Wir Steirer - Hart bei Graz
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Wir Steirer
Zugestellt durch Österreichische Post
KONKRET · KRITISCH · FREIHEITLICH
Impressum: F.d.I.v.: FPÖ Landesgruppe Steiermark, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 58, 8010 Graz
Email: graz-umgebung@fpoe-stmk.at, Tel.: +43 (0)316/7072-45,
Bezirksparteiobmann Mag. Stefan Hermann, MBL, Politische Information
AUSGABE MÄRZ 2026
HART BEI
GRAZ
WIR
STEIRER
Neue Aufstellung der FPÖ Hart
bei Graz
Leodolter. Als Rechnungsprüfer wurden Selina Pöschl
BA und Nicolas Gabriel Waltl BA BA bestellt.
Zusätzlich übernimmt GR Wolfgang Gaudy die
Funktion des Agrarreferenten, während GR Kathrin
Schwarz BEd MEd als Referentin für Kommunikation
& Social Media tätig sein wird.
Wir möchten uns herzlich bei all jenen bedanken,
die diese nun neu besetzten Funktionen bisher
innehatten. Ohne Euren Einsatz und Euer Engagement
wären die Erfolge der vergangenen Jahre und
die heutige Situation nicht möglich gewesen.
Das Jahr 2026 begann für uns bereits spannend,
denn wir haben uns neu aufgestellt und eine neue
Struktur festgelegt.
In Anwesenheit von Bundesrat Peter Samt und
Landtagsabgeordnetem Robert Mörth fand am
19.02.2026 in Hart bei Graz im Don Camillo ein Parteitag
statt, bei dem GR Mathias Rupp erneut zum
Obmann gewählt wurde. Unterstützt wird er künftig
von GR Kathrin Schwarz BEd MEd als Obmann-Stellvertreterin,
GR Wolfgang Gaudy als Kassier sowie
Christian Fasching als Kassier-Stellvertreter. Die
Funktion der Schriftführerin übernimmt Manuela
Ein besonderes Dankeschön gilt Michael Moser,
der uns im vergangenen Jahr während des Wahlkampfes
tatkräftig unterstützt und später in seiner
Funktion als Gemeinderat unsere FPÖ Hart bei Graz
hervorragend repräsentiert hat.
Im Dezember 2025 erfolgte schließlich der Wechsel:
Michael Moser legte sein Mandat als Gemeinderat
zurück, wodurch Obmann Mathias Rupp nachrückte.
In diesem Sinne: Danke, Michael, für deinen Einsatz
und deine Motivation. Wir wünschen Dir für die Zukunft
alles Gute!
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Interview mit Kraftpfad Training
– Inhaber Andreas Weitenthaler
Was ist Kraftpfad Training und
wo seid Ihr ansässig?
Kraftpfad Training ist ein Konzept, um Kinder und
Erwachsene stark zu machen, und zwar nicht nur
muskulär, sondern auch geistig. Dass Kinder Resilienzen
aufbauen, lernen mit Stress umzugehen und
ganz viel selbstbewusstes Auftreten und Selbstsicherheit
bekommen, liegt uns am Herzen. Unser
nächster Standort ist in Fernitz bei Graz und einen
weiteren Standort haben wir im Bezirk Voitsberg,
wo wir auch andere Trainings anbieten.
Wie sieht Euer Programm bzw.
Angebot aus?
Unser Angebot beginnt bei Kindern ab drei Jahren,
wobei das Training da schon sehr spielerisch aber
trotzdem werteorientiert ist. Den Kindern werden
also Werte beigebracht, wie etwa der Umgang miteinander,
der Umgang mit Fremden, respektvoll und
höflich zu sein, Disziplin zu haben und immer an
etwas dranzubleiben.
Also warum soll ich mein Bestes geben, warum ist
das wichtig, wie mache ich das. All das wird in Theorie
und Praxis mit den Kindern dann geübt, gelernt
und ab dem Schulalter kommen sie dann in die höheren
Gruppen, wo dann jene Inhalte intensiviert
werden.
