welche Formulare muss ich ausfüllen und

welche Dokumente besorgen? Und was

muss ich ins Feld „08/15/E“ eintragen? Viele

von uns fühlen sich verloren im Bürokratie-Dschungel.

Um das zu verhindern,

haben die Wiener Kinderfreunde ein neues

Angebot geschaffen: Unsere mobile Sozialarbeiterin

Melissa Pomberger bietet Beratung

und Unterstützung für Familien in

solch herausfordernden Situationen – persönlich,

vertraulich und kostenlos.

IHR ANGEBOT UMFASST:

• Unterstützung bei Kontakten mit Ämtern

und Behörden (u. a. AMS, Kinder-

und Jugendhilfe, Sozialamt) durch

Unterstützung beim Ausfüllen und Einreichen

von Anträgen, Kontaktaufnahme

mit Ämtern und öffentlichen Stellen, Beratung

und Begleitung bei Behördenangelegenheiten

und Beratung zu finanziellen

und rechtlichen Ansprüchen

• Beratung rund um Kinder mit einer

Diagnose nach ICD-10 oder ICD-11:

Informationen bezüglich finanzieller und

rechtlicher Ansprüche (erhöhte Familienbeihilfe,

Pflegegeld, Fahrtendienst etc.)

und Unterstützung bei der Suche nach

geeigneten Therapieangeboten, Klärung

von Fragen zum Schuleintritt, u. a. Unterstützung

beim Schriftverkehr mit der

Bildungsdirektion, oder auch: „Was ist

das FIDS?“ (Fachbereich für Inklusion,

Diversität und Sonderpädagogik)

• Beratung bei Überforderung und

Krisen: u. a. Entlastungsgespräche bei

Überforderung, Beratung bei familiären

Krisen wie einer Trennung oder einem

Todesfall, Vernetzung mit anderen Einrichtungen

(Kinder- und Jugendhilfe,

Frühe Hilfen, Therapiezentren, Schulsozialarbeit,

Caritas, Wiener Sozialdienste)

und bei Bedarf Begleitung zu Terminen

Als Elementarpädagogin hat Melissa Pomberger

seit vielen Jahren in unterschiedlichen

Gruppenformen gearbeitet. 2018 hat

sie ihr Bachelorstudium „Soziale Arbeit“

abgeschlossen, 2023 das Masterstudium

„Kinder- und familienzentrierte soziale Arbeit“.

Seit 2023 ist sie als Sozialarbeiterin

für die Wiener Kinderfreunde tätig, u. a.

2,5 Jahre im Leuchtturm-Kindergarten.

In ihrer neuen Aufgabe steht sie nun für

alle Eltern in Kinderfreunde-Kindergärten

und Horten zur Verfügung, die mit bürokratischen

Herausforderungen kämpfen.

„Ich unterstütze sie dabei, einen Überblick

über das System zu bekommen, informiere

über Ansprüche und helfe, Barrieren zu

überwinden. Als Sozialarbeiterin ist es aber

auch meine Aufgabe, strukturelle Benachteiligung

(z. B. Sprachbarrieren, Bildungsnachteile,

psychische Belastung, Migrations-

und Fluchterfahrung) zu erkennen

und dann gezielt zu unterstützen. Dadurch

wird die Handlungskompetenz der Eltern

gestärkt“, erklärt Pomberger.

Das Angebot ist freiwillig, kostenlos und

ergänzend zu bestehenden Strukturen. Die

Beratungsgespräche finden im jeweiligen

Kindergarten statt. Terminvereinbarung

unter: melissa.pomberger@wien.kinderfreunde.at

und 0689/0508751.

Michael Elsner

8

WIEN


ELEMENTARBILDUNG

Unsere Töchter sollen

naturverbunden aufwachsen

„Nach unserer Besichtigung hatten meine Frau Martina und ich Tränen in den

Augen. Der Waldkindergarten ist wirklich traumhaft.“ Bettina ist Mutter der

beiden Zwillinge Ella und Sara (3) und in einem 500-Seelen-Dorf aufgewachsen.

Für sie war immer klar, ihre Kinder sollen ebenfalls naturverbunden aufwachsen:

„Ella und Sara sollen toughe Mädels werden, ein gutes Körpergefühl bekommen,

Selbstbewusstsein und Kreativität entwickeln, wenn sie etwas bauen oder Äste zu

ihrem Spielzeug erklären.“

Der neue Waldkindergarten der Wiener Kinderfreunde bietet dafür

die idealen Bedingungen, sagt Bettina: „Es gibt nicht nur den Wald selbst, das

Gesamtkonzept stimmt einfach. Das Team ist sehr sympathisch, auf dem Areal

gibt es ein Tipi und das Gebäude für Schlechtwetter, wo es auch ein Klo gibt. Und

natürlich die nahegelegene Tierfarm.“

Für Ella und Sara startet das Angebot im September. Der Waldkindergarten beim

Europahaus des Kindes am Gallitzinberg in Ottakring hat bereits im April

eröffnet – und noch sind Plätze frei! Alle Infos gibt es bei

der Kindergartenleiterin Sabine Mucha: kdg.europahaus@

wien.kinderfreunde.at bzw. unter kinderfreunde.at/

wien-1/waldgruppe-16-vogeltenngasse

Fotos: Philipp Tomsich

Zweiter neuer

Klimafit-Standort

Seit fast 15 Jahren werden im Kindergarten Atzgersdorfer

Straße Hochbeete bepflanzt, Gemüse geerntet und gemeinsam

verarbeitet und gegessen

Wie in der Ausgabe 01/26 bereits berichtet: Drei weitere Einrichtungen der Wiener

Kinderfreunde wurden als Klimafit-Standorte ausgezeichnet; tatkräftig unterstützt

von der Wiener Städtischen als Sponsorin der Aktion. Zu diesen gehört auch

der Kindergarten Atzgersdorfer Straße in Meidling, wo im Rahmen von

Renovierungsarbeiten u. a. eine Photovoltaikanlage, Kühlkonvektoren und elektrische

Jalousien zur Außenbeschattung installiert wurden – sowie: eine Luftwärmepumpe,

freut sich Leiterin Rita Glück: „Sie schafft eine stabile Raumtemperatur

und zeigt unser sichtbares Engagement für Nachhaltigkeit!“

Mit den Kindern werden umweltrelevante Fragen – wie etwa, wo unsere Wärme

herkommt – natürlich auch behandelt, betont Glück: „Insgesamt binden wir

Themen wie Energie, Wärme, Strom und Umweltschutz in kindgerechte Projekte

ein, durch Ausflüge und Experimente, aber auch gelebt im Alltag u. a. durch Mülltrennung

und Recycling. Damit vermitteln wir den Kindern: Wer die Natur liebt,

schützt sie – heute, morgen und für immer!“

WIEN

9


ELEMENTARBILDUNG

Wenn der Kindergarten zum

Gourmetrestaurant wird

Das klingt wirklich fein: „Samtiges Knuspersüppchen vom weißen Knoblauch“

gefolgt von „Pasta in einem Zusammenspiel mit Tomaten, bedeckt von Parmesan“,

gekrönt durch „Ein beeriger Wolkentraum“: In einem außergewöhnlichen Projekt

verwandelten die Schubidu-Kinder* des Magenta-Betriebskindergartens

im 3. Bezirk den Bewegungsraum in ein Hauben-Lokal. Sie luden ihre Eltern zum

Mehr-Gänge-Menü und präsentierten zwischen den Gängen Musik und Tanz. Konzipiert

wurde dieses Herzensprojekt von den Pädagoginnen Magdalena Tobisch

und Sara Benbrik, unterstützt von Margit Posch, Leiterin des Kindergartens. Die

Kinder gestalteten Menükarten und Dekoration, stellten Einkaufslisten zusammen,

kochten alles selbst und probten in jeder freien Minute ihre Tänze und Lieder.

„Durch diese Einbindung fördern wir die Selbstwirksamkeit der Kinder“, erklären

die beiden Pädagoginnen: „Sie erleben unmittelbar, dass ihre eigenen Ideen und

ihr Handeln ein wertvolles Ergebnis für andere sein können.“

* Schubidu steht für „Schulkind bist du bald“

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WIEN

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ELEMENTARBILDUNG

Foto: Philipp Tomsich

Kinderrechte-Logbuch:

And the winner is …

Glückwunsch an den Kinderfreunde-Kindergarten

Franz-Koci-Straße 4 in Favoriten: Ihr Kinderrechte-

Logbuch hat am meisten beeindruckt, die Einrich tung

wurde dafür nun von unseren beiden Geschäftsführenden

Alexandra Fischer (am Foto ganz rechts)

und Daniel Bohmann (am Foto links) ausgezeichnet.

Ausgegeben wurden die Logbücher im Herbst 2024

anlässlich des 35. Geburtstags der UN-Kinderrechtskonvention

an alle Teilnehmer:innen unseres

Kinderrechte-Symposiums „Das Recht auf Zukunft“.

Über ein Jahr konnten die Kindergärten ihre „Recht

auf Zukunft“-Projekte dokumentieren. Die Kinder

haben sich riesig gefreut, aber auch das Team, betont

Leiterin Silvia Bruckner (am Foto ganz links): „Wir alle

haben so viel Wertschätzung erfahren. Wichtiger ist

jedoch: Durch die Aktion bekommen die Kinder ein

Gefühl für den Klimaschutz; und dass es um ihre Zukunft

und die unserer Erde geht.“ Und: Umweltschutz

beginnt im Kleinen, u. a. mit der Her-mit-Leer-Aktion

und den Bienen- und Pflanztagen am Laaerberg, die

Naturverbundenheit, Verantwortung, Biodiversität

und Umweltbewusstsein gestärkt haben.

Kindergarten-Bibliothek

fördert den Spaß am Lesen

Im Kinderfreunde-Kindergarten in der Favoritner Neilreichgasse 115

sind alle stolz auf das neue Projekt: die „Kindergarten-Bibliothek“,

aufgebaut in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Teach For Austria“

(kurz: TFA)*. Simone Eutebach, im Bild rechts mit einer begeisterten

Nutzerin der Kindergarten-Bibliothek, ist eine von 12 TFA-Fellows,

die aktuell in unseren Kindergärten und Horten aktiv sind. „Familien

haben bei uns die Möglichkeit, sich pädagogisch wertvolle und mehrsprachige

Bilderbücher sowie Erstlesebücher auszuborgen“, berichtet

Leiterin Bianca Korn. Die Bibliothek umfasst schon 300 Bücher. Der

Verleih ist für zwei Wochen möglich, bei Bedarf auch länger. Schon

die Eröffnungsfeier war ein großer Erfolg und rund 40 Bücher wurden

am ersten Tag ausgeliehen. Projektziel: den Familien den Zugang zu

(mehrsprachigen) Bilderbüchern zu erleichtern und somit die (Vor-)

Lesefreude zu erhöhen, betont Korn: „Wir möchten, dass Lesen Spaß

macht und Kinder wertvolle Erfahrungen mit Büchern machen können.“

Und dabei hilft sicher auch ein „Tipp“ von J.K. Rowling: „Wenn

du nicht gerne liest, hast du nicht das richtige Buch gefunden.“

* Teach For Austria ist eine gemeinnützige

Organisation und Teil des

internationalen Netzwerks Teach

For All. Das Netzwerk ist in mehr als

60 Ländern weltweit vertreten und

setzt sich für Bildungsfairness ein.

WIEN

11


Mit Riesenschritten

zum Sparziel.

Mit 4 % Smart Sparen Sparefroh

für Kinder bis 10 * .

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hinaus 0,010 % p. a. fix. Maximale Einlagenhöhe 15.000 Euro. Nach dem 10. Geburtstag wird das

gesamte Guthaben mit 0,010 % p. a. fix verzinst. Pro Kind kann das 4 % Smart Sparen Sparefroh nur

einmal abgeschlossen werden, und zwar ausschließlich von der gesetzlichen Vertreter:in.

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ELEMENTARBILDUNG

Saya Bajalan-Song arbeitet

im Kindergarten Steinbauergasse

Foto: Philipp Tomsich

Kinder sollen stolz

auf ihre Mehrsprachigkeit sein

Die Eltern von Saya Bajalan-Song sind in

den 90er-Jahren aus Südkorea nach Wien

gekommen, sie selbst ist hier geboren

und aufgewachsen. Wir haben mit der

Pädagogin im Kindergarten Steinbauergasse

in Meidling darüber gesprochen,

welch besonderen Blick sie dadurch auf

Kinder hat, deren Familien aus anderen

Ländern nach Österreich gezogen sind.

Saya, du bist mit zwei Kulturen aufgewachsen

Sogar mit vielen … Zuhause habe ich die

koreanische Kultur sehr bewusst gelebt: die

Sprache, Werte wie Respekt, Fleiß und Bildung,

das starke Gemeinschaftsgefühl und

eine klare familiäre Struktur. Gleichzeitig

ging ich in Meidling und Margareten zur

Schule, dort war kulturelle Vielfalt der Alltag.