Außerdem gewinnen die ganzen Kampfkunsttechniken,
die wir lernen, immer mehr an Funktion, sodass
die Kinder auch wirklich wissen, wie kann ich mich
schützen, wie kann ich mich verteidigen, wie kann
ich Angriffe abwehren, wenn es verbal nicht mehr
möglich ist, der Situation zu entkommen. Schließlich
geht es dann so weit, dass die Jugendlichen
bzw. später auch die Erwachsenen wirklich Selbstverteidigung
erlernen bzw. alles, was man braucht,
damit man sich schützen kann, wenn man auf der
Straße angegriffen wird, oder auch in der Schule, an
der Bushaltestelle, etc. Ich lerne also die Art, wie
ich mich in gewissen Situationen zu verhalten habe,
was ich tun kann, um Sicherheit für mich oder auch
für meine Familie gewährleisten und herzustellen
zu können. Weiters haben wir für die Erwachsenen
neben den Selbstverteidigungskursen auch
noch Fitnessboxkurse, in denen es darum geht,
Spaß an Fitness und Bewegung zu haben und somit
seinen ganzen Körper jung und dynamisch zu halten.
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Und wer sind die Zielgruppen bzw.
wer kann bei Euch alles trainieren?
Unsere Zielgruppe umfasst alle ab drei Jahren.
Nach oben hin gibt es keine Grenze, vor allem in
den Fitnessboxkursen haben wir auch betagtere
Leute.
Ebenfalls sind Kinder, die eher sehr schüchtern
sind, bei uns ausgezeichnet aufgehoben, weil sie
lernen damit umzugehen, aus sich rauszukommen,
Stopp zu sagen, etc. Außerdem lernen Kinder, die
sehr aufgedreht sind oder viel Energie haben, diese
Energie abzubauen, zu bündeln und dann wieder
Ruhe zu finden, also sprich Konzentrationszeiten
zu verlängern und zu erhöhen.
Und Kinder, die sehr gut zum Beispiel in Führungspositionen
sind oder einfach schon besser mit
anderen Kindern umgehen können, kriegen dann
auch im Training Aufgaben, im Zuge derer sie anderen
Kindern Übungen zeigen können.
Man kann also sagen, unser System hilft wirklich
allen Kindern und ist ebenso für Erwachsene und
Jugendliche optimal geeignet. Es ist nämlich jeder,
der auf sich und seinen Körper aufpassen will, egal
ob aus Selbstschutz- oder Fitnessgründen, bei uns
am richtigen Ort.
Welchen Mehrwert hat Kraftpfad Training
für Graz-Umgebung und warum sollte
man zu Euch trainieren kommen?
Den großen Mehrwert, den wir der Gesellschaft geben,
ist die Tatsache, dass heute in der Gesellschaft
kaum noch auffindbare Werte, wie Höflichkeit, Mut,
Achtsamkeit, Teamgeist und ein respektvoller Umgang
miteinander, bei uns tagtäglich gelebt und
weitergegeben werden. Dadurch entsteht bei uns
eine Gemeinschaft, die einfach Spaß macht. Wir
gehen mit allen, egal, ob sie zur Gemeinschaft dazugehören
oder nicht, respektvoll um und sind zu
allen höflich.
Die Kinder lernen, wann sie hilfsbereit sein müssen,
und die Erwachsenen bekommen einfach ein
anderes Gefühl, sodass sie einschätzen können,
wann eine Situation nun vielleicht schlimm wirkt,
aber eigentlich gar nicht so gefährlich ist. Sie lernen,
wann man auf jemanden zugehen kann, wann
es nötig ist, besonders auf sich selbst aufzupassen
und Schutz zu suchen. All das ergibt ein positiveres
und freundlicheres Umfeld für uns alle, was dazu
beiträgt, dass wir uns insgesamt wohler fühlen. Abgesehen
davon führt all das ebenfalls dazu, dass
wir fitter und gesünder werden sowie mehr Lebensfreude
haben, weswegen unser Training somit
definitiv für jedermann wichtig wäre.