Deshalb sehe ich Unterschiede nicht

als Trennung, sondern als Erweiterung.

Natürlich hatte ich in meiner Jugend auch

meine Struggles: „Wohin gehöre ich?“ oder

„Wer oder was bin ich?“ Heute weiß ich:

Identität ist nichts Starres. Sie ist dynamisch,

vielschichtig – und sie darf wachsen.

Ich habe gelernt, dass Identität kein Entweder-oder

ist. Ich habe verstanden, dass ich

nicht „halb“ von etwas bin, sondern „ganz“

ich selbst. Und einzigartig. Diese innere

Ruhe zu finden, war ein Prozess.

Wie prägt das deine pädagogische Haltung,

was möchtest du den Kindern vermitteln?

Da viele Kinder heute mit mehreren kulturellen

Einflüssen aufwachsen, ist mir besonders

wichtig: Mehrere Identitäten sind

erlaubt. Mehrsprachigkeit ist ein Schatz.

Anders zu sein ist nicht nur okay – es ist

etwas Besonderes. Jedes Kind darf so sein,

wie es ist.

Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn

zuhause andere Werte und Kommunikationsformen

gelten, habe ich ein feines Gespür

für Kinder, die zwischen mehreren

Welten stehen. Ich erkenne, wenn ein Kind

sich sprachlich zurücknimmt, wenn es unsicher

wird, weil es „anders“ wirkt, oder

wenn es besonders bemüht ist, dazuzugehören.

Meine Geschichte hilft mir, nicht

defizitorientiert zu denken.

Wenn ein Kind zwischen Sprachen wechselt,

sehe ich darin keine Schwäche, sondern

Kompetenz. Ich achte bewusst darauf,

Mehrsprachigkeit sichtbar und hörbar zu

machen, indem ich kulturelle Feste thematisiere

oder vermittle, dass mehrere Identitäten

nebeneinander existieren dürfen.

Was beobachtest du, wie die Kinder selbst

damit umgehen?

Es macht mich traurig, wenn manche Kinder

sich nicht zu sagen trauen, dass sie zuhause

eine andere Sprache sprechen als im

Kindergarten. Ich glaube, das liegt daran,

dass Mehrsprachigkeit im Alltag noch zu

wenig wertgeschätzt wird.

Was kannst du den Eltern dieser Kinder

mitgeben?

Eltern sollen spüren, dass ihre Kinder

nichts „zurücklassen“ müssen, um dazuzugehören.

Ein prägendes Erlebnis war ein

Elterngespräch zur Schuleinschreibung.

Das Kind lebt auch zwischen zwei Kulturen

und Sprachen und der Vater hatte große

Sorge, ob die Deutschkenntnisse für die

Schule ausreichen würden. Mir war wichtig,

den Fokus zu verschieben: Nicht die

Defizite zu sehen, sondern die Ressourcen.

Zwei Sprachen zu sprechen ist kein Nachteil,

sondern eine enorme Stärke. Wenn ein

Kind in seiner Identität gestärkt ist, hat es

auch den Mut, Fragen zu stellen, wenn es

etwas nicht versteht. Und genau das ist die

Basis für nachhaltiges Lernen.

Das Gespräch führte Michael Elsner.

WIEN

13


BERATUNG

Foto: Freepik - Magnific.com

Wut:

Ein so starkes Gefühl

Roter Kopf, laute Stimme, alles im Körper

scheint zu explodieren: Wut ist ein

sehr kraftvolles Gefühl und entsteht

meist aus Frustration, Überforderung

oder einem Empfinden von Ungerechtigkeit.

Bei einem Kind etwa, wenn es

etwas allein tun möchte, es aber noch

nicht schafft oder es nicht darf, wenn ein

Wunsch nicht erfüllt wird, beim Spielen

etwas misslingt; oder wenn es sich nicht

verstanden oder ernst genommen fühlt.

Ausstellung

„EXPEDITION WUT braucht MUT“

Wer mehr übers Thema „Wut“ lernen und

reflektieren möchte: Die interaktive Wanderausstellung

EXPEDITION WUT braucht MUT ist bis

Ende Juni im Kinderfreunde-Bildungszentrum

Ballgasse zu besichtigen. Anmeldung bitte an

alexandra.csar@wien.kinderfreunde.at

oder rosa.csar@wien.kinderfreunde.at.

Durch die Brille der menschlichen Entwicklung

betrachtet, ist Wut eine Schutzfunktion.

Sie bereitet unseren Körper darauf

vor, sich gegen Bedrohungen durch

Kampf (schlagen, stoßen, treten, schreien,

beschimpfen) oder Flucht (weglaufen, erstarren)

zu schützen. Wut setzt starke Energie

frei und kann uns helfen, unsere Grenzen

zu verteidigen und etwas zu ändern,

um uns wieder wohlzufühlen. Deswegen

soll sie nicht verdrängt werden; gleichzeitig

ist es hilfreich, sich nicht von ihr überwältigen

zu lassen. Die Fähigkeit, Wut zu

regulieren, entwickelt sich schrittweise und

über Jahre hinweg.

WUT ENTSTEHT IM GEHIRN

Wut entsteht durch ein Zusammenspiel von

mehreren Hirnregionen und Hormonen.

Auslöser ist ein Reiz, der als bedrohlich, unfair

oder verletzend wahrgenommen wird.

Aktiviert wird zunächst die Gehirnregion

namens Amygdala (Mandelkern). Meldet

sie „Gefahr“, werden die Stresshormone

Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Sie

versetzen den Körper in einen handlungsbereiten

Alarmzustand. Gleichzeitig verarbeitet

der präfrontale Cortex (ein Teil des

Gehirns, der fürs Denken/Planen und die

Impulskontrolle zuständig ist) dieselben

Reize. Er kann beruhigend auf den Alarmzustand

wirken; wir bleiben beherrscht und

handeln rational.

Bei der Wutregulation geht es darum,

welcher Gehirnteil sich durchsetzt: Die

Fähigkeit, trotz Alarmzustand das „Denkhirn

eingeschaltet“ zu lassen, entwickelt

sich aber erst Schritt für Schritt im ersten

Lebensjahrzehnt und ist erst im jungen Erwachsenenalter

vollständig gereift. Kinder

sind schneller wütend, weil die Amygdala

sehr früh aktiv ist, der präfrontale Cortex

hingegen noch unreif ist. Plus: Kinder können

ihre Gefühle sprachlich noch nicht so

gut ausdrücken und die Frustrationstoleranz

wächst erst mit der Zeit.

WIE KÖNNEN ELTERN IHRE KINDER

BEI DER WUTREGULATION UNTER-

STÜTZEN?

In den ersten sechs Lebensjahren handeln

Kinder oft unbedacht, da ihr Denkhirn

noch nicht so gut „bremsen“ kann, sie ihre

Gefühle noch nicht gut kontrollieren und

sprachlich ausdrücken können. Erwachsene

können Kinder in diesen Situationen

unterstützen, indem sie:

• Gefühle benennen: „Du bist wütend,

weil …“

• verlässliche Routinen (Schlaf, Essen,

Übergänge) und damit Orientierung

schaffen

• nicht zu viele Anforderungen auf einmal

stellen, das überfordert das frühkindliche

Gehirn

14

WIEN


BERATUNG

Beratung tut gut

An insgesamt sechs barrierefreien Standorten bieten die Wiener

Kinderfreunde aktiv kostenfrei und auf Wunsch anonym Beratung in

allen Lebenslagen an: etwa bei Problemen in der Schule, Krisen durch

Verlust oder Scheidung, Belastungen durch Krankheit, bei Fragen zu

rechtlichen Themen oder zum Umgang mit den sozialen Medien und

vielem mehr. Mehr Infos finden Sie unter

kinderfreunde.at/familienberatung

1100 Wien, Maria-Rekker-Gasse 3–5

im Kindergarten der Wiener Kinderfreunde (WKF)

Tel.: +43 1/40125-51001 oder +43 664 88455329

Beratungszeit: Dienstag jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr

1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 34/1/R06

Tel.: +43 1/40125-511010

Beratungszeit: Dienstag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr

1140 Wien, Käthe-Dorsch-Gasse 17/Stiege 1

mit Rechtsberatung

Tel.: +43 1/40125-51401 oder +43 664 88461586

Beratungszeit: Mittwoch jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr

1160 Wien, Neulerchenfelder Str. 83

im Treffpunkt der WKF mit Rechtsberatung

Tel.: +43 1/40125-51601 oder +43 664 88455332

Beratungszeit: Montag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr

1210 Wien, Dattlergasse 8, bei Stiege 11

im Kindergarten der WKF

Tel.: +43 1/40125-52101 oder +43 664 8304540

Beratungszeit: Dienstag jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr

1220 Wien, Wulzendorfstraße 87

im Kindergarten der WKF mit Rechtsberatung

Tel.: +43 1/40125-52201 oder +43 678 6705468

Beratungszeit: Mittwoch

jeweils von 17.00 bis 19.00 Uhr

• mit Kindern auch über Gefühle sprechen;

Mit wachsendem Wortschatz kann

das Kind Gefühle zunehmend besser

beschreiben.

• Vorbildwirkung zeigen: Kinder beobachten,

wie Erwachsene mit Wut umgehen.

• Strategien erarbeiten: Wie gelingt es,

die akute Wut zu stoppen, damit der

Kopf wieder klarer wird (z. B. fünf tiefe

Atemzüge nehmen, die Hände wiederholt

ballen, langsam bis 10 zählen und

wieder zurück).

Im Alter von sechs bis zwölf Jahren werden

viele Fähigkeiten stabiler. Die Kinder können

sich länger konzentrieren, besser planen, Gefühle

etwas besser einordnen und benennen,

Aufgaben strukturierter meistern. Trotzdem

kommt es auch in diesem Alter schnell zu

Überwältigung, z. B. durch Hausaufgaben,

Freundschaften oder Konflikte. Hier helfen:

• klare Strukturen und Routinen

• verständliche Grenzen

• gemeinsam strukturieren: Hausaufgaben

in kleine Schritte aufteilen, To-do-Listen

nutzen

• fixe Abläufe schaffen: z. B. „Nach der

Schule 30 Minuten Pause, dann Hausaufgaben“

• über Gefühle nachdenken und sprechen:

„Was hat dir geholfen, wieder ruhig zu

werden?“

• Konflikte begleiten statt lösen: „Was

wäre eine gute Idee?“

• Erwartungen realistisch halten: Grundschulkinder

können noch nicht so vorausschauend

handeln wie Jugendliche.

UND WENN ES KRACHT?

Wenn Kinder wütend sind, brauchen sie

keine Strafe. Sie brauchen Erwachsene, die

mit ihnen gemeinsam ihre starken Gefühle

aushalten, benennen und einordnen können.

Hilfreich ist:

• laut und klar „Stopp“ sagen

• Beruhigen Sie zuerst sich selbst – Ihr

Kind reguliert sich auch über Ihre Ruhe.

• kurze Sätze benutzen wie: „Ich bin da“;

Mehr versteht ein aufgewühltes Kind

nicht.

• beim Kind bleiben, auch wenn es sich

abwendet – Nähe signalisieren, aber

nicht aufdrängen

• Körperkontakt anbieten: tragen, kuscheln,

Hand halten – wenn das Kind

das möchte

• körperliche Sicherheit gewährleisten: das

Kind schützen, ohne es zu fixieren

• keine langen Erklärungen, solange das

Kind mitten im Gefühlssturm steckt

• NACH der Wut: gemeinsam Lösungen

finden

Mit der Zeit gelingt es dem Kind immer

besser, Wut zu erkennen, auszuhalten, zu

benennen und in angemessene Handlungen

umzuwandeln – eine zentrale Fähigkeit für

Konfliktfähigkeit und Selbstbewusstsein.

So lernen Kinder: Wut ist erlaubt, aber schadet

niemandem und vergeht wieder.

Sandra Geisler

Abteilungsleitung Erziehungsberatung

& Entwicklungsbegleitung

sowie Familienberatungsstellen

Foto: Philipp Tomsich

WIEN

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Wienliebe Festival

23. Mai bis 25. Mai

am Wiener Rathausplatz

Erlebe drei Tage unvergesslicher Momente – mit Musik, Genuss und Sport!