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WHO-Pandemievertrag:
Schutzinstrument oder
Souveränitätsrisiko?
Seit mehreren Jahren verhandeln
die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation,
kurz WHO,
über einen sogenannten Pandemievertrag,
offiziell allerdings als
Pandemieabkommen gehandelt.
Ziel ist es, aus den Erfahrungen
der COVID-19-Krise Lehren zu ziehen
und die internationale Zusammenarbeit
bei zukünftigen
Gesundheitskrisen zu verbessern.
Doch während Befürworter darin
einen wichtigen Schritt zu mehr
globaler Sicherheit sehen, wächst
in vielen Ländern, so auch in Österreich,
die Skepsis. Der geplante
Vertrag soll internationale Regeln
für den Umgang mit zukünftigen
Pandemien festlegen. Dabei geht
es unter anderem um Frühwarnsysteme
und Datenaustausch
zwischen Staaten, verpflichtende
Melde- und Informationsstrukturen,
eine gerechte Verteilung von
Impfstoffen und Medikamenten,
eine stärkere Koordination von
Maßnahmen im Pandemiefall und
um den Ausbau von Produktionskapazitäten
für medizinische Güter.
Das Ziel besteht darin, dass
die WHO in Krisenzeiten eine koordinierende
Rolle übernehmen
und Empfehlungen aussprechen
soll und somit nationale Alleingänge
vermieden werden.
betrifft beispielsweise die Frage
der staatlichen Selbstbestimmung
in der Gesundheitspolitik, die traditionell
Aufgabe der Nationalstaaten
ist.
Kritiker befürchten aber, dass
durch internationale Verpflichtungen
Handlungsspielräume
eingeschränkt werden könnten,
denn auch wenn offiziell betont
wird, dass die WHO keine direkte
Gesetzgebungskompetenz besitzt
und gemäß Artikel 22 des Übereinkommens
ebenfalls weder
WHO-Sekretär noch WHO-Generaldirektor
befugt sind, in nationale
Souveränität einzugreifen,
könnten internationale Verpflichtungen
dennoch politischen Druck
erzeugen, bestimmte Maßnahmen
umzusetzen. Für ein neutrales,
souveränes Land wie Österreich
stellt sich daher die Frage, ob über
derartige zentrale gesundheitspolitische
Maßnahmen künftig indirekt
auf internationaler Ebene
wirklich mitentschieden werden
soll. Ein weiterer Aspekt, der zum
Zweifeln anregt, ist der Mangel an
Transparenz, da die Entscheidungen
nicht direkt von gewählten
nationalen Parlamenten, sondern
von Delegationen und Experten
getroffen werden, die oft sehr weit
vom Bürger entfernt sind. Viele
Bürger haben in der COVID-19-Zeit
erlebt, wie stark Grundrechte eingeschränkt
werden können. Ein
Vertrag, der internationale Verpflichtungen
in diesem Bereich
festschreibt, wirft daher die Frage
auf, wie transparent einerseits die
Entscheidungsprozesse wirklich
sind und andererseits wie viel
das eigene nationale Parlament
dann noch zu sagen hat. Ebenfalls
fragwürdig ist aus der Perspektive
Österreichs der Aspekt
der finanziellen Verpflichtung. Es
ist logisch, dass der Aufbau globaler
Strukturen, Notfallfonds und
Produktionsnetzwerke Geld kostet.
Deswegen fragt man sich berechtigterweise,
wie hoch die Belastung
für unseren Staat deswegen
dann schlussendlich sein wird.
Weiters hat die Corona-Pandemie
gezeigt, dass Länder sehr unterschiedlich
betroffen sein können.
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Auf den ersten Blick scheint dies
zwar positiv zu klingen, allerdings
sollte man, bevor man sich ein
Urteil bildet, die Details näher betrachten.