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BERATUNG

Foto: pvproductions - Magnific.com

Foto: Kerstin Flake

Univ.-Prof. in Dr. in Stefanie Höhl,

Leiterin des Arbeitsbereichs Entwicklungspsychologie

an der Fakultät für

Psychologie der Universität Wien

MUSIK BEREICHERT DIE

ENTWICKLUNG DES BABYS

In unserer Forschung wollten wir herausfinden,

was im Gehirn von Babys passiert,

wenn sie Musik hören. Dabei interessierte

uns besonders, wie Babys es wahrnehmen,

wenn ihre Mütter ihnen vorsingen. Wir luden

7 Monate alte Babys mit ihren Müttern

zu den Wiener Kinderstudien ein und baten

die Mütter, ihrem Kind je ein bekanntes

Schlaflied („Schlaf, Kindlein, schlaf“)

sowie ein Spiellied („Es tanzt ein Bi-Ba-

Butzemann“) vorzusingen. Währenddessen

beobachteten wir das Verhalten der Kleinen

und zeichneten ihre Gehirnaktivitäten

mit einem EEG auf. Wir fanden heraus,

dass die Babys dem Gesang ihrer Mütter

aufmerksam folgten. Der Gesang spiegelte

sich in ihren Gehirnaktivitäten wider! Dies

war vor allem beim Schlaflied der Fall, das

im Vergleich zum Spiellied langsamer und

mit besonders regelmäßigem Tempo und

in gleichmäßiger Tonhöhe gesungen wurde.

Dadurch fiel es den Babys vermutlich

leichter, dem Gesang zu folgen. Beim abwechslungsreicher

gesungenen „Bi-Ba-Butzemann“

schauten die Babys dagegen mehr

zu ihrer Mutter, was zeigt, dass das Spiellied

ihre Aufmerksamkeit stärker fesselte.

Zudem bewegten sie sich dabei mehr als

beim Schlaflied – sie tanzten mit!

MEIN KIND BESSER VERSTEHEN

UNSERE SERIE – TEIL 30

Warum Babys Musik lieben

Musik verbindet und bewegt Menschen

in allen Kulturen, und das schon von

klein auf. Wenn Musik erklingt, horchen

viele Babys auf und wippen oder klatschen

mit. Schon bei Föten im letzten

Schwangerschaftsdrittel wurde in Studien

mit Ultraschall beobachtet, dass

sie beginnen, sich zu bewegen, wenn

ihnen Musik vorgespielt wird.

Kein Wunder also, dass Eltern auf der

ganzen Welt musikalisch mit ihren Kindern

interagieren. Dabei verwenden sie oft

Schlaflieder, um ihr Kind zu beruhigen

oder um im Rahmen der Abendroutine

zu signalisieren, dass der Tag nun zu Ende

geht. Beliebt sind aber auch lebhafte musikalische

Interaktionen mit Spielliedern,

die Aufmerksamkeit wecken und zum gemeinsamen

Spiel animieren. Gerade wenn

Babys aufgeregt und gestresst sind, kann

es sogar sinnvoller sein, die Gefühlswogen

mit einem energiegeladenen Spiellied wieder

einzufangen als mit einem entspannten

Schlaflied, das gar nicht zur aktuellen

Gefühlslage passt. Studien zeigen, dass

Schlaflieder auf Mütter und Babys vor allem

dann beruhigend wirken, wenn sie

schon entspannt sind. Sind sie gestresst, reagieren

Babys dagegen mehr auf Spiellieder

und lassen sich eher durch diese ablenken

und wieder beruhigen.

Etwa ein Jahr nach der Studie baten wir

die Mütter, das Sprachvermögen ihrer nun

20 Monate alten Babys einzuschätzen. Jene

Kinder, die als Baby beim Spiellied besonders

aktiv „getanzt“ hatten und deren

Gehirnaktivitäten gerade dem schwierigeren

Spiellied gut folgen konnten, hatten

später einen größeren Wortschatz. Auch

bei älteren Kindern ist gut belegt, dass musikalische

Fähigkeiten mit der Sprachentwicklung

und den Lesefertigkeiten zusammenhängen.

Vermutlich wird das kindliche

Gehirn durch Musik darauf trainiert, auch

Rhythmen in der Sprache besonders präzise

wahrzunehmen. Das macht es ihnen

leichter, sprechen und später auch lesen zu

lernen. Musik ist also schon für die Kleinsten

eine Bereicherung. Wissenschaftliche

Beweise für den sogenannten „Mozart-Effekt“,

wonach vor allem klassische Musik

das frühe Lernen fördert, gibt es aber

nicht. Einflüsse des Musikhörens auf die

Intelligenz und sprachlichen Fähigkeiten

von Kindern sind nicht auf klassische Musik

beschränkt. Werdende Eltern müssen

ihren Musikgeschmack also keineswegs

überdenken. Ob Klassik, Kinderlieder oder

Hip-Hop: Musik wirkt generell anregend!

Forschung zum Mitmachen!

Die Wiener Kinderstudien laden Familien mit

Kindern herzlich ein, sich auf der Website zu

informieren oder unverbindlich zu melden:

Tel.: 01/4277-47480

Web: www.kinderstudien.at

E-Mail: kinderstudien@univie.ac.at

WIEN

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Die Zukunft

wird mega.

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eröffnen und 40 € Willkommensgutschein sichern.

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Gutscheinaktion gültig von 27.04.2026 bis 30.11.2026 bei erstmaliger Eröffnung eines MegaCard-Jugendkontos. Nähere Informationen zu den Gutscheinen

auf megacard.at. Diese Marketingmitteilung wurde von der UniCredit Bank Austria AG, Rothschildplatz 1, 1020 Wien, erstellt. Irrtum und Druckfehler vorbehalten.

Stand: April 2026


FREIZEIT

EFJUCA-Obfrau Sylvia Gauster-Fuchsberger

(links) bei der Übergabe der Jungen Box

Aspern an WKF aktiv-Bezirkskoordinatorin

Theresa Kranzler (rechts) gemeinsam mit den

Parkbetreuerinnen Gloria (2. v. li) und Julia

(2. v. re.). Im Kinder- und Jugendtreff Bassena

Stuwerviertel (2., Wolfgang-Schmälzl-Gasse

12/2) ist von Montag bis Freitag von 15:00 bis

18:30 Uhr immer etwas los.

Die Wiener Kinderfreunde aktiv

wachsen weiter

In der Leopoldstadt, in Meidling und in

der Donaustadt haben einige Vereine

ihre Angebote in die Hände von Wiener

Kinderfreunde aktiv gelegt. Für die

Kinder und Jugendlichen bedeutet das:

Alles, was ihnen gefällt und wichtig ist,

bleibt bestehen – und gleichzeitig entstehen

neue Möglichkeiten.

In der Leopoldstadt wurden seit

vielen Jahren beliebte Standorte

von den Vereinen Kinderfreunde

Leopoldstadt und Bassena Stuwerviertel

betreut. Bei den Kinderfreunden

bleiben die Parkbetreuungen, das Fair-

Play-Team, das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum

friends, der Clubraum Hillerstraße

und der Kinder- und Jugendtreff

Bassena mit unveränderten Teams. Kreative

Freizeitangebote wie Spielen, Basteln,

Bewegen, Mitbestimmen, neue Freund:innen

kennenlernen und Abenteuer erleben,

all das geht wie gewohnt weiter.

Die Parkbetreuung findet an folgenden

Orten statt: im Manès-Sperber-Park, im

Odeonpark, in der Venediger Au (inkl.

Mädchen*-/tin*-Freiraum), in der Wohnhausanlage

Handelskai 214, im Mexikopark

und im Fritzi-Massary-Park.

Das Fair-Play-Team ist auch weiterhin

Ansprechpartner für Anliegen und Bedürfnisse

im öffentlichen Raum Leopoldstadt

und leistet wichtige Arbeit in den

Grätzln. Durch die Bündelung

aller Angebote unter einem gemeinsamen

Träger entsteht eine

gut vernetzte Offene Kinder- und

Jugendarbeit (OKJA) im Bezirk.

Die Teams können ihr Wissen nun besser

teilen, Fortbildungen und Projekte gemeinsam

planen und auch bestehende Angebote

lassen sich unter der gemeinsamen

Leitung noch einfacher koordinieren. Koordiniert

wird die OKJA im Bezirk nun

von Gerd Andrä, für das Fair-Play-Team ist

Lynn Claude ab sofort die Ansprechperson.

NEU IN MEIDLING

UND DER DONAUSTADT

Auch im 12. und im 22. Bezirk sind seit

Anfang des Jahres zwei ehemalige Vereine

Teil der Kinderfreunde-Gemeinschaft: In

Meidling übernehmen die Kinderfreunde

die Kinder- und Jugendbetreuung des Vereins

VZA (Verein Zentrum Aichholzgasse),

der vierzig Jahre lang im Bezirk großartige

Arbeit geleistet hat. In Zukunft wird die

Betreuung in den Kinderfreunde-Lokalen

Krichbaumgasse 14 (Jugend) und 38 (Kinder)

stattfinden. Wir freuen uns, neben der

Parkbetreuung hier nun auch für Jugendliche

Angebote zu setzen.

In der Donaustadt hat der Verein EFJUCA

die „Junge Box Aspern“ am Heldenplatz in

Aspern in unsere Hände übergeben. Kinder

und Jugendliche dürfen sich also weiterhin

auf Freizeit-Orte freuen, an denen

sie willkommen sind, wachsen dürfen und

mitbestimmen können. Wir danken allen

Vereinen für ihr jahrelanges Engagement

für junge Menschen in Wien!

Alle Infos zu den Angeboten unter:

wien.kinderfreunde.at/parkbetreuung

Carola Edinger

WIEN

19


FREIZEIT

Ein unvergesslicher

Ferienspaß

Jeweils 14 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren können im

August in den zwei Sommercamps unserer freizeitpädagogischen Betreuung

für Kinder mit Behinderungen einen unvergesslichen Ferienaufenthalt erleben.

Von Wien aus geht es mit dem Reisebus in die Steiermark, zum JUFA Gästehaus

Leibnitz. Auf dem Programm stehen u. a. spannende Workshops, lustige

Spiele, Minigolf und Schwimmen. Nach Abschluss des Camps erhalten alle

Familien ein Camp-Tagebuch mit den Erlebnissen vor Ort: für Einblick in und

Erinnerungen an die gemeinsame Zeit.

TERMINE:

SOMMERCAMP 1: 21.–28.08.2026

SOMMERCAMP 2: 30.08.–04.09.2026

Alle Infos gibt’s auch hier:

Kinderfreunde.at/barrierefrei

Die Anmeldung ist nur

schriftlich möglich.

Detailinformation über Ablauf, Termine

und Anmeldemodalitäten erhalten

Sie von Sabine Raab, Leiterin Freizeitpädagogik barrierefrei,

Betreuung für Kinder & Jugendliche mit Behinderungen:

01/40125-20100 | sabine.raab@wien.kinderfreunde.at

UNSER WINTERCAMP 2026:

LAGERFEUER UND LEBENSFREUDE

Viel Schnee und strahlender Sonnenschein prägten das Wintercamp

2026 in Klaffer am Hochficht/OÖ, an dem zwölf Kinder und Jugendliche

sowie acht Betreuungspersonen teilnahmen. Neben der inzwischen

traditionellen Faschingsparty, dem Lagerfeuer mit Schokobananen

und Gitarrenmusik waren Ausflüge ins Museum Villa Sinnenreich und

ins Schwimmbad Passau echte Highlights. Untergebracht war die

Gruppe erneut im MühlFunViertel (Kinderfreunde-Haus). Mit dabei

war auch Viktoria Häck von der Abteilung Freizeitpädagogik barrierefrei,

Projektleitung Summer City Camps/unterjährige Ferien: „Ich

durfte zum ersten Mal Campluft schnuppern. Die Atmosphäre, geprägt

durch Zusammenhalt, Lebensfreude und viel gemeinsames Lachen,

war für mich ein einzigartiges Erlebnis. Das Camp hat mir einmal mehr

gezeigt, wie wertvoll solche gemeinsamen Erlebnisse für Kinder und

Jugendliche, aber auch für die erwachsenen Personen sind.“

Foto: Philipp Tomsich

20

WIEN


FREIZEIT

Sevi und Robi

im Sommer

Für alle, die im Sommer gerne unabhängig vom Wetter und in wohltemperierter

Umgebung spielen möchten, ist der Indoorspielplatz

Seversaal der Wiener Kinderfreunde aktiv in Ottakring genau das

Richtige! Sicherheit, Sauberkeit und eine herzliche Atmosphäre stehen

im Sevi bei jeder Menge Spielmöglichkeiten an erster Stelle.

Achtung, Sommeröffnungszeiten: Ab dem 4. Juli hat der Sevi

von Dienstag bis Freitag geöffnet. Von 15. August bis einschließlich

7. September bleibt er geschlossen.

Ab dem 8. September ist der Sevi wieder dienstags bis sonntags

(ausgenommen Feiertage) geöffnet!

Illustration: Katharina Bauer

GEWINNSPIEL:

WIR VERLOSEN 3 FAMILIEN-

EINTRITTSKARTEN FÜR DAS

HAUS DES MEERES

Wer kennt es nicht, das abenteuerliche Haus

des Meeres mitten im 6. Wiener Gemeindebezirk

am Fritz-Grünbaum-Platz 1? Wir dürfen

3 Eintritte für Familien (jeweils Tickets für

2 Erwachsene und 2 Kinder) verlosen. Viele

Menschen in der Stadt kennen das Haus des

Meeres auch schon von innen, vielleicht waren

aber einige unserer Leser:innen noch nie

dort, um Meeresschildkröten, Hammerhaie

oder Rochen zu bewundern und auch das angeschlossene

Tropenhaus und die Terrarienabteilung

zu besuchen. Auf die Gewinner:innen

wartet ein unvergesslicher Besuch!