Ein zentraler Kritikpunkt
HART BEI GRAZ
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Ein stark zentralisiertes internationales
Vorgehen könnte daher
dazu führen, dass Maßnahmen
vereinheitlicht werden, obwohl
nationale Unterschiede flexible
Lösungen erfordern, was auch den
Grund dafür darstellt, warum Österreich
die Möglichkeit behalten
sollte, situationsangepasst und
eigenverantwortlich zu handeln.
Am 16. April 2025 haben sich die
194 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) auf
den Text des Internationalen Pandemieübereinkommens
geeinigt.
Im Mai 2025 wurde dieser Text der
78. Weltgesundheitsversammlung
(WHA) vorgelegt und mittels Resolution
angenommen. Damit ist
ein mehrjähriger Verhandlungsprozess
vorläufig abgeschlossen,
wobei das Abkommen für Österreich
jedoch noch nicht rechtlich
bindend ist. Die Annahme durch
die Weltgesundheitsversammlung
begründet nämlich ausdrücklich
noch keine rechtlichen Verpflichtungen
für die Mitgliedstaaten.
Das Übereinkommen kann erst
dann zur Unterzeichnung aufgelegt
werden, wenn auch ein zentraler
Bestandteil fertig verhandelt
ist, nämlich das sogenannte
„Pathogen Access and Benefit
Sharing System“ (PABS). Dessen
Fertigstellung wird im Zuge der 79.
Weltgesundheitsversammlung im
Mai 2026 angestrebt. Darin wird
der Austausch von Krankheitserregern
sowie der gerechte Zugang
zu daraus entwickelten Impfstoffen
und Medikamenten geregelt.
Erst danach kann das eigentliche
Unterzeichnungs- und Ratifikationsverfahren
beginnen.
Gemäß Artikel 19 der WHO-Satzung
ist es nämlich so, dass ein von der
Weltgesundheitsversammlung
angenommenes Übereinkommen
für einen Mitgliedstaat nur dann
in Kraft trifft, wenn dieser das
innerstaatlich vorgesehene Annahmeverfahren
durchführt. Was
daher diesbezüglich relevant zu
wissen ist, ist die Tatsache, dass
das Pandemieübereinkommen
als völkerrechtlicher Vertrag einzustufen
ist und gemäß Artikel 50
B-VG der Abschluss eines Staatsvertrags
der Zustimmung des
Parlaments bedarf. Nach dieser
parlamentarischen Genehmigung
erfolgt dann die Ratifikation durch
den Bundespräsidenten.
Erst wenn das Abkommen international
(30 Tage nach Hinterlegung
der 60. Ratifikationsurkunde) in
Kraft getreten ist und Österreich
ratifiziert hat, entfaltet es für Österreich
rechtliche Wirkung. Ohne
Zustimmung des österreichischen
Parlaments wird es daher also
keine rechtsverbindlichen Verpflichtungen
für Österreich geben.
Obwohl das Pandemieübereinkommen
derzeit noch keine unmittelbare
Rechtswirkung entfaltet,
wird es in Österreich politisch
intensiv diskutiert.
Die Petition im Parlament „Keine
Zustimmung zum WHO-Pandemievertrag“,
überreicht von
unserer freiheitlichen Abgeordneten
Mag. Marie-Christine Giuliani-Sterrer
BA, die sich gegen das
WHO-Pandemieübereinkommen
richtet, zeigt, dass das Thema in
Teilen der Bevölkerung weiterhin
kritisch gesehen wird und eine
breite öffentliche Debatte über
internationale Gesundheitsabkommen
und nationale Souveränität
stattfindet. Und dies zurecht,
denn die österreichischen Bürger
verlangen nachvollziehbarer Weise
eine sorgfältige Prüfung.
Immerhin geht es hier um wichtige
Fragen von Gesundheit,
Grundrechten und staatlicher
Souveränität, die den Kern unserer
demokratischen Selbstbestimmung
darstellen, allerdings aber
nur von uns Freiheitlichen als so
relevant und schützenswert empfunden
werden.