TEILNAHMESCHEIN:

HAUS DES MEERES

Sommer ist am Kinderfreunde-Robinsonspielplatz

Hochsaison. Auch heuer gibt es von Montag

bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr jede Menge

Programm mit verschiedenen Schwerpunkten

wie Bewegung und Sport, Kreativwoche, Kochen,

Werklwoche, Survival-Skills oder „Generationen

spielen und bauen gemeinsam“. Jeden Montag und

Dienstag könnt ihr Sticker für das WIENXTRA-Ferienspiel

sammeln. Näheres dazu unter wienxtra.at/

kinderaktiv

Wenn ihr als Gruppe (ab 8 Personen) kommen

möchtet, müsst ihr euch bitte anmelden unter

0664/88461756 oder robinson@wien.kinderfreunde.at

Auch das Bezirksferienspiel findet 2026 wieder am

Robi statt: Am 15. Juli heißt es Kochen mit der Natur,

am 26. August geht es um Survival-Skills vom Feuermachen

bis zur Orientierung, und am 3. September

steht generationenübergreifendes Spielen und

Werkeln im Mittelpunkt.

Und am 18. September feiert der Robi von

14.00 bis 18.00 Uhr seinen 60. Geburtstag!

Unbedingt vormerken, denn ihr seid

alle eingeladen! Mehr Infos dazu gibt es in

der nächsten Kinder und Eltern!

Foto: Philipp Tomsich

Name d. Kindes: _________________

Alter d. Kindes:__________________

Straße:_______________________

Postleitzahl:____________________

Ort: _________________________

Tel./E-Mail: ____________________

Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke

von den Österreichischen Kinderfreunden

– Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere

Infos unter kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien.

Ich bin damit einverstanden,

dass die Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien

meine Daten für eine eventuelle Zusendung des

Gewinns verwenden.

Teilnahmeschein ausfüllen und an die Wiener Kinderfreunde,

„Redaktion Kinder und Eltern“, Albertgasse

23, 1080 Wien senden. Kennwort „Haus des

Meeres”; Teilnahme auch per E-Mail: redaktion@

wien.kinderfreunde.at möglich. Einsendeschluss

ist der 26. Juni 2026. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine Barablöse des Gewinns ist nicht

möglich. Die Gewinner:innen werden schriftlich

verständigt.

WIEN

21


Foto: Gert Perauer

Wir wollen

die Rosen dazu!

In Steinbrunn im Burgenland findet

vom 23. bis 25. Mai 2026 das Landespfingstlager

der Roten Falken mit dem

Motto „Wir wollen die Rosen dazu!“

statt. Worum es dabei geht, haben wir

mit Hannah Müllner vom Landessekretariat

Rote Falken Wien besprochen.

Was steckt hinter „Wir wollen die Rosen

dazu!“?

Das ist eine Textpassage aus dem Lied „Brot

und Rosen“, das 1912 durch einen Streik von

Textilarbeiterinnen bekannt wurde. Im Lied

gibt es auch die Zeile „Her mit dem ganzen

Leben!“, weil sich der Streik gegen Hungerlöhne

und Kinderarbeit richtete – und

grundsätzlich Gleichberechtigung forderte.

Mit dem Motto wollen wir zeigen, dass diese

noch immer nicht besteht und der Kampf

weitergehen muss. Dass Reiche immer reicher

werden, dass Frauen noch immer nicht

die gleichen Chancen haben, Carearbeit an

ihnen hängen bleibt und sie am meisten von

Gewalt betroffen sind, können und wollen

wir nicht länger hinnehmen. Wir wollen

unsere Mädchen in ihrem Tun und Sein aktiv

stärken und unsere Jungs über ihre Privilegien

aufklären.

Was passiert dazu beim Pfingstlager?

Heuer machen wir unser Landespfingstlager

gemeinsam mit den Kinderfreunden

Burgenland. Grundsätzlich wird viel Fokus

auf Empowerment und Aufklärung gelegt.

Es wird mehrere Workshops geben, u. a. zu

Geschlechterrollen und Queerfeminismus,

kritischen Männlichkeiten, feministischen

Perspektiven auf Krieg; im Liederworkshop

werden wir etwa auch Texte kritisch

betrachten und umschreiben.

Welche weiteren Aktionen gab und gibt es

2026 zu eurer Empowerment-Kampagne?

Zum Start haben wir für unsere Bezirksgruppen

ein Gruppenstundenpaket zusammengestellt.

Darin ist ein feministisches

Gruppenstundenkonzept zu finden, das

über zehn unterschiedliche Methoden beinhaltet,

die für Gruppenstunden geeignet

sind (rotefalken.at/wien/kampagnen/

wir-wollen-die-rosen-dazu/materialien).

Zudem gibt es Kampagnen-Merchandise,

u. a. die „alerta feminista“-Kappe (rotefalken.at/wien/merch).

Es gab bereits einen gemeinsamen feministischen

Filmabend, bei dem wir „Barbie“

angeschaut haben; außerdem ein feministisches

Tagesseminar mit zwei Workshops:

Zu Frauenfeindlichkeit war es „Digitale

Zivilcourage: Feministisch kontern statt

scrollen“, bei dem misogyne Internetvideos,

Reels und Social-Media-Content

analysiert wurden. Untersucht haben wir

typische Narrative der antifeministischen

Mythen, ihre emotionale Wirkung und die

Rolle des Algorithmus bei der Verbreitung.

Der andere Workshop „Jin, Jiyan, Azadî!“

hatte den Fokus auf die gesellschaftliche

und politische Entwicklung in Rojava, der

autonomen Selbstverwaltung in Nord- und

Hannah Müllner

Landessekretariat Rote Falken Wien

Ostsyrien. Im Fokus stand die Rolle der

Frauen in der Revolution und die Idee eines

feministischen Befreiungskampfes.

Wir planen noch einen feministischen

Stadtspaziergang, einen Reflexionsraum

für unsere Betreuer:innen sowie einen

„Gossip-Tisch“, wo sich FLINTA*-Betreuer:innen

in einem Wiener Beisl treffen

und gemeinsam politisieren. Mehr Infos

zur Kampagne gibt es hier: rotefalken.at/

wien/kampagnen/wir-wollen-die-rosendazu

Zum Sommercamp in Döbriach laden die

Roten Falken in diesem Jahr vom 18. Juli

bis zum 1. August ein. Mehr Infos dazu

sind demnächst zu finden: rotefalken.at/

mach-mit/veranstaltungen-2

Das Gespräch führte Michael Elsner.

* FLINTA steht für Frauen, Lesben, Inter-

Menschen, nichtbinäre Menschen, Transmenschen

und Agender-Menschen.

Foto: Philipp Tomsich

22

WIEN


FREIZEIT

Eiskalte Hilfe

einfach selbst gemacht

Fotos: Philipp Tomsich

Beim Toben ist es schnell passiert: Eine kleine Prellung oder

Verstauchung ist kein Weltuntergang, aber schmerzt doch

sehr. Zur Linderung hilft am besten Kühlen, wie auch bei allzu

großer Sommerhitze. Wir zeigen, wie man eine Gelkompresse

aus dem Gefrierfach ganz einfach selbst bastelt – und das sogar

in der Lieblingsfarbe.

DAS WIRD GEBRAUCHT:

• 1 kleiner Kochtopf und eine Herdplatte

• 160 ml kaltes Wasser

• 55 g Salz

• 25 g Speisestärke

• Lebensmittelfarbe

• 1 Schneebesen

• 2 kleine (ca. 10 × 15 cm) oder

1 größerer Plastikbeutel mit Druckverschluss

(Zipper-Sackerl)

• 1 Löffel & 1 Schüssel

Die Menge reicht für zwei kleine

oder ein größeres Kühlpad.

SO WIRD’S GEMACHT:

1. Gib Wasser, Salz und Speisestärke

in den Kochtopf und verrühre die

Mischung.

2. Erhitze die Mischung unter ständigem

Rühren vorsichtig, bis sich

ein Gel bildet. (Lass dir dabei von

einem:einer Erwachsenen helfen!)

3. Gib einige Spritzer Lebensmittelfarbe

dazu – je mehr, desto intensiver

die Farbe.

4. Lass das Gel etwas abkühlen und

fülle es dann mit einem Löffel in den

Plastikbeutel.

5. Tipp: Stell den Beutel in eine kleine

Schüssel, dann geht’s einfacher.

6. Drücke die Luft aus dem Beutel und

verschließe ihn gut mit dem Druckverschluss.

Schon ist die Gelkompresse fertig

und kann ins Gefrierfach!

Aufgepasst: Das Kühlpad frisch aus

dem Gefrierfach ist zunächst sehr kalt;

also nicht auf nackter Haut verwenden

und z. B. Geschirrtuch darum wickeln.

Viel Spaß beim gemeinsamen Ausprobieren

wünschen euch Emil, Michael und Philipp!

WIEN

23


Unsere Lieblingsbücher

für den Sommer

Illustration: Katharina Bauer

Coco freut sich auf die Sommerferien im neuen

Haus, in das sie mit ihrer Familie gezogen ist. Doch

mit dem neuen Zuhause gibt es natürlich auch neue

Nachbarn, wie Maik, der etwas jünger als Coco ist

und mit schweren Stimmungsschwankungen kämpft.

Maiks Alltag scheint so ganz anders als der von Coco.

Sie hat es mit ihrer lustigen Patchwork-Familie gut

getroffen, Maik hingegen wird von seinen Eltern

kaum unterstützt. In diesem packenden Buch werden

bewegende Themen behandelt, die gerade in der

Pubertät so wichtig sind.

Armin Kastner: … und dazwischen Coco

Verlag Jungbrunnen 2026, ISBN: 978-3-7026-6029-1,

€ 18,00, ab 9 Jahren

Warum nennt die Oma ihren

Enkel auf einmal John, obwohl

der gar nicht so heißt?

Auch ihr Vertrauen in die

Bank ist plötzlich dahin. Sie

hebt alles ab und ihr Enkel

übernimmt Verantwortung

für das viele Geld, das Oma

nun bei sich zu Hause hat.

Zum Glück kommt schließlich

der Arzt vorbei und kann

Oma helfen. Ihr Gedächtnis

ist zurück. Ulf Nilsson erzählt auf behutsame Weise

von Krankheit in der Familie und die dadurch entstehende

Überforderung von Kindern. Nilsson setzt

sich in diesem wichtigen Buch für Erstleser:innen

dafür ein, mit Kindern über Erkrankungen altersgerecht

zu sprechen, damit es nicht zur Überforderung

kommt.

Ulf Nilsson: Als die Oma seltsam wurde

Moritz Verlag 2026, ISBN: 978-3-89565-501-2

€ 13,00, ab 8 Jahren

Jetzt ist es also passiert: Der Räuber

Hotzenplotz ist aus dem Spritzenhaus ausgebrochen

und hat die Großmutter entführt!

Kasperl, Seppel und Wachtmeister

Dimpfelmoser werden, wie wir aus diesem

Kinderbuchklassiker wissen, alles daran

setzen, sie mit List aus den Fängen des

Räubers zu befreien. Für die Reihe „Kleine

Lesehelden“ des Thienemann Verlags

wurde die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz

vereinfacht, etwas gekürzt und mit

vielen Rätseln zum spielerischen Lernen

für kleine Leseheld:innen aus der 2. und

3. Schulstufe ergänzt. Die zahlreichen lustigen Illustrationen

stammen von Thorsten Saleina.

Otfried Preußler, Thorsten Saleina: Neues vom Räuber Hotzenplotz

Reihe Kleine Lesehelden, Thienemann Verlag 2026, ISBN: 978-

3-522-18674-2, € 11,00

Österreichische Post AG, MZ 02Z032251 M Verlagspostamt 1080 Wien, Erscheinungsort Wien

Impressum:

Verleger und Herausgeber: Österreichische Kinderfreunde, Landesorganisation Wien,

Albertgasse 23, 1080 Wien, Tel.: 01/401 25, ZVR: 493711481. Geschäftsführung: Alexandra

Fischer, Daniel Bohmann, Chefredaktion: Michaela Müller-Wenzel, CvD: Evelyn

Steinthaler, Anzeigen: Marion Pregesbauer, Redaktion: Michael Elsner, Fotoredaktion

und Familienzeit: Philipp Tomsich, Layout und Satz: Ronny Günl; Fotos (sofern nicht

anders angegeben): Wiener Kinderfreunde. Druck: Gutenberg-Werbering GmbH, Anastasius-Grün-Straße

6, 4021 Linz.

Erscheinungsdatum: Mai 2026

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