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WIR
STEIRER
Landwirtschaftskammerwahl:
Lebt der Bauer, lebt das Land
ein weiterer Erfolg für die FPÖ und die Freiheitliche
Bauernschaft
Am 25.01.2026 fanden in der Steiermark die Landwirtschaftskammerwahlen
statt. Dabei wurden
sowohl die Bezirkskammern als auch die Landeskammer
neu gewählt.
Die Freiheitliche Bauernschaft konnte auf Landesebene
ein starkes Ergebnis erzielen und sich von
6,17 % auf beachtliche 14,11 % (+7,94 %) steigern.
Das bedeutet eine Erhöhung von zwei auf sechs
Mandate im Vergleich zur vorherigen Wahl. Auch
in der Bezirkskammer Graz-Umgebung wurde ein
deutliches Zeichen gesetzt: Hier verbesserte sich
die Freiheitliche Bauernschaft von 5,5 % auf 11,84
% (+6,34 %). Ein weiterer Erfolg für die FPÖ, der
zeigt, dass die geleistete Arbeit bei der Bevölkerung
ankommt und entsprechend unterstützt wird.
Auch in Hart bei Graz war einiges los: Zum einen
war die Wahlbeteiligung am 25.01.2026 so hoch wie
noch nie, zum anderen konnte sich die Freiheitliche
Bauernschaft in unserer Gemeinde laut Bericht
aus der Gemeinderatssitzung vom 05.02.2026
auf 6,8 % steigern.
Bei der letzten Wahl im Jahr 2021 lag das Ergebnis
noch bei 5,66 % (Quelle: MeinBezirk, Ausgabe vom
26.01.2021).
In diesem Sinne gratulieren wir Albert Royer und
Alexander Hofer herzlich zu diesem Ergebnis und
bedanken uns bei allen, die zur Wahl gegangen
sind und diesen Erfolg möglich gemacht haben.
LEBT DER
BAUER,
LEBT DAS
LAND.
AM 25.01.
ALEXANDER
HOFER
ALBERT ROYER
Impressum: Freiheitliche Bauernschaft Steiermark, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 58, 8010 Graz, Landesobmann: NAbg. Albert Royer
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Über 15 Millionen Euro im Streit:
Das Budget-Duell in Hart bei Graz
Die Diskussion um das Gemeindebudget in Hart
bei Graz ist zu einem politischen Schlagabtausch
geworden. Während die Opposition der aktuellen
Gemeindeführung finanzielle Belastungen vorwirft,
kontert diese mit dem Hinweis auf Versäumnisse
der Vergangenheit, insbesondere derer unter der
früheren Führung der Bürgerliste. Im Zentrum steht
die Frage: Wer trägt Verantwortung für die angespannte
Finanzlage?
Die aktuelle Koalition betont, dass viele der heutigen
Ausgaben auf Investitionen zurückgehen, die
bereits vor 2015 beschlossen oder vorbereitet wurden.
Dazu zählen Großprojekte wie Feuerwehr und
Volksschule, die gemeinsam ein Volumen von über
30 Millionen Euro umfassen. Diese Investitionen
seien notwendig gewesen, um Hart zu einem attraktiven
Standort für Familien und Betriebe zu entwickeln.
Gleichzeitig verweist man auf eine verbesserte
Einnahmensituation der vergangenen Jahre, die
Spielraum für die Finanzierung geschaffen habe.
Kritik übt die Gemeindeführung jedoch an der früheren
Politik einer sogenannten Nullinvestitionsstrategie,
denn aus ihrer Sicht wurden notwendige
Investitionen in Gebäude, Straßen und Infrastruktur
zu lange aufgeschoben, was heute deutlich höhere
Kosten verursache. Hinzu kämen politisch motivierte
Prozesse und Fehlentscheidungen, die erhebliche
Summen verschlungen hätten. Aufgelistet werden
zahlreiche Einzelposten, die sich laut Darstellung
auf insgesamt 15,44 Millionen Euro summieren. Dazu
zählen Mehrkosten durch die Verzögerung eines
Autobahnprojekts (rund 9 Millionen Euro), gescheiterte
Bauprojekte wie jenes in der Haberwaldgasse,
nicht genutzte Grundstückschancen, Planungsfehler
beim Rüsthaus sowie Kosten durch Gerichtsverfahren
und Personalentscheidungen. Auch Bürgerbeteiligungsprozesse
und Wettbewerbe, deren Ergebnisse
nicht umgesetzt wurden, werden als Beispiele
angeführt. All das, was hierbei zusammenkommt,
würde heute dringend für Zukunftsprojekte benötigt
werden. Die Kommunalsteuereinnahmen seien
in den letzten zehn Jahren zwar gestiegen, dennoch
habe man aber zu wenig in nachhaltige Entwicklungen
investiert.
Abschließend ruft die regierende Koalition zu einer
sachlichen Betrachtung auf. Provokationen
und Schuldzuweisungen würden dabei nicht weiterhelfen.
Stattdessen brauche es gemeinsame
Anstrengungen, um Hart bei Graz finanziell stabil
und zukunftsfit zu machen, weswegen die politische
Auseinandersetzung mit dem Budget in der Gemeinde
definitiv ein zentrales Thema bleiben wird.
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Urnenwaldfriedhof in Hart bei Graz:
Eine vertane Chance
In der Gemeinderatssitzung am 05.02.2026 wurde
das Leuchtturmprojekt der ARGE 4.0 – die Errichtung
eines Urnenwaldfriedhofs in Hart bei Graz – intensiv
beraten. Ziel dieses Projekts war es, ein zusätzliches,
zeitgemäßes Angebot für unsere Bürgerinnen und
Bürger zu schaffen und damit den unterschiedlichen
Bedürfnissen in unserer Gemeinde gerecht zu
werden.
Bereits zu Beginn der Diskussion machte der Obmann
der Bürgerliste, Vizebürgermeister Jakob Binder,
deutlich, dass die Bürgerliste Hart bei Graz dieses
Vorhaben ablehnt. Ausschlaggebend dafür war
offenbar ein Schreiben der Kirche an die Gemeinderätinnen
und Gemeinderäte, in dem Vorbehalte
gegen das Projekt geäußert und auf das bestehende
Angebot verwiesen wurde.
Bei allem Respekt gegenüber der Kirche und den
religiösen Überzeugungen vieler Menschen: Die Gemeinde
ist verpflichtet, Entscheidungen im Sinne aller
Bürgerinnen und Bürger zu treffen. In zahlreichen
anderen Gemeinden wurden Urnenwaldfriedhöfe
erfolgreich umgesetzt – vielfach in konstruktiver Zusammenarbeit
mit kirchlichen Vertretern. Sie stellen
eine würdevolle und naturnahe Alternative dar, die
von vielen Menschen bewusst gewünscht wird. Für
die Umsetzung des Projekts wäre eine Zweidrittelmehrheit
im Gemeinderat erforderlich gewesen, da
eine Umwidmung von Flächen notwendig ist. Diese
Mehrheit wäre nur mit Zustimmung der Bürgerliste
möglich gewesen. Mit ihrer ablehnenden Haltung
hat sie das Projekt somit verhindert.
Damit wurde eine Chance vertan, unser Angebot im
Bestattungswesen zukunftsorientiert zu erweitern
und dem klar erkennbaren Wunsch vieler Bürgerinnen
und Bürger Rechnung zu tragen.
Dennoch ist das Thema nicht vom Tisch. Wir werden
weiterhin nach Lösungen suchen, um dieses wichtige
Anliegen umzusetzen. Denn es geht nicht um
Parteipolitik, sondern um ein zusätzliches, würdiges
Angebot für die Menschen in unserer Gemeinde.
